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pferdewetten.de AG Management Reports 2018

Jun 18, 2019

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Management Reports

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pferdewetten.de AG

Düsseldorf

Jahres- und Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2018 bis zum 31.12.2018

Bericht des Aufsichtsrats

Bericht über die Tätigkeit des Aufsichtsrats im Jahr 2018

Der Aufsichtsrat der pferdewetten.de AG informiert im nachfolgenden Bericht die Aktionäre über seine Tätigkeit im Geschäftsjahr 2018.

Der Aufsichtsrat hat auch im vergangenen Jahr den Vorstand intensiv dabei begleitet, die erklärte Expansionsstrategie und den Markteintritt in den Sportwettbereich erfolgreich umzusetzen.

Zentrale Bestandteile der Beratungen des Gremiums waren die Geschäftsentwicklung, Aufbau, Budgetierung und Zieldefinition des neuen Geschäftsfeldes Sportwetten, sowie die Erweiterung der internationalen Geschäftstätigkeiten. Auch spielte die Beobachtung der Wettbewerberkonsolidierung und daraus abgeleitete Handlungsdiskussionen für den Bereich Sportwetten eine gewichtige Rolle.

Grundlage für einen intensiven und effizienten Informationsaustausch sind die regelmäßigen Aufsichtsratssitzungen, in denen der Vorstand laufend über die Lage und die Entwicklung der pferdewetten.de-AG und des Konzerns berichtete. In diesen Sitzungen hat sich der Aufsichtsrat mit wichtigen geschäftlichen Einzelvorgängen und mit zustimmungspflichtigen Maßnahmen des Vorstands beschäftigt. Nach gründlicher Prüfung und Beratung hat der Aufsichtsrat zu den Berichten und den Beschlussvorschlägen des Vorstands, soweit dies nach Gesetz und Satzung erforderlich war, sein Votum abgegeben. In der Zeit zwischen diesen Sitzungen wurde der Aufsichtsrat stringent durch schriftliche und mündliche Informationen über wichtige Entscheidungen, Projekte und Geschäftsvorfälle unterrichtet.

Die vier turnusmäßigen Aufsichtsratssitzungen im Geschäftsjahr 2018 fanden am 20.03.2018, 15.05.2018, 25.09.2018 und am 04.12.2018 statt. Sämtliche Aufsichtsratemitglieder waren bei allen Präsenzsitzungen anwesend.

Drei außerordentliche Sitzungen gemeinsam mit dem Vorstand wurden im Geschäftsjahr 2018 in Form von Telefonkonferenzen abgehalten. Auch hier waren sämtliche Mitglieder anwesend.

Zwei außerordentliche Sitzungen wurden im internen Kreis der AR-Mitglieder im Geschäftsjahr 2018 ebenfalls in Form von Telefonkonferenzen durchgeführt. Die Präsenz war ebenfalls vollständig.

In Ergänzung zu den Aufsichtsratssitzungen hat der Vorstand mit dem Aufsichtsratsvorsitzenden und einzelnen Aufsichtsratsmitgliedern regelmäßig persönliche Gespräche geführt, die sich als sinnvolles Forum für einen aktuellen Informationsaustausch bewährt haben. Ferner wurde der Aufsichtsrat monatlich in schriftlichen Berichten mit den wichtigsten betriebswirtschaftlichen Kennziffern (Bilanz und Gewinn- und Verlust Rechnung) über die jüngste Geschäftsentwicklung informiert.

Schwerpunkte im Geschäftsjahr 2018

Der Aufsichtsrat wurde vom Vorstand fortlaufend und zeitnah über alle wesentlichen Maßnahmen und Ergebnisse informiert. Einen Schwerpunkt in den Beratungen bildete der Einstieg in den Sportwettenmarkt, sowie, wie bereits im letzten Geschäftsjahr, die Auslotung von weiteren Wachstumspotentialen im Geschäftsfeld Pferdewetten und damit einhergehend mit den lizenzierungsrechtlichen Auswirkungen. Ebenso war die erfolgreiche vorzeitige Vorstandsmandatsverlängerung mit Alleinvorstand Pierre Hofer ein gewichtiges Thema in der ersten Jahreshälfte 2018.

Nach einem sehr erfolgreichen Geschäftsjahr 2017 richtete die Gesellschaft in dem Geschäftsjahr 2018 ihr Augenmerk verstärkt auf Chancen der weiteren Expansion im Bereich der Pferdewette. Hierzu hat der Vorstand dem Aufsichtsrat über die Situation und Konsolidierung des deutschen Rennsports informiert und daraus abgeleitete Handlungsdiskussionen erörtert, sowie das Potential der Internationalisierung dargelegt. Herr Hofer zeigte dem Gremium geeignete Marketingmaßnahmen zur Neukundengewinnung und der Aktivierung von Bestandskunden, sowie über Plandetails zur Ausweitung der Wettvermittlung in andere internationale Märkte auf. Die Pferdewette konnte in allen für die Unternehmenssteuerung wichtigen Kennzahlen auf Rekordzahlen verweisen.

Die definierte Strategie der Gesellschaft ist weiterhin, eine aktive Rolle im Konsolidierungsprozess des Pferdesport Wettmarktes zu spielen. In diesem Zusammenhang erörterte der Vorstand gemeinsam mit dem Aufsichtsrat sich ergebende Opportunitäten in Deutschland und Europa.

Im neuen Bereich Sportwetten, mit der Domain Sportwetten.de, wurde nach Produkt-Launch und der Verzögerungen im ersten Halbjahr 2018 mit Hochdruck, jedoch immer mit der pferdewetten.de AG typischen eigenen Vorsicht und kritischem Blick, die Weiterentwicklung vorangetrieben und überwacht. Hierbei ist und war es dem Aufsichtsrat immer sehr wichtig die Wettbewerbssituation und das Wirken der Mitbewerber genau zu beobachten, um die richtigen Beschlüsse gemeinsam mit dem Vorstand hieraus abzuleiten. Dieses Vorgehen hat dem Vorstand geholfen gemeinsam mit dem Aufsichtsrat bei einigen kniffligen Entscheidungen, insbesondere bzgl. Marketingbudgets, die entsprechende Konsequenzen zu ziehen.

Am 02. Mai 2018 konnten wir die erfolgreiche vorzeitige Vorstandsvertragsverlängerung mit Pierre Hofer bis Ende 2022 vermelden. Herr Hofer ist seit Juli 2010 Vorstand der Gesellschaft und gilt nach Überzeugung des Aufsichtsrates als Architekt der erfolgreichen Entwicklung der Gesellschaft in den letzten 8 Jahren. Somit konnte diese Kontinuität gewahrt bleiben.

Die erklärte Dividendenpolitik, einer stetigen maßvollen Steigerung der Ausschüttungen an die Aktionäre, konnte auch im vergangenen Jahr, mit einem Dividendenvorschlag an die Hauptversammlung in Höhe von 0,14 EUR umsetzten werden. Dies entsprach einer Steigerung von knapp 17% im Vergleich zum vorausgegangenen Geschäftsjahr.

Ausschüsse

Der Prüfungsausschuss befasste sich mit den Abschlüssen der pferdewetten.de AG und des Konzerns und erörterte intensiv die Planung der Gesellschaft. Nach der Wahl durch die Hauptversammlung beauftragte das Plenum den Abschlussprüfer mit der Prüfung des Jahres- und Konzernabschlusses der pferdewetten.de AG. Zu den Aufgaben des Prüfungsausschusses, der sich im Geschäftsjahr 2018 telefonisch und schriftlich abstimmte, gehörten auch die Überwachung der Unabhängigkeit und Effizienz des Abschlussprüfers sowie die Festlegung seiner Vergütung. Die Prüfungsschwerpunkte stimmte der Vorsitzende des Prüfungsausschusses, Sergey Lychak, wie in den Vorjahren, gewissenhaft in einem gesonderten Gespräch mit dem Abschlussprüfer ab. Schwerpunkte für die Prüfung des Konzernabschlusses 2018 waren , die Werthaltigkeit der immateriellen Vermögenswerte, hauptsächlich die Geschäfts- und Firmenwerte, die Werthaltigkeit der latenten Steuern auf Verlustvorträge, der Status und die Risiken der erteilten Wett-Lizenzen und die Umsatzrealisierung aus dem Wettgeschäft.

Der Vorsitzende des Prüfungsausschusses ist Sergey Lychak, CFA, CIIA, der sich für diese Funktion durch seine Ausbildung unter anderem als Chartered Financial Analyst® und Certified International Investment Analyst sowie umfangreichen Erfahrungen im Finanzwesen, als Finanzexperte qualifiziert. In diesem Rahmen stimmte er die besonders wichtige Prüfungssachverhalte (KAM) für das Geschäftsjahr 2018 mit den Aufsichtsratskollegen und dem Abschlussprüfer ab.

Angemessene Vorstandsvergütung

Der gesamte Aufsichtsrat hat sich, wie in den Vorjahren, von der Angemessenheit der Vorstandsvergütung für das Geschäftsjahr 2018 überzeugt. Er hat ausführlich über die Angemessenheit der Vorstandsvergütung diskutiert und ist zu dem Ergebnis gekommen, dass diese nach den gesetzlichen Kriterien derzeit angemessen erscheint.

Mitte des Jahres 2018 hat der Aufsichtsrat für die Gesellschaft mit dem Vorstand einen neuen 4-Jahres-Vertrag abgeschlossen, der im Mai 2018 in Kraft trat. Die Grundzüge des Vergütungssystems werden im Vergütungsbericht, der Bestandteil des Lageberichts und des Corporate- Governance-Berichts ist, erläutert. Die Gesamtvergütung des Vorstands der pferdewetten.de AG steht in einem angemessenen Verhältnis zu den Leistungen des Vorstands. Im Vergleich zu landesüblichen, börsennotierten Vorstandsgehältern liegt die Vergütung des pferdewetten.de AG- Vorstands weiterhin im unteren bis mittleren Bereich. Auch im vertikalen Vergleich innerhalb des Unternehmens erscheint die Gesamtvergütung als angemessen. Aufgrund des Ergebnisses des pferdewetten.de-Konzerns im Geschäftsjahr 2018 wird dem Vorstand eine Tantieme in Höhe von 30 Tsd. Euro gezahlt. 25 Tsd. Euro wurden dem Vorstand nach erreichen der Ziele bereits innerjährlich gezahlt.

Vergütung des Aufsichtsrats

Die Mitglieder des Aufsichtsrats erhalten gemäß Beschluss der Hauptversammlung eine Vergütung. Dabei erhielt der Aufsichtsratsvorsitzende 8.250 Euro pro Jahr und die weiteren Aufsichtsratsmitglieder je 7.250 Euro, die sich aus Aufwandsentschädigung (5.000,-- € AR-Vors. und 4000,-- € AR Mitglied) und Sitzungsgeldern zusammensetzen. Die Aufsichtsratsmitglieder verzichten auf eine variable Vergütung.

Corporate Governance

Der Aufsichtsrat behandelt regelmäßig in seinen Sitzungen die Anwendung der Corporate-Governance-Grundsätze des Unternehmens. Der Aufsichtsrat hat sich davon überzeugt, dass die pferdewetten.de AG die Empfehlungen des Kodex in seiner aktuellsten Fassung vom 7.02.2017 gemäß der Entsprechenserklärung erfüllt hat. Vorstand und Aufsichtsrat haben im März2019 gemeinsam eine aktualisierte Entsprechenserklärung nach § 161 AktG abgegeben, die den Aktionären auf der Website der Gesellschaft dauerhaft zugänglich ist. Die Entsprechenserklärung enthält wenige Ausnahmen, die aufgrund der geringen Größe und der Struktur der pferdewetten.de AG notwendig erscheinen. Über die Corporate Governance bei pferdewetten.de AG berichtet der Vorstand zugleich auch für den Aufsichtsrat gemäß Ziffer 3.10 des Deutschen Corporate Governance Kodex im Corporate-Governance-Bericht.

Im abgelaufenen Geschäftsjahr traten bei keinem der Aufsichtsratsmitglieder Interessenkonflikte aufgrund von Beratungsmandaten oder Organfunktionen bei Geschäftspartnern auf.

Feststellung des Jahresabschlusses

Der Jahresabschluss nach HGB und der Konzernabschluss nach IFRS sowie der zusammengefasste Lagebericht sind unter Einbeziehung der Buchführung von dem durch die Hauptversammlung gewählten Abschlussprüfer, Deloitte & Touche GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Hamburg, geprüft und mit uneingeschränkten Bestätigungsvermerken versehen worden. Die Prüfungsaufträge hatte der Aufsichtsrat entsprechend dem Beschluss der Hauptversammlung vom 15. Mai 2018 vergeben.

Der Aufsichtsrat hat die vom Vorstand fristgerecht vorgelegten Abschlüsse und den zusammengefassten Lagebericht ausführlich diskutiert. Allen Mitgliedern des Aufsichtsrats wurden die Abschlüsse, der zusammengefasste Lagebericht sowie die Prüfungsberichte des Abschlussprüfers zur Verfügung gestellt.

Der Aufsichtsrat hat den Bericht des Vorstands positiv zur Kenntnis genommen und hat sich in der Sitzung am 19. März 2019 die wesentlichen Ergebnisse der Prüfung durch den Abschlussprüfer berichten lassen sowie weiterführende Fragen diskutiert. Gegen den Bericht des Vorstands und dessen Prüfung durch den Abschlussprüfer haben sich seitens des Aufsichtsrats keine Bedenken ergeben. Der Jahresabschluss und der Konzernabschluss wurde durch Beschluss des Aufsichtsrats am 27. März 2019 gebilligt und somit gemäß § 172 Aktiengesetz festgestellt.

Der Vorstand hat Instrumente zur Früherkennung implementiert, die den Fortbestand der Gesellschaft gefährdende Entwicklungen frühzeitig aufzeigen sollen. Die Prüfung hat ergeben, dass der Vorstand die entsprechend § 91 Abs. 2 AktG erforderlichen Maßnahmen insbesondere zur Einrichtung eines Überwachungssystems in geeigneter Form getroffen hat und dass das Überwachungssystem geeignet ist, Entwicklungen, die den Fortbestand der Gesellschaft gefährden würden, frühzeitig zu erkennen. Hinsichtlich des auf das Rechnungslegungssystem bezogenen internen Kontrollsystems ist festzustellen, dass die eingerichteten Kontrollen für Art und Umfang der Geschäftsvorfälle als angemessen zu bewerten sind.

Es bestanden und bestehen - mit Ausnahme der Abschlussprüferleistung - keine geschäftlichen, persönlichen oder sonstige Beziehungen zwischen dem Prüfer, seinen Organen und seinen Prüfungsleitern einerseits und dem Unternehmen und seinen Organmitgliedern andererseits. Mögliche Ausschluss- und/oder Befangenheitsgründe lagen weder zu Beginn der Prüfung vor noch sind sie während der Prüfung oder danach aufgetreten.

Der Aufsichtsrat erhebte nach dem abschließenden Ergebnis seiner eigenen Prüfung des Jahresabschlusses und des Konzernjahresabschlusses sowie des zusammengefassten Lageberichts keine Einwände. Der Aufsichtsrat hat den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss und Konzernabschluss gebilligt, die damit gemäß § 172 AktG festgestellt sind.

Die Aufsichtsratsmitglieder danken allen Mitarbeitern sowie dem Vorstand der pferdewetten.de AG für deren unermüdlichen Einsatz und ihre hervorragenden Leistungen im zurückliegenden Geschäftsjahr.

Düsseldorf, den 27. März 2019

Zusammengefasster Lagebericht für den Jahres- und Konzernabschluss vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2018

der pferdewetten.de AG

Die pferdewetten.de AG, ansässig in Düsseldorf, hat sich in den vergangenen Jahren zu einer festen Größe im Markt für Pferdewetten in Deutschland etabliert. Das Angebot umfasst dabei insbesondere Online-Pferdewetten, die durch stationäre Pferde-Wettcenter flankiert werden und seit Ende 2017 auch durch Sportwetten.

Das Flaggschiff der Holding, die Internet-Plattform www.pferdewetten.de, mit ca. 40.000 registrierten Kunden zählt zu den Marktführern im Bereich der deutschen Online-Pferdewette. Angeboten werden Wetten auf Pferderennen in 34 Ländern, von denen der überwiegende Teil live im Internet übertragen wird. Für unser Wettbüro in München verfügen wir über eine Lizenz in Deutschland und für unser Onlineangebot über die in Deutschland und Malta erteilten Lizenzen an unsere Tochtergesellschaft, die netX Betting Ltd.

Das neue Produkt, die Sportwette auf der Internet Plattform www.sportwetten.de, wird mit unserem Partner Cashpoint Malta betrieben, welches ein Tochterunternehmen der deutschen Gauselmann Gruppe ist. Die Cashpoint ist zuständig für die maltesische Lizenz, ist auf Nummer eins gelistet unter den deutschen Top20 Bewerbern auf eine deutsche Lizenz und wickelt die komplette Technik bis hin zum Zahlungsverkehr ab. Die Sportwetten.de GmbH, das neue Unternehmen im Pferdewetten.de Konzern, organisiert das Marketing und den Kunden-Support.

Die pferdewetten.de AG berät nicht nur ihre Tochtergesellschaften, sondern auch andere in der Wettbranche tätige Firmen und Rennvereine. In ihrer Funktion als Managementholding koordiniert die pferdewetten.de AG sämtliche Business-Aktivitäten der Tochterunternehmen.

Die pferdewetten.de AG ist seit Juli 2000 börsennotiert. Die Aktien werden an der Deutschen Börse gehandelt (ISIN DE000A1K0409).

Der Jahresabschluss der pferdewetten.de AG wird nach handelsrechtlichen Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen (HGB) aufgestellt. Der Konzernabschluss der pferdewetten.de AG wird nach den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie diese in der EU anzuwenden sind, und ergänzend nach den gemäß § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften aufgestellt.

1 Das Geschäftsjahr 2018

1.1 Geschäftsverlauf Konzern

Auch im Geschäftsjahr 2018 haben sich die Geschäfte des pferdewetten.de AG-Konzerns positiv entwickelt. Ein hinsichtlich der Anzahl von Rennveranstaltungen relativ stabiles Umfeld im In- und Ausland legte die Basis für ein erfolgreiches Jahr.

Die seit 2012 verfolgte Wachstumsstrategie in der Pferdewette wurde auch in 2018 fortgesetzt. So wurde der operative Bereich nachhaltig gestärkt und intensiv in Kundengewinnungsmaßnahmen investiert. Die daraus resultierende Aktivierung inaktiver Kundenstämme, wie auch die Gewinnung neuer Kunden mit durchschnittlich 10% des Kundenbestands, hat die Erwartungen mehr als erfüllt.

Eine erneut positive Tendenz zeigt die internationale Pferdewettseite „betbird.com", die in den nicht deutschsprachigen Ländern eingesetzt wird. Hier nahm die aktive Kundenzahl im Vergleich zum Vorjahr weiter zu.

Aber auch der in letzter Zeit immer mehr in den Fokus gerückte Bereich der Dienstleistungen rund um das Pferdeprodukt des Konzerns entwickelt sich positiv. So konnten 2018 bereits deutliche Umsätze in diesem Bereich erzielt werden.

Erweitert wurde das Geschäftsmodell der pferdewetten.de AG Ende 2017 durch den Wiedereinstieg in den Sportwettenmarkt unter der Domain www.sportwetten.de. Nach den erfolgreichen Kundengewinnungsmaßnahmen zur Fußballweltmeisterschaft konnte die Gesellschaft sportwetten.de GmbH ihre Markenbekanntheit durch zahlreiche Werbemaßnahmen und Sponsoring - Aktivitäten stärken. So ist die Gesellschaft heute bei Fußballvereinen wie dem VFL Bochum oder dem KFC Uerdingen vertreten. Aber auch andere Sportarten wie Eishockey (Partner der Kölner Haie und der Eishockeynationalmannschaft), Handball oder Basketball finden heute mit dem sportwetten.de Logo statt. Darüber hinaus warb die Marke bei Spielen der Euro Nations League, der Europa League und beim internationalen WBC Boxkampf.

Die Umsatzerlöse 2018 im Konzern beliefen sich nach Wettsteuern und Kundenboni auf T€ 11.085 im Vergleich zu T€ 8.641 in 2017. Dies ist eine Steigerung von 28%.

Die Umsatzerlöse aus Pferdewetten nach Wettsteuern und Kundenboni (Hold) stiegen deutlich von T€ 4.780 in 2017 auf T€ 6.852 in 2018. Die Erhöhung von über 43 0/0 resultiert aus den erhöhten Wetteinsätzen, die von T€ 85.819 in 2017 auf T€ 205.698 angestiegen sind. Die Boni sind in dem Bereich der Buchmacherwetten mit T€ 3.773 in 2018 gegenüber T€ 2.333 in 2017 auch gestiegen. Trotz der überproportionalen Steigerung des eigenen Geschäftes hat sich die Vermittlung von Wetten in die Totalisatoren der Rennbahnen auch sehr stark entwickelt. Diese Wetten und die daraus resultierenden Provisionen aus der Vermittlung von Wetten an Totalisatoren haben sich von T€ 5.067 in 2017 auf T€ 9.571 in 2018 deutlich erhöht. Nach Abzug der dafür gewährten Boni verbleiben für 2018 T€ 4.224 an Umsatzerlösen. In 2017 verblieben nach Abzug der Boni T€ 3.762. Die hohen Bonusanteile in der Vermittlungsprovision liegen vor allem an dem gesteigerten Dienstleistungsgeschäft, was in großen Teilen in der Vermittlung dargestellt wird.

Der prognostizierte Prozess der Kooperationen mit Partnern im In- und Ausland hat sich im Jahr 2018 sehr gut entwickelt. Neben der schon seit Jahren gelebten Partnerschaft mit einem international agierenden Unternehmen mit Sitz in England und weiteren in 2017 hinzugekommenen Partnern, wurden in 2018 weitere Kooperationsverträge geschlossen, die auch für den überproportionalen Anstieg der Provisionserlöse verantwortlich sind. Weitere Gespräche und bereits erste Testphasen sind angelaufen. Umgesetzt werden diese Kooperationen im ersten Halbjahr 2019.

Die Umsatzerlöse aus der Sportwette betragen in 2018 negative T€ 534. Dieser Betrag ist negativ, da die Gesellschaft in 2018 vor allem in Kundengewinnungsmaßnahmen investiert hat, um Ihren Bekanntheitsgrad als Newcomer in der Branche zu stärken, und mehr Boni ausgeschüttet hat, als Einnahmen aus dem Wettgeschäft generiert wurden. Dieser geplante Schritt wirkt sich negativ auf die Umsätze aus, da der Konzern, anders als die meisten Wettbewerber, geschenktes Geld und daraus resultierende Wetteinsätze von den Umsatzerlösen abzieht und nicht als Marketingaufwendungen ausweist.

Die netX Casino Ltd. i.L. auf Malta und die PLB Poker Lounge Baden GmbH i.L. sind die letzten Konzerngesellschaften in Liquidation. Ihre Geschäftstätigkeit wurde bereits in Vorjahren eingestellt. Leider erfolgte keine Löschung der Firmen im Handelsregister in 2018.

Das Konzerngesamtergebnis sank im Vergleich zum Vorjahr (2017: T€ 2.610) auf T€ -666. Neben der positiven Entwicklung im operativen Ergebnis der Pferdewette, das EBIT stieg von T€ 2.455 in 2017 auf T€ 5.093, enthält das Ergebnis auch die geplanten Investitionen in das Marketing und den Geschäftsausbau in den Bereich der Sportwette, die zu einem negativen EBIT dieses Segments in Höhe von T€ 4.297 führten. Das Finanzergebnis ist aufgrund der ergebniswirksamen Erfassung von Änderungen des Zeitwertes von Wertpapieren gesunken. Hierbei handelt es sich um stichtagsbezogene Bewertungen, die erhöhten Schwankungen unterliegen. Auch der steuerliche Bereich hat sich negativ entwickelt. Dies lag vor allem an den positiven Ergebnissen aus der Pferdewette, die auf Ebene der pferdewetten.de AG durch den im Geschäftsjahr 2016 abgeschlossenen Gewinnabführungsvertrag mit der Tochtergesellschaft pferdewetten-service.de GmbH, versteuert werden. Darüber hinaus erzielten die maltesischen Gesellschaften steuerpflichtige Gewinne. Die negativen Ergebnisse aus der Sportwette haben Verlustvorträge zufolge, die in den Folgejahren positive Effekte erzielen werden. Damit begründete sich vor allem die Verschlechterung der Steuern vom Einkommen und vom Ertrag in Höhe von T€ 1.422 im Geschäftsjahr 2018 gegenüber dem Vorjahr (T€ -131).

1.2 Geschäftsverlauf pferdewetten.de AG

Die pferdewetten.de AG hat im Jahr 2018 ein positives Ergebnis nach Steuern von T€ 1.699 (Vorjahr: T€ 1.852) erzielt. Wesentliche Ursache für das positive Ergebnis ist der Gewinn der pferdewetten-service.de GmbH für das Geschäftsjahr 2018, welchen diese an die pferdewetten.de AG in Höhe von T€ 2.668 aufgrund des im Geschäftsjahr 2016 abgeschlossenen Gewinnabführungsvertrages abgeführt hat. Damit verbunden war trotz vorhandener steuerlicher Verlustvorträge auf Ebene der pferdewetten.de AG eine erhöhte Steuerbelastung aufgrund der in Deutschland geltenden Mindestbesteuerungsregeln.

1.3 Markteinschätzung und Änderungen im rechtlichen Umfeld

Der internationale Pferderennsport zeigte sich in der Entwicklung und im Angebot in 2018 weitgehend stabil. Ein unverändert wichtiger Markt ist Frankreich. Hier ist insbesondere für deutsche Pferde bzw. deren Besitzer aufgrund der räumlichen Nähe und der höheren Rennpreise Erlöspotenzial gegeben. Zudem werden über die französische Wettgesellschaft Pah Mutuel Urbain GIE (PMU), Paris, zusätzlich auch Rennen in Deutschland promotet, was wieder zu einer Stabilisierung des Wettangebotes hierzulande führte. Die PMU hat in 2016 die Mehrheit an der „German Tote Service-und Beteiligungs GmbH" übernommen, dem Vermarkter des deutschen Pferderennsports. Damit wird auch für die Zukunft ein stabiles deutsches Rennangebot erwartet.

Die zahlreichen Starts deutscher Pferde in Frankreich locken auch den Wettkunden zum Angebot der französischen Bahnen und fördern die Unabhängigkeit der Gesellschaft vom deutschen Rennsport. Die Märkte in den USA, Asien und Australien sind für ein 24-Stunden-Wettangebot weiterhin von großer Bedeutung. Das Kernprodukt sind jedoch weiterhin Wetten auf deutsche Veranstaltungen. Hier sind aber die Veranstalter gefordert, dauerhaft ein ansprechendes Veranstaltungsportfolio bereitzustellen. Trotz konstanten Niveaus der Anzahl der deutschen Rennen und Rennveranstaltungen sank der Bestand an Rennpferden erneut in 2018. Die zwangsläufig daraus resultierenden kleineren Starterfelder pro Rennen führen zu entsprechend kleineren Wettumsätzen. Zusätzlich stehen manche Rennvereine vor der Auflösung. So fanden in Frankfurt in 2018 keine Rennen mehr statt. Weitere Rennvereine kämpfen um ihre Existenz. Der pferdewetten.de-Konzern hofft, dass mit der beschriebenen Übernahme durch die PMU diese negative Entwicklung in Zukunft gestoppt wird.

Die Vermittlung von Wetten in den Totalisator als Gegenleistung für die Bereitstellung von Liveübertragungen und/oder Informationsdiensten wie Startzeiten, Formen oder Ähnliches hat die Umsätze und Ergebnisse von der pferdewetten.de AG bereits in der Vergangenheit beeinflusst. Die Mitte 2012 eingeführte Spieleinsatzsteuer auf Buchmacherwetten und die damit verbundene Weitergabe an die deutschen Kunden im Ausmaß von 5% des jeweiligen Wetteinsatzes führte auch in 2018 zu einer merklichen Verlagerung hin zur margenschwächeren Totalisatorwette.

Zusätzlich wurden die Provisionserlöse durch die neuen Kooperationspartner erhöht, die hohe Wetten in die Pools der Rennvereine vermitteln. Dies führt zum einen zu höheren Provisionen, gibt dem Konzern aber auch die Möglichkeit, bessere Konditionen für die Vermittlung zu erzielen.

Dies zeigt sich deutlich in der Zunahme der vermittelten Wettumsätze von € 48,2 Mio. im Jahr 2017 auf € 89,4 Mio. in 2018.

Die Zugangsbeschränkungen in andere europäische Märkte sind häufig unverändert hoch. In Österreich ist es allerdings dem Konzern in 2017 gelungen, über die neu gegründete Gesellschaft pferdewetten.at GmbH eine Lizenz zu erhalten. Diese Gesellschaft ist in 2017 operativ tätig geworden und wird ihr Geschäft auch in 2019 stetig ausbauen.

In anderen Ländern werden aktuell die Möglichkeiten eines Markteintritts weiterhin geprüft, damit die pferdewetten.de AG bei sich bietender Gelegenheit den Wettbewerb im Ausland aufnehmen und die Kundenbasis verbreitern kann.

Das Wettgeschäft des Konzerns wird sich auch zukünftig weiterhin an die Bedürfnisse des Marktes anpassen. Besonders Wettangebote abseits der klassischen Wettformen werden weiterhin forciert werden. Zusätzlich prüft die Geschäftsleitung ständig die Erweiterung des Wettangebotes um Rennen aus unterschiedlichen Kontinenten. Solche Angebote erhöhen die Attraktivität der Plattform für neue Kundenschichten, vornehmlich aus dem Ausland. Ausgehend von diesen Maßnahmen wird der Konzern seine derzeitige Position am Markt weiterhin behaupten.

Der Bereich der Sportwette ist weiterhin ein stark wachsender Markt. In den letzten Jahren konnten die Wetteinsätze im deutschen Markt, der vorläufig Zielmarkt der Sportwetten.de GmbH ist, von 6,1 Mrd. Euro in 2016 auf 7,6 Mrd. Euro in 2017 auf aktuell 8,8 Mrd. Euro in 2018 gesteigert werden.

Hier wird auch in den Folgejahren mit deutlichen Wachstumsraten gerechnet.

Der gesetzliche Rahmen in Deutschland hat sich in 2018 gegenüber der Berichterstattung im Vorjahr nicht verändert. Nachdem die EU-Kommission in Brüssel den deutschen Glücksspielstaatsvertrag aus 2007 im September 2010 abgelehnt hatte, wurde dieser von 15 Bundesländern überarbeitet und trotz weiterhin bestehender Bedenken der EU-Kommission mit Wirkung zum 1. Juli 2012 novelliert.

Schleswig-Holstein war als einziges Bundesland dem Glücksspieländerungsstaatsvertrag zunächst nicht beigetreten und hatte ein eigenes auf einem Lizenzmodell basierendes Glücksspielgesetz im September 2011 verabschiedet. Mit dem Regierungswechsel ist Schleswig-Holstein ebenso dem neuen Glücksspieländerungsstaatsvertrag am 23. Januar 2013 als 16. Bundesland beigetreten.

Insbesondere die im Glücksspieländerungsstaatsvertrag (GlüÄndStV) geregelten Voraussetzungen für die Zulassung von Internetwetten lassen zunächst vermuten, dass in Deutschland nunmehr Rechtssicherheit für das Anbieten von Internetwetten besteht. So waren in der Vergangenheit Internetwetten und deren Vermittlung von Buchmachern und Rennvereinen (Totalisatoren) rechtlich umstritten und durch die deutschen Behörden nur in Erwartung einer Neuregelung des Glücksspielstaatsvertrages geduldet worden. Allerdings bleibt festzuhalten, dass weiterhin europarechtliche Bedenken gegen den aktuellen Glücksspieländerungsstaatsvertrag bestehen und damit das Rechtschaos der vergangenen Jahre weiterhin besteht. Dies bestätigt sich in dem EuGH-Urteil in der Rechtssache Ince (C-336/14) vom 4. Februar 2017. Demnach können private Anbieter wegen illegaler Wettangebote (Anbieter von Sportwetten) wohl nicht in Deutschland bestraft werden, solange keine Sportwettkonzessionen in Deutschland vergeben werden. Ergänzend ist hierzu zu erwähnen, dass im Oktober 2016 der hessische Verwaltungsgerichtshof bereits die Verfassungswidrigkeit der im Glücksspielstaatsvertrag vorgesehenen und in der Praxis gescheiterten Konzessionierungsverfahren für Sportwetten (§ 10a GlüÄndStV) für intransparent und europarechtswidrig gestoppt hat. Abzuwarten bleibt, inwieweit diese Entscheidungen auch Auswirkungen auf unsere Geschäftstätigkeit, nämlich das Anbieten und Vermitteln von Pferdewetten im Internet, haben werden.

Die Sportwetten.de GmbH agiert hier mit der Lizenz unseres Partners, der Cashpoint Malta. Dies ist ein Tochterunternehmen der deutschen Gauselmann Gruppe. Die Cashpoint Malta besitzt eine Europäische Lizenz, die auf Malta ausgestellt wurde. Zusätzlich besitzt die Gesellschaft eine Lizenz in Schleswig-Holstein. Bei dem Auswahlverfahren der anderen Bundesländer hat die Cashpoint Malta Platz eins belegt und hat damit die besten Voraussetzungen, eine Lizenz zu erhalten, wenn diese vergeben werden.

Das Anbieten und das Vermitteln von Pferdewetten im Internet bedürfen gemäß § 27 Glücksspieländerungsstaatsvertrag einer Erlaubnis (Lizenz). Zuständig für die Gewährung einer Erlaubnis ist das Land Hessen. Hier hat unser Buchmacher auf Malta bereits in 2012 einen Antrag auf Lizenzerteilung gestellt. Seit Anfang 2014 wurde mit den Behörden konstruktiv und regelmäßig an den Lizenzbedingungen und allgemeinen Voraussetzungen gearbeitet.

Trotz der Hindernisse und Unklarheiten im Glücksspielstaatsvertrag ist es der Tochtergesellschaft netX Betting Ltd. gelungen, eine gültige Lizenz von dem Regierungspräsidium in Darmstadt Ende 2017 erteilt zu bekommen.

Weiterhin fühlt sich der Konzern aber bei einigen Punkten des Glücksspielstaatsvertrages benachteiligt. Gerade im Hinblick auf Ungleichbehandlungen zwischen dem Stationären und Online-Geschäft wird der Konzern noch weiter rechtliche Maßnahmen ausloten. Dies gilt vor allem den Wetteinsatzbeschränkungen, die im stationären Geschäft nicht gelten und auch von den nicht lizensierten Anbietern nicht umgesetzt werden müssen.

Die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen für die Tochtergesellschaften sowie die Entwicklungen im Wettmarkt und der Wettbewerber wirken analog auf die Muttergesellschaft, die pferdewetten.de AG.

1.4 Investitionen

Auf Ebene der AG und im Konzern sind 2018 keine wesentlichen Investitionen angefallen. In 2017 waren es noch T€ 2.978, die hauptsächlich in dem Bereich der Investitionen in Finanzmittel entstanden sind. Hierbei handelte es sich um weitere Investitionen in relativ sichere Aktien, Fonds und ähnliche Investitionen, die aufgrund der Negativ-Zinsen nötig geworden sind.

Für die kurzfristige Zukunft ist vorgesehen, das weitere Investitionsvolumen des Konzerns im technischen Bereich der Buchmacher-Software im Wesentlichen auf die Modernisierung mit kontinuierlicher Weiterentwicklung der Software sowohl im Bereich von Wettkassen wie auch dem Online-Produkt zu beschränken.

Hinzu kommen weiterhin Investitionen in den Bereich Sportwette, die die Bekanntheit des neuen Segments erhöhen sollen.

1.5 Finanzmanagement

Das Finanzmanagement des Konzerns erfolgt zentral über das Mutterunternehmen, der pferdewetten.de AG. Primäres Ziel unseres Finanzmanagements ist die Sicherung der kurz- und mittelfristigen Liquidität zur Unterstützung der operativen Geschäftstätigkeit und damit der Unternehmensfortführung. Der Konzern hat zum Bilanzstichtag mit Ausnahme von Verbindlichkeiten gegenüber Kreditkartenunternehmen (T€ 2) keine Bankverbindlichkeiten. Dies gilt ebenso für die pferdewetten.de AG.

Das Volumen von Zahlungsströmen aus dem operativen Betrieb kann, bedingt durch saisonale Einflüsse bei den im Wettbetrieb angebotenen Veranstaltungen, aufgrund vertraglicher Verpflichtungen von den Auszahlungserfordernissen abweichen. Diesem begegnet der Konzern mit einem Liquiditätsmanagement, indem Einzahlungserwartungen und Auszahlungserfordernisse sowie die verfügbaren liquiden Mittel täglich überwacht und mittelfristig im Rahmen eines Liquiditätsplans gesteuert werden.

Unter Berücksichtigung der vorhandenen frei verfügbaren Mittel zum Bilanzstichtag sowie der geplanten Umsätze in 2019 und den Folgejahren weist der Liquiditätsplan einen Zahlungsmittelüberschuss aus, so dass ausreichend Liquidität und Kapital vorhanden sind, um die Unternehmensfortführung der pferdewetten.de AG und des Konzerns weiterhin zu gewährleisten. Unsere Finanzlage schätzen wir daher als gut ein.

2 Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns

2.1 Vermögenslage

Das Eigenkapital des Konzerns hat sich um T€ 1.047 von T€ 14.012 in 2017 auf T€ 12.930 vermindert und beträgt per 31. Dezember 2018 62% der Bilanzsumme (Vorjahr: 73 %). Die Senkung im Vergleich zum Vorjahr resultiert im Wesentlichen aus dem Konzerngesamtergebnis und der Dividendenausschüttung für das Vorjahr.

Das Konzernvermögen hat sich von T€ 19.098 in 2017 auf T€ 20.887 erhöht. Diese Veränderung ergibt sich im Wesentlichen aus der Erhöhung der Zahlungsmittel, Wertpapieranlagen und Forderungen gegen Kreditkarteninstitute in Höhe von T€ 1.149.

Die Konzernschulden haben sich insbesondere durch höhere Ertragsteuerverbindlichkeiten der maltesischen Tochtergesellschaften sowie im Zusammenhang mit der Geschäftsausweitung höheren Verbindlichkeiten aus Kundengeldern um T€ 2.871 auf T€ 7.957 erhöht.

Der Abschluss eines Gewinnabführungsvertrages mit der pferdewetten-service.de GmbH und die damit verbundene Begründung einer ertragsteuerlichen Organschaft im Geschäftsjahr 2015 ermöglichen uns, auf der Basis der Unternehmensplanung bei der pferdewetten.de AG vorhandene steuerliche Verlustvorträge zu nutzen.

2.2 Finanzlage

Der Bestand an liquiden Mitteln abzüglich Kreditkartenverbindlichkeiten beträgt im Konzern per 31. Dezember 2018 T€ 8.313 (2017: T€ 6.895), wovon der Konzern T€ 3.816 (Vorjahr: T€ 4.202) investieren kann, während T€ 4.497 für die Verbindlichkeiten gegenüber Wettkunden vorgehalten werden und T€ 34 als Sicherheit für Bankavale dienen.

Ausgehend von der Kapitalflussrechnung sind dem Konzern im Geschäftsjahr aus der operativen Geschäftstätigkeit finanzielle Mittel in Höhe von T€ 1.966 zugeflossen. Gegenüber dem Vorjahr ist der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit um T€ 1.482 gesunken.

Dem Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit stand der Cashflow aus Investitionstätigkeiten in Höhe von T€ 57 gegenüber, der vorwiegend aus Investitionen und Veräußerungen von Wertpapieren sowie der Investition in Sachanlagen resultiert.

Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit ergibt sich aus den Dividendenzahlungen in Höhe von T€ 605.

Insgesamt flossen damit dem Konzern liquide Mittel von T€ 1.418 (Vorjahr Abfluss von T€ 49) im Geschäftsjahr zu.

Die immateriellen Vermögenswerte und das Sachanlagevermögen sind vollständig langfristig durch das Eigenkapital und die langfristigen sonstigen finanziellen Verbindlichkeiten finanziert. Das Eigenkapital beträgt 62% (Vorjahr 73%) der Bilanzsumme zum 31. Dezember 2018.

Zum Bilanzstichtag besteht eine Kreditlinie bei Kreditkartenunternehmen in Höhe von insgesamt T€ 10, die in Höhe von T€ 1 am Bilanzstichtag in Anspruch genommen wurde. Die Verbindlichkeiten aus Kundengeldern haben sich im Rahmen der operativen Geschäftstätigkeiten deutlich von T€ 2.657 in 2017 auf T€ 4.497 erhöht.

2.3 Ertragslage

Die Wetteinsätze beim konzerneigenen Buchmacher stiegen auf T€ 205.698 (Vorjahr: T€ 85.819) und die vermittelten Wettumsätze auf T€ 89.395 (Vorjahr: T€ 48.174). Hinzu kommen die Wetteinsätze in der Sportwette von T€ 7.808.

Ausgehend von dieser um ca. 126% verbesserten Gesamtleistung (Wetteinsätze und Wettvermittlung) stiegen die Umsatzerlöse um insgesamt ca. 28% auf T€ 11.085 im Vergleich zum Vorjahr (2017: T€ 8.641).

Bei der Umsatzentwicklung ist erneut zu erkennen, dass die Wetteinsätze in die Totalisatoren der Rennvereine deutlich zugenommen haben. Die vermittelten Wetteinsätze stiegen um fast 100%. Der Anteil an der Gesamtleistung beträgt allerdings nur 38%. Dies ist auf die ebenso gestiegenen Wetteinsätze bei unserem Buchmacher zurückzuführen. Hinzu kommen die Umsätze aus der Sportwette, die mit negativen T€ 534 aufgeführt werden. Dies liegt an den überproportionalen Boni, die an die Kunden vergeben werden, um Marktanteile zu steigern. Die dennoch aufgezeigte Steigerung der vermittelten Wettumsätze erklärt sich vor allem mit der Tatsache, dass die Wettkunden bei Wetten in den Totalisator nicht mit Wettsteuer, wie sie bei Buchmacherwetten in Höhe von 5% auf den Wetteinsatz anfallen, belastet werden. Dieses Nachfrageverhalten bedeutet für den Konzern zugleich eine geringere Marge, da die Marge aus der Vermittlung von Wetten geringer ist, als die Marge aus dem eigenen Wettgeschäft. Der Anteil der Wetteinsätze in die Totalisatoren der Rennvereine gemessen an der Gesamtleistung konnte somit für den Großteil der Kunden aber stabilisiert werden. Der überproportionale Anstieg liegt jetzt ausschließlich an den Großkunden, die auch nur für die Totalisatoren zur Verfügung stehen.

Die Zunahme der Materialaufwendungen um T€ 2.715 betrifft vor allem die Aufwendungen aus bezogenen Leistungen. Diese steht vor allem im Zusammenhang mit erhöhten Werbeleistungen vor allem in der Sportwette. Darunter fallen auch sämtliche Sponsoringmaßnahmen. Aber auch die erhöhten Aktivitäten insgesamt und das höhere Kundenaufkommen führten zu erhöhten Aufwendungen im Bereich des Zahlungsverkehrs.

Der Personalaufwand erhöhte sich in 2018 um T€ 663 vor allem infolge von Mitarbeitereinstellungen im Sportwettbereich.

Der Konzern hat im Jahresdurchschnitt Personalaufwendungen für 45 (2017: 35) Mitarbeiter getragen. Die durchschnittlichen Personalkosten je Mitarbeiter betrugen T€ 68 (2017: T€ 69).

Die Abschreibungen sind mit T€ 358 fast auf dem Vorjahresniveau. Sie betreffen im Wesentlichen die im Frühjahr 2016 begonnene Abschreibung der neuen Wettplattform „Challenger".

Die sonstigen Aufwendungen sind von T€ 1.934 in 2017 um T€ 342 auf T€ 2.276 in 2018 gestiegen. Dies liegt auch hier an den gesteigerten Aktivitäten des Konzerns. Dies betrifft erhöhte Mieten durch die Erweiterung und Erhöhung der Anzahl der Mitarbeiter in dem zusätzlichen Bereich der Sportwetten, erhöhte Marketingaufwendungen und auch die Erhöhung im Bereich der Rechts- und Beratungskosten.

Für das Jahr 2018 ergibt sich im Konzern ein EBITDA (Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit abzügl. Finanzergebnis und Abschreibungen) von T€ 1.161 (Vorjahr: T€ 2.575) und ein EBIT (EBITDA abzgl. Abschreibungen) von T€ 803 (Vorjahr: T€ 2.246).

Das Finanzergebnis ist von T€ 112 in 2017 auf T€ 20 in 2018 gesunken. Dies ist den Abwertungen der Wertpapiere zum Stichtag 31.12.2018 geschuldet.

Aufgrund des erfolgreichen operativen Geschäfts in der Pferdewette, der Schaffung von Verlustvorträgen in der Sportwette und der in Deutschland geltenden Mindestbesteuerung und der abzuführenden Maltesischen Steuern, war das Ergebnis im Berichtsjahr durch laufende Ertragsteuern in Höhe von insgesamt T€ 1.294 belastet. Hinzu kommen negative Effekte aus der Veränderung der aktiven latenten Steuern auf Verlustvorträge von T€ 128.

Unter Berücksichtigung des Finanzergebnisses und der Steuerbelastung ist das Konzerngesamtergebnis gegenüber T€ 2.610 für 2017 auf T€ -666 gesunken. Dies entspricht einem unverwässerten Ergebnis je Aktie von € -0,13 (2017: € 0,60) und einem verwässerten Ergebnis von € -0,12 (Vorjahr € 0,57).

3 Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der pferdewetten.de AG

3.1 Vermögenslage

Das Eigenkapital der Konzern-Muttergesellschaft, der pferdewetten.de AG, beträgt per 31.12.2018 T€ 11.464 (Vorjahr: T€ 10.181). Diese Veränderung ist dem erzielten Jahresergebnis in Höhe von T€ 1.699 (2017: T€ 1.852) abzüglich der gezahlten Dividende geschuldet.

Die Bilanzsumme hat sich im Vergleich zum Vorjahr (T€ 11.404) um T€ 929 auf T€ 12.333 erhöht. Die Zunahme resultiert auf der Aktivseite vor allem aus den Forderungen gegen verbundene Unternehmen. Die Forderungen gegen die pferdewetten-service.de GmbH enthalten zum Bilanzstichtag auch den Anspruch der pferdwetten.de AG aus der Abführung des handelsrechtlichen Gewinns 2018 gemäß Gewinnabführungsvertrag. Die Erhöhung gegenüber dem Vorjahr ist insbesondere auf die gestiegene Ergebnisabführung zurückzuführen.

Auf der Passivseite betrifft die Zunahme fast ausschließlich das Eigenkapital.

3.2 Finanzlage

Die pferdewetten.de AG verfügt per 31. Dezember 2018 über liquide Mittel in Höhe von T€ 407 (Vorjahr: T€ 393). Diese sind frei verfügbar. Zusätzlich hält die pferdewetten.de AG kurzfristig veräußerbare Wertpapiere in Höhe von T€ 3.069 (Vorjahr: T€ 3.303). Die Forderungen und Verbindlichkeiten sind im Wesentlichen kurzfristig fällig und in der Berichtswährung zu begleichen bzw. zurückzuzahlen. Es bestehen keine Kreditlinien. Forderungen und Verbindlichkeiten gegen bzw. gegenüber Tochtergesellschaften werden nicht verzinst.

3.3 Ertragslage

Die Konzern-Muttergesellschaft finanziert sich über Beratungen und Dienstleistungen für die Tochtergesellschaften. In 2018 erzielte sie hieraus Umsatzerlöse in Höhe von T€ 969 (2017: T€ 976).

Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten vor allem Erträge aus Auflösung von Rückstellungen oder sonstige Erlöse. Der Anstieg der sonstigen betrieblichen Erträge ist insbesondere auf höhere Auflösungen von Rückstellungen zurückzuführen.

Die Personalaufwendungen sind in 2018 von T€ 734 auf T€ 783 gestiegen.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind bei der pferdewetten.de AG im Vergleich zum Vorjahr um T€ 174 auf T€ 968 gestiegen. Wesentliche Ursache hierfür waren höhere Mietaufwendungen infolge des Umzugs in größere Geschäftsräume am Unternehmenssitz im Hinblick auf die Erweiterung auf Sportwetten sowie erhöhte weiterberechnete Marketingaufwendungen und Nebenkosten des Geldverkehrs. Zudem waren im laufenden Geschäftsjahr keine Beteiligungserträge zu vereinnahmen.

Das Jahresergebnis nach Steuern ist bei der Konzern-Muttergesellschaft, der pferdewetten.de AG, in 2018 auf T€ 1.699 gesunken (2017: T€ 1.852). Wesentliche Ursache für das positive Ergebnis ist der Gewinn der pferdewetten-service.de GmbH für das Geschäftsjahr 2018 (T€ 2.668, Vorjahr: T€ 2.223), welche diesen an die pferdewetten.de AG aufgrund des im Geschäftsjahr 2016 abgeschlossenen Gewinnabführungsvertrages abgeführt hat. Negativ wirken sich die erhöhten Aufwendungen aus den erweiterten Geschäftsbereichen aus.

4 Gesamtaussage zur wirtschaftlichen Lage

Die wirtschaftliche Lage des Konzerns hat sich im Jahr 2018 trotz des ausgewiesenen Konzernverlustes weiterhin deutlich verbessert. Aufgrund der gestiegenen Wetteinsätze konnte sich der Konzern flexibler aufstellen. Auch die Liquiditätslage verbesserte sich infolge der positiven Geschäftsentwicklung erneut in 2018. Hierbei ist zu berücksichtigen, dass der Konzern über weitere finanzielle Mittel in Form von Investitionen in kurzfristig veräußerbare Wertpapiere verfügt.

Der Bestand an liquiden Mitteln abzüglich Kreditkartenverbindlichkeiten beträgt im Konzern per 31. Dezember 2018 T€ 8.311 (2017: T€ 6.895), wovon der Konzern T€ 3.856 (Vorjahr: T€ 4.202) investieren kann, während T€ 4.421 für die Verbindlichkeiten gegenüber Wettkunden vorgehalten werden und T€ 34 als Sicherheit für Bankavale dienen.

Die pferdewetten.de AG ist aufgrund des Konzernaufbaus als Muttergesellschaft von der Geschäftsentwicklung ihrer Beteiligungsunternehmen abhängig. Sie kann jedoch ihren eigenen Anteil zum Erfolg der Gruppe beitragen, indem sie zum einen ihre Strukturen und zum anderen die Kostenentwicklung permanent optimiert.

Es bestehen weder bei der pferdewetten.de AG noch deren Tochtergesellschaften langfristige Verbindlichkeiten gegenüber Dritten. Auch die kurzfristigen Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen bewegen sich auf dem Niveau üblicher Zahlungsziele.

Die Eigenkapitalquote des Konzerns sank auf 62% (Vorjahr: 73%). Die Eigenkapitalquote der Muttergesellschaft ist aufgrund eines verbesserten Ergebnisses von 89% in 2017 auf 93% in 2018 gestiegen.

Insgesamt lässt sich die wirtschaftliche Lage des Konzerns und der Muttergesellschaft, insbesondere auch vor dem Hintergrund des positiven Trends der operativen Geschäftsentwicklung im Jahresverlauf 2018 und der Erwartungen an die Folgejahre, als solide bezeichnen.

5 Unternehmenssteuerung

Die Steuerung des pferdewetten.de AG-Konzerns erfolgt im Wesentlichen auf der Basis der finanziellen Leistungsindikatoren Umsatzerlöse und EBIT.

Die Umsatzerlöse resultieren aus dem Wettgeschäft, d.h. den Wettumsätzen aus Pferdewetten nach Wettsteuern und Kundenbonus (sog. „Hold"), aus den Wettprovisionen für die Vermittlung von Wetten und sonstigen Umsatzerlösen.

Das EBIT entspricht dem in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung dargestellten Betriebsergebnis.

Ausgehend von unserer ursprünglichen Umsatzprognose für das Jahr 2018 (Umsatzwachstum zwischen 10% und 15% gegenüber 2017) begründet sich das tatsächliche Umsatzwachstum aus einem unerwarteten hohen Anstieg der Wetteinsätze, insbesondere im Zusammenhang mit Großkunden, und Provisionserlöse infolge von ebenso über der Erwartung liegender Zunahme der vermittelten Wetteinsätze. Hierin begründet sich zugleich auch die Abweichung des prognostizierten ausgeglichenen EBIT's vom tatsächlich erzielten EBIT in Höhe von € 0,8 Mio.

Die Steuerung der pferdewetten.de AG als Holdingfunktion orientiert sich am Jahresergebnis als einzigem finanziellen Leistungsindikator.

Das für das Geschäftsjahr 2018 prognostizierte Jahresergebnis der pferdewetten.de AG von € 1,0 Mio. - 2,0 Mio. Euro wurde am oberen Limit erreicht.

Der Gewinn aus dem Gewinnabführungsvertrag liegt leicht über dem prognostizierten Wert von T€ 1.500 und T€ 2.500 und erhöht somit den Gewinn der Gesellschaft.

6 Bericht über das rechnungslegungsbezogene interne Kontroll- und Risikomanagementsystem

Für die Aufstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts sowie des Jahresabschlusses der pferdewetten.de AG ist der Vorstand der pferdewetten.de AG verantwortlich. Der Konzernabschluss wird unter Beachtung der International Financial Reporting Standards (IFRS) erstellt. Der Einzelabschluss wird unter Beachtung der Grundsätze ordnungsgemäßer Buchführung des HGB und den handelsrechtlichen Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften für große Kapitalgesellschaften sowie den ergänzenden Vorschriften des Aktienrechts erstellt.

Die bestehenden internen Kontroll- und Risikomanagementsysteme sollen die Ordnungsmäßigkeit und die Übereinstimmung des Konzernabschlusses und des Jahresabschlusses sowie des zusammengefassten Lageberichts mit den gesetzlichen Vorschriften gewährleisten. Um diese Vorgaben einzuhalten, werden kontinuierlich Maßnahmen zur gezielten Weiterbildung der Mitarbeiter im Bereich Finanzen durchgeführt. Die Einhaltung der Richtlinien und die Funktionsfähigkeit der Kontrollsysteme werden regelmäßig geprüft. Die Einhaltung konzernweit einheitlicher Buchungssystematiken in der Finanzbuchhaltung wird permanent von der kaufmännischen Leitung überwacht. Regelmäßige Abstimmungen der Zahlungsströme mit den Belegen der Finanzbuchhaltung sowie ständige Kommunikation zwischen den in diese Prozesse eingebundenen Personen gewährleisten die Missbrauchsprävention. Die Finanzbuchhaltung wird von externen Steuerberatungsbüros betreut bzw. unterstützt und unterliegt somit einer zusätzlichen externen Kontrollinstanz. Die Erstellung der Jahres-und Zwischenabschlüsse erfolgt ebenfalls mit Unterstützung von externen Steuerberatungsbüros, wodurch auch in diesem Bereich die Einhaltung der aktuellen rechtlichen Vorgaben gewährleistet ist.

Zur Steuerung des Unternehmens und zur Überwachung, Analyse sowie Dokumentation von Unternehmensrisiken setzt der Vorstand der pferdewetten.de AG verschiedene Systeme und Verfahren ein. Über spezielle Tools können tagesaktuell Auswertungen über die wichtigsten Kennzahlen im Konzern vorgenommen werden, so dass sich der Vorstand sowohl regelmäßig als auch stichprobenartig ein Bild machen kann. Die Monatsberichte der Konzerngesellschaften und des Konzerns bilden die Geschäftsentwicklung periodisch ab und werden regelmäßig einer intensiven Analyse seitens des Vorstands unterzogen.

Der Aufsichtsrat ist mit prozessunabhängigen Prüfungsmaßnahmen in das interne Überwachungssystem eingebunden.

7 Risikomanagement

Das Risikomanagementsystem der pferdewetten.de AG ist entsprechend dem Aktienrecht darauf ausgerichtet, dass der Vorstand mögliche Risiken frühzeitig erkennen und Gegenmaßnahmen rechtzeitig einleiten kann. Es umfasst die Beurteilung der Wirksamkeit der internen Aufbau- und Ablauforganisation, einschließlich der Prozesse und der IT-Unterstützung des Unternehmens. Neben der Identifizierung und Quantifizierung der operativen Risiken zielt der Vorgang auf die Definition und Implementierung wirkungsvoller Management-Informationssysteme, einschließlich Frühwarnsystemen und Risikoindikatoren.

Auf Basis des internen Risikoberichtes wird über die Entwicklung bestehender Risiken oder deren Hinzukommen oder Wegfall berichtet und erfolgt zugleich deren Überwachung. In diesem Zusammenhang werden entsprechende Maßnahmen eingeführt, um die wesentlichen Risiken des Konzerns innerhalb dessen eigenen Einflussbereichs zu minimieren. Je Risiko erfolgt eine Beschreibung sowie Bewertung des Risikos hinsichtlich Auswirkung und Eintrittswahrscheinlichkeit.

Klassifizierung der Eintrittswahrscheinlichkeit

scroll

Eintrittswahrscheinlichkeit Beschreibung
1% bis 5% Sehr gering
6% bis 25% Gering
26% bis 50% Mittel
51% bis 100% Hoch

Klassifizierung nach Auswirkungsgrad

scroll

Erwartete Auswirkung

in TC
Grad der Auswirkung
T€ 0 bis T€ 25 Niedrig
>T€ 25 bis T€ 75 Moderat
>T€ 75 bis T€ 125 Wesentlich
>T€ 125 bis T€ 750 Gravierend

Aus der Kombination der erwarteten Eintrittswahrscheinlichkeit und der erwarteten Auswirkung des Risikos erfolgt die Klassifizierung des Risikos in hoch, mittel und gering.

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Auswirkung
Gravierend Mittel Mittel Hoch Hoch
Wesentlich Mittel Mittel Mittel Hoch
Moderat Gering Mittel Mittel Mittel
Niedrig Gering Gering Mittel Mittel
Eintrittswahrscheinlichkeit Sehr gering Gering Mittel Hoch

7.1 Wesentliche Risiken

Die Geschäftstätigkeit des Konzerns ist grundsätzlich einer Reihe von Risiken ausgesetzt, deren Eintritt einzeln oder zusammen mit anderen Umständen die Geschäftstätigkeit des Konzerns erheblich beeinträchtigen und unter Umständen erhebliche bis existenzgefährdende nachteilige Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben können.

Dabei geht das Management des Konzerns gemäß der Risikopolitik grundsätzlich nur solche Risiken ein, die im Rahmen der Wertschaffung unvermeidbar, jedoch kontrollierbar sind. Das dazu erforderliche Risikomanagement ist in den Kerngeschäftsprozess und in die eingesetzten Systeme des Konzerns eingebunden.

Hinsichtlich der Art der Risiken, ihrer Auswirkungen und der Eintrittswahrscheinlichkeit werden nachfolgend nur die als wesentlich erachteten Risiken beschrieben, die das Geschäft sowie die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage maßgeblich beeinflussen können.

Die pferdewetten.de AG ist als Mutterunternehmen mittelbar den Wirkungen von Risiken unterworfen, denen die Konzern-Tochtergesellschaften ausgesetzt sind. Die nachstehend beschriebenen Risiken gelten somit, wenn nicht explizit angeführt, in ihrer mittelbaren Wirkung auch für die pferdewetten.de AG.

7.1.1 Rechtliche und regulatorische Risiken

Risiken aus Glücksspieländerungsstaatsvertrag, Gewährung von Lizenzen

Der Konzern bietet zum Bilanzstichtag Wetten auf Pferderennen an bzw. vermittelt den Abschluss von Wetten. Außerdem werden seit Ende des Jahres 2017 Wetten auf Sportwetten angeboten. Im Bereich der Sportwette trägt der Konzern kein direktes Risiko, da hier der Lizenzgeber der Partner Cashpoint Malta ist. Das einzige Risiko ist hier eine Untersagung des Wettangebotes, was aktuell als sehr unwahrscheinlich einzustufen ist, da die Cashpoint Malta über eine maltesische Lizenz verfügt und außerdem bei der aktuellen deutschen Lizenzvergabe auf Platz 1 der möglichen Lizenzen steht. Noch vor der staatlichen Oddset Gesellschaft. Weiterhin hätte eine Untersagung keine negativen finanziellen Einflüsse, da die Gesellschaft sportwetten.de GmbH aktuell ein negatives Ergebnis ausweist und auch in naher Zukunft aufgrund von Investitionen keinen wesentlichen Beitrag zum Konzernergebnis leisten wird.

Der Rechtsrahmen für das Anbieten und Vermitteln von Pferdewetten in Deutschland ist seit dem Inkrafttreten des neuen Glücksspieländerungsstaatsvertrages im Juli 2012 in vielen Punkten noch ungeklärt. Für das Veranstalten von Pferdewetten für deutsche Kunden im Internet ist nach § 27 Glücksspieländerungsstaatsvertrag eine Genehmigung (Lizenz) erforderlich. Zuständig für die Gewährung einer Lizenz ist das Land Hessen. Hier hat unser Buchmacher auf Malta bereits in 2012 einen Antrag auf Lizenzerteilung gestellt. Seit Anfang 2014 wird mit den Behörden konstruktiv und regelmäßig an den Lizenzbedingungen und allgemeinen Voraussetzungen gearbeitet. Mit Schreiben vom 22. Juni 2015 wurde der Gesellschaft eine Grunderlaubnis zur Veranstaltung und Vermittlung von Pferdewetten im Inland durch die zuständige Behörde bis 30. Juni 2019 erteilt. Sie enthält Auflagen betreffend die Vermittlung von Pferdewetten an bestimmte Veranstalter im Inland und Ausland aber noch keine Bedingungen, wie z.B. die Höhe der zulässigen monatlichen Wetteinsätze für deutsche Kunden. Die Grunderlaubnis ist Voraussetzung für die Erteilung einer Interneterlaubnis (Lizenz), die Ende 2018 erteilt wurde. Der Konzern hat sich mit der Behörde bei einigen Auflagen verglichen, sodass die jetzigen Regelungen akzeptabel sind. Diese Lizenz und deren Ausnahmeregelungen enden jedoch Mitte 2019. Aktuell geht der Konzern davon aus, dass die bestehende Lizenz und deren ausgehandelten Auflagen verlängert werden und hat den Antrag für diese Verlängerung gestellt. Es spricht zum heutigen Zeitpunkt nichts dagegen, dass auch die genehmigten Ausnahmeregelungen von der Wetteinsatzbeschränkung bei einer erneuten Lizenz bestehen bleiben. Jedoch kann dies aktuell nicht gesichert dargestellt werden.

Eine Beschränkung des monatlichen Wetteinsatz je deutschen Kunden von T€ 1 sowie ein gleichzeitiger Wegfall der aktuell gewährten Ausnahmeregelung für einen monatlichen Wetteinsatz je deutschen Kunden von T€ 100 bei vorheriger Selbstauskunft des Kunden würde die Entwicklung des Konzerns mit der heutigen Ausrichtung stark beeinträchtigen, da sich der Umsatz mit Kunden, die sich über die Länderkennzeichen Deutschland auf der Wettplattform registrieren, deutlich vermindern würde. Ebenso würde eine Entziehung der Lizenz oder eine Ablehnung des Antrags für eine Verlängerung der Lizenz eine erhebliche Beeinträchtigung der künftigen Entwicklung darstellen. Entsprechend würde ein erheblicher Teil der Umsatzerlöse und Erträge des Konzerns wegfallen, was auch die Möglichkeit von Investitionen in den weiteren Ausbau des Sportwetten-Geschäfts beeinträchtigen würde. Da nach aktuellen Gesprächen nichts gegen eine Weiterführung der bisherigen Auflagen und eine Verlängerung der Lizenz spricht, hat der Konzern das Risiko einer Wetteinsatzbeschränkung nicht in die Unternehmensplanung einkalkuliert.

Im Rahmen unseres internen Risikoberichts haben wir das Risiko einer Nichtverlängerung der Lizenz, einer Verschärfung der Auflagen bzw. eines Entfalls der Ausnahmereglung wie im Vorjahr als mittel klassifiziert.

Werberichtlinie

Zusätzlich wurde im Rahmen der Umsetzung des neuen Glücksspieländerungsstaatsvertrags eine Werberichtlinie durch die Bundesländer erlassen, die ab Februar 2013 in Kraft getreten ist. Nach diesen neuen Vorschriften ist es dem Konzern durch Verbote von Newslettern oder Online-Werbung erschwert, Neukunden zu gewinnen. Erste Klagen gegen diese Werberichtlinien sind in der Vergangenheit bereits zu Gunsten der Kläger entschieden worden. Hinzu kommt, dass auf der Basis unserer Recherchen der bayerische Verfassungsgerichtshof es den dortigen Landesbehörden im September 2017 bereits aus verfassungsrechtlichen Gründen untersagt hat, die Werberichtlinie weiter anzuwenden. Inwieweit diese Entscheidung im Bundesland Bayern auch auf andere Länder abfärbt, kann nicht beurteilt werden, soll aber verdeutlichen, wie unsicher und unterschiedlich die Rechtsauffassung in den einzelnen Ländern ist.

Die Gesellschaft hat einen Antrag auf eine Werbeerlaubnis gestellt, über die aber noch nicht entschieden wurde.

Im Rahmen unseres internen Risikoberichts haben wir das Risiko wie im Vorjahr als gering klassifiziert.

Verbot der Vermittlung an ausländische Rennvereine

In 2018 wurde der netX Betting Ltd. eine Lizenz nach dem neuen Glückspieländerungsstaatsvertrag erteilt. Demnach ist dieses Risiko seit 2018, wie erwartet, hinfällig.

Das rechtliche und regulatorische Risiko der pferdewetten.de AG ist durch Investitionen und Standorte im Ausland vermindert, da dort das rechtliche Umfeld für Glücksspielunternehmen deutlich besser strukturiert ist als in Deutschland.

Die vorhandenen Lizenzen in Deutschland, die Lizenz der Malta Gaming Authority (MGA), Lizenz des Buchmachers in Malta, die Österreichische Lizenz der pferdewetten.at GmbH und die Buchmacherlizenz für das Wettbüro München, mit denen die Pferdewetten angeboten werden können, sind zudem teilweise befristet. Es besteht grundsätzlich ein Risiko, dass diese Lizenzen nicht verlängert werden. Die Lizenz des Buchmachers in Malta ist 2018 erneuert worden und bis zum 30.03.2026 gültig.

Im Rahmen unseres internen Risikoberichts haben wir das Risiko wie im Vorjahr als mittel klassifiziert.

7.1.2 Aktienrecht

Die pferdewetten.de AG hat gemäß Anhörungsschreiben der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) versäumt, die positiven Halbjahreszahlen des Konzerns für 2012 per ad-hoc-Meldung vorab zu veröffentlichen. Dieses stellt einen Verstoß gegen den Emittenten-Leitfaden dar, da die Ergebnisse deutlich besser als in den Vorjahren waren und somit alle Marktteilnehmer vorzeitig von der positiven Entwicklung hätten unterrichtet werden müssen.

Im Juli 2013 hat die BaFin ein zweites Verfahren wegen des Verdachts der verspäteten ad-hoc-Mitteilung über den Kauf der „equi8"-Plattform eingeleitet. Nach der Anhörung des Konzerns wurde die Angelegenheit Anfang September 2013 an das für die Verfolgung von Ordnungsmäßigkeiten zuständige Referat weitergegeben. Auch hier ist die pferdewetten.de AG der Meinung, dass sie den Pflichten ausreichend nachgekommen ist.

Beide Verfahren wurden 2018 beendet und insgesamt mit einer Geldbuße im niedrigen 5 stelligen Bereich abgegolten.

Am 02.03.2018 hat jedoch die Bafin erneut ein Anhörungsschreiben bezüglich einer eventuellen verspäteten Adhoc Mitteilung zum Einstieg in den Sportwettenmarkt versendet. Der Vorstand geht auch hier wieder davon aus, dass die Mitteilung fristgerecht war. Hier könnte ein Bußgeld in Höhe von T€ 150 bis T€ 350 drohen. Aufgrund der geringen eingeschätzten Wahrscheinlichkeit und der Anpassung eines Bußgeldes an die Größe des Unternehmens hat die pferdewetten AG vorsorglich eine Rückstellung in Höhe von T€ 100 gebildet.

Ausgehend von dem Stand des Verfahrens wurde das Risiko im Rahmen unseres internen Risikoberichts als mittel klassifiziert.

7.1.3 Wettbewerbsumfeld

Der Pferderennsport befindet sich in Deutschland weiterhin in einer schwierigen Lage. Rennbahn-Schließungen und die schlechte wirtschaftliche Situation der Rennvereine und Dachverbände können zu einer weiteren Verringerung des Rennangebotes führen. Dadurch können weniger in Deutschland stattfindende Wetten von den Konzerngesellschaften angeboten werden, was sich negativ auf die Umsätze im Pferdewettbereich der Gesellschaft auswirken kann.

Die Anzahl der Pferdewettanbieter im Internet war in 2018 unverändert. Die Gesellschaft geht aber davon aus, dass immer wieder neue Wettbewerber in den Markt eintreten können, da keine technischen Zugangsbarrieren für diesen Markt bestehen. Denkbar ist insbesondere der Markteintritt ressourcen- und markenstarker Unternehmen, die bereits außerhalb Deutschlands Internet-Wetten veranstalten oder auch auf anderen Gebieten des e-commerce tätig sind. Dies könnte es ihnen ermöglichen, mehr Mittel als die Gesellschaft in die Entwicklung und Förderung ihrer Dienstleistungen zu investieren. In diesem Zusammenhang ist der größte Wettbewerber, der Betreiber der Domain racebets.com, von einem großen schwedischen Sportwettanbieter in 2018 übernommen worden. Ob dies zu nachhaltig negativen Auswirkungen führt, kann noch nicht abschließend beurteilt werden.

Die Wettbewerber könnten außerdem mehr Mittel in die Entwicklung neuer Dienste investieren, weiterreichende Marketingkampagnen durchführen, eine aggressivere Preispolitik einführen und den Nutzern, den vorhandenen und potenziellen Mitarbeitern, Werbekunden und sonstigen Partnern attraktivere Angebote unterbreiten. Die Konkurrenten der Gesellschaft könnten Produkte entwickeln, die den von der Gesellschaft angebotenen ähnlich oder ihnen überlegen sind oder aus sonstigen Gründen eine größere Marktakzeptanz erreichen als die Angebote von der Gesellschaft.

Des Weiteren können die Margen aufgrund zunehmenden Wettbewerbes unter Druck kommen.

Das Risiko der pferdewetten.de AG wird vermindert durch den Ausbau des Angebots von internationalen Rennveranstaltungen und den verstärkten Eintritt in den internationalen Markt, teilweise auch durch Kooperationen mit dort führenden Anbietern, die über die ausländischen Tochtergesellschaften für ausländische Kunden angeboten werden.

Im Rahmen unseres internen Risikoberichts haben wir das Risiko wie im Vorjahr als mittel klassifiziert.

7.1.4 Steuerliche Risiken

Steuerliche Außenprüfungen haben bisher bei der pferdewetten.de AG und der pferdewetten-service.de GmbH vollumfänglich stattgefunden. Hieraus ergaben sich keine wesentlichen Beanstandungen. Es kann jedoch nicht ausgeschlossen werden, dass die Gesellschaft und/oder ihre Tochtergesellschaften von nennenswerten Nachzahlungsverpflichtungen in Zukunft betroffen sein könnten.

Zudem kann es nach dem Bilanzstichtag durch mittelbare oder unmittelbare Anteils-erwerbe am Grundkapital der pferdewetten.de AG zur Anwendung des § 8c KStG und damit zum Wegfall von aktivierten und nicht aktivierten steuerlichen Verlustvorträgen kommen. Sollten aus derartigen schädlichen Anteilserwerben steuerliche Verlustvorträge nicht mehr nutzbar sein, so könnte dies wegen der zum Bilanzstichtag im Konzern noch vorhandenen und teilweise aktivierten latenten Steuern auf Verlustvorträge negative Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns haben bzw. auf Ebene des Mutterunternehmens zu steuerlichen Mehrbelastungen führen.

Im Rahmen unseres internen Risikoberichts haben wir das Risiko daher wie im Vorjahr als mittel klassifiziert.

7.1.5 IT-Risiken

Für die Abwicklung der angebotenen Wetten ist die Gesellschaft auf das Funktionieren der dabei verwendeten, automatisch ablaufenden technischen Systeme und Strukturen angewiesen. Die Gesellschaft ist deshalb in Bezug auf ihre Geschäftstätigkeit und die Durchführung ihrer Expansionspläne gerade auch in technologischer Hinsicht in hohem Maße von Partnerschaften mit Dritten abhängig.

Die Funktionsfähigkeit dieser Systeme ist deshalb für die gesamte Geschäftstätigkeit der Gesellschaft, aber auch für ihre Attraktivität für die Kunden, von entscheidender Bedeutung. Allerdings können Fehler in der Funktionsweise dieser Systeme jederzeit auftreten, so dass die damit verbundenen Beeinträchtigungen die Geschäftstätigkeit der Gesellschaft, aber auch ihren Ruf bei den Kunden, negativ beeinflussen können.

Server-Technologie:

Die Gesellschaft ist in Bezug auf die Unterbringung und die Bereitstellung von Internetanbindungen auf Dritte angewiesen. Sie muss sich darauf verlassen, dass diese konzernfremden Serviceanbieter („Provider") ihre Ausrüstung vor menschlichem Versagen, Feuer, Hochwasser, Stromausfall, Telekommunikationsausfall, Sabotage, Vandalismus, Eindringen Unbefugter in das System und vor ähnlichen Ereignissen, so z. B. auch Denial-of-Service-Angriffen, geschützt haben. Die Leistung der Server sowie von Hardware und von Software der Netzwerk-Infrastruktur der Gesellschaft ist ausschlaggebend für die ordnungsgemäße Abwicklung der Geschäfte und den Ruf der Gesellschaft sowie ihre Fähigkeit, Nutzer - und damit auch Kunden und Kooperationspartner - zu gewinnen. Ein unerwarteter und/oder beträchtlicher Anstieg der Nutzung der Web-Site der Gesellschaft könnte die Kapazität ihres Systems stark beanspruchen, was unter Umständen zu einer längeren Reaktionszeit oder zu Systemausfällen führen könnte. Verlangsamungen oder Systemausfälle wirken sich negativ auf die Geschwindigkeit und Reaktionsfähigkeit der Web-Site der Gesellschaft aus. Sie würden die Funktionalität ihrer Wettangebote und die daraus resultierenden Erfahrungen der Nutzer beeinträchtigen, damit die Umsätze der Gesellschaft reduzieren und ihre Attraktivität als Kooperationspartner mindern.

Risiko von Mängeln der eigenen IT-Infrastruktur:

Die Pflege und Weiterentwicklung der bestehenden Hardware-Systeme wird vorrangig durch eine Tochtergesellschaft der pferdewetten.de AG betrieben. Bestandteil der Betreuungsleistungen ist außerdem die Pflege der Datenbanken und der Internetseiten sowie die Versorgung der Internetseiten mit aktuellen Informationen zu Sportereignissen und Sportergebnissen. Der Konzern reduziert das Risiko, indem interne wie auch externe (durch Vereinbarung mit geeigneten Dienstleistungsunternehmen) Back-up-Systeme schnell einsetzbar sind. Durch den kontinuierlichen Aufbau einer eigenen IT-Abteilung seit 2017 soll der Abhängigkeit von Dritten bzw. durch eigene Überwachungshandlungen Risiken im IT-Betrieb entgegengewirkt werden.

Risiken aus der Nutzung des Internet:

Aufgrund der Nutzung des Internets als Hauptvertriebskanal für die Angebote der Gesellschaft und von deren Tochtergesellschaften ist nicht ausgeschlossen, dass die Gesellschaft bei dessen weiterer Entwicklung den Anschluss verliert oder sich technische Beschränkungen negativ auf den Geschäftsbetrieb der Gesellschaft auswirken.

Der Konzern reduziert die IT-Risiken, indem interne wie auch externe (durch Vereinbarung mit geeigneten Dienstleistungsunternehmen) Back-up-Systeme schnell einsetzbar sind. Im Rahmen unseres internen Risikoberichts haben wir die IT-Risiken wie im Vorjahr als gering klassifiziert.

7.1.6 Risiko von Mängeln wesentlicher Software

Für die Abwicklung der Wettvorgänge nutzen die Gesellschaft und ihre Tochtergesellschaften bestimmte, für ihre Zwecke speziell entwickelte Software. Der Bestand, zumindest die ungestörte Fortentwicklung der Gesellschaft, hängt davon ab, dass die Software im Wesentlichen fehlerfrei funktioniert. Sich etwa zeigende erhebliche Defekte der Software können dazu führen, dass die Funktionalität der Internet-Seiten der Gesellschaft beeinträchtigt oder gar aufgehoben wird oder die Wettvorgänge nicht mehr abgewickelt werden können.

Im Rahmen unseres internen Risikoberichts haben wir das Risiko wie im Vorjahr als mittel klassifiziert.

7.1.7 Operative Risiken

Es besteht ein Risiko, dass aufgrund unausgewogener Gewinnentwicklungen bei den Buchmacherwetten Kunden signifikante Gewinne erzielen und daraus resultierend Deckungsbeiträge nicht in ausreichender Höhe erzielt werden können. Diesem begegnet der Konzern mit entsprechenden Limitierungen in den Allgemeinen Geschäftsbedingungen sowie einem Risikomanagement, bei dem die Relation der Wetteinsätze und potenziellen Gewinnauszahlungen überwacht und gesteuert wird. Weiter besteht die Möglichkeit, dass für den Konzern wichtige Kunden aufhören, auf der Internetseite ihre Wetten zu platzieren. So werden beispielsweise mit einem Kunden mehr als 20% des Umsatzes erzielt.

Im Rahmen unseres internen Risikoberichts haben wir das Risiko wie im Vorjahr als mittel klassifiziert.

7.1.8 Liquiditätsrisiken

Die Gesellschaft ist als Wachstumsunternehmen in einem risikobehafteten Marktumfeld einzuordnen, womit insbesondere die Aufnahme von Fremdmitteln erschwert werden könnte, oder der Konzern womöglich in der Zukunft nicht ausreichende Finanzierungsquellen in erforderlicher Höhe erschließen kann.

Das Volumen von Zahlungsströmen aus dem operativen Betrieb kann, bedingt durch saisonale Einflüsse bei den im Wettbetrieb angebotenen Veranstaltungen, aufgrund vertraglicher Verpflichtungen von den Auszahlungserfordernissen abweichen. Diesem begegnet der Konzern mit einem Liquiditätsmanagement, indem Einzahlungserwartungen und Auszahlungserfordernisse sowie die verfügbaren liquiden Mittel permanent überwacht und gesteuert werden.

Unter Berücksichtigung der vorhandenen freien Mittel zum Bilanzstichtag sowie den geplanten Umsätzen in 2018 und den Folgejahren weist der Liquiditätsplan einen Zahlungsmittelüberschuss aus, so dass ausreichend Liquidität und Kapital vorhanden sind, um die Unternehmensfortführung der pferdewetten.de AG und des Konzerns weiterhin zu gewährleisten. Voraussetzung hierfür ist jedoch, dass die geplante Umsatz- und Ertragserwartung sowie die erwarteten Zahlungsmittelzuflüsse aus der laufenden Geschäftstätigkeit nicht deutlich unterschritten werden.

Im Rahmen unseres internen Risikoberichts haben wir das Risiko daher wie im Vorjahr als gering klassifiziert.

Etwaige negative Auswirkungen des Glücksspieländerungsstaatsvertrags aufgrund der darin geregelten Wetteinsatzbeschränkung deutscher Spieler von monatlich T€ 1 wurden für den Bereich der Buchmacherwetten im Rahmen der Unternehmensplanung berücksichtigt. Da der Wettumsatz in Höhe von ca. 39% in Deutschland erzielt wird, könnte sich die Nichterteilung einer Ausnahmegenehmigung negativ auf die Geschäftsentwicklung und damit Liquidität auswirken. Wir verweisen auf die Erläuterungen im Abschnitt 7.1.1 sowie auf die dortigen Erläuterungen zur Risikoklassifizierung.

7.1.9 Angaben nach § 315 Abs. 2 Nr. 1b HGB

Die Risiken aus Wechselkursveränderungen werden als geringfügig eingestuft. Im operativen Bereich werden Transaktionen fast ausschließlich in Euro abgerechnet und Fremdwährungstransaktionen innerhalb einer so kurzen Zeitspanne abgewickelt, die - auch aufgrund des Volumens dieser Transaktionen - lediglich ein geringfügiges Risiko enthalten.

Zinsrisiken werden ebenfalls als geringfügig eingestuft, weil Darlehensgewährungen entweder mit festen Zinsvereinbarungen abgeschlossen worden sind oder aufgrund ihrer geringen Restlaufzeit nur Risiken von untergeordneter Bedeutung aus Veränderungen des Zinssatzes erfahren können. Der Konzern hat keine zinstragenden Verbindlichkeiten gegenüber Dritten.

Risiken bezüglich des Zahlungsausfalls von wesentlichen Forderungen werden fortlaufend überwacht und gesteuert. Die kurzfristigen sonstigen finanziellen Vermögenswerte beinhalten neben den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen im Wesentlichen Forderungen gegen Kreditkartenunternehmen und Online-Zahlungsdienstleister, die aus der Abwicklung des Zahlungsverkehrs im Rahmen des Wettgeschäftes resultieren, sowie gegenüber Mitarbeitern. Diese sind wie auch die sonstigen nicht finanziellen Vermögenswerte in der Regel kurzfristig zwischen 30 und 90 Tagen oder innerhalb eines Jahres fällig. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind nach 30 Tagen fällig. Bei Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, die älter als ein Jahr sind, erfolgt grundsätzlich eine Wertberichtigung. Der wesentliche Teil der langfristigen Forderungen besteht aus Darlehen an den Vorstand und einen Mitarbeiter des Konzerns, die zusätzlich weitreichend besichert sind.

Liquiditätsrisiken bestehen aufgrund der derzeit vorhandenen frei verfügbaren Mittel und auf Basis des aktuellen Liquiditätsplans nicht. Überschüssige finanzielle Mittel wurden im Berichtsjahr in relativ sichere Fonds und Aktien angelegt. Die Anlage des Depots erfolgt mit einer langfristigen Halteabsicht, jedoch sind die Investitionen in Einzelwerte innerhalb dieses Depots aufgrund von Marktanpassungen und Kursschwankungen eher kurzfristig anzusehen. Da die Anteile an den Investmentfonds und Aktien börsennotiert sind unterliegt der Konzern ebenso Preisrisiken (Kursschwankungen), die sich auf die Bewertung auswirken können.

7.1.10 Angaben nach § 289 Abs. 2 Nr. 2b HGB

Für die pferdewetten.de AG besteht das Risiko, dass die bilanzierten Forderungen gegen verbundene Unternehmen ausfallen könnten. Sie betragen ca. 54 % des Vermögens der pferdewetten.de AG und entfallen in Höhe von T€ 6.714 (Vorjahr T€ 5.109) vor allem auf die pferdewetten-service.de GmbH, mit der ein Gewinnabführungsvertrag besteht. Die Werthaltigkeit der Forderungen gegen Tochtergesellschaften wird auf der Basis der Unternehmensplanung der Tochtergesellschaften regelmäßig überwacht. Auf der Basis der Unternehmensplanung ergaben sich keine Hinweise auf eine Wertminderung der Forderungen. Zugleich ergeben sich daraus keine Hinweise auf eine Wertminderung der Anteile an verbundene Unternehmen, die in Höhe von T€ 753 bilanziert sind.

Infolge der Anlage von finanziellen Mitteln in kurzfristig veräußerbare Kapitalmarktpapiere, unterliegt die pferdewetten.de AG ebenso Preisänderungsrisiken (Aktienkursschwankungen), die sich auf die Bewertung der unter den Wertpapieren des Umlaufvermögens ausgewiesenen Kapitalmarktpapieren auswirken können. Zum Bilanzstichtag erfolgte eine Abwertung auf den Börsenwert in Höhe von T€ 185. Ausgehend von der Fondstruktur und der Performance des jeweiligen Fonds in 2018 wird die im Berichtsjahr vorgenommenen Abwertung als nicht langfristig angesehen. Neben der erfolgten Abwertung konnte festgestellt werden, dass der Zeitwert einiger Papiere im Depot über den Anschaffungskosten lag. Die damit verbundene Aufwertung wurden aufgrund des Realisationsprinzips im handelsrechtlichen Einzelabschluss nicht erfasst. Insoweit wird das Preisänderungsrisiko als gering eingestuft.

Liquiditätsrisiken bestehen aufgrund der derzeit vorhandenen frei verfügbaren Mittel und auf Basis des aktuellen Liquiditätsplans nicht. Es wird insoweit auf die Erläuterungen unter Abschnitt 7.1.8 verwiesen.

Zinsrisiken werden ebenfalls als geringfügig eingestuft, weil Darlehen entweder mit festen Zinsvereinbarungen abgeschlossen worden sind oder aufgrund ihrer geringen Restlaufzeit nur Risiken von untergeordneter Bedeutung aus der Veränderungen des Zinssatzes erfahren können. Zudem sind die unter den sonstigen Ausleihungen erfassten Darlehensansprüche gegenüber dem Vorstand und einem Mitarbeiter ausreichend besichert. Der pferdewetten.de AG hat keine zinstragenden Verbindlichkeiten gegenüber Dritten.

8 Chancenbericht

Die aktuelle pferdewetten.de-Seite und lotos-wetten.de-Seite sprechen hauptsächlich Kunden im deutschsprachigen Raum an. Die im Frühjahr 2017 in Betrieb genommene Wettplattform „Challenger" wird zusammen mit der betbird.com-Seite in den Folgejahren durch unterschiedliche Sprachen und ggf. auch Währungen oder Wettarten neue Möglichkeiten der internationalen Kundenansprache bieten. Diese Möglichkeiten kombiniert mit gezielten Marketing- und Vertriebsaktivitäten in ausländischen Kundenmärkten bieten dem Konzern die Chance, sich weltweit einem 100 Mrd. Euro-Markt zu öffnen.

Zusätzlich bietet die neue Wettplattform Schnittstellen, wodurch weiteren potenziellen Partnern das Angebot der pferdewetten.de zu Verfügung gestellt werden kann, um zusätzliche Kundengruppen zu akquirieren.

Daneben besteht die Möglichkeit, durch gezielte Marketing- und Vertriebsaktivitäten sowie gleichfalls technische Neuerungen auch auf dem heimischen Markt weitere Marktanteile zu gewinnen.

Der in 2012 geänderte Glücksspieländerungsstaatsvertrag kann zu Chancen für den pferdewetten.de-Konzern führen. So könnten die neuen Anforderungen und Regulatorien in Deutschland Markteintrittsbeschränkungen für neue Anbieter darstellen, die gleichzeitig eine Chance der etablierten Anbieter in Deutschland, wie der pferdewetten.de-Konzern, darstellen.

9 Zusammengefasste Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f HGB und Konzernerklärung zur Unternehmensführung nach § 315d HGB/Stand: 2018

9.1 Berichterstattung und Entsprechenserklärung zur Corporate Governance

Der im Jahr 2002 von einer Regierungskommission des Bundesjustizministeriums erlassene und seither regelmäßig erweiterte Deutsche Corporate Governance Kodex stellt wesentliche gesetzliche Vorschriften zur Leitung und Überwachung deutscher börsennotierter Gesellschaften dar. Er enthält überdies international und national anerkannte Standards guter und verantwortungsvoller Unternehmensführung. Der Kodex soll das deutsche Corporate Governance-System transparent und nachvollziehbar machen und will das Vertrauen der internationalen und nationalen Anleger, der Kunden, der Mitarbeiter und der Öffentlichkeit in die Leitung und Überwachung deutscher börsennotierter Aktiengesellschaften fördern.

Der Deutsche Corporate Governance Kodex (DCGK) gilt in der Fassung vom 7. Februar 2017. Er enthält neben gesetzlichen Vorschriften anerkannte Corporate Governance-Standards in Form von Empfehlungen und Anregungen. Eine gesetzliche Pflicht zur Befolgung dieser Standards besteht nicht, sondern dient als Messlatte für eine Selbstregulierung der Wirtschaft. Nach § 161 Aktiengesetz sind jedoch Vorstand und Aufsichtsrat aller börsennotierten Aktiengesellschaften in Deutschland dazu verpflichtet, eine jährliche Entsprechenserklärung zu den Empfehlungen des Kodex abzugeben.

Die pferdewetten.de AG und ihre in- und ausländischen Tochterunternehmen beschäftigten sich intensiv und verantwortungsvoll mit dem Thema Corporate Governance. Aufgrund der verhältnismäßig geringen Größe und der Struktur der pferdewetten.de AG sind jedoch nicht sämtliche Kodex-Empfehlungen sinnvoll umzusetzen. Die letzte Entsprechenserklärung gemäß § 161 AktG haben Vorstand und Aufsichtsrat der pferdewetten.de AG im Februar 2019 auf der Website der pferdewetten.de AG veröffentlicht. Ebenso sind im Internet sämtliche bisherigen Entsprechenserklärungen dauerhaft zugänglich.

Wortlaut der Entsprechenserklärung 2018

Vorstand und Aufsichtsrat der pferdewetten.de AG erklären, dass den Empfehlungen der „Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex" in der Fassung vom 7. Februar 2017 seit der letzten Erklärung im Februar 2018 mit folgenden Ausnahmen entsprochen wurde und wird:

1. Selbstbehalt bei D&O Versicherung (Ziffer 3.8. Absatz 3 des Kodex):

Der Deutsche Corporate Governance Kodex sieht in Ziffer 3.8 Abs. 3 vor, dass bei Abschluss einer D&O-Versicherung für den Aufsichtsrat ein Selbstbehalt vereinbart werden soll.

Für den Aufsichtsrat ist kein Selbstbehalt vorgesehen. Der Aufsichtsrat hält für sich einen Selbstbehalt bei der D&O-Versicherung nicht für ein adäquates Mittel zur Erreichung der Ziele des Deutschen Corporate Governance Kodex. Solche Selbstbehalte werden typischerweise ihrerseits versichert, wodurch die eigentliche Funktion des Selbstbehalts unterlaufen wird.

2. Einrichtung eines Hinweisgebersystems für Beschäftigte (Ziff. 4.1.3 Satz 3 1. HS des Kodex)

Nach der Empfehlung in Ziff. 4.1.3 Satz 3 1. HS DCGK soll Beschäftigten auf geeignete Weise die Möglichkeit eingeräumt werden, geschützt Hinweise auf Rechtsverstöße im Unternehmen zu geben.

Vorstand und Aufsichtsrat sind der Auffassung, dass aufgrund der geringen Unternehmensgröße sowie der unternehmensinternen Vertrauenskultur etwaige Rechtsverstöße direkt kommuniziert werden. Außerdem stehen Vorstand und Aufsichtsrat einem Hinweisgebersystem aufgrund der damit verbundenen potentiellen Nachteile, so insbesondere des Missbrauchsrisikos und einer Atmosphäre des Misstrauens mit negativen Auswirkungen auf Betriebsklima und Mitarbeitermotivation, ablehnend gegenüber.

3. Alleinvorstand (Ziffer 4.2.1. Satz 1 des Kodex):

Aufgrund der Größe der pferdewetten.de AG und den damit verbundenen Aufgaben des Vorstands wurde ein Alleinvorstand bestellt. Eine Geschäftsordnung zur Regelung der Ressortzuständigkeiten bei mehreren Vorständen und der erforderlichen Mehrheiten bei Vorstandsbeschlüssen in einer Geschäftsordnung ist daher entbehrlich. Unabhängig davon unterliegt der Vorstand einer Geschäftsordnung.

4. Vergütung des Vorstands (Ziffer 4.2.2 und 4.2.3 des Kodex):

Gemäß Ziffer 4.2.3 Abs. 2 haben variable Vergütungsteile grundsätzlich eine mehrjährige Bemessungsgrundlage, die im Wesentlichen zukunftsbezogen sein soll und sowohl positiven als auch negativen Entwicklungen Rechnung tragen soll.

Eine Begrenzung ist im bestehenden Vergütungsmodell nur teilweise, und zwar für einen Teil der variablen Vergütung vorgesehen. Ferner tragen die variablen Vergütungsbestandteile einer negativen Entwicklung derzeit keine Rechnung. Auch eine mehrjährige Bemessungsgrundlage besteht nicht.

Der Aufsichtsrat hält die Vergütung des Vorstands trotz der vorstehend genannten Abweichungen vom Kodex für angemessen.

Nach der Empfehlung des Kodex in Ziffer 4.2.2 Abs. 2 S. 3 soll der Aufsichtsrat das Verhältnis der Vorstandsvergütung zur Vergütung des oberen Führungskreises und der Belegschaft insgesamt auch in der zeitlichen Entwicklung berücksichtigen.

Bei der Neubestellung 2018 wurde die Vorstandsvergütung angepasst. Dabei spielten die wesentliche Rolle die Leistungen, die der heutige Vorstand der Gesellschaft bereits erbracht hat. Auch auf Grund der geringen Unternehmensgröße und der Anzahl der Beschäftigten erscheint die Ermittlung der Vorstandsvergütung auf Grund des Vergleichs zur Vergütung des oberen Führungskreises und der Belegschaft insgesamt als nicht zweckmäßig.

5. Nachfolgeplanung, Diversity und Altersgrenze für Vorstandsmitglieder und Aufsichtsratsmitglieder (Ziffer 5.1.2; 5.4.1 des Kodex):

Der Aufsichtsrat soll bei der Zusammensetzung des Vorstands auch auf Vielfalt (Diversity) achten und mit dem Vorstand, diesen betreffend, für eine langfristige Nachfolgeplanung sorgen. Der Aufsichtsrat entscheidet bei der Besetzung des Vorstands allein nach Sachverstand und Kompetenz. Der Vorstand besteht aus einer Person.

Eine langfristige Nachfolgeplanung für den Vorstand ist auf Grund des Alters des Vorstands und der Größe des Unternehmens bisher nicht angezeigt.

Der Kodex empfiehlt in Ziffer 5.1.2 Absatz 2 ferner die Festlegung einer Altersgrenze für Vorstandsmitglieder sowie in Ziffer 5.4.1 die Festlegung einer Altersgrenze für Aufsichtsratsmitglieder. Bei der pferdewetten.de AG bestehen für Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats derzeit keine Altersgrenzen, da die Festlegung einer bestimmten Altersgrenze nicht adäquat ist, sondern vor allem die erforderlichen Kenntnisse und Erfahrungen relevant sind.

6. Bildung von Ausschüssen (5.3.1 Satz 1, 5.3.2 Absatz 1, 5.3.3 des Kodex):

Mit Blick auf die Größe der Gesellschaft und die damit verbundene Größe der Besetzung des Aufsichtsrats der Gesellschaft mit vier Mitgliedern besteht bei der pferdewetten.de AG derzeit lediglich ein Beschlüsse des Aufsichtsrats vorbereitender Planungs- und Prüfungsausschuss (Audit Committee).

7. Zusammensetzung des Aufsichtsrats (Ziffer 5.4.1. Abs. 2 und Abs. 4 Satz 1 und 2 des Kodex)

Der Aufsichtsrat hat keine konkreten Ziele -mit Ausnahme der nach dem Gleichstellungsgesetz geforderten Festlegung einer Zielgröße für den Anteil von Frauen im Aufsichtsrat- für seine Zusammensetzung entsprechend der Empfehlung in Ziffer 5.4.1 Abs. 2 festgelegt und ebenfalls kein Kompetenzprofil für das Gesamtgremium erarbeitet. Er hat bereits in der Vergangenheit bei seinen Personalvorschlägen allein nach Sachverstand und Kompetenz entschieden. Der Aufsichtsrat beabsichtigt, t zukünftigen Wahlvorschlägen weiterhin vorrangig die fachliche und persönliche Kompetenz für die Entscheidung zu Grunde zu legen. Bedingt durch die gering Anzahl von Aufsichtsratsmitgliedern und das Geschäftsfeld, in dem die Gesellschi tätig ist, sieht der Aufsichtsrat von konkreten Zielsetzungen und der Erarbeitung eines Kompetenzprofils für das Gesamtgremium jeweils nach Ziffer 5.4.1. Abs. des Kodex ab.

8. Vergütung der Aufsichtsratsmitglieder (Ziffer 5.4.6 des Kodex)

Gemäß Ziffer 5.4.6 Abs. 1 Satz 2 sollen bei der Festlegung der Aufsichtsratvergütung der Vorsitz und der stellvertretende Vorsitz im Aufsichtsrat sowie der Vors und die Mitgliedschaft in den Ausschüssen berücksichtigt werden.

Die heutige Vergütungsstruktur sieht die erhöhte Vergütung für den Vorsitzend des Aufsichtsrats vor, allerdings nicht für den stellvertretenden Vorsitz und au nicht für die Tätigkeit in Ausschüssen. Auf Grund der Unternehmensgröße und d damit verbundenen Größe des Aufsichtsrats der Gesellschaft mit vier Mitgliede wurde nur ein Ausschuss nämlich ein Planungs- und Prüfungsausschuss (Audit Committee) gebildet, in dem alle Aufsichtsratsmitglieder tätig sind. Mit der für sie vorgesehenen Aufsichtsratsvergütung ist die Mitarbeit im Audit Committee berücksichtigt.

Eine erfolgsorientierte Vergütung soll auf eine nachhaltige Unternehmensentwicklung ausgerichtet sein (Ziffer 5.4.6 Abs. 2 Satz 2).

Der Aufsichtsrat hat derzeit neben einer festen Vergütung auch Anspruch auf ein Sitzungsgeld und eine erfolgsorientierte Vergütung, die sich am erreichten EBIT der Gesellschaft orientiert und die damit nur mittelbar auf eine nachhaltige Unterne mensentwicklung ausgerichtet ist.

Der Aufsichtsrat vertritt die Ansicht, dass die heutige Vergütungsstruktur der Größe und der wirtschaftlichen Situation des Unternehmens entspricht.

9.2 Unternehmensführungspraktiken

Die Einhaltung von Verhaltensmaßregeln, Gesetzen und Richtlinien ist zentraler B standteil des unternehmerischen Handelns bei der pferdewetten.de AG und ihrer i und ausländischen Tochterunternehmen. Hierzu zählt neben der Beachtung von Recht, Gesetz und Satzung vor allem auch die Einhaltung der internen Regelwerke sowie der freiwillig eingegangenen Selbstverpflichtungen. Die Integrität im Umgang mit Mitarbeitern, Geschäftspartnern, Aktionären und der Öffentlichkeit ist für c pferdewetten.de AG ein unternehmerisches Selbstverständnis.

Als Unternehmen der Glücksspielbranche ist sich die Gesellschaft sehr wohl bewusst dass die Teilnahme an Geschicklichkeits- und Glücksspielen auch zu problematische Verhalten bei unseren Kunden führen kann. Durch Präventionsmaßnahmen und Aufklärung verfolgen wir konsequent das Ziel, unsere Kunden zu schützen und zum Verantwortungsvollen Spielen anzuhalten. Des Weiteren führt ein professionelles Selbstlimitierungstool auf unserer Online-Wettplattform zu einer Vermeidung von unkontrollierten hohen Verlusten. Diese wichtige Aufgabe nehmen wir sehr ernst.

Die pferdewetten.de AG veröffentlicht regelmäßig und zeitnah Informationen üb die wirtschaftliche Lage des Konzerns sowie alle wesentliche Neuigkeiten, die d Geschäft der pferdewetten.de-Gruppe betreffen. Der Geschäftsbericht, der Halbjahresfinanzbericht sowie die Konzernzwischenmitteilungen im ersten und zweiten Halbjahr werden im Rahmen der dafür vorgegebenen Fristen veröffentlicht. Aktuelle Ereignisse werden in Form von Presseinformationen und, falls erforderlich, ad hoc-Mitteilungen den Kapitalmarktteilnehmern und der Öffentlichkeit über geeignete elektronische Medien zugänglich gemacht.

9.3 Beschreibung von Arbeitsweise und Zusammensetzung von Vorstand, Aufsichtsrat und Ausschüssen

Vorstand

Allein-Vorstand der pferdewetten.de AG ist Pierre Hofer. Der Vorstand führt als Leitungsorgan die Geschäfte der Gesellschaft mit dem Ziel nachhaltiger Wertschöpfung in eigener Verantwortung und im Unternehmensinteresse.

Der Vorstand berichtet dem Aufsichtsrat regelmäßig über den Gang der Geschäfte und die Lage des Unternehmens einschließlich des Risikomanagements sowie über Compliance-Sachverhalte. Für herausragende Geschäftsvorgänge wie Planungsverabschiedung, größere Akquisitionen oder Kapitalmaßnahmen beinhaltet die Geschäftsordnung für den Vorstand Zustimmungsvorbehalte des Aufsichtsrats.

Aufsichtsrat

Der Aufsichtsrat berät und überwacht den Vorstand bei der Leitung des Unternehmens. Er wird in die Strategie und Planung sowie in Fragen von grundlegender Bedeutung für das Unternehmen eingebunden. Der Aufsichtsratsvorsitzende koordiniert die Arbeit im Aufsichtsrat, leitet dessen Sitzungen und nimmt die Belange des Gremiums nach außen wahr.

Der Aufsichtsrat der pferdewetten.de AG setzt sich aus dem Aufsichtsratsvorsitzenden Markus A. Knoss (seit 22. August 2014) und seinem Stellvertreter Sergey Lychak (seit 18. Juni 2013) zusammen. Beide wurden bei der letzten Hauptversammlung am 15. Mai 2018 für die Amtsdauer von 5 Jahren wiedergewählt.

Die Hauptversammlung vom 20. September 2016 hat beschlossen, die Anzahl der Aufsichtsratsmitglieder von 3 auf 4 zu erhöhen. Anschließend wurden die Herren Lars-Wilhelm Baumgarten (seit 20. September 2016) und Jochen Dickinger (seit 03. November 2016) in den Aufsichtsrat gewählt, dessen Amtszeit bis zur Hauptversammlung für das Geschäftsjahr 2020 befristet ist.

Der Aufsichtsrat wird vom Vorstand zeitnah und umfassend sowohl schriftlich als auch mündlich informiert. In den turnusmäßigen Sitzungen wird über die Planung, die Geschäftsentwicklung und die Lage des Konzerns einschließlich des Risikomanagements berichtet. Bei wesentlichen Ereignissen wird gegebenenfalls eine außerordentliche Aufsichtsratssitzung einberufen.

Zurzeit besteht bei der pferdewetten.de AG lediglich ein für Beschlüsse des Aufsichtsrats vorbereitender Planungs- und Prüfungsausschuss (Audit Committee).

Die pferdewetten.de AG hat für alle Vorstands- und Aufsichtsratsmitglieder eine Vermögensschaden-Haftpflichtversicherung (D&O-Versicherung) abgeschlossen.

Vorstand und Aufsichtsrat sind dem Unternehmensinteresse der pferdewetten.de AG verpflichtet. Im abgelaufenen Geschäftsjahr traten keine Interessenskonflikte auf, die dem Aufsichtsrat unverzüglich offenzulegen waren. Kein Vorstandsmitglied hielt mehr als drei Aufsichtsratsmandate bei nicht zum Konzern gehörenden börsennotierten Aktiengesellschaften.

Angaben zu Zielgrößen und Fristen gemäß §§ 289f Abs. 2 Nr. 4, 315d HGB

Die pferdewetten.de AG hat einen Alleinvorstand, dem zum Zeitpunkt der Festlegung der Zielgröße keine Frau angehört. Der Vorstand, Herr Pierre Hofer, hat einen Dienstvertrag bis zum 31. Dezember 2022. Weiter hat die pferdewetten.de AG nur eine weitere Ebene unter dem Vorstand. Auch diese besteht nur aus einer männlichen Person mit einem unbefristeten Arbeitsvertrag. Es ist nicht geplant und wirtschaftlich auch nicht angezeigt, den Vorstand oder die 1. Ebene zu erweitern. Die pferdewetten.de AG hat gemäß der Satzung einen vierköpfigen Aufsichtsrat, dem zum Zeitpunkt der Festlegung der Zielgröße ebenfalls keine Frau angehört. Der Aufsichtsrat ist bis zum Ablauf der Hauptversammlung, die über das Geschäftsjahr 2021 bzw. 2022 beschließt, gewählt. Da sowohl der Vorstand einen gültigen Dienstvertrag besitzt als auch der Aufsichtsrat von der Hauptversammlung gewählt ist, hat der Aufsichtsrat am 30. September 2015 beschlossen, eine Zielgröße für den Frauenanteil im Vorstand, der 1. Ebene und im Aufsichtsrat der pferdewetten.de AG von 0% festzusetzen. Diese Zielgröße soll bis zum 30. Juni 2018 gehalten werden. Die Quote für den Frauenanteil im Vorstand, der 1. Ebene und im Aufsichtsrat wurde entsprechend des Beschlusses bei 0% gehalten. Durch vorzeitige personelle Änderungen bzw. Ergänzungen im Aufsichtsrat hat dieser sich erneut mit der Frauenquote befasst. Aufgrund von spezifischen erforderlichen Branchenerfahrungen wurde die Frauenquote aber erneut auf 0 % bis zum 31. März 2022 festgesetzt.

Aktionäre und Hauptversammlung

Die Aktionäre üben ihre Rechte in der Hauptversammlung der Gesellschaft aus. Bei der Beschlussfassung entspricht jede Aktie einem Stimmrecht. Die Hauptversammlung wählt den Aufsichtsrat und stimmt über die Entlastung des Vorstands und des Aufsichtsrats ab. Ferner wählt die Hauptversammlung den vom Aufsichtsrat vorgeschlagenen Wirtschaftsprüfer. Sie entscheidet über die Verwendung des Bilanzgewinns, über Kapitalmaßnahmen, über zustimmungspflichtige Unternehmensverträge sowie über die Aufsichtsratsvergütung und Satzungsänderungen. Die ordentliche Hauptversammlung der pferdewetten.de AG findet jährlich statt; in besonderen Fällen sieht das Aktienrecht die Einberufung einer außerordentlichen Hauptversammlung vor.

Jeder Aktionär, der sich rechtzeitig anmeldet, ist zur Teilnahme an der Hauptversammlung berechtigt. Aktionäre, die nicht persönlich teilnehmen können, haben die Möglichkeit, ihr Stimmrecht durch ein Kreditinstitut, eine Aktionärsvereinigung, die von der pferdewetten.de AG eingesetzten weisungsgebundenen Stimmrechtsvertreter oder einen sonstigen Bevollmächtigten ihrer Wahl ausüben zu lassen.

Die Einladung zur Hauptversammlung sowie die für die Beschlussfassungen erforderlichen Berichte und Informationen werden den aktienrechtlichen Vorschriften entsprechend veröffentlicht und auf der Internetseite der pferdewetten.de AG zur Verfügung gestellt.

9.4 Vergütungsbericht

Der Vergütungsbericht der pferdewetten.de AG erläutert die Grundlagen der Vergütung von Vorstand und Aufsichtsrat sowie deren Struktur und Höhe. Ferner werden Angaben zum Aktienbesitz von Vorstand und Aufsichtsrat sowie zu den meldepflichtigen Wertpapiergeschäften („Directors Dealingsu) gemacht.

Vergütung des Vorstands

Das Vergütungssystem für den Vorstand sieht grundsätzlich neben einem Fixum erfolgsabhängige Komponenten vor, die sich am Unternehmenserfolg bemessen. Die Vorstandsvergütung wird vom Aufsichtsratsplenum beraten und festgelegt sowie regelmäßig überprüft.

Vergütungsstruktur

Mit Vereinbarung vom 24. April 2018 wurde die Amtszeit des Vorstandes Pierre Hofer vom 19. Juli 2018 bis zum 31. Dezember 2022 verlängert.

Ab dem 01. Januar 2018 erhält Herr Hofer rückwirkend eine jährliche erfolgsunabhängige Vergütung von € 320.000,00. Die erfolgsunabhängige Festvergütung wird monatlich als Gehalt gezahlt.

Die Höhe der erfolgsabhängigen Vergütung (Tantieme) ist von der Erreichung jährlicher, mittelfristiger und langfristiger Ziele abhängig. Diese ergeben sich aus jährlichen Steigerungsraten, die jeweils erfüllt werden müssen. Hierbei werden Ergebnissteigerungen in der Pferdewette, die Steigerung der Marktkapitalisierung der pferdewetten.de AG und die Umsatzsteigerung in der Sportwette berücksichtigt.

Die variable Vergütung wird nach Erreichen des jeweiligen Zieles und der Feststellung des erreichten Jahresergebnisses durch den Aufsichtsrat der Gesellschaft zur Zahlung an den Vorstand fällig. Sie ist auf jährlich maximal € 180.000,00 begrenzt.

Im ersten Jahr der Vertragsunterzeichnung erhält der Vorstand zusätzlich € 25.000,00, wenn 1.000 Sportwettkunden eingezahlt haben.

Für die Dauer eines einjährigen nachvertraglichen Wettbewerbsverbots erhält Herr Hofer als Entschädigung 50% der zuletzt gewährten Bezüge. Auf die Entschädigung wird angerechnet, was Herr Hofer während der Dauer des Wettbewerbsverbots durch anderweitige Verwendung seiner Arbeitskraft erwirbt, soweit die Entschädigung durch Hinzurechnung der anderweitigen Einkünfte das zuletzt bezogene monatliche Bruttogehalt übersteigen würde.

Als Abfindung erhält Herr Hofer im Falle eines vorzeitigen Ausscheidens zwei Jahresgehälter. Falls die Restlaufzeit des Vertrags weniger als zwei Jahre beträgt, ist die Abfindung zeitanteilig zu berechnen.

Sonstige Leistungen

Herr Hofer wird ein angemessener Dienstwagen zur dienstlichen und privaten Nutzung auf Kosten der Gesellschaft zur Verfügung gestellt. Herr Hofer kann anstelle eines Dienstwagens eine Mobilitätszulage (Car Allowance) in Höhe von € 1.500 (brutto) monatlich in Anspruch nehmen.

Im Rahmen der im Geschäftsjahr 2016 gewährten Aktienoptionen an die Mitarbeiter der pferdewetten.de AG und deren Tochtergesellschaften wurden dem Vorstand insgesamt 86.900 Bezugsrechte gewährt. Grundlage der Gewährung ist der Beschluss der Hauptversammlung vom 20. September 2016, demnach die Erfüllung der gewährten Aktienoptionen aus dem bedingten Kapital 2016/1 erfolgt. Die Optionen sind mit Hilfe des Black-Scholes-Modells zum Börsenkurs bei Begebung (€ 8,03) bewertet worden. Bei der Bewertung wurde die Ausübungshürde, die Sperrfrist (4 Jahre) berücksichtigt. Die Optionen können nur ausgeübt werden, wenn der Kurs der Aktie bei Ausübung mindestens 120 vom Hundert des Kurses der Aktie bei Begebung erreicht. Dabei ist ebenfalls der gewichtete Durchschnittkurs der vorangegangenen drei Monate maßgeblich.

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Anzahl
Ausstehende Optionen zum 1.1.2018 86.900,00
Gewährte Optionen in 2018 0,00
Ausgeübte Optionen in 2018 0,00
Ausstehende Optionen zum 31.12.2018 86.900,00
Ausübbare Optionen zum 31.12.2018 0,00
Gewichteter Durchschnitt der restlichen Vertragslaufzeit in Jahren: 1,7
Ausübungspreis in Euro je Aktien 8,03

Der auf den Vorstand entfallende Anteil am erfassten Gesamtaufwand für die gewährten Aktienoptionen beträgt T€ 136 (Vorjahr T€ 83).

Vergütungshöhe

Für das Geschäftsjahr 2018 hat der Vorstand die folgende Vergütung erhalten:

Vorstandsvergütung 2018

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Pierre Hofer
Gewährte Zuwendungen Alleinvorstand
--- --- --- --- ---
(alle Beträge in €) Eintritt: 15. Juli 2010
--- --- --- --- ---
2017 2018 2018 (Min) 2018 (Max)
--- --- --- --- ---
Festvergütung 180.000 320.000 320.000 320.000
Nebenleistungen 17.698 17.135 17.135 17.135
Summe 197.698 337.135 337.135 337.135
Einjährige variable Vergütung 140.000 55.000 0 205.000
Mehrjährige variable Vergütung langfristige Tantieme (bis 2018) 38.893 0 0 0
Aktienoptionen 0 0 0 0
Summe 178.893 55.000 0 205.000
Versorgungsaufwand 0 0 0 0
Gesamtvergütung 376.591 392.135 337.135 542.135

Bei der Festvergütung handelt es sich um das jeweilige Jahres-Bruttogehalt des Vorstands. Die Nebenleistungen umfassen geldwerte Vorteile aus Sachbezügen. Die Tantieme aus dem kurzfristigen Anreizsystem wird unter der einjährigen variablen Vergütung ausgewiesen. Die Tantieme aus den langfristigen Anreizprogrammen des Vorjahres (1,5% des Jahres-EBIT's bei Überschreitung der Zielwachstumsrate von 20% für den Zeitraum 2013 bis 2018) wird unter der mehrjährigen variablen Vergütung (Programm: „langfristige Tantieme") erfasst. Daneben handelt es sich bei der mehrjährigen variablen Vergütung um den beizulegenden Zeitwert der Gewährung von Aktienoptionen aus dem in 2016 abgeschlossenen Aktienoptionsprogramm. Im Geschäftsjahr 2016 wurden dem Vorstand 89.600 Aktienoptionen gewährt.

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Zufluss Pierre Hofer
Gewährte Zuwendungen Alleinvorstand
--- --- ---
(alle Beträge in EUR) Eintritt: 15. Juli 2010
--- --- ---
2017 2018
--- --- ---
Festvergütung 180.000 320.000
Nebenleistungen 17.698 17.135
Summe 197.698 337.135
Einjährige variable Vergütung 140.000 178.893
Mehrjährige variable Vergütung langfristige Tantieme (bis 2018) 0 0
Aktienoptionen 0 0
Summe 140.000 178.893
Versorgungsaufwand 0 0
Gesamtvergütung 337.698 516.028

Die auf das Geschäftsjahr 2018 entfallende Tantieme für Herrn Hofer in Höhe von T€ 55 (Vorjahr: 179 T€) wird nach Feststellung des Jahresabschlusses der pferdewetten.de AG in Höhe von T€ 30 zur Zahlung fällig. Der verbleibende Betrag in Höhe von T€ 25 wurde bereits zum Zeitpunkt der Zielerreichung fällig.

Vergütung des Aufsichtsrats

Die Aufsichtsratsvergütung wird von der Hauptversammlung beschlossen.

Vergütungsstruktur

Die Mitglieder des Aufsichtsrats erhalten eine feste, nach Ablauf des Geschäftsjahres zahlbare jährliche Vergütung. Der Vorsitzende des Aufsichtsrats erhält € 5.000,00, die übrigen Mitglieder des Aufsichtsrates erhalten jeweils € 4.000,00.
Zusätzlich erhalten die Mitglieder des Aufsichtsrats für die Teilnahme an Aufsichtsratssitzungen ein Sitzungsgeld in Höhe von je € 500,00. Für die Teilnahme an Telefonkonferenzen wird ein Sitzungsgeld in Höhe von je € 250,00 gezahlt.
Ferner erhält jedes Mitglied des Aufsichtsrats eine variable Vergütung von 0,03 %o vom Konzern-EBIT nach IFRS. Ist das EBIT negativ, entfällt die variable Vergütung.

Soweit die Aufsichtsratsvergütung der Umsatzsteuer unterfällt, wird diese von der Gesellschaft erstattet. Aufsichtsratsmitglieder, die nur während eines Teils des Geschäftsjahres dem Aufsichtsrat angehören oder eine Vorsitzendenfunktion wahrgenommen haben, erhalten eine im Verhältnis der Zeit geringere Vergütung.

Sonstige Leistungen

Die Gesellschaft erstattet den Aufsichtsratsmitgliedern Spesen und Reisekosten auf Nachweis.

Vergütungshöhe

Für das Geschäftsjahr 2018 hat der Aufsichtsrat die folgende Vergütung erhalten:

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Angaben

in EUR
fixe Vergütung und Sitzungsgeld variable Vergütung Gesamt
Markus A. Knoss 8.250 0 8.250
Sergey Lychak 7.250 0 7.250
Lars-Wilhelm Baumgarten 7.250 0 7.250
Jochen Dickinger 7.250 0 7.250
Gesamt 30.000 0 30.000

Die Mitglieder des Aufsichtsrats haben im Geschäftsjahr 2018 folgende Aktiengeschäfte getätigt oder Aktienoptionen gehalten oder erhalten.

Aktiengeschäfte 2018

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Angaben

in EUR
Bestand 1.1.2018 Aktienkauf Aktienverkauf Bestand 31.12.2018
Aufsichtrat
Sergey Lychak 70.731 0 0 70.731
Markus A. Knoss 1.666 0 0 1.666
Lars Wilhelm Baumgarten 201.818 0 0 201.818
Jochen Dickinger 230.386 0 0 230.386
Gesamt 504.601 0 0 504.601

Der Gesamtbesitz des Vorstands und des Aufsichtsrats an Aktien der pferdewetten.de AG beträgt am Bilanzstichtag damit mehr als 10% der ausgegebenen Aktien.

10 Abhängigkeitsbericht

Die pferdewetten.de AG war seit dem 18. Januar 2008 ein abhängiges Unternehmen im Sinne des § 17 Abs. 1 AktG, da sie im Mehrheitsbesitz der mybet Holding SE (ehemals JAXX SE) stand. Am 23. Juni 2016 hat die mybet Holding SE gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der pferdewetten.de AG, Kaistraße 4, 40221 Düsseldorf, Deutschland, die Schwelle von 50% am 10. Juni 2016 unterschritten hat und seitdem 0,0% beträgt. Die pferdewetten.de AG ist daher seit dem 10. Juni 2016 kein abhängiges Unternehmen im Sinne des § 17 Abs. 1 AktG, da sie nicht mehr im Mehrheitsbesitz der mybet Holding SE steht.

Somit besteht für das Geschäftsjahr 2018 kein Abhängigkeitsverhältnis mehr zur Mybet Holding SE oder zu keiner anderen Gesellschaft oder Privatperson.

11 Sonstige Angaben

a) Vorstand und Aufsichtsräten wurden ihre Leistungen von der Gesellschaft in 2018 mit Festgehältern, -beträgen und/oder zusätzlichen, soweit im Anhang angegebenen, Entgelten vergütet.

b) Das Grundkapital der pferdewetten.de AG von € 4.324.251 in der WKN A1K040 ist aufgeteilt in 4.324.251 nennwertlose auf den Inhaber lautende Stückaktien zu je € 1,00.

c) Mit Datum vom 18. Januar 2008 hat die mybet Holding SE (ehemals JAXX SE), Kiel, mitgeteilt, dass sie einen Anteil von 59,58% an der pferdewetten.de AG erworben hat. Am 15. Oktober 2008 hat die mybet Holding SE gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass sie per 20. Juni 2008 über einen Stimmrechtsanteil von 62,36% verfügt hat. Am 13. Februar 2014 wurde die Gesellschaft darüber informiert, dass die mybet Holding SE derzeit 52,17% hält. Am 23. Juni 2016 hat die mybet Holding SE gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der pferdewetten.de AG, Kaistraße 4, 40221 Düsseldorf, Deutschland, die Schwelle von 50% am 10. Juni 2016 unterschritten hat und seitdem 0,0% beträgt.

d) Die Vorschriften und Regelungen über die Ernennung und Abberufung der Mitglieder des Vorstandes und über die Änderung der Satzung ergeben sich aus dem Aktiengesetz. Die Satzung enthält keine abweichenden Regelungen.

e) Das Grundkapital wurde 2016 aufgrund der Ermächtigung zum genehmigten Kapital 2011 um € 360.386,00 gegen Bareinlage mit Wirkung zum 14. Juli 2016 und in Höhe von € 360.000,00 durch die Ausübung der Aktienoptionen (Bedingtes Kapital 2011/1) bis zum 22. Juli 2016 erhöht. Das gezeichnete Kapital der pferdewetten.de AG beträgt zum 31. Dezember 2018 € 4.324.251,00. Es ist aufgeteilt in 4.324.251 nennwertlose auf den Inhaber lautende Stückaktien zu je € 1,00.

f) Der Vorstand ist durch Beschluss der Hauptversammlung vom 20. September 2016 ermächtigt, das Grundkapital der Gesellschaft bis zum 19. September 2021 mit Zustimmung des Aufsichtsrats einmalig oder mehrmals um bis zu insgesamt € 1.980.000,00 durch Ausgabe von bis zu 1.980.000 neuen, auf den Inhaber lautenden Stückaktien mit Gewinnberechtigung ab dem Beginn des Geschäftsjahres, in dem sie ausgegeben werden, gegen Bar- oder Sacheinlage zu erhöhen (Genehmigtes Kapital 2016). Die neuen Aktien sind grundsätzlich den Aktionären zum Bezug anzubieten. Der Vorstand ist jedoch ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrates das Bezugsrecht der Aktionäre in folgenden Fällen auszuschließen,

1 für Spitzenbeträge, die sich aufgrund des Bezugsverhältnisses ergeben;

2 zum Zwecke des Erwerbs von Unternehmen, Unternehmensteilen, Beteiligungen an Unternehmen, gewerblichen Schutzrechten oder sonstigen einlagefähigen Vermögensgegenständen;

Die insgesamt aufgrund sämtlicher vorstehender Ermächtigungen unter Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre bei Kapitalerhöhungen gegen Barund/oder Sacheinlagen ausgegebenen Aktien dürfen 20% des zum Zeitpunkt der Eintragung der Ermächtigung bestehenden Grundkapitals der Gesellschaft (20 %-Grenze) nicht überschreiten.

Über den Inhalt der Aktienrechte und die weiteren Bedingungen der Aktienausgabe einschließlich des Ausgabebetrages entscheidet der Vorstand mit Zustimmung des Aufsichtsrats.

Das genehmigte Kapital 2011 wurde 2016 für die durchgeführte Barkapitalerhöhung ausgenutzt. Das danach verbleibende genehmigte Kapital 2011 in Höhe von € 1.439.614,00 ist durch Zeitablauf am 18. Juli 2017 erloschen.

g) Das Grundkapital der Gesellschaft ist um bis zu € 197.500,00 durch Ausgabe von bis zu 197.500 neuen, auf den Inhaber lautenden Stückaktien bedingt erhöht (Bedingtes Kapital 2016/1). Die bedingte Kapitalerhöhung wird nur insoweit durchgeführt, wie Inhaber der Bezugsrechte, die von der Gesellschaft aufgrund der zu Tagesordnungspunkt 9 der Hauptversammlung vom 20. September 2016 beschlossenen Ermächtigung ausgegeben werden, von ihren Rechten auf den Bezug neuer Aktien Gebrauch machen. Die neuen Aktien nehmen von Beginn des Geschäftsjahres an, in dem sie durch Ausübung von Bezugsrechten entstehen, am Gewinn teil. Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrates die weiteren Einzelheiten der bedingten Kapitalerhöhung und ihrer Durchführung festzusetzen. Der Aufsichtsrat ist ermächtigt, Ziffer 3.6 der Satzung entsprechend der jeweiligen Inanspruchnahme des bedingten Kapitals anzupassen.

Am 21. September 2016 hat der Vorstand mit Zustimmung des Aufsichtsrates die Ermächtigung der Hauptversammlung zum bedingten Kapital 2016/1 ausgeübt und den Mitarbeitern der pferdewetten.de AG und ihren Tochtergesellschaften 197.500 Aktienoptionen zum rechnerischen Nennwert von € 197.500 gewährt (Aktienoptionsprogramm 2016). Die Gewährung stand unter der aufschiebenden Bedingung der Eintragung der Satzungsänderung in das Handelsregister, die am 3. November 2016 erfolgte. Am 31. Dezember 2018 waren keine dieser Aktienoptionen wirksam. Die Aktienoptionen können nach Erfüllung der dazu vorgesehenen Voraussetzungen zur Ausgabe von bis zu 197.500 Stück Stammaktien führen, was 4,57% des Grundkapitals am 31. Dezember 2018 entspricht.

Das bedingte Kapital 2011/1 wurde in vollständiger Höhe durch die Gewährung von Aktienoptionen an Mitarbeitern der pferdewetten.de AG und deren Tochtergesellschaften im Mai 2012 (Aktienoptionsprogram 2012) sowie deren vollständigen Ausübung der gewährten Aktienoptionsrechte von 360.000 Aktien im Juli 2017 ausgenutzt.

Das Grundkapital ist um bis zu € 1.580.000,00 durch Ausgabe von bis zu 1.580.000 neuen, auf den Inhaber lautenden Stückaktien bedingt erhöht (Bedingtes Kapital 2016/11). Die bedingte Kapitalerhöhung wird nur insoweit durchgeführt, wie Inhaber bzw. Gläubiger der Wandelschuldverschreibungen, die von der Gesellschaft aufgrund der zu Tagesordnungspunkt 10 der Hauptversammlung vom 20. September 2016 beschlossenen Ermächtigung ausgegeben werden, von ihren Wandlungsrechten auf Umtausch in neue Aktien Gebrauch machen oder Wandlungspflichten erfüllen und soweit die Gesellschaft die Bezugsrechte nicht in bar oder mit eigenen Aktien erfüllt. Die neuen Aktien nehmen von Beginn des Geschäftsjahres an, in dem sie durch Ausübung von Wandlungsrechten oder Erfüllung von Wandlungspflichten entstehen, am Gewinn teil. Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrates die weiteren Einzelheiten der bedingten Kapitalerhöhung und ihrer Durchführung festzulegen. Der Aufsichtsrat ist ermächtigt, Ziffer 3.7. der Satzung entsprechend der jeweiligen Inanspruchnahme des bedingten Kapitals anzupassen.

Das bedingte Kapital 2011/11 in Höhe von € 1.440.000,00 ist durch Zeitablauf am 18. Juli 2017 erloschen.

h) Mit Beschluss der Hauptversammlung am 18. Juni 2015 wurde die Gesellschaft ermächtigt, bis zum 17. Juni 2020 eigene Aktien im Umfang bis zu 10% des zum Zeitpunkt der Beschlussfassung bestehenden Grundkapitals zu erwerben und/oder als Pfand zu nehmen. Auf die erworbenen und die in Pfand genommenen Aktien dürfen zusammen mit anderen Aktien, die sich im Besitz der Gesellschaft befinden oder ihr gemäß §§ 7a ff. AktG zuzurechnen sind, zu keinem Zeitpunkt mehr als 10% des Grundkapitals entfallen. Die Ermächtigung darf nicht zum Zwecke des Handels in eigene Aktien ausgenutzt werden. Der Vorstand wird ermächtigt mit Zustimmung des Aufsichtsrats, Aktien der Gesellschaft, die aufgrund dieser Ermächtigung erworben oder infolge der Realisierung eines Pfandrechtes übertragen wurden, zu jedem gesetzlich zulässigen Zweck zu verwenden; insbesondere zu den nachfolgenden aufgeführten Zwecken:

a) Der Vorstand wird ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats die Aktien einzuziehen, ohne dass die Einziehung oder deren Durchführung eines weiteren Hauptversammlungsbeschlusses bedarf. Sie können auch im Wege des vereinfachten Verfahrens ohne Kapitalherabsetzung durch Anpassung des anteiligen rechnerischen Betrags der übrigen Stückaktien am Grundkapital der Gesellschaft eingezogen werden. Erfolgt die Einziehung im vereinfachten Verfahren, ist der Vorstand zur Anpassung der Zahl der Stückaktien in der Satzung ermächtigt.

b) Der Vorstand wird ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats die eigenen Aktien in anderer Weise als über die Börse oder durch ein Angebot an alle Aktionäre zu veräußern, sofern die Veräußerung gegen Bareinlage und zu einem Preis erfolgt, der den Börsenpreis von Aktien der Gesellschaft gleicher Ausstattung zum Zeitpunkt der Veräußerung nicht wesentlich unterschreitet. In diesem Fall darf die Anzahl der zu veräußernden Aktien die Grenze von 10% des Grundkapitals zum Zeitpunkt der Beschlussfassung der Hauptversammlung über diese Ermächtigung oder - falls der Wert geringer ist - zum Zeitpunkt der Ausnutzung insgesamt nicht übersteigen. Das vorgenannte Ermächtigungsvolumen von 10 % des Grundkapitals verringert sich um den anteiligen Betrag am Grundkapital, der auf Aktien entfällt oder auf den sich Wandlungs- und/oder Optionsrechte bzw. -pflichten aus Schuldverschreibungen beziehen, die nach Beginn des 18. Juni 2015 unter Bezugsrechtsausschluss in unmittelbarer, entsprechender oder sinngemäßer Anwendung von § 186 Abs. 3 Satz 4 AktG ausgegeben bzw. veräußert worden sind.

c) Der Vorstand wird darüber hinaus ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats die eigenen Aktien an Dritte gegen Sacheinlage zu veräußern, insbesondere im Zusammenhang mit dem Erwerb von Unternehmen, Teilen von Unternehmen oder Unternehmensbeteiligungen sowie Zusammenschlüssen von Unternehmen und dem Erwerb von sonstigen Vermögensgegenständen (einschließlich Forderungen).

d) Der Vorstand wird zudem ermächtigt, die eigenen Aktien mit Zustimmung des Aufsichtsrats zur Bedienung von der Gesellschaft begebener Schuldverschreibungen mit Options- oder Wandlungsrechten bzw. einer Wandlungspflicht zu verwenden, sofern die Schuldverschreibungen in entsprechender Anwendung der § 186 Abs. 3 Satz 4 AktG unter Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre begeben wurden oder begeben werden.

Die Ermächtigungen können jeweils einmalig oder mehrmals, ganz oder in Teilen, einzeln oder gemeinsam ausgenutzt werden. Die Ermächtigung kann unmittelbar durch die Gesellschaft oder durch von der Gesellschaft beauftragte Dritte ausgeübt werden.

Das Bezugsrecht der Aktionäre auf diese eigenen Aktien wird insoweit ausgeschlossen, wie diese Aktien gemäß den Ermächtigungen lit. a) bis d) verwendet werden. Darüber hinaus kann der Vorstand im Falle der Veräußerung von Aktien im Rahmen eines Verkaufsangebots an die Aktionäre mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Bezugsrecht ausschließen, um Spitzenbeträge auszuschließen.

12 Zukünftige Entwicklung

Der Konzern wird sich im Wettgeschäft auch 2019 auf die Vermarktung von Wetten über Online-Vertriebskanäle fokussieren, wobei sich bietende Chancen im Shopbereich oder Übernahmen von kleineren Wettbewerbern, wie zuletzt der Kauf der Plattformen „equi8" und „lotos-wetten", ergriffen werden, sofern sich diese für den Konzern rentieren.

Die bereits in 2018 begonnene Vermarktung unserer Wettplattform auch an dritte Unternehmen aus der Pferde- und Sportwettbranche wird in 2018 weiter vorangetrieben. Um die große Nachfrage nach Produkten und Serviceleistungen der Gesellschaft im Bereich Pferdewetten befriedigen zu können, wird deshalb weiterhin vor allem in Hardware, die technische Infrastruktur und Personal investiert. So konnten in den letzten Wochen und Monaten mehrere Dienstleistungsprojekte angeschoben werden, die nach der Umsetzung und Testphase in 2018 zu weiteren Erhöhungen der Geschäftstätigkeit führen werden. Die Gesellschaft erwartet aus diesem Geschäft mittelfristig nachhaltige Umsätze im mittleren sechsstelligen Bereich pro Jahr. Die damit verbundenen zusätzlichen Mittel werden auch für den Vertrieb und Ausbau der Online-Wettangebote eingesetzt und bilden damit eine zusätzliche treibende Kraft für diese Aktivitäten.

Zeitgleich kümmert sich der Konzern um die Etablierung des neu geschaffenen Segments der Sportwetten. Hier wird der Ertrag der Pferdewetten in das Marketing investiert, sodass auch hier für die Zukunft ein zweites Standbein geschaffen werden kann.

Für eine Neuaufnahme der Aktivitäten im Bereich des Casino- und Pokergeschäftes wird die Entwicklung der gesetzlichen Vorgaben abgewartet. Die Gesellschaft bleibt damit auch für diese Märkte in Vorbereitung, um bei sich bietenden Möglichkeiten die für die Gesellschaft enormen Wachstumschancen nutzen zu können.

Zusammenfassende Aussage des Prognoseberichts:

Unter den dargestellten Annahmen geht das Management des Konzerns für das zukünftige Geschäftsjahr 2019 weiterhin von einer positiven Entwicklung aus. Aufgrund der stetigen Erweiterung von Kooperationen mit Dritten in der Pferdewette und der Erhöhung der Sportwettenerlöse erwartet der Konzern neben einer weiterhin hohen Kundenzufriedenheit ein Wachstum in 2019 von ca. 10% - 20% bzw. brutto Wett-und Gamingerträge (Hold) von € 22,0 bis € 24 Mio. Auch bei den geplanten Umsatzerlösen erwartet der Konzern eine Steigerung im niedrigen zweistelligen Prozentbereich. Geplante Investitionen im Bereich der Sportwetten und weiteren Marketingaktivitäten im Auslandsgeschäft der Pferdewetten werden auch die damit zusammenhängenden Aufwendungen in 2018 deutlich steigern. Das Ergebnis (EBIT) in der Pferdewette betrug im Geschäftsjahr 2018 € 5 Mio. Hinzu kamen direkte Investitionen in das Marketing und den Aufbau des Sportwetten-Geschäfts, die zu Aufwendungen in Höhe von € 4 Mio geführt haben. Unter Berücksichtigung der Holdplanung und der erhöhten Aufwendungen in der Sportwette erwartet der Konzern folglich ein EBIT in 2019 zwischen € 1,0 Mio. und € 2,0 Mio. Aufgrund von weiteren Investitionen in der Sportwette, wenn sich außerplanmäßige Chancen zur Marktdurchdringung ergeben, kann sich diese Prognose noch verschlechtern. Allerdings ist nach dem heutigen Stand ein negatives Ergebnis nicht geplant. Hinsichtlich der Vermögens- und Finanzlage erwarten wir keine wesentlichen Änderungen im Vergleich zu 2018. Überschüsse an frei verfügbaren finanziellen Mitteln werden vor allem in den Ausbau des Online-Wettgeschäfts, vorrangig in die Sportwetten, investiert.

Für die pferdewetten.de AG erwarten wir aufgrund ihrer Holdingfunktion und ohne Berücksichtigung des Gewinnabführungsvertrages mit der pferdewetten-service.de GmbH sowie außerplanmäßiger Effekte, die aus heutiger Sicht nicht absehbar sind, in 2019 ein negatives Ergebnis von rund € 0,6 Mio. Aus dem Gewinnabführungsvertrag mit der pferdewetten-service.de GmbH wird ausgehend von der Planung der pferdewetten-service.de GmbH ein Ertrag vor Steuern für 2019 von ca. € 2 Mio. bis € 3 Mio. erwartet.

Hinsichtlich der Vermögens- und Finanzlage erwarten wir keine wesentlichen Änderungen im Vergleich zu 2018. Überschüsse an frei verfügbaren finanziellen Mitteln werden wir vorrangig vor allem in den Ausbau des Online-Wettgeschäfts investieren.

Düsseldorf, 27. März 2019

Pierre Hofer, Vorstand

Bilanz zum 31. Dezember 2018

AKTIVA

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Vorjahr
EUR EUR TEUR
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A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 712.021,00 712
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 125.687,00 87
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 753.200,00 728
2. Sonstige Ausleihungen 425.529,63 425
1.178.729,63 1.153
2.016.437,63 1.952
B. Umlaufvermögen
I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 0,00 52
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 6.714.001,48 5.611
3. Sonstige Vermögensgegenstände 112.303,18 81
4. Wertpapiere des Umlaufvermögens 3.068.928,84 3.303
9.895.233,50 9.047
II. Guthaben bei Kreditinstituten 407.179,99 393
10.302.413,49 9.440
C. Rechnungsabgrenzungsposten 14.189,00 12
12.333.040,12 11.404
PASSIVA
Vorjahr
EUR EUR TEUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 4.324.251,00 4.324
(Bedingtes Kapital: EUR 1.777.500,00; Vorjahr: TEUR 1.778)
II. Kapitalrücklage 2.656.865,96 2.468
III. Andere Gewinnrücklagen 1.300.036,23 1.300
IV. Bilanzgewinn 3.182.541,37 2.089
11.463.694,56 10.181
B. Rückstellungen
1. Steuerrückstellungen 0,00 58
2. Sonstige Rückstellungen 321.660,39 548
321.660,39 606
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 19,69 0
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 48.007,34 42
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 498.500,00 499
4. Sonstige Verbindlichkeiten 1.158,14 76
547.685,17 617
12.333.040,12 11.404

Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2018

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Vorjahr
EUR EUR TEUR
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1. Umsatzerlöse 969.000,00 976
2. Sonstige betriebliche Erträge 122.687,71 65
1.091.687,71 1.041
3. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 750.132,14 710
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 33.171,12 24
783.303,26 734
4. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 24.367,29 14
5. Sonstige betriebliche Aufwendungen 1.027.609,06 854
6. Erträge aus Beteiligungen 0,00 237
7. Erträge aus Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 8.042,51 8
8. Erträge aus Gewinnabführungsverträgen 2.667.598,29 2.223
9. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 84.169,34 96
(davon aus verbundenen Unternehmen: EUR 1.085,42 Vorjahr TEUR 48)
10. Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens 184.605,07 33
11. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 709,99 2
12. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 131.400,67 116
13. Ergebnis nach Steuern 1.699.502,51 1.852
14. Sonstige Steuern 329,00 1
15. Jahresüberschuss 1.699.173,51 1.851
16. Gewinnvortrag 2.088.763,00 757
17. Ausschüttungen -605.395,14 -519
18. Bilanzgewinn 3.182.541,37 2.089

ANLAGENSPIEGEL zum 31. Dezember 2018

pferdewetten.de AG Düsseldorf

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Anschaffungskosten 01.01.2018 Zugänge Abgänge Anschaffungskosten 31.12.2018
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Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 755.123,45 0,00 0,00 755.123,45
Summe immaterielle Vermögensgegenstände 755.123,45 0,00 0,00 755.123,45
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 117.373,75 63.027,29 0,00 180.401,04
Summe Sachanlagen 117.373,75 63.027,29 0,00 180.401,04
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 743.499,00 25.000,00 0,00 768.499,00
2. Sonstige Ausleihungen 425.529,63 0,00 0,00 425.529,63
Summe Finanzanlagen 1.169.028,63 25.000,00 0,00 1.194.028,63
Summe Anlagevermögen 2.041.525,83 88.027,29 0,00 2.129.553,12

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kumulierte Abschreibungen 01.01.2018 Abschreibungen Geschäftsjahr Abgänge kumulierte Abschreibungen 31.12.2018
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Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 43.102,45 0,00 0,00 43.102,45
Summe immaterielle Vermögensgegenstände 43.102,45 0,00 0,00 43.102,45
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 30.346,75 24.367,29 0,00 54.714,04
Summe Sachanlagen 30.346,75 24.367,29 0,00 54.714,04
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 15.299,00 0,00 0,00 15.299,00
2. Sonstige Ausleihungen 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe Finanzanlagen 15.299,00 0,00 0,00 15.299,00
Summe Anlagevermögen 88.748,20 24.367,29 0,00 113.115,49

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Buchwert 31.12.2018 Buchwert 31.12.2017
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Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 712.021,00 712.021,00
Summe immaterielle Vermögensgegenstände 712.021,00 712.021,00
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 125.687,00 87.027,00
Summe Sachanlagen 125.687,00 87.027,00
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 753.200,00 728.200,00
2. Sonstige Ausleihungen 425.529,63 425.529,63
Summe Finanzanlagen 1.178.729,63 1.153.729,63
Summe Anlagevermögen 2.016.437,63 1.952.777,63

Anhang zum 31. Dezember 2018

pferdewetten.de AG, Düsseldorf

I. ALLGEMEINES

Die Gesellschaft gilt als große Kapitalgesellschaft gemäß § 267 Abs. 3 Satz 2 i. V. m. § 264d HGB.

Der Jahresabschluss der pferdewetten.de AG mit Sitz in Düsseldorf, eingetragen im Handelsregister Düsseldorf unter der Nummer HRB 66533, wurde gemäß §§ 242 ff. und §§ 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des Aktiengesetzes (AktG) aufgestellt.

Die auf den vorhergehenden Jahresabschluss angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurden beibehalten.

Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB gewählt.

II. BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSGRUNDSÄTZE

Es wurden die folgenden Grundsätze angewandt:

1. Anlagevermögen

Die immateriellen Vermögensgegenstände sind mit den Anschaffungskosten angesetzt. Die Domains stellen nicht abnutzbare ähnliche Rechte dar. Die restlichen immateriellen Vermögensgegenstände werden entsprechend ihrer planmäßigen Nutzungsdauer linear abgeschrieben.

Die Bilanzierung der Sachanlagen erfolgt zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige nutzungsbedingte Abschreibungen. Sie erfolgen nach der linearen Methode. Die Gegenstände der Betriebs- und Geschäftsausstattung werden über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer abgeschrieben. Die Nutzungsdauern betragen zwischen drei und dreizehn Jahren.

Bei voraussichtlich dauernden Wertminderungen werden die immateriellen Vermögensgegenstände sowie die Sachanlagen auf den niedrigeren beizulegenden Wert abgeschrieben.

Bewegliche abnutzbare Vermögensgegenstände des Anlagevermögens mit Anschaffungskosten bis zu einem Wert von 800,00 € werden im Zugangsjahr voll abgeschrieben.

Finanzanlagen sind zu Anschaffungskosten bzw. dem am Bilanzstichtag beizulegenden niedrigeren Wert angesetzt.

2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände werden mit dem Nominalwert bzw. mit dem am Bilanzstichtag beizulegenden niedrigeren Wert angesetzt. Für die im Geschäftsjahr 2018 neu erworbenen Wertpapiere des Umlaufvermögens besteht eine kurzfristige Halteabsicht. Die Bewertung erfolgt mit dem Börsenkurs am Stichtag. Sofern dieser unter den ursprünglichen Anschaffungskosten liegt, ergibt sich hieraus eine Abwertung der Anteile, die unter dem Posten Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens" in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesen wird. Ist der Wert im Vergleich zum Vorjahr gestiegen, erfolgt eine Zuschreibung maximal bis zu den ursprünglichen Anschaffungskosten.

3. Liquide Mittel

Die liquiden Mittel sind zu Nennwerten bilanziert.

4. Aktiver Rechnungsabgrenzungsposten

Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten beinhaltet Auszahlungen vor dem Abschlussstichtag, die Aufwendungen für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen.

5. Sonstige Rückstellungen

Bei der Bemessung der sonstigen Rückstellungen werden alle erkennbaren Risiken und ungewisse Verpflichtungen berücksichtigt. Die Rückstellungen werden in Höhe des Erfüllungsbetrages angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Sonstige Rückstellungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr sind mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre, der von der Deutschen Bundesbank bekannt gegeben worden ist, abgezinst worden. Die langfristigen Rückstellungen betreffen langfristige Tantiemeverpflichtungen, welche im folgenden Geschäftsjahr fällig werden und daher nicht mehr abgezinst wurden. Gehaltssteigerungen wurden nicht angesetzt.

6. Verbindlichkeiten

Verbindlichkeiten werden mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.

III. EINZELANGABEN ZUR BILANZ

1. Anlagevermögen

Die Entwicklung des Anlagevermögens ist in dem diesem Anhang als Anlage beigefügten Anlagenspiegel dargestellt.

2. Anteile an verbundenen Unternehmen

Bei dem Buchwertausweis handelt es sich um die Anteile an der pferdewetten-service.de GmbH, Düsseldorf, an der sportwetten.de GmbH, Düsseldorf, an der PLB Poker Lounge Baden GmbH i.L. (wertberichtigt in 2009), Iffezheim, an der netX International Ltd., Sliema/Malta, an der Accendere GmbH, Düsseldorf, und der pferdewetten.at GmbH, Wien/Österreich.

Die gesondert dargestellte Aufstellung des Anteilsbesitzes erfolgt in Abschnitt V.6 des Anhangs.

3. Sonstige Ausleihungen

Bei den sonstigen Ausleihungen handelt es sich um langfristige Darlehen gegenüber dem Vorstand und einem Mitarbeiter der Gesellschaft. Diese wurden zur Finanzierung der Aktien im Rahmen des ausgeübten Optionsprogrammes im Jahr 2016 gewährt. Der Zinssatz beträgt 1,89%. Die Laufzeit beträgt sechs Jahre, eine frühere Tilgung ist möglich, mit der jedoch derzeit nicht gerechnet wird. Die im Geschäftsjahr aus der Darlehensgewährung resultierenden Erträge werden vollständig unter den Erträgen aus Ausleihungen des Finanzanlagevermögens in Höhe von 8 T€ (Vorjahr 8 T€) erfasst.

4. Forderungen gegen verbundene Unternehmen

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davon mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr
31.12.2018 Vorjahr 31.12.2018 Vorjahr
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T€ T€ T€ T€
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Forderungen gegen verbundene Unternehmen 6.714 5.611 6.670 5.611
davon aus Lieferungen und Leistungen 2.384 T€ (Vorjahr 2.936 T€)
davon sonstige Forderungen 4.330 T€ (Vorjahr 2.675 T€)

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen umfassen die Forderungen gegen die Accendere GmbH in Höhe von 164 T€ (Vorjahr 235 T€), hiervon entfallen 50 T€ auf die Gewährung eines Darlehens, die Forderungen gegen die pferdewetten-service.de GmbH in Höhe von 3.462 T€ (Vorjahr 5.109 T€), gegen die sportwetten.de GmbH in Höhe von 89 T€ (Vj.: 0 T€), gegen die netX Services Ltd. in Höhe von 16 T€ (Vorjahr 8 T€) und gegen die pferdewetten.at GmbH 315 T€ (Vorjahr 258 T€), hiervon entfallen 180 T€ auf die Gewährung eines Darlehens.

Von der Gesamtforderung gegen die pferdewetten-service.de GmbH entfallen 2.668T€ (Vorjahr 2.223 T€) auf den Anspruch aus dem Ergebnisabführungsvertrag.

5. Sonstige Vermögensgegenstände

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davon mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr
31.12.2018 Vorjahr 31.12.2018 Vorjahr
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T€ T€ T€ T€
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Sonstige Vermögensgegenstände 112 81 82 54

Im Wesentlichen handelt es sich bei den sonstigen Vermögensgegenständen um Ansprüche gegen das Finanzamt 50 T€ (0 T€) sowie um Kautionszahlungen für Mieträume 30 T€ (€ 27 T€).

6. Sonstige Wertpapiere des Umlaufvermögens

Unter dem Posten werden diverse Kapitalmarktpapiere (Anteile an Investmentfonds und Rentenfonds, Zertifikate, Anleihen) erfasst.

7. Eigenkapital

a) Gezeichnetes Kapital

Das gezeichnete Kapital der pferdewetten.de AG beträgt zum 31. Dezember 2018 4.324.251,00 €. Es ist aufgeteilt in 4.324.251 nennwertlose auf den Inhaber lautende Stückaktien zu je 1,00 €.

b) Genehmigtes Kapital

Der Vorstand ist durch Beschluss der Hauptversammlung vom 20. September 2016 ermächtigt, das Grundkapital der Gesellschaft bis zum 19. September 021 mit Zustimmung des Aufsichtsrats einmalig oder mehrmals um bis zu insgesamt 1.980.000,00 € durch Ausgabe von bis zu 1.980.000 neuen, auf den Inhaber lautenden Stückaktien mit Gewinnberechtigung ab dem Beginn des Geschäftsjahres, in dem sie ausgegeben werden, gegen Bar- oder Sacheinlage zu erhöhen (Genehmigtes Kapital 2016). Die neuen Aktien sind grundsätzlich den Aktionären zum Bezug anzubieten. Der Vorstand ist jedoch ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Bezugsrecht der Aktionäre in folgenden Fällen auszuschließen:

a) für Spitzenbeträge, die sich aufgrund des Bezugsverhältnisses ergeben;
b) zum Zwecke des Erwerbs von Unternehmen, Unternehmensteilen, Beteiligungen an Unternehmen, gewerblichen Schutzrechten oder sonstigen einlagefähigen Vermögensgegenständen.

Die insgesamt aufgrund sämtlicher vorstehender Ermächtigungen unter Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre bei Kapitalerhöhungen gegen Bar- und/oder Sacheinlagen ausgegebenen Aktien dürfen 20% des zum Zeitpunkt der Eintragung der Ermächtigung bestehenden Grundkapitals der Gesellschaft (20 %-Grenze) nicht überschreiten.

Über den Inhalt der Aktienrechte und die weiteren Bedingungen der Aktienausgabe einschließlich des Ausgabebetrages entscheidet der Vorstand mit Zustimmung des Aufsichtsrats.

c) Bedingtes Kapital

Das Grundkapital der Gesellschaft ist um bis zu 197.500,00 € durch Ausgabe von bis zu 197.500 neuen, auf den Inhaber lautenden Stückaktien bedingt erhöht (Bedingtes Kapital 2016/1). Die bedingte Kapitalerhöhung wird nur insoweit durchgeführt, wie Inhaber der Bezugsrechte, die von der Gesellschaft aufgrund der zu Tagesordnungspunkt 9 der Hauptversammlung vom 20. September 2016 beschlossenen Ermächtigung ausgegeben werden, von ihren Rechten auf den Bezug neuer Aktien Gebrauch machen. Die neuen Aktien nehmen von Beginn des Geschäftsjahres an, in dem sie durch Ausübung von Bezugsrechten entstehen, am Gewinn teil. Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrates die weiteren Einzelheiten der bedingten Kapitalerhöhung und ihrer Durchführung festzusetzen. Der Aufsichtsrat ist ermächtigt, Ziffer 3.6. der Satzung entsprechend der jeweiligen Inanspruchnahme des bedingten Kapitals anzupassen.

Am 21. September 2016 hat der Vorstand mit Zustimmung des Aufsichtsrates die Ermächtigung der Hauptversammlung zum bedingten Kapital 2016/1 ausgeübt und den Mitarbeitern der pferdewetten.de AG und ihren Tochtergesellschaften 197.500 Aktienoptionen zum rechnerischen Nennwert von 197.500,00 € gewährt (Aktienoptionsprogramm 2016). Die Gewährung stand unter der aufschiebenden Bedingung der Eintragung der Satzungsänderung in das Handelsregister, die am 3. November 2016 erfolgte. Am 31. Dezember 2018 waren keine dieser Aktienoptionen wirksam. Die Aktienoptionen können nach Erfüllung der dazu vorgesehenen Voraussetzungen zur Ausgabe von bis zu 197.500 Stück Stammaktien führen, was 4,57% des Grundkapitals am 31. Dezember 2018 entspricht.

Das Grundkapital ist um bis zu 1.580.000,00 € durch Ausgabe von bis zu 1.580.000 neuen, auf den Inhaber lautenden Stückaktien bedingt erhöht (Bedingtes Kapital 2016/11). Die bedingte Kapitalerhöhung wird nur insoweit durchgeführt, wie Inhaber bzw. Gläubiger der Wandelschuldverschreibungen, die von der Gesellschaft aufgrund der zu Tagesordnungspunkt 10 der Hauptversammlung vom 20. September 2016 beschlossenen Ermächtigung ausgegeben werden, von ihren Wandlungsrechten auf Umtausch in neue Aktien Gebrauch machen oder Wandlungspflichten erfüllen und soweit die Gesellschaft die Bezugsrechte nicht in bar oder mit eigenen Aktien erfüllt. Die neuen Aktien nehmen von Beginn des Geschäftsjahres an, in dem sie durch Ausübung von Wandlungsrechten oder Erfüllung von Wandlungspflichten entstehen, am Gewinn teil. Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrates die weiteren Einzelheiten der bedingten Kapitalerhöhung und ihrer Durchführung festzulegen. Der Aufsichtsrat ist ermächtigt, Ziffer 3.7. der Satzung entsprechend der jeweiligen Inanspruchnahme des bedingten Kapitals anzupassen.

d) Kapitalrücklage

Im Berichtsjahr ergaben sich folgende Entwicklungen:

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Kapitalrücklage zum 1. Januar 2018 2.467.965,96 €
Zuführung Aktienoptionsprogramm 2016 188.900,00 €
Kapitalrücklage zum 31. Dezember 2018 2.656.865,96 €

In Höhe von 189 T€ resultiert die Erhöhung im Geschäftsjahr 2018 aus der Gewährung von neuen Aktienoptionen an die Mitarbeiter der pferdewetten.de AG und ihren Tochtergesellschaften auf Basis des Beschlusses der Hauptversammlung vom 20. September 2016 (Aktienoptionsprogramm 2016).

Die Gewährung der Aktienoptionen wird nach Erfüllung der Ausübungsvoraussetzungen aus dem bedingten Kapital (so. „Equity-settled-based transaction") erfüllt. Die Bezugsrechte wurden als Entgelt für Arbeitsleistungen zukünftiger Perioden gewährt. Insoweit erfolgt die Erfassung des beizulegenden Zeitwertes der insgesamt gewährten Bezugsrechte zeitanteilig über die Sperrfrist von vier Jahren. Da die gewährten Optionen zum Erwerb von Stammaktien an der pferdewetten.de AG berechtigen und nicht in bar beglichen werden, wurde die Kapitalrücklage erhöht (vgl. analoge Anwendung des E-DRS 11. Tz. 7).

e) Entwicklung des Bilanzgewinns zum 31. Dezember 2018

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Bilanzgewinn zum 1. Januar 2017 756.046,19 €
Jahresüberschuss 2017 1.851.626,96 €
Dividendenausschüttung ./. 518.910,12 €
Bilanzgewinn zum 31. Dezember 2017 2.088.763,00 €
Jahresüberschuss 2018 1.699.173,51 €
Dividendenausschüttung ./. 605.395,14 €
Bilanzgewinn zum 31. Dezember 2018 3.182.541,37 €

Der Vorstand schlägt gemäß § 170 Abs. 2 AktG der Hauptversammlung vor, dass aus dem Bilanzgewinn zum 31. Dezember 2018 eine Dividende in Höhe von 0,16 € je Aktie gezahlt wird und der verbleibende Bilanzgewinn auf neue Rechnung vorgetragen wird.

8. Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen betreffen im Wesentlichen Abschluss- und Prüfungskosten in Höhe von 99 T€ (Vorjahr 91 T€), Tantieme- und Bonusverpflichtungen in Höhe von 67 T€ (Vorjahr 330 T€), Rückstellungen für Rechtsstreitigkeiten 100 T€ (Vorjahr 80 T€), Aufsichtsratsvergütungen 30 T€ (Vorjahr 34 T€) sowie Rückstellungen für bis zum Bilanzstichtag noch nicht vorliegende Rechnungen in Höhe von 16 T€ (Vorjahr 6 T€).

9. Verbindlichkeiten

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davon mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr
31.12.2018 Vorjahr 31.12.2018 Vorjahr
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T€ T€ T€ T€
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Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 48 42 48 42
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 499 499 499 499
davon aus Lieferungen und Leistungen 200 T€ (Vorjahr 200 T€)
davon sonstige Verbindlichkeiten 299 T€ (Vorjahr 299 T€)
Sonstige Verbindlichkeiten 1 76 1 76
davon aus Steuern 0 T€ (Vorjahr 54 T€)
548 617 548 617

Bei den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen handelt es sich um Verbindlichkeiten gegenüber der netX International Ltd., Sliema/Malta, in Höhe von 499 T€ (Vorjahr 499 T€).

Die sonstigen Verbindlichkeiten enthalten Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit in Höhe von 1 T€ (Vorjahr 1 T€).

IV. EINZELANGABEN ZUR GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren erstellt.

1. Umsatzerlöse

Bei den ausgewiesenen Umsatzerlösen handelt es sich um erbrachte Managementleistungen gegenüber verbundenen Unternehmen 969 T€ (Vorjahr 976 T€).

2. Sonstige betriebliche Erträge

Bei den sonstigen betrieblichen Erträgen handelt es sich im Wesentlichen um verrechnete Sachbezüge von 41 T€ (Vorjahr 27 T€), Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen von 67 T€ (Vorjahr 11 T€), Erträge aus dem Abgang von Wertpapieren des Anlage- und Umlaufvermögens von 6 T€ (Vorjahr 17 T€), sowie periodenfremde Erträge von 8 T€ (Vorjahr 6 T€).

3. Personalaufwand

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2018 Vorjahr
T€ T€
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Gehälter 750 710
Sozialabgaben 33 24
783 734

4. Verschiedene betriebliche Kosten

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten im Wesentlichen Aufwendungen für Rechts- und Beratungskosten von 95 T€ (Vorjahr 158 T€), Abschlusserstellung von 43 T€ (Vorjahr 40 T€), Kosten für die Abschlussprüfung von 100 T€ (Vorjahr 79 T€), Buchführungskosten von 51 T€ (Vorjahr 38 T€), Raumkosten von 196 T€ (Vorjahr 99 T€), Werbe- und Reisekosten von 94 T€ (Vorjahr 99 T€), Fahrzeugkosten von 50 T€ (Vorjahr 43 T€), Versicherungen, Beiträge und Gebühren von 15 T€ (Vorjahr 9 T€), sonstige steuerlich nicht abziehbare Aufwendungen von 100 T€ (Vorjahr 0 T€) sowie periodenfremde Aufwendungen von 17 T€ (Vorjahr 29 T€). Die periodenfremden Aufwendungen beinhalten Aufwendungen für die Abschlusserstellung 4 T€ (Vorjahr 1 T€) und Aufwendungen für die Abschlussprüfung in Höhe von 3 T€ (Vorjahr 8 T€) sowie Kosten für Rechtsberatung und Reisekosten.

Ferner enthalten die sonstigen betrieblichen Aufwendungen Verluste aus dem Abgang von Wertpapieren des Umlaufvermögens von 12 T€ (Vorjahr 4 T€).

Als Honorar für die Abschlussprüfung wurde im Geschäftsjahr 2018 ein Aufwand von insgesamt 103 T€ (Vorjahr 88 T€) erfasst. In Höhe von 3 T€ entfiel dieser Aufwand auf die Abschlussprüfung des Jahres 2017.

Durch die Deloitte GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft wurden keine weiteren Bestätigungsleistungen, Steuerberatungsleistungen oder sonstige Leistungen erbracht.

5. Erträge aus Ergebnisabführungsverträgen

Im Geschäftsjahr 2015 wurde zwischen dem Tochterunternehmen pferdewetten-service.de GmbH und der pferdewetten.de AG ein Ergebnisabführungsvertrag geschlossen. Das Tochterunternehmen verpflichtet sich, während der Vertragsdauer von mindestens fünf Jahren seinen Gewinn abzuführen. Die AG ist währenddessen zur Übernahme der Verluste der Tochtergesellschaft verpflichtet. Dem Vertrag wurde in der Hauptversammlung zugestimmt und er wurde im Handelsregister in 2015 eingetragen. Er gilt mit Wirkung ab 1. Januar 2015.

6. Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens

Aus der Bewertung der Wertpapiere des Umlaufvermögens zum niedrigeren Börsenkurs am Bilanzstichtag resultierte eine Abwertung von 185 T€ (Vorjahr 33 T€).

7. Finanzergebnis

Den Zinserträgen und Erträgen aus Wertpapieren des Umlaufvermögens in Höhe von 84 T€ (Vorjahr 95 T€) stehen Zinsaufwendungen in Höhe von 1 T€ (Vorjahr 3 T€) gegenüber. Die Erträge aus den sonstigen Ausleihungen betragen 8 T€ (Vorjahr 8 T€).

V. SONSTIGE ANGABEN

1. Sonstige Verpflichtungen

Mit Datum vom 16. Oktober 2007 hat die pferdewetten.de AG eine Patronatserklärung zugunsten der netX International Ltd. und deren Tochtergesellschaften netX Betting Ltd., netX Services Ltd. und netX Casino Ltd., alle mit Firmensitz auf Malta, abgegeben.

Mit einer Inanspruchnahme der pferdewetten.de AG wird aufgrund der aktuellen Unternehmensplanungen der Tochtergesellschaften bzw. aufgrund von deren Liquidation nicht gerechnet.

Mit Datum vom 28. Januar 2011 hat die pferdewetten.de AG Rangrücktrittserklärungen zugunsten der PLB Poker Lounge Baden GmbH i.L. (95 T€) und der Accendere GmbH (117 T€) abgegeben. Die mögliche Belastung aus diesen Rangrücktrittserklärungen wurde bereits in Vorjahren durch entsprechende Wertberichtigungen der Forderungen gegen diese verbundenen Unternehmen bilanziell berücksichtigt. Grundlage waren Planungen der einzelnen Gesellschaften.

Es bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen für das Jahr 2019 in Höhe von 302 T€ aus Miet-, Leasing- und Dienstleistungsverträgen. Für den Zeitraum von 2020 bis 2023 bestehen langfristige sonstigen finanziellen Verpflichtungen in Höhe von 220 T€.

2. Latente Steuern

Unter Berücksichtigung von unterschiedlichen Wertansätzen in der Steuer- und Handelsbilanz bei Tochtergesellschaften, mit denen die pferdewetten.de AG ein ertragsteuerliches Organschaftsverhältnis hat, bestehen neben temporären Bewertungsunterschieden im Bereich des Anlagevermögens, Umlaufvermögens und der sonstigen Rückstellungen auch steuerliche Verlustvorträge. Auf diese Differenzen wurden keine aktiven latenten Steuern in Ausübung des Wahlrechts gemäß § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB erfasst. Es bestehen mithin keine temporären Bewertungsunterschiede, auf die passive latente Steuern angesetzt werden müssten. Der Steuersatz beträgt 31%.

3. Anzahl Arbeitnehmer

Die durchschnittliche Beschäftigtenzahl des Geschäftsjahres setzt sich wie folgt zusammen:

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2018 Vorjahr
Vorstand 1 1
Angestellte 2 2
Insgesamt 3 3

Vorstand

Dem Vorstand gehörten während des Geschäftsjahres an:

Pierre Hofer, Kaufmann, Köln

Der Vorstand erhielt für seine Tätigkeit im Geschäftsjahr 2018 (Vorjahreswerte in Klammern) folgende Bezüge:

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Feste Vergütung Erfolgsbezogene Vergütung Komponenten mit langfristiger Anreizwirkung Geldwerte Vorteile aus Sachbezügen bzw. Car Allowance Gesamt
Gehalt Tantieme Aktienoptionen Stück Zeitwert Sachbezug
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--- --- --- --- --- --- ---
Pierre Hofer 320.000,00 55.000,00 0 0,00 17.135,49 392.135,49
(180.000) (178.893) (0) (0) (17.698) (376.591)

Die auf das Geschäftsjahr 2018 entfallende Tantieme für den Vorstand Herrn Hofer in Höhe von 55 T€ (Vorjahr 179 T€) wird nach Feststellung des Jahresabschlusses in Höhe von 30 T€ (Vorjahr 140 €) zur Zahlung fällig. Der verbleibende Betrag wurde bereits als Bestandteil des neuen Vorstandsvertrages ausbezahlt.

Im Rahmen der am 17. Mai 2012 gewährten Aktienoptionen an die Mitarbeiter der pferdewetten.de AG und deren Tochtergesellschaften (Aktienoptionsprogramm 2012) wurden dem Vorstand insgesamt 165.000 Bezugsrechte gewährt, welche im Juli 2016 in voller Höhe ausgeübt wurden. Am 21. September 2016 wurden 86.900 neue Bezugsrechte (Aktienoptionsprogramm 2016) gewährt. Diese gewährten Bezugsrechte bleiben für jedes volle Jahr der Sperrfrist, das im Zeitpunkt der Beendigung des Dienstverhältnisses verstrichen ist, jeweils zu 25% der Optionen bestehen, sofern der Vorstand das Dienstverhältnis während der Sperrfirst kündigt oder es auf Betreiben des Vorstands zur Aufhebung des Dienstverhältnisses kommt. Sie verfallen nicht, wenn es zur Kündigung oder Aufhebung des Dienstverhältnisses durch den Vorstand aufgrund eines Kontrollwechsels kommt.

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Anzahl
Ausstehende Optionen zum 1.1.2018 86.900
Gewährte Optionen in 2018 0
Ausgeübte Optionen in 2018 0
Ausstehende Optionen zum 31.12.2018 86.900
Ausübbare Optionen zum 31.12.2018 0

Aktienoptionsprogramm 2016

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Gewichteter Durchschnitt der restlichen
Vertragslaufzeit in Jahren: 2,7
Ausübungspreis in Euro je Aktie 8,03

Der auf den Vorstand entfallende Anteil am erfassten Gesamtaufwand für die gewährten Aktienoptionen aus dem Aktienoptionsprogramm 2016 beträgt 83 T€ (Vorjahr 83 T€).

Details zu den Vergütungen gemäß § 285 Nr. 9 Buchstabe a Sätze 5 bis 8 HGB sind im zusammengefassten Lagebericht angegeben.

Dem Vorstand wurde im Jahr 2016 ein langfristiges Darlehen in Höhe von insgesamt 252.532,22 € zur Finanzierung des Gesamtausübungspreises der gewährten Bezugsrechte (165.000 Stück) im Rahmen des Aktienoptionsprogramms 2012 und der auf den geldwerten Vorteil voraussichtlich anfallenden Steuern gewährt. Das Darlehen ist am 30. Juni und 10. September 2016 zur Auszahlung gelangt. Es hat eine Laufzeit von 6 Jahren und wird mit 1,89% p.a. verzinst. Wird das Dienstverhältnis mit der Gesellschaft beendet und kein Dienst- oder Arbeitsverhältnis mit der Gesellschaft oder einem mit dieser im Sinne des § 15 AktG verbundenen Unternehmen fortgesetzt, ist das Darlehen zum Zeitpunkt der Beendigung nebst Zinsen fällig. Bei Verkauf der finanzierten Aktien sind die daraus resultierenden Verkaufserlöse binnen 14 Tagen in Höhe des Anteils der verkauften Aktien an der Gesamtzahl der finanzierten Aktien als Sondertilgung auf das gewährte Darlehen zu leisten. Darüber hinaus ist der Darlehensgeber berechtigt, das Darlehen jederzeit teilweise oder vollständig zurückzuzahlen. Eine Vorfälligkeitsentschädigung fällt nicht an. Der Anspruch ist durch ein Pfandrecht in Höhe von 63.133 Stück der finanzierten Aktien gesichert. Bei Verkauf der finanzierten Aktien sind zunächst die nicht verpfändeten Aktien zu verkaufen. Im Falle der Insolvenz der Darlehensnehmerin tritt die pferdewetten.de AG mit ihren Ansprüchen auf Rückzahlung des Darlehens hinter die Ansprüche aller sonstigen Gläubiger des Darlehensnehmers. Das Pfandrecht gilt nicht im Falle der Insolvenz des Darlehensnehmers.

Der Vertrag mit Herrn Hofer hat eine Laufzeit bis zum 31. Dezember 2022.

5. Aufsichtsrat

Mitglieder des Aufsichtsrats im Geschäftsjahr waren:

Markus A. Knoss (seit 22. August 2014), Betriebswirt, Ludwigsburg

Manager Corporate Trading & Corporate Sales der Bank M - Repräsentanz der biw Bank für Investments und Wertpapiere AG, Frankfurt am Main

-Vorsitzender-

Sergey Lychak (seit 18. Juni 2013), CFA, CIIA, MMgt, Eidg. dipl. Finanzanalytiker und Vermögensverwalter, Zürich/Schweiz

-Stellvertreter-

Lars-Wilhelm Baumgarten (seit 20. September 2016), Diplom-Jurist, Bad Harzburg

Geschäftsführer der baumgarten sports & more GmbH, Göttingen, und der arena11 sports group GmbH, München

Jochen Dickinger (seit 3. November 2016), Ingenieur, Gramastetten/Österreich

Für das Geschäftsjahr 2018 wurde für die Mitglieder des Aufsichtsrats eine Vergütung in Höhe von insgesamt 30 T€ (Vorjahr 28 T€) erfasst. Die Vergütung legt die Hauptversammlung fest.

Die Mitglieder des Aufsichtsrats haben darüber hinaus folgende Mandate in anderen Aufsichtsräten bzw. vergleichbaren Kontrollgremien im Sinne des § 125 Abs. 1 Satz 5 AktG:

Markus A. Knoss:

● Mitglied des Aufsichtsrates der mybet Holding SE, Kiel (bis zum 13. Dezember 2017)

Sergey Lychak:

● Mitglied des Verwaltungsrates der SIGNIA FINANCIAL MANAGEMENT AG, Zürich/Schweiz

Jochen Dickinger:

● Mitglied des Aufsichtsrates der Athos AG, Linz/Österreich

6. Konzernabschluss

Die Gesellschaft ist Mutterunternehmen für die nachfolgend aufgeführten Tochterunternehmen i. S. d. § 290 HGB, die damit auch verbundene Unternehmen i. S. d. § 271 Abs. 2 HGB sind:

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Anteile in % Eigenkapital zum 31.12.2018 Jahresergebnis 2018
pferdewetten-service.de GmbH, Düsseldorf 100 25 0
Accendere GmbH, Düsseldorf 100 -132 40
sportwettende GmbH, Düsseldorf 100 -4.272 -4.297
netX International Ltd., Malta 1 100 817 -3
netX Services Ltd., Malta 2 100 922 847
netX Betting Ltd., Malta 3 100 3.062 2.506
netX Casino Ltd. i.L., Malta 3 100 -1 0
PLB Poker Lounge Baden GmbH i.L., Iffezheim 4 51 0 0
pferdewetten,at GmbH, Österreich 100 -116 -121

1 99,92% direkt und 0,08% über die pferdewetten-service.de GmbH, Düsseldorf

2 99,98% indirekt über die netX International Ltd. Malta, und 0,02% über die pferdewetten-service.de GmbH

3 99,99% indirekt über die netX International Ltd. Malta, und 0,01% über die pferdewetten-service.de GmbH

4 Bilanz zum 31.12.2011; Löschung noch nicht erfolgt

Die Gesellschaft stellt einen Konzernabschluss nach International Financial Reporting Standards (IFRS) auf. Sie ist das Mutterunternehmen, das den Konzernabschluss für den größten und den kleinsten Kreis von Unternehmen aufstellt. Der Konzernabschluss wird im elektronischen Bundesanzeiger veröffentlicht.

7. Angaben gemäß § 160 Abs. 1 Nr. 2 AktG

Im Zusammenhang mit der Gewährung von zwei Darlehen an den Vorstand und den Prokuristen der pferdewetten.de AG wurden an insgesamt 106.382 Aktien, die diese Mitarbeiter an der pferdewetten.de AG halten, der pferdewetten.de AG ein Pfandrecht eingeräumt. Ausgehend von 4.324.251 nennwertlosen auf den Inhaber lautenden Stückaktien zu je 1,00 € beträgt der Anteil der in Pfand genommenen Aktien am Grundkapital 2,46 %. Auf die in Pfand genommenen Aktien entfällt ein Grundkapital von 106.382,00 €.

8. Angaben gemäß § 160 Abs. 1 Nr. 8 AktG/Mitteilungen nach § 21 Abs. 1 WpHG (seit 3. Januar 2018 § 39 Abs. 1 WpHG)

Herr Lars-Wilhelm Baumgarten hat der Gesellschaft gemäß § 22 Abs. 1 WpHG am 15. Juni 2016 mitgeteilt, dass sein Stimmrechtsanteil an der pferdewetten.de AG, Düsseldorf/Deutschland, am 10. Juni 2016 die Schwelle von 5% der Stimmrechte überschritten hat und an diesem Tag 5,60% (das entspricht 201.818 Stimmrechten vor erfolgter Kapitalerhöhung am 14. Juli 2016) betragen hat. 5,6% der Stimmrechte sind Herrn Baumgarten gem. § 22 Abs. 1 WpHG über die Hochkönig Investment GmbH zuzurechnen.

Die iVestos AG hat der Gesellschaft gemäß § 22 Abs. 1 WpHG am 16. Juni 2016 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der pferdewetten.de AG, Düsseldorf/Deutschland, am 15. Juni 2016 die Schwelle von 5% der Stimmrechte überschritten hat und an diesem Tag 8,53% (das entspricht 307.416 Stimmrechten vor erfolgter Kapitalerhöhung am 14. Juli 2016) betragen hat. 8,53% der Stimmrechte sind der iVestos AG gem. § 22 Abs. 1 WpHG über die dicons AG zuzurechnen.

Die IFM Independent Fund Management AG, Vaduz/Liechtenstein, hat der Gesellschaft gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 20. Juni 2016 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der pferdewetten.de AG, Düsseldorf/Deutschland, am 10. Juni 2016 die Schwelle von 5% der Stimmrechte überschritten hat und an diesem Tag 8,32% (das entspricht 300.000 Stimmrechten vor erfolgter Kapitalerhöhung am 14. Juli 2016) betragen hat.

Die Axxion S.A., Grevenmacher/Luxemburg, hat der Gesellschaft gemäß § 38 Abs. 1 WpHG am 2. Juli 2018 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil gem. § 33 WpHG an der pferdewetten.de AG, Düsseldorf/Deutschland, am 29. Juni 2018 die Schwelle von 3% der Stimmrechte überschritten hat und an diesem Tag 3,04% (das entspricht 131.470 Stimmrechten) betragen hat.

Herr Jochen Dickinger hat der Gesellschaft gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 14. Juli 2016 mitgeteilt, dass sein Stimmrechtsanteil an der pferdewetten.de AG, Düsseldorf/Deutschland, am 14. Juli 2016 die Schwelle von 3% der Stimmrechte überschritten hat und an diesem Tag 5,8116% (das entspricht 230.386 Stimmrechten nach erfolgter Kapitalerhöhung am 14. Juli 2016, jedoch vor Ausübung der Aktienoptionen im Juli 2016) betragen hat.

Herr Pierre Hofer hat der Gesellschaft gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 27. Juli 2016 mitgeteilt, dass sein Stimmrechtsanteil an der pferdewetten.de AG, Düsseldorf/Deutschland, am 22. Juli 2016 die Schwelle von 3% der Stimmrechte überschritten hat und an diesem Tag 4,31% (das entspricht 186.333 Stimmrechten nach erfolgter Kapitalerhöhung am 14. Juli 2016 und nach Ausübung der Aktienoptionen im Juli 2016) betragen hat.

Herr Sebastian Weiss hat der Gesellschaft gemäß § 22 WpHG am 8. August 2017 mitgeteilt, dass sein Stimmrechtsanteil an der pferdewetten.de AG, Düsseldorf/Deutschland, am 31. Juli 2017 die Schwelle von 10% der Stimmrechte unterschritten hat und an diesem Tag gemäß § 22 WpHG 7,02% (das entspricht 303.500 Stimmrechten) betragen hat. Herrn Weiss werden Stimmrechtsanteile durch die weiss media GmbH zugerechnet.

Herr Patrick Byrne hat der Gesellschaft gemäß § 21 und § 22 WpHG am 8. August 2017 mitgeteilt, dass sein Stimmrechtsanteil an der pferdewetten.de AG, Düsseldorf/Deutschland, am 31. Juli 2017 die Schwelle von 10% der Stimmrechte unterschritten hat und an diesem Tag gemäß § 21 WpHG 0,011% (das entspricht 429 Stimmrechten) und gem. § 22 WpHG 3,36% (das entspricht 145.123 Stimmrechten) betragen hat. Herrn Byrne werden Stimmrechtsanteile durch die Byrton GmbH zugerechnet.

Herr Guido Schmitt hat der Gesellschaft gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 3. August 2016 mitgeteilt, dass sein Stimmrechtsanteil an der pferdewetten.de AG, Düsseldorf/Deutschland, am 2. August 2016 die Schwelle von 5% der Stimmrechte überschritten hat und an diesem Tag 5,52% (das entspricht 238.884 Stimmrechten nach erfolgter Kapitalerhöhung am 14. Juli 2016 und nach Ausübung der Aktienoptionen im Juli 2016) betragen hat.

Das Direktorium für Vollblutzucht und Rennen e.V., Köln, hat der Gesellschaft gemäß § 38 Abs. 1 WpHG am 3. August 2018 mitgeteilt, dass der Stimmrechtsanteil der DVR Wettbetriebs GmbH an der pferdewetten.de AG, Düsseldorf/Deutschland gemäß § 33 WpHG, am 1. August 2018 die Schwelle von 3% der Stimmrechte überschritten hat und an diesem Tag 3,65% (das entspricht 157.782 Stimmrechten) betragen hat.

Die Axxion S.A., Grevenmacher/Luxemburg, hat der Gesellschaft gemäß § 38 Abs. 1 WpHG am 3. August 2018 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil gemäß § 33 WpHG an der pferdewetten.de AG, Düsseldorf/Deutschland, am 1. August 2018 die Schwelle von 3% der Stimmrechte unterschritten hat und an diesem Tag 2,24% (das entspricht 96.967 Stimmrechten) betragen hat.

Das Direktorium für Vollblutzucht und Rennen e.V., Köln, hat der Gesellschaft gemäß § 38 Abs. 1 WpHG am 14. August 2018 mitgeteilt, dass der Stimmrechtsanteil der DVR Wettbetriebs GmbH an der pferdewetten.de AG, Düsseldorf/Deutschland gemäß § 34 WpHG, am 10. August 2018 die Schwelle von 5% der Stimmrechte überschritten hat und an diesem Tag 5,13% (das entspricht 221.882 Stimmrechten) betragen hat.

9. Entsprechenserklärung nach § 161 AktG

Eine nach § 161 AktG geforderte Entsprechenserklärung zum deutschen Corporate Governance Codex wurde von Vorstand und Aufsichtsrat abgegeben und auf der Homepage der pferdewetten.de AG (www.pferdewetten.ag) öffentlich zugänglich gemacht.

10. Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Nach dem Bilanzstichtag sind keine berichtspflichtigen Vorgänge eingetreten.

Düsseldorf, den 27. März 2019

Pierre Hofer, Vorstand

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die pferdewetten.de AG, Düsseldorf

VERMERK ÜBER DIE PRÜFUNG DES JAHRESABSCHLUSSES UND DES LAGEBERICHTS

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der pferdewetten.de AG, Düsseldorf, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2018 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2018 bis zum 31. Dezember 2018 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den mit dem Konzernlagebericht zusammengefassten Lagebericht der pferdewetten.de AG, Düsseldorf, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2018 bis zum 31. Dezember 2018 geprüft. Die mit der Konzernerklärung zur Unternehmensführung nach § 315d HGB zusammengefasste Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f HGB, auf die im Lagebericht verwiesen wird, haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2018 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2018 und
vermittelt der beigefügte zusammengefasste Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser zusammengefasste Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Unser Prüfungsurteil zum zusammengefassten Lagebericht erstreckt sich nicht auf den Inhalt der oben genannten Erklärung zur Unternehmensführung.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-Abschlussprüferverordnung (Nr. 537/2014; im Folgenden „EU-APrVO") unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt „Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den europarechtlichen sowie den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Darüber hinaus erklären wir gemäß Artikel 10 Abs. 2 Buchst. f) EU-APrVO, dass wir keine verbotenen Nichtprüfungsleistungen nach Artikel 5 Abs. 1 EU-APrVO erbracht haben. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Besonders wichtige Prüfungssachverhalte in der Prüfung des Jahresabschlusses

Besonders wichtige Prüfungssachverhalte sind solche Sachverhalte, die nach unserem pflichtgemäßen Ermessen am bedeutsamsten in unserer Prüfung des Jahresabschlusses für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2018 waren. Diese Sachverhalte wurden im Zusammenhang mit unserer Prüfung des Jahresabschlusses als Ganzem und bei der Bildung unseres Prüfungsurteils hierzu berücksichtigt; wir geben kein gesondertes Prüfungsurteil zu diesen Sachverhalten ab.

Nachfolgend stellen wir die aus unserer Sicht besonders wichtigen Prüfungssachverhalte dar:

1. Werthaltigkeit des Gesamtinvestments in die pferdewetten-service.de GmbH
2. Werthaltigkeit des Gesamtinvestments in die sportwetten.de GmbH

Unsere Darstellung dieser besonders wichtigen Prüfungssachverhalte haben wir wie folgt strukturiert:

a) Sachverhaltsbeschreibung (einschließlich Verweis auf zugehörige Angaben im Jahresabschluss
b) Prüferisches Vorgehen
c) Wichtige Erkenntnisse

1. Werthaltigkeit des Gesamtinvestments in die pferdewetten-service.de GmbH

a) Zum 31. Dezember 2018 beträgt das Gesamtinvestment in die pferdewetten-service.de GmbH, Düsseldorf, insgesamt EUR 6,8 Mio., das sind ca. 55,0 % der Bilanzsumme, bestehend aus Anteilen (EUR 0,7 Mio.) und Forderungen (EUR 6,1 Mio.). Die Bewertung des gesamten Investments erfolgt mittels eines Bewertungsmodells nach dem Discounted Cashflow-Verfahren. Das Ergebnis dieser Bewertung ist in hohem Maße von der Prognose der künftigen Zahlungsmittelzuflüsse durch die gesetzlichen Vertreter sowie von dem verwendeten Diskontierungssatz abhängig und daher mit erheblichen Unsicherheiten behaftet. Hierbei sind insbesondere die für die Ermittlung der Zahlungsmittelzuflüsse relevanten Annahmen und Prämissen zur Entwicklung des Wettgeschäftes und des Wettverhaltens der Kunden von besonderer Bedeutung. Vor diesem Hintergrund war dieser Sachverhalt aus unserer Sicht im Rahmen unserer Prüfung von besonderer Bedeutung.

Die Angaben zur Bewertung der Anteile und Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind im Jahresabschluss in den Abschnitten II.1. und 11.2. („Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze") des Anhangs enthalten.
b) Von der Angemessenheit der in die Berechnung des Unternehmenswerts der pferdewetten-service.de GmbH eingeflossenen künftigen Zahlungsmittelzuflüsse haben wir uns unter anderem durch deren Abgleich mit der aktuellen Unternehmensplanung der gesetzlichen Vertreter der pferdewetten-service.de GmbH überzeugt. Ergänzend haben wir uns ein Bild von der Planungstreue durch Abstimmung von früheren Planungen mit deren tatsächlichen Eintritt gemacht.

Die bei der Bestimmung des verwendeten Diskontierungssatzes herangezogenen Parameter einschließlich der durchschnittlichen Kapitalkosten („Weighted Average Cost of Capital", WACC) haben wir anhand einer eigenen Abstimmung mit allgemeinen und branchenspezifischen Markterwartungen beurteilt. Das Berechnungsschema haben wir nachvollzogen und seine Eignung gewürdigt. Aufgrund der materiellen Bedeutung des Gesamtinvestments in die pferdewetten-service.de GmbH sowie aufgrund der Tatsache, dass die Bewertung derselben auch von rechtlichen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen abhängt, die außerhalb der Einflussmöglichkeiten der Gesellschaft liegen, haben wir ergänzend die Belastbarkeit der Bewertungsannahmen anhand von eigenen Sensitivitätsanalysen beurteilt.
c) Das Gesamtinvestment von EUR 6,8 Mio. wird ohne Berücksichtigung der ewigen Rente durch die diskontierten zukünftigen Zahlungszuflüsse in den kommenden fünf Jahren unterlegt.

2. Werthaltigkeit des Gesamtinvestments in die sportwetten.de GmbH

a) Zum 31. Dezember 2018 beträgt das Gesamtinvestment in die sportwetten.de GmbH, Düsseldorf, insgesamt TEUR 114, das sind ca. 0,9 % der Bilanzsumme, bestehend aus Anteilen (TEUR 25) und Forderungen (TEUR 89). Die sportwetten.de GmbH wurde in 2018 neu gegründet und hat ihre Geschäftstätigkeit in 2018 aufgenommen. Hierdurch sind in der sportwetten.de GmbH Anlaufverluste angefallen, deren Finanzierung im Wesentlichen durch von der Tochtergesellschaft pferdewetten-service.de GmbH ausgereichte Darlehen an deren Schwestergesellschaft erfolgte. Die Bewertung des gesamten Investments erfolgt mittels eines Bewertungsmodells nach dem Discounted Cashflow-Verfahren. Das Ergebnis dieser Bewertung ist - auch vor dem Hintergrund des sich noch im Aufbau befindlichen Geschäfts - in hohem Maße von der Prognose der künftigen Zahlungsmittelzuflüsse durch die gesetzlichen Vertreter der sportwetten.de GmbH sowie von dem verwendeten Diskontierungssatz abhängig und daher mit erheblichen Unsicherheiten behaftet. Hierbei sind insbesondere die für die Ermittlung der Zahlungsmittelzuflüsse relevanten Annahmen und Prämissen zur Entwicklung des neuen Sportwetten-Wettgeschäftes und des Wettverhaltens der Kunden von besonderer Bedeutung. Vor diesem Hintergrund war dieser Sachverhalt aus unserer Sicht im Rahmen unserer Prüfung von besonderer Bedeutung.

Die Angaben zur Bewertung der Anteile und Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind im Jahresabschluss in den Abschnitten II.1. und 11.2. („Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze") des Anhangs enthalten.
b) Von der Angemessenheit der in die Ermittlung des Unternehmenswerts der sportwetten.de GmbH eingeflossenen künftigen Zahlungsmittelzuflüsse haben wir uns unter anderem durch deren Ab-gleich mit der aktuellen Unternehmensplanung der gesetzlichen Vertreter der sportwetten.de GmbH überzeugt.

Die bei der Bestimmung des verwendeten Diskontierungssatzes herangezogenen Parameter einschließlich der durchschnittlichen Kapitalkosten („Weighted Average Cost of Capital", WACC) haben wir anhand einer eigenen Abstimmung mit allgemeinen und branchenspezifischen Markterwartungen beurteilt. Das Berechnungsschema haben wir nachvollzogen und seine Eignung gewürdigt. Aufgrund der materiellen Bedeutung des Gesamtinvestments in die Sportwetten.de GmbH, auch indirekt über die Tochtergesellschaft pferdewetten-service.de GmbH sowie aufgrund der Tatsache, dass die Bewertung derselben auch von rechtlichen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen abhängt, die außerhalb der Einflussmöglichkeiten der Gesellschaft liegen, haben wir ergänzend die Belastbarkeit der Bewertungsannahmen anhand von eigenen Sensitivitätsanalysen beurteilt.

Sonstige Informationen

Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen:

die mit der Konzernerklärung zur Unternehmensführung nach § 315d HGB zusammengefasste Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f HGB, auf die im zusammengefassten Lagebericht hingewiesen wird,
die Versicherungen der gesetzlichen Vertreter nach § 264 Abs. 2 Satz 3 HGB zum Jahresabschluss bzw. nach § 289 Abs. 1 Satz 5 HGB zum zusammengefassten Lagebericht.

Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab.

Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen

wesentliche Unstimmigkeiten zum Jahresabschluss, zum zusammengefassten Lagebericht oder zu unseren bei der Prüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder
anderweitig wesentlich falsch dargestellt erscheinen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den zusammengefassten Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten -falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des zusammengefassten Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der zusammengefasste Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum zusammengefassten Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-APrVO unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter -falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im zusammengefassten Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.
gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des zusammengefassten Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.
beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.
ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im zusammengefassten Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.
beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.
beurteilen wir den Einklang des zusammengefassten Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.
führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im zusammengefassten Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

Wir geben gegenüber den für die Überwachung Verantwortlichen eine Erklärung ab, dass wir die relevanten Unabhängigkeitsanforderungen eingehalten haben, und erörtern mit ihnen alle Beziehungen und sonstigen Sachverhalte, von denen vernünftigerweise angenommen werden kann, dass sie sich auf unsere Unabhängigkeit auswirken, und die hierzu getroffenen Schutzmaßnahmen.

Wir bestimmen von den Sachverhalten, die wir mit den für die Überwachung Verantwortlichen erörtert haben, diejenigen Sachverhalte, die in der Prüfung des Jahresabschlusses für den aktuellen Berichtszeitraum am bedeutsamsten waren und daher die besonders wichtigen Prüfungssachverhalte sind. Wir beschreiben diese Sachverhalte im Bestätigungsvermerk, es sei denn, Gesetze oder andere Rechtsvorschriften schließen die öffentliche Angabe des Sachverhalts aus.

SONSTIGE GESETZLICHE UND ANDERE RECHTLICHE ANFORDERUNGEN

Übrige Angaben gemäß Artikel 10 EU-APrVO

Wir wurden von der Hauptversammlung am 15. Mai 2018 als Abschlussprüfer gewählt. Wir wurden am 15. Mai 2018 vom Aufsichtsrat beauftragt. Wir sind ununterbrochen seit dem Geschäftsjahr 2010 als Abschlussprüfer der Pferdewetten.de AG, Düsseldorf, tätig.

Wir erklären, dass die in diesem Bestätigungsvermerk enthaltenen Prüfungsurteile mit dem zusätzlichen Bericht an den Prüfungsausschuss nach Artikel 11 EU-APrVO (Prüfungsbericht) in Einklang stehen.

VERANTWORTLICHER WIRTSCHAFTSPRÜFER

Der für die Prüfung verantwortliche Wirtschaftsprüfer ist Patrick Wendlandt."

Hamburg, den 27. März 2019

**Deloitte GmbH

Wirtschaftsprüfungsgesellschaft**

Christian Dinter, Wirtschaftsprüfer

Patrick Wendlandt, Wirtschaftsprüfer

Impressum/Kontakt

Sitz der Gesellschaft:

Pferdewetten.de AG

Kaistr. 4

D-40221 Düsseldorf

Telefon: +49 (0) 211 781 782 0

Telefax: +49 (0) 211 781 782 99

E-Mail: [email protected]

Internet: www.pferdewetten.ag

Vorstand: Pierre Hofer

Aufsichtsrat: Markus A. Knoss (Vorsitz)

Kennzahlen

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Ergebnis 2018 2017 2016 2015
Brutto Wett- und Gamingertrag T€ 21.495,0 12.723,0 9.058,0 8.928,0
EBITDA T€ 1.161,5 2.574,6 2.2453 2.221,9
EBIT T€ 803,2 2.245,6 1.951,3 1.930,8
Ergebnis nach Steuern T€ -558,2 2.601,0 1.7493 2.742,7
Anzahl Aktien 4.324.251 4.324.251 4.324.251 3.603.865
Ergebnis je Aktie -0,13 0,60 0,44 0,76

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Bilanz 31.12.18 31.12.2017 31.12.2016 31.12.2015
Gezeichnetes Kapital T€ 4.324,3 4.324,3 4.324,3 3.603,9
Eigenkapital T€ 12.930,0 14.012,6 11.733,6 7.859.4
Eigenkapitalquote 61,9 % 714% 710% 733%
Bilanzsumme T€ 20.887,1 19.098,2 14.860,2 10.726,8

Inhalt

Brief an die Aktionäre

Bericht des Aufsichtsrats

Zusammengefasster Lagebericht für den Jahres- und Konzernabschluss

Erklärung von Vorstand und Aufsichtsrat

Konzernbilanz

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

Konzernkapitalflussrechnung

Konzernanlagenspiegel 2017 und 2018

Eigenkapitalveränderungsrechnung

Konzernanhang

Unternehmenskalender 2019

Bilanzeid

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Brief an die Aktionäre

Sehr geehrte Aktionärinnen, sehr geehrte Aktionäre,

es wurde in den letzten Jahren an dieser Stelle schon zur Gewohnheit, ein neues Rekordergebnis zu verkünden. Das ist nun in diesem Jahr nicht so, denn unser Plan für 2018 lautete „Aufbau und Investition in das neue Segment Sportwette". Dennoch ist es uns - aus der Sicht von vor zwölf Monaten unerwartet - gelungen, mit einem EBIT in Höhe von TEUR 803 ein deutlich positives Ergebnis zu erzielen.

„Schuld" daran hat unser sich fast unglaublich dynamisch entwickelndes Segment Pferdewette. Wir konnten das stetige Kundenwachstum auch 2018 ungebremst fortsetzen. Darüber hinaus ernten wir nun die Früchte aus der Saat der Geschäftsjahre 2016 und 2017. Damals hatte ich die nötigen höheren Investitionen in unser Dienstleistungsgeschäft angekündigt. Der Ertrag aus diesen Investitionen ließ nicht lange auf sich warten und hebelte sowohl den Umsatz als auch das EBIT in bisher unerreichte Höhen. So stieg der Umsatz in der Pferdewette in den letzten beiden Geschäftsjahren um nun insgesamt 77%. Damit einhergehend konnten wir das EBIT alleine im Geschäftsjahr 2018 auf über 5 Mio. € im Vorjahresvergleich mehr als verdoppeln. Diese Ertragsstärke gibt uns auch zukünftig die Möglichkeit am Markt sehr konkurrenzfähig aufzutreten und durch gezielte Investitionen unsere Marktanteile wie auch die Erträge aus der Pferdewette weiter zu erhöhen.

So weit sind wir - erwartungsgemäß - mit dem Segment Sportwette noch nicht. Hier gilt es zu allererst mit den uns zur Verfügung stehenden Mitteln „einen Fuß auf den Boden" zu bekommen. Die ersten Schritte in 2018 sind zu unserer Zufriedenheit getan. Jetzt gilt es in diesem Jahr den eingeschlagenen Weg weiter zu beschreiten. Da wir regulatorisch bedingt auf Casinospiele aller Art verzichten und entsprechend daraus auch keine Cross-Selling Erträge aus diesem grundsätzlich lukrativen Markt generieren, muss unser Fokus ausschließlich auf der Gewinnung von - aus unserer Perspektive - renditestarken Sportwettern liegen.

Immer wieder erreichen mich Anfragen hinsichtlich unserer Dividenden- und Ausschüttungspolitik. Ich möchte an dieser Stelle gerne noch einmal wiederholen, was ich auch zu jeder passenden Gelegenheit betone:

Wir streben eine nachhaltige und stabile Geschäfts-und Ausschüttungspolitik an. Sofern es unsere Bilanzen, Ergebnisse und rechtlichen Rahmenbedingungen zulassen - und aus heutiger Sicht gibt es dahingehend keine Zweifel - wollen und werden wir ein verlässlicher Dividendenzahler sein, der im Idealfall seine Ausschüttungen kontinuierlich anhebt. So schlagen wir auch in diesem Jahr der Hauptversammlung eine erneute Erhöhung der Ausschüttung vor.

Es ist nicht nur guter Usus, sondern mir viel mehr ein echtes Anliegen, mich bei unseren engagierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für ein weiteres sehr erfolgreiches Jahr zu bedanken. Und bei Ihnen, liebe Aktionärinnen und Aktionäre, bedanke ich mich für Ihr Interesse und Vertrauen in die pferdewetten.de AG.

Viel Spaß bei der Lektüre des aktuellen Geschäftsberichtes!

Mit den besten Grüßen Ihr

pferdewetten.de AG

Pierre Hofer, Vorstand

Bericht des Aufsichtsrats

Bericht über die Tätigkeit des Aufsichtsrats im Jahr 2018

Der Aufsichtsrat der pferdewetten.de AG informiert im nachfolgenden Bericht die Aktionäre über seine Tätigkeit im Geschäftsjahr 2018.

Der Aufsichtsrat hat auch im vergangenen Jahr den Vorstand intensiv dabei begleitet, die erklärte Expansionsstrategie und den Markteintritt in den Sportwettbereich erfolgreich umzusetzen.

Zentrale Bestandteile der Beratungen des Gremiums waren die Geschäftsentwicklung, Aufbau, Budgetierung und Zieldefinition des neuen Geschäftsfeldes Sportwetten, sowie die Erweiterung der internationalen Geschäftstätigkeiten. Auch spielte die Beobachtung der Wettbewerberkonsolidierung und daraus abgeleitete Handlungsdiskussionen für den Bereich Sportwetten eine gewichtige Rolle.

Grundlage für einen intensiven und effizienten Informationsaustausch sind die regelmäßigen Aufsichtsratssitzungen, in denen der Vorstand laufend über die Lage und die Entwicklung der pferdewetten.de AG und des Konzerns berichtete. In diesen Sitzungen hat sich der Aufsichtsrat mit wichtigen geschäftlichen Einzelvorgängen und mit zustimmungspflichtigen Maßnahmen des Vorstands beschäftigt. Nach gründlicher Prüfung und Beratung hat der Aufsichtsrat zu den Berichten und den Beschlussvorschlägen des Vorstands, soweit dies nach Gesetz und Satzung erforderlich war, sein Votum abgegeben. In der Zeit zwischen diesen Sitzungen wurde der Aufsichtsrat stringent durch schriftliche und mündliche Informationen über wichtige Entscheidungen, Projekte und Geschäftsvorfälle unterrichtet.

Die vier turnusmäßigen Aufsichtsratssitzungen im Geschäftsjahr 2018 fanden am 20.03.2018, 15.05.2018, 25.09.2018 und am 04.12.2018 statt. Sämtliche Aufsichtsratsmitglieder waren bei allen Präsenzsitzungen anwesend.

Drei außerordentliche Sitzungen gemeinsam mit dem Vorstand wurden im Geschäftsjahr 2018 in Form von Telefonkonferenzen abgehalten. Auch hier waren sämtliche Mitglieder anwesend.

Zwei außerordentliche Sitzungen wurden im internen Kreis der AR-Mitglieder im Geschäftsjahr 2018 ebenfalls in Form von Telefonkonferenzen durchgeführt. Die Präsenz war ebenfalls vollständig.

In Ergänzung zu den Aufsichtsratssitzungen hat der Vorstand mit dem Aufsichtsratsvorsitzenden und einzelnen Aufsichtsratsmitgliedern regelmäßig persönliche Gespräche geführt, die sich als sinnvolles Forum für einen aktuellen Informationsaustausch bewährt haben. Ferner wurde der Aufsichtsrat monatlich in schriftlichen Berichten mit den wichtigsten betriebswirtschaftlichen Kennziffern (Bilanz und Gewinn- und Verlust Rechnung) über die jüngste Geschäftsentwicklung informiert.

Schwerpunkte im Geschäftsjahr 2018

Der Aufsichtsrat wurde vom Vorstand fortlaufend und zeitnah über alle wesentlichen Maßnahmen und Ergebnisse informiert. Einen Schwerpunkt in den Beratungen bildete der Einstieg in den Sportwettenmarkt, sowie, wie bereits im letzten Geschäftsjahr, die Auslotung von weiteren Wachstumspotentialen im Geschäftsfeld Pferdewetten und damit einhergehend mit den lizenzierungsrechtlichen Auswirkungen. Ebenso war die erfolgreiche vorzeitige Vorstandsmandatsverlängerung mit Alleinvorstand Pierre Hofer ein gewichtiges Thema in der ersten Jahreshälfte 2018.

Nach einem sehr erfolgreichen Geschäftsjahr 2017 richtete die Gesellschaft in dem Geschäftsjahr 2018 ihr Augenmerk verstärkt auf Chancen der weiteren Expansion im Bereich der Pferdewette. Hierzu hat der Vorstand dem Aufsichtsrat über die Situation und Konsolidierung des deutschen Rennsports informiert und daraus abgeleitete Handlungsdiskussionen erörtert, sowie das Potenzial der Internationalisierung dargelegt. Herr Hofer zeigte dem Gremium geeignete Marketingmaßnahmen zur Neukundengewinnung und der Aktivierung von Bestandskunden, sowie über Plandetails zur Ausweitung der Wettvermittlung in andere internationale Märkte auf. Die Pferdewette konnte in allen für die Unternehmenssteuerung wichtigen Kennzahlen auf Rekordzahlen verweisen.

Die definierte Strategie der Gesellschaft ist weiterhin, eine aktive Rolle im Konsolidierungsprozess des Pferdesport Wettmarktes zu spielen. In diesem Zusammenhang erörterte der Vorstand gemeinsam mit dem Aufsichtsrat sich ergebende Opportunitäten in Deutschland und Europa.

Im neuen Bereich Sportwetten, mit der Domain Sportwetten.de, wurde nach Produkt-Launch und der Verzögerungen im ersten Halbjahr 2018 mit Hochdruck, jedoch immer mit der pferdewetten.de AG typischen eigenen Vorsicht und kritischem Blick, die Weiterentwicklung vorangetrieben und überwacht. Hierbei ist und war es dem Aufsichtsrat immer sehr wichtig die Wettbewerbssituation und das Wirken der Mitbewerber genau zu beobachten, um die richtigen Beschlüsse gemeinsam mit dem Vorstand hieraus abzuleiten. Dieses Vorgehen hat dem Vorstand geholfen gemeinsam mit dem Aufsichtsrat bei einigen kniffligen Entscheidungen, insbesondere bzgl. Marketingbudgets, die entsprechende Konsequenzen zu ziehen.

Am 02. Mai 2018 konnten wir die erfolgreiche vorzeitige Vorstandsvertragsverlängerung mit Pierre Hofer bis Ende 2022 vermelden. Herr Hofer ist seit Juli 2010 Vorstand der Gesellschaft und gilt nach Überzeugung des Aufsichtsrates als Architekt der erfolgreichen Entwicklung der Gesellschaft in den letzten 8 Jahren. Somit konnte diese Kontinuität gewahrt bleiben.

Die erklärte Dividendenpolitik, einer stetigen maßvollen Steigerung der Ausschüttungen an die Aktionäre, konnte auch im vergangenen Jahr, mit einem Dividendenvorschlag an die Hauptversammlung in Höhe von 0,14 EUR umgesetzt werden. Dies entsprach einer Steigerung von knapp 17% im Vergleich zum vorausgegangenen Geschäftsjahr.

Ausschüsse

Der Prüfungsausschuss befasste sich mit den Abschlüssen der pferdewetten.de AG und des Konzerns und erörterte intensiv die Planung der Gesellschaft. Nach der Wahl durch die Hauptversammlung beauftragte das Plenum den Abschlussprüfer mit der Prüfung des Jahres- und Konzernabschlusses der pferdewetten.de AG. Zu den Aufgaben des Prüfungsausschusses, der sich im Geschäftsjahr 2018 telefonisch und schriftlich abstimmte, gehörten auch die Überwachung der Unabhängigkeit und Effizienz des Abschlussprüfers sowie die Festlegung seiner Vergütung. Die Prüfungsschwerpunkte stimmte der Vorsitzende des Prüfungsausschusses, Sergey Lychak, wie in den Vorjahren, gewissenhaft in einem gesonderten Gespräch mit dem Abschlussprüfer ab. Schwerpunkte für die Prüfung des Konzernabschlusses 2018 waren , die Werthaltigkeit der immateriellen Vermögenswerte, hauptsächlich die Geschäfts- und Firmenwerte, die Werthaltigkeit der latenten Steuern auf Verlustvorträge, der Status und die Risiken der erteilten Wett-Lizenzen und die Umsatzrealisierung aus dem Wettgeschäft.

Der Vorsitzende des Prüfungsausschusses ist Sergey Lychak, CFA, CIIA, der sich für diese Funktion durch seine Ausbildung unter anderem als Chartered Financial Analyst® und Certified International Investment Analyst sowie umfangreichen Erfahrungen im Finanzwesen, als Finanzexperte qualifiziert. In diesem Rahmen stimmte er die besonders wichtige Prüfungssachverhalte (KAM) für das Geschäftsjahr 2018 mit den Aufsichtsratskollegen und dem Abschlussprüfer ab.

Angemessene Vorstandsvergütung

Der gesamte Aufsichtsrat hat sich, wie in den Vorjahren, von der Angemessenheit der Vorstandsvergütung für das Geschäftsjahr 2018 überzeugt. Er hat ausführlich über die Angemessenheit der Vorstandsvergütung diskutiert und ist zu dem Ergebnis gekommen, dass diese nach den gesetzlichen Kriterien derzeit angemessen erscheint.

Mitte des Jahres 2018 hat der Aufsichtsrat für die Gesellschaft mit dem Vorstand einen neuen 4-Jahres-Vertrag abgeschlossen, der im Mai 2018 in Kraft trat. Die Grundzüge des Vergütungssystems werden im Vergütungsbericht, der Bestandteil des Lageberichts und des Corporate- Governance-Berichts ist, erläutert. Die Gesamtvergütung des Vorstands der pferdewetten.de AG steht in einem angemessenen Verhältnis zu den Leistungen des Vorstands. Im Vergleich zu landesüblichen, börsennotierten Vorstandsgehältern liegt die Vergütung des pferdewetten.de AG- Vorstands weiterhin im unteren bis mittleren Bereich. Auch im vertikalen Vergleich innerhalb des Unternehmens erscheint die Gesamtvergütung als angemessen. Aufgrund des Ergebnisses des pferdewetten.de-Konzerns im Geschäftsjahr 2018 wird dem Vorstand eine Tantieme in Höhe von 30 Tsd. Euro gezahlt. 25 Tsd. Euro wurden dem Vorstand nach Erreichen der Ziele bereits innerjährlich gezahlt.

Vergütung des Aufsichtsrats

Die Mitglieder des Aufsichtsrats erhalten gemäß Beschluss der Hauptversammlung eine Vergütung. Dabei erhielt der Aufsichtsratsvorsitzende 8.250 Euro pro Jahr und die weiteren Aufsichtsratsmitglieder je 7.250 Euro, die sich aus Aufwandsentschädigung (5.000 Euro AR-Vorsitz und 4.000 Euro AR-Mitglied) und Sitzungsgeldern zusammensetzen. Die Aufsichtsratsmitglieder verzichten auf eine variable Vergütung.

Corporate Governance

Der Aufsichtsrat behandelt regelmäßig in seinen Sitzungen die Anwendung der Corporate-Governance-Grundsätze des Unternehmens. Der Aufsichtsrat hat sich davon überzeugt, dass die pferdewetten.de AG die Empfehlungen des Kodex in seiner aktuellsten Fassung vom 7.02.2017 gemäß der Entsprechenserklärung erfüllt hat. Vorstand und Aufsichtsrat haben im März 2019 gemeinsam eine aktualisierte Entsprechenserklärung nach § 161 AktG abgegeben, die den Aktionären auf der Website der Gesellschaft dauerhaft zugänglich ist. Die Entsprechenserklärung enthält wenige Ausnahmen, die aufgrund der geringen Größe und der Struktur der pferdewetten.de AG notwendig erscheinen. Über die Corporate Governance bei pferdewetten.de AG berichtet der Vorstand zugleich auch für den Aufsichtsrat gemäß Ziffer 3.10 des Deutschen Corporate Governance Kodex im Corporate-Governance-Bericht.

Im abgelaufenen Geschäftsjahr traten bei keinem der Aufsichtsratsmitglieder Interessenkonflikte aufgrund von Beratungsmandaten oder Organfunktionen bei Geschäftspartnern auf.

Feststellung des Jahresabschlusses

Der Jahresabschluss nach HGB und der Konzernabschluss nach IFRS sowie der zusammengefasste Lagebericht sind unter Einbeziehung der Buchführung von dem durch die Hauptversammlung gewählten Abschlussprüfer, Deloitte GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Hamburg, geprüft und mit uneingeschränkten Bestätigungsvermerken versehen worden. Die Prüfungsaufträge hatte der Aufsichtsrat entsprechend dem Beschluss der Hauptversammlung vom 15. Mai 2018 vergeben.

Der Aufsichtsrat hat die vom Vorstand fristgerecht vorgelegten Abschlüsse und den zusammengefassten Lagebericht ausführlich diskutiert. Allen Mitgliedern des Aufsichtsrats wurden die Abschlüsse, der zusammengefasste Lagebericht sowie die Prüfungsberichte des Abschlussprüfers zur Verfügung gestellt.

Der Aufsichtsrat hat den Bericht des Vorstands positiv zur Kenntnis genommen und hat sich in der Sitzung am 19. März 2019 die wesentlichen Ergebnisse der Prüfung durch den Abschlussprüfer berichten lassen sowie weiterführende Fragen diskutiert. Gegen den Bericht des Vorstands und dessen Prüfung durch den Abschlussprüfer haben sich seitens des Aufsichtsrats keine Bedenken ergeben. Der Jahresabschluss und der Konzernabschluss wurde durch Beschluss des Aufsichtsrats am 27. März 2019 gebilligt und somit gemäß § 172 Aktiengesetz festgestellt.

Der Vorstand hat Instrumente zur Früherkennung implementiert, die den Fortbestand der Gesellschaft gefährdende Entwicklungen frühzeitig aufzeigen sollen. Die Prüfung hat ergeben, dass der Vorstand die entsprechend § 91 Abs. 2 AktG erforderlichen Maßnahmen insbesondere zur Einrichtung eines Überwachungssystems in geeigneter Form getroffen hat und dass das Überwachungssystem geeignet ist, Entwicklungen, die den Fortbestand der Gesellschaft gefährden würden, frühzeitig zu erkennen. Hinsichtlich des auf das Rechnungslegungssystem bezogenen internen Kontrollsystems ist festzustellen, dass die eingerichteten Kontrollen für Art und Umfang der Geschäftsvorfälle als angemessen zu bewerten sind.

Es bestanden und bestehen - mit Ausnahme der Abschlussprüferleistung - keine geschäftlichen, persönlichen oder sonstige Beziehungen zwischen dem Prüfer, seinen Organen und seinen Prüfungsleitern einerseits und dem Unternehmen und seinen Organmitgliedern andererseits. Mögliche Ausschluss- und/oder Befangenheitsgründe lagen weder zu Beginn der Prüfung vor noch sind sie während der Prüfung oder danach aufgetreten.

Der Aufsichtsrat erhebte nach dem abschließenden Ergebnis seiner eigenen Prüfung des Jahresabschlusses und des Konzernjahresabschlusses sowie des zusammengefassten Lageberichts keine Einwände. Der Aufsichtsrat hat den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss und Konzernabschluss gebilligt, die damit gemäß § 172 AktG festgestellt sind.

Die Aufsichtsratsmitglieder danken allen Mitarbeitern sowie dem Vorstand der pferdewetten.de AG für deren unermüdlichen Einsatz und ihre hervorragenden Leistungen im zurückliegenden Geschäftsjahr.

Düsseldorf, den 27. März 2019

Markus A. Knoss, Vorsitzender

Zusammengefasster Lagebericht für den Jahres- und Konzernabschluss vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2018

der pferdewetten.de AG

Die pferdewetten.de AG, ansässig in Düsseldorf, hat sich in den vergangenen Jahren zu einer festen Größe im Markt für Pferdewetten in Deutschland etabliert. Das Angebot umfasst dabei insbesondere Online-Pferdewetten, die durch stationäre Pferde-Wettcenter flankiert werden und seit Ende 2017 auch durch Sportwetten.

Das Flaggschiff der Holding, die Internet-Plattform www.pferdewetten.de, mit ca. 40.000 registrierten Kunden zählt zu den Marktführern im Bereich der deutschen Online-Pferdewette. Angeboten werden Wetten auf Pferderennen in 34 Ländern, von denen der überwiegende Teil live im Internet übertragen wird. Für unser Wettbüro in München verfügen wir über eine Lizenz in Deutschland und für unser Onlineangebot über die in Deutschland und Malta erteilten Lizenzen an unsere Tochtergesellschaft, die NetXBetting Ltd.

Das neue Produkt, die Sportwette auf der Internet Plattform www.sportwetten.de, wird mit unserem Partner Cashpoint Malta betrieben, welches ein Tochterunternehmen der deutschen Gauselmann Gruppe ist. Die Cashpoint ist zuständig für die maltesische Lizenz, ist auf Nummer eins gelistet unter den deutschen Top20 Bewerbern auf eine deutsche Lizenz und wickelt die komplette Technik bis hin zum Zahlungsverkehr ab. Die Sportwetten.de GmbH, das neue Unternehmen im Pferdewetten.de Konzern, organisiert das Marketing und den Kunden-Support.

Die pferdewetten.de AG berät nicht nur ihre Tochtergesellschaften, sondern auch andere in der Wettbranche tätige Firmen und Rennvereine. In ihrer Funktion als Managementholding koordiniert die pferdewetten.de AG sämtliche Business-Aktivitäten der Tochterunternehmen.

Die pferdewetten.de AG ist seit Juli 2000 börsennotiert. Die Aktien werden an der Deutschen Börse gehandelt (ISIN DE000A1K0409).

Der Jahresabschluss der pferdewetten.de AG wird nach handelsrechtlichen Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen (HGB) aufgestellt. Der Konzernabschluss der pferdewetten.de AG wird nach den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie diese in der EU anzuwenden sind, und ergänzend nach den gemäß § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften aufgestellt.

1 Das Geschäftsjahr 2018

1.1 Geschäftsverlauf Konzern

Auch im Geschäftsjahr 2018 haben sich die Geschäfte des pferdewetten.de AG-Konzerns positiv entwickelt. Ein hinsichtlich der Anzahl von Rennveranstaltungen relativ stabiles Umfeld im In- und Ausland legte die Basis für ein erfolgreiches Jahr.

Die seit 2012 verfolgte Wachstumsstrategie in der Pferdewette wurde auch in 2018 fortgesetzt. So wurde der operative Bereich nachhaltig gestärkt und intensiv in Kundengewinnungsmaßnahmen investiert. Die daraus resultierende Aktivierung inaktiver Kundenstämme, wie auch die Gewinnung neuer Kunden mit durchschnittlich io% des Kundenbestands, hat die Erwartungen mehr als erfüllt.

Eine erneut positive Tendenz zeigt die internationale Pferdewettseite „betbird.com", die in den nicht deutschsprachigen Ländern eingesetzt wird. Hier nahm die aktive Kundenzahl im Vergleich zum Vorjahr weiter zu.

Aber auch der in letzter Zeit immer mehr in den Fokus gerückte Bereich der Dienstleistungen rund um das Pferdeprodukt des Konzerns entwickelt sich positiv. So konnten 2018 bereits deutliche Umsätze in diesem Bereich erzielt werden.

Erweitert wurde das Geschäftsmodell der pferdewetten.de AG Ende 2017 durch den Wiedereinstieg in den Sportwettenmarkt unter der Domain www.sportwetten.de.

Nach den erfolgreichen Kundengewinnungsmaßnahmen zur Fußballweltmeisterschaft konnte die Gesellschaft sportwetten.de GmbH ihre Markenbekanntheit durch zahlreiche Werbemaßnahmen und Sponsoring - Aktivitäten stärken. So ist die Gesellschaft heute bei Fußballvereinen wie dem VFL Bochum oder dem KFC Uerdingen vertreten. Aber auch andere Sportarten wie Eishockey (Partner der Kölner Haie und der Eishockeynationalmannschaft), Handball oder Basketball finden heute mit dem sportwetten.de Logo statt. Darüber hinaus warb die Marke bei Spielen der Euro Nations League, der Europa League und beim internationalen WBC Boxkampf.

Die Umsatzerlöse 2018 im Konzern beliefen sich nach Wettsteuern und Kundenboni auf T€ 11.085 im Vergleich zu T€ 8.641 in 2017. Dies ist eine Steigerung von 28%.

Die Umsatzerlöse aus Pferdewetten nach Wettsteuern und Kundenboni (Hold) stiegen deutlich von T€ 4.780 in 2017 auf T€ 6.852 in 2018. Die Erhöhung von über 43 % resultiert aus den erhöhten Wetteinsätzen, die von T€ 85.819 in 2017 auf T€ 205.698 angestiegen sind. Die Boni sind in dem Bereich der Buchmacherwetten mit T€ 3.773 in 2018 gegenüber T€ 2.333 in 2017 auch gestiegen. Trotz der überproportionalen Steigerung des eigenen Geschäftes hat sich die Vermittlung von Wetten in die Totalisatoren der Rennbahnen auch sehr stark entwickelt. Diese Wetten und die daraus resultierenden Provisionen aus der Vermittlung von Wetten an Totalisatoren haben sich von T€ 5.067 in 2017 auf T€ 9.571 in 2018 deutlich erhöht. Nach Abzug der dafür gewährten Boni verbleiben für 2018 T€ 4.224 an Umsatzerlösen. In 2017 verblieben nach Abzug der Boni T€ 3.762. Die hohen Bonusanteile in der Vermittlungsprovision liegen vor allem an dem gesteigerten Dienstleistungsgeschäft, was in großen Teilen in der Vermittlung dargestellt wird.

Der prognostizierte Prozess der Kooperationen mit Partnern im In- und Ausland hat sich im Jahr 2018 sehr gut entwickelt. Neben der schon seit Jahren gelebten Partnerschaft mit einem international agierenden Unternehmen mit Sitz in England und weiteren in 2017 hinzugekommenen Partnern, wurden in 2018 weitere Kooperationsverträge geschlossen, die auch für den überproportionalen Anstieg der Provisionserlöse verantwortlich sind. Weitere Gespräche und bereits erste Testphasen sind angelaufen. Umgesetzt werden diese Kooperationen im ersten Halbjahr 2019.

Die Umsatzerlöse aus der Sportwette betragen in 2018 negative T€ 534. Dieser Betrag ist negativ, da die Gesellschaft in 2018 vor allem in Kundengewinnungsmaßnahmen investiert hat, um Ihren Bekanntheitsgrad als Newcomer in der Branche zu stärken, und mehr Boni ausgeschüttet hat, als Einnahmen aus dem Wettgeschäft generiert wurden. Dieser geplante Schritt wirkt sich negativ auf die Umsätze aus, da der Konzern, anders als die meisten Wettbewerber, geschenktes Geld und daraus resultierende Wetteinsätze von den Umsatzerlösen abzieht und nicht als Marketingaufwendungen ausweist.

Die netX Casino Ltd. i.L. auf Malta und die PLB Poker Lounge Baden GmbH i.L. sind die letzten Konzerngesellschaften in Liquidation. Ihre Geschäftstätigkeit wurde bereits in Vorjahren eingestellt. Leider erfolgte keine Löschung der Firmen im Handelsregister in 2018.

Das Konzerngesamtergebnis sank im Vergleich zum Vorjahr (2017: T€ 2.610) auf T€ -666. Neben der positiven Entwicklung im operativen Ergebnis der Pferdewette, das EBIT stieg von T€ 2.455 in 2017 auf T€ 5.093, enthält das Ergebnis auch die geplanten Investitionen in das Marketing und den Geschäftsausbau in den Bereich der Sportwette, die zu einem negativen EBIT dieses Segments in Höhe von T€ 4.297 führten. Das Finanzergebnis ist aufgrund der ergebniswirksamen Erfassung von Änderungen des Zeitwertes von Wertpapieren gesunken. Hierbei handelt es sich um stichtagsbezogene Bewertungen, die erhöhten Schwankungen unterliegen. Auch der steuerliche Bereich hat sich negativ entwickelt. Dies lag vor allem an den positiven Ergebnissen aus der Pferdewette, die auf Ebene der pferdewetten.de AG durch den im Geschäftsjahr 2016 abgeschlossenen Gewinnabführungsvertrag mit der Tochtergesellschaft pferdewetten-service. de GmbH, versteuert werden. Darüber hinaus erzielten die maltesischen Gesellschaften steuerpflichtige Gewinne. Die negativen Ergebnisse aus der Sportwette haben Verlustvorträge zufolge, die in den Folgejahren positive Effekte erzielen werden. Damit begründete sich vor allem die Verschlechterung der Steuern vom Einkommen und vom Ertrag in Höhe von T€ 1.422 im Geschäftsjahr 2018 gegenüber dem Vorjahr (T€ -131).

1.2 Geschäftsverlauf pferdewetten.de AG

Die pferdewetten.de AG hat im Jahr 2018 ein positives Ergebnis nach Steuern von T€ 1.699 (Vorjahr: T€ 1.852) erzielt. Wesentliche Ursache für das positive Ergebnis ist der Gewinn der pferdewetten-service.de GmbH für das Geschäftsjahr 2018, welchen diese an die pferdewetten.de AG in Höhe von T€ 2.668 aufgrund des im Geschäftsjahr 2016 abgeschlossenen Gewinnabführungsvertrages abgeführt hat. Damit verbunden war trotz vorhandener steuerlicher Verlustvorträge auf Ebene der pferdewetten.de AG eine erhöhte Steuerbelastung aufgrund der in Deutschland geltenden Mindestbesteuerungsregeln.

1.3 Markteinschätzung und Änderungen im rechtlichen Umfeld

Der internationale Pferderennsport zeigte sich in der Entwicklung und im Angebot in 2018 weitgehend stabil. Ein unverändert wichtiger Markt ist Frankreich. Hier ist insbesondere für deutsche Pferde bzw. deren Besitzer aufgrund der räumlichen Nähe und der höheren Rennpreise Erlöspotenzial gegeben. Zudem werden über die französische Wettgesellschaft Pari Mutuel Urbain GIE (PMU), Paris, zusätzlich auch Rennen in Deutschland promotet, was wieder zu einer Stabilisierung des Wettangebotes hierzulande führte. Die PMU hat in 2016 die Mehrheit an der „German Tote Service-und Beteiligungs GmbH" übernommen, dem Vermarkter des deutschen Pferderennsports. Damit wird auch für die Zukunft ein stabiles deutsches Rennangebot erwartet.

Die zahlreichen Starts deutscher Pferde in Frankreich locken auch den Wettkunden zum Angebot der französischen Bahnen und fördern die Unabhängigkeit der Gesellschaft vom deutschen Rennsport. Die Märkte in den USA, Asien und Australien sind für ein 24-Stunden-Wettangebot weiterhin von großer Bedeutung. Das Kernprodukt sind jedoch weiterhin Wetten auf deutsche Veranstaltungen. Hier sind aber die Veranstalter gefordert, dauerhaft ein ansprechendes Veranstaltungsportfolio bereitzustellen. Trotz konstanten Niveaus der Anzahl der deutschen Rennen und Rennveranstaltungen sank der Bestand an Rennpferden erneut in 2018. Die zwangsläufig daraus resultierenden kleineren Starterfelder pro Rennen führen zu entsprechend kleineren Wettumsätzen. Zusätzlich stehen manche Rennvereine vor der Auflösung. So fanden in Frankfurt in 2018 keine Rennen mehr statt. Weitere Rennvereine kämpfen um ihre Existenz. Der pferdewetten.de-Konzern hofft, dass mit der beschriebenen Übernahme durch die PMU diese negative Entwicklung in Zukunft gestoppt wird.

Die Vermittlung von Wetten in den Totalisator als Gegenleistung für die Bereitstellung von Liveübertragungen und/oder Informationsdiensten wie Startzeiten, Formen oder Ähnliches hat die Umsätze und Ergebnisse von der pferdewetten.de AG bereits in der Vergangenheit beeinflusst. Die Mitte 2012 eingeführte Spieleinsatzsteuer auf Buchmacherwetten und die damit verbundene Weitergabe an die deutschen Kunden im Ausmaß von 5% des jeweiligen Wetteinsatzes führte auch in 2018 zu einer merklichen Verlagerung hin zur margenschwächeren Totalisatorwette.

Zusätzlich wurden die Provisionserlöse durch die neuen Kooperationspartner erhöht, die hohe Wetten in die Pools der Rennvereine vermitteln. Dies führt zum einen zu höheren Provisionen, gibt dem Konzern aber auch die Möglichkeit, bessere Konditionen für die Vermittlung zu erzielen.

Dies zeigt sich deutlich in der Zunahme der vermittelten Wettumsätze von € 48,2 Mio. im Jahr 2017 auf € 89,4 Mio. in 2018.

Die Zugangsbeschränkungen in andere europäische Märkte sind häufig unverändert hoch. In Österreich ist es allerdings dem Konzern in 2017 gelungen, über die neu gegründete Gesellschaft pferdewetten.at GmbH eine Lizenz zu erhalten. Diese Gesellschaft ist in 2017 operativ tätig geworden und wird ihr Geschäft auch in 2019 stetig ausbauen.

In anderen Ländern werden aktuell die Möglichkeiten eines Markteintritts weiterhin geprüft, damit die pferdewetten.de AG bei sich bietender Gelegenheit den Wettbewerb im Ausland aufnehmen und die Kundenbasis verbreitern kann.

Das Wettgeschäft des Konzerns wird sich auch zukünftig weiterhin an die Bedürfnisse des Marktes anpassen. Besonders Wettangebote abseits der klassischen Wettformen werden weiterhin forciert werden. Zusätzlich prüft die Geschäftsleitung ständig die Erweiterung des Wettangebotes um Rennen aus unterschiedlichen Kontinenten. Solche Angebote erhöhen die Attraktivität der Plattform für neue Kundenschichten, vornehmlich aus dem Ausland. Ausgehend von diesen Maßnahmen wird der Konzern seine derzeitige Position am Markt weiterhin behaupten.

Der Bereich der Sportwette ist weiterhin ein stark wachsender Markt. In den letzten Jahren konnten die Wetteinsätze im deutschen Markt, der vorläufig Zielmarkt der Sportwetten.de GmbH ist, von 6,1 Mrd. Euro in 2016 auf 7,6 Mrd. Euro in 2017 auf aktuell 8,8 Mrd. Euro in 2018 gesteigert werden.

Hier wird auch in den Folgejahren mit deutlichen Wachstumsraten gerechnet.

Der gesetzliche Rahmen in Deutschland hat sich in 2018 gegenüber der Berichterstattung im Vorjahr nicht verändert. Nachdem die EU-Kommission in Brüssel den deutschen Glücksspielstaatsvertrag aus 2007 im September 2010 abgelehnt hatte, wurde dieser von 15 Bundesländern überarbeitet und trotz weiterhin bestehender Bedenken der EU-Kommission mit Wirkung zum 1. Juli 2012 novelliert.

Schleswig-Holstein war als einziges Bundesland dem Glücksspieländerungsstaatsvertrag zunächst nicht beigetreten und hatte ein eigenes auf einem Lizenzmodell basierendes Glücksspielgesetz im September 2011 verabschiedet. Mit dem Regierungswechsel ist Schleswig-Holstein ebenso dem neuen Glücksspieländerungsstaatsvertrag am 23. Januar 2013 als 16. Bundesland beigetreten.

Insbesondere die im Glücksspieländerungsstaatsvertrag (GlüÄndStV) geregelten Voraussetzungen für die Zulassung von Internetwetten lassen zunächst vermuten, dass in Deutschland nunmehr Rechtssicherheit für das Anbieten von Internetwetten besteht. So waren in der Vergangenheit Internetwetten und deren Vermittlung von Buchmachern und Rennvereinen (Totalisatoren) rechtlich umstritten und durch die deutschen Behörden nur in Erwartung einer Neuregelung des Glücksspielstaatsvertrages geduldet worden. Allerdings bleibt festzuhalten, dass weiterhin europarechtliche Bedenken gegen den aktuellen Glücksspieländerungsstaatsvertrag bestehen und damit das Rechtschaos der vergangenen Jahre weiterhin besteht. Dies bestätigt sich in dem EuGH-Urteil in der Rechtssache Ince (C-33614) vom 4. Februar 2017. Demnach können private Anbieter wegen illegaler Wettangebote (Anbieter von Sportwetten) wohl nicht in Deutschland bestraft werden, solange keine Sportwettkonzessionen in Deutschland vergeben werden. Ergänzend ist hierzu zu erwähnen, dass im Oktober 2016 der hessische Verwaltungsgerichtshof bereits die Verfassungswidrigkeit der im Glücksspielstaatsvertrag vorgesehenen und in der Praxis gescheiterten Konzessionierungsverfahren für Sportwetten (§ 10a GlüÄndStV) für intransparent und europarechtswidrig gestoppt hat. Abzuwarten bleibt, inwieweit diese Entscheidungen auch Auswirkungen auf unsere Geschäftstätigkeit, nämlich das Anbieten und Vermitteln von Pferdewetten im Internet, haben werden.

Die Sportwetten.de GmbH agiert hier mit der Lizenz unseres Partners, der Cashpoint Malta. Dies ist ein Tochterunternehmen der deutschen Gauselmann Gruppe. Die Cashpoint Malta besitzt eine Europäische Lizenz, die auf Malta ausgestellt wurde. Zusätzlich besitzt die Gesellschaft eine Lizenz in Schleswig-Holstein. Bei dem Auswahlverfahren der anderen Bundesländer hat die Cashpoint Malta Platz eins belegt und hat damit die besten Voraussetzungen, eine Lizenz zu erhalten, wenn diese vergeben werden.

Das Anbieten und das Vermitteln von Pferdewetten im Internet bedürfen gemäß § 27 Glücksspieländerungsstaatsvertrag einer Erlaubnis (Lizenz). Zuständig für die Gewährung einer Erlaubnis ist das Land Hessen. Hier hat unser Buchmacher auf Malta bereits in 2012 einen Antrag auf Lizenzerteilung gestellt. Seit Anfang 2014 wurde mit den Behörden konstruktiv und regelmäßig an den Lizenzbedingungen und allgemeinen Voraussetzungen gearbeitet.

Trotz der Hindernisse und Unklarheiten im Glücksspielstaatsvertrag ist es der Tochtergesellschaft NetXBetting Ltd. gelungen, eine gültige Lizenz von dem Regierungspräsidium in Darmstadt Ende 2017 erteilt zu bekommen.

Weiterhin fühlt sich der Konzern aber bei einigen Punkten des Glücksspielstaatsvertrages benachteiligt. Gerade im Hinblick auf Ungleichbehandlungen zwischen dem Stationären und Online-Geschäft wird der Konzern noch weiter rechtliche Maßnahmen ausloten. Dies gilt vor allem den Wetteinsatzbeschränkungen, die im stationären Geschäft nicht gelten und auch von den nicht lizensierten Anbietern nicht umgesetzt werden müssen.

Die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen für die Tochtergesellschaften sowie die Entwicklungen im Wettmarkt und der Wettbewerber wirken analog auf die Muttergesellschaft, die pferdewetten.de AG.

1.4 Investitionen

Auf Ebene der AG und im Konzern sind 2018 keine wesentlichen Investitionen angefallen. In 2017 waren es noch T€ 2.978, die hauptsächlich in dem Bereich der Investitionen in Finanzmittel entstanden sind. Hierbei handelte es sich um weitere Investitionen in relativ sichere Aktien, Fonds und ähnliche Investitionen, die aufgrund der Negativ-Zinsen nötig geworden sind.

Für die kurzfristige Zukunft ist vorgesehen, das weitere Investitionsvolumen des Konzerns im technischen Bereich der Buchmacher-Software im Wesentlichen auf die Modernisierung mit kontinuierlicher Weiterentwicklung der Software sowohl im Bereich von Wettkassen wie auch dem Online-Produkt zu beschränken.

Hinzu kommen weiterhin Investitionen in den Bereich Sportwette, die die Bekanntheit des neuen Segments erhöhen sollen.

1.5 Finanzmanagement

Das Finanzmanagement des Konzerns erfolgt zentral über das Mutterunternehmen, der pferdewetten.de AG. Primäres Ziel unseres Finanzmanagements ist die Sicherung der kurz- und mittelfristigen Liquidität zur Unterstützung der operativen Geschäftstätigkeit und damit der Unternehmensfortführung. Der Konzern hat zum Bilanzstichtag mit Ausnahme von Verbindlichkeiten gegen über Kreditkartenunternehmen (T€ 2) keine Bankverbindlichkeiten. Dies gilt ebenso für die pferdewetten.de AG.

Das Volumen von Zahlungsströmen aus dem operativen Betrieb kann, bedingt durch saisonale Einflüsse bei den im Wettbetrieb angebotenen Veranstaltungen, aufgrund vertraglicher Verpflichtungen von den Auszahlungserfordernissen abweichen. Diesem begegnet der Konzern mit einem Liquiditätsmanagement, indem Einzahlungserwartungen und Auszahlungserfordernisse sowie die verfügbaren liquiden Mittel täglich überwacht und mittelfristig im Rahmen eines Liquiditätsplans gesteuert werden.

Unter Berücksichtigung der vorhandenen frei verfügbaren Mittel zum Bilanzstichtag sowie der geplanten Umsätze in 2019 und den Folgejahren weist der Liquiditätsplan einen Zahlungsmittelüberschuss aus, so dass ausreichend Liquidität und Kapital vorhanden sind, um die Unternehmensfortführung der pferdewetten.de AG und des Konzerns weiterhin zu gewährleisten. Unsere Finanzlage schätzen wir daher als gut ein.

2 Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns

2.1 Vermögenslage

Das Eigenkapital des Konzerns hat sich um T€ 1.047 von T€ 14.012 in 2017 auf T€ 12.930 vermindert und beträgt per 31. Dezember 2018 62% der Bilanzsumme (Vorjahr: 73 %). Die Senkung im Vergleich zum Vorjahr resultiert im Wesentlichen aus dem Konzerngesamtergebnis und der Dividendenausschüttung für das Vorjahr.

Das Konzernvermögen hat sich von T€ 19.098 in 2017 auf T€ 20.887 erhöht. Diese Veränderung ergibt sich im Wesentlichen aus der Erhöhung der Zahlungsmittel, Wertpapieranlagen und Forderungen gegen Kreditkarteninstitute in Höhe von T€ 1.149.

Die Konzernschulden haben sich insbesondere durch höhere Ertragsteuerverbindlichkeiten der maltesischen Tochtergesellschaften sowie im Zusammenhang mit der Geschäftsausweitung höheren Verbindlichkeiten aus Kundengeldern um T€ 2.871 auf T€ 7.957 erhöht.

Der Abschluss eines Gewinnabführungsvertrages mit der pferdewetten-service.de GmbH und die damit verbundene Begründung einer ertragsteuerlichen Organschaft im Geschäftsjahr 2015 ermöglichen uns, auf der Basis der Unternehmensplanung bei der pferdewetten.de AG vorhandene steuerliche Verlustvorträge zu nutzen.

2.2 Finanzlage

Der Bestand an liquiden Mitteln abzüglich Kreditkartenverbindlichkeiten beträgt im Konzern per 31. Dezember 2018 T€ 8.313 (2017: T€ 6.895), wovon der Konzern T€ 3.816 (Vorjahr: T€ 4.202) investieren kann, während T€ 4.497 für die Verbindlichkeiten gegenüber Wettkunden vorgehalten werden und T€ 34 als Sicherheit für Bankavale dienen.

Ausgehend von der Kapitalflussrechnung sind dem Konzern im Geschäftsjahr aus der operativen Geschäftstätigkeit finanzielle Mittel in Höhe von T€ 1.966 zugeflossen. Gegenüber dem Vorjahr ist der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit um T€ 1.482 gesunken.

Dem Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit stand der Cashflow aus Investitionstätigkeiten in Höhe von T€ 57 gegenüber, der vorwiegend aus Investitionen und Veräußerungen von Wertpapieren sowie der Investition in Sachanlagen resultiert.

Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit ergibt sich aus den Dividendenzahlungen in Höhe von T€ 605.

Insgesamt flossen damit dem Konzern liquide Mittel von T€ 1.418 (Vorjahr Abfluss von T€ 49) im Geschäftsjahr zu.

Die immateriellen Vermögenswerte und das Sachanlagevermögen sind vollständig langfristig durch das Eigenkapital und die langfristigen sonstigen finanziellen Verbindlichkeiten finanziert. Das Eigenkapital beträgt 62% (Vorjahr 73%) der Bilanzsumme zum 31. Dezember 2018.

Zum Bilanzstichtag besteht eine Kreditlinie bei Kreditkartenunternehmen in Höhe von insgesamt T€ 10, die in Höhe von T€ 1 am Bilanzstichtag in Anspruch genommen wurde. Die Verbindlichkeiten aus Kundengeldern haben sich im Rahmen der operativen Geschäftstätigkeiten deutlich von T€ 2.657 in 2017 auf T€ 4.497 erhöht.

2.3 Ertragslage

Die Wetteinsätze beim konzerneigenen Buchmacher stiegen auf T€ 205.698 (Vorjahr: T€ 85.819) und die vermittelten Wettumsätze auf T€ 89.395 (Vorjahr: T€ 48.174). Hinzu kommen die Wetteinsätze in der Sportwette von T€ 7.808.

Ausgehend von dieser um ca. 126% verbesserten Gesamtleistung (Wetteinsätze und Wettvermittlung) stiegen die Umsatzerlöse um insgesamt ca. 28% auf T€ 11.085 im Vergleich zum Vorjahr (2017: T€ 8.641).

Bei der Umsatzentwicklung ist erneut zu erkennen, dass die Wetteinsätze in die Totalisatoren der Rennvereine deutlich zugenommen haben. Die vermittelten Wetteinsätze stiegen um fast 100°0. Der Anteil an der Gesamtleistung beträgt allerdings nur 38%. Dies ist auf die ebenso gestiegenen Wetteinsätze bei unserem Buchmacher zurückzuführen. Hinzu kommen die Umsätze aus der Sportwette, die mit negativen T€ 534 aufgeführt werden. Dies liegt an den überproportionalen Boni, die an die Kunden vergeben werden, um Marktanteile zu steigern. Die dennoch aufgezeigte Steigerung der vermittelten Wettumsätze erklärt sich vor allem mit der Tatsache, dass die Wettkunden bei Wetten in den Totalisator nicht mit Wettsteuer, wie sie bei Buchmacherwetten in Höhe von 5% auf den Wetteinsatz anfallen, belastet werden. Dieses Nachfrageverhalten bedeutet für den Konzern zugleich eine geringere Marge, da die Marge aus der Vermittlung von Wetten geringer ist, als die Marge aus dem eigenen Wettgeschäft. Der Anteil der Wetteinsätze in die Totalisatoren der Rennvereine gemessen an der Gesamtleistung konnte somit für den Großteil der Kunden aber stabilisiert werden. Der überproportionale Anstieg liegt jetzt ausschließlich an den Großkunden, die auch nur für die Totalisatoren zur Verfügung stehen.

Die Zunahme der Materialaufwendungen um T€ 2.715 betrifft vor allem die Aufwendungen aus bezogenen Leistungen. Diese steht vor allem im Zusammenhang mit erhöhten Werbeleistungen vor allem in der Sportwette. Darunter fallen auch sämtliche Sponsoringmaßnahmen. Aber auch die erhöhten Aktivitäten insgesamt und das höhere Kundenaufkommen führten zu erhöhten Aufwendungen im Bereich des Zahlungsverkehrs.

Der Personalaufwand erhöhte sich in 2018 um T€ 663 vor allem infolge von Mitarbeitereinstellungen im Sportwettbereich.

Der Konzern hat im Jahresdurchschnitt Personalaufwendungen für 45 (2017: 35) Mitarbeiter getragen. Die durchschnittlichen Personalkosten je Mitarbeiter betrugen T€ 68 (2017: T€ 69).

Die Abschreibungen sind mit T€ 358 fast auf dem Vorjahresniveau. Sie betreffen im Wesentlichen die im Frühjahr 2016 begonnene Abschreibung der neuen Wettplattform „Challenger".

Die sonstigen Aufwendungen sind von T€ 1.934 in 2017 um T€ 342 auf T€ 2.276 in 2018 gestiegen. Dies liegt auch hier an den gesteigerten Aktivitäten des Konzerns. Dies betrifft erhöhte Mieten durch die Erweiterung und Erhöhung der Anzahl der Mitarbeiter in dem zusätzlichen Bereich der Sportwetten, erhöhte Marketingaufwendungen und auch die Erhöhung im Bereich der Rechts- und Beratungskosten.

Für das Jahr 2018 ergibt sich im Konzern ein EBITDA (Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit abzügl. Finanzergebnis und Abschreibungen) von T€ 1.161 (Vorjahr: T€ 2.575) und ein EBIT (EBITDA abzgl. Abschreibungen) von T€ 803 (Vorjahr: T€ 2.246).

Das Finanzergebnis ist von T€ 112 in 2017 auf T€ 20 in 2018 gesunken. Dies ist den Abwertungen der Wertpapiere zum Stichtag 31.12.2018 geschuldet.

Aufgrund des erfolgreichen operativen Geschäfts in der Pferdewette, der Schaffung von Verlustvorträgen in der Sportwette und der in Deutschland geltenden Mindestbesteuerung und der abzuführenden Maltesischen Steuern, war das Ergebnis im Berichtsjahr durch laufende Ertragsteuern in Höhe von insgesamt T€ 1.294 belastet. Hinzu kommen negative Effekte aus der Veränderung der aktiven latenten Steuern auf Verlustvorträge von T€ 128.

Unter Berücksichtigung des Finanzergebnisses und der Steuerbelastung ist das Konzerngesamtergebnis gegenüber T€ 2.610 für 2017 auf T€ -666 gesunken. Dies entspricht einem unverwässerten Ergebnis je Aktie von € -0,13 (2017: € 0,60) und einem verwässerten Ergebnis von € -0,12 (Vorjahr € 0,57).

3 Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der pferdewetten.de AG

3.1 Vermögenslage

Das Eigenkapital der Konzern-Muttergesellschaft, der pferdewetten.de AG, beträgt per 31.12.2018 T€ 11.464 (Vorjahr: T€ 10.181). Diese Veränderung ist dem erzielten Jahresergebnis in Höhe von T€ 1.699 (2017: T€ 1.852) abzüglich der gezahlten Dividende geschuldet.

Die Bilanzsumme hat sich im Vergleich zum Vorjahr (T€ 11.404) um T€ 929 auf T€ 12.333 erhöht. Die Zunahme resultiert auf der Aktivseite vor allem aus den Forderungen gegen verbundene Unternehmen. Die Forderungen gegen die pferdewetten-service.de GmbH enthalten zum Bilanzstichtag auch den Anspruch der pferdwetten. de AG aus der Abführung des handelsrechtlichen Gewinns 2018 gemäß Gewinnabführungsvertrag. Die Erhöhung gegenüber dem Vorjahr ist insbesondere auf die gestiegene Ergebnisabführung zurückzuführen.

Auf der Passivseite betrifft die Zunahme fast ausschließlich das Eigenkapital.

3.2 Finanzlage

Die pferdewetten.de AG verfügt per 31. Dezember 2018 über liquide Mittel in Höhe von T€ 407 (Vorjahr: T€ 393). Diese sind frei verfügbar. Zusätzlich hält die pferdewetten.de AG kurzfristig veräußerbare Wertpapiere in Höhe von T€ 3.069 (Vorjahr: T€ 3.303). Die Forderungen und Verbindlichkeiten sind im Wesentlichen kurzfristig fällig und in der Berichtswährung zu begleichen bzw. zurückzuzahlen. Es bestehen keine Kreditlinien. Forderungen und Verbindlichkeiten gegen bzw. gegenüber Tochtergesellschaften werden nicht verzinst.

3.3 Ertragslage

Die Konzern-Muttergesellschaft finanziert sich über Beratungen und Dienstleistungen für die Tochtergesellschaften. In 2018 erzielte sie hieraus Umsatzerlöse in Höhe von T€ 969 (2017: T€ 976).

Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten vor allem Erträge aus Auflösung von Rückstellungen oder sonstige Erlöse. Der Anstieg der sonstigen betrieblichen Erträge ist insbesondere auf höhere Auflösungen von Rückstellungen zurückzuführen.

Die Personalaufwendungen sind in 2018 von T€ 734 auf T€ 783 gestiegen.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind bei der pferdewetten.de AG im Vergleich zum Vorjahr um T€ 174 auf T€ 968 gestiegen. Wesentliche Ursache hierfür waren höhere Mietaufwendungen infolge des Umzugs in größere Geschäftsräume am Unternehmenssitz im Hinblick auf die Erweiterung auf Sportwetten sowie erhöhte weiterberechnete Marketingaufwendungen und Nebenkosten des Geldverkehrs. Zudem waren im laufenden Geschäftsjahr keine Beteiligungserträge zu vereinnahmen.

Das Jahresergebnis nach Steuern ist bei der Konzern-Muttergesellschaft, der pferdewetten.de AG, in 2018 auf T€ 1.699 gesunken (2017: T€ 1.852). Wesentliche Ursache für das positive Ergebnis ist der Gewinn der pferdewetten-service.de GmbH für das Geschäftsjahr 2018 (T€ 2.668, Vorjahr: T€ 2.223), welche diesen an die pferdewetten.de AG aufgrund des im Geschäftsjahr 2016 abgeschlossenen Gewinnabführungsvertrages abgeführt hat. Negativ wirken sich die erhöhten Aufwendungen aus den erweiterten Geschäftsbereichen aus.

4 Gesamtaussage zur wirtschaftlichen Lage

Die wirtschaftliche Lage des Konzerns hat sich im Jahr 2018 trotz des ausgewiesenen Konzernverlustes weiterhin deutlich verbessert. Aufgrund der gestiegenen Wetteinsätze konnte sich der Konzern flexibler aufstellen. Auch die Liquiditätslage verbesserte sich infolge der positiven Geschäftsentwicklung erneut in 2018. Hierbei ist zu berücksichtigen, dass der Konzern über weitere finanzielle Mittel in Form von Investitionen in kurzfristig veräußerbare Wertpapiere verfügt.

Der Bestand an liquiden Mitteln abzüglich Kreditkartenverbindlichkeiten beträgt im Konzern per 31. Dezember 2018 T€ 8.311 (2017: T€ 6.895), wovon der Konzern T€ 3.856 (Vorjahr: T€ 4.202) investieren kann, während T€ 4.421 für die Verbindlichkeiten gegenüber Wettkunden vorgehalten werden und T€ 34 als Sicherheit für Bankavale dienen.

Die pferdewetten.de AG ist aufgrund des Konzernaufbaus als Muttergesellschaft von der Geschäftsentwicklung ihrer Beteiligungsunternehmen abhängig. Sie kann jedoch ihren eigenen Anteil zum Erfolg der Gruppe beitragen, indem sie zum einen ihre Strukturen und zum anderen die Kostenentwicklung permanent optimiert.

Es bestehen weder bei der pferdewetten.de AG noch deren Tochtergesellschaften langfristige Verbindlichkeiten gegenüber Dritten. Auch die kurzfristigen Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen bewegen sich auf dem Niveau üblicher Zahlungsziele.

Die Eigenkapitalquote des Konzerns sank auf 62% (Vorjahr: 73%). Die Eigenkapitalquote der Muttergesellschaft ist aufgrund eines verbesserten Ergebnisses von 89% in 2017 auf 93% in 2018 gestiegen.

Insgesamt lässt sich die wirtschaftliche Lage des Konzerns und der Muttergesellschaft, insbesondere auch vor dem Hintergrund des positiven Trends der operativen Geschäftsentwicklung im Jahresverlauf 2018 und der Erwartungen an die Folgejahre, als solide bezeichnen.

5 Unternehmenssteuerung

Die Steuerung des pferdewetten.de AG-Konzerns erfolgt im Wesentlichen auf der Basis der finanziellen Leistungsindikatoren Umsatzerlöse und EBIT.

Die Umsatzerlöse resultieren aus dem Wettgeschäft, d.h. den Wettumsätzen aus Pferdewetten nach Wettsteuern und Kundenbonus (sog. „Hold"), aus den Wettprovisionen für die Vermittlung von Wetten und sonstigen Umsatzerlösen.

Das EBIT entspricht dem in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung dargestellten Betriebsergebnis.

Ausgehend von unserer ursprünglichen Umsatzprognose für das Jahr 2018 (Umsatzwachstum zwischen io% und 15% gegenüber 2017) begründet sich das tatsächliche Umsatzwachstum aus einem unerwarteten hohen Anstieg der Wetteinsätze, insbesondere im Zusammenhang mit Großkunden, und Provisionserlöse infolge von ebenso über der

Erwartung liegender Zunahme der vermittelten Wetteinsätze. Hierin begründet sich zugleich auch die Abweichung des prognostizierten ausgeglichenen EBIT's vom tatsächlich erzielten EBIT in Höhe von € 0,8 Mio.

Die Steuerung der pferdewetten.de AG als Holdingfunktion orientiert sich am Jahresergebnis als einzigem finanziellen Leistungsindikator.

Das für das Geschäftsjahr 2018 prognostizierte Jahresergebnis der pferdewetten.de AG von € 1,0 Mio. - 2,0 Mio. Euro wurde am oberen Limit erreicht.

Der Gewinn aus dem Gewinnabführungsvertrag liegt leicht über dem prognostizierten Wert von T€ 1.500 und T€ 2.500 und erhöht somit den Gewinn der Gesellschaft.

6 Bericht über das rechnungslegungsbezogene interne Kontroll- und Risikomanagementsystem

Für die Aufstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts sowie des Jahresabschlusses der pferdewetten.de AG ist der Vorstand der pferdewetten.de AG verantwortlich. Der Konzernabschluss wird unter Beachtung der International Financial Reporting Standards (IFRS) erstellt. Der Einzelabschluss wird unter Beachtung der Grundsätze ordnungsgemäßer Buchführung des HGB und den handelsrechtlichen Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften für große Kapitalgesellschaften sowie den ergänzenden Vorschriften des Aktienrechts erstellt.

Die bestehenden internen Kontroll- und Risikomanagementsysteme sollen die Ordnungsmäßigkeit und die Übereinstimmung des Konzernabschlusses und des Jahresabschlusses sowie des zusammengefassten Lageberichts mit den gesetzlichen Vorschriften gewährleisten. Um diese Vorgaben einzuhalten, werden kontinuierlich Maßnahmen zur gezielten Weiterbildung der Mitarbeiter im Bereich Finanzen durchgeführt. Die Einhaltung der Richtlinien und die Funktionsfähigkeit der Kontrollsysteme werden regelmäßig geprüft. Die Einhaltung konzernweit einheitlicher Buchungssystematiken in der Finanzbuchhaltung wird permanent von der kaufmännischen Leitung überwacht. Regelmäßige Abstimmungen der Zahlungsströme mit den Belegen der Finanzbuchhaltung sowie ständige Kommunikation zwischen den in diese Prozesse eingebundenen Personen gewährleisten die Missbrauchsprävention. Die Finanzbuchhaltung wird von externen Steuerberatungsbüros betreut bzw. unterstützt und unterliegt somit einer zusätzlichen externen Kontrollinstanz. Die Erstellung der Jahres-und Zwischenabschlüsse erfolgt ebenfalls mit Unterstützung von externen Steuerberatungsbüros, wodurch auch in diesem Bereich die Einhaltung der aktuellen rechtlichen Vorgaben gewährleistet ist.

Zur Steuerung des Unternehmens und zur Überwachung, Analyse sowie Dokumentation von Unternehmensrisiken setzt der Vorstand der pferdewetten.de AG verschiedene Systeme und Verfahren ein. Über spezielle Tools können tagesaktuell Auswertungen über die wichtigsten Kennzahlen im Konzern vorgenommen werden, so dass sich der Vorstand sowohl regelmäßig als auch stichprobenartig ein Bild machen kann. Die Monatsberichte der Konzerngesellschaften und des Konzerns bilden die Geschäftsentwicklung periodisch ab und werden regelmäßig einer intensiven Analyse seitens des Vorstands unterzogen.

Der Aufsichtsrat ist mit prozessunabhängigen Prüfungsmaßnahmen in das interne Überwachungssystem eingebunden.

7 Risikomanangement

Das Risikomanagementsystem der pferdewetten.de AG ist entsprechend dem Aktienrecht darauf ausgerichtet, dass der Vorstand mögliche Risiken frühzeitig erkennen und Gegenmaßnahmen rechtzeitig einleiten kann. Es umfasst die Beurteilung der Wirksamkeit der internen Aufbau- und Ablauforganisation, einschließlich der Prozesse und der IT-Unterstützung des Unternehmens. Neben der Identifizierung und Quantifizierung der operativen Risiken zielt der Vorgang auf die Definition und Implementierung wirkungsvoller Management-Informationssysteme, einschließlich Frühwarnsystemen und Risikoindikatoren.

Auf Basis des internen Risikoberichtes wird über die Entwicklung bestehender Risiken oder deren Hinzukommen oder Wegfall berichtet und erfolgt zugleich deren Überwachung. In diesem Zusammenhang werden entsprechende Maßnahmen eingeführt, um die wesentlichen Risiken des Konzerns innerhalb dessen eigenen Einflussbereichs zu minimieren. Je Risiko erfolgt eine Beschreibung sowie Bewertung des Risikos hinsichtlich Auswirkung und Eintrittswahrscheinlichkeit.

Klassifizierung der Eintrittswahrscheinlichkeit

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Eintrittswahrscheinlichkeit Beschreibung
1% bis 5% Sehr gering
6% bis 25% Gering
26% bis 50% Mittel
51% bis wo% Hoch

Klassifizierung nach Auswirkungsgrad

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Erwartete Auswirkung

in T€
Grad der Auswirkung
T€ 0 bis T€ 25 Niedrig
>T€ 25 bis T€ 75 Moderat
>T€ 75 bis T€ 125 Wesentlich
>T€ 125 bis T€ 750 Gravierend

Aus der Kombination der erwarteten Eintrittswahrscheinlichkeit und der erwarteten Auswirkung des Risikos erfolgt die Klassifizierung des Risikos in hoch, mittel und gering.

Auswirkung

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Gravierend Mittel Mittel Hoch Hoch
Wesentlich Mittel Mittel Mittel Hoch
Moderat Gering Mittel Mittel Mittel
Niedrig Gering Gering Mittel Mittel
Eintrittswahrscheinlichkeit Sehr gering Gering Mittel Hoch

7.1 Wesentliche Risiken

Die Geschäftstätigkeit des Konzerns ist grundsätzlich einer Reihe von Risiken ausgesetzt, deren Eintritt einzeln oder zusammen mit anderen Umständen die Geschäftstätigkeit des Konzerns erheblich beeinträchtigen und unter Umständen erhebliche bis existenzgefährdende nachteilige Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben können.

Dabei geht das Management des Konzerns gemäß der Risikopolitik grundsätzlich nur solche Risiken ein, die im Rahmen der Wertschaffung unvermeidbar, jedoch kontrollierbar sind. Das dazu erforderliche Risikomanagement ist in den Kerngeschäftsprozess und in die eingesetzten Systeme des Konzerns eingebunden.

Hinsichtlich der Art der Risiken, ihrer Auswirkungen und der Eintrittswahrscheinlichkeit werden nachfolgend nur die als wesentlich erachteten Risiken beschrieben, die das Geschäft sowie die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage maßgeblich beeinflussen können.

Die pferdewetten.de AG ist als Mutterunternehmen mittelbar den Wirkungen von Risiken unterworfen, denen die Konzern-Tochtergesellschaften ausgesetzt sind. Die nachstehend beschriebenen Risiken gelten somit, wenn nicht explizit angeführt, in ihrer mittelbaren Wirkung auch für die pferdewetten.de AG.

7.1.1 Rechtliche und regulatorische Risiken

Risiken aus Glücksspieländerungsstaatsvertrag. Gewährung von Lizenzen

Der Konzern bietet zum Bilanzstichtag Wetten auf Pferderennen an bzw. vermittelt den Abschluss von Wetten. Außerdem werden seit Ende des Jahres 2017 Wetten auf Sportwetten angeboten. Im Bereich der Sportwette trägt der Konzern kein direktes Risiko, da hier der Lizenzgeber der Partner Cashpoint Malta ist. Das einzige Risiko ist hier eine Untersagung des Wettangebotes, was aktuell als sehr unwahrscheinlich einzustufen ist, da die Cashpoint Malta über eine maltesische Lizenz verfügt und außerdem bei der aktuellen deutschen Lizenzvergabe auf Platz 1 der möglichen Lizenzen steht. Noch vor der staatlichen Oddset Gesellschaft. Weiterhin hätte eine Untersagung keine negativen finanziellen Einflüsse, da die Gesellschaft sportwetten.de GmbH aktuell ein negatives Ergebnis ausweist und auch in naher Zukunft aufgrund von Investitionen keinen wesentlichen Beitrag zum Konzernergebnis leisten wird.

Der Rechtsrahmen für das Anbieten und Vermitteln von Pferdewetten in Deutschland ist seit dem Inkrafttreten des neuen Glücksspieländerungsstaatsvertrages im Juli 2012 in vielen Punkten noch ungeklärt. Für das Veranstalten von Pferdewetten für deutsche Kunden im Internet ist nach § 27 Glücksspieländerungsstaatsvertrag eine Genehmigung (Lizenz) erforderlich. Zuständig für die Gewährung einer Lizenz ist das Land Hessen. Hier hat unser Buchmacher auf Malta bereits in 2012 einen Antrag auf Lizenzerteilung gestellt. Seit Anfang 2014 wird mit den Behörden konstruktiv und regelmäßig an den Lizenzbedingungen und allgemeinen Voraussetzungen gearbeitet. Mit Schreiben vom 22. Juni 2015 wurde der Gesellschaft eine Grunderlaubnis zur Veranstaltung und Vermittlung von Pferdewetten im Inland durch die zuständige Behörde bis 30. Juni 2010 erteilt. Sie enthält Auflagen betreffend die Vermittlung von Pferdewetten an bestimmte Veranstalter im Inland und Ausland aber noch keine Bedingungen, wie z.B. die Höhe der zulässigen monatlichen Wetteinsätze für deutsche Kunden. Die Grunderlaubnis ist Voraussetzung für die Erteilung einer Interneterlaubnis (Lizenz), die Ende 2018 erteilt wurde. Der Konzern hat sich mit der Behörde bei einigen Auflagen verglichen, sodass die jetzigen Regelungen akzeptabel sind. Diese Lizenz und deren Ausnahmeregelungen enden jedoch Mitte 2019. Aktuell geht der Konzern davon aus, dass die bestehende Lizenz und deren ausgehandelten Auflagen verlängert werden und hat den Antrag für diese Verlängerung gestellt. Es spricht zum heutigen Zeitpunkt nichts dagegen, dass auch die genehmigten Ausnahmeregelungen von der Wetteinsatzbeschränkung bei einer erneuten Lizenz bestehen bleiben. Jedoch kann dies aktuell nicht gesichert dargestellt werden.

Eine Beschränkung des monatlichen Wetteinsatz je deutschen Kunden von T€ 1 sowie ein gleichzeitiger Wegfall der aktuell gewährten Ausnahmeregelung für einen monatlichen Wetteinsatz je deutschen Kunden von T€ 100 bei vorheriger Selbstauskunft des Kunden würde die Entwicklung des Konzerns mit der heutigen Ausrichtung stark beeinträchtigen, da sich der Umsatz mit Kunden, die sich über die Länderkennzeichen Deutschland auf der Wettplattform registrieren, deutlich vermindern würde. Ebenso würde eine Entziehung der Lizenz oder eine Ablehnung des Antrags für eine Verlängerung der Lizenz eine erhebliche Beeinträchtigung der künftigen Entwicklung darstellen. Entsprechend würde ein erheblicher Teil der Umsatzerlöse und Erträge des Konzerns wegfallen, was auch die Möglichkeit von Investitionen in den weiteren Ausbau des Sportwetten-Geschäfts beeinträchtigen würde. Da nach aktuellen Gesprächen nichts gegen eine Weiterführung der bisherigen Auflagen und eine Verlängerung der Lizenz spricht, hat der Konzern das Risiko einer Wetteinsatzbeschränkung nicht in die Unternehmensplanung einkalkuliert.

Im Rahmen unseres internen Risikoberichts haben wir das Risiko einer Nichtverlängerung der Lizenz, einer Verschärfung der Auflagen bzw. eines Entfalls der Ausnahmereglung wie im Vorjahr als mittel klassifiziert.

Werberichtlinie

Zusätzlich wurde im Rahmen der Umsetzung des neuen Glücksspieländerungsstaatsvertrags eine Werberichtlinie durch die Bundesländer erlassen, die ab Februar 2013 in Kraft getreten ist. Nach diesen neuen Vorschriften ist es dem Konzern durch Verbote von Newslettern oder Online-Werbung erschwert, Neukunden zu gewinnen. Erste Klagen gegen diese Werberichtlinien sind in der Vergangenheit bereits zu Gunsten der Kläger entschieden worden. Hinzu kommt, dass auf der Basis unserer Recherchen der bayerische Verfassungsgerichtshof es den dortigen Landesbehörden im September 2017 bereits aus verfassungsrechtlichen Gründen untersagt hat, die Werberichtlinie weiter anzuwenden. Inwieweit diese Entscheidung im Bundesland Bayern auch auf andere Länder abfärbt, kann nicht beurteilt werden, soll aber verdeutlichen, wie unsicher und unterschiedlich die Rechtsauffassung in den einzelnen Ländern ist.

Die Gesellschaft hat einen Antrag auf eine Werbeerlaubnis gestellt, über die aber noch nicht entschieden wurde.

Im Rahmen unseres internen Risikoberichts haben wir das Risiko wie im Vorjahr als gering klassifiziert.

Verbot der Vermittlung an ausländische Rennvereine

In 2018 wurde der NetXBetting Ltd. eine Lizenz nach dem neuen Glückspieländerungsstaatsvertrag erteilt. Demnach ist dieses Risiko seit 2018, wie erwartet, hinfällig.

Das rechtliche und regulatorische Risiko der pferdewetten.de AG ist durch Investitionen und Standorte im Ausland vermindert, da dort das rechtliche Umfeld für Glücksspielunternehmen deutlich besser strukturiert ist als in Deutschland.

Die vorhandenen Lizenzen in Deutschland, die Lizenz der Malta Gaming Authority (MGA), Lizenz des Buchmachers in Malta, die Österreichische Lizenz der pferdewetten.at GmbH und die Buchmacherlizenz für das Wettbüro München, mit denen die Pferdewetten angeboten werden können, sind zudem teilweise befristet. Es besteht grundsätzlich ein Risiko, dass diese Lizenzen nicht verlängert werden. Die Lizenz des Buchmachers in Malta ist 2018 erneuert worden und bis zum 30.03.2026 gültig.

Im Rahmen unseres internen Risikoberichts haben wir das Risiko wie im Vorjahr als mittel klassifiziert.

7.1.2 Aktienrecht

Die pferdewetten.de AG hat gemäß Anhörungsschreiben der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) versäumt, die positiven Halbjahreszahlen des Konzerns für 2012 per ad-hoc-Meldung vorab zu veröffentlichen. Dieses stellt einen Verstoß gegen den Emittenten-Leitfaden dar, da die Ergebnisse deutlich besser als in den Vorjahren waren und somit alle Marktteilnehmer vorzeitig von der positiven Entwicklung hätten unterrichtet werden müssen.

Im Juli 2013 hat die BaFin ein zweites Verfahren wegen des Verdachts der verspäteten ad-hoc-Mitteilung über den Kauf der „equi8"-Plattform eingeleitet. Nach der Anhörung des Konzerns wurde die Angelegenheit Anfang September 2013 an das für die Verfolgung von Ordnungsmäßigkeiten zuständige Referat weitergegeben. Auch hier ist die pferdewetten.de AG der Meinung, dass sie den Pflichten ausreichend nachgekommen ist.

Beide Verfahren wurden 2018 beendet und insgesamt mit einer Geldbuße im niedrigen 5-stelligen Bereich abgegolten.

Am 02.03.2018 hat jedoch die Bafin erneut ein Anhörungsschreiben bezüglich einer eventuellen verspäteten ad-hoc-Mitteilung zum Einstieg in den Sportwettenmarkt versendet. Der Vorstand geht auch hier wieder davon aus, dass die Mitteilung fristgerecht war. Hier könnte ein Bußgeld in Höhe von T€ 150 bis T€ 350 drohen. Aufgrund der geringen eingeschätzten Wahrscheinlichkeit und der Anpassung eines Bußgeldes an die Größe des Unternehmens hat die pferdewetten.de AG vorsorglich eine Rückstellung in Höhe von T€ 100 gebildet.

Ausgehend von dem Stand des Verfahrens wurde das Risiko im Rahmen unseres internen Risikoberichts als mittel klassifiziert.

7.1.3 Wettbewerbsumfeld

Der Pferderennsport befindet sich in Deutschland weiterhin in einer schwierigen Lage. Rennbahn-Schließungen und die schlechte wirtschaftliche Situation der Rennvereine und Dachverbände können zu einer weiteren Verringerung des Rennangebotes führen. Dadurch können weniger in Deutschland stattfindende Wetten von den Konzerngesellschaften angeboten werden, was sich negativ auf die Umsätze im Pferdewettbereich der Gesellschaft auswirken kann.

Die Anzahl der Pferdewettanbieter im Internet war in 2018 unverändert. Die Gesellschaft geht aber davon aus, dass immer wieder neue Wettbewerber in den Markt eintreten können, da keine technischen Zugangsbarrieren für diesen Markt bestehen. Denkbar ist insbesondere der Markteintritt ressourcen- und markenstarker Unternehmen, die bereits außerhalb Deutschlands Internet-Wetten veranstalten oder auch auf anderen Gebieten des e-commerce tätig sind. Dies könnte es ihnen ermöglichen, mehr Mittel als die Gesellschaft in die Entwicklung und Förderung ihrer Dienstleistungen zu investieren. In diesem Zusammenhang ist der größte Wettbewerber, der Betreiber der Domain racebets.com, von einem großen schwedischen Sportwettanbieter in 2018 übernommen worden. Ob dies zu nachhaltig negativen Auswirkungen führt, kann noch nicht abschließend beurteilt werden.

Die Wettbewerber könnten außerdem mehr Mittel in die Entwicklung neuer Dienste investieren, weiterreichende Marketingkampagnen durchführen, eine aggressivere Preispolitik einführen und den Nutzern, den vorhandenen und potenziellen Mitarbeitern, Werbekunden und sonstigen Partnern attraktivere Angebote unterbreiten. Die Konkurrenten der Gesellschaft könnten Produkte entwickeln, die den von der Gesellschaft angebotenen ähnlich oder ihnen überlegen sind oder aus sonstigen Gründen eine größere Marktakzeptanz erreichen als die Angebote von der Gesellschaft.

Des Weiteren können die Margen aufgrund zunehmenden Wettbewerbes unter Druck kommen.

Das Risiko der pferdewetten.de AG wird vermindert durch den Ausbau des Angebots von internationalen Rennveranstaltungen und den verstärkten Eintritt in den internationalen Markt, teilweise auch durch Kooperationen mit dort führenden Anbietern, die über die ausländischen Tochtergesellschaften für ausländische Kunden angeboten werden.

Im Rahmen unseres internen Risikoberichts haben wir das Risiko wie im Vorjahr als mittel klassifiziert.

7.1.4 Steuerliche Risiken

Steuerliche Außenprüfungen haben bisher bei der pferdewetten.de AG und der pferdewetten-senfice.de GmbH vollumfänglich stattgefunden. Hieraus ergaben sich keine wesentlichen Beanstandungen. Es kann jedoch nicht ausgeschlossen werden, dass die Gesellschaft und/oder ihre Tochtergesellschaften von nennenswerten Nachzahlungsverpflichtungen in Zukunft betroffen sein könnten.

Zudem kann es nach dem Bilanzstichtag durch mittelbare oder unmittelbare Anteilserwerbe am Grundkapital der pferdewetten.de AG zur Anwendung des § 8c KStG und damit zum Wegfall von aktivierten und nicht aktivierten steuerlichen Verlustvorträgen kommen. Sollten aus derartigen schädlichen Anteilserwerben steuerliche Verlustvorträge nicht mehr nutzbar sein, so könnte dies wegen der zum Bilanzstichtag im Konzern noch vorhandenen und teilweise aktivierten latenten Steuern auf Verlustvorträge negative Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns haben bzw. auf Ebene des Mutterunternehmens zu steuerlichen Mehrbelastungen führen.

Im Rahmen unseres internen Risikoberichts haben wir das Risiko daher wie im Vorjahr als mittel klassifiziert.

7.1.5 IT-Risiken

Für die Abwicklung der angebotenen Wetten ist die Gesellschaft auf das Funktionieren der dabei verwendeten, automatisch ablaufenden technischen Systeme und Strukturen angewiesen. Die Gesellschaft ist deshalb in Bezug auf ihre Geschäftstätigkeit und die Durchführung ihrer Expansionspläne gerade auch in technologischer Hinsicht in hohem Maße von Partnerschaften mit Dritten abhängig.

Die Funktionsfähigkeit dieser Systeme ist deshalb für die gesamte Geschäftstätigkeit der Gesellschaft, aber auch für ihre Attraktivität für die Kunden, von entscheidender Bedeutung. Allerdings können Fehler in der Funktionsweise dieser Systeme jederzeit auftreten, so dass die damit verbundenen Beeinträchtigungen die Geschäftstätigkeit der Gesellschaft, aber auch ihren Ruf bei den Kunden, negativ beeinflussen können.

Server-Technologie:

Die Gesellschaft ist in Bezug auf die Unterbringung und die Bereitstellung von Internetanbindungen auf Dritte angewiesen. Sie muss sich darauf verlassen, dass diese konzernfremden Serviceanbieter („Provider") ihre Ausrüstung vor menschlichem Versagen, Feuer, Hochwasser, Stromausfall, Telekommunikationsausfall, Sabotage, Vandalismus, Eindringen Unbefugter in das System und vor ähnlichen Ereignissen, so z. B. auch Denial-of-Service-Angriffen, geschützt haben. Die Leistung der Server sowie von Hardware und von Software der Netzwerk-Infrastruktur der Gesellschaft ist ausschlaggebend für die ordnungsgemäße Abwicklung der Geschäfte und den Ruf der Gesellschaft sowie ihre Fähigkeit, Nutzer - und damit auch Kunden und Kooperationspartner - zu gewinnen. Ein unerwarteter und/oder beträchtlicher Anstieg der Nutzung der Web-Site der Gesellschaft könnte die Kapazität ihres Systems stark beanspruchen, was unter Umständen zu einer längeren Reaktionszeit oder zu Systemausfällen führen könnte. Verlangsamungen oder Systemausfälle wirken sich negativ auf die Geschwindigkeit und Reaktionsfähigkeit der Web-Site der Gesellschaft aus. Sie würden die Funktionalität ihrer Wettangebote und die daraus resultierenden Erfahrungen der Nutzer beeinträchtigen, damit die Umsätze der Gesellschaft reduzieren und ihre Attraktivität als Kooperationspartner mindern.

Risiko von Mängeln der eigenen IT-Infrastruktur:

Die Pflege und Weiterentwicklung der bestehenden Hardware-Systeme wird vorrangig durch eine Tochtergesellschaft der pferdewetten.de AG betrieben. Bestandteil der Betreuungsleistungen ist außerdem die Pflege der Datenbanken und der Internetseiten sowie die Versorgung der Internetseiten mit aktuellen Informationen zu Sportereignissen und Sportergebnissen. Der Konzern reduziert das Risiko, indem interne wie auch externe (durch Vereinbarung mit geeigneten Dienstleistungsunternehmen) Back-up-Systeme schnell einsetzbar sind. Durch den kontinuierlichen Aufbau einer eigenen IT-Abteilung seit 2017 soll der Abhängigkeit von Dritten bzw. durch eigene Überwachungshandlungen Risiken im IT-Betrieb entgegengewirkt werden.

Risiken aus der Nutzung des Internet:

Aufgrund der Nutzung des Internets als Hauptvertriebskanal für die Angebote der Gesellschaft und von deren Tochtergesellschaften ist nicht ausgeschlossen, dass die Gesellschaft bei dessen weiterer Entwicklung den Anschluss verliert oder sich technische Beschränkungen negativ auf den Geschäftsbetrieb der Gesellschaft auswirken.

Der Konzern reduziert die IT-Risiken, indem interne wie auch externe (durch Vereinbarung mit geeigneten Dienstleistungsunternehmen) Back-up-Systeme schnell einsetzbar sind. Im Rahmen unseres internen Risikoberichts haben wir die IT-Risiken wie im Vorjahr als gering klassifiziert.

7.1.6 Risiko von Mängeln wesentlicher Software:

Für die Abwicklung der Wettvorgänge nutzen die Gesellschaft und ihre Tochtergesellschaften bestimmte, für ihre Zwecke speziell entwickelte Software. Der Bestand, zumindest die ungestörte Fortentwicklung der Gesellschaft, hängt davon ab, dass die Software im Wesentlichen fehlerfrei funktioniert. Sich etwa zeigende erhebliche Defekte der Software können dazu führen, dass die Funktionalität der Internet-Seiten der Gesellschaft beeinträchtigt oder gar aufgehoben wird oder die Wettvorgänge nicht mehr abgewickelt werden können.

Im Rahmen unseres internen Risikoberichts haben wir das Risiko wie im Vorjahr als mittel klassifiziert.

7.1.7 Operative Risiken

Für die Abwicklung der Wettvorgänge nutzen die Gesellschaft und ihre Tochtergesellschaften bestimmte, für ihre Zwecke speziell entwickelte Software. Der Bestand, zumindest die ungestörte Fortentwicklung der Gesellschaft, hängt davon ab, dass die Software im Wesentlichen fehlerfrei funktioniert. Sich etwa zeigende erhebliche Defekte der Software können dazu führen, dass die Funktionalität der Internet-Seiten der Gesellschaft beeinträchtigt oder gar aufgehoben wird oder die Wettvorgänge nicht mehr abgewickelt werden können.

Im Rahmen unseres internen Risikoberichts haben wir das Risiko wie im Vorjahr als mittel klassifiziert.

7.1.8 Liquiditätsrisiken

Die Gesellschaft ist als Wachstumsunternehmen in einem risikobehafteten Marktumfeld einzuordnen, womit insbesondere die Aufnahme von Fremdmitteln erschwert werden könnte, oder der Konzern womöglich in der Zukunft nicht ausreichende Finanzierungsquellen in erforderlicher Höhe erschließen kann.

Das Volumen von Zahlungsströmen aus dem operativen Betrieb kann, bedingt durch saisonale Einflüsse bei den im Wettbetrieb angebotenen Veranstaltungen, aufgrund vertraglicher Verpflichtungen von den Auszahlungserfordernissen abweichen. Diesem begegnet der Konzern mit einem Liquiditätsmanagement, indem Einzahlungserwartungen und Auszahlungserfordernisse sowie die verfügbaren liquiden Mittel permanent überwacht und gesteuert werden.

Unter Berücksichtigung der vorhandenen freien Mittel zum Bilanzstichtag sowie den geplanten Umsätzen in 2018 und den Folgejahren weist der Liquiditätsplan einen Zahlungsmittelüberschuss aus, so dass ausreichend Liquidität und Kapital vorhanden sind, um die Unternehmensfortführung der pferdewetten.de AG und des Konzerns weiterhin zu gewährleisten. Voraussetzung hierfür ist jedoch, dass die geplante Umsatz- und Ertragserwartung sowie die erwarteten Zahlungsmittelzuflüsse aus der laufenden Geschäftstätigkeit nicht deutlich unterschritten werden.

Im Rahmen unseres internen Risikoberichts haben wir das Risiko daher wie im Vorjahr als gering klassifiziert.

Etwaige negative Auswirkungen des Glücksspieländerungsstaatsvertrags aufgrund der darin geregelten Wetteinsatzbeschränkung deutscher Spieler von monatlich T€ 1 wurden für den Bereich der Buchmacherwetten im Rahmen der Unternehmensplanung berücksichtigt. Da der Wettumsatz in Höhe von ca. 390 in Deutschland erzielt wird, könnte sich die Nichterteilung einer Ausnahmegenehmigung negativ auf die Geschäftsentwicklung und damit Liquidität auswirken. Wir verweisen auf die Erläuterungen im Abschnitt 7.1.1 sowie auf die dortigen Erläuterungen zur Risikoklassifizierung.

7.1.3 Angaben nach § 315 Abs. 2 Nr.11) HGB

Die Risiken aus Wechselkursveränderungen werden als geringfügig eingestuft. Im operativen Bereich werden Transaktionen fast ausschließlich in Euro abgerechnet und Fremdwährungstransaktionen innerhalb einer so kurzen Zeitspanne abgewickelt, die -auch aufgrund des Volumens dieser Transaktionen -lediglich ein geringfügiges Risiko enthalten.

Zinsrisiken werden ebenfalls als geringfügig eingestuft, weil Darlehensgewährungen entweder mit festen Zinsvereinbarungen abgeschlossen worden sind oder aufgrund ihrer geringen Restlaufzeit nur Risiken von untergeordneter Bedeutung aus Veränderungen des Zinssatzes erfahren können. Der Konzern hat keine zinstragenden Verbindlichkeiten gegenüber Dritten.

Risiken bezüglich des Zahlungsausfalls von wesentlichen Forderungen werden fortlaufend überwacht und gesteuert. Die kurzfristigen sonstigen finanziellen Vermögenswerte beinhalten neben den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen im Wesentlichen Forderungen gegen Kreditkartenunternehmen und Online-Zahlungsdienstleister, die aus der Abwicklung des Zahlungsverkehrs im Rahmen des Wettgeschäftes resultieren, sowie gegenüber Mitarbeitern. Diese sind wie auch die sonstigen nicht finanziellen Vermögenswerte in der Regel kurzfristig zwischen 30 und 90 Tagen oder innerhalb eines Jahres fällig. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind nach 30 Tagen fällig. Bei Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, die älter als ein Jahr sind, erfolgt grundsätzlich eine Wertberichtigung. Der wesentliche Teil der langfristigen Forderungen besteht aus Darlehen an den Vorstand und einen Mitarbeiter des Konzerns, die zusätzlich weitreichend besichert sind.

Liquiditätsrisiken bestehen aufgrund der derzeit vorhandenen frei verfügbaren Mittel und auf Basis des aktuellen Liquiditätsplans nicht. Überschüssige finanzielle Mittel wurden im Berichtsjahr in relativ sichere Fonds und Aktien angelegt. Die Anlage des Depots erfolgt mit einer langfristigen Halteabsicht, jedoch sind die Investitionen in Einzelwerte innerhalb dieses Depots aufgrund von Marktanpassungen und Kursschwankungen eher kurzfristig anzusehen. Da die Anteile an den Investmentfonds und Aktien börsennotiert sind unterliegt der Konzern ebenso Preisrisiken (Kursschwankungen), die sich auf die Bewertung auswirken können.

7.1.10 Angaben nach § 283 Abs. 2 Nr. 2b HGB

Für die pferdewetten.de AG besteht das Risiko, dass die bilanzierten Forderungen gegen verbundene Unternehmen ausfallen könnten. Sie betragen ca. 54 % des Vermögens der pferdewetten.de AG und entfallen in Höhe von T€ 6.714 (Vorjahr T€ 5.100) vor allem auf die pferdewetten-service.de GmbH, mit der ein Gewinnabführungsvertrag besteht. Die Werthaltigkeit der Forderungen gegen Tochtergesellschaften wird auf der Basis der Unternehmensplanung der Tochtergesellschaften regelmäßig überwacht. Auf der Basis der Unternehmensplanung ergaben sich keine Hinweise auf eine Wertminderung der Forderungen. Zugleich ergeben sich daraus keine Hinweise auf eine Wertminderung der Anteile an verbundene Unternehmen, die in Höhe von T€ 753 bilanziert sind.

Infolge der Anlage von finanziellen Mitteln in kurzfristig veräußerbare Kapitalmarktpapiere, unterliegt die pferdewetten.de AG ebenso Preisänderungsrisiken (Aktienkursschwankungen), die sich auf die Bewertung der unter den Wertpapieren des Umlaufvermögens ausgewiesenen Kapitalmarktpapieren auswirken können. Zum Bilanzstichtag erfolgte eine Abwertung auf den Börsenwert in Höhe von T€ 185. Ausgehend von der Fondstruktur und der Performance des jeweiligen Fonds in 2018 wird die im Berichtsjahr vorgenommenen Abwertung als nicht langfristig angesehen. Neben der erfolgten Abwertung konnte festgestellt werden, dass der Zeitwert einiger Papiere im Depot über den Anschaffungskosten lag. Die damit verbundene Aufwertung wurden aufgrund des Realisationsprinzips im handelsrechtlichen Einzelabschluss nicht erfasst. Insoweit wird das Preisänderungsrisiko als gering eingestuft.

Liquiditätsrisiken bestehen aufgrund der derzeit vorhandenen frei verfügbaren Mittel und auf Basis des aktuellen Liquiditätsplans nicht. Es wird insoweit auf die Erläuterungen unter Abschnitt 7.1.8 verwiesen.

Zinsrisiken werden ebenfalls als geringfügig eingestuft, weil Darlehen entweder mit festen Zinsvereinbarungen abgeschlossen worden sind oder aufgrund ihrer geringen Restlaufzeit nur Risiken von untergeordneter Bedeutung aus der Veränderungen des Zinssatzes erfahren können. Zudem sind die unter den sonstigen Ausleihungen erfassten Darlehensansprüche gegenüber dem Vorstand und einem Mitarbeiter ausreichend besichert. Der pferdewetten.de AG hat keine zinstragenden Verbindlichkeiten gegenüber Dritten.

8 Chancenbericht

Die aktuelle pferdewetten.de-Seite und lotos-wetten.de-Seite sprechen hauptsächlich Kunden im deutschsprachigen Raum an. Die im Frühjahr 2017 in Betrieb genommene Wettplattform „Challenger" wird zusammen mit der betbird.com-Seite in den Folgejahren durch unterschiedliche Sprachen und ggf. auch Währungen oder Wettarten neue Möglichkeiten der internationalen Kundenansprache bieten. Diese Möglichkeiten kombiniert mit gezielten Marketing-und Vertriebsaktivitäten in ausländischen Kundenmärkten bieten dem Konzern die Chance, sich weltweit einem 100 Mrd. Euro-Markt zu öffnen.

Zusätzlich bietet die neue Wettplattform Schnittstellen, wodurch weiteren potenziellen Partnern das Angebot der pferdewetten.de zu Verfügung gestellt werden kann, um zusätzliche Kundengruppen zu akquirieren.

Daneben besteht die Möglichkeit, durch gezielte Marketing- und Vertriebsaktivitäten sowie gleichfalls technische Neuerungen auch auf dem heimischen Markt weitere Marktanteile zu gewinnen.

Der in 2012 geänderte Glücksspieländerungsstaatsvertrag kann zu Chancen für den pferdewetten.de-Konzern führen. So könnten die neuen Anforderungen und Regulatorien in Deutschland Markteintrittsbeschränkungen für neue Anbieter darstellen, die gleichzeitig eine Chance der etablierten Anbieter in Deutschland, wie der pferdewetten.de-Konzern, darstellen.

9 Zusammengefasste Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f HGB und Konzernerklärung zur Unternehmensführung nach § 315d HGB Stand: 2018

9.1 Berichterstattung und Entsprechenserklärung zur Corporate Governance

Der im Jahr 2002 von einer Regierungskommission des Bundesjustizministeriums erlassene und seither regelmäßig erweiterte Deutsche Corporate Governance Kodex stellt wesentliche gesetzliche Vorschriften zur Leitung und Überwachung deutscher börsennotierter Gesellschaften dar. Er enthält überdies international und national anerkannte Standards guter und verantwortungsvoller Unternehmensführung. Der Kodex soll das deutsche Corporate Governance-System transparent und nachvollziehbar machen und will das Vertrauen der internationalen und nationalen Anleger, der Kunden, der Mitarbeiter und der Öffentlichkeit in die Leitung und Überwachung deutscher börsennotierter Aktiengesellschaften fördern.

Der Deutsche Corporate Governance Kodex (DCGK) gilt in der Fassung vom 7. Februar 2017. Er enthält neben gesetzlichen Vorschriften anerkannte Corporate Governance-Standards in Form von Empfehlungen und Anregungen. Eine gesetzliche Pflicht zur Befolgung dieser Standards besteht nicht, sondern dient als Messlatte für eine Selbstregulierung der Wirtschaft. Nach § 161 Aktiengesetz sind jedoch Vorstand und Aufsichtsrat aller börsennotierten Aktiengesellschaften in Deutschland dazu verpflichtet, eine jährliche Entsprechenserklärung zu den Empfehlungen des Kodex abzugeben.

Die pferdewetten.de AG und ihre in- und ausländischen Tochterunternehmen beschäftigten sich intensiv und verantwortungsvoll mit dem Thema Corporate Governance. Aufgrund der verhältnismäßig geringen Größe und der Struktur der pferdewetten.de AG sind jedoch nicht sämtliche Kodex-Empfehlungen sinnvoll umzusetzen. Die letzte Entsprechenserklärung gemäß § 161 AktG haben Vorstand und Aufsichtsrat der pferdewetten.de AG im Februar 2019 auf der Website der pferdewetten.de AG veröffentlicht. Ebenso sind im Internet sämtliche bisherigen Entsprechenserklärungen dauerhaft zugänglich.

Wortlaut der Entsprechenserklärung 2018

Vorstand und Aufsichtsrat der pferdewetten.de AG erklären, dass den Empfehlungen der „Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex" in der Fassung vom 7. Februar 2017 seit der letzten Erklärung im Februar 2018 mit folgenden Ausnahmen entsprochen wurde und wird:

1. Selbstbehalt bei WW Versicherung

(Ziffer 3.8. Absatz 3 des Kodex):

Der Deutsche Corporate Governance Kodex sieht in Ziffer 3.8 Abs. 3 vor, dass bei Abschluss einer D&O-Versicherung für den Aufsichtsrat ein Selbst-behalt vereinbart werden soll.

Für den Aufsichtsrat ist kein Selbstbehalt vorgesehen. Der Aufsichtsrat hält für sich einen Selbstbehalt bei der D&O-Versicherung nicht für ein adäquates Mittel zur Erreichung der Ziele des Deutschen Corporate Governance Kodex. Solche Selbstbehalte werden typischerweise ihrerseits versichert, wodurch die eigentliche Funktion des Selbstbehalts unterlaufen wird.

2. Einrichtung eines Hinweisgebersystems für Beschäftigte

(Ziff. 4.1.3 Satz 31. HS des Kodex)

Nach der Empfehlung in Ziff. 4.1.3 Satz 3 1. HS DCGK soll Beschäftigten auf geeignete Weise die Möglichkeit eingeräumt werden, geschützt Hinweise auf Rechtsverstöße im Unternehmen zu geben.

Vorstand und Aufsichtsrat sind der Auffassung, dass aufgrund der geringen Unternehmensgröße sowie der unternehmensinternen Vertrauenskultur etwaige Rechtsverstöße direkt kommuniziert werden. Außerdem stehen Vorstand und Aufsichtsrat einem Hinweisgebersystem aufgrund der damit verbundenen potentiellen Nachteile, so insbesondere des Missbrauchsrisikos und einer Atmosphäre des Misstrauens mit negativen Auswirkungen auf Betriebsklima und Mitarbeitermotivation, ablehnend gegenüber.

3. Alleinvorstand

(Ziffer 4.2.1. Satz 1 des Kodex):

Aufgrund der Größe der pferdewetten.de AG und den damit verbundenen Aufgaben des Vorstands wurde ein Alleinvorstand bestellt. Eine Geschäftsordnung zur Regelung der Ressortzuständigkeiten bei mehreren Vorständen und der erforderlichen Mehrheiten bei Vorstandsbeschlüssen in einer Geschäftsordnung ist daher entbehrlich. Unabhängig davon unterliegt der Vorstand einer Geschäftsordnung.

4. Vergütung des Vorstands

(Ziffer 4.2.2 und 4.2.3 des Kodex):

Gemäß Ziffer 4.2.3 Abs. 2 haben variable Vergütungsteile grundsätzlich eine mehrjährige Bemessungsgrundlage, die im Wesentlichen zukunftsbezogen sein soll und sowohl positiven als auch negativen Entwicklungen Rechnung tragen soll.

Eine Begrenzung ist im bestehenden Vergütungsmodell nur teilweise, und zwar für einen Teil der variablen Vergütung vorgesehen. Ferner tragen die variablen Vergütungsbestandteile einer negativen Entwicklung derzeit keine Rechnung. Auch eine mehrjährige Bemessungsgrundlage besteht nicht.

Der Aufsichtsrat hält die Vergütung des Vorstands trotz der vorstehend genannten Abweichungen vom Kodex für angemessen.

Nach der Empfehlung des Kodex in Ziffer 4.2.2 Abs. 2 5. 3 soll der Aufsichtsrat das Verhältnis der Vorstandsvergütung zur Vergütung des oberen Führungskreises und der Belegschaft insgesamt auch in der zeitlichen Entwicklung berücksichtigen.

Bei der Neubestellung 2018 wurde die Vorstandsvergütung angepasst. Dabei spielten die wesentliche Rolle die Leistungen, die der heutige Vorstand der Gesellschaft bereits erbracht hat. Auch auf Grund der geringen Unternehmensgröße und der Anzahl der Beschäftigten erscheint die Ermittlung der Vorstandsvergütung auf Grund des Vergleichs zur Vergütung des oberen Führungskreises und der Belegschaft insgesamt als nicht zweckmäßig.

5. Nachfolgeplanung. Diversity und Altersgrenze für Vorstandsmitglieder und Aufsichtsratsmitglieder

(Ziffer 5.1.2; 5.4.1 des Kodex):

Der Aufsichtsrat soll bei der Zusammensetzung des Vorstands auch auf Vielfalt (Diversity) achten und mit dem Vorstand, diesen betreffend, für eine langfristige Nachfolgeplanung sorgen. Der Aufsichtsrat entscheidet bei der Besetzung des Vorstands allein nach Sachverstand und Kompetenz. Der Vorstand besteht aus einer Person.

Eine langfristige Nachfolgeplanung für den Vorstand ist auf Grund des Alters des Vorstands und der Größe des Unternehmens bisher nicht angezeigt.

Der Kodex empfiehlt in Ziffer 5.1.2 Absatz 2 ferner die Festlegung einer Altersgrenze für Vorstandsmitglieder sowie in Ziffer 5.4.1 die Festlegung einer Altersgrenze für Aufsichtsratsmitglieder. Bei der pferdewetten.de AG bestehen für Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats derzeit keine Altersgrenzen, da die Festlegung einer bestimmten Altersgrenze nicht adäquat ist, sondern vor allem die erforderlichen Kenntnisse und Erfahrungen relevant sind.

6. Bildung von Ausschüssen

(5.3.1 Satz 1, 5.3.2 Absatz 1, 5.3.3 des Kodex):

Mit Blick auf die Größe der Gesellschaft und die damit verbundene Größe der Besetzung des Aufsichtsrats der Gesellschaft mit vier Mitgliedern besteht bei der pferdewetten.de AG derzeit lediglich ein Beschlüsse des Aufsichtsrats vorbereitender Planungs- und Prüfungsausschuss (Audit Committee).

7. Zusammensetzung des Aufsichtsrats

(Ziffer 5.4.1. Abs. 2 und Abs. 4 Satz 1 und 2 des Kodex):

Der Aufsichtsrat hat keine konkreten Ziele -mit Ausnahme der nach dem Gleichstellungsgesetz geforderten Festlegung einer Zielgröße für den Anteil von Frauen im Aufsichtsrat- für seine Zusammensetzung entsprechend der Empfehlung in Ziffer 5.4.1 Abs. 2 festgelegt und ebenfalls kein Kompetenzprofil für das Gesamtgremium erarbeitet. Er hat bereits in der Vergangenheit bei seinen Personalvorschlägen allein nach Sachverstand und Kompetenz entschieden. Der Aufsichtsrat beabsichtigt, bei zukünftigen Wahlvorschlägen weiterhin vorrangig die fachliche und persönliche Kompetenz für die Entscheidung zu Grunde zu legen. Bedingt durch die geringe Anzahl von Aufsichtsratsmitgliedern und das Geschäftsfeld, in dem die Gesellschaft tätig ist, sieht der Aufsichtsrat von konkreten Zielsetzungen und der Erarbeitung eines Kompetenzprofils für das Gesamtgremium jeweils nach Ziffer 5.4.1. Abs. 2 des Kodex ab.

8. Vergütung der Aufsichtsratsmitglieder

(Ziffer 5.4.6 des Kodex):

Gemäß Ziffer 5.4.6 Abs. 1 Satz 2 sollen bei der Festlegung der Aufsichtsratvergütung der Vorsitz und der stellvertretende Vorsitz im Aufsichtsrat sowie der Vorsitz und die Mitgliedschaft in den Ausschüssen berücksichtigt werden.

Die heutige Vergütungsstruktur sieht die erhöhte Vergütung für den Vorsitzenden des Aufsichtsrats vor, allerdings nicht für den stellvertretenden Vorsitz und auch nicht für die Tätigkeit in Ausschüssen. Auf Grund der Unternehmensgröße und der damit verbundenen Größe des Aufsichtsrats der Gesellschaft mit vier Mitgliedern wurde nur ein Ausschuss nämlich ein Planungs- und Prüfungsausschuss (Audit Committee) gebildet, in dem alle Aufsichtsratsmitglieder tätig sind. Mit der für sie vorgesehenen Aufsichtsratsvergütung ist die Mitarbeit im Audit Com mittee berücksichtigt.

Eine erfolgsorientierte Vergütung soll auf eine nachhaltige Unternehmensentwicklung ausgerichtet sein (Ziffer 5.4.6 Abs. 2 Satz 2).

Der Aufsichtsrat hat derzeit neben einer festen Vergütung auch Anspruch auf ein Sitzungsgeld und eine erfolgsorientierte Vergütung, die sich am erreichten EBIT der Gesellschaft orientiert und die damit nur mittelbar auf eine nachhaltige Unternehmensentwicklung ausgerichtet ist.

Der Aufsichtsrat vertritt die Ansicht, dass die heutige Vergütungsstruktur der Größe und der wirtschaftlichen Situation des Unternehmens entspricht.

9.2 Unternehmensführungspraktiken

Die Einhaltung von Verhaltensmaßregeln, Gesetzen und Richtlinien ist zentraler Bestandteil des unternehmerischen Handelns bei der pferdewetten.de AG und ihrer in- und ausländischen Tochterunternehmen. Hierzu zählt neben der Beachtung von Recht, Gesetz und Satzung vor allem auch die Einhaltung der internen Regelwerke sowie der freiwillig eingegangenen Selbstverpflichtungen. Die Integrität im Umgang mit Mitarbeitern, Geschäftspartnern, Aktionären und der Öffentlichkeit ist für die pferdewetten.de AG ein unternehmerisches Selbstverständnis.

Als Unternehmen der Glücksspielbranche ist sich die Gesellschaft sehr wohl bewusst, dass die Teilnahme an Geschicklichkeits- und Glücksspielen auch zu problematischem Verhalten bei unseren Kunden führen kann. Durch Präventionsmaßnahmen und Aufklärung verfolgen wir konsequent das Ziel, unsere Kunden zu schützen und zum verantwortungsvollen Spielen anzuhalten. Des Weiteren führt ein professionelles Selbstlimitierungstool auf unserer Online-Wettplattform zu einer Vermeidung von unkontrollierten hohen Verlusten. Diese wichtige Aufgabe nehmen wir sehr ernst.

Die pferdewetten.de AG veröffentlicht regelmäßig und zeitnah Informationen über die wirtschaftliche Lage des Konzerns sowie alle wesentliche Neuigkeiten, die das Geschäft der pferdewetten.de-Gruppe betreffen. Der Geschäftsbericht, der Halbjahresfinanzbericht sowie die Konzernzwischenmitteilungen im ersten und zweiten Halbjahr werden im Rahmen der dafür vorgegebenen Fristen veröffentlicht. Aktuelle Ereignisse werden in Form von Presseinformationen und, falls erforderlich, ad-hoc-Mitteilungen den Kapitalmarktteilnehmern und der Öffentlichkeit über geeignete elektronische Medien zugänglich gemacht.

9.3 Beschreibung von Arbeitsweise und Zusammensetzung von Vorstand. Aufsichtsrat und Ausschüssen

Vorstand

Allein-Vorstand der pferdewetten.de AG ist Pierre Hofer. Der Vorstand führt als Leitungsorgan die Geschäfte der Gesellschaft mit dem Ziel nachhaltiger Wertschöpfung in eigener Verantwortung und im Unternehmensinteresse.

Der Vorstand berichtet dem Aufsichtsrat regelmäßig über den Gang der Geschäfte und die Lage des Unternehmens einschließlich des Risikomanagements sowie über Compliance-Sachverhalte. Für herausragende Geschäftsvorgänge wie Planungsverabschiedung, größere Akquisitionen oder Kapitalmaßnahmen beinhaltet die Geschäftsordnung für den Vorstand Zustimmungsvorbehalte des Aufsichtsrats.

Aufsichtsrat

Der Aufsichtsrat berät und überwacht den Vorstand bei der Leitung des Unternehmens. Er wird in die Strategie und Planung sowie in Fragen von grundlegender Bedeutung für das Unternehmen eingebunden. Der Aufsichtsratsvorsitzende koordiniert die Arbeit im Aufsichtsrat, leitet dessen Sitzungen und nimmt die Belange des Gremiums nach außen wahr.

Der Aufsichtsrat der pferdewetten.de AG setzt sich aus dem Aufsichtsratsvorsitzenden Markus A. Knoss (seit 22. August 2014) und seinem Stellvertreter Sergey Lychak (seit 18. Juni 2013) zusammen. Beide wurden bei der letzten Hauptversammlung am 15. Mai 2018 für die Amtsdauer von 5 Jahren wiedergewählt.

Die Hauptversammlung vom 20. September 2016 hat beschlossen, die Anzahl der Aufsichtsratsmitglieder von 3 auf 4 zu erhöhen. Anschließend wurden die Herren Lars-Wilhelm Baumgarten (seit 20. September 2016) und Jochen Dickinger (seit 03. November 2016) in den Aufsichtsrat gewählt, dessen Amtszeit bis zur Hauptversammlung für das Geschäftsjahr 2020 befristet ist.

Der Aufsichtsrat wird vom Vorstand zeitnah und umfassend sowohl schriftlich als auch mündlich informiert. In den turnusmäßigen Sitzungen wird über die Planung, die Geschäftsentwicklung und die Lage des Konzerns einschließlich des Risikomanagements berichtet. Bei wesentlichen Ereignissen wird gegebenenfalls eine außerordentliche Aufsichtsratssitzung einberufen.

Zurzeit besteht bei der pferdewetten.de AG lediglich ein für Beschlüsse des Aufsichtsrats vorbereitender Planungs- und Prüfungsausschuss (Audit Committee).

Die pferdewetten.de AG hat für alle Vorstands- und Aufsichtsratsmitglieder eine Vermögensschaden-Haftpflichtversicherung (D&O-Versicherung) abgeschlossen.

Vorstand und Aufsichtsrat sind dem Unternehmensinteresse der pferdewetten.de AG verpflichtet. Im abgelaufenen Geschäftsjahr traten keine Interessenskonflikte auf, die dem Aufsichtsrat unverzüglich offenzulegen waren. Kein Vorstandsmitglied hielt mehr als drei Aufsichtsratsmandate bei nicht zum Konzern gehörenden börsennotierten Aktiengesellschaften.

Angaben zu Zielgrößen und Fristen gemäß §§ 289f Abs. 2 Nr. 4, 315d HGB

Die pferdewetten.de AG hat einen Alleinvorstand, dem zum Zeitpunkt der Festlegung der Zielgröße keine Frau angehört. Der Vorstand, Herr Pierre Hofer, hat einen Dienstvertrag bis zum 31. Dezember 2022. Weiter hat die pferdewetten.de AG nur eine weitere Ebene unter dem Vorstand. Auch diese besteht nur aus einer männlichen Person mit einem unbefristeten Arbeitsvertrag. Es ist nicht geplant und wirtschaftlich auch nicht angezeigt, den Vorstand oder die 1. Ebene zu erweitern. Die pferdewetten.de AG hat gemäß der Satzung einen vierköpfigen Aufsichtsrat, dem zum Zeitpunkt der Festlegung der Zielgröße ebenfalls keine Frau angehört. Der Aufsichtsrat ist bis zum Ablauf der Hauptversammlung, die über das Geschäftsjahr 2021 bzw. 2022 beschließt, gewählt. Da sowohl der Vorstand einen gültigen Dienstvertrag besitzt als auch der Aufsichtsrat von der Hauptversammlung gewählt ist, hat der Aufsichtsrat am 30. September 2015 beschlossen, eine Zielgröße für den Frauenanteil im Vorstand, der 1. Ebene und im Aufsichtsrat der pferdewetten.de AG von 0% festzusetzen. Diese Zielgröße soll bis zum 30. Juni 2018 gehalten werden. Die Quote für den Frauenanteil im Vorstand, der 1. Ebene und im Aufsichtsrat wurde entsprechend des Beschlusses bei 0% gehalten. Durch vorzeitige personelle Änderungen bzw. Ergänzungen im Aufsichtsrat hat dieser sich erneut mit der Frauenquote befasst. Aufgrund von spezifischen erforderlichen Branchenerfahrungen wurde die Frauenquote aber erneut auf o % bis zum 31. März 2022 festgesetzt.

Aktionäre und Hauptversammlung

Die Aktionäre üben ihre Rechte in der Hauptversammlung der Gesellschaft aus. Bei der Beschlussfassung entspricht jede Aktie einem Stimmrecht. Die Hauptversammlung wählt den Aufsichtsrat und stimmt über die Entlastung des Vorstands und des Aufsichtsrats ab. Ferner wählt die Hauptversammlung den vom Aufsichtsrat vorgeschlagenen Wirtschaftsprüfer. Sie entscheidet über die Verwendung des Bilanzgewinns, über Kapitalmaßnahmen, über zustimmungspflichtige Unternehmensverträge sowie über die Aufsichtsratsvergütung und Satzungsänderungen. Die ordentliche Hauptversammlung der pferdewetten.de AG findet jährlich statt; in besonderen Fällen sieht das Aktienrecht die Einberufung einer außerordentlichen Hauptversammlung vor.

Jeder Aktionär, der sich rechtzeitig anmeldet, ist zur Teilnahme an der Hauptversammlung berechtigt. Aktionäre, die nicht persönlich teilnehmen können, haben die Möglichkeit, ihr Stimmrecht durch ein Kreditinstitut, eine Aktionärsvereinigung, die von der pferdewetten.de AG eingesetzten weisungsgebundenen Stimmrechtsvertreter oder einen sonstigen Bevollmächtigten ihrer Wahl ausüben zu lassen.

Die Einladung zur Hauptversammlung sowie die für die Beschlussfassungen erforderlichen Berichte und Informationen werden den aktienrechtlichen Vorschriften entsprechend veröffentlicht und auf der Internetseite der pferdewetten.de AG zur Verfügung gestellt.

9.4 Vergütungsbericht

Der Vergütungsbericht der pferdewetten.de AG erläutert die Grundlagen der Vergütung von Vorstand und Aufsichtsrat sowie deren Struktur und Höhe. Ferner werden Angaben zum Aktienbesitz von Vorstand und Aufsichtsrat sowie zu den meldepflichtigen Wertpapiergeschäften („Directors Dealings") gemacht.

Vergütung des Vorstands

Das Vergütungssystem für den Vorstand sieht grundsätzlich neben einem Fixum erfolgsabhängige Komponenten vor, die sich am Unternehmenserfolg bemessen. Die Vorstandsvergütung wird vom Aufsichtsratsplenum beraten und festgelegt sowie regelmäßig überprüft.

Vergütungsstruktur

Mit Vereinbarung vom 24. April 2018 wurde die Amtszeit des Vorstandes Pierre Hofer vom 19. Juli 2018 bis zum 31. Dezember 2022 verlängert.

Ab dem 01. Januar 2018 erhält Herr Hofer rückwirkend eine jährliche erfolgsunabhängige Vergütung von € 320.000,00. Die erfolgsunabhängige Festvergütung wird monatlich als Gehalt gezahlt.

Die Höhe der erfolgsabhängigen Vergütung (Tantieme) ist von der Erreichung jährlicher, mittelfristiger und langfristiger Ziele abhängig. Diese ergeben sich aus jährlichen Steigerungsraten, die jeweils erfüllt werden müssen. Hierbei werden Ergebnissteigerungen in der Pferdewette, die Steigerung der Marktkapitalisierung der pferdewetten.de AG und die Umsatzsteigerung in der Sportwette berücksichtigt.

Die variable Vergütung wird nach Erreichen des jeweiligen Zieles und der Feststellung des erreichten Jahresergebnisses durch den Aufsichtsrat der Gesellschaft zur Zahlung an den Vorstand fällig. Sie ist auf jährlich maximal € 180.000,00 begrenzt.

Im ersten Jahr der Vertragsunterzeichnung erhält der Vorstand zusätzlich € 25.000,00, wenn 1.000 Sportwettkunden eingezahlt haben.

Für die Dauer eines einjährigen nachvertraglichen Wettbewerbsverbots erhält Herr Hofer als Entschädigung 50% der zuletzt gewährten Bezüge. Auf die Entschädigung wird angerechnet, was Herr Hofer während der Dauer des Wettbewerbsverbots durch anderweitige Verwendung seiner Arbeitskraft erwirbt, soweit die Entschädigung durch Hinzurechnung der anderweitigen Einkünfte das zuletzt bezogene monatliche Bruttogehalt übersteigen würde.

Als Abfindung erhält Herr Hofer im Falle eines vorzeitigen Ausscheidens zwei Jahresgehälter. Falls die Restlaufzeit des Vertrags weniger als zwei Jahre beträgt, ist die Abfindung zeitanteilig zu berechnen.

Sonstige Leistungen

Herr Hofer wird ein angemessener Dienstwagen zur dienstlichen und privaten Nutzung auf Kosten der Gesellschaft zur Verfügung gestellt. Herr Hofer kann anstelle eines Dienstwagens eine Mobilitätszulage (Car Allowance) in Höhe von €1.500 (brutto) monatlich in Anspruch nehmen.

Im Rahmen der im Geschäftsjahr 2016 gewährten Aktienoptionen an die Mitarbeiter der pferdewetten.de AG und deren Tochtergesellschaften wurden dem Vorstand insgesamt 86.900 Bezugsrechte gewährt. Grundlage der Gewährung ist der Beschluss der Hauptversammlung vom 20. September 2016, demnach die Erfüllung der gewährten Aktienoptionen aus dem bedingten Kapital 20161 erfolgt. Die Optionen sind mit Hilfe des Black-Scholes-Modells zum Börsenkurs bei Begebung (€ 8,03) bewertet worden. Bei der Bewertung wurde die Ausübungshürde, die Sperrfrist (4 Jahre) berücksichtigt. Die Optionen können nur ausgeübt werden, wenn der Kurs der Aktie bei Ausübung mindestens 120 vom Hundert des Kurses der Aktie bei Begebung erreicht. Dabei ist ebenfalls der gewichtete Durchschnittkurs der vorangegangenen drei Monate maßgeblich.

Der auf den Vorstand entfallende Anteil am erfassten Gesamtaufwand für die gewährten Aktienoptionen beträgt T€ 136 (Vorjahr T€ 83).

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Anzahl
Ausstehende Optionen zum 1.1.2018 86.900,00
Gewährte Optionen in 2018 0,00
Ausgeübte Optionen in 2018 0,00
Ausstehende Optionen zum 31.12.2018 86.900,00
Ausübbare Optionen zum 31.12.2018 0,00
Gewichteter Durchschnitt der restlichen Vertragslaufzeit in Jahren: 1,7
Ausübungspreis in Euro je Aktien 8,03

Der auf den Vorstand entfallende Anteil am erfassten Gesamtaufwand für die gewährten Aktienoptionen beträgt T€ 136 (Vorjahr T€ 83).

Vergütungshöhe

Für das Geschäftsjahr 2018 hat der Vorstand die folgende Vergütung erhalten:

Vorstandsvergütung 2018

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Gewährte Zuwendungen

(alle Beträge in €)
Pierre Hofer, Alleinvorstand, Eintritt: 15. Juli 2010
2017 2018 2018 (Min) 2018 (Max)
--- --- --- --- ---
Festvergütung 180.000 320.000 320.000 320.000
Nebenleistungen 17.698 17.135 17.135 17.135
Summe 197.638 337.135 337.135 337.135
Einjährige variable Vergütung 140.000 55.000 0 205.000
Mehrjährige variable Vergütung langfristige Tantieme (bis 2018) 38.893 0 0 0
Aktienoptionen 0 0 0 0
Summe 178.893 55.000 0 205.000
Versorgungsaufwand 0 0 0 0
Gesamtvergütung 376.591 392.135 337.135 542.135

Bei der Festvergütung handelt es sich um das jeweilige Jahres-Bruttogehalt des Vorstands. Die Nebenleistungen umfassen geldwerte Vorteile aus Sachbezügen. Die Tantieme aus dem kurzfristigen Anreizsystem wird unter der einjährigen variablen Vergütung ausgewiesen. Die Tantieme aus den langfristigen Anreizprogrammen des Vorjahres (45% des Jahres-EBIT's bei Überschreitung der Zielwachstumsrate von 20% für den Zeitraum 2013 bis 2018) wird unter der mehrjährigen variablen Vergütung (Programm: „langfristige Tantieme") erfasst. Daneben handelt es sich bei der mehrjährigen variablen Vergütung um den beizulegenden Zeitwert der Gewährung von Aktienoptionen aus dem in 2016 abgeschlossenen Aktienoptionsprogramm. Im Geschäftsjahr 2016 wurden dem Vorstand 89.600 Aktienoptionen gewährt.

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Zufluss gewährte Zuwendungen

(alle Beträge in €)
Pierre Hofer, Alleinvorstand Eintritt: 15. Juli 2010
2017 2018
--- --- ---
Festvergütung 180.00 320.00
Nebenleistungen 17.698 17.135
Summe 197.638 337.135
Einjährige variable Vergütung 140.000 178.893
Mehrjährige variable Vergütung langfristige Tantieme (bis 2017) 0 0
Aktienoptionen 0 0
Summe 140.000 178.893
Versorgungsaufwand 0 0
Gesamtvergütung 337.698 516.028

Die auf das Geschäftsjahr 2018 entfallende Tantieme für Herrn Hofer in Höhe von T€ 55 (Vorjahr: 179 T€) wird nach Feststellung des Jahresabschlusses der pferdewetten.de AG in Höhe von T€ 30 zur Zahlung fällig. Der verbleibende Betrag in Höhe von T€ 25 wurde bereits zum Zeitpunkt der Zielerreichung fällig.

Vergütung des Aufsichtsrats

Die Aufsichtsratsvergütung wird von der Hauptversammlung beschlossen.

Vergütungsstruktur

● Die Mitglieder des Aufsichtsrats erhalten eine feste, nach Ablauf des Geschäftsjahres zahlbare jährliche Vergütung. Der Vorsitzende des Aufsichtsrats erhält € 5.000,00, die übrigen Mitglieder des Aufsichtsrates erhalten jeweils € 4.000,00.

● Zusätzlich erhalten die Mitglieder des Aufsichtsrats für die Teilnahme an Aufsichtsratssitzungen ein Sitzungsgeld in Höhe von je € 500,00. Für die Teilnahme an Telefonkonferenzen wird ein Sitzungsgeld in Höhe von je € 250,00 gezahlt.

● Ferner erhält jedes Mitglied des Aufsichtsrats eine variable Vergütung von 0,03 ‰ vom Konzern-EBIT nach IFRS. Ist das EBIT negativ, entfällt die variable Vergütung.

Soweit die Aufsichtsratsvergütung der Umsatzsteuer unterfällt, wird diese von der Gesellschaft erstattet. Aufsichtsratsmitglieder, die nur während eines Teils des Geschäftsjahres dem Aufsichtsrat angehören oder eine Vorsitzendenfunktion wahrgenommen haben, erhalten eine im Verhältnis der Zeit geringere Vergütung.

Sonstige Leistungen

Die Gesellschaft erstattet den Aufsichtsratsmitgliedern Spesen und Reisekosten auf Nachweis.

Vergütungshöhe

Für das Geschäftsjahr 2018 hat der Aufsichtsrat die folgende Vergütung erhalten:

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Angaben in € fixe Vergütung und Sitzungsgeld variable Vergütung Gesamt
Markus A. Knoss 8.250 0 8.250
Sergey Lychak 7.250 0 7.250
Lars-Wilhelm Baumgarten 7.250 0 7.250
Jochen Dickinger 7.250 0 7.250
Gesamt 30.000 0 30.000

Die Mitglieder des Aufsichtsrats haben im Geschäftsjahr 2018 folgende Aktiengeschäfte getätigt oder Aktienoptionen gehalten oder erhalten.

Aktiengeschäfte 2018

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Angaben i Bestand 1.1.2018 Aktienkauf Aktienverkauf Bestand 31.12.2018
Aufsichtsrat
Sergey Lychak 70.731 0 0 70.731
Markus A. Knoss 1.666 0 0 1.666
Lars-Wilhelm Baumgarten 201.818 0 0 201.818
Jochen Dickinger 230.386 0 0 230.386
Gesamt 504.601 504.601

Der Gesamtbesitz des Vorstands und des Aufsichtsrats an Aktien der pferdewetten.de AG beträgt am Bilanzstichtag damit mehr als 10% der ausgegebenen Aktien.

10 Abhängigkeitsbericht

Die pferdewetten.de AG war seit dem 18. Januar 2008 ein abhängiges Unternehmen im Sinne des § 17 Abs. 1 AktG, da sie im Mehrheitsbesitz der mybet Holding SE (ehemals JAXX SE) stand. Am 23. Juni 2016 hat die mybet Holding SE gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der pferdewetten.de AG, Kaistraße 4, 40221 Düsseldorf, Deutschland, die Schwelle von 50% am 10. Juni 2016 unterschritten hat und seitdem 0,0% beträgt. Die pferdewetten.de AG ist daher seit dem 10. Juni 2016 kein abhängiges Unternehmen im Sinne des § 17 Abs. 1 AktG, da sie nicht mehr im Mehrheitsbesitz der mybet Holding SE steht.

Somit besteht für das Geschäftsjahr 2018 kein Abhängigkeitsverhältnis mehr zur Mybet Holding SE oder zu keiner anderen Gesellschaft oder Privatperson.

11 Sonstige Angaben

a)

Vorstand und Aufsichtsräten wurden ihre Leistungen von der Gesellschaft in 2018 mit Festgehältern, -beträgen und/oder zusätzlichen, soweit im Anhang angegebenen, Entgelten vergütet.

b)

Das Grundkapital der pferdewetten.de AG von € 4.324.251 in der WKN A1K040 ist aufgeteilt in 4.324.251 nennwertlose auf den Inhaber lautende Stückaktien zu je € 1,00.

c)

Mit Datum vom 18. Januar 2008 hat die mybet Holding SE (ehemals JAXX SE), Kiel, mitgeteilt, dass sie einen Anteil von 59,58% an der pferdewetten.de AG erworben hat. Am 15. Oktober 2008 hat die mybet Holding SE gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass sie per 20. Juni 2008 über einen Stimmrechtsanteil von 62,36% verfügt hat. Am 13. Februar 2014 wurde die Gesellschaft darüber informiert, dass die mybet Holding SE derzeit 52,17% hält. Am 23. Juni 2016 hat die mybet Holding SE gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der pferdewetten.de AG, Kaistraße 4, 40221 Düsseldorf, Deutschland, die Schwelle von 50% am 10. Juni 2016 unterschritten hat und seitdem 0,0% beträgt.

d)

Die Vorschriften und Regelungen über die Ernennung und Abberufung der Mitglieder des Vorstandes und über die Änderung der Satzung ergeben sich aus dem Aktiengesetz. Die Satzung enthält keine abweichenden Regelungen.

e)

Das Grundkapital wurde 2016 aufgrund der Ermächtigung zum genehmigten Kapital 2011 um € 360.386,00 gegen Bareinlage mit Wirkung zum 14. Juli 2016 und in Höhe von € 360.000,00 durch die Ausübung der Aktienoptionen (Bedingtes Kapital 2011/I) bis zum 22. Juli 2016 erhöht. Das gezeichnete Kapital der pferdewetten.de AG beträgt zum 31. Dezember 2018 € 4.324.251,00. Es ist aufgeteilt in 4.324.251 nennwertlose auf den Inhaber lautende Stückaktien zu je € 1,00.

f)

Der Vorstand ist durch Beschluss der Hauptversammlung vom 20. September 2016 ermächtigt, das Grundkapital der Gesellschaft bis zum 19. September 2021 mit Zustimmung des Aufsichtsrats einmalig oder mehrmals um bis zu insgesamt € 1.980.000,00 durch Ausgabe von bis zu 1.980.000 neuen, auf den Inhaber lautenden Stückaktien mit Gewinnberechtigung ab dem Beginn des Geschäftsjahres, in dem sie ausgegeben werden, gegen Bar- oder Sacheinlage zu erhöhen (Genehmigtes Kapital 2016). Die neuen Aktien sind grundsätzlich den Aktionären zum Bezug anzubieten. Der Vorstand ist jedoch ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrates das Bezugsrecht der Aktionäre in folgenden Fällen auszuschließen,

a) für Spitzenbeträge, die sich aufgrund des Bezugsverhältnisses ergeben;
b) zum Zwecke des Erwerbs von Unternehmen, Unternehmensteilen, Beteiligungen an Unternehmen, gewerblichen Schutzrechten oder sonstigen einlagefähigen Vermögensgegenständen;

Die insgesamt aufgrund sämtlicher vorstehender Ermächtigungen unter Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre bei Kapitalerhöhungen gegen Bar- und/oder Sacheinlagen ausgegebenen Aktien dürfen 20% des zum Zeitpunkt der Eintragung der Ermächtigung bestehenden Grundkapitals der Gesellschaft (20 %-Grenze) nicht überschreiten.

Über den Inhalt der Aktienrechte und die weiteren Bedingungen der Aktienausgabe einschließlich des Ausgabebetrages entscheidet der Vorstand mit Zustimmung des Aufsichtsrats.

Das genehmigte Kapital 2011 wurde 2016 für die durchgeführte Barkapitalerhöhung ausgenutzt. Das danach verbleibende genehmigte Kapital 2011 in Höhe von € 1.439.614,00 ist durch Zeitablauf am 18. Juli 2017 erloschen.

g)

Das Grundkapital der Gesellschaft ist um bis zu € 197.500,00 durch Ausgabe von bis zu 197.500 neuen, auf den Inhaber lautenden Stückaktien bedingt erhöht (Bedingtes Kapital 20161). Die bedingte Kapitalerhöhung wird nur insoweit durchgeführt, wie Inhaber der Bezugsrechte, die von der Gesellschaft aufgrund der zu Tagesordnungspunkt 9 der Hauptversammlung vom 20. September 2016 beschlossenen Ermächtigung ausgegeben werden, von ihren Rechten auf den Bezug neuer Aktien Gebrauch machen. Die neuen Aktien nehmen von Beginn des Geschäftsjahres an, in dem sie durch Ausübung von Bezugsrechten entstehen, am Gewinn teil. Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrates die weiteren Einzelheiten der bedingten Kapitalerhöhung und ihrer Durchführung festzusetzen. Der Aufsichtsrat ist ermächtigt, Ziffer 3.6 der Satzung entsprechend der jeweiligen Inanspruchnahme des bedingten Kapitals anzupassen.

Am 21. September 2016 hat der Vorstand mit Zustimmung des Aufsichtsrates die Ermächtigung der Hauptversammlung zum bedingten Kapital 2016/I ausgeübt und den Mitarbeitern der pferdewetten.de AG und ihren Tochtergesellschaften 197.500 Aktienoptionen zum rechnerischen Nennwert von € 197.500 gewährt (Aktienoptionsprogramm 2016). Die Gewährung stand unter der aufschiebenden Bedingung der Eintragung der Satzungsänderung in das Handelsregister, die am 3. November 2016 erfolgte. Am 31. Dezember 2018 waren keine dieser Aktienoptionen wirksam. Die Aktienoptionen können nach Erfüllung der dazu vorgesehenen Voraussetzungen zur Ausgabe von bis zu 197.500 Stück Stammaktien führen, was 4,57% des Grundkapitals am 31. Dezember 2018 entspricht.

Das bedingte Kapital 2011/I wurde in vollständiger Höhe durch die Gewährung von Aktienoptionen an Mitarbeitern der pferdewetten.de AG und deren Tochtergesellschaften im Mai 2012 (Aktienoptionsprogram 2012) sowie deren vollständigen Ausübung der gewährten Aktienoptionsrechte von 360.000 Aktien im Juli 2017 ausgenutzt.

Das Grundkapital ist um bis zu € 1.580.000,00 durch Ausgabe von bis zu 1.580.000 neuen, auf den Inhaber lautenden Stückaktien bedingt erhöht (Bedingtes Kapital 201611). Die bedingte Kapitalerhöhung wird nur insoweit durchgeführt, wie Inhaber bzw. Gläubiger der Wandelschuldverschreibungen, die von der Gesellschaft aufgrund der zu Tagesordnungspunkt 10 der Hauptversammlung vom 20. September 2016 beschlossenen Ermächtigung ausgegeben werden, von ihren Wandlungsrechten auf Umtausch in neue Aktien Gebrauch machen oder Wandlungspflichten erfüllen und soweit die Gesellschaft die Bezugsrechte nicht in bar oder mit eigenen Aktien erfüllt. Die neuen Aktien nehmen von Beginn des Geschäftsjahres an, in dem sie durch Ausübung von Wandlungsrechten oder Erfüllung von Wandlungspflichten entstehen, am Gewinn teil. Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrates die weiteren Einzelheiten der bedingten Kapitalerhöhung und ihrer Durchführung festzulegen. Der Aufsichtsrat ist ermächtigt, Ziffer 3.7. der Satzung entsprechend der jeweiligen Inanspruchnahme des bedingten Kapitals anzupassen.

Das bedingte Kapital 2011/I in Höhe von € 1.440.000,00 ist durch Zeitablauf am 18. Juli 2017 erloschen.

h)

Mit Beschluss der Hauptversammlung am 18. Juni 2015 wurde die Gesellschaft ermächtigt, bis zum 17. Juni 2020 eigene Aktien im Umfang bis zu 10% des zum Zeitpunkt der Beschlussfassung bestehenden Grundkapitals zu erwerben und/oder als Pfand zu nehmen. Auf die erworbenen und die in Pfand genommenen Aktien dürfen zusammen mit anderen Aktien, die sich im Besitz der Gesellschaft befinden oder ihr gemäß §§ 7a ff. AktG zuzurechnen sind, zu keinem Zeitpunkt mehr als 10% des Grundkapitals entfallen. Die Ermächtigung darf nicht zum Zwecke des Handels in eigene Aktien ausgenutzt werden. Der Vorstand wird ermächtigt mit Zustimmung des Aufsichtsrats, Aktien der Gesellschaft, die aufgrund dieser Ermächtigung erworben oder infolge der Realisierung eines Pfandrechtes übertragen wurden, zu jedem gesetzlich zulässigen Zweck zu verwenden; insbesondere zu den nachfolgenden aufgeführten Zwecken:

a) Der Vorstand wird ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats die Aktien einzuziehen, ohne dass die Einziehung oder deren Durchführung eines weiteren Hauptversammlungsbeschlusses bedarf. Sie können auch im Wege des vereinfachten Verfahrens ohne Kapitalherabsetzung durch Anpassung des anteiligen rechnerischen Betrags der übrigen Stückaktien am Grundkapital der Gesellschaft eingezogen werden. Erfolgt die Einziehung im vereinfachten Verfahren, ist der Vorstand zur Anpassung der Zahl der Stückaktien in der Satzung ermächtigt.
b) Der Vorstand wird ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats die eigenen Aktien in anderer Weise als über die Börse oder durch ein Angebot an alle Aktionäre zu veräußern, sofern die Veräußerung gegen Bareinlage und zu einem Preis erfolgt, der den Börsenpreis von Aktien der Gesellschaft gleicher Ausstattung zum Zeitpunkt der Veräußerung nicht wesentlich unterschreitet. In diesem Fall darf die Anzahl der zu veräußernden Aktien die Grenze von 100 des Grundkapitals zum Zeitpunkt der Beschlussfassung der Hauptversammlung über diese Ermächtigung oder - falls der Wert geringer ist - zum Zeitpunkt der Ausnutzung insgesamt nicht übersteigen. Das vorgenannte Ermächtigungsvolumen von 10 % des Grundkapitals verringert sich um den anteiligen Betrag am Grundkapital, der auf Aktien entfällt oder auf den sich Wandlungs- und/oder Optionsrechte bzw. -pflichten aus Schuldverschreibungen beziehen, die nach Beginn des 18. Juni 2015 unter Bezugsrechtsausschluss in unmittelbarer, entsprechender oder sinngemäßer Anwendung von § 186 Abs. 3 Satz 4 AktG ausgegeben bzw. veräußert worden sind.
c) Der Vorstand wird darüber hinaus ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats die eigenen Aktien an Dritte gegen Sacheinlage zu veräußern, insbesondere im Zusammenhang mit dem Erwerb von Unternehmen, Teilen von Unternehmen oder Unternehmensbeteiligungen sowie Zusammenschlüssen von Unternehmen und dem Erwerb von sonstigen Vermögensgegenständen (einschließlich Forderungen).
d) Der Vorstand wird zudem ermächtigt, die eigenen Aktien mit Zustimmung des Aufsichtsrats zur Bedienung von der Gesellschaft begebener Schuldverschreibungen mit Options- oder Wandlungsrechten bzw. einer Wandlungspflicht zu verwenden, sofern die Schuldverschreibungen in entsprechender Anwendung der § 186 Abs. 3 Satz 4 AktG unter Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre begeben wurden oder begeben werden.

Die Ermächtigungen können jeweils einmalig oder mehrmals, ganz oder in Teilen, einzeln oder gemeinsam ausgenutzt werden. Die Ermächtigung kann unmittelbar durch die Gesellschaft oder durch von der Gesellschaft beauftragte Dritte ausgeübt werden.

Das Bezugsrecht der Aktionäre auf diese eigenen Aktien wird insoweit ausgeschlossen, wie diese Aktien gemäß den Ermächtigungen lit. a) bis d) verwendet werden. Darüber hinaus kann der Vorstand im Falle der Veräußerung von Aktien im Rahmen eines Verkaufsangebots an die Aktionäre mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Bezugsrecht ausschließen, um Spitzenbeträge auszuschließen.

12 Zukünftige Entwicklung

Der Konzern wird sich im Wettgeschäft auch 2019 auf die Vermarktung von Wetten über Online-Vertriebskanäle fokussieren, wobei sich bietende Chancen im Shopbereich oder Übernahmen von kleineren Wettbewerbern, wie zuletzt der Kauf der Plattformen „equi8" und „lotos-wetten', ergriffen werden, sofern sich diese für den Konzern rentieren.

Die bereits in 2018 begonnene Vermarktung unserer Wettplattform auch an dritte Unternehmen aus der Pferde- und Sportwettbranche wird in 2018 weiter vorangetrieben. Um die große Nachfrage nach Produkten und Serviceleistungen der Gesellschaft im Bereich Pferdewetten befriedigen zu können, wird deshalb weiterhin vor allem in Hardware, die technische Infrastruktur und Personal investiert. So konnten in den letzten Wochen und Monaten mehrere Dienstleistungsprojekte angeschoben werden, die nach der Umsetzung und Testphase in 2018 zu weiteren Erhöhungen der Geschäftstätigkeit führen werden. Die Gesellschaft erwartet aus diesem Geschäft mittelfristig nachhaltige Umsätze im mittleren sechsstelligen Bereich pro Jahr. Die damit verbundenen zusätzlichen Mittel werden auch für den Vertrieb und Ausbau der Online-Wettangebote eingesetzt und bilden damit eine zusätzliche treibende Kraft für diese Aktivitäten.

Zeitgleich kümmert sich der Konzern um die Etablierung des neu geschaffenen Segments der Sportwetten. Hier wird der Ertrag der Pferdewetten in das Marketing investiert, sodass auch hier für die Zukunft ein zweites Standbein geschaffen werden kann.

Für eine Neuaufnahme der Aktivitäten im Bereich des Casino- und Pokergeschäftes wird die Entwicklung der gesetzlichen Vorgaben abgewartet. Die Gesellschaft bleibt damit auch für diese Märkte in Vorbereitung, um bei sich bietenden Möglichkeiten die für die Gesellschaft enormen Wachstumschancen nutzen zu können.

Zusammenfassende Aussage des Prognoseberichts:

Unter den dargestellten Annahmen geht das Management des Konzerns für das zukünftige Geschäftsjahr 2019 weiterhin von einer positiven Entwicklung aus. Aufgrund der stetigen Erweiterung von Kooperationen mit Dritten in der Pferdewette und der Erhöhung der Sportwettenerlöse erwartet der Konzern neben einer weiterhin hohen Kundenzufriedenheit ein Wachstum in 2019 von ca. 100 - 200 bzw. brutto Wett- und Gamingerträge (Hold) von € 22,0 bis € 24 Mio. Auch bei den geplanten Umsatzerlösen erwartet der Konzern eine Steigerung im niedrigen zweistelligen Prozentbereich. Geplante Investitionen im Bereich der Sportwetten und weiteren Marketingaktivitäten im Auslandsgeschäft der Pferdewetten werden auch die damit zusammenhängenden Aufwendungen in 2018 deutlich steigern. Das Ergebnis (EBIT) in der Pferdewette betrug im Geschäftsjahr 2018 € 5 Mio. Hinzu kamen direkte Investitionen in das Marketing und den Aufbau des Sportwetten-Geschäfts, die zu Aufwendungen in Höhe von € 4 Mio geführt haben. Unter Berücksichtigung der Holdplanung und der erhöhten Aufwendungen in der Sportwette erwartet der Konzern folglich ein EBIT in 2019 zwischen € 1,0 Mio. und € 2,0 Mio. Aufgrund von weiteren Investitionen in der Sportwette, wenn sich außerplanmäßige Chancen zur Marktdurchdringung ergeben, kann sich diese Prognose noch verschlechtern. Allerdings ist nach dem heutigen Stand ein negatives Ergebnis nicht geplant. Hinsichtlich der Vermögens- und Finanzlage erwarten wir keine wesentlichen Änderungen im Vergleich zu 2018. Überschüsse an frei verfügbaren finanziellen Mitteln werden vor allem in den Ausbau des Online-Wettgeschäfts, vorrangig in die Sportwetten, investiert.

Für die pferdewetten.de AG erwarten wir aufgrund ihrer Holdingfunktion und ohne Berücksichtigung des Gewinnabführungsvertrages mit der pferdewetten-service.de GmbH sowie außerplanmäßiger Effekte, die aus heutiger Sicht nicht absehbar sind, in 2019 ein negatives Ergebnis von rund € 0,6 Mio. Aus dem Gewinnabführungsvertrag mit der pferdewetten-service.de GmbH wird ausgehend von der Planung der pferdewetten-service.de GmbH ein Ertrag vor Steuern für 2019 von ca. € 2 Mio. bis € 3 Mio. erwartet.

Hinsichtlich der Vermögens- und Finanzlage erwarten wir keine wesentlichen Änderungen im Vergleich zu 2018. Überschüsse an frei verfügbaren finanziellen Mitteln werden wir vorrangig vor allem in den Ausbau des Online-Wettgeschäfts investieren.

Düsseldorf, 27. März 2019

Pierre Hofer, Vorstand

Erklärung von Vorstand und Aufsichtsrat gemäß § 161 AktG

der pferdewetten. de AG

Vorstand und Aufsichtsrat der pferdewetten.de AG erklären, dass den Empfehlungen der „Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex" in der Fassung vom 07. Februar 2017 seit der letzten Erklärung im Februar 2018 mit folgenden Ausnahmen entsprochen wurde und wird:

1. Selbstbehalt bei D&O Versicherung

(Ziffer 3.8. Absatz 3 des Kodex):

Der Deutsche Corporate Governance Kodex sieht in Ziffer 3.8 Abs. 3 vor, dass bei Abschluss einer D&O-Versicherung für den Aufsichtsrat ein Selbstbehalt vereinbart werden soll.

Für den Aufsichtsrat ist kein Selbstbehalt vorgesehen. Der Aufsichtsrat hält für sich einen Selbstbehalt bei der D&O-Versicherung nicht für ein adäquates Mittel zur Erreichung der Ziele des Deutschen Corporate Governance Kodex. Solche Selbst-behalte werden typischerweise ihrerseits versichert, wodurch die eigentliche Funktion des Selbstbehalts unterlaufen wird.

2. Einrichtung eines Hinweisgebersystems für Beschäftigte

(Ziffer 4.1.3 Satz 3 1. HS des)

Nach der Empfehlung in Ziff. 4.1.3 Satz 3 1. HS DCGK soll Beschäftigten auf geeignete Weise die Möglichkeit eingeräumt werden, geschützt Hinweise auf Rechtsverstöße im Unternehmen zu geben.

Vorstand und Aufsichtsrat sind der Auffassung, dass aufgrund der geringen Unternehmensgröße sowie der unternehmensinternen Vertrauenskultur etwaige Rechtsverstöße direkt kommuniziert werden. Außerdem stehen Vorstand und Aufsichtsrat einem Hinweisgebersystem aufgrund der damit verbundenen potentiellen Nachteile, so insbesondere des Missbrauchsrisikos und einer Atmosphäre des Misstrauens mit negativen Auswirkungen auf Betriebsklima und Mitarbeitermotivation, ablehnend gegenüber.

3. Alleinvorstand

(Ziffer 4.2.1. Satz 1 des Kodex):

Aufgrund der Größe der pferdewetten.de AG und den damit verbundenen Aufgaben des Vorstands wurde ein Alleinvorstand bestellt. Eine Geschäftsordnung zur Regelung der Ressortzuständigkeiten bei mehreren Vorständen und der erforderlichen Mehrheiten bei Vorstandsbeschlüssen in einer Geschäftsordnung ist daher entbehrlich. Unabhängig davon unterliegt der Vorstand einer Geschäftsordnung.

4. Vergütung des Vorstands

(Ziffer 4.2.2 und 4.2.3 des Kodex):

Gemäß Ziffer 4.2.3 Abs. 2 haben variable Vergütungsteile grundsätzlich eine mehrjährige Bemessungsgrundlage, die im Wesentlichen zukunftsbezogen sein soll und sowohl positiven als auch negativen Entwicklungen Rechnung tragen soll.

Eine Begrenzung ist im bestehenden Vergütungsmodell nur teilweise, und zwar für einen Teil der variablen Vergütung vorgesehen. Ferner tragen die variablen Vergütungsbestandteile einer negativen Entwicklung derzeit keine Rechnung. Auch eine mehrjährige Bemessungsgrundlage besteht nicht.

Der Aufsichtsrat hält die Vergütung des Vorstands trotz der vorstehend genannten Abweichungen vom Kodex für angemessen.

Nach der Empfehlung des Kodex in Ziffer 4.2.2 Abs. 2 S. 3 soll der Aufsichtsrat das Verhältnis der Vorstandsvergütung zur Vergütung des oberen Führungskreises und der Belegschaft insgesamt auch in der zeitlichen Entwicklung berücksichtigen.

Bei der Neubestellung 2018 wurde die Vorstandsvergütung angepasst. Dabei spielten die wesentliche Rolle die Leistungen, die der heutige Vorstand der Gesellschaft bereits erbracht hat. Auch auf Grund der geringen Unternehmensgröße und der Anzahl der Beschäftigten erscheint die Ermittlung der Vorstandsvergütung auf Grund des Vergleichs zur Vergütung des oberen Führungskreises und der Belegschaft insgesamt als nicht zweckmäßig.

5. Nachfolgeplanung, Diversity und Altersgrenze für Vorstandsmitglieder und Aufsichtsratsmitglieder

(Ziffer 5.1.2; 5.4.1 des Kodex):

Der Aufsichtsrat soll bei der Zusammensetzung des Vorstands auch auf Vielfalt (Diversity) achten und mit dem Vorstand, diesen betreffend, für eine langfristige Nachfolgeplanung sorgen. Der Aufsichtsrat entscheidet bei der Besetzung des Vorstands allein nach Sachverstand und Kompetenz. Der Vorstand besteht aus einer Person.

Eine langfristige Nachfolgeplanung für den Vorstand ist auf Grund des Alters des Vorstands und der Größe des Unternehmens bisher nicht angezeigt.

Der Kodex empfiehlt in Ziffer 5.1.2 Absatz 2 ferner die Festlegung einer Altersgrenze für Vorstandsmitglieder sowie in Ziffer 5.4.1 die Festlegung einer Altersgrenze für Aufsichtsratsmitglieder. Bei der pferdewetten.de AG bestehen für Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats derzeit keine Altersgrenzen, da die Festlegung einer bestimmten Altersgrenze nicht adäquat ist, sondern vor allem die erforderlichen Kenntnisse und Erfahrungen relevant sind.

6. Bildung von Ausschüssen

(5.3.1 Satz 1, 5.3.2 Absatz 1, 5.3.3 des Kodex):

Mit Blick auf die Größe der Gesellschaft und die damit verbundene Größe der Besetzung des Aufsichtsrats der Gesellschaft mit vier Mitgliedern besteht bei der pferdewetten.de AG derzeit lediglich ein Beschlüsse des Aufsichtsrats vorbereitender Planungs- und Prüfungsausschuss (Audit Committee).

7. Zusammensetzung des Aufsichtsrats

(Ziffer 5.4.1. Abs. 2 und Abs. 4 Satz 1 und 2 des Kodex)

Der Aufsichtsrat hat keine konkreten Ziele -mit Ausnahme der nach dem Gleichstellungsgesetz geforderten Festlegung einer Zielgröße für den Anteil von Frauen im Aufsichtsrat- für seine Zusammensetzung entsprechend der Empfehlung in Ziffer 5.4.1 Abs. 2 festgelegt und ebenfalls kein Kompetenzprofil für das Gesamtgremium erarbeitet. Er hat bereits in der Vergangenheit bei seinen Personalvorschlägen allein nach Sachverstand und Kompetenz entschieden. Der Aufsichtsrat beabsichtigt, bei zukünftigen Wahlvorschlägen weiterhin vorrangig die fachliche und persönliche Kompetenz für die Entscheidung zu Grunde zu legen. Bedingt durch die geringe Anzahl von Aufsichtsratsmitgliedern und das Geschäftsfeld, in dem die Gesellschaft tätig ist, sieht der Aufsichtsrat von konkreten Zielsetzungen und der Erarbeitung eines Kompetenzprofils für das Gesamtgremium jeweils nach Ziffer 5.4.1. Abs. 2 des Kodex ab.

8. Vergütung der Aufsichtsratsmitglieder

(Ziffer 5.4.6 des Kodex)

Gemäß Ziffer 5.4.6 Abs. 1 Satz 2 sollen bei der Festlegung der Aufsichtsratvergütung der Vorsitz und der stellvertretende Vorsitz im Aufsichtsrat sowie der Vorsitz und die Mitgliedschaft in den Ausschüssen berücksichtigt werden.

Die heutige Vergütungsstruktur sieht die erhöhte Vergütung für den Vorsitzenden des Aufsichtsrats vor, allerdings nicht für den stellvertretenden Vorsitz und auch nicht für die Tätigkeit in Ausschüssen. Auf Grund der Unternehmensgröße und der damit verbundenen Größe des Aufsichtsrats der Gesellschaft mit vier Mitgliedern wurde nur ein Ausschuss nämlich ein Planungs- und Prüfungsausschuss (Audit Committee) gebildet, in dem alle Aufsichtsratsmitglieder tätig sind. Mit der für sie vorgesehenen Aufsichtsratsvergütung ist die Mitarbeit im Audit Committee berücksichtigt.

Eine erfolgsorientierte Vergütung soll auf eine nachhaltige Unternehmensentwicklung ausgerichtet sein (Ziffer 5.4.6 Abs. 2 Satz 2).

Der Aufsichtsrat hat derzeit neben einer festen Vergütung auch Anspruch auf ein Sitzungsgeld und eine erfolgsorientierte Vergütung, die sich am erreichten EBIT der Gesellschaft orientiert und die damit nur mittelbar auf eine nachhaltige Unternehmensentwicklung ausgerichtet ist.

Der Aufsichtsrat vertritt die Ansicht, dass die heutige Vergütungsstruktur der Größe und der wirtschaftlichen Situation des Unternehmens entspricht.

Düsseldorf, im Februar 2019

pferdewetten.de AG

Der Vorstand

Konzernbilanz zum 31.12.2018

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Vermögenswerte Anhang 31.12.2018 31.12.2017
T€
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Langfristige Vermögenswerte
Immaterielle Vermögensgegenstände 3.1. 2.951.221,96 3.230
Sachanlagenvermögen 3.2. 348.199,47 331
Sonstige finanzielle Vermögenswerte 3.3. 531.987,80 536
Latente Steuern 3.4. 1.922.606,00 2.050
5.754.015,23 6.147
Kurzfristige Vermögenswerte
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 3.5. 984.601,35 1.100
Sonstige finanzielle Vermögenswerte 3.5. 5.494.247,78 4.833
Sonstige nicht-finanzielle Vermögenswerte 3.5. 340.923,39 121
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 3.6. 8.313.304,09 6.897
15.133.076,61 12.951
Summe Vermögenswerte 20.887.091,84 19.098
Eigenkapital und Schulden Anhang 31.12.2018 31.12.2017
T€
Eigenkapital
Gezeichnetes Kapital 3.7. 4.324.251,00 4.324
Kapitalrücklage 3.7. 2.222.337,78 2.222
Andere Gewinnrücklagen 3.7. 1.300.036,23 1.300
Rücklage für in Eigenkapital zu erfüllende
Arbeitnehmervergütungen 3.7. 429.900,00 241
Neubewertungsrücklage für Finanzinvestitionen 3.7. -89.946,02 9
Konzernbilanzgewinn 3.7. 4.743.411,06 5.916
12.929.990,05 14.012
Kurzfristige Schulden
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 3.8. 1.192617,83 1.039
Verbindlichkeiten aus Kundengeldern 3.9 4.497.118,88 2.657
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 3.10. 782.525,51 600
Sonstige nicht-finanzielle Verbindlichkeiten 3.10. 215.826,10 383
Ertragsteuerverbindlichkeiten 3.11. 1.169.013,47 327
Rückstellungen 3.12. 100.000,00 80
7.957.101,79 5.086
Summe Eigenkapital und Schulden 20.887.091,84 19.098

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung und sonstiges Ergebnis für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2018

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Anhang 2018 2017
T€
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1. 1. Umsatzerlöse 4.1
a) Umsatzerlöse Wettgeschäft 6.852.260,65 4.780
b) Sonstige Umsatzerlöse 8.638,50 494.771,36 99
c) Erhaltene Wettprovisionen 4.224.457,62 680.080,4 3.762
11.085.356,77 8.641
3. 2. Sonstige Erträge 4.2 259.955,45 398
11.345.312,22 9.039
4. 3. Materialaufwand
a) Aufwendungen für bezogene Waren 4.3 -11.636,96 -43.285,61 -21
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 4.4 -4.826.266,50 -1.422.053,98 -2.102
-4.837.903,46 -2.123
4. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 4.5 -2.701.599,16 -747.181,10 -2.138
b) Soziale Abgaben 4.5 -367.913,94 -94.874,71 -269
-3.069.513,10 -2.407
5. Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen 4.6 -358.279,64 -329
5. 6. Sonstige Aufwendungen 4.7 -2.276.424,15 -1.934
7. Betriebsergebnis 803.191,87
8. Zinsaufwendungen -6.046,12 -7
9. Aufwendungen aus der Anpassung des beizulegenden Zeitwertes von Fremdkapitalinstrumenten 93.982.39 0
10. Zinserträge 4.8 120.114,60 119
11. Finanzergebnis 4.9 20.086,09 112
12. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -1.422.180,67 131
13. Ergebnis nach Steuern 4.10 -598.902,71 2.489
14. Sonstige Steuern 40.659,71
15. Konzernergebnis -558.243,00 2.601
Vom Konzernergebnis entfallen auf:
Minderheitsgesellschafter 0,00 0
10. Aktionäre der pferdewetten.de AG -558.243,00 2.601
Ergebnis je Aktie
14. Unverwässert 4.11 -0,13 0,60
Verwässert 4.11 -0,12 0,57
Posten. die unter bestimmten Bedingungen zukünftig in die Konzerngewinn- und Verlustrechnung umgegliedert werden:
Erfasste Nettogewinne- und verluste aus finanziellen Vermögenswerten der Kategorie „zur Veräußerung verfügbar‟ 0,00 9
Veränderung des beizulegenden Zeitwerts von Fremdkapitalinstrumenten, die erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden -100.228,93 0
Kumulierter Gewinn/Verlust, der beim Abgang der Fremdkapitalinstrumente in die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert wurde -7.671,94 0
Sonstiges Ergebnis -107.900,87 9
Konzerngesamtergebnis -666.143,87 2.610
Minderheitsgesellschafter 0,00 0
Aktionäre der pferdewetten.de AG 666.143,87 2.610

Konzernkapitalflussrechnung vom 01.01.2018 bis 31.12.2018

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Geschäftsjahr Vorjahr
Anhang T€ T€
--- --- --- ---
-558 2.601
-/+ Saldo Zinserträge und -aufwendungen -114 -112
+ Abschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens 358 329
-/+ Abnahme/Zunahme der Rückstellungen 20 -4
+ Verlust aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens 1 0
+ Ertragsteuern 1.422 -131
+ Sonstige nicht zahlungswirksame Aufwendungen und Erträge 293 111
- Zunahme/Abnahme der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 116 -700
- Zunahme anderer Aktiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind -1.038 -405
-/+ Zunahme/Abnahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie aus Kundengeldern 153 2.126
+ Zunahme anderer Passiva, die nicht der Investitions- oder der Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind 1.673 176
- gezahlte Zinsen -6 -7
+ erhaltene Zinsen 92 60
- gezahlte Ertragsteuern -445 -596
Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit 5. 1.966 3.448
+ Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des 3 0
Sachanlagevermögens
- Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen -100 -265
- Auszahlungen für Investitionen in das immaterielle Anlagevermögen 0 -304
+ Einzahlungen aus Abgängen von lfr. finanziellen Vermögenswerten 4 0
- Auszahlungen für Investitionen in lfr. finanzielle Vermögenswerte 0 -38
- Auszahlungen aufgrund von Finanzmittelanlagen im Rahmen der kurzfristigen Finanzdisposition -1.116 -2.371
+ Einzahlungen aufgrund von Finanzmittelanlagen im Rahmen der kurzfristigen Finanzdisposition 1.266 0
Cashflow aus der Investitionstätigkeit 5. 57 -2.978
- Auszahlungen an Unternehmenseigner -605 -519
0
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit 5. -605 -519
Zahlungswirksame Veränderungen des Finanzmittelfonds 1.418 -49
+ Finanzmittelfonds am Anfang der Periode 6.895 6.944
Finanzmittelfonds am Ende der Periode 8.313 6.895

Konzernanlagenspiegel zum 31.12.2018

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Anhang Anschaffungs-, Herstellungskosten 01.01.2018 Zugänge Abgänge Anschaffungs-, Herstellungskosten 31.12.2018 kumulierte Abschreibungen 01.01.2018
Anlagevermögen
--- --- --- --- --- --- ---
I. Immaterielle Vermögenswerte
1. Software, Lizenzen und andere Rechte 3.1. 2.092.665,27 0,00 0,00 2.092.665,27 899.204,27
2. Selbst erstellte immaterielle Vermögenswerte 3.1. 1.358.714,79 0,00 0,00 1.358.714,79 655.937,79
3. Geschäfts- oder Firmenwert 3.1. 1.604.827,39 0,00 0,00 1.604.827,39 270.745,43
Summe immaterielle Vermögenswerte 5.056.207,45 0,00 0,00 5.056.207,45 1.825.887,49
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs-und Geschäftsausstattung 3.2. 521.468,62 100.257,11 4.640,00 617.085,73 190.971,62
Summe Sachanlagen 521.468,62 100.257,11 4.640,00 617.085,73 190.971,62
Summe Anlagevermögen 5.577.676,07 100.257,11 4.640,00 5.673.293,18 2.016.859,11

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Anhang Abschreibungen Geschäftsjahr Abgänge kumulierte Abschreibungen 31.12.2018 Buchwert 31.12.2018
Anlagevermögen
--- --- --- --- --- ---
I. Immaterielle Vermögenswerte
1. Software, Lizenzen und andere Rechte 3.1. 62.816,00 0,00 962.020,27 1.130.645,00
2. Selbst erstellte immaterielle Vermögenswerte 3.1. 216.282,00 0,00 872.219,79 486.495,00
3. Geschäfts- oder Firmenwert 3.1. 0,00 0,00 270.745,43 1.334.081,96
Summe immaterielle Vermögenswerte 279.098,00 0,00 2.104.985.49 2.951.221,96
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.2. 79.181,64 1.267,00 268.886,26 348.199,47
Summe Sachanlagen 79.181,64 1.267,00 268.886,26 348.199,47
Summe Anlagevermögen 358.279,64 1.267,00 2.373.871,75 3.299.421,43

Konzernanlagenspiegel zum 31.12.2017

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Anhang Anschaffungs-, Herstellungskosten 01.01.2017 Zugänge Abgänge Anschaffungs-, Herstellungskosten 31.12.2017 kumulierte Abschreibungen 01.01.2017
Anlagevermögen
--- --- --- --- --- --- ---
I. Immaterielle Vermögenswerte
1. Software, Lizenzen und andere Rechte 3.1. 1.788.565,27 304.100,00 0,00 2.092.665,27 863.699,27
2. Selbst erstellte immaterielle Vermögenswerte 3.1. 1.358.715,79 0,00 1,00 1.358.714,79 439.655,79
3. Geschäfts- oder Firmenwert 3.1. 1.604.827,39 0,00 0,00 1.604.827,39 270.745,43
Summe immaterielle Vermögenswerte 4.752.108,45 304.100,00 1,00 5.056.207,45 1.574.100,49
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.2. 469.239,69 265.216,83 212.987,90 521.468,62 326.368,67
Summe Sachanlagen 469.239,69 265.216,83 212.987,90 521.468,62 326.368,67
Summe Anlagevermögen 5.221.348,14 569.316,83 212.988,90 5.577.676,07 1.900.469,16

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Anhang Abschreibungen Geschäftsjahr Abgänge kumulierte Abschreibungen 31.12.2017 Buchwert 31.12.2017
Anlagevermögen
--- --- --- --- --- ---
I. Immaterielle Vermögenswerte
1. Software, Lizenzen und andere Rechte 3.1. 35.505,00 0,00 899.204,27 1.193.461,00
2. Selbst erstellte immaterielle Vermögenswerte 3.1. 216.282,00 0,00 655.937,79 702.777,00
3. Geschäfts- oder Firmenwert 3.1. 0,00 0,00 270.745,43 1.334.081,96
Summe immaterielle Vermögenswerte 251.787,00 0,00 1.825.887,49 3.230.319,96
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.2. 77.217,85 212.614,90 190.971,62 330.497,00
Summe Sachanlagen 77.217,85 212.614,90 190.971,62 330.497,00
Summe Anlagevermögen 329.004,85 212.614,90 2.016.859,11 3.560.816,96

Eigenkapitalveränderungsrechnung vom 01.01.2017 bis 31.12.2018

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Anhang Gezeichnetes Kapital Kapitalrücklage Andere Gewinnrücklagen Rücklage (für in Eigenkapital zu erfüllender Arbeitnehmervergütungen)
T€ T€ T€ T€
--- --- --- --- --- ---
Stand 1. Januar 2017 4.324,3 2.222,4 1.300,0 52,2
Erfassung von anteilsbasierten Vergütungen 6.3 0,0 0,0 0,0 188,8
Dividendenaus-schüttung 3.7 0,0 0,0 0,0
Konzerngesamtergebnis 3.7 0,0 0,0 0,0 0,0
Stand 31. Dezember 2017 4.324.3 2.222,4 1.300,0 241,0
Umgliederung der Neubewertungsrücklage für Finanzinvestionen zum Zeitpunkt der Umstellung auf IFRS 9 0,0 0,0 0,0 0,0
Umgliederung der Neubewertungsrücklage für Finanzinvestionen beim Abgang erfolgsneu- trat zum beizulegenden Zeitwert bewerteter Fremdkapitalinstrumente 0,0 0,0 0,0 0,0
Erfassung von anteilsbasierten Vergütungen 6.3 0,0 0,0 0,0 188,9
Dividendenausschüttung 3,7 0,0 0,0 0,0 0,0
Konzerngesamtergebnis 3.7 0,0 0,0 0,0 0,0
Stand 31. Dezember 2018 4.324,3 2.222,4 1.300,0 429,9

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Neubewertungsrücklage (für Finanzinvestitionen) Bilanzgewinn Anteile Aktionäre (der pferdewetten.de AG) Gesamt
T€ T€ T€ T€
--- --- --- --- ---
Stand 1. Januar 2017 0,4 3.834,3 11.733,6 11.733,6
Erfassung von anteilsbasierten Vergütungen 0,0 0,0 188,8 188,8
Dividendenaus-schüttung 0,0 -518,9 -518,9 -518,9
Konzerngesamtergebnis 8,6 2.600,6 2.609,2 2.609,2
Stand 31. Dezember 2017 9,0 5.916,0 14.012,7 14.012.7
Umgliederung der Neubewertungsrücklage für Finanzinvestionen zum Zeitpunkt der Umstellung auf IFRS 9 9,0 -9,0 0,0 0,0
Umgliederung der Neubewertungsrücklage für Finanzinvestionen beim Abgang erfolgsneu- trat zum beizulegenden Zeitwert bewerteter Fremdkapitalinstrumente -7,7 0,0 -7,7 -7,7
Erfassung von anteilsbasierten Vergütungen 0,0 0,0 188,9 188,9
Dividendenausschüttung 0,0 -605,4 -605,4 -605,4
Konzerngesamtergebnis -100,3 -558,2 -658,5 -658,5
Stand 31. Dezember 2018 -90,0 4.743,4 12.930,0 12.930,0

Konzernanhang nach IFRS zum 31.12.2018

1. Allgemeine Erläuterungen

1.1 Gegenstand des Unternehmens und der Tochtergesellschaften

Unter der Firmierung pferdewetten.de AG, Düsseldorf, verfolgt die Gesellschaft als Unternehmensgegenstand die Wahrnehmung der Holdingfunktion für Unternehmen jeder Art und unterschiedlicher Rechtsformen durch Beteiligung, Erwerb, Halten, Verwaltung und Verwertung anderer Unternehmen sowie von Unternehmensbeteiligungen, insbesondere solcher Unternehmen, deren Geschäftszweck die Durchführung und Veranstaltung von Sport- und Pferdewetten im In- und Ausland ist, sowie die Erbringung von Marketing- und Consultingleistungen im Segment Pferdewetten. Sitz der Gesellschaft ist die Kaistraße 4 in 40221 Düsseldorf, Deutschland. Die Gesellschaft ist im Handelsregister des Amtsgerichts Düsseldorf unter der HRB 66533 eingetragen. Sie ist das Mutterunternehmen, das den Konzernabschluss für den größten und den kleinsten Kreis von Unternehmen aufstellt.

Die pferdewetten.de AG bietet als Mutterunternehmen über ihre Tochtergesellschaften im In-und Ausland die Veranstaltung von Pferdewetten sowie die Vermittlung solcher Wetten an. Dabei erfolgt die Vermittlung der Wetten über mehrere Vertriebskanäle. Kunden der pferdewetten.de AG und ihrer Tochtergesellschaften (in der Folge auch „pferdewetten.de AG" oder „Konzern" genannt) können Wettgeschäfte im konzerneigenen Ladengeschäft in Deutschland, über das Telefon und über das Internet abschließen. Innerhalb des Konzerns werden Pferdewetten hauptsächlich von einer in Deutschland ansässigen Tochtergesellschaft, der pferdewetten-service.de GmbH, Düsseldorf, vermarktet. Eine Ausnahme bildet die Vermarktung des Wettgeschäftes in Österreich, diese erfolgt durch die in Österreich ansässige Tochtergesellschaft pferdewetten.at GmbH. Buchmacher ist die netX Betting Ltd., Malta.

Im Geschäftsjahr 2018 erfolgte der Wiedereinstieg in die Vermarktung des Bereich Sportwetten. Dieses Geschäft wird über die sportwetten.de GmbH durchgeführt.

1.2 Anwendung neuer und geänderter Rechnungslegungsvorschriften

Folgende durch den IASB verabschiedete Änderungen sind im Geschäftsjahr 2018 erstmalig anzuwenden.

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Standard/Interpretation Titel des Standards/der Interpretation bzw. der Überarbeitung Erstmalige Anwendung
IFRS 9 Finanzinstrumente 1.1.2018
IFRS 15 Erlöse aus Verträgen mit Kunden inklusive Änderung an IFRS 15: Datum der erstmaligen Anwendung 1.1.2018
Klarstellungen zu IFRS 15 Klarstellungen zu IFRS 15 1.1.2018
Änderungen an IFRS 4 und IFRS 9 Anwendung von IFRS 9 Finanzinstrumente gemeinsam mit IFRS 4 Versicherungsverträge 1.1.2018
Änderungen an IFRS 2 Klassifizierung und Bewertung von anteilsbasierten Vergütungen 1.1.2018
Änderungen an IAS 40 Übertragungen von als Finanzinvestitionen gehaltenen Immobilien 1.1.2018
IFRIC 22 Transaktionen in fremder Währung und im Voraus gezahlte Gegenleistung 1.1.2018
Jährliche Verbesserungen Zyklus 2014 - 2016 Verbesserungen an IFRS 1 und IAS 28 1.1.2018

Die Änderungen der Interpretationen haben keine oder keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzernabschluss.

Folgende Standards und Interpretationen sind vom IASB bereits beschlossen, aber erst ab dem Geschäftsjahr 2019 ff. verpflichtend anzuwenden und werden durch den Konzern nicht vorzeitig angewendet:

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Standard/Interpretation Titel des Standards/der Interpretation bzw. der Überarbeitung Erstmalige Anwendung
IFRS 16 Leasing 1.1.2019
IFRS 17 Versicherungsverträge 1.1.2021
Änderungen an IFRS 10 und IAS 28 Veräußerung oder Einbringung von Vermögenswerten zwischen einem Investor und einem assoziiertem Unternehmen auf unbestimmte Zeit verschoben
Änderungen an IFRS 9 Kündigungsvereinbarung mit negativer Ausgleichsleistung 1.1.2019
Änderungen an IAS 28 Langfristige Anteile an assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen 1.1.2019
IFRIC 23 Unsicherheiten bei der ertragsteuerlichen Behandlung 1.1.2019
Jährliche Verbesserungen Zyklus 2015 - 2017 Änderungen und Klarstellungen zu IFRS 3, IFRS 11, IAS 12 und IAS 23 1.1.2019
IAS 19 Planänderungen, -kürzungen oder -abgeltung 1.1.2019
IAS 1 IAS 8 Definition von Wesentlichkeit 1.1.2020
IFRS 3 Definition eines Geschäftsbetriebes 1.1.2020

Geschäftsjahre, die am oder nach dem angegebenen Datum beginnen. Sofern kein EU-Endorsement vorliegt wird die Erstmalige Pflichtanwendung gem. IASB angegeben.

IFRS 9 - Finanzinstrumente

Der im Juli 2014 herausgegebene IFRS 9 ersetzt die bestehenden Leitlinien in IAS 39 Finanzinstrumente: Ansatz und Bewertung. IFRS 9 Finanzinstrumente enthält Vorschriften für den Ansatz, die Bewertung und Ausbuchung sowie für die Bilanzierung von Sicherungsbeziehungen. In der Fassung vom Juli 2014 wurden die zuvor noch fehlenden bzw. zu überarbeitenden Kapitel zur Klassifizierung und Bewertung finanzieller Vermögenswerte und zu Wertminderungen eingefügt. Daneben enthält der Standard die bereits in 2013 veröffentlichten Vorschriften zur Abbildung von Sicherungsbeziehungen. Ebenso enthält dieser ein neues Modell der erwarteten Kreditausfälle zur Berechnung der Wertminderung von finanziellen Vermögenswerten sowie die neuen allgemeinen Bilanzierungsvorschriften für Sicherungsgeschäfte. Gegenüber dem bisherigen Standard IAS 39 sind die Anforderungen von IFRS 9 zum Anwendungsbereich und zur Ein- und Ausbuchung von Finanzinstrumenten weitestgehend unverändert.

Basierend auf einer Analyse der finanziellen Vermögenswerte und finanziellen Verbindlichkeiten des Konzerns zum 31. Dezember 2018 hat das Management folgenden Veränderungen identifiziert:

Bezüglich der Klassifizierung finanzieller Vermögenswerte, die bisher zu fortgeführten Anschaffungskosten bewerten wurden, und der Bilanzierung finanzieller Verbindlichkeiten gibt es keine Änderungen.

Wertpapiere dienen zur Risikoabsicherung von unerwarteten Wettverlusten und werden sowohl zur Vereinnahmung der vertraglichen Cashflows als auch zur Veräußerung gehalten.

Die Kapitalmarktpapiere, bei denen die Zahlungsstrombedingungen des IFRS 9 erfüllt waren, wurden zum 1.1.2018 der FVOCI-Kategorie zugeordnet. Bei diesen FK-Instrumenten handelt es sich ausschließlich um Schuldinstrumente, bei denen die Zahlungsströme nur aus Zins- und Tilgungszahlungen resultieren. Die Änderungen des beizulegenden Zeitwerts dieser Kapitalmarktpapiere, die zum 1. Januar 2018 einen Buchwert von 1.354 T€ hatten, werden - wie in den Vorjahren - im sonstigen Ergebnis erfasst. Die Bildung einer Risikovorsorge, sofern erforderlich, wird erfolgswirksam erfasst.

Alle anderen Kapitalmarktpapiere stellen FK-Instrumente dar, die die Zahlungsstrombedingungen nicht erfüllen, und wurden der Kategorie FVTPL zugeordnet. Die Änderungen des beizulegenden Zeitwerts dieser Kapitalmarktpapiere, die zum 1. Januar 2018 einen Buchwert von 2.000 T€ hatten, werden erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.

Der Wechsel vom incurred loss model (IAS 39) zum expected loss model (IFRS 9) hatte geschäftsmodellinhärent keine wesentlichen Auswirkungen. Der Konzern erzielt seine Umsatzerlöse aus dem Wettgeschäft in der Regel gegen Vorkasse der Kunden. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen resultieren im Wesentlichen aus Forderungen aus der Vermittlung von Wetten für eine geringe Anzahl von Rennvereinen sowie aus Einzelforderungen gegenüber Kunden des stationären Wettbüros. In der Vergangenheit wurden hier keine wesentlichen Forderungsverluste realisiert und Wertberichtigungen waren nur in äußerst seltenen Einzelfällen erforderlich. Auch für die Zukunft erwartet der Konzern aufgrund dieses Geschäftsmodells keine nennenswerten Forderungsverluste. Auch in Bezug auf die Kapitalmarktpapiere erwartet der Konzern aufgrund der ausschließlichen Anlage in Wertpapiere mit einer geringen Ausfallwahrscheinlichkeit keine wesentlichen Ausfälle. In der Vergangenheit war kein Ausfall zu verzeichnen. Die erstmalige Anwendung erfolgte zum 1. Januar 2018 ohne Anpassung der Vorperiode:

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davon bewertet zu
T€ Kategorie 1 IAS 39 Kategorie 1 IFRS 9 fortgeführten Anschaffungskosten 01.01.2018 Fair Value 01.01.2018
--- --- --- --- ---
Aktiva
lfr. Sonstige finanzielle Vermögenswerte KuF FAAC 536
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen KuF FAAC 1.100
krzf. und Ifr. Sonstige finanzielle Vermögenswerte FK Instrumente die die Zahlungsstrombedingungen nicht erfüllen AfS FVTPL 2.000
krzf. Sonstige finanzielle Vermögenswerte FK Instrumente die die Zahlungsstrombedingungen erfüllen AfS FVOCI 1.354
Zahlungsmittel KuF FAAC 6.897
Passiva
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen SfV FLAC 1.039
Verbindlichkeiten aus Kundengelder SfV FLAC 2.657
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten SfV FLAC 600

Erklärungen der Abkürzungen

FLAC: Financial Liabilities measured at Amortised Costs

FVTPL: Financial Assets at fair value through profit or loss

FVOCI: Financial Assets al fair value through OCI

FAAC: Financial Assets measured at Amortised Costs

KuF: Kredite und Forderungen

AfS: Available for Sale

SfV: sonstige finanzielle Verbindlichkeiten

IFRS 15 - Erlöse aus Verträgen mit Kunden

IFRS 15 legt einen umfassenden Rahmen zur Bestimmung fest, ob, in welcher Höhe und zu welchem Zeitpunkt Umsatzerlöse erfasst werden. Er ersetzt bestehende Leitlinien zur Erfassung von Umsatzerlösen, darunter IAS 18 Umsatzerlöse, IAS 11 Fertigungsaufträge und IFRIC 13 Kundenbindungsprogramme. Der neue Standard sieht ein einziges, prinzipienbasiertes fünfstufiges Modell vor, das auf alle Verträge mit Kunden anzuwenden ist. Wesentliche Ausnahmen bilden Verträge über Leasingverhältnisse, Finanzinstrumente und Versicherungsverträge.

Wettumsätze, als eine der Hauptumsatzquellen, werden nach IFRS 9 bilanziert und fallen somit nicht in den Anwendungsbereich des IFRS 15. Bei den Leistungsverpflichtungen, die unter IFRS 15 fallen, handelt es sich um die Dienstleistung der Vermittlung von Wetten an Pferderennbahnen. Die Analyse im Rahmen der Erstanwendung von IFRS 15 hat hierbei ergeben, dass abzugrenzende Vertriebskosten nicht bestehen, Finanzierungskomponenten nicht enthalten sind und Garantieleistungen nicht erfolgen. Aus der Vermittlung von Wetten werden Umsätze generiert, die zum Zeitpunkt des Eintritts des Wettereignisses als realisiert gelten. Aus der Anwendung des IFRS 15 auf Basis des aktuellen Geschäftsmodells ergeben sich daher keine Änderungen im Vergleich zur bisherigen Bilanzierung nach IAS 18.

IFRS 16 - Leasingverhältnisse

IFRS 16 regelt die Bilanzierung von Leasingverhältnissen und ersetzt den Vorgängerstandard IAS 17. Nach dem neuen Standard besteht nunmehr eine grundsätzliche Bilanzierungspflicht von Rechten und Pflichten aus Leasingverhältnissen beim Leasingnehmer. Demzufolge bilanzieren Leasingnehmer künftig das Nutzungsrecht aus einem Leasinggegenstand (sog. right-of-use asset) sowie eine korrespondierende Leasingverbindlichkeit. Während der Laufzeit des Leasingvertrags wird die Leasingverbindlichkeit finanzmathematisch fortgeschrieben, während das Nutzungsrecht planmäßig abgeschrieben wird. Dabei sind die Regelungen des IFRS 16 auf jeden Vertrag einzeln anzuwenden. Leasinggeber und Leasingnehmer haben allerdings unter bestimmten Voraussetzungen die Möglichkeit, anstelle einer Einzelbetrachtung eine Betrachtung in Portfolien vorzunehmen, auf die dann die Regelungen des IFRS 16 angewendet werden. Zudem bestehen einzelne Erleichterungswahlrechte für Leasingnehmer in Hinblick auf kurzfristige Leasingverhältnisse sowie Vereinbarungen über geringwertige Vermögenswerte. Für Leasinggeber besteht auch nach dem neuen Standard unverändert eine Unterscheidung zwischen Finanzierungsund Mietleasingverträgen. IFRS 16 sieht neben Änderungen in der Bilanzierung auch eine Ausweitung der Angabepflichten sowohl für Leasinggeber als auch für Leasingnehmer vor. Der Konzern wird IFRS 16 erstmals für das am 1. Januar 2019 beginnende Geschäftsjahr anwenden. Es wird die modifiziert retrospektive Methode Anwendung finden. Bei dieser Methode wird der kumulative Effekt aus der Erstanwendung als einmalige Anpassung in der Eröffnungsbilanz zum 1. Januar 2019 im Eigenkapital erfasst. Es ergeben sich auf Basis der durchgeführten Analysen keine wesentlichen Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage. Nutzungsrechte und Leasingverbindlichkeiten belaufen sich auf Basis dieser Analysen zum 1. Januar 2019 in gleicher Höhe auf rund 0,4 bis 0,7 Mio. EUR und führen zu einer entsprechenden Erhöhung der Bilanzsumme.

Auf eine weitere detaillierte Darstellung von neuen oder geänderten Standards bzw. Interpretationen wird im Folgenden verzichtet, da die Auswirkungen aus ihrer erstmaligen Anwendung auf die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns voraussichtlich von untergeordneter Bedeutung sein werden.

1.3 Konsolidierung

a) Konsolidierungsgrundsätze

In den Konzernabschluss sind neben der pferdewetten.de AG diejenigen Unternehmen einbezogen worden, bei denen die pferdewetten.de AG zum Bilanzstichtag die Verfügungsgewalt über das Beteiligungsunternehmen ausüben kann, schwankenden Renditen aus ihrer Beteiligung ausgesetzt ist und die Renditen aufgrund ihrer Verfügungsgewalt der Höhe nach beeinflussen kann. Die pferdewetten.de AG besitzt an allen einbezogenen Unternehmen die Mehrheit der Stimmrechte. Sie hat daher die Verfügungsgewalt, über die sie die Möglichkeit hat, die Rückflüsse aus der Beteiligung zu beeinflussen.

Beteiligungsunternehmen, bei denen die pferdewetten.de AG zwar keine Stimmrechtsmehrheit oder Stimmrechte besitzt, aber die Möglichkeit hat, die maßgeblichen Tätigkeiten des Beteiligungsunternehmens aufgrund anderer substanzieller Rechte zu bestimmen, werden konsolidiert, sofern derartige substanzielle Rechte am Bilanzstichtag vorhanden sind. Zum Bilanzstichtag ergaben sich hieraus keine weiteren zu konsolidierenden Unternehmen.

Ein Tochterunternehmen wird ab dem Zeitpunkt, zu dem die Gesellschaft die Beherrschung über das Tochterunternehmen erlangt, bis zu dem Zeitpunkt, an dem die Beherrschung durch die Gesellschaft endet, in den Konzernabschluss einbezogen. Die Ergebnisse der im Laufe des Jahres erworbenen oder veräußerten Tochterunternehmen werden entsprechend vom tatsächlichen Erwerbszeitpunkt bzw. bis zum tatsächlichen Abgangszeitpunkt in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.

Die in die Konsolidierung einbezogenen Abschlüsse der in- und ausländischen Tochterunternehmen werden gemäß IFRS 10 nach einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden aufgestellt.

Die Einzelabschlüsse der verbundenen Unternehmen sind auf den Stichtag des Konzernabschlusses aufgestellt.

Zwischengesellschaftliche Salden und Transaktionen einschließlich zwischengesellschaftlicher Gewinne und Verluste wurden eliminiert. Auf temporäre Differenzen werden latente Steuern angesetzt.

Der Erwerb von Geschäftsbetrieben wird nach der Erwerbsmethode bilanziert. Ansatzfähige Vermögenswerte und Schulden werden bei der Erstkonsolidierung mit ihren Zeitwerten angesetzt.

b) Konsolidierungskreis

Die nachfolgenden Gesellschaften wurden in den Konzernabschluss einbezogen. Bis auf die netX International Ltd., netX Betting Ltd., netX Services Ltd. und netX Casino Ltd., die ihren Sitz auf Malta haben und die pferdewetten.at GmbH mit Sitz in Österreich, sind alle übrigen Tochtergesellschaften in Deutschland ansässig.

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Zeitpunkt Erstkonsolidierung Kapitalanteil 2018 Eigenkapital* 31.12.2018 Jahresergebnis* 2018
% T€ T€
--- --- --- --- ---
pferdewetten-service.de GmbH, Düsseldorf 12.08.2003 100,00 25 0
netX International Ltd., Malta 01.04.2005 100,00 817 -3
netX Services Ltd., Malta 01.04.2005 100,00 922 847
netX Betting Ltd., Malta 01.04.2005 100,00 3.062 2.506
netX Casino Ltd. i.L., Malta 01.04.2005 100,00 -1 0
Accendere GmbH, Düsseldorf 01.03.2009 100,00 -132 40
pferdewetten.at GmbH, Österreich 19.05.2016 100,00 -116 -121
sportwetten.de GmbH, Düsseldorf 01.03.2018 100,00 -4.272 -4.297

*Angaben entsprechend IFRS

Der Kapitalanteil entspricht jeweils dem Stimmrechtsanteil.

Die netX Betting Ltd., netX Services Ltd. und netX Casino Ltd. sind zu über 99% Tochtergesellschaften der netX International Ltd.

Die pferdewetten-service.de GmbH hält an den maltesischen Gesellschaften jeweils einen Kapitalanteil von einem Euro, der einer Beteiligung von unter 1% entspricht.

Die Geschäftstätigkeit der pferdewetten-service.de GmbH umfasst vor allem die Wettvermittlung und das Wettgeschäft im Wettbüro München. Des Weiteren wurden durch sie der Wiedereinstieg in den Sportwettbereich vorbereitet, der seit März 2018 durch die neu gegründete sportwetten.de GmbH, Düsseldorf, durchgeführt wird. Die pferdewetten.at GmbH ist für die Wettvermittlung in Österreich zuständig.

Für die Betreuung und Anbindung weiterer Kooperationspartner an der Wettsoftware ist die Accendere GmbH zuständig. Sie erzielt vor allem Erträge aus der Erbringung von Telekommunikations- und IT-Dienstleistungen. Über den Buchmacher, die netX Betting Ltd., wird vor allem das Online-Wettgeschäft abgewickelt. Die netX Service Ltd. ist für die Wettvermittlung auf Malta zuständig. Die netX International Ltd. ist die Holdinggesellschaft der maltesischen Tochtergesellschaften. Sie verfolgt keine eigene Geschäftstätigkeit.

Die maltesische Gesellschaft netX Casino Ltd. befindet sich in Liquidation und ist nicht mehr operativ tätig.

Die PLB Poker Lounge Baden GmbH i. L., Iffezheim, wurde aus Gründen der Unwesentlichkeit in 2011 entkonsolidiert. Sie ist nicht mehr operativ tätig. Zum 31. Dezember 2011 wurde für dieses Tochterunternehmen die finale Bilanz erstellt. Die Steuerveranlagungen für 2011 erfolgten im Jahr 2013, die endgültige Löschung der Gesellschaft im Handelsregister steht derzeit weiterhin noch aus.

2 Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Der Konzernabschluss zum 31. Dezember 2018 der pferdewetten.de AG, Düsseldorf, wurde im Einklang mit den vom International Accounting Standards Board (IASB) verabschiedeten und veröffentlichten International Financial Reporting Standards (IFRS) sowie Interpretationen des IFRS Interpretations Committee (IFRS IC), wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315e Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften aufgestellt.

Der Konzernabschluss der pferdewetten.de AG für das Geschäftsjahr 2018 wurde durch den Vorstand am 26. März 2019 zur Vorlage an den Aufsichtsrat der Gesellschaft freigegeben (Freigabe zur Veröffentlichung). Der Aufsichtsrat wird den Konzernabschluss voraussichtlich am 27. März 2019 billigen. Nach nationalem Recht darf der IFRS-Konzernabschluss nach Billigung durch den Aufsichtsrat nur in Ausnahmefällen geändert werden.

Folgende wesentliche Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurden bei der Erstellung des Konzernabschlusses der pferdewetten.de AG angewandt.

a) Darstellungsmethode

Mit Ausnahme der Finanzinstrumente, die zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, erfolgte die Erstellung des Abschlusses unter Heranziehung der historischen Anschaffungs- oder Herstellungskosten.

Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt.

b) Berichtswährung

Alle Konzerngesellschaften bilanzieren in Euro. Der Konzernabschluss wurde in Euro aufgestellt. Sofern nicht anderweitig angegeben, sind alle Beträge gerundet in Tausend Euro (T€) aufgeführt.

c) Immaterielle Vermögenswerte

Erworbene immaterielle Vermögenswerte sind anfänglich zu ihren Anschaffungskosten bewertet, selbst erstellte immaterielle Vermögenswerte gemäß IAS 38 zu ihren Herstellungskosten.

Immaterielle Vermögenswerte werden ausgewiesen, wenn es wahrscheinlich ist, dass der dem Vermögenswert zuzuordnende künftige wirtschaftliche Nutzen dem Unternehmen zufließen wird und dass Anschaffungs- oder Herstellungskosten des Vermögenswertes zuverlässig bemessen werden können. Forschungsaufwendungen werden nicht aktiviert, sondern in der Periode, in der sie anfallen, ergebniswirksam erfasst.

In der Folgebewertung werden die immateriellen Vermögenswerte zu ihren Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich der kumulierten planmäßigen Abschreibungen und der kumulierten Wertminderungsaufwendungen angesetzt. Erworbene und selbst erstellte immaterielle Vermögenswerte werden linear über die geschätzte Nutzungsdauer abgeschrieben. Die Nutzungsdauer bestimmt sich nach der Laufzeit der Lizenzen und Rechte, der betriebsgewöhnlichen Nutzung bei erworbener Software und bei selbst erstellter Software nach dem Zeitraum, über den Umsätze mit dieser erzielt werden können. Der Abschreibungszeitraum und die -methode werden jährlich zum Ende eines Geschäftsjahres überprüft. Vermögenswerte werden zum Bilanzstichtag zusätzlich außerplanmäßig abgeschrieben, wenn der erzielbare Betrag (Recoverable Amount) unter den fortgeführten Anschaffungs- oder Herstellungskosten liegt. Eine Zuschreibung erfolgt bei Fortfall der Gründe einer in Vorjahren vorgenommenen außerplanmäßigen Abschreibung.

Die Anschaffungskosten neuer Software werden aktiviert und als ein immaterieller Vermögenswert betrachtet, sofern diese Kosten kein integraler Bestandteil der zugehörigen Hardware sind. Software wird über einen Zeitraum von drei bis sechs Jahren linear abgeschrieben.

Die selbst erstellten und die übrigen erworbenen immateriellen Vermögenswerte werden über sechs bis zehn Jahre abgeschrieben.

Die erworbenen Domains in Höhe von 715 T€ stellen nicht abnutzbare ähnliche Rechte dar. Die Bezeichnungen der wesentlichen Domains sind derart allgemein, dass sich neben der nicht vorhandenen technischen Abnutzung auch keine wirtschaftliche Abnutzung ergibt und sie daher nicht planmäßig abgeschrieben werden, sondern mindestens einmal jährlich und immer dann, wenn ein Anhaltspunkt für eine Wertminderung vorliegt, einem Wertminderungstest unterzogen werden. Für die Bestimmung des Vorliegens einer Wertminderung der Domains ist es erforderlich, den erzielbaren Betrag zu ermitteln. Der erzielbare Betrag ist der höhere Betrag aus beizulegendem Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten und dem Nutzungswert. Für Zwecke des jährlichen Impairment Tests ermittelt der Konzern den beizulegenden Zeitwert abzüglich Kosten der Veräußerung mittels einer Multiplikator-Bewertung (vergleichende Marktbewertung). Aus der durchgeführten Bewertung hat sich kein Abwertungsbedarf ergeben.

d) Geschäfts- oder Firmenwert

Als Geschäfts- oder Firmenwert wird der Überschuss der Anschaffungskosten eines Unternehmenserwerbs, zum Tage des Kaufs, über den erworbenen Anteil an den beizulegenden Zeitwerten der identifizierbaren Vermögenswerte des erworbenen Unternehmens verstanden.

Geschäfts- oder Firmenwerte aus einem Unternehmenserwerb werden in Übereinstimmung mit IFRS 3 (Business Combinations) ermittelt und aktiviert. Nach dem erstmaligen Ansatz wird der Geschäfts- oder Firmenwert zu Anschaffungskosten abzüglich kumulierter Wertminderungsaufwendungen bewertet.

Die Geschäfts- oder Firmenwerte werden nicht planmäßig abgeschrieben, sondern mindestens einmal jährlich nach IAS 36, bei Vorliegen bestimmter Anzeichen auch häufiger, einem Impairment Test unterzogen. Zu diesem Zweck werden die Geschäfts- oder Firmenwerte im Erwerbszeitpunkt den zahlungsmittelgenerierenden Einheiten zugeordnet, von denen erwartet wird, dass sie einen Nutzen aus dem Unternehmenszusammenschluss ziehen.

Zum 31. Dezember 2018 erfolgte der Wertminderungstest für den gesamten Geschäfts- oder Firmenwert in der zahlungsmittelgenerierenden Einheit „Wettgeschäft".

Für die Bestimmung des Vorliegens einer Wertminderung des Geschäfts- oder Firmenwertes ist es erforderlich, den erzielbaren Betrag der zahlungsmittelgenerierenden Einheit, welcher der Geschäfts- oder Firmenwert zugeordnet worden ist, zu ermitteln.

Der erzielbare Betrag einer zahlungsmittelgenerierenden Einheit ist der höhere Betrag aus beizulegendem Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten und dem Nutzungswert.

Für Zwecke des jährlichen Impairment Tests ermittelt der Konzern den Nutzungswert der zahlungsmittelgenerierenden Einheit.

Die Ermittlung des Nutzungswertes der zahlungsmittelgenerierenden Einheit erfolgt mithilfe der Discounted-Cashflow-Methode auf Basis geplanter zukünftiger Cashflows, die mit einem gewichteten durchschnittlichen Kapitalkostensatz diskontiert werden. Diesen Berechnungen liegen detaillierte Planungen, wie sie auch für interne Zwecke verwendet werden, für die nächsten fünf Geschäftsjahre (Detailplanungsphase) zugrunde. Für die Zeit danach wird das EBIT des fünften Jahres als ewige Rente ermittelt (Ewige-Rente-Phase). Für den Barwert der ewigen Rente wurde keine Wachstumsrate unterstellt.

Der Diskontierungszinssatz spiegelt die Kapitalkosten wider. Sie werden als gewichteter Durchschnitt der Eigen- und Fremdkapitalkosten berechnet, wobei der Anteil am Gesamtkapital ausschlaggebend ist.

Der Basiszinssatz repräsentiert eine risikofreie und fristadäquate Alternativanlage. Für die Bestimmung des Basiszinssatzes wurde von der Zinsstrukturkurve für Staatsanleihen ausgegangen, da die aus der Zinsstrukturkurve abgeleiteten fristadäquaten Zerobondfaktoren die Einhaltung der Laufzeitäquivalenz gewährleisten (sogenannte Svensson Methodik).

Die Berechnung der kapitalmarktorientierten Marktrisikoprämie erfolgt durch Bildung der Differenzrendite zwischen Anlagen in ein repräsentatives Marktportfolio, bestehend aus Unternehmensanteilen (Aktien), und risikolosen Anlagen.

Der Betafaktor wird anhand von historischen Betafaktoren (z. B. auf Basis von Bloomberg- Daten) von relevanten Peer-Group-Unternehmen ermittelt. Als Peer-Group-Unternehmen wurden börsennotierte Gesellschaften mit vergleichbaren Produkt- und Dienstleistungsgruppen sowie Absatzmärkten herangezogen.

Zur Ermittlung der Fremdkapitalkosten wurde der Zinssatz für eine laufzeitäquivalente europäische Anleihe verwendet.

Der zur Diskontierung der geschätzten Zahlungsreihen herangezogene Vorsteuerzinssatz beträgt 9,15 % (Vorjahr 7,88 %) bei der zahlungsmittelgenerierenden Einheit „Wettgeschäft". Der Buchwert der Geschäfts- oder Firmenwerte betrug zum 31. Dezember 2018 insgesamt 1.334 T€ (2017: 1.334 T€).

Die zur Bestimmung des Nutzungswertes der Zahlungsmittel generierenden Einheit „Wettgeschäft" unterstellten Cashflows wurden der aktuellen Unternehmensplanung entnommen. In dieser gehen wir von einer Steigerung der absoluten Wettmargen und der Vermittlungsprovisionen durch die Zunahme der aktiven Wettkunden aus. Sie berücksichtigt Erfahrungen des Managements, insbesondere die Wettmarge (Hold) der vorangegangenen Periode und des aktuellen Berichtjahres, sowie zukünftige Erwartungen. Für die Cashflow-Prognosen für den Wettbereich wurde eine Wachstumsrate von durchschnittlich 7,0 % (Vorjahr 10,0 %) für die nächsten fünf Jahre bezogen auf die Wetteinsätze zugrunde gelegt. Etwaige betragliche Beschränkungen im Wetteinsatz von Kunden, die in Deutschland ansässig sind, wurden auf der Basis der derzeitigen Verhandlungen mit der zuständigen Behörde, die für die Erteilung der Lizenz zum Anbieten von Pferdewetten im Internet und deren Auflagen in Deutschland zuständig ist, und unseren Kenntnissen über Ausnahmegenehmigungen bei unseren Mitbewerbern berücksichtigt. Zum Ausbau des Kundenstamms investiert die pferdewetten.de AG stetig in die Weiterentwicklung, Aktualität und Benutzerfreundlichkeit der Wettplattform. Die hierfür erforderlichen Investitionen wurden bei der Ermittlung der Cashflows eingeplant. Zudem wurden Kundengewinnungskosten, die sich vor allem in der Gewährung von Kundenboni äußern, mit einer proportionalen Steigerung zu den Umsatzerlösen berücksichtigt.

Da der Nutzungswert der zahlungsmittelgenerierenden Einheit, der sich auf Basis der angewandten Zinssätze ergibt, deutlich oberhalb der Buchwerte liegt, besteht ein geringes Risiko im Wesentlichen darin, dass die Planannahmen bezüglich des Kundenwachstums nicht erreicht werden, höhere Kundengewinnungskosten eintreten könnten als geplant oder die Auflagen der deutschen Behörden betreffend der beantragten Lizenz zum Anbieten von Pferdewetten im Internet anders festgesetzt werden, als dies bisher im Rahmen der Unternehmensplanung kalkuliert wurde und erwartet wird.

Eine Verminderung der unterstellten Cashflows um minus 10 % oder eine Erhöhung des Diskontierungszinssatzes um 5%-Punkte hätten zu keinem Abwertungsbedarf geführt. Bei einem unterstellten Cashflow in der Unternehmensplanung in Höhe des Istwertes des aktuellen Geschäftsjahres in der Detailplanungsphase 2019 bis 2023 und der Ewigen-Rente-Phase hätte sich ebenso keine Abwertung der aktivierten Geschäfts- oder Firmenwerte der zahlungsmittelgenerierenden Einheit im Wettgeschäft ergeben.

Aus heutiger Sicht ist das Management der Auffassung, dass keine nach vernünftigem Ermessen grundsätzlich mögliche Änderung einer der zur Bestimmung der Nutzungswerte getroffenen Grundannahme dazu führen könnte, dass eine Wertberichtigung der Geschäfts- oder Firmenwerte wahrscheinlich ist.

e) Sachanlagen

Die Bilanzierung der Sachanlagen erfolgt zu ihren Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige nutzungsbedingte Abschreibungen. Die Anlagen-, Betriebs- und Geschäftsausstattung wird linear über drei bis dreizehn Jahre abgeschrieben. Einer voraussichtlich dauernden Wertminderung, die über den nutzungsbedingten Werteverzehr hinausgeht, wird durch außerplanmäßige Abschreibungen Rechnung getragen. Wenn Sachanlagen veräußert werden oder ausscheiden, werden deren Buchwerte aus der Bilanz eliminiert und der aus ihrem Verkauf resultierende Gewinn oder Verlust in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.

Die ursprünglichen Anschaffungs- oder Herstellungskosten von Sachanlagen umfassen den Kaufpreis und alle direkt zurechenbaren Kosten dafür, den Vermögenswert in einen betriebsbereiten Zustand zu versetzen und an den Standort seiner beabsichtigten Verwendung zu bringen. Aufwendungen, die nachträglich entstehen, nachdem der Wert des Sachanlagevermögens angesetzt wurde, wie Wartungs- und Instandhaltungskosten, werden in der Periode erfolgswirksam ausgewiesen, in der die Kosten entstanden sind.

In Fällen, in denen eindeutig nachgewiesen werden kann, dass die Aufwendungen zu einem Anstieg des zukünftig zu erwartenden wirtschaftlichen Nutzens aus dem Gebrauch des Vermögenswertes gegenüber dessen ursprünglichen Leistungsgrad führen, werden die Ausgaben als nachträgliche Anschaffungskosten aktiviert.

Die verwendeten Nutzungsdauern und Abschreibungsmethoden werden in jeder Periode überprüft, um sicherzustellen, dass die Abschreibungsmethode und der Abschreibungszeitraum mit dem erwarteten wirtschaftlichen Nutzen aus Gegenständen des Sachanlagevermögens übereinstimmen.

f) Finanzinstrumente

Finanzielle Vermögenswerte und finanzielle Verbindlichkeiten sind zu erfassen, wenn ein Konzernunternehmen Vertragspartei des Finanzinstruments wird.

Die finanziellen Vermögenswerte setzen sich aus Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstigen finanziellen Vermögenswerten zusammen.

Finanzielle Vermögenswerte werden in der Konzernbilanz angesetzt, wenn dem Konzern ein vertragliches Recht zusteht, Zahlungsmittel oder andere finanzielle Vermögenswerte von einer anderen Partei zu erhalten. Finanzielle Vermögenswerte werden bei ihrem erstmaligen Ansatz mit den beizulegenden Zeitwerten (in der Regel Rückzahlungsbetrag am Handelstag) zzgl. der Transaktionskosten angesetzt. Transaktionskosten, die beim Erwerb von erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewerteten finanziellen Vermögenswerten anfallen, werden unmittelbar aufwandswirksam erfasst.

Im Zeitpunkt des Zugangs erfolgt nach Art und Verwendungszweck des finanziellen Vermögenswerts eine Kategorisierung, die die Folgebewertung und den Ausweis der finanziellen Vermögenswerte bestimmt.

Fremdkapitalinstrumente, die beide folgende Bedingungen erfüllen, werden zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Berücksichtigung der Effektivzinsmethode bewertet (FAAC):

Der finanzielle Vermögenswert wird im Rahmen eines Geschäftsmodells gehalten, dessen Zielsetzung in der Vereinnahmung der vertraglichen Zahlungsströme besteht;
Die Vertragsbedingungen des finanziellen Vermögenswerts stellen ausschließlich Zins- und Tilgungszahlungen auf den ausstehenden Kapitalbetrag dar.

Soweit Fremdkapitalinstrumente die beiden folgenden Bedingungen erfüllen, werden sie erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert bewertet (FVOC):

Der finanzielle Vermögenswert wird im Rahmen eines Geschäftsmodells gehalten, dessen Zielsetzung sowohl in der Vereinnahmung der vertraglichen Zahlungsströme als auch in dem Verkauf der finanziellen Vermögenswerte besteht;
Die Vertragsbedingungen des finanziellen Vermögenswerts stellen ausschließlich Zins- und Tilgungszahlungen auf den ausstehenden Nominalbetrag dar.

Wird bei einem dieser Fremdkapitalinstrumente eine Marktpreisänderung festgestellt, erfolgt die Berücksichtigung über das übrige Konzernergebnis. Die kumulierten Wertänderungen werden in der Neubewertungsrücklage für Finanzinvestitionen im Eigenkapital ausgewiesen, sofern sie keine Wertberichtigungen im Sinne des IFRS 9 darstellen. Wird das Fremdkapitalinstrument veräußert, wird die kumulierte Wertänderung in die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert.

Alle anderen finanziellen Vermögenswerte, die die oben genannte Bedingungen nicht erfüllen, werden grundsätzlich erfolgswirksam zum beizlegenden Zeitwert bewertet (FVTPL). Bei dieser Klassifikation werden die Wertänderungen der beizulegenden Zeitwerte in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesen.

Die Ermittlung des beizulegenden Zeitwertes der Kapitalmarktpapiere basiert auf dem am Bilanzstichtag notierten Marktpreis (Börsenkurs, Stufe 1 der Fair-Value-Hierarchie).

Ein finanzieller Vermögenswert wird ausgebucht, wenn das Konzernunternehmen die Verfügungsmacht über die vertraglichen Rechte verliert, aus denen der finanzielle Vermögenswert besteht.

Wertberichtigungen bei Fremdkapitalinstrumenten der Kategorien FAAC und FVOC erfolgen auf der Basis der erwarteten Kreditausfälle („Expected Loss Modell"; ECL). Wertberichtigungen werden in Höhe des erwarteten 12-Monats-Kreditverlusts bemessen, außer wenn sich das Kreditrisiko für diesen finanziellen Vermögenswert seit dem erstmaligen Ansatz signifikant erhöht hat. In diesem Fall erfasst der Konzern eine Wertberichtigung in Höhe der über die Laufzeit erwarteten Kreditverluste. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen unterliegen dem sogenannten vereinfachten Wertminderungsmodell, wonach Wertberichtigungen stets in Höhe der über die Laufzeit erwarteten Kreditverluste erfasst werden.

Unter die finanziellen Verbindlichkeiten fallen insbesondere Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, Verbindlichkeiten aus Kundengeldern und sonstige finanzielle Verbindlichkeiten.

Finanzielle Verbindlichkeiten werden in der Konzernbilanz angesetzt, wenn das Konzernunternehmer eine vertragliche Verpflichtung hat, Zahlungsmitte oder andere finanzielle Vermögenswerte auf eine andere Partei zu übertragen.

Der erstmalige Ansatz einer finanziellen Verbindlichkeit erfolgt zum beizulegenden Zeitwert abzüglich Transaktionskosten. Die Folgebewertung erfolgt zu fortgeführten Anschaffungskosten nach Maßgabe der Effektivzinsmethode.

Der Konzern klassifiziert seine finanziellen Verbindlichkeiten in die Kategorie „fortgeführte Anschaffungskosten"(FLAC), Wertminderungen oder -erhöhungen werden erfolgswirksam in der Gewinn-und Verlustrechnung erfasst.

Eine finanzielle Verbindlichkeit wird ausgebucht wenn die dieser Verbindlichkeit zu Grunde liegend (Verpflichtung erfüllt, gekündigt oder erloschen ist.

Neben den „Vermögenswerten und Verbindlichkeiten zu „fortgeführten Anschaffungskosten", den Finanzinstrumenten der Kategorien „FVTPL" und „FVOCI" bilanziert der Konzern Derivate.

Derivate werden in der Bilanz als finanzielle Vermögenswerte oder finanzielle Verbindlichkeiten zur beizulegenden Zeitwert erfasst und in der Folge ergebniswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet. Sicherungsbeziehungen, in denen Derivate als Sicherungsinstrument für verschiedene zugrundeliegende Geschäfte eingesetzt werden können, liegen irr Konzern grundsätzlich nicht vor. Allerdings gelter Wettgeschäfte als derivative Finanzinstrumente. In diesem Zusammenhang werden Marktwertänderungen aus den Wetten in der Regel als Umsatz ausgewiesen (Details siehe Abschnitt 2 Buchstabe i „Ertragsrealisierung"). Wegen der kurzfristigen zeitlicher Struktur der Wettplatzierungen im Sport bestehen zum Bilanzstichtag regelmäßig keine bzw. keine nennenswerten offenen Positionen an derivativen Finanzinstrumenten.

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davon bewertet zu
31.12.2018

T€
Kategorie IFRS 9 Buchwert 31.12.12018 fortgeführten Anschaffungskosten Fair Value Gewinn (+)/Verlust (-) aus Finanzinstrumenten
--- --- --- --- --- ---
Aktiva
lfr. Sonstige finanzielle Vermögenswerte FAAC 532 532 8
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen FAAC 985 985 -17
krzf. und lfr. Sonstige finanzielle Vermögenswerte FAAC 2.406 2.406 8
krzf. und lfr. Sonstige finanzielle Vermögenswerte FK Instrumente die die Zahlungsstrombedingungen nicht erfüllen FVTPL 2.035 2.035 10
krzf. Sonstige finanzielle Vermögenswerte FK Instrumente die die Zahlungsstrombedingungen erfüllen FVOCI 1.054 1.054 39
Zahlungsmittel FAAC 8.313 8.313 5
Passiva
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen FLAC 1.273 1.273 66
Verbindlichkeiten aus Kundengelder FLAC 4.497 4.497 0
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten FLAC 977 977 -4

Erklärungen der Abkürzungen

FLAC: Financial Liabilities measured at Amortised Costs

FVTPL: Financial Assets at fair value through profit or loss

FVOCI: Financial Assets al fair value through OCI

FAAC: Financial Assets measured at Amortised Costs

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davon bewertet zu
31.12.2017

T€
Kategorie IFRS 9 Buchwert 31.12.2017 fortgeführten Anschaffungskosten Fair Value Gewinn (+) Verlust (-) aus Finanzinstrumenten
--- --- --- --- --- ---
Aktiva
Ifr. Sonstige finanzielle Vermögenswerte FAAC 536 536 8
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen FAAC 1.100 1.100 -152
krzf. und lfr. Sonstige finanzielle Vermögenswerte FAAC 1.479 11
krzf. und lfr. Sonstige finanzielle Vermögenswerte FK Instrumente die die Zahlungsstrombedingungen nicht erfüllen FVOCI 2.000 2.000
krzf. Sonstige finanzielle Vermögenswerte FK Instrumente die die Zahlungsstrombedingungen erfüllen FVTPL 1.354 1.354 103
Zahlungsmittel FAAC 6.897 6.897 1
Passiva
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen FLAC 1.039 1.039 193
Verbindlichkeiten aus Kundengelder FLAC 2.657 2.657 0
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten FLAC 600 600 2

Die Buchwerte der Kategorie FLAC entsprechen wegen der kurzen Laufzeit sowie der niedrigen Zinssätze den beizulegenden Zeitwerten per 31. Dezember 2018. Die langfristig gewährten Darlehen an Mitarbeiter in Höhe von 426 T€ (Vorjahr 464 T€) unter den langfristigen finanziellen Vermögenswerten (FAAC) haben dagegen eine Restlaufzeit von 5 Jahren und werden fest verzinst. Ausgehend vom Zinsniveau am 31. Dezember 2018 beträgt der Zeitwert der Darlehen 437 T€ (Vorjahr ausgehend vom Zinsniveau zum 31.Dezember 2017 471 T€) (Bewertung nach der Stufe 2 der Fair-Value-Hierarchie).

Die sonstigen finanziellen Vermögenswerte beinhalten zum 31. Dezember 2018 im Wesentlichen kurzfristige sonstige finanzielle Vermögenswerte in Höhe von 5.494 T€ (Vorjahr 4.833 T€). Wegen der kurzen Laufzeit sowie der niedrigen Zinssätze entsprechen die Buchwerte der nicht bereits zum beizulegenden Zeitwert bewerteten finanziellen Vermögenswerten den beizulegenden Zeitwerten.

Die Gewinne und Verluste aus Finanzinstrumenten betreffen Zinserträge und Zinsaufwendungen der FAAC (vgl. Tz. 4.8.), im Vorjahr Wertberichtigungen und Ausfälle auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (Tz. 3.5.), die in den sonstigen Aufwendungen enthalten sind (vgl. Tz. 4.7.), Erträge aus der Ausbuchung von verjährten Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (vgl. Tz. 4.2.) sowie Ergebniseffekte aus dem Verkauf und dem Halten von FVTPL-Wertpapieren und FVOCI-Wertpapieren (vgl. Tz. 4.2. und Tz. 4.7.) Die nach der Effektivzinsmethode ermittelten Zinserträge betragen für die Kategorie FVOCI 39 T€ sowie für die Kategorie FVT-PL 51 T€.

g) Bilanzierung von Leasingverhältnissen

Leasingverhältnisse werden als Finanzierungsleasing klassifiziert, wenn durch die Leasingvereinbarung im Wesentlichen alle mit dem Eigentum verbundenen Chancen und Risiken auf den Leasingnehmer übertragen werden. Alle anderen Leasingverhältnisse werden als Operating-Leasingverhältnisse klassifiziert.

Im Berichtsjahr waren im Konzern nur operative Leasingverträge vorhanden, bei denen der Konzern als Leasinggeber und Leasingnehmer auftritt.

Einnahmen aus Operating-Leasingverhältnissen werden gemäß IAS 17.50 grundsätzlich linear über die Laufzeit des entsprechenden Leasingverhältnisses erfolgswirksam verteilt. Anfängliche Kosten, die direkt den Verhandlungen und dem Abschluss eines Leasingverhältnisses zugerechnet werden können, sind dem Buchwert des geleasten Vermögenswertes zuzurechnen und linear über die Laufzeit des Leasingverhältnisses zu verteilen.

Mietzahlungen aus operativen Leasingverträgen werden gemäß IAS 17.33 linear über die Laufzeit des Leasingverhältnisses in der Gewinn- und Verlustrechnung als Aufwand erfasst, es sei denn, eine andere systematische Grundlage entspricht eher dem zeitlichen Nutzenverlauf für den Leasingnehmer. Bedingte Mietzahlungen werden in der Periode, in der sie entstehen, als Aufwand erfasst.

Für den Fall, dass Anreizleistungen erhalten wurden, um ein Operating-Leasingverhältnis einzugehen, sind solche Anreizleistungen als Verbindlichkeit zu erfassen. Der kumulierte Nutzen ist linear als eine Verminderung der Mietzahlungen zu erfassen, es sei denn, eine andere systematische Grundlage entspricht eher dem zeitlichen Nutzenverlauf aus dem geleasten Vermögenswert.

h) Rückstellungen

Eine Rückstellung wird dann ausgewiesen, wenn die Gesellschaft eine gegenwärtige Verpflichtung (gesetzlich oder faktisch) aus einem vergangenen Ereignis gegenüber einem Dritten hat und es wahrscheinlich ist, dass sich aus der Erfüllung der Verpflichtung ein Abfluss von Ressourcen ergibt, die wirtschaftlichen Nutzen verkörpern und der Erfüllungsbetrag verlässlich ermittelt werden kann. Der als Rückstellung angesetzte Betrag wird mit der bestmöglichen Schätzung bewertet.

i) Eventualschulden und Eventualforderungen

Eventualschulden sind auf vergangenen Ereignissen beruhende Verpflichtungen, deren Existenz durch das Eintreten oder Nichteintreten zukünftiger unsicherer Ereignisse erst noch bestätigt wird bzw. auf vergangenen Ereignissen beruhende gegenwärtige Verpflichtungen, bei denen ein Ressourcenabfluss nicht wahrscheinlich ist oder deren Höhe nicht ausreichend verlässlich geschätzt werden kann. Eventualschulden werden gemäß IAS 37 grundsätzlich nicht angesetzt. Entsprechend sind Eventualforderungen mögliche Vermögenswerte, die aus vergangenen Ereignissen resultieren und deren Existenz durch das Eintreten oder Nichteintreten eines oder mehrerer unsicherer künftiger Ereignisse, die nicht vollständig unter der Kontrolle des Unternehmens stehen, noch bestätigt werden muss. Eventualforderungen werden gemäß IAS 37 solange nicht angesetzt, wie der Zufluss wirtschaftlichen Nutzens und damit die Realisation von Erträgen nicht „so gut wie sicher" ist.

j) Latente Steuern

Nach IFRS besteht eine Passivierungs- bzw. Aktivierungspflicht für latente Steuern, die sich aus temporären Unterschieden zwischen den Wertansätzen der Vermögenswerte und Schulden in der IFRS-Bilanz und deren Steuerbasis ergeben.

Es besteht eine Aktivierungspflicht für erwartete Steueransprüche auf in Zukunft mit steuerlichen Gewinnen verrechenbaren steuerlichen Verlustvorträgen. Der Buchwert der latenten Steueransprüche wird zu jedem Bilanzstichtag überprüft, und wenn erforderlich, angepasst.

Für zu versteuernde temporäre Differenzen, die aus Anteilen an Tochterunternehmen entstehen, werden latente Steuerschulden gebildet, es sei denn, dass der Konzern die Umkehrung der temporären Differenzen steuern kann und es wahrscheinlich ist, dass sich die Differenzen in absehbarer Zeit nicht umkehren werden. Latente Steueransprüche im Zusammenhang mit Anteilen an Tochterunternehmen werden nur in dem Maße erfasst, wie es wahrscheinlich ist, dass ausreichend steuerbares Einkommen zur Verfügung steht und davon ausgegangen werden kann, dass sich die temporären Differenzen in absehbarer Zeit umkehren werden.

Die Steuern werden erfolgswirksam als Aufwand oder Ertrag erfasst, es sei denn, dass sie im Zusammenhang mit Posten stehen, die außerhalb des Gewinns oder Verlustes stehen.

Für die Berechnung der latenten Steuererstattungsansprüche und Steuerverpflichtungen wurde ein Steuersatz für inländischer Körperschaft- und Gewerbesteuer in Höhe von ca. 31 % zugrunde gelegt. Der Steuersatz von 31 % setzt sich aus 15,8 % inländischer Körperschaftsteuer inklusive Ergänzungsabgaben und 15,2 % inländischer Gewerbesteuer zusammen. Für latente Steuererstattungsansprüche im Zusammenhang mit der Tochtergesellschaft in Österreich wurde ein Steuersatz von 25 % zugrunde gelegt.

k) Anteilsbasierte Vergütungen

Anteilsbasierte Vergütungen mit Ausgleich durch Eigenkapitalinstrumente an Arbeitnehmer werden zu dem beizulegenden Zeitwert des Eigenkapitalinstrumentes am Tag der Gewährung bewertet. Weitere Informationen über die Ermittlung des beizulegenden Zeitwertes der anteilsbasierten Vergütungen sind in Tz. 6.3. dargestellt.

Der im Zeitpunkt der Gewährung ermittelte beizulegende Zeitwert wird linear über die Wartezeit (sog. „vesting period") aufwandswirksam erfasst und im Eigenkapital dargestellt. Zu jedem Abschlussstichtag hat eine Überprüfung der Schätzungen bezüglich der Anzahl der Aktienoptionen, die unverfallbar werden, zu erfolgen. Änderungen sind über den verbleibenden Zeitraum bis zur Unverfallbarkeit erfolgswirksam zu erfassen.

i) Ertragsrealisierung

Die Gesellschaft erzielt Umsatzerlöse aus der Veranstaltung von Pferde- und Sportwetten sowie der Vermittlung solcher Wetten.

Wettumsätze werden nach Maßgabe der bis zum Bilanzstichtag erfolgten Wetteinsätze erfasst, sofern die zugrunde liegenden Wetten bereits entschieden sind. Wetteinsätze, die vor dem Bilanzstichtag den Spielern von deren Verrechnungskonten abgebucht wurden, bei denen jedoch die dem Einsatz zugrunde liegenden Ereignisse erst nach dem Bilanzstichtag stattfinden, werden abgegrenzt. Wegen der Unwesentlichkeit der auf Grund der kurzfristigen zeitlichen Struktur der Wettplatzierungen im Pferdesport offenen Positionen an Wetten wird auf eine Bilanzierung der zum Bilanzstichtag bestehenden Derivate zu deren beizulegenden Zeitwert verzichtet. Die Nettogewinne aus der Realisation der Gewinne und Verluste aus den Wetten entsprechen gemäß IFRS 9 dem Umsatzerlös Wettgeschäft (Nettodarstellung). Im Bereich Sportwetten wurden den Kunden als Umsatzanreize Boni gewährt, d.h. als Wetteinsatz verwendbare Guthaben, denen keine Einzahlungen gegenüberstehen.

Erlöse aus Provisionen resultieren aus der Vermittlung von Pferdewetten an Rennvereinen oder deren Verbände. Dabei erfolgt die Leistungserbringung gemäß IFRS 15 der Vermittlung der Wetten über mehrere Vertriebskanäle. Kunden der pferdewetten.de AG und ihrer Tochtergesellschaften können Wettgeschäfte im konzerneigenen Ladengeschäft in Deutschland, über das Telefon und über das Internet abschließen. Die Erlösrealisierung erfolgt zeitpunktbezogen, wenn die Leistungsverpflichtung erfüllt wurde. Dies ist dann der Fall, wenn der Wetteinsatz erfolgt und die diesem zugrunde liegende Wette entschieden ist. Die Erstellung der Rechnung bzw. die Erteilung der Gutschriften im Falle von Leistungen für Rennvereine erfolgt dabei in der Regel monatlich nach der Erbringung der Leistung durch den Konzern. Die Zahlungsfälligkeit beträgt dabei in der Regel sieben bis vierzehn Tage.

m) Fremdwährungen

Fremdwährungsgeschäfte sind - soweit vorhanden - in der Berichtswährung erfasst, indem der Fremdwährungsbetrag mit dem zum Zeitpunkt des Geschäftsvorfalles gültigen Umrechnungskurs umgerechnet wird. Umrechnungsdifferenzen aus der Abwicklung monetärer Posten zu Kursen, die sich von den ursprünglich während der Periode erfassten unterscheiden, sind als Aufwand oder Ertrag in der Periode, in denen sie entstanden sind, erfasst.

n) Fremdkapitalkosten

Fremdkapitalkosten, die direkt dem Erwerb, dem Bau oder der Herstellung eines qualifizierten Vermögenswerts zugeordnet werden können, sind solche Fremdkapitalkosten, die vermieden worden wären, wenn die Ausgaben für den qualifizierten Vermögenswert nicht getätigt worden wären. Wenn ein Unternehmen speziell für die Beschaffung eines bestimmten qualifizierten Vermögenswerts Mittel aufnimmt, können die Fremdkapital-kosten, die sich direkt auf diesen qualifizierten Vermögenswert beziehen, ohne weiteres bestimmt werden. Diese Fremdkapitalkosten werden den Anschaffungs- und Herstellungskosten hinzugerechnet. Im Geschäftsjahr 2018 lagen derartige Fremdkapitalkosten wie auch im Vorjahr nicht vor.

Alle anderen Fremdkapitalkosten werden grundsätzlich in der Periode als Aufwand erfasst, in der sie angefallen sind.

o) Segmente

Grundsätzlich werden nach IFRS 8 Segmente nach der internen Berichterstattung über Konzernbereiche abgegrenzt, die regelmäßig dem Hauptentscheidungsträger der Gesellschaft im Hinblick auf Entscheidungen über die Verteilung von Ressourcen zu diesen Segmenten und der Bewertung der Ertragskraft überprüft wird. Einziges Segment gemäß des Management Reportings des Konzerns war bisher die Annahme von Wetten auf Pferderennen. Mit dem Wiedereintritt in den Sportwettbereich im Jahr 2018 wurde die Berichterstattung um dieses Segment erweitert.

p) Annahmen und Schätzungen

Die Aufstellung des Konzernabschlusses unter Beachtung der Richtlinien des IASB erfordert, dass in gewissem Umfang Annahmen und Schätzungen verwendet werden, die sich auf die Wertansätze der bilanzierten Vermögenswerte und Schulden, sowie Erträge und Aufwendungen, auswirken. Die Annahmen und Schätzungen beziehen sich im Wesentlichen auf die Werthaltigkeitstests für die Firmenwerte (1.334 T€, Vorjahr 1.334 T€), der erworbenen Domains „sportwetten.de" und „sportwetten.com" (691 T€, Vorjahr 691 T€) und „sw. de" (21 T€, Vorjahr 21 T€), die erworbenen Kundenstämme „equi8" (73 T€, Vorjahr 89 T€) und „lotoswetten" (94 T€, Vorjahr 109 T€), die Buchmacher-Software (487 T€, Vorjahr 703 T€), die Bewertung der aktiven latenten Steuern auf Verlustvorträge (1.847T€, Vorjahr 1.931 T€) sowie die Bewertung der im Geschäftsjahr gewährten Bezugsrechte an Mitarbeiter im Rahmen des Aktienoptionsprogramms 2016.

In allen Fällen beziehen sich die Annahmen auf zukunftsbezogene Betrachtungen aufgrund der Einschätzung der Verhältnisse am Bilanzstichtag. Hierbei wurde die zukünftige Entwicklung des Marktumfeldes realistisch mit einbezogen.

Die Darstellung der erforderlichen Annahmen und Schätzungen im Rahmen der Überprüfung der Werthaltigkeit der immateriellen Vermögenswerte mit unbegrenzter Nutzungsdauer (Domains) erfolgt unter dem Abschnitt 2 Buchstabe c „Immaterielle Vermögenswerte".

Die Darstellung der erforderlichen Annahmen und Schätzungen im Rahmen der Überprüfung der Werthaltigkeit der Geschäfts- oder Firmenwerte erfolgt unter dem Abschnitt 2 Buchstabe d „Geschäfts- oder Firmenwerte". Da der erworbene Kundenstamm „equi8" sowie der Kundenstamm „lotos-wetten" und die Buchmachersoftware Teil der Zahlungsmittel generierenden Einheit „Wettgeschäft" sind, wird insoweit auch auf die Erläuterungen unter Abschnitt 2 Buchstabe d „Geschäfts- oder Firmenwerte" verwiesen.

Aktive latente Steuern auf steuerliche Verlustvorträge werden in dem Maße erfasst, in dem es wahrscheinlich ist, dass hierfür zu versteuerndes Einkommen verfügbar sein wird, so dass die Verluste tatsächlich genutzt werden können. Bei der Ermittlung der Höhe der aktiven latenten Steuern ist eine Schätzung des Managements bezüglich des erwarteten Eintrittszeitpunktes und der Höhe des künftig zu versteuernden Einkommens sowie der zukünftigen Steuerplanungsstrategien erforderlich. Die Darstellung der erforderlichen Annahmen und Schätzungen im Rahmen der Überprüfung der Werthaltigkeit der aktiven latenten Steuern erfolgt innerhalb der Erläuterungen zu den aktiven latenten Steuern (siehe Anhangangabe 3.4.).

Des Weiteren sind Annahmen und Schätzungen für die Feststellung der Werthaltigkeit der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, von Nutzungsdauern des Anlagevermögens und für die Bilanzierung und Bewertung von Rückstellungen erforderlich.

Die tatsächlichen Werte können in Einzelfällen von den getroffenen Annahmen und Schätzungen abweichen. Änderungen werden zum Zeitpunkt einer besseren Kenntnis erfolgswirksam berücksichtigt.

q) Ergebnis je Aktie - Berechnungsmethode

Das Ergebnis je Aktie ergibt sich aus der Division des den Aktionären der pferdewetten AG zurechenbaren Periodenergebnisses durch die Anzahl der durchschnittlich im Umlauf befindlichen Aktien.

3. Erläuterungen zu ausgewählten posten der Konzernbilanz

1. Immaterielle Vermögenswerte

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31.12.2018 31.12.2017
T€ T€
--- --- ---
Geschäfts- oder Firmenwerte 1.334 1.334
Selbst erstellte immaterielle Vermögenswerte 486 703
Software, Lizenzen und andere Rechte 1.131 1.193
2.331 3.230

Die Entwicklung der Geschäfts- oder Firmenwerte und übrigen immateriellen Vermögenswerte ist im Konzernanlagenspiegel dargestellt.

Unter dem Posten „Selbst erstellte immaterielle Vermögenswerte" werden die Investitionsausgaben für die Weiterentwicklung der Buchmachersoftware (Wettplattform) erfasst. Sie wurde im Frühjahr 2015 in Betrieb genommen. Die Anschaffungs- und Herstellungskosten betrugen insgesamt 1.276 T€. Die Nutzungsdauer beträgt sechs Jahre, so dass sich der verbleibende Abschreibungszeitraum auf ca. zwei Jahre erstreckt. Der Buchwert beträgt zum Jahresende 486 T€.

Die Buchwerte zum Posten „Software, Lizenzen und andere Rechte" können nachfolgender Tabelle entnommen werden:

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Anschaffungs- oder Herstellungskosten Domains Kundenstamm Software und weitere iVG
T€ T€
--- --- --- ---
Stand zum 01.01.2017 737 319 73
Zugänge 21 0 283
Abgänge 0 0 0
Stand zum 31.12.2017 758 319 356
Zugänge 0 0 0
Abgänge 0 0 0
Stand zum 31.12.2018 758 319 356
Kumulierte Abschreibungen Stand zum 01.01.2017 43 89 71
Abschreibungen 0 32 3
Abgänge 0 0 0
Stand zum 31.12.2017 43 121 74
Abschreibungen 0 32 32
Abgänge 0 0 0
Stand zum 31.12.2018 43 153 106

Sämtliche Domains unterliegen einer unbegrenzten Nutzungsdauer. Seit dem 1. Dezember 2016 wurde die Domain „sportwetten.com" durch einen Dritten betreut und vermarktet. Die Höhe der Vergütung war variabel, im Vorjahr wurden hieraus Umsatzerlöse von insgesamt 52 T€ erzielt. Der Vertrag wurde per 31.12.2017 gekündigt. Seit 2018 wird die Domain für den Wiedereinstieg in den Bereich „Sportwetten" selbst genutzt und vermarktet.

Der Buchwert des im Geschäftsjahr 2013 erworbenen Kundenstammes „equi8" beträgt 73 T€ (Vorjahr 89 T€) und des im Jahr 2015 erworbenen Kundenstammes „Lotos" beträgt 93 T€ (Vorjahr 109 T€).

3.2. Sachanlagevermögen

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31.12.2018 31.12.2017
T€ T€
--- --- ---
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 348 330

Die Entwicklung des Sachanlagevermögens ist im Konzernanlagenspiegel dargestellt.

Die Zugänge stehen im Zusammenhang mit dem Aufbau des Büros für Sportwetten am Standort Düsseldorf.

3.3 Sonstige finanzielle Vermögenswerte (langfristig)

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31.12.2018 31.12.2017
T€ T€
--- --- ---
Sonstigen Ausleihungen 460 464
Kautionsforderungen 72 72
Sonstige finanzielle Vermögenswerte 532 536

Die Kautionsforderungen bestehen gegen den Vermieter der Büroräume Kaistraße 4 in Düsseldorf (27 T€) und der Regierung Oberbayern aus der Sicherheitsleistung für Buchmacher (45 T€). Die sonstigen Ausleihungen sind langfristig gewährte Darlehen an den Vorstand und Prokuristen der pferdewetten.de AG sowie die Mitarbeiter der pferdewetten-service.de GmbH zum Erwerb von Aktien im Rahmen des Aktienoptionsprogrammes 2012.

Für Ausleihungen und Sonstige Forderungen wurde in der Regel der erwartete Kreditverlust innerhalb der nächsten zwölf Monate (12-Monats-ECL) angesetzt und hierfür eine Ausfallrate auf Basis der Einschätzung über das Ausfallrisiko der Gegenpartei und unter Berücksichtigung von gewährten Sicherheiten von 0,1 Prozent angewendet. Die nach obigem Schema ermittelten Wertminderungen wurden aufgrund der nur sehr geringen Höhe nicht erfasst.

3.4 Aktive latente Steuern

Nach IFRS besteht eine Ansatzpflicht für latente Steuern, die sich aus erwarteten Vorteilen aus steuerlichen Verlustvorträgen ergeben.

Infolge steuerlicher Gewinne der pferdewetten-service.de GmbH sowie der Accendere GmbH wurden latente Steuern auf Verlustvorträge in Höhe von 482 T€ (Vorjahr 482 T€) genutzt. Auf die verbleibenden, voraussichtlich nutzbaren steuerlichen Verlustvorträge von insgesamt 5.967 T€ (Vorjahr 6.233 T€) wurden latente Steuern in Höhe von 1.847 T€ (Vorjahr 1.931 T€) aktiviert. Die Aktivierung resultiert im Wesentlichen aus der erwarteten weiteren positiven Entwicklung der pferdewetten-service.de GmbH, welche sich auch bereits im laufenden Berichtsjahr ergeben hat. Die pferdewetten-service.de GmbH steht mit der pferdewetten.de AG als Organträgerin aufgrund eines Gewinnabführungsvertrages in einem ertrag-steuerlichen Organschaftsverhältnis. Dadurch ist eine zeitnahe Nutzung von Verlustvorträgen auf Ebene der pferdewetten.de AG zu erwarten. Der Gewinnabführungsvertrag wurde mit Wirkung zum 1. Januar 2015 für eine Dauer von mindestens fünf Jahren abgeschlossen. Der Aktivierung liegen Planungen für die kommenden vier Jahre zugrunde - innerhalb dieses Zeitraums können voraussichtlich die verbleibenden Verlustvorträge der pferdewetten.de AG vollständig genutzt werden. Im Geschäftsjahr 2018 werden in Höhe von 1.362 T€ (Vorjahr 2.166 T€) keine aktiven latenten Steuern auf steuerliche Verlustvorträge in Höhe von 4.418 T€ gebildet. Die nicht aktivierten Verlustvorträge entfallen zum 31. Dezember 2018 hauptsächlich auf die sportwetten.de GmbH (4.297 T€), da im Prognosezeitraum keine positiven Ergebnisse erwartet werden. Die nicht aktivierten Verlustvorträge des Vorjahres entfielen auf die pferdewetten-service.de GmbH bzw. den Organkreis der pferdewetten.de AG. Die nicht aktivierten Verlustvorträge sind grundsätzlich unbeschränkt vortragsfähig.

Des Weiteren besteht nach IFRS eine Ansatzpflicht für latente Steuern, die sich aus temporären Unterschieden zwischen den Wertansätzen der Vermögenswerte und Schulden in der IFRS-Bilanz und deren Steuerbasis ergeben. Die Differenzen ergeben sich im Wesentlichen aus der Aktivierung von immateriellen Vermögenswerten in der IFRS-Bilanz und aus nach IFRS nicht zulässigen Firmenwertabschreibungen sowie aus steuerlich nicht zulässigen Rückstellungen.

Die passiven latenten Steuern 6 T€ (Vorjahr 7 T€) wurden mit aktiven latenten Steuern des gleichen Steuersubjekts verrechnet, soweit diese von der gleichen Steuerbehörde erhoben werden und die Gesellschaft einen einklagbaren Anspruch auf Aufrechnung der Steuererstattungsansprüche gegen die Steuerschulden hat. Wir verweisen hierzu auf die Erläuterungen unter Tz. 4.9.

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Entwicklung aktive latente Steuern T€
Stand 31. Dezember 2016 1.548
Veränderung der latenten Steuern auf Verlustvorträge durch Verbrauch -482
Veränderung der latenten Steuern auf Verlustvorträge durch Aktivierung 1.006
Veränderung der latenten Steuern auf temporäre Bewertungsunterschiede -22
Stand 31. Dezember 2017 2.050
Veränderung der latenten Steuern auf Ver- lustvorträge durch Verbrauch -482
Veränderung der latenten Steuern auf Verlustvorträge durch Aktivierung 398
Veränderung der latenten Steuern auf temporäre Bewertungsunterschiede 43
Stand 31. Dezember 2018 1.923

3.5. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, Sonstige finanzielle Vermögenswerte und Sonstige nicht-finanzielle Vermögenswerte (kurzfristig)

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31.12.2018 31.12.2017
T€ T€
--- --- ---
Sonstige finanzielle Vermögenswerte 5.494 4.833
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 985 1.100
Sonstige nicht-finanzielle Vermögenswerte 341 121
6.820 6.054

Die sonstigen finanziellen Vermögenswerte enthalten vor allem kurzfristig gehaltene Kapitalmarktpapiere in Form von Fremdkapital-Investments in Höhe von 1.054 T€ (Vorjahr 1.354 T€), die der Kategorie FVOCI zugeordnet sind und Fremdkapital-Investments der Kategorie FVPL in Höhe von 2.035 T€ (Vorjahr: 2.000 T€). Die hochliquiden Finanzanlagen dienen dem Vorhalten einer Liquiditätsreserve sowie deren Verzinsung und können kurzfristig zur etwaigen Bedienung von Risiken aus dem Wettgeschäft verwendet werden. Für die Kapitalmarktpapiere der Kategorie FVOCI wurde aufgrund des unverändert geringen Kreditrisikos vereinfachend der erwartete Kreditverlust der nächsten zwölf Monate (12-Monats-ECL) angewandt. Die Anlagen entsprechen regelmäßig dem sogenannten Investment Grade oder einer vergleichbaren Bonität bei einem fehlenden Rating. Für die Berechnung der erwarteten Kreditverluste wurden je nach Bonität der Schuldner drei Cluster gebildet und hierauf Ausfallraten von 0,1 Prozent, 0,25 Prozent und 0,5 Prozent angewandt. Die nach obigem Schema ermittelten Wertminderungen wurden aufgrund der nur sehr geringen Höhe nicht erfasst.

Die Forderungen gegen Kreditkartenunternehmen und Online-Zahlungsdienstleister (1.149 T€; Vorjahr 809 T€) resultieren aus der Abwicklung des Zahlungsverkehrs im Rahmen der Wettgeschäfte. Sie sind - wie auch die Forderungen gegen Mitarbeiter (177 T€, Vorjahr 150 T€). und sonstigen finanziellen Vermögenswerte (552 T€, Vorjahr 302 T€) - in der Regel kurzfristig zwischen 30 und 90 Tagen oder innerhalb eines Jahres fällig. Auf Basis der zum Zeitpunkt der Aufstellung des Konzernabschlusses bereits erfolgten Zahlungen sowie der historischen Ausfallraten gehen wir auch in Bezug auf diese Posten von keinen Ausfallrisiken aus, sodass keine Wertberichtigungen gebildet wurden.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind nach 30 Tagen fällig.

Zum Geschäftsjahresende bestanden bei finanziellen Vermögenswerten wie im Vorjahr keine wesentlichen überfälligen Forderungen. Wertberichtigungen wurden zum 31. Dezember 2018 nicht gebildet (Vorjahr: 16 T€). Die im Vorjahr gebildete Wertberichtigung wurde im Geschäftsjahr 2018 aufgelöst, da die Forderung beglichen wurde. Im Geschäftsjahr wurden Abschreibungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 33 T€ (Vorjahr 151 T€) vorgenommen. Diese betreffen die im Geschäftsjahr 2018 erfolgte Ausbuchung zuvor nicht wertberichtigter Forderungen, die auf einen Einzelfall zurückzuführen sind. Die Abschreibung wurde erfolgswirksam in den sonstigen Aufwendungen erfasst.

Hinsichtlich des weder wertgeminderten noch in Zahlungsverzug befindlichen Bestandes der Forderungen und sonstigen finanziellen Vermögenswerte deuten zum Abschlussstichtag keine Anzeichen darauf hin, dass die Schuldner ihren Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommen werden. Die überfälligen Forderungen wurden nicht wertgemindert, da die Bonität keinen wesentlichen Veränderungen unterlag und die Einbringlichkeit der ausstehenden Beträge weiterhin als gegeben angesehen wird.

Die sonstigen nicht-finanziellen Vermögenswerte beinhalten unter anderem Umsatzsteuerguthaben in Höhe von 100 T€ (Vorjahr 88 T€).

3.6 Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente

Der Posten enthält Guthaben bei Kreditinstituten in Höhe von 8.103 T€ (Vorjahr 6.615 T€) und Kassenbestände in Höhe von 210 T€ (Vorjahr 282 T€). Von den Bankguthaben sind 34 T€ (Vorjahr 34 T€) nicht frei verfügbar, da es sich um verpfändete Festgeldanlagen, die zur Sicherung von Bankavalen dienen, handelt. In Höhe von 4.497 T€ (Vorjahr 2.657 T€) stehen die Bankguthaben zur Auszahlung der passivierten Verbindlichkeiten aus Kundengeldern zur Verfügung. Die Kassenbestände beinhalten Bestände in Höhe von 201 T€ (Vorjahr 265 T€), die zur Auszahlung von potenziellen Wettgewinnen bereitgehalten werden.

3.7 Eigenkapital

a) Gezeichnetes Kapital

Das gezeichnete Kapital der pferdewetten.de AG beträgt zum 31. Dezember 2018 4.324.251,00 €. Es ist aufgeteilt in 4.324.251 nennwertlose auf den Inhaber lautende Stückaktien mit einem anteiligen Wert am Grundkapital von je 1,00 €.

b) Genehmigtes Kapital

Der Vorstand ist durch Beschluss der Hauptversammlung vom 20. September 2016 ermächtigt, das Grundkapital der Gesellschaft bis zum 19. September 2021 mit Zustimmung des Aufsichtsrats einmalig oder mehrmals um bis zu insgesamt 1.980.000,00 € durch Ausgabe von bis zu 1.980.0 00 neuen, auf den Inhaber lautenden Stückaktien mit Gewinnberechtigung ab dem Beginn des Geschäftsjahres, in dem sie ausgegeben werden, gegen Bar- oder Sacheinlage zu erhöhen (Genehmigtes Kapital 2016). Die neuen Aktien sind grundsätzlich den Aktionären zum Bezug anzubieten. Der Vorstand ist jedoch ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Bezugsrecht der Aktionäre in folgenden Fällen auszuschließen,

a) für Spitzenbeträge, die sich aufgrund des Bezugsverhältnisses ergeben;
b) zum Zwecke des Erwerbs von Unternehmen, Unternehmensteilen, Beteiligungen an Unternehmen, gewerblichen Schutzrechten oder sonstigen einlagefähigen Vermögensgegenständen;

Die insgesamt aufgrund sämtlicher vorstehender Ermächtigungen unter Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre bei Kapitalerhöhungen gegen Bar- und/oder Sacheinlagen ausgegebenen Aktien dürfen 20 % des zum Zeitpunkt der Eintragung der Ermächtigung bestehenden Grundkapitals der Gesellschaft (20 %-Grenze) nicht überschreiten.

Über den Inhalt der Aktienrechte und die weiteren Bedingungen der Aktienausgabe einschließlich des Ausgabebetrages entscheidet der Vorstand mit Zustimmung des Aufsichtsrats.

c) Bedingtes Kapital

Das Grundkapital der Gesellschaft ist um bis zu 197.500,00 € durch Ausgabe von bis zu 197.500 neuen, auf den Inhaber lautenden Stückaktien bedingt erhöht (Bedingtes Kapital 20161). Die bedingte Kapitalerhöhung wird nur insoweit durchgeführt, wie Inhaber der Bezugsrechte, die von der Gesellschaft aufgrund der zu Tagesordnungspunkt 9 der Hauptversammlung vom 20. September 2016 beschlossenen Ermächtigung ausgegeben werden, von ihren Rechten auf den Bezug neuer Aktien Gebrauch machen. Die neuen Aktien nehmen von Beginn des Geschäftsjahres an, in dem sie durch Ausübung von Bezugsrechten entstehen, am Gewinn teil. Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats die weiteren Einzelheiten der bedingten Kapitalerhöhung und ihrer Durchführung festzusetzen. Der Aufsichtsrat ist ermächtigt, Ziffer 3.6 der Satzung entsprechend der jeweiligen Inanspruchnahme des bedingten Kapitals anzupassen.

Am 21. September 2016 hat der Vorstand mit Zustimmung des Aufsichtsrats die Ermächtigung der Hauptversammlung zum bedingten Kapital 20161 ausgeübt und den Mitarbeitern der pferdewetten.de AG und ihren Tochtergesellschaften 197.500 Aktienoptionen zum rechnerischen Nennwert von 197.500 € gewährt (Aktienoptionsprogramm 2016). Die Gewährung stand unter der aufschiebenden Bedingung der Eintragung der Satzungsänderung in das Handelsregister, die am 3. November 2016 erfolgte. Am 31. Dezember 2017 waren keine dieser Aktienoptionen wirksam. Die Aktienoptionen können nach Erfüllung der dazu vorgesehenen Voraussetzungen zur Ausgabe von bis zu 197.500 Stück Stammaktien führen, was 4,57% des Grundkapitals am 31. Dezember 2017 entspricht.

Das Grundkapital ist um bis zu 1.580.000,00 € durch Ausgabe von bis zu 1.580.000 neuen, auf den Inhaber lautenden Stückaktien bedingt erhöht (Bedingtes Kapital 201611). Die bedingte Kapitalerhöhung wird nur insoweit durchgeführt, wie Inhaber bzw. Gläubiger der Wandelschuldverschreibungen, die von der Gesellschaft aufgrund der zu Tagesordnungspunkt 10 der Hauptversammlung vom 20. September 2016 beschlossenen Ermächtigung ausgegeben werden, von ihren Wandlungsrechten auf Umtausch in neue Aktien Gebrauch machen oder Wandlungspflichten erfüllen und soweit die Gesellschaft die Bezugsrechte nicht in bar oder mit eigenen Aktien erfüllt. Die neuen Aktien nehmen von Beginn des Geschäftsjahres an, in dem sie durch Ausübung von Wandlungsrechten oder Erfüllung von Wandlungspflichten entstehen, am Gewinn teil. Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrates die weiteren Einzelheiten der bedingten Kapitalerhöhung und ihrer Durchführung festzulegen. Der Aufsichtsrat ist ermächtigt, Ziffer 3.7. der Satzung entsprechend der jeweiligen Inanspruchnahme des bedingten Kapitals anzupassen.

d) Kapitalrücklage

Die Kapitalrücklage des Konzerns umfasst die Kapitalrücklage der pferdewetten.de AG. Davon gekürzt wurden Emissionkosten (5 T€), die zur Durchführung der Barkapitalerhöhung in 2016 angefallen waren. Bei den Emissionskosten handelt es sich um die Eigenkapitalbeschaffungskosten von 7 T€ abzüglich der damit verbundenen Ertragsteuervorteile von 31 90. Mithin wird die Rücklage für die in Eigenkapital zu erfüllenden Arbeitnehmervergütungen bzgl. des Aktienoptionsprogrammes 2016 von 430 T€ (Vorjahr 241 T€) separat im Eigenkapital ausgewiesen (vgl. Tz. 3.7., Buchstabe f).

Hinsichtlich der Veränderung der Kapitalrücklage im Geschäftsjahr wird auf die Konzern-Eigenkapitalentwicklung (Anlage 1.6.) verwiesen.

e) Andere Gewinnrücklagen

Die Gewinnrücklage des Konzerns umfasst die Gewinnrücklage der pferdewetten.de AG in Höhe von 1.300 T€ (Vorjahr 1.300 T€). Die Gewinnrücklagen resultieren aus dem Gewinnverwendungsbeschluss der Hauptversammlung vom 20. September 2016, wonach 1.300.036,23 € des Bilanzgewinns zum 31. Dezember 2015 in die anderen Gewinnrücklagen eingestellt wurden.

f) Rücklage für in Eigenkapital zu erfüllende Arbeitnehmervergütungen

Die Rücklage erfasst den bis zum Bilanzstichtag erfassten Zeitwert der am 21. September 2016 gewährten Bezugsrechte (Aktienoptionsprogramm 2016).

Während des Geschäftsjahrs resultierten Zuführungen in Höhe von 189 (Vorjahr 189 T€) aus Aufwendungen aus anteilsbasierten Vergütungen für die Mitarbeiter der pferdewetten.de AG und ihren Tochtergesellschaften auf Basis des Beschlusses der Hauptversammlung vom 20. September 2016 (Aktienoptionsprogramm 2016).

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2018 2017
T€ T€
--- --- ---
Stand zu Beginn des Jahres 241 52
Anteilsbasierte Vergütungen 189 189
Ausübung von Aktienoptionen 0 0
Stand am Ende des Jahres 430 241

Auf weitere Details zur Ausgestaltung der Aktienoptionsprogramme wird auf Tz. 6.3. verwiesen.

g) Neubewertungsrücklage für Finanzinvestitionen

In die Neubewertungsrücklage für Finanzinvestitionen werden die Bewertungseffekte aus der Bewertung der kurzfristig gehaltenen Kapitalmarktpapiere der Kategorie FVOCI eingestellt.

h) Entwicklung des Bilanzgewinns zum 31. Dezember 2018

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Bilanzgewinn zum 31. Dezember 2016 3.834
Konzernergebnis/Konzerngesamtergebnis 2.601
Ausschüttung an Anteilseigner -519
Bilanzgewinn zum 31. Dezember 2017 5.916
Konzernergebnis -558
erstmalige Anwendung IFRS 9 -9
Ausschüttung an Anteilseigner -605
Bilanzgewinn zum 31. Dezember 2018 4.744

Die Ausschüttung an die Anteilseigner erfolgte aufgrund des Beschlusses der Hauptversammlung vom 15. Mai 2018 aus dem Bilanzgewinn zum 31. Dezember 2017. Demnach war eine Dividende je Aktien von 0,14 € je dividendenberechtigte Stückaktie zu zahlen.

Der Vorstand schlägt gemäß § 170 Abs. 2 AktG der Hauptversammlung vor, dass aus dem Bilanzgewinn zum 31. Dezember 2018 eine Dividende in Höhe von 0,16 € je Aktie gezahlt wird und der verbleibende Bilanzgewinn auf neue Rechnung vorgetragen wird.

3.8 Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen betragen 1.193 T€ (Vorjahr 1.039 T€).

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind in der Regel innerhalb von 30 Tagen fällig.

In den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind Beträge in Höhe von 136 T€ (Vorjahr 124 T€) enthalten, die für die Jahresabschlussprüfung und -erstellung und für bereits erbrachte, aber noch nicht abgerechnete Leistungen von Dritten passiviert wurden.

3.9 Verbindlichkeiten aus Kundengeldern

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kunden betragen 4.497 T€ (Vorjahr 2.657 T€). Diese Verbindlichkeiten unterliegen einer kurzfristigen Laufzeit. Auf Anforderung der Kunden sind die Verbindlichkeiten sofort fällig.

3.10 Sonstige finanzielle und nicht-finanzielle Verbindlichkeiten

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31.12.2018 31.12.2017
T€ T€
--- --- ---
Kurzfristige sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 782 600
Sonstige nicht-finanzielle Verbindlichkeiten 216 383
998 983

In den kurzfristigen sonstigen finanziellen Verbindlichkeiten sind insgesamt Beträge in Höhe von 308 T€ (Vorjahr 545 T€) enthalten, die im Wesentlichen für Tantiemen, Aufsichtsratvergütungen und für Beiträge zur Berufsgenossenschaft gebildet wurden.

Die kurzfristigen finanziellen Verbindlichkeiten sind üblicherweise innerhalb von 30 bis 90 Tagen fällig.

Die sonstigen nicht-finanziellen Verbindlichkeiten enthalten vor allem kurzfristige Steuerschulden in Höhe von 195 T€ (Vorjahr 183 T€) für in Deutschland und in Malta zu zahlende Wettsteuern, Umsatzsteuerverbindlichkeiten in Höhe von 0 T€ (Vorjahr 46 T€) und Lohnsteuerverbindlichkeiten in Höhe von 21 T€ (Vorjahr 30 T€).

3.11 Ertragsteuerverbindlichkeiten

Die Ertragsteuerverbindlichkeiten betreffen jeweils das Berichtsjahr und entfallen in Höhe von 1.169 T€ auf die maltesischen Tochtergesellschaften (Vorjahr 269 T€), in Höhe von 9 T€ bestehen Ertragsteuerforderungen bei der pferdewetten.de AG (Vorjahr Verbindlichkeit 58 T€).

3.12 Sonstige Rückstellungen

Rückstellungen werden jeweils in Höhe des Betrages angesetzt, der zum Bilanzstichtag erforderlich ist, um zukünftige Zahlungsverpflichtungen und Risiken des Konzerns abzudecken. Dabei wird jeweils der Betrag angesetzt, der sich bei sorgfältiger Prüfung des Sachverhalts als der Wahrscheinlichste ergibt und somit die bestmögliche Schätzung der zur Erfüllung der gegenwärtigen Verpflichtungen zum Bilanzstichtag erforderlichen Ausgaben darstellt.

Die sonstigen Rückstellungen beinhalten Risiken für Bußgelder für ein noch nicht abgeschlossenes Verfahren der BaFin 100 T€ (Vorjahr 80 T€), über das noch nicht entschieden wurde.

4. Erläuterungen zu ausgewählten Posten der Konzern-Gewinn und -Verlustrechnung

4.1 Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse setzen sich wie folgt zusammen:

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2018 2017
T€ T€
--- --- ---
Wettumsätze 6.852 4.780
Provisionen 4.224 3.762
Nebenleistung Wettgeschäft 9 47
Erlöse Domainvermietung 0 52
Umsatzerlöse nach IFRS 15 4.233 8.641
11.085 8.641

Alle IFRS 15 Umsatzerlöse resultieren aus dem Segment Pferdewetten.

4.2 Sonstige Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge setzen sich wie folgt zusammen:

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2018 2017
T€ T€
--- --- ---
Periodenfremde Erträge 63 95
Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen 54 0
Erträge aus der Weiterbelastung von Kosten für technische Dienstleistungen 20 30
Ertrag Auflösung Wertberichtigung 16 0
Ertrag aus der Ausbuchung von verjährten Verbindlichkeiten 12 192
Erträge aus dem Abgang von Wertpapieren 6 17
übrige Erträge 112 65
283 399

Die übrigen Erträge enthalten im Wesentlichen Sachbezüge von 68 T€ (Vorjahr 44 T€).

Die periodenfremden Erträge beinhalten im Wesentlichen Erträge aus der Auflösung von in Vorjahren gebildeten sonstigen finanziellen Verbindlichkeiten in Höhe von 30 T€ (Vorjahr 46 T€).

Die Erträge aus dem Abgang von Wertpapieren resultieren aus der Veräußerung der kurzfristig gehaltenen Kapitalmarktpapiere in Höhe von 6 T€ (Vorjahr 17 T€).

4.3 Aufwendungen für bezogene Waren

Die Aufwendungen für bezogene Waren setzen sich wie folgt zusammen:

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2018 2017
T€ T€
--- --- ---
Zeitschriften 12 9
Waren 0 12
12 2

Die Aufwendungen beinhalten ausschließlich Zeitschriften, die noch im Vorjahr bezogenen Waren wurden für das im Wettcenter geführte Bistro verwendet. Dieses wurde im Juni 2017 geschlossen.

4.4 Aufwendungen für bezogene Leistungen

Die Aufwendungen für bezogene Leistungen setzen sich wie folgt zusammen:

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2018 2017
T€ T€
--- --- ---
Werbekosten 2.869 1.188
Informationsdienstleistungen 699 336
Wetteinsatz Risikomanagement 443 0
Provisionen 300 218
Aufwand Zahlungsverkehr 291 260
Infoversorgung und Fremdleistungen 152 101
Sonstige Leistungen 72 0
4.826 2.102

In den Werbekosten sind Werbekosten für Sportwetten in Höhe von 2.212 TEUR enthalten. Informationsdienstleistungen beziehen sich in Höhe von 327 TEUR auf Sportwetten. Bei den sonstigen Leistungen handelt es sich um Werbemaßnahmen für Sportwetten in EU Ländern.

4.5 Personalaufwand

Der Personalaufwand setzt sich wie folgt zusammen:

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2018 2017
T€ T€
--- --- ---
Gehälter 2.309 1.763
Vergütung des Vorstandes 392 377
Sozialabgaben 368 267
3.069 2.407

In den Vergütungen für den Vorstand werden das Gehalt, die Tantiemeansprüche und die Sachbezüge ausgewiesen. Ein wesentlicher Teil der Tantiemeaufwendungen ist mit Feststellung des Jahresabschlusses fällig. Es wird auf die Erläuterungen in Tz. 6.5. verwiesen.

In den Gehältern sind die anteilsbasierte Vergütungen für das Aktienoptionsprogramm 2016 in Höhe von 187 T€ (Vorjahr 187 T€) enthalten.

Im Rahmen der gesetzlichen Rentenversicherung in Deutschland und auf Malta sind im Geschäftsjahr 2018 für die Mitarbeiter der pferdewetten.de AG und ihren Tochtergesellschaften 133 T€ (Vorjahr 118 T€) vom Arbeitgeber an den Rentenversicherungsträger gezahlt worden (Arbeitgeberanteil) und in den Sozialabgaben enthalten.

4.6 Abschreibungen

Die Abschreibungen setzen sich wie folgt zusammen:

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2018 2017
T€ T€
--- --- ---
Planmäßige Abschreibung auf immaterielle Vermögenswerte 279 252
Planmäßige Abschreibung auf Sachanlagen 79 77
358 329

4.7 Sonstige Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen setzen sich wie folgt zusammen:

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2018 2017
T€ T€
--- --- ---
Beratungs-, Abschluss- und Prüfungskosten 537 440
Marketing- und Reisekosten 425 241
Mieten, Pachten, Leasing 310 229
Wartung und Instandhaltung technische Anlage 198 317
Aufwendungen für Lizenzen und Konzessionen 86 92
Verluste aus dem Abgang von Wertpapieren 38 8
Provisionen und Fremdleistungen 37 67
Aufwendungen aus Abschreibungen von finanziellen Vermögenswerten (FAAC) 33 152
Übrige 612 388
2.276 1.934

Die Aufwendungen aus Wertminderungen und Abschreibungen von finanziellen Vermögenswerten sind der Kategorie „FAAC" (vgl. Tz. 2. Buchstabe f und Tz. 3.5.) zuzuordnen.

Die übrigen Aufwendungen enthalten im Wesentlichen Kosten für Fahrzeuge, Erstellung der Buchführung, Sachkosten der Verwaltung, Kursdifferenzen und Versicherungen.

4.8 Finanzergebnis

Das Finanzergebnis setzt sich wie folgt zusammen:

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2018 2017
T€ T€
--- --- ---
Erträge aus Ausleihungen 8 8
Übrige Zinserträge 112 111
Zinserträge 120 119
Aufwendungen aus Fair Value Anpassungen auf Kapitalmarktpapiere -94 0
Zinsaufwendungen -6 -7
Netto-Finanzergebnis 20 112

Die Zinserträge resultieren im Wesentlichen aus den Wertpapieren in Höhe von 83 T€ (Vorjahr 94 T€). Die Erträge aus Ausleihungen stehen mit langfristig gewährten Darlehen an Mitarbeiter der pferdewetten.de AG im Zusammenhang (vgl. Tz. 3.3.). Die Aufwendungen aus Fair Value Anpassungen resultieren aus den Kapitalmarktpapieren der Klassifikation FVTPL (IFRS 9) die in 2018 erstmalig mit 104 T€ ausgewiesen werden. Die Zinsaufwendungen resultieren im Wesentlichen aus der Zahlung von Negativzinsen für Bankguthaben (4 T€; Vorjahr 4 T€).

4.9 Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Der Ausweis der laufenden Steuern vom Einkommen und vom Ertrag betrifft im Inland Körperschaftsteuer und Gewerbesteuer sowie den Solidaritätszuschlag und bei den Auslandsgesellschaften vergleichbare Steuern.

Im Geschäftsjahr 2018 ergibt sich ein Steueraufwand in Höhe von 108 T€ (Vorjahr 106 T€) aus der pferdewetten.de AG und in Höhe von 1.173 T€ (Vorjahr 269 T€) aus den Tochtergesellschaften in Malta. Die pferdewetten.de AG konnte Verlustvorträge in Höhe von 1.515 T€ (Vorjahr:1.554 T€) nutzen, der Steueraufwand ergibt sich aufgrund inländischer Verlustabzugsbeschränkungen (sogenannte Mindestbesteuerung).

Auf Unterschiede zwischen dem im Konzern erfassten Nettovermögen der Tochtergesellschaften und den Beteiligungsbuchwerten in der Steuerbilanz („outside basis differences") in Höhe von 822 T€ wurden keine latenten Steuern passiviert, da die pferdewetten.de AG in der Lage ist, den zeitlichen Verlauf der Umkehrung der temporären Differenzen zu steuern, und es wahrscheinlich ist, dass sich die temporäre Differenz in absehbarer Zeit nicht umkehren wird.

Die Überleitung des zu erwartenden Ertragsteueraufwands auf den tatsächlichen Ertragsteueraufwand zeigt die folgende Tabelle:

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2017 2017
T€ T€
--- --- ---
Jahresergebnis vor Ertragsteuern 782 2.469
Erwarteter Ertragsteueraufwand (31%) 242 765
steuerlich nicht abzugsfähige Aufwendungen 1.564 78
sonstige steuerfreie Erträge -243 -5
Effekte aus Steuerdifferenzen ausländischer Steuerhoheiten 103 32
Aktivierung latenter Steuern auf Verlustvorträge, auf die zuvor keine latenten Steuern gebildet wurden -1.005
Sonstiges 68 4
Ertragsteuerertrag/-aufwand 1.734 -131
1.230
Aufgliederung des Ertragsteueraufwandes/-ertrages 504
laufender Steueraufwand
Steueraufwand der laufenden Periode 375
latente Steuern
aus temporären Differenzen 17
aus Inanspruchnahme von Verlustvorträgen 504 482
aus Aktivierung auf Verlustvorträge -1.005

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Endbestand 31.12.2018 erfolgswirksam in der GuV vereinnahmt Endbestand 31.12.2017 Anfangsbestand 01.01.2018 erfolgswirksam in der GuV vereinnahmt Anfangsbestand 01.01.2017
Temporäre Differenzen
Immaterielle Vermögenswerte 81 -21 102 -22 124
Sachanlagen 0 0 0 0 0
sonstige finanziellen Vermögenswerte 0 -1 1 -1 2
Rückstellungen -6 -26 20 6 14
75 -48 123 -17 140
Steuerliche Verlustvorträge 1.847 -84 1.931 524 1.407
Gesamt 1.922 -132 2.054 507 1.547

4.10 Sonstige Steuern

Die im Geschäftsjahr erfassten sonstigen Steueraufwendungen (2 T€) resultieren aus Fahrzeugsteuern und Steuernachzahlungen für Vorjahre. Die erfassten Steuererstattungen (42 T€) betreffen Erstattungen zu viel abgeführter Umsatzsteuerbeträge in Vorjahren.

4.11 Ergebnis je Aktie

Das unverwässerte Ergebnis je Aktie ist mittels Division des den Stammaktionären zustehenden Periodenergebnisses durch die gewichtete Anzahl der während der Periode ausstehenden Stammaktien ermittelt worden.

Unverwässertes Ergebnis je Aktien

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2018 2017
--- --- ---
Konzernergebnis nach Steuern in € -558.243,00 2.600.596,10
Anzahl der Aktien (gewichtet) 4.324.251 4.324.251
Unverwässertes Ergebnis je Aktie in € -0,13 0,60

Das verwässerte Ergebnis je Aktie ist mittels Division des den Stammaktionären zustehenden Periodenergebnisses durch die gewichtete Anzahl der während der Periode ausstehenden Stammaktien zzgl. der potenziellen Stammaktien aus der im Geschäftsjahr 2016 gewährten Aktienoptionen an Mitarbeiter (siehe Erläuterungen unter Tz. 2., Buchstabe q) ermittelt worden. Die potenziellen Stammaktien wurden zeitanteilig berücksichtigt.

Verwässertes Ergebnis je Aktie

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2018 2017
Konzernergebnis nach Steuern in € -558.243,00 2.600.596,10
Anzahl der Aktien (gewichtet) unverwässert 4.324.251 4.324.251
Anzahl der Aktien Mitarbeiteroptionen ohne Entgelt 213.077 216.940
Anzahl der Aktien (gewichtet) verwässert 4.537.328 4.541.191
Verwässertes Ergebnis je Aktie in € -0,12 0,57

5. Erläuterungen zur Kapitalflussrechnung

Die Kapitalflussrechnung zeigt gemäß IAS 7 (Cash Flow Statement), wie sich Zahlungsmittel im Konzern im Laufe des Berichtsjahres durch Mittelzu- und -abflüsse verändert haben.

Die Kapitalflussrechnung unterscheidet zwischen Mittelveränderungen aus laufender Geschäftstätigkeit, Investitions- und Finanzierungstätigkeit.

Der Finanzmittelfonds umfasst den Bestand an Zahlungsmitteln aus Kassenbeständen sowie kurzfristige Guthaben und Verbindlichkeiten bei Kreditinstituten.

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31.12.17 31.12.17
T€ T€
--- --- ---
Liquide Mittel 8.314 6.897
Kreditkartenverbindlichkeiten -1 -2
Finanzmittelfonds 1 8.313 6.895

1 in Höhe von 34 T€ (Vorjahr 34 T€) ist der Finanzmittelfonds nicht frei verfügbar, da er der Sicherung von Bankavalen dient.

Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit ergibt sich aus dem Konzernergebnis. Dieser Betrag wird korrigiert um nicht zahlungswirksame Aufwendungen und Erträge. Diese nicht zahlungswirksamen Aufwendungen und Erträge in Höhe von insgesamt 293 T€ (Vorjahr ni betreffen im Wesentlichen Aufwendungen aus gewährten Aktienoptionen (189 T€, Vorjahr 189 T€), Fair Value Änderungen der Wertpapiere (94 T€, Vorjahr 0 T€), Aufwendungen aus der Zuführung zu Einzelwertberichtigungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie Ausbuchungen von Forderungen (0 T€, Vorjahr 152 T€) sowie Erträge aus der Auflösung von sonstigen Verpflichtungen und Rückstellungen (o T€, Vorjahr 230 T€).

Aus der laufenden Geschäftstätigkeit resultiert im Berichtsjahr ein Mittelzufluss von 1.966 T€ (Vorjahr 3.448 T€). Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit enthält gezahlte Zinsen in Höhe von 6 T€ (Vorjahr 7 T€) und erhaltene Zinsen in Höhe von 92 T€ (Vorjahr 60 T€). Auszahlungen für Ertragsteuern fielen in Höhe von 445 T€ (Vorjahr 596 T€) an.

Aus dem Bereich der Investitionstätigkeit ergibt sich im Berichtsjahr ein Mittelzufluss von 57 T€ (Vorjahr -2.978 T€).

Aus dem Bereich der Finanzierungstätigkeit ergibt sich im Berichtsjahr ein Mittelabfluss von -605 T€. Dieser beruht auf der Auszahlung der Dividende in Höhe von 605 T€ gemäß Beschluss der Hauptversammlung am 15. Mai 2018.

Insgesamt hatte der Konzern im laufenden Geschäftsjahr eine Zunahme des Finanzmittelfonds in Höhe von 1.418 T€ (Vorjahr Abnahme 49 T€) zu verzeichnen.

6. Sonstige Angaben

6.1. Segmentberichterstattung

Umsätze erzielt die pferdewetten.de AG mit der Annahme von Wetten auf Pferderennen und seit 2018 auch mit Wetten auf Sportveranstaltungen. Eine Segmentberichterstattung wurde im Einklang mit den IFRS zur Abgrenzung der beiden Bereiche gegeneinander vorgenommen.

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2018

T€
Pferdewetten Sportwetten Summe
Umsatzerlöse 11.664 -534 11.130
Sonstige Erträge 1.719 9 1.728
Aufwand -7.934 -3.763 -11.697
EBITDA 5.450 -4.288 1.161
Abschreibungen -350 -9 -358
EBIT 5.100 -4.297 803
Finanzergebnis 20 0 20
Ergebnis vor Steuern 5.120 -4.297 823

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2018

T€
Konzernumbuchungen Gesamt
Umsatzerlöse -45 11.085
Sonstige Erträge -1.468 260
Aufwand 1.513 -10.184
EBITDA 0 1.161
Abschreibungen 0 -358
EBIT 0 803
Finanzergebnis 0 20
Ergebnis vor Steuern 0 823

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2017

T€
Pferdewetten Sportwetten Summe Konzernumbuchungen Gesamt
Umsatzerlöse 8.641 0 8.641 0 8.641
Sonstige Erträge 394 4 398 0 398
Aufwand -6.258 -206 -6.464 0 -6.464
EBITDA 2.777 -202 2.575 0 2.575
Abschreibungen -322 -7 -329 0 -329
EBIT 2.455 -209 2.246 0 2.246
Finanzergebnis 112 0 112 0 112
Ergebnis vor Steuern 2.567 -209 2.358 0 2.358

Aufgrund von hohen Bonuszahlungen ergeben sich im Berichtsjahr im Bereich Sportwetten negative Umsatzerlöse. Dem Management Approach des IFRS 8 folgend, wird in der Gewinn- und Verlustrechnung der Nettosaldo der Spieleinsätze und der Spielgewinne abzüglich Erlösschmälerungen wie z.B. Wettsteuern und Bonuszahlungen als Umsatz ausgewiesen (Nettodarstellung). Die wichtigsten Steuerungsgrößen für das operative Geschäft stellen die Umsatzerlöse und das EBIT dar. Die Umsatzerlöse beinhalten die Umsätze aus dem Wettgeschäft, d.h. die Wettumsätze nach Wettsteuern und Kundenbonus (sog. „Hold"), die Umsätze aus den Wettprovisionen für die Vermittlung von Wetten und die sonstigen Umsatzerlöse.

Der Aufwand im Segment Sportwetten resultiert im Wesentlichen aus Werbeaufwendungen.

Zum 31. Dezember 2018 ergibt sich folgende Vermögens- und Kapitalstruktur:

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2018T€ Pferdewetten Sportwetten Summe Konzernumbuchungen Gesamt
Langfristiges Vermögen 5.768 11 5.779 -25 5.754
Kurzfristiges Vermögen 18.680 127 18.807 -3.674 15.133
Eigenkapital 17.227 -4.272 12.955 -25 12.930
Langfristige Schulden 0 0 0 0
Kurzfristige Schulden 7.732 3.899 11.631 -3.674 7.957
Bilanzsumme 24.353 233 24.586 -3.674 20.887

Im Vorjahr wurden alle Vermögenswerte und Schulden dem Pferdewettenbereich zugerechnet. Das Segment Sportwetten weist Vermögenswerte in geringer Höhe auf. Aufgrund der Anlaufverluste in 2018 ist das Eigenkapital negativ. Die Finanzierung erfolgt über das Segment Pferdewetten.

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Entwicklung der Wettmarge 31.12.18 31.12.17
T€ T€
--- --- ---
Wettumsätze abzgl. Wettsteuer und Kundenbonus 214.432 83.485
Wettgewinnauszahlungen 207.580 78.705
Umsatzerlöse aus dem Wettgeschäft 6.852 4.780
Marge (Hold) in % 3,20 5.73

Segmentübergreifende Angaben

Im Geschäftsjahr hat ein Kunde 10 % oder mehr zum Konzernumsatz (€ 2,8 Mio.) beigetragen. Der Umsatz entfiel vollständig auf das Segment Pferdewetten.

Umsatzerlöse werden in Höhe von € 5,2 Mio. (Vorjahr € 3,4 Mio.) mit in Deutschland ansässigen Kunden erzielt. Die verbleibenden Umsatzerlöse werden mit Kunden im Ausland, vorwiegend in Europa, generiert. Sämtliche Umsatzangaben erfolgen nach dem Wohnort des Wettkunden.

Die Zuordnung der langfristigen Vermögenswerte zu geographischen Regionen erfolgt nach dem Sitzland der jeweiligen Konzerngesellschaft, die die Vermögenswerte aktiviert hat. Danach sind die langfristigen Vermögenswerte des Konzerns bei den deutschen Gesellschaften aktiviert.

6.2. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die aus den zum Bilanzstichtag bestehenden Miet- und Leasingverträgen sowie Dienstleistungsverträgen künftig zu leistenden Zahlungen betragen insgesamt 1.733 T€ (Vorjahr 1.171 T€). Gesellschaften des Konzerns haben diverse Operating-Leasing-Verträge, insbesondere für Büroeinrichtungen, Personenkraftfahrzeuge und Software. Die Dienstleistungsverträge betreffen Verpflichtungen gegenüber technischen Dienstleistern für das Streaming von Liveübertragungen und der Videoarchive, Verpflichtungen für Bildrechte sowie Verpflichtungen zur Erstellung der laufenden Buchhaltungen, Quartals- und Jahresabschlüsse. Die Leasingraten, Pachten und Mieten (258 T€; Vorjahr 196 T€) sind gemäß IAS 17.33 in der Gewinn- und Verlustrechnung als Aufwand erfasst.

Die nachfolgende Tabelle zeigt die Aufwendungen, die aufgrund der Laufzeiten und Kündigungsfristen der Verträge mindestens anfallen.

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III 31.12.18 31.12.17
T€ T€
--- --- ---
Dienstleistungsverträge
Laufzeit bis 1 Jahr 734 307
Laufzeit 1 bis 5 Jahre 592 19
Mietverträge 1111
Laufzeit bis 1 Jahr 56 218
Laufzeit 1 bis 5 Jahre 164 475
Leasingverträge
Laufzeit bis 1 Jahr 58 73
Laufzeit 1 bis 5 Jahre 128 79
1.733 1.171

Wesentliche Mietvereinbarungen bestehen in Form der Anmietung der Räumlichkeiten für das Wettcenter in München durch die pferdewetten-service.de GmbH und die Räumlichkeiten in Düsseldorf am Unternehmenssitz. Die beiden Verträge für die Mieträume am Unternehmenssitz laufen bis zum 31. Oktober 2020 (Festmietzeit). Ein Vertrag sieht für einen eine Staffelmiete in der Festmietzeit für die Nettokaltmiete vor. Eine einmalige Option zur Verlängerung besteht für beide Mietverträge für fünf Jahre. Die Option muss sechs Monate vor Ende der Festmietzeit ausgeübt werden. Für beide Verträge besteht eine Mietpreisanpassungsklausel. Demnach wird, falls und so oft sich der Verbraucherpreisindex für Deutschland gemäß den Feststellungen des Statistischen Bundesamtes erhöht oder ermäßigt, die Nettomiete verändert, ohne dass es einer besonderen Erklärung bedarf.

Der Mietvertrag für das Wettcenter in München läuft bis zum 28. Februar 2022. Das Mietverhältnis verlängert sich stillschweigend um ein Jahr, sofern es nicht zuvor von einer Vertragspartei mit einer Frist von drei Monaten zum Jahresende gekündigt wird. Eine einmalige Option zur Verlängerung besteht für fünf Jahre.

6.3. Aktienoptionspläne

Mit Beschluss der Hauptversammlung vom 20. September 2016 hat die pferdewetten AG für Mitarbeiter der Gesellschaft und ihrer Tochterunternehmen ein neues Aktienoptionsprogramm 2016 mit Erfüllung aus dem bedingten Kapital (sog. „Equity-settledbased transaction") aufgelegt. Bezugsrechte können nur an Personen ausgegeben werden, die in einem ungekündigten Anstellungsverhältnis zur Gesellschaft oder zu einem verbundenen Unternehmen stehen.

Von dem Höchstumfang auszugebender Bezugsrechte in Höhe von 197.500 Stammaktien können bis zu 44 Prozent an die Mitglieder des Vorstandes, bis zu 30 Prozent an die Geschäftsführer von verbundenen Unternehmen und bis zu 26 Prozent an Arbeitnehmer von verbundenen Unternehmen ausgegeben werden. Bezugsrechte dürfen innerhalb der Laufzeit der Ermächtigung laufend begeben werden.

Die Bezugsrechte dürfen erst nach Ablauf einer Wartezeit von vier Jahren ab der Gewährung ausgeübt werden (Sperrfrist). Die Ausübung der Bezugsrechte kann in den auf den Ablauf der Sperrfrist folgenden zwei Jahren erfolgen. Nach Ablauf des sechsten Jahres seit dem Zeitpunkt ihrer Ausgabe verfallen nicht wirksam ausgeübte Bezugsrechte ersatz- und entschädigungslos.

Die Bezugsrechte können nach Ablauf der Sperrfrist jeweils in einem Zeitraum von drei Wochen nach der Veröffentlichung des Jahresfinanzberichts, des Halbjahresberichts, der Quartalsmitteilungen oder Quartalsberichte für das erste und dritte Quartal sowie nach Abhaltung der ordentlichen Hauptversammlung ausgeübt werden (Ausübungszeiträume). Im Übrigen müssen die Berechtigten die Beschränkungen beachten, die aus allgemeinen Rechtsvorschriften, wie z. B. dem Wertpapierhandelsgesetz (Insiderrecht), folgen.

Jeweils ein Bezugsrecht berechtigt im Falle seiner Ausübung zum Erwerb einer Aktie der Gesellschaft zum Ausübungspreis. Der Ausübungspreis ist der Kurs der Aktie bei Ausgabe. Dabei ist der „Kurs der Aktie" der ungewichtete Durchschnittskurs der Schlussauktionspreise der Aktien der Gesellschaft im Xetra-Handel an der Frankfurter Wertpapierbörse der der Ausgabe vorangegangenen drei Monate. Die Bezugsrechte können nur ausgeübt werden, wenn der Kurs der Aktie bei Ausübung mindestens 120 vom Hundert des Kurses der Aktie bei Ausgabe erreicht. Dabei ist ebenfalls der gewichtete Durchschnittkurs der Schlussauktionspreise der Aktien der Gesellschaft im Xetra-Handel an der Frankfurter Wertpapierbörse der der Ausgabe vorangegangenen drei Monate maßgeblich.

Die Bezugsrechte wurden als Entgelt für Arbeitsleistungen zukünftiger Perioden gewährt. Insoweit erfolgt die Erfassung des beizulegenden Zeitwertes der insgesamt gewährten Bezugsrechte zeitanteilig über die Sperrfrist von vier Jahren. Die Aufwendungen hieraus werden als Personalaufwand erfasst. Da die gewährten Optionen zum Erwerb von Stammaktien an der pferdewetten.de AG berechtigen und nicht in bar beglichen werden, erhöht die Buchung des Personalaufwands das Eigenkapital (Rücklage für in Eigenkapital zu erfüllende Arbeitnehmervergütungen, vgl. Tz. 3.7. Buchstabe f)).

Die Optionen sind mit Hilfe des Black-Scholes-Modells zum Börsenkurs bei Begebung bewertet worden. Bei der Bewertung wurden die Ausübungshürde, die Sperrfrist und eine Fluktuation von 20% bei den Mitarbeitern berücksichtigt.

Die wesentlichen Parameter für die Optionspreisberechnung sind nachfolgend dargestellt:

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Parameter Aktienoptionsplan 2016 Aktienoptionsplan 2012
Datum der Gewährung 21.9.2016 17.5.2012
Aktienkurs zum Gewährungszeitpunkt 9,90 € 1,14 €
Ausübungspreis 8,03 € 1,11€
Erwartete Volatilität 50,46% 50,46%
Maximale Laufzeit in Jahre * 5 4
Risikofreie Verzinsung -0,29% 1,00%
Beizulegender Zeitwert zum Gewährungszeitpunkt je Bezugsrecht 4,78 € 0,41€

* Die maximale Laufzeit beträgt 6 Jahre (Sperrfrist und 2 Jahre Ausübungsfrist).

Die Volatilität der letzten 5 Jahre betrug 52%. Der Vorstand geht davon aus, dass sich die Volatilität des Aktienkurses im Laufe der Zeit wieder auf ein Niveau von ca. 50 % reduziert. Als erwartete Volatilität wurde deshalb erneut die des Aktienprogrammes 2012 verwendet. Da die Ausübung der gewährten Bezugsrechte in 2016 aus dem Aktienoptionsprogramm 2012 zeitnah nach Ablauf der Sperrfrist von 4 Jahren erfolgte, wurde eine maximale Laufzeit von 5 Jahren unterstellt.

Nachfolgend die Darstellung der Entwicklung der zu berücksichtigenden Optionen

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2018 2017
Anzahl Durchschnittlicher Ausübungspreis

in €
Anzahl Durchschnittlicher Ausübungspreis

in €
--- --- --- --- ---
Ausstehende Optionen zum 01.01. 197.500 8,03 197.500 8,03
Gewährt in der Periode
Verfallen in der Periode - - - -
Ausgeübt in der Periode
Ausgelaufen in der Periode - - - -
Ausstehende Optionen 31.12. 197.500 8,03 197.500 8,03
Ausgeübte Optionen 31.12.
Ausübbare Optionen 31.12. - - - -
1 Aktienoptionsprogramm 2016
Gewichteter Durchschnitt der restlichen Vertragslaufzeit in Jahren: 2,7
Ausübungspreis in Euro je Aktie 8,03

6.4. Zahl der Mitarbeiter

Die durchschnittlichen Beschäftigtenzahlen des Geschäftsjahres setzen sich wie folgt zusammen:

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2018 2017
Vorstand 1 1
Geschäftsführer 2 2
Angestellte 36 27
Aushilfen 6 5
Insgesamt 45 35

6.5. Vorstand

Dem Vorstand gehörten während des Geschäftsjahres an:

Pierre Hofer, Vorstand (seit 15. Juli 2010) Köln

Der Vertrag mit dem Vorstand Herrn Pierre Hofer hat eine Laufzeit bis zum 30. Juni 2022.

Der Vorstand erhielt für seine Tätigkeit im Geschäftsjahr 2018 (Vorjahreswerte in Klammern) folgende Bezüge:

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Feste Vergütung Erfolgsbezogene Vergiftung Komponenten mit langfristiger Anreizwirkung Geldwerte Vorteile aus Sachbezügen bzw. Car Allowance Gesamt
Gehalt Tantieme Aktienoptionen Zeitwert Sachbezug
--- --- --- --- --- --- ---
Stück
--- --- --- --- --- --- ---
Pierre Hofer 320.000 55.000,00 0 0 17.153,49 392.135,49
(180.000) (178.893) (0) (0) (17.698) (376.591)

Die auf das Geschäftsjahr 2018 entfallende Tantieme für den Vorstand Herrn Hofer in Höhe von 55 T€ (Vorjahr 179 T€) wird nach Feststellung des Jahresabschlusses in Höhe von 30 T€ (Vorjahr 140 T€) zur Zahlung fällig. Der verbleibende Betrag wurde bereits als Bestandteil des neuen Vorstandsvertrages ausbezahlt.

Im Rahmen der am 17. Mai 2012 gewährten Aktienoptionen an die Mitarbeiter der pferdewetten.de AG und deren Tochtergesellschaften (Aktienoptionsprogramm 2012) wurden dem Vorstand insgesamt 165.000 Bezugsrechte gewährt, welche im Juli 2016 in voller Höhe ausgeübt wurden. Am 21. September 2016 wurden 86.900 neue Bezugsrechte (Aktienoptionsprogramm 2016) gewährt. Diese gewährten Bezugsrechte bleiben für jedes volle Jahr der Sperrfrist, das im Zeitpunkt der Beendigung des Dienstverhältnisses verstrichen ist, jeweils zu 25 % der Optionen bestehen, sofern der Vorstand das Dienstverhältnis während der Sperrfirst kündigt oder es auf Betreiben des Vorstands zur Aufhebung des Dienstverhältnisses kommt. Sie verfallen nicht, wenn es zur Kündigung oder Aufhebung des Dienstverhältnisses durch den Vorstand aufgrund eines Kontrollwechsels kommt.

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Anzahl
Ausstehende Optionen zum 1.1.2018 86.900
Gewährte Optionen in 2018 0
Ausgeübte Optionen in 2018 0
Ausstehende Optionen zum 31.12.2018 86.900
Ausübbare Optionen zum 31.12.2018 0
Aktienoptionsprogramm 2016 Gewichteter Durchschnitt der restlichen Vertragslaufzeit in Jahren: 2,7
Ausübungspreis in Euro je Aktie 8,03

Der auf den Vorstand entfallende Anteil am erfassten Gesamtaufwand für die gewährten Aktienoptionen aus dem Aktienoptionsprogramm 2016 beträgt 83 T€ (Vorjahr 83 T€).

Details zu den Vergütungen gemäß § 314 Abs. 1 Nr. 6a Sätze 5 bis 8 HGB sind im zusammengefassten Konzernlagebericht, der Bestandteil des Konzernabschlusses ist, angegeben.

Dem Vorstand wurde in 2016 ein langfristiges Darlehen in Höhe von insgesamt 252.532,22 € zur Finanzierung des Gesamtausübungspreises der gewährten Bezugsrechte (165.000 Stück) im Rahmen des Aktienoptionsprogramms 2012 und der auf den geldwerten Vorteil angefallenen Steuern gewährt. Das Darlehen ist am 30. Juni und 10. September 2016 zur Auszahlung gelangt. Es hat insgesamt eine Laufzeit von 6 Jahren und wird mit 1,89 p.a. verzinst. Die Zinserträge für das gewährte Darlehen betrugen im Berichtsjahr 5 T€ (Vorjahr 2 T€). Wird das Dienstverhältnis mit der Gesellschaft beendet und kein Dienst- oder Arbeitsverhältnis mit der Gesellschaft oder einem mit dieser im Sinne des § 15 AktG verbundenen Unternehmen fortgesetzt, ist das Darlehen zum Zeitpunkt der Beendigung nebst Zinsen fällig. Bei Verkauf der finanzierten Aktien sind die daraus resultierenden Verkaufserlöse binnen 14 Tagen in Höhe des Anteils der verkauften Aktien an der Gesamtzahl der finanzierten Aktien als Sondertilgung auf das gewährte Darlehen zu leisten. Darüber hinaus ist der Darlehensnehmer berechtigt, das Darlehen jederzeit teilweise oder vollständig zurückzuzahlen. Eine Vorfälligkeitsentschädigung fällt nicht an. Der Anspruch ist durch ein Pfandrecht in Höhe von 63.133 Stück der finanzierten Aktien gesichert. Bei Verkauf der finanzierten Aktien sind zunächst die nicht verpfändeten Aktien zu verkaufen. Im Falle der Insolvenz des Darlehensnehmers tritt die pferdewetten.de AG mit ihren Ansprüchen auf Rückzahlung des Darlehens hinter die Ansprüche aller sonstigen Gläubiger des Darlehensnehmers. Das Pfandrecht gilt nicht im Falle der Insolvenz des Darlehensnehmers.

6.6. Aufsichtsrat

Mitglieder des Aufsichtsrats im Geschäftsjahr waren:

Markus A. Knoss (seit 22. August 2014) Betriebswirt, Ludwigsburg Manager Business Development DACH für die BankM-Repräsentanz der FinTech Group Bank AG für Investments und Wertpapiere AG Frankfurt am Main

-Vorsitzender-

Sergey Lychak (seit 18. Juni 2013) CFA, CIIA, MMgt, Eidg. dipl. Finanzanalytiker und Vermögensverwalter, Zürich/Schweiz

-Stellvertreter-

Lars-Wilhelm Baumgarten (seit 20. September 2016), Diplom-Jurist, Bad Harzburg Geschäftsführer der baumgarten Sports & more GmbH, Göttingen

Jochen Dickinger (seit 3. November 2016), Ingenieur, Gramastetten/Österreich

Für das Geschäftsjahr 2018 wurde für die Mitglieder des Aufsichtsrats eine Vergütung in Höhe von insgesamt 30 T€ (Vorjahr 28 T€) erfasst.

Die Mitglieder des Aufsichtsrats haben darüber hinaus folgende Mandate in anderen Aufsichtsräten bzw. vergleichbaren Kontrollgremien im Sinne des § 125 Abs. 1 Satz 5 AktG:

Markus A. Knoss:

● Mitglied des Aufsichtsrates der mybet Holding SE, Kiel (bis 13. Dezember 2017)

Jochen Dickinger:

● Mitglied des Aufsichtsrates der Athos AG, Linz/Österreich

6.7. Bestände an Aktien und Aktienoptionen der Organmitglieder

Zum 31. Dezember 2018 waren Vorstand, Mitglieder des Aufsichtsrats und die Mitglieder des Managements der Gesellschaft wie folgt beteiligt:

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Aktien 31.12.2018 Optionen 31.12.2018 Aktien 31.12.2017 Optionen 31.12.2017
Vorstand
Pierre Hofer 186.333 86.900 186.333 86.900
Aufsichtsrat
Markus A. Knoss 1.666 1.666 1.666 1.666
Sergej Lychak 70.731 Keine 70.731 Keine
Lars-Wilhelm Baumgarten 201.818 Keine 201.818 Keine
Jochen Dickinger 230.386 Keine 230.386 Keine

6. 8. Wesentliche Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Wesentliche Ereignisse nach dem Bilanzstichtag haben sich nicht ereignet.

6.9. Risikomanagement und Angaben zum Kapitalmanagement

Risikomanagement

Der Konzern pferdewetten AG unterliegt im Rahmen seiner Geschäftstätigkeit unterschiedlichen Risiken des Marktes, rechtlichen und regulatorischen Risiken oder beispielsweise technologischen Risiken. Die wesentlichen Risiken der künftigen Entwicklung sind im Lagebericht angegeben. Die möglichen Auswirkungen von Risiken werden im Rahmen des Risikomanagements als Bestandteil des periodischen Berichtswesens analysiert und bewertet. Weiterer Bestandteil des Risikomanagements ist das Erfordernis einer Genehmigung durch den Aufsichtsrat für bestimmte Maßnahmen.

Die Risiken aus Wechselkursveränderungen werden als geringfügig eingestuft. Im operativen Bereich werden Transaktionen fast ausschließlich in Euro abgerechnet und Fremdwährungstransaktionen innerhalb einer so kurzen Zeitspanne abgewickelt, die - auch aufgrund des Volumens dieser Transaktionen - lediglich ein geringfügiges Risiko enthalten.

Zinsrisiken werden ebenfalls als geringfügig eingestuft, weil Darlehen entweder mitfesten Zinsvereinbarungen abgeschlossen worden sind oder aufgrund ihrer geringen Restlaufzeit nur Risiken von untergeordneter Bedeutung aus der Veränderungen des Zinssatzes erfahren können.

Durch die erfolgte Investition von finanziellen Mitteln in Kapitalmarktpapiere in Höhe von insgesamt 3.095 T€ ist der Konzern auch Marktpreisänderungsrisiken (Aktienkurse) ausgesetzt. Diese können sich auf die Bewertung der unter den kurzfristigen sonstigen finanziellen Vermögenswerten ausgewiesenen Kapitalmarktpapiere (Anteile an Investmentfonds und Rentenfonds, Zertifikate, Anleihen) auswirken. In Höhe von ca. 58 % des bilanzierten Betrages (3.095 T€) betreffen die Papiere Anteile an Fonds (Rentenfonds, Mischfonds, Investmentfonds) mit breiter Risikostreuung und in Höhe von ca. 39 % fest verzinsliche Anleihen. Ausgehend von der Fondsstruktur und der Performance des jeweiligen Fonds in 2018 wird das Preisänderungsrisiko als gering eingestuft. Für den Fonds selbst können abhängig von deren Anlagestrategie Kreditrisiken, Liquiditätsrisiken, Währungsrisiken, Kontrahentenrisiken, Risiken aus dem Derivateneinsatz, operationelle Risiken und Verwahrrisiken von Bedeutung sein. Für Anleihen können grundsätzlich Ausfall-, Zinsänderungs-, Inflations- und Währungsrisiken bestehen. Da ausschließlich in weit verbreitete Anleihen in Euro mit einer hohen Bonität investiert wurde, werden die Risiken als sehr gering eingestuft. Ebenso kann jeder Fonds und jede Anleihe politischen und wirtschaftlichen Risiken unterliegen. So kann jede Verschlechterung der wirtschaftlichen Entwicklung der Eurozone die Wertentwicklung und Volatilität der Fonds und Anleihen beeinträchtigen. Ziel der Investitionen ist eine sicherheitsorientierte kurzfristige Anlage von frei verfügbaren überschüssigen finanziellen Mitteln in alternative Anlageformen mit einer mittelfristig erwarteten positiven Rendite aufgrund des aktuellen Niedrigzinsumfeldes. Die Entscheidung zur Anlage von frei verfügbaren finanziellen Mitteln erfolgt durch den Vorstand der pferdewetten.de AG auf Basis der aktuellen Liquiditätslage des Konzerns. Bei einer Veränderung des Börsenkurses um +5 % bzw. -5 % im Vergleich zum Börsenkurs der Fonds am 31. Dezember 2018 würde sich eine Aufwertung um 112 T€ bzw. eine Abwertung von 112 T€ ergeben.

Aus dem operativen Risiko, dass aufgrund von unausgewogener Gewinnentwicklungen bei den Buchmacherwetten Kunden signifikante Gewinne erzielen werden, können sich ebenso Liquiditätsrisiken ergeben. Diesem begegnet der Konzern mit entsprechenden Limitierungen in den Allgemeinen Geschäftsbedingungen sowie mit einem Risikomanagement, bei dem die Relation der Wetteinsätze und potenziellen Gewinnauszahlungen überwacht und gesteuert wird.

Risiken bezüglich des Zahlungsausfalls von wesentlichen Forderungen werden fortlaufend überwacht und gesteuert. Das maximale Risiko für Zahlungsausfälle wird in der Bilanz anhand der zum Buchwert angesetzten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstigen finanziellen Vermögenswerte abgebildet. Darüber hinaus bestehen umfangreiche Sicherungsrechte in Bezug auf die gewährten Darlehen an die Mitarbeiter der Gesellschaft von insgesamt 426 T€, die unter den langfristigen sonstigen finanziellen Vermögenswerten ausgewiesen werden. Insoweit sind die Darlehensforderungen ausreichend besichert.

Risiken etwaiger Liquiditätsengpässe werden mittels periodischen Liquiditätsplanungen überwacht.

Kapitalmanagement

Das Kapitalmanagement soll den Konzern in die Lage versetzen, eine positive Cashflow-Entwicklung zu erzielen und die Finanzierung des operativen Geschäfts zu gewährleisten. Gemanagt wird ein Eigenkapital von 13.066 T€ per 31. Dezember 2018 (Vorjahr 14.013 T€) bei einer Eigenkapitalquote von 62 % (Vorjahr 73 %). Ziel des Kapitalmanagements ist die finanzielle Substanzerhaltung und -erweiterung. Dies erfolgt unter der Maßgabe, dass Chancen bei der Erschließung von Märkten und neuen Produkten genutzt werden können und sollen. Einsparungspotenziale werden permanent untersucht und entsprechende Aktivitäten nach abgeschlossener Prüfung umgesetzt. Insgesamt soll das Kapitalmanagement den Konzern in die Lage versetzen, eine positive Geschäftsentwicklung zu erreichen.

Liquiditätsmanagement

Die Liquiditätslage des Konzerns wird laufend überwacht und stetig in einen konkreten Liquiditätsplan aller erwarteten zukünftigen Ein- und Auszahlungen überführt. Zum Abschlussstichtag verfügt der Konzern über frei investierbare liquide Mittel in Höhe von 8.312 T€ (unter der Berücksichtigung von kurzfristigen Kreditkartenverbindlichkeiten von insgesamt 2 T€). Damit hat sich die Liquiditätssituation im Vergleich zum Vorjahr mit damals frei investierbaren Mitteln in Höhe von 6.895 T€ um 1.416 T€ erhöht.

Der aufgestellte Liquiditätsplan weist über einen 12-Monatszeitraum ab dem Stichtag der Abschlussaufstellung jederzeit Zahlungsmittelüberschüsse aus, so dass die Unternehmensfortführung der pferdewetten.de AG und des Konzerns gesichert ist.

6.10. Honorar der Abschlussprüfung

Als Honorar für die Abschlussprüfung wurde im Geschäftsjahr 2018 ein Aufwand von insgesamt 100 T€ (Vorjahr 89 T€) erfasst.

Durch die Deloitte GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft wurden keine weiteren Bestätigungsleistungen, Steuerberatungsleistungen oder sonstigen Leistungen erbracht.

6.11. Angaben über Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen

Hinsichtlich der Kreditgewährung an den Vorstand der pferdewetten.de AG verweisen wir auf die Erläuterungen unter Tz. 6.5.

Sämtliche Vergütungen des Aufsichtsrats sind kurzfristig fällig. Bezüglich der Fälligkeit der Vergütungen des Vorstands verweisen wir auf die Darstellung unter Tz. 6.5. Gesonderte Leistungen aus Anlass der Beendigung von Vorstandsverhältnissen sowie Leistungen nach Beendigung des Vorstandsverhältnisses liegen nicht vor.

Sonstige Dienstleistungen gegenüber anderen nahestehenden Personen wurden weder erbracht noch bezogen.

Es wurden keine Wertberichtigungen für Forderungen gegen nahestehende Unternehmen oder Personen im aktuellen oder vorherigen Geschäftsjahr vorgenommen.

6.12. Entsprechenserklärung nach § 161 AktG

Eine nach § 161 AktG geforderte Entsprechenserklärung zum deutschen Corporate Governance Codex wurde von Vorstand und Aufsichtsrat abgegeben und auf der Homepage der pferdewetten.de AG (www.pferdewetten.ag) öffentlich zugänglich gemacht.

Düsseldorf, den 27. März 2019

Pierre Hofer, Vorstand

Unternehmenskalender 2019

08.05.2019 Veröffentlichung Konzern-Zwischenmitteilung innerhalb des 1. Halbjahres 2019

21.05.2019 Jahreshauptversammlung

13.08.2019 Veröffentlichung Halbjahresbericht 2019

12.11.2019 Veröffentlichung Konzern-Zwischenmitteilung innerhalb des 2. Halbjahres 2019

Bilanzeid

Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Konzernabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Konzernlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns beschrieben sind.

Düsseldorf, den 26. März 2019

Pierre Hofer, Vorstand

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die pferdewetten.de AG, Düsseldorf

Vermerk über die Prüfung des Konzernabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts

Prüfungsurteile

Wir haben den Konzernabschluss der pferdewetten.de AG, Düsseldorf, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2018, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, der Konzernkapitalflussrechnung und der Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2018 sowie dem Konzernanhang, einschließlich einer Zusammenfassung bedeutsamer Rechnungslegungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den mit dem Lagebericht des Mutterunternehmens zusammengefassten Konzernlagebericht der pferdewetten.de AG, Düsseldorf, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2018 geprüft. Die mit der Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f HGB zusammengefasste Konzernerklärung zur Unternehmensführung nach § 315d HGB sowie der Corporate Governance Bericht nach Nr. 3.10 des Deutschen Corporate Governance Kodex, auf die jeweils im zusammengefassten Lagebericht verwiesen wird, haben wir im Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Konzernabschluss in allen wesentlichen Belangen den IFRS wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315e Abs. 1 HGB anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31. Dezember 2018 sowie seiner Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2018.
vermittelt der beigefügte zusammengefasste Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns. In allen wesentlichen Belangen steht dieser zusammengefasste Lagebericht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Unser Prüfungsurteil zum zusammengefassten Lagebericht erstreckt sich nicht auf die Inhalte der oben genannten mit der Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f HGB zusammengefassten Konzernerklärung zur Unternehmensführung nach § 315d HGB sowie des Corporate Governance Berichts.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-Abschlussprüferverordnung (Nr. 5372014; im Folgenden „EU-APrVO") unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt „Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den europarechtlichen sowie den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Darüber hinaus erklären wir gemäß Artikel lo Abs. 2 Buchst. f) EU-APrVO, dass wir keine verbotenen Nichtprüfungsleistungen nach Artikel 5 Abs. 1 EU-APrVO erbracht haben. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum zusammengefassten Lagebericht zu dienen.

Besonders wichtige Prüfungssachverhalte in der Prüfung des Konzernabschlusses

Besonders wichtige Prüfungssachverhalte sind solche Sachverhalte, die nach unserem pflichtgemäßen Ermessen am bedeutsamsten in unserer Prüfung des Konzernabschlusses für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2018 waren. Diese Sachverhalte wurden im Zusammenhang mit unserer Prüfung des Konzernabschlusses als Ganzem und bei der Bildung unseres Prüfungsurteils hierzu berücksichtigt; wir geben kein gesondertes Prüfungsurteil zu diesen Sachverhalten ab.

Nachfolgend stellen wir die aus unserer Sicht besonders wichtigen Prüfungssachverhalte dar:

1. Realisierung von Umsatzerlösen aus dem Wettgeschäft

Unsere Darstellung dieses besonders wichtigen Prüfungssachverhalts haben wir wie folgt strukturiert:

a) Sachverhaltsbeschreibung (einschließlich Verweis auf zugehörige Angaben im Konzernabschluss und im zusammengefassten Lagebericht)
b) Prüferisches Vorgehen

1. Realisierung von Umsatzerlösen aus dem Wettgeschäft

a) Im Konzernabschluss der pferdewetten.de AG werden in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung Umsatzerlöse von EUR 11,1 Mio. ausgewiesen. Die Umsatzerlöse resultierten in Höhe von EUR 6,8 Mio. aus dem eigenen Wettgeschäft, in Höhe von EUR 4,2 Mio. aus der Vermittlung von Pferdewetten an Rennvereine sowie in Höhe von EUR o,01 Mio. aus sonstigen Umsatzerlösen. Das betragsmäßig bedeutsame Wettgeschäft wird überwiegend über die eingesetzte Buchmachersoftware abgewickelt. Vor diesem Hintergrund erfordert eine zutreffende Erfassung und Abwicklung des Wettumsatzgeschäfts eine zuverlässige Informationstechnologie. Aufgrund der betragsmäßigen Bedeutung und der vorwiegend IT-gestützten Abwicklung des Umsatzgeschäftes war dieser Sachverhalt aus unserer Sicht im Rahmen unserer Prüfung von besonderer Bedeutung.

Die Angaben der gesetzlichen Vertreter zu den Umsatzerlösen aus dem Wettgeschäft sind in den Abschnitten „2f) Finanzinstrumente", „21) Ertragsrealisierung", „4.1 Umsatzerlöse" sowie „6.1 Segmentberichterstattung" des Konzernanhangs enthalten.

b) Im Rahmen unserer Prüfung der Umsatzerlöse haben wir auf Konzernebene, aufbauend auf unseren Erkenntnissen aus den Vorjahresabschlussprüfungen sowie des wirtschaftlichen und rechtlichen Umfelds der Gesellschaft, die Aufbau- und Ablauforganisation des Bereichs Wettgeschäfte im Hinblick auf Angemessenheit und Wirksamkeit der eingerichteten Kontrollen geprüft. Unser risikoorientiertes Prüfungsvorgehen beinhaltet die Aufbau- und Funktionsprüfung von Kontrollen unter Einbeziehung von Spezialisten des Bereichs Risk Advisory, vor allem

die Beurteilung des Umfelds der IT-Systeme zur Annahme und Abwicklung des Eigengeschäfts und des Vermittlungsgeschäfts,
die Beurteilung der Ordnungsmäßigkeit der ausgelagerten IT-Dienstleistungen durch entsprechende Systemprüfungen bei den Dienstleistern,
die Funktionsprüfung von automatischen Kontrollen,
das Nachvollziehen der vollständigen Erfassung der Umsatzerlöse aus dem Wettgeschäft im Hauptbuch und
die Prüfung der Zuverlässigkeit der im Rahmen der Prüfung der Umsatzerlöse verwendeten Berichte, die aus der Buchmachersoftware generiert werden.

Darüber hinaus haben wir aussagebezogene Prüfungshandlungen für die Umsatzerlöse aus dem Wettgeschäft in Form von substanziell-analytischen Prüfungshandlungen durch Bildung von Erwartungswerten und Abgleich dieser Erwartungswerte mit den gebuchten Beträgen im Konzernabschluss sowie - in Stichproben für Großkunden - Einzelfallprüfungshandlungen für die verbuchten Wetten auf Basis von Nachweisen zu den entsprechenden Wettausgängen und -quoten und Zahlungsnachweisen durchgeführt.

Sonstige Informationen

Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen:

a) die mit der Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f HGB zusammengefasste Konzernerklärung zur Unternehmensführung nach § 315d HGB, auf die im zusammengefassten Lagebericht hingewiesen wird,
b) den Corporate Governance Bericht nach Nr. 3.10 des Deutschen Corporate Governance Kodex,
c) die Versicherung der gesetzlichen Vertreter zum Konzernabschluss und zum zusammengefassten Lagebericht nach § 297 Abs. 2 Satz 4 bzw. § 315 Abs. 1 Satz 5 HGB und
d) die übrigen Teile des Geschäftsberichts, mit Ausnahme der geprüften Teile des Konzernabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts sowie unseres Bestätigungsvermerks.

Unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum zusammengefassten Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab.

Im Zusammenhang mit unserer Konzernabschlussprüfung haben wir die Verantwortung, die sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen

wesentliche Unstimmigkeiten zum Konzernabschluss, zum zusammengefassten Lagebericht oder zu unseren bei der Prüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder
anderweitig wesentlich falsch dargestellt erscheinen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Konzernabschluss und den zusammengefassten Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315e Abs. 1 HGB anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, es sei denn, es besteht die Absicht, den Konzern zu liquidieren oder der Einstellung des Geschäftsbetriebs oder es besteht keine realistische Alternative dazu.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des zusammengefassten Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines zusammengefassten Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im zusammengefassten Lagebericht erbringen zu können.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses des Konzerns zur Aufstellung des Konzernabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der zusammengefasste Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum zusammengefassten Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-APrVO unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und zusammengefassten Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Konzernabschluss und im zusammengefassten Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.
gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Konzernabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des zusammengefassten Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme abzugeben.
beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.
ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Konzernabschluss und im zusammengefassten Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass der Konzern seine Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.
beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Konzernabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Konzernabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und der ergänzend nach § 315e Abs. 1 HGB anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz-und Ertragslage des Konzerns vermittelt.
holen wir ausreichende geeignete Prüfungsnachweise für die Rechnungslegungsinformationen der Unternehmen oder Geschäftstätigkeiten innerhalb des Konzerns ein, um Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum zusammengefassten Lagebericht abzugeben. Wir sind verantwortlich für die Anleitung, Überwachung und Durchführung der Konzernabschlussprüfung. Wir tragen die alleinige Verantwortung für unsere Prüfungsurteile.
beurteilen wir den Einklang des zusammengefassten Lageberichts mit dem Konzernabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Konzerns.
führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im zusammengefassten Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

Wir geben gegenüber den für die Überwachung Verantwortlichen eine Erklärung ab, dass wir die relevanten Unabhängigkeitsanforderungen eingehalten haben, und erörtern mit ihnen alle Beziehungen und sonstigen Sachverhalte, von denen vernünftigerweise angenommen werden kann, dass sie sich auf unsere Unabhängigkeit auswirken, und die hierzu getroffenen Schutzmaßnahmen.

Wir bestimmen von den Sachverhalten, die wir mit den für die Überwachung Verantwortlichen erörtert haben, diejenigen Sachverhalte, die in der Prüfung des Konzernabschlusses für den aktuellen Berichtszeitraum am bedeutsamsten waren und daher die besonders wichtigen Prüfungssachverhalte sind. Wir beschreiben diese Sachverhalte im Bestätigungsvermerk, es sei denn, Gesetze oder andere Rechtsvorschriften schließen die öffentliche Angabe des Sachverhalts aus.

Sonstige gesetzliche und andere rechtliche Anforderungen

Übrige Angaben gemäß Artikel 10 EU-APrVO

Wir wurden von der Hauptversammlung am 15. Mai 2018 als Konzernabschlussprüfer gewählt. Wir wurden am 15. Mai 2018 vom Aufsichtsrat beauftragt. Wir sind ununterbrochen seit dem Geschäftsjahr 2010 als Konzernabschlussprüfer der pferdewetten.de AG, Düsseldorf, tätig.

Wir erklären, dass die in diesem Bestätigungsvermerk enthaltenen Prüfungsurteile mit dem zusätzlichen Bericht an den Prüfungsausschuss nach Artikel n EU-APrVO (Prüfungsbericht) in Einklang stehen.

Verantwortlicher Wirtschaftsprüfer

Der für die Prüfung verantwortliche Wirtschaftsprüfer ist Patrick Wendlandt.

Hamburg, den 27. März 2019

**Deloitte GmbH

Wirtschaftsprüfungsgesellschaft**

Christian Dinter, Wirtschaftsprüfer

Patrick Wendlandt, Wirtschaftsprüfer

Impressum/Kontakt

Sitz der Gesellschaft:

pferdewetten.de AG

Kaistr. 4

D-40221 Düsseldorf

Telefon: +49 (0) 211 781 782 10

Telefax: +49 (0) 211 781 782 19

E-Mail: [email protected]

Internet: www.pferdewetten.ag

Vorstand: Pierre Hofer

Aufsichtsrat: Markus A. Knoss (Vorsitz)