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Nestlé AG Management Reports 2012

Jan 19, 2012

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Management Reports

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Publication

Nestlé Deutschland Aktiengesellschaft

Frankfurt am Main

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2010 bis zum 31.12.2010

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2010

Das gesamtwirtschaftliche Umfeld

Nach dem Auslaufen der Finanz- und Wirtschaftskrise im Jahr 2009 war das Jahr 2010 von einer kräftigen wirtschaftlichen Erholung gekennzeichnet. Nachdem in der ersten Jahreshälfte die Wachstumsimpulse vor allem von der Nachfrage aus dem Ausland ausgingen, hat der Aufschwung im Jahresverlauf zunehmend Unterstützung auch durch die inländische Nachfrage erhalten. Dank der anhaltend positiven Entwicklung am Arbeitsmarkt legte zum Jahresende auch die private Konsumnachfrage zu. Die stärksten Wachstumsimpulse kamen jedoch über das Jahr aus dem Export – getragen von einer weiterhin kräftigen Nachfrage nach deutschen Investitions- und langlebigen Konsumgütern, aber auch von der Erholung der Ausfuhren der Lebensmittelindustrie.

Anhaltend positive Zahlen am Arbeitsmarkt haben wesentlich zur Erholung der privaten Nachfrage im zweiten Halbjahr beigetragen, so dass der Konsum letztlich 2010 noch real um 0,5% zugenommen hat: Die Krise ist an vielen Verbrauchern weitgehend vorbeigegangen, Zukunftsängste wurden durch die stabile Lage am Arbeitsmarkt entspannt.

Nach dem drastischen Umsatzrückgang und Preisdruck des Vorjahres verzeichnete die Nahrungsmittelindustrie 2010 ein im Großen und Ganzen solides Jahr, mit einem nominalen Umsatzwachstum im Inland um 1,1% und einer Steigerung der Auslandsumsätze um 8%. Dabei waren vor allem zum Jahresende, im Zuge der Belebung des privaten Konsums einerseits und der Durchsetzung von Preissteigerungen andererseits, Umsatzzuwächse zu erreichen.

Nahrungsmittelpreise und Energiekosten waren 2010 die Haupttreiber der Verbraucherpreissteigerungen (gesamt +1,1%; Nahrungsmittel +1,4%). Die Preise für Nahrungsmittel haben vor allem im zweiten Halbjahr teilweise kräftig angezogen – zum Teil noch als Ergebnis eines Basiseffektes aus dem Vorjahr, aber auch getrieben durch steigende Preise für wichtige Agrarrohstoffe. Diese haben sich zuletzt auch in einem Anstieg der Erzeugerpreise für Lebensmittel niedergeschlagen (+1%), mit deutlichen Preisausschlägen vor allem bei pflanzlichen und tierischen Fetten, Milchprodukten, Getreide sowie Futtermitteln. Rekordpreise waren auch bei wichtigen Agrarrohstoffen wie Kaffee und Kakao zu verzeichnen, auch in Folge von Spekulation und politischer Instabilität in einem wichtigen Lieferland für Kakao. Damit wurde die Entwicklung der Rohstoffpreise zunehmend zur zentralen Herausforderung für die Branche.

Geschäftsverlauf

Die Umsatzerlöse unseres Unternehmens liegen im Jahr 2010 mit einem nur leichten Wachstum von 0,3% nahezu auf Vorjahresniveau. Die Entwicklung in den einzelnen Produktgruppen weist allerdings Unterschiede auf. Des Weiteren war die Umsatzentwicklung im Inland um 0,8% rückläufig, während das Exportgeschäft um 4,5% wuchs.

Das stärkste Umsatzwachstum zeigt mit 7,0% die Produktgruppe Getränke, weiterhin gestützt auf das erfolgreiche (Kaffee-) Kapselsystem Dolce Gusto sowie den weiterhin stark wachsenden Geschäftsbereich Nespresso. Ebenso konnte der Export an verbundene Unternehmen wieder kräftig wachsen.

Die Produktgruppe Milch- und Diätetikprodukte lag mit einem Zuwachs von 0,1% annähernd auf Vorjahresniveau, wobei ein rückläufiges Inlandsgeschäft, nicht zuletzt aufgrund des fortgesetzten Geburtenrückgangs, durch ein steigendes Exportvolumen an verbundene Unternehmen kompensiert werden konnte.

Bei den Fertiggerichten und Produkten für die Küche ergibt sich ein Umsatzrückgang von 3,1%. Hiervon entfällt der größte Teil auf die Umstellung von festen in variable Konditionsbestandteile im Geschäftsbereich Maggi, die sich anders als im Vorjahr als Erlösschmälerungen niederschlagen. Des Weiteren lag die Umsatzentwicklung der Marke Libby’s im Inland unter dem Vorjahresniveau. Der Exportumsatz an verbundene Unternehmen zeigte sich stabil.

Der Umsatz mit Produkten für Heimtiere ist um 3,0% rückläufig. Ein weiteres Wachstum im Inland durch eine weitere Fokussierung auf Markenprodukte konnte deutliche Exportrückgänge an verbundene Unternehmen nicht kompensieren.

Die Produktgruppe Schokoladen- und Süßwarenprodukte weist einen Umsatzanstieg von 3,5% auf. Ein deutliches Exportwachstum an verbundene Unternehmen konnte den Umsatzrückgang im Inland mehr als ausgleichen.

Unter der Produktgruppe „Sonstiges“ werden die Umsatzerlöse im Bereich der Sportlernahrung unter der Marke PowerBar, der Pflegeprodukte unter der Marke Bübchen sowie Umsatzerlöse mit Accessoires im Geschäftsbereich Nespresso zusammengefasst, die ein Wachstum von 4,5% erreichten.

Finanzielle Leistungsindikatoren

Die Anteile der Nestlé Deutschland AG liegen zu 100% bei der Nestlé Unternehmungen Deutschland GmbH, die wiederum zum Konzern Nestlé S.A., Vevey (Schweiz), gehört.

Das operative Geschäft eines Großteils der Nestlé Deutschland AG wird durch das Zonenmanagement Europa der obersten Muttergesellschaft, Nestlé S.A., gesteuert. Neben einigen Teilbereichen der Nestlé Deutschland AG gehören zur „Berichtseinheit Deutschland“ noch weitere Aktivitäten, wie das deutsche Eiskrem- und Tiefkühlkostgeschäft; andere Teilbereiche wie das Tiernahrungsgeschäft oder Nespresso gehören dagegen nicht zu dieser Berichtseinheit. Die Steuerung erfolgt auf Basis der Zahlen nach International Financial Reporting Standards („IFRS“) unter Berücksichtigung der „Nestlé Accounting Guidelines“.

Das Zonenmanagement Europa gibt am Ende eines Geschäftsjahres der „Berichtseinheit Deutschland“ die im kommenden Geschäftsjahr zu erreichenden Ziele vor. Insbesondere sind diese:

RIG (Real Internal Growth)
OG (Organic Growth)
EBIT (Earnings before Interest and Taxes)
SoM (Share of Market)

Die „Berichtseinheit Deutschland“ hat in 2010 vor dem Hintergrund der allgemeinen Finanzkrise die oben genannten Ziele nicht vollständig erreichen können. Da die „Berichtseinheit Deutschland“ zwar zu einem großen Teil mit dem Umfang der Nestlé Deutschland AG übereinstimmt, aber nicht vollständig deckungsgleich ist und die Werte gemäß IFRS ermittelt werden, verzichten wir an dieser Stelle auf die Angabe konkreter Kennzahlen.

Ertragslage

Das Jahresergebnis vor Gewinnabführung beträgt im Geschäftsjahr 2010 115,8 Millionen Euro (i. Vj. 160,3 Millionen Euro); das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit beläuft sich auf 118,5 Millionen Euro (i. Vj. 160,1 Millionen Euro).

Die sonstigen betrieblichen Erträge sind um 4,0 Millionen Euro gesunken. Dies ist im Wesentlichen auf geringere Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen zurückzuführen, während höhere Erträge aus Dienstleistungen, hauptsächlich durch das Regional GLOBE Office (vormals GLOBE Center Europe), gegenläufig wirkten.

Der Anteil des Materialaufwands am Umsatz ist im Vergleich zum Vorjahr auf 47,4% (i. Vj. 46,2%) gestiegen. Dies ist im Wesentlichen auf gestiegene Rohstoffkosten zurückzuführen.

Der Anteil des Personalaufwands am Umsatz hat sich auf 13,9% (i. Vj. 13,3%) erhöht. Der größte Effekt resultiert aus Gehaltssteigerungen in einer Bandbreite von etwa 1,5 % bis gut 2% je nach Standort. Des Weiteren waren im Jahresdurchschnitt mehr Mitarbeiter bei der Nestlé Deutschland AG beschäftigt als im Vorjahr.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind um 32,5 Millionen Euro gestiegen. Innerhalb der sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind zwar geringere Aufwendungen für Werbungen, Repräsentation und Verkaufsförderung zu verzeichnen, dabei ist aber der größte Teil auf die Umstellung von festen in variable Konditionsbestandteile im Geschäftsbereich Maggi zurückzuführen, die sich anders als im Vorjahr als Erlösschmälerungen niederschlagen. Diesen stehen jedoch im Wesentlichen gestiegene Aufwendungen für Beratung und sonstige Dienstleistungen gegenüber, geprägt durch höhere Aufwendungen für die erbrachten Leistungen des Regional GLOBE Office (vormals GLOBE Center Europe), sowie durch höhere Aufwendungen des Teilbereichs Herta für die Erstattung von Aufwendungen dessen Betriebsführungsgesellschaften, die aufgrund von Restrukturierungsprojekten erhöht waren. Des Weiteren lagen auch die Instandhaltungsaufwendungen über dem Vorjahresniveau, einen nennenswerten Anteil daran haben Renovierungsarbeiten am Gebäude des Hauptsitzes.

Das Beteiligungsergebnis liegt mit 26,6 Millionen Euro um 10 Millionen Euro über dem Vorjahreswert, der mit Abschreibungen auf Finanzanlagen in Höhe von 11,2 Millionen Euro belastet war. Diese entfielen im Vorjahr im Wesentlichen auf die Abwertung des Beteiligungsbuchwerts der Nestlé Food LLC, Moskau (Russland).

Das Finanzergebnis hat sich um 16,6 Millionen Euro von -5,7 Millionen Euro auf 10,9 Millionen Euro verbessert. Der größte Teil ist auf die hier auszuweisende Aufzinsung von Ausleihungen zurückzuführen, die im Jahr 2008 an die Nestlé Rückdeckungskasse VVaG und die Nestlé Pensionskasse VVaG gewährt worden waren. Diese waren seinerzeit aufgrund ihrer Unverzinslichkeit und später erwarteten Rückführung abzuzinsen, während sie mittlerweile bereits größtenteils zurückgeflossen sind. Des Weiteren lag das Zinsniveau im Jahresdurchschnitt niedriger als im Vorjahr.

Das außerordentliche Ergebnis von -4,2 Millionen Euro ist geprägt durch Effekte aufgrund der Umstellung der Rechnungslegung gemäß BilMoG und resultiert im Wesentlichen aus der per 1. Januar 2010 vorgenommenen Neubewertung von Pensionsrückstellungen. Aus einer abgeschlossenen Betriebsprüfung, die sich auf die Zeit vor der steuerlichen Organschaft der Nestlé Deutschland AG bezog, ergab sich ein Steuerertrag von 1,5 Millionen Euro.

Finanz- und Vermögenslage

Die Bilanzsumme der Nestlé Deutschland AG hat sich um 150 Millionen Euro von 1.477 Millionen Euro auf 1.327 Millionen Euro verringert.

Das Anlagevermögen hat sich allerdings um 74 Millionen Euro erhöht, was im Wesentlichen einerseits auf um 48 Millionen Euro höhere Sachanlagen zurückzuführen ist, vor allem geprägt durch den Fortschritt der neuen Produktionsanlagen in Biessenhofen. Zum anderen stieg das Finanzanlagevermögen um 37 Millionen Euro, hauptsächlich bedingt durch den Zugang von Anteilen an verbundenen Unternehmen, für die im Vorjahr bereits eine Vorauszahlung unter den sonstigen Vermögensgegenständen ausgewiesen wurde. Gegenläufig wirkte die Teilrückzahlung von Ausleihungen, die im Jahr 2008 an die Nestlé Rückdeckungskasse VVaG und die Nestlé Pensionskasse VVaG gewährt worden waren.

Das Umlaufvermögen inklusive Rechnungsabgrenzungsposten sank um 224 Millionen Euro, was in Höhe von 113 Millionen Euro auf geringere Forderungen gegen verbundene Unternehmen, in Höhe von 76 Millionen Euro auf geringere sonstige Vermögensgegenstände sowie in Höhe von 15 Millionen Euro auf geringere Forderungen aus Lieferungen und Leistungen zurückzuführen ist. Der Rückgang der Forderungen gegen verbundene Unternehmen resultiert fast ausschließlich aus Aufrechnungen von Forderungen mit Verbindlichkeiten in Bezug auf Herta-Gesellschaften. Die Nestlé Deutschland AG hat mit 123 Millionen Euro Forderungen gegen die Herta Produktions GmbH und mit 11 Millionen Euro Forderungen gegen die Herta Logistik an die Herta GmbH abgetreten. Die hieraus entstandenen Forderungen gegen die Herta GmbH wurden mit Verbindlichkeiten gegenüber dieser Gesellschaft aufgerechnet. Die sonstigen Vermögensgegenstände enthielten im Vorjahr eine Kaufpreisvorauszahlung für die Aufstockung der Anteile an einem verbundenen Unternehmen, die mit Wirkung zum 1. Januar 2010 in die Finanzanlagen übergingen.

Auf der Passivseite der Bilanz spiegelt sich die Verringerung der Bilanzsumme um 150 Millionen Euro vor allem durch um 173 Millionen Euro niedrigere Verbindlichkeiten sowie durch um 20 Millionen Euro höhere Rückstellungen wider.

Die Rückgang der Verbindlichkeiten ist geprägt durch um 188 Millionen Euro geringere Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen, was hauptsächlich aus der oben beschriebenen Abtretung von und Aufrechnung mit Forderungen gegen die Herta GmbH resultiert. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen erhöhten sich dagegen um 17 Millionen Euro.

Da die Nestlé Deutschland AG an den Cash Pool (verzinsliche Verrechnungskonten) der Nestlé Unternehmungen Deutschland GmbH angeschlossen ist, bestehen bei der Nestlé Deutschland AG keine wesentlichen Bankguthaben oder -verbindlichkeiten. Der sich bei der Gesellschaft ergebende Finanzbedarf wird im Rahmen einer Finanzierungsvereinbarung durch die Nestlé Unternehmungen Deutschland GmbH über den Cash Pool zur Verfügung gestellt. Der Cash Pool Saldo, der unter den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen ausgewiesen wird, wird mit dem 1-Monats-Euribor zuzüglich 0,25% bei Aufnahme und abzüglich 0,25% bei Anlage verzinst und belief sich zum Ende des Geschäftsjahres 2010 auf rd. 319 Millionen Euro (i. Vj. 348 Millionen Euro).

Forschung und Entwicklung

Die Nestlé Deutschland AG greift bei der Entwicklung von Neuprodukten und neuen Produktionsverfahren auf das Know-how der international organisierten Nestlé Forschungsbereiche zurück.

Risikomanagement

Das Überwachungssystem zur Früherkennung von Risiken wurde weiterentwickelt. Die bedeutendsten Risiken, die den Fortbestand des Unternehmens gefährden könnten, werden systematisch erfasst, und es werden Instrumente und Verantwortlichkeiten für ihre Beherrschung und notwendige Verbesserungen definiert. Es erfolgen eine regelmäßige Behandlung im Vorstand, Berichterstattung an den Aufsichtsrat sowie Prüfungen durch unsere Innenrevision.

Die Nestlé Deutschland AG setzt zur teilweisen Absicherung von Risiken aus der operativen Geschäftstätigkeit (insbesondere Wechselkursen) in begrenztem Umfang derivative Finanzinstrumente ein. Dabei werden ausschließlich marktübliche Instrumente mit einer ausreichenden Marktliquidität – wie Devisentermingeschäfte – verwendet. Der Einsatz dieser Instrumente wird im Rahmen des Risikomanagementsystems durch Konzernrichtlinien geregelt, die den spekulativen Einsatz derivativer Finanzinstrumente ausschließen und das interne Berichtswesen sowie die Funktionstrennung regeln. Die Einhaltung dieser Richtlinien und die ordnungsgemäße Abwicklung und Bewertung der Geschäfte werden regelmäßig unter Wahrung der Funktionstrennung überprüft.

Ausblick auf das Jahr 2011

Die deutsche Wirtschaft kehrt nach der überraschend schnellen Erholung von der Krise auf einen normalen Wachstumspfad zurück. Während das Wachstumstempo der Weltwirtschaft sich etwas verlangsamen dürfte, bleibt das Wachstum in Deutschland 2011 kräftig (bis +2,5% real) getragen von einer zunehmenden privaten Konsumnachfrage (Prognose bis +1,3% real) und einer guten Auftragslage bei Investitionsgütern aus dem In- und Ausland.

Die Lage am Arbeitsmarkt verschiebt sich weiter zugunsten der Arbeitnehmer; der Mangel an Fachkräften dürfte sich zunehmend bemerkbar machen. Dies eröffnet Spielraum für vergleichsweise hohe Lohnforderungen der Arbeitnehmer und dürfte einen Anstieg der verfügbaren Einkommen in einer Größenordnung von über 2% nach sich ziehen.

Die Risiken im Finanzsektor und insbesondere in mehreren Staatshaushalten im Euro-Währungsverbund bestehen weiterhin und stellen den zentralen Belastungsfaktor für die Nachhaltigkeit der wirtschaftlichen Erholung in Deutschland und Europa dar. Anlass zur Sorge geben die Haushaltsdefizite der größten Wirtschaftsräume; der notwendige – und teilweise angekündigte – Konsolidierungskurs dürfte 2011 die Konsum- und Investitionsneigung entsprechend belasten. Dies betrifft auch wichtige Absatzmärkte deutscher Produkte. Störungen der wirtschaftlichen Entwicklung gehen auch von der Naturkatastrophe in Japan aus, verbunden mit strukturellen Veränderungen in der nationalen Energiepolitik in Deutschland, die sich bereits kurzfristig in einem Anstieg der Energiepreise niederschlagen werden. Politische Umwälzungen in Nordafrika und im Nahen Osten führen ebenfalls zu zusätzlichen Risiken.

Das Preisklima in Deutschland wird 2011 zunehmend durch weiter steigende Energie- und nicht zuletzt Nahrungsmittelpreise geprägt. Wichtige Rohstoffe der Lebensmittelindustrie werden erwartungsgemäß weiter kräftige Preissteigerungen verzeichnen, als Folge gesunkener Lagerbestände und ungünstiger Ernteprognosen sowie weltweit anziehender Nachfrage. Dabei steht vor allem der Kakaopreis unter dem Einfluss politischer Risiken und dürfte im Jahresverlauf unter erheblichen Schwankungen stehen. Zusätzlicher Preisdruck geht von der Verwendung von Lebensmittelrohstoffen für die energetische Nutzung (Kraftstoff, Biomasse) aus, der sich auch in einer zunehmenden Bindung wichtiger Rohstoffpreise an die Entwicklung der Energiepreise niederschlägt.

Im Handel zeichnet sich keine generelle Abkehr von der starken Preisorientierung ab. Angesichts deutlich steigender Rohstoffkosten in der Industrie und Landwirtschaft erscheinen substantielle Preisrunden jedoch derzeit weniger wahrscheinlich. Für die Nahrungsmittelbranche ist für 2011 mit einem leichten realen und nominalen Wachstum zu rechnen; dabei dürften Preisanpassungen an gestiegene Kosten jedoch die Branche wesentlich prägen.

Für das laufende Geschäftsjahr 2011 rechnen wir trotz der Nachwirkungen der Finanzkrise wieder mit einem leichten Umsatzwachstum in einer Bandbreite von 1-2%. Wir werden auf der Kostenseite die Effizienzsteigerungsprojekte in Produktion, Einkauf, Verwaltung und Vertrieb fortsetzen, um ein profitables Wachstum zu sichern. Wir erwarten, beim Jahresergebnis das Niveau des Jahres 2009 erreichen zu können.

Ausblick auf das Jahr 2012

Die aktuellen Prognosen gehen für das Jahr 2012 für eine Fortsetzung des Wachstumskurses aus, wenngleich mit etwas geringeren Zuwachsraten für das Bruttoinlandsprodukt in der Größenordnung zwischen 1,5 bis 2 % real. Wachstumsimpulse werden weiterhin von der inländischen Konsumnachfrage ausgehen – vor dem Hintergrund eines weiteren Rückgangs der Arbeitslosigkeit und einem Zuwachs der verfügbaren Einkommen –, während die Exportdynamik etwas nachlässt.

Für die Entwicklung der Energie- und weiteren Rohstoffpreise liegen zur Zeit keine belastbaren Prognosen vor. Auszugehen ist mittelfristig von weiterhin hohen und tendenziell weiter steigenden Preisen für landwirtschaftliche Rohstoffe, was sich in den Preissteigerungsraten entsprechend niederschlagen wird.

Weltweit und in Deutschland gehen vom notwendigen haushaltspolitischen Konsolidierungskurs dämpfende Impulse auf die Weltwirtschaft aus. Die Dynamik der Ausfuhren wird erwartungsgemäß geringer sein als in 2010 und 2011, ebenso die inländische Investitionstätigkeit.

Für die Lebensmittelwirtschaft zeichnen sich für 2012 derzeit keine signifikanten Änderungen von Rahmenbedingungen und Wachstumsperspektiven ab.

Auch für 2012 gehen wir von einem nachhaltigen Umsatzwachstum in einer Bandbreite von 1-2% gegenüber 2011 aus. zudem werden wir alle Anstrengungen unternehmen, um mit kontinuierlichen Verbesserungsprozessen eine nachhaltige Profitabilität zu sichern, und wiederum mindestens das Ergebnis des Geschäftsjahres 2010 zu erreichen.

Chancen und spezifische Risiken

Zentrale Herausforderungen für die Branche sind zum einen die steigenden Rohstoffkosten und das zunehmende Bewusstsein der Verbraucher für Nachhaltigkeitsaspekte in den globalen Lieferketten. Dies ist auch vor dem Hintergrund der weltweit steigenden Nachfrage nach Agrarrohstoffen zu sehen und dem hiervon ausgehenden Druck auf Anbauflächen und resultierende Nutzungskonflikte zwischen Nahrung, energetischer Nutzung sowie Artenvielfalt. Dies stellt zusätzliche Anforderungen an die Gestaltung globaler Wertschöpfungsketten, mit entsprechendem Investitionsbedarf in die Sicherung von Rohstoffversorgung und Nachhaltigkeit.

Zum anderen steht die Lebensmittelwirtschaft in Deutschland in einer Vertrauenskrise hinsichtlich der Qualität der Lebensmittel, geprägt von einzelnen Skandalen (Dioxin in Futtermitteln). Die Bewältigung dieser Vertrauenskrise und das Rückgewinnen des Verbrauchervertrauens stellen die Branche insgesamt vor eine gemeinsame Herausforderung.

Wichtige Trends und Treiber für die Veränderung von Konsummustern sind die zunehmende Sensibilität der Verbraucher für Nachhaltigkeitsaspekte und die Entstrukturierung der Tagesabläufe. Hiervon profitiert mittelfristig insbesondere der Außer Haus Verzehr.

Unsere Chancen bestehen darin, dass wir durch weitere Produktinnovationen und -renovationen zusätzliche Umsatzpotenziale erschließen, um dem angesichts des wirtschaftlichen Umfelds beschränkten Mengensteigerungspotenzial entgegen zu wirken. Dabei setzen wir auf ein wachsendes Ernährungs- und Gesundheitsbewusstsein unserer Verbraucher. Nutritionelle Aspekte und der Wellness-Gedanke dienen bei unserer Produktentwicklung als Leitlinie.

Für die Jahre 2011 und 2012 steht ferner die weitere Umsetzung von Nachhaltigkeitsinitiativen im Rahmen der internationalen Strategie zur Gemeinsamen Wertschöpfung an. Mittelfristig wird durch diese Maßnahmen eine Stärkung der Reputation in wichtigen Kompetenzfeldern des Unternehmens und der Marken angestrebt. Die Maßnahmen zielen auf wichtige Rohstoff-Wertschöpfungsketten und, eingebettet in den Rahmen der Effizienz- und Optimierungsinitiative „Nestlé Continuous Excellence“, ressourcenschonende und effiziente Produktions-, Logistik- und Verwaltungsprozesse ab.

Das Bundeskartellamt hat ein Verfahren gegen die Nestlé Deutschland AG und Ihre Tochtergesellschaften sowie Mitarbeiter eingeleitet. Der Vorstand stellte den Behörden alle erforderlichen Informationen zur Verfügung, um zur Aufklärung des Sachverhalts beizutragen. Die Gesellschaft hat die von ihr erwartete Zahlungsverpflichtung sowie die Kosten für Rechtsanwälte in den Rückstellungen erfasst.

Spezifische Risiken, die die zukünftige Entwicklung unserer Gesellschaft in wesentlichem Umfang nachhaltig beeinflussen könnten, sind nicht ersichtlich.

Nachtragsbericht

Nach Ende des Geschäftsjahres sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten, über die zu berichten wäre.

Frankfurt am Main, 2. Mai 2011

Die Geschäftsleitung

Bilanz zum 31. Dezember 2010

Aktiva

31.12.2010 31.12.2009
TEUR TEUR TEUR TEUR
--- --- --- --- ---
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 1.454 1.036
2. Geschäfts- oder Firmenwerte 0 1.454 11.379 12.415
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 10.067 10.269
2. Technische Anlagen und Maschinen 63.430 63.897
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 53.398 56.629
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 87.904 214.799 36.165 166.960
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 359.719 274.999
2. Beteiligungen 9.564 15.050
3. Sonstige Ausleihungen 41.712 78.246
4. Sondervermögen Pension Trust 24.057 29.598
5. Genossenschaftsanteile 656 435.708 656 398.549
651.961 577.924
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 55.339 53.767
2. Unfertige Erzeugnisse 22.130 21.918
3. Fertige Erzeugnisse und Waren 110.123 187.592 112.429 188.114
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 259.001 273.588
--davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr TEUR 9 (i. Vj. TEUR 22)--
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 161.027 274.151
--davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr TEUR 11.873 (i. Vj. TEUR 28.853)--
3. Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 12.991 21.956
--davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr TEUR 2.000 (i. Vj. TEUR 2.000)--
4. Sonstige Vermögensgegenstände 44.058 477.077 120.283 689.978
--davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr TEUR 10.359 (i. Vj. TEUR 9.973)--
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 7.837 18.960
672.506 897.052
C. Rechnungsabgrenzungsposten 2.037 1.751
1.326.504 1.476.727
Passiva
31.12.2010 31.12.2009
TEUR TEUR TEUR TEUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 214.267 214.267
II. Gewinnrücklagen
1. Gesetzliche Rücklage 21.427 21.427
2. Andere Gewinnrücklagen 2.778 24.205 966 22.393
238.472 236.660
B. Sonderposten für unentgeltlich ausgegebene Emissionsberechtigungen 124 74
C. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 11.806 11.320
2. Steuerrückstellungen 2.037 30.850
3. Sonstige Rückstellungen 267.209 218.413
281.052 260.583
D. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 644 183
--davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr TEUR 644 (i. Vj. TEUR 183)--
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 164.526 147.298
--davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr TEUR 164.526 (i. Vj. TEUR 147.298)--
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 628.078 816.556
--davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr TEUR 627.992 (i. Vj. TEUR 816.549)--
4. Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 1.116 1.281
--davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr TEUR 1.116 (i. Vj. TEUR 1.281)--
5. Sonstige Verbindlichkeiten 11.602 14.092
--davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr TEUR 9.999 (i. Vj. TEUR 11.910)--
--davon mit einer Restlaufzeit über fünf Jahre TEUR 682 (i. Vj. TEUR 772)--
--davon aus Steuern TEUR 6.875 (i. Vj. TEUR 6.312)--
--davon im Rahmen der sozialen Sicherheit TEUR 2.176 (i. Vj. TEUR 2.282)--
805.966 979.410
E. Rechnungsabgrenzungsposten 890 0
1.326.504 1.476.727

Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2010

Anschaffungs- und Herstellungskosten
01.01.2010

TEUR
Zugänge des Geschäftsjahres

TEUR
Übertragungen Umgliederungen Umbuchungen

TEUR
Abgänge des Geschäftsjahres

TEUR
31.12.2010

TEUR
--- --- --- --- --- ---
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 13.406 1.014 - 55 10.373 3.992
2. Geschäfts- oder Firmenwerte 63.658 0 0 40.254 23.404
77.064 1.014 - 55 50.627 27.396
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 24.154 572 118 219 24.625
2. Technische Anlagen und Maschinen 765.935 18.921 8.646 45.189 748.313
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 318.337 24.730 4.005 36.497 310.575
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 36.165 69.774 - 12.769 4.986 88.184
1.144.591 113.997 0 86.891 1.171.697
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 275.024 79.234 15.964 0 370.222
2. Beteiligungen 25.528 0 - 15.964 0 9.564
3. Sonstige Ausleihungen 93.263 0 0 47.780 45.483
4. Sondervermögen Pension Trust 29.598 350 - 2.205 62 27.681
5. Genossenschaftsanteile 656 0 0 0 656
424.069 79.584 - 2.205 47.842 453.606
1.645.724 194.595 - 2.260 185.360 1.652.699
Kumulierte Abschreibungen
01.01.2010

TEUR
Abschreibungen des Geschäftsjahres

TEUR
Übertragungen Umgliederungen Umbuchungen

TEUR
Abgänge des Geschäftsjahres

TEUR
Zuschreibungen

TEUR
31.12.2010

TEUR
--- --- --- --- --- --- ---
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 12.370 596 - 55 10.373 0 2.538
2. Geschäfts- oder Firmenwerte 52.279 11.379 0 40.254 0 23.404
64.649 11.975 - 55 50.627 0 25.942
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 13.885 891 0 218 0 14.558
2. Technische Anlagen und Maschinen 702.038 27.501 0 44.656 0 684.883
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 261.708 31.104 0 35.635 0 257.177
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0 280 0 0 0 280
977.631 59.776 0 80.509 0 956.898
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 25 0 10.478 0 0 10.503
2. Beteiligungen 10.478 0 - 10.478 0 0 0
3. Sonstige Ausleihungen 15.017 215 0 0 11.461 3.771
4. Sondervermögen Pension Trust 0 0 0 0 0 0
5. Genossenschaftsanteile 0 0 0 0 0 0
25.520 215 0 0 11.461 14.274
1.067.800 71.966 - 55 131.136 11.461 997.114
Verrechnung mit Pensionsrückstellungen 31.12.2010

TEUR
Buchwerte
31.12.2010

TEUR
31.12.2009

TEUR
--- --- --- ---
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 0 1.454 1.036
2. Geschäfts- oder Firmenwerte 0 0 11.379
0 1.454 12.415
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 0 10.067 10.269
2. Technische Anlagen und Maschinen 0 63.430 63.897
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 0 53.398 56.629
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0 87.904 36.165
0 214.799 166.960
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0 359.719 274.999
2. Beteiligungen 0 9.564 15.050
3. Sonstige Ausleihungen 0 41.712 78.246
4. Sondervermögen Pension Trust 3.624 24.057 29.598
5. Genossenschaftsanteile 0 656 656
3.624 435.708 398.549
3.624 651.961 577.924

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 01. Januar bis 31. Dezember 2010

2010 2009
TEUR TEUR TEUR TEUR
--- --- --- --- ---
1. Umsatzerlöse 2.587.119 2.578.596
2. Erhöhung (i. Vj. Verminderung) des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 3.245 - 11.415
3. Andere aktivierte Eigenleistungen 4.569 1.898
4. Sonstige betriebliche Erträge 315.744 319.655
5. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren - 1.186.431 - 1.139.533
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen - 39.052 - 1.225.483 - 50.933 - 1.190.466
6. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter - 274.788 - 261.009
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung - 84.046 - 358.834 - 82.154 - 343.163
--davon für Altersversorgung TEUR 23.574 (i. Vj. TEUR 24.003)--
7. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen - 71.751 - 64.416
8. Sonstige betriebliche Aufwendungen - 1.173.416 - 1.140.936
9. Erträge aus Beteiligungen 22.179 22.517
--davon aus verbundenen Unternehmen TEUR 13.714 (i. Vj. TEUR 7.509)--
10. Erträge aus Gewinnabführungsverträgen 4.523 4.829
11. Erträge aus Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 0 0
12. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 15.924 5.756
--davon aus verbundenen Unternehmen TEUR 54 (i. Vj. TEUR 727)--
13. Abschreibungen auf Finanzanlagen - 215 - 11.217
14. Aufwendungen aus Verlustübernahme - 71 - 68
15. Zinsen und ähnliche Aufwendungen - 5.057 - 11.508
--davon an verbundene Unternehmen TEUR 2.840 (i. Vj. TEUR 9.331)--
16. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 118.476 160.062
17. Außerordentliche Aufwendungen/Außerordentliches Ergebnis - 4.226 0
18. Erträge aus Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 1.491 731
19. Erträge (i. Vj. Aufwand) aus sonstigen Steuern 32 - 523
20. Jahresergebnis vor Gewinnabführung 115.773 160.270
21. Auf Grund eines Gewinnabführungsvertrags abgeführter Gewinn - 115.773 - 160.270
22. Jahresüberschuss 0 0

Anhang für das Geschäftsjahr 2010

A. Allgemeine Angaben

Der Jahresabschluss der Nestlé Deutschland AG, Frankfurt am Main, zum 31. Dezember 2010 wird nach den Vorschriften des HGB und des AktG unter erstmaliger Anwendung der Vorschriften des BilMoG aufgestellt.

Die Form der Darstellung des Jahresabschlusses wurde beibehalten. Die Gewinn- und Verlustrechnung wird gemäß § 275 Abs. 2 HGB nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

Im Geschäftsjahr 2010 wurden erstmalig die neuen Vorschriften des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes vom 29. Mai 2009 (BilMoG) angewendet. Umstellungszeitpunkt war der 1. Januar 2010. Daher ist eine Vergleichbarkeit mit den Vorjahreszahlen nur eingeschränkt möglich. Gemäß Art. 67 Abs. 8 Satz 2 EGHGB wurde auf die Anpassung der Vorjahreszahlen sowie auf die Angabe der Auswirkungen der korrespondierenden Ausweis- und Bewertungsänderungen bei erstmaliger Anwendung des BilMoG verzichtet.

Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurden gegenüber dem Vorjahr den geänderten Vorschriften gemäß BilMoG angepasst. Ergebniswirksame Anpassungen durch geänderte Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden im Übergangsjahr 2010 werden gemäß Art. 67 Abs. 7 EGHGB unter den „außerordentlichen Aufwendungen“ in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesen bzw. im Falle der Auflösung von Rückstellungen gemäß Art. 67 Abs. 1 Satz 2 EGHGB in die Gewinnrücklagen eingestellt.

Die Gesellschaft gehört als Teilkonzern zum Konzernkreis der Nestlé S.A., Cham und Vevey (Schweiz), und ist von der Aufstellung eines Konzernabschlusses und eines Konzernlageberichtes gemäß § 292 Abs. 1 HGB befreit. Hinsichtlich der Offenlegung macht die Gesellschaft von § 292 HGB Gebrauch. Der Konzernabschluss der Nestlé S.A., der nach IFRS-Rechnungslegungsvorschriften aufgestellt ist, wird in der Schweiz offengelegt.

B. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sind gegenüber dem Vorjahr – mit Ausnahme der geänderten Vorschriften durch das BilMoG – im Wesentlichen unverändert angewandt worden.

Immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert. Für die in den Geschäftsjahren 1998 (Milasan) und 2007 (X-press-Vertriebsaktivitäten) entgeltlich erworbenen Geschäfts- und Firmenwerte wurde im Zeitpunkt der erstmaligen Erfassung eine voraussichtliche Nutzungsdauer von 15 Jahren in Anlehnung an die steuerrechtlichen Vorschriften des § 7 Abs. 1 Satz 3 EStG zu Grunde gelegt. Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurden außerplanmäßige Abschreibungen gemäß § 253 Abs. 3 Satz 3 HGB vorgenommen. Die übrigen immateriellen Vermögensgegenstände werden in steuerlich zulässigem Umfang planmäßig nach der linearen Abschreibungsmethode abgeschrieben.

Sachanlagen werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich planmäßiger und außerplanmäßiger Abschreibungen bewertet. Die Herstellungskosten enthalten die handels- und steuerrechtlich aktivierungspflichtigen Kostenbestandteile. Die Zugänge zu den Sachanlagen werden im Zugangsjahr pro rata temporis abgeschrieben. Die planmäßigen Abschreibungen werden im steuerlich zulässigen Umfang entweder nach der degressiven oder der linearen Methode ermittelt. Die Zugänge des beweglichen Sachanlagevermögens von 2001 bis 2005 werden entsprechend den steuerlichen Regelungen bei Anwendung der degressiven Abschreibungsmethode mit jährlich 20 % des Buchwertes der Anlagegegenstände abgeschrieben, während für Zugänge vor 2001 und in 2006 und 2007 ein Prozentsatz von 30 % angewandt wird. Auf die lineare Abschreibungsmethode wird übergegangen, sobald diese zu höheren Abschreibungen führt. Seit 2008 werden Zugänge grundsätzlich linear abgeschrieben. Außerplanmäßige Abschreibungen werden vorgenommen, wenn voraussichtlich dauerhafte Wertminderungen vorliegen. In den Geschäftsjahren 2009 und davor wurden steuerliche Sonderabschreibungen auch im handelsrechtlichen Jahresabschluss vorgenommen. Im Hinblick auf Art. 67 Abs. 4 Satz 1 EGHGB wurden diese auch nach erstmaliger Anwendung des BilMoG beibehalten. Geringwertige Wirtschaftsgüter werden im Zeitpunkt ihres Zugangs vollständig abgeschrieben. Die Grenze für die Betrachtung eines geringwertigen Wirtschaftsgutes liegt unverändert zum Vorjahr bei EUR 150,00.

Anteile an verbundenen Unternehmen, Beteiligungen und Wertpapiere des Anlagevermögens werden zu Anschaffungskosten oder zu dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt.

Die Ausleihungen werden, soweit sie unverzinslich oder unterverzinst sind, mit ihrem Barwert angesetzt. Im Vorjahr sind unverzinsliche Ausleihungen mit einem internen Zinssatz von 5,5 % abgezinst worden. Im Berichtsjahr erfolgte die Abzinsung dagegen mit den laufzeitkongruenten durchschnittlichen Marktzinssätzen zum 31. Dezember 2010, die von der Deutschen Bundesbank veröffentlicht worden sind. Hierdurch verbesserte sich das Jahresergebnis um TEUR 1.038.

Das nicht verrechnete Sondervermögen Pension Trust wird zu Anschaffungskosten bilanziert und entfällt auf Pensionsrückstellungen, die im Hinblick auf die zu Grunde liegenden Zusagen nicht von der Gesellschaft selbst, sondern von ihren Betriebsführungsgesellschaften bilanziert werden.

Im Vorratsvermögen erfolgt die Bewertung - mit Ausnahme der Bestände in den Geschäftsbereichen Herta und PowerBar, die nach der Durchschnittskostenmethode bewertet werden - nach der Fifo-Methode. Rohkaffeebestände sowie die unfertigen und fertigen Erzeugnisse, soweit sie Rohkaffeebestandteile enthalten, werden wie in den Vorjahren nach der Lifo-Methode bewertet. Die Bewertungsunterschiede zu höheren Marktpreisen am Stichtag betragen für die nach der Lifo-Methode bewerteten Bestände TEUR 4.023, für die nach der Fifo-Methode bewerteten Bestände TEUR 653.

Die Vorräte werden mit den Herstellungs- bzw. den Anschaffungskosten bilanziert. Die Herstellungskosten enthalten die Material-, Lohn- und Gemeinkosten der Werke, einschließlich aktivierungspflichtiger Abschreibungen, sowie alle mit der Herstellung in Zusammenhang stehenden Verwaltungskosten.

Von den Wertansätzen der Vorräte werden sowohl in Fällen verminderter Verwertbarkeit als auch bei gesunkenen Wiederbeschaffungskosten oder zur verlustfreien Bewertung erforderliche Wertabschläge vorgenommen.

Bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind Einzelrisiken und das allgemeine Ausfall- und Kreditrisiko durch angemessene Wertabschläge berücksichtigt. Die Bewertung der übrigen Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände erfolgte mit dem Nennwert. Die Bewertung der flüssigen Mittel erfolgte zum Nominalwert.

Das auf DM 419.069.100,00 (EUR 214.266.628,49) lautende gezeichnete Kapital ist voll eingezahlt.

Die Pensionsverpflichtungen wurden gutachterlich unter Verwendung des Anwartschaftsbarwertverfahrens bewertet und damit mit dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag gemäß § 253 Abs. 1 Satz 2 HGB angesetzt. Dabei wurden die Richttafeln 2005 G nach Prof. Dr. Klaus Heubeck zugrundegelegt. Für die Abzinsung wurde der von der Deutschen Bundesbank für eine Restlaufzeit von 15 Jahren zum 31. Oktober 2010 veröffentlichte durchschnittliche Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre in Höhe von 5,16 % p.a. verwendet. Zukünftige Anpassungen der Versorgungsleistungen wurden durch einen Gehalts- und Rententrend von je 2,0 % p.a. berücksichtigt. Ein Fehlbetrag im Sinne von Art. 67 Abs. 2 EGHGB existiert nicht.

Die in der Nestlé Rückdeckungskasse VVaG rückgedeckten Direktzusagen sind leistungskongruent rückgedeckte Versorgungszusagen, die wie wertpapiergebundene Zusagen behandelt werden. Entsprechend sind die Pensionsrückstellungen gemäß § 253 Abs. 1 Satz 3 HGB mit dem beizulegenden Zeitwert des Rückdeckungsversicherungsanspruches angesetzt, welcher mit dem steuerlichen Aktivwert übereinstimmt.

Die Steuerrückstellungen und sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken sowie ungewisse Verpflichtungen und wurden in Höhe des Betrages angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung zur Erfüllung der Verpflichtung notwendig sein wird. Langfristige Rückstellungen werden mit dem von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten, ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst. Die Rückstellung für Verpflichtungen aus Altersteilzeitvereinbarungen umfasst die Aufwendungen für die Lohn- und Gehaltszahlungen an Mitarbeiter in der Freistellungsphase sowie die Aufstockungsleistungen. Die Rückstellung für Lohn- und Gehaltszahlungen wird ratierlich ab dem Beginn der Aktivphase angesammelt, während die Rückstellung für Aufstockungsleistungen mit Vertragsabschluss gebildet wird. Die Bewertung erfolgt nach versicherungsmathematischen Grundsätzen zum Barwert. Die Rückstellungen für den Restricted Stock Unit Plan werden ratierlich über den Erdienungszeitraum angesammelt. Der Bewertung liegt der Börsenkurs der Nestlé S.A.-Aktien am Stichtag zu Grunde.

Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Die Umrechnung von Geschäftsvorfällen in fremder Währung erfolgt mit den Einstandskursen, soweit keine Kurssicherung erfolgt ist. Die zum Stichtag bilanzierten Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder Währung sind vollumfänglich binnen Jahresfrist fällig und werden daher mit dem Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag umgerechnet.

Bei der Nestlé Deutschland AG werden seit 2005 auf Grundlage des Gesetzes über den Handel mit Berechtigungen zur Emission von Treibhausgasen (Treibhausgas-Emissionshandelsgesetz - TEHG) Emissionsrechte bilanziert. Die durch das Umweltbundesamt in Deutschland unentgeltlich ausgegebenen Emissionsrechte wurden zum Zeitpunkt der Eintragung in das Emissionshandelsregister mit dem Zeitwert unter den Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen aktiviert. Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert am Bilanzstichtag wurden in erforderlichem Umfang vorgenommen.

Für die tatsächlichen Treibhausgasemissionen im Geschäftsjahr 2010 wurden Rückstellungen gemäß § 249 Abs. 1 Satz 1 HGB sowie für die in 2010 nicht in Anspruch genommenen Emissionsrechte ein Sonderposten für unentgeltlich ausgegebene Emissionsberechtigungen gebildet.

Finanzinstrumente

Die Nestlé Deutschland AG setzt zur teilweisen Absicherung von Risiken aus der operativen Geschäftstätigkeit (insbesondere Wechselkursen) in begrenztem Umfang derivative Finanzinstrumente ein. Dabei werden ausschließlich marktübliche Instrumente mit einer ausreichenden Marktliquidität - wie Devisentermingeschäfte - verwendet. Der Einsatz dieser Instrumente wird im Rahmen des Risikomanagementsystems durch Konzernrichtlinien geregelt, die den spekulativen Einsatz derivativer Finanzinstrumente ausschließen und das interne Berichtswesen sowie die Funktionstrennung regeln.

Die Nominal- und Marktwerte der derivativen Finanzinstrumente der Nestlé Deutschland AG stellen sich wie folgt dar:

Nominalvolumen

TEUR
Marktwerte

TEUR
Devisentermingeschäfte 127.884 - 1.658
Energieabsicherung 1.313 123

Die Laufzeiten der Devisentermingeschäfte und der Energieabsicherung liegen unter einem Jahr.

Als so genanntes Nominalvolumen eines derivativen Sicherungsgeschäftes wird die rechnerische Bezugsgröße bezeichnet, aus der sich die Zahlungen ableiten. Sicherungsgegenstand und Risiko sind nicht die Nominalwerte selbst, sondern nur die Preisänderungen (z.B. Wechselkursänderungen) bezogen auf die Nominalwerte.

Die Ermittlung der Marktwerte erfolgt auf Basis quotierter Marktpreise am Bilanzstichtag ohne Verrechnung mit etwaig gegenläufigen Wertentwicklungen aus zu Grunde liegenden Grundgeschäften.

Der Marktwert entspricht dem Betrag, den die Nestlé Deutschland AG bei vorzeitiger Auflösung des Sicherungsgeschäfts über die Nominalwerte hinaus zu bezahlen (-) oder zu bekommen (+) hätte.

Für drohende Verluste aus diesen Geschäften wurde eine Rückstellung in Höhe von TEUR 2.034 (i. Vj. TEUR 927) gebildet.

C. Erläuterungen zur Bilanz

Anlagevermögen

Die Entwicklung des Anlagevermögens ist im Anlagenspiegel als Bestandteil der Bilanz dargestellt.

Im Anlagevermögen wurden außerplanmäßige Abschreibungen in folgender Höhe vorgenommen:

2010

TEUR
2009

TEUR
§ 253 Abs. 3 Satz 3 HGB 19.427 10.802

Die außerplanmäßigen Abschreibungen gemäß § 253 Abs. 3 Satz 3 HGB resultieren im Wesentlichen aus Abschreibungen der Firmenwerte Xpress (TEUR 6.720) und Milasan (TEUR 2.478) sowie aus Abschreibungen auf Sachanlagen des Teilbereichs Herta (TEUR 10.199).

Finanzanlagen

An den nachstehenden Unternehmen hält die Nestlé Deutschland AG mindestens 50 % der Anteile am Kapital:

Direkte Beteiligungen über 50 %

Unternehmen Sitz Höhe des Anteils am Kapital

in %
Eigenkapital

in TEUR
Ergebnis des letzten Geschäftsjahres

in TEUR
ACREDA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Nestlé KG Düsseldorf 94 10 - 50
ALI Nahrungs- und Genußmittel GmbH* 1) Frankfurt a. M. 100 51 0
Alpursa Lebensmittel GmbH* 1) Frankfurt a. M. 100 51 0
APONTI Vertriebsgesellschaft mbH* 1) Frankfurt a. M. 100 26 0
Benedict Lebensmittel GmbH* 1) Frankfurt a. M. 100 26 0
Bübchen-Werk Ewald Hermes Pharmazeutische Fabrik GmbH* 1) Soest 100 26 0
Engelfrost GmbH* 1) Frankfurt a. M. 100 25 0
Erlenbacher Backwaren GmbH1) Groß-Gerau 100 2.582 0
FUCATUS Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Mainz OHG Düsseldorf 94 72 3.951
Gesuna Nahrungsmittel GmbH* 1) Euskirchen 100 256 0
HS Hanseatische Konsumgüter GmbH* 1) Hamburg 100 26 0
Herta GmbH* 1) Herten 100 51 0
Herta Logistik GmbH* 1) Herten 100 25 0
Herta Produktions GmbH* 1) Herten 100 25 0
MAGGI GmbH* 1) Singen 100 51 0
MAGGI Kochstudio Treff GmbH* 1) Frankfurt a. M. 100 102 0
Milasan GmbH* 1) Malliß 100 26 0
Nespresso Deutschland GmbH* 1) Düsseldorf 100 25 0
Nestlé Kaffee & Schokoladen GmbH* 1) (ehem. Nestlé Erzeugnisse GmbH) Frankfurt a. M. 100 52 0
Nestlé GLOBE Center Europe GmbH* 1) Frankfurt a. M. 100 30 0
Nestlé Großverbraucher GmbH* 1) Frankfurt a. M. 100 26 0
Nestlé HealthCare Nutrition GmbH* 1) Frankfurt a. M. 100 25 0
Nestlé Nutrition GmbH* 1) Frankfurt a. M. 100 52 0
Nestlé Professional GmbH* 1) Frankfurt a. M. 100 520 0
Nestlé Purina PetCare Deutschland GmbH* 1) Euskirchen 100 30 0
Nestlé Verbraucher-Service GmbH* 1) Frankfurt a. M. 100 26 0
Nestlé Versorgungskasse GmbH Frankfurt a. M. 100 60 0
PowerBar Europe GmbH* 1) München 100 25 0
"Schoko" Schokoladen- und Süßwaren GmbH* 1) Frankfurt a. M. 100 26 0
Wagner Tiefkühlprodukte GmbH Nonnweiler 74 511 24.072
WCO Kinderkost GmbH Conow1) Conow 100 26 0
Westfälische Fleischwaren Vogt GmbH* 1) Herten 100 26 0

Indirekte Beteiligungen über 50 %

Unternehmen Sitz Höhe des Anteils am Kapital

in %
Eigenkapital

in TEUR
Ergebnis des letzten Geschäftsjahres

in TEUR
ACREDA Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Conow KG Düsseldorf 94 10 - 7
Confitesse Backwaren Vertrieb GmbH Troisdorf 100 26 3

* Betriebsführungs- oder Namenslizenzgesellschaften, Tätigkeit ausschließlich für Rechnung des Mutterunternehmens ohne eigene wirtschaftliche Ergebnisse (teilweise mit eigenem Personal)

1) Gesellschaften mit Gewinnabführungsvertrag

An den folgenden Unternehmen hält die Nestlé Deutschland AG zwischen 20 % und 50 % der Anteile am Kapital:

Direkte Beteiligungen zwischen 20 % und 50 %

Unternehmen Sitz Höhe des Anteils am Kapital

in %
Alois Dallmayr Kaffee OHG München 25
C.P.D. Cereal Partners Deutschland GmbH & Co. OHG Frankfurt a. M. 50
C.P.D. Cereal Partners Deutschland Verwaltungsgesellschaft mbH Frankfurt a. M. 50
Cremilk GmbH Kappeln 25
Nestlé Food LLC Moskau / Russland 35

Auf die Angabe des Eigenkapitals und des Jahresergebnisses der Unternehmen, an denen eine unmittelbare oder mittelbare Beteiligung zwischen 20 % und 50 % besteht, wird gemäß § 286 Abs. 3 Satz 1 Nr. 1 und 2 HGB verzichtet.

Beteiligungsbuchwerte in Höhe von TEUR 5.486 werden abweichend zum Vorjahr unter den Anteilen an verbundenen Unternehmen ausgewiesen, da die entsprechenden Unternehmen im Wege der Vollkonsolidierung in den Konzernabschluss der Nestlé S.A., Cham und Vevey (Schweiz), einbezogen werden.

Im Geschäftsjahr 2010 wurden bei den sonstigen Ausleihungen Zuschreibungen in Höhe von TEUR 11.461 vorgenommen, welche im Wesentlichen auf die Aufzinsung der Ausleihungen an der Nestlé Pensionskasse VVaG und der Nestlé Versorgungskasse GmbH entfallen.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

bis 1 Jahr

TEUR
über 1 Jahr

TEUR
gesamt 31.12.2010

TEUR
gesamt 31.12.2009

TEUR
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 258.992 9 259.001 273.588
Forderungen gegen verbundene Unternehmen* 149.154 11.873 161.027 274.151
Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht** 10.991 2.000 12.991 21.956
Sonstige Vermögensgegenstände 33.699 10.359 44.058 120.283
Summe 452.836 24.241 477.077 689.978

* davon Darlehen TEUR 12.276 (i. Vj. TEUR 12.383), davon Cash Pooling mit Tochtergesellschaft TEUR 0 (i. Vj. TEUR 105.908), die übrigen Forderungen resultieren aus Verrechnungsverkehr, davon gegen die Gesellschafterin TEUR 9.351 (i. Vj. TEUR 22.655)

** ** davon sonstige Forderungen TEUR 10.458 (i. Vj. TEUR 17.002), die übrigen Forderungen resultieren aus Lieferungen und Leistungen

Gezeichnetes Kapital

Das gezeichnete Kapital setzt sich aus 8.381.382 auf den Inhaber lautenden Stückaktien zusammen.

Mit der Nestlé S.A., Cham und Vevey (Schweiz), wurde am 23./28. Dezember 1987 ein Beherrschungsvertrag abgeschlossen, der nach Zustimmung durch die Hauptversammlung und Eintragung im Handelsregister seit dem 26. Januar 1989 wirksam ist.

Mit der Nestlé Unternehmungen Deutschland GmbH wurde am 30. Mai 2001 ein Gewinnabführungsvertrag abgeschlossen, der nach Zustimmung durch die Hauptversammlung und Eintragung im Handelsregister am 11. September 2001 wirksam wurde. In 2002 wurde ein so genanntes Squeeze-Out nach §§ 327a ff. AktG durchgeführt.

Hinsichtlich der angemessenen Höhe der Barabfindungen laufen derzeit Spruchstellenverfahren.

Gewinnrücklagen

Die gesetzliche Rücklage beträgt unverändert TEUR 21.427. Die anderen Gewinnrücklagen sind gegenüber dem Vorjahr auf TEUR 2.778 gestiegen. Dies ist auf Auflösungen von Rückstellungen im Zuge der erstmaligen Anwendung des BilMoG zurückzuführen. Diese Auflösungen wurden ergebnisneutral in die Gewinnrücklage eingestellt.

Rückstellungen

Die Zuführungen zu den Pensionsrückstellungen im Geschäftsjahr entfallen mit TEUR 3.047 auf die erstmalige Anwendung der Vorschriften des BilMoG. Der Unterschiedsbetrag von TEUR 3.047, der sich zum Umstellungszeitpunkt 1. Januar 2010 aus der erstmaligen Anwendung der neuen Vorschriften zur Bewertung der Altersversorgungsverpflichtungen ergeben hat, wurde im Geschäftsjahr vollständig zugeführt. Ferner entfällt die Zuführung mit TEUR 1.041 auf die laufende Aufzinsung der bestehenden Anwartschaften sowie mit TEUR 751 auf in 2010 im Rahmen eines Betriebsübergangs nach § 613a BGB von der Nestlé Purina PetCare Deutschland GmbH auf die Gesellschaft übergegangene Pensionsverpflichtungen. Rückstellungen, die im Hinblick auf die neuen Bewertungsvorschriften des BilMoG zum Umstellungszeitpunkt überdotiert waren, wurden ergebnisneutral gegen Gewinnrücklagen reduziert.

Es wurden nach § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB Pensionsrückstellungen in Höhe von TEUR 3.624 mit korrespondierendem Deckungsvermögen verrechnet. Die Bewertung dieses verrechneten Sondervermögens erfolgte mit den Anschaffungskosten (übertragene Mittel), die annähernd dem beizulegenden Zeitwert entsprechen.

Die sonstigen Rückstellungen betreffen im Wesentlichen:

31.12.2010

TEUR
31.12.2009

TEUR
Rückvergütungen, Werbekosten und sonstige Verpflichtungen 148.348 106.336
Rückstellungen aus dem Personalbereich 35.100 33.745
Restrukturierungsmaßnahmen 28.547 15.130
Ausstehende Rechnungen 26.588 20.020
Restricted Stock Unit Plan 7.923 6.591
Sanierungs- und Instandhaltungsaufwendungen 6.956 5.981
Drohende Verluste aus schwebenden Geschäften 3.280 17.485

Verbindlichkeiten

Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten betragen:

bis 1 Jahr

TEUR
1 bis 5 Jahre

TEUR
über 5 Jahre

TEUR
gesamt 31.12.2010

TEUR
gesamt 31.12.2009

TEUR
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 644 0 0 644 183
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 164.526 0 0 164.526 147.298
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen* 627.992 86 0 628.078 816.556
Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht** 1.116 0 0 1.116 1.281
Sonstige Verbindlichkeiten 9.999 921 682 11.602 14.092
Summe 804.277 1.007 682 805.966 979.410

* davon aus Cash Pooling mit Muttergesellschaft TEUR 361.611 (i. Vj. TEUR 348.188), die übrigen Verbindlichkeiten resultieren aus dem Verrechnungsverkehr; davon gegenüber der Muttergesellschaft TEUR 121.111 (i. Vj. TEUR 174.054)

** davon sonstige Verbindlichkeiten TEUR 4 (i. Vj. TEUR 143), die übrigen Verbindlichkeiten resultieren aus dem Verrechnungsverkehr

Haftungsverhältnisse und sonstige Verpflichtungen

Die Nestlé Deutschland AG gewährleistet zusammen mit den übrigen Trägern der Nestlé Pensionskasse VVaG, der Nestlé Versorgungskasse GmbH und der Nestlé Pensionsfonds AG die ausreichende Finanzierung der satzungsmäßigen Leistungen dieser Versorgungseinrichtungen.

Haftungsverhältnisse 31.12.2010

TEUR
31.12.2009

TEUR
Bürgschaften 2.780 1.978
bis 1 Jahr

TEUR
1 bis 5 Jahre

TEUR
über 5 Jahre

TEUR
Gesamt 31.12.2010

TEUR
Sonstige finanzielle Verpflichtungen
Verpflichtungen aus überwiegend jährlich kündbaren Mietverträgen 19.930 48.696 11.376 80.002
Verpflichtungen aus Leasingverträgen* 14.124 56.482 13.722 84.328
--davon gegenüber verbundenen Unternehmen--* 13.722 54.888 13.722 82.332
Verpflichtungen aus Investitionen (Bestellobligo) 3.833 0 0 3.833
Verpflichtungen aus Vorratsbeschaffungen (Bestellobligo) 301.802 0 0 301.802
Gesamtbetrag der sonstigen finanziellen Verpflichtungen 339.689 105.178 25.098 469.965

* Für die Verpflichtungen aus Leasingverträgen, die im Wesentlichen gegenüber Gesellschaften aus dem Konzernkreis der Schöller Holding GmbH bestehen, wurde für die Darstellung ein Zeitraum mit gleichbleibenden Werten bis in das Jahr 2016 unterstellt.

D. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Umsatzerlöse

Aufgliederung nach Produktgruppen:

2010

TEUR
Anteil

%
2009

TEUR
Anteil

%
Getränke 522.306 20,2 488.333 18,9
Milch- und Diätetikprodukte 356.281 13,8 355.815 13,8
Fertiggerichte und Produkte für die Küche 1.055.545 40,8 1.088.817 42,2
Produkte für Heimtiere 240.060 9,3 247.577 9,6
Schokolade und Süßwaren 321.683 12,4 310.748 12,1
Sonstiges 91.244 3,5 87.306 3,4
Summe 2.587.119 100,0 2.578.596 100,0
--davon Export-- 563.418 539.381

Im Jahr 2010 lagen die Umsatzerlöse mit einem nur leichten Wachstum von 0,3 % nahezu auf Vorjahresniveau. Die Umsatzentwicklung im Inland war um 0,8 % rückläufig. Dieser Effekt wurde durch das um 4,5 % gestiegene Exportgeschäft kompensiert. Das stärkste Umsatzwachstum zeigt mit 7,0 % die Produktgruppe Getränke, weiterhin gestützt auf das erfolgreiche (Kaffee-)Kapselsystem Dolce Gusto sowie den weiterhin stark wachsenden Geschäftsbereich Nespresso. Ebenso konnte der Export an verbundene Unternehmen wieder kräftig wachsen.

Sonstige betriebliche Erträge / periodenfremde Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten im Wesentlichen Erlöse aus Dienstleistungen, sonstigen Verkäufen und Leistungen (insbesondere aus IT-Leistungen), Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen sowie Erträge aus Kostenweiterbelastungen des Geschäftsbereichs Nespresso und entfallen mit TEUR 5.641 auf Erträge aus der Währungsumrechnung.

Die sonstigen betrieblichen Erträge umfassen periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 32.752 (i. Vj. TEUR 50.780), die im Wesentlichen aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von TEUR 31.740 (i. Vj. TEUR 50.329) resultieren.

Die Erträge aus Steuern vom Einkommen und vom Ertrag sind in Höhe von TEUR 2.524 periodenfremd.

Von den Zinserträgen sind TEUR 6.970 periodenfremd.

Sonstige betriebliche Aufwendungen / periodenfremde Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen betreffen hauptsächlich Aufwendungen für Werbung, Repräsentations- und Verkaufsförderungsmaßnahmen, Aufwendungen für Beratung und sonstige Dienstleistungen, Transport- und Lagerkosten, Lizenzaufwendungen sowie Aufwendungen aus Mieten, Pachten und Leasing und entfallen mit TEUR 3.076 auf Aufwendungen aus der Währungsumrechnung.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten periodenfremde Aufwendungen in Höhe von TEUR 1.230 (i. Vj. TEUR 524), die wie im Vorjahr vollständig aus dem Abgang von Sachanlagevermögen resultieren.

Mit den Erträgen aus Steuern vom Einkommen und vom Ertrag sind periodenfremde Steueraufwendungen in Höhe von TEUR 1.033 verrechnet worden.

Zinsergebnis

Im Zinsergebnis sind aus Auf- und Abzinsungen Erträge in Höhe von TEUR 12.099 sowie Aufwendungen in Höhe von TEUR 1.938 enthalten. Im Vorjahr wurden solche Erträge und Aufwendungen noch unter den sonstigen betrieblichen Erträgen bzw. sonstigen betrieblichen Aufwendungen ausgewiesen.

Außerordentliches Ergebnis

Die außerordentlichen Aufwendungen resultieren aus der erstmaligen Anwendung der Vorschriften des BilMoG und betreffen mit TEUR 3.047 die Anpassungen der Pensionsrückstellungen sowie mit TEUR 901 die Anpassungen von sonstigen Rückstellungen.

Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Mit der Nestlé Unternehmungen Deutschland GmbH, Frankfurt am Main, besteht eine umsatz-, gewerbe- und körperschaftsteuerliche Organschaft.

Jahresergebnis vor Gewinnabführung

Das Jahresergebnis vor Gewinnabführung an die Nestlé Unternehmungen Deutschland GmbH beträgt TEUR 115.773.

E. Sonstige Angaben

Mitarbeiter

2010 Anzahl 2009 Anzahl
Arbeitnehmer (Jahresdurchschnitt)
Arbeiter 2.898 2.861
Angestellte 2.445 2.406
Auszubildende 228 231
Summe 5.571 5.498

Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen

Innerhalb des weltweiten Nestlé-Konzerns werden Warenlieferungen im Verbundbereich zu Preisen gemäß der von Nestlé S.A. vorgegebenen Transferpreisrichtlinie verrechnet.

Bezüge des Aufsichtsrats und des Vorstands

Die Vergütungen an den Aufsichtsrat belaufen sich auf TEUR 192, die Gesamtbezüge des Vorstands auf TEUR 2.744.

Die Gesamtbezüge der früheren Mitglieder des Vorstands und deren Hinterbliebenen betragen TEUR 248; für diesen Personenkreis bestehen Pensionsrückstellungen in Höhe von TEUR 2.278.

Bezüge der Abschlussprüfer

Das Gesamthonorar für den Abschlussprüfer der Gesellschaft, das im Berichtsjahr als Aufwand erfasst wurde, beträgt TEUR 1.353 und entfällt mit TEUR 1.266 auf Abschlussprüfungsleistungen sowie mit TEUR 87 auf sonstige Bestätigungsleistungen.

Mitglieder des Aufsichtsrats

Dr. h.c. Helmut O. MAUCHER

Ehrenvorsitzender

Ehrenpräsident des Verwaltungsrats der Nestlé S.A.,

Cham und Vevey (Schweiz)
Professor Dr. Werner BAUER

Vorsitzender

Generaldirektor, Nestlé S.A., Leiter Innovation, Technologie, Forschung und Entwicklung,

Cham und Vevey (Schweiz)
Thomas GAUGER*

Stellvertretender Vorsitzender

Landesbezirksvorsitzender Nordrhein-Westfalen der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten,

Düsseldorf
Reiner EICH*

Betriebsratsvorsitzender der Zentrale der Nestlé Deutschland AG,

Frankfurt am Main
Susanne FERSCHL*

Betriebsratsvorsitzende Werk Biessenhofen und Gesamtbetriebsratsvorsitzende der Nestlé Deutschland AG,

Biessenhofen
Peter HADASCH*

Direktor Altersversorgung der Nestlé Deutschland AG,

Frankfurt am Main
Dr. Joachim von HARBOU

Ehem. Vorstandsmitglied der Dresdner Bank AG,

Frankfurt am Main
Klaus HOFFMANN (bis 10. Januar 2011)*

Stellvertretender Betriebsratsvorsitzender Werk Hamburg der Nestlé Deutschland AG,

Hamburg
Angelika JAHR-STILCKEN

Aufsichtsratsmitglied der Gruner + Jahr AG,

Hamburg
Gerd MAIS*

Freigestellter Betriebsratsvorsitzender Werk Mainz der Nestlé Deutschland AG,

Mainz
Dr. Manfred NEKOLA

Ehem. Vice President und Technical Manager Zone Europe Nestec S.A., Vevey (Schweiz),

Heilbronn
Karl-Heinz RINGEL

Ehem. Vorstandsmitglied der Nestlé Deutschland AG, Frankfurt am Main,

Wiesbaden
Karsten ROTHE*

Referatsleiter der Tarifabteilung der Gewerkschaft NGG,

Hamburg
Dr. Rainer SAELZLE

Ehem. Vorstandsmitglied der Nestlé Deutschland AG, Frankfurt am Main,

Friedrichsdorf
Ralf STERK*

Betriebsratsvorsitzender Werk Singen und stellvertretender Gesamtbetriebsratsvorsitzender

der Nestlé Deutschland AG,

Singen
Hans-Joachim TONNELLIER

Vorstandsvorsitzender der Frankfurter Volksbank eG,

Frankfurt am Main
Michael Freiherr TRUCHSEß von WETZHAUSEN (bis 30. April 2011)

Mitglied der Geschäftsleitung Region Mitte der Deutsche Bank AG,

Frankfurt am Main
Antje WILLEMS-STICKEL (ab 01. Mai 2011)

Geschäftsführender Gesellschafter der Creme 21 GmbH,

Bad Homburg
Andreas ZORN*(ab 28. April 2011)

Betriebsratsvorsitzender Werk Neuss der Nestlé Deutschland AG,

Neuss

* Arbeitnehmervertreter

Mitglieder des Vorstands

Gerhard BERSSENBRÜGGE, Diplom-Kaufmann

Vorsitzender
Hans-Dieter BISCHOF, Diplom-Ingenieur

Vorstand Technik
Paolo FAGNONI, Dottore in Economia e Commercio

Vorstand Geschäftsbereich Maggi
Elke STRATHMANN, Diplom-Mathematikerin

Vorstand Personal
Hubert STÜCKE, Diplom-Kaufmann

Vorstand Finanzen und Controlling

Gewinnverwendung

Seit 2001 besteht mit der Nestlé Unternehmungen Deutschland GmbH ein Gewinnabführungsvertrag, der auch zum vollständigen Verlustausgleich verpflichtet.

Frankfurt am Main, 2. Mai 2011

Nestlé Deutschland Aktiengesellschaft

Der Vorstand

Die Feststellung bzw. Billigung des Jahresabschlusses erfolgte am 27.05.2011.

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Wir haben den Jahresabschluss --bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang-- unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der Nestlé Deutschland Aktiengesellschaft, Frankfurt am Main, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2010 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung des Vorstands der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen des Vorstands sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung auf Grund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Nestlé Deutschland Aktiengesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Frankfurt am Main, 2. Mai 2011

**KPMG AG

Wirtschaftsprüfungsgesellschaft**

Vogler, Wirtschaftsprüfer

Vogelsang, Wirtschaftsprüfer

Bericht des Aufsichtsrates

Der Aufsichtsrat wurde vom Vorstand im Jahre 2020 regelmäßig über die Lage des Unternehmens sowie über alle wesentlichen Geschäftsvorgänge informiert. Es fanden im Berichtsjahr drei Sitzungen des Aufsichtsrats statt. Die Abschlußprüfer haben an der bilanzfeststellenden Sitzung des Aufsichtsrats teilgenommen.

Der Jahresabschluß und der Lagebericht über das Geschäftsjahr 2010 sind von der KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft geprüft und mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen worden. Von dem Ergebnis der Abschlußprüfung hat der Aufsichtsrat zustimmend Kenntnis genommen. Der Aufsichtsrat hat ebenfalls den Jahresabschluss und den Lagebericht geprüft und ist hierbei zu dem abschließenden Ergebnis gelangt, dass Einwendungen hiergegen nicht zu erheben sind und er den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss billigt. Dieser ist damit festgestellt.

Der Jahresabschluß der Nestlé Deutschland AG und ihrer Tochtergesellschaften wird in den Konzernabschluss der Nestle Unternehmungen Deutschland GmbH einbezogen. Nachdem seit 2002 der Nestlé Unternehmungen Deutschland GmbH alle Aktien der Nestlé Deutschland AG gehören, besteht keine gesetzliche Verpflichtung mehr, einen gesonderten Konzernabschluß für den Konzern der Nestlé Deutschland AG aufzustellen.

Frankfurt am Main, 27. Mai 2011

Der Aufsichtsrat

Prof. Dr. Werner Bauer, Vorsitzender