Skip to main content

AI assistant

Sign in to chat with this filing

The assistant answers questions, extracts KPIs, and summarises risk factors directly from the filing text.

Nestlé AG Audit Report / Information 2018

Sep 12, 2019

937_rns_2019-09-12_de92e70f-3da2-4017-8759-06eb26304cf9.html

Audit Report / Information

Open in viewer

Opens in your device viewer

Publication

Nestlé Deutschland Aktiengesellschaft

Frankfurt am Main

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr 01.01.2018 bis 31.12.2018

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2018

Grundlagen und Steuerung des Unternehmens

Gegenstand des Unternehmens ist die Herstellung und der Vertrieb von Nahrungsmitteln sowie von Heil- und Pflegemitteln. Die Anteile der Nestlé Deutschland Aktiengesellschaft (im Weiteren kurz "Nestlé Deutschland AG") liegen zu 100 % bei der Nestlé Unternehmungen Deutschland GmbH, Frankfurt am Main, die wiederum zum Konzern Nestlé S.A., Cham und Vevey (Schweiz), gehört.

Das operative Geschäft eines Großteils der Nestlé Deutschland AG wird durch das Zonenmanagement EMENA (Europa, Mittlerer Osten und Nord-Afrika) der obersten Muttergesellschaft, Nestlé S.A., gesteuert. Neben einigen Teilbereichen der Nestlé Deutschland AG gehören dagegen andere Teilbereiche wie das Tiernahrungsgeschäft oder Nespresso nicht zur "Berichtseinheit Deutschland". Die Steuerung erfolgt auf Basis der Zahlen nach International Financial Reporting Standards ("IFRS") unter Berücksichtigung der "Nestlé Accounting Guidelines". Da die "Berichtseinheit Deutschland" zwar zu einem großen Teil mit dem Umfang der Nestlé Deutschland AG übereinstimmt, aber nicht vollständig deckungsgleich ist und die Werte gemäß IFRS ermittelt werden, verzichten wir an dieser Stelle auf die Angabe konkreter Kennzahlen.

Die für die Unternehmenssteuerung bedeutsamsten handelsrechtlichen Leistungsindikatoren sind die Umsatzerlöse aus den Produktkategorien im Rahmen der Hauptgeschäftstätigkeit, d. h. ohne Erträge aus Nebenleistungen wie IT-Dienstleistungen und sonstigen Verkäufen und Dienstleistungen, und das Jahresergebnis vor Gewinnabführung.

Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen im Jahr 2018

Die deutsche Wirtschaft verzeichnete im Jahr 2018 erneut Wachstum und ist damit das neunte Jahr infolge gewachsen. Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) war nach Berechnungen des Statistischen Bundesamtes im Jahr 2018 um 1,5 % höher als im Vorjahr.

Nach leichtem Wachstum im ersten Quartal 2018 (+1,4 %) folgte stärkeres Wachstum im zweiten Quartal (+2,3 %). Im dritten (+1,1 %) und vierten Quartal (+0,9 %) flachte das Wachstum ab. Auch wenn das BIP 2018 weniger als in den beiden Vorjahren gestiegen ist (2017: +2,2 %; 2016: 1,9 %), zeigt eine längerfristige Betrachtung, dass es fast einen Prozentpunkt über dem Durchschnittswert der vergangenen zehn Jahre von +1,2 % lag. Impulse kamen 2018 sowohl von den privaten Konsumausgaben (+1,0 %) als auch von den staatlichen Konsumausgaben (+1,1 %). Auch die Exporte legten im Jahr 2018 weiter zu: Die preisbereinigten Exporte von Waren und Dienstleistungen waren um 2,4 % höher als im Vorjahr. Die Importe nahmen im gleichen Zeitraum noch stärker zu (+3,4 %).

Der Arbeitsmarkt entwickelte sich 2018 - wie auch in den Vorjahren - sehr positiv. Die Arbeitslosenquote lag 2018 bei durchschnittlich 5,2 %. Im Oktober und November erreichte die Arbeitslosenquote mit 4,9 % bzw. 4,8 % den niedrigsten Stand seit der Wiedervereinigung 1990. Die Wirtschaftsleistung wurde im Jahresdurchschnitt von knapp 44,8 Millionen Erwerbstätigen erbracht. Das ist der höchste Stand in Deutschland seit der Wiedervereinigung. Die Zahl der Erwerbstätigen hat im Vergleich zum Vorjahr um rund 562.000 Personen zugenommen. Dieser Anstieg resultiert hauptsächlich aus einer Zunahme der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung. Wie schon im Vorjahr glichen eine höhere Erwerbsbeteiligung sowie die Zuwanderung von Arbeitskräften aus dem Ausland altersbedingte demografische Effekte aus.

Die Verbraucherpreise in Deutschland erhöhten sich im Jahr 2018 um durchschnittlich 1,9 % gegenüber dem Vorjahr und damit stärker als in den vergangenen fünf Jahren. Die monatlichen Inflationsraten bewegten sich zwischen +1,4 % (Februar 2018) und +2,5 % (Oktober 2018). Für den deutlichen Anstieg der Verbraucherpreise waren erneut maßgeblich die Energiepreise verantwortlich.

Die Verbraucherpreise für Nahrungsmittel erhöhten sich 2018 mit +2,5 % deutlich gegenüber dem Vorjahr. Die Preiserhöhungen betrafen alle Nahrungsmittelgruppen, vor allem aber verteuerten sich Speisefette und Speiseöle (+7,4 %), Molkereiprodukte und Eier (+5,3 %).

Nach Schätzungen des Bundesverbands der Deutschen Ernährungsindustrie (BVE) stieg der Umsatz der deutschen Nahrungsmittelindustrie 2018 im Vorjahresvergleich leicht um 0,3 % auf EUR 180 Milliarden. Damit stabilisierte sich die Branchenkonjunktur nach dem Rekordergebnis in 2017 auf hohem Niveau. Der Inlandsumsatz verringerte sich um 0,2 %, wodurch dem Exportgeschäft als Ertragsstütze sowie zur Kapazitätsauslastung erneut große Bedeutung zukam. Insgesamt konnten die Lebensmittelexporte geschätzt um 1,1 % auf EUR 60,8 Milliarden gesteigert werden. Dabei erhielt das Exportwachstum in der EU - dem größten Exportmarkt der Branche - einen deutlichen Dämpfer. Die Exporte legten hier nur um 0,4 % zu.

Bei Rohkaffee führten sehr gute Ernteprognosen der großen Erzeugerländer wie Brasilien, Kolumbien und Vietnam im Laufe des Jahres 2018 zu insgesamt rückläufigen Preisen gegenüber 2017. Steigende Verbrauchszahlen und geringere Ernten in Westafrika sorgten bei Kakao für Preissteigerungen. Die Preise für Sonnenblumen- und Olivenöl sind 2018 aufgrund guter Ernten deutlich gesunken. Auch die Zuckerpreise sanken aufgrund des Überangebots nach der völligen Freigabe des europäischen Marktes (September 2017) auf den tiefsten Stand der letzten zehn Jahre. Die anhaltende Trockenperiode im Frühjahr und Sommer 2018 verursachte - in Deutschland wie in der EU - massive mengenmäßige Ernteeinbußen bei Getreide, was zu Preiserhöhungen führte. Der Markt für Magermilchpulver befand sich 2018 auf einem historischen Tief.

Veräußerungen von Gesellschaftsanteilen

Im April 2019 hat der Verwaltungsrat der Nestlé S.A. beschlossen, strategische Optionen für das Herta Geschäft mit Wurst- und Fleischwaren (Charcuterie) zu prüfen. Diese Überlegungen schließen auch einen möglichen Verkauf des Geschäfts ein.

Geschäftsverlauf

Die Umsatzerlöse unseres Unternehmens von EUR 3.464,4 Mio (i. Vj. EUR 3.647,5 Mio) weisen im Jahr 2018 einen Rückgang von 5,0 % auf. Der Umsatzrückgang entfällt mit 4,6 % auf die Umsatzerlöse aus den Produktkategorien im Rahmen der Hauptgeschäftstätigkeit (EUR 3.268,7 Mio; i. Vj. EUR 3.425,7 Mio), d. h. ohne Erträge aus Nebenleistungen wie IT-Dienstleistungen und sonstigen Verkäufen und Dienstleistungen. Ein Rückgang von 11,8 % ist bei den Erträgen aus Nebenleistungen wie IT-Dienstleistungen und sonstigen Verkäufen und Dienstleistungen zu verzeichnen (EUR 195,7 Mio; i. Vj. EUR 221,8 Mio). Innerhalb des Umsatzes der Produktkategorien kam es im Inland zu einem Rückgang von 3,3 %. Ebenso war das Exportgeschäft um 8,1 % rückläufig.

2018

TEUR
Anteil

%
2017

TEUR
Anteil

%
Wachstum
Fertiggerichte und Produkte für die Küche 1.246.349 36 1.286.481 35 -3,12%
Getränke 759.109 22 876.879 24 -13,43%
Produkte für Heimtiere 428.065 12 410.761 11 4,21%
Milch- und Diätetikprodukte 412.003 12 418.929 12 -1,65%
Schokoladen und Süßwaren 359.952 10 368.261 10 -2,26%
Sonstiges 63.250 2 64.370 2 -1,74%
Summe nach Produktkategorien 3.268.728 94 3.425.681 94 -4,58%
- davon Export - 833.528 24 907.085 25 -8,11%
Umsatzerlöse aus IT-Dienstleistungen 142.323 4 159.995 4 -11,05%
Umsatzerlöse aus sonstigen Verkäufen und Dienstleistungen 53.342 2 61.837 2 -13,74%
Summe Gesamt 3.464.393 100 3.647.513 100 -5,02%

Bei der Produktgruppe Fertiggerichte und Produkte für die Küche ergibt sich ein Umsatzrückgang von 3,1 %. Während die Umsatzerlöse des Bereiches Herta das Vorjahr übertroffen haben, entwickelten sich die Umsätze der Geschäftsbereiche Kulinarik und Wagner negativ, nicht zuletzt bedingt durch die langanhaltende Hitzeperiode während des letzten Jahres.

Die Produktgruppe Getränke, die im Wesentlichen unsere Produktgruppen Nescafé, Nespresso und Dolce Gusto umfasst, weist gesamthaft volumenbedingt einen Umsatzrückgang von 13,4 % auf. Das Inlandsgeschäft war hierbei - auch aufgrund der heißen Witterung und langwieriger Konditionsverhandlungen mit verschiedenen Kunden - unterdurchschnittlich rückläufig. Ein deutlich stärkerer Rückgang im Export ergab sich vor allem aufgrund der Schließung des Kaffeewerkes in Mainz zum Ende des Geschäftsjahres 2017.

Der Umsatz mit Produkten für Heimtiere ist um 4,2 % wieder deutlich gewachsen. Ein erfreuliches Wachstum im Inland wurde durch Exportzuwächse an verbundene Unternehmen nochmals verstärkt.

Die Produktgruppe Milch- und Diätetikprodukte verzeichnete einen Umsatzrückgang von 1,7 %. Der Export an verbundene Unternehmen, der mehr als drei Viertel des Gesamtumsatzes dieser Produktgruppe ausmacht, war aufgrund eines starken Vorjahres im China-Geschäft sowie eines längeren Produktionsstillstandes wegen geplanter Umbauten und Wartungen im Geschäftsbereich Nutrition rückläufig. Darüber hinaus wurden im Inland verschiedene Geschäftszweige des Bereiches Nestlé Health Science auf die in 2018 durch die Nestlé S.A., Vevey, erworbene kanadische Atrium Gruppe übertragen.

Die Produktgruppe Schokoladen und Süßwaren weist einen Umsatzrückgang von 2,3 % auf. Das Geschäft entwickelte sich im Inland ebenfalls nicht zuletzt aufgrund der langanhaltenden Hitzeperiode sowie langwieriger Konditionsverhandlungen mit verschiedenen Kunden leicht rückläufig, während die Exporte an verbundene Unternehmen deutlich über dem Vorjahr lagen.

Unter der Produktgruppe "Sonstiges" werden die Umsatzerlöse der Pflegeprodukte unter der Marke Bübchen sowie Umsatzerlöse mit Accessoires im Geschäftsbereich Nespresso zusammengefasst. Hier ergab sich ein Umsatzrückgang von 1,7 %.

Nach diesem Rückgang der Umsatzerlöse in den Produktkategorien um 4,6 % führt ein Rückgang von 11,8 % bei den Erträgen aus Nebenleistungen wie IT-Dienstleistungen und sonstigen Verkäufen und Dienstleistungen zum Gesamtumsatzrückgang von 5,0 %.

Das Jahresergebnis vor der Gewinnabführung beträgt EUR 118,5 Mio und ist vor allem durch Restrukturierungsaufwendungen sowie außerplanmäßige Abschreibungen außergewöhnlich beeinflusst. Im Vorjahr betrug das Jahresergebnis vor der Gewinnabführung EUR 117,6 Mio und war ebenfalls vor allem durch Restrukturierungsaufwendungen und außerplanmäßige Abschreibungen außergewöhnlich beeinflusst.

Im Vorjahr wurde für das Geschäftsjahr 2018 der Nestlé Deutschland AG wiederum mit einem leichten Umsatzwachstum im Inland aus den Produktkategorien im Rahmen der Hauptgeschäftstätigkeit, d. h. ohne Erträge aus Nebenleistungen wie IT-Dienstleistungen und sonstigen Verkäufen und Dienstleistungen gerechnet. Allerdings war auch absehbar, dass die Schließung des Werkes Mainz zum 31.12.2017 zu einem Rückgang beim Exportvolumen führen würde, sodass wir insgesamt mit einem leichten Umsatzrückgang aus den Produktkategorien gerechnet haben. In Bezug auf das Jahresergebnis (vor Gewinnabführung) erwarteten wir, einen Betrag in einem Korridor zwischen EUR 150 Mio und EUR 170 Mio ohne Berücksichtigung seinerzeit noch nicht definierbarer Ergebnisbelastungen aus anfallenden Restrukturierungsmaßnahmen zu erzielen.

Durch die langanhaltende Hitzeperiode, die für einige Produktkategorien sehr relevant war, sowie langwierige Konditionsverhandlungen mit verschiedenen Kunden, fiel der Umsatzrückgang allerdings etwas höher aus als erwartet. Das Ziel für das Jahresergebnis vor Gewinnabführung wurde - im Wesentlichen bereinigt um die Ergebnisbelastungen aus anfallenden Restrukturierungsmaßnahmen und außerplanmäßigen Abschreibungen - erreicht.

Ertragslage

Die sonstigen betrieblichen Erträge sind nahezu stabil geblieben. Einerseits fielen geringere Erträge aus Kostenweiterbelastungen im Wesentlichen aus Dienstleistungen im Geschäftsbereich GLOBE an, gegenläufig wirkten höhere Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen.

Der Anteil des Materialaufwands am Umsatz nahm mit 46,0 % im Vergleich zum Vorjahr (i. Vj. 47,5 %) ab, was auf im Jahresdurchschnitt niedrigere Rohstoffpreise, insbesondere bei Kaffee, Kakao und Milchprodukten, aber auch auf Veränderungen im Sortimentsmix zurückzuführen ist.

Der Anteil des Personalaufwands am Umsatz ist auf 9,9 % (i. Vj. 10,5 %) gesunken. Während Tarifsteigerungen tendenziell zu höheren Lohn- und Gehaltsaufwendungen führten, war die Beschäftigtenzahl insbesondere aufgrund einer Werksschließung deutlich rückläufig.

Die Abschreibungen lagen mit EUR 109,3 Mio, vor allem bedingt durch geringere außerplanmäßige Abschreibungen im Bereich der Werke, unter dem Vorjahr (i. Vj. EUR 125,6 Mio).

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind um EUR 9,4 Mio gesunken. Negativ wirkten im Wesentlichen höhere Restrukturierungsaufwendungen mit Sozialplan, Sanierungsaufwendungen für Verkäufe von Grundstücken sowie Verluste aus Desinvestitionen. Gegenläufig wirkten im abgelaufenen Geschäftsjahr eine höhere Effizienz von Werbemaßnahmen und der Einsatz von Mitteln zur Verkaufsförderung sowie geringere Aufwendungen für Beratung und sonstige Dienstleistungen, hauptsächlich aufgrund geringerer weiterbelasteter Personalkosten aus Betriebsführungsgesellschaften.

Das Beteiligungsergebnis liegt mit EUR 12,4 Mio um EUR 6,7 Mio über dem Vorjahreswert von EUR 5,7 Mio, was im Wesentlichen auf eine deutlich höhere Dividende einer russischen Beteiligung zurückzuführen ist.

Das Finanzergebnis hat sich per Saldo um EUR 0,5 Mio von EUR -2,5 Mio auf EUR -2,0 Mio verbessert.

Finanz- und Vermögenslage

Die Bilanzsumme der Nestlé Deutschland AG hat sich um EUR 0,7 Mio von EUR 1.524,4 Mio auf EUR 1.523,7 Mio reduziert. Die Eigenkapitalquote beträgt 15,7 % (i. Vj. 15,6 %).

Das Anlagevermögen hat sich um EUR 15,9 Mio reduziert. Das Sachanlagevermögen sank - stark beeinflusst durch Sonderabschreibungen im Werksbereich - um EUR 10,7 Mio, während das Finanzanlagevermögen vor allem durch die Rückführung sonstiger Ausleihungen um EUR 5,0 Mio rückläufig war.

Das Umlaufvermögen ist um EUR 15,6 Mio angestiegen. Um EUR 22,4 Mio niedrigeren Vorräten standen um EUR 31,2 Mio höhere Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegenüber, während die Forderungen gegen verbundene Unternehmen um EUR 8,9 Mio sanken. Des Weiteren erhöhten sich die flüssigen Mittel um EUR 13,0 Mio.

Auf der Passivseite der Bilanz spiegelt sich die Verringerung der Bilanzsumme um EUR 0,7 Mio einerseits durch niedrigere Verbindlichkeiten - vor allem gegenüber verbundenen Unternehmen - wider, während höhere Rückstellungen - vor allem für Restrukturierung -gegenläufig wirkten.

Da die Nestlé Deutschland AG an den Cash Pool (verzinsliche Verrechnungskonten) der Muttergesellschaft Nestlé Unternehmungen Deutschland GmbH angeschlossen ist, bestehen bei der Nestlé Deutschland AG keine wesentlichen Bankguthaben oder -verbindlichkeiten. Der sich bei der Gesellschaft ergebende Finanzbedarf wird im Rahmen einer Finanzierungsvereinbarung durch die Nestlé Unternehmungen Deutschland GmbH über den Cash Pool zur Verfügung gestellt, dessen Verzinsung zu marktüblichen und an den Euribor gekoppelten Konditionen erfolgt. Die Cash Pool Verbindlichkeit gegenüber der Muttergesellschaft belief sich zum Ende des Geschäftsjahres 2018 auf rd. EUR 153,7 Mio (i. Vj. EUR 260,7 Mio).

Gesamtbeurteilung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

Gemessen an den vom Management vorgegebenen Zielen erfüllte das Geschäftsjahr 2018 die Erwartungen hinsichtlich der Ergebnisentwicklung vor Restrukturierungsaufwendungen und außerplanmäßigen Abschreibungen, nicht aber hinsichtlich der Umsatzentwicklung. Die Finanzierung erfolgt weiterhin über den konzerninternen Cash Pool. Vor diesem Hintergrund beurteilen wir unsere Vermögens-, Finanz- und Ertragslage und deren Entwicklung im Berichtsjahr weiterhin positiv.

Erklärung zur Unternehmensführung

Der Aufsichtsrat hatte erstmals im Mai 2015 bis zum 30. Juni 2017 zu erreichende Zielgrößen für den Frauenanteil festgelegt.

Der Aufsichtsrat hatte im Mai 2017 beschlossen, für den Zeitraum bis zum 30. April 2022 den Frauenanteil für den Aufsichtsrat auf 30 % zu erhöhen und für den Vorstand mit 25 % beizubehalten. Der Vorstand hat darüber hinaus die Zielgrößen für den Frauenanteil auf der ersten und zweiten Führungsebene unter dem Vorstand auf jeweils 25 % festgelegt.

Zum 31. Dezember 2018 lag der Frauenanteil im Aufsichtsrat bei 31 %, im Vorstand bei 20 %, auf der ersten Führungsebene unter dem Vorstand bei 18 % sowie auf der zweiten Führungsebene unter dem Vorstand bei 30 %.

Forschung und Entwicklung

Die Nestlé Deutschland AG greift bei der Entwicklung von Neuprodukten und neuen Produktionsverfahren auf das Know-how der international organisierten Nestlé Forschungsbereiche zurück.

Risikomanagement

Das Risikomanagementsystem (RMS) der Nestlé Deutschland AG ist als Teil des globalen RMS ein alle Unternehmensaktivitäten umfassendes System. Dabei wird ein systematischer und permanenter Prozess mit folgenden Elementen durchlaufen: Risikoidentifikation, Risikoanalyse, Risikobewertung, Risikokommunikation sowie die Risikoüberwachung. Das RMS hat dabei folgende wesentliche Zielsetzungen:

Die Unternehmensorganisation über Risiken mit dem Potenzial zur Gefährdung der erfolgreichen Umsetzung der strategischen Ziele zu informieren.
Rückmeldung über die Effektivität von Kontrollmaßnahmen zu wesentlichen Risiken zu geben.

Teil des RMS ist auch das rechnungslegungsbezogene interne Kontrollsystem (IKS) mit der Zielsetzung, durch die Implementierung von Kontrollen hinreichende Sicherheit hinsichtlich der regelkonformen Aufstellung des Jahresabschlusses zu erlangen.

Die einzelnen Komponenten des RMS unterliegen der regelmäßigen Prüfung durch die Innenrevision.

Die Nestlé Deutschland AG setzt zur teilweisen Absicherung von Risiken aus der operativen Geschäftstätigkeit (insbesondere Wechselkursen, aber auch der Kaffee- und Kakaopreise) in begrenztem Umfang derivative Finanzinstrumente ein. Dabei werden ausschließlich marktübliche Instrumente mit einer ausreichenden Marktliquidität verwendet. Der Einsatz dieser Instrumente wird im Rahmen des Risikomanagementsystems durch Konzernrichtlinien geregelt, die den spekulativen Einsatz derivativer Finanzinstrumente ausschließen und das interne Berichtswesen sowie die Funktionstrennung regeln. Die Einhaltung dieser Richtlinien und die ordnungsgemäße Abwicklung und Bewertung der Geschäfte werden regelmäßig unter Wahrung der Funktionstrennung überprüft.

Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung

Die Nestlé Deutschland AG bewegt sich in einem stagnierenden bis zurückgehenden Marktumfeld, das von einer hohen Intensität des Wettbewerbs geprägt ist. In diesem Umfeld konnte sich die Nestlé Deutschland AG als Marktführer unter den Markenherstellern im Food & Beverages-Bereich behaupten. Insgesamt wird der Markt deutlich von Handelsmarken dominiert, die ebenso wie lokale Markenhersteller überdurchschnittlich wachsen. Auch vereinzelte Start-Ups könnten in den kommenden Jahren für eine stärkere Marktdynamik sorgen.

Die Konzentration im Lebensmitteleinzelhandel ist weiterhin hoch. Daneben erhöhen die Internationalisierung des Handels und der Zusammenschluss in (internationalen) Einkaufsallianzen den Preisdruck auf der Kundenseite. In diesem Umfeld, das durch niedrige Preise geprägt ist, bleiben Preisanpassungen für Unternehmen wie die Nestlé Deutschland AG herausfordernd. Auch mit Blick auf die Verbraucher ist die Nestlé Deutschland AG gefordert, Antworten auf die sich stetig verändernden Ernährungs- und Konsumgewohnheiten zu geben.

Bei den deutschen Verbrauchern hat sich das Bewusstsein für gesunde Ernährung und hohe Qualität der Lebensmittel verstärkt. Wie die Nestlé Ernährungsstudie 2019 (Institut für Demoskopie Allensbach) zeigt, hat sich auch das Ernährungsverhalten weiter verändert. So essen die deutschen Verbraucher immer seltener zu festgelegten Zeiten. Stattdessen wird immer häufiger zwischendurch gegessen - und immer mehr "außer Haus". Verstärkt wird dies auch durch die steigende Anzahl von 1- oder 2 Personen-Haushalten. Wenn zuhause gekocht wird, achten Verbraucher vermehrt auf frische Zubereitung, gleichzeitig spielt zeitsparendes Kochen an den Werktagen eine wichtige Rolle. Beim Einkauf ist laut GFK Consumer Panel FMCG 2018 die (wahrgenommene) Qualität (53 %) wichtiger als der Preis (47 %), wenngleich der Preis für die Verbraucher weiter eine große Rolle spielt. Regionalität und saisonale Produkte sind weiterhin von Bedeutung. Neben den Einkaufsgewohnheiten verändern sich auch die Ansprüche der Menschen an die Produkte. Verbraucher hinterfragen immer kritischer die Zusammensetzung, Zutaten und den Mehrwert von Lebensmitteln. Die Essgewohnheiten werden zum Ausdruck des persönlichen Lebensstils. Neben dem zunehmenden Außer-Haus-Verzehr prägen Trends wie Bio, Premium oder Veggie den Markt.

In diesem dynamischen Umfeld will die Nestlé Deutschland AG profitabler wachsen und antwortet auf aktuelle Trends mit zahlreichen Innovationen und neuen Produktkonzepten.

In der Kulinarik hat Maggi z. B. das 2017 eingeführte Produktkonzept "Ideen vom Wochenmarkt" mit neuen Varianten und kompletten Koch-Sets 2018 weiter ausgebaut. Das Konzept lädt Verbraucher dazu ein, mit besonderen Gerichten neue Geschmackswelten zu entdecken und lässt gleichzeitig Freiraum für individuelle Kreativität in der Küche. Auch die gleichzeitige Überarbeitung der Verpackungen und Rezepturen mit Fokus auf hochwertige und natürliche Zutaten eines Großteils des Maggi Segments sowie der neue Auftritt im Regal sind wichtige Schritte auf der Reise hin zur "Neuen Maggi Qualität".

Dem Trend nach "Premium-" und gleichzeitig "Convenience"-Produkten wird das Unternehmen durch die Lancierung von Innovationen wie zum Beispiel "Ernst Wagners Original" von Nestlé Wagner gerecht. Darüber hinaus bieten die neu eingeführten Frischeteige von Nestlé Wagner die Chance, in einem neuen Segment im Kühlregal Fuß zu fassen.

Kaffee ist eine wettbewerbsintensive Kategorie, die durch Nespresso- und Nescafé Dolce Gusto-kompatible Kapseln Herausforderungen für die Nestlé Deutschland AG bietet - gleichzeitig aber auch Chancen. So verspricht die Vereinbarung mit Starbucks, die Nestlé weltweit Vermarktungsrechte der Starbucks Konsum- und Gastronomieprodukte außerhalb der Starbucks-Cafés gewährt, neue Potenziale auch für das deutsche Kaffeegeschäft. Auch das 2018 in Deutschland eingeführte Nespresso-System "Vertuo" bietet der Nestlé Deutschland AG die Chance, neue Zielgruppen - die Kaffeetrinker "großer Tassen" - zu erschließen.

Auch im Süßwarenbereich eröffnen eine Vielzahl an Innovationen Chancen für Wachstum -allen voran das 2018 sehr erfolgreich eingeführte "KitKat Ruby", das mit einer komplett neuen Schokoladensorte bei Verbrauchern punktete.

Um Kunden im Außer-Haus-Geschäft zu bedienen, bieten die Kategorien der Nestlé Deutschland AG neue Produkte und Services an, so zum Beispiel Kaffee-Kombiautomaten mit löslichem Kaffee und Kaffeebohnen oder hochwertige Pasten und Konzentrate für Profiköche. Daneben bedient Nestlé Professional mit dem "Incredible Burger", einem veganen Burger, in Zusammenarbeit mit Garden Gourmet, und Nescafé "Cold Brew Kaffee" zwei Toptrends in der Gastronomie.

Potenziale in der Kategorie Säuglingsnahrung bietet das 2018 neu eingeführte "Nestlé Beba Supreme", die erste Säuglingsnahrung in Deutschland, die sogenannte HMO (Humane Milch-Oligosaccharide) enthält. Dies sind besondere Zucker, die sonst ausschließlich in Muttermilch vorkommen.

Neben den Wachstumsinitiativen arbeitet die Nestlé Deutschland AG auch fortlaufend an einer Reihe von Effizienzprojekten, um interne Prozesse und Strukturen zu optimieren und damit Mittel freizusetzen, die sie in ihre Kategorien und Marken investiert.

Vor dem Hintergrund eines sich schnell entwickelnden IT-Umfeldes und zunehmender Gefahren möglicher "Cyberkriminalität", muss die Nestlé Deutschland AG daraus erwachsende Risiken für die Integrität, Vertraulichkeit und Verfügbarkeit jeglicher Daten, vor allem aber für personenbezogene Daten, frühzeitig erkennen und alle erforderlichen Maßnahmen zum Schutz der Daten, der IT-Systeme und zur Risikominimierung kontinuierlich anpassen. Ein wichtiger Baustein hierfür war die erfolgreiche Umsetzung der Datenschutz-Grundverordnung zum 25. Mai 2018. Mittels des etablierten Datenschutz-Managementsystems ist die Nestlé Deutschland AG in der Lage, alle rechtlichen und dokumentarischen Datenschutz-Compliance-Anforderungen robust abzudecken.

Spezifische Risiken, welche die zukünftige Entwicklung der Nestlé Deutschland AG in wesentlichem Umfang nachhaltig beeinflussen könnten, sind nicht ersichtlich.

Nestlé in der Gesellschaft

Als Nestlé sind wir davon überzeugt, dass wir nur dann langfristig Erfolg haben werden, wenn wir gleichzeitig Mehrwert für unsere Aktionäre und für die Gesellschaft schaffen. Dieser Ansatz der Gemeinsamen Wertschöpfung (Creating Shared Value - CSV) prägt unser Handeln und ermöglicht damit die Umsetzung unseres Ziels: Lebensqualität verbessern und zu einer gesünderen Zukunft beitragen. In der Wertschöpfungskette von Nestlé sehen wir drei Bereiche, in denen das Potenzial für eine Gemeinsame Wertschöpfung am größten ist: in der Ernährung, beim Thema Wasser und in der ländlichen Entwicklung. Wir wollen den Menschen mit unseren Produkten ein gesünderes und glücklicheres Leben ermöglichen, florierende, widerstandsfähige Gemeinschaften fördern und die natürlichen Ressourcen für künftige Generationen erhalten. Dazu haben wir uns langfristige Ziele gesetzt, über deren Umsetzung wir jährlich transparent berichten. Das Prinzip der Gemeinsamen Wertschöpfung ist damit zur Antriebsfeder unseres Handelns geworden und drückt sich in einer Vielzahl von Initiativen und Aktionen aus -entlang der gesamten Wertschöpfungskette. Dies erwarten auch unsere Verbraucher und zahlreiche gesellschaftliche Stakeholder-Gruppen von uns. Insofern tragen nachfolgend genannte Maßnahmen auch zur Risikominderung bei, reflektieren aber vor allem unser Selbstverständnis als Unternehmen in der Gesellschaft. Sowohl die Nestlé S.A. als auch die Nestlé Deutschland AG veröffentlichen regelmäßig Fortschrittsberichte zu "Creating Shared Value" Zielen und Resultaten.

Das Vertrauen der Öffentlichkeit in die gesamte Lebensmittelindustrie ist nach wie vor beeinträchtigt. Insofern ist die Branche und so auch die Nestlé Deutschland AG stark gefordert, zu Qualitäts-, Reputations- und CSV-Themen weiterhin intensive Aufklärungsarbeit zu leisten. Der Fokus liegt insbesondere auf vier sogenannten "Flagship" Initiativen: Wasser, Plastik, "Nestlé for Healthier Kids" und der "Global YOUth Initiative".

2018 wurde zum Thema Wasser intensiv auf drei Handlungsfeldern weitergearbeitet:

an der Stärkung des Dialogs mit NGOs, Handelskunden und weiteren wichtigen Stakeholdern sowie gemeinsamen Vor-Ort-Besuchen wie z. B. in Pakistan,
am Aufbau des internen Wissens der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Nestlé Deutschland AG zur Thematik durch zahlreiche Trainings und e-Learnings sowie
an der Fortführung von Wasserprojekten in landwirtschaftlichen Bereichen der Lieferketten.

So wurde z. B. innerhalb der Palmöl-Lieferkette der Nestlé Deutschland AG ein Projekt in Papua Neuguinea initiiert, das den Bewohnern von neun Dörfern (insgesamt ca. 2.500 Einwohner) den Zugang zu frischem Trinkwasser durch den Bau von Brunnen erleichterte. Dieses Projekt wird 2019 weiter ausgebaut. In den Lieferketten von Kaffee (Indonesien) und Kakao (Elfenbeinküste) wurden Projekte zur Einrichtung sanitärer Anlagen und zur Bereitstellung von Zugängen zu frischem Trinkwasser weiterverfolgt.

Commitments zu Plastik: Mit Inkrafttreten des Verpackungsgesetzes in Deutschland zum 1. Januar 2019 ergeben sich erhebliche Änderungen bei der Vertragsgestaltung mit dem Dualen System sowie der Datenmeldung und Registrierung der in Deutschland von Nestlé vertriebenen Verpackungen, die insgesamt reibungslos erfolgt sind. Das Gesetz sieht eine Förderung von recyclinggerechten Verpackungsdesigns vor. Dies korrespondiert sehr gut mit den "Nestlé Packaging Commitments", deren Umsetzung bereits angelaufen ist.

Die Initiative "Nestlé for Healthier Kids" trägt dazu bei, einen gesunden Lebensstil von Kindern und Familien zu fördern. Ziel ist es, Familien mit Kindern mit entsprechenden Produkten sowie hilfreichen Informationen bei einer ausgewogenen Ernährung zu unterstützen. Um schmackhaftere und gesündere Produkte anzubieten, überprüft Nestlé die Nährwerte von Produkten für Kinder/Familien und arbeitet daran, schrittweise den Gehalt an zugesetztem Zucker oder Salz zu reduzieren. Außerdem hat sich das Unternehmen zum Ziel gesetzt, neue Produkte für Kinder mit optimierter Zusammensetzung zu entwickeln. Im Bereich Information und Kommunikation baut die Nestlé Deutschland AG auf bestehende Angebote wie der Internetplattform "Nestlé Ernährungsstudio" auf.

Mit der "Global YOUth Initiative" will Nestlé weltweit einen Beitrag zur Beschäftigung junger Menschen leisten. Mit der Initiative hat es das Unternehmen alleine 2018 in Deutschland geschafft, 639 Beschäftigungsmöglichkeiten für Jugendliche unter 30 Jahren zu generieren. Zusätzlich konnten in 72 Schülerpraktika auch Schülern einen ersten Einblick in das Arbeitsleben geboten werden. Ebenfalls veranstaltete Nestlé 68 deutschlandweite berufsvorbereitende Events, wie z. B. Bewerbertrainings und Werksführungen. Europaweit konnte das Unternehmen 2018 mehr als 7000 Beschäftigungsmöglichkeiten für Jugendliche schaffen.

Neben der Verbesserung der Produkte für Kinder und Familien arbeitet Nestlé kontinuierlich an der schrittweisen Verbesserung der Ernährungsqualität des gesamten Produktportfolios nach der für Nestlé weltweit gültigen "Nutritional Foundation", die sich an Nährwertempfehlungen von Institutionen wie der Weltgesundheitsorganisation orientiert. Im Fokus steht dabei die Reduktion von Zucker, Salz und gesättigten Fetten; die Vereinfachung und Verkürzung der Zutatenliste der Produkte sowie die Erhöhung positiver Zutaten wie Vollkorngetreide und Gemüse in den Produkten. Nestlé Deutschland wird die nationale Reduktions- und Innovationsstrategie weiter eng begleiten und den Dialog zu diesem Thema mit den unterschiedlichen Interessensgruppen fortsetzen.

Nestlé hat im Jahr 2018 den "Responsible Sourcing-Standard" als bindenden Standard für Lieferanten weltweit festgelegt. Dieser enthält umfassende Vorgaben zur Sicherung eines verantwortungsbewussten Einkaufs für alle beschafften Güter und Dienstleistungen. Darüber hinaus übernimmt Nestlé Verantwortung durch zahlreiche Projekte in Lieferketten wie zum Beispiel für Kaffee, Kakao, Palmöl, Gemüse und Gewürze, Weizen und Tierwohl. Zudem laufen zahlreiche Projekte zur ökologischen Nachhaltigkeit (z. B. Erhalt/Wiederherstellung von Artenvielfalt), sozialen Compliance (z. B. Zugang zu sauberem Trinkwasser und zu Schulunterricht) oder auch zur ökonomischen Nachhaltigkeit (z. B. Energieeffizienz, Wassereinsparung und Ökobilanz).

Ausblick auf das Jahr 2019

Das Bundesfinanzministerium spricht für 2019 von einer robusten Konjunktur und geht in dem zuletzt veröffentlichten Monatsbericht April 2019 davon aus, dass die deutsche Wirtschaft leicht wachsen wird (0,5 %) und damit nicht mehr so dynamisch wie in den vergangenen Jahren. Das Ministerium prognostiziert das Wachstum für 2020 wieder auf 1,5 %.

Ebenfalls wenig optimistisch beurteilt die Bundesbank in Frankfurt die wirtschaftlichen Aussichten. Sie geht in dem Jahresbericht davon aus, dass die jüngste Schwächephase der deutschen Wirtschaft im ersten Halbjahr 2019 andauern wird. Die konjunkturelle Grundtendenz bleibe verhalten, zugleich gäbe es aber keine Anzeichen dafür, dass die Verlangsamung in einen Abschwung übergeht.

Auch andere Indikatoren weisen auf eine verhaltenere Entwicklung. Der Ifo-Geschäftsklimaindex ist erneut gefallen, und zwar deutlicher als von Experten erwartet: Der Index sank im Februar auf 98,5 Punkte von zuvor 99,3 Zählern im Januar. Es ist bereits der sechste Rückgang infolge und der niedrigste Wert seit Dezember 2014. Ökonomen hatten lediglich mit einem Absinken auf 99,0 Punkte gerechnet. Die befragten 9000 Manager beurteilten dabei ihre Geschäftslage schlechter, ebenso die Aussichten für die kommenden sechs Monate.

Aktuelle Schätzungen verschiedener Wirtschaftsinstitute prognostizieren für 2019 ein Wachstum des Bruttoinlandproduktes allgemein zwischen +1,0 % und +2,0 % liegend. Diese Einschätzungen werden jedoch mit Vorsicht getroffen, denn weltweite wirtschaftspolitische Unsicherheiten dürften sich auch 2019 weiter auf die Wirtschaft auswirken - so etwa die Diskussion über Handelszölle zwischen USA und China, der Haushaltsstreit zwischen Italien und der EU oder die Brexit-Verhandlungen.

Die deutschen Exporteure blicken etwas weniger skeptisch in die Zukunft. Darauf deutet eine Umfrage des Ifo-Instituts hin, die im Februar veröffentlicht wurde. Demnach sind die Erwartungen der Exporteure für die kommenden drei Monate um 1,2 Zähler auf 7,2 Punkte gestiegen. Es ist der erste Anstieg nach vier Rückgängen infolge. Im Januar war das Stimmungsbarometer auf den tiefsten Stand seit April 2016 gefallen. Der Bundesverband Großhandel, Außenhandel, Dienstleistungen (BGA) prognostiziert für 2019 ein Exportwachstum von bis zu 3 %, betont aber gleichzeitig Risiken durch handelspolitische Streitigkeiten zwischen den USA und China oder die möglichen Folgen eines harten Brexits.

Gemäß ifw-Konjunkturprognose zählen neben den Exporten die Konsumausgaben zur wichtigsten Triebkraft der Konjunktur. Der private Konsum sollte gemäß Bundesbank aufgrund der weiter außerordentlich guten Lage am Arbeitsmarkt und durch zusätzliche Impulse durch Anfang 2019 in Kraft tretende fiskalische Maßnahmen wieder wachsen. Die Kaufkraft der deutschen Verbraucher wird sich laut Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) weiter positiv entwickeln: Prognosen gehen von einem Wachstum der Pro-Kopf-Kaufkraft um +3,3 % und damit 763 Euro mehr als im Vorjahr aus.

Die Inflationsrate 2019 wird sich gemäß Schätzungen der Bundesbank auf 1,4 % belaufen und damit gegenüber 2018 leicht zurückgehen.

Für den Arbeitsmarkt ist gemäß Bundesbank davon auszugehen, dass sich die solide Zunahme der Erwerbstätigkeit auch in den kommenden Monaten fortsetzen wird. Lohnsteigerungen, Steuer- und Abgabenentlastung sorgen für Einkommenszuwächse bei den Haushalten. Die Bundesregierung erwartet, dass die Arbeitslosenquote auf 4,9 % in diesem Jahr sinken und die Zahl der Beschäftigten auf ein Rekordniveau von 45,2 Millionen steigen wird.

Nachdem der Bundesverband der Ernährungsindustrie für das Gesamtjahr 2018 eine stabile Entwicklung der Umsätze der deutschen Nahrungsmittelindustrie auf hohem Niveau erwartet, prognostiziert er für 2019, dass die Erlöse um ein halbes Prozent weiter zulegen und sich die Branchenkonjunktur damit weiter auf Rekordniveau stabilisiert.

Bei Rohkaffee sollte sich das aktuell niedrige Preisniveau zumindest im ersten Halbjahr 2019 - gestützt durch Mengenüberschüsse - fortsetzen, bevor für das zweite Halbjahr ein Preisanstieg zu erwarten ist. Steigende Verbrauchszahlen und geringere Ernten in Westafrika führten bei Kakao im Jahr 2018 zu Marktpreissteigerungen. Es wird erwartet, dass sich dieses Preisniveau in der ersten Hälfte 2019 fortsetzt, mit einem weiteren Aufwärtstrend im zweiten Halbjahr, basierend auf steigenden Verbrauchszahlen und möglichen Währungskursrisiken des British Pound durch den zu erwartenden Brexit. Für alle Ölsorten wird für 2019 von stabilen Preisen ausgegangen. Das anhaltende niedrige Preisniveau für Zucker und Bioethanol in der EU macht vielen Zuckerproduzenten/Landwirten zu schaffen; es wird erwartet, dass sich die Preise 2019 wieder auf einem höheren Niveau bewegen. Aufgrund der anhaltenden Trockenperiode im Sommer 2018 gab es massive mengenmäßige Ernteeinbußen bei Getreide, was zu Preiserhöhungen führte. Für 2019 besteht die Erwartung, dass sich die Preise wieder auf einem niedrigeren Preisniveau bewegen werden - entscheidend sind jedoch die Wetterbedingungen in den kommenden Monaten. Der Markt für Magermilchpulver, der 2018 ein historisches Tief verzeichnete, vollzog eine Trendwende; die Preise haben begonnen, sich nach oben zu bewegen. Die asiatische Schweinegrippe hat in China und Asien zu massiven Reduktionen der Schweinebestände geführt. Dies führt zu einer erhöhten Nachfrage auf dem Weltmarkt und damit zu stark steigenden Fleischpreisen in den Exportregionen (Europa, USA).

Für das laufende Geschäftsjahr 2019 rechnet die Nestlé Deutschland AG mit einem leichten Umsatzwachstum im Inland aus den Produktkategorien im Rahmen der Hauptgeschäftstätigkeit, d. h. ohne Erträge aus Nebenleistungen wie IT-Dienstleistungen und sonstigen Verkäufen und Dienstleistungen. Auf der Kostenseite werden Effizienzsteigerungsprojekte in Produktion, Einkauf, Verwaltung und Vertrieb fortgesetzt, um profitables Wachstum zu sichern. In Bezug auf das Jahresergebnis (vor Gewinnabführung) erwartet die Nestlé Deutschland AG, einen Betrag in einem Korridor zwischen EUR 160 Mio und EUR 180 Mio ohne Sondereffekte, wie z. B. noch nicht quantifizierbare Erträge oder Aufwendungen aus der Veräußerung von Geschäftsbereichen oder Immobilienbesitz, zu erzielen.

Frankfurt am Main, den 6. Juni 2019

Nestlé Deutschland Aktiengesellschaft

Der Vorstand

Bilanz zum 31. Dezember 2018

Aktiva

31.12.2018 31.12.2017
TEUR TEUR TEUR TEUR
--- --- --- --- ---
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 497 640
2. Geschäfts- oder Firmenwert 0 497 0 640
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 304.797 314.046
2. Technische Anlagen und Maschinen 173.696 182.917
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 52.243 55.795
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 73.704 604.440 62.357 615.115
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 113.905 113.880
2. Beteiligungen 404 1.043
3. Sonstige Ausleihungen 9.161 13.629
4. Sondervermögen Pension Trust 19.365 19.330
5. Genossenschaftsanteile 653 143.488 653 148.535
748.425 764.290
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 82.824 77.585
2. Unfertige Erzeugnisse 19.559 20.625
3. Fertige Erzeugnisse und Waren 102.183 204.566 128.757 226.967
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 348.668 317.463
- davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr TEUR 0 (i. Vj. TEUR 0) -
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 144.210 153.120
- davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr TEUR 0 (i. Vj. TEUR 0) -
3. Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 7.518 5.380
- davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr TEUR 0 (i. Vj. TEUR 800) -
4. Sonstige Vermögensgegenstände 42.234 542.630 41.655 517.618
- davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr TEUR 10.394 (i. Vj. TEUR 7.979) -
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 25.280 12.282
772.476 756.867
C. Rechnungsabgrenzungsposten 2.763 3.286
1.523.664 1.524.443
Passiva
31.12.2018 31.12.2017
TEUR TEUR TEUR TEUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 214.267 214.267
II. Gewinnrücklagen
1. Gesetzliche Rücklage 21.427 21.427
2. Andere Gewinnrücklagen 2.778 24.205 2.778 24.205
238.472 238.472
B. Sonderposten für Investitionszuschüsse 15.274 16.970
C. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 9.126 5.779
2. Steuerrückstellungen 552 575
3. Sonstige Rückstellungen 420.528 377.998
430.206 384.352
D. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 44 10
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr TEUR 44 (i. Vj. TEUR 10) -
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 313.245 318.183
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr TEUR 313.245 (i. Vj. TEUR 318.183) -
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 499.768 534.481
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr TEUR 499.768 (i. Vj. TEUR 533.469) -
4. Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 281 84
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr TEUR 281 (i. Vj. TEUR 84) -
5. Sonstige Verbindlichkeiten 23.635 28.359
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr TEUR 22.901 (i. Vj. TEUR 28.092) -
- davon mit einer Restlaufzeit über fünf Jahre TEUR 429 (i. Vj. TEUR 0) -
- davon aus Steuern TEUR 6.446 (i. Vj. TEUR 11.127) -
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit TEUR 187 (i. Vj. TEUR 206) -
836.973 881.117
E. Rechnungsabgrenzungsposten 2.739 3.532
1.523.664 1.524.443

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2018

2018 2017
TEUR TEUR TEUR TEUR
--- --- --- --- ---
1. Umsatzerlöse 3.464.393 3.647.513
2. Verminderung (i. Vj. Erhöhung) des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen -16.602 4.097
3. Andere aktivierte Eigenleistungen 1.353 7.825
4. Sonstige betriebliche Erträge 140.880 143.665
5. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren -1.422.807 -1.535.023
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen -169.295 -1.592.102 -198.479 -1.733.502
6. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -273.945 -308.942
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -68.203 -342.148 -72.550 -381.492
- davon für Altersversorgung TEUR 10.418 (i. Vj. TEUR 9.328) -
7. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -109.260 -125.604
8. Sonstige betriebliche Aufwendungen -1.436.227 -1.445.676
9. Erträge aus Beteiligungen 9.815 2.746
- davon aus verbundenen Unternehmen TEUR 8.616 (i. Vj. TEUR 1.048) -
10. Erträge aus Gewinnabführungsverträgen 3.234 2.972
11. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 1.294 2.717
12. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 492 2.488
13. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -3.773 -7.710
- davon an verbundene Unternehmen TEUR 662 (i. Vj. TEUR 1.839) -
14. Aufwendungen aus Verlustübernahme -678 0
15. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -482 -50
16. Ergebnis nach Steuern 120.189 119.989
17. Sonstige Steuern -1.650 -2.397
18. Jahresergebnis vor Gewinnabführung 118.539 117.592
19. Aufgrund eines Gewinnabführungsvertrags abgeführter Gewinn -118.539 -117.592
20. Jahresüberschuss 0 0

Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2018

Anschaffungs- und Herstellungskosten
1.1.2018

TEUR
Zugänge des Geschäftsjahres

TEUR
Umgliederungen

TEUR
Abgänge des Geschäftsjahres

TEUR
31.12.2018

TEUR
--- --- --- --- --- ---
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 4.551 183 0 276 4.458
2. Geschäfts- oder Firmenwert 4.272 0 0 0 4.272
8.823 183 0 276 8.730
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 600.301 7.864 2.155 1.639 608.681
2. Technische Anlagen und Maschinen 1.070.692 25.678 31.541 42.017 1.085.894
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 264.137 18.130 2.082 4.319 280.030
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 62.357 47.142 -35.778 17 73.704
1.997.487 98.814 0 47.992 2.048.309
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 113.905 25 0 0 113.930
2. Beteiligungen 1.043 0 0 639 404
3. Sonstige Ausleihungen 14.654 0 -1.944 3.183 9.527
4. Sondervermögen Pension Trust 19.330 35 0 19.365
5. Genossenschaftsanteile 653 0 0 0 653
149.585 60 -1.944 3.822 143.879
2.155.895 99.057 -1.944 52.090 2.200.919
Kumulierte Abschreibungen
1.1.2018

TEUR
Abschreibungen des Geschäftsjahres

TEUR
Umgliederungen

TEUR
Zuschreibungen des Geschäftsjahres

TEUR
Abgänge des Geschäftsjahres

TEUR
31.12.2018

TEUR
--- --- --- --- --- --- ---
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 3.911 326 0 0 276 3.961
2. Geschäfts- oder Firmenwert 4.272 0 0 0 0 4.272
8.183 326 0 0 276 8.233
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 286.255 19.267 0 0 1.638 303.884
2. Technische Anlagen und Maschinen 887.775 66.073 0 0 41.650 912.198
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 208.342 23.594 0 0 4.149 227.787
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0 0 0 0 0 0
1.382.372 108.934 0 0 47.437 1.443.869
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 25 0 0 0 0 25
2. Beteiligungen 0 0 0 0 0 0
3. Sonstige Ausleihungen 1.025 0 0 659 0 366
4. Sondervermögen Pension Trust 0 0 0 0 0 0
5. Genossenschaftsanteile 0 0 0 0 0 0
1.050 0 0 659 0 391
1.391.605 109.260 0 659 47.713 1.452.493
Buchwerte
31.12.2018

TEUR
31.12.7201

TEUR
--- --- ---
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 497 640
2. Geschäfts- oder Firmenwert 0 0
497 640
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 304.797 314.046
2. Technische Anlagen und Maschinen 173.696 182.917
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 52.243 55.795
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 73.704 62.357
604.440 615.115
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 113.905 113.880
2. Beteiligungen 404 1.043
3. Sonstige Ausleihungen 9.161 13.629
4. Sondervermögen Pension Trust 19.365 19.330
5. Genossenschaftsanteile 653 653
143.488 148.535
748.425 764.290

Anhang für das Geschäftsjahr 2018

A. Allgemeine Angaben

Die Nestlé Deutschland Aktiengesellschaft (im Weiteren kurz "Nestlé Deutschland AG") hat ihren Sitz in Frankfurt am Main und ist eingetragen in das Handelsregister beim Amtsgericht Frankfurt am Main (HRB 28163).

Der Jahresabschluss der Nestlé Deutschland AG zum 31. Dezember 2018 ist nach den Vorschriften des deutschen Handelsgesetzbuches (HGB) und des Aktiengesetzes (AktG) aufgestellt.

Die Gewinn- und Verlustrechnung wird gemäß § 275 Abs. 2 HGB nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

Die Gesellschaft gehört als Teilkonzern zum Konzernkreis der Nestlé S.A., Cham und Vevey (Schweiz), und ist von der Aufstellung eines Konzernabschlusses und eines Konzernlageberichtes gemäß § 292 Abs. 1 HGB befreit. Der Konzernabschluss der Nestlé S.A. (größter und kleinster Kreis), der nach IFRS-Rechnungslegungsvorschriften aufgestellt ist, wird im Bundesanzeiger in deutscher Sprache offengelegt.

B. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert und planmäßig über drei Jahre nach der linearen Abschreibungsmethode abgeschrieben. Der entgeltlich erworbene Geschäfts- oder Firmenwert wurde über eine Nutzungsdauer von fünf Jahren abgeschrieben und ist voll abgeschrieben.

Sachanlagen werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich planmäßiger und außerplanmäßiger Abschreibungen bewertet. Die Herstellungskosten enthalten die handels- und steuerrechtlich aktivierungspflichtigen Kostenbestandteile. Die Zugänge zu den Sachanlagen werden im Zugangsjahr pro rata temporis abgeschrieben. Die planmäßigen Abschreibungen werden nach der linearen Methode ermittelt. Zugänge werden über folgende Nutzungsdauern abgeschrieben:

Anlagenklasse Jahre
Gebäude 33 Jahre
Technische Anlagen und Maschinen 6 bis 10 Jahre
Betriebs- und Geschäftsausstattung 4 bis 5 Jahre

Außerplanmäßige Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen werden vorgenommen, wenn voraussichtlich dauerhafte Wertminderungen vorliegen.

Die Grenze für die Betrachtung eines geringwertigen Wirtschaftsgutes hat sich gegenüber dem Vorjahr um EUR 100,00 auf EUR 250,00 erhöht. Alle Zugänge unter dieser Grenze werden direkt aufwandswirksam erfasst.

Anteile an verbundenen Unternehmen, die Beteiligungen und die Genossenschaftsanteile werden zu Anschaffungskosten oder dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt.

Die Ausleihungen werden, soweit sie unverzinslich sind, mit ihrem Barwert angesetzt. Die Abzinsung erfolgte mit den von der Bundesbank veröffentlichten, laufzeitkongruenten, durchschnittlichen Marktzinssätzen zum 31. Dezember 2018.

Das nicht verrechnete Sondervermögen Pension Trust entfällt auf Pensionsrückstellungen, die im Hinblick auf die zugrunde liegenden Zusagen nicht von der Gesellschaft selbst, sondern von ihren Betriebsführungsgesellschaften bilanziert werden. Die Bewertung erfolgt mit den Anschaffungskosten.

Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sind zu Anschaffungskosten oder den niedrigeren Marktpreisen am Bilanzstichtag bewertet. Die Anschaffungskosten sind - mit Ausnahme der Bestände des Geschäftsbereichs Herta, deren Ermittlung nach der Durchschnittsmethode erfolgt - nach der Fifo-Methode ermittelt.

Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse sind mit den durchschnittlichen Herstellungskosten angesetzt. Die Herstellungskosten enthalten die Material- und Fertigungseinzelkosten sowie die produktionsbezogenen Gemeinkosten der Werke, einschließlich aktivierungspflichtiger Abschreibungen.

Waren sind, mit Ausnahme der Bestände des Geschäftsbereichs Herta, nach der Fifo-Methode bewertet. Die Warenbestände des Geschäftsbereichs Herta sind mit dem Durchschnittswert angesetzt.

Die Bewertungsunterschiede zu höheren Marktpreisen am Stichtag betragen für die nach der Fifo-Methode bewerteten Bestände TEUR 1.614.

Von den Wertansätzen der Vorräte werden sowohl in Fällen verminderter Verwertbarkeit als auch bei gesunkenen Wiederbeschaffungskosten oder zur verlustfreien Bewertung erforderliche Wertabschläge vorgenommen.

Bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind Einzelrisiken und das allgemeine Ausfall- und Kreditrisiko durch angemessene Wertabschläge berücksichtigt.

Die Bewertung der übrigen Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände erfolgt mit dem Nennwert. Wertberichtigungen werden vorgenommen, soweit erforderlich. Langfristige unverzinsliche Forderungen werden mit dem Barwert angesetzt.

Die Bewertung der flüssigen Mittel erfolgt zum Nominalwert.

Das auf DM 419.069.100,00 (EUR 214.266.628,49) lautende gezeichnete Kapital ist voll eingezahlt.

Der Sonderposten für Investitionszuschüsse wird über die Nutzungsdauer der entsprechenden Anlagengegenstände ertragswirksam aufgelöst.

Die Pensionsverpflichtungen wurden mit Ausnahme der rückgedeckten Direktzusagen gutachterlich unter Verwendung des Anwartschaftsbarwertverfahrens bewertet und damit mit dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag gemäß § 253 Abs. 1 Satz 2 HGB angesetzt. Dabei wurden die Richttafeln 2018 G nach Prof. Dr. Klaus Heubeck zugrunde gelegt. Für die Abzinsung der Firmenrenten ist der von der Deutschen Bundesbank für eine angenommene Restlaufzeit von 15 Jahren zum 31. Dezember 2018 veröffentlichte Zinssatz von 3,21 % (i. Vj. 3,68 %) verwendet worden. Rückstellungen für Firmenrenten sind im Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2018 unter Zugrundelegung des durchschnittlichen Marktzinssatzes der vergangenen zehn Geschäftsjahre (bis zum Geschäftsjahr 2015: durchschnittlicher Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre) bewertet worden.

Der Ansatz der Rückstellung für Pensionsverpflichtungen, der sich nach Maßgabe des durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren ergeben würde, übersteigt den in der Bilanz angesetzten Betrag um TEUR 3.030. Dieser Betrag ist ausschüttungsgesperrt. Der Zinsänderungseffekt wird im operativen Ergebnis ausgewiesen.

Zukünftige Anpassungen der Versorgungsleistungen wurden durch einen Gehaltstrend von 2,4 % (i. Vj. 2,3 %) und einem unveränderten Rententrend von 1,7 % berücksichtigt.

Die in der Nestlé Rückdeckungskasse VVaG, Frankfurt am Main, rückgedeckten Direktzusagen sind leistungskongruent rückgedeckte Versorgungszusagen, die wie wertpapiergebundene Zusagen behandelt werden. Entsprechend sind die Pensionsrückstellungen gemäß § 253 Abs. 1 Satz 3 HGB mit dem beizulegenden Zeitwert des Rückdeckungsversicherungsanspruchs angesetzt (TEUR 2.746) und vollständig mit diesem verrechnet.

Die Steuerrückstellungen und sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken sowie ungewissen Verpflichtungen und wurden in Höhe des Betrages angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung zur Erfüllung der Verpflichtung notwendig sein wird. Erwartete zukünftige Preis- und Kostensteigerungen werden dabei berücksichtigt. Langfristige Rückstellungen werden mit dem von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre entsprechend ihrer Laufzeit abgezinst. Zinsänderungseffekte werden im operativen Ergebnis ausgewiesen. Die Rückstellung für Verpflichtungen aus Altersteilzeitvereinbarungen umfasst die Aufwendungen für die Lohn- und Gehaltszahlungen an Mitarbeiter in der Freistellungsphase sowie die Aufstockungsleistungen. Die Rückstellung für Lohn- und Gehaltszahlungen wird ratierlich ab dem Beginn der Aktivphase angesammelt, während die Rückstellung für Aufstockungsleistungen mit Vertragsabschluss gebildet wird. Die Bewertung erfolgt nach versicherungsmathematischen Grundsätzen zum Barwert. Die Rückstellungen für den Performance Stock Unit Plan (aktienbasierte Vergütung) werden ratierlich über den Erdienungszeitraum angesammelt. Der Bewertung liegt der Börsenkurs der Nestlé S.A.-Aktien am Stichtag zugrunde.

Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Die Umrechnung von Geschäftsvorfällen in fremder Währung erfolgt im Zeitpunkt der erstmaligen Erfassung mit den Einstandskursen. Die zum Stichtag bilanzierten Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder Währung sind vollumfänglich binnen Jahresfrist fällig und werden daher mit dem Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag umgerechnet.

Bei der Nestlé Deutschland AG werden seit 2005 auf Grundlage des Gesetzes über den Handel mit Berechtigungen zur Emission von Treibhausgasen (Treibhausgas-Emissionshandelsgesetz - TEHG) Emissionsrechte bilanziert. Die durch das Umweltbundesamt in Deutschland unentgeltlich ausgegebenen Emissionsrechte wurden zum Zeitpunkt der Eintragung in das Emissionshandelsregister mit dem Zeitwert unter den Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen aktiviert. Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert am Bilanzstichtag werden vorgenommen soweit erforderlich.

Finanzinstrumente

Die Nestlé Deutschland AG setzt zur teilweisen Absicherung von Risiken aus der operativen Geschäftstätigkeit (insbesondere Wechselkursen) in begrenztem Umfang derivative Finanzinstrumente ein. Dabei werden ausschließlich marktübliche Instrumente mit einer ausreichenden Marktliquidität - wie Devisentermingeschäfte - verwendet. Der Einsatz dieser Instrumente wird im Rahmen des Risikomanagementsystems durch Konzernrichtlinien geregelt, die den spekulativen Einsatz derivativer Finanzinstrumente ausschließen und das interne Berichtswesen sowie die Funktionstrennung regeln.

Die Nominal- und Marktwerte der derivativen Finanzinstrumente der Nestlé Deutschland AG stellen sich wie folgt dar:

Nominalvolumen

TEUR
Positiver Marktwert

TEUR
Negativer Marktwert

TEUR
Devisentermingeschäfte 158.317 1.724 -306

Die Laufzeiten der Devisentermingeschäfte liegen unter einem Jahr.

Als Nominalvolumen eines derivativen Sicherungsgeschäftes wird die rechnerische Bezugsgröße bezeichnet, aus der sich die Zahlungen ableiten. Sicherungsgegenstand und Risiko sind nicht die Nominalwerte selbst, sondern nur die Preisänderungen (z. B. Wechselkursänderungen) bezogen auf die Nominalwerte.

Die Ermittlung der Marktwerte der Devisentermingeschäfte erfolgt auf Basis quotierter Marktpreise am Bilanzstichtag ohne Verrechnung mit etwaig gegenläufigen Wertentwicklungen aus zugrunde liegenden Grundgeschäften. Der Marktwert entspricht dem Betrag, den die Nestlé Deutschland AG bei vorzeitiger Auflösung des Sicherungsgeschäfts über die Nominalwerte hinaus zu bezahlen (-) oder zu bekommen (+) hätte. Für drohende Verluste aus diesen Geschäften wurde eine Rückstellung in Höhe von TEUR 306 (i. Vj. TEUR 1.800) gebildet.

C. Erläuterungen zur Bilanz

Anlagevermögen

Die Entwicklung des Anlagevermögens ist im Anlagenspiegel als Anlage zum Anhang dargestellt. Im Anlagevermögen wurden außerplanmäßige Abschreibungen in folgender Höhe vorgenommen.

2018

TEUR
2017

TEUR
§ 253 Abs. 3 Satz 3 HGB 4.834 20.157

Diese bestehen im Wesentlichen aus außerplanmäßigen Abschreibungen auf Gebäude und bewegliches Sachanlagevermögen an den Produktionsstandorten Biessenhofen und Ludwigsburg.

Finanzanlagen

An den nachstehenden Unternehmen hält die Nestlé Deutschland AG mindestens 50 % der Anteile am Kapital:

Direkte Beteiligungen über 50 %:

Unternehmen Sitz Höhe des Anteils am Kapital

in %
Eigenkapital

in TEUR
Ergebnis des letzten Geschäftsjahres

in TEUR
Alpursa Lebensmittel GmbH 1 2 Frankfurt a. M. 100 51 0
APONTI Vertriebsgesellschaft mbH 1 2 Frankfurt a. M. 100 26 0
Benedict Lebensmittel GmbH 1 2 Frankfurt a. M. 100 26 0
Bübchen Vertriebs GmbH 1 2 Frankfurt a. M. 100 26 0
Gesuna Nahrungsmittel GmbH 1 2 Euskirchen 100 258 0
HS Hanseatische Konsumgüter GmbH 1 2 Hamburg 100 26 0
Herta GmbH 1 2 Herten 100 51 0
Herta Produktions GmbH 1 2 Herten 100 25 0
MAGGI GmbH 1 2 Singen 100 51 0
MAGGI Kochstudio Treff GmbH 1 2 Frankfurt a. M. 100 102 0
Merrick Europe GmbH 1 2 Frankfurt a. M. 100 51 0
Nespresso Deutschland GmbH 1 2 Düsseldorf 100 25 0
Nestlé GLOBE Center Europe GmbH 1 2 Frankfurt a. M. 100 30 0
Nestlé Health Science (Deutschland) GmbH 1 2 Frankfurt a. M. 100 25 0
Nestlé Kaffee & Schokoladen GmbH 1 2 Frankfurt a. M. 100 52 0
Nestlé Nutrition GmbH 1 2 Frankfurt a. M. 100 52 0
Nestlé Professional GmbH 1 2 Frankfurt a. M. 100 520 0
Nestlé Purina PetCare Deutschland GmbH 1 2 Euskirchen 100 30 0
Nestlé Verbraucher-Service GmbH 1 2 Frankfurt a. M. 100 26 0
Nestlé Versorgungskasse GmbH Frankfurt a. M. 100 60 0
Nestlé Wagner GmbH 1 2 Nonnweiler 100 25 0
Nestlé WCO GmbH 1 2 Malliß-Conow 100 25 0
Terra Canis GmbH München 80 60 k.A. 3
Tivall Deutschland GmbH 1 2 Frankfurt a. M. 100 25 0
Vitaflo Deutschland GmbH 2 Steinbach (Taunus) 100 150 0
Westfälische Fleischwaren Vogt GmbH 1 2 Herten 100 26 0

Indirekte Beteiligungen über 50 %:

Unternehmen Sitz Höhe des Anteils am Kapital

in %
Eigenkapital

in TEUR
Ergebnis des letzten Geschäftsjahres

in TEUR
Schäbitz GmbH (bis 14. März 2018: Schäbitz Wurstwaren GmbH) München 80 100 k.A 3

1 Betriebsführungs- oder Namenslizenzgesellschaften, Tätigkeit ausschließlich für Rechnung des Mutterunternehmens ohne eigene wirtschaftliche Ergebnisse (teilweise mit eigenem Personal)

2 Gesellschaften mit Gewinnabführungsvertrag

3 liegt zum Zeitpunkt der Erstellung des Jahresabschlusses noch nicht vor

An den folgenden Unternehmen hält die Nestlé Deutschland AG 20 % bis 50 % der Anteile am Kapital:

Direkte Beteiligungen von 20 % bis 50 %:

Unternehmen Sitz Höhe des Anteils am Kapital

in %
C.P.D. Cereal Partners Deutschland GmbH & Co. OHG Frankfurt a. M. 50
C.P.D. Cereal Partners Deutschland Verwaltungsgesellschaft mbH Frankfurt a. M. 50
Nestlé Kuban LLC Timashevsk/Russland 33

Indirekte Beteiligungen von 20 % bis 50 %:

Unternehmen Sitz Höhe des Anteils am Kapital

in %
Dognet.de GmbH Wuppertal 21

Auf die Angabe des Eigenkapitals und des Jahresergebnisses der Unternehmen, an denen eine unmittelbare oder mittelbare Beteiligung von 20 % bis 50 % besteht, wird gemäß § 286 Abs. 3 Satz 1 Nr. 1 und 2 HGB verzichtet.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

bis 1 Jahr

TEUR
über 1 Jahr

TEUR
Gesamt 31.12.2018

TEUR
Gesamt 31.12.2017

TEUR
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 348.668 0 348.668 317.463
Forderungen gegen verbundene Unternehmen 144.210 0 144.210 153.120
Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 7.518 0 7.518 5.380
Sonstige Vermögensgegenstände 31.840 10.394 42.234 41.655
Summe 532.236 10.394 542.630 517.618

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen resultieren wie im Vorjahr aus dem Verrechnungsverkehr in Bezug auf Lieferungen und Leistungen, Ergebnisabführungsverträgen, Cash-Pooling und der umsatzsteuerlichen Organschaft. Die Forderungen gegen die Gesellschafterin belaufen sich auf TEUR 1.692 (i. Vj. TEUR 4.235).

Die Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, resultieren wie im Vorjahr im Wesentlichen aus Beteiligungserträgen und im Übrigen aus dem Lieferungs- und Leistungsverkehr.

Gezeichnetes Kapital

Das gezeichnete Kapital setzt sich aus 8.381.382 auf den Inhaber lautenden Stückaktien zusammen. Mit der Nestlé S.A. wurde am 23. bzw. 28. Dezember 1987 ein Beherrschungsvertrag abgeschlossen, der nach Zustimmung durch die Hauptversammlung und Eintragung im Handelsregister seit dem 26. Januar 1989 wirksam ist.

Mit der alleinigen Gesellschafterin Nestlé Unternehmungen Deutschland GmbH, Frankfurt am Main, wurde am 30. Mai 2001 ein Gewinnabführungsvertrag abgeschlossen, der nach Zustimmung durch die Hauptversammlung und Eintragung im Handelsregister am 11. September 2001 wirksam wurde.

Gewinnrücklagen

Die gesetzliche Rücklage mit TEUR 21.427 und die anderen Gewinnrücklagen mit TEUR 2.778 blieben im Vergleich zum Vorjahr unverändert. Der nach § 268 Abs. 8 HGB ausschüttungsgesperrte Betrag beläuft sich auf TEUR 1.608 (i. Vj. TEUR 3.312) und resultiert vollständig aus der Zeitwertbewertung des mit den Pensionsrückstellungen verrechneten Deckungsvermögens. Darüber hinaus ist die Differenz der Erfüllungsbeträge zwischen der Ermittlung mittels des 7-Jahres-Durchschnittszinses und des 10-Jahres-Durchschnittszinses (TEUR 3.030) gemäß § 253 Abs. 6 HGB ausschüttungsgesperrt.

Rückstellungen

Die Zuführungen zu dem Erfüllungsbetrag der Pensionsrückstellungen im Geschäftsjahr entfallen mit TEUR 847 auf die laufende Aufzinsung der bestehenden Anwartschaften sowie mit TEUR 1.534 auf die im Geschäftsjahr erworbenen Anwartschaften. Ein Teil der Pensionsrückstellungen mit einem Erfüllungsbetrag von TEUR 25.385 (i. Vj. TEUR 23.236) wurde nach § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB mit dem korrespondierenden Deckungsvermögen von TEUR 17.445 (i. Vj. TEUR 18.662) verrechnet. Die Bewertung dieses verrechneten Deckungsvermögens erfolgte zu beizulegenden Zeitwerten. Die ursprünglichen Anschaffungskosten hierfür betrugen TEUR 15.837 (i. Vj. TEUR 15.350).

Die sonstigen Rückstellungen betreffen im Wesentlichen:

31.12.2018

TEUR
31.12.2017

TEUR
Rückvergütungen, Werbekosten und sonstige Verpflichtungen 225.663 216.555
Umstrukturierungen, Sozialpläne und Abfindungen 101.168 51.096
Rückstellungen aus dem Personalbereich 56.151 56.697
Ausstehende Rechnungen 16.228 22.699
Unterlassene Instandhaltung 4.158 3.217
Drohende Verluste aus schwebenden Geschäften 2.470 10.567
Prozesskosten 1.888 3.902

Verbindlichkeiten

Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten betragen:

bis 1 Jahr

TEUR
1 bis 5 Jahre

TEUR
über 5 Jahre

TEUR
Gesamt 31.12.2018

TEUR
Gesamt 31.12.2017

TEUR
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 44 0 0 44 10
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 313.245 0 0 313.245 318.183
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 499.768 0 0 499.768 534.481
Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 281 0 0 281 84
Sonstige Verbindlichkeiten 22.901 305 429 23.635 28.359
Summe 836.239 305 429 836.973 881.117

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen enthalten Verbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin in Höhe von TEUR 275.110 (i. Vj. TEUR 380.941). Davon entfallen TEUR 153.716 (i. Vj. TEUR 260.702) auf das Cash-Pooling und TEUR 118.539 (i. Vj. TEUR 117.592) auf die Ergebnisabführung. Die übrigen Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen wie im Vorjahr im Wesentlichen den Lieferungs- und Leistungsverkehr.

Haftungsverhältnisse und sonstige Verpflichtungen

Die Nestlé Deutschland AG gewährleistet zusammen mit den übrigen Trägern der Nestlé Pensionskasse VVaG, Frankfurt am Main, der Nestlé Versorgungskasse GmbH, Frankfurt am Main, und der Nestlé Pensionsfonds AG, Biessenhofen, die ausreichende Finanzierung der satzungsmäßigen Leistungen dieser Versorgungseinrichtungen. Des Weiteren bestehen Bürgschaften in Höhe von TEUR 11.379 (i. Vj. TEUR 14.716). Mit Blick auf die wirtschaftliche Lage der Schuldnerinnen sind derzeit keine Tatsachen bekannt, die auf eine Inanspruchnahme aus den vorgenannten Haftungsverhältnissen schließen lassen.

bis 1 Jahr

TEUR
1 bis 5 Jahre

TEUR
über 5 Jahre

TEUR
Gesamt 31.12.2018

TEUR
Sonstige finanzielle Verpflichtungen
Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen 24.796 42.443 18.422 85.661
Verpflichtungen aus Investitionen (Bestellobligo) 34.885 0 0 34.885
Gesamtbetrag der sonstigen finanziellen Verpflichtungen 59.681 42.443 18.422 120.546

Sonstige finanzielle Verpflichtungen gegenüber verbundenen und assoziierten Unternehmen sowie resultierend aus der Altersversorgung bestehen wie im Vorjahr nicht.

D. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Umsatzerlöse

Aufgliederung nach Produktgruppen:

2018

TEUR
Anteil

%
2017

TEUR
Anteil

%
Fertiggerichte und Produkte für die Küche 1.246.349 36 1.286.481 35
Getränke 759.109 22 876.879 24
Produkte für Heimtiere 428.065 12 410.761 11
Milch- und Diätetikprodukte 412.003 12 418.929 12
Schokolade und Süßwaren 359.952 10 368.261 10
Sonstiges 63.250 2 64.370 2
Summe nach Produktkategorien 3.268.728 94 3.425.681 94
- davon Export - 833.528 24 907.085 25
Sonstige Umsatzerlöse aus IT-Dienstleistungen 142.323 4 159.995 4
Sonstige Umsatzerlöse aus sonstigen Verkäufen und Dienstleistungen 53.342 2 61.837 2
Summe Gesamt 3.464.393 100 3.647.513 100

Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten Erträge aus der Währungsumrechnung von TEUR 1.403 (i. Vj. TEUR 8.116).

Die sonstigen betrieblichen Erträge umfassen periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 53.103 (i. Vj. TEUR 42.301). Diese resultieren im Wesentlichen aus der Auflösung von Rückstellungen.

Aus der Auflösung eines Sonderpostens für Investitionszuschüsse sind Erträge in Höhe von TEUR 1.713 (i. Vj. TEUR 1.713) enthalten.

Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten Aufwendungen aus der Währungsumrechnung von TEUR 43 (i. Vj. TEUR 3.726). Zudem sind Aufwendungen in Höhe von TEUR 71.084 aus Restrukturierungsmaßnahmen im Rahmen von Effizienzsteigerungsprojekten in Produktion, Einkauf, Verwaltung und Vertrieb enthalten.

Zinsergebnis

Das Zinsergebnis beinhaltet Aufwendungen aus der Aufzinsung von Pensions- und sonstigen Rückstellungen i. H. v. TEUR 2.006 (i. Vj. TEUR 3.510). Außerdem enthalten sind laufende Erträge von TEUR 488 (i. Vj. TEUR 1.617) aus dem nach § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB verrechneten Deckungsvermögen sowie Erträge aus der Abzinsung von Rückstellungen von TEUR 4 (i. Vj. TEUR 125).

Steuerliche Organschaft

Mit der Nestlé Unternehmungen Deutschland GmbH besteht eine gewerbe- und körperschaft- sowie umsatzsteuerliche Organschaft.

Jahresergebnis vor Gewinnabführung

Das Jahresergebnis vor Gewinnabführung an die Nestlé Unternehmungen Deutschland GmbH beträgt TEUR 118.539 (i. Vj. TEUR 117.592).

E. Sonstige Angaben

Mitarbeiter

2018

Anzahl
2017

Anzahl
Arbeitnehmer (Jahresdurchschnitt)
Arbeiter 2.284 2.539
Angestellte 2.406 2.493
davon leitende Angestellte 181 183
Auszubildende 171 201
Summe 4.861 5.233

Bezüge des Aufsichtsrats und des Vorstands

Die Vergütungen an den Aufsichtsrat belaufen sich auf TEUR 169, die Gesamtbezüge des Vorstands auf TEUR 3.202.

Die Gesamtbezüge der früheren Mitglieder des Vorstands und deren Hinterbliebenen betragen TEUR 383. Für diesen Personenkreis bestehen Pensionsrückstellungen in Höhe von TEUR 5.069.

Honorar des Abschlussprüfers

Das Gesamthonorar für den Abschlussprüfer, das im Berichtsjahr als Aufwand erfasst wurde, beträgt TEUR 988 und entfällt mit TEUR 927 auf Abschlussprüfungsleistungen sowie mit TEUR 61 auf sonstige Bestätigungsleistungen.

Mitglieder des Aufsichtsrats

Peter VOGT

Vorsitzender Stellvertretender Executive Vice President / Direktor Personal Nestlé S.A.

Jenins (Schweiz)
Thomas GAUGER 4 (bis 31. Dezember 2018)

Stellvertretender Vorsitzender

Landesbezirksvorsitzender Nordrhein-Westfalen der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten ("NGG") Essen
Reiner EICH 4

Betriebsratsvorsitzender der Zentrale der Nestlé Deutschland AG Frankfurt am Main
Corinne EMONET (ab 11. Februar 2019)

Market Head Nestlé Österreich Chardonne (Schweiz)
Corinne GABLER (bis 10. Februar 2019)

Regional Manager Zone EMENA Corseaux (Schweiz)
Uwe HILDEBRANDT 4 (ab 14. Januar 2019)

Vorsitzender des Landesbezirks Südwest der NGG Freudental
Dr. Steffen JUST 4

Chief Compliance Officer der Nestlé Deutschland AG Königstein i. Ts.
Prof. Dr. Renate KÖCHER

Geschäftsführerin des Instituts für Demoskopie Allensbach Konstanz
Ina KORTE-GRIMBERG 4

Referatsleiterin Süßwaren und Tabak in der NGG Hauptverwaltung Hamburg
Thomas KRAUSE 4

Betriebsratsvorsitzender Chocoladenwerk Hamburg Schwarzenbek
Prof. Dr. Mathias MÜLLER

Geschäftsführender Gesellschafter IWB Dr. Müller Immobilienwirtschaftliche Beratung GmbH Hofheim am Taunus
Wolfgang W. PASEWALD (ab 11. Februar 2019)

Vizepräsident Organizational Efficiency Nestlé S.A. Lausanne (Schweiz)
Simone PEETZ

Leiterin Vertrieb Insulinpumpensysteme Roche Diabetes Care Deutschland GmbH Bensheim
Kerstin SCHMEIDUCH

Direktorin Recht und Unternehmenskommunikation Nestlé Purina Zone EMENA Pully (Schweiz)
Helmut SERWE 4 Betriebsratsvorsitzender Nestlé Wagner GmbH Nonnweiler
Ortwin TORK 4

Betriebsratsvorsitzender Maggi-Werk Lüdinghausen Lüdinghausen
Antje WILLEMS-STICKEL

Geschäftsführende Gesellschafterin der Creme 21 GmbH Bad Homburg v.d.H.
Klaus E. ZIMMERMANN (bis 10. Februar 2019)

Direktor Technik und Produktion Zone EMENA Pully (Schweiz)
Andreas ZORN 4

Betriebsratsvorsitzender Werk Neuss der Nestlé Deutschland AG Neuss

4 Arbeitnehmervertreter

Mitglieder des Vorstands

Marc-Aurel BOERSCH (ab 1. Januar 2019)

Vorsitzender
Béatrice GUILLAUME-GRABISCH (bis 31. Dezember 2018)

Vorsitzende
Ralf HENGELS

Vorstand Personal
Steffen KINDLER

Vorstand Finanzen und Controlling
Ralph-Alexander Axel KNOCH

Vorstand Technik
Hubert STÜCKE

Vorstand Geschäfts- und Unternehmensentwicklung

Gewinnverwendung

Seit 2001 besteht mit der Nestlé Unternehmungen Deutschland GmbH ein Gewinnabführungsvertrag, der auch zum vollständigen Verlustausgleich verpflichtet.

Nachtragsbericht

Im April 2019 hat der Verwaltungsrat der Nestlé S.A. beschlossen, strategische Optionen für das Herta Geschäft mit Wurst- und Fleischwaren (Charcuterie) zu prüfen. Diese Überlegungen schließen auch einen möglichen Verkauf des Geschäfts ein.

Darüber hinaus haben sich nach dem Stichtag keine Geschäftsvorfälle von besonderer Bedeutung ergeben.

Frankfurt am Main, den 6. Juni 2019

Nestlé Deutschland Aktiengesellschaft

Der Vorstand

Der Jahresabschluss wurde am 27.06.2019 festgestellt.

Bericht des Aufsichtsrats

Der Aufsichtsrat wurde vom Vorstand im Jahre 2018 regelmäßig über die Lage des Unternehmens sowie über alle wesentlichen Geschäftsvorgänge informiert. Es fanden im Berichtsjahr drei Sitzungen des Aufsichtsrats statt. Die Abschlussprüfer haben an der bilanzfeststellenden Sitzung des Aufsichtsrats teilgenommen.

Der Jahresabschluss und der Lagebericht über das Geschäftsjahr 2018 sind von der KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft geprüft und mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen worden. Von dem Ergebnis der Abschlussprüfung hat der Aufsichtsrat zustimmend Kenntnis genommen. Der Aufsichtsrat hat ebenfalls den Jahresabschluss und den Lagebericht geprüft und ist hierbei zu dem abschließenden Ergebnis gelangt, dass Einwendungen hiergegen nicht zu erheben sind und er den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss billigt. Dieser ist damit festgestellt.

Die Nestlé Deutschland AG gehört als Teilkonzern zum Konzernkreis der Nestlé S.A., Cham und Vevey (Schweiz), und ist von der Aufstellung eines Konzernabschlusses und Konzernlageberichtes gemäß § 292 Abs. 1 HGB befreit. Der Konzernabschluss der Nestlé S.A., der nach internationalen Rechnungslegungsvorschriften (IFRS) aufgestellt ist, wird im elektronischen Bundesanzeiger offengelegt.

Konstanz, den 27, Juni 2019

Der Aufsichtsrat

Peter Vogt, Vorsitzender

AUFSICHTSRATSVORSITZENDER: PETER VOGT

VORSTAND: MARC-AUREL BOERSCH (VORSITZENDER), RALF HENGELS, STEFFEN KINDLER, ALEXANDER KNOCH, HUBERT STÜCKE SITZ FRANKFURT AM MAIN REGISTERGERICHT AMTSGERICHT FRANKFURT AM MAIN, HRB 28 163

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Nestlé Deutschland Aktiengesellschaft, Frankfurt am Main Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Nestlé Deutschland Aktiengesellschaft, Frankfurt am Main - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2018 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2018 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Nestlé Deutschland Aktiengesellschaft für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2018 geprüft. Die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote), die im Abschnitt "Erklärung zur Unternehmensführung" im Lagebericht enthalten ist, haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2018 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2018 und
vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Unser Prüfungsurteil zum Lagebericht erstreckt sich nicht auf den Inhalt der oben genannten Erklärung zur Unternehmensführung.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Sonstige Informationen

Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote).

Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab.

Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen

wesentliche Unstimmigkeiten zum Jahresabschluss, zum Lagebericht oder unseren bei der Prüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder
anderweitig wesentlich falsch dargestellt erscheinen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen.

Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.
gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.
beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.
ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.
beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.
beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.
führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

Frankfurt am Main, den 6. Juni 2019

**KPMG AG

Wirtschaftsprüfungsgesellschaft**

Dr. Dietz, Wirtschaftsprüferin

Sprinz, Wirtschaftsprüfer