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MorphoSys AG — Annual Report 2005
Feb 28, 2006
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Annual Report
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Konzernjahresabschluss (IFRS)


Konzernlagebericht
Konzernentwicklung 2005
Segment Therapeutische Antikörper
Das Segment Therapeutische Antikörper umfasst die Aktivitäten von MorphoSys im Bereich der therapeutischen Antikörper, insbesondere seine Partnerschaften mit Pharma- und Biotechnologieunternehmen, sowie seine eigenen Antikörperentwicklungsprogramme. Im Jahr 2005 konnte das Segment Therapeutische Antikörper auf der positiven Entwicklung der Vorjahre aufbauen. Bestehende Partnerschaften wie mit Bayer, Boehringer Ingelheim, Bristol-Myers Squibb und ImmunoGen wurden im Verlauf des Jahres verlängert oder ausgeweitet. Darüber hinaus unterzeichnete MorphoSys mit den Pharmaunternehmen Shionogi, Eli Lilly und Merck & Co. drei neue Partnerschaftsabkommen. Am Ende des Jahres zählte das Unternehmen 29 aktive Partnerprogramme und der erste Antikörper aus dieser Gruppe startete im Jahr 2005 mit der klinischen Erprobung. Insgesamt erwirtschaftete das Segment Therapeutische Antikörper im Jahr 2005 Umsatzerlöse von 29,1 Mio. q und damit gegenüber dem Vorjahr einen Zuwachs von 37%.
Segment Forschungsantikörper (AbD)
Das Segment Forschungsantikörper umfasst alle Aktivitäten sowohl der Geschäftseinheit Antibodies by Design von MorphoSys als auch seiner Tochtergesellschaften Biogenesis Ltd. und Biogenesis, Inc. Ab 2006 wird dieses Segment unter dem Namen AbD – Antibodies Direct geführt. Das Segment AbD wird alle Aktivitäten von Antibodies by Design wie auch der Biogenesis- und der Serotec-Gruppe, die im Januar 2006 akquiriert worden war, vereinen. Im Geschäftsjahr 2005 setzte MorphoSys im Segment für Forschungsantikörper seinen Wachstumskurs fort. Mit dem Erwerb der Biogenesis-Gruppe im Januar 2005 wurde die Kundenbasis stark erweitert. Seither konnten die ersten HuCAL-Antikörper über den Katalog von Biogenesis vermarktet werden. Das Segment Forschungsantikörper steuerte 4,3 Mio. q oder 13% zum Konzernumsatz bei.
Gesamtwirtschaftliche Entwicklung
Wirtschaftliche Entwicklung
Die Weltwirtschaft wuchs im Jahr 2005 um ca. 4% – nahezu ein Prozentpunkt weniger als in 2004. Die Abschwächung war breit gestreut und betraf nahezu alle Wirtschaftsregionen. Beschleunigt wurde sie durch höhere Ölpreise, förderungsbedingte Kapazitätsengpässe, eine restriktivere Geldpolitik in den Vereinigten Staaten und das Ende des Investitionszyklus in einigen Ländern nach einem Jahr sehr hohen Wachstums. Von den zuvor genannten Ereignissen hatte der Ölpreis den stärksten Einfluss auf die wirtschaftliche Entwicklung. Am Jahresende 2005 war der Preis für Rohöl der Sorte Brent auf 58,16 US \$ je Barrel gestiegen, eine Verteuerung um 45% im Vergleich zum Vorjahr.
In Europa war die Wachstumsabschwächung weniger ausgeprägt. Dies erklärt sich aus der vergleichsweise niedrigen Abhängigkeit der europäischen Wirtschaft vom Erdöl und der Zurückhaltung in der Wirtschaftspolitik. Nach einem Abschwung im Frühjahr ist die deutsche Wirtschaft in der zweiten Jahreshälfte 2005 wieder stärker gewachsen und erreichte im Gesamtjahr ein Wachstum von rund 1%.
Auch in Asien setzte sich das Wirtschaftswachstum fort. In Japan geht man von einem um 2,3% gestiegenen Bruttoinlandsprodukt aus. Das Wachstum in China blieb trotz einer deutlichen Abschwächung des privaten Konsums und der Investitionsnachfrage sehr hoch.
Die Zinsen in Europa waren im Vergleich zum Vorjahr leicht auf 3,5% angestiegen. In 2005 erhöhte die US-Notenbank die Zinssätze, hauptsächlich aufgrund drohender Inflation im Bereich der Immobilien. Im Zusammenhang mit diesen Entwicklungen schloss der Euro das Jahr bei 1,18 US \$ und damit auf niedrigerem Niveau als im Vorjahr.
Entwicklung der internationalen Kapitalmärkte
Über das Jahr 2005 gesehen nahm der deutsche Kapitalmarkt eine positive Entwicklung. Der DAX schloss das Börsenjahr mit einem Plus von 27%. Nachdem sich der amerikanische Aktienmarkt in den ersten sechs Monaten negativ entwickelt hatte, kam es in der zweiten Jahreshälfte zu einer Erholung – der S&P 500 Index schloss mit einem Plus von 3%. Der japanische Nikkei-Index konnte um 40% zulegen und erzielte sein seit Jahren bestes Ergebnis.
Innerhalb des Technologiesektors beendete der US-amerikanische NASDAQ Composite Index das Jahr mit einem Plus von 1%, während im Vergleich sein deutscher Pendant TecDAX der Frankfurter Wertpapierbörse eine um 15% bessere Leistung zeigte.
In den Marktsegmenten für Pharma- und Biotechnologiewerte zeigten der FSE Prime Biotechnology Performance Index einen Anstieg von 21% und der Prime Pharma & Healthcare Index ein Plus von 26%. Der NASDAQ Biotechnology Index konnte sich von seinem Tief im März 2005 erholen und erreichte ein Jahresplus von 3%.
Entwicklung in der Pharma- und Biotechnologiebranche
Für die Pharma- und Biotechnologiebranche war 2005 ein Jahr mit zwiespältigen Meldungen. Angaben der Branchenanalysten von IMS Health zufolge belief sich das Wachstum der amerikanischen Pharmabranche auf 6 bis 7% (2004: 8,3%). Anhaltende Diskussionen über die Sicherheit von Arzneimitteln – ausgelöst durch den Vermarktungsstopp für Vioxx durch die US-Pharmagruppe Merck & Co. im Jahr 2004 – beeinträchtigten das Marktwachstum. Es wird erwartet, dass die US-Verbraucherschutzbehörde FDA (Food and Drug Administration) in den nächsten Jahren bei der Zulassung neuer Medikamente eher Zurückhaltung üben wird. Vor diesem Hintergrund
wurden im Jahr 2005 nur einige wenige Medikamente neu zugelassen, während die Warnhinweise auf den Arzneimittelverpackungen zunahmen. Außerdem wird eine Reihe von umsatzstarken Arzneimitteln wie das cholesterinsenkende Zocor von Merck im Jahr 2006 den Patentschutz verlieren. Dies könnte das zukünftige Umsatzwachstum belasten, da billigere Nachahmerprodukte (so genannte Generika) auf den Markt kommen könnten.
Das Finanzierungsfenster blieb im Jahr 2005 für Biotechnologie-Unternehmen weiterhin geöffnet und ermöglichte 18 Börsengänge von Biotechnologieunternehmen in den USA und 21 Börsengänge in Europa, davon drei in Deutschland. Zahlreiche Firmen konnten sich im Jahr 2005 erfolgreich refinanzieren. Weltweit haben Biotechnologieunternehmen über Börsengänge und Folgefinanzierungen rund 20 Mrd. US \$ an Kapital eingeworben. Wie in den Jahren zuvor fanden auch im Jahr 2005 in der Pharma- und Biotechnologiebranche zahlreiche Unternehmenszusammenschlüsse statt. Eine Reihe ausgesprochen finanzkräftiger Transaktionen zeigt das starke Interesse der Pharmakonzerne an dieser Entwicklung. So erwarb im Juni 2005 der Pharmakonzern Pfizer das biopharmazeutische Unternehmen Vicuron für einen Kaufpreis von rund 1,9 Mrd. US \$. Im September vereinbarte Novartis eine mehrjährige Zusammenarbeit mit Alnylam Pharmaceuticals und erwarb eine 20%ige Beteiligung an diesem Unternehmen. Im gleichen Monat lizenzierte Biogen Idec von Protein Design Labs ein Portfolio von Antikörpern, die sich gegenwärtig in der Phase 2 der klinischen Entwicklung befinden.
Der Antikörpersektor der Branche wurde von dem unerwarteten Vermarktungsstopp des bereits zugelassenen Antikörpers Tysabri am Jahresanfang erschüttert. Der von Biogen Idec und Elan entwickelte monoklonale, humanisierte Antikörper hatte im November 2004 die Zulassung zur Behandlung von Multipler Sklerose erhalten. Nachdem im Zusammenhang mit der Medikamenteneinnahme Fälle einer seltenen neurologischen Krankheit mit Todesfolge aufgetreten waren, entschlossen sich Biogen Idec und Elan zu einem sofortigen Vermarktungsstopp. Als Folge brachen die Aktienkurse beider Unternehmen dramatisch ein und verloren zeitweise 40 bzw. 70%. Die Meldung belastete die Aktienkurse aller Antikörperunternehmen.
Im weiteren Verlauf des Jahres wirkten zahlreiche positive Branchenmeldungen diesem Rückschlag entgegen. So konnte Genentech, Inc. überzeugende Phase-3-Ergebnisse für die therapeutischen Antikörper Herceptin und Avastin veröffentlichen. Neben verschiedenen klinischen Ergebnissen stimmten weitere Unternehmensnachrichten den Antikörpermarkt positiv: So erwarb Serono von Genmab die exklusiven weltweiten Rechte für den humanen Krebsantikörper Humax-CD4, der sich gegenwärtig in Phase 2 der klinischen Entwicklung befindet.
Übernahmen von Antikörper-Firmen nährten die positiven Erwartungen für den Antikörpersektor. Folgende Übernahmen von Anbietern von Antikörpertechnologien sind erwähnenswert: Im Juli 2005 erwarb die Roche-Gruppe die schweizerische GlycArt Biotechnology GmbH. Kurz darauf gab Pfizer im August 2005 den Erwerb der Firma Bioren bekannt. Und im Dezember 2005 verkündete Amgen ein Übernahmeangebot von nahezu 2,2 Mrd. q für Abgenix. Auch im Bereich der Forschungsantikörper ist eine fortschreitende Konsolidierung zu beobachten: Invitrogen erwarb im Jahr 2005 mit Zymed Laboratories, BioSource und Caltag Laboratories drei Anbieter von immunologischen Reagenzien und Antikörpern.
In ihrer Gesamtheit führten diese Entwicklungen zu einer positiven Kursperformance im Antikörpersektor. Eine Vergleichsgruppe börsennotierter Antikörperunternehmen (Quelle: Bio-Century) zeigte im Jahr 2005 einen durchschnittlichen Anstieg der Aktienkurse um 30%, während die MorphoSys-Aktie wertmäßig 8% zulegen konnte.
Finanzanalyse
Umsatzerlöse
Im Vergleich zum Vorjahr stiegen die Umsatzerlöse für das Gesamtjahr 2005 um 52% auf 33,5 Mio. q (2004: 22,0 Mio. q). Gründe für diesen Anstieg waren Umsätze aus neu geschlossenen Partnerschaften sowie erfolgsabhängigen Zahlungen aus bestehenden Kooperationen (21 % des Gesamtumsatzes des Berichtsjahrs) einschließlich im Jahr 2005 erzielten Zahlungen für klinische Meilensteine und Forschungsmeilensteine. Der Konzern vereinnahmte im Berichtszeitraum auch Fördermittel in Höhe von 0,4 Mio. q (2004: 0,1 Mio. q). Rund 64% des Konzernumsatzes kamen aus den drei größten MorphoSys-Kooperationen mit Novartis, Centocor und Schering (2004: 71% mit Centocor, Bayer und Novartis). Unter geographischen Gesichtspunkten entfielen 56% der kommerziellen Umsätze von MorphoSys auf Biotechnologie- und Pharmaunternehmen mit Sitz in Europa und Asien gegenüber 42% auf Unternehmen in Nordamerika (siehe auch Ziffer 2 des Anhangs zum Konzernabschluss), verglichen mit 45% bzw. 55% im Jahr 2004.
Therapeutische Antikörper
Das Segment Therapeutische Antikörper umfasst alle therapeutischen Antikörper-Kooperationen und Lizenzvereinbarungen mit Partnerunternehmen. Im Jahr 2005 hat dieses Segment Umsatzerlöse aus Kooperationen mit Bayer, Boehringer Ingelheim, Bristol-Myers Squibb, Centocor (Johnson & Johnson), Eli Lilly, F. Hoffmann-La Roche, GPC Biotech, ImmunoGen, Merck & Co., Novartis, Novoplant, Pfizer, Schering, Shionogi und XOMA erwirtschaftet. Das Segment Therapeutische Antikörper beinhaltet weiterhin alle Aktivitäten im Bereich der unternehmenseigenen Antikörperentwicklung. Die Umsatzerlöse des Segments Therapeutische Antikörper beliefen sich in 2005 auf 87% (29,1 Mio. q) des Konzernumsatzes. Davon entfielen 22,2 Mio. q auf finanzierte Forschungsleistungen und Lizenzzahlungen sowie 6,9 Mio. q auf erfolgsabhängige Zahlungen (einschließlich klinischer Meilensteine).

Aufgliederung der

- Fördermittel
- Segment Forschungsantikörper
- Erfolgsabhängige Zahlungen
- Lizenzzahlungen und finanzierte Forschungsleistungen
Forschungsantikörper
Das Segment Forschungsantikörper, bestehend aus der Geschäftseinheit Antibodies by Design von MorphoSys und den Unternehmen der Biogenesis-Gruppe in den USA und in Großbritannien, erwirtschaftete im Jahr 2005 13% (4,3 Mio. q) des Konzernumsatzes. Die im Januar 2005 erworbene Biogenesis-Gruppe steuerte 2,8 Mio. q oder 65% zum Segmentumsatz bei. Von der Geschäftseinheit Antibodies by Design mit Sitz in München stammten die verbleibenden 35% oder 1,5 Mio. q des Segmentumsatzes von MorphoSys.
Betriebliche Aufwendungen (in Mio. E)

- Herstellungskosten
- Aufwendungen für Forschung und Entwicklung
- Aufwendungen für Vertrieb, Allgemeines und Verwaltung
- Personalaufwand aus Aktienoptionen
Betriebliche Aufwendungen
Im Berichtsjahr 2005 stiegen die sonstigen betrieblichen Aufwendungen einschließlich des Personalaufwands aus Aktienoptionen um 28 % auf 27,3 Mio. q (2004: 21,3 Mio. q) und führten zu einem um 5,6 Mio. q auf 6,2 Mio. q verbesserten Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit (2004: 0,6 Mio. q). Der Anstieg der betrieblichen Aufwendungen um 6,0 Mio. q hatte seine wesentlichen Ursachen in gestiegenen Personal- und Materialkosten im Zusammenhang mit neuen Kooperationen sowie in höheren Aufwendungen für immaterielle Vermögenswerte. Die Integration der Gesellschaften der Biogenesis-Gruppe trug 3,9 Mio. q zum Anstieg der sonstigen betrieblichen Aufwendungen bei.
Herstellungskosten
Die Herstellungskosten entstehen nur im Segment Forschungsantikörper. Diese Position beinhaltet die Herstellungskosten der Geschäftseinheit Antibodies by Design und Biogenesis sowie die Abschreibung im Zusammenhang mit der Anpassung des Marktwerts der Biogenesis-Vorräte, die beim Erwerb der Gesellschaft identifiziert worden waren. Insgesamt stiegen die Herstellungskosten von 0,9 Mio. q im Vorjahr auf 2,5 Mio. q im Berichtsjahr. Dieser Anstieg erklärt sich hauptsächlich aus der Einbeziehung der Herstellungskosten der Biogenesis-Gruppe in den MorphoSys-Konzern im Berichtsjahr in Höhe von 1,5 Mio. q.
Aufwendungen für Forschung und Entwicklung
Der Forschungs- und Entwicklungsaufwand stieg um 2,1 Mio. q auf 13,6 Mio. q (2004: 11,5 Mio. q). Wesentlicher Grund des Anstiegs waren höhere erfolgsabhängige Lizenzgebühren und Kosten für immaterielle Vermögenswerte. Diese stiegen durch den in der Patentauseinandersetzung mit Lilly geschlossenen Vergleich und durch höhere Lizenzzahlungen an Dritte im Zusammenhang mit höheren Umsätzen. Das Impairment auf erworbene Vermögenswerte in Verbindung mit dem Erwerb von Biogenesis im Jahr 2005 steuerte zusätzliche Kosten in Höhe von 0,5 Mio. q bei.
Aufwendungen für Vertrieb, Allgemeines und Verwaltung
Die Aufwendungen für Vertrieb, Allgemeines und Verwaltung beliefen sich im Berichtsjahr auf 10,1 Mio. q, verglichen mit 7,5 Mio. q im Jahr zuvor. Hauptsächlicher Grund des Anstiegs waren höhere Kosten sowohl für externe Dienstleistungen als auch für Personal in Zusammenhang mit der Biogenesis-Gruppe. Biogenesis trug im Jahr 2005 insgesamt 1,6 Mio. q zu den Aufwendungen für Vertrieb, Allgmeines und Verwaltung bei.
Personalaufwand aus Aktienoptionen
Der nicht zahlungswirksame Personalaufwand aus Aktienoptionen des Jahres 2005 belief sich auf 1,1 Mio. q (2004: 1,4 Mio. q). und ergab sich unter IFRS aus der Anwendung des IFRS 2 "Anteilsbasierte Vergütung". Der Rückgang des Personalaufwands aus Aktienoptionen war vor allem auf niedrigere Aufwendungen für Optionen zurückzuführen, die in früheren Jahren gewährt worden waren.
Aufwand nach Kostenarten
Im Jahr 2005 beliefen sich die Personalkosten (ohne Personalaufwand im Zusammenhang mit der Ausgabe von Aktienoptionen) auf 10,8 Mio. q (2004: 9,1 Mio. q) oder 40% der Gesamtaufwendungen und bildeten damit den größten Kostenanteil innerhalb der betrieblichen Aufwendungen des Jahres 2005. Der höhere Personalaufwand stand im Zusammenhang mit der höheren Mitarbeiterzahl aufgrund der gestiegenen operativen Geschäftstätigkeit des Konzerns.
Die Kosten für immaterielle Vermögenswerte, in denen Kosten für Patentstreitigkeiten und Abschreibungen auf Patente und Lizenzen enthalten sind, betrugen 5,4 Mio. q (2004: 3,3 Mio. q) bzw. 20% der Gesamtaufwendungen des Berichtsjahres. Die externen Beratungsleistungen beliefen sich auf 2,9 Mio. q (2004: 2,7 Mio. q) oder 11% der Gesamtaufwendungen und bestanden vor allem aus dem Aufwand für Marketing, Recht, Steuern, Prüfung und Rechnungslegung sowie allgemeine Beratung. Infrastrukturkosten fielen in Höhe von 2,9 Mio. q an, verglichen mit 2,1 Mio. q im Jahr zuvor.

Aktiva (in Mio. E)*

- Liquide Mittel und Wertpapiere, zur Veräußerung verfügbar
- Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
- Immaterielle Vermögenswerte
- Geschäfts- oder Firmenwert
- Sonstige Vermögenswerte
Verbindlichkeiten
(in Mio E)*

- Kurzfristige Verbindlichkeiten Langfristige
- Verbindlichkeiten
- Eigenkapital gesamt
- * Differenzen sind rundungsbedingt, siehe Bilanz Seite 30/31.
Sonstige betriebliche Aufwendungen und Erträge
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beliefen sich im Berichtsjahr auf 1,5 Mio. q verglichen mit 0,4 Mio. q im Jahr 2004. Im vierten Quartal 2005 wurden Währungsverluste in Höhe von 0,8 Mio. q in sonstige betriebliche Aufwendungen und Erträge umgegliedert. Diese Währungsverluste resultieren aus bestimmten Verträgen und werden mit den jeweiligen Partnern geteilt. Diese Position wurde früher vom Umsatz abgezogen. Die Währungsverluste (insgesamt 1,2 Mio. q), Steueraufwendungen (0,6 Mio. q) und der Zinsaufwand (0,3 Mio. q) wurden im Wesentlichen durch Erträge aus zur Veräußerung verfügbaren Wertpapieren (0,6 Mio. q) und durch Zinserträge (0,1 Mio. q) ausgeglichen.
Jahresüberschuss
Die Gesellschaft wies für das Berichtsjahr einen Jahresüberschuss von 4,7 Mio. q aus (2004: 0,3 Mio. q) und setzte damit den positiven Trend des Jahres 2004 fort. Das Ergebnis je Aktie des MorphoSys-Konzerns belief sich im Berichtsjahr auf 0,84 q (2004: 0,05 q).
Liquidität/Finanzmittelfluss
Am Ende des Geschäftsjahres 2005 verfügte der Konzern über Zahlungsmittel, Zahlungsmitteläquivalente und marktgängige Wertpapiere in Höhe von 53,6 Mio. q nach 37,2 Mio. q am Jahresende 2004. Der Anstieg ergab sich vor allem aus höheren Mittelzuflüssen aufgrund der Ausweitung der operativen Geschäftstätigkeit und einer im März 2005 durchgeführten Kapitalerhöhung. Der Mittelzufluss aus der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit betrug 4,4 Mio. q.
Aktiva
Die Bilanzsumme hat sich im Jahr 2005 um 24,3 Mio. q auf 80,1 Mio. q erhöht, verglichen mit 55,8 Mio. q am Ende 2004. Hauptgründe waren die gestiegene Liquiditätsposition und der Erwerb der Biogenesis-Gruppe, einschließlich Sachanlagen von 3,3 Mio. q, immateriellen Vermögenswerten von 2,4 Mio. q und Geschäfts- und Firmenwert (Goodwill) in Höhe von 4,1 Mio. q. Die durchgeführte Kaufpreiszuordnung aus der Anwendung des IRFS 3 "Unternehmenszusammenschlüsse" spiegelt sich im Konzernabschluss wider (siehe auch Ziffer 9 des Anhangs zum Konzernabschluss).
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen stiegen im Vergleich zum Jahresende 2004 (2,3 Mio. q) um 1,0 Mio. q auf 3,3 Mio. q. Davon entfielen 82% (2,7 Mio. q) auf das Segment Therapeutische Antikörper und 18% (0,6 Mio. q) auf das Segment Forschungsantikörper, wozu die Biogenesis-Gruppe und die Geschäftseinheit Antibodies by Design 0,2 Mio. q bzw. 0,4 Mio. q beisteuerten.
Verbindlichkeiten
Im Berichtsjahr 2005 stiegen die kurzfristigen Verbindlichkeiten um 0,9 Mio. q auf 11,0 Mio. q (2004: 10,1 Mio. q). Der Anstieg ist vor allem auf höhere Rückstellungen einschließlich Rückstellungen für Steuerzahlungen für das Jahr 2005 zurückzuführen, sowie auf höhere zu zahlende Lizenzen in Zusammenhang mit erfolgsabhängigen Zahlungen an Dritte auf Grund höherer Umsätze.
Eigenkapital
Am Jahresende 2005 betrug die Zahl der ausgegebenen Aktien 6.025.863, von denen sich 5.996.701 in Umlauf befanden (2004: 5.438.852 bzw. 5.408.790). Der Anstieg ergab sich aus der Ausgabe von 490.133 Aktien im Zusammenhang mit der Kapitalerhöhung im März 2005. Die Ausübung und Wandlung von Optionen und Wandelschuldverschreibungen, die im Jahresverlauf 2005 an nahe stehende Unternehmen und Personen ausgegeben wurden, bewirkten einen zusätzlichen Anstieg um 96.878 Aktien.
Investitionen
Im Jahr 2005 beliefen sich die Investitionen von MorphoSys in Sachanlagen auf 0,6 Mio. q nach 1,5 Mio. q im Vorjahr. Die Investitionen in immaterielle Vermögenswerte beliefen sich auf 0,1 Mio. q (2004: 0,2 Mio. q). Abschreibungen auf Sachanlagen fielen im Berichtsjahr in Höhe von 0,9 Mio. q (2004: 0,7 Mio. q) an. Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte beliefen sich auf 2,7 Mio. q (2004: 2,0 Mio. q). Die Zunahme der Abschreibungen steht vor allem im Zusammenhang mit dem Erwerb der Biogenesis-Gruppe.
Organisationsstruktur/Tochtergesellschaften/Akquisitionen
Erwerb der Biogenesis-Gruppe
Im Januar 2005 gab MorphoSys die Übernahme der beiden in Privatbesitz befindlichen Unternehmen Biogenesis Ltd. (Poole, Großbritannien) und ihrer Schwestergesellschaft Biogenesis, Inc., (Brentwood/New Hampshire, USA) bekannt. Mit über 20 Jahren Erfahrung in der Entwicklung und Herstellung von Antikörpern und einem umfangreichen Antikörper-Katalog zählt die Biogenesis-Gruppe zu den größeren europäischen Zulieferern von Antikörpern an die Forschungseinrichtungen der Life-Sciences-Industrie. Mit dem am 20. Januar 2005 unterzeichneten Übernahmevertrag erwarb MorphoSys 100 % der Unternehmensanteile der Biogenesis Ltd. und Biogenesis Inc. Beide Biogenesis-Unternehmen sind heute 100 %ige Tochtergesellschaften der MorphoSys AG. Anfang 2006 wurden die beiden Tochtergesellschaften in MorphoSys UK, Ltd. bzw. MorphoSys US, Inc., umbenannt.
Der Erwerb von Biogenesis war für MorphoSys, einem der führenden Hersteller von therapeutischen Antikörpern der nächsten Generation, ein wichtiger strategischer Schritt zur Etablierung seiner innovativen HuCAL-Technologie in neuen Marktsegmenten für Antikörper. Der Erwerb folgt der Gründung der Geschäftseinheit Antibodies by Design Ende 2003 zur Belieferung des Forschungs- und Diagnostiksektors mit maßgeschneiderten monoklonalen Antikörpern. Die Biogenesis-Gruppe verfügt über ein umfangreiches Kataloggeschäft und ein leistungsfähiges Geschäft mit industriell hergestellten Antikörpern und versorgt Kunden im Forschungs- und Diagnostiksektor mit den unterschiedlichsten Dienstleistungen im Bereich Antikörper.
Biogenesis und Antibodies by Design haben alle Vertriebs- und Verwaltungsfunktionen zusammengelegt. Entscheidend ist, dass die zusammengeführten Unternehmen nun nach drei Marktsegmenten strukturiert sind: Im Segment für maßgeschneiderte monoklonale Antikörper werden von der Antibodies by Design Einheit in München auf der Grundlage der HuCAL-Technologie kundenspezifische monoklonale Antikörper für Kunden beider Unternehmen weltweit hergestellt. Zweitens bietet Biogenesis einen umfangreichen Katalog an Aktivitäten rund um Antikörper, der als mögliches Portal für andere Segmente des Geschäfts dient. Eine erste Reihe von Antikörpern auf der Grundlage von HuCAL wurde im Verlauf des Jahres 2005 in den Biogenesis-Katalog aufgenommen. Das dritte Marktsegment umfasst das Lohnfertigungsgeschäft, in dem für Kunden Antikörper in Mengen von 10 Milligramm bis 10 Gramm oder mehr hergestellt werden.
Akquisition der Serotec-Gruppe
Im Januar 2006 wurde das Segment Forschungsantikörper durch den Erwerb der Serotec-Gruppe weiter gestärkt. Durch die Akquisition von Serotec, einem renommierten, weltweit tätigen Anbieter von Forschungsantikörpern, kann MorphoSys den Umsatz seiner existierenden Forschungsantikörpersparte mehr als verdreifachen und etabliert sich damit als der größte europäische Anbieter von Forschungsantikörpern in diesem Segment. Serotec verfügt über ein starkes Vertriebsnetzwerk von Tochterunternehmen und Vertriebsorganisationen in Großbritannien, Deutschland, Frankreich und Skandinavien. Die Firmen der Serotec-Gruppe (Serotec Ltd., Serotec, Inc., Serotec GmbH und Oxford Biotech Ltd.) werden als 100 %ige Tochtergesellschaften der MorphoSys AG in die bestehende Forschungsantikörpersparte integriert, die bislang aus den Einheiten Antibodies by Design und Biogenesis besteht.
Der Kaufpreis von rund 20 Mio. £ (circa 29,3 Mio. q) wurde aus Barmitteln in Höhe von rund 14 Mio. £ (circa 20,5 Mio. q) sowie durch die Ausgabe von 208.560 neuen MorphoSys-Aktien im Rahmen einer Sachkapitalerhöhung beglichen.
Geschäftsentwicklung
Segment Therapeutische Antikörper
Im Berichtsjahr hat die Gesellschaft bestehende Partnerschaften erweitert und neue Kooperationen vereinbart. Die nachfolgend in alphabetischer Reihenfolge aufgeführten Partnerschaften wurden in 2005 entweder neu geschlossen oder ausgeweitet. Detaillierte Erläuterungen zu den Partnerschaften sind unter Ziffer 24 im Anhang zum Konzernabschluss zu finden.
Bayer Pharmaceuticals Corporation
Im Dezember 2005 hat MorphoSys die Zusammenarbeit mit Bayer Pharmaceuticals Corporation ("Bayer") verlängert. Die Zusammenarbeit wurde um fünf Jahre verlängert mit einer Option zur vorzeitigen Beendigung nach dem ersten Jahr der Verlängerung.
Boehringer Ingelheim GmbH
Boehringer Ingelheim GmbH ("Boehringer Ingelheim") und MorphoSys haben im März 2005 ihre bestehende Zusammenarbeit sowohl im Bereich der Forschung als auch bei therapeutischen Anwendungen erweitert. Unter dem neuen Vertrag hat Boehringer Ingelheim eine Option für mehrere exklusive Lizenzen auf neue therapeutische Antikörperprogramme erworben.
Bristol-Myers Squibb Company
Im Januar 2005 hat MorphoSys seine bestehende Zusammenarbeit mit der Bristol-Myers Squibb Company ("Bristol-Myers Squibb") weiter ausgedehnt. Im Rahmen der erweiterten Zusammenarbeit hat Bristol-Myers Squibb von MorphoSys Zugang zu seiner HuCAL GOLD Bibliothek sowohl zum Einsatz in Pharmaentwicklungsprogrammen für die Charakterisierung und Validierung von Zielmolekülen als auch für die Entwicklung therapeutischer und diagnostischer Antikörper erhalten.
Eli Lilly & Company
Im September 2005 hat MorphoSys den Abschluss einer gegenseitigen Lizenzvereinbarung mit Eli Lilly & Company ("Lilly") für den Einsatz bestimmter rekombinanter Protein-Technologien bekannt gegeben. Im Rahmen der Vereinbarung erhielt MorphoSys eine Lizenz für die Kauffman-Patentfamilie für die Herstellung und das Screening bestimmter rekombinanter Peptid- und Protein-Bibliotheken sowie für die Vermarktung der daraus resultierenden Produkte. Das Abkommen gewährt Lilly im Rahmen ihrer internen Forschungs- und Entwicklungsprogramme Zugang zur HuCAL GOLD-Technologie von MorphoSys. Die Vereinbarungen waren Teil der Beilegung eines Patentstreits, den Applied Molecular Evolution ("AME"), eine 100 %ige Tochtergesellschaft von Lilly, in Bezug auf mehrere US-Patente der Kauffman-Patentfamilie gegen MorphoSys angestrengt hatte.
ImmunoGen, Inc.
Im Juni 2005 hat MorphoSys bekannt gegeben, dass das US-Biotechnologieunternehmen ImmunoGen, Inc., ("ImmunoGen") seine Lizenz für die HuCAL GOLD Bibliothek von MorphoSys für ein weiteres Jahr verlängert hat. ImmunoGen setzt die Technologie für seine internen Antikörper-Forschungsprogramme ein.
Merck & Co., Inc.
Im Dezember 2005 hat MorphoSys mit dem US-Pharmaunternehmen Merck & Co., Inc., ("Merck") eine auf fünf Jahre angelegte Lizenzvereinbarung zum Einsatz der HuCAL GOLD und AutoCAL Technologien für die Forschung und Entwicklung von humanen therapeutischen Antikörpern geschlossen.
Shionogi & Co. Ltd.
MorphoSys und Shionogi & Co. Ltd. ("Shionogi") haben im September 2005 den Abschluss einer auf drei Jahre angelegten Lizenzvereinbarung über die HuCAL-Technologie von MorphoSys bekannt gegeben. Im Rahmen der Vereinbarung gewährt MorphoSys Shionogi Zugang zu ihrer HuCAL GOLD Antikörperbibliothek für den Einsatz in dessen pharmazeutischen Wirkstoffforschung.
Segment Forschungsantikörper
Armbruster Biotechnology GmbH
Im März 2005 haben Antibodies by Design und Armbruster Biotechnology GmbH ("Armbruster") einen Zuschuss des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) in Höhe von rund 1 Mio. q erhalten. Ziel des gemeinsamen Projekts ist die Erforschung neuer Therapien gegen die Knochenkrebs-Metastasierung, einer lebensbedrohlichen Erkrankung im fortgeschrittenen Stadium verschiedener Krebsarten.
ProQinase/NMI
Antibodies by Design hat im Juni 2005 den Beginn eines Gemeinschaftsprojekts mit ProQinase, einer Geschäftseinheit der KTB Tumorforschungs GmbH an der Freiburger Klinik für Tumorbiologie, und dem Naturwissenschaftlichen und Medizinischen Institut (NMI) an der Universität Tübingen bekannt gegeben, das die Analyse aller menschlichen Proteinkinasen – des menschlichen "Kinoms" – verändern könnte. Das Projekt kombiniert die etablierte Prokinase-Plattform von ProQinase mit dem Know-how von Antibodies by Design im Bereich der maßgeschneiderten Herstellung von Antikörpern und der Erfahrung des NMI mit sRNA- und BioChip-Technologien. In den kommenden drei Jahren wird das Projekt im Rahmen des BioChancePLUS-Programms des Bundesministeriums für Bildung und Forschung mit rund 2 Mio. q gefördert.
Forschung & Entwicklung/Partner-Management
MorphoSys setzt die firmeneigene HuCAL-Technologie für die Entwicklung therapeutischer Antikörper und Forschungsreagenzien ein. In einer Reihe von Partnerschaften wurde diese Technologie erfolgreich angewendet und eingehend getestet. Im abgelaufenen Geschäftsjahr hat MorphoSys in verschiedenen Kooperationen die nachfolgend aufgeführten Fortschritte erzielt.
Segment Therapeutische Antikörper
Im Verlauf des Jahres 2005 hat MorphoSys wesentliche Fortschritte bei einigen bestehenden Partnerschaften gemacht. Eine Übersicht aller bestehenden Partnerschaften ist unter Ziffer 24 im Anhang zum Konzernabschluss zu finden.
Centocor, Inc.
Im September 2005 hat Centocor, Inc., ("Centocor"), ein Tochterunternehmen von Johnson & Johnson, ein neues Zielmolekül (Target) aus dem Bereich der Autoimmun- und entzündlichen Erkrankungen bestimmt. MorphoSys wird gegen dieses Zielmolekül von Centocor mit der HuCAL GOLD-Technologie Antikörper entwickeln. Centocor ist für die weitere präklinische und klinische Entwicklung sowie für die anschließende Vermarktung aller resultierenden Produkte zuständig.
GPC Biotech AG
Im Februar 2005 hat MorphoSys den Beginn der klinischen Erprobung der Phase 1 durch die GPC Biotech AG für einen vollständig humanen Krebs-Antikörper auf der Grundlage der HuCAL-Technologie bekannt gegeben.
Novartis AG
Im August 2005 konnte MorphoSys ein erstes therapeutisches Antikörperprogramm mit Novartis AG ("Novartis") erfolgreich zum Abschluss bringen. MorphoSys hat zahlreiche vollständig humane Antikörper entwickelt, die vordefinierte Erfolgskriterien gegen ein Krebs-Zielmolekül von Novartis erfüllten, und damit im Rahmen der Zusammenarbeit die erste erfolgsabhängige Meilensteinzahlung ausgelöst. Die Projektarbeit hatte im September 2004 begonnen und konnte innerhalb von elf Monaten zum Abschluss gebracht werden.
Schering AG
Im Oktober 2005 startete MorphoSys im Rahmen seiner Zusammenarbeit mit der Schering AG ("Schering") drei weitere therapeutische Antikörperprogramme. Schering hat drei neue Zielmoleküle ausgewählt, gegen die MorphoSys auf der Grundlage seiner HuCAL GOLD-Technologie Antikörper entwickeln wird. Daneben hat MorphoSys acht exklusive Lizenzen für in-vivo-Diagnostika an Schering vergeben.
Eigene Produktentwicklung
MorphoSys hat sein Ziel für 2005 nicht erreicht, einen kommerziellen Partner für zumindest einen seiner eigenen Antikörperkandidaten zu finden. Die gegenwärtige Pipeline eigener therapeutischer Antikörperprogramme besteht aus den vier Kandidaten MOR101, MOR102, MOR103 und MOR202. Derzeit führt MorphoSys eine strategische Bewertung seiner eigenen Produktentwicklung durch, um den künftigen wirtschaftlichen Erfolg zu steigern. Die Ergebnisse dieser Untersuchung werden bei der Bilanzpressekonferenz der Gesellschaft im Februar 2006 bekannt gegeben.
MOR102
Im April 2005 gab MorphoSys aktuelle Informationen zum Antikörperprogramm MOR102 zur Behandlung chronischer Entzündungen bekannt. Als Teil dieses Programms hatte MorphoSys eine präklinische Studie in Auftrag gegeben, um in einem Tierversuch die Wirksamkeit von MOR102 mit der der zugelassenen biopharmazeutischen Wirkstoffe Amevive® und Raptiva® bei Schuppenflechte zu vergleichen. Obwohl bei allen getesteten Substanzen auf Basis mehrerer Hautproben von Schuppenflechte-Patienten ein therapeutischer Effekt beobachtet wurde, zeigte eine sorgfältige Analyse der Daten, dass es nicht möglich war, statistisch vertretbar zwischen den Wirkstoff-vermittelten Effekten und der beobachteten spontanen Heilungsrate in der Placebo-behandelten Gruppe (Negativkontrolle) zu unterscheiden. Deshalb war es aufgrund der Studie nicht möglich, Rückschlüsse auf die Wirksamkeit von MOR102 im Vergleich zu Amevive® oder Raptiva® zu ziehen.
Segment Forschungsantikörper
Seit dem Start des Segments konnten verschiedene Erfolge im Bereich der Identifizierung und Herstellung von Forschungsantikörpern erzielt werden. Das übergeordnete Ziel ist die schnelle und effiziente Herstellung von Forschungsantikörpern.
Herstellung von Antikörpern im Hochdurchsatz
Antibodies by Design hat im letzten Geschäftsjahr ein umfangreiches Softwareprojekt abgeschlossen, das die Effizienz der internen Verwaltung von Kunden-, Prozess-, Lager- und Stoffdaten mit Hilfe eines relationalen Datenbanksystems deutlich verbessert und so die Zahl parallel durchführbarer Projekte erhöht. Die Etablierung eines Barcode-Systems zur Unterstützung der PSA(Panning & Screening Automation)-Software ist Teil eines umfassenderen Automatisierungsprogramms von Antibodies by Design, um die Effizienz und Schnelligkeit der Antikörperherstellung im Hochdurchsatz kontinuierlich zu steigern.
Produktstart von rekombinanten HuCAL GOLD Antikörpern bei Biogenesis
Im September 2005 führte Antibodies by Design eine Reihe vollständig humaner, rekombinanter Forschungsantikörper aus der HuCAL GOLD Antikörperbibliothek in den Verkaufskatalog der Biogenesis-Gruppe ein. Diese rekombinanten Forschungsantikörper wurden sowohl im Rahmen bestehender Forschungskooperation identifiziert, als auch proaktiv von Biogenesis gegen Zielmoleküle entwickelt, für die eine klare Nachfrage von potentiellen Neukunden besteht.
National Institute of Diabetes and Digestive and Kidney Diseases (NIDDK)
Im November 2005 hat Antibodies by Design die Veröffentlichung einer wissenschaftlichen Publikation eines Kunden angekündigt, in der Antikörper aus der HuCAL GOLD Bibliothek von MorphoSys zum Einsatz kamen. Mithilfe ihres schnellen Hochdurchsatzverfahrens zur Herstellung von Antikörpern hat Antibodies by Design ein Set aus acht monoklonalen und vollständig humanen Mini-Antikörper speziell gegen die von Dr. G. Marius Clore zur Verfügung gestellten HIV-1-Protein-gp41-Antigene identifiziert. Anschließend analysierten Wissenschaftler aus der Arbeitsgruppe von Dr. Clore und Dr. Bewley am National Institute of Diabetes and Digestive and Kidney Diseases (NIDDK) – eine Abteilung des US-amerikanischen National Institute of Health (NIH) – diese Antikörper genauer und veröffentlichten die Resultate in der aktuellen Ausgabe des Journal of Molecular Biology. Die Analyse zeigt, dass die HuCAL-basierten Antikörperfragmente ein Set nützlicher Werkzeuge zur Studie der HIV-1-verursachten Zellfusion darstellen und als Fusionsinhibitoren wirken können, die die HIV-1 Partikel am Eindringen in ihre Zielzellen hindern können.
Geistiges Eigentum
Patentstreit mit AME/Eli Lilly beigelegt
Im September 2005 hat MorphoSys ein gegenseitiges Lizenzabkommen mit dem Pharmakonzern Eli Lilly & Company für den Einsatz rekombinanter Protein-Technologien geschlossen. Die Vereinbarung sichert MorphoSys den Zugang zu den Kauffman-Patenten. Gleichzeitig erhält Lilly im Rahmen der Vereinbarung für bestimmte Zeit eine Lizenz zur Nutzung der HuCAL GOLD-Technologie von MorphoSys in seinen internen Forschungs- und Ent-wicklungsprogrammen. Diese Vereinbarung ist Teil der Beilegung des Patentstreits mit Applied Molecular Evolution (AME), einer 100 %igen Tochtergesellschaft des Lilly-Konzerns, den AME in 2001 gegen MorphoSys angestrengt hatte.
Informationstechnologie
Das Geschäft von MorphoSys zeigte hohe Wachstumsraten im Bezug auf Mitarbeiterzahlen und Geschäftsvolumen. Beides stellt eine Herausforderung sowohl für die Unternehmensführung als auch für die IT-Infrastruktur dar. MorphoSys wird kontinuierlich seine Informations- und Kommunikationssysteme verbessern und ausbauen, um sicher zu stellen, dass alle Konzernstandorte gut eingebunden sind und alle Mitarbeiter jederzeit effizient mit dem wachsenden Kundenstamm des Unternehmens kommunizieren können.
Während des Jahres 2005 hat MorphoSys ein neues Kundenmanagementsystem (CRM) eingeführt, um die Kommunikation zwischen Kunden und Mitarbeitern des MorphoSys-Konzerns zu verbessern. Die Unternehmen der im Januar 2005 übernommenen Biogenesis-Gruppe wurden ins Netzwerk des Unternehmens eingebunden, um zu gewährleisten, dass alle Mitarbeiter Zugang zu allen notwendigen Informationen haben. Für die interne Verwaltung hat MorphoSys eine Personalsoftware eingeführt, um die Verwaltung der erhöhten Mitarbeiterzahlen zu erleichtern.
Finanzierung
Im März 2005 hat MorphoSys 490.133 Aktien in einer Privatplatzierung zu einem Preis von 35,50 q je Aktie platziert. Die Gesellschaft erzielte einen Bruttoerlös von rund 17,4 Mio. q. Den Emissionserlös wird MorphoSys zur Finanzierung bestehender und zukünftiger Expansionsmöglichkeiten zur Beschleunigung seines internen und externen Umsatzwachstums vor allem im Bereich der Forschungsantikörper nutzen. Durch die Kapitalerhöhung ist die Zahl der ausgegebenen Aktien von 5.438.852 auf 5.928.985 und das gezeichnete Grundkapital von 16.316.556 q auf 17.786.955 q gestiegen.
Produktion
Zur Verbesserung seines Produktionsprofils hat MorphoSys zusammen mit der Wacker Biotech GmbH ("Wacker") eine Machbarkeitsstudie durchgeführt. Wacker konnte zeigen, dass sein eigenes E. coli-Sekretionssystem einen deutlich einfacheren und kostengünstigeren Weg zur Erlangung höherer Ausbeuten an Antikörperfragmenten für die Verwendung in der Forschung und für diagnostische und therapeutische Anwendungen bietet. Im Rahmen der gemeinsamen Vereinbarung erhält MorphoSys nun das Recht, das Wacker-Sekretionssystem zur Herstellung von Antikörperfragmenten im Forschungsmaßstab für therapeutische Projekte sowohl für eigene Zwecke als auch für Projekte mit seinen Partnern zu nutzen.
Beschaffung
Die Beschaffung von MorphoSys konzentriert sich auf Chemikalien und Labormaterialien für die Forschung und Entwicklung. Die Gesellschaft bezieht das gesamte benötigte Material von verschiedenen internationalen Lieferanten und bestellt unter Berücksichtigung aller Qualitätsanforderungen im Allgemeinen bei den preisgünstigsten Lieferanten. Ein wichtiges Ziel ist die Sicherstellung einer jederzeitigen ausreichenden Versorgung zu günstigen Kosten. Im Zusammenhang mit den jüngsten Akquisitionen sollen internationale Lieferanten gefunden werden, um eine bestmögliche Verhandlungspositionen bei den Lieferanten des Unternehmens zu erreichen.
Personal
Menschen bei MorphoSys
MorphoSys hat sich zum Ziel gesetzt, durch die Qualität, das Engagement und letztlich die Leistung seiner Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter einen dauerhaften Wettbewerbsvorteil zu erarbeiten. Der Unternehmenserfolg hängt im ganz entscheidenden Maße von der Fähigkeit ab, hochqualifiziertes und motiviertes Personal für alle Arbeitsbereiche zu gewinnen und zu halten. Im abgelaufenen Geschäftsjahr lag die Fluktuationsrate im Unternehmen bei niedrigen 3,5%.
Erfolgsabhängige Vergütung und Aktienoptionsprogramme
Der Erfolg von MorphoSys beruht auf der hohen Motivation seiner Belegschaft. In diesem Sinn nehmen alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an einem Zielvereinbarungsprogramm teil. Im Jahr 2005 führte MorphoSys ein neues Bonussystem für alle Mitarbeiter ein. Die jährliche Bonuszahlung für jeden Mitarbeiter ist abhängig von der Erreichung persönlicher Ziele, aber auch von Abteilungs- und Unternehmenszielen. Für Mitarbeiter in leitenden Funktionen sind die Unternehmensziele stärker gewichtet und haben einen größeren Einfluss auf die individuelle Bonuszahlung. Das neue Bonussystem ist so aufgesetzt, dass es den Ansprüchen in einem wachsenden Unternehmen gerecht werden kann.
Zusätzlich haben alle Mitarbeiter die Möglichkeit, sich im Rahmen eines langfristigen Prämiensystems am Aktienoptions- oder Wandelschuldverschreibungsprogramm zu beteiligen. Ziel dieses Programms ist es, die Belegschaft langfristig am Unternehmenserfolg teilhaben zu lassen.
Ernennung eines neuen Vorstandsmitglieds
Am 1. November 2005 wurde Frau Dr. Marlies Sproll zum Vorstand Forschung und Entwicklung der MorphoSys AG bestellt. Frau Dr. Sproll ist für die Forschung und Entwicklung sowie das Management der bestehenden Partnerschaften verantwortlich. Sie kam im Oktober 2000 als Abteilungsleiterin Forschung und Entwicklung zu MorphoSys und wurde im September 2004 zum Senior Vice President für die gesamte Forschung und Entwicklung der MorphoSys AG ernannt.
Mitarbeiter des MorphoSys-Konzerns


Entwicklung
Anzahl und Qualifikation der Mitarbeiter
Am 31. Dezember 2005 waren im MorphoSys-Konzern 172 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigt (31. Dezember 2004: 132). Im Jahresdurchschnitt zählte der Konzern in 2005 170 Beschäftigte (2004: 117).
Von den 172 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern waren 123 in der Forschung und Entwicklung sowie 49 in den Bereichen Vertrieb und Verwaltung beschäftigt. Zum Jahresende 2005 beschäftigte MorphoSys 46 promovierte Mitarbeiter (31. Dezember 2004: 45).
Von der Konzernbelegschaft arbeiteten 27 in der Biogenesis-Gruppe, von denen 10 in der Forschung und Entwicklung sowie 17 in den Bereichen Vertrieb und Verwaltung beschäftigt waren.
Am 31. Dezember 2005 befand sich ein Auszubildender in der Ausbildung zum "Fachinformatiker Informationstechnologie" (31. Dezember 2004: 2).
| Numer of Employees | |
|---|---|
| MorphoSys AG, Martinsried/Munich | 145 |
| MorphoSys, Inc., Charlotte, North Carolina, U.S.A. | – |
| MorphoSys IP GmbH, Martiensried/Munich | – |
| Biogenesis Ltd., Poole, U.K. | 23 |
| Biogenesis Inc., Brentwood, New Hampshire, U.S.A. | 4 |
| Total | 172 |
Umweltschutz und Gesundheitsvorsorge
MorphoSys betreibt seine Forschung in Laboratorien der Sicherheitsstufen "Bio I" und "Bio II" unter Beachtung der geltenden gesetzlichen Vorschriften. Dabei gehen die internen Standards über die gesetzlich vorgegebenen Vorschriften hinaus. Ein für Arbeitssicherheit ausgewiesener Mitarbeiter gehört einem Expertenteam von Verantwortlichen in den Bereichen Arbeitssicherheit, Biologische Sicherheit und vorbeugender Brandschutz an. Um mit den neuesten Richtlinien vertraut zu sein, werden die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter regelmäßig geschult. Bisher hat keine behördliche Kontrolle Anlass zu einer Änderung in den Arbeitsabläufen gegeben. Alle eingesetzten Laborgeräte werden von eigenen Fachkräften regelmäßig gewartet und ständig auf dem höchstmöglichen Sicherheitsstandard gehalten. Im Jahr 2005 hat sich kein meldepflichtiger Arbeitsunfall ereignet.
Ein detailliertes Abfallkonzept mit ausführlicher Dokumentation gewährleistet bei der Entsorgung des Laborabfalls die Einhaltung geltender Grenzwerte und Richtlinien.
Alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von MorphoSys werden regelmäßig medizinisch untersucht. Für alle neuen Beschäftigten im Forschungsbereich findet eine Einstellungsuntersuchung statt. Diese Untersuchungen werden jährlich wiederholt. Darüber hinaus werden die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter routinemäßig gegen Hepatitis A und B geimpft.
Risikobericht
MorphoSys ist ein weltweit tätiges Unternehmen, dessen unternehmerische Tätigkeit mit verschiedenen Risiken behaftet ist, die viele Geschäftsfunktionen betreffen können. Jedes dieser Risiken könnte erhebliche negative Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage von MorphoSys haben. In Übereinstimmung mit dem Gesetz zur Kontrolle und Transparenz im Unternehmensbereich (KonTraG) hat MorphoSys über alle Funktionen und Abläufe hinweg ein umfassendes und effizientes System eingerichtet, um Risiken zu erkennen, zu bewerten, zu übermitteln und zu bewältigen. Aufgabe des Risikomanagements ist es, Risiken so früh wie möglich zu erkennen, betriebliche Verluste mit geeigneten Maßnahmen so gering wie möglich zu halten und existenzgefährdende Risiken zu vermeiden. Auf Konzernebene erfolgen regelmäßig Risikoanalysen beispielsweise durch die Konzernabteilungen Recht, Steuern und Versicherung, Personal, Finanzen, Strategische Planung & Controlling, Business Development sowie Produktion.
Generelle Geschäftsrisiken
MorphoSys unterliegt den typischen Industrie- und Konjunkturrisiken, die mit der Entwicklung von menschlichen Antikörpern für den Gebrauch in Forschung, Diagnostik und Therapie einhergehen. Es ist bekannt, dass die Entwicklung von Medikamenten unter Inkaufnahme hoher Ausfallraten 10 bis 15 Jahre erfordert. MorphoSys minimiert diese Risiken, indem das Unternehmen seine Produkte zusammen mit Pharma- und Biotechnologieunternehmen entwickelt, die für klinische Entwicklung und Marketing verantwortlich sind. Es besteht generell die Gefahr, dass keines der Antikörperprodukte aus der gegenwärtigen Antikörperpipeline von MorphoSys erfolgreich entwickelt werden kann.
In seinem zweiten Geschäftssegment stellt der MorphoSys-Konzern Antikörper für Forschung und Diagnostik her. Es besteht die Gefahr, dass diese Produkte nicht den Anforderungen der Kunden genügen oder dass andere Produkte günstiger angeboten werden.
Akquisitionsrisiken
Im Jahr 2005 erwarb MorphoSys die Biogenesis-Gruppe, um Zugang zu neuen Vertriebs- und Vermarktungskanälen zu erlangen. In der Zukunft könnte MorphoSys weitere Firmen oder Technologien erwerben, um seinen Marktanteil zu erhöhen und vorhandenes Geschäft zu ergänzen. Der Erwerb von Unternehmen kann MorphoSys Risiken aussetzen, die mit der Integration der neuen Technologien, Geschäftseinheiten und Standorte sowie des Personals verbunden sind, dem Risiko, dass die Anschaffungskosten nicht durch entsprechende Umsätze ausgeglichen werden können, dass Dividendenpapiere ausgegeben werden und dies zu einer Verwässerung kommt, dass das gute Verhältnis zu den Angestellten und zu den Kunden nicht aufrecht erhalten werden kann und dass zusätzliche Kosten durch zukünftige Abschreibungen oder Wertminderungen von erworbenen immateriellen Vermögenswerten oder zukünftigen Geschäften anfallen. Falls die hier genannten Risiken nicht angegangen werden, kann dies dazu führen, dass das Unternehmen den Nutzen der Akquisition nicht in einem angemessen Zeitrahmen realisieren kann.
Risiken der Produktentwicklung
MorphoSys engagiert sich im Bereich der Entwicklung therapeutischer Antikörper für seine kommerziellen Partner und seit kürzerem für eigene Rechnung. Daher umfasst die Produktpipeline von MorphoSys Entwicklungsprogramme für therapeutische Antikörper, die die Gesellschaft entweder gemeinsam mit Partnern oder allein durchführt. Diese Programme können aufgrund zahlreicher Risiken, die der Entwicklung von medizinischen Therapeutika eigen sind, scheitern. Produktkandidaten erfordern präklinische Studien und klinische Versuche am Menschen sowie eine anschließende behördliche Zulassung für die Vermarktung. Bislang hat keiner der Lizenznehmer und Kooperationspartner von MorphoSys ein Produkt auf den Markt gebracht, das auf der HuCAL-Technologie der Gesellschaft beruht und es wird nicht davon ausgegangen, dass auf HuCAL beruhende Produkte in den nächsten Jahren die Marktreife erlangen werden. Zudem hat bislang keiner der HuCALbasierten Produktkandidaten alle Phasen der klinischen Erprobung und das behördliche Zulassungsverfahren erfolgreich durchlaufen. Präklinische Studien erlauben keine Vorhersage und geben keinerlei Gewissheit hinsichtlich Sicherheit und Wirksamkeit am Menschen und lassen nicht ohne weiteres auf die Ergebnisse der entscheidenden klinischen Tests am Menschen schließen.
Risiken aus Wettbewerb und Technologiewandel
Das unternehmerische Umfeld von MorphoSys ist von raschem Wandel und intensivem Wettbewerb geprägt. Zu den Wettbewerbern von MorphoSys zählen bedeutende Pharma-, Chemie- und Biotechnologieunternehmen, die über vergleichsweise umfangreichere finanzielle, technische und vertriebliche Ressourcen verfügen. Außerdem sind einige Biotechnologieunternehmen Partnerschaften mit großen etablierten Unternehmen eingegangen, um die Forschung, Entwicklung und Vermarktung von Produkten zu intensivieren, die mit denen von MorphoSys in Wettbewerb treten könnten. Darüber hinaus sind verschiedene Forschungs- und wissenschaftliche Institute in ähnlichen Bereichen wie MorphoSys tätig. Einige der Wettbewerber der Gesellschaft konzentrieren sich derzeit darauf, Marktanteile zu gewinnen und bieten Kooperationspartnern ihre Technologie zu geringen Kosten oder sogar kostenlos an. Das erste in den Markt eingeführte Pharmaprodukt genießt in der Regel einen erheblichen Vorteil gegenüber später eingeführten Produkten, insbesondere deshalb, weil spätere potenzielle Marktteilnehmer die besseren Eigenschaften ihrer Produkte gegenüber den bereits eingeführten Produkten nachweisen müssen. MorphoSys arbeitet unter dem Risiko, dass sich von seinen Wettbewerbern entwickelte Technologien und Produkte als sicherer, kostengünstiger und effektiver herausstellen als seine eigenen. Zudem besteht das Risiko, dass mit Hilfe dieser Technologien Produkte hergestellt werden, die früher auf den Markt kommen und erfolgreicher sein könnten als die von MorphoSys entwickelten.
Produktrisiken
Die Vermarktung und der Verkauf von Antikörperprodukten und Dienstleistungen für bestimmte Anwendungen sind einem möglichen Produkthaftungsrisiko ausgesetzt. Die Gesellschaft kann nicht davon ausgehen, dass keine Produkthaftungsklagen gegen sie vorgebracht werden. MorphoSys verfügt über eine Produkthaftpflichtversicherung; es gibt jedoch keinerlei Gewähr, dass dieser Versicherungsschutz zu vertretbaren Kosten und akzeptablen Konditionen aufrecht erhalten werden kann oder dass er ausreicht, um MorphoSys gegen eine Klage oder einen Verlust oder gegen alle möglichen Klagen oder Verluste zu schützen.
Abhängigkeit von Gesundheitsvorsorge und Ausgaben der Pharmaindustrie
MorphoSys ist abhängig von verschiedenen Einnahmequellen wie vor allem Gebühren, Meilensteinzahlungen und Tantiemen von Lizenznehmern und Kooperationspartnern, von der Verfassung der öffentlichen Haushalte und der Finanzmärkte, von der Regierung und staatlichen Gesundheitsbehörden, von Forschungsinstituten, privaten Krankenversicherern und anderen Organisationen. Ein Teil der von MorphoSys generierten Umsatzerlöse stammt aus der Zusammenarbeit mit Partnern unter anderem aus der Pharmabranche. Viele Kooperations- und /oder Auslizenzierungsverträge sehen Meilensteinzahlungen und Tantiemen vor, die bei Erfüllung bestimmter Kriterien fällig werden. MorphoSys hat keinen Einfluss darauf, ob seine Kooperationspartner oder Lizenznehmer diese Meilensteine erreichen oder ob auf seiner Technologie basierende Produkte überhaupt von seinen Partnern weiterentwickelt werden. Darüber hinaus könnten pharmazeutische Unternehmen versuchen, eher Produkte einzulizenzieren, die bereits in einem relativ fortgeschrittenen Entwicklungsstadium wie zum Beispiel Phase-2-Präparate sind, als Produktkandidaten, die sich noch in präklinischen Testphasen befinden. Folglich könnten Produkte aus der Pipeline von MorphoSys ein nicht genügend fortgeschrittenes Entwicklungsstadium erreichen, um für diese Pharmaunternehmen für eine gewisse Zeit von Interesse zu sein. Die Gesellschaft kann daher keine Gewähr dafür geben, dass sie aus ihren bestehenden oder zukünftigen Partnerschaften stetige Umsatzerlöse erzielen wird.
Risiken in Verbindung mit geistigem Eigentum
MorphoSys ist oder war in der Vergangenheit Beteiligter in Gerichtsverfahren in Deutschland oder ähnlichen Verfahren im Ausland, auch in den USA, die durch die Gesellschaft selbst eingereichte oder gegen sie erhobene Klagen wegen angeblicher Lizenz- oder Patentverletzungen im Rahmen des normalen Geschäftsverlaufs zum Gegenstand hatten. Nach der Beilegung des Patentstreits mit Applied Molecular Evolution/Eli Lilly im September 2005 sind derzeit keine signifikanten Patentstreitigkeiten anhängig. Allerdings sind die Gebiete der rekombinanten Antikörperbibliotheken und der Phagen-Display-Technologie, in denen die Gesellschaft tätig ist, relativ neu und die Frage des geistigen Eigentums der verschiedenen beteiligten Parteien ist komplex und prozessanfällig. Daher kann MorphoSys keine Garantie dafür übernehmen, dass keine weiteren Patentklagen durch Unternehmen eingereicht werden, die erteilte Patente besitzen oder solche, die gegenwärtig noch nicht erteilt sind bzw. von denen die Gesellschaft keine Kenntnis hat. Jedes derartige eingeleitete Verfahren, das gegen MorphoSys entschieden wird, könnte wesentliche nachteilige Auswirkungen auf seine Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben.
Zusätzlicher Finanzbedarf
MorphoSys wird auch zukünftig einen erheblichen Kapitalbedarf haben. Der Kapitalbedarf wird von vielen Faktoren abhängen, unter anderem von der Fähigkeit der Gesellschaft, Lizenznehmer zu finden und ertragbringende Kooperationen zu schließen sowie von dem Erfolg solcher Kooperationen in Bezug auf Umsatzerlöse, etwa aus Lizenzgebühren, Meilensteinzahlungen und Tantiemen. Die Kosten der präklinischen Studien für Produkte und Technologien von MorphoSys und die Kosten der Anmeldung, der Verteidigung und der Durchsetzung von Patentrechten könnten die Rückflüsse aus diesen Produkten übersteigen. Die Gesellschaft könnte auch in die Lage kommen, in künftigen Jahren weitere Finanzmittel aufnehmen zu müssen; sie kann jedoch keine Gewähr geben, dass ihr im Bedarfsfall ausreichende Mittel zu annehmbaren Konditionen oder überhaupt zur Verfügung stehen werden. Sollten ausreichende Mittel nicht oder nicht zu annehmbaren Konditionen zur Verfügung stehen, könnte MorphoSys gezwungen sein, seine Aufwendungen für Forschung und Entwicklung, Produktion oder Marketing weiter zu reduzieren. Jede dieser Entwicklungen könnte eine erhebliche nachteilige Auswirkung auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage von MorphoSys haben. Für den Fall, dass die Gesellschaft zusätzliches Kapital durch die Ausgabe neuer Aktien aufnimmt, könnten bestehende Aktionäre möglicherweise eine Verwässerung ihrer Anteile erfahren.
Währungsrisiko
Der Konzernabschluss der Gesellschaft wird in Euro erstellt. Während die Aufwendungen von MorphoSys überwiegend in Euro anfallen, hängt ein erheblicher Teil der Umsatzerlöse vom jeweiligen Wechselkurs zwischen US-Dollar und Euro ab. Die Gesellschaft prüft im Jahresverlauf die Notwendigkeit von Kurssicherungsgeschäften zur Minderung des Wechselkursrisikos und setzt gegebenenfalls derivative Finanzinstrumente ein.
Abhängigkeit von wichtigen Mitarbeitern
MorphoSys hatte bisher keine Schwierigkeiten, Führungskräfte oder Wissenschaftler einzustellen oder zu halten. Die Fähigkeit, zu allen Zeiten qualifiziertes Fachpersonal zu gewinnen und zu halten, ist für den Unternehmenserfolg von entscheidender Bedeutung. Vor dem Hintergrund des heftigen Wettbewerbs um erfahrene Wissenschaftler zwischen zahlreichen Pharma- und Biotechnologieunternehmen sowie wissenschaftlichen und anderen Forschungsinstituten kann es keine Gewähr geben, dass MorphoSys künftig in der Lage sein wird, dieses Personal zu vertretbaren Konditionen einzustellen und zu halten. Für geplante geschäftliche Aktivitäten wird ebenfalls zusätzliches Personal mit unterschiedlichen Expertisen, unter anderem Managementerfahrung, erforderlich. Sollte die Gesellschaft nicht in der Lage sein, dieses Personal einzustellen oder die erforderliche Expertise intern selbst aufzubauen, könnte dies erhebliche nachteilige Auswirkungen auf ihre operative Tätigkeit haben.
Marktchancen
MorphoSys gehört zu den weltweit führenden Biotechnologieunternehmen im Bereich der humanen Antikörper. Das Unternehmen verfügt über eine der führenden Technologien in diesem Bereich, die sowohl für Forschungszwecke und in der Diagnostik als auch für die Herstellung von präzise wirkenden Antikörpermedikamenten eingesetzt werden kann. Antikörper repräsentieren die am schnellsten wachsende Klasse von Medikamenten in der pharmazeutischen Industrie. MorphoSys sieht sich in diesem Markt bestens positioniert und erwartet, sein Wachstum weiter fortzusetzen.
Therapeutische Antikörper
MorphoSys ist ein weltweit tätiges Unternehmen im Bereich der therapeutischen Antikörper. Nur einige wenige Unternehmen bieten Technologien zur Entwicklung humaner Antikörper an, und MorphoSys verfügt über eine der modernsten Technologien in diesem Feld. MorphoSys Technologien sind durch erteilte Patente und anhängige Patentanmeldungen geschützt, die das Unternehmen vor Wettbewerb schützen. Aufgrund hoher Markteintrittsbarrieren für neue Unternehmen und aufgrund der wachsenden Nachfrage nach Antikörpermedikamenten erwartet MorphoSys in den kommenden Jahren eine steigende Anzahl von Partnerschaften. Wie die Kooperationen der vergangenen sechs bis sieben Jahre belegen, verfügt MorphoSys über eine große
Anzahl von Partnerschaften mit Pharma- und Biotechnologie-Unternehmen, welche über das notwendige Know-how verfügen, neue Medikamente zu entwickeln. Weiterhin war MorphoSys äußerst erfolgreich, bestehende Partnerschaften zu verlängern. In Zukunft besteht die Möglichkeit, nicht nur neue Partnerschaften zu gewinnen, sondern auch bestehende Partnerschaften zu verlängern und zu erweitern.
Durch die Mitwirkung bei der Medikamentenentwicklung mit vielen Partnern konnte MorphoSys sein Risikoprofil mindern. Mit aktuell 25 – 30 aktiven therapeutischen Antikörperprogrammen aus der Zusammenarbeit mit verschiedenen Kooperationspartnern sind die Chancen für MorphoSys wesentlich höher, finanziell an einem oder mehreren vermarkteten Produkten zu profitieren, als im Fall, dass das Unternehmen weniger Kooperationen und weniger Entwicklungsprogramme vorzuweisen hätte. In Zukunft, wenn die Antikörperprogramme in ihrer Entwicklung weiter voranschreiten, werden die Höhe der erfolgsabhängigen Zahlungen für MorphoSys und deren Anteil am Gesamtumsatz zunehmen.
Im Hinblick auf MorphoSys eigene Entwicklungspipeline, plant das Unternehmen stärker in seine eigenen Antikörperprogramme zu investieren. MorphoSys plant, das Antikörperprogramm MOR103 für die Behandlung von rheumatoider Arthritis mindestens bis zur IND (Investigational New Drug) zu entwickeln. Durch diese erweitere Entwicklung in Eigenregie erwartet sich MorphoSys finanziell lukrativere Bedingungen, als wenn das Programm früher auslizenziert werden würde.
Forschungsantikörper
Durch die Akquisition von Serotec wurde MorphoSys zum führenden Anbieter von Antikörpern und Antikörpertechnologien für die Anwendung in Forschung und Diagnostik in Europa. Durch diesen Schritt, und durch die frühere Akquisition von Biogenesis, hat das Unternehmen eine starke Basis geschaffen, um HuCAL Antikörper im Forschungs- und Diagnostik-Markt zu vertreiben. Diese Märkte wurden traditionell von Antikörpern beherrscht, die aus Tieren stammten. MorphoSys will den technologischen Wandel hin zu neuen in-vitro-Methoden zur Antikörperherstellung anführen und hat einen Zeitvorteil hierbei erreicht. Im Gegensatz zu tierbasierten Technologien bieten in-vitro-Methoden wie etwa HuCAL, Vorteile wie größere Schnelligkeit, Hochdurchsatz, und Flexibilität bei der Antikörper-Herstellung.
MorphoSys hat seine Fähigkeit bewiesen, Akquisitionen in diesem Marktsegment erfolgreich abzuschließen, und nutzt diese Möglichkeit, um sein Wachstum zu beschleunigen. MorphoSys plant auch in Zukunft, mit Hilfe von Zusammenschlüssen und Akquisitionen seinen Marktanteil zu erhöhen und seine Wachstumsziele zu erreichen. Ausgehend von der heutigen Position als führendes Unternehmen in europäischen Markt erwartet das Unternehmen, auch weltweit eines der führenden Unternehmen in diesem Bereich zu werden.
Ausblick und Prognose
Ausblick auf die Weltwirtschaft
In seinem Ausblick auf die Weltwirtschaft ist der Internationale Währungsfonds IMF im September 2005 – trotz des erneuten Anstiegs der Ölpreise im dritten Quartal 2005 – bei seiner Wachstumsprognose für 2006 von +4,25% geblieben. Das Wachstum würde damit deutlich über dem langfristigen Durchschnitt von +3,5% liegen. Der IMF geht in seiner Prognose davon aus, dass die wachstumsdämpfenden Effekte des Ölpreisanstiegs durch eine weiterhin zurückhaltende Geldpolitik, günstige Konditionen am Finanzmarkt – vor allem niedrige Langfristzinsen – und eine nachhaltige Stärkung der Kapitalstrukturen von Unternehmen ausgeglichen werden.
Ausblick auf den Biotechnologiesektor
Für das Jahr 2006 wird mit einer Fortsetzung der positiven Entwicklung der Biotechnologiebranche gerechnet. Burrill & Company gehen im Vergleich zum Jahr 2005 von einer Zunahme der Emissionstätigkeit mit über 30 Börsengängen in den USA und einer noch weit größeren Zahl weltweit aus. Es wird erwartet, dass Biotechnologieunternehmen im Jahr 2006 über 35 Mrd. US \$ Kapital aufnehmen werden, davon rund 25 Mrd. US \$ am Eigenkapitalmarkt und 10 Mrd. US \$ durch den Abschluss von Partnerschaften. Man geht von einem anhaltenden Trend zur Konsolidierung durch M&A-Transaktionen mit mehr Abschlüssen als in 2005 aus, vor allem unter größeren Unternehmen.
Strategie
MorphoSys betreibt sein Geschäft in zwei Geschäftseinheiten. Das Segment Therapeutische Antikörper entwickelt Arzneimittelkandidaten sowohl für kommerzielle Partner als auch für die MorphoSys-eigene Produkt-Pipeline. Die zweite Geschäftseinheit Forschungsantikörper beliefert den Forschungssektor mit Antikörpern unter den Marken "Antibodies by Design" und "Biogenesis" sowie ab 2006 auch unter der Marke "Serotec", zukünftig unter der gemeinsamen Marke AbD – Antibodies Direct.
Für die Zukunft erwartet MorphoSys Wachstum in beiden Geschäftseinheiten und geht von der Unterzeichnung weiterer Kooperationen im Bereich therapeutische und Forschungsantikörper aus. Daneben ist vorgesehen, in die Entwicklung eigener Antikörper-Therapeutika zu investieren. Für das Segment Forschungsantikörper (AbD) ist es erklärtes Ziel, die HuCAL-Technologie in der Life-Sciences-Industrie als Industriestandard für die Herstellung von Antikörpern zu etablieren. Daneben ist MorphoSys bestrebt, seinen Anteil am Weltmarkt durch eine Kombination aus internem und externem Wachstum zu erhöhen. In beiden Segmenten besteht die Absicht, sich neue geographische Märkte, z.B. im asiatisch-pazifischen Raum, zu erschließen.
Umsatzerlöse
In Übereinstimmung mit den Erwartungen für ein Wachstumsunternehmen der Life-Sciences-Industrie geht MorphoSys von einem langfristigen organischen Umsatzanstieg von jahresdurchschnittlich mindestens 15% aus. Im Schnitt der letzten fünf Jahre lag das Wachstum bei 36%.
MorphoSys erhält im Rahmen seiner therapeutischen Antikörper-Kooperationen regelmäßig wiederkehrende kurz- und langfristige Lizenzzahlungen, Zahlungen für Auftragsforschung, leistungsabhängige Erfolgsprämien und klinische Meilensteinzahlungen. Für das Jahr 2006 wird davon ausgegangen, dass die Meilenstein- und erfolgsabhängigen Zahlungen einen höheren Anteil am Gesamtumsatz haben werden als in den Vorjahren. Solche erfolgsabhängigen Zahlungen bieten zwar Spielraum für mögliche Steigerungen, weisen aber während des Jahres auch eine höhere Volatilität und Unberechenbarkeit auf.
Die Umsätze des Forschungsantikörper-Segments AbD sollten weiter stiegen. Durch den Erwerb von Serotec im Januar 2006 werden sich die Umsatzerlöse mindestens verdreifachen. Durch die Übernahmen von Biogenesis und Serotec erschließen sich MorphoSys für seine innovative HuCAL Antikörper-Technologie neue Vertriebskanäle und Kunden. Die Umsatzerlöse des Segments AbD setzen sich aus Umsätzen mit fertigen Antikörpern aus den Antikörper-Katalogen von Biogenesis und Serotec, Dienstleistungsumsätzen der Geschäftseinheit Antibodies by Design für maßgeschneiderte monoklonale Antikörper und aus Umsätzen für die Antikörper-Produktion zusammen.
Aufwendungen
Für das Jahr 2006 wird im Vergleich zum Vorjahr mit höheren Aufwendungen gerechnet. Hauptgrund ist der Anstieg des im MorphoSys-Konzern jahresdurchschnittlich beschäftigten Personals. Außerdem wird der Personalaufwand durch einen höheren aktienbasierten Vergütungsaufwand als Folge der Anfang 2006 gewährten Aktienoptionen und Wandelschuldverschreibungen steigen. Ein zusätzlicher Kostenanstieg wird sich aus der Weiterentwicklung der grundlegenden HuCAL-Technologie und höheren Investitionen in die Produktentwicklung ergeben.
Forschung und Entwicklung
Die Forschung und Entwicklung wird auch in den kommenden Jahren ein Hauptaugenmerk bleiben. MorphoSys ist bestrebt, seine Technologieführerschaft im Bereich der humanen Antikörper aufrecht zu erhalten und wird weitere Finanzmittel in die technologische Entwicklung investieren. Die Gesellschaft verfolgt weiterhin ihre Eigenproduktentwicklung; konkret plant MorphoSys, das Antikörperprogramm MOR103 für die Behandlung rheumatoider Arthritis mindestens bis zur IND (Investigational New Drug) zu entwickeln.
Finanzierung
MorphoSys hatte im Jahr 2004 erstmals einen Gewinn ausgewiesen und erzielt seit dem Jahr 2003 einen positiven Cash Flow. Das gegenwärtige Geschäftsmodell ist darauf ausgerichtet, die operative Geschäftstätigkeit unabhängig von den Kapitalmärkten, d.h. zumindest mit einem ausgeglichenen Cash Flow, zu betreiben. Es ist vorgesehen, den freien Cash Flow und die Betriebsgewinne in Forschung und Entwicklung wie auch in zukünftige Wachstumschancen zu investieren, um das langfristige Wachstum der Gesellschaft zu sichern. Aus dieser Sicht ist ein zusätzlicher Finanzbedarf für die normale Geschäftstätigkeit im Jahr 2006 nicht zu sehen. Unter den gegebenen Umständen kann ein Finanzbedarf in Verbindung mit einer künftigen Akquisition jedoch nicht ausgeschlossen werden.
Investitionen
Im Vergleich zum Vorjahr rechnet MorphoSys mit einem Anstieg der Sachanlageinvestitionen. Der Schwerpunkt wird auf Investitionen zur Effizienzsteigerung der Antikörper-Herstellung liegen und so die Technologieführerschaft auf der Grundlage der HuCAL Antikörperbibliothek festigen. In der Serotec-Gruppe sind Investitionen für die Erschließung und Erweiterung von Synergien vorgesehen.
Personal
Durch den Erwerb der Serotec-Gruppe mit ihren rund 80 Beschäftigten wird mit einem Anstieg der durchschnittlichen Gesamtpersonalzahl im MorphoSys-Konzern gerechnet. Ein darüber hinausgehender Personalbedarf hängt von neuen Kooperationen oder der Erweiterung bestehender Geschäftsaktivitäten ab.
Supply Chain Management
Im Zusammenhang mit den kürzlich erworbenen Firmen in Großbritannien und in den USA (Biogenesis und Serotec) identifiziert MorphoSys über alle Tochtergesellschaften hinweg derzeit gemeinsame Lieferanten, um mit diesen Konzernvereinbarungen abzuschließen. Es wird damit gerechnet, dass durch die nun erreichte größere kritische Masse der Unternehmen vorteilhaftere Konditionen für die Konzerngesellschaften erzielt werden können.
Zukünftige Unternehmensstruktur und -organisation
Die erworbenen Biogenesis Ltd. und Biogenesis, Inc., sind Tochtergesellschaften der MorphoSys AG und wurden Anfang 2006 in MorphoSys UK Ltd. und MorphoSys US, Inc. umbenannt. Aus den Gesellschaften Serotec Ltd., Serotec, Inc., Serotec GmbH und der Oxford Biotechnology Ltd. der kürzlich erworbenen Serotec-Gruppe wurden ebenfalls Tochtergesellschaften der MorphoSys AG. Derzeit wird die Konzernstruktur einer kritischen Prüfung unterzogen; übergeordnetes Ziel ist eine möglichst effiziente und reibungslose Zusammenarbeit zwischen den Konzerngesellschaften.
Dividende
Wenngleich MorphoSys für das Geschäftsjahr 2005 einen Jahresüberschuss erwirtschaftete, ist die Geschäftsleitung der Ansicht, dass die Zahlung einer Dividende erst zu einem späteren Zeitpunkt aufgenommen werden sollte, wenn die Finanzposition und die Liquidität dies zulassen. Daher werden die erwirtschafteten Gewinne in der Gesellschaft belassen, um sie wertsteigernd in weitere zukunftsträchtige Wachstumschancen zu investieren.
Konzernabschluss

- Liquide Mittel
- Finanzinstrumente
- Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
- Sonstige Forderungen
- Rechnungsabgrenzung und sonstige Vermögensgegenstände
- Sachanlagen, netto
- Immaterielle Vermögensgegenstände, netto
- Sonstige Vermögenswerte
- Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
- Bestätigungsvermerk
Anlagespiegel (Anlage 1)
- Eventualschulden und -verbindlichkeiten
- Nahe stehende Unternehmen und Personen
- Corporate Governance
- Forschungs- und Entwicklungsabkommen
- Ereignisse nach dem Ende des Geschäftsjahres
- Zusammenfassung der wichtigsten Unterschiede zwischen den deutschen Bilanzierungsgrundsätzen und IFRS
Zum Konzernverbund gehörende Gesellschaften (Anlage 2)
028 konzernabschluss
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Konzern-Gewinn-und-Verlustrechnung (IFRS)
| in R | Anhangs angaben |
31.12.2005 | 31.12.2004 | ||
|---|---|---|---|---|---|
| Umsatzerlöse | 1q | 33.486.843 | 21.978.796 | ||
| Betriebliche Aufwendungen | |||||
| Herstellungskosten | 2.514.172 | 943.817 | |||
| Forschung und Entwicklung | 2 | 11.447.478 | |||
| Vertrieb, Allgemeines und Verwaltung | 10.072.583 | 7.522.188 | |||
| Personalaufwand aus Aktienoptionen | 14, 15 | 1.132.104 | 1.423.907 | ||
| Betriebliche Aufwendungen gesamt | 27.326.502 | 21.337.390 | |||
| Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit | 6.160.341 | 641.406 | |||
| Zinserträge | 108.101 | 285.695 | |||
| Zinsaufwendungen | 277.228 | 338.469 | |||
| Sonstige betriebliche Aufwendungen, netto | 879.259 | 306.520 | |||
| Ergebnis vor Steuern | 5.111.955 | 282.112 | |||
| Ertragsteuern | 17 | 435.586 | – | ||
| Jahresüberschuss | 4.676.369 | 282.112 | |||
| Jahresüberschuss je Aktie, unverwässert | 18 | 0,84 | 0,05 | ||
| Jahresüberschuss je Aktie, verwässert | 18 0,83 |
0,05 | |||
| Anzahl der Aktien zur Berechnung des unverwässerten Jahresüberschusses je Aktie |
18 | 5.578.865 | 5.131.467 | ||
| Anzahl Aktien zur Berechnung des verwässerten Jahresüberschusses je Aktie |
18 | 5.650.378 | 5.169.965 |
siehe Anhang
Konzernbilanz (IFRS)
| in R | Anhangs angaben |
31.12.2005 | 31.12.2004 | |
|---|---|---|---|---|
| Aktiva | ||||
| Umlaufvermögen | ||||
| Liquide Mittel | 3 | 4.017.029 | 12.531.198 | |
| Wertpapiere, zur Veräußerung verfügbar | 4 | 49.542.541 | 24.698.532 | |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 5 | 3.345.812 | 2.304.778 | |
| Sonstige Forderungen | 6 | 25.133 | 392.035 | |
| Rechnungsabgrenzung und sonstige | ||||
| Vermögenswerte | 7 | 1.544.174 | 430.608 | |
| Umlaufvermögen gesamt | 58.474.689 | 40.357.151 | ||
| Anlagevermögen | ||||
| Sachanlagen, netto | 8 | 4.696.863 | 2.330.995 | |
| Patente, netto | 9 | 2.361.005 | 2.790.091 | |
| Lizenzrechte, netto | 9 | 8.457.091 | 9.671.131 | |
| Software, netto | 9 | 131.506 | 288.115 | |
| Know-how, Kundenstamm, netto | 9 | 1.485.567 | – | |
| Geschäfts- oder Firmenwert | 9 | 4.137.349 | – | |
| Sonstige Vermögenswerte | 10 | 372.574 | 358.210 | |
| Anlagevermögen gesamt | 21.641.955 | 15.438.542 | ||
| Aktiva gesamt | 80.116.644 | 55.795.693 |
siehe Anhang
| in R | Anhangs angaben |
31.12.2005 | 31.12.2004 | |
|---|---|---|---|---|
| Passiva | ||||
| Kurzfristige Verbindlichkeiten | ||||
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 11 | 4.321.591 | 3.838.144 | |
| Zu zahlende Lizenzen, kurzfristiger Anteil | 11 | |||
| Rückstellungen | 978.719 | 600.607 | ||
| Umsatzabgrenzung, kurzfristiger Anteil | 4.735.208 | 4.757.249 | ||
| Kurzfristige Verbindlichkeiten gesamt | 11.047.751 | 10.106.243 | ||
| Langfristige Verbindlichkeiten | ||||
| Zu zahlende Lizenzen, ohne kurzfristigen Anteil | 11 | – | 880.015 | |
| Rückstellungen, ohne kurzfristigen Anteil | 12 | 62.763 | – | |
| Umsatzabgrenzung, ohne kurzfristigen Anteil | 3.687.199 | 5.100.646 | ||
| Wandelschuldverschreibungen gg. nahe | ||||
| stehende Unternehmen und Personen | 50.214 | 109.692 | ||
| Latente Steuerverpflichtungen | 1.260.946 | 220.611 | ||
| Langfristige Verbindlichkeiten gesamt | 5.061.122 | 6.310.964 | ||
| Eigenkapital | ||||
| Grundkapital, W 3,00 Nennwert |
||||
| 11.416.850 und 9.597.400 genehmigte Stammaktien; 6.025.863 und 5.438.852 ausgegebene Stammaktien; 5.996.701 und 5.408.790 Stammaktien im Umlauf für 2005 und 2004 |
||||
| Eigene Aktien (29.162 und 30.062 für 2005 und 2004) zu Anschaffungskosten |
18.066.886 | 16.305.523 | ||
| Kapitalrücklage | 96.412.849 | 78.646.377 | ||
| Kumuliertes sonstiges "Comprehensive Income" | 877.863 | 452.782 | ||
| Verlustvortrag | (51.349.827) | (56.026.196) | ||
| Eigenkapital gesamt | 64.007.771 | 39.378.486 | ||
| Passiva gesamt | 80.116.644 | 55.795.693 | ||
siehe Anhang
Konzern-Eigenkapitalentwicklung (IFRS)
| Grundkapital | ||
|---|---|---|
| Aktien | R | |
| Stand am 1. Januar 2004 | 4.901.332 | 14.703.996 |
| Aufwand aus der Gewährung von Aktienoptionen und Wandelschuldverschreibungen |
||
| Eigenkapitalanteil der an Mitarbeiter gewährten Wandelschuldverschreibungen |
||
| Ausübung von an nahe stehende Unternehmen und Personen ausgegebene Optionen und Wandelschuldverschreibungen |
47.387 | 142.161 |
| Ausübung von an nahe stehende Unternehmen und Personen ausgegebene Optionen auf eigene Aktien |
||
| Wandlung von Wandelschuldverschreibungen, nach Ausgabekosten von R 126.583 |
490.133 | 1.470.399 |
| Sonstiges "Comprehensive Income" | ||
| Veränderung des unrealisierten Gewinns aus zur Veräußerung verfügbaren Wertpapieren nach Abzug von latenten Steuern |
||
| Währungsgewinn aus Konsolidierung | ||
| Jahresüberschuss | ||
| "Comprehensive Income" | ||
| Stand am 31. Dezember 2004 | 5.438.852 | 16.316.556 |
| Aufwand aus der Gewährung von Aktienoptionen und Wandelschuldverschreibungen |
||
| Ausübung von an nahe stehende Unternehmen und Personen ausgegebene Optionen und Wandelschuldverschreibungen |
96.878 | 290.634 |
| Ausübung von an nahe stehende Unternehmen und Personen ausgegebene Optionen auf eigene Aktien |
||
| Kapitalerhöhung, nach Ausgabekosten von R 483.253 | 490.133 | 1.470.399 |
| Sonstiges "Comprehensive Income" | ||
| Veränderung des unrealisierten Gewinns aus zur Veräußerung verfügbaren Wertpapieren nach Abzug von latenten Steuern |
||
| Währungsgewinn aus Konsolidierung | ||
| Jahresüberschuss | ||
| "Comprehensive Income" | ||
| Stand am 31. Dezember 2005 | 6.025.863 | 18.077.589 |
| Eigene Aktien | Kapitalrücklage | Neubewer- | Umwandlungs- | Gesamtes | ||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Aktien | R | R | tungsrücklage R |
rücklage R |
Verlustvortrag R |
Eigenkapital R |
| 59.762 | (21.934) | 68.632.990 | 244.930 | 50.826 | (56.308.308) | 27.302.500 |
| 1.423.908 | 1.423.908 | |||||
| 7.405 | 7.405 | |||||
| 715.476 | 857.637 | |||||
| (29.700) | 10.901 | 508.850 | 519.751 | |||
| 7.357.748 | 8.828.147 | |||||
| 158.299 | 158.299 | |||||
| (1.273) | (1.273) | |||||
| 282.112 | 282.112 439.138 |
|||||
| 30.062 | (11.033) | 78.646.377 | 403.229 | 49.553 | (56.026.196) | 39.378.486 |
| 1.132.104 | 1.132.104 | |||||
| 1.185.929 | 1.476.563 | |||||
| (900) | 330 | 2.370 | 2.700 | |||
| 15.446.069 | 16.916.468 | |||||
| 181.450 | 181.450 | |||||
| 243.631 | 243.631 | |||||
| 4.676.369 | 4.676.369 | |||||
| 5.101.450 | ||||||
| 29.162 | (10.703) | 96.412.849 | 584.679 | 293.184 | (51.349.827) | 64.007.771 |
Konzern-Eigenkapitalentwicklung (IFRS)
Konzern-Kapitalflussrechnung (IFRS)
| in R | Anhangs angaben |
31.12.2005 | 31.12.2004 |
|---|---|---|---|
| Cash Flow aus der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit |
|||
| Jahresüberschuss | 4.676.369 | 282.112 | |
| Überleitung vom Jahresüberschuss zum Mittel zufluss aus der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit |
|||
| Abschreibungen | 928.002 | 656.805 | |
| Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte | 2.696.560 | 1.980.243 | |
| Steuerertrag | (344.817) | – | |
| Nettogewinn aus der Veräußerung marktgängiger Wertpapiere |
(611.187) | (109.748) | |
| Unrealisierter Nettoverlust(-gewinn) aus derivativen Finanzinstrumenten |
336.004 | (233.459) | |
| Verlust/(Gewinn) aus der Veräußerung von Sachanlagen |
26.396 | (562) | |
| Verlust aus der Veräußerung von immateriellen Vermögenswerten |
3.792 | – | |
| Realisierung von abgegrenzten Umsatzerlösen | (11.669.191) | (11.515.191) | |
| Anteilsbasierte Vergütung | 1.132.104 | 1.423.907 | |
| Veränderungen von betrieblichen Aktiva und Passiva: |
|||
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | (624.172) | (193.068) | |
| Aktive Rechnungsabgrenzung und sonstige Vermögenswerte |
(909.014) | 202.488 | |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie Rückstellungen |
869.890 | 1.381.447 | |
| Lizenzverbindlichkeiten | (1.006.679) | (538.162) | |
| Sonstige Verbindlichkeiten | (1.520.771) | – | |
| Umsatzabgrenzung | 10.233.703 | 11.014.632 | |
| Mittelzufluss aus der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit |
4.216.989 | 4.351.444 | |
| Gezahlte Zinsen | 228.654 | 325.011 | |
| Mittelzufluss aus der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit, netto |
4.445.643 | 4.676.455 |
| Anhangs | |||
|---|---|---|---|
| in R | angaben | 31.12.2005 | 31.12.2004 |
| Investitionstätigkeit: | |||
| Erwerb von Finanzanlagen | (43.317.784) | (16.638.219) | |
| Erlöse aus der Veräußerung von Finanzanlagen | 19.611.985 | 9.055.420 | |
| Erwerb von Sachanlagen | (625.553) | (1.505.102) | |
| Erlöse aus der Veräußerung von Sachanlagen | 75.914 | 20.267 | |
| Zugänge zu den immateriellen Vermögenswerten | (73.499) | (221.644) | |
| Erwerb von Biogenesis, nach Abzug | |||
| erworbener Zahlungsmittel | (7.069.417) | – | |
| Mittelabfluss aus der Investitionstätigkeit | 19 | (31.398.354) | (9.289.278) |
| Finanzierungstätigkeit: | |||
| Erlöse aus der Eigenkapitalemission | 17.399.722 | 8.954.730 | |
| Erlöse aus der Ausübung von an nahe stehende Unternehmen und Personen ausgegebenen Optionen und Wandelschuldverschreibungen |
1.479.263 | 1.377.388 | |
| Zinsaufwand aus der Ausgabe von Wandelschuld- verschreibungen an nahe stehende Unternehmen und Personen |
– | 13.458 | |
| Nettoerlöse und (-zahlungen) aus der Ausgabe von Wandelschuldverschreibungen an nahe stehende Unternehmen und Personen |
(59.478) | (47.508) | |
| Erwerb von derivativen Finanzinstumenten | 6 | (75.000) | (186.647) |
| Erlöse aus der Veräußerung von Derivaten | 6 | 136.529 | 508.000 |
| Kosten der Aktienausgabe | (483.253) | (126.583) | |
| Mittelzufluss aus der Finanzierungstätigkeit | 19 | 18.397.783 | 10.492.838 |
| Einfluss von Wechselkurseffekten auf die Zahlungsmittel |
40.759 | (1.273) | |
| (Abnahme)/Zunahme der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente |
(8.514.169) | 5.878.742 | |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente zu Beginn der Periode |
12.531.198 | 6.652.456 | |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente am Ende der Periode |
4.017.029 | 12.531.198 |
siehe Anhang
Konzern-Kapitalflussrechnung (IFRS)
Anhang zum Konzernabschluss
1 Organisation und wesentliche Bilan- zierungs- und Bewertungsgrundsätze
Geschäft und Unternehmen
Die MorphoSys AG (die "Gesellschaft" oder "MorphoSys") ist ein Biotechnologieunternehmen, das die kombinatorische Biologie für die Arzneimittelentdeckung einsetzt. Dies dient vorrangig dem Ziel der Entwicklung und kommerziellen Nutzung neuer Technologien für ein breites wissenschaftliches Spektrum. Die Gesellschaft wurde im Juli 1992 als deutsche Gesellschaft mit beschränkter Haftung gegründet und im Juni 1998 in eine deutsche Aktiengesellschaft umgewandelt. Der Börsengang der Gesellschaft erfolgte im März 1999 am Neuen Markt, einem Segment der Deutschen Börse für Gesellschaften mit hohen Wachstumsraten. Am 15. Januar 2003 wurde die MorphoSys AG in das Prime-Standard-Segment der Frankfurter Börse aufgenommen.
Konsolidierte Unternehmen
Die MorphoSys AG hat vier 100 %ige Tochtergesellschaften (zusammen der "MorphoSys-Konzern"):
Die MorphoSys USA., Inc., wurde am 16. Februar 2000 in den USA gegründet. Der Geschäftszweck dieses Tochterunternehmens bestand in der Unterstützung der MorphoSys AG beim Vertrieb und bei der Lizenzierung ihrer Produkte. Die MorphoSys USA., Inc., hat im November 2002 ihre Tätigkeit im Wesentlichen eingestellt.
Die MorphoSys IP GmbH wurde am 6. November 2002 im Handelsregister München eingetragen und hat am 31. Dezember 2002 ihre Geschäftstätigkeit aufgenommen. Geschäftszweck dieser Gesellschaft sind der Kauf, die Pflege und die Verwaltung bestimmter immaterieller Vermögenswerte des MorphoSys-Konzerns. Die Gesellschaft ist in dem Gebäude der MorphoSys AG in Martinsried untergebracht.
Die Biogenesis Ltd. (Poole, UK) und ihre Schwestergesellschaft Biogenesis, Inc., (Brentwood, New Hampshire, USA) wurden im Januar 2005 von MorphoSys erworben. Nach dem abschließenden Kaufvertrag erwarb die MorphoSys AG alle Stimmrechtsanteile der beiden Gesellschaften für insgesamt 5.250.000 £ nach Abzug von Nettofinanzschulden in Höhe von rund 0,7 Mio. £.
Allgemeine Informationen
Der Konzernabschluss zum 31. Dezember 2005 wird vom Vorstand in seiner Sitzung am 10. Februar 2006 durch Vorstandsbeschluss verabschiedet. Dem Vorstand der Gesellschaft gehören die Herren Dr. Simon E. Moroney als Vorstandsvorsitzender und Dave Lemus als Executive Vice President und Finanzvorstand sowie seit dem 1. November 2005 Frau Dr. Marlies Sproll als Vorstand Foschung und Entwicklung an.
Der Aufsichtsrat der Gesellschaft besteht aus den Herren Dr. Gerald Möller (Vorsitzender des Aufsichtsrats und Vorsitzender des Vergütungs- und Ernennungsausschusses), Prof. Dr. Jürgen Drews (stellvertretender Vorsitzender und Mitglied des Vergütungs- und Ernennungsausschusses), Dr. Daniel Camus (Mitglied des Prüfungsausschusses), Dr. Metin Colpan (Mitglied des Vergütungs- und Ernennungsausschusses), Prof. Dr. Andreas Plückthun und Dr. Geoffrey N. Vernon (Vorsitzender des Prüfungsausschusses).
Der eingetragene Sitz der Gesellschaft befindet sich in der Lena-Christ-Straße 48 in D-82152 Martinsried.
Wesentliche Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze a) Basis der Anwendung
Die Erstellung von Konzernabschlüssen gemäß den International Financial Reporting Standards (IFRS) erfordert von der Geschäftsleitung Schätzungen vorzunehmen und Annahmen zu treffen, die die im Konzernabschluss und im dazugehörigen Anhang ausgewiesenen Beträge beeinflussen. Die tatsächlichen Ergebnisse könnten von diesen Schätzungen abweichen.
Die nachfolgend aufgeführten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurden auf alle Perioden des vorliegenden Konzernabschlusses einheitlich angewendet.
IFRS 2 "Anteilsbasierte Vergütung"
IFRS 2 "Anteilsbasierte Vergütung" verlangt die erfolgswirksame Erfassung von Transaktionen, bei denen der Konzern Vermögenswerte oder Dienstleistungen als Gegenleistung für Aktien oder Rechte an Aktien ("Erfüllung durch Eigenkapitalinstrumente") oder als Gegenleistung für andere Vermögenswerte, die wertmäßig einer bestimmten Anzahl von Aktien oder Rechten an Aktien entsprechen ("Erfüllung in bar"), erwirbt. Wesentliche Auswirkung für den MorphoSys-Konzern hat IFRS 2 durch die erfolgswirksame Erfassung von Aktienoptionen and sonstigen anteilsbasierten Vergütungssystemen für Mitarbeiter und Organmitglieder unter Anwendung eines Optionspreismodells.
In Übereinstimmung mit IFRS 2.54 hat der Konzern IFRS 2 in Bezug auf eigenkapitalorientierte Zusagen angewendet, die am oder nach dem 1. Januar 1999 ausgegeben wurden. In Übereinstimmung mit IFRS 2.56 werden vor dem 1. Januar 1999 gewährte Optionen nicht im Aufwand erfasst. Dennoch werden alle Angaben im Einklang mit IFRS 2.44 und 2.45 offengelegt. Weitere Erläuterungen werden in den Ziffern 14 und 15 dieses Anhangs zum Konzernabschluss gegeben.
IFRS 3 "Unternehmenszusammenschlüsse", IAS 36 "Wertminderung von Vermögenswerten" und IAS 38 "Immaterielle Vermögenswerte"
IFRS 3 betrifft die Rechnungslegung bei Unternehmenszusammenschlüssen, die am oder nach dem 31. März 2004 vereinbart wurden. IFRS 3 schreibt vor, dass für alle Unternehmenszusammenschlüsse die Erwerbsmethode Anwendung findet, wobei die erworbenen identifizierbaren Vermögenswerte und übernommenen Schulden erstmalig zu den jeweiligen beizulegenden Zeitwerten angesetzt werden. Ein Überschuss des Kaufpreises über die zugeordneten Beträge ist als Geschäfts- oder Firmenwert zu erfassen. Der Geschäfts- oder Firmenwert unterliegt einer regelmäßigen Überprüfung auf mögliche Wertminderung.
Die Gesellschaft hat die Bilanzierung für Unternehmenszusammenschlüsse im Jahr 2005 nur vorläufig vorgenommen und führt gegenwärtig eine Kaufpreiszuordnung durch. Deren Ergebnis könnte gemäß IFRS 3.62 zu einer Anpassung des Geschäfts- oder Firmenwerts führen; jede Anpassung der provisorischen Werte ist innerhalb von zwölf Monaten nach dem Erwerbszeitpunkt vorzunehmen (IFRS 3.69).
Die Nutzungsdauer wird für jeden einzelnen immateriellen Vermögenswert als zeitlich begrenzt oder unbegrenzt festgelegt. Die Gesellschaft hat keine Werte mit unbegrenzter Nutzungsdauer identifiziert. Zeitlich begrenzt nutzbare immaterielle Vermögenswerte werden über ihre Nutzungsdauer abgeschrieben. Abschreibungszeitraum und -methoden für zeitlich begrenzt nutzbare immaterielle Vermögenswerte werden jährlich oder bei Anzeichen einer dauerhaften Wertminderung vorzeitig geprüft. Im Geschäftsjahr 2005 hat die Gesellschaft Wertminderungen von Vermögenswerten identifiziert. Detaillierte Angaben finden sich in Ziffer 9 dieses Anhangs zum Konzernabschluss.
Forderungen, Verbindlichkeiten, Rückstellungen, Erträge und Aufwendungen sowie Gewinne zwischen konsolidierten Gesellschaften werden in der Konsolidierung eliminiert.
b) Entsprechenserklärung
Der vorliegende Konzernabschluss wurde nach den International Financial Reporting Standards (IFRS) des International Accounting Standards Board (IASB), London, unter Berücksichtigung der Empfehlungen des Standing Interpretations Committee (SIC), des International Financial Reporting Interpretations Committee (IFRIC) sowie der von der Europäischen Kommission verabschiedeten IFRS erstellt.
Der Konzernabschluss für das zum 31. Dezember 2005 endende Geschäftsjahr der MorphoSys AG umfasst die Gesellschaft und ihre Tochtergesellschaften (zusammen der "MorphoSys-Konzern").
c) Grundlagen der Darstellung
Der Abschluss wurde in Euro erstellt, soweit nicht anders angegeben. Er beruht auf historischen Anschaffungskosten mit Ausnahme der folgenden Aktiva und Passiva, die zu ihren jeweiligen beizulegenden Zeitwerten ausgewiesen sind: derivative Finanzinstrumente, zur Veräußerung verfügbare Finanzanlagen und bestimmte Lizenzen (Cambridge Antibody Technology Ltd. (CAT) und XOMA Ireland Ltd.). Alle Zahlenangaben in diesem Bericht sind entweder auf volle Beträge in Euro oder in Tausend Euro gerundet.
IAS 27 "Konzern- und separate Einzelabschlüsse nach IFRS" ist für am 1. Januar 2005 oder danach beginnende jährliche Berichtsperioden anzuwenden. Die Gesellschaft hat entschieden, IAS 27 allen Abschlüssen ab dem 1. Januar 2003 zugrunde zu legen. Von den Konzerngesellschaften wurden in Übereinstimmung mit IAS 27.28 einheitliche Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden angewendet.
d) Grundlagen der Konsolidierung
Konzerninterne Salden und Transaktionen und aus konzerninternen Transaktionen resultierende unrealisierte Gewinne wurden gemäß IAS 27.24 bei der Erstellung des Konzernabschlusses eliminiert. Unrealisierte Verluste werden in gleicher Weise wie unrealisierte Gewinne eliminiert (für weitere Erläuterungen siehe Ziffer 1a "IFRS "Unternehmenzusammenschlüsse" ...." dieses Anhangs zum Konzernabschluss).
e) Fremdwährungsumrechnung
IAS 21 "Auswirkungen von Änderungen der Wechselkurse" schreibt vor, wie Geschäftsvorfälle und Salden in fremder Währung zu bilanzieren sind. Fremdwährungstransaktionen werden zum Wechselkurs des jeweiligen Tags des Geschäftsvorfalls umgerechnet. Daraus resultierende Umrechnungsdifferenzen werden im Ergebnis erfasst. Am Bilanzstichtag werden Aktiva und Passiva zum Stichtagskurs, Erträge und Aufwendungen zum Durchschnittskurs der Periode umgerechnet. Umrechnungsdifferenzen aus diesen Umrechnungen werden ebenfalls im Ergebnis erfasst. Weitere Fremdwährungsdifferenzen auf Konzernebene werden im Eigenkapital unter dem kumulierten sonstigen "Comprehensive Income" erfasst.
f) Zinsen
Bei der Ermittlung von beizulegenden Zeitwerten und der Abzinsung bestimmter Verbindlichkeiten wendet MorphoSys Zinssätze an. Für die Berechnung aktienkursorientierter Vergütungen legt MorphoSys den am Tag der Zusage geltenden Zinssatz für deutsche Bundesanleihen mit einer Laufzeit von zwei Jahren zugrunde.
Zur Abzinsung bestimmter Verpflichtungen im Rahmen der mit CAT getroffenen Vereinbarung wendet die Gesellschaft einen Zinssatz von 13 % an.
g) Derivative Finanzinstrumente
Zur Absicherung seines Fremdwährungsrisikos setzt der Konzern derivative Finanzinstrumente ein. Nach IAS 39.9 werden alle derivativen Finanzinstrumente ausschließlich zu Handelszwecken gehalten und bei der erstmaligen Erfassung zu Anschaffungskosten angesetzt. Nach dem erstmaligen Ansatz werden derivative Finanzinstrumente mit ihrem beizulegenden Zeitwert, d.h. ihrem notierten Marktpreis am Bilanzstichtag, bewertet. Da die Derivate nicht auf ihren Sicherungscharakter hin geprüft wurden, wird ein sich ergebender Gewinn oder Verlust in der Ergebnisrechnung ausgewiesen. Nach den Kurssicherungsrichtlinien des Konzerns werden nur eindeutig bestimmbare Forderungen kursgesichert, die innerhalb eines Zeitraums von zwölf Monaten realisiert werden können.
h) Liquide Mittel
Alle Bankguthaben, Kassenbestände und kurzfristigen Einlagen mit einer ursprünglichen Laufzeit von drei Monaten oder weniger betrachtet die Gesellschaft als liquide Mittel. Sie legt ihre liquiden Mittel bei zwei großen deutschen Finanzinstituten, der HypoVereinsbank und der Deutschen Bank, an.
i) Finanzinstrumente
Bei ihrer erstmaligen Erfassung werden alle Finanzinstrumente zu Anschaffungskosten angesetzt, die dem beizulegenden Zeitwert der gegebenen Gegenleistung entsprechen und die Transaktionskosten des Finanzinstruments beinhalten.
Für ihre Finanzinstrumente in Form von Schuld- und Eigenkapitaltiteln wendet die Gesellschaft IAS 39 an. Die Geschäftsleitung entscheidet zum Zeitpunkt des Erwerbs über die entsprechende Klassifizierung des Finanzinstruments und überprüft sie zu jedem Bilanzstichtag. Am 31. Dezember der Jahre 2005 und 2004 waren alle von der Gesellschaft gehaltenen Finanzinstrumente der Kategorie "zur Veräußerung verfügbar" zugeordnet. Diese Finanzinstrumente werden an dem Tag gebucht bzw. ausgebucht, an dem sich der Konzern zu ihrem Erwerb bzw. ihrer Veräußerung verpflichtet. Nach ihrem erstmaligen Ansatz werden zur Veräußerung verfügbare Finanzinstrumente mit ihrem beizulegenden Zeitwert angesetzt, wobei ein Gewinn oder Verlust im kumulierten sonstigen "Comprehensive Income" innerhalb des Eigenkapitals ausgewiesen wird, bis das Finanzinstrument veräußert, eingelöst oder auf andere Weise abgegangen ist oder das Finanzinstrument als wertgemindert angesehen wird, wobei der kumulierte Verlust im Ergebnis erfasst wird. Die Gesellschaft betrachtet einen Rückgang des beizulegenden Zeitwerts von zur Veräußerung verfügbaren Finanzinstrumenten, der länger als sechs Monate dauert, als nicht mehr nur vorübergehend, sofern nicht besondere Hinweise und Umstände dagegen sprechen. Falls sich in einer Folgeperiode der beizulegende Zeitwert wieder erhöht, wird der Wertminderungsverlust rückgängig gemacht und der rückgängig gemachte Betrag bei Eigenkapitaltiteln im kumulierten sonstigen "Comprehensive Income" und bei Schuldtiteln im Ergebnis erfasst.
j) Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden zu Anschaffungskosten abzüglich etwaiger Wertberichtigungen für zweifelhafte Forderungen (siehe folgender Absatz) und wegen Impairment (siehe Ziffer 1n dieses Anhangs zum Konzernabschluss) ausgewiesen.
Wertberichtigungen für zweifelhafte Forderungen beruhen auf der Einschätzung der Geschäftsleitung über die Einbringlichkeit bestimmter Kundenforderungen und auf der Altersstruktur der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Sollte eine Verschlechterung der Kreditwürdigkeit eines wichtigen Kunden eintreten oder die tatsächlichen Forderungsausfälle höher sein als in der Vergangenheit, könnte die Einschätzung der Geschäftsleitung bezüglich der Realisierung von Außenständen der Gesellschaft nachteilig beeinflusst werden. Aufgrund der Einschätzung der Geschäftsleitung wurden per 31. Dezember 2005 Wertberichtigungen in Höhe von 41.461 q und per 31. Dezember 2004 in Höhe von 36.456 q vorgenommen. Die Gesellschaft vereinbart mit ihren Kunden für Außenstände keine Eigentumsvorbehalte.
k) Vorräte
Vorräte werden mit dem niedrigeren Wert aus Anschaffungsoder Herstellungskosten und Nettoveräußerungswert nach der FIFO-Methode bewertet. In die Herstellungskosten der selbstgefertigten Vorräte sind alle Kosten, die direkt zugeordnet werden können, sowie ein entsprechender Anteil der Gemeinkosten einbezogen.
l) Sachanlagen
Sachanlagen werden zu Anschaffungskosten ausgewiesen, vermindert um kumulierte Abschreibungen (siehe Ziffer 8 dieses Anhangs zum Konzernabschluss) und etwaige Wertminderungen aus Impairment (siehe Ziffer 1n dieses Anhangs zum Konzernabschluss). Größere Ersatzbeschaffungen sowie Um- und Einbauten werden aktiviert, wohingegen Reparaturund Instandhaltungsausgaben bei ihrem Anfall als Aufwand erfasst werden. Die Sachanlagen werden über ihre Nutzungsdauer (drei bis fünf Jahre) linear abgeschrieben. Mietereinbauten werden über die geschätzte Nutzungsdauer der Anlagen (zehn bis fünfzig Jahre) abgeschrieben.
m) Immaterielle Vermögenswerte
ma) Forschung und Entwicklung
Forschungskosten werden in der Periode als Aufwand erfasst, in der sie anfallen. Entwicklungskosten werden in Übereinstimmung mit IAS 38.5 und IAS 38.11-38.23 bei ihrem Anfall als Aufwand erfasst.
mb) Patentkosten
Durch den Konzern erlangte Patente werden zu Anschaffungskosten ausgewiesen, vermindert um kumulierte Abschreibungen (siehe unten) und etwaige Wertminderungen aus Impairment (siehe Ziffer 1n dieses Anhangs zum Konzernabschluss). Bei den aktivierten Kosten handelt es sich in erster Linie um Kosten der Rechtsberatung. Patentkosten werden linear über die niedrigere Dauer aus geschätzter wirtschaftlicher Nutzungsdauer (zehn Jahre) und verbleibender Patentlaufzeit abgeschrieben. Die Abschreibung beginnt zum Zeitpunkt der Patenterteilung. Die Patente der Gesellschaft zum Schutz ihrer firmeneigenen HuCAL-Technologie wurden in Australien im Oktober 2000, in den USA im Oktober 2001 und in Europa im Juni 2002 erteilt. Weitere Patente sind in Kanada und Japan angemeldet.
mc) Lizenzrechte
Die Gesellschaft hat von Dritten Lizenzrechte durch Vorauszahlung von Lizenzgebühren, jährliche Gebühren zur Aufrechterhaltung der Lizenzen und Gebühren für Unterlizenzen erworben. Die vorausbezahlten Lizenzgebühren schreibt die Gesellschaft über die geschätzte Nutzungsdauer der erworbenen Lizenz (zehn Jahre) linear ab. Der Abschreibungszeitraum wird gemäß IAS 38.104 am Ende eines jeden Geschäftsjahres überprüft. Jahresgebühren zur Aufrechterhaltung der Lizenzen werden über die Laufzeit des einzelnen Jahresvertrags abgeschrieben. Gebühren für Unterlizenzen werden über die Laufzeit des Vertrags oder bei Verträgen ohne vertraglich vereinbarte Laufzeit über die geschätzte Nutzungsdauer der Zusammenarbeit linear abgeschrieben.
md) Software
Software wird zu Anschaffungskosten ausgewiesen, vermindert um kumulierte Abschreibungen (siehe unten) und etwaige Wertminderungen aus Impairment (siehe Ziffer 1n dieses Anhangs zum Konzernabschluss). Abschreibungen werden in der Ergebnisrechnung linear über die geschätzte Nutzungsdauer von drei Jahren als Aufwand erfasst. Die Abschreibung beginnt zu dem Zeitpunkt, in dem die Software einsatzbereit wird.
me) Nachträgliche Ausgaben
Nachträgliche Ausgaben für aktivierte immaterielle Vermögenswerte werden nur aktiviert, wenn sie den künftigen wirtschaftlichen Nutzen des jeweiligen Vermögenswerts erhöhen, auf den sie sich beziehen. Alle übrigen Ausgaben werden bei ihrem Anfall als Aufwand erfasst.
n) Wertminderung
Die Geschäftsleitung überprüft die Buchwerte der Vermögenswerte des Konzerns zu jedem Bilanzstichtag oder wann immer Anhaltspunkte vorliegen, dass ein Buchwert nicht mehr erzielbar sein könnte, auf mögliche Wertminderungen. Liegt ein Anhaltspunkt für eine Wertminderung vor, wird der erzielbare Betrag des Vermögenswerts geschätzt. Ein Wertminderungsaufwand wird erfasst, wenn der erzielbare Betrag geringer ist als der Buchwert des Vermögenswerts. Wertminderungsaufwendungen werden im Ergebnis erfasst. Der erzielbare Betrag eines Vermögenswerts ist der höhere Betrag aus Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten und Nutzungswert. Zur Schätzung des Nutzungswerts werden die erwarteten künftigen Cashflows mit einem Zinssatz vor Steuern, der die gegenwärtige Markteinschätzung des Zinseffekts und die speziellen Risiken des Vermögenswerts widerspiegelt, auf ihren Barwert abgezinst. Erwirtschaftet ein Vermögenswert keine unabhängigen Cashflows, wird der erzielbare Betrag für die zahlungsmittelgenerierende Einheit ermittelt, zu der der Vermögenswert gehört.
Ein Wertminderungsaufwand für eine Forderung wird rückgängig gemacht, wenn die erfolgte Erhöhung des erzielbaren Betrags objektiv mit einem Ereignis in Zusammenhang zu bringen ist, das eingetreten ist, nachdem der Wertminderungsaufwand erfasst wurde. In Bezug auf andere Vermögenswerte ist ein Wertminderungsaufwand dann rückgängig zu machen, wenn sich eine Änderung in den Schätzungen ergeben hat, die der Bestimmung des erzielbaren Betrags zugrunde lagen. Ein Wertminderungsaufwand darf nur so weit rückgängig gemacht werden, dass der Buchwert des Vermögenswerts nicht den Buchwert übersteigt, der bestimmt worden wäre (abzüglich der Abschreibungen), wenn kein Wertminderungsaufwand erfasst worden wäre. Am 31. Dezember 2005 wurden Wertminderungen in Höhe von 0,5 Mio. q identifiziert und als Aufwendungen für Forschung und Entwicklung verbucht (siehe Ziffer 9 dieses Anhangs zum Konzernabschluss).
o) Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten werden mit ihrem Rückzahlungsbetrag angesetzt. Verbindlichkeiten mit einer Fälligkeit von über einem Jahr werden auf ihren Barwert abgezinst.
Verpflichtungen, bei denen der Zahlungszeitpunkt und/oder die Höhe der Verpflichtung ungewiß sind, werden als Rückstellungen ausgewiesen.
p) Wandelschuldverschreibungen
Die Gesellschaft hat unter Beachtung von IAS 32 und IAS 39 an Aufsichtsrat, Vorstand und Mitarbeiter des Konzerns Wandelschuldverschreibungen ausgegeben. In Übereinstimmung mit IAS 32.28 ist die Eigenkapitalkomponente einer Schuldverschreibung separat in der Kapitalrücklage auszuweisen und vom beizulegenden Zeitwert der Schuldverschreibung abzuziehen. Der verbleibende Betrag wird als Personalaufwand aus Aktienoptionen behandelt. Die Gesellschaft wendet IFRS 2 "Anteilsbasierte Vergütung" auf alle an den Aufsichtsrat, den Vorstand und die Mitarbeiter des Konzerns gewährten Wandelschuldverschreibungen an.
q) Umsatzrealisierung
Die Umsatzerlöse der Gesellschaft enthalten Gebühren für das Zurverfügungstellen von Technologien sowie Gebühren aus Forschungs- und Entwicklungskooperationen vorwiegend mit in den USA ansässigen Unternehmen.
Umsatzerlöse aus nicht rückzahlbaren Gebühren für das Zurverfügungstellen von Technologien, Gebühren für die Nutzung von Technologien und Lizenzgebühren werden – solange keine geeignetere Methode der Umsatzrealisierung verfügbar ist – über die jeweilige Vertragslaufzeit, die in der Regel der vertraglich vereinbarten Forschungsdauer oder bei Verträgen ohne vertraglich vereinbarte Dauer der geschätzten Nutzungsdauer der Kooperation entspricht, abgegrenzt und linear erfasst.
Servicegebühren im Rahmen von Forschungs- und Entwicklungskooperationen werden in der Periode erfasst, in der der Service erbracht wird. Umsatzerlöse aus Meilensteinzahlungen werden bei Erfüllung bestimmter Kriterien gebucht.
Vereinnahmte staatliche Investitionsbeihilfen für die Förderung spezieller Forschungs- und Entwicklungsprojekte werden bis zur Höhe der Aufwendungen, die in diesem Zusammenhang angefallen sind, als Umsatzerlöse ausgewiesen. Nach den Bedingungen für Investitionsbeihilfen steht den staatlichen Vergabestellen grundsätzlich das Recht zu, die Verwendung der von der Gesellschaft vereinnahmten Mittel zu prüfen.
In Übereinstimmung mit IAS 18.21, 18.25 und IAS 20.18 wird für Umsatzvereinbarungen im Rahmen von Mehrkomponentenverträgen die Gesamtvergütung den separat identifizierbaren Komponenten im Verhältnis ihrer jeweiligen beizulegenden Zeitwerte (IAS 18.20) zugeordnet und das Vorliegen der Kriterien für die Umsatzrealisierung für jede Komponente einzeln beurteilt.
Die Umsatzabgrenzung beinhaltet erhaltene Umsatzerlöse, die nach den Vertragsbestimmungen jedoch noch nicht verdient sind. Die Beihilfen beliefen sich im Jahr 2005 auf 0,4 Mio. q (2004: 0,1 Mio. q).
r) Aufwendungen
ra) Herstellungskosten
Die Umsatzkosten bestehen aus den Herstellungskosten der umgesetzten Leistung und den Anschaffungskosten der weiterverkauften Handelswaren.
rb) Personalaufwand aus Aktienoptionen
Die Gesellschaft wendet IFRS 2 "Anteilsbasierte Vergütung" an. IFRS 2 schreibt vor, die geschätzten beizulegenden Zeitwerte von Aktienoptionen und anderen Vergünstigungen zum Bewertungsstichtag als Personalaufwand über die Periode zu verteilen, in der die Mitarbeiter die mit der Gewährung im Zusammenhang stehenden Leistungen erbringen.
rc) Operating-Leasingverhältnisse
Im Rahmen eines Operating-Leasingverhältnisses geleistete Zahlungen sind über die Laufzeit des Leasingverhältnisses linear im Ergebnis zu erfassen.
s) Zinsertrag
Zinserträge sind bei ihrem Anfall unter Berücksichtigung der Effektivverzinsung des Vermögenswerts im Ergebnis zu erfassen.
t) Zinsaufwand
Fremdkapitalkosten werden in der Periode erfasst, in der sie anfallen.
u) Ertragsteuern
Ertragsteuern auf den Jahresüberschuss oder -fehlbetrag enthalten tatsächliche und latente Steuern. Ertragsteuern sind in der Ergebnisrechnung zu erfassen, ausgenommen in dem Umfang, in dem die Steuern mit direkt im Eigenkapital angesetzten Posten im Zusammenhang stehen, wobei die Ertragsteuern dann ebenfalls im Eigenkapital erfasst werden. Die tatsächlichen Ertragsteuern sind die erwartete Steuerschuld auf das zu versteuernde Einkommen des Jahres, basierend auf Steuersätzen, die am Bilanzstichtag gelten oder vorwiegend gelten, und verrechnet mit Anpassungen der Steuerschuld für Vorjahre.
Latente Steuern werden auf der Grundlage der bilanzorientierten Verbindlichkeitsmethode berechnet, die sich mit temporären Differenzen zwischen den Buchwerten für Vermögenswerte und Schulden in der Handelsbilanz und ihren Beträgen in der Steuerbilanz befasst. Die latenten Steuern ermitteln sich in Abhängigkeit von der Art und Weise, in der erwartet wird, die Buchwerte der Vermögenswerte zu realisieren und der Schulden zu erfüllen, basierend auf Steuersätzen, die am Bilanzstichtag gelten oder vorwiegend gelten.
Ein latenter Steueranspruch ist nur in der Höhe als Vermögenswert zu bilanzieren, in der es wahrscheinlich ist, dass zukünftiges zu versteuerndes Ergebnis zur Verfügung stehen wird, um den Anspruch zu realisieren. Aktive latente Steueransprüche sind in dem Maße zu kürzen, in dem der Steueranspruch wahrscheinlich nicht mehr realisiert werden kann.
2 Segmentberichterstattung
Ein Geschäftssegment ist eine unterscheidbare Teilaktivität eines Konzerns, die Produkte erstellt oder Dienstleistungen erbringt und die Risiken und Chancen ausgesetzt ist, die sich von denen der anderen Geschäftssegmente unterscheiden.
Segmentinformationen werden in Bezug auf die Geschäftsund die geographischen Segmente des Konzerns gegeben. Die Grundlage für das primäre Segmentberichtsformat bilden die Managementstruktur des Konzerns und der Aufbau seiner internen Berichterstattung. Die Segmentergebnisse und das Segmentvermögen enthalten Bestandteile, die dem einzelnen Segment entweder direkt zugeordnet oder auf einer vernünftigen Basis auf die Segmente verteilt werden können.
Aufwendungen für Vertrieb, Allgemeines und Verwaltung werden den einzelnen Geschäftssegmenten auf der Basis der Personalzahl zugeordnet. Immaterielle Vermögenswerte, die beiden Geschäftssegmenten zuzurechnen sind, werden nach Umsätzen zugeordnet.
Der Konzern besteht im Wesentlichen aus den folgenden beiden Geschäftssegmenten:
Therapeutische Antikörper
MorphoSys ist im Besitz einer der führenden Technologien für die Herstellung von menschlichen Antikörpertherapeutika und für maßgeschneiderte Antikörper-Forschungsprojekte. Die Gesellschaft setzt ihre Technologie in Kooperationen mit international renommierten Pharma- und Biotechnologieunternehmen sowie für eigene Rechnung ein.
Forschungsantikörper
Das Geschäftssegment Forschungsantikörper erweitert die Kernkompetenz von MorphoSys in Richtung der Entwicklung und Herstellung von Antikörper zu Forschungszwecken. Es verwertet die HuCAL-Technologie zur gezielten und maßgeschneiderten Herstellung von Forschungsantikörpern für Partner.
Geographische Segmente
Bei den geographischen Segmentinformationen beziehen sich die Segmentumsatzerlöse auf den geographischen Sitz der Kunden. Die Angaben zum Segmentvermögen betreffen den Standort der Vermögenswerte.
| Therapeutische Antikörper |
Forschungsantikörper | Nicht zugeordnet | Konzern | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| in TR | 2005 | 2004 | 2005 | 2004 | 2005 | 2004 | 2005 | 2004 |
| Umsatzerlöse | 29.139 | 21.194 | 4.348 | 784 | 33.487 | 21.978 | ||
| Umsatzkosten | 2.514 | 944 | 2.514 | 944 | ||||
| Segmentergebnis | 12.121 | 6.094 | (3.062) | (2.372) | (2.899) | (3.081) | 6.160 | 641 |
| Zinsertrag | 108 | 286 | ||||||
| Zinsaufwand | 277 | 338 | ||||||
| Sonstige Aufwendungen, | ||||||||
| netto | 879 | 307 | ||||||
| Ergebnis vor Steuern | 5.112 | 282 | ||||||
| Ertragsteuern | 436 | – | ||||||
| Jahresüberschuss | 4.676 | 282 | ||||||
| Liquide Mittel | 215 | 3.802 | 12.531 | 4.017 | 12.531 | |||
| Forderungen aus Liefe | ||||||||
| rungen und Leistungen | 2.742 | 2.065 | 604 | 240 | 3.346 | 2.305 | ||
| Aktive Rechnungsab grenzung und sonstige |
||||||||
| kurzfristige Vermögens werte |
542 | 1.002 | 431 | 1.544 | 431 | |||
| Sachanlagen, netto | 1.028 | 1.090 | 3.326 | 878 | 343 | 363 | 4.697 | 2.331 |
| Software, netto | 93 | 210 | 8 | 8 | 31 | 70 | 132 | 288 |
| Sonstige immaterielle Vermögenswerte |
1.485 | 1.485 | ||||||
| Geschäfts- oder | ||||||||
| Firmenwert | 4.137 | 4.137 | ||||||
| Segmentaktiva gesamt | 3.863 | 3.365 | 10.317 | 1.126 | 65.937 | 51.305 | 80.117 | 55.796 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und |
||||||||
| Leistungen | 332 | 3.990 | 3.838 | 4.322 | 3.838 | |||
| Umsatzabgrenzung | 8.391 | 9.815 | 31 | 43 | 8.422 | 9.858 | ||
| Latente Steuer | ||||||||
| verbindlichkeiten | 940 | 321 | 221 | 1.261 | 221 | |||
| Segmentpassiva gesamt | 8.391 | 9.815 | 1.303 | 43 | 6.415 | 6.560 | 16.109 | 16.418 |
| Investitionen | 505 | 728 | 124 | 777 | 70 | 699 | 1.505 | |
| Abschreibungen | 537 | 461 | 391 | 145 | 51 | 928 | 657 |
Die in dieser Tabelle aufgeführten Bilanzpositionen enthalten die Segmentzuordnung. Die übrigen Positionen blieben ohne Zuordnung.
Das Segmentergebnis ergibt sich aus den Segmentumsatzerlösen abzüglich der operativen Segmentaufwendungen.
Die folgende Übersicht zeigt die geographische Verteilung der Konzernumsatzerlöse:
| in TR | 2005 | 2004 |
|---|---|---|
| Europa und | ||
| Rest der Welt | 19.462 | 9.935 |
| USA und Kanada | 14.025 | 12.043 |
| Gesamt | 33.487 | 21.978 |
Die folgende Übersicht zeigt die geographische Verteilung des Konzernvermögens:
| in TR | 2005 | 2004 |
|---|---|---|
| Deutschland | 77.639 | 55.796 |
| UK | 1.957 | - |
| USA | 581 | - |
| Gesamt | 80.117 | 55.796 |
Die folgende Übersicht zeigt die geographische Verteilung der Konzerninvestitionen:
| in TR | 2005 | 2004 |
|---|---|---|
| Deutschland | 630 | 1.727 |
| UK | 53 | - |
| USA | 16 | - |
| Gesamt | 699 | 1.727 |
3 Liquide Mittel
| in TR | 2005 | 2004 |
|---|---|---|
| Bankguthaben und | ||
| Kassenbestände | 3.590 | 12.281 |
| Termingelder | 427 | 250 |
| Liquide Mittel | 4.017 | 12.531 |
4 Finanzinstrumente
Die Finanzinstrumente setzten sich am 31. Dezember 2005 und 2004 wie folgt zusammen:
| in TR | Anschaf- fungs- kosten |
Unrealisierter Holding- | Reali- | |||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Fälligkeit | Brutto- gewinn |
Brutto- verlust |
sierter Holding- gewinn |
Markt wert |
||
| 31.12.2005 | ||||||
| DB Geldmarktfond | täglich | 48.637 | 905 | – | – | 49.542 |
| Zweckgebundene liquide Mittel | – | |||||
| 49.542 | ||||||
| 31.12.2004 | ||||||
| DB Geldmarktfond | täglich | 24.320 | 624 | – | – | 24.944 |
| Zweckgebundene liquide Mittel | 246 | |||||
| 24.698 |
Der unrealisierte Bruttogewinn des Konzerns in Höhe von 905.364 q zum 31. Dezember 2005 und 623.840 q zum 31. Dezember 2004 wurde als separate Eigenkapitalposition (Neubewertungsrücklage) ausgewiesen. Im Jahr 2005 hat der Konzern in der Gewinn- und Verlustrechnung einen Gewinn von 611.187 q aus der Veräußerung von Finanzinstrumenten ausgewiesen, der zuvor im Eigenkapital erfasst war (2004: 109.748 q).
Weitere Erläuterungen zur bilanziellen Behandlung der Finanzinstrumente werden in der Ziffer 1i dieses Anhangs zum Konzernabschluss gegeben.
5 Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
Alle Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind unverzinslich und haben generell Zahlungsziele zwischen 30 und 45 Tagen. Am 31. Dezember 2005 und 2004 enthielten die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen noch nicht in Rechnung gestellte Beträge von rund 145.648 q bzw. 116.037 q.
6 Sonstige Forderungen
Gemäß der Kurssicherungspolitik der Gesellschaft werden eindeutig bestimmbare Fremdwährungsforderungen mit einem Zahlungsziel von bis zu zwölf Monaten auf Kurssicherungsbedarf geprüft und mit ihren beizulegenden Zeitwerten als sonstige Forderungen ausgewiesen. Beginnend in 2003 hat MorphoSys Devisenoptions- und -terminverträge zur Kurssicherung ihrer US \$-Forderungen geschlossen.
Am 31. Dezember 2005 bestanden keine offenen Optionsverträge (2004: 3.846.155 q oder 5.000.000 US \$). Der Marktwert zum 31. Dezember 2005 belief sich daher auf 0 q (2004: 180.190 q). Er wurde in der Bilanz unter den sonstigen Forderungen ausgewiesen, während er in 2004 als "zu Handelszwecken gehalten" eingestuft worden war. Marktwertänderungen wurden als sonstiger Ertrag erfasst und waren im Jahr 2005 im Fremdwährungsverlust von 1,2 Mio. q enthalten. Zum 31. Dezember 2005 betrug die vertragliche Prämie für im Februar 2004 eingegangene Derivate 138.000 q (2004: 138.000 q).
7 Rechnungsabgrenzung und sonstige Vermögenswerte
Die aktive Rechnungsabrenzung bestand zum 31. Dezember 2005 im Wesentlichen aus vorausgezahlten Gebühren für Unterlizenzen in Höhe von 0,1 Mio. q (2004: 0,1 Mio. q) und anderen Vorauszahlungen in Höhe von 0,9 Mio. q zum 31. Dezember 2005 (2004: 0,3 Mio. q).
8 Sachanlagen, Netto
| in TR | Grundstücke und Gebäude |
Büro und Laborein- richtung |
Betriebs- und Geschäfts ausstattung |
Gesamt |
|---|---|---|---|---|
| Anschaffungskosten | ||||
| 01.01.2005 | – | 4.986 | 1.345 | 6.331 |
| Zugänge | 2.247 | 629 | 536 | 3.412 |
| Abgänge | – | 281 | – | 280 |
| 31.12.2005 | 2.247 | 5.334 | 1.881 | 9.462 |
| Kumulierte Abschreibungen | ||||
| 01.01.2005 | – | 3.274 | 726 | 4.000 |
| Jahresabschreibung | 10 | 672 | 246 | 843 |
| Abgänge | – | 163 | – | 163 |
| 31.12.2005 | 10 | 3.783 | 972 | 4.765 |
| Buchwerte | ||||
| 01.01.2005 | – | 1.712 | 619 | 2.331 |
| 31.12.2005 | 2.237 | 1.551 | 909 | 4.697 |
047
Das Sachanlagevermögen der beiden Biogenesis-Gesellschaften ist in den Zugängen und Abgängen enthalten, da diese Positionen dem MorphoSys-Konzern am 20. Januar 2005 zugegangen sind.
Die Abschreibungen sind in den folgenden Positionen der Gewinn- und Verlustrechnung enthalten:
| in TR | 2005 | 2004 |
|---|---|---|
| Forschung und Entwicklung |
568 | 493 |
| Vertrieb, Allgemeines und Verwaltung |
321 | 164 |
| Umsatzkosten | 39 | - |
| 928 | 657 |
Währungsumrechnungseffekte aus in Fremdwährung gehaltenen Sachanlagewerten waren zum 31. Dezember 2005 unbedeutend und wurden daher nicht getrennt ausgewiesen. Detailliertere Angaben sind in der Anlage 1 enthalten.
9 Immaterielle Vermögenswerte, Netto
| in TR | Patente | Lizenzen | Soft- ware |
Know How und Kunden- stamm |
Geschäfts- oder Firmen wert |
Gesamt |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Anschaffungskosten | ||||||
| 01.01.2005 | 3.766 | 12.140 | 1.366 | – | – | 17.272 |
| Zugänge | 29 | – | 45 | 2.313 | 4.137 | 6.524 |
| Abgänge | – | – | 19 | – | – | 19 |
| 31.12.2005 | 3.795 | 12.140 | 1.392 | 2.313 | 4.137 | 23.777 |
| Kumulierte Abschreibungen | ||||||
| 01.01.2005 | 976 | 2.469 | 1.078 | – | – | 4.523 |
| Jahresabschreibungen * | 458 | 1.214 | 198 | 827 | – | 2.697 |
| Abgänge | – | – | 16 | – | – | 16 |
| 31.12.2005 | 1.434 | 3.683 | 1.260 | 827 | – | 7.204 |
| Buchwerte | ||||||
| 01.01.2005 | 2.790 | 9.671 | 288 | – | – | 12.749 |
| 31.12.2005 | 2.361 | 8.457 | 132 | 1.486 | 4.137 | 16.573 |
*enthält Wertminderungen in Höhe von 0,5 Mio. q
Die immateriellen Vermögenswerte der Biogenesis-Gruppe sind in den Zugängen und Abgängen enthalten, da diese Positionen dem MorphoSys-Konzern am 20. Januar 2005 zugegangen sind. Währungsumrechnungseffekte aus in Fremdwährung gehaltenen immateriellen Vermögenswerten waren zum 31. Dezember 2005 unbedeutend und wurden daher nicht getrennt ausgewiesen.
Am 31. Dezember 2005 wurden für die erworbenen Vermögenswerte Währungseffekte von 0,2 Mio. q erfasst und als kumuliertes sonstiges "Comprehensive Income" behandelt.
Der Amortisationsaufwand ist in den folgenden Positionen der Gewinn- und Verlustrechnung enthalten:
| in TR | 2005 | 2004 |
|---|---|---|
| Forschung und Entwicklung* |
2.190 | 1.451 |
| Vertrieb, Allgemeines und Verwaltung |
507 | 529 |
| 2.697 | 1.980 |
*enthält Wertminderungen in Höhe von 0,5 Mio. q
Firmen- oder Geschäftswert-Zuordnung
Am 20. Januar 2005 hat MorphoSys die Biogenesis Ltd. (Poole, UK) und die Biogenesis, Inc., (Brentwood, New Hampshire, USA) erworben. Nach dem abschließenden Kaufvertrag erwarb die MorphoSys AG alle Stimmrechtsanteile der beiden Gesellschaften für insgesamt 5.250.000 £ nach Abzug von Nettofinanzschulden in Höhe von rund 0,7 Mio. £. Die Gesamtkosten für Finanz-, Rechts- und sonstige Beratung beliefen sich auf 0,7 Mio. q. Die beiden Biogenesis-Gesellschaften wurden 100 %ige Tochtergesellschaften der MorphoSys AG und trugen im Jahr 2005 mit einem Jahresfehlbetrag von 0,8
Mio. q zum Konzernjahresüberschuss bei. In Übereinstimmung mit IFRS 3.62 und 3.69 hat der Konzern eine vorläufige Zuordnung des Geschäftswerts vorgenommen, da bestimmte Beträge nur provisorisch bestimmbar waren. Alle Transaktionen werden regelmäßig auf Vorgänge geprüft, die eine Wertminderung der erworbenen Vermögenswerte auslösen könnten. Der Erwerb von Serotec würde als ein solcher auslösender Vorgang erachtet. Alle nach dem Erwerb von Biogenesis erfassten Vermögenswerte wurden dementsprechend analysiert und eine Wertminderung von 0,5 Mio. q erfasst und wie folgt separat ausgewiesen:
Nettovermögen am 20. Januar 2005
Biogenesis-Gruppe
| in TR | Gebuchte Beträge |
Markt- wertan- passun- gen |
Wertmin- derung |
Markt werte |
|---|---|---|---|---|
| Liquide Mittel | 206 | – | – | 206 |
| Sachanlagen | 1.788 | 898 | – | 2.686 |
| Vorräte | 123 | 328 | – | 451 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen | 425 | – | – | 425 |
| Immaterielle Vermögenswerte | – | 2.230 | (501) | 1.729 |
| Verzinsliche Kredite und Ausleihungen | (990) | – | – | (990) |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und | ||||
| sonstige Verbindlichkeiten | (543) | – | – | (543) |
| Latente Steuern | – | (1.266) | 175 | (1.091) |
| Identifizierbare Nettoaktiva und -passiva, netto | 1.009 | 2.190 | (326) | 2.873 |
| Firmen- oder Geschäftswert aus dem Erwerb | 4.402 | |||
| Gezahlte Gegenleistung in bar * | 7.275 | |||
| Erworbene Zahlungsmittel | 206 | |||
| Nettomittelabfluss | 7.069 |
*einschließlich Beratungsgebühren in Höhe von 0,7 Mio. q
Die Gesellschaft hat folgende Lizenzvereinbarungen über bestimmte patentgeschützte Technologien geschlossen, die aktiviert werden (nicht aktivierte Lizenzvereinbarungen werden nicht einzeln offen gelegt):
SCA Ventures, Inc., USA
Im Dezember 1999 hat die Gesellschaft eine nicht exklusive, produktbezogene Lizenzvereinbarung mit SCA Ventures, Inc., USA, geschlossen. Die nicht exklusive Lizenz der SCA Ventures dient der Konzipierung, Entdeckung, Entwicklung, Herstellung und Nutzung sowie dem Verkauf und Import von auf der Grundlage von HuCAL entwickelten Produkten unter den Patentrechten von SCA Ventures auf einkettige Antikörper. Die Gesellschaft ist berechtigt, die von SCA Ventures lizenzierten Technologien zur Erforschung und Identifizierung
neuartiger therapeutischer Wirkstoffe und Zielmoleküle einzusetzen und Unterlizenzen an ihre Geschäftspartner zu vergeben. Sie kann diese Lizenzvereinbarung aus beliebigem Grund gegenüber SCA Ventures schriftlich mit einer Kündigungsfrist von sechs Monaten kündigen. Die Gesellschaft hat eine Einmalzahlung für den Technologiezugang geleistet und entrichtet jährliche Lizenz- und Lizenzvergabegebühren.
Am 31. Dezember 2005 hatte die Lizenz eine Restamortisationsdauer von vier Jahren.
Biosite Diagnostics, Inc., USA
Im Januar 2000 hat MorphoSys eine Kooperationsvereinbarung mit Biosite Diagnostics, Inc. unterzeichnet, in deren Rahmen die Gesellschaft eine lizenzgebührenpflichtige, nicht exklusive, weltweite Lizenz für Patente von Biosite und XOMA Corporation auf bestimmte Technologien im Hinblick auf das Display und das Screening von mehrkettigen Antikörpern erhielt. Die Gesellschaft ist berechtigt, die lizenzierten Technologien zur Erforschung und Identifizierung neuartiger therapeutischer Wirkstoffe und Zielmoleküle einzusetzen und Unterlizenzen an ihre Geschäftspartner zu vergeben. Sofern die Vereinbarung nicht vorzeitig gekündigt wird, läuft sie bis zum späteren Zeitpunkt aus Ablauf der Verpflichtung zur Lizenzzahlung und Auslaufen des letzten Patents, für das von einer der Vertragsparteien eine Lizenz gewährt wurde. Die Gesellschaft hat eine Einmalzahlung für den Technologiezugang geleistet und entrichtet jährliche Lizenz- und Lizenzvergabegebühren.
Am 31. Dezember 2005 hatte die Lizenz eine Restamortisationsdauer von vier Jahren.
Genentech, Inc., USA
Im Mai 2000 hat die Gesellschaft eine Lizenzvereinbarung mit Genentech, Inc. geschlossen, die ihr im Rahmen der Genentech-Patente Rechte an monovalenten Phagendisplay-Screeningtechnologien gewährt. Die Gesellschaft ist berechtigt, die lizenzierten Technologien zur Erforschung und Identifizierung neuartiger therapeutischer Wirkstoffe und Zielmoleküle einzusetzen und Unterlizenzen an ihre Geschäftspartner zu vergeben. Die Gesellschaft hat eine Einmalzahlung für den Technologiezugang geleistet und entrichtet jährliche Lizenz- und Lizenzvergabegebühren.
Am 31. Dezember 2005 hatte die Lizenz eine Restamortisationsdauer von fünf Jahren.
XOMA Ireland Ltd.
Im Februar 2002 hat die Gesellschaft mit XOMA Ireland Ltd. eine gegenseitige Lizenzvereinbarung über antikörperbezogene Technologien geschlossen. Im Rahmen dieser Vereinbarung entrichtete MorphoSys an XOMA 1,1 Mio. q, mit einer zweiten Rate in Höhe von 4,6 Mio. q im September 2002. Die Gesellschaft hatte die Wahl, die zweite Rate als Zahlung oder in Form neuer Stammaktien der Gesellschaft im Gegenwert von 5,5 Mio. q zu leisten. Die Gesellschaft erfasste im Jahr 2002 einen Betrag von 2,5 Mio. q als Forschungs- und Entwicklungsaufwand. Die übrigen 3,2 Mio. q repräsentieren den Wert der Lizenz; sie wurden als immaterieller Vermögenswert aktiviert und werden über eine Nutzungsdauer von zehn Jahren amortisiert.
Im Oktober 2002 hat die Gesellschaft die Option ausgeübt und die zweite Rate in Form von 363.466 neuen Stammaktien entrichtet, deren Anzahl sich aus dem Börsenkurs der Aktien der Gesellschaft zum Zeitpunkt der Bekanntgabe ergab. Im Zusammenhang mit der Ausübung dieser Option hat die Gesellschaft im Zeitpunkt der Aktienausgabe im Mai 2003 einen Zinsaufwand im Gegenwert von 0,7 Mio. q gebucht.
Am 31. Dezember 2005 hatte die Lizenz eine Restamortisationsdauer von sieben Jahren.
Cambridge Antibody Technology Ltd. (CAT), Cambridge, UK Im Dezember 2002 hat MorphoSys mit Wirkung vom Juli 2003 ein Lizenz- und Vergleichsabkommen mit CAT geschlossen. Das Vergleichsabkommen erstreckt sich auf die bisherige, gegenwärtige und künftige Nutzung sowie die Vermarktung sämtlicher Versionen der HuCAL Bibliotheken von MorphoSys wie auch auf alle Patente, die Gegenstand der Auseinandersetzungen zwischen beiden Parteien waren. Eingeschlossen sind auch die Rechtsstreitigkeiten in den USA bezüglich der Griffiths-, McCafferty-, Winter II- und Winter/ Lerner/Huse-Patente von CAT wie auch die von MorphoSys beim Europäischen Patentamt eingereichten Einsprüche gegen die CAT-Patente Winter II und McCafferty.
Am 31. Dezember 2005 hatte die Lizenz eine Restamortisationsdauer von acht Jahren.
Weitere Erläuterungen sind in der Anlage 1 enthalten.
10 Sonstige Vermögenswerte
Die Gesellschaft hat bestimmte Positionen innerhalb der sonstigen Vermögenswerte als zweckgebundene Finanzmittel klassifiziert, die für betriebliche Zwecke nicht zur Verfügung stehen. Zum 31. Dezember 2005 und 2004 verfügte die Gesellschaft über zweckgebundene Finanzmittel von jeweils 250.000 q für ausgereichte Garantien und von 50.214 q bzw. 59.778 q für an Mitarbeiter ausgegebene Wandelschuldverschreibungen.
11 Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind unverzinslich und haben im Normalfall ein Zahlungsziel von bis zu 30 Tagen. Lizenzverbindlichkeiten haben zum Teil ein Zahlungsziel von bis zu 30 Tagen. Lizenzverbindlichkeiten, die voraussichtlich später als zwölf Monate fällig werden, werden mit einem Zinssatz von 13 % auf ihren Barwert abgezinst.
Die Restfälligkeitbeträge der Verbindlichkeiten ergeben sich aus der folgenden Übersicht:
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in R:
| in TR | ||
|---|---|---|
| 2005 | 2004 | |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen |
344 | 336 |
| Rechnungsab grenzung |
3.617 | 2.588 |
| Sonstige Verbindlichkeiten |
361 | 914 |
| davon für Steuern | 143 | 731 |
| davon im Rahmen der sozialen Sicherheit |
154 | 157 |
| Gesamt | 4.322 | 3.838 |
In den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind Rückstellungen enthalten, im Wesentlichen abgegrenzte Aufwendungen für Personalzahlungen in Höhe von 0,6 Mio. q (2004: 1,0 Mio. q). Rückstellungen für ausstehende Rechnungen beinhalten 1,3 Mio. q vor allem für Lizenzzahlungen (2004: 0,9 Mio. q), Aufsichtsratsvergütungen von 0,2 Mio. q (2004: 0,1 Mio. q), Prüfungs- und sonstige Gebühren von 0,1 Mio. q (2004: 0,0 Mio. q) und 0,5 Mio. q für Rechtsberatung (2004: 0,1 Mio. q).
Die Hauptversammlung im Mai 2005 hat die Gesellschaft ermächtigt, die KPMG Deutsche Treuhand-Gesellschaft AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft zu ihrem Abschlussprüfer zu bestellen. Die Prüfungsgesellschaft und ihre Partner-Unternehmengesellschaften innerhalb des internationalen KPMG-Netzwerks erhielten von der MorphoSys AG im Geschäftsjahr 2005 Vergütungen in Höhe von insgesamt 280.173 q (davon 213.519 q KPMG Deutsche Treuhand-Gesellschaft AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft), davon 121.363 q Prüfungsgebühren, 132.860 q Gebühren für sonstige Bestätigungen und Prüfungen, 24.750 q Gebühren für Steuerberatung und 1.200 q Gebühren für sonstige Leistungen, In diesen Zahlen sind abgegrenzte Prüfungsgebühren von 79.000 q enthalten.
12 Rückstellungen
Am 31. Dezember 2005 und 2004 verfügte die Gesellschaft über 1.041.482 q bzw. 600.607 q Rückstellungen.
Die Steuerrückstellungen enthalten vor allem Aufwendungen für Ertragsteuern, während in den sonstigen Verpflichtungen vor allem Rückstellungen für Rechtsstreitigkeiten enthalten sind. Beide Positionen waren zum 31. Dezember 2005 in Bezug auf ihre Höhe ungewiss.
Die Rückstellungen haben sich im Jahr 2005 wie folgt verändert:
| in TR | 01.01.2005 | Zuweisung | Inanspruch nahme |
Auflösung | 31.12.2005 |
|---|---|---|---|---|---|
| Steuern | – | 1.101 | – | 312 | 789 |
| Verpflichtungen aus | |||||
| Personal- und Sozialaufwand | 601 | 17 | 355 | 263 | – |
| Sonstige Verpflichtungen | – | 252 | – | – | 252 |
| Gesamt | 601 | 1.370 | 355 | 575 | 1.041 |
13 Eigenkapital
Gezeichnetes Kapital
Am 31. Dezember 2005 betrug das gezeichnete Kapital der Gesellschaft 18.077.589 q, eine Zunahme um 1.761.033 q gegenüber dem Stand von 16.316.556 q am 31. Dezember 2004. Jede Stückaktie des gezeichneten Kapitals gewährt ein Stimmrecht. Die Zunahme der Aktienanzahl um 1.470.399 q bzw. 490.133 Aktien ist auf eine im März 2005 durchgeführte Kapitalerhöhung zurückzuführen. Durch die Wandlung und Ausübung von 96.878 an Mitarbeiter gewährten Wandelschuldverschreibungen und Optionen erhöhte sich das Grundkapital im Jahr 2005 um weitere 290.634 q. Die Erhöhung um 1.612.560 q im Jahr 2004 war Folge der Ausgabe einer Wandelschuldverschreibung an Novartis am 19. Mai 2004, die am 15. Juni 2004 in 490.133 MorphoSys-Aktien gewandelt wurde. Durch Wandlung und Ausübung von 47.387 an Mitarbeiter ausgegebenen Wandelschuldverschreibungen und Optionen hatte sich das gezeichnete Kapital im Verlauf des Jahres 2004 um weitere 142.161 q erhöht.
Eigene Aktien betrugen am 31. Dezember 2005 10.703 q (29.162 Aktien) im Vergleich zu 11.033 q (30.062 Aktien) am 31. Dezember 2004 und wurden vom Grundkapital der Gesellschaft abgesetzt.
Genehmigtes Kapital
Am 11. Mai 2005 hat die Hauptversammlung die Gesellschaft ermächtigt, das Genehmigte Kapital I um 215.008 Aktien auf maximal 2.175.541 neue Aktien zu erhöhen (31. Dezember 2004: 1.960.533 Aktien). Daneben wurde eine Erhöhung des Genehmigten Kapitals II um 592.898 Aktien auf maximal 592.898 neue Aktien genehmigt (31. Dezember 2004: 490.133 Aktien). Das nicht in Anspruch genommene Genehmigte Kapital I betrug am 31. Dezember 2005 und 2004 2.175.541 bzw. 1.960.533 Aktien. Das nicht in Anspruch genommene Genehmigte Kapital II betrug am 31. Dezember 2005 und 2004 592.898 bzw. 490.133 Aktien.
Bedingtes Kapital
Im Jahr 2005 wurden aus dem Bedingten Kapital I durch Ausübung der gleichen Zahl von Optionen durch Mitarbeiter 1.400 Aktien geschaffen und das Grundkapital um 4.200 q erhöht. Daneben wurden aus dem Bedingten Kapital II durch Ausübung der gleichen Zahl von Optionen durch Mitarbeiter 34.125 Aktien geschaffen und das Grundkapital um 102.375 q erhöht. Aus dem Bedingten Kapital IV wurden durch Ausübung der gleichen Zahl von Wandelschuldverschreibungen durch Mitarbeiter 59.478 Aktien geschaffen und das Grundkapital um 178.434 q erhöht. Schließlich wurden aus dem Bedingten Kapital V durch Ausübung der gleichen Zahl von Optionen durch Mitarbeiter 1.875 Aktien geschaffen und das Grundkapital um 5.625 q erhöht.
Am 16. Mai 2003 hatte die Hauptversammlung die Gesellschaft ermächtigt, für das Bedingte Kapital III, IV und V maximal 1.275.000, 450.269 und 111.447 zusätzliche Aktien zu schaffen.
Am 11. Mai 2004 hatte die Hauptversammlung die Gesellschaft ermächtigt, für das Bedingte Kapital V zusätzliche 58.816 Aktien auf maximal 510.789 q (170.263 Aktien) zu schaffen.
Am 19. Mai 2004 hatte MorphoSys an Novartis eine Wandelschuldverschreibung (kündbare Stammaktien) gewährt, aufgeteilt in sieben Teilschuldverschreibungen, wandelbar in insgesamt 490.133 Aktien. Novartis hat am 15. Juni 2004 alle Teilschuldverschreibungen in 490.133 Stammaktien aus dem Bedingten Kapital III der Gesellschaft gewandelt.
Am 11. Mai 2005 ermächtigte die Hauptversammlung die Gesellschaft, für das Bedingte Kapital III, IV und V maximal 1.602.125, 513.938 und 242.405 zusätzliche Aktien zu schaffen.
Dividende
Dividenden dürfen ausschließlich auf der Grundlage des Bilanzgewinns des deutschen Einzelabschlusses der Gesellschaft (nach Abzug bestimmter Rücklagen) beschlossen und ausgeschüttet werden. Dieser Betrag unterscheidet sich aufgrund der Anpassungen des Konzernabschlusses an IFRS von der Summe aus Kapitalrücklage und Bilanzverlustvortrag im vorliegenden Konzernabschluss. Obwohl für das Jahr ein zu versteuerndes Ergebnis ausgewiesen wird, wiesen die deutschen Einzelabschlüsse der Gesellschaft zum 31. Dezember 2005 und 2004 keinen Bilanzgewinn für eine Ausschüttung aus. Die Fähigkeit der Gesellschaft zur Dividendenausschüttung hängt daher von ihrer zukünftigen Ertragsentwicklung ab.
Kapitalrücklage
Am 31. Dezember 2005 betrug die Kapitalrücklage 96.412.849 q (31. Dezember 2004: 78.646.377 q). Der Anstieg um rund 17,7 Mio. q stand im Zusammenhang mit Rückstellungen für Personalaufwand aus Aktienoptionen in Höhe von 1.132.104 q und mit 15.446.069 q einschließlich transaktionsbedingter Kosten von 767.068 q aus der Kapitalerhöhung am 15. März 2005, saldiert mit einem latenten Steueranspruch in Höhe von 283.815 q. Ein weiterer Anstieg um 1.188.299 q ergab sich aus der Ausübung von Optionen und Wandelschuldverschreibungen im Jahr 2005.
Im Jahr 2004 hatte sich die Kapitalrücklage um 10,0 Mio. q durch Rückstellungen für Personalaufwand aus Aktienoptionen in Höhe von 1.431.313 q, durch 7.357.748 q aus der Kapitalerhöhung im Zusammenhang mit der Gewährung von kündbaren Stammaktien an Novartis im Mai 2004 und durch 1.224.326 q aus der Ausübung von Optionen und Wandelschuldverschreibungen im Jahr 2004 erhöht.
14 Wandelschuldverschreibungen
Die Hauptversammlung hat die Gesellschaft im Juli 2002 ermächtigt, bis zum 30. Juni 2006 bis zu 300.000 unverzinsliche Wandelschuldverschreibungen im Nennwert von jeweils 1,00 q an Mitarbeiter sowie Mitglieder des Vorstands der Gesellschaft und ihrer
Beteiligungsgesellschaften zu gewähren. Das Bezugsrecht der Aktionäre wurde ausgeschlossen. Am 16. Mai 2003 hat die Hauptversammlung die Gesellschaft ermächtigt, weitere 150.269 Aktien auszugeben. Die Hauptversammlung vom 11. Mai 2005 ermächtigte die Gesellschaft bis zum 30. April 2010 zur Ausgabe zusätzlicher 150.269 Wandelschuldverschreibungen.
Am 15. Januar 2002 gewährte die Gesellschaft gemäß Vorstandsbeschluss an Mitglieder des Vorstands und Mitarbeiter der Gesellschaft 91.500 Wandelschuldverschreibungen. Die Wandelschuldverschreibungen sind außer in Erbschaftsund Todesfällen nicht übertragbar und dürfen nicht beliehen werden. Im Falle der Arbeitsunfähigkeit kann der Vorstand in begründeten Einzelfällen einer Übertragung zustimmen.
Die Wandlungsrechte können nur ausgeübt werden, sofern zum Zeitpunkt der Ausübung des Wandlungsrechts das Arbeitsverhältnis mit dem Inhaber der Wandelschuldverschreibung ungekündigt ist und noch keine einvernehmliche Aufhebungsvereinbarung getroffen wurde. Im Fall der Nichtausübung der Wandlungsrechte werden den Begünstigten die zum Erwerb der Wandelschuldverschreibungen aufgewendeten Beträge (d.h. 1,00 q je Schuldverschreibung/Aktie) erstattet.
Die Begünstigten dürfen die Wandlungsrechte erst nach Ablauf einer Wartefrist von einem Jahr nach Gewährungsdatum ausüben. Jede Wandelschuldverschreibung im Nennwert von 1,00 q berechtigt bei Entrichtung des Wandlungspreises zum Tausch in eine nennwertlose Stammaktie der Gesellschaft. Die Wandelschuldverschreibungen können nach dem 31. Dezember 2004 nicht mehr ausgeübt werden.
Der Wandlungspreis der am 15. Januar 2002 gewährten Wandelschuldverschreibungen hatte 57,56 q betragen und dem durchschnittlichen Schlusskurs der Aktie der Gesellschaft in der XETRA-Schlussauktion der Frankfurter Wertpapierbörse an den letzten fünf Handelstagen vor dem Beschluss des Vorstands zur Ausgabe der Wandelschuldverschreibungen entsprochen.
Die Wandlungsrechte können nur ausgeübt werden, wenn der Börsenkurs an mindestens einem Tag während der Laufzeit der Wandelschuldverschreibungen 63,31 q oder 110 % des durchschnittlichen Börsenkurses der XETRA-Schlussauktion der
Frankfurter Wertpapierbörse an den letzten fünf Handelstagen vor dem Beschluss des Vorstands zur Ausgabe der Wandelschuldverschreibungen erreicht hat.
Aktien aus der Ausübung von Wandlungsrechten können erstmals in dem Geschäftsjahr am Gewinn der Gesellschaft teilhaben, für das zum Zeitpunkt der Ausübung die Hauptversammlung noch keinen Gewinnverwendungsbeschluss gefasst hat.
Am 31. Dezember 2004 sind alle im Jahr 2002 gewährten Wandelschuldverschreibungen verfallen. Der Nominalbetrag von jeweils 1,00 q wurde den Betroffenen erstattet.
Im Jahr 2003 wurden im Rahmen des 2002er Plans an Mitarbeiter weitere Wandelschuldverschreibungen zu den gleichen Konditionen wie im Vorjahr gewährt. Am 1. April 2003, 17. Mai 2003 und 1. Juli 2003 wurden 70.700, 8.500 bzw. 14.000 Wandelschuldverschreibungen an Mitglieder des Vorstands und der Geschäftsleitungen sowie an Mitarbeiter der MorphoSys AG ausgegeben. Die Ausübungspreise für die Wandelschuldverschreibungen betrugen 11,69 q, 10,00 q bzw. 10,88 q. Im Jahr 2005 wurden von Mitarbeitern der Gesellschaft 59.478 der in 2003 gewährten Wandelschuldverschreibungen in die gleiche Anzahl nennwertloser Stammaktien gewandelt. Davon wurden von Mitgliedern des Vorstands und der Geschäftsleitungen 43.000 Schuldverschreibungen ausgeübt. Weitere Erläuterungen werden in der Ziffer 22 dieses Anhangs zum Konzernabschluss gegeben.
Am 31. Dezember 2005 sind alle im Jahr 2003 gewährten Wandelschuldverschreibungen verfallen. Der Nominalbetrag von jeweils 1,00 q wurde den Betroffenen erstattet.
Im Jahr 2004 wurden im Rahmen des 2002er Plans Mitgliedern des Vorstands und Mitarbeitern weitere Wandelschuldverschreibungen zu den gleichen Konditionen wie im Jahr 2002 gewährt. Am 9. Dezember 2004 wurden 49.914 Wandelschuldverschreibungen an Vorstandsmitglieder und Mitarbeiter der MorphoSys AG gewährt. Der Ausübungspreis für die Schuldverschreibungen beträgt 38,40 q.
Die nachfolgende Übersicht zeigt die Entwicklung des Wandelschuldverschreibungsplans für Mitarbeiter der Gesellschaft in den Jahren 2005 und 2004:
| Wandel- schuldver- schreibungen |
Gewichteter Durchschnitts preis in R |
|
|---|---|---|
| Am 1. Januar 2004 | ||
| ausstehend | 151.800 | 30,68 |
| Gewährt | 49.914 | 38,40 |
| Ausgeübt | (27.122) | 11,69 |
| Verfallen | (24.200) | 35,66 |
| Abgelaufen | (50.700) | 57,56 |
| Am 31. Dezember | ||
| 2004 ausstehend | 99.692 | 24,83 |
| Am 1. Januar 2005 ausstehend |
99.692 | 24,83 |
| Rückerstattet | 10.000 | 11,69 |
| Ausgeübt | (59.478) | 11,30 |
| Verfallen | (373) | 38,40 |
| Abgelaufen | (300) | 11,69 |
| Am 31. Dezember 2005 ausstehend |
49.541 | 38,40 |
Die am 31. Dezember 2005 und 2004 ausübbaren Wandelschuldverschreibungen beliefen sich auf 49.541 bzw. 49.778 Aktien. Der gewichtete durchschnittliche Ausübungspreis der ausübbaren Wandelschuldverschreibungen belief sich am 31. Dezember 2005 bzw. 2004 auf 38,40 q bzw. 11,22 q. Der gewichtete durchschnittliche beizulegende Zeitwert der in 2004 gewährten Wandelschuldverschreibungen wird auf 16,52 q geschätzt. Im Jahr 2005 wurden keine Wandelschuldverschreibungen gewährt.
Als Folge eines Gerichtsbeschlusses wurden 10.000 im Jahr 2004 verfallene Wandelschuldverschreibungen in 2005 den betreffenden nahe stehenden Parteien erstattet.
Die folgende Übersicht enthält den gewichteten durchschnittlichen Ausübungspreis sowie Angaben zur Vertragslaufzeit von wesentlichen Gruppen von Wandelschuldverschreibungen zum 31. Dezember 2005:
| Bandbreite der Ausübungspreise |
Ausstehend (Anzahl) |
Restliche- Vertragslauf- zeit (in Jahren) |
Gewichteter durchschnitt- licher Aus- übungspreis |
Ausübbar (Anzahl) |
Gewichteter durchschnitt licher Aus- übungspreis |
|---|---|---|---|---|---|
| E 10,00 — E 38,40 |
49.541 49.541 |
1,00 | E 38,40 | 49.541 49.541 |
E 38,40 |
Die Gesellschaft bilanziert den Personalaufwand aus Aktienoptionen in Übereinstimmung mit IFRS 2 und IAS 32.28. Die Eigenkapitalkomponente der Wandelschuldverschreibung ist separat unter der Kapitalrücklage auszuweisen und wird vom beizulegenden Zeitwert der Wandelschuldverschreibung abgesetzt. Der verbleibende Wert wird als aktienkursorientierte Vergütung erfasst. Der Vergütungsaufwand im Zusammenhang mit Wandelschuldverschreibungen betrug in den Jahren 2005 und 2004 757.965 q bzw. 184.327 q. Der beizulegende Zeitwert der im Jahr 2004 gewährten Wandelschuldverschreibungen, dem Zeitpunkt der letzten Ausgabe, wurde auf der Grundlage des Optionspreismodells von Black-Scholes unter der Annahme eines risikofreien Zinssatzes von 2,74%, einer Dividendenrendite von 0,0%, einer auf historischen Daten beruhenden erwarteten Volatilität von 78% und einer erwarteten Laufzeit von zwei Jahren ermittelt.
Optionspreismodelle beruhen in starkem Maße auf subjektiven Annahmen. Da Veränderungen der subjektiven Bewertungsannahmen die Ermittlung des theoretischen Optionspreises erheblich beeinflussen können, liefern die bestehenden Modelle nach Ansicht des Managements nicht unbedingt einen zuverlässigen alleinigen Maßstab für den theoretischen Optionspreis der an Mitarbeiter ausgegebenen Aktienoptionen.
15 Aktienoptionen
1998er Mitarbeiter-Optionsprogramm
Am 15. Juni 1998 hat die Gesellschaft einen Aktienoptionsplan ("1998er Plan") zur Gewährung von Optionen an Führungskräfte und Vorstandsmitglieder der Gesellschaft zum Erwerb von Stammaktien der Gesellschaft eingeführt. Der 1998er Plan
erlaubte die Ausgabe von Optionen an die Belegschaft für 96.075 Stammaktien der Gesellschaft in Form von 45.450 Namensoptionsscheinen für je eine Stammaktie und 50.625 Aktien, auszugeben nach Ausübung von Optionsrechten ohne Optionsschein. Die Gesellschaft hat 55.350 Stammaktien sowie 68.650 eigene Aktien für Aktienoptionen reserviert. Alle unter dem 1998er Plan gewährten Optionsrechte haben eine Laufzeit von zehn Jahren. Jeder Optionsschein berechtigt den Halter zum Bezug einer Aktie. Mit Ausübung des Optionsscheins wird der Ausübungspreis, der dem Marktpreis der Aktien am Tag der Gewährung entspricht, zur Zahlung fällig. Der Halter von Optionsscheinen darf sie in vollem Umfang frühestens sechs Monate nach ihrer Gewährung ausüben, kann sie jedoch auch veräußern. Die Optionsscheine oder die durch Ausübung erhaltenen Aktien werden für den Halter jährlich über drei Jahre gestaffelt ausübbar.
Die nicht mit Optionsscheinen ausgestatteten Optionsrechte werden im Rahmen einer Optionsvereinbarung zwischen der Gesellschaft und dem Mitarbeiter gewährt. Für alle Zuteilungen nach dem Juni 1998 gilt eine zweijährige Sperrfrist ab dem Zuteilungsdatum; nach deren Ablauf kann der Halter von nicht mit Optionsscheinen ausgestatteten Optionsrechten sie bis zum Betrag der ausübbaren Optionsrechte ausüben.
Im Gesamtjahr 2005 wurden 2.300 Optionen aus dem 1998er Plan ausgeübt.
1999er Mitarbeiter-Optionsprogramm
Mit Wirkung vom 21. Juli 1999 hat die Gesellschaft ihren Aktienoptionsplan ("1999er Plan") durch die zusätzlich genehmigte Gewährung von Optionen an Mitarbeiter für bis zu 300.250 Aktien aus dem Bedingten Kapital erweitert, auszuhändigen bei Ausübung von nicht mit Optionsscheinen versehenen
Optionsrechten. Am 31. Oktober 1999 wurden 98.100 Aktien an Mitarbeiter der Gesellschaft, die Geschäftsleitung und den Aufsichtsrat gewährt. Die Optionsrechte sind nicht übertragbar und haben eine maximale Laufzeit von fünf Jahren. Daneben gilt eine zweijährige Sperrfrist ab dem Zuteilungsdatum; nach deren Ablauf kann der Halter der Optionsrechte sie bis zum Betrag der ausübbaren Optionsrechte ausüben, vorausgesetzt, dass die zugrunde liegende Aktie im Jahr der Ausübung einen kumulierten Wertzuwachs von 10 % pro Jahr erreicht hat.
Im Jahr 2001 erhielten Mitarbeiter im Rahmen des 1999er Plans weitere Aktienoptionen zu den gleichen Konditionen wie im Jahr 1999. Am 1. Juli 2001 wurden 15.250 Optionen an Mitarbeiter der MorphoSys AG ausgegeben.
Im Jahr 2002 erhielten Mitarbeiter im Rahmen des 1999er Plans weitere Aktienoptionen zu den gleichen Konditionen wie im Jahr 1999. Am 15. Januar 2002 wurden 5.500 Optionen an Mitarbeiter der MorphoSys AG ausgegeben.
Im Jahr 2003 erhielten Mitarbeiter im Rahmen des 1999er Plans weitere Aktienoptionen zu den gleichen Konditionen wie im Jahr 1999. Am 1. Juli 2003 wurden 36.000 Optionen an Mitarbeiter der MorphoSys AG ausgegeben.
Im Gesamtjahr 2005 wurden 34.125 Optionen aus dem 1999er Plan ausgeübt.
2002er Mitarbeiter-Optionsprogramm
Mit Wirkung vom 6. Juni 2002 hat die Gesellschaft ihren Aktienoptionsplan ("2002er Plan") durch die zusätzlich genehmigte Gewährung von Optionen an Mitarbeiter für bis zu 74.556 Aktien aus dem Bedingten Kapital erweitert, auszuhändigen bei Ausübung von nicht mit Optionsscheinen versehenen Optionsrechten. Am 9. Juli 2002 wurden 7.500 Aktien an Mitarbeiter der Gesellschaft zu annähernd gleichen Konditionen wie im 1999er Aktienoptionsprogramm für Mitarbeiter gewährt. Am 16. Mai 2003, am 11. Mai 2004 und am 11. Mai 2005 hatte die Hauptversammlung die Gesellschaft ermächtigt, im Rahmen des 2002er Aktienoptionsprogramms für Mitarbeiter 36.891, 58.816 bzw. 74.017 Aktien zu gleichen Konditionen auszugeben.
Im Jahr 2003 wurden im Rahmen des 2002er Plans Aktienoptionen zu den gleichen Konditionen wie bei den Gewährungen in den Jahren 1999 und 2002 ausgegeben. Mitarbeiter der Morpho-Sys AG erhielten am 15. Januar 2003 2.500 Optionen und am 1. Juli 2003 15.000 Optionen.
Am 15. Januar 2004 wurden Mitarbeitern 35.000 Optionen zu den gleichen Konditionen wie in den Jahren 1999, 2002 und 2003 gewährt.
Im Jahr 2005 wurden Mitgliedern des Vorstands im Rahmen des 2002er Plans Aktienoptionen zu den gleichen Konditionen wie im Jahr 2002 gewährt. Am 1. Juli 2005 wurden 97.358 Optionen an Mitglieder des Vorstands der MorphoSys AG ausgegeben. Im Gesamtjahr 2005 wurden 1.875 Optionen aus dem 2002er Plan ausgeübt.
Die folgende Übersicht zeigt die Entwicklung der Aktienoptionspläne für Mitarbeiter der Gesellschaft in den Jahren 2005 und 2004:
| Aktien | Gewichteter Durchschnitts- preis R |
|
|---|---|---|
| Am 1. Januar 2004 ausstehend |
271.745 | 26,40 |
| Gewährt | 35.750 | 11,72 |
| Ausgeübt | (49.965) | 21,11 |
| Verfallen | (63.600) | 21,30 |
| Am 31. Dezember 2004 ausstehend |
193.930 | 26,70 |
| Am 1. Januar 2005 ausstehend |
193.930 | 26,70 |
| Rückerstattet | 21.000 | 20,80 |
| Gewährt | 97.358 | 31,35 |
| Ausgeübt | (38.300) | 21,41 |
| Verfallen | (15.529) | 29,38 |
| Abgelaufen | (7.000) | 217,60 |
| Am 31. Dezember 2005 ausstehend |
251.459 | 23,34 |
Am 31. Dezember 2005 bzw. 2004 waren Aktienoptionen für 112.855 bzw. 106.518 Aktien ausübbar. Der gewichtete durchschnittliche Ausübungspreis für ausübbare Aktienoptionen betrug zum 31. Dezember 2005 22,25 q bzw. zum 31. Dezember 2004 36,51 q. Überdies belief sich der gewichtete durchschnittliche theoretische Optionspreis der in 2005 und 2004 gewährten Optionen auf geschätzte 11,23 q bzw. 6,99 q.
Als Folge eines Gerichtsbeschlusses wurden 21.000 im Jahr 2004 verfallene Aktienoptionen in 2005 den betreffenden nahe stehenden Parteien erstattet.
Die folgende Übersicht enthält den gewichteten Durchschnittspreis und Angaben zur Vertragslaufzeit von wesentlichen zum 31. Dezember 2005 ausstehenden Optionsgruppen:
| Bandbreite der Ausübungspreise |
Ausstehend (Anzahl) |
Restliche Vertragslauf- zeit (in Jahren) |
Gewichteter durchschnitt- licher Aus- übungspreis |
Ausübbar (Anzahl) |
Gewichteter durchschnitt licher Aus- übungspreis |
|---|---|---|---|---|---|
| E 10,88 — E 41,32 |
248.459 | 3,34 | E 23,02 | 110.105 | E 21,59 |
| E 41,33 — E 59,51 |
3.000 | 0,68 | E 49,81 | 2.750 | E 48,93 |
| 251.459 | 112.855 |
Die Gesellschaft bilanziert den Personalaufwand aus Aktienoptionen in Übereinstimmung mit IFRS 2 "Anteilsbasierte Vergütung". Der Vergütungsaufwand im Zusammenhang mit Aktienoptionen belief sich in den Jahren 2005 und 2004 auf 374.138 q bzw. 1.239.580 q. Der theoretische Optionspreis der in 2005 gewährten Optionen wurde auf der Basis des Optionspreismodells von Black-Scholes unter Zugrundelegung der Annahmen risikofreier Zinssatz 2,16%, Dividendenrendite 0%, erwartete Volatilität 50% und erwartete Laufzeit von 3,0 Jahren ermittelt. Für die im Jahr 2004 gewährten Aktienoptionen waren die Annahmen zugrunde gelegt worden: risikofreier Zinssatz 3,1%, Dividendenrendite 0%, erwartete Volatilität 78% und eine gegenüber 2005 unveränderte Optionslaufzeit.
Optionspreismodelle beruhen in starkem Maße auf subjektiven Annahmen. Da Veränderungen der subjektiven Bewertungsannahmen die Ermittlung des theoretischen Optionspreises erheblich beeinflussen können, liefern die bestehenden Modelle nach Ansicht des Managements nicht unbedingt einen zuverlässigen alleinigen Maßstab für den theoretischen Optionspreis der an Mitarbeiter ausgegebenen Aktienoptionen.
Neubewertung von Aktienoptionen
Am 1. September 2001 hat die Gesellschaft an Mitarbeiter 94.100 Optionen, die am 5. Juli 2001 zurückgegeben worden waren, erneut ausgegeben. Die erneut ausgegebenen Optionen haben ähnliche Merkmale und unterliegen denselben Übertragungsmodalitäten wie die ursprünglich ausgegebenen Optionen. In Übereinstimmung mit IFRS 2 "Anteilsbasierte Vergütung" wurden die erneut ausgegebenen Optionen am Tag ihrer erneuten Ausgabe auf der Basis des Black-Scholes-Options-preismodells bewertet. Ihnen wurde ein theoretischer Optionsmehrpreis von rund 5.950.000 q zugewiesen, der über ihre Laufzeit verteilt wird. In den Jahren 2005 und 2004 hat die Gesellschaft in Bezug auf diese erneut ausgegebenen Optionen einen Personalaufwand von rund 247.900 q bzw. 535.741 q gebucht.
Verlängerung von Optionen aus 1999
Am 31. Oktober 1999 waren im Rahmen des 1999er Optionsplans 98.100 Optionen an Mitarbeiter sowie Mitglieder des Aufsichtsrats und des Vorstands gewährt worden. Die ursprüngliche Optionslaufzeit hatte fünf Jahre betragen. Am 14. Oktober 2004 haben Vorstand und Aufsichtsrat beschlossen, die Laufzeit von 54.900 an Mitarbeiter und den Vorstand gewährten Optionen bis zum 31. Oktober 2009 zu verlängern. In Übereinstimmung mit IFRS 2 "Anteilsbasierte Vergütung" wurden die verlängerten Optionen am 14. Oktober 2004 auf der Basis des Black-Scholes-Optionspreismodells neu bewertet. Im vierten Quartal 2004 wurde ein Personalaufwand aus Aktienoptionen von 518.585 q erfasst.
16 Personalaufwand
| in TR | 2005 | 2004 |
|---|---|---|
| Löhne und Gehälter | 9.596 | 7.229 |
| Sozialversiche rungsabgaben |
1.383 | 1.077 |
| Personalaufwand aus Aktienoptionen |
1.132 | 1.424 |
| Zeitpersonal (extern) |
2 | 1 |
| Sonstige | (161) | 757 |
| Gesamt | 11.952 | 10.488 |
Die durchschnittliche Anzahl der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter während des Geschäftsjahres 2005 betrug 170 (2004: 117).
17 Steuern vom Einkommen und vom Ertrag
Die Gesellschaft und ihre deutsche Tochtergesellschaft MorphoSys IP GmbH unterliegen der Körperschaftsteuer, dem Solidaritätszuschlag und der Gewerbesteuer. Seit dem Jahr 2001 gilt ein Körperschaftsteuersatz von 25% zuzüglich eines Solidaritätszuschlags von 5,5%. Nur für das Jahr 2003 betrug der Körperschaftsteuersatz wegen des für 2003 geltenden Flutopfersolidaritätsgesetzes einmalig 26,5%. Unter Berücksichtigung des Hebesatzes von 300 % für kommunale Gewerbesteuer beträgt der Gewerbesteuersatz 13,04 % des zu versteuernden Einkommens und ist bei der Ermittlung der Körperschaftsteuer abzugsfähig.
Die Ertragsteuern des abgelaufenen Geschäftsjahres setzten sich wie folgt zusammen:
| in TR | 31.12.2005 | 31.12.2004 |
|---|---|---|
| Effektiver Steueraufwand für das abgelaufene Jahr (davon direkt im | ||
| Eigenkapital berücksichtigt nach IAS 32.35: (TR 284)) | (816) | – |
| Effektiver Steueraufwand für Vorjahre | – | – |
| Latenter (Steueraufwand)/-vorteil aus der Existenz | ||
| bzw. der Aufhebung temporärer Differenzen | (537) | (826) |
| Latenter Steuervorteil aufgrund des Ausweises aktiver latenter Steuern auf zuvor nicht ausgewiesene aktive latente Steuern im Hinblick auf die künftige Aufhebung der |
||
| Differenzen zwischen IFRS- und Steuerbilanz | 917 | 826 |
| Gesamter Steueraufwand | (436) | – |
| Gesamtbetrag latenter Steuern aus Posten, die direkt im Eigenkapital erfasst werden | (321) | (221) |
Latente Steuern werden nur in dem Umfang erfasst, in dem die betreffenden Steuervorteile mit einer überwiegenden Wahrscheinlichkeit realisiert werden können. Auf der Grundlage der bisherigen Ergebnissituation und der Geschäftserwartungen für die überschaubare Zukunft werden Wertberichtigungen vorgenommen, falls dieses Kriterium nicht erfüllt wird.
Die Wertberichtigungen auf aktive latente Steuern wurden um 0,9 Mio. q zurückgenommen (2004: 0,8 Mio. q). Die gegenwärtige Einschätzung im Hinblick auf die Realisierbarkeit der aktiven latenten Steuern kann sich in Abhängigkeit von der Ergebnissituation kommender Jahre ändern und zu höheren oder niedrigeren Wertberichtigungen führen.
Die nachfolgende Übersicht leitet den gesetzlichen Ertragssteueraufwand zum effektiven Ertragsteueraufwand über, wie er im Jahresabschluss ausgewiesen wird. Bei der Ermittlung der gesetzlichen Ertragsteuern wurde im Geschäftsjahr 2005 der kombinierte Ertragsteuersatz von 36 % (2004: 36 %) auf das Ergebnis vor Steuern angewendet. Der in der Überleitungsrechnung verwendete Steuersatz beinhaltet die Körperschaftsteuer und den Solidaritätszuschlag von zusammen 26,38 % zuzüglich die effektive Gewerbesteuer auf der Grundlage eines Hebesatzes von 300 % für die kommunale Gewerbesteuer von 9,60 % unter Berücksichtigung der Abzugsfähigkeit der Gewerbesteuer bei der Ermittlung der Körperschaftsteuer.
Überleitungsrechnung
| in TR | 2005 | 2004 |
|---|---|---|
| Ergebnis vor Ertragsteuern | 5.112 | 282 |
| Erwarteter Steuersatz | 36 % | 36 % |
| Erwartete Ertragsteuern | (1.840) | (102) |
| Ursachen der Steuereffekte: | ||
| Latente Ertragsteuern aufgrund des Ausweises aktiver latenter Steuern auf zuvor nicht ausgewiesene aktive latente Steuern im Hinblick auf die künftige Aufhebung der Differenzen zwischen IFRS- und Steuerbilanz |
917 | 826 |
| Nichtansatz aktiver latenter Steuern auf Steuerverluste des Berichtsjahres | – | (224) |
| Latente Ertragsteuern aufgrund des Ausweises aktiver latenter Steuern auf zuvor nicht ausgewiesene aktive latente Steuern auf steuerliche Verlustvorträge |
1.041 | – |
| Personalaufwand aus Aktienoptionen | (408) | (513) |
| Kostenwirksame Aufwendungen der Kapitalerhöhung | – | 46 |
| Steuerlich nicht abzugsfähige Posten in Deutschland | (95) | (29) |
| Sonstige Effekte | (51) | (4) |
| Effektive Ertragsteuern | (436) | – |
Es wurden keine aktiven latenten Steuern für körperschaftsteuerliche Verlustvorträge in Höhe von 22 Mio. q und gewerbesteuerliche Verlustvorträge in Höhe von 20,8 Mio. q gebildet. Die Verlustvorträge können auf unbestimmte Zeit und in unbegrenzter Höhe vorgetragen werden. Ab dem Jahr 2004 begrenzt das deutsche Steuerrecht die Verrechnung des zu versteuernden Einkommens gegen steuerliche Verlustvorträge auf einen Betrag von 1,0 Mio. q zuzüglich 60 % des Betrags, um den das zu versteuernde Einkommen den Betrag von 1,0 Mio. q übersteigt. Der steuerliche Vorteil aus bisher nicht genutzten Verlustvorträgen reduzierte den effektiven Steueraufwand in 2005 um 1,0 Mio. q. Aktive latente Steuern auf Vermögenswerte und Schulden der deutschen Konzerngesellschaften wurden nur in Höhe der bestehenden latenten Steuerverpflichtungen dieser Gesellschaften gebildet. Es besteht eine Wertberichtigung auf aktive latente Steuern von 3,6 Mio. q (2004: 4,5 Mio. q) im Hinblick auf die zukünftige Aufhebung der Differenzen zwischen der IFRS- und der Steuerbilanz.
Die aktiven und passiven latenten Steuern setzen sich im Wesentlichen wie folgt zusammen:
| in TR | Aktive latente Steuern 2005 |
Aktive latente Steuern 2004 |
Passive latente Steuern 2005 |
Passive latente Steuern 2004 |
|---|---|---|---|---|
| Immaterielle Vermögenswerte | 4.821 | 5.789 | 1.750 | 1.242 |
| Wertberichtigung auf immaterielle Vermögenswerte | (3.592) | (4.510) | – | – |
| Grundstücke | – | – | 267 | – |
| Gebäude | – | – | 71 | – |
| Vorräte | 69 | 79 | 62 | – |
| Anzahlungen | 7 | – | – | – |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | ||||
| und sonstige Vermögenswerte | – | 870 | 36 | 121 |
| Eigene Aktien | 4 | – | – | – |
| Aktive und Sonstige Rechnungsabgrenzung | 4 | – | – | – |
| Investitionen in kurzfristige Wertpapiere | – | 4 | 325 | 225 |
| Sonstige Rückstellungen | 1 | 6 | – | – |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, | – | – | 47 | – |
| Schuldverschreibungen, davon wandelbar | – | – | 18 | – |
| Passive Rechnungsabgrenzung | – | 110 | – | 2 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 2 | – | – | 979 |
| 1.316 | 2.348 | 2.576 | 2.569 |
18 Ergebnis je Aktie
Die Ermittlung des unverwässerten Ergebnisses je Aktie beruht auf einem Jahresüberschuss für 2005 von 4.676.369 q (2004: 282.112 q) und dem gewichteten durchschnittlichen Bestand an im Umlauf befindlichen Stammaktien für die betreffenden Jahre (2005: 5.578.865; 2004: 5.131.467).
Die gewichtete durchschnittliche Anzahl der Stammaktien ermittelte sich wie folgt:
| 2005 | 2004 | |
|---|---|---|
| Stand der ausgegebenen Aktien am 1. Januar | 5.438.852 | 4.901.332 |
| Effekt der gehaltenen eigenen Aktien | (29.162) | (30.062) |
| Effekt der Aktienausgabe im Januar | 2.260 | – |
| Effekt der Aktienausgabe im Februar | 8.158 | – |
| Effekt der Aktienausgabe im März | 143.043 | – |
| Effekt der Aktienausgabe im April | 112 | 2.367 |
| Effekt der Aktienausgabe im Mai | 13 | 5.671 |
| Effekt der Aktienausgabe im Juni | 21 | 247.717 |
| Effekt der Aktienausgabe im Juli | 897 | – |
| Effekt der Aktienausgabe im August | 1.542 | 250 |
| Effekt der Aktienausgabe im September | 10.417 | 583 |
| Effekt der Aktienausgabe im Oktober | 758 | 164 |
| Effekt der Aktienausgabe im November | 1.858 | 2.204 |
| Effekt der Aktienausgabe im Dezember | 96 | 1.241 |
| Gewichtete durchschnittliche Anzahl Stammaktien | 5.578.865 | 5.131.467 |
Der verwässerte Jahresüberschuss je Aktie wird unter Berücksichtigung der möglichen Stammaktien der Gesellschaft aus gewährten Aktienoptionen und Wandelschuldverschreibungen ermittelt.
Die nachfolgende Übersicht zeigt die Überleitung des unverwässerten auf das verwässerte Ergebnis je Aktie (in Tsd. q, mit Ausnahme der Angaben je Aktie):
| in TR, mit Ausnahme der Angaben je Aktie | 2005 | 2004 |
|---|---|---|
| Zähler: | ||
| Jahresüberschuss | 4.676 | 282 |
| Nenner: | ||
| Gewichtete durchschnittliche Anzahl Stammaktien zur Berechnung | ||
| des unverwässerten Ergebnisses je Aktie | 5.578.865 | 5.131.467 |
| Verwässernde Aktien aus Aktienoptionen | 71.513 | 12.401 |
| Verwässernde Aktien aus Wandelschuldverschreibungen | – | 26.097 |
| Nenner gesamt: | 5.650.378 | 5.169.965 |
| Gewinn je Aktie (in R ): | ||
| Unverwässert | 0,84 | 0,05 |
| Verwässert | 0,83 | 0,05 |
19 Ziele und Grundsätze des Risiko- managements für das Finanzrisiko
Zusätzlich zu den im Lagebericht angesprochenen Risiken hat die Gesellschaft folgende Risiken identifiziert:
Währungsrisiko
Der Konzernabschluss der Gesellschaft wird in Euro erstellt. Während die Aufwendungen von MorphoSys überwiegend in Euro anfallen, hängt ein erheblicher Teil der Umsatzerlöse vom jeweiligen Wechselkurs zwischen US-Dollar und Euro ab. Die Gesellschaft prüft im Jahresverlauf die Notwendigkeit von Kurssicherungsgeschäften zur Minderung des Wechselkursrisikos und setzt gegebenenfalls derivative Finanzinstrumente ein.
Zinsrisiko
Das Risiko des Konzerns aus Zinssatzänderungen ergibt sich im Wesentlichen aus den zur Veräußerung verfügbaren Wertpapieren. Eine Änderung des allgemeinen Zinsniveaus könnte zu einer Erhöhung oder einem Rückgang des Marktwerts dieser Wertpapiere führen. Im Hinblick auf die in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten sieht sich der Konzern derzeit keinem wesentlichen Zinsrisiko ausgesetzt.
Ausfall- und Liquiditätsrisiko
Finanzinstrumente, die für die Gesellschaft möglicherweise eine Konzentration des Ausfall- und Liquiditätsrisikos bewirken können, sind hauptsächlich Zahlungsmittel, Zahlungsmitteläquivalente, marktgängige Wertpapiere und Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente der Gesellschaft lauten vorwiegend auf Euro oder US-Dollar. Marktgängige Wertpapiere stellen qualitativ hochwertige Anlagen dar. Zahlungsmittel, Zahlungsmitteläquivalente und marktgängige Wertpapiere werden grundsätzlich bei zwei renommierten Finanzinstituten in Deutschland gehalten. Die Gesellschaft überwacht fortlaufend ihre Positionen bei den Finanzinstituten und deren Bonität, die Vertragspartner ihrer Finanzinstrumente sind, und sieht kein Risiko der Nichterfüllung.
Es ist Konzernpolitik, alle Kunden mit dem Wunsch nach Zahlungszielen einer Kreditwürdigkeitsprüfung zu unterziehen. Dennoch unterliegen die Umsatzerlöse und Forderungen aus Lieferungen und Leistungen der Gesellschaft einem Ausfallrisiko durch Kundenkonzentration. Vom Bestand der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen der Gesellschaft entfielen zum Jahresende 2005 rund 44% auf einen einzelnen Kunden. Überdies machten drei einzelne Kunden der Gesellschaft 31%, 19% bzw. 14% der gesamten Umsatzerlöse des Jahres 2005 aus. Am 31. Dezember 2004 hatten 52% des letztjährigen Forderungsbestands der Gesellschaft einen einzelnen Kunden betroffen; von den Umsatzerlösen des Jahres 2004 waren 28 %, 26 % bzw. 17% auf drei Kunden entfallen. Nach Einschätzung der Geschäftsleitung waren im neu gegründeten Reagenziengeschäft zum 31. Dezember 2005 Wertberichtigungen in Höhe von 41.461 q und zum 31. Dezember 2004 in Höhe von 36.456 q erforderlich.
Beizulegender Zeitwert von Finanzinstrumenten
Die Buchwerte von Finanzinstrumenten, wie Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente sowie Forderungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, entsprechen angesichts ihrer kurzen Fälligkeiten annähernd ihrem beizulegenden Zeitwert. Der Marktwert von marktgängigen Wertpapieren bestimmt sich nach ihren notierten Marktpreisen (siehe Ziffer 4 dieses Anhangs zum Konzernabschluss). Der den Lizenzverbindlichkeiten beizulegende Zeitwert ermittelt sich nach der Effektivzinsmethode. Wandelschuldverschreibungen werden mit den zugeschriebenen Werten ausgewiesen, die annähernd dem zum Fälligkeitstag fälligen Kapitalbetrag entsprechen.
20 Operating Leasing
Die Gesellschaft mietet Einrichtungen und Ausstattungen im Rahmen langfristiger Operating-Leasingverträge. In den Geschäftsjahren 2005 und 2004 belief sich der Mietaufwand auf 880.173 q und 898.292 q. Im Januar 2004 hatte MorphoSys den bestehenden Leasingvertrag für ihre Einrichtungen geändert. Der neue Leasingvertrag hat eine Laufzeit bis September 2009. Die künftigen Mindestleasingzahlungen aus unkündbaren Operating-Leasing- und Versicherungsverhältnissen sowie anderen Dienstleistungen stellen sich wie folgt dar:

Der Gesamtaufwand der Gesellschaft aus Operating-Leasingund Versicherungsverhältnissen sowie anderen Dienstleistungen belief sich in den Geschäftsjahren 2005 und 2004 auf insgesamt rund 1.185.515 q bzw. 1.084.597 q.
21 Eventualschulden und -verbindlichkeiten
Im Juni 2001 hat Applied Molecular Evolution, Inc. ("AME"), San Diego/Kalifornien, USA, eine 100 %ige Tochtergesellschaft der Eli Lilly & Company, beim US-Bezirksgericht von Massachusetts in Boston/Mass., USA, Klage gegen die Gesellschaft wegen angeblicher Verletzung der Kauffman-Ballivet-Patentfamilie eingereicht. Diese Ende der 90er Jahre erteilten Patente schützen die stochastische Produktion von Proteinen. Im Januar 2003 hat MorphoSys bestätigt, in dem von Applied Molecular Evolution angestrengten Verfahren eine positive Empfehlung ("Report and Recommendation") der Magistratsrichterin an den beim Bezirksgericht in Boston/Mass. zuständigen Bezirksrichter erhalten zu haben. Die Magistratsrichterin empfahl, dem Antrag von MorphoSys auf Urteil in einem beschleunigten Verfahren wegen Nichtverletzung stattzugeben und AME's Antrag auf Teilurteil in einem beschleunigten Verfahren wegen Verletzung abzulehnen. Im September 2004 hat der Bezirksrichter ein "Memorandum and Order" abgegeben, in der er diese Empfehlung ablehnte und die Antragsgründe für ein beschleunigtes Verfahren verwarf. Vielmehr ordnete er ein Markman-Anhörungsverfahren bezüglich der Patentkonstruktion an, das am 1. April 2005 stattfand. Im September 2005 gab MorphoSys den Abschluss eines gegenseitigen Lizenzabkommens mit Eli Lilly & Company ("Lilly") über die Nutzung bestimmter rekombinanter Protein-Technologien bekannt. Dieses Abkommen ist Teil einer Vereinbarung zur Beilegung des oben erwähnten Patentstreits mit AME. Im Rahmen der Vereinbarung erhält MorphoSys eine Lizenz auf die Kauffman-Patentfamilie für die Herstellung und das Screening bestimmter rekombinanter Peptid- und Protein-Bibliotheken und für die Vermarktung von hieraus resultierenden Produkten. Lilly erhält im Rahmen der Vereinbarung für ihre internen Forschungs- und Entwicklungsprogramme Zugang zur HuCAL GOLD-Technologie von MorphoSys. Für jeden im Rahmen der Vereinbarung entwickelten therapeutischen Antikörper wird Lilly an MorphoSys Ausschließlichkeitsgebühren, Erfolgsprämien, Meilensteinzahlungen und Tantiemen auf Endprodukte entrichten. Die Beilegungsvereinbarung betrifft die vergangene, gegenwärtige und zukünftige Nutzung und Vermarktung aller Versionen der HuCAL Bibliotheken durch MorphoSys und ihre Partner wie auch ihre TRIM-Technologie. Die Vereinbarung gewährt Lilly unter bestimmten Bedingungen auch Zugang zu Antibodies by Design, der Geschäftseinheit von MorphoSys mit Schwerpunkt auf der Entwicklung von maßgeschneiderten monoklonalen Antikörpern für nicht therapeutische Zwecke.
Der Geschäftsleitung sind keine sonstigen Vorgänge bekannt, die für die Gesellschaft zu einer wesentlichen Verpflichtung führen und eine wesentliche nachteilige Auswirkung auf ihre Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben könnten.
22 Nahe stehende Unternehmen und Personen
Der Konzern unterhält mit Mitgliedern seiner Geschäftsleitung und seines Aufsichtsrats als nahe stehende Personen Geschäftsbeziehungen. Neben der Barvergütung hat die Gesellschaft dem Vorstand und Mitgliedern des Aufsichtsrats Aktienoptionen und Wandelschuldverschreibungen gewährt.
Die nachfolgende Übersicht zeigt die vom Vorstand und vom Aufsichtsrat im Verlauf des Geschäftsjahres 2005 gehaltenen Aktien, Aktienoptionen und Wandelschuldverschreibungen sowie die Änderungen in ihren Besitzverhältnissen:
Aktien
| 1.1.2005 | Zugänge | Verfall | Ausgelaufene Programme |
Verkäufe | 31.12.2005 | |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Vorstand | ||||||
| Dr. Simon E. Moroney* (gehalten über ein be- herrschtes Unternehmen) |
113.461 | – | – | – | 113.461 | – |
| Dr. Simon E. Moroney* | – | 113.461 | – | – | – | 113.461 |
| Dave Lemus | – | – | – | – | – | – |
| Dr. Marlies Sproll** | – | – | – | – | – | – |
| Gesamt | 113.461 | 113.461 | – | – | 113.461 | 113.461 |
| Aufsichtsrat | ||||||
| Dr. Gerald Möller | 2.500 | – | – | – | – | 2.500 |
| Dr. Daniel Camus | – | – | – | – | – | – |
| Dr. Metin Colpan | – | – | – | – | – | – |
| Prof. Dr. Jürgen Drews | – | – | – | – | – | – |
| Prof. Dr. Andreas Plückthun* |
59.300 | – | – | – | – | 59.300 |
| Dr. Geoffrey N. Vernon | – | – | – | – | – | – |
| Gesamt | 61.800 | – | – | – | – | 61.800 |
* Aktien waren Gegenstand eines Aktienleihvertrags vom 31. März 2005 im Zusammenhang mit einer Kapitalerhöhung und wurden am 13. April 2005 zurückübertragen. ** zum 1.11.2005 bestellt
Aktienoptionen
| 1.1.2005 | Zugänge | Verfall | Ausgelaufene Programme |
Verkäufe | 31.12.2005 | |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Vorstand | ||||||
| Dr. Simon E. Moroney | 47.000 | 36.000 | – | – | – | 83.000 |
| Dave Lemus | 21.000 | 27.000 | – | – | – | 48.000 |
| Dr. Marlies Sproll** | 10.000 | – | – | – | 7.500 | 2.500 |
| Gesamt | 78.000 | 63.000 | – | – | 7.500 | 133.500 |
| Aufsichtsrat | ||||||
| Dr. Gerald Möller | 2.500 | – | – | 2.500 | – | – |
| Dr. Daniel Camus | – | – | – | – | – | – |
| Dr. Metin Colpan | – | – | – | – | – | – |
| Prof. Dr. Jürgen Drews | 3.930 | – | – | 1.500 | – | 2.430 |
| Prof. Dr. Andreas | ||||||
| Plückthun | 1.500 | – | – | 1.500 | – | – |
| Dr. Geoffrey N. Vernon | 1.500 | – | – | 1.500 | – | – |
| Gesamt | 9.430 | – | – | 7.000 | – | 2.430 |
Wandelschuldverschreibungen
| 1.1.2005 | Zugänge | Verfall | Ausgelaufene Programme |
Verkäufe | 31.12.2005 | |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Vorstand | ||||||
| Dr. Simon E. Moroney | 19.474 | – | – | – | 12.000 | 7.474 |
| Dave Lemus | 30.228 | – | – | – | 24.000 | 6.228 |
| Dr. Marlies Sproll** | 2.491 | – | – | – | – | 2.491 |
| Gesamt | 52.193 | – | – | – | 36.000 | 16.193 |
| Aufsichtsrat | ||||||
| Dr. Gerald Möller | 2.500 | – | – | – | 2.500 | – |
| Dr. Daniel Camus | 1.500 | – | – | – | 1.500 | – |
| Dr. Metin Colpan | – | – | – | – | – | – |
| Prof. Dr. Jürgen Drews | – | – | – | – | – | – |
| Prof. Dr. Andreas | ||||||
| Plückthun | 1.500 | – | – | – | 1.500 | – |
| Dr. Geoffrey N. Vernon | 1.500 | – | – | – | 1.500 | – |
| Gesamt | 7.000 | – | – | – | 7.000 | – |
** zum 1.11.2005 bestellt
Die Vergütungen sowohl für den Vorstand als auch für den Aufsichtsrat bestanden aus einer fixen und einer variablen Komponente. Im Jahr 2005 belief sich die Gesamtvergütung für den Aufsichtsrat ohne Reisekostenerstattungen auf 190.500 q (2004: 169.500 q). Die nachfolgende Übersicht zeigt die Vergütungen des Vorstands und des Aufsichtsrats in detaillierter Form:
Vorstand
| Fixe Vergütung | Variable Vergütung | Sonstige Vergütungen | Gesamtvergütung | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| in R | 2005 | 2004 | 2005 | 2004 | 2005 | 2004 | 2005 | 2004 |
| Dr. Simon Moroney | 257.453 | 227.052 | 136.231 | 63.630 | 66.789 | 59.051 | 460.473 | 349.733 |
| Dave Lemus | 184.174 | 170.824 | 102.495 | 74.993 | 106.779 | 101.072 | 393.448 | 346.889 |
| Dr. Marlies Sproll* | 27.500 | – | – | – | 6.543 | – | 34.043 | – |
| Dr. Thomas von Rüden** | – | 129.421 | – | 75.661 | – | 53.037 | – | 258.119 |
| Gesamt | 469.127 | 527.297 | 238.726 | 214.284 | 180.111 | 213.160 | 887.964 | 954.741 |
* zum 1. November 2005 bestellt
** am 3. September 2004 ausgeschieden
Aufsichtsrat
| Fixe Vergütung | Variable Vergütung | Gesamtvergütung | ||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| in R | 2005 | 2004 | 2005 | 2004 | 2005 | 2004 |
| Dr. Gerald Möller | 25.000 | 25.000 | 26.000 | 20.500 | 51.000 | 45.500 |
| Dr. Daniel Camus | 13.500 | 13.500 | 16.000 | 13.500 | 29.500 | 27.000 |
| Prof. Jürgen Drews | 18.500 | 18.500 | 14.000 | 7.000 | 32.500 | 25.500 |
| Prof. Dr. Andreas Plückthun | 12.000 | 12.000 | 7.500 | 7.500 | 19.500 | 19.500 |
| Dr. Geoffrey N. Vernon | 15.000 | 15.000 | 17.000 | 15.500 | 32.000 | 30.500 |
| Dr. Metin Colpan | 13.500 | 8.587 | 12.500 | 5.000 | 26.000 | 13.587 |
| Dr. Jörg Reinhardt* | – | 4.913 | – | 3.000 | – | 7.913 |
| Gesamt | 97.500 | 97.500 | 93.000 | 72.000 | 190.500 | 169.500 |
* am 11. Mai 2004 ausgeschieden
23 Corporate Governance
Die Gesellschaft hat die gemäß § 161 AktG vorgeschriebene Entsprechenserklärung abgegeben. Diese Erklärung wurde veröffentlicht und den Aktionären am 22. Dezember 2005 dauerhaft zugänglich gemacht.
24 Forschungs- und Entwicklungs- abkommen
Die Gesellschaft hat im Rahmen ihrer Forschungs- und Entwicklungsstrategie eine Reihe von F&E-Vereinbarungen geschlossen. Im Folgenden sind einige dieser Abkommen kurz beschrieben, die spürbare finanzielle Auswirkungen gehabt haben bzw. haben könnten (in alphabetischer Reihenfolge).
Bayer Corporation, Berkeley, USA
Im Dezember 1999 gab die Gesellschaft eine Kooperation mit der Bayer AG ("Bayer") bekannt. Das Abkommen umfasst eine Forschungskooperation sowie ein Lizenzabkommen für die Anwendung der firmeneigenen Technologien der Gesellschaft in diversen Forschungs- und Entwicklungsprogrammen von Bayer. Die Zusammenarbeit wurde im Juli 2001 um weitere vier Jahre verlängert. Das Abkommen definiert vier Bereiche, in denen der Einsatz der MorphoSys-Technologien in beiden Unternehmen zum Tragen kommt. Die HuCAL-Technologie der Gesellschaft wird zur Herstellung vollständig humaner therapeutischer Antikörper gegen bis zu zehn von Bayer benannte Zielmoleküle eingesetzt. Ferner hat Bayer eine Option auf die Entwicklung von Antikörpern als in-vitro-Diagnostika, hergestellt auf der Basis der HuCAL-Technologie. HuCAL wird auch zur Identifizierung von Antikörpern eingesetzt, die den Fortgang klinischer Versuche mit ausgewählten Arzneimitteln überwachen helfen. Im vierten und letzten Anwendungsbereich werden die MorphoSys-Technologien eingesetzt, um neue Zielmoleküle aus der Bayer-Genomforschung zu identifizieren und zu validieren, die anschließend von Bayer auf der Suche nach neuen Arzneimittelkandidaten in Durchmusterungen, den so genannten Screenings, eingesetzt werden.
Bei Vertragsunterzeichnung leistete Bayer an die Gesellschaft vereinbarungsgemäß eine Vorauszahlung und zahlt ferner jährliche Lizenzgebühren sowie finanzielle Unterstützung für die bei der Gesellschaft durchgeführte Forschung und Entwicklung. Zusätzlich zahlt Bayer Exklusivitätsgebühren für den Einsatz der HuCAL-Technologie für bis zu zehn mögliche Zielmoleküle und leistet Meilensteinzahlungen für von der Gesellschaft gelieferte Antikörper, die vordefinierte Erfolgskriterien erfüllen. Jedes antikörperbasierte Produkt aus der Kooperation löst entwicklungsabhängige Meilensteinzahlungen und Lizenzgebühren von Bayer an die Gesellschaft aus. Während der Vertragslaufzeit hat Bayer bisher zwei exklusive Antikörperlizenzen von MorphoSys erworben und ihre HKB-11-Zelllinie als Gegenleistung für die Installation von HuCAL GOLD an ausgewählten Bayer-Standorten lizenziert.
Im Dezember 2005 wurde die Zusammenarbeit um weitere fünf Jahre verlängert mit einer Kündigungsoption nach dem ersten Jahr. Im Rahmen der Vertragsverlängerung gewährt MorphoSys Bayer Zugang zu ihrer firmeneigenen HuCAL GOLD- Antikörperbibliothek für den Einsatz in ihren Medikamentenforschungsprogrammen an ihrem Forschungsstandort West Haven, Connecticut, USA. Für den Fall, dass die Zusammenarbeit die volle Vertragslaufzeit andauert, beabsichtigen beide Partner den Beginn von bis zu 25 neuen therapeutischen Antikörperprogrammen.
Boehringer Ingelheim GmbH
Im Februar 2003 vereinbarten MorphoSys und Boehringer Ingelheim GmbH ("Boehringer Ingelheim") eine Kooperation im Bereich therapeutischer Antikörper und trafen gegenseitige Lizenzvereinbarungen. Im Rahmen dieser Vereinbarungen erhielt MorphoSys eine exklusive, weltweite Lizenz zur Nutzung von Patenten im Besitz oder unter Kontrolle von Boehringer Ingelheim für die Entwicklung, Herstellung und den Vertrieb von therapeutischen und diagnostischen Antikörpern gegen das ICAM-1-Molekül. Boehringer Ingelheim erhält exklusive kommerzielle Lizenzen auf therapeutische Antikörper gegen zwei ungenannte Zielmoleküle, die MorphoSys mit seiner HuCAL GOLD-Antikörpertechnologie herstellen wird.
Im November 2003 hat Boehringer Ingelheim eine erste Option für die Entwicklung eines therapeutischen Antikörpers ausgeübt. Als Folge wird MorphoSys für Boehringer Ingelheim einen therapeutischen Antikörper gegen ein nicht genanntes Zielmolekül für die Behandlung entzündlicher Erkrankungen wie Asthma und rheumatoide Arthritis entwickeln.
Im August 2004 hat Boehringer Ingelheim eine zweite Option für die Entwicklung eines therapeutischen Antikörpers ausgeübt. Beide Parteien haben ein neues Programm zur Entwicklung eines therapeutischen Antikörpers gegen ein nicht genanntes Zielmolekül im Zusammenhang mit kardiovaskulären Erkrankungen begonnen. MorphoSys wird diesen Antikörper auf der Basis seiner HuCAL GOLD-Technologie entwickeln. Boehringer Ingelheim wird für die präklinische und klinische Entwicklung und die anschließende Vermarktung für hieraus resultierende Produkte zuständig sein, für die MorphoSys Meilensteinzahlungen und Lizenzgebühren erhalten könnte.
Im März 2005 haben Boehringer Ingelheim und MorphoSys die Ausweitung ihrer bestehenden Zusammenarbeit bei Forschungs- und therapeutischen Anwendungen unterzeichnet. Boehringer Ingelheim hat eine Option auf mehrere exklusive Lizenzen für neue therapeutische Antikörper erworben. Daneben wird Boehringer Ingelheim für Forschungszwecke in mehreren ihrer Forschungseinrichtungen Zugang zur HuCAL GOLD-Bibliothek von MorphoSys erhalten. Die erste Installation wird voraussichtlich am Standort von Boehringer Ingelheim in Wien, Österreich, vorgenommen. MorphoSys wird über die fünfjährige Dauer der Zusammenarbeit eine Technologiezugangsgebühr, jährliche Lizenzgebühren und wahlweise eine Finanzierung der Forschung und Entwicklung erhalten. Für aus der Zusammenarbeit resultierende therapeutische Antikörper wird Boehringer Ingelheim Meilenstein- und Lizenzgebühren an MorphoSys entrichten.
Bristol-Myers Squibb Company, USA
Im August 1998 haben die Gesellschaft und Bristol-Myers Squibb Company ("Bristol-Myers Squibb" – vormals DuPont Pharmaceuticals Company) eine Kooperationsvereinbarung geschlossen, unter der Bristol-Myers Squibb eine nicht-exklusive Lizenz für die HuCAL-Antikörperbibliothek-Technologie erwarb. Im Rahmen dieser Vereinbarung setzte Bristol-Myers Squibb die HuCAL-Technologie in ihren pharmazeutischen Forschungsprogrammen zur Charakterisierung und Validierung von Zielmolekülen ein. Im Juli 2000 haben die beiden Parteien diese Forschungslizenz erweitert und eine Zusammenarbeit zur Entwicklung eines Systems zur vollautomatischen Durchmusterung von Antikörperbibliotheken im Hochdurchsatz namens AutoCAL vereinbart. Die erweiterte Vereinbarung gewährte Bristol-Myers Squibb weiterhin Zugriff auf die HuCAL-Bibliotheken und die Installation von AutoCAL bei Bristol-Myers Squibb in Wilmington, Delaware, USA. Mit der erfolgreichen Entwicklung von Forschungsantikörpern gegen Zielmoleküle von Bristol-Myers Squibb unter Einsatz von AutoCAL erhielt MorphoSys in den Jahren 2000 und 2001 Meilensteinzahlungen.
Im Januar 2005 hat MorphoSys eine weitere Ausdehnung der existierenden Lizenzvereinbarung bekannt gegeben, die Bristol-Myers Squibb Zugang zur HuCAL GOLD-Bibliothek gewährt.
Centocor, Inc., U.S.A.
Im Dezember 2000 unterzeichnete die Gesellschaft mit Centocor, Inc. ("Centocor") eine Kooperations- und Lizenzvereinbarung. Ziel der Zusammenarbeit ist die Erforschung, Entdeckung und Entwicklung von neuartigen Antikörpertherapeutika. Centocor hat an verschiedenen Standorten Zugang zur HuCAL-Technologie; ferner entwickelt die Gesellschaft Antikörper gegen Zielmoleküle von Centocor. Im Rahmen der Vereinbarung erhält die Gesellschaft Technologielizenz- und Exklusivitätsgebühren, Zahlungen für Forschung und Entwicklung und Meilensteinzahlungen. Centocor ist zuständig für die Entwicklung und Vermarktung potenzieller Arzneimittel. Sollte Centocor aus der Zusammenarbeit resultierende Arzneimittel auf den Markt bringen, wird die Gesellschaft Tantiemen erhalten. Die ursprüngliche Vereinbarung hatte eine Laufzeit von fünf Jahren bis Dezember 2005. Im Dezember 2004 haben beide Parteien die Laufzeit bis Ende 2007 verlängert. Die Prolongationsvereinbarung sieht für Centocor höhere Zahlungen für Forschung und Entwicklung und eine Abschlussgebühr für die Verlängerung an MorphoSys vor.
Eli Lilly & Company
Im September 2005 haben MorphoSys und Eli Lilly & Company ("Lilly") ein gegenseitiges Lizenzabkommen über die Nutzung ihrer rekombinanten Protein-Technologien unterzeichnet. Dieses Abkommen ist Teil einer Vereinbarung zur Beilegung des Patentstreits mit Applied Molecular Evolution (AME). Im Rahmen des Abkommens erhält MorphoSys eine Lizenz auf die Kauffman-Patentfamilie für die Herstellung und das Screening bestimmter rekombinanter Peptid- und Protein-Bibliotheken und für die Vermarktung von hieraus resultierenden Produkten. Lilly erhält im Rahmen des Abkommens für ihre internen Forschungs- und Entwicklungsprogramme Zugang zur HuCAL GOLD-Technologie von MorphoSys. Für im Rahmen der Vereinbarung entwickelte therapeutische Antikörper wird Lilly an MorphoSys Ausschließlichkeitsgebühren, Erfolgsprämien, Meilensteinzahlungen und Tantieme auf Endprodukte entrichten. Die Beilegungsvereinbarung betrifft die vergangene, gegenwärtige und zukünftige Nutzung und Vermarktung aller Versionen der HuCAL-Bibliotheken durch MorphoSys und seine Partner wie auch ihre TRIM-Technologie. Die Vereinbarung gewährt Lilly unter bestimmten Bedingungen auch Zugang zu Antibodies by Design, der Geschäftseinheit von MorphoSys mit Schwerpunkt auf der Entwicklung von maßgeschneiderten monoklonalen Antikörpern für nicht therapeutische Zwecke.
F. Hoffmann-La Roche, Schweiz
Im September 2000 hat MorphoSys ein Kooperations- und Lizenzabkommen mit F. Hoffmann-La Roche ("Roche") zur Entwicklung humaner therapeutischer Antikörper gegen ein Zielmolekül von Roche vereinbart. Im Rahmen der Vereinbarung erhält die Gesellschaft eine Lizenzzahlung, entwicklungsabhängige Meilensteinzahlungen sowie Tantieme auf vermarktete Produkte. Die Gesellschaft wird ihre (HuCAL)-Fab-Technologie zur Herstellung und Optimierung von Antikörpern gegen das Zielmolekül von Roche einsetzen. Roche übernimmt die klinische Entwicklung, die behördliche Zulassung und die
weltweite Vermarktung für alle hieraus resultierenden Produkte. Im Januar 2006 hat MorphoSys bekannt gegeben, dass Roche alle erforderlichen Anträge für den Beginn einer klinischen Erprobung der europäischen Phase 1 für einen auf der Basis von HuCAL entwickelten Antikörper gegen Alzheimer gestellt hat. Die Einreichung der Anträge zum Beginn der klinischen Erprobung löst eine klinische Meilensteinzahlung von Roche an MorphoSys aus.
GPC Biotech AG, München, Deutschland
Im April 1999 unterzeichnete die Gesellschaft ein Kooperations- und Lizenzabkommen mit der GPC Biotech AG ("GPC"). Ziel der Kooperation ist die Nutzung der Technologien der Gesellschaft zur Herstellung humaner Antikörper gegen Zielmoleküle von GPC und die Lieferung dieser Antikörperprodukte an GPC als Nachweis der Erreichung vordefinierter Erfolgskriterien. Die Gesellschaft erhielt von GPC Abschlussgebühren in Form von Forschungs- und Entwicklungsmitteln sowie Exklusivitätszahlungen und hat die Möglichkeit, Meilensteinzahlungen und Tantiemegebühren zu erzielen. Im Januar 2005 begann GPC die klinische Phase-1-Erprobung für einen von MorphoSys entwickelten vollständig humanen Krebsantikörper (1D09C3) zur Evaluierung von Antikörpern bei Patienten mit rezidivierenden oder Therapie-refraktären Lymphomen wie Hodgkin- oder Non-Hodgkin-Lymphomen. Der Beginn der klinischen Erprobung löst eine klinische Meilensteinzahlung von GPC an MorphoSys aus. Die Europäische Kommission hat dem Antikörper für die Behandlung von chronischer lymphozytärer Leukämie (CLL) einen sogenannten Orphan-Drug-Status erteilt.
ImmunoGen, USA
Im September 2000 unterzeichnete die Gesellschaft ein Kooperations- und Lizenzabkommen mit ImmunoGen, USA ("Immuno-Gen"). Die Partner werden sich im Rahmen der Kooperation mit der Entdeckung und Entwicklung humaner monoklonaler Antikörper gegen bestimmte spezifizierte Zielmoleküle befassen. ImmunoGen übernimmt die Aufgabe, einen oder mehrere von der Gesellschaft hergestellte Antikörper zu einem marktfähigen Produkt weiterzuentwickeln. Im Rahmen dieses Abkommens erhält die Gesellschaft eine Lizenzzahlung sowie entwicklungsabhängige Meilensteinzahlungen und Tantiemen auf vermarktete Produkte.
Die zwischen den beiden Gesellschaften bestehende Vereinbarung wurde im Juni 2001 erweitert. Im Rahmen der erweiterten Vereinbarung gewährte die Gesellschaft an ImmunoGen eine Forschungslizenz auf ihre HuCAL-Antikörperbibliothek-Technologie zur Herstellung von Forschungsantikörpern, die ImmunoGen in ihren funktionalen Genomprogrammen bei der Validierung neuer Zielmoleküle unterstützend einsetzt. Die erweiterte Vereinbarung hat eine Laufzeit von vier Jahren. Im Juni 2005 wurde die bestehende Lizenzvereinbarung für ImmunoGen's interne Zielforschungsprogramme um ein weiteres Jahr verlängert.
Merck & Co., Inc.
Im Dezember 2005 hat MorphoSys ein auf fünf Jahre angelegtes Lizenzabkommen mit Merck & Co., Inc.. ("Merck") geschlossen. Im Rahmen des Abkommens gewährt MorphoSys Merck für deren Medikamentenforschungsprogramme Zugang zu ihren firmeneigenen Technologien HuCAL GOLD und Auto-CAL. Daneben erlaubt das Abkommen Merck die Entwicklung therapeutischer Antikörper auf der Basis von HuCAL für eine Reihe von Indikationen. MorphoSys erhält eine Vertragsabschlussgebühr, jährliche Nutzungsgebühren und Zahlungen für die Forschung und Entwicklung. Daneben stehen Morpho-Sys Lizenz- und Meilensteinzahlungen für Projekte in der klinischen Entwicklung sowie Tantiemen auf aus der Zusammenarbeit resultierende Endprodukte zu.
Novartis AG
Die MorphoSys AG und die Novartis AG ("Novartis") haben im Mai 2004 eine Zusammenarbeit für die Erforschung und Entwicklung von antikörperbasierten Biopharmaka als therapeutische Wirkstoffe gegen eine Reihe unzureichend behandelter Krankheiten vereinbart. MorphoSys wird seine leistungsstarken und erprobten humanen Antikörper-Technologien (HuCAL GOLD) in diese neue strategische Ausrichtung der Novartis-Forschung einbringen und so zu einer Zusammenarbeit beitragen, in der neue therapeutische Wirkstoffe schnell und effizient identifiziert und entwickelt werden. Die Wissenschaftler von MorphoSys werden mit den Wissenschaftlern von Novartis in den weltweiten Niederlassungen der Novartis Institutes for Bio-Medical Research (NIBR) sowie am neuen Konzernsitz in Cambridge, Massachusetts, USA, zusammenarbeiten. Die HuCAL GOLD-Technologie von MorphoSys wird ein integraler Bestandteil der Medikamentenforschung und -entwicklung von Novartis. Während der dreijährigen Laufzeit der Vereinbarung, die bis auf insgesamt fünf Jahre verlängert werden kann, wird Novartis die interne Forschung bei MorphoSys für die Entwicklung und Optimierung von HuCAL GOLD-Antikörpern gegen Zielmoleküle von Novartis finanzieren. Daneben erhält Novartis an zwei seiner Standorte Zugang zur aktuellen HuCAL GOLD-Bibliothek von MorphoSys. Novartis ist im Rahmen der Zusammenarbeit der erste Partner von MorphoSys, dem eine nicht exklusive Option auf die interne Installation der gesamten Technologieplattform von MorphoSys eingeräumt wird, die eine weitere Zahlung von Novartis an MorphoSys auslösen würde. Novartis ist durch den Erwerb von unverzinslichen Wandelschuldverschreibungen eine Beteiligung von rund 9 Mio. q an MorphoSys eingegangen. Zusätzlich sind MorphoSys in den ersten drei Jahren der Zusammenarbeit über 30 Mio. US \$ Zahlungen für Forschung und Entwicklung und Technologielizenzen zugesagt. MorphoSys wird weitere Zahlungen wie Technologielizenzgebühren, Meilensteinzahlungen für Forschung und Entwicklung sowie Tantiemen aus der Vermarktung von Antikörperprodukten erhalten.
Novoplant GmbH
Im Juli 2004 haben MorphoSys und Novoplant GmbH ("Novoplant") die Unterzeichnung einer Zusammenarbeit für die Erforschung von therapeutischen Antikörpern für Anwendungen im Bereich der Veterinärmedizin verkündet. Im Rahmen der auf drei Jahre angelegten Vereinbarung hat Novoplant eine Lizenz für die Entwicklung und Vermarktung von therapeutischen Antikörpern als Futterzusatz für veterinärmedizinische Zwecke erhalten. Als Gegenleistung entrichtet Novoplant an MorphoSys eine Technologiebereitstellungsgebühr sowie jährliche Lizenzgebühren. Daneben wird MorphoSys Meilensteinzahlungen und Tantiemen für die Entwicklung und Vermarktung aller resultierenden Produkte erhalten. Im Rahmen der Zusammenarbeit wird Novoplant die HuCAL GOLD-Technologie von Morpho-Sys zur Herstellung von Antikörpern gegen Viren, Parasiten und pathogene Mikroorganismen verwenden. Die Zugabe von MorphoSys-Antikörpern zu Futtermitteln könnte Schutz vor Infektionskrankheiten im Magen-Darm-Trakt der jeweiligen Tierart bieten. MorphoSys hat sich alle Rechte an humanen Therapeutika und Diagnostika gesichert, die sich aus dieser Zusammenarbeit ergeben.
Pfizer, Inc., USA
Im Dezember 2003 hat die Gesellschaft ein Kooperations- und Lizenzabkommen mit Pfizer, Inc., ("Pfizer") geschlossen. Zweck der Zusammenarbeit ist die Erleichterung der Forschung, Entdeckung und Entwicklung von neuartigen Antikörpertherapeutika. Die Gesellschaft wird ihre HuCAL GOLD-Technologie für die Herstellung und Optimierung von Antikörpern gegen verschiedene Zielmoleküle von Pfizer einsetzen. Im Rahmen des Abkommens erhielt die Gesellschaft eine vereinbarte Einmalzahlung, Forschungsunterstützung und – abhängig vom Erfolg der Kooperation – Meilensteinzahlungen und Tantiemen. Pfizer übernimmt die klinische Entwicklung, behördliche Zulassung und weltweite Vermarktung für hieraus resultierende Produkte.
Schering AG, Deutschland
Im Dezember 2001 gründeten die Gesellschaft und die Schering AG ("Schering") eine strategische Allianz zur Entwicklung von Antikörpertherapeutika und invivo-Diagnostika. Als Teil der Vereinbarung werden Schering und MorphoSys ihre Ressourcen während der dreijährigen Zusammenarbeit bündeln und exklusiv mindestens fünf therapeutische und mehrere in-vivo-Diagnostika-Projekte durchführen. Ferner werden die beiden Partner gemeinsame Forschung betreiben, um zusätzliche potenzielle therapeutische und diagnostische Zielmoleküle aus dem Genomforschungsprogramm von Schering zu identifizieren.
Während der Laufzeit der Vereinbarung wird die Gesellschaft Lizenzgebühren, Meilensteinzahlungen und Tantiemen auf Endprodukte erhalten, die aus der Kooperation hervorgehen. Ferner hat Schering im Februar 2002 als Zeichen ihres strategischen Engagements in diese Partnerschaft 357.880 Aktien zu einem Durchschnittspreis von 66,79 q je Aktie erworben.
Im Dezember 2004 haben beide Parteien die Zusammenarbeit um mindestens zwei weitere Jahre bis Ende 2006 verlängert mit der Option auf eine Verlängerung um ein weiteres Jahr.
Shionogi & Co. Ltd.
Im September 2005 hat MorphoSys mit Shionogi & Co. Ltd. ("Shionogi") ein auf drei Jahre angelegtes Lizenzabkommen für die Nutzung der HuCAL-Technologie von MorphoSys geschlossen. Im Rahmen des Abkommens gewährt MorphoSys Shionogi für den Einsatz in deren Medikamentenforschungsprogramm Zugang zu ihrer HuCAL GOLD-Antikörperbibliothek. Als Gegenleistung erhält MorphoSys eine Vertragsabschlussgebühr und über die Laufzeit des Abkommens jährliche Nutzungsgebühren.
XOMA Technology Ltd./XOMA Ireland Ltd.
Im Februar 2002 haben MorphoSys und XOMA Technology Ltd./XOMA Ireland Ltd. ("XOMA") gegenseitige Lizenzvereinbarungen für ihre Antikörpertechnologien geschlossen. Im Rahmen dieser Vereinbarungen erhielt MorphoSys eine Lizenz zu seinen Gunsten und zu Gunsten seiner Kooperationspartner für die bisherige und künftige Nutzung der Antikörperexpressionstechnologie von XOMA zur Entwicklung von Antikörperprodukten im Zusammenhang mit der Phagen-Display-basierten HuCAL-Antikörperbibliothek (die "XOMA-Lizenz"). Im Gegenzug erhielt XOMA von MorphoSys eine Lizenz mit einer Laufzeit von fünf Jahren zur Nutzung der HuCAL GOLD-Bibliothek, die XOMA zur eigenen Identifizierung von Zielmolekülen und für eigene Forschungsprogramme nutzen wird. Daneben ist eine Option für die Entwicklung therapeutischer Antikörper enthalten. MorphoSys hat die XOMA-Lizenz durch die Ausgabe von 363.466 Aktien aus einer Kapitalerhöhung in 2003 erworben.
25 Ereignisse nach dem Ende des Geschäftsjahres
Am 12. Januar 2006 hat MorphoSys den Erwerb der im Privatbesitz befindlichen Serotec-Gruppe bekannt gegeben. Durch den Erwerb von Serotec, eines renommierten und international tätigen Anbieters von Forschungsantikörpern, wird MorphoSys seinen gegenwärtigen Konzernumsatz im Segment Forschungsantikörper mehr als verdreifachen und etabliert sich als führender Anbieter von Forschungsantikörpern und Antikörperforschungstechnologien in Europa. Der Kaufpreis von rund 20 Mio. £ (rund 29,3 Mio. q) wird mit Barmitteln von rund 14 Mio. £ (rund 20,5 Mio. q) und durch die Ausgabe von 208.560 neuen MorphoSys-Aktien im Rahmen einer Sachkapitalerhöhung beglichen. Serotec verschafft MorphoSys ein starkes Vertriebsnetz mit Tochtergesellschaften und Vertriebsbüros in den USA, in Großbritannien, Deutschland, Frankreich und in Skandinavien. Serotec soll als 100 %ige Tochtergesellschaft der MorphoSys AG in die bestehende Forschungsantikörpersparte integriert werden, die gegenwärtig aus den Marken Biogenesis und AbD besteht. Alle drei Geschäftseinheiten des Segments Forschungsantikörper werden künftig unter der Dachmarke "AbD – Antibodies Direct" operieren.
Im Januar 2005 hatte MorphoSys den Erwerb der Biogenesis-Gruppe mit Sitz in Großbritannien und den USA bekannt gegeben. Der Erwerb von Biogenesis war der erste strategische Schritt zur Erweiterung der Einheit Forschungsantikörper um einen umfangreichen Antikörperkatalog und die Lohnfertigung für Antikörper. Serotec wurde 1982 gegründet und verfügt über ein umfangreiches Produktportfolio von mehr als 4.600 Forschungsantikörpern und Reagenzien für Forschungsbereiche wie Immunologie, Neurologie, Zellbiologie und Histologie. Der Konzernumsatz von Serotec belief sich in 2005 auf rund 11 Mio. q. Durch den Erwerb erhält MorphoSys zusätzlich Vertriebsbüros in Frankreich und Skandinavien und stärkt seine bestehende Präsenz in Deutschland, Großbritannien und in den USA. Ziel des erweiterten Segments Forschungsantikörper ist der weltweite Ausbau seines Forschungs- und Vertriebspotenzials. MorphoSys sieht erhebliche Umsatz- und Kostensynergien.
Der gegenwärtige Vorstand der MorphoSys AG wird seine derzeitigen Funktionen in der erweiterten MorphoSys-Gruppe beibehalten. Die Einheit Forschungsantikörper wird künftig von Dieter Lingelbach, Senior Vice President der MorphSys AG, geführt; das Serotec-Management wird seine Funktionen beibehalten, um den Integrationsprozess zu unterstützen. Die Serotec-Gruppe zählt gegenwärtig rund 80 Beschäftigte, vornehmlich in den Bereichen Forschung und Entwicklung sowie Vertrieb und Marketing.
Zusammenfassung der wichtigsten Unterschiede zwischen den deutschen Bilanzierungsgrundsätzen und IFRS
In Übereinstimmung mit § 315a HGB ist die Gesellschaft von der Erstellung eines Konzernabschlusses nach den Bilanzierungsgrundsätzen des deutschen Handelsgesetzbuchs (HGB) befreit. Der vorliegende Abschluss steht im Einklang mit den Bestimmungen der Europäischen Union (Richtlinie 83/349/ EWG) für Konzernabschlüsse. Die deutschen Bilanzierungsgrundsätze unterscheiden sich in einigen wesentlichen Punkten von den IFRS. Daher hat die Gesellschaft – vor allem im Hinblick auf die Umsatzrealisierung und die Erfassung bestimmter Aufwendungen – Anpassungen vorgenommen, um den vorliegenden Abschluss in Einklang mit den IFRS zu bringen.
Der Abschluss der Gesellschaft wurde in Übereinstimmung mit den International Financial Reporting Standards ("IFRS") erstellt, die sich in einigen Punkten von den Rechnungslegungsvorschriften des deutschen Handelsgesetzbuches (HGB) unterscheiden. Nachfolgend sind die wichtigsten Unterschiede zwischen den angewendeten IFRS und den deutschen Rechnungslegungsvorschriften aufgeführt, die in den Berichtsperioden Auswirkungen auf das Jahresergebnis und das Eigenkapital der Gesellschaft haben könnten.
Immaterielle Vermögenswerte – Nach IFRS werden bestimmte Aufwendungen (z.B. interne Kosten für die Erlangung von Patenten) als immaterielle Vermögenswerte aktiviert und linear über die geschätzte Nutzungsdauer abgeschrieben. Nach deutschen Rechnungslegungsvorschriften werden solche Kosten im Zeitpunkt ihres Anfalls als Aufwand erfasst. Die Aktivierung bestimmter entgeltlich erworbener Lizenzrechte wird nach IFRS auf der Grundlage eines externen Gutachtens vorgenommen. Nach deutschen Rechnungslegungsvorschriften wird die Zuteilung auf der Grundlage des Barwerts oder der Anschaffungskosten vorgenommen.
Abschreibungsdauer entgeltlich erworbener Lizenzrechte –
Nach IFRS werden diese Rechte über ihre geschätzte wirtschaftliche Nutzungsdauer von zehn Jahren abgeschrieben. Nach deutschem Recht orientiert sich die Abschreibungsdauer von acht Jahren an der für steuerliche Zwecke maßgeblichen Nutzungsdauer.
Umsatzrealisierung – IFRS hat strengere Kriterien für die Umsatzrealisierung, was nach deutschen Rechnungslegungsvorschriften zu unterschiedlichen Perioden der Umsatzrealisierung führen kann.
Personalaufwand aus der Ausgabe von Aktienoptionen – Die Gesellschaft behandelt die Gewährung ihrer Aktienoptionen und Wandelschuldverschreibungen in Übereinstimmung mit IFRS 2 und erfasst den Vergütungsaufwand als Personalaufwand. Nach deutschem Recht wird kein Vergütungsaufwand als Personalaufwand erfasst.
Kosten für Privatplatzierung und Erstemission – Nach IFRS werden bestimmte Kosten für eine Privatplatzierung oder eine Erstemission von Eigenkapital als eine Minderung der Kapitalrücklage ausgewiesen. Nach deutschen Rechnungslegungsvorschriften werden diese Kosten im Zeitpunkt ihres Anfalls als Aufwand erfasst.
Nicht realisierte Holdinggewinne und -verluste aus derivativen Finanzinstrumenten – Nach IFRS werden unrealisierte Gewinne und Verluste aus Finanzderivaten als sonstige betriebliche Erträge oder Aufwendungen ausgewiesen. Nach deutschen Rechnungslegungsvorschriften wird ein höherer beizulegender Zeitwert nicht erfasst..
Langfristige Verbindlichkeiten – Langfristige Verbindlichkeiten müssen nach IFRS mit dem Barwert ihrer zukünftigen Zahlbeträge unter Zugrundelegung eines Zinssatzes ausgewiesen werden, der dem enthaltenen Risiko angemessen Rechnung trägt. Nach deutschem Recht werden langfristige Verbindlichkeiten mit ihrem Rückzahlungsbetrag ausgewiesen.
Goodwill-Zuordnung – Nach IFRS muss eine Kaufpreiszuordnung durchgeführt werden, um die erworbenen Vermögenswerte und übernommenen Schulden zu identifizieren. Nach deutschen Rechnungslegungsvorschriften werden diese Werte als Finanzanlagen ausgewiesen.
Anlagespiegel (Anlage 1)
| 01.01.2005 R |
Zugänge R |
Abgänge R |
31.12.2005 R |
|
|---|---|---|---|---|
| – | 2.247.115 | – | 2.247.115 | |
| 4.985.732 | 628.573 | 280.589 | 5.333.716 | |
| 1.345.543 | 536.188 | – | 1.881.731 | |
| 6.331.275 | 3.411.876 | 280.589 | 9.462.562 | |
| 3.765.756 | 28.805 | – | 3.794.561 | |
| 12.140.398 | – | – | 12.140.398 | |
| 1.366.441 | 44.694 | 19.500 | 1.391.635 | |
| – | 2.312.685 | – | 2.312.685 | |
| – | 4.137.349 | – | 4.137.349 | |
| 17.272.595 | 6.523.533 | |||
| Anschaffungs- und Herstellungskosten 19.500 23.776.628 |
* einschließlich Verluste aus Impairment in Höhe von 0,5 Mio. E
Zum Konzernverbund gehörende Gesellschaften zum 31. Dezember 2005 (Anlage 2)
| Name und Sitz der Gesellschaft | Währung | Wechselkurs zum 31. Dezem- ber 2005 E in Fremdwäh- rungseinheiten |
|---|---|---|
| Konsolidierte Gesellschaften (Mutterunternehmen ausgenommen) MorphoSys USA, Inc., Charlotte, North Carolina, USA |
US \$ | 1,18590 |
| MorphoSys IP GmbH, München, Deutschland | E | – |
| Biogenesis Ltd., Poole, Großbritannien | £ | 0,68430 |
| Biogenesis, Inc., Brentwood, New Hampshire, USA | US \$ | 1,18590 |
*Vor Eliminierung von konzerninternen Sachverhalten.
| 31.12.2004 R – 1.712.179 618.816 2.330.995 |
|---|
| 2.790.091 |
| 9.671.131 |
| 288.115 |
| – |
| – |
| 12.749.337 |
| Anlagever- Verbindlich- Beteiligung Eigenkapital in mögen in keiten in Umsatz in in % Fremdwährung Fremdwährung Fremdwährung Fremdwährung* |
Jahresergebnis in Fremd währung* |
|---|---|
| 100 2.000 4.136 (1.345) – |
(18.569) |
| 100 25.000 16.818.787 18.816.912 6.989.479 |
– |
| 100 200 1.363.390 514.053 1.658.032 |
29.420 |
| 100 100 698.996 467.416 1.007.166 |
(196.701) |
Bestätigungsvermerk
Den uneingeschränkten Bestätigungsvermerk haben wir wie folgt erteilt:
"Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers
Wir haben den von der MorphoSys AG aufgestellten Konzernabschluss – bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung, Kapitalflussrechnung, Eigenkapitalentwicklung und Anhang – sowie den Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2005 geprüft. Die Aufstellung von Konzernabschluss und Konzernlagebericht nach den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften liegt in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht abzugeben.
Wir haben unsere Konzernabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Konzernabschluss unter Beachtung der anzuwendenden Rechnungslegungsvorschriften und durch den Konzernlagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des Konzerns sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben im Konzernabschluss und Konzernlagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, der Abgrenzung des Konsolidierungskreises, der angewandten Bilanzierungs- und Konsolidierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.
Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.
Nach unserer Beurteilung auf Grund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Der Konzernlagebericht steht in Einklang mit dem Konzernabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar."
München, den 3. Februar 2006
KPMG Deutsche Treuhand-Gesellschaft Aktiengesellschaft Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Maurer Rahn Wirtschaftsprüfer Wirtschaftsprüfer

MorphoSys AG
Lena-Christ-Str. 48 82152 Martinsried/Planegg Deutschland Tel.: +49-89-89927-0 Fax: +49-89-89927-222