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OMV AG Earnings Release 2008

Aug 6, 2008

751_ir_2008-08-06_04a56c2b-73d9-492b-987a-f2c25115ba66.pdf

Earnings Release

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Bericht Jänner – Juni und Q2 2008

inkl. Konzernzwischenabschluss zum 30. Juni 2008

Erneut starkes Ergebnis in allen Bereichen; optimistischer Ausblick

6. August 2008 7:30 (MEZ)

Q1/08 Q2/08 Q2/07 U% in EUR Mio 1-6/08 1-6/07 U% 2007
795 951 562 69 Betriebserfolg (EBIT) 1.746 1.074 63 2.184
792 1.083 584 86 EBIT vor Sondereffekten 1.875 1.064 76 2.377
446 684 411 66 Periodenüberschuss nach Minderheiten 1.130 743 52 1.579
Periodenüberschuss vor Sondereffekten
444 741 435 71 nach Minderheiten 1.185 752 58 1.649
1,49 2,29 1,38 66 Ergebnis je Aktie in EUR 3,78 2,49 52 5,29
Ergebnis je Aktie vor Sondereffekten
1,49 2,48 1,46 70 in EUR 3,97 2,52 58 5,52
813 1.085 455 138 Cashflow aus der Betriebstätigkeit 1.898 1.126 69 2.066
n.a. Dividende je Aktie in EUR n.a. 1,25
  • X Starkes operatives Quartalsergebnis, mit einem EBIT vor Sondereffekten bei EUR 1.083 Mio (+86% verglichen zu Q2/07)
  • X Ergebnisse getrieben durch den Anstieg des EBIT vor Sondereffekten in E&P (+81%) sowie in R&M (+140%); Petrom Gesamtbeitrag lag bei EUR 361 Mio (+109%)
  • X Periodenüberschuss vor Sondereffekten nach Minderheiten bei EUR 741 Mio (+71%); Ergebnis je Aktie vor Sondereffekten auf EUR 2,48 gestiegen
  • X Ausblick 2008: Wir erwarten wieder ein robustes Ergebnis gestützt durch neue Feldentwicklungen in E&P, Verbesserungen durch die Optimierung in R&M, die weitere Expansion des internationalen Gasgeschäfts wie auch des Logistikgeschäfts und durch die Fortsetzung der Modernisierung von Petrom

Wolfgang Ruttenstorfer, OMV Generaldirektor:

"Wir freuen uns über den kontinuierlichen Fortschritt den OMV erzielt, sichtbar in allen Bereichen durch stärkere Ergebnisse in den ersten sechs Monaten verglichen zum Vorjahr. Speziell in Exploration und Produktion ist das Umfeld weiterhin sehr vorteilhaft und auch Petrom trug erneut erheblich zum Konzernergebnis bei. Unser breit aufgestelltes E&P-Portfolio unterstreicht unsere Stärke, vor allem auch die neuen Entwicklungen in Neuseeland, Kasachstan, Jemen und Österreich, die im zweiten Halbjahr die Produktion aufnehmen werden. Für die Zukunft erwarten wir weiterhin hohe Ölpreise, wenngleich unter dem Rekordniveau des ersten Halbjahrs. Unsere Raffineriemargen hingegen werden auch zukünftig durch die hohen Rohölkosten negativ beeinflusst. Neue Produktionsmengen in E&P, zusammen mit den fortschreitenden Optimierungsmaßnahmen bei Petrom, sollten dieser Entwicklung jedoch entgegenwirken. Auch in Zukunft werden wir die erheblichen Cashflows, die der Konzern erzielt, in die weitere Entwicklung und das Wachstum unseres hochwertigen Portfolios investieren."

Inhalt

2 Lagebericht 2 Ergebnisse auf einen Blick
(ungeprüft) 3 Bedeutende Ereignisse
3 Ausblick
4 Auf einen Blick
5 Geschäftsbereiche 5 Exploration und Produktion
7 Raffinerien und Marketing
9 Gas und Power
  • 11| Konzernzwischenabschluss und Konzernanhang (ungeprüft)
  • 12| Gewinn- und Verlustrechnung
  • 14| Bilanz, Investitionen und Gearing
  • 16| Cashflow
  • 17| Entwicklung d. Konzerneigenkapitals
  • 18| Primäre Segmentberichterstattung
  • 19| Ergänzende Angaben

20| Erklärung des Vorstands 21| Weitere Informationen

Ergebnisse auf einen Blick

Zweites Quartal 2008 (Q2/08)

In Q2/08 herrschte für OMV wieder ein günstiges Ölpreisumfeld. Der schwache USD wurde durch den stetig steigenden Brent-Preis, der das Niveau von Q2/07 um 76% übertraf, mehr als kompensiert. Die OMV Referenz-Raffineriemarge lag hingegen unter dem Niveau von Q2/07. Das Konzern-EBIT von EUR 951 Mio stieg um 69% gegenüber Q2/07. Der EBIT-Beitrag von Petrom lag bei EUR 235 Mio. Das Finanzergebnis übertraf das Niveau von Q2/07 und reflektiert das bessere Dividenden-Ergebnis. Der Periodenüberschuss nach Minderheiten von EUR 684 Mio lag um 66% über dem Vorjahrsniveau. Das EBIT vor Sondereffekten stieg um 86% auf EUR 1.083 Mio nach Abzug von Netto-Sonderaufwendungen von EUR 132 Mio – vor allem aus Rückstellungen für Rechtsstreitigkeiten in Rumänien. Der Beitrag von Petrom zum EBIT vor Sondereffekten stieg um 109% auf EUR 361 Mio. Der Periodenüberschuss nach Minderheiten vor Sondereffekten betrug EUR 741 Mio; das bereinigte Ergebnis je Aktie nach Minderheiten lag bei EUR 2,48, um 70% höher als in Q2/07.

Im Bereich Exploration und Produktion (E&P) stieg das EBIT vor Sondereffekten verglichen zu Q2/07, trotz des negativen Einflusses des USD-Wechselkurses, um 81% auf

EUR 812 Mio und reflektiert im Wesentlichen die vorteilhafte Ölpreisentwicklung. Die Öl- und Gasproduktion des Konzerns lag mit 310.000 boe/d um 4% unter dem Niveau von Q2/07.

Im Bereich Raffinerien und Marketing (R&M) lag das EBIT vor Sondereffekten mit EUR 256 Mio um 140% über dem Niveau von Q2/07. Der hohe Ölpreis hatte einerseits einen negativen Effekt auf die Kosten des Eigenenergieverbrauchs in den Raffinerien, andererseits wurden dadurch aber auch erhebliche positive Lagereffekte erzielt. Auf Grund höherer Absatzmengen sowie eines starken Non-Oil-Geschäfts ist der Beitrag des Marketinggeschäfts deutlich angestiegen.

Im Bereich Gas und Power (G&P) stieg das EBIT vor Sondereffekten um 3% auf EUR 43 Mio, hauptsächlich durch den starken Beitrag des Logistikgeschäfts, das von einem Anstieg der vermarkteten Transportmengen und der Vollkonsolidierung der Betreibergesellschaft der WAG Pipeline profitierte. Zudem war das Speichergeschäft von einer stabilen Nachfrage geprägt. Der Bereich Marketing und Trading wurde durch schwierige Marktverhältnisse und das regulative Umfeld belastet.

Jänner – Juni 2008 (1-6/08)

In 1-6/08 lag der durchschnittliche Brent-Preis in USD um 73% über dem Niveau von 1-6/07. Der Konzern erzielte ein starkes Gesamtergebnis, wobei EBIT und Periodenüberschuss das Vorjahrsniveau deutlich übertrafen. Das Konzern-EBIT von EUR 1.746 Mio stieg um 63% gegenüber 1-6/07. Der EBIT-Beitrag von Petrom erhöhte sich um 67% auf EUR 512 Mio. Das Finanzergebnis ging vor allem auf Grund eines höheren Nettozinsaufwands zurück. Der Periodenüberschuss nach Minderheiten von EUR 1.130 Mio lag um 52% über dem Vorjahrsniveau. Das EBIT vor Sondereffekten stieg um 76% auf EUR 1.875 Mio nach Abzug eines Netto-Sonderaufwands vor allem für Personalkosten und Rückstellungen für Rechtsstreitigkeiten. Der Beitrag von Petrom zum EBIT vor Sondereffekten stieg um 118% auf EUR 635 Mio. Der Periodenüberschuss nach Minderheiten vor Sondereffekten betrug EUR 1.185 Mio; das bereinigte Ergebnis je Aktie nach Minderheiten lag bei EUR 3,97, um 58% höher als in 1-6/07.

In E&P stieg das EBIT vor Sondereffekten trotz niedrigerer Produktionsmengen und einer nachteiligen Wechselkursentwicklung im Wesentlichen auf Grund des höheren Preisniveaus und höherer Verkaufsmengen verglichen zu 1-6/07 um 78%. Die Öl- und Gasproduktion des Konzerns lag mit 316.000 boe/d um 2% unter 1-6/07.

In R&M lag das EBIT vor Sondereffekten um 118% über dem Niveau von 1-6/07. Vor allem positive Lagereffekte in den Raffinerien als Folge des Ölpreisanstiegs, sowie Fortschritte in Marketing konnten ein schwächeres Petrochemie-Ergebnis West mehr als kompensieren.

In G&P stieg das EBIT vor Sondereffekten um 8% hauptsächlich durch den starken Beitrag des Logistikgeschäfts, welches durch die erhöhte Speicherauslastung und einem Anstieg der vermarkteten Transportmengen, wie auch durch die Konsolidierung der Baumgarten-Oberkappel Gasleitungsgesellschaft mbH unterstützt wurde.

Bedeutende Ereignisse in Q2/08

Nach der Hauptversammlung von MOL am 23. April gab OMV bekannt, die Beschlüsse der MOL Hauptversammlung anzufechten.

Am 25. April erwarb OMV als Betriebsführer 80% an einer Offshore-Explorationslizenz in Tunesien. Der 6.500 km² große Block liegt ca. 30 km nördlich des Felds Asthart.

Die OMV Hauptversammlung am 14. Mai genehmigte eine Dividende von EUR 1,25 pro Aktie. Auf Grund des Ausscheidens zweier Aufsichtsratsmitglieder wählte die Hauptversammlung Alyazia Al Kuwaiti und Mohamed Al Khaja als neue Mitglieder in den Aufsichtsrat.

Am 28. Mai unterzeichnete OMV eine dreijährige syndizierte revolvierende Kreditlinie über EUR 1,5 Mrd. Eine mögliche Inanspruchnahme dient der allgemeinen Unternehmensfinanzierung.

Am 29. Mai gab das Nabucco Konsortium eine Aktualisierung der erwarteten Investitionskosten für die Nabucco Pipeline, basierend auf einer aktuellen Marktstudie, bekannt. Es wird erwartet, dass die Projekt-Investitionskosten, die das derzeitige Marktumfeld reflektieren, rund EUR 7,9 Mrd betragen.

OMV und Petrom veranstalteten vom 2. bis 3. Juni einen Site Visit in Bukarest und der Raffinerie Petrobrazi sowie einigen Ölfeldern. Rund 65 institutionelle Investoren und Analysten erhielten ein Update über die fortschreitende Restrukturierung und Modernisierung von Petrom.

OMV erhielt am 23. Juni eine weitere Explorationslizenz in Norwegen. Die neue Lizenz, an der OMV 30% hält, befindet sich in der norwegischen Nordsee. Die Partner im Konsortium sind Talisman als Betriebsführer und DONG.

Ausblick 2008

Wir erwarten, dass die wichtigsten Marktparameter wie Ölpreis, Raffineriemargen und USD-Kurs in 2008 weiterhin eine sehr hohe Volatilität aufweisen werden. Der durchschnittliche Rohölpreis und der Preisunterschied zwischen den Urals- und Brent-Notierungen sollten in 2008 über dem Niveau von 2007 liegen. Bezüglich des durchschnittlichen USD/EUR-Kurses erwarten wir eine Fortsetzung der Abwertungstendenz des USD gegenüber dem Jahresendniveau von 2007. Weiters erwarten wir eine Abschwächung des RON gegenüber dem EUR bei einer relativ stabilen Entwicklung gegenüber dem USD. Die OMV Referenz-Raffineriemarge 2008 wird, vor allem auf Grund der rohölpreisbedingten hohen Eigenenergieverbrauch-Aufwendungen, etwas unter dem Niveau des Vorjahrs gesehen.

Der Rückgang in der E&P-Produktionsmenge durch Instandhaltungsstillstände in Großbritannien und in Österreich und durch geringere Gasproduktionsmengen in Rumänien in 1-6/08 sollte im zweiten Halbjahr weitgehend durch neue Feldentwicklungen in Neuseeland, Kasachstan, Österreich, Libyen sowie im Jemen kompensiert werden. Die Modernisierung der Förderanlagen in Rumänien wird fortgesetzt, ebenso soll die Effizienz der Produktionsprozesse weiter gesteigert werden. Eine der Kerninitiativen in 2008 wird die Integration der Ölservice-Aktivitäten von Petromservice sein. Die durch den Ölpreis getriebene Kosteninflation der Ölindustrie wird auch in 2008 anhalten. Die Modernisierungsprogramme bei Petrom und die konzernweiten Kostensenkungsinitiativen sollten diesen Trend jedoch abschwächen. Im Juli 2008 wurden die Verträge für die Blöcke NC115 und NC186 in Libyen verlängert und auf den Vertragstyp EPSA IV geändert. Die Verträge sind rückwirkend mit Jänner 2008 wirksam. Daher wird OMV den Produktionsausweis für NC115 beginnend mit 1. August 2008 anpassen und auf vorsteuerlicher Basis berichten. Für den Block NC186 erfolgte diese Umstellung bereits in Q4/06. In Summe haben diese Vertragsänderungen kaum einen Einfluss auf das operative Ergebnis, erhöhen aber die Konzernsteuerrate und führen daher zu einem geringeren Jahresüberschuss. Die Erwartung für das Produktionsniveau in Libyen sollte sich dadurch jedoch nicht ändern, zudem führt die Erweiterung des vertraglichen Zeitraums zu einer Erhöhung der Reserven.

In 2008 ist in R&M der Abschluss der Restrukturierung des Raffinerieverbunds Bayernoil vorgesehen. Dabei wurde die Raffinerie Neustadt im Frühling für rund einen Monat abgestellt und in Q3/08 wird der Standort Ingolstadt stillgelegt, wodurch sich die Raffineriekapazität von Bayernoil von 12 Mio t auf 10,3 Mio t (OMV Anteil: 45%) reduzieren wird. Die Effizienz des Raffinerieverbunds Bayernoil wird mit der Inbetriebnahme des neuen Hydro-Crackers, der eine Erhöhung des Anteils schweren Rohöls am Einsatzmix sowie einen verbesserten Produktenausstoss dank gesteigerter Mittel-Destillate und reduzierten Anteil an schweren Produkten ermöglicht, erhöht. Im derzeitigen Umfeld kann innerhalb von Petrom's Raffineriegeschäft die Raffinerie Arpechim die geforderte Rentabilität auf Grund des hohen Eigenenergieverbrauchs, einer nachteiligen Produktenausbeute sowie hoher Fixkosten nicht erzielen. Aus diesem Grund liegt der Investitionsschwerpunkt auf einer Sicherstellung der HSE-Compliance (Gesundheit, Sicherheit und Umweltschutz) und es stehen mehrere Optionen zur Reorganisation des Betriebs in Arpechim in Diskussion. Im Zuge des Planungsprozesses, von dem erwartet wird, dass er

mehrere Monate dauert, werden diese Optionen evaluiert. Nach Beendigung dieses Planungsprozesses werden mögliche Auswirkungen, inklusive potenzieller Abschreibungen, überdacht. Vor allem in den osteuropäischen EU-Ländern ist mit einer weiterhin steigenden Nachfrage nach Treibstoffen zu rechnen. Dadurch, und wegen der kontinuierlichen Qualitätssteigerung des Tankstellennetzes, sollten Absatzmengen und Non-Oil-Beitrag im Marketing leicht steigen.

Im Geschäftsbereich G&P wird Marketing und Trading den Fokus auf die Ausweitung der Handelsaktivitäten an internationalen Handelsplätzen sowie auf das Endkundengeschäft legen. Auf Grund der regulierten Marktpreise in Rumänien und der ansteigenden Gas-Importpreise bleiben die Margen unter Druck. Für das Nabucco Projekt ist für 2008 ein Open Season Prozess geplant, der zum Abschluss von ersten Transportverträgen führen soll. Dies wird die Basis der endgültigen Investitionsentscheidung darstellen. Die Fertigstellung der Machbarkeitsstudien für das Adria LNG-Projekt wird für 2008 erwartet. Der Baubeginn des

Gaskraftwerks Petrobrazi in Rumänien markiert einen Meilenstein in 2008. Weitere Kraftwerksprojekte werden evaluiert. OMV hat in Q3/08 die Beteiligung an der Oberösterreichischen Ferngas AG restrukturiert. Das Transport- und Verteilnetz wurde abgespalten und an die bestehenden Partner verkauft. Im Gegenzug hat sich der OMV Anteil an der verbleibenden Gesellschaft, die einen Anteil von 13,55% an der EconGas GmbH hält, auf 65% erhöht.

Auf Grund unserer herausfordernden, organischen Wachstumsziele, der weiteren Modernisierung der Petrom Aktivitäten und des steigenden Kostenniveaus in der Ölindustrie planen wir durchschnittliche Investitionen von rund EUR 3 Mrd pro Jahr bis 2010 (exklusive Akquisitionen und der libyschen Vertragerneuerungseffekte). Alle Investitionsentscheidungen basieren auf wertorientierten Kennzahlen. Dies ist eine Voraussetzung zur Erreichung unseres Ziels, einen ROACE von 13% über einen Geschäftszyklus mit durchschnittlichen Marktindikatoren zu erreichen.

Auf einen Blick

Q1/08 Q2/08 Q2/07 U% in EUR Mio 1-6/08 1-6/07 U% 2007
5.955 6.965 4.581 52 Umsatz 1) 12.919 9.176 41 20.042
679 752 442 70 EBIT E&P 1.431 863 66 1.933
43 200 94 113 EBIT R&M 243 123 98 84
88 27 42 -36 EBIT G&P 115 121 -5 244
-15 -28 -16 79 EBIT Konzernbereich und Sonstiges -43 -33 33 -77
795 951 562 69 EBIT 1.746 1.074 63 2.184
679 812 448 81 EBIT vor Sondereffekten E&P 2) 1.491 837 78 1.978
40 256 107 140 EBIT vor Sondereffekten R&M 2) 296 136 118 224
88 43 42 3 EBIT vor Sondereffekten G&P 2) 131 121 8 250
EBIT vor Sondereffekten
-15 -28 -14 104 Konzernbereich und Sonstiges 2) -43 -31 42 -76
792 1.083 584 86 EBIT vor Sondereffekten 2) 1.875 1.064 76 2.377
Ergebnis der gewöhnlichen
773 1.044 628 66 Geschäftstätigkeit 1.817 1.173 55 2.412
566 782 481 63 Periodenüberschuss 1.348 882 53 1.843
446 684 411 66 Periodenüberschuss nach Minderheiten 1.130 743 52 1.579
444 741 435 71 Periodenüberschuss vor Sondereffekten
nach Minderheiten 2)
1.185 752 58 1.649
1,49 2,29 1,38 66 Ergebnis je Aktie (EPS) in EUR 3,78 2,49 52 5,29
1,49 2,48 1,46 70 EPS vor Sondereffekten in EUR 2) 3,97 2,52 58 5,52
813 1.085 455 138 Cashflow aus der Betriebstätigkeit 1.898 1.126 69 2.066
2,72 3,63 1,52 138 Cashflow je Aktie (CFPS) in EUR 6,35 3,77 68 6,92
2.497 2.628 1.823 44 Nettoverschuldung 2.628 1.823 44 2.453
24 24 18 37 Verschuldungsgrad in % 24 18 37 24
815 765 1.561 -51 Investitionen 1.580 2.088 -24 4.118
n.a. Dividende je Aktie n.a. 1,25
n.a. ROfA (%) 35 26 35 25
n.a. ROACE (%) 20 16 30 16
n.a. ROE (%) 26 18 40 19
42.727 41.957 37.910 11 OMV Mitarbeiteranzahl 41.957 37.910 11 33.665
37.230 36.319 32.557 12 davon Petrom Gruppe 36.319 32.557 12 28.233

1) Umsätze exklusive Mineralölsteuer

Bereinigt um einmalige Sondereffekte 2)

Exploration und Produktion (E&P)

Q1/08 Q2/08 Q2/07 U% in EUR Mio 1-6/08 1-6/07 U% 2007
1.181 1.404 987 42 Umsatz 2.585 1.879 38 4.247
679 752 442 70 EBIT 1.431 863 66 1.933
-60 -7 n.m. Sondereffekte -60 25 n.m. -45
679 812 448 81 EBIT vor Sondereffekten 1.491 837 78 1.978
Q1/08 Q2/08 Q2/07 U% Operative Kennzahlen 1-6/08 1-6/07 U% 2007
29,3 28,3 29,3 -4 Gesamtproduktion in Mio boe 57,5 58,3 -2 117,2
322.000 310.000 322.000 -4 Gesamtproduktion in boe/d 316.000 322.000 -2 321.000
15,2 14,9 14,9 0 Rohöl- und NGL-Produktion in Mio bbl 30,1 29,4 2 59,8
79,1 74,5 80,7 -8 Erdgasproduktion in bcf 153,6 162,1 -5 321,6
96,71 121,18 68,75 76 Durchschnittlicher Brent-Preis in
USD/bbl
109,05 63,21 73 72,39
Durchschnittlicher realisierter Rohölpreis
89,71 111,62 62,20 79 in USD/bbl 100,78 57,02 77 66,27
58,26 81,74 52,10 57 Explorationsausgaben in EUR Mio 140,01 90,57 55 331,29
26,79 82,74 39,84 108 Explorationsaufwand in EUR Mio 109,54 57,18 92 221,20
13,50 14,68 12,82 15 Produktionskosten in USD/boe 14,08 12,50 13 13,19

Davon Petrom Gruppe (oben inkludiert)

Q1/08 Q2/08 Q2/07 U% in EUR Mio 1-6/08 1-6/07 U% 2007
289 266 198 34 EBIT 555 389 43 806
-65 0 n.m. Sondereffekte -65 18 n.m. -21
289 332 198 67 EBIT vor Sondereffekten 620 370 67 826
Q1/08 Q2/08 Q2/07 U% Operative Kennzahlen 1-6/08 1-6/07 U% 2007
198.000 194.000 196.000 -1 Gesamtproduktion in boe/d 196.000 199.000 -2 197.000
8,5 8,5 8,5 1 Rohöl- und NGL-Produktion in Mio bbl 17,1 16,9 1 34,0
1,5 1,4 1,4 -3 Erdgasproduktion in Mrd m3 1) 2,9 2,9 -3 5,8
93,00 117,24 65,30 80 Durchschnittl. Urals-Preis in USD/bbl 105,22 59,74 76 69,38
Durchschnittlicher realisierter Rohölpreis
84,87 104,84 59,29 77 in USD/bbl 94,87 54,12 75 62,43
Regulierter Inlandsgaspreis für
197,47 211,71 187,07 13 Produzenten in USD/1.000 m³ 204,49 170 20 183,98
17,29 18,99 16,66 14 Produktionskosten in USD/boe 18,13 16,08 13 17,03

1)Werte in Mrd m³ berichtet, da rumänische Gaspreise auf 1.000 m³ basieren

Zweites Quartal 2008 (Q2/08)

  • X Starke Ergebnisse getrieben durch hohe Ölpreise; Belastung durch schwachen USD
  • X Niedrigere Produktionsmengen verglichen zu Q2/07, auf Grund von Stillständen in Österreich und Großbritannien sowie technischen Schwierigkeiten in Folge des hohen Gasleitungsdrucks in Rumänien; Gesamtverkaufsmengen hingegen erhöhten sich
  • X OPEX in USD/boe von Fremdwährungseffekten und Kosteninflation belastet

Trotz des schwachen USD-Wechselkurses zum EUR stieg der Bereichsumsatz im Vergleich zu Q2/07, hauptsächlich auf Grund höherer Liftings und des günstigen Ölpreisumfelds, signifikant an. Der Rohölpreis Brent in USD stieg im

Vergleich zu Q2/07 um 76% und der durchschnittlich realisierte Rohölpreis des Konzerns erhöhte sich sogar um 79% auf USD 111,62/bbl. Die Notierung für Urals, des Referenzölpreises für Rumänien, stieg um 80%. Die Differenz zwischen dem Brent-Preis und dem realisierten Rohölpreis stieg in Q2/08 auf USD 9,6/bbl (Q2/07: USD 6,6/bbl). Der durchschnittlich im Konzern erzielte Gaspreis in EUR lag um 9% über dem des Q2/07 und spiegelt die allgemeinen Gaspreiserhöhungen wider. In Q2/08 trug Petrom RON 22 Mio (EUR 6 Mio) zum eingerichteten Gasfonds bei, was den Gaspreisanstieg in 2008 widerspiegelt.

Das EBIT stieg im Vergleich zu Q2/07 trotz geringerer Produktionsmengen in Österreich, Großbritannien und Rumänien, die durch höhere Volumen in Libyen, Kasachstan sowie im Jemen nicht kompensiert werden konnten, um 70%. Die positiven Effekte des günstigen Ölpreisumfelds konnten negative Wechselkursauswirkungen sowie einen höheren Explorationsaufwand mehr als ausgleichen. Während der schwache USD die Ölumsätze negativ beeinflusste, wirkte sich der verglichen zu Q2/07 schwächere RON (im Vergleich zum EUR) positiv auf die in RON gebuchten, aber in EUR ausgewiesenen Kosten aus. Hingegen wirkte sich die Abschwächung des RON negativ auf die Gaspreise in EUR aus, da diese in RON festgesetzt werden. Das EBIT vor Sondereffekten lag um 81% über dem Vorjahrswert und exkludiert Netto-Sonderaufwendungen in Höhe von EUR 60 Mio für weitere Rückstellungen für Rechtsstreitigkeiten in Rumänien in Bezug auf Bonuszahlungen für Mitarbeiter, die nur teilweise durch Buchgewinne aus dem Verkauf des Ölfelds Dunlin in Großbritannien und nicht zum Kerngeschäft erforderlicher Assets in Rumänien kompensiert werden konnten.

Die Produktionskosten exkl. Lizenzgebühren (OPEX) in USD/boe stiegen im Vergleich zu Q2/07 um 15%. Die OPEX/boe von Petrom erhöhten sich auf Grund niedrigerer Produktionsmengen, höherer Elektrizitätskosten und der ungünstigen Wechselkursentwicklung (der RON stieg im Vergleich zum USD um 4%) um 14%.

Die Explorationsausgaben stiegen im Vergleich zu Q2/07 um 57% und betrugen EUR 82 Mio. Ausschlaggebend waren verstärkte Explorationsaktivitäten in Österreich, Tunesien und Großbritannien. Die tägliche Gesamtproduktion von Erdöl, NGL und Erdgas sank im Vergleich zu Q2/07 auf 310.000 boe, hauptsächlich wegen eines geplanten Stillstands in Schiehallion (Großbritannien) und eines Stillstands in Folge von Modernisierungsarbeiten an der Sauergasanlage in Aderklaa (Österreich). Die Gasproduktion in Rumänien wurde durch den hohen Druck in den lokalen Gasleitungen, der den Zugang zum System erschwert (im Versorgungssystem von Petrom herrscht ein niedrigerer Druck), negativ beeinflusst. Die Erdöl- und NGL-Produktion lag auf dem Niveau von Q2/07. Im Zuge des Erneuerungsprogramms für Ölsonden zur Reduzierung von Wartungsstillständen wurden in Q2/08 858 Bohrsonden modernisiert (in Summe 3.537 seit Beginn des Programms in 2007). Das Habban-Ölfeld im Jemen fördert schrittweise höhere Mengen. Die Erdgasproduktion sank im Vergleich zu Q2/07 um 8%, vor allem wegen niedrigerer Gasmengen in Rumänien und Österreich. Die Gesamtverkaufsmenge hingegen, stieg trotz niedrigerer Produktionsmengen.

Verglichen zu Q1/08 ist das EBIT vor Sondereffekten um 20% gestiegen, hauptsächlich auf Grund höherer Ölpreise, trotz gestiegener OPEX, höherer Explorationsaufwendungen sowie negativer Wechselkurseffekte. Der RON-Wechselkurs zum EUR blieb auf ähnlichem Niveau wie in Q1/08. Während der Brent-Preis um USD 24,5/bbl stieg, erhöhte sich der realisierte Rohölpreis des Konzerns um USD 21,9/bbl, was den höheren Urals-Abschlag (vs. Brent) widerspiegelt. Die Öl- und Gasproduktion des Konzerns lag unter Q1/08, vor allem auf Grund der Stillstände. In Rumänien lag die Produktion trotz stabiler Ölproduktion auf Grund niedrigerer Gasmengen leicht unter Q1/08.

Jänner – Juni 2008 (1-6/08)

Der Bereichsumsatz stieg auf Grund höherer Preisniveaus und höherer Verkaufsmengen, trotz schwächerer USD-Wechselkurse, signifikant an. Während der Rohölpreis Brent im Vergleich zu 1-6/07 um 73% anstieg, erhöhte sich der durchschnittlich realisierte Rohölpreis des Konzerns sogar um 77% auf USD 100,78/bbl. Der durchschnittlich im Konzern erzielte Gaspreis stieg um 14% und spiegelt die allgemeinen Gaspreiserhöhungen wider. Die Steigerung des regulierten Inlandsgaspreises für Produzenten in Rumänien in 2008 schlägt sich nicht nieder, da diese dem Gasfonds gewidmet wird. Das EBIT stieg im Vergleich zu 1-6/07, trotz niedriger Produktionsmengen und negativer Wechselkurswirkungen, vor allem auf Grund wesentlich höherer Preise, um 66%. Das EBIT beinhaltet die oben erwähnten Netto-Sonderaufwendungen in Höhe von EUR 60 Mio. Das EBIT vor Sondereffekten lag um 78% über dem Vorjahrswert. Die Produktionskosten exkl. Lizenzgebühren (OPEX) in USD/boe stiegen im Vergleich zu 1-6/07 um 13%. Die

OPEX von Petrom erhöhten sich auf Grund des Wechselkurseinflusses (der RON stieg im Vergleich zum USD um 4%) und der negativen Wirkung der niedrigen Produktionsmenge auf die Kosten pro Fass um 13%. Die Explorationsausgaben waren um 55% höher als in 1-6/07, vor allem durch die Steigerung der Aktivitäten von Petrom (1-6/08: EUR 63 Mio), in Österreich, Großbritannien und Tunesien.

Die Gesamtproduktion von Erdöl, NGL und Erdgas sank in Folge niedrigerer Produktionsmengen in Österreich, von Petrom und in Großbritannien um 2%. Die Erdöl- und NGL-Produktion lag vor allem auf Grund höherer Produktionsmengen in Libyen, Jemen und Tunesien um 2% über 1-6/07. Die Erdgasproduktion sank um 5%. Die Gasproduktionsmengen von Petrom wurden durch Wartungsarbeiten an sehr ertragreichen Bohrungen in Q1/08 sowie technische Schwierigkeiten auf Grund des Leitungsdrucks in Q2/08 belastet.

Q1/08 Q2/08 Q2/07 U% in EUR Mio 1-6/08 1-6/07 U% 2007
4.705 6.047 3.851 57 Umsatz 10.751 7.350 46 16.312
43 200 94 113 EBIT 243 123 98 84
5 1 25 -95 davon Petrochemie 6 65 -91 63
3 -56 -13 n.m. Sondereffekte -53 -13 n.m. -140
40 256 107 140 EBIT vor Sondereffekten 296 136 118 224
Q1/08 Q2/08 Q2/07 U% Operative Kennzahlen 1-6/08 1-6/07 U% 2007
OMV Referenz-Raffineriemarge in
4,24 6,76 7,06 -4 USD/bbl 5,53 6,15 -10 5,15
5,99 5,83 5,22 12 Raffinerieeinsatz in Mio t 11,81 11,47 3 23,22
87 84 76 10 Raffinerie-Auslastungsgrad gesamt in % 85 84 1 85
Raffinerie-Verkaufsmenge gesamt in
5,36 5,75 5,23 10 Mio t 11,11 10,45 6 21,42
0,55 0,57 0,49 17 davon Petrochemie in Mio t 1,12 1,06 6 1,97
4,20 4,74 4,10 15 Verkaufsvolumen Marketing in Mio t 8,94 7,98 12 17,09
2.529 2.527 2.528 0 Tankstellenanzahl 2.527 2.528 0 2.538
Davon Petrom Gruppe (oben inkludiert)
Q1/08 Q2/08 Q2/07 U% in EUR Mio 1-6/08 1-6/07 U% 2007
-23 -8 -40 -81 EBIT -30 -113 -73 -274
3 -44 -2 n.m. Sondereffekte -41 -2 n.m. -101
-26 37 -37 n.m. EBIT vor Sondereffekten 11 -111 n.m. -173
Q1/08 Q2/08 Q2/07 U% Operative Kennzahlen 1-6/08 1-6/07 U% 2007
OMV Referenz-Raffineriemarge Ost in
0,65 1,12 6,52 -83 USD/bbl 0,90 5,45 -83 3,56
1,46 1,51 1,21 25 Gesamte Verarbeitungsmenge in Mio t 2,96 2,87 3 5,92
73 76 60 25 Raffinerie-Auslastungsgrad gesamt in % 75 72 3 74
1,25 1,48 1,08 37 Raffinerie-Verkaufsmenge in Mio t 2,73 2,39 14 5,33
0,09 0,09 0,08 6 davon Petrochemie in Mio t 0,17 0,17 1 0,36
1,20 1,42 1,04 37 Verkaufsmengen Marketing in Mio t 2,62 2,14 23 4,65
810 808 791 2 Tankstellenanzahl 808 791 2 807

Raffinerien West: Schwechat (Österreich), Burghausen und Bayernoil (Deutschland) Raffinerien Ost: Petrobrazi und Arpechim (Rumänien)

Zweites Quartal 2008 (Q2/08)

  • X Steigende Rohölpreise führten zu höheren Kosten des Eigenenergieverbrauchs, aber auch zu positiven Lagereffekten; OMV Referenz-Raffineriemarge West wurde von hohen Mitteldestillat-Spreads stark unterstützt
  • X Deutlich schwächeres Petrochemie-Geschäft West auf Grund des hohen Naphthapreises, der zu niedrigeren Margen und höheren Kosten des Eigenenergieverbrauchs führte
  • X Marketingergebnis profitierte von höheren Mengen bei ähnlichen Tankstellenmargen wie in Q2/07

Gestiegene Preisniveaus und Mengen führten zu einem um 57% höheren R&M-Bereichsumsatz verglichen zu Q2/07. Das EBIT vor Sondereffekten lag deutlich über Q2/07, was vor allem die positiven Lagereffekte in den Raffinerien sowie die gestiegenen Marketingmengen reflektierte. In Q2/08 wurden EUR 56 Mio an Sonderaufwand für Rechtsstreitigkeiten bei Petrom und Personalrestrukturierungen in den Raffinerien West verbucht, was in einem EBIT von EUR 200 Mio, 113% höher als in Q2/07, resultierte.

Das Raffinerie-EBIT vor Sondereffekten hat sich verglichen zu Q2/07 beinahe verdoppelt. Trotz einer in Summe schwächeren OMV Referenz-Raffineriemarge (die durch die USD-Schwäche weiter belastet war), stiegen die Raffinerie-Ergebnisse aus dem Fuelsgeschäft, unterstützt von einem stärkeren Beitrag von Petrom dank positiver Lagereffekte, einer weiteren Verbesserung des prozentuellen Anteils des Eigenenergieverbrauchs und höherer Verkaufsmengen, und kompensierten ein schwächeres Petrochemie-Ergebnis West. Eine, vor allem in Deutschland und Österreich, schwächere Entwicklung des Preisniveaus für Produkte wie Heizöl Schwer und Bitumen im Verhältnis zu Rotterdam, belastete das Ergebnis der Raffinerien West. Die OMV Referenz-Raffineriemarge West von USD 8,87/bbl wurde von höheren Mitteldestillat-Spreads getrieben – die Raffinerien West profitieren davon besonders, da sie etwa 50% an Mitteldestillaten in ihrer Produktenausbeute haben. Im Gegensatz dazu fiel die OMV Referenz-Raffineriemarge Ost drastisch auf USD 1,12/bbl, verglichen zu USD 6,52/bbl in Q2/07. Schwächere Spreads bei Benzin und schweren Produkten in Kombination mit den hohen Kosten des Eigenenergieverbrauchs (der in den OMV Referenz-Raffineriemargen, nicht aber in den von Reuters publizierten Margen NWE und Med Urals reflektiert ist) waren die Hauptgründe für diesen Rückgang. Nichtsdestotrotz verbesserte sich das EBIT vor Sondereffekten vor allem dank positiver Lagereffekte deutlich.

Die gesamte Kapazitätsauslastung lag mit 84% deutlich über Q2/07, welches durch Stillstände in Schwechat, Burghausen und Arpechim beeinträchtigt war. In Q2/08, hatte die Bayernoil Raffinerie Neustadt einen geplanten vierwöchigen Wartungsstillstand. Die Kapazitätsauslastung der Raffinerien Ost lag bei 76% (vs. 60% in Q2/07). Vor allem auf Grund höherer lokaler Heizölverkäufe, die in Q2/07 auf sehr niedrigem Niveau lagen, stiegen die Raffinerie-Verkaufsmengen um 10% vs. Q2/07.

Das Petrochemie-Ergebnis West (exklusive Petrom) lag vor allem auf Grund 28% höherer Naphthapreise, die auch die Kosten des Eigenenergieverbrauchs erhöhten, deutlich unter Q2/07. Die Petrochemie-Verkaufsmengen West (exklusive Petrom) stiegen verglichen zu Q2/07 um 19%, und spiegelten die in Q4/07 getätigte Kapazitätserhöhung in Burghausen wider.

Das Marketingergebnis lag vor allem dank höherer Mengen und eines starken Non-Oil-Geschäfts deutlich über Q2/07. Während sich die Kundenmargen in Summe verbesserten, blieben die Tankstellenmargen des Konzerns auf gleichem Niveau wie in Q2/07. Die Marketingmengen stiegen um 15% verglichen zu Q2/07, unterstützt von höheren Tankstellen- und Kundenverkäufen, nachdem die Heizölverkäufe in Q2/07 auf einem niedrigen Niveau lagen. Das verbesserte Tankstellen-Management sowie die höhere Nachfrage führten zu deutlich höheren Verkaufsmengen bei den Petrom Tankstellen. Per 30. Juni 2008 lag die Tankstellenanzahl des Konzerns auf gleichem Niveau wie am Ende von Q2/07. Im Rahmen der Strategie das Non-Oil-Geschäft zu stärken, wurde die Anzahl der VIVA Shops von 957 per Ende Q2/07 auf 1.006 per Ende Q2/08 erhöht.

Verglichen zu Q1/08 gab es einen deutlichen Anstieg beim Raffinerie-EBIT vor Sondereffekten. Trotz des nachteiligen Effekts des hohen Ölpreises auf die Kosten des Eigenenergieverbrauchs (welcher auch in den OMV Referenz-Raffineriemargen reflektiert ist), stiegen die Raffineriemargen verglichen zu Q1/08 dank höherer Mitteldestillat-Spreads. Im Raffinerie-Geschäft wurden deutlich höhere positive Lagereffekte als in Q1/08 erzielt. Im Petrochemie-Geschäft haben hohe Naphthapreise die Kosten des Eigenenergieverbrauchs belastet. Zusammen mit niedrigeren Petrochemiemargen führte dies dazu, dass das Petrochemie-Ergebnis West deutlich unter dem Niveau von Q1/08 lag. Unterstützt von einem positiven Mengeneffekt durch den saisonalbedingten Nachfrageanstieg, war das Marketinggeschäft – auch dank eines besseren Non-Oil-Geschäfts – deutlich stärker als in Q1/08.

Jänner – Juni 2008 (1-6/08)

Der R&M-Bereichsumsatz stieg vor allem auf Grund höherer Preisniveaus und Mengen um 46%.

Trotz eines deutlich schwächeren Petrochemie-Umfelds, lag das R&M-EBIT vor allem dank positiver Lagereffekte bei den Raffinerien und Verbesserungen im Marketinggeschäft klar über dem des Vorjahrs. Das EBIT vor Sondereffekten hat sich verglichen zu 1-6/07 mehr als verdoppelt und exkludiert vor allem die oben erwähnten Sonderaufwendungen.

Das Raffinerie-Ergebnis stieg verglichen zu 1-6/07 deutlich. Positive Lagereffekte und höhere Mengen konnten die Auswirkungen des starken Rückgangs der OMV Referenz-Raffineriemarge in EUR mehr als kompensieren. Die OMV Referenz-Raffineriemarge Ost, welche den hohen Eigenenergieverbrauch in der Kalkulation beinhaltet, litt besonders unter dem hohen Ölpreisumfeld. Auf Grund der geringeren, stillstandbedingten Beeinflussung verglichen zu

1-6/07, stieg die gesamte Kapazitätsauslastung auf 85%. Die Raffinerie-Verkaufsmengen stiegen um 6%.

Das Petrochemie-Ergebnis West (exklusive Petrom) konnte das exzellente Niveau von 1-6/07 vor allem wegen niedrigerer Margen und der hohen Kosten für den Eigenenergieverbrauch nicht erreichen. Die Petrochemie-

Verkaufsmengen West (exklusive Petrom) stiegen verglichen zu 1-6/07 um 7%, und spiegelten die Kapazitätserhöhung in Burghausen wider.

Das Marketingergebnis lag deutlich über dem Niveau von 1-6/07. Während die Tankstellenmargen in Summe gleich blieben, stiegen die Kundenmargen um 12% an, nachdem sie in 1-6/07 auf einem vor allem bei Diesel und heimischem Heizöl sehr niedrigen Niveau lagen. Sowohl die Tankstellen- als auch die Kundenmengen zeigten bei Petrom und den restlichen Märkten von OMV einen positiven Trend.

Gas und Power (G&P)

Q1/08 Q2/08 Q2/07 U% in EUR Mio 1-6/08 1-6/07 U% 2007
1.061 735 573 28 Umsatz 1.797 1.462 23 3.096
88 27 42 -36 EBIT 115 121 -5 244
1 -17 0 n.m. Sondereffekte -16 0 n.m. -7
88 43 42 3 EBIT vor Sondereffekten 131 121 8 250
Q1/08 Q2/08 Q2/07 U% Operative Kennzahlen 1-6/08 1-6/07 U% 2007
4,07 2,56 2,59 -1 Verkaufsmengen Erdgas in Mrd m3 6,63 6,55 1 13,07
Durchschnittlich verkaufte
784.624 799.012 742.341 8 Speicherkapazität m3
/h
791.818 773.307 2 771.286

Davon Petrom Gruppe (oben inkludiert)

Q1/08 Q2/08 Q2/07 U% in EUR Mio 1-6/08 1-6/07 U% 2007
16 -13 12 n.m. EBIT 3 31 -90 49
1 -16 0 n.m. Sondereffekte -16 0 n.m. -6
16 3 12 -75 EBIT vor Sondereffekten 19 31 -39 55
Q1/08 Q2/08 Q2/07 U% Operative Kennzahlen 1-6/08 1-6/07 U% 2007
370 370 275 35 Importpreis in USD/1.000 m³ 370 288 29 293
Regulierte Erdgaspreis für Produzenten
197 212 187 13 in USD/1.000 m³ 204 170 20 184

Zweites Quartal 2008 (Q2/08)

  • X Saisonalbedingt niedrigere Verkaufsmengen und Ergebnisse in Marketing und Trading im Vergleich zu Q1/08
  • X Sehr starkes Ergebnis aus dem Speicher- und Transportgeschäft im Vergleich zu Q2/07

X Wartungsarbeiten bei Doljchim belasteten Verkaufsmengen und das Ergebnis

Das EBIT lag in Folge von Wartungsarbeiten und außerplanmäßigen Abschreibungen bei Doljchim bzw. Rückstellungen für Rechtsstreitigkeiten bei Petrom um 36% unter dem Niveau von Q2/07. Das EBIT vor Sondereffekten lag hingegen um 3% über Q2/07. Während das Logistikgeschäft eine signifikante Ergebnisverbesserung erzielte, wirkten sich das regulative Umfeld und die begrenzten Möglichkeiten für kurzfristige Optimierungen im Geschäftsfeld Gas Supply, Marketing und Trading im Vergleich zu Q2/07 negativ aus.

Das EBIT des Geschäftsfelds Gas Supply, Marketing und Trading wurde durch das regulative Umfeld bei hohen Importpreisen und stabilen regulierten Verkaufspreisen in Rumänien wie auch durch ein herausforderndes Marktumfeld in allen relevanten Märkten beeinträchtigt. Die gesamten Verkaufsmengen konnten im Vergleich zu Q2/07 trotz niedrigerer Absatzmengen von Petrom durch gesteigerte EconGas Mengen beinahe stabil gehalten werden.

Der 8%ige Mengenanstieg bei EconGas resultierte vor allem aus der Nachfrage der Kraftwerke und Weiterverteiler, hauptsächlich wegen niedrigerer Temperaturen in Q2/08 im

Vergleich zu Q2/07, was sich auch in der erhöhten Anzahl der Heizgradtage widerspiegelt. Der starke Wettbewerb und die derzeitige Situation an den internationalen Spotmärkten erhöhten den Druck auf das EBIT von EconGas (Q2/08: EUR 6 Mio; Q2/07: EUR 11 Mio).

Die Importverpflichtung in Rumänien (eine seit Q3/06 bestehende Auflage, einen bestimmten Prozentsatz an importiertem Gas an qualifizierte Kunden zu verkaufen) führte generell zu einer Belastung der Ergebnisse des Gasgeschäfts von Petrom. Während der Importpreis verglichen zu Q2/07 um 35% anstieg, erhöhte sich der für Petrom relevante regulierte Erdgaspreis für Produzenten um 13% auf USD 212/1.000 m3 (RON 495, d.h. 9%). Die Verkaufsmengen in Rumänien gingen im Vergleich zu Q2/07 um 7% zurück, da die Wetterbedingungen in Rumänien dieses Jahr keine erhöhte Nachfrage von Gas-Kraftwerken generierten, wie es in 2007 der Fall war. Die Mengenentwicklung wurde durch die Wartungsarbeiten bei der Düngemittelanlage Doljchim ebenfalls negativ beeinflusst. Zudem nahm die Gasproduktion in Rumänien um 3% ab und die eingespeicherten Gasmengen lagen über dem Niveau von Q2/07.

Das Transportgeschäft profitierte von höheren vermarkteten Transportmengen und der Vollkonsolidierung der Baumgarten-Oberkappel Gasleitungsgesellschaft m.b.H., der Betreibergesellschaft der WAG Pipeline. Im Vergleich zu Q2/07 stiegen die verkauften Transportmengen um 3%, einerseits auf Grund der erweiterten Kapazität durch die Inbetriebnahme eines neuen Abschnitts der WAG in Q4/07 andererseits durch die optimierte Vermarktung der Transportkapazitäten der übrigen Gasleitungen. Das Speichergeschäft profitierte von robuster Nachfrage mit hohen Entnahmeraten und einem hohen Auslastungsniveau. Deshalb lagen die durchschnittliche verkaufte Speichermenge und -kapazität über dem Niveau von Q2/07.

Doljchim, die Düngemittelanlage von Petrom, die seit Q1/08 als Teil des G&P-Geschäfts berichtet wird, konnte von den hohen Produktpreisen, insbesondere für Methanol, profitieren. Niedrigere Methanol-Verkaufsmengen auf Grund von Wartungsarbeiten an der Methanol-Anlage, zusammen mit dem Effekt aus einer außerplanmäßigen Abschreibung im Anlagevermögen, führten jedoch zu einem negativen EBIT von EUR -14,9 Mio. Das EBIT vor Sondereffekten lag für Doljchim bei EUR -1,8 Mio.

Im Juni fand zum sechsten Mal die in Kooperation zwischen EconGas und dem Central European Gas Hub (CEGH) veranstaltete Gasmengenversteigerung statt. Unter reger Beteiligung nationaler und internationaler potenzieller Käufer wurden 250 Mio m³ an Bieter aus Deutschland, der

Schweiz und Spanien versteigert. Die Lieferungen werden beginnend mit Oktober 2008 durchgeführt.

Im Vergleich zu Q1/08 fiel das EBIT um 70%, was das saisonal niedrigere Ergebnis im Gas Supply, Marketing und Trading und den negativen Ergebnisbeitrag von Doljchim widerspiegelt. Die Verkaufsmengen im Marketing und Trading fielen saisonal bedingt um 37% und führten damit zu einem reduzierten Ergebnis. In Summe blieben die Econ-Gas Mengen sowohl im Inland als auch in den internationalen Märkten unter dem Niveau von Q1/08, wobei der internationale Mengenrückgang geringer war. Auf Grund der Saisonalität gingen die Verkaufsmengen von Petrom dem Markttrend entsprechend im Vergleich zu Q1/08 ebenfalls zurück (-23%), wobei der Gesamtmarkt sogar einen noch höheren Rückgang verzeichnete. Das Logistikgeschäft profitierte von konstanten vermarkteten Transportmengen. Der in April in Betrieb genommene neue Abschnitt der WAG Gasleitung führte zu einer leichten Steigerung der verkauften Transportmengen. Die Nachfrage nach Speicherleistungen, sowohl für Speichervolumen als auch für Entnahmeraten ging erwartungsgemäß saisonalbedingt zurück. Die Einspeicherrate zeigte sich hingegen auf einem für die Sommermonate typisch hohen Niveau. Wie bereits erwähnt, war das Ergebnis von Doljchim durch geringere Mengen in Folge der Wartungsarbeiten und außerplanmäßiger Abschreibungen im Anlagevermögen belastet. Das Ergebnis vor Sondereffekten fiel von EUR 2,9 Mio in Q1/08 auf EUR -1,8 Mio in Q2/08.

Jänner – Juni 2008 (1-6/08)

Das EBIT lag hauptsächlich durch den negativen Beitrag von Doljchim in Q2/08 und das niedrigere Ergebnis von Gas Supply, Marketing und Trading um 5% unter dem Niveau von 1-6/07. Das EBIT vor Sondereffekten lag hingegen auf Grund der deutlich gesteigerten Ergebnisse aus dem Logistikgeschäft, was zum Teil auf die Konsolidierung der Baumgarten-Oberkappel Gasleitungsgesellschaft mbH zurück zu führen war, um 8% über 1-6/07.

Die Verkaufsmengen im Geschäftsfeld Gas Supply, Marketing und Trading stiegen gegenüber 1-6/07. Während die Mengen in Rumänien – bedingt durch höhere Nachfrage durch Kraftwerke im Vorjahr – unter dem Niveau von 1-6/07 lagen, konnte EconGas in Folge von kälteren Witterungsbedingungen zu Beginn des Jahrs ihre Verkaufsmengen insbesondere an Weiterverteiler steigern. In Rumänien waren die Ergebnisse zudem durch das regulierte Umfeld und die steigenden Importpreise negativ beeinflusst. Obwohl die Optimierungsmöglichkeiten im Vorjahr vorteilhafter waren, konnte das internationale Geschäft von EconGas konstant gehalten werden, was zu einem positiven Ergebnisbeitrag führte.

Das Logistikgeschäft profitierte von höheren Mengen. Beginnend mit 2008 wurde die Kennzahl für verkaufte Gastransportmengen bedingt durch europäische Bemühungen hinsichtlich Vereinheitlichung und Transparenz neu definiert: Auf Grund der intensiven Abhängigkeiten zwischen den Pipelines und der steigenden Bedeutung von Transporten gegen die Hauptflussrichtung, wird bei der Betrachtung der Transportmengen nunmehr auf die Mengen, die an den Netzkopplungspunkten an andere Transporteure oder Verteiler übergeben werden, abgestellt. Diese Volumina umfassen sowohl Transitmengen als auch Inlandsmengen. Im Vergleich zu 1-6/07 stiegen die verkauften Transportmengen hauptsächlich durch erhöhte Mengen der Penta West und der WAG. Das Speichergeschäft sah im Vergleich zu 1-6/07 ein höheres Auslastungsniveau bei einer leicht niedrigeren Entnahmerate, da diese in Q1/07 außergewöhnlich hoch war. Das Ergebnis des Logistikgeschäfts konnte dadurch signifikant, um 67% gesteigert werden.

Doljchim, die Düngemittelanlage von Petrom, trug in 1-6/08 EUR 1,1 Mio zum EBIT vor Sondereffekten bei.

Konzernzwischenabschluss und Konzernanhang (ungeprüft)

Gesetzliche Grundlagen und Methoden

Der Konzernzwischenabschluss für die Berichtsperiode 1. Jänner bis 30. Juni 2008 wurde in Übereinstimmung mit IAS 34 Interim Financial Reporting erstellt.

Der Konzernzwischenabschluss enthält nicht alle im Geschäftsbericht enthaltenen Informationen und Angaben und sollte gemeinsam mit dem Konzernjahresabschluss zum 31. Dezember 2007 gelesen werden.

Die bei der Erstellung des Konzernzwischenabschlusses angewandten Bilanzierungsmethoden stimmen mit jenen des Konzernjahresabschlusses zum 31. Dezember 2007 überein. Die zum 31. Dezember 2007 angewandten Bewertungsmethoden blieben unverändert.

Der Konzernzwischenabschluss für 1-6/08 ist ungeprüft; eine externe prüferische Durchsicht wurde nicht durchgeführt.

Konsolidierungskreisänderungen

Folgende Änderungen im Konsolidierungskreis traten im Vergleich zum 31. Dezember 2007 ein:

Im Geschäftsbereich E&P wurde in Q1/08 die OMV (EGYPT) Exploration GmbH, Wien, in den Konsolidierungskreis aufgenommen.

Im Geschäftsbereich R&M wurden mit 1. Jänner 2008 die restlichen 20,33% an Wärme-Energie Vorarlberg Beratungund Handels GmbH, Lustenau, erworben und in die OMV Wärme VertriebsgmbH verschmolzen. Bei Petrol Ofisi A.S., welche at-equity bilanziert wird, erfolgten weitere Zukäufe von 1,17% auf 40,75% per Ende Juni 2008.

Saisonalität und Zyklizität

Saisonalität ist vor allem in den Geschäftsbereichen G&P sowie R&M von Bedeutung; Erläuterungen dazu sind in der Darstellung dieser Geschäftsbereiche enthalten.

Zusätzlich zum Konzernzwischenabschluss und Konzernanhang zum 30. Juni 2008 enthalten die Darstellungen der Geschäftsbereiche weitere Informationen, welche den Konzernzwischenabschluss betreffen.

Gewinn- und Verlustrechnung (ungeprüft)

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung
Q1/08 Q2/08 Q2/07 in EUR Mio 1-6/08 1-6/07 2007
5.954,63 6.964,64 4.581,48 Umsatzerlöse 12.919,27 9.175,54 20.042,04
-45,23 -64,27 -50,54 Direkte Vertriebskosten -109,51 -103,53 -216,17
-4.802,97 -5.405,61 -3.577,60 Umsatzkosten -10.208,58 -7.286,63 -15.953,35
1.106,42 1.494,75 953,34 Bruttoergebnis vom Umsatz 2.601,18 1.785,38 3.872,52
62,58 56,85 33,48 Sonstige betriebliche Erträge 119,43 100,51 211,93
-185,76 -206,57 -218,69 Vertriebsaufwendungen -392,33 -442,30 -900,20
-67,99 -76,01 -84,39 Verwaltungsaufwendungen -144,00 -157,13 -323,79
-26,79 -82,74 -39,84 Explorationsaufwendungen -109,54 -57,18 -221,20
Forschungs- und
-3,68 -2,63 -0,45 Entwicklungsaufwendungen -6,31 -3,07 -15,46
-89,65 -232,49 -81,38 Sonstige betriebliche Aufwendungen -322,14 -152,18 -439,32
795,13 951,16 562,08 Betriebserfolg (EBIT) 1.746,29 1.074,04 2.184,49
37,32 66,31 78,78 Ergebnis aus assoziierten Unternehmen 103,63 121,60 298,00
9,51 80,40 27,89 Dividendenerträge 89,90 39,91 53,23
-50,18 -39,40 -7,00 Zinsergebnis -89,58 -26,08 -127,43
-18,43 -14,71 -33,75 Sonstiges Finanzergebnis -33,14 -36,08 3,84
-21,78 92,60 65,92 Finanzerfolg 70,82 99,36 227,65
Ergebnis der gewöhnlichen
773,35 1.043,76 627,99 Geschäftstätigkeit 1.817,11 1.173,39 2.412,14
-207,27 -262,01 -146,95 Steuern vom Einkommen und Ertrag -469,28 -291,83 -569,34
Ergebnis der gewöhnlichen
566,07 781,76 481,05 Geschäftstätigkeit nach Steuern 1.347,83 881,56 1.842,80
566,07 781,76 481,05 Perioden-/Jahresüberschuss 1.347,83 881,56 1.842,80
davon eigenen Gesellschaftern
445,74 683,81 411,41 zustehender Gewinn 1.129,55 743,18 1.578,84
davon anderen Gesellschaftern
120,33 97,94 69,64 zustehender Gewinn 218,28 138,38 263,96
1,49 2,29 1,38 Ergebnis je Aktie in EUR 3,78 2,49 5,29
1,49 2,29 1,37 Verwässertes Ergebnis je Aktie in EUR 3,78 2,48 5,28
– Dividende je Aktie in EUR 1,25

1) Neugliederung der Positionen des Finanzerfolgs durch die erstmalige Anwendung von IFRS 7 per Q4/07. Vergleichswerte der Vorperioden wurden entsprechend angepasst.

Q1/08 Q2/08 Q2/07 U% in EUR Mio 1-6/08 1-6/07 U% 2007
37,32 66,31 78,78 -16 Ergebnis aus assoziierten Unternehmen 103,63 121,60 -15 351,23
49,44 25,89 47,95 -46 davon Borealis 75,33 87,50 -14 186,06
-16,18 38,74 29,75 30 davon Petrol Ofisi 22,57 33,42 -32 103,94
-2,14 n.a. davon AMI -7,30 n.a. -14,08
3,87 1,22 0,02 n.m. davon Oberösterreichische Ferngas 5,09 3,31 54 12,55

Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Zweites Quartal 2008 (Q2/08)

Die 52%ige Steigerung des Konzernumsatzes verglichen zu Q2/07 ist vor allem auf die rohölpreisbedingte Steigerung der Produktenpreise zurückzuführen. R&M trug 87%, G&P 10% und E&P rund 3% zum Gesamtumsatz bei (Umsätze in E&P sind zu einem großen Teil interne Umsätze und nicht Umsätze mit Dritten).

Das Konzern-EBIT von EUR 951 Mio lag 69% über Q2/07, wobei die hohen Rohölpreise die negativen Effekte des schwächeren USD sowie der, durch den hohen Eigenenergieverbrauch belasteten, leicht schwächeren OMV Referenz-Raffineriemarge überkompensieren konnten. Der EBIT-Beitrag von Petrom lag trotz hoher Netto-Sonderaufwendungen mit EUR 235 Mio um 38% über Q2/07. Die Netto-Sonderaufwendungen in Q2/08 in der Höhe von EUR 132 Mio beziehen sich im Wesentlichen auf Rückstellungen für Rechtsstreitigkeiten in Rumänien und Kosten im Zusammenhang mit Personalrestrukturierungen. Petrom ist seit Ende 2007 mit einem von einigen ehemaligen und aktuellen Mitarbeitern initiierten Rechtstreit in Bezug auf eine unterschiedliche Auslegung einiger Regelungen des Petrom Kollektivvertrags bezüglich Oster- und Weihnachtszahlungen befasst. Nach gründlicher Überlegung und basierend auf den bis Juni gefällten Gerichtsentscheidungen hat Petrom in ihren Büchern einen zusätzlichen Betrag von EUR 124 Mio in Q2/08 rückgestellt um das potenzielle Risiko zu decken. Das EBIT vor Sondereffekten stieg um 86% auf EUR 1.083 Mio; der darin enthaltene Beitrag von Petrom betrug EUR 361 Mio, 109% über Q2/07.

Der Finanzerfolg lag in Q2/08 mit EUR 93 Mio deutlich über dem Wert des Vorjahrs. Die steigenden MOL Dividendenerträge (EUR 78 Mio) sowie die höheren At-Equity-Ergebnisse der Petrol Ofisi konnten das, durch den höheren Verschuldungsgrad bedingt, schwächere Zinsergebnis sowie die marktbedingt gesunkenen Beiträge von Borealis zum At-Equity-Ergebnis mehr als kompensieren.

Die laufenden Ertragsteuern des OMV Konzerns betrugen EUR 261 Mio, während latente Steuern in Q2/08 in Höhe von EUR 1 Mio aufwandswirksam gebucht wurden. Die effektive Steuerrate des Konzerns lag in Q2/08 bei 25% (Q2/07: 23%). Dieser geringfügige Anstieg gegenüber dem Vorjahrsquartal ist auf den relativ geringeren Ergebnisbeitrag der at-equity einbezogenen Gesellschaften und die stärkeren Ergebnisbeiträge hoch besteuerter E&P-Ergebnisse zurückzuführen.

Der Periodenüberschuss nach Minderheiten lag bei EUR 684 Mio, 66% über Q2/07. Minderheitenanteilen waren EUR 98 Mio zuzurechnen. Der Periodenüberschuss nach Minderheiten vor Sondereffekten war EUR 741 Mio (Q2/07: EUR 435 Mio), das Ergebnis je Aktie lag bei EUR 2,29, das Ergebnis je Aktie vor Sondereffekten lag bei EUR 2,48 (Q2/07: EUR 1,38 bzw. EUR 1,46).

Verglichen zu Q1/08 sind die Umsatzsteigerungen insbesondere auf das hohe Rohöl- bzw. Produktenpreisniveau zurückzuführen. Das EBIT stieg um 20%: Das rohölpreisgetriebene, gestiegene Bereichsergebnis von E&P und das von Lagereffekten positiv beeinflusste, deutlich höhere Bereichsergebnis von R&M überkompensierten das saisonal schwächere Bereichsergebnis von G&P. Das EBIT vor Sondereffekten – exklusive Sonderaufwand für im Wesentlichen personalbezogene Kosten und Rückstellungen für Rechtsstreitigkeiten in Rumänien – stieg um 37% verglichen zu Q1/08. Der Finanzerfolg lag vor allem auf Grund des in Q2/08 dargestellten Dividendenertrags von MOL und des saisonal- und wechselkursbedingt deutlich stärkeren Petrol Ofisi At-Equity-Ergebnisses über Q1/08. Die effektive Steuerquote des Konzerns, basierend auf dem Ergebnis aus gewöhnlicher Geschäftstätigkeit, ging von 27% in Q1/08 auf 25% in Q2/08 zurück. Hier wirken sich vor allem steuerfrei vereinnahmte Dividenden senkend auf die Konzernsteuerrate aus, der weitere Anstieg der E&P-Ergebnisse wirkt teilweise kompensierend. Der Periodenüberschuss nach Minderheiten stieg um 53% im Vergleich zu Q1/08; der Periodenüberschuss nach Minderheiten vor Sondereffekten stieg um 67%.

Jänner – Juni 2008 (1-6/08)

Die 41%ige Steigerung des Konzernumsatzes verglichen zu 1-6/07 ist vor allem auf die rohölpreisbedingte Steigerung der Produktenpreise zurückzuführen. R&M trug 83%, G&P 13% und E&P rund 3% zum Gesamtumsatz bei (Umsätze in E&P sind zu einem großen Teil interne Umsätze und nicht Umsätze mit Dritten).

Das Konzern-EBIT von EUR 1.746 Mio lag 63% über 1-6/07, wobei die hohen Rohölpreise die negativen Effekte des schwächeren USD sowie der, durch den hohen Eigenenergieverbrauch belasteten, leicht schwächeren OMV Referenz-Raffineriemarge überkompensieren konnten. Trotz hoher Netto-Sonderaufwendungen lag der EBIT-Beitrag von Petrom mit EUR 512 Mio um 67% über 1-6/07. Die Netto-Sonderaufwendungen in 1-6/08 in der Höhe von EUR 129 Mio beziehen sich im Wesentlichen auf personalbezogene Kosten und Rückstellungen für Rechtsstreitigkeiten in Rumänien. Das EBIT vor Sondereffekten stieg um 76% auf EUR 1.875 Mio; der darin enthaltene Beitrag von Petrom betrug EUR 635 Mio, 118% über dem Vorjahr.

Der im Vergleich zu 1-6/07 rückgängige Finanzerfolg von EUR 71 Mio kann im Wesentlichen auf das durch den höheren Verschuldungsgrad bedingte deutlich schwächere Zinsergebnis sowie auf das marktbedingt schwächere Borealis At-Equity-Ergebnis zurückgeführt werden. Die höheren MOL Dividendenerträge wirken teils kompensierend.

Die laufenden Ertragsteuern des OMV Konzerns betrugen EUR 452 Mio, während latente Steuern in 2008 in Höhe von EUR 17 Mio aufwandswirksam gebucht wurden. Die effektive Steuerquote des Konzerns, basierend auf dem Ergebnis aus gewöhnlicher Geschäftstätigkeit, stieg auf 26% verglichen mit 25% in 1-6/07. Dieser leichte Anstieg ist vor allem durch die stärkeren Ergebnisbeiträge hoch besteuerter E&P-Ergebnisse verursacht.

Der Periodenüberschuss nach Minderheiten lag bei EUR 1.130 Mio, 52% über 1-6/07. Minderheitenanteilen waren EUR 218 Mio zuzurechnen (1-6/07: EUR 138 Mio). Der Periodenüberschuss nach Minderheiten vor Sondereffekten war EUR 1.185 Mio (1-6/07: EUR 752 Mio). Das Ergebnis je Aktie lag bei EUR 3,78, das Ergebnis je Aktie vor Sondereffekten lag bei EUR 3,97 (1-6/07: EUR 2,49 bzw. EUR 2,52).

Bilanz, Investitionen und Verschuldungsgrad (ungeprüft)
-- -- -- --------------------------------------------------------- --
Konzernbilanz in EUR Mio 30. Juni 2008 31. Dez. 2007
Vermögen
Immaterielle Vermögenswerte 1) 819,45 521,32
Sachanlagen 1) 9.711,43 8.928,65
Anteile an assoziierten Unternehmen 2.070,50 2.125,63
Sonstige finanzielle Vermögenswerte 2.946,51 3.167,74
Sonstige Vermögenswerte 37,50 16,50
Langfristiges Vermögen 15.585,39 14.759,85
Latente Steuern 86,22 55,53
Vorräte 2.608,89 2.444,17
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 2.891,63 2.409,20
Sonstige finanzielle Vermögenswerte 475,11 594,04
Forderungen aus laufenden Ertragsteuern 92,57 61,83
Sonstige Vermögenswerte 175,37 193,98
Kassenbestand und Bankguthaben 574,81 699,56
Zu Veräußerungszwecken gehaltenes Vermögen 7,90 31,34
Kurzfristiges Vermögen 6.826,27 6.434,13
Summe Aktiva 22.497,88 21.249,51
Eigenkapital und Verbindlichkeiten
Grundkapital 300,00 300,00
Rücklagen 8.245,97 7.838,69
Eigenkapital der Gesellschafter des Mutterunternehmens 8.545,97 8.138,69
Anteile anderer Gesellschafter 2.236,76 2.200,83
Eigenkapital 10.782,73 10.339,52
Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 957,63 923,06
Anleihen 449,72 466,99
Verzinsliche Finanzverbindlichkeiten 1.290,63 448,81
Rückstellungen für Rekultivierungsverpflichtungen 1.614,67 1.555,95
Sonstige Rückstellungen 268,36 276,22
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 235,41 93,06
Sonstige Verbindlichkeiten 18,67 16,42
Langfristige Verbindlichkeiten 4.835,09 3.780,51
Latente Steuern 352,75 307,82
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 2.795,39 2.195,62
Anleihen
Verzinsliche Finanzverbindlichkeiten 1.462,54 2.514,83
Rückstellung für laufende Ertragsteuern 202,63 85,37
Sonstige Rückstellungen 409,66 422,93
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 667,68 694,99
Sonstige Verbindlichkeiten 988,35 880,37
Zu Veräußerungszwecken gehaltene Verbindlichkeiten 1,07 27,56
Kurzfristige Verbindlichkeiten 6.527,32 6.821,67
Summe Passiva 22.497,88 21.249,51

1) Ab Q1/08 werden nicht sichere Mineralölvorkommen und zugehöriges Vermögen als Teil des immateriellen Anlagevermögens ausgewiesen. Vergleichswerte der Vorperioden wurden entsprechend angepasst.

Erläuterungen zur Bilanz zum 30. Juni 2008

Das Investitionsvolumen ging auf EUR 1.580 Mio (1-6/07: EUR 2.088 Mio) zurück, in erster Linie bedingt durch signifikant geringere Investitionen im Segment Konzernbereich und Sonstiges (Kb&S). Das Investitionsvolumen im Geschäftsbereich Kb&S wurde in 1-6/07 von der Erhöhung des Anteils an der ungarischen Öl- und Gasgesellschaft MOL von 10% auf 18,9% per Ende Juni 2007 bestimmt.

E&P investierte EUR 1.135 Mio (1-6/07: EUR 523 Mio) vor allem in die Akquisition des Ölservice-Geschäfts von Petromservice, in den Signature-Bonus, vereinbart mit der libyschen NOC für das Feld Nafoora Augila, und in die Entwicklung von Feldern in Rumänien, Österreich, Großbritannien, Kasachstan und Neuseeland. Das Investitionsvolumen im Geschäftsbereich R&M vor allem für Investitionen in Qualitätsverbesserungsprojekte in Österreich und Rumänien lag bei EUR 322 Mio (1-6/07: EUR 412 Mio). Der Großteil der Investitionen im Geschäftsbereich G&P, EUR 89 Mio (1-6/07: EUR 73 Mio), stand im Zusammenhang mit den Investitionen in das Kraftwerk Brazi bzw. in das Düngemittelwerk Doljchim und mit dem Expansionsprojekt der West-Austria Gas Pipeline (WAG). Das Investitionsvolumen im Geschäftsbereich Kb&S lag bei EUR 33 Mio (1-6/07: EUR 1.080 Mio, davon entfielen EUR 1.042 Mio auf MOL).

Im Vergleich zum Jahresende 2007 stieg das Gesamtvermögen um EUR 1.248 Mio bzw. 5,9% auf EUR 22.498 Mio. Der Anstieg resultierte hauptsächlich aus Zugängen im Sachanlagevermögen, welches von EUR 8.929 Mio zum Jahresende 2007 auf EUR 9.711 Mio zum 30. Juni 2008 anwuchs, und aus einem Anstieg der Lieferforderungen in der Höhe von EUR 482 Mio. Demgegenüber stand ein Rückgang der finanziellen Vermögensgegenstände. Hauptursache für diese Entwicklung war die Reduktion von Wertpapierveranlagungen sowie der Rückgang des Werts der Beteiligung an MOL, bedingt durch den gefallenen MOL Aktienkurs.

Das Eigenkapital stieg um etwa 4%. Mit 48% reduzierte sich die Eigenkapitalquote des Konzerns gegenüber 2007 (49%) leicht.

Die gesamte Zahl der vom Unternehmen gehaltenen eigenen Aktien betrug per 30. Juni 2008 1.237.875 Stück (31. Dezember 2007: 1.269.066 Stück).

Per 30. Juni 2008 betrugen die kurz- und langfristigen Kreditverbindlichkeiten und Anleihen EUR 3.203 Mio (31. Dezember 2007: EUR 3.431 Mio) während sich Kassenbestand und Bankguthaben (inkl. Wertpapiere und Anteile) auf EUR 575 Mio verringerten (31. Dezember 2007: EUR 978 Mio). Die Nettoverschuldung stieg damit leicht auf EUR 2.628 Mio verglichen zu EUR 2.453 Mio Ende 2007.

Zum 30. Juni 2008 betrug der Verschuldungsgrad (Gearing Ratio) 24,4% (31. Dezember 2007: 23,7%).

Cashflow (ungeprüft)

Q1/08 Q2/08 Q2/07 Konzern-Cashflow-Rechnung in EUR Mio 1-6/08 1-6/07 2007
566,07 781,76 481,05 Perioden-/Jahresüberschuss 1.347,83 881,56 1.842,80
204,38 272,06 209,61 Abschreibungen 476,44 415,61 977,46
-3,24 -0,82 -0,40 Zuschreibungen zum Anlagevermögen -4,06 -1,51 -5,69
16,15 1,56 34,60 Latente Steuern 17,72 36,91 22,97
15,48 -10,44 11,36 Gewinne (–)/Verluste (+) aus
Abgängen von Anlagevermögen
5,04 8,07 17,43
-6,29 -1,37 -32,37 Erhöhung (+)/Verminderung (–)
Sozialkapital
-7,66 -50,82 -58,30
-17,24 19,96 -7,54 Erhöhung (+)/Verminderung (–)
langfristiger Rückstellungen und
Rekultivierungen
2,72 13,42 89,10
-5,53 -157,04 -70,38 Sonstige unbare
Erträge (–)/Aufwendungen (+)
-162,57 -50,05 -214,79
769,77 905,67 625,93 Mittelzufluss nach unbaren Posten 1.675,45 1.253,20 2.670,98
214,39 -450,54 -31,86 Verminderung (+)/Erhöhung (–)
Vorräte
-236,15 -260,75 -500,17
-52,86 -481,17 93,36 Verminderung (+)/Erhöhung (–)
Forderungen
-534,03 -90,44 -755,67
-112,33 956,72 -234,99 Erhöhung (+)/Verminderung (–)
Verbindlichkeiten
844,39 231,32 553,01
-5,94 154,66 2,82 Erhöhung (+)/Verminderung (–)
kurzfristige Rückstellungen
148,72 -7,39 98,11
0,00 Sonstiges 0,00
813,04 1.085,34 455,26 Mittelzufluss aus der Betriebstätigkeit
Investitionen
1.898,38 1.125,94 2.066,25
-1.012,91 -630,56 -471,06 Immaterielle Vermögenswerte und
Sachanlagen
-1.643,47 -981,15 -2.317,82
-44,72 -74,32 -1.086,04 Beteiligungen, Ausleihungen und
sonstige finanzielle Vermögenswerte
-119,04 -1.111,17 -1.419,34
-1,08 -4,59 Erwerb einbezogener Unternehmen
abzüglich liquider Mittel
-1,08 -5,18 -3,98
Erhöhung (–)/Verminderung (+) kurzfr.
Finanzinvestitionen u. zur Veräußerung
276,02 3,27 4,32 gehaltener Vermögenswerte 279,29 36,73 26,23
Veräußerungen
206,19 20,15 9,04 Erlöse aus dem Verkauf von
Anlagevermögen
226,34 67,92 125,73
15,78 Erlöse aus dem Verkauf einbezogener
Unternehmen abzüglich liquider Mittel
15,78 15,76
-576,50 -681,46 -1.532,55 Mittelabfluss aus der Investitionstätigkeit -1.257,96 -1.977,08 -3.573,42
14,13 881,27 3,40 Zugänge langfristiger Finanzierungen 895,40 5,85 23,19
-5,30 -41,82 -15,28 Rückzahlung langfristiger
Finanzierungen
-47,12 -214,57 -232,05
Rückkauf Wandelschuldverschreibung -1,12 -1,12
-0,04 Rückkauf eigener Aktien -0,04 -64,86 -64,86
-279,63 -777,42 1.006,92 Erhöhung (+)/Verminderung (–)
kurzfristiger Finanzierungen
-1.057,05 990,55 1.421,34
-547,09 -461,55 Dividendenzahlungen -547,09 -468,23 -487,21
1,27 0,04 Kapitalzuführung inklusive Verkauf
eigener Anteile
1,31 0,96
-269,53 -485,06 533,49 Mittelzufluss (+)/-abfluss (–) aus der
Finanzierungstätigkeit
-754,59 247,63 660,25
-15,46 4,88 43,12 Währungsdifferenz auf liquide Mittel -10,58 48,78 -17,78
-48,45 -76,31 -500,69 Nettoabnahme (–)/-zunahme (+) liquider
Mittel
-124,76 -554,72 -864,70
699,56 651,11 1.510,23 Liquide Mittel Periodenbeginn 699,56 1.564,26 1.564,26
651,11 574,81 1.009,54 Liquide Mittel Periodenende 574,81 1.009,54 699,56

Erläuterungen zur Cashflow-Rechnung

Der Free Cashflow (Cashflow aus der Betriebstätigkeit abzüglich Cashflow aus der Investitionstätigkeit) zeigte in 1-6/08 einen Mittelzufluss von EUR 640 Mio (1-6/07: Mittelabfluss von EUR 851 Mio). Dividendenzahlungen erfolgten in Höhe von EUR 547 Mio an OMV Aktionäre und Minderheitsaktionäre (1-6/07: EUR 468 Mio). Der Free Cashflow abzüglich Dividendenzahlungen führte zu einem Mittelzufluss von EUR 93 Mio (1-6/07: Mittelabfluss von EUR 1.319 Mio).

Der Mittelzufluss aus dem Periodenergebnis bereinigt um unbare Positionen – wie Abschreibungen, Nettorückstellungsveränderungen, nicht zahlungswirksame Beteiligungsergebnisse und andere Positionen – betrug EUR

1.675 Mio (1-6/07: EUR 1.253 Mio); im Net Working Capital wurden zusätzliche Mittel in Höhe von EUR 223 Mio freigesetzt

(1-6/07: Mittelbindung in Höhe von EUR 127 Mio).

Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit (Mittelabfluss von EUR 1.258 Mio, 1-6/07: EUR 1.977 Mio) beinhaltet neben gestiegenen Zahlungen für Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte Mittelzuflüsse aus dem Abgang von Finanzinvestitionen. Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit führte hauptsächlich durch Dividendenzahlungen zu einem Mittelabfluss in Höhe von EUR 755 Mio (1-6/07: Mittelzufluss von EUR 248 Mio).

Entwicklung des Konzerneigenkapitals (ungeprüft)

Kapital Gewinn Sonstige Gesellschafter Minderheiten
in EUR 1.000 Grundkapital rücklagen rücklagen Rücklagen Eigene Anteile OMV anteile Gesamtkapital
1. Jänner 2008 300.000 782.385 6.318.288 751.943 -13.929 8.138.687 2.200.833 10.339.520
Unrealisierte Gewinne (+)/Verluste (-)
aus der Bewertung von Wertpapieren:
Saldo Gewinn (+)/Verlust (-) der Periode
vor Ertragsteuern -241.050 -241.050 -559 -241.608
Ertragsteuern -623 -623 90 -533
Realisierte, im JÜ ausgewiesene
Gewinne (-)/Verluste (+) vor Ertragsteuern 19.653 19.653 19.653
Ertragsteuern -4.913 -4.913 -4.913
aus der Bewertung von Hedges
Saldo Gewinn (+)/Verlust (-) der Periode
vor Ertragsteuern -2.846 -2.846 15.318 12.472
Ertragsteuern 1.033 1.033 -3.830 -2.797
Realisierte, im JÜ ausgewiesene
Gewinne (-)/Verluste (+) vor Ertragsteuern 15.332 15.332 -7.142 8.190
Ertragsteuern -4.202 -4.202 1.682 -2.520
Währungsdifferenzen aus der Umrechnung
ausländischer Geschäftsbetriebe -123.777 -123.777 -5.949 -129.726
Realisierte, im JÜ ausgewiesene
Gewinne (-)/Verluste (+) -8.128 -8.128 -7.809 -15.937
Direkt im Eigenkapital berücksichtigte
Gewinne (+)/Verluste (-), nach Ertragsteuern -349.521 -349.521 -8.198 -357.719
Jahresüberschuss 1.129.552 1.129.552 218.276 1.347.828
Gesamtergebnis der Periode 1.129.552 -349.521 780.032 210.077 990.109
Dividendenausschüttung -373.453 -373.453 -173.635 -547.088
Rückkauf eigener Anteile -40 -40 -40
Verkauf eigener Anteile 930 378 1.308 1.308
Erhöhung (+)/Verminderung (-)
Minderheitenanteile -565 -565 -515 -1.080
30. Juni 2008 300.000 783.315 7.073.823 402.422 -13.591 8.545.969 2.236.761 10.782.730
Kapital Gewinn Sonstige Gesellschafter Minderheiten
in EUR 1.000 Grundkapital rücklagen rücklagen Rücklagen Eigene Anteile OMV anteile Gesamtkapital
1. Jänner 2007 300.003 795.298 5.042.902 854.989 -14.141 6.979.051 2.197.209 9.176.260
Unrealisierte Gewinne (+)/Verluste (-)
aus der Bewertung von Wertpapieren:
Saldo Gewinn (+)/Verlust (-) der Periode
vor Ertragsteuern 329.887 329.887 -2.494 327.393
Ertragsteuern 1.424 1.424 400 1.824
Realisierte, im JÜ ausgewiesene
Gewinne (-)/Verluste (+) vor Ertragsteuern 1.075 1.075 1.032 2.107
Ertragsteuern -172 -172 -166 -338
aus der Bewertung von Hedges:
Saldo Gewinn (+)/Verlust (-) der Periode
vor Ertragsteuern 17.925 17.925 10.699 28.624
Ertragsteuern -5.096 -5.096 -2.731 -7.827
Realisierte, im JÜ ausgewiesene
Gewinne (-)/Verluste (+) vor Ertragsteuern -7.597 -7.597 1.411 -6.186
Ertragsteuern 2.785 2.785 38 2.823
Umbuchung auf Anschaffungskosten -11.296 -11.296 4.121 -7.175
Ertragsteuern 5.236 5.236 -659 4.577
Währungsdifferenzen aus der Umrechnung
ausländischer Geschäftsbetriebe 182.530 182.530 147.308 329.838
Direkt im Eigenkapital berücksichtigte
Gewinne (+)/Verluste (-), nach Ertragsteuern 516.701 516.701 158.959 675.660
Jahresüberschuss 743.182 743.182 138.381 881.563
Gesamtergebnis der Periode 743.182 516.701 1.259.883 297.340 1.557.223
Dividendenausschüttung -311.940 -311.940 -156.286 -468.226
Rückkauf eigener Anteile -64.861 -64.861 -64.861
Rückkauf Wandelanleihen -255 -255 -255
Wandlung Wandelanleihen -13.366 64.727 51.361 51.361
Rückzahlung Wandelanleihen -6 -6 -6
Kapitalherabsetzung -3 3 -99 99 0 0
Erhöhung (+)/Verminderung (-)
Minderheitenanteile 358 358 -358 0
30. Juni 2007 300.000 781.674 5.474.403 1.371.690 -14.176 7.913.591 2.337.905 10.251.496

Gezahlte Dividenden

In der Hauptversammlung am 14. Mai 2008 wurde die Ausschüttung einer Dividende von EUR 1,25 je Aktie beschlossen, um 19% höher als im Vorjahr (EUR 1,05 je Aktie). Dies führte zu einer Dividendenzahlung von EUR 373 Mio an die Aktionäre der OMV Aktiengesellschaft, im Vergleich zu EUR 312 Mio im Vorjahr. In 1-6/08 erfolgten Dividendenzahlungen an Minderheitsaktionäre in Höhe von EUR 174 Mio, wovon EUR 149 Mio auf die Minderheitsgesellschafter von Petrom entfielen.

Primäre Segmentberichterstattung

Umsatz 1)

Q1/08 Q2/08 Q2/07 U% in EUR Mio 1-6/08 1-6/07 U% 2007
1.181 1.404 987 42 Exploration und Produktion 2.585 1.879 38 4.247
4.705 6.047 3.851 57 Raffinerien und Marketing 10.751 7.350 46 16.312
1.061 735 573 28 Gas und Power 1.797 1.462 23 3.096
72 85 81 5 Konzernbereich und Sonstiges 157 147 7 261
7.019 8.271 5.492 51 Zwischensumme 15.290 10.838 41 23.916
-1.065 -1.306 -911 43 abzüglich Innenumsatz -2.371 -1.663 43 -3.874
5.955 6.965 4.581 52 OMV Konzern 12.919 9.176 41 20.042

1) Konsolidierungsbuchungen wurden den jeweiligen Segmenten zugeordnet.

EBIT 1)

Q1/08 Q2/08 Q2/07 U% in EUR Mio 1-6/08 1-6/07 U% 2007
679 752 442 70 Exploration und Produktion 1.431 863 66 1.933
43 200 94 113 Raffinerien und Marketing 243 123 98 84
88 27 42 -36 Gas und Power 115 121 -5 244
-15 -28 -16 79 Konzernbereich und Sonstiges -43 -33 33 -77
795 951 562 69 EBIT 1.746 1.074 63 2.184
4 -132 -22 n.m. Sondereffekte -129 10 n.m. -192
-13 -7 74 davon: Personal und Restrukturierung -13 -7 74 -79
Außerplanmäßige
-10 -7 33 Abschreibungen -10 6 n.m. -86
4 16 n.m. Anlagenverkäufe 20 19 9 26
0 -126 -7 n.m. Sonstiges -127 -7 n.m. -52
792 1.083 584 86 EBIT vor Sondereffekten 2) 1.875 1.064 76 2.377
679 812 448 81 davon: Exploration und Produktion 1.491 837 78 1.978
40 256 107 140 Raffinerien und Marketing 296 136 118 224
88 43 42 3 Gas und Power 131 121 8 250
-15 -28 -14 104 Konzernbereich und Sonstiges -43 -31 42 -76

1) Konsolidierungsbuchungen wurden den jeweiligen Segmenten zugeordnet.

2) Sondereffekte werden dem EBIT hinzugerechnet bzw. abgezogen. Nähere Informationen entnehmen Sie bitte den einzelnen Bereichen.

EBITD

Q1/08 Q2/08 Q2/07 U% in EUR Mio 1-6/08 1-6/07 U% 2007
784 906 552 64 Exploration und Produktion 1.690 1.083 56 2.458
127 292 182 60 Raffinerien und Marketing 419 293 43 474
95 42 45 -6 Gas und Power 137 129 6 269
-6 -17 -7 138 Konzernbereich und Sonstiges -23 -16 45 -39
1.000 1.223 772 59 OMV Konzern 2.223 1.490 49 3.161

Ergänzende Angaben

Wesentliche Transaktionen mit nahe stehenden Unternehmen

Mit den assoziierten Unternehmen Borealis AG und Bayernoil Raffineriegesellschaft mbH bestehen laufende Geschäftsbeziehungen in Form von Güterlieferungen und Dienstleistungen.

Wesentliche Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Diesbezüglich wird auf die Erläuterungen im Abschnitt Ausblick des Lageberichts verwiesen.

Erklärung des Vorstands

Wir bestätigen nach bestem Wissen, dass der im Einklang mit den maßgebenden Rechnungslegungsstandards aufgestellte Konzernzwischenabschluss ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und dass der Halbjahreslagebericht des Konzerns ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns bezüglich der wichtigen Ereignisse während der ersten sechs Monate des Geschäftsjahrs und ihrer Auswirkungen auf den Konzernabschluss, bezüglich der wesentlichen Risiken und Ungewissheiten in den restlichen sechs Monaten des Geschäftsjahrs und bezüglich der offen zu legenden wesentlichen Geschäfte mit nahe stehenden Unternehmen und Personen vermittelt.

Wien, 4. August 2008

Der Vorstand

Wolfgang Ruttenstorfer Vorsitzender

Gerhard Roiss Vorsitzender-Stellvertreter

Werner Auli David C. Davies Helmut Langanger

Weitere Informationen

Wirtschaftliches Umfeld: Ölpreise und Wechselkurse

Die Rohölnachfrage stieg in 1-6/08 um 0,8 Mio bbl/d auf 86,4 Mio bbl/d. Der Zuwachs setzt sich aus einem Nachfragerückgang der OECD-Länder (insbesondere der USA) von 0,6 Mio bbl/d und dem Mehrbedarf der Nicht-OECD-Länder von 1,4 Mio bbl/d zusammen. Rund ein Drittel des zusätzlichen Ölbedarfs entfiel auf China, aber auch Südamerika und der Nahe Osten verzeichneten eine Steigerung. Das Produktionsniveau von 86,7 Mio bbl/d lag um 1,6% über 1-6/07. Damit lag es über dem Nachfrageniveau und resultierte in der Aufstockung der Rohöllagerbestände um 0,3 Mio bbl/d. Die OPEC-Produktion betrug 32,3 Mio bbl/d Rohöl und 5 Mio bbl/d NGL. Die Steigerung im Vergleich zu 1-6/07 exklusive des neuen Mitgliedslands Ekuador beträgt somit 1,5 Mio bbl/d bzw. 5%. Jeweils 0,5 Mio bbl/d entfielen auf Saudi-Arabien und den Irak, aber auch Kuwait und Angola konnten deutlich mehr produzieren. In den OPEC-Ländern Nigeria und Venezuela setzten sich die Produktionsrückgänge fort. Auch bei den Nicht-OPEC-Produzenten (vor allem bei den OECD-Ländern und in Südamerika) konnte das Produktionsniveau nicht gehalten werden (-0,9 Mio bbl/d). In den GUS-Staaten wurde eine marginale Steigerung im Ausmaß von 0,1 Mio bbl bzw. 1% erzielt.

Der Durchschnittspreis des Brent-Rohöls lag 1-6/08 bei USD 109,05/bbl und somit um 73% über dem Niveau von 1-6/07 (USD 63,21/bbl). Seit Jänner 2008 verzeichnete der Brent-Preis eine Steigerung von 45%, am 1. März überschritt er erstmals die 100 USD-Marke und am 3. Juli wurde mit USD 144,22/bbl das Allzeithoch erreicht. Gründe für die signifikante Preissteigerung sind vor allem Angebot und Nachfrage, Inflation und USD-Schwäche. Sorgen um Lieferunterbrechungen und die Dauerkrise um das iranische Nuklearprogramm, wie auch die erhöhte Skepsis bezüglich realisierbarer Produktionssteigerungen förderten ebenfalls den Preisanstieg. Der Durchschnittspreis für Urals lag 1-6/08 bei USD 105,22/bbl, um 76% über 1-6/07.

Die Schwäche des USD wurde durch die unterschiedliche Zinspolitik der Notenbanken noch verstärkt. Der durchschnittliche Wechselkurs des USD zum EUR lag bei 1,530 (1,329 in 1-6/07). Der USD verlor somit gegenüber dem EUR 15% an Wert. Der rumänische Leu (RON) verlor gegenüber dem EUR an Stärke, und lag im Schnitt bei 3,670/EUR, 10% unter 1-6/07.

Q1/08 Q2/08 Q2/07 U% 1-6/08 1-6/07 U% 2007
96,71 121,18 68,75 76 Durchschnittl. Brent-Preis in USD/bbl 109,05 63,21 73 72,39
93,00 117,24 65,30 80 Durchschnittl. Urals-Preis in USD/bbl 105,22 59,74 76 69,38
1,498 1,562 1,348 16 Durchschnittl. EUR/USD-Kurs 1,530 1,329 15 1,371
3,690 3,652 3,274 12 Durchschnittl. EUR/RON-Kurs 3,670 3,331 10 3,335
2,465 2,338 2,432 -4 Durchschnittl. USD/RON-Kurs 2,400 2,507 -4 2,436
4,13 9,44 6,64 42 NWE Raffineriemarge in USD/bbl 6,79 5,38 26 4,88
3,70 6,26 7,22 -13 Med Urals Raffineriemarge in USD/bbl 4,98 6,46 -23 5,32

Quelle: Reuters

OMV Aktienkursentwicklung

Nach einem schwächeren Kursverlauf in Q1/08, erholte sich die OMV Aktie in Q2/08 deutlich. Sie erreichte ihren Quartalstiefststand von EUR 42,19 am 2. April und das Quartalshoch von EUR 56,90 am 21. Mai. Mit EUR 49,86 beendete sie das Quartal, was einen 19%igen Anstieg der OMV Aktie an der Wiener Börse in Q2/08 bedeutete.

Die internationalen Finanzmärkte zeigten ein gemischtes Bild mit einer deutlich schwächeren Performance des FTSE Eurotop 100 (-6%) und des Dow Jones (-7%). Auf der Gewinnerseite fanden sich neben dem Nikkei (+8%) auch der österreichische Leitindex ATX mit einem Plus von 5%. Der FTSE Global Energy Index (bestehend aus den weltweit größten Öl- und Gasunternehmen) stieg um 18%.

ISIN: AT0000743059 Marktkapitalisierung per 30. Juni EUR 14.896 Mio
Wiener Börse: OMV Schlusskurs per 30. Juni EUR 49,86
Reuters: OMV.VI Jahreshöchstkurs am 8. Jänner EUR 57,80
Bloomberg: OMV AV Jahrestiefstkurs am 20. März EUR 40,71
ADR Level I: OMVKY Ausstehende Aktien (per 30. Juni) 298.762.125
Ausstehende Aktien (gewichtet) in Q2/08 298.762.001
ISIN: AT0000341623 3,75% OMV Anleihe (2003-2010)

Abkürzungen

bbl: Fass (159 Liter); bcf: (billion cubic feet) Milliarden Kubikfuß; boe: Fass Öläquivalent; boe/d: Fass Öläquivalent pro Tag; E&P: Exploration und Produktion; EPS: (Earnings per share) Ergebnis pro Aktie; EUR: Euro; G&P: Gas und Power; Kb&S: Konzernbereich und Sonstiges; LNG: (Liquefied Natural Gas) verflüssigtes Erdgas; m: Meter; Mio: Million; n.a.: (not available) Wert nicht verfügbar; n.m.: (not meaningful) Wert nicht aussagekräftig; NGL: Natural Gas Liquids; NWE: (North-West European) Raffineriemarge für den nordwesteuropäischen Raum; R&M: Raffinerien und Marketing inklusive Petrochemie; RON: Rumänischer Leu; t: Tonne; USD: US Dollar

OMV Kontakte

Homepage: www.omv.com

Ana-Barbara Kunčič, Investor Relations Tel. +43 (1) 40 440-21600; E-Mail: [email protected] Thomas Huemer, Presseabteilung Tel. +43 (1) 40 440-21660; E-Mail: [email protected]