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Nestlé AG — Audit Report / Information 2019
Feb 5, 2021
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Audit Report / Information
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Publication
Nestlé Deutschland Aktiengesellschaft
Frankfurt am Main
Jahresabschluss zum Geschäftsjahr 01.01.2019 bis 31.12.2019
Lagebericht für das Geschäftsjahr 2019
Grundlagen und Steuerung des Unternehmens
Gegenstand des Unternehmens ist die Herstellung und der Vertrieb von Nahrungsmitteln sowie von Heil- und Pflegemitteln. Die Anteile der Nestlé Deutschland Aktiengesellschaft (im Weiteren kurz "Nestlé Deutschland AG") liegen zu 100 % bei der Nestlé Unternehmungen Deutschland GmbH, Frankfurt am Main, die wiederum zum Konzern Nestlé S.A., Cham und Vevey (Schweiz), gehört.
Das operative Geschäft eines Großteils der Nestlé Deutschland AG wird durch das Zonenmanagement EMENA (Europa, Mittlerer Osten und Nord-Afrika) der obersten Muttergesellschaft, Nestlé S.A., gesteuert. Die Steuerung erfolgt auf Basis der Zahlen nach International Financial Reporting Standards ("IFRS") unter Berücksichtigung der "Nestlé Accounting Guidelines". Da die "Berichtseinheit Deutschland" zwar zu einem großen Teil mit dem Umfang der Nestlé Deutschland AG übereinstimmt, aber nicht vollständig deckungsgleich ist, und die Werte gemäß IFRS ermittelt werden, verzichten wir an dieser Stelle auf die Angabe konkreter Kennzahlen.
Die für die Unternehmenssteuerung bedeutsamsten handelsrechtlichen Leistungsindikatoren sind die Umsatzerlöse aus den Produktkategorien im Rahmen der Hauptgeschäftstätigkeit, d. h. ohne Erträge aus Nebenleistungen wie IT-Dienstleistungen und sonstigen Verkäufen und Dienstleistungen, und das Jahresergebnis vor Gewinnabführung.
Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen im Jahr 2019
Die deutsche Wirtschaft ist im Jahr 2019 zwar erneut gewachsen - damit das zehnte Jahr in Folge -, hat jedoch merklich an Schwung verloren. Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) lag nach Berechnungen des Statistischen Bundesamtes im Jahr 2019 um 0,6 % höher als im Vorjahr. Nach leichtem Wachstum im ersten Quartal 2019 (+0,5 %) folgte ein Rückgang im zweiten Quartal (-0,2 %), im dritten Quartal eine leichte Erholung (+0,2 %) und im Schlussquartal stagnierte es. In den beiden Vorjahren war das BIP noch deutlich gestiegen (2018: +1,5 %; 2017: +2,2 %). Impulse für das Wachstum kamen vor allem vom Konsum (privater Konsum +1,6 %, staatlicher Konsum +2,6 %). Auch die Exporte legten 2019 weiter zu (+0,9 %), jedoch nicht mehr so stark wie in den Vorjahren.
Der Arbeitsmarkt entwickelte sich 2019 trotz schwächerer Konjunktur sehr positiv. Die Arbeitslosenquote lag 2019 bei durchschnittlich 5 %. Die Wirtschaftsleistung wurde im Jahresdurchschnitt erstmals von mehr als 45 Millionen Erwerbstätigen erbracht - das ist der höchste Stand in Deutschland seit der Wiedervereinigung. Die Zahl der Erwerbstätigen hat im Vergleich zum Vorjahr um rund 300.000 Personen zugenommen. Dieser Anstieg resultiert hauptsächlich aus einer Zunahme der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung. Wie schon im Vorjahr glichen eine höhere Erwerbsbeteiligung und die Zuwanderung von Arbeitskräften aus dem Ausland altersbedingte demografische Effekte aus.
Die Verbraucherpreise in Deutschland erhöhten sich im Jahr 2019 um durchschnittlich 1,4 % gegenüber dem Vorjahr. Auch die Verbraucherpreise für Nahrungsmittel stiegen nur moderat (1,4 %). Die Preiserhöhungen betrafen vor allem Gemüse (+6,3 %) sowie Fleisch und Fleischwaren (+3,1 %), während Speiseöle und -fette (-6,0 %) sowie Obst (-3,3 %) günstiger wurden.
Nach Schätzungen der Bundesvereinigung der Deutschen Ernährungsindustrie (BVE) stieg der Umsatz der deutschen Ernährungsindustrie in 2019 im Vorjahresvergleich um +2,2 % auf EUR 183,6 Milliarden. Damit stabilisierte sich die Branchenkonjunktur trotz Eintrübung der Gesamtwirtschaft auf hohem Niveau. Die Exportumsätze entwickelten sich nach einem Rückgang in 2018 positiv (+3,2 %), der Inlandsumsatz stieg um +1,8 %.
Geschäftsverlauf
Die Umsatzerlöse unseres Unternehmens von EUR 3.507,2 Mio (i. Vj. EUR 3.464,4 Mio) weisen im Jahr 2019 einen Anstieg von 1,24 % auf. Der Umsatzanstieg entfällt mit 1,47 % auf die Umsatzerlöse aus den Produktkategorien im Rahmen der Hauptgeschäftstätigkeit (EUR 3.316,6 Mio; i. Vj. EUR 3.268,7 Mio), d. h. ohne Erträge aus Nebenleistungen wie IT-Dienstleistungen und sonstigen Verkäufen und Dienstleistungen. Ein Rückgang von 2,58 % ist bei den Erträgen aus Nebenleistungen wie IT-Dienstleistungen und sonstigen Verkäufen und Dienstleistungen zu verzeichnen (EUR 190,6 Mio; i. Vj. EUR 195,7 Mio). Innerhalb des Umsatzes der Produktkategorien kam es im Inland zu einem unwesentlichen Rückgang von 0,03 %, dagegen wuchs das Exportgeschäft um 5,84 %.
| 2019 TEUR |
Anteil % |
2018 TEUR |
Anteil % |
Wachstum | |
|---|---|---|---|---|---|
| Fertiggerichte und Produkte für die Küche | 1.281.405 | 37 | 1.246.349 | 36 | 2,81% |
| Getränke | 724.593 | 21 | 759.109 | 22 | -4,55% |
| Produkte für Heimtiere | 463.494 | 13 | 428.065 | 12 | 8,28% |
| Milch- und Diätetikprodukte | 430.694 | 12 | 412.003 | 12 | 4,54% |
| Schokoladen und Süßwaren | 365.867 | 10 | 359.952 | 10 | 1,64% |
| Sonstiges | 50.565 | 2 | 63.250 | 2 | -20,06% |
| Summe nach Produktkategorien | 3.316.618 | 95 | 3.268.728 | 94 | 1,47% |
| - davon Export - | 882.219 | 25 | 833.528 | 24 | 5,84% |
| Umsatzerlöse aus IT-Dienstleistungen | 142.027 | 4 | 142.323 | 4 | -0,21% |
| Umsatzerlöse aus sonstigen Verkäufen und Dienstleistungen | 48.581 | 1 | 53.342 | 2 | -8,93% |
| Summe Gesamt | 3.507.226 | 100 | 3.464.393 | 100 | 1,24% |
Bei der Produktgruppe Fertiggerichte und Produkte für die Küche ergibt sich ein Umsatzzuwachs von 2,81 %. Alle Geschäftsbereiche - Kulinarik, Wagner und Herta - trugen volumengetrieben zu diesem Wachstum bei, nachdem das Vorjahr durch die langanhaltende Hitzeperiode und den Promotionsstopp bei einem Kunden im 2. Halbjahr 2018 insgesamt eher schwächer verlaufen war.
Die Produktgruppe Getränke, die im Wesentlichen unsere Produktgruppen Nescafe, Nespresso und Dolce Gusto umfasst, weist gesamthaft einen Umsatzrückgang von 4,55 % auf. Trotz eines erfreulichen Zuwachses im Exportgeschäft verlor das Inlandsgeschäft, nicht zuletzt aufgrund stark gestiegener Wettbewerbsaktivitäten bei kompatiblen Kapseln im Lebensmitteleinzelhandel, insbesondere bei Nespresso.
Der Umsatz mit Produkten für Heimtiere ist wieder um 8,28 % deutlich gewachsen. Ein erfreuliches Wachstum im Inland wurde durch Exportzuwächse an verbundene Unternehmen nochmals verstärkt.
Die Produktgruppe Milch- und Diätetikprodukte verzeichnete einen Umsatzanstieg von 4,54 %. Der Export an verbundene Unternehmen in großen Märkten wie China, der mehr als drei Viertel des Gesamtumsatzes dieser Produktgruppe ausmacht, war ursächlich für diese positive Entwicklung. Dagegen verzeichneten die Umsatzerlöse im Inland einen Rückgang, nicht zuletzt durch einen Trend zu Preiseinstiegsprodukten sowie aufgrund einer generell negativen Marktentwicklung, unter anderem aufgrund eines Trends zu höheren Stillquoten.
Die Produktgruppe Schokoladen und Süßwaren weist einen Umsatzanstieg von 1,64 % auf. Das Geschäft entwickelte sich sowohl im Export an verbundene Unternehmen als auch im Inland positiv, nicht zuletzt aufgrund der langanhaltenden Hitzeperiode sowie langwieriger Konditionsverhandlungen mit verschiedenen Kunden im Vorjahr.
Unter der Produktgruppe "Sonstiges" werden die Umsatzerlöse, insbesondere mit Pflegeprodukten und mit Accessoires im Geschäftsbereich Nespresso zusammengefasst. Hier ergab sich ein Umsatzrückgang von 20,06 %.
Nach diesem Anstieg der Umsatzerlöse in den Produktkategorien um 1,47 % führt ein Rückgang von 2,58 % bei den Erträgen aus Nebenleistungen wie IT-Dienstleistungen und sonstigen Verkäufen und Dienstleistungen zum Gesamtumsatzwachstum von 1,24 %.
Das Jahresergebnis vor der Gewinnabführung beträgt EUR 195,7 Mio. Im Vorjahr betrug das Jahresergebnis vor der Gewinnabführung EUR 118,5 Mio und war vor allem durch Restrukturierungsaufwendungen und außerplanmäßige Abschreibungen außergewöhnlich beeinflusst.
Im Vorjahr wurde für das Geschäftsjahr 2019 der Nestlé Deutschland AG wiederum mit einem leichten Umsatzwachstum im Inland aus den Produktkategorien im Rahmen der Hauptgeschäftstätigkeit, d. h. ohne Erträge aus Nebenleistungen wie IT-Dienstleistungen und sonstigen Verkäufen und Dienstleistungen gerechnet. In Bezug auf das Jahresergebnis (vor Gewinnabführung) erwarteten wir, einen Betrag in einem Korridor zwischen EUR 160 Mio und EUR 180 Mio, ohne Sondereffekte, wie z.B. noch nicht quantifizierbare Erträge oder Aufwendungen aus der Veräußerung von Geschäftsbereichen oder Immobilienbesitz, zu erzielen.
Das Ziel für die Umsatzerlöse wurde gesamthaft erreicht. Das Ziel für das Jahresergebnis vor Gewinnabführung wurde durch im Vorjahr noch nicht quantifizierbare Sondereffekte überschritten. Diese resultieren insbesondere aus einer Entschädigung für die vorzeitige Auflösung des Lizenzvertrages für den Geschäftsbereich Tiernahrung sowie höheren Erträge aus dem Abgang von Sachanlagen, teilweise kompensiert durch höhere Lizenzaufwendungen.
Ertragslage
Die sonstigen betrieblichen Erträge sind um EUR 88,5 Mio gestiegen. Ein wesentlicher Grund lag in der Entschädigung für die vorzeitige Auflösung des Lizenzvertrages für den Geschäftsbereich Tiernahrung. Des Weiteren fielen höhere Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen sowie aus dem Abgang von Sachanlagen an.
Die Relation des Materialaufwands zum Umsatz nahm mit 48,2 % im Vergleich zum Vorjahr (i. Vj. 46,0 %) zu, was auf ein überproportionales Exportwachstum sowie gestiegene Rohstoffpreise, insbesondere bei Milchpulver und Kakao zurückzuführen ist.
Die Relation des Personalaufwands zum Umsatz ist leicht auf 9,5 % (i. Vj. 9,9 %) gesunken. Während Tarifsteigerungen tendenziell zu höheren Lohn- und Gehaltsaufwendungen führten, war die Beschäftigtenzahl rückläufig.
Die Abschreibungen lagen mit EUR 104,5 Mio leicht unter dem Vorjahresniveau (i. Vj. EUR 109,3 Mio).
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind um EUR 24,3 Mio gesunken. Positiv wirkten im abgelaufenen Geschäftsjahr im Wesentlichen geringere Restrukturierungsaufwendungen sowie eine höhere Effizienz von Werbemaßnahmen und des Einsatzes von Mitteln zur Verkaufsförderung. Gegenläufig wirkten im Wesentlichen höhere Lizenzaufwendungen aufgrund einer Adjustierung des internationalen Lizenzabkommens.
Das Beteiligungsergebnis liegt mit EUR 4,4 Mio um EUR 8,0 Mio unter dem Vorjahreswert von EUR 12,4 Mio, was im Wesentlichen auf um EUR 5,9 Mio geringere Dividendenerträge der russischen Tochtergesellschaften zurückzuführen ist.
Das Finanzergebnis hat sich per Saldo um EUR 2,1 Mio von EUR -2,0 Mio auf EUR 0,1 Mio verbessert.
Finanz- und Vermögenslage
Die Bilanzsumme der Nestlé Deutschland AG hat sich um EUR 51,9 Mio von EUR 1.523,7 Mio auf EUR 1.575,6 Mio erhöht. Die Eigenkapitalquote beträgt 15,1 % (i. Vj. 15,7 %).
Das Anlagevermögen hat sich um EUR 11,6 Mio leicht reduziert. Das Sachanlagevermögen sank hauptsächlich durch planmäßige Abschreibungen um EUR 8,8 Mio, während das Finanzanlagevermögen um EUR 2,7 Mio rückläufig war, wobei ein Zugang von Anteilen an verbundenen Unternehmen vor allem durch die Umgliederung sonstiger Ausleihungen in sonstige Vermögensgegenstände überkompensiert wurde.
Das Umlaufvermögen ist um EUR 62,6 Mio angestiegen. Um EUR 11,6 Mio niedrigeren Vorräten standen um EUR 84,6 Mio höhere Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände gegenüber. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen nahmen um EUR 70,2 Mio zu, die sonstigen Vermögensgegenstände stiegen um EUR 18,9 Mio. Dagegen nahmen die flüssigen Mittel um EUR 10,4 Mio ab.
Auf der Passivseite der Bilanz spiegelt sich die Ausweitung der Bilanzsumme um EUR 51,9 Mio einerseits durch um EUR 65,0 Mio höhere Verbindlichkeiten - vor allem gegenüber verbundenen Unternehmen - wider, während geringere Rückstellungen - vor allem für Umstrukturierungen, Sozialpläne und Abfindungen sowie Rückstellungen für Rückvergütungen, Werbekosten und sonstige Verpflichtungen - gegenläufig wirkten.
Da die Nestlé Deutschland AG an den Cash Pool (verzinsliche Verrechnungskonten) der Muttergesellschaft Nestlé Unternehmungen Deutschland GmbH angeschlossen ist, bestehen bei der Nestlé Deutschland AG keine wesentlichen Bankguthaben oder -verbindlichkeiten. Der sich bei der Gesellschaft ergebende Finanzbedarf wird im Rahmen einer Finanzierungsvereinbarung durch die Nestlé Unternehmungen Deutschland GmbH über den Cash Pool zur Verfügung gestellt, dessen Verzinsung zu marktüblichen und an den Euribor gekoppelten Konditionen erfolgt. Die Cash-Pool-Verbindlichkeit gegenüber der Muttergesellschaft belief sich zum Ende des Geschäftsjahres 2019 auf rd. EUR 165,8 Mio (i. Vj. EUR 153,7 Mio).
Gesamtbeurteilung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage
Gemessen an den vom Management vorgegebenen Zielen erfüllte das Geschäftsjahr 2019 die Erwartungen hinsichtlich der Ergebnisentwicklung sowie auch hinsichtlich der Umsatzentwicklung. Die Finanzierung erfolgt weiterhin über den konzerninternen Cash Pool. Vor diesem Hintergrund beurteilen wir unsere Vermögens-, Finanz- und Ertragslage und deren Entwicklung im Berichtsjahr weiterhin positiv.
Erklärung zur Unternehmensführung
Der Aufsichtsrat hatte erstmals im Mai 2015 bis zum 30. Juni 2017 zu erreichende Zielgrößen für den Frauenanteil festgelegt.
Der Aufsichtsrat hatte im Mai 2017 beschlossen, für den Zeitraum bis zum 30. April 2022 den Frauenanteil für den Aufsichtsrat auf 30 % zu erhöhen und für den Vorstand mit 25 % beizubehalten. Der Vorstand hat darüber hinaus die Zielgrößen für den Frauenanteil auf der ersten und zweiten Führungsebene unter dem Vorstand auf jeweils 25 % festgelegt.
Zum 31. Dezember 2019 lag der Frauenanteil im Aufsichtsrat bei 31 % (2018: 31%), im Vorstand bei 0 % (2018: 20%), auf der ersten Führungsebene unter dem Vorstand bei 17 % (2018: 18%) sowie auf der zweiten Führungsebene unter dem Vorstand bei 35 % (2018: 30%).
Forschung und Entwicklung
Die Nestlé Deutschland AG greift bei der Entwicklung von Neuprodukten und neuen Produktionsverfahren auf das Know-how der international organisierten Nestlé-Forschungsbereiche zurück.
Risikomanagement
Das Risikomanagementsystem (RMS) der Nestlé Deutschland AG ist als Teil des globalen RMS ein alle Unternehmensaktivitäten umfassendes System. Dabei wird ein systematischer und permanenter Prozess mit folgenden Elementen durchlaufen: Risikoidentifikation, Risikoanalyse, Risikobewertung, Risikokommunikation sowie die Risikoüberwachung. Das RMS hat dabei folgende wesentliche Zielsetzungen:
| ― | Die Unternehmensorganisation über Risiken mit dem Potenzial zur Gefährdung der erfolgreichen Umsetzung der strategischen Ziele zu informieren. |
| ― | Rückmeldung über die Effektivität von Kontrollmaßnahmen zu wesentlichen Risiken zu geben. |
Teil des RMS ist auch das rechnungslegungsbezogene interne Kontrollsystem (IKS) mit der Zielsetzung, durch die Implementierung von Kontrollen hinreichende Sicherheit hinsichtlich der regelkonformen Aufstellung des Jahresabschlusses zu erlangen.
Die einzelnen Komponenten des RMS unterliegen der regelmäßigen Prüfung durch die Innenrevision.
Die Nestlé Deutschland AG setzt zur teilweisen Absicherung von Risiken aus der operativen Geschäftstätigkeit (insbesondere von Wechselkursen, aber auch der Kaffee- und Kakaopreise) in begrenztem Umfang derivative Finanzinstrumente ein. Dabei werden ausschließlich marktübliche Instrumente mit einer ausreichenden Marktliquidität verwendet. Der Einsatz dieser Instrumente wird im Rahmen des Risikomanagementsystems durch Konzernrichtlinien geregelt, die den spekulativen Einsatz derivativer Finanzinstrumente ausschließen und das interne Berichtswesen sowie die Funktionstrennung regeln.
Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung
Die Nestlé Deutschland AG bewegt sich in einem stagnierenden bis zurückgehenden Marktumfeld, das von einer hohen Intensität des Wettbewerbs geprägt ist. Insgesamt wird der Markt deutlich von Handelsmarken dominiert. Auch Start-ups sorgen für eine stärkere Marktdynamik. Die Konzentration im Lebensmitteleinzelhandel ist weiterhin hoch. Daneben erhöhen die Internationalisierung des Handels und der Zusammenschluss in (internationalen) Einkaufsallianzen den Preisdruck auf der Kundenseite. In diesem Umfeld, das durch niedrige Preise geprägt ist, bleiben Preisanpassungen für die Herstellerseite herausfordernd. Auch mit Blick auf die Verbraucher ist die Nestlé Deutschland AG gefordert, mit entsprechenden Produkten auf die sich stetig verändernden Ernährungs- und Konsumgewohnheiten zu reagieren. Für das Unternehmen ist dies Chance und Risiko zugleich: Bei den deutschen Verbrauchern hat sich das Bewusstsein für gesunde Ernährung und hohe Qualität der Lebensmittel weiter verstärkt. Wie die Nestlé Ernährungsstudie 2019 (Institut für Demoskopie Allensbach) zeigt, hat sich auch das Ernährungsverhalten weiter verändert. So essen die deutschen Verbraucher immer seltener zu festgelegten Zeiten. Stattdessen wird häufiger zwischendurch und unterwegs konsumiert. Daneben prägen Trends wie Bio, Premium oder vegetarische bzw. vegane Ernährung den Markt. Wenn zuhause gekocht wird, achten Verbraucher vermehrt auf Qualität und Frische der Lebensmittel. Gleichzeitig spielt zeitsparendes Kochen eine wichtige Rolle. Beim Einkauf ist laut GFK Consumer Panel FMCG 12/2019 die (wahrgenommene) Qualität (55 %) wichtiger als der Preis (45 %), wenngleich der Preis für die Verbraucher weiter eine Rolle spielt. Diese Trends sieht die Nestlé Deutschland AG als Chance, ihr Produktsortiment weiterzuentwickeln. Neben den Einkaufsgewohnheiten verändern sich auch die Ansprüche der Menschen an Produktinformationen. Verbraucher hinterfragen kritisch die Inhaltsstoffe und wünschen sich mehr Transparenz, auch auf der Packung. Um Aufschluss darüber zu erhalten, wie der Verbraucher dabei informiert werden möchte, führte das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft 2019 eine Befragung durch, die ergab, dass die Deutschen Nutri-Score als Kennzeichnungssystem für Lebensmittel bevorzugen. Dies sieht Nestlé Deutschland AG als Chance und hat sich als eines der ersten Unternehmen für das Nutri-Score-System ausgesprochen und bereits in 2019 begonnen, die Umsetzung bei ihren Produkten aktiv voranzutreiben. Seit Februar 2020 sind die ersten Nestlé Produkte mit Nutri-Score im Handel zu finden. Gleichzeitig überarbeitet die Nestlé Deutschland AG weiterhin kontinuierlich ihre Produkte im Hinblick auf den Gehalt an Zucker, Salz und gesättigten Fettsäuren.
In diesem skizzierten Umfeld sieht die Nestlé Deutschland AG Chancen und antwortet auf die aktuellen Trends mit entsprechenden Produktangeboten: In der Kulinarik führte Maggi 2019 z. B. die neuen Würzpasten "Herzensküche" mit natürlichen Zutaten ein, wobei fünf der neun Würzpasten vegan sind. Bei "Premium-" und "Convenience"-Produkten liefert die Nestlé Deutschland AG beispielsweise Innovationen wie Frischeteige von Ernst Wagner. Bei Kaffee ergeben sich Chancen durch die erworbenen Vermarktungsrechte an Starbucks Konsum- und Gastronomieprodukten. Auch im Süßwarenbereich eröffnen Innovationen Chancen für Wachstum, z. B. die 2019 eingeführten YES! Nuss- und Fruchtriegel. Das Geschäft mit pflanzenbasierten Produkten wurde mit neuen vegetarischen und veganen Produkten von Garden Gourmet weiter ausgebaut (z. B. "Incredible Hack"). In der Kategorie Säuglingsmilchnahrung wurde eine neue Produktrange unter der Marke "Little Steps" eingeführt.
Neben den Wachstumsinitiativen arbeitet Nestlé Deutschland fortlaufend an einer Reihe von Effizienzprojekten, um interne Prozesse und Strukturen zu optimieren und damit Mittel zur Investition in ihre Kategorien und Marken freizusetzen.
Vor dem Hintergrund eines sich stetig entwickelnden IT-Umfeldes muss die Nestlé Deutschland AG daraus erwachsende Risiken für die Integrität, Vertraulichkeit und Verfügbarkeit jeglicher Daten, vor allem aber für personenbezogene Daten, frühzeitig erkennen und erforderliche Maßnahmen zum Schutz der Daten, der IT-Systeme und zur Risikominimierung kontinuierlich anpassen.
Aufgrund der aktuellen Ausbreitung der Coronakrise teilt Nestlé die Besorgnis über die Auswirkungen auf die öffentliche Gesundheit und nimmt ihre Verantwortung für die Belegschaft und für die Gemeinden, in denen das Unternehmen tätig ist, ernst. Entsprechende Schutzmaßnahmen wurden implementiert. Die Auswirkungen der Krise durch das Coronavirus auf die Nestlé Deutschland AG sind zum Zeitpunkt der Berichterstellung nicht im Detail prognostizierbar. Verschiedene Faktoren können das Ergebnis positiv bzw. negativ beeinflussen: Chancen ergeben sich durch verstärkte Nachfrage in einigen Segmenten, z. B. bei kulinarischen Produkten. Als Risiken sind Nachfragerückgänge in Segmenten des Außer-Haus-Konsums durch die aktuellen Schutzmaßnahmen zu sehen, sowie eventuelle Lieferengpässe, die allerdings nur kurzfristiger Natur sein dürften.
Spezifische Risiken, welche die zukünftige Entwicklung der Nestlé Deutschland AG in wesentlichem Umfang nachhaltig beeinträchtigen oder den Bestand der Nestlé Deutschland AG gefährden könnten, sind nicht ersichtlich.
Gesamtwirtschaftlicher Ausblick auf das Jahr 2020
Zum Jahreswechsel 2019/2020 wurde erwartet, dass die deutsche Wirtschaft ihre leichte Schwächephase allmählich überwindet. Im Januar 2020 rechnete die Bundesregierung für das Jahr 2020 noch mit einer Zunahme des preisbereinigten Bruttoinlandsprodukts in Höhe von 1,1 %. Auch hatte sich die Stimmung in den deutschen Chefetagen leicht aufgehellt (Ifo-Geschäftsklimaindex). Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) prognostizierte ein Exportwachstum von bis zu 2 % gegenüber dem Vorjahr, betonte aber gleichzeitig, dass das Wachstum deutlich hinter seinen langjährigen Durchschnittsraten zurückbleibe. Für den privaten Konsum wurde ein Wachstum von 1,5 % prognostiziert (Institut für Weltwirtschaft).
Mit der Ausbreitung des Coronavirus über die Grenzen Chinas hinweg änderten sich diese Einschätzungen grundlegend. Im Februar 2020 war bereits ein erster Einfluss auf Wirtschaft und Gesellschaft zu spüren, der sich im März desselben Jahres noch verstärkte. Führende Wirtschaftsforschungsinstitute sehen eine Rezession aktuell als unausweichlich an und prognostizieren für 2020 ein BIP zwischen -0,1 % bis -10,0 % liegend. In einem Sondergutachten legte der "Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung" drei Szenarien für die wirtschaftliche Entwicklung in den Jahren 2020 und 2021 vor: Nach dem Basisszenario würde sich die wirtschaftliche Lage über den Sommer 2020 wieder relativ schnell normalisieren. Für das Jahr 2020 käme es damit zu einem Wachstum des BIP in Höhe von -2,8%, in 2021 von 3,7%. Ein Risikoszenario ("ausgeprägtes V"), das die Folgen großflächiger Produktionsstilllegungen oder länger geltender einschränkender Maßnahmen abschätzt, geht von einem jahresdurchschnittlichen BIP-Rückgang von -5,4% in 2020 und von einem Wachstum um 4,9% in 2021 aus. Sollten die Schutzmaßnahmen zur Eindämmung des Coronavirus über den Sommer hinaus andauern, könnte dies die wirtschaftliche Erholung in das Jahr 2021 verzögern. In diesem zweiten Risikoszenario ("langes U") könnten die getroffenen Politikmaßnahmen womöglich nicht ausreichen, tiefgreifende Beeinträchtigungen der Wirtschaftsstruktur durch Insolvenzen und Entlassungen zu verhindern. Das Wirtschaftswachstum betrüge demnach -4,5% in 2020 und 1,0% in 2021.
Ausblick für die Nestlé Deutschland Aktiengesellschaft
Im Dezember 2019 hat die Nestlé S.A. eine Vereinbarung zum Verkauf von 60 % des Geschäftsbereichs Herta an das spanische Familienunternehmen Casa Tarradellas bekannt gegeben. Nestlé S.A. und Casa Tarradellas werden ein Joint Venture für das Herta-Geschäft gründen und daran Anteile von 40 % beziehungsweise 60 % halten.
Das Joint Venture umfasst die in sechs europäischen Ländern erhältliche Herta-Charcuterie (Wurst- und Fleischwaren) und Teigprodukte der Marke Herta in Frankreich und Belgien. Das Joint Venture wird in Spanien gegründet. Die Geschäfte werden weiterhin in den bestehenden lokalen Unternehmen von Herta in Frankreich, Deutschland, Belgien (einschließlich Luxemburg) und Großbritannien (einschließlich Irland) geführt. Der Abschluss der Transaktion wird in der ersten Hälfte des Jahres 2020 erwartet.
Nestlé Deutschland AG wird ihre Anteile an der Herta GmbH, Herten, an die spanische Joint-Venture-Gesellschaft Herta Foods S.L. veräußern. Ebenso veräußert Nestlé Deutschland AG ihre Anteile an der Westfälische Fleischwaren Vogt GmbH, Herten, sowie die Bestandteile ihres Geschäftsbereiches Herta an die Herta GmbH.
Seit Januar 2020 breitet sich das Coronavirus weltweit weiter aus (Coronavirus-Epidemie). Das Unternehmen kann von der Corona-Krise sowohl negativ (im Außer-Haus-Geschäft) wie auch positiv betroffen (im Geschäft mit dem Lebensmitteleinzelhandel) sein, das Ausmaß der jeweiligen Effekte kann derzeit jedoch noch nicht verlässlich eingeschätzt werden.
Für das laufende Geschäftsjahr 2020 rechnet die Nestlé Deutschland AG derzeit unter Berücksichtigung der aktuell verfügbaren Erkenntnisse mit einem leichten Umsatzwachstum im Inland aus den Produktkategorien im Rahmen der Hauptgeschäftstätigkeit, d. h. ohne Erträge aus Nebenleistungen wie IT-Dienstleistungen und sonstigen Verkäufen und Dienstleistungen. In Bezug auf das Jahresergebnis (vor Gewinnabführung) erwartet die Nestlé Deutschland AG, aufgrund der Implementierung neuer Transferpreismodelle einen Betrag in einem Korridor zwischen EUR 110 Mio und EUR 130 Mio ohne Sondereffekte, wie z. B. noch nicht quantifizierbare Erträge oder Aufwendungen aus der Veräußerung von Geschäftsbereichen oder Immobilienbesitz sowie Restrukturierungen, zu erzielen.
Frankfurt am Main, den 7. Mai 2020
Nestlé Deutschland Aktiengesellschaft
Der Vorstand
Bilanz zum 31. Dezember 2019
Aktiva
| 31.12.2019 | 31.12.2018 | |||
|---|---|---|---|---|
| TEUR | TEUR | TEUR | TEUR | |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| A. Anlagevermögen | ||||
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände | ||||
| 1. Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte | 404 | 497 | ||
| 2. Geschäfts- oder Firmenwert | 0 | 404 | 0 | 497 |
| II. Sachanlagen | ||||
| 1. Grundstücke und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken | 320.969 | 304.797 | ||
| 2. Technische Anlagen und Maschinen | 174.816 | 173.696 | ||
| 3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 44.833 | 52.243 | ||
| 4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau III. Finanzanlagen | 55.056 | 595.674 | 73.704 | 604.440 |
| 1. Anteile an verbundenen Unternehmen | 121.015 | 113.905 | ||
| 2. Beteiligungen | 404 | 404 | ||
| 3. Sonstige Ausleihungen | 1.228 | 9.161 | ||
| 4. Sondervermögen Pension Trust | 17.461 | 19.365 | ||
| 5. Genossenschaftsanteile | 653 | 140.761 | 653 | 143.488 |
| 736.839 | 748.425 | |||
| B. Umlaufvermögen | ||||
| I. Vorräte | ||||
| 1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe | 81.641 | 82.824 | ||
| 2. Unfertige Erzeugnisse | 19.201 | 19.559 | ||
| 3. Fertige Erzeugnisse und Waren | 92.153 | 192.995 | 102.183 | 204.566 |
| II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände | ||||
| 1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 346.949 | 348.668 | ||
| - davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr TEUR 0 (i. Vj. TEUR 0) - | ||||
| 2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen | 214.452 | 144.210 | ||
| - davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr TEUR 0 (i. Vj. TEUR 0) - | ||||
| 3. Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht | 4.669 | 7.518 | ||
| - davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr TEUR 0 (i. Vj. TEUR 0) - | ||||
| 4. Sonstige Vermögensgegenstände | 61.144 | 627.214 | 42.234 | 542.630 |
| - davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr TEUR 10.996 (i. Vj. TEUR 10.394) - | ||||
| III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks | 14.833 | 25.280 | ||
| 835.042 | 772.476 | |||
| C. Rechnungsabgrenzungsposten | 2.432 | 2.763 | ||
| D. Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung | 1.279 | 0 | ||
| 1.575.592 | 1.523.664 | |||
| Passiva | ||||
| 31.12.2019 | 31.12.2018 | |||
| TEUR | TEUR | TEUR | TEUR | |
| A. Eigenkapital | ||||
| I. Gezeichnetes Kapital | 214.267 | 214.267 | ||
| II. Gewinnrücklagen | ||||
| 1. Gesetzliche Rücklage | 21.427 | 21.427 | ||
| 2. Andere Gewinnrücklagen | 2.778 | 24.205 | 2.778 | 24.205 |
| 238.472 | 238.472 | |||
| B. Sonderposten für Investitionszuschüsse | 13.544 | 15.274 | ||
| C. Rückstellungen | ||||
| 1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen | 10.864 | 9.126 | ||
| 2. Steuerrückstellungen | 114 | 552 | ||
| 3. Sonstige Rückstellungen | 408.482 | 420.528 | ||
| 419.460 | 430.206 | |||
| D. Verbindlichkeiten | ||||
| 1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 122 | 44 | ||
| - davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr TEUR 122 (i. Vj. TEUR 44) - | ||||
| 2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 295.863 | 313.245 | ||
| - davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr TEUR 295.863 (i. Vj. TEUR 313.245) - | ||||
| 3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen | 587.801 | 499.768 | ||
| - davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr TEUR 587.801 (i. Vj. TEUR 499.768) - | ||||
| 4. Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht | 0 | 281 | ||
| - davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr TEUR 0 (i. Vj. TEUR 281) - | ||||
| 5. Sonstige Verbindlichkeiten | 18.200 | 23.635 | ||
| - davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr TEUR 17.524 (i. Vj. TEUR 22.901) - | ||||
| - davon mit einer Restlaufzeit über fünf Jahre TEUR 311 (i. Vj. TEUR 429) - | ||||
| - davon aus Steuern TEUR 4.921 (i. Vj. TEUR 6.446) - | ||||
| - davon im Rahmen der sozialen Sicherheit TEUR 162 (i. Vj. TEUR 187) - | ||||
| 901.986 | 836.973 | |||
| E. Rechnungsabgrenzungsposten | 2.130 | 2.739 | ||
| 1.575.592 | 1.523.664 |
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2019
| 2019 | 2018 | |||
|---|---|---|---|---|
| TEUR | TEUR | TEUR | TEUR | |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| 1. Umsatzerlöse | 3.507.226 | 3.464.393 | ||
| 2. Verminderung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen | -5.168 | -16.602 | ||
| 3. Andere aktivierte Eigenleistungen | 2.045 | 1.353 | ||
| 4. Sonstige betriebliche Erträge | 229.374 | 140.880 | ||
| 5. Materialaufwand | ||||
| a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren | -1.517.975 | -1.422.807 | ||
| b) Aufwendungen für bezogene Leistungen | -173.609 | -1.691.584 | -169.295 | -1.592.102 |
| 6. Personalaufwand | ||||
| a) Löhne und Gehälter | -265.144 | -273.945 | ||
| b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung | -67.528 | -332.672 | -68.203 | -342.148 |
| - davon für Altersversorgung TEUR 10.323 (i. Vj. TEUR 10.418) - | ||||
| 7. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen | -104.452 | -109.260 | ||
| 8. Sonstige betriebliche Aufwendungen | -1.411.937 | -1.436.227 | ||
| 9. Erträge aus Beteiligungen | 3.798 | 9.815 | ||
| - davon aus verbundenen Unternehmen TEUR 2.671 (i. Vj. TEUR 8.616) - | ||||
| 10. Erträge aus Gewinnabführungsverträgen | 1.440 | 3.234 | ||
| 11. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens | 341 | 1.294 | ||
| 12. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge | 3.114 | 492 | ||
| 13. Abschreibungen auf Finanzanlagen | -794 | 0 | ||
| 14. Zinsen und ähnliche Aufwendungen | -2.595 | -3.773 | ||
| - davon an verbundene Unternehmen TEUR 645 (i. Vj. TEUR 662) - | ||||
| 15. Aufwendungen aus Verlustübernahme | -843 | -678 | ||
| 16. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | 0 | -482 | ||
| 17. Ergebnis nach Steuern | 197.293 | 120.189 | ||
| 18. Sonstige Steuern | -1.554 | -1.650 | ||
| 19. Jahresergebnis vor Gewinnabführung | 195.739 | 118.539 | ||
| 20. Aufgrund eines Gewinnabführungsvertrags abgeführter Gewinn | -195.739 | -118.539 | ||
| 21. Jahresüberschuss | 0 | 0 |
Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2019
| Anschaffungs- und Herstellungskosten | Kumulierte Abschreibungen | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| 1.1.2019 TEUR |
Zugänge des Geschäftsjahres TEUR |
Umgliederungen TEUR |
Abgänge des Geschäftsjahres TEUR |
31.12.2019 TEUR |
1.1.2019 TEUR |
|
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände | ||||||
| 1. Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte | 4.458 | 219 | 0 | 253 | 4.424 | 3.961 |
| 2. Geschäfts- oder Firmenwert | 4.272 | 0 | 0 | 0 | 4.272 | 4.272 |
| 8.730 | 219 | 0 | 253 | 8.696 | 8.233 | |
| II. Sachanlagen | ||||||
| 1. Grundstücke und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken | 608.681 | 21.748 | 12.148 | 34.807 | 607.770 | 303.884 |
| 2. Technische Anlagen und Maschinen | 1.085.894 | 33.811 | 34.520 | 150.928 | 1.003.297 | 912.198 |
| 3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 280.030 | 11.134 | 3.559 | 31.989 | 262.734 | 227.787 |
| 4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | 73.704 | 31.617 | -50.227 | 38 | 55.056 | 0 |
| 2.048.309 | 98.310 | 0 | 217.762 | 1.928.857 | 1.443.869 | |
| III. Finanzanlagen | ||||||
| 1. Anteile an verbundenen Unternehmen | 113.930 | 7.110 | 0 | 0 | 121.040 | 25 |
| 2. Beteiligungen | 404 | 0 | 0 | 0 | 404 | 0 |
| 3. Sonstige Ausleihungen | 9.527 | 0 | -7.056 | 425 | 2.046 | 366 |
| 4. Sondervermögen Pension Trust | 19.365 | 0 | -1.904 | 0 | 17.461 | 0 |
| 5. Genossenschaftsanteile | 653 | 0 | 0 | 0 | 653 | 0 |
| 143.879 | 7.110 | -8.960 | 425 | 141.604 | 391 | |
| 2.200.919 | 105.639 | -8.960 | 218.440 | 2.079.158 | 1.452.493 |
| Kumulierte Abschreibungen | Buchwerte | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Abschreibungen des Geschäftsjahres TEUR |
Umgliederungen TEUR |
Zuschreibungen des Geschäftsjahres TEUR |
Abgänge des Geschäftsjahres TEUR |
31.12.2019 TEUR |
31.12.2019 TEUR |
|
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände | ||||||
| 1. Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte | 312 | 0 | 0 | 253 | 4.020 | 404 |
| 2. Geschäfts- oder Firmenwert | 0 | 0 | 0 | 0 | 4.272 | 0 |
| 312 | 0 | 0 | 253 | 8.292 | 404 | |
| II. Sachanlagen | ||||||
| 1. Grundstücke und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken | 17.363 | 32 | 0 | 34.478 | 286.801 | 320.969 |
| 2. Technische Anlagen und Maschinen | 66.335 | -32 | 0 | 150.020 | 828.481 | 174.816 |
| 3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 20.442 | 0 | 0 | 30.328 | 217.901 | 44.833 |
| 4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 55.056 |
| 104.140 | 0 | 0 | 214.826 | 1.333.183 | 595.674 | |
| III. Finanzanlagen | ||||||
| 1. Anteile an verbundenen Unternehmen | 0 | 0 | 0 | 0 | 25 | 121.015 |
| 2. Beteiligungen | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 404 |
| 3. Sonstige Ausleihungen | 794 | 0 | 341 | 0 | 819 | 1.228 |
| 4. Sondervermögen Pension Trust | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 17.461 |
| 5. Genossenschaftsanteile | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 653 |
| 794 | 0 | 341 | 0 | 844 | 140.761 | |
| 105.246 | 0 | 341 | 215.079 | 1.342.319 | 736.839 |
| Buchwerte 31.12.2018 TEUR |
|
|---|---|
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände | |
| 1. Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte | 497 |
| 2. Geschäfts- oder Firmenwert | 0 |
| 497 | |
| II. Sachanlagen | |
| 1. Grundstücke und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken | 304.797 |
| 2. Technische Anlagen und Maschinen | 173.696 |
| 3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 52.243 |
| 4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | 73.704 |
| 604.440 | |
| III. Finanzanlagen | |
| 1. Anteile an verbundenen Unternehmen | 113.905 |
| 2. Beteiligungen | 404 |
| 3. Sonstige Ausleihungen | 9.161 |
| 4. Sondervermögen Pension Trust | 19.365 |
| 5. Genossenschaftsanteile | 653 |
| 143.488 | |
| 748.425 |
Anhang für das Geschäftsjahr 2019
A. Allgemeine Angaben
Die Nestlé Deutschland Aktiengesellschaft (im Weiteren kurz "Nestlé Deutschland AG") hat ihren Sitz in Frankfurt am Main und ist eingetragen in das Handelsregister beim Amtsgericht Frankfurt am Main (HRB 28163).
Der Jahresabschluss der Nestlé Deutschland AG zum 31. Dezember 2019 ist nach den Vorschriften des deutschen Handelsgesetzbuches (HGB) und des Aktiengesetzes (AktG) aufgestellt.
Die Gewinn- und Verlustrechnung wird gemäß § 275 Abs. 2 HGB nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.
Die Gesellschaft gehört als Teilkonzern zum Konzernkreis der Nestlé S.A., Cham und Vevey (Schweiz), und ist von der Aufstellung eines Konzernabschlusses und eines Konzernlageberichtes gemäß § 292 Abs. 1 HGB befreit. Der Konzernabschluss der Nestlé S.A. (größter und kleinster Kreis), der nach IFRS-Rechnungslegungsvorschriften aufgestellt ist, wird im Bundesanzeiger in deutscher Sprache offengelegt.
B. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze
Immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert und planmäßig über drei Jahre nach der linearen Abschreibungsmethode abgeschrieben. Der entgeltlich erworbene Geschäfts- oder Firmenwert wurde über eine Nutzungsdauer von fünf Jahren abgeschrieben und ist voll abgeschrieben.
Sachanlagen werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich planmäßiger und außerplanmäßiger Abschreibungen bewertet. Die Herstellungskosten enthalten die handels- und steuerrechtlich aktivierungspflichtigen Kostenbestandteile. Die Zugänge zu den Sachanlagen werden ab dem Anschaffungszeitpunkt pro rata temporis abgeschrieben. Die planmäßigen Abschreibungen werden nach der linearen Methode ermittelt. Zugänge werden über folgende Nutzungsdauern abgeschrieben:
| Anlagenklasse | Jahre |
|---|---|
| Gebäude | 33 Jahre |
| Technische Anlagen und Maschinen | 6 bis 10 Jahre |
| Betriebs- und Geschäftsausstattung | 4 bis 5 Jahre |
Außerplanmäßige Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen werden vorgenommen, wenn voraussichtlich dauernde Wertminderungen vorliegen.
Die Grenze für die Betrachtung eines geringwertigen Wirtschaftsgutes liegt unverändert zum Vorjahr bei EUR 250,00. Alle Zugänge unter dieser Grenze werden direkt aufwandswirksam erfasst.
Anteile an verbundenen Unternehmen, die Beteiligungen und die Genossenschaftsanteile werden zu Anschaffungskosten oder dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt.
Die Ausleihungen werden, soweit sie unverzinslich sind, mit ihrem Barwert angesetzt. Die Abzinsung erfolgte mit den von der Bundesbank veröffentlichten laufzeitkongruenten durchschnittlichen Marktzinssätzen zum 31. Dezember 2019.
Das nicht verrechnete Sondervermögen Pension Trust entfällt auf Pensionsrückstellungen, die im Hinblick auf die zugrunde liegenden Zusagen nicht von der Gesellschaft selbst, sondern von ihren Betriebsführungsgesellschaften bilanziert werden. Die Bewertung erfolgt zu fortgeführten Anschaffungskosten.
Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sind zu Anschaffungskosten oder den niedrigeren Marktpreisen am Bilanzstichtag bewertet. Die Anschaffungskosten sind - mit Ausnahme der Bestände des Geschäftsbereichs Herta, deren Ermittlung nach der Durchschnittsmethode erfolgt - nach der Fifo-Methode ermittelt.
Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse sind mit den durchschnittlichen Herstellungskosten angesetzt. Die Herstellungskosten enthalten die Material- und Fertigungseinzelkosten sowie die produktionsbezogenen Gemeinkosten der Werke, einschließlich aktivierungspflichtiger Abschreibungen.
Waren sind, mit Ausnahme der Bestände des Geschäftsbereichs Herta, nach der Fifo-Methode bewertet. Die Warenbestände des Geschäftsbereichs Herta sind mit dem Durchschnittswert angesetzt.
Die Bewertungsunterschiede zu höheren Marktpreisen am Stichtag betragen für die nach der Fifo-Methode bewerteten Bestände TEUR 980.
Von den Wertansätzen der Vorräte werden sowohl in Fällen verminderter Verwertbarkeit als auch bei gesunkenen Wiederbeschaffungskosten oder zur verlustfreien Bewertung erforderliche Wertabschläge vorgenommen.
Bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind Einzelrisiken und das allgemeine Ausfall- und Kreditrisiko durch angemessene Wertabschläge berücksichtigt.
Die Bewertung der übrigen Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände erfolgt mit dem Nennwert. Wertberichtigungen werden vorgenommen, soweit erforderlich. Langfristige unverzinsliche Forderungen werden mit dem Barwert angesetzt.
Die Bewertung der flüssigen Mittel erfolgt zum Nominalwert.
Das auf DM 419.069.100,00 (EUR 214.266.628,49) lautende gezeichnete Kapital ist voll eingezahlt.
Der Sonderposten für Investitionszuschüsse wird über die Nutzungsdauer der entsprechenden Anlagengegenstände ertragswirksam aufgelöst.
Die Pensionsverpflichtungen wurden mit Ausnahme der rückgedeckten Direktzusagen gutachterlich unter Verwendung des Anwartschaftsbarwertverfahrens bewertet und damit mit dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag gemäß § 253 Abs. 1 Satz 2 HGB angesetzt. Dabei wurden die Richttafeln 2018 G nach Prof. Dr. Klaus Heubeck zugrunde gelegt. Für die Abzinsung der Firmenrenten ist der von der Deutschen Bundesbank für eine angenommene Restlaufzeit von 15 Jahren zum 31. Dezember 2019 veröffentlichte Zinssatz von 2,71 % (i. Vj. 3,21 %) verwendet worden. Rückstellungen für Firmenrenten sind im Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2019 unter Zugrundelegung des durchschnittlichen Marktzinssatzes der vergangenen zehn Geschäftsjahre (bis zum Geschäftsjahr 2015: durchschnittlicher Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre) bewertet worden.
Der Ansatz der Rückstellung für Pensionsverpflichtungen, der sich nach Maßgabe des durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren ergeben würde, übersteigt den in der Bilanz angesetzten Betrag um TEUR 4.193. Dieser Betrag ist ausschüttungs-, aber nicht abführungsgesperrt. Der Zinsänderungseffekt wird im operativen Ergebnis ausgewiesen.
Zukünftige Anpassungen der Versorgungsleistungen wurden durch einen Gehaltstrend von 2,4 % (i. Vj. 2,4 %) und einem unveränderten Rententrend von 1,7 % berücksichtigt.
Die in der Nestlé Rückdeckungskasse VVaG, Frankfurt am Main, rückgedeckten Direktzusagen sind leistungskongruent rückgedeckte Versorgungszusagen, die wie wertpapiergebundene Zusagen behandelt werden. Entsprechend sind die Pensionsrückstellungen gemäß § 253 Abs. 1 Satz 3 HGB mit dem beizulegenden Zeitwert des Rückdeckungsversicherungsanspruchs angesetzt (TEUR 3.596) und vollständig mit diesem verrechnet.
Die Steuerrückstellungen und sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken sowie ungewissen Verpflichtungen und wurden in Höhe des Betrages angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung zur Erfüllung der Verpflichtung notwendig sein wird. Erwartete zukünftige Preis- und Kostensteigerungen werden dabei berücksichtigt. Langfristige Rückstellungen werden mit dem von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre entsprechend ihrer Laufzeit abgezinst. Zinsänderungseffekte werden im operativen Ergebnis ausgewiesen. Die Rückstellung für Verpflichtungen aus Altersteilzeitvereinbarungen umfasst die Aufwendungen für die Lohn- und Gehaltszahlungen an Mitarbeiter in der Freistellungsphase sowie die Aufstockungsleistungen. Die Rückstellung für Lohn- und Gehaltszahlungen wird ratierlich ab dem Beginn der Aktivphase angesammelt, während die Rückstellung für Aufstockungsleistungen mit Vertragsabschluss gebildet wird. Die Bewertung erfolgt nach versicherungsmathematischen Grundsätzen zum Barwert. Die Rückstellungen für den Performance Stock Unit Plan (aktienbasierte Vergütung) werden ratierlich über den Erdienungszeitraum angesammelt. Der Bewertung liegt der Börsenkurs der Nestlé S.A.-Aktien am Stichtag zugrunde.
Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.
Die Umrechnung von Geschäftsvorfällen in fremder Währung erfolgt im Zeitpunkt der erstmaligen Erfassung mit den Einstandskursen. Die zum Stichtag bilanzierten Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder Währung sind vollumfänglich binnen Jahresfrist fällig und werden daher mit dem Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag umgerechnet.
Bei der Nestlé Deutschland AG werden seit 2005 auf Grundlage des Gesetzes über den Handel mit Berechtigungen zur Emission von Treibhausgasen (Treibhausgas-Emissionshandelsgesetz - TEHG) Emissionsrechte bilanziert. Die durch das Umweltbundesamt in Deutschland unentgeltlich ausgegebenen Emissionsrechte wurden zum Zeitpunkt der Eintragung in das Emissionshandelsregister mit dem Zeitwert unter den Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen aktiviert. Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert am Bilanzstichtag werden vorgenommen soweit erforderlich.
Finanzinstrumente
Die Nestlé Deutschland AG setzt zur teilweisen Absicherung von Risiken aus der operativen Geschäftstätigkeit (insbesondere Wechselkursen) in begrenztem Umfang derivative Finanzinstrumente ein. Dabei werden ausschließlich marktübliche Instrumente mit einer ausreichenden Marktliquidität - wie Devisentermingeschäfte - verwendet. Der Einsatz dieser Instrumente wird im Rahmen des Risikomanagementsystems durch Konzernrichtlinien geregelt, die den spekulativen Einsatz derivativer Finanzinstrumente ausschließen und das interne Berichtswesen sowie die Funktionstrennung regeln.
Die Nominal- und Marktwerte der derivativen Finanzinstrumente der Nestlé Deutschland AG stellen sich wie folgt dar:
| Nominalvolumen TEUR |
Positiver Marktwert TEUR |
Negativer Marktwert TEUR |
|
|---|---|---|---|
| Devisentermingeschäfte | 167.195 | 3.989 | -106 |
Die Laufzeiten der Devisentermingeschäfte liegen unter einem Jahr.
Als Nominalvolumen eines derivativen Sicherungsgeschäftes wird die rechnerische Bezugsgröße bezeichnet, aus der sich die Zahlungen ableiten. Sicherungsgegenstand und Risiko sind nicht die Nominalwerte selbst, sondern nur die Preisänderungen (z. B. Wechselkursänderungen) bezogen auf die Nominalwerte.
Die Ermittlung der Marktwerte der Devisentermingeschäfte erfolgt auf Basis quotierter Marktpreise am Bilanzstichtag ohne Verrechnung mit etwaig gegenläufigen Wertentwicklungen aus zugrunde liegenden Grundgeschäften. Der Marktwert entspricht dem Betrag, den die Nestlé Deutschland AG bei vorzeitiger Auflösung des Sicherungsgeschäfts über die Nominalwerte hinaus zu bezahlen (-) oder zu bekommen (+) hätte. Für drohende Verluste aus diesen Geschäften wurde eine Rückstellung in Höhe von TEUR 106 (i. Vj. TEUR 306) gebildet.
C. Erläuterungen zur Bilanz
Anlagevermögen
Die Entwicklung des Anlagevermögens ist im Anlagenspiegel als Anlage zum Anhang dargestellt.
Im Anlagevermögen wurden außerplanmäßige Abschreibungen in folgender Höhe vorgenommen.
| 2019 TEUR |
2018 TEUR |
|
|---|---|---|
| Außerplanmäßige Abschreibungen gem. § 253 Abs. 3 Satz 5 HGB | 814 | 4.834 |
Diese bestehen im Wesentlichen aus außerplanmäßigen Abschreibungen auf bewegliches Sachanlagevermögen an den Produktionsstandorten Lüdinghausen und Singen.
Finanzanlagen
An den nachstehenden Unternehmen hält die Nestlé Deutschland AG mindestens 50 % der Anteile am Kapital:
Direkte Beteiligungen über 50 %:
| Unternehmen | Sitz | Höhe des Anteils am Kapital in % |
Eigenkapital in TEUR |
Ergebnis des letzten Geschäftsjahres in TEUR |
|---|---|---|---|---|
| Alpursa Lebensmittel GmbH 1 2 | Frankfurt a. M. | 100 | 51 | 0 |
| APONTI Vertriebsgesellschaft mbH 1 2 | Frankfurt a. M. | 100 | 26 | 0 |
| Benedict Lebensmittel GmbH 1 2 | Frankfurt a. M. | 100 | 26 | 0 |
| Bübchen Vertriebs GmbH 1 2 | Frankfurt a. M. | 100 | 26 | 0 |
| Gesuna Nahrungsmittel GmbH 1 2 | Euskirchen | 100 | 256 | 0 |
| HS Hanseatische Konsumgüter GmbH 1 2 | Hamburg | 100 | 26 | 0 |
| Herta GmbH 1 2 | Herten | 100 | 51 | 0 |
| Herta Produktions GmbH 1 2 | Herten | 100 | 25 | 0 |
| MAGGI GmbH 1 2 | Singen | 100 | 51 | 0 |
| MAGGI Kochstudio Treff GmbH 1 2 | Frankfurt a. M. | 100 | 102 | 0 |
| Merrick Europe GmbH 1 2 | Frankfurt a. M. | 100 | 51 | 0 |
| Nespresso Deutschland GmbH 1 2 | Düsseldorf | 100 | 25 | 0 |
| Nestlé GLOBE Center Europe GmbH 1 2 | Frankfurt a. M. | 100 | 30 | 0 |
| Nestlé Health Science (Deutschland) GmbH 1 2 | Frankfurt a. M. | 100 | 25 | 0 |
| Nestlé Kaffee & Schokoladen GmbH 1 2 | Frankfurt a. M. | 100 | 52 | 0 |
| Nestlé Nutrition GmbH 1 2 | Frankfurt a. M. | 100 | 52 | 0 |
| Nestlé Professional GmbH 1 2 | Frankfurt a. M. | 100 | 520 | 0 |
| Nestlé Purina PetCare Deutschland GmbH 1 2 | Euskirchen | 100 | 30 | 0 |
| Nestlé Verbraucher-Service GmbH 1 2 | Frankfurt a. M. | 100 | 26 | 0 |
| Nestlé Versorgungskasse GmbH | Frankfurt a. M. | 100 | 60 | 0 |
| Nestlé Wagner GmbH 1 2 | Nonnweiler | 100 | 25 | 0 |
| Nestlé WCO GmbH 1 2 | Malliß-Conow | 100 | 25 | 0 |
| Terra Canis GmbH | München | 80 | 60 | k.A. 3 |
| Tivall Deutschland GmbH 1 2 | Frankfurt a. M. | 100 | 25 | 0 |
| Vitaflo Deutschland GmbH 2 | Steinbach (Taunus) | 100 | 150 | 0 |
| Westfälische Fleischwaren Vogt GmbH 1 2 | Herten | 100 | 26 | 0 |
1 Betriebsführungs- oder Namenslizenzgesellschaften, Tätigkeit ausschließlich für Rechnung des Mutterunternehmens ohne eigene wirtschaftliche Ergebnisse (teilweise mit eigenem Personal)
2 Gesellschaften mit Gewinnabführungsvertrag
3 liegt zum Zeitpunkt der Erstellung des Jahresabschlusses noch nicht vor
Indirekte Beteiligungen über 50 %:
| Unternehmen | Sitz | Höhe des Anteils am Kapital in % |
Eigenkapital in TEUR |
Ergebnis des letzten Geschäftsjahres in TEUR |
|---|---|---|---|---|
| Schäbitz GmbH | München | 80 | 100 | k.A 3 |
An den folgenden Unternehmen hält die Nestlé Deutschland AG 20 % bis 50 % der Anteile am Kapital:
Direkte Beteiligungen von 20 % bis 50 %:
| Unternehmen | Sitz | Höhe des Anteils am Kapital in % |
|---|---|---|
| C.P.D. Cereal Partners Deutschland GmbH & Co. OHG | Frankfurt a. M. | 50 |
| C.P.D. Cereal Partners Deutschland Verwaltungsgesellschaft mbH | Frankfurt a. M. | 50 |
| Nestlé Kuban LLC | Timashevsk/Russland | 33 |
Indirekte Beteiligungen von 20 % bis 50 %:
| Unternehmen | Sitz | Höhe des Anteils am Kapital in % |
|
|---|---|---|---|
| Dognet.de GmbH | Wuppertal | 21 |
Auf die Angabe des Eigenkapitals und des Jahresergebnisses der Unternehmen, an denen eine unmittelbare oder mittelbare Beteiligung von 20 % bis 50 % besteht, wird gemäß § 286 Abs. 3 Satz 1 Nr. 1 und 2 HGB verzichtet.
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
| bis 1 Jahr TEUR |
über 1 Jahr TEUR |
Gesamt 31.12.2019 TEUR |
Gesamt 31.12.2018 TEUR |
|
|---|---|---|---|---|
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 346.949 | 0 | 346.949 | 348.668 |
| Forderungen gegen verbundene Unternehmen | 214.452 | 0 | 214.452 | 144.210 |
| Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht | 4.669 | 0 | 4.669 | 7.518 |
| Sonstige Vermögensgegenstände | 50.148 | 10.996 | 61.144 | 42.234 |
| Summe | 616.218 | 10.996 | 627.214 | 542.630 |
Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen resultieren wie im Vorjahr aus dem Verrechnungsverkehr in Bezug auf Lieferungen und Leistungen, Ergebnisabführungsverträgen, Cash-Pooling und der umsatzsteuerlichen Organschaft. Die Forderungen gegen die Gesellschafterin belaufen sich auf TEUR 3.104 (i. Vj. TEUR 1.692).
Die Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, resultieren wie im Vorjahr im Wesentlichen aus Beteiligungserträgen und im Übrigen aus dem Lieferungs- und Leistungsverkehr.
Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung
Durch die Übernahme der Pensionsrückstellungen der Herta GmbH und der Herta Produktions GmbH ergibt sich erstmals ein aktiver Unterschiedsbetrag in Höhe von TEUR 1.279 aus der Vermögensverrechnung aufgrund der Saldierung des entsprechenden Deckungsvermögens und der Pensionsrückstellungen. Im Geschäftsjahr 2020 wird eine weitere vertraglich geregelte Einzahlung in das Deckungsvermögen durch die Nestlé Deutschland AG erfolgen.
Gezeichnetes Kapital
Das gezeichnete Kapital setzt sich aus 8.381.382 auf den Inhaber lautenden Stückaktien zusammen. Mit der Nestlé S.A. wurde am 23. bzw. 28. Dezember 1987 ein Beherrschungsvertrag abgeschlossen, der nach Zustimmung durch die Hauptversammlung und Eintragung im Handelsregister seit dem 26. Januar 1989 wirksam ist.
Mit der alleinigen Gesellschafterin Nestlé Unternehmungen Deutschland GmbH, Frankfurt am Main, wurde am 30. Mai 2001 ein Gewinnabführungsvertrag abgeschlossen, der nach Zustimmung durch die Hauptversammlung und Eintragung im Handelsregister am 11. September 2001 wirksam wurde.
Gewinnrücklagen
Die gesetzliche Rücklage mit TEUR 21.427 und die anderen Gewinnrücklagen mit TEUR 2.778 blieben im Vergleich zum Vorjahr unverändert. Der nach § 268 Abs. 8 HGB ausschüttungsgesperrte Betrag beläuft sich auf TEUR 4.944 (i. Vj. 1.608) und resultiert vollständig aus der Zeitwertbewertung des mit den Pensionsrückstellungen verrechneten Deckungsvermögens. Darüber hinaus ist die Differenz der Erfüllungsbeträge zwischen der Ermittlung mittels des 7-Jahres-Durchschnittszinses und des 10-Jahres-Durchschnittszinses (TEUR 4.193) gemäß § 253 Abs. 6 HGB ausschüttungsgesperrt.
Rückstellungen
Die Zuführungen zu dem Erfüllungsbetrag der Pensionsrückstellungen im Geschäftsjahr entfallen mit TEUR 812 auf die laufende Aufzinsung der bestehenden Anwartschaften sowie mit TEUR 2.705 auf die im Geschäftsjahr erworbenen Anwartschaften. Ein Teil der Pensionsrückstellungen mit einem Erfüllungsbetrag von TEUR 31.197 (i. Vj. TEUR 25.385) wurde nach § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB mit dem korrespondierenden Deckungsvermögen von TEUR 31.274 (i. Vj. TEUR 17.445) verrechnet. Hieraus resultieren ein Passivüberhang in Höhe von TEUR 1.202, sowie ein Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung in Höhe von TEUR 1.279. Die Bewertung dieses verrechneten Deckungsvermögens erfolgte zu beizulegenden Zeitwerten. Die ursprünglichen Anschaffungskosten hierfür betrugen TEUR 26.330 (i. Vj. TEUR 15.837).
Die sonstigen Rückstellungen betreffen im Wesentlichen:
| 31.12.2019 TEUR |
31.12.2018 TEUR |
|
|---|---|---|
| Rückvergütungen, Werbekosten und sonstige Verpflichtungen | 252.713 | 225.663 |
| Rückstellungen aus dem Personalbereich | 57.764 | 56.151 |
| Umstrukturierungen, Sozialpläne und Abfindungen | 57.102 | 101.168 |
| Ausstehende Rechnungen | 17.243 | 16.228 |
| Drohende Verluste aus schwebenden Geschäften | 8.456 | 2.470 |
| Unterlassene Instandhaltung | 2.320 | 4.158 |
| Prozesskosten | 1.674 | 1.888 |
Verbindlichkeiten
Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten betragen:
| bis 1 Jahr TEUR |
1 bis 5 Jahre TEUR |
über 5 Jahre TEUR |
Gesamt 31.12.2019 TEUR |
Gesamt 31.12.2018 TEUR |
|
|---|---|---|---|---|---|
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 122 | 0 | 0 | 122 | 44 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 295.863 | 0 | 0 | 295.863 | 313.245 |
| Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen | 587.801 | 0 | 0 | 587.801 | 499.768 |
| Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht | 0 | 0 | 0 | 0 | 281 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 17.524 | 365 | 311 | 18.200 | 23.635 |
| Summe | 901.310 | 365 | 311 | 901.986 | 836.973 |
Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen enthalten Verbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin in Höhe von TEUR 367.787 (i. Vj. TEUR 275.110). Davon entfallen TEUR 195.739 (i. Vj. TEUR 118.539) auf die Ergebnisabführung und TEUR 165.778 (i. Vj. TEUR 153.716) auf das Cash-Pooling. Die übrigen Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen wie im Vorjahr im Wesentlichen den Lieferungs- und Leistungsverkehr.
Haftungsverhältnisse und sonstige Verpflichtungen
Die Nestlé Deutschland AG gewährleistet zusammen mit den übrigen Trägern der Nestlé Pensionskasse VVaG, Frankfurt am Main, der Nestlé Versorgungskasse GmbH, Frankfurt am Main, und der Nestlé Pensionsfonds AG, Biessenhofen, die ausreichende Finanzierung der satzungsmäßigen Leistungen dieser Versorgungseinrichtungen. Des Weiteren bestehen Bürgschaften in Höhe von TEUR 11.565 (i. Vj. TEUR 11.379). Mit Blick auf die wirtschaftliche Lage der Schuldnerinnen sind derzeit keine Tatsachen bekannt, die auf eine Inanspruchnahme aus den vorgenannten Haftungsverhältnissen schließen lassen.
| bis 1 Jahr TEUR |
1 bis 5 Jahre TEUR |
über 5 Jahre TEUR |
Gesamt 31.12.2019 TEUR |
|
|---|---|---|---|---|
| Sonstige finanzielle Verpflichtungen | ||||
| Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen | 23.280 | 43.844 | 16.378 | 83.502 |
| Verpflichtungen aus Investitionen (Bestellobligo) | 7.933 | 0 | 0 | 7.933 |
| Gesamtbetrag der sonstigen finanziellen Verpflichtungen | 31.213 | 43.844 | 16.378 | 91.435 |
Sonstige finanzielle Verpflichtungen gegenüber verbundenen und assoziierten Unternehmen sowie resultierend aus der Altersversorgung bestehen wie im Vorjahr nicht.
D. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung
Umsatzerlöse
Aufgliederung nach Produktgruppen:
| 2019 TEUR |
Anteil % |
2018 TEUR |
Anteil % |
|
|---|---|---|---|---|
| Fertiggerichte und Produkte für die Küche | 1.281.405 | 37 | 1.246.349 | 36 |
| Getränke | 724.593 | 21 | 759.109 | 22 |
| Produkte für Heimtiere | 463.494 | 13 | 428.065 | 12 |
| Milch- und Diätetikprodukte | 430.694 | 12 | 412.003 | 12 |
| Schokolade und Süßwaren | 365.867 | 10 | 359.952 | 10 |
| Sonstiges | 50.565 | 2 | 63.250 | 2 |
| Summe nach Produktkategorien | 3.316.618 | 95 | 3.268.728 | 94 |
| - davon Export - | 882.219 | 25 | 833.528 | 24 |
| Sonstige Umsatzerlöse aus IT-Dienstleistungen | 142.027 | 4 | 142.323 | 4 |
| Sonstige Umsatzerlöse aus sonstigen Verkäufen und Dienstleistungen | 48.581 | 1 | 53.342 | 2 |
| Summe Gesamt | 3.507.226 | 100 | 3.464.393 | 100 |
Sonstige betriebliche Erträge
Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten Erträge aus der Währungsumrechnung von TEUR 5.177 (i. Vj. TEUR 1.403).
Die sonstigen betrieblichen Erträge umfassen periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 79.993 (i. Vj. TEUR 53.103). Diese resultieren im Wesentlichen aus der Auflösung von Rückstellungen.
Aus der Auflösung eines Sonderpostens für Investitionszuschüsse sind Erträge in Höhe von TEUR 1.713 (i. Vj. TEUR 1.713) enthalten.
Sonstige betriebliche Aufwendungen
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten Aufwendungen aus der Währungsumrechnung von TEUR 280 (i. Vj. TEUR 43).
Zudem sind Lizenzaufwendungen in Höhe von TEUR 131.449 (i. Vj. TEUR 88.253) enthalten, deren Veränderung aus der Neufassung der Lizenzvereinbarung resultiert, sowie Aufwendungen in Höhe von TEUR 9.653 (i. Vj. TEUR 71.084) aus Restrukturierungsmaßnahmen im Rahmen von Effizienzsteigerungsprojekten in Produktion, Einkauf, Verwaltung und Vertrieb.
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen umfassen periodenfremde Aufwendungen in Höhe von TEUR 1.998 (i. Vj. TEUR 483). Diese resultieren aus Buchverlusten aus dem Abgang von Sachanlagevermögen.
Zinsergebnis
Das Zinsergebnis beinhaltet Aufwendungen aus der Aufzinsung von Pensions- und sonstigen Rückstellungen i. H. v. TEUR 1.877 (i. Vj. TEUR 2.006). Außerdem enthalten sind laufende Erträge von TEUR 3.831 (i. Vj. TEUR 488) aus dem nach § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB verrechneten Deckungsvermögen sowie Erträge aus der Abzinsung von Rückstellungen von TEUR 862 (i. Vj. TEUR 4).
Steuerliche Organschaft
Mit der Nestlé Unternehmungen Deutschland GmbH besteht eine gewerbe- und körperschaft- sowie umsatzsteuerliche Organschaft.
Jahresergebnis vor Gewinnabführung
Das Jahresergebnis vor Gewinnabführung an die Nestlé Unternehmungen Deutschland GmbH beträgt TEUR 195.739 (i. Vj. TEUR 118.539).
E. Sonstige Angaben
Mitarbeiter
| 2019 Anzahl |
2018 Anzahl |
|
|---|---|---|
| Arbeitnehmer (Jahresdurchschnitt) | ||
| Arbeiter | 2.132 | 2.284 |
| Angestellte | 2.222 | 2.406 |
| davon leitende Angestellte | 181 | 181 |
| Auszubildende | 161 | 171 |
| Summe | 4.515 | 4.861 |
Bezüge des Aufsichtsrats und des Vorstands
Die Vergütungen an den Aufsichtsrat belaufen sich auf TEUR 190, die Gesamtbezüge des Vorstands auf TEUR 3.573.
Die Gesamtbezüge der früheren Mitglieder des Vorstands und deren Hinterbliebenen betragen TEUR 373. Für diesen Personenkreis bestehen Pensionsrückstellungen in Höhe von TEUR 5.148.
Honorar des Abschlussprüfers
Das Gesamthonorar für den Abschlussprüfer, das im Berichtsjahr als Aufwand erfasst wurde, beträgt TEUR 1.024 und entfällt mit TEUR 963 auf Abschlussprüfungsleistungen sowie mit TEUR 61 auf sonstige Bestätigungsleistungen.
Mitglieder des Aufsichtsrats
| ― | Peter VOGT Vorsitzender Küsnacht (Schweiz) |
| ― | Dr. Johannes SPECHT 4 (seit 20.05.2019) Stellvertretender Vorsitzender Leiter der Tarifabteilung der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten ("NGG") Halfing |
| ― | Reiner EICH 4 Betriebsratsvorsitzender der Zentrale der Nestlé Deutschland AG Frankfurt am Main |
4 Arbeitnehmervertreter
| ― | Corinne EMONET Market Head Nestlé Österreich Wien (Österreich) |
| ― | Uwe HILDEBRANDT 4 Vorsitzender des Landesbezirks Südwest der NGG Freudental |
| ― | Dr. Steffen JUST 4 Chief Compliance Officer der Nestlé Deutschland AG Königstein i. Ts. |
| ― | Prof. Dr. Renate KÖCHER Geschäftsführerin des Instituts für Demoskopie Allensbach Konstanz |
| ― | Ina KORTE-GRIMBERG 4 (bis 30.04.2019) Referatsleiterin Süßwaren und Tabak in der NGG Hauptverwaltung Hamburg |
| ― | Thomas KRAUSE 4 Betriebsratsvorsitzender Chocoladenwerk Hamburg Schwarzenbek |
| ― | Prof. Dr. Mathias MÜLLER Geschäftsführender Gesellschafter IWB Dr. Müller Immobilienwirtschaftliche Beratung GmbH Hofheim am Taunus |
| ― | Wolfgang W. PASEWALD Vizepräsident Organizational Efficiency Nestlé S.A. Lausanne (Schweiz) |
| ― | Simone PEETZ Verkaufsleiterin Süd Roche Diabetes Care Deutschland GmbH Bensheim |
| ― | Kerstin SCHMEIDUCH Direktorin Recht und Unternehmenskommunikation Nestlé Purina Zone EMENA Pully (Schweiz) |
| ― | Helmut SERWE 4 Betriebsratsvorsitzender Nestlé Wagner GmbH Nonnweiler |
| ― | Ortwin TORK 4 Betriebsratsvorsitzender Maggi-Werk Lüdinghausen Lüdinghausen |
| ― | Antje WILLEMS-STICKEL Geschäftsführerin A.S. Global Brands GmbH Bad Homburg v.d.H. |
| ― | Andreas ZORN 4 Betriebsratsvorsitzender Werk Neuss der Nestlé Deutschland AG Neuss |
Mitglieder des Vorstands
| ― | Marc-Aurel BOERSCH Vorsitzender |
| ― | Ralf HENGELS Vorstand Personal |
| ― | Steffen KINDLER Vorstand Finanzen und Controlling |
| ― | Ralph-Alexander Axel KNOCH Vorstand Technik |
| ― | Hubert STÜCKE Vorstand Geschäfts- und Unternehmensentwicklung |
Gewinnverwendung
Seit 2001 besteht mit der Nestlé Unternehmungen Deutschland GmbH ein Gewinnabführungsvertrag, der auch zum vollständigen Verlustausgleich verpflichtet.
Nachtragsbericht
Am 11. März 2020 erklärte die Weltgesundheitsorganisation den Ausbruch des Coronavirus (COVID-19) als Pandemie, da sich das Coronavirus rasch über die ganze Welt verbreitet und inzwischen über 150 Länder betroffen sind. Viele Regierungen ergreifen immer strengere Maßnahmen, um die Ausbreitung des Virus einzudämmen oder zu verzögern. Gegenwärtig ist eine erhebliche Zunahme der wirtschaftlichen Unsicherheit zu verzeichnen, was sich beispielsweise in volatileren Vermögenspreisen und Währungswechselkursen niederschlägt.
Für den Jahresabschluss der Nestlé Deutschland AG zum 31. Dezember 2019 werden der Ausbruch des Coronavirus und die damit verbundenen Auswirkungen als nicht wertaufhellende (sondern wertbegründende) Ereignisse betrachtet. Folglich gibt es keine Auswirkungen auf die Erfassung und Bewertung von Vermögenswerten und Verbindlichkeiten.
Darüber hinaus haben sich nach dem Stichtag keine Geschäftsvorfälle von besonderer Bedeutung ergeben.
Frankfurt am Main, den 7. Mai 2020
Nestlé Deutschland Aktiengesellschaft
Der Vorstand
Der Jahresabschluss wurde am 28.05.2020 festgestellt.
Bericht des Aufsichtsrats
Der Aufsichtsrat wurde vom Vorstand im Jahre 2019 regelmäßig über die Lage des Unternehmens sowie über alle wesentlichen Geschäftsvorgänge informiert. Es fanden im Berichtsjahr drei Sitzungen des Aufsichtsrats statt. Die Abschlussprüfer haben an der bilanzfeststellenden Sitzung des Aufsichtsrats teilgenommen.
Der Jahresabschluss und der Lagebericht über das Geschäftsjahr 2019 sind von der KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft geprüft und mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen worden. Von dem Ergebnis der Abschlussprüfung hat der Aufsichtsrat zustimmend Kenntnis genommen. Der Aufsichtsrat hat ebenfalls den Jahresabschluss und den Lagebericht geprüft und ist hierbei zu dem abschließenden Ergebnis gelangt, dass Einwendungen hiergegen nicht zu erheben sind und er den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss billigt. Dieser ist damit festgestellt.
Die Nestlé Deutschland AG gehört als Teilkonzern zum Konzernkreis der Nestlé S.A., Cham und Vevey (Schweiz), und ist von der Aufstellung eines Konzernabschlusses und Konzernlageberichtes gemäß § 292 Abs. 1 HGB befreit. Der Konzernabschluss der Nestlé S.A., der nach internationalen Rechnungslegungsvorschriften (IFRS) aufgestellt ist, wird im elektronischen Bundesanzeiger offengelegt.
Der Aufsichtsrat Frankfurt, den 28. Mai 2020
Peter Vogt, Vorsitzender
Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers
An die Nestlé Deutschland Aktiengesellschaft, Frankfurt am Main
Prüfungsurteile
Wir haben den Jahresabschluss der Nestlé Deutschland Aktiengesellschaft, Frankfurt am Main - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2019 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2019 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Nestlé Deutschland Aktiengesellschaft für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2019 geprüft. Die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote), die im Abschnitt "Erklärung zur Unternehmensführung" des Lageberichts enthalten ist, haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft.
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
| ― | entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2019 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2019 und |
| ― | vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Unser Prüfungsurteil zum Lagebericht erstreckt sich nicht auf den Inhalt der oben genannten Erklärung zur Unternehmensführung. |
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.
Grundlage für die Prüfungsurteile
Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.
Sonstige Informationen
Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote).
Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab.
Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen
| ― | wesentliche Unstimmigkeiten zum Jahresabschluss, zu den inhaltlich geprüften Lageberichtsangaben oder unseren bei der Prüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder |
| ― | anderweitig wesentlich falsch dargestellt erscheinen. |
Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht
Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.
Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.
Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.
Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.
Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts
Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.
Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.
Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
| ― | identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter -falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. |
| ― | gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben. |
| ― | beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. |
| ― | ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. |
| ― | beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. |
| ― | beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens. |
| ― | führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. |
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Frankfurt am Mai, den 7. Mai 2020
**KPMG AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft**
Dr. Dietz, Wirtschaftsprüferin
Könnecke, Wirtschaftsprüferin