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PNE AG Interim / Quarterly Report 2021

Nov 10, 2021

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Interim / Quarterly Report

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QUARTALSMITTEILUNG 2021 PNE AG

3 | 2021

DIE PNE-GRUPPE AUF EINEN BLICK

Die PNE-Gruppe ist ein führender Entwickler von Projekten der Erneuerbaren Energien. Aus dieser starken Position heraus entwickelt sich die PNE-Gruppe weiter zu einem Anbieter von Lösungen für saubere Energien – zu einem "Clean Energy Solution Provider."

PNE-Gruppe Konzernkennzahlen

in Mio. EUR 1.1. – 30.9.
2021
1.1. – 30.9.
2020
Gesamtleistung 134,6 90,7
Umsatz 54,2 73,9
Ergebnis vor Zinsen, Steuern
und Abschreibungen (EBITDA) 12,7 9,2
Betriebsergebnis (EBIT) -4,3 -3,5
Ergebnis vor Steuern (EBT) -5,4 -11,0
Periodenergebnis -8,5 -9,4
Ergebnis je Aktie (unverwässert), in EUR -0,11 -0,12
Durchschnittliche Aktienanzahl, in Mio. 76,3 76,3
in Mio. EUR 30.9.2021 31.12.2020
Eigenkapital per Stichtag 189,1 200,6
Eigenkapitalquote per Stichtag, in% 24,4 30,2
Bilanzsumme per Stichtag 774,7 663,8

VORWORT DES VORSTANDS

SEHR GEEHRTE AKTIONÄRINNEN UND AKTIONÄRE,

die erfreuliche Entwicklung bei der Realisierung von Windenergie- und Photovoltaikprojekten, dem Ausbau des Windparkportfolios im Eigenbestand sowie im Dienstleistungsbereich hält an. Damit kommen wir auf dem Weg, die Ziele unserer strategischen Ausrichtung nach dem Konzept "Scale up" zügig umzusetzen, weiter voran.

Dynamischer Verlauf der Projektentwicklung

Die ersten neun Monate des Geschäftsjahres 2021 zeigten einen dynamischen Verlauf der Projektentwicklung. Insgesamt hatten wir am Ende des Berichtszeitraums Windenergieprojekte mit rund 262,9 MW auf eigene Rechnung und für Kunden in Bau, davon in Deutschland acht Windparks mit einer Nennleistung von rund 130,9 MW. Für unser Windparkportfolio im Eigenbetrieb konnten wir in diesem Geschäftsjahr zwei Windparks mit rund 17 MW fertigstellen. In Schweden wurde im laufenden Jahr der Bau eines Windparks im Kundenauftrag abgeschlossen und das Projekt in Betrieb genommen. In Polen wurde ein bereits verkauftes Projekt im Frühjahr in Betrieb genommen und der Bau von zwei weiteren Windparks fortgesetzt, die nach Ende des Berichtszeitraums verkauft werden konnten.

Wie schon im ersten Halbjahr waren wir in Deutschland auch im dritten Quartal in der Ausschreibung für Windenergieprojekte erfolgreich. In der September-Ausschreibung erhielten wir Zuschläge für zwei Projekte mit zusammen 60,9 MW, mit deren Umsetzung voraussichtlich im vierten Quartal begonnen werden kann.

Erfolgreiche Projektverkäufe

An die Verkaufserfolge des ersten Halbjahres haben wir angeknüpft. Im dritten Quartal wurden in Südafrika die Rechte an einem Windparkprojekt mit 140 MW verkauft. Hieraus erwarten wir Meilensteinzahlungen bei Projektfortschritten und werden als Dienstleister für das Projekt tätig bleiben.

In Rumänien konnten bereits im ersten Halbjahr drei Windparkprojekte mit einer Nennleistung von bis zu 221 MW verkauft werden. An der weiteren Entwicklung dieser Windparks bis zur Finanzierungsentscheidung des Käufers wird PNE im Rahmen einer Entwicklungskooperation mitarbeiten. Noch im ersten Quartal erfolgte der Baubeginn für einen zuvor verkauften Windpark in Schweden mit einer Nennleistung von rund 60 MW. Auch in Frankreich konnte der Verkauf eines Windparkprojektes mit rund 13 MW abgeschlossen werden, das jetzt in Bau geht.

In den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres 2021 konnten wir somit Windparkprojekte mit rund 434 MW zu errichtender Nennleistung erfolgreich verkaufen.

Kurz nach Ende des Berichtszeitraums haben wir in Polen einen weiteren Erfolg erzielt: hier wurden zwei Windparks mit 58,8 MW Nennleistung, die sich bereits in Bau befanden, an einen international tätigen Investor veräußert. Die Ergebnisse aus dem Verkauf können, aufgrund des Zeitpunktes des Verkaufs im Oktober, erst im vierten Quartal 2021 in die Konzernzahlen einfließen. Mit diesen Ergebnissen werden wir einen guten Beitrag zum Erreichen unseres geplanten Jahresergebnisses erreichen. Auch nach der Inbetriebnahme dieser beiden Windparks werden wir für den Käufer Dienstleistungen im Betriebsmanagement erbringen.

Eigenbetrieb wird gestärkt

Unser Windparkportfolio im Eigenbetrieb konnte durch die Übernahme eines Windparks auf 173,1 MW vergrößert werden. Weitere Windparks mit rund 130,9 MW befinden sich für das eigene Portfolio in Bau und für weitere gerade im Tender erfolgreiche Windparks mit 60,9 MW gehen wir von einem Baubeginn im vierten Quartal aus. Damit kommen wir unserem Ziel, bis Ende 2023 den Eigenbetrieb auf bis zu 500 MW auszubauen, Schritt für Schritt näher. Wir gehen davon aus, noch in diesem Jahr weitere Windparks für den eigenen Bestand in Betrieb nehmen zu können.

Mit dem Eigenbetrieb wollen wir neben dem Ausbau des Servicegeschäfts einen weiteren Beitrag dazu leisten, die Volatilität der Ergebnisse zu verringern sowie die Ergebnisse und die Umsätze auf einem hohen Niveau zu verstetigen. Während der jetzigen Bauphase wirken sich allerdings zunächst die Investitionen aus, denen erst nach der Inbetriebnahme langjährige kontinuierliche Erträge gegenüberstehen werden.

Starke Projektpipeline Wind und PV

Für die weitere Entwicklung in unserem Kerngeschäft der Projektentwicklung und des Betriebs sind wir gut aufgestellt. Die "Pipeline" der Windenergieprojekte an Land, die wir derzeit in den verschiedenen Phasen der Projektentwicklung bearbeiten, konnte trotz der kontinuierlichen Realisierung und des Verkaufs von Projekten auf 5.652 MW gehalten werden. Das ist eine sehr gute Grundlage für eine auch künftig erfreuliche Entwicklung der PNE-Gruppe.

Eine gute Perspektive sehen wir auch bei der Entwicklung von Photovoltaik-Projekten. Hier verfügen wir über eine "Pipeline" der Projekte in der Bearbeitung von 794 MWp. Auch dies ist ein wichtiger Baustein unserer strategischen Weiterentwicklung.

Ergebnis der ersten neun Monate im Plan

Auf Grundlage dieser Geschäftsentwicklung wies der Konzern im Berichtszeitraum eine Gesamtleistung von 134,6 Mio. Euro (im Vorjahr: 90,7 Mio. Euro), ein Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) von 12,7 Mio. Euro (im Vorjahr: 9,2 Mio. Euro), ein Betriebsergebnis (EBIT) von -4,3 Mio. Euro (im Vorjahr: -3,5 Mio. Euro) und ein unverwässertes Ergebnis je Aktie von -0,11 Euro (im Vorjahr: -0,12 Euro) auf.

Aufgrund des Ausbaus des Eigenbetriebs ist die Gesamtleistung deutlich höher als im gleichen Zeitraum des vergangenen Jahres. Die Konzernergebnisse, wie z.B. das EBITDA oder das EBIT, sind beeinflusst vom Aufbau des Eigenbetrieb-Portfolios. Da Gewinne aus Projekten, die sich im Eigenbesitz befinden, auf Konzernebene eliminiert werden, zeigen die konsolidierten Ergebnisse im Konzern kein vollständiges Bild der Leistungsfähigkeit des Unternehmens. So wurden mit dem Aufbau unseres Windparkportfolios im Eigenbesitz "Stille Reserven" geschaffen, die nicht sofort erkennbar sind. Aufgrund der Investitionen in eigene Projekte sind auf Konzernebene insgesamt 101,4 Mio. Euro, davon im Berichtszeitraum 19,7 Mio. Euro (im Vorjahr: 18,2 Mio. Euro), an Gewinnen vor Steuern eliminiert worden.

Die Konzernergebnisse der ersten neun Monate des Geschäftsjahres befinden sich damit trotz schwacher Windmonate im Plan.

Entwicklung der Segmente

Der Blick auf die einzelnen Segmente zeigt die gegenwärtige Entwicklung.

Im Segment "Projektentwicklung" kamen die Vorbereitungen für die Realisierung wirtschaftlich größerer Windparks, die für das eigene Portfolio vorgesehen sind, zum Tragen.

Im Segment "Services" wirkten sich die Ausweitung der Servicestrategie und die erforderlichen Investitionen in Equipment auf die Ergebnisse aus. Externe Aufträge konnten vermehrt verbucht werden.

Im Segment "Stromerzeugung" verlief die laufende Geschäftstätigkeit aufgrund schwacher Windmonate in den ersten drei Quartalen nicht wie geplant. Dies und ein planmäßiger längerer Stillstand des Holzheizkraftwerkes Silbitz aufgrund der erforderlichen Zehn-Jahres-Wartung wirkten sich negativ auf die Ergebnisse des Segments aus. Hinzu kommt, dass Abschreibungen auf Windenergieanlagen kontinuierlich erfolgen und sich in windschwachen Quartalen entsprechend auf die Ergebnisse auswirken.

Somit bestätigen wir auch unser Ziel für das Gesamtjahr: Im Geschäftsjahr 2021 werden wir weitere Vorleistungen im unteren einstelligen Millionenbereich für die strategische Erweiterung des Geschäftsmodells erbringen und den Eigenbestand ausbauen. Wir rechnen für unsere Guidance des Geschäftsjahres 2021 unverändert mit einem EBITDA im Konzern in Höhe von 24 bis 32 Mio. Euro.

Umgang mit der Corona-Pandemie

Weiterhin waren die ersten drei Quartale 2021 durch die COVID-19-Pandemie und deren Auswirkungen geprägt. Bereits im Vorjahr hatten wir uns mit jeweils auf die Märkte angepassten Konzepten darauf eingestellt. Das Fazit ist weiterhin erfreulich: Projekte wurden weiterentwickelt, Ausschreibungen gewonnen und mit dem Bau weiterer Projekte begonnen.

Für uns zahlt sich aus, dass wir bereits in den vergangenen Jahren interne Prozesse und die Organisationsstruktur im Rahmen unseres Programms "Scale up" auf ein hohes Niveau weiterentwickelt hatten. So blieben wir in der PNE-Gruppe jederzeit voll arbeitsfähig. An dieser Stelle muss auch der Einsatz unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gewürdigt werden.

Die Folgen der Pandemie für die Wirtschaft insgesamt können derzeit noch nicht abschließend eingeschätzt werden. Dazu zählen mögliche Auswirkungen auf Lieferwege und auf Lieferanten. So haben sich unter anderem die Lieferzeiten von Windenergieanlagen und Umspannwerken verlängert. Weiterhin ist die Abwicklung bei den Genehmigungsbehörden in einigen Projekten verlangsamt. Dies kann in der Projektentwicklung zu zeitlichen Verschiebungen führen. Im Servicebereich gab es während der Lockdown-Phase Einschränkungen unter anderem beim Angebot von Schulungen. Wir gehen allerdings davon aus, dass der weltweite Energiehunger und der Wille, die CO2-Reduktion und damit den Klimaschutz voranzutreiben, den Ausbau der Erneuerbaren Energien auch nach der derzeitigen Krise erforderlich machen.

Politische Rahmenbedingungen

Nach der Bundestagswahl in Deutschland vom September ist ein Regierungswechsel zu erwarten, bei dem Klima und Energie ein Fokus sein werden. Die künftige Bundesregierung muss sich der großen Aufgabe stellen, das Land wirtschaftlich sinnvoll und zügig im Rahmen der Klimavereinbarungen zu führen. Der Ausbau der Erneuerbaren Energien, wie Windenergie und Photovoltaik, soll dabei Priorität haben und beschleunigt werden. Das kann sich auf unser Geschäftsmodell wie auch auf die gesamte Branche sehr positiv auswirken.

Als erfreulich stufen wir auch den Plan für den "Green Deal" der Europäischen Union ein, der den Wandel hin zu Erneuerbaren Energien und damit verbundenen Lösungen, wie der Nutzung von Wasserstoff, verstärken dürfte.

PNE ist auf Kurs. Trotz der aktuellen, durch die COVID-19-Pandemie ausgelösten Entwicklungen, blicken wir optimistisch in die Zukunft.

Auch im Namen unserer Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen bedanken wir uns sehr herzlich für Ihre bisher gezeigte Unterstützung.

Bleiben Sie uns auch in der Zukunft verbunden!

Mit freundlichen Grüßen

PNE AG Der Vorstand

Markus Lesser Jörg Klowat Vorstandsvorsitzender Vorstand Finanzen

KAPITALMARKT-INFORMATIONEN

PNE AKTIE VS. RENIXX indiziert auf 100%

Aktie

Die Aktie der PNE AG startete am 4. Januar 2021 mit einem Eröffnungskurs von 8,09 Euro in das laufende Geschäftsjahr. In den ersten Wochen des Geschäftsjahres 2021 konnte die PNE-Aktie weiter zulegen und erreichte im Januar mit 8,97 Euro ihren Höchststand im Berichtszeitraum. Auf den starken Kursanstieg folgte eine mehrwöchige Konsolidierung. Danach pendelte die Aktie zwischen 6,80 und 7,60 Euro und schloss am 30. September 2021 bei 7,50 Euro, was einer Marktkapitalisierung von rund 575 Mio. Euro und einer Veränderung von -7,3 Prozent gegenüber Jahresbeginn entspricht. Im Oktober stieg der Aktienkurs wieder deutlich an und schloss am 26. Oktober bei einem Kurs von 8,14 Euro.

Informationen zu Anleihen

Die 2018/23 Unternehmensanleihe der PNE AG hat ein Volumen von 50 Mio. Euro und wurde im Berichtszeitraum überwiegend zu Kursen über 100 Prozent gehandelt. Der Kurs lag am Ende des Berichtszeitraums am 30. September 2021 bei 102,50 Prozent. Die Unternehmensanleihe hat eine jährliche Verzinsung von 4,0 Prozent. Dieser Prozentsatz erhöht sich um 0,75 Prozent, sofern die "Konzern-Eigenkapitalquote nach Bondbedingungen" (Berechnung: Konzern-Eigenkapital/(Konzern-Bilanzsumme abzgl. Konzern-Zahlungsmittel)) am 31.12. eines Geschäftsjahres weniger als 25 Prozent beträgt. Die nach diesen Bedingungen berechnete Konzern-Eigenkapitalquote lag zum 30. September 2021 bei rund 27,6 Prozent.

Aktionärsstruktur

Am Ende des Berichtszeitraums am 30. September 2021 betrug die Gesamtzahl der ausgegebenen Aktien der PNE AG 76.603.334 Stück.

Nach veröffentlichten Stimmrechtsmitteilungen sowie Directors Dealings Mitteilungen hielten zum 30. September 2021 Morgan Stanley / Photon Management GmbH 39,80 Prozent der Aktien, Active Ownership Fund SCS 8,99 Prozent der Aktien, Samson Rock 4,82 Prozent der Aktien, JPMorgan Chase & Co. 5,04 Prozent, Dimensional Holdings Inc. 3,18 Prozent und die GS&P Kapitalanlagegesellschaft S.A. 3,02 Prozent der Stimmrechte. Alle anderen Anteile waren somit als sonstiger Free Float zu werten. Damit ergab sich zum Ende des Berichtszeitraums folgender Überblick über die Aktionärsstruktur:

Hauptversammlung

Die Hauptversammlung der PNE AG fand am 19. Mai 2021 als virtuelle Hauptversammlung ohne physische Präsenz der Aktionäre oder ihrer Bevollmächtigten in Cuxhaven statt.

Die Aktionäre stimmten mit großer Mehrheit für den Vorschlag von Vorstand und Aufsichtsrat, eine Dividende in Höhe von 0,04 Euro je gewinnberechtigter Stückaktie auszuzahlen.

Deutliche Zustimmung der Aktionäre fand zudem der Beschlussvorschlag zur Entlastung der Vorstandsmitglieder Markus Lesser (CEO) und Jörg Klowat (CFO). Die Aktionäre beschlossen ebenfalls mit einer klaren Mehrheit, den Aufsichtsrat zu entlasten. Per Hornung Pedersen, Alberto Donzelli und Dr. Susanna Zapreva wurden mit großer Mehrheit erneut in den Aufsichtsrat gewählt.

Die Wahl der Deloitte GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft zum Abschluss- und Konzernabschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2021 erfolgte ebenfalls mit großer Mehrheit.

Mit großer Mehrheit hat die Hauptversammlung auch das Vergütungssystem für die Vorstandsmitglieder gebilligt sowie die Vergütung der Aufsichtsratsmitglieder bestätigt.

Finanzkalender

November 2021 Analystenkonferenz/Frankfurt
30. März 2022 Veröffentlichung Geschäftsbericht
11. Mai 2022 Veröffentlichung Mitteilung 1. Quartal
18. Mai 2022 Hauptversammlung, Cuxhaven
10. August 2022 Veröffentlichung Halbjahresfinanzbericht
9. November 2022 Veröffentlichung Mitteilung 3. Quartal

Weitere Informationen

Auf der Website www.pne-ag.com finden Sie weitere ausführliche Informationen über die PNE AG und eine umfassende Darstellung des Geschäftsmodells sowie im Bereich "Investor Relations" aktuelle Daten zur Aktie. Hier können außerdem Geschäftsund Quartalsberichte, Pressemitteilungen sowie Hintergrundinformationen über die PNE AG als Download abgerufen werden.

1. RAHMENBEDINGUNGEN

Politische Rahmenbedingungen

Nach der Bundestagswahl vom September ist ein Regierungswechsel zu erwarten, bei dem Klima und Energie ein Fokus sein werden. Die künftige Bundesregierung muss sich der großen Aufgabe stellen, das Land wirtschaftlich sinnvoll und zügig im Rahmen der Klimavereinbarungen zu führen. Der Ausbau der Erneuerbaren Energien, wie Windenergie und Photovoltaik, soll dabei Priorität haben und beschleunigt werden. Das kann sich auf unser Geschäftsmodell wie auch auf die gesamte Branche sehr positiv auswirken.

Als erfreulich stufen wir auch den Plan für den "Green Deal" der Europäischen Union ein, der den Wandel hin zu Erneuerbaren Energien und damit verbundenen Lösungen, wie der Nutzung von Wasserstoff, verstärken dürfte.

Insgesamt befinden sich die internationalen Märkte für Erneuerbare Energien weiterhin in einem Wandel, an den sich die Aktivitäten der PNE-Gruppe anpassen müssen, um Risiken zu minimieren und neue Chancen zu nutzen. Der Vorstand ist unverändert zuversichtlich, durch die erweiterte Unternehmensstrategie und weitere Internationalisierung, unter anderem in Europa sowie auf neuen Märkten, die Unternehmensentwicklung positiv voranbringen zu können.

Weitere Rahmenbedingungen / COVID-19-Pandemie

Die Folgen der von der weltweiten COVID-19-Pandemie ausgelösten krisenhaften Entwicklung für die Wirtschaft insgesamt können derzeit immer noch nicht abschließend eingeschätzt werden. Dazu zählen mögliche Auswirkungen auf Lieferwege und Lieferanten, der für die Projekte benötigten Anlagen und Komponenten. Lieferzeiten von Windenergieanlagen und Umspannwerken haben sich verlängert. Wir mussten uns daher darauf einstellen, dass es in der Projektentwicklung und im Bau von Windenergieanlagen zeitliche Verschiebungen geben kann. Im Servicebereich gab es während der Lockdown-Phase Einschränkungen unter anderem beim Angebot von Schulungen. Hingegen gab es bei den Stromerlösen in den von uns betriebenen Projekten keine ungeplanten negativen Auswirkungen als Folge der Pandemie.

Aufgrund der vorhandenen technischen Infrastruktur sowie der Flexibilität der Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen konnte die Verlagerung der Bürotätigkeit ins Homeoffice (Mobiles Arbeiten) auch im Jahr 2021 weiterhin reibungslos vollzogen werden. Dadurch wurde unter anderem eine mögliche Infektionsgefahr deutlich verringert. Interne Kontrollprozesse wurden nicht beeinträchtigt.

2. UNTERNEHMENSSTRUKTUR

Die Änderungen der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen gegenüber dem 31. Dezember 2020 sind unter der Segmentberichterstattung aufgezeigt.

3. ALLGEMEINE RECHNUNGSLEGUNGSGRUNDSÄTZE

Im Finanzbericht über die ersten neun Monate des Geschäftsjahres 2021 zum 30. September 2021 wurden die gleichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden angewandt wie im Konzernabschluss zum 31. Dezember 2020. Die seit 1. Januar 2021 geänderten IFRS Standards haben für den Quartalsabschluss keine Relevanz.

Der Zwischenabschluss wurde in Übereinstimmung mit den Vorschriften des IAS 34 erstellt. Der Steueraufwand wird in der PNE-Gruppe basierend auf einer Schätzung des in den jeweiligen Gesellschaften zu versteuernden Einkommens ermittelt.

4. ORGANISATION UND MITARBEITER

Im Konzern der PNE AG waren zum 30. September 2021 insgesamt 475 Personen (im Vorjahr: 465) einschließlich der Vorstände beschäftigt.

Von den Konzernmitarbeitern waren 184 Personen (im Vorjahr: 179 Personen) direkt bei der PNE AG und 291 Personen (im Vorjahr: 286 Personen) bei den Tochtergesellschaften der PNE AG beschäftigt.

Aufgeteilt auf das In- und Ausland sind

  • » 379 Personen (im Vorjahr: 365 Personen) für inländische und
  • » 96 Personen (im Vorjahr 100 Personen) für ausländische Gesellschaften des Konzerns tätig.

5. ÜBERBLICK GESCHÄFTSTÄTIGKEIT

Zusammenfassung

Das operative Geschäft der PNE-Gruppe im Windbereich war in den ersten neun Monaten 2021 von der Entwicklung und Realisierung von Windparks an Land sowie dem weiteren Aufbau der Entwicklung von Photovoltaikprojekten in verschiedenen Ländern geprägt. Das operative Geschäft ist aufgeteilt in die Segmente "Projektentwicklung", "Services" und "Stromerzeugung".

Fertiggestellt und in Betrieb genommen wurden in den ersten neun Monaten drei deutsche Windparks mit insgesamt rund 30,7 MW Nennleistung. Außerdem wurde in Schweden ein bereits früher verkaufter Windpark mit 113,4 MW Nennleistung fertiggestellt.

In Deutschland, Schweden, Frankreich und Polen befanden sich zum 30. September 2021 Windparks mit einer Nennleistung von insgesamt rund 262,9 MW in Bau. In bereits verkauften Projekten mit 73,2 MW sind wir dabei als Dienstleister für die Käufer tätig.

In den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres 2021 wurden Windparkprojekte mit rund 434 MW zu errichtender Nennleistung in Schweden, Rumänien, Frankreich und Südafrika verkauft. Dem Ziel, den Eigenbetrieb von Windparks kräftig auszubauen und bis Ende 2023 ein Windparkportfolio im Eigenbestand mit bis zu 500 Megawatt zu erreichen, sind wir erneut nähergekommen. Am 30. September 2021 hatte PNE bereits Windparks mit einer installierten Nennleistung von 173,1 MW im Eigenbetrieb. Weitere Projekte mit rund 130,9 MW befinden sich in Bau. Basis für den künftigen weiteren Ausbau ist die gut gefüllte Projektpipeline, denn PNE entwickelt derzeit national und international Windparks an Land mit einem Volumen von 5.652 MW in unterschiedlichen Phasen der Projektentwicklung. Einzelne Projekte werden auch weiterhin in die Vermarktung gehen.

Die PNE AG ist als Bestandshalter vermehrt abhängig vom Windangebot. Mit steigender MW-Zahl im eigenen Portfolio wirken sich schwächere Windangebote auf die Finanzkennzahlen des Segments "Stromerzeugung" und damit auch auf die Finanzkennzahlen des Konzerns aus. Im Vergleich zum Vorjahresberichtszeitraum war in 2021 ein schlechteres Windangebot zu verzeichnen und führte zu negativen Abweichungen zu den Vergleichszahlen im Segment "Stromerzeugung" gegenüber dem Vorjahr.

Die Entwicklung von nationalen und internationalen Photovoltaikprojekten wurde im Berichtszeitraum ebenfalls fortgesetzt und erneut deutlich ausgeweitet. Die Projektpipeline umfasst PV-Projekte mit einer Nennleistung von 794 MWp.

Die Auswirkungen der COVID-19-Pandemie spüren auch Unternehmen, die am Ausbau der Erneuerbaren Energien arbeiten. PNE kann nicht ausschließen, dass es aufgrund der aktuellen Entwicklung der Pandemie im operativen Geschäft zu Verschiebungen von Projektrechtsverkäufen und Projektumsetzungen von 2021 nach 2022 kommen kann. Derzeit geht die Gesellschaft davon aus, dass es jedoch mittel- bis langfristig zu keiner wesentlichen Auswirkung auf unser Geschäft kommen sollte. Die gute Liquiditätsposition lässt der Gesellschaft genügend Spielraum, um auch längerfristigen Einschränkungen gut begegnen zu können.

Segmentberichterstattung

Die Ermittlung und Darstellung der Segmentberichterstattung zum 30. September 2021 hat sich gegenüber dem 31. Dezember 2020 nicht verändert.

Segment "Projektentwicklung"

Im Segment "Projektentwicklung" wird über die Teilbereiche Windkraft an Land national und international, Windkraft auf See national und international, Photovoltaikprojekte national und international sowie weitere Projekte berichtet.

Teilbereich Windenergie an Land

Die Entwicklung und Realisierung von Windparkprojekten an Land wurde in den ersten neun Monaten 2021 sowohl in Deutschland als auch in den Auslandsmärkten, trotz der Einschränkungen durch die COVID-19-Pandemie und den damit verbundenen Folgen, kontinuierlich fortgeführt.

Überblick über den Stand der Projektaktivitäten Windenergie an Land der PNE-Gruppe per 30. September 2021 in MW:

Land Phase
I – II
Phase
III
Phase
IV
Total
(MW)
Verkauft/
Dienst
leister
Deutschland 1.225 544 131 1.900 0
Frankreich 271 246 0 517 13
Großbritannien 43 0 0 43 0
Italien 40 0 0 40 0
Kanada 505 0 0 505 0
Panama 280 60 0 340 0
Polen 355 0 59 414 0
Rumänien 0 0 0 0 221
Südafrika 630 30 0 660 140
Schweden 100 0 0 100 60
Türkei 629 71 0 700 0
USA 266 167 0 433 0
Summe 4.344 1.118 190 5.652 434

Phase I – II = Erkundung und Entwicklung

Phase III = Planung

Phase IV = Errichtung bis Übergabe

Verkauft/Dienstleister = Bereits verkaufte Projekte, in denen PNE aktuell Baumanagementleistungen erbringt

Windenergie an Land national

In Deutschland bearbeitete die PNE-Gruppe zum Ende des dritten Quartals 2021 Windparks mit einer Nennleistung von rund 1.900 MW in den verschiedenen Phasen der Projektentwicklung.

Fertiggestellt wurden im Berichtszeitraum die deutschen Windparks "Langstedt" (12,6 MW, davon 4,2 MW für Landeigentümer) und "Lentföhrden" (8,4 MW), die in das Portfolio im Eigenbetrieb übernommen wurden. Ebenfalls fertiggestellt wurde der bereits verkaufte Windpark "Erfurt-Ost" (5,5 MW).

Zum Ende des Berichtszeitraums befanden sich in Deutschland acht Windparks mit einer Nennleistung von 130,9 MW in Bau. Diese Projekte sind nach ihrer Fertigstellung für den Betrieb im eigenen Portfolio vorgesehen.

Darüber hinaus erhielt PNE im Berichtszeitraum die Genehmigungen für weitere Windparks.

Windenergie an Land international

Im Ausland wurde von der PNE-Gruppe das Kerngeschäft der Projektentwicklung und -realisierung ebenfalls kontinuierlich weitergeführt. Gegenüber der Darstellung im Geschäftsbericht 2020 gab es in den Auslandsmärkten folgende Veränderungen:

Frankreich

Der Verkauf eines Windparkprojektes mit sechs Windenergieanlagen und 13,2 MW Nennleistung konnte in Frankreich abgeschlossen werden. PNE bleibt in diesem Projekt weiterhin als Dienstleister für den Käufer tätig. Das Projekt soll im kommenden Jahr fertiggestellt werden. Zudem hat PNE im dritten Quartal 2021 in Frankreich die Genehmigung für ein weiteres Projekt (9,0 MW) erreicht.

Polen

Der bereits früher verkaufte Windpark "Jasna" mit einer Gesamtnennleistung von 132 MW wurde fertig errichtet. In dem Projekt wurden 39 Windenergieanlagen, davon 22 vom Typ Vestas V126 mit jeweils 3,45 MW und 17 vom Typ Vestas V126 mit jeweils 3,3 MW installiert. Die Bauleitung wurde dabei im Auftrag des Investors übernommen.

Im Berichtszeitraum wurde der Bau der Windparks "Kuslin" (39,6 MW) und "Krzecin" (19,2 MW) weitergeführt. Beide Projekte konnten nach Ende des Berichtszeitraums im Oktober 2021 veräußert werden. Unternehmen der PNE-Gruppe werden auch nach der Inbetriebnahme der Windparks mit Serviceleistungen im Auftrag des Käufers tätig sein.

Rumänien

Die PNE AG hat im Berichtszeitraum die Rechte an drei Windparkprojekten in Rumänien verkauft. In den Projekten können Windenergieanlagen mit einer Nennleistung von bis zu 221 MW errichtet werden. Bei der weiteren Entwicklung werden PNE und der Käufer zusammenarbeiten. Der Markt entwickelt sich zunehmend positiv. PNE wird sich in Rumänien künftig auch auf die Entwicklung von Photovoltaikprojekten konzentrieren.

Schweden

Der Bau des bereits früher verkauften Windparks "Malarberget" (113 MW) wurde im Berichtszeitraum abgeschlossen. Im Auftrag des Käufers wird PNE den Windpark auch in der Betriebsphase weiter betreuen.

Im Berichtszeitraum erfolgte der Baubeginn für den Windpark "Hultema" mit einer Nennleistung von rund 60 MW. Auch dieser Windpark wurde bereits veräußert und wird während der Bauphase von PNE im Auftrag des Käufers betreut.

Südafrika

Im dritten Quartal wurden in Südafrika die Rechte an einem Windparkprojekt mit 140 MW verkauft. Hieraus erwarten wir Meilensteinzahlungen bei Projektfortschritten und werden als Dienstleister für das Projekt tätig bleiben.

Teilbereich Windenergie auf See Windenergie auf See national

Die hohe Kompetenz der PNE-Projektentwicklung auf See zeigt sich darin, dass PNE in den vergangenen Jahren bereits acht Windparkprojekte auf See nach der Entwicklung veräußern konnte. Hierzu gehören die Projekte "Atlantis I", "Borkum Riffgrund" und "Gode Wind". Diese sind heute weitestgehend errichtet und in Betrieb.

Windenergie auf See international

Im Berichtszeitraum hat PNE weitere Anstrengungen zum Einstieg in die Entwicklung von Meereswindparks im Ausland unternommen. Insbesondere prüfen wir derzeit in Vietnam die Möglichkeiten zur Projektierung von Windparks auf See.

Im Bereich Windenergie auf See prüft PNE auch Möglichkeiten zur Erzeugung von anderen Energieträgern wie etwa Wasserstoff auf See. Hierzu werden grundlegende Berechnungen und Untersuchungen durchgeführt, auf deren Basis bei positiver Perspektive mögliche weitergehende Projektaktivitäten stattfinden können.

Teilbereich Photovoltaik

Photovoltaik ist in den vergangenen Jahren immer kostengünstiger, effizienter und damit auch in der Stromerzeugung marktfähiger geworden. Die rechtlichen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen für die Entwicklung von Photovoltaikprojekten sind zudem in vielen Ländern gegeben. Daher ist die Entwicklung von Photovoltaikprojekten Bestandteil der strategischen Ausrichtung des Geschäftsmodells der PNE-Gruppe.

Derzeit werden neue Märkte konkret geprüft und Sicherungen von Rechten in bereits ausgewählten Märkten vorgenommen. Besonderes Augenmerk liegt dabei zunächst auf Deutschland, Frankreich, Italien, Rumänien und den USA sowie weiteren internationalen Märkten. Das Volumen der von uns in derzeit sieben Ländern bearbeiteten Photovoltaikprojekte belief sich zum Ende des Berichtszeitraums auf 794 MWp zu installierender Nennleistung.

Überblick über den Stand der Projektaktivitäten Photovoltaik der PNE-Gruppe per 30. September 2021 in MWp:

Land Phase I – II Phase III Phase IV Total MWp
Deutschland 220 0 0 220
Frankreich 25 0 0 25
Italien 42 0 0 42
Kanada 10 0 0 10
Polen 55 0 0 55
Rumänien 112 0 0 112
USA 330 0 0 330
Summe 794 0 0 794

Phase I – II = Erkundung und Entwicklung

Phase III = Planung Phase IV = Errichtung bis Übergabe

Die oben aufgeführten operativen Leistungen führten im Segment "Projektentwicklung" in den ersten neun Monaten 2021 zu positiven Ergebnissen. Die aktuelle COVID-19-Pandemie hat auf die Geschäftstätigkeit des Segments "Projektentwicklung" Auswirkungen in Form von zeitlichen Projektverschiebungen gehabt. Diese Verschiebungen hatten nur geringe Auswirkungen auf die Ergebnisse des Segments "Projektentwicklung" im Berichtszeitraum. Es ist jedoch nicht ausgeschlossen, dass dies im Verlauf des Geschäftsjahres 2021 zu Ergebnisverschiebungen im Segment "Projektentwicklung" und im Konzern von 2021 nach 2022 führen könnte.

Das Segment "Projektentwicklung" hat in den ersten neun Monaten 2021

  • » eine Gesamtleistung von 134,7 Mio. Euro (im Vorjahr: 85,0 Mio. Euro)
  • » ein EBITDA von 21,0 Mio. Euro (im Vorjahr: 13,4 Mio. Euro) und
  • » ein EBIT von 19,3 Mio. Euro (im Vorjahr: 11,8 Mio. Euro) erreicht.

Segment "Services"

Im Segment "Services" wird zusammenfassend über Dienstleistungen berichtet. Hierzu zählen unter anderem technisches und kaufmännisches Betriebsmanagement von Windparks und Umspannwerken, Baumanagement, Windmessungen, Stromvermarktungsmanagement und ähnliche Dienstleistungen.

Das internationale Geschäft des Betriebsmanagements wurde in den ersten neun Monaten 2021 in den Märkten Schweden und Polen ausgeweitet.

Im polnischen Windpark "Jasna", der von PNE entwickelt und verkauft wurde, haben Konzernunternehmen bis zur Inbetriebnahme Construction Management Leistungen im Baumanagement erbracht. Mit diesem Projekt setzte PNE einmal mehr erfolgreich die Strategie um, neben der Projektentwicklung auch Dienstleistungen in diesen Projekten zu erbringen.

Auch für die schwedischen Projekte "Hultema" und "Malarberget" wurden während der Bauphase Dienstleistungen erbracht. In diesen Windparks werden Unternehmen der PNE-Gruppe auch während der Betriebsphase das kaufmännische und technische Betriebsmanagement übernehmen.

Die aktuelle COVID-19-Pandemie hat auf die Geschäftstätigkeit des Segments "Services" nur geringfügige Auswirkungen gehabt, da der größte Teil der Auftragslage im Servicesegment auf Basis von langfristigen Serviceaufträgen erfolgt. Im Berichtszeitraum konnten zudem aufgrund der Übernahme von Baumanagementdienstleistungen, wie z.B. in Schweden, bessere Ergebnisse als im Vergleichszeitraum des Vorjahres erzielt werden.

Das Segment "Services" hat in den ersten neun Monaten 2021

  • » eine Gesamtleistung von 15,3 Mio. Euro (im Vorjahr: 14,6 Mio. Euro)
  • » ein EBITDA von 4,0 Mio. Euro (im Vorjahr: 3,4 Mio. Euro) und
  • » ein EBIT von 1,4 Mio. Euro (im Vorjahr: 1,1 Mio. Euro) erreicht.

Segment "Stromerzeugung"

Im Segment "Stromerzeugung" sind alle Aktivitäten von Konzernunternehmen gebündelt, die unmittelbar mit der Erzeugung von Elektrizität aus sauberen Energien befasst sind.

Dieser Bereich beinhaltet im Wesentlichen die von PNE selbst betriebenen Windparks mit einer Nennleistung von derzeit rund 173,1 MW (zum 30. September 2020: rund 130,1 MW) sowie das Holzheizkraftwerk in Silbitz mit rund 5,6 MW. Außerdem umfasst das Segment Anteile an Kommanditgesellschaften, in denen künftige Projekte umgesetzt werden sollen.

Bis zum erfolgreichen Verkauf von Windparks und der Übergabe an die Betreiber werden im Segment "Stromerzeugung" im Rahmen der Segmentberichterstattung laufende Einnahmen dieser Projekte ausgewiesen.

Die saisonale Windverteilung bei gleichbleibenden Abschreibungen und Kosten pro Quartal führt dazu, dass in windstarken Quartalen sehr positive Ergebnisse und in windschwachen Quartalen leicht negative bis leicht positive Ergebnisse in Windparks erzielt werden. In den ersten neun Monaten 2021 wurden im Vergleich zum langjährigen Mittel schwächere Windergebnisse verzeichnet, so dass im Segment "Stromerzeugung" Ergebnisse unter den Prognosen erwirtschaftet wurden. Das Windangebot schwankt von Jahr zu Jahr. PNE-Projekte im Eigenbestand sind auf Basis von zwei unabhängigen Windgutachten kalkuliert. Diese Windprognosen beziehen sich auf einen mittleren jährlichen Wert, der im Laufe von 20 Jahren mit einer definierten Wahrscheinlichkeit erreicht wird. Das heißt, statistisch gesehen gleichen sich Unterschreitungen und Übererfüllung von Windangeboten im Laufe der Betriebszeit aus.

Gegenüber dem Vorjahreszeitraum erhöhten sich die Abschreibungen im Segment "Stromerzeugung" aufgrund der höheren Zahl an im Betrieb befindlichen MW, wodurch in Verbindung mit den geringeren Umsätzen das EBIT-Ergebnis des Segments gegenüber dem Vorjahr negativ beeinflusst wurde.

Ein über mehr als zwei Monate dauernder planmäßiger Stillstand des Holzheizkraftwerkes Silbitz, aufgrund der erforderlichen Zehn-Jahres-Wartung, wirkte sich zudem negativ auf die Ergebnisse des Segments im Vergleich zu den Ergebnissen des Vorjahresberichtszeitraums aus.

Die aktuelle COVID-19-Krise hat auf die Geschäftstätigkeit des Segments "Stromerzeugung" keine Auswirkungen gehabt.

Das Segment "Stromerzeugung" hat in den ersten neun Monaten 2021

  • » eine Gesamtleistung von 16,4 Mio. Euro (im Vorjahr: 17,7 Mio. Euro)
  • » ein EBITDA von 10,9 Mio. Euro (im Vorjahr: 13,4 Mio. Euro) und
  • » ein EBIT von -2,0 Mio. Euro (im Vorjahr: 4,5 Mio. Euro) erzielt.

6. VERMÖGENS-, FINANZ- UND ERTRAGSLAGE

Die im Folgenden aufgeführten Zahlen wurden für den Konzern nach IFRS ermittelt und dargestellt. Für die Konzern-Finanzinformationen über die ersten neuen Monate des Geschäftsjahres 2021 zum 30. September 2021 wurden die gleichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden angewandt wie im Konzernabschluss zum 31. Dezember 2020. Die seit 1. Januar 2021 geänderten IFRS Standards haben für den Quartalsabschluss keine Relevanz.

Die Zahlen im Text und in den Grafiken wurden kaufmännisch gerundet, geringfügige Rundungsdifferenzen sind jedoch möglich.

Bei der Umsatz- und Ertragslage sind den Werten per 30. September 2021 die Werte per 30. September 2020 bzw. bei der Vermögens- und Finanzlage die Werte vom 31. Dezember 2020 gegenübergestellt.

a. Umsatz- und Ertragslage

Der PNE-Konzern erzielte gemäß IFRS in den ersten neun Monaten 2021 eine Gesamtleistung von 134,6 Mio. Euro (im Vorjahr: 90,7 Mio. Euro). Davon entfallen 54,2 Mio. Euro auf Umsatzerlöse (im Vorjahr: 73,9 Mio. Euro), 78,8 Mio. Euro auf Bestandsveränderungen (im Vorjahr: 14,2 Mio. Euro) sowie 1,6 Mio. Euro auf sonstige betriebliche Erträge (im Vorjahr: 2,6 Mio. Euro).

In den ersten neun Monaten 2021 wurden:

» im Segment "Projektentwicklung" interne Umsätze von 55,5 Mio. Euro (im Vorjahr: 35,5 Mio. Euro) u.a. für die Generalunternehmer- und Projektentwicklungsleistungen für geplante eigene Windparks wie z.B. für die Windparks "Holstentor", "Wahlsdorf", "Kuhstedt II" sowie externe Umsätze von 26,4 Mio. Euro (im Vorjahr: 46,1 Mio. Euro) aus vertraglichen Meilensteinzahlungen von im In- und Ausland bereits in den Geschäftsjahren 2019 und 2020 verkauften Windparkprojekten, z. B. in Schweden, sowie aus Projektentwicklungs- und Generalunternehmerleistungen bei Windparkprojekten z.B. in Frankreich und aus Projektrechtsverkäufen in Rumänien und Südafrika abgerechnet.

  • » im Segment "Services" externe Umsätze von 11,9 Mio. Euro (im Vorjahr: 11,6 Mio. Euro) und interne Umsätze von 3,0 Mio. Euro (im Vorjahr: 2,4 Mio. Euro) abgerechnet. Die Wesentlichen Umsätze wurden
  • » aus kaufmännischem und technischem Betriebsmanagement,
  • » aus Baumanagementdienstleistungen,
  • » aus Dienstleistungen im Bereich Service, Wartung und Prüfung von Betriebsmitteln, Schulungen für Fachkräfte und dem Service für Arbeiten an z.B. Hindernisbefeuerungssystemen sowie
  • » aus Umspannwerksdienstleistungen

erzielt.

Der Anstieg der Umsätze gegenüber dem Vorjahreszeitraum ist u.a. begründet in den zusätzlichen Dienstleistungen im Baumanagementbereich bei bereits veräußerten Projekten und dem Anstieg der zu betreuenden Erneuerbaren Energieprojekte im kaufmännischen und technischen Betriebsmanagement.

Bemerkenswert ist dabei, dass ein signifikanter Teil der internen Leistungen/Umsätze zur Vermeidung und Verringerung von externen Kosten im Konzern führte.

» im Segment "Stromerzeugung" im Berichtszeitraum 15,9 Mio. Euro (im Vorjahr: 16,2 Mio. Euro) an externen Umsätzen erzielt. Im Wesentlichen entfielen diese Umsätze auf die Stromerlöse der Windparks im Eigenbestand in Höhe von 13,7 Mio. Euro (im Vorjahr: 13,4 Mio. Euro) sowie auf die Umsätze des HKW "Silbitz" mit 2,2 Mio. Euro (im Vorjahr: 2,8 Mio. Euro). Ein wesentlicher Grund für die niedrigeren Umsätze gegenüber dem Vorjahreszeitraum ist, dass in den ersten neun Monaten 2021 im Vergleich zum langjährigen Mittel schwächere Windergebnisse verzeichnet wurden und somit trotz der höheren Anzahl an im Eigenbetrieb befindlichen Windenergieanlagen im Vergleich zum Vorjahreszeitraum nur eine geringere Strommenge produziert werden konnte. Weiterhin wirkte sich ein planmäßiger längerer Stillstand des Holzheizkraftwerkes Silbitz, aufgrund der erforderlichen Zehn-Jahres-Wartung, zudem negativ auf die Ergebnisse des Segments im Vergleich zu den Ergebnissen des Vorjahresberichtszeitraums aus.

Die erbrachten Leistungen für die im Eigenbesitz geplanten und im Bau befindlichen Windparkprojekte wurden, wie im Vorjahresberichtszeitraum, über die Bestandsveränderungen gezeigt.

Die sonstigen betrieblichen Erträge resultierten in den ersten neun Monaten 2021 im Wesentlichen aus der Auflösung von Rückstellung im Zusammenhang mit dem Bau von Windparkprojekten.

Der Aufwand für das Personal stieg im Konzern gegenüber dem Vorjahr aufgrund der im Vergleich höheren Mitarbeiterzahl (475 Mitarbeiter inkl. Vorstände per 30. September 2021 gegenüber 465 Mitarbeiter inkl. Vorstände per 30. September 2020), der gestiegenen Gehälter für qualifiziertes Personal und einmaligen Personalkosten bei der Personalakquisition an. Die Erhöhung der Mitarbeiterzahl erfolgt im Rahmen der Anpassung der Organisation an die neue Strategie, die der Konzern mit dem "Scale up"-Programm verfolgt. Der Personalaufwand verteilt sich auf die Segmente wie folgt:

  • » "Projektentwicklung": 20,1 Mio. Euro (im Vorjahr: 17,2 Mio. Euro),
  • » "Services": 6,3 Mio. Euro (im Vorjahr: 6,1 Mio. Euro) und
  • » "Stromerzeugung": 0,7 Mio. Euro (im Vorjahr: 0,6 Mio. Euro).

Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte des Anlagevermögens, Sachanlagen und Nutzungsrechte erhöhten sich im Wesentlichen aufgrund der durchschnittlich höheren Anzahl an Windenergieanlagen im Konzern (17,0 Mio. Euro im Berichtszeitraum 2021 gegenüber 12,8 Mio. Euro im Vorjahrzeitraum). Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte des Anlagevermögens, Sachanlagen und Nutzungsrechte verteilten sich auf die Segmente wie folgt:

  • » "Projektentwicklung": 1,6 Mio. Euro (im Vorjahr: 1,5 Mio. Euro),
  • » "Services": 2,5 Mio. Euro (im Vorjahr: 2,4 Mio. Euro) und
  • » "Stromerzeugung": 12,9 Mio. Euro (im Vorjahr: 8,9 Mio. Euro).

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen in Höhe von 13,8 Mio. Euro (im Vorjahr: 12,7 Mio. Euro) liegen im Konzern über dem Vorjahreswert und gliedern sich im Wesentlichen auf in Aufwendungen aus Rechts- und Beratungskosten, Werbeund Reisekosten, Versicherungen und Beiträge, Reparatur- und Instandhaltungsaufwand (im Wesentlichen beim Holzheizkraftwerk "Silbitz" sowie bei den im eigenen Bestand gehaltenen Windparks). Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen, vor Konsolidierungseffekten, verteilten sich auf die Segmente wie folgt:

  • » "Projektentwicklung": 11,2 Mio. Euro (im Vorjahr: 9,7 Mio. Euro),
  • » "Services": 1,8 Mio. Euro (im Vorjahr: 1,6 Mio. Euro) und
  • » "Stromerzeugung": 4,4 Mio. Euro (im Vorjahr: 3,3 Mio. Euro).

Die Zinsen und ähnliche Erträge veränderten sich gegenüber dem Vorjahrszeitraum von 0,1 Mio. Euro auf 4,0 Mio. Euro. Im Wesentlichen liegt die Veränderung an der Bewertung der abgeschlossenen Zins-SWAPs im Rahmen der Projektfinanzierungen. Steigende Marktzinsen führen bei einer Bewertung der Zins-SWAPs zu einem Zinsertrag, welcher in den ersten neun Monaten 2021 in Höhe von 3,2 Mio. Euro im Konzern (Segment "Stromerzeugung") verbucht wurde.

Die Zinsen und ähnliche Aufwendungen veränderten sich gegenüber dem Vorjahrszeitraum von 7,6 Mio. Euro auf 5,2 Mio. Euro. Im Berichtszeitraum 2021 gab es negative Zins-SWAP-Bewertungen in Höhe von 0,6 Mio. Euro (im Vorjahr: 2,6 Mio. Euro) und gleichzeitig führten steigende Marktzinsen im Berichtszeitraum 2021, bei im Wesentlichen in den Jahren 2018–2020 abgeschlossenen Zins-SWAPs, zu einem Zinsertrag (siehe oben unter "Zinsen und ähnliche Erträge). Die Zinsen und ähnlichen Aufwendungen fielen im Wesentlichen an im Zusammenhang mit

  • » der Anleihe 2018/2023 (1,5 Mio. Euro),
  • » den Eigen- und Fremdkapitalfinanzierungen im Zusammenhang mit Windparkprojekten (2,2 Mio. Euro),
  • » der Anwendung des IFRS 16 "Leasing" (1,3 Mio. Euro).

Es wurden Werte ("Stille Reserven") geschaffen, die nicht sofort erkennbar sind. Diese stehen im Zusammenhang mit dem Aufbau unseres Windparkportfolios im Eigenbesitz. Aufgrund der Investitionen in eigene Projekte sind auf Konzernebene insgesamt 101,4 Mio. Euro, davon im Berichtszeitraum 19,7 Mio. Euro (im Vorjahr: 18,2 Mio. Euro), an Gewinnen vor Steuern eliminiert worden. Mit einem Portfolio von Projekten im Eigenbesitz werden komplette oder teilweise Verkäufe an konzernexterne Dritte zeitlich nach hinten verschoben und damit im Konzern auch das Ergebnis aus diesen möglichen Verkäufen. Ob diese Gewinne bei einem Verkauf in der Zukunft auch so wie aktuell kalkuliert erzielt werden können, hängt davon ab, dass die unterstellten Marktbedingungen der Projektkalkulationen (z.B. Renditeerwartung der Investoren) sich nicht verändern. Die geschaffenen Werte ("Stille Reserven") aus den konzerneigenen Projekten werden über die Nutzungsdauer der Projekte nach und nach, durch die geringere Abschreibungsbemessungsgrundlage im Konzern, aufgedeckt. Diese Aufdeckung der Werte ("Stille Reserven") führt über die Laufzeit zu Ergebnisverbesserungen und entsprechend in der Höhe der Aufdeckung zu einer Verbesserung der Konzern-Eigenkapitalquote.

Auf Konzernebene wurden im Berichtszeitraum 2021, ohne die eliminierten Gewinne vor Steuern ("Stille Reserven") aus dem Aufbau des Windparkportfolios, folgende Ergebnisse erzielt:

  • » ein Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA = EBIT zzgl. Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen, Nutzungsrechte sowie auf Geschäftsoder Firmenwerte) in Höhe von 12,7 Mio. Euro (im Vorjahr: 9,2 Mio. Euro),
  • » ein Betriebsergebnis (EBIT = entspricht dem in der Konzern-Gesamtergebnisrechnung ausgewiesenen Wert in der Zeile "Betriebsergebnis") von -4,3 Mio. Euro (im Vorjahr: -3,5 Mio. Euro).

Das Konzern-Ergebnis nach Anteilen nicht beherrschender Gesellschafter belief sich auf -8,5 Mio. Euro (im Vorjahr: -9,4 Mio. Euro). Das unverwässerte Konzern-Ergebnis je Aktie belief sich auf -0,11 Euro (im Vorjahr: -0,12 Euro) und das verwässerte Konzern-Ergebnis je Aktie auf -0,11 Euro (im Vorjahr: -0,12 Euro).

Im Wesentlichen aufgrund des Periodenergebnisses in Höhe von -8,5 Mio. Euro und der im Berichtszeitraum durchgeführten Dividendenzahlung in Höhe von -3,1 Mio. Euro wird im Konzern ein Bilanzgewinn zum Ende des Berichtszeitraums von 39,8 Mio. Euro (31. Dezember 2020: 51,4 Mio. Euro) ausgewiesen.

b. Vermögens- und Finanzlage

Aktiva

in Mio. EUR 30.9.2021 31.12.2020
Summe der langfristigen
Vermögenswerte
344,4 317,3
Immaterielle Vermögenswerte 64,1 64,3
Sachanlagen 194,1 176,5
Nutzungsrechte 43,1 39,1
Langfristige finanzielle
Vermögenswerte
2,1 1,9
Latente Steuern 41,0 35,5
Summe der kurzfristigen
Vermögenswerte
430,3 346,5
Vorräte 271,6 174,0
Forderungen und sonstige
Vermögenswerte
69,9 59,6
Steuerforderungen 0,5 1,3
Zahlungsmittel und
Zahlungsmitteläquivalente
88,3 111,6
Bilanzsumme 774,7 663,8

Zum Stichtag betrug die Konzern-Bilanzsumme der PNE AG insgesamt 774,7 Mio. Euro. Damit veränderte sich der Wert um rund 16,7 Prozent im Vergleich zum 31. Dezember 2020.

Die langfristigen Vermögenswerte nahmen insgesamt von 317,3 Mio. Euro zum Jahresende 2020 auf aktuell 344,4 Mio. Euro zu.

Zum 30. September 2021 summierten sich die immateriellen Vermögenswerte auf 64,1 Mio. Euro, welche im Wesentlichen die Firmenwerte in Höhe von 63,3 Mio. Euro (31. Dezember 2020: 63,3 Mio. Euro) enthalten, und blieben damit ungefähr auf dem Stand vom 31. Dezember 2020.

Im selben Zeitraum veränderten sich die Sachanlagen um +17,6 Mio. Euro auf 194,1 Mio. Euro (31. Dezember 2020: 176,5 Mio. Euro). Der Anstieg der Sachanlagen ist im Wesentlichen auf das "wachsende" Windparkportfolio bei einhergehenden Abschreibungen auf die Sachanlagen der Windparks zurückzuführen.

Unter die Sachanlagen fallen im Wesentlichen:

  • » Grundstücke und Bauten: 13,2 Mio. Euro (per 31. Dezember 2020: 13,4 Mio. Euro),
  • » im Besitz oder im Bau befindliche Umspannwerke: 15,2 Mio. Euro (per 31. Dezember 2020: 14,1 Mio. Euro),
  • » die technischen Anlagen und Maschinen der im eigenen Besitz befindlichen Windparks: 157,3 Mio. Euro (per 31. Dezember 2020: 141,9 Mio. Euro).

Da die Windparks in Eigenbesitz unabhängig von ihrer aktuellen oder künftigen Gesellschafterstruktur selbst betrieben und zur Stromerzeugung genutzt wurden, erfolgte der Ausweis der Windparks ab dem Zeitpunkt der konzerninternen Veräußerung als Anlagevermögen.

Zum 30. September 2021 werden 43,1 Mio. Euro an Nutzungsrechten (31. Dezember 2020: 39,1 Mio. Euro) unter den langfristigen Vermögenswerten ausgewiesen. Die Nutzungsrechte verteilten sich per 30. September 2021 auf die Segmente wie folgt:

  • » "Projektentwicklung": 9,8 Mio. Euro (per 31. Dezember 2020: 10,3 Mio. Euro),
  • » "Services": 6,3 Mio. Euro (per 31. Dezember 2020: 5,9 Mio. Euro) und
  • » "Stromerzeugung": 27,0 Mio. Euro (per 31. Dezember 2020: 22,9 Mio. Euro).

IFRS 16 regelt die Bilanzierung von Leasingverhältnissen. Nach dem Standard besteht eine grundsätzliche Bilanzierungspflicht von Rechten und Pflichten aus Leasingverhältnissen beim Leasingnehmer. Demzufolge bilanzieren Leasingnehmer das Nutzungsrecht aus einem Leasinggegenstand (sog. right-of-use asset) entweder im Anlagevermögen unter der Bilanzposition "Nutzungsrechte" (langfristige Vermögenswerte wie z.B. Windparks im Eigenbetrieb oder für den Eigenbetrieb geplante Windparks) oder unter der Bilanzposition "Vorräte" (kurzfristige Vermögenswerte wie z.B. Windparkprojekte die während oder nach dem Bau verkauft werden sollen). Es handelt sich bei den "Nutzungsrechten" im PNE-Konzern u. a. um Rechte aus Leasingverträgen (z.B. KfZ-Leasing), Mietverträgen (z.B. für das Gebäude in Husum) und Pachtverträgen (z.B. im Zusammenhang mit den Windparks im eigenen Bestand oder Windparks im Bau).

Für alle im Anwendungsbereich von IAS 36 liegenden Vermögenswerte (insb. immaterielle Vermögenswerte (IAS 38), Geschäfts- oder Firmenwerte (IFRS 3), Sachanlagen (IAS 16) sowie als Finanzinvestition gehaltene Immobilien, die zu Anschaffungskosten bewertet werden (IAS 40)) hat der Bilanzierende zu jedem Abschlussstichtag einzuschätzen, ob ein Anhaltspunkt (triggering event) für eine Wertminderung (impairment loss) vorliegt. Obgleich die durch die COVID-19-Pandemie bedingten Auswirkungen auf die Wirtschaft auch gewisse Implikationen für die PNE AG mit sich bringen, ergeben sich nach Ansicht des Vorstands keine Hinweise darauf, dass die Werthaltigkeit der ausgewiesenen Geschäfts- oder Firmenwerte zum 30. September 2021 gemindert sein könnte.

Bei den kurzfristigen Vermögenswerten war im Berichtszeitraum eine Veränderung von 346,5 Mio. Euro (31. Dezember 2020) auf 430,3 Mio. Euro per 30. September 2021 zu verzeichnen. Im Wesentlichen ist diese Veränderung auf den Aufbau des Vorratsvermögens (+97,6 Mio. Euro) und der Forderungen und sonstigen Vermögenswerte (+10,3 Mio. Euro) bei gleichzeitigem Rückgang der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente (-23,3 Mio. Euro) zurückzuführen. Von den kurzfristigen Vermögenswerten entfallen 36,5 Mio. Euro auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (31. Dezember 2020: 40,2 Mio. Euro).

Die unter den Vorräten ausgewiesenen unfertigen Leistungen erhöhten sich von 144,1 Mio. Euro (31. Dezember 2020) auf 210,2 Mio. Euro. Die Erhöhung der Vorräte ist im Wesentlichen auf die im Konzern getätigten Investitionen für die im Bau befindlichen Projekte an Land, für die Weiterentwicklung der Projektpipelines Wind Onshore und Photovoltaik im In- und Ausland und auf die Nutzungsrechte im Zusammenhang mit der Umsetzung der eigenen Windparkprojekte zurückzuführen.

Die unfertigen Leistungen gliedern sich im Wesentlichen wie folgt auf

  • » Projekte an Land / national (125,3 Mio. Euro),
  • » Projekte an Land / international (84,9 Mio. Euro).

Im Übrigen haben sich die unter den Vorräten ausgewiesenen geleisteten Anzahlungen für im Bau befindliche Projekte an Land von 29,6 Mio. Euro um +31,5 Mio. Euro auf 61,1 Mio. Euro verändert.

Während der Bauphase werden die Windparks die aktuell gebaut werden, unabhängig von ihrer aktuellen oder künftigen Gesellschafterstruktur, als Vorratsvermögen (Unfertige Leistungen) ausgewiesen. Erst nach einer konzerninternen Veräußerung, sofern der Windpark konzernintern veräußert wird, erfolgt der Ausweis der Windparks im Anlagevermögen.

Die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente betrugen 88,3 Mio. Euro zum 30. September 2021, die in Höhe von 3,3 Mio. Euro an Kreditinstitute verpfändet waren (per 31. Dezember 2020: 111,6 Mio. Euro, davon 3,0 Mio. Euro verpfändet).

Die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente verteilten sich per 30. September 2021 auf die Segmente wie folgt:

  • » "Projektentwicklung": 64,8 Mio. Euro (per 31. Dezember 2020: 89,3 Mio. Euro),
  • » "Services": 0,6 Mio. Euro (per 31. Dezember 2020: 1,1 Mio. Euro) und
  • » "Stromerzeugung": 22,9 Mio. Euro (per 31. Dezember 2020: 21,2 Mio. Euro).

Die im Segment "Stromerzeugung" vorhandenen Zahlungsmittel werden bei den im Bau befindlichen Windparkprojekten in den folgenden Quartalen im Wesentlichen für die Leistungen aus den Projektentwicklungs- und Generalunternehmerverträgen mit dem Segment "Projektentwicklung" verwendet werden.

Passiva

31.12.2020
200,6
0,7
4,6
354,3
81,6
22,0
663,8

Das Konzerneigenkapital veränderte sich zum 30. September 2021 von 200,6 Mio. Euro (31. Dezember 2020) auf 189,1 Mio. Euro. Die Eigenkapitalquote des Konzerns betrug zum 30. September 2021 rund 24,4 Prozent (per 31. Dezember 2020: rund 30,2 Prozent).

Die langfristigen Verbindlichkeiten veränderten sich von 354,3 Mio. Euro (31. Dezember 2020) auf 482,4 Mio. Euro. Die Position besteht hauptsächlich aus langfristigen Finanzverbindlichkeiten in Höhe von 467,9 Mio. Euro (per 31. Dezember 2020: 343,3 Mio. Euro).

In den langfristigen Finanzverbindlichkeiten sind im Wesentlichen

  • » die im Geschäftsjahr 2018 platzierte Anleihe 2018/2023 mit einem Buchwert von 49,4 Mio. Euro (per 31. Dezember 2020: 49,2 Mio. Euro),
  • » langfristige Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten im Volumen von 313,5 Mio. Euro (per 31. Dezember 2020: 216,6 Mio. Euro) und
  • » Verbindlichkeiten aus Leasingverhältnissen in Höhe von 100,1 Mio. Euro (per 31. Dezember 2020: 70,4 Mio. Euro) enthalten.

Die wesentlichen langfristigen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten betreffen "non-recourse" Projektfinanzierungen von Windparkprojekten, die im eigenen Bestand gehalten werden (Segment "Stromerzeugung").

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten verteilen sich per 30. September 2021 auf die Segmente wie folgt:

  • » "Projektentwicklung": 6,3 Mio. Euro (davon langfristig 6,0 Mio. Euro),
  • » "Stromerzeugung": 330,6 Mio. Euro (davon langfristig 307,5 Mio. Euro),
  • » "Services": 0,0 Mio. Euro (davon langfristig 0,0 Mio. Euro).

Im Wesentlichen aufgrund von "IFRS 16 Leasingverhältnisse" werden rund 100,1 Mio. Euro (per 31. Dezember 2020: 70,4 Mio. Euro) Verbindlichkeiten aus Leasingverhältnissen unter den langfristigen Verbindlichkeiten und rund 6,6 Mio. Euro (per 31. Dezember 2020: 4,6 Mio. Euro) unter den kurzfristigen Verbindlichkeiten zum 30. September 2021 ausgewiesen.

Die Verbindlichkeiten aus Leasingverhältnissen teilen sich per 30. September 2021 auf die Segmente wie folgt:

  • » "Projektentwicklung": 10,3 Mio. Euro (davon langfristig 8,9 Mio. Euro),
  • » "Stromerzeugung": 89,8 Mio. Euro (davon langfristig 85,3 Mio. Euro) und
  • » "Services": 6,6 Mio. Euro (davon langfristig 5,9 Mio. Euro).

In den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres 2021 veränderten sich die kurzfristigen Verbindlichkeiten von 81,6 Mio. Euro (31. Dezember 2020) auf 70,3 Mio. Euro. Die in dieser Position enthaltenen kurzfristigen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten veränderten sich von 22,7 Mio. Euro (31. Dezember 2020) auf 23,3 Mio. Euro. Im Berichtszeitraum veränderten sich die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen im Rahmen des normalen operativen Geschäfts von 31,4 Mio. Euro (31. Dezember 2020) auf 28,8 Mio. Euro.

Es wurden "non-recourse" Finanzierungen in Höhe von rund 119,4 Mio. Euro sowie rund 3,1 Mio. Euro aus der vorhandenen Projekteigenkapitalzwischenfinanzierungslinie in den ersten neun Monaten 2021 aufgenommen, sowie kurzfristige Projektzwischenfinanzierungen, Betriebsmittellinien und planmäßige Tilgungen von Projektfinanzierungen von rund 18,5 Mio. Euro vorgenommen.

Unter Berücksichtigung der liquiden Mittel betrug die Nettoverschuldung (Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente abzüglich der kurz- und langfristigen Finanzverbindlichkeiten) am 30. September 2021 somit -411,0 Mio. Euro (31. Dezember 2020: -260,5 Mio. Euro).

Über die Liquiditätssituation und die finanzielle Lage des Konzerns gibt die Kapitalflussrechnung Aufschluss. Zum 30. September 2021 standen den Konzernunternehmen eine Liquidität und Kreditlinien für Projektzwischenfinanzierungen in Höhe von zusammen 194,2 Mio. Euro zur Verfügung, die in Höhe von 3,3 Mio. Euro an Kreditinstitute verpfändet ist (per 31. Dezember 2020: 218,1 Mio. Euro, davon 3,0 Mio. Euro verpfändet).

18 PNE QUARTALSMITTEILUNG 3 | 2021 6. VERMÖGENS-, FINANZ- UND ERTRAGSLAGE 7. Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen 8. ENTWICKLUNG UND INNOVATIONEN 9. WESENTLICHE EREIGNISSE NACH ENDE DES BERICHTSZEITRAUMS 10. RISIKO- UND CHANCENBERICHT

Die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente betrugen 88,3 Mio. Euro zum 30. September 2021, die in Höhe von 3,3 Mio. Euro an Kreditinstitute verpfändet waren (per 31. Dezember 2020: 111,6 Mio. Euro, davon 3,0 Mio. Euro verpfändet).

Weiterhin standen den Konzerngesellschaften Liquidität aus noch nicht in Anspruch genommenen

  • » Betriebsmittellinien in Höhe von 15,1 Mio. Euro und
  • » Projektfremdkapitalzwischenfinanzierungen in Höhe von 90,8 Mio. Euro

per 30. September 2021 zur Verfügung.

Für Eigenkapitalzwischenfinanzierungen von Projekten besteht zudem eine Vereinbarung (Letter of Intent) mit einer Bank in Höhe von bis zu 27,1 Mio. Euro, auf deren Basis jeweils nach Inbetriebnahme der Projekte gesonderte Eigenkapitalzwischenfinanzierungen abgeschlossen werden können. Per 30. September 2021 waren davon bereits 2,5 Mio. Euro in Anspruch genommen worden.

Der in der Kapitalflussrechnung ausgewiesene Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit in Höhe von -95,9 Mio. Euro (im Vorjahr: -37,5 Mio. Euro) war im Wesentlichen geprägt

  • » von dem Konzernergebnis des Berichtzeitraums,
  • » von den Ausgaben für die Umsetzung der Portfolioprojekte, der Weiterentwicklung der Projektpipeline und der in der Realisierung befindlichen Windparkprojekte, welche sich in den Vorräten abzeichnen und im Wesentlichen durch Projektfinanzierungen finanziert wurden (siehe auch Cashflow aus Finanzierungstätigkeit).

Beim Cashflow aus der Investitionstätigkeit wurden im Berichtszeitraum Aus- bzw. Einzahlungen für Investitionen in das Konzernanlagevermögen in Höhe von in Summe -24,2 Mio. Euro (im Vorjahr: -14,5 Mio. Euro) erhalten bzw. getätigt. Die Investitionen in Sachanlagen bezogen sich im Wesentlichen auf Investitionen für die Umsetzung der Windparks für das im Aufbau befindliche Windparkportfolio (Segment "Stromerzeugung") und in Umspannwerke (Segment "Services") für die in der Realisierung befindlichen Windparkprojekte.

Im Berichtszeitraum war der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit in Höhe von 96,8 Mio. Euro (im Vorjahr: 30,1 Mio. Euro) im Wesentlichen geprägt durch

  • » die Inanspruchnahme von Bankkrediten in Höhe von 122,5 Mio. Euro, die im Wesentlichen zur Windparkprojektfinanzierungen verwendet wurden,
  • » die Tilgung von Kreditverbindlichkeiten in Höhe von -18,5 Mio. Euro,
  • » die Tilgung von Leasingverbindlichkeiten in Höhe von -4,2 Mio. Euro und
  • » der Dividendenzahlung für das vorherige Geschäftsjahr in Höhe von -3,1 Mio. Euro.

7. BEZIEHUNGEN ZU NAHESTEHENDEN UNTERNEHMEN UND PERSONEN

Es haben sich gegenüber dem 31. Dezember 2020 keine wesentlichen Änderungen ergeben.

8. ENTWICKLUNG UND INNOVATIONEN

Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten fanden im Konzern der PNE AG im Berichtszeitraum nicht statt.

9. WESENTLICHE EREIGNISSE NACH ENDE DES BERICHTSZEITRAUMS

Wesentliche Ereignisse mit Auswirkung auf die Ertrags-, Finanzund Vermögenslage hat es nach Ende des Berichtszeitraums nicht gegeben.

10. RISIKO- UND CHANCENBERICHT

Informationen zu Chancen und Risiken von PNE AG finden sich im Kapital "Risiko- und Chancenbericht" des Geschäftsberichts 2020, der auf der Internetseite der Gesellschaft unter www.pne-ag.com verfügbar ist.

Alle erkennbaren Risiken aus dem aktuell weltweit vorhandenen COVID-19-Viruses werden von der Gesellschaft laufend hinsichtlich möglicher Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage sowie dem Wohlergehen der Mitarbeiter abgewogen und sind in diesen Halbjahresfinanzbericht bzw. den Prognosebericht eingeflossen.

Der Vorstand hat im Laufe der ersten neun Monate des Geschäftsjahres 2021 darüber hinaus keine wesentlichen Ergänzungen oder Veränderungen zu den im Geschäftsbericht für das Geschäftsjahr 2020 dargestellten Risiken festgestellt.

11. ERKLÄRUNG ZUR UNTERNEHMENSFÜHRUNG (§ 289f BZW. 315d HGB)

Die mit der Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f HGB zusammengefasste Erklärung zur Unternehmensführung nach § 315d HGB ist auf unserer Internetseite www.pne-ag.com im Bereich "Investor Relations" unter "Corporate Governance" veröffentlicht und kann dort heruntergeladen werden.

12. PROGNOSEBERICHT

Die PNE-Gruppe ist ein international tätiger und einer der erfahrensten Projektierer für saubere Energien an Land und auf See. Dabei vereinen wir wirtschaftlichen Erfolg mit ökologischer Verantwortung. Wir bearbeiten die Wertschöpfungskette von der Entwicklung, Projektierung, Realisierung und dem Vertrieb über den Betrieb von Wind- und Photovoltaikparks und Umspannwerken bis hin zum Repowering – also dem Ersatz älterer Windenergieanlagen durch neue auf dem aktuellen Stand der Technik. Die dabei erworbenen Kompetenzen bieten wir auch Dritten als Dienstleistung an.

Wir wollen Projekte entwickeln, deren hohe Qualität internationale Standards erfüllt und eine gesicherte Projektfinanzierung auf internationalem Niveau ermöglicht. Erreicht wird eine solche Projektqualität durch die Sicherstellung der Prognose für den Projektzeitplan und den Kostenrahmen von der Entwicklung bis zur Inbetriebnahme.

Nach dem erfolgreichen Aufbau von Windparks in den letzten Jahren folgen wir unserem Ziel, ein Portfolio mit Windparks von bis zu 500 MW bis Ende 2023 zu realisieren. Die fertiggestellten Windparks werden vorerst im Eigenbetrieb gehalten, um durch den Stromverkauf laufende Erträge zu erzielen.

Darüber hinaus ist die Verbindung von Kraftwerken mit sauberen Energien und Speichertechnologien ein Zukunftsthema. Wir haben die strategische Ausrichtung der Unternehmensgruppe mittels des Konzepts "Scale up" weiterentwickelt. Das operative Geschäft wird national wie international auf eine deutlich breitere Basis gestellt. Unser Ziel ist es weiterhin, PNE vom Spezialisten für Windparks auch zum Spezialisten von Photovoltaikparks und zum breit aufgestellten Anbieter von Lösungen für saubere Energien weiterzuentwickeln. Grundzüge dieser Strategie eines "Clean Energy Solution Provider" sind die Ausweitung des Service-Angebots und die Erschließung neuer Märkte sowie Technologien.

Wir reagieren mit der strategischen Ausrichtung auf Veränderungen in den Märkten der sauberen Energien. Während erneuerbare Energien weltweit in den kommenden Jahren dynamisch wachsen werden, sind in einzelnen, etablierten Märkten gegenläufige Entwicklungen zu beobachten. Förderungen für Windenergie werden gekürzt, Vergütungssysteme auf Ausschreibungen (zunehmend werden Stromabnahmeverträge von Einzelunternehmen ausgeschrieben) oder andere Marktmechanismen umgestellt und der Zubau der Windenergie in manchen Ländern dadurch begrenzt. Das verschärft den Wettbewerbsdruck. Die Optimierung der Kosten rund um ein Projekt gewinnt daher immer mehr an Bedeutung. Dabei haben wir auch Photovoltaikprojekte und Hybridlösungen sowie Speichertechnologien im Blick.

Mit dieser breiteren Aufstellung minimieren wir Marktrisiken, eröffnen PNE neue Potenziale und Märkte und werden mittelfristig vor allem die bisher volatilen Ergebnisse verstetigen.

Nach einer Übergangsphase, in der mit Investitionen die Weichen zur Umsetzung des Konzepts "Scale up" gestellt werden, soll dies bis Ende 2023 zu einem Anstieg des durchschnittlichen operativen Ergebnisses (EBIT bzw. EBITDA) führen.

Die nachfolgenden Prognosen beruhen auf den geplanten Ergebnissen

  • » aus der Umsetzung der operativ geplanten Projekte im In- und Ausland (Onshore, Offshore, Photovoltaik),
  • » aus dem Dienstleistungs- und Servicegeschäft sowie
  • » aus dem Stromerzeugungsgeschäft.

Im Geschäftsjahr 2021 werden wir weitere Vorleistungen im unteren einstelligen Millionenbereich für die strategische Erweiterung des Geschäftsmodells erbringen. Wir bestätigen weiterhin unsere Guidance des Geschäftsjahres 2021 mit einem positiven EBITDA im Konzern in Höhe von 24 bis 32 Mio. Euro. Aufgrund der Auswirkungen der anhaltenden COVID-19-Pandemie könnte es im operativen Geschäft zu Verschiebungen von Projektrechtsverkäufen und Projektumsetzungen von 2021 nach 2022 kommen.

Cuxhaven, 10. November 2021

PNE AG Vorstand

KONZERN-GESAMTERGEBNISRECHNUNG (IFRS)

in TEUR (Rundungsdifferenzen möglich) III. Quartal
1.7.2021 –
30.9.2021
III. Quartal
1.7.2020 –
30.9.2020
Periode
1.1.2021 –
30.9.2021
Periode
1.1.2020 –
30.9.2020
1. Umsatzerlöse 13.478 11.502 54.208 73.856
2. Bestandsveränderungen an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 26.831 1.743 78.834 14.211
3. Sonstige betriebliche Erträge 416 449 1.574 2.637
4. Gesamtleistung 40.725 13.694 134.616 90.704
5. Materialaufwand/Aufwand für bezogene Leistungen -27.025 -1.692 -80.963 -44.866
6. Personalaufwand -8.918 -8.244 -27.085 -23.915
7. Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte des Anlagevermögens,
Sachanlagen, Nutzungsrechte und langfristige finanzielle Vermögenswerte
-6.061 -4.335 -17.027 -12.758
8. Sonstige betriebliche Aufwendungen -5.367 -3.561 -13.839 -12.678
9. Betriebsergebnis -6.646 -4.138 -4.298 -3.512
10. Erträge aus Beteiligungen und assoziierten Unternehmen 20 16 85 43
11. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 212 5 4.033 130
12. Aufwendungen aus Verlustübernahme von assoziierten Unternehmen -5 -1 -15 -29
13. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -1.049 -1.070 -5.212 -7.612
14. Ergebnis vor Steuern -7.468 -5.188 -5.406 -10.981
15. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -2.145 1.035 -3.231 844
16. Sonstige Steuern -86 -65 -151 -167
17. Ergebnis vor nicht beherrschenden Anteilen -9.699 -4.218 -8.788 -10.303
18. Anteile nicht beherrschender Gesellschafter am Ergebnis -152 -188 -283 -941
19. Konzernergebnis -9.547 -4.030 -8.505 -9.362
Ergebnis pro Aktie (unverwässert), in EUR -0,13 -0,05 -0,11 -0,12
Ergebnis pro Aktie (verwässert), in EUR -0,13 -0,05 -0,11 -0,12
Gewogener Durchschnitt der ausgegebenen Aktien (unverwässert), in Mio. 76,3 76,3 76,3 76,3
Gewogener Durchschnitt der ausgegebenen Aktien (verwässert), in Mio. 76,3 76,3 76,3 76,3
Übriges Ergebnis/Posten, die möglicherweise zukünftig in die
Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert werden
20. Währungsdifferenzen 1.037 -1.009 335 -1.809
21. Sonstige 0 0 0 0
22. Übriges Ergebnis der Periode (nach Steuern) 1.037 -1.009 335 -1.809
23. Gesamtergebnis der Periode -8.662 -5.227 -8.453 -12.112
Zurechnung des Konzernergebnisses der Periode
Anteilseigner der Muttergesellschaft -9.547 -4.030 -8.505 -9.362
Anteile anderer Gesellschafter am Konzernergebnis -152 -188 -283 -941
-9.699 -4.218 -8.788 -10.303
Zurechnung des Gesamtergebnisses der Periode
Anteilseigner der Muttergesellschaft -8.510 -5.039 -8.170 -11.171
Anteile anderer Gesellschafter am Gesamtergebnis -152 -188 -283 -941
-8.662 -5.227 -8.453 -12.112

KONZERNBILANZ (IFRS)

Aktiva

in TEUR (Rundungsdifferenzen möglich) per 30.9.2021 per 31.12.2020
Immaterielle Vermögenswerte 64.090 64.330
Sachanlagen 194.044 176.341
Nutzungsrechte 43.128 39.125
Langfristige finanzielle Vermögenswerte 2.104 1.936
Latente Steuern 41.042 35.484
Langfristige Vermögenswerte, gesamt 344.408 317.216
Vorräte 271.598 174.003
Forderungen, sonstige Vermögenswerte und Steuerforderungen 70.385 60.973
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 88.308 111.617
Kurzfristige Vermögenswerte, gesamt 430.291 346.593
Aktiva, gesamt 774.699 663.809

Passiva

in TEUR (Rundungsdifferenzen möglich) per 30.9.2021 per 31.12.2020
Gezeichnetes Kapital 76.603 76.603
Kapitalrücklage 82.953 82.953
Eigene Anteile -707 -707
Gewinnrücklagen 51 51
Fremdwährungsrücklage -2.357 -2.692
Konzernbilanzgewinn 39.752 51.425
Nicht beherrschende Anteile -7.202 -7.070
Eigenkapital, gesamt 189.093 200.563
Sonstige Rückstellungen 0 0
Abgegrenzte Zuwendungen der öffentlichen Hand 679 714
Langfristige Finanzverbindlichkeiten 467.945 343.274
Latente Steuerverbindlichkeiten 14.434 11.049
Langfristige Schulden, gesamt 483.058 355.037
Steuerrückstellungen 2.583 1.150
Sonstige Rückstellungen 4.662 3.467
Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten 31.345 28.849
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 28.777 31.364
Sonstige Verbindlichkeiten und Steuerverbindlichkeiten 35.181 43.379
Kurzfristige Schulden, gesamt 102.548 108.209
Passiva, gesamt 774.699 663.809

KONZERN-KAPITALFLUSSRECHNUNG (IFRS)

FÜR DEN ZEITRAUM VOM 1. JANUAR BIS ZUM 30. SEPTEMBER

in TEUR 2021 2020
Ergebnis vor nicht beherrschenden Anteilen -8.788 -10.304
-/+ Ertragsteuerertrag/-aufwand 3.231 -844
-/+ Gezahlte/erhaltene Ertragsteuern -4.323 -5.906
-/+ Zinserträge und Zinsaufwendungen 1.178 7.482
- Gezahlte Zinsen -5.713 -4.017
+ Erhaltene Zinsen 337 130
+/- Abschreibungen/Zuschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte
des Anlagevermögens, Sachanlagen, Nutzungsrechte und
langfristige finanzielle Vermögenswerte
17.027 12.758
+/- Zu-/Abnahme der Rückstellungen 2.689 -1.609
+/- Zahlungsunwirksame Aufwendungen und Erträge 331 -1.786
-/+ Gewinn/Verlust aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens
und aus der Endkonsolidierung
-4.034 0
+/- Ab-/Zunahme der Vorräte sowie anderer Aktiva -110.253 -17.228
+/- Ab-/Zunahme der Forderungen aus Lieferungen und
Leistungen und Teilgewinnrealisierung
2.045 29.082
+/- Zu-/Abnahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und
Leistungen sowie anderer Passiva
10.365 -45.300
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit -95.908 -37.543
+ Einzahlungen aus Abgängen von immateriellen Vermögenswerten 1 0
+ Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Sachanlagevermögens 535 65
- Auszahlungen für Investitionen in Sachanlagen und in immaterielle
Vermögenswerte
-29.022 -14.471
+ Einzahlungen aus Abgängen von Finanzanlagen 30 0
- Auszahlungen für Investitionen in Finanzanlagen -135 -25
+ Einzahlungen aus Verkäufen von konsolidierten Einheiten 4.416 0
- Auszahlungen für Investitionen in konsolidierte Einheiten 0 -95
Cashflow aus Investitionstätigkeit -24.174 -14.526
+ Einzahlungen aus der Aufnahme von Finanzkrediten 122.540 41.685
- Auszahlungen für die Tilgung von Finanzkrediten -18.477 -6.074
- Auszahlungen für die Tilgung von Leasingverbindlichkeiten -4.191 -2.462
- Auszahlung für Dividende -3.053 -3.053
Cashflow aus Finanzierungstätigkeit 96.819 30.096
Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelfonds -23.263 -21.973
+ Konsolidierungskreisbedingte Veränderung des Finanzmittelfonds -46 0
+ Finanzmittelfonds am Anfang der Periode 111.618 111.934
Finanzmittelfonds am Ende der Periode* 88.309 89.961
* davon als Sicherheit verpfändet 3.304 2.353

Ergänzende Angaben: Der Wert des Finanzmittelfonds entspricht zum 30. September der Bilanzposition "Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente".

KONZERN-EIGENKAPITALVERÄNDERUNGSRECHNUNG (IFRS)

in TEUR
(Rundungs
differenzen möglich)
Gezeichne
tes Kapital
Kapital
rücklage
Eigene
Anteile
Gewinn
rücklagen
Fremd
währungs
rücklage
Konzern
bilanz
ergebnis
Eigenkapital
vor nicht be
herrschen
den Anteilen
Nicht
beherr
schende
Anteile
Eigen
kapital
gesamt
Stand am
1.1.2020
76.603 82.953 -707 51 -819 60.322 218.403 -13.283 205.120
Periodenergebnis 0 0 0 0 0 -9.361 -9.361 -943 -10.304
Sonstiges
Ergebnis
0 0 0 0 -1.809 0 -1.809 0 -1.809
Gesamtperioden
ergebnis
01-09/2020
0 0 0 0 -1.809 -9.361 -11.170 -943 -12.113
Dividende 0 0 0 0 0 -3.053 -3.053 0 -3.053
Sonstige
Veränderungen
0 0 0 0 0 -4.654 -4.654 4.559 -95
Stand am
30.9.2020
76.603 82.953 -707 51 -2.629 43.254 199.526 -9.668 189.858
Stand am
1.1.2021
76.603 82.953 -707 51 -2.692 51.425 207.633 -7.070 200.563
Periodenergebnis 0 0 0 0 0 -8.505 -8.505 -283 -8.788
Sonstiges
Ergebnis
0 0 0 0 335 0 335 0 335
Gesamtperioden
ergebnis
01-09/2021 0 0 0 0 335 -8.505 -8.170 -283 -8.453
Dividende 0 0 0 0 0 -3.053 -3.053 0 -3.053
Sonstige
Veränderungen
0 0 0 0 0 -115 -115 151 36
Stand am
30.9.2021
76.603 82.953 -707 51 -2.357 39.752 196.295 -7.202 189.093

KONZERN-SEGMENTBERICHTERSTATTUNG (IFRS)

Projektentwicklung Services
in TEUR
(Rundungsdifferenzen möglich)
2021 2020 2021 2020
Umsatzerlöse extern 26.433 46.137 11.886 11.559
Umsatzerlöse mit anderen Segmenten 55.524 35.539 3.021 2.425
Bestandsveränderungen 51.980 2.677 0 0
Sonstige betriebliche Erträge 810 623 426 643
Gesamtleistung 134.747 84.976 15.333 14.627
Ergebnis vor Steuern, Zinsen und
Abschreibungen (EBITDA)
20.953 13.361 3.970 3.423
Abschreibungen -1.612 -1.540 -2.538 -2.365
Betriebsergebnis (EBIT) 19.341 11.822 1.432 1.058
Zinsen und ähnliche Erträge 4.005 3.790 339 336
Zinsen und ähnliche Aufwendungen -6.049 -4.805 -497 -443
Steueraufwand und -ertrag -9.354 -7.081 -386 -84
Investitionen 1.634 10.301 3.913 3.099
Segmentvermögen 552.302 536.703 52.780 51.509
Segmentschulden 328.717 311.809 37.371 38.638
Segmenteigenkapital 223.585 224.894 15.409 12.871

Den Werten per 30. September 2021 sind die Werte per 30. September 2020 bzw. beim Segmentvermögen/Segmentschulden die Werte vom 31. Dezember 2020 gegenübergestellt.

Konsolidierungskreis

Die Unternehmensstruktur hat sich in den ersten neun Monaten 2021 gegenüber dem 31. Dezember 2020 verändert.

Im Berichtszeitraum wurden folgende Gesellschaften erstmalig in den Konzernkreis einbezogen:

  • » PNE WIND Park XXIV GmbH & Co. KG, Cuxhaven (100 Prozent), Segment "Stromerzeugung", (Umgegliedert von "Nicht einbezogene Gesellschaften aufgrund unwesentlicher Bedeutung"),
  • » PNE WIND Park XXV GmbH & Co. KG, Cuxhaven (100 Prozent), Segment "Stromerzeugung", (Umgegliedert von "Nicht einbezogene Gesellschaften aufgrund unwesentlicher Bedeutung"),
  • » PNE WIND Park XXVII GmbH & Co. KG, Cuxhaven (100 Prozent), Segment "Stromerzeugung", (Umgegliedert von "Nicht einbezogene Gesellschaften aufgrund unwesentlicher Bedeutung"),

  • » PNE WIND Park XXIX GmbH & Co. KG, Cuxhaven (100 Prozent), Segment "Stromerzeugung", (Umgegliedert von "Nicht einbezogene Gesellschaften aufgrund unwesentlicher Bedeutung"),

  • » PNE WIND Park XXX GmbH & Co. KG, Cuxhaven (100 Prozent), Segment "Stromerzeugung", (Umgegliedert von "Nicht einbezogene Gesellschaften aufgrund unwesentlicher Bedeutung"),
  • » WKN WERTEWIND Windpark Gnutz Eins GmbH & Co. KG, Husum (100 Prozent), Segment "Stromerzeugung", (Umgegliedert von "Nicht einbezogene Gesellschaften aufgrund unwesentlicher Bedeutung"),
  • » PNE RO PV Holding SRL, Bukarest, Rumänien, (100 Prozent), Segment "Projektentwicklung", (Gegründet),
  • » PNE RO PV NAZ SRL, Bukarest, Rumänien, (100 Prozent), Segment "Projektentwicklung", (Gegründet),
  • » Energy Consult Polska Sp.z.o.o. (vormals SEVIVON Renewables 5 Sp.z.o.o.), Koszalin, Polen, (100 Prozent), Segment "Services", (Umgegliedert von "Nicht einbezogene Gesellschaften aufgrund unwesentlicher Bedeutung"),
  • » Energy Consult Sverige AB, Malmö, Schweden, (100 Prozent). Segment "Services", (Gegründet).
PNE AG Konzern Konsolidierung Stromerzeugung
2021 2020 2021 2020 2021
54.208 0 0 16.161 15.889
0 -38.170 -58.750 205 205
78.834 11.535 26.855 0 0
1.574 0 0 1.371 339
134.616 -26.635 -31.895 17.736 16.432
12.729 -20.922 -23.055 13.383 10.861
-17.027 0 0 -8.854 -12.877
-4.298 -20.922 -23.055 4.530 -2.016
4.033 -4.050 -4.837 54 4.526
-5.211 4.050 4.837 -6.414 -3.503
-3.231 7.727 6.212 282 298
29.157 0 0 1.191 23.610
774.698 -322.154 -384.800 397.751 554.417
585.605 -250.208 -294.024 363.007 513.539
189.094 -71.946 -90.777 34.744 40.877

Eine Umgliederung von Tochterunternehmen, von "Nicht einbezogene Gesellschaften aufgrund unwesentlicher Bedeutung" zur Vollkonsolidierung wird generell vorgenommen, sobald klar ist, dass die geschäftliche Tätigkeit oder die Projektierungs- / Umsetzungsphase in naher Zukunft beginnt.

Aus den Umgliederungen und der Neugründung ergaben sich keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzernabschluss.

Im Berichtszeitraum wurde folgende Gesellschaften, die in den Konzern einbezogen wurden, auf konsolidierte Gesellschaften verschmolzen:

  • » PNE WIND Jules Verne GmbH, (100 Prozent), bisher Segment "Projektentwicklung",
  • » PNE WIND Nemo GmbH, (100 Prozent), bisher Segment "Projektentwicklung",
  • » PNE WIND Nautilus GmbH, (100 Prozent), bisher Segment "Projektentwicklung",
  • » PNE Erneuerbare Energien Offshore I GmbH, (100 Prozent), bisher Segment "Projektentwicklung".

Die ersten drei Gesellschaften sind auf das Mutterunternehmen, die PNE AG, verschmolzen und die PNE Erneuerbare Energien Offshore I GmbH auf die PNE Erneuerbare Energien Offshore II GmbH.

Weiterhin wurde die NordStrom Bioenergie GmbH (100 Prozent), bisher Segment "Projektentwicklung" auf eine nicht konsolidierte Tochtergesellschaft verschmolzen.

Aus den Verschmelzungen ergaben sich keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzernabschluss.

Im Berichtszeitraum sind folgende Gesellschaften bzw. Anteile an Gesellschaften veräußert worden:

  • » 100 Prozent der Anteile an der S.C. PNE WIND Romania S.R.L., Bukarest, Rumänien, (Abgang aus dem Segment "Projektentwicklung"),
  • » 100 Prozent der Anteile an der S.C. PNE WIND MVI S.R.L., Bukarest, Rumänien, (Abgang aus dem Segment "Projektentwicklung"),
  • » 100 Prozent der Anteile an der S.C. EVN WINDPOWER DE-VELOPMENT & CONSTRUCTION S.R.L., Bukarest, Rumänien, (Abgang aus dem Segment "Projektentwicklung").

Der "Paket"-Verkaufspreis für 100 Prozent der Gesellschaftsanteile an den drei aufgeführten Gesellschaften kann bis zu einem niedrigen zweistelligen Millionenbetrag betragen. Bei Übertragung der Anteile an den Gesellschaften wurde ein Betrag von rund 4,4 Mio. Euro gezahlt. Weitere Zahlungen werden in Abhängigkeit der Erreichung von Meilensteinen in der Projektentwicklungs- und Bauphase fällig.

Durch die Entkonsolidierung der drei aufgeführten Gesellschaften sind Vermögenswerte aus dem Konzern in Höhe von insgesamt rund 0,5 Mio. Euro, sowie Schulden und Rückstellungen aus dem Konzern in Höhe von rund 0,3 Mio. Euro abgegangen. Aus dem erhaltenen Entgelt und der Entkonsolidierung der Gesellschaft ergab sich ein Gewinn von rund 4,0 Mio. Euro. Das erhaltene Entgelt für die Veräußerung der Gesellschaften betrug rund 4,4 Mio. Euro. Die im Rahmen der Transaktion abgegangenen Zahlungsmittel der Gesellschaft betrugen rund 0,2 Mio. Euro. Der Veräußerungsgewinn ist in den Umsatzerlösen im Konzern enthalten.

Cuxhaven, 10. November 2021

PNE AG Vorstand

IMPRESSUM

PNE AG

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Telefon: + 49 (0) 47 21–718–06 Telefax: + 49 (0) 47 21–718–444 E-Mail: [email protected] www.pne-ag.com

Vorstand

Markus Lesser (Vorstandsvorsitzender), Jörg Klowat Registergericht: Tostedt Registernummer: HRB 110360 Stand: November 2021

Gestaltung

Kirchhoff Consult AG Borselstraße 20 22765 Hamburg

Der Bericht über das dritte Quartal liegt auch in englischer Sprache vor. Bei Unterschieden ist die deutsche Fassung maßgeblich. Als digitale Version stehen der Geschäftsbericht der PNE AG sowie die Zwischenberichte jeweils im Internet unter www.pne-ag.com in der Rubrik "Investor Relations/ Veröffentlichungen/Finanzberichte" zur Verfügung.

Dieser Bericht enthält zukunftsbezogene Aussagen, die Risiken und Unsicherheiten unterliegen. Sie sind Einschätzungen des Vorstands der PNE AG und spiegeln dessen gegenwärtige Ansichten hinsichtlich zukünftiger Ereignisse wider. An Begriffen wie "erwarten", "schätzen", beabsichtigen", "kann", "wird" und ähnlichen Ausdrücken mit Bezug auf das Unternehmen können solche vorausschauenden Aussagen erkannt werden. Faktoren, die eine Abweichung bewirken oder beeinflussen können, sind z.B. ohne Anspruch auf Vollständigkeit: die Entwicklung der Wind- und PV-Märkte, Wettbewerbseinflüsse, einschließlich Preisveränderungen, regulatorische Maßnahmen, Risiken bei der Integration neu erworbener Unternehmen und Beteiligungen. Sollten diese oder andere Risiken und Unsicherheitsfaktoren eintreten oder sich die in den Aussagen zugrunde liegenden Annahmen als unrichtig herausstellen, können die tatsächlichen Ergebnisse der PNE AG wesentlich von denjenigen abweichen, die in diesen Aussagen ausgedrückt oder impliziert werden. Das Unternehmen übernimmt keine Verpflichtung, solche vorausschauenden Aussagen zu aktualisieren.

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