AI assistant
mVISE AG — Audit Report / Information 2020
Dec 8, 2021
5428_rns_2021-12-08_c6ccdf52-52e1-4664-9cb6-ce010b2942b9.html
Audit Report / Information
Open in viewerOpens in your device viewer
Finanzbericht: 29356371

mVISE AG
Düsseldorf
Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2020 bis zum 31.12.2020
Lagebericht für das Geschäftsjahr 2020
Der Lagebericht sollte im Kontext mit den Finanzdaten und den Angaben im Anhang des Jahresabschlusses gelesen werden. Die folgenden Darstellungen basieren auf einer Reihe von Angaben, die detailliert im Anhang dargestellt sind. Darüber hinaus enthält der Lagebericht auch in die Zukunft gerichtete Aussagen, d. h. Aussagen, die auf bestimmten Annahmen und den darauf basierenden aktuellen Planungen, Einschätzungen und Prognosen beruhen. Zukunftsaussagen besitzen nur in dem Zeitpunkt Gültigkeit, in welchem sie gemacht werden. Das Management der mVISE AG übernimmt keine Verpflichtung, die diesem Dokument zugrundeliegenden Zukunftsaussagen beim Auftreten neuer Informationen zu überarbeiten und/oder zu veröffentlichen. Zukunftsaussagen unterliegen immer Risiken und Unsicherheiten. Der Vorstand der mVISE AG weist darauf hin, dass eine Vielzahl von Faktoren zu einer erheblichen Abweichung in der Zielerreichung führen kann. Wesentliche Faktoren werden im Abschnitt "Risikobericht" detailliert beschrieben.
1 Grundlagen der mVISE AG
1.1 Geschäftstätigkeit der mVISE AG
Die mVISE AG bietet seit knapp 20 Jahren integrierte Lösungen entlang der IT- & Digitalisierungs-Wertschöpfungskette.
Die mVISE AG beschleunigt die digitale Transformation und Integration mit IT Expert Services und eigenentwickelten Softwarelösungen. Dabei liegen die Kernkompetenzen in den Bereichen Mobile- und Cloud Computing, IT-Infrastrukturen und Security sowie Integration und Auswertung von komplexen Daten.
Die mVISE AG realisiert Digitalisierungsprojekte gemeinsam mit den Kunden - von der Konzeptphase über die Entwicklung und Implementierung bis hin zu Managed Services. Cloud-Produkte wie die iPaaS-Plattform elastic.io beschleunigen Datenintegrationsaufgaben. Für die Digitalisierung von Vertriebsprozessen bietet mVISE mit SaleSphere eine eigene Lösung.
Der mVISE Konzern besteht aus 120 Mitarbeitern mit ausgeprägtem Technologie-Fokus und verfolgt ein gemeinsames Ziel: Die Projekte der mVISE-Kunden zum Erfolg zu führen. Neben der Firmenzentrale Düsseldorf verfügt mVISE über Niederlassungen in München, Frankfurt, Hamburg und Bonn. Zentraler Bestandteil der Unternehmensstrategie ist der Bereich Expert Services, der im Jahr 2015 mit dem Aufbau eines spezialisierten Beraterteams ins Leben gerufen wurde und in dem mittlerweile das Beratungsgeschäft sowie das Geschäft mit der Entwicklung kundenspezifischer Softwarelösungen zusammengefasst sind.
Zum 31. Dezember 2020 beschäftigte die mVISE AG 109 Mitarbeiter. Es bestehen Niederlassungen in Düsseldorf, Frankfurt, Hamburg und München. Ziel ist es, die bestehenden Kunden in den Regionen lokal bedienen zu können. Zu den Kunden zählen dabei namhafte Unternehmen aus dem Telekommunikationsbereich, wie Vodafone, Deutsche Telekom, Telefónica oder 1&1, und aus dem Bereich der Finanzdienstleister, wie Deutsche Bank, HUK-Coburg, verschiedene Sparkassenorganisationen, abcfinance oder Quirion, sowie bedeutende Unternehmen anderer Branchen, wie BMW, Bosch, MediaMarktSaturn oder Marantec.
Neben klassischen, personenbezogenen Beauftragungen schließt die mVISE auch Festpreisbeauftragungen bzw. Managed Services-Verträge ab. Dieses Vorgehen hat sich vor allem im Umfeld von Cloud-Computing-Lösungen etabliert, wird aber auch im Kontext anderer innovativer IT-Infrastrukturszenarien ausgebaut. Sowohl mVISE als auch der Kunde profitieren hier von einer effizienteren Umsetzung der Beratungsaufträge durch die Nutzung von Personalsynergien. Zudem verstärken Managed-Services-Aufträge signifikant die Kundenbindung und erhöhen die Planbarkeit der Umsätze.
Zur Gewinnung von Neukunden haben sich Workshopformate im Umfeld von Data Analytics, Cloud- und Security-Themen bewährt. In diesem Jahr lag der Fokus auf der Gewinnung eines weiteren Großkunden, um das Klumpenrisiko für mVISE zu minimieren. Zu Beginn des Jahres nahm mVISE an den ersten Ausschreibungen von 1&1 teil und konnte sich im Laufe des Jahres den Kunden immer weiter erschließen. Auch für 2021 wird sich dieser Fokus nicht ändern und erklärtes Ziel ist es wiederum einen Neukunden dieser Art zu erschließen.
Über das reine Beratungsgeschäft hinausgehend entwickelt mVISE kundenspezifische Lösungen, mit denen Geschäftsprozesse und Produkte der Kunden durch mobile Geräte unterstützt werden. Der Schwerpunkt in diesem Bereich liegt hier einerseits im Umfeld von Data Warehouse-Lösungen und andererseits im Bereich der mobilen Digitalisierung. Im Bereich der Entwicklung von mobilen Applikationen fokussiert sich mVISE auf komplexe Lösungen, die komplette Geschäftsprozesse abbilden und eine tiefe Verzahnung mit den Kernsystemen des Kunden erfordern. Hier kann mVISE ihr Alleinstellungsmerkmal ausspielen, indem Experten aus den verschiedenen technischen Bereichen als ein Team erfolgreich zusammenarbeiten und für Kunden hochkomplexe Lösungsmöglichkeiten erstellen.
In allen Facetten des Leistungsportfolios der mVISE AG spielen Aufgabenstellungen rund um die Integration von Systemen und Daten eine zentrale Rolle. Hieraus ergibt sich eine hohe inhaltliche Überschneidung von Beratungsprojekten und den Integrationsprodukten elastic.io und SaleSphere der beiden Tochtergesellschaften.
Der Fokus des Beratungsbereichs wird für die kommenden Jahre das Thema Integrationen sein. mVISE hat hier die ideale Möglichkeit, Produkt-Knowhow und Beratungsexpertise zu bündeln und den Kunden komplexe Lösungen anbieten zu können. Die Beratung im produktnahen Bereich ist zudem margenstärker und soll in den nächsten Jahren zur Profitabilität der mVISE maßgeblich beitragen.
Daher hat mVISE im Jahr 2020 eine eigenes Integrationsteam aufgebaut, das seine fachliche Expertise genau in diesem Umfeld weiter ausgebaut hat. Obwohl es erst im letzten Jahr gestartet, war die Auslastung am Jahresende 2020 auf einem guten Niveau, so dass weitere Mitarbeiter im Jahr 2021 dieses Team unterstützen sollen.
1.2 Steuerungssystem
Die Verwaltung der Muttergesellschaft steuert die Belange des Konzerns in ordentlichen Sitzungen der Organe der Gesellschaft sowie mittels informeller Abstimmung zwischen Aufsichtsrat und Vorstand und innerhalb der Gremien. Darüber hinaus werden regelmäßig Themen im Rahmen von Steering- und Management-Meetings erörtert, an denen Vertreter aus allen Bereichen des Konzerns teilnehmen. Der Vorstand steuert den Konzern mit Hilfe eines Business Intelligence Tools mit einer integrierten Leistungsrechnung einschließlich einer detaillierten laufenden Projektion über Finanzmittelbedarf und -verwendung. Der Vorstand steuert den Konzern und dessen Entwicklung wesentlich über die folgenden finanziellen und nicht finanziellen Leistungsindikatoren. Hierbei wird großer Wert auf eine nachhaltige Entwicklung des Konzerns gelegt.
1.2.1 Finanzielle Leistungsindikatoren
Umsatz
Da mVISE sich auf skalierbare Produkte, Technologien und Services fokussiert, spielt die Umsatzentwicklung eine wichtige Rolle in der Unternehmenssteuerung. Übergreifendes Ziel der mVISE ist es dabei, ein optimales Verhältnis aus Umsätzen durch Expert Services und Umsätzen mit Produkten herzustellen.
Auslastung der festangestellten Mitarbeiter
mVISE erfasst und überwacht monatlich die Auslastung der festangestellten fakturierbaren Mitarbeiter im Rahmen externer Kundenprojekte. Die Messung der Auslastung unterstützt den Vorstand dabei, kurzfristige Maßnahmen vorzunehmen und langfristig die Performance einzelner Beratungsbereiche zu erhöhen.
Auftragseingang
Eine zentrale Steuerungsgröße für mVISE ist der Auftragseingang, welcher wöchentlich intern berichtet wird. Im Vertrieb sind feste Zielgrößen definiert, die einem regelmäßigen Controlling unterliegen. Auf dieser Basis werden die passenden Sales- und Marketingmaßnahmen abgeleitet.
EBITDA-Marge
Die mVISE legt großen Wert auf die erfolgreiche Monetarisierung des Produkt- und Dienstleistungsportfolios. Ziel ist es, nachhaltiges und profitables Wachstum zu erzielen. Das EBITDA steht für das operative Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögensgegenstände. Dieses Ergebnis eliminiert etwaige Unterschiede bei Abschreibungen, Steuern oder Zinsen und eignet sich damit als Ergebnisgröße zum Vergleich mit anderen Unternehmen. Die EBITDA-Marge ergibt sich aus dem EBITDA dividiert durch die Umsatzerlöse.
1.2.2 Nicht finanzielle Leistungsindikatoren
Innovationsmanagement
Durch die Digitalisierung verändern sich Märkte und Geschäftsmodelle in einer immer höheren Geschwindigkeit. Digitale Disruption, also die radikale Veränderung von Märkten durch innovative digitale Geschäftsmodelle, prägt zahlreiche Branchen. Es gibt zahlreiche Überschneidungen zwischen Innovationsmanagement und digitaler Transformation: Es müssen Produkte entwickelt werden, die mit den Trends, wie dem Internet-of-Things (IoT), kompatibel sind. Häufig sind Produktinnovationen erst die Voraussetzung dafür, dass digitale Geschäftsmodelle entwickelt werden können. Mitunter macht die Entwicklung digitaler Services und Geschäftsmodelle sogar eine Neuentwicklung von Produkten erforderlich.
mVISE ist mit seinen Produkten und seiner Expertise genau in diesen Bereichen tätig. So verfolgt mVISE aktuell unter anderem eine Reihe von innovativen Projekten im Umfeld von Data Analytics, IT-Security und Internet-of-Things (IoT).
Einer der Innovationstreiber innerhalb des mVISE-Konzerns ist die iPaaS-Plattform elastic.io. Durch die cloudbasierten Integrationsservices ergeben sich zahlreiche Vorteile für Unternehmen. Die Agilität und Schnelligkeit in der Inanspruchnahme neuer IT-Services verbessert sich deutlich. Gleichzeitig ermöglicht die Verknüpfung von Applikationen, Prozessen und Daten die Zusammenarbeit der Mitarbeiter verschiedener Abteilungen innerhalb eines Unternehmens. Durch die Zusammenfassung von unterschiedlichsten Datenquellen steht umfassendes Datenmaterial für detaillierte Analysen zur Verfügung. Zusammenhänge werden transparenter darstellbar und systematische Auswertungen unterstützen bei der Entscheidungsfindung.
Die mobile Vertriebsplattform SaleSphere, die Unternehmen eine Digitalisierung von Vertriebs- und Außendienstprozessen auf Basis neuester Cloud- und Sicherheitstechnologien ermöglicht, ist ein weiteres wesentliches Element im Portfolio von mVISE.
Mit diesen beiden innovativen Produkten ist mVISE gut aufgestellt für die kommenden Jahre.
Qualifizierte Mitarbeiter
Entscheidend für eine positive Geschäftsentwicklung der mVISE ist die hohe Expertise der Mitarbeiter. Insbesondere aufgrund des zunehmenden Wettbewerbs um IT-Spezialisten sind qualifizierte und motivierte Mitarbeiter erfolgskritisch. Der Vorstand sieht die Sicherstellung eines qualifizierten Personaleinsatzes als seine wesentliche Aufgabe an. Im Jahr 2020 wollte mVISE Recruiting Aktivitäten deutlich ausbauen, stoppte diese Aktivität jedoch mit Beginn der COVID-19 Pandemie im Frühjahr 2020, um sich auf die Auslastung der bestehenden Mitarbeiter zu konzentrieren. Nachdem auch übergangsweise Kurzarbeitergeld zum Einsatz kam, konnte im Herbst wieder eine akzeptable Auslastung erreicht werden. Im Jahr 2021 steht das Recruiting neuer Mitarbeiter und damit das Wachstum der mVISE im Mittelpunkt der Strategie. Zur kontinuierlichen Verbesserung der Leistungsfähigkeit investiert mVISE dauerhaft in die Weiterbildung der Mitarbeiter. In Zukunft wird mVISE daneben auch die interne Ausbildung und das Coaching weiter vorantreiben. Wir haben hervorragende Experten im Haus und können dieses Wissen noch besser untereinander teilen und voneinander lernen.
Ein weiterer Schwerpunkt stellt für die mVISE die Mitarbeiterbindung dar. In diesem Jahr wurde "mVISE.Vorsorge" für alle Mitarbeiter eingeführt, damit diese - durch den Arbeitgeber gefördert- das Thema Altersvorsorge und Berufsunfähigkeit noch besser abdecken können.
Die hohe Qualität unserer Produkte und Lösungen sowie die fachkompetente Beratung unserer Kunden ist ein kritischer Erfolgsfaktor für den Unternehmenserfolg. Um diese Qualität sicherzustellen, bedarf es qualifizierter und motivierter Mitarbeiter.
2 Wirtschaftsbericht
2.1 Gesamtwirtschaftliche Entwicklungen
Die mVISE ist vorwiegend auf dem deutschen Markt tätig und damit auch in erster Linie von den hier vorherrschenden gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen betroffen.
Die Corona-Pandemie hat die Wirtschaftsleistung in Deutschland stark beeinträchtigt. Der erste Lockdown sorgte im zweiten Quartal für einen Rückgang des Bruttoinlandsprodukts (BIP) um 9,8 % zum Vorquartal. Nach einer Erholung weist das BIP im dritten Quartal ein Wachstum um 8,2 % auf. Trotz des starken Wachstums im dritten Quartal, liegt die Wirtschaftsleistung noch 4,2 % unter dem Vorjahresniveau. Der Sachverständigenrat erwartet für das Jahr 2020 einen Rückgang von 5,1 % und für das Jahr 2021 ein Wachstum von 3,7 %. Das Vorjahresniveau wird laut Erwartungen frühestens zu Beginn des Jahres 2022 erreicht. Dabei sind beschlossene Einschränkungen und deren Auswirkung auf die Wirtschaftsaktivität bedeutsam. 1
Auch der EU-Raum und die USA weisen im dritten Quartal ein starkes Wachstum des BIP auf. Im EU-Raum erwartet der Sachverständigenrat für das Jahr 2020 einen Rückgang des BIP um 7,0 %. Besonders betroffen sind die Staaten Frankreich, Italien und Spanien. Im Jahr 2021 nähert sich das BIP im Euro-Raum mit einer Wachstumsrate 4,9 % dem Vorjahresniveau. 2
2.2 Markt und Marktumfeld
In der Digitalbranche ist eine Verbesserung des Geschäftsklimas zu beobachten. Die Indizes in Bezug auf das Geschäftsklima, die Geschäftslage und die Geschäftserwartungen in der IT- und Telekommunikationsbranche sind im Oktober 2020 deutlich besser als im Vormonat. Der Index zur Geschäftslage stieg von 16,7 Punkte auf 18,5 Punkte. Der Index zur Geschäftserwartungen stieg von 10,0 Punkte auf 14,0 Punkte. Der Bitkom-ifo-Digitalindex stieg von 13,3 Punkte auf 16,2 Punkte. Dieser berechnet sich aus der Einschätzung von Geschäftslage und Geschäftserwartungen. Laut Bitkom-Präsident Achim Berg kann trotz positiver Entwicklung und Verbesserung des Geschäftsklimas die Unsicherheit wieder zunehmen. Grund hierfür sind die pandemiebedingten Einschränkungen.
Aus gesamtwirtschaftlicher Sicht stieg die Geschäftslage auf 2,6 Punkte. Jedoch weist das Geschäftsklima einen Rückgang auf 2,6 Punkte auf. Die Geschäftserwartungen gaben von 4,3 Punkte auf -0,7 Punkte deutlich nach und waren somit im negativen Bereich. 3
1 Vgl. https://www.tagesschau.de/wirtschaft/koniunktur/koniunktur-lockdown-light-101.html, Abruf am 06.05.2021; https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2020/10/ PD20 432 811.html. Abruf 06.05.2021.
2 Vgl. https://www.sachverstaendigenrat-wirtschaft.de/fileadmin/dateiablage/gutachten/jg 202021/JG202021 Gesamtausgabe.pdf page=67, Abruf 06.05.2021 und https://www.sachverstaendigenrat-wirtschaft.de/jahresgutachten-2020.html, Abruf am 31.05.2021.
3 Vgl. https://www.bitkom.org/Presse/Presseinformation/Geschaeftsklima-in-der-Digital branche-im-Aufwaertstrend, Abruf am 06.05.20.21.
2.3 Wesentliche Ereignisse im Berichtszeitraum
scrollen
| ― | Aufstockung der Anteile an der elastic.io GmbH um 4,9 und 10 Prozent von 85,1 Prozent auf 100 Prozent - Für die letzten 10 Prozent der Geschäftsanteile wurde bereits eine notarielle Vereinbarung unterzeichnet, die im Jahr 2021 umgesetzt wird, so dass elastic.io eine 100 % Tochter der mVISE ist. |
| ― | Geplante Implementierung der dritten Vorstandsrolle mit Schwerpunkt Vertrieb |
| ― | Vertriebserfolge - Neuer Rahmenvertrag mit 1&1 wurde abgeschlossen |
| ― | Auslastungsdelle durch COVID 19 Pandemie konnte im Herbst beendet werden |
2.4 Vermögens-, Finanz- und Ertragslage
Gesamtdarstellung
Der Geschäftsverlauf im Jahr 2020 war aus Sicht der mVISE AG insgesamt nicht zufriedenstellend. Dies lag vor allem an den Auswirkungen der COVID-19 Pandemie.
Die Auslastung erfuhr nach dem ersten Lockdown spürbare Auswirkungen, welche durch Kurzarbeitergeld zum Teil aufgefangen werden konnte. Diverse kurzfristige Projektverschiebungen und Budgetreduzierungen der IT-Projekte unserer Kunden waren der Hintergrund für die im April 2020 eingeführte Kurzarbeit.
Diese Entwicklung führte zu einer Verfehlung im Umsatz und im Ergebnis - die ambitionierten Ziele für 2020 konnten nicht erreicht werden. Trotz eines starken ersten Quartals mündete die Entwicklung im Kontext der COVID-19 Pandemie in einer Ad Hoc Meldung im Augst 2020, in der die Prognose vom Markt genommen wurde.
2.4.1 Ertragslage
Auftragslage und -entwicklung
Insgesamt verblieb der Auftragseingang im Geschäftsjahr 2020 mit 18,4 Mio. EUR (2019: 19,6 Mio. EUR) unter dem auf Vorjahreswert. Das Verhältnis von Auftragseingang zu Umsatz (sog. Book-to-Bill-Ratio) liegt hier bei rund 1,0 was darlegt, dass das Umsatzniveau durch nachkommende Auftragseingänge gehalten werden kann.
Der Auftragsbestand lag zum Ende des Geschäftsjahres 2020 mit 4,3 Mio. EUR etwas über dem Vorjahreswert (31. Dezember 2019: 4,2 Mio. EUR). Im vierten Quartal profitierte die mVISE AG nicht von hohen Auftragserteilungen für das erste Quartal 2021, da sich auch hier die Zurückhaltung der Kunden im aktuellen Marktumfeld weiterhin zeigte.
Umsatzentwicklung und Gesamtleistung
Der Umsatz lag im Geschäftsjahr 2020 bei 18,4 Mio. Euro (2019: 19,9 Mio. EUR). Unter Berücksichtigung der Bestandsveränderungen ergibt sich für das Geschäftsjahr 2020 eine gesunkene Gesamtleistung in Höhe von 18,5 Mio. EUR (2019: 19,9 Mio. EUR).
Entwicklung der Aufwendungen
Im abgelaufenen Geschäftsjahr stieg der Aufwand für bezogene Fremdleistungen auf 7,9 Mio. EUR (2019: 7,1 EUR). Die Gründe für die Ausweitung waren Kundenprojekte im Bereich Expert Services, die mit externen Ressourcen besetzt werden mussten.
Die Personalkosten reduzierten sich durch rückläufige Mitarbeiterzahlen und Personalkosteneinsparungen auf 8,4 Mio. EUR (2019: 9,5 Mio. EUR).
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen summierten sich auf 2,1 Mio. EUR (2019: 2,7 Mio. EUR). Darunter fielen im Wesentlichen Aufwendungen für Raumkosten, Fahrzeugkosten, Werbe- und Reisekosten, Kapitalmarktkosten sowie die Kosten für die Rechts- und Beratungskosten. Der überwiegende Teil der Kostenpositionen konnte gegenüber dem Vorjahr reduziert werden.
Die Abschreibungen auf Sachanlagen, immaterielle Vermögenswerte und das Umlaufvermögen lagen im Geschäftsjahr 2020 bei 0,6 Mio. EUR (2019: 0,7 Mio. EUR).
Ergebnisentwicklung
Im Vergleich zum Vorjahr fiel das EBITDA (Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen) im Berichtszeitraum auf 0,4 Mio. EUR nach 1,4 Mio. EUR im Vorjahr aus den o.g. Gründen. Die EBITDA-Marge betrug dabei 2,0 Prozent (2019: 6,7 Prozent). Das EBIT (Ergebnis vor Zinsen und Steuern) im Geschäftsjahr 2020 reduzierte sich auf -0,3 Mio. EUR (2019: 0,6 Mio. EUR). Dies führte zu einer relativen EBIT-Marge von -1,4 Prozent (2019: 3,0 Prozent).
Das Finanzergebnis belief sich im Berichtszeitraum auf -0,8 Mio. EUR (2019: -0,3 Mio. EUR) und enthält Abschreibungen auf den Beteiligungsansatz der SaleSphere GmbH. Der Beteiligungsansatz wurde im Rahmen der Jahresabschlussprüfung mittels Discounted Cash-Flow Verfahren auf Wertminderung geprüft. Die Überprüfung ergab einen Hinweis auf Wertminderung mit dem Ergebnis einer außerordentlichen Abschreibung in Höhe von 0,5 Mio. EUR. Das Ergebnis vor Steuern lag bei -1,1 Mio. EUR (2019: EUR 0,3 Mio.).
Die latenten Steuern reduzierten sich durch die Auflösung von aktiven latenten Steuern auf Verlustvorträge um 0,8 Mio. EUR. Dies ergab in Summe einen Steueraufwand aus der Veränderung der latenten Steuern über -0,8 Mio. EUR.
Der Jahresfehlbetrag lag bei -1,9 Mio. EUR (2019: Jahresüberschuss von 0,1 Mio. EUR).
2.4.2 Vermögenslage
Kurzfristiges Vermögen
Zum 31. Dezember 2020 beliefen sich die kurzfristigen Vermögensgegenstände auf 5,4Mio. EUR (31. Dezember 2019: 6,0 Mio. EUR).
Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen beliefen sich auf 1,6 Mio. EUR (31. Dezember 2019: 3,9 Mio. EUR) und resultieren aus abgerechneten Projekten zum Jahresende. Die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente lagen bei 0,0 Mio. EUR (31. Dezember 2019: 0,0 Mio. EUR). Die Forderung gegenüber verbundenen Unternehmen beliefen sich auf 3,7 Mio. EUR (31. Dezember 2019: 1,8 Mio. EUR), durch Kosten für die Weiterentwicklung der Produkte. Die Vorräte beliefen sich auf 0,04 Mio. EUR (31. Dezember 2019: 0,03 Mio. EUR) und resultieren aus zum Bilanzstichtag noch nicht fertiggestellten Projekten für Kunden. Die sonstigen kurzfristigen Vermögensgegenstände reduzierten sich auf 0,1 Mio. EUR (31. Dezember 2019: 0,3 Mio. EUR. Die sonstigen kurzfristigen Vermögensgegenstände bestehen nun im Wesentlichen aus Kautionen und Forderungen gegenüber dem Finanzamt.
Langfristiges Vermögen
Die langfristigen Vermögenswerte betrugen zum Bilanzstichtag 9,2 Mio. EUR (31. Dezember 2019: 9,6 Mio. EUR).
Dabei verringerten sich die immateriellen Vermögensgegenstände auf 3,1 Mio. EUR (2019: 3,5 Mio. EUR). Die Geschäfts- oder Firmenwerte betrugen zum Bilanzstichtag 3,0 Mio. EUR (2019: 3,4 Mio. EUR) und verringerten sich durch die planmäßigen Abschreibungen.
Kurzfristiges Fremdkapital
Zum 31. Dezember 2020 belief sich das kurzfristige Fremdkapital auf 5,4 Mio. EUR (31. Dezember 2019: 5,5 Mio. EUR). Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen verringerten sich auf 1,3 Mio. EUR (31. Dezember 2019: 1,6 Mio. EUR). Die Zinsverbindlichkeiten aus den ausgegebenen Wandelschuldverschreibungen lagen bei 0,1 Mio. EUR (31. Dezember 2019: 0,1 Mio. EUR) auf gleichbleibendem Niveau.
Die mVISE AG konnten in den letzten Jahren mehrere Finanzierungslinien bei Kreditinstituten vereinbaren. Die Kreditlinien wurden u.a. benötigt, um Kaufpreiszahlungen und Vorfinanzierungseffekte (Working Capital) zu finanzieren. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten betrugen zum Jahresende 4,4 Mio. EUR (31. Dezember 2019: 3,8 Mio.).
Verbindlichkeiten und Rückstellungen blieben gegenüber dem Vorjahr hinsichtlich ihrer Höhe und Zusammensetzung im Wesentlichen unverändert.
Langfristiges Fremdkapital
Zum 31. Dezember 2020 belief sich das langfristige Fremdkapital auf 6,4 Mio. EUR (31. Dezember 2019: 6,1 Mio. EUR). Das langfristige Fremdkapital besteht ausschließlich aus den im Jahr 2017 ausgegeben Wandelanleihen. Im März 2020 wurden fälligen Anleihen (17/20) über 2.300 TEUR um zwei Jahre bis zum März 2022 verlängert. Die Anleihen 17/22 sind unverändert im September 2022 (3,4 Mio. EUR) fällig.
Eigenkapital
Das Eigenkapital der mVISE AG sank zum 31. Dezember 2020 auf 4,8 Mio. EUR (31. Dezember 2019: 6,7 Mio. EUR). Dabei betrug das Grundkapital 9,0 Mio. EUR (31. Dezember 2019: 8,9 Mio. EUR) und die Kapitalrücklage 14,3 Mio. EUR (2019: 14,3 Mio. EUR). Der Anstieg des gezeichneten Kapitals ergab sich durch die Ausübung von Bezugsrechten aus einem Aktienoptionsprogramm, welches im Jahr 2015 begeben wurde.
2.4.3 Finanzlage
Liquidität
Die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente beliefen sich am 31. Dezember 2020 auf 0,0 Mio. EUR (31. Dezember 2019: 0,0 Mio. EUR).
Finanzmanagement
Das Finanzmanagement der mVISE AG hat es sich zum Ziel gesetzt, jederzeit über ausreichende Liquiditätsreserven zu verfügen, finanzielle Risiken zu minimieren und die finanzielle Flexibilität zu sichern. Basis für die Liquiditätssicherung ist eine integrierte Finanz- und Liquiditätsplanung. Die mVISE AG bezieht grundsätzlich alle konsolidierten Tochterunternehmen in diese Planung mit ein. Basis der operativen Planung ist die längerfristige Liquiditätsprognose, wobei kurz- und mittelfristige Prognosen monatlich aktualisiert werden. Die operative Geschäftstätigkeit der Bereiche und der daraus resultierende Mittelzufluss stellen die Hauptliquiditätsquelle dar. Zur Sicherung der Liquidität nutzt die mVISE AG zudem verschiedene interne und externe Finanzierungsinstrumente und arbeitet mit verschiedenen Banken zusammen, die mit Kreditzusagen zur Verfügung stehen. Mit der verfügbaren Kapitalausstattung und den getroffenen Finanzierungsmaßnahmen hat die mVISE AG nach Überzeugung des Vorstands die künftige Finanzierung des Konzerns sichergestellt. Die Gesellschaft war im Geschäftsjahr 2020 jederzeit in der Lage, ihren finanziellen Verpflichtungen nachzukommen.
3 Risiko- und Chancenbericht
3.1 Risikomanagement
Risiken bezeichnen die generelle Möglichkeit des Auftretens von internen oder externen Ereignissen, die eine ungünstige Auswirkung auf die Vermögens-, Finanz-, oder Ertragslage der mVISE AG haben oder durch deren Auftreten die Erreichung von gesteckten Zielgrößen gefährdet wird. Die Geschäftstätigkeit der mVISE AG ist einer Vielzahl von Risiken ausgesetzt, die untrennbar mit dem unternehmerischen Handeln verbunden sind. Die Chancen und Risiken aus unternehmerischer Tätigkeit werden vom Vorstand laufend definiert und bewertet.
Wesentliche Elemente der Management- und Führungsinstrumentarien sind die Überwachung, die Analyse und Bewertung sowie die Steuerung der Risiken, wie sie § 91 Absatz 2 Aktiengesetz zwingend verlangt. Eine Quantifizierung der Risiken wird nicht vorgenommen. Ein kategorischer Ausschluss oder eine grundsätzliche Vermeidung spezieller Risiken ist nicht vorgesehen. Risiken werden, soweit möglich und unternehmerisch sinnvoll, minimiert oder auf Dritte verlagert.
Die mVISE AG hat ein Risikomanagement- und Kontrollsystem installiert, um Entwicklungen, die den Fortbestand des Unternehmens gefährden, frühzeitig zu erkennen. Die Überprüfung von relevanten Geschäftsrisiken sowie deren wirtschaftlichen Auswirkungen werden periodisch durch das Management bewertet. Die festgestellten Risiken werden in Risikoklassen eingeteilt und fließen in die strategische Unternehmensplanung ein. Wesentliche Geschäftsentscheidungen werden vom Vorstand in Abstimmung mit dem Aufsichtsrat getroffen. Die Effizienz des gesamten Risikomanagementsystems wird regelmäßig überwacht und bewertet. Sollten Verbesserungspotenziale festgestellt werden, gelangen diese zum Vorstand und werden anschließend unverzüglich umgesetzt.
Das interne Kontroll- und Risikomanagementsystem ist in Bezug auf den Rechnungslegungsprozess vollumfänglich in den Qualitätssicherungsprozess der mVISE AG eingebunden.
3.2 Risiken
Konjunktur und Weltpolitik
Die Geschäftstätigkeit von mVISE unterliegt konjunkturellen Einflüssen, da die Nachfrage und Budgetierung der Kunden mit der wirtschaftlichen Entwicklung einhergehen können.
Die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) schätzt, dass die globale Wirtschaftsleistung erst Ende 2021 dem Vorkrisenniveau annähern wird. Die 37 Mitgliedstaaten der OECD verzeichnen einen Einbruch der Wirtschaft um 5,5 %. Die Erholung innerhalb der Mitgliedstaaten der OECD als auch weltweit verläuft unterschiedlich. Die Weltwirtschaft schrumpft um 4,2 %. Die USA und der Euro-Raum liegen unter diesem Wert. Dies ist darauf zurückzuführen, dass China als die einzige große Volkswirtschaft um 1,8 % wächst. Für das Jahr 2021 erwartet der OECD eine Wachstumsrate von 4,2 %. Dabei wird die Verfügbarkeit der Impfstoffe bis Ende 2021 und die Begrenzung erneuter Ausbrüche des Virus vorausgesetzt. 4
Die COVID-19 Pandemie kann ganz wesentliche Einflüsse auf die wirtschaftliche Entwicklung von mVISE haben. mVISE arbeitet überwiegend mit Großkunden mit hervorragender Bonität und erfolgreichem Geschäftsmodell zusammen. Nichtsdestotrotz kann es auch bei diesen Großkunden zu Budgetkürzungen kommen.
Markt und Wettbewerb
Der zunehmende Wettbewerb speziell bei den großen Kunden in den Branchen Telekommunikation und Finanzdienstleistungen erzeugt einen stetigen Druck auf das Preisniveau. Sinkende Preise können Auswirkungen auf das Ergebnis haben.
Verzögerungen von Zahlungseingängen sowie Insolvenzen von Kunden können zu Zahlungsausfällen führen und haben einen direkten Einfluss auf das Ergebnis und den Cashflow der mVISE AG. Daher ist die mVISE AG Mitglied der Creditreform, um negative Bonitätsentwicklungen bei Kunden zeitnah nachzuhalten.
Personalrisiko
Für die mVISE AG sind qualifizierte und motivierte Mitarbeiter erfolgskritisch. Es besteht das Risiko, dass wichtige Knowhow Träger das Unternehmen verlassen. Gleichzeitig kann sich die Neueinstellung von geeigneten Personen schwierig und langwierig gestalten. Mit dem zunehmenden Wettbewerb um qualifizierte Experten wird es schwieriger, Mitarbeiter zu gewinnen. Dies könnte das Personalwachstum hemmen.
4 Vgl. https://www.dw.com/de/oecd-corona-erholuna-wird-dauern/a-55782783. Abruf am 06.05.2021.
Projektrisiko
Die mVISE AG übernimmt für ihre Kunden Gesamtprojektverantwortung. Fehlerhafte Preis-und/oder zeitliche Fehlkalkulationen von Festpreisprojekten können das Ergebnis beeinträchtigen. Mangelnde Qualität kann zu Gewährleistungsverpflichtungen führen. Das Projektcontrolling wird laufend überwacht und stetig weiterentwickelt, um die Risiken zu minimieren.
Abhängigkeit von Kooperationen und wichtigen Partnern
Für die Gewinnung von margenträchtigen Entwicklungsprojekten ist es erfolgskritisch, auch kurzfristige Abwicklungen kompetent anbieten und umsetzen zu können. Für den Bereich Expert Services ergibt sich daraus der Bedarf nach einer Abdeckung kurzfristiger Lastspitzen durch kompetente und zuverlässige Partner. Kommt es bei der Bereitstellung solcher Ressourcen zu starken Verzögerungen oder ist die Qualität der gelieferten Leistung nicht ausreichend, so könnte dies nachteilige Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben. Um dieses Risiko zu minimieren, arbeitet die Gesellschaft mit mehreren bewährten Partnern zusammen und führt diese während der Projekte sehr eng.
Finanzielle Risiken
Unter Berücksichtigung der zum Jahresende verfügbaren liquiden Mittel bestehen theoretische Risiken, dass der im Geschäftsjahr 2021 erwartete operative Cashflow nicht zu dem erwarteten Zeitpunkt entsteht. Eine Ausweitung der Finanzausstattung könnte zusätzliche externe Finanzierungsbausteine erforderlich machen, um die notwendigen Maßnahmen in dem geplanten Umfang und in der geplanten Zeit umsetzen zu können. Hierfür wurde ein Konzept aus Eigenkapital- und Fremdkapitalmaßnahmen erstellt, das im Geschäftsjahr 2021 im Bedarfsfall umgesetzt werden kann. Hier ist insbesondere eine an den gestiegenen Umsatz angepasste Kreditlinie angedacht. Weitere Kapitalmaßnahmen sind aktuell nicht geplant.
3.3 Chancenmanagement
Die für die mVISE AG relevanten Märkte unterliegen einem ständigen Wandel, durch den sich laufend neue Chancen ergeben können. Ein wesentlicher Faktor für den Erfolg der mVISE AG ist die zeitnahe Identifizierung sowie die richtige Einschätzung und Ausnutzung dieser Chancen. Dabei kann es sich sowohl um interne als auch um externe Potenziale handeln.
Ein Chancenmanagementsystem existiert bei der mVISE AG nicht, d.h. eine Quantifizierung des Chancenpotenzials wird nicht vorgenommen. Die Analyse der Chancen fällt in den Aufgabenbereich des Vorstands. Aus der Analyse der Chancen resultieren die strategische Ausrichtung der Gesellschaft und die daraus abzuleitenden operativen Maßnahmen. Die sich bietenden Chancen sind aber stets auch mit Risiken verbunden. Diese zu bewerten und soweit möglich zu reduzieren, ist die Aufgabe des Risikomanagements. Grundsätzlich strebt die mVISE AG ein ausgewogenes Verhältnis von Chancen und Risiken an.
3.4 Chancen
Nachfolgend werden die bedeutendsten Chancen der mVISE AG beschrieben. Diese Auflistung stellt jedoch nur einen Ausschnitt der sich bietenden Möglichkeiten dar. Des Weiteren ist die Einschätzung der Chancen fortlaufenden Änderungen unterworfen, da sich die relevanten Märkte und das technologische Umfeld ständig weiterentwickeln. Gleichzeitig können sich aus diesen Entwicklungen auch neue Chancen ergeben.
Zunehmende Digitalisierung
Selten lagen Krise und Chance so nah beieinander wie im Jahr 2020. Die physische Wirtschaft bremste in vollem Lauf, während die Digitalisierung rasant beschleunigte. Was am Jahresanfang undenkbar schien, ist heute fast Standard. Das Jahr 2020 markiert in vielen Bereichen eine Zäsur - auch in der Digitalisierung der Wirtschaft. Die Covid-19-Krise hat die Defizite der Unternehmen schonungslos offengelegt, von unzureichenden Homeoffice-Infrastrukturen bis zu instabilen Lieferketten. Das belegen nicht zuletzt die rasant steigenden Investitionen in digitale Lösungen. Bei allen menschlichen und wirtschaftlichen Tragödien birgt die Krise damit auch eine Chance: Die Unternehmen reagieren jetzt konsequent auf den seit Jahren ansteigenden Innovationsdruck. Es setzt sich die Erkenntnis durch, dass die Transformation ein tendenziell unendlicher Prozess ist.
Enterprise-Mobility-Konzepte und - Programme sind in vielen Unternehmen aller Größenordnungen zentraler Bestandteil der Zukunftsstrategie und der IT-Budgets. In Kombination mit flexiblen Cloud-Technologien und robusten Sicherheitskonzepten wird Enterprise Mobility zudem für viele Unternehmen erst wirklich seriös umsetzbar. Die weiterhin rasant zunehmende technologische Leistungsfähigkeit von Geräten und der prognostizierte Anstieg des transferierten Datenvolumens verlangt von den Unternehmen auch weiterhin eine deutliche Erweiterung und Flexibilisierung der Kapazitäten in der Unternehmens-IT. Virtualisierung und speziell Cloud-Technologien gelten derzeit als maßgebliche Lösungsstrategie, sind jedoch in vielen Unternehmen noch in einer Startphase. Die mVISE AG verfügt mit seinem aktuellen Portfolio über ein auf dem deutschen IT-Dienstleistungsmarkt derzeit einzigartiges Angebot zur Bewältigung dieser Herausforderungen. Die mVISE AG begleitet darüber hinaus mit seinen umfangreichen und langjährigen Erfahrungen in Cloud-Projekten, seine Kunden bei der sicheren Entscheidungsfindung und der konsequenten Umsetzung der richtigen Cloud-Strategie. So konnte die mVISE AG bereits eine Reihe innovativer Projekte gewinnen. Dies könnte die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der mVISE AG in Zukunft entsprechend positiv beeinflussen.
Zunehmende Verzahnung von eignen Produkten und IT-Expert Services
Im Bereich der IT-Expert Services liegt der Hauptfokus auf der Auslastung und der Tagesrate. Insbesondere wenn IT-Expert Services im Verbund mit Produkten der Tochtergesellschaften bei Kunden zum Einsatz kommen, ist zum einen der Nutzen des Kunden höher zu bewerten und zum anderen ist der Kunde auch bereit diesen Mehrwert zu honorieren. Daher liegt das Hauptaugenmerk auf der Etablierung komplexer Angebotssituationen bei Kunden, mit entsprechend steigenden Tagessätzen. In diesem Jahr wurde sehr erfolgreich ein neues "Integrationsteam" zusammengestellt. mVISE schult gezielt Mitarbeiter für Projekte, in denen die Verzahnung von Produkten und Services eine übergeordnete Rolle spielt. Die Auslastung des Teams verbessert sich kontinuierlich, aktuell werden weitere Mitarbeiter in das Team integriert.
Fokussierung auf Großaufträge
Die mVISE fokussiert sich im Bereich Expert Services zunehmend auf margenträchtige Zukunftsthemen und großvolumige Projekte. Wichtige Bestandskunden sind inzwischen dieser Strategie gefolgt und haben mVISE in strategische Projekte involviert und beauftragt.
Mit dem Abschluss werthaltiger Rahmenverträge mit großen Kunden und entsprechender Beauftragung von Großprojekten hat der Geschäftsbereich Expert Services eine ausgezeichnete Basis für eine kontinuierliche Umsatz- und Ertragssteigerung geschaffen. Im Jahr 2020 konnte bereits ein weiterer Großkunde aus dem Telekommunikationsumfeld erschlossen werden, weitere Rahmenverträge werden angestrebt.
Die exzellente vertriebliche Positionierung bei diesen Kunden sichert die Beauftragung der internen Spezialisten und erlaubt deutliche Skalierungen des Geschäfts mit Unterstützung von externen Partnern. Entsprechend kann der weitere Ausbau dieses Bereichs auf Basis starker Key-Accounts die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des mVISE-Konzerns positiv beeinflussen.
Bündelung der Marketingaktivitäten
Zum Anfang des Jahres 2020 wurde in der mVISE AG strukturiertes Marketing eingeführt. Hier steht weniger die Kostensenkung im Fokus, sondern mehr die Etablierung von Reichweite und Bekanntheit im Vordergrund. Die Erstellung und Erklärung der Produkte über sogenannte Use Cases macht die Digitalisierung greifbarer und bringt den Kunden den Nutzen unserer Produkte näher. Kampagnen und Online Marketing Aktivitäten erhöhen die Reichweite und begründen neue Kunden und Branchen. Entsprechend kann die erfolgreiche Neuausrichtung des Marketings die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der mVISE AG positiv beeinflussen.
Anorganisches Wachstum
Neben organischen Wachstumsmöglichkeiten verfolgt die mVISE AG auch Chancen im Rahmen von Kooperationen oder Übernahmen. Die mVISE AG erwarb in den letzten Jahren die Mehrheitsanteile an der elastic.io GmbH, Bonn und konnte einen Teilbereich der SHS VIVEON AG übernehmen. Synergieeffekte bestehen unter anderem bei der Produktentwicklung und der Kapazitätssteuerung. Im administrativen Bereich ist die Gesellschaft schlagkräftig aufgestellt, was weitere Synergieeffekte im Bereich Marketing und Vertrieb sowie in den Bereichen Finance, HR und der IT mit sich bringen.
Weiteres anorganisches Wachstum ist für das Geschäftsjahr 2021 gemäß der Strategie mVISE GROWTH 2021/2022 angedacht. Die erfolgreiche Durchführung von Zukäufen würde dazu beitragen die bisher erreichte Marktposition der mVISE AG auszubauen und könnte entsprechend die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des mVISE-Konzerns positiv beeinflussen.
3.5 Einschätzung des Managements zur Gesamtrisiko- und Chancensituation
Bei einer zusammenfassenden Betrachtung der Chancen und Risiken, die die Entwicklung des Konzerns beeinflussen könnten, kommt der Vorstand zu einer positiven Einschätzung. Es besteht in den beiden Geschäftsbereichen Expert Services sowie Produkte hinreichendes Chancenpotenzial, um auch in Zukunft ein Wachstum der Gesellschaft generieren zu können. Das operative Management des Konzerns agiert risikobewusst und ergreift durchgängig Maßnahmen zur Vermeidung von Risikopotenzial. Parallel dazu wird die Nutzung der vorhandenen und zukünftigen Chancen mit einer Vielzahl von Aktivitäten vorangetrieben.
Die aktuelle weltweite COVID-19 Pandemie kann jedoch wesentliche Einflüsse auf die wirtschaftliche Entwicklung von mVISE im Jahr 2021 haben. mVISE arbeitet überwiegend mit Großkunden mit hervorragender Bonität und erfolgreichem Geschäftsmodell zusammen. Auf der einen Seite kann es auch bei Großkunden zu Budgetkürzungen kommen, was in fehlenden Lizenzumsätzen und Unterauslastung der Berater münden kann, andererseits kann ein Wirtschaftswachstum im Jahr 2021, sowie der Fokus auf Digitalisierung die Nachfrage nach Produkten du Services der mVISE beschleunigen.
4 Prognosebericht
4.1 Entwicklung in den Geschäftsfeldern
Am 08. Juni 2021 wurde die Strategie mVISE GROWTH 2021/22 beschlossen. Ziel der Strategie ist die Beschleunigung des Wachstums der mVISE AG durch Integration oder auch Verschmelzung mit einer wertstiftenden Akquisition im 2. Halbjahr 2021. Damit soll die strategische Positionierung der Gesellschaft ausgeweitet und ein deutliches Umsatz- und Ergebniswachstum erreicht werden.
Der Vorstand rechnet daher auf der Basis der Strategie mVISE GROWTH 2021/2022 für das Geschäftsjahr 2021 mit einer deutlichen Steigerung des Umsatzes und des EBITDAs.
Expert Services
Die hohe Nachfrage nach Digitalisierungsthemen der Unternehmen hat die Pandemie nochmals beschleunigt. Nach einer aufgrund der Pandemie eher verhaltenen Nachfrage und hoher wirtschaftlicher Unsicherheit im letzten Jahr, rechnen wir in diesem Jahr wieder mit einer deutlich anziehenden Investitionsbereitschaft unserer Kunden.
Ziel für das Jahr 2021 ist es daher, die mVISE weiter thematisch auf die Top IT-Themen am Markt auszurichten und die Anzahl der eigenen IT-Experten durch gezieltes Recruiting deutlich auszubauen. Vertrieblich wird dies durch den zum 01. April 2021 bestellten Vertriebsvorstand, Arnaud Becuwe, ergänzt, mit der Zielsetzung die mVISE bei Neukunden besser zu positionieren.
Der Vorstand geht daher davon aus, dass im Bereich Expert Services ein deutliches Umsatz- und Ergebniswachstum erreicht werden kann. Erfolgskritisch für das Erreichen dieses Ziels ist primär die Akquisition einer geeigneten Gesellschaft gemäß der Strategie mVISE GROWTH 2021/22.
4.2 Vermögens-, Finanz- und Ertragslage
Insgesamt rechnet der Vorstand gemäß Strategie mVISE GROWTH 2021/22 für das Geschäftsjahr 2021 aus heutiger Sicht mit einem deutlichen Umsatz- und EBITDA-Wachstum.
Im Bereich Expert Services wird eine konstant hohe Projektauslastung der festangestellten Mitarbeiter von 82 % sowie die Rückkehr zum profitablen Mitarbeiterwachstum angenommen. Im Jahr 2020 wurde das Recruiting coronabedingt noch stark gedrosselt. Weiterhin soll gezielt in die Weiterbildung und Bindung unserer Mitarbeiter investiert werden. Hierzu wurden entsprechende finanzielle Mittel in der Finanzplanung berücksichtigt und Maßnahmen aufgesetzt wie beispielweise die mVISE.academy oder mVISE.vorsorge.
Durch die vertriebliche Neuaufstellung und dem Gewinn von Herrn Arnaud Becuwe als neuen Vertriebsvorstand, soll der Auftragseingang in allen drei Bereichen zulegen. Der geplante Auftragseingang liegt bei über 20,0 Mio. EUR nach 19,3 Mio. EUR im Vorjahr exkl. einer strategischen Akquisitionen gemäß der Strategie mVISE GROWTH 2021/22.
Durch die angestoßenen Maßnahmen und die Verabschiedung der Strategie mVISE GROWTH 2021/22 sieht der Vorstand sich langfristig auf einem vielversprechenden Weg die Synergien und Potentiale der mVISE nachhaltig auszuschöpfen.
Die Auswirkungen der COVID-19-Pandemie auf die gesamtwirtschaftliche Nachfrage lassen sich jedoch auch im Jahr 2021 nicht verlässlich prognostizieren. Negative Auswirkungen auf die Performance des Kerngeschäftes können daher weiterhin nicht ausgeschlossen werden und zu Plananpassungen führen.
5 Vergütungsbericht
Bei mVISE sind gruppenweit für verschiedene Funktionsbereiche variable Vergütungssysteme implementiert. Die Vergütung des Managements richtet sich vor allem nach dem erzielten Geschäftserfolg und nach branchenüblichen Standards.
Der Vorstand der mVISE AG wird neben der fixen Bezüge entsprechend der Höhe des operativen Ergebnisses des Konzerns (bezogen auf das EBIT) und der AG (bezogen auf das Rohergebnis) sowie nach Umsatz auf Konzernebene und somit erfolgsabhängig vergütet. Der Vorstand nahm an einem unternehmensweiten Aktienoptionsprogramm teil, das auch Führungskräften der mVISE AG angeboten wurde.
Die Mitglieder des Aufsichtsrats erhalten neben der Erstattung ihrer Auslagen eine jährliche Vergütung.
5.1 Vergütung der Vorstandsmitglieder
Die Grundvergütung wird als monatliches Gehalt ausgezahlt und ist eine erfolgsunabhängige Vergütung. Darüber hinaus werden den Vorstandsmitgliedern Sachbezüge und sonstige Bezüge in Form von Dienstwagennutzungen und Reisekostenerstattungen gewährt. Ziel des Vergütungssystems ist es, eine erfolgreiche und nachhaltige Unternehmensführung zu unterstützen, indem die Vergütung der Vorstandsmitglieder sowohl an die kurzfristige als auch an die langfristige Entwicklung der Gesellschaft gekoppelt ist. Das Vergütungssystem umfasst leistungsbezogene und am Unternehmenserfolg orientierte Parameter, die sich auch in den Vergütungssystemen der Führungsebenen unterhalb des Vorstands wiederfinden. Weiterhin wurde ein Aktienoptionsprogramm aufgelegt, um Vergütungsbestandteile zu schaffen, die langfristige Verhaltensanreize setzen. Damit wird die Zielsetzung des Managements mit den unmittelbaren Interessen der Aktionäre in Einklang gebracht.
Der Vorstand der mVISE bestand im Geschäftsjahr 2020 aus folgenden Mitgliedern:
scrollen
| ― | Manfred Götz, Dipl.-Informatiker (FH), Ratingen |
| ― | Cedric Balzar, Master of Arts Business Administration, Ratingen |
Die Gesamtaufwendungen für den Vorstand für die Tätigkeiten im Geschäftsjahr 2020 betrugen 309 TEUR (2019: 375 TEUR), davon entfielen 294 TEUR (2019: 310 TEUR) auf vertraglich vereinbarte Gehälter ohne erfolgsabhängige Gehaltsbestandteile (2019: 43 TEUR). Aus zur Verfügung gestellten Firmenwagen, Zuschüssen und weiteren Sachzuwendungen resultieren Aufwände in Höhe von 15 TEUR (2019: 22 TEUR).
scrollen
| Auszahlung/ Aufwand fixe Vergütung | Auszahlung/ Aufwand sonstige Leistungen | Aufwand variable Vergütung | Aufwand Sachbezüge | |
|---|---|---|---|---|
| Manfred Götz | ||||
| 2020 | 170 | 0 | 0 | 11 |
| 2019 | 150 | 0 | 32 | 10 |
| Cedric Balzar (seit 01.06.2019) | ||||
| 2020 | 124 | 3 | 0 | 1 |
| 2019 | 66 | 0 | 2 | 2 |
| Rainer Bastian (bis 30.09.2019) | ||||
| 2020 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| 2019 | 94 | 4 | 9 | 6 |
| Summe 2020 | 294 | 3 | 0 | 12 |
| Summe 2019 | 310 | 4 | 43 | 18 |
scrollen
| Auszahlung Variable Vergütung Vorjahr | Summe Aufwand | Summe Auszahlung | |
|---|---|---|---|
| Manfred Götz | |||
| 2020 | 29 | 181 | 199 |
| 2019 | 47 | 192 | 197 |
| Cedric Balzar (seit 01.06.2019) | |||
| 2020 | 2 | 128 | 130 |
| 2019 | 0 | 70 | 66 |
| Rainer Bastian (bis 30.09.2019) | |||
| 2020 | 0 | 0 | 0 |
| 2019 | 30 | 113 | 128 |
| Summe 2020 | 31 | 309 | 329 |
| Summe 2019 | 77 | 375 | 391 |
Frühere Mitglieder des Vorstands, die aus dem Unternehmen ausgeschieden sind, erhalten eine Bezüge und haben auch keine Pensionszusagen erhalten. Den Mitgliedern des Vorstands wurden keine Kredite oder Vorschüsse gewährt.
5.2 Vergütung des Aufsichtsrats
Die Vergütung des Aufsichtsrats betrug satzungsgemäß im Berichtsjahr exklusive der Erstattung von Auslagen 40 TEUR (2019: 40 TEUR).
Die mVISE AG hat den Mitgliedern des Aufsichtsrats weder Darlehen oder Vorschüsse gewährt noch Bürgschaften oder Gewährleistungen für sie übernommen. Es bestehen weder verwandtschaftliche Beziehungen zwischen den Mitgliedern des Aufsichtsrats noch zwischen Mitgliedern des Aufsichtsrats und Mitgliedern des Vorstands. Es bestehen keine Dienstleistungsverträge zwischen den Aufsichtsräten und mVISE beziehungsweise ihren Tochtergesellschaften, die bei Beendigung eine Vergütung vorsehen.
Düsseldorf, den 10. Juni 2021
Manfred Götz, Vorstand
Cedric Balzar, Vorstand
Arnaud Becuwe, Vorstand
Bilanz zum 31. Dezember 2020
Aktivseite
scrollen
| 31.12.2020 EUR |
Vorjahr EUR |
|
|---|---|---|
| A. ANLAGEVERMÖGEN | ||
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände | ||
| 1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten | 51.089,67 | 64.324,67 |
| 2. Geschäfts- oder Firmenwert | 3.003.607.00 | 3.432.694,00 |
| 3.054.696,67 | 3.497.018,67 | |
| II. Sachanlagen | ||
| andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 116.341.25 | 136.807,25 |
| III. Finanzanlagen | ||
| 1. Anteile an verbundenen Unternehmen | 5.054.180,48 | 5.049.346,33 |
| 2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen | 950.000,00 | 950.000,00 |
| 6.004.180,48 | 5.999.346,33 | |
| 9.175.218,40 | 9.633.172,25 | |
| B. UMLAUFVERMÖGEN | ||
| I. Vorräte | ||
| unfertige Leistungen | 39.055,92 | 30.840,08 |
| II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände | ||
| 1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 1.555.548,00 | 3.910.561,65 |
| 2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen | 3.704.833,74 | 1.827.196,39 |
| 3. sonstige Vermögensgegenstände | 83.090,83 | 266.229,56 |
| 5.343.472,57 | 6.003.987,60 | |
| 5.382.528,49 | 6.034.827,68 | |
| C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN | 130.120,74 | 120.626,07 |
| D. AKTIVE LATENTE STEUERN | 2.544.766,59 | 3.325.448,32 |
| 17.232.634,22 | 19.114.074,32 | |
| Passivseite | ||
| 31.12.2020 EUR |
Vorjahr EUR |
|
| A. EIGENKAPITAL | ||
| I. Gezeichnetes Kapital | 8.952.918,00 | 8.941.718,00 |
| II. Kapitalrücklage | 14.343.827,78 | 14.336.995,78 |
| III. Verlustvortrag | (16.585.714,82) | (16.696.077,64) |
| IV. Jahresfehlbetrag/-überschuss | (1.891.071,74) | 110.362,82 |
| 4.819.959,22 | 6.692.998,96 | |
| B. RÜCKSTELLUNGEN | ||
| 1. Steuerrückstellungen | 0,00 | 21.949,53 |
| 2. sonstige Rückstellungen | 564.874,59 | 720.664,44 |
| 564.874,59 | 742.613,97 | |
| C. VERBINDLICHKEITEN | ||
| 1. Anleihen | 5.805.853,30 | 5.805.845,34 |
| 2. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 4.447.687,24 | 3.807.013,57 |
| 3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 1.335.103,04 | 1.574.358,19 |
| 4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen | 85.056,62 | 27.130,06 |
| 5. sonstige Verbindlichkeiten | 160.674,18 | 437.015,04 |
| - davon aus Steuern: EUR 149.448,85 (Vj.: EUR 375.780,71) | ||
| - davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: EUR 9.784,76 (Vj.: EUR 30.456,14) | ||
| 11.834.374,38 | 11.651.362,20 | |
| D. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN | 13.426,03 | 27.099,19 |
| 17.232.634,22 | 19.114.074,32 |
Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2020
scrollen
| 2020 EUR |
Vorjahr EUR |
|
|---|---|---|
| 1. Umsatzerlöse | 18.446.432,63 | 19.916.294,80 |
| 2. Erhöhung/Verminderung des Bestands an unfertigen Leistungen | 8.215,84 | (23.601,44) |
| 3. sonstige betriebliche Erträge | 347.203,02 | 819.993,59 |
| - davon aus Währungsumrechnung: EUR 2.697,18 (Vj.: EUR 1.220,19) | ||
| 4. Materialaufwand | ||
| Aufwendungen für bezogene Leistungen | (7.911.817,22) | (7.121.202,68) |
| 5. Personalaufwand | ||
| a) Löhne und Gehälter | (7.115.346,23) | (8.083.920,99) |
| b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung | (1.305.978,15) | (1.441.425,61) |
| - davon für Altersversorgung: EUR 2.824,40 (Vj.: EUR 3.200,00) | ||
| (8.421.324,38) | (9.525.346,60) | |
| 6. Abschreibungen | ||
| a) Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen | (526.003,66) | (517.266,99) |
| b) Abschreibungen auf Vermögensgegenstände des Umlaufvermögens, soweit diese die in der Kapitalgesellschaft üblichen Abschreibungen überschreiten | (100.000,00) | (226.925,37) |
| (626.003,66) | (744.192,36) | |
| 7. sonstige betriebliche Aufwendungen | (2.104.658,31) | (2.727.576,05) |
| - davon aus Währungsumrechnung: EUR 674,18 (Vj.: EUR 2.565,22) | ||
| 8. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge | 24.779,87 | 31.826,28 |
| - davon aus verbundenen Unternehmen: EUR 24.750,00 (Vj.: EUR 27.437,50) | ||
| 9. Abschreibungen auf Finanzanlagen | (509.423,17) | 0,00 |
| 10. Zinsen und ähnliche Aufwendungen | (320.784,85) | (348.462,43) |
| 11. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | (812.849,57) | (154.620,56) |
| 12. Ergebnis nach Steuern | (1.880.229,80) | 123.112,55 |
| 13. sonstige Steuern | (10.841,94) | (12.749,73) |
| 14. Jahresfehlbetrag/-überschuss | (1.891.071,74) | 110.362,82 |
Anhang für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2020
Der Jahresabschluss der mVISE AG ("Gesellschaft") für das am 31. Dezember 2020 abgeschlossene Geschäftsjahr wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuchs und des Aktiengesetzes aufgestellt. Die Gesellschaft ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 2 HGB; größenabhängige Erleichterungen wurden teilweise in Anspruch genommen. Gegenstand des Unternehmens ist die Beratung in Soft- und Hardwarefragen, die Entwicklung und der Vertrieb von Softwarelösungen, sowie die Durchführung von Schulungs- und Weiterbildungsmaßnahmen im Bereich Datenverarbeitung/Datenschutz. Die Gesellschaft ist im Handelssegment Scale innerhalb des Freiverkehrs notiert.
Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert. Die auf den Vorjahresabschluss angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurden beibehalten.
Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses wurde die Fortführung der Unternehmenstätigkeit unterstellt.
Angaben zur Gesellschaft laut Handelsregister:
scrollen
| Name: | mVISE AG |
| Sitz: | Düsseldorf |
| Handelsregister-Nr.: | HRB 76863 |
| Amtsgericht: | Düsseldorf |
1 Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden
Im Folgenden werden die im Jahresabschluss angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden dargestellt. Die Bilanzierungs- und Bewertungsansätze wurden gegenüber dem Vorjahr unverändert angewandt. Informationen zu einzelnen Posten der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung sowie entsprechende Zahlenangaben finden sich in den weiteren Erläuterungen.
Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden mit Anschaffungskosten angesetzt, vermindert um lineare Abschreibungen. Die Nutzungsdauer beträgt in der Regel zwischen drei und fünf Jahre.
Der aus Unternehmenszusammenschlüssen resultierende Geschäfts- oder Firmenwert wird zu Anschaffungskosten angesetzt. Geschäfts- und Firmenwerte werden aktiviert und über einen Zeitraum von zehn Jahren abgeschrieben. Bei Bedarf werden zusätzlich außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen.
Sachanlagen
Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen über die gewöhnliche Nutzungsdauer, bewertet. Die Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagevermögens werden zeitanteilig vorgenommen. Die Nutzungsdauer beträgt in der Regel bei Hardware drei Jahre sowie bei sonstigen Betriebs- und Geschäftsausstattungen sieben bis zehn Jahre.
Finanzanlagen
Bei den Finanzanlagen werden die Anteilsrechte und Ausleihungen zu Anschaffungskosten bzw. niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt.
Vorräte
Unfertige Leistungen werden zu Herstellungskosten bewertet. In die Herstellungskosten werden neben den Material- und Fertigungseinzelkosten angemessene Teile der Material- bzw. Fertigungsgemeinkosten und des Wertverzehrs des Anlagevermögens einbezogen. In allen Fällen wurde verlustfrei bewertet, d.h. für die Werthaltigkeitsprüfung wurden von den voraussichtlichen Verkaufspreisen Abschläge für noch anfallende Kosten vorgenommen.
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zu Nominalbeträgen bilanziert. Bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wird eine Pauschalwertberichtigung in Höhe von 1,0 Prozent vorgenommen. Einzelwertberichtigungen werden vorgenommen, wenn auf Grund der Bonität Zweifel an der Erfüllung besteht. Die sonstigen Vermögensgegenstände beziehen sich insbesondere auf hinterlegte Kautionen und Forderungen gegenüber dem Finanzamt.
Aktive Rechnungsabgrenzung
Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten beinhaltet Ausgaben vor dem Abschlussstichtag, die einen Aufwand für eine bestimmte Zeit nach dem Abschlussstichtag darstellen.
Latente Steuern
Latente Steuern werden auf die Unterschiede in den Bilanzansätzen der Handelsbilanz und der Steuerbilanz angesetzt, sofern sich diese in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich steuerlich wirksam abbauen. Aktive latente Steuern werden auf die bestehenden Verlustvorträge gebildet, soweit innerhalb der nächsten fünf Jahre eine Verlustverrechnung zu erwarten ist. Aktive und passive latente Steuern werden saldiert ausgewiesen. Der Berechnung der aktiven und passiven latenten Steuern liegt der maßgebliche Steuersatz des Unternehmens zugrunde.
Rückstellungen
Die Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten und werden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag angesetzt. Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen werden in die Bewertung mit einbezogen.
Anleihe
Die Wandelanleihen werden mit dem Erfüllungsbetrag inkl. der Zinsverbindlichkeiten zum Bilanzstichtag angesetzt.
Verbindlichkeiten
Die Verbindlichkeiten werden mit den Erfüllungsbeträgen am Bilanzstichtag angesetzt.
Passive Rechnungsabgrenzung
Der passive Rechnungsabgrenzungsposten beinhaltet Einnahmen vor dem Abschlussstichtag, die einen Ertrag für eine bestimmte Zeit nach dem Abschlussstichtag darstellen.
Die Fremdwährungsbewertung von kurzfristigen Forderungen, Finanzmittel, Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sowie sonstigen Vermögensgegenständen und Verbindlichkeiten werden grundsätzlich zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet.
2 Erläuterungen zur Bilanz
Geschäfts- oder Firmenwert
Der Geschäfts- oder Firmenwert der mVISE AG entfällt auf den Erwerb des Teilbetriebs der SHS VIVEON AG. Im Geschäftsjahr wurden Abschreibungen in Höhe von 429 TEUR (Vorjahr: 429 TEUR) vorgenommen. Der Restbuchwert beträgt nunmehr 3.004 TEUR.
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen und sonstige Vermögensgegenstände
Forderungen gegen verbundene Unternehmen bestehen über 3.705 TEUR (Vorjahr: 1.827 TEUR) gegenüber den Tochtergesellschaften elastic.io GmbH und SaleSphere GmbH.
Die Forderungen resultieren hauptsächlich aus Verrechnungen und Cashpooling-Vereinbarungen.
Die sonstigen Vermögensgegenstände in Höhe von 83 TEUR (Vorjahr: 266 TEUR) haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr, mit einer Ausnahme von 26 TEUR (Vorjahr: 69 TEUR).
Aktive latente Steuern
Die zum Stichtag bilanzierten aktiven latenten Steuerabgrenzungen entfallen ausschließlich auf die künftigen Steuervorteile aus steuerlichen Verlustvorträgen zum Bilanzstichtag. Die steuerlichen Verlustvorträge betragen für die Körperschaftsteuer 16.815 TEUR und für die Gewerbesteuer 16.249 TEUR, davon sind 8.150 TEUR nutzbar. Bei einem anzuwendenden Steuersatz für den Standort der Gesellschaft von 31,23 % ergeben sich 2.545 TEUR latente Steuern zum 31.12.2020. Bei den Verlustvorträgen wird darauf abgestellt, ob eine Nutzung innerhalb der auf das Berichtsjahr folgenden fünf Geschäftsjahre zu erwarten ist. Die entsprechende Beurteilung erfolgt auf der Basis einer steuerlichen Planungsrechnung, die sich aus historischen Erfahrungswerten, wirtschaftlicher Entwicklung der Gesellschaft sowie des Umfeldes und sonstigen bekannten Trends zusammensetzt. Bei neuen Erkenntnissen wird die Planung entsprechend angepasst.
Eigenkapital
Das aktienrechtliche Grundkapital zum 31.12.2020 des Unternehmens umfasst 8.953 TEUR, aufgeteilt in 8.952.918 nennwertlose auf den Inhaber lautende Stückaktien. Im Vorjahr betrug das Grundkapital zum Bilanzstichtag 8.942 TEUR. Die Kapitalrücklage beträgt 14.344 TEUR gegenüber dem Vorjahr mit 14.337 TEUR.
Erläuterungen zu Kapitalmaßnahmen der mVISE: Kapitalerhöhungen
Aufgrund der am 09.08.2010, geändert durch die Beschlüsse der Hauptversammlungen vom 29.08.2011, 29.01.2015, 21.06.2018 und 25.06.2019 beschlossenen bedingten Erhöhung des Grundkapitals (Bedingtes Kapital V), sind im Jahr 2020 11.200 nennwertlose Aktien gezeichnet worden. Durch die Ausgabe dieser Aktien wurde das Grundkapital der Gesellschaft um 11.200 EUR erhöht und beträgt nunmehr 8.952.918 EUR.
Genehmigtes Kapital
Gemäß § 4 Abs. 8 der Satzung ist der Vorstand ermächtigt, bis zum 20. Juni 2023 das Grundkapital der Gesellschaft mit Zustimmung des Aufsichtsrats durch Ausgabe neuer Aktien gegen Bar- oder Sacheinlagen einmal oder mehrmals, um bis zu insgesamt 4.226.276 EUR zu erhöhen (Genehmigtes Kapital 2018).
Bedingtes Kapital
Gemäß § 4 Abs. 9 der Satzung ist das Grundkapital um bis zu 1.000.000 EUR durch Ausgabe von bis zu 1.000.000 neuen, auf den Inhaber lautende Stückaktien bedingt erhöht (Bedingtes Kapital 2016). Die bedingte Kapitalerhöhung wird nur insoweit durchgeführt, wie die Inhaber von Options- oder Wandlungsrechten oder die zur Wandlung oder Optionsausübung Verpflichteten aus Options- oder Wandelschuldverschreibungen, die von der Gesellschaft oder einer nachgeordneten Konzerngesellschaft der Gesellschaft aufgrund der von der Hauptversammlung vom 9. Juni 2016 unter Tagesordnungspunkt 8 beschlossenen Ermächtigung bis zu ihrer Aufhebung durch Beschluss der Hauptversammlung vom 29. Juni 2017 ausgegeben oder garantiert wurden, von ihren Options- oder Wandlungsrechten Gebrauch machen, oder, soweit sie zur Wandlung oder Optionsausübung verpflichtet sind, ihre Verpflichtung zur Wandlung oder Optionsausübung erfüllen, oder soweit die Gesellschaft ein Wahlrecht ausübt, ganz oder teilweise anstelle der Zahlung des fälligen Geldbetrags Stammaktien der Gesellschaft zu gewähren.
Gemäß § 4 Abs. 10 der Satzung ist das Grundkapital um bis zu 2.013.334 EUR durch Ausgabe von bis zu 2.013.334 neuen, auf den Inhaber lautenden Stückaktien bedingt erhöht (Bedingtes Kapital 2017). Die bedingte Kapitalerhöhung wird nur insoweit durchgeführt, wie die Inhaber von Options- oder Wandlungsrechten oder die zur Wandlung oder Optionsausübung Verpflichteten aus Options- oder Wandelschuldverschreibungen, die von der Gesellschaft oder einer nachgeordneten Konzerngesellschaft der Gesellschaft aufgrund der von der Hauptversammlung vom 21. Juni 2018 unter Tagesordnungspunkt 9 beschlossenen Ermächtigung bis zum 20. Juni 2023 ausgegeben oder garantiert werden, von ihren Options- oder Wandlungsrechten Gebrauch machen, oder, soweit sie zur Wandlung oder Optionsausübung verpflichtet sind, ihre Verpflichtung zur Wandlung oder Optionsausübung erfüllen, oder soweit die Gesellschaft ein Wahlrecht ausübt, ganz oder teilweise anstelle der Zahlung des fälligen Geldbetrags Stammaktien der Gesellschaft zu gewähren.
Gemäß § 4 Abs. 11 der Satzung ist das Grundkapital um bis zu 77.500 EUR bedingt erhöht (Bedingtes Kapital V). Das Bedingte Kapital V dient der Erfüllung von Bezugsrechten, die an Mitglieder der Geschäftsführung und Arbeitnehmer der Gesellschaft nach Maßgabe des Beschlusses der Hauptversammlung vom 9. August 2010 sowie der Änderungsbeschlüsse der Hauptversammlungen vom 29. August 2011 sowie vom 29. Januar 2015 ausgegeben werden. Die bedingte Kapitalerhöhung wird nur insoweit durchgeführt, wie die Inhaber der ausgegebenen Bezugsrechte ihr Bezugsrecht ausüben.
Gemäß § 4 Abs. 12 der Satzung ist das Grundkapital um bis zu 488.800 EUR bedingt erhöht, (Bedingtes Kapital VII). Das Bedingte Kapital VII dient der Erfüllung von Bezugsrechten, die an Mitglieder des Vorstands und Arbeitnehmer der Gesellschaft sowie Mitglieder von Geschäftsführungen und Arbeitnehmer von im Verhältnis zur Gesellschaft abhängig verbundenen Unternehmen im Sinne von §§ 15, 17 AktG nach Maßgabe der Beschlüsse der Hauptversammlung vom 28. Juni 2012, vom 27. August 2015 sowie vom 9. Juni 2016 ausgegeben werden. Die bedingte Kapitalerhöhung wird nur insoweit durchgeführt, wie die Inhaber der ausgegebenen Bezugsrechte ihr Bezugsrecht ausüben
Rückstellungen
Die sonstigen Rückstellungen in Höhe von 565 TEUR (Vorjahr: 721 TEUR) beinhalten im Wesentlichen Rückstellungen für Personalaufwendungen und Beratungsleistungen.
Die Rückstellungen für Personalaufwendungen bestehen insbesondere aus Aufwendungen für zukünftige Boni und nicht genommenem Urlaub. Rückstellungen für Beratungsleistungen wurden für nicht in Rechnung gestellte, aber im Jahr 2020 bezogene Leistungen gebildet.
Steuerrückstellungen sind aufgrund der Ergebnissituation nicht gebildet worden.
Anleihe
Die ausgegebenen Wandelanleihen werden mit dem Erfüllungsbetrag inkl. der Zinsverbindlichkeiten zum Bilanzstichtag angesetzt. Es bestehen Wandelanleihen über insgesamt 5.700 TEUR (Vorjahr: 5.700 TEUR). Die im März 2020 fälligen Anleihen (17/20) über 2.300 TEUR wurden um zwei Jahre bis zum März 2022 verlängert. Die Anleihen 17/22 sind im September 2022 (3.400 TEUR) fällig. Die Zinsverbindlichkeiten liegen bei 106 TEUR (Vorjahr: 106 TEUR) und werden passiviert.
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten betreffen kurzfristige Kontokorrentdarlehen in Höhe von 3.085 TEUR (Vorjahr: 3.272 TEUR) sowie Tilgungsdarlehen in Höhe von 1.363 TEUR (Vorjahr: 535 TEUR).
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten
Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 1.335 TEUR (Vorjahr: 1.574 TEUR) sind nicht verzinslich und haben in der Regel eine Fälligkeit von durchschnittlich 30 Tagen.
Sonstige Verbindlichkeiten bestehen in Höhe von 161 TEUR (Vorjahr: 437 TEUR) und beinhalten im Wesentlichen Steuerverbindlichkeiten gegenüber dem Finanzamt.
Alle Verbindlichkeiten haben eine Laufzeit bis zu einem Jahr, Verbindlichkeiten mit einer Laufzeit von über fünf Jahren bestehen nicht.
scrollen
| Art der Verbindlichkeit zum 31.12.2020 | Gesamtbetrag 31.12.2020 | < 1 Jahr | 1 - 5 Jahre | > 5 Jahre |
|---|---|---|---|---|
| Anleihen | 5.806 | 106 | 5.700 | |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 4.448 | 3.705 | 743 | |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 1.335 | 1.335 | ||
| Verbindlichkeiten ggü. verb. Unternehmen | 85 | 85 | ||
| sonstige Verbindlichkeiten | 161 | 161 | ||
| Summe | 11.834 | 5.392 | 6.443 |
scrollen
| Art der Verbindlichkeit zum 31.12.2019 | Gesamtbetrag 31.12.2019 | < 1 Jahr | 1 - 5 Jahre | > 5 Jahre |
|---|---|---|---|---|
| Anleihen | 5.806 | 106 | 5.700 | |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 3.807 | 3.400 | 407 | |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 1.574 | 1.574 | ||
| Verbindlichkeiten ggü. verb. Unternehmen | 27 | 27 | ||
| sonstige Verbindlichkeiten | 437 | 437 | ||
| Summe | 11.652 | 5.545 | 6.107 |
3 Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung
Umsatzerlöse
mVISE erzielt Umsatzerlöse zum einen aus Dienstleistungsprojekten wie der klassischen IT-Beratung oder der Übernahme von Managed-Services. Umsatzerlöse aus Dienstleistungen werden zum Zeitpunkt der Rechnungsstellung erfasst. Umsätze aus Lizenzverkäufen werden realisiert, sobald die mit dem Eigentum verbundenen Risiken und Chancen auf den Käufer übergegangen sind. Umsatzerlöse aus Hosting- und Supportverträgen sind in der Regel zeitbasiert und werden ratierlich der entsprechenden Periode zugerechnet.
Die Umsatzerlöse belaufen sich zum Bilanzstichtag auf insgesamt 18.446 TEUR (Vorjahr: 19.916 TEUR).
Abschreibungen
Zum Bilanzstichtag ergaben sich Abschreibungen auf das Umlaufvermögen durch Buchverluste im Zusammenhang mit dem Verkauf der Just Intelligence GmbH in Höhe von 100 TEUR.
Es fielen Abschreibungen auf den Beteiligungsansatz der SaleSphere GmbH über 509 TEUR an. Der Beteiligungsansatz wurde im Rahmen der Jahresabschlussprüfung mittels Discounted Cash-Flow Verfahren auf Wertminderung geprüft. Die Überprüfung ergab einen Hinweis auf Wertminderung mit dem Ergebnis einer außerplanmäßigen Abschreibung.
4 Sonstige Angaben
Sonstige finanzielle Verpflichtungen
Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen belaufen sich zum Bilanzstichtag auf insgesamt 1.511 TEUR (Vorjahr: 2.084 TEUR) und betreffen Miet- und Leasingverpflichtungen.
Mitarbeiter
Im Geschäftsjahr beschäftigt die mVISE AG im Durchschnitt 114 Mitarbeiter (Vorjahr: 114 Mitarbeitern). Vorstände sind in dieser Zahl enthalten. Die Mitarbeiter gliedern sich in 100 operative und 14 administrative (gegenüber dem Vorjahr mit 100 operativen und 14 administrativen) ohne Werkstudenten, Praktikanten und Auszubildende.
Beteiligungsverhältnisse
Die Gesellschaft hält direkt und indirekt folgende Anteile an verbundenen Unternehmen:
scrollen
| Tochtergesellschaft | Anteil am Kapital % |
Buchwert der Anteile TEUR |
Eigenkapital der Tochtergesellschaft TEUR |
Ergebnis 2020 TEUR |
|---|---|---|---|---|
| Salesphere GmbH, Düsseldorf (Deutschland) | 100,0 % | 1.560 | -53 | -1.807 |
| elastic.io GmbH, Bonn (Deutschland) | 85,1 % | 3.494 | 313 | -831 |
Die mVISE AG stellt als Mutterunternehmen außerdem einen Konzernabschluss für den kleinsten und größten Konsolidierungskreis auf, der im deutschen Bundesanzeiger veröffentlicht wird.
Abschlussprüfungsleistungen
Das Honorar für die Abschlussprüfungsleistungen einschließlich Nebenkosten betrug im Geschäftsjahr 2020 48 TEUR.
Ausschüttungssperre
Zum 31.12.2020 besteht in Höhe der Bilanzposition "Aktive latente Steuern" in Höhe von 2.545 TEUR (Vorjahr: 3.325 TEUR) eine Ausschüttungssperre.
Ergebnisverwendungsvorschlag
Der Vorstand schlägt vor, den Jahresfehlbetrag der mVISE AG, Düsseldorf, in Höhe von 1.891.071,74 EUR, auf neue Rechnung vorzutragen.
5 Nachtragsbericht
Vorstandserweiterung
Durch Beschluss des Aufsichtsrats der Gesellschaft vom 25.02.2021 wurde Herr Arnaud Pierre Becuwe mit Wirkung zum 01.04.2021 zum ordentlichen Vorstandsmitglied bestellt.
Barkapitalerhöhung
Der Vorstand der mVISE AG hat am 08. Juni 2021 mit Zustimmung des Aufsichtsrats den Beschluss gefasst, unter Ausnutzung des genehmigten Kapitals 2018 eine Kapitalerhöhung gegen Bareinlagen unter Ausschluss des Bezugsrechts der Altaktionäre durchzuführen. Das Grundkapital der Gesellschaft von derzeit 8.952.918,00 EUR soll dabei um bis zu 895.291,00 EUR (entspricht 10 % des Grundkapitals) durch Ausgabe von bis zu 895.291 neuen, auf den Inhaber lautenden Stückaktien auf bis zu 9.848.209,00 EUR erhöht werden.
6 Organe
Vorstand
Der Vorstand der mVISE bestand im Geschäftsjahr 2020 aus folgenden Mitgliedern:
scrollen
| ― | Manfred Götz, Dipl.-Informatiker (FH), Ratingen |
| ― | Cedric Balzar, Master of Arts Business Administration, Ratingen |
Aufsichtsrat
Der Aufsichtsrat setzte sich im Geschäftsjahr 2020 aus folgenden Personen zusammen:
scrollen
| ― | Achim Plate, Dipl.-Ing., Glückstadt, Vorsitzender des Aufsichtsrats, geschäftsführender Gesellschafter der SPSW Capital GmbH, Vorstand der Lloyd Fonds AG |
| ― | Franziska Oelte, Rechtsanwältin, Hamburg, Aufsichtsratsmitglied, Vorsitzende des Aufsichtsrats der hello.de AG |
| ― | Malte-Matthias von der Ropp, Dipl. Kaufmann, Köln, stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrats, Aufsichtsrat der Ingenious Technologies AG |
| ― | Henning Soltau, Hamburg, Aufsichtsratsmitglied, Geschäftsführer der SPSW Capital GmbH, Aufsichtsrat der Deutschen Effecten- und Wechsel Beteiligungsgesellschaft AG |
Der Vergütungsbericht zur Vorstandsvergütung ist detailliert im Lagebericht aufgeführt.
7 Versicherung der gesetzlichen Vertreter
Nach Maßgabe der relevanten anzuwendenden Rechnungslegungsvorschriften gemäß HGB sowie WpHG gibt der Vorstand folgende Versicherung:
"Der Vorstand versichert nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Jahresabschluss der mVISE AG und des Konzerns ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt und im Lagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage der Gesellschaft so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung der Gesellschaft beschrieben sind."
Düsseldorf, den 10. Juni 2021
Manfred Götz, Vorstand
Cedric Balzar, Vorstand
Arnaud Becuwe, Vorstand
Entwicklung des Anlagevermögens für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2020
scrollen
| Anschaffungs- und Herstellungskosten | ||||
|---|---|---|---|---|
| Stand am 1.1.2020 EUR |
Zugänge EUR |
Abgänge EUR |
Stand am 31.12.2020 EUR |
|
| --- | --- | --- | --- | --- |
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände | ||||
| 1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten | 255.847,96 | 0,00 | 0,00 | 255.847,96 |
| 2. Geschäfts- oder Firmenwert | 4.290.868,25 | 0,00 | 0,00 | 4.290.868,25 |
| 4.546.716,21 | 0,00 | 0,00 | 4.546.716,21 | |
| II. Sachanlagen | ||||
| andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 511.258,69 | 64.328,48 | 18.535,82 | 557.051,35 |
| III. Finanzanlagen | ||||
| 1. Anteile an verbundenen Unternehmen | 5.049.346,33 | 514.257,32 | 0,00 | 5.563.603,65 |
| 2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen | 950.000,00 | 0,00 | 0,00 | 950.000,00 |
| 5.999.346,33 | 514.257,32 | 0,00 | 6.513.603,65 | |
| 11.057.321,23 | 578.585,80 | 18.535,82 | 11.617.371,21 |
scrollen
| Abschreibungen | Buchwerte | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Stand am 1.1.2020 EUR |
Zugänge EUR |
Abgänge EUR |
Stand am 31.12.2020 EUR |
Stand am 31.12.2020 EUR |
Stand am 31.12.2019 EUR |
|
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände | ||||||
| 1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten | 191.523,29 | 13.235,00 | 0,00 | 204.758,29 | 51.089,67 | 64.324,67 |
| 2. Geschäfts- oder Firmenwert | 858.174,25 | 429.087,00 | 0,00 | 1.287.261,25 | 3.003.607,00 | 3.432.694,00 |
| 1.049.697,54 | 442.322,00 | 0,00 | 1.492.019,54 | 3.054.696,67 | 3.497.018,67 | |
| II. Sachanlagen | ||||||
| andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 374.451,44 | 83.681,66 | 17.423,00 | 440.710,10 | 116.341,25 | 136.807,25 |
| III. Finanzanlagen | ||||||
| 1. Anteile an verbundenen Unternehmen | 0,00 | 509.423,17 | 0,00 | 509.423,17 | 5.054.180,48 | 5.049.346,33 |
| 2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 950.000,00 | 950.000,00 |
| 0,00 | 509.423,17 | 0,00 | 509.423,17 | 6.004.180,48 | 5.999.346,33 | |
| 1.424.148,98 | 1.035.426,83 | 17.423,00 | 2.442.152,81 | 9.175.218,40 | 9.633.172,25 |
Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers
An die mVISE AG, Düsseldorf:
Prüfungsurteile
Wir haben den Jahresabschluss der mVISE AG, Düsseldorf, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2020 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2020 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der mVISE AG, Düsseldorf, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2020 geprüft.
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
scrollen
| ― | entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2020 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2020 und |
| ― | vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. |
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.
Grundlage für die Prüfungsurteile
Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.
Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht
Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.
Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.
Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.
Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.
Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts
Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.
Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.
Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
scrollen
| ― | identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. |
| ― | gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben. |
| ― | beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. |
| ― | ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. |
| ― | beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. |
| ― | beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft. |
| ― | führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. |
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Köln, den 29. Juni 2021
Rödl & Partner GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft
Fischer, Wirtschaftsprüferin
Stramitzer, Wirtschaftsprüfer
Bericht des Aufsichtrats 2020
Wahlerstr. 2 | 40472 Düsseldorf
Tel.: +49 211 781780-0 | Fax: +49 211 781780-78
Sehr geehrte mVISE-Aktionärinnen und Aktionäre,
sehr geehrte Geschäftsfreunde und Partner unseres Unternehmens,
der Aufsichtsrat erstattet für das Geschäftsjahr wie folgt Bericht:
Zusammenarbeit von Vorstand und Aufsichtsrat, Sitzungen des Aufsichtsrats
Der Aufsichtsrat hat im Berichtsjahr die ihm nach Satzung und Gesetz obliegenden Aufgaben stets wahrgenommen. Neben der ihm obliegenden Überwachungsfunktion stand der Aufsichtsrat dem Vorstand jederzeit mit Rat und Tat zur Seite. In allen wesentlichen Entscheidungen von grundlegender Bedeutung war der Aufsichtsrat unmittelbar eingebunden und hat diese auf der Grundlage der Berichte des Vorstands ausführlich erörtert, abgewogen und beschlossen.
Im Jahr 2020 hat der Aufsichtsrat insgesamt vier Präsenzsitzungen, sowie fünf Sitzungen auf digitalem Wege, aufgrund der COVID-19 Pandemie, abgehalten. Zudem hat er wichtige bzw. eilige Beschlüsse außerhalb dieser Sitzungen im Umlaufverfahren sowie telefonisch gefasst.
Vom Vorstand wurde der Aufsichtsrat im Rahmen der Sitzungen sowie auch unterjährig aktuell und detailliert, sowohl anhand schriftlicher als auch mündlicher Berichte, jederzeit zeitnah informiert. Auf den Sitzungen standen so regelmäßig Ausführungen des Vorstands über den aktuellen Geschäftsverlauf, über die Lage der Gesellschaft, zur Unternehmensstrategie sowie über Finanzierungsmaßnahmen im Mittelpunkt der Diskussionen.
Weitere Inhalte der Aufsichtsratsarbeit
Thematische Schwerpunkte der gemeinsamen Sitzungen waren neben den Auswirkungen der COVID-19-Pandemie die daraus resultierenden Diskussionen und Prüfungen von Maßnahmen zur Kostensenkung und Nutzung von Fördermitteln zur Abwendung von Schaden aufgrund der Pandemie (z.B. Thema Kurzarbeit, Fördermittel). Intensiv wurden die Marketing- und Produktstrategie der beiden Tochtergesellschaften elastic.io GmbH und SaleSphere GmbH diskutiert. Hier wurde insbesondere die zukünftige Produkt Roadmap und der Weg zu einer Erhöhung des Umsatzes diskutiert.
Auch außerhalb der gemeinsamen Sitzungen hat der Vorstand den Aufsichtsrat regelmäßig in schriftlicher Form umfassend informiert. Diese Berichte beinhalteten detaillierte betriebswirtschaftliche Auswertungen einschließlich Bilanzen, Gewinn- und Verlustrechnungen, Informationen zur aktuellen Auftragslage, dem jeweiligen Vertriebsstand und zu Investitionsvorhaben sowie Angaben zu Margen der Kunden-Umsätze und Produkte. Diese Informationsunterlagen sind detailliert vom Aufsichtsrat auf Plausibilität, Richtigkeit im Zeit- und Branchenvergleich und Vollständigkeit geprüft und hinterfragt worden.
Außer den Zusammenkünften fanden diverse persönliche und fernmündliche Besprechungen statt. Dabei stand der Aufsichtsratsvorsitzende im laufenden Kontakt mit dem Vorstand und war in Entscheidungen von wesentlicher Bedeutung unmittelbar eingebunden. Beschlüsse außerhalb von Aufsichtsratssitzungen wurden regelmäßig im Umlaufverfahren sowie telefonisch gefasst.
In Vor- oder Nachbereitung der Aufsichtsratssitzungen fanden interne oder telefonische Besprechungen statt, bei denen unter anderem auch die Effizienz unserer Aufsichtsratsarbeit auf der Agenda stand. Dabei erfolgte die Effizienzprüfung unserer Aufsichtsratsarbeit in Form der Selbstevaluierung.
Auf die Bildung von Ausschüssen hat der Aufsichtsrat aufgrund der Unternehmensgröße auch im Geschäftsjahr 2020 verzichtet.
Erteilung des Prüfungsauftrags
Der Wirtschaftsprüfer Rödl und Partner GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Kranhaus 1, Im Zollhafen 18, 50678 Köln wurde von den Aktionären auf der ordentlichen Hauptversammlung am 18.08.2020 als Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2020 gewählt. Die Erteilung des Prüfungsauftrags durch den Aufsichtsrat erfolgte anschließend unter Vereinbarung klarer Regelungen hinsichtlich der Einzelheiten des Auftrags und der Zusammenarbeit des Aufsichtsrats mit dem Abschlussprüfer.
Bilanzaufsichtsratssitzung
Der vom Vorstand aufgestellte Jahresabschluss und der Lagebericht über das Geschäftsjahr 2020 wurden von dem Wirtschaftsprüfer Rödl und Partner GmbH, Köln, im Auftrag des Aufsichtsrats geprüft. Der Abschlussprüfer erteilte einen uneingeschränkten Bestätigungsvermerk.
Rechtzeitig vor der Feststellung der Bilanz am 29. Juni 2021 wurden allen Mitgliedern des Aufsichtsrats der vom Vorstand aufgestellte und mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers versehene Jahresabschluss der mVISE AG sowie der Lagebericht über das Geschäftsjahr 2020 zur Prüfung zur Verfügung gestellt. Ebenso wurde der erstellte Konzernabschluss inklusive des Anhangs und Lagebericht zur Verfügung gestellt. Der Jahresabschluss wurde gemeinsam mit dem Vorstand und den Abschlussprüfern eingehend erörtert und Fragen des Aufsichtsrats beantwortet. Vom Prüfungsergebnis hat der Aufsichtsrat zustimmend Kenntnis genommen und stimmt sowohl dem Jahresabschluss 2020 der mVISE AG als auch dem Lagebericht des Vorstands zu. Der Jahresabschluss 2020 der mVISE AG, sowie der Konzernabschluss wurden vom Aufsichtsrat ohne Einwendungen gebilligt und sind damit festgestellt.
Der Aufsichtsrat dankt unseren Kunden für die gute Zusammenarbeit im Geschäftsjahr 2020 und freut sich auf viele gemeinsame spannende Aufgaben im Geschäftsjahr 2021.
Sehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre, der Aufsichtsrat dankt Ihnen für Ihr Vertrauen und würde sich freuen, wenn Sie unser Unternehmen weiterhin auf seinem vielversprechenden Weg begleiten.
Liebe Mitarbeiterinnen, Mitarbeiter und Vorstandsmitglieder, der Aufsichtsrat dankt auch Ihnen sehr für Ihr persönliches Engagement und die geleistete Arbeit.
Düsseldorf, im Juni 2021
Achim Plate, Vorsitzender