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PNE AG Interim / Quarterly Report 2022

Aug 10, 2022

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Interim / Quarterly Report

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Finanzbericht: 31224261

PNE AG

Cuxhaven

Halbjahresfinanzbericht nach WpHG zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 30.06.2022

KONZERNZWISCHENLAGEBERICHT FÜR DAS ERSTE HALBJAHR 2022

1. Überblick Geschäftstätigkeit

Zusammenfassung

Das operative Geschäft der PNE-Gruppe im Windbereich war im ersten Halbjahr 2022 von der Entwicklung und Realisierung von Windparks an Land in verschiedenen Ländern geprägt.

Weltweit bearbeitete die PNE-Gruppe zum Ende des zweiten Quartals 2022 Windparks mit einer Nennleistung von rund 6.647 MW (Q2 2021: 5.679 MW). Davon befanden sich allein in Deutschland Windparks mit einer Nennleistung von rund 1.949 MW (Q2 2021: 1.882 MW) in den verschiedenen Phasen der Projektentwicklung.

Zum Ende des Berichtzeitraums befanden sich in Deutschland, Frankreich, Polen und Schweden elf Windprojekte mit einer Nennleistung von 246,5 MW im Bau. Davon ist PNE in bereits verkauften Projekten mit rund 122,9 MW als Dienstleister für die Käufer tätig.

Acht Windparks entstehen mit einer Nennleistung von 133,7 MW in Deutschland, von denen wiederum sechs Projekte mit einer Nennleistung von insgesamt rund 123,6 MW für den Eigenbetrieb vorgesehen sind. Bei den verbleibenden Projekten handelt es sich um zwei Dienstleistungsprojekte mit einer Nennleistung von insgesamt rund 10,1 MW.

Fertiggestellt und in Betrieb genommen wurden die deutschen Windparks "Wahlsdorf" (19,4 MW) in Brandenburg und "Gnutz I" (8,4 MW) in Schleswig-Holstein sowie der polnische Windpark "Krzecin" (19,2 MW). Die beiden deutschen Windparks sind in den Eigenbetrieb übernommen worden.

Für den Windpark "Chantonnay" mit einer Nennleistung von rund 9 MW konnte PNE die Projektrechte veräußern.

Dem Ziel, den Eigenbetrieb von Windparks kräftig auszubauen und bis Ende 2023 ein Windparkportfolio im Eigenbestand mit bis zu 500 MW zu erreichen, sind wir erneut nähergekommen. Am 30. Juni 2022 hatte PNE Windparks mit einer installierten Nennleistung von rund 261 MW im Eigenbetrieb. Weitere Projekte befinden sich in Bau. Basis für den künftigen weiteren Ausbau ist die gut gefüllte Projektpipeline, denn PNE entwickelt derzeit national und international Windparks an Land mit einem Volumen von 6.647 MW in unterschiedlichen Phasen der Projektentwicklung. Einzelne Projekte, insbesondere im Ausland, werden auch weiterhin in die Vermarktung gehen.

Als Bestandshalter ist die PNE AG zunehmend abhängig vom Windangebot. Mit steigender MW-Zahl im eigenen Portfolio wirken sich volatile Windangebote auf die Finanzkennzahlen des Segments "Stromerzeugung" und damit auch auf die Finanzkennzahlen des Konzerns aus. Das erste Halbjahr 2022 zeichnete sich durch ein im Vergleich zum Vorjahreszeitraum verbessertes Windangebot aus, was in Kombination mit der erhöhten Anzahl in Betrieb befindlicher Windkraftanlagen sowie den höheren Strompreisen im Segment "Stromerzeugung" zu positiven Abweichungen von den Vergleichswerten gegenüber dem Vorjahr führte.

Noch immer ist das Marktumfeld von PNE durch die Auswirkungen der COVID-19-Pandemie geprägt. Aufgrund der bisherigen Erfahrungen konnte sich das Unternehmen auf diese Herausforderungen einstellen, um Mitarbeiter zu schützen und die Realisierung von Projekten und Lieferungen zu sichern. Dennoch waren und sind die Auswirkungen auf die Lieferketten der Hersteller zu spüren, was sich in längeren Lieferzeiten niederschlägt. Hinzu kommen die gestiegenen Rohstoffpreise, die zu einem Anstieg der Preise für Windenergieanlagen geführt haben. PNE geht aber davon aus, dass die steigenden Preise durch höhere Strompreise und effizientere Anlagen teilweise oder ganz kompensiert werden können. Die gute Liquiditätsposition lässt der Gesellschaft genügend Spielraum, um auch längerfristigen Einschränkungen gut begegnen zu können.

Segmentberichterstattung

Die Ermittlung und Darstellung der Segmentberichterstattung zum 30. Juni 2022 hat sich gegenüber dem 31. Dezember 2021 nicht verändert.

Segment "Projektentwicklung"

Im Segment "Projektentwicklung" wird über die Teilbereiche Windkraft an Land national und international, Windkraft auf See national und international, Photovoltaikprojekte national und international sowie weitere Projekte berichtet.

Teilbereich Windenergie an Land und Photovoltaik

Die Entwicklung und Realisierung von Windparks an Land und Photovoltaikprojekten wurde im ersten Halbjahr 2022 in Deutschland und den Auslandsmärkten kontinuierlich fortgeführt und ausgebaut.

Überblick über den Stand der Projektaktivitäten Windenergie an Land der PNE-Gruppe per 30. Juni 2022 in MW:

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Land Phase I - II Phase III Phase IV Total MW Verkauft /​ Dienstleister
Deutschland 1.269 556 124 1.949 10
Frankreich 319 237 0 556 13
Großbritannien 0 43 0 43 0
Italien 40 0 0 40 0
Kanada 505 0 0 505 0
Panama 224 60 0 284 0
Polen 798 0 0 798 40
Rumänien 0 0 0 0 221
Südafrika 1.107 30 0 1.137 140
Schweden 200 0 0 200 60
Türkei 629 71 0 700 0
USA 266 169 0 435 0
Total 5.357 1.166 124 6.647 484

Phase I - II = Erkundung und Entwicklung

Phase III = Planung

Phase IV = Errichtung bis Übergabe

Verkauft /​ Dienstleister = Bereits verkaufte Projekte, in denen PNE aktuell Baumanagementleistungen erbringt

Überblick über den Stand der Projektaktivitäten Photovoltaik der PNE-Gruppe per 30. Juni 2022 in MWp:

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Land Phase I - II Phase III Phase IV Total MWp
Deutschland 441 0 0 441
Frankreich 119 0 0 119
Italien 140 0 0 140
Kanada 71 0 0 71
Polen 269 0 0 269
Rumänien 241 0 0 241
USA 700 0 0 700
Südafrika 428 0 0 428
Total 2.408 0 0 2.408

Phase I - II = Erkundung und Entwicklung

Phase III = Planung

Phase IV = Errichtung bis Übergabe

Windenergie an Land und Photovoltaik national

In Deutschland bearbeitete die PNE-Gruppe zum Ende des zweiten Quartals 2022 Windparks mit einer Nennleistung von rund 1.949 MW (Q2 2021: 1.882 MW) in den verschiedenen Phasen der Projektentwicklung. Darüber hinaus befanden sich Photovoltaik-projekte mit 441 MWp in der Entwicklung.

Fertiggestellt und in Betrieb genommen wurden die deutschen Windparks "Wahlsdorf" (19,4 MW) in Brandenburg und "Gnutz I" (8,4 MW) in Schleswig-Holstein. Beide Projekte sind in den Eigenbetrieb übernommen worden.

Zum Ende des Berichtszeitraums befanden sich in Deutschland acht Windparks mit einer Nennleistung von 133,7 MW in Bau, von denen sechs Projekte mit einer Nennleistung von rund 123,6 MW für den Eigenbetrieb vorgesehen sind, sowie zwei Dienstleistungsprojekte mit einer Nennleistung von insgesamt rund 10,1 MW.

Begonnen wurde im Berichtszeitraum mit dem Bau von vier der acht in Deutschland im Bau befindlichen Windparks. Diese haben eine Gesamtnennleistung von rund 58,4 MW. Zwei dieser Projekte sind für den Eigenbetrieb vorgesehen und haben eine Gesamtnennleistung von rund 48,3 MW.

Darüber hinaus erhielt PNE in der ersten Jahreshälfte 2022 die Genehmigungen für einen weiteren deutschen Windpark mit einer Nennleistung von 11,6 MW.

Windenergie an Land und Photovoltaik international

Auch im Ausland wurde von der PNE-Gruppe das Kerngeschäft der Projektentwicklung und -realisierung von Windenergie und Photovoltaik erfolgreich fortgeführt. So hatte die PNE-Gruppe in den Auslandsmärkten zum Ende des zweiten Quartals 2022 Windparks mit einer Nennleistung von rund 4.698 MW in den verschiedenen Phasen der Projektentwicklung. Darüber hinaus befanden sich am Ende des Berichtszeitraums in den Auslandsmärkten Photovoltaikprojekte mit 1.967 MWp (im Vorjahr: 574 MWp) in der Entwicklung.

In Frankreich, Polen und Schweden befanden sich zum 30. Juni 2022 drei Windparks mit einer Nennleistung von insgesamt 112,8 MW in Bau. In diesen Projekten ist PNE als Dienstleister für die Käufer tätig.

Gegenüber der Darstellung im Geschäftsbericht 2021 bzw. im zusammengefassten Lage- und Konzernlagebericht 2021 gab es in den Auslandsmärkten folgende Veränderungen:

Frankreich

Für den Windpark "Chantonnay" mit einer Nennleistung von 9,0 MW konnte PNE die Projektrechte veräußern. Das Windenergieprojekt "Nanteuil" mit einer geplanten Nennleistung von 13,2 MW, bei dem PNE als Dienstleister für den Käufer tätig ist, befindet sich seit Juli 2021 im Bau. Die Inbetriebnahme der sechs Windenergieanlagen ist für November 2022 geplant.

Großbritannien

Im Berichtszeitraum bearbeitete PNE weiterhin den schottischen Windpark "Sallachy", der 2015 trotz weitreichender Unterstützung von Gemeinden und Politikern vom Energieminister abgelehnt worden war. Der Bau des Windparks "Sallachy" mit einer Nennleistung von rund 42,9 MW wurde nunmehr im April 2022 genehmigt.

Polen

In Polen wurde der Windpark "Krzecin" (19,2 MW) fertiggestellt und in Betrieb genommen.

Teilbereich Windenergie auf See

Windenergie auf See national

Die hohe Kompetenz der PNE-Projektentwicklung auf See zeigt sich daran, dass in den vergangenen Jahren bereits acht Windparkprojekte auf See nach der Entwicklung veräußert werden konnten. Das Windenergie-auf-See-Gesetz sieht die Planungen künftiger Projekte zentral durch das Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrografie vor. In Kombination mit dem eingeführten Ausschreibungssystem stellt dies für PNE eine hohe Hürde für künftige Projektentwicklungen in deutschen Gewässern dar.

Im Bereich Windenergie auf See prüft die PNE-Gruppe auch Möglichkeiten zur Erzeugung von anderen Energieträgern wie etwa Wasserstoff auf See. Hierzu werden grundlegende Berechnungen und Untersuchungen durchgeführt, auf deren Basis bei positiver Perspektive mögliche weitergehende Projektaktivitäten stattfinden können.

Windenergie auf See international

Im Berichtszeitraum wurden weitere Anstrengungen zum Einstieg in die Entwicklung von Meereswindparks im Ausland unternommen. Insbesondere werden derzeit in Vietnam die Möglichkeiten zur Projektierung von Windparks auf See geprüft. Dazu wurde ein Büro in Ho-Chi-Minh-Stadt eröffnet.

In Vietnam wird der erforderliche Ausbau des nationalen Stromnetzes in Netzentwicklungsplänen (Power Development Plans -"PDPs") festgelegt. Die Aufnahme in den PDP ist für jedes Projekt die Grundlage weiterer Genehmigungen. In den neuesten Entwurf des PDP8 hat sich PNE mit einem Offshore-Projekt mit bis zu 2.000 MW möglicher Gesamtleistung eingebracht. Dabei handelt es um ein Offshore-Windkraftwerk in drei Bauabschnitten, wovon rund 700 MW in der ersten Phase realisiert werden sollen. Mit der Veröffentlichung des PDP8 wird im Verlauf des Jahres 2022 gerechnet. Der Power Development Plan wird in regelmäßigen zeitlichen Abständen fortgeschrieben.

Allgemein

Im Segment "Projektentwicklung" wurden im ersten Halbjahr 2022 die im Bau befindlichen Projekte weiterbearbeitet und die Wind- und PV-Pipeline weiterentwickelt. Da zum Jahresende 2021 die Projektentwicklungsleistungen für die im Bau befindlichen Projekte abgerechnet werden konnten und aus den Generalunternehmerleistungen für diese Projekte der wesentliche Teil der Umsätze und Ergebnisse erst zum Zeitpunkt des Aufbaus und der Inbetriebnahme der Windkraftanlagen entstehen, werden die Zahlen des Segments "Projektentwicklung" die aktuelle Leistung des Segments im zweiten Halbjahr deutlicher aufzeigen. Die aktuelle COVID-19-Pandemie hat auf die Geschäftstätigkeit des Segments "Projektentwicklung" Auswirkungen in Form von zeitlichen Projektverschiebungen gehabt. Diese Verschiebungen hatten nur geringe Auswirkung auf die Ergebnisse des Segments "Projektentwicklung" im Berichtszeitraum. Es ist jedoch nicht ausgeschlossen, dass dies im Verlauf des Geschäftsjahres 2022 zu Ergebnisverschiebungen im Segment "Projektentwicklung" und im Konzern von 2022 nach 2023 führen könnte.

Das Segment "Projektentwicklung" hat im ersten Halbjahr 2022

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eine Gesamtleistung von 71,4 Mio. Euro (im Vorjahr: 98,6 Mio. Euro),
ein EBITDA von -8,0 Mio. Euro (im Vorjahr: 22,8 Mio. Euro) und
ein EBIT von -9,1 Mio. Euro (im Vorjahr: 21,7 Mio. Euro) erreicht.

Segment "Services"

Im Segment "Services" wird zusammenfassend über Dienstleistungen berichtet. Hierzu zählen unter anderem technisches und kaufmännisches Betriebsmanagement, technische Inspektionen und Prüfungen, Baumanagement, Umspannwerksdienstleistungen, Windplanungen, Stromvermarktungsmanagement und ähnliche Dienstleistungen.

Das internationale Geschäft des Betriebsmanagements und der technischen Inspektionen und Prüfungen wurde im ersten Halbjahr 2022 in den Märkten Schweden und Polen mit zusätzlichen Dienstleistungen ausgeweitet und um den Markt Litauen erweitert. Kennzeichnend für diese Aktivitäten ist, dass es sich hierbei nicht um von der PNE entwickelte Projekte handelt, sondern dass neben dem Kernmarkt Deutschland nunmehr auch erfolgreich in diesen Märkten Dienstleistungen an Drittkunden verkauft werden.

In den polnischen Windparks "Kuslin" und "Krzecin" sowie dem schwedischen Windpark "Hultema", die von PNE entwickelt und verkauft wurden, haben Konzernunternehmen im ersten Halbjahr 2022 bis zur Inbetriebnahme Dienstleistungen im Baumanagement erbracht und sollen auch in der folgenden Betriebsphase weitere Dienstleistungen (Betriebsführung & technische Inspektionen) übernehmen. Mit diesen Projekten setzt die PNE-Gruppe weiterhin erfolgreich die Strategie um, neben der Projektentwicklung auch Dienstleistungen über den gesamten Lebenszyklus in diesen Projekten zu erbringen.

Die Nachfrage nach Transaktionsberatung inklusive der Vermittlung von Stromabnahmeverträgen (PPAs) für ausgeförderte Anlagen sowie nach Vermarktungslösungen hinsichtlich kurzfristiger Absicherungsprodukte für Projekte innerhalb des Marktprämienmodells bleibt vor dem Hintergrund der gegenwärtig hohen Marktpreise hoch. Entsprechend konnten im ersten Halbjahr Stromvermarktungslösungen für weitere zehn externe Windparks mit einer Gesamtleistung von 94,3 MW vermittelt werden.

Über die Tochtergesellschaft energy consult Prüfgesellschaft GmbH bietet die PNE-Gruppe jetzt effiziente und hochqualitative drohnenbasierte visuelle Inspektionen und Blitzschutzprüfungen an den Rotorblättern von Windenergieanlagen an. Dies erfolgt mit eigener Drohne und eigenem Personal, da bei der ausgewählten Lösung erstmals keine spezialisierten Piloten mehr erforderlich sind. Die Stillstandszeit der Anlagen und damit auch der Ertragsausfall für den Betreiber lassen sich auf diese Weise halbieren, da die Rotorblatt-Inspektionen mit denen am Maschinenhaus und Turm kombiniert werden können. Dabei setzt insbesondere die berührungslose Blitzschutzmessung neue Maßstäbe im Markt.

Obwohl im Segment "Services" im ersten Halbjahr 2022 eine höhere Gesamtleistung gegenüber dem Vorjahreszeitraum erbracht werden konnte, fiel das EBITDA und EBIT geringer aus als im Vorjahreszeitraum. Dies ist im Wesentlichen begründet durch höhere Personalkosten aufgrund zusätzlicher Mitarbeiter (+19 Mitarbeiter gegenüber dem 30. Juni 2021).

Die anhaltende COVID-19-Krise hat auf die Geschäftstätigkeit des Segments "Services" nur geringfügige Auswirkungen gehabt, da der größte Teil der Auftragslage im Servicesegment auf Basis von langfristigen Serviceaufträgen erfolgt.

Das Segment "Services" hat im ersten Halbjahr 2022

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eine Gesamtleistung von 11,4 Mio. Euro (im Vorjahr: 10,6 Mio. Euro),
ein EBITDA von 3,1 Mio. Euro (im Vorjahr: 3,4 Mio. Euro) und
ein EBIT von 1,4 Mio. Euro (im Vorjahr: 1,8 Mio. Euro) erreicht.

Segment "Stromerzeugung"

Im Segment "Stromerzeugung" sind alle Aktivitäten von Konzernunternehmen gebündelt, die unmittelbar mit der Erzeugung von Elektrizität aus sauberen Energien befasst sind.

Dieser Bereich beinhaltet im Wesentlichen die von PNE selbst betriebenen Windparks mit einer Nennleistung von derzeit rund 261 MW (zum 30. Juni 2021: rund 151,6 MW) sowie das Holzheizkraftwerk in Silbitz mit rund 5,6 MW. Außerdem umfasst das Segment Anteile an Kommanditgesellschaften, in denen künftige Projekte umgesetzt werden sollen.

Bis zum erfolgreichen Verkauf von Windparks und der Übergabe an die Betreiber werden im Segment "Stromerzeugung" im Rahmen der Segmentberichterstattung laufende Einnahmen dieser Projekte ausgewiesen.

Die saisonale Windverteilung bei gleichbleibenden Abschreibungen und Kosten pro Quartal führt von Quartal zu Quartal dazu, dass in windstarken Quartalen sehr positive Ergebnisse und in windschwachen Quartalen leicht negative bis leicht positive Ergebnisse in Windparks erzielt werden. Im ersten Halbjahr 2022 entspricht die Erzeugung annähernd dem langjährigen Mittel der Windergebnisse, sodass durch die erhöhte Anzahl in Betrieb befindlicher Windkraftanlagen sowie den höheren Strompreisen gegenüber dem Vorjahreszeitraum im Segment "Stromerzeugung" Ergebnisse über den Prognosen erwirtschaftet wurden.

Die anhaltende COVID-19-Krise hat auf die Geschäftstätigkeit des Segments "Stromerzeugung" keine Auswirkungen gehabt. Allerdings hat der Ukraine-Krieg mit der damit einhergehenden potenziellen Gasmangellage zu einer starken Erhöhung der Strompreise geführt, die sich auch im Ergebnis widerspiegelt.

Das Segment "Stromerzeugung" hat im ersten Halbjahr 2022

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eine Gesamtleistung von 35,5 Mio. Euro (im Vorjahr: 11,6 Mio. Euro),
ein EBITDA von 29,8 Mio. Euro (im Vorjahr: 8,0 Mio. Euro) und
ein EBIT von 19,2 Mio. Euro (im Vorjahr: -0,3 Mio. Euro) erzielt.

2. Unternehmensstruktur

Die Änderungen der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen gegenüber dem 31. Dezember 2021 werden im verkürzten Konzernanhang unter "3. Konsolidierungskreis" erläutert.

Gegenüber dem Stand vom 31. Dezember 2021 gab es im operativen Bereich darüber hinaus keine weiteren wesentlichen Änderungen.

3. Organisation und Mitarbeiter

Im Konzern der PNE AG waren zum 30. Juni 2022 insgesamt 499 Personen (im Vorjahr: 458) einschließlich der Vorstände beschäftigt.

Von den Konzernmitarbeitern waren 181 Personen (im Vorjahr: 182 Personen) direkt bei der PNE AG und 318 Personen (im Vorjahr: 276 Personen) bei den Tochtergesellschaften der PNE AG beschäftigt.

Aufgeteilt auf das In- und Ausland sind

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402 Personen (im Vorjahr: 368 Personen) für inländische und
97 Personen (im Vorjahr: 90 Personen) für ausländische Gesellschaften des Konzerns tätig.

4. Allgemeine Rechnungslegungsgrundsätze

Im Finanzbericht über die ersten sechs Monate des Geschäftsjahres 2022 zum 30. Juni 2022 wurden die gleichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden angewandt wie im Konzernabschluss zum 31. Dezember 2021. Die seit 1. Januar 2022 geänderten IFRS Standards haben für den Halbjahresabschluss keine Relevanz.

Der Zwischenabschluss wurde in Übereinstimmung mit den Vorschriften des IAS 34 erstellt. Der Steueraufwand wird in der PNE-Gruppe basierend auf einer Schätzung des in den jeweiligen Gesellschaften zu versteuernden Einkommen ermittelt.

5. Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

Die Zahlen im Text und in den Grafiken wurden kaufmännisch gerundet, geringfügige Rundungsdifferenzen sind jedoch möglich.

Bei der Umsatz- und Ertragslage sind den Werten per 30. Juni 2022 die Werte per 30. Juni 2021 bzw. bei der Vermögens- und Finanzlage die Werte vom 31. Dezember 2021 gegenübergestellt.

a. Umsatz und Ertragslage

Der PNE-Konzern erzielte gemäß IFRS in den ersten sechs Monaten des Geschäftsjahres 2022 eine Gesamtleistung von 105,2 Mio. Euro (im Vorjahr: 93,9 Mio. Euro). Davon entfallen 52,1 Mio. Euro auf Umsatzerlöse (im Vorjahr: 40,7 Mio. Euro), 50,5 Mio. Euro auf Bestandsveränderungen (im Vorjahr: 52,0 Mio. Euro) sowie 2,6 Mio. Euro auf sonstige betriebliche Erträge (im Vorjahr: 1,2 Mio. Euro).

In den ersten sechs Monaten 2022 wurden:

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im Segment "Projektentwicklung" interne Umsätze an ein anderes Segment von 59,9 Mio. Euro (im Vorjahr: 45,1 Mio. Euro) u. a. für Generalunternehmer- und Projektentwicklungsleistungen für die eigenen Windparks sowie externe Umsätze von 8,7 Mio. Euro (im Vorjahr: 21,4 Mio. Euro) u. a. aus dem Projektverkauf in Frankreich erzielt.

im Segment "Services" externe Umsätze von 8,7 Mio. Euro (im Vorjahr: 8,1 Mio. Euro) und interne Umsätze von 2,0 Mio. Euro (im Vorjahr: 2,1 Mio. Euro) abgerechnet. Die wesentlichen Umsätze wurden

aus kaufmännischem und technischem Betriebsmanagement,
aus Baumanagementdienstleistungen,
aus Windplanungsleistungen /​ Windmessungen,
aus Stromvermarktungsmanagement,
aus Dienstleistungen im Bereich Service, Wartung und Prüfung von Betriebsmitteln, Schulungen für Fachkräfte und dem Service für Arbeiten an z. B. Hindernisbefeuerungssystemen sowie
aus Umspannwerksdienstleistungen erzielt.

Der Anstieg der Umsätze gegenüber dem Vorjahreszeitraum ist u. a. begründet in den zusätzlichen Dienstleistungen im Baumanagementbereich bei bereits veräußerten Projekten und dem Anstieg der zu betreuenden Erneuerbare-Energien-Projekte im kaufmännischen und technischen Betriebsmanagement.

Bemerkenswert ist dabei, dass ein signifikanter Teil der internen Leistungen /​ Umsätze zur Vermeidung von externen Kosten im Konzern führte.

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im Segment "Stromerzeugung" im Berichtszeitraum 34,7 Mio. Euro (im Vorjahr: 11,2 Mio. Euro) an externen Umsätzen erzielt. Im Wesentlichen entfielen diese Umsätze auf Windparks im Eigenbestand in Höhe von 31,8 Mio. Euro (im Vorjahr: 10,0 Mio. Euro) sowie auf die Umsätze des HKW "Silbitz" mit 2,9 Mio. Euro (im Vorjahr: 1,2 Mio. Euro). Ein wesentlicher Grund für die höheren Umsätze ist, dass im Berichtszeitraum 2022 eine höhere Anzahl in Betrieb befindlicher Windkraftanlagen Strom erzeugten sowie höhere Strompreise gegenüber dem Vorjahreszeitraum erzielt werden konnten.

In den ersten sechs Monaten des Geschäftsjahres 2022, wie auch im Vorjahr, wurden die erbrachten Leistungen für die im Eigenbesitz befindlichen Projekte über die Bestandsveränderungen gezeigt.

Erläuterung:

Da die Windparks in Eigenbesitz unabhängig von ihrer aktuellen oder künftigen Gesellschafterstruktur selbst betrieben und zur Stromerzeugung genutzt wurden, erfolgte der Ausweis der Windparks ab dem Zeitpunkt der Veräußerung im Konzern gem. IAS 16 als Anlagevermögen. Die Umgliederung aus dem Konzernvorratsvermögen in das Konzernanlagevermögen erfolgt dabei ohne Berührung der Gewinn- und Verlustrechnung und führt dementsprechend zu keiner Veränderung der Gewinn- und Verlustrechnungsposition "Erhöhung /​ Verminderung des Bestandes an unfertigen Erzeugnissen und Leistungen".

In den sonstigen betrieblichen Erträgen werden u. a. die Auflösung von Rückstellungen im Zusammenhang mit dem Bau von Windparkprojekten, Einzelwertberichtigungen und Weiterberechnungen abgebildet.

Die Aktivitäten des Konzerns in der Projektentwicklung im In- und Ausland, an Land wie auf See, spiegeln sich auch in den Aufwandspositionen wider. Der Konzern-Gesamtleistung steht ein Materialaufwand von 57,8 Mio. Euro (im Vorjahr: 53,9 Mio. Euro) gegenüber. Im Vergleich zum Vorjahr hat sich die Materialaufwandsquote (Materialaufwand im Verhältnis zur Gesamtleistung) im Konzern von 57 Prozent auf 55 Prozent nur geringfügig verändert.

Der Personalaufwand belief sich in den ersten sechs Monaten des Geschäftsjahres 2022 auf 19,0 Mio. Euro im Konzern und stieg gegenüber dem Wert der Vorjahresperiode (18,2 Mio. Euro) um 0,8 Mio. Euro an. Die Mitarbeiteranzahl per 30. Juni 2022 ist im Konzern auf 499 Personen angestiegen (per 30. Juni 2021: 458 Mitarbeiter). Im ersten Halbjahr 2022 waren im Durchschnitt im Konzern 498 Personen (im Vorjahr: 459 Personen) beschäftigt. In diesen Zahlen ist der Vorstand mit zwei Mitgliedern (im Vorjahr: zwei Mitglieder) enthalten. Die Erhöhung der Mitarbeiterzahl erfolgt im Rahmen der Anpassung der Organisation an die neue Strategie, die der Konzern mit dem "Scale up"-Programm verfolgt. Ein weiterer Grund für den Anstieg des Personalaufwands sind die gestiegenen Einstiegsgehälter und die variablen Vergütungen für Mitarbeiter, die für qualifiziertes Personal marktüblich bezahlt werden müssen.

Der Personalaufwand verteilt sich auf die Segmente wie folgt:

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"Projektentwicklung" mit 13,9 Mio. Euro (im Vorjahr: 13,6 Mio. Euro),
"Services" mit 4,6 Mio. Euro (im Vorjahr: 4,1 Mio. Euro) und
"Stromerzeugung" mit 0,5 Mio. Euro (im Vorjahr: 0,5 Mio. Euro).

Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte des Anlagevermögens, Sachanlagen und Nutzungsrechte erhöhten sich um 2,4 Mio. Euro gegenüber dem Vorjahreszeitraum auf 13,4 Mio. Euro (im Vorjahr: 11,0 Mio. Euro). Die Erhöhung lag im Wesentlichen an der durchschnittlich höheren Anzahl an Windenergieanlagen im Konzern (Segment "Stromerzeugung") gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte des Anlagevermögens, Sachanlagen, Nutzungsrechte und langfristige finanzielle Vermögensgegenstände verteilen sich auf die Segmente wie folgt:

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"Projektentwicklung" mit 1,1 Mio. Euro (im Vorjahr: 1,1 Mio. Euro),
"Services" mit 1,7 Mio. Euro (im Vorjahr: 1,6 Mio. Euro) und
"Stromerzeugung" mit 10,6 Mio. Euro (im Vorjahr: 8,3 Mio. Euro).

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind im Wesentlichen in Bezug mit dem weiteren Aufbau und dem laufenden Betrieb der im Konzern befindlichen Windparks und dem HKW Silbitz zu sehen. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen veränderten sich gegenüber dem Vorjahreszeitraum von 8,5 Mio. Euro auf 10,9 Mio. Euro.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen, vor Konsolidierungseffekten, verteilen sich auf die Segmente wie folgt:

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"Projektentwicklung" mit 6,7 Mio. Euro (im Vorjahr: 6,7 Mio. Euro),
"Services" mit 1,6 Mio. Euro (im Vorjahr: 0,9 Mio. Euro) und
"Stromerzeugung" mit 4,5 Mio. Euro (im Vorjahr: 2,9 Mio. Euro).

Die sonstigen Zinsen und ähnlichen Erträge veränderten sich gegenüber dem Vorjahreszeitraum von 3,8 Mio. Euro auf 23,1 Mio. Euro. Im Wesentlichen liegt die Veränderung an der Bewertung der abgeschlossenen Zins-SWAPs im Rahmen der Projektfinanzierungen. Steigende Marktzinsen führen bei einer Bewertung der Zins-SWAPs zu einem Zinsertrag, welcher im Berichtszeitraum 2022 in Höhe von 15,5 Mio. Euro (im Vorjahr: 3,5 Mio. Euro) im Konzern (Segment "Stromerzeugung") verbucht wurde. Zudem wurde im Berichtszeitraum aufgrund der notwendigen Folgebewertung der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten ein Ertrag in Höhe von 7,5 Mio. Euro (im Vorjahr: 0,0 Mio. Euro) erfolgswirksam in den sonstigen Zinsen und ähnlichen Erträgen erfasst. Hierbei handelt es sich um einen außergewöhnlich hohen Effekt, der auf den starken Anstieg des Zinsniveaus insbesondere infolge des Ukraine-Kriegs und der zunehmenden Inflation in den letzten Monaten zurückzuführen ist. Aufgrund dieses Anstiegs mussten die Annahmen zu den bisher erwarteten Zins-Zahlungsströmen nach Ablauf der Zinsbindungsperiode angepasst werden. Für die Zeit nach Ablauf der Zinsbindungsperiode wurden daher entsprechend höhere Zinszahlungen veranschlagt. Zudem wurde der erwartete Effektivzins an die Markterwartungen angepasst. Obwohl sich zwar die ermittelten Zinssätze für die variablen Zahlungsströme und die Abzinsung in vergleichbarem Ausmaß ändern, kommt es in der teilweise noch bis zu neun Jahren andauernden Zinsbindungsperiode zu keiner Änderung der tatsächlichen Zahlungsströme. Aufgrund der Änderung des Effektivzinssatzes werden jedoch auch diese vergleichsweise niedrigen Zahlungsströme bis zum Ablauf der Zinsbindung mit dem neuen, deutlich höheren ermittelten Effektivzins abgezinst. Dieser Effekt führt im Wesentlichen zu dem zum 30. Juni 2022 auszuweisenden Ertrag. In der Folge werden über die verbleibende Laufzeit der Darlehen entsprechend höhere Zinsaufwendungen, als bislang angenommen, erfasst werden, die sich auf Basis der Effektivzinsmethode berechnen. Diese ermittelten Zinsaufwendungen entsprechen nicht den tatsächlichen Zinszahlungen, die insbesondere während der Zinsbindungsperiode noch deutlich unterhalb des zu erfassenden Aufwandes liegen können.

Die Zinsen und ähnlichen Aufwendungen veränderten sich im Konzern gegenüber dem Vorjahreszeitraum von 4,2 Mio. Euro auf 7,4 Mio. Euro. Im Berichtszeitraum 2022 führten Bewertungen von einzelnen Zins-SWAPs zu einem Zinsaufwand von 1,0 Mio. Euro (im Vorjahr: 0,0 Mio. Euro). Die Zinsen und ähnlichen Aufwendungen fielen im Wesentlichen an im Zusammenhang mit

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der Anleihe 2018/​2023 (1,5 Mio. Euro),
den Eigen- und Fremdfinanzierungen von Windparkprojekten und von den Portfolio GmbHs (2,6 Mio. Euro),
der Anwendung des IFRS 16 "Leasing" (0,9 Mio. Euro),
der Bewertung der abgeschlossenen Zins-SWAPs im Rahmen der Projektfinanzierungen von Windparkprojekten (1,0 Mio. Euro) und
sonstigen Themen wie z. B. Gebäudefinanzierung am Stammsitz in Cuxhaven oder Effektivverzinsungen von finanziellen Verbindlichkeiten (1,4 Mio. Euro).

Erläuterung:

Bei finanziellen Verbindlichkeiten, deren Verzinsung zu besonderen Konditionen abgeschlossen wurde (z. B. aufgrund von KfW-Förderungen) ist der Marktzins zu verwenden, der für ein vergleichbares Instrument ähnlicher Bonitätsbeurteilung gelten würde. Die Differenz wird nach der Effektivzinsmethode über die Laufzeit des zugrunde liegenden Instruments verteilt. Der Effektivzinssatz ist der Zinssatz, mit dem die geschätzten künftigen Ein- und Auszahlungen über die erwartete Laufzeit auf den Nettobuchwert abgezinst werden. Mittels der Effektivzinsmethode werden durch Amortisation Zinserträge bzw. -aufwendungen auf der Basis sämtlicher erwarteter Zahlungsströme über die Laufzeit der finanziellen Verbindlichkeit verteilt. Die Anwendung der Effektivzinsmethode erfolgt nach vollständiger Inanspruchnahme der vereinbarten Finanzierung und nach Inbetriebnahme der dadurch finanzierten Projekte. Folgebewertungen werden unter Anwendungen der Effektivzinsmethode im Konzern durchgeführt, wenn sich bei den im Konzern regelmäßig stattfindenden Überprüfungen der Markterwartungen ergibt, dass sich diese wesentlich verändert haben.

Es wurden Werte ("stille Reserven") geschaffen, die nicht sofort erkennbar sind. Diese stehen im Zusammenhang mit dem Aufbau unseres Windparkportfolios im Eigenbesitz. Aufgrund der Investitionen in eigene Windparkprojekte sind von der Gesellschaft auf Konzernebene Gewinne vor Steuern eliminiert worden, die die Gesellschaft als "stille Reserven" definiert. Diese "stillen Reserven" entsprechen somit den im Rahmen der Konzernabschlusserstellung eliminierten Zwischengewinnen aus der Veräußerung der Windparks zwischen Gesellschaften des Konsolidierungskreises. Ob diese Gewinne bei einem Verkauf in der Zukunft auch so wie aktuell kalkuliert erzielt werden können, hängt davon ab, dass die unterstellten Marktbedingungen der Projektkalkulationen (z. B. Renditeerwartung der Investoren) sich nicht verändern. Die geschaffenen Werte ("stille Reserven") aus den konzerneigenen Projekten werden über die Nutzungsdauer der Projekte nach und nach, durch die geringere Abschreibungsbemessungsgrundlage im Konzern, aufgedeckt. Diese Aufdeckung der Werte ("stille Reserven") führt über die Laufzeit zu Ergebnisverbesserungen und entsprechend in der Höhe der Aufdeckung zu einer Verbesserung der Konzern-Eigenkapitalquote. Die bisherige Aufdeckung der Werte beträgt bis zum 30. Juni 2022 insgesamt 12,6 Mio. Euro, davon wurden im Berichtszeitraum 3,9 Mio. Euro (im Vorjahreszeitraum: 1,7 Mio. Euro) aufgedeckt. Aufgrund der Investitionen in eigene Projekte sind im Berichtszeitraum 6,0 Mio. Euro ( i m Vorjahreszeitraum: 20,4 Mio. Euro) an Gewinnen vor Steuern eliminiert worden. Somit bestehen auf Konzernebene per 30. Juni 2022 "stille Reserven" in Höhe von insgesamt 136,8 Mio. Euro (im Vorjahr: 100,3 Mio. Euro) (unter Berücksichtigung der Aufdeckung der "stillen Reserven").

Im Konzern wurde ein Steueraufwand von 9,7 Mio. Euro im Geschäftsjahr ausgewiesen (im Vorjahr: 1,1 Mio. Euro).

Auf Konzernebene wurden in den ersten sechs Monaten des Geschäftsjahres 2022, ohne die zeitlich nach hinten verschobenen Ergebnisse aus dem Aufbau eines Windparkportfolios, folgende Ergebnisse erzielt:

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ein Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA = EBIT zzgl. Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen, Nutzungsrechte sowie auf Geschäfts- oder Firmenwerte) in Höhe von 17,5 Mio. Euro (im Vorjahr: 13,3 Mio. Euro),
ein Betriebsergebnis (EBIT = entspricht dem in der Konzern-Gesamtergebnisrechnung ausgewiesenen Wert in der Zeile "Betriebsergebnis") von 4,1 Mio. Euro (im Vorjahr: 2,3 Mio. Euro).

Das Konzern-Ergebnis nach Anteilen nicht beherrschender Gesellschafter am Ergebnis belief sich auf 10,4 Mio. Euro (im Vorjahr: 1,0 Mio. Euro). Das unverwässerte Konzern-Ergebnis je Aktie belief sich auf 0,14 Euro (im Vorjahr: 0,01 Euro) und das verwässerte Konzern-Ergebnis je Aktie auf 0,14 Euro (im Vorjahr: 0,01 Euro).

Unter Berücksichtigung des Geschäftsergebnisses und der Dividendenzahlung veränderte sich der Bilanzgewinn im Konzern im Berichtszeitraum auf 77,7 Mio. Euro (31. Dezember 2021: 73,4 Mio. Euro).

b. Finanzlage

Das Finanzmanagement der PNE AG und des PNE-Konzerns ist darauf ausgerichtet, ausreichend Liquidität

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für die Finanzierung der laufenden Geschäftstätigkeit bereitzustellen,
um die Voraussetzungen zur Umsetzung der Strategieerweiterung zu schaffen sowie
um den Risiken aus dem Projektgeschäft zu begegnen.

Die Finanzierung erfolgt dabei auf Ebene der jeweiligen Projektgesellschaften in Form von Darlehen sowie auf Ebene der PNE AG u. a. durch die Emission von Anleihen. Derivative Finanzinstrumente wie Zins-SWAPs werden in der Regel nur auf Ebene der Projektgesellschaften eingesetzt, um Zinsrisiken variabel verzinslicher Darlehen abzusichern. Zum 30. Juni 2022 bestanden derivative Finanzinstrumente in Bezug auf mehrere Projektfinanzierungen der Windparks im Konzern.

Über die Liquiditätssituation und die finanzielle Lage des Konzerns gibt die Kapitalflussrechnung Aufschluss. Zum 30. Juni 2022 stand den Konzernunternehmen eine Liquidität inkl. Kreditlinien für Projektzwischenfinanzierungen in Höhe von 241,9 Mio. Euro zur Verfügung, die in Höhe von 2,9 Mio. Euro an Kreditinstitute verpfändet ist (per 31. Dezember 2021: 228,0 Mio. Euro, davon 1,9 Mio. Euro verpfändet).

Die zur Verfügung stehende Liquidität gliedert sich auf in

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Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente in Höhe von 160,7 Mio. Euro (per 31. Dezember 2021: 149,6 Mio. Euro),
zur Verfügung stehende freie Betriebsmittellinien in Höhe von 14,5 Mio. Euro (per 31. Dezember 2021: 15,1 Mio. Euro) und
zur Verfügung stehende freie Projektfremdkapital-zwischenfinanzierungen in Höhe von 66,7 Mio. Euro (per 31. Dezember 2021: 63,3 Mio. Euro).

Für weitere Eigenkapitalzwischenfinanzierungen von Projekten besteht eine Vereinbarung (Letter of Intent) mit einer Bank in Höhe von bis zu 27,1 Mio. Euro, auf deren Basis jeweils nach Inbetriebnahme der Projekte gesonderte Eigenkapitalzwischenfinanzierungen abgeschlossen werden können. Per 30. Juni 2022 waren davon bereits 17,3 Mio. Euro in Anspruch genommen worden.

Der Konzern verfügt zum 30. Juni 2022 über Betriebsmittellinien in Höhe von 15,1 Mio. Euro (per 31. Dezember 2021: 15,1 Mio. Euro) und Linien für Gewährleistungs- und Vertragserfüllungsavale (ohne von Banken gewährte Avallinien in Zusammenhang mit laufenden Projektfinanzierungen) in Höhe von 40,0 Mio. Euro (per 31. Dezember 2021: 34,2 Mio. Euro). Die Betriebsmittellinien waren per 30. Juni 2022 mit 0,6 Mio. Euro (per 31. Dezember 2021: 0,0 Mio. Euro) in Anspruch genommen und die Linien für Gewährleistungs- und Vertragserfüllungsavale waren per 30. Juni 2022 mit 8,0 Mio. Euro (per 31. Dezember 2021: 4,8 Mio. Euro) in Anspruch genommen.

Der in der Kapitalflussrechnung ausgewiesene Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit in Höhe von 1,6 Mio. Euro (im Vorjahr: -38,8 Mio. Euro) war im Wesentlichen geprägt

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von dem Konzern-Ergebnis des Berichtszeitraums,
von der Weiterentwicklung der Wind- und Photovoltaikpipeline und der Realisierung von Windparkprojekten, welche sich in den Veränderungen bei den Vorräten, Forderungen und Verbindlichkeiten abzeichnen und im Wesentlichen durch Projektzwischenfinanzierungen finanziert wurden (siehe auch Cashflow aus Finanzierungstätigkeit).

Beim Cashflow aus der Investitionstätigkeit wurden im Berichtszeitraum Aus- und Einzahlungen für Investitionen in das Konzernanlagevermögen und die immateriellen Vermögenswerte in Höhe von in Summe -52,3 Mio. Euro (im Vorjahr in Summe: -23,2 Mio. Euro) getätigt. Die Investitionen in Sachanlagen bezogen sich in den ersten sechs Monaten des Geschäftsjahrs 2022 und im Vorjahresberichtszeitraum im Wesentlichen auf Investitionen für die Umsetzung der Windparks für das im Aufbau befindliche Windparkportfolio (Segment "Stromerzeugung") und in Umspannwerke für diese Windparkprojekte (Segment "Services").

Im Berichtszeitraum war der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit in Höhe von 61,8 Mio. Euro (im Vorjahr: 67,3 Mio. Euro) im Wesentlichen geprägt durch

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die Ausgabe der Anleihe 2022/​2027 in Höhe von 55,0 Mio. Euro bei Transaktionskosten von -1,3 Mio. Euro sowie der anteiligen Tilgung der Anleihe 2018/​2023 in Höhe von -32,1 Mio. Euro,
die Inanspruchnahme von Bankkrediten in Höhe von 58,6 Mio. Euro, die im Wesentlichen zur Projektfinanzierung der Windparkprojekte im Eigenbestand verwendet wurden,
die Tilgung von Kreditverbindlichkeiten in Höhe von -8,8 Mio. Euro,
die Tilgung von Leasingverbindlichkeiten (nach IFRS 16 als Auszahlung im Cashflow aus Finanzierungstätigkeit darzustellen) in Höhe von -3,6 Mio. Euro und
der Dividendenzahlung für das vorherige Geschäftsjahr in Höhe von -6,1 Mio. Euro.

c. Vermögenslage

Aktiva

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in Mio. Euro 30.6.2022 31.12.2021
Summe der langfristigen Vermögenswerte 504,7 463,5
Immaterielle Vermögenswerte 63,8 64,0
Sachanlagen 301,0 273,5
Nutzungsrechte 69,2 64,7
Langfristige finanzielle Vermögenswerte 12,4 2,6
Latente Steuern 58,3 58,7
Summe der kurzfristigen Vermögenswerte 378,1 363,5
Vorräte 164,5 163,7
Forderungen und sonstige Vermögenswerte 51,6 49,5
Steuerforderungen 1,3 0,7
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 160,7 149,6
Bilanzsumme 882,8 827,0

Zum Stichtag betrug die Konzernbilanzsumme der PNE AG insgesamt 882,8 Mio. Euro. Damit hat sich der Wert um rund 6,8 Prozent im Vergleich zum 31. Dezember 2021 (827,0 Mio. Euro) verändert.

Die langfristigen Vermögenswerte nahmen insgesamt von 463,5 Mio. Euro zum Jahresende 2021 auf aktuell 504,7 Mio. Euro zu.

Zum 30. Juni 2022 summierten sich die immateriellen Vermögenswerte auf 63,8 Mio. Euro, welche im Wesentlichen die Firmenwerte in Höhe von 63,3 Mio. Euro (per 31. Dezember 2021: 63,3 Mio. Euro) enthalten, und blieben damit ungefähr auf dem Stand vom 31. Dezember 2021. Die Firmenwerte verteilen sich per 30. Juni 2022 auf die Segmente wie folgt:

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"Projektentwicklung": 52,9 Mio. Euro (per 31. Dezember 2021: 52,9 Mio. Euro),
"Services": 10,4 Mio. Euro (per 31. Dezember 2021: 10,4 Mio. Euro).

Im selben Zeitraum veränderten sich die Sachanlagen um 27,5 Mio. Euro auf 301,0 Mio. Euro (31. Dezember 2021: 273,5 Mio. Euro). Hierunter fallen im Wesentlichen

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Grundstücke und Bauten: 13,2 Mio. Euro (per 31. Dezember 2021: 13,0 Mio. Euro),
im Besitz befindliche Umspannwerke: 17,8 Mio. Euro (per 31. Dezember 2021: 18,6 Mio. Euro),
die technischen Anlagen und Maschinen der im eigenen Besitz befindlichen Windparks: 257,7 Mio. Euro (per 31. Dezember 2021: 234,9 Mio. Euro) und
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung: 4,7 Mio. Euro (per 31. Dezember 2021: 4,1 Mio. Euro).

Die Veränderung der Sachanlagen ist im Wesentlichen auf das "wachsende" Windparkportfolio bei einhergehenden Abschreibungen auf die Sachanlagen der Windparks und die Anwendung der Effektivzinsmethode aufgrund von KfW-Förderungen zurückzuführen.

Erläuterung:

Bei finanziellen Verbindlichkeiten, deren Verzinsung zu besonderen Konditionen abgeschlossen wurde (z. B. aufgrund von KfW-Förderungen), ist der Marktzins zu verwenden, der für ein vergleichbares Instrument ähnlicher Bonitätsbeurteilung gelten würde. Die Differenz wird nach der Effektivzinsmethode über die Laufzeit des zugrunde liegenden Instruments verteilt. Die Anwendung der Effektivzinsmethode erfolgt nach vollständiger Inanspruchnahme der vereinbarten Finanzierung und nach Inbetriebnahme der dadurch finanzierten Projekte. Entsprechend erfolgt zu diesem Zeitpunkt eine Verrechnung mit den Anschaffungskosten der durch die Finanzierung hergestellten Windkraftanlagen. Dies veränderte das Sachanlagevermögen bis einschließlich 30. Juni 2022 in Höhe von -29,8 Mio. Euro und die ausgewiesenen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von -37,3 Mio. Euro. Der Differenzbetrag resultiert aus der Folgebewertung der finanziellen Verbindlichkeiten (siehe dazu "Zinsen und ähnliche Erträge" unter dem Punkt "Umsatz und Ertragslage").

IFRS 16 regelt die Bilanzierung von Leasingverhältnissen. Nach dem Standard besteht eine grundsätzliche Bilanzierungspflicht von Rechten und Pflichten aus Leasingverhältnissen beim Leasingnehmer. Demzufolge bilanzieren Leasingnehmer das Nutzungsrecht aus einem Leasinggegenstand (sog. right-of-use asset) entweder im Anlagevermögen unter der Bilanzposition "Nutzungsrechte" (langfristige Vermögenswerte wie z. B. Windparks im Eigenbetrieb oder für den Eigenbetrieb geplante Windparks) oder unter der Bilanzposition "Vorräte" (kurzfristige Vermögenswerte wie z. B. Windparkprojekte, die während oder nach dem Bau verkauft werden sollen). Es handelt sich bei den "Nutzungsrechten" im PNE-Konzern u. a. um Rechte aus Leasingverträgen (z. B. Kfz-Leasing), Mietverträgen (z. B. für das Gebäude in Husum) und Pachtverträgen (z. B. im Zusammenhang mit den Windparks im eigenen Bestand oder Windparks im Bau). Zum 30. Juni 2022 wurden im Konzern right-of-use assets unter den Nutzungsrechten des Anlagevermögens in Höhe von 69,2 Mio. Euro (per 31. Dezember 2021: 64,7 Mio. Euro) ausgewiesen. Die Nutzungsrechte verteilen sich per 30. Juni 2022 auf die Segmente wie folgt:

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"Projektentwicklung": 9,3 Mio. Euro (per 31. Dezember 2021: 9,7 Mio. Euro),
"Services": 5,2 Mio. Euro (per 31. Dezember 2021: 5,3 Mio. Euro) und
"Stromerzeugung": 54,6 Mio. Euro (per 31. Dezember 2021: 49,7 Mio. Euro).

Für alle im Anwendungsbereich von IAS 36 liegenden Vermögenswerte (insb. immaterielle Vermögenswerte (IAS 38), Geschäftsoder Firmenwerte (IFRS 3), Sachanlagen (IAS 16) sowie als Finanzinvestition gehaltene Immobilien, die zu Anschaffungskosten bewertet werden (IAS 40)) hat der Bilanzierende zu jedem Abschlussstichtag einzuschätzen, ob ein Anhaltspunkt (triggering event) für eine Wertminderung (impairment loss) vorliegt. Obgleich die durch die COVID-19-Pandemie bedingten Auswirkungen auf die Wirtschaft auch gewisse Implikationen für die PNE AG mit sich bringen, ergeben sich nach Ansicht des Vorstands keine Hinweise darauf, dass die Werthaltigkeit der ausgewiesenen Geschäfts- oder Firmenwerte zum 30. Juni 2022 gemindert sein könnte.

Die langfristigen finanziellen Vermögenswerte haben sich zum 30. Juni 2022 von 2,6 Mio. Euro (per 31. Dezember 2021) auf 12,4 Mio. Euro erhöht. In dieser Position sind die anteiligen langfristigen Darlehensforderungen aus den im Konzern (Segment "Stromerzeugung") getätigten SWAP-Geschäften mit 9,9 Mio. Euro (per 31. Dezember 2021: 1,0 Mio. Euro) enthalten. Weitere anteilige Darlehensforderungen aus den SWAP-Geschäften sind in Höhe von 0,6 Mio. Euro (per 31. Dezember 2021: 0,1 Mio. Euro) in den kurzfristigen Vermögenswerten (Forderungen und sonstige Vermögenswerte) enthalten.

Bei den kurzfristigen Vermögenswerten war im Berichtszeitraum eine Veränderung von 363,5 Mio. Euro (31. Dezember 2021) auf 378,1 Mio. Euro per 30. Juni 2022 zu verzeichnen. Im Wesentlichen ist diese Veränderung auf den Anstieg der Liquiden Mittel zurückzuführen. Von den kurzfristigen Vermögenswerten entfallen 25,4 Mio. Euro auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (31. Dezember 2021: 29,5 Mio. Euro), die im Wesentlichen aus Projektabrechnungen für Projektentwicklungs- und Generalunternehmerleistungen für Windparks und Meilensteinforderungen stammen.

Die unter den Vorräten ausgewiesenen unfertigen Leistungen veränderten sich nicht wesentlich gegenüber dem 31. Dezember 2021 und betrugen weiterhin 122,5 Mio. Euro. Die Vorräte spiegeln im Wesentlichen die Weiterentwicklung der Pipeline und die in Umsetzung befindlichen Windparkprojekte wider.

Die unfertigen Leistungen gliedern sich im Wesentlichen wie folgt auf:

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Projekte an Land /​ national: 97,9 Mio. Euro (per 31. Dezember 2021: 100,4 Mio. Euro),
Projekte an Land /​ international: 24,6 Mio. Euro (per 31. Dezember 2021: 22,1 Mio. Euro).

In den Vorräten waren zum 30. Juni 2022 right-of-use assets in Höhe von 34,8 Mio. Euro ausgewiesen (per 31. Dezember 2021: 42,1 Mio. Euro), die dem Segment "Stromerzeugung" zuzurechnen sind.

Die in den Vorratsbeständen befindlichen geleisteten Anzahlungen für im Bau befindliche Onshore-Projekte haben sich von 40,9 Mio. Euro um 0,7 Mio. Euro auf 41,6 Mio. Euro verändert.

Die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente betrugen 160,7 Mio. Euro zum 30. Juni 2022, die in Höhe von 2,9 Mio. Euro an Kreditinstitute verpfändet sind (per 31. Dezember 2021: 149,6 Mio. Euro, davon 1,9 Mio. Euro verpfändet).

Die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente verteilten sich per 30. Juni 2022 auf die Segmente wie folgt:

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"Projektentwicklung": 117,2 Mio. Euro (per 31. Dezember 2021: 126,2 Mio. Euro),
"Services": 0,9 Mio. Euro (per 31. Dezember 2021: 1,1 Mio. Euro) und
"Stromerzeugung": 42,6 Mio. Euro (per 31. Dezember 2021: 22,3 Mio. Euro).

Die im Segment "Stromerzeugung" ausgewiesenen Zahlungsmittel sind zum Teil bereits abgerufene Projektfinanzierungsmittel, welche zum weiteren Aufbau der Projekte benötigt werden.

Passiva

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in Mio. Euro 30.6.2022 31.12.2021
Eigenkapital 225,5 221,8
Abgegrenzte Zuwendungen der öffentlichen Hand 0,6 0,7
Rückstellungen 7,5 6,7
Langfristige Verbindlichkeiten 524,9 495,2
Kurzfristige Verbindlichkeiten 94,6 77,4
Abgegrenzte Umsatzerlöse 29,7 25,2
Bilanzsumme 882,8 827,0

Das Konzerneigenkapital veränderte sich zum 30. Juni 2022 von 221,8 Mio. Euro (31. Dezember 2021) auf 225,5 Mio. Euro. Die Eigenkapitalquote des Konzerns betrug zum 30. Juni 2022 rund 26 Prozent (per 31. Dezember 2021: rund 27 Prozent).

Am 30. Juni 2022 betrug die Gesamtzahl der Aktien der PNE AG 76.603.334 Stück (per 31. Dezember 2021: 76.603.334 Stück). Der Bestand an eigenen Aktien hat sich im Berichtszeitraum nicht verändert und betrug 266.803 Aktien per 30. Juni 2022.

Die langfristigen Verbindlichkeiten veränderten sich laut Bilanz von 495,2 Mio. Euro (31. Dezember 2021) auf 524,9 Mio. Euro. Die Position besteht laut Bilanz hauptsächlich aus langfristigen Finanzverbindlichkeiten in Höhe von 513,2 Mio. Euro (per 31. Dezember 2021: 488,8 Mio. Euro).

Im Berichtszeitraum hat die PNE AG eine Anleihe 2022/​2027 mit einem Volumen von 55,0 Mio. Euro am Markt platziert. Im Rahmen der Platzierung der Anleihe 2022/​2027 bestand für die Anleihegläubiger der Anleihe 2018/​2023 die Möglichkeit, die bisherige Anleihe gegen die neue Anleihe umzutauschen. Dieses Angebot wurde in Höhe von 32.073.000,00 Euro von den Anleihegläubigern genutzt. Für die restlichen Anleihen 2018/​2023 in Höhe von 17.927.000,00 Euro hat die PNE AG am 29. Juni 2022 von ihrem Recht Gebrauch gemacht, sämtliche der noch ausstehenden Anleihen 2018/​2023 unter Einhaltung der Mindestkündigungsfrist von 30 Tagen sowie der Höchstkündigungsfrist von 60 Tagen vorzeitig mit Wirkung zum 29. Juli 2022 zu kündigen. Somit werden sich die kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten im Juli 2022 um den aktuellen Wert der Anleihe 2018/​2023 in Höhe von rd. 17,9 Mio. Euro reduzieren.

In den langfristigen Finanzverbindlichkeiten sind im Wesentlichen:

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die im Geschäftsjahr 2018 platzierte Anleihe 2018/​2023 mit einem Buchwert von 0,0 Mio. Euro (per 31. Dezember 2021: 49,5 Mio. Euro),
die im Geschäftsjahr 2022 platzierte Anleihe 2022/​2027 mit einem Buchwert von 53,7 Mio. Euro (per 31. Dezember 2021: 0,0 Mio. Euro),
langfristige Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten im Volumen von 350,6 Mio. Euro (per 31. Dezember 2021: 330,4 Mio. Euro) und
Verbindlichkeiten aus Leasingverhältnissen in Höhe von 107,9 Mio. Euro (per 31. Dezember 2021: 103,7 Mio. Euro) enthalten.

Die wesentlichen langfristigen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten betreffen "non-recourse" Projektfinanzierungen von Windparkprojekten, die im eigenen Bestand gehalten werden (Segment "Stromerzeugung").

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten verteilen sich per 30. Juni 2022 auf die Segmente wie folgt:

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"Projektentwicklung": 8,5 Mio. Euro (davon langfristig 7,3 Mio. Euro),
"Stromerzeugung": 368,7 Mio. Euro (davon langfristig 343,3 Mio. Euro),
"Services": 0,0 Mio. Euro (davon langfristig 0,0 Mio. Euro).

Im Wesentlichen aufgrund des IFRS 16 "Leasingverhältnisse" werden rund 107,9 Mio. Euro (per 31. Dezember 2021: 103,7 Mio. Euro) Verbindlichkeiten aus Leasingverhältnissen unter den langfristigen Verbindlichkeiten und rund 5,7 Mio. Euro (per 31. Dezember 2021: 6,9 Mio. Euro) unter den kurzfristigen Verbindlichkeiten zum 30. Juni 2022 ausgewiesen.

Die Verbindlichkeiten aus Leasingverhältnissen teilen sich per 30. Juni 2022 auf die Segmente wie folgt auf:

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"Projektentwicklung": 9,8 Mio. Euro (davon langfristig 8,5 Mio. Euro),
"Stromerzeugung": 97,4 Mio. Euro (davon langfristig 93,7 Mio. Euro),
"Services": 6,4 Mio. Euro (davon langfristig 5,7 Mio. Euro).

In den ersten sechs Monaten des Geschäftsjahres 2022 veränderten sich die kurzfristigen Verbindlichkeiten von 77,4 Mio. Euro (31. Dezember 2021) auf 94,6 Mio. Euro. Die in dieser Position enthaltenen kurzfristigen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten veränderten sich von 21,3 Mio. Euro (31. Dezember 2021) auf 26,6 Mio. Euro. Die im Juni gekündigte und im Juli zurück zu zahlende Anleihe 2018/​2023 ist per 30. Juli 2022 mit einem Wert von 17,9 Mio. Euro in den kurzfristigen Verbindlichkeiten abgebildet. Im Berichtszeitraum veränderten sich die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen von 34,4 Mio. Euro (31. Dezember 2021) auf 35,2 Mio. Euro, die im Wesentlichen von Subunternehmern aus Projektabrechnungen für Windparks stammen und zum größten Teil zum Zeitpunkt des Eingangs der den Verbindlichkeiten gegenüberstehenden Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegenüber den Windparkgesellschaften ausgeglichen werden sollen.

Es wurden "non-recourse" Finanzierungen in Höhe von rund 47,1 Mio. Euro und rund 11,0 Mio. Euro aus der vorhandenen Projekteigenkapitalzwischenfinanzierungslinie im Berichtszeitraum 2022 aufgenommen sowie die vorhandene Betriebsmittellinie in Höhe von 0,6 Mio. Euro in Anspruch genommen und trugen so zu den oben geschilderten Veränderungen bei den kurz- und langfristigen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten bei.

Unter Berücksichtigung der liquiden Mittel betrug die Nettoverschuldung (Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente abzüglich der kurz- und langfristigen Finanzverbindlichkeiten) am 30. Juni 2022 somit -403,9 Mio. Euro (31. Dezember 2021: Nettoverschuldung -368,8 Mio. Euro).

6. Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen

Es haben sich gegenüber dem 31. Dezember 2021 keine wesentlichen Änderungen ergeben.

7. Entwicklung und Innovationen

Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten außerhalb des operativen Geschäftszwecks "Projektentwicklung" fanden im Konzern der PNE AG im Berichtszeitraum nicht statt.

8. Wesentliche Ereignisse nach Ende des Berichtszeitraums

Wesentliche Ereignisse mit Auswirkung auf die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage hat es, mit Ausnahme des im Bericht beschriebenen Rückkaufs der Anleihe 2018/​2023 und dem Mehrheitserwerb von 51 Prozent an der Coliaenergia ESPAÑA (KOLYA), nach Ende des Berichtszeitraums nicht gegeben.

9. Risiko- und Chancenbericht

Informationen zu Chancen und Risiken von PNE AG finden sich im Kapital "Risiko- und Chancenbericht" des Geschäftsberichts 2021 bzw. dem zusammengefassten Lage- und Konzernlagebericht, der auf der Internetseite der Gesellschaft unter www.pne-ag.com verfügbar ist.

Aufgrund der Ukraine-Krise, der instabilen Lieferketten sowie der Auswirkungen der anhaltenden COVID-19-Pandemie besteht das Risiko, dass es im operativen Geschäft zu Verschiebungen von Projektrechtsverkäufen und Projektumsetzungen von 2022 nach 2023 kommen kann. Ebenso führen diese Risiken zu hohen bzw. steigenden Rohstoffpreisen, die zu einer höheren Bepreisung von Windenergieanlagen, Modulen und sonstigen Gewerken führen. Diese Risiken können aber durch die Chance von höheren Strompreisen teilweise kompensiert werden.

Alle erkennbaren Risiken aus dem aktuell anspruchsvollen Marktumfeld, das noch immer von den Auswirkungen der COVID-19-Pandemie, hohen Rohstoffpreisen instabilen Lieferketten und geopolitischen Unsicherheiten geprägt ist werden von der Gesellschaft laufend hinsichtlich möglicher Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage sowie dem Wohlergehen der Mitarbeiter abgewogen und sind in diesen Halbjahresfinanzbericht bzw. den Ausblick eingeflossen.

Der Vorstand hat im Laufe der ersten sechs Monate des Geschäftsjahres 2022 darüber hinaus keine wesentlichen Ergänzungen oder Veränderungen zu den im Geschäftsbericht bzw. dem zusammengefassten Lage- und Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2021 dargestellten Risiken festgestellt.

10. Erklärung zur Unternehmensführung (§ 289f bzw. § 315d HGB)

Die mit der Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f HGB zusammengefasste Erklärung zur Unternehmensführung nach § 315d HGB ist auf unserer Internetseite www.pne-ag.com im Bereich "Investor Relations" unter Corporate Governance veröffentlicht und kann dort heruntergeladen werden.

11. Ausblick /​ Prognose

Die PNE AG ist ein Anbieter von Lösungen im Bereich der sauberen Energien - ein Clean Energy Solutions Provider - für Märkte und Branchen regional, national und international. Kernkompetenzen sind die Projektierung und der Betrieb von Erneuerbare-Energien-Projekten. Darüber hinaus wird die Speicherung von Erneuerbaren und die Power-to-X-Technologie vorangetrieben. Mit den entwickelten und betriebenen Projekten leistet die PNE-Gruppe einen wichtigen Beitrag, um klimaschädliche Emissionen zu vermeiden, und sorgt mit ihren Full-Service-Leistungen in den Bereichen Windenergie und Photovoltaik dafür, dass der Ausbau sauberer Energien einen Schritt schneller vorankommt - für ein besseres Klima weltweit. Damit verfolgt die PNE-Gruppe konsequent das Ziel einer sicheren, nachhaltigen und profitablen Energieversorgung, die zu 100 Prozent aus Erneuerbaren Energien gespeist wird.

Mit dem "Scale up"-Programm treibt die PNE-Gruppe ihre strategische Weiterentwicklung vom Windparkprojektierer zu einem Clean Energy Solutions Provider seit 2017 kontinuierlich voran. Mit dieser Strategie reagiert die PNE-Gruppe auf Veränderungen in den Märkten der sauberen Energien. Die Expertise aus der erfolgreichen Entwicklung, Projektierung und Realisierung von Windparks an Land und auf See wurde auf weitere Felder übertragen. Das operative Geschäft wurde national wie international auf eine deutlich breitere Basis gestellt, um PNE vom Spezialisten für Windprojekte auch zum Spezialisten von Photovoltaikprojekten und zum breit aufgestellten Anbieter von Lösungen für saubere Energien zu etablieren. Wesentliche Elemente der Strategie sind die Ausweitung des Service-Angebots und die Erschließung neuer Märkte sowie Technologien.

Ein zentraler Bestandteil des "Scale up"-Programms ist der angestrebte Ausbau des eigenen Portfolios auf bis zu 500 MW bis Ende 2023. Dies soll zusammen mit dem Ausbau des Dienstleistungsgeschäfts dazu beitragen, den Anteil an stetigen Erträgen weiter zu erhöhen. Mit dieser breiteren Aufstellung werden Marktrisiken minimiert, neue Potenziale und Märkte eröffnet und mittelfristig vor allem die in der Vergangenheit volatilen Ergebnisse verstetigt. So gewinnt das PNE-Geschäftsmodell kontinuierlich an Stabilität und Zukunftsfähigkeit. Auf diese Weise hat die PNE-Gruppe eine völlig neue Größenordnung erreicht und möchte auch in Zukunft weiter wachsen. So wird PNE für Investoren und Partner immer wertvoller und bietet dabei auch Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern langfristig attraktive Perspektiven.

Die nachfolgenden Prognosen beruhen auf den Ergebnissen aus der Umsetzung der operativ geplanten Projekte im In- und Ausland (Onshore, Offshore, Photovoltaik), aus dem Dienstleistungs- und Servicegeschäft sowie aus dem Stromerzeugungsgeschäft.

Im Geschäftsjahr 2022 werden wir wie in den Vorjahren weitere Vorleistungen im unteren einstelligen Millionenbereich für die strategische Erweiterung des Geschäftsmodells erbringen. Wir bestätigen weiterhin unsere Guidance des Geschäftsjahres 2022 mit einem positiven EBITDA im Konzern in Höhe von 20 bis 30 Mio. Euro. Aufgrund der erwähnten Ukraine-Krise, der instabilen Lieferketten sowie der Auswirkungen der anhaltenden COVID-19-Pandemie könnte es jedoch im operativen Geschäft zu Verschiebungen von Projektrechtsverkäufen und Projektumsetzungen von 2022 nach 2023 kommen. Ebenso führen diese zu hohen bzw. steigenden Rohstoffpreisen, die zu einer höheren Bepreisung von Windenergieanlagen, Modulen und sonstigen Gewerken führen. Diese können teilweise jedoch durch höhere Strompreise kompensiert werden.

Cuxhaven, 10. August 2022

PNE AG, Vorstand

KONZERN-GESAMTERGEBNISRECHNUNG (IFRS)

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2. Quartal 2. Quartal Periode Periode
1.4.2022 - 1.4.2021 - 1.1.2022 - 1.1.2021 -
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in Tsd. Euro (Rundungsdifferenzen möglich) 30.6.2022 30.6.2021 30.6.2022 30.6.2021
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1. Umsatzerlöse 22.605 24.616 52.129 40.730
2. Bestandsveränderungen an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 42.995 19.199 50.450 52.003
3. Sonstige betriebliche Erträge 1.666 626 2.628 1.158
4. Gesamtleistung 67.266 44.441 105.208 93.890
5. Materialaufwand /​ Aufwand für bezogene Leistungen -49.129 -23.193 -57.833 -53.938
6. Personalaufwand -10.240 -9.912 -18.989 -18.167
7. Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte des Anlagevermögens, Sachanlagen, Nutzungsrechte und langfristige finanzielle Vermögenswerte -6.835 -5.795 -13.365 -10.966
8. Sonstige betriebliche Aufwendungen -6.161 -4.292 -10.897 -8.472
9. Betriebsergebnis -5.099 1.249 4.125 2.347
10. Erträge aus Beteiligungen und assoziierten Unternehmen -9 3 59 65
11. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 16.435 1.433 23.065 3.821
12. Aufwendungen aus Verlustübernahme von assoziierten Unternehmen -5 -1 -14 -10
13. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -4.243 -1.722 -7.384 -4.163
14. Ergebnis vor Steuern 7.079 962 19.851 2.060
15. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -7.002 -1.081 -9.669 -1.086
16. Sonstige Steuern 12 -35 -39 -65
17. Ergebnis vor nicht beherrschenden Anteilen 89 -154 10.143 908
18. Anteile nicht beherrschender Gesellschafter am Ergebnis -240 -104 -236 -131
19. Konzernergebnis 329 -50 10.379 1.040
Ergebnis pro Aktie (unverwässert), in Euro 0,00 0,00 0,14 0,01
Ergebnis pro Aktie (verwässert), in Euro 0,00 0,00 0,14 0,01
Gewogener Durchschnitt der ausgegebenen Aktien (unverwässert), in Mio. 76,3 76,3 76,3 76,3
Gewogener Durchschnitt der ausgegebenen Aktien (verwässert), in Mio. 76,3 76,3 76,3 76,3
19. Konzernergebnis 329 -50 10.379 1.040
Übriges Ergebnis /​ Posten, die möglicherweise zukünftig in die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert werden
20. Währungsdifferenzen -498 -282 -336 -702
21. Sonstige 0 0 0 0
22. Übriges Ergebnis der Periode (nach Steuern) -498 -282 -336 -702
23. Gesamtergebnis der Periode -409 -436 9.807 206
Zurechnung des Konzernergebnisses der Periode
Anteilseigner der Muttergesellschaft 329 -50 10.379 1.040
Anteile anderer Gesellschafter am Konzernergebnis -240 -104 -236 -131
89 -154 10.143 908
Zurechnung des Gesamtergebnisses der Periode
Anteilseigner der Muttergesellschaft -169 -332 10.043 338
Anteile anderer Gesellschafter am Gesamtergebnis -240 -104 -236 -131
-409 -436 9.807 206

VERKÜRZTE KONZERNBILANZ (IFRS)

Aktiva

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in Tsd. Euro (Rundungsdifferenzen möglich) per 30.6.2022 per 31.12.2021
Immaterielle Vermögenswerte 63.796 63.964
Sachanlagen 301.100 273.523
Nutzungsrechte 69.161 64.732
Langfristige finanzielle Vermögenswerte 12.407 2.598
Latente Steuern 58.268 58.713
Langfristige Vermögenswerte, gesamt 504.732 463.530
Vorräte 164.479 163.711
Forderungen, sonstige Vermögenswerte und Steuerforderungen 52.926 50.134
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 160.656 149.625
Kurzfristige Vermögenswerte, gesamt 378.061 363.470
Aktiva, gesamt 882.793 827.000

Passiva

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in Tsd. Euro (Rundungsdifferenzen möglich) per 30.6.2022 per 31.12.2021
Gezeichnetes Kapital 76.603 76.603
Kapitalrücklage 82.953 82.953
Eigene Anteile -707 -707
Gewinnrücklagen 51 51
Fremdwährungsrücklage -3.445 -3.109
Konzernbilanzgewinn 77.656 73.384
Nicht beherrschende Anteile -7.618 -7.382
Eigenkapital, gesamt 225.493 221.793
Sonstige Rückstellungen 0 0
Abgegrenzte Zuwendungen der öffentlichen Hand 644 667
Langfristige Finanzverbindlichkeiten* 513.532 488.784
Latente Steuerverbindlichkeiten 11.375 6.454
Langfristige Schulden, gesamt 525.551 495.905
Steuerrückstellungen 1.938 1.549
Sonstige Rückstellungen 5.518 5.198
Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten 51.337 29.620
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 35.200 34.398
Sonstige Verbindlichkeiten und Steuerverbindlichkeiten 37.756 38.539
Kurzfristige Schulden, gesamt 131.749 109.302
Passiva, gesamt 882.793 827.000

KONZERN-KAPITALFLUSSRECHNUNG (IFRS) für den Zeitraum vom 1. Januar bis zum 30. Juni

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in Tsd. Euro 2022 2021
Konzernergebnis 10.143 908
- /​ + Ertragsteuerertrag /​ -aufwand 9.669 1.086
- /​ + Gezahlte /​ erhaltene Ertragsteuern -3.913 -2.001
- /​ + Zinserträge und Zinsaufwendungen -15.681 342
- Gezahlte Zinsen -4.743 -4.253
+ Erhaltene Zinsen 115 309
+/​ - Abschreibungen /​ Zuschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte des Anlagevermögens, Sachanlagen, Nutzungsrechte und langfristige finanzielle Vermögenswerte 13.365 10.966
+/​ - Zu- /​ Abnahme der Rückstellungen 710 2.530
+/​ - Zahlungsunwirksame Aufwendungen und Erträge -519 -686
- /​ + Gewinn /​ Verlust aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens und aus der Endkonsolidierung 0 -4.034
+/​ - Ab- /​ Zunahme der Vorräte sowie anderer Aktiva -28.241 -40.740
+/​ - Ab- /​ Zunahme der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und Teilgewinnrealisierung 21.323 7.672
+/​ - Zu- /​ Abnahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva -671 -10.899
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit 1.557 -38.800
+ Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Sachanlagevermögens 57 87
- Auszahlungen für Investitionen in Sachanlagen und in immaterielle Vermögenswerte -52.129 -27.589
+ Einzahlungen aus Abgängen von Finanzanlagen 0 5
- Auszahlungen für Investitionen in Finanzanlagen -233 -124
+ Einzahlungen aus Verkäufen von konsolidierten Einheiten 0 4.416
- Auszahlungen für Investitionen in konsolidierte Einheiten 0 0
Cashflow aus Investitionstätigkeit -52.305 -23.205
+ Einzahlungen aus der Ausgabe von Anleihen 55.000 0
+ Einzahlungen aus der Aufnahme von Finanzkrediten 58.627 84.335
- Auszahlungen für die Tilgung von Anleihen -32.073 0
- Auszahlungen für Transaktionskosten bei der Ausgabe von Anleihen -1.273 0
- Auszahlungen für die Tilgung von Finanzkrediten -8.751 -11.223
- Auszahlungen für die Tilgung von Leasingverbindlichkeiten -3.645 -2.741
- Auszahlung für Dividende -6.107 -3.053
Cashflow aus Finanzierungstätigkeit 61.778 67.318
Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelfonds 11.030 5.312
+ Konsolidierungskreisbedingte Veränderung des Finanzmittelfonds 0 -46
+ Finanzmittelfonds am Anfang der Periode 149.625 111.618
Finanzmittelfonds am Ende der Periode* 160.655 116.884
* davon als Sicherheit verpfändet 2.911 3.096

Ergänzende Angaben: Der Wert des Finanzmittelfonds entspricht zum 30. Juni der Bilanzposition "Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente".

KONZERN-EIGENKAPITALVERÄNDERUNGSRECHNUNG (IFRS)

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in Tsd. Euro (Rundungsdifferenzen möglich) Gezeichnetes Kapital Kapitalrücklage Eigene Anteile Gewinnrücklagen Fremdwährungsrücklage Konzernbilanzergebnis
Stand am 1. 1.2021 76.603 82.953 -707 51 -2.692 51.425
Periodenergebnis 0 0 0 0 0 1.040
Sonstiges Ergebnis 0 0 0 0 -702 0
Gesamtperiodenergebnis 1.-6.2021 0 0 0 0 -702 1.040
Dividende 0 0 0 0 0 -3.053
Sonstige Veränderungen 0 0 0 0 0 -116
Stand am 30.6.2021 76.603 82.953 -707 51 -3.394 49.296
Stand am 1.1.2022 76.603 82.953 -707 51 -3.109 73.384
Periodenergebnis 0 0 0 0 0 10.379
Sonstiges Ergebnis 0 0 0 0 -336 0
Gesamtperiodenergebnis 1.-6.2022 0 0 0 0 -336 10.379
Dividende 0 0 0 0 0 -6.107
Sonstige Veränderungen 0 0 0 0 0 0
Stand am 30.6.2022 76.603 82.953 -707 51 -3.445 77.656

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in Tsd. Euro (Rundungsdifferenzen möglich) Eigenkapital vor nicht beherrschenden Anteilen Nicht beherrschende Anteile Eigenkapital gesamt
Stand am 1. 1.2021 207.633 -7.070 200.563
Periodenergebnis 1.040 -131 909
Sonstiges Ergebnis -702 0 -702
Gesamtperiodenergebnis 1.-6.2021 338 -131 207
Dividende -3.053 0 -3.053
Sonstige Veränderungen -116 154 38
Stand am 30.6.2021 204.803 -7.047 197.756
Stand am 1.1.2022 229.175 -7.382 221.793
Periodenergebnis 10.379 -236 10.143
Sonstiges Ergebnis -336 0 -336
Gesamtperiodenergebnis 1.-6.2022 10.043 -236 9.807
Dividende -6.107 0 -6.107
Sonstige Veränderungen 0 0 0
Stand am 30.6.2022 233.111 -7.618 225.492

VERKÜRZTER KONZERNANHANG DER PNE AG, CUXHAVEN, FÜR DIE ERSTEN SECHS MONATE 2022

1. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Der Finanzbericht über die ersten sechs Monate des Geschäftsjahres 2022 der PNE AG und ihrer Tochtergesellschaften ist nach den International Financial Reporting Standards (IFRS) des International Accounting Standards Board (IASB) aufgestellt, wie sie in der Europäischen Union (EU) anzuwenden sind. Vom IASB verabschiedete neue Standards werden grundsätzlich ab dem Zeitpunkt ihres Inkrafttretens angewendet, wie sie in der EU zu berücksichtigen sind.

Der Zwischenabschluss wurde in Übereinstimmung mit den Vorschriften des IAS 34 erstellt. Der Steueraufwand wird in der PNE-Gruppe basierend auf einer Schätzung des in den jeweiligen Gesellschaften zu versteuernden Einkommen ermittelt.

Für alle im Anwendungsbereich von IAS 36 liegenden Vermögenswerte (insb. immaterielle Vermögenswerte (IAS 38), Geschäftsoder Firmenwerte (IFRS 3), Sachanlagen (IAS 16) sowie als Finanzinvestition gehaltene Immobilien, die zu Anschaffungskosten bewertet werden (IAS 40)) hat der Bilanzierende zu jedem

Abschlussstichtag einzuschätzen, ob ein Anhaltspunkt (triggering event) für eine Wertminderung (impairment loss) vorliegt. Obgleich die durch COVID 19 bedingten Auswirkungen auf die Wirtschaft auch gewisse Implikationen für die PNE AG mit sich bringen, ergeben sich nach Ansicht des Vorstands keine Hinweise darauf, dass die Werthaltigkeit der ausgewiesenen Vermögenswerte zum 30. Juni 2022 gemindert sein könnte.

Im Finanzbericht über die ersten sechs Monate des Geschäftsjahres 2022 zum 30. Juni 2022 wurden die gleichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden angewandt wie im Konzernabschluss zum 31. Dezember 2021. Die seit 1. Januar 2022 geänderten IFRS Standards haben für den Halbjahresabschluss keine Relevanz.

2. Finanzinstrumente

Im Laufe der ersten sechs Monate des Geschäftsjahres 2022 sind keine wesentlichen Ergänzungen oder Veränderungen im Konzernzwischenlagebericht für das erste Halbjahr 2022 zu den im Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2021 aufgeführten Werten aufgetreten.

Die nachfolgenden Tabellen zeigen, unter Angabe der Kategorien, die Buchwerte und beizulegenden Zeitwerte der finanziellen Vermögenswerte und finanziellen Verbindlichkeiten.

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in Tsd. Euro Kategorie gem. IFRS 9 Gesamt Fair Value
Per 30.6.2022 Kurzfristige finanzielle Vermögenswerte
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente AC 160.656 160.656
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen AC 25.363 25.363
Kurzfristige sonstige Darlehensforderungen AC 0 0
Forderungen gegen verbundene Unternehmen AC 7.788 7.788
Forderungen gegen assoziierte Unternehmen und solchen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht AC 165 165
Langfristige finanzielle Vermögenswerte
Anteile an verbundenen Unternehmen FVOCI 474 474
Anteile an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht FVOCI 1.208 1.208
Sonstige Ausleihungen AC 188 188
Sonstige langfristige Darlehensforderungen AC 9.913 9.913
205.755 205.755
Summe AC 204.072 204.072
Summe FVOCI 1.683 1.683
Per 31.12.2021 Kurzfristige finanzielle Vermögenswerte
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente AC 149.625 149.625
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen AC 29.492 29.492
Kurzfristige sonstige Darlehensforderungen AC 1.204 1.204
Forderungen gegen verbundene Unternehmen AC 6.000 6.000
Forderungen gegen assoziierte Unternehmen und solchen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht AC 162 162
Langfristige finanzielle Vermögenswerte
Anteile an verbundenen Unternehmen FVOCI 242 242
Anteile an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht FVOCI 1.208 1.208
Sonstige Ausleihungen AC 188 188
Sonstige langfristige Darlehensforderungen AC 499 499
188.620 188.620
Summe AC 187.170 187.170
Summe FVOCI 1.450 1.450

AC = zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet

FVOCI = zum beizulegenden Zeitwert bewertet (Wertänderung im OCI)

Die in die Kategorie "FVOCI" eingestuften Anteile an verbundenen Unternehmen sowie Anteile an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, wurden in Höhe von 1.683 Tsd. Euro (31. Dezember 2021: 1.450 Tsd. Euro) zu Anschaffungskosten, welche eine geeignete Schätzung des Fair Values darstellen, bewertet. Nettoergebnisse und Dividenden entfallen aktuell auf die Kategorie "FVOCI" nicht. Für sie bestand am Bilanzstichtag keine Verkaufsabsicht.

Bei den finanziellen Vermögenswerten der Kategorie "zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet" (AC) entsprechen die Buchwerte zum Bilanzstichtag annähernd den beizulegenden Zeitwerten.

Der Ausweis der Finanzverbindlichkeiten betrifft Unternehmensanleihen, Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten, sonstige Finanzverbindlichkeiten, Verbindlichkeiten aus Leasingverhältnissen sowie Derivate.

Die Buchwerte der Finanzverbindlichkeiten weisen folgende Restlaufzeiten auf bzw. haben den folgenden beizulegenden Zeitwert:

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in Tsd. Euro Kategorie gem. IFRS 9 Gesamt bis zu 1 Jahr 1 bis 5 Jahre mehr als 5 Jahre Fair Value
Per 30.6.2022
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen AC 35.200 35.200 0 0 35.200
Festverzinslich
Anleihen AC 71.656 17.927 53.729 0 73.467
Verb. gegenüber Kreditinstituten AC 376.486 25.892 120.702 229.892 413.747
Sonstige Finanzverbindlichkeiten AC 1.057 1.057 0 0 1.057
Verb. aus Leasingverhältnissen AC 113.616 5.706 19.160 88.750 113.616
Variabel verzinslich
Verb. gegenüber Kreditinstituten AC 702 702 0 0 702
Derivate
Zinsswap FVPL 1.026 52 209 765 1.026
599.743 86.537 193.800 319.407 638.815
Per 31.12.2021
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen AC 34.398 34.398 0 0 34.398
Festverzinslich
Anleihen AC 49.521 0 49.521 0 50.250
Verb. gegenüber Kreditinstituten AC 351.711 21.290 101.543 228.878 364.531
Sonstige Finanzverbindlichkeiten AC 1.066 1.066 0 0 1.066
Verb. aus Leasingverhältnissen AC 110.580 6.862 18.809 84.909 110.580
Variabel verzinslich
Verb. gegenüber Kreditinstituten AC 42 42 0 0 42
Derivate
Zinsswap FVPL 5.484 360 1.431 3.693 5.484
552.801 64.017 171.304 317.480 566.350

AC = zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet

FVPL = erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet

Die beizulegenden Zeitwerte der in den Tabellen aufgeführten Finanzinstrumente wurden auf Basis der am Stichtag zur Verfügung stehenden Marktinformationen ermittelt. Der beizulegende Zeitwert wird in Übereinstimmung mit allgemein anerkannten Bewertungsmodellen basierend auf Discounted-Cashflow-Analysen und unter Verwendung von beobachtbaren aktuellen Marktpreisen für ähnliche Instrumente bestimmt. In der aktuellen Berichtsperiode wurden wie in der Vergleichsperiode keine Umgliederungen zwischen den Hierarchiestufen vorgenommen.

Für die Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sowie der sonstigen Finanzverbindlichkeiten werden aktuelle Zinssätze herangezogen, zu denen vergleichbare Darlehen mit identischen Fristigkeiten zum Bilanzstichtag hätten aufgenommen werden können.

Die Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte der Anleihen basiert auf beobachtbaren Preisnotierungen zum Bilanzstichtag.

Die Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte der Zins-SWAPs basiert auf Forward-Zinssätzen (beobachtbare Zinsstrukturkurven am Bilanzstichtag) und den geschätzten kontrahierten Zinssätzen, welche anhand der Zinsstrukturkurve zum Stichtag diskontiert werden.

Es wird angenommen, dass bei Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und den sonstigen Finanzverbindlichkeiten die beizulegenden Zeitwerte aufgrund der kurzen Restlaufzeiten den Buchwerten dieser Finanzinstrumente entsprechen.

Die nachstehende Tabelle analysiert die finanziellen Verbindlichkeiten des Konzerns in die jeweiligen Laufzeitbänder:

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in Tsd. Euro Summe vertragliche Cashflows bis zu 1 Jahr 1 bis 5 Jahre mehr als 5 Jahre Buchwert
Per 30.6.2022
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 35.200 35.200 0 0 35.200
Anleihe 85.475 20.746 64.729 0 71.656
Verb. gegenüber Kreditinstituten 467.571 32.670 139.612 295.289 377.188
Sonstige Finanzverbindlichkeiten 1.073 1.073 0 0 1.057
Verb. aus Leasingverhältnissen 132.266 7.466 25.448 99.352 113.616
Zinsswap 1.026 52 209 765 1.026
722.611 97.207 229.997 395.406 599.743
Per 31.12.2021
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 34.398 34.398 0 0 34.398
Anleihe 54.184 1.995 52.189 0 49.521
Verb. gegenüber Kreditinstituten 411.894 26.819 118.556 266.519 351.753
Sonstige Finanzverbindlichkeiten 1.098 1.098 0 0 1.066
Verb. aus Leasingverhältnissen 128.419 8.405 24.778 95.236 110.580
Zinsswap 5.484 360 1.431 3.693 5.484
635.476 73.074 196.954 365.448 552.801

Die Tabelle analysiert die finanziellen Verbindlichkeiten des Konzerns in die jeweiligen Laufzeitbänder, basierend auf ihren vertraglichen Laufzeiten für:

(a) alle nicht derivativen finanziellen Verbindlichkeiten und

(b) alle derivativen Finanzinstrumente, die auf Nettobasis abgerechnet werden und deren vertragliche Fälligkeiten wesentlich für ein Verständnis des zeitlichen Anfalls der Cashflows sind.

Bei den in der Tabelle ausgewiesenen Beträgen handelt es sich um die vertraglichen nicht abgezinsten Cashflows. Innerhalb von zwölf Monaten fällige Salden entsprechen deren Buchwerten, da der Einfluss der Abzinsung nicht signifikant ist. Bei Zins-SWAPs wurden die Cashflows unter Verwendung der Terminzinssätze geschätzt, die am Ende der Berichtsperiode galten.

3. Konsolidierungskreis

Die Unternehmensstruktur hat sich im ersten Halbjahr 2022 gegenüber dem 31. Dezember 2021 verändert.

Im Berichtszeitraum wurden folgende Gesellschaften erstmalig in den Konzernkreis einbezogen:

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PNE WIND Park XXVIII GmbH & Co. KG, Cuxhaven (100 Prozent), Segment "Stromerzeugung", (Umgegliedert von "Nicht einbezogene Gesellschaften aufgrund unwesentlicher Bedeutung"),
PNE WIND Park XXXI GmbH & Co. KG, Cuxhaven (100 Prozent), Segment "Stromerzeugung", (Umgegliedert von "Nicht einbezogene Gesellschaften aufgrund unwesentlicher Bedeutung").

Eine Umgliederung von Tochterunternehmen von "Nicht einbezogene Gesellschaften aufgrund unwesentlicher Bedeutung" zur Vollkonsolidierung wird generell vorgenommen, sobald klar ist, dass die geschäftliche Tätigkeit oder die Projektierungs- /​ Umsetzungsphase in naher Zukunft beginnt.

Aus den Umgliederungen ergaben sich keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzernabschluss.

4. Wesentliche Ereignisse nach Ende des Berichtszeitraums

Hinsichtlich der wesentlichen Ereignisse nach Ende des Berichtszeitraums verweisen wir auf den Konzernzwischenlagebericht.

KONZERN-SEGMENTBERICHTERSTATTUNG (IFRS)

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Projektentwicklung Services Stromerzeugung
in Tsd. Euro (Rundungsdifferenzen möglich) 2022 2021 2022 2021 2022 2021
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Umsatzerlöse extern 8.676 21.356 8.706 8.137 34.747 11.236
Umsatzerlöse mit anderen Segmenten 59.869 45.138 1.953 2.141 150 120
Bestandsveränderungen 1.579 31.498 0 4 0 0
Sonstige betriebliche Erträge 1.288 573 778 342 562 242
Gesamtleistung 71.411 98.566 11.438 10.624 35.459 11.598
Ergebnis vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen (EBITDA) -8.019 22.799 3.077 3.389 29.750 7.968
Abschreibungen -1.071 -1.050 -1.703 -1.622 -10.591 -8.294
Betriebsergebnis (EBIT) -9.089 21.749 1.374 1.767 19.159 -325
Zinsen und ähnliche Erträge 3.438 2.474 248 209 22.990 4.288
Zinsen und ähnliche Aufwendungen -5.405 -4.067 -412 -323 -5.178 -2.924
Steueraufwand und -ertrag 916 -6.227 -366 -499 -11.090 -312
Investitionen 724 1.250 5.908 2.866 45.730 23.597
Segmentvermögen 626.565 613.232 61.967 55.650 630.315 581.821
Segmentschulden 394.982 345.448 47.029 42.447 536.154 526.343
Segmenteigenkapital 231.584 267.785 14.938 13.203 94.161 55.478

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Konsolidierung PNE AG Konzern
in Tsd. Euro (Rundungsdifferenzen möglich) 2022 2021 2022 2021
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Umsatzerlöse extern 0 0 52.129 40.730
Umsatzerlöse mit anderen Segmenten -61.972 -47.398 0 0
Bestandsveränderungen 48.872 20.500 50.450 52.003
Sonstige betriebliche Erträge 0 0 2.628 1.158
Gesamtleistung -13.100 -26.898 105.208 93.890
Ergebnis vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen (EBITDA) -7.319 -20.843 17.489 13.314
Abschreibungen 0 0 -13.365 -10.966
Betriebsergebnis (EBIT) -7.319 -20.843 4.125 2.347
Zinsen und ähnliche Erträge -3.610 -3.150 23.065 3.821
Zinsen und ähnliche Aufwendungen 3.610 3.150 -7.385 -4.163
Steueraufwand und -ertrag 871 5.951 -9.669 -1.086
Investitionen 0 0 52.362 27.713
Segmentvermögen -436.055 -423.703 882.793 827.000
Segmentschulden -320.867 -309.030 657.298 605.207
Segmenteigenkapital -115.187 -114.673 225.495 221.793

Den Werten per 30. Juni 2022 sind die Werte per 30. Juni 2021 bzw. beim Segmentvermögen /​ Segmentschulden die Werte vom 31. Dezember 2021 gegenübergestellt.

Cuxhaven, 10. August 2022

PNE AG, Vorstand

BESCHEINIGUNG NACH PRÜFERISCHER DURCHSICHT

An die PNE AG, Cuxhaven

Wir haben den verkürzten Konzernzwischenabschluss - bestehend aus der verkürzten Bilanz zum 30. Juni 2022, der verkürzten Gesamtergebnisrechnung, der verkürzten Kapitalflussrechnung, der verkürzten Eigenkapitalveränderungsrechnung, der verkürzten Segmentberichterstattung sowie ausgewählten erläuternden Anhangangaben - und den Konzernzwischenlagebericht der PNE AG, Cuxhaven, für den Zeitraum vom 1. Januar bis zum 30. Juni 2022, die Bestandteile des Halbjahresfinanzberichts nach § 115 WpHG sind, einer prüferischen Durchsicht unterzogen. Die Aufstellung des verkürzten Konzernzwischenabschlusses nach den International Financial Reporting Standards (IFRS) für Zwischenberichterstattung, wie sie in der EU anzuwenden sind, und des Konzernzwischenlageberichts nach den für Konzernzwischenlageberichte anwendbaren Vorschriften des WpHG liegt in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, eine Bescheinigung zu dem verkürzten Konzernzwischenabschluss und dem Konzernzwischenlagebericht auf der Grundlage unserer prüferischen Durchsicht abzugeben.

Wir haben die prüferische Durchsicht des verkürzten Konzernzwischenabschlusses und des Konzernzwischenlageberichts unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze für die prüferische Durchsicht von Abschlüssen vorgenommen. Danach haben wir die prüferische Durchsicht so zu planen und durchzuführen, dass wir bei kritischer Würdigung mit einer gewissen Sicherheit ausschließen können, dass der verkürzte Konzernzwischenabschluss in wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit den IFRS für Zwischenberichterstattung, wie sie in der EU anzuwenden sind, oder der Konzernzwischenlagebericht in wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit den für Konzernzwischenlageberichte anwendbaren Vorschriften des WpHG aufgestellt worden ist. Eine prüferische Durchsicht beschränkt sich in erster Linie auf Befragungen von Mitarbeitern der Gesellschaft sowie auf analytische Beurteilungen und bietet deshalb nicht die durch eine Abschlussprüfung erreichbare Sicherheit. Da wir auftragsgemäß keine Abschlussprüfung vorgenommen haben, können wir einen Bestätigungsvermerk nicht erteilen.

Auf der Grundlage unserer prüferischen Durchsicht sind uns keine Sachverhalte bekannt geworden, die uns zu der Annahme veranlassen, dass der verkürzte Konzernzwischenabschluss der PNE AG, Cuxhaven, in wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit den IFRS für Zwischenberichterstattung, wie sie in der EU anzuwenden sind, oder dass der Konzernzwischenlagebericht in wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit den für Konzernzwischenlageberichte anwendbaren Vorschriften des WpHG aufgestellt worden ist.

Ohne unser Urteil einzuschränken, weisen wir darauf hin, dass wir die mit der Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f HGB zusammengefasste Konzernerklärung zur Unternehmensführung nach § 315d HGB, auf die im Konzernzwischenlagebericht hingewiesen wird, nicht unserer prüferischen Durchsicht unterzogen haben.

Des Weiteren weisen wir darauf hin, dass die im verkürzten Konzernzwischenabschluss und Konzernzwischenlagebericht separat dargestellten quartalsbezogenen Angaben sowie die sich hierauf beziehenden Erläuterungen nicht Gegenstand unserer prüferischen Durchsicht waren.

Hamburg, den 10. August 2022

Deloitte GmbH

Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

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(Christian Dinter) (Isabelle Kühne)
Wirtschaftsprüfer Wirtschaftsprüferin

VERSICHERUNG DER GESETZLICHEN VERTRETER

Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen für die Halbjahres-finanzberichterstattung der Konzernzwischenabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Konzernzwischenlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns im verbleibenden Geschäftsjahr beschrieben sind.

PNE AG, Vorstand

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Markus Lesser Jörg Klowat