AI assistant
PNE AG — Management Reports 2011
May 2, 2012
334_rns_2012-05-02_af6d9c3d-54da-4e25-8581-ee42fcab4947.html
Management Reports
Open in viewerOpens in your device viewer
PNE WIND AG
Cuxhaven
Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2011 bis zum 31.12.2011
Zusammengefasster Lage- und Konzernlagebericht
der PNE WIND AG, Cuxhaven, für das Geschäftsjahr 2011
1. Markt/gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen
Die PNE WIND AG ist als Projektierer von Windparks an Land (onshore) wie auch auf See (offshore) in Deutschland, Südosteuropa, Großbritannien und Nordamerika tätig. Dabei liegt die Kernkompetenz in der Entwicklung, Projektierung, Finanzierung und Realisierung von Windparks sowie deren Betriebsführung. Von der PNE WIND AG entwickelte Windpark-Projekte werden in der Regel entweder nach kompletter Fertigstellung oder bereits nach Erhalt der Genehmigung veräußert. Nach Übergabe an die Erwerber und künftigen Betreiber zählt zudem die technische und kaufmännische Betriebsführung einschließlich der regelmäßigen Wartung zum Leistungsspektrum der PNE WIND AG. Selektiv betreibt die Gesellschaft auch Windparks in Eigenregie. Somit bewegt sich die Gesellschaft im Weltmarkt der Windenergie.
Neuinstallation in Deutschland

Die deutsche Konjunktur wurde insbesondere in der zweiten Hälfte des Geschäftsjahres 2011 zunehmend durch die europäische Staatsschuldenkrise belastet. Darüber hinaus droht Europa aufgrund der wachsenden Unsicherheiten auf den Finanzmärkten eine erneute Bankenkrise, die zusätzlich spürbare Auswirkungen auf die Realwirtschaft haben könnte. Laut aktuellen Zahlen des Statistischen Bundesamtes ist das deutsche Bruttoinlandsprodukt (BIP) im vergangenen Jahr zwar noch deutlich um 3,0 Prozent gestiegen. Dennoch belegt die erste vorläufige Schätzung der konjunkturellen Entwicklung des vierten Quartals 2011 - ein Rückgang um 0,25 Prozent - die Eintrübung der volkswirtschaftlichen Stimmungslage.1
Aktuelle Zahlen zur Entwicklung der deutschen Konjunktur untermauern diesen Trend. So prognostiziert die Bundesregierung in ihrem Jahreswirtschaftsbericht 2012 für das laufende Jahr ein Wachstum von lediglich 0,7 Prozent. Insbesondere bei den Exporten macht sich die europäische Schuldenkrise bemerkbar: Diese sollen laut der aktuellen Einschätzung nur moderat zunehmen und dabei hinter den Importen zurückbleiben. Entscheidende Voraussetzung für diese Projektionen wird allerdings sein, inwieweit es der EU gelingt, die wirtschaftspolitischen Herausforderungen der europäischen Staatsschuldenkrise zu meistern und effektive Lösungen für die aktuellen Risiken zu entwerfen.2
Das schwierige wirtschaftliche Umfeld hat sich ab der zweiten Jahreshälfte 2011 vermehrt auch auf die Aktien in der Windbranche ausgewirkt, da das allgemeine Investitionsklima durch die Turbulenzen auf den Finanzmärkten verhaltener ausfiel. Allerdings sind Projekte in der Windindustrie durch die Größe der Investitionsvolumina und die gesicherten, regelmäßigen Rückflüsse von langfristiger Natur, weshalb diese nicht unmittelbar von aktuellen Marktbewegungen beeinflusst werden.
1 Statistisches Bundesamt, 2012
2 Bundesregierung, Jahreswirtschaftsbericht, 2012
So ist bei der Errichtung von Windparks in Deutschland ein Aufwärtstrend zu beobachten. Nachdem die neu installierte Leistung im Jahr 2010 noch leicht rückläufig war, stieg sie in 2011 wieder an. Das Deutsche Windenergie-Institut (DEWI) ermittelte, dass 2011 895 Windenergieanlagen mit einer Nennleistung von 2.007 MW neu errichtet wurden.3 Insbesondere die Natur- und Nuklearkatastrophe in Japan im März sorgte für ein verstärktes Interesse an Ökostrom, was der Windbranche eine neue Dynamik verlieh. Der Ausstieg aus der Kernenergie soll nun schneller erfolgen als zuvor beabsichtigt. So wird nach derzeitigen Planungen das letzte deutsche Atomkraftwerk 2022 vom Netz gehen. Darüber hinaus hat sich die Bundesregierung das Ziel gesetzt, die Treibhausgasemissionen bis 2050 um 80 Prozent gegenüber 1990 zu senken. Der Ausbau der regenerativen Energiequellen ist das zentrale Instrument zum Erreichen dieses Ziels. Dass die konsequente Förderung erneuerbarer Energien Früchte trägt, belegen aktuelle Zahlen: So lag der Anteil regenerativer Energien am deutschen Strommix 2011 laut dem Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft erstmals bei rund 20 Prozent. Er war damit höher als der Anteil der Atomkraft, die 18 Prozent zur deutschen Brutto-Stromerzeugung beitrug. Die Windenergie ist innerhalb der regenerativen Energien auch weiterhin ein wichtiger Stützpfeiler: Sie baute ihre Quote von zuletzt 6 auf rund 8 Prozent aus.4
Als ein wesentlicher Wachstumstreiber für den nationalen sowie den internationalen Windenergiemarkt wird der Bau von Offshore-Windparks gesehen. Nach Angaben des europäischen Windenergieverbandes (EWEA) verzeichnete der europäische Offshore-Markt im Jahr 2011 einen Zubau von insgesamt 866 MW. 235 neue Offshore-Windkraftanlagen, die sich auf neun Windparks verteilten, wurden errichtet. Damit werden insgesamt bereits 3.813 MW aus 1371 Windturbinen in das europäische Stromnetz eingespeist. Weitere neun Windfarmen befinden sich momentan im Bau, die zusätzliche 2.375 MW Leistung erbringen werden.5 Dies verdeutlicht, dass der Ausbau der Offshore-Windenergie in Europa bereits in vollem Gange ist. Auch der deutsche Markt für Offshore-Windparks wird wachsen. Hier rechnet die Windenergieagentur WAB bis 2017 mit einer neu installierten Leistung von bis zu 4.500 MW.6 Die Ziele der Bundesregierung sehen langfristig vor, dass Windenergie auf See rund 15 Prozent der Stromerzeugung in Deutschland sicherstellen könnte. Die Bundesregierung rechnet damit, dass bis zum Jahr 2030 etwa 20.000 bis 25.000 MW Offshore-Windenergie errichtet werden können. Die erforderliche Infrastruktur ist in den Häfen weitgehend errichtet. Im Offshore-Bereich ist die PNE WIND AG mit bereits vier erreichten Genehmigungen einer der führenden Projektierer in Deutschland.
In deutschen Gewässern sind bislang erst drei Offshore-Windparks am Netz. Zwei weitere befinden sich derzeit in Nord- und Ostsee im Bau. Zusätzlich wurden bereits 27 Projekte vom Bundesamt fürSeeschifffahrt und Hydrographie (BSH) sowie den Landesbehörden genehmigt. Somit verfügt die Offshore-Windenergie in Deutschland über erhebliches Ausbaupotenzial. Eine wichtige Perspektive stellt dabei die Anfang 2010 gestartete Initiative von neun Anrainerstaaten zum Bau eines Hochspannungsnetzes in der Nordsee dar. Schließlich setzt die nachhaltige Nutzung der Windenergie auf See ein leistungsfähiges Stromnetz voraus. Langfristig bedeutet diese Gemeinschaftsinitiative einen deutlichen Schub für die Offshore-Windenergie. Darüber hinaus stützt ein Sonderkreditprogramm der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) in Höhe von 5 Mrd. Euro den Ausbau der Windenergie auf hoher See. Mit dieser Finanzierung will die Bundesregierung insgesamt zehn Offshore-Windparks unterstützen.
3 DEWI, Januar 2012
4 BWE Pressemitteilung, Juli 2012
5 EWEA, 2012
6 WAB, 2011
Perspektiven über die Entwicklung von neuen Windpark-Standorten an Land hinaus entwickeln sich beim Repowering, dem Ersatz älterer Windenergieanlagen mit geringer Leistung durch leistungsstärkere Neuanlagen. Laut der Prognosen des BWE ist mittel- und langfristig mit deutlichen Zuwächsen beim Repowering zu rechnen. In 2011 wurden nach Angabe des DEWI 170 Windenergieanlagen mit einer Leistung von zusammen 123 MW durch 95 moderne Anlagen mit insgesamt 238 MW ersetzt.7 Der BWE schätzt den Markt für Repowering-Maßnahmen in den nächsten Jahrzehnten auf 1.000 MW pro Jahr - das entspricht einem jährlichen Umsatz von rund 1,5 Mrd. Euro.8 Auch die PNE WIND AG hat in diesem Bereich bereits mehrfach erfolgreich die eigene Kompetenz eingesetzt und erwartet mittel- und langfristig zusätzliche positive Effekte in diesem Geschäftssegment.
Zudem beflügeln die Verknappung fossiler Brennstoffe ebenso wie die ehrgeizigen Klimaziele der Bundesrepublik das Wachstum des Windenergiemarktes. So ist bis zum Jahr 2020 die Verringerung des Ausstoßes von Treibhausgasen um 40 Prozent gemessen am Jahr 1990 geplant. Die Bundesregierung hat diesen Anspruch in ihrer Koalitionsvereinbarung Ende 2009 bekräftigt und im Energiekonzept, das im September 2010 vorgelegt wurde, erneut bestätigt. Demnach wird am Ziel festgehalten, den Anteil der erneuerbaren Energien an der Stromerzeugung von derzeit rund 20 Prozent bis zum Jahr 2020 auf 35 Prozent und bis zum Jahr 2050 auf 80 Prozent auszubauen. Der Windkraft als derzeit technologisch fortgeschrittenster und effizientester Technologie zur regenerativen Stromerzeugung kommt dabei eine besondere Bedeutung zu. Insbesondere im Offshore-Bereich sieht die Regierung enorme Wachstumspotenziale. Darüber hinaus belegt das Umweltbundesamt mit einer Studie, dass der Strombedarf in Deutschland bis zum Jahr 2050 zu 100 Prozent aus erneuerbaren Energien gedeckt werden kann. Auch in diesem Szenario um den Energiemix der Zukunft kommt der Windenergie eine wesentliche Rolle zu.9
Insgesamt entwickelt sich der Markt für Windenergieanlagen zur Stromerzeugung nachhaltig. Viele etablierte Hersteller von Windenergieanlagen haben ihre Produktionskapazitäten international erweitert, um der wachsenden Nachfrage gerecht werden zu können. Gleichzeitig drängen vor allem aus Indien, China und Südkorea neue Unternehmen in den Markt. Dadurch vergrößert sich die Zahl der Lieferanten von Windenergieanlagen, wodurch eine dämpfende Wirkung auf die Preisentwicklung erwartet werden kann.
Für die Zukunft gehen Industrieexperten von einer Fortsetzung des eingeschlagenen Wachstumspfades aus. Die Internationale Energieagentur OEN rechnet mit einem kontinuierlichen Ausbau der Windenergie in den kommenden Jahren. Bis 2035 soll sich die installierte Windleistung weltweit im Vergleich zu 2010 um bis zu 400 Prozent erhöhen.10 Daher sind die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen für die PNE WIND AG insgesamt weiterhin als positiv einzustufen.
7 DEWI, Januar 2012
8 BWE Repowering, 2012
9 Energieziel 2050: 100% Strom aus erneuerbaren Quellen/UBA, Juli 2010
10 IEA, 2012
2. Politische Rahmenbedingungen
Die politischen Rahmenbedingungen für den weiteren Ausbau erneuerbarer Energien in Deutschland haben sich in 2011 verändert. Am 30. Juni 2011 beschloss der Deutsche Bundestag die Novelle des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG). Mit der Gesetzesnovelle, die zum 1. Januar 2012 in Kraft trat, verändern sich die Vorgaben für die Vergütung von Windstrom onshore wie offshore, aber auch die Richtlinien für das Repowering älterer Windenergieanlagen. Die neuen Rahmenbedingungen sichern eine kontinuierliche Entwicklung der Windenergie in Deutschland an Land und vor allem auf See.
Nach dem Inkrafttreten des Gesetzes gelten für Strom aus Windenergie in Deutschland folgende Bedingungen:
Die Vergütung für Strom aus neu errichteten Windenergieanlagen (WEA) an Land beläuft sich ab 2012 auf 8,93 Cent/kWh. Für Strom aus Windenergieanlagen, die mit einer das Stromnetz stabilisierenden Technik ausgerüstet sind, wird zusätzlich ein „Systemdienstleistungsbonus" von 0,48 Cent/kWh gezahlt. Sofern die Windenergieanlagen im Rahmen eines Repowerings, also dem Ersatz alter WEA durch moderne, leistungsfähigere WEA, errichtet werden, ist außerdem ein „Repowering-Bonus" in Höhe von 0,50 Cent/kWh fällig. Außerdem wurden die Voraussetzungen für ein Repowering-Projekt neu gefasst. Die ersetzten Windenergieanlagen müssen nun vor dem 1. Januar 2002 in Betrieb genommen worden sein und die Begrenzung bei der Nennleistung der neuen Anlagen (bisher maximal das Fünffache) wurde aufgehoben. Damit ist eine sichere Basis für die langfristige Renditekalkulation von Windpark-Projekten in Deutschland gegeben. Die Degression, also die jährliche Absenkung der Vergütungssätze für neu errichtete Windenergieanlagen, beträgt derzeit 1 Prozent und erhöht sich ab 2013 auf 1,5 Prozent.
Für die Vergütung von Strom aus Offshore-Windparks gibt es zwei alternative Möglichkeiten. Einerseits kann eine Anfangsvergütung von 15 Cent/kWh für den Zeitraum von 12 Jahren in Anspruch genommen werden. Für Offshore-Windparks, die vor dem 1. Januar 2018 in Betrieb gehen, kann sich der Betreiber alternativ für eine Vergütung von 19 Cent/kWh für einen Zeitraum von 8 Jahren entscheiden. In beiden Modellen verlängert sich der Zeitraum für die Zahlung der Anfangsvergütung je nach Entfernung des Offshore-Windparks zur Küstenlinie und der Wassertiefe im Gebiet des Windparks.
Um kurzfristig den weiteren Ausbau insbesondere von Offshore-Windparks zu fördern, wurde außerdem das Kreditprogramm „Offshore-Windenergie" mit einem Volumen von insgesamt 5 Mrd. Euro in Kraft gesetzt, das von der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) durchgeführt wird.
Außerdem regelt das EEG unter anderem die vorrangige Einspeisung von Strom aus erneuerbaren Energien und die dafür zu zahlenden Vergütungen sowohl für Strom aus Windenergieanlagen an Land (onshore) als auch auf See (offshore). Um die Wirkungen des Gesetzes regelmäßig und zeitnah zu überprüfen, muss die Bundesregierung künftig jährlich einen Monitoringbericht vorlegen und den nächsten Erfahrungsbericht zu den Wirkungen des Erneuerbare-Energien-Gesetzes bis zum 31. Dezember 2014 dem Bundestag zuleiten.
Die politischen Rahmenbedingungen in allen Ländern, in denen die PNE WIND AG tätig ist, beobachten wir laufend, um kurzfristig auf Veränderungen reagieren zu können.
Der Vorstand der PNE WIND AG sieht in den nationalen und internationalen gesetzlichen Grundlagen die Voraussetzungen für eine weiterhin positive Geschäftsentwicklung in den kommenden Jahren.
3. Unternehmensstruktur
Die Unternehmensstruktur hat sich im Geschäftsjahr 2011 gegenüber dem 31. Dezember 2010 verändert.
Im Berichtszeitraum wurden folgende Gesellschaften neu in den Konzernkreis einbezogen:
| • | PNE WIND Ventus Praventsi 00D, Sofia, Bulgarien |
| • | PNE WIND Nautilus II GmbH, Cuxhaven |
| • | PNE Gode Wind III GmbH, Cuxhaven |
| • | Wind Kapital Invest Verwaltungs GmbH, Cuxhaven |
| • | Wind Kapital Invest GmbH & Co. KG, Cuxhaven |
| • | PNE WIND NEH/I Kft., Gödöllö, Ungarn |
| • | PNE WIND DEVELOPMENT LLC, Delaware, USA |
| • | Plambeck Neue Energien Windpark Fonds CV GmbH & Co. KG, Cuxhaven |
Mit Wirkung zum 1. Januar 2011 (0.00 Uhr) wurde die PNE Biomasse GmbH (übertragende Gesellschaft), Cuxhaven, auf die PNE Biomasse AG (aufnehmende Gesellschaft), Cuxhaven, verschmolzen. Die PNE Biomasse AG wurde in 2011 in die PNE Biomasse GmbH, Cuxhaven, formwechselnd umgewandelt (Handelsregistereintragung: 31. März 2011).
Wesentliche Auswirkungen auf die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage haben sich aus diesen Vorgängen nicht ergeben.
Im Geschäftsjahr 2011 wurden folgende Gesellschaften endkonsolidiert:
| • | PNE WIND Nautilus II GmbH, Cuxhaven |
Die Endkonsolidierung der PNE Nautilus II GmbH hat sich nur unwesentlich auf den Konzernabschluss der PNE WIND AG ausgewirkt.
4. Organisation und Mitarbeite
Im Konzern der PNE WIND AG waren im Geschäftsjahr 2011 im Jahresdurchschnitt einschließlich der Vorstände 171 Personen (im Vorjahr: 154) beschäftigt. Die Mitarbeiter der Beteiligungsunternehmen sind in dieser Zahl enthalten. Von diesen Mitarbeitern (einschließlich Vorstände) waren im Jahresdurchschnitt 109 (zum 31. Dezember 2010: 101) bei der PNE WIND AG beschäftigt. Insgesamt 62 Mitarbeiter waren durchschnittlich bei den anderen Konzerngesellschaften beschäftigt. Davon entfielen auf die PNE Biomasse GmbH 17 Mitarbeiter, auf die PNE WIND Betriebsführungs GmbH 23 Mitarbeiter sowie auf die Auslandsgesellschaften 22 Mitarbeiter. Mit der moderaten Aufstockung der Mitarbeiterzahl hat die PNE WIND AG auf die ausgeweitete Geschäftstätigkeit reagiert und zugleich die personelle Basis für die Fortführung des bisherigen Wachstumskurses gelegt.

5. Überblick Geschäftstätigkeit
Segment Windkraft
Teilbereich Windkraft onshore
Die PNE WIND AG führte im Geschäftsjahr 2011 das operative Geschäft im Bereich Windkraft onshore Deutschland kontinuierlich fort. Insgesamt wurden von der PNE WIND AG in Deutschland onshore zum 31. Dezember 2011 Windpark-Projekte mit einer zu installierenden Leistung von mehr als 1.100 MW in den verschiedenen Phasen der Projektentwicklung bearbeitet. Mit dem Bau eines Windparks mit 10 MW Nennleistung wurde in 2011 begonnen, die Fertigstellung und Inbetriebnahme erfolgten im ersten Quartal 2012. Für weitere zwei Projekte mit einer Nennleistung von 16 MW lagen die für den Baubeginn notwendigen Genehmigungen vor. Weitere Genehmigungen für Windpark-Projekte onshore in Deutschland werden zeitnah erwartet.

Außerdem wurde intensiv daran gearbeitet, zahlreiche Windenergieanlagen so nachzurüsten, dass sie zur Stabilität des Stromnetzes beitragen können. Da für so nachgerüstete Anlagen ein zusätzlicher Systemdienstleistungsbonus gezahlt wird, ergaben sich daraus positive EBIT-Beiträge im Konzern.
Vor allem in Großbritannien, den USA und Ungarn wurden im Berichtszeitraum erfreuliche Fortschritte bei der Entwicklung und Vermarktung von Windpark-Projekten erreicht.
Großbritannien:
PNE WIND UK Limited plant innerhalb der nächsten Jahre umfangreiche Investitionen in Großbritannien. Die vielversprechenden Ziele der schottischen Regierung für den Ausbau der erneuerbaren Energien haben die PNE WIND UK dazu veranlasst, auch in Schottland eine Niederlassung zu gründen. Zu diesem Zweck wurde in Edinburgh ein neues Büro eröffnet.
Außerdem wurde PNE WIND UK von der schottischen Forstverwaltung (Scottish Forestry Commission) zum bevorzugten Partner für die Entwicklung von Windpark-Flächen in Zentral-Schottland ausgewählt. Die PNE WIND UK ermittelt im schottischen National Forest der Verwaltungsbezirke Argyll and Bute, West Dunbartonshire, Stirling, Perth and Kinross sowie Angus hierfür geeignete Standorte. Im Anschluss daran werden die Forestry Commission und die PNE WIND UK gemeinsam darüber entscheiden, auf wie viele Anlagen der Planungsprozess und, bei positiver Entscheidung für das Vorhaben, die Bau- und Betriebsphasen ausgelegt werden sollen.
Das von der Forestry Commission verwaltete Gebiet in Zentral-Schottland umfasst eine Fläche von etwa 1.000 Quadratkilometern und bietet Raum für Windparks mit einem geschätzten Entwicklungspotenzial von 100 bis 200 MW Nennleistung. Die durchschnittliche Jahreswindgeschwindigkeit in diesem Gebiet liegt zwischen 6,5 und 8,5 m/s (Quelle: UK Wind Speed Database NOABL bei 45 m).
USA:
Das Tochterunternehmen PNE WIND USA passt als Reaktion auf die Entwicklung des Marktes für Windenergie und die derzeit geringe Nachfrage nach Strom in den USA sowie auf die noch ausstehende Verlängerung der steuerlichen Regelungen für Windenergie seine Marktstrategie an. Da künftig von einem weiteren Ausbau der Windenergie in den USA auszugehen ist, steht die Verstärkung der Projekt-Pipeline im Fokus der PNE WIND USA. Die bereits bisher bearbeiteten Windpark-Projekte werden intensiv weiterentwickelt und wirtschaftlich optimiert, um sie möglichst bald ergebniswirksam vermarkten zu können. Für das Projekt Belle Fourche wurde bereits die Baureife erreicht. Deutliche Planungsfortschritte gab es auch bei weiteren Projekten.
Ungarn:
In Ungarn konnte in 2011 die Genehmigung eines ersten Windpark-Projektes erreicht werden. Das Projekt befindet sich in der Nähe des Kraftwerkstandortes Pacs an der Mitteldonau. In diesem Windpark können 18 Windenergieanlagen mit einer Nennleistung von insgesamt 36 MW errichtet werden. Die Planungen für den Netzanschluss des Windparks sind abgeschlossen. Im Januar 2012 wurde ein weiterer Windpark mit 14 Windenergieanlagen und einer Nennleistung von 42 MW genehmigt. Mit diesen genehmigten Windparks wird sich die PNE WIND GM Hungary Kft, ein 100prozentiges Tochterunternehmen der PNE WIND AG, an der nächsten Ausschreibung für Netzanschlüsse an das Höchstspannungsnetz in Ungarn beteiligen.
Weitere Auslandsaktivitäten:
In Rumänien und Bulgarien wurde die Entwicklung von Windparks fortgesetzt. Allerdings sind die politischen und ökonomischen Rahmenbedingungen in diesen Ländern derzeit nicht optimal, so dass die mittelfristige Realisierung von Projekten angestrebt wird. In der Türkei wird auf die nächste Ausschreibung für Windenergie-Projekte durch die Regierung gewartet, die Voraussetzung für die Realisierung solcher Vorhaben ist.
Insgesamt wurden von den Tochtergesellschaften und Joint Ventures, mit denen die PNE WIND AG auf Auslandsmärkten tätig ist, zum 31. Dezember 2011 Windpark-Vorhaben mit einer Nennleistung von mehr als 2.000 MW in verschiedenen Phasen der Projektentwicklung bearbeitet.
Für die PNE WIND AG ergeben sich damit im Onshore-Bereich in Deutschland wie auch in Ungarn, Bulgarien, Rumänien, der Türkei, Großbritannien, Kanada und den USA attraktive Markt- und Wachstumsperspektiven. Daher ist der Vorstand zuversichtlich, durch die Internationalisierung der Windpark-Projektierung das Unternehmenswachstum weiter vorantreiben zu können.
Teilbereich Windkraft offshore
Sehr erfreulich entwickelten sich 2011 auch die Aktivitäten im Offshore-Bereich. Dies gilt vor allem für das in der Entwicklung sehr weit fortgeschrittene und bereits vom Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH) genehmigte Projekt „Code Wind II", in dem 84 Offshore-Windenergieanlagen mit einer Nennleistung von 252 MW errichtet werden sollen. Für diesen Windpark erhielt die PNE WIND AG Ende Juni 2011 vom zuständigen Übertragungsnetzbetreiber TenneT die unbedingte Zusage des Netzanschlusses, nachdem die von TenneT durchgeführte Ausschreibung zur Beschaffung der Netzanbindungskomponenten abgeschlossen war. Mittlerweile ist dieser von TenneT beauftragt und in Bau. Zuvor hatte die PNE WIND AG die erforderlichen Unterlagen eingereicht und damit alle vier Kriterien aus dem Positionspapier der Bundesnetzagentur für den Erhalt der unbedingten Netzanschlusszusage erfüllt. Mit diesen Fortschritten in der Projektentwicklung wurden wesentliche Voraussetzungen erreicht, um mit der Umsetzung des Offshore-Windparks „Code Wind II" beginnen zu können.
Projekte offshore – national
scroll
| Projekt | MW gesamt (bis zu) |
|---|---|
| Gode Wind I | 324 |
| Gode Wind II | 252 |
| Gode Wind III | 105 |
| Nemo | 480 |
| Jules Vernes | 480 |
| Nautilus II* | 560 |
| Borkum Riffgrund I* | 277 |
| Borkum Riffgrund II* | 349 |
| Total | 3.307 |
* PNE WIND AG als Dienstleister tätig
Für den Bau von „Code Wind II" liegen seit März 2011 folgende Unterlagen vor:
| • | Liefervertrag für 84 Vestas-Windenergieanlagen vom Typ V112 |
| • | Vorvertrag für die Lieferung von 84 Monopile-Gründungen der Firma MT Hojgaard A/S |
| • | Vorvertrag für die Lieferung der internen Parkverkabelung der Firma Draka Norsk Kabel AS |
| • | Vorvertrag für die Lieferung des Windpark-Umspannwerkes der Firma ALSTOM Grid GmbH |
„Code Wind I” bietet Platz für 54 Offshore-Windenergieanlagen, die von REpower geliefert werden sollen. Die PNE WIND AG ist verantwortlich für die weiteren Komponenten wie das Umspann-werk, die Fundamente sowie die Parkverkabelung. Darüber hinaus wird die PNE WIND AG das Windpark-Design und die Finanzierungstrategie sowie die Einbindung weiterer Projektpartner vorantreiben. „Code Wind I" verfügt bereits über alle notwendigen Genehmigungen der deutschen Behörden.
„Code Wind III" befindet sich noch in einer frühen Entwicklungsphase. In diesem Projekt werden voraussichtlich bis zu 15 Windenergieanlagen errichtet werden können. Es wird als Referenzprojekt für die von Vestas angekündigte 7 MW-Windenergieanlage geplant.
Positiv entwickelten sich auch die 2009 an den dänischen Energiekonzern DONG Energy Power A/S verkauften Offshore-Windpark-Projekte „Borkum Riffgrund" I und II, an deren Entwicklung die PNE WIND AG als Dienstleistungsunternehmen weiter tätig ist. Nachdem DONG Energy Power A/S eine Investitionsentscheidung für „Borkum Riffgrund I" getroffen hat, sind die Vorbereitungen für den Bau des Offshore-Windparks angelaufen. Die PNE WIND AG hat im ersten Quartal 2011 eine weitere Milestone-Forderung in Höhe von rund 6,7 Mio. Euro aus diesen Projekten verbuchen können und die Zahlung hieraus im zweiten Quartal erhalten. Nachdem das Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH) die Genehmigung für „Borkum Riffgrund II" erteilt hat, wurde hierfür Ende 2011 eine weitere Milestone-Forderung in Höhe von rund 6,0 Mio. Euro eingebucht.
Verkauft wurden im November 2011 die Rechte an dem Offshore-Windpark-Projekt „Nautilus II". Käufer ist die SSP Technology Holding ApS. Das Offshore-Projekt wird in der Nordsee geplant und befindet sich noch in der Planungs- und Genehmigungsphase. Die SSP Technology Holding ApS, eine Gesellschaft des Ventizz Capital Funds IV, hat alle Anteile der Projektgesellschaft „PNE WIND Nautilus II GmbH" übernommen. Die PNE WIND AG wird das Offshore-Projekt als Dienstleister bis zum Erhalt der Genehmigung weiterentwickeln und beim Erreichen festgelegter Fortschritte in der Projektentwicklung am Erfolg partizipieren. Das Offshore-Windpark-Projekt „Nautilus II" wird für 80 Windenergieanlagen mit einer Nennleistung von bis zu 7 MW je Anlage geplant. Das Projektgebiet befindet sich in der Nordsee innerhalb der Ausschließlichen Wirtschaftszone der Bundesrepublik Deutschland rund 180 Kilometer nordwestlich von Helgoland. Mit dem Erreichen der Genehmigung wird im Jahr 2013 gerechnet.
Insgesamt bearbeitete der Offshore-Bereich der PNE WIND AG zum Stichtag 31. Dezember 2011 sechs eigene Windpark-Projekte in verschiedenen Phasen der Projektentwicklung und ist als Dienstleister bei drei weiteren Offshore-Projekten tätig. Die eigenen Projekte „Code Wind I" und „Code Wind II" sind bereits vom Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH) genehmigt. Die weiteren vier eigenen Offshore-Projekte befinden sich in der Planungs- und Antragsphase. Nach dem gegenwärtigen Planungsstand können in diesen eigenen Windparks insgesamt bis zu 393 Windenergieanlagen errichtet werden. Maßgeblich für die genaue Zahl ist unter anderem die Nennleistung der auszuwählenden Anlagen, die zwischen 3 und 7 MW betragen kann. Insgesamt liegt die geplante realistische Nennleistung der sechs eigenen Offshore-Projekte bei bis zu 2.141 MW und zusätzlich bei den von uns beratenen Projekten bei bis zu 1.186 MW.
Segment Stromerzeugung
Im Segment Stromerzeugung sind alle Aktivitäten von Konzernunternehmen gebündelt, die unmittelbar mit der Erzeugung von Elektrizität aus erneuerbaren Energien befasst sind. Dieser Bereich beinhaltet unter anderem die von der PNE WIND AG selbst betriebenen Windparks „Altenbruch II" und „Laubuseschbach" sowie die PNE Biomasse GmbH, die per Geschäftsbesorgungsvertrag das Personal für das Holzheizkraftwerk in Silbitz stellt, welches ebenfalls in diesem Segment erfasst wird. Außerdem umfasst das Segment Anteile an Kommanditgesellschaften, in denen künftige Onshore-Windpark-Projekte umgesetzt werden sollen.
Bis zum erfolgreichen Verkauf von Windparks und der Übergabe an die Betreiber werden im Segment Stromerzeugung im Rahmen der Segmentberichterstattung laufende Einnahmen dieser Windparks ausgewiesen.
Das Segment Stromerzeugung hat im Geschäftsjahr 2011 das Vorjahres-EBIT (ca. 1,8 Mio. Euro) ausweisen können, obwohl der Stillstand des Holzheizkraftwerkes Silbitz aufgrund eines Schadens an der Turbine und dem Generator eine negative EBIT-Auswirkung in Höhe von ca. -1,1 Mio. Euro gegenüber dem Vorjahres-EBIT von Silbitz hatte. Dieser negative Effekt beim HKW Silbitz wurde durch das positive Betriebsergebnis des im Eigenbetrieb betriebenen Windparks „Altenbruch II" kompensiert. Durch das Windangebot im Verlauf des Jahres 2011 gegenüber dem Verlauf 2010 erzielte der Windpark „Altenbruch II" ein gegenüber dem Vorjahr um 1,1 Mio. Euro höher liegendes EBIT. Das Windangebot betrug 2011 je nach Standort zwischen 90 und 100 Prozent des langjährigen Mittelwertes.
6. Umsatz und Ertragslage
Die im Folgenden aufgeführten Zahlen wurden für den Konzern nach IFRS und für die PNE WIND AG sowie deren Tochtergesellschaften auf handelsrechtlicher Ebene (HGB) ermittelt und dargestellt.
Der PNE WIND AG-Konzern erzielte gemäß IFRS im Geschäftsjahr 2011 eine Gesamtleistung von 53,9 Mio. Euro (im Vorjahr 80,0 Mio. Euro). Davon entfallen 48,6 Mio. Euro auf Umsatzerlöse (im Vorjahr 65,6 Mio. Euro), 2,2 Mio. Euro auf Bestandsveränderungen (im Vorjahr 1,7 Mio. Euro) sowie 3,1 Mio. Euro (im Vorjahr 12,7 Mio. Euro) auf sonstige betriebliche Erlöse.
Konzernkennzahlen
scroll
| in Mio. Euro | 2011 | 2010 |
|---|---|---|
| Gesamtleistung | 53,9 | 80,0 |
| Umsatz | 48,6 | 65,6 |
| Betriebsergebnis (EBIT) | 0,1 | 9,5 |
| Ergebnis vor Steuern (EBT) | -4,9 | 5,4 |
| Jahresüberschuss | -3,9 | 7,9 |
Von der Gesamtleistung im Konzern entfielen auf die PNE WIND AG 31,1 Mio. Euro (im Vorjahr 79,2 Mio. Euro). Die Gesamtleistung der PNE WIND AG setzt sich aus Umsatzerlösen in Höhe von 18,0 Mio. Euro (im Vorjahr 71,9 Mio. Euro), aus Bestandsveränderungen in Höhe von -1,8 Mio. Euro (im Vorjahr -0,8 Mio. Euro) und aus sonstigen betrieblichen Erlösen in Höhe von 14,9 Mio. Euro (im Vorjahr 8,1 Mio. Euro) zusammen. Die wesentlichen Umsätze resultierten bei der PNE WIND AG aus Dienstleistungsabrechnungen für die im Konzern entwickelten Offshore-Projekte, die Dienstleistunglim Rahmen der SDL-Fähigkeitserstellung von Onshore-Projekten sowie die Umsetzung des Windparks „Kernberg II". Die sonstigen betrieblichen Erlöse setzen sich bei der PNE WIND AG im Wesentlichen aus den weiteren Kaufpreisforderungen aus den Beteiligungsverkäufen an der PNE2 Riff I GmbH und PNE2 Riff II GmbH aus dem Jahr 2009 (in Summe 12,6 Mio. Euro), den Auflösungen von Wertberichtigungen (0,9 Mio. Euro), der Auflösung von Rückstellungen (0,7 Mio. Euro), Mieterlösen und sonstigen Erträgen wie z.B. Gutschriften, Weiterberechnungen, Auflösung des Investitionszuschusses und Erträgen aus dem Sachbezug für Kfz-Nutzung zusammen. Die auf Einzelabschlussebene der PNE WIND AG ausgewiesenen Verkaufserlöse „Riff I und II" werden im Konzern als Umsätze ausgewiesen, da sich der Verkauf aus Konzernsicht nach IFRS als Veräußerung eines Projekts im Rahmen des operativen Geschäfts darstellt, wohingegen die Veräußerung der Anteile an den Gesellschaften auf Gesellschaftsebene der PNE WIND AG nach HGB als Beteiligungsveräußerung dargestellt wird.
Bei den im Konzern konsolidierten Tochtergesellschaften wurden im Geschäftsjahr 2011 die wesentlichen Umsätze aus Managementvergütung und Serviceleistungen in Höhe von 3,6 Mio. Euro (im Vorjahr 3,8 Mio. Euro), aus Umspannwerknutzungsentgelt und Dienstleistungen zur SDL¬Fähigkeitserstellung von Onshore-Projekten in Höhe von 3,6 Mio. Euro (im Vorjahr 1,6 Mio. Euro) und aus Stromverkaufserlösen in Höhe von 9,1 Mio. Euro (im Vorjahr 8,3 Mio. Euro) erzielt.
Verglichen mit dem Vorjahr spiegelt sich die Veränderung in der operativen Geschäftstätigkeit des Konzerns ebenfalls in den Aufwandspositionen wider. Aufgrund der geringeren Anzahl von umgesetzten Windparks ging der Materialaufwand von 42,7 Mio. Euro auf nunmehr rund 28,7 Mio. Euro zurück. Der Personalaufwand belief sich im Geschäftsjahr 2011 auf 11,5 Mio. Euro und erhöhte sich damit im Vergleich zum Wert der Vorjahresperiode (10,2 Mio. Euro). Ein Grund hierfür ist die per 31. Dezember 2011 im Konzern auf 180 Personen gestiegene Zahl der Mitarbeiter (per 31. Dezember 2010: 159 Mitarbeiter).
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen im Konzern in Höhe von 8,5 Mio. Euro (im Vorjahr 12,7 Mio. Euro) beinhalten im Wesentlichen Aufwendungen aus Wertberichtigungen auf Forderungen oder sonstige Vermögenswerte 0,1 Mio. Euro (im Vorjahr 0,3 Mio. Euro), Rechts- und Beratungskosten 2,0 Mio. Euro (im Vorjahr 2,5 Mio. Euro), Werbe- und Reisekosten 1,5 Mio. Euro (im Vorjahr 1,2 Mio. Euro), Reparatur und Instandhaltungsaufwand im Wesentlichen bei „Altenbruch II" und „Silbitz" 1,1 Mio. Euro (im Vorjahr 0,5 Mio. Euro) sowie Miet-, Pacht- und Leasingaufwendungen 1,5 Mio. Euro (im Vorjahr 1,2 Mio. Euro). Im Wesentlichen sind die niedrigeren sonstigen betrieblichen Aufwendungen gegenüber dem Vorjahr auf rückläufige Vorlaufkosten im Ausland (rund 0,9 Mio. Euro) und nicht angefallene Kapitalbeschaffungskosten (rund 0,6 Mio. Euro) zurückzuführen.
Die Abschreibungen blieben mit 5,1 Mio. Euro auf Vorjahresniveau (im Vorjahr 5,0 Mio. Euro). Im Wesentlichen sind die Abschreibungen auf den im Eigenbetrieb befindlichen Windpark „Altenbruch II" und das Holzheizkraftwerk „Silbitz" angefallen.
Im Konzern und auf Gesellschaftsebene der PNE WIND AG fielen im Geschäftsjahr 2011 Ertragsteuern nur in sehr geringem Umfang an. Dies resultiert im Wesentlichen aus der Realisierung von steuerfreien Veräußerungsgewinnen bei der PNE WIND AG sowie sonstigen steuerfreien Erträgen. Weiterhin hat die PNE WIND AG erhebliche Verlustvorträge (ca. 102 Mio. Euro), welche mit laufenden Gewinnen verrechnet wurden bzw. werden können. Darüber hinaus bestehen weder auf Ebene der Einzelabschlüsse, noch auf Konzernebene wesentliche Differenzen zwischen Handels-/IFRS¬und Steuerbilanz, so dass latente Steuern ebenfalls nur in geringem Umfang angefallen sind.
Auf Konzernebene wurde im Geschäftsjahr 2011 ein Betriebsergebnis (EBIT) von 0,1 Mio. Euro (im Vorjahr 9,5 Mio. Euro), und ein Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit (EBT) in Höhe von -4,9 Mio. Euro (im Vorjahr 5,4 Mio. Euro) erzielt Das Konzern-Ergebnis nach Minderheitenanteilen belief sich auf -3,9 Mio. Euro (im Vorjahr 7,9 Mio. Euro). Das unverwässerte Konzern-Ergebnis je Aktie belief sich auf -0,09 Euro (im Vorjahr 0,17 Euro) und das verwässerte Konzern-Ergebnis je Aktie auf -0,04 Euro (im Vorjahr 0,16 Euro).
Die PNE WIND AG wies im Geschäftsjahr 2011 ein Betriebsergebnis (EBIT) von 1,7 Mio. Euro (im Vorjahr 4,0 Mio. Euro) und ein Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit von 0,3 Mio. Euro (im Vorjahr 3,2 Mio. Euro) aus.
Im Einzelabschluss der PNE WIND AG belief sich der Personalaufwand im Geschäftsjahr 2011 auf 8,1 Mio. Euro (im Vorjahr 7,3 Mio. Euro).
Aufgrund des negativen Geschäftsergebnisses erhöhte sich der Bilanzverlust im Konzern im Berichtszeitraum auf -14,0 Mio. Euro (im Vorjahr -8,2 Mio. Euro). Zum 31. Dezember 2011 belief sich der Bilanzgewinn der PNE WIND AG auf 2,5 Mio. Euro (im Vorjahr 4,1 Mio. Euro). Der Jahresüberschuss der PNE WIND AG belief sich auf 0,2 Mio. Euro (im Vorjahr 4,1 Mio. Euro). Das unverwässerte Ergebnis je Aktie der Einzelgesellschaft lag bei 0,00 Euro (im Vorjahr 0,09 Euro) und das verwässerte Ergebnis je Aktie der Einzelgesellschaft bei 0,03 Euro (im Vorjahr 0,09 Euro).
Die Ergebnisse des Konzerns und der PNE WIND AG entsprechen angesichts derAufwendungen für die Projektentwicklung im In- und Ausland und der erfolgten Zahlungen aus den Offshore-Projekten „Borkum Riffgrund" I und II den Erwartungen des Vorstandes.
7. Finanzlage/Liquidität
Die Liquiditätssituation und die finanzielle Lage des Konzerns haben sich im Geschäftsjahr 2011 positiv entwickelt. Zum 31. Dezember 2011 stand den Konzernunternehmen eine Liquidität inkl. Kreditlinien für Projektzwischenfinanzierungen in Höhe von 39,3 Mio. Euro (im Vorjahr 49,6 Mio. Euro, davon 0,2 Mio. Euro verpfändet) zur Verfügung, die in Höhe von 1,0 Mio. Euro an Kreditinstitute verpfändet ist.
Im Konzern bestanden zum 31. Dezember 2011 keine Kontokorrentkreditlinien.
Der in der Kapitalflussrechnung ausgewiesene Cash Flow aus der laufenden Geschäftstätigkeit in Höhe von -1,4 Mio. Euro (im Vorjahr -7,7 Mio. Euro) war im Wesentlichen geprägt von der zum Jahresende 2011 entstandenen Forderung gegen DONG Energy wegen dem Genehmigungserhalt für das Offshore Projekt „Borkum Riffgrund II".
Der Cash Flow aus Investitionstätigkeit zum Ende des Berichtszeitraum hat einen Saldo in Höhe von -14,1 Mio. Euro (im Vorjahr -16,6 Mio. Euro). Im Berichtszeitraum wurden Investitionen in Höhe von 16,8 Mio. Euro (im Vorjahr 16,6 Mio. Euro) getätigt. Dabei entfiel der größte Teil auf die Weiterentwicklung von Offshore-Projekten in Höhe von 9,7 Mio. Euro. Die Finanzierung der Investitionen erfolgte durch eigene Mittel.
Cash Flow
scroll
| in Mio. Euro | 2011 | 2010 |
|---|---|---|
| Cash Flow aus laufender Geschäftstätigkeit | -1,4 | -7,7 |
| Cash Flow aus Investitionstätigkeit | -14,1 | -16,6 |
| Cash Flow aus Finanzierungstätigkeit | -4,2 | 21,9 |
| Finanzmittelfonds am Ende der Periode | 19,4 | 39,2 |
Im Berichtszeitraum war der Cash Flow aus der Finanzierungstätigkeit in Höhe von -4,2 Mio. Euro (im Vorjahr 21,9 Mio. Euro) im Wesentlichen durch die Tilgung und den Abgang von Kreditverbindlichkeiten in Höhe von -5,5 Mio. Euro, bei gleichzeitiger Inanspruchnahme einer Zwischenfinanzierung für das Projekt Kemberg II in Höhe von 3,0 Mio. Euro, und der ausgeschütteten Dividende für das Geschäftsjahr 2010 in Höhe von 1,8 Mio. Euro gekennzeichnet.
Durch die Wandlung von Teilschuldverschreibungen aus der Wandelanleihe 2010/2014 im Volumen von nominal 4.700 wurden im Berichtszeitraum weitere 2.134 neue Aktien ausgegeben. Damit betrug zum Stichtag 31. Dezember 2011 das Grundkapital der Gesellschaft 45.777.960 Euro.
Zum Stichtag 31. Dezember 2011 verfügte der Konzern über Finanzmittelfonds in Höhe von insgesamt 19,4 Mio. Euro (Vorjahr: 39,2 Mio. Euro).
Der PNE WIND AG stand zum 31. Dezember 2011 eine Liquidität in Höhe von 16,0 Mio. Euro (im Vorjahr 34,9 Mio. Euro, davon 0,2 Mio. Euro verpfändet) zur Verfügung, die in Höhe von 1,0 Mio. Euro an Kreditinstitute verpfändet ist.
Weitere Informationen zur Liquiditätssituation und der finanziellen Lage des Konzerns sowie der PNE WIND AG finden sich in den jeweiligen Tabellen zur Kapitalflussrechnung im Anschluss an diesen Lagebericht.
8. Vermögenslage
a) Konzern
scroll
| Aktiva (in Mio. EUR) | 31.12.2011 | 31.12.2010 |
|---|---|---|
| Immaterielle Vermögenswerte | 39,8 | 40,0 |
| Sachanlagen | 93,8 | 85,2 |
| Langfristige finanzielle Vermögenswerte | 0,2 | 0,2 |
| Latente Steuern | 0,7 | 1,0 |
| Vorräte | 14,1 | 12,8 |
| Forderungen und sonstige Vermögenswerte | 24,3 | 21,7 |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 19,4 | 39,2 |
| Bilanzsumme | 192,3 | 200,2 |
Zum Stichtag betrug die Konzern-Bilanzsumme der PN EWIND AG insgesamt rund 192,3 Mio. Euro. Damit verringerte sich der Wert um rund 4 Prozent im Vergleich zum 31. Dezember 2010. Die langfristigen Vermögenswerte nahmen insgesamt von rund 126,4 Mio. Euro zum Jahresende 2010 auf aktuell 134,5 Mio. Euro zu. Zum 31. Dezember 2011 summierten sich die immateriellen Vermögenswerte auf 39,8 Mio. Euro und veränderten sich somit nur geringfügig zum Wert von 40,0 Mio. Euro zum 31. Dezember 2010. Die mit Abstand größten Einzelposten dieser Position sind dabei der Firmenwert des Segments Projektierung Windkraft in Höhe von 20,0 Mio. Euro und die im Geschäftsjahr 2010 mit der Erstkonsolidierung der PNE Gode Wind 1 GmbH eingebrachten Projektrechte in Höhe von 17,4 Mio. Euro. Im selben Zeitraum erhöhten sich die Sachanlagen um rund 8,6 Mio. Euro auf 93,8 Mio. Euro (31. Dezember 2010: 85,2 Mio. Euro). Hierunter fallen im Wesentlichen Grundstücke und Bauten (13,6 Mio. Euro), im Besitz befindliche Umspannwerke (7,7 Mio. Euro), Anlagen im Bau aus den Projekten „Gode Wind 1" (6,7 Mio. Euro), „Gode Wind II" (13,8 Mio. Euro) und den weiteren Offshore-Projekten „Nautilus, „Nemo" und „Jules Verne" (3,9 Mio. Euro), dem Onshore Projekt Kemberg II (5,2 Mio. Euro) sowie die technischen Anlagen und Maschinen des Windparkprojekts Altenbruch II (33,9 Mio. Euro) und des Holzheizkraftwerks Silbitz (6,9 Mio. Euro inklusive Grundstück und Bauten in Höhe von 3,2 Mio. Euro).
Bei den kurzfristigen Vermögenswerten war im Berichtszeitraum eine Verminderung von 73,7 Mio. Euro (31. Dezember 2010) auf 57,8 Mio. Euro per 31. Dezember 2011 zu verzeichnen. Die Forderungen und sonstigen Vermögenswerte erhöhten sich von rund 21,7 Mio. Euro (31. Dezember 2010) auf rund 24,3 Mio. Euro. Davon stammen 12,2 Mio. Euro aus Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (31. Dezember 2010: 11,7 Mio. Euro). Der Anstieg ist im Wesentlichen Begründet in der Forderung aus dem Beteiligungsverkauf PNE2 Riff II GmbH (rund 6,0 Mio. Euro). Die Forderungen aus langfristiger Auftragsfertigung in Höhe von 8,9 Mio. Euro erhöhten sich gegenüber dem 31. Dezember 2010 (1,3 Mio. Euro).
Die unter den Vorräten ausgewiesenen unfertigen Leistungen erhöhten sich von 10,4 Mio. Euro (31. Dezember 2010) auf 12,6 Mio. Euro.
Die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente betrugen 19,4 Mio. Euro zum 31. Dezember 2011 (per 31. Dezember 2010: 39,2 Mio. Euro).
scroll
| Passiva (in Mio. EUR) | 31.12.2011 | 31.12.2010 |
|---|---|---|
| Eigenkapital | 74,7 | 81,7 |
| Abgegrenzte Zuwendungen der öffentlichen Hand | 1,1 | 1,2 |
| Rückstellungen | 1,9 | 2,6 |
| Langfristige Verbindlichkeiten | 72,9 | 76,2 |
| Kurzfristige Verbindlichkeiten | 34,3 | 30,5 |
| Abgegrenzte Umsatzerlöse | 7,4 | 8,0 |
| Bilanzsumme | 192,3 | 200,2 |
Auf der Passivseite verringerte sich das Konzerneigenkapital von 81,7 Mio. Euro (31. Dezember 2010) auf 74,7 Mio. Euro zum 31. Dezember 2011. Bedingt war diese Entwicklung durch das negative Ergebnis des Konzerns. Die Eigenkapitalquote des Konzerns betrug zum 31. Dezember 2011 ca. 39 Prozent (per 31. Dezember 2010: ca. 41 Prozent) und die Fremdkapitalquote ca. 61 Prozent (per 31. Dezember 2010: ca. 59 Prozent). Im Wesentlichen durch planmäßige Kredittilgungen veränderten sich die langfristigen Verbindlichkeiten von 76,2 Mio. Euro auf rund 72,9 Mio. Euro. Die Position besteht hauptsächlich aus Finanzverbindlichkeiten in Höhe von 72,5 Mio. Euro. Darunter fallen die Verbindlichkeiten gegenüber den Wandelanleihegläubigern in Höhe von 28,5 Mio. Euro (ein Teil der Wandelanleihe wird nach IFRS als Eigenkapital dargestellt) und die langfristigen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten im Volumen von 36,3 Mio. Euro. Im Wesentlichen sind in den Kreditverbindlichkeiten die Projektfinanzierungen des Windparks „Altenbruch II" (27,9 Mio. Euro) und des Holzheizkraftwerks (HKW) Silbitz (4,0 Mio. Euro) sowie die Finanzierung des Gebäudes der Gesellschaft am Unternehmenssitz in Cuxhaven (4,0 Mio. Euro) enthalten.
Am 31. Dezember 2011 betrug die Gesamtzahl der ausgegebenen Aktien der PNE WIND AG 45.777.960 Stück. Die Erhöhung gegenüber dem 31. Dezember 2010 (45.775.826 Stück) ergibt sich aus der Wandlung von Wandelschuldverschreibungen im Verlauf des Jahres 2011.
Die PNE WIND AG hat den an der Betreiber-Gesellschaft des HKW Silbitz beteiligten Kommanditisten vertraglich zugesagt, deren Kommanditanteile Anfang 2017 zu einem Preis in Höhe von 110 Prozent des Nominalbetrags zurück zu erwerben. Aufgrund dieser Zusage wird unter den sonstigen Finanzverbindlichkeiten eine abgezinste Kaufpreisverbindlichkeit zum 31. Dezember 2011 in Höhe von 5,0 Mio. Euro ausgewiesen. Zudem hat die PNE WIND AG den Kommanditisten der HKW Silbitz GmbH & Co. KG eine Ausschüttungsgarantie bis 2016 angeboten, welche mit einem abgezinsten Wert von 1,3 Mio. Euro in den Rückstellungen bilanziert ist.
Entwicklung der kur- und langfristigen Verbindlichkeiten
scroll
| in Mio. Euro | 2011 | 2010 | 2009 |
|---|---|---|---|
| Verbindlichkeiten | |||
| kurzfristig | 34,3 | 30,5 | 59,3 |
| langfristig | 72,9 | 76,2 | 32,9 |
Im Geschäftsjahr 2011 erhöhten sich die kurzfristigen Verbindlichkeiten geringfügig von 30,5 Mio. Euro (31. Dezember 2010) auf 34,3 Mio. Euro. Obwohl im Wesentlichen die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen von 8,0 Mio. Euro (31. Dezember 2010) auf 6,5 Mio. Euro und die Steuerverbindlichkeiten von 2,4 Mio. Euro (31. Dezember 2010) auf 0,5 Mio. Euro reduziert wurden, stiegen die kurzfristigen Verbindlichkeiten an, da sich im Wesentlichen die Verbindlichkeiten aus langfristiger Auftragsfertigung im selben Zeitraum von 0,2 Mio. Euro (31. Dezember 2010) auf 6,9 Mio. Euro erhöhten. Unter Berücksichtigung der liquiden Mittel betrug die Nettoverschuldung am 31. Dezember 2011 somit 54,4 Mio. Euro (31. Dezember 2010: 36,7 Mio. Euro).
b) PNE WIND AG
scroll
| Aktiva (in Mio. EUR) | 31.12.2011 | 31.12.2010 |
|---|---|---|
| Immaterielle Vermögensgegenstände | 0,1 | 0,2 |
| Sachanlagen | 13,5 | 14,7 |
| Finanzanlagen | 27,3 | 26,7 |
| Vorräte | 8,3 | 6,7 |
| Forderungen und sonstige Aktiva | 56,2 | 42,9 |
| Flüssige Mittel | 16,0 | 34,9 |
| Bilanzsumme | 121,4 | 126,1 |
Das Anlagevermögen setzt sich zusammen aus den immateriellen Vermögensgegenständen in Höhe von 0,1 Mio. Euro (im Vorjahr 0,2 Mio. Euro), den Sachanlagen in Höhe von 13,5 Mio. Euro (im Vorjahr 14,7 Mio. Euro) und den Finanzanlagen in Höhe von 27,3 Mio. Euro (im Vorjahr 26,7 Mio. Euro). Die Veränderungen bei den Sachanlagen und immateriellen Vermögensgegenständen beruhen im Wesentlichen auf den planmäßig vorgenommenen Abschreibungen. Die Finanzanlagen haben sich im Wesentlichen aufgrund einer Erhöhung der Ausleihungen an verbundene Unternehmen in Höhe von 0,5 Mio. Euro, gegenüber dem 31. Dezember 2010 um 0,6 Mio. Euro unwesentlich erhöht.
Das Umlaufvermögen setzt sich zusammen aus unfertigen Leistungen in Höhe von 3,3 Mio. Euro (im Vorjahr 5,0 Mio. Euro), geleisteten Anzahlungen in Höhe von 5,0 Mio. Euro (im Vorjahr 1,7 Mio. Euro) und Forderungen und sonstige Aktiva in Höhe von 56,2 Mio. Euro (im Vorjahr 42,9 Mio. Euro). Davon entfallen wiederum 2,8 Mio. Euro auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (im Vorjahr 9,6 Mio. Euro), auf Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von 46,7 Mio. Euro (im Vorjahr 26,5 Mio. Euro) und 6,3 Mio. Euro (im Vorjahr 6,8 Mio. Euro) auf sonstige Vermögensgegenstände. Im Wesentlichen betreffen die sonstigen Vermögensgegenstände die Forderung aus dem Beteiligungsverkauf an der PNE2 Riff II GmbH aus dem Jahr 2009 für den Erhalt der Genehmigung in Höhe von rund 6,0 Mio. Euro.
Die Barmittel beliefen sich in der Einzelgesellschaft zum 31. Dezember 2011 auf 16,0 Mio. Euro (im Vorjahr: 34,9 Mio. Euro).
scroll
| Passiva (in Mio. EUR) | 31.12.2011 | 31.12.2010 |
|---|---|---|
| Eigenkapital | 67,9 | 69,5 |
| Sonderposten für Investitionszuschüsse | 1,1 | 1,2 |
| Rückstellungen | 7,0 | 8,6 |
| Verbindlichkeiten | 45,3 | 46,7 |
| Rechnungsabgrenzungsposten | 0,1 | 0,1 |
| Bilanzsumme | 121,4 | 126,1 |
Das Eigenkapital der PNE WIND AG gemäß HGB-Rechnungslegung belief sich zum Stichtag 31. Dezember 2011 auf 67,9 Mio. Euro (im Vorjahr 69,5 Mio. Euro). Die Eigenkapitalquote der PNE WIND AG betrug zum 31. Dezember 2011 ca. 56 Prozent (per 31. Dezember 2010 ca. 55 Prozent) und die Fremdkapitalquote ca. 44 Prozent (per 31. Dezember 2010 ca. 45 Prozent).
Am 31. Dezember 2011 betrug die Gesamtzahl der ausgegebenen Aktien der PNE WIND AG 45.777.960 Stück. Die Erhöhung gegenüber dem 31. Dezember 2010 (45.775.826 Stück) ergibt sich aus der Wandlung von Wandelschuldverschreibungen im Verlauf des Jahres 2011.
Die wesentlichen Positionen auf der Passivseite betreffen die Verbindlichkeiten in Höhe von 45,3 Mio. Euro (im Vorjahr 46,7 Mio. Euro). Diese gliedern sich im Wesentlichen auf in die Wandelanleihe 2009/2014 in Höhe von 3,8 Mio. Euro und die Wandelanleihe 2010/2014 in Höhe von 26,0 Mio. Euro, Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von 4,3 Mio. Euro (im Vorjahr 4,9 Mio. Euro), erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen in Höhe von 2,5 Mio. Euro (im Vorjahr 0,0 Mio. Euro) und die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 1,6 Mio. Euro (im Vorjahr 3,8 Mio. Euro).
Die Rückstellungen umfassen eine Drohverlustrückstellung in Höhe von 1,2 Mio. Euro (per 31. Dezember 2010: 1,4 Mio. Euro). Diese wurde vorsorglich mit Bezug auf einen Holzliefervertrag für das Holzheizkraftwerk Silbitz gebildet. In diesem Vertrag hat sich die PNE WIND AG verpflichtet, Holz zu festgelegten Konditionen zu liefern, die zu Verlusten führen können. Die weiteren wesentlichen Rückstellungen betreffen ausstehende Rechnungen in Verbindung mit Windparkprojekten in Höhe von 1,5 Mio. Euro (per 31. Dezember 2010: 1,7 Mio. Euro), eine Ausschüttungsgarantie an die Kommanditisten der HKW Silbitz GmbH & Co. KG, welche mit einem abgezinsten Wert von 1,3 Mio. Euro (per 31. Dezember 2010: 1,5 Mio. Euro) bilanziert ist, sowie Rückstellungen für variable Vergütungen der Vorstände und leitenden Mitarbeiter in Höhe von 1,0 Mio. Euro (per 31. Dezember 2010: 1,3 Mio. Euro).
9. Beziehungen zu nahe stehenden Unternehmen und Personen
Im Geschäftsjahr 2011 ergaben sich folgende Transaktionen mit nahe stehenden Personen:
Die PNE WIND AG hat mit der net.curity InformationsTechnologien GmbH, deren geschäftsführender Gesellschafter der Aufsichtsrat Herr Rafael Vazquez Gonzalez ist, Beratungsverträge zur Erbringung von EDV-Dienstleistungen abgeschlossen. Im Geschäftsjahr 2011 erfolgten daraus Transaktionen mit einem Volumen von netto 229.370,51 Euro. Die Geschäftsvorfälle entsprechen denen mit unabhängigen Geschäftspartnern.
10. Vertrieb und Marketing
Der Vertrieb der Windpark-Projekte, die an Land errichtet werden, stützt sich weiterhin auf den Direktverkauf an Einzel- und Großinvestoren. Mit diesem Direktvertrieb hat die PNE WIND AG in den vergangenen Jahren positive Erfahrungen gemacht und wird diesen bewährten Weg daher auch künftig verfolgen. Zur Realisierung der Offshore-Windpark-Projekte ist weiterhin die Zusammenarbeit mit starken Partnern vorgesehen.
11. Entwicklung und Innovationen
Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten fanden im Konzern der PNE WIND AG im Berichtszeitraum nicht statt.
12. Wesentliche Ereignisse nach Ende des Berichtszeitraums
Die PNE WIND AG hat im März 2012 die erste und zweite Zahlung aus dem Verkauf des 0ffshore-Windparkprojektes „Code Wind II" in Höhe von 45,0 Mio. Euro nicht erhalten. Damit hat die HYSSING Vermögensverwaltungsgesellschaft mbH, die von der dänischen Brancor Capital Partners APS unter Leitung von Kim Bangestrup gehalten wird, als Käufer die Voraussetzung für den Übergang der Anteile zum Bilanzstichtag nicht erfüllt und somit bleibt die PNE Gode Wind II GmbH zu 100 Prozent im Besitz der PNE WIND AG. Der Vertrag über den Verkauf der Windpark-Gesellschaft war am 29. Dezember 2011 geschlossen worden.
Am 20. Februar 2012 hat die LBBW Asset Management Investmentgesellschaft mbH, Stuttgart, der Gesellschaft gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass der Stimmrechtsanteil der LBBW Asset Management Investmentgesellschaft mbH an den Stimmrechten der PNE WIND AG am 20. Februar 2012 über alle ihre Sondervermögen hinweg die Schwelle von 3 Prozent überschritten hat und an diesem Tag 3,06 Prozent (1.400.000 Stimmrechte) betrug. Davon sind 3,06 Prozent (1.400.000 Stimmrechte) der LBBW Asset Management Investmentgesellschaft mbH nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 WpHG zuzurechnen. Dabei handelt es sich um Stimmrechte der Baden-Württembergischen Versorgungsanstalt für Ärzte, Zahnärzte und Tierärzte, deren Stimmrechtsanteil an der PNE WIND AG mehr als 3 Prozent beträgt.
13. Immaterielle Unternehmenswerte
Der Erfolg bei der Entwicklung von Windpark-Projekten onshore und offshore basiert wesentlich auf dem Wissen und den Erfahrungen langjähriger Mitarbeiter sowie einer vertrauensvollen Zusammenarbeit mit allen an dem Projekt Beteiligten. Kreativität ist zur Lösung der vielfach komplexen Fragestellungen während der Entwicklungsphase eines Windparks häufig gefordert. Der Wert eines Windpark-Projektes, von dem dann wieder der unternehmerische Erfolg der PNE WIND AG abhängt, wird im Wesentlichen in der Planungsphase bis zur Genehmigung geschaffen. Hierzu können wir auf die Fähigkeiten und Erfahrungen unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zurückgreifen, die nicht nur über eine hervorragende Expertise in der Branche verfügen, sondern auch darüber hinaus sehr gut vernetzt sind.
Kernkompetenzen
| ― | Gute Vernetzung in die Branche |
| ― | Fachkompetenz durch qualifizierte Mitarbeiter |
| ― | Langjährige Erfahrung in der Windpark-Projektentwicklung |
| ― | Internationale Expansion mit erfahrenen Partnern vor Ort |
| ― | Nachwuchsforderung durch Ausbildungsplätze |
| ― | PNE WIND AG als Marke im Kerngeschäft der Windparkprojektierung |
| ― | Beitrag zur Energiewende durch ökologisch sinnvolle und ökonomisch richtige Stromerzeugung in der Zukunft |
So kann sichergestellt werden, dass in allen Phasen während der Entwicklung, Realisierung und Vermarktung von Windpark-Projekten auf hohe Fachkompetenz vertraut werden kann. Darüber hinaus legen wir Wert darauf, dass die Potenziale unserer Mitarbeiter durch eine effektive interne Organisation und ein hohes Maß an Eigenverantwortung optimal genutzt werden können. Regelmäßige Bewertungen der Mitarbeiter und ihrer Aufgaben ermöglichen es uns, leistungsorientiert und auf die jeweiligen Aufgaben speziell zugeschnittene Anforderungsprofile immer wieder anzupassen. Auf diese Weise können hohe Standards in den unterschiedlichen Aufgabenbereichen erreicht und gehalten werden. Durch die Sicherstellung der Qualifizierung unserer Mitarbeiter und die laufende Optimierung der Verfahrensprozesse soll unsere Expertise im Markt weiter gestärkt werden.
Aus der Praxis heraus haben wir langjährige Erfahrungen in der Projektentwicklung in Prozesse übergeführt, die es uns ermöglichen, zielgerichtet und intensiv von der Standortakquisition bis zur schlüsselfertigen Errichtung alle Phasen der Windpark-Projektierung erfolgreich abzuschließen.
Auch im Zuge der internationalen Expansion wissen wir um die große Bedeutung erfahrener Partner. Daher gilt der Grundsatz, dass wir nur dann in neue Märkte eintreten, wenn wir dies gemeinsam mit einheimischen und dort gut vernetzten Partnern machen können. Auch hier gilt der Grundsatz der fachlich-qualifizierten und von Vertrauen getragenen Zusammenarbeit mit den Projektpartnern und -beteiligten.
Wichtig ist auch die Pflege des in vielen Jahren aufgebauten Netzwerkes von Partnern und Unterstützern unseres Geschäftsmodells. Da die Windpark-Projektierung auf politischen Rahmenbedingungen basiert, sind diese eng in die Aktivitäten von Branchenverbänden eingebunden und pflegen den ständigen Dialog.
Mit der Ausbildung und Qualifizierung junger Menschen sichern wir Ausbildungsplätze und übernehmen gesellschaftliche Verantwortung. In der Regel bleiben die jungen Mitarbeiter auch nach der Ausbildung im Unternehmen.
Um die Fokussierung auf das Kerngeschäft der Windparkprojektierung und die damit verbundene Kompetenz stärker im Markt zu dokumentieren, wird der Unternehmensname „PNE WIND AG" im Zuge kontinuierlichen Marketings zunehmend zu einer Marke entwickelt. Das Ziel ist es, national wie international unsere „Passion for Energy" noch intensiver nach außen zu dokumentieren und damit den Wert der Marke zu steigern.
Mit den von uns projektierten und betriebenen Windparks leisten wir einen erheblichen Beitrag zur Verminderung von klimaschädlichen Abgasen. Allein der Windpark „Altenbruch II" vermeidet die Emission von jährlich rund 38.000 Tonnen Kohlendioxid, 197 Tonnen Schwefeldioxid sowie 49 Tonnen Stickoxid. Die Stromerzeugung aus Windenergie leistet jedoch nicht nur positive Umweltbeiträge sondern trägt auch dazu bei, die begrenzten Vorräte fossiler Energieträger zu schonen, denn diese sind viel zu wertvoll, um einfach verbrannt zu werden. Volkswirtschaftlich wirkt sich positiv aus, dass die Stromerzeugung dezentral erfolgt und damit teure Importe von Energieträgern vermindert und vermieden werden. Die Wertschöpfung findet dort statt, wo Strom aus Windenergie erzeugt wird. Somit sichern die von uns projektierten und in Betrieb genommenen Windparks eine ökologisch sinnvolle und ökonomisch richtige Stromerzeugung in der Zukunft.
14. Chancen- und Risikobericht
Allgemeine Faktoren
Der Konzern und mit ihm die konsolidierten Einzelgesellschaften sind durch die Geschäftstätigkeit Risiken ausgesetzt, die nicht vom unternehmerischen Handeln zu trennen sind. Durch das interne Risikomanagementsystem minimiert die Gesellschaft die mit der Geschäftstätigkeit verbundenen Risiken und geht sie nur dann ein, wenn ein entsprechender Mehrwert für das Unternehmen bei beherrschbarem Risiko geschaffen werden kann. Risikomanagement ist ein kontinuierlicher Prozess. Aufbauend auf der Analyse der Kernprozesse erfolgt eine Bewertung der erfassten Risiken. Die Risikoberichterstattung an den Vorstand und Aufsichtsrat erfolgt regelmäßig.
Risiken aus operativer Tätigkeit
Ein wesentliches Risiko ist das Genehmigungsrisiko von Projekten. Bei zeitlichen Verzögerungen der Genehmigungen können sich Verschiebungen in den Liquiditätsflüssen, höhere Anzahlungserfordernisse und Ausfälle von geplanten Mittelrückflüssen ergeben. Außerdem können Projekte in diesen Fällen unwirtschaftlich werden, was zu Ausbuchungen von bereits aktivierten unfertigen Erzeugnissen führen kann. Neben dem Vorratsvermögen kann dieses Risiko auch die Werthaltigkeit der Forderungen betreffen. Sollten sich die Offshore-Projekte nicht realisieren lassen, hätte dies zur Folge, dass Ausbuchungen von Anlagevermögen vorgenommen werden müssten. Die operativen Chancen in der Projektierung von Windparks können jedoch nur realisiert werden, wenn solche unternehmerischen Risiken in Kauf genommen werden.
Ausgewählte Risiken
| • | (Nicht-)Genehmigung von Projekten |
| • | Zeitliche Verzögerungen bei der Projektumsetzung |
| • | Verstärkter Wettbewerb um Windpark-Standorte |
| • | Finanzierung neuer Windpark-Projekte |
| • | Lieferung neuer Windenergieanlagen |
| • | Mittel- und langfristig Währungsrisiken |
| • | Änderung der gesetzlichen Rahmenbedingungen im In- und Ausland |
| • | Rechtliche Risiken |
| • | Mögliche Änderungen von Steuergesetzgebungen im In- und Ausland |
Zeitliche Verzögerungen können sich in der Projektumsetzung unter anderem wegen des ungewissen Zeitpunkts der Erteilung von Genehmigungen und Netzanschlusszusagen, möglicher Klagen gegen bereits erteilte Genehmigungen, der rechtzeitigen Verfügbarkeit von Windenergieanlagen oder der rechtzeitigen Verfügbarkeit sonstiger für die Errichtung eines Windparks erforderlicher Voraussetzungen und Komponenten ergeben. Durch ein umfangreiches Projektcontrolling versucht die Gesellschaft, diesen komplexen Anforderungen zeitgerecht Rechnung zu tragen.
Die Zahl der für die Errichtung von Windkraftanlagen geeigneten Standorte in Deutschland ist begrenzt. Dies kann in Zukunft zu einem verstärkten Wettbewerb um diese Standorte und damit erhöhten Akquisitionskosten führen.
Im Zuge der Projektrealisierung bleibt die Gesellschaft darauf angewiesen, den aus zukünftig entstehenden oder zukünftig fällig werdenden Verbindlichkeiten resultierenden Kapitalbedarf zu decken. Außerdem könnte weiterer Kapitalbedarf entstehen, wenn und soweit die PNE WIND AG aus von ihr gegebenen Bürgschaften oder vergleichbaren Zusagen in Anspruch genommen werden sollte oder sich sonstige in diesem Abschnitt beschriebene Risiken realisieren sollten.
Ein Risiko für die künftige Entwicklung liegt - wie bei allen Unternehmen, die Windparks projektieren - im Bereich der Finanzierung und des Vertriebs von Windpark-Projekten. Um dem zu begegnen, hat die PNE WIND AG bereits seit mehreren Jahren auf den Vertriebsweg „Einzel- und Großinvestoren" gesetzt. Negative Auswirkungen steigender Zinssätze auf die Projektvermarktung können jedoch nicht ausgeschlossen werden, da steigende Zinsen eine Erhöhung der Projektkosten zur Folge haben.
Risiken für die Projektrealisierung können sich bei einer Finanzkrise und daraus resultierender Zurückhaltung von Banken bei der Projektfinanzierung ergeben. Allerdings setzt die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) das von der Bundesregierung beschlossene Programm um, mit dem 5 Mrd. Euro für die ersten zehn deutschen Offshore-Windpark-Projekte zur Verfügung gestellt werden.
Risiken der Finanzierung bestehen auf Seiten der Partnerunternehmen auch für die Offshore¬Windpark-Projekte. Je nach Projektfortschritt stehen der PNE WIND AG noch Zahlungen für das Projekt „Borkum Riffgrund II" und „Nautilus II" zu. Die Käufer der Projekteanteile haben bisher noch keine Entscheidungen, die Projekte bauen zu wollen, getroffen. Es kann nicht sicher davon ausgegangen werden, dass die endgültigen Entscheidungen getroffen werden, die Projekte zu realisieren. Ein Scheitern eines oder mehrerer Projekte hätte erhebliche Auswirkungen auf die künftige Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der PNE WIND AG, da die PNE WIND AG zukünftige geplante Zahlungen nicht mehr erhalten würde.
Für die Projekte „Code Wind" I und II, an denen die PNE WIND AG alle Anteile hält, wird die PNE WIND AG - wie bei anderen Windpark-Projekten auch - nach einem finanzkräftigen Projekt-Partnersuchen oder andere Finanzierungsmöglichkeiten schaffen. Es kann auch hier nicht sicher davon ausgegangen werden, dass die Finanzierung tatsächlich sichergestellt werden kann.
Angesichts der seit 2009 verbesserten gesetzlichen Rahmenbedingungen für Offshore-Windparks in der deutschen Ausschließlichen Wirtschaftszone sowie der günstigen Lage der Projekte in Bezug auf die jeweilige Landentfernung und die Wassertiefe, schätzt die PNE WIND AG die Realisierungschancen der genehmigten Offshore-Projekte nach wie vor als hoch ein.
Bei allen von der PNE WIND AG im Geschäftsbereich Windkraft Offshore projektierten Offshore-Windparks ist es von großer Bedeutung, einen kapitalkräftigen Investor zu gewinnen, da die Realisierung eines Offshore-Windparks mit sehr hohen Investitionskosten verbunden ist.
Ein Lieferantenrisiko im Bereich Windenergieanlagen ergibt sich aus der starken weltweiten Nachfrage im Verhältnis zu den vorhandenen Kapazitäten. Trotz eines raschen Ausbaus der Kapazitäten bei den Herstellern von Windenergieanlagen können Lieferengpässe bei steigender internationaler Nachfrage nicht ausgeschlossen werden. Solche Lieferengpässe könnten zu verzögerter Realisierung von Windpark-Projekten führen. Die Gesellschaft legt daher großen Wert auf den möglichst frühzeitigen Abschluss von Lieferverträgen mit namhaften Herstellern von Windenergieanlagen sowie Zulieferern (z.B. Fundamente) und die Vereinbarung der fristgerechten Lieferung.
Aus den Projekten im internationalen Bereich können sich mittel- und langfristig Währungsrisiken ergeben. Im operativen Bereich resultieren Fremdwährungsrisiken vorrangig daraus, dass geplante Transaktionen in einer anderen Währung als dem Euro abgewickelt werden. Im Investitionsbereich können sich Fremdwährungsrisiken im Wesentlichen aus dem Erwerb und der Veräußerung von Beteiligungen an ausländischen Unternehmen ergeben. Es ist geplant, die Absicherung wesentlicher konzernexterner Fremdwährungsgeschäfte durch Währungssicherungsgeschäfte vorzunehmen.
Aus dem Risiko von langfristigen Darlehensverpflichtungen und daraus bestehenden Zinszahlungen werden zur Absicherung in Einzelfällen Zinssicherungsgeschäfte (SWAPs) abgeschlossen, welche bei negativer Zinsentwicklung zu einer zusätzlichen Liquiditätsbelastung für die Gesellschaft werden können.
Politische Risiken/Marktrisiken
Unkalkulierbare Risiken können auch von außen in den Markt getragen werden. Hierzu würde insbesondere eine plötzliche Änderung der gesetzlichen Rahmenbedingungen in Deutschland oder den Auslandsmärkten zählen. In Deutschland sind Verschlechterungen jedoch mittelfristig nicht zu befürchten, da der Deutsche Bundestag Ende Juni 2011 die Novellierung des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) beschloss, die per 1. Januar 2012 in Kraft tritt. Die nächste Novellierung ist 2015 auf Basis des Erfahrungsberichtes, den die Bundesregierung dem Bundestag 2014 vorlegen muss, zu erwarten. Damit besteht in den kommenden Jahren Planungssicherheit für Windpark-Projekte onshore und offshore sowie für das Repowering von Windparks.
Die politischen Risiken und die Marktrisiken im Ausland können Auswirkungen auf die geplanten Projektumsetzungen in den nächsten Jahren haben. Die PNE WIND AG und ihre Tochtergesellschaften beobachten die aktuellen Marktentwicklungen im Ausland intensiv, um mögliche Veränderungen der Marktlage oder der politischen Ausrichtung frühzeitig erkennen und rechtzeitig Maßnahmen einleiten zu können.
Rechtliche Risiken
Alle erkennbaren Risiken werden laufend abgewogen und sind in diesen Bericht bzw. in die Unternehmensplanung eingeflossen. Der Vorstand schätzt die Risiken als überschaubar ein und geht derzeit davon aus, dass sie keinen nennenswerten negativen Einfluss auf die Entwicklung der Gesellschaft haben werden. Dazu zählen auch Risiken aus noch nicht rechtskräftig abgeschlossenen Verfahren.
Entfallen ist 2011 das Risiko aus dem Verfahren um die SSP Technology A/S, da die SSP Technology Holding ApS, eine Gesellschaft der Ventizz Gruppe, ihre Berufung gegen das klageabweisende Urteil des Landgerichts Stade vom 7. Oktober 2010 zurückgenommen hat und dieses Urteil damit rechtskräftig wurde.
Steuerliche Risiken
Die PNE WIND AG und ihre Tochtergesellschaften sind derzeit in acht Ländern der Welt tätig und unterliegen damit vielfältigen steuerlichen Gesetzen und Regelungen. Änderungen in diesen Bereichen können zu einem höheren Steueraufwand und zu höheren Steuerzahlungen führen. Außerdem können Änderungen der steuerlichen Gesetze und Regelungen auch Einfluss auf unsere Steuerforderungen und Steuerverbindlichkeiten sowie aktiven und passiven latenten Steuern haben. Wir agieren in Ländern mit komplexen steuerlichen Regelungen, die unterschiedlich ausgelegt werden könnten. Zukünftige Auslegungen und Entwicklungen steuerlicher Gesetze und Regelungen könnten unsere Steuerverbindlichkeiten, Rentabilität und unseren Geschäftsbetrieb beeinflussen. Um diese Risiken zu minimieren, wird konzernübergreifend laufend mit länderspezifischen Steuerberatern zusammengearbeitet und die aktuelle Steuersituation analysiert.
Zurzeit findet eine körperschaft-, gewerbe- und umsatzsteuerliche Außenprüfung der wesentlichen inländischen Gesellschaften der Gruppe der PNE WIND AG für die Veranlagungszeiträume vom 1. Januar 2006 bis einschließlich 31. Dezember 2010 statt. Bei steuerlichen Außenprüfungen besteht immer das Risiko, dass sich die Ergebnisse der Außenprüfung auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage einer Gesellschaft in zukünftigen Jahres- und Konzernabschlüssen auswirken.
Chancen
Als Projektierer von Onshore- und Offshore-Windparks agiert die PNE WIND AG in einem attraktiven Wachstumsmarkt. Unabhängige Studien gehen aufgrund der Endlichkeit der fossilen Energieträger, dem Zwang zur Reduktion von Klimaschadstoffen sowie dem Bedarf an sicheren Energiequellen von hohen Zuwachsraten der Windkraft in den kommenden Jahren aus. Die PNE WIND AG verfügt dabei aufgrund ihrer langjährigen Tätigkeit im Markt über die Voraussetzungen, um von dieser Entwicklung langfristig zu profitieren.
Perspektiven
| • | Langfristiger Wchstumspfad bei Erneuerbaren Energien durch Endlichkeit fossiler Energieträger |
| • | Große Wachstumspetenziale in attraktiven Auslandsmärkten |
| • | Hoher Repowering-Bedarf in den nächsten Jahren |
| • | Offshore-Windparks als zentrale Säule der Energiewende |
| • | Wachsende Zahl an Windparks bietet zusätzlichen Bedarf an technischer und kaufmännischer Betriebsführung |
Besondere Chancen liegen im Auslandsengagement der Gesellschaft. So hat die PNE WIND AG ihre Geschäftstätigkeit bereits auf attraktive Wachstumsmärkte ausgedehnt. Dabei erfolgt die Expansion primär in Länder mit stabilen politischen Rahmenbedingungen und mit verlässlichen, dem deutschen EEG vergleichbaren Förderregeln. Um die jeweiligen örtlichen Bedingungen hinreichend zu berücksichtigen, erfolgt der Markteintritt dabei stets in Kooperation mit einem lokalen Partner, wobei sich die PNE WIND AG mittels hoher Beteiligungsquoten die notwendigen Mitsprache- und Kontrollrechte sichert. Diese Art der Internationalisierung hat sich bereits in den vergangenen Jahren als kosteneffiziente und zugleich erfolgversprechende Strategie bewährt. So wurden nach diesem Muster Joint-Ventures für die Windpark-Projekte in Ungarn, Bulgarien, der Türkei, Rumänien und Großbritannien geschlossen. Die in den USA gegründete Tochtergesellschaft wird sich wie auch das von ihr gegründete Joint-Venture in Kanada ebenfalls an dieser Strategie orientieren. Auch künftig wird die PNE WIND AG diesen bewährten Weg der selektiven Auslandsexpansion weiter verfolgen und vorhandene Marktchancen entschlossen nutzen. Zu diesem Zweck finden eine kontinuierliche Beobachtung weiterer Windenergiemärkte sowie eine sorgfältige Prüfung entsprechender Markteintrittschancen statt.
Neben den Chancen der Internationalisierung bietet auch der etablierte deutsche Markt weiterhin eine Reihe von Perspektiven. So ist in den kommenden Jahren mit einem verstärkten Austausch von bis dahin veralteten Windenergieanlagen durch modernere, leistungsfähigere Anlagen zu rechnen (so genanntes Repowering). Dadurch ist von einem Anstieg der Marktgröße für Windenergieanlagen auszugehen. Mit den Windparks „Alt Zeschdorf", „Görike" und „Kemberg II" konnte die PNE WIND AG ihre ersten Repowering-Projekte bereits erfolgreich abschließen.
Aufgrund der langjährigen Erfahrung der PNE WIND AG, dem umfassenden Netzwerk sowie der ausgewiesenen Expertise der Mitarbeiter befindet sich die Gesellschaft damit in einer günstigen Position, um an diesem Prozess nachhaltig zu partizipieren.
Hinzu kommt der geplante Ausbau der deutschen Offshore-Windenergie. Hier befindet sich Deutschland, das ansonsten als einer der Vorreiter in Sachen Windkraft gilt, noch am Anfang. Die ehrgeizigen Klimaziele der Bundesregierung und die Notwendigkeit zur Erhöhung der Versorgungssicherheit erfordern den beschleunigten Ausbau von Windparks auf hoher See. Die PNE WIND AG zeichnet sich dadurch aus, dass sie bereits vier Offshore-Windpark-Projekte durch den gesamten Genehmigungsprozess beim Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie führte. Zwei dieser genehmigten Projekte sind noch vollständig im Besitz der Gesellschaft, fünf weitere werden derzeit entwickelt. Vor dem Hintergrund eines verstärkten Bedeutungszuwachses der Offshore-Windenergie können auch hier positive Effekte auf die weitere Geschäftsentwicklung der PNE WIND AG erwartet werden.
Schließlich bietet das Wachstum des Windenergie-Sektors in Deutschland erhöhte Perspektiven bei der Erbringung von Dienstleistungen. Die PNE WIND AG versteht sich als verlässlicher Partner der Betreiber von Windparks und betreut diese oftmals auch nach erfolgter Übergabe in der technischen und kaufmännischen Betriebsführung. Zum 31. Dezember 2011 wurden 289 Windenergieanlagen betreut. Mit einer Ausweitung der Windkraft-Projektierung entsteht damit die Möglichkeit einer Steigerung des After-Sales-Geschäfts, woraus entsprechend günstige Auswirkungen auf die Umsatz- und Ertragslage der Gesellschaft resultieren können.
Insgesamt ist nach Einschätzung des Vorstandes daher auch in den folgenden Geschäftsjahren mit einer positiven Unternehmensentwicklung zu rechnen.
15. Beschreibung der wesentlichen Merkmale des IKS/RMS der Muttergesellschaft und des Gesamtkonzerns
Internes Kontrollsystem (IKS)
Ziel der von uns eingerichteten Methoden und Maßnahmen ist es, das Vermögen des Unternehmens zu sichern und die betriebliche Effizienz zu steigern. Die Zuverlässigkeit des Rechnungs- und Berichtswesens sowie die Einhaltung der internen Vorgaben und der gesetzlichen Vorschriften sollen durch das installierte Interne Kontrollsystem (IKS) gewährleistet werden.
Im Rahmen der Implementierung des IKS haben wir die einzelnen Funktionsbereiche der Gesellschaft und des Konzerns einer sorgfältigen Analyse unterzogen und entsprechend der Wahrscheinlichkeit und der Möglichkeit eines Schadenseintritts bewertet.
Basierend auf den gewonnenen Erkenntnissen bzw. den vorgenommenen Bewertungen haben wir den Aufbau der einzelnen Einheiten organisiert. Daneben haben wir die Arbeitsabläufe an die gewonnenen Erkenntnisse angepasst. Beispielsweise achten wir auf eine konsequente Trennung von unvereinbaren Tätigkeiten, zudem haben wir angemessene Kontrollspannen eingeführt. Darüber hinaus legen wir besonderen Wert auf überschneidungsfreie Verantwortlichkeiten, mit der Maßgabe, dass Aufgabe, Kompetenz und Verantwortung gebündelt werden. Gleichzeitig haben wir Kontrollen in die Arbeitsabläufe eingebaut.
Die zuvor beschriebenen wesentlichen Merkmale des IKS finden in allen Funktionsbereichen der Muttergesellschaft und des Gesamtkonzerns Anwendung. Die Implementierung der aufbau- und ablauforganisatorischen Kontrollen im Bereich des Internen Kontrollsystems stellt im Rechnungslegungsprozess die Datenintegrität der in die Finanzberichte eingehenden Angaben sicher.
Neben diesen im System implementierten Kontrollen werden die einzelnen Funktionsbereiche ebenfalls durch Vorgesetzte überwacht.
Risikomanagement (RMS)
Die Risikopolitik des Konzerns und der Gesellschaft ist in die Unternehmensstrategie eingebettet und darauf ausgerichtet, den Bestand des Konzerns sowie der Gesellschaft zu sichern und gleichzeitig deren Werte systematisch und kontinuierlich zu steigern.
Die Risikostrategie basiert auf einer Bewertung der Risiken und der mit ihnen verbundenen Chancen. In den Kernkompetenzfeldern des Konzerns und der Gesellschaft gehen wir angemessene, überschaubare und beherrschbare Risiken bewusst ein, wenn sie gleichzeitig einen angemessenen Ertrag erwarten lassen oder unvermeidbar sind. Risiken in unterstützenden Prozessen übertragen wir gegebenenfalls auf andere Risikoträger. Andere Risiken, die keinen Zusammenhang mit Kern- und/oder Unterstützungsprozessen haben, werden dagegen - soweit dies möglich ist - vermieden.
Im „Risikomanagementhandbuch" hat der Konzern die Rahmenbedingungen für ein ordnungsgemäßes und zukunftsgerichtetes Risikomanagement formuliert. Das Handbuch regelt die konkreten Prozesse im Risikomanagement. Es zielt auf die systematische Identifikation, Beurteilung, Kontrolle und Dokumentation von Risiken ab. Dabei werden unter Beachtung klar definierter Kategorien Risiken der Geschäftsfelder, der operativen Einheiten, der bedeutenden assoziierten Unternehmen sowie der zentralen Bereiche identifiziert und hinsichtlich ihrer Eintrittswahrscheinlichkeit und möglichen Schadenshöhe bewertet. Die Berichterstattung wird durch vom Management festgelegte Wertgrenzen gesteuert.
Aufgabe der Verantwortlichen ist es auch, Maßnahmen zur Vermeidung, Reduzierung und Absicherung von Risiken zu entwickeln und gegebenenfalls zu initiieren. Die wesentlichen Risiken sowie eingeleitete Gegenmaßnahmen werden turnusmäßig überwacht. Das zentrale Risikomanagement berichtet regelmäßig über die identifizierten Risiken an den Vorstand und den Aufsichtsrat. Zusätzlich zur Regelberichterstattung gibt es für unerwartet auftretende Risiken eine spontane konzerninterne Berichterstattungspflicht. Das Risikomanagementsystem ermöglicht es dem Vorstand, wesentliche Risiken frühzeitig zu erkennen und gegensteuernde Maßnahmen einzuleiten.
Die zuvor beschriebenen wesentlichen Merkmale des Risikomanagementsystems finden konzernweit Anwendung. Bezogen auf die Prozesse in der (Konzern-) Rechnungslegung bedeutet dies, dass die identifizierten Risiken insbesondere hinsichtlich ihrer möglichen Auswirkungen auf die Berichterstattung in den jeweiligen Finanzberichten untersucht und bewertet werden. Hierdurch werden frühzeitig wichtige Informationen über potentiell mögliche Fair-Value-Änderungen von Vermögenswerten und Schulden generiert, drohende Wertminderungen angezeigt und wichtige Informationen zur Einschätzung der Notwendigkeit der Bildung/Auflösung von Rückstellungen gewonnen.
In regelmäßigen Zeitabständen werden auf Vorstandsebene die Angemessenheit und Effizienz des Risikomanagements sowie die dazugehörigen Kontrollsysteme kontrolliert und entsprechend angepasst. Auch im Geschäftsjahr 2011 wurde das Risikomanagement des Konzerns an die Führungs- und Unternehmensstruktur angepasst. Aufgrund der besonderen Bedeutung einer vorbildlichen Handlungsweise in allen geschäftlichen Belangen wurden verantwortliche Mitarbeiter im Geschäftsjahr 2011 gezielt in Fragen der Compliance geschult.
Abschließend ist darauf hinzuweisen, dass weder IKS noch RMS absolute Sicherheit bezüglich des Erreichens der damit verbundenen Ziele geben können. Wie alle Ermessensentscheidungen können auch solche zur Einrichtung angemessener Systeme grundsätzlich fehlerhaft sein. Kontrollen können aus simplen Fehlern oder Irrtümern heraus in Einzelfällen nicht greifen oder, Veränderungen von Umgebungsvariablen können trotz entsprechender Überwachung verspätet erkannt werden.
Aktuell werden im Rahmen des Risikomanagementprozesses insbesondere die folgenden Einzelrisiken intensiv verfolgt:
| • | Mögliche Ansprüche aus der Finanzierung und Prospekthaftung älterer Windpark-Projekte, bei denen die Laufzeiten noch nicht beendet sind. |
| • | Mögliche technische Risiken, die sich aus dem Eigenbetrieb von Windparks ergeben und die daraus erwarteten Ergebnisse negativ beeinflussen könnten. |
| • | Mögliche Risiken, die sich aus Änderungen von Gesetzen und Verordnungen für unser operatives Geschäft in der Windpark-Projektierung ergeben können. |
| • | Einen besonderen Stellenwert haben die Bemühungen um Einhaltung der Regeln des Deutschen Corporate Governance Kodex in der jeweils gültigen Fassung. Risiken können sich jedoch aus der Nichteinhaltung der Regeln und der internen Richtlinien durch Einzelne ergeben. Auch mögliche Risiken aus dem „Gesetz zur Angemessenheit der Vorstandsvergütung (VorstAG)" werden in diesem Zusammenhang regelmäßig überprüft. |
16. Erklärung zur Unternehmensführung (§ 289a HGB)
Unter Corporate Governance versteht man national und international anerkannte Standards guter und verantwortungsvoller Unternehmensführung. Effiziente Zusammenarbeit zwischen Vorstand und Aufsichtsrat, Achtung der Aktionärsinteressen, Offenheit sowie Transparenz der Unternehmenskommunikation sind wesentliche Aspekte guter Corporate Governance. Vorstand und Aufsichtsrat der PNE WIND AG orientieren sich traditionell an diesen Standards.
In Deutschland wurde im Jahr 2002 der erste Deutsche Corporate Governance Kodex (nachfolgend „Kodex" genannt) von der gleichnamigen Regierungskommission vorgelegt. Der Kodex wird in der Regel einmal jährlich vor dem Hintergrund nationaler und internationaler Entwicklungen überprüft und bei Bedarf angepasst. Die letzten Änderungen wurden von der Regierungskommission am 26. Mai 2010 beschlossen. Der Kodex kann in seiner jeweils gültigen Fassung im Internet unter www.corporate-governance-code.de abgerufen werden.
Die branchen- und unternehmensübergreifenden Empfehlungen und Anregungen des Kodex sind nicht verpflichtend, jedoch müssen Vorstand und Aufsichtsrat jährlich gemäß den §§ 161 AktG und 285 Nr. 16 HGB im Rahmen des Jahresabschlusses erklären, ob den Empfehlungen des Kodex entsprochen wurde und wird oder welche Empfehlungen nicht angewendet wurden oder werden. Dies erfolgt in einer sogenannten „Entsprechenserklärung". Die zuletzt von Vorstand und Aufsichtsrat der PNE WIND AG abgegebene Entsprechenserklärung findet sich unten vollständig wiedergegeben. Neben den Empfehlungen enthält der Kodex auch Anregungen, deren Anwendung ebenfalls nicht verpflichtend ist; auch eine Erklärung über die etwaige Abweichung von Anregungen ist nicht vorgeschrieben. Die PNE WIND AG weicht indessen nicht gravierend von diesen Anregungen ab: Der Vorstand hat am 24. August 2011 und der Aufsichtsrat am 24. August 2011 beschlossen, den Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex in der Fassung vom 26. Mai 2010 mit Ausnahme der Regel, wonach kein Abfindungs-CAP bei vorzeitiger Beendigung der Vorstandstätigkeit ohne besonderen Grund besteht (Regel 4.2.3), was in laufenden Vorstandsverträgen begründet ist, zu folgen.
Für Vorstand und Aufsichtsrat der PNE WIND AG sind die Empfehlungen und Anregungen des Kodex ebenso wie die gesetzlichen Vorschriften integraler Bestandteil ihrer Tätigkeit für die Gesellschaft. Sie überprüfen die Berücksichtigung dieser Standards in regelmäßigen Abständen, so dass für die Aktionäre, die Mitarbeiter und nicht zuletzt auch für das Unternehmen selbst eine gebührende Beachtung dieser Standards gewährleistet ist.
Entsprechenserklärung gemäß § 161 AktG
Der Corporate Governance Kodex ist eine gesetzliche Richtlinie zur Leitung und Überwachung börsennotierter Gesellschaften in Deutschland. Er fasst die international wie national anerkannten Standards für verantwortungsvolle Unternehmensführung zusammen. Ziel der Richtlinie ist es, das Vertrauen von Investoren, Kunden, Mitarbeitern und der Öffentlichkeit in die deutsche Unternehmensführung zu fördern.
Der Vorstand hat am 24. August 2011 und derAufsichtsrat der PNE WIND AG hat am 24. August 2011 gem. §161 Aktiengesetz (AktG) erklärt, dass dem Corporate Governance Kodex mit Ausnahme der Regel, dass kein Abfindungs-CAP bei vorzeitiger Beendigung der Vorstandstätigkeit ohne besonderen Grund besteht (Regel 4.2.3), was in laufenden Vorstandsverträgen begründet ist, entsprochen wurde.
Vorstand und Aufsichtsrat erklärten weiterhin gemäß §161 AktG, dass dem Corporate Governance Kodex mit Ausnahme der oben genannten Regel auch künftig entsprochen wird.
Diese Entsprechenserklärung bezieht sich auf den Deutschen Corporate Governance Kodex in der Fassung vom 26. Mai 2010.
Arbeitsweise von Vorstand und Aufsichtsrat
Die PNE WIND AG ist eine Aktiengesellschaft deutschen Rechts. Ein Grundprinzip des deutschen Aktienrechts ist das duale Führungssystem mit den Organen Vorstand und Aufsichtsrat, die beide mit jeweils eigenen Kompetenzen ausgestattet sind. Vorstand und Aufsichtsrat der PNE WIND AG arbeiten bei der Steuerung und Überwachung des Unternehmens eng und vertrauensvoll zusammen.
Der Aufsichtsrat bestellt die Mitglieder des Vorstands und kann ein Mitglied zum Vorsitzenden des Vorstands ernennen. Der Vorstand der PNE WIND AG besteht gegenwärtig aus den folgenden Mitgliedern, deren Zusammenarbeit und Geschäftsverteilung in der Geschäftsordnung des Vorstands geregelt sind:
| • | Martin Billhardt, Vorstandsvorsitzender (CEO), Aufgabenbereiche: Strategie, Investor Relations, Akquisition, Vertrieb, Personal, Recht, Beteiligungen |
| • | Jörg Klowat, Vorstandsmitglied (CFO), Aufgabenbereiche: Finanz- und Rechnungswesen, Controlling, Risikomanagement |
| • | Markus Lesser, Vorstandsmitglied (C00), Aufgabenbereiche: Projektentwicklung sowie Realisierung von Onshore- und Offshore-Windparks |
Die laufende Amtszeit der Vorstandsmitglieder endet für den Vorstandsvorsitzenden Herrn Billhardt am 30. April 2013, für Herrn Klowat am 31. März 2014 und für Herrn Lesser am 31. Dezember 2013.
Der Vorstand leitet das Unternehmen unter eigener Verantwortung und hat hierbei die Sorgfalt eines ordentlichen und gewissenhaften Geschäftsleiters anzuwenden.
Der Aufsichtsrat berät und überwacht den Vorstand bei der Leitung des Unternehmens. Für bedeutende Geschäftsvorgänge, wie z.B. größere Investitionsvorhaben oder Veränderungen der Unternehmensstruktur, bedarf der Vorstand der vorherigen Zustimmung des Aufsichtsrats. Der Katalog der zustimmungspflichtigen Geschäfte ist in der Geschäftsordnung für den Vorstand niedergelegt.
Der Vorstand informiert den Aufsichtsrat turnusmäßig durch schriftliche und in den Sitzungen des Aufsichtsrats durch schriftliche und mündliche Berichte über den Gang der Geschäfte und die Lage des Unternehmens. Über außergewöhnliche Vorgänge berichtet der Vorstand dem Aufsichtsrat zusätzlich in schriftlicher Form. Darüber hinaus lässt sich der Vorsitzende des Aufsichtsrats in Einzelgesprächen regelmäßig vom Vorstand informieren.
Der Aufsichtsrat der PNE WIND AG setzt sich gemäß Gesetz und Satzung aus sechs von der Hauptversammlung zu wählenden Mitgliedern zusammen. Er wählt aus seiner Mitte einen Vorsitzenden und einen stellvertretenden Vorsitzenden. Der Aufsichtsrat umfasst gegenwärtig folgende Mitglieder:
| • | Dieter K. Kuprian (Aufsichtsratsvorsitzender) |
| • | Dr. Peter Fischer (stellvertretender Vorsitzender) |
| • | Alain Huberty |
| • | Jacquot Schwertzer |
| • | Prof. Reza Abhari |
| • | Rafael Vazquez Gonzalez |
Die Amtszeit aller Aufsichtsratsmitglieder endet mit Ablauf der ordentlichen Hauptversammlung des Jahres 2013.
Aus seiner Mitte hat der Aufsichtsrat der PNE WIND AG die folgenden drei Ausschüsse gebildet:
1. Personalausschuss
Kuprian, Dieter K. (Vorsitzender)
Dr. Fischer, Peter
Schwertzer, Jacquot
2. Audit Committee
Prof. Abhari, Reza (Vorsitzender)
Huberty, Alain
Kuprian, Dieter K.
3. Nominierungsausschuss
Kuprian, Dieter K. (Vorsitzender)
Prof. Abhari, Reza (stellvertretender Vorsitzender)
Dr. Fischer, Peter
Schwertzer, Jacquot
Die Ausschüsse bereiten die Beschlüsse des Aufsichtsrats sowie die Themen, die im Plenum zu behandeln sind, vor. Darüber hinaus hat der Aufsichtsrat im gesetzlich zulässigen Umfang Entscheidungsbefugnisse auf die Ausschüsse übertragen. Die Aufgaben- und Kompetenzverteilung sind in der Geschäftsordnung des Aufsichtsrats festgelegt. Hierdurch wird auch die Information des Gesamtaufsichtsrats über die Erkenntnisse und Entscheidungen der Ausschüsse sichergestellt.
Der Personalausschuss bereitet die Personalentscheidungen des Aufsichtsrats, insbesondere die Bestellung, die Abberufung und die Verlängerung der Bestellung von Vorstandsmitgliedern vor. Er bereitet außerdem die Beschlüsse des Aufsichtsrats über die Festsetzung (einschließlich einer etwaigen Herabsetzung) der Gesamtvergütung des Vorstands vor.
Das Audit Committee ist für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses und die Überprüfung der Wirksamkeit der internen Kontroll-, Risikomanagement- und Revisionssysteme zuständig. Es befasst sich außerdem mit der Abschlussprüfung sowie auch mit Fragen der Compliance. Der Vorsitzende des Prüfungsausschusses ist unabhängiger Finanzexperte und verfügt aus seiner beruflichen Praxis über besondere Kenntnisse und Erfahrungen auf den Gebieten der Rechnungslegung oder der Abschlussprüfung.
Der Nominierungsausschuss hat die Aufgabe, bei anstehenden Neuwahlen zum Aufsichtsrat geeignete Kandidaten für die Anteilseigner vorzuschlagen.
Vergütung von Vorstand und Aufsichtsrat
Die Grundzüge der Vergütungssysteme und die Höhe der Vergütung von Vorstand und Aufsichtsrat werden jährlich im Vergütungsbericht, der Bestandteil des Lageberichts ist, veröffentlicht.
Aktiengeschäfte von Vorstand und Aufsichtsrat
§ 15a Wertpapierhandelsgesetz (WpHG) verpflichtet die Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats der PNE WIND AG sowie sonstige Personen, die regelmäßig Zugang zu Insiderinformationen haben und zu wesentlichen unternehmerischen Entscheidungen ermächtigt sind, Geschäfte in Bezug auf die PNE-Aktie (sog. Directors' Dealings) zu melden, sofern die Gesamtsumme dieser Geschäfte in einem Kalenderjahr einen Wert von 5.000 Euro überschreitet. Diese Verpflichtung gilt auch für natürliche und juristische Personen, die mit einer der oben genannten Personen in enger Beziehung stehen. Die PNE WIND AG muss die erhaltene Mitteilung unverzüglich veröffentlichen und stellt diese auch auf ihrer Internetseite ein.
Von den Mitgliedern des Vorstands der Gesellschaft waren am 31. Dezember 2011 dem Vorstandsvorsitzenden Martin Billhardt 400.000 Aktien, dem Finanzvorstand Jörg Klowat 100.000 Aktien und dem Vorstand für das operative Geschäft Markus Lesser 45.500 Aktien zuzurechnen. Aus dem Aufsichtsrat hielt Herr Jacquot Schwertzer 5.704 Aktien. Damit halten Vorstand und Aufsichtsrat zusammen 1,20 Prozent der PNE-Aktien.
Rechnungslegung und Abschlussprüfung
Der Konzernabschluss sowie die Konzernzwischenabschlüsse der PNE WIND AG werden vom Vorstand auf der Grundlage der International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der Europäischen Union anzuwenden sind, aufgestellt. Der Jahresabschluss der PNE WIND AG wird nach den Vorschriften des deutschen Handelsgesetzbuches (HGB) erstellt. Der Konzernabschluss und der Jahresabschluss werden vom Abschlussprüfer sowie vom Aufsichtsrat geprüft. Der Halbjahresfinanzbericht wird vom Abschlussprüfer einer prüferischen Durchsicht unterzogen.
Die Konzernzwischenabschlüsse zum Ende des 1. und des 3. Quartals werden vom Abschlussprüfer weder geprüft noch einer prüferischen Durchsicht unterzogen. Sie werden allerdings vor der Veröffentlichung zwischen Vorstand und Prüfungsausschuss erörtert.
Zum Abschlussprüfer für den Konzernabschluss und den Jahresabschluss hat die Hauptversammlung 2011 die Deloitte & Touche GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Hamburg, gewählt. Vor der Wahl hatte Deloitte & Touche am 4. März 2011 die nach dem Deutschen Corporate Governance Kodex empfohlene sogenannte Unabhängigkeitserklärung abgegeben. Danach bestanden (und bestehen) an der Unabhängigkeit von Deloitte & Touche als Abschlussprüfer keine Zweifel.
Mit dem Abschlussprüfer wurde vertraglich vereinbart, dass der Aufsichtsrat unverzüglich informiert wird über
| • | Ausschluss- oder Befangenheitsgründe, die während der Abschlussprüfung auftreten, |
| • | Feststellungen oder Vorkommnisse, die sich bei der Durchführung der Abschlussprüfung ergeben und die für die Aufgaben des Aufsichtsrats wesentlich sind sowie |
| • | Feststellungen, die eine Unrichtigkeit der von Vorstand und Aufsichtsrat abgegebenen Erklärungen zum Deutschen Corporate Governance Kodex ergeben. |
Transparente Unternehmenskommunikation
Eine offene, transparente Unternehmenskommunikation ist ein wesentlicher Bestandteil guter Corporate Governance. Neben klaren und verständlichen Inhalten erfordert dieser Aspekt auch einen gleichberechtigten Zugang aller Zielgruppen zu den Informationen des Unternehmens. Die PNE WIND AG misst dem Internet als orts- und zeitunabhängigem sowie frei zugänglichem Informationsmedium eine hohe Bedeutung bei. Entsprechend hält der Internetauftritt der PNE WIND AG (www.pnewind.com) für die interessierte Öffentlichkeit eine Vielzahl von gut strukturierten Informationen rund um das Unternehmen bereit. Im Bereich „Investor Relations" sind beispielsweise umfassende finanzwirtschaftliche Informationen über die PNE WIND AG abrufbar, wie z.B. Geschäfts- und Zwischenberichte sowie Ad hoc- und Pressemitteilungen. Alle Informationen stehen zeitgleich in deutscher und englischer Sprache zur Verfügung.
Die geplanten Termine der wesentlichen wiederkehrenden Ereignisse, d.h. die Veröffentlichungstermine des Geschäftsberichts und der Zwischenberichte sowie der Termin der Hauptversammlung, sind in einem Finanzkalender zusammengestellt. Dieser wird mit ausreichend zeitlichem Vorlauf veröffentlicht und auf der Internetseite der PNE WIND AG eingestellt.
17. Ergänzende Angaben nach § 289 Abs. 4 HGB und § 315 Abs. 4 HGB (Übernahmerichtlinie-Gesetz)
Kapitalverhältnisse
Die PNE WIND AG hat zum 31. Dezember 2011 insgesamt 45.777.960 Namensaktien mit einem rechnerischen Anteil am Grundkapital von jeweils 1,00 Euro ausgegeben. Am 31. Dezember 2011 betrug der Anteil nicht meldepflichtiger Aktienbestände (weniger als 3 Prozent des Grundkapitals) 100 Prozent. Direkte oder indirekte Beteiligungen, die den Wert von 10 vom Hundert der Stimmrechte überschreiten, wurden nicht gemeldet.
Beschränkungen, die Stimmrechte oder die Übertragung von Aktien betreffen, sind nicht gegeben. Aktien mit Sonderrechten, die Kontrollbefugnisse verleihen, sind nicht vorhanden. Eine Stimmrechtskontrolle durch die Beteiligung von Arbeitnehmern am Kapital ist nicht gegeben.
Aktionärsrechte und -pflichten
Dem Aktionär stehen Vermögens- und Verwaltungsrechte zu.
Zu den Vermögensrechten gehören nach § 58 Abs. 4 AktG das Recht auf Teilhabe am Gewinn und nach § 271 AktG am Liquidationserlös sowie nach § 186 AktG das Bezugsrecht auf Aktien bei Kapitalerhöhung.
Zu den Verwaltungsrechten gehören das Recht, an der Hauptversammlung teilzunehmen und das Recht, auf dieser zu reden, Fragen und Anträge zu stellen sowie die Stimmrechte auszuüben.
Jede Stückaktie gewährt in der Hauptversammlung eine Stimme. Die Hauptversammlung wählt die von ihr zu bestellenden Mitglieder des Aufsichtsrats und den Abschlussprüfer; sie entscheidet über die Entlastung der Mitglieder von Vorstand und Aufsichtsrat, über Satzungsänderungen und Kapitalmaßnahmen, über Ermächtigungen zum Erwerb eigener Aktien sowie gegebenenfalls über die Durchführung von Sonderprüfungen, über vorzeitige Abberufung von Mitgliedern des Aufsichtsrats und über eine Auflösung der Gesellschaft.
Gesetzliche Vorschriften und Bestimmungen der Satzung über die Ernennung und Abberufung der Mitglieder des Vorstands und über die Änderung der Satzung
Die Bestellung und die Abberufung von Mitgliedern des Vorstands sind in den §§ 84 und 85 AktG geregelt. Danach werden Vorstandsmitglieder vom Aufsichtsrat auf höchstens 5 Jahre bestellt. Eine wiederholte Bestellung jeweils für höchstens 5 Jahre ist zulässig.
Befugnisse des Vorstands insbesondere hinsichtlich der Möglichkeit, Aktien auszugeben oder zurückzukaufen
Die Hauptversammlung vom 14. Mai 2009 hat den Vorstand der Gesellschaft ermächtigt, bis zum 13. Mai 2014 Aktien mit einem anteiligen Betrag am Grundkapital von bis zu 4.126.700,00 Euro zu erwerben. Die Möglichkeit, eigene Aktien zu erwerben, wurde im Berichtsjahr nicht genutzt.
Der Vorstand ist durch einen weiteren Beschluss der Hauptversammlung vom 14. Mai 2009 ermächtigt, bis zum 13. Mai 2014 mit Zustimmung des Aufsichtsrats einmalig oder mehrmals Wandel- und/oder Optionsschuldverschreibungen im Gesamtnennbetrag von bis zu 100.000.000,00 Euro mit einer Laufzeit von längstens 20 Jahren auszugeben. Gleichzeitig wurde das Grundkapital der Gesellschaft um bis zu 15.000.000,00 Euro bedingt erhöht (Bedingtes Kapital 2009/1). Von dieser Ermächtigung hat der Vorstand bisher zweimal Gebrauch gemacht: Am 18. Juni 2009 hat der Vorstand mit Zustimmung des Aufsichtsrats beschlossen, eine Wandelanleihe im Gesamtnennbetrag von bis zu 37.500.000,00 Euro zu begeben (Wandelanleihe 2009/2014). Auf der Grundlage dieses Beschlusses wurden insgesamt 38.500 Stück auf den Inhaber lautende, untereinander gleichberechtigte Teilschuldverschreibungen mit einem Nennbetrag von je 100,00 Euro begeben. Die Teilschuldverschreibungen aus der Wandelanleihe 2009/2014 gewähren Umtauschrechte auf insgesamt bis zu 1.540.000 auf den Namen lautende Stückaktien der Gesellschaft.
Unter nochmaliger Ausnutzung der Ermächtigung vom 14. Mai 2009 hat der Vorstand am 18. Mai 2010 mit Zustimmung des Aufsichtsrats zudem beschlossen, eine Wandelanleihe im Gesamtnennbetrag von bis zu 29.500.000,00 Euro zu begeben (Wandelanleihe 2010/2014). Auf der Grundlage dieses Beschlusses wurden insgesamt 260.000 Stück auf den Inhaber lautende Teilschuldverschreibungen mit einem Nennbetrag von je 100,00 Euro begeben. Die Teilschuldverschreibungen aus der Wandelanleihe 2010/2014 gewähren Umtauschrechte auf insgesamt bis zu 11.818.181 auf den Namen lautende Stückaktien der Gesellschaft. Im Berichtsjahr erfolgte keine Ausnutzung. Das bedingte Kapital war damit am 31. Dezember 2011 in Höhe von insgesamt 13.358.181,00 Euro teilweise ausgenutzt.
Demnach kann der Vorstand unter Ausnutzung der Ermächtigung der Hauptversammlung vom 14. Mai 2009 noch einmalig oder mehrmals Wandel- und/oder Optionsschuldverschreibungen im Gesamtnennbetrag von bis zu 70.150.000,00 Euro ausgeben, die Umtauschrechte auf bis zu 1.641.819 Aktien aus dem Bedingten Kapital 2009/1 gewähren können.
Die Hauptversammlung der Gesellschaft vom 11. Juni 2008 hat den Vorstand zudem ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital einmalig oder mehrmals um bis zu insgesamt 20.623.338,00 Euro durch Ausgabe neuer auf den Namen lautender Stückaktien gegen Sachund/oder Bareinlagen zu erhöhen (Genehmigtes Kapital 2008/I). Mit Beschluss des Vorstands vom 18. Juni 2009 und unter Zustimmung des Aufsichtsrats wurde das Genehmigte Kapital 2008/1 im Wege einer Kapitalerhöhung gegen Bareinlagen erstmalig in Höhe von 3.250.000,00 Euro ausgenutzt und es wurden 3.250.000 neue Aktien ausgegeben. Unter nochmaliger Ausnutzung der Ermächtigung vom 11. Juni 2008 hat der Vorstand zudem am 18. Mai 2010 mit Zustimmung des Aufsichtsrats eine Kapitalerhöhung gegen Bareinlagen in Höhe von 1.249.500,00 Euro beschlossen und auf dieser Grundlage unter Ausnutzung des Genehmigten Kapitals 2008/1 1.249.500 neue Aktien ausgegeben. Im Berichtsjahr erfolgte keine Ausnutzung des Genehmigten Kapitals 2008/1.
Unter Berücksichtigung der bisher erfolgten zweimaligen Ausnutzung der Ermächtigung der Hauptversammlung vom 11. Juni 2008 betrug das Genehmigte Kapital 2008/1 zum 31. Dezember 2011 noch 16.123.838,00 Euro.
Wesentliche Vereinbarungen, die unter der Bedingung eines Kontrollwechsels infolge eines Übernahmeangebots stehen
Die PNE WIND AG hat keine wesentlichen Vereinbarungen getroffen, die unter der Bedingung eines Kontrollwechsels infolge eines Übernahmeangebots stehen. Für den Fall eines Kontrollwechsels bei der Gesellschaft steht den Vorstandsmitgliedern ein Sonderkündigungsrecht zu, das sie für die zwei auf den Eintritt des Kontrollwechsels folgenden Monate (den Monat, in dem der Kontrollwechsel eintritt, dabei nicht mitgerechnet) mit einer Frist von vierzehn Tagen zum Monatsende ausüben können. Ein zur Ausübung des Sonderkündigungsrechts berechtigender Kontrollwechsel tritt ein, wenn ein Dritter der Gesellschaft nach § 21 WpHG mitteilt, dass er 50 Prozent der Stimmrechte an der Gesellschaft erreicht oder überschritten hat. Bei Ausübung des Sonderkündigungsrechts steht den Vorstandsmitgliedern das Festgehalt gem. § 5 Abs. 1 für die restliche Vertragslaufzeit zu; es ist mit Vertragsbeendigung ohne Abzinsung in einem Betrag auszuzahlen. Erfolgt der Kontrollwechsel im Zuge eines öffentlichen Angebots, so steht den Vorstandsmitgliedern im Falle der Ausübung des Sonderkündigungsrechts außerdem eine Sonderprämie in Höhe von 50 Prozent der zu erwartenden Tantieme bis Vertragsende zu. Dabei ist -jeweils bezogen auf die Marktkapitalisierung - die Wertsteigerung anhand der Differenz zwischen dem von einem Bieter zuerst angebotenen Erwerbspreis und dem etwaigen höheren, für die Durchführung des Angebots maßgeblichen Erwerbspreis zu bemessen; insgesamt darf die Sonderprämie jedoch nicht höher sein als das feste Jahresgehalt nach § 5 Abs. 1.
18. Vergütungsbericht
Die Vergütungen von Vorstand und Aufsichtsrat beliefen sich im Geschäftsjahr 2011 auf zusammen TEUR 2.017 (i. Vj. TEUR 1.605).
Im Geschäftsjahr 2011 hat die fixe Vergütung an den Aufsichtsrat TEUR 193 (i. Vj. TEUR 220) betragen. Der Vorsitzende erhält TEUR 14, sein Stellvertreter TEUR 10,5 und die übrigen Mitglieder des Aufsichtsrates TEUR 7 als feste Bezüge. Darüber hinaus erhält jedes Aufsichtsratsmitglied TEUR 2,5 pro Sitzung. Eine variable Vergütung wurde im Berichtsjahr in Höhe von TEUR 1 (i. Vj. TEUR 112) zurückgestellt. Die Gesamtvergütung des Aufsichtsrats belief sich im Geschäftsjahr 2011 auf TEUR 194 (i.V. TEUR 332). Darüber hinaus trägt die Gesellschaft die Kosten einer Vermögensschadenhaftpflichtversicherung für sämtliche Aufsichtsratsmitglieder.
Die Mitglieder des Vorstandes erhielten für ihre Tätigkeit im Geschäftsjahr 2011 Gesamtbezüge bzw. es wurden Rückstellungen gebildet in Höhe von TEUR 1.823, die sich wie folgt verteilen:
Martin Billhardt: Fixe Bezüge von TEUR 297, variable Bezüge von TEUR 234, sonstige Vergütungen von TEUR 154. Die Gesamtbezüge betrugen somit TEUR 685 (i. Vj. TEUR 829).
Jörg Klowat: Fixe Bezüge von TEUR 146, variable Bezüge von TEUR 164, sonstige Vergütungen von TEUR 0. Die Gesamtbezüge betrugen somit TEUR 310 (i. Vj. TEUR 0).
Markus Lesser: Fixe Bezüge von TEUR 141, variable Bezüge von TEUR 81, sonstige Vergütungen von TEUR 0. Die Gesamtbezüge betrugen somit TEUR 222 (i. Vj. TEUR 0).
Bernd Paulsen: Fixe Bezüge von TEUR 51, variable Bezüge von TEUR 0, sonstige Vergütungen von TEUR 555. Die Gesamtbezüge betrugen somit TEUR 606 (i. Vj. TEUR 445).
Der im Geschäftsjahr ausgeschiedene Vorstand, Herr Paulsen, hat die ihm für seine Vorstandstätigkeit bis zum Ende seines Vertrags zustehenden Vergütungsansprüche in Höhe von TEUR 555 zum Zeitpunkt seines Ausscheidens erhalten. Mit dieser Zahlung sind sämtliche fixen und variablen Gehaltsansprüche abgegolten.
Die Vorstandsgehälter setzen sich aus einem fixen und variablen Gehaltsanteil zusammen. Der fixe Gehaltsbestandteil besteht aus dem Festgehalt sowie Nebenleistungen (Zuschüsse zu Krankenversicherungs- und Rentenversicherungsbeiträgen) und geldwertem Vorteil aus der Nutzung von Dienstwagen. Er wird monatlich ausgezahlt. Der variable Gehaltsbestandteil der Vorstandsgehälter ist aufgeteilt in einen kurzfristigen und einen langfristigen Teil. Der kurzfristige Teil ist an die Erreichung bestimmter Ziele im laufenden Geschäftsjahr und der langfristige Teil an die Erreichung von Zielen über mehrere Jahre gebunden. Der langfristige Teil der variablen Vergütung beträgt 55 - 60 Prozent und der kurzfristige Anteil 40 - 45 Prozent vom möglichen variablen Gehalt. Der Aufsichtsrat vereinbart die kurz- und langfristigen Ziele mit dem Vorstand. Die kurzfristigen Ziele orientieren sich an wesentlichen Planungsdaten für das nächste Geschäftsjahr wie z.B. die Umsetzung der geplanten Windparkprojekte im Geschäftsjahr. Sollte ein kurzfristiges Ziel nicht zu 100 Prozent erreicht werden, so wird der Anteil dieses Ziels an der kurzfristigen variablen Vergütung nicht ausgezahlt oder nur anteilig im Verhältnis der Zielerreichung ausbezahlt. Die langfristigen Ziele sollen die zukünftige wirtschaftliche Entwicklung der Gesellschaft fördern, derzeit ist nur ein langfristiges Ziel festgelegt, welches ausgerichtet ist auf das zu erwartende EBIT der nächsten drei Jahre. Der variable, an mehrjährige Ziele gebundene Gehaltsbestandteil wird jeweils für ein abgeschlossenes Geschäftsjahr ausbezahlt, jedoch mit dem Vorbehalt der Rückforderung bei Nichterreichung des langfristigen Ziels über mehrere Jahre bzw. der Verrechnung mit den dann fälligen Ansprüchen. Der Aufsichtsrat kann den Vorstandsmitgliedern im Falle besonders herausragender Leistungen bezogen auf ein abgeschlossenes Geschäftsjahr zusätzlich eine Bonuszahlung zuwenden, ohne dass hierauf ein vertraglicher Anspruch besteht. Aktienoptionen wurden den Vorstandsmitgliedern nicht gewährt.
19. Ausblick
Die Projektierung und Realisierung von Windparks ist das Kerngeschäft der PNE WIND AG. Tätig ist die Gesellschaft in Deutschland, USA, Kanada, Großbritannien, Ungarn, Rumänien, Bulgarien und der Türkei. Während im Aus-land ausschließlich Windparks an Land (onshore) entwickelt werden, ist dies in Deutschland zusätzlich auch auf See der Fall. Das Ziel dabei ist, die Nutzung der Windenergie zur Stromerzeugung zügig auszuweiten. Der Ausbau der Erneuerbaren Energien ist ein weltweit diskutiertes Thema. Immer mehr Staaten betonen die dringende Notwendigkeit einer Wende in der Energieversorgung hin zu den Erneuerbaren Energien und schaffen Rahmenbedingungen, mit denen der ökologisch richtige Ausbau auch ökonomisch sinnvoll wird. Davon profitiert in erster Linie die Windenergie, da sie aufgrund jahrzehntelanger technischer Entwicklung bereits besonders effektiv und preisgünstig zur Sicherung der künftigen Stromerzeugung beiträgt.
Prognosen
| • | Projektierung von Windparks im In- und Ausland als wesentlicher Faktor der Unternehmensentwicklung |
| • | Aktuell in der Bearbeitung befindliche Projekte als Basis kündtiger Unternehmenserfolge |
| • | Repowering als Geschäftsfeld mit langfristig wachsenden Ertragsperspektiven |
| • | Ausweitung der Geschäftstätigkeit im Ausland |
| • | EBIT-Prognose 2011 bis 2013 von kumuliert 60 bis 72 Mio. Euro bestätigt |
| • | Grundlage Einnahmen aus Offshore- und Onshore-Projekten im In- und Ausland |
Diese Perspektiven berücksichtigen wir in unserer Unternehmensstrategie. Kurz- und mittelfristig sehen wir in der Projektierung von Windparks in Deutschland einen wesentlichen Faktor der Unternehmensentwicklung. Dabei kommt in naher Zukunft den Offshore-Projekten besondere Bedeutung zu. Nach Jahren intensiver Planungen und Vorarbeiten werden von uns entwickelte Windpark-Projekte vor den deutschen Küsten realisiert. Das gilt in erster Linie für die bereits genehmigten Offshore-Windparks „Code Wind" I und II, aber auch für die 2009 veräußerten Projekte „Borkum Riffgrund" I und II, die inzwischen beide genehmigt wurden und daher eine hohe Wahrscheinlichkeit der Realisierung besitzen. Der Offshore-Bereich ist eine tragende Säule unseres Unternehmens und gibt positive Effekte für die Unternehmensentwicklung. Mit dem Bau von „Borkum Riffgrund I" will DONG Energy noch in 2012 beginnen. Dies wäre dann die erste Realisierung eines von der PNE WIND AG entwickelten Offshore-Windparks.
Die große Zahl der Projekte, die von uns aktuell in Deutschland sowie im Ausland bearbeitet werden, ist die Basis künftiger Unternehmenserfolge. In den kommenden Jahren werden Projekte, die wir heute in Deutschland aber auch im Ausland intensiv entwickeln, die Baureife erreichen und gebaut werden können.
Einen positiven und langfristig wachsenden Effekt auf unser Geschäftsmodell in Deutschland erwarten wir außerdem vom zunehmenden Austausch kleinerer, veralteter durch leistungsfähigere und effizientere Windenergieanlagen. Sukzessive werden im Rahmen dieses Repowering ältere Anlagen ersetzt. Bei einer derzeit installierten Nennleistung von mehr als 27.000 MW in Deutschland erwarten wir deshalb einen weiterhin wachsenden Markt mit attraktiven Wachstumschancen für unsere Gesellschaft. Wir haben bereits zwei erste Repowering-Projekte erfolgreich durchgeführt. Ein Vorteil für die PNE WIND AG ist zudem, dass wir vielen von uns entwickelten Windparks auch während der Betriebsphase durch die technische und kaufmännische Betriebsführung langfristig verbunden bleiben.
Intensive Vorarbeiten beginnen, sich für uns auch im Ausland auszuzahlen. In den USA kommt die Projektentwicklung weiter voran. In Großbritannien arbeiten wir unter anderem mit der schottischen Forstverwaltung (Forestry Commission Scotland) eng zusammen. In Ungarn wurde der erste unserer Windparks genehmigt. Mittelfristig werden auch weitere Projekte in diesen sowie anderen Ländern so weit entwickelt sein, dass wir mit ihrem Bau und der Vermarktung beginnen können. Daraus wollen wir in der Zukunft wachsende Umsätze und Cash Flows generieren.
Wenn alle diese Projekte in Zusammenarbeit mit Investoren und Partnern gebaut werden können, wäre das mit einem Investitionsvolumen von mehr als 7 Mrd. Euro verbunden. Das zeigt die Dimension der potenziellen Unternehmensentwicklung. Darüber hinaus prüfen wir ständig, ob in weiteren Ländern die Rahmenbedingungen für Windpark-Projekte so gestaltet worden sind, dass auch dort ein Markteintritt der PNE WIND AG sinnvoll ist. Unsere behutsame Expansionsstrategie im Ausland beginnt also Früchte zu tragen.
Die PNE WIND AG ist onshore wie offshore, national wie international sehr gut aufgestellt. Deshalb sind wir sehr zuversichtlich, auch künftig die Chancen im Wachstumsmarkt „Wind" nutzen zu können. Der Vorstand ist weiter der Ansicht, dass die EBIT-Prognose von 60 bis 72 Mio. Euro für den Dreijahreszeitraum von 2011 bis 2013 erreicht wird. Der Vorstand ist weiter der Ansicht, dass sich die positive Entwicklung in den kommenden Jahren fortsetzen wird. Die Perspektiven auf dem nationalen und den internationalen Märkten onshore und offshore sind die Grundlage für eine Dividendenfähigkeit und die notwendigen Investitionen in Projekte während der kommenden Jahre. Das EBIT des Konzerns wird sich in den kommenden Geschäftsjahren aus Einnahmen aus den Offshore-Projekten sowie Ergebnissen aus Onshore-Windparks im In- und Ausland zusammensetzen. Darüber hinaus werden auch für die PNE WIND AG in den kommenden Jahren weiterhin positive Jahresergebnisse erwartet. Feste Prognosen für die einzelnen Jahre sind aufgrund der operativen Geschäftstätigkeit der Gesellschaft und den damit verbundenen kurzfristigen Ergebnisschwankungen schwer abzuschätzen. Die Prognose des EBIT über den Zeitraum bis Ende 2013 spiegelt jedoch die zuversichtlichen Erwartungen in die weiterhin positive Ertragslage der Gesellschaft wider.
Cuxhaven, 24. März 2012
PNE WIND AG
Vorstand
Gewinn- und Verlustrechnung (HGB) für den Zeitraum 1. Januar bis 31. Dezember 2011
der PNE WIND AG
scroll
| (Rundungsdifferenzen möglich) | 2011 EUR |
2010 TEUR |
|---|---|---|
| 1. Umsatzerlöse | 17.980.963,20 | 71.929 |
| 2. Verminderung des Bestandes an unfertigen Erzeugnissen | -1.774.880,93 | -845 |
| 3. Sonstige betriebliche Erträge | 14.897.635,62 | 8.116 |
| 4. Gesamtleistung | 31.103.717,89 | 79.200 |
| 5. Materialaufwand | ||
| a) Aufwendungen für bezogene Waren | -812.883,19 | -39.615 |
| b) Aufwendungen für bezogene Leistungen | -12.658.829,06 | -19.930 |
| -13.471.712,25 | -59.545 | |
| 6. Personalaufwand | ||
| a) Löhne und Gehälter | -7.293.875,05 | -6.551 |
| b) Soziale Abgaben | -778.574,25 | -744 |
| -8.072.449,30 | -7.295 | |
| 7. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen | -771.088,37 | -741 |
| 8. Sonstige betriebliche Aufwendungen | -7.131.627,03 | -7.666 |
| 9. Betriebsergebnis | 1.656.840,94 | 3.953 |
| 10. Erträge aus Beteiligungen | 250,00 | 1 |
| 11. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge | 1.982.387,37 | 1.131 |
| 12. Abschreibungen auf Finanzanlagen | -715.646,55 | -74 |
| 13. Zinsen und ähnliche Aufwendungen | -2.648.991,24 | -1.811 |
| 14. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit | 274.840,52 | 3.199 |
| 15. Außerordentliche Erträge | 0,00 | 0 |
| 16. Außerordentliche Aufwendungen | 0,00 | -658 |
| 17. Außerordentliches Ergebnis | 0,00 | -658 |
| 18. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | 0,31 | 1.654 |
| 19. Sonstige Steuern | -46.397,37 | -51 |
| 20. Jahresüberschuss | 228.443,46 | 4.144 |
| Ergebnis je Aktie (unverwässert) | 0,00 € | 0,09 € |
| Durchschnittlich im Umlauf befindliche Aktien (unverwässert) (in Tsd.) | 45.777 | 45.186 |
| Ergebnis je Aktie (verwässert) | 0,03 € | 0,09 € |
| Durchschnittlich im Umlauf befindliche Aktien (verwässert) (in Tsd.) | 59.132 | 53.173 |
Bilanz (HGB) zum 31. Dezember 2011
der PNE WIND AG
Aktiva
scroll
| (Rundungsdifferenzen möglich) | 2011 EUR |
2010 TEUR |
|---|---|---|
| A. Anlagevermögen | ||
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände | ||
| Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten | 128.893,37 | 169 |
| 128.893,37 | 169 | |
| II. Sachanlagen | ||
| 1. Grundstücke und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken | 13.001.577,03 | 14.011 |
| 2. Technische Anlagen und Maschinen | 88.203,34 | 125 |
| 3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 435.982,19 | 561 |
| 13.525.762,56 | 14.697 | |
| III. Finanzanlagen | ||
| 1. Anteile an verbundenen Unternehmen | 25.864.104,96 | 25.744 |
| 2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen | 1.441.550,06 | 937 |
| 3. Beteiligungen | 42.075,78 | 44 |
| 27.347.730,80 | 26.725 | |
| Anlagevermögen, gesamt | 41.002.386,73 | 41.591 |
| B. Umlaufvermögen | ||
| 1. Vorräte | ||
| 1. Unfertige Erzeugnisse | 3.252.799,66 | 5.028 |
| 2. Waren | 3.191,47 | 3 |
| 3. Geleistete Anzahlungen | 5.036.769,54 | 1.664 |
| 8.292.760,67 | 6.695 | |
| II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände | ||
| 1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 2.821.970,38 | 9.598 |
| 2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen | 46.744.256,47 | 26.473 |
| 3. Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht | 0,00 | 0 |
| 4. Sonstige Vermögensgegenstände | 6.267.789,71 | 6.765 |
| 55.834.016,56 | 42.835 | |
| III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten | 15.983.461,49 | 34.856 |
| Umlaufvermögen, gesamt | 80.110.238,72 | 84.387 |
| C. Rechnungsabgrenzungsposten | 330.056,66 | 118 |
| Aktiva, gesamt | 121.442.682,11 | 126.096 |
| Passiva | ||
| (Rundungsdifferenzen möglich) | 2011 EUR |
2010 TEUR |
| A. Eigenkapital | ||
| 1. Gezeichnetes Kapital | 45.777.960,00 | 45.776 |
| Bedingtes Kapital: EUR 1.641.819,00 | ||
| II. Kapitalrücklage | 18.736.644,68 | 18.734 |
| III. Bilanzgewinn | 2.541.625,54 | 4.144 |
| IV. Genussrechtskapital | 842.800,00 | 882 |
| Eigenkapital, gesamt | 67.899.030,22 | 69.536 |
| B. Sonderposten für Investitionszuschüsse | 1.136.988,72 | 1.184 |
| C. Rückstellungen | ||
| 1. Sonstige Rückstellungen | 7.019.016,20 | 8.557 |
| 7.019.016,20 | 8.557 | |
| D. Verbindlichkeiten | ||
| 1. Anleihen | 29.841.900,00 | 29.847 |
| 2. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 4.282.119,57 | 4.896 |
| 3. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen | 2.511.250,00 | 0 |
| 4. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 1.609.891,43 | 3.810 |
| 5. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen | 1.284.492,05 | 985 |
| 6. Sonstige Verbindlichkeiten | 5.744.764,92 | 7.160 |
| Verbindlichkeiten, gesamt | 45.274.417,97 | 46.698 |
| E. Rechnungsabgrenzungsposten | 113.229,00 | 121 |
| Passiva, gesamt | 121.442.682,11 | 126.096 |
Kapitalflußrechnung (HGB) für den Zeitraum 1. Januar bis 31. Dezember 2011
der PNE WIND AG, Cuxhaven,
scroll
| Alle Angaben in TEUR (Rundungsdifferenzen möglich) | 2011 | 2010 |
|---|---|---|
| Jahresergebnis | 228 | 4.144 |
| + Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände und Gegenstände des Sachanlagevermögens | 771 | 741 |
| + Abschreibungen auf Finanzanlagen | 716 | 74 |
| - Abnahme der Rückstellungen | -1.538 | -1.190 |
| +/- Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen und Erträge | 475 | 1 |
| +/- Ab-/Zunahme der Vorräte sowie anderer Aktiva | -22.089 | -21.724 |
| + Zunahme der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 6.230 | -8.553 |
| /+ Ab-/Zunahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva | -865 | 627 |
| Cash Flow aus der Laufenden Geschäftstätigkeit | -16.071 | -25.880 |
| + Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Sachanlagevermögens | 425 | 0 |
| – Auszahlungen für Investitionen in das immaterielle Anlagevermögen und in Sachanlagen | -126 | -105 |
| + Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Finanzanlagevermögens | 903 | 0 |
| – Auszahlungen für Investitionen in das Finanzanlagevermögen | -1.525 | -5.180 |
| Cash Flow aus der Investitionstätigkeit | -323 | -5.285 |
| + Einzahlungen aus Eigenkapitalzuführungen | 0 | 2.499 |
| + Einzahlungen aus der Begebung von Anleihen | 5 | 26.000 |
| + Einzahlungen aus der Aufnahme von Finanzkrediten | 0 | 0 |
| - Auszahlung Dividende | -1.831 | 0 |
| – Auszahlungen aus dem Rückkauf von Anleihen und Genussrechten | -39 | -18 |
| – Auszahlungen aus der Tilgung von Finanzkrediten | -614 | -1.637 |
| Cash Flow aus der Finanzierungstätigkeit | -2.479 | 26.844 |
| Zahlungswirksame Veränderung der Finanzmittel (< 3 Monate) | -18.873 | -4.321 |
| + Finanzmittel (< 3 Monate) am Anfang der Periode | 34.856 | 39.177 |
| Finanzmittel (< 3 Monate) am Ende der Periode* | 15.983 | 34.856 |
| Ergänzende Angaben: Der Wert der Finanzmittel entspricht zum 31.12. der Bilanzposition „Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten" | ||
| * davon als Sicherheit verpfändet | 979 | 180 |
Eigenkapitalspiegel (HGB) für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2011
der PNE WIND AG, Cuxhaven,
scroll
| Alle Angaben in EUR (Rundungsdifferenzen möglich) |
Gezeichnetes Kapital | Kapitalrücklage | Genussrechtskapital | Bilanzgewinn/-verlust | Eigenkapital gesamt |
|---|---|---|---|---|---|
| Stand zum 01. Januar 2010 | 44.524.966,00 | 17.482.543,88 | 899.500,00 | 0,00 | 62.907.009,88 |
| Wandelschuldverschreibung 2009/2014 | 1.360,00 | 2.040,00 | 0,00 | 0,00 | 3.400,00 |
| Barkapitalerhöhung | 1.249.500,00 | 1.249.500,00 | 0,00 | 0,00 | 2.499.000,00 |
| Rückkauf Genussrechtskapital | 0,00 | 0,00 | -17.700,00 | 0,00 | -17.700,00 |
| Jahresüberschuss 2010 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 4.144.215,12 | 4.144.215,12 |
| Stand zum 31. Dezember 2010 | 45.775.826,00 | 18.734.083,88 | 881.800,00 | 4.144.215,12 | 69.535.925,00 |
| Wandelschuldverschreibung 2010/2014 | 2.134,00 | 2.560,80 | 0,00 | 0,00 | 4.694,80 |
| Rückkauf Genussrechtskapital | 0,00 | 0,00 | -39.000,00 | 0,00 | -39.000,00 |
| Dividendenzahlung | 0,00 | 0,00 | 0,00 | -1.831.033,04 | -1.831.033,04 |
| Jahresüberschuss 2011 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 228.443,46 | 228.443,46 |
| Stand zum 31. Dezember 2011 | 45.777.960,00 | 18.736.644,68 | 842.800,00 | 2.541.625,54 | 67.899.030,22 |
Anlagenspiegel (HGB) im Geschäftsjahr 2011
der PNE WIND AG
scroll
| Alle Angaben in EUR (Rundungsdifferenzen möglich) |
Anschaffungs-/Herstellungskosten | ||||
|---|---|---|---|---|---|
| Stand am 1.1.2011 | Zugänge | Umbuchungen | Abgänge | Stand am 31.12.2011 | |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände | |||||
| Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten | 405.598,13 | 20.514,20 | 0,00 | 0,00 | 426.112,33 |
| 405.598,13 | 20.514,20 | 0,00 | 0,00 | 426.112,33 | |
| II. Sachanlagen | |||||
| 1. Grundstücke und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken | 17.730.165,55 | 0,00 | 0,00 | 766.276,43 | 16.963.889,12 |
| 2. Technische Anlagen und Maschinen | 199.040,17 | 0,00 | 0,00 | 32.625,66 | 166.414,51 |
| 3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 1.723.536,26 | 105.323,80 | 0,00 | 132.695,10 | .696.164,96 |
| 4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | 9.350,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 9.350,00 |
| 19.662.091,98 | 105.323,80 | 0,00 | 931.597,19 | 18.835.818,59 | |
| III. Finanzanlagen | |||||
| 1. Anteile an verbundenen Unternehmen | 27.891.413,72 | 2.210.646,55 | 0,00 | 1.375.000,00 | 28.727.060,27 |
| 2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen | 936.992,34 | 504.557,72 | 0,00 | 0,00 | 1.441.550,06 |
| 3. Beteiligungen | 44.263,59 | 312,19 | 0,00 | 2.500,00 | 42.075,78 |
| 28.872.669,65 | 2.715.516,46 | 0,00 | 1.377.500,00 | 30.210.686,11 | |
| 48.940.359,76 | 2.841.354,46 | 0,00 | 2.309.097,19 | 49.472.617,03 |
scroll
| Alle Angaben in EUR (Rundungsdifferenzen möglich) |
Kumulierte Abschreibungen | ||||
|---|---|---|---|---|---|
| Stand am 1.1.2011 | Zugänge | Umbuchungen | Abgänge | Stand am 31.12.2011 | |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände | |||||
| Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten | 236.551,71 | 60.667,25 | 0,00 | 0,00 | 297.218,96 |
| 236.551,71 | 60.667,25 | 0,00 | 0,00 | 297.218,96 | |
| II. Sachanlagen | |||||
| 1. Grundstücke und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken | 3.719.528,79 | 470.726,84 | 0,00 | 227.943,54 | 3.962.312,09 |
| 2. Technische Anlagen und Maschinen | 74.422,63 | 10.755,53 | 0,00 | 6.966,99 | 78.211,17 |
| 3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 1.162.572,10 | 228.938,75 | 0,00 | 131.328,08 | 1.260.182,77 |
| 4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | 9.350,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 9.350,00 |
| 4.965.873,52 | 710.421,12 | 0,00 | 366.238,61 | 5.310.056,03 | |
| III. Finanzanlagen | |||||
| 1. Anteile an verbundenen Unternehmen | 2.147.308,76 | 715.646,55 | 0,00 | 0,00 | 2.862.955,31 |
| 2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 |
| 3. Beteiligungen | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 |
| 2.147.308,76 | 715.646,55 | 0,00 | 0,00 | 2.862.955,31 | |
| 7.349.733,99 | 1.486.734,92 | 0,00 | 366.238,61 | 8.470.230,30 |
scroll
| Alle Angaben in EUR (Rundungsdifferenzen möglich) |
Buchwerte | |
|---|---|---|
| Stand am 31.12.2011 | Stand am 31.12.2010 | |
| --- | --- | --- |
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände | ||
| Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten | 128.893,37 | 169.046,42 |
| 128.893,37 | 169.046,42 | |
| II. Sachanlagen | ||
| 1. Grundstücke und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken | 13.001.577,03 | 14.010.636,76 |
| 2. Technische Anlagen und Maschinen | 88.203,34 | 124.617,54 |
| 3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 435.982,19 | 560.964,16 |
| 4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | 0,00 | 0,00 |
| 13.525.762,56 | 14.696.218,46 | |
| III. Finanzanlagen | ||
| 1. Anteile an verbundenen Unternehmen | 25.864.104,96 | 25.744.104,96 |
| 2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen | 1.441.550,06 | 936.992,34 |
| 3. Beteiligungen | 42.075,78 | 44.263,59 |
| 27.347.730,80 | 26.725.360,89 | |
| 41.002.386,73 | 41.590.625,77 |
Verbindlichkeitenspiegel (HGB) zum 31. Dezember 2011
der PNE WIND AG
scroll
| Alle Angaben in EUR (Rundungsdifferenzen möglich) (Vorjahreszahlen in Klammern) Art der Verbindlichkeiten |
Restlaufzeiten | ||||
|---|---|---|---|---|---|
| Bis zu einem Jahr | Ein bis fünf Jahre | Mehr als fünf Jahre | Gesamtbetrag | Sicherheiten | |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| 1. Anleihen | 0,00 | 29.841.900,00 | 0,00 | 29.841.900,00 | Keine |
| (0,00) | (29.846.600,00) | (0,00) | (29.846.600,00) | ||
| 2. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 245.230,58 | 1.138.256,60 | 2.898.632,39 | 4.282.119,57 | 1. Eingetragene Grundschuld i.H.v. TEUR 10.007 auf dem Objekt Peter-Henlein-Str. 2-4, Cuxhaven. Zum 31.12.2011 sind TEUR 4.282 in Anspruch genommen. |
| (389.030,50) | (1.307.768,72) | (3.199.445,50) | (4.896.244,72) | 2. Abtretung der Mietansprüche bzgl. Objekt Peter-Henlein-Str. 2-4, Cuxhaven. | |
| 3. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen | 2.511.250,00 | 0,00 | 0,00 | 2.511.250,00 | Keine |
| (0,00) | (0,00) | (0,00) | (0,00) | ||
| 4. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 1.609.891,43 | 0,00 | 0,00 | 1.609.891,43 | Es bestehen branchenübliche Eigentumsvorbehalte an den gelieferten Gegenständen. |
| (3.810.229,70) | (0,00) | (0,00) | (3.810.229,70) | ||
| 5. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen | 1.284.492,05 | 0,00 | 0,00 | 1.284.492,05 | Keine |
| (985.410,63) | (0,00) | (0,00) | (985.410,63) | ||
| 6. Sonstige Verbindlichkeiten | 5.744.764,92 | 0,00 | 0,00 | 5.744.764,92 | Verpfändung von Kommanditanteilen für die Darlehensgewährung von TEUR 3.387 im Rahmen des Verkaufs von Onshore-Projekten |
| (7.159.852,38) | (0,00) | (0,00) | (7.159.852,38) | ||
| davon aus Steuern: EUR 399.439,48 (i.V. TEUR 2.111) | |||||
| davon aus sozialer Sicherheit: EUR 0 (i.V. TEUR 0) | |||||
| Gesamtsumme | 11.395.628,98 | 30.980.156,60 | 2.898.632,39 | 45.274.417,97 | |
| (12.344.523,21) | (31.154.368,72) | (3.199.445,50) | (46.698.337,43) |
Anhang für das Geschäftsjahr 2011
der PNE WIND AG, Cuxhaven,
A. Rechnungslegungsgrundsätze
Bei der Bilanzierung und Bewertung sind die Vorschriften des HGB für große Kapitalgesellschaften in der Fassung des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes (BilMoG) vom 25. Mai 2009 angewandt worden.
Die Darstellung, Gliederung, Ansatz und Bewertung des Jahresabschlusses entsprechen den Vorjahresgrundsätzen.
Entgeltlich erworbene Konzessionen, Schutzrechte und Lizenzen und ähnliche Rechte und Werte sind zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige kumulierte Abschreibungen, bewertet. Die Abschreibungen erfolgen über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer nach der linearen Methode.
Das Sachanlagevermögen ist mit den aktivierungspflichtigen Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, sofern es der Abnutzung unterliegt, um planmäßige Abschreibungen vermindert.
Die Abschreibungen erfolgen über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer und werden nach der linearen Methode vorgenommen. Im Berichtsjahr wurden abnutzbare bewegliche geringwertige Anlagegüter über EUR 150,00 bis EUR 1.000,00 in einen jährlichen Sammelposten eingestellt und linear über einen Zeitraum von fünf Jahren abgeschrieben.
Finanzanlagen sind zu Anschaffungskosten bzw. dem niedrigeren beizulegenden Wert bewertet.
Unverzinsliche oder unterverzinsliche Ausleihungen werden mit dem Barwert bewertet.
Soweit der nach vorstehenden Grundsätzen ermittelte Wert von Gegenständen des Anlagevermögens über dem Wert liegt, der ihm am Bilanzstichtag beizulegen ist, wird dem durch außerplanmäßige Abschreibungen Rechnung getragen. Stellt sich in einem späteren Geschäftsjahr heraus, dass die Gründe hierfür nicht mehr bestehen, so wird der Betrag dieser Abschreibungen im Umfang der Werterhöhung unter Berücksichtigung der Abschreibungen, die inzwischen vorzunehmen gewesen wären, zugeschrieben.
Die unfertigen Erzeugnisse werden zu Herstellungskosten gemäß § 255 Abs. 2 HGB aktiviert. In den Herstellungskosten werden die Einzelkosten, angemessene Teile der Materialgemeinkosten, der Fertigungsgemeinkosten und des Werteverzehrs des Anlagevermögens, soweit dieser durch die Fertigung veranlasst ist, einbezogen.
Die geleisteten Anzahlungen sind ohne Umsatzsteuer ausgewiesen. Sie sind mit dem Nennbetrag bewertet worden.
Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind zum Nominalwert ausgewiesen. Erkennbare Einzelrisiken wurden durch Einzelwertberichtigungen berücksichtigt.
Die liquiden Mittel wurden zum Nennwert ausgewiesen.
Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten beinhaltet Ausgaben vor dem Abschlussstichtag, die Aufwendungen für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen.
Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen und sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages bewertet. Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen werden berücksichtigt, sofern ausreichend objektive Hinweise für deren Eintritt vorliegen. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr sind mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre, der von der Deutsche Bundesbank zum Bilanzstichtag ermittelt wurde, abgezinst.
Die Verbindlichkeiten werden zum Erfüllungsbetrag bilanziert.
Forderungen und Verbindlichkeiten in Fremdwährung mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr werden zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet. Bei einer Restlaufzeit über einem Jahr erfolgt die Umrechnung mit dem Wechselkurs zum Zeitpunkt des Entstehens. Bei Wechselkursänderungen bis zum Bilanzstichtag erfolgt die Bewertung grundsätzlich zum Wechselkurs des Bilanzstichtags unter Beachtung des Niederstwertprinzips auf der Aktiv-und des Höchstwertprinzips auf der Passivseite.
Im passiven Rechnungsabgrenzungsposten werden erhaltene Pachtzahlungen abgegrenzt und zeitanteilig erfolgswirksam aufgelöst.
B. Erläuterungen zur Bilanz und zur Gewinn- und Verlustrechnung
I. Bilanz
1. Anlagevermögen
Die gesondert dargestellte Entwicklung des Anlagevermögens (Anlagespiegel) ist integraler Bestandteil des Anhangs.
2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
Sämtliche Forderungen gegen verbundene Unternehmen haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr; enthalten sind Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 4.796 (i. V. TEUR 2.260), Darlehen in Höhe von TEUR 41.948 (i. V. TEUR 23.608) und sonstige Forderungen in Höhe von TEUR 0 (i. V. TEUR 605) ausgewiesen.
3. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten
Unter den Guthaben bei Kreditinstituten sind Tages- und Festgelder in Höhe von TEUR 4.979 ausgewiesen. Davon sind Termingelder in Höhe von TEUR 700 als Sicherheit für Avalkredite an ein Kreditinstitut verpfändet.
4. Eigenkapital
Gezeichnetes Kapital
Das Grundkapital der Gesellschaft betrug zum 1. Januar 2011 EUR 45.775.826,00, eingeteilt in 45.775.826 Namensstückaktien mit einem rechnerischen Anteil am Grundkapital von EUR 1,00 je Aktie. Im Berichtszeitraum hat sich das Grundkapital der Gesellschaft wie folgt geändert:
Im Geschäftsjahr 2011 gab die Gesellschaft 2.134 Aktien aus dem bedingten Kapital 2009/1 nach Ausübung entsprechender Wandlungsrechte aus.
Am Bilanzstichtag betrug das Grundkapital der Gesellschaft EUR 45.777.960,00 eingeteilt in 45.777.960 Namensaktien mit einem rechnerischen Anteil am Grundkapital von EUR 1,00 je Aktie.
Genehmigtes Kapital
Die Hauptversammlung hat am 11. Juni 2008 unter Aufhebung des bisherigen genehmigten Kapitals in dem Umfang, wie dieses noch nicht ausgenutzt war, ein neues genehmigtes Kapital geschaffen. Der Vorstand wurde ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital der Gesellschaft bis zum 10. Juni 2013 durch Ausgabe neuer auf den Namen lautender Stückaktien gegen Sach- und/oder Bareinlagen einmalig oder mehrmals um bis zu insgesamt EUR 20.623.338,00 zu erhöhen (Genehmigtes Kapital 2008/1). Der Vorstand wurde ferner ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats
| • | das Bezugsrecht der Aktionäre bis zu einem Betrag, der 10 % des zum Zeitpunkt der Ausnutzung dieser Ermächtigung bestehenden Grundkapitals nicht überschreitet, auszuschließen, um die neuen Aktien gegen Bareinlagen zu einem Betrag auszugeben, der den Börsenpreis der bereits börsennotierten Aktien gleicher Ausstattung nicht wesentlich unterschreitet. Auf diese 10%-Grenze werden die Aktien angerechnet, die nach § 71 Absatz 1 Nr. 8 AktG aufgrund einer Ermächtigung der Hauptversammlung erworben und unter Ausschluss des Bezugsrechts gemäß § 186 Absatz 3 Satz 4 AktG veräußert werden. Ferner sind Aktien anzurechnen, die zur Bedienung von Wandel- und/oder Optionsschuldverschreibungen ausgegeben wurden oder auszugeben sind, sofern die Schuldverschreibungen in entsprechender Anwendung des § 186 Absatz 3 Satz 4 AktG unter Ausschluss des Bezugsrechts ausgegeben wurden; |
| • | das Bezugsrecht der Aktionäre zum Zwecke der Gewinnung von Sacheinlagen, insbesondere durch den Erwerb von Unternehmen oder von Beteiligungen an Unternehmen oder durch Erwerb sonstiger Wirtschaftsgüter, auszuschließen, wenn der Erwerb oder die Beteiligung im wohlverstandenen Interesse der Gesellschaft liegt und gegen die Ausgabe von Aktien vorgenommen werden soll; |
| • | das Bezugsrecht der Aktionäre auszuschließen, soweit es erforderlich ist, um Inhabern von Wandel- und/oder Optionsschuldverschreibungen, die von der Gesellschaft oder ihren Tochtergesellschaften ausgegeben wurden, ein Bezugsrecht auf neue Aktien in dem Umfang zu gewähren, wie es ihnen nach Ausübung ihres Wandlungsbzw. Optionsrechts zustehen würde. |
Sofern der Vorstand von den vorgenannten Ermächtigungen keinen Gebrauch macht, kann das Bezugsrecht der Aktionäre nur für Spitzenbeträge ausgeschlossen werden.
Das genehmigte Kapital wurde am 8. August 2008 in das Handelsregister der Gesellschaft eingetragen.
Der Vorstand hat erstmals am 18. Juni 2009 mit Zustimmung des Aufsichtsrats vom gleichen Tage beschlossen, das Grundkapital der Gesellschaft unter Ausnutzung des genehmigten Kapitals um bis zu EUR 4.127.496,00 zu erhöhen und den Aktionären ein Bezugsrecht auf die neuen Aktien einzuräumen. Auf der Grundlage dieses Beschlusses wurde eine Kapitalerhöhung im Umfang von EUR 3.250.000,00 durchgeführt und es wurden 3.250.000 neue Aktien ausgegeben. Das genehmigte Kapital betrug somit zum 31. Dezember 2009 noch EUR 17.373.338,00.
Unter nochmaliger teilweiser Ausnutzung der Ermächtigung vom 11. Juni 2008 hat der Vorstand am 18. Mai 2010 mit Zustimmung des Aufsichtsrats vom selben Tage beschlossen, das Grundkapital der Gesellschaft um bis zu EUR 1.249.500,00 zu erhöhen und den Aktionären ein Bezugsrecht auf die neuen Aktien einzuräumen. Auf der Grundlage dieses Beschlusses wurde eine Kapitalerhöhung im Umfang von EUR 1.249.500,00 durchgeführt und es wurden 1.249.500 neue Aktien ausgegeben. Das genehmigte Kapital betrug danach noch EUR 16.123.838,00.
Im Berichtsjahr 2011 erfolgte keine Ausnutzung des genehmigten Kapitals. Das genehmigte Kapital betrug somit zum 31. Dezember unverändert EUR 16.123.838,00.
Bedingtes Kapital 1/2009
Die Hauptversammlung vom 14. Mai 2009 hat eine bedingte Erhöhung des Grundkapitals der Gesellschaft um bis zu EUR 15.000.000,00 beschlossen:
Das Grundkapital ist um weitere bis zu EUR 15.000.000,00, eingeteilt in bis zu 15.000.000 auf den Namen lautende Stückaktien mit einem auf diese Aktien entfallenden anteiligen Betrag des Grundkapitals von je EUR 1,00, bedingt erhöht (Bedingtes Kapital 1/2009). Die bedingte Kapitalerhöhung wird nur insoweit durchgeführt, wie die Inhaber von Options- oder Wandlungsrechten aus Options- oder Wandelschuldverschreibungen, die von der Gesellschaft oder einem hundertprozentigen unmittelbaren oder mittelbaren Beteiligungsunternehmen der Gesellschaft aufgrund des Ermächtigungsbeschlusses der Hauptversammlung vom 14. Mai 2009 bis zum 13. Mai 2014 ausgegeben bzw. garantiert werden, von ihren Options- bzw. Wandlungsrechten Gebrauch machen. Die neuen Aktien nehmen jeweils vom Beginn des Geschäftsjahres an, in dem sie durch Ausübung von Wandlungs- oder Optionsrechten entstehen, am Gewinn teil. Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats die weiteren Einzelheiten der Durchführung der bedingten Kapitalerhöhung festzulegen.
Von dieser Ermächtigung machte der Vorstand erstmals mit Beschluss vom 18. Juni 2009 und Zustimmung des Aufsichtsrats vom 18. Juni 2009 Gebrauch und beschloss die Ausgabe einer Wandelanleihe (die "Wandelanleihe 2009/2014") von bis zu EUR 37,5 Mio. nominal. Die Wandelschuldverschreibungen wurden zu einem Kurs von 100% ausgegeben. Der Wandlungspreis je künftig durch Ausübung des Wandlungsrechts erworbener Aktie liegt bei EUR 2,50. Die Wandelanleihe wurde im Umfang von EUR 3.850.000 nominal gezeichnet. Dies entspricht Bezugsrechten auf bis zu 1,54 Mio. neue Aktien mit einem anteiligen Betrag des Grundkapitals von je EUR 1,00. Damit wurde das bedingte Kapital in Höhe von EUR 1.540.000 teilweise ausgenutzt.
Unter nochmaliger Ausnutzung dieser Ermächtigung hat der Vorstand mit Zustimmung des Aufsichtsrats am 18. Mai 2010 beschlossen, eine Wandelanleihe im Gesamtnennbetrag von bis zu EUR 29,5 Mio. eingeteilt in bis zu 295.000 auf den Inhaber lautende Teilschuldverschreibungen auszugeben (die "Wandelanleihe 2010/2014"). Die Teilschuldverschreibungen wurden zu einem Ausgabebetrag von EUR 100,00 ausgegeben. Der Wandlungspreis beträgt im Falle der wirksamen Ausübung des Wandlungsrechts EUR 2,20. Die Wandelanleihe wurde im Umfang von EUR 26.000.000,00 nominal gezeichnet. Dies entspricht Bezugsrechten auf bis zu 11.818.181 neue Aktien mit einem anteiligen Betrag des Grundkapitals von je EUR 1,00. Unter Einbeziehung der erstmaligen Ausnutzung der Ermächtigung der Hauptversammlung vom 14. Mai 2009 wurde das bedingte Kapital 1/2009 damit insgesamt in Höhe von EUR 13.358.181,00 teilweise ausgenutzt.
Genussrechte
Durch Beschluss der Hauptversammlung vom 4. November 2003 war der Vorstand ermächtigt, bis zum 30. September 2008 mit Zustimmung des Aufsichtsrats einmalig oder mehrfach Genussrechte zu begeben. Die Laufzeit der Genussrechte kann bis zu 20 Jahren betragen. Der Gesamtnennbetrag der gewährten Genussrechte darf EUR 100.000.000,00 nicht überschreiten. Die aufgrund der Ermächtigung ausgegebenen Genussrechte dürfen keine Wandlungs- oder Optionsrechte auf Aktien der PNE WIND AG vorsehen. Die Genussrechte können ausschließlich in Euro begeben werden. Den Aktionären steht das gesetzliche Bezugsrecht zu. Die Genussrechte können auch einem Dritten, insbesondere einer Bank oder einem Bankenkonsortium mit der Verpflichtung angeboten werden, sie den Aktionären zum Bezug anzubieten. Der Vorstand wurde jedoch ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Bezugsrecht der Aktionäre für Spitzenbeträge auszuschließen.
In teilweiser Ausnutzung der Ermächtigung hat der Vorstand am 18. März 2004 mit Zustimmung des Aufsichtsrats vom 24. März 2004 Genussscheine begeben. Im Berichtszeitraum wurden keine Genussscheine begeben.
Die Genussscheine haben folgende wesentliche Ausstattungsmerkmale: Die begebenen Genussscheine lauten auf den Inhaber und sind eingeteilt in untereinander gleichberechtigte Genussscheine im Nennbetrag von je EUR 100,00. Die Inhaber der Genussscheine erhalten eine dem Gewinnanteil der Aktionäre der Emittentin vorgehende Ausschüttung für jedes Geschäftsjahr innerhalb der Laufzeit, die wie folgt ermittelt wird: a) Ausschüttungsbetrag von 7 % des Nennbetrags der Genussscheine und b) eine Erfolgsverzinsung von bis zu 3 % des Nennbetrages der Genussscheine. Durch die Erfolgsverzinsung können sich die Ausschüttungen abhängig von der Höhe des erzielten Ergebnisses der Emittentin auf bis zu 10 % des Nennbetrages der Genussscheine erhöhen. Grundlage für die Berechnung der Erfolgsverzinsung ist der Jahresüberschuss gemäß § 275 Abs. 2 Nr. 20 Handelsgesetzbuch (HGB) zuzüglich Steuern vom Einkommen und vom Ertrag (§ 275 Abs. 2 Nr. 18 HGB) des nach den Vorschriften des HGB aufgestellten Jahresabschlusses der PNE WIND AG für das jeweils abgelaufene Geschäftsjahr.
Ein Anspruch auf eine Ausschüttung steht den Genussscheininhabern nicht zu, soweit der im vorangegangenen Geschäftsjahr erzielte Jahresüberschuss der Emittentin, erhöht um Gewinnvorträge und gemindert um Verlustvorträge und Zuführungen zur gesetzlichen Rücklage, nicht dazu ausreicht. Reicht er nicht aus, erhöhen Fehlbeträge die Ausschüttung des Folgejahres, gegebenenfalls späterer Folgejahre, soweit der nach Satz 1 korrigierte Jahresüberschuss des Folgejahres bzw. der Folgejahre ausreicht. Die Nachzahlungspflicht besteht nur während der Laufzeit der Genussscheine. Die Genussscheine sind vom 1. April 2004 an ausschüttungsberechtigt.
Die Laufzeit der Genussscheine endet am 31. Dezember 2014. Vorbehaltlich der Bestimmungen über die Verlustteilnahme werden die Genussscheine zum Ende der Laufzeit oder nach dem Wirksamwerden ihrer Kündigung zum Nennbetrag zurückgezahlt.
Wird ein Bilanzverlust ausgewiesen oder das Grundkapital der Emittentin zur Deckung von Verlusten herabgesetzt, vermindert sich der Rückzahlungsanspruch jedes Genussscheininhabers um den Anteil am Bilanzverlust, der sich aus dem Verhältnis seines Rückzahlungsanspruchs zum Eigenkapital (einschließlich Genussscheinkapital) errechnet. Die Forderungen aus den Genussscheinen gehen den Forderungen aller anderen nicht nachrangigen Gläubiger der Emittentin im Rang nach.
Im Berichtsjahr hat die Gesellschaft 390 Genussscheine im Nominalwert von EUR 39.000,00 zurückgekauft.
Kapitalrücklage
scroll
| 2011 EUR |
2010 EUR |
|
|---|---|---|
| Stand am 1.1. | 18.734.083,88 | 17.482.543,88 |
| Barkapitalerhöhung | 0,00 | 1.249.500,00 |
| Wandelschuldverschreibung 2009/14 | 0,00 | 2.040,00 |
| Wandelschuldverschreibung 2010/14 | 2.560,80 | 0,00 |
| Stand am 31.12. | 18.736.644,68 | 18.734.083,88 |
Im Geschäftsjahr 2011 wurde ein Betrag in Höhe von EUR 2.560,80 in die Kapitalrücklage eingestellt. Es handelt sich bei dem Betrag um die Beträge aus der Wandlung von Wandelanleihen 2010/14.
Die gesondert dargestellte Entwicklung des Eigenkapitals (Eigenkapitalspiegel) ist integraler Bestandteil des Anhangs.
5. Sonderposten für Investitionszuschüsse
Die Gesellschaft hat seit dem Jahr 2000 Investitionszuschüsse in Höhe von insgesamt TEUR 1.746 für den Anbau eines Bürogebäudes, die Erweiterung des Geschäftsgebäudes und dessen Einrichtung erhalten.
Die Auflösung der Investitionszuschüsse orientiert sich an der Nutzungsdauer der zugrunde liegenden Vermögensgegenstände. Im Berichtsjahr wurde insgesamt ein Betrag in Höhe von TEUR 47 (i. V. TEUR 47) aufgelöst.
6. Rückstellungen
Die sonstigen Rückstellungen beinhalten im Wesentlichen Beträge für drohende Verluste aus einem Holzliefervertrag (TEUR 1.153), für ausstehende Rechnungen für Windparkprojekte (TEUR 1.455), für eine Ausschüttungsgarantie (TEUR 1.275), für Tantiemen und Sonderzahlungen (TEUR 933) sowie für Prozesskosten (TEUR 284).
7. Anleihen
Wandelanleihe 2009/2014
Auf der Grundlage des Ermächtigungsbeschlusses der Hauptversammlung vom 14. Mai 2009 hat der Vorstand am 18. Juni 2009 mit Zustimmung des Aufsichtsrats vom gleichen Tag beschlossen, bis zu 375.000 Stück auf den Inhaber lautende, untereinander gleichberechtigte Teilschuldverschreibungen mit einem Nennbetrag von je EUR 100,00 und somit einem Gesamtnennbetrag von bis zu EUR 37.500.000,00 zu begeben. Sodann hat die Gesellschaft durch Beschluss des Vorstands vom 10. Juli 2009 insgesamt 38.500 Stück auf den Inhaber lautende, untereinander gleichberechtigte Teilschuldverschreibungen mit einem Nennbetrag von je EUR 100,00 und somit einem Gesamtnennbetrag von EUR 3.850.000,00 begeben. Die Wandelanleihe 2009 wurde am 17. Juli 2009 in den Freiverkehr an der Frankfurter Wertpapierbörse einbezogen. Die Teilschuldverschreibungen werden für ihre gesamte Laufzeit durch eine Inhaberdauerglobalurkunde verbrieft. Die Laufzeit der Teilschuldverschreibungen begann am 17. Juli 2009 und endet am 17. Juli 2014. Die Teilschuldverschreibungen werden in Höhe ihres Nennbetrags mit 7 % p. a. verzinst, und zwar während der gesamten Laufzeit, sofern sie nicht vorher zurückgezahlt wurden oder das Wandlungsrecht rechtswirksam ausgeübt worden ist. Jeder Anleihegläubiger hat nach Maßgabe der Anleihebedingungen das unentziehbare Recht, seine Teilschuldverschreibungen in stimmberechtigte, auf den Namen lautende Stückaktien der PNE WIND AG umzutauschen. Je eine Teilschuldverschreibung berechtigt vorbehaltlich einer etwaigen Anpassung des Wandlungspreises zum Umtausch in je 40 auf den Namen lautende Stückaktien der Gesellschaft. Zur Sicherung der Wandlungsrechte dient das Bedingte Kapital 1/2009 (vergleiche hierzu oben unter 4.). Das Wandlungsrecht kann innerhalb bestimmter Ausübungszeiträume, die jeweils nach der ordentlichen Hauptversammlung liegen, ausgeübt werden. Des Weiteren besteht ein Ausübungszeitraum am Laufzeitende. Die Anleihebedingungen sehen ferner Bestimmungen über die Anpassung des Wandlungspreises bei Kapitalerhöhungen und Verwässerungsschutzklauseln vor.
Im Berichtsjahr wurden von Inhabern von Teilschuldverschreibungen aus der Wandelanleihe 2009/2014 keine Wandlungsrechte ausgeübt.
Wandelanleihe 2010/2014
Auf der Grundlage des Ermächtigungsbeschlusses der Hauptversammlung vom 14. Mai 2009 hat der Vorstand am 18. Mai 2010 mit Zustimmung des Aufsichtsrats vom gleichen Tag beschlossen, bis zu 295.000 Stück auf den Inhaber lautende, untereinander gleichberechtigte Teilschuldverschreibungen mit einem Nennbetrag von je EUR 100,00 und somit einem Gesamtnennbetrag von bis zu EUR 29.500.000,00 zu begeben. Sodann hat die Gesellschaft durch Beschluss des Vorstands vom 14. Juni 2010 insgesamt 260.000 Stück auf den Inhaber lautende, untereinander gleichberechtigte Teilschuldverschreibungen mit einem Nennbetrag von je EUR 100,00 und somit einem Gesamtnennbetrag von EUR 26.000.000,00 begeben. Die Wandelanleihe 2010/2014 wurde am 16. Juni 2010 in den Freiverkehr an der Frankfurter Wertpapierbörse einbezogen. Die Teilschuldverschreibungen werden für ihre gesamte Laufzeit durch eine Inhaberdauerglobalurkunde verbrieft. Die Laufzeit der Wandelanleihe begann am 16. Juni 2010 und endet am 31. Dezember 2014. Die Teilschuldverschreibungen werden in Höhe ihres Nennbetrags mit 6,5 % p. a. verzinst, und zwar während der gesamten Laufzeit, sofern sie nicht vorher zurückgezahlt wurden oder das Wandlungsrecht rechtswirksam ausgeübt worden ist. Jeder Anleihegläubiger hat nach Maßgabe der Anleihebedingungen das unentziehbare Recht, seine Teilschuldverschreibungen in stimmberechtigte, auf den Namen lautende Stückaktien der PNE WIND AG umzutauschen. Je eine Teilschuldverschreibung berechtigt vorbehaltlich einer etwaigen Anpassung des Wandlungspreises zum Umtausch in je 45,4545 auf den Namen lautende Stückaktien der Gesellschaft. Zur Sicherung der Wandlungsrechte dient das Bedingte Kapital 1/2009 (vergleiche hierzu oben unter 4.). Das Wandlungsrecht kann jederzeit ausgeübt werden. Die Anleihebedingungen sehen ferner Bestimmungen über die Anpassung des Wandlungspreises bei Kapitalerhöhungen, Verwässerungsschutzklauseln und eine Änderung der Anleihebedingungen durch Beschluss der Anleihegläubiger vor.
Im Berichtsjahr haben die Inhaber von insgesamt 47 Teilschuldverschreibungen im Gesamtnennbetrag von EUR 4.700,00 ihr Wandlungsrecht ausgeübt, so dass insgesamt 2.134 neue, auf den Namen lautende Stückaktien der PNE WIND AG ausgegeben wurden.
Die Anleihen sind in voller Höhe konvertibel.
8. Verbindlichkeiten
Die gesondert dargestellte Entwicklung der Verbindlichkeiten sowie deren Restlaufzeiten und Besicherung (Verbindlichkeitenspiegel) ist integraler Bestandteil des Anhangs.
Unter den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind sonstige Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 1.175 (i. V. TEUR 1.169) sowie Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 109 (i. V. abzüglich Forderungen von TEUR 184) ausgewiesen.
9. Latente Steuern
Latente Steuern werden insbesondere für zeitliche Unterschiede zwischen den handelsrechtlichen und steuerlichen Wertansätzen von Finanzanlagen und sonstigen Rückstellungen ermittelt. Zusätzlich zu den zeitlichen Bilanzierungsunterschieden werden steuerliche Verlustvorträge berücksichtigt.
Die Bewertung der temporären Differenzen und der innerhalb der nächsten fünf Jahre verrechenbaren steuerlichen Verlustvorträge erfolgt mit dem für das Geschäftsjahr geltenden Steuersatz für Körperschaftsteuer und Gewerbesteuer in Höhe von insgesamt 28,6 %.
Eine sich insgesamt ergebende Steuerbelastung würde in der Bilanz als passive latente Steuer angesetzt werden. In 2011 ergab sich ein Überhang an aktiven latenten Steuern. Dieser wurde in Ausübung des Wahlrechts nach § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB nicht aktiviert.
scroll
| aktive latente Steuern | passive latente Steuern | |
|---|---|---|
| 31.12.2011 | ||
| --- | --- | --- |
| TEUR | TEUR | |
| --- | --- | --- |
| Finanzanlagen | 0 | 42 |
| Sonstige Rückstellungen | 694 | 0 |
| 694 | 42 | |
| Verlustvorträge | 1.389 | 0 |
| Wertberichtigungen auf Verlustvorträge | -1.389 | 0 |
| 694 | 42 | |
| Saldierungsfähiger Anteil | -42 | -42 |
| Latente Steuern | 652 | 0 |
II. Gewinn- und Verlustrechnung
1. Umsatzerlöse
Die Umsatzerlöse lassen sich wie folgt nach Tätigkeitsbereichen verteilen:
scroll
| 2011 TEUR |
2010 TEUR |
|
|---|---|---|
| Planung, Errichtung und Verkauf von | ||
| - Onshore-Windparkprojekten | 6.650 | 59.669 |
| - Offshore-Windparkprojekten | 9.411 | 11.326 |
| Holzlieferungen | 590 | 52 |
| Erlöse mit verbundenen Unternehmen | 1.102 | 657 |
| Übrige | 228 | 225 |
| 17.981 | 71.929 |
Sämtliche Umsatzerlöse wurden im Inland erzielt.
2. Sonstige betriebliche Erträge
Unter den sonstigen betrieblichen Erträgen sind im Wesentlichen Kaufpreisraten aus den Beteiligungsverkäufen an
| • | der PNE2 Riff I GmbH (Verkauf 2009) in Höhe von rund TEUR 6.670 und |
| • | der PNE2 Riff II GmbH (Verkauf 2009) in Höhe von rund TEUR 5.950 |
enthalten. Im Vorjahr war im Wesentlichen der Verkaufserlös an der PNE2 Riff I GmbH in Höhe von TEUR 6.400 enthalten. Weiterhin sind unter den sonstigen betrieblichen Erträgen Weiterberechnungen, die Auflösung des Investitionszuschusses und Erträge aus dem Sachbezug für die Kfz-Nutzung enthalten.
Die periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 1.557 (i. V. TEUR 740) enthalten im Wesentlichen die Erträge aus der Herabsetzung von Einzelwertberichtigungen in Höhe von TEUR 892 (i. V. TEUR 292) sowie aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von TEUR 661 (i. V. TEUR 175).
3. Sonstige betriebliche Aufwendungen
Unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind periodenfremde Aufwendungen in Höhe von TEUR 170 (i. V. TEUR 425) enthalten. Sie enthalten im Wesentlichen die Ausbuchung von Forderungen aufgrund eines Vergleichs.
4. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge
Die sonstigen Zinsen und ähnlichen Erträge betreffen in Höhe von TEUR 1.611 (i. V. TEUR 747) verbundene Unternehmen.
5. Abschreibungen auf Finanzanlagen
Die Abschreibungen auf Finanzanlagen sind in voller Höhe außerplanmäßig.
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen
Die Zinsen und ähnlichen Aufwendungen betreffen in Höhe von TEUR 84 (i. V. TEUR 26) verbundene Unternehmen sowie in Höhe von TEUR 200 (i. V. TEUR 126) Aufzinsungen von Rückstellungen.
7. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag
Die unter den Steuern vom Einkommen und vom Ertrag ausgewiesenen Beträge stellen im Berichtsjahr periodenfremde Erträge dar.
III. Sonstige Angaben
1. Beteiligungsverhältnisse
Die Gesellschaft ist zum Bilanzstichtag an folgenden Unternehmen mit mindestens 20 % direkt oder indirekt beteiligt:
scroll
| Name | Beteiligungs- quote (%) |
Eigenkapital TEUR |
Jahresergebnis TEUR |
|---|---|---|---|
| PNE WIND Betriebsführungs GmbH, Cuxhaven | 100,00 | 565 | 1181) |
| PNE Biomasse GmbH (vormals PNE Biomasse AG), Cuxhaven | 100,00 | -279 | -3111) |
| PNE WIND Netzprojekt GmbH,Cuxhaven | 100,00 | 900 | 5131) |
| PNE WIND Laubuseschbach GmbH & Co. KG, Cuxhaven | 100,00 | 284 | -1471) |
| PNE WIND Grundstücks GmbH, Cuxhaven | 100,00 | 52 | -301) |
| PNE Gode Wind I GmbH, Cuxhaven | 100,00 | 3.213 | -171) |
| PNE Gode Wind II GmbH, Cuxhaven | 100,00 | 583 | -221) |
| PNE Gode Wind III GmbH, Cuxhaven | 100,00 | 20 | -51) |
| PNE WIND Jules Verne GmbH, Cuxhaven | 100,00 | 1.127 | -201) |
| PNE WIND Nemo GmbH, Cuxhaven | 100,00 | 1.127 | -201) |
| PNE WIND Nautilus GmbH, Cuxhaven | 100,00 | 1.127 | -201) |
| PNE WIND Ausland GmbH, Cuxhaven | 100,00 | -388 | -951) |
| PNE WIND Altenbruch II GmbH & Co. KG, Cuxhaven | 100,00 | 5.276 | 1.2821) |
| Windpark Altenbruch GmbH, Cuxhaven | 50,00 | 52 | 12) |
| Plambeck Neue Energien Windpark Fonds VI GmbH & Co. KG, Cuxhaven | 100,00 | -66 | -32) |
| Netzanschluss Genthin GbR, Nielebock | 52,00 | 10 | –82) |
| Plambeck Neue Energien Windpark Fonds LXXXVIII GmbH & Co. KG, Cuxhaven | 100,00 | -3 | -32) |
| Plambeck Neue Energien Windpark Fonds XCI GmbH & Co. KG, Cuxhaven | 100,00 | -24 | -32) |
| Plambeck Neue Energien Windpark Fonds XCII GmbH & Co. KG, Cuxhaven | 100,00 | -25 | _32) |
| Plambeck Neue Energien Windpark Fonds CIII GmbH & Co. KG, Cuxhaven | 100,00 | -6 | 21) |
| Plambeck Neue Energien Windpark Fonds CV GmbH & Co. KG, Cuxhaven | 100,00 | -3 | _51) |
| Windkraft Stade GmbH, Cuxhaven | 50,00 | 20 | -22) |
| Windkraft Stade GmbH & Co. Frischer Wind KG, Cuxhaven | 50,00 | -7 | -82) |
| Windpark Offshore Testfeld GmbH & Co. KG, Cuxhaven | 33,33 | 24 | -12) |
| PNE WIND Park I GmbH & Co. KG, Cuxhaven | 100,00 | -1 | -22) |
| PNE WIND Park II GmbH & Co. KG, Cuxhaven | 100,00 | -2 | -32) |
| PNE WIND Park III GmbH & Co. KG, Cuxhaven | 100,00 | 2 | 02) |
| Wind Kapital Invest Verwaltungs GmbH, Cuxhaven | 100,00 | 95 | -51) |
| Wind Kapital Invest GmbH & Co. KG, Cuxhaven | 100,00 | 19 | -61) |
| PNE WIND USA Inc., Delaware, USA | 100,00 | -3.443 | -7601) |
| PNE WIND DEVELOPMENT LLC, Delaware, USA | 100,00 | -485 | -4491) |
| PNE WIND Renewable Solutions LLC, Delaware, USA | 75,00 | -863 | -6841) |
| Underwood Windfarm LLC, Minnesota, USA | 75,00 | -181 | -761) |
| Butte Windfarm LLC, Minnesota, USA | 75,00 | -716 | -211) |
| Cherokee Chilocco WIND FARM LLC, Delaware, USA | 100,00 | 0 | 02) |
| PNE-BCP WIND Inc., Saskatoon, Kanada | 75,00 | -313 | -1891) |
| Pilger Wind Farm Inc., Saskatoon, Kanada | 75,00 | 0 | 02) |
| Climax Wind Farm Inc., Saskatoon, Kanada | 75,00 | 0 | 02) |
| Watson Wind Farm Inc., Saskatoon, Kanada | 75,00 | 0 | 02) |
| Wadena Wind Farm Inc., Saskatoon, Kanada | 75,00 | 0 | 02) |
| Eston Wind Farm Inc., Saskatoon, Kanada | 75,00 | 0 | 02) |
| Whiska Wind Farm Inc., Saskatoon, Kanada | 75,00 | 0 | 02) |
| NH North Hungarian Windfarm Kft., Gödöllö, Ungarn | 100,00 | -172 | -1941) |
| PNE WIND NEH/I Kft., Gödöllö, Ungarn | 100,00 | 1 | -11) |
| PNE WIND GM Hungary Kft., Pusztahencse, Ungarn | 100,00 | -96 | -1301) |
| PNE WIND Pusztahencse Kft. (vormals Plam- | |||
| beck GM Windfarm Pusztahencse Kft.) Pusztahencse, Ungarn | 100,00 | -4 | -61) |
| PNE WIND Yenilenebilir Enerjiler Ltd., Istanbul, Türkei | 99,00 | -435 | -2651) |
| S.C. PNE WIND Romania S.R.L., Bukarest, Rumänien | 80,00 | -749 | -4711) |
| PNE WIND BE Development OOD, Sofia, Bulgarien | 80,00 | -295 | -541) |
| PNE WIND Straldja-Kamenec OOD, Sofia, Bulgarien | 70,00 | -76 | -411) |
| PNE WIND Bulgaria EOOD, Sofia, Bulgarien | 100,00 | -91 | -781) |
| PNE WIND PARK Dobrudzha OOD, Sofia, Bulgarien | 51,00 | -216 | -1461) |
| PNE WIND Ventus Praventsi OOD, Sofia, Bulgarien | 75,00 | -23 | -231) |
| PNE WIND UK Ltd., Eastbourne, Großbritannien | 67,50 | -2.746 | -1.7501) |
1) gemäß Jahresabschluss zum 31. Dezember 2011
2) gemäß vorläufigem Jahresabschluss zum 31. Dezember 2011
2. Personal
Im Berichtsjahr waren bei der PNE WIND AG durchschnittlich 106 Mitarbeiter (i. V. 99 Mitarbeiter) beschäftigt (ohne Vorstände).
3. Außerbilanzielle Geschäfte
Es bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Leasing- und Mietverträgen in Höhe von TEUR 1.036, die in Höhe von TEUR 487 eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr aufweisen und im Übrigen eine solche zwischen einem und fünf Jahren. Diese Maßnahmen dienen der Entlastung des Refinanzierungsvolumens, wodurch sich Spielräume für weitere Investitionsmöglichkeiten ergeben.
4. Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen
Es bestehen zum Bilanzstichtag Haftungsverhältnisse aus der Bereitstellung von Bürgschaften für:
scroll
| 2011 TEUR |
2010 TEUR |
|
|---|---|---|
| Holzheizkraftwerk Silbitz GmbH & Co. KG | 4.738 | 6.273 |
| Zahlungsverpflichtungen von Konzernunternehmen | 1.190 | 1.525 |
| Sonstige | 65 | 0 |
| 5.993 | 7.798 |
Zugunsten von Windparkkommanditgesellschaften sowie für weitere verbundene Unternehmen wurden Patronatserklärungen dahingehend abgegeben, dass die Gesellschaften mit den erforderlichen finanziellen Mitteln ausgestattet werden, um jederzeit ihren fälligen Zahlungsverpflichtungen nachzukommen.
Es bestehen Verbindlichkeiten aus Bürgschaften für ein Darlehen der Holzheizkraftwerk Silbitz GmbH & Co. KG in Höhe von TEUR 4.738. Die Holzheizkraftwerk Silbitz GmbH & Co. KG hat bislang alle Raten fristgerecht zurückgezahlt, so dass davon auszugehen ist, dass sie die Verpflichtung auch weiterhin vertragsmäßig erfüllen wird. Mit einer Inanspruchnahme aus der Bürgschaft ist derzeit nicht zu rechnen.
Das Risiko einer Inanspruchnahme aus Bürgschaften für die Tochtergesellschaften sowie aus Patronatserklärungen wird aufgrund ihrer guten Vermögens-, Finanz- und Ertragslage als gering eingestuft.
Zudem bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen aus dem Bestellobligo bezüglich des Kaufs von Windkraftanlagen bei Vorlieferanten (netto TEUR 34.818) sowie aus der Verpflichtung zur Rücknahme von Kommanditanteilen in Höhe von TEUR 7.535.
5. Deutscher Corporate Governance Kodex
Der Corporate Governance Kodex ist eine gesetzliche Richtlinie zur Leitung und Überwachung börsennotierter Gesellschaften in Deutschland. Er fasst die international wie national anerkannten Standards für verantwortungsvolle Unternehmensführung zusammen. Ziel der Richtlinie ist es, das Vertrauen von Investoren, Kunden, Mitarbeitern und der Öffentlichkeit in die deutsche Unternehmensführung zu fördern.
Der Vorstand und der Aufsichtsrat der PNE WIND AG haben jeweils am 24. August 2011 gemäß § 161 Aktiengesetz (AktG) erklärt, dass dem Corporate Governance Kodex mit Ausnahme der Regel dass kein Abfindungs-CAP bei vorzeitiger Beendigung der Vorstandstätigkeit ohne besonderen Grund besteht (Regel 4.2.3), was in laufenden Vorstandsverträgen begründet ist, entsprochen wurde.
Vorstand und Aufsichtsrat erklärten weiterhin gemäß §161 AktG, dass dem Corporate Governance Kodex mit Ausnahme der oben genannten Regel auch künftig entsprochen wird.
Diese Entsprechenserklärung bezieht sich auf den Deutschen Corporate Governance Kodex in der Fassung vom 26. Mai 2010.
Der Corporate Governance Bericht ist im Geschäftsbericht und auf der Homepage der PNE WIND AG unter www.pnewind.com im Bereich Investor Relations unter Corporate Governance hinterlegt.
6. Derivative Finanzinstrumente
Zum Bilanzstichtag waren keine derivaten Finanzinstrumente im Bestand.
7. Honorare für den Abschlussprüfer
Vom Abschlussprüfer wurde im Geschäftsjahr 2011 folgendes Honorar berechnet:
scroll
| TEUR | |
|---|---|
| a) die Abschlussprüfungsleistungen | 111 |
| b) Andere Bestätigungsleistungen | 21 |
| c) Sonstige Leistungen | 16 |
8. Organe
Aufsichtsrat
Herr Dieter K. Kuprian, Berlin, Unternehmensberater/Geschäftsführer der GFM Gesellschaft für Mittelstandsberatung mbH, Berlin (Vorsitzender)
Herr Dr. Peter Fischer, Cuxhaven, selbständiger Unternehmensberater, (stellvertretender Vorsitzender)
Herr Professor Reza Abhari, Zürich, Schweiz, Universitätsprofessor an der ETH Zürich
Herr Rafael Vazquez Gonzalez, Cuxhaven, Geschäftsführer der net.curity InformationsTechnologien GmbH, Cuxhaven
Herr Alain Huberty, Leudelange, Luxemburg, Executive Director und Generalsekretär der Luxempart S.A.
Herr Jacquot Schwertzer, Leudelange, Luxemburg, Member of the Management Committee der Luxempart S.A.
Herr Dieter K. Kuprian ist bzw. war noch bei folgenden Gesellschaften Aufsichtsratsmitglied oder Mitglied eines anderen Kontrollgremiums im Sinne des § 125 Abs. 1 Satz 3 des AktG:
ERLAU AG, Aalen/Unterkochen
Intersoft Consulting Services GmbH, Hamburg
RUD Ketten Rieger & Dietz GmbH & Co. KG, Aalen
Herr Professor Reza Abhari ist bzw. war noch bei folgenden Gesellschaften Aufsichtsratsmitglied oder Mitglied eines anderen Kontrollgremiums im Sinne des § 125 Abs. 1 Satz 3 des AktG:
First Climate AG, Bad Vilbel, Schweiz
Herr Alain Huberty ist bzw. war noch bei folgenden Gesellschaften Aufsichtsratsmitglied oder Mitglied eines anderen Kontrollgremiums im Sinne des § 125 Abs. 1 Satz 3 des AktG:
Poweo S.A., Paris, Frankreich
Utopia S.A., Leudelange, Luxemburg
QUIP AG, Basweiler,
Indufin Capital Partners SICAR, Leudelange, Luxemburg
Luxempart Capital Partners SICAR, Leudelange, Luxemburg
Herr Jacquot Schwertzer ist bzw. war noch bei folgenden Gesellschaften Aufsichtsratsmitglied oder Mitglied eines anderen Kontrollgremiums im Sinne des § 125 Abs. 1 Satz 3 des AktG:
Luxempart Capital Partners SICAR., Leudelange, Luxemburg
Poweo S.A., Paris, Frankreich
Foyer S.A., Leudelange, Luxemburg
Indufin Capital Partners SICAR, Leudelange, Luxemburg
QUIP AG, Baesweiler
Utopia S.A., Leudelange, Luxemburg
Die fixe Vergütung an den Aufsichtsrat hat im Geschäftsjahr 2011 TEUR 193 (i.V. TEUR 220) betragen. Der Vorsitzende erhält TEUR 14, sein Stellvertreter TEUR 10,5 und die übrigen Mitglieder des Aufsichtsrates TEUR 7 als feste Bezüge. Darüber hinaus erhält jedes Aufsichtsratsmitglied TEUR 2,5 pro Sitzung. Als variable Vergütung wurde im Berichtsjahr ein Betrag in Höhe von TEUR 1 (i. V. TEUR 112) zurückgestellt. Die Gesamtvergütung des Aufsichtsrats beläuft sich im Geschäftsjahr 2011 auf TEUR 194 (i. V. TEUR 332). Darüber hinaus trägt die Gesellschaft die Kosten einer Vermögensschadenhaftpflichtversicherung für sämtliche Aufsichtsratsmitglieder.
Vorstand
Herr Martin Billhardt, Cuxhaven, (CEO)
Herr Bernd Paulsen, Schiffdorf, (COO) (bis 31. März 2011)
Herr Jörg Klowat, Cuxhaven, (CFO) (seit 01. April 2011)
Herr Markus Lesser, Kaarst, (COO) (seit 01. Mai 2011)
Herr Martin Billhardt ist bzw. war noch bei folgenden Gesellschaften Aufsichtsratsmitglied oder Mitglied eines anderen Kontrollgremiums im Sinne des § 125 Abs. 1 Satz 3 des AktG:
Deutsche Rohstoff AG, Heidelberg
PNE Biomasse AG, Cuxhaven (bis 31. März 2011)
Herr Jörg Klowat ist bzw. war noch bei folgenden Gesellschaften Aufsichtsratsmitglied oder Mitglied eines anderen Kontrollgremiums im Sinne des § 125 Abs. 1 Satz 3 des AktG:
PNE Biomasse AG, Cuxhaven (bis 31. März 2011)
Herr Markus Lesser ist bzw. war noch bei folgenden Gesellschaften Aufsichtsratsmitglied oder Mitglied eines anderen Kontrollgremiums im Sinne des § 125 Abs. 1 Satz 3 des AktG:
RenCon GmbH, Kaarst
Die Mitglieder des Vorstandes erhielten für ihre Tätigkeit im Geschäftsjahr 2011 Gesamtbezüge in Höhe von TEUR 1.823 (i. V. TEUR 1.274), die sich wie folgt verteilen:
scroll
| Fixes Gehalt 2011 TEUR |
Variables Gehalt 2011 TEUR |
Sonstige Vergütungen 2011 TEUR |
Gesamtbezüge 2011 TEUR |
|
|---|---|---|---|---|
| Martin Billhardt | 297 | 234 | 154 | 685 |
| Bemd Paulsen | 51 | 0 | 555 | 606 |
| Jörg Klowat | 146 | 164 | 0 | 310 |
| Markus Lesser | 141 | 81 | 0 | 222 |
| 635 | 479 | 709 | 1.823 |
Die Vorstandsgehälter setzen sich aus einem fixen und variablen Gehaltsanteil zusammen. Der fixe Gehaltsbestandteil besteht aus dem Festgehalt sowie Nebenleistungen (Zuschüsse zu Krankenversicherungs- und Rentenversicherungsbeiträgen) sowie dem geldwerten Vorteil aus der Nutzung von Dienstwagen. Er wird monatlich ausgezahlt. Der variable Gehaltsbestandteil der Vorstandsgehälter ist aufgeteilt in einen kurzfristigen und einen langfristigen Teil. Der kurzfristige Teil ist an die Erreichung bestimmter Ziele im laufenden Geschäftsjahr und der langfristige Teil an die Erreichung von Zielen über mehrere Jahre gebunden. Der langfristige Teil der variablen Vergütung beträgt 55 - 60 % und der kurzfristige Anteil 40 - 45 % vom möglichen variablen Gehalt. Der Aufsichtsrat vereinbart die kurz- und langfristigen Ziele mit dem Vorstand. Die kurzfristigen Ziele orientieren sich an wesentlichen Planungsdaten für das nächste Geschäftsjahr wie z.B. die Umsetzung der geplanten Windparkprojekte im Geschäftsjahr. Sollte ein kurzfristiges Ziel nicht zu 100 % erreicht werden, so wird der Anteil dieses Ziels an der kurzfristigen variablen Vergütung nicht ausgezahlt oder nur anteilig im Verhältnis der Zielerreichung ausbezahlt. Die langfristigen Ziele sollen die zukünftige wirtschaftliche Entwicklung der Gesellschaft fördern; derzeit ist nur ein langfristiges Ziel festgelegt, welches ausgerichtet ist auf das zu erwartende EBIT der nächsten 3 Jahre. Der variable, an mehrjährige Ziele gebundene Gehaltsbestandteil wird jeweils für ein abgeschlossenes Geschäftsjahr ausbezahlt, jedoch mit dem Vorbehalt der Rückforderung bei Nichterreichung des langfristigen Ziels über mehrere Jahre bzw. der Verrechnung mit den dann fälligen Ansprüchen. Der Aufsichtsrat kann dem Vorstandsmitglied im Falle besonders herausragender Leistungen bezogen auf ein abgeschlossenes Geschäftsjahr zusätzlich eine Bonuszahlung zuwenden, ohne dass hierauf ein vertraglicher Anspruch besteht. Aktienoptionen wurden den Vorstandsmitgliedern nicht gewährt.
Der im Geschäftsjahr ausgeschiedene Vorstand, Herr Paulsen, hat die Ihm für seine Vorstandstätigkeit bis zum Ende seines Vertrags zustehenden Vergütungsansprüche in Höhe von TEUR 555 zum Zeitpunkt seines Ausscheidens erhalten. Mit dieser Zahlung sind sämtliche fixen und variablen Gehaltsansprüche abgegolten.
Für den Fall eines Kontrollwechsels bei der Gesellschaft steht den Vorstandsmitgliedern ein Sonderkündigungsrecht zu, das sie für die zwei auf den Eintritt des Kontrollwechsels folgenden Monate (den Monat, in dem der Kontrollwechsel eintritt, dabei nicht mitgerechnet) mit einer Frist von vierzehn Tagen zum Monatsende ausüben können. Ein zur Ausübung des Sonderkündigungsrecht berechtigender Kontrollwechsel tritt ein, wenn ein Dritter der Gesellschaft nach § 21 WpHG mittteilt, dass er 50 % der Stimmrechte an der Gesellschaft erreicht oder überschritten hat. Bei der Ausübung des Sonderkündigungsrechts steht den Vorstandsmitgliedern das Festgeld für die restliche Vertragslaufzeit zu, jedoch in jedem Fall beschränkt auf einen Höchstbetrag von zwei Jahresvergütungen. Erfolgt der Kontrollwechsel im Zuge eines öffentlichen Angebots, so steht den Vorstandsmitgliedern im Falle der Ausübung des Sonderkündigungsrechts außerdem eine Sonderprämie in Höhe von 50 % einer im Rahmen des Angebots erreichten Steigerung des Unternehmenswerts zu. Dabei ist - jeweils bezogen auf die Marktkapitalisierung - die Wertsteigerung anhand der Differenz zwischen dem von einem Bieter zuerst angebotenen Erwerbspreis und dem etwaigen höheren, für die Durchführung des Angebots maßgeblichen Erwerbspreis zu bemessen, insgesamt darf die Sonderprämie jedoch nicht höher sein als das feste Jahresgehalt.
Darüber hinaus trägt die Gesellschaft die Kosten einer Vermögensschadenhaftpflichtversicherung für sämtliche Vorstandsmitglieder.
9. Transaktionen mit nahestehenden Personen
Im Geschäftsjahr 2011 ergaben sich folgende Transaktionen mit nahestehenden Personen:
Die PNE WIND AG hat mit der net.curity InformationsTechnologien GmbH, deren geschäftsführender Gesellschafter der Aufsichtsrat Herr Rafael Vazquez Gonzalez ist, einen Beratungsvertrag zur Erbringung von EDV-Dienstleistungen abgeschlossen. Im Geschäftsjahr 2011 erfolgten daraus Transaktionen mit einem Volumen von netto 229.370,51 Euro. Die Geschäftsvorfälle entsprechen denen mit unabhängigen Geschäftspartnern.
10. Mitteilungen nach § 21 Abs. 1 WpHG
Im Geschäftsjahr 2011 erfolgten keine Mitteilungen nach § 21 Abs. 1 WpHG, die die Gesellschaft betroffen haben.
11. Aktienbesitz von Vorstand und Aufsichtsrat am 31. Dezember 2011
Von den Organen der Gesellschaft wurden am 31. Dezember 2011 Aktien der Gesellschaft wie folgt gehalten:
scroll
| Herr Martin Billhardt, Cuxhaven | 400.000 Aktien (i. V. 400.000 Aktien) |
| Herr Jörg Klowat, Cuxhaven | 100.000 Aktien (i. V. 0 Aktien) |
| Herr Markus Lesser, Kaarst | 45.500 Aktien (i. V. 0 Aktien) |
Von den Mitgliedern des Aufsichtsrats hielt Herr Jacquot Schwertzer am 31. Dezember 2011 5.704 Aktien.
12. Konzernabschluss
Die PNE WIND AG erstellt als Mutterunternehmen einen Konzernabschluss nach den Bestimmungen der International Financial Reporting Standards (IFRS), der im elektronischen Bundesanzeiger veröffentlicht und im Unternehmensregister hinterlegt wird.
13. Ergebnisvorschlag
Der Vorstand schlägt vor, aus dem Bilanzgewinn in Höhe von EUR 2.541.625,54 eine vierprozentige Dividende auf den Nennbetrag der für das Geschäftsjahr 2011 gewinnbezugsberechtigten Aktien auszuschütten. Der verbleibende Bilanzgewinn soll auf neue Rechnung vorgetragen werden.
Cuxhaven, 24. März 2012
PNE WIND AG
Martin Billhardt, Vorsitzender des Vorstands
Jörg Klowat, Vorstand
Markus Lesser, Vorstand
Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers
Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den mit dem Konzernlagebericht zusammengefassten Lagebericht der PNE WIND AG, Cuxhaven, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2011 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und zusammengefasstem Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung des Vorstands der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.
Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung gemäß § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen des Vorstands sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.
Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss der PNE WIND AG, Cuxhaven, den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Hamburg, den 24. März 2012
**Deloitte & Touche GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft**
Reiher, Wirtschaftsprüfer
ppa. Wendlandt, Wirtschaftsprüfer
Versicherung der gesetzlichen Vertreter
Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Abschluss der PNE WIND AG ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt und im Lagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage der Gesellschaft so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung der Gesellschaft im verbleibenden Geschäftsjahr beschrieben sind.
PNE WIND AG
Vorstand
Martin Billhardt
Jörg Klowat
Markus Lesser