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Palfinger AG — Annual Report 2012
Feb 13, 2013
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Annual Report
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WIR STEIGERN DIE ANZIEHUNGSKRAFT DER MARKE
Jahresfinanzbericht 2012
inhalt
| Kennzahlen der PALFINGER Gruppe How to use Mission Statement Vorwort des Vorstandsvorsitzenden Highlights 2012 PALFINGER auf einen Blick |
Umschlag vorne/2 4 5 6 10 12 |
|---|---|
| Strategie und Value Managem ent Langfristige Konzernstrategie Schwerpunkte im Jahr 2012 Ziele 2017 Value Management Marke PALFINGER |
15 16 18 19 21 23 |
| Corporate-Governance-Bericht Erklärung gemäß § 243b UGB Organe der Gesellschaft Vergütungsbericht Corporate Governance Kodex |
45 46 46 50 51 |
| Investor Relations | 53 |
| Konzernlagebericht Marktbericht Wirtschaftliche Rahmenbedingungen Branchenentwicklung PALFINGER und Mitbewerber Kunden und Lieferanten Entwicklung der PALFINGER Gruppe Geschäftsentwicklung 2012 Wesentliche Veränderungen Gesellschaftsrechtliche Veränderungen in der PALFINGER Gruppe Angaben gemäß § 243a UGB Vermögens-, Finanz- und Ertragslage Treasury Risikobericht Forschung, Entwicklung und Innovation Wertschöpfung Mitarbeiter Nachhaltigkeit Entwicklung der Segmente Segment EUROPEAN UNITS Segment AREA UNITS Bereich VENTURES Wesentliche Ereignisse nach dem Bilanzstichtag Ausblick |
59 60 60 61 65 66 70 70 72 74 75 76 80 81 88 93 96 99 103 104 107 109 110 111 |
| Konzernabsc hluss zum 31. Dezemb er 2012 Konzernbilanz Konzern-Gewinn-und-Verlust-Rechnung Gesamtergebnisrechnung Entwicklung des Konzerneigenkapitals Konzern-Cashflow-Statement Geschäftssegmente Erläuterungen zum Konzernabschluss Allgemeines Konsolidierungsgrundsätze Kapitalsteuerung Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Verwendung von Schätzungen und Ermessensspielräumen Erläuterungen zur Konzernbilanz Erläuterungen zur Konzern-Gewinn-und-Verlust-Rechnung Finanzinstrumente Sonstige Angaben |
113 115 116 117 118 120 121 124 124 125 134 134 145 148 170 178 188 |
| Erklärung aller gesetzlichen Vertreter Bericht des Absc hlussp rüfers |
192 194 |
| Bericht des Aufsichtsrats Kennzahlendefinition Standorte der PALFINGER Gruppe Impressum Gesellschaften der PALFINGER Gruppe Stichwortverzeichnis Jahresabsc hluss der PALFINGER AG |
196 197 198 200 hintere Flappe innen/201 hintere Flappe außen/203 204 |
kennzahlen der PALFINGER Gruppe
in Teur
| GuV-Ergebnisse | 2012 | 2011 | 2010 | 2009 | 2008 |
|---|---|---|---|---|---|
| Umsatz | 935.215 | 845.677 | 651.793 | 505.365 | 794.839 |
| EBITDA | 97.950 | 96.764 | 59.887 | 18.483 | 102.446 |
| EBITDA-Marge | 10,5% | 11,4% | 9,2% | 3,7% | 12,9% |
| EBIT (Operatives Ergebnis) | 68.454 | 67.917 | 37.148 | –2.983 | 73.771 |
| EBIT-Marge | 7,3% | 8,0% | 5,7% | –0,6% | 9,3% |
| Ergebnis vor Ertragsteuern | 53.725 | 57.000 | 29.833 | –11.860 | 63.915 |
| Konzernergebnis | 40.409 | 41.955 | 24.225 | –7.823 | 43.907 |
| Bilanz | |||||
| Summe Vermögenswerte | 813.565 | 739.774 | 677.431 | 587.973 | 641.331 |
| Net Working Capital (Durchschnitt) | 151.291 | 118.774 | 117.740 | 151.587 | 85.214 |
| Capital Employed (Durchschnitt) | 552.210 | 500.699 | 462.257 | 460.235 | 359.315 |
| Eigenkapital | 364.874 | 352.780 | 319.891 | 292.277 | 309.885 |
| Eigenkapitalquote | 44,8% | 47,7% | 47,2% | 49,7% | 48,3% |
| Nettofinanzverschuldung | 217.565 | 166.876 | 160.932 | 151.880 | 166.774 |
| Gearing | 59,6% | 47,3% | 50,3% | 52,0% | 53,8% |
| Cashflow und Investitionen | |||||
| Cashflow aus dem operativen Bereich | 55.394 | 37.662 | 49.118 | 50.044 | 32.577 |
| Free Cashflow | –3.103 | 11.695 | 4.166 | 41.979 | –39.537 |
| Nettoinvestitionen | 40.799 | 23.673 | 18.709 | 15.916 | 47.319 |
| Abschreibungen und Wertminderungen | 29.496 | 28.847 | 22.739 | 21.466 | 28.675 |
| Mitarbeiter | |||||
| Mitarbeiterstand im Jahresdurchschnitt1) | 6.175 | 5.600 | 4.671 | 4.517 | 4.664 |
| Wertschaffung | |||||
| ROCE | 10,2% | 11,1% | 7,1% | 0,0% | 13,1% |
| ROE | 12,7% | 14,1% | 8,9% | –2,4% | 15,9% |
| EVA | 18.958 | 20.475 | –3.308 | –31.033 | 26.044 |
| WACC | 6,7% | 7,0% | 7,8% | 7,0% | 6,9% |
| Aktie | |||||
| Anzahl der Aktien (Stück) | 35.730.000 | 35.730.000 | 35.730.000 | 35.730.000 | 35.730.000 |
| Marktkapitalisierung | 587.401 | 440.551 | 1.027.238 | 556.673 | 401.605 |
| Kurs per Jahresultimo (EUR) | 16,44 | 12,33 | 28,75 | 15,58 | 11,24 |
| Ergebnis je Aktie (EUR) | 1,14 | 1,19 | 0,68 | –0,22 | 1,24 |
| Operativer Cashflow je Aktie (EUR) | 1,57 | 1,06 | 1,39 | 1,41 | 0,92 |
| Dividende je Aktie (EUR) | 0,382) | 0,38 | 0,22 | 0,00 | 0,39 |
1) Konsolidierte Konzernunternehmen ohne Equity-Beteiligungen sowie ohne Leiharbeiter
2) Vorschlag an die Hauptversammlung
Umsatz (in TEUR)
EBIT (in TEUR)
operativer cashflow (in TEUR)
How to use
Starke Marken üben eine große Anziehungskraft aus. PALFINGER hat im Jahr 2012 die Werte und den Kern seiner Marke neu definiert. Die Dachmarkenstrategie wird künftig auch die Kraft der Marke PALFINGER stärken.
Erklärung der Anziehungskraft im Überblick
Was PALFINGER so anziehend macht, finden Sie zusammengefasst auf den Seiten 2 bis 13: Kennzahlen, Highlights des Geschäftsjahres 2012 und Kurzbeschreibung der PALFINGER Gruppe.
Ab Seite 197 finden Sie darüber hinaus einen Überblick über die wichtigsten Hintergründe: Kennzahlendefinition, die weltweiten PALFINGER Standorte und die Organisationsstruktur sowie ein Stichwortverzeichnis für die schnelle Suche in diesem Bericht.
Magnetische Kraftwirkung – Einleitung
Herbert Ortner, Vorstandsvorsitzender der PALFINGER AG, erläutert in einem Vorwort auf Seite 6 seine persönliche Sicht der jüngsten und der erwarteten Entwicklungen in der PALFINGER Gruppe.
Funktionsweise des Magnetfeldes
Die langfristige Konzernstrategie mit definierten Zielen stellt sicher, dass die Weiterentwicklung der PALFINGER Gruppe konsequent verfolgt wird. Die Details zur Funktionsweise sind ab Seite 15 beschrieben. Im Anschluss daran, ab Seite 23, finden Sie auch die Hintergründe der neuen PALFINGER Dachmarkenstrategie und was dies in der Praxis bedeutet.
Richtungsregeln des Magnetismus
Der Corporate-Governance-Bericht ab Seite 45 beschreibt die Organe der Gesellschaft, wie sie zusammenarbeiten, und ihre Vergütung. Der Bericht mit dem Bekenntnis von PALFINGER zum Österreichischen Corporate Governance Kodex wurde vom Wirtschaftsprüfer auditiert.
Magnetismus als kooperatives Phänomen
Transparente Information ist die Basis für die Kommunikation mit Stakeholdern und deren Interesse an PALFINGER. Unter Investor Relations ab Seite 53 sind alle Informationen gesammelt, die speziell für bestehende und potenzielle Aktionäre relevant sind.
Der magnetische Fluss im Jahr 2012
Im Konzernlagebericht ab Seite 59 gibt zunächst der Marktbericht Auskunft über die aktuellen Rahmenbedingungen: Wirtschaftsentwicklung, Branchen, Wettbewerb, Kunden und Lieferanten. Die Entwicklung der PALFINGER Gruppe beschreibt die Geschäftsentwicklung, die Veränderungen, die Risiken und die Entwicklung der Erfolgsfaktoren, wie Forschung & Entwicklung, Mitarbeiterbelange und Nachhaltigkeit.
Die Feldlinien im Detail
Der Konzernabschluss erläutert die Entwicklung im Geschäftsjahr 2012 im Detail. Ab Seite 113 finden Sie alle Fakten und Zahlen dazu.
Falls nach vollständiger Lektüre des Geschäftsberichts 2012 der PALFINGER Gruppe noch Fragen offen bleiben, finden Sie auf Seite 200 Ihre Ansprechpartner für weitere Auskünfte.
Mission Statement
PALFINGER steht weltweit für die innovativsten, zuverlässigsten und wirtschaftlichsten Hebe-Lösungen, die auf Nutzfahrzeugen und im maritimen Bereich zum Einsatz kommen. Mit technologischer Expertise und erfahrenen Mitarbeitern setzen wir Qualitätsstandards in unseren Branchen. Nachhaltigkeit und verantwortungsvolle Ressourcennutzung stehen dabei im Mittelpunkt unseres Handelns. Hohe Flexibilität und Kompetenz in der Produktion sowie ein weltweites Vertriebs- und Servicenetzwerk sichern uns den entscheidenden Wettbewerbsvorteil und unseren Kunden LIFETIME EXCELLENCE.
Innovation ist das Ergebnis unserer Leidenschaft für die ständige Verbesserung von Produkt, Prozess und Organisation. Innovationen sichern PALFINGER die Marktführerschaft und eröffnen neue Anwendungsfelder, die die Geschäftsbasis verbreitern.
Internationalisierung sichert unseren Kunden auf allen Kontinenten marktkonforme Produkte und unserem Unternehmen die maximale Unabhängigkeit von regionalen Konjunkturschwankungen. Gleichzeitig werden neue Wachstumspotenziale erschlossen.
Flexibilisierung ermöglicht uns, jeglichen Marktentwicklungen durch rasche Anpassung unserer Ressourcen und Kapazitäten zu entsprechen und damit unseren Geschäftserfolg auch in Zeiten hoher Volatilität abzusichern.
Vorwort des Vorstandsvorsitzenden
Sehr geehrte Aktionärin, sehr geehrter Aktionär!
80 Jahre PALFINGER. Das Jubiläumsjahr 2012 war in jeglicher Hinsicht ein bedeutendes Jahr für uns. Nach dem Aufwärtstrend der vergangenen beiden Jahre hat sich gezeigt, dass die Wirtschaftskrise – vor allem in Europa – noch lange nicht überwunden ist. Die anhaltende Staatsschuldenproblematik und die daraus entstandene Unsicherheit der Eurozone haben sich auch auf unsere Märkte und damit auf die Geschäftsentwicklung von PALFINGER ausgewirkt. Gleichzeitig haben wir enorme Meilensteine geschafft, mit denen wir unser weiteres Wachstum und damit unsere weltweit führende Position auch für die Zukunft abgesichert sehen.
Das wirtschaftliche Umfeld gestaltete sich im Jahr 2012 vor allem in Europa zunehmend schwieriger. Dass die PALFINGER Gruppe dennoch Wachstum und ein neuerliches Rekordjahr verzeichnen konnte, verdanken wir unserer langjährigen Internationalisierungsstrategie. In Europa konnten wir dank des Marine-Bereichs das Umsatzniveau des Vorjahres in etwa halten, in den Areas außerhalb Europas verzeichneten wir hingegen ein Wachstum um beachtliche 42,1 Prozent. Das Segment der AREA UNITS trägt damit bereits ein Drittel zum Konzernumsatz der PALFINGER Gruppe bei. Trotz der Aufbaukosten in den für uns jungen Regionen konnten wir 2012 in diesem Segment erstmals ein positives Ergebnis erzielen. Das bestätigt uns, dass wir die richtige Strategie verfolgen.
Wir haben im Berichtsjahr auch ein wesentliches Kapitel in der Geschichte von PALFINGER geschrieben: Durch eine Partnerschaft mit der chinesischen Sany-Gruppe konnten wir unseren Markteintritt in China absichern. China gewinnt im internationalen Gefüge rasch an Wichtigkeit; mit unserem Joint Venture haben wir eine hervorragende Basis, um von diesem Wachstum zu profitieren. Das geplante Produktionswerk wird eine Kapazität für 10.000 Krane pro Jahr haben – das zeigt die Größenordnung dieses Marktes. Wir gehen daher davon aus, dass China mittelfristig zu einem zweiten Heimmarkt werden wird.
Auch für unsere weltweit tätige Business Area Marine, die sich von Anfang an als profitables Wachstumssegment bestätigte, haben wir einen großen Schritt erzielt. Die Übernahme von Dreggen, einem renommierten Hersteller von Marine- und Offshore-Kranen, generiert einen enormen Wachstumsschub, der uns neue Möglichkeiten und Märkte eröffnen wird.
Parallel zu dem bedeutenden Ausbau der Gruppe haben wir darauf geachtet, unsere bestehenden Stärken zu stärken – die Nachhaltigkeit unseres Tuns ist der Kern des langfristigen Erfolgs. Innovationen werden auch weiterhin unseren technologischen Vorsprung absichern. Die weitere Flexibilisierung in allen Wertschöpfungsstufen wird dazu beitragen, die Volatilität der Nachfrage und die geringe Visibilität abzufedern.
Um unsere Stärke besser bündeln zu können, haben wir auch an unserem Marktauftritt gearbeitet. Die zahlreichen verschiedenen Produktmarken, die unser Wachstum der vergangenen Jahre widerspiegeln, werden künftig großteils unter der Dachmarke PALFINGER zusammengefasst und die Anziehungskraft unserer Marke erhöhen. Mit dem Magneten, den Sie am Cover dieses Geschäftsberichts finden, funktioniert das sogar bei Ihnen zu Hause.
Die Veränderungen – der Märkte, des wirtschaftlichen Umfelds und der PALFINGER Gruppe – verlangen auch von unseren Mitarbeitern den permanenten Willen zu Veränderung und weiterer Verbesserung. Im Namen des gesamten Vorstands, der Familie Palfinger und aller Aktionäre möchte ich ihnen daher an dieser Stelle unsere Anerkennung und Dank aussprechen.
Herbert Ortner
PALFINGER GESCHÄFTSBERICHT 2012 platzhalter Mag. Christoph Kaml, DI Martin Zehnder, DI Herbert Ortner und Ing. Wolfgang Pilz PALFINGER Vorstände
Highlights 2012
80 Jahre PALFINGER
Vor 80 Jahren, im Jahr 1932, wurde PALFINGER als kleine Werkstatt in Oberösterreich gegründet. Seither wurde PALFINGER zu einer multinationalen Unternehmensgruppe mit globalem Vertriebsund Servicenetz. Das Jubiläum wurde im Rahmen einer internationalen Händlerkonferenz in Salzburg gemeinsam mit der Familie Palfinger sowie Partnern und Gästen aus über 80 Ländern gefeiert. Die Entwicklungen im Jahr 2012 trugen bedeutend dazu bei, dass die weltweit führende Position von PALFINGER auch für die Zukunft nachhaltig abgesichert sein sollte.
3. Februar 2012
Veröffentlichung des Jahresergebnisses 2011
PALFINGER konnte im Jahr 2011 den Aufwärtstrend des Vorjahres fortsetzen. Die Gruppe verzeichnete zum zweiten Mal in Folge ein Umsatzwachstum von 30 Prozent, das operative Ergebnis stieg um beachtliche 83 Prozent. Damit entwickelte sich PALFINGER deutlich besser als die Peer Group und erzielte einen historischen Umsatzrekord von 845,7 Mio EUR. Möglich war dieses Wachstum einerseits durch interne Maßnahmen zur Stärkung noch schwacher Business Units und Areas, andererseits durch die konsequente Internationalisierung, die 2011 mit bedeutenden Akquisitionen in Russland ihre Fortsetzung fand.
28. Februar 2012
Meilenstein mit China-Strategie
Das größte Projekt seit dem Börsegang nimmt Gestalt an: PALFINGER vereinbart mit der Sany-Gruppe, einem der größten chinesischen Unternehmen, die Gründung von zwei Joint Ventures. Sany Palfinger wird in China PALFINGER Produkte produzieren und verkaufen, Palfinger Sany wird in Europa und GUS Sany-Mobilkrane vertreiben. PALFINGER ist überzeugt, mit Sany den besten Partner für den Markteintritt in China und für den Erhalt der weltweit führenden Position gefunden zu haben.
8. März 2012
Ordentliche Hauptversammlung
Die ordentliche Hauptversammlung der PALFINGER AG beschließt, für das Geschäftsjahr 2011 eine Dividende von 0,38 EUR je Aktie auszuschütten.
12. März 2012
Standort für neue Konzernzentrale
Durch das Wachstum der vergangenen Jahre ist die bestehende Konzernzentrale in Salzburg bereits seit geraumer Zeit zu klein dimensioniert. PALFINGER fixiert nun den neuen Standort. Der Neubau ist demnach unweit des derzeitigen Headquarters in Bergheim bei Salzburg geplant und soll Ende 2014 bezogen werden.
10. Mai 2012
Veröffentlichung 1. Quartal 2012
Trotz schwierigen Umfelds erzielte PALFINGER im 1. Quartal zweistellige Steigerungen. Die Area GUS etabliert sich auf Basis der getätigten Akquisitionen als die am stärksten wachsende Region für die Unternehmensgruppe.
12. Juni 2012
Nachhaltigkeitsbericht 2010/11
PALFINGER veröffentlicht den aktuellen Nachhaltigkeitsbericht, der die Initiativen und Fortschritte der vergangenen beiden Jahre sowie das weitere Programm beschreibt. Wenige Monate später wird das Unternehmen für sein Nachhaltigkeitsengagement und den "besten Bericht" mit dem ÖKOVISION Vorbildpreis für Sustainability Leadership sowie mit dem Austrian Sustainability Reporting Award ASRA ausgezeichnet.
9. August 2012
Veröffentlichung 1. Halbjahr 2012
Die Wirtschaftslage in Europa wurde im zweiten Quartal schwieriger. PALFINGER profitiert in der aktuellen Situation besonders von seiner langjährigen Internationalisierungsstrategie, auch in die BRIC-Länder, und verzeichnet weiterhin zweistelliges Umsatzwachstum.
3. September 2012
Genehmigung und Start des Joint Ventures in China
Das chinesische Joint Venture mit Sany wird nach nur sechs Monaten behördlich genehmigt. Die Vorbereitungen sind bereits getroffen, nun können die China-Aktivitäten aufgenommen werden. Der Verkaufsstart der ersten beiden Kranmodelle erfolgt unmittelbar danach.
20. September 2012
Akquisition des brasilianischen Unternehmens Tercek
PALFINGER stärkt seine Marktpräsenz in Südamerika und vereinbart die Übernahme von Tercek. Das Unternehmen entwickelt unter der Marke Líbero elektrisch angetriebene Buseinstiegshilfen – ein Wachstumssegment in dem vielversprechenden Markt. Das Closing erfolgt Ende Oktober.
18. Oktober 2012
Begebung von Schuldscheindarlehen
PALFINGER schließt eine Schuldscheinemission im Gesamtvolumen von 77,5 Mio EUR erfolgreich ab. Sie optimiert die Finanzierungsstruktur und diversifiziert die Finanzierungspartner.
30. Oktober 2012
Ausbau des Marinegeschäfts durch Akquisition von Dreggen
Mit der Akquisition der norwegischen Bergen Group Dreggen AS erzielt PALFINGER einen bedeutenden Wachstumsschritt für seinen Bereich Marine. Durch die Dreggen Krane wird die Produktpalette um kundenspezifische Kranlösungen für Schiffbau-, Öl- und Gasindustrie erweitert. Dies eröffnet PALFINGER neue Möglichkeiten und Märkte. Das Closing erfolgt Ende November.
9. November 2012
Veröffentlichung 1.–3. Quartal 2012
In Europa schwächt sich die Nachfrage zunehmend ab. Die positive Entwicklung in Nord- und Südamerika und in Russland ermöglicht der PALFINGER Gruppe dennoch weiterhin Umsatzwachstum. Auch der Ergebnisbeitrag der Business Areas außerhalb Europas verbessert sich zunehmend.
Ladekrane und Teleskopkrane
EPSILON Forst-und Recyclingkrane
lkw-Aufbauten
Hubladebühnen Hubarbeitsbühnen
Containerwechselsysteme
Mitnahmestapler Eisenbahnsysteme
Marinekrane
Windkrane Offshore-Krane
launch & recovery systems
PALFINGER auf einen Blick
Die PALFINGER Gruppe umfasste per 31. Dezember 2012 50 Gesellschaften in 22 Ländern mit 6.175 Mitarbeitern. Der Hauptsitz befindet sich in Salzburg, Österreich. 30 Fertigungs- und Montagewerke sowie ein weltweites Vertriebs- und Servicenetzwerk mit mehr als 200 unabhängigen Generalimporteuren und rund 4.500 Stützpunkten in über 130 Ländern auf allen Kontinenten garantieren optimale Kundennähe in allen Produktgruppen.
PALFINGER gilt als Technologie- und Innovationsführer. Bei Ladekranen, Marinekranen, Windkranen und Containerwechselsystemen ist PALFINGER Weltmarktführer. Darüber hinaus ist das Unternehmen führend bei Forst- und Recyclingkranen, Hubladebühnen, Mitnahmestaplern und bei Eisenbahnsystemen im High-Tech-Bereich.
Im Jahr 2012 erzielte die PALFINGER Gruppe einen Rekordumsatz von 935,2 Mio EUR. Diese Steigerung gegenüber dem Vorjahr um 10,6 Prozent wurde durch die intensive Marktbearbeitung und das weitere Wachstum des Konzerns vor allem außerhalb Europas ermöglicht. Das operative Ergebnis stieg in Zusammenhang mit den Investitionen und geänderten Marktbedingungen nicht im gleichen Ausmaß, erhöhte sich aber dennoch auf 68,5 Mio EUR.
Mit einer Eigenkapitalquote von 44,8 Prozent und einer Gearing Ratio von 59,6 Prozent verfügt PALFINGER über eine solide Kapitalstruktur. Der Cashflow aus dem operativen Bereich liegt mit 55,4 Mio EUR deutlich über dem Vorjahr. Der Return on Capital Employed (ROCE) beträgt 10,2 Prozent.
14 15
Strategie und Value Management
• Kontinuierliche Innovation, Internationalisierung und Flexibilisierung
- • Langfristige Konzernstrategie wird konsequent fortgeführt
- • Erfolgreiche Anpassung an geänderte Rahmenbedingungen
- bewähren sich besonders in schwierigem Umfeld
- • 2012 bedeutende Meilensteine für die Zukunft erreicht
- • Nächste Schritte zur Erreichung der Ziele 2017 definiert
Strategie und Value Management
Die PALFINGER Gruppe verfolgt eine langfristig orientierte Wachstumsstrategie, die konsequent umgesetzt wird. Kurz- bis mittelfristige Ziele und Maßnahmen werden dabei jeweils den sich ändernden Rahmenbedingungen angepasst, um eine zielgerichtete Umsetzung zu gewährleisten. Im Rahmen der strategischen Unternehmensplanung wurden Ziele und konkrete Maßnahmen bis zum Jahr 2017 definiert.
Langfristige Konzernstrategie
PALFINGER strebt nachhaltig profitables Wachstum bei größtmöglichem Shareholder Value an. Nachhaltigkeit spiegelt sich dabei in allen Aspekten der PALFINGER Gruppe wider. Die Berücksichtigung wirtschaftlicher, ökologischer und gesellschaftlicher Aspekte wird als Grundvoraussetzung für den Unternehmenserfolg angesehen.
Gut ausgebildete und motivierte Mitarbeiter sind das Fundament für den Erfolg und stehen deshalb im Fokus aller Überlegungen. In den PALFINGER Werken wird auch bezüglich Umweltschutz und Sicherheit über den regional üblichen Standards gearbeitet. Mit seinen Produkten bietet PALFINGER den Anwendern mehr Sicherheit und unterstützt sie dabei, Ressourcen einzusparen sowie den CO2-Ausstoß zu verringern.
Mittelfristig sollen alle Produktgruppen und Regionen mit positiven Ergebnissen zu dem angestrebten Wachstum beitragen. Dies geht mit dem Ziel einher, mit jeder Produktgruppe eine Marktposition unter den Top drei zu erreichen. Im Sinne einer globalen Ausgewogenheit sollen die drei Marktgebiete EMEA (Europa, Naher Osten, Afrika und Australien), Nord- und Südamerika sowie die übrigen Regionen (Asien und Pazifik, Indien, GUS) mittelfristig je ein Drittel zum Umsatz der PALFINGER Gruppe beitragen. Sowohl organisches als auch anorganisches Wachstum unterstützen dieses Ziel.
Zur Umsetzung der übergeordneten Ziele hat PALFINGER drei strategische Säulen definiert: Innovation, Internationalisierung und Flexibilisierung.
Innovation – Internationalisierung – Flexibilisierung
Innovation gewährleistet die ständige Verbesserung von Produkten, Prozessen und Organisation. PALFINGER gilt seit Jahren als Technologieführer und Service-Champion in der Branche. Das permanente Streben nach Qualität macht PALFINGER zu einem langfristigen, verlässlichen Partner.
Die Internationalisierung trägt dazu bei, dass dieser Anspruch auch regionalen Gegebenheiten entsprechend umgesetzt werden kann. Darüber hinaus werden regionale Konjunkturschwankungen ausgeglichen. Insbesondere seit dem Krisenjahr 2009 zeigen die "jungen" Märkte von PALFINGER – Brasilien, Russland, Indien, China – starkes Wachstum, während sich die europäischen Märkte nur zögerlich bzw. einige Länder bisher noch gar nicht erholten.
Flexibilisierung gewinnt zunehmend an Bedeutung, da die Volatilität der Märkte – Regionen wie Branchen – in den vergangenen Jahren zugenommen hat. Die Unternehmensstrukturen müssen dementsprechend in allen Wertschöpfungsstufen eine rasche Reaktion auf sich verändernde Rahmenbedingungen ermöglichen.
Umsatz 2012 nach Regionen
61,4% EMEA 29,4% Nord- und Südamerika 09,2% Übrige Regionen
Schwerpunkte im Jahr 2012
Internationalisierung
Die PALFINGER Gruppe erreichte im Jahr 2012 wesentliche Milestones in ihrer langfristigen Strategie. Hervorzuheben sind insbesondere die Entwicklungen in den Areas außerhalb Europas. Die erfolgten Umstrukturierungen und Initiativen zur weiteren Internationalisierung trugen dazu bei, dass der Umsatz der Areas außerhalb Europas 2012 signifikant gesteigert werden konnte, er beträgt bereits ein Drittel des Gruppenumsatzes. Auf dieser Basis trägt das Segment AREA UNITS trotz der in Aufbau befindlichen Areas seit dem 4. Quartal 2011 positiv zum Ergebnis der PALFINGER Gruppe bei.
Das Ereignis, das die internationalen Aktivitäten von PALFINGER – im Berichtszeitraum, aber vor allem auch für die Zukunft – am meisten prägte, war die Partnerschaft mit der chinesischen Sany-Gruppe. Das Management ist überzeugt, dass sie die optimalen Voraussetzungen bietet, um in diesem riesigen Markt mit großem Zukunftspotenzial Fuß zu fassen und mittelfristig auch dort die Marktführerschaft zu erlangen. China soll zu einem zweiten Heimmarkt für PALFINGER werden.
Bereits in den vergangenen Jahren verzeichnete die PALFINGER Gruppe ihr Wachstum vor allem in den Regionen außerhalb Europas. Der Fokus auf noch junge bzw. potenzielle Märkte und insbesondere die BRIC-Länder wurde daher im Berichtszeitraum fortgesetzt.
Nach den Akquisitionen in Russland im Jahr 2011, zu denen auch der führende Kranhersteller INMAN zählte, erfolgten im Berichtszeitraum die Integration und die gezielte Marktbearbeitung. PALFINGER erzielte dabei enorme Erfolge und konnte sich bei Ladekranen als Marktführer behaupten. Russland zählte 2012 dementsprechend bereits zu den wichtigsten Märkten für die Gruppe.
Die Übernahme des Unternehmens Tercek Ltda. in Brasilien erweiterte die Produktpalette von PALFINGER in der Area Südamerika um elektrisch angetriebene Buseinstiegshilfen. In Europa ist PALFINGER mit dieser Produktgruppe bereits seit geraumer Zeit am Markt.
Das Produktportfolio wurde darüber hinaus in einzelnen Areas regionalspezifisch ausgeweitet. Im Jahr 2012 lag der Schwerpunkt in der Markterschließung der Regionen Brasilien, Russland und Nordamerika für EPSILON Forst- und Recyclingkrane.
Mit der Akquisition der norwegischen Bergen Group Dreggen AS konnte PALFINGER sein Portfolio in der weltweit tätigen Business Area Marine bedeutend ausbauen. Dadurch eröffnen sich auch zahlreiche Synergien, die einen zusätzlichen Wachstumsschub in diesem Bereich ermöglichen.
Innovation
Ein Schwerpunkt der PALFINGER Gruppe lag 2012 unverändert auf Forschung und Entwicklung. Dies zeigte sich in zahlreichen Produktneu- und -weiterentwicklungen und regionalen Produktanpassungen. Zunehmende Bedeutung erhält auch der Bereich Mechatronik, der nicht nur im Rahmen der F&E, sondern verstärkt in der gesamten Organisation verankert wird.
Auch die Prozessinnovation wurde 2012 fortgesetzt und führte zu weiteren Effizienzsteigerungen und Kosteneinsparungen. Die neu entwickelte PALFINGER Markenarchitektur wird die Wahrnehmung am Markt stärken und sich dadurch ebenfalls positiv auswirken.
Umsatzentwicklung 2008 nach Regionen
85,9%EUROPEAN UNITS 14,1%AREA UNITS
Umsatzentwicklung 2012 nach Regionen
66,0%EUROPEAN UNITS 34,0%AREA UNITS
Wesentliche Veränderungen Seite 72
Forschung, Entwicklung und Innovation Seite 88
Flexibilisierung
Die Flexibilisierung wurde im Berichtszeitraum fortgesetzt. Insbesondere die Ausweitung der auftragsbezogenen Fertigung, die Fortsetzung der Struktur- und Kostenprogramme sowie die Erhöhung der finanziellen Flexibilität trugen dazu bei. Die Emission eines Schuldscheindarlehens unterstützte auch die Diversifizierung der Finanzierungspartner.
In Europa führte die konsequente Umsetzung marktseitiger, aber vor allem auch interner Maßnahmen dazu, dass 2012 erstmals alle europäischen Business Units einen positiven Ergebnisbeitrag leisten konnten. Dies ist besonders erfreulich vor dem Hintergrund der äußerst schwierigen Marktsituation in Europa.
Nachhaltigkeit
Nachhaltigkeit Seite 99 Nachhaltigkeit ist in all ihren Aspekten in der Strategie von PALFINGER beinhaltet. Dies zeigt sich auch darin, dass ökonomische, ökologische und soziale Entwicklungen und Veränderungen stets langfristig betrachtet und weiterverfolgt werden. Alle zwei Jahre veröffentlicht PALFINGER einen Nachhaltigkeitsbericht, der aktuelle erschien 2012. Er gibt einen Überblick über das Nachhaltigkeitsmanagement, die konkreten Entwicklungen der vergangenen Jahre sowie die Schwerpunktthemen der Unternehmensgruppe für die kommenden Jahre.
Ziele 2017
Auf Basis der Veränderungen und der erreichten Milestones der PALFINGER Gruppe definierte das Management im Herbst 2012 seine Ziele für die kommenden fünf Jahre, bis zum Jahr 2017. Für Schwerpunktthemen wurden Maßnahmen bzw. Grundstrategien ausgearbeitet, deren schrittweise Umsetzung das angestrebte nachhaltig profitable Wachstum der PALFINGER Gruppe gewährleisten soll.
Die folgende Tabelle gibt eine Übersicht über die wichtigsten Themen, die im Jahr 2012 erzielten Fortschritte und die nächsten Ziele.
schwerpunktthemen
| Weiteres Wachstum mit Fokus auf BRIC-Länder |
Umsetzung 2012 • Integration des russischen Kranherstellers INMAN • Marktführerschaft in Russland bei Ladekranen • Aufbau der Märkte Brasilien und Russland für EPSILON Forst- und Recyclingkrane • Akquisition von Tercek: Buseinstiegshilfen in Brasilien • Beitrag der Business Areas Südamerika und GUS zu erstmals positivem Segmentergebnis |
Ziele 2013 • Ausbau der Aktivitäten in weiteren GUS-Ländern • Fortsetzung der Ausweitung des Produktportfolios, insbesondere GUS und Südamerika • Stärkung durch Akquisitionen bzw. Eigenfertigung • Weiterer Ausbau der Organisation in Indien |
|---|---|---|
| Aufbau Chinas zu zweitem Heimmarkt |
Umsetzung 2012 • Gründung eines Joint Ventures mit Sany • Erste Verkaufserfolge nach Start im 3.Quartal |
Ziele 2013 • Ausbau des Joint Ventures • Launch weiterer Produkte |
| Globale Ausgew ogenheit in Bezug auf Produkti on und Kundenn ähe |
Umsetzung 2012 • Produktionsaufnahme in China, vorerst in bestehendem Sany-Werk • Business-Area-übergreifendeProjekte • Händlertagungen auch in Asien, im Nahen Osten und in Österreich |
Ziele 2013 • Errichtung eines eigenen Sany Palfinger Werks in China • Ausbau von lokaler Wertschöpfung • Implementierung von Lean Management in Südamerika • Start der Vereinheitlichung des weltweiten Auftritts mit einer Marke |
| Stärkung der führenden Positi on im Marine - und Offsh ore-Bereich |
Umsetzung 2012 • Portfolio durch Akquisition von Dreggen signifikant erweitert |
Ziele 2013 • Weitere Systemzertifizierungen • Entwicklung von Service-Strukturen • Umsatzsteigerung der Business Area (organisch und durch Akquisitionen) |
| Erha lt der Inn ovati ons führerschaft weltweit |
Umsetzung 2012 • Neue Produktmodelle und Weiterentwicklungen • Fertigungsinnovation auch für externe Kunden • Eisenbahnsysteme als Innovationsschmiede • F&E-Abteilung in China |
Ziele 2013 • Weiterentwicklung der neuen Kranreihe • Strukturaufbau für den Bereich Mechatronik • Business-Unit-übergreifende Entwicklung |
| Erfü llung der Kunden erwartungen durch maSSgeschneiderte Lösungen |
Umsetzung 2012 • Produktadaptionen für regionale Märkte, insbesondere Asien • Neuentwicklungen auf Basis von Kundenwünschen |
Ziele 2013 • Synergien aus der Spezialisierung von Dreggen |
| Anpassung von Produkti ons stand orten und -techn ologien in Europa |
Umsetzung 2012 • Neue Schweißprozesse für Feinkornstähle etabliert |
Ziele 2013 • Anpassung der Produktionsinhalte der verschiedenen Werke |
Value Management
Wachstum und Wertsteigerung werden bei PALFINGER an den Kennzahlen Umsatzzuwachs, EBIT-Marge, ROCE und Net Working Capital gemessen.
Nach dem vorhergehenden wirtschaftlich schwierigen Jahr 2009 setzte 2010 ein signifikanter Aufwärtstrend mit enormen Umsatzzuwächsen und deutlichen Verbesserungen der übrigen Kennzahlen ein, der sich 2011 fortsetzte. Im Berichtsjahr 2012 konnte der Umsatz erneut um 10,6 Prozent gesteigert werden. Dazu trugen allen voran die überdurchschnittliche Entwicklung in den Regionen außerhalb Europas und das Wachstum in der globalen Business Area Marine bei, in Europa war hingegen eine Abschwächung der Nachfrage spürbar. Die EBIT-Marge liegt mit 7,3 Prozent auf gutem Niveau, jedoch aufgrund der Veränderung der Umsatzzusammensetzung unter dem Vorjahreswert.
Vermögens-, Finanzund Ertragslage Seite 76
Der Return on Capital Employed (ROCE) konnte auf dieser Basis mit 10,2 Prozent ebenfalls nahezu auf Vorjahresniveau gehalten werden. Das Net Working Capital stieg in Zusammenhang mit dem weiteren Wachstum deutlich an. Die unverändert gute Relation zum Umsatz von 16,2 Prozent zeigt, dass PALFINGER dabei starkes Augenmerk auf das Management des eingesetzten Kapitals legt.
Wertschaffung im Jahr 2012
ROCE (in Prozent)
Net Working Capital Net Working Capital (Durchschnitt; in TEUR)
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Marke PALFINGER
Marke PALFINGER
Das Wachstum der PALFINGER Gruppe – aus eigenen Initiativen, aber auch Akquisitionen in den vergangenen Jahren – führte dazu, dass bereits Anfang 2011 beachtliche 25 unterschiedliche Marken zu PALFINGER gehörten. Es ist auch weiterhin das Ziel, das globale Wachstum mit innovativen Produkten fortzusetzen.
Ein einheitlicher Außenauftritt erhöht dabei die Wahrnehmung und schafft trotz der Diversifikation des Unternehmens länder- und branchenübergreifend einen hohen Wiedererkennungswert. Dies erleichtert auch den Eintritt in neue Märkte und Länder und somit den weiteren Ausbau des Geschäfts. PALFINGER hat daher vor rund einem Jahr mit dem größten Markenrelaunch der Unternehmensgeschichte begonnen und im Jahr 2012 wesentliche Entscheidungen für die Zukunft getroffen.
PALFINGER Markenkern und Markenwerte
Im Rahmen eines Markenprojektes wurde zunächst die Ist-Situation analysiert, um darauf aufbauend die Marke PALFINGER gezielt stärken zu können. Danach wurden die Werte der Marke PALFINGER definiert und verständlich und schlüssig dargestellt. Der Kern der Marke setzt sich demnach aus drei zentralen Markenwerten zusammen – den Gründen, warum Kunden, Händler und andere Partner mit PALFINGER zusammenarbeiten: Wirtschaftlichkeit, Zuverlässigkeit und Innovation. Diese Werte treffen auf alle Produktbereiche zu.
LIFETIME EXCELLENCE ist dabei das zentrale Versprechen von PALFINGER, der Markenkern. Für Kunden bedeutet das Spitzenleistung ohne Kompromisse. Zuverlässige und gewinnbringende Hebe-Lösungen in einem globalen Netzwerk kompetenter Servicepartner – ein Produktleben lang. Davon profitieren alle Partner und Stakeholder von PALFINGER.
Gemeinsam mit Experten wurden auf dieser Basis ein neues Markensystem sowie ein einheitliches neues Markendesign erarbeitet.
Dachmarke PALFINGER
Beginnend mit 2013 wird PALFINGER seinen weltweiten Auftritt vereinheitlichen. Die unterschiedlichen Monomarken werden Schritt für Schritt in die Dachmarke PALFINGER integriert, die bisherigen Marken werden auf Produktebene weitergeführt. Weiterhin bestehen bleiben lediglich die Markenfamilien PALFINGER MARINE und PALFINGER EPSILON.
Ein weiterer Schritt der neuen Dachmarkenstrategie ist die Veränderung des Erscheinungsbilds von PALFINGER. Die vielen unterschiedlichen Gestaltungselemente wurden auf einen Farbverlauf in der jeweiligen Markenfarbe reduziert, der das zentrale Gestaltungselement darstellt und einen einheitlichen Auftritt in allen Kommunikationsmitteln ermöglicht. Die Richtlinien des neue Corporate Design wurden in einem CD-Manual festgehalten, um die Umstellung für die ganze PALFINGER Gruppe so einfach wie möglich zu gestalten. Der Umstellungsprozess erfolgt schrittweise und wird einige Jahre in Anspruch nehmen.
Palfinger Crane Madal Palfinger Palfinger Sennebogen American Hawk Guima Palfinger Palfinger Palift AWE American Roll-Off Palfinger HookliftOmaha Standard Palfinger Bison Palfinger Wumag Palfinger ETI Palfinger Railway Palfinger Crayler MBB Palfinger Ratcliff Palfinger Eaglelift Palfinger MBB Interlift Palfinger Marine Ned-Deck Marine Palfleet Truck Equipment DEOM Palfinger PALFINGER.
Ladekrane
Bei Ladekranen setzt PALFINGER seit jeher die Maßstäbe: als Markt-, Technologie- und Innovationsführer – weltweit. PALFINGER Ladekrane haben ein optimales Verhältnis zwischen Hubkraft und Eigengewicht und sind zugleich wirtschaftlich und höchst benutzerfreundlich.
Marke PALFINGER
PALFINGER GESCHÄFTSBERICHT 2012
Marke PALFINGER
EPSILO N F o r st- und Recyclingkrane
PALFINGER ist weltweit führender Hersteller von Spezialkranen für die Bereiche Recycling, Holz- und Bauwirtschaft. PALFINGER EPSILON Krane werden auf Lkws, Allradfahrzeuge oder stationär montiert und zeichnen sich durch höchste Zuverlässigkeit und maßgeschneiderte Modelllösungen aus.
e stapler
PALFINGER ist einer der führenden Hersteller von Mitnahmestaplern, die speziell im Getränke- und Baustoffhandling, aber auch in anderen Transportbereichen ihre Verwendung finden. Die wendigen Gabelstapler werden am Lkw mitgenommen und überzeugen durch ein besonders
Containerwechselsysteme
Als weltweit führender Hersteller von Containerwechselsystemen bietet PALFINGER die komplette Produktpalette an. Die am Lkw angebrachten Abroll- oder Absetzkipper ermöglichen den schnellen, reibungslosen Transport von austauschbaren Behältnissen vor allem in der Bau- und Recycling-Branche sowie im Kommunalbereich.
Marke PALFINGER
Hubarbeitsbühnen
PALFINGER Hubarbeitsbühnen sorgen für optimale Arbeitsverhältnisse an exponierten Stellen und in großen Arbeitshöhen. Sicheres Arbeiten, überlegene Zeitwerte und das weltweit dichteste Servicenetz machen PALFINGER bei Hubarbeitsbühnen zu einem verlässlichen und begehrten Projektpartner.
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Marke PALFINGER
Hubladebühnen
PALFINGER zählt im Bereich Hubladebühnen weltweit zu den Besten der Branche. Ob hochschließend, unterziehbar, faltbar oder als Vertikallift: Die innovativen und zuverlässigen Ladebordwände und Personenlifte passen auf eine Vielzahl von Fahrzeugtypen, bieten nutzenorientierte Flexibilität und sind wartungs- und bedienungsfreundlich.
Als einer der führenden Anbieter von Lkw-Aufbauten und Servicekranen bietet PALFINGER speziell in Nordamerika eine breite Palette an flexiblen Systemen, die für jeden Fahrzeugtyp geeignet sind. Servicekrane kommen überall dort zum Einsatz, wo mobile Wartungsund Reparaturarbeiten mechanische Unterstützung brauchen.
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Marine- und Offshore-Krane
PALFINGER MARINE zählt zu den bedeutendsten Anbietern von Hebe-Lösungen im wachsenden Marine- und Offshore-Segment. Hochwertige, den Kundenwünschen angepasste Marinekrane sorgen für einen reibungslosen Ablauf unter schwierigsten Bedingungen. Offshore-Krane sind der hochexplosiven Umgebung auf Öl- und Gasplattformen angepasst. Ein weltweites Servicenetzwerk inklusive Ersatzteilversorgung garantiert schnelle und professionelle Hilfe vor Ort.
PALFINGER GESCHÄFTSBERICHT 2012
Marke PALFINGER
Launch & Rec overy Systems
PALFINGER MARINE ist mit NED-DECK MARINE einer der führenden Hersteller von innovativen Lebensrettungssystemen.
Windkrane
PALFINGER WIND ist Weltmarktführer für speziell ausgerüstete Gondel- und Plattformkrane und bietet ein umfassendes Hebekonzept für die Windenergiebranche. Ergänzt durch eine weltweite Ersatzteilversorgung garantiert dieses Konzept verlässlichen, reaktionsstarken und kosteneffizienten Service vor Ort.
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Corporate-Governance-Bericht
• Bekenntnis zum Österreichischen Corporate Governance Kodex • Evaluierung durch externen Wirtschaftsprüfer
- • Aktienoptionsprogramm honoriert langfristige und nachhaltige Erfolge
- • Variable Vorstandsvergütung 2012 durchschnittlich 30 Prozent
Corporate-Governance-Bericht
Erklärung gemäSS § 243b UGB
PALFINGER bekennt sich zu den Richtlinien des Österreichischen Corporate Governance Kodex (www.corporate-governance.at) und erfüllt nahezu alle Bestimmungen. Das Bekenntnis wird gemäß den gesetzlichen Bestimmungen durch einen externen Wirtschaftsprüfer evaluiert. Das Evaluierungsergebnis zeigt, dass Corporate Governance bei PALFINGER gelebt wird. Der geprüfte Fragebogen steht allen Interessenten auf der Unternehmenshomepage (www.palfinger.ag) zur Verfügung.
Organe der Gesellschaft sowie Arbeitsweise von Vorstand und Aufsichtsrat gemäss § 243b Absatz 2 UGB
Gemäß österreichischem Aktiengesetz leitet der Vorstand der PALFINGER AG die Gesellschaft unter eigener Verantwortung, wie das Wohl des Unternehmens unter Berücksichtigung der Interessen der Arbeitnehmer, der Aktionäre sowie der Öffentlichkeit es erfordert. Kollegialität, Offenheit, ständiger Informationsaustausch und kurze Entscheidungswege zählen dabei zu den obersten Prinzipien. Der Aufsichtsrat überwacht die Geschäftsführung und unterstützt den Vorstand bei wesentlichen Entscheidungen. Die offene Kommunikation zwischen Vorstand und Aufsichtsrat sowie innerhalb dieser Organe hat bei PALFINGER lange Tradition. Die Schwerpunktthemen der Aufsichtsratssitzungen im Jahre 2012 waren die laufende Geschäftsentwicklung unter den gegebenen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen, Maßnahmen zur Senkung von Kosten sowie des eingesetzten Kapitals, Akquisitions- und Expansionsprojekte, Risikomanagement sowie Vorausschau auf das Jahr 2013.
Im Aufsichtsrat, Vorstand und in den Geschäftsführungen von PALFINGER sind derzeit keine Frauen vertreten. In den darunter liegenden Ebenen ist der Anteil weiblicher Führungskräfte gering bzw. auf kaufmännische Funktionen beschränkt.
Dies soll sich mittelfristig ändern. PALFINGER präsentiert sich daher vermehrt auf Job-Messen und spricht gezielt weibliche Potenzialträger an. Bei Neu- und Nachbesetzungen von Führungspositionen wird versucht, verstärkt Frauen zu gewinnen. Als Schwierigkeit dabei erweist sich jedoch, dass die überwiegende Anzahl der Führungspositionen bei PALFINGER eine technische Ausbildung erfordert. Das Potenzial an weiblichen Technikern ist äußerst gering, daher gibt es häufig keine Bewerberinnen. PALFINGER wird dennoch seine Bemühungen fortsetzen, die Präsenz von Frauen im (Nachwuchs-)Management zu verstärken.
Vorstand
Der Vorstand der PALFINGER AG besteht aus vier Personen; den Vorsitz hält seit Juni 2008 Herbert Ortner.
| Name | Erstbestellung | Ende der Funktionsperiode |
|---|---|---|
| DI Herbert Ortner (Vorsitzender) | 1.2.2003 | 31.12.2015 |
| Mag. Christoph Kaml (Finanzen) | 1.1.2009 | 31.12.2015 |
| Ing. Wolfgang Pilz (Marketing & Vertrieb) | 1.2.2003 | 31.12.2015 |
| DI Martin Zehnder, MBA (Produktion) | 1.1.2008 | 31.12.2015 |
DI Herbert Ortner
Vorstandsvorsitzender
Geboren 1968, war Ortner bis 2001 bei der börsenotierten Semperit-Gruppe als weltweiter Geschäftsbereichsleiter für Industrieschläuche tätig. Von dort wechselte er zu PALFINGER, wo er das Ersatzteil-, Zubehör- und Servicegeschäft ausbaute. Ab Februar 2003 konzentrierte sich Ortner als Vorstand für Marketing & Vertrieb auf die PALFINGER Eisenbahnsysteme, Hubladebühnen, Mitnahmestapler und Hubarbeitsbühnen sowie auf den weiteren Ausbau des Service- und Dienstleistungsgeschäfts. Als Vorsitzender des Vorstands zählen seit Juni 2008 Recht, Beschaffung, Personal, Kommunikation, Investor Relations und Nachhaltigkeit zu seinen Agenden.
Mag. Christoph Kaml
Vorstand für Finanzen
Geboren 1974, begann Kaml seine Laufbahn bei Gemini Consulting. Bevor er im Jahr 2004 zur PALFINGER AG kam, war er zuletzt als Prokurist für ein M&A-Beratungsunternehmen in der Schweiz tätig. Vom PALFINGER Corporate Development wechselte er 2006 in die Geschäftsführung der Area Nordamerika mit Sitz in Niagara Falls, Kanada. Dort zeichnete er für Finanzen, Strategie und Business Development verantwortlich. Seit Jänner 2009 ist Kaml Finanzvorstand der PALFINGER AG, mit August 2012 verlegte er seinen Wohn- und Dienstort nach Changsha, China.
Ing. Wolfgang Pilz
Vorstand für Marketing & Vertrieb
Geboren 1959, ist Pilz seit 1984 bei PALFINGER im Krangeschäft tätig. Ab 1997 war er als Leiter des Geschäftsbereichs Lkw-Krantechnik für Marketing & Vertrieb verantwortlich. Seit Februar 2003 ist Pilz als Vorstand für Marketing & Vertrieb der PALFINGER Produkte zuständig.
DI Martin Zehnder, MBA
Vorstand für Produktion
Geboren 1967, begann Zehnder seine berufliche Laufbahn 1984 bei der Alstom Schienenfahrzeuge AG. Von 2000 bis 2005 war er als Geschäftsführer bei Keystone Europe in Frankreich im Entwicklungs- und Produktionsbereich tätig. In der PALFINGER Gruppe war Zehnder ab 2005 als Global Manufacturing Manager für die Fertigungswerke verantwortlich, seit Jänner 2008 untersteht ihm als Vorstand für Produktion der weltweite Fertigungs- und Montagebereich.
Aufsichtsrat
Der Aufsichtsrat der PALFINGER AG besteht per Bilanzstichtag aus sechs von der Hauptversammlung gewählten und drei vom Betriebsrat entsandten Mitgliedern. Den Vorsitz hält Dr. Alexander Doujak.
Bericht des Aufsichtsrats Seite 196
| Name | Erstbestellung | Ende der Funktionsperiode |
|---|---|---|
| Dr. Alexander Doujak (Vorsitzender) geb. 1965 | 5.4.2006 | HV 2016 |
| Ing. Hubert Palfinger (Stv. des Vorsitzenden) geb. 1969 | 13.4.2005 | HV 2015 |
| Ing. Mag. Hannes Palfinger geb. 1973 | 30.3.2011 | HV 2016 |
| DI Wolfgang Anzengruber geb. 1956 | 31.3.2010 | HV 2015 |
| Mag. Peter Pessenlehner geb. 1970 | 31.3.2010 | HV 2015 |
| Dr. Heinrich Dieter Kiener geb. 1956 | 30.3.2011 | HV 2016 |
| Johann Mair* geb. 1951 | 24.5.2005 | * |
| Alois Weiss* geb. 1962 | 13.2.2006 | * |
| Gerhard Gruber* geb. 1960 | 15.5.2006 | * |
* Vom Betriebsrat entsandt
Dr. Alexander Doujak
Aufsichtsratsvorsitzender
Alexander Doujak ist geschäftsführender Gesellschafter der Unternehmensberatung Alexander Doujak GmbH. Der Handelswissenschafter war seit 1995 im Rahmen verschiedener Strategiethemen beratend für PALFINGER tätig. 2006 wurde er in den Aufsichtsrat der PALFINGER AG gewählt, seit 13. Dezember 2010 ist er Vorsitzender des Aufsichtsrats.
Ing. Hubert Palfinger
Stellvertreter des Vorsitzenden
Hubert Palfinger war 15 Jahre lang in verschiedenen Gesellschaften der PALFINGER Gruppe tätig, 2004 übernahm er die Geschäftsführung der Industrieholding GmbH. Seit 2005 ist er Mitglied des Aufsichtsrats der PALFINGER AG, seit September 2008 ist er stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrats.
Ing. Mag.Hannes Palfinger
Mitglied des Aufsichtsrats
Nach seinem Studium der Betriebswirtschaftslehre sowie seiner sportlichen Laufbahn war Hannes Palfinger drei Jahre als Wirtschaftsprüfungsassistent bei PricewaterhouseCoopers in Wien tätig. Zahlreiche Praktika bei PALFINGER verbinden ihn mit dem Unternehmen. Seit 2007 hatte Hannes Palfinger eine Führungsposition in der Palfinger systems GmbH inne, deren Marine-Bereich von PALFINGER im Jahr 2010 akquiriert wurde.
Abgesehen von Hubert Palfinger und Hannes Palfinger ist kein Aufsichtsratsmitglied Anteilseigner oder Interessenvertreter einer Beteiligung von mehr als 1 Prozent.
Ausschüsse des Aufsichtsrats
Prüfungsausschuss
Hubert Palfinger ist in der Sitzung vom 3. Februar 2012 als Mitglied des Prüfungsausschusses zurückgetreten. Der Nominierungsausschuss hat gleichzeitig vorgeschlagen, Hannes Palfinger zu entsenden. Dies wurde vom Aufsichtsrat beschlossen.
Die Entscheidungsbefugnisse des Prüfungsausschusses entsprechen den Bestimmungen des Aktiengesetzes. Im Jahr 2012 wurden zwei Ausschusssitzungen abgehalten, in denen im Wesentlichen der Jahresabschluss 2011 sowie die Themen Internes Kontrollsystem, Risk Management und Interne Revision sowie die Zusammenarbeit mit dem Abschlussprüfer behandelt wurden.
Mitglieder: Alexander Doujak (Vorsitzender), Hannes Palfinger, Peter Pessenlehner (Finanzexperte), Johann Mair
Nominierungsausschuss
Der Nominierungsausschuss ist im Jahr 2012 regelmäßig zusammengetreten. Diskutiert wurden vor allem die Besetzung der Ausschüsse des Aufsichtsrats sowie die Zusammenarbeit und Arbeitsweise des Vorstands. Mitglieder: Alexander Doujak (Vorsitzender), Hubert Palfinger
Vergütungsausschuss
Der Vergütungsausschuss hat sich in seinen regelmäßigen Sitzungen im Jahr 2012 mit dem Entgelt für die Vorstandsmitglieder befasst und Feedback-Gespräche mit den Vorstandsmitgliedern durchgeführt. Mitglieder: Alexander Doujak (Vorsitzender), Hubert Palfinger
Wirtschaftsprüfer
Die Ernst & Young Wirtschaftsprüfungsgesellschaft m.b.H., Salzburg, wurde als Abschlussprüfer für den Jahresabschluss und den Konzernjahresabschluss 2012 der PALFINGER AG vorgeschlagen und von der Hauptversammlung am 8. März 2012 gewählt.
Vergütungsbericht
Das Vergütungssystem der Vorstandsmitglieder umfasst fixe und erfolgsabhängige Bestandteile und ist für ein Unternehmen dieser Größe und Komplexität angemessen. Die erfolgsabhängigen Gehaltsbestandteile orientieren sich einerseits an persönlich mit den einzelnen Vorstandsmitgliedern vereinbarten Zielen sowie andererseits an den wesentlichen Kennzahlen der PALFINGER Gruppe – Umsatzwachstum, Ergebnis vor Steuern und ROCE sowie langfristig an der Steigerung des Unternehmenswertes. Die variablen Bezüge der Vorstände machten 2012 im Durchschnitt rund 30 Prozent des Jahresgehalts aus.
Mit dem von der Hauptversammlung 2009 und 2010 beschlossenen Aktienoptionsprogramm und den darin normierten Leistungskriterien werden insbesondere langfristiger und nachhaltiger Erfolg honoriert. Detaillierte Angaben zu den Bezügen, Aktienoptionen sowie Sonderprämien sind in den Erläuterungen zum Konzernabschluss dieses Berichts dargestellt.
Die Mitglieder des Aufsichtsrats erhielten im Geschäftsjahr 2012 keine Bezüge.
Für die Mitglieder des Aufsichtsrats und des Vorstands sowie für wesentliche Leitungspersonen der PALFINGER Gruppe besteht eine D&O-Versicherung, deren Prämien von der PALFINGER AG getragen werden.
Konzernabschluss, Angaben über Organe und Arbeitnehmer Seite 190
Corporate Governance Kodex
PALFINGER erfüllt die verbindlichen L-Regeln ("Legal Requirement") und hält sich an nahezu alle C-Regeln ("Comply or Explain") des Österreichischen Corporate Governance Kodex in der Fassung von Juli 2012. Folgende C-Regeln werden nicht erfüllt:
Regeln Nr. 39 und 53 (Unabhängigkeit des Aufsichtsrats sowie Unabhängigkeit der Ausschussmitglieder) Die Regel Nr. 53 wird von der PALFINGER AG nicht in vollem Umfang erfüllt. Kriterien für die Unabhängigkeit wurden nicht festgelegt. Vielmehr werden seitens der PALFINGER AG Persönlichkeits- und Qualifikationsprofil der Aufsichtsratsmitglieder sowie allenfalls deren Unabhängigkeit einschränkende Umstände auf der PALFINGER Homepage offengelegt. Anhand dieser Informationen kann sich jeder Aktionär und auch die breite Öffentlichkeit selbst ein Bild von der Qualifikation der Aufsichtsratsmitglieder machen und deren Eignung beurteilen.
Die bisherigen Leistungen der Mitglieder des Aufsichtsrats haben zu den Erfolgen der PALFINGER AG in den letzten Jahren deutlich beigetragen. Dabei waren die ausgewogene Zusammensetzung des Aufsichtsrats, die umsichtige Auswahl der einzelnen Mitglieder nach fachlichen und persönlichen Merkmalen sowie deren Kenntnis des Unternehmens und der gesamten Branche von größter Bedeutung. Aus all diesen Gründen wird es nicht als notwendig erachtet, Kriterien für die Unabhängigkeit von Aufsichtsratsmitgliedern festzulegen.
Konzernabschluss, Geschäftsfälle mit nahe stehenden Unternehmen und Personen Seite 188
www.palfinger.ag Investor Relations Corporate Governance Zusatzangaben gem. Regeln Nr. 48 und Nr. 53
Dies trifft auch auf die Ausschussmitglieder (dritter Absatz Regel Nr. 39) zu.
Angaben über zustimmungspflichtige Verträge sind in den Erläuterungen zum Konzernabschluss und auf der Homepage www.palfinger.ag veröffentlicht.
Salzburg, am 23. Jänner 2013
DI Herbert Ortner e.h. Ing. Wolfgang Pilz e.h.
Mag. Christoph Kaml e.h. DI Martin Zehnder, MBA e.h.
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Investor Relations
- • Langfristig orientierte Strategie mit dem Ziel nachhaltig profitablen Wachstums bei größtmöglichem Shareholder Value
- • Wachstum und Wertsteigerung werden an den Kennzahlen Umsatzzuwachs, EBIT-Marge, ROCE und Net Working Capital gemessen
- • Familie Palfinger unterstützt als stabiler Kernaktionär den langfristigen Erfolg
- • Nachhaltigkeit als Grundvoraussetzung für den Unternehmenserfolg
- • Ziele werden entlang der drei strategischen Säulen umgesetzt: Innovation, Internationalisierung und Flexibilisierung
• Kontinuierliche Ausschüttungspolitik – für 2012 Dividende von 0,38 EUR vorgeschlagen
Investor Relations
Internationale Aktienmärkte
Die internationalen Aktienmärkte waren im Jahr 2012 von den wirtschaftlichen Unsicherheiten und jeweils aktuellen Entwicklungen gekennzeichnet. Nach deutlichen Kursanstiegen im 1. Quartal waren im 2. Quartal ebenso deutliche Rückgänge zu verzeichnen, die insbesondere das Aufflammen der Staatsschuldenkrise widerspiegelten. Zur Jahresmitte setzte erneut ein Aufwärtstrend ein, der im 4. Quartal – vor allem auf Basis der erwarteten politischen und fiskalischen Entscheidungen in den USA – eine Unterbrechung fand. Zu Jahresende verzeichneten die wesentlichen Aktienindizes erneut eine Erholung. Im Gesamtjahr war auf den globalen Aktienmärkten somit eine Aufwärtsbewegung zu beobachten.
Der deutsche Aktienindex DAX schloss das Jahr 2012 nach außerordentlichen Steigerungen im 2. Halbjahr um 30,2 Prozent über dem Vorjahreswert, der gesamteuropäische Aktienindex EuroStoxx 50 konnte im Jahresvergleich immerhin um 13,4 Prozent zulegen. Der japanische Börsenindex Nikkei 225 verzeichnete mit einem Zuwachs um 22,9 Prozent ebenfalls eine gute Entwicklung. Der US-Börsenindex Dow Jones Industrial (DJI) schloss trotz des Rückgangs im 4. Quartal immerhin 5,9 Prozent über dem Vorjahr.
Weiterhin steigendes Interesse verzeichneten im Jahr 2012 nachhaltige Investments. Dies spiegelt sich auch in der zunehmenden Anzahl an Investmentfonds wider, die sich dem Thema Nachhaltigkeit widmen. Hohe Akzeptanz besteht insbesondere bei institutionellen Investoren und unter ihnen vor allem bei kirchlichen und Wohlfahrtsorganisationen sowie Stiftungen.
Wiener Börse
Der ATX, der Leitindex der Wiener Börse, konnte nach den beträchtlichen Rückgängen im Vorjahr ebenfalls deutlich zulegen. Die Entspannung der Eurokrise führte wieder zu steigendem Investoreninteresse, das durch die günstige Aktienbewertung unterstützt wurde. Die hohe Indexgewichtung von Banktiteln trug ebenfalls zu dem Kursanstieg um 26,5 Prozent auf 2.401,21 Punkte per Jahresultimo 2012 bei. Die Marktkapitalisierung erhöhte sich auf 80,4 Mrd EUR.
PALFINGER Aktie
Die Aktien der PALFINGER AG sind an der Wiener Börse im Prime Market gelistet. In Deutschland notieren sie im Freiverkehr in Frankfurt, Stuttgart, Berlin, München und Düsseldorf. Seit März 2005 besteht darüber hinaus ein ADR Level 1 Listing in New York. Die PALFINGER Aktie ist im ATX-Prime-Index der Wiener Börse enthalten und seit 2005 Bestandteil des österreichischen Nachhaltigkeitsindex VÖNIX.
Bei hohem Handelsvolumen verzeichnete die PALFINGER Aktie in den ersten drei Monaten des Jahres 2012 einen Anstieg um mehr als 50 Prozent. Den Höchstkurs 2012 erreichte sie am 16. März mit 19,71 EUR. Im weiteren Jahresverlauf entwickelte sich der Kurs ähnlich dem internationalen Umfeld, konnte jedoch im 4. Quartal den neuerlichen Zuwachs der europäischen Börsen nur zum Teil mitmachen. Zum Jahresultimo am 28. Dezember 2012 lag der Kurs der PALFINGER Aktie bei 16,44 EUR, um 33,3 Prozent über dem Vorjahreswert von 12,33 EUR. Mit dieser Performance erzielte PALFINGER eine bessere Entwicklung als alle relevanten Vergleichsindizes und zählt auch zu den Top-Performern unter den Einzeltiteln im Prime Market der Wiener Börse.
Die kontinuierliche und transparente Kommunikation ist ein wesentlicher Schwerpunkt der Investor-Relations-Aktivitäten bei PALFINGER. Der Geschäftsbericht 2011 wurde sowohl in Österreich als auch international mit einer Vielzahl von Auszeichnungen für seine Qualität prämiert. Auch der Nachhaltigkeitsbericht 2010/11 wurde mehrfach ausgezeichnet.
Der Vorstand und das Investor-Relations-Team von PALFINGER nahmen im Jahr 2012 an zahlreichen Roadshows und Investorenkonferenzen im In- und Ausland teil. Mit der Teilnahme an Aktionärsveranstaltungen und -messen wurde auch der Kontakt zu Privataktionären gefördert.
Im Mai 2012 veranstaltete PALFINGER gemeinsam mit der voestalpine AG einen Capital Markets Day in Salzburg, bei dem Analysten und Investoren auch die Gelegenheit nutzten, das Produktionswerk in Lengau, Österreich, zu besichtigen.
Anlagerelevante Kennzahlen per 31. Dezember 2012
| ISIN | AT0000758305 |
|---|---|
| Anzahl der Aktien | 35.730.000 |
| Eigene Aktien | 340.590 |
| Im Umlauf befindliche Aktien | 35.389.410 |
| Listing an der Wiener Börse | Prime Market |
| Notiz im Freiverkehr | New York, Frankfurt, Stuttgart, Berlin, München, Düsseldorf |
| Ticker-Symbole | Reuters: PALF.VIE |
| Bloomberg: PALF.AV | |
| Wiener Börse: PAL |
| in EUR | 2012 | 2011 |
|---|---|---|
| Tiefstkurs | 12,70 | 11,59 |
| Höchstkurs | 19,71 | 28,67 |
| Durchschnittskurs | 17,17 | 21,80 |
| Kurs per Ultimo | 16,44 | 12,33 |
| Ergebnis je Aktie* | 1,14 | 1,19 |
| Operativer Cashflow je Aktie* | 1,57 | 1,06 |
| Vorgeschlagene Dividende je Aktie | 0,38 | 0,38 |
| Dividendenrendite bezogen auf den Durchschnittskurs | 2,2% | 1,7% |
| Marktkapitalisierung per Ultimo (in Mio EUR) | 587,40 | 440,55 |
*Berechnet mit dem gewichteten Durchschnitt der sich im Umlauf befindenden Aktien
Kursentwicklung 2012
Palfinger AG
ATX
Research Reports
- • Berenberg Bank
- • Cheuvreux
- • Deutsche Bank
- • Erste Group
- • Goldman Sachs
- • HSBC • Kepler
- • Raiffeisen Centrobank
• Hauck & Aufhäuser
• UBS
Dividende
Die PALFINGER AG verfolgt eine kontinuierliche Dividendenpolitik, die vorsieht, dass rund ein Drittel des Jahresgewinns an die Aktionäre ausgeschüttet wird. Der Bilanzgewinn der PALFINGER AG im Jahr 2012 betrug 155,4 Mio EUR, der Vorstand schlägt der Hauptversammlung für das Jahr 2012 eine Dividende von 0,38 EUR je Aktie (Vorjahr: 0,38 EUR) vor.
Aktienrückkauf
Die PALFINGER AG startete am 1. Dezember 2011 ein Aktienrückkaufprogramm, das zunächst den Rückkauf von eigenen Aktien mit einem Limit von 12,30 EUR je Aktie bis zu einem Gesamtgegenwert von 10 Mio EUR vorsieht. Im Jahr 2011 wurden im Rahmen dieses Rückkaufprogramms 40.840 und im Jahr 2012 500 eigene Aktien rückgekauft. Zusammen mit den 328.000 eigenen Aktien aus dem 2003 beendeten Aktienrückkaufprogramm, abzüglich der im Rahmen der bestehenden Aktienoptionsprogramme im Jahr 2012 ausgegebenen 28.750 Stück Aktien, hielt die Gesellschaft zum Bilanzstichtag somit 340.590 eigene Aktien.
Eigentumsverhältnisse
Die PALFINGER AG hat mit der Familie Palfinger, die direkt oder indirekt 65 Prozent der Aktien hält, einen stabilen Kernaktionär. Zum 31. Dezember 2012 hielt die PALFINGER AG rund 1 Prozent der Aktien. Rund 5 Prozent der Aktien werden von Delta Lloyd Asset Management NV gehalten. Die übrigen 29 Prozent befinden sich in Streubesitz. Nach Kenntnis des Unternehmens wird ein bedeutender Anteil des Free Float von privaten Aktionären gehalten, der Großteil befindet sich in den Portfolios institutioneller Investoren, primär aus Kontinentaleuropa.
Aktionärsstruktur
65%Familie Palfinger 29%Streubesitz 5%Delta Lloyd 1%PALFINGER AG
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Finanzkalender 2013
| Hauptversammlung |
|---|
| Ex-Dividendentag |
| Dividendenzahltag |
| Veröffentlichung 1. Quartal 2013 |
| Veröffentlichung 1. Halbjahr 2013 |
| Veröffentlichung 1.–3. Quartal 2013 |
www.palfinger.ag Investor Relations Finanzkalender
www.palfinger.ag Investor Relations IR-Service Weitere Termine wie Messen oder Roadshows werden im Finanzkalender auf der Homepage angekündigt.
Wenn Sie regelmäßig über Neuigkeiten der PALFINGER Gruppe informiert werden wollen, haben Sie auf der Homepage die Möglichkeit, sich für das Infoservice zu registrieren.
Investor Relations
Tel. +43 662 4684-0 Fax +43 662 4684-2280 www.palfinger.ag
Herbert Ortner, Vorstandsvorsitzender DW 2222, [email protected]
Hannes Roither, Konzernsprecher DW 2260, [email protected]
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PALFINGER GESCHÄFTSBERICHT 2012 Konzernlagebericht Sylvia Frühwirth-Ekloud PALFINGER Reisemanagement
Konzernlagebericht
Konzernlagebericht
Marktbericht
- • Zunehmend unsichere Wirtschaftsentwicklung in Europa hat weltweite Auswirkungen
- • Branchenentwicklungen divergent, steigendes Umweltbewusstsein führt zu Wachstum der Recycling- und Offshore-Windkraft-Industrie
- • PALFINGER zählt zu den führenden Anbietern am Markt
- • Händler und Lieferanten von PALFINGER werden als Partner auch in Verbesserungsmaßnahmen eingebunden
Wirtschaftliche Rahmenbedingungen
Die gedämpfte Entwicklung der globalen Konjunktur, die sich bereits im 2. Halbjahr 2011 abzeichnete, setzte sich im Jahr 2012 fort. Die Problematik der enormen Staatsverschuldung einzelner europäischer Staaten und der USA sowie die daraus entstehenden wirtschaftlichen, aber auch politischen Unsicherheiten nahmen im Verlauf des Jahres weiter zu. Das fehlende Vertrauen in die Zukunft der Eurozone und in die Schuldenreduktion wird als bedeutendes Abwärtsrisiko für die Konjunktur der westlichen Industrieländer gesehen. Durch die schwache Konjunkturentwicklung blieben signifikante Welthandelsimpulse aus. Die Schwellen- und Entwicklungsländer verzeichneten somit ebenfalls geringeres Wachstum, wenngleich das Wirtschaftswachstum dieser Regionen immer noch vergleichsweise hoch ist.
Die Eintrübung der globalen Wirtschaftsaussichten im Laufe des Jahres 2012 führte dazu, dass der Internationale Währungsfonds (IWF) seine Konjunkturprognosen mehrfach reduzierte. Im Jänner 2013 erwartete er für 2012 ein Weltwirtschaftswachstum von nur noch 3,2 Prozent und für 2013 von 3,5 Prozent.
In Europa trübten die enormen finanziellen Schwierigkeiten einiger Staaten die realwirtschaftliche Entwicklung. Im Jahr 2012 erhöhte sich die Anzahl der Staaten, die um Unterstützung der Eurozone angesucht hatten, auf fünf: Griechenland, Irland, Portugal, Spanien und Zypern. Für einige Euroländer wird 2012 eine Wirtschaftsschrumpfung erwartet, zuletzt gaben auch Deutschland und Frankreich – bislang die Konjunkturmotoren – nach, die Arbeitslosenquote erreichte ein Rekordhoch. Im Juli senkte die Europäische Zentralbank (EZB) den Leitzins auf einen historischen Tiefstand von 0,75 Prozent. Anfang September kündigte sie Ankäufe von Staatsanleihen an; Voraussetzung dafür ist jedoch, dass sich die entsprechenden Staaten zu wirtschaftspolitischen Reformen verpflichten. Der IWF erwartet in der Eurozone im Jahr 2012 einen Wirtschaftsrückgang um 0,4 Prozent, 2013 um 0,2 Prozent.
In Zentral- und Osteuropa führten insbesondere die starken Verflechtungen mit der Eurozone bei Handel und Finanzsystemen dazu, dass die wirtschaftliche Dynamik ebenfalls deutlich nachließ. Der IWF prognostiziert für 2012 ein Wirtschaftswachstum von 1,8 Prozent und für 2013 von 2,4 Prozent. Auch in Russland kühlte die Konjunktur im 2. Halbjahr 2012 ab. Aufgrund der steigenden Inflationsraten hob die russische Zentralbank im September den Leitzins an.
In den USA war vor allem im 2. Halbjahr eine abwartende Haltung der Wirtschaft spürbar – zunächst in Zusammenhang mit den Präsidentschaftswahlen im November, danach aufgrund der zum Jahreswechsel 2012/13 erwarteten "fiskalischen Klippe" durch das Auslaufen der Steuersenkungen und gleichzeitig in Kraft tretende staatliche Ausgabenkürzungen. Bereits im September beschloss die amerikanische Notenbank Fed ein drittes Anleihekaufprogramm, die Leitzinsen befinden sich auf sehr niedrigem Niveau. Für 2012 und 2013 wird ein Wirtschaftswachstum von 2,3 bzw. 2,0 Prozent erwartet.
In Lateinamerika wirkte sich vor allem im 1. Halbjahr 2012 das schwache Wirtschaftswachstum in Brasilien dämpfend aus. Gezielte Stützungsmaßnahmen führten dazu, dass sich die brasilianische Wirtschaft im 2. Halbjahr wieder erholte, Investitionstätigkeit und Exporte waren jedoch weiterhin rückgängig. Der Fokus der Regierung lag 2012 auf Konjunkturstützung, strukturelle Reformen blieben im Hintergrund. Der IWF erwartet 2012 ein Wirtschaftswachstum von nur 1,0 Prozent, 2013 sollte es wieder auf 3,5 Prozent ansteigen.
Die Emerging Markets in Asien waren ebenfalls von den wirtschaftlichen Unsicherheiten der Industrienationen betroffen. In China führte die schwache Exportnachfrage zu einer Zurückhaltung der Unternehmen bei Ausrüstungsinvestitionen. Die Infrastrukturinvestitionen stiegen im 3. Quartal an, der Schwerpunkt lag bei Schienen- und Straßenprojekten. Der Konsum blieb aber auch in Zusammenhang mit dem schlechten sozialen Sicherheitsnetz schwach. Für 2012 wird ein Wirtschaftswachstum von 7,8 Prozent erwartet, 2013 sollte es wieder auf knapp über 8 Prozent steigen. Der Wachstumsausblick für Indien trübte sich aufgrund der schwachen Wirtschaftsaktivität ebenfalls ein. Dies wird vor allem in Zusammenhang mit dem schwierigen globalen Umfeld, schlechter Infrastruktur und fehlenden Erfolgen bei der Konsolidierung der Staatsfinanzen gesehen.
Die Finanzmärkte waren 2012 von den realwirtschaftlichen Unsicherheiten und von hoher Volatilität geprägt. Die insgesamt positive Entwicklung an den internationalen Aktienmärkten führte dazu, dass die Kursverluste des Jahres 2011 zumindest zum Großteil wieder gutgemacht werden konnten.
Die Rohstoffpreise verzeichneten zunächst einen Abwärtstrend, stiegen im 3. Quartal 2012 jedoch wieder an. Der Preis für ein Barrel Brent-Öl, der im Juni unter 90 USD lag, verzeichnete ebenfalls wieder einen deutlichen Anstieg auf 111,30 USD per Jahresende 2012. Die längerfristige Betrachtung der Preisentwicklung seit Anfang 2011 zeigt einen Seitwärtstrend um die 100-USD-Marke.
Der Euro gewann im Jahr 2012 gegenüber dem US-Dollar leicht an Wert. Nach einem Kursrückgang zur Jahresmitte lag er zum Jahresultimo bei 1,32 USD, knapp 2 Prozent über dem Vorjahreswert. Gegenüber dem chinesischen Yuan verhielt sich der Euro mit einem Gegenwert von 8,22 CNY nahezu stabil. Im Vergleich zum brasilianischen Real legte er um rund 12 Prozent an Wert zu.
Branchenentwicklung
Die diversifizierte Produktpalette von PALFINGER führt dazu, dass die Gruppe nicht eine einzelne Branche, sondern einen breiten Mix von Kundenbranchen anspricht. Wesentliche Entwicklungen dieser Zielbranchen sind für den Gesamterfolg der Unternehmensgruppe maßgeblich. PALFINGER steht heute weltweit für die innovativsten, zuverlässigsten und wirtschaftlichsten Hebe-Lösungen, die auf Nutzfahrzeugen sowie im maritimen Bereich zum Einsatz kommen. Zu den wichtigsten Branchen zählen somit neben Bauwirtschaft sowie Transport und Verkehr auch die Eisenbahn-Infrastruktur, Holzwirtschaft, Recycling und seit 2010 verstärkt auch der Marine- und Windkraft-Markt.
Bauwirtschaft
Ähnlich dem Vorjahr erfolgte auch 2012 der Start ins neue Jahr mit vorsichtigem Optimismus für die europäische Bauwirtschaft. Die anhaltende Staatsschuldenkrise führte jedoch in vielen europäischen Ländern zu einer Investitionszurückhaltung der öffentlichen Hand, die sich negativ auf die Bauwirtschaft auswirkte. In Deutschland betrug der Auftragseingang dank der positiven Entwicklung zu Jahresbeginn real knapp 4 Prozent plus. Auf europäischer Ebene hingegen lag die Prognose für 2012 bei einem Rückgang um 2 Prozent. Für 2013 gehen Experten in Europa erstmals seit sechs Jahren wieder von einem Wachstum der Bauwirtschaft aus, selbst wenn dieses mit + 0,4 Prozent sehr gering erwartet wird.
In Nordamerika zeichnete sich im Jahr 2012 bereits ein deutlich besserer Trend ab. Die Nachfrage nach Projektentwicklung stieg an, sie wurde auch durch das sehr niedrige Preisniveau bekräftigt. Ein zentrales Problem beim Hausbau war weiterhin die Finanzierung, wobei diese Hürde 2012 zunehmend geringer wurde. Der von der nordamerikanischen Vereinigung NAHB (North American Home Builders) errechnete Indikator HMI (Housing Market Index) überschritt im Sommer 2012 die bisherige Topmarke von 39 Indexpunkten von Februar 2007 und stabilisierte sich zu Jahresende bei 47 Indexpunkten.
Die Emerging Markets in Asien, allen voran China, zeigten auch 2012 robustes Wachstum, wenngleich die Entwicklungen in der zweiten Jahreshälfte vermehrt auf eine Verlangsamung der Konjunktur und damit auch der Bauwirtschaft deuteten. Während in Europa und Nordamerika vor allem Wohnbauprojekte umgesetzt wurden, trugen in Asien im Wesentlichen gewerbliche Bauprojekte zu dem starken Wachstum bei. Neben China zählen auch Indien, Indonesien und verstärkt Vietnam zu den bedeutenden asiatischen Märkten.
Angesichts der vorliegenden Konjunkturindikatoren haben die Research-Abteilungen großer Banken nur gedämpfte Erwartungen in die weitere Entwicklung der globalen Player der Bauwirtschaft und prognostizieren überwiegend eine schwache Seitwärtsbewegung.
Transport und Verkehr
Auch die Transportindustrie ist in hohem Maße von der weltweiten Konjunktur abhängig. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) der einzelnen Staaten gilt dabei als guter Indikator für die Entwicklung des jeweiligen Verkehrsaufkommens. Den BIP-Prognosen des Internationalen Währungsfonds zufolge gibt es 2012 und 2013 in der EU keine relevante Erholung, in den USA zumindest eine stabile, leicht positive Entwicklung. Die etwas höheren Wachstumsraten in den GUS-Ländern und Brasilien werden noch übertroffen von den Prognosen für Indien und China – derzeit die globalen Wirtschaftsmotoren – mit einem Plus von deutlich über 5 Prozent. Global betrachtet besteht die Herausforderung darin, Staatsschulden in einem vernünftigen Ausmaß zu senken und gleichzeitig Konjunkturbelebungsmaßnahmen zu setzen.
Der Mitte 2012 erschienene Global Trade and Transport Report des International Trade Forum bildet die weiterhin hohe Unsicherheit im globalen Transportmarkt ab: Zwar entwickelten sich See- und Luftfracht stabil, der Schienen- und Straßentransport schwächelte aber insbesondere in Europa. Die bewegten Frachtvolumina in der EU und in Nordamerika lagen weiterhin unter dem Vorkrisenniveau von 2008.
Zur Beurteilung der Transportwirtschaft kommt auch die Entwicklung der Neuzulassungen als Indikator zum Einsatz. In Europa unterstreichen die entsprechenden Daten der Vereinigung europäischer Automobilhersteller (ACEA) das gedämpfte Bild, das sich aus der BIP-Entwicklung ergibt. So wurden im 1. Halbjahr 2012 in Europa rund 160.000 Nutzfahrzeuge über 3,5 Tonnen zugelassen; das entspricht einem Rückgang gegenüber 2011 um ca. 4.000 Fahrzeuge bzw. 2,3 Prozent. Bis Jahresende verstärkte sich der negative Trend, insgesamt wurden 2012 rund 270.000 Fahrzeuge zugelassen. Das entspricht einem Rückgang um 7,9 Prozent gegenüber dem Vorjahr. In der Klasse der schweren Nutzfahrzeuge über 16 Tonnen wurde bis Jahresende ebenfalls ein Rückgang verzeichnet; mit 8,4 Prozent lag dieser sogar noch über dem der kleineren Gewichtsklasse.
Trotz der aktuell äußerst schwierigen Entwicklung zeichnet sich mittel- bis langfristig ein positiver Trend in der Transportwirtschaft ab. Die OECD geht von einem nachhaltigen Anstieg des Transportvolumens aus und erwartet, dass sich das Transportverhältnis Lkw zu Bahn über alle Regionen und Märkte hinweg zugunsten des Lkw entwickeln wird.
Wirtschaftliche Rahmenbedingungen Seite 60
Eisenbahn-Infrastruktur
Der Markt für Eisenbahn-Instandhaltungs- und Baufahrzeuge war im Jahr 2012 von einer durchschnittlichen Auftragslage geprägt, PALFINGER konnte herausragende Projekte hinsichtlich Größe und technologischem Anspruch speziell in der Schweiz, in Großbritannien, Österreich, Israel und Saudi-Arabien realisieren, insgesamt wurde ein Anstieg des Projektvolumens verzeichnet. Konkrete Vergabeentscheidungen sind insbesondere in China und Zentralasien überfällig und werden für 2013 erwartet.
Speziell in Europa sind rasant steigende Sicherheitsanforderungen zu beobachten, die sich in zahlreichen neuen Normen und Vorschriften niederschlagen. Da die europäische Eisenbahnindustrie nach wie vor eine dominante Position am Weltmarkt einnimmt, werden die neuen Standards auch von den meisten außereuropäischen Kunden gefordert. Die Entwicklung entsprechender Steuerungs- und Sicherheitssysteme erfordert seitens der Anbieter Investitionen und Innovationskraft.
Holz- und Landwirtschaft
Das stetige Wachstum der Weltbevölkerung wirkt sich auch auf die Holz- und Agrarwirtschaft aus: Die Nachfrage nach Holzprodukten, Bau- und Sägeholz steigt kontinuierlich an. Der Einsatz von Rohholz soll allein in Österreich bis 2030 um rund 60 Prozent auf einen Wert von 30,7 Mio Festmeter steigen. Der positive Trend in der Holzwirtschaft setzte sich dementsprechend 2012 fort. Das zunehmende ökologische Bewusstsein treibt zusätzlich die Nachfrage nach nachhaltigen Baumaterialien voran. Der europäische Dachverband der Holzwerkstoffindustrie weist auch vermehrt auf die wichtige Rolle von Holz als globalem Treibhausgasspeicher für den Klimaschutz hin.
In den USA ist die Zahl der privaten Hausbauten zum Höhepunkt der Immobilienkrise nach einem Rekordwert von mehr als 2 Mio Einheiten im Jahr 2006 auf unter 600.000 Einheiten eingebrochen. Im Jahr 2012 konnte mit 760.000 Einheiten im 1. Halbjahr erstmals seit 2008 wieder ein Wachstum registriert werden. Holz ist dabei der dominierende Baustoff zur Errichtung von Wohnbauten.
Der WTO-Beitritt Russlands im Jahr 2012 wirkt sich signifikant auf die Entwicklung der Holzwirtschaft aus: Die Handelsliberalisierung ist mit sinkenden Ausfuhrzöllen für Rundholz verbunden – ein Vorteil für jene Unternehmen, die Rundholz aus Russland beziehen, z.B. die finnische Papierindustrie. Gleichzeitig führt diese Handelsliberalisierung dazu, dass die russische Regierung bestrebt ist, die lokale Wertschöpfung anzukurbeln, um den weniger lukrativen Export von Rohstoffen zu reduzieren. Als Folge davon wird ein Wachstum des russischen Marktes erwartet.
Recycling
Die Abfallmengen variieren weltweit je nach Konsummuster des jeweiligen Landes. Im Allgemeinen tragen Haushalte zwischen 60 und 90 Prozent zum Gesamtabfallaufkommen bei. In Europa hat sich das durchschnittliche Volumen an Recyclingabfall innerhalb der vergangenen 15 Jahre verdoppelt, dies erfordert auch ein optimiertes Abfallmanagement. Der Anteil an wiederverwertetem Material ist in diesem Zeitraum von 11 auf 24 Prozent gestiegen.
In Brasilien hat die Regierung ein neues Gesetz verabschiedet, wonach Städte und Gemeinden verpflichtet sind, Recyclingprogramme einzuführen. Diese Programme sehen Müllsammelstellen in allen Städten vor. Recyclingaktivitäten sollen im ganzen Land forciert und damit bis zum Jahr 2023 insgesamt 600.000 Arbeitsplätze in der Recyclingkette geschaffen werden. Darüber hinaus muss anfallender Bauschutt künftig vollständig recycelt werden. Die geplante Investitionssumme für den Zeitraum 2013 bis 2020 beträgt 14,5 Mrd BRL jährlich, umgerechnet etwa 5,6 Mrd EUR.
In Russland führt die neue Abwrackprämie für importierte Kraftfahrzeuge – die Abgabe wird beim Import nach Russland fällig – zwar primär zu höheren Markteintrittsbarrieren für ausländische Produzenten, bietet aber gleichzeitig die Chance, den Recyclingsektor entscheidend weiterzuentwickeln. Positive Effekte werden auch die anstehenden Sportgroßereignisse, die olympischen Winterspiele 2014 in Sotschi und die Fußballweltmeisterschaft 2018, haben, da in diesem Zusammenhang umfangreiche Investitionen in Infrastruktur und damit in die Bauwirtschaft erwartet werden.
Offshore-Windkraft
Mitte 2012 gab es europaweit 56 Offshore-Windparks in 10 Ländern, die rund 1.500 Offshore-Windturbinen mit einer Gesamtkapazität von 4,3 Gigawatt (GW) umfassten. Die bedeutendsten Regionen finden sich insbesondere in der Nordsee und dem Vereinigten Königreich zugehörig. Großbritannien ist weltweit der größte Einzelmarkt für Offshore-Windkraft.
Das Marktgefüge ist weiterhin stark von politischen Entscheidungen abhängig und damit sehr volatil. Eine der größten Herausforderungen für Betreiber und Hersteller ist die erforderliche Kostenreduktion, damit Windenergie auch ohne Subventionen wettbewerbsfähig gegenüber anderen Energieträgern wird.
In Zentral- und Nordeuropa ist die Marktsituation weiterhin geprägt von Engpässen in der Infrastruktur zur Netzanbindung und Problemen bzw. Verzögerungen bei der Finanzierung. Nicht zuletzt deshalb wurden 2012 auch große Projekte von Energieversorgungsunternehmen gestoppt oder sistiert.
Auf mittel- bis langfristige Sicht wird ein deutliches Wachstum des Offshore-Windkraftmarktes erwartet. Aktuelle Studien prognostizieren eine Steigerung auf 20 GW installierte Kapazität bis zum Jahr 2016 und auf 40 GW bis 2020. Das entspricht rund 4 Prozent des Elektrizitätsbedarfs der Europäischen Union.
Marine
Gemäß IHS Fairplay betrug der Anteil des Welthandels, der am Seeweg transportiert, im Jahr 2011 bereits 70 Prozent und wird bis 2016 um weitere 3 Prozent steigen. 2012 wurden rund 9,2 Mrd Tonnen Güter auf dem Seeweg umgeschlagen und transportiert, das entspricht einem Anstieg um rund 6 Prozent gegenüber 2011. Bis 2016 wird ein jährlicher Anstieg von rund 5 Prozent auf bis zu 11,2 Mrd Tonnen erwartet, der Großteil davon Schüttgut. Um diese Mengen effizient zu bewegen, sind große Frachter-Flotten notwendig. Dieses Wachstum spiegelt sich auch in den weltweiten Produktionszahlen für Schiffe wider: Nahezu 4.500 Schiffe wurden 2012 fertiggestellt, ein deutlicher Anstieg gegenüber 2011 (4.150 Schiffe), wobei die Auftragseingänge im Laufe des Jahres 2012 rückgängig waren. Mittelfristig wird erwartet, dass sich das Produktionsvolumen bei ca. 3.000 Schiffen pro Jahr einpendelt. Die Produktion der Schiffe wird großteils in Asien erfolgen – rund 40 Prozent in China und rund 33 Prozent in Südkorea.
Im Bereich der Offshore- und Service-Schiffe, insbesondere Ölplattform-Versorgungsschiffe und Schlepper, wurden 2012 rund 2.200 Schiffe bestellt. Bis 2016 wird erwartet, dass die gesamte Offshore-Flotte auf bis zu 11.000 Schiffe anwächst. Dies bedeutet langsames, aber gesundes Wachstum. Derzeit ist Afrika noch die Region mit den weltweit höchsten Investitionen in Tiefsee-Bohrungen, knapp gefolgt von Südamerika. Bereits für 2013 wird jedoch erwartet, dass die meisten Zahlungsflüsse in Südamerika und dort vor allem in Brasilien verzeichnet werden. In Afrika liegen die Küsten vor Angola, Ghana und Nigerien sowie der westliche Nil im Fokus der Erdölförder-Gesellschaften, in Südamerika ist Petrobras zurzeit an den Küsten vor Santos sehr aktiv.
Im Bereich der Launch & Recovery Systems wurde 2012 ein Trend zu höherwertigen Lösungen verzeichnet, der zu neuen Produktentwicklungen und zusätzlichen Aufträgen führte. Dies wirkt sich auch im Bereich der Davit-Systeme für die Offshore- und Windindustrie aus. Zu den aktivsten Ländern zählten 2012 Holland, die USA, Brasilien, der Mittlere Osten, China, Indien, Singapur und Südkorea.
PALFINGER und Mitbewerber
In den verschiedenen Produktgruppen und Regionen, in denen die PALFINGER Gruppe vertreten ist, trifft das Unternehmen auf ebenso unterschiedliche Wettbewerbslandschaften.
Das Hauptprodukt von PALFINGER sind nach wie vor Ladekrane, insbesondere Lkw-montierte Knickarmkrane. Diese Business Unit bildet den historischen Ursprung und PALFINGER dominiert als Innovationsführer weiterhin den Weltmarkt mit einem Anteil von rund 30 Prozent. Auch in dem riesigen russischen Markt konnte PALFINGER durch seine intensiven Aktivitäten der vergangenen Jahre eine starke Marktposition erlangen. Die wesentlichen Wettbewerber auf globalem Niveau sind weiterhin HIAB, ein Unternehmen der finnischen Cargotec-Gruppe, und Fassi aus Italien. In einzelnen Regionen gibt es darüber hinaus gut etablierte lokale Player. Durch das Aufstreben chinesischer Hersteller und den Markteintritt von PALFINGER in den chinesischen Markt trifft der Konzern vermehrt auch auf chinesische Wettbewerber.
Die Märkte außerhalb Europas und die Produkte abseits des Ladekrans gewinnen für PALFINGER zunehmend an Bedeutung. Bei Forst- und Recyclingkranen ist PALFINGER mit einem Marktanteil von rund 15 Prozent – ebenso wie der russische Hersteller Lifting Machines – weltweit führend. Die übrigen Marktanteile teilen sich auf zahlreiche lokale Anbieter auf.
Auch bei Containerwechselsystemen und Mitnahmestaplern ist PALFINGER ein wesentlicher Player am Weltmarkt. HIAB zählt in diesen Produktbereichen ebenfalls zu den großen Mitbewerbern. Der globale Markt für Mitnahmestapler wird von HIAB mit einem Anteil von rund 50 Prozent dominiert, PALFINGER ist weltweite Nummer zwei auf diesem Markt.
Auf den globalen Spezialmärkten der Eisenbahnsysteme und der Marinelösungen nimmt PALFINGER ebenso eine Vormachtstellung ein.
Kunden und Lieferanten
Kunden und Händlernetzwerk
Der Vertrieb der PALFINGER Produkte erfolgt großteils über rund 200 unabhängige Händler sowie Vertriebsgesellschaften der Unternehmensgruppe weltweit in mehr als 130 Ländern. Gemeinsam mit mehr als 4.500 Servicestützpunkten stellen sie ein umfassendes Netzwerk für die Endkunden dar.
Die Händler sind somit ein bedeutendes Bindeglied für PALFINGER zum Endkunden und daher die wichtigste Kundengruppe für das Unternehmen. Jährlich stattfindende Händlertagungen bilden eine gute Kommunikationsplattform zum Austausch von Informationen und Erfahrungen auf beiden Seiten. Im Rahmen der diesjährigen internationalen Händlertagung in Salzburg wurde auch das 80-jährige Jubiläum von PALFINGER gefeiert. Mehr als 300 Gäste – Händler aus aller Welt, Lieferanten, Journalisten, Investoren, die Familie Palfinger und Freunde der Familie – kamen im Sommer 2012 zu der Gala-Veranstaltung an den Wolfgangsee.
Darüber hinaus fanden in Asien (Thailand), im Nahen Osten (Qatar) und in Europa (Österreich) große Sales und Service Manager Meetings statt, bei denen den Händlern die Neuerungen im Bereich Service präsentiert wurden.
Die Händler werden auch in die Ausarbeitung und Umsetzung von Verbesserungsmaßnahmen eingebunden. Alle zwei bis drei Jahre führt PALFINGER dafür eine umfangreiche Händlerbefragung durch, aus der gezielte Maßnahmen abgeleitet werden. Die Befragung im Jahr 2012 startete im 3. Quartal. Sie thematisierte die Zufriedenheit mit den Produkten, der Bestellung bzw. Lieferung sowie der Betreuung durch PALFINGER. Befragt wurden die Händler der Business Area EMEA und der Business Units Ladekrane, EPSILON Forst- und Recyclingkrane, Containerwechselsysteme, Hubladebühnen, Hubarbeitsbühnen, Mitnahmestapler und Marinekrane.
Die Ergebnisse werden im 1. Halbjahr 2013 vorliegen. Sie werden danach mit den verantwortlichen Führungskräften besprochen und detaillierte Aktivitäten daraus abgeleitet.
PALFINGER führt auch regelmäßig Endkundenbefragungen für verschiedene Produktgruppen und Ländermärkte durch. So wird gemeinsam mit Produktmanagement, Vertrieb und den Händlern an einer kontinuierlichen Steigerung der Kundenzufriedenheit gearbeitet.
Einkauf
PALFINGER ist bestrebt, Lagerstände auf möglichst niedrigem Niveau zu halten. Eines der strategischen Hauptziele ist, schnell und flexibel auf die enorm volatilen Marktveränderungen reagieren zu können. Insbesondere in den letzten Monaten des Jahres 2012 nahm die Verunsicherung bezüglich eines neuerlichen Absatzrückgangs zu. In diesem Zusammenhang reduzierten sich auch die zuvor langen Zulieferzeiten bei Halbleitern wieder.
Wesentliche Beschaffungsfaktoren sind für die PALFINGER Gruppe fortgeschrittene Technologien sowie Innovationen vor allem in den Bereichen Hydraulik, Elektronik und hochfeste Stähle. Die Beschaffung konzentriert sich daher in erster Linie auf den EU-Markt, wo diese Themen verstärkt vorangetrieben werden. Die wichtigsten osteuropäischen Beschaffungsmärkte sind Slowenien, Bulgarien, Rumänien und Kroatien; aufgrund des aktuellen Preisdrucks nimmt deren Bedeutung zu.
Zur Absicherung des zukünftig erwarteten Bedarfs schließt PALFINGER grundsätzlich langfristige Verträge mit seinen strategischen Hauptlieferanten, die variable Jahresabnahmemengen beinhalten.
Nach rapiden Preisrückgängen bei Rohmaterialien im Jahr 2009 führte der allgemein steigende Bedarf an Eisenerz und Kohle danach zu spekulativen Preissteigerungen bei Stahl. Insbesondere im 1. Quartal 2012 war erneut ein deutlicher Aufwärtstrend in der Stahlpreisentwicklung zu erkennen. Durch den frühzeitigen Abschluss von Rahmenverträgen Ende 2011 konnte PALFINGER jedoch einen Großteil der Preiserhöhungen abfedern.
Im Sinne der kontinuierlichen Verbesserung der Qualität und damit der Wettbewerbsfähigkeit pflegt PALFINGER zu seinen Lieferanten langfristige Beziehungen. Qualitätssicherungsvereinbarungen mit rund 130 Hauptlieferanten unterstützen dieses Ziel. Im Rahmen regelmäßiger Audits und Bewertungen werden mögliche Abweichungen sowie etwaige Risiken aufgezeigt. Gegebenenfalls erhalten die Lieferanten Unterstützung bei der Optimierung.
Strategisch wichtige Lieferanten werden in regelmäßigen Abständen auch einer wirtschaftlichen Risikoanalyse unterzogen, um Veränderungen der Stabilität frühzeitig zu erkennen. So wird auch eine Veränderung in der Lieferperformance rasch erkannt. Diese Vorgangsweise trägt dazu bei, dass PALFINGER auf ein stabiles und hochwertiges Lieferantenportfolio zurückgreifen kann.
www.palfinger.ag Nachhaltigkeit Code of Conduct Bereits im Jahr 2011 etablierte PALFINGER einen Code of Conduct für alle Lieferanten, in dem ein Bekenntnis zu Umweltschutz, sozialer Verantwortung und Wirtschaftsethik verankert ist. Ein Verweis auf den Code wurde 2012 in alle Verträge integriert, wichtige Punkte wie Kinderarbeit, Missachtung von Menschenrechten oder Korruption sind untersagt und werden bei den Audits abgefragt.
Die Einbeziehung der ökologischen und sozialen Themen sowie Korruptionsprävention erhöhen die Qualität der Lieferantenbeziehungen. Image- und Ausfallsrisiken etwa aufgrund von Nichteinhaltung umweltrechtlicher Auflagen bei Lieferanten werden dadurch reduziert. Darüber hinaus führt PALFINGER bei allen strategischen Partnern und Lieferanten Befragungen bezüglich deren Umweltmanagementsystems durch. Die Ergebnisse fließen seit dem 3. Quartal 2012 auch in die quartalsweise durchgeführte Lieferantenbewertung ein.
Im Sinne der partnerschaftlichen Zusammenarbeit organisiert PALFINGER alle zwei Jahre einen internationalen Lieferantentag, an dem die aktuelle wirtschaftliche Situation sowie auch die geplanten Entwicklungen der PALFINGER Gruppe diskutiert werden. Der Lieferantentag fand zuletzt im September 2012 statt.
PALFINGER GESCHÄFTSBERICHT 2012
Konzernlagebericht Marktbericht
PALFINGER GESCHÄFTSBERICHT 2012 Konzernlagebericht Marktbericht
PALFINGERStandorte Headquarter Händler Stand per 31. Dezember 2012
PALFINGER Händlernetzwerk
Entwicklung der PALFINGER Gruppe
- • 2012 weiteres Wachstum auf Basis der globalen Aufstellung
- • Rekordumsatz von 935,2 Mio EUR (+10,6 Prozent)
- • EBIT auf 68,5 Mio EUR erhöht
- • Ausbau der bestehenden Märkte durch Partnerschaften und Akquisitionen
- • Joint Venture in China gestartet
Geschäftsentwicklung 2012
Die PALFINGER Gruppe verzeichnete im Geschäftsjahr 2012 den höchsten Umsatz in der Unternehmensgeschichte und damit zum 80-jährigen Jubiläum ein neuerliches Rekordjahr. Ermöglicht wurde dies durch die konsequente Internationalisierung in den vergangenen Jahren, die ein wesentlicher Eckpfeiler der Unternehmensstrategie ist.
Während die wirtschaftliche Situation in Europa im Berichtszeitraum von zunehmender Unsicherheit und damit verbunden abnehmender Investitionsbereitschaft der Unternehmen geprägt war, generierte PALFINGER sein weiteres Wachstum mit enormen Steigerungen in den Areas außerhalb Europas. Nordund Südamerika, aber auch Russland trugen erstmals wesentlich zur Umsatzsteigerung und zum Ergebnis der PALFINGER Gruppe bei. Auch die inzwischen etablierte Business Area Marine entwickelte sich sehr erfreulich. Die – auf Basis der Flexibilisierung und der kostenseitigen Maßnahmen – hohe Profitabilität in Europa unterstützte dabei die Stabilität des Ergebnisses. PALFINGER konnte somit im Geschäftsjahr 2012 seine weltweit führende Position weiter ausbauen.
Darüber hinaus erzielte PALFINGER einen Meilenstein in seiner Strategie, der auch die weitere Entwicklung der Unternehmensgruppe prägen wird: die Vereinbarung von zwei Joint Ventures mit der Sany-Gruppe, einem der größten chinesischen Unternehmen. Die Aufnahme der Geschäftstätigkeit erfolgte im 3. Quartal und wird sich in Zukunft positiv auf die Entwicklung der Gruppe auswirken.
Im Geschäftsjahr 2012 erzielte die PALFINGER Gruppe einen Rekordumsatz von 935,2 Mio EUR, das entspricht einer Erhöhung um 10,6 Prozent gegenüber dem Vergleichswert des Vorjahres von 845,7 Mio EUR. Zu dieser Steigerung trugen vor allem die Business Areas Nordamerika, Südamerika, GUS und die weltweite Business Area Marine bei, wenngleich in allen Regionen außerhalb Europas ein positiver Trend bemerkbar war. In Europa konnte das hohe Umsatzniveau des Vorjahres gehalten werden.
Das EBIT für das Geschäftsjahr 2012 beträgt 68,5 Mio EUR nach 67,9 Mio EUR im Vorjahr. Das operative Ergebnis konnte somit um 0,8 Prozent erhöht werden, die EBIT-Marge verringerte sich jedoch von 8,0 Prozent im Jahr 2011 auf 7,3 Prozent. Ursachen dafür waren vor allem die regionale Umsatzverschiebung und die geringeren Margen in den Areas außerhalb Europas, die sich nach wie vor in einer Aufbauphase befinden. Auch die Verschiebung des Produktmix in Europa – von Großkranen mit hohem Ergebnisbeitrag zu kleineren Systemen – trug zu dieser Verringerung der Marge bei. Im Gegenzug wurde durch die Ausweitung der auftragsbezogenen Fertigung die Produktivität weiter gesteigert und die finanzielle Flexibilität erhöht.
Das EBITDA verzeichnete eine Steigerung um 1,2 Prozent von 96,8 Mio EUR im Vorjahr auf 98,0 Mio EUR im Jahr 2012. Das Konzernergebnis liegt mit 40,4 Mio EUR um 3,7 Prozent unter dem Vorjahreswert von 42,0 Mio EUR.
Umsatzentwicklung (in TEUR)
EBIT-Entwicklung (in TEUR)
Die Entwicklung im Quartalsverlauf zeigt eine konstante Entwicklung von Umsatz und Ergebnis in den vergangenen beiden Jahren. Die zweite Jahreshälfte ist dabei stets von der geringeren Anzahl an Arbeitstagen durch Betriebsurlaub und Weihnachtsfeiertage beeinflusst. Die Effekte aus den getätigten Akquisitionen trugen im Jahr 2012 zu der positiven Entwicklung von Umsatz (Q1: 223,9 Mio EUR; Q2: 241,2 Mio EUR; Q3: 223,1 Mio EUR; Q4: 247,0 Mio EUR) und Ergebnis (Q1: 17,7 Mio EUR; Q2: 19,5 Mio EUR; Q3: 14,8 Mio EUR; Q4: 16,5 Mio EUR) bei.
Umsatz- und EBIT-Entwicklung (in Mio EUR)
Umsatz EBIT EBIT-Marge (in Prozent)
Entwicklung der Segmente, Segment EUROPEAN UNITS Seite 104
Der Geschäftsverlauf in Europa war im abgelaufenen Geschäftsjahr durchwachsen. Das hohe Niveau in einzelnen Kernmärkten konnte gehalten werden, die besonders stark von der Krise betroffenen Märkte Spanien, Italien, Portugal und Griechenland blieben jedoch weiterhin schwach. Im Berichtszeitraum trugen alle europäischen Business Units positiv zum Konzernergebnis bei, besonders erfreulich waren die signifikanten Verbesserungen in den Produktbereichen Hubarbeitsbühnen, Mitnahmestapler und Eisenbahnsysteme. Die weltweit tätige Business Area Marine brachte umsatz- und ergebnisseitiges Wachstum – nicht zuletzt durch die Akquisition des norwegischen Unternehmens Dreggen im Oktober 2012. Die noch gute Auslastung der Fertigungs- und Montagestandorte sowie die durch Prozessverbesserungen erzielten Effizienzgewinne spiegeln sich ebenfalls in der stabilen Ergebnisentwicklung in Europa wider.
Entwicklung der Segmente, Segment AREA UNITS Seite 107
In den USA verzeichnete PALFINGER nach den Jahren der Unternehmenszukäufe und deren Konsolidierung organisch starkes Wachstum. Der GUS-Markt gewann für PALFINGER mit der Übernahme des führenden russischen Kranherstellers INMAN im Jahr 2011 enorm an Bedeutung. Durch diesen wesentlichen Internationalisierungsschritt konnte 2012 die Marktposition in dieser Region deutlich gestärkt werden.
In Asien erhöhte sich der Umsatz nur unwesentlich. Die Basis für weiteres Wachstum in diesen Areas wurde durch das Joint Venture mit der chinesischen Sany-Gruppe gelegt, das im Berichtsjahr umgesetzt werden konnte. PALFINGER erwartet bereits in den kommenden Jahren erste positive Effekte.
Die zunehmenden Auftragseingänge in den Areas außerhalb Europas zeigen sich in enormen Umsatzzuwächsen; die eingeleiteten Maßnahmen zur Ertragssteigerung, die Prozessverbesserungen in der Wertschöpfung und die Ausweitung der auftragsbezogenen Fertigung trugen ebenfalls dazu bei, dass diese Regionen erstmals einen signifikant positiven Ergebnisbeitrag lieferten.
Wesentliche Veränderungen
Joint Ventures mit chinesischer Sany-Gruppe
Das für PALFINGER wichtigste Ereignis des Geschäftsjahres war der Abschluss zweier Joint Ventures mit dem größten chinesischen Baumaschinenhersteller, der Sany-Gruppe, im Februar. Das Joint Venture Sany Palfinger SPV Equipment Co., Ltd. mit Sitz in China entwickelt und produziert PALFINGER Produkte für den chinesischen Markt. Nach nur sechs Monaten wurde es im 3. Quartal behördlich genehmigt. Die intensiven Vorbereitungsarbeiten ermöglichten die Geschäftsaufnahme kurz danach, der Verkaufsstart der ersten Lkw-montierten Teleskopkran-Modelle erfolgte bereits. Ende des Jahres 2012 wurden auch die ersten drei regional angepassten Knickarmkrane am Markt gelauncht.
Die Produktion erfolgt vorerst in dem bestehenden Sany-Werk in Ningxiang. Die Errichtung eines eigenen Werks mit einer Kapazität für rund 10.000 Krane ist in Planung. Das dafür benötigte Grundstück wurde bereits erworben, es umfasst 200.000 m2 . Die erforderlichen Investitionen in den nächsten Jahren werden rund 100 Mio EUR betragen.
Parallel dazu wurde in Österreich die Palfinger Sany International Mobile Cranes Sales GmbH gegründet, die von Sany produzierte Mobilkrane in Europa und GUS vertreiben soll.
Ausbau der Produktpalette für Südamerika
Im September vereinbarte PALFINGER die Übernahme von 100 Prozent der Tercek Usinagem de Precisão Ltda. mit Sitz in Caxias do Sul, Brasilien, und stärkte damit auch seine Marktpräsenz in Südamerika. Tercek entwickelt unter der Marke Líbero elektrisch angetriebene Buseinstiegshilfen. Für dieses Produktsegment wird in Zusammenhang mit dem weiteren Ausbau der Infrastruktur ein gutes Marktwachstum erwartet. Ab 2014 müssen darüber hinaus alle städtischen Busse in Brasilien per Gesetz mit einer Buseinstiegshilfe für Menschen mit eingeschränkter Mobilität ausgestattet sein. Das Unternehmen war auf der Suche nach einem starken Partner, um die Marktdurchdringung und das erwartete Wachstum finanzieren zu können. Das Closing erfolgte im Oktober 2012.
Zukunftsmarkt Marine
Ende Oktober 2012 konnte PALFINGER auch für die weltweit agierende Business Area Marine einen weiteren Meilenstein erzielen. Die Akquisition der norwegischen Bergen Group Dreggen AS (Dreggen), eines renommierten Herstellers von Marine- und Offshore-Kranen, ist ein signifikanter Wachstumsschritt, der dem Konzern weitere Möglichkeiten und neue Märkte in diesen Bereichen eröffnen wird. Dreggen ist auf kundenspezifische Kranlösungen für Schiffbau-, Öl- und Gasindustrie spezialisiert. 2012 erzielte das Unternehmen rund 25 Mio EUR Umsatz.
Mit der Integration von Dreggen wird das Portfolio dieses Bereichs weiter ausgebaut und die Dynamik gesteigert. Der Vorstand hat daher mit der Palfinger systems GmbH gleichzeitig eine vorzeitige Ablöse des 2016 fälligen Kaufpreisanteils für die 2010 übernommene Marine-Sparte vereinbart, um die vollständige Integration voranzutreiben und Synergien zu realisieren.
Erhöhung der Flexibilität
Die Volatilität der Märkte war 2012 unverändert hoch, die damit verbundene kürzere Vorhersehbarkeit der Unternehmensentwicklung stellt eine große Herausforderung dar. Bereits im Jahr 2010 definierte PALFINGER die weitere Flexibilisierung des Konzerns als dritte strategische Säule. Das Ziel, die Flexibilität in allen Unternehmensbereichen weiter zu erhöhen, beeinflusst daher die strategischen Entscheidungen.
Im Oktober 2012 platzierte PALFINGER ein Schuldscheindarlehen mit mehreren Tranchen und konnte damit seine Finanzierungsstruktur optimieren. Das Gesamtvolumen wurde unter großer Nachfrage mit 77,5 Mio EUR festgelegt. Die Emission unterstützte die Diversifizierung der Finanzierungspartner, gleichzeitig konnte das historisch günstige Zinsniveau genutzt werden.
Innovation
Forschung, Entwicklung und Innnovation Seite 88 Kernthemen der Innovation waren im Jahr 2012 die Fortsetzung der Entwicklung der neuen Kranreihe, Weiterentwicklungen im Großkran- und Hubarbeitsbühnenbereich, die Überarbeitung des nordamerikanischen Mitnahmestapler-Modells und regionale Anpassungen der PALFINGER Produkte an den asiatischen Raum. In den Bereichen Elektronik und Mechatronik, deren Weiterentwicklung ein wesentlicher Erfolgsfaktor für PALFINGER ist, wurden neue Strukturen aufgebaut und erste Erfolge erzielt.
Standort-Veränderungen
Durch das Wachstum der vergangenen Jahre ist die bestehende Konzernzentrale der PALFINGER Gruppe in Salzburg, Österreich, bereits seit geraumer Zeit zu klein dimensioniert. Im März 2012 fixierte PALFINGER den Kauf bzw. Kaufoptionen für die Grundstücke, auf denen in den kommenden Jahren ein modernes Headquarter entstehen soll. Der neue Standort wird unweit des derzeitigen Headquarters in Bergheim bei Salzburg sein. Der Neubau soll Ende 2014 bezogen werden.
Der derzeitige Standort der Konzernzentrale in Salzburg wurde an eine Gesellschaft des Mehrheitsaktionärs verkauft, die den höchsten Preis bot.
Am Fertigungs- und Montagestandort in Tenevo, Bulgarien, wurde eine neue Produktionshalle eröffnet. Damit wurde auch die gesamte Produktion neu strukturiert. Die technische Maximalkapazität – für PALFINGER Produkte und externe Kunden – wurde dadurch um knapp 50 Prozent erhöht. Gleichzeitig können nun ein deutlich anspruchsvolleres Produktportfolio und eine höhere Varianz an Zylindertypen abgedeckt werden. Am Standort Delnice, Kroatien, wurde die Produktionshalle erweitert. Dadurch konnten die beiden Standorte Rijeka und Delnice im 3. Quartal erfolgreich zusammengeführt werden.
Stärkung des Marktauftritts
Marke PALFINGER Seite 23 Im Jahr 2012 wurde auch der Marktauftritt der PALFINGER Gruppe komplett überarbeitet und dadurch gestärkt. Kernstück war ein konzernweites Markenprojekt, das die Vielzahl unterschiedlicher Produktmarken, die aus dem Wachstum der vergangenen Jahre resultierten, klar strukturieren soll. Künftig werden nahezu alle Produkte unter der Dachmarke PALFINGER geführt. Die Umstellung wird schrittweise erfolgen und marktseitig zu zahlreichen Synergien führen. Eine starke Marke ist ein wichtiger Erfolgsfaktor, gerade in Zeiten wirtschaftlicher Unsicherheiten. LIFETIME EXCELLENCE ist das Versprechen von PALFINGER.
Mit dem PALFINGER Online-Projekt gelang ein weiterer Schritt in die "Internetzukunft". Seit Mitte des Jahres 2012 ist PALFINGER mit einem neuen Webauftritt online. Zunächst wurden erste Länderseiten sowie eine eigene Corporate-Seite gelauncht. Schritt für Schritt findet seither der internationale Roll-out statt. Die Länderwebseiten sind über www.palfinger.com aufrufbar; durch eine integrierte Geolokation erreicht der Benutzer automatisch die Webseite seines Landes. Sie zeichnet sich durch einen Fokus auf die Endkunden aus – die Präsentation der Produkte steht hier im Vordergrund.
www.palfinger.com www.palfinger.ag
Die Corporate-Seite ist von jeder Länderseite aus und über die eigene Domain www.palfinger.ag erreichbar. Sie bietet spezifische Unternehmensinformationen, wie Investor Relations, Nachhaltigkeit, Markenwerte, Service, Einkauf, Karriere und eine virtuelle Werksführung.
Gesellschaftsrechtliche Veränderungen in der PALFINGER Gruppe
Am 28. Februar 2012 wurden die Verträge für zwei Joint Ventures mit dem chinesischen Baumaschinenproduzenten Sany Group Co., Ltd. unterzeichnet: Einerseits wurde am 21. August 2012 die Sany Palfinger SPV Equipment Co., Ltd. in Changsha, China, gegründet. Die Palfinger Asia Pacific Pte. Ltd. ist mit 50 Prozent an der Gesellschaft beteiligt. Andererseits wurde die Palfinger Sany International Mobile Cranes Sales GmbH als eine internationale Vertriebs- und Servicegesellschaft mit Sitz in Salzburg gegründet, die Mobilkrane von Sany in Europa und GUS vertreibt. Die Palfinger European Units GmbH ist mit 50 Prozent an der Gesellschaft beteiligt. Die Eintragung ins Firmenbuch erfolgte am 4. September 2012.
Die Palfinger Marine- und Beteiligungs-GmbH, Salzburg, errichtete mit Gesellschaftsvertrag vom 13. Februar 2012 die Palfinger Marine Services B.V., Elst, Niederlande, als 100-prozentiges Tochterunternehmen.
Die PALFINGER AG, Salzburg, errichtete mit Gesellschaftsvertrag vom 6. Juni 2012 die PalAir GmbH, Salzburg, als 100-prozentiges Tochterunternehmen.
Am 22. Juni 2012 hat die Guima Palfinger S.A.S. alle Anteile an der Guima France S.A.S. an das assoziierte Unternehmen Palfinger France S.A. verkauft.
Am 12. Juli 2012 errichtete die Fast RSQ B.V., Barneveld, Niederlande, die Fast RSQ Vietnam Co., Ltd., Hung Yen, Vietnam, um die Produktion von Fast RSQ Produkten aufzunehmen.
Am 17. September 2012 wurde der Kaufvertrag zur Übernahme von 100 Prozent der Anteile des brasilianischen Unternehmens Tercek Usinagem de Precisão Ltda. durch die neu gegründete Madal Palfinger Holding Ltda. unterzeichnet. Das Unternehmen entwickelt unter der Marke Líbero elektrische Buseinstiegshilfen, die sich durch hervorragende Produkteigenschaften auszeichnen. Das Closing der Akquisition erfolgte am 22. Oktober 2012. Am gleichen Tag wurde die Gesellschaft in Palfinger-Tercek Indústria de Elevadores Veiculares Ltda umbenannt.
Im Zuge der Optimierung der Konzernstruktur wird die gesellschaftsrechtliche Organisation an die derzeitige Managementstruktur angepasst sowie eine Aufgliederung in Beteiligungsgesellschaften und operative Gesellschaften durchgeführt. Daher hat die Palfinger Marine- und Beteiligungs-GmbH, Salzburg, am 25. Juni 2012 die Palfinger USA, Inc., Tiffin, USA, und deren Tochterunternehmen an die Palfinger North America GmbH, Salzburg, sowie die Madal Palfinger S.A., Caxias do Sul, Brasilien, an die Palfinger South America GmbH, Salzburg, übertragen.
Weiters hat die Palfinger Marine- und Beteiligungs-GmbH, Salzburg, mit 14. September 2012 100 Prozent der Anteile der Palfinger, Inc., Niagara Falls, Kanada, in die Palfinger North America GmbH, Salzburg, und 49 Prozent der Anteile der Palfinger Russland GmbH, Salzburg, in die Palfinger CIS GmbH, Salzburg, eingebracht. Die Palfinger CIS GmbH hält somit 80 Prozent der Palfinger Russland GmbH.
Die Palfinger Europe GmbH, Salzburg, verkaufte am 17. September 2012 90 Prozent der Anteile an der Palfinger Platforms GmbH, Krefeld, Deutschland, an die MBB Palfinger GmbH, Ganderkesee, Deutschland. Daraufhin brachte die Palfinger Europe GmbH am 20. September 2012 in mehreren Schritten 90 Prozent der Palfinger GmbH, Ainring, Deutschland, in die Palfinger Platforms GmbH ein. Somit hält die Palfinger Europe GmbH 10 Prozent an der Palfinger Platforms GmbH und 10 Prozent an der Palfinger GmbH. Die MBB Palfinger GmbH hält nun 90 Prozent an der Palfinger Platforms GmbH und diese wiederum 90 Prozent an der Palfinger GmbH.
Am 18. Dezember 2012 hat die Palfinger Marine- und Beteiligungs-GmbH als Alleingesellschafterin 100 Prozent ihrer Anteile an Palfinger Asia Pacific Ptd. Ltd., Singapur, in die Palfinger Area Units GmbH eingebracht.
Am 30. Oktober 2012 wurde der Kaufvertrag zur Akquisition von 100 Prozent der Anteile der norwegischen Bergen Group Dreggen AS unterzeichnet, um den Marine-Bereich auszubauen. Das Closing erfolgte am 27. November 2012. Am selben Tag fand eine außerordentliche Generalversammlung statt, in der beschlossen wurde, den Namen in Palfinger Dreggen AS zu ändern.
Die NDM Romania S.r.l. wurde mit Wirkung per 27. Dezember 2012 aufgelöst.
Angaben gemäSS § 243a UGB
Das Grundkapital der PALFINGER AG beläuft sich zum 31. Dezember 2012 auf 35,7 Mio EUR und ist eingeteilt in 35.730.000 auf den Inhaber lautende nennwertlose Stückaktien. Jede PALFINGER Aktie berechtigt zu einer Stimme.
Zum 31. Dezember 2012 hielt die PALFINGER AG eigene Aktien im Ausmaß von 340.590 Stück.
Beschränkungen hinsichtlich der Stimmrechte der PALFINGER Aktien und deren Übertragung, auch aus Vereinbarungen zwischen Aktionären, sind der PALFINGER AG nicht bekannt.
Zum 31. Dezember 2012 war die Familie Palfinger direkt bzw. indirekt mit rund 65 Prozent an der PALFINGER AG beteiligt. Delta Lloyd Asset Management NV hielt mehr als 5 Prozent. Der sich im Streubesitz befindliche Teil der PALFINGER Aktien betrug rund 29 Prozent.
Es existieren keine PALFINGER Aktien mit besonderen Kontrollrechten.
In der PALFINGER Gruppe besteht kein Mitarbeiterbeteiligungsprogramm, bei dem ein Mitarbeiter das Stimmrecht für seine Anteile an der PALFINGER AG nicht unmittelbar ausübt.
Es bestehen keine Satzungsbestimmungen, die über die gesetzlichen Bestimmungen zur Ernennung von Vorstand und Aufsichtsrat sowie zur Änderung der Satzung hinausgehende Regelungen enthalten.
In den Vereinbarungen betreffend Schuldscheindarlehen sind "Change of Control"-Klauseln enthalten.
Es bestehen keine Entschädigungsvereinbarungen zwischen der PALFINGER AG und ihren Vorstandsund Aufsichtsratsmitgliedern für den Fall eines öffentlichen Übernahmeangebots.
Vermögens-, Finanz- und Ertragslage
- • Bilanzsumme und Eigenkapital im Vorjahresvergleich gestiegen
- • Free Cashflow aufgrund hoher investitionsbedingter Cashoutflows mit –3,1 Mio EUR negativ
- • EBIT-Marge zeigt mit 7,3 Prozent das gute Ergebnisniveau
Vermögenslage
Die Bilanzsumme erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr um 10,0 Prozent und betrug zum 31. Dezember 2012 813,6 Mio EUR (Vorjahr: 739,8 Mio EUR). Dies ist vor allem auf die Ausweitung des Geschäftsvolumens sowie die getätigten Akquisitionen zurückzuführen.
Die Erhöhung spiegelt einerseits den umsatzbedingten Anstieg des Net Working Capital zum Bilanzstichtag um 32,2 Mio EUR bzw. 24,0 Prozent auf 166,3 Mio EUR (Vorjahr: 133,9 Mio EUR) wider. Andererseits erhöhten sich die langfristigen Vermögenswerte um 30,2 Mio EUR bzw. 7,7 Prozent auf 422,0 Mio EUR (Vorjahr: 391,8 Mio EUR) durch Investitionen in Produktionsanlagen in Bulgarien und Nordamerika sowie Ersatz- und Erweiterungsinvestitionen in Österreich. Auch der Anstieg der kurzfristigen Vermögenswerte von 348,0 Mio EUR um 43,6 Mio EUR bzw. 12,5 Prozent auf 391,6 Mio EUR zeigt die erfreuliche Steigerung des Geschäftsvolumens (Anteil der Akquisitionen: 14,9 Mio EUR).
eigenkapital und verschuldung (in Mio EUR)
40.799
Das durchschnittliche Net Working Capital in Relation zum Umsatz konnte in den vergangenen Jahren durch das gruppenweite Projekt "CC-TOP", das besonderes Augenmerk auf Vorräte, Forderungen und Verbindlichkeiten legt, deutlich reduziert werden. Die Fortsetzung dieses Projekts im Jahr 2012 ermöglichte das Beibehalten des guten Niveaus von 16,2 Prozent (Vorjahr: 14,0 Prozent).
Das Eigenkapital erhöhte sich von 352,8 Mio EUR um 3,4 Prozent auf 364,9 Mio EUR. Die Erhöhung ist im Wesentlichen auf das positive Ergebnis nach Ertragsteuern in Höhe von 45,5 Mio EUR zurückzuführen. Gegenläufige Effekte resultierten aus der Dividendenausschüttung, Wechselkurseffekten und der Neubewertung der Anteile ohne Beherrschung.
Die Erhöhung der langfristigen Schulden von 161,0 Mio EUR auf 268,8 Mio EUR erklärt sich hauptsächlich durch die Emission von Schuldscheindarlehen im Oktober 2012 in der Höhe von 77,5 Mio EUR und die Refinanzierung ausreifender Darlehen durch langfristige Finanzierungen in Höhe von 50 Mio EUR. Ein gegenläufiger Effekt stammt aus der vorzeitigen Ablöse des erfolgsabhängigen Kaufpreisanteils in Zusammenhang mit der 2010 getätigten Akquisition des Marine-Bereichs der Palfinger systems GmbH. Das gesamte Capital Employed ist zu 97,8 Prozent langfristig abgesichert. Die kurzfristigen Schulden reduzierten sich durch die genannte Refinanzierung und durch die Erhöhung des Konzernumsatzes.
Die Steigerung der Nettofinanzverschuldung aufgrund der beschriebenen Veränderungen in den langfristigen Schulden gegenüber dem Vorjahr führte zu einer Erhöhung der Gearing Ratio von 47,3 Prozent zum Vorjahresstichtag auf 59,6 Prozent per 31. Dezember 2012.
Nettoinvestitionen (in TEUR)
| Kurzk onzernbi lanz in Mio EUR |
31.12.2012 | 31.12.2011 | 31.12.2010 |
|---|---|---|---|
| Langfristige Vermögenswerte | 422,0 | 391,8 | 380,9 |
| Kurzfristige Vermögenswerte | 391,6 | 348,0 | 296,5 |
| Summe Vermögenswerte | 813,6 | 739,8 | 677,4 |
| Eigenkapital | 364,9 | 352,8 | 319,9 |
| Langfristige Schulden | 268,8 | 161,0 | 195,3 |
| Kurzfristige Schulden | 179,9 | 226,0 | 162,2 |
| Summe Eigenkapital und Schulden | 813,6 | 739,8 | 677,4 |
Finanzlage
Der im Cashflow-Statement betrachtete Finanzmittelfonds entspricht der Bilanzposition Kassenbestand und kurzfristige Finanzmittel.
Der Cashflow aus dem operativen Bereich belief sich im Geschäftsjahr 2012 auf 55,4 Mio EUR nach 37,7 Mio EUR im Vorjahr. Die Veränderung ergibt sich zu einem Großteil daraus, dass das Net Working Capital im Verhältnis zum Umsatz im Jahr 2012 weniger stark gestiegen ist als im Vorjahr.
Der Cashoutflow aus dem Investitionsbereich ist mit 70,6 Mio EUR mehr als doppelt so hoch wie der Vorjahreswert in Höhe von 34,6 Mio EUR. Neben der Ablöse der noch offenen Kaufpreiszahlungen aus der Akquisition des Marine-Bereichs der Palfinger systems GmbH, der Aufstockung der Anteile an der Palfinger Russland GmbH und der Akquisition der Dreggen Group in Norwegen wurde auch in die Aufstockung von Ressourcen in Europa und in den USA investiert.
Die beschriebenen Effekte aus den operativen und investitionsbedingten Cashflows ergeben einen Free Cashflow von –3,1 Mio EUR im Geschäftsjahr 2012 nach 11,7 Mio EUR im Jahr 2011.
Der Cashflow aus dem Finanzierungsbereich war im Geschäftsjahr 2012 mit 24,5 Mio EUR positiv (Vorjahr: –3,9 Mio EUR). Der Hauptgrund dafür ist die Emission des Schuldscheindarlehens in Höhe von 77,5 Mio EUR.
| Free Cashf low in Mio EUR |
1–12 2012 | 1–12 2011 | 1–12 2010 |
|---|---|---|---|
| Cashflow aus dem operativen Bereich | 55,4 | 37,7 | 49,1 |
| Cashflow aus dem Investitionsbereich | –70,6 | –34,6 | –54,1 |
| –15,2 | 3,1 | –5,0 | |
| Bereinigte Fremdkapitalzinsen nach Steuern | 12,1 | 8,6 | 9,2 |
| Free Cashflow | –3,1 | 11,7 | 4,2 |
Ertragslage
Die Umsatzerlöse stiegen im Geschäftsjahr 2012 um 10,6 Prozent auf 935,2 Mio EUR (Vorjahr: 845,7 Mio EUR), wobei das Segment EUROPEAN UNITS mit 66,0 Prozent (Vorjahr: 73,5 Prozent) den größten Beitrag zu den Umsatzerlösen leistete. Die Europäische Union war weiterhin der wichtigste Absatzmarkt mit einem Umsatzanteil von 53,7 Prozent (Vorjahr: 63,9 Prozent). Der Anteil von Nordamerika erhöhte sich von 16,7 Prozent im Jahr 2011 auf 20,6 Prozent. Der in Mittel- und Südamerika erzielte Umsatz konnte 2012 ebenfalls deutlich gesteigert werden.
Der Materialaufwand und Aufwand für bezogene Leistungen stieg aufgrund des höheren Produktionsvolumens von 458,7 Mio EUR auf 498,5 Mio EUR.
Die Erhöhung des Personalaufwands von 216,9 Mio EUR auf 242,6 Mio EUR spiegelt einerseits die generelle Markterholung in den Areas außerhalb Europas und den dadurch notwendigen Ressourcenaufbau sowie andererseits die getätigten Akquisitionen wider.
Das hohe Niveau des operativen Ergebnisses (EBIT) konnte im Geschäftsjahr 2012 mit 68,5 Mio EUR (Vorjahr: 67,9 Mio EUR) gehalten werden. Dazu trug vor allem die positive Ergebnisentwicklung im Segment AREA UNITS und in der globalen Business Area Marine sowie die weiterhin hohe Profitabilität in der umsatzseitig stagnierenden Area EMEA aufgrund konsequenten Kostenmanagements bei. Die regionale und produktseitige Verschiebung der Umsatzzusammensetzung brachte jedoch eine Reduktion der EBIT-Marge mit sich.
Die Aufwendungen für Ertragsteuern liegen mit 15,4 Prozent auf niedrigem Niveau (Vorjahr: 16,9 Prozent). Der leichte Rückgang resultiert im Wesentlichen aus der zusätzlichen Aktivierung von Verlustvorträgen auf Basis der Erfolge bei den Turnaround-Projekten.
Gemäß der Dividendenpolitik von PALFINGER wird der Vorstand auf Basis der Ergebnissituation der Hauptversammlung vorschlagen, eine Dividende in Höhe von 0,38 EUR je Aktie (Vorjahr: 0,38 EUR je Aktie) auszuschütten.
| Kurz -Konzern -Gewinn -und -Verlust -Rechnung in Mio EUR |
1–12 2012 | 1–12 2011 | 1–12 2010 |
|---|---|---|---|
| Umsatzerlöse | 935,2 | 845,7 | 651,8 |
| EBITDA | 98,0 | 96,8 | 59,9 |
| EBITDA-Marge | 10,5% | 11,4% | 9,2% |
| EBIT (Operatives Ergebnis) | 68,5 | 67,9 | 37,1 |
| EBIT-Marge | 7,3% | 8,0% | 5,7% |
| Konzernergebnis | 40,4 | 42,0 | 24,2 |
| Gewinn je Aktie (in EUR) | 1,14 | 1,19 | 0,68 |
| Dividende je Aktie (in EUR) | 0,38* | 0,38 | 0,22 |
* Vorschlag des Vorstands an den Aufsichtsrat zur Vorlage und Beschlussfassung durch die Hauptversammlung
Der Return on Capital Employed (ROCE) verringerte sich von 11,1 Prozent im Vorjahr auf 10,2 Prozent.
| Return on Capita l Employed in Mio EUR |
1–12 2012 | 1–12 2011 | 1–12 2010 |
|---|---|---|---|
| EBIT (Operatives Ergebnis) | 68,5 | 67,9 | 37,1 |
| Bereinigte Ertragsteuern | –12,2 | –12,4 | –4,4 |
| NOPLAT | 56,3 | 55,5 | 32,7 |
| Langfristige Vermögenswerte | 406,9 | 386,3 | 346,8 |
| Langfristige finanzielle Vermögenswerte | –6,0 | –4,4 | –2,3 |
| Langfristige operative Vermögenswerte* | 400,9 | 381,9 | 344,5 |
| Vorräte | 200,5 | 179,2 | 154,2 |
| Kurzfristige Forderungen und sonstige kurz fristige Vermögenswerte (ohne Wertpapiere) |
147,6 | 127,2 | 106,4 |
| Steuerforderungen | 1,8 | 0,4 | 0,8 |
| Lang- und kurzfristige Rückstellungen | –53,7 | –56,0 | –43,6 |
| Passive latente Steuern | –7,3 | –11,2 | –13,3 |
| Steuerverbindlichkeiten | –3,3 | –3,8 | –3,0 |
| Sonstige lang- und kurzfristige Verbindlichkeiten |
–134,3 | –117,0 | –83,8 |
| Net Working Capital* | 151,3 | 118,8 | 117,7 |
| Capital Employed* | 552,2 | 500,7 | 462,3 |
| ROCE | 10,2% | 11,1% | 7,1% |
*Jahresdurchschnitt
Treasury
Das Hauptziel der Finanzierungsgrundsätze bei PALFINGER ist die Minimierung der Finanzaufwendungen des Konzerns bei gleichzeitiger Sicherstellung ausreichender Liquiditätsreserven, um jederzeit den Zahlungsverpflichtungen nachkommen zu können.
Die wichtigste Finanzierungsquelle sind Mittelzuflüsse aus der laufenden Geschäftstätigkeit. Das "In-House Bank"-Konzept von PALFINGER führt darüber hinaus zu einer Reduzierung des Nettozinsaufwands. Überschüssige liquide Mittel von Konzernunternehmen werden genutzt, um den externen Finanzierungsbedarf zu reduzieren. Durch den Ausgleich konzerninterner Transaktionen über Verrechnungskonten werden auch externe Banktransaktionen und somit -gebühren reduziert.
Weitere Kernaufgaben der Konzern-Treasury-Abteilung sind das effektive Management der Währungsund Zinsrisiken und die zentrale Steuerung von globalen Versicherungslösungen.
In den Treasury-Grundsätzen des Konzerns sind die jeweiligen Vorgehensweisen geregelt. Die Abläufe sind transparent und nachvollziehbar gestaltet; sämtliche Handlungen werden dokumentiert und durch moderne IT-Infrastruktur unterstützt.
Cash- und Liquiditätsmanagement
Die Schuldenkrise im Euro-Raum verlor auch 2012 nicht an Gewicht, die Geld- und Kapitalmärkte blieben weiterhin von hoher Volatilität geprägt. Oberstes Ziel von PALFINGER ist, die ausreichende Liquiditätsversorgung des Konzerns zu sichern und die finanzwirtschaftliche Flexibilität durch zusätzliche Finanzierungslinien zu erhöhen.
Die jederzeitige Zahlungsfähigkeit der PALFINGER Gruppe wurde durch das Vorhalten von Liquiditätsreserven, den Abschluss langfristiger Finanzierungsvereinbarungen sowie die Erhöhung und Verlängerung bestätigter Kreditlinien sichergestellt.
Beim Abschluss von Finanzierungsvereinbarungen wurde verstärkt auf die langfristige Verfügbarkeit der Liquidität geachtet. Zur Risikodiversifizierung ist das Kreditvolumen auf mehrere Bankpartner verteilt, um die Unabhängigkeit von einzelnen Kreditgebern zu gewährleisten.
Die im Oktober 2012 durchgeführte Schuldscheinemission ermöglichte PALFINGER eine zusätzliche Diversifizierung der Finanzierung, gleichzeitig konnte das historisch günstige Zinsniveau genutzt werden.
Zur Finanzierung von Investitionen und Akquisitionen wurden im abgelaufenen Geschäftsjahr langfristige Darlehen mit mehreren Bankpartnern abgeschlossen.
Risikobericht
PALFINGER ist sich bewusst, dass ein funktionierendes Chancen- und Risikomanagementsystem einen wesentlichen Beitrag zum Erhalt und Ausbau von Wettbewerbsvorteilen liefert. Ziel ist es, durch einen systematischen Ansatz ein frühzeitiges Erkennen von Chancen und Risiken zu ermöglichen, um so proaktiv auf sich verändernde Rahmenbedingungen reagieren zu können.
Die Basiskomponenten des Risikomanagementsystems der PALFINGER Gruppe sind standardisierte konzernweite Planungs- und Kontrollprozesse sowie unternehmensübergreifende Richtlinien und Berichtssysteme. Der Prozess des Risikomanagements ist in einer konzernweiten Richtlinie beschrieben und festgelegt. Seine Funktionsfähigkeit und Wirksamkeit werden in regelmäßigen Abständen überprüft und hinterfragt.
Die unmittelbare Verantwortung für das Risikomanagement liegt bei der Leitung der jeweiligen operativen Einheit. Auf dieser Ebene werden Risikothemen regelmäßig erfasst und bewertet. Das Corporate Risk Management berichtet direkt an den Vorstand, bei dem die Gesamtverantwortung liegt.
Risikomanagementsystem
Das Management der Unternehmensbereiche und Geschäftseinheiten identifiziert und bewertet periodisch die wesentlichen Chancen und Risiken entlang der Prozesskette. Dabei werden auch externe Faktoren berücksichtigt. Die Bewertung der Ereignisse hinsichtlich ihrer möglichen Auswirkungen auf das Ergebnis und der Eintrittswahrscheinlichkeit erfolgt mit einer klar strukturierten und gruppenweit einheitlichen Methode. Auf Basis dieser Analyse werden bestehende Maßnahmen dokumentiert sowie weitere Maßnahmen zur aktiven Steuerung erarbeitet und umgesetzt. Um sicherzustellen, dass dies innerhalb der gesetzten Zeitpunkte erfolgt, hat das Corporate Risk Management die Aufgabe, ein periodisches Maßnahmencontrolling durchzuführen.
Die Interne Revision überwacht die Einhaltung der geforderten gesetzlichen Rahmenbedingungen und der internen Gruppenrichtlinien. Zusätzlich prüft sie die grundsätzliche Funktionalität des Risikomanagementsystems zur frühzeitigen Erkennung von Risiken, die eine Weiterführung des Unternehmens beeinträchtigen können. Kurzfristige Risikothemen werden über das monatliche Berichtswesen im Controlling sowie durch periodisch stattfindende Steering Committees der Geschäftsbereiche abgedeckt.
Risikothemen
Die aktuelle Risikosituation der PALFINGER Gruppe ist stark von den marktseitigen Entwicklungen geprägt. Die Schuldenkrise in Europa beeinflusst die Auftragslage negativ. Gleichzeitig stellen Maßnahmen zur weiteren Internationalisierung PALFINGER vor die Herausforderung, den unterschiedlichen rechtlichen und kulturellen Erfordernissen nachzukommen. Der Auf- und Ausbau junger Business Units bzw. Areas birgt das Risiko, die Komplexität zu erhöhen.
Ein wesentlicher Erfolgsfaktor für PALFINGER ist es, auf solider Datenbasis kurzfristige Anpassungen und Entscheidungen vornehmen zu können. Das gruppenweite Risikomanagementsystem strukturiert die Risikobereiche daher zunächst in vier Hauptkategorien:
- • externe Risiken,
- • strategische Risiken,
- • interne Risiken der Wertschöpfung und
- • interne Risiken der unterstützenden Prozesse.
Externe Risiken
Ökonomische Entwicklungen
Die Schuldenkrise in Europa und die damit verbundene Unsicherheit der Märkte führte zu volatileren Auftragseingängen und spiegelt sich auch in teilweise geringerer Auslastung der europäischen Produktionswerke wider. Diesem Einfluss der konjunkturellen Lage auf die Risiko- und Chancensituation begegnet PALFINGER mit flexiblen Wertschöpfungsprozessen, angepasst an die Marktsituation, sowie mit der Nutzung neuer Absatzmöglichkeiten, z.B. durch Fertigung für Dritte.
Deutschland und Frankreich sind für PALFINGER wichtige Absatzmärkte. Ein Rückgang der Marktnachfrage in diesen Ländern wirkt sich daher auch auf die Geschäftsentwicklung von PALFINGER erheblich aus. Durch zunehmende Internationalisierung und den Ausbau noch junger Business Areas, wie z.B. der Business Area Marine, wird die Abhängigkeit von den Kernmärkten reduziert und nachhaltiges Wachstum angestrebt.
China als mächtige Wirtschaftseinheit kann den europäischen Absatzmarkt beeinflussen. Wie bereits in anderen Industrien kann es auch im Knickarmkranbereich dazu kommen, dass chinesische Großkonzerne Mitbewerber von PALFINGER in Europa übernehmen und sich so einen Marktzugang zu den derzeitigen Kernmärkten verschaffen. Diese Entwicklungen würden die Wettbewerbssituation stark verändern. Durch die Gründung des Joint Ventures mit Sany soll einerseits die Bearbeitung des chinesischen Marktes gefördert werden, andererseits sollen die Vorteile gegenüber chinesischen Mitbewerbern auf den bestehenden Kernmärkten ausgebaut werden.
Obwohl PALFINGER sehr gut positioniert ist, besteht grundsätzlich das bilanzielle Risiko, dass bei einer erneuten Verschlechterung der Marktbedingungen einzelne immaterielle Wirtschaftsgüter an die damit verbundene geänderte Bewertung (Impairment) angepasst werden müssen oder Investitionen sich nicht wie geplant amortisieren könnten.
Politische Entwicklungen
Die politische Landschaft in Europa war 2011 und 2012 einer Belastungsprobe unterzogen, das Vertrauen der Finanzmärkte in die Stabilität der Eurozone geriet ins Wanken. Die tatsächlichen Ausmaße dieser Entwicklungen sind noch nicht absehbar und stellen auch für PALFINGER einen wesentlichen Unsicherheitsfaktor dar.
In einigen für PALFINGER wichtigen Märkten, wie den USA, Brasilien, Russland und China, ist ein verstärkter Trend zu Protektionismus spürbar. Mit dem Ausbau lokaler Fertigungskapazitäten versucht PALFINGER, diese Entwicklung als Chance zu nutzen. Trotzdem können Handelsschranken oder rechtliche Rahmenbedingungen teilweise wirtschaftliche Risiken mit sich bringen.
Gesellschaftliche Unruhen und politische Instabilität in einzelnen Ländern erhöhen das Risiko für PALFINGER, Absatzmärkte zu verlieren und bereits gebundenes Kapital abschreiben zu müssen.
Strategische Risiken
Strategie
Die strategischen Leitlinien Innovation, Internationalisierung und Flexibilisierung wurden im Geschäftsjahr 2012 weiterverfolgt. PALFINGER nutzt Marktchancen, um attraktive Akquisitionstargets nach eingehender Prüfung zu übernehmen. Die Entwicklung der vergangenen Geschäftsjahre bestätigt den Erfolg dieser strategischen Ausrichtung, um die Abhängigkeit von einzelnen Regionen und Industrien zu reduzieren. Dies birgt jedoch das Risiko, die Komplexität zu erhöhen.
Der Markteintritt und die Marktpenetration in neuen Areas beinhalten die Herausforderung, unterschiedlichen rechtlichen Erfordernissen nachzukommen und Eintrittsbarrieren zu überwinden. Um Lieferzeiten möglichst gering zu halten, wurden in einzelnen Areas (z.B. Indien, Russland) Lagerbestände aufgebaut. Dabei besteht die Gefahr von übermäßiger Kapitalbindung und Obsoletbeständen.
Die Eintrittsbarrieren in den stark wachsenden Absatzmarkt China verminderte PALFINGER durch die Gründung des Joint Ventures mit Sany. Dessen Aufbau birgt jedoch das Risiko anfänglicher Reibungsverluste. Zudem ist die Steuerung des notwendigen Wissenstransfers im Fokus der Bemühungen.
Die Volatilität der Märkte stellt PALFINGER vor neue Herausforderungen. Die langfristigen strategischen Zielsetzungen als wesentlicher Erfolgsfaktor werden weiterhin konsequent verfolgt, auf Grundlage einer rollierenden Prognose sowie monatlicher Abstimmungsrunden werden kurzfristige Anpassungen und Entscheidungen vorgenommen. Sämtliche relevanten Informationen der Marktteilnehmer auf Kundenund Lieferantenseite werden in diese Planung miteinbezogen, um eine möglichst valide Datenbasis zu schaffen. Dennoch ist die Transparenz der zukünftigen Geschäftsentwicklung eingeschränkt, dies kann zu deutlichen Abweichungen in der Realität führen. Entscheidungen, die finanziell materielle Auswirkungen haben, wie z.B. die Investition in den Ausbau von Standorten, könnten sich in Zukunft als wenig ertragreich herausstellen. Durch zeitnahe Steuerungskreise, wirksame Controlling-Prozesse und kurze Entscheidungswege kann PALFINGER jedoch rasch auf sich ändernde Marktbedingungen reagieren.
Produktportfolio
Für die erfolgreiche Entwicklung des Konzerns ist die Weiterführung der laufenden Integrationsprojekte in den entsprechenden Produktdivisionen entscheidend. Identifizierte Synergiepotenziale müssen genutzt werden.
Ein weiterer wesentlicher Erfolgsfaktor ist die konsequente Weiterführung und nachhaltige Absicherung von Turnaround-Projekten mit wirksamen Kontrollmechanismen. Professionelles Projektmanagement sowie Unterstützung durch Risikomanagement sollen dabei sicherstellen, dass die gesetzten Ziele erreicht werden.
Mit dem Ausbau im Bereich Marinekrane schaffte PALFINGER eine starke Verankerung in einem zukunftsreichen Kundensegment, das auch die weitere Internationalisierung und die Erhöhung der Profitabilität unterstützt.
Organisation und Kultur
Innerhalb der Areas wurde durch die Stärkung der einzelnen Produktbereiche eine flexible Anpassung an unterschiedliche lokale Kundenbedürfnisse ermöglicht. Auf der anderen Seite werden vor allem in unterstützenden Bereichen gruppenweite Standards definiert, um Synergien zu nutzen.
Zusätzlich bilden die gemeinsamen Werte der PALFINGER Gruppe – Unternehmertum, Respekt und Lernen – wesentliche Leitplanken für das tägliche Handeln.
Die asiatischen Märkte werden in ihrer Bedeutung für PALFINGER zunehmen. In der gesamten Organisation wird dies zu notwendigen Anpassungen und Veränderungen führen. Die Offenheit und die Bereitschaft, andere Arbeitsweisen und Kulturen zu erkennen, zu verstehen und vor allem zu akzeptieren, sind auf allen Ebenen eine Notwendigkeit. Zudem stellen sprachliche Barrieren eine zusätzliche Herausforderung dar.
Interne Risiken der Wertschöpfung Entwicklung
PALFINGER steht vor der Herausforderung, seine Technologieführerschaft in der Branche regelmäßig zu beweisen und Neuentwicklungen an die Bedürfnisse der unterschiedlichen Märkte anzupassen. Kundenorientierte Lösungen der Mitbewerber können zu einem Marktvorteil für diese führen und einen Verlust von Marktanteilen von PALFINGER nach sich ziehen.
Die enge Zusammenarbeit zwischen Entwicklung und Vertrieb sowie die stark regionale Orientierung der Entwicklungsprojekte sollen gewährleisten, dass PALFINGER seinen Status als Innovationsführer entsprechend der strategischen Zielsetzung vor allem in den immer wichtiger werdenden Disziplinen Mechatronik und Softwareentwicklung erhält bzw. weiter ausbaut.
Die Entwicklungsarbeit hat grundlegende Auswirkungen auf die Kostenstruktur zukünftiger Serienfertigung. Hohe Komplexität der Produkte bedeutet auch hohe Komplexität in der Wertschöpfung und damit hohe Kosten. Prozessoptimierung beginnt bei PALFINGER bereits in der Entwicklungsphase durch das Zusammenspiel mit den nachgelagerten Wertschöpfungsstufen Beschaffung und Produktion und die Fokussierung auf das Thema Komplexitätsmanagement.
Wichtige Innovationen sind durch Patente gesichert, vertrauliche Informationen im Unternehmen sind vor unerlaubtem Zugriff geschützt.
Beschaffung
Hinsichtlich der Risikominimierung im Bereich Beschaffung hat sich der Fokus von Liquiditätsthemen hin zum Thema Exklusivität verschoben. PALFINGER achtet vermehrt darauf, vor allem bei strategisch wichtigen Materialien und Teilen zumindest eine zweite Beschaffungsmöglichkeit aufzubauen.
Qualität, Lieferzeit und Preis blieben im Bereich Beschaffung im Berichtsjahr von entscheidender Bedeutung. Lieferanten werden aktiv unterstützt, um weitere Verbesserungen zu erzielen. Damit wird auch dem Risiko von Lieferausfällen vorgebeugt. Zur Überwachung der Leistung hat PALFINGER spezielle Auswahlverfahren, Risiko- und Lieferantenmanagementsysteme implementiert.
Produktion
Wesentliche Wertschöpfungsstufen von PALFINGER liegen in der Fertigung und Montage der Produkte. Das Risiko einer Betriebsunterbrechung mit direktem Einfluss auf das Unternehmensergebnis wurde in einer Risikoanalyse identifiziert. Durch diese Analyse und die abgeleiteten Maßnahmen wie Erneuerung des Maschinenparks, Einführung von Total-Productive-Maintenance(TPM)-Prozessen und Optimierung des PALFINGER ProduktionsSystems wird dieses Risiko kontinuierlich minimiert.
PALFINGER unterstützt seine Position als Marktführer durch gleichbleibend hohe Qualität von Produkten und Dienstleistungen. Das Unternehmen verfügt über ein Qualitätsmanagement nach ISO 9001. Trotz dieser systematischen Gestaltung können Risiken aus Produkthaftungen nicht gänzlich ausgeschlossen werden. Im Falle von Qualitätsmängeln werden diese im Sinne der Kunden bereinigt. Möglicherweise daraus entstehende Verluste sind durch Versicherungen abgedeckt. Ein entstehender Imageschaden wäre allerdings ein beträchtliches Risiko für das Unternehmen.
Risiken bestehen in Hinblick auf Betriebsstörungen, wie Unterbrechungen in der Energieversorgung, technisches Versagen, Feuer, Explosion und sonstige Störfälle. Verluste aus derartigen Betriebsunterbrechungen sind ebenfalls durch Versicherungen angemessen abgedeckt.
Interne Risiken der unterstützenden Prozesse
Finanz- und Rechnungswesen
Aufgrund der anhaltenden Finanzkrise in Europa und in den USA ist für PALFINGER eine flexible Kapitalstruktur essenziell. Neues Kapital aufzunehmen könnte sich in der näheren Zukunft schwieriger gestalten. Die Möglichkeit, wesentliche Wachstumsprojekte aus Eigenmitteln zu finanzieren, kann sich als Wettbewerbsvorteil herausstellen.
Auch besteht in der schlechter werdenden Wirtschaftslage insbesondere in Europa das Risiko von Forderungsausfällen. Das bestehende Forderungsmanagement hat die Zielsetzung, entstehende Kreditrisiken bereits im Vorfeld zu reduzieren. Gerade in wirtschaftlich angespannten Zeiten gewinnt dies zunehmend an Bedeutung. Vereinbarte Zahlungskonditionen basieren auf wirtschaftlichen Informationen über die Abnehmer. Mögliche Zahlungsausfälle werden zusätzlich begrenzt, indem einzelne Forderungen durch Kreditversicherungen abgedeckt werden.
Durch die internationale Geschäftstätigkeit bestehen komplexe Liquiditäts-, Zins- und Fremdwährungsrisiken. Die Steuerung erfolgt gebündelt im Bereich Treasury, wo alle diesbezüglichen Informationen aus dem gesamten Konzern zusammenlaufen.
Liquiditätsrisiko
Ein unternehmensweites Cash-Reporting garantiert die notwendige Transparenz, um eine gezielte Steuerung der finanziellen Mittel vornehmen zu können. Mittel- bis Langfristplanungen ermöglichen es, einen eventuellen Finanzbedarf frühzeitig mit den Partnern abzustimmen. Bereits im Geschäftsjahr 2009 wurde ein konzernweites Projekt gestartet, um das Capital Employed nachhaltig zu reduzieren und so diesem Risiko entgegenzuwirken. Dieses Projekt wird weitergeführt und trägt maßgeblich zur Optimierung der Finanzierung bei.
Die Festlegung von Kreditlimits und die Höhe der Refinanzierungskosten bei Kreditinstituten und Banken sind abhängig von deren Einschätzung der Zukunftsperspektive von PALFINGER. Bankenkontakte werden daher partnerschaftlich gepflegt, damit die Finanzierungspartner jederzeit ein aktuelles Bild der wirtschaftlichen Lage haben.
Fremdwährungsrisiko
Durch die lokale Wertschöpfung an den PALFINGER Standorten sind die Fremdwährungspositionen im Konzern begrenzt. Es sind sogenannte "natürliche Hedges" vorhanden, also ein Ausgleich einer Zahlungsverpflichtung mit einem Zahlungseingang aus dem operativen Geschäft (Verkaufserlös) in derselben Währung.
Durch die Lieferung von Fertigprodukten und Komponenten aus Europa nach Nordamerika ergibt sich im US-Dollar eine Risikoposition, die nicht durch natürliche Hedges gedeckt ist. Auf Basis von laufenden Analysen dieser Position wird eine Sicherungsstrategie erarbeitet, die in regelmäßigen Meetings evaluiert wird.
Bei der Absicherung orientiert sich PALFINGER ausschließlich am Grundgeschäft. Dadurch ist gewährleistet, dass durch den Einsatz von Finanzgeschäften Risiken reduziert und nicht zusätzlich geschaffen werden. Bei den Finanzgeschäften handelt es sich ausschließlich um Derivate, die von PALFINGER selbständig bewertet und verbucht werden können. Im Wesentlichen werden Devisenterminkontrakte zur Absicherung eingesetzt.
Zinsrisiko
Durch den gestiegenen Finanzierungsbedarf erhöhte sich der Einfluss von Zinsänderungen auf das Finanzergebnis der PALFINGER Gruppe. Aus diesem Grund gewinnt die Absicherung von Zinsänderungsrisiken an Bedeutung. Die Absicherung bezieht sich auf den variabel verzinsten Teil der Finanzierungen. Diese Kredite wurden zum Teil mittels Zinsswaps und zum Teil mittels Zinscaps abgesichert. Beim Zinsswap wurde die variabel verzinste Finanzierung in eine Finanzierung mit Fixzinssatz umgewandelt. Die Zinskosten für die Laufzeit des Swap wurden somit fixiert. Der Zinscap zieht eine Obergrenze der Zinsbelastung ein. Bis zur Erreichung der Zinsobergrenze (Cap) wird der Marktzinssatz für die Berechnung der Zinskosten herangezogen. Übersteigt der Marktzins die vereinbarte Obergrenze, erhält PALFINGER eine Ausgleichszahlung vom Kontraktpartner.
Risiken in der Bilanzerstellung
Die notwendige Verwendung von Schätzungen und die Ermessensspielräume in den Bereichen der nichtfinanziellen Vermögenswerte, aktiven latenten Steuern, Vorrats- und Forderungsbewertungen, Pensions-, Abfertigungs- und Jubiläumsgeldrückstellungen sowie Garantie- und Gewährleistungsrückstellungen haben eine unmittelbare Auswirkung auf die Darstellung der Vermögens- und Ertragslage. Durch die bilanzielle Einbeziehung von Akquisitionen und die dabei erforderliche Beurteilung von Sachverhalten können Einschätzungsrisiken entstehen. Die Zusammenführung von unterschiedlichen Buchungslogiken birgt ein gewisses Ausweisrisiko. Ein einheitliches Konzernhandbuch, in dem die wesentlichen Bilanzierungs- und Bewertungsansätze bei PALFINGER definiert sind, stellt einen standardisierten Prozess sicher und minimiert somit das Risiko unterschiedlicher Vorgehensweisen im Konzern.
In den Rechnungslegungsprozess ist ein dem Unternehmen angepasstes Internes Kontrollsystem integriert. Grundprinzipien wie Funktionstrennung und Vier-Augen-Prinzip sind eingeführt. Überprüfungen der Internen Revision und des Wirtschaftsprüfers stellen sicher, dass die Prozesse ständig verbessert und optimiert werden.
Personal
PALFINGER sieht seine Mitarbeiter als den wesentlichen Erfolgsfaktor für die Erreichung seiner Ziele. Eine spezielle Planung, laufende Mitarbeiterbeurteilungen und verschiedene Entwicklungsprogramme sichern die Heranbildung des notwendigen Nachwuchses. In Zusammenhang mit den anhaltend volatilen Märkten bleibt Flexibilisierung von Arbeitszeitmodellen weiterhin ein wichtiges Thema und wird zukünftig noch verstärkt mit dem Fokus, gutes Personal zu halten. Aufgrund lokaler Gegebenheiten und der demografischen Entwicklung kann die Verfügbarkeit von qualifiziertem Personal für die Wertschöpfungsstandorte eingeschränkt sein. PALFINGER versucht, durch entsprechende Lehrlingsausbildungen ausreichend Fachkräfte auszubilden.
Wachstumsprojekte in Asien fordern die Mobilität von qualifiziertem Personal aus den Stammwerken. Um dies erfolgreich zu gestalten, wurden entsprechende Entsendungsprogramme inklusive Betreuung nach der Rückkehr initiiert.
Informationstechnologie
Die meisten Prozesse im Unternehmen sind IT-unterstützt. Vor allem operative und strategische Managemententscheidungen sind von Informationen abhängig, die von diesen Systemen generiert werden. Ein Ausfall dieser Systeme und Prozesse stellt ein Risiko für PALFINGER dar. Intensive Schulungen können kurzfristig höhere Kosten verursachen. Interne und externe Fachkräfte sorgen dafür, dass die konzernweite IT-Infrastruktur gewartet und weiter optimiert wird.
Das zunehmende internationale Engagement der PALFINGER Gruppe erhöht tendenziell IT-Risiken und erfordert vermehrt Maßnahmen zur IT-Security. Das Unternehmen hat technische Sicherheits- und Schutzmaßnahmen implementiert, um Risiken des Datenmissbrauchs und des Datenverlustes zu minimieren.
Zusammenfassend ist festzuhalten, dass die Risiken der PALFINGER Gruppe überschaubar sind und durch entsprechende Maßnahmen gemanagt werden können. Ein Fortbestand des Konzerns ist aus heutiger Sicht jedenfalls gesichert.
Wesentliche Merkmale des Internen Kontrollsystems und des Risikomanagementsystems in Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess
Das Interne Kontrollsystem ist ein integraler Bestandteil des unternehmensweiten Risikomanagements bei PALFINGER. Es stellt die Gesamtheit aller organisatorischen Grundsätze, Maßnahmen und Kontrollen im Unternehmen dar, um die Einhaltung von Richtlinien und die Abwehr von Fehlern und Schäden, die durch eigenes Personal oder Dritte verursacht werden können, zu gewährleisten.
Kontrollumfeld
Basis für das Interne Kontrollsystem bei PALFINGER sind die konzernweit gültigen Konzern-Richtlinien. Sie enthalten einheitliche Standards zu den wesentlichen Prozessen im Unternehmen und sind von sämtlichen Einheiten im Konzern umzusetzen und einzuhalten. Jede Richtlinie ist einem Prozessverantwortlichen zugeordnet. Der Vorstand, die zuständigen Geschäftsführungen, die Prozessverantwortlichen und die Interne Revision sind gemeinsam dafür verantwortlich, dass in jeder wesentlichen Einheit periodisch die Einhaltung der Konzern-Richtlinien überprüft wird.
Risikobeurteilung
Die Identifikation von Risiken und deren Beurteilung werden im Risikobericht erläutert.
KontrollmaSSnahmen
Neben den inhaltlichen Rahmenbedingungen sind in den Konzern-Richtlinien auch jene internen Kontrollen definiert, die aus Gruppensicht in den lokalen Prozessen umzusetzen sind. Die zuständige Geschäftsführung hat die Verantwortung, bei Bedarf weitere Kontrollen zu definieren. Dadurch wird gewährleistet, dass neben Standardprozessen auch kurzfristig auftretende Risiken berücksichtigt werden.
Information und Kommunikation
Auf den Rechnungslegungsprozess bezogen sind die wesentlichen Bilanzierungs- und Bewertungsansätze in einem Konzernhandbuch festgehalten, das laufend aktualisiert wird und zwingend von den lokalen Einheiten umzusetzen ist. Ein gruppenweit standardisiertes monatliches Berichtssystem mit automatischer Schnittstelle aus den ERP-Systemen garantiert für das Führungsteam einen Überblick über die Entwicklung der Gruppe. An den Prüfungsausschuss des Aufsichtsrats wird halbjährlich über das Kontrollsystem berichtet.
Überwachung
Quartalsabschlüsse werden konsolidiert und vom Wirtschaftsprüfer einer prüferischen Durchsicht unterzogen. Die enge Zusammenarbeit mit dem Konzernabschlussprüfer, der durch sein internationales Netzwerk einheitliche Prüfungsstandards garantiert, stellt eine umfassende und effiziente externe Prüfung der Abschlüsse sicher. Durch das enge Zusammenspiel zwischen Controlling und dem Rechnungswesen werden laufend Soll-Ist-Vergleiche durchgeführt, und es besteht eine gegenseitige Kontrolle und Abstimmung. Die Informationen des internen und externen Rechnungswesens basieren auf derselben Datenbasis und werden monatlich für das Berichtswesen abgestimmt.
Die Angemessenheit des Internen Kontrollsystems der PALFINGER AG wurde mit dem Prüfungsausschuss des Aufsichtsrats besprochen. Dennoch wird ständig daran gearbeitet, Wirksamkeit, Effizienz und Genauigkeit des gesamten Systems zu erhöhen. Die Überwachung des Internen Kontrollsystems erfolgt durch regelmäßige Berichterstattung im Prüfungsausschuss und durch Überprüfung durch die Interne Revision, die eng mit den verantwortlichen Vorständen und Geschäftsführern zusammenarbeitet.
Risikobericht Seite 81
Forschung, Entwicklung und Innovation
- • Globale F&E-Strukturen ermöglichen spezifische Entwicklung unter Nutzung von Synergien
- • Zahlreiche neue Produktmodelle im Jahr 2012, 64 aktive Patente
- • F&E-Aktivitäten beinhalten auch Verbesserung des Service-Angebots
- • Kooperationen mit Ausbildungsinstitutionen sowie entlang der gesamten Wertschöpfungskette fördern Austausch und Weiterentwicklung
Die Marke PALFINGER steht für innovative, zuverlässige und wirtschaftliche Hebe-Lösungen – für LIFETIME EXCELLENCE. Um die führende Position in Technologie und Service zu erhalten bzw. weiter auszubauen, forciert PALFINGER die zielgerichtete und langfristig orientierte Forschung und Entwicklung sowie Innovationen in Bezug auf Produkte, Systeme und Prozesse.
Am österreichischen Standort Köstendorf befindet sich ein gruppenweites Forschungs- und Entwicklungszentrum, in dem zahlreiche Kompetenzzentren untergebracht sind. Weitere F&E-Abteilungen befinden sich an verschiedenen internationalen Standorten.
Auf Basis des erfolgten Ausbaus des F&E-Zentrums in Köstendorf wurde 2012 auch die Entwicklung der Marine- und Windkrane der Business Area Marine an diesem Standort integriert. Dadurch können bei der Entwicklung von Business-Unit-übergreifenden modularen Produkten Synergien besser genutzt werden.
Im Berichtszeitraum implementierte PALFINGER auch eine globale Produktmanagement-Struktur in den Bereichen Ladekrane und Containerwechselsysteme, die einen gemeinsamen Entwicklungsfahrplan für das Produktportfolio und Technologien festlegt. So können in der lokalen Produktplanung Standardisierung und Modularität besser berücksichtigt und Baukästen entwickelt bzw. verwendet werden.
Die Kompetenzzentren sowie die Verwendung einheitlicher Fertigungs- und Produktionsstandards ermöglichen PALFINGER, auch bei Business-Area-übergreifenden Entwicklungsprojekten optimal auf lokale Bedürfnisse einzugehen. Dies bewährte sich 2012 besonders in der gemeinsamen Zylinderentwicklung für Russland und Südamerika.
Die im Jahr 2011 eingeführte Software für das Produktdaten- und Produktlebenszyklus-Management wurde 2012 auf zusätzliche Einheiten erweitert und auch bei dem Joint Venture Sany Palfinger implementiert. Darüber hinaus setzte PALFINGER die vollständige Umstellung auf 3D-Software fort.
Im Sinne der Fertigungsüberleitung von der Entwicklung zur Wertschöpfung werden seit 2012 neben einer Zielkostenrechnung parallel Wertanalysen durchgeführt, um das Sourcing zu unterstützen.
Wertschöpfung Seite 93
Der strategische Innovationsfokus liegt seit dem Jahr 2011 auf der Weiterentwicklung der Bereiche Elektronik und Mechatronik.
Mechatronik
Mechatronische Systeme werden in Zukunft verstärkt zur Produktdifferenzierung beitragen. Sie erhöhen die Bedienerfreundlichkeit und erweitern den Einsatzbereich der PALFINGER Produkte. Ausgehend vom F&E-Standort Köstendorf wurden daher die Rahmenbedingungen für eine diesbezügliche Vernetzung der F&E-Organisation der PALFINGER Gruppe geschaffen.
Im Vordergrund stand 2012 die Etablierung von zertifizierten Prozessen zur Entwicklung von sicherheitsorientierter Software. Mit dem fortschreitenden Einsatz von Mechatronik rückt auch das interne Qualitätsmanagement in diesem Bereich in den Fokus. Es umfasst die Entwicklungsprozesse, die Freigabe von Sensoren und Komponenten sowie Aufbau, Einstellung und Wartung beim Händler.
Patente und Ideen
Die PALFINGER Gruppe hält aktuell 64 aktive Patente, Gebrauchsmuster sowie spezielle Designmuster zum Schutz von funktionellen Designelementen. Sieben weitere Patente wurden angemeldet.
PALFINGER investierte im Jahr 2012 21,5 Mio EUR in Forschung und Entwicklung, das entspricht 2,3 Prozent vom Gesamtumsatz.
Entwicklungen im Jahr 2012
Ladekrane
Die SH-Kranreihe, die 2010 am Markt eingeführt wurde, wurde um weitere fünf Modelle ergänzt. Damit bedient PALFINGER nun das gesamte Segment von 10 mt (Metertonnen) bis 110 mt. Zusätzlich können alle SH-Modelle ab Werk als EN 280 Arbeitskorbkran ausgeführt werden. Die Kombination mit dem von PALFINGER entwickelten Standsicherheitssystem HPSC ermöglicht auch im Arbeitskorbbetrieb eine vollvariable Positionierung der Abstützung. Dadurch werden selbst bei einem limitierten Stützbereich alle Sicherheitsanforderungen berücksichtigt und den Kunden neue Anwendungsmöglichkeiten eröffnet. Für Großkunden außerhalb Europas wurde die Modellpalette um weitere drei Modelle im 27-mt- bis 40-mt-Bereich ergänzt.
Seit 2012 arbeitet PALFINGER darüber hinaus an der Entwicklung einer komplett neuen Kranreihe, die zahlreiche Neuerungen beinhalten wird. Das erste Modell soll im Jahr 2014 gelauncht werden.
In den USA wurden 2010 die ersten drei Modelle einer neuen Servicekranreihe am Markt eingeführt. 2012 kamen weitere fünf Modelle im Bereich bis 10 mt hinzu, die vollständig in den USA entwickelt wurden. Dadurch gelang die Berücksichtigung der lokalen Anforderungen und Beschaffungsmöglichkeiten unter Einsatz des ausgeprägten Kran-Know-hows von PALFINGER. Die neuen Modelle sind in elektrischer und hydraulischer Version verfügbar.
EPSILON Forst- und Recyclingkrane
2012 wurde erstmalig ein Harvestermodell von EPSILON am Markt präsentiert. Es stellt eine völlige Neuheit am Markt dar, da sämtliche Elektrik- und Hydraulikleitungen durch das innovative Gelenk-Rotator-System "E+P Endless + Protected" innenliegend geschützt geführt sind.
Das neue Traktorkranmodell C45F rundet das Programm der Traktorkrane nach unten hin ab. Das Modell wurde speziell für Forsttraktoren, Forstanhänger und kleine Mobilhacker konzipiert und verfügt über ein kompaktes Armsystem.
Als weitere Innovation wurde ein Online-Produktkonfigurator für Händler in Betrieb genommen.
Mitnahmestapler
Der Fokus in diesem Produktbereich liegt seit 2011 auf Reduktion der Lifecycle-Kosten, Verbesserung der Produktzuverlässigkeit und Standardisierung. Die Montagelinie der Mitnahmestapler in Köstendorf wurde 2012 auf Linienfertigung umgestellt.
Neue Lasthalteventile verbessern künftig die Sicherheit für Anwender. Darüber hinaus wurden die PX-Modelle aus der Statikmastreihe sowie einige Schubmaststaplermodelle mit zusätzlichen Features ausgestattet, die den Bedienkomfort erhöhen.
In Nordamerika wurde die neu entwickelte GT-Reihe am Markt vorgestellt, damit ist nun eine vollständige Produktreihe von Lkw-montierten Mitnahmestaplern verfügbar.
Containerwechselsysteme
Die Palfinger Origin Protection (POP), mit der PALFINGER Hakengeräte die Standards der Automobilindustrie im Bereich Lackierung und Korrosionsschutz erreichen, wurde im Jahr 2012 auf den Bereich der Fahrzeugintegration ausgeweitet.
Der neue Montagebausatz SAM (Secured Advanced Mounting) erhöht durch Schraubtechnologie und Oberflächenschutz die Qualität und Lebensdauer der Geräte. Dabei werden die Vorschriften der Lkw-Hersteller ebenso berücksichtigt wie die PALFINGER Montagerichtlinien.
Für den innerstädtischen Betrieb entwickelte PALFINGER ein neues CITY-Gerät, das ein stark reduziertes Eigengewicht aufweist und bei Klein-Lkws bis 3,5 t die Varianz der Geräte deutlich verringert.
Eine Überarbeitung des Designs der SRL-Linie für Nordamerika ermöglichte eine Reduktion des Eigengewichts sowie auch der Herstellkosten; durch die Weiterentwicklung interner Produktionseinrichtungen konnten die Produktionsabläufe weiter verbessert werden.
In China verstärkte PALFINGER im Jahr 2012 die bestehende F&E-Abteilung für Hakengeräte in Shenzhen. Die 8-t- und 10-t-Teleskopgeräte wurden an die asiatischen Marktbedürfnisse angepasst, die Produktpalette für den japanischen Markt wurde um das Modell T7-J erweitert. Speziell für die Märkte in Indien, China, Indonesien und Malaysia wurde das Modell T5Plus-Pl entwickelt, das sich durch eine hohe Robustheit bei gleichzeitig niedrigem Eigengewicht auszeichnet.
Hubladebühnen
Die herausragende Innovation im Jahr 2012 war die nächste Generation der elektronischen Steuerung für Hubladebühnen MBB Control, die den gestiegenen Anforderungen der Nutzfahrzeugindustrie an Zubehörkomponenten durch erweiterte Steuerungsmöglichkeiten Rechnung trägt. Ein weiterer Schwerpunkt in der Entwicklungsarbeit bleibt weiterhin das Segment der Hubladebühnen mit 750 kg Tragkraft. Hier wurde die Modellpalette durch die Einführung zusätzlicher Varianten, unter anderem für den asiatischen Markt, ausgebaut.
Weitere Optimierungsmaßnahmen ermöglichten die erfolgreiche Umsetzung vieler Projekte, wie z.B. die neue robotergeschweißte Stahlplattform MBB FerroTop für den mittelschweren Einsatzbereich.
Im Bereich der Lifte für Personen mit eingeschränkter Mobilität konnte PALFINGER die Entwicklung des neuen kompakten Zweiarm-Linearliftes RTP35H mit horizontal geteilter Plattform abschließen, der aufgrund seiner Bauform den Einbau in kleinere Fahrzeuge ermöglicht und somit neue Kundengruppen im Individualverkehr erschließt.
Das von der Europäischen Union geförderte Projekt "Public Transportation – Accessibility for All" konnte nach insgesamt drei Jahren erfolgreich abgeschlossen werden. Ziel des Projekts war es, eine Liftlösung zu entwickeln, die Reisenden mit eingeschränkter Mobilität den Zugang zu Schienenfahrzeugen im Fernverkehr ermöglicht. Dabei galt es, durch die Möglichkeit zur Nachrüstung auch Fahrzeuge älterer Bauart zu berücksichtigen. Der halbautomatische 270-Grad-Schwenklift vom Typ MBB Trainlift TR 1000 wurde in einem UIC-Reisezugwagen der bulgarischen Staatsbahn BDZ auf der Messe INNOTRANS 2012 in Berlin erstmalig der Öffentlichkeit präsentiert.
Hubarbeitsbühnen
Der Schwerpunkt im Hubarbeitsbühnenbereich lag im Berichtszeitraum auf der Entwicklung von KITs, die es ermöglichen, Hubarbeitsbühnen unabhängig vom Fahrgestell zu bauen, zu testen und erst am Bestimmungsort mit dem Fahrgestell zu verbinden.
Um den Straßenbestimmungen in den USA und Australien gerecht zu werden, wurde 2012 für die größte Hubarbeitsbühne eine sogenannte Dolly-Lösung entwickelt, bei der die Achslasten durch einen Zusatzanhänger besser verteilt und reduziert werden. Dies ist bei Teleskopkranen bereits Standard, für Hubarbeitsbühnen schuf PALFINGER damit erstmals eine Lösung.
Kundenspezifisch wurden Bühnen für stationäre Einsätze entwickelt – mit spezieller Sensorik und Energieführungen, um Reinigungstechnologien zu adaptieren. Auf Basis des erfolgreichen Einsatzes von Aluminium-Teleskopen bildete PALFINGER darüber hinaus ein Kompetenzzentrum, in dem Fertigungsverfahren weiterentwickelt, aber auch Einsatzmöglichkeiten für andere Produktbereiche und -größen geprüft werden.
Eisenbahnsysteme
In Bezug auf Eisenbahnsysteme war das Jahr 2012 von einem hohen Anteil an Auftragskonstruktionen gekennzeichnet. Herausragend war das Projekt für den britischen Infrastrukturbesitzer Network Rail, das 15 verschiedene Geräte zur Kompletterneuerung des Fahrleitungssystems umfasste. Drei große Krane wurden mit Rammen zur Herstellung von Mastfundamenten ausgerüstet. Mit dieser Technologie wird eine Lücke im Portfolio der Systemlösungen und Anwendungstechnik geschlossen. Neben Erdbohrgeräten und Greifern kann PALFINGER somit auch Rammen als Zusatzgeräte zur Herstellung der Fundamente anbieten.
In der Softwareentwicklung lag der Schwerpunkt auf Prozessoptimierung. Ein neues Projektierungstool ermöglicht es, große Parametermengen zum Teil automatisiert zu erstellen und zu verwalten. Darüber hinaus wurden Tools zur Optimierung des Prüf- und Inbetriebnahmeprozesses entwickelt.
Marine
Neben der Einführung einer neuen Kranreihe befasste sich PALFINGER im Bereich Marine mit der langfristigen Funktionalität und dem wirtschaftlichen Einsatz der Produkte. 2012 wurden wartungsfreie Gleitpakete in den Schubarmen am Markt eingeführt und eine neue modulare Flursteuerung FLVK entwickelt. Weitere Innovationen betrafen individuelle Lösungen im Windenaufbau; so wurde der Kran PK 150002 M erstmals mit einer Zwei-Winden-Lösung zum Einsatz gebracht.
Services
Im Service-Bereich wurde 2012 das HPSC-System europaweit für Ladekrane etabliert. Die Händler sind nun durch gute Dokumentation, Einstellsoftware und Schulungen in der Lage, das System selbst aufzubauen und einzustellen. Im November wurde der erste Kran mit HPSC in Nordamerika eingeführt. In Hongkong und Russland sind ebenfalls bereits HPSC-Systeme im Einsatz.
PALFINGER konnte die Aufbau- und Auslegungssoftware PACWIN.NET 2012 erneut verbessern. Die aktuelle Version beinhaltet darüber hinaus US-Maßsysteme, sodass das Programm auch in Nordamerika einsetzbar ist.
Mit der Software PALREMOTE wurde ein System für den Kundendienst ausgerollt, das eine Ferndiagnose von technischen Problemen über Internet sowie die Unterstützung der Händler und Servicewerkstätten bei elektronischen Problemen ermöglicht. Diese Software ist inzwischen weltweit im Einsatz.
Zum Ausbau des Schulungs- und Ausbildungsbereichs erwarb PALFINGER eine zentrale Administrations- und eLearning-Plattform, die ab 2013 vorerst in Europa das Konzernschulungswesen abbildet. Mit diesem System ist es möglich, Online-Schulungen und Tests durchzuführen sowie den einzelnen Teilnehmern einen ihren realen Aufgaben in der Werkstatt entsprechenden Ausbildungsplan zu erstellen.
Kooperationen
PALFINGER nutzt Kooperationen mit Universitäten, Fachhochschulen und technischen Fachschulen zu Forschungs- und Entwicklungszwecken, für Wissensaustausch und -transfer sowie zu Ausbildungszwecken, um Mitarbeiter zu entwickeln und neue Mitarbeiter zu finden. Im Jahr 2012 wurden insbesondere die Beziehungen zur Johannes-Kepler-Universität in Linz sowie zum Linz Center of Mechatronics durch Netzwerkaktivitäten intensiviert bzw. durch Projekte im Bereich Mechatronik weiter vertieft.
Die Zusammenarbeit mit anderen Industrieunternehmen sowie Lieferanten und Kunden trägt intensiv zum Erfahrungs-, Informations- und Technologieaustausch entlang der gesamten Wertschöpfungskette bei. Mitarbeiter der PALFINGER Gruppe nehmen regelmäßig an Veranstaltungen teil, sind Mitglieder von Standardisierungs- und Normungsgremien sowie Interessenverbänden und präsentieren PALFINGER auf Fach- und Innovationstagungen. PALFINGER Mitarbeiter sind auch als Lektoren und Vorlesende für Ausbildungseinrichtungen tätig.
Wertschöpfung
- • Strategische Einbindung in die Vorentwicklung erhöht Effizienz
- • Ausbau der auftragsbezogenen Fertigung verkürzt Durchlaufzeiten und reduziert Bestände
- • Ausgereiftes Qualitätsmanagement reduziert Kosten und wurde in Zertifizierungen bestätigt
- • Zunehmende Fertigung für Dritte festigt hohe Wettbewerbsfähigkeit
Im Rahmen der strategischen Unternehmensplanung wurde 2012 auch die PALFINGER Wertschöpfungsstrategie überprüft und verfeinert. Der Schwerpunkt der Betrachtungen wurde dabei auf das übergeordnete Geschäftsmodell gelegt. In Europa wird der bereits 1993 begonnene Aufbau der Wertschöpfung in Osteuropa fortgesetzt bzw. intensiviert. In den anderen Business Areas wird die lokale Wertschöpfung ebenfalls weiter aufgebaut; dabei wird auf eine ausgeglichene Strategie in Bezug auf Investitionen in Maschinen und Automatisierung sowie auf Flexibilität der Arbeitskräfte gelegt.
Das Geschäftsmodell bestimmt die Art und Weise, wie Produkte und Leistungen entwickelt, im Sinne der Wertschöpfung erbracht und verkauft werden. Die Umsetzung der Leistung ist dabei durch Prozesse festgelegt, die auch die notwendigen Kapazitäten, Ressourcen und Organisationsweisen definieren. Die Betrachtung des gesamten Geschäftsmodells unterstützt somit einen holistischen Ansatz. Entlang der neu erstellten Prozess-Landkarte wird die Optimierung der Produktionsprozesse intensiv weitergeführt. Unter dem Titel Lean Administration wurde im Berichtsjahr die Prozessoptimierung auch auf die indirekten Bereiche ausgeweitet.
Die Fertigungsüberleitung, also die frühzeitige Einbindung der Wertschöpfung in die Vorentwicklung, stellt einen wesentlichen Hebel in der kosteneffizienten Produktion dar. Sie trägt dazu bei, Produktionsanläufe zu beschleunigen, da die Wertströme und Technologien bereits während der Entwicklung überprüft werden. Dieses Vorgehen wurde 2012 in der Entwicklung von Krankomponenten erfolgreich umgesetzt und wird künftig auch in anderen Entwicklungsabteilungen übernommen werden.
Mit der Erweiterung des Zylinderwerks in Tenevo, Bulgarien, wurde 2012 die Basis für weitere Lieferungen für die Business Areas Südamerika, Nordamerika und GUS gelegt. Das Werk in Delnice, Kroatien, wurde saniert; dies ermöglicht die Konsolidierung der Produktion in Kroatien. Weiters wurde ein Competence Center für Aufbau etabliert, wodurch PALFINGER die Schnittstelle zwischen Produkt und Lkw weiter optimieren und standardisieren kann. Es verstärkt auch die Koordination der Aufbau-Aktivitäten der verschiedenen Business Units.
Zur Reduktion bzw. Optimierung der Komplexität bei Produkten, Prozessen und Organisation wurden sogenannte "Goldene Regeln" der Komplexität, Modularität, Kosten und Fertigung ausgearbeitet.
Die Prinzipien der PALFINGER Wertschöpfungsstrategie sind in einem erstmals erschienenen Wertschöpfungshandbuch beschrieben, das nun in Verbindung mit Schulungen an alle Leiter von Business Areas und Business Units übergeben wurde.
Auftragsbezogene Fertigung
Die auftragsbezogene Fertigung als wesentliches Grundprinzip der Wertschöpfungsstrategie wurde 2012 auf verschiedenen Ebenen weiterentwickelt. So wurden die 2011 begonnenen Projekte in der Business Area Südamerika sowie in den Business Units Hubarbeitsbühnen und Containerwechselsysteme durch Einführung von Linienfertigung, aber auch durch die Verkürzung der Durchlaufzeiten weitergeführt.
Bei INMAN wurde die Montage auftragsbezogen getaktet und umgesetzt. Im Rahmen des Aufbaus von Sany Palfinger in China fließen die Prinzipien der auftragsbezogenen Fertigung in die Layouts der zu schaffenden Produktion ein.
Die enge Taktung der Belieferung der globalen Montagestandorte erfolgt über ein Broker-Werk, das ebenfalls nach den Prinzipien der auftragsbezogenen Produktion agiert und die Logistik- und Transportoptimierung durchführt.
Durch die Einführung von Kanban-Entkoppelungspunkten konnten die Durchlaufzeiten in den Produktionswerken für verschiedene Produkte erheblich verkürzt und Lagerbestände abgebaut werden.
Qualitätsmanagement
Hauptziel des PALFINGER Qualitätsmanagements ist es, den hohen Standard der Produkt- und Dienstleistungsqualität zu erhalten und weiterzuentwickeln. Steigende Kundenerwartungen sowie das Erfordernis, die Effizienz weiter zu erhöhen, sind dabei permanente Herausforderungen. Es gilt daher, eingeschlagene Wege stetig in Hinblick auf die Ansprüche zu hinterfragen und weitere Verbesserungen zu erzielen. Der Erfolg dieser Anstrengungen zeigt sich darin, dass die Garantiekosten in Relation zum Konzernumsatz der vergangenen zwei Jahre kontinuierlich reduziert werden konnten.
PALFINGER verfügt über zertifizierte Managementsysteme, die laufend weiter ausgebaut werden. Im Geschäftsjahr 2012 stand der Ausbau der Qualitätsmanagementsysteme in den Areas im Fokus. In der Business Area Südamerika mit dem Standort in Caxias do Sul, Brasilien, und in der Business Area Indien mit dem Standort Chennai wurden die Qualitätsmanagementsysteme erfolgreich nach ISO-Standard 9001 zertifiziert.
Nachdem 2011 die Werke in Maribor, Slowenien, und in Lengau, Österreich, den Selbstprüferstatus (MSA) für abnahmepflichtige Bauteile nach DNV (Det Norsk Veritas)-Standard zuerkannt bekommen hatten, konnten im Oktober 2012 auch die Werke in Tenevo und Cherven Brjag, beide Bulgarien, diesen Prozess erfolgreich abschließen. Somit sind alle PALFINGER Werke, die Komponenten für die Business Area Marine produzieren, MSA-zertifiziert. Dadurch erzielt PALFINGER bei der Produktion der Marine-Komponenten einen deutlichen Zeitvorteil sowie eine Reduktion der Abnahmekosten.
Die Zertifizierungen und die große Anzahl der erfolgreich absolvierten Kundenaudits unterstreichen den hohen Standard der Managementsysteme und deren Wettbewerbsfähigkeit in Hinblick auf Qualität und Leistung.
Im Jahr 2013 strebt PALFINGER kontinuierliche Verbesserungen, aber auch den Ausbau der Marine-Zertifizierungen durch weitere Systemzertifizierungen seitens Germanischer Lloyd an. Darüber hinaus wird ein Schwerpunkt auf das durchgängige Qualitätswesen im Bereich Mechatronik gelegt und das Joint Venture mit der chinesischen Sany-Gruppe unterstützend begleitet werden.
Fertigung für Dritte
PALFINGER verfolgt die Strategie, einen fixen Anteil seiner Produktionskapazitäten und des Produktions-Know-hows für externe Kunden zur Verfügung zu stellen. Dies wurde im Jahr 2012 erfolgreich weitergeführt. Bei bestehenden Kunden wurde sowohl ein Volumensausbau als auch ein erweitertes Teilespektrum verzeichnet. Darüber hinaus konnte PALFINGER neue Kunden gewinnen. Demnach wird PALFINGER vor allem für sein Engineering-Know-how bei der Zylinderentwicklung und vermehrt auch im Stahlbau geschätzt, aber auch für marktgerechte Preise, hohe Qualität, Liefertreue und Fertigungsinnovation.
Das Jahr 2012 war sowohl in der Zylinder- als auch in der Stahlbauproduktion von vielen Prototypen und Serien-Anläufen geprägt, weshalb PALFINGER zusätzliche Kapazitäten für die Projektkoordination und Abwicklung einsetzte. Für große Kunden wurden eigene Account-Manager für die operative Koordination und Abwicklung der Aufträge definiert, die auch Ansprechpartner für jegliche Fragen sind.
Beim jährlichen TÜV-Audit zur Zertifizierung gemäß ISO 9001:2010 wurde in den relevanten Werken spezielles Augenmerk auf die Qualität der Prozesse und Produkte für Fertigung für Dritte gelegt. Die guten Ergebnisse bestätigen, dass PALFINGER ein sehr hohes Niveau erreicht hat.
Mitarbeiter
- • 6.270 PALFINGER Mitarbeiter weltweit (+ 4 Prozent)
- • Ausgezeichnete Aus- und Weiterbildungskonzepte fördern Talente
- • Internationale Führungskräfte-Entwicklung für zukünftige Einsätze
Die Anzahl der Mitarbeiter der PALFINGER Gruppe erhöhte sich aufgrund des fortgesetzten Wachstums auch im Geschäftsjahr 2012. Per 31. Dezember 2012 waren in den 50 vollkonsolidierten Gesellschaften 6.270 Mitarbeiter (ohne Leiharbeitnehmer) tätig. Das entspricht einem Zuwachs von rund 4 Prozent bzw. 227 zusätzlichen Arbeitsplätzen. Im Jahresdurchschnitt waren 6.175 Mitarbeiter bei PALFINGER beschäftigt. Um Kapazitätsengpässe auszugleichen, wurden zusätzlich 313 Leiharbeitnehmer (Durchschnitt) eingesetzt. Der Frauenanteil betrug unverändert zum Vorjahr rund 10 Prozent.
Die Mitarbeiterfluktuation betrug im Berichtsjahr 2012 10,3 Prozent und blieb damit stabil (Vorjahr: 10,2 Prozent).
Attraktive Arbeitsplätze und eigenverantwortliche Mitarbeiter
PALFINGER ist bestrebt, seinen bestehenden und potenziellen Mitarbeitern attraktive Arbeitsplätze zu bieten. Die Unternehmenskultur fördert hohe Eigenverantwortung und bietet den Mitarbeitern weitreichende Möglichkeiten, mit eigenen Ideen zum kontinuierlichen Verbesserungsprozess beizutragen. An nahezu allen Fertigungs- und Montagestandorten sind die Arbeitsabläufe nach den Prinzipien des "Lean Management" organisiert.
Die hohe unternehmerische Flexibilität zeigt sich auch bei den Arbeitszeitregelungen. Durch Gleitzeitmodelle und die Anwendung von Bandbreiten ist trotz der aktuell schwankenden Nachfragemengen eine hohe Produktivität gewährleistet. PALFINGER kann seinen Mitarbeitern dadurch auch in nachfrageschwächeren Perioden hohe Arbeitsplatzsicherheit im Branchenvergleich bieten.
Ein weiterer wesentlicher Baustein ist die Gehaltspolitik von PALFINGER. In vielen Bereichen beinhaltet sie variable Vergütungsbestandteile, die sowohl den Erfolg des Unternehmens als auch die Erreichung individueller Ziele widerspiegeln und damit zusätzlich zu den Basisgehältern für attraktive und motivierende Einkommensmöglichkeiten sorgen.
Mitarbeiter nach Regionen (Jahresdurchschnitt)
- 19%Österreich
- 23%ÜbrigesWesteuropa
- 31%Zentral-undOsteuropa
- 17%Nordamerika 6%Südamerika
- 4%Asien(inkl.Indien)
Qualifizierte Mitarbeiter als zentraler Erfolgsfaktor
Das Ausbildungskonzept der PALFINGER Gruppe setzt bei der beruflichen Erstausbildung an. PALFINGER gilt mit seiner Lehrlingsausbildung seit vielen Jahren international als Maßstab. Im Geschäftsjahr 2012 wurden in Österreich 69 Lehrlinge ausgebildet, vor allem Maschinenbautechniker, Produktionstechniker, Mechatroniker, Schweißer, Konstrukteure und Industriekaufleute. 52 davon absolvierten die Berufsschule mit Auszeichnung, im Rahmen des Lehrlingsaward Oberösterreich wurden mehrere Spitzenplätze belegt. Höchst erfolgreich entwickelte sich auch das Modell "Lehre mit Matura" mit aktuell 26 Teilnehmern. Im Jahr 2013 wird in der Area EMEA unter dem Motto "give youth a chance" ein besonderer Fokus auf die Förderung junger Talente gelegt.
Auch an den internationalen Standorten setzt PALFINGER auf die Vermittlung eigenen Know-hows, um gezielt Fachkräfte auszubilden. So werden z. B. in Bulgarien, Slowenien und Brasilien in Kooperation mit lokalen technischen Fachschulen staatlich zertifizierte Ausbildungsmodelle forciert, die ähnlich dem Modell der österreichischen Lehrlingsausbildung theoretisches Fachwissen mit einer mehrmonatigen Praxisausbildung in einem PALFINGER Werk verbinden. In Deutschland wurde 2012 die technische Lehrlingsausbildung erweitert, sodass nunmehr an beinahe allen Standorten Lehrlinge ausgebildet werden. Per 31. Dezember 2012 bestanden bei PALFINGER weltweit 129 Lehrverhältnisse.
In der beruflichen Weiterbildung hat sich an den österreichischen Standorten seit Jahren das PALFINGER Kolleg etabliert. Dieses Weiterbildungskonzept basiert im Wesentlichen auf dem Wissenstransfer interner Experten, gezielt ergänzt durch Trainingsinhalte externer Anbieter. In Österreich absolvierten im Berichtszeitraum 583 Mitarbeiter insgesamt 2.694 Schulungstage zur Erweiterung ihrer beruflichen Kenntnisse, das entspricht gegenüber dem Vorjahr einem Plus von 13 Prozent an Ausbildungstagen.
Hochqualifizierte Mitarbeiter zum richtigen Zeitpunkt am richtigen Ort einsetzen zu können ist angesichts der zunehmenden Volatilität der Märkte und der Internationalität der Gruppe von entscheidender Bedeutung.
Das Palfinger-Global-Leadership-Programm stellt als internes Führungskräfte-Entwicklungsprogramm sicher, dass Mitarbeiter mit Managementpotenzial bestmöglich auf ihren zukünftigen Einsatz im Top-Management vorbereitet werden. 2012 absolvierten 13 Teilnehmer dieses Programm. Für das Jahr 2013 legt PALFINGER besonders großen Wert auf die Internationalität des Teilnehmerkreises, um das interkulturelle Erfahrungslernen zu verstärken.
In einigen Ländern wird darüber hinaus ein auf die lokalen Anforderungen abgestimmtes Team-Leading-Programm angeboten, um potenzielle Nachwuchsführungskräfte möglichst frühzeitig zu identifizieren und zu entwickeln.
Als weiterer Baustein, um bestehende Führungskräfte in ihrer individuellen Karriereentwicklung zu unterstützen, wurde 2012 ein Company-Leadership-Programm gestartet, das noch bis September 2013 läuft. Es richtet sich an Potenzialträger, die bereits disziplinäre Führungsverantwortung haben, und wird europaweit in englischer Sprache angeboten.
Im Sinne des lebenslangen Lernens nahmen zahlreiche Verantwortungsträger bei PALFINGER an 360-Grad-Feedback-Gesprächen teil. Die Analyse ihrer Fähigkeiten wurde dabei als Basis für individuelle Entwicklungsmaßnahmen genutzt.
Bei sämtlichen Lehrgängen werden auch die Werte von PALFINGER im Umgang mit Kollegen und Mitarbeitern vermittelt, die auf Respekt und Wertschätzung beruhen.
Personalmarketingaktivitäten, wie die Präsenz bei Karrieremessen oder die Vergabe von Maturaprojekten, Praktika oder akademischen Abschlussarbeiten, wurden weiter ausgebaut. Auf der neuen Unternehmenshomepage wird der Bedeutung der bestehenden und potenzieller Mitarbeiter durch einen erweiterten Karriere-Bereich Rechnung getragen.
Personal- und Organisationsentwicklung
Von zentraler Bedeutung für den Unternehmenserfolg ist auch die Zufriedenheit der Mitarbeiter. Die jährlich stattfindende Mitarbeiterbefragung erzielte im Berichtsjahr wieder eine enorme Rücklaufquote, die Erkenntnisse daraus werden an den einzelnen Standorten in Workshops gezielt aufgearbeitet und Verbesserungsmaßnahmen implementiert.
Regelmäßige Mitarbeitergespräche sorgen für eine Harmonisierung von individuellen Zielen der Mitarbeiter mit den Unternehmenszielen. Sie verbessern dadurch die Arbeitsqualität und die Zusammenarbeit insgesamt. An den österreichischen Standorten werden nunmehr auch im Arbeiterbereich flächendeckend Mitarbeitergespräche durchgeführt.
Um neuen Mitarbeitern die Integration ins Unternehmen zu erleichtern, wurde an den österreichischen Standorten eine Veranstaltungsreihe entwickelt, in der kompakt und praxisnah firmenrelevantes Hintergrundwissen vermittelt wird.
25 eingesetzte Expatriates sorgten 2012 für einen umfangreichen Wissenstransfer zwischen Zentrale und lokalen Gesellschaften sowie zwischen den lokalen Gesellschaften untereinander. Im Berichtsjahr entwickelte PALFINGER zudem richtungsweisende Entsendestandards, die künftig wesentlich zum Erfolg beitragen sollen.
Regelmäßig stattfindende Meetings des weltweiten Management-Teams stellen effiziente Informationsflüsse und Entscheidungen sicher, jährliche Evaluierungen des strategisch erforderlichen Bedarfs an hochqualifizierten Führungskräften tragen dazu bei, einem künftigen Mangel vorzubeugen. Aktuell wird auch an der Einführung von SAP-HCM gearbeitet, um gruppenweit optimierte Human-Resources-Prozesse sicherzustellen und damit die Basis für nachhaltig wirksame strategische HR-Agenden zu schaffen.
www.palfinger.ag Karriere
Nachhaltigkeit
- • International Fortschritte in allen Nachhaltigkeitsebenen erzielt intern, Lieferkette und Produkte
- • Externe Auszeichnungen für das Engagement und den Nachhaltigkeitsbericht 2010/11
- • Weiterer Ausbau des Nachhaltigkeitsmanagements
- • Nächste Schritte im Nachhaltigkeitsprogramm 2012/13 festgelegt
Soziale und ökologische Faktoren sind neben den ökonomischen Gesichtspunkten wesentliche Parameter für nachhaltig profitables Wachstum. Deshalb steht nachhaltiges Wirtschaften für PALFINGER an oberster Stelle; es ist die Basis für langfristigen Erfolg.
PALFINGER setzt sich hierfür im Zweijahresrhythmus mit einem Nachhaltigkeitsprogramm konkrete Ziele und publiziert die aktuellen Themen und Fortschritte in einem Nachhaltigkeitsbericht. Der aktuelle Nachhaltigkeitsbericht 2010/11 mit dem Titel "Wir haben viel Energie hineingesteckt, damit wir weniger verbrauchen" erschien im Juni 2012. Wie bei den vorhergehenden Berichten wurde der A+ Level nach dem internationalen Standard 3.0 der Global Reporting Initiative extern verifiziert.
In dem aktuellen Bericht wurden – im Sinne der Langfristigkeit – die entsprechenden Kennzahlen erstmalig im Vierjahrestrend dargestellt. Dadurch werden auch die Auswirkungen der Wirtschaftskrise und der nachfolgenden Erholung auf die Nachhaltigkeitsperformance von PALFINGER transparent dargestellt.
www.palfinger.ag Nachhaltigkeit Die umfassende Stakeholder-Kommunikation unterstützt die gute Performance von PALFINGER bei zahlreichen Nachhaltigkeitsratings. Die PALFINGER Aktie ist in dem österreichischen Nachhaltigkeitsindex VÖNIX enthalten, der vor allem diejenigen Investoren anspricht, die langfristige Wertbeständigkeit sowie Umwelt- und soziale Faktoren in ihrer Investitionsentscheidung berücksichtigen. Im September 2012 wurde PALFINGER für sein Nachhaltigkeitsengagement und den "besten Bericht" vom ÖKOVISION-Anlageausschuss mit dem Vorbildpreis für Sustainability Leadership ausgezeichnet, im November erzielte der Bericht bereits zum dritten Mal in Folge den ersten Platz beim Austrian Sustainability Reporting Award ASRA.
Die vergangene Reportingperiode stand im Zeichen der Umsetzung ökologischer und sozialer Optimierungen. Spezieller Fokus wurde auf die Themen faire Wirtschaft, verantwortungsbewusster Arbeitgeber, ökoeffiziente Produktion, nachhaltige Produkte sowie Nachhaltigkeitsmanagement gelegt, wobei alle Schritte mit Trends hinterlegt und daraus Maßnahmen für das nächste Nachhaltigkeitsprogramm abgeleitet wurden. Einige der Schwerpunktthemen sind im Folgenden angeführt.
Nachhaltigkeit in der Lieferkette
PALFINGER achtet in der gesamten Wertschöpfungskette auf die Einhaltung von Nachhaltigkeitskriterien – dies betrifft somit auch die Lieferanten.
Erzielte Erfolge
• Umsetzung eines Code of Conduct mit ökologischen und ethischen Komponenten
• Prüfung der Umsetzung des Code of Conduct durch
Nächste Schritte
• Öko-soziale Komponenten werden in Audits genauer geprüft
• Ausweitung der Effizienzinitiative auf Nord- und Südamerika
- • Positive öko-sozialePerformance bringt Vorteile in Lieferantenbewertung
- • Nachhaltigkeit als Bestandteil von Ausschreibungen
Energieeffizienz
Integration in Audits
Effizienzmaßnahmen werden im Rahmen des Facility-Management-Projekts für die Standorte in Osteuropa und Österreich umgesetzt.
Erzielte Erfolge
• In Lengau, Köstendorf und Marburg konstante Energiekosten trotz Produktions- und Energiepreissteigerung
• Im Jahr 2011 niedrigste CO2-Emissionen (Vierjahresvergleich): 626 kg CO2 pro Tonne Produktgewicht
Nachhaltige Produktinnovationen
PALFINGER Produkte erfüllen die höchsten Sicherheitsanforderungen. Das Mehr an Sicherheitsfeatures ist dabei verbunden mit höherer Benutzerfreundlichkeit.
Erzielte Erfolge
- • HPSC (High Performance Stability Control) bei Lkw-Knickarmkranen: 2010 eingeführt; 2011 hatten bereits 53,5 Prozent aller in Europa produzierten Krane das Feature
- • Wartungsfreies Schubsystem: 2010 eingeführt; 2011 bereits bei 50,9 Prozent aller in Europa produzierten Lkw-Knickarmkrane
- • Pilotprojekt Elektroantrieb
- • AnteilderPALFINGERProdukteinöko-sozialenBranchen stiegvon13,5Prozent(2008)auf24,5Prozent(2011)
Nächste Schritte
Nächste Schritte
• ZunehmenderEinsatz fürökologischeundsozialeZwecke birgtneueMarktchancen, z.B.Offshore-Windkraftwerke, Bahnverkehr,Recyclingbranche,Biomasse
Gesundheit und Sicherheit am Arbeitsplatz
Als weltweit agierendes Unternehmen sieht PALFINGER in den einzelnen Regionen auch seine gesellschaftliche und soziale Verantwortung, insbesondere gegenüber seinen Mitarbeitern.
Chancengleichheit
PALFINGER sieht auch die Vorteile des Miteinander unterschiedlicher Mitarbeiter und setzt daher gezielte Maßnahmen zur Schaffung von Chancengleichheit innerhalb der PALFINGER Gruppe. Aktuell steht die Diversität von Alter und Geschlecht im Mittelpunkt.
| ╲ | ||
|---|---|---|
| Erzielte Erfolge | Nächste Schritte |
|---|---|
| • Monitoring der Altersstruktur an den Standorten | • Frauen im Führungskräftetraining |
| • Pilotprojekt PALplus in Lengau, Österreich | • Frauen-Schwerpunkt im Recruiting von Arbeitern und Angestellten |
Nachhaltigkeitsmanagement
Details zum Nachhaltigkeitsmanagement bei PALFINGER sind in dem aktuellen Nachhaltigkeitsbericht 2010/11 angeführt, in dem sich auch das Nachhaltigkeitsprogramm 2012/13 findet.
Der aktuelle Nachhaltigkeitsbericht steht auf der Website zum Download zur Verfügung. Eine gedruckte Ausgabe wird auf Wunsch gerne zugesandt.
Eines der Ziele ist auch die weitere Professionalisierung durch softwaregestützte KPI-Systeme, damit die entsprechenden Daten einfacher und rascher global erfasst und konsolidiert werden können.
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Entwicklung der SegmentE
Entwicklung der Segmente
Die PALFINGER Organisationsstruktur ist seit dem Jahr 2010 regional ausgerichtet. Die Business Areas haben dabei große Eigenständigkeit, um die Anforderungen der jeweiligen Märkte optimal erfüllen zu können. Dies unterstützt einerseits die Internationalisierung des Konzerns, andererseits kann verstärktes Augenmerk auf die Flexibilisierung aller Prozesse gelegt werden. Strategische Projekte, die die weitere Entwicklung der PALFINGER Gruppe fördern, haben dabei große Bedeutung.
Die Segmentberichterstattung erfolgt dementsprechend nach den Segmenten EUROPEAN UNITS und AREA UNITS sowie dem Bereich VENTURES.
| Segmente 2012 |
Umsatz in TEUR | Umsatz in % | EBIT in TEUR | EBIT in % |
|---|---|---|---|---|
| EUROPEAN UNITS | 616.967 | 66,0% | 74.186 | 108,3% |
| AREA UNITS | 318.248 | 34,0% | 10.999 | 16,1% |
| VENTURES | – | – | –15.115 | –22,0% |
| Konsolidierung | – | – | –1.616 | –2,4% |
| PALFINGER Gruppe | 935.215 | 100,0% | 68.454 | 100,0% |
Segment EUROPEAN UNITS
- • Leicht rückgängiger Umsatz in Europa spiegelt wirtschaftliches Umfeld wider
- • Schwache Business Units erfolgreich gestärkt: durchgängig positive Ergebnisbeiträge
- • Business Area Marine mit weiterem Wachstum
Das Segment EUROPEAN UNITS umfasst die Business Area EMEA (Europa, Naher Osten, Afrika und Australien), in der die Business Units Ladekrane, EPSILON Forst- und Recyclingkrane, Hubladebühnen, Hubarbeitsbühnen, Containerwechselsysteme, Mitnahmestapler, Eisenbahnsysteme, Produktion, die Vertriebsgesellschaft in Deutschland und die assoziierten Tochtergesellschaften zusammengefasst sind, sowie die überregionale Business Area Marine.
Geschäftsentwicklung 2012
Im Segment EUROPEAN UNITS wurde im Geschäftsjahr 2012 ein Umsatz in Höhe von 617,0 Mio EUR erzielt, das entspricht nahezu dem Umsatzniveau des Vorjahres in Höhe von 621,7 Mio EUR. Der Aufwärtstrend, der noch im 1. Quartal 2012 spürbar war, setzte sich demnach aufgrund des zunehmend schwierigen Marktumfelds und damit verbunden gedämpfter Nachfrage nicht fort. Im Verlauf des Jahres 2012 machte sich auch in Deutschland und Frankreich, den stärksten Märkten von PALFINGER, eine zunehmend zurückhaltende Investitionsbereitschaft bemerkbar. Das Ende des 3. Quartals 2012 akquirierte Unternehmen Dreggen ist seit Dezember – für einen Monat des Geschäftsjahres – in diesem Segment enthalten.
In den Produktbereichen Hubarbeitsbühnen, Mitnahmestapler und Eisenbahnsysteme konnte verglichen mit dem Geschäftsjahr 2011 ein Umsatz- und Ergebniszuwachs verzeichnet werden. Bei Ladekranen, EPSILON Forst- und Recyclingkranen, Containerwechselsystemen sowie bei der Vertriebsgesellschaft in Deutschland hingegen musste PALFINGER einen Rückgang gegenüber dem guten Vorjahresniveau hinnehmen. Die strategischen Maßnahmen zur Stärkung der zuvor noch schwachen Business Units zeigten gute Erfolge, im Geschäftsjahr 2012 trugen alle Business Units positiv zum Ergebnis bei.
Umsatzentwicklung (in TEUR)
EBIT-Entwicklung (in TEUR)
Das Segment-EBIT liegt mit 74,2 Mio EUR um 7,3 Prozent unter dem Ergebnis des Vorjahres von 80,1 Mio EUR. Dieser Rückgang ist neben dem Mengeneffekt auch mit der Verschiebung des Produktmix von großen Kransystemen zu anderen PALFINGER Produkten zu erklären. Die Segment-EBIT-Marge liegt mit 12,0 Prozent nach wie vor auf gutem Niveau.
| in TEUR | Q1 2011 | Q2 2011 | Q3 2011 | Q4 2011 | Q1 2012 | Q2 2012 | Q3 2012 | Q4 2012 |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Umsatz | 146.883 | 171.288 | 148.331 | 155.237 | 152.472 | 163.575 | 146.909 | 154.011 |
| Segment-EBIT | 19.493 | 25.144 | 20.017 | 15.404 | 21.617 | 21.854 | 14.676 | 16.039 |
Business Unit Ladekrane
In der Business Unit Ladekrane musste PALFINGER im Geschäftsjahr 2012 Umsatzeinbußen hinnehmen. Die südeuropäischen Märkte zeigten sich nach wie vor schwach, wobei vor allem in Italien starke Rückgänge verbucht wurden. Umsatzsteigerungen konnten in Norwegen, Schweden und Österreich verzeichnet werden. Der Auftragseingang ging insbesondere im 2. Halbjahr zurück und zeigt die Unsicherheit bei den Endkunden. Die Aussichten für die ersten Monate 2013 sind daher gedämpft.
Business Unit EPSILON Forst- und Recyclingkrane
Nach der enormen Umsatzsteigerung in der Business Unit EPSILON Forst- und Recyclingkrane im Jahr 2011 wurde im Geschäftsjahr 2012 ein deutlicher Umsatzrückgang verzeichnet. Die Margen sind jedoch weiterhin auf überdurchschnittlich gutem Niveau. PALFINGER forcierte im Berichtszeitraum die produktseitige und regionale Erweiterung dieser Business Unit. So konnte ein neuer Produktkonfigurator für Forstkrane präsentiert werden; mit der neuen Harvester-Reihe, die zunächst in Deutschland und Frankreich vorgestellt wurde, wurde PALFINGER zum Komplettanbieter im Bereich Offroad. In Zusammenarbeit mit den entsprechenden Area Units werden die Regionen Brasilien, Russland und Nordamerika erschlossen, erste Erfolge trugen bereits zum Ergebnis bei.
Business Unit Hubladebühnen
Die Business Unit Hubladebühnen verzeichnete im Geschäftsjahr 2012 stabile Umsätze und Ergebnisse. Das Servicegeschäft von Ross & Bonnyman in Großbritannien wirkte sich zusätzlich positiv auf die Entwicklung dieser Business Unit aus.
Business Unit Hubarbeitsbühnen
Die Business Unit Hubarbeitsbühnen erzielte gegenüber dem Vorjahr deutliche Umsatz- und Ergebniszuwächse, die zu einem positiven Ergebnisbeitrag führten. Der erfreuliche Auftragseingang betraf die gesamte Produktpalette. Dies bestätigt, dass die neuen Produktkonzepte am Markt überzeugen konnten. Die Gesamtbetrachtung der Märkte in Europa ist zurzeit stabil, wobei es starke regionale Unterschiede gibt.
Business Unit Containerwechselsysteme
Der 2011 geschaffte Turnaround in der Business Unit Containerwechselsysteme erwies sich im Berichtszeitraum als nachhaltig; trotz eines signifikanten Umsatzrückgangs konnte ein deutlich positives Ergebnis erzielt werden. Die Fokussierung auf den Lkw-Aufbau sowie auf die Produktqualität und die damit verbundene höhere Kundenzufriedenheit und Reduktion der Garantieaufwendungen trugen entscheidend dazu bei.
Business Unit Mitnahmestapler
In der Business Unit Mitnahmestapler konnte durch zahlreiche Marktaktivitäten eine deutliche Umsatzsteigerung im Vergleich zur Vorjahresperiode verzeichnet werden. Die Verschiebung des Produktmix ermöglichte eine Verdoppelung des Ergebnisses. Auch der Auftragseingang entwickelte sich weiterhin positiv.
Business Unit Eisenbahnsysteme
Die positive Umsatzentwicklung in der Business Unit Eisenbahnsysteme spiegelte sich 2012 – nach zwei schwierigen Jahren – auch in einer Erhöhung des Ergebnisbeitrags wider. PALFINGER ist in diesem Bereich nach wie vor Innovationsführer am Weltmarkt. Trotz des unsicheren Umfelds sollte es möglich sein, auf Basis der erwarteten Investitionen sowie Produktweiterentwicklungen und verstärkten Servicekompetenzen im Jahr 2013 die gute Entwicklung fortzusetzen.
Business Unit Produktion
In Anbetracht der im 2. Halbjahr rückläufigen Auslastung der europäischen Fertigungs- und Montagewerke leistete die Business Unit Produktion weiterhin einen erfreulichen Ergebnisbeitrag. Die Konsolidierung der Produktionsstandorte und die Optimierung der Komponentenfertigung wurden vorangetrieben, sie werden Effizienz und Effektivität weiter steigern. Die Fertigung für Dritte konnte trotz des schwierigen Marktumfelds auf Vorjahresniveau gehalten werden.
Business Area Marine
Die Business Area Marine beinhaltet die fünf Business Units Marinekrane, Windkrane, Launch & Recovery Systems, After Sales & Service und seit Dezember 2012 die Business Unit Offshore-Krane. Sie verzeichnete im Berichtszeitraum enormes Umsatzwachstum und erzielte wie erwartet gute operative Ergebnisse. Im Bereich Offshore schaffte PALFINGER im 4. Quartal 2012 durch die Übernahme von Dreggen einen Wachstumsschub. Dies wird dazu beitragen, Zukunftspotenziale dieses Wachstumsmarktes auch außerhalb Europas optimal nutzen zu können. PALFINGER plant weiterhin, sich bietende Marktchancen durch Zukäufe zu nutzen.
| Segmentantei l am Konzernergebnis |
in % des Konzerns | 2012 in TEUR | 2011 in TEUR |
|---|---|---|---|
| Außenumsatz | 66,0% | 616.967 | 621.739 |
| EBITDA | 99,3% | 97.265 | 102.730 |
| Abschreibungen | 78,2% | 23.079 | 22.672 |
| Operatives Ergebnis (EBIT) | 108,3% | 74.186 | 80.058 |
| Segmentvermögen | 70,1% | 570.256 | 538.030 |
| Segmentschulden | 29,5% | 132.263 | 140.528 |
| Investitionen in immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen | 73,5% | 38.768 | 18.205 |
| EBIT-Marge | 12,0% | 12,9% | |
| Mitarbeiter im Jahresdurchschnitt* | 65,1% | 4.023 | 3.857 |
*Konsolidierte Konzernunternehmen ohne Equity-Beteiligungen sowie ohne Leiharbeiter
Wesentliche Veränderungen, Zukunftsmarkt Marine Seite 72
Segment AREA UNITS
- • AREA UNITS mit 42 Prozent Umsatzwachstum und positivem Ergebnis
- • Anteil am Konzernumsatz auf ein Drittel erhöht
- • GUS mit enormen Steigerungsraten
- • Joint Venture in China wird rasch an Bedeutung gewinnen
Das Segment AREA UNITS besteht aus den Business Areas Nordamerika, Südamerika, Asien und Pazifik, Indien sowie GUS mit ihren jeweiligen regionalen Business Units.
PALFINGER forciert die kontinuierliche Weiterentwicklung der Business Areas außerhalb Europas durch eigene Initiativen, Partnerschaften oder Akquisitionen. Sie verzeichneten im Berichtszeitraum eine äußerst positive Entwicklung und trugen – in Anbetracht der Schwäche in zahlreichen europäischen Märkten – wesentlich zur guten Performance des Unternehmens bei.
Geschäftsentwicklung 2012
Der Umsatz des Segments AREA UNITS konnte von 223,9 Mio EUR im Jahr 2011 um beachtliche 42,1 Prozent auf 318,2 Mio EUR im Berichtszeitraum gesteigert werden. Der Anteil der Areas außerhalb Europas am Konzernumsatz erhöhte sich somit auf 34,0 Prozent. Zu diesem herausragenden Wachstum trugen insbesondere die Business Areas Nordamerika, Südamerika und GUS mit sämtlichen Produktbereichen bei.
Diese äußerst positive Entwicklung führte dazu, dass das Segment AREA UNITS trotz der Investitionen in die noch wenig entwickelten Areas nun bereits seit über einem Jahr ein operativ positives Ergebnis ausweist. Im Geschäftsjahr 2012 betrug das Segment-EBIT 11,0 Mio EUR nach –1,1 Mio EUR im Vorjahr.
Vor allem in Nordamerika konnte PALFINGER aufgrund des sich positiv entwickelnden Marktumfelds und der erfolgten Restrukturierungsmaßnahmen eine signifikante Steigerung von Umsatz und Ergebnis verzeichnen. In Südamerika zeigten die Umstellung auf auftragsbezogene Fertigung und die steigende Marktnachfrage enorme positive Ergebniseffekte. Belastend wirkten sich hingegen die Markterschließungskosten für neue Regionen und Produkte in Indien sowie der Area Asien und Pazifik aus.
| in TEUR | Q1 2011 | Q2 2011 | Q3 2011 | Q4 2011 | Q1 2012 | Q2 2012 | Q3 2012 | Q4 2012 |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Umsatz | 44.693 | 51.406 | 61.401 | 66.438 | 71.437 | 77.589 | 76.238 | 92.984 |
| Segment-EBIT | –2.588 | –1.746 | –917 | 4.149 | 834 | 2.185 | 3.168 | 4.812 |
EBIT-Entwicklung (in TEUR)
Business Area Nordamerika
In Nordamerika setzte sich der positive Trend des Vorjahres im Geschäftsjahr 2012 fort. Umsatz-, aber vor allem auch ergebnisseitig konnte deutliches Wachstum erzielt werden. Zu dieser erfreulichen Entwicklung trugen insbesondere die guten Absatzzahlen bei Ladekranen und Hubarbeitsbühnen sowie die erfreulichen Auftragseingänge in den Business Units Hubladebühnen und Containerwechselsysteme bei. Positiv wirkten zusätzlich die erfolgten Restrukturierungmaßnahmen in den einzelnen Business Units.
Business Area Südamerika
Südamerika bestätigte sich ab dem 2. Quartal 2012 als Wachstumsmarkt, wobei weitere Steigerungsraten unter anderem aufgrund der kommenden sportlichen Großereignisse – der Fußballweltmeisterschaft 2014 und der olympischen Sommerspiele 2016 in Brasilien – zu erwarten sind. PALFINGER
Umsatzentwicklung (in TEUR)
forciert zusätzlich konsequent die Markteinführung weiterer Produkte wie etwa EPSILON Forst- und Recyclingkrane und die Weiterentwicklung der lokalen Ladekranreihe. Mit der Akquisition von Tercek Ltda. im 4. Quartal zählt PALFINGER künftig auch Buseinstiegshilfen zu seinem Produktportfolio in dieser Region, die aufgrund des laufenden Infrastrukturausbaus ein Wachstumssegment darstellen. Durch die konsequente Umsetzung von Strukturmaßnahmen konnte der Ergebnisbeitrag der Business Area Südamerika im Berichtszeitraum erheblich erhöht werden.
Business Area Asien und Pazifik
In der Area Asien und Pazifik blieb der Umsatz im Geschäftsjahr auf Vorjahresniveau. Für die weitere Entwicklung erwartet PALFINGER vor allem auf Basis des Joint Ventures in China und des dortigen Marktpotenzials einen deutlich positiven Trend.
Business Area Indien
In Indien zeigte sich die langjährige Marktbearbeitung in weiteren Umsatzsteigerungen. Aufgrund der Abschwächung des Wirtschaftswachstums trübte sich jedoch die Marktsituation ein, und der Aufbau des lokalen Marktes gestaltet sich schwieriger als erwartet. Verzögerungen und Liquiditätsengpässe bei Infrastrukturprojekten begrenzen die Verkaufschancen. Die lokale Organisation wurde und wird weiter ausgebaut, die entsprechenden Kosten belasteten im Geschäftsjahr 2012 das Ergebnis.
Business Area GUS
Die Business Area GUS etablierte sich zuletzt als eine der am stärksten wachsenden Regionen im Bereich Ladekrane. PALFINGER ist daher bestrebt, weitere Produktgruppen auf dem russischen Markt zu etablieren. Ebenfalls positiv gestaltet sich die Zusammenarbeit mit lokalen Lkw-Herstellern. Die Akquisition von INMAN im Jahr 2011 führte somit zu einer nachhaltig positiven Entwicklung von Umsatz und Ergebnis.
| Segmentantei l am Konzernergebnis |
in % des Konzerns | 2012 in TEUR | 2011 in TEUR |
|---|---|---|---|
| Außenumsatz | 34,0% | 318.248 | 223.938 |
| EBITDA | 17,8% | 17.416 | 5.073 |
| Abschreibungen | 21,8% | 6.417 | 6.175 |
| Operatives Ergebnis (EBIT) | 16,1% | 10.999 | –1.102 |
| Segmentvermögen | 29,8% | 242.414 | 223.813 |
| Segmentschulden | 26,0% | 116.686 | 114.611 |
| Investitionen in immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen | 26,5% | 13.945 | 6.173 |
| EBIT-Marge | 3,5% | –0,5% | |
| Mitarbeiter im Jahresdurchschnitt* | 34,4% | 2.126 | 1.685 |
*Konsolidierte Konzernunternehmen ohne Equity-Beteiligungen sowie ohne Leiharbeiter
Wesentliche Veränderungen, Ausbau der Produktpalette für Südamerika Seite 72
Wesentliche Veränderungen, Joint Ventures mit chinesischer Sany-Gruppe Seite 72
Bereich VENTURES
- • Bedeutende Projekte für die Zukunft der PALFINGER Gruppe umgesetzt
- • Joint Ventures mit Sany-Gruppe werden weiteres Wachstum prägen
- • Business Area Marine durch Akquisition signifikant erweitert
Der Bereich VENTURES beinhaltet alle wesentlichen strategischen Zukunftsprojekte der PALFINGER Gruppe bis zu ihrer operativen Reife. Die Projekte dieses Bereichs generieren keine Umsätze, sie sind hier mit ihren Kosten enthalten.
Geschäftsentwicklung 2012
Im Geschäftsjahr lag der Schwerpunkt der Aktivitäten auf der Etablierung und Umsetzung der Partnerschaft mit der chinesischen Sany-Gruppe. Die beiden Joint Ventures konnten im 3. Quartal ihre operative Geschäftstätigkeit aufnehmen.
Im 3. Quartal wurde die Übernahme des brasilianischen Unternehmens Tercek vereinbart, mit dem PALFINGER sein Produktportfolio in der Business Area Südamerika erweitert.
Die im 4. Quartal abgeschlossene Akquisition des norwegischen Herstellers von Marine- und Offshore-Kranen Bergen Group Dreggen AS ermöglicht PALFINGER künftig einen signifikanten Ausbau des Marine-Geschäfts.
2010 2011 2012
–10.301
–7.746
EBIT-Entwicklung (in TEUR)
–15.115
Darüber hinaus wurden Projekte zur Weiterentwicklung der Regionen Indien, Südamerika, Russland und der Business Area Marine sowie für damit verbundene mögliche Akquisitionen bzw. Partnerschaften aufgesetzt.
Das Bereichs-EBIT für das Geschäftsjahr 2012 beträgt –15,1 Mio EUR nach –10,3 Mio EUR im Jahr 2011. Diese Entwicklung spiegelt die Investitionen in Wachstumsmärkte wider und unterstreicht die strategische Ausrichtung von PALFINGER auf fortgesetzte Internationalisierung, Innovation und Flexibilisierung.
| in TEUR | Q1 2011 | Q2 2011 | Q3 2011 | Q4 2011 | Q1 2012 | Q2 2012 | Q3 2012 | Q4 2012 |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Bereichs-EBIT | –1.772 | –2.539 | –2.650 | –3.340 | –3.873 | –3.681 | –3.218 | –4.343 |
| Antei l am Konzernergebnis |
in % des Konzerns | 2012 in TEUR | 2011 in TEUR |
|---|---|---|---|
| EBITDA | –15,4% | –15.115 | –10.301 |
| Operatives Ergebnis (EBIT) | –22,0% | –15.115 | –10.301 |
| Mitarbeiter im Jahresdurchschnitt* | 0,4% | 26 | 57 |
* Konsolidierte Konzernunternehmen ohne Equity-Beteiligungen sowie ohne Leiharbeiter
Wesentliche Ereignisse nach dem Bilanzstichtag
Nach Ende des Geschäftsjahres 2012 sind keine wesentlichen Ereignisse aufgetreten.
Ausblick
- • Unsicherheit in Europa bestätigt Internationalisierungsstrategie
- • Flexibilisierung wird weiter ausgebaut
- • Stärken stärken: globale Organisation, Marke PALFINGER
- • 2013 leichtes Wachstum vor allem außerhalb Europas erwartet
Die Ausweitung der Schuldenkrise in Europa wirkte sich im Jahr 2012 in einigen der für PALFINGER wichtigen europäischen Märkte zunehmend dämpfend auf die Realwirtschaft aus. Nur die globale Ausrichtung der PALFINGER Gruppe ermöglichte dem Konzern das erzielte Wachstum. Das Management sieht darin eine Bestätigung der strategischen Entscheidung, zusätzlich zu Nordamerika auch in Richtung BRIC-Länder zu wachsen.
Die Internationalisierung, insbesondere außerhalb Europas, wird daher konsequent fortgesetzt. Im Berichtszeitraum konnte PALFINGER das wohl größte Projekt seit dem Börsegang 1999 umsetzen: zwei Joint Ventures mit der Sany-Gruppe, einem der größten chinesischen Unternehmen. Die Aufnahme der Geschäftsaktivität erfolgte im 3. Quartal 2012 und wird sich künftig positiv auf die Geschäftsentwicklung auswirken. Zum 80-jährigen Bestehen der PALFINGER Gruppe im Jahr 2012 ist damit die Basis für einen erfolgreichen Markteintritt in China geschaffen, und die weltweit führende Position sollte nachhaltig abgesichert sein.
Die Flexibilität des Konzerns wird kontinuierlich in allen Bereichen ausgebaut, da sie in Zusammenhang mit sich rascher verändernden Marktbedingungen an Bedeutung gewinnt. Durch auftragsbezogene Beschaffung, Fertigung und Montage ist PALFINGER bereits in der Lage, schnell auf Auftragsschwankungen zu reagieren, ohne dabei das Risiko überhöhter Kapitalbindung durch Bestandsaufbau einzugehen. Dieser eingeschlagene Weg wird konsequent fortgesetzt.
Die Vielfalt der Produkte, die Erweiterung des Konzerns durch Akquisitionen sowie die forcierte Internationalisierung erfordern erhöhtes Augenmerk auf Komplexitätsmanagement. Dieser Herausforderung begegnet PALFINGER mit einem konzernübergreifenden Wertschöpfungsprojekt, das dazu beitragen soll, den wesentlichen Wettbewerbsvorteil der globalen Organisation für die Zukunft auszubauen.
Das Jahr 2013 wird auch im Zeichen der neuen Markenarchitektur für alle Produktbereiche der PALFINGER Gruppe stehen. Neben der Entwicklung und Fertigung hochwertiger Produkte sieht PALFINGER seine starke Marke als wichtigen Erfolgsfaktor – besonders in der zunehmend unsicheren weltwirtschaftlichen Situation. Die nun geschärfte Positionierung soll den Wert der Marke auch zukünftig sichern und weitere Synergieeffekte bei den Marktaktivitäten generieren.
Vor dem Hintergrund der unsicheren Wirtschafts- und Nachfrageentwicklung reduzierte sich im Jahr 2012 auch die Visibilität des Geschäfts. Das Management erwartet unter den aktuellen Rahmenbedingungen auch für das Geschäftsjahr 2013 ein leichtes Umsatzwachstum, das vor allem von den Areas außerhalb Europas und der Business Area Marine geprägt sein wird.
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konzernabschluss zum 31. dezember 2012
Balthasar Gwechenberger PALFINGER Corporate Services
Konzernabschluss zum 31. Dezember 2012
KONZERNBILANZ
| in TEUR | Erläuterung | 31.12.2012 | 31.12.2011 |
|---|---|---|---|
| Langfristige Vermögenswerte | |||
| Immaterielle Vermögenswerte | 1, 15, 18, 25 | 165.440 | 150.372 |
| Sachanlagen | 2, 15, 26 | 208.776 | 196.774 |
| Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien | 3, 27 | 387 | 404 |
| Anteile an assoziierten Unternehmen | 28 | 14.977 | 13.060 |
| Aktive latente Steuern | 11, 16, 29 | 25.112 | 23.219 |
| Langfristige finanzielle Vermögenswerte | 6, 30 | 5.910 | 6.049 |
| Sonstige langfristige Vermögenswerte | 31 | 1.401 | 1.917 |
| 422.003 | 391.795 | ||
| Kurzfristige Vermögenswerte | |||
| Vorräte | 4, 21, 32 | 202.519 | 198.578 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 5, 6, 20, 33 | 141.240 | 120.875 |
| Sonstige kurzfristige Vermögenswerte | 34 | 20.040 | 13.083 |
| Steuerforderungen | 11 | 3.287 | 306 |
| Kassenbestand und kurzfristige Finanzmittel | 6, 35 | 24.476 | 15.137 |
| 391.562 | 347.979 | ||
| Summe Vermögenswerte | 813.565 | 739.774 | |
| Eigenkapital | |||
| Grundkapital | 36 | 35.730 | 35.730 |
| Kapitalrücklagen | 7, 37 | 30.616 | 30.477 |
| Eigene Aktien | 38 | –1.858 | –2.009 |
| Kumulierte Ergebnisse | 39, 40 | 299.895 | 285.476 |
| Ausgleichsposten aus der Währungsumrechnung | –5.983 | –3.065 | |
| 358.400 | 346.609 | ||
| Anteile ohne beherrschenden Einfluss | 6.474 | 6.171 | |
| 364.874 | 352.780 | ||
| Langfristige Schulden Verbindlichkeiten aus kündbaren nicht beherrschenden Anteilen |
10, 22, 41 | 18.999 | 16.045 |
| Langfristige Finanzverbindlichkeiten | 6, 42 | 204.777 | 86.328 |
| Langfristige Rückstellungen | 8, 9, 17, 23, 43 | 34.610 | 47.457 |
| Passive latente Steuern | 11, 29 | 7.388 | 7.287 |
| Sonstige langfristige Verbindlichkeiten | 44 | 3.019 | 3.917 |
| 268.793 | 161.034 | ||
| Kurzfristige Schulden | |||
| Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten | 6 | 44.463 | 102.783 |
| Kurzfristige Rückstellungen | 9, 19, 45 | 13.046 | 12.286 |
| Steuerverbindlichkeiten | 11 | 3.609 | 3.088 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten | 6, 46 | 118.780 | 107.803 |
| 179.898 | 225.960 | ||
| Summe Eigenkapital und Schulden | 813.565 | 739.774 |
KONZERN-GEWINN-UND-VERLUST-RECHNUNG
| in TEUR | Erläuterung | 1–12 2012 | 1–12 2011 |
|---|---|---|---|
| Umsatzerlöse | 47 | 935.215 | 845.677 |
| Bestandsveränderung und aktivierte Eigenleistungen | 48 | 5.338 | 20.885 |
| Sonstige operative Erträge | 49 | 17.520 | 10.348 |
| Materialaufwendungen und Aufwendungen | |||
| für bezogene Leistungen | 32, 50 | –498.470 | –458.727 |
| Personalaufwendungen | 51 | –242.563 | –216.858 |
| Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen |
25, 26, 52 | –29.496 | –28.847 |
| Sonstige operative Aufwendungen | 53 | –123.417 | –115.485 |
| Ergebnis aus assoziierten Unternehmen | 28 | 4.327 | 10.924 |
| Operatives Ergebnis – EBIT | 68.454 | 67.917 | |
| Zinserträge | 54 | 598 | 500 |
| Zinsaufwendungen aus Finanzverbindlichkeiten | 54 | –7.277 | –8.272 |
| Sonstige Zinsaufwendungen | 54 | –8.249 | –2.897 |
| Währungsdifferenzen | 54 | –466 | –278 |
| Sonstiges Finanzergebnis | 54 | 665 | 30 |
| Finanzergebnis | –14.729 | –10.917 | |
| Ergebnis vor Ertragsteuern | 53.725 | 57.000 | |
| Ertragsteuern | 11, 55 | –8.269 | –9.634 |
| Ergebnis nach Ertragsteuern | 45.456 | 47.366 | |
| davon | |||
| Anteile der Gesellschafter der PALFINGER AG (Konzernergebnis) | 40.409 | 41.955 | |
| Anteile der Gesellschafter ohne beherrschenden Einfluss | 5.047 | 5.411 | |
| in EUR | |||
| Ergebnis je Aktie (unverwässert und verwässert) | 39 | 1,14 | 1,19 |
| Dividende je Aktie | 39 | 0,38* | 0,38 |
* Vorschlag des Vorstands an den Aufsichtsrat zur Vorlage und Beschlussfassung durch die Hauptversammlung
PALFINGER GESCHÄFTSBERICHT 2012 Konzernabschluss zum 31. Dezember 2012 GESAMTERGEBNISRECHNUNG
GESAMTERGEBNISRECHNUNG
| in TEUR | Erläuterung | 1–12 2012 | 1–12 2011 |
|---|---|---|---|
| Ergebnis nach Ertragsteuern | 45.456 | 47.366 | |
| Unrealisierte Gewinne (+)/Verluste (–) aus der Währungsumrechnung | –3.357 | –1.719 | |
| Darauf entfallende latente Steuern | 329 | 0 | |
| Versicherungsmathematische Gewinne (+)/Verluste (–) gemäß IAS 19 | 43 | –2.730 | –211 |
| Darauf entfallende latente Steuern | 663 | 51 | |
| Unrealisierte Gewinne (+)/Verluste (–) aus Cashflow Hedge | 40 | ||
| Veränderung der unrealisierten Gewinne (+)/Verluste (–) | –2.578 | –81 | |
| Darauf entfallende latente Steuern | 2 | –36 | |
| Darauf entfallende tatsächliche Steuern | 643 | 56 | |
| Realisierte Gewinne (–)/Verluste (+) | –391 | –215 | |
| Darauf entfallende latente Steuern | –57 | 33 | |
| Darauf entfallende tatsächliche Steuern | 154 | 23 | |
| Sonstiges Ergebnis nach Ertragsteuern | –7.322 | –2.099 | |
| Gesamtergebnis | 38.134 | 45.267 | |
| davon | |||
| Anteile der Gesellschafter der PALFINGER AG | 33.225 | 39.746 | |
| Anteile der Gesellschafter ohne beherrschenden Einfluss | 4.909 | 5.521 |
Konzernabschluss zum 31. Dezember 2012 ENTWICKLUNG DES KONZERNEIGENKAPITALS
Konzernabschluss zum 31. Dezember 2012 ENTWICKLUNG DES KONZERNEIGENKAPITALS
ENTWICKLUNG DES KONZERNEIGENKAPITALS
| Den Anteilseignern der Palfinger | AG zurechenbarer Anteil | Den Anteilseignern der Palfinger | AG zurechenbarer Anteil | ||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Kumulierte Ergebnisse | |||||||||||
| Versicherungs | |||||||||||
| Andere kumulierte |
mathematische Gewinne/Verluste |
Bewertungs rücklagen |
Ausgleichsposten aus der Währungs |
Anteile ohne beherrschenden |
|||||||
| in TEUR | Erläuterung | Grundkapital | Kapitalrücklagen | Eigene Aktien | Ergebnisse | gemäß IAS 19 | gemäß IAS 39 | umrechnung | Summe | Einfluss | Eigenkapital |
| Stand 1.1.2011 | 35.730 | 30.423 | –1.509 | 252.510 | –894 | –444 | –1.236 | 314.580 | 5.311 | 319.891 | |
| Gesamtergebnis | |||||||||||
| Ergebnis nach Ertragsteuern | 0 | 0 | 0 | 41.955 | 0 | 0 | 0 | 41.955 | 5.411 | 47.366 | |
| Sonstiges Ergebnis nach Ertragsteuern | |||||||||||
| Unrealisierte Gewinne (+)/Verluste (–) aus der Währungsumrechnung | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | –1.829 | –1.829 | 110 | –1.719 | |
| Versicherungsmathematische Gewinne (+)/Verluste (–) gemäß IAS 19 | 43 | 0 | 0 | 0 | 0 | –160 | 0 | 0 | –160 | 0 | –160 |
| Unrealisierte Gewinne (+)/Verluste (–) aus Cashflow Hedge | 40 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | –220 | 0 | –220 | 0 | –220 |
| 0 | 0 | 0 | 0 | –160 | –220 | –1.829 | –2.209 | 110 | –2.099 | ||
| 0 | 0 | 0 | 41.955 | –160 | –220 | –1.829 | 39.746 | 5.521 | 45.267 | ||
| Transaktionen mit Anteilseignern | |||||||||||
| Dividenden | 39 | 0 | 0 | 0 | –7.788 | 0 | 0 | 0 | –7.788 | –3.811 | –11.599 |
| Umgliederung Anteile ohne Beherrschung | 10, 41 | 0 | 0 | 0 | 453 | 0 | 0 | 0 | 453 | –864 | –411 |
| Übrige Veränderungen | 7, 37, 38 | 0 | 54 | –500 | 64 | 0 | 0 | 0 | –382 | 14 | –368 |
| 0 | 54 | –500 | –7.271 | 0 | 0 | 0 | –7.717 | –4.661 | –12.378 | ||
| Stand 31.12.2011 | 35.730 | 30.477 | –2.009 | 287.194 | –1.054 | –664 | –3.065 | 346.609 | 6.171 | 352.780 | |
| Stand 1.1.2012 | 35.730 | 30.477 | –2.009 | 287.194 | –1.054 | –664 | –3.065 | 346.609 | 6.171 | 352.780 | |
| Gesamtergebnis | |||||||||||
| Ergebnis nach Ertragsteuern | 0 | 0 | 0 | 40.409 | 0 | 0 | 0 | 40.409 | 5.047 | 45.456 | |
| Sonstiges Ergebnis nach Ertragsteuern | |||||||||||
| Unrealisierte Gewinne (+)/Verluste (–) aus der Währungsumrechnung | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | –2.918 | –2.918 | –110 | –3.028 | |
| Versicherungsmathematische Gewinne (+)/Verluste (–) gemäß IAS 19 | 43 | 0 | 0 | 0 | 0 | –2.039 | 0 | 0 | –2.039 | –28 | –2.067 |
| Unrealisierte Gewinne (+)/Verluste (–) aus Cashflow Hedge | 40 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | –2.227 | 0 | –2.227 | 0 | –2.227 |
| 0 | 0 | 0 | 0 | –2.039 | –2.227 | –2.918 | –7.184 | –138 | –7.322 | ||
| 0 | 0 | 0 | 40.409 | –2.039 | –2.227 | –2.918 | 33.225 | 4.909 | 38.134 | ||
| Transaktionen mit Anteilseignern | |||||||||||
| Dividenden | 39 | 0 | 0 | 0 | –13.437 | 0 | 0 | 0 | –13.437 | –3.850 | –17.287 |
| Umgliederung Anteile ohne Beherrschung | 10, 41 | 0 | 0 | 0 | –8.229 | 0 | 0 | 0 | –8.229 | –669 | –8.898 |
| Übrige Veränderungen | 7, 37, 38 | 0 | 139 | 151 | –58 | 0 | 0 | 0 | 232 | –87 | 145 |
| 0 | 139 | 151 | –21.724 | 0 | 0 | 0 | –21.434 | –4.606 | –26.040 | ||
| Stand 31.12.2012 | 35.730 | 30.616 | –1.858 | 305.879 | –3.093 | –2.891 | –5.983 | 358.400 | 6.474 | 364.874 |
KONZERN-CASHFLOW-STATEMENT
| in TEUR | Erläuterung | 1–12 2012 | 1–12 2011 |
|---|---|---|---|
| Ergebnis vor Ertragsteuern | 53.725 | 57.000 | |
| Abschreibungen (+)/Zuschreibungen (–) auf langfristige Vermögenswerte | 52 | 29.003 | 28.633 |
| Gewinne (–)/Verluste (+) aus dem Abgang von | |||
| langfristigen Vermögenswerten | –2.717 | –332 | |
| Zinserträge (–)/Zinsaufwendungen (+) | 54 | 14.928 | 10.669 |
| Ergebnis aus assoziierten Unternehmen | 28 | –4.327 | –10.924 |
| Aufwendungen für Stock-Option-Programm | 37 | 39 | 53 |
| Zuschreibung Verbindlichkeit aus kündbaren nicht beherrschenden Anteilen | 41 | –787 | 0 |
| Übrige zahlungsunwirksame Erträge (–)/Aufwendungen (+) | –3.090 | –2.192 | |
| Zunahme (–)/Abnahme (+) von Vermögenswerten | –18.080 | –41.120 | |
| Zunahme (+)/Abnahme (–) von Rückstellungen | 596 | 3.168 | |
| Zunahme (+)/Abnahme (–) von Verbindlichkeiten | 3.280 | 10.891 | |
| Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit | 72.570 | 55.846 | |
| Erhaltene Zinsen | 598 | 500 | |
| Gezahlte Zinsen | –7.497 | –10.410 | |
| Erhaltene Dividenden von assoziierten Unternehmen | 2.380 | 3.008 | |
| Gezahlte Ertragsteuern | –12.657 | –11.282 | |
| Cashflow aus dem operativen Bereich | 55.394 | 37.662 | |
| Einzahlungen aus dem Verkauf von immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen |
11.856 | 2.275 | |
| Auszahlungen für den Erwerb von immateriellen | |||
| Vermögenswerten und Sachanlagen | –40.320 | –24.438 | |
| Auszahlungen für den Erwerb von Tochterunternehmen abzüglich erworbener Zahlungsmittel* |
–11.435 | –11.494 | |
| Auszahlungen für den Erwerb von Tochterunternehmen in Vorjahren |
43 | –30.739 | 0 |
| Auszahlungen für Anteile von assoziierten Unternehmen | –18 | 0 | |
| Einzahlungen aus dem Verkauf von Tochterunternehmen abzüglich abgehende Zahlungsmittel |
809 | 0 | |
| Einzahlungen aus dem Verkauf von assoziierten Unternehmen | 0 | 1.058 | |
| Einzahlungen aus dem Verkauf von assoziierten Unternehmen in Vorjahren | 922 | 0 | |
| Einzahlungen aus dem Verkauf von Wertpapieren | 0 | 25 | |
| Auszahlungen aus dem Erwerb von Wertpapieren | –173 | 0 | |
| Zunahme (–)/Abnahme (+) von übrigen langfristigen Vermögenswerten | –1.480 | –2.027 | |
| Cashflow aus dem Investitionsbereich | –70.578 | –34.601 | |
| Dividenden an Aktionäre der PALFINGER AG | 39 | –13.437 | –7.788 |
| Dividenden an Aktionäre ohne beherrschenden Einfluss | –3.850 | –3.811 | |
| Auszahlungen für den Erwerb eigener Anteile | 38 | –6 | –500 |
| Auszahlungen für den Erwerb von Anteilen ohne beherrschenden Einfluss | 41 | –5.397 | 0 |
| Einzahlungen aus der Ausübung im Rahmen des Stock-Option-Programms | 291 | 0 | |
| Aufnahme von Darlehensfinanzierung für Beteiligungserwerbe | 0 | 12.720 | |
| Rückführung von Darlehensfinanzierung für Beteiligungserwerbe | 0 | –12.425 | |
| Langfristige Refinanzierung von Tilgungen und abgereiften kurzfristigen Darlehen | 50.000 | 20.000 | |
| Begebung Schuldscheindarlehen | 42 | 77.500 | 0 |
| Tilgung abgereifter Schuldscheindarlehen | 42 | –43.500 | 0 |
| Zunahme (+)/Abnahme (–) von sonstigen Finanzverbindlichkeiten | 42 | –37.091 | –12.103 |
| Cashflow aus dem Finanzierungsbereich | 24.510 | –3.907 | |
| Cashflow gesamt | 9.326 | –846 | |
* Siehe Konsolidierungskreis
| in TEUR | 2012 | 2011 |
|---|---|---|
| Finanzmittel Stand 1.1. 35 |
15.137 | 15.865 |
| Einfluss von Wechselkursänderungen | 13 | 118 |
| Cashflow gesamt | 9.326 | –846 |
| Finanzmittel Stand 31.12. 35 |
24.476 | 15.137 |
GESCHÄFTSSEGMENTE
Der Vorstand der PALFINGER AG steuert den Konzern anhand der Geschäftssegmente EUROPEAN UNITS, AREA UNITS sowie des Geschäftsbereichs VENTURES.
Geschäftssegment European Units
Das Geschäftssegment EUROPEAN UNITS beinhaltet folgende "Cash Generating Units":
- • Business Area EMEA
- • Business Area Marine
GESCHÄFTSSEGMENT AREA UNITS
Das Geschäftssegment AREA UNITS beinhaltet folgende "Cash Generating Units":
- • Business Area Nordamerika (ohne ETI) Business Area Asien und Pazifik
- • ETI* Business Area Indien
- • Business Area Südamerika Business Area GUS
- * ETI = Equipment Technology, LLC, Oklahoma City (US)
GESCHÄFTSBEREICH VENTURES
Im Geschäftsbereich VENTURES bündelt PALFINGER alle Zukunftsprojekte in deren Entwicklungsphase. Durch die Trennung dieses Bereichs vom operativen Geschäft soll die gezielte Konzentration auf den Aufbau neuer Geschäftsfelder und die weitere Marktentwicklung gewährleistet werden. Im Bereich Ventures werden keine Umsätze ausgewiesen.
VERRECHNUNGSPREISE
Die Verrechnungspreise zwischen der Produktion, den Montagewerken und den Vertriebsgesellschaften erfolgen zu Herstellkosten auf Basis Normauslastung zuzüglich eines gemäß einer standardisierten Funktions- und Risikoanalyse abgeleiteten Aufschlags.
Nicht zugeordnete Beträge
Die zentrale Konzernfinanzierung und die Ertragsteuern werden nicht den einzelnen Geschäftssegmenten zugeordnet. Um eine konsistente Darstellung zu erreichen, werden auch die Vermögenswerte und Schulden in Zusammenhang mit Ertragsteuern seit 2012 nicht zugeordnet. Die Vorjahresbeträge wurden angepasst.
Konzernabschluss zum 31. Dezember 2012
GESCHÄFTSSEGMENTE
| EUROPEAN UNITS |
AREA UNITS |
VENTURES | Konsoli dierung |
Nicht zu geordnete Beträge |
Summe | ||
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| in TEUR | 1–12 2011 | 1–12 2011 | 1–12 2011 | 1–12 2011 | 1–12 2011 | 1–12 2011 | |
| Außenumsatz | 621.739 | 223.938 | 0 | 0 | 0 | 845.677 | |
| Innenumsatz | 53.240 | 4 | 0 | –53.244 | 0 | 0 | |
| Abschreibungen | –22.672 | –6.175 | 0 | 0 | 0 | –28.847 | |
| davon Wertminderungen | –1.178 | –425 | 0 | 0 | 0 | –1.603 | |
| Operatives Ergebnis (EBIT) | 80.058 | –1.102 | –10.301 | –738 | 0 | 67.917 | |
| Segmentvermögen | 538.030 | 223.813 | 0 | –67.632 | 45.563 | 739.774 | |
| davon Anteile an assoziierten Unternehmen | 13.060 | 0 | 0 | 0 | 0 | 13.060 | |
| Segmentschulden | 140.528 | 114.611 | 0 | –67.632 | 199.487 | 386.994 | |
| Investitionen in immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen |
18.205 | 6.173 | 0 | 0 | 0 | 24.378 |
| EUROPEAN UNITS |
AREA UNITS |
VENTURES | Konsoli dierung |
Nicht zu geordnete Beträge |
Summe | |
|---|---|---|---|---|---|---|
| in TEUR | 1–12 2012 | 1–12 2012 | 1–12 2012 | 1–12 2012 | 1–12 2012 | 1–12 2012 |
| Außenumsatz | 616.967 | 318.248 | 0 | 0 | 0 | 935.215 |
| Innenumsatz | 69.163 | 37 | 0 | –69.200 | 0 | 0 |
| Abschreibungen | –23.079 | –6.417 | 0 | 0 | 0 | –29.496 |
| Operatives Ergebnis (EBIT) | 74.186 | 10.999 | –15.115 | –1.616 | 0 | 68.454 |
| Segmentvermögen | 570.256 | 242.414 | 0 | –60.490 | 61.385 | 813.565 |
| davon Anteile an assoziierten Unternehmen | 14.977 | 0 | 0 | 0 | 0 | 14.977 |
| Segmentschulden | 132.263 | 116.686 | 0 | –60.490 | 260.232 | 448.691 |
| Investitionen in immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen |
38.768 | 13.945 | 0 | 0 | 0 | 52.713 |
Die Umsatzerlöse je Produktsegment gliedern sich wie folgt auf:
| in TEUR | 1–12 2012 | 1–12 2011 |
|---|---|---|
| Kran | 561.256 | 526.000 |
| Hydraulische Systeme | 373.959 | 319.677 |
| Summe | 935.215 | 845.677 |
Das Produktsegment Kran beinhaltet im Wesentlichen die Produkte Knickarmkrane, Forst- und Recyclingkrane sowie Marinekrane und das dazugehörige Servicegeschäft. In der Produktgruppe Hydraulische Systeme sind die Produkte Hubladebühnen, Hubarbeitsbühnen, Containerwechselsysteme, Mitnahmestapler und Eisenbahnsysteme enthalten.
INFORMATIONEN ÜBER GEOGRAFISCHE GEBIETE
Die langfristigen Vermögenswerte setzen sich wie folgt zusammen:
| in TEUR | 31.12.2012 | 31.12.2011 |
|---|---|---|
| Immaterielle Vermögenswerte | ||
| Inland | 41.397 | 39.007 |
| Deutschland | 36.085 | 35.940 |
| USA | 21.858 | 22.708 |
| Russland | 18.791 | 18.411 |
| Frankreich | 16.622 | 16.707 |
| Norwegen | 12.813 | 0 |
| Niederlande | 7.181 | 8.899 |
| Restliches Ausland | 10.693 | 8.700 |
| Sachanlagen | 165.440 | 150.372 |
| Inland | 75.314 | 67.915 |
| USA | 33.093 | 26.915 |
| Slowenien | 25.166 | 26.055 |
| Bulgarien | 25.588 | 24.116 |
| Deutschland | 20.303 | 20.091 |
| Brasilien | 5.652 | 6.139 |
| Frankreich | 5.038 | 6.661 |
| Restliches Ausland | 18.622 | 18.882 |
| Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien | 208.776 | 196.774 |
| Deutschland | 387 | 404 |
| Aktive latente Steuern | 387 | 404 |
| Inland | 6.148 | 5.897 |
| Ausland | 18.964 | 17.322 |
| 25.112 | 23.219 | |
| Sonstige langfristige Vermögenswerte | ||
| Inland | 799 | 830 |
| Deutschland | 110 | 441 |
| Brasilien | 223 | 312 |
| Restliches Ausland | 269 | 334 |
| 1.401 | 1.917 |
ERLÄUTERUNGEN ZUM KONZERNABSCHLUSS
ALLGEMEINES
Die PALFINGER AG mit Sitz in 5020 Salzburg, Österreich, Franz-Wolfram-Scherer-Straße 24, ist ein börsenotiertes Unternehmen mit dem Tätigkeitsschwerpunkt, innovative Hebe-Lösungen zu produzieren und zu vertreiben, die auf Nutzfahrzeugen und Schiffen zum Einsatz kommen.
Der Konzernabschluss der PALFINGER AG zum 31. Dezember 2012 wurde nach den vom International Accounting Standard Board (IASB) herausgegebenen International Financial Reporting Standards (IFRS) sowie den Interpretationen des International Financial Reporting Interpretations Committee (IFRIC), wie sie in der Europäischen Union (EU) anzuwenden sind, erstellt. IFRS und IFRIC, die nicht verpflichtend für am 1. Jänner 2012 beginnende Geschäftsjahre anzuwenden sind, wurden nicht vorzeitig angewendet. Gemäß § 245a UGB kommt diesem Konzernabschluss nach österreichischem Recht befreiende Wirkung zu.
Der Konzernabschluss wird auf den Stichtag des Mutterunternehmens der PALFINGER AG aufgestellt. Das Geschäftsjahr entspricht dem Kalenderjahr. Mit Ausnahme der Palfinger Cranes India Pvt. Ltd., Indien, werden die Jahresabschlüsse der einzelnen in den Konzernabschluss einbezogenen in- und ausländischen Gesellschaften zum Stichtag des Konzernabschlusses aufgestellt. Für die Palfinger Cranes India Pvt. Ltd., Indien, wird eine Überleitungsrechnung auf den 31. Dezember erstellt.
Im Konzern erfolgen die Bilanzierung und Bewertung nach einheitlichen Kriterien. Die Erstellung des Konzernabschlusses erfolgt unter der Prämisse der Unternehmensfortführung. Zur übersichtlicheren Darstellung sind in der Konzernbilanz, der Konzern-Gewinn-und-Verlust-Rechnung, der Gesamtergebnisrechnung, der Entwicklung des Konzerneigenkapitals sowie im Konzern-Cashflow-Statement Posten zusammengefasst und in den Erläuterungen nach dem Prinzip der Wesentlichkeit gesondert angeführt und erläutert. Die Erstellung des Konzernabschlusses erfolgt grundsätzlich unter Anwendung des Anschaffungskostenprinzips. Hiervon ausgenommen sind derivative Finanzinstrumente und zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte, die zum beizulegenden Zeitwert bewertet wurden.
Die Gliederung der Konzernbilanz wird gemäß IAS 1 nach Fristigkeiten vorgenommen. Vermögenswerte und Schulden werden als kurzfristig klassifiziert, wenn diese voraussichtlich innerhalb von zwölf Monaten nach dem Bilanzstichtag realisiert oder ausgeglichen werden. Die Konzern-Gewinn-und-Verlust-Rechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.
Der Konzernabschluss wird zum Zweck der Übersichtlichkeit und Vergleichbarkeit grundsätzlich in tausend Euro (TEUR) ausgewiesen. Durch die kaufmännische Rundung von Einzelpositionen und Prozentangaben kann es zu geringfügigen Rechendifferenzen kommen.
Der Konzernabschluss und die Einzelabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen werden entsprechend den gesetzlichen Bestimmungen veröffentlicht. Der Konzernabschluss der PALFINGER AG zum 31. Dezember 2012 wurde von der Ernst & Young Wirtschaftsprüfungsgesellschaft m.b.H., Salzburg, Österreich, geprüft. Der Vorstand der PALFINGER AG hat den Konzernabschluss zum 31. Dezember 2012 am 23. Jänner 2013 zur Weitergabe an den Aufsichtsrat freigegeben. Der Aufsichtsrat hat die Aufgabe, den Konzernabschluss zu prüfen und mitzuteilen, ob er den Konzernabschluss zum 31. Dezember 2012 billigt.
KONSOLIDIERUNGSGRUNDSÄTZE
Konsolidierungskreis
Die PALFINGER AG erstellt den Konzernabschluss für die PALFINGER Gruppe. In den Konzernabschluss werden der Abschluss der PALFINGER AG und die Abschlüsse der von der PALFINGER AG beherrschten Unternehmen zum 31. Dezember eines jeden Jahres einbezogen. Beherrschung liegt vor, wenn die Gesellschaft die Möglichkeit zur Bestimmung der Finanz- und Geschäftspolitik eines Unternehmens hat, um daraus wirtschaftlichen Nutzen zu ziehen.
Assoziierte Unternehmen werden nach der Equity-Methode einbezogen. Ein assoziiertes Unternehmen ist ein Unternehmen, auf welches die PALFINGER AG durch die Teilhabe an dessen finanz- und geschäftspolitischen Entscheidungsprozessen maßgeblichen Einfluss nehmen kann, wobei weder Beherrschung noch gemeinschaftliche Beherrschung vorliegt. Als widerlegbare Vermutung gilt dabei eine Beteiligung im Ausmaß von 20 bis 50 Prozent der Stimmrechte. Gemeinschaftsunternehmen werden quotal in den Konzernabschluss einbezogen.
Der Konsolidierungskreis, einschließlich der PALFINGER AG als Muttergesellschaft, umfasst zum 31. Dezember 2012 50 vollkonsolidierte Gesellschaften (Vorjahr: 43), fünf equity-bilanzierte Gesellschaften (Vorjahr: vier) sowie zwei quotal einbezogene Gesellschaften (siehe Punkt "Neugründungen") und ist aus der Beteiligungsübersicht ersichtlich.
| Ober gesellschaft1) |
Direkte Beteiligung2) |
Indirekte Beteiligung3) |
FW4) | |
|---|---|---|---|---|
| Gesellschaft, Sitz | in Prozent | in Prozent | ||
| Vollkonsolidierte Unternehmen | ||||
| PALFINGER AG, Salzburg, (AT) | EUR | |||
| Bergen Group Dreggen Do Brasil Ltda, Rio de Janeiro (BR) (Erstkonsolidierung: 27. November 2012) | DREG | 100,00 | 100,00 | BRL |
| Bergen Group Dreggen Pte. Ltd., Singapur (SG) (Erstkonsolidierung: 27. November 2012) | DREG | 100,00 | 100,00 | SGD |
| Composite Works, LLC, Oklahoma City (US) | ETI | 63,48 | 50,78 | USD |
| Dreggen BG LLC, Kaliningrad (RU) (Erstkonsolidierung: 27. November 2012) | DREG | 100,00 | 100,00 | RUB |
| EPSILON Kran GmbH., Salzburg (AT) | PEU | 65,00 | 65,00 | EUR |
| Equipment Technology, LLC, Oklahoma City (US) | PUSA | 80,00 | 80,00 | USD |
| Fast RSQ B.V., Barneveld (NL) | NDM | 80,00 | 79,20 | EUR |
| Fast RSQ Vietnam Co., Ltd., Hung Yen (VN) (Erstkonsolidierung: 12. Juli 2012) | FRSQ | 100,00 | 79,20 | VND |
| Guima Palfinger S.A.S., Caussade (FR) | PMB | 80,00 | 80,00 | EUR |
| INMAN ZAO, Ischimbai (RU) | PCIS | 100,00 | 100,00 | RUB |
| Interlift, Inc., Cerritos (US) | MBB | 100,00 | 100,00 | USD |
| Madal Palfinger S.A., Caxias do Sul (BR) | PSAG | 99,64 | 99,64 | BRL |
| Madal Palfinger Holding Ltda., São Paulo (BR) | MP | 100,00 | 99,64 | BRL |
| MBB Palfinger s.r.o., Bratislava (SK) (vormals MBB Hubfix s.r.o.) | MBB | 100,00 | 100,00 | EUR |
| MBB Inter S.A.S., Silly en Gouffern (FR) | MBB | 100,00 | 100,00 | EUR |
| MBB Interlift N.V., Erembodegem (BE) | MBB | 100,00 | 100,00 | EUR |
| MBB Palfinger GmbH, Ganderkesee (DE) | PEU | 100,00 | 100,00 | EUR |
| Ned-Deck Marine B.V., Barneveld (NL) | PMB | 99,00 | 99,00 | EUR |
| Ned-Deck Marine Vietnam Co. Ltd., Hanoi (VN) | NDM | 100,00 | 99,00 | USD |
| Omaha Standard, Inc., Council Bluffs (US) | PUSA | 100,00 | 100,00 | USD |
| PalAir GmbH, Salzburg, (AT) (Erstkonsolidierung: 22. Juni 2012) | PAG | 100,00 | 100,00 | USD |
| Palfinger Area Units GmbH, Salzburg (AT) | PAG | 100,00 | 100,00 | EUR |
| Palfinger Asia Pacific Pte. Ltd., Singapur (SG) | PAUG | 100,00 | 100,00 | EUR |
| Palfinger CIS GmbH, Salzburg (AT) | PMB | 100,00 | 100,00 | EUR |
| Palfinger Crane Rus LLC, St. Petersburg (RU) | PARUS | 100,00 | 80,00 | RUB |
| Palfinger Cranes India Pvt. Ltd., Chennai (IN) | PMB/PAP | 100,00 | 100,00 | INR |
| Palfinger Dreggen AS, Bergen (NO) (Erstkonsolidierung: 27. November 2012) | PMB | 100,00 | 100,00 | NOK |
| Palfinger European Units GmbH, Salzburg (AT) | PAG | 100,00 | 100,00 | EUR |
| Palfinger Europe GmbH, Salzburg (AT) | PMB | 100,00 | 100,00 | EUR |
| Palfinger GmbH, Ainring (DE) | PP/PEU | 100,00 | 100,00 | EUR |
| Palfinger Gru Idrauliche S.r.l., Bozen (IT) | PEU | 100,00 | 100,00 | EUR |
| Palfinger, Inc., Niagara Falls (CA) | PNAG | 100,00 | 100,00 | USD |
| Palfinger Marine- und Beteiligungs-GmbH, Salzburg (AT) | PAG | 100,00 | 100,00 | EUR |
| Palfinger Marine d.o.o., Maribor, Marburg (SI) | PMB | 100,00 | 100,00 | EUR |
| Palfinger Marine Pte. Ltd., Singapur (SG) | PMB | 60,00 | 60,00 | SGD |
| Palfinger Marine Services AS, Rosendal (NO) | PMB | 100,00 | 100,00 | NOK |
| Palfinger Marine Services B.V., Elst (NL) (Erstkonsolidierung: 15. Februar 2012) | PMB | 100,00 | 100,00 | EUR |
| Palfinger North America GmbH, Salzburg (AT) | PAUG | 100,00 | 100,00 | EUR |
| Palfinger Platforms GmbH, Krefeld (DE) | MBB/PEU | 100,00 | 100,00 | EUR |
| Palfinger Produktionstechnik Bulgaria EOOD, Cherven Brjag (BG) | PMB | 100,00 | 100,00 | EUR |
| Palfinger Proizvodnja d.o.o., Marburg (SI) | PMB | 100,00 | 100,00 | EUR |
| Palfinger Proizvodna Tehnologija Hrvatska d.o.o., Delnice (HR) | PMB | 100,00 | 100,00 | HRK |
| Palfinger Russland GmbH, Salzburg (AT) | PCIS | 80,00 | 80,00 | EUR |
| Palfinger South America GmbH, Salzburg (AT) | PAUG | 100,00 | 100,00 | EUR |
| Palfinger (Shenzhen) Ltd., Shenzhen (CN) | PAP | 100,00 | 100,00 | CNY |
| Palfinger-Tercek Indústria de Elevadores Veiculares Ltda, Caxias do Sul (BR) (Erstkonsolidierung: 22. Oktober 2012) |
MPH | 100,00 | 99,64 | BRL |
| Palfinger USA, Inc., Tiffin (US) | PNAG | 100,00 | 100,00 | USD |
| Palfleet Truck Equipment, Co., Birmingham (US) | OSI | 100,00 | 100,00 | USD |
| Ratcliff Palfinger Ltd., Welwyn Garden City (UK) | PMB | 100,00 | 100,00 | GBP |
| Ober gesellschaft1) |
Direkte Beteiligung2) |
Indirekte Beteiligung3) |
FW4) | |
|---|---|---|---|---|
| Gesellschaft, Sitz | in Prozent | in Prozent | ||
| Quotal konsolidierte Unternehmen | ||||
| Palfinger Sany International Mobile Cranes Sales GmbH, Salzburg (AT) | PEUG | 50,00 | 50,00 | EUR |
| Sany Palfinger SPV Equipment Co., Ltd., Changsha (CN) | PAP | 50,00 | 50,00 | CNY |
| Equity-bilanzierte Unternehmen | ||||
| Dreggen (Hong Kong) Company Limited, Hong Kong (Erstkonsolidierung: 27. November 2012) | DREG | 33,00 | 33,00 | HKD |
| Nimet Srl, Lazuri (RO) | PPT | 40,00 | 40,00 | RON |
| Palfinger Argentina S.A., Buenos Aires (AR) | MP | 100,00* | 100,00* | ARS |
| Palfinger France S.A., Étoile sur Rhône (FR) | PEU | 49,00 | 49,00 | EUR |
| STEPA Farmkran Gesellschaft m.b.H, Elsbethen (AT) | PEU | 45,00 | 45,00 | EUR |
*Gesellschaft wegen Unwesentlichkeit nicht vollkonsolidiert
1) Obergesellschaft:
DREG = Palfinger Dreggen AS, Bergen (NO) ETI = Equipment Technology, LLC, Oklahoma City (US) FRSQ = Fast RSQ B.V., Barneveld (NL) MBB = MBB Palfinger GmbH, Ganderkesee (DE) MP = Madal Palfinger S.A., Caxias do Sul (BR) MPH = Madal Palfinger Holding Ltda., São Paulo (BR) NDM = Ned-Deck Marine B.V., Barneveld (NL) OSI = Omaha Standard, Inc., Council Bluffs (US) PAG = PALFINGER AG, Salzburg (AT) PAP = Palfinger Asia Pacific Pte. Ltd., Singapur (SG) PARUS = Palfinger Russland GmbH, Salzburg (AT) PAUG = Palfinger Area Units GmbH, Salzburg (AT) PCIS = Palfinger CIS GmbH, Salzburg (AT) PEU = Palfinger Europe GmbH, Salzburg (AT) PEUG = Palfinger European Units GmbH, Salzburg (AT) PMB = Palfinger Marine- und Beteiligungs-GmbH, Salzburg (AT) PNAG = Palfinger North America GmbH, Salzburg (AT) PP = Palfinger Platforms GmbH, Krefeld (DE) PPT = Palfinger Produktionstechnik Bulgaria EOOD, Cherven Brjag (BG) PSAG = Palfinger South America GmbH, Salzburg (AT) PUSA = Palfinger USA, Inc., Tiffin (US)
2) aus Sicht der Obergesellschaft 3) aus Sicht der PALFINGER AG 4) FW = funktionale Währung
NEUGRÜNDUNGEN
Am 28. Februar 2012 wurden die Verträge für zwei Joint Ventures mit dem chinesischen Baumaschinenproduzenten Sany Group Co., Ltd. unterzeichnet
Einerseits wurde am 21. August 2012 die Sany Palfinger SPV Equipment Co., Ltd. in Changsha, China, gegründet. Die Palfinger Asia Pacific Pte. Ltd. ist mit 50 Prozent an der Gesellschaft beteiligt. Die Gesellschaft wird Lkw-montierte Knickarm- und Teleskopkrane auf Basis der Technologie von PALFINGER und Sany für den chinesischen Markt entwickeln und produzieren. Hierzu werden ein eigenes Werk mit einer Produktionskapazität für rund 10.000 Krane nahe dem Standort von Sany errichtet und ein dichtes Vertriebs- und Servicenetz in China aufgebaut. Die Gesellschaft hat im 3. Quartal 2012 ihre Tätigkeit aufgenommen und wird im Jahr 2013 die volle operative Leistungsfähigkeit erreicht haben. Die Gesellschaft wird als Gemeinschaftsunternehmen quotal in den Konzernabschluss einbezogen.
Andererseits wurde die Palfinger Sany International Mobile Cranes Sales GmbH als eine internationale Vertriebs- und Servicegesellschaft mit Sitz in Salzburg gegründet, die Mobilkrane von Sany in Europa und GUS vertreibt. Die Palfinger European Units GmbH ist mit 50 Prozent an der Gesellschaft beteiligt. Die Eintragung ins Firmenbuch erfolgte durch das Landes- als Handelsgericht am 4. September 2012. Die Gesellschaft hat ihre operative Tätigkeit bereits aufgenommen. Die Gesellschaft wird als Gemeinschaftsunternehmen quotal in den Konzernabschluss einbezogen.
Die Palfinger Marine- und Beteiligungs-GmbH, Salzburg, errichtete mit Gesellschaftsvertrag vom 13. Februar 2012 die Palfinger Marine Services B.V., Elst, Niederlande, als 100-prozentiges Tochterunternehmen. Die Eintragung ins Firmenbuch erfolgte durch das Handelsgericht am 15. Februar 2012. Die Gesellschaft wurde gegründet, um die Expansion des Servicegeschäfts im Bereich Marine voranzutreiben.
Die Palfinger AG, Salzburg, errichtete mit Gesellschaftsvertrag vom 6. Juni 2012 die PalAir GmbH, Salzburg, als 100-prozentiges Tochterunternehmen. Die Eintragung ins Firmenbuch erfolgte durch das Landes- als Handelsgericht am 22. Juni 2012. Der Gegenstand der Gesellschaft wird der Kauf- und Verkauf bzw. die An- und Vermietung von Luftfahrzeugen sowie deren Betrieb sein. Da das Wirtschaftsumfeld im Zusammenhang mit Luftfahrzeugen überwiegend vom US-Dollar bestimmt wird, ist die funktionale Währung der Gesellschaft der US-Dollar.
Am 12. Juli 2012 errichtete die Fast RSQ B.V., Barneveld, Niederlande, die Fast RSQ Vietnam Co., Ltd., Hung Yen, Vietnam, um die Produktion von Fast RSQ Produkten aufzunehmen.
UMGRÜNDUNGEN
Im Zuge der Optimierung der Konzernstruktur wird die gesellschaftsrechtliche Organisation an die derzeitige Managementstruktur angepasst sowie eine Aufgliederung in Beteiligungsgesellschaften und operative Gesellschaften durchgeführt. Daher hat die Palfinger Marine- und Beteiligungs-GmbH, Salzburg, am 25. Juni 2012 die Palfinger USA, Inc., Tiffin, USA, und deren Tochterunternehmen an die Palfinger North America GmbH, Salzburg, sowie die Madal Palfinger S.A., Caxias do Sul, Brasilien, an die Palfinger South America GmbH, Salzburg, übertragen.
Weiters hat die Palfinger Marine- und Beteiligungs-GmbH, Salzburg, mit 14. September 2012 100 Prozent der Anteile der Palfinger, Inc., Niagara Falls, Kanada, in die Palfinger North America GmbH und 49 Prozent der Anteile der Palfinger Russland GmbH, Salzburg, in die Palfinger CIS GmbH, Salzburg, eingebracht. Die Palfinger CIS GmbH hält somit 80 Prozent der Palfinger Russland GmbH.
Die Palfinger Europe GmbH, Salzburg, verkaufte am 17. September 2012 90 Prozent der Anteile an der Palfinger Platforms GmbH, Krefeld, Deutschland, an die MBB Palfinger GmbH, Ganderkesee, Deutschland. Daraufhin brachte die Palfinger Europe GmbH am 20. September 2012 in mehreren Schritten 90 Prozent der Palfinger GmbH, Ainring, Deutschland, in die Palfinger Platforms GmbH ein. Somit hält die Palfinger Europe GmbH 10 Prozent an der Palfinger Platforms GmbH und 10 Prozent an der Palfinger GmbH. Die MBB Palfinger GmbH hält nun 90 Prozent an der Palfinger Platforms GmbH und diese wiederum 90 Prozent an der Palfinger GmbH.
Am 18. Dezember 2012 hat die Palfinger Marine- und Beteiligungs-GmbH, Salzburg, 100 Prozent der Anteile der Palfinger Asia Pacific Pte. Ltd., Singapur, in die Palfinger Area Units GmbH, Salzburg, eingebracht.
AKQUISITIONEN 2012
Tercek
Am 17. September 2012 wurde der Kaufvertrag zur Übernahme von 100 Prozent der Anteile des brasilianischen Unternehmens Tercek Usinagem de Precisão Ltda. unterzeichnet. Das Unternehmen entwickelt unter der Marke Líbero elektrische Buseinstiegshilfen, die sich durch hervorragende Produkteigenschaften auszeichnen. Am 22. Oktober 2012 erfolgte das Closing für den Erwerb von 100 Prozent der Unternehmensanteile. Am gleichen Tag wurde die Gesellschaft in Palfinger-Tercek Indústria de Elevadores Veiculares Ltda umbenannt.
Dreggen
Am 27. November 2012 erfolgte das Closing für den am 30. Oktober 2012 fixierten Erwerb von 100 Prozent an der Bergen Group Dreggen AS, Bergen, Norwegen, einem renommierten Hersteller von Marine- und Offshore-Kranen und Hebezeugen. Am selben Tag wurde die Gesellschaft in Palfinger Dreggen AS umbenannt.
Dreggen ist auf kundenspezifische Kranlösungen für Schiffbau-, Öl- und Gasindustrie spezialisiert und verfügt über 25-jährige Erfahrung. Das Unternehmen mit 75 Mitarbeitern hat Repräsentanzen in Brasilien und Singapur und ein weltweites Vertriebs- und Servicenetzwerk. Durch die Akquisition wird das Marinegeschäft bedeutend ausgebaut.
Die Kaufpreisaufteilung auf Basis der ermittelten beizulegenden Zeitwerte kumuliert für alle Akquisitionen stellte sich zum Erwerbszeitpunkt wie folgt dar:
| in TEUR | 2012 |
|---|---|
| Kaufpreise in bar beglichen | 13.247 |
| Noch nicht bezahlte bedingte Gegenleistung | 1.185 |
| Noch nicht fällige bedingte Gegenleistung | 4.244 |
| Zwischensumme | 18.676 |
| Reinvermögen | –5.057 |
| Firmenwert | 13.619 |
Die Bewertung der Kaufpreisaufteilung ist endgültig.
Der Firmenwert ist steuerlich nicht nutzbar.
Die noch nicht fälligen bedingten Gegenleistungen sind in den Jahren 2013, 2014 sowie 2019 fällig und sind vom Ergebnis vor Abschreibungen und Zinsen abhängig. Der angesetzte Wert ergibt sich aus der derzeitigen Unternehmensplanung und verändert sich im Verhältnis dieses Parameters (siehe Erläuterung (43) Langfristige Rückstellungen).
Die erworbenen Reinvermögen setzen sich auf Basis der ermittelten beizulegenden Zeitwerte zum Erwerbszeitpunkt wie folgt zusammen:
| in TEUR Beizulegender Zeitwert |
||||
|---|---|---|---|---|
| Langfristige Vermögenswerte | ||||
| Immaterielle Vermögenswerte | 966 | |||
| Sachanlagen | 1.075 | |||
| 2.041 | ||||
| Kurzfristige Vermögenswerte | ||||
| Vorräte | 2.873 | |||
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 7.618 | |||
| Sonstige kurzfristige Vermögenswerte | 2.386 | |||
| Steuerforderungen | 192 | |||
| Kassenbestand und kurzfristige Finanzmittel | 1.812 | |||
| 14.881 | ||||
| Langfristige Schulden | ||||
| Langfristige Rückstellungen | 34 | |||
| Passive latente Steuern | 929 | |||
| Sonstige langfristige Verbindlichkeiten | 155 | |||
| 1.118 | ||||
| Kurzfristige Schulden | ||||
| Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten | 1 | |||
| Kurzfristige Rückstellungen | 366 | |||
| Steuerverbindlichkeiten | 2 | |||
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 9.046 | |||
| Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten | 1.332 | |||
| 10.747 | ||||
| Reinvermögen | 5.057 |
Die im Rahmen der Akquisitionen entstandenen Firmenwerte reflektieren im Wesentlichen den erwarteten Vorteil aus der Markterweiterung in Südamerika und im Offshore-Bereich sowie Mitarbeiter-Know-how und Synergieeffekte mit anderen Konzerngesellschaften.
Der Nettozahlungsmittelfluss aus den Erwerben stellt sich wie folgt dar:
| in TEUR | 2012 |
|---|---|
| Cashflow aus dem operativen Bereich | |
| Transaktionskosten | –194 |
| Cashflow aus dem Investitionsbereich | |
| Kaufpreis in bar beglichen | –13.247 |
| Kassenbestand und kurzfristige Finanzmittel | 1.812 |
| Nettozahlungsmittelfluss aus den Erwerben | –11.629 |
Pro-forma-Angaben
Das Konzernergebnis der PALFINGER AG hätte sich wie folgt dargestellt, wenn die Transaktionen zum 1. Jänner 2012 erfolgt wären:
| in TEUR | 1–12 2012 ausgewiesen | 1–12 2012 pro forma | ||
|---|---|---|---|---|
| Umsatzerlöse | 935.215 | 959.657 | ||
| Ergebnis nach Ertragsteuern | 45.456 | 44.695 | ||
| Ergebnis je Aktie in EUR | 1,14 | 1,12 |
AKQUISITIONEN 2011
Das erworbene Reinvermögen der Akquisitionen 2011 wurde im Konzernjahresabschluss 2011 auf Basis der vorläufig ermittelten beizulegenden Zeitwerte zum Erwerbszeitpunkt ermittelt. Der damals vorläufig ermittelte beizulegende Zeitwert entspricht den endgültigen Werten der beizulegenden Zeitwerte, somit musste keine Anpassung des erworbenen Reinvermögens durchgeführt werden.
Zu den Details aus den Akquisitionen im Jahr 2011 wird auf den Konzernjahresabschluss 2011 verwiesen.
ENTKONSOLIDIERUNG
Am 22. Juni 2012 hat die Guima Palfinger S.A.S., Caussade, Frankreich, alle Anteile an der Guima France S.A.S., Caussade, Frankreich, an das assoziierte Unternehmen Palfinger France S.A., Étoile sur Rhône, Frankreich, verkauft. Der Kaufpreis betrug 824 TEUR abzüglich 15 TEUR liquide Mittel. Der positive Ergebniseffekt aus der Entkonsolidierung des Unternehmens in Höhe von 240 TEUR wurde im operativen Ergebnis erfasst.
Die abgehenden Vermögenswerte und Schulden setzen sich auf Basis der Buchwerte wie folgt zusammen:
| in TEUR | Buchwerte |
|---|---|
| Langfristige Vermögenswerte | 330 |
| Kurzfristige Vermögenswerte | 9.740 |
| Kurzfristige Schulden | 9.242 |
LIQUIDATION
Die NDM Romania S.r.l., Cluij-Napoca, Rumänien, wurde per 27. Dezember 2012 liquidiert.
Konsolidierungsmethode
Unternehmenszusammenschlüsse werden unter Anwendung der Erwerbsmethode bilanziert. Die Anschaffungskosten eines Unternehmenserwerbs bemessen sich als Summe der übertragenen Gegenleistung, bewertet mit dem beizulegenden Zeitwert zum Erwerbszeitpunkt, und der Anteile ohne beherrschenden Einfluss am erworbenen Unternehmen. Bei jedem Unternehmenszusammenschluss bewertet die PALFINGER AG die Anteile ohne beherrschenden Einfluss am erworbenen Unternehmen entweder zum beizulegenden Zeitwert oder zum entsprechenden Anteil des identifizierbaren Nettovermögens des erworbenen Unternehmens. Im Rahmen des Unternehmenszusammenschlusses angefallene Kosten werden als Aufwand erfasst.
Erwirbt die PALFINGER AG ein Unternehmen, beurteilt sie die geeignete Klassifizierung und Designation der finanziellen Vermögenswerte und übernommenen Schulden in Übereinstimmung mit den Vertragsbedingungen, den wirtschaftlichen Gegebenheiten und den zum Erwerbszeitpunkt vorherrschenden Bedingungen.
Bei sukzessiven Unternehmenszusammenschlüssen wird der von der PALFINGER AG zuvor an dem erworbenen Unternehmen gehaltene Eigenkapitalanteil zum beizulegenden Zeitwert zum Erwerbszeitpunkt neu bestimmt und der daraus resultierende Gewinn oder Verlust erfolgswirksam erfasst.
Die vereinbarte bedingte Gegenleistung wird zum Erwerbszeitpunkt zum beizulegenden Zeitwert erfasst. Nachträgliche Änderungen des beizulegenden Zeitwerts einer bedingten Gegenleistung, die einen Vermögenswert oder eine Schuld darstellt, werden in Übereinstimmung mit IAS 39 in der Gewinn-und-Verlust-Rechnung erfasst.
Der Firmenwert wird bei erstmaligem Ansatz zu Anschaffungskosten bewertet, die sich als Überschuss der übertragenen Gegenleistung zuzüglich des beizulegenden Zeitwerts der bisher gehaltenen Anteile ohne beherrschenden Einfluss über die erworbenen identifizierbaren Vermögenswerte und übernommenen Schulden des Konzerns bemessen. Liegt diese Gegenleistung unter dem beizulegenden Zeitwert des Reinvermögens des erworbenen Tochterunternehmens, wird der Unterschiedsbetrag in der Gewinn-und-Verlust-Rechnung erfasst.
Nach dem erstmaligen Ansatz wird der Firmenwert zu Anschaffungskosten abzüglich kumulierter Wertminderungsaufwendungen bewertet. Zum Zweck des Wertminderungstests wird der im Rahmen eines Unternehmenszusammenschlusses erworbene Firmenwert ab dem Erwerbszeitpunkt den zahlungsmittelgenerierenden Einheiten des Konzerns zugeordnet, die vom Unternehmenszusammenschluss erwartungsgemäß profitieren werden. Dies gilt unabhängig davon, ob andere Vermögenswerte oder Schulden des erworbenen Unternehmens diesen zahlungsmittelgenerierenden Einheiten zugeordnet werden.
Wenn ein Firmenwert einer zahlungsmittelgenerierenden Einheit zugeordnet wurde und ein Geschäftsbereich dieser Einheit veräußert wird, wird der dem veräußerten Geschäftsbereich zuzurechnende Firmenwert als Bestandteil des Buchwerts des Geschäftsbereichs bei der Ermittlung des Ergebnisses aus der Veräußerung dieses Geschäftsbereichs berücksichtigt. Der Wert des veräußerten Anteils des Firmenwerts wird auf der Grundlage der relativen Werte des veräußerten Geschäftsbereichs und des verbleibenden Teils der zahlungsmittelgenerierenden Einheit ermittelt.
Die Ergebnisse sowie Vermögenswerte und Schulden von assoziierten Unternehmen werden in den Konzernabschluss unter Anwendung der Equity-Methode einbezogen. Anteile an assoziierten Unternehmen werden in der Bilanz zu Anschaffungskosten ausgewiesen, die um Veränderungen des Anteils des Konzerns am Reinvermögen nach dem Erwerbszeitpunkt sowie um Verluste durch Wertminderungen angepasst werden. Verluste, die den Anteil des Konzerns an assoziierten Unternehmen übersteigen, werden nicht erfasst, außer der Konzern trägt das wirtschaftliche Risiko. Der mit dem assoziierten Unternehmen verbundene Firmenwert ist im Buchwert des Anteils enthalten und wird weder planmäßig abgeschrieben noch einem gesonderten Wertminderungstest unterzogen.
Eine Veränderung der Beteiligungshöhe an einem Tochterunternehmen ohne Verlust der Beherrschung wird als Eigenkapitaltransaktion bilanziert.
Konzerninterne Forderungen und Schulden, Aufwendungen und Erträge sowie Zwischenergebnisse werden vollständig eliminiert.
Währungsumrechnung im Konzern
Der Konzernabschluss wird in Euro, der funktionalen Währung der PALFINGER AG, aufgestellt.
Monetäre Vermögenswerte und Schulden in einer Fremdwährung werden zu jedem Stichtag unter Verwendung des Stichtagskurses in die funktionale Währung umgerechnet. Alle Währungsdifferenzen werden erfolgswirksam erfasst. Nicht-monetäre Posten, die zu historischen Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten in einer Fremdwährung bewertet werden, werden mit dem Kurs am Tag des Geschäftsvorfalls umgerechnet. Nicht-monetäre Posten, die mit ihrem beizulegenden Zeitwert in einer Fremdwährung bewertet werden, werden mit dem Kurs umgerechnet, der zum Zeitpunkt der Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts gültig ist.
Die Währungsumrechnung ausländischer Abschlüsse erfolgt gemäß IAS 21 nach dem Konzept der funktionalen Währung. Die Umrechnung der Vermögenswerte und Schulden aus der funktionalen Währung in Euro erfolgt zum jeweiligen Mittelkurs am Bilanzstichtag. Firmenwerte aus dem Erwerb von ausländischen Tochterunternehmen werden den erworbenen Unternehmen zugeordnet und mit dem jeweiligen Mittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet. Die Posten der Gewinn-und-Verlust-Rechnung der ausländischen konsolidierten Unternehmen werden zu Durchschnittskursen der Periode umgerechnet.
Differenzen aus der Währungsumrechnung des anteiligen Eigenkapitals werden erfolgsneutral im sonstigen Ergebnis erfasst. Beim Ausscheiden eines ausländischen Unternehmens aus dem Konsolidierungskreis werden diese Währungsdifferenzen erfolgswirksam dargestellt. Währungsdifferenzen, die auf Anteile ohne beherrschenden Einfluss entfallen, werden mit den Anteilen ohne beherrschenden Einfluss verrechnet.
Langfristige Finanzforderungen gegenüber ausländischen Tochterunternehmen, deren Abwicklung auf absehbare Zeit weder geplant noch erwartet wird, werden als Teil der Nettoinvestition in dieses ausländische Tochterunternehmen behandelt. Differenzen aus der Währungsumrechnung dieser Posten werden erfolgsneutral im sonstigen Ergebnis erfasst. Bei Veräußerung der Nettoinvestition werden diese Währungsdifferenzen vom Eigenkapital in den Gewinn oder Verlust umgegliedert.
Insbesondere folgende Wechselkurse sind für den Konzernabschluss wesentlich:
| Stichtagskurs | Durchschnittskurs | ||||
|---|---|---|---|---|---|
| 1 Euro entspricht | 31.12.2012 | 31.12.2011 | 1–12 2012 | 1–12 2011 | |
| BRL | 2,7036 | 2,4159 | 2,5220 | 2,3247 | |
| GBP | 0,8161 | 0,8353 | 0,8137 | 0,8692 | |
| RUB | 40,3295 | 41,7650 | 40,2354 | 40,9665 | |
| USD | 1,3194 | 1,2939 | 1,2932 | 1,3926 |
Am 6. Juni 2012 wurde die PalAir GmbH, Salzburg, neu gegründet. Da das Wirtschaftsumfeld im Zusammenhang mit Luftfahrzeugen überwiegend vom US-Dollar bestimmt wird, ist die funktionale Währung der Gesellschaft der US-Dollar.
KAPITALSTEUERUNG
Die Zielsetzung von PALFINGER liegt in der Beibehaltung einer starken Eigenkapitalstruktur, um das Vertrauen der Investoren, der Kreditgeber und des Marktes zu erhalten und eine solide Kapitalbasis für die zukünftige Geschäftsentwicklung zu gewährleisten.
Die Nettofinanzverschuldung von PALFINGER wird zentral in Abstimmung mit dem Corporate Treasury gesteuert. Die Hauptaufgaben der Abteilung Corporate Treasury liegen in der langfristigen Liquiditätssicherung zur Unterstützung der Geschäftstätigkeit, einer effizienten Inanspruchnahme von Bank- und Finanzdienstleistungen sowie der finanziellen Risikobegrenzung bei gleichzeitiger Optimierung von Ertrag und Kosten. Dabei werden auch zentrale Synergieeffekte und lokale Chancen genutzt.
PALFINGER steuert seine Kapitalstruktur unter Berücksichtigung des Wandels der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen, der fixierten strategischen Projekte und der internen Zielsetzungen zu Eigenkapitalquote und Gearing Ratio. Das historisch niedrige Zinsniveau im Jahr 2012 wurde zur Emission eines Schuldscheindarlehens über insgesamt 77,5 Mio EUR genutzt. Abreifende Finanzierungen wurden über langfristige Bankdarlehen refinanziert, wodurch auch eine Verlängerung der Kapitalbindung der Finanzverbindlichkeiten erreicht wurde. Die Flexibilität auf der Finanzierungsseite wurde zusätzlich durch eine Ausweitung von Finanzierungslinien erhöht. Beim Abschluss von Finanzierungslinien wird weiterhin besonders auf die langfristige Verfügbarkeit geachtet.
Zur Aufrechterhaltung der Kapitalstruktur erfolgt eine stetige Dividendenpolitik, die sich am Konzernergebnis des Vorjahres orientiert. Gemäß der langfristigen Dividendenpolitik, rund ein Drittel des Bilanzgewinns an die Aktionäre auszuschütten, wurde im Jahr 2012 eine Dividende in Höhe von 0,38 EUR je Aktie ausgeschüttet.
PALFINGER überwacht sein Kapital mithilfe eines Verschuldungsgrads (Gearing Ratio), der dem Verhältnis von Nettofinanzverschuldung zum Eigenkapital entspricht, sowie der Eigenkapitalquote. Als langfristige Orientierung gelten dabei eine Eigenkapitalquote von über 50 Prozent sowie eine Gearing Ratio von unter 50 Prozent als erstrebenswert. Die Nettofinanzverschuldung in Höhe von 217.565 TEUR (Vorjahr: 166.876 TEUR) umfasst das lang- und kurzfristige Finanzvermögen und den Cash-Bestand sowie die lang- und kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten. Das Eigenkapital entspricht dem ausgewiesenen Eigenkapital nach IFRS in Höhe von 364.874 TEUR (Vorjahr: 352.780 TEUR).
BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSMETHODEN
(1) Immaterielle Vermögenswerte
Erworbene immaterielle Vermögenswerte werden zu Anschaffungskosten, selbst erstellte immaterielle Vermögenswerte zu ihren Herstellungskosten aktiviert, wenn die Voraussetzungen für eine Aktivierung selbst erstellter immaterieller Vermögenswerte gemäß IAS 38 vorliegen.
Immaterielle Vermögenswerte werden entsprechend ihrer jeweiligen Nutzungsdauer planmäßig abgeschrieben. Die Abschreibung erfolgt linear über einen Zeitraum von zwei bis 15 Jahren bzw. entsprechend dem Produktlebenszyklus bei Entwicklungsaufwendungen und wird im Posten Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen ausgewiesen. Im Rahmen von Unternehmenserwerben aktivierte Kundenbeziehungen werden planmäßig auf eine Nutzungsdauer von fünf bis zehn Jahren abgeschrieben. Die Restwerte, Nutzungsdauern und Abschreibungsmethoden der Vermögenswerte werden am Ende eines jeden Geschäftsjahres überprüft und bei Bedarf prospektiv angepasst. Die aufgrund von Änderungen der erwarteten Nutzungsdauer oder des erwarteten Verbrauchs des zukünftigen wirtschaftlichen Nutzens des Vermögenswerts erforderlichen Änderungen der Abschreibungsmethode oder der Abschreibungsdauer werden als Änderungen von Schätzungen behandelt.
Bei immateriellen Vermögenswerten mit unbestimmter Nutzungsdauer und bei in Entwicklung befindlichen immateriellen Vermögenswerten wird mindestens einmal jährlich für den einzelnen Vermögenswert ein Werthaltigkeitstest durchgeführt. Diese immateriellen Vermögenswerte werden nicht planmäßig abgeschrieben. Die Nutzungsdauer eines immateriellen Vermögenswerts mit unbestimmter Nutzungsdauer wird einmal jährlich dahingehend überprüft, ob die Einschätzung einer unbestimmten Nutzungsdauer weiterhin gerechtfertigt ist. Ist dies nicht der Fall, wird die Änderung der Einschätzung von unbestimmter zur begrenzten Nutzungsdauer prospektiv vorgenommen.
Wertminderungen werden im Jahre des auslösenden wertmindernden Ereignisses erfasst und im Posten Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen ausgewiesen. Bei Entfall der Gründe für die Wertminderungen werden entsprechende Wertaufholungen bis zu den fortgeführten Anschaffungskosten vorgenommen. Wertaufholungen werden in den sonstigen operativen Erträgen ausgewiesen.
FIRMENWERTE
Firmenwerte gemäß IFRS 3 werden nicht planmäßig abgeschrieben, sondern jährlich sowie bei Vorliegen von Anzeichen von Wertminderungen einem Werthaltigkeitstest unterzogen.
Zur Durchführung von Werthaltigkeitstests werden Firmenwerte "Cash Generating Units" zugeordnet. Als maßgebliches Kriterium zur Qualifikation einer Erzeugungseinheit als "Cash Generating Unit" wird deren technische und wirtschaftliche Eigenständigkeit zur Erzielung von Einnahmen herangezogen. Der Wertminderungsbedarf der "Cash Generating Unit" wird durch Gegenüberstellung des bisher fortgeführten Buchwerts (inklusive des zugeordneten Firmenwerts) mit dem höheren Betrag aus Nettoveräußerungspreis und Nutzungswert errechnet. Der Nutzungswert wird als Barwert der zugehörigen zukünftigen Ein- und Auszahlungen aufgrund der Daten einer mittelfristigen Unternehmensplanung ermittelt. Der Diskontierungssatz wird aus den gewogenen Kapitalkosten des Unternehmens abgeleitet. Sofern der ermittelte Betrag den Buchwert unterschreitet, ist in Höhe dieser Differenz eine Wertminderung vorrangig auf den Firmenwert vorzunehmen. Ein darüber hinausgehender Abwertungsbedarf ist auf die verbleibenden Vermögenswerte der "Cash Generating Units" im Verhältnis zum Buchwert zu verteilen.
Der Werthaltigkeitstest wird für den gesamten aktivierten Firmenwert vorgenommen. Werden beim Unternehmenserwerb die Anteile ohne Beherrschung mit dem Zeitwert angesetzt, werden Wertminderungen auf die einzelnen Gesellschaftergruppen aufgeteilt. Die Aufteilung erfolgt hierbei nach demselben Schlüssel, nach dem auch die Ergebnisse des betrachteten Tochterunternehmens zwischen den Gesellschaftern verteilt werden, wenn das betrachtete Tochterunternehmen selbst eine "Cash Generating Unit" darstellt, der ein Firmenwert zugerechnet ist.
Firmenwerte, die aufgrund einer Wertminderung einmal abgeschrieben wurden, werden gemäß IFRS 3 nicht mehr zugeschrieben.
FORSCHUNG UND ENTWICKLUNG
Aufwendungen für Forschung werden sofort ergebniswirksam erfasst.
Entwicklungsaufwendungen, die auf eine wesentliche Weiterentwicklung eines Produktes oder Prozesses abzielen, werden aktiviert, wenn das Produkt oder der Prozess technisch und wirtschaftlich realisierbar ist, die Entwicklung vermarktbar ist, die Aufwendungen zuverlässig bewertbar sind und PALFINGER über ausreichende Ressourcen zur Fertigstellung des Entwicklungsprojekts verfügt. Alle übrigen Entwicklungsaufwendungen werden sofort ergebniswirksam erfasst.
Aktivierte Entwicklungsaufwendungen abgeschlossener Projekte werden zu Herstellungskosten abzüglich kumulierter Abschreibungen ausgewiesen. Solange ein Entwicklungsprojekt nicht abgeschlossen ist, erfolgt eine jährliche Überprüfung der Werthaltigkeit der aufgelaufenen aktivierten Beträge, soweit nicht darüber hinaus zu weiteren Zeitpunkten Hinweise dafür bestehen, dass eine Wertminderung eingetreten sein könnte.
(2) Sachanlagen
Sachanlagen werden mit ihren Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen, bilanziert. Die Herstellungskosten enthalten neben Einzelkosten angemessene Teile der Material- und Fertigungsgemeinkosten sowie bei qualifizierten Vermögenswerten Fremdkapitalkosten. Aufwendungen der allgemeinen Verwaltung werden nicht aktiviert.
Vermögenswerte werden ab dem Zeitpunkt ihrer Betriebsbereitschaft abgeschrieben. Die Abschreibungen erfolgen linear über die voraussichtliche Nutzungsdauer der jeweiligen Anlagen und werden im Posten Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen ausgewiesen. Bei der Bestimmung der voraussichtlichen Nutzungsdauer von Sachanlagen wird die erwartete wirtschaftliche bzw. technische Nutzungsdauer berücksichtigt. Sofern Sachanlagen aus wesentlichen identifizierbaren Komponenten mit jeweils unterschiedlichen Nutzungsdauern bestehen, werden diese Komponenten gesondert ausgewiesen und über ihre jeweilige Nutzungsdauer abgeschrieben.
| Jahre | |
|---|---|
| Eigene Baulichkeiten und Investitionen in fremde Gebäude | 20–50 |
| Maschinelle und technische Anlagen | 3–15 |
| Betriebs- und Geschäftsausstattung | 3–10 |
Die Restwerte, Nutzungsdauern und Abschreibungsmethoden der Vermögenswerte werden am Ende eines jeden Geschäftsjahres überprüft und bei Bedarf prospektiv angepasst. Die aufgrund von Änderungen der erwarteten Nutzungsdauer oder des erwarteten Verbrauchs des zukünftigen wirtschaftlichen Nutzens des Vermögenswerts erforderlichen Änderungen der Abschreibungsmethode oder der Abschreibungsdauer werden als Änderungen von Schätzungen behandelt.
Bei Durchführung einer Großinspektion werden die entsprechenden Kosten im Buchwert der Sachanlagen als Ersatz aktiviert, sofern die Ansatzkriterien erfüllt sind. Ersatzinvestitionen und wertsteigernde Investitionen werden aktiviert und auf die neue oder bestehende Nutzungsdauer abgeschrieben. Alle anderen Wartungs- und Instandhaltungskosten werden sofort erfolgswirksam erfasst.
Bei Anlagenabgängen wird die Differenz zwischen den Buchwerten und dem Nettoveräußerungserlös erfolgswirksam in den sonstigen operativen Erträgen (Veräußerungserlös höher als Buchwert) oder in den sonstigen operativen Aufwendungen (Veräußerungserlös niedriger als Buchwert) erfasst.
ZUWENDUNGEN DER ÖFFENTLICHEN HAND
Zuwendungen der öffentlichen Hand für Sachanlagen werden gemäß IAS 20 als Kürzung der Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten berücksichtigt und führen zu einer entsprechenden Reduzierung der planmäßigen Abschreibungen in Folgeperioden.
PALFINGER erhält in verschiedenen Ländern Zuwendungen für Forschung und Fortbildung, die in den Zeiträumen, in denen die geförderten Aufwendungen anfallen, als sonstige operative Erträge erfasst werden.
Zuwendungen der öffentlichen Hand werden nur erfasst, wenn eine angemessene Sicherheit dafür besteht, dass die damit verbundenen Bedingungen erfüllt und die Zuwendungen gewährt werden.
LEASING
Gemäß IAS 17 erfolgt die Zuordnung eines Leasinggegenstands zum Leasinggeber oder Leasingnehmer nach dem Kriterium der Zuordenbarkeit aller wesentlichen Risiken und Chancen, die mit dem Eigentum am Leasinggegenstand verbunden sind.
Beim Finanzierungsleasing werden aus Sicht des Leasingnehmers die zugrunde liegenden Leasingobjekte mit dem beizulegenden Zeitwert oder dem niedrigeren Barwert der Mindestleasingzahlungen zum Anschaffungszeitpunkt aktiviert und über die Nutzungsdauer abgeschrieben. Den aktivierten Vermögenswerten steht jeweils der Barwert der Verbindlichkeit aus den noch offenen Leasingzahlungen zum Bilanzstichtag gegenüber.
Im Rahmen von operativem Leasing überlassene Gegenstände werden dem Leasinggeber zugerechnet. Die Mietzahlungen werden beim Leasingnehmer in gleichmäßigen Raten über die Leasingdauer verteilt als Aufwendungen erfasst.
FREMDKAPITALKOSTEN
Fremdkapitalkosten, die dem Erwerb oder der Herstellung eines qualifizierten Vermögenswerts zugeordnet werden können, werden als Teil der Anschaffungs- oder Herstellungskosten des Vermögenswerts aktiviert.
(3) Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien
Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien umfassen Grundstücke und Gebäude, die zur Erzielung von Mieteinnahmen oder zum Zwecke der Wertsteigerung gehalten werden und nicht für die eigene Produktion, für die Lieferung von Gütern oder die Erbringung von Dienstleistungen, für Verwaltungszwecke oder für den Verkauf im Rahmen der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit genutzt werden.
Die Bewertung von als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien erfolgt zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich kumulierter Abschreibungen. Die Gebäude werden über eine Laufzeit von 20 bis 50 Jahren linear abgeschrieben. Der beizulegende Zeitwert der als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien wird anhand von intern erstellten Gutachten unter Anwendung des Ertragswertverfahrens ermittelt.
(4) Vorräte
Vorräte sind Vermögenswerte, die zum Verkauf im normalen Geschäftsbetrieb gehalten werden (fertige Erzeugnisse und Handelswaren), die sich in Herstellung befinden (unfertige Erzeugnisse) oder die im Rahmen der Herstellung von Produkten bzw. der Erbringung von Dienstleistungen verbraucht werden (Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe).
Die Bewertung der Vorräte erfolgt mit den Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten oder dem niedrigeren Nettoveräußerungspreis am Bilanzstichtag. Die Bewertung der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie Handelswaren erfolgt nach dem gleitenden Durchschnittspreisverfahren. Abwertungen werden vorgenommen, wenn der Nettoveräußerungswert unter dem Buchwert liegt. Die Herstellungskosten für unfertige und fertige Erzeugnisse werden auf Basis der Standardherstellungskosten ermittelt und beinhalten neben den Material- und Fertigungseinzelkosten auch angemessene Teile der Material- und Fertigungsgemeinkosten sowie fertigungsnahe Verwaltungskosten. Die Standardherstellungskosten werden regelmäßig überprüft und, falls notwendig, an die aktuellen Gegebenheiten angepasst.
(5) Auftragsfertigung
Forderungen aus Projekten und die damit in Zusammenhang stehenden Umsätze werden nach Maßgabe des jeweiligen Anarbeitungsgrades ("Percentage of Completion") erfasst. Projekte sind dadurch gekennzeichnet, dass sie auf Basis von individuellen Vertragsbedingungen mit fixen Preisen vereinbart werden. Der Anarbeitungsgrad wird durch die "Cost-to-Cost Method" festgelegt. Zuverlässige Schätzungen der Gesamtkosten der Aufträge, der Verkaufspreise und der tatsächlich angefallenen Kosten sind auf monatlicher Basis verfügbar. Die geschätzten Auftragsgewinne werden im Verhältnis zu den ermittelten Umsätzen realisiert. Bei der "Cost-to-Cost Method" werden Umsätze und Auftragsergebnisse im Verhältnis der tatsächlich angefallenen Herstellungskosten zu den erwarteten Gesamtkosten erfasst. Verluste werden erfolgswirksam erfasst, sobald diese Verluste erkannt werden. Für technologische und finanzielle Risiken, welche während der verbleibenden Laufzeit des Projekts eintreten können, wird je Auftrag eine Einzeleinschätzung vorgenommen und ein entsprechender Betrag in den erwarteten Gesamtkosten angesetzt. Drohende Verluste aus der Bewertung von nicht abgerechneten Projekten werden sofort als Aufwand erfasst. Drohende Verluste werden realisiert, wenn wahrscheinlich ist, dass die gesamten Auftragskosten die Auftragserlöse übersteigen werden.
(6) Finanzinstrumente
Finanzielle Vermögenswerte im Sinne von IAS 39 werden entweder als "Held-for-Trading", als "Loans and Receivables", als "Available-for-Sale" oder als "Hedging Derivatives" klassifiziert. PALFINGER legt die Klassifizierung seiner finanziellen Vermögenswerte mit dem erstmaligen Ansatz fest.
Die finanziellen Vermögenswerte werden bei der erstmaligen Erfassung zum beizulegenden Zeitwert bewertet. Im Falle von Finanzinvestitionen, die nicht als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet erfasst werden, werden darüber hinaus Transaktionskosten berücksichtigt, die direkt dem Erwerb der Vermögenswerte zuzurechnen sind.
Käufe oder Verkäufe finanzieller Vermögenswerte werden am Handelstag erfasst.
Der beizulegende Zeitwert von Finanzinstrumenten ist jener Betrag, der im Geschäftsverkehr zwischen sachverständigen, vertragswilligen und voneinander unabhängigen Geschäftspartnern zugrunde gelegt wird. Der beizulegende Zeitwert ist häufig identisch mit dem Marktpreis. Der beizulegende Zeitwert wird demnach auf Basis der am Bilanzstichtag zur Verfügung stehenden Marktinformationen ermittelt. Angesichts variierender Einflussfaktoren können die hier aufgeführten Werte von den später realisierten Werten abweichen.
Für alle derivativen Finanzinstrumente und Wertpapiere liegen Marktwerte vor, für die sonstigen Finanzinstrumente erfolgt die Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts anhand der diskontierten erwarteten Cashflows.
Wertpapiere und sonstige Beteiligungen
Wertpapiere und sonstige Beteiligungen werden gemäß IAS 39 als "Available-for-Sale" klassifiziert. Die Bewertung erfolgt zum beizulegenden Zeitwert, sofern dieser verlässlich ermittelt werden kann. Wesentliche unrealisierte Gewinne und Verluste werden erfolgsneutral erfasst. Bei Veräußerung wird der bisher erfolgsneutral erfasste unrealisierte Gewinn bzw. Verlust ergebniswirksam im sonstigen Finanzergebnis ausgewiesen. Wertminderungen werden erfolgswirksam erfasst. Wertminderungen werden bei Eigenkapitalinstrumenten erfolgsneutral, bei Schuldinstrumenten erfolgswirksam rückgängig gemacht.
AUSLEIHUNGEN
Verzinsliche Ausleihungen werden gemäß IAS 39 als "Loans and Receivables" klassifiziert und sind, soweit nicht Wertminderungen erforderlich sind, zu fortgeschriebenen Anschaffungskosten unter Anwendung der Effektivzinsmethode und abzüglich etwaiger Wertminderungen bilanziert; unverzinsliche bzw. niedrig verzinsliche Ausleihungen werden entsprechend diskontiert. Wertminderungen werden erfolgswirksam rückgängig gemacht.
FORDERUNGEN
Forderungen werden gemäß IAS 39 als "Loans and Receivables" klassifiziert und sind mit den fortgeschriebenen Anschaffungskosten, gegebenenfalls vermindert um Wertberichtigungen, ausgewiesen. Fremdwährungsforderungen werden zum Devisenmittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. Wertminderungen werden auf Wertberichtigungskonten erfasst; erst bei Insolvenz oder erfolgloser rechtlicher Geltendmachung wird die Forderung ausgebucht. Wertminderungen werden erfolgswirksam rückgängig gemacht.
KASSENBESTAND UND KURZFRISTIGE FINANZMITTEL
Das kurzfristige Finanzvermögen setzt sich aus Barbeständen, Schecks und Guthaben bei Kreditinstituten mit einer ursprünglichen Restlaufzeit von maximal drei Monaten zusammen und wird unter dem Posten Kassenbestand und kurzfristige Finanzmittel erfasst. Die Bewertung erfolgt zu Tageswerten ("mark-to-market") zum Bilanzstichtag.
VERBINDLICHKEITEN
Verbindlichkeiten werden zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Anwendung der Effektivzinsmethode angesetzt.
DERIVATIVE FINANZINSTRUMENTE
Derivative Finanzinstrumente, bei denen die Kriterien des IAS 39 für "Hedge Accounting" nicht erfüllt werden, werden gemäß IAS 39 als "Held-for-Trading" klassifiziert und erfolgswirksam mit dem beizulegenden Zeitwert erfasst.
CASHFLOW HEDGE
Zur Minimierung des Risikos künftiger Einzahlungsschwankungen werden erwartete USD- und RUB-Fremdwährungserlöse für das folgende Geschäftsjahr bei PALFINGER durch den Abschluss von Devisenterminkontrakten abgesichert. Zur Herstellung der periodengerechten Kompensation der Auswirkungen der abgesicherten Transaktion und des Sicherungsinstruments in der Erfolgsrechnung werden die besonderen Bestimmungen des IAS 39 über "Hedge Accounting" angewendet. Die Bewertung der Terminkontrakte und der sich daraus ergebende Marktwert zum Bilanzstichtag werden unter Berücksichtigung von latenten Steuern erfolgsneutral im sonstigen Ergebnis erfasst und unter den Rücklagen gemäß IAS 39 ausgewiesen. Die erfolgswirksame Auflösung erfolgt nach Maßgabe der künftigen Erlösrealisation im entsprechenden Geschäftsjahr.
(7) Stock-Option-Programm
In der Hauptversammlung am 25. März 2009 wurden die Einrichtung eines Stock-Option-Programms in Form eines "equity settled" Plans für Aufsichtsrats- und Vorstandsmitglieder sowie die Einräumung von 250.000 Aktienoptionen nach diesem Stock-Option-Programm an den damaligen Vorsitzenden des Aufsichtsrats Herrn DI Alexander Exner (seit 30.3.2011 nicht mehr im Aufsichtsrat), an das Aufsichtsratsmitglied Dr. Alexander Doujak (seit 13.12.2010 Vorsitzender des Aufsichtsrats) sowie an die Vorstandsmitglieder DI Herbert Ortner, Ing. Wolfgang Pilz und DI Martin Zehnder, MBA beschlossen.
Zielsetzung des Plans ist es, die Höhe des Bezugs direkt an den wirtschaftlichen Unternehmenserfolg zu binden. Das Management soll sich dadurch stärker an den Zielen der Aktionäre der Gesellschaft orientieren und andererseits auch am erreichten Erfolg partizipieren.
Für das Stock-Option-Programm 2009 gilt: Eine Aktienoption berechtigte bzw. berechtigt zum Bezug einer Aktie zum Ausübungskurs von 10,12 EUR. Die Aktienoptionen können jeweils zur Hälfte zu zwei Ausübungszeitpunkten ausgeübt werden. Um eine Aktienoption ausüben zu können, musste bzw. muss die durchschnittliche EBT-Ratio (Verhältnis "Earnings Before Taxes" zu Umsätzen) in den Konzernabschlüssen der PALFINGER AG zu den drei einem jeden Ausübungszeitpunkt vorangehenden Bilanzstichtagen zumindest 3 Prozent für den Ausübungszeitpunkt 1 im Jahr 2012 bzw. 5 Prozent für den Ausübungszeitpunkt 2 im Jahr 2014 betragen.
Es können insgesamt höchstens so viele Aktien bezogen werden, wie Optionen begeben wurden. Bei einer EBT-Ratio von weniger als 3 Prozent bzw. 5 Prozent konnte bzw. kann das Optionsrecht nicht ausgeübt werden und es besteht kein Bezugsrecht. Bei einer EBT-Ratio von 3 Prozent bzw. 5 Prozent hatte bzw. hat der Berechtigte das Recht, 25 Prozent seiner Aktienoptionen zum jeweiligen Ausübungszeitpunkt auszuüben; beträgt die EBT-Ratio mehr als 3 Prozent bzw. 5 Prozent, so steigt die Anzahl der Aktienoptionen, die der Berechtigte zum jeweiligen Ausübungszeitpunkt geltend machen konnte bzw. kann, linear bis zu einer EBT-Ratio von 7 Prozent bzw. 11 Prozent.
In der Hauptversammlung am 31. März 2010 wurde die Einräumung von 50.000 Aktienoptionen an das Vorstandsmitglied Mag. Christoph Kaml beschlossen.
Für das Stock-Option-Programm 2010 gilt: Eine Aktienoption berechtigt zum Bezug einer Aktie zum Ausübungskurs von 16,57 EUR. Die Aktienoptionen können jeweils zur Hälfte zu zwei Ausübungszeitpunkten ausgeübt werden. Um eine Aktienoption ausüben zu können, muss die durchschnittliche EBT-Ratio (Verhältnis "Earnings Before Taxes" zu Umsätzen) in den Konzernabschlüssen der PALFINGER AG zu den drei einem jeden Ausübungszeitpunkt vorangehenden Bilanzstichtagen zumindest 4 Prozent für den Ausübungszeitpunkt 1 im Jahr 2013 bzw. 5 Prozent für den Ausübungszeitpunkt 2 im Jahr 2015 betragen.
Es können insgesamt höchstens so viele Aktien bezogen werden, wie Optionen begeben wurden. Bei einer EBT-Ratio von weniger als 4 Prozent bzw. 5 Prozent kann das Optionsrecht nicht ausgeübt werden und es besteht kein Bezugsrecht. Bei einer EBT-Ratio von 4 Prozent bzw. 5 Prozent hat der Berechtigte das Recht, 25 Prozent seiner Aktienoptionen zum jeweiligen Ausübungszeitpunkt auszuüben; beträgt die EBT-Ratio mehr als 4 Prozent bzw. 5 Prozent, so steigt die Anzahl der Aktienoptionen, die der Berechtigte zum jeweiligen Ausübungszeitpunkt geltend machen kann, linear bis zu einer EBT-Ratio von 9 Prozent bzw. 11 Prozent.
Der beizulegende Zeitwert der gewährten Optionen wird als Personalaufwendung erfasst, wobei die Gegenbuchung im Eigenkapital in die Kapitalrücklagen erfolgt. Der beizulegende Zeitwert wird am Tag der Gewährung bestimmt und über einen Zeitraum verteilt, über den die Mitarbeiter den bedingungslosen Anspruch auf die gewährten Optionen erwerben (Erdienungszeitraum). Die Bestimmungen des beizulegenden Zeitwerts der gewährten Optionen erfolgt mithilfe einer Monte-Carlo-Simulation unter Berücksichtigung der Bedingungen, unter denen die Optionen gewährt wurden. Der aufwandswirksam zu erfassende Betrag wird um den Effekt der erwarteten Fluktuation korrigiert, damit die erwartete Anzahl an Optionen, die später tatsächlich ausgeübt werden können, reflektiert wird.
Im Rahmen des Stock-Option-Programms 2009 wurden im Jahr 2012 28.750 Optionen ausgeübt, der Rest der Optionen aus dem Programm 2009 ist verfallen. Die Aktienoptionen haben sich daher wie folgt entwickelt:
| DI Herbert Ortner |
Mag. Christoph Kaml |
Ing. Wolfgang Pilz |
DI Martin Zehnder, MBA |
DI Alexander Exner |
Dr. Alexander Doujak |
Gesamt | ||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Entwicklung Aktienoptionen |
2012 | 2011 | 2012 | 2011 | 2012 | 2011 | 2012 | 2011 | 2012 | 2011 | 2012 | 2011 | 2012 | 2011 |
| Stand 1.1. | 80.000 | 80.000 | 50.000 | 50.000 | 50.000 | 50.000 | 50.000 | 50.000 | 10.000 | 40.000 | 30.000 | 30.000 | 270.000 | 300.000 |
| Ausgeübte Optionen | –10.000 | 0 | 0 | 0 | –6.250 | 0 | –6.250 | 0 | –2.500 | 0 | –3.750 | 0 –28.750 | 0 | |
| Verfallene Optionen | –30.000 | 0 | 0 | 0 –18.750 | 0 –18.750 | 0 | –7.500 –30.000 –11.250 | 0 –86.250 –30.000 | ||||||
| Stand 31.12. | 40.000 | 80.000 | 50.000 | 50.000 | 25.000 | 50.000 | 25.000 | 50.000 | 0 | 10.000 | 15.000 | 30.000 | 155.000 | 270.000 |
| Ausübungspreis der ausgeübten Optionen |
10,12 | 10,12 | 10,12 | 10,12 | 10,12 | |||||||||
| Aktienkurs am Tag der Ausübung |
18,01 | 18,01 | 18,01 | 19,71 | 17,72 |
Die verbleibenden Optionen stellen sich wie folgt dar:
| DI Herbert Ortner |
Mag. Christoph Kaml |
Ing. Wolfgang Pilz |
DI Martin Zehnder, MBA |
Dr. Alexander Doujak |
|
|---|---|---|---|---|---|
| Aktienoptionen Anzahl | 40.000 | 25.000 25.000 |
25.000 | 25.000 | 15.000 |
| Ausübungskurs in EUR | 10,12 | 16,57 16,57 |
10,12 | 10,12 | 10,12 |
| Ausübungsperiode jeweils binnen 12 Wochen nach der ordentlichen Hauptversammlung |
2014 | 2013 2015 |
2014 | 2014 | 2014 |
| Fair Value der Option in EUR zum Bewertungsstichtag* | 2,56 | 4,73 5,77 |
2,56 | 2,56 | 2,56 |
| Zugrunde gelegte Volatilität | 40,0% | 45,0% 45,0% |
40,0% | 40,0% | 40,0% |
| Bewertungsstichtag | 25.3.2009 | 31.3.2010 | 25.3.2009 | 25.3.2009 | 25.3.2009 |
| Kurs in EUR zum Bewertungsstichtag | 9,29 | 16,81 | 9,29 | 9,29 | 9,29 |
*Verwendetes Bewertungsmodell: Monte-Carlo-Simulation
(8) Langfristige Personalverpflichtungen
leistungsorientierte pläne
Leistungsorientierte Pläne betreffen Pensionszusagen in Österreich, Frankreich und Deutschland sowie Abfertigungsverpflichtungen in Österreich, Slowenien und Bulgarien.
Dienstnehmer, deren Dienstverhältnis österreichischem Recht unterliegt und vor dem 1. Jänner 2003 begonnen hat, haben unter folgenden Voraussetzungen Anspruch auf eine Abfertigung: wenn das Dienstverhältnis ununterbrochen drei Jahre gedauert hat, bei Kündigung durch den Dienstgeber sowie bei vorzeitigem Austritt aus einem wichtigen Grund; und bei Auflösung des Dienstverhältnisses bei Erreichen des gesetzlichen Pensionsalters, wenn das Dienstverhältnis mindestens ununterbrochen zehn Jahre gedauert hat. Die Höhe der Abfertigung ist abhängig von der Höhe des Bezugs zum Zeitpunkt der Auflösung und von der Dauer des Dienstverhältnisses.
Die Bewertung der Rückstellungen für Pensionen und pensionsähnliche Verpflichtungen sowie für Abfertigungs- und Jubiläumsgeldverpflichtungen erfolgt nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected-Unit-Credit-Methode). Dabei werden die voraussichtlich zu erbringenden Versorgungsleistungen entsprechend der Aktivzeit der Mitarbeiter bis zum Pensionseintritt verteilt. Künftig zu erwartende Gehaltssteigerungen werden berücksichtigt. Die Rückstellungsbeträge werden von einem Aktuar zum jeweiligen Abschlussstichtag in Form eines versicherungsmathematischen Gutachtens ermittelt.
Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste werden gemäß IAS 19 bei Rückstellungen für Pensionen und pensionsähnliche Verpflichtungen sowie für Abfertigungsverpflichtungen erfolgsneutral erfasst.
BEITRAGSORIENTIERTE PLÄNE
Beitragsorientierte Pläne bestehen bei verschiedenen Konzerngesellschaften aufgrund gesetzlicher Verpflichtungen, darüber hinaus wurden einzelvertragliche Pensionsvereinbarungen abgeschlossen. Für beitragsorientierte Pläne werden die Beiträge in der Periode als Aufwendungen erfasst, für die sie entrichtet werden.
SONSTIGE LANGFRISTIGE PERSONALVERPFLICHTUNGEN
Die sonstigen langfristigen Personalverpflichtungen betreffen im Wesentlichen kollektivvertragliche Zusagen für Zahlungen von dienstzeitabhängigen Jubiläumsgeldern für Dienstnehmer der österreichischen und slowenischen Gesellschaften. Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste werden gemäß IAS 19 bei Rückstellungen für Jubiläumsgeldverpflichtungen erfolgswirksam in den Personalaufwendungen erfasst.
(9) Sonstige Rückstellungen
Die sonstigen Rückstellungen wurden jeweils in Höhe der ungewissen Verbindlichkeiten gebildet, wobei als bestmögliche Schätzung bei einzelnen Verpflichtungen der Ansatz mit der höchsten Eintrittswahrscheinlichkeit zum Tragen kommt. Bei einer großen Anzahl von Positionen kommt die Erwartungswertmethode zur Anwendung. Langfristige Rückstellungen werden mit dem Barwert angesetzt.
(10) Verbindlichkeiten aus kündbaren nicht beherrschenden Anteilen
Kündbare oder befristete Anteile von nicht beherrschenden Gesellschaftern von Tochterunternehmen stellen finanzielle Verbindlichkeiten dar und werden unter "Verbindlichkeiten aus kündbaren nicht beherrschenden Anteilen" ausgewiesen. Die Ersterfassung der Verbindlichkeit erfolgt zum beizulegenden Zeitwert, der in der Regel dem beizulegenden Zeitwert des Anteils des nicht beherrschenden Gesellschafters am Tochterunternehmen zum Zeitpunkt des Abschlusses der Verpflichtung entspricht. Soweit die anderen Gesellschafter wirtschaftliche Eigentümer der Anteile sind, werden die Ergebnisse und die Ausschüttungen weiterhin den Anteilen ohne beherrschenden Einfluss zugerechnet. Zum Bilanzstichtag erfolgt eine Umgliederung zu den Verbindlichkeiten, etwaige Differenzen zwischen den Anteilen ohne beherrschenden Einfluss und der Verpflichtung werden in den kumulierten Ergebnissen dargestellt. Sind die anderen Gesellschafter hingegen nicht die wirtschaftlichen Eigentümer, erfolgt eine Darstellung als vorgezogener Erwerb, und die Folgebewertung wird ergebniswirksam durchgeführt.
(11) Ertragsteuern
Steuerforderungen werden mit Steuerverbindlichkeiten saldiert dargestellt, wenn sie gegenüber derselben Abgabenbehörde bestehen und ein verrechenbarer Anspruch vorhanden ist.
Latente Steuern werden nach der Liability-Methode auf temporäre Differenzen zwischen den IFRS-Wertansätzen und den Steuerbilanzwerten sowie auf steuerliche Verlustvorträge angesetzt. Temporäre Differenzen werden immer berücksichtigt, wenn sie zu passiven latenten Steuern führen. Aktive latente Steuern werden nur dann berücksichtigt, wenn es wahrscheinlich ist, dass die entsprechenden Steuervorteile auch realisiert werden.
Zur Berechnung latenter Steuern werden die Steuersätze, die bei der Umkehr der temporären Differenzen nach den Verhältnissen am Bilanzstichtag zu erwarten sind, herangezogen. Veränderungen der Steuern führen grundsätzlich zu Steueraufwendungen bzw. -erträgen. Steuern auf im sonstigen Ergebnis erfasste Sachverhalte werden im sonstigen Ergebnis erfasst. Steuern auf direkt im Eigenkapital erfasste Sachverhalte werden erfolgsneutral im Eigenkapital berücksichtigt.
(12) Ertrags- und Aufwandsrealisierung
Erträge aus Lieferungen werden realisiert, wenn alle wesentlichen Risiken und Chancen aus dem gelieferten Gegenstand auf den Käufer übergegangen sind. Erträge aus Dienstleistungen betreffen kurzfristige Serviceleistungen, die mit der Erbringung der Leistung erfasst werden.
Operative Aufwendungen werden mit der Inanspruchnahme der Leistung bzw. zum Zeitpunkt ihrer Verursachung erfasst. Zinsen werden nach der Effektivzinsmethode erfasst. Zur Auftragsfertigung siehe Erläuterung (5).
(13) Konzern-Cashflow-Statement
Für die Darstellung des Konzern-Cashflow-Statements wurde bei dem Cashflow aus dem operativen Bereich die indirekte Methode gewählt. Der Finanzmittelfonds entspricht dem Kassenbestand und den kurzfristigen Finanzmitteln.
(14) Erstmalig bzw. zukünftig anzuwendende Standards und Interpretationen
Folgende neue, überarbeitete bzw. ergänzte Standards des IASB, die erstmalig im Geschäftsjahr 2012 verpflichtend anzuwenden sind, haben für den Konzernabschluss der PALFINGER AG keine Relevanz:
| Standards/Interpretationen | Verpflichtende Anwendung | Endorsement Status |
|---|---|---|
| IAS 12 Income Taxes – Recovery of Underlying Assets | ||
| (Veröffentlichung: Dezember 2010) | 1. Jänner 2012 | endorsed Dezember 2012 |
| IFRS 1 Severe Hyperinflation and Removal of Fixed Dates for | ||
| First-time Adopters (Veröffentlichung: Dezember 2010) | 1. Juli 2011 | endorsed Dezember 2012 |
| IFRS 7 Financial Instruments: Disclosures – Enhanced Derecognition | ||
| (Veröffentlichung: Oktober 2010) | 1. Juli 2011 | endorsed November 2011 |
Folgende neue, überarbeitete bzw. ergänzte Standards des IASB und Interpretationen des IFRIC mit möglicher Relevanz für PALFINGER sind bereits veröffentlicht, aber noch nicht verpflichtend anzuwenden bzw. nicht von der Europäischen Kommission übernommen worden. Diese sind somit für diesen Konzernabschluss nicht relevant:
| Standards/Interpretationen | Verpflichtende Anwendung |
|---|---|
| IAS 1 Financial Statement Presentation – Presentation of Items of Other Comprehensive Income (Veröffentlichung: Juni 2011) | 1. Juli 2012 |
| IAS 19 Employee Benefits (Veröffentlichung: Juni 2011) | 1. Jänner 2013 |
| IAS 27 Separate Financial Statements (Veröffentlichung: Mai 2011) | 1. Jänner 2013 |
| IAS 28 Investments in Associates and Joint Ventures (Veröffentlichung: Mai 2011) | 1. Jänner 2013 |
| IAS 32 Offsetting Financial Assets and Financial Liabilities (Veröffentlichung: Dezember 2011) | 1. Jänner 2014 |
| IFRS 1 Government Loans (Veröffentlichung: März 2012) | 1. Jänner 2013 |
| IFRS 7 Disclosures – Offsetting Financial Assets and Financial Liabilities (Veröffentlichung: Dezember 2011) | 1. Jänner 2013 |
| IFRS 9 Financial Instruments: Classification and Measurement (Veröffentlichung: November 2009) | 1. Jänner 2015 |
| IFRS 10 Consolidated Financial Statements (Veröffentlichung: Mai 2011) | 1. Jänner 2013 |
| IFRS 11 Joint Arrangements (Veröffentlichung: Mai 2011) | 1. Jänner 2013 |
| IFRS 12 Disclosure of Involvement with Other Entities (Veröffentlichung: Mai 2011) | 1. Jänner 2013 |
| IFRS 13 Fair Value Measurement (Veröffentlichung: Mai 2011) | 1. Jänner 2013 |
| IFRIC 20 Stripping Costs in the Production Phase of a Surface Mine (Veröffentlichung: September 2011) | 1. Jänner 2013 |
| Improvements to IFRS (2009–2011) (Veröffentlichung: Mai 2012) | 1. Jänner 2013 |
Im Mai 2011 veröffentlichte das IASB drei neue Standards, die sich mit der Behandlung von Tochterunternehmen, Joint Arrangements und Angaben zu Anteilen an anderen Unternehmen beschäftigen. In IFRS 10 Consolidated Financial Statements wird der Begriff Beherrschung neu und umfassender definiert. Dadurch soll eine einheitliche Grundlage für die Abgrenzung des Konsolidierungskreises geschaffen werden. Nach dem neuen Konzept ist Beherrschung gegeben, wenn das Unternehmen die Entscheidungsgewalt über die relevanten Prozesse besitzt, variable Rückflüsse aus dem Tochterunternehmen generiert sowie diese Rückflüsse durch seine Entscheidungsgewalt beeinflussen kann. IAS 27 enthält in Zukunft lediglich Regelungen zur Bilanzierung von Anteilen an Tochterunternehmen im Einzelabschluss.
Durch den neuen Standard IFRS 11 Joint Arrangements wird IAS 31 ersetzt. Er regelt die bilanzielle Abbildung von gemeinschaftlicher Tätigkeit (Joint Operations) und Gemeinschaftsunternehmen (Joint Ventures). Gemeinschaftsunternehmen sind in Zukunft nach der Equity-Methode gemäß IAS 28 in den Konzernabschluss einzubeziehen; die Möglichkeit zu quotaler Einbeziehung entfällt.
IFRS 12 enthält die erforderlichen Angaben in Bezug auf Anteile an Tochterunternehmen, Joint Arrangements sowie Anteilen an assoziierten Unternehmen, welche weiterhin nach IAS 28 zu bilanzieren sind. Die Angaben sind deutlich umfangreicher als bisher von IAS 27, 28 und 31 vorgeschrieben.
Das Endorsement durch die Europäische Kommission erfolgte am 11. Dezember 2012. Diese neuen Standards sind in der EU spätestens für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Jänner 2014 beginnen, verpflichtend anzuwenden. PALFINGER wird die neuen Standards ab diesem Zeitpunkt anwenden.
Der IASB veröffentlichte im Juni 2011 Änderungen zum IAS 19 Leistungen an Arbeitnehmer, welche vor allem zu wesentlichen Neuerungen bei der Bilanzierung von Leistungen nach Beendigung des Dienstverhältnisses führen. Durch die Abschaffung von Wahlrechten und Glättungsmechanismen soll nunmehr die vollständige Nettoverpflichtung aus leistungsorientierten Plänen in der Bilanz ausgewiesen werden. Somit sind versicherungsmathematische Gewinne und Verluste zukünftig sofort im sonstigen Ergebnis zu erfassen und können später nicht recyclet werden. Ebenso ist der verfallbare nachzuverrechnende Dienstzeitaufwand sofort ergebniswirksam zu buchen. Zusätzlich erfolgt eine Ausweitung der Angabepflichten im Zusammenhang mit leistungsorientierten Plänen. Der neue Standard wurde am 5. Juni 2012 von der Europäischen Kommission übernommen und ist erstmals für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Jänner 2013 beginnen, verpflichtend anzuwenden.
PALFINGER erfasst derzeit bereits versicherungsmathematische Gewinne und Verluste bei Rückstellungen für Pensionen und pensionsähnliche Verpflichtungen sowie für Abfertigungsverpflichtungen erfolgsneutral im sonstigen Ergebnis. Daher ergeben sich nur geringfügige Änderungen bei der Bilanzierung von leistungsorientierten Plänen. Im Konzernabschluss zum 31. Dezember 2013 werden jedoch zusätzliche Angaben wie beispielsweise eine Sensitivitätsanalyse erforderlich.
Vom Unternehmen werden aus den übrigen neuen, überarbeiteten bzw. ergänzten Standards keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzernabschluss erwartet.
VERWENDUNG VON SCHÄTZUNGEN UND ERMESSENSSPIELRÄUMEN
Die Erstellung des Konzernabschlusses erfordert Schätzungen und Annahmen, welche die angegebenen Beträge für Vermögenswerte, Schulden und finanzielle Verpflichtungen zum Bilanzstichtag sowie die Erträge und Aufwendungen des Geschäftsjahres beeinflussen können. Die tatsächlichen Werte können von diesen Schätzungen abweichen. Der Grundsatz des "True and Fair View" wird bei der Verwendung von Schätzungen uneingeschränkt gewahrt.
Die wichtigsten zukunftsbezogenen Annahmen sowie sonstige am Stichtag bestehende Hauptquellen von Schätzungsunsicherheiten, aufgrund derer ein beträchtliches Risiko besteht, dass innerhalb des nächsten Geschäftsjahres eine wesentliche Anpassung der Buchwerte von Vermögenswerten und Schulden erforderlich sein wird, werden nachstehend erläutert.
(15) Wertminderung von nicht-finanziellen Vermögenswerten
Die Werthaltigkeitstests von PALFINGER in Bezug auf den Firmenwert, die immateriellen Vermögenswerte mit unbestimmter Nutzungsdauer sowie nicht abgeschlossene aktivierte Entwicklungsprojekte basieren auf Berechnungen des Nutzungswerts, im Rahmen derer eine Discounted-Cashflow-Methode verwendet wird. Der erzielbare Betrag ist stark abhängig von dem im Rahmen der Discounted-Cashflow-Methode verwendeten Diskontierungssatz sowie von den erwarteten künftigen Mittelzuflüssen.
Weitere Details zu den Wertminderungen von nicht finanziellen Vermögenswerten sind in den Erläuterungen (25) Immaterielle Vermögenswerte und (26) Sachanlagen ersichtlich.
(16) Aktive latente Steuern
Aktive latente Steuern werden für alle nicht genutzten steuerlichen Verlustvorträge in dem Maße erfasst, in dem es wahrscheinlich ist, dass hierfür zu versteuerndes Einkommen verfügbar sein wird, sodass die Verlustvorträge tatsächlich genutzt werden können. Bei nicht verfallbaren Verlustvorträgen wird auf Verwertbarkeit innerhalb der nächsten fünf Jahre abgestellt. Bei der Ermittlung der Höhe der latenten Steueransprüche, die aktiviert werden können, ist eine wesentliche Ermessensausübung des Managements bezüglich des erwarteten Eintrittszeitpunkts und der Höhe des künftig zu versteuernden Einkommens sowie der zukünftigen Steuerplanungsstrategien erforderlich.
PALFINGER verfügt über steuerliche Verlustvorträge in Höhe von 67.308 TEUR (Vorjahr: 57.763 TEUR), welche als Vermögenswert ausgewiesen werden. Aktivierte steuerliche Verlustvorträge in Höhe von 46.965 TEUR (Vorjahr: 40.972 TEUR) verfallen nicht.
Weitere Details zu latenten Steuern sind in der Erläuterung (29) Aktive und passive latente Steuern ersichtlich.
(17) Pensionen, Abfertigungen und Jubiläumsgelder
Die Aufwendungen aus leistungsorientierten Plänen sowie gesetzlichen Verpflichtungen bei Beendigung des Arbeitsverhältnisses und von Jubiläumsgeld auslösenden Firmenzugehörigkeiten werden anhand von versicherungsmathematischen Berechnungen ermittelt. Die versicherungsmathematische Bewertung erfolgt auf der Grundlage von Annahmen zu Abzinsungssätzen, künftigen Lohn- und Gehaltssteigerungen, Sterblichkeit und den künftigen Rentensteigerungen. Alle Annahmen werden zu jedem Abschlussstichtag überprüft. Bei der Ermittlung des angemessenen Diskontierungssatzes orientiert sich das Management an langfristigen Marktzinssätzen. Die Sterberate basiert auf öffentlich zugänglichen Sterbetafeln für das entsprechende Land.
Künftige Lohn- und Gehalts- sowie Rentensteigerungen basieren auf erwarteten künftigen Inflationsraten für das jeweilige Land.
Weitere Details zu den verwendeten Annahmen sind in der Erläuterung (43) Langfristige Rückstellungen ersichtlich.
(18) Entwicklungskosten
Entwicklungskosten werden entsprechend der dargestellten Bilanzierungs- und Bewertungsmethode aktiviert. Die erstmalige Aktivierung der Kosten beruht auf der Einschätzung des Managements, dass die technische und wirtschaftliche Realisierbarkeit nachgewiesen ist; dies ist in der Regel dann der Fall, wenn ein Produktentwicklungsprojekt einen bestimmten Meilenstein in einem bestehenden Projektmanagementmodell erreicht hat. Für Zwecke der Ermittlung der zu aktivierenden Beträge trifft das Management Annahmen über die Höhe der erwarteten künftigen Cashflows aus dem Projekt, die anzuwendenden Abzinsungssätze und den Zeitraum des Zuflusses des erwarteten zukünftigen Nutzens. Der Buchwert der aktivierten Entwicklungskosten betrug zum 31. Dezember 2012 17.657 TEUR (Vorjahr: 12.882 TEUR) und betrifft im Wesentlichen Entwicklungsleistungen in den Bereichen Krane, Hubarbeitsbühnen, Hubladebühnen, Services und Eisenbahnsysteme. Der Werthaltigkeitstest stellt dabei auf den Nutzen des einzelnen Vermögenswerts ab, unabhängig von den Ertragserwartungen des Gesamtbereichs.
(19) Garantie- und Gewährleistungsrückstellungen
Bei der Bildung der Garantie- und Gewährleistungsrückstellungen werden anhand einer standardisierten Methode Garantie- und Gewährleistungsverpflichtungen berücksichtigt. Diese Methode wird durch den zeitlichen Anfall der Gewährleistung, gezielte Austauschaktionen, Rückerstattungsquoten von Lieferanten, Entwicklung des sich in Gewährleistung befindlichen Umsatzes sowie Annahmen zu Bruttogewinnmargen aufgrund des implementierten Gewährleistungsprozesses wesentlich beeinflusst.
Die Garantie- und Gewährleistungsrückstellungen belaufen sich im Geschäftsjahr 2012 auf 12.124 TEUR (Vorjahr: 11.296 TEUR).
(20) Forderungsbewertungen
Neben einer standardisierten Forderungsbewertung auf Grundlage von Erfahrungswerten hinsichtlich Überfälligkeit und Länderrisiko wird bei einer Einzelwertberichtigung die Wahrscheinlichkeit des Zahlungseingangs bewertet. Dabei wird insbesondere auf die Erfahrung mit den Kunden, deren Bonität sowie etwaige Sicherheiten Rücksicht genommen.
Die Wertberichtigungen auf Forderungen belaufen sich im Geschäftsjahr 2012 auf 6.248 TEUR (Vorjahr: 5.503 TEUR).
(21) Vorratsbewertung
Zur Berücksichtigung des Obsoletrisikos wurde eine standardisierte Obsoletbewertung implementiert. Diese berücksichtigt neben Ist- und Planverbräuchen, Mindestbeständen und Reichweitenfestlegungen auch Alternativmaterialverwendungen. Zusätzlich wird auf Einzelfallbasis der wirtschaftliche Nutzen des vorhandenen Vorratsvermögens überprüft, und es werden etwaige zusätzliche Wertberichtigungen aufgrund langer Lagerdauer, eingeschränkter Absatzkanäle oder Qualitätsmängel vorgenommen. Bei Fertigprodukten erfolgt zudem eine systematische Überprüfung in Hinblick auf eine verlustfreie Bewertung, die im Wesentlichen von den Absatzpreiserwartungen, Währungsentwicklungen, dem Verkaufszeitpunkt und den noch zu erwartenden Kosten geprägt ist.
Weitere Details zu den Wertberichtigungen auf Vorräte sind in der Erläuterung (32) Vorräte ersichtlich.
(22) Verbindlichkeiten aus kündbaren nicht beherrschenden Anteilen
Diese Position enthält kündbare und befristete Anteile, die zum beizulegenden Zeitwert erfasst werden. Dieser Zeitwert ist abhängig von den Ergebnisentwicklungen der betroffenen Einheiten, und daher kann eine von den Erwartungen abweichende Ergebnisentwicklung zu einer Veränderung des beizulegenden Zeitwerts führen. Die Schätzungen basieren auf der mittelfristigen strategischen Unternehmensplanung der PALFINGER Gruppe.
Details sind in der Erläuterung (41) sowie in den Erläuterungen zu Finanzinstrumenten ersichtlich.
(23) Sonstige langfristige Rückstellungen
Die sonstigen langfristigen Rückstellungen beinhalten noch nicht fällige Kaufpreisbestandteile, die von den zukünftigen Ergebnisentwicklungen der erworbenen Einheiten abhängig sind. Daher kann eine Veränderung der erwarteten Basiswerte eine ergebniswirksame Anpassung der angesetzten Werte zur Folge haben. Die Schätzungen basieren auf der mittelfristigen strategischen Unternehmensplanung der PALFINGER Gruppe.
Details sind in der Erläuterung (43) sowie in den Erläuterungen zu Finanzinstrumenten ersichtlich.
(24) Änderungen von Schätzungen
Im Geschäftsjahr 2012 wurden keine wesentlichen Änderungen von Schätzungen vorgenommen.
PALFINGER GESCHÄFTSBERICHT 2012
Konzernabschluss zum 31. Dezember 2012 ERLÄUTERUNGEN ZUM KONZERNABSCHLUSS
ERLÄUTERUNGEN ZUR KONZERNBILANZ
(25) Immaterielle Vermögenswerte
Die Entwicklung der immateriellen Vermögenswerte stellt sich wie folgt dar:
| in TEUR | Firmenwerte | Immaterielle Vermögenswerte mit unbestimmter Nutzungsdauer |
Entwicklungskosten | Marken, Kundenstock und Auftragsstand |
Sonstige immaterielle Vermögenswerte |
Geleistete Anzahlungen | Summe |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Anschaffungskosten | |||||||
| Stand 1.1.2011 | 77.476 | 18.466 | 10.460 | 41.293 | 14.059 | 90 | 161.844 |
| Unternehmenserwerbe | 15.216 | 2.732 | 0 | 4.475 | 0 | 0 | 22.423 |
| Zugänge | 0 | 0 | 4.726 | 0 | 1.029 | 8 | 5.763 |
| Nachaktivierungen | 0 | 0 | 74 | 0 | 1 | 0 | 75 |
| Abgänge | 0 | 0 | –6 | –188 | –545 | –98 | –837 |
| Umgliederungen | 0 | 0 | 59 | 0 | –7 | 0 | 52 |
| Währungsumrechnung | 182 | 305 | 19 | 32 | –99 | 0 | 439 |
| Stand 31.12.2011 | 92.874 | 21.503 | 15.332 | 45.612 | 14.438 | 0 | 189.759 |
| Stand 1.1.2012 | 92.874 | 21.503 | 15.332 | 45.612 | 14.438 | 0 | 189.759 |
| Unternehmenserwerbe und -abgänge | 13.568 | 0 | 966 | 0 | –5 | 0 | 14.529 |
| Zugänge | 0 | 0 | 5.373 | 0 | 1.120 | 0 | 6.493 |
| Abgänge | 0 | 0 | 0 | –3.487 | –38 | 0 | –3.525 |
| Umgliederungen | 0 | 0 | 402 | 0 | 173 | 0 | 575 |
| Währungsumrechnung | 416 | –161 | –28 | –142 | –202 | 0 | –117 |
| Stand 31.12.2012 | 106.858 | 21.342 | 22.045 | 41.983 | 15.486 | 0 | 207.714 |
| Kumulierte Abschreibungen | |||||||
| Stand 1.1.2011 | 0 | 0 | 1.002 | 22.343 | 10.527 | 0 | 33.872 |
| Abschreibungen | 0 | 0 | 1.377 | 3.619 | 1.482 | 0 | 6.478 |
| Wertaufholungen | 0 | 0 | 0 | –137 | –14 | 0 | –151 |
| Nachaktivierungen | 0 | 0 | 48 | 0 | 2 | 0 | 50 |
| Abgänge | 0 | 0 | 0 | –188 | –498 | 0 | –686 |
| Umgliederungen | 0 | 0 | 10 | 52 | –62 | 0 | 0 |
| Währungsumrechnung | 0 | 0 | 13 | –154 | –35 | 0 | –176 |
| Stand 31.12.2011 | 0 | 0 | 2.450 | 25.535 | 11.402 | 0 | 39.387 |
| Stand 1.1.2012 | 0 | 0 | 2.450 | 25.535 | 11.402 | 0 | 39.387 |
| Unternehmenserwerbe und -abgänge | 0 | 0 | 0 | 0 | –6 | 0 | –6 |
| Abschreibungen | 0 | 0 | 1.947 | 4.081 | 1.291 | 0 | 7.319 |
| Wertaufholungen | 0 | 0 | 0 | –455 | 0 | 0 | –455 |
| Abgänge | 0 | 0 | 0 | –3.487 | –38 | 0 | –3.525 |
| Währungsumrechnung | 0 | 0 | –9 | –293 | –144 | 0 | –446 |
| Stand 31.12.2012 | 0 | 0 | 4.388 | 25.381 | 12.505 | 0 | 42.274 |
| Buchwerte 31.12.2011 | 92.874 | 21.503 | 12.882 | 20.077 | 3.036 | 0 | 150.372 |
| Buchwerte 31.12.2012 | 106.858 | 21.342 | 17.657 | 16.602 | 2.981 | 0 | 165.440 |
PALFINGER GESCHÄFTSBERICHT 2012
Konzernabschluss zum 31. Dezember 2012 ERLÄUTERUNGEN ZUM KONZERNABSCHLUSS
FIRMENWERTE
Die aus Unternehmenszusammenschlüssen resultierenden Firmenwerte betreffen folgende "Cash Generating Units":
| in TEUR | 31.12.2012 | 31.12.2011 |
|---|---|---|
| Cash Generating Unit Business Area EMEA | 43.792 | 43.801 |
| Cash Generating Unit Business Area Marine | 42.222 | 30.091 |
| Cash Generating Unit ETI | 5.569 | 5.678 |
| Cash Generating Unit Business Area GUS | 13.777 | 13.304 |
| Cash Generating Unit Business Area Südamerika | 1.498 | 0 |
| Summe | 106.858 | 92.874 |
IMMATERIELLE VERMÖGENSWERTE MIT UNBESTIMMTER NUTZUNGSDAUER
Immaterielle Vermögenswerte mit unbestimmter Nutzungsdauer resultieren aus Unternehmenszusammenschlüssen und setzen sich wie folgt zusammen:
| in TEUR | 31.12.2012 | 31.12.2011 |
|---|---|---|
| Cash Generating Unit Business Area EMEA | ||
| Marke MBB | 5.840 | 5.840 |
| Cash Generating Unit Business Area Nordamerika (ohne ETI) | ||
| Händlernetzwerk | 6.163 | 6.283 |
| Marke OMAHA STANDARD | 1.680 | 1.714 |
| Marke American Roll-off | 522 | 533 |
| Cash Generating Unit ETI | ||
| Marke ETI | 4.316 | 4.401 |
| Cash Generating Unit Business Area GUS | ||
| Marke INMAN | 2.821 | 2.732 |
| Summe | 21.342 | 21.503 |
Da die fortwährende Nutzung der aus Unternehmenszusammenschlüssen resultierenden Marken und des Händlernetzwerks vom Management auf unbestimmte Zeit beabsichtigt ist und eine Nutzungsdauer somit nicht bestimmt werden kann, wurde diesen immateriellen Vermögenswerten eine unbestimmte Nutzungsdauer zugewiesen.
Die Werthaltigkeit der angesetzten immateriellen Vermögenswerte mit unbestimmter Nutzungsdauer hat sich bei der Durchführung von Impairmenttests bestätigt.
Der erzielbare Betrag der "Cash Generating Units" wird auf Basis der Berechnung eines Nutzungswerts unter Verwendung von Cashflow-Prognosen ermittelt. Die Cashflow-Prognosen basieren auf vom Management für einen Zeitraum von fünf Jahren erstellten Finanzplänen. Bei akquirierten Unternehmen wird ein von den Kapitalkosten dieser Unternehmen abgeleiteter Zinssatz angesetzt. Nach einem Zeitraum von fünf Jahren anfallende Cashflows werden gleichbleibend extrapoliert. Die angewandten Abzinsungssätze stellen sich im Vergleich zum Vorjahr wie folgt dar:
| Abzinsungssatz vor Steuern | |||
|---|---|---|---|
| in Prozent | 2012 | 2011 | |
| Cash Generating Unit Business Area EMEA | 10,3 | 11,8 | |
| Cash Generating Unit Business Area Marine | 10,3 | 11,3 | |
| Cash Generating Unit Business Area Nordamerika (ohne ETI) | 6,7 | 7,4 | |
| Cash Generating Unit ETI | 10,3 | 11,3 | |
| Cash Generating Unit Business Area GUS | 12,5 | 12,7 |
Eine Sensitivitätsanalyse hat ergeben, dass bei einer Erhöhung des Abzinsungsfaktors um 1 Prozent die Buchwerte wie im Vorjahr noch immer gedeckt sind und kein Abwertungsbedarf gegeben ist.
Bei den der Berechnung des Nutzungswerts der "Cash Generating Units" zugrunde gelegten Annahmen bestehen Schätzungsunsicherheiten. Die Bruttogewinnmargen werden anhand der Werte ermittelt, die basierend auf den Erfahrungen des laufenden Jahres in die rollierende Planung einfließen.
ENTWICKLUNGSKOSTEN
Im Zuge der Kaufpreisaufteilung der Akquisitionen Palfinger Dreggen AS und Palfinger-Tercek Indústria de Elevadores Veiculares Ltda wurden 966 TEUR für Technologie aktiviert.
Als selbst erstellte immaterielle Vermögenswerte wurden von PALFINGER im Geschäftsjahr 2012 Entwicklungskosten in Höhe von 5.373 TEUR (Vorjahr: 4.726 TEUR) aktiviert.
Im Geschäftsjahr 2012 betrugen die Aufwendungen für Forschung und Entwicklung 18.056 TEUR (Vorjahr: 13.246 TEUR). Das entspricht 1,9 Prozent (Vorjahr: 1,6 Prozent) des Gesamtumsatzes.
MARKEN, KUNDENSTOCK UND AUFTRAGSSTAND
Im Geschäftsjahr wurden Kundenstöcke und Auftragsstände in Höhe von 3.025 TEUR (Vorjahr: 2.620 TEUR) verbraucht.
Die Zuschreibung in Höhe von 455 TEUR im Segment EUROPEAN UNITS resultiert aus der Aufholung einer Wertminderung aufgrund von Umsatzeinbrüchen in der Vergangenheit eines Kundenstocks. Im Jahr 2012 konnte die Werthaltigkeit wieder nachgewiesen werden, und daher wurde der Kundenstock bis zu seinen fortgeschriebenen Anschaffungskosten erhöht.
SONSTIGE IMMATERIELLE VERMÖGENSWERTE
Die Investitionen für sonstige immaterielle Vermögenswerte belaufen sich auf 1.120 TEUR (Vorjahr: 1.029 TEUR) für Konzessionen, Patente und Lizenzen.
PALFINGER GESCHÄFTSBERICHT 2012
Konzernabschluss zum 31. Dezember 2012 ERLÄUTERUNGEN ZUM KONZERNABSCHLUSS
(26) Sachanlagen
Die Entwicklung der Sachanlagen stellt sich wie folgt dar:
| in TEUR | Grundstücke und Bauten | Unbebaute Grundstücke | Technische Anlagen und Maschinen |
Andere Anlagen, Betriebs und Geschäftsausstattung |
Geleistete Anzahlungen und Anlagen in Bau |
Summe |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Anschaffungskosten | ||||||
| Stand 1.1.2011 | 149.391 | 3.391 | 130.458 | 48.173 | 2.514 | 333.927 |
| Unternehmenserwerbe | 951 | 0 | 2.846 | 183 | 191 | 4.171 |
| Zugänge | 1.577 | 0 | 3.430 | 5.948 | 7.660 | 18.615 |
| Abgänge | –275 | 0 | –2.917 | –3.556 | –159 | –6.907 |
| Umgliederungen | 757 | 0 | 978 | 777 | –2.564 | –52 |
| Währungsumrechnung | –254 | –13 | –435 | –26 | 17 | –711 |
| Stand 31.12.2011 | 152.147 | 3.378 | 134.360 | 51.499 | 7.659 | 349.043 |
| Stand 1.1.2012 | 152.147 | 3.378 | 134.360 | 51.499 | 7.659 | 349.043 |
| Unternehmenserwerbe und -abgänge | –252 | 0 | 548 | 1.298 | 12 | 1.606 |
| Zugänge | 6.650 | 5.317 | 5.401 | 17.911 | 10.941 | 46.220 |
| Investitionsförderungen | –178 | 0 | –283 | –145 | 0 | –606 |
| Abgänge | –18.805 | –223 | –3.215 | –10.031 | –187 | –32.461 |
| Umgliederungen | 10.591 | –733 | 3.553 | 333 | –14.319 | –575 |
| Währungsumrechnung | –946 | –35 | –1.087 | –241 | –51 | –2.360 |
| Stand 31.12.2012 | 149.207 | 7.704 | 139.277 | 60.624 | 4.055 | 360.867 |
| Kumulierte Abschreibungen | ||||||
| Stand 1.1.2011 | 37.970 | 16 | 67.847 | 27.941 | 2 | 133.776 |
| Unternehmenserwerbe | 288 | 0 | 1.588 | 102 | 0 | 1.978 |
| Abschreibungen | 4.846 | 8 | 9.801 | 6.092 | 0 | 20.747 |
| Wertminderungen | 1.603 | 0 | 0 | 0 | 0 | 1.603 |
| Wertaufholungen | 0 | 0 | –1 | –80 | 0 | –81 |
| Nachaktivierungen | 15 | 0 | 2 | 2 | 0 | 19 |
| Abgänge | –217 | 0 | –2.284 | –2.616 | 0 | –5.117 |
| Umgliederungen | 138 | 0 | –78 | –60 | 0 | 0 |
| Währungsumrechnung | –343 | 1 | –247 | –67 | 0 | –656 |
| Stand 31.12.2011 | 44.300 | 25 | 76.628 | 31.314 | 2 | 152.269 |
| Stand 1.1.2012 | 44.300 | 25 | 76.628 | 31.314 | 2 | 152.269 |
| Unternehmenserwerbe und -abgänge | –147 | 0 | 305 | 616 | 0 | 774 |
| Abschreibungen | 5.316 | 9 | 10.325 | 6.508 | 0 | 22.158 |
| Abgänge | –13.493 | 0 | –2.773 | –5.603 | –2 | –21.871 |
| Währungsumrechnung | –357 | –1 | –713 | –168 | 0 | –1.239 |
| Stand 31.12.2012 | 35.619 | 33 | 83.772 | 32.667 | 0 | 152.091 |
| Buchwerte 31.12.2011 | 107.847 | 3.353 | 57.732 | 20.185 | 7.657 | 196.774 |
| Buchwerte 31.12.2012 | 113.588 | 7.671 | 55.505 | 27.957 | 4.055 | 208.776 |
Die Zugänge betreffen vor allem den Bau von Produktionsanlagen in Bulgarien und Nordamerika in Höhe von 7.156 TEUR sowie Ersatz- und Erweiterungsinvestitionen in Österreich in Höhe von 20.066 TEUR.
In Grundstücke und Bauten sind Grundwerte bebauter Liegenschaften in der Höhe von 18.021 TEUR (Vorjahr: 17.788 TEUR) enthalten.
Geleistete Anzahlungen und Anlagen in Bau enthalten zum Bilanzstichtag in Bau befindliche Anlagen mit Anschaffungsbzw. Herstellungskosten von 3.733 TEUR (Vorjahr: 6.903 TEUR).
Für den Neubau einer Konzernzentrale wurden Grundstücke im Ausmaß von rund 21.000 m² in der Nähe des jetzigen Konzernstandorts erworben. Die Anschaffungskosten betragen zum Stichtag 31. Dezember 2012 5.309 TEUR.
Zusätzlich wurde ein Optionsvertrag abgeschlossen, der Palfinger verpflichtet bzw. berechtigt, weitere rund 19.000 m² nach fünf bzw. zehn Jahren ab einer geplanten Umwidmung der Grundstücke zu erwerben. Die finanzielle Verpflichtung zum Erwerb dieser zusätzlichen Grundstücke beträgt 4.353 TEUR zuzüglich einer Inflationsabgeltung bis zum Ausübungszeitpunkt.
Der Neubau des Headquarters in Bergheim bei Salzburg wird derzeit geplant und startet im Jahr 2013.
Der derzeitige Standort der Konzernzentrale in Salzburg wurde an eine Gesellschaft des Mehrheitsaktionärs verkauft, die den höchsten Preis bot. Der Gewinn für die Palfinger AG betrug aus dem Verkauf 1.838 TEUR, der Kaufpreis wurde bereits vollständig bezahlt. Seit 1. Oktober 2012 wird die bestehende Konzernzentrale zu marktüblichen Preisen gemietet, wobei der Mietvertrag jeweils zum Quartalsende unter Einhaltung einer sechsmonatigen Kündigungsfrist von der Palfinger AG gekündigt werden kann.
In der Berichtsperiode wurden Fremdkapitalkosten in Höhe von 21 TEUR (Vorjahr: 0 TEUR) auf qualifizierte Vermögenswerte aktiviert.
(27) Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien
Die als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien entwickelten sich wie folgt:
| in TEUR | 2012 | 2011 |
|---|---|---|
| Anschaffungskosten | ||
| Stand 1.1. | 816 | 1.373 |
| Zugänge | 0 | 56 |
| Abgänge | 0 | –613 |
| Stand 31.12. | 816 | 816 |
| Kumulierte Abschreibungen | ||
| Stand 1.1. | 411 | 954 |
| Abschreibungen | 18 | 19 |
| Abgänge | 0 | –561 |
| Stand 31.12. | 429 | 412 |
| Buchwerte 31.12. | 387 | 404 |
Zum 31. Dezember 2012 beträgt der anhand von intern erstellten Berechnungen ermittelte beizulegende Zeitwert der als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien 607 TEUR (Vorjahr: 626 TEUR).
Aus der Vermietung von als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien resultieren Mieterträge von 61 TEUR (Vorjahr: 63 TEUR) sowie direkt zurechenbare operative Aufwendungen von 18 TEUR (Vorjahr: 21 TEUR).
(28) Anteile an assoziierten Unternehmen
Der Kreis der nach der Equity-Methode in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen ist in der Beteiligungsübersicht dargestellt.
| in TEUR | 2012 | 2011 |
|---|---|---|
| Stand 1.1. | 13.060 | 15.459 |
| Zugänge | 18 | 0 |
| Anteilige Periodenergebnisse | 4.327 | 4.823 |
| Dividenden | –2.380 | –3.017 |
| Währungsumrechnung | –48 | –220 |
| Abgänge | 0 | –3.985 |
| Stand 31.12. | 14.977 | 13.060 |
PALFINGER GESCHÄFTSBERICHT 2012
Konzernabschluss zum 31. Dezember 2012 ERLÄUTERUNGEN ZUM KONZERNABSCHLUSS
Das Ergebnis aus assoziierten Unternehmen, die nach der Equity-Methode bilanziert werden, setzt sich wie folgt zusammen:
| in TEUR | 2012 | 2011 |
|---|---|---|
| Anteilige Periodenergebnisse | 4.327 | 4.823 |
| Erträge aus dem Abgang von assoziierten Unternehmen | 0 | 2.132 |
| Erträge aus der Aufwertung von Anteilen an assoziierten Unternehmen aufgrund des Unternehmenserwerbs |
0 | 3.969 |
| Summe | 4.327 | 10.924 |
Die Erträge aus dem Abgang von assoziierten Unternehmen im Vorjahr betreffen zur Gänze den Verkauf der Palfinger Southern Africa (Pty.) Ltd., und die Erträge aus der Aufwertung von assoziierten Unternehmen resultieren aus der Erlangung der Beherrschung an der Palfinger Russland GmbH (vormals: Kraftinvest Palfinger Beteiligungs-GmbH).
Zusammenfassende Finanzinformationen für die nach der Equity-Methode bilanzierten assoziierten Unternehmen enthalten die nachfolgenden Tabellen, wobei sich die Angaben jeweils auf 100 Prozent und nicht auf den Anteil von PALFINGER an den assoziierten Unternehmen beziehen.
| in TEUR | 31.12.2012 | 31.12.2011 |
|---|---|---|
| Langfristige Vermögenswerte | 13.098 | 8.074 |
| Kurzfristige Vermögenswerte | 53.071 | 43.300 |
| Langfristige Schulden | 6.216 | 1.421 |
| Kurzfristige Schulden | 26.942 | 21.942 |
| in TEUR | 1–12 2012 | 1–12 2011 |
|---|---|---|
| Umsatzerlöse | 131.219 | 134.715 |
| Ergebnis nach Ertragsteuern | 7.843 | 10.139 |
(29) Aktive und passive latente Steuern
Die latenten Steuern setzen sich wie folgt zusammen:
| in TEUR | 31.12.2012 | 31.12.2011 |
|---|---|---|
| Aktive latente Steuern | ||
| Langfristige Vermögenswerte | ||
| Immaterielle Vermögenswerte – unterschiedliche Nutzungsdauern | 438 | 157 |
| Immaterielle Vermögenswerte – steuerlich abzugsfähiger Firmenwert | 2.244 | 2.669 |
| Sachanlagen – unterschiedliche Nutzungsdauern | 417 | 424 |
| Langfristige finanzielle Vermögenswerte – steuerlich offene Abwertungen Finanzanlagen | 7.989 | 8.730 |
| Sonstige langfristige Vermögenswerte | 89 | 27 |
| 11.177 | 12.007 | |
| Kurzfristige Vermögenswerte | ||
| Vorräte – Zwischengewinneliminierung, steuerliche Bewertungsunterschiede Herstellkosten | 3.505 | 2.435 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen – steuerliche Bewertungsunterschiede Wertberichtigungen | 885 | 589 |
| Sonstige kurzfristige Vermögenswerte – steuerlich offene Abfertigungszahlungen | 367 | 487 |
| 4.757 | 3.511 | |
| Langfristige Schulden | ||
| Langfristige Finanzverbindlichkeiten – Leasingverbindlichkeiten | 0 | 17 |
| Langfristige Rückstellungen – unterschiedliche Ansätze Personalrückstellungen IAS 19 | 4.979 | 3.860 |
| davon erfolgsneutrale latente Steuern | 1.091 | 452 |
| Sonstige langfristige Verbindlichkeiten | 359 | 467 |
| 5.338 | 4.344 | |
| Kurzfristige Schulden | ||
| Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten – Leasingfinanzierungen | 189 | 713 |
| Kurzfristige Rückstellungen – unterschiedliche Ansätze Garantierückstellungen | 2.116 | 1.970 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten | 1.592 | 1.269 |
| 3.897 | 3.952 | |
| 25.169 | 23.814 | |
| Passive latente Steuern Langfristige Vermögenswerte |
||
| Immaterielle Vermögenswerte – Unternehmenserwerbe, Entwicklungskosten | –15.488 | –16.086 |
| Sachanlagen – unterschiedliche Nutzungsdauern | –7.485 | –8.147 |
| –22.973 | –24.233 | |
| Kurzfristige Vermögenswerte | ||
| Vorräte – steuerliche Bewertungsunterschiede Herstellkosten | –310 | –224 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen – Auftragsfertigung (POC) | –2.122 | –322 |
| Sonstige kurzfristige Vermögenswerte – steuerliche Bewertungsunterschiede | –1.629 | –762 |
| davon erfolgsneutrale latente Steuern | 288 | 0 |
| –4.061 | –1.308 | |
| Langfristige Schulden | ||
| Langfristige Finanzverbindlichkeiten – steuerliche Bewertungsunterschiede | 0 | –96 |
| Langfristige Rückstellungen | –758 | –142 |
| davon erfolgsneutrale latente Steuern | –2 | –12 |
| –758 | –238 | |
| Kurzfristige Schulden | ||
| Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten | 0 | –5 |
| Kurzfristige Rückstellungen – unterschiedliche Ansätze Garantierückstellungen | –599 | –607 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten | –70 | –52 |
| –669 | –664 | |
| –28.461 | –26.443 | |
| Aktive latente Steuern auf Verlustvorträge | 21.016 | 18.562 |
| Latente Steuern | 17.724 | 15.933 |
| davon | ||
| aktive latente Steuern | 25.112 | 23.219 |
| passive latente Steuern | –7.388 | –7.287 |
In den latenten Steuern sind erfolgsneutrale aktive latente Steuern von 753 TEUR (Vorjahr: 139 TEUR) und erfolgsneutrale passive latente Steuern von –623 TEUR (Vorjahr: –301 TEUR) enthalten.
Die Steuerlatenzen nach Ländern zeigen folgendes Bild:
| in TEUR | 31.12.2012 | 31.12.2011 |
|---|---|---|
| Belgien | 3 | 2 |
| Brasilien | 906 | 1.538 |
| Bulgarien | 126 | 118 |
| China | 535 | 180 |
| Deutschland | 4.761 | 4.167 |
| Frankreich | 3.312 | 3.481 |
| Großbritannien | –62 | 99 |
| Niederlande | –1.241 | –1.590 |
| Norwegen | –992 | 0 |
| Indien | 121 | 0 |
| Italien | 15 | 13 |
| Kanada | 180 | 797 |
| Kroatien | 285 | –22 |
| Österreich | 7.741 | 5.897 |
| Russland | –845 | –980 |
| Singapur | 3 | 1 |
| Slowenien | 440 | 898 |
| USA | 2.627 | 1.540 |
| Vietnam | –191 | –206 |
| Summe | 17.724 | 15.933 |
Die steuerlichen Verlustvorträge setzen sich wie folgt zusammen:
| Nicht aktivierte Verlustvorträge | Aktivierte Verlustvorträge | |||
|---|---|---|---|---|
| in TEUR | 31.12.2012 | 31.12.2011 | 31.12.2012 | 31.12.2011 |
| Verfallbare Verlustvorträge | ||||
| Ein Jahr | 0 | 0 | 467 | 0 |
| Zwei Jahre | 0 | 893 | 567 | 47 |
| Drei Jahre | 0 | 576 | 353 | 338 |
| Vier Jahre | 0 | 357 | 84 | 0 |
| Fünf Jahre | 0 | 2.214 | 584 | 0 |
| Mehr als fünf Jahre | 13.731 | 12.922 | 18.288 | 16.406 |
| Unverfallbare Verlustvorträge | 12.813 | 13.651 | 46.965 | 40.972 |
| Summe | 26.544 | 30.613 | 67.308 | 57.763 |
Im Konzern wurden für steuerliche Verlustvorträge in Höhe von 26.544 TEUR (Vorjahr: 30.613 TEUR) keine aktiven latenten Steuern angesetzt, da ihre Wirksamkeit als endgültige Steuerentlastung im Rahmen der Mittelfristplanung noch nicht ausreichend gesichert ist.
Im Vorjahr wurden aktive latente Steuerabgrenzungen in Höhe von 4.063 TEUR gemäß IAS 12.44 gebildet, die im Jahr 2012 durch gesellschaftsrechtliche Maßnahmen in Höhe von 825 TEUR realisiert und in Höhe von 3.238 TEUR als Steuergutschrift gemäß IAS 12.34 angesetzt wurden.
Für latente Steuerschulden aus Quellensteuern in Höhe von 328 TEUR (Vorjahr: 240 TEUR) wurden gemäß IAS 12.39 keine passiven latenten Steuern gebildet, da PALFINGER in der Lage ist, den zeitlichen Verlauf zu steuern und in absehbarer Zeit sich diese temporären Differenzen nicht auflösen werden.
(30) Langfristige finanzielle Vermögenswerte
Die langfristigen finanziellen Vermögenswerte setzen sich wie folgt zusammen:
| in TEUR | 31.12.2012 | 31.12.2011 |
|---|---|---|
| Ausleihungen | 4.790 | 4.970 |
| Wertpapiere | 1.120 | 1.068 |
| Derivative Finanzinstrumente | 0 | 11 |
| Summe | 5.910 | 6.049 |
Die Wertpapiere bestehen aus Anteilen an Investmentfonds und Schuldverschreibungen zur gesetzlich verpflichtenden Absicherung der Personalrückstellungen.
(31) Sonstige langfristige Vermögenswerte
Die sonstigen langfristigen Vermögenswerte setzen sich wie folgt zusammen:
| in TEUR | 31.12.2012 | 31.12.2011 |
|---|---|---|
| Rückdeckungswerte | 1.383 | 1.895 |
| Aufwandsabgrenzungen | 2 | 3 |
| Übrige sonstige langfristige Vermögenswerte | 16 | 19 |
| Summe | 1.401 | 1.917 |
Rückdeckungswerte betreffen Rückkaufsrechte für Lebensversicherungen, die die Voraussetzungen für eine Saldierung mit der Rückstellung für Pensionen gemäß IAS 19 nicht erfüllen.
PALFINGER GESCHÄFTSBERICHT 2012
Konzernabschluss zum 31. Dezember 2012 ERLÄUTERUNGEN ZUM KONZERNABSCHLUSS
(32) Vorräte
Die Vorräte setzen sich wie folgt zusammen:
| in TEUR | 31.12.2012 | 31.12.2011 |
|---|---|---|
| Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe | 79.309 | 76.839 |
| Unfertige Erzeugnisse | 60.511 | 58.851 |
| Fertige Erzeugnisse und Handelswaren | 61.458 | 62.092 |
| Geleistete Anzahlungen | 1.241 | 796 |
| Summe | 202.519 | 198.578 |
Vorräte in Höhe von 1.187 TEUR (Vorjahr: 2.115 TEUR) sind zum Nettoveräußerungswert bewertet.
Im Geschäftsjahr 2012 wurden Aufholungen von Wertminderungen auf Vorräte in Höhe von 411 TEUR (Vorjahr: 478 TEUR) vorgenommen und in den Materialaufwendungen ausgewiesen.
(33) Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen setzen sich wie folgt zusammen:
| in TEUR | 31.12.2012 | 31.12.2011 |
|---|---|---|
| Forderungen aus Fertigungsaufträgen | 7.953 | 1.287 |
| Abgerechnete Forderungen | 133.287 | 119.588 |
| Summe | 141.240 | 120.875 |
Die abgerechneten Forderungen erhöhten sich vor allem durch erhöhte Umsatzerlöse in den Business Areas Nord- und Südamerika sowie der Business Area GUS.
Die Fertigungsaufträge setzen sich nach der Percentage-of-Completion-Methode wie folgt zusammen:
| in TEUR | 31.12.2012 | 31.12.2011 |
|---|---|---|
| Für Fertigungsaufträge angefallene Kosten | 23.364 | 597 |
| Zusätzlich bisher erfasste Gewinne | 6.657 | 690 |
| Erhaltene Anzahlungen | –22.068 | 0 |
| Forderungen aus Fertigungsaufträgen | 7.953 | 1.287 |
Die Forderungen aus Fertigungsaufträgen erhöhten sich im Wesentlichen durch die Akquisition Dreggen, Norwegen.
Dem Insolvenzrisiko der dubiosen Kunden wird auf Basis von Erfahrungswerten durch eine Wertberichtigung in Höhe von 6.248 TEUR (Vorjahr: 5.503 TEUR) Rechnung getragen. Die Entwicklung der Wertberichtigung stellt sich wie folgt dar:
| Einzelwertberichtigung | Standardisierte Einzelwertberichtigung |
||||
|---|---|---|---|---|---|
| in TEUR | 2012 | 2011 | 2012 | 2011 | |
| Stand 1.1. | 3.228 | 3.891 | 2.275 | 3.081 | |
| Veränderung Konsolidierungskreis | 230 | 4 | 877 | 97 | |
| Dotierung | 535 | 93 | 919 | 231 | |
| Verbrauch | –146 | –232 | –82 | –248 | |
| Auflösung | –300 | –470 | –1.276 | –874 | |
| Umgliederung | 55 | 25 | 25 | –25 | |
| Währungsumrechnung | –78 | –83 | –14 | 13 | |
| Stand 31.12. | 3.524 | 3.228 | 2.724 | 2.275 |
(34) Sonstige kurzfristige Vermögenswerte
Die sonstigen kurzfristigen Vermögenswerte setzen sich wie folgt zusammen:
| in TEUR | 31.12.2012 | 31.12.2011 |
|---|---|---|
| Forderungen gegenüber assoziierten Unternehmen | 4 | 0 |
| Derivative Finanzinstrumente | 1.310 | 99 |
| Forderungen im Rahmen der sozialen Sicherheit und sonstige Steuern | 5.538 | 5.622 |
| Sonstige Forderungen | 7.346 | 4.596 |
| Aufwandsabgrenzungen und Entschädigungsleistungen | 5.842 | 2.753 |
| Wertpapiere | 0 | 13 |
| Summe | 20.040 | 13.083 |
(35) Kassenbestand und kurzfristige Finanzmittel
Der Finanzmittelfonds entspricht dem Kassenbestand und den kurzfristigen Finanzmitteln. Der Kassenbestand und die kurzfristigen Finanzmittel setzen sich wie folgt zusammen:
| in TEUR | 31.12.2012 | 31.12.2011 |
|---|---|---|
| Kassenbestände | 404 | 98 |
| Guthaben bei Kreditinstituten | 24.072 | 15.039 |
| Summe | 24.476 | 15.137 |
Zum 31. Dezember 2012 bestehen keine Verfügungsbeschränkungen über die Finanzmittel.
(36) Grundkapital
Das Grundkapital ist zerlegt in 35.730.000 (Vorjahr: 35.730.000) nennwertlose Stückaktien; sämtliche ausgegebenen Aktien sind voll eingezahlt.
Der Vorstand wurde mit der außerordentlichen Hauptversammlung vom 3. November 2011 ermächtigt, gemäß § 169 AktG das Grundkapital mit Zustimmung des Aufsichtsrats bis 31. Oktober 2016 um bis zu weitere 10.000.000,00 EUR durch Ausgabe von bis zu 10.000.000 Stück neuen, auf Inhaber oder Namen lautenden Stammaktien (Stückaktien) gegen Bar- und/oder Sacheinlage – allenfalls in mehreren Tranchen – zu erhöhen und den Ausgabebetrag, die Ausgabebedingungen und die weiteren Einzelheiten der Durchführung der Kapitalerhöhung im Einvernehmen mit dem Aufsichtsrat festzusetzen.
Darüber hinaus wurde der Vorstand ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Bezugsrecht der Aktionäre auszuschließen,
- (i) wenn die Kapitalerhöhung gegen Sacheinlagen erfolgt, d. h., Aktien zum Zwecke des Erwerbs von Unternehmen, Betrieben, Teilbetrieben oder Anteilen an einer oder mehreren Gesellschaften im In- und Ausland ausgegeben werden oder
- (ii) wenn die Kapitalerhöhung zum Zwecke der Einführung der Aktien der Gesellschaft an einer ausländischen Börse erfolgt, oder
- (iii) um Spitzenbeträge vom Bezugsrecht der Aktionäre auszunehmen oder
- (iv) um eine den Emissionsbanken eingeräumte Mehrzuteilungsoption zu bedienen.
Die Entwicklung der sich im Umlauf befindenden Aktien stellt sich wie folgt dar:
| Stück | 2012 | 2011 |
|---|---|---|
| Stand 1.1. | 35.361.160 | 35.402.000 |
| Rückkauf eigener Anteile | –500 | –40.840 |
| Ausübung Optionsrecht | 28.750 | 0 |
| Stand 31.12. | 35.389.410 | 35.361.160 |
(37) Kapitalrücklagen
Die Kapitalrücklagen betreffen gebundene und ungebundene Kapitalrücklagen sowie Rücklagen gemäß IFRS 2.
RÜCKLAGE GEMÄSS IFRS 2
Der beizulegende Zeitwert der im Rahmen des Stock-Option-Programms gewährten Optionen wird über den Erdienungszeitraum als Personalaufwand erfasst. Die Rücklage gemäß IFRS 2 reflektiert die kumulierten Personalaufwendungen bis zum 31. Dezember 2012. Bei Verfall der Aktienoptionen erfolgt eine Verrechnung mit den kumulierten Ergebnissen.
Die Entwicklung der Rücklage gemäß IFRS 2 stellt sich wie folgt dar:
| in TEUR | 2012 | 2011 |
|---|---|---|
| Stand 1.1. | 152 | 99 |
| Dotierung | 39 | 59 |
| Verbrauch | –80 | 0 |
| Auflösung | 0 | –6 |
| Stand 31.12. | 111 | 152 |
Die Entwicklung der Aktienoptionen stellt sich wie folgt dar:
| Anzahl Aktienoptionen | 2012 | 2011 |
|---|---|---|
| Stand 1.1. | 270.000 | 300.000 |
| Verfallene Optionen | 86.250 | 30.000 |
| Ausgeübte Optionen | 28.750 | 0 |
| Stand 31.12. | 155.000 | 270.000 |
(38) Eigene Aktien
Zum 31. Dezember 2012 beträgt der Besitzstand an eigenen Aktien 340.590 Stück (Vorjahr: 368.840 Stück).
Der Vorstand wurde auf der außerordentlichen Hauptversammlung vom 3. November 2011 gemäß § 65 Abs. 1 Ziffer 8 sowie Abs. 1a und 1b AktG ermächtigt, auf den Inhaber oder auf Namen lautende Stückaktien der Gesellschaft im Ausmaß von bis zu 10 Prozent des Grundkapitals der Gesellschaft während einer Geltungsdauer von 30 Monaten sowohl über die Börse als auch außerbörslich zu einem niedrigsten Gegenwert von 1 EUR je Aktie und einem höchsten Gegenwert von 50 EUR je Aktie zu erwerben. Den Erwerb über die Börse kann der Vorstand der PALFINGER AG beschließen, doch muss der Aufsichtsrat im Nachhinein von diesem Beschluss in Kenntnis gesetzt werden. Der außerbörsliche Erwerb unterliegt der vorherigen Zustimmung des Aufsichtsrats.
Der Vorstand wurde außerdem für die Dauer von fünf Jahren gemäß § 65 Abs. 1b AktG ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats für die Veräußerung bzw. Verwendung eigener Aktien eine andere Art der Veräußerung als über die Börse oder durch ein öffentliches Angebot, auch unter Ausschluss des Wiederkaufsrechts (umgekehrtes Bezugsrechts) der Aktionäre, zu beschließen und die Veräußerungsbedingungen festzusetzen.
(39) Ergebnis je Aktie
Das Ergebnis je Aktie berechnet sich in Übereinstimmung mit IAS 33 aus der Division des Konzernergebnisses durch den gewichteten Durchschnitt der sich im Umlauf befindenden Aktien. Der gewichtete Durchschnitt der sich im Umlauf befindenden Aktien beläuft sich im Geschäftsjahr 2012 auf 35.383.062 Stück (Vorjahr: 35.400.683 Stück).
Auf Basis des Konzernergebnisses von 40.409 TEUR (Vorjahr: 41.955 TEUR) beläuft sich das unverwässerte Ergebnis je Aktie auf 1,14 EUR (Vorjahr: 1,19 EUR). Das verwässerte Ergebnis je Aktie entspricht aufgrund des geringen Verwässerungseffektes des Stock-Option-Programms dem unverwässerten Ergebnis je Aktie.
DIVIDENDE JE AKTIE
In der Hauptversammlung am 6. März 2013 wird vorgeschlagen, dass eine Gewinnausschüttung in Höhe von 0,38 EUR je Aktie bzw. 13.448 TEUR (Vorjahr: 0,38 EUR je Aktie bzw. 13.437 TEUR) erfolgen wird.
(40) Bewertungsrücklagen gemäß IAS 39
Die Bewertungsrücklagen gemäß IAS 39 enthalten wie im Vorjahr nur Rücklagen aus Cashflow Hedges.
Die Entwicklung der Cashflow-Hedge-Rücklage ist aus der Gesamtergebnisrechnung ersichtlich.
(41) Verbindlichkeiten aus kündbaren nicht beherrschenden Anteilen
Zum 31. Dezember 2011 hielt Palfinger 75 Prozent des Stammkapitals und des Vorzugskapitals der NDM-Gruppe, wobei das Vorzugskapital 90 Prozent und das Stammkapital 10 Prozent des gesamten Gesellschaftskapitals und der Stimmrechte repräsentieren. Am 5. März 2012 wurden nun das restliche Vorzugskapital sowie weitere 15 Prozent des Stammkapitals der NDM-Gruppe erworben. Palfinger hält somit 100 Prozent des Vorzugskapitals und 90 Prozent des Stammkapitals, demnach 99 Prozent des Gesellschaftskapitals. Die Stimmrechte der restlichen 10 Prozent des Stammkapitals werden über eine Treuhandkonstruktion von Palfinger gehalten, demnach hält Palfinger 100 Prozent der Stimmrechte. Das Vorzugskapital beträgt 14.425 TEUR und ist mit einem Kupon von 7 Prozent ausgestattet, ein darüber hinausgehender Betrag am Jahresergebnis entfällt auf die Anteile am Stammkapital, demnach partizipiert Palfinger mit 90 Prozent am übersteigenden Betrag.
20 Prozent an der Fast RSQ B.V., Barneveld, Niederlande, wurden auf das Management übertragen.
Durch den Erwerb eigener Anteile in Höhe von 15 TEUR konnte die direkte Beteiligung an der Composite Works, LLC, Oklahoma City (US), von 56,75 Prozent auf 63,48 Prozent erhöht werden, die indirekte Beteiligung erhöhte sich somit von 45,40 Prozent auf 50,78 Prozent.
Die Entwicklung der Verbindlichkeiten aus kündbaren nicht beherrschenden Anteilen stellt sich wie folgt dar:
| in TEUR | 31.12.2012 | 31.12.2011 |
|---|---|---|
| Stand 1.1. | 16.045 | 11.469 |
| Erhöhung direkt im Eigenkapital | 6.874 | 411 |
| Aufzinsung | 251 | 0 |
| Zugang | 0 | 4.165 |
| Tilgung | –3.384 | 0 |
| Auflösung ergebniswirksam | –787 | 0 |
| Stand 31.12. | 18.999 | 16.045 |
Durch die Neubewertung der Verbindlichkeiten aus kündbaren nicht beherrschenden Anteilen im Zuge des Erwerbs der NDM-Gruppe wurde ein Betrag von 2.016 TEUR in den kumulierten Ergebnissen erfasst. Durch die Neubewertung der Anteile an der NDM- und ETI-Gruppe im Zuge der strategischen Unternehmensplanung wurden 6.213 TEUR in den kumulierten Ergebnissen erfasst.
(42) Langfristige Finanzverbindlichkeiten
Am 18. Oktober 2012 wurden Schuldscheindarlehen mit einer Laufzeit von drei, fünf bzw. sieben Jahren und einem Gesamtvolumen von 77,5 Mio EUR begeben. Die Emission dient der Optimierung der Finanzierungsstruktur und zur Diversifizierung der Finanzierungspartner.
Die abgegrenzten Zinsaufwendungen sind in den kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten enthalten.
Der durchschnittliche Zinssatz stellt die durchschnittliche Zinsbelastung im Geschäftsjahr 2012 nach Berücksichtigung von Zins- und Währungssicherungsgeschäften in Prozent bezogen auf den durchschnittlichen Buchwert dar und beträgt 3,1 Prozent (Vorjahr: 4,2 Prozent).
(43) Langfristige Rückstellungen
Die langfristigen Rückstellungen setzen sich wie folgt zusammen:
| in TEUR | 31.12.2012 | 31.12.2011 |
|---|---|---|
| Rückstellung für Pensionen | 7.012 | 5.835 |
| Rückstellung für Abfertigungen | 14.281 | 11.653 |
| Rückstellung für Jubiläumsgelder | 3.544 | 3.265 |
| Sonstige langfristige Rückstellungen | 9.773 | 26.704 |
| Summe | 34.610 | 47.457 |
RÜCKSTELLUNG FÜR PENSIONEN
Aufgrund von einzelvertraglichen Regelungen besteht für PALFINGER die Verpflichtung, einigen Mitarbeitern ab dem Zeitpunkt ihrer Pensionierung einen Pensionszuschuss zu gewähren. Die Höhe dieser Pension wird nach der Dauer der Betriebszugehörigkeit sowie nach der Höhe der Bezüge zum Pensionierungszeitpunkt bemessen.
| in TEUR | 31.12.2012 | 31.12.2011 | 31.12.2010 | 31.12.2009 | 31.12.2008 |
|---|---|---|---|---|---|
| Nettobarwert der Verpflichtung | 8.036 | 5.835 | 6.402 | 5.772 | 5.160 |
| Beizulegender Zeitwert des Planvermögens | –1.024 | 0 | 0 | 0 | –68 |
| Rückstellung für Pensionen | 7.012 | 5.835 | 6.402 | 5.772 | 5.092 |
| in TEUR | 2012 | 2011 |
|---|---|---|
| Nettobarwert der Verpflichtung per 1.1. | 5.835 | 6.402 |
| Konsolidierungskreisänderung | 34 | 0 |
| Zugang | 1.226 | 9 |
| Dienstzeitaufwand | 117 | 84 |
| Zinsaufwand | 330 | 285 |
| Versicherungsmathematische Gewinne (–)/Verluste (+) | 885 | –194 |
| Tatsächliche Zahlungen | –391 | –751 |
| Nettobarwert der Verpflichtung per 31.12 | 8.036 | 5.835 |
Die erfahrungsbedingten Anpassungen der Rückstellungen für Pensionen belaufen sich auf 125 TEUR (2011: 30 TEUR; 2010: 41 TEUR; 2009: 44 TEUR; 2008: 77 TEUR).
Das Planvermögen besteht aus einem Pensionsfonds bei einer namhaften Versicherungsgesellschaft.
| in TEUR | 2012 | 2011 |
|---|---|---|
| Beizulegender Zeitwert des Planvermögens per 1.1. | 0 | 0 |
| Zugang | 1.129 | 0 |
| Erwartete Erträge aus Planvermögen | 39 | 0 |
| Gezahlte Versorgungsleistungen | –144 | 0 |
| Beizulegender Zeitwert des Planvermögens per 31.12. | 1.024 | 0 |
Der erwartete Ertrag aus dem Planvermögen betrug 39 TEUR, der tatsächliche Ertrag belief sich auf dieselbe Höhe.
Die Netto-Aufwendungen für Pensionen, die aus Leistungszusagen resultieren, setzen sich wie folgt zusammen:
| in TEUR | 1–12 2012 | 1–12 2011 |
|---|---|---|
| Personalaufwendungen | ||
| Dienstzeitaufwand | –117 | –84 |
| Zinserträge | ||
| Erwartete Erträge aus Planvermögen | 39 | 0 |
| Zinsaufwendungen | ||
| Zinsaufwand | –330 | –285 |
| Netto-Aufwendungen für Pensionen | –408 | –369 |
Die Bewertung erfolgte unter Zugrundelegung folgender Parameter:
- • Pensionsantrittsalter: 65 Jahre (Vorjahr: 65 Jahre)
- • Zinssatz: 3,75 Prozent p.a. (Vorjahr: 4,75 Prozent p.a.)
- • Pensionserhöhungen: 1,5 Prozent p.a. (Vorjahr: 1,5 Prozent p.a.)
- • Erwartete Rendite aus dem Planvermögen: 3,5 Prozent p.a.
Die Berechnung der Rückstellung für Pensionen erfolgte zum 31. Dezember 2012 nach versicherungsmathematischen Grundsätzen unter Beachtung der Berechnungsvorschriften nach IAS 19. Die Bewertung der Verpflichtung erfolgt nach der Projected-Unit-Credit-Methode.
Als rechnerisches Pensionsalter in Österreich wurde das frühest mögliche Anfallsalter für die Alterspension gemäß Pensionsreform 2004 (Budgetbegleitgesetz 2003) unter Berücksichtigung der Übergangsregelungen zugrunde gelegt. Bei weiblichen Anwartschaftsberechtigten wurde das rechnerische Pensionsalter entsprechend dem "Bundesverfassungsgesetz über unterschiedliche Altersgrenzen von männlichen und weiblichen Sozialversicherten" schrittweise angehoben. Bei der Berechnung wurden die Rechnungsgrundlagen für die Pensionsversicherung AVÖ-2008-P in der Ausprägung für Angestellte zugrunde gelegt.
Als rechnerisches Pensionsalter in Deutschland wurde das frühest mögliche Pensionsalter der deutschen gesetzlichen Rentenversicherung zugrunde gelegt; es kamen die Richttafeln 2005 G zur Anwendung.
RÜCKSTELLUNG FÜR ABFERTIGUNGEN
Abfertigungen sind einmalige Abfindungen, die aufgrund arbeitsrechtlicher Vorschriften bei Kündigung der Arbeitnehmer sowie regelmäßig bei Pensionsantritt an Mitarbeiter bezahlt werden müssen. Die Höhe richtet sich nach der Anzahl der Dienstjahre und der Höhe der Bezüge. Die Rückstellungen für Abfertigungen wurden in jenem Ausmaß gebildet, das sich nach versicherungsmathematischen Grundsätzen ergab.
| in TEUR | 31.12.2012 | 31.12.2011 | 31.12.2010 | 31.12.2009 | 31.12.2008 |
|---|---|---|---|---|---|
| Nettobarwert der Verpflichtung | 14.281 | 11.653 | 11.136 | 9.438 | 11.000 |
| in TEUR | 2012 | 2011 |
|---|---|---|
| Nettobarwert der Verpflichtung per 1.1. | 11.653 | 11.136 |
| Dienstzeitaufwand | 664 | 649 |
| Zinsaufwand | 549 | 488 |
| Versicherungsmathematische Gewinne (–)/Verluste (+) | 1.845 | 405 |
| Tatsächliche Zahlungen | –430 | –1.025 |
| Nettobarwert der Verpflichtung per 31.12. | 14.281 | 11.653 |
Die erfahrungsbedingten Anpassungen der Rückstellungen für Abfertigungen belaufen sich auf –67 TEUR (2011: 836 TEUR; 2010: –58 TEUR; 2009: 953 TEUR; 2008: –601 TEUR).
Die Netto-Aufwendungen für Abfertigungen, die aus Leistungszusagen resultieren, setzen sich wie folgt zusammen:
| in TEUR | 1–12 2012 | 1–12 2011 |
|---|---|---|
| Personalaufwendungen | ||
| Dienstzeitaufwand | –664 | –649 |
| Zinsaufwendungen | ||
| Zinsaufwand | –549 | –488 |
| Netto-Aufwendungen für Abfertigungen | –1.213 | –1.137 |
Die Bewertung erfolgte unter Zugrundelegung folgender Parameter:
- • Zinssatz: 3,75 Prozent p.a. (Vorjahr: 4,75 Prozent p.a.)
- • Gehaltssteigerungen: 3,0 Prozent p.a. (Vorjahr: 3,0 Prozent p.a.)
- • Fluktuationsabschlag: 2,0 Prozent p.a. (Vorjahr: 2,0 Prozent p.a.)
Die Veränderung des Zinssatzes beruht auf der Neueinschätzung aufgrund der geänderten wirtschaftlichen Lage.
Bei Arbeitnehmern in Österreich, deren Dienstverhältnis nach dem 1. Jänner 2003 begonnen hat, wird diese Verpflichtung in ein beitragsorientiertes System übertragen. Diese Zahlungen an die externe Mitarbeitervorsorgekasse werden als Aufwendungen erfasst und belaufen sich auf 1,53 Prozent der Bezüge.
Rückstellung Für Jubiläumsgelder
Für Jubiläumsgeldverpflichtungen, die aufgrund der kollektivvertraglichen Regelungen bzw. der Betriebsvereinbarungen bestehen, wurde unter Zugrundelegung derselben Rechnungsgrößen (mit Ausnahme des Fluktuationsabschlags) wie bei der Rückstellung für Abfertigungen vorgesorgt.
Die Entwicklung der Rückstellungen für Jubiläumsgelder stellt sich wie folgt dar:
| in TEUR | 2012 | 2011 |
|---|---|---|
| Stand 1.1. | 3.265 | 3.084 |
| Dotierung | 270 | 192 |
| Zinseffekt | 151 | 136 |
| Verbrauch | –141 | –147 |
| Stand 31.12. | 3.545 | 3.265 |
SONSTIGE LANGFRISTIGE RÜCKSTELLUNGEN
Die Entwicklung der sonstigen langfristigen Rückstellungen stellt sich wie folgt dar:
| in TEUR | 2012 | 2011 |
|---|---|---|
| Stand 1.1. | 26.704 | 20.015 |
| Unternehmenserwerbe | 931 | 2.479 |
| Dotierung | 5.629 | 2.241 |
| Zinseffekt | 2.126 | 1.962 |
| Verbrauch | –23.021 | 0 |
| Auflösung | –2.660 | 0 |
| Währungsumrechnung | 64 | 7 |
| Stand 31.12. | 9.773 | 26.704 |
In den sonstigen Rückstellungen im Vorjahr sind noch nicht fällige bedingte Gegenleistungen aus Vorjahren in Höhe von 21.049 TEUR enthalten, welche am 21. November 2012 abgelöst wurden. Dieser Kaufpreisanteil war vom Ergebnis der erworbenen Einheit abhängig und war ursprünglich im Jahr 2016 zur Auszahlung fällig. Der Buchwert des noch nicht fälligen Kaufpreisanteils betrug zum Einlösungszeitpunkt 23.021 TEUR und wurde mit einem Betrag von 27.839 TEUR abgelöst. Der Differenzbetrag resultiert aus der Abgeltung des Zinseffekts, und daher wurde ein Betrag von 4.818 TEUR vorzeitig im Geschäftsjahr erfasst, der sich ursprünglich über die Laufzeit bis ins Jahr 2016 verteilt hätte.
Die Auflösung der Rückstellung stammt im Wesentlichen aus der Neubewertung von Kaufpreisverpflichtungen.
Zum Bilanzstichtag bestehen bedingte Gegenleistungen in Höhe von 4.230 TEUR aus dem Erwerb von Tochterunternehmen, die im Jahr 2012 vereinbart wurden. Die Gegenleistungen sind von künftigen Ergebnissen vor Abschreibungen und Zinsen der Einheiten abhängig. Diese Kaufpreisanteile werden voraussichtlich im Jahr 2013 und 2014 sowie im Jahr 2019 zur Auszahlung gebracht.
In den sonstigen langfristigen Rückstellungen sind zudem noch sonstige langfristige Personalrückstellungen in Höhe von 4.897 TEUR (Vorjahr: 2.409 TEUR) enthalten.
(44) Sonstige langfristige Verbindlichkeiten
Die sonstigen langfristigen Verbindlichkeiten betreffen im Wesentlichen ausländische Abgaben und Verbindlichkeiten gegenüber Mitarbeitern sowie Rechnungsabgrenzungsposten.
(45) Kurzfristige Rückstellungen
Die Entwicklung der kurzfristigen Rückstellungen stellt sich wie folgt dar:
| in TEUR | Garantie- und Gewährleistungsrückstellung |
Sonstige kurzfristige Rückstellungen |
||
|---|---|---|---|---|
| 2012 | 2011 | 2012 | 2011 | |
| Stand 1.1. | 11.296 | 10.614 | 990 | 1.054 |
| Veränderung Konsolidierungskreis | 367 | 125 | 0 | 80 |
| Dotierung | 2.706 | 2.759 | 485 | 491 |
| Verbrauch | –2.069 | –2.193 | –549 | –599 |
| Auflösung | –146 | –22 | –187 | –135 |
| Umgliederung | 0 | 0 | –135 | –95 |
| Währungsumrechnung | –30 | 13 | 318 | 194 |
| Stand 31.12. | 12.124 | 11.296 | 922 | 990 |
(46) Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten
Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten setzen sich wie folgt zusammen:
| in TEUR | 31.12.2012 | 31.12.2011 |
|---|---|---|
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 68.092 | 62.417 |
| Verbindlichkeiten gegenüber assoziierten Unternehmen | 266 | 335 |
| Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen | 12.316 | 7.903 |
| Verbindlichkeiten aus der Annahme gezeichneter Wechsel | 0 | 2 |
| Verbindlichkeiten gegenüber Mitarbeitern | 19.704 | 18.139 |
| Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit und sonstige Steuern | 11.375 | 11.794 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 6.151 | 6.410 |
| Ertragsabgrenzungen | 876 | 803 |
| Summe | 118.780 | 107.803 |
Die Verbindlichkeiten gegenüber Mitarbeitern in Höhe von 19.704 TEUR (Vorjahr: 18.139 TEUR) beinhalten Abgrenzungen für nicht konsumierte Urlaube, Leistungsprämien und Zeitausgleichsguthaben sowie Verbindlichkeiten aus Lohn- und Gehaltsaufwendungen.
Die sonstigen Verbindlichkeiten von insgesamt 6.151 TEUR (Vorjahr: 6.410 TEUR) betreffen kreditorische Debitoren und übrige sonstige Verbindlichkeiten.
ERLÄUTERUNGEN ZUR KONZERN-GEWINN-UND-VERLUST-RECHNUNG
(47) Umsatzerlöse
| in TEUR | 1–12 2012 | 1–12 2011 |
|---|---|---|
| Europäische Union | 502.290 | 540.622 |
| Übriges Europa | 84.840 | 58.605 |
| Nordamerika | 192.675 | 141.178 |
| Mittel- und Südamerika | 82.673 | 51.218 |
| Ferner Osten | 38.446 | 26.936 |
| Ozeanien | 16.501 | 11.051 |
| Afrika | 8.058 | 8.620 |
| Mittlerer und Naher Osten | 9.732 | 7.447 |
| Summe | 935.215 | 845.677 |
Die Aufteilung nach geografischen Gebieten erfolgt entsprechend dem Sitz des Kunden.
| in TEUR | 1–12 2012 | 1–12 2011 |
|---|---|---|
| Umsatzerlöse verrechnet | 915.164 | 832.352 |
| Umsatzerlöse Fertigungsaufträge | 20.051 | 13.325 |
| Summe | 935.215 | 845.677 |
(48) Bestandsveränderung und aktivierte Eigenleistungen
| in TEUR | 1–12 2012 | 1–12 2011 |
|---|---|---|
| Bestandsveränderung | –263 | 15.642 |
| Aktivierte Eigenleistungen | ||
| Aktivierte Entwicklungskosten | 5.373 | 4.726 |
| Sonstige aktivierte Eigenleistungen | 228 | 517 |
| Summe | 5.338 | 20.885 |
Die Bestandsveränderung umfasst die Veränderung der unfertigen und fertigen Erzeugnisse gegenüber dem Vorjahr.
(49) Sonstige operative Erträge
| in TEUR | 1–12 2012 | 1–12 2011 |
|---|---|---|
| Erträge aus dem Abgang von immateriellen | ||
| Vermögenswerten und Sachanlagen | 3.243 | 437 |
| Erträge aus der Wertaufholung von immateriellen | ||
| Vermögenswerten und Sachanlagen | 455 | 231 |
| Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen | 2.648 | 0 |
| Erträge aus Leistungsverrechnungen | 3.868 | 3.066 |
| Kursdifferenzen | 2.101 | 1.895 |
| Zuwendungen der öffentlichen Hand für Forschung | 1.267 | 1.149 |
| Mieterträge | 557 | 467 |
| Versicherungsentschädigungen | 168 | 191 |
| Übrige sonstige operative Erträge | 3.213 | 2.912 |
| Summe | 17.520 | 10.348 |
(50) Materialaufwendungen und Aufwendungen für bezogene Leistungen
| in TEUR | 1–12 2012 | 1–12 2011 |
|---|---|---|
| Materialaufwendungen | –472.819 | –432.965 |
| Aufwendungen für bezogene Leistungen | –25.651 | –25.762 |
| Summe | –498.470 | –458.727 |
Hinsichtlich der in den Materialaufwendungen enthaltenen Wertminderungen auf Vorräte wird auf die Erläuterung (32) Vorräte verwiesen.
(51) Personalaufwendungen
| in TEUR | 1–12 2012 | 1–12 2011 |
|---|---|---|
| Löhne und Gehälter | –188.777 | –167.840 |
| Aufwendungen für Abfertigungen | –1.746 | –1.544 |
| Aufwendungen für Altersversorgung | –2.260 | –1.885 |
| Aufwendungen für gesetzlich vorgeschriebene Sozialabgaben sowie vom Entgelt abhängige Abgaben und Pflichtbeiträge |
–39.953 | –35.699 |
| Sonstige Sozialaufwendungen | –9.827 | –9.890 |
| Summe | –242.563 | –216.858 |
Die Aufwendungen für Abfertigungen enthalten Leistungen an betriebliche Mitarbeitervorsorgekassen in Höhe von 503 TEUR (Vorjahr: 422 TEUR).
Aufwendungen für Altersversorgung enthalten Aufwendungen aus beitragsorientierten Plänen in Höhe von 2.143 TEUR (Vorjahr: 1.801 TEUR).
Aus der Gewährung von Aktienoptionen im Rahmen des Stock-Option-Programms wurden im Berichtsjahr 2012 gemäß IFRS 2 Personalaufwendungen in der Höhe von 39 TEUR (Vorjahr: 53 TEUR) erfasst.
(52) Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen
| in TEUR | 1–12 2012 | 1–12 2011 |
|---|---|---|
| Planmäßige Abschreibungen | –29.496 | –27.244 |
| Wertminderungen | 0 | –1.603 |
| Summe | –29.496 | –28.847 |
Hinsichtlich der Entwicklung der planmäßigen Abschreibungen und Wertminderungen wird auf die Erläuterungen (25) Immaterielle Vermögenswerte und (26) Sachanlagen verwiesen.
(53) Sonstige operative Aufwendungen
| in TEUR | 1–12 2012 | 1–12 2011 |
|---|---|---|
| Ertragsunabhängige Steuern | –2.594 | –3.229 |
| Verluste aus dem Abgang von immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen |
–366 | –152 |
| Forderungsverluste und Wertberichtigungen | –178 | 40 |
| Ausgangsfrachten | –14.056 | –13.101 |
| Leihpersonal und sonstige Fremdleistungen | –14.055 | –15.508 |
| Garantien und Gewährleistungen | –12.689 | –12.371 |
| Reise- und Kommunikationsaufwand | –12.510 | –11.666 |
| Messe-, Vertriebs- und Marktkosten | –12.098 | –9.995 |
| Beratungsleistungen | –9.466 | –8.329 |
| Mieten und Leasing | –9.338 | –8.988 |
| Reparaturen und Instandhaltungen | –7.989 | –6.978 |
| Provisionen | –4.516 | –3.788 |
| Fuhrpark | –4.344 | –4.061 |
| Versicherungen | –3.062 | –2.785 |
| Lizenzen | –3.002 | –2.382 |
| Kursdifferenzen | –1.833 | –3.182 |
| Büromaterial und EDV-Verbrauchsmaterial | –1.034 | –987 |
| Bankspesen | –679 | –631 |
| Übrige sonstige operative Aufwendungen | –9.608 | –7.392 |
| Summe | –123.417 | –115.485 |
Der Messeaufwand stieg vor allem durch die erfolgreiche Teilnahme an der IAA Nutzfahrzeuge in Hannover, Deutschland, und der BAUMA in Shanghai, China.
HONORARE DES KONZERNABSCHLUSSPRÜFERS
Für die im Geschäftsjahr 2012 erbrachten Dienstleistungen des Konzernabschlussprüfers Ernst & Young Wirtschaftsprüfungsgesellschaft m.b.H. sowie der Gesellschaften des weltweiten Ernst & Young-Netzwerkes sind folgende Honorare als Aufwand erfasst worden:
| in TEUR | 1–12 2012 | 1–12 2011 |
|---|---|---|
| Prüfung des Konzernabschlusses und damit zusammenhängende Bestätigungsleistungen (inklusive Reviews) |
–785 | –789 |
| davon Ernst & Young Wirtschaftsprüfungsgesellschaft m.b.H. | –187 | –182 |
| Steuerberatungsleistungen | –79 | –120 |
| Sonstige Leistungen | –13 | 0 |
| Summe | –877 | –909 |
PALFINGER GESCHÄFTSBERICHT 2012
Konzernabschluss zum 31. Dezember 2012 ERLÄUTERUNGEN ZUM KONZERNABSCHLUSS
PALFINGER GESCHÄFTSBERICHT 2012
Konzernabschluss zum 31. Dezember 2012 ERLÄUTERUNGEN ZUM KONZERNABSCHLUSS
(54) Zinsergebnis und sonstiges Finanzergebnis
Das Zinsergebnis und sonstige Finanzergebnis setzen sich wie folgt zusammen:
| Finanzierungsleasing | Langfristige Rückstellungen gem. IAS 19 |
|---|---|
| 1–12 2011 | Finanzinstrumente gem. IAS 39 | Finanzinstrumente gem. IAS 39 | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| in TEUR | Gesamt | Loans and Receivables |
At Amortised Cost | Available-for-Sale | Held-for-Trading/ Other Derivatives |
Sonstige langfristige Rückstellungen |
Langfristige Rückstellungen gem. IAS 19 |
Finanzierungsleasing |
| Zinsertrag | 500 | 500 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Zinsaufwand aus Finanzverbindlichkeiten | –8.272 | 0 | –8.185 | 0 | 0 | 0 | 0 | –87 |
| Sonstiger Zinsaufwand | –2.897 | 0 | –26 | 0 | 0 | –1.962 | –909 | 0 |
| Zinsergebnis | –10.669 | 500 | –8.211 | 0 | 0 | –1.962 | –909 | –87 |
| Erträge aus dem Abgang von Finanzvermögen | 47 | 0 | 0 | 47 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Zuschreibung zu Finanzvermögen | 1 | 0 | 0 | 1 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Wertminderung von Finanzvermögen | –18 | 0 | 0 | –18 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Kursdifferenzen | –278 | 237 | –118 | 0 | –273 | 0 | 0 | –124 |
| Nettoergebnis | –248 | 237 | –118 | 30 | –273 | 0 | 0 | –124 |
| Finanzergebnis | –10.917 | 737 | –8.329 | 30 | –273 | –1.962 | –909 | –211 |
| 1–12 2012 | Finanzinstrumente gem. IAS 39 | Finanzinstrumente gem. IAS 39 | |||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| in TEUR | Gesamt | Loans and Receivables |
At Amortised Cost | Available-for-Sale | Held-for-Trading/ Other Derivatives |
Sonstige langfristige Rückstellungen |
Langfristige Rückstellungen gem. IAS 19 |
Finanzierungsleasing | Ablösung Earn-Out |
| Zinsertrag | 598 | 559 | 0 | 0 | 0 | 0 | 39 | 0 | 0 |
| Zinsaufwand aus Finanzverbindlichkeiten | –7.277 | 0 | –7.215 | 0 | 0 | 0 | 0 | –62 | 0 |
| Sonstiger Zinsaufwand | –8.249 | 0 | –24 | 0 | –251 | –2.126 | –1.030 | 0 | –4.818 |
| Zinsergebnis | –14.928 | 559 | –7.239 | 0 | –251 | –2.126 | –991 | –62 | –4.818 |
| Erträge aus dem Abgang von Finanzvermögen | 133 | 0 | 0 | 133 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Verlust aus dem Abgang von Finanzvermögen | –293 | –185 | 0 | –108 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Zuschreibung zu Finanzvermögen | 825 | 0 | 0 | 38 | 787 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Kursdifferenzen | –466 | –366 | –55 | 0 | –45 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Nettoergebnis | 199 | –551 | –55 | 63 | 742 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Finanzergebnis | –14.729 | 8 | –7.294 | 63 | 491 | –2.126 | –991 | –62 | –4.818 |
(55) Ertragsteuern
Der auf die Muttergesellschaft PALFINGER AG anwendbare Körperschaftsteuersatz beträgt unverändert zum Vorjahr 25 Prozent.
| in TEUR | 1–12 2012 | 1–12 2011 |
|---|---|---|
| Tatsächlicher Ertragsteueraufwand (–)/-ertrag (+) | –10.326 | –9.686 |
| davon aus Vorjahren | 160 | –809 |
| Latenter Ertragsteueraufwand (–)/-ertrag (+) | 2.057 | 52 |
| davon aus der Erfassung von steuerlichen Verlustvorträgen aus Vorjahren | 2.046 | 5.038 |
| davon aufgrund von Steuersatzänderungen | 212 | 68 |
| davon aus der Abwertung von steuerlichen Verlustvorträgen | 0 | –1.923 |
| Summe | –8.269 | –9.634 |
Für die Berechnung der latenten Steuern wurde für die in Österreich ansässigen Unternehmen ein Ertragsteuersatz von 25 Prozent, für die im Ausland ansässigen Unternehmen der jeweils gültige Landessteuersatz angewendet.
Die effektive Steuerbelastung des Konzerns beträgt im Verhältnis zum Ergebnis vor Ertragsteuern 15,4 Prozent (Vorjahr: 16,9 Prozent).
| in TEUR | 1–12 2012 | 1–12 2011 |
|---|---|---|
| Ergebnis vor Ertragsteuern | 53.725 | 57.000 |
| Ertragsteuern | –8.269 | –9.634 |
| Effektivsteuersatz | 15,4% | 16,9% |
ERMITTLUNG DES EFFEKTIVSTEUERSATZES
Die Differenz zwischen der rechnerischen Ertragsteuerbelastung (Ergebnis vor Steuern multipliziert mit dem nationalen Steuersatz von 25 Prozent) und der tatsächlichen Ertragsteuerbelastung des Geschäftsjahres 2012 gemäß Konzern-Gewinn-und-Verlust-Rechnung errechnet sich wie folgt:
| in TEUR | 31.12.2012 | 31.12.2011 |
|---|---|---|
| Ergebnis vor Ertragsteuern | 53.725 | 57.000 |
| Konzernsteuersatz | 25,0% | 25,0% |
| Rechnerische Ertragsteuern | 13.431 | 14.250 |
| Anpassung an ausländische Steuersätze | 81 | –419 |
| Steuerminderungen aufgrund von | ||
| Forschungs- und Bildungsfreibeträgen | –380 | –289 |
| Investitionsförderungen | –493 | 0 |
| Steuersatzänderungen | –15 | –124 |
| steuerfreien Beteiligungserträgen | –1.082 | –2.731 |
| übrigen steuermindernden Posten | –110 | –142 |
| Erfassung und Verbrauch von Verlustvorträgen aus Vorjahren | –2.046 | –5.038 |
| aperiodischen Steuern | –177 | –60 |
| Anteilsbewertungen und konzerninternen Beteiligungsübertragungen | –2.712 | –1.296 |
| –7.015 | –9.680 | |
| Steuermehrungen aufgrund von | ||
| Steuersatzänderungen | 227 | 56 |
| nicht aktivierten Verlustvorträgen | 117 | 1.810 |
| Wertberichtigungen auf Verlustvorträge | 0 | 1.923 |
| steuerlich nicht anerkannten Aufwendungen | 683 | 534 |
| Mindeststeuern | 123 | 39 |
| aperiodischen Steuern | 17 | 869 |
| nicht abzugsfähigen Quellensteuern | 68 | 0 |
| Anteilsbewertungen | 537 | 252 |
| 1.772 | 5.483 | |
| Ertragsteuern | 8.269 | 9.634 |
PALFINGER GESCHÄFTSBERICHT 2012
Konzernabschluss zum 31. Dezember 2012 ERLÄUTERUNGEN ZUM KONZERNABSCHLUSS
PALFINGER GESCHÄFTSBERICHT 2012
Konzernabschluss zum 31. Dezember 2012 ERLÄUTERUNGEN ZUM KONZERNABSCHLUSS
FINANZINSTRUMENTE
Die Überleitung der Buchwerte je Kategorie nach IAS 39 auf die Fair Values stellt sich wie folgt dar:
| Bewertung nach IAS 17 | Bewertung nach IAS 39 | |||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| zum Fair Value | ||||||||||
| zu fortgeführten Anschaffungskosten | erfolgsneutral | erfolgswirksam | ||||||||
| in TEUR | Buchwert 31.12.2012 |
Kein Finanzinstrument/ Erfassung gem. IAS 27 |
zu fortgeführten Anschaffungskosten |
Loans and Receivables |
At Amortized Cost |
Available-for-Sale | Hedging Derivatives | Held-for-Trading/ Other Derivatives |
Buchwert der Finanzinstrumente 31.12.2012 |
Fair Value der Finanzinstrumente 31.12.2012 |
| Langfristige Vermögenswerte | ||||||||||
| Langfristige finanzielle Vermögenswerte | 5.910 | 0 | 0 | 4.790 | 0 | 1.120 | 0 | 0 | 5.910 | 5.910 |
| davon | ||||||||||
| Level 2 Fair Value | 0 | 1.120 | 0 | 0 | ||||||
| Kurzfristige Vermögenswerte | ||||||||||
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 141.240 | 7.953 | 0 | 133.287 | 0 | 0 | 0 | 0 | 133.287 | 133.287 |
| Sonstige kurzfristige Vermögenswerte | 20.040 | 11.380 | 0 | 7.350 | 0 | 0 | 320 | 990 | 8.660 | 8.660 |
| davon | ||||||||||
| Level 2 Fair Value | 320 | 990 | ||||||||
| Kassenbestand und kurzfristige Finanzmittel | 24.476 | 0 | 0 | 24.476 | 0 | 0 | 0 | 0 | 24.476 | 24.476 |
| Summe Vermögenswerte | 191.666 | 19.333 | 0 | 169.903 | 0 | 1.120 | 320 | 990 | 172.333 | 172.333 |
| Langfristige Schulden | ||||||||||
| Verbindlichkeiten aus kündbaren nicht beherrschenden Anteilen |
18.999 | 15.579 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 3.420 | 3.420 | 3.420 |
| davon | ||||||||||
| Level 3 Fair Value | 3.420 | |||||||||
| Langfristige Finanzverbindlichkeiten | 204.777 | 0 | 11.036 | 0 | 190.724 | 0 | 3.017 | 0 | 204.777 | 205.553 |
| Langfristige Rückstellungen | 34.610 | 30.380 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 4.230 | 4.230 | 4.230 |
| davon | ||||||||||
| Level 3 Fair Value | 4.230 | |||||||||
| Sonstige langfristige Verbindlichkeiten | 3.019 | 3.019 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Kurzfristige Schulden | ||||||||||
| Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten | 44.463 | 0 | 767 | 0 | 42.491 | 0 | 1.157 | 48 | 44.463 | 44.463 |
| davon | ||||||||||
| Level 2 Fair Value | 1.157 | 48 | ||||||||
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten |
118.780 | 44.271 | 0 | 0 | 74.509 | 0 | 0 | 0 | 74.509 | 74.509 |
| Summe Schulden | 424.648 | 93.249 | 11.803 | 0 | 307.724 | 0 | 4.174 | 7.698 | 331.399 | 332.175 |
PALFINGER GESCHÄFTSBERICHT 2012
Konzernabschluss zum 31. Dezember 2012 ERLÄUTERUNGEN ZUM KONZERNABSCHLUSS
| Bewertung nach IAS 17 | Bewertung nach IAS 39 | |||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| zum Fair Value | ||||||||||
| zu fortgeführten Anschaffungskosten | erfolgsneutral | erfolgswirksam | ||||||||
| in TEUR | Buchwert 31.12.2011 |
Kein Finanzinstrument/ Erfassung gem. IAS 27 |
zu fortgeführten Anschaffungskosten |
Loans and Receivables |
At Amortized Cost |
Available-for-Sale | Hedging Derivatives | Held-for-Trading/ Other Derivatives |
Buchwert der Finanzinstrumente 31.12.2011 |
Fair Value der Finanzinstrumente 31.12.2011 |
| Langfristige Vermögenswerte | ||||||||||
| Langfristige finanzielle Vermögenswerte | 6.049 | 0 | 0 | 4.970 | 0 | 1.068 | 0 | 11 | 6.049 | 6.049 |
| davon | ||||||||||
| Level 2 Fair Value | 0 | 1.068 | 0 | 11 | ||||||
| Kurzfristige Vermögenswerte | ||||||||||
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 120.875 | 1.287 | 0 | 119.588 | 0 | 0 | 0 | 0 | 119.588 | 119.588 |
| Sonstige kurzfristige Vermögenswerte | 13.083 | 8.375 | 0 | 4.596 | 0 | 13 | 99 | 0 | 4.708 | 4.708 |
| davon | ||||||||||
| Level 2 Fair Value | 13 | 99 | 0 | |||||||
| Kassenbestand und kurzfristige Finanzmittel | 15.137 | 0 | 0 | 15.137 | 0 | 0 | 0 | 0 | 15.137 | 15.137 |
| Summe Vermögenswerte | 155.144 | 9.662 | 0 | 144.291 | 0 | 1.081 | 99 | 11 | 145.482 | 145.482 |
| Langfristige Schulden | ||||||||||
| Verbindlichkeiten aus kündbaren nicht beherrschenden Anteilen |
16.045 | 11.880 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 4.165 | 4.165 | 4.165 |
| davon | ||||||||||
| Level 3 Fair Value | 4.165 | |||||||||
| Langfristige Finanzverbindlichkeiten | 86.328 | 0 | 5.587 | 0 | 80.390 | 0 | 351 | 0 | 86.328 | 88.301 |
| Langfristige Rückstellungen | 47.457 | 26.408 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 21.049 | 21.049 | 21.049 |
| davon | ||||||||||
| Level 3 Fair Value | 21.049 | |||||||||
| Sonstige langfristige Verbindlichkeiten | 3.917 | 3.750 | 0 | 0 | 167 | 0 | 0 | 0 | 167 | 167 |
| Kurzfristige Schulden | ||||||||||
| Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten | 102.783 | 0 | 2.088 | 0 | 100.057 | 0 | 633 | 5 | 102.783 | 102.783 |
| davon | ||||||||||
| Level 2 Fair Value | 0 | 633 | 5 | |||||||
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten |
107.803 | 38.639 | 0 | 0 | 69.164 | 0 | 0 | 0 | 69.164 | 69.164 |
| Summe Schulden | 364.333 | 80.677 | 7.675 | 0 | 249.778 | 0 | 984 | 25.219 | 283.656 | 285.629 |
Den Level 1 Fair Values werden Börsenkurse zum Stichtag zugrunde gelegt. Die Level 2 Fair Values werden anhand von beobachtbaren Marktdaten ermittelt. Die Level 3 Fair Values werden intern anhand von anerkannten Berechnungsmodellen unter Zugrundelegung von laufzeitäquivalenten Marktzinsen und impliziten Volatilitäten ermittelt.
Die Erträge aus dem Abgang von Wertpapieren belaufen sich im Geschäftsjahr 2012 auf 133 TEUR (Vorjahr: 47 TEUR).
Die Entwicklung der Level 3 Fair Values stellt sich wie folgt dar:
| Langfristige Schulden Held-for-Trading |
|||
|---|---|---|---|
| in TEUR | 31.12.2012 | 31.12.2011 | |
| Stand 1.1. | 25.214 | 19.087 | |
| Unternehmenserwerbe | 4.230 | 4.165 | |
| Aufzinsung | 2.223 | 1.962 | |
| Tilgung | –23.230 | 0 | |
| Bewertungsänderung | –787 | 0 | |
| Stand 31.12. | 7.650 | 25.214 | |
| Ergebnis in der Gewinn- und-Verlust-Rechnung | 1–12 2012 | 1–12 2011 | |
| Zinsaufwand | –2.223 | –1.962 | |
| Finanzertrag | 787 | 0 | |
| Davon für Finanzinstrumente gehalten am Abschlussstichtag | 536 | –1.962 |
Im Geschäftsjahr 2012 wurden keine Finanzinstrumente in bzw. aus Level 3 umklassifiziert.
Finanzrisiken
Entsprechend den Treasury-Richtlinien von PALFINGER wird ein Hauptaugenmerk darauf gelegt, die finanziellen Risiken zu begrenzen. In der Folge wird auf die einzelnen Risiken im Detail eingegangen.
1. LIQUIDITÄTSRISIKO
Beim Liquiditätsrisiko handelt es sich um die Notwendigkeit, jederzeit Liquidität zur Verfügung zu haben, um fällige Verbindlichkeiten fristgerecht begleichen zu können. Die Aufgabe liegt daher in der Analyse des Liquiditätsrisikos sowie in der konsequenten Sicherung der Liquidität durch Liquiditätsplanung, Vereinbarung ausreichender Kreditlinien und ausreichende Diversifizierung der Kreditgeber.
Das Management des Liquiditätsrisikos ist Aufgabe der Konzern-Treasury-Abteilung, die dafür effiziente Cash-Management-Systeme einsetzt. Ein unternehmensweites Cash-Reporting garantiert die notwendige Transparenz, um eine gezielte Steuerung der finanziellen Mittel vornehmen zu können. Mittel- bis Langfristplanungen ermöglichen es, einen eventuellen Finanzbedarf frühzeitig zu erkennen und mit unseren Bankpartnern abzustimmen. Durch den Einsatz von Cash-Pooling-Lösungen ist eine effiziente Steuerung und konzerninterne Verteilung der benötigten Liquidität gewährleistet.
Zur Verlängerung der Fristigkeit der Finanzverbindlichkeiten und zur Diversifizierung der Finanzierungspartner wurden die im Jahr 2012 getätigten Akquisitionen und abreifenden Darlehen über langfristige Kredite und durch die Emission eines Schuldscheindarlehens über 77,5 Mio EUR refinanziert. Die Finanzierungen wurden mit einer Laufzeit von drei, fünf bzw. sieben Jahren ausgestattet.
Ein weiterer Baustein in der Liquiditätssicherung ist die Aufrechterhaltung von langfristigen unausgenutzten Kreditrahmen mit unseren Bankpartnern. Die bestehenden Finanzierungsvereinbarungen wurden ausgeweitet und haben eine Laufzeit von bis zu drei Jahren.
Die vertraglichen Restlaufzeiten der undiskontierten Cashflows gliedern sich wie folgt:
| in TEUR | 31.12.2011 | <1 Jahr | 1–5 Jahre | >5 Jahre |
|---|---|---|---|---|
| Finanzverbindlichkeiten | 199.629 | 107.308 | 92.321 | 0 |
| Verbindlichkeiten aus kündbaren nicht beherrschenden Anteilen |
5.110 | 0 | 5.110 | 0 |
| Rückstellungen für Finanzinstrumente | 31.084 | 0 | 31.084 | 0 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten |
||||
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 62.584 | 62.417 | 167 | 0 |
| Sonstige Verbindlichkeiten für Finanzinstrumente | 6.747 | 6.747 | 0 | 0 |
| 69.331 | 69.164 | 167 | 0 | |
| Summe | 305.154 | 176.472 | 128.682 | 0 |
| in TEUR | 31.12.2012 | <1 Jahr | 1–5 Jahre | >5 Jahre |
| Finanzverbindlichkeiten | 274.329 | 55.980 | 212.226 | 6.123 |
| Verbindlichkeiten aus kündbaren nicht beherrschenden Anteilen |
4.243 | 0 | 4.243 | 0 |
| Rückstellungen für Finanzinstrumente | 7.232 | 0 | 3.757 | 3.475 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten |
||||
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 68.092 | 68.092 | 0 | 0 |
| Sonstige Verbindlichkeiten für Finanzinstrumente | 6.417 | 6.417 | 0 | 0 |
| 74.509 | 74.509 | 0 | 0 | |
| Summe | 360.313 | 130.489 | 220.226 | 9.598 |
2. KREDITRISIKO
Das Kreditrisiko bezeichnet das Risiko des Zahlungsverzugs oder -ausfalls von Vertragspartnern. Durch die auf Basis von Bonitätsanalysen durchgeführte Einrichtung von internen Limits für Vertragspartner und den Abschluss von entsprechenden Versicherungen wird diesem Risiko begegnet. Das Kreditrisiko ist mit den bilanziellen Werten begrenzt.
Sämtliche überfälligen Forderungen werden im Rahmen der standardisierten pauschalen Einzelwertberichtigung einer Wertminderung unterzogen.
Die Gliederung der überfälligen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen stellt sich wie folgt dar:
| in TEUR | 31.12.2012 | 31.12.2011 |
|---|---|---|
| Noch nicht fällige Forderungen | 107.755 | 88.680 |
| Wertberichtigte Forderungen | ||
| Weniger als 30 Tage überfällig | 20.663 | 20.485 |
| Mehr als 30 Tage, aber weniger als 60 Tage überfällig | 8.776 | 5.701 |
| Mehr als 60 Tage, aber weniger als 90 Tage überfällig | 1.549 | 2.681 |
| Mehr als 90 Tage, aber weniger als 120 Tage überfällig | 571 | 630 |
| Mehr als 120 Tage überfällig | 1.926 | 2.698 |
| 33.485 | 32.195 | |
| Summe | 141.240 | 120.875 |
Bei den sonstigen Forderungen liegen keine Überfälligkeiten vor. Bei noch nicht fälligen Forderungen liegen keine Hinweise auf Forderungsausfälle vor.
Bei der Veranlagung von finanziellen Mitteln bei Banken wird auf beste Bonität geachtet. Das Kreditrisiko ist mit den bilanziellen Werten begrenzt.
3. FREMDWÄHRUNGSRISIKO
Das Fremdwährungsrisiko wird durch Wechselkursschwankungen hervorgerufen. Der Wert eines Finanzinstruments kann sich aufgrund von Bewegungen im Wechselkurs ändern.
Die Internationalität in der Gruppe führt zu Zahlungsströmen in verschiedenen Währungen. Durch lokale Wertschöpfung werden Überhänge in Fremdwährungspositionen minimiert ("natürlicher Hedge"). Das sich ergebende wesentliche Fremdwährungs-Exposure wird mittels geeigneter Hedging-Instrumente gesichert. Die aus der laufenden Geschäftstätigkeit resultierenden operativen Fremdwährungs-Cashflows werden mit Devisentermingeschäften gesichert ("Cashflow Hedge").
Durch die Lieferung von Fertigprodukten und Komponenten in Fremdwährungsländer ergibt sich eine Risikoposition, die nicht durch natürliche Hedges gedeckt ist. Die laufenden Analysen dieser Position sind die Basis für die Erarbeitung der Sicherungsstrategie, die in regelmäßigen Meetings evaluiert wird.
Finanzgeschäfte dürfen nur auf Basis entsprechender Grundgeschäfte abgeschlossen werden. Spekulationsgeschäfte (Geschäfte ohne zugrunde liegende operative Position) sind untersagt.
Fremdwährungsdifferenzen auf Einzelabschlussebene werden je nach Verursachung im operativen Ergebnis bzw. Finanzergebnis erfasst.
Sensitivitätsanalyse Währungsrisiko:
Auswirkungen aus Fremdwährungsrisiken können sich aus Transaktionen ergeben, die in einer von der jeweiligen funktionalen Währung abweichenden Währung durchgeführt werden. Bei als zur Absicherung von Währungsrisiken designierten Fair Value und Cashflow Hedges gleichen sich die wechselkursbedingten Wertänderungen von Grund- und Sicherungsgeschäft nahezu vollständig in derselben Periode in der Gewinn-und-Verlust-Rechnung aus. Demzufolge sind diese Finanzinstrumente nicht mit Währungsrisiken in Bezug auf Ergebnis- oder Eigenkapitalwirkung verbunden.
Die Auswirkungen einer hypothetischen Wechselkursänderung auf Ergebnis und Eigenkapital werden im Rahmen einer Sensitivitätsanalyse dargestellt. Im Rahmen dieser Analyse wird eine Veränderung der wesentlichen Wechselkurse gegenüber dem Euro am Abschlussstichtag um 10 Prozent bei gleichzeitiger Konstanz aller anderen Faktoren angenommen. Die Auswirkungen einer Aufwertung und Abwertung der wichtigsten Währungen gegenüber dem Euro um 10 Prozent werden nachfolgend dargestellt:
| 31.12.2011 | +10% | –10% | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| in TEUR | ergebnis wirksam |
eigenkapital wirksam |
Gesamt auswirkung |
ergebnis wirksam |
eigenkapital wirksam |
Gesamt auswirkung |
|
| USD | –431 | –1.616 | –2.047 | 526 | 1.975 | 2.501 | |
| GBP | –487 | 0 | –487 | 596 | 0 | 596 | |
| BRL | –50 | 0 | –50 | 61 | 0 | 61 | |
| CNY | –50 | 0 | –50 | 61 | 0 | 61 | |
| RUB | –251 | 0 | –251 | 306 | 0 | 306 | |
| INR | –238 | 0 | –238 | 291 | 0 | 291 | |
| CAD | –47 | 0 | –47 | 58 | 0 | 58 | |
| NOK | –1 | 0 | –1 | 1 | 0 | 1 | |
| SEK | 1 | 0 | 1 | –1 | 0 | –1 | |
| HRK | –305 | 0 | –305 | 373 | 0 | 373 | |
| Währungssensitivitäten | –1.859 | –1.616 | –3.475 | 2.272 | 1.975 | 4.247 |
| 31.12.2012 | +10% | –10% | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| in TEUR | ergebnis wirksam |
eigenkapital wirksam |
Gesamt auswirkung |
ergebnis wirksam |
eigenkapital wirksam |
Gesamt auswirkung |
|
| USD | –588 | –2.894 | –3.482 | 718 | 3.537 | 4.255 | |
| GBP | –27 | –557 | – 584 | 33 | 681 | 714 | |
| BRL | –385 | –370 | –755 | 471 | 452 | 923 | |
| SGD | 2 | 0 | 2 | –3 | 0 | –3 | |
| CNY | –129 | 0 | –129 | 157 | 0 | 157 | |
| RUB | –360 | –315 | –675 | 440 | 385 | 825 | |
| INR | –290 | 0 | –290 | 354 | 0 | 354 | |
| CAD | –40 | 0 | –40 | 49 | 0 | 49 | |
| NOK | –141 | 0 | –141 | 173 | 0 | 173 | |
| SEK | 1 | 0 | 1 | –1 | 0 | –1 | |
| HRK | –208 | 0 | –208 | 254 | 0 | 254 | |
| JPY | 1 | 0 | 1 | –2 | 0 | –2 | |
| Währungssensitivitäten | –2.164 | –4.136 | –6.300 | 2.643 | 5.055 | 7.698 |
Die Berechnung erfolgt auf Basis der originären und derivativen Fremdwährungsbestände in nicht funktionaler Währung zum Abschlussstichtag. Translationsbezogene Fremdwährungseffekte aus der Umrechnung von Abschlüssen ausländischer Tochtergesellschaften in die Konzernwährung Euro werden nicht berücksichtigt.
4. ZINSRISIKO
Sich ändernde Zinssätze haben Einfluss auf den Wert von Finanzinstrumenten (vor allem bei langfristiger Zinsbindung) und auf das Zinsergebnis (Aufwendungen oder Ertrag), das aus den Finanzinstrumenten resultiert. Dieser Einfluss beschreibt das Zinsrisiko in seinen beiden Ausprägungsformen Wertänderungs- und Zinsergebnisrisiko.
Das Wertänderungsrisiko wirkt sich in einer Abwertung von Finanzanlagen oder einer Aufwertung von Finanzverbindlichkeiten aus. Wertänderungen wirken sich bei langen Zinsbindungen stärker aus als bei variabler Zinsbindung.
Das Zinsergebnisrisiko wird durch höhere Zinsaufwendungen bei Finanzverbindlichkeiten oder einen niedrigeren Zinsertrag bei Finanzanlagen deutlich. Das Risiko betrifft vor allem Finanzinstrumente mit variabler (kurzer) Zinsbindung.
Die Zinsrisikoüberwachung und -steuerung ist Bestandteil des laufenden Treasury-Reporting im Konzern. Die variablen Finanzierungen sind mit Zinsswaps im Ausmaß von 139,2 Mio EUR (Vorjahr: 61,2 Mio EUR) und mit Zinscaps in Höhe von 50,0 Mio EUR (Vorjahr: 50,0 Mio EUR) gesichert.
Die Sensitivitätsanalyse wird auf Basis der variabel verzinslichen Finanzverbindlichkeiten durchgeführt. Eine hypothetische Erhöhung der variablen Zinssätze um 100 Basispunkte bzw. ein Prozentpunkt pro Jahr würde zu einer Erhöhung der Zinsaufwendungen von 342,3 TEUR (Vorjahr: 600,2 TEUR) führen.
Sicherungsmaßnahmen
SICHERUNG ZUKÜNFTIGER CASHFLOWS ("CASHFLOW HEDGE")
Die Fremdwährungsrisiken der Palfinger AG resultieren hauptsächlich aus Forderungen in Fremdwährung gegenüber Konzerngesellschaften. Diese Risiken werden zum überwiegenden Teil mit Devisentermingeschäften gesichert.
Der Verkauf von Fremdwährungen über Devisentermingeschäfte stellt eine Sicherungsposition zu den operativen Fremdwährungs-Eingängen dar. Dem Ergebnis aus dem Grundgeschäft steht ein Ergebnis mit umgekehrten Vorzeichen aus dem Devisentermingeschäft gegenüber. Die offenen Sicherungsgeschäfte werden laufend bewertet (Mark-to-Market-Bewertung) und auf ihr Risiko hin analysiert. Die Sicherung von Fremdwährungsrisiken betreffen jeweils Cashflows, die innerhalb von maximal zwölf Monaten erwartet werden.
Die bestehenden Zinsswaps sichern das Zinsänderungsrisiko bei variabel verzinsten Krediten. Durch diese Zinssicherungsmaßnahme werden Belastungen des Finanzergebnisses durch unvorhersehbare Zinssatzschwankungen begrenzt.
| Nominale in Kontraktwährung | Mark-to-Market-Bewertung | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| in TEUR | Währung | 31.12.2012 | 31.12.2011 | 31.12.2012 | 31.12.2011 | |
| Devisentermingeschäfte | USD | 18.000 | 17.000 | 319 | –454 | |
| Zinsswaps | 139.220 | 61.220 | –4.173 | –431 | ||
| Summe | –3.854 | –885 |
Der Marktwert der Sicherungsgeschäfte wird gemäß IAS 39 als "Cashflow Hedge" verbucht. Bewertungsgewinne und -verluste zum Bilanzstichtag sind demnach im Eigenkapital darzustellen. Sobald die zugrunde liegenden Geschäfte realisiert werden, erfolgt die Auflösung der kumulierten Gewinne bzw. Verluste im sonstigen Ergebnis und die erfolgswirksame Übertragung in die Gewinn-und-Verlust-Rechnung.
Die im sonstigen Ergebnis erfassten sowie die realisierten Beträge für die "Cashflow Hedges" sind aus der Gesamtergebnisrechnung ersichtlich.
SICHERUNG VON FINANZMITTELN ("HELD-FOR-TRADING")
Derivative Finanzinstrumente, die zur Absicherung von Finanzmitteln eingesetzt werden und die die Voraussetzungen für "Hedge Accounting" nach IAS 39 hinsichtlich Dokumentation und Effektivität nicht erfüllen, werden als "Heldfor-Trading" klassifiziert. Änderungen des Fair Value dieser Finanzinstrumente erfolgen erfolgswirksam über die Gewinn-und-Verlust-Rechnung.
Durch die Akquisiton der norwegischen Bergen Group Dreggen AS (Dreggen) wurden Sicherungsgeschäfte in NOK übernommen. Die bestehenden Geschäfte wurden bei der Akquisition als Held-for-Trading klassifiziert, da die Effektivität aus Gruppensicht nicht nachgewiesen werden konnte. Eine Veränderung des Fair Value wird im operativen Ergebnis (EBIT) ausgewiesen und gleicht die gegenläufige Wertänderung des Auftragsbestands in Fremdwährung aus. Sicherungsgeschäfte zukünftiger Fremdwährungsaufträge werden als Cashflow Hedge designiert und Wertänderungen über die Cashflow-Hedge Rücklage im Eigenkapital erfasst.
Die unten angeführten Zinscaps ziehen eine Obergrenze der Zinsbelastung für variable Kredite ein. Überschreitet der Marktzinssatz diese Obergrenze, erhält PALFINGER eine Ausgleichszahlung, sodass die Zinsbelastung begrenzt ist. Der Cap ist als Schutz für den Worst Case eines Inflationsszenarios vorgesehen.
| Nominale in Kontraktwährung | Mark-to-Market-Bewertung | ||||
|---|---|---|---|---|---|
| in TEUR | Währung | 31.12.2012 | 31.12.2011 | 31.12.2012 | 31.12.2011 |
| Währungsswaps | |||||
| USD | 20.000 | 0 | –53 | 0 | |
| RUB | 54.500 | 35.000 | 4 | –5 | |
| NOK | 83.601 | 0 | 991 | 0 | |
| Zinscaps | 50.000 | 50.000 | 0 | 11 | |
| Summe | 942 | 6 |
Die Wertänderungen aus den Währungsswaps betragen 145 TEUR (Vorjahr: –273 TEUR) und sind in den Währungsdifferenzen in Höhe von –44 TEUR im Finanzergebnis und in Höhe von 189 TEUR im operativen Ergebnis enthalten.
Die Bewertungsdifferenzen aus den Zinscaps sind im Zinsaufwand enthalten.
SONSTIGE ANGABEN
Angaben über Geschäftsfälle mit nahe stehenden Unternehmen und Personen
Die nahe stehenden Unternehmen und Personen werden bei PALFINGER in assoziierte Unternehmen, Key Management und Sonstige gruppiert. Die assoziierten Unternehmen sind aus dem Beteiligungsspiegel ersichtlich. Unter Key Management werden Aufsichtsrat und Vorstand der PALFINGER AG subsumiert. Zu den sonstigen nahe stehenden Unternehmen und Personen zählen im Wesentlichen Unternehmen, die vom Key Management beherrscht werden, und Unternehmen, die auf assoziierte Unternehmen einen beherrschenden Einfluss ausüben.
Die Transaktionen mit assoziierten Unternehmen und Unternehmen, die auf assoziierte Unternehmen einen beherrschenden Einfluss ausüben, resultieren aus dem normalen Lieferungs- und Leistungsaustausch. Die Transaktionen mit dem Key Management und den sonstigen nahe stehenden Unternehmen und Personen resultieren aus Warenlieferungen sowie Beratungsleistungen.
| Assoziierte Unternehmen | Key Management | Sonstige | ||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| in TEUR | 31.12.2012 | 31.12.2011 | 31.12.2012 | 31.12.2011 | 31.12.2012 | 31.12.2011 |
| Forderungen | 7.679 | 6.075 | 0 | 0 | 873 | 1.125 |
| Verbindlichkeiten | 266 | 335 | 100 | 100 | 754 | 849 |
| Rückstellungen | 0 | 0 | 666 | 1.040 | 0 | 21.049 |
| Umsatzerlöse | 51.402 | 62.161 | 0 | 0 | 884 | 546 |
| Sonstige operative Erträge | 442 | 145 | 0 | 0 | 1.914 | 329 |
| Bezogene Leistungen | –60 | –154 | –300 | –310 | –2.236 | –2.353 |
| Materialaufwendungen | –3.351 | –2.795 | 0 | 0 | –21 | 0 |
| Personalaufwand | 0 | 0 | –1.496 | –1.322 | 0 | 0 |
| Zinserträge | 117 | 141 | 0 | 0 | 0 | 0 |
Transaktionen mit nahe stehenden Unternehmen und Personen erfolgen zu fremdüblichen Bedingungen.
In den Forderungen gegenüber assoziierten Unternehmen sind Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 3.431 TEUR (Vorjahr: 2.805 TEUR) enthalten.
Die Verbindlichkeiten gegenüber assoziierten Unternehmen in Höhe von 266 TEUR (Vorjahr: 335 TEUR) resultieren mit 253 TEUR (Vorjahr: 335 TEUR) aus Lieferungen und Leistungen.
Die Rückstellungen für das Key Management betreffen variable Gehaltsbestandteile der Vorstände, die im Folgejahr zur Auszahlung gelangen.
Der derzeitige Standort der Konzernzentrale in Salzburg wurde an eine Gesellschaft des Mehrheitsaktionärs verkauft, die den höchsten Preis bot. Der Gewinn für die Palfinger AG betrug aus dem Verkauf 1.838 TEUR, der Kaufpreis wurde bereits vollständig bezahlt. Per 1. Oktober 2012 wird die bestehende Konzernzentrale zu marktüblichen Preisen gemietet, wobei der Mietvertrag jeweils zum Quartalsende unter Einhaltung einer sechsmonatigen Kündigungsfrist von Palfinger AG gekündigt werden kann. Weitere Details dazu sind in der Erläuterung (26) Sachanlagen ersichtlich.
Für die Ablösung einer bedingten Kaufpreisverpflichtung wurden im Jahr 2012 27.839 TEUR an nahe stehende Unternehmen bezahlt. Weitere Details dazu sind in der Erläuterung (43) Langfristige Rückstellungen ersichtlich.
Sonstige Verpflichtungen und Risiken
OPERATIVES LEASING
Verpflichtungen für die Nutzung von nicht in der Bilanz ausgewiesenen Anlagen (Produktionsanlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung) bestehen voraussichtlich in Höhe von 2.261 TEUR (Vorjahr: 2.357 TEUR) für das Geschäftsjahr 2013 und in Höhe von voraussichtlich 4.440 TEUR (Vorjahr: 4.704 TEUR) für die darauffolgenden vier Jahre.
FINANZIERUNGSLEASING
Bei den geleasten Sachanlagen handelt es sich um ein Firmenflugzeug. Die Buchwerte der im Rahmen von Finanzierungsleasingvereinbarungen geleasten Sachanlagen setzen sich wie folgt zusammen:
| in TEUR | 31.12.2012 | 31.12.2011 |
|---|---|---|
| Grundstücke und Bauten | 0 | 4.419 |
| Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 11.475 | 6.320 |
| Summe | 11.475 | 10.739 |
Im Geschäftsjahr erfolgten Neuaufnahmen für Finanzierungsleasing in Höhe von 11.803 TEUR.
Die dazugehörigen Leasingverbindlichkeiten sind entsprechend den Fristigkeiten unter den lang- bzw. kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten passiviert.
| Mindestleasingzahlungen | Barwert Mindestleasingzahlungen | ||||
|---|---|---|---|---|---|
| in TEUR | 31.12.2012 | 31.12.2011 | 31.12.2012 | 31.12.2011 | |
| Bis zu einem Jahr | 954 | 2.145 | 767 | 2.088 | |
| Mehr als ein Jahr bis zu fünf Jahre | 11.861 | 5.717 | 11.036 | 5.587 | |
| Über fünf Jahre | 0 | 0 | 0 | 0 | |
| Summe | 12.815 | 7.862 | 11.803 | 7.675 | |
| Abzüglich zukünftiger Finanzierungskosten | –1.012 | –187 | |||
| Barwert der Leasingverpflichtungen | 11.803 | 7.675 |
Übrige finanzielle Verpflichtungen
Im Zusammenhang mit dem Joint Venture Sany Palfinger SPV Equipment Co., Ltd. werden innerhalb des Jahres 2013 Kapitalverpflichtungen in Höhe von 127,5 Mio RMB bzw. umgerechnet mit dem Stichtagskurs 15,5 Mio EUR fällig.
Wesentliche Ereignisse nach dem Bilanzstichtag
Nach Ende des Geschäftsjahres 2012 sind keine wesentlichen berichtspflichtigen Ereignisse eingetreten.
Angaben über Organe und Arbeitnehmer
ARBEITNEHMER
Die durchschnittliche Anzahl der Arbeitnehmer für den Konzern betrug im Geschäftsjahr einschließlich des Vorstands 6.175 Personen (Vorjahr: 5.600 Personen). Zum Bilanzstichtag betrug die Anzahl der Arbeitnehmer in der PALFINGER Gruppe 6.270 Personen (Vorjahr: 6.043 Personen).
Aufsichtsrat
Als Mitglieder des Aufsichtsrats waren im Geschäftsjahr 2012 folgende Personen bestellt bzw. vom Betriebsrat delegiert:
- • Dr. Alexander Doujak, Vorsitzender 1)
- • Ing. Hubert Palfinger, Stellvertreter des Vorsitzenden 2) 3)
- • Ing. Mag. Hannes Palfinger 3)
- • DI Wolfgang Anzengruber
- • Mag. Peter Pessenlehner 3)
- • Dr. Heinrich Dieter Kiener
- • Gerhard Gruber (Betriebsrat)
- • Johann Mair (Betriebsrat) 3)
- • Alois Weiss (Betriebsrat)
1) Mitglied des Prüfungs-, Nominierungs- und Vergütungsausschusses, jeweils ab 13.12.2010 2) Mitglied des Nominierungs- und Vergütungsausschusses 3) Mitglied des Prüfungsausschusses
Die Mitglieder des Aufsichtsrats erhielten für ihre Aufsichtsratstätigkeit keine Bezüge.
Vorstand
- • DI Herbert Ortner, Vorstandsvorsitzender
- • Mag. Christoph Kaml, Vorstand für Finanzen
- • Ing. Wolfgang Pilz, Vorstand für Marketing & Vertrieb
- • DI Martin Zehnder, MBA, Vorstand für Produktion
Die Bezüge des Vorstands betrugen im Geschäftsjahr 2012 einschließlich der Nebenkosten 2.186 TEUR (Vorjahr: 2.352 TEUR) und gliedern sich wie folgt:
| Bezüge erfolgsunabhängig | Stock-Option-Programm | Bezüge erfolgsabhängig | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| in TEUR | 1–12 2012 | 1–12 2011 | 1–12 2012 | 1–12 2011 | 1–12 2012 | 1–12 2011 | |
| DI Herbert Ortner | 504 | 490 | 8 | 15 | 198 | 305 | |
| Mag. Christoph Kaml | 360 | 246 | 18 | 18 | 152 | 225 | |
| Ing. Wolfgang Pilz | 314 | 306 | 5 | 9 | 152 | 225 | |
| DI Martin Zehnder, MBA | 318 | 280 | 5 | 9 | 152 | 224 | |
| Summe | 1.496 | 1.322 | 36 | 51 | 654 | 979 |
Zusätzlich wurde mit dem Vorstand noch eine Prämienvereinbarung für die langfristige Unternehmenswertsteigerung getroffen, die im Jahr 2016 bei Eintritt der vereinbarten Kennzahlen zur Auszahlung gelangt. Im Geschäftsjahr wurden dafür Vorsorgen in Höhe von 2.176 TEUR (Vorjahr: 1.757 TEUR) ergebniswirksam erfasst.
Für Leistungen nach Beendigung des Dienstverhältnisses wurden im Geschäftsjahr 32 TEUR (Vorjahr: 40 TEUR) an Dienstzeitaufwand erfasst. Dies betrifft einerseits Abfertigungsverpflichtungen für DI Herbert Ortner und Ing. Wolfgang Pilz und andererseits einzelvertragliche Pensionszusagen für Ing. Wolfgang Pilz und im Jahr 2011 für DI Alexander Exner und Ing. Wolfgang Pilz.
Zusatzangaben gemäß § 245a ugb
Die Aufwendungen für Abfertigungen und Pensionen betrugen in der PALFINGER AG für den Vorstand und leitende Angestellte 219 TEUR (Vorjahr: 245 TEUR), für die übrigen Arbeitnehmer 926 TEUR (Vorjahr: 620 TEUR).
Salzburg, am 23. Jänner 2013
Der Vorstand der PALFINGER AG
Ing. Wolfgang Pilz e.h. DI Martin Zehnder, MBA e.h. Vorstand für Marketing & Vertrieb Vorstand für Produktion
DI Herbert Ortner e.h. Mag. Christoph Kaml e.h. Vorstandsvorsitzender Vorstand für Finanzen
Erklärung aller gesetzlichen Vertreter
Wir bestätigen nach bestem Wissen, dass der im Einklang mit den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der Europäischen Union (EU) anzuwenden sind, aufgestellte Konzernabschluss zum 31. Dezember 2012 ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt, dass der Konzernlagebericht zum 31. Dezember 2012 den Geschäftsverlauf, das Geschäftsergebnis und die Lage des Konzerns so darstellt, dass ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns entsteht, und dass der Konzernlagebericht die wesentlichen Risiken und Ungewissheiten beschreibt, denen der Konzern ausgesetzt ist.
Wir bestätigen nach bestem Wissen, dass der im Einklang mit dem österreichischen Unternehmensgesetzbuch (UGB) aufgestellte Jahresabschluss zum 31. Dezember 2012 der PALFINGER AG ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens vermittelt, dass der Lagebericht zum 31. Dezember 2012 den Geschäftsverlauf, das Geschäftsergebnis und die Lage des Unternehmens so darstellt, dass ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage entsteht, und dass der Lagebericht die wesentlichen Risiken und Ungewissheiten beschreibt, denen das Unternehmen ausgesetzt ist.
Salzburg, am 23. Jänner 2013
Der Vorstand der PALFINGER AG
Vorstandsvorsitzender Vorstand für Finanzen
Ing. Wolfgang Pilz e.h. DI Martin Zehnder, MBA e.h. Vorstand für Marketing & Vertrieb Vorstand für Produktion
DI Herbert Ortner e.h. Mag. Christoph Kaml e.h.
Bericht des Abschlussprüfers
BERICHT ZUM KONZERNABSCHLUSS
Wir haben den beigefügten Konzernabschluss der PALFINGER AG, Salzburg, für das Geschäftsjahr vom 1. Jänner bis 31. Dezember 2012 geprüft. Dieser Konzernabschluss umfasst die Konzernbilanz zum 31. Dezember 2012, die Konzern-Gewinn-und-Verlust-Rechnung, die Gesamtergebnisrechnung, die Konzerneigenkapitalveränderungsrechnung und die Konzerngeldflussrechnung für das am 31. Dezember 2012 endende Geschäftsjahr sowie eine Zusammenfassung der wesentlichen angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden und sonstige erläuternde Angaben.
Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss
Die gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft sind für die Aufstellung eines Konzernabschlusses verantwortlich, der ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns in Übereinstimmung mit den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der EU anzuwenden sind, vermittelt. Diese Verantwortung beinhaltet: Gestaltung, Umsetzung und Aufrechterhaltung eines internen Kontrollsystems, soweit dieses für die Aufstellung eines Konzernabschlusses und die Vermittlung eines möglichst getreuen Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns von Bedeutung ist, damit dieser Konzernabschluss frei von wesentlichen Fehldarstellungen, sei es aufgrund beabsichtigter oder unbeabsichtigter Fehler, ist; die Auswahl und Anwendung geeigneter Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden; die Vornahme von Schätzungen, die unter Berücksichtigung der gegebenen Rahmenbedingungen angemessen erscheinen.
Verantwortung des Abschlussprüfers
Unsere Verantwortung besteht in der Abgabe eines Prüfungsurteils zu diesem Konzernabschluss auf der Grundlage unserer Prüfung. Wir haben unsere Prüfung unter Beachtung der in Österreich geltenden gesetzlichen Vorschriften und der vom International Auditing and Assurance Standards Board (IAASB) der International Federation of Accountants (IFAC) herausgegebenen International Standards on Auditing (ISA) durchgeführt. Diese Grundsätze erfordern, dass wir die Standesregeln einhalten und die Prüfung so planen und durchführen, dass wir uns mit hinreichender Sicherheit ein Urteil darüber bilden können, ob der Konzernabschluss frei von wesentlichen Fehldarstellungen ist.
Eine Prüfung beinhaltet die Durchführung von Prüfungshandlungen zur Erlangung von Prüfungsnachweisen hinsichtlich der Beträge und sonstigen Angaben im Konzernabschluss. Die Auswahl der Prüfungshandlungen liegt im pflichtgemäßen Ermessen des Abschlussprüfers, unter Berücksichtigung seiner Einschätzung des Risikos eines Auftretens wesentlicher Fehldarstellungen, sei es aufgrund beabsichtigter oder unbeabsichtigter Fehler. Bei der Vornahme dieser Risikoeinschätzungen berücksichtigt der Abschlussprüfer das interne Kontrollsystem, soweit es für die Aufstellung eines Konzernabschlusses und die Vermittlung eines möglichst getreuen Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns von Bedeutung ist, um unter Berücksichtigung der Rahmenbedingungen geeignete Prüfungshandlungen festzulegen, nicht jedoch um ein Prüfungsurteil über die Wirksamkeit des internen Kontrollsystems des Konzerns abzugeben. Die Prüfung umfasst ferner die Beurteilung der Angemessenheit der angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden und der von den gesetzlichen Vertretern vorgenommenen wesentlichen Schätzungen sowie eine Würdigung der Gesamtaussage des Konzernabschlusses.
Wir sind der Auffassung, dass wir ausreichende und geeignete Prüfungsnachweise erlangt haben, sodass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unser Prüfungsurteil darstellt.
Prüfungsurteil
Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.
Aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss nach unserer Beurteilung den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt ein möglichst getreues Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31. Dezember 2012 sowie der Ertragslage und der Zahlungsströme des Konzerns für das Geschäftsjahr vom 1. Jänner bis 31. Dezember 2012 in Übereinstimmung mit den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der EU anzuwenden sind.
BERICHT ZUM KONZERNLAGEBERICHT
Der Konzernlagebericht ist aufgrund der in Österreich geltenden gesetzlichen Vorschriften darauf zu prüfen, ob er mit dem Konzernabschluss in Einklang steht und ob die sonstigen Angaben im Konzernlagebericht nicht eine falsche Vorstellung von der Lage des Konzerns erwecken. Der Bestätigungsvermerk hat auch eine Aussage darüber zu enthalten, ob der Konzernlagebericht mit dem Konzernabschluss in Einklang steht und ob die Angaben nach § 243a UGB zutreffen. Der Konzernlagebericht steht nach unserer Beurteilung in Einklang mit dem Konzernabschluss. Die Angaben gemäß § 243a UGB sind zutreffend.
Salzburg, am 23. Jänner 2013
Ernst & Young Wirtschaftsprüfungsgesellschaft m.b.H.
Wirtschaftsprüferin Wirtschaftsprüfer
Dr. Anna Flotzinger e.h. Dr. Christoph Fröhlich e.h.
Bericht des Aufsichtsrats
Der Aufsichtsrat hat im Geschäftsjahr 2012 die ihm nach Gesetz und Satzung zukommenden Aufgaben wahrgenommen und ist in vier Sitzungen am 3. Februar, 18. Juni, 24. September und 17. Dezember unter Teilnahme des Vorstands zusammengekommen. Darüber hinaus informierte der Vorstand den Aufsichtsrat laufend schriftlich und mündlich über den Geschäftsgang und die Lage der Gesellschaft sowie der Konzernunternehmen. Der Aufsichtsratsvorsitzende stand mit dem Vorstandsvorsitzenden auch außerhalb der Aufsichtsratssitzungen regelmäßig in Kontakt und diskutierte mit ihm die Strategie, Geschäftsentwicklung und Risikolage des Unternehmens.
Neben der aktuellen Entwicklung befasste sich der Aufsichtsrat vor allem mit der Strategie in den einzelnen Business Units, Akquisitionsprojekten und größeren Investitionsentscheidungen. Die Prüfungs-, Nominierungs- und Vergütungsausschüsse traten im Geschäftsjahr regelmäßig zusammen. Im Mittelpunkt der Erörterungen standen die strategische Ausrichtung und Weiterentwicklung des Konzerns.
Der Jahresabschluss der PALFINGER AG zum 31. Dezember 2012 und der Lagebericht wurden unter Einbeziehung der Buchführung von der Ernst & Young Wirtschaftsprüfungsgesellschaft m.b.H., Salzburg, geprüft. Die Prüfung ergab, dass die Buchführung, der Jahresabschluss und der Lagebericht den gesetzlichen Vorschriften entsprechen und die Bestimmungen der Satzung beachtet wurden. Die Prüfung hat nach ihrem abschließenden Ergebnis keinen Anlass zu Beanstandungen gegeben, sodass für 2012 ein uneingeschränkter Bestätigungsvermerk erteilt wurde. Dies gilt auch für den Konzernabschluss. Der nach IFRS (wie in der EU anzuwenden) aufgestellte Konzernabschluss ist um den Konzernlagebericht und weitere Erläuterungen gemäß § 245a UGB ergänzt worden.
Der Aufsichtsrat billigt den aufgestellten Jahresabschluss zum 31. Dezember 2012 und den Lagebericht für das Geschäftsjahr 2012. Der Jahresabschluss 2012 der PALFINGER AG ist damit gemäß § 96 Abs. 4 AktG festgestellt. Der Aufsichtsrat erklärt sich mit dem gemäß § 244 ff UGB aufgestellten Konzernabschluss und Konzernlagebericht einverstanden. Den Vorschlag des Vorstands zur Gewinnverteilung für das Geschäftsjahr 2012 hat der Aufsichtsrat geprüft und gebilligt.
Der Aufsichtsrat spricht den Mitgliedern des Vorstands sowie allen Mitarbeitern von PALFINGER Dank und Anerkennung für ihren großen Einsatz und die Leistungen im Geschäftsjahr 2012 aus.
Salzburg, am 11. Februar 2013
Dr. Alexander Doujak e.h. Vorsitzender des Aufsichtsrats
Kennzahlendefinition
| Capita l Employed |
spiegelt das investierte Kapital wider und ergibt sich aus: • immaterielle Vermögenswerte • zuzüglich Sachanlagen, Beteiligungen, • Nettoumlaufvermögen |
|---|---|
| EBIT | (Earnings before Interest and Taxes) ist das operative Ergebnis des Unternehmens. |
| Ergebnis je Aktie |
ist das Verhältnis von Konzernergebnis zum gewichteten Durchschnitt der sich im Umlauf befindenden Aktien. |
| EVA | (Economic Value Added) gilt als Indikator für die Wertsteigerung des Unternehmens. • ROCE abzüglich WACC • multipliziert mit durchschnittlichem Capital Employed |
| Free Cashf low |
zeigt, wie viel flüssige Mittel zur Bedienung des zu verzinsenden Kapitals – des eigenen oder fremden – übrig bleiben. • Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit • zuzüglich Fremdkapitalverzinsung • abzüglich Steuerersparnis aus Fremdkapitalzinsen |
| Gearing Rati o |
ist die Kennzahl für die Verschuldung des Unternehmens. • Verhältnis von Nettofinanzverschuldung und • Eigenkapital in Prozent |
| Nett ofinanz verschu ldung |
ergibt sich aus: • lang- und kurzfristige Finanzverbindlichkeiten abzüglich • lang- und kurzfristige Wertpapiere • langfristige Ausleihungen • Kassenbestand und kurzfristige Finanzmittel |
| NOPLAT | (Net Operating Profit Less Adjusted Taxes) setzt sich zusammen aus: • EBIT • abzüglich Taxes on EBIT |
| ROCE | (Return on Capital Employed) sagt aus, wie sich das im Unternehmen investierte Kapital verzinst. • Verhältnis von NOPLAT und • durchschnittlichem Capital Employed (Stichtag Vorjahr zu Stichtag dieses Jahres) in Prozent |
| ROE | (Return on Equity) ist eine Kennziffer zur Ertragslage des Unternehmens, die das Ergebnis im Verhältnis zum eingesetzten Eigenkapital darstellt. • Verhältnis von versteuertem Ergebnis und • durchschnittlichem Eigenkapital in Prozent |
| WACC | (Weighted Average Cost of Capital) drückt die durchschnittlichen Kosten des investierten Kapitals (Eigenkapital und Fremdkapital) aus. |
| Working Capita l |
zeigt den absoluten Überschuss des Umlaufvermögens über das kurzfristige Fremdkapital. |
Standorte der PALFINGER Gruppe
Österreich
PALFINGER AG
• Franz-Wolfram-Scherer-Straße 24, 5020 Salzburg EPSILON Kran GmbH.
- • Christophorusstraße 30, 5061 Elsbethen/Glasenbach • Franz-Wolfram-Scherer-Straße 24, 5020 Salzburg
- PalAir GmbH
- • Franz-Wolfram-Scherer-Straße 24, 5020 Salzburg Palfinger Area Units GmbH
- • Franz-Wolfram-Scherer-Straße 24, 5020 Salzburg Palfinger European Units GmbH
- • Franz-Wolfram-Scherer-Straße 24, 5020 Salzburg Palfinger CIS GmbH
- • Franz-Wolfram-Scherer-Straße 24, 5020 Salzburg Palfinger Europe GmbH
- • Franz-Wolfram-Scherer-Straße 24, 5020 Salzburg
- • Moosmühlstraße 1, 5203 Köstendorf
• Kapellenstraße 18, 5211 Friedburg
Palfinger Marine- und Beteiligungs-GmbH • Franz-Wolfram-Scherer-Straße 24, 5020 Salzburg
• Moosmühlstraße 1, 5203 Köstendorf
Palfinger North America GmbH • Franz-Wolfram-Scherer-Straße 24, 5020 Salzburg
- Palfinger Russland GmbH
- • Franz-Wolfram-Scherer-Straße 24, 5020 Salzburg Palfinger Sany International Mobile Cranes Sales GmbH • Franz-Wolfram-Scherer-Straße 24, 5020 Salzburg
- Palfinger South America GmbH
- • Franz-Wolfram-Scherer-Straße 24, 5020 Salzburg
- STEPA Farmkran Gesellschaft m.b.H.
- • Christophorusstraße 28, 5061 Elsbethen/Glasenbach
Argentinien
Palfinger Argentina S.A. • Av. Corrientes 327, 3° Piso, Buenos Aires
Belgien
MBB Interlift N.V. • Industrielaan 4, 3e Industriezone, 9320 Erembodegem
Brasilien
Bergen Group Dreggen Do Brasil Ltda
• Lauro Muller 116, NBIO/Suite 2405, Torre do Rio Sul, Botafogo 22290-160, Rio de Janeiro
- Madal Palfinger S.A.
- • Rua Flavio Francisco Bellini 350, CEP 95098–170, Caxias do Sul • Estrada do Embu, 485 – Jardim São Vicente, CEP 06713–100, Cotia
Madal Palfinger Holding Ltda.
- • Rua Henrique Monteiro 90, 8th floor, 05423–020 São Paulo Palfinger-Tercek Indústria de Elevadores Veiculares Ltda
- • Rua Emilio Ribas 189, CEP 95032–350, Caxias do Sul
Bulgarien
Palfinger Produktionstechnik Bulgaria EOOD
• 5980 Cherven Brijag
• 8672 Tenevo
China
PALFINGER AG (Repräsentanz)
- • Room 716 Building 2 Xiangyu Center, 249 Wuyi Ave, Furong District, Changsha, Hunan
- Dreggen (Hong Kong) Company Limited
- • Room 1603, Kwong Kin Trade Center, 5 Kin Fat Street, Tuen Mun, N.T., Hong Kong
Palfinger (Shenzhen) Ltd.
- • Block 5, Northern Yongfa Technological Park, District B, Chuandong Industrial Park, Dao Yan Chuan Chaoyang Road, Song Gang Street, Bao An District, Shenzhen
- Sany Palfinger SPV Equipment Co., Ltd.
- • No. 168 West Jinzhou Road, Jinzhou New Area, Changsha, Hunan
Deutschland
MBB Palfinger GmbH
• Fockestraße 53, 27777 Ganderkesee-Hoykenkamp Palfinger GmbH
- • Feldkirchener Feld 1, 83404 Ainring
- • Rauheckstraße 4, 74232 Abstatt
- • Industriestraße 4, 89188 Merklingen
- • Düsseldorfer Straße 100, 47809 Krefeld
- • Johann-Andreas-Schubert-Straße 6, 02730 Ebersbach
- • Brachwitzer Straße 20, 06118 Halle/Saale
- • Färberstraße 2, 85276 Pfaffenhofen a. d. Ilm
- • Bullerdeich 59, 20537 Hamburg
Palfinger Platforms GmbH
- • Düsseldorfer Straße 100, 47809 Krefeld
- • Äußere Bautzner Straße 47, 02708 Löbau
- • Halbendorfer Straße 4, 02782 Seifhennersdorf
- • Johann-Andreas-Schubert-Straße 6, 02730 Ebersbach
Frankreich
A.C.I. SARL • Avenue Descartes, 33370 Artigues près Bordeaux Caridro Atlantique Sarl • 9, Rue James Joule, 44400 Rezé Caridro Centre Sarl • 28, Rue Emile Leconte, 45140 Ingré Caridro Ouest S.A.S. • ZA de la Longueraie, 56140 Saint Abraham Caridro Val de Loire Sarl • 10, Allée Rolland Pilain ZA Even Parc – St Malo, 37320 Esvres sur Indre Guima France S.A.S. • 29A, Avenue des Tourondes, 82300 Caussade Guima Herblay Sarl • 4, Rue Édouard Branly, 95220 Herblay Guima Palfinger S.A.S. • 29A, Avenue des Tourondes, 82300 Caussade Guima Provence Sarl • Route de Marseille, 83170 Brignoles Guima Sud Ouest Sarl • 277, Chemin de Bordevielle, 31790 Saint Sauveur JCB Poids Lourds S.A.S. • ZI de l'Alouette – BP 12, 62801 Lievin MBB Inter S.A.S. • Rue de l'Eglise, 61310 Silly en Gouffern Nord Benne SARL • Avenue Kuhlmann – BP 106, 59373 Loos Cedex Palfinger France S.A. • ZA Les Basseaux – BP 73, 26802 Étoile sur Rhône Cedex Palfinger Service Annecy Sarl • 329, Route de Valparc, 74330 Poisy Palfinger Service Paris Sarl • 24 Avenue Condorcet, 91240 Saint Michel sur Orge Sand SARL
Stand per 31. Dezember 2012 • ZAC des Deux Vallées, 10, Avenue des Mineurs, 54910 Valleroy
GroSSbritannien
Ratcliff Palfinger Ltd.
• Bessemer Road, Welwyn Garden City, Herts AL7 1ET
Indien
Palfinger Cranes India Pvt. Ltd. • 37, Varadarajapuram, Nazarathpet, Poonamallee, Chennai – 600 123
Italien
Palfinger Gru Idrauliche S.r.l. • Via Dante Aleghieri 50, 42023 Cadelbosco di Sopra
Kanada
Palfinger, Inc. • 7942 Dorchester Road, Niagara Falls, Ontario L2E 6V6
Kroatien
Palfinger Proizvodna Tehnologija Hrvatska d.o.o. • Lučićka Cesta 1, 51300 Delnice
Niederlande
Fast RSQ B.V. • Ambachtsweg 10, 3771 MG Barneveld Ned-Deck Marine B.V. • Ambachtsweg 10, 3771 MG Barneveld Palfinger Marine Services B.V. • Arsenaal 9, 3905 NN Venendaal • Vissersweg 38, 3922 GH Elst Ut
Norwegen
Palfinger Dreggen AS (ehem. Bergen Group Dreggen AS) • Hegrenesveien 17A, 5042 Bergen Palfinger Marine Services AS • Skalegato 50, Box 134, 5486 Rosendal
Rumänien
Nimet Srl • 137121, Lazuri, Comisani
Russland
PALFINGER AG (Repräsentanz)
• Ulitza Marata, 47–49, Litera A, Office 501, 191002, St. Petersburg
Dreggen BG LLC
- • D.Donskogo St., 17, Office 20, 236000, Kaliningrad INMAN ZAO
- • 2 Pervootkryvateley Baschkirskoy Nefti, 453210, Ischimbai, Respublika Bashkortostan
- Palfinger Crane Rus LLC
- • Parkovaya Ulitza, 7, 196084, St. Petersburg PALFINGER SANY Cranes ooo
- • Office Center Delovoy, Business Center Alekseevskaya Bashnya, Raketny Bulvar 16, 7th floor, 129164, Moskau
Singapur
Bergen Group Dreggen Pte. Ltd. • 2 Toh Guan Road East, Naigai Nitto Building #03-2A, Singapore 608837 Palfinger Asia Pacific Pte. Ltd. • 16 Tuas Avenue 6, Singapore 639303 Palfinger Marine Pte. Ltd. • 79 Joo Koon Circle, Singapore 629107
Slowakei
MBB Palfinger s.r.o. • Tovarenska 14, 81571 Bratislava
Slowenien
Palfinger Marine d.o.o., Maribor • Špelina Ulica 22, 2000 Maribor Palfinger Proizvodnja d.o.o. • Jaskova 18, 2001 Maribor
USA
Composite Works, LLC • 341 NW 122nd Street, Oklahoma City, OK 73114, Oklahoma Equipment Technology, LLC • 341 NW 122nd Street, Oklahoma City, OK 73114, Oklahoma Interlift, Inc. • 15939 Piuma Avenue, Cerritos, CA 90703, Kalifornien Omaha Standard, Inc. • 3501 South 11th Street, Council Bluffs, IA 51501, Iowa • 572 WhiteheadRoad,Suite301, Trenton,NJ08619,NewJersey Palfinger, Inc. • 3450 Lakeside Drive, Suite 110, Miramar, FL 33027, Florida Palfinger USA, Inc. • 4151 West State Route 18, Tiffin, OH 44883, Ohio Palfleet Truck Equipment, Co. • 2490 Pinson Valley Parkway, Birmingham, AL 35217, Alabama • 5178OldDixieHighway,ForestPark,Atlanta,GA30297,Georgia • 4101 Trailer Drive, Charlotte, NC 28269, North Carolina • 3030 Irving Boulevard, Dallas, TX 75247, Texas • 2770 Bluff Road, Indianapolis, IN 46225, Indiana • 5620 Fern Valley Road, Louisville, KY 40228, Kentucky • 2109 South 35th Street, Council Bluffs, IA 51501, Iowa • 1801 Lebanon Pike, Nashville, TN 37210, Tennessee • 4151 West State Route 18, Tiffin, OH 44883, Ohio
Vietnam
Fast RSQ Vietnam Co., Ltd.
• Road 206, Section A, Pho Noi A Industrial Park, Van Lam District, Hung Yen
Ned-Deck Marine Vietnam Co. Ltd. • 7 Phan Huy Chu, Hoan Kiem, Hanoi
• Road D2, Area D, IZ Pho Noi A, Hung Yen
Impressum
PALFINGER AG
Franz-Wolfram-Scherer-Straße 24 5020 Salzburg Österreich
Investor Relations
Konzernsprecher: Hannes Roither Tel. +43 662 4684-2260 Fax +43 662 4684-2280 [email protected]
Unternehmenskommunikation:
Julia Ganglbauer DW 2262, [email protected] Claudia Rendl DW 2261, [email protected] Daniela Werdecker DW 2219, [email protected]
www.palfinger.ag
Beratung Scholdan & Company
Gestaltung Rahofer Werbeagentur
Fotos Andreas Fitzner, Vienna Paint
gedruckt auf
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Personenbezogene Begriffe wie "Mitarbeiter" oder "Arbeitnehmer" werden aus Gründen der Lesbarkeit geschlechtsneutral verwendet.
Durch die kaufmännische Rundung von Einzelpositionen und Prozentangaben in diesem Bericht kann es zu geringfügigen Rechendifferenzen kommen.
Dieser Bericht enthält zukunftsbezogene Aussagen, die auf Basis aller zum jetzigen Zeitpunkt zur Verfügung stehenden Informationen getroffen wurden. Sie werden üblicherweise mit Wörtern wie "erwarten", "planen", "rechnen" etc. umschrieben. Die tatsächlichen Entwicklungen können von den hier dargestellten Erwartungen abweichen.
Veröffentlicht am 13. Februar 2013.
Druck- und Satzfehler vorbehalten.
100 %
100 %
100 %
Guima sud ouest sarl Frankreich, Saint Sauveur
Guima Herblay sarl Frankreich, Herblay
Guima provence sarl Frankreich, Brignoles
Vollkonsolidierung Bewertung nach Equity Quotenkonsolidierung
Stand per 31. Dezember 2012
PALFINGER GESCHÄFTSBERICHT 2012 gesellschaften der palfinger gruppe
Stichwortverzeichnis
| A | Akquisition | 11, 18, 20, 72, 74f, 109, 129ff |
|---|---|---|
| Aktie | 2, 54ff, 75, 162f | |
| Aktienrückkauf | 56, 162 | |
| Aktionärsstruktur | 56 | |
| Aufsichtsrat | 48, 190, 196 | |
| Ausblick | 111 | |
| Ausschüsse des Aufsichtsrats | 49, 190, 196 | |
| B | Bereich VENTURES | 109, 121f |
| Bericht des Abschlussprüfers | 149f | |
| Bilanz | 2, 76f, 115, 148ff | |
| C | Cashflow | 2, 77, 120f |
| Code of Conduct | 67, 100 | |
| Corporate Governance | 45ff | |
| D | Dividende | 2, 56f, 78, 116, 134, 163 |
| E | Eigenkapital | 2, 76f, 115, 118f |
| F | Fertigung, auftragsbezogene | 19, 94, 107 |
| Finanzkalender | 57 | |
| Flexibilisierung | 5, 16ff, 72f, 111 | |
| G | Gewinn-und-Verlust-Rechnung | 2, 116, 170ff |
| I | Innovation | 5, 16ff, 73, 88ff, 100 |
| Internationalisierung | 5, 11, 16ff, 70f, 111 | |
| Internes Kontrollsystem | 87 | |
| Investitionen | 2, 72, 76 | |
| Investor Relations | 53ff | |
| L | Liquidität | 80, 134 |
| M | Marine | 11, 20, 64, 72, 91, 106, 109, 129 |
| Marke PALFINGER | 23ff | |
| Marktposition | 13, 16, 20, 65 | |
| Mitarbeiter | 96ff, 101, 190 | |
| N | Nachhaltigkeit | 5, 11, 16, 19, 99ff |
| P | Produkte | 17, 24ff, 88ff, 100 |
| Q | Qualität | 5, 16, 67, 93ff |
| R | Risikomanagement | 81ff |
| S | Segment AREA UNITS | 18, 107f, 121f |
| Segment EUROPEAN UNITS | 104ff, 121f | |
| Standorte | 17, 68f, 198f | |
| Strategie | 7, 15ff | |
| T | Technologie | 13, 16, 67, 88ff |
| U | Umwelt | 16, 99ff |
| V | Vergütung | 50, 96, 190f |
| Vorstand | 6ff, 47, 190 | |
| W | Wachstum | 10f, 16ff, 70ff |
| Wertschöpfung | 20, 88, 93ff |
Beilage 1
JAHRESABSCHLUSS
UND LAGEBERICHT
ZUM 31. DEZEMBER 2012
DER
PALFINGER AG, SALZBURG
Palfinger AG, Salzburg
31. Dezember 2012
BILANZ ZUM31. DEZEMBER 2012
| 31.12.2012 Stand |
31.12.2011 Stand |
31.12.2012 Sland |
31.12.2011 Stand |
||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| EUR | EUR | EUR | TEUR | EUR | EUR | EUR | TEUR | ||
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände Konzessionen, Rechle A. ANLAGEVERMÖGEN |
1.398.442,72 | 1,033 | II. Kapitalrücklagen A. EIGENKAPITAL I. Grundkapital |
35,730,000,00 | 35.730 | ||||
| 1. Grundslücke, grundslücksgleiche Rechte und Bauten, einschließlich der Bauten auf fremdem Grund II. Sachanlagen |
31,803,990,76 | 24,123 | 2. Nicht gebundene 1. Gebundene |
514.345,75 37.916.006,78 |
38.430.352,53 | 37.916 514 38,430 |
|||
| davon Grundwert EUR 4,474,289,25 (2011 TEUR 5.406) 3. Andere Anlagen, Belriebs- und Geschäftsausslattung 2. Technische Anlagen und Maschinen |
31.718,00 1.646.812,63 |
588 1,294 |
1. Gesetzliche Rücklage III. Gewinnrücklagen |
290,691,34 | 291 | ||||
| 4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen in Bau | 156.864,71 | 33.639.386,10 | 29.516 3.511 |
2. Andere (freie) Rücklagen 3. Für eigene Anteile |
598,629,36 2,014.876,41 |
605 2,009 |
|||
| III. Finanzanlagen | IV. Bilanzgewinn | 154,668,664,29 2.904.197.11 |
2.905 196,063 |
||||||
| 2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 1. Anteile an verbundenen Unternehmen |
57,470,069,14 120.824,149,97 |
82.259 O |
davon Gewinnvortrag EUR 182.626.181,91 (2011 TEUR 155.696) | 231,733,213,93 | 273,128 | ||||
| 3. Wertpapiere (Wertrechte) des Anlagevermögens | 641.386,40 | 626 | |||||||
| 178,935,605,51 | 213.973.434,33 | 82.885 113,434 |
1. Rückstellungen für Abferligungen B. RÜCKSTELLUNGEN |
3,587.468,14 | 3,079 | ||||
| B. UMLAUFVERMÖGEN | 2. Rückstellungen für Pensionen 3. Sonstige Rückstellungen |
1,388.983,76 | 1,230 | ||||||
| I. Vorräte | 13.071.972.02 | 18.048.423,92 | 7.809 12.118 |
||||||
| 2. Fertige Erzeugnisse und Waren 1. Roh-, Hilfs- und Belriebssloffe |
20.604,17 443.646,27 |
47 730 |
C. VERBINDLICHKEITEN | ||||||
| 464.250,44 | F | 1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 208.970.320,86 | 129.876 | |||||
| II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände | 2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 2.491.484.24 | 2.565 | ||||||
| 2. Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen 1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen |
283.215.041,85 348.237,72 |
59 367,941 |
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen | 51.521.611.02 | 71.772 | ||||
| 3. Forderungen gegenüber Unternehmen, | mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 4. Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, |
299,20 | $\circ$ | ||||||
| 4. Sonstige Forderungen und Vermögensgegenstände mit denen ein Beteiligungsverhällnis besteht |
4.297.483.88 3,498,009,33 |
3.344 2,428 |
davon aus Steuern EUR 503.107,53 (2011 TEUR 449) 5. Sonslige Verbindlichkeiten |
2.008.308.25 | 2.501 | ||||
| III. Wertpapiere und Anteile | 291,358,772,78 | 373.772 | davon im Rahmen der sozialen Sicherheit EUR 355,066,87 (2011 TEUR 363) |
||||||
| 1. Sonstige Wertpapiere und Anteile 2. Eigene Anteile |
1,858,302,30 392,41 |
1,858,694,71 | F 2,009 2.020 |
264.992.023,57 | 206,714 | ||||
| IV. Kassenbestand, Guthaben bei Kredilinstituten | 5,777,355,26 | 299.459.073,19 | 188 377,535 |
||||||
| C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN | 1.341.153,90 | 991 | |||||||
| 514.773.661.42 | 491,960 | 514.773.661,42 | 491.960 | ||||||
| HAFTUNGSVERHÄLTNISSE | 40,440,011,00 | 58,638 |
GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG FÜR DIE ZEIT VOM 1. JÄNNER 2012 BIS 31. DEZEMBER 2012
| 2012 | 2011 | |||
|---|---|---|---|---|
| EUR | EUR | TEUR | TEUR | |
| 1. Umsatzerlöse | 15.079.500,48 | 16.515 | ||
| 2. Veränderung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen | ||||
| sowie an noch nicht abrechenbaren Leistungen | $-304.957.05$ | $-303$ | ||
| 3. Andere aktivierte Eigenleistungen | $-814,25$ | 13 | ||
| 4. Sonstige betriebliche Erträge | ||||
| a) Erträge aus dem Abgang vom Anlagevermögen | ||||
| mit Ausnahme der Finanzanlagen | 4.023.564,54 | 0 | ||
| b) Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen | 38.586,69 | 44 | ||
| c) Übrige | 4.673.965,90 | 8.736.117,13 | 3.165 | 3.209 |
| 5. Aufwendungen für Material und sonstige | ||||
| bezogene Herstellungsleistungen | ||||
| a) Materialaufwand | 881.949,15 | 1.172 | ||
| b) Aufwendungen für bezogene Leistungen | 2.503,00 | $-884.452.15$ | 1 | $-1.173$ |
| 6. Personalaufwand | ||||
| a) Löhne | 62.039,29 | 89 | ||
| b) Gehälter | 20.264.223.85 | 19.220 | ||
| c) Aufwendungen für Abfertigungen und Leistungen | ||||
| an betriebliche Mitarbeitervorsorgekassen | 799.278.52 | 704 | ||
| d) Aufwendungen für Altersversorgung | 154.426,32 | $-5$ | ||
| e) Aufwendungen für gesetzlich vorgeschriebene Sozialabgaben sowie vom Entgelt abhängige |
||||
| Abgaben und Pflichtbeiträge | 4.143.614.95 | |||
| f) Sonstige Sozialaufwendungen | 772.511,75 | -26.196.094,68 | 4.056 | |
| 7. Abschreibungen auf immaterielle Gegenstände | 741 | $-24.805$ | ||
| des Anlagevermögens und Sachanlagen | $-3.461.307,49$ | $-2.878$ | ||
| 8. Sonstige betriebliche Aufwendungen | ||||
| a) Steuern, soweit sie nicht unter Z 18 fallen | 52.763,88 | 86 | ||
| b) Übrige | 25.934.931,11 | $-25.987.694,99$ | 22.474 | $-22.560$ |
| 9. Zwischensumme aus Z 1 bis 8 (Betriebserfolg) | -33.019.703,00 | $-31.982$ | ||
| 10. Erträge aus Beteiligungen | 1.521,50 | 65.002 | ||
| davon aus verbundenen Unternehmen | ||||
| EUR 0,00 (2011 TEUR 65,000) | ||||
| 11. Erträge aus anderen Wertpapieren und | 29.341,40 | 30 | ||
| Ausleihungen des Finanzanlagevermögens | ||||
| davon aus verbundenen Unternehmen EUR 0,00 (2011 TEUR 0) | ||||
| 12. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge | 7.724.206,09 | 6.281 | ||
| davon aus verbundenen Unternehmen EUR 6.784.475,16 (2011 TEUR 6.156) | ||||
| 13. Erträge aus dem Abgang von und der Zuschreibung zu | ||||
| Finanzanlagen und Wertpapieren des Umlaufvermögens | 149.722,09 | 0 | ||
| 14. Aufwendungen aus Finanzanlagen und | ||||
| aus Wertpapieren des Umlaufvermögens | ||||
| a) Abschreibungen | 0,00 | 6 | ||
| b) Sonstige Aufwendungen 15. Zinsen und ähnliche Aufwendungen |
185,000,00 | $-185.000,00$ | 0 | -6 |
| davon betreffend verbundene Unternehmen EUR 234,885,52 (2011 TEUR 1,076) |
$-11.556.884,05$ | $-6.557$ | ||
| 16. Zwischensumme aus Z 10 bis 15 (Finanzerfolg) | $-3.837.092,97$ | |||
| 17. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit | 64.750 | |||
| 18. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | -36.856.795,97 | 32.768 | ||
| 19. Jahresfehlbetrag/-überschuss = Jahresverlust/-gewinn | 8.899.278,35 | 7.599 | ||
| 20. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr | $-27.957.517,62$ | 40.367 | ||
| 21. Bilanzgewinn | 182,626.181,91 | 155.696 | ||
| 154.668.664,29 | 196.063 |
ANHANG
zum Jahresabschluss zum 31. Dezember 2012
А. Allgemeine Angaben
Die Gesellschaft wurde mit Satzung vom 13. Oktober 1988 in eine Aktiengesellschaft umgewandelt und ist beim Handelsgericht Salzburg unter der Firmenbuchnummer FN 33393 h eingetragen.
Der Jahresabschluss der PALFINGER AG wurde nach den Vorschriften des Unternehmensgesetzbuches in der geltenden Fassung erstellt.
Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren angewandt.
Unter Bezugnahme auf § 221 Abs 1 UGB handelt es sich bei der Gesellschaft um eine große Kapitalgesellschaft.
In der Hauptversammlung vom 8. März 2012 wurde beschlossen vom Bilanzgewinn 2011 in Höhe von EUR 196.063.004,71 (Vorjahr: EUR 163.464.682,19) eine Dividende in Höhe von EUR 13.436.822,80 auszuschütten. Der verbleibende Bilanzgewinn in Höhe von EUR 182.626.181,90 wurde auf neue Rechnung vorgetragen.
In der Hauptversammlung am 25. März 2009 wurden die Einrichtung eines Stock-Option-Programms in Form eines "equity settled" Plans für Aufsichtsrats- und Vorstandsmitglieder sowie die Einräumung von 250.000 Aktienoptionen nach diesem Stock-Option-Programm an den Vorsitzenden des Aufsichtsrats Herrn DI Alexander Exner, an das Aufsichtsratsmitglied Dr. Alexander Doujak sowie an die Vorstandsmitglieder DI Herbert Ortner, Ing. Wolfgang Pilz und DI Martin Zehnder. MBA beschlossen.
In der Hauptversammlung am 25. März 2010 wurde die Einräumung von 50.000 Aktienoptionen für das Vorstandsmitglied Mag. Christoph Kaml beschlossen. Die Einrichtung dieses Stock-Option-Programms erfolgte ebenfalls in Form eines "equity settled" Plans.
Zielsetzung dieses Plans ist es, die Höhe der Belohnung direkt an den wirtschaftlichen Unternehmenserfolg zu binden. Das Management soll sich dadurch stärker an den Zielen der Aktionäre der Gesellschaft orientieren und andererseits auch am erreichten Erfolg partizipieren.
Es können insgesamt höchstens so viele Aktien bezogen werden, wie Optionen begeben wurden. Bei einer EBT-Ratio von weniger als 3 Prozent bzw. 5 Prozent kann das Optionsrecht nicht ausgeübt werden und es besteht kein Bezugsrecht. Bei einer EBT-Ratio von 3 Prozent bzw. 5 Prozent hat der Berechtigte das Recht, 25 Prozent seiner Aktienoptionen zum jeweiligen Ausübungszeitpunkt auszuüben; beträgt die EBT-Ratio mehr als 3 Prozent bzw. 5 Prozent, so steigt die Anzahl der Aktienoptionen, die der Berechtigte zum jeweiligen Ausübungszeitpunkt geltend machen kann. linear bis zu einer EBT-Ratio von 7 Prozent bzw. 11 Prozent.
Der beizulegende Zeitwert der gewährten Optionen wird als Personalaufwendung erfasst, wobei die Gegenbuchung im Eigenkapital in die Kapitalrücklagen erfolgt. Der beizulegende Zeitwert wird am Tag der Gewährung bestimmt und über einen Zeitraum verteilt, über den die Mitarbeiter den bedingungslosen Anspruch auf die gewährten Optionen erwerben (Erdienungszeitraum). Die Bestimmungen des beizulegenden Zeitwerts der gewährten Optionen erfolgt mithilfe einer Monte-Carlo-Simulation unter Berücksichtigung der Bedingungen, unter denen die Optionen gewährt wurden. Der aufwendungswirksam zu erfassende Betrag wird um den Effekt der erwarteten Fluktuation korrigiert, damit die erwartete Anzahl an Optionen, die später tatsächlich ausgeübt werden können, reflektiert wird.
Der Vorstand wurde auf der außerordentlichen Hauptversammlung vom 3. November 2011 gemäß § 65 Abs. 1 Ziffer 8 sowie Abs. 1a und 1b AktG ermächtigt, auf den Inhaber oder auf Namen lautende Stückaktien der Gesellschaft im Ausmaß von bis zu 10 Prozent des Grundkapitals der Gesellschaft während einer Geltungsdauer von 30 Monaten sowohl über die Börse als auch außerbörslich zu einem niedrigsten Gegenwert von 1 EUR je Aktie und einem höchsten Gegenwert von 50 EUR je Aktie zu erwerben. Den Erwerb über die Börse kann der Vorstand der PALFINGER AG beschließen, doch muss der Aufsichtsrat im Nachhinein von diesem Beschluss in Kenntnis gesetzt werden. Der außerbörsliche Erwerb unterliegt der vorherigen Zustimmung des Aufsichtsrats.
Der Vorstand wurde außerdem für die Dauer von fünf Jahren gemäß § 65 Abs. 1b AktG ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats für die Veräußerung bzw. Verwendung eigener Aktien eine andere Art der Veräußerung als über die Börse oder durch ein öffentliches Angebot, auch unter Ausschluss des Wiederkaufsrechts (umgekehrtes Bezugsrechts) der Aktionäre, zu beschließen und die Veräußerungsbedingungen festzusetzen.
Im laufenden Geschäftsjahr wurden 28.750 Stück eigene Aktien im Rahmen der Ausübung von Aktienoptionen durch drei Vorstände, ein Aufsichtsratsmitglied sowie ein ehemaliges Aufsichtsratsmitglied bezogen.
Mit 2. Jänner 2012 wurden 500 Stück eigene Aktien zu einem Kurs von EUR 12,3062 erworben.
Zum 31. Dezember 2012 beträgt der Bestand an eigenen Aktien somit 340.590 Stück oder 0,95 % des Grundkapitals. Diese werden zur Verwendung im Rahmen von bestehenden und zukünftigen Stock-Option-Programmen sowie zur Erhöhung der Flexibilität bei möglichen Investitionen in Wachstumsmärkte gehalten.
Weiters wurde der Vorstand in der außerordentlichen Hauptversammlung vom 3. November 2011 ermächtigt, gemäß § 169 AktG das Grundkapital mit Zustimmung des Aufsichtsrats bis 31. Oktober 2016 um bis zu weitere EUR 10.000.000,00 durch Ausgabe von bis zu 10.000.000 Stück neuen, auf Inhaber oder Namen lautenden Stammaktien (Stückaktien) gegen Bar- und/oder Sacheinlage - allenfalls in mehreren Tranchen - zu erhöhen und den Ausgabebetrag, die Ausgabebedingungen und die weiteren Einzelheiten der Durchführung der Kapitalerhöhung im Einvernehmen mit dem Aufsichtsrat festzusetzen
Darüber hinaus wurde der Vorstand ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Bezugsrecht der Aktionäre auszuschließen,
- · wenn die Kapitalerhöhung gegen Sacheinlagen erfolgt, d. h., Aktien zum Zwecke des Erwerbs von Unternehmen, Betrieben, Teilbetrieben oder Anteilen an einer oder mehreren Gesellschaften im In- und Ausland ausgegeben werden, oder
- · wenn die Kapitalerhöhung zum Zwecke der Einführung der Aktien der Gesellschaft an einer ausländischen Börse erfolgt, oder
- · um Spitzenbeträge vom Bezugsrecht der Aktionäre auszunehmen oder
- · um eine den Emissionsbanken eingeräumte Mehrzuteilungsoption zu bedienen.
Im Geschäftsjahr 2011 wurde mit dem Vorstand eine Prämienvereinbarung über die langfristige Unternehmenswertsteigerung getroffen, die im Jahr 2016, bei Eintritt der vereinbarten Kennzahlen, zur Auszahlung gelangt. Im laufenden Geschäftsjahr wurden dafür Vorsorgen in Höhe von TEUR 2.176,0 (im Vorjahr TEUR 1.757) ergebniswirksam erfasst.
Die PALFINGER AG ist mit Antrag vom 1. Dezember 2005 Gruppenträger der Unternehmensgruppe gemäß § 9 KStG, welche die Palfinger Europe GmbH, die Palfinger Marine- und Beteiligungs-GmbH, die Epsilon Kran GmbH, die Palfinger CIS GmbH, die Palfinger Russland GmbH, die PalAir GmbH, die Palfinger European Units GmbH, die Palfinger Area Units GmbH, die Palfinger North Amerika GmbH sowie die Palfinger South Amerika GmbH umfasst:
Zwischen dem Gruppenträger und den Gruppenmitgliedern besteht eine Regelung über den Steuerausgleich. Danach hat das Gruppenmitglied im Falle eines positiven Ergebnisses eine Steuerumlage an den Gruppenträger zu entrichten. Im Falle eines Verlustes eines Gruppenmitgliedes hat der Gruppenträger eine Steuerumlage an das Gruppenmitglied zu leisten.
Der Posten Steuern vom Einkommen und Ertrag setzt sich wie folgt zusammen:
| 31.12.2012 TEUR |
31.12.2011 TEUR |
|
|---|---|---|
| Körperschaftsteuer aus der Gruppenbesteuerung | 493,3 | 2.828,1 |
| Steuerumlagen der Gruppenmitglieder | $-11.261,8$ | $-12.721,2$ |
| Steuerumlagen an Gruppenmitglieder | 1.766,9 | 2.120,0 |
| Ausländische Quellensteuer | 44,5 | 54,8 |
| Körperschaftsteuer für Vorperioden | 57,8 | 119,1 |
| Summe | $-8.899,3$ | $-7.599,2$ |
B. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden
Der Jahresabschluss wurde unter Beachtung der Grundsätze ordnungsgemäßer Buchführung sowie unter Beachtung der Generalnorm, ein möglichst getreues Bild der Vermögens- Bilanz- und Ertragslage des Unternehmens zur vermitteln, aufgestellt.
Bei der Erstellung des Jahresabschlusses wurde der Grundsatz der Vollständigkeit eingehalten.
Bei der Bewertung der einzelnen Vermögensgegenstände und Schulden wurde der Grundsatz der Einzelbewertung beachtet und eine Fortführung des Unternehmens unterstellt.
Dem Vorsichtsprinzip wurde dadurch Rechnung getragen, dass nur die am Abschlussstichtag verwirklichten Gewinne ausgewiesen wurden. Alle erkennbaren Risiken und drohende Verluste wurden berücksichtigt.
1. Immaterielle Vermögensgegenstände
Die erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen nach der linearen Abschreibungsmethode, bewertet.
| Nutzungsdauer in Jahren |
Abschreibungssatz in | |
|---|---|---|
| Lizenzen und EDV-Software | $3 \text{ bis } 5$ | 33 bis 20 |
Außerplanmäßige Abschreibungen werden vorgenommen, wenn die Wertminderungen voraussichtlich von Dauer sind. Im Geschäftsjahr 2012 wurden keine außerplanmäßigen Abschreibungen vorgenommen.
$2.$ Sachanlagevermögen
Die Sachanlagen werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, bewertet.
Die planmäßigen Abschreibungen werden linear unter Zugrundelegung folgender Nutzungsdauern und Abschreibungssätze berechnet:
| Nutzungsdauer in Jahren |
Abschreibungssatz in % |
|
|---|---|---|
| Grundstücke und Bauten Andere Anlagen, Betriebs- und |
20 bis 25 | $5 \text{ bis } 4$ |
| Geschäftsausstattung | 4 bis 10 | 25 bis 10 |
Für die Zugänge des Geschäftsjahres wurde ab dem Zeitpunkt ihrer Aktivierung eine monatliche Abschreibung berechnet (pro rata temporis).
Geringwertige Vermögensgegenstände werden im Zugangsjahr voll abgeschrieben. In der Entwicklung des Anlagevermögens werden sie als Zu- und Abgang gezeigt.
Außerplanmäßige Abschreibungen werden vorgenommen, wenn die Wertminderungen voraussichtlich von Dauer sind. Im Geschäftsjahr 2012 wurden im Bereich der Betriebs- und Geschäftsgebäude außerplanmäßige Abschreibungen (TEUR 392,3 Vorjahr: TEUR 115,7) vorgenommen.
3. Finanzanlagevermögen
Anteile an verbundenen Unternehmen und Wertpapiere (Wertrechte) des Anlagevermögens werden zu Anschaffungskosten bilanziert.
Die Anteile an verbundenen Unternehmen und Wertpapieren des Anlagevermögens werden zu Anschaffungskosten bewertet.
Außerplanmäßige Abschreibungen werden vorgenommen, wenn Wertminderungen eingetreten sind oder wenn der zum Abschlussstichtag beizulegende Wert niedriger ist als der Buchwert.
Mit der Erklärung über die Errichtung einer Gesellschaft vom 6. Juni 2012 wurde die PalAir GmbH, Salzburg, mit einem Stammkapital in Höhe von EUR 35.000,00 gegründet.
Mittels Gesellschafterbeschluss der Palfinger Marine- und Beteiligungs-GmbH, Salzburg, vom 14. September 2012 wurde beschlossen, 100% der Anteile an der Palfinger Inc., Niagara Falls, (Buchwert EUR 9.753.722,57) mittels Sachdividende an die Palfinger AG, Salzburg, auszuschütten. "
*1 Da die Einbringung zu Buchwerten erfolgte, wurde kein Ertrag aus Sachdividende ausgewiesen.
Mit Gesellschafterbeschluss vom 14. September 2012 hat die Palfinger AG, Salzburg, beschlossen, 100% ihrer Anteile an der Palfinger Inc., Niagara Falls, in Höhe von EUR 9.753.722,57 mittels eines nicht rückzahlbaren Großmutterzuschusses an die Palfinger North America GmbH, Salzburg, zu übertragen.
Mittels Abtretungsvertrag vom 25. Juni 2012 wurden die Anteile, die die Palfinger Marine- und Beteiligungs-GmbH, Salzburg, an der Palfinger USA Inc., Tiffin, hielt, zu einem Kaufpreis in Höhe von EUR 27.100.000,00 an die Palfinger North America GmbH, Salzburg, verkauft. Um diesen Kauf finanzieren zu können, wurde der Palfinger North America GmbH, Salzburg, von der Palfinger AG, Salzburg, ein nicht rückzahlbarer Großmutterzuschuss in selber Höhe gegeben.
Weiters wurden mittels Abtretungsvertrag vom 25. Juni 2012 die Anteile, die die Palfinger Marine- und Beteiligungs-GmbH, Salzburg, an der Madal Palfinger S.A., Caxias do Sul, hielt, zu einem Kaufpreis in Höhe von EUR 11.430.000,00 an die Palfinger South America GmbH, Salzburg, verkauft. Um diesen Kauf finanzieren zu können, wurde der Palfinger South America GmbH, Salzburg, von der Palfinger AG, Salzburg, ein nicht rückzahlbarer Großmutterzuschuss in selber Höhe gegeben.
Durch den Gesellschafterbeschluss vom 14. Dezember 2012 wurden 100% der Anteile an der Palfinger Asia Pacific Pte. Ltd, Singapur, (Buchwert EUR 3.090.002,00) in Form einer Sachdividende an die Palfinger AG ausgeschüttet."
Weiters wurde beschlossen 100% der Anteile an der Palfinger Asia Pacific Pte. Ltd., Singapur, zu Buchwerten in Höhe von EUR 3.090.002,00 mittels eines nicht rückzahlbaren Gesellschafterzuschusses an die Palfinger Area Units GmbH, Salzburg, zu übertragen.
In den Finanzanlagen sind Ausleihungen gegenüber verbundenen Unternehmen mit Buchwerten in Höhe von EUR 57.470.069,14 (Vorjahr: TEUR 0,0) enthalten.
Bei den Wertpapieren des Anlagevermögens lagen die Kurswerte zum 31. Dezember 2012 über den Buchwerten. Es wurden Zuschreibungen auf die jeweiligen Kurswerte vorgenommen. Nach erfolgten Zuschreibungen lagen die Buchwerte nicht über den historischen Anschaffungskosten.
Die Entwicklung der Beteiligungsunternehmen ist im Beteiligungsspiegel (Anlage) dargestellt.
4. Vorräte
Die mengenmäßige Erfassung der Vorräte erfolgte im Zuge von permanenten Inventuren sowie für einzelne Bereiche in Form einer vorgelagerten Stichtagsinventur, welche bis spätestens 21. Dezember 2012 abgeschlossen wurde.
Die Bewertung der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe erfolgte zu gleitenden Durchschnittspreisen bzw. bei von Konzernunternehmen gelieferten Materialen zu Standardpreisen.
*) Da die Einbringung zu Buchwerten erfolgte, wurde kein Ertrag aus Sachdividende ausgewiesen.
Die unfertigen Erzeugnisse und fertigen Erzeugnisse werden mit den Materialeinzelund Fertigungseinzelkosten sowie angemessenen Teilen der Materialgemein- und Fertigungsgemeinkosten bewertet. Retrograde Bewertungen und Obsoletabschläge für Gebrauchswertminderungen und lange Lagerdauern wurden entsprechend den Bewertungsrichtlinien im Konzern vorgenommen. Die Bewertung der unfertigen und fertigen Erzeugnisse erfolgte zu Herstellungskosten.
5. Forderungen
Forderungen sind zum Nennwert angesetzt.
Forderungen in Fremdwährung wurden mit dem jeweiligen Devisengeldkurs zum Entstehungszeitpunkt bzw. dem niedrigeren Geldkurs am Bilanzstichtag bewertet. Im Falle erkennbarer Einzelrisiken wird der niedrigere beizulegende Wert ermittelt und angesetzt.
-
- Wertpapiere des Umlaufvermögens sind mit ihren jeweiligen Anschaffungskosten bzw. mit dem niedrigeren Stichtagkurs aktiviert.
-
- Rückstellungen
Rückstellung für Abfertigung, Rückstellung für den Abfertigungen ähnlichen Verpflichtungen (Jubiläumsgeld) und Pensionen
Die Berechnung der Rückstellungen für Abfertigungen und Pensionsverpflichtungen erfolgte zum 31. Dezember 2012 nach versicherungsmathematischen Grundsätzen unter Beachtung der Berechnungsvorschriften nach den International Financial Reporting Standards (IAS 19 revised 2004). Die Bewertung der Verpflichtungen erfolgt nach der Projected-Unit-Credit-Methode. Die Berechnungen basieren auf einem Rechnungszinssatz von 3,75% p.a. (Vorjahr: 4,75% p.a.) und einer Gehaltssteigerung von 3,0% p.a. (Vorjahr: 3,0% p.a.). Als rechnungsmäßiges Pensionsalter wurde das frühest mögliche Anfallsalter für die Alterspension gem. Pensionsreform 2004 (Budgetbegleitgesetz 2003) unter Berücksichtigung der Übergangsregelungen zu Grunde gelegt. Bei weiblichen Anwartschaftsberechtigten wurde das rechnungsmäßige Pensionsalter entsprechend dem "Bundesverfassungsgesetz über unterschiedliche Altersgrenzen von männlichen und weiblichen Sozialversicherten" schrittweise angehoben. Bei der Berechnung wurden die Rechnungsgrundlagen für die Pensionsversicherung AVÖ-2008-P in der Ausprägung für Angestellte zugrunde gelegt.
Die Fluktuation bei der Jubiläumsgeldrückstellung wurde in Form von jährlichen Ausscheidewahrscheinlichkeiten, welche aus den Ausscheidedaten der Jahre 2010 und 2011 ermittelt wurden, berücksichtigt.
Jährliche Fluktuation nach vollen Dienstjahren in Prozent: 0 bis 2 - 7,67%, 3 bis 4 - 7,06%, 5 bis 9 - 4,69%, 10 bis 14 - 1,70%, 15 bis 19 - 1,59%, 20 bis 24 - 0,81%, größer 25 - 0,62%;
Bei der Abfertigungsrückstellung wurde ein Fluktuationsabschlag von 2% (Vorjahr: 2%) berücksichtigt. Bei der Berechnung der Jubiläumsgeldrückstellung wurden Lohnnebenkosten in Höhe von 7,93% (Vorjahr: 7,93%) berücksichtigt.
8. Sonstige Rückstellungen
Die übrigen Rückstellungen umfassen im Wesentlichen Vorsorgen für nicht konsumierte Urlaube, Jubiläumsgelder, Leistungsprämien, Rückstellungen für Zinsswaps. ausstehende Eingangsrechnungen sowie Rechts-, Prüfungs- und Beratungskosten.
Die Rückstellungen betreffen ihrer Eigenart nach genau umschriebene Aufwendungen, die dem Geschäftsjahr oder einem früheren Geschäftsjahr zuzuordnen sind. Sie werden in Höhe der voraussichtlichen Inanspruchnahme gebildet und berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und der Höhe nach noch nicht feststehende Verbindlichkeiten. Andere Rückstellungen als die gesetzlich vorgeschriebenen werden nicht gebildet.
9. Verbindlichkeiten
Die Verbindlichkeiten sind mit dem Rückzahlungsbetrag unter Bedachtnahme auf den Grundsatz der Vorsicht angesetzt.
Verbindlichkeiten in Fremdwährungen wurden gemäß dem Höchstwertprinzip mit dem Devisenbriefkurs des Entstehungszeitpunktes bzw. den höheren Devisenbriefkursen am Stichtag bewertet.
10. Sonstige Angaben
Finanzinstrumente
Finanzinstrumente werden ausschließlich zum Zweck der Absicherung von geplanten operativen Positionen abgeschlossen. Finanzgeschäfte, denen keine operativen Positionen gegenüberstehen, werden nicht getätigt.
Es werden Währungssicherungsgeschäfte zum Hedging von operativen USD-Eingängen und zur Sicherung von Fremdwährungsfinanzierungen von Konzerngesellschaften in USD und RUB eingesetzt. Zinssicherungen werden ebenfalls durchgeführt.
Die variablen Finanzierungen wurden im Geschäftsjahr 2012 mit Zinsswaps im Ausmaß von TEUR 139.220,0 (Vorjahr: TEUR 61.220,0) und mit Zinscaps (Zinsobergrenzen) in Höhe von TEUR 50.000,0 (Vorjahr: TEUR 50.000,0) gesichert.
| TEUR | Nominal | Mark-to-Market- Bewertung |
Klassifikation |
|---|---|---|---|
| Devisentermingeschäf- te (inkl. Devisenswaps) |
13.956,7 | 319,4 | Cash Flow Hedge |
| Devisentermingeschäf- te Finanzierungen |
13.760,8 | $-48,9$ | Held for Trading |
| Zinsswaps | 139.220,0 | $-4.173, 5$ | Cash Flow Hedge |
| Zinscap | 50.000,0 | 0.2 | Held for Trading |
| Gesamt | 216.937,5 | $-3.902, 8$ |
Umfang der offenen derivativen Finanzinstrumente und Fair Values in Summe zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2012 sind in folgender Tabelle dargestellt:
Umfang der offenen derivativen Finanzinstrumente und Fair Values in Summe zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2011 sind in folgender Tabelle dargestellt:
| TEUR | Nominal | Mark-to-Market- Bewertung |
Klassifikation |
|---|---|---|---|
| Devisentermingeschäf- te (inkl. Devisenswaps) |
12.707.0 | $-454.4$ | Cash Flow Hedge |
| Devisentermingeschäf- te Finanzierungen |
822.8 | $-4,6$ | Held for Trading |
| Zinsswaps | 61.220,0 | $-431,0$ | Cash Flow Hedge |
| Zinscap | 50.000,0 | 10,8 | Held for Trading |
| Gesamt | 124.749,8 | $-879,2$ |
Die Bewertung erfolgt nach der "mark to market-Methode". Es wird das Ergebnis berechnet, das bei Glattstellung des Sicherungsgeschäftes am Bilanzstichtag realisiert würde. Zum Bilanzstichtag ergaben sich positive Marktwerte in Höhe von TEUR 319,6. Für Verluste aus derivativen Finanzinstrumenten war zum Bilanzstichtag eine Rückstellung in Höhe von TEUR 4.222,4 (Vorjahr: TEUR 989,0) zu bilden.
Die angeführten Werte sind Barwerte (Present Value).
$11.$ Sonstige Pflichtangaben
Verpflichtungen für die Nutzung von in der Bilanz nicht ausgewiesenen Anlagen bestehen im Geschäftsjahr 2013 in Höhe von TEUR 391,8 (Vorjahr: TEUR 417,1) und in Höhe von TEUR 1.145,1 (Vorjahr: TEUR 1.150,1) für die nächsten fünf Jahre. Gegenüber verbundenen Unternehmen bestehen keinerlei derartige Verpflichtungen.
Die in der Bilanz nicht ausgewiesenen aktiven latenten Steuern betragen TEUR 1.797,8 (Vorjahr: TEUR 1.576,5).
Zum Stichtag 31.12.2012 haften keine Verbindlichkeiten, für die dingliche Sicherheiten begeben wurden, aus.
Erläuterungen der Bilanz C.
$\overline{1}$ . Anlagevermögen
Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens und die Aufgliederung der Jahresabschreibung nach einzelnen Posten sind im Anlagenspiegel (Anlage) dargestellt.
$2.$ Vorräte
Obsoletbewertungen wegen eingeschränkter Verwertbarkeit wurden im Geschäftsjahr 2012 bei den Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen vorgenommen.
3. Forderungen
| 31.12.2012 TEUR |
31.12.2011 TEUR |
|
|---|---|---|
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 348.2 | 58.9 |
| davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr | 0,0 | 0,0 |
| Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein | ||
| Beteiligungsverhältnis besteht | 4.297,5 | 3.343,1 |
| davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr | 4.250,0 | 3.300,0 |
| Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen | 283.215,0 | 367.941,0 |
| davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr | 0.0 | 0.0 |
| Sonstige Forderungen und Vermögensgegenstände | 3.498,0 | 2.428,3 |
| davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr | 850,6 | 896,2 |
| 291.358,7 | 373.771,3 |
Die Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen $\mathsf{in}$ Höhe von TEUR 283.215,0 (Vorjahr: TEUR 367.941,0) stammen mit TEUR 272.307,0 (Vorjahr: TEUR 284.046,5) aus Finanzierung und Clearing, mit TEUR 9.486,8 (Vorjahr: TEUR 18.733,5) aus Steuerumlagenverrechnungen, mit TEUR 0,0 (Vorjahr: TEUR 65.000,0) aus phasenkongruenter Gewinnausschüttung 2012 und mit TEUR 1.421,2 (Vorjahr: TEUR 161,0) aus Lieferungen und Leistungen.
Die Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht sind wie im Vorjahr zur Gänze aus sonstigen Verrechnungen.
In dem Posten Sonstige Forderungen und Vermögensgegenstände sind keine wesentlichen Erträge enthalten, die erst nach dem Abschlussstichtag zahlungswirksam werden.
Wertpapiere des Umlaufvermögens 4.
Im Geschäftsjahr 2012 wurden 500 Stück eigene Aktien zu Anschaffungskosten in Höhe von TEUR 6,2 erworben.
Weiters wurden im Geschäftsjahr 2012 im Rahmen des Stock-Option-Programms 28.750 Stück eigene Aktien mit Buchwerten in Höhe von TEUR 156,6 verkauft.
Die im Umlaufvermögen gehaltenen eigenen Aktien verringerten sich damit im laufenden Geschäftsjahr von 368.840 auf 340.590 Stück.
Die eigenen Aktien sind mit ihren jeweiligen Anschaffungskosten aktiviert und weisen zum 31. Dezember 2012 einen Buchwert von TEUR 1.858,3 auf.
Im Wertpapierbestand des Umlaufvermögens sind 10 Stück Cargotec Oy Aktien mit einem Buchwert von TEUR 0.2 ausgewiesen.
Eigenkapital 5.
Das Grundkapital ist zerlegt in 35.730.000 (Vorjahr: 35.730.000) nennwertlose Stückaktien; sämtliche ausgegebenen Aktien sind voll eingezahlt. Andere Aktiengattungen bestehen nicht.
6. Rückstellungen
Die Rückstellungen beinhalten mit TEUR 3.587,5 (Vorjahr: TEUR 3.079.2) Vorsorgen für Abfertigungen und mit TEUR 1.389,0 (Vorjahr: TEUR 1.229,5) Vorsorgen für Pensionen (davon gemäß § 14 Einkommensteuergesetz TEUR 912,0 (Vorjahr: TEUR 922,8)).
Für Körperschaftsteuern war im Jahr 2011 auf Grund von Vorauszahlungen keine Steuerrückstellung zu bilden.
7. Sonstige Rückstellungen
Die sonstigen Rückstellungen in Höhe von TEUR 13.072,0 (Vorjahr TEUR 7.809.1) enthalten als wesentliche Posten Rückstellungen für Zinsswaps zur Absicherung des Schuldscheindarlehens in Höhe von TEUR 4.173,5 (Vorjahr: TEUR 530.1), Rückstellungen für Cash-Flow-Hedges in Höhe von TEUR 0,0 (Vorjahr: TEUR 454,4), Jubiläumsgelder in Höhe von TEUR 626,0 (Vorjahr: TEUR 657,0), nicht konsumierte Urlaube in Höhe von TEUR 1.012,4 (Vorjahr: TEUR 932,2), Prämien in Höhe von TEUR 6.242,1 (Vorjahr: TEUR 4.343,3) sowie ausstehende Eingangsrechnungen in Höhe von TEUR 694,1 (Vorjahr: TEUR 723,6).
Verbindlichkeiten 8.
| 31.12.2012 TEUR |
31.12.2011 TEUR |
|
|---|---|---|
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 208.970,3 | 129.876,2 |
| davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr | 19.561,4 | 54.418,4 |
| davon mit einer Restlaufzeit zwischen einem und fünf Jahren | 183.408.9 | 75.457,8 |
| davon mit einer Restlaufzeit über fünf Jahre | 6.000,0 | 0,0 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 2.491,5 | 2.565,0 |
| davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr | 2.491,5 | 2.565,0 |
| Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen | 51.521,6 | 71.771,8 |
| davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr | 51.521,6 | 71.771,8 |
| davon mit einer Restlaufzeit zwischen einem und fünf Jahren | 0,0 | 0,0 |
| Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen | ||
| ein Beteiligungsverhältnis besteht | 0,3 | 0,0 |
| davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr | 0,3 | 0,0 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 2.008,3 | 2.501,4 |
| davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr | 1.992,6 | 2.142,1 |
| davon mit einer Restlaufzeit zwischen einem und fünf Jahren | 0,0 | 322,5 |
| davon mit einer Restlaufzeit über fünf Jahren | 15,7 | 36,8 |
| 264.992,0 | 206,714.4 |
Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten enthalten zum 31. Dezember 2012 Schuldscheindarlehen in Höhe von TEUR 91.000,0. Im laufenden Geschäftsjahr wurden Schuldscheindarlehen in Höhe von TEUR 43.000,0 rückgeführt und neue Schuldscheindarlehen in Höhe von TEUR 77.500,0 aufgenommen.
Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 51.521,6 (Vorjahr: TEUR 71.771,8) betreffen mit TEUR 51.425,8 (Vorjahr: TEUR 71.747,8) Verbindlichkeiten aus Finanzierung und Clearing und in Höhe von TEUR 95,8 (Vorjahr: TEUR 24,0) Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen.
In dem Posten Sonstige Verbindlichkeiten sind Aufwendungen in Höhe von TEUR 1.982,5 (Vorjahr: TEUR 2.124,8) enthalten, die erst nach dem Abschlussstichtag zahlungswirksam werden.
Die Haftungsverhältnisse betragen TEUR 40.440,0 (Vorjahr TEUR 58.637,6). Davon wurden Bürgschaften und Haftungen für Konzernunternehmen in Höhe von TEUR 39.340,0 (im Vorjahr TEUR 57.537,6) gegeben.
D. Erläuterung der Gewinn- und Verlustrechnung
1. Umsatzerlöse
| $1 - 122012$ TEUR |
1 - 12 2011 TEUR |
|
|---|---|---|
| Umsatzerlöse Inland | 9.218.7 | 10.683,8 |
| Umsatzerlöse EU | 4.950.5 | 5.279,3 |
| Umsatzerlöse Drittland | 910.3 | 552.3 |
| 15.079.5 | 16.515,4 | |
Die Umsatzerlöse betreffen im Wesentlichen Weiterverrechnungen von Konzerndienstleistungen.
$2.$ Sonstige betriebliche Erträge
Die übrigen sonstigen betrieblichen Erträge in Höhe von TEUR 4.674,0 (Vorjahr: TEUR 3.165,2) beinhalten im Wesentlichen die Weiterverrechnung von Personalkosten für Expatriates in Höhe von TEUR 2.787,1 (Vorjahr: TEUR 2.356,5), Kurserträge in Höhe von TEUR 1.386,1 (Vorjahr: TEUR 550,9), Ausbuchung offener Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 310,9 (Vorjahr: TEUR 0,0) sowie Mieterträge in Höhe von TEUR 39,1 (Vorjahr: TEUR 102,5).
$3.$ Abschreibungen
Die Abschreibungen betragen im Geschäftsjahr 2012 TEUR 3.461,3 (Vorjahr: TEUR 2.877,7) und enthalten TEUR 74,8 (Vorjahr: TEUR 77,1) für geringwertige Vermögensgegenstände und außerplanmäßige Abschreibungen in Höhe von TEUR 392,3 (Vorjahr: TEUR 109,1).
4. Sonstige betriebliche Aufwendungen
Die übrigen sonstigen betrieblichen Aufwendungen in Höhe von TEUR 25.934,9 (Vorjahr: TEUR 22.473,8) beinhalten im Wesentlichen Beratungs- und Consultingleistungen in Höhe von TEUR 5.656,6 (Vorjahr: TEUR 4.283,5), Aufwand für Werbung, Messen und Ausstellungen in Höhe von TEUR 3.563,1 (Vorjahr: TEUR 2.002,2), Versicherungsaufwand in Höhe von TEUR 685,0 (Vorjahr: TEUR 652,3), Mieten und Leasing in Höhe von TEUR 1.226,4 (Vorjahr: 1.469,4), Reisekosten und Kommunikationsaufwand in Höhe von TEUR 2.518,8 (Vorjahr: 2.438,8), Fremdleistungen Konzern in Höhe von TEUR 3.551,7 (Vorjahr: 1.133,6), sowie sonstige Fremdleistungen in Höhe von TEUR 4.087,0 (Vorjahr: TEUR 3.749,3), Kursverluste in Höhe von TEUR 1.098,2 (Vorjahr: TEUR 3.181,8), Aufwand für Lizenzen und EDV-Gebühren in Höhe von TEUR 1.691,2 (Vorjahr: TEUR 1.404,9), sowie Aufwendungen für Fuhrpark und Flugkosten in Höhe von TEUR 971,3 (Vorjahr: TEUR 1.173,7).
E. Sonstige Angaben
$1.$ Beziehungen zu verbundenen Unternehmen
Verbundene Unternehmen im Sinne des § 228 Abs 3 UGB sind alle Unternehmen, die dem Konzern der PALFINGER AG, Salzburg, gehören. Geschäfte mit diesen Gesellschaften werden wie mit unabhängigen Dritten abgewickelt.
$2.$ Konsolidierungskreis
Die PALFINGER AG, Salzburg, ist jenes Mutterunternehmen, welches den Konzernabschluss für den größten Kreis von Unternehmen aufstellt. Der entsprechende Konzernabschluss ist beim Landesgericht Salzburg hinterlegt.
3. Pflichtangaben über Organe und Arbeitnehmer
Angaben über Organe und Arbeitnehmer
Die Anzahl der Beschäftigten betrug im Durchschnitt des Geschäftsjahres:
| 2012 | 2011 | ||
|---|---|---|---|
| Vorstände | |||
| Angestellte | 253 | 254 | |
| Arbeiter | |||
| 258 | 260 | ||
Die Aufwendungen für Abfertigungen und Pensionen (inkl. Zinsen) verteilen sich wie folgt:
| Aufwendungen für | ||
|---|---|---|
| Abfertigungen (inkl. Mitarbeiter- vorsorgekasse) |
Pensionen | |
| TEUR | TEUR | |
| Vorstände und leitende Angestellte | 175,8 | 42,7 |
| andere Arbeitnehmer | 759,4 | 166,3 |
| 935.2 | 209,0 |
Die Aufwendungen für Beiträge an Mitarbeitervorsorgekassen betragen im laufenden Geschäftsjahr TEUR 160,9 (Vorjahr: TEUR 139,8).
PALFINGER AG, Salzburg
Die Bezüge des Vorstandes betrugen im Geschäftsjahr 2012 TEUR 2.326,9 (Vorjahr: TEUR 2.300,4). Der Aufsichtsrat erhielt keine Bezüge.
Vorstände waren im Geschäftsjahr 2012
DI Herbert ORTNER (Vorsitzender) DI Martin ZEHNDER, MBA Ing. Wolfgang PILZ Mag. Christoph KAML
Mitglieder des Aufsichtsrates im Geschäftsjahr 2012 waren folgende Herren:
Dr. Alexander DOUJAK, Wien, (Vorsitzender) Ing. Hubert PALFINGER jun., Bergheim, (Stellvertreter des Vorsitzenden) Dipl. Ing. Wolfgang ANZENGRUBER, Salzburg Mag. Peter PESSENLEHNER, Wien Ing. Mag. Hannes PALFINGER, Salzburg Dr. Heinrich Dieter KIENER, Salzburg
sowie vom Betriebsrat delegiert:
Johann MAIR, Golling Gerhard GRUBER, Grödig Alois WEISS, Mattsee
Salzburg, den 21. Jänner 2013
DI Herbert ORTNER e.h.
DI Martin ZEHNDER, MBA e.h.
Ing. Wolfgang PILZ e.h.
Mag. Christoph KAML e.h.
Palfinger AG, Salzburg
31. Dezember 2012
ANLAGENSPIEGEL GEMÄSS § 226 (1) UGB PER 31. DEZEMBER 2012
| Anschaffungs-bzw. Herstellungskosten | Abschreibungen | Buchwert | Buchwert | Abschreibungen | Zuschreibungen | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Vortrag 1.1.2012 |
Übertrag innerhalb des Konzerns |
Zugänge | Umbuchungen | Abgänge | 31.12.2012 Stand |
kumullert | 31.12.2012 | 31.12.2011 | des Geschäfts- jahres |
des Geschäfts- jahres |
| EUR | EUR | EUR | EUR | EUR | EUR | EUR | EUR | EUR | EUR | EUR |
| --------------------------------------- 5.892.941.47 |
$-25.110,46$ | 700,660,02 | 49,500,00 | 6.173,00 | 6,611,818,03 | 5.213.375,31 | 1.398.442,72 | 1.032.678,00 |
382.690,30 | 0,00 |
| 5,406,482,20 | 0.00 | 0,00 | 733.080,63 | 1.665.273,58 | 4.474.289,25 | 0,00 | 4.474.289.25 | 5,406.482.20 | 0,00 | 0,00 |
| 46.175.895,05 | 0.00 | 3.434.406,18 | 3.066.804,43 | 9.013.419,30 | 43,663,686,36 | 22.843.773,36 | 20.819.913,00 | 16.790.854,00 | 2.353.537,36 | 0,00 |
| 1.925.622,14 | 0,00 | 5.317.247,00 | $-733,080,63$ | 0,00 | 6,509,788,51 | 0,00 | 6,509,788,51 | 1.925.622.14 | 0.00 | 0,00 |
| 53.507.999,39 | 0,00 | 8.751.653,18 | 3.066.804,43 | 10.678.692.88 | 54.647.764,12 | 22.843.773.36 | 31.803.990.76 | 24.122.958,34 | 2.353.537,36 | 0,00 |
| 1.754.634,37 | $-2.347.543.82$ | 433.759,56 | 274.032.12 | 0.00 | 114,882,23 | 83.164.23 | 31.718,00 | 587.758,61 | 102.369,10 | 0.00 |
| 3.794.788,52 | 44,453,62 | 972.999,55 | 80.508,81 | 174,863,45 | 4,628,979,81 | 2.982.167,18 | 1.646.812,63 | 1,294,171,00 | 622.710,73 | 0.00 |
| 3.511.062.12 | 0,00 | 116.647,95 | $-3.470.845.36$ | 0,00 | 156,864,71 | 0.00 | 156.864,71 | 3.511.062.12 | 0.00 | 0,00 |
| 62.568.484.40 | $-2.391,997,44$ | 10.275.060.24 | 49,500,00 | 10.853.556,33 | 59.548.490.87 | 25,909,104,77 | 33,639,386,10 | 29.515.950,07 | 3,078,617,19 | 0,00 |
-
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten.
einschließlich der Bauten auf fremdem Grund -
Immaterielle Vermögensgegenstände
ANLAGEVERMÖGEN
Konzessionen, Rechte
II. Sachanlagen
Fabriksgebäuden oder anderen Baulichkeiten a) Bebaute Grundstücke mit Geschäfts- oder
- Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung
0,00 0,00 643,453,37 2068.97 641,386,402,200
2.046,043,33 245,097,981,38 31,124,547,05 213,573,434,33 113,433,519,24
2.3.446,043,33 245,097,981,38 31,124,547,05 213,973,434,33 113,433,819,24 82.259.149,97 120.824.149,97 57.470,069,14 0,00
0,00 120.824.149,97 57,470,069,14 12.843.724,57 142,589,43 $rac{88}{60}$ $\begin{tabular}{ccc} 0.00 & 51.408.724.57 \ 0.00 & 57.812.658.57 \ 0.00 & 0.01 \ 0.00 & 0.01 \ 0.00 & 0.012.383.14 \ \hline \end{tabular}$ 82.902.603,34
151.364.029,21 0,00 82.259.149,97 643.453,37
-
Wertpapiere (Wertrechte) des Anlagevermögens
-
Ausleihungen an verbundene Unternehmen 1. Anteile an verbundenen Unlemehmen
III. Finanzanlagen
-
Geleistete Anzahlungen und Anlagen in Bau
-
Technische Anlagen und Maschinen
b) Unbebaute Grundstücke
Gebäudewert Grundwert
15.346,20
15.346,20
15.346,20
3.461.307,49
0,00
0,00
000000000000000000000000000000000000000
BETEILIGUNGSSPIEGEL 2012
| Beteili- Bung |
Wäh- rung |
Eigen- kapital |
Jahres- ergebnis |
|
|---|---|---|---|---|
| Gesellschaft, Sitz, Land | × | TEUR | TEUR | |
| Palfinger Marine- und Beteiligungs-GmbH, Salzburg, Österreich | 100,00 | EUR | 63.637, | $-765,5$ |
| Salzburg, Österreich Palfinger European Units GmbH, |
100,00 | EUR | 32,3 | $-2,0$ |
| Palfinger Area Units GmbH, Salzburg, Österreich | 100,00 | EUR | 51.405,3 | $-2,5$ |
| PalAir GmbH, Salzburg, Osterreich | 100,00 | EUR | $-718,3$ | $-753,3$ |
BETEILIGUNGSSPIEGEL 2011
| Beteili- Bung |
Näh- rung |
Eigen- kapital |
ergebnis Jahres- |
|
|---|---|---|---|---|
| Gesellschaft, Sitz, Land | TEUR | TEUR | ||
| Palfinger Marine- und Beteiligungs-GmbH, Salzburg, Österreich | 100,00 | EUR | 160.844,6 | 157.138,3 |
| Salzburg, Österreich Palfinger European Units GmbH, |
100,00 | EUR | 34,2 | $-0,8$ |
| Palfinger Area Units GmbH, Salzburg, Österreich | 100,00 | EUR | 34,1 | $-0,9$ |
PALFINGER AG, Salzburg
LAGEBERICHT
zum Jahresabschluss zum 31. Dezember 2012
Bericht über den Geschäftsverlauf, das Geschäftsergebnis und die wirtschaftliche А. Lage
Geschäftsverlauf und Rahmenbedingungen 1.
Die gedämpfte Entwicklung der globalen Konjunktur, die sich bereits im 2. Halbiahr 2011 abzeichnete, setzte sich im Jahr 2012 fort. Die Problematik der enormen Staatsverschuldung einzelner europäischer Staaten und der USA sowie die daraus entstehenden wirtschaftlichen, aber auch politischen Unsicherheiten nahmen im Verlauf des Jahres weiter zu. Das fehlende Vertrauen in die Zukunft der Eurozone und in die Schuldenreduktion wird als bedeutendes Abwärtsrisiko für die Konjunktur der westlichen Industrieländer gesehen. Durch die schwache Konjunkturentwicklung blieben signifikante Welthandelsimpulse aus. Die Schwellen- und Entwicklungsländer verzeichneten somit ebenfalls geringeres Wachstum. wenngleich das Wirtschaftswachstum dieser Regionen immer noch vergleichsweise hoch ist.
Die Eintrübung der globalen Wirtschaftsaussichten im Laufe des Jahres 2012 führte dazu. dass der Internationale Währungsfonds (IWF) seine Konjunkturprognosen mehrfach reduzierte. Im Oktober 2012 erwartete er für 2012 ein Weltwirtschaftswachstum von nur noch 3,3 Prozent und für 2013 von 3,6 Prozent.
Die PALFINGER AG, in ihrer Funktion als Holding der Palfinger Gruppe, zeichnet sich für die strategische, organisatorische und finanzielle Ausrichtung des Konzerns verantwortlich. Im Mittelpunkt stehen dabei nachhaltig profitables Wachstum durch die strategischen Stoßrichtungen Innovation, Internationalisierung und Flexibilisierung. Die Corporate Functions ""Controlling", "Finance & Risk Management", "Treasury", "Legal Counsel", "Marketing", "Services", "Security", "Investor Relations & Communications", "Human
Resources", "Information Services", "Strat Development & Ventures", "Quality Management" und "Supplier Management" sind direkt der PALFINGER AG zugeordnet.
Die Liegenschaft Kasern wurde 2012 an den Bestbieter verkauft und nun von der PALFINGER AG gemietet. Der Neubau des Headquarters in Bergheim bei Salzburg wurde in Auftrag gegeben und startet im Jahr 2013.
Die Entwicklung der Palfinger Gruppe wird im Rahmen der Konsolidierung auf Konzernebene dargestellt. In diesem Zusammenhang wird auf den Geschäftsbericht 2012 verwiesen.
2. Zweigniederlassungen
Zum 31. Dezember 2012 hatte die PALFINGER AG keine Zweigniederlassungen.
PALFINGER AG, Salzburg
Finanzielle Leistungsindikatoren
$31$
Geschäftsergebnis, Ertragslage
Die Entwicklung der PALFINGER AG im Einzelabschluss stellt sich wie folgt dar:
| TEUR | 2010 | 2011 | 2012 |
|---|---|---|---|
| Umsatzerlöse | 15.328,5 | 16.515,0 | 15.079,5 |
| Betriebserfolg | $-25.143.8$ | $-31.982,0$ | $-33.019,7$ |
| Umsatzrentabilität | $-164.0%$ | $-193.7%$ | $-219.0%$ |
| Finanzerfolg | 71.068,4 | 64.750,0 | $-3.837.1$ |
| EGT | 45.921,0 | 32.768,0 | $-36.856, 8$ |
| Jahresüberschuss | 52.705,3 | 40.367,0 | $-27.957,5$ |
Die Umsatzerlöse sind im Geschäftsjahr 2012 aufgrund der internen Leistungsverrechnung um 9 Prozent auf 15.079,5 TEUR (Vorjahr: 16.515 TEUR) gesunken.
Finanzlage
Der Cash Flow der Palfinger AG stellt sich wie folgt dar:
| TEUR | 2010 | 2011 | 2012 |
|---|---|---|---|
| Netto-Geldfluss aus laufender Geschäftstätigkeit |
55.353,0 | 31.662,0 | 40.173,0 |
| Netto-Geldfluss aus Investitionstätigkeit |
$-97.914,0$ | $-78.550,0$ | $-80.840,0$ |
| Netto-Geldfluss aus Finanzierungstätigkeit |
17.581,0 | 47.722.0 | 45.477,0 |
| Veränderung Finanzmittel | $-24.980,0$ | 834,0 | 4.810,0 |
Trotz fehlender Ausschüttung von der Palfinger Marine- und Beteiligungs-GmbH an die PALFINGER AG verbessert sich der Netto-Geldfluss aus laufender Geschäftstätigkeit zum Vorjahr. Im Wesentlichen ist dies durch Umgliederung von Forderungen in die Ausleihungen begründet.
Vermögenslage
Die Vermögenslage der PALFINGER AG spiegelt sich in den Bilanzpositionen und der Eigenkapitalquote wieder:
| TEUR | 2010 | 2011 | 2012 |
|---|---|---|---|
| Anlagenzugänge: Immaterielle |
|||
| Vermögensgegenstände | 296,3 | 833,7 | 700,7 |
| Sachanlagen | 689,8 | 4.227,4 | 10.275.1 |
| Finanzanlagen | 470,4 | 498,7 | 51.408,7 1 |
| Summe der Investitionen | 1.456,5 | 5.559,8 | 62.384,5 |
| AKTIVA | 400.192,2 | 491.959,7 | 514.773,7 |
| Eigenkapital | 240.529,2 | 273.127,6 | 231.733,2 |
| Eigenkapitalquote | 60,1% | 55,5% | 45,0% |
| PASSIVA | 400.192,2 | 491.959,7 | 514.773,7 |
Im Zuge der Optimierung der Konzernstruktur wird die gesellschaftsrechtliche Organisation an die derzeitige Managementstruktur angepasst sowie eine Aufgliederung in Beteiligungsgesellschaften und operative Gesellschaften durchgeführt. Im Zuge dessen wurden Großmutterzuschüsse an die Area Holding Gesellschaften in Höhe von 38.530 TEUR gewährt.
Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren
Durch die unterschiedlichen Bereiche der PALFINGER AG werden zur Steuerung des Unternehmens bereichsspezifische nicht finanzielle Leistungsindikatoren verwendet. Übergeordnet finden vor allem die Kennzahlen zur Personalentwicklung betreffend Mitarbeiterstand sowie Fortbildung Verwendung.
Umweltbelange
Die Maßnahmen von PALFINGER betreffend Umweltbelange sind seitens des Konzerns angeführt und erläutert. Außerdem erstellt PALFINGER im Zwei-Jahres-Rhythmus Nachhaltigkeitsberichte, in denen die Entwicklungsschritte der Gruppe näher dokumentiert werden. Der letzte Nachhaltigkeitsbericht (2010/2011) wurde im 2. Halbjahr 2012 veröffentlicht.
1 ohne Ausleihungen
$4.$
PALFINGER AG, Salzburg
Arbeitnehmerbelange
Der Personalstand der Palfinger AG zeigt folgendes Bild:
| Personalstand im Ø | 2010 | 2011 | 2012 |
|---|---|---|---|
| 215 | 260 | 258 |
Der Abbau des Personalstandes ist durch organisatorische Umgliederungen innerhalb des PALFINGER Konzerns begründet
Die Entwicklung des Know-Hows der Mitarbeiter durch Aus- und Weiterbildung hat bei PALFINGER höchste Priorität, die Fortbildungskosten für Personal stellen sich in der PALFINGER AG wie folgt dar:
| Ausgaben für Fortbildung | 2010 | 2011 | 2012 |
|---|---|---|---|
| 250,5 | 269,9 | 250,5 | |
| Aus,- und Weiterbildungsstunden | 2010 | 2011 | 2012 |
| pro Mitarbeiter | 6,5 | 20,1 | 20,7 |
Im Jahr 2012 wurden 5.241,6 Stunden für die Aus- und Weiterbildung der Mitarbeiter der PALFINGER AG aufgewendet. Die Ausgaben für die Fortbildung belaufen sich 2012 aufgrund verstärkten Einsatzes von internen Seminaren auf 250,5 TEUR.
5. Ereignisse von besonderer Bedeutung nach dem Bilanzstichtag
Es sind nach dem Schluss des Geschäftsjahres keine Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten.
B. Bericht über die voraussichtliche Entwicklung und der Risiken des Unternehmens
- Voraussichtliche Entwicklung des Unternehmens
Die Ausweitung der Schuldenkrise in Europa wirkte sich im Jahr 2012 in einigen der für die PALFINGER AG wichtigen europäischen Märkte zunehmend dämpfend auf die Realwirtschaft aus. Nur die globale Ausrichtung der PALFINGER Gruppe ermöglichte dem Konzern das erzielte Wachstum. Das Management sieht darin eine Bestätigung der strategischen Entscheidung, zusätzlich zu Nordamerika auch in Richtung BRIC-Länder zu wachsen.
Die Internationalisierung, insbesondere außerhalb Europas, wird daher konsequent fortgesetzt. Im Berichtszeitraum konnte die PALFINGER AG das wohl größte Projekt seit dem Börsegang 1999 umsetzen: zwei Joint Ventures mit der Sany-Gruppe, einem der größten chinesischen Unternehmen. Die Aufnahme der Geschäftsaktivität erfolgte im 3. Quartal 2012 und wird sich künftig auch in den Umsätzen widerspiegeln. Zum 80-jährigen Bestehen der PALFINGER Gruppe im Jahr 2012 ist damit die Basis für einen erfolgreichen Markteintritt in China geschaffen, und die weltweit führende Position sollte nachhaltig abgesichert sein. Im Reporting der Palfinger Gruppe erfolgt der Ausweis im Bereich "Venture".
Die Flexibilität des Konzerns wird kontinuierlich in allen Bereichen ausgebaut, da sie in Zusammenhang mit sich rascher verändernden Marktbedingungen an Bedeutung gewinnt. Durch auftragsbezogene Beschaffung, Fertigung und Montage ist die PALFINGER AG bereits in der Lage, schnell auf Auftragsschwankungen zu reagieren, ohne dabei das Risiko überhöhter Kapitalbindung durch Bestandsaufbau einzugehen. Dieser eingeschlagene Weg wird konsequent fortgesetzt.
Die Vielfalt der Produkte, die Erweiterung des Konzerns durch Akquisitionen sowie die forcierte Internationalisierung erfordern erhöhtes Augenmerk auf Komplexitätsmanagement. Dieser Herausforderung begegnet die PALFINGER AG mit einem konzernübergreifenden Wertschöpfungsprojekt, das dazu beitragen soll, den wesentlichen Wettbewerbsvorteil der globalen Organisation für die Zukunft auszubauen.
Das Jahr 2013 wird auch im Zeichen der neuen Markenarchitektur für alle Produktbereiche der PALFINGER Gruppe stehen. Neben der Entwicklung und Fertigung hochwertiger Produkte sieht die PALFINGER AG ihre starke Marke als wichtigen Erfolgsfaktor besonders in der zunehmend unsicheren weltwirtschaftlichen Situation. Die nun geschärfte Positionierung soll den Wert der Marke auch zukünftig sichern und weitere Synergieeffekte bei den Marktaktivitäten generieren.
Auch zukünftig werden interne Leistungsverrechnungen im Konzern durchgeführt und voraussichtlich nach Beendigung der Umstrukturierungen Ausschüttungen erwartet.
Wesentliche Risiken und Ungewissheiten
Die aktuelle Risikosituation der PALFINGER Gruppe ist stark von den marktseitigen Entwicklungen geprägt. Die Schuldenkrise in Europa beeinflusst die Auftragslage negativ. Gleichzeitig stellen Maßnahmen zur weiteren Internationalisierung der PALFINGER Gruppe vor die Herausforderung, den unterschiedlichen rechtlichen und kulturellen Erfordernissen nachzukommen. Der Auf- und Ausbau junger Business Units bzw. Areas birgt das Risiko, die Komplexität zu erhöhen.
Ein wesentlicher Erfolgsfaktor für die PALFINGER AG ist es, auf solider Datenbasis kurzfristige Anpassungen und Entscheidungen vornehmen zu können. Das gruppenweite Risikomanagementsystem strukturiert die Risikobereiche daher zunächst in vier Hauptkategorien:
· externe Risiken,
2.
- strategische Risiken,
- interne Risiken der Wertschöpfung und
- interne Risiken der unterstützenden Prozesse.
Externe Risiken
Ökonomische Entwicklungen
Die Schuldenkrise in Europa und die damit verbundene Unsicherheit der Märkte führte zu einem Rückgang der Auftragseingänge und spiegelt sich auch in der geringeren Auslastung der europäischen Produktionswerke wider. Diesem Einfluss der konjunkturellen Lage auf die Risiko- und Chancensituation begegnet die PALFINGER AG mit ständiger Anpassung an die Marktsituation.
Deutschland und Frankreich sind für die PALFINGER AG wichtige Absatzmärkte. Ein Rückgang der Marktnachfrage in diesen Ländern wirkt sich daher auch auf die Geschäftsentwicklung PALFINGER von aus. erheblich Durch zunehmende Internationalisierung und den Ausbau noch junger Business Areas, wie zum Beispiel der Business Area Marine, wird die Abhängigkeit von den Kernmärkten reduziert und nachhaltiges Wachstum angestrebt.
China als mächtige Wirtschaftseinheit kann den europäischen Absatzmarkt beeinflussen. Wie bereits in anderen Industrien, kann es auch im Knickarmkranbereich dazu kommen, dass chinesische Großkonzerne Mitbewerber der PALFINGER AG in Europa übernehmen und sich so einen Marktzugang zu den derzeitigen Kernmärkten verschaffen. Diese Entwicklungen würden die Wettbewerbssituation stark verändern. Durch die Gründung des Joint Ventures mit Sany soll einerseits die Bearbeitung des chinesischen Marktes gefördert werden, andererseits sollen die Vorteile gegenüber chinesischen Mitbewerbern auf den bestehenden Kernmärkten ausgebaut werden.
Obwohl die PALFINGER AG sehr gut positioniert ist, stellt eine mögliche gegenläufige Entwicklung der Gewinnsituation dennoch ein wirtschaftliches Risiko dar. Bei einer erneuten Verschlechterung der Marktbedingungen besteht grundsätzlich das bilanzielle Risiko, dass einzelne Vermögensgegenstände an die geänderte Bewertung (Impairment) angepasst werden müssen, oder Investitionen könnten sich nicht wie geplant amortisieren.
Politische Entwicklungen
Die politische Landschaft in Europa war 2011 und 2012 einer Belastungsprobe unterzogen, das Vertrauen der Finanzmärkte in die Stabilität der Eurozone geriet ins Wanken. Die tatsächlichen Ausmaße dieser Entwicklungen sind noch nicht absehbar und stellen auch für die PALFINGER AG einen wesentlichen Unsicherheitsfaktor dar.
Gesellschaftliche Unruhen und politische Instabilität in einzelnen Ländern erhöhen das Risiko für die PALFINGER AG, Absatzmärkte zu verlieren und bereits gebundenes Kapital abschreiben zu müssen.
Strategische Risiken
Strategie
Die strategischen Leitlinien Innovation, Internationalisierung und Flexibilisierung wurden im Geschäftsjahr 2012 weiterverfolgt. Die PALFINGER AG nutzt Marktchancen, um attraktive Akquisitionstargets nach eingehender Prüfung zu übernehmen. Die Entwicklung der vergangenen Geschäftsjahre bestätigt den Erfolg dieser strategischen Ausrichtung, um die Abhängigkeit von einzelnen Regionen und Industrien zu reduzieren. Dies birgt jedoch das Risiko, die Komplexität zu erhöhen.
Die Eintrittsbarrieren in den stark wachsenden Absatzmarkt China verminderte die PALFINGER AG durch die Gründung des Joint Ventures mit Sany. Dessen Aufbau birgt jedoch das Risiko anfänglicher Reibungsverluste. Zudem ist die Steuerung des notwendigen Wissenstransfers im Fokus der Bemühungen.
PALFINGER AG, Salzburg
Die Volatilität der Märkte stellt die PALFINGER AG vor neue Herausforderungen. Die langfristigen strategischen Zielsetzungen als wesentlicher Erfolgsfaktor werden weiterhin konsequent verfolgt, auf Grundlage einer rollierenden Prognose werden kurzfristige Anpassungen und Entscheidungen vorgenommen. Sämtliche relevanten Informationen der Marktteilnehmer auf Kunden- und Lieferantenseite werden in diese Planung miteinbezogen, um eine möglichst valide Datenbasis zu schaffen. Dennoch ist die Transparenz der zukünftigen Geschäftsentwicklung eingeschränkt, dies kann zu deutlichen Abweichungen in der Realität führen. Entscheidungen, die finanziell materielle Auswirkungen haben, wie z. B. die Investition in den Ausbau von Standorten, könnten sich in Zukunft als wenig ertragreich herausstellen. Durch zeitnahe Steuerungskreise, wirksame Controlling-Prozesse und kurze Entscheidungswege kann die PALFINGER AG jedoch rasch auf sich ändernde Marktbedingungen reagieren.
Produktportfolio
Für die erfolgreiche Entwicklung des Konzerns ist die Weiterführung der laufenden Integrationsprojekte in den entsprechenden Produktdivisionen entscheidend. Identifizierte Synergiepotenziale müssen genutzt werden.
Ein weiterer wesentlicher Erfolgsfaktor ist die konsequente Weiterführung von Turnaround-Projekten mit wirksamen Kontrollmechanismen. Professionelles Projektmanagement sowie Unterstützung durch Risikomanagement sollen dabei sicherstellen, dass die gesetzten Ziele erreicht werden.
Organisation und Kultur
Innerhalb der Areas wurde durch die Stärkung der einzelnen Produktbereiche eine flexible Anpassung an unterschiedliche lokale Kundenbedürfnisse ermöglicht. Auf der anderen Seite werden vor allem in unterstützenden Bereichen gruppenweite Standards definiert, um Synergien zu nutzen.
Die asiatischen Märkte werden in ihrer Bedeutung für die PALFINGER AG zunehmen. In der gesamten Organisation wird dies zu notwendigen Anpassungen und Veränderungen führen. Die Offenheit und die Bereitschaft, andere Arbeitsweisen und Kulturen zu erkennen, zu verstehen und vor allem zu akzeptieren, sind auf allen Ebenen eine Notwendigkeit. Zudem stellen sprachliche Barrieren eine zusätzliche Herausforderung dar.
Interne Risiken der Wertschöpfung
Beschaffung
Hinsichtlich der Risikominimierung im Bereich Beschaffung hat sich der Fokus von Liquiditätsthemen hin zum Thema Exklusivität verschoben. Die PALFINGER AG achtet vermehrt darauf, vor allem bei strategisch wichtigen Materialien und Teilen zumindest eine zweite Beschaffungsmöglichkeit aufzubauen.
Qualität und Preis blieben im Bereich Beschaffung im Berichtsjahr von entscheidender Bedeutung. Lieferanten werden aktiv unterstützt, um weitere Verbesserungen zu erzielen. Damit wird auch dem Risiko von Lieferausfällen vorgebeugt. Zur Überwachung der Leistung hat die PALFINGER AG spezielle Auswahlverfahren, Risiko- und Lieferantenmanagementsysteme implementiert.
Interne Risiken der unterstützenden Prozesse
Finanz- und Rechnungswesen
Aufgrund der anhaltenden Finanzkrise in Europa und in den USA ist für die PALFINGER AG eine flexible Kapitalstruktur essenziell. Neues Kapital aufzunehmen könnte sich in der näheren Zukunft schwieriger gestalten. Die Möglichkeit, wesentliche Wachstumsprojekte aus Eigenmitteln zu finanzieren, kann sich als Wettbewerbsvorteil herausstellen.
PALFINGER AG, Salzburg
Auch besteht in der schlechter werdenden Wirtschaftslage insbesondere in Europa das Risiko von Forderungsausfällen. Das bestehende Forderungsmanagement hat die Zielsetzung, entstehende Kreditrisiken bereits im Vorfeld zu reduzieren. Gerade in wirtschaftlich angespannten Zeiten gewinnt dies zunehmend an Bedeutung. Vereinbarte Zahlungskonditionen basieren auf wirtschaftlichen Informationen über die Abnehmer. Mögliche Zahlungsausfälle werden zusätzlich begrenzt, indem einzelne Forderungen durch Kreditversicherungen abgedeckt werden.
Durch die internationale Geschäftstätigkeit bestehen komplexe Liquiditäts-, Zins- und Fremdwährungsrisiken. Die Steuerung erfolgt gebündelt im Bereich Treasury, wo alle diesbezüglichen Informationen aus dem gesamten Konzern zusammenlaufen.
Liguiditätsrisiko
Ein unternehmensweites Cash-Reporting garantiert die notwendige Transparenz, um eine gezielte Steuerung der finanziellen Mittel vornehmen zu können. Mittel- bis Langfristplanungen ermöglichen es, einen eventuellen Finanzbedarf frühzeitig mit den Partnern abzustimmen. Bereits im Geschäftsjahr 2009 wurde ein konzernweites Projekt gestartet, um das Capital Employed nachhaltig zu reduzieren und so diesem Risiko entgegenzuwirken. Dieses Projekt wird weitergeführt und trägt maßgeblich zur Optimierung des Capital Employed bei.
Die Festlegung von Kreditlimits und die Höhe der Refinanzierungskosten bei Kreditinstituten und Banken sind abhängig von deren Einschätzung der Zukunftsperspektive der PALFINGER AG. Bankenkontakte werden daher partnerschaftlich gepflegt, damit die Finanzierungspartner jederzeit ein aktuelles Bild der wirtschaftlichen Lage haben.
Die Liquidität ist durch die kurzfristigen Clearingforderungen gewährleistet.
Fremdwährungsrisiko
Durch die lokale Wertschöpfung sind die Fremdwährungspositionen im Konzern begrenzt. Es sind sogenannte "natürliche Hedges" vorhanden, also ein Ausgleich einer Zahlungsverpflichtung mit einem Zahlungseingang aus dem operativen Geschäft (Verkaufserlös) in derselben Währung.
Durch die Lieferung von Fertigprodukten und Komponenten aus Europa nach Nordamerika ergibt sich im US-Dollar eine Risikoposition, die nicht durch natürliche Hedges gedeckt ist. Auf Basis von laufenden Analysen dieser Position wird eine Sicherungsstrategie erarbeitet, die in regelmäßigen Meetings evaluiert wird.
Bei der Absicherung orientiert sich die PALFINGER AG ausschließlich am Grundgeschäft. Dadurch ist gewährleistet, dass durch den Einsatz von Finanzgeschäften Risiken reduziert und nicht zusätzlich geschaffen werden. Bei den Finanzgeschäften handelt es sich ausschließlich um Derivate, die von der PALFINGER AG selbständig bewertet und verbucht werden können. Im Wesentlichen werden Devisenterminkontrakte zur Absicherung eingesetzt.
Zinsrisiko
Durch den gestiegenen Finanzierungsbedarf erhöhte sich der Einfluss von Zinsänderungen auf das Finanzergebnis der PALFINGER Gruppe. Aus diesem Grund gewinnt die Absicherung von Zinsänderungsrisiken an Bedeutung. Die Absicherung bezieht sich auf den variabel verzinsten Teil der Finanzierungen. Diese Kredite wurden zum Teil mittels Zinsswaps und zum Teil mittels Zinscaps abgesichert. Beim Zinsswap wurde die variabel verzinste Finanzierung in eine Finanzierung mit Fixzinssatz umgewandelt. Die Zinskosten für die Laufzeit des Swap wurden somit fixiert. Der Zinscap zieht eine Obergrenze der Zinsbelastung ein. Bis zur Erreichung der Zinsobergrenze (Cap) wird der Marktzinssatz für die Berechnung der Zinskosten herangezogen. Übersteigt der Marktzins die vereinbarte Obergrenze, erhält die PALFINGER AG eine Ausgleichszahlung vom Kontraktpartner.
Risiken in der Bilanzerstellung
Die notwendige Verwendung von Schätzungen und die Ermessensspielräume in den Bereichen der nicht-finanziellen Vermögenswerte und Forderungsbewertungen, Pensions-, Abfertigungs- und Jubiläumsgeldrückstellungen haben eine unmittelbare Auswirkung auf die Darstellung der Vermögens- und Ertragslage.
In den Rechnungslegungsprozess ist ein dem Unternehmen angepasstes Internes Kontrollsystem integriert. Grundprinzipien wie Funktionstrennung und Vier-Augen-Prinzip sind eingeführt. Überprüfungen der Internen Revision und des Wirtschaftsprüfers stellen sicher, dass die Prozesse ständig verbessert und optimiert werden.
Personal
Die PALFINGER AG sieht seine Mitarbeiter als einen wesentlichen Erfolgsfaktor für die Erreichung seiner Ziele. Eine spezielle Planung und laufende Mitarbeiterbeurteilungen sichern die Heranbildung des notwendigen Führungsnachwuchses. In Zusammenhang mit den anhaltend volatilen Märkten bleibt Flexibilisierung von Arbeitszeitmodellen weiterhin ein wichtiges Thema und wird zukünftig noch verstärkt mit dem Fokus, gutes Personal zu halten. Aufgrund lokaler Gegebenheiten und der demografischen Entwicklung kann die Verfügbarkeit von qualifiziertem Personal für die Wertschöpfungsstandorte eingeschränkt sein.
Wachstumsprojekte in Asien fordern die Mobilität von qualifiziertem Personal aus den Stammwerken. gestalten. Um dies erfolgreich zu wurden entsprechende Entsendungsprogramme inklusive Betreuung nach der Rückkehr initiiert.
Informationstechnologie
Die meisten Prozesse im Unternehmen sind IT-unterstützt. Vor allem operative und strategische Managemententscheidungen sind von Informationen abhängig, die von diesen Systemen generiert werden. Ein Ausfall dieser Systeme und Prozesse stellt ein Risiko für die PALFINGER AG dar. Intensive Schulungen können kurzfristig höhere Kosten verursachen. Interne und externe Fachkräfte sorgen dafür, dass die konzernweite IT-Infrastruktur gewartet und weiter optimiert wird. Zudem hat die PALFINGER AG technische Sicherheits- und Schutzmaßnahmen implementiert, um Risiken des Datenmissbrauchs und des Datenverlustes zu minimieren.
Das erhöhte Engagement in China rückt das Thema IT-Security noch weiter in das Zentrum. Die notwendigen Vorbereitungsmaßnahmen sind umzusetzen.
C. Bericht über die Forschung und Entwicklung
Der österreichische Standort Köstendorf der Palfinger Europe GmbH wurde als Forschungsund Entwicklungszentrum definiert. Aus diesem Grund gibt es in der PALFINGER AG keinen Bericht bezüglich Forschung und Entwicklung.
PALFINGER AG, Salzburg
Bericht über IKS und RMS im Hinblick auf Rechnungslegungsprozesse D.
Das Interne Kontrollsystem ist ein integraler Bestandteil des unternehmensweiten Risikomanagements bei der PALFINGER AG. Es stellt die Gesamtheit aller organisatorischen Grundsätze, Maßnahmen und Kontrollen im Unternehmen dar, um die Einhaltung von Richtlinien und die Abwehr von Fehlern und Schäden, die durch eigenes Personal oder Dritte verursacht werden können, zu gewährleisten.
Kontrollumfeld
Basis für das Interne Kontrollsystem der PALFINGER AG sind die konzernweit gültigen Konzern-Richtlinien. Sie enthalten einheitliche Standards zu den wesentlichen Prozessen im Unternehmen und sind von sämtlichen Einheiten im Konzern umzusetzen und einzuhalten. Jede Richtlinie ist einem Prozessverantwortlichen zugeordnet. Der Vorstand, die lokalen Geschäftsführungen, die Prozessverantwortlichen und die Interne Revision sind gemeinsam dafür verantwortlich, dass in jeder wesentlichen Einheit periodisch die Einhaltung der Konzern-Richtlinien überprüft wird.
Kontrollmaßnahmen
Neben den inhaltlichen Rahmenbedingungen sind in den Konzern-Richtlinien auch jene internen Kontrollen definiert, die aus Gruppensicht in den lokalen Prozessen umzusetzen sind. Die lokale Geschäftsführung hat die Verantwortung, bei Bedarf weitere Kontrollen zu definieren. Dadurch wird gewährleistet, dass neben Standardprozessen auch kurzfristig auftretende Risiken berücksichtigt werden.
Information und Kommunikation
Auf den Rechnungslegungsprozess bezogen sind die wesentlichen Bilanzierungs- und Bewertungsansätze in einem Konzernhandbuch festgehalten, das laufend aktualisiert wird und zwingend von den lokalen Einheiten umzusetzen ist. Ein gruppenweit standardisiertes monatliches Berichtssystem mit automatischer Schnittstelle aus SAP garantiert für das Führungsteam einen Überblick über die Entwicklung der Gruppe. An den Prüfungsausschuss des Aufsichtsrats wird halbjährlich über das Kontrollsystem berichtet.
Überwachung
Quartalsabschlüsse werden konsolidiert und vom Wirtschaftsprüfer einer prüferischen Durchsicht unterzogen. Die enge Zusammenarbeit mit dem Konzernabschlussprüfer, der durch sein internationales Netzwerk einheitliche Prüfungsstandards garantiert, stellt eine umfassende und effiziente externe Prüfung der Abschlüsse sicher. Durch das enge Zusammenspiel zwischen Controlling und dem Rechnungswesen werden laufend Soll-Ist-Vergleiche durchgeführt, und es besteht eine gegenseitige Kontrolle und Abstimmung. Die Informationen des internen und externen Rechnungswesens basieren auf derselben Datenbasis und werden monatlich für das Berichtswesen abgestimmt.
Die Angemessenheit des Internen Kontrollsystems der PALFINGER AG wurde mit dem Prüfungsausschuss des Aufsichtsrats besprochen. Dennoch wird ständig daran gearbeitet, Wirksamkeit, Effizienz und Genauigkeit des gesamten Systems zu erhöhen.
Die Überwachung des Internen Kontrollsystems erfolgt durch regelmäßige Berichterstattung im Prüfungsausschuss und durch Überprüfung durch die Interne Revision, die eng mit den verantwortlichen Vorständen und Geschäftsführern zusammenarbeitet.
PALFINGER AG, Salzburg
Angaben zu Kapital-, Anteils-, Stimm- und Kontrollrechten und damit verbundenen Verpflichtungen
Das Grundkapital der PALFINGER AG beläuft sich zum 31. Dezember 2012 auf 35.7 Mio. EUR und ist eingeteilt in 35.730.000 auf den Inhaber lautende nennwertlose Stückaktien. Jede PALFINGER Aktie berechtigt zu einer Stimme.
Zum 31. Dezember 2012 hielt die PALFINGER AG eigene Aktien im Ausmaß von 340.590 Stück
Beschränkungen hinsichtlich der Stimmrechte der PALFINGER Aktien und deren Übertragung, auch aus Vereinbarungen zwischen Aktionären, sind der PALFINGER AG nicht bekannt.
Es existieren keine PALFINGER Aktien mit besonderen Kontrollrechten
In der PALFINGER Gruppe besteht kein Mitarbeiterbeteiligungsprogramm, bei dem ein Mitarbeiter das Stimmrecht für seine Anteile an der PALFINGER AG nicht unmittelbar ausübt.
Es bestehen keine Satzungsbestimmungen, die über die gesetzlichen Bestimmungen zur Ernennung von Vorstand und Aufsichtsrat sowie zur Änderung der Satzung hinausgehende Regelungen enthalten.
In den Vereinbarungen betreffend Schuldscheindarlehen sind "Change of Control"-Klauseln enthalten.
Es bestehen keine Entschädigungsvereinbarungen zwischen der PALFINGER AG und ihren Vorstands- und Aufsichtsratsmitgliedern für den Fall eines öffentlichen Übernahmeangebots.
Salzburg, am 21. Jänner 2013
Der Vorstand
E.
DI Herbert ORTNER e.h.
Ing. Wolfgang PILZ e.h.
Mag. Christoph KAML e.h.
DI Martin ZEHNDER, MBA e.h.
$-5 -$
4. BESTÄTIGUNGSVERMERK*
Bericht zum Jahresabschluss
Wir haben den beigefügten Jahresabschluss der Palfinger AG, Salzburg, für das Geschäftsjahr vom 1. Jänner 2012 bis zum 31. Dezember 2012 unter Einbeziehung der Buchführung geprüft. Dieser Jahresabschluss umfasst die Bilanz zum 31. Dezember 2012, die Gewinn- und Verlustrechnung für das am 31. Dezember 2012 endende Geschäftsjahr sowie den Anhang.
Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und für die Buchführung
Die gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft sind für die Buchführung sowie für die Aufstellung eines Jahresabschlusses verantwortlich, der ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanzund Ertragslage der Gesellschaft in Übereinstimmung mit den österreichischen unternehmensrechtlichen Vorschriften vermittelt. Diese Verantwortung beinhaltet: Gestaltung, Umsetzung und Aufrechterhaltung eines internen Kontrollsystems, soweit dieses für die Aufstellung des Jahresabschlusses und die Vermittlung eines möglichst getreuen Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft von Bedeutung ist, damit dieser frei von wesentlichen Fehldarstellungen ist, sei es auf Grund von beabsichtigten oder unbeabsichtigten Fehlern; die Auswahl und Anwendung geeigneter Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden; die Vornahme von Schätzungen, die unter Berücksichtigung der gegebenen Rahmenbedingungen angemessen erscheinen.
Verantwortung des Abschlussprüfers und Beschreibung von Art und Umfang der gesetzlichen Abschlussprüfung
Unsere Verantwortung besteht in der Abgabe eines Prüfungsurteils zu diesem Jahresabschluss auf der Grundlage unserer Prüfung. Wir haben unsere Prüfung unter Beachtung der in Österreich geltenden gesetzlichen Vorschriften und Grundsätze ordnungsgemäßer Abschlussprüfung durchgeführt. Diese Grundsätze erfordern, dass wir die Standesregeln einhalten und die Prüfung so planen und durchführen, dass wir uns mit hinreichender Sicherheit ein Urteil darüber bilden können, ob der Jahresabschluss frei von wesentlichen Fehldarstellungen ist.
Eine Prüfung beinhaltet die Durchführung von Prüfungshandlungen zur Erlangung von Prüfungsnachweisen hinsichtlich der Beträge und sonstigen Angaben im Jahresabschluss. Die Auswahl der Prüfungshandlungen liegt im pflichtgemäßen Ermessen des Abschlussprüfers unter Berücksichtigung seiner Einschätzung des Risikos eines Auftretens wesentlicher Fehldarstellungen, sei es auf Grund von beabsichtigten oder unbeabsichtigten Fehlern. Bei der Vornahme dieser Risikoeinschätzung berücksichtigt der Abschlussprüfer das interne Kontrollsystem, soweit es für die Aufstellung des Jahresabschlusses und die Vermittlung eines möglichst getreuen Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft von Bedeutung ist, um unter Berücksichtigung der
$-6-$
Rahmenbedingungen geeignete Prüfungshandlungen festzulegen, nicht jedoch um ein Prüfungsurteil über die Wirksamkeit der internen Kontrollen der Gesellschaft abzugeben. Die Prüfung umfasst ferner die Beurteilung der Angemessenheit der angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden und der von den gesetzlichen Vertretern vorgenommenen wesentlichen Schätzungen sowie eine Würdigung der Gesamtaussage des Jahresabschlusses.
Wir sind der Auffassung, dass wir ausreichende und geeignete Prüfungsnachweise erlangt haben, sodass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unser Prüfungsurteil darstellt.
Prüfungsurteil
Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Auf Grund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss nach unserer Beurteilung den gesetzlichen Vorschriften sowie den ergänzenden Bestimmungen in der Satzung und vermittelt ein möglichst getreues Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2012 sowie der Ertragslage der Gesellschaft für das Geschäftsjahr vom 1. Jänner 2012 bis zum 31. Dezember 2012 in Übereinstimmung mit den österreichischen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung.
Aussagen zum Lagebericht
Der Lagebericht ist auf Grund der gesetzlichen Vorschriften darauf zu prüfen, ob er mit dem Jahresabschluss in Einklang steht und ob die sonstigen Angaben im Lagebericht nicht eine falsche Vorstellung von der Lage der Gesellschaft erwecken. Der Bestätigungsvermerk hat auch eine Aussage darüber zu enthalten, ob der Lagebericht mit dem Jahresabschluss in Einklang steht und ob die Angaben nach § 243a UGB zutreffen.
Der Lagebericht steht nach unserer Beurteilung in Einklang mit dem Jahresabschluss. Die Angaben gemäß § 243a UGB sind zutreffend.
Salzburg, am 21. Jänner 2013
Ernst & Young Wirtschaftsprüfungsgesellschaft m.b.H.
Dr. Anna Flotzinger eh Wirtschaftsprüferin ppa Mag. Elisabeth Völker eh Wirtschaftsprüferin
*) Bei Veröffentlichung oder Weitergabe des Jahresabschlusses in einer von der bestätigten (ungekürzten deutschsprachigen) Fassung abweichenden Form (zB verkürzte Fassung oder Übersetzung) darf ohne unsere Genehmigung weder der Bestätigungsvermerk zitiert noch auf unsere Prüfung verwiesen werden.
www.PALFINGER.AG
PALFINGER AG Franz-Wolfram-Scherer-StraSSe 24 5020 Salzburg Österreich