AI assistant
PVA TePla AG — Annual Report 2021
Jul 22, 2022
342_rns_2022-07-22_7ace245c-ec73-4e55-a6bc-86b1cac7dea7.html
Annual Report
Open in viewerOpens in your device viewer
Finanzbericht: 31046752
SimPlan AG
Hanau
Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2021 bis zum 31.12.2021
BILANZ ZUM 31. DEZEMBER 2021
AKTIVA
scrollen
| 31.12.2021 | 31.12.2020 | ||
|---|---|---|---|
| EUR | EUR | ||
| --- | --- | --- | --- |
| A. ANLAGEVERMÖGEN | |||
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände | 23.031,00 | 32.593,00 | |
| II. Sachanlagen | 279.418,00 | 338.302,00 | |
| III. Finanzanlagen | 451.479,24 | 437.720,85 | |
| 753.928,24 | 808.615,85 | ||
| B. UMLAUFVERMÖGEN | |||
| I. Vorräte | 10.824,00 | 25.269,25 | |
| II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände | |||
| 1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 1.907.182,54 | 1.554.983,40 | |
| 2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen | 136.642,66 | 229.156,84 | |
| 3. Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht | 1.221,12 | 0,00 | |
| 4. Sonstige Vermögensgegenstände | 107.670,03 | 133.804,04 | |
| 2.152.716,35 | 1.917.944,28 | ||
| III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks | 6.330.443,28 | 4.602.952,22 | |
| 8.493.983,63 | 6.546.165,75 | ||
| C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN | 460.729,13 | 482.758,75 | |
| 9.708.641,00 | 7.837.540,35 |
PASSIVA
scrollen
| 31.12.2021 | 31.12.2020 | ||
|---|---|---|---|
| EUR | EUR | ||
| --- | --- | --- | --- |
| A. EIGENKAPITAL | |||
| I. Ausgegebenes Kapital | |||
| 1. Gezeichnetes Kapital | 129.000,00 | 129.000,00 | |
| 2. Nennbetrag eigener Anteile | -8.665,00 | -8.665,00 | |
| 120.335,00 | 120.335,00 | ||
| II. Kapitalrücklage | 233.036,35 | 233.036,35 | |
| III. Gewinnrücklagen | |||
| Andere Gewinnrücklagen | 137.665,00 | 137.665,00 | |
| IV. Bilanzgewinn | 6.024.232,86 | 5.000.381,69 | |
| 6.515.269,21 | 5.491.418,04 | ||
| B. RÜCKSTELLUNGEN | 457.851,45 | 478.196,73 | |
| C. VERBINDLICHKEITEN | |||
| 1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 35.481,69 | 97.674,63 | |
| 2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen | 55.771,02 | 86.124,27 | |
| 3. Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht | 595,00 | 61,24 | |
| 4. Sonstige Verbindlichkeiten | 912.243,52 | 195.677,52 | |
| - davon aus Steuern: EUR 862.211,45 (Vorjahr: EUR 151.689,10) | |||
| - davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: EUR 9.962,23 (Vorjahr: EUR 10.466,82) | |||
| 1.004.091,23 | 379.537,66 | ||
| D. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN | 1.731.429,11 | 1.488.387,92 | |
| 9.708.641,00 | 7.837.540,35 |
GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2021
scrollen
| 2021 | 2020 | ||
|---|---|---|---|
| EUR | EUR | ||
| --- | --- | --- | --- |
| 1. Rohergebnis | 8.345.583,00 | 7.094.894,64 | |
| - davon sonstige betriebliche Erträge aus der Währungsumrechnung EUR 2.819,86 (Vorjahr: EUR 5.335,61) | |||
| 2. Personalaufwand | |||
| a) Löhne und Gehälter | -4.805.458,26 | -4.043.285,26 | |
| b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung | -803.341,19 | -728.144,99 | |
| - davon für Altersversorgung: EUR 70.874,82 (Vorjahr: EUR 49.933,73) | |||
| -5.608.799,45 | -4.771.430,25 | ||
| 3. Abschreibungen | |||
| Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen | -132.901,14 | -194.623,25 | |
| 4. Sonstige betriebliche Aufwendungen | -1.201.965,15 | -1.082.381,46 | |
| - davon aus der Währungsumrechnung: EUR 5.096,69 (Vorjahr: EUR 5.016,44) | |||
| 5. Erträge aus Beteiligungen | 294.419,56 | 184.576,35 | |
| - davon aus verbundenen Unternehmen: EUR 188.600,00 (Vorjahr: EUR 183.200,00) | |||
| 6. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens | 4.000,00 | 5.000,00 | |
| 7. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge | 6.397,29 | 6.512,73 | |
| - davon aus verbundenen Unternehmen: EUR 1.875,00 (Vorjahr: EUR 1.875,00) | |||
| 8. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | -369.722,10 | -327.778,09 | |
| 9. Ergebnis nach Steuern | 1.337.012,01 | 914.770,67 | |
| 10. Sonstige Steuern | -12.323,34 | -14.611,07 | |
| 11. Jahresüberschuss | 1.324.688,67 | 900.159,60 | |
| 12. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr | 5.000.381,69 | 4.321.638,49 | |
| 13. Gewinnausschüttung | -300.837.50 | -221.416,40 | |
| 14. Bilanzgewinn | 6.024.232,86 | 5.000.381,69 |
ANHANG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2021
A. Allgemeine Angaben
Die Firma SimPlan AG mit Sitz in 63452 Hanau ist unter der Registernummer HRB 6845 beim Amtsgericht Hanau registriert.
Die Gesellschaft hält ein Grundkapital in Höhe von € 129.000,00. Das Grundkapital ist eingeteilt in 129.000 nennwertlose Stückaktien zu je € 1,00. Davon sind 8.665 Stück (6,72%, Euro 8.665,00) erworbene eigene Anteile. Die Aktien lauten auf den Namen. Sie dürfen nur mit Zustimmung der Gesellschaft übertragen werden. Die Zustimmung erteilt der Vorstand. Besondere Rechte wie Anteile ohne Stimmrecht, Vorzugsaktien, Mehrstimmrechtsaktien, Schuldverschreibung oder Genussrechte wurden nicht gewährt. Der Erwerb der eigenen Anteile erfolgte nach § 71 Abs. 1 Nr. 8 AktG in Tranchen bis Mai 2012.
Der Jahresabschluss der SimPlan AG wurde auf der Grundlage der Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuchs und der ergänzenden Bestimmungen des Aktiengesetzes aufgestellt. Soweit Wahlrechte für Angaben in der Bilanz, in der Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang ausgeübt werden können, wurde weitgehend der Vermerk in der Bilanz bzw. in der Gewinn- und Verlustrechnung gewählt.
Nach den in § 267 HGB angegebenen Größenklassen ist die Gesellschaft eine mittelgroße Kapitalgesellschaft.
Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Die Gliederung wurde nach § 158 Abs. 1 AktG ergänzt.
B. Angaben zur Bilanzierung und Bewertung
Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze
Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige lineare Abschreibungen vermindert. Die zugrunde gelegten Nutzungsdauern betragen 0 - 5 Jahre.
Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear vorgenommen. Die zugrunde gelegten Nutzungsdauern betragen 1-13 Jahre. Geringwertige Anlagengüter mit Anschaffungskosten bis zu einem Wert von Euro 800,00 wurden im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben.
Die Finanzanlagen werden mit den Anschaffungskosten bzw. mit dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Das Wahlrecht nach § 253 Abs. 3 Satz 6 HGB wird in Anspruch genommen.
Die unfertigen Leistungen sind zu Herstellungskosten bewertet. Diese umfassen Einzelkosten und angemessene Teile der notwendigen Gemeinkosten sowie den Wertverzehr des Anlagevermögens, soweit er durch die Fertigung veranlasst ist. Ist der beizulegende Wert zum Bilanzstichtag niedriger, wird dies durch entsprechende Abschreibungen berücksichtigt.
Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind mit dem Nennwert bzw. mit dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Bei Forderungen, deren Einbringlichkeit mit erkennbaren Risiken behaftet ist, werden angemessene Wertabschläge vorgenommen. Zur Abdeckung des allgemeinen Ausfallrisikos und der Zinsverluste wird eine pauschale Wertberichtigung der nicht einzelwertberichtigten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gebildet.
Flüssige Mittel wurden zum Nennwert angesetzt.
Als Rechnungsabgrenzungsposten auf der Aktivseite wurden Ausgaben vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen.
Das Eigenkapital ist mit dem Nennwert angesetzt.
Die sonstigen Rückstellungen wurden für alle weiteren ungewissen Verbindlichkeiten gebildet. Dabei wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt. Die Bewertung erfolgte mit dem Erfüllungsbetrag, der nach kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Bei Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden entsprechende Abzinsungen vorgenommen.
Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt.
Als Rechnungsabgrenzungsposten auf der Passivseite sind Einnahmen vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, soweit sie Ertrag für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen.
Empfangene Zuschüsse werden in der Periode ertragswirksam berücksichtigt, in welcher der entsprechende Aufwand entstanden ist.
Grundlagen für die Umrechnung von Fremdwährungsposten in Euro
Kurzfristige Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten werden zum Bilanzstichtag mit dem Devisenkassamittelkurs unter Anwendung von § 256a HGB umgerechnet.
C. Erläuterungen zur Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung
Anlagevermögen
Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im anhängenden Anlagenspiegel dargestellt.
Finanzanlagen
Der Anteilsbesitz ergibt sich wie folgt:
scrollen
| Firmenname | Sitz | Anteil | Jahr | Eigenkapital | Ergebnis |
|---|---|---|---|---|---|
| in % | in EUR | in EUR | |||
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| SimPlan Integrations GmbH | Witten | 51,00 | 2020 | 1.581.070,49 | 472.991,39 |
| InduSim GmbH | Langenau | 26,00 | 2020 | 155.654,66 | -19.186,95 |
| Flexineers GmbH | Hanau | 100,00 | 2021 * | 47.577,42 | 2.270,69 |
| SimPlan Systems GmbH | Hanau | 51,00 | 2021 * | 125.080,67 | -9.238,99 |
| FMV Fonds 1 GmbH & Co.KG | Karlsruhe | 4,00 | 2020 | 2.033.774,28 | -343.586,02 |
* vorläufig
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen überwiegend Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Die sonstigen Vermögensgegenstände enthalten Posten mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr in Höhe von TEuro 59.
Bilanzgewinn
Der Bilanzgewinn enthält zum Bilanzstichtag einen Gewinnvortrag in Höhe von TEuro 4.700 sowie den Jahresüberschuss des abgelaufenen Geschäftsjahres (TEuro 1.325).
Verbindlichkeiten
Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. Sämtliche Verbindlichkeiten haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.
Erläuterung von außergewöhnlichen Aufwendungen und Erträgen
In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Buchgewinne von Euro 0,2 Mio. aus dem Verkauf von Finanzanlagen (Beteiligung) enthalten.
D. Sonstige Angaben
Angaben zu nicht in der Bilanz enthaltenen Geschäften, sonstigen finanziellen Verpflichtungen und Haftungsverhältnissen
Sonstige finanzielle Verpflichtungen bis längstens 2026 bestehen in Höhe von Euro 0,7 Mio. im Wesentlichen aus mehrjährigen Mietverträgen für Geschäftsräume aus denen jährliche Liquiditätsabflüsse resultieren. Der Vorteil dieser Verträge liegt in der geringeren Kapitalbindung im Vergleich zum Erwerb und im Wegfall des Verwertungsrisikos. Risiken könnten sich aus der Vertragslaufzeit ergeben, sofern das Objekt nicht mehr vollständig genutzt werden könnte, wozu es derzeit keine Anhaltspunkte gibt.
Des Weiteren bestehen jährliche Verpflichtungen in Höhe von Euro 0,2 Mio. aus geschäftsüblichen (mehrjährigen) Miet-, Leasing- und Wartungsverträgen über Betriebs- und Geschäftsausstattung, die aus den jährlichen Liquiditätszuflüssen beglichen werden.
Arbeitnehmer
Die Gesellschaft beschäftigte im Jahresdurchschnitt 61 Arbeitnehmer, davon 9 leitende Angestellte sowie 52 weitere Angestellte. Daneben wurde im Durchschnitt ein Auszubildender beschäftigt.
Namen der Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats
Vorstand:
scrollen
| Herr Prof. Dr. Sven Spieckermann, CEO (Vorstandsprecher), Vorstand für Finanzen, Controlling, Personal | |
| Herr Dr. Ulrich Burges, Vorstand für operatives Simulationsgeschäft und IT | |
| Herr Dr. Harry Kestenbaum, Vorstand für Vertrieb und Marketing |
Aufsichtsrat:
scrollen
| Herr Prof. Dr. Stefan Nickel, Vorsitzender | ausgeübter Beruf: | Hochschullehrer |
| Herr Dr. Andreas Rohde | ausgeübter Beruf: | Rechtsanwalt / Steuerberater bei dhpg |
| Herr Andreas J. Schindler | ausgeübter Beruf: | Dipl. Wirtschaftsinformatiker, Manager |
Die Vergütung für den Aufsichtsrat betrugen im abgelaufenen Geschäftsjahr TEuro 11.
Ergebnisverwendungsvorschlag
Der Vorstand schlägt der Hauptversammlung vor, eine Ausschüttung in Höhe von Euro 847.158,40 vorzunehmen. Diese setzt sich aus einer Ausschüttung von Euro 661.842,50 (Euro 5,50 pro Aktie) für das abgelaufene Geschäftsjahr 2021 sowie einer zusätzlichen Ausschüttung von Euro 185.315,90 (Euro 1,54 pro Aktie) für das Jahr 2019 zusammen.
Nachtragsbericht
Wesentliche Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach dem Bilanzstichtag eingetreten sind, liegen nicht vor. Hinsichtlich der Auswirkungen der Corona-Pandemie sowie des Ukraine-Konfliktes wird auf die Ausführungen im Lagebericht verwiesen.
Hanau, 04. April 2022
gez. Prof. Dr. Spieckermann
gez. Dr. Burges
gez. Dr. Kestenbaum
Feststellung des Jahresabschlusses durch den Aufsichtsrat: 25. Mai 2022
Ergebnisverwendungsbeschluss der Hauptversammlung vom 25. Mai 2022:
scrollen
| ― | Ausschüttung einer Dividende von € 5,50 je Aktie bei 120.335 für das Jahr 2021 gewinnberechtigten Stückaktien. Das entspricht in Summe einer Ausschüttung von € 661.842,50. |
| ― | Übertrag des verbleibenden Betrags von voraussichtlich € 662.846,17 auf das nächste Geschäftsjahr |
| ― | Ausschüttung einer Sonderdividende von € 1,54 je Aktie bei 120.335 gewinnberechtigten Aktien. Vortrag des verbleibenden Gewinnvortrags auf neue Rechnung. |
ENTWICKLUNG DES ANLAGEVERMÖGENS IM GESCHÄFTSJAHR 2021
scrollen
| ANSCHAFFUNGS- UND HERSTELLUNGSKOSTEN | ||||
|---|---|---|---|---|
| 1. Jan. 2021 | Zugänge | Abgänge | 31. Dez. 2021 | |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| EUR | EUR | EUR | EUR | |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| I. IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE | ||||
| 1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werle sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten | 1.554.003,18 | 5.393,81 | 0,00 | 1.559.396,99 |
| 2. Geschäfts- oder Firmenwert | 51.896,41 | 0,00 | 0,00 | 51.896,41 |
| 1.605.899,59 | 5.393,81 | 0,00 | 1.611.293,40 | |
| II. SACHANLAGEN | 1.000.010,19 | 59.063,33 | -46.898,63 | 1.012.174,89 |
| III. FINANZANLAGEN | ||||
| 1. Anteile an verbundenen Unternehmen | 92.704,00 | 0,00 | 0,00 | 92.704,00 |
| 2. Beteiligungen | 190.285,36 | 55.058,39 | -41.300,00 | 204.043,75 |
| 3. Wertpapiere des Anlagevermögens | 199.424,70 | 0,00 | 0,00 | 199.424,70 |
| 4. Sonstige Ausleihungen | 55.000,00 | 0,00 | 0,00 | 55.000,00 |
| 537.414,06 | 55.058,39 | -41.300,00 | 551.172,45 | |
| 3.143.323,84 | 119.515,53 | -88.198,63 | 3.174.640,74 |
scrollen
| AUFGELAUFENE ABSCHREIBUNGEN | ||||
|---|---|---|---|---|
| 1. Jan. 2021 | Zuführungen | Auflösungen | 31. Dez. 2021 | |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| EUR | EUR | EUR | EUR | |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| I. IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE | ||||
| 1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werle sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten | 1.521.411,18 | 14.955,81 | 0,00 | 1.536.366,99 |
| 2. Geschäfts- oder Firmenwert | 51.895,41 | 0,00 | 0,00 | 51.895,41 |
| 1.573.306,59 | 14.955,81 | 0,00 | 1.588.262,40 | |
| II. SACHANLAGEN | 661.708,19 | 117.945,33 | -46.896,63 | 732.756,89 |
| III. FINANZANLAGEN | ||||
| 1. Anteile an verbundenen Unternehmen | 14.000,00 | 0,00 | 0,00 | 14.000,00 |
| 2. Beteiligungen | 56.553,21 | 0,00 | 0,00 | 56.553,21 |
| 3. Wertpapiere des Anlagevermögens | 9.140,00 | 0,00 | 0,00 | 9.140,00 |
| 4. Sonstige Ausleihungen | 20.000,00 | 0,00 | 0,00 | 20.000,00 |
| 99.693,21 | 0,00 | 0,00 | 99.693,21 | |
| 2.334.707,99 | 132.901,14 | -46.896,63 = | 2.420.712,50 |
scrollen
| NETTOBUCHWERTE | ||
|---|---|---|
| 31. Dez. 2021 | 31. Dez. 2020 | |
| --- | --- | --- |
| EUR | EUR | |
| --- | --- | --- |
| I. IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE | ||
| 1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werle sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten | 23.030,00 | 32.592,00 |
| 2. Geschäfts- oder Firmenwert | 1,00 | 1,00 |
| 23.031,00 | 32.593,00 | |
| II. SACHANLAGEN | 279.418,00 | 338.302,00 |
| III. FINANZANLAGEN | ||
| 1. Anteile an verbundenen Unternehmen | 78.704,00 | 78.704,00 |
| 2. Beteiligungen | 147.490,54 | 133.732,15 |
| 3. Wertpapiere des Anlagevermögens | 190.284,70 | 190.284,70 |
| 4. Sonstige Ausleihungen | 35.000,00 | 35.000,00 |
| 451.479,24 | 437.720,85 | |
| 753.928,24 | 808.615,85 |
LAGEBERICHT FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2021
1. Grundlagen und Steuerung des Unternehmens
1.1 Organisation und Unternehmensbereiche
Die SimPlan AG ("SimPlan") bietet als operativ tätige Gesellschaft selbst sowie mit ihren Tochterunternehmen umfangreiche Leistungen im Bereich der Logistikplanung und Materialflusssimulation an. Dazu gehören auch der Verkauf und die Entwicklung der entsprechenden Simulationssoftware sowie die Weiterentwicklung von Modellen zu Digitalen Zwillingen. Darüber hinaus gibt es einen starken Tätigkeitsschwerpunkt im Bereich Forschung und Entwicklung rund um diese Themengebiete.
Das Geschäftsmodell der SimPlan AG basiert auf drei Säulen: der beratungsnahen Dienstleistung im Kontext von Simulationsprojekten und Digitalen Zwillingen, der Erstellung von Simulationssoftware und zugehöriger Add-Ons (Softwareergänzungen) sowie dem Vertrieb von Simulationssoftwarepaketen dritter (gruppenfremder) Softwareunternehmen.
Die SimPlan AG hat ihren Hauptsitz in Hanau, Deutschland. Sie ist in Deutschland an sechs weiteren Standorten mit Betriebsstätten sowie an zwei weiteren Standorten mit Tochtergesellschaften vertreten. Es gibt Partnerunternehmen in Österreich und in China.
Die Kunden der SimPlan AG sind große und mittlere Unternehmen aus verschiedenen Industrien. Die meisten der Kunden sind den Industrien Fahrzeughersteller, (Automobil-) Zulieferer sowie Maschinen- und Anlagenbau mit dem Schwerpunkt Intralogistik zuzuordnen. Darüber hinaus gibt es Kunden unter anderem in der Chemieindustrie, im Handel, im Schiffbau sowie in Verkehr und Luftfahrt.
1.2 Beteiligungen und Kooperationen
Die SimPlan AG hat vier (Vorjahr: fünf) Unternehmensbeteiligungen, alle mit Firmensitz in Deutschland. Die SimPlan Integrations GmbH ist ein verbundenes Unternehmen mit Sitz in Witten. Das Geschäftsmodell entspricht dem der SimPlan AG, wobei der Tätigkeitsschwerpunkt stärker im Bereich intralogistischer Anwendungen liegt. Mit der Flexineers GmbH, Hanau, ist die Unternehmensgruppe in der Lage, ihre hochqualifizierten Mitarbeiter dem Markt auch im Wege der Arbeitnehmerüberlassung zur Verfügung zu stellen. Die SimPlan Systems GmbH, Hanau, ist auf die Implementierung von IT-Systemen in den Bereichen Produktions- und Logistikfeinplanung sowie mathematischer Optimierung spezialisiert. Die induSim GmbH in Langenau bietet Simulationsdienstleistungen, -schulungen und -software rund um die Produktentwicklung und Konstruktion an.
Der chinesische Markt wird über eine enge Kooperation mit der CPS SimPlan Consulting Co. Ltd., Shanghai, bedient. In Österreich gibt es eine Zusammenarbeit mit SimPlan Optimizations, die an den Standorten Wien und Neufelden das gesamte Leistungsspektrum der SimPlan AG anbietet.
Die Anteile an der Koch Consultants GmbH, Straubing, wurden im abgelaufenen Geschäftsjahr veräußert.
1.3 Forschung und Entwicklung
SimPlan ist ein gefragter Partner in Forschungsprojekten, die sich mit Themen wie Simulation, Digitaler Zwilling oder virtuelle Inbetriebnahme befassen. Im Jahr 2021 konnte SimPlan unter anderem das im Rahmen der Hessischen Landesinitiative zur Elektromobilität geförderte Vorhaben SimCityNet zum Einsatz von Bussen und Entsorgungsfahrzeugen mit alternativen Antrieben in kommunalen Verkehrsbetrieben erfolgreich abschließen. Die Ergebnisse des Projektes haben trotz regionaler Durchführung für großes überregionales Interesse gesorgt. In der Folge konnte SimPlan zwei neue Forschungsvorhaben im Verkehrsbereich (LogIKTram und Kombinom 2.0) erfolgreich einwerben. Leuchtturmcharakter auf nationaler Ebene hat dabei die Beteiligung am Projekt SDM4FZI. Dabei handelt es sich um eines der großen Leitprojekte im Rahmen des Förderprogramms "Zukunftsinvestitionen in der Fahrzeugindustrie" Das Programm wurde als Bestandteil der Corona-Konjunkturmaßnahmen im Jahr 2020 vom Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) aufgelegt. Wie auch in den Vorjahren konnte SimPlan in neu begonnenen, kleineren Forschungsvorhaben eigene Schwerpunkte setzen. Im Projekt SimProve, das vom hessischen Ministerium für Digitales seit September 2021 gefördert wird, geht es um die Verknüpfung von Process Mining und Simulation.
Insgesamt war SimPlan im Jahr 2021 in 17 Forschungsvorhaben aktiv mit Projektförderungen auf regionaler Ebene (Länder Sachsen, Hessen und Bayern), durch Bundesministerien (BMBF, BMWK, BLE) sowie auf europäischer Ebene. Dabei werden je nach Bedarf und Themenschwerpunkten unterschiedliche Mitarbeiter aus dem gesamten Unternehmen mit einem Fokus im Bereich der Softwareentwicklung eingesetzt.
Die F&E-Aktivitäten von SimPlan haben dabei unverändert zwei Stoßrichtungen. Erster Schwerpunkt ist die Erprobung und Entwicklung von Digitalisierungsansätzen für Branchen, in denen Simulation und virtuelle Inbetriebnahme bislang keine große Rolle spielen. Auf diese Art und Weise wird z. B. an der Erschließung von Märkten wie Schiffbau oder Verkehr gearbeitet. Der zweite Schwerpunkt ist die Entwicklung neuartiger Softwarelösungen rund um Digitalisierung und Simulation. So sind die SimPlan-Produkte SimAssist und SimVSM auf Beteiligungen an Forschungsprojekten zurückzuführen. In aktuellen Vorhaben werden die Anwendungen auf zukünftige Herausforderungen wie Cloud-basierte Simulation, Simulation-as-a-Service, Modellierung von Abläufen in der Kreislaufwirtschaft, Integration von maschinellen Lernverfahren und vieles mehr vorbereitet.
1.4 Unternehmenssteuerung
Die für die Unternehmenssteuerung bedeutsamen Leistungsindikatoren sind das Angebots- und Auftragsvolumen, die Roherlöse sowie das Jahresergebnis.
2. Wirtschaftsbericht
2.1 Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen
Aufgrund der einleitend beschriebenen Kundenstruktur der SimPlan AG ist neben dem deutschen Wirtschaftswachstum auch die Entwicklung des Weltwirtschaftswachstums sowie des Wachstums in der Eurozone für die Gesellschaft von Bedeutung. Im abgelaufenen Geschäftsjahr 2021 stand die Weltwirtschaft im zweiten Jahr im Zeichen der globalen Corona-Pandemie sowie zahlreicher sich im Jahresverlauf verschärfender Spannungen in den weltweiten Lieferketten. Begünstigt durch noch laufende nationale und internationale geld- und finanzpolitische Stützungsmaßnahmen und aufgrund von Nachholeffekten ist das weltweite reale Bruttoinlandsprodukt (BIP) um 5,9% gestiegen nach einem Rückgang von 3,1% im Vorjahr. In der Eurozone lag das Wachstum des realen Bruttoinlandsproduktes bei 5,2% (Vorjahr: -6,4%). Das Plus in Deutschland lag mit 2,7% (Vorjahr: -4,6%) unter dem Durchschnitt der Eurozone (Quelle: de.statista.com und www.destatis.de). Im ersten Quartal 2022 belasten zudem die negativen Auswirkungen des Ukraine-Krieges insbesondere die europäische Gesamtwirtschaft.
In der für SimPlan besonders relevanten deutschen Industrie hat es im Jahr 2021 ein deutliches Wachstum gegeben. Die Wirtschaftsleistung im verarbeitenden Gewerbe ohne Bau und Energie, war um 4,7% höher als im Jahr 2020. Die Bruttoanlageinvestitionen sind preisbereinigt um 1,5% gestiegen. Die Lage in der deutschen Automobilindustrie hat sich bei weiter sinkenden Produktionszahlen aufgrund gestiegener Wertschöpfung pro Fahrzeug ebenfalls spürbar erholt1,2.
Insgesamt ist die Entwicklung der Gesellschaft vor dem Hintergrund der wirtschaftlichen Erholung in der Industrie einerseits und der in vielen Bereichen nach wie vor durch die Pandemie geprägten Situation andererseits einzuordnen. Unter diesen Rahmenbedingungen hat sich auch der Umsatz der SimPlan AG deutlich vom Rückgang im Corona Jahr 2020 erholt.
Für das Jahr 2022 hat die EU-Kommission im Februar ein Wachstum von 4,0% für die EU-Wirtschaft prognostiziert3. Allerdings sind in dieser Zahl noch keine Auswirkungen des Kriegs zwischen Russland und der Ukraine enthalten. Das IfW Kiel hat die jüngsten Entwicklungen in seine Zahlen aufgenommen und prognostiziert für die deutsche Wirtschaft ein Wachstum des BIP um 2,1% und für die Eurozone von 2,8%4'5.
2.2 Lage des Unternehmens
2.2.1 Geschäftsverlauf und Ertragslage
Die wirtschaftliche Lage der Gesellschaft hat sich im Jahr 2021 gut entwickelt. Die Umsatzerlöse sind gegenüber dem Vorjahr um 19,5% auf T€ 10.056 (2020: T€ 8.418) angestiegen. Überproportional um 36,2% gewachsen (von T€ 1.519 auf T€ 2.069) ist der Wareneinkauf (Materialaufwand), was darauf zurückzuführen ist, dass der Handel mit Software etwas stärker gewachsen ist als das Projektgeschäft und der Verkauf eigener Software.
Der Jahresüberschuss ist gegenüber dem Vorjahr von T€ 900 auf T€ 1.325 und damit um 47,2% gestiegen. Der Gewinn vor Steuern und Zinsen (EBIT) beträgt T€ 1.688 (2020: T€ 1.221). Damit ergibt sich eine EBIT-Marge von 16,8% (2020: 14,5%). Die deutliche Steigerung gegenüber dem Vorjahr ist maßgeblich auf einen Einmaleffekt aus dem Verkauf einer Beteiligung (Buchgewinn: € 0,2 Mio.) sowie eine mit diesem Verkauf im Zusammenhang stehende außerplanmäßige Ergebnisausschüttung von T€ 100 zurückzuführen. Bereinigt um diesen Sondereinfluss ergäbe sich ein EBIT von T€ 1.389 und somit ein Ergebnisanstieg um 14% gegenüber dem Jahr 2020. Die bereinigte EBIT-Marge von 13,8% wird vom Vorstand als zufriedenstellend bis gut eingestuft.
Beigetragen hat zu diesem Ergebnis, dass Reise- und Marketingkosten pandemiebedingt in etwa auf Vorjahreshöhe und damit deutlich unter dem Niveau des Jahres 2019 geblieben sind.
Der seit mehreren Jahren rückläufige Umsatzanteil der Fahrzeughersteller hat sich im Jahr 2021 etwas erholt (von 15% im Jahr 2020 auf rund 21% im Jahr 2021). Auch der größte industrielle Einzelkunde ist wie in vielen Jahren zuvor wieder ein Automobilunternehmen mit einem Umsatzanteil von ca. 5%. Der im Vorjahr mit rund 27% sehr hohe Anteil von Forschungsprojekten am gesamten Vertragsvolumen ist auf 12% gesunken. Bei der Leistungserbringung ist der Anteil der Erlöse aus Forschungsprojekten von 13,8% in 2020 auf 8,6% zurückgegangen. Insgesamt positiv zu bewerten ist der auf zahlreiche Kunden und Branchen verteilte Auftragseingang.
Der Anstieg der Aufwendungen für bezogene Leistungen und Waren (von T€ 1.519 in 2020 auf T€ 2.069 in 2021) ist im Wesentlichen auf eine Steigerung des Absatzes von Simulationssoftwarepaketen, die von Drittanbietern bezogen werden, zurückzuführen.
Das hoch qualifizierte Mitarbeiterteam bildet die entscheidende Grundlage für den wirtschaftlichen Erfolg von SimPlan. Die durchschnittliche Anzahl der festangestellten Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen ist gegenüber dem Vorjahr insbesondere durch die Reduzierung von Aushilfen zurückgegangen, wobei der Vorstand seit dem zweiten Halbjahr eine Vergrößerung des Teams angestrebt hat. Die Personalaufwendungen sind um 17,6% von T€ 4.771 in 2020 auf T€ 5.609 in 2021 gestiegen. Ursächlich dafür waren zum überwiegenden Teil höhere variable Vergütungsbestandteile. Relativ zum Umsatz sind die Personalaufwendungen gegenüber dem Vorjahr leicht zurückgegangen (2021: 55,8%; 2020: 56,7%).
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind um 11% gestiegen (2021: T€ 1.202; 2020: T€ 1.082). Dazu beigetragen haben u.a. wieder etwas gestiegene Kosten für Fortbildung (2021: T€ 25; 2020: T€ 12), gestiegene Fremdleistungen, die zum Teil mit der externen Begleitung eines Updates des ERP-Systems zusammenhängen (2021: T€ 86; 2020: T€ 23) sowie die erhöhten Kosten für die Wartung des ERP-Systems und der eigengenutzten Simulationssoftware (2021: T€ 158; 2020: T€ 134).
Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen liegen mit T€ 133 in 2021 um 31,7% unterhalb des Vorjahreswertes von T€ 195. Gründe sind u. a. das Auslaufen von Abschreibungen auf in Vorjahren angeschaffte Softwarelizenzen sowie die Nutzung von Leasing anstelle des Kaufs von Firmenfahrzeugen bei anstehenden Ersatzbeschaffungen. Der Grund für den letztgenannten Schritt ist die Unsicherheit bei der Entwicklung von Fahrzeugrestwerten aufgrund der Veränderungen bei Antriebssystemen (Verbrenner, batterieelektrischer Antrieb, hybride Antriebe).
Bei den sonstigen betrieblichen Erträgen in Höhe von T€ 373 (2020: T€ 243) handelt es sich wie in den Vorjahren zu einem großen Teil um verrechnete Sachbezüge für die Nutzung von Dienstwagen und Bahncards von Mitarbeitern (2021: T€ 149; 2020: 228 T€) und um Buchgewinne aus der Veräußerung von Anlagen (Fahrzeuge, IT-Ausrüstung o.ä.). Wesentlicher Bestandteil in Höhe von T€ 199 (2020: T€ 0) ist ferner der Gewinn aus der Veräußerung einer Beteiligung.
Das Finanz- und Beteiligungsergebnis (2021: T€ 305; 2020: T€ 196) beinhaltet im Wesentlichen die Gewinnausschüttungen von verbundenen Unternehmen sowie von Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht. Der Anstieg gegenüber dem Vorjahr ist zum überwiegenden Teil auf eine Sonderausschüttung von T€ 100 zurückzuführen, die im Zusammenhang mit der Trennung von einer Beteiligung steht.
2.2.2 Finanzlage
Die Gesellschaft verfügt zum Bilanzstichtag über liquide Mittel in Höhe von T€ 6.330 (2020: T€ 4.603). Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten bestehen zum Abschlussstichtag nicht. Der zur Verfügung stehende Kreditrahmen bei Kreditinstituten in Höhe von T€ 250 wurde weder zum Bilanzstichtag noch unterjährig in Anspruch genommen. Sämtliche Verbindlichkeiten sind nicht verzinslich und haben kurzfristige Restlaufzeiten.
Das Fremdkapital (Rückstellungen und Verbindlichkeiten) beträgt zum 31.12.2021 insgesamt T€ 1.463 (2020: T€ 858). Der niedrige Wert im Vorjahr ist darauf zurückzuführen, dass im Jahr 2020 die Verbindlichkeiten aus Lohn- und Kirchensteuer sowie aus Umsatzsteuer (jeweils sonstige Verbindlichkeiten) noch im Dezember, also gleichjährig, an das zuständige Finanzamt überwiesen wurden, mit dem Ziel die Bilanzsumme um die entsprechenden Beträge zu verkürzen. Auf diese Vorgehensweise wurde im Dezember 2021 verzichtet. So ergeben sich im Jahr 2021 beispielsweise Verbindlichkeiten aus Lohn- und Kirchensteuer von T€ 610 (Vorjahr T€ 0).
Der Cash flow aus der laufenden Geschäftstätigkeit (in Anlehnung an DRS 21) beträgt € 1,9 Mio. (2020: € 1,6 Mio.). Ursächlich hierfür sind insbesondere die positiven Jahresergebnisse. Der Cash flow aus der Investitionstätigkeit beträgt € 0,1 Mio. (2020: € -0,1 Mio.). Ursächlich für den niedrigeren Kapitalbedarf waren leicht rückläufige Investitionen in Sachanlagen sowie Einzahlungen aus dem Verkauf von Finanz-anlagen. Der Cash flow aus der Finanzierungstätigkeit beträgt € -0,3 Mio. (2020: € -0,2 Mio.) und enthält Ausschüttungen an die Aktionäre.
Insgesamt hat die gegenüber dem ersten Pandemie-Jahr deutlich nach oben gerichtete Geschäftsentwicklung in Verbindung mit einer im zweiten Jahr nacheinander sehr restriktiven Ausschüttungspolitik (verminderte Dividendenausschüttungen im Vergleich zu den Vorjahren) zu hohen Liquiditätsbeständen geführt. Neben der Projekttätigkeit der Gesellschaft, die regelmäßig eine hohe Vorfinanzierung erfordert und die ein Grund für eine hohe Kassenhaltung auch bei durchschnittlichen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen ist, haben in den Jahren 2020 und 2021 des weiteren situationsbedingte Ausgabenbeschränkungen zur Erhöhung der Liquidität beigetragen.
Die im Geschäftsjahr 2021 liquiditätswirksamen Gewinnausschüttungen beliefen sich auf T€ 301 (2020: T€ 221). Die im langjährigen Vergleich bezogen auf den Jahresüberschuss niedrige Ausschüttungssumme war eine Vorsichtsmaßnahme angesichts der insbesondere im ersten Halbjahr 2021 fortdauernden Pandemiesituation und der bis zum 30. Juni 2021 bestehenden Kurzarbeit.
Die Finanzierung der laufenden Geschäftstätigkeit erfolgte - wie in den Vorjahren - grundsätzlich aus dem operativen Cashflow ohne Aufnahme von Darlehen bei Kreditinstituten. Der Nutzung der Dienstfahrzeuge liegen übliche Leasingverträge zugrunde, Büro- und Geschäftsausstattung wird regelmäßig erworben, sonstige Leasingverträge bestehen - abgesehen von den Fahrzeugen - nicht.
Allen bestehenden Zahlungsverpflichtungen konnte im abgelaufenen Geschäftsjahr nachgekommen werden. Derzeit geht der Vorstand nicht von künftigen Liquiditätsengpässen aus. Allerdings hängt die diesbezügliche Situation auch mit der künftigen Entwicklung des Krieges in Osteuropa zusammen. Einschätzungen hierzu finden sich im Risikobericht.
2.2.3 Vermögenslage
Das Aktivvermögen beinhaltet im Wesentlichen langfristig gebundenes Vermögen in Höhe von 0,8 Mio. € (2020: 0,9 Mio. €), kurzfristig gebundenes Vermögen in Höhe von € 2,6 Mio. (2020: € 2,3 Mio.) sowie liquide Mittel in Höhe von € 6,3 Mio. (2020: € 4,6 Mio.). Die Vermögenslage spiegelt die stabile Geschäftsentwicklung und die hohe Innenfinanzierungskraft der Gesellschaft wider. Wesentliche strukturelle Veränderungen waren im Geschäftsjahr 2021 nicht zu verzeichnen.
Die Zugänge zum langfristigen Sachanlagevermögen in Höhe von T€ 59 (2020: T€ 58) betreffen vor allem Ersatzinvestitionen in Hardware und Büroausstattung sowie Softwarelizenzen. Im Finanzanlagevermögen wurde die Beteiligung an einem Fonds, der in Technologie-Startups investiert, um T€ 49 erhöht (2020: T€ 37). Die Beteiligung an diesem Fonds ist in erster Linie aus strategischen Gründen (Technologie Scouting, Recruiting) erfolgt.
Die liquiden Mittel sind zum 31.12.2021 deutlich auf T€ 6.330 (2020: T€ 4.603) gestiegen. Zusammen mit den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (2021: T€ 1.907; 2020: T€ 1.555) bilden diese erneut die wesentlichen Bilanzposten (2021: 85%; 2020: 79%). Vermindert haben sich auf T€ 137 (2020: T€ 229) die Forderungen gegen verbundene Unternehmen. In diesen Forderungen bilden sich weiterbelastete interne Dienstleistungen im Bereich Marketing und IT ab, die die SimPlan AG als Shared Services den verbundenen Unternehmen anbietet sowie Forderungen aus Kundenprojekten, die im Rahmen eines Kapazitätsausgleichs für andere Gesellschaften der Gruppe bearbeitet werden. Der Umfang der Leistungen innerhalb der Unternehmensgruppe verändert sich laufend. Er ist abhängig von der Projekt- und Kapazitätssituation innerhalb der einzelnen Beteiligungen.
Die Eigenkapitalquote der SimPlan AG ist unverändert hoch (2021: 67%; 2020: 70%). Betragsmäßig liegt das Eigenkapital unter Berücksichtigung der erfolgten Ausschüttungen um T€ 1.024 über dem Vorjahresniveau (2021: T€ 6.515; 2020: T€ 5.491).
Das kurzfristige Fremdkapital in Höhe von € 1,5 Mio. (2020: € 0,9 Mio.) enthält im Wesentlichen sonstige Rückstellungen, Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstige Verbindlichkeiten. Die Rückstellungen sind von T€ 478 in 2020 auf T€ 458 im aktuellen Jahr gesunken. Der Rückgang ist darauf zurückzuführen, dass für das Jahr 2021 etwas weniger Steuerrückstellungen zu bilden waren (2021: 21; 2020: T€ 50). Die sonstigen Rückstellungen umfassen vor allem Urlaubsrückstellungen und Rückstellungen für nachzuzahlende erfolgsabhängige Vergütungsbestandteile und haben sich gegenüber dem Vorjahr kaum verändert.
Die Verbindlichkeiten haben sich gegenüber dem Vorjahr absolut und relativ zur Bilanzsumme erhöht (2021: T€ 1.004; 2020: T€ 380; 2021: rund 10 %; 2020: rund 5 %). Ursächlich für die Zunahme war der bereits beschriebene Anstieg der Verbindlichkeiten aus Steuern, Sozialversicherung und Umsatzsteuer, vor allem beeinflusst durch die vorgezogenen Zahlungen im Geschäftsjahr 2020 (vgl. Ausführungen zur Finanzlage).
Der Passive Rechnungsabgrenzungsposten beinhaltet (i) die Einnahmen aus Software Wartungsverträgen (Updates und Support), die über fest vereinbarte Laufzeiten abgegrenzt werden, (ii) Einnahmen aus Forschungsprojekten, die über mehrere Jahre hinweg proportional zum entstehenden Aufwand vermindert werden, sowie (iii) Einnahmen aus Projekten, für die die Leistungserbringung erst im Folgejahr durchgeführt werden kann. Der Großteil der für (i) und (iii) gebildeten Rechnungsabgrenzungsposten wird jeweils im Folgejahr aufgelöst; ein Teil der Wartungserlöse sowie ein Teil der erhaltenen Forschungsgelder deckt Laufzeiten von zwei bis vier Jahren ab.
2.2.4 Gesamtbeurteilung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage
Die Geschäftsleitung verfolgt das Ziel, durch nachhaltige Gewinne die Eigenkapitalbasis zu erhöhen und so die finanziellen Grundlagen für ein nachhaltiges Unternehmenswachstum zu erhalten und auszubauen. Vor dem Hintergrund der Liquidität und des vorhandenen Eigenkapitals hält der Vorstand die wirtschaftliche Lage der Gesellschaft zum Bilanzstichtag für insgesamt solide. Hinsichtlich der Auswirkungen aufgrund der auch im Jahr 2022 noch nicht beendeten Corona-Krise und der kriegerischen Auseinandersetzungen in Osteuropa wird insbesondere auf die nachfolgenden Ausführungen verwiesen.
2.2.5 Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren
Finanzielle Kennzahlen
Der Auftragsbestand liegt per Jahresultimo 2021 auf einem guten Niveau und beträgt rd. € 6,0 Mio. (Vorjahr etwa € 5,1 Mio.). Die Roherlöse (Umsatzerlöse +/ Bestandsveränderung - Materialaufwand) liegen um € 1,1 Mio. € über dem Vorjahresniveau (€ 6,9 Mio.). Der Anstieg hat sich nicht in vollem Umfang auf den Jahresüberschuss ausgewirkt, da insbesondere höherer Personalaufwand (Lohn und Gehalt ohne Sozialversicherungsaufwand) von € 4,8 Mio. (Vorjahr € 4,0 Mio.) zu Buche steht. Unter Berücksichtigung der erfolgten Ausschüttungen beträgt die Eigenkapitalquote 67% (Vorjahr: 70%).
2.2.6 Personal- und Sozialbereich
Die Gesellschaft beschäftigte im Jahresdurchschnitt 61 Arbeitnehmer, davon 9 leitende Angestellte sowie 52 weitere Angestellte. Daneben wurde im Durchschnitt ein Auszubildender beschäftigt.
Die Personalaufwendungen in Höhe von T€ 5.609 entfallen mit einem Betrag von T€ 4.805 (2020: T€ 4.043) auf die Vergütung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter einschließlich erfolgsabhängiger Vergütungen für festangestellte Mitarbeiter. Ferner entfallen T€ 803 (2020: T€ 728) auf soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und Unterstützung sowie auf freiwillige soziale Aufwendungen. Der Anstieg der Personalaufwendungen resultiert aus allgemeinen Lohnsteigerungen sowie erhöhten variablen Entgelten.
3. Risiko- und Chancenbericht
3.1 Risikomanagementsystem
Die SimPlan AG ist als überwiegend im deutschen Markt agierender Anbieter für Simulationslösungen in Produktion und Logistik unterschiedlichen Risiken ausgesetzt. Diese sind unmittelbar mit dem unternehmerischen Handeln verbunden und können somit die Umsetzung der Unternehmensstrategie, sowie die Zielerreichung des Unternehmens beeinflussen und zu negativen, aber auch positiven Abweichungen von der dargestellten Prognose führen.
Das Risikomanagement der Gesellschaft ist auf die frühzeitige Erkennung von wesentlichen Risiken ausgerichtet, um der Unternehmensleitung eine rechtzeitige Reaktion mit entsprechenden Gegenmaßnahmen auf sämtliche Risiken (einschließlich bestandsgefährdender Risiken) zu ermöglichen. Das Risikomanagement ist fester Bestandteil der wertorientierten und auf Nachhaltigkeit ausgerichteten Unternehmensführung und liegt daher im Verantwortungsbereich des Vorstands. Es wird als Identifizierung, Bewertung und Bewältigung von Risiken verstanden und basiert im Wesentlichen auf einem klar definierten Qualitätsmanagement, Kontroll- und Steuerungsinstrumenten sowie auf einem Controlling, das durch Kennzahlen, Analysen und betriebswirtschaftlichen Auswertungen über die wirtschaftliche Situation des Unternehmens und mögliche Risikopotentiale zeitnah und regelmäßig informiert. Die interne Risikoberichtverfolgung innerhalb des Vorstands erfolgt laufend im Rahmen der Abstimmungen zum operativen Tagesgeschäft, in welches der Vorstand stark eingebunden ist. Das Risikomanagement ermöglicht neben der Bewertung und Bewältigung von Risiken auch das frühzeitige Erkennen von Möglichkeiten im Markt und deren zeitnahe Nutzung. Die wesentlichen internen und externen Risiken und Chancen werden nachfolgend erläutert.
3.2. Wesentliche Risiken und Chancen der zukünftigen Entwicklung
Im Vergleich zum Vorjahr hat sich die Einschätzung der Gesamtrisiken, denen sich die Simplan ausgesetzt sieht, im Wesentlichen nicht verändert. Dies gilt auch für die Chancensituation. Im Einzelnen:
3.2.1 Auftrags- und Akquisitionsrisiken und -chancen
Die deutsche Wirtschaft zeigt zu Beginn des Jahres 2022 ein uneinheitliches Bild. Nachwirkungen der Pandemie sowie Preissteigerungen durch Störungen in weltweiten Lieferketten und durch die vom Ukraine-Krieg beeinflussten Energiemärkte sorgen für ein hohes Maß an Unsicherheit. Während einerseits Nachholeffekte und die weltweite Nachfrage positive Impulse für die Industrie setzen, wirken sich steigende Preise und Materialengpässe konjunkturbremsend aus. Welche Kräfte hier die Oberhand gewinnen und wie sich die Marktentwicklungen auf die für das Geschäft von SimPlan wichtigen Anlageninvestitionen auswirken, lässt sich derzeit nur schwer abschätzen.
Entsprechend sind die Erwartungen des Vorstands der SimPlan AG für das Geschäftsjahr 2022 von vorsichtigem Optimismus geprägt, der aber unter Vorbehalt hinsichtlich der Entwicklung der weiteren Auseinandersetzungen in Osteuropa steht. Der Auftragseingang im Januar und Februar war höher als im Vorjahr und auch für den März zeichnet sich ein verbesserter Auftragseingang ab. Insgesamt deutet sich ein sehr starkes erstes Quartal an mit Zuwächsen von ca. 30% gegenüber dem Vorjahr. Dabei ist die Entwicklung allerdings von Branche zu Branche und innerhalb einer Branche sogar von Unternehmen zu Unternehmen sehr unterschiedlich. Einige Kunden von SimPlan sind stark durch Lieferengpässe von Vorprodukten aus der Ukraine betroffen, andere weniger. Bei einigen Kunden spielen die Energiepreise eine große Rolle, bei anderen nicht. Auch lässt sich noch nicht vollständig absehen, welche Auswirkungen die sich voraussichtlich verschiebenden Prioritäten bei der Gestaltung der öffentlichen Haushalte auf die für SimPlans Forschungsaktivitäten relevanten Förderprogramme haben werden. Der Vorstand strebt für das Jahr 2022 eine Steigerung bei Umsatz und Auftragseingang von etwa 3-5% gegenüber dem Vorjahr an. Diese Planung gilt nicht, falls es aufgrund der aktuellen Entwicklungen in Europa zu einem Nachfrageeinbruch kommen sollte. Für diesen Fall könnte auf die in den Jahren 2020 und 2021 eingesetzten Maßnahmen zur Krisenbewältigung, wie beispielsweise die Kurzarbeit, zurückgegriffen werden.
Spezielle Risiken aus Verträgen mit russischen oder ukrainischen Partnern bestehen für die SimPlan AG nicht. Auch haben diese Märkte in den vergangenen Jahren keine nennenswerte Rolle beim Absatz gespielt.
Die vergangenen beiden Jahre haben gezeigt, wie schnell sich die Nachfragesituation insgesamt, aber auch in einzelnen Branchen verändern kann. Der Umsatzanteil der Automobil- und Automobilzulieferindustrie von 40% im Jahr 2019 hat sich im ersten Jahr der Corona-Krise auf ca. 20% halbiert um sich dann im Jahr 2021 wieder auf über 35% zu erholen. Die kontinuierlichen Marktveränderungen treiben den Vorstand an, die laufenden Vertriebs- und Diversifizierungsanstrengungen unvermindert aufrechtzuerhalten. Dass es gelungen ist, die Schwankungen der Jahre 2020 und 2021 erfolgreich aufzufangen, unterstreicht die Chancen, die das etablierte SimPlan-Geschäftsmodell mit der beschriebenen Mischung aus Dienstleistungsprojekten, Softwareverkäufen und Forschungsprojekten bietet. Es führt insgesamt zu einer Diversifizierung der Erlösquellen und damit in Verbindung mit dem abgeschwächten Einfluss der Pandemie zu einer leichten Absenkung der potenziellen Auftrags- und Akquisitionsrisiken.
3.2.2 Vergütungsrisiken und -chancen
In Anbetracht des sich verschärfenden Wettbewerbs im IT- und Beratungsmarkt und immensen Unsicherheiten hinsichtlich der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung können Preisrisiken trotz teilweise bestehender langfristiger Rahmenverträge grundsätzlich nicht ausgeschlossen werden. Chancen bieten sich jedoch durch die klare und starke Positionierung am Markt und die Strategie der Kundenorientierung. Aufgrund der Kapazitätsengpässe auch bei IT-Dienstleistern und -beratern und aufgrund der sich abzeichnenden Preissteigerungen insgesamt, erwartet die SimPlan AG positive Preiseffekte in einer Vielzahl von Branchen und mit der überwiegenden Mehrheit der Kunden.
Die Geschäftstätigkeit der SimPlan AG ist zum großen Teil projektorientiert. Einzelne Projekte können dabei durch ihre Volumina und Vertragsstrukturen eine jeweils signifikante Bedeutung für die Ertrags- und Finanzlage der Gesellschaft erlangen. Die Steuerung projektimmanenter Risiken wie die termin- und aufwandsgerechte Fertigstellung ist daher ein Bestandteil des im Unternehmen angewandten Risikomanagements.
Während die projektbezogenen Risiken gegenüber dem Vorjahr unverändert sind, haben die Preisrisiken auf der Absatzseite eher abgenommen. Gleichzeitig sind allerdings die Preisrisiken auf der Beschaffungsseite höher als im Vorjahr.
3.2.3 Wettbewerbsrisiken und -chancen
Der Vorstand der Gesellschaft rechnet im anstehenden Geschäftsjahr mit einem hohen Vertriebsaufwand, um die Auftragslage im Jahresverlauf zu stabilisieren. Eine gezielte personelle Verstärkung zur noch intensiveren vertrieblichen Marktbearbeitung ist eine Chance für eine Erhöhung von Marktanteilen, falls die Entwicklung im Laufe des Jahres dafür einen Spielraum lässt.
SimPlan hat im Markt für Simulationsanwendungen in Produktion und Logistik eine hohe Bekanntheit in Deutschland, die auch im Geschäftsjahr 2022 nach Möglichkeit durch gezielte Marketingaktivitäten verstärkt und erweitert werden soll. Die sich für das Frühjahr 2022 abzeichnende Wiederaufnahme von Marketingmaßnahmen in Form von Präsenzveranstaltungen wie Messen, Kongressen oder Kundentagen erlaubt eine gezielte Ergänzung der in den Pandemiejahren überwiegenden virtuellen Formate. Das eröffnet die Chance, die Neukundengewinnung wieder zu intensivieren. Eine Herausforderung liegt in der angemessenen Aufteilung der Marketingmaßnahmen zwischen den wiederauflebenden Präsenzformaten und den unverändert zu bedienenden Online-Kanälen. Um dieser Herausforderung gerecht zu werden, wird der Vorstand eine Verstärkung der Marketing-Kapazitäten prüfen.
Wie im Vorjahr lassen sich spezielle Wettbewerbsrisiken oder -chancen, die von Marktbegleitern im Kernmarkt für Simulationsdienstleistungen und -software ausgehen, aus Sicht des Vorstands der SimPlan AG aktuell nicht identifizieren. Die Beobachtung von Methoden und Ansätzen, von denen ein Verdrängungsrisiko für heutige Kernleistungen der SimPlan AG ausgehen könnte, sind Bestandteil des strategischen Risikomanagements.
3.2.4 Personalrisiken und -chancen
Der wirtschaftliche Erfolg der SimPlan AG ist wesentlich von ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern und deren Knowhow abhängig. Zur Realisierung des mittel- bis langfristig wieder angestrebten Wachstums, bleibt der weitere Ausbau des Mitarbeiterstamms wesentlich. Der Wettbewerb um hochqualifizierte Mitarbeiter und Führungskräfte hat mit der verbesserten gesamtwirtschaftlichen Entwicklung im vergangenen Jahr wieder deutlich zugenommen und wird nach Einschätzung des Vorstands vor dem Hintergrund des demographischen Wandels auch langfristig hoch bleiben. Die künftige erfolgreiche Entwicklung der Gesellschaft hängt daher auch davon ab, inwiefern es gelingt, geeignete Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu gewinnen, zu integrieren und dauerhaft an die SimPlan AG bzw. an Unternehmen der Firmengruppe zu binden. Die Unternehmensstrategie, die vorhandenen Personalinstrumente und insbesondere die enge Zusammenarbeit mit Hochschulen und Universitäten berücksichtigen solche Personalrisiken, tragen zu einer gezielten Personalgewinnung, -bindung und -entwicklung sowie der Knowhow-Sicherung bei. Insbesondere die Zusammenarbeit mit Hochschulen und Universitäten soll im Jahr 2022 noch einmal verstärkt werden.
Die Unternehmenskultur und ein zu Jahresbeginn 2020 gestartetes Talentmanagementprogramm ermöglichen gute Arbeitsbedingungen und gute Entwicklungsmöglichkeiten für die SimPlan Mitarbeiter und sollen die mittel- und langfristige Personalkontinuität sicherstellen. Mit dem Abklingen der Pandemie wird das Programm ab dem Frühjahr 2022 verstärkt in Präsenz fort geführt.
Die hohe Bekanntheit von SimPlan im Simulationsbereich bleibt ein weiterer Faktor für den nachhaltigen Ausbau des Mitarbeiterstamms. Dadurch und durch die systematischere Einbeziehung von Onli- ne-Recruiting-Maßnahmen stieg der Bewerbungseingang im Berichtsjahr 2021 um rund 20 % (2020: 11%) gegenüber dem Vorjahr.
Gleichwohl bleibt die Rekrutierung geeigneter Mitarbeiter, die die Anforderungen der SimPlan AG erfüllen, eine herausfordernde Aufgabe, der die Gesellschaft in den kommenden Jahren mit verstärkten Anstrengungen im Bereich des Personalmarketings begegnen wird. Die damit insgesamt zusammenhängenden Herausforderungen haben im Jahr 2021 im Vergleich zum Pandemiejahr 2020, aber auch zu den Vorjahren, weiter zugenommen.
3.2.5 Risikoberichterstattung in Bezug auf die Verwendung von Finanzinstrumenten
Ziel des Risikomanagements der Gesellschaft in Bezug auf die Verwendung von Finanzinstrumenten ist die Sicherung des Unternehmenserfolges gegen finanzielle Risiken jeglicher Art. Hierbei steht die Vermeidung von derartigen Risiken im Vordergrund. Preisänderungsrisiken, Ausfall- und Liquiditätsrisiken sowie Risiken aus Zahlungsstromschwankungen ist die Gesellschaft in branchenüblichem Umfang ausgesetzt. Zur Absicherung gegen das Liquiditätsrisiko und zur Aufrechterhaltung der jederzeitigen Zahlungsfähigkeit werden Liquiditätsbetrachtungen und -planungen erstellt, die -sofern notwendig- an aktuelle Änderungen angepasst werden.
Zu den von der SimPlan AG verwendeten Finanzinstrumenten zählen Forderungen, Verbindlichkeiten, Guthaben bei Kreditinstituten, die Anlage in wertstabilen Wertpapieren (Immobilienfonds) sowie bei Bedarf der Abschluss von Devisentermingeschäften. Bei dem Management von Finanzpositionen wird im Wesentlichen eine konservative Risikopolitik verfolgt.
Zinsrisiken entstehen aus Veränderungen des Zinsniveaus und können Finanzschulden und Geld- bzw. Wertpapieranlagen betreffen. Zum 31.12.2021 bestanden keine zinstragenden Schulden. Finanzwirtschaftliche Risiken durch Veränderungen von Verzinsungen für Aktivposten sind insoweit als unwesentlich einzustufen. Das gilt auch für die Verwahrgebühren (Strafzinsen) auf Sichtguthaben, die derzeit bei einigen der SimPlan Hausbanken bei 0,4-0,5% auf Einlagen liegen und die mit den Hausbanken verhandelten Freibeträge überschreiten. Offene Risikopositionen bestehen derzeit nicht.
Unter Kreditrisiko wird das Risiko des Zahlungsausfalls eines Kunden oder Vertragspartners verstanden, welches dazu führt, dass in der Bilanz ausgewiesene Vermögenswerte, Finanzanlagen oder Forderungen einer Wertberichtigung unterzogen werden müssen. Demnach ist das Risiko auf den Buchwert dieser Vermögensgegenstände beschränkt. Kreditrisiken resultieren für die Gesellschaft im Wesentlichen aus Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, denen durch eine regelmäßige Bonitätseinschätzung der Kunden und ein effizientes Forderungsmanagement begegnet wird. Darüber hinaus bildet die Gesellschaft hierfür regelmäßig eine ausreichende Risiko vorsorge durch Pauschalwertberichtigungen. Im Jahr 2021 hat die Insolvenz eines Kunden eine Erhöhung der Einzelwertberichtigung auf Forderungen um T€ 14 auf nunmehr T€ 29 (2020: T€ 15) erforderlich gemacht. Zahlungsausfälle wurden in Höhe von T€ 17,1 verbucht (2020: T€ 0). Konkrete weitere Anhaltspunkte für Zahlungsausfälle liegen derzeit nicht vor.
Liquiditätsrisiken resultieren aus einer mangelnden Verfügbarkeit liquider Mittel zur fristgerechten Erfüllung finanzieller Verpflichtungen. Grundsätzlich können sich solche Risiken für die Gesellschaft aus den beauftragten Projekten ergeben, da diese oftmals eine gewisse Vorfinanzierung erfordern, die gegebenenfalls auch zu einer Anspannung der Liquiditätslage führen kann. Unter normalen wirtschaftlichen Bedingungen ist das Liquiditätsrisiko für die SimPlan AG aufgrund des Bestands an liquiden Mitteln von T€ 6.330 zum Bilanzstichtag (2020: T€ 4.603) und aufgrund des stabilen operativen CashFlows als geringeinzustufen. Die Kombination aus abklingender Pandemie und kriegerischer Auseinandersetzung in Osteuropa erfordert diesbezüglich allerdings unverändert erhöhte Wachsamkeit. Der Vorstand setzt die seit März 2020 intensivierte vorausschauende Liquiditätsplanung fort.
Das Kursrisiko des offenen Immobilienfonds im Wertpapierbestand (Buchwert 2021: T€ 189; 2020: T€ 189) ist unter normalen Bedingungen minimal und begrenzt durch den Rücknahmepreis der emittierenden Fondsgesellschaft. Allerdings besteht in einer Ausnahmesituation auch hier ein erhöhtes Risiko bis hin zu einer temporären Nicht-Liquidierbarkeit der Anlage bei einem Rücknahmestopp der Fondsgesellschaft. Die aktuelle Lage wird fortlaufend beobachtet.
Wechselkursrisiken bestehen insofern als ein Einkauf von Softwarelizenzen (Handelsware) im Umfang von T€ 2 (2020: T€ 92) in englischen Pfund und von T€ 144 (2020: T€ 123) in US-Dollar erfolgt. Ferner hat die SimPlan AG gegenüber dem Vorjahr weitgehend unverändert Fremdwährungserlöse im Volumen von weniger als T€ 100 pro Jahr, überwiegend in chinesischem Renminbi und zum geringeren Teil in US-Dollar. Aus den entsprechenden Transaktionen haben sich im Jahr 2021 Aufwendungen aus Währungsumrechnungen von T€ 5 (2020: T€ 5) sowie Erlöse aus Währungsumrechnungen von T€ 3 (2020: T€ 5) ergeben. Die Gesellschaft prüft anlassbezogen den Abschluss von Devisentermingeschäften, wobei im Jahr 2021 diesbezüglich keine neuen Kontrakte abgeschlossen wurden und auch keine laufenden Kontrakte aus Vorjahren bestanden.
3.2.6 Bestandsgefährdende Risiken
Auch wenn das Umfeld deutschland-, europa- und weltweit von großen Herausforderungen geprägt ist, erlauben die aktuelle Situation und der Start in das Jahr 2022 die Einschätzung, dass sich daraus keine Existenzgefährdung für SimPlan ergibt. Der Vorstand geht insofern davon aus, dass der Fortbestand des Unternehmens gesichert ist.
4. Prognosebericht
Wie im Wirtschaftsbericht bereits skizziert, gehen die im Februar und März vorgelegten Schätzungen von Wirtschaftsforschungsinstituten, der EU-Kommission und der Bundesregierung trotz der bestehenden Unsicherheiten (Corona-Pandemie, Ukraine-Krieg, Probleme in Lieferketten) von einem Wirtschaftswachstum von 2-3% für das Jahr 2022 aus. Die Schätzungen sagen auch für Branchen, die für das Geschäft von SimPlan relevant sind, einen besseren Geschäftsverlauf als im Vorjahr voraus. Vor diesem Hintergrund und dem Hintergrund der aktuellen Preisentwicklung strebt der Vorstand der SimPlan AG in diesem Jahr ein Wachstum bei Auftragseingang, Umsatz und Roherlös von etwa 3-5% gegenüber dem Jahr 2021 an. Dabei stellt eine weitere Verschärfung der Situation in Osteuropa ein Risiko dar, dem durch geeignete Maßnahmen begegnet werden kann. Bei der zu erwartenden Normalisierung von Marketing- und Reiseaktivitäten kann es im Verlauf des Jahres zu einem schnelleren Anstieg der Kosten als der Umsätze und damit zu temporärem Druck auf das Jahresergebnis kommen. Daher und aufgrund der oben beschriebenen Sondereinflüsse auf das Ergebnis des Jahres 2021 geht der Vorstand für das Jahr 2022 in etwa von einem Ergebnis in Höhe des Jahres 2020 und damit von einem Ergebnisrückgang in der Größenordnung von ca. 20-25% aus.
5. Sonstiges
Hinsichtlich der Angaben zum Bestand an eigenen Aktien der Gesellschaft wird auf die Angaben im Anhang verwiesen.
Hanau, 31. März 2022
gez. Prof. Dr. Spieckermann
gez. Dr. Burges
gez. Dr. Kestenbaum
1 Quelle: Statistisches Bundesamt: "Bruttoinlandsprodukt im 4. Quartal 2021 um 0,7 % niedriger als im Vorquartal", Pressemitteilung Nr. 039 vom 28. Januar 2022.
2 Quelle: Statistisches Bundesamt: "Bruttoinlandsprodukt: Ausführliche Ergebnisse zur Wirtschaftsleistung im 4. Quartal 2021", Pressemitteilung Nr. 074 vom 25. Februar 2022.
3 Quelle: Europäische Kommission: Winterprognose 2022 Wachstum wird nach Abflachung im Winter voraussichtlich wieder anziehen ", 10. Februar 2022.
4 Quelle: IfW Kiel: "Deutsche Wirtschaft im Frühjahr 2022", Kieler Konjunkturberichte Nr. 89, 17. März 2022.
5 Quelle: IfW Kiel: "Euroraum im Frühjahr 2022", Kieler Konjunkturberichte Nr. 88, 17. März 2022.
Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers
An die SimPlan AG, Hanau
Prüfungsurteile
Wir haben den Jahresabschluss der SimPlan AG, Hanau, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2021 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der SimPlan AG, Hanau, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 geprüft.
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
scrollen
| • | entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2021 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 und |
| • | vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. |
Gemäß § 322 Abs. 3 S. 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.
Grundlage für die Prüfungsurteile
Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.
Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht
Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.
Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.
Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.
Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.
Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts
Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.
Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.
Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung.
Darüber hinaus
scrollen
| • | identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. |
| • | gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben. |
| • | beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. |
| • | ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. |
| • | beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. |
| • | beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft. |
| • | führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. |
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Aschaffenburg, 6. April 2022
KM&K Mergler Audit GmbH & Co. KG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Mergler, Wirtschaftsprüfer
ppa. Ackmann, Wirtschaftsprüfer
Bericht des Aufsichtsrats der SimPlan AG für das Berichtsjahr 2021
Der Aufsichtsrat hat während des Berichtsjahres die ihm nach den gesetzlichen Bestimmungen und der Satzung obliegenden Aufgaben wahrgenommen. Er hat sich vom Vorstand regelmäßig schriftlich und mündlich über die Entwicklung der Gesellschaft, den Gang ihrer Geschäfte und die speziellen, mit der Pandemie im zweiten Jahr sowie mit dem Ukraine-Konflikt zusammenhängenden Herausforderungen unterrichten lassen und die Geschäftsführung laufend überprüft. Insgesamt fanden im Geschäftsjahr 2021 zwei Sitzungen des Aufsichtsrates statt.
Dem Aufsichtsrat gehörten im Geschäftsjahr 2021 an:
scrollen
| • | Prof. Dr. Stefan Nickel (Vorsitzender) |
| • | Dr. Andreas Rohde |
| • | Andreas Schindler. |
Der vorgelegte Jahresabschluss wurde von der KM&K Mergler Audit GmbH & Co. KG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Aschaffenburg, unter Einbeziehung der Buchführung und des Geschäftsberichts des Vorstandes der Gesellschaft geprüft und den gesetzlichen Bestimmungen und der Satzung entsprechend befunden. Der Bestätigungsvermerk wurde ohne Einschränkungen erteilt. Der Jahresabschluss wurde vom Aufsichtsrat geprüft. Als Ergebnis der Prüfung sind keine Einwendungen zu erheben. Der Aufsichtsrat billigt den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss.
Der Aufsichtsrat dankt dem Vorstand und den Mitarbeitern der Gesellschaft für deren gute Leistungen im abgelaufenen Jahr.
11.04.2022
gez. Prof. Dr. Stefan Nickel, Vorsitzender des Aufsichtsrats