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Masterflex SE — Annual Report 2014
Mar 30, 2015
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Annual Report
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Wesentliche Kennzahlen
| in TEUR | 31.12.2014 | 31.12.2013 | Veränderung |
|---|---|---|---|
| Konzernumsatz | 62.466 | 57.904 | 7,9 % |
| EbitDA | 9.172 | 8.769 | 4,6 % |
| Ebit | 6.317 | 6.114 | 3,3 % |
| EBT | 5.194 | 4.537 | 14,5 % |
| Konzernergebnis aus fortgeführten Geschäftsbereichen | 3.232 | 2.867 | 12,7 % |
| Konzernergebnis aus aufgegebenen Geschäftsbereichen | -154 | -80 | -92,5 % |
| Konzernergebnis | 3.043 | 2.596 | 17,2 % |
| Konzern-Eigenkapital | 23.835 | 21.063 | 13,2 % |
| Konzern-Bilanzsumme | 51.982 | 51.730 | 0,5 % |
| Konzern-Eigenkapitalquote (%) | 45,9 % | 40,7 % | |
| Mitarbeiter | 567 | 550 | 3,1 % |
| Ebit-Marge | 10,1 % | 10,6 % | |
| Nettoumsatzrendite | 5,2 % | 5,0 % | |
| Konzernergebnis pro Aktie (€) | |||
| aus fortgeführten Geschäftsbereichen | 0,36 | 0,30 | 20,0 % |
| aus aufgegebenen Geschäftsbereichen | -0,02 | -0,01 | -100,0 % |
| aus fortgeführten und aufgegebenen Geschäftsbereichen | 0,34 | 0,29 | 17,2 % |
| Vorjahreswerte teilweise angepasst | |||
PERFORMANCE DER AKTIE MASTERFLEX GROUP SE ÜBER 1 JAHR
Der Konzern
Die Marken
Spiralschläuche und Verbindungssysteme für alle industriellen Anwendungen
Vulkanisierte Formteile und Schläuche für die Raumfahrt, Luftfahrt- und Automobilindustrie
Thermoplastische Formteile und Glattschläuche für Medizintechnik und Industrie
Spritzgussformteile und Komponenten für die Medizintechnik
Hightech-Schläuche und Verbindungssysteme sowie Klima- und Lüftungsschlauchelemente
VISION
Unsere Vision ist die globale Marktführerschaft in allen von uns adressierten Märkten.
Strategie
Als international aufgestellte Unternehmensgruppe mit deutschen Wurzeln hat sich die Masterflex Group auf die Lösung von Verbindungsaufgaben spezialisiert. Seit Jahrzehnten widmen wir uns erfolgreich der Entwicklung, Produktion und der beratungsorientierten Vermarktung hochwertiger Schläuche und ganzer Verbindungssysteme. Mit unserer Material- und Technologiekompetenz verarbeiten wir anspruchsvolle Hochleistungskunststoffe zu Produkten, die international Standards setzen.
Unsere Werte bestimmen unser Handeln: Als verlässlicher Partner bieten wir Sicherheit und Service. German Engineering wird weltweit bei einheitlichen internationalen Qualitätsstandards geboten.
Wir wollen überdurchschnittlich und rentabel wachsen. Dieses Ziel verfolgen wir mit einer nachhaltigen, mittelfristig angelegten Wachstumsstrategie.
Das Jahr 2014 brachte uns eine starke Wachstumsdynamik bei einer operativ guten Marge. Unsere Innovationen Master-PUR Trivolution® – ein Hochleistungsschlauch, der drei wichtige Zusatzeigenschaften in sich vereint – und der Hochtemperatur-Abgasschlauch FireFlex™ sind zwei wichtige neue Produkte, die wir erfolgreich am Markt platziert haben.
Globale Märkte im Fokus
Wir wollen den Schwerpunkt unseres Geschäftes sukzessive breiter auf die Kontinente Europa, Amerika und Asien verteilen. Dazu haben wir seit dem Jahr 2010 mit der Erschließung neuer, internationaler Märkte begonnen und Aktivitäten in Brasilien, Russland sowie Singapur und China gestartet. Mittelfristig wollen wir unsere gesamte Produktpalette auf ausgesuchten Märkten dieser Kontinente anbieten.
Innovation ist unser Antrieb
Kontinuierlich entwickeln wir neue Schläuche und Verbindungselemente. Die Anregung hierfür speist sich häufig aus dem engen Kundenkontakt. Aus der Vielfalt von Hochleistungskunststoffen entwerfen, testen und produzieren unsere Techniker Produkte, die konventionelle Verbindungen ersetzen können. Daher sind wir seit Jahren Technologieführer auf dem Markt für flexible Spezialverbindungen.
Vorwort des Vorstandsvorsitzenden
Liebe Aktionärinnen, liebe Aktionäre,
Sie kennen doch sicher das Sprichwort "Das Gute ist der Feind des Besseren". Nun, so ähnlich erscheint mir im Rückblick das abgelaufene Geschäftsjahr. "Gut" ist das Jahr 2014 eindeutig gelaufen: Der Umsatz mit Hightech-Schläuchen und -Verbindungssystemen ist um fast acht Prozent auf 62,5 Mio. Euro gestiegen. Das operative Ergebnis (kurz Ebit) beträgt 6,3 Mio. Euro; dies entspricht einer Profitabilität von 10,1 Prozent. Und der Konzern-Jahresüberschuss beträgt 3,0 Mio. Euro. Diese finanziellen Eckwerte des Jahres 2014 sind allesamt gute Ergebnisse, über die wir uns im Vorstand freuen, und mit uns wohl alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Masterflex Group.
Die Freude wäre sicher noch größer, wüssten wir nicht, dass es noch besser ginge. Zum Schluss des Geschäftsjahres 2014 wurden unsere ambitionierten Erwartungen eines noch höheren operativen Ergebnisses insbesondere aufgrund der krisenhaften Entwicklung in Russland wie auch von – inzwischen weitgehend gelösten – Materialproblemen bei einem Großauftrag in der Medizintechnik knapp nicht erfüllt, was wir Ihnen dann am 5. März adhoc mitgeteilt hatten. Dieses etwas kleiner als erwartete Ebit ist zwar ärgerlich, aber kein Grund für Pessimismus. Denn mit einer Wachstums-Dynamik von fast neun Prozent im Schnitt der letzten vier Jahre bei einer konstant zweistelligen Ebit-Marge und einer inzwischen erreichten Eigenkapitalausstattung von fast 46 Prozent dürfen wir feststellen, dass unser Geschäftsmodell – die Entwicklung, Produktion und der beratungsorientierte Verkauf von Hightech-Schläuchen und -Verbindungssystemen – gut und nachhaltig angelegt ist.
Wir haben die Vision, dass wir die globale Marktführerschaft in allen von uns adressierten Märkten übernehmen werden. Auf diesem langfristig angelegten, profitablen Weg bewegen wir uns vorwärts. Als Leitplanke für diesen Marsch hatten wir uns vor vier Jahren unsere Wachstumsstrategie gegeben: Über die beiden Strategie-Säulen Internationalisierung sowie Innovationen wollen wir unsere Vision umsetzen.
Wo stehen wir heute auf diesem Weg? Wichtige Quelle unseres 2014-Wachstums von 7,9 Prozent war die hohe Nachfrage an unseren deutschen Standorten. Hier haben wir einen Umsatz von gut 31 Mio. Euro erzielt. In großem Maße dazu beigetragen hat eine lebhafte Auslands-Nachfrage aus den Regionen der Welt, wo wir nicht mit eigenen Standorten vertreten sind. Umgekehrt bedeuten diese schönen Erfolge gleichwohl eben auch, dass unser Geschäft mit einem Anteil von rund 49 Prozent noch stark vom Deutschland-Geschäft geprägt ist. Meine ganze Aufmerksamkeit als CEO gilt daher seit einiger Zeit dem imageorientierten Ausbau unseres Geschäfts insbesondere auf internationaler Ebene, also in Asien und auf dem amerikanischen Kontinent. Es gilt, den Anteil dieser Drittländer von jetzt 27 Prozent auf der Zeitschiene ebenso zeitnah wie nachhaltig zu erhöhen.
In Asien, einem Markt, den wir erst seit zwei Jahren richtig bearbeiten, können wir auch schon wichtige Zwischenerfolge feiern. So hat der Umsatz in Asien jetzt klar siebenstellige Größenordnungen erreicht. Von Kunshan bei Shanghai in China aus werden wir mit einer nun eingearbeiteten, motivierten Vertriebsmannschaft und einem jüngst erweiterten Maschinenpark, mit dem wir jetzt auch für besonders gefragte Produkte kurzfristig lieferfähig sind, den riesigen chinesischen Markt noch stärker durchdringen. Gleiches gilt für viele Nachbarländer Chinas. In Nord-Amerika haben wir für unser Produkt-Portfolio eine sehr stabile Ausgangsposition, die wir stärken und ausbauen werden.
Die Innovationen sind das weitere, langfristige nicht minder wichtige Strategie-Element. Unsere gute Marktposition als Technologieführer können wir nur halten, wenn wir weiterhin über anwendungsorientierte Forschung und Entwicklung an der innovativen Spitze bleiben. Bei der – teils langwierigen und dann auch kostenintensiven – Entwicklung und Erprobung können wir uns freilich keine vermeintlich genialen Ideen leisten, deren Anwendungsbreite und somit deren Marktpotenzial bestimmte Schwellenwerte nicht überschreiten. Daher suchen und filtern wir unsere technischen Innovationsideen über einen sog. Stage-Gate-Prozess heraus: Dort werden unter Einbindung von Technik, Controlling und Vertrieb Anregungen und Ideen stufenweise geprüft, getestet und bewertet: Lohnt das Weiterentwickeln oder brechen wir besser ab? Inzwischen gehört auch das konzernweite Marketing zur frühzeitigen Vorbereitung von Markteinführungen zu diesem Team dazu.
Wie wichtig technische Leistungen für uns sind, zeigen die Produktinnovationen der jüngsten Zeit.
Mit der Einführung des Abgasschlauches FireFlex™ haben wir ein neues Produkt für eine genau definierte, von der Größenordnung gleichwohl nicht zu unterschätzende Kundengruppe auf dem US-Markt konzipiert und erfolgreich getestet: Die Vielzahl von US-Feuerwehren mit ihrem Fahrzeugpark, der mit schweren Dieselaggregaten ausgestattet ist. Damit diese schweren Löschzüge ohne Gefahr für Leib und Leben gestartet und gewartet werden können, erleichtert FireFlex™, der einfach zu montierende, gleichwohl sehr belastbare Schlauch den Wartungsprozess ungemein. Wenn Sie sich einmal die Einsatzsituationen dieser Schläuche anschaulich vor Augen führen wollen, kann ich Ihnen die derzeit auch im deutschen Fernsehen laufende US-TV-Serie "Chicago Fire" nur empfehlen, in der die Darsteller als Mitglieder des "Firehouse-55-Department" um Leib und Leben ihrer Mitbürger kämpfen und hierbei beim Start der schweren Motoren ihrer Feuerwehren auf Hochtemperatur-Abgasschläuche wie den FireFlex™ zurückgreifen.
Umsatzseitig noch wichtiger sind der Master-PUR Performance® und der Master-PUR Trivolution® – zwei extrudierte Spiralschläuche, die wir in den letzten beiden Jahren auf dem Markt eingeführt hatten. Beide Schläuche sind heute sehr beliebte Produktfamilien, die einen bedeutsamen Teil des Umsatzes der Marken Masterflex und Masterduct auf sich vereinen. Der besondere Reiz des 2014 eingeführten Master-PUR Trivolution® sind seine drei in einem einzigen Schlauch vereinten Eigenschaften der Antistatik, der Schwerentflammbarkeit und der Mikrobenresistenz, denen der Schlauch seinen –markenrechtlich inzwischen geschützten – Beinamen "TRIvolution" verdankt. Für unsere Kunden aus dem Handel ist dieses Produkt nicht nur ein moderner Hochleistungsschlauch für knifflige Transportsituationen, sondern auch eine Handelsware, die die Kapitalbindung sowie den Platzbedarf in deren Lager drastisch reduziert: Denn ein einziger Master-PUR Trivolution® ersetzt drei technisch einfachere Vorgängermodelle mit nur jeweils einer Zusatzeigenschaft.
Diese Art von Innovationen wollen wir fortsetzten, da sie auch für uns betriebswirtschaftlich interessant sind. Wer einmal auf die Produktseite der Marke Masterflex im Internet gegangen ist (www.masterflex.de), weiß um unsere vielfältige, fertigungsseitig aber auch nicht einfach herzustellende Produktpalette. Daher sind multitalentierte Schläuche, die – selbstverständlich ohne Preisgabe technischer Eigenschaften – für eine größere Anzahl von Anwendungen die optimale Verbindungslösung sind, ein wichtiges Produkt der Zukunft. Hier lohnt es weiter zu investieren. Ein derart weiterentwickeltes Produktportfolio ist nach meiner festen Überzeugung ein entscheidender Vorteil im Wettbewerb gegenüber anderen Schlauchherstellern.
Meine Damen und Herren,
mit diesem Jahresabschluss beenden wir eine Hypothek unserer schwierigen Jahre 2008 bis 2010. Sie erinnern sich vielleicht: Mit der Kapitalerhöhung im Jahr 2010 über 13,1 Mio. Euro ging ein Forderungsverzicht von sieben Banken über 10,2 Mio. Euro einher, die sich aus unserer Refinanzierung zurückgezogen hatten. Dieser Forderungsverzicht ist infolge bei uns leider nicht korrekt eingewertet worden und führt nun zu einem zu berichtigenden Ausweis der latenten Steuern um einen Gesamtbetrag von rund 2,8 Mio. Euro. Diese Korrektur haben wir jetzt gemäß dem Bilanzierungsgrundsatz IAS 8 rückwirkend ab dem Jahr 2010 vorgenommen. So ärgerlich der damalige Fehler auch war: Die gute Nachricht lautet, dass diese Last nun beseitigt ist und wir bei einem – trotz Korrekturen – höheren Eigenkapital Ende 2014 gegenüber dem Vorjahr nun nach vorne schauen können.
Stichwort nach vorne schauen: Dies gilt auch für unsere Aktie. Unter dem Strich hat sich der Titel im Jahr 2014 eher seitwärts entwickelt, auch wenn es unterjährig Höhen und Tiefen gab. Seit Beginn dieses Jahres ist die Aktie dann bis zur Veröffentlichung unserer vorläufigen Zahlen am 3. März recht ordentlich gestiegen. Auch wenn danach verständlicherweise die eine oder andere Unsicherheit unter Investoren aufkam: Unser Wachstumskurs stimmt, und wir sind nachhaltig rentabel. Das wird sicherlich auch dadurch deutlich, dass wir seit diesem Jahr endlich wieder nach Jahren ausschüttungsfähig sind. Die letzte Dividende wurde im Jahr 2007 ausgezahlt. Gemäß unserem Motto "Gewinne muss man erst erwirtschaften, bevor man diese – dann aber gerne – verteilt", wollen wir die Aktionäre durch laufende Ausschüttungen an der Profitabilität unseres Geschäftsmodells beteiligen. Jetzt müssen wir nur Kurs halten angesichts der teils konkurrierenden Ziele von "Verschuldung senken", "Wachstum finanzieren", "Chancen auf Unternehmenskäufe nutzen können" und einer Dividendenzahlung. Wenn es aber so weiter geht – und dafür stehen die Zeichen meines Erachtens nach gut, steht die Zahlung einer Dividende klar auf unserer Agenda der nächsten Jahre.
Geschäftsbericht 2014 · An unsere Aktionäre Vorwort des Vorstandsvorsitzenden
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Lassen Sie uns darüber auf der Hauptversammlung diskutieren, zu der ich Sie heute schon herzlich einladen möchte: Am 16. Juni 2015 treffen wir uns ab 11 Uhr in Gelsenkirchen. Erstmalig seit dem Börsengang der Masterflex Group im Jahr 2000 findet die Hauptversammlung jedoch nicht mehr auf Schloss Horst statt, sondern an einem sicher ebenfalls sehr interessanten Ort: Der Arena auf Schalke. Mit Blick auf das wunderbar anzusehende Fußball-Stadion und umgeben von historisch anmutenden Reminiszenen in den Räumen "Glück auf", "Flöz Fritz" und "Tibursky", freuen mein Vorstandskollege Mark Becks und ich uns bereits heute auf die Diskussion mit Ihnen!
Gelsenkirchen, den 18. März 2015
Dr. Andreas Bastin Vorstandsvorsitzender
DER AUSBAU VON COMPLIANCE ZUR VERMEIDUNG UNNÖTIGER RISIKEN
Vorstandsvorsitzender Dr. Andreas Bastin und Finanzvorstand Mark Becks im Gespräch mit dem Chief Compliance Officer (CCO) Jessica Schüring zum Thema Compliance.
Das Gespräch führte Frau Schüring (CCO).
Geschäftsbericht 2014 Im Gespräch / Ausbau von Compliance
11
Von links nach rechts: Dr. Andreas Bastin (Vorstandsvorsitzender), Mark Becks (Finanzvorstand) und Jessica Schürling (CCO)
Herr Dr. Bastin, im Jahr 2014 ist das Thema Compliance deutlich ausgebaut worden. Welche Ziele verfolgt die Masterflex SE mit der Einführung von Compliance? Bastin> Wir verstehen unter Compliance die Einhaltung aller straf- und bußgeldbewehrten Gesetze, deren innerbetrieblichen Ausführungsregelungen und das ethisch korrekte, wertorientierte wirtschaftliche Handeln. Durch die Einführung von Compliance soll die Masterflex Group und die mit ihr verbundenen Menschen – vom Mitarbeiter, über den Aktionär bis hin zu den Organmitgliedern im Konzern – gegen unternehmensgefährdende Risiken geschützt werden. So bieten wir unseren Mitarbeitern durch die Compliance Organisation beispielsweise eine besondere Hilfestellung, damit sie sich im "regulatorischen Netz" zurechtfinden und gesetzeskonform verhalten können. Die Einrichtung einer werteorientierten Unternehmensführung und die Schaffung einer nachhaltigen Compliance-Kultur leistet aus unserer Sicht einen wichtigen Beitrag zum Unternehmenserfolg. Wir schaffen so ein risikoreduziertes Umfeld für das operative Geschäft und sichern die eigene Positionierung gegenüber unseren Wettbewerbern. Kurzum: Durch die Minimierung möglicher Risiken steigern wir die Effizienz unserer Leistungen, um somit die bestmögliche Effektivität zu erreichen.
Welche Nebenbedingungen sind dabei zu beachten? Bastin> Da die Masterflex Group zunehmend weltweit tätig ist, zugleich aber auf vergleichsweise schlanke Mittelstandsstrukturen zugreift, verfolgen wir eine möglichst einfache und auf Wirkungseffizienz ausgerichtete Compliance-Strategie. Als integraler Bestandteil unserer Geschäftsaktivitäten stellt diese keinen Störfaktor dar, der das operative Geschäft behindern könnte.
Geschäftsbericht 2014 Im Gespräch / Ausbau von Compliance
Nun ist das Compliance-System 2014 kräftig erweitert worden. Handelt es sich hierbei denn um eine völlig neue Ausrichtung? Bastin> Nein, Compliance ist nicht neu für uns. Neu ist allerdings der formalisierte Ansatz, der gestiegene Normendruck und der Marktdruck, welchem wir gegenüber stehen. Bereits Mitte 2012 hatte die Masterflex Group ein Unternehmensleitbild verfasst und veröffentlicht. Noch im gleichen Jahr fand eine erste Compliance-Schulung für den Aufsichtsrat statt. Anfang 2014 ist unser "Verhaltenskodex der Masterflex Group" – das Herzstück unserer Unternehmenskultur – schriftlich fixiert worden. Dieser Kodex wird nun schrittweise und top down in der gesamten Gruppe, mit begleitenden Schulungen, ausgerollt. Vorstand, Geschäftsleiter und Führungskräfte sowie Mitarbeiter mit Leitungsfunktionen wurden 2014 geschult. Weiterführende Schulungen für Mitarbeiter in besonders sensiblen Funktionen, wie zum Beispiel der Unterschriftsberechtigung im Einkauf oder dem Vertrieb, erfolgen im nächsten Schritt. Anschließend beschäftigen wir uns dann mit unseren Auslandsgesellschaften, die selbstverständlich unter Beachtung ihrer lokalen Besonderheiten und Rechtsvorschriften geschult werden.
Darüber hinaus können sich unsere Mitarbeiter mit Compliance-relevanten Fragen jederzeit an den neu eingerichteten Compliance-Helpdesk wenden oder das jetzt installierte Hinweisgebersystem nutzen, durch das Missstände, Fehlverhalten, Gesetzesverstöße oder Verdachtsmomente gemeldet werden können.
All das klingt nach einem nicht unerheblichen Einsatz von Ressourcen. Mit welchem Aufwand rechnen Sie hier, Herr Becks? Becks> Deshalb haben wir die Position des Chief Compliance Officers geschaffen. Unterstützt von einem lokalen Compliance-Beauftragten des jeweiligen Standortes, berichtet der CCO regelmäßig an den Vorstand. Hierzu wurde dem Bereich Compliance ein festes Budget zugeteilt, welches bedarfsgerecht jährlich definiert wird. Dieses Budget deckt die Kosten der externen Rechtsberatung sowie der extern geschalteten Compliance-Hotline, weiterführende Schulungen von Mitarbeitern und anteilige Gehaltszahlungen.
Wir sind davon überzeugt, hiermit den nächsten Schritt in die richtige Richtung getan zu haben.
Und welche Erfolge sind denn seit der 2014 erfolgten Konkretisierung zu verzeichnen? Bastin> Durch eine umfassende Risikoanalyse unserer Aktivitäten sind mögliche Compliance-Risiken erkannt und analysiert worden. Mit der Schaffung von präventiven Maßnahmen und der Verbesserung unserer unternehmensinternen Richtlinien konnten diese Risiken 2014 bereits nahezu vermieden werden. In der Masterflex Group ist Compliance in das operative Geschäft integriert, ohne dieses zu überlagern. Mitarbeiter wurden frühzeitig sensibilisiert und nehmen die Hilfestellung durch Compliance positiv an, um sich im "regulatorischen Netz" zurechtzufinden. Die wiederum an uns gerichteten Compliance-Anforderungen unserer Geschäftspartner – insbesondere große Mittelständler und globale Konzerne – können wir heute auf Augenhöhe erfüllen. Dadurch werden wir als zuverlässiger und integrer Partner wahrgenommen, was das operative Geschäft wiederum positiv beeinflusst hat.
Wie werden denn die weiteren Maßnahmen für das Jahr 2015 aussehen? Bastin> Nicht nur 2015, sondern generell werden wir mit der Entwicklung und Implementierung eines konzerneinheitlichen Compliance-Programms in den kommenden Jahren fortfahren. Die bereits etablierte Risikoanalyse wird weiterhin regelmäßig durchgeführt, um potentielle Risiken zu identifizieren und unser Compliance-System gezielt weiterzuentwickeln. Dies beinhaltet dann etwa die Einführung eines konzernweiten Richtlinien-Managements, weitere Compliance-Trainings und den Aufbau einer effektiven Geschäftspartner-Prüfung. Es werden also noch einige Maßnahmen folgen, die sicherstellen, dass Compliance in der Masterflex Group konzernweit gelebt wird.
Mit der Einführung von Compliance erfüllen wir auf jeden Fall die gesetzlichen Vorgaben. Gibt es darüber hinaus denn auch von positive, betriebswirtschaftliche Effekte? Bastin> Ja, natürlich. Ergänzend zur Erfüllung der gesetzlichen Vorgaben, steigern wir die unternehmerische Leistung und somit den Unternehmenswert. Mit einer wirksamen Compliance-Organisation beugen wir etwa möglichen Risiken und deren, kostspieligen Folgen bereits in deren Entstehung vor. Denn gesetzeswidriges Verhalten kann zu Bußgeldern, Gewinnabschöpfung, Unternehmensstrafen oder zu einem Wegfallen des durch den Gesetzesverstoß erzielten Gewinns führen. Derartige Verluste werden dann zumeist durch externe und interne Verfahrenskosten, Schadenersatzansprüche und Rückabwicklung zusätzlich erhöht. Dies hätte nicht nur negative Auswirkungen auf das Geschäftsergebnis, sondern könnte – im schlimmsten Fall! – auch den Fortbestand des Unternehmens bedrohen.
Becks> Die Vermeidung derartiger Schreckens-Szenarien ist eines der Hauptkriterien für die Einführung der Compliance. Wir sind davon überzeugt, hiermit den nächsten Schritt in die richtige Richtung getan zu haben. Aber wir bleiben nicht stehen: Auch 2015 werden wir weiterhin gezielt an unserem Compliance-System arbeiten, um die Masterflex Group im weltweiten "Regelungsdschungel" auch in Zukunft optimal auszurichten.
INHALT
| Vorwort des Vorstandsvorsitzenden | 6 |
|---|---|
| IM GESPRÄCH – Ausbau von COMPLIANCE |
10 |
1 Konzernlagebericht 17
| A | GRUNDLAGEN DES KONZERNS | 18 |
|---|---|---|
| I | Geschäftsmodell des Konzerns | 18 |
| II | Vision, Ziele und Strategien | 18 |
| III | Steuerungssystem und Konzernstruktur | 20 |
| IV | Forschung und Entwicklung | 21 |
| V | Der Markt für Hightech-Schläuche | 22 |
| VI | Markenauftritt und Produkte | 23 |
| B | WIRTSCH AFTSBERICH T |
28 |
| I | Gesamtwirtschaftliche und branchen bezogene Rahmenbedingungen |
28 |
| II | Geschäftsverlauf | 29 |
| III | Lage | 31 |
| IV | Gesamtaussage zur wirtschaftlichen Lage |
38 |
| V | Nicht-finanzielle Leistungsindikatoren | 38 |
| C | NACH TRAGSBERICH T |
42 |
| D | CORPORATE GOVERNANCE-BERICH T |
42 |
|---|---|---|
| I | Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289 a HGB |
42 |
| II | Vergütungsbericht | 43 |
| III | Sonstige Angaben nach § 315 Absatz 4 HGB |
45 |
| E | CH ANCEN- UND RISIKOBERICH T |
50 |
| I | Chancen- und Risikomanagement system für eine wertorientierte Unternehmensführung |
50 |
| II | Chancen | 50 |
| III | Effiziente Organisation des Risikomanagements |
51 |
| IV | Einzelne Risiken | 53 |
| V | Sonstige Einzelrisiken | 59 |
| VI | Zusammenfassung und Gesamtaussage zur aktuellen Risikosituation des Konzerns |
59 |
| F | Progno seber icht |
62 |
| I | Ausblick | 62 |
| II | Zusammenfassende Gesamtaussage zur Zukunftsprognose |
65 |
INHALT
15
2 DIE MASTERFLEX AKTIE 67
| 2 DIE MASTERFLEX AKTIE |
67 | 4 KONZERN-ANHANG | 83 |
|---|---|---|---|
| Finanzkalender | 73 | Konzern-Anlagenspiegel | 134 |
| 3 KONZERN-ABSCHLUSS | 75 |
|---|---|
| Konzern-Bilanz | 76 |
|---|---|
| Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung | 78 |
| Konzern-Gesamtergebnisrechnung | 79 |
| Entwicklung des Konzern-Eigenkapitals | 80 |
| Konzern-Kapitalflussrechnung | 81 |
5 Ergänzende Angaben 138
| Bilanzeid | 139 |
|---|---|
| Bestätigungsvermerk des Konzernabschlussprüfers |
140 |
| Bericht des Aufsichtsrates | 141 |
| Glossar | 146 |
| Impressum | 147 |
Master-PUR L Food A
Der Spiralschlauch, ein leichter PU-Absaug- und Förderschlauch mit sehr guter Flexibilität, ist lebensmittelecht (FDA) und permanent antistatisch. Ideal für den Anschluss an Rohrleitungen in der Lebensmittelmittelindustrie oder der Pharmazie: Die Combiflex Food-Anschlusselemente schaffen flüssigkeitsdichte Verbindungen.
©MASTERFLEX
KONZERN-LAGEBERICHT
| A | GRUNDLAGEN DES KONZERNS | 18 |
|---|---|---|
| I | Geschäftsmodell des Konzerns | 18 |
| II | Vision, Ziele und Strategien | 18 |
| III | Steuerungssystem und Konzernstruktur | 20 |
| IV | Forschung und Entwicklung | 21 |
| V | Der Markt für Hightech-Schläuche | 22 |
| VI | Markenauftritt und Produkte | 23 |
A. Grundlagen des Konzerns
18
I GESCHÄFTSMODELL DES KONZERNS
Der Masterflex-Konzern mit der Muttergesellschaft Masterflex SE, Gelsenkirchen, (nachfolgend auch Masterflex Group genannt), konzentriert sich auf die Entwicklung, Produktion und Vermarktung von Hightech-Schläuchen und Verbindungssystemen für vielfältigste Anwendungen in Industrie und verarbeitendem Gewerbe. Dieses Geschäft ist seit Gründung vor mehr als 25 Jahren das kontinuierlich ertragreiche Standbein der Masterflex Group.
Hauptproduktionsstandorte der international agierenden Masterflex Group mit 13 operativen Tochtergesellschaften und fünf Unternehmensmarken sind Gelsenkirchen, Halberstadt, Norderstedt und Houston (Vereinigte Staaten von Amerika). Daneben verfügt die Masterflex Group an verschiedenen Standorten in Europa, Amerika und Asien über Niederlassungen mit kleinen Produktionslinien und Vertriebspartnerschaften.
Seit dem Jahr 2000 werden die Aktien der Masterflex SE (Wertpapier-Kennnummer 549 293) an der Frankfurter Börse im Segment mit den höchsten Transparenzanforderungen, dem Prime Standard, gehandelt.
II VISION, ZIELE UND STRATEGIEN
Wir sind Anbieter von Produkten und Systemen für die Lösung von Verbindungsaufgaben. Unsere besondere Kompetenz liegt in der Verwendung von anspruchsvollen Kunststoffen. Unsere Vision ist die globale Marktführerschaft in allen von uns adressierten Märkten.
Die Entwicklung, Produktion und die engineering-orientierte Vermarktung von Hightech-Schläuchen und Verbindungssystemen birgt erhebliche Wachstumspotenziale. Wir schaffen Werte durch qualitativ hochwertige Produkte und bieten dem Kunden Werte wie Verlässlichkeit, Sicherheit und Service. Diese beratungsorientierte Spezialmarktstrategie, die in dem Slogan Connecting Values pointiert zum Ausdruck kommt, differenziert die Masterflex Group von anderen Schlauchherstellern. Wir verfolgen das Ziel eines überdurchschnittlichen, rentablen Wachstums zielstrebig und nachhaltig. Unsere Wachstumsstrategie stützt sich auf zwei Pfeiler: Internationalisierung und Innovation.
Internationalisierungsstrategie
Wir wollen den Schwerpunkt unseres Umsatzes, der heute noch in Europa liegt, sukzessive breiter verteilen und einen größeren Anteil unserer Geschäfte in Nord- und Südamerika sowie auf ausgesuchten Märkten des asiatischen Kontinents erzielen.
Im Rahmen der gezielten Erschließung neuer Märkte wurde zu Beginn dieser Dekade mit der Erschließung neuer regionaler Märkte außerhalb von Europa begonnen. Im Jahr 2010 startete die Masterflex Group mit einem 51-prozentigen Joint Venture in Russland und einer eigenen Gesellschaft in Brasilien. 2012 folgte dann der Start unserer Aktivitäten in Singapur und Kunshan / China. Neben der Ausdehnung unseres Standortnetzes ist es unser Ziel, die gesamte Produktpalette der Masterflex Group mittelfristig auf allen adressierten Märkten anzubieten.
Innovationsstrategie
Wir entwickeln fortwährend neue Schläuche und Verbindungsteile, die in der Regel durch Anfragen unserer Kunden initiiert sind. Aus der zunehmenden Vielfalt von Hochleistungskunststoffen und Herstellungsverfahren entwerfen, testen und produzieren unsere Techniker innovative Produkte, die konventionelle Verbindungslösungen oder deren Werkstoffe zum Vorteil unserer Kunden substituieren können. Diese Produkte werden kontinuierlich auf dem Markt eingeführt. Dank dieser Innovationsstrategie halten wir auf dem Spezialmarkt für Hightech-Schläuche unsere führende Marktposition als Technologieführer, was unsere Preissetzungsmacht positiv beeinflusst.
Master-Clip VINYL EL
Absaug- und Gebläseschlauch
Der Gebläseschlauch aus PVC-beschichtetem Polyester-Gewebe ist elektrisch leitfähig und daher besonders geeignet zum Einsatz in Explosionsschutzbereichen oder in Gefahrenzonen, in denen elektrische Ableitfähigkeit gemäß TRBS gefordert wird.
III STEUERUNGSSYSTEM UND KONZERNSTRUKTUR
Die Masterflex SE ist eine Europäische Aktiengesellschaft, für die gemäß der SE-Verordnung das deutsche Recht der Aktiengesellschaft ergänzend angewandt wird.
Das Grundprinzip des deutschen Aktienrechts ist das duale Führungsprinzip aus Vorstand und Aufsichtsrat, die beide eigene Kompetenzen haben.
Die Struktur des Konzerns ist in nachfolgender Grafik dargestellt.
Konzernstruktur
1. Organe
Vorstand
Der Masterflex-Konzern wird von einem zweiköpfigen Vorstand geleitet. Seit 2008 bekleidet Dr.-Ing. Andreas Bastin das Amt des Vorstandsvorsitzenden der Gesellschaft. Diplom-Wirtschaftsingenieur Mark Becks ist seit 2009 Finanzvorstand.
Aufsichtsrat
Der dreiköpfige Aufsichtsrat der Masterflex SE setzt sich zusammen aus dem Vorsitzenden Friedrich Wilhelm Bischoping, seinem Stellvertreter Georg van Hall und dem Mitglied Axel Klomp.
Aufgrund des bewusst klein gehaltenen Aufsichtsrats gibt es keine gesonderten Aufsichtsratsausschüsse. Wichtige Themen werden auch außerhalb der Sitzungen zwischen Vorstand und Aufsichtsrat in Telefonkonferenzen oder in kurzfristig einberufenen Gesprächen behandelt. Darüber hinaus informiert sich der Aufsichtsratsvorsitzende regelmäßig über den Geschäftsverlauf und anstehende Projekte der Gesellschaft.
2. Unternehmensinternes Steuerungssystem
Ansatzpunkt der strategischen Unternehmensplanung ist eine jährlich aktualisierte Fünfjahresplanung mit Gewinn- und Verlustrechnung, Bilanz, Investitionen und Liquidität. Aus dieser strategischen Planung wird die Budgetplanung für das folgende Geschäftsjahr abgeleitet und auf Einzelmonate aufgeteilt. Im Rahmen der monatlichen Plan-Ist-Abweichungsanalysen wird der Konzern gesteuert. Voraussagen werden quartalsweise erstellt und erlauben so eine rollierende Ergebnisprognose in die Zukunft. Auf wöchentlicher Basis wird das Management über den Umsatz und den Auftragseingang der Vorwoche informiert. Im Rahmen eines monatlichen Reportings wird an den Gesamtvorstand das operative Ergebnis (Earnings before interests and taxes, kurz Ebit) für den gesamten Konzern berichtet.
Im Masterflex-Konzern stehen Kennzahlen und deren Entwicklung im Vordergrund, die sich stärker an der Liquidität und dem Unternehmenswert orientieren und die Unternehmensstrategie unterstützen. Diese sind insbesondere:
- • Der Umsatz im Vergleich von Ist, Soll (Budget) und Vorjahr.
- • Die Entwicklung des Ebit auf Konzern-Ebene.
IV Forschung und Entwicklung
Die Sicherung der Innovationskraft ist ein wichtiges Ziel unserer Unternehmensstrategie. Produktneuheiten als Teil unseres Produktportfolios sind und werden die Erfolgsbasis der langfristigen Unternehmensentwicklung sein.
Hierbei steht vor allem die Anwendungsentwicklung im Vordergrund. Wir befassen uns mit innovativen Werkstoffen, Produktionsverfahren sowie neuen Produktanwendungen. Dies geschieht einerseits, in dem Kundenbedürfnisse aufgegriffen und in spezifische Problemlösungen umgesetzt werden. Andererseits entwickeln wir regelmäßig neue Produkte in enger Abstimmung mit unseren Lieferanten, wenn es um werkstoffbezogene Veränderungen und neue, jetzt mögliche Lösungen geht. Schon in der frühen Phase richten wir so die Qualitätsanforderungen gezielt auf die unterschiedlichen Bedürfnisse der Märkte aus.
Der intensive Austausch mit führenden Forschungsinstituten gewährleistet darüber hinaus den neuesten Stand der Wissenschaft.
Die Planung und Steuerung von Entwicklungsprojekten wird vor dem Hintergrund verkürzter Produktlebenszyklen und steigender Innovations-Aufwendungen immer bedeutsamer für den Wettbewerbserfolg. Durch unser aktives Innovationsmanagement wird dieser Tendenz Rechnung getragen. Der Stage-Gate-orientierte Innovationsprozess hilft uns dabei, die Effektivität und Effizienz unserer Innovationstätigkeit zu optimieren.
Aufgrund unserer Innovationskompetenz können unsere Produkte nicht leicht durch andere Materialien substituiert werden. Gleichwohl bieten die von der Masterflex Group verarbeiteten Hightech-Kunststoffe erhebliches Substitutionspotenzial für konventionelle Werkstoffe wie Stahl. Wir machen keine Lohnfertigung; nahezu alle Produkte und Leistungen werden von unseren Ingenieuren und Facharbeitern entwickelt und weitgehend selbst produziert.
Bei unseren Produkt-Innovationen prüfen wir jeweils im Einzelfall, ob es für den Schutz unseres geistigen Eigentums erforderlich und rechtlich möglich ist bzw. im Rahmen unserer Unternehmensstrategie sinnvoll erscheint, Patente oder andere Schutzrechte anzumelden. Die Masterflex Group verfügt heute über eine steigende Anzahl von geistigen und gewerblichen Schutzrechten.
Zur Erprobung, Testung und Vorbereitung zur Zulassung unserer innovativen Produktpalette haben wir im Laufe der Zeit einen umfangreichen Pool von hochwertigen Mess- und Analysegeräten aufgebaut. Insbesondere an den deutschen Standorten verfügen wir über eine Vielzahl mechanischer und elektrischer Prüfeinrichtungen, darüber hinaus etwa auch über modernste Druckprüfstände mit integrierter Temperaturkammer oder IR- Spektralphotometer zur Materialanalyse.
V Der Markt für Hightech-Schläuche
Der Markt für Hightech-Schläuche und -Verbindungssysteme besteht weltweit aus vielen, eher regional orientierten Spezialmärkten, die von zumeist mittelständischen Unternehmen bedient werden. Die Kunden kommen in erster Linie aus dem Verarbeitenden Gewerbe inkl. industrieller Anwendungen (B2B Markt); sie reichen von global tätigen Konzernen über den Großhandel und mittelständischen Industriebetrieben bis hin zu regional aufgestellten Kleinbetrieben. Aufgrund seiner eher inhomogenen und nicht einfach abgrenzbaren Struktur gibt es wenig belastbare Marktdaten. Gleichwohl ist es aufgrund der nicht einfach zu erwerbenden Material-, Verarbeitungs- und Anwendungskompetenz sowie der Vielfalt der Einsatzmöglichkeiten der anspruchsvollen Kunststoffe ein attraktiver profitabler Markt. Dieser ist durch kleine Losgrößen sowohl in der Produktion als auch im Vertrieb wie auch durch Beratungsintensität und Entwicklungskompetenz für kundenspezifische Lösungen gekennzeichnet. Der in der Öffentlichkeit eher bekannte Markt für Schläuche als Massenware (etwa Garten-, Fahrrad- oder Industrieschläuche), der sich verstärkt am Endkunden orientiert, ist hingegen von großen Losgrößen, geringeren Margen und großen internationalen Anbietern bestimmt.
Wir beobachten, dokumentieren und analysieren diesen Markt und seine Marktteilnehmer seit einigen Jahren in unseren Kern-Regionen intensiv auf Produkte, technische Entwicklungen und Vermarktungsstrategien. Damit verfügen wir über ein globales, umfassendes Branchen-Know-how, welches in dieser Form sonst nirgends erhältlich ist. Dieses Wissen insbesondere über unsere Wettbewerber differenziert uns von anderen Schlauchherstellern und sichert uns eine vergleichsweise effiziente Produktpolitik.
Die Bedeutung und Einsatzmöglichkeiten von Hightech-Schläuchen werden mittelfristig weiter zunehmen, denn die Produktionsprozesse in der Industrie insgesamt werden immer anspruchsvoller. Besonders drei Parameter treiben die industrielle Nachfrage nach Verbindungslösungen, die einer Vielzahl von Ansprüchen gerecht werden: Erstens die zunehmende Geschwindigkeit eines Herstellungsprozesses, zweitens dessen Flexibilität in Bezug auf kleine Endprodukt-Volumina mit häufigen Variationen in der Produktion sowie drittens die Qualitätsanforderungen an das herzustellende Endprodukt.
Die Einsatzgebiete für Hightech-Schläuche und -Verbindungssysteme sind branchenmäßig sehr breit gefächert: Im Maschinenbau, in der Luftfahrt- und Automobilindustrie, bei Energieunternehmen oder auch – in steigendem Umfang – bei der Herstellung und Verarbeitung von Lebensmitteln ebenso wie pharmazeutischen Produkten und in der Medizinwirtschaft werden zunehmend flexible und multitalentierte Verbindungslösungen eingesetzt. Zusammen mit dem herausragenden Know-how in der Verarbeitung von modernen, anspruchsvollen Kunststoffen ermöglichen uns diese unterschiedlichen Anwendungsgebiete, Verbindungs-Lösungen zu kreieren und zu produzieren, die mit konventionellen Materialien nur unzureichend, nachteilig oder überhaupt nicht zu realisieren sind.
VI Markenauftritt und Produkte
Die fünf wichtigsten operativen Gesellschaften des Masterflex-Konzerns werden nachfolgend vorgestellt. Diese Gesellschaften, die über eigene Produktionskapazitäten verfügen, stellen gleichzeitig die Unternehmensmarken dar, mit denen die Masterflex Group ihre Märkte weltweit bearbeitet. Die fünf Marken sind mit ihrem jeweiligen Produktportfolio Bestandteile des vereinheitlichten Marktauftritts unter der Dachmarke . Neben den fünf Marken-Gesellschaften gibt es acht weitere operative Tochtergesellschaften in Europa, Amerika und Asien, die Produkte dieser Marken vertreiben und teilweise auch vor Ort herstellen.
Der Slogan Connecting Values drückt pointiert die Kernkompetenz der Masterflex Group aus:
- • Ganzheitliche Verbindungslösungen, die auf führender Technologie beruhen und an kundenspezifische Anforderungen angepasst werden.
- • Deutsches Engineering mit weltweiter Produktion ebenso wie großer Kundennähe, wenn es um Beratung, Service, Verlässlichkeit und Sicherheit geht.
Zusammengefasst bedeutet Connecting Values: Wir verbinden Werte; und diese Verbindungen bringen einen Mehrwert für unsere Kunden.
Um die Außenwahrnehmung als global präsente Unternehmensgruppe für Hightech-Schläuche und -Verbindungssysteme weiter auszubauen, wurde der Markenauftritt des Konzerns Anfang des Geschäftsjahres 2015 leicht angepasst: Das Bildzeichen wird nun einheitlich sowohl für die Dachmarke als auch alle fünf Unternehmensmarken verwandt. Zudem werden im Laufe dieses Jahres die elektronischen Adressen weltweit vereinheitlicht. Damit geht der Konzern einen weiteren logischen Schritt in Richtung eines weltweit einheitlichen Marken- und Marktauftritts.
Das Geschäft mit Spiralschläuchen ist die Kernkompetenz der Marke Masterflex mit Produktionsschwerpunkt in Gelsenkirchen. Neben extrudierten Spiral-
schläuchen werden insbesondere Clipschläuche und Folienschläuche entwickelt, produziert und vertrieben. Verbindungselemente wie Muffen, Flansche, Gewindestutzen, Schellen und weitere Zubehörteile runden die Palette an Lösungen für flexible Verbindungsaufgaben ab bzw. lassen zum Teil einzigartige Systemlösungen entstehen.
Das umfangreiche Sortiment bietet Produkte, die individuelle Anforderungen und anspruchsvolle Aufgaben erfüllen. Unabhängig davon, ob extrem abrasive Feststoffe, aggressive Chemikalien, gasförmige Medien bis zu +1.100 °C oder auch zum Beispiel Lebensmittel transportiert werden müssen: Die Schläuche aus Hightech-Kunststoffen und -Geweben stellen immer eine anwendungs- und kundenorientierte, flexible Lösung dar. Technisch wie marktseitig überaus wichtige Produktinnovationen der letzten Jahre waren etwa der Master-PUR Performance©, der dank seines Patentes über eine nahtlos glatte Innenoberfläche
verfügt, die für reibungslosen Transport sorgt, und gleichwohl mit schweren Schüttgütern belastbar ist, sowie der Master-PUR Trivolution©, der die Eigenschaften der Antistatik, der Schwerentflammbarkeit und der Mikrobenresistenz in einem einzigen Schlauch vereint und für den es daher eine Vielzahl von Anwendungen mit unterschiedlichsten Medien gibt.
Die der Marke Matzen & Timm zugrunde liegende Gesellschaft (Matzen & Timm GmbH) ist ein renommierter, international aktiver Hersteller von Spe-
zialschläuchen, Bälgen und Formteilen aus hochwertigen synthetischen Kautschuk-Materialien wie beispielsweise Silikon. Die Produkte werden großteils in industrieller Handarbeit gefertigt und kommen vor allem dort zur Anwendung, wo Präzision und besondere Belastbarkeit gefordert sind. Dazu gehören insbesondere die Luftfahrtbranche, der Automobilsektor und der Schienenverkehr. Produziert wird an den beiden Standorten Norderstedt bei Hamburg und Plana/Tschechische Republik. Die Spezialschläuche finden sich etwa in der Klimaanlage des Airbus A380 sowie des Airbus A350, unter der Motorhaube eines Rennwagens bei der DTM oder in modernen Zugsystemen. Als Hersteller mit eigener Entwicklungsabteilung umfasst die Wertschöpfungskette alle Teilschritte vom Design, der Simulation (FEM) sowie der Qualifizierung beim Kunden, über die Herstellung eines Prototyps bis hin zur Serienfertigung. Fast alle Produkte sind kundenspezifische Sonderanfertigungen.
Matzen & Timm zählt nicht zuletzt wegen des versierten Umgangs mit unterschiedlichsten Qualifikationsanforderungen sowie einer hohen Entwicklungskompetenz seit mehr als 50 Jahren zu den bedeutenden Lieferanten für die Luftfahrtindustrie, den Sonderfahrzeug- und den Maschinenbau. Die innovativen Produkte, etwa gewichtsreduzierte und/oder elektrisch leitfähige Schläuche oder Schutzschläuche für die Kraftstoffleitung von Flugzeugen, erfüllen die höchsten Anforderungen des Marktes an Sicherheit und Funktion.
Die Markengesellschaft Novoplast Schlauchtechnik GmbH in Halberstadt ist auf die Extrusion von Schläuchen und Profilen im Durchmesserbereich 0,5 bis 50 mm für industrielle sowie für medizintechnische Anwendungen spezialisiert. Teilweise werden diese Produkte auch weiterverarbeitet, etwa durch Thermofixierung oder durch weitere spezielle Montage- und Formprozesse. Mit der Thermofixierung können Formschläuche mit komplexen Geometrien und Biegeradien gemäß Kundenwunsch und mit hoher Präzision in 2D- oder 3D-Varianten hergestellt werden. Gerade diese vergleichsweise neuen Fähigkeiten eröffnen uns perspektivisch neue interessante, hochgradig individualisierbare Einsatzfelder, etwa bei der Substitution von Metallrohren durch geräuscharme bzw. vibrationsfreie Kunststofflösungen.
Die Schlauch- und Profilextrusion erfolgt auf modernsten Anlagen. Regelmäßig wird das große Materialspektrum um weitere Sondermaterialien ergänzt. Für die Produktion in der Medizintechnik sind Reinräume der ISO-Klasse 6, 7 und 8 eingerichtet.
Darüber hinaus besteht inzwischen eine intensive Zusammenarbeit mit der Schwestergesellschaft Fleima-Plastic GmbH, Hersteller von medizintechnischen Präzisions-Spritzgussteilen. Dadurch ist es möglich, unseren Kunden Gesamtlösungen aus einer Hand anzubieten, bestehend aus Schlauch und medizinischen Komponenten wie etwa Luerlock-Konnektoren, Tropfkammern oder Rollenklemmen.
Die 1974 gegründete Markengesellschaft Fleima-Plastic GmbH aus Wald-Michelbach/Odenwald gehört seit dem Jahr 2004 zur Masterflex Group.
Produziert werden qualitativ hochwertige Spritzgussteile und montierte Baugruppen aus Kunststoffen, schwerpunktmäßig für die Bereiche Medizintechnik, Kosmetik und Lebensmitteltechnik. In dem modernen Werk werden Spritzgusskomponenten (u.a. auch in 2-Komponenten-Technik) gefertigt, montiert
bzw. veredelt unter anderem in Reinräumen der ISO-Klassen 7 und 8. Große Erfahrung besitzt man darüber hinaus im Bau von Präzisions-Spritzgusswerkzeugen im eigenen Formenbau und in der Erstellung von Prototypen in allen gängigen Rapid-Prototyping-Verfahren.
In Nord- und Südamerika wird die Masterflex Group durch die Masterduct Holding, Inc., eine 100-prozentige Tochter der Masterflex SE, repräsentiert.
Zur Masterduct Holding zählen zwei operative Tochterunternehmen: Masterduct, Inc., in Houston, Texas, Vereinigte Staaten von Amerika, und Masterduct Brasil Comércio de Dutos LTDA in Sao Paulo, Brasilien. Die Masterduct, Inc. wiederum ist in zwei Geschäftsbereichen aktiv: Dem Bereich Heizung, Ventilation und Klimaanlagen (kurz HVAC) sowie dem Geschäftsbereich für industrielle Anwendungen.
Der Geschäftsbereich HVAC hat sich unter der Submarke Flexmaster® U.S.A. als Spezialist im Klima- und Lüftungsbereich etabliert und ist führend bei Anwendungen im öffentlichen Bau, etwa in Krankenhäusern, Schulen, Sportstätten und Universitäten. Heute sind wir ein bevorzugter Anbieter im Gesundheitssektor, weil die Produkte keinerlei Klebe- oder Lösemittel enthalten. Zudem werden schall-isolierende Schläuche zur Schalldämmung anstelle von Metallverbindungen eingesetzt, da sie kostengünstiger, flexibler und stärker schallschluckend sind.
Masterduct vertreibt das gesamte Portfolio der Marken Masterflex, Novoplast Schlauchtechnik und Fleima-Plastic auf dem nordamerikanischen Markt unter seiner Marke. Der Kundenkreis reicht von der Holzindustrie, dem Maschinenbau und der Kunststoffindustrie über die Luftfahrt- und Serviceindustrie bis hin zur US-Regierung. Zudem bringt Masterduct auch eigene Produktinnovationen auf den Markt, wie etwa jüngst den Fire-FlexTM Abgasschlauch für das Hochtemperatur-Segment, der speziell für die Anforderungen von Feuerwehren mit ihrem Fahrzeugpark konzipiert wurde und dort mit seiner leicht durchzuführenden Montage punktet.
Master-Clip HTP 800 Abgasschlauch für Temperaturen
Sehr hitzebeständiger Schlauch für die Ableitung von heißen Abgasen, etwa aus Fahrzeug-Motoren oder Dieselaggregaten. Druckfest bei +800 °C bis rund 0,3 bar.
bis +800 °C
Klemmschale mit Festflansch
©MASTERFLEX
Eine hervorragende Verbindungs-Kombination: Ein Spiralschlauch mit Festflansch und Klemmschalen-Verbindung aus Aluminium. Die robuste wie auch leichte Klemmschale ist einfach zu montieren und sorgt für sichere Anschlüsse.
KONZERN-LAGEBERICHT
| B | WIRTSCH AFTSBERICH T |
28 |
|---|---|---|
| I | Gesamtwirtschaftliche und branchen bezogene Rahmenbedingungen |
28 |
| II | Geschäftsverlauf | 29 |
| III | Lage | 31 |
| IV | Gesamtaussage zur wirtschaftlichen Lage | 38 |
| V | Nicht-finanzielle Leistungsindikatoren | 38 |
B. Wirtschaftsbericht
I GESamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen
Die konjunkturelle Entwicklung ist im vergangenen Jahr in Deutschland überaus abwechslungsreich verlaufen. Nach einem starken Start in das Jahr 2014 ließ die wirtschaftliche Dynamik im Laufe des Jahres deutlicher nach; erste Sorgen um rezessive Tendenzen breiteten sich nach einem wachstums-negativen zweiten Quartal aus. Aufgrund der starken Verbrauchernachfrage und einer zunehmenden Euro-Schwäche glättete sich dies im weiteren Jahresverlauf und trug im vierten Quartal zu einer wieder recht ausgeprägten wirtschaftlichen Aktivität bei. Insgesamt wuchs die deutsche Wirtschaft, gemessen am realen Bruttoinlandsprodukt (BIP), im Jahr 2014 um 1,5 Prozent. Somit lag das BIP-Wachstum über dem Durchschnittszuwachs der letzten zehn Jahre von 1,2 Prozent.
Ungeachtet der prosperierenden Binnenkonjunktur gab es weltweit aufgrund der geopolitischen Konflikte steigende Unwägbarkeiten in der wirtschaftlichen Entwicklung. In der Folge fiel das globale Wachstum mit 3,1 Prozent im vergangenen Jahr etwas schwächer als von uns erwartet aus (Prognose für 2014: 3,5 Prozent). Dies betraf nicht nur die Euro-Zone mit einem durchschnittlichen BIP-Wachstum von nur 0,8 Prozent, hinter dem sich ein ausgeprägtes Wachstumsgefälle zwischen den einzelnen Mitgliedsstaaten der Euro-Zone verbirgt. Es betraf auch andere Regionen, in denen die Masterflex SE aktiv ist. Dazu gehörten insbesondere Brasilien und Russland, wo wir BIP-Wachstumswerte von 1,6 Prozent und 2,2 Prozent erwartet hatten, tatsächlich aber nur Raten von 0,3 Prozent (Brasilien) und 0,6 Prozent in Russland realisiert wurden (siehe auch folgende Tabelle). Etwas abgeschwächt trifft dies leider auch auf die für uns wichtige Wirtschaftsregion der USA zu, wo einer erwarteten Wachstumsrate von 2,8 Prozent ein realisiertes Wachstum von 2,4 Prozent gegenüber steht. Stabile Dynamik konnte hingegen in China mit einem erwartungsgemäßen Wachstum von 7,3 Prozent verzeichnet werden.
Die geopolitischen Konflikte – hier insbesondere die kriegerischen Auseinandersetzungen in der Ukraine – sowie die Folgen der Währungsinstabilitäten belasten die wirtschaftlichen Perspektiven in Europa nachhaltig. Asien und Nord-Amerika sind von diesen tiefgreifenden und vermutlich auch länger anhaltenden Problemen vergleichsweise wenig tangiert. Daher betrachten wir unsere langfristig angelegte Internationalisierungsstrategie weiterhin als unverzichtbar, um die Masterflex SE als ein interkontinental breit aufgestelltes, innovatives und hochprofitables Unternehmen zu positionieren.
Geschäftsbericht 2014 · KONZERNLAGEBERICHT B. Wirtschaftsbericht / GESamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen / GEschäftsverlauf
29
Wirtschaftswachstum in Staaten mit Präsenz der Masterflex Group
Veränderung des BIP gegenüber Vorjahr in Prozent
| Staat | 2014 | 2013 |
|---|---|---|
| Euro-Zone | 0,8* | - 0,4 |
| Deutschland | 1,5 | 0,5 |
| Frankreich | 0,4* | 0,3 |
| EU gesamt | 1,3* | 0 |
| Großbritannien | 2,6* | 1,8 |
| Schweden | 1,9* | 1,5 |
| Tschechische Republik | 2,5* | - 0,7 |
| Welt | 3,1* | 2,9 |
| Brasilien | 0,3* | 2,5 |
| China | 7,3 | 7,7 |
| Russland | 0,6* | 1,3 |
| Singapur | 3,6* | 4,1 |
| USA | 2,4* | 1,9 |
| Daten: Commerzbank. * noch Prognose-Qualität |
In der Branche der Kunststoffverarbeitenden Industrie ist das Jahr 2014 in Deutschland erneut mit einem Rekordumsatz von 59 Mrd. Euro (Vorjahr 57,5 Mrd. Euro) abgeschlossen worden. Im ersten Halbjahr 2014 verzeichneten die 2.866 Unternehmen des deutschen Verbandes stärkere Umsatzzuwächse im Geschäft mit Verpackungen, Konsumwaren, Technischen Teilen sowie Bauteilen, was dann im zweiten Halbjahr etwas an Dynamik verlor. Die Anzahl der Beschäftigten in den überwiegend mittelständischen Betrieben stieg von 303.000 auf 311.000.
Auf Basis der Stimmung in den Mitgliedsunternehmen sieht der Branchenverband gute Chancen für eine weitere Steigerung der Geschäfte im Jahr 2015. Dank einer guten Auftragslage und einem relativ hohen Auslastungsgrad gelte dies auch für die Schaffung weiterer Arbeitsplätze.
II GESchäftsverlauf
Der Umsatz der Masterflex Group ist im Jahr 2014 um 7,9 Prozent gegenüber Vorjahr auf 62,5 Mio. Euro gestiegen. Damit konnten wir unsere Prognose eines gegenüber der Weltwirtschaft überproportionalen Umsatzwachstums deutlich erfüllen. Allerdings hat die Dynamik unseres Geschäfts in der zweiten Jahreshälfte, und hier insbesondere im vierten Quartal, stärker nachgelassen als von uns erwartet. Infolge dessen ist das operative Ergebnis (Ebit) bei insgesamt stabilen operativen Kosten für das Gesamtjahr nur um 3,3 Prozent auf 6,3 Mio. Euro (Vorjahr 6,1 Mio. Euro) gewachsen. Somit haben wir den zweiten Teil unserer Jahresprognose – eines gegenüber dem Umsatzwachstum stärkeren Anstiegs des Ebit – nicht einhalten können. Mit einer Ebit-Marge von 10,1 Prozent (Vorjahr 10,6 Prozent) bewegen wir uns gleichwohl prognosekonform im Rahmen unseres anspruchsvollen Zieles einer zweistelligen Ebit-Marge.
Die Wachstumsstrategie der Masterflex Group fußt auf zwei Säulen: Auf der Internationalisierung und Innovation.
Das Ziel unserer Internationalisierungsstrategie konnten wir in diesem Jahr partiell erfüllen: Auf Deutschland entfielen rund 31,1 Mio. Euro unseres Umsatzes (Vorjahr 28,0 Mio. Euro). Zu dem Anteil von 49,8 Prozent des Jahresumsatzes haben neben der guten konjunkturellen Lage insbesondere die gestiegenen Exportaktivitäten der Marken Masterflex und Novoplast Schlauchtechnik beigetragen. Der Umsatz
in der Region "Übriges Europa" ist um 6,1 Prozent auf 14,5 Mio. Euro gestiegen (Vorjahr 13,7 Mio. Euro). Hingegen stieg das Geschäft in Drittländern nur um 4,4 Prozent auf einen Umsatz von 16,9 Mio. Euro (Vorjahr 16,2 Mio. Euro). Teilweise ist dies durch den scharfen Einbruch in Russland verursacht, von dem sich unser Joint Venture trotz lokaler Produktion vor Ort nicht völlig freimachen konnte: Krisen- und währungsbedingt gingen dort Umsatz und operatives Ergebnis überproportional zum Jahresende zurück.
In Asien, wo wir in China und Singapur seit Ende 2012 mit eigener Produktion und Vertrieb vor Ort aktiv sind, haben wir mit unseren Hightech-Schläuchen "engineered in Germany" eine nachhaltige technologisch anerkannte Basis geschaffen, auf der wir nun alle Anstrengungen unternehmen werden, um diese Basis mit marktgerechten Produkten zu einem adäquaten Standbein unseres Konzerns ausbauen zu können. Auf dem amerikanischen Doppelkontinent haben wir unsere Aktivitäten festigen können, auch wenn wir dort unser Ziel, einer mit Europa vergleichbaren Marktdurchdringung, verständlicherweise erst in einigen Jahren erreichen werden.
Auch wenn sich die sukzessive Umsatzverlagerung aufgrund der Prosperität in Deutschland und den Anrainerstaaten in diesem Jahr etwas langsamer gestaltete, so sind die mittel- und langfristigen Perspektiven für unser Geschäft in Nord- und Südamerika sowie Asien verheißungsvoll. Zudem wäre es ein sehr kurzfristiger geschäftspolitischer Ansatz, sich einzig auf eine baldige, grundsätzliche Stärkung des gesamten Euro-Raums mit einem konjunkturell weiter so starken Deutschland zu verlassen und dafür eine international getragene Geschäftsverbreiterung zu vernachlässigen.
Bei der zweiten Säule unserer Wachstumsstrategie, Innovationen, konnten wir auch im Jahr 2014 wieder zwei wegweisende Innovationen auf dem Markt einführen:
- • Die Weltneuheit Master-PUR Trivolution® vereint gleich mehrere wichtige Eigenschaften in sich. Der hoch abriebfeste PU-Schlauch ist sowohl mikrobenresistent als auch antistatisch als auch schwer entflammbar nach DIN 4102 B1. Das hat es zuvor noch nie gegeben. Der wesentliche Vorteil dieses Schlauches liegt in der Reduktion von Produktions- und Lagerkosten, da durch die Multifunktionalität für verschiedene Eigenschaften nur mehr ein einziger Schlauch benötigt wird. Der Schlauch wurde im Markt sehr gut angenommen und ist heute, gemessen am Umsatz, eines unserer beliebtesten Produkte.
- • Im US-amerikanischen Markt haben wir den innovativen FireFlex™ Schlauch eingeführt. FireFlex™ ist ein Fahrzeug-Abgasschlauch, der im Hochtemperatursegment eingesetzt wird und speziell für die Anforderungen von Feuerwehren mit ihrem Fahrzeugpark konzipiert wurde. Dabei wird der untere Schlauch vor dem Auspuff mit einem aufwendigen, biegesteifen Hitze-Schutzschild ausgekleidet, der die Verbindung zwischen Einspritzdüse und Auspuffrohr unterstützt, ohne dass gefährliche Brandgase austreten. Das obere Stück ist zudem schnell und leicht mit einem einzigen Handgriff zu positionieren. Dieser Schlauch wurde in der Fachwelt mit großem Interesse aufgenommen; daher sind wir positiv gestimmt für die Umsatzchancen dieser Produktinnovation. Sehr anschaulich wird der Einsatz von Abgasschläuchen in der – in Deutschland derzeit auch im TV gezeigten –US-Fernsehserie "Chicago Fire", in der die Darsteller als Mitglieder des Chikagoer "Firehouse-55-Department" um Leib und Leben ihrer Mitbürger kämpfen und beim Start der schweren Motoren ihrer Feuerwehren auf solche Hochtemperatur-Abgasschläuche zurückgreifen.
Ein nicht operativer, nicht unwesentlicher Effekt auf die Gewinn- und Verlustrechnung des Jahres 2014 sowie der Vorjahre 2013 bis 2010 ergibt sich aufgrund einer notwendig gewordenen Fehler-Korrektur gemäß IAS 8. Während der zur Zeit noch laufenden Betriebsprüfung für die Jahre 2007 bis 2011 wurde festgestellt, dass der Bilanzposten "Aktive latente Steuern" im Jahr 2010 fehlerhaft ermittelt worden war. Gemäß IAS 8 sind die Bilanzkorrekturen im vorliegenden Konzernabschluss zum 31. Dezember 2014 berücksichtigt worden, indem die Vergleichszahlen für das Jahr 2013 erfolgswirksam angepasst wurden.
Darüber hinaus wurde die Eröffnungsbilanz des Jahres 2013 erfolgsneutral korrigiert, da auch frühere Berichtsperioden betroffen sind. Die Korrektur beeinflusst den Bilanzposten "Aktive latente Steuern" sowie den aufwandsrelevanten Posten "Ertragsteueraufwand" und demzufolge auch das Konzernergebnis, das Eigenkapital sowie das Ergebnis je Aktie der Masterflex SE.
Ausgewählte Kennzahlen der Masterflex Group gehen aus der nachfolgenden Tabelle hervor.
| In TEUR | 2014 | 2013 | 2012 |
|---|---|---|---|
| EbitDA | 9.172 | 8.769 | 10.171 |
| Ebit | 6.317 | 6.114 | 7.556 |
| Ebit-Marge | 10,1 % | 10,6 % | 13,7 % |
| Netto-Ergebnis Konzern – fortgeführt | 3.232 | 2.867 | 3.910 |
| Netto-Ergebnis Konzern – nicht fortgeführt | -154 | -80 | -262 |
| Ergebnis je Aktie – fortgeführt | 0,36 | 0,30 | 0,42 |
| Ergebnis je Aktie | 0,34 | 0,29 | 0,39 |
III Lage
1. Ertragslage
| In TEUR | 2014 | % | 2013 | % | +/- | % |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Umsatzerlöse | 62.466 | 97,7 | 57.904 | 98,6 | 4.562 | 7,9 |
| Bestandsveränderungen | 309 | 0,5 | 319 | 0,5 | -10 | -3,1 |
| Aktivierte Eigenleistungen | 261 | 0,4 | 49 | 0,1 | 212 | 432,7 |
| Übrige Betriebserträge | 903 | 1,4 | 449 | 0,8 | 454 | 101,1 |
| Betriebsleistung | 63.939 | 100,0 | 58.721 | 100,0 | 5.218 | 8,9 |
| Materialaufwand | -20.371 | -31,9 | -18.101 | -30,8 | -2.270 | 12,5 |
| Personalaufwand | -23.267 | -36,4 | -21.849 | -37,2 | -1.418 | 6,5 |
| Abschreibungen | -2.855 | -4,5 | -2.655 | -4,5 | -200 | 7,5 |
| Übriger Betriebsaufwand | -10.899 | -17,0 | -9.760 | -16,6 | -1.139 | 11,7 |
| Sonstige Steuern | -230 | -0,4 | -242 | -0,4 | 12 | -5,0 |
| Betriebsaufwand | -57.622 | -90,2 | -52.607 | -89,5 | -5.015 | 9,5 |
| Bereinigtes Betriebsergebnis = bereinigtes Ebit | 6.317 | 9,8 | 6.114 | 10,5 | 203 | 3,3 |
| Finanzergebnis | -1.123 | -1.577 | 454 | |||
| Ergebnis vor Ertragsteuern | 5.194 | 4.537 | 657 | |||
| Ertragsteuern | -1.962 | -1.670 | -292 | |||
| Ergebnis nach Steuern aus fortgeführter Tätigkeit | 3.232 | 2.867 | 365 | |||
| Ergebnis nach Steuern aus aufgegebener Tätigkeit | -154 | -80 | -74 | |||
| Konzern-Jahresergebnis | 3.078 | 2.787 | 291 | |||
| - davon Ergebnisanteile anderer Gesellschafter | 35 | 191 | -156 | |||
| - davon Anteile der Aktionäre der Masterflex SE | 3.043 | 2.596 | 447 | |||
1.1 Umsatzentwicklung
Nach einem überaus dynamischen ersten Halbjahr verlief der zweite Teil des Jahres 2014 für uns etwas verhaltener; dies traf insbesondere auf das vierte Quartal zu. Insgesamt ist unser Geschäft, die Produktion und der Vertrieb von Hightech-Schläuchen und -Verbindungssystemen, im abgelaufenen Geschäftsjahr um 7,9 Prozent gewachsen.
Wichtigste Quelle unseres Wachstums waren in diesem Jahr unsere Export-Aktivitäten von den deutschen Standorten aus, und hier besonders die Marken Masterflex und Novoplast Schlauchtechnik. Konzernweit konnte der Umsatz in fast jeder Tochtergesellschaft gehalten oder gesteigert werden. Der größte Absatzmarkt für die Masterflex Group war und ist Deutschland. Dabei ist freilich zu berücksichtigen, dass viele unserer Kunden unsere Schläuche derzeit (noch) in Deutschland bei der Zentrale beziehen und diese dann firmenintern weltweit verschicken und verbauen. Nach unserer Einschätzung wird sich diese Situation zukünftig bei einem großen Teil unserer Kunden hin zu einem lokalen Beschaffen von Schläuchen verschieben. Auch insofern ist daher wichtig für uns, mehr und mehr mit entsprechenden Produktions-, Vertriebsund Beratungskapazitäten in aller Welt präsent zu sein. Leicht rückläufig war unser Umsatz in Frankreich, wo sich nach dem Wechsel in der Geschäftsführung die Lage nun stabilisiert hat, und in Skandinavien: Hier wurden geeignete Maßnahmen zur besseren Marktbearbeitung getroffen. Zudem haben wir aufgrund der Krise und des Währungsverfalls Einbrüche bei unserem russischen Gemeinschaftsunternehmen zu tragen.
Auch wenn das Jahr 2014 aufgrund des überraschend starken Export-Wachstums unserer deutschen Standorte zunächst auch einen anderen Schluss möglich scheinen lässt, so sind die aktuellen Wachstumsraten als auch die Potenziale in den USA wie auch in Asien deutlich höher als in Europa. Insofern ist die von uns verfolgte Internationalisierungsstrategie mit Nachdruck fortzuführen. Wir erwarten für die nächsten Jahre eine sukzessive Verlagerung von Umsatz- und Ergebnisanteilen in andere Regionen und Länder, insbesondere außerhalb Europas.
Master-Clip HTP 500
Der Clip-Schlauch ist hervorragend geeignet für die Abgasführung von Verbrennungsmotoren unter Überdruck. Der mit Hochtemperaturgewebe und doppelter Wandung sowie feuerverzinktem Stahlband ausgestattete Schlauch hält
1.2 Ergebnisentwicklung
Das operative Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit vor aufgegebenen Geschäftsbereichen und nicht operativen Erträgen und Aufwendungen) stieg von 6,1 Mio. Euro auf 6,3 Mio. Euro um plus 3,3 Prozent an. Dies entspricht einer Ebit-Marge von 10,1 Prozent (Vorjahr 10,6 Prozent).
Ursächlich für den leichten Rückgang der Ebit-Marge ist eine gegenüber unseren Erwartungen deutlich nachgelassene Wachstumsdynamik im vierten Quartal 2014. Die Entwicklung betraf fast alle Gesellschaften, wobei insbesondere die Entwicklung in Russland sowie zwischenzeitlich weitgehend gelöste Anlaufprobleme bei einem Großprojekt in der Medizintechnik spürbare nachteilige Auswirkungen für uns hatten. Insgesamt konnten diese negativen Effekte durch kurzfristige Kostenmaßnahmen nicht mehr aufgefangen werden.
Die Entwicklungen der einzelnen Posten der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung werden im Folgenden kurz erläutert.
Die Bestandsveränderungen betrugen 0,3 Mio. Euro und liegen damit auf Vorjahrsniveau (0,3 Mio. Euro).
Die sonstigen Erträge stiegen gegenüber dem Vorjahr um 0,5 Mio. Euro auf nunmehr 0,9 Mio. Euro an. In dieser Steigerung sind unter anderem Effekte aus Zuschüssen, Anlagenverkäufen und Verkauf von Werkzeugen enthalten.
Die Materialkosten sind im Jahr 2014 von 18,1 Mio. Euro um 12,5 Prozent auf 20,4 Mio. Euro gestiegen. Daraus errechnet sich eine Materialeinsatzquote (Materialkosten im Verhältnis zu Umsatz und Bestandsveränderungen) von 32,5 Prozent. Der leichte Anstieg gegenüber dem Vorjahr (31,1 Prozent) ist im Wesentlichen auf einen Mixeffekt in der Auftragsstruktur zurückzuführen.
Der Aufwand für Personal stieg im abgelaufenen Geschäftsjahr von 21,8 Mio. Euro um 6,5 Prozent auf 23,3 Mio. Euro. Somit ist die Personalkostenquote (Personalkosten im Verhältnis zu Umsatz und Bestandsveränderungen) auf 37,1 Prozent gegenüber dem Vorjahr (37,5 Prozent) gefallen. Der Personalaufbau der jüngsten Zeit, der im Vorjahr noch zu einem Anstieg dieser Quote beigetragen hatte, wird nun plangemäß allmählich durch ein steigendes Geschäfts- und Umsatzvolumen kompensiert. Im Jahr 2014 waren durchschnittlich 567 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Masterflex-Konzern beschäftigt (Vorjahr 550). Maßgeblich für den Anstieg der Mitarbeiterzahlen ist insbesondere der notwendige Aufbau des Produktionsbereiches, um der teils großen Nachfrage qualitativ hochwertig gerecht zu werden.
Die sonstigen Aufwendungen (inklusive sonstige Steuern) beliefen sich auf 11,1 Mio. Euro und lagen somit um 11,3 Prozent über diesem Aufwand des Vorjahres (10,0 Mio. Euro). Ursächlich hierfür sind insbesondere gestiegene Frachtkosten, höhere Mietkosten aufgrund von erweiterten Standortkapazitäten, gestiegene Reisekosten und erhöhter Reparatur- und Instandhaltungsaufwand.
Aufgrund der in 2014 vorgenommenen Investitionen insbesondere in den Maschinenpark für die zukunftsträchtige Medizintechnik und weitere Maschinenperipherie sowie in die Entwicklung des Standortes Gelsenkirchen nahmen die Abschreibungen von 2,7 Mio. Euro auf nunmehr 2,9 Mio. Euro zu.
Das operative Konzernergebnis betrug 6,3 Mio. Euro gegenüber einem Vorjahreswert von 6,1 Mio. Euro. Die Ebit-Marge (Ebit im Verhältnis zum Umsatz) von 10,1 Prozent konnte gegenüber dem Vorjahr (10,6 Prozent) nicht ganz gehalten werden. Dies ist im Wesentlichen auf die fehlende Fixkostenabdeckung durch die zum Jahresschluss gesunkene Umsatzdynamik zurückzuführen.
Das Finanzergebnis verbesserte sich erneut deutlich um 28,8 Prozent von minus 1,6 Mio. Euro (Vorjahr) auf minus 1,1 Mio. Euro. Insbesondere die Zinsen für die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten konnten aufgrund der Entschuldung als auch aufgrund der günstigen Entwicklung des Euribor-Zinssatzes nachhaltig reduziert werden. Wie im Vorjahr, sind keine nicht operativen Erträge und Aufwendungen aus fortgeführten Geschäftsbereichen angefallen.
Die Position "Ertragsteuern" umfasst für das Berichtsjahr einen Aufwand von 1,96 Mio. Euro. Diese Position setzt sich aus den laufenden Ertragsteuern (1,06 Mio. Euro) und den latenten Steuern (0,91 Mio. Euro) zusammen.
Die nicht sachgerechte Ermittlung der latenten Steuern führte zur Feststellung eines wesentlichen Fehlers im Abschluss per 31. Dezember 2010 der Masterflex SE. Dieser Fehler führte dazu, dass die Konzernabschlüsse in den Folgejahren falsche Angaben enthielten, die nach IAS 8.41 ff. zu berichtigen sind. Die Korrekturen sind im vorliegenden Konzernabschluss zum 31. Dezember 2014 reflektiert worden. Dies führte zu einer erfolgswirksamen Korrektur des Ertragsteueraufwands für das Jahr 2013 in Höhe von 0,29 Mio. Euro. Die Korrektur der Ertragsteuern für frühere Berichtsperioden wurde erfolgsneutral durch Anpassung der Eröffnungsbilanz 2013 vorgenommen.
Diese Auflösung beruht auf folgendem Sachverhalt: Im Jahr 2009 hatte ein von der Masterflex SE aufgrund drohender Finanzierungsschwierigkeiten in Auftrag gegebenes Sanierungsgutachten die grundsätzliche Sanierungsfähigkeit der Gesellschaft bescheinigt. Infolge dessen verzichteten die Gläubigerbanken gemäß Sanierungskonzept teilweise auf ihre Forderungen. Dieser Forderungsverzicht in einem Umfang von 10,2 Mio. Euro führte bei der Masterflex SE zu einem Sanierungsgewinn, dessen Besteuerung nach Ansicht der Gesellschaft unter die Voraussetzungen eines privilegierten steuerbegünstigten Sanierungsgewinns gemäß BMF-Schreiben vom 27. März 2003 fiel und fällt. Allerdings wurden damals die vorhandenen steuerlichen Verluste unbeschadet von Abzugs- und Verrechnungsbeschränkungen nicht mit dem Sanierungsgewinn verrechnet; dies führte im Ergebnis dazu, dass die aktiven latenten Steuern im Jahr 2010 fehlerhaft ermittelt wurden.
Während der laufenden Betriebsprüfung für die Jahre 2007 bis 2011 erfolgte der Hinweis, dass bei Anerkennung des Sanierungsgewinns dieser zunächst soweit wie möglich mit Verlusten und negativen Einkünften der Masterflex SE zu verrechnen sei. Neben einer Verrechnung mit Verlusten des laufenden Wirtschaftsjahres ist auch eine Verrechnung mit Verlustvor- und Verlustrückträgen vorzunehmen.
Es wird weiterhin davon ausgegangen, dass die Anwendung des § 8c Absatz 1a KStG ermöglicht wird und dass die Voraussetzungen des Sanierungsprivilegs vorliegen und steuerliche Verluste nutzbar sind.
Das Ergebnis nach Steuern aus fortgeführten Geschäftsbereichen beträgt 3,2 Mio. Euro und liegt um 12,7 Prozent über dem entsprechend korrigierten Vorjahres-Ergebnis von 2,9 Mio. Euro.
Das Ergebnis aus aufgegebenen Geschäftsbereichen beläuft sich auf minus 0,2 Mio. Euro.
Das Konzernergebnis beträgt 3,1 Mio. Euro; gegenüber dem gemäß IAS 8 korrigierten Vorjahresergebnis von 2,8 Mio. Euro entspricht dies einer Steigerung des Konzernergebnisses von 10,4 Prozent. Davon entfallen auf die Gesellschafter der Masterflex SE 3,0 Mio. Euro (gemäß IAS 8-korrigierter Vorjahreswert: 2,6 Mio. Euro).
In den Ergebnisanteilen anderer Gesellschafter spiegeln sich die Eigentumsverhältnisse bei der Tochtergesellschaft in Frankreich (Masterflex SE: 80 Prozent), bei der russischen Tochtergesellschaft (Masterflex SE: 51 Prozent) und bei der Masterflex Asia Holding GmbH (Masterflex SE: 80 Prozent) wider.
Das Ergebnis pro Aktie aus fortgeführten und aufgegebenen Geschäftsbereichen stieg von einem gemäß IAS 8 korrigierten Vorjahreswert von 0,29 Euro auf 0,34 Euro im Jahr 2014.
2. Finanzlage
2.1 Grundsätze und Ziele des Finanzmanagements
Die wesentlichen kurz- bis mittelfristigen Ziele des Finanzmanagements konnten im Jahr 2014 erreicht werden. Dies sind insbesondere:
- • eine Reduzierung der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten durch Generierung liquider Mittel aus dem operativen Geschäft,
- • eine Stärkung des Eigenkapitals,
- • eine Reduzierung des Zinsaufwandes.
Die mittelfristigen Ziele im Finanzmanagement für das Jahr 2015 sind grundsätzlich eine weitere, schrittweise Reduzierung unserer Finanzverbindlichkeiten und, damit einhergehend, eine sukzessive Reduzierung des Zinsaufwands. Dieses Ziel ist im Kontext unserer langfristig angelegten Internationalisierungsstrategie und dem daraus resultierenden Liquiditätsbedarf sowie möglicher Akquisitionen im Schlauchgeschäft zu sehen.
2.2 Finanzierungsanalyse
Zum 31. Dezember 2014 betrugen die lang- und kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten 20,3 Mio. Euro und lagen damit um 2,4 Mio. Euro unter dem Jahresendwert 2013. Die liquiden Mittel des Masterflex-Konzerns beliefen sich per Jahresultimo auf 4,4 Mio. Euro (Vorjahr 4,7 Mio. Euro). Damit lag die Nettoverschuldung Ende 2014 bei 15,9 Mio. Euro. Somit betrug das Verhältnis Nettoverschuldung zum EbitDA zum Jahresende 1,7. Diese Kennzahl stellt ein Maß für den Verschuldungsgrad des Konzerns dar und ist ein Indikator dafür, wie schnell die Verschuldung zurückgeführt werden kann.
Die Struktur der finanziellen Verbindlichkeiten in Höhe von 20,3 Mio. Euro setzt sich wie folgt zusammen:
- • 20,2 Mio. Euro fast ausschließlich aus der lang- und kurzfristigen Tranche des Konsortialkreditvertrags (Vorjahr 22,6 Mio. Euro) und
- • 0,1 Mio. Euro sonstige finanzielle Verbindlichkeiten (unter anderem Leasing).
Die bereitgestellten Fremdmittel sind im Wesentlichen besichert.
Wesentliche außerbilanzielle Finanzierungen bestehen – außerhalb geschäftsüblicher Aktivitäten wie etwa Fahrzeugleasing – nicht.
2.3 Liquiditätslage
Der Kassen- und Bankbestand sank stichtagsbezogen von 4,7 Mio. Euro auf 4,4 Mio. Euro zum Jahresende 2014.
Die Reduzierung um 0,3 Mio. Euro ist im Wesentlichen auf folgende Sachverhalte zurückzuführen:
- • Das positive Ergebnis vor Abschreibungen (EbitDA, + 9,2 Mio. Euro).
- • Netto-Investitionen in das Sachanlagevermögen sowie immaterielle Vermögensgegenstände (-3,4 Mio. Euro).
- • Ausgaben für Ertragsteuern (-1,3 Mio. Euro).
- • Der Aufbau von Vorräten (-1,0 Mio. Euro).
- • Zinsausgaben (-1,0 Mio. Euro).
- • Die weitere Entschuldung des Konzerns (-2,4 Mio. Euro).
- • Sonstiges (-0,4 Mio. Euro).
Die auf die Hauptzeilen verdichtete Kapitalflussrechnung, die die Reduzierung des Kassen- und Bankbestands im abgelaufenen Geschäftsjahr darstellt, findet sich in der Konzern-Kapitalflussrechnung.
Die Zahlungsfähigkeit des Masterflex-Konzerns war im Jahr 2014 zu jeder Zeit gegeben. Zudem steht der Masterflex SE ein nicht ausgenutzter Kreditrahmen – unter Einhaltung von definierten Covenants – aus dem Konsortialkreditvertrag in Höhe von 19,5 Mio. Euro zur Verfügung.
3. Vermögenslage
3.1 Vermögensstruktur
| 4.077 | |||||
|---|---|---|---|---|---|
| 7,8 | 4.245 | 8,1 | -168 | -4,0 | |
| 22.641 | 43,6 | 21.759 | 42,1 | 882 | 4,1 |
| 311 | 0,6 | 342 | 0,7 | -31 | -9,1 |
| 20 | 0,0 | 84 | 0,2 | -64 | -76,2 |
| 2.553 | 4,9 | 3.481 | 6,7 | -928 | -26,7 |
| 29.602 | 56,9 | 29.911 | 57,8 | -309 | -1,0 |
| 11.694 | 22,5 | 10.699 | 20,7 | 995 | 9,3 |
| 6.264 | 12,1 | 6.371 | 12,3 | -107 | -1,7 |
| 17.958 | 34,6 | 17.070 | 33,0 | 888 | 5,2 |
| 4.422 | 8,5 | 4.749 | 9,2 | -327 | -6,9 |
| 51.982 | 100,0 | 51.730 | 100,0 | 252 | 0,5 |
Die Summe aller Aktiva stieg zum Jahresultimo 2014 von 51,7 Mio. Euro um 0,5 Prozent auf 52,0 Mio. Euro.
Die langfristigen Aktiva reduzierten sich auf einen Stichtagswert von 29,6 Mio. Euro. Neben einer leichten Verminderung der Immateriellen Vermögenswerte um 4,0 Prozent auf 4,1 Mio. Euro spiegelt sich hier vor allem die – unter Abschnitt B.III.1.2 – detailliert beschriebene Korrektur der Aktiven latenten Steuern gemäß IAS 8 auf einen Wert von 2,6 Mio. Euro per 31. Dezember 2014 wider. Der Vorjahreswert beläuft sich nach dieser Ergebniskorrektur auf 3,5 Mio. Euro. Den Aktivminderungen stand ein Anstieg der Sachanlagen aufgrund der Investitionstätigkeit von 4,1 Prozent von 21,8 Mio. Euro auf 22,6 Mio. Euro gegenüber.
Die kurzfristigen Vermögenswerte und die liquiden Mittel sind insgesamt um 2,6 Prozent auf 22,4 Mio. Euro angestiegen. Insbesondere der Ausbau der Vorräte (plus 9,3 Prozent) auf nunmehr 11,7 Mio. Euro trug hierzu bei. Der Ausbau unserer interkontinental verteilten Rohstoff- und Warenlager ist in erster Linie der Internationalisierungsstrategie und der damit einhergehenden weltweiten Produktions- und Lieferfähigkeit geschuldet.
| Passiva in TEUR | 31.12.2014 | % | 31.12.2013 | % | +/- | % |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Konzerneigenkapital | 23.446 | 45,2 | 20.487 | 39,6 | 2.959 | 14,4 |
| Ausgleichsposten für Anteile anderer Gesellschafter |
389 | 0,7 | 576 | 1,1 | -187 | -32,5 |
| Eigenkapital | 23.835 | 45,9 | 21.063 | 40,7 | 2.772 | 13,2 |
| Rückstellungen | 206 | 0,4 | 194 | 0,4 | 12 | 6,2 |
| Finanzverbindlichkeiten | 15.097 | 29,0 | 18.250 | 35,3 | -3.153 | -17,3 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 1.251 | 2,4 | 1.388 | 2,7 | -137 | -9,9 |
| Latente Steuern | 604 | 1,2 | 594 | 1,1 | 10 | 1,7 |
| Langfristige Schulden | 17.158 | 33,0 | 20.426 | 39,5 | -3.268 | -16,0 |
| Rückstellungen | 2.303 | 4,4 | 2.485 | 4,8 | -182 | -7,3 |
| Finanzverbindlichkeiten | 5.205 | 10,0 | 4.407 | 8,5 | 798 | 18,1 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 3.481 | 6,7 | 3.349 | 6,5 | 132 | 3,9 |
| Kurzfristige Schulden | 10.989 | 21,1 | 10.241 | 19,8 | 748 | 7,3 |
| 51.982 | 100,0 | 51.730 | 100,0 | 252 | 0,5 |
3.2 Kapitalstruktur
Das Eigenkapital der Masterflex Group betrug zum Bilanzstichtag 2014 insgesamt 23,8 Mio. Euro.
Aufgrund der unter B.III.1.2 detailliert beschriebenen Ergebnis-Korrektur gemäß IAS 8 mussten auch die Werte des Eigenkapitals für die Vorjahre 2010 bis 2013 angepasst werden. Nach dieser Korrektur belief sich das Eigenkapital des Masterflex-Konzerns per 1. Januar 2013 auf 18,9 Mio. Euro (vorheriger Ausweis: 20,5 Mio. Euro) und per 31. Dezember 2013 auf 21,1 Mio. Euro (vorheriger Ausweis: 23,0 Mio. Euro).
Dank des im Jahre 2014 erzielten Konzernergebnisses von 3,1 Mio. Euro stieg das Eigenkapital im Konzern von dem gemäß IAS 8 korrigiertem Wert von 21,1 Mio. Euro per Ende 2013 auf 23,8 Mio. Euro zum Jahresende 2014. Dies entspricht einer Eigenkapitalquote (Eigenkapital im Verhältnis zur Bilanzsumme) von 45,9 Prozent.
Im Vorjahr wurden im Einzelabschluss der Masterflex SE der Kapitalrücklage zum vollständigen Ausgleich des Verlustvortrags insgesamt 9,0 Mio. Euro entnommen. Damit war der Bilanzverlust in der Eröffnungsbilanz des Jahres 2014 auf Ebene der Einzelgesellschaft komplett getilgt. Aufgrund des erzielten Jahresüberschusses 2014 beläuft sich der Bilanzgewinn der Masterflex SE zum Ende
dieses Geschäftsjahres im Einzelabschluss nunmehr auf 1,8 Mio. Euro. Zugleich bestehen noch ausschüttungsgesperrte Beträge in Höhe von insgesamt 2,7 Mio. Euro, die sich aus den latenten Steuern auf Verlustvorträge und aktivierten Eigenleistungen ergeben. Nach Saldierung mit vorhandenen Gewinnrücklagen ist die Fähigkeit einer Dividendenzahlung nach Abschluss des Geschäftsjahres 2014 mit einem Betrag von 2,4 Mio. Euro erreicht.
Die langfristigen Schulden sanken von 20,4 Mio. Euro um 16,0 Prozent auf einen Betrag von 17,2 Mio. Euro. Wesentlich hierfür ist die Reduzierung der langfristigen Finanzverbindlichkeiten um 3,2 Mio. Euro auf 15,1 Mio. Euro aufgrund der planmäßigen Rückführung des Tilgungsdarlehens.
Die kurzfristigen Schulden stiegen um 7,3 Prozent auf 11,0 Mio. Euro an. Dazu trugen insbesondere die anstehenden Tilgungsleistungen der nächsten zwölf Monate für das langfristige Darlehen bei. Mit 0,2 Mio. Euro sind auch die Steuerverbindlichkeiten leicht angestiegen, während die kurzfristigen Rückstellungen um 0,2 Mio. Euro auf 2,3 Mio. Euro aufgrund rückläufiger Urlaubs- und sonstiger Rückstellungen zurückgegangen sind.
IV Gesamtaussage zur wirtschaftlichen Lage
Insgesamt betrachtet das Konzern-Management die Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage der Masterflex Group zum Bilanzstichtag vor dem Hintergrund
- • des Wachstums im Inland wie auf den internationalen Märkten
- • der Stärkung des Konzern-Eigenkapitals sowie
- • einer Relation von Nettoverschuldung zu EbitDA von 1,7
als überaus zufriedenstellend und als gute Basis für die weitere Entwicklung der Masterflex Group.
V Nicht-finanzielle Leistungsindikatoren
1. Mitarbeiter und gesellschaftliches Engagement
Zufriedene und motivierte Mitarbeiter sind ein sehr wichtiger Faktor für die erfolgreiche Umsetzung unserer strategischen Ziele. Die Internationalisierung und die Entwicklung und Einführung von Produktinnovationen konnten wir dank unserer engagierten Mitarbeiter weiter vorantreiben. Nach wie vor ist unsere Fluktuationsrate gering, was auf die Zufriedenheit unserer Mitarbeiter zurückzuführen ist. Mit einer kontinuierlich ausgebauten Personalgewinnung und -entwicklung wollen wir dies erhalten und uns zudem die Talente auf dem Arbeitsmarkt für die Herausforderungen der nächsten Jahre und Jahrzehnte sichern.
In unserer Personalentwicklung steht die zielgerichtete Mitarbeiterentwicklung im Vordergrund. So dienen jährlich stattfindende Mitarbeitergespräche einerseits der Leistungsbeurteilung sowie der Festlegung der persönlichen Ziele des kommenden Jahres, die ein Bestandteil für die variable Vergütung sind. Andererseits werden hier individuelle Entwicklungsziele festgestellt und dazu passende Maßnahmen entwickelt. Dies können externe Weiterbildungsmaßnahmen sein, aber auch ein internes Mentoring. Wenn sich unsere Mitarbeiter berufsbegleitend weiterbilden möchten, fördern wir dies finanziell wie auch durch fallweise Freistellung. So konnten wir hierdurch bereits einige Führungspositionen aus den eigenen Reihen besetzen. Im Rahmen dieser Personalentwicklung fördern wir die gezielte Besetzung von Leitungspositionen durch Frauen, und dies nicht nur in allen kaufmännischen und administrativen Bereichen, sondern auch im Bereich Technik. Auch die Anwerbung von Mitarbeitern, die nicht in Deutschland geboren wurden, wird
in allen Unternehmensbereichen angestrebt. Nicht zuletzt im Zuge der fortschreitenden Internationalisierung werden potenzielle Führungskräfte mit internationalem Hintergrund gefördert.
Seit dem Jahr 1997 bilden wir im kaufmännischen und gewerblichen Bereich aus. Derzeit beschäftigen wir 18 Jugendliche und junge Erwachsene im Rahmen ihrer Ausbildung an unseren deutschen Standorten. Zwei junge Mitarbeiter hatten ihre Ausbildung erfolgreich in 2014 abgeschlossen und wurden von der Masterflex SE übernommen. Ein anderer, junger Industriekaufmann hat nach seiner kaufmännischen Ausbildung bei der Masterflex Group ein duales Studium begonnen und im Rahmen eines Auslandssemesters ein halbes Jahr an der Tongji Universität von Shanghai sowie ein Praktikum an unserem Standort in Kunshan bei Shanghai absolviert.
Für das kommende Ausbildungsjahr 2015/2016 planen wir die Einstellung von zehn weiteren Auszubildenden. Um eine größere Palette von Ausbildungsberufen anbieten zu können, bilden wir derzeit weitere Mitarbeiter zu sog. Ausbildern gemäß der Prüfungsordnungen der Kammern aus.
Der ständige Kontakt zu Bildungseinrichtungen und Berufsschulen macht uns als attraktiver Arbeitgeber bekannt. Auch im vergangenen Jahr konnten wir Schülern und Studenten Praktikumsplätze anbieten.
Durch flexible Arbeitszeitgestaltung und Teilzeitbeschäftigung ermöglichen wir den bei uns beschäftigten Müttern und Vätern, Familie und Beruf miteinander zu vereinbaren. Somit erhalten wir uns die Kompetenzen und Erfahrungen dieser Mitarbeiter/innen.
Im Bereich der betrieblichen Altersversorgung bietet die Gesellschaft jedem Mitarbeiter den Abschluss einer Direktversicherung bzw. die sonst üblichen Vertragsgestaltungen im Rahmen der privaten Alterssicherung an. Zur besonderen Motivation werden leitende Mitarbeiter und Vertriebsmitarbeiter, die den Unternehmenserfolg in überdurchschnittlichem Maße beeinflussen, in Form von Tantiemen am Gewinn beteiligt.
2. Umweltschutz
Wir sind uns unserer ökologischen Verantwortung bewusst. Diese ist für uns ebenso maßgeblich wie die hohen Qualitätsansprüche an unsere Produkte und Prozesse. Die Einhaltung und regelmäßige Überwachung der gesetzlichen Umweltschutzauflagen sowie Beratungen zu den Umsetzungsmöglichkeiten werden durch interne Projektverantwortliche und durch externe Beauftragte permanent sichergestellt.
Bei der Produktion unserer Schläuche werden hauptsächlich Polymere verarbeitet, die keine toxischen Bestandteile beinhalten. Bei der Produktion unserer profilextrudierten PUR-Schläuche entsteht kaum Abfall. Ausschuss, der beim Anlauf und beim Beenden der Produktion anfällt, wird weitestgehend recycelt: Drähte und Polyurethan werden voneinander getrennt und weiterverkauft.
Die Masterflex SE verfolgt als Ökoprofit-Betrieb weiterhin das Ziel, durch ökologisch sinnvolle Maßnahmen nachhaltig Ressourcen einzusparen und einen wichtigen Beitrag zum Schutz der Umwelt zu leisten.
Die EG-Verordnung REACH (Registration, Evaluation, Authorisation and Restriction of Chemicals) verpflichtet Hersteller und Importeure zur Ermittlung der gefährlichen Eigenschaften von Stoffen sowie zur Abschätzung der Wirkungen auf die Gesundheit und die Umwelt. In der REACH-Lieferantenkette nimmt Masterflex den Status eines nachgeschalteten Anwenders ein und hat somit keine Vorregistrierung vorgenommen. Alle notwendigen Maßnahmen sind seither ergriffen worden. Die Informationen zu REACH sind auf der Internetseite der Marke Masterflex zu finden (www.masterflex.de unter "Technik/Zertifzierungen").
©MASTERFLEX
Abgas-Faltenbalg
In der Luftfahrtindustrie wird der feuerbeständige Faltenbalg in APU-(Auxiliary Power Unit) Systemen eingesetzt. In diesen Systemen, in denen elektrische Energie und Druckluft für die Versorgung der Kabine erzeugt wird, dient der Faltenbalg aus synthetischem Kautschuk zur Kompensation von Bewegungen.
KONZERN-LAGEBERICHT
| C | Nachtragsbericht | 42 |
|---|---|---|
| D | CORPORATE GOVERNANCE-BERICH T (zugleich Bericht gemäß Ziffer 3.10 Deutscher Corporate Governance Kodex) |
42 |
| I | Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289 a HGB |
42 |
| II | Vergütungsbericht | 43 |
| III | Sonstige Angaben nach § 315 Absatz 4 HGB |
45 |
Nach dem Stichtag fanden keine Vorgänge von besonderer Bedeutung auf die Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage statt.
D. Corporate Governance-Bericht
I Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289 a HGB
1. Entsprechenserklärung zur Corporate Governance gemäß § 161 Aktiengesetz
Für die Masterflex SE hat Corporate Governance einen hohen Stellenwert. Die Unternehmensgrundsätze der Masterflex Group beruhen auf einer verantwortungsbewussten und auf langfristige Wertschöpfung ausgerichteten Führung und Kontrolle des Unternehmens. Wesentliche Aspekte dieser Corporate Governance sind eine effiziente Zusammenarbeit zwischen Vorstand und Aufsichtsrat, die Achtung von Aktionärsinteressen sowie die Offenheit und Transparenz in der Unternehmenskommunikation.
Gemäß § 161 Aktiengesetz (AktG) sind Vorstand und Aufsichtsrat verpflichtet, jährlich zu erklären, dass den vom Bundesministerium der Justiz im amtlichen Teil des Bundesanzeigers bekannt gemachten Empfehlungen der "Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex" entsprochen wurde und wird, oder welche Empfehlungen nicht angewendet wurden oder werden und warum nicht. Diese Entsprechenserklärung ist den Aktionären dauerhaft zugänglich zu machen. Die aktuelle Entsprechenserklärung wurde im März 2015 abgegeben und steht seither im Internet unter www.MasterflexGroup.com unter Investor Relations/Corporate Governance zur Einsichtnahme zur Verfügung.
2. Relevante Angaben zu Unternehmensführungspraktiken
Die Strukturen der Unternehmensleitung und Überwachung der Masterflex Group sind in der Satzung sowie in den Geschäftsordnungen von Vorstand und Aufsichtsrat geregelt. Die Satzung der Gesellschaft ist unter www.MasterflexGroup.com unter Investor Relations/Hauptversammlung ebenfalls im Internet einzusehen.
3. Beschreibung der Arbeitsweise von Vorstand und Aufsichtsrat
Die Masterflex SE ist eine Europäische Aktiengesellschaft, für die gemäß der SE-Verordnung das deutsche Recht der Aktiengesellschaft ergänzend angewandt wird.
Das Grundprinzip des deutschen Aktienrechts ist das duale Führungsprinzip aus Vorstand und Aufsichtsrat, die beide eigene Kompetenzen haben.
4. Verhaltenskodex
Zu den angewendeten Unternehmensführungspraktiken zählen vor allem unser Verhaltenskodex für alle Mitarbeiter und Vorstände (Code of Conduct). Mit diesen Geschäftsgrundsätzen verdeutlichen wir den Anspruch, den wir an das Verhalten unserer Mitarbeiter und Vorstände stellen, und machen gleichzeitig die wesentlichen Prinzipien unseres Geschäftsverhaltens gegenüber Kunden, Partnern und Aktionären bekannt. Wir verstehen die Geschäftsgrundsätze als Maßstab für die Zusammenarbeit und das Miteinander mit Kunden, Lieferanten, Wettbewerbern, Aktionären und Behörden.
Mit der Umsetzung dieser Richtlinien im geschäftlichen Alltag bekennen wir uns zugleich zum Engagement gegen jede Form von unlauterem Wettbewerb, Korruption und Irreführung.
II Vergütungsbericht
Die Masterflex SE entspricht den Empfehlungen des Corporate Governance-Kodex und veröffentlicht die individualisierte Vergütung von Vorstand und Aufsichtsrat. Die Vergütung der Mitglieder von Vorstand und Aufsichtsrat enthält fixe und variable Bestandteile.
1. Vorstandsbezüge
Die transparente und verständliche Darstellung der Vorstandsvergütung ist für die Gesellschaft seit Jahren ein wesentliches Element guter Corporate Governance. Für die Festlegung der individuellen Vorstandsvergütung ist das Plenum des Aufsichtsrats gemäß gesetzlichen Vorgaben sowie einer – schon lange vor Inkrafttreten des Gesetzes verankerten – Regelung in der Geschäftsordnung des Aufsichtsrats zuständig.
Grundsätzlich setzt sich die Vergütung für die Vorstandsmitglieder aus erfolgsunabhängigen und erfolgsbezogenen Komponenten zusammen. Die erfolgsunabhängigen Teile bestehen aus dem Fixum und Nebenleistungen. Die erfolgsbezogenen, variablen Komponenten setzen sich aus einem sofort wirksamen und einem mit langfristiger Anreizwirkung ausgestalteten Teil zusammen. Die kurzfristige Tantieme, die etwa zwei Drittel der gesamten variablen Vergütung ausmacht, wird nach Feststellung der umgesetzten Erfolgsparameter und deren Erfüllungsgrade durch den Aufsichtsrat ausgezahlt. Der zweite, längerfristig angelegte Teil der Tantieme, der rund ein Drittel der gesamten variablen Vergütung umfasst, verbleibt für weitere zwei Jahre bei der Gesellschaft und wird nur dann ausgezahlt, wenn die Erfolgsparameter über den gesamten Drei-Jahres-Horizont nachhaltig gewährleistet wurden. Werden diese Parameter über diesen Zeitraum hingegen nicht erfüllt, verfällt dieser Anteil entsprechend ganz oder teilweise. Entgegen üblicher Praxis in vergleichbaren Unternehmen erhalten die Mitglieder des Vorstandes bisher keine Pensionszusagen. Eine Überprüfung der Gesamthöhe sowie der Parameter findet regelmäßig alle zwei Jahre statt.
Das geltende Vergütungssystem wurde durch den Aufsichtsrat in seiner Sitzung vom 15. April 2010 verabschiedet und durch Beschluss der Hauptversammlung vom 28. Juni 2011 entsprechend § 120 Absatz 4 AktG von dieser gebilligt. Kriterien für die Angemessenheit der Vorstandsvergütung sind die Aufgaben des einzelnen Vorstandsmitglieds, seine persönliche Leistung, die wirtschaftliche Lage, der Erfolg und die Zukunftsaussichten des Unternehmens als auch die Üblichkeit der Vergütung unter Berücksichtigung des Vergleichsumfelds und der Vergütungsstruktur, die in der Gesellschaft gilt. Die erfolgsbezogenen Komponenten – die Tantieme – enthalten Bestandteile mit mehrjähriger Bemessungsgrundlage. Sie setzen damit langfristige Verhaltensanreize und richten die Vergütungsstruktur auf eine nachhaltige Unternehmensentwicklung aus. Weitergehende, aktienbasierte Anreizsysteme, wie etwa ein Aktienoptionsprogramm, bestehen bei der Gesellschaft nicht.
Die Gesamtbezüge des Vorstands im Jahr 2014 sowie ihre Aufteilung in fixe und variable Bezüge sind den nachfolgenden, vom Corporate-Governance-Kodex empfohlenen Tabellen zu entnehmen:
Vergütung des Vorstands (Zuwendungsbetrachtung)
| Dr. Andreas Bastin Vorstandsvorsitzender seit 1. April 2008 |
Mark Becks Finanzvorstand seit 1. Juni 2009 |
|||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| in TEUR | 2013 Ausgangs wert |
2014 Ausgangs wert |
2014 Minimum |
2014 Maximum |
2013 Ausgangs wert |
2014 Ausgangs wert |
2014 Minimum |
2014 Maximum |
| Festvergütung | 285 | 337 | 337 | 337 | 200 | 233 | 233 | 233 |
| Nebenleistungen | 31 | 30 | 30 | 30 | 34 | 32 | 32 | 32 |
| Summe | 316 | 367 | 367 | 367 | 234 | 265 | 265 | 265 |
| Einjährige variable Vergütung |
||||||||
| Tantieme | 127 | 95 | 0 | 158 | 69 | 51 | 0 | 86 |
| Mehrjährige variable Vergütung |
||||||||
| Tantieme 2014 - 2016 | 49 | 0 | 82 | 27 | 0 | 44 | ||
| Tantieme 2013 - 2015 | 65 | 0 | 82 | 35 | 0 | 44 | ||
| Gesamtvergütung | 508 | 511 | 367 | 689 | 338 | 343 | 265 | 439 |
Vergütung des Vorstands (zuFlussbetrachtung)
| Dr. Andreas Bastin Vorstandsvorsitzender seit 1. April 2008 |
Mark Becks Finanzvorstand seit 1. Juni 2009 |
|||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| in TEUR | 2013 Ausgangs wert |
2014 Ausgangs wert |
2014 Minimum |
2014 Maximum |
2013 Ausgangs wert |
2014 Ausgangs wert |
2014 Minimum |
2014 Maximum |
| Festvergütung | 285 | 337 | 337 | 337 | 200 | 233 | 233 | 233 |
| Nebenleistungen | 31 | 30 | 30 | 30 | 34 | 32 | 32 | 32 |
| Summe | 316 | 367 | 367 | 367 | 234 | 265 | 265 | 265 |
| Einjährige variable Vergütung |
||||||||
| Tantieme | 79 | 126 | 0 | 158 | 43 | 69 | 0 | 86 |
| Mehrjährige variable Vergütung |
||||||||
| Tantieme 2011 - 2013 | 76 | 0 | 82 | 41 | 0 | 44 | ||
| Tantieme 2010 - 2012 | 82 | 0 | 82 | 34 | 0 | 44 | ||
| Gesamtvergütung | 477 | 569 | 367 | 689 | 311 | 375 | 265 | 439 |
Im Geschäftsjahr 2014 wurden fixe und erfolgsabhängige Vergütungen an den Vorstand gewährt. Die variablen Vergütungsbestandteile beschloss der Aufsichtsrat auf Basis der zu Beginn des abgelaufenen Geschäftsjahres vereinbarten Tantiemeregelungen mit den Mitgliedern des Vorstands. Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurden nicht alle Ziele gemäß Vertragsvereinbarung erreicht.
Die Vorstandsmitglieder erhalten ferner Nebenleistungen in Form von Sachbezügen; diese bestehen im Wesentlichen aus Versicherungsprämien für eine Berufsunfähigkeitsversicherung, aus einer Todesfallabsicherung sowie der privaten Dienstwagennutzung.
Die Vorstandsverträge sehen für den Fall, dass die Vorstandstätigkeit ohne wichtigen Grund vorzeitig endet, eine Ausgleichszahlung vor. Sie ist auf weniger als die maximal zulässigen zwei Jahresvergütungen
einschließlich Nebenleistungen begrenzt (Abfindungs-Cap) und vergütet nicht mehr als die Restlaufzeit des Anstellungsvertrags. Für den Fall eines Kontrollwechsels und einer daraufhin vorzeitig beendeten Vorstandstätigkeit (sog. Change of Control-Regelung) bestehen Zusagen für Leistungen in entsprechender Weise und Höhe.
2. Aufsichtsratsbezüge
Das zuletzt in 2010 geänderte Vergütungssystem des Aufsichtsrats trägt den bisherigen Anforderungen des Corporate Governance Kodex Rechnung. Satzungsgemäß umfasst die Vergütung für die Mitglieder des Aufsichtsrats seither fixe und variable Bestandteile.
Die variable Komponente der Aufsichtsratsvergütung ist ebenfalls auf Nachhaltigkeit ausgerichtet. Für die Nachhaltigkeit müssen sich bestimmte Unternehmenskennzahlen über einen Zeitraum von zwei Jahren positiv entwickeln. Diese Komponenten sind auf maximal 5.000 Euro pro Aufsichtsratsmitglied und Geschäftsjahr beschränkt. Zudem hat sich gezeigt, dass die gestiegenen Anforderungen an den Aufsichtsrat einerseits sowie die geringe Größe mit nur drei Mitgliedern andererseits alle Mitglieder in erheblicher Weise in die Aufsichtsratsarbeit einbeziehen. Daher werden keine höheren Vergütungen für den Vorsitz oder den stellvertretenden Vorsitz gezahlt, sondern die Vergütung wird in gleicher Höhe an alle Aufsichtsratsmitglieder gewährt. Zudem fallen keine gesonderten Vergütungen für die Arbeit von Ausschüssen an, da bei einem aus drei Mitgliedern bestehenden Aufsichtsrat deren Einrichtung keinen Sinn macht.
Der feste Betrag der Vergütung des Aufsichtsrats wird jeweils nach Ablauf des Geschäftsjahres gezahlt. Daneben werden noch Sitzungsgelder an die Aufsichtsräte in Höhe von 500 Euro pro Sitzung vergütet.
Die Gesamtbezüge des Aufsichtsrats sowie ihre Aufteilung im Jahr 2014 sind der nachfolgenden Tabelle zu entnehmen.
| in TEUR | Fixum | Erfolgsabhängige Vergütung1 |
Sitzungsgeld gesamt |
Auszahlungsrele vante Gesamtver gütung 2014 |
|---|---|---|---|---|
| Aufsichtsratsvorsitzender, Diplom-Ingenieur Friedrich W. Bischoping |
14 | 5 | 2 | 21 |
| (Vorjahr) | (14) | (5) | (2) | (21) |
| Stellv. Aufsichtsratsvorsitzender, Diplom-Kaufmann Georg van Hall |
14 | 5 | 2 | 21 |
| (Vorjahr) | (14) | (5) | (2) | (21) |
| Aufsichtsratsmitglied, Herr Diplom-Kaufmann Axel Klomp |
14 | 5 | 2 | 21 |
| (Vorjahr) | (14) | (5) | (2) | (21) |
| Gesamtbezüge (Vorjahr) |
42 (42) |
15 (15) |
6 (6) |
63 (63) |
1) In 2013 bereits erworbener Anteil der variablen Vergütung, der aber bisher noch nicht ausgezahlt ist, sondern mit Abschluss des Geschäftsjahres 2013 wegen Erfüllung der Erfolgskriterien mit der Fixvergütung für 2014 ausgezahlt wird, vgl. § 15 der Satzung.
III Sonstige Angaben nach § 315 Absatz 4 HGB
Das Grundkapital der Masterflex SE beträgt 8.865.874 Euro und ist eingeteilt in 8.865.874 auf den Inhaber lautende Stammaktien in Form von nennwertlosen Stückaktien mit einem rechnerischen Anteil am Grundkapital von jeweils 1,00 Euro je Aktie. Jede Aktie gewährt eine Stimme.
Beschränkungen, die Stimmrechte oder die Übertragung von Aktien betreffen, sind dem Vorstand der Gesellschaft nicht bekannt.
Direkte oder indirekte Beteiligungen am Kapital, die zehn Prozent der Stimmrechte überschreiten, sind der Gesellschaft in zwei Fällen bekannt:
- • Bei der SVB GmbH & Co. KG/Familie Schmidt handelt es sich um einen langfristigen und anlageorientierten Investor aus Deutschland, der nach letzter Kenntnis der Gesellschaft 19,9 Prozent der Anteile an der Masterflex SE hält. Die Mitteilung gemäß § 27a WpHG vom 22. Dezember 2010 findet sich auf der Internet-Seite der Gesellschaft unter www.MasterflexGroup.com/investor-relations/ nachrichten/stimmrechts-mitteilungen.
- • Bei der Stichting Administratiekantoor Monolith handelt es sich um einen langfristig und ertragsorientierten Investor aus den Niederlanden, der nach letztem Wissen der Gesellschaft 10,2 Prozent der Anteile an der Masterflex hält. Deren Mitteilung gemäß § 27a WpHG vom 12. November 2014 findet sich auf der Internet-Seite der Gesellschaft unter www.MasterflexGroup.com/investor-relations/ nachrichten/stimmrechts-mitteilungen.
Es bestehen keine Aktien mit Sonderrechten, die Kontrollbefugnisse verleihen.
Nach § 76 AktG sowie nach § 7 der Satzung der Masterflex SE besteht der Vorstand aus mindestens einer Person. Gemäß § 84 AktG und § 7 der Satzung ernennt der Aufsichtsrat den Vorstand und bestimmt die Zahl der Mitglieder.
Jede Satzungsänderung bedarf eines Beschlusses der Hauptversammlung. Der Beschluss der Hauptversammlung bedarf gemäß § 179 AktG einer Mehrheit, die mindestens drei Viertel des bei der Beschlussfassung vertretenen Grundkapitals umfasst. Die Satzung kann eine andere Kapitalmehrheit, für eine Änderung des Gegenstands des Unternehmens jedoch nur eine größere Kapitalmehrheit, bestimmen. Gemäß § 18 der Satzung werden Beschlüsse der Hauptversammlung, soweit nicht zwingende gesetzliche Vorschriften entgegenstehen, mit einfacher Mehrheit gefasst. Falls das Gesetz außerdem zur Beschlussfassung eine Mehrheit des bei der Beschlussfassung vertretenen Grundkapitals vorschreibt, genügt – soweit gesetzlich zulässig – die einfache Mehrheit des vertretenen Kapitals. Dies gilt auch für Änderungen der Satzung. Der Aufsichtsrat ist gemäß § 14 Absatz 5 der Satzung befugt, Änderungen der Satzung vorzunehmen, die nur ihre Fassung betreffen.
Erwerb eigener Aktien
Die Hauptversammlung vom 28. Juni 2011 hat den Vorstand ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrates ab dem 29. Juni 2011 bis zum 28. Juni 2016 eigene Aktien im Umfang von bis zu zehn Prozent des zum Zeitpunkt der Beschlussfassung der Hauptversammlung oder – falls dieser Wert niedriger ist – des zum Zeitpunkt der Ausübung der Ermächtigung bestehenden Grundkapitals der Gesellschaft zu erwerben. Die erworbenen Aktien dürfen zusammen mit den anderen eigenen Aktien insgesamt zu keinem Zeitpunkt zehn Prozent des Grundkapitals übersteigen und nicht für Handelszwecke eingesetzt werden. Der Erwerb eigener Aktien erfolgt über die Börse oder mittels eines an alle Aktionäre der Gesellschaft gerichteten öffentlichen Kaufangebots.
Der Vorstand wird zudem ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats die erworbenen eigenen Aktien unter Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre an Dritte gegen Sachleistung zu veräußern oder/und die erworbenen eigenen Aktien mit Zustimmung des Aufsichtsrates unter Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre gegen Barzahlung in anderer Weise als über die Börse oder durch ein Angebot an alle Aktionäre zu veräußern. Des Weiteren wird der Vorstand ermächtigt, eigene Stammaktien mit Zustimmung des Aufsichtsrats an die Inhaber von Options- oder Wandelanleihen der Gesellschaft oder einer Konzerngesellschaft im Sinne des § 18 Aktiengesetz gemäß den Options- und Anleihebedingungen zu liefern. Ferner wird der Vorstand ermächtigt, die erworbenen eigenen Aktien mit Zustimmung des Aufsichtsrats ohne weiteren Hauptversammlungsbeschluss einzuziehen. Er ist im Rahmen der Einziehung ferner ermächtigt, die Einziehung von Stückaktien entweder im Rahmen einer Kapitalherabsetzung oder aber ohne Kapitalherabsetzung vorzunehmen.
Vorstand und Aufsichtsrat haben von diesen Ermächtigungen im Jahr 2014 keinen Gebrauch gemacht.
Genehmigtes Kapital I
Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital bis zum 27. Juni 2016 durch Ausgabe von bis zu 4.432.937 neuen, auf den Inhaber lautenden Stammaktien ohne Nennbetrag (Stückaktien) gegen Bar- und/oder Sacheinlagen einmalig oder mehrmals, insgesamt jedoch um höchstens 4.432.937 Euro zu erhöhen ("Genehmigtes Kapital I"). Der Vorstand kann das Bezugsrecht der Aktionäre mit Zustimmung des Aufsichtsrats in folgenden Fällen ausschließen
- • für Spitzenbeträge;
- • bei Kapitalerhöhungen gegen Sacheinlagen, insbesondere zur Gewährung von Aktien zum Zwecke des Erwerbs von Unternehmen, Unternehmensteilen oder Beteiligungen an Unternehmen;
- • bei Bareinlagen bis zu einem Betrag von zehn Prozent der Ermächtigung und des Grundkapitals unter der Voraussetzung, dass der Ausgabebetrag der Aktien den Börsenpreis der bereits börsennotierten Aktien der Gesellschaft zum Zeitpunkt der endgültigen Festlegung des Ausgabebetrages nicht wesentlich unterschreitet;
- • um Inhabern der von der Gesellschaft zuvor etwa ausgegebenen Options- bzw. Wandelanleihen ein bedingungsgemäßes Bezugsrecht auf neue Aktien in dem Umfang zu gewähren.
Der Aufsichtsrat wird ermächtigt, die Fassung des § 4 der Satzung nach vollständiger oder teilweiser Durchführung der Erhöhung des Grundkapitals entsprechend der jeweiligen Ausnutzung des genehmigten Kapitals und, falls das Genehmigte Kapital bis zum 27. Juni 2016 nicht oder nicht vollständig ausgenutzt worden sein sollte, nach Ablauf der Ermächtigungsfrist anzupassen.
Vorstand und Aufsichtsrat haben von dieser Ermächtigung bislang keinen Gebrauch gemacht.
Bedingte Kapitalerhöhung
Das Grundkapital der Gesellschaft ist um bis zu 4.432.937 Euro durch Ausgabe von 4.432.937 neuen, auf den Inhaber lautenden Stammaktien ohne Nennbetrag (Stückaktien) bedingt erhöht. Die bedingte Kapitalerhöhung dient der Sicherung der Gewährung von Optionsrechten und der Vereinbarung von Optionspflichten nach Maßgabe der Optionsanleihebedingungen an die Inhaber bzw. Gläubiger von Optionsscheinen aus Optionsanleihen bzw. der Sicherung der Erfüllung von Wandlungsrechten und der Erfüllung von Wandlungspflichten nach Maßgabe der Wandelanleihebedingungen an die Inhaber bzw. Gläubiger von Wandelanleihen, die jeweils aufgrund des Beschlusses der Hauptversammlung vom 24. Juni 2014 von der Gesellschaft oder von unmittelbaren oder mittelbaren Mehrheits-Beteiligungsgesellschaften der Gesellschaft in der Zeit bis zum 23. Juni 2019 begeben werden. Die Aktionäre haben auf von der Gesellschaft begebene Schuldverschreibungen grundsätzlich ein gesetzliches Bezugsrecht. Der Vorstand wird jedoch ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Bezugsrecht der Aktionäre auf die Schuldverschreibungen für den Einzelfall auszuschließen. Die neuen Aktien nehmen jeweils vom Beginn des Geschäftsjahres an, in dem sie entstehen, am Gewinn teil. Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats die weiteren Einzelheiten der Durchführung der bedingten Kapitalerhöhung festzusetzen.
Vorstand und Aufsichtsrat haben von diesen Ermächtigungen im Jahr 2014 keinen Gebrauch gemacht.
Das gemäß Beschluss der Hauptversammlung vom 11. August 2009 geschaffene bedingte Kapital wurde mit Beschluss der Hauptversammlung vom 24. Juni 2014 aufgehoben.
©MASTERFLEX
Ventilationsschlauch
Der in der Ventilation eines Flugzeuges eingesetzte Verbindungsschlauch von Matzen & Timm hat zur Verringerung von Wärmeverlusten eine effiziente Isolierung. Das Produkt wird spezifisch an die jeweilige Einbau-Situation angepasst.
KONZERN-LAGEBERICHT
| E | CH ANCEN- UND RISI KOBERICH T |
50 |
|---|---|---|
| I | Chancen- und Risikomanagement system für eine wertorientierte Unternehmensführung |
50 |
| II | Chancen | 50 |
| III | Effiziente Organisation des Risikomanagements |
51 |
| IV | Einzelne Risiken | 53 |
| V | Sonstige Einzelrisiken | 59 |
| VI | Zusammenfassung und Gesamtaussage zur aktuellen Risikosituation des Konzerns |
59 |
E. Chancen- und Risikobericht
I Chancen- und Risikomanagementsystem für eine wertorientierte Unternehmensführung
Grundsätzlich ist unternehmerisches Handeln immer mit Chancen und Risiken verbunden. Unter einem Risiko ist eine mögliche künftige Entwicklung oder ein Ereignis zu verstehen, das zu einer für das Unternehmen negativen Prognose- bzw. Zielabweichung führen kann. Als Chance definieren wir dem gegenüber eine mögliche künftige Entwicklung oder ein Ereignis, das zu einer für uns positiven Prognose- bzw. Zielabweichung führen kann.
Bei allen Geschäften, die wir eingehen, müssen die Chancen die Risiken klar überwiegen. Bei bestehenden Risiken sind wir bestrebt, diese auf ein akzeptables, tragbares Niveau zu begrenzen. Dazu nutzen wir unter anderem Versicherungen und vertragliche Gestaltungen.
Die Masterflex Group agiert in einem dynamischen Marktumfeld, welches durch viele, in der Regel kleinere Wettbewerber, weit gefächerte Zielbranchen, große Kundenvielfalt, technische Lösungskompetenz, enge Verzahnung mit Kunden und Lieferanten sowie hohe Material- und Verarbeitungskompetenz geprägt ist.
Im Rahmen unseres Chancenmanagements werten wir Marktdaten aus, analysieren unsere Wettbewerber und hinterfragen die Ausrichtung unseres Produktportfolios, die Effizienz unserer Organisation und Ressourceneinsätze sowie die Änderungen der Kundenanforderungen. Hieraus werden Marktchancen abgeleitet, deren Übererfüllung zusätzliche Chancen darstellen. Sowohl im Planungsprozess als auch durch regelmäßige monatliche Rücksprachen mit dem Management werden die Chancen auf Erreichbarkeit, notwendige Investitionen und Risikopotenziale analysiert und verfolgt.
II Chancen
1. Chancen durch eine positive Marktentwicklung
In unseren Planungsannahmen gehen wir von stabilen wirtschaftlichen Verhältnissen (siehe Ausblick im Lagebericht) aus. Sollte sich die Weltwirtschaft jedoch nachhaltiger und dynamischer entwickeln als von uns angenommen, wird dies positive Einflüsse auf unsere Umsätze und operative Ergebnisse (Ebit) in den nächsten Jahren haben.
2. Chancen durch Internationalisierung
Der Schwerpunkt unseres Umsatzes liegt weiterhin in Deutschland und Europa. Diese Regionen weisen prognostisch Wachstumsraten von 1 bis 1,5 Prozent aus. Unsere Internationalisierungsstrategie unterstellt überwiegend höhere Wachstumsraten in den von uns adressierten weltweiten Zielmärkten Brasilien, China sowie Nordamerika.
Sollte es uns gelingen, die Internationalisierungsschritte schneller umzusetzen, insbesondere den Markterfolg der neuen Vertriebsmitarbeiter zu beschleunigen und so schneller Umsatz zu generieren, dann wird das Wachstum in diesen Regionen über unserer Prognose liegen.
Ein weiterer Schwerpunkt wird darin liegen, alle in Deutschland vertriebenen Produkte weltweit verfügbar zu machen. Hier sehen wir noch erhebliches Wachstumspotenzial in allen Regionen der Welt.
3. Chancen durch Forschung und Entwicklung
Unsere strategische Planung basiert auf den zwei strategischen Eckpfeilern: Innovation und Internationalisierung. Die Fortsetzung unseres Wachstumskurses hängt auch maßgeblich davon ab, fortlaufend innovative Lösungen auf den Markt zu bringen, um Mehrwert für unsere Kunden zu schaffen.
Wir arbeiten kontinuierlich an unserem Innovationsmanagement. Sollten wir in der Lage sein, deutlich mehr Innovationen als planerisch unterstellt in einer deutlich schnelleren Zeit auf den Markt zu bringen, so wird dies einen positiven Einfluss auf unsere Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage haben.
4. Chancen durch Personalmanagement
Basis unseres Erfolges sind die Mitarbeiter. Sie sind Quelle der Wertschöpfung, Ideengeber für Innovationen und Partner für unsere Kunden und Lieferanten und somit die Triebfeder für unser Wachstum und die Verbesserung der Profitabilität.
Im Jahr 2015 werden wir einen Schwerpunkt auf die Entwicklung unserer Mitarbeiter und damit die Effizienzsteigerung unserer weltweiten Organisation setzen. Sollte uns das schneller gelingen als unterstellt, hat dies insbesondere positive Auswirkungen auf den Umsatz und das Ebit.
5. Chancen durch Effizienzsteigerung
Wir arbeiten kontinuierlich an der Optimierung unserer Abläufe und Prozesse, um die Effizienz unserer weltweiten Organisation zu verbessern. Dabei setzen wir anerkannte Methoden zur kontinuierlichen Verbesserung unserer Prozesse ein. Diese Methoden nutzen das Know-how und die Erfahrungen aller beteiligten Mitarbeiter aus den betroffenen Bereichen, um die Geschäftsabläufe im Sinne der Unternehmensziele ständig zu verbessern. In regelmäßigen Workshops werden Maßnahmen zur Optimierung und Umsetzung erarbeitet, die darauf abzielen, unsere Effektivität zu verbessern, Ineffizienzen zu vermeiden und unsere Effizienz kontinuierlich zu steigern.
III Effiziente Organisation des Risikomanagements
Das Risiko der Finanzberichterstattung besteht darin, dass unsere Jahres- und Zwischenabschlüsse Falschdarstellungen enthalten könnten, die möglicherweise wesentlichen Einfluss auf die Entscheidung ihrer Adressaten haben. Wir haben deshalb ein rechnungslegungsbezogenes Internes Kontrollsystem (IKS) entwickelt, das darauf abzielt, mögliche Fehlerquellen zu identifizieren und die daraus resultierenden Risiken zu begrenzen. Dieses Interne Kontrollsystem erstreckt sich auf den gesamten Masterflex-Konzern und wird permanent weiterentwickelt. Die wichtigen Grundlagen der Rechnungslegung sind in einem Bilanzierungshandbuch für den Konzern dokumentiert, das ebenfalls laufend weiterentwickelt und an neue gesetzliche Rahmenbedingungen angepasst wird.
Die Ausgestaltung des rechnungslegungsbezogenen IKS ergibt sich aus der Organisation unserer Rechnungslegungs- und Finanzberichterstattungsprozesse. Eine der Kernfunktionen dieser Prozesse ist die Steuerung des Konzerns und seiner operativen Einheiten. Ausgangspunkt sind die vom Konzern-Vorstand entwickelten Zielvorgaben. Aus ihnen und aus den monatlichen Forecast-Planungen zur operativen Entwicklung wird eine rollierende Mittelfristplanung erarbeitet. Mindestens einmal im Jahr wird das IKS umfassend auf seine Wirksamkeit und Effizienz überprüft.
Wir identifizieren Risiken der Finanzberichterstattung auf Ebene der Unterbereiche anhand quantitativer, qualitativer und prozessualer Kriterien. Fundament des IKS sind unsere allgemein verbindlichen Richtlinien und ethischen Werte. In einem 2009 verfeinerten Regelprozess führen wir seither einmal im Jahr den Nachweis, ob die notwendigen Kontrollmaßnahmen tatsächlich stattfanden und korrekt vorgenommen wurden. Dies geschieht durch externe Wirtschaftsprüfer, einen internen Risikoverantwortlichen und durch die für die Durchführung der Kontrollen verantwortlichen Geschäftsführer bzw. Bereichsleiter.
Das rechnungslegungsbezogene Interne Kontrollsystem und seine Wirksamkeit ist seit dem Jahr 2008 regelmäßiger Bestandteil der Aufsichtsratssitzungen.
Der Vorstand der Masterflex SE hat in gemeinsamer Verantwortung mit dem Aufsichtsrat der Compliance eine hohe Bedeutung zugewiesen und nunmehr einen selbstständigen Bereich Compliance eingerichtet. Dieser Bereich, der einem Chief Compliance Officer (CCO) unterstellt ist, trägt die Verantwortung für die Fortentwicklung der bisher schon bestehenden Grundsätze zur korrekten sowie ethischen Unternehmenspraxis und Umsetzung eines konzerneinheitlichen Compliance-Programms, das kontinuierlich weiterentwickelt wird. Der CCO berichtet monatlich an den Vorstand über entwickelte Maßnahmen, gegebenenfalls durchgeführte Untersuchungen, bekannt gewordene Verstöße und deren Sanktionen sowie über Präventionsmaßnahmen und sonstige Compliance-Aspekte. Der Vorstand wiederum informiert den Aufsichtsrat regelmäßig über alle unternehmensrelevanten Fragen der Compliance, insbesondere über den Status Quo und die Funktionsweise der Compliance-Maßnahmen sowie über schwere Verstöße, soweit solche vorliegen sollten.
Auf dieser Basis verstehen wir unter Risikomanagement die gezielte Sicherung bestehender und künftiger Erfolgspotenziale, zugleich aber auch die zielgerichtete Bewältigung bekannter Risiken. Unser Risiko-Managementsystem umfasst die Risikoerkennung, -bewertung, -kontrolle und -steuerung. Durch diesen kontrollierten Umgang mit Risiken wird die Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage des Konzerns gesichert. Das Risikomanagement des Masterflex-Konzerns ist in vorhandene Strukturen eingebettet und damit ein untrennbarer Bestandteil der Unternehmenssteuerung und der Geschäftsprozesse. Die strategische Unternehmensplanung, das interne Berichtswesen und das Interne Kontrollsystem sind neben dem Risikohandbuch die Kernelemente des Risikomanagementsystems.
Unser Risikomanagement ist standardisiert und konzernweit gültig. Dies stellt sicher, dass alle Risiken systematisch, einheitlich und konzernübergreifend analysiert und bewertet werden. Im Zentrum steht die Risikoinventur durch das Management der operativen Einheiten. Dabei werden die Einzelrisiken ermittelt, den Risikofeldern zugeordnet und bewertet. Die dadurch geschaffene Risikotransparenz hilft uns bei der Auswahl geeigneter Steuerungs- und Gegenmaßnahmen.
Unsere Risikobewertung setzt sich aus den beiden Komponenten Eintrittswahrscheinlichkeit und Schadenshöhe zusammen.
Bei der Eintrittswahrscheinlichkeit eines Risikos unterscheiden wir in die Kategorien "unwahrscheinlich" (Wahrscheinlichkeit kleiner 30 Prozent), "möglich" (Wahrscheinlichkeit größer oder gleich 30 Prozent und kleiner 60 Prozent) sowie "wahrscheinlich" (Wahrscheinlichkeit größer bis gleich 60 Prozent).
Bei der Schadenshöhe unterscheiden wir in "geringe", "mittlere" oder "schwerwiegende" Auswirkungen auf die Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage und den Cash Flow.
In der Kombination beider Komponenten unterscheiden wir in
- • Hohes Risiko >> Handlungsbedarf
- • Mittleres Risiko >> gegebenenfalls Handlungsbedarf
- • Geringes Risiko >> kein akuter Handlungsbedarf
Die nachfolgende Grafik veranschaulicht diese Zusammenhänge.
Im Folgenden haben wir wesentliche Risikofelder aufgeführt, die sowohl unsere Geschäftsentwicklung als auch die Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage maßgeblich beeinflussen können. Hinzu kommen Risiken, die uns derzeit noch nicht bekannt sind, sowie Risiken, die wir jetzt noch als weniger bedeutsam erachten, die sich bei veränderter Sachlage jedoch nachteilig auf unsere Gruppe auswirken könnten.
IV Einzelne Risiken
1. Personelle Risiken
Für den wirtschaftlichen Erfolg und die zukünftige Entwicklung der Masterflex Group sind die Kompetenz und das Engagement der Mitarbeiter von höchster Bedeutung. Dem intensiven Wettbewerb um qualifizierte Fach- und Führungskräfte und den damit verbundenen Risiken in Form von Know-how-Verlust durch Mitarbeiterfluktuation begegnen wir mit attraktiven Qualifizierungsmöglichkeiten, familienfreundlichen Arbeitszeitmodellen und einem leistungsgerechten Vergütungssystem. Der Verlust von Know-how-Trägern oder langjährigen Fach- und Führungskräften stellt eines der größten Risiken im Konzern dar, auch wenn derzeit keine solchen Tendenzen zu erkennen sind.
Zunehmend bedeutsam wird künftig auch die Fähigkeit der Masterflex Group sein, junge Fach- und Führungskräfte an das Unternehmen zu binden. Die hierfür notwendigen Schritte wurden in der Personalentwicklung unternommen; dazu gehören eine leistungsgerechte Vergütung, das Führen von jährlichen Mitarbeitergesprächen, die Weiterqualifikation von Mitarbeitern und die Erarbeitung von Zukunftsperspektiven wie auch die Zusammenarbeit mit Hochschulen und Forschungsinstituten. Diese Bemühungen werden in Zukunft intensiviert. Um diesen Maßnahmen weiteren Schub zu verleihen und das Potenzial für neue Fach- und Führungskräfte für den Masterflex-Konzern zu erweitern, werden auch gezielt Frauen sowie Personen mit internationalem Hintergrund oder höherem Alter angesprochen und in ihren Qualifikationen weiterentwickelt. Angesichts des bereits spürbaren Fach- und Führungskräftemangels sehen wir als mittelständisches Unternehmen hierin auch die Chance, mögliche Wettbewerbsnachteile auf dem Personalmarkt gegenüber Großunternehmen auszugleichen.
2. Ökonomische, politische und gesellschaftliche Risiken
Die globale Wirtschaft, die Finanzmärkte wie auch die politischen Rahmenbedingen sind weltweit von einer hohen Unsicherheit geprägt. Ereignisse wie eine globale Wirtschaftskrise, das Zusammenfallen des Euro-Raums, eine Rezession in unseren Zielländern, eine nicht mehr tragbare Erhöhung der Staatsschulden sowie signifikante Steuererhöhungen, politische Instabilitäten durch Terroranschläge und Naturkatastrophen können sich negativ auf unsere Geschäftstätigkeit auswirken. Eine Instabilität der wirtschaftlichen und politischen Lage könnte somit negativen Einfluss auf unsere Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage haben.
Der Konzern-Vorstand ergreift Maßnahmen, um die potenziellen negativen Auswirkungen beim Eintritt dieser Risiken zu mindern. Dies sind im Wesentlichen die Konzentration auf konjunkturunabhängigere Branchen, die Internationalisierung hinsichtlich Absatz- und Beschaffungsmärkten, die Flexibilisierung von Kosten verbunden mit einem laufenden Kostenmanagement, die Vereinfachung von Prozessen und Organisationsstrukturen sowie die Sicherstellung einer langfristigen Finanzierung.
Trotz der eingeleiteten Maßnahmen können wir den Eintritt dieses Risikos nicht ausschließen. Wir stufen das Risiko als hohes Risiko ein, da der Eintritt deutliche negative Auswirkungen auf unsere Umsatz- und Ebit-Ziele haben könnte.
3. IT-Risiken
Eine ständige Verfügbarkeit der IT-Systeme ist unabdingbare Voraussetzung für die Aufrechterhaltung des Geschäftsbetriebes an den einzelnen Standorten. Interne und externe Experten arbeiten daher fortlaufend an der Optimierung der zentral und dezentral angelegten Informationssysteme, ihrer Verfügbarkeit und Sicherheit. Gegen mögliche Betriebsstörungen von außen, etwa durch das Eindringen von Schadsoftware in das IT-System, werden grundsätzlich die aktuell verfügbaren Hard- und Software-Komponenten eingesetzt. Zu den technischen Schutzmaßnahmen gehören unter anderem der Einsatz von Virenscannern und Firewall-Systemen sowie umfassende Zugangs- und Zugriffskontrollen. Die Masterflex SE und einige ihrer Tochtergesellschaften bedienen sich zur Erfüllung dieser Ansprüche der Dienstleistungen eines externen Rechenzentrums.
Gleichwohl sind Betriebsstörungen der IT oder auch Angriffe von außen darauf nicht auszuschließen. Wir sehen die Wahrscheinlichkeit auch vor dem Hintergrund der in 2013 geführten allgemeinen Diskussion zu Fragen von Datensicherheit und -Spionage oder externen Angriffen als durchaus möglich an. Diese hätten schwerwiegende Auswirkungen auf die Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage, so dass wir hier ein hohes Risiko sehen.
4. Akquisitionen und Desinvestitionen
Die Strategie der Masterflex Group beinhaltet die Stärkung des Schlauchgeschäftes durch Unternehmenszusammenschlüsse oder -käufe.
Unternehmenszusammenschlüsse und -käufe sind trotz sorgfältiger Planung und Prüfung mit Risiken behaftet, die sich negativ auf die Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage auswirken können. Darüber hinaus besteht das Risiko, dass durch solche Maßnahmen erhebliche Kosten entstehen können. Unternehmenskäufe können unsere Finanzierungsstruktur als übernehmendes Unternehmens belasten. Ein weiteres Risiko besteht darin, dass Abschreibungen auf langfristige Vermögensgegenstände einschließlich von Geschäfts- oder Firmenwerten aufgrund nicht geplanter Entwicklungen notwendig werden könnten.
Unternehmenskäufe stellen immer ein erhebliches Risiko dar. Wir begegnen diesem durch eine Vielzahl von methodischen und organisatorischen Maßnahmen. So werden wir eine technische, operative, finanzielle und rechtliche Due-Diligence-Prüfung der Akquisitionstargets vornehmen. Hinsichtlich der Prozessbeherrschung gehen wir von einem geringen Risiko aus. Da eine Akquisition jedoch erheblichen Einfluss auf die Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage hat, stufen wir dies als ein hohes Risiko ein.
Derzeit sind keine weiteren Desinvestitionen geplant. Akquisitionen, die die Strategie der Masterflex Group stützen, können und sollen auch in den nächsten Jahren folgen. Um diesen Prozess professionell und strukturiert bearbeiten zu können, verfügt der Masterflex-Konzern über die notwendige personelle Kompetenz.
5. Beschaffungsmarktrisiken
Auf der Beschaffungsseite stellt die Verfügbarkeit von Rohstoffen sowie von Vor- und Zwischenprodukten als auch die Entwicklung der Einkaufspreise für unser Unternehmen ein Risiko dar. Diese Preis- und Bezugsrisiken versuchen wir durch einen internationalen Einkauf, langfristige Lieferverträge und die kontinuierliche Optimierung des Lieferantenportfolios zu verringern. Bei der Auswahl der Lieferanten setzt Masterflex auf Leistungsfähigkeit und Qualität. Bei bedeutenden Einkaufsteilen oder -mengen streben wir eine enge Zusammenarbeit mit den Lieferanten an und beziehen diese bei Neuentwicklungen schon in einem frühen Stadium in das Projekt mit ein. Durch diese Kooperationen entstehen für den Masterflex-Konzern auch Risiken, die sich in einem Abhängigkeitsverhältnis vom Zulieferer äußern können. Zur Risikobegrenzung wird grundsätzlich eine sogenannte Second Source-Strategie verfolgt, um die Abhängigkeit von einem Lieferanten zu vermeiden.
Das Risiko hinsichtlich der Verfügbarkeit von Rohstoffen, dem Wegfall von Lieferanten als auch eine ungünstige Entwicklung der Einkaufspreise schätzen wir als mittleres Risiko mit möglichen Auswirkungen auf die Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage bei mittlerer Wahrscheinlichkeit ein.
6. Produktionsrisiken
Möglichem Produktionsausfall, verursacht etwa durch Katastrophen oder Brandschaden, treten wir mit Maßnahmen der vorbeugenden Instandhaltung, Vorhaltung von wichtigen Ersatzkomponenten, Aktivitäten im Bereich des Brandschutzes, Schulung der Mitarbeiter sowie dem Aufbau eines Netzwerkes von externen Lieferanten als auch innerhalb vom Masterflex-Konzern entgegen. Gegen dennoch eintretende Schadensfälle sind wir in einem wirtschaftlich sinnvollen Umfang versichert. Zudem ist unsere Produktion nicht auf einen Standort begrenzt.
Die Eintrittswahrscheinlichkeit hinsichtlich einer Katastrophe sehen wir aufgrund der Vergangenheitserfahrung als gering an. Die Auswirkungen wären bei Eintritt in einer Übergangsphase schwerwiegend, so dass wir das Risiko als ein mittleres Risiko einstufen.
7. Rechtliche Risiken
Rechtsstreitigkeiten, die einen nennenswerten Einfluss auf die Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage des Masterflex-Konzerns haben könnten, sind uns nur in einem Falle bekannt.
Der Erwerber der beiden zur ehemaligen Mobility-Gruppe gehörenden Gesellschaften, Clean Air Bike GmbH und Velodrive GmbH, verklagte die Masterflex SE, im Wesentlichen auf die Rückabwicklung des Unternehmenskaufvertrages. Erstinstanzlich wurde diese Forderung abgewiesen. Da der Erwerber ein Berufungsverfahren angekündigt hat, lösen wir die im "Aufgegebenen Geschäftsbereich" gebildete Rückstellung von 0,2 Mio. Euro nicht auf, da es – entgegen unserer Rechtsauffassung – nicht völlig auszuschließen ist, dass die Revision eine über diese Rückstellung – gegebenenfalls auch deutlich – hinausgehende wirtschaftliche Belastung nach sich ziehen könnte.
Auch künftig können darüber hinaus Risiken aus weiteren Rechtsstreitigkeiten nicht grundsätzlich ausgeschlossen werden. Für anhängige oder drohende Rechtsstreitigkeiten wurde Vorsorge in angemessenem und ausreichendem Umfang getroffen. Gleichwohl ist auch hier nicht ausgeschlossen, dass die bilanzielle Vorsorge nicht ausreicht. Zur Vermeidung neuer Rechtsrisiken werden Verträge, die eine wirtschaftliche Bedeutung für den Masterflex-Konzern haben, von externen Juristen vor Vertragsabschluss geprüft.
Insgesamt sehen wir hier eine geringe Eintrittswahrscheinlichkeit dieser Risiken, gepaart mit möglichen hohen Auswirkungen, so dass wir in Summe von einem mittleren Risiko ausgehen.
8. Steuerliche Risiken
Aufgrund von künftigen oder noch nicht abgeschlossenen Betriebsprüfungen existiert das Risiko von Steuernachzahlungen. Es ist denkbar, dass die Anwendung des § 8c Absatz 1a Körperschaftsteuergesetz nicht ermöglicht wird und steuerliche Verluste damit nicht nutzbar sind. Steuernachzahlungen würden die Liquidität des Konzerns beeinträchtigen.
Aufgrund der niedrigen Auswirkungen auf den Cash Flow bei einer als niedrig angenommenen Eintrittswahrscheinlichkeit stufen wir die steuerlichen Risiken insgesamt als niedrig ein.
9. Finanzielle Risiken
Unter finanziellen Risiken erfassen wir Liquiditäts-, Marktpreis- und sogenannte Forderungsausfallrisiken. Diese Risiken können aus Transaktionen im operativen Geschäft, deren Absicherung, Finanzierungsentscheidungen sowie Wertänderungen von Finanzposten in der Bilanz resultieren. In der Masterflex SE werden die Konzernfinanzierung wie auch die Begrenzung finanzwirtschaftlicher Risiken zentral gesteuert und überwacht.
Die Art der eingesetzten Finanzierungsinstrumente, die Höchstgrenzen für deren Abschluss sowie der beteiligte Bankenkreis sind verbindlich geregelt. Die exakte Einhaltung aller Regelungen wird ständig überprüft und überarbeitet. Das Adressenausfallrisiko wird durch das konsequente Einholen von Bonitätsauskünften, das Setzen von Kreditlimits sowie ein aktives Debitorenmanagement einschließlich Mahnwesen und eines aktiven Inkassos reduziert. Gleichwohl können einzelne – auch größere – Ausfälle von Kundenforderungen nicht ausgeschlossen werden.
Die grundlegenden Risikostrategien für das Zins-, Währungs- und Liquiditätsmanagement werden zentral durch den Vorstand festgelegt. Finanzierungs- und Absicherungsentscheidungen werden auf Basis der Finanz- und Liquiditätsplanungen aller Unternehmenseinheiten getroffen.
Spiraldrahtverstärktes T-Stück
Der spiralgewellte Absaugschlauch in Form eines T-Stückes von Matzen & Timm wird beispielsweise im Vakuum-Toilettensystem des Airbus A 380 eingesetzt. Wie in der Luftfahrt üblich, muss das Verbindungsteil feuerfest, federleicht und druckbeständig sein. ©MASTERFLEX
Geschäfts- und Finanzierungsaktivitäten in Fremdwährungen werden nur selten eingegangen und liegen derzeit nicht in nennenswertem Umfang vor. Auch währungsraumübergreifende Finanzierungen innerhalb des Konzerns, die naturgemäß zu Devisenpositionen im Konzern führen, liegen aktuell nicht in nennenswertem Umfang vor. Translationsrisiken, die aus der Umrechnung von originär in Fremdwährung bestehenden Bilanzpositionen herrühren, werden im Konzern nicht abgesichert. Ebenso sichert die Masterflex SE ihre Reinvermögensansprüche aus Konzerngesellschaften außerhalb der Euro-Zone nicht ab.
Sofern bei der Aufnahme von Finanzmitteln über den Kapital- oder Kreditmarkt Zinsänderungsrisiken entstehen, werden diese ebenfalls zentral überwacht, bewertet und im Einzelfall gegebenenfalls durch derivative Finanzinstrumente abgesichert.
Durch den im Jahr 2013 abgeschlossenen Konsortialkreditvertrag der Masterflex SE mit einer Restlaufzeit von dreieinhalb Jahren sowie geringer Fremdwährungsgeschäfte als auch der relativen Kleinteiligkeit unseres Geschäftes werden die finanziellen Risiken im Masterflex-Konzern als gering angesehen.
Auch das Zinsrisiko ist aufgrund der signifikanten Entschuldung, den Regelungen im Konsortialkreditvertrag sowie dem kreditvertraglich obligatorischen Abschluss einer Zinssicherung (Zins-Cap) deutlich begrenzt. Der Zins-Cap sichert die Restschuld aus den verschiedenen Tranchen des Konsortialkredits über deren gesamte Laufzeit gegen einen Anstieg des vereinbarten Referenz-Zinssatzes über den vereinbarten Basiswert ab. Somit vergibt sich der Masterflex-Konzern nicht die Chance, von dem aktuell niedrigen Zinsniveau zu profitieren. Darüber hinaus bestehen im Masterflex-Konzern keine nennenswerten variabel verzinslichen Finanzierungen.
Im Konsortialkreditvertrag sind drei sogenannte Covenant-Regelungen vereinbart. Hierbei verpflichtet sich die Masterflex SE auf Konzernebene zur Einhaltung von definierten Finanzkennzahlen: dem Verschuldungsgrad, der Eigenmittelquote und dem Zinsdeckungsgrad. Bei einer Nichteinhaltung dieser Kennzahlen ist der Kreditgeber berechtigt, die Gesamtkreditzusage zu kündigen.
Auf Basis der aktuellen wie auch der geplanten Geschäftsentwicklung werden die Finanzkennzahlen eingehalten werden. So lag die vertraglich vorgeschriebene Obergrenze für die Kennziffer "Verschuldungsgrad" (Berechnung gemäß Konsortialkreditvertrag) im Jahr 2014 bei einem Wert von 2,5. Demgegenüber erreichte die Masterflex SE seit Jahresbeginn 2014 einen Verschuldungsgrad von weniger als 2,1. Zum Bilanzstichtag 2014 lag diese Kennziffer bei 1,8. Die Untergrenze der zweiten Kennziffer, "Eigenmittelquote" (berechnet nach den Vorgaben aus dem Konsortialkreditvertrag, in dem das bilanzielle Eigenkapital um bestimmte Aktiva korrigiert wird) lag im Jahr 2014 bei einem Wert von 25 Prozent. Demgegenüber erreichte die Masterflex SE im Jahr 2014 mindestens eine Eigenmittelquote von 32 Prozent und bis zum Bilanzstichtag 2014 von 40,5 Prozent und lag damit stets deutlich über den vorgeschriebenen Untergrenzen. Die Untergrenze der dritten Kennziffer, "Zinsdeckungsgrad" (berechnet nach den Vorgaben aus dem Konsortialkreditvertrag, in dem das bereinigte EbitDA durch den bereinigten Netto-Zinsaufwand geteilt wird) lag im Jahr 2014 bei einem Wert von 6,0. Demgegenüber lag der Zinsdeckungsgrad im Masterflex-Konzern im Jahr 2014 mindestens bei 7,0 und bis zum Bilanzstichtag 2014 von 11,7 und damit stets über den vorgeschriebenen Untergrenzen. Somit könnten die Covenants nur bei einer deutlichen Verschlechterung künftiger Ergebnisse nicht eingehalten werden.
10. Absatzmarktrisiken
Auf der Absatzmarktseite können uns langjährige Bestandskunden wegfallen.
Da die Masterflex Group in vielen Branchen und Märkten aktiv ist und zudem viele unterschiedliche Kunden beliefert, gibt es keine Abhängigkeit von einer Branche oder einem einzigen Kunden.
Dem allgemeinen Kundenrisiko (etwa Wegfall oder Insolvenz von Großkunden, Zunahme des Preisdrucks
aufgrund einer Vormachtstellung im Markt) wird durch diese breite Streuung der Kundenstruktur entgegengewirkt. Zudem bauen wir insbesondere unsere Aktivitäten in denjenigen Branchen aus, die relativ unabhängig von konjunkturellen Schwankungen sind, wie etwa der Medizintechnik oder der Lebensmittelindustrie.
Einer möglichen Zunahme des Wettbewerbsdrucks in unseren Produktgruppen begegnen wir durch die ständige Verbesserung unserer Produkte und Dienstleistungen sowie unserer Geschäftsprozesse. Das Niveau unserer Absatzpreise könnte unter dem aggressiven Verhalten unserer Wettbewerber leiden. Dem wirken wir durch ein stetiges Überprüfen unserer Kostenstrukturen als auch durch die Entwicklung neuer, einzigartiger Produkte mit Alleinstellungsmerkmal entgegen.
Aufgrund unserer breiten Kunden- und Branchenstreuung sehen wir dieses Risiko als gering an, da der Wegfall von einzelnen Kunden nur einen begrenzten Einfluss auf die Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage hätte.
11. Technologie- und Qualitätsrisiken
Als Technologieführer, der international wettbewerbsfähige Produkte und Dienstleistungen anbietet, ist die Masterflex Group dem Risiko ausgesetzt, diese Position aufgrund von nachlassender Innovationskraft oder auch menschlichen Fehlern zu verlieren. Zur Vermeidung forcieren wir einen ständigen, strukturierten Innovations- und Entwicklungsprozess, um die hohen Kundenanforderungen erfüllen zu können. Um dies auch zukünftig zu gewährleisten, gibt es seit einigen Jahren einen Innovationsmanagement-Prozess: Ein internes Expertengremium entscheidet nach klaren Prozess- und Bewertungsmaßgaben (sog. Stage-Gate-Prozess) über Weiterentwicklungen. Die Mitglieder treffen Entscheidungen insbesondere auf der Basis von Marktanalysen und Wirtschaftlichkeitsüberlegungen.
Darüber hinaus wird eine enge Zusammenarbeit mit Kunden angestrebt, um frühzeitig neue Anwendungen und Märkte erschließen zu können. Weitere Einzelheiten zu diesem Prozess sind im Abschnitt A IV Forschung und Entwicklung zu finden.
Die anerkannte Qualität unserer Produkte und eine hohe Lieferfähigkeit sind wichtige Voraussetzungen für unseren Erfolg. Um solche Risiken im Rahmen der Leistungserstellung zu steuern, nimmt die Qualitätssicherung bei uns einen hohen Stellenwert ein. Durch anspruchsvolle Qualitätsmaßstäbe in der Entwicklung, intensive Prüfungen über die gesamte Prozesskette hinweg sowie ständigen Kontakt mit den Zulieferern werden die qualitätsrelevanten Risiken in der Gruppe konsequent eingegrenzt.
Aufgrund der Vielzahl der Produkte und damit der Unabhängigkeit von einem Produkt oder Fertigungsverfahren sowie geringen Gewährleistungsfällen in der Vergangenheit sehen wir die Technologie- und Qualitätsrisiken hinsichtlich des Einflusses auf die Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage als gering an.
12. Regulatorische Risiken
Die Strategie des Masterflex-Konzerns beruht auf den Säulen Innovation und Internationalisierung. Dies bedeutet, dass der Konzern zukünftig mit eigenen Mitarbeitern und Gesellschaften an vielen Orten der Welt tätig ist.
Darüber hinaus nehmen Anzahl und Komplexität von zu beachtenden Regeln und Gesetzen auf nationaler wie auch internationaler Ebene zu. Das regulatorische Umfeld hat sich in den letzten Jahren signifikant verschärft. Eine Nichteinhaltung von solchen Vorschriften oder auch nur der Vorwurf eines Gesetzesverstoßes könnten sich negativ auf unser Ansehen und den Börsenkurs auswirken.
Zusammen mit den uns beratenden Rechtsanwälten und Wirtschaftsprüfern informieren wir uns laufend über neue gesetzliche Anforderungen, angewandte Rechtsprechungen sowie Neuerungen bei Compliance-Themen.
Der Verhaltenskodex der Masterflex SE steckt den ethisch-rechtlichen Rahmen für unser wirtschaftliches Handeln ab. Unser Compliance-Management-System soll sicherstellen, dass unser wirtschaftliches Handeln weltweit im Einklang mit Recht und Gesetz sowie unseren innerbetrieblichen Ausführungsregelungen steht. Dieses Ziel verfolgen wir unter anderem durch Schulungen der Mitarbeiter. Wir arbeiten kontinuierlich daran, Compliance in unserem Konzern weiter zu verstärken und Compliance-Risiken zu reduzieren.
Trotz des umfassenden Compliance-Programms und vorhandener interner Kontrollen kann nicht immer verhindert werden, dass Mitarbeiter die Kontrollmechanismen umgehen, gegen Gesetze und interne Verhaltensregeln verstoßen oder sich zu ihrem eigenen Vorteil betrügerisch verhalten.
Auch wenn wir den Eintritt dieses Risiko als gering einstufen, können wir es nicht ganz ausschließen. Ein Verstoß könnte erhebliche Auswirkungen auf die Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage sowie auch für das Ansehen des Unternehmens haben. Wir stufen dieses Risiko als gering ein, auch wenn eine exakte Bewertung aufgrund der Menge an relevanten rechtlichen Regelungen und einer ebenso großen Vielzahl an möglichen Verstößen schwierig ist.
V Sonstige Einzelrisiken
Sonstige Einzelrisiken, die den Bestand der Gesellschaft gefährden, sind uns derzeit nicht bekannt.
VI Zusammenfassung und Gesamtaussage zur aktuellen Risikosituation des Konzerns
Die Einschätzung aller Risiken erfolgt zum Bilanzstichtag.
Neben den globalen Risikofaktoren kann die erwartete positive Entwicklung der Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage des Masterflex-Konzerns durch negative oder gar rezessive Geschäftsentwicklungen einzelner Branchen oder Volkswirtschaften spürbar negativ beeinträchtigt werden.
Auch ein möglicher Abgang einer größeren Zahl von Fach- und Führungskräften innerhalb eines relativ kurzen Zeitraums würde uns in unserer weiteren Entwicklung negativ beeinflussen. Das gilt auch für den Fall von erheblichen Betriebsstörungen unserer IT-Systeme. Im Bereich Personal werden wir alle Anstrengungen unternehmen, um auch in Zukunft ein attraktiver Arbeitgeber zu sein. Die IT-Risiken versuchen wir, durch Optimierung der zentral und dezentral angelegten Informationssysteme, ihrer Verfügbarkeit und ihrer Sicherheit zu minimieren.
Zudem kann unsere Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage in Zukunft erheblich beeinträchtigt werden, wenn sich der Masterflex-Konzern nicht an Veränderungen der Märkte anpassen kann – insbesondere dann, wenn keine neuen qualitativ hochwertigen Produkte entwickelt, hergestellt und vertrieben werden können. Eine solche Fehlentwicklung könnte zu außerordentlichen Abschreibungen auf selbsterstellte Anlagen wie auch auf immaterielle Vermögensgegenstände führen.
Derzeit sieht das Management den Konzern bei der Beherrschung der bekannten Risiken als gut aufgestellt. Sowohl prozessseitig als auch aufgrund der kurzen Kommunikationswege werden neue Risiken schnell beim Vorstand bekannt und dort zielgerichtet behandelt.
Pneumatikspirale mit Verbindungselement
©MASTERFLEX
Die Pneumatikspiralen von Novoplast Schlauchtechnik sind entweder aus hochbelastbarem PU oder aus leichterem und preisgünstigerem PA. Die Material-Auswahl richtet sich nach der Einsatz-Situation. Die passenden Verbindungselemente sind aus Messing und sind für einen Betriebsdruck von 15 bis 30 bar ausgerichtet.
KONZERN-LAGEBERICHT
| F | Prognosebericht | 62 |
|---|---|---|
| I | Ausblick | 62 |
| II | Zusammenfassende Gesamtaussage zur | 65 |
| Zukunftsprognose |
62 F Prognosebericht
Die nachfolgenden Aussagen zum künftigen Geschäftsverlauf der Masterflex SE und zu den dafür als wesentlich beurteilten Annahmen über die wirtschaftliche Entwicklung von Märkten und Branchen basieren auf unseren Einschätzungen, die wir nach den uns vorliegenden Informationen als zurzeit realistisch ansehen. Diese sind jedoch vor dem Hintergrund des aktuellen wirtschaftlichen Umfeldes mit gewissen Unsicherheiten behaftet und bergen daher das unvermeidbare Risiko, dass die prognostizierten Entwicklungen weder in ihrer Tendenz noch ihrem Ausmaß nach tatsächlich eintreten werden.
I Ausblick
1. Voraussichtliche wirtschaftliche Entwicklung
Nach der zum Jahresende sich wieder aufhellenden Konjunktur gehen die volkswirtschaftlichen Experten der Commerzbank AG, deren Wissen und Prognosen über die weltwirtschaftliche Entwicklung wir für unsere künftige Planung heranziehen, für die kommende Zeit von einer besseren wirtschaftlichen Dynamik aus (siehe Tabelle "Prognostiziertes Wirtschaftswachstum"). Anhaltend niedrige Zinsen, gesunkene Ölpreise und eine schwächere Währung sorgen in der Euro-Zone und insbesondere in Deutschland für steigenden privaten Konsum, für erhöhte Anlageinvestitionen und eine steigende Nachfrage aus dem Ausland.
Gleichwohl bleibt die Euro-Zone aufgrund der sehr unterschiedlichen wirtschaftlichen Verfassung ihrer Mitgliedsstaaten in ihren Wachstumsperspektiven deutlich gegenüber Nordamerika und Asien zurück. Die strukturellen Probleme in einigen großen Euro-Staaten lassen sich kurzfristig nicht beheben; daher wird der Euro-Raum insgesamt noch einige Jahre mit vergleichsweise niedrigen Wachstumsraten zu kämpfen haben.
Außerhalb von Europa ist die Wirtschaftsdynamik, in denen die Masterflex Group aktiv ist, überwiegend stärker ausgeprägt. Dies gilt insbesondere für die großen Wirtschaftsräume von Nordamerika und Asien: Dort werden Zuwachsraten von 3,2 Prozent (USA) und 6,5 Prozent (China) erwartet. Mit einer gedämpften Konjunktur rechnen die Bank-Volkswirte für Brasilien (plus 0,9 Prozent) und insbesondere für Russland, das aufgrund der andauernden Ukraine-Krise eine Rezession durchlaufen wird (minus 3,7 Prozent).
Alles in allem, rechnen die Volkswirte mit einem globalen Wirtschaftswachstum von 3,3 Prozent im Jahr 2015, das sich im Jahr 2016 weiter auf 3,6 Prozent ausbauen sollte.
Prognostiziertes Wirtschaftswachstum in Staaten mit Präsenz der Masterflex Group
(Veränderung gegenüber Vorjahr, in Prozent)
| Staat | 2015 | 2016 |
|---|---|---|
| Euro-Zone | 1,1 | 1,2 |
| Deutschland | 1,5 | 1,7 |
| Frankreich | 0,7 | 0,9 |
| EU gesamt | 1,3 | 1,4 |
| Großbritannien | 2,4 | 2,4 |
| Schweden | 2,5 | 2,8 |
| Tschechische Republik | 2,4 | 2,7 |
| Welt | 3,3 | 3,6 |
| Brasilien | 0,9 | 2,3 |
| China | 6,5 | 6,5 |
| Russland | -3,7 | 1,6 |
| Singapur | 3,6 | 3,6 |
| USA | 3,2 | 2,8 |
| Quelle: Commerzbank |
2. Voraussichtliche Entwicklung der Masterflex Group
Die Wachstumsstrategie der Masterflex Group ruht auf zwei Säulen: Internationalisierung und Innovationen.
Die Masterflex Gruppe erschließt internationale Märkte
Nach umfangreichen Marktanalysen und der Entwicklung einer ganzheitlichen Internationalisierungsstrategie wurde zum Ende der vergangenen Dekade mit deren Umsetzung begonnen. Heute ist die Erschließung insbesondere der noch gar nicht oder nicht nennenswert adressierten Märkte in Teilen Europas sowie Asien, Nord- und Südamerika bedeutsamer Teil der Unternehmensplanung. Die ersten Meilensteine auf diesem Wege wurden durch den Start der Aktivitäten in Brasilien, Russland sowie China und Singapur erreicht. Nun ist es unser Ziel, sowohl über die neuen wie auch schon seit längerem etablierten ausländischen Standorte als auch durch eine Ausweitung der Exportaktivitäten weiter zu wachsen. Zukünftig sind weitere Markteintritte nicht ausgeschlossen.
Die Masterflex Group wächst mit Innovationen
Die Ansprüche unserer Kunden, gepaart mit den Anforderungen aus deren sehr unterschiedlichen Branchen, sind ein sehr wichtiges Maß für die Entwicklung neuer Produkte, die wir gemeinsam mit unseren Kunden – mitunter auch mit unseren Zulieferern – in unseren Entwicklungsabteilungen an den größeren Produktionsstandorten realisieren. Wir werden auch künftig anspruchsvolle Produkt- und Materiallösungen entwickeln und unsere hohe Werkstoff-, Anwendungs- und Technologiekompetenz im Geschäft für Verbindungssysteme nutzen. Weitere Technologie-Expertise, insbesondere in Zukunftsbranchen, können wir über Unternehmensakquisitionen erlangen.
Die wirtschaftlichen Aussichten sind für die von der Masterflex SE und ihrer Tochtergesellschaften bedienten Regionen und Staaten sehr heterogen. In Deutschland, wo die Masterflex SE Marktführer für Hightech-Schläuche und –Verbindungssysteme ist, gehen wir von einem weiterhin ordentlichen Wachstum aus; im Euro-Raum gilt dies mit einem leichten Abschlag. Unsere strategisch wichtigen Märkte in Nordamerika und in Asien weisen sehr gute Perspektiven aus. Hier ist unser Wachstum insbesondere davon beeinflusst, dass es uns gelingt, unseren Marktanteil weiter auszubauen. Mit ausgesprochen großer Unsicherheit ist die künftige Entwicklung an unserem russischen Standort behaftet: Neben der befürchteten rezessiven Entwicklung sind gravierende staatliche Eingriffe nicht ausgeschlossen, die unser Joint Venture mit einer 51-prozentigen Beteiligung der Masterflex SE nachhaltig negativ beeinflussen könnten. Auch in Brasilien stimmen die Perspektiven aufgrund der nachlassenden Konjunktur nicht mehr so optimistisch wie vor einiger Zeit.
Insgesamt erwarten wir, dass sich der mittel- bis langfristig angelegte Wachstumspfad der Masterflex Group weiter fortsetzen wird. Im Jahr 2014 ist die Gesellschaft umsatzseitig um 7,9 Prozent gewachsen. Im Jahr 2015 sollte der Umsatz erwartungsgemäß wiederum stärker steigen als das prognostizierte Wachstum der Weltwirtschaft. Dies bedingt jedoch eine vergleichsweise stabile wirtschaftliche Entwicklung ohne größere Beeinträchtigungen durch die – zunehmende – Zahl von geopolitischen Konflikten.
Wir werden uns mit aller Kraft auf die weitere Differenzierung und Internationalisierung unseres Geschäfts mit Hightech-Schläuchen und -Verbindungssystemen widmen. Unser operatives Ergebnis lag im Jahr 2014 bei 6,3 Mio. Euro und somit über Vorjahr, bei nahezu stabiler zweistelliger Ebit-Marge. Für das Geschäftsjahr 2015 rechnen wir mit einem in Abhängigkeit von der Umsatzentwicklung leicht steigendem Ebit, woraus sich erneut eine zweistellige Ebit-Marge ableiten sollte. Als mittelständische, gleichwohl nahezu weltweit aktive Unternehmensgruppe wissen wir gleichwohl auch, dass in Zeiten eher zu- als abnehmender geopolitischer Krisen Hindernisse in dem langfristigen Prozess der Internationalisierung nicht völlig auszuschließen sind. Gleiches gilt für die Maßnahmen, die erforderlich sind, um die Masterflex Group auf ein dauerhaft überproportionales Wachstum auszurichten. Risiken können jedoch kein Grund für unterlassenes Handeln sein. Denn das Ziel unserer Strategie stimmt. Und das profitable Wachstum der letzten Jahre gibt uns Recht.
II Zusammenfassende Gesamtaussage zur Zukunftsprognose
Alles in allem, sieht der Vorstand die Masterflex Group nach wie vor gut aufgestellt. Dies gilt selbst unter dem aktuellen Eindruck, dass wir unsere Wachstumsziele ergebnisseitig zuletzt nicht so schnell erreicht haben wie ursprünglich gedacht. Ein seit Jahren rein organisches Wachstum deutlich oberhalb des Weltwirtschaftswachstums, gekoppelt mit einer nach wie vor vergleichsweisen guten Profitabilität, spricht faktisch hierfür.
Die Potenziale für innovative Schlauch- und Verbindungssysteme sind weltweit ausgezeichnet. Die strukturellen und prozessualen Veränderungen, die notwendig sind, um die Masterflex Group auf ein langfristiges, weiter deutlich wachsendes Szenario einzustellen, schreiten konsequent voran. In dem Maße, in dem es uns gelingen wird, diese zeitlich passend voranzutreiben, wird es weiterhin nicht nur nennenswertes Umsatzwachstum, sondern auch nachhaltig erzielbare operative Erträge sowie einen steigenden Konzernjahresüberschuss geben. Ein wachsender Konzerngewinn wiederum wird die Dividendenausschüttungsmöglichkeiten in dem Viereck der Ziele "Verschuldung senken", "Wachstum finanzieren", "Chancen auf Unternehmenskäufe nutzen können" sowie "Dividendenzahlung" positiv beeinflussen.
©MASTERFLEX
Duo-Pneumatik-Spirale
Auf Wunsch werden Pneumatik-Spiralschläuche auch als Duo-Spirale (hier) oder als Trio-Spirale gefertigt. So sind parallel geführte Steuerungssysteme in der Industrie einfach und übersichtlich zu konfigurieren. Je nach Einsatzsituation des Pneumatik-Schlauches ist PU oder PA das Material der Wahl.
Tropfkammer-Einlauf-Kombination
Die Tropfkammer von Fleima-Plastic besteht aus einem im Spritzguss-Verfahren produzierten, gelochten Oberteil und dem Unterteil-Korpus aus PVC oder TPE sowie einem flexiblen Einlauf-Schlauch unserer Marke Novoplast Schlauchtechnik. Diese komplette Variante wird unter Reinraumbedingungen montiert.
©MASTERFLEX
DIE MASTERFLEX AKTIE
Finanzkalender
Aktieninformationen
| ISIN-Code | DE0005492938 |
|---|---|
| WKN | 549 293 |
| Aktiengattung | Inhaber-Stammaktien |
| Börsenkürzel | MZX |
| Bloomberg-Kürzel | MZX GR |
| Reuters-Kürzel | MZXG.DE |
| Marktsegment | Prime Standard |
| Bestandteil folgender Indizes | CDAX Prime All Share Index Classic All Share Index Prime Industrial Index |
| Designator Sponsor | WGZ Bank AG |
| Aktienzahl | 8.865.874 |
| Rechnerischer Wert am Grundkapital | 1,00 € |
Geschäftsbericht 2014 · Masterflex-Aktie Das Börsenjahr
Die Masterflex Aktie
68
Das Börsenjahr
Für die Masterflex-Aktie war das Jahr 2014 insgesamt eher von einer Seitwärts-Entwicklung geprägt. Gegenüber einem Schlusskurs zum Jahresbeginn von 6,88 Euro schloss die Aktie am 30. Dezember 2014 mit einem Kurs von 6,97 Euro. Dies entspricht einem leichten Anstieg von 1,3 Prozent. Der Vergleichsindex S-Dax konnte sich in dieser Zeit um 5,1 Prozent oder rund 351 Punkte steigern. Allerdings war der Aktienkurs unterjährig durchaus volatil und bewegte sich zwischen einem Niveau von etwa 6,50 bis hin zu Kursen von mehr als 7,50 Euro. Zum Jahresbeginn 2015 tendierte die Aktie anfangs schwächer und stieg dann bis Anfang März auf Kurse um die 7,25 Euro an. Nach Bekanntgabe der vorläufigen Zahlen für das Jahr 2014 ging der Kurs auf ein Niveau von etwa sieben Euro zurück.
Kursentwicklung der Masterflex-Aktie im Vergleich zum S-DAX
Januar bis Dezember 2014Januar bis Dezember 2014
Liquidität der Masterflex-Aktie
Orderbuchumsatz
Einhergehend mit der Seitwärtsentwicklung der Aktie war auch die Liquidität im abgelaufenen Geschäftsjahr etwas schwächer gegenüber dem Vorjahr. Im Jahr 2014 wurden knapp 2,2 Mio. Aktien (2013: gut 2,6 Mio. Stück) an allen inländischen Börsen umgesetzt. Nach einem lebhaften Start im ersten Quartal sank der Börsenumsatz nach Veröffentlichung der Jahreszahlen 2013 am 28. März 2014 stärker und zog nach relativ ruhigen Sommermonaten erst im September wieder auf einen Stückumsatz von mehr als 150.000, und dies bei einem vorübergehenden Abwärtstrend, an. Hier spiegelt sich vermutlich das Abgabeinteresse des vormaligen Paketaktionärs, der "Von Rautenkranz GbR", wider. Im November wiesen Börsenkursentwicklung wie auch Liquidität wieder nach oben. Neben dem Neun-Monats-Ergebnis könnte hierfür das große Investoreninteresse auf dem "Eigenkapital-Forum" in Frankfurt ursächlich sein, wie auch der Ausbau der Position der niederländischen "Stichting Administratiekantoor Monolith" auf über zehn Prozent.
Ebenfalls volatil ist der tägliche Umsatz in Masterflex-Titeln geblieben: An einigen, nicht sehr häufigen Tagen wechselten über Xetra fünfstellige Stückzahlen den Eigentümer; an anderen Tagen gab es nur ein oder zwei gehandelte Kurse bei niedrigem Ordervolumen.
Die Masterflex Group fördert die Liquidität ihrer Aktie im Börsenhandel durch einen Designated Sponsor. Seit Frühjahr 2013 wird diese Funktion durch die WGZ-Bank und den beauftragten Börsen-Makler Lang & Schwarz ausgeführt.
Aktionärsstruktur
Im Jahr 2014 ergaben sich einige leichte Veränderungen bei der Zusammensetzung der Paketaktionäre mit einem Anteil von drei Prozent oder mehr: Der niederländische Fonds Stichting Administratiekantoor Monolith mit Sitz in Amsterdam erhöhte seinen Anteil gemäß Mitteilung vom 12. November 2014 auf 10,16 Prozent. Zeitgleich teilte er die gesetzlich vorgeschriebenen Informationen über Ziele des Kaufs und die Herkunft der dafür eingesetzten Mittel mit. Am 9. September 2014 hatte die von Rautenkranz BeteiligungsGbR aus Mainz mitgeteilt, dass ihr Anteil unter die Grenze von drei Prozent gesunken war. Alle Mitteilungen hierzu finden sich unter www.MasterflexGroup.com/investor_relations/nachrichten/stimmrechtsmitteilungen.
Aus der modernen Medizintechnik nicht wegzudenken: Transparente Konnektoren für die Herz-Lungen-Maschine aus Polycarbonat in I-Form. Als Standardware im Spritzguss unter Reinraum-Konditionen der Klassen 7 und 8 hergestellt. ©MASTERFLEX
Aktionärsstruktur Masterflex SE (Stand Dezember 2014)
Die Angaben über die Anteile beziehen sich in der Regel auf die jeweils jüngsten WpHG-rechtlichen Mitteilungen an die Gesellschaft.
Größter Aktionär der Masterflex Group ist somit unverändert die SVB Holding GmbH & Co KG und die dahinter stehenden Familien Schmidt, ein Family Office, welches 19,9 Prozent der stimmberechtigten Aktien hält. Zweitgrößter Aktionär der niederländische Fonds Stichting Administratiekantoor Monolith. Dann folgt die BBC GmbH mit einem Anteil von 6,1 Prozent; hinter der BBC stehen als Gesellschafter die beiden Vorstandsmitglieder der Masterflex SE. Der Mit-Gründer der Masterflex Group, Friedrich Wilhelm Bischoping, hält zusammen mit einem weiteren Familienmitglied Anteile von zusammengerechnet 3,3 Prozent. Zudem besitzt die Baden-Württembergische Versorgungsanstalt für Ärzte, Zahnärzte und Tierärzte einen meldepflichtigen Anteil an Aktien (3,3 Prozent). Der Streubesitz am Grundkapital der Masterflex SE reduzierte sich aufgrund des verstärkten Engagements von institutionellen Anlegern leicht auf knapp 56 Prozent.
Kursstatistik
| Xetra | 2014 | 2013 | 2012 | 2011 | 2010 | |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Höchster Kurs | € | 7,650 | 7,30 | 5,74 | 6,84 | 4,50 |
| Niedrigster Kurs | € | 6,391 | 4,80 | 4,47 | 3,77 | 2,84 |
| Eröffnungskurs | € | 7,00 | 4,999 | 5,15 | 4,00 | 3,50 |
| Schlusskurs | € | 6,97 | 7,00 | 4,84 | 5,18 | 4,00 |
| Performance | - 0,4% | + 40,0% | - 6,0 % | +29,5 % | +14,3 % | |
Analysten-Research
Die WGZ-Bank, die die Masterflex-Aktie seit April 2013 begleitet, hatte im vergangenen Jahr viermal ihr Research anlässlich der Finanzberichterstattung aktualisiert. Die Aktie wurde durchgängig bei steigenden Kurszielen von zuletzt 9,00 Euro zum Kauf empfohlen, zuletzt am 5. März 2015. Zudem hatte das auf Small und Midcap-Aktien spezialisierte SMC Research die Masterflex-Aktie im August 2014 insbesondere als mittelfristig aussichtsreiches Investment empfohlen. Dieses Research-Institut will für die Masterflex-Aktie künftig auch die Coverage aufnehmen.
Die Masterflex Group unterstützt Analysten bei ihrer Arbeit durch laufende Gespräche und Vorort-Termine kontinuierlich. Denn mit einem fortlaufend aktualisierten Research erhalten institutionelle wie auch private Anleger eine unabhängige Meinung zu dem Geschäftsmodell und den Geschäftsperspektiven. Eine Research-Begleitung ist somit am Kapitalmarkt ein wichtiges Orientierungsmomentum. Für die Masterflex-Aktie ist eine höhere Zahl von Research-Coverage wünschenswert.
Die Research-Studien können unter www.MasterflexGroup.com im Bereich Investor Relations/Analysten heruntergeladen werden.
| Xetra | 31.12.2014 | 31.12.2013 | |
|---|---|---|---|
| Anzahl Aktien | Stück | 8.865.874 | 8.865.874 |
| Eigene Aktien | Stück | 134.126 | 134.126 |
| Schlusskurs | € | 6,97 | 7,00 |
| Marktkapitalisierung | Mio. € | 61,8 | 62,1 |
| Marktkapitalisierung - ohne eigene Akien | Mio. € | 60,9 | 61,1 |
| Free Float | % | 55,7 | 56,7 |
| Ergebnis je Aktie | € | 0,34 | 0,29 |
Ergebnisentwicklung 2014
Hauptversammlung 2014
Am 24. Juni 2014 fand die Hauptversammlung in Gelsenkirchen in Schloss Horst statt. Über 200 Aktionäre verfolgten die Ausführungen von Vorstand und Aufsichtsrat zum Geschäftsjahr 2013, denen eine lebhafte Aussprache zu den Ergebnissen und zu der vorgeschlagenen bedingten Kapitalerhöhung folgte. Dies entsprach einer Präsenz zwischen 42 und 48 Prozent des Grundkapitals. Mit sehr großer Mehrheit stimmten die Aktionäre allen Vorschlägen der Verwaltung zu. Dazu gehörte nicht nur die Bestellung der Baker Tilly Roelfs AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft als Abschlussprüfer, sondern auch eine bedingte Kapitalerhöhung bis maximal 4,4 Mio. € über den Weg einer möglichen Emission von Options- oder Wandelanleihen von bis zu 45 Mio. Euro.
Alle Abstimmungsergebnisse sind auf der Internetseite www.MasterflexGroup.com im Bereich Investor Relations/Hauptversammlung veröffentlicht. Dort finden sich auch einige ausgewählte optische Eindrücke von der Aktionärsversammlung in dem historischen Schloss Horst.
Kapitalmarktkommunikation
Die Basis für eine erfolgreiche und nachhaltige Kapitalmarktkommunikation ist eine offene, zeit- und inhaltsgleiche Informationspolitik, die sich an alle Teilnehmer der Finanzmärkte richtet. Für Fragen von Investoren und Analysten steht der Investor-Relations-Stab gerne zur Verfügung; dies gilt besonders für Privatanleger. Alle wichtigen Termine sind zudem seit Ende des vorangegangenen Geschäftsjahres auf der Internet-Seite der Gesellschaft im Finanzkalender (http://masterflexgroup.com/investor-relations/ finanzkalender.html) veröffentlicht.
Im Geschäftsjahr 2014 wurden wieder eine Reihe von Gesprächen und Treffen mit institutionellen Anlegern arrangiert. Nach einer Investoren-Präsentation im frühen Januar machte die Analysten-Konferenz in Frankfurt zur Präsentation der 2013-Jahresergebnisse am 28. März 2014 den Auftakt. Bei der sehr gut besuchten Konferenz erläuterte der Vorstandsvorsitzende detailliert die Ergebnisse 2013, das Geschäftsmodell und die Strategie der künftigen Jahre. Anlässlich des Halbjahresberichts gab es am 14. August 2014 – wie im Vorjahr – eine Telefonkonferenz, in der sich Analysten intensiv mit dem Finanzvorstand über die Ergebnisse austauschten. Bei der – inzwischen schon traditionellen – Teilnahme der Masterflex Group auf dem Frankfurter Eigenkapital-Forum vom 24. bis 26. November waren die vielen Gesprächswünsche der institutionellen Investoren zeitlich kaum mit dem gegenüber Vorjahr reduzierten Terminplan des Forums zu vereinbaren. Den Privatanleger im Fokus, stellte der IR-Stab die Masterflex Group und ihre Aktie zudem im November auf einem Anleger-Forum der Deutschen Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz in Düsseldorf vor. Darüber hinaus fanden während des gesamten Jahres – mit Ausnahme von Zeiträumen, die nahe an den Quartals-Finanzberichts-Terminen lagen – eine Reihe von Einzelgesprächen und Besuchen von Investoren statt.
Auch weiterhin wird ein intensiver Dialog mit den Akteuren des Kapitalmarktes geführt. Ziel von Investor Relations ist es, über eine regelmäßige, zuverlässige Berichterstattung und eine fortlaufende Diskussion zu einer fairen Bewertung der Aktie beizutragen. Ziel der Masterflex Group ist es, die globale Marktführerschaft in allen adressierten Märkten zu erreichen. Dazu wollen wir nachhaltig, profitabel und über dem Durchschnitt der Weltwirtschaft wachsen. Und dieser Weg sollte sich auch in der Wertentwicklung der Aktie widerspiegeln.
Geschäftsbericht 2014 · Masterflex-Aktie Das Börsenjahr
73
Finanzkalender
| 30. März | Bilanzpressekonferenz, Präsentation des Geschäftsberichtes 2014, Düsseldorf |
|---|---|
| 30. März | Analystenkonferenz, Frankfurt |
| 11. Mai | Quartalsbericht I/2015 |
| 16. Juni | Hauptversammlung, Gelsenkirchen |
| 10. August | Quartalsbericht II/2015 |
| 9. November | Quartalsbericht III/2015 |
| 23. - 25. November | Eigenkapitalforum, Frankfurt |
Schlauchklemmen
In der Medizintechnik übliches Zubehör: Zwei Rollenklemmen für Schläuche in den Standardfarben rot und blau. Diese Klemmen sind aus PC oder ABS für Schläuche mit einem Außendurchmesser von maximal 4,8 mm. ©MASTERFLEX
Verbinder für Herz-Lungen-Maschinen
©MASTERFLEX
Transparente HLM-Konnektoren aus Polycarbonat in Y-und I-Form aus unserem Standard-Programm. Die Abgänge sind gesichert durch rote bzw. blaue Schutzkappen. Hergestellt werden die Konnektoren im Spritzgussverfahren unter Reinraum-Bedingungen der Klasse 8.
KONZERN-Abschluss
| I | Konzern-Bilanz | 76 |
|---|---|---|
| II | Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung | 78 |
| III | Konzern-Gesamtergebnisrechnung | 79 |
| IV | Entwicklung des Konzern-Eigenkapitals | 80 |
| V | Konzern-Kapitalflussrechnung | 81 |
Konzern-Bilanz - Aktiva
| GES Aktiva in TEUR |
Anhang | 31.12.2014 | 31.12.2013 | 01.01.2013 | |
|---|---|---|---|---|---|
| LAN GFRISTI GE VERMÖGENS WERTE |
|||||
| Immaterielle Vermögenswerte | 4,24 | 4.077 | 4.245 | 4.187 | |
| Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte | 4 | 495 | 639 | 678 | |
| Entwicklungsleistungen | 4 | 141 | 142 | 93 | |
| Geschäfts- oder Firmenwert | 4,24 | 3.258 | 3.258 | 3.258 | |
| Geleistete Anzahlungen | 4 | 183 | 206 | 158 | |
| Sachanlagen | 4 | 22.641 | 21.759 | 21.232 | |
| Grundstücke und Gebäude | 11.413 | 11.256 | 11.674 | ||
| Technische Anlagen und Maschinen | 8.413 | 8.280 | 7.259 | ||
| Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 2.182 | 2.008 | 1.963 | ||
| Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | 633 | 215 | 336 | ||
| Finanzanlagen | 4 | 311 | 342 | 445 | |
| Wertpapiere des Anlagevermögens | 131 | 117 | 59 | ||
| Sonstige Ausleihungen | 180 | 225 | 386 | ||
| Sonstige Vermögenswerte | 6 | 0 | 1 | 26 | |
| Sonstige finanzielle Vermögenswerte | 6,17 | 20 | 83 | 0 | |
| Latente Steuern | 26 | 2.553 | 3.481 | 4.260 | |
| 29.602 | 29.911 | 30.150 | |||
| KURZFRISTI GE VERMÖGENS WERTE |
|||||
| Vorräte | 5 | 11.694 | 10.699 | 11.119 | |
| Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe | 6.107 | 5.719 | 6.507 | ||
| Unfertige Erzeugnisse und Leistungen | 662 | 546 | 244 | ||
| Fertige Erzeugnisse und Waren | 4.904 | 4.367 | 4.365 | ||
| Geleistete Anzahlungen | 21 | 67 | 3 | ||
| Forderungen und sonstige Vermögenswerte | 6,7 | 6.178 | 6.173 | 6.291 | |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 7 | 5.350 | 5.103 | 5.464 | |
| Sonstige Vermögenswerte | 6 | 820 | 1.045 | 825 | |
| Sonstige finanzielle Vermögenswerte | 6,17 | 8 | 25 | 2 | |
| Ertragsteuererstattungsansprüche | 8 | 82 | 192 | 364 | |
| Barmittel und Bankguthaben | 9 | 4.422 | 4.749 | 2.823 | |
| 22.376 | 21.813 | 20.597 | |||
| Zu Veräußerungszwecken gehaltene Vermögenswerte | 6 | 4 | 6 | 16 | |
| 22.380 | 21.819 | 20.613 | |||
| Summe Aktiva | 51.982 | 51.730 | 50.763 | ||
Vorjahreswerte teilweise angepasst (vgl. Anhang, Abschnitt 3)
Konzern-Bilanz - Passiva
| Passiva in TEUR | Anhang | 31.12.2014 | 31.12.2013 | 01.01.2013 |
|---|---|---|---|---|
| EIGENKAPITAL | ||||
| Konzerneigenkapital | 10 | 23.446 | 20.487 | 18.316 |
| Gezeichnetes Kapital | 8.732 | 8.732 | 8.732 | |
| Kapitalrücklage | 26.252 | 26.252 | 26.252 | |
| Gewinnrücklagen | -9.674 | -12.717 | -15.314 | |
| Rücklage zur Marktbewertung von Finanzinstrumenten | -576 | -591 | -733 | |
| Währungsdifferenzen | -1.288 | -1.189 | -621 | |
| Ausgleichsposten für Anteile anderer Gesellschafter | 11 | 389 | 576 | 536 |
| Summe Eigenkapital | 23.835 | 21.063 | 18.852 | |
| LAN GFRISTI GE SCH ULDEN |
||||
| Rückstellungen | 12 | 206 | 194 | 191 |
| Finanzverbindlichkeiten | 13 | 15.052 | 18.162 | 16.987 |
| Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten | 13 | 45 | 88 | 139 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 15 | 1.251 | 1.388 | 1.489 |
| Latente Steuern | 26 | 604 | 594 | 838 |
| 17.158 | 20.426 | 19.644 | ||
| KURZFRISTI GE SCH ULDEN |
||||
| Rückstellungen | 12 | 2.303 | 2.485 | 2.600 |
| Finanzverbindlichkeiten | 13 | 5.150 | 4.362 | 6.012 |
| Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten | 13 | 55 | 45 | 44 |
| Ertragsteuerverbindlichkeiten | 14 | 590 | 430 | 409 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 15, 16 | 2.677 | 2.670 | 2.755 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 16 | 1.487 | 1.588 | 1.717 |
| Übrige Verbindlichkeiten | 15 | 1.190 | 1.082 | 1.038 |
| 10.775 | 9.992 | 11.820 | ||
| Schulden in direktem Zusammenhang mit zur | ||||
| Veräußerung gehaltenen Vermögenswerten | 15 | 214 | 249 | 447 |
| 10.989 | 10.241 | 12.267 | ||
| Summe Passiva | 51.982 | 51.730 | 50.763 | |
| Vorjahreswerte teilweise angepasst (vgl. Anhang, Abschnitt 3) |
Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung
| Fortgeführte Geschäftsbereiche in TEUR | Anhang | 2014 | 2013 | |
|---|---|---|---|---|
| 1. Umsatzerlöse | 18 | 62.466 | 57.904 | |
| 2. Erhöhung oder Verminderung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen |
309 | 319 | ||
| 3. Andere aktivierte Eigenleistungen | 261 | 49 | ||
| 4. Sonstige Erträge | 19 | 903 | 449 | |
| Gesamtleistung | 63.939 | 58.721 | ||
| 5. Materialaufwand | 20 | -20.371 | -18.101 | |
| 6. Personalaufwand | 23 | -23.267 | -21.849 | |
| 7. Abschreibungen | -2.855 | -2.655 | ||
| 8. Sonstige Aufwendungen | 21 | -11.129 | -10.002 | |
| 9. Finanzergebnis | 25 | |||
| Finanzierungsaufwendungen | -1.151 | -1.521 | ||
| Übriges Finanzergebnis | 28 | -56 | ||
| 10. Ergebnis vor Steuern | 5.194 | 4.537 | ||
| 11. Ertragsteuern | 26 | -1.962 | -1.670 | |
| 12. Ergebnis nach Steuern aus fortgeführten Geschäftsbereichen | 3.232 | 2.867 | ||
| Aufgegebene Geschäftsbereiche in TEUR | ||||
| 13. | Ergebnis nach Steuern aus aufgegebenen Geschäftsbereichen | 27 | -154 | -80 |
| 14. | Konzernergebnis | 3.078 | 2.787 | |
| davon Anteil der Minderheitsgesellschafter am Ergebnis | 35 | 191 | ||
| davon Anteil der Aktionäre der Masterflex SE | 3.043 | 2.596 | ||
| Ergebnis pro Aktie (unverwässert und verwässert) | ||||
| aus fortgeführten Geschäftsbereichen | 28 | 0,36 | 0,30 | |
| aus aufgegebenen Geschäftsbereichen | 28 | -0,02 | -0,01 | |
| aus fortgeführten und aufgegebenen Geschäftsbereichen | 28 | 0,34 | 0,29 | |
| Vorjahreswerte teilweise angepasst (vgl. Anhang, Abschnitt 3) |
Geschäftsbericht 2014 · Konzern abschluss Konzern-Gesamtergebnisrechnung
79
Konzern-Gesamtergebnisrechnung
| in TEUR | Anhang | 2014 | 2013 |
|---|---|---|---|
| Konzernergebnis | 3.078 | 2.787 | |
| Sonstiges Ergebnis | |||
| Posten, die anschließend in den Gewinn oder Verlust umgegliedert werden, sofern bestimmte Bedingungen erfüllt sind |
|||
| 1. Währungsgewinne/-verluste aus der Umrechnung ausländischer Jahresabschlüsse |
10 | -106 | -538 |
| 2. Marktwertänderungen von Finanzinstrumenten | 15 | 142 | |
| 3. Ertragsteuern | 7 | -30 | |
| 4. Sonstiges Ergebnis nach Steuern | -84 | -426 | |
| 5. Gesamtergebnis | 2.994 | 2.361 | |
| Gesamtergebnis | 2.994 | 2.361 | |
| davon Anteil der Minderheitsgesellschafter am Ergebnis | 35 | 191 | |
| davon Anteil der Aktionäre der Masterflex SE | 2.959 | 2.170 | |
| Vorjahreswerte teilweise angepasst (vgl. Anhang, Abschnitt 3) |
Entwicklung des Konzern-Eigenkapitals
| in TEUR | Ge zeich netes Kapital |
Kapital rücklage |
Gewinn rücklage |
Rück lage zur Marktbe wertung von Finanz instru menten |
Wäh rungs differen zen |
Anteil der Aktio näre der Masterflex SE |
Aus gleichs posten für Anteile anderer Gesell schafter |
Eigen kapital |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Anhang | 10 | 10 | 10 | 10 | 10 | 11 | ||
| Eigenkapital zum 01.01.2013 |
8.732 | 26.252 | -13.642 | -733 | -621 | 19.988 | 536 | 20.524 |
| Anpassung gem. IAS 8 | 0 | 0 | -1.672 | 0 | 0 | -1.672 | 0 | -1.672 |
| Eigenkapital zum 01.01.2013 nach Anpassung |
8.732 | 26.252 | -15.314 | -733 | -621 | 18.316 | 536 | 18.852 |
| Ausschüttungen | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | -151 | -151 |
| Übrige Veränderungen | 0 | 0 | 1 | 0 | 0 | 1 | 0 | 1 |
| Gesamtergebnis | 0 | 0 | 2.596 | 142 | -568 | 2.170 | 191 | 2.361 |
| Konzernergebnis | 0 | 0 | 2.596 | 0 | 0 | 2.596 | 191 | 2.787 |
| Sonstiges Ergebnis nach Ertragssteuern |
0 | 0 | 0 | 142 | -568 | -426 | 0 | -426 |
| Marktwertänderungen von Finanzinstrumenten |
0 | 0 | 0 | 142 | 0 | 142 | 0 | 142 |
| Währungsgewinne/- verluste aus der Um rechnung ausländischer Jahresabschlüsse |
0 | 0 | 0 | 0 | -538 | -538 | 0 | -538 |
| Auf das sonstige Ergebnis entfallende Ertragsteuern |
0 | 0 | 0 | 0 | -30 | -30 | 0 | -30 |
| Eigenkapital zum 31.12.2013 |
8.732 | 26.252 | -12.717 | -591 | -1.189 | 20.487 | 576 | 21.063 |
| Ausschüttungen | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | -223 | -223 |
| Übrige Veränderungen | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 1 | 1 |
| Gesamtergebnis | 0 | 0 | 3.043 | 15 | -99 | 2.959 | 35 | 2.994 |
| Konzernergebnis | 0 | 0 | 3.043 | 0 | 0 | 3.043 | 35 | 3.078 |
| Sonstiges Ergebnis nach Ertragssteuern |
0 | 0 | 0 | 15 | -99 | -84 | 0 | -84 |
| Marktwertänderungen von Finanzinstrumenten |
0 | 0 | 0 | 15 | 0 | 15 | 0 | 15 |
| Währungsgewinne/- verluste aus der Um rechnung ausländischer Jahresabschlüsse |
0 | 0 | 0 | 0 | -106 | -106 | 0 | -106 |
| Auf das sonstige Ergebnis entfallende Ertragsteuern |
0 | 0 | 0 | 0 | 7 | 7 | 0 | 7 |
| Eigenkapital zum 31.12.2014 |
8.732 | 26.252 | -9.674 | -576 | -1.288 | 23.446 | 389 | 23.835 |
Vorjahreswerte teilweise angepasst (vgl. Anhang, Abschnitt 3)
Geschäftsbericht 2014 · Konzern abschluss Konzern-Kapitalflussrechnung
Konzern-Kapitalflussrechnung
| in TEUR | 2014 | 2013 |
|---|---|---|
| Periodenergebnis vor Steuern, Zinsaufwendungen und Finanzerträgen | 6.128 | 5.555 |
| Ausgaben Ertragsteuern | -1.263 | -895 |
| Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte | 310 | 301 |
| Abschreibungen auf Gegenstände des Sachanlagevermögens | 2.545 | 2.354 |
| Abschreibungen auf Finanzanlagen | 0 | 84 |
| Zunahme/ Abnahme der Rückstellungen | -204 | -83 |
| Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen/ Erträge und Gewinn/ Verlust aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens |
-348 | 132 |
| Zunahme/ Abnahme der Vorräte | -995 | 421 |
| Zunahme/ Abnahme der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Aktiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind |
585 | 717 |
| Zunahme/ Abnahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind |
39 | -635 |
| Cash Flow aus laufender Geschäftstätigkeit | 6.797 | 7.951 |
| Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Anlagevermögens | 272 | 301 |
| Auszahlungen für Investitionen in immaterielle Vermögenswerte | -143 | -359 |
| Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen | -3.609 | -3.399 |
| Einzahlungen aus Rückführung Finanzanlagen | 45 | 161 |
| Cash Flow aus der Investitionstätigkeit | -3.435 | -3.296 |
| Auszahlungen an Unternehmenseigner und Minderheitsgesellschafter (Dividenden, Erwerb eigener Anteile) |
-223 | -151 |
| Zins- und Dividendeneinnahmen | 22 | 47 |
| Zinsausgaben | -1.037 | -1.539 |
| Einzahlungen aus der Aufnahme von Krediten | 2.657 | 25.500 |
| Auszahlungen für die Tilgung von Krediten | -5.012 | -26.024 |
| Cash Flow aus der Finanzierungstätigkeit | -3.593 | -2.167 |
| Zahlungswirksame Veränderungen des Finanzmittelbestands | -231 | 2.488 |
| Wechselkursbedingte und sonstige Wertänderungen des Finanzmittelbestands | -99 | -568 |
| Finanzmittelbestand am Anfang der Periode | 4.755 | 2.835 |
| Finanzmittelbestand am Ende der Periode | 4.425 | 4.755 |
Vorjahreswerte teilweise angepasst (vgl. Anhang, Abschnitt 3)
Master-Clip PTFE Thermo Insulated
Dieser Clip-Schlauch wird für die Führung von Abgasen als auch für Klima- und Lüftungssysteme eingesetzt. Der Innenschlauch kann je nach Wandungsgewebe bis zu einigen hundert °C aushalten. Die asbestfreie Dämmung im Außenschlauch sorgt für geringe Wärmeabstrahlung und dämmt effizient Geräusche.
©MASTERFLEX
KONZERN-Anhang
1. Grundlagen der Berichterstattung
Grundlagen der Darstellung
Die Masterflex SE als Mutterunternehmen des Konzerns ist im Handelsregister beim Amtsgericht Gelsenkirchen unter der Nr. HRB 11744 eingetragen. Sitz der Gesellschaft ist Gelsenkirchen (Deutschland). Die Anschrift lautet Masterflex SE, Willy-Brandt-Allee 300, 45891 Gelsenkirchen. Die Satzung besteht in der Fassung vom 24. Juni 2014. Die Firma der Gesellschaft lautet Masterflex SE.
Der vorliegende Konzernabschluss wurde unter Anwendung von § 315 a HGB ("Konzernabschluss nach internationalen Rechnungslegungsstandards") im Einklang mit den International Financial Reporting Standards (IFRS) und den diesbezüglichen Interpretationen des International Accounting Standards Board (IASB) erstellt, wie sie gemäß der Verordnung Nr. 1606/2002 des Europäischen Parlamentes und des Rates über die Anwendung Internationaler Rechnungslegungsstandards in der EU anzuwenden sind. Diese umfassen die zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2014 verpflichtend anzuwendenden IAS, IFRS sowie die entsprechenden Interpretationen (SIC/IFRIC). Die Vorjahreszahlen sind nach den gleichen Grundsätzen ermittelt worden.
Es werden die Bilanz, die Gewinn- und Verlustrechnung, die Gesamtergebnisrechnung, die Veränderungen des Eigenkapitals und die Kapitalflussrechnung gezeigt. Im Anhang ist zudem die Segmentberichterstattung enthalten.
Verschiedene Posten der Konzernbilanz, Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung und der Konzern-Gesamtergebnisrechnung wurden aus Gründen einer anschaulicheren Darstellung zusammengefasst und im Konzern-Anhang entsprechend erläutert. Vermögenswerte und Schulden sind in lang- und kurzfristig aufgegliedert. Die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung wird nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.
Die Konzern-Kapitalflussrechnung wird in Bezug auf den Cash Flow aus der betrieblichen Tätigkeit nach der indirekten Methode und in Bezug auf den Cash Flow aus der Investitions- und der Finanzierungstätigkeit nach der direkten Methode erstellt.
Der Konzernabschluss ist in Euro (€) aufgestellt. Alle Beträge einschließlich der Vorjahreszahlen werden in Tausend Euro (TEuro) angegeben. Alle Beträge sind kaufmännisch gerundet. In Einzelfällen können sich daher bei der Addition von Einzelwerten zum Summenwert geringfügige Differenzen ergeben. Die Einzelabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Gesellschaften sind auf den Stichtag des Konzernabschlusses aufgestellt.
Der Vorstand der Masterflex SE hat diesen Abschluss am 18. März 2015 zur Veröffentlichung freigegeben. Die Billigung in der Aufsichtsratssitzung am 18. März 2015 ist erfolgt.
2. Grundsätze der Rechnungslegung
Konsolidierungskreis
In den Konzernabschluss der Masterflex SE werden alle Gesellschaften einbezogen, bei denen die Masterflex SE entweder direkt oder indirekt über die Stimmrechtsmehrheit verfügt oder anderweitig unmittelbar oder mittelbar einen beherrschenden Einfluss auf die Finanz- und Geschäftspolitik ausüben kann. Tochterunternehmen werden von dem Zeitpunkt an voll konsolidiert, zu dem die Möglichkeit eines beherrschenden Einflusses auf den Konzern übergegangen ist. Sie werden zu dem Zeitpunkt entkonsolidiert, zu dem der beherrschende Einfluss endet.
Zum 31. Dezember 2014 umfasst der Konsolidierungskreis neben der Masterflex SE 8 inländische (Vorjahr: 9) und 12 ausländische (Vorjahr: 12) Tochterunternehmen. Die in der nachfolgenden Übersicht dargestellten Tochterunternehmen werden in den Konzernabschluss zum 31. Dezember 2014 voll einbezogen:
| Bezeichnung der Gesellschaft | Sitz der Gesellschaft | |||
|---|---|---|---|---|
| Masterflex SARL | Frankreich | Béligneux | 80 | |
| Masterflex Technical Hoses Ltd. | Großbritannien | Oldham | 100 | |
| Masterduct Holding, Inc.* | Vereinigte Staaten von Amerika | Houston | 100 | |
| Flexmaster USA, Inc. | Vereinigte Staaten von Amerika | Houston | 100* | |
| Masterduct, Inc. | Vereinigte Staaten von Amerika | Houston | 100* | |
| Masterduct Holding S.A., Inc. | Vereinigte Staaten von Amerika | Houston | 100* | |
| Masterduct Brasil LTDA. | Brasilien | Santana de Parnaiba | 100* | |
| Novoplast Schlauchtechnik GmbH | Deutschland | Halberstadt | 100 | |
| Fle ima-Plastic GmbH |
Deutschland | Wald-Michelbach | 100 | |
| Masterflex Handelsgesellschaft mbH | Deutschland | Gelsenkirchen | 100 | |
| Masterflex Česko s.r.o. | Tschechische Republik | Plana | 100 | |
| M & T Verwaltungs GmbH* | Deutschland | Gelsenkirchen | 100 | |
| Matzen & Timm GmbH | Deutschland | Norderstedt | 100* | |
| 000 Masterflex RUS | Russland | St. Petersburg | 51 | |
| Masterflex Scandinavia AB | Schweden | Kungsbacka | 100 | |
| Masterflex Entwicklungs GmbH* | Deutschland | Gelsenkirchen | 100 | |
| Masterflex Vertriebs GmbH | Deutschland | Gelsenkirchen | 100* | |
| Masterflex Asia Holding GmbH* | Deutschland | Gelsenkirchen | 80 | |
| Masterflex Asia Pte. Ltd. | Singapur | Singapur | 100* | |
| Masterflex Hoses (Kunshan) Co., Ltd. | China | Kunshan | 100* | |
*) Teilkonzern
Im Vergleich zum Vorjahr hat sich der Konsolidierungskreis verändert. Die im Vorjahreskonzernabschluss konsolidierte SURPRO Verwaltungsgesellschaft mbH, Gelsenkirchen, wurde mit Wirkung zum 31. August 2014 auf die Masterflex Handelsgesellschaft mbH verschmolzen. Dies hatte keine Folgen für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns.
Die Bilanzierung erworbener Tochterunternehmen erfolgt nach der Erwerbsmethode. Die Anschaffungskosten des Erwerbs bemessen sich nach den hingegebenen Zahlungsmitteln, Zahlungsmitteläquivalenten sowie den beizulegenden Zeitwerten der hingegebenen Vermögenswerte, ausgegebenen Eigenkapitalinstrumenten und übernommenen Schulden zum Transaktionszeitpunkt, zuzüglich der dem Erwerb direkt zurechenbaren Kosten. Anpassungen der Anschaffungskosten durch Eintritt künftiger Ereignisse werden in Abhängigkeit von Eintrittswahrscheinlichkeit und der hinreichend verlässlichen Schätzung bereits im Erwerbszeitpunkt berücksichtigt. Im Rahmen eines Unternehmenszusammenschlusses identifizierbare Vermögenswerte, Schulden und Eventualschulden werden bei der Erstkonsolidierung mit ihrem beizulegenden Zeitwert zum Transaktionszeitpunkt bewertet, unabhängig von eventuell bestehenden Minderheitsanteilen.
Der Teil der Anschaffungskosten, der den erworbenen Anteil an dem zu beizulegenden Zeitwerten bewerteten Nettovermögen des Tochterunternehmens übersteigt, wird als Goodwill bilanziert. Sind die Kosten des Erwerbs geringer als das zu beizulegenden Zeitwerten bewertete erworbene Nettovermögen des Tochterunternehmens, wird der Unterschiedsbetrag in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.
Die nach nationalen Rechnungslegungsvorschriften aufgestellten Einzelabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen wurden an die Erfordernisse der Rechnungslegungsvorschriften nach IFRS angepasst.
Einige in den Konzernabschluss einbezogene Tochterunternehmen machen von Teilen der Befreiungsvorschriften der §§ 264 Absatz 3 HGB Gebrauch. Eine Liste der diese Befreiungsregelungen in Anspruch nehmenden Gesellschaften findet sich in Abschnitt 39.
Konsolidierung
Konzerninterne Forderungen, Schulden sowie Aufwendungen und Erträge aus Transaktionen zwischen Konzernunternehmen werden – mit Ausnahme der Aufwendungen und Erträge zwischen den fortgeführten und nicht fortgeführten Geschäftsbereichen – eliminiert.
Die Kapitalkonsolidierung erfolgt nach IFRS 3 durch Verrechnung der Beteiligungsbuchwerte mit dem anteiligen Eigenkapital der Tochterunternehmen. Dabei wird das Eigenkapital der erworbenen Tochterunternehmen zum Erwerbszeitpunkt unter Berücksichtigung der beizulegenden Zeitwerte der Vermögenswerte, Schulden und Eventualverbindlichkeiten, latenter Steuern und eines eventuellen Geschäftsoder Firmenwerts zu diesem Zeitpunkt ermittelt.
Währungsumrechnung
Die Konzernunternehmen stellen ihre Jahresabschlüsse auf Basis ihrer jeweiligen funktionalen Währung auf.
Fremdwährungsgeschäfte der einbezogenen Unternehmen werden mit dem Wechselkurs zum Transaktionszeitpunkt in die funktionale Währung umgerechnet. Monetäre Vermögenswerte werden zu jedem Bilanzstichtag an den geltenden Wechselkurs angepasst. Die dabei entstehenden Währungsgewinne und -verluste aus diesen Posten werden grundsätzlich ergebniswirksam unter den sonstigen Erträgen bzw. Aufwendungen ausgewiesen.
Alle Abschlüsse der Gesellschaften, die eine von der Berichtswährung abweichende funktionale Währung haben, werden in die Berichtswährung des Masterflex Konzernabschlusses umgerechnet. Dabei werden Vermögenswerte und Schulden der einbezogenen Unternehmen mit den Mittelkursen am Bilanzstichtag umgerechnet. Die Umrechnung der Gewinn- und Verlustrechnung dieser Unternehmen erfolgt zu gleitenden Jahresdurchschnittskursen. Sofern der Durchschnittskurs keine sinnvolle Approximation der tatsächlichen Transaktionskurse darstellt, erfolgt eine Umrechnung zu den jeweiligen Transaktionskursen. Entstehende Umrechnungsdifferenzen werden in einen separaten Posten im Eigenkapital eingestellt und fortgeführt. Zum 31. Dezember 2014 beliefen sich diese Differenzen auf - 1.288 TEuro (Vorjahr: - 1.189 TEuro).
Goodwills aus dem Erwerb ausländischer Tochtergesellschaften, deren funktionale Währung von der Berichtswährung abweicht, und die Anpassungen aus der Bewertung zum beizulegenden Zeitwert werden als Vermögenswerte dieser Unternehmen zum Stichtagskurs umgerechnet.
Für die Währungsumrechnung wurden u. a. folgende Wechselkurse zugrunde gelegt:
| In Prozent | 31.12.2014 |
|---|---|
| 1 Englisches Pfund (£) | 1,2839 |
| 1 US Dollar (\$) | 0,8237 |
| 1 Russischer Rubel (RUB) | 0,0138 |
| 1 Brasilianischer Real (BRL) | 0,3105 |
| 1 Tschechische Krone (CZK) | 0,0361 |
| 1 Schwedische Krone (SEK) | 0,1065 |
| 1 Singapur Dollar (SGD) | 0,6227 |
| 1 Renminbi (CNY) | 0,1327 |
Die Ertrags- und Aufwandsposten einschließlich des Jahresüberschusses wurden mit dem Jahresdurchschnittskurs umgerechnet:
| In Prozent | 31.12.2014 | |
|---|---|---|
| 1 Englisches Pfund (£) | 1,2401 | |
| 1 US Dollar (\$) | 0,7526 | |
| 1 Russischer Rubel (RUB) | 0,0196 | |
| 1 Brasilianischer Real (BRL) | 0,3202 | |
| 1 Tschechische Krone (CZK) | 0,0363 | |
| 1 Schwedische Krone (SEK) | 0,1099 | |
| 1 Singapur Dollar (SGD) | 0,5942 | |
| 1 Renminbi (CNY) | 0,1221 | |
Immaterielle Vermögenswerte
Die immateriellen Vermögenswerte beinhalten sowohl selbsterstellte als auch erworbene Vermögenswerte. Selbsterstellte immaterielle Vermögenswerte umfassen aktivierte Eigenleistungen und werden mit den Kosten angesetzt, die nach dem Zeitpunkt der Feststellung der technologischen und wirtschaftlichen Realisierbarkeit, aber bis zur Fertigstellung entstanden sind. Die erworbenen immateriellen Vermögenswerte umfassen neben Konzessionen, Lizenzen, gewerblichen Schutzrechten und ähnlichen Rechten und Werten auch Technologien. Die erworbenen immateriellen Vermögenswerte werden zu Anschaffungskosten aktiviert.
Sofern die Nutzungsdauer eines immateriellen Vermögenswertes bestimmbar ist, wird dieser linear über seine Nutzungsdauer abgeschrieben. Der Wertansatz eines immateriellen Vermögenswertes wird überprüft, sofern dieser infolge von Ereignissen oder veränderten Umständen voraussichtlich wertgemindert ist. Immaterielle Vermögenswerte mit unbestimmter Nutzungsdauer werden jährlich auf ihre Werthaltigkeit überprüft. Die Durchführung des Werthaltigkeitstests erfolgt analog zur Vorgehensweise beim Sachanlagevermögen. Zuvor erfasste Wertminderungen müssen bei Wegfall der Wertminderungsgründe zurückgenommen werden. Eine Rücknahme erfolgt dabei bis maximal zur Höhe der fortgeführten historischen Anschaffungs- oder Herstellungskosten.
Der Goodwill aus Unternehmenszusammenschlüssen wird als immaterieller Vermögenswert angesetzt.
Die Werthaltigkeit der Goodwills wird mindestens einmal jährlich zum Geschäftsjahresende sowie bei Anzeichen einer geminderten Werthaltigkeit auf Ebene der zahlungsmittelgenerierenden Einheiten ("Cash Generating Unit") überprüft. Hierbei wird der erzielbare Betrag der einzelnen zahlungsmittelgenerierenden Einheiten ("Cash Generating Unit") dem Buchwert einschließlich des Goodwills gegenübergestellt. Der erzielbare Betrag entspricht dem internen Nutzungswert oder dem höheren beizulegenden Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten. Übersteigt der Buchwert der Vermögenswerte der einzelnen zahlungsmittelgenerierenden Einheit den erzielbaren Betrag, liegt in Höhe der Differenz eine Wertminderung vor, die ergebniswirksam zu erfassen ist.
Ein Wertminderungsbetrag ist vom Goodwill abzuziehen. Ein den Goodwill übersteigender Betrag ist proportional zu den Buchwerten auf die anderen Vermögenswerte der zu testenden Einheit zu verteilen.
Der Nutzungswert der einzelnen zahlungsmittelgenerierenden Einheiten wird im vierten Quartal eines jeden Geschäftsjahres nach dem "Discounted-Cash Flow"-Verfahren ermittelt. Die Schätzung eines Verkaufspreises ist nur erforderlich, wenn der Nutzungswert unter dem Buchwert liegt.
Sachanlagen
Als Sachanlagen werden alle materiellen Vermögenswerte ausgewiesen, die für Zwecke der Herstellung oder Lieferung von Gütern und Dienstleistungen, zur Vermietung an Dritte oder Verwaltungszwecke und die erwartungsgemäß länger als eine Periode genutzt werden.
Die Vermögenswerte des Sachanlagevermögens werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich kumulierter Abschreibungen und Wertminderungen sowie zuzüglich Wertaufholungen angesetzt.
Im Wege des Finanzierungs-Leasings gemietete Sachanlagen werden in Höhe des beizulegenden Zeitwertes bzw. des niedrigeren Barwertes der Mindestleasingzahlungen aktiviert und linear über die voraussichtliche Nutzungsdauer abgeschrieben.
Teilweise werden Sachanlagen veräußert und zurückgemietet ("Sale-and-lease-back"). Alle Sale-andlease-back Transaktionen führten zu Finanzierungsleasingverhältnissen.
Der Wertansatz von Sachanlagevermögen wird überprüft, wenn dieser infolge von Ereignissen oder veränderten Umständen voraussichtlich wertgemindert ist. Die Werthaltigkeit wird durch den Vergleich des Buchwerts des Vermögenswerts mit seinem erzielbaren Betrag beurteilt ("Impairment"-Test). Liegt der Buchwert über dem erzielbaren Betrag, erfolgt eine Abwertung. Zur Beurteilung der Wertminderung werden die Vermögenswerte auf der niedrigsten Stufe gruppiert, für die sich Zahlungsströme separat identifizieren lassen. Entfällt in der Folgezeit der Grund für eine Wertminderung, wird eine Wertaufholung bis maximal zur Höhe der fortgeschriebenen historischen Anschaffungs- oder Herstellungskosten vorgenommen.
Nutzungsdauern
Den Abschreibungen der immateriellen Vermögenswerte und Sachanlagen wurden folgende Nutzungsdauern zugrunde gelegt:
| Nutzungsdauer | Abschreibungs methode |
|
|---|---|---|
| Software | 4 Jahre | Linear |
| Lizenzen und ähnliche Rechte | über Vertragslaufzeit |
Linear |
| Gebäude/Gebäudeteile | 10–50 Jahre | Linear |
| Technische Anlagen und Maschinen | 2–18 Jahre | Linear |
| Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 2–10 Jahre | Linear |
Finanzanlagen
Die Finanzanlagen umfassen Wertpapiere und finanzielle Forderungen (außer Forderungen aus Lieferungen und Leistungen).
Als Wertpapier verbriefte Fremdkapitaltitel, bei denen die Absicht besteht, sie bis zu ihrer Endfälligkeit zu halten, werden unter Anwendung der Effektivzinsmethode mit den fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Alle übrigen Wertpapiere werden zum Zeitwert bewertet, wobei Wertschwankungen erfolgsneutral erfasst werden.
Die finanziellen Forderungen werden unter Anwendung der Effektivzinsmethode zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet.
Derivative Finanzinstrumente werden ausschließlich zu Sicherungszwecken, insbesondere zur Risikominderung von Zinsschwankungen, die sich aus Finanzierungsgeschäften ergeben, und zur Absicherung von Währungsrisiken sowie Preisänderungen eingesetzt. Sie werden stets zum Zeitwert bilanziert. Die Zeitwertschwankungen werden erfolgswirksam erfasst.
Viereck-Rund-Adapter
Masterduct bietet unter der Sub-Marke Flexmaster U.S.A.® Equipment für komplette Klimasysteme und Lüftungen an. Diesen formanpassenden Adapter gibt es standardmäßig aus verzinktem Stahl oder auf Wunsch aus Aluminium oder Edelstahl. ©MASTERFLEX
Sowohl für die erstmalige bilanzielle Erfassung als auch für die bilanzielle Ausbuchung von finanziellen Vermögenswerten ist der Erfüllungstag relevant. Sie werden angesetzt, sobald die Masterflex Vertragspartei der Regelungen des Finanzinstruments wird. Die Ausbuchung erfolgt, sobald das Recht zum Erhalt von Geld oder einem anderen finanziellen Vermögenswert durch Zahlung, Erlass, Verjährung, Aufrechnung oder sonstiger Weise erlischt oder das Recht auf eine andere Person übertragen wurde, wobei die Risiken auf den Erwerber übergegangen sind.
Zu jedem Bilanzstichtag werden Anhaltspunkte für eine Wertminderung finanzieller Vermögenswerte oder einer Gruppe finanzieller Vermögenswerte überprüft. Wertminderungen werden erfolgswirksam erfasst. Mit Ausnahme der Eigenkapitalinstrumente werden finanzielle Vermögenswerte bei Wegfall der Wertminderungsgründe erfolgswirksam zugeschrieben.
Latente Steuern
Für sämtliche temporäre Differenzen zwischen den Wertansätzen der jeweiligen nationalen Steuerbilanzen und den in den Konzernabschluss einfließenden IFRS-Bilanzen werden im Grundsatz aktivische und passivische latente Steuern gebildet. Daneben werden aktivische latente Steuern auf steuerliche Verlustvorträge gebildet. Der Ansatz der aktivischen latenten Steuern aus steuerlichen Verlustvorträgen erfolgt nur in dem Umfang, in dem zukünftig ein ausreichend zu versteuerndes Ergebnis wahrscheinlich ist.
Entsprechend den IFRS werden Wertansätze, die allein auf steuerlichen Vorschriften beruhen, im Konzernabschluss nicht berücksichtigt.
Vorräte
Die Vorräte sind zu dem niedrigeren Wert aus Anschaffungs- oder Herstellungskosten und Nettoveräußerungswert angesetzt. Der Großteil des Vorratsvermögens wird dabei nach der FIFO (First In – First Out)-Methode bewertet. Die Herstellungskosten enthalten neben den Einzelkosten die durch die Produktion veranlassten Fertigungs- und Materialgemeinkosten und Abschreibungen sowie produktionsbezogene Verwaltungskosten, jedoch keine Fremdkapitalkosten. Der Nettoveräußerungswert bestimmt sich als geschätzter Verkaufserlös abzüglich der noch anfallenden Kosten bis zur Fertigstellung und Kosten des Vertriebs. Zuvor erfasste Wertminderungen müssen bei Wegfall der Wertminderungsgründe zurückgenommen werden. Eine Zuschreibung erfolgt dabei bis maximal zur Höhe der fortgeführten historischen Anschaffungs- oder Herstellungskosten.
Forderungen und sonstige Vermögenswerte
Forderungen und sonstige Vermögenswerte werden mit den fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Liegen objektive substanzielle Hinweise für eine Wertminderung vor, wird ein Wertminderungsaufwand erfasst. Derartige Hinweise für das Vorliegen einer Wertminderung sind beispielsweise eine Verschlechterung der Bonität eines Schuldners und damit verbundene Zahlungsstockungen oder eine drohende Zahlungsfähigkeit. Erforderliche Wertberichtigungen orientieren sich am tatsächlichen Ausfallrisiko. Die Forderungen umfassen Finanzforderungen, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstige Forderungen.
Barmittel und Bankguthaben
Die Barmittel und Bankguthaben umfassen hauptsächlich die Bankguthaben, Kassenbestände sowie noch nicht gutgeschriebene Schecks und werden zum Nennwert bilanziert. Flüssige Mittel in Fremdwährungen wurden zum Stichtagskurs umgerechnet.
Gezeichnetes Kapital
Stammaktien werden als Eigenkapital klassifiziert. Eigene Anteile werden von dem auf die Anteilseigner der Masterflex SE entfallenden Eigenkapital abgezogen.
Rückstellungen
Rückstellungen werden gebildet, wenn der Konzern eine gegenwärtige Verpflichtung (rechtlicher oder faktischer Natur) aus einem vergangenen Ereignis hat und es wahrscheinlich ist, dass der Konzern verpflichtet sein wird, diese Verpflichtung zu erfüllen, und eine verlässliche Schätzung des Betrages möglich ist. Der angesetzte Rückstellungsbetrag ist der beste Schätzwert am Bilanzstichtag für die hinzugebende Leistung unter Berücksichtigung der der Verpflichtung zugrundeliegenden Risiken und Unsicherheiten, um die gegenwärtige Verpflichtung zu erfüllen.
Kann davon ausgegangen werden, dass Teile oder der gesamte zur Erfüllung der Rückstellung notwendige wirtschaftliche Nutzen durch einen außenstehenden Dritten erstattet wird, wird dieser Anspruch als Vermögenswert aktiviert, wenn diese Erstattung so gut wie sicher ist und ihr Betrag zuverlässig geschätzt werden kann.
Unter den sonstigen Verpflichtungen gegenüber Arbeitnehmern werden alle kurzfristig fälligen Leistungen erfasst. Die kurzfristig fälligen Verpflichtungen gegenüber Arbeitnehmern werden im Allgemeinen spätestens 12 Monate nach Ende der erbrachten Leistung in voller Höhe fällig. Zu ihnen gehören unter anderem Löhne, Gehälter, Sozialversicherungsbeiträge, bezahlter Urlaub sowie Erfolgsbeteiligungen. Sie werden zeitkongruent mit der vergüteten Arbeitsleistung aufwandswirksam. Am Bilanzstichtag wird der Teil des Aufwands, der die bereits geleisteten Zahlungen übersteigt, als abgegrenzte Schuld ausgewiesen.
Die Bildung von Gewährleistungsrückstellungen basiert sowohl auf dem tatsächlich angefallenen Gewährleistungsaufwand in der Vergangenheit als auch auf dem evaluierten Gesamtrisiko unseres Produktportfolios. Zusätzlich werden Rückstellungen gebildet, wenn ein Garantiefall bekannt und ein Verlust wahrscheinlich wird. Rückgriffsforderungen gegen Zulieferer werden aktiviert, sofern deren Leistungen einer Garantie unterliegen und der Anspruch mit hoher Wahrscheinlichkeit durchgesetzt werden kann.
Verbindlichkeiten
Die Verbindlichkeiten werden zu fortgeführten Anschaffungskosten angesetzt. Die Ermittlung dieser Anschaffungskosten erfolgt mittels der Effektivzinsmethode. Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasingverträgen werden in Höhe des zu Beginn des Leasingverhältnisses beizulegenden Zeitwerts des Leasinggegenstands oder des Barwerts der Mindestleasingraten, sofern dieser Wert niedriger ist, passiviert. Die Verbindlichkeiten umfassen Finanzverbindlichkeiten, Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstige Verbindlichkeiten.
Finanzinstrumente
In der Bilanz der Masterflex SE erfasste Finanzinstrumente umfassen insbesondere liquide Mittel, zur Veräußerung verfügbare Wertpapiere, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten. Zum Handel bestimmte Finanzinstrumente, insbesondere Derivate, werden zu Marktwerten bilanziert, Veränderungen in den Marktwerten werden in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Zur Veräußerung verfügbare Wertpapiere werden zu Marktwerten bilanziert, wobei unrealisierte Veränderungen in den Marktwerten in der "Rücklage zur Marktbewertung von Finanzinstrumenten" erfasst und als gesonderter Teil des Eigenkapitals ausgewiesen werden. Durch den Vorstand wird die entsprechende Zuordnung der Finanzinstrumente zum Zeitpunkt des Erwerbs festgelegt und zu jedem Bilanzstichtag neu geprüft. Der Ausweis der im Konzern gehaltenen Wertpapiere erfolgt im Finanzanlagevermögen.
Insgesamt bestehen bei allen übrigen bilanzierten Finanzinstrumenten keine wesentlichen Abweichungen der Buchwerte von ihren Marktwerten. Der Konzern hält liquide Mittel bei verschiedenen Kreditinstituten und richtet seine Risikostrategie auf eine Beschränkung der Abhängigkeit von einem Kreditinstitut aus. Die Kontrolle des Finanzrisikos im Zusammenhang mit Kunden erfolgt durch eine dauernde Bonitätsprüfung der Kunden.
Wesentliche über die Buchwerte finanzieller Aktiva hinausgehende Ausfallrisiken bestehen nicht.
Ertragsrealisierung
Die Erlöse aus dem Verkauf von Produkten werden mit Lieferung und Übertragung des Eigentums realisiert. Umsatzerlöse werden zum beizulegenden Zeitwert der erhaltenen bzw. zu erhaltenden Gegenleistung bewertet. Kundenboni, Skonti, Preisnachlässe oder Rabatte sowie Zwischengewinn- bzw. Ertragseliminierungen schmälern die Umsatzerlöse.
Zinserträge werden unter Beachtung des Effektivzinssatzes und der Höhe der Restforderung zeitproportional über die Restlaufzeit in den Finanzierungserträgen erfasst.
Fremdkapitalkosten
Fremdkapitalkosten sind in der Periode als Aufwand erfasst worden, in der sie angefallen sind.
Forschung und Entwicklung
Aufwendungen für Forschung werden unmittelbar aufwandswirksam berücksichtigt. Entwicklungsaufwendungen, die auf eine wesentliche Weiterentwicklung eines Produktes oder Prozesses abzielen, werden aktiviert, wenn das Produkt oder der Prozess technisch und wirtschaftlich realisierbar ist, die Entwicklung vermarktbar ist, die Aufwendungen zuverlässig bewertbar sind und ausreichende Ressourcen zur Fertigstellung des Entwicklungsprojektes verfügbar sind. Alle übrigen Entwicklungsaufwendungen werden sofort ergebniswirksam erfasst. Aktivierte Entwicklungsaufwendungen abgeschlossener Projekte werden zu Herstellungskosten abzüglich kumulierter Abschreibungen ausgewiesen.
Öffentliche Zuwendungen
Zuwendungen der öffentlichen Hand werden zum beizulegenden Zeitwert erfasst, wenn der Konzern die notwendigen Bedingungen für den Erhalt der Zuwendung erfüllt. Öffentliche Aufwandszuschüsse werden über den Zeitraum erfasst, in dem die entsprechenden Kosten, für deren Ausgleich sie zugesprochen wurden, anfallen. Öffentliche Zuwendungen für Investitionen werden in einen Rechnungsabgrenzungsposten eingestellt und abschreibungsproportional über die Nutzungsdauer aufgelöst.
Schätzungen
Die Erstellung der Abschlüsse erfordert, dass Einschätzungen und Annahmen getroffen werden, die sich auf die Vermögenswerte, die Verbindlichkeiten, die Rückstellungen, die aktivischen und passivischen latenten Steuern, die Erträge und Aufwendungen sowie den Ausweis der Haftungsverhältnisse und Eventualverbindlichkeiten auswirken. Obwohl die Einschätzungen und Annahmen sorgfältig und gewissenhaft vorgenommen werden, kann nicht ausgeschlossen werden, dass die sich tatsächlich einstellenden Beträge von den Schätzungen abweichen.
Faktoren, die eine negative Abweichung von den Erwartungen verursachen können, können eine Verschlechterung der Weltwirtschaft, Entwicklungen der Währungskurse und Zinssätze sowie wesentliche Gerichtsverfahren und Änderungen von umweltrechtlichen bzw. sonstigen gesetzlichen Bestimmungen sein. Produktionsfehler, Verluste von wesentlichen Kunden sowie steigende Finanzierungskosten können gleichfalls den zukünftigen Erfolg des Konzerns beeinträchtigen.
Im Folgenden werden mögliche Effekte von Schätzungsänderungen auf den Ansatz und die Bewertung von Vermögenswerten und Schulden dargestellt:
a. Entwicklungsleistungen
Zur Ermittlung der Werthaltigkeit der aktivierten Beträge hat die Unternehmensleitung Annahmen über die Höhe der künftig zu erwartenden Cash Flows aus den Vermögenswerten, über den Zeitraum des Zuflusses von erwarteten zukünftigen Cash Flows, die die Vermögenswerte generieren, und der anzuwendenden Zinssätze vorzunehmen. Zum Bilanzstichtag wurden Schätzungen bestmöglich ermittelt (siehe Abschnitt 4).
b. Goodwill
Der Konzern untersucht jährlich, ob eine Wertminderung des Goodwills vorliegt. Der erzielbare Betrag von zahlungsmittelgenerierenden Einheiten ("Cash Generating Unit") wurde auf Basis des Nutzungswertes ermittelt. Den Berechnungen der Nutzungswerte liegen Annahmen des Vorstands zugrunde (siehe Abschnitt 24).
c. Latente Steuern
Bei der Einschätzung der Werthaltigkeit der aktivischen latenten Steuern beurteilt das Management, in welchem Ausmaß mehr Gründe für als gegen eine Realisierung sprechen. Ob die aktivischen latenten Steuern tatsächlich realisiert werden können, hängt davon ab, ob zukünftig in ausreichendem Maß steuerliches Einkommen erwirtschaftet werden kann, das gegen die steuerlichen Verlustvorträge verrechnet werden kann. Hierfür betrachtet das Management die Zeitpunkte der Umkehrung der passivischen latenten Steuern sowie die zukünftig erwarteten steuerlichen Einkommen. Auf Grundlage der erwarteten zukünftigen Geschäftsentwicklung geht das Management von der Realisierbarkeit der aktivierten latenten Steuern aus (siehe Abschnitt 3 und 26).
d. Rückstellungen und Eventualverbindlichkeiten
Änderungen in der Wahrscheinlichkeitsschätzung einer gegenwärtigen Verpflichtung oder eines wirtschaftlichen Ressourcenabflusses können dazu führen, dass bislang als Eventualverbindlichkeiten eingestufte Sachverhalte als Rückstellung zu passivieren sind bzw. Rückstellungsbeträge sich ändern (siehe Abschnitt 12).
Annahmen und Schätzungen sind zudem für Wertminderungen auf zweifelhafte Forderungen sowie Eventualschulden und sonstige Rückstellungen erforderlich, weiterhin bei der Bestimmung des beizulegenden Wertes von langlebigen Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerten und der Bestimmung des Nettoveräußerungswertes von Vorräten.
Die tatsächlichen Werte können in Einzelfällen von den getroffenen Annahmen und Schätzungen abweichen, so dass eine wesentliche Anpassung des Buchwertes der betroffenen Vermögenswerte bzw. Schulden erforderlich ist. Änderungen von Schätzungen werden nach IAS 8 zum Zeitpunkt der besseren Kenntnis erfolgswirksam berücksichtigt.
Neue Rechnungslegungsvorschriften
Von der Möglichkeit, neue Standards, Überarbeitungen von Standards sowie Interpretationen, die am 31. Dezember 2014 bereits verabschiedet und von der Europäischen Union bis zur Freigabe des Konzernabschlusses übernommen waren, vorzeitig anzuwenden, wurde kein Gebrauch gemacht.
Für die Aufstellung des IFRS Konzernabschlusses zum 31. Dezember 2014 waren folgende Rechnungslegungsstandards und Interpretationen sowie Änderungen bestehender Standards bereits veröffentlicht, jedoch noch nicht verpflichtend anzuwenden:
• IAS 19 Leistungsorientierte Pläne: Arbeitnehmerbeiträge
Sowie die Änderungen an diversen IFRSs im Rahmen des jährlichen "Improvement"-Projektes Zyklus 2010-2012 und 2011-2013.
Die folgenden vom IASB veröffentlichten Änderungen von Standards und Interpretationen bedürfen noch der Übernahme in europäisches Recht durch die EU und werden derzeit noch nicht angewendet:
- • IFRS 9 Finanzinstrumente Klassifizierung und Bewertung
- • IFRS 14 Regulatorische Abgrenzungsposten
- • IFRS 15 Erlöse aus Verträgen mit Kunden
- • IFRS 10, 12, IAS 28 Änderungen in Bezug auf die Anwendung der Konsolidierungsmaßnahme
- • IFRS 10, IAS 28 Änderungen in Bezug auf die Veräußerung oder Einbringung von Vermögenswerten zwischen einem Investor und einem assoziierten Unternehmen oder Joint Ventures
- • IFRS 11 Änderungen und Klarstellung der Bilanzierung von Erwerben von Anteilen an einer gemeinsamen Geschäftstätigkeit
- • IAS 1 Änderungen als Ergebnis der Angabeinitiative
- • IAS 16, 38 Änderungen zur Klarstellung akzeptabler Abschreibungsmethoden
- • IAS 16, 41 Änderungen, um fruchttragende Pflanzen in den Anwendungsbereich von IAS 16 zu bringen
- • IAS 27 Änderungen, mit denen die Equity-Methode als Bilanzierungsoption für Anteile an Tochterunternehmen, Joint Ventures und assoziierten Unternehmen im separaten Abschluss eines Investors wieder zugelassen wird
Im Rahmen des jährlichen "Improvement"-Projektes Zyklus 2012-2014 wurden diverse IFRSs geändert. Die Übernahme in europäisches Recht steht noch aus.
Aus der künftigen verpflichtenden Anwendung der neuen bzw. geänderten Standards und Interpretationen werden keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzernabschluss erwartet.
Die folgenden Interpretationen wurden vom International Financial Reporting Interpretations Committee (IFRIC) verabschiedet und sind im laufenden Geschäftsjahr erstmals anzuwenden:
- • IFRS 10 Konzernabschlüsse*
- • IFRS 11 Gemeinsame Vereinbarungen*
- • IFRS 12 Angaben zu Anteilen an anderen Unternehmen*
- • IFRS 10,11,12 Klarstellung und Erleichterung bezüglich der Erstanwendung*
- • IAS 27 Einzelabschlüsse*
- • IAS 28 Anteile an assoziierten Unternehmen*
- • IFRS 10, 11, 12 Änderungen in Bezug auf Investmentgesellschaften
- • IAS 32 Saldierung von finanziellen Vermögenswerten und finanziellen Schulden
- • IAS 39 Änderungen hinsichtlich der Novation von Derivaten und Fortsetzung der Sicherungsbilanzierung
- • IFRIC 21 Abgaben
*Die IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, sehen eine verpflichtende Anwendung dieser Vorschriften für Geschäftsjahre vor, die am oder nach dem 1. Januar 2014 beginnen. Damit weichen die in der EU angewandten IFRS von den Vorschriften des IASB ab.
Die erstmalige Anwendung der Vorschriften hat keine wesentlichen Auswirkungen auf den Abschluss der Masterflex SE.
3. Korrekturen nach IAS 8
Die Masterflex SE und ihre Tochtergesellschaften sind Gegenstand regelmäßiger steuerlicher Betriebsprüfungen in Deutschland sowie laufender steuerlicher Betriebsprüfungen in anderen Ländern.
In Deutschland sind die Steuerjahre 2007 bis 2011 gegenwärtig in der Prüfung durch die Steuerbehörden.
Die Masterflex SE hatte im Jahr 2009 aufgrund drohender Finanzierungsschwierigkeiten die Erstellung eines Sanierungsgutachtens in Auftrag gegeben. Dieses Sanierungsgutachten hatte die grundsätzliche Sanierungsfähigkeit der Masterflex SE bescheinigt. Das Sanierungskonzept sah vor, dass die Gläubigerbanken teilweise auf ihre Forderungen gegen die Masterflex SE verzichten. Dieser Forderungsverzicht in Höhe von 10,2 Mio. Euro führte bei der Masterflex SE zu einem Sanierungsgewinn.
Die Besteuerungsfolgen könnten unter den Voraussetzungen eines steuerbegünstigten Sanierungsgewinns nach Auffassung der Finanzverwaltung gemäß BMF-Schreiben vom 27. März 2003 vermieden werden. Insofern sind die Besteuerungsgrundlagen in der Weise ermittelt worden, dass Verluste unbeschadet
Während der laufenden Betriebsprüfung für die Jahre 2007 – 2011 erfolgte der Hinweis, dass bei Anerkennung des Sanierungsgewinns dieser zunächst soweit wie möglich mit Verlusten und negativen Einkünften der Masterflex SE zu verrechnen sei. Neben einer Verrechnung mit Verlusten des laufenden Wirtschaftsjahres ist auch eine Verrechnung mit Verlustvorträgen und Verlustrückträgen vorzunehmen, und zwar unabhängig von bestehenden Ausgleichs- und Verrechnungsbeschränkungen. Bezogen auf die Masterflex SE käme es demnach zu einer vollständigen Verlustverrechnung mit dem angefallenen Sanierungsgewinn, da die Masterflex SE über genügend hohe Verluste und Verlustvorträge verfügte.
Die nicht sachgerechte Ermittlung der latenten Steuern führte zur Feststellung eines wesentlichen Fehlers im Abschluss per 31. Dezember 2010 der Masterflex SE. Dieser Fehler führte auch dazu, dass die Konzernabschlüsse in den Folgejahren falsche Angaben enthielten, die nach IAS 8.41 ff. zu berichtigen sind. Die Korrekturen sind im vorliegenden Konzernabschluss zum 31. Dezember 2014 reflektiert worden, indem die Vergleichszahlen für das Jahr 2013 erfolgswirksam angepasst wurden. Darüber hinaus wurde die Eröffnungsbilanz des Jahres 2013 erfolgsneutral korrigiert, da auch frühere Berichtsperioden betroffen sind.
Die das Geschäftsjahr 2013 betreffenden Korrekturen erforderten darüber hinaus eine Anpassung der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, der Konzern-Gesamtergebnisrechnung, der Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung, der Konzern-Kapitalflussrechnung sowie der angegebenen Vergleichszahlen im Konzern-Anhang für 2013. Zudem war eine Korrektur der Konzerneigenkapitalveränderungsrechnung zum 1. Januar 2013 erforderlich.
Die nachfolgende Tabelle gibt gemäß IAS 8.42 einen Überblick über die Vergleichsbeträge der Vorperioden, in denen der Fehler auftrat:
| in TEUR | 31.12.2013 | 01.01.2013 | 31.12.2011 | 31.12.2010 |
|---|---|---|---|---|
| Latente Steuern (aktiv) | -1.960 | -1.672 | -678 | -481 |
| Eigenkapital | -1.960 | -1.672 | -678 | -481 |
| Latente Steuern (GuV) | -288 | -994 | -197 | -481 |
| Konzernergebnis aus fortgeführten Geschäftsbereichen | 2.867 | 3.910 | 4.059 | 7.619 |
| Ergebnis pro Aktie aus fortgeführten Geschäftsbereichen (€) | 0,36 | 0,30 | 0,42 | 1,57 |
| Konzernergebnis aus fortgeführten und aufgegebenen Geschäftsbereichen |
2.596 | 3.449 | 3.686 | -2.814 |
| Ergebnis pro Aktie aus fortgeführten und aufgegebenen Geschäftsbereichen (€) |
0,29 | 0,39 | 0,42 | -0,59 |
Auswirkung auf frühere Konzernabschlüsse
Erläuterungen zur Konzernbilanz: Aktiva
4. Anlagevermögen
Die Entwicklung des Anlagevermögens wird separat in einem Konzernanlagenspiegel dargestellt (siehe Anlage). Als Sicherheiten für Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten existieren Grundschuldeintragungen in Höhe von 5.947 TEuro (Vorjahr: 6.103 TEuro) und Sicherungsübereignungen an Produktionseinrichtungen in Höhe von 7.236 TEuro (Vorjahr: 6.824 TEuro).
Die Vermögenswerte der Auslandsgesellschaften mit abweichender funktionaler Währung werden zum 31. Dezember mit den jeweiligen Stichtagskursen und sämtlichen Veränderungen während des Jahres zu Jahresdurchschnittskursen in Euro umgerechnet. Die aus der unterschiedlichen Umrechnung resultierenden Währungsdifferenzen werden gesondert im Konzernanlagenspiegel gezeigt.
a) Immaterielle Vermögenswerte
Alle immateriellen Vermögenswerte sind erworben, ausgenommen einzelne gewerbliche Schutzrechte sowie Entwicklungsleistungen der Masterflex SE und der Novoplast Schlauchtechnik GmbH. Die gewerblichen Schutzrechte betreffen selbst erstellte Patente. Die Entwicklungsleistungen beinhalten aktivierungsfähige Aufwendungen, die bei der Entwicklung marktfähiger Produkte entstanden sind.
| in TEUR | Selbst erstellte immaterielle Vermögens werte |
Erworbene immaterielle Vermögens werte |
Geschäfts oder Firmenwert |
Summe |
|---|---|---|---|---|
| Stand zum 01.01.2013 | 339 | 2.411 | 9.161 | 11.911 |
| Zugänge | 97 | 262 | 0 | 359 |
| Abgänge | 0 | 50 | 0 | 50 |
| Stand zum 01.01.2014 | 436 | 2.623 | 9.161 | 12.220 |
| Zugänge | 40 | 104 | 0 | 144 |
| Abgänge | 0 | 83 | 0 | 83 |
| Stand zum 31.12.2014 | 476 | 2.644 | 9.161 | 12.281 |
Die laufenden Abschreibungen und die kumulierten Abschreibungen setzen sich wie folgt zusammen:
| in TEUR | Selbst erstellte immaterielle Vermögens werte |
Erworbene immaterielle Vermögens werte |
Geschäfts oder Firmenwert |
Summe |
|---|---|---|---|---|
| Stand zum 01.01.2013 | 236 | 1.585 | 5.903 | 7.724 |
| Abschreibungen Geschäftsjahr | 11 | 290 | 0 | 301 |
| Abgänge | 0 | 50 | 0 | 50 |
| Stand zum 01.01.2014 | 247 | 1.825 | 5.903 | 7.975 |
| Abschreibungen Geschäftsjahr | 16 | 294 | 0 | 310 |
| Abgänge | 0 | 81 | 0 | 81 |
| Stand zum 31.12.2014 | 263 | 2.038 | 5.903 | 8.204 |
Die Buchwerte setzen sich wie folgt zusammen:
| in TEUR | Selbst erstellte immaterielle Vermögens werte |
Erworbene immaterielle Vermögens werte |
Geschäfts oder Firmenwert |
Summe |
|---|---|---|---|---|
| Stand zum 31.12.2013 | 189 | 798 | 3.258 | 4.245 |
| Stand zum 31.12.2014 | 213 | 606 | 3.258 | 4.077 |
b) Sachanlagen
Unter Sachanlagen wurden auch die einem Finanzierungsleasingvertrag zugrunde liegenden Grundstücksteile ausgewiesen. Die Masterflex SE nutzt Produktions- und Lagerhallen sowie das Verwaltungsgebäude im Rahmen eines Immobilien-Leasingvertrages. Der Vertrag vom 30. März 1993 mit der Leasinggeberin MODICA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Masterflex KG, Gelsenkirchen, war so ausgestaltet, dass auf die Masterflex SE alle wesentlichen mit dem Eigentum verbundenen Risiken und Chancen im Zusammenhang mit dem Leasinggegenstand übertragen wurden. Die Laufzeit des Vertrages endete planmäßig am 31. Juli 2014.
Die Masterflex SE hat den Leasinggegenstand zum 31. Juli 2014 zum vertraglich vereinbarten Restwert in Höhe von 3.085 TEuro erworben. Der Restwert entsprach dem bis zu diesem Zeitpunkt angesparten Mieterdarlehen.
Die Masterflex SE hat im Rahmen des Immobilien-Leasingvertrages nicht abgewohnte Mietvorauszahlungen in Höhe des vertraglich vereinbarten Kaufpreises erbracht. Diese Mietvorauszahlungen wurden mit Übergang von Besitz, Gefahr, Nutzen und Lasten entsprechend des Kaufvertrages zur Rückzahlung fällig. Die zum Zeitpunkt der Fälligkeit des Kaufpreises erbrachten Mietvorauszahlungen wurden mit dem Kaufpreisanspruch verrechnet.
Die ursprünglichen Anschaffungskosten, Nutzungsdauern und die Buchwertentwicklung zeigt folgende Übersicht:
| in TEUR | Anschaffungs kosten |
Nutzungs dauer |
Buchwert 31.12.2014 |
Buchwert 31.12.2013 |
|---|---|---|---|---|
| Gebäude | 4.568 | 30 Jahre | 1.631 | 1.784 |
| Grund und Boden | 587 | 587 | 587 | |
| Gesamt | 5.155 | 2.218 | 2.371 | |
Die Zahlungsverpflichtungen aus den Leasingraten während der Vertragslaufzeit werden in einen Zinsund Tilgungsanteil aufgeteilt. Der Zinsaufwand betrug im Geschäftsjahr 6 TEuro (Vorjahr 32 TEuro).
c) Finanzanlagen
Die Finanzanlagen setzen sich wie folgt zusammen:
| in TEUR | 31.12.2014 | 31.12.2013 |
|---|---|---|
| Wertpapiere des Anlagevermögens | 131 | 117 |
| Darlehen und Forderungen | 180 | 225 |
| Gesamt Finanzanlagen | 311 | 342 |
Bei den Wertpapieren handelt es sich um Renditepapiere aus einem europäischen Aktienindex und zur Veräußerung verfügbare Finanzinstrumente im Sinne des IAS 39. Die Finanzinstrumente sind der Stufe 1 als Input-Faktoren mit notierten Preisen in aktiven Märkten für identische Vermögenswerte oder Verbindlichkeiten zuzuordnen.
Anschaffungskosten, nicht realisierte Gewinne, nicht realisierte Verluste und Marktwerte der jederzeit zur Veräußerung verfügbaren Wertpapiere stellen sich zum 31. Dezember 2014 wie folgt dar:
| Anschaffungskosten in TEUR | Unrealisierte Verluste in TEUR | Marktwert in TEUR |
|---|---|---|
| 707 | 576 | 131 |
Die Erträge aus dem Bestand betrugen 7 TEuro (Vorjahr: 0 TEuro).
Forderungen aus Warengeschäften in Höhe von 180 TEuro werden aufgrund einer Finanzierungsvereinbarung als langfristige Forderungen erfasst.
5. Vorräte
Die Vorräte setzen sich im Einzelnen wie folgt zusammen:
| in TEUR | 31.12.2014 | 31.12.2013 |
|---|---|---|
| Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe | 6.107 | 5.719 |
| Unfertige Erzeugnisse | 662 | 546 |
| Fertige Erzeugnisse und Waren | 4.904 | 4.367 |
| Geleistete Anzahlungen | 21 | 67 |
| Gesamt Vorräte | 11.694 | 10.699 |
Vorräte in Höhe von 20.144 TEuro (Vorjahr: 17.679 TEuro) wurden aufwandswirksam erfasst.
Abschreibungen der Vorräte auf den Nettoveräußerungswert wurden in Höhe von 139 TEuro (Vorjahr: 235 TEuro) vorgenommen.
6. Forderungen und sonstige Vermögenswerte
Die Forderungen und sonstigen Vermögenswerte setzen sich wie folgt zusammen:
| in TEUR | 31.12.2014 | 31.12.2013 |
|---|---|---|
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 5.350 | 5.103 |
| Sonstige Vermögenswerte | 820 | 1.046 |
| Sonstige finanzielle Vermögenswerte | 26 | 108 |
| Zur Veräußerung klassifizierte Vermögenswerte | 4 | 6 |
| Gesamt Forderungen und sonstige Vermögenswerte | 6.202 | 6.263 |
Die sonstigen Vermögenswerte setzen sich wie folgt zusammen:
| in TEUR | 31.12.2014 | 31.12.2013 |
|---|---|---|
| Rechnungsabgrenzungen | 334 | 376 |
| Bonusforderungen | 203 | 102 |
| Forderungen gegen Finanzbehörden | 114 | 79 |
| Forderungen aus Rechtsstreit | 41 | 91 |
| Debitorische Kreditoren | 33 | 67 |
| Kautionen | 19 | 19 |
| Ausleihungen | 0 | 189 |
| Forderungen, Investitionszulage, Zuschuss | 0 | 54 |
| Sonstige | 76 | 69 |
| Gesamt sonstige Vermögenswerte | 820 | 1.046 |
Die Buchwerte der sonstigen Vermögenswerte entsprechen ihren beizulegenden Zeitwerten.
Der Posten "Sonstige Vermögenswerte" enthält Forderungen in Höhe von 0 TEuro (Vorjahr: 1 TEuro), die erst ein Jahr nach dem Bilanzstichtag realisiert werden.
Die Forderungen gegen Finanzbehörden beinhalten vornehmlich Umsatzsteuerforderungen.
Die Rechnungsabgrenzungen setzen sich im Wesentlichen aus Vorauszahlungen auf Messekosten, Provisionen, Leasingraten und Versicherungsprämien zusammen.
Hinsichtlich der "Sonstigen finanziellen Vermögenswerte" wird auf die Ausführungen in Abschnitt 17 verwiesen.
Der Posten "Zur Veräußerung klassifizierte Vermögenswerte" beinhaltet die Vermögenswerte der folgenden nicht mehr fortgeführten Geschäftsbereiche:
- • Masterflex Entwicklungs GmbH (vormals Masterflex Mobility GmbH)
- • Masterflex Vertriebs GmbH (vormals Masterflex Brennstoffzellentechnik GmbH).
7. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
Der Nominalwert der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen setzt sich wie folgt zusammen:
| in TEUR | 31.12.2014 | 31.12.2013 |
|---|---|---|
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 5.539 | 5.248 |
| Wertminderungen | -189 | -145 |
| Gesamt Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 5.350 | 5.103 |
Die Buchwerte der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen entsprechen ihren beizulegenden Zeitwerten.
Die Summe der Einzelwertberichtigungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen beträgt insgesamt 189 TEuro (Vorjahr: 145 TEuro).
Wertminderungen für Einzelrisiken wurden in Höhe von 61 TEuro (Vorjahr: 51 TEuro) berücksichtigt.
Das durchschnittliche Zahlungsziel und die durchschnittlichen Forderungsausstände bewegen sich im marktüblichen Rahmen.
Die Fälligkeitsstruktur der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen setzt sich wie folgt zusammen:
| 2014 | TEUR | TEUR |
|---|---|---|
| Buchwert (netto): | 5.350 | |
| 1. davon: zum Bilanzstichtag weder wertgemindert noch überfällig | 3.818 | |
| 2. davon: zum Bilanzstichtag nicht wertgemindert, aber überfällig | 1.532 | |
| weniger als 30 Tage | 1.076 | |
| 30 bis 59 Tage | 250 | |
| 60 bis 89 Tage | 18 | |
| 90 bis 119 Tage | 12 | |
| 120 Tage oder mehr | 176 |
| 2013 | TEUR | TEUR |
|---|---|---|
| Buchwert (netto): | 5.103 | |
| 1. davon: zum Bilanzstichtag weder wertgemindert noch überfällig | 3.785 | |
| 2. davon: zum Bilanzstichtag nicht wertgemindert, aber überfällig | 1.318 | |
| weniger als 30 Tage | 539 | |
| 30 bis 59 Tage | 493 | |
| 60 bis 89 Tage | 215 | |
| 90 bis 119 Tage | 12 | |
| 120 Tage oder mehr | 59 |
8. Ertragsteuererstattungsansprüche
Die Ertragsteuererstattungsansprüche betragen zum Stichtag 82 TEuro (Vorjahr: 192 TEuro). Sämtliche Ertragsteuererstattungsansprüche sind innerhalb eines Jahres fällig.
9. Barmittel und Bankguthaben
Die Barmittel und Bankguthaben umfassen Guthaben bei Kreditinstituten und Kassenbestände. Der Bestand an Barmitteln und Bankguthaben ermittelt sich zum Bilanzstichtag wie folgt:
| in TEUR | 31.12.2014 | 31.12.2013 |
|---|---|---|
| Barmittel und Bankguthaben | 4.422 | 4.749 |
Der effektive Zinssatz der kurzfristigen Bankeinlagen belief sich zwischen 0,00 Prozent und 1,50 Prozent.
Erläuterungen zur Konzernbilanz: Passiva
10. Eigenkapital
Kapitalmanagement
Die strategische Ausrichtung des Masterflex-Konzerns setzt den Rahmen für die Optimierung des Kapitalmanagements. Die nachhaltige Unternehmenswertsteigerung im Interesse der Aktionäre, Kunden und Mitarbeiter soll durch eine stetige Verbesserung des Ergebnisses durch Wachstum und Effizienzverbesserung unserer Geschäftsprozesse erfolgen. Hierfür ist der Ausgleich zwischen den Geschäfts- und Finanzrisiken mit der finanziellen Flexibilität des Masterflex-Konzerns erforderlich, der durch eine intensive Kommunikation mit dem Finanzmarkt und hier insbesondere mit den Banken dargestellt wird.
Die Satzung stellt keine Kapitalerfordernisse an die Masterflex SE.
Zur Erläuterung der Entwicklung des Eigenkapitals wird an dieser Stelle auf die Eigenkapitalveränderungsrechnung verwiesen.
Gezeichnetes Kapital
Das Gezeichnete Kapital beträgt im Geschäftsjahr 8.865.874 Euro, eingeteilt in 8.865.874 auf den Inhaber lautende Stammaktien in Form von nennwertlosen Stückaktien mit einem rechnerischen Anteil am Grundkapital von jeweils 1,00 Euro je Aktie. Das Grundkapital ist voll eingezahlt.
Im Laufe des Geschäftsjahres 2014 wurden keine eigenen Anteile verkauft oder neu erworben. Zum Bilanzstichtag befinden sich 134.126 eigene Anteile im Bestand der Masterflex SE (Vorjahr: 134.126).
Die 134.126 Stück auf den Inhaber lautenden Aktien ohne Nennbetrag (Stückaktien) haben einem rechnerischen Nennwert von 134.126 Euro. Sie repräsentieren einen Anteil von 1,51 Prozent am Grundkapital. Die Aktien wurden in der Zeit von September 2004 bis Juli 2005 erworben. Die Gesellschaft wurde durch die entsprechenden Hauptversammlungsbeschlüsse aus den Jahren 2004 und 2005 ermächtigt, eigene Aktien mit einem höchstens auf diese Aktien entfallenden anteiligen Betrag des Grundkapitals von 450.000,00 Euro zu erwerben. Das waren zehn Prozent des Grundkapitals der Gesellschaft zum Zeitpunkt der Hauptversammlung in Höhe von 4.500.000,00 Euro. Die erworbenen Aktien durften – zusammen mit anderen eigenen Aktien, die sich im Besitz der Gesellschaft befanden oder ihr nach §§ 71 a ff. AktG zuzurechnen waren – zu keinem Zeitpunkt zehn Prozent des Grundkapitals der Gesellschaft übersteigen. Die Ermächtigung durfte nicht zum Zwecke des Handels in eigenen Aktien ausgenutzt werden.
Demnach weist die Masterflex SE ein Ausgegebenes Kapital in Höhe von 8.731.748 Euro aus.
Durch Beschluss der Hauptversammlung vom 28. Juni 2011 wurde der Vorstand ermächtigt
a) ab dem 29. Juni 2011 bis zum 28. Juni 2016 mit Zustimmung des Aufsichtsrats, eigene Aktien im Umfang von bis zu zehn Prozent des zum Zeitpunkt der Beschlussfassung der Hauptversammlung oder – falls dieser Wert geringer ist – des zum Zeitpunkt der Ausübung der Ermächtigung bestehenden Grundkapitals der Gesellschaft zu erwerben. Die erworbenen Aktien dürfen – zusammen mit anderen eigenen Aktien, die sich im Besitz der Gesellschaft befinden oder ihr nach §§ 71 a ff. AktG zuzurechnen sind – zu keinem Zeitpunkt zehn Prozent des Grundkapitals der Gesellschaft übersteigen.
b) Die Ermächtigung darf nicht zum Zwecke des Handels in eigenen Aktien ausgenutzt werden.
- c) Der Erwerb erfolgt (1) über die Börse oder (2) mittels eines an alle Aktionäre der Gesellschaft gerichteten öffentlichen Kaufangebots.
- • Beim Erwerb eigener Aktien über die Börse darf der Erwerbspreis je Aktie (ohne Erwerbsnebenkosten) den Börsenkurs der Aktien der Gesellschaft nicht um mehr als zehn Prozent über- oder unterschreiten. Als maßgeblicher Börsenkurs im Sinne der Ermächtigung gilt der Mittelwert der Börsenkurse der Aktien der Gesellschaft, die als Schlusskurse im Xetra-Handel (oder in einem an die Stelle des Xetra-Systems getretenen funktional vergleichbaren Nachfolgesystem) an der Frankfurter Wertpapierbörse während der letzten drei Börsentage vor dem Erwerb der Aktien festgestellt werden.
- • Erfolgt der Erwerb eigener Aktien über ein öffentliches Kaufangebot an alle Aktionäre der Gesellschaft, dürfen der gebotene Kaufpreis oder die Grenzwerte der gebotenen Kaufpreisspanne je Aktie (ohne Erwerbsnebenkosten) den Börsenkurs der Aktien der Gesellschaft nicht um mehr als zehn Prozent über- oder unterschreiten. Als maßgeblicher Börsenkurs im Sinne der Ermächtigung gilt der Mittelwert der Börsenkurse der Aktien der Gesellschaft, die als Schlusskurse im Xetra-Handel (oder in einem an die Stelle des Xetra-Systems getretenen funktional vergleichbaren Nachfolgesystem) an der Frankfurter Wertpapierbörse während des sechsten bis dritten Börsentages vor dem Tag der Veröffentlichung des Angebots festgestellt werden. Das Volumen des Angebots kann begrenzt werden. Sofern die gesamte Zeichnung des Angebots dieses Volumen überschreitet, muss die Annahme im Verhältnis der jeweils angebotenen Aktien erfolgen. Eine bevorrechtigte Annahme von geringen Stückzahlen der zum Erwerb angebotenen Aktien der Gesellschaft von bis zu 50 Stück je Aktionär kann vorgesehen werden sowie zur Vermeidung rechnerischer Bruchteile von Aktien eine Rundung nach kaufmännischen Grundsätzen.
- d) Der Vorstand wird weiter ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats die erworbenen eigenen Aktien unter Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre an Dritte gegen Sachleistung zu veräußern, insbesondere auch im Zusammenhang mit Unternehmenszusammenschlüssen und dem Erwerb von Unternehmen, Unternehmensteilen und/oder Beteiligungen an Unternehmen.
- e) Der Vorstand wird ferner ermächtigt, die erworbenen eigenen Aktien mit Zustimmung des Aufsichtsrats unter Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre gegen Barzahlung in anderer Weise als über die Börse oder durch ein Angebot an alle Aktionäre zu veräußern.
- f) Im Fall des lit. d) muss der Wert der Sacheinlage bei einer Gesamtbeurteilung angemessen im Sinne des § 255 Absatz 2 AktG sein. Die Aktien dürfen im Fall des lit. e) nur zu einem Preis (ohne Veräußerungsnebenkosten) an Dritte veräußert werden, der den Börsenkurs von Aktien der Gesellschaft gleicher Ausstattung zum Zeitpunkt der Veräußerung nicht wesentlich unterschreitet. Als maßgeblicher Börsenkurs im Sinne der Ermächtigung gilt der Mittelwert der Börsenkurse der Aktien der Gesellschaft, die als Schlusskurse im Xetra-Handel (oder in einem an die Stelle des Xetra-Systems getretenen funktional vergleichbaren Nachfolgesystem) an der Frankfurter Wertpapierbörse während der letzten fünf Börsentage vor der Veräußerung der eigenen Aktien festgestellt werden.
- g) Die Ermächtigung zum Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre gemäß lit. e) gilt ferner mit der Maßgabe, dass die unter Ausschluss des Bezugsrechts veräußerten eigenen Aktien zehn Prozent des Grundkapitals nicht übersteigen dürfen, und zwar weder zehn Prozent des Grundkapitals, das im Zeitpunkt der Erteilung der Ermächtigung besteht, noch zehn Prozent des Grundkapitals, das im Zeitpunkt der Ausnutzung der Ermächtigung zum Ausschluss des Bezugsrechts besteht. Die Höchstgrenze von zehn Prozent des Grundkapitals vermindert sich um den anteiligen Betrag des Grundkapitals, der auf diejenigen Aktien entfällt, die aufgrund einer im Übrigen bestehenden Ermächtigung zum Ausschluss des Bezugsrechts gemäß § 186 Absatz 3 Satz 4 AktG während der Laufzeit dieser
Ermächtigung ausgegeben werden. Ferner sind auf diese Begrenzung diejenigen Aktien anzurechnen, die zur Bedienung von Schuldverschreibungen mit Wandlungs- oder Optionsrechten bzw. einer Wandlungspflicht ausgegeben wurden bzw. auszugeben sind, sofern die Schuldverschreibungen während der Laufzeit dieser Ermächtigung unter Ausschluss des Bezugsrechts in entsprechender Anwendung des § 186 Absatz 3 Satz 4 Aktiengesetz ausgegeben wurden.
- h) Der Vorstand wird ferner ermächtigt, eigene Stammaktien mit Zustimmung des Aufsichtsrats an die Inhaber von Options- oder Wandelanleihen der Gesellschaft oder einer Konzerngesellschaft im Sinne des § 18 des Aktiengesetzes, die aufgrund der Ermächtigungen durch die Hauptversammlung der Gesellschaft vom 11. August 2009 unter dem Tagesordnungspunkt 9 begeben worden sind, gemäß den Options- und Anleihebedingungen zu liefern.
- i) Der Vorstand wird ferner ermächtigt, die erworbenen eigenen Aktien mit Zustimmung des Aufsichtsrats ohne weiteren Hauptversammlungsbeschluss einzuziehen. Er ist im Rahmen der Einziehung ferner ermächtigt, die Einziehung von Stückaktien entweder im Rahmen einer Kapitalherabsetzung oder aber ohne Kapitalherabsetzung vorzunehmen. Erfolgt die Einziehung von Stückaktien ohne Kapitalherabsetzung, so erhöht sich der Anteil der übrigen Aktien am Grundkapital gemäß § 8 Absatz 3 AktG. Für diesen Fall ist der Vorstand zudem ermächtigt, die Angabe der Zahl der Aktien der Gesellschaft in der Satzung anzupassen (§ 237 Absatz 3 Ziffer 3. AktG).
- j) Die vorstehenden Ermächtigungen können einmal oder mehrmals, einzeln oder zusammen ausgeübt werden.
- k) Als Schlusskurse im Sinne dieser Ermächtigung gelten die an einem Handelstag letzten jeweils festgestellten Börsenkurse. Die Vorschriften des Wertpapiererwerbs- und Übernahmegesetzes sind zu beachten, sofern und soweit diese Anwendung finden.
- l) Der Vorstand wird beim Erwerb eigener Aktien die gesetzlichen Bestimmungen zur vorausgesetzten möglichen Bildung von Rücklagen in Höhe der Aufwendungen für den Erwerb (§ 71 Absatz 2 Satz 2 AktG) pflichtgemäß beachten.
Vorstand und Aufsichtsrat haben von diesen Ermächtigungen keinen Gebrauch gemacht.
Genehmigtes Kapital
Durch Beschluss der Hauptversammlung vom 28. Juni 2011 wurde der Vorstand ermächtigt, das Grundkapital der Gesellschaft bis zum 27. Juni 2016 mit Zustimmung des Aufsichtsrats um bis zu 4.432.937,00 Euro durch ein- oder mehrmalige Ausgabe von bis zu 4.432.937 auf den Inhaber lautende Stückaktien gegen Bar- und/oder Sacheinlagen zu erhöhen (Genehmigtes Kapital I).
Der Vorstand wird ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats den weiteren Inhalt der Aktienrechte und die Bedingungen der Aktienausgabe festzulegen. Die neuen Aktien sind den Aktionären zum Bezug anzubieten. Die neuen Aktien können auch von einem Kreditinstitut oder einem nach § 53 Absatz 1 Satz 1 oder § 53b Absatz 1 Satz 1 oder Absatz 7 des Gesetzes über das Kreditwesen (KWG) tätigen Unternehmen mit der Verpflichtung übernommen werden, sie den Aktionären zum Bezug anzubieten. Der Vorstand wird jedoch ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Bezugsrecht der Aktionäre in folgenden Fällen auszuschließen:
- • für Spitzenbeträge
-
• bei Kapitalerhöhungen gegen Sacheinlagen, insbesondere zu Gewährung von Aktien zum Zwecke des Erwerbs von Unternehmen, Unternehmensteilen oder Beteiligungen an Unternehmen;
-
• bei Bareinlagen bis zu einem Betrag, der zehn Prozent des zum Zeitpunkt des Wirksamwerdens dieser Ermächtigung und des zum Zeitpunkt der Ausnutzung dieser Ermächtigung bestehenden Grundkapitals nicht überschreitet, und wenn der Ausgabebetrag der Aktien den Börsenpreis der bereits börsennotierten Aktien der Gesellschaft zum Zeitpunkt der endgültigen Festlegung des Ausgabebetrages nicht wesentlich unterschreitet. Auf die vorgenannte zehn Prozent-Grenze werden Aktien angerechnet, die aufgrund einer von der Hauptversammlung erteilten Ermächtigung erworben und gemäß § 71 Absatz 1 Nr. 8 AktG i.V.m. § 186 Absatz 3 Satz 4 AktG während der Laufzeit dieser Ermächtigung veräußert werden oder aufgrund einer im Übrigen bestehenden Ermächtigung zum Ausschluss des Bezugsrechts gemäß § 186 Absatz 3 Satz 4 AktG während der Laufzeit dieser Ermächtigung ausgegeben werden. Ferner sind auf diese Begrenzung diejenigen Aktien anzurechnen, die zur Bedienung von Schuldverschreibungen mit Wandlungs- oder Optionsrechten bzw. einer Options- oder Wandlungspflicht ausgegeben wurden bzw. auszugeben sind, sofern diese Schuldverschreibungen während der Laufzeit dieser Ermächtigung unter Ausschluss des Bezugsrechts in entsprechender Anwendung des § 186 Absatz 3 Satz 4 AktG ausgegeben wurden;
- • um Inhabern bzw. Gläubigern der von der Gesellschaft zuvor etwa ausgegebenen Options- bzw. Wandelanleihen ein Bezugsrecht auf neue Aktien in dem Umfang zu gewähren, wie es ihnen nach Ausübung des Options- bzw. Wandlungsrechts oder nach Erfüllung einer Options- bzw. Wandlungspflicht als Aktionär zustehen würde.
Der Aufsichtsrat wird ermächtigt, die Fassung des § 4 der Satzung nach vollständiger oder teilweiser Durchführung der Erhöhung des Grundkapitals entsprechend der jeweiligen Ausnutzung des genehmigten Kapitals und, falls das Genehmigte Kapital I bis zum 27. Juni 2016 nicht oder nicht vollständig ausgenutzt worden sein sollte, nach Ablauf der Ermächtigungsfrist anzupassen.
Vorstand und Aufsichtsrat haben von diesen Ermächtigungen keinen Gebrauch gemacht.
Bedingtes Kapital
Die Ermächtigung des Vorstands durch die Hauptversammlung vom 11. August 2009, Options- und/oder Wandelanleihen auf Aktien der Gesellschaft zu begeben, lief am 31. Juli 2014 aus. Von ihr ist kein Gebrauch gemacht worden. Um diese Möglichkeit der Kapitalaufnahme auch künftig nutzen zu können, ist eine neue Ermächtigung beschlossen worden. Zur Bedienung der Options- oder Wandlungsrechte bzw. Optionsoder Wandlungspflichten im Fall der Ausnutzung der neuen Ermächtigung ist zudem unter Aufhebung des bisherigen bedingten Kapitals gemäß § 4 Absatz 6 der Satzung ein neues bedingtes Kapital (Bedingtes Kapital 2014) und eine entsprechende Änderung von § 4 der Satzung beschlossen worden.
Durch Beschluss der Hauptversammlung vom 24. Juni 2014 erhielten Vorstand und Aufsichtsrat folgende Emächtigung:
a) Ermächtigung zur Ausgabe von Options- und/oder Wandelschuldverschreibungen
aa. Ermächtigungszeitraum, Nennbetrag, Aktienanzahl, Laufzeit, Verzinsung
Der Vorstand wurde ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats bis zum 23. Juni 2019 einmalig oder mehrmals auf den Inhaber oder auf den Namen lautende Options- und/oder Wandelschuldverschreibungen (zusammen im Folgenden auch "Schuldverschreibungen") im Gesamtnennbetrag von bis zu 45.000.000,00 Euro auszugeben. Den Inhabern bzw. Gläubigern von Options- und Wandelschuldverschreibungen (nachfolgend gemeinsam "Inhaber") können Options- bzw. Wandlungsrechte auf insgesamt bis zu 4.432.937 neue, auf den Inhaber lautende Stückaktien der Gesellschaft mit einem anteiligen Betrag am Grundkapital von insgesamt bis zu 4.432.937,00 Euro nach näherer Maßgabe der Bedingungen der Schuldverschreibungen gewährt oder es können Wandlungspflichten in
entsprechender Höhe begründet werden. Die Schuldverschreibungen sowie die Options- und Wandlungsrechte bzw. -pflichten können mit oder ohne Laufzeitbegrenzung begeben werden. Die Schuldverschreibungen können mit einer festen oder variablen Verzinsung ausgestattet werden, wobei die Verzinsung auch wie bei einer Gewinnschuldverschreibung vollständig oder teilweise von der Höhe der Dividende der Gesellschaft abhängig sein kann. Die Ausgabe von Schuldverschreibungen kann auch gegen Erbringung von Sachleistungen erfolgen.
bb. Bezugsrechtsgewährung, Bezugsrechtsausschluss
Die Aktionäre haben auf von der Gesellschaft begebene Schuldverschreibungen grundsätzlich ein gesetzliches Bezugsrecht. Die Schuldverschreibungen können auch von einem oder mehreren Kreditinstituten oder den Mitgliedern eines Konsortiums von Kreditinstituten oder von Kreditinstituten nach § 186 Absatz 5 Satz 1 AktG gleichgestellten Unternehmen mit der Verpflichtung übernommen werden, sie den Aktionären zum Bezug anzubieten.
Der Vorstand wird jedoch ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Bezugsrecht der Aktionäre auf die Schuldverschreibungen in folgenden Fällen auszuschließen:
- I. Für Spitzenbeträge, die sich aufgrund des Bezugsrechtsverhältnisses ergeben;
- II. sofern die Schuldverschreibungen gegen Barleistungen ausgegeben werden und der Ausgabepreis den nach anerkannten finanzmathematischen Grundsätzen ermittelten theoretischen Marktwert der Schuldverschreibungen nicht wesentlich unterschreitet. Diese Ermächtigung zum Bezugsrechtsausschluss gilt jedoch nur für Schuldverschreibungen mit Rechten auf Aktien, auf die ein anteiliger Betrag des Grundkapitals von insgesamt nicht mehr als zehn Prozent des Grundkapitals entfällt, und zwar weder im Zeitpunkt des Wirksamwerdens noch im Zeitpunkt der Ausübung dieser Ermächtigung. Auf diese Begrenzung ist die Veräußerung eigener Aktien anzurechnen, sofern sie während der Laufzeit dieser Ermächtigung unter Ausschluss des Bezugsrechts entsprechend § 186 Absatz 3 Satz 4 AktG erfolgt. Ferner sind auf diese Begrenzung diejenigen Aktien anzurechnen, die während der Laufzeit dieser Ermächtigung aus genehmigtem Kapital unter Ausschluss des Bezugsrechts entsprechend § 186 Absatz 3 Satz 4 AktG ausgegeben werden;
- III. sofern die Schuldverschreibungen gegen Sachleistungen ausgegeben werden und der Wert der Sachleistung im Vergleich zu dem nach anerkannten finanzmathematischen Grundsätzen ermittelten theoretischen Marktwert der Schuldverschreibungen nicht unangemessen niedrig ist. Die Summe der Aktien, die an Inhaber von Schuldverschreibungen, welche nach dieser Ermächtigung unter Ausschluss des Bezugsrechts ausgegeben werden, darf unter Anrechnung der Aktien, die während der Laufzeit dieser Ermächtigung aus genehmigtem Kapital oder aus einem Bestand eigener Aktien unter Ausschluss des Bezugsrechts gegen Bar- und/oder Sacheinlagen ausgegeben werden, insgesamt 20 Prozent des im Zeitpunkt der Beschlussfassung der Hauptversammlung bestehenden Grundkapitals der Gesellschaft oder – falls dieser Wert geringer ist – im Zeitpunkt der Ausübung dieser Ermächtigung nicht übersteigen, wobei Bezugsrechtsausschlüsse für Spitzenbeträge unberücksichtigt bleiben. Die Ausgabe von Bezugsrechten oder Aktien im Rahmen von Aktienoptionsprogrammen stellt keinen Bezugsrechtsausschluss in diesem Sinne dar.
cc. Währung, Ausgabe durch Mehrheitsbeteiligungsgesellschaften
Die Schuldverschreibungen können außer in Euro auch – unter Begrenzung auf den entsprechenden Euro-Gegenwert – in der gesetzlichen Währung eines OECD-Landes begeben werden. Sie können auch durch unmittelbare oder mittelbare Mehrheitsbeteiligungsgesellschaften der Masterflex SE (d.h. Gesellschaften, an denen die Masterflex SE unmittelbar oder mittelbar mit Mehrheit der Stimmen und des Kapitals beteiligt ist) begeben werden; in diesem Fall wird der Vorstand ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats für die Masterflex SE die Garantie für die Schuldverschreibungen zu
übernehmen und den Inhabern solcher Schuldverschreibungen Options- bzw. Wandlungsrechte auf Aktien der Masterflex SE zu gewähren bzw. zu garantieren.
dd. Options- und Wandlungsrecht
Im Fall der Ausgabe von Optionsschuldverschreibungen werden jeder Teilschuldverschreibung ein oder mehrere Optionsscheine beigefügt, die den Inhaber nach näherer Maßgabe der vom Vorstand festzulegenden Optionsbedingungen zum Bezug von neuen auf den Inhaber lautenden Stückaktien der Gesellschaft berechtigen. Für auf Euro lautende, durch die Gesellschaft begebene Optionsschuldverschreibungen können die Optionsbedingungen vorsehen, dass der Optionspreis ganz oder teilweise durch Übertragung von Teilschuldverschreibungen und gegebenenfalls eine bare Zuzahlung erfüllt werden kann. Das Bezugsverhältnis ergibt sich aus der Division des Nennbetrags einer Teilschuldverschreibung durch den gemäß den Optionsbedingungen zu zahlenden Preis für eine Aktie der Gesellschaft. Der anteilige Betrag am Grundkapital, der auf die je Teilschuldverschreibung zu beziehenden neuen Aktien entfällt, darf den Nennbetrag der Teilschuldverschreibungen (gegebenenfalls zuzüglich einer baren Zuzahlung) nicht übersteigen. Soweit sich ein Bezug auf Bruchteile von Aktien ergibt, kann vorgesehen werden, dass diese Bruchteile nach Maßgabe der Optionsbedingungen, gegebenenfalls gegen Zuzahlung, zum Bezug ganzer Aktien aufaddiert werden können.
Im Fall der Ausgabe von Wandelschuldverschreibungen erhalten die Inhaber der Schuldverschreibungen das Recht, ihre Teilschuldverschreibungen gemäß den vom Vorstand festgelegten Wandelanleihebedingungen in auf den Inhaber lautende Stückaktien der Gesellschaft umzutauschen. Das Umtauschverhältnis ergibt sich aus der Division des Nennbetrages oder des unter dem Nennbetrag liegenden Ausgabebetrages einer Teilschuldverschreibung durch den in den Wandelanleihebedingungen festgesetzten Wandlungspreis für eine Aktie der Gesellschaft. Das Umtauschverhältnis kann auf eine volle Zahl auf- oder abgerundet werden, soweit nicht vorgesehen wird, dass rechnerisch Bezugsrechte auf Bruchteile von Aktien gewährt werden, die nach Maßgabe der Wandelanleihebedingungen zum Bezug ganzer Aktien aufaddiert werden können. Ferner kann eine in bar zu leistende Zuzahlung festgesetzt werden. Der anteilige Betrag des Grundkapitals, der auf die Wandlung je Teilschuldverschreibung entfällt, darf den Nennbetrag der einzelnen Teilschuldverschreibung bzw. den unter dem Nennbetrag liegenden Ausgabebetrag einer Teilschuldverschreibung nicht übersteigen, soweit die Differenz nicht durch Zuzahlung des Umtauschberechtigten gedeckt ist.
ee. Options- und Wandlungspflicht
Die Bedingungen der Schuldverschreibungen können auch eine Options- bzw. Wandlungspflicht (Mandatory Convertible) zum Ende der Laufzeit oder zu einem anderen Zeitpunkt (nachfolgend jeweils auch "Endfälligkeit") begründen oder das Recht der Gesellschaft vorsehen, bei Endfälligkeit den Inhabern der Schuldverschreibungen ganz oder teilweise an Stelle der Zahlung des fälligen Geldbetrags Aktien der Gesellschaft zu gewähren. In diesen Fällen kann der Options- oder Wandlungspreis für eine Aktie dem (ungewichteten) durchschnittlichen Schlusskurs der Aktie der Gesellschaft im Xetra-Handel (oder Nachfolgesystem) der Deutsche Börse AG während der zehn Börsentage vor oder nach dem Tag der Endfälligkeit entsprechen, auch wenn dieser unterhalb des unter der nachfolgenden lit. gg. Genannten Mindestpreises liegt. Die §§ 9 Absatz 1, 199 Absatz 2 AktG bleiben unberührt.
ff. Gewährung neuer oder bestehender Aktien; Geldzahlung
Die Gesellschaft kann im Fall der Optionsausübung oder Wandlung bzw. bei der Erfüllung von Optionsoder Wandlungspflichten nach ihrer Wahl entweder neue Aktien aus bedingtem Kapital oder bereits bestehende Aktien der Gesellschaft oder Aktien einer anderen börsennotierten Gesellschaft gewähren, gegebenenfalls zuzüglich einer baren Zuzahlung. Die Bedingungen der Schuldverschreibungen können auch das Recht der Gesellschaft vorsehen, im Fall der Optionsausübung oder Wandlung bzw. bei der Erfüllung der Options- oder Wandlungspflichten nicht Aktien zu gewähren, sondern einen Geldbetrag zu zahlen, der sich aus der Anzahl der anderenfalls zu liefernden Aktien und dem ungewichteten durchschnittlichen Schlusskurs der Aktien der Gesellschaft im XETRA-Handel der Deutsche
Börse AG oder in einem entsprechenden Nachfolgesystem während eines Referenzzeitraums von drei bis zehn Börsentagen vor oder nach der Optionsausübung bzw. Erklärung der Wandlung ergibt. §§ 9 Absatz 1, 199 Absatz 2 AktG bleiben unberührt.
gg. Optionspreis, Wandlungspreis, wertwahrende Anpassung des Options- oder Wandlungspreises Der jeweils festzusetzende Options- bzw. Wandlungspreis für eine Aktie der Gesellschaft muss – auch bei einem variablen Umtauschverhältnis bzw. Options- oder Wandlungspreis – entweder mindestens 80 Prozent des ungewichteten durchschnittlichen Schlusskurses der Aktie der Gesellschaft im XE-TRAHandel der Deutsche Börse AG oder in einem entsprechenden Nachfolgesystem während eines Referenzzeitraums von zehn Börsentagen vor dem Tag der Beschlussfassung durch den Vorstand über die Begebung der Options- oder Wandelanleihe entsprechen oder – für den Fall der Einräumung eines Bezugsrechts – wenn (I) ein Bezugsrechtshandel stattfindet, mindestens 80 Prozent des ungewichteten durchschnittlichen Schlusskurses der Aktie der Gesellschaft im XETRA-Handel der Deutsche Börse AG oder in einem entsprechenden Nachfolgesystem während der Tage entsprechen, an denen die Bezugsrechte auf die Schuldverschreibungen an der Frankfurter Wertpapierbörse gehandelt werden, mit Ausnahme der beiden letzten Börsentage des Bezugsrechtshandels oder wenn (II) kein Bezugsrechtshandel stattfindet, mindestens 80 Prozent des nicht gewichteten durchschnittlichen Schlusskurses der Aktie der Gesellschaft im XETRA-Handel der Deutsche Börse AG oder in einem entsprechenden Nachfolgesystem in dem Zeitraum vom Beginn der Bezugsfrist bis zum Tag vor der Bekanntmachung der endgültigen Festlegung der Konditionen (einschließlich) entsprechen. Die §§ 9 Absatz 1, 199 Absatz 2 AktG bleiben unberührt.
Eine hiervon abweichende Festsetzung des Options- bzw. Wandlungspreises bei Bestehen einer Options- oder Wandlungspflicht oder eines Wandlungsrechts der Gesellschaft gemäß vorstehender lit. ee) bleibt hiervon unberührt.
Der Options- oder Wandlungspreis kann unbeschadet der §§ 9 Absatz 1, 199 Absatz 2 AktG aufgrund einer Verwässerungsschutzklausel nach näherer Bestimmung der Anleihebedingungen ermäßigt werden, wenn die Gesellschaft während der Options- oder Wandlungsfrist das Grundkapital unter Einräumung eines ausschließlichen Bezugsrechts an ihre Aktionäre oder durch Kapitalerhöhung aus Gesellschaftsmitteln erhöht oder weitere Options- oder Wandelanleihen begibt und den Inhabern zuvor ausgegebener Schuldverschreibungen dabei jeweils kein Bezugsrecht in dem Umfang eingeräumt wird, wie es ihnen nach Ausübung der Options- oder Wandlungsrechte bzw. bei Erfüllung der Optionsoder Wandlungspflichten als Aktionär zustehen würde. Eine solche Ermäßigung des Options- oder Wandlungspreises kann auch durch eine Barzahlung bei Ausübung des Options- oder Wandlungsrechts oder bei der Erfüllung einer Options- oder Wandlungspflicht bewirkt werden. Die Anleihebedingungen können im Rahmen einer Verwässerungsschutzklausel ferner vorsehen, dass den Inhabern der Schuldverschreibungen zusätzliche Options- und Wandlungsrechte auch auf Aktien aus einem bedingten Kapital der Gesellschaft oder auf von der Gesellschaft erworbene eigene Aktien gewährt werden, sofern insoweit bedingtes Kapital bzw. eigene Aktien der Gesellschaft zur Verfügung stehen. Schließlich können die Anleihebedingungen für den Fall einer Kapitalherabsetzung eine Anpassung der Options- bzw. Wandlungsrechte oder -pflichten vorsehen.
hh. Ermächtigung zur Festlegung der weiteren Einzelheiten
Der Vorstand wird ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats die weiteren Einzelheiten der Ausgabe und Ausstattung der Schuldverschreibungen festzulegen, insbesondere Zinssatz, Art der Verzinsung, Ausgabekurs, Laufzeit und Stückelung, Verwässerungsschutzbestimmungen, Options- bzw. Wandlungszeitraum sowie im vorgenannten Rahmen den Options- bzw. Wandlungspreis, Umtauschmodalitäten bei Umtauschberechtigung und/oder Umtausch- oder Wandlungspflichten sowie Rechte der Gesellschaft zur vorzeitigen Wandlung von Schuldverschreibungen.
b) Aufhebung des bisherigen bedingten Kapitals gemäß § 4 Absatz 6 der Satzung und Schaffung eines neuen Bedingten Kapitals 2014 gemäß eines neuen § 4 Absatz 6 der Satzung
- aa. Das gemäß Beschluss der Hauptversammlung vom 11. August 2009 beschlossene und in § 4 Absatz 6 der Satzung enthaltene bedingte Kapital wird aufgehoben.
- bb. Das Grundkapital der Gesellschaft wird um bis zu 4.432.937,00 Euro durch Ausgabe von bis zu 4.432.937 neuen, auf den Inhaber lautenden Stammaktien ohne Nennbetrag (Stückaktien) bedingt erhöht. Die bedingte Kapitalerhöhung dient der Sicherung der Gewährung von Optionsrechten und der Vereinbarung von Optionspflichten nach Maßgabe der Optionsbedingungen an die Inhaber von Optionsscheinen aus Optionsanleihen bzw. der Sicherung der Erfüllung von Wandlungsrechten und der Erfüllung von Wandlungspflichten nach Maßgabe der Wandelanleihebedingungen an die Inhaber von Wandelanleihen, diejeweils aufgrund der vorstehenden Ermächtigung gemäß lit. a von der Gesellschaft oder von unmittelbaren oder mittelbaren Mehrheitsbeteiligungsgesellschaften der Gesellschaft in der Zeit bis zum 23. Juni 2019 begeben bzw. garantiert werden. Die bedingte Kapitalerhöhung ist nur im Fall der Begebung der Options- bzw. Wandelanleihen und nur insoweit durchzuführen, wie die Inhaber der Optionsscheine bzw. der Wandelanleihen von ihren Options- bzw. Wandlungsrechten Gebrauch machen oder eine Options- bzw. Wandlungspflicht (auch im Fall der Ausübung eines entsprechenden Wahlrechts der Gesellschaft) erfüllt werden soll. Die neuen Aktien nehmen jeweils vom Beginn des Geschäftsjahres an, in dem sie entstehen, am Gewinn teil. Der Vorstand wird ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats die weiteren Einzelheiten der Durchführung der bedingten Kapitalerhöhung festzusetzen.
c) Änderung der Satzung
§ 4 Absatz 6 der Satzung (Höhe und Einteilung des Grundkapitals) wird wie folgt neu gefasst:
"6. Das Grundkapital der Gesellschaft ist um bis zu 4.432.937,00 Euro durch Ausgabe von bis zu 4.432.937 neuen, auf den Inhaber lautenden Stammaktien ohne Nennbetrag (Stückaktien) bedingt erhöht. Die bedingte Kapitalerhöhung dient der Sicherung der Gewährung von Optionsrechten und der Vereinbarung von Optionspflichten nach Maßgabe der Optionsanleihebedingungen an die Inhaber bzw. Gläubiger von Optionsscheinen aus Optionsanleihen bzw. der Sicherung der Erfüllung von Wandlungsrechten und der Erfüllung von Wandlungspflichten nach Maßgabe der Wandelanleihebedingungen an die Inhaber bzw. Gläubiger von Wandelanleihen, die jeweils aufgrund des Beschlusses der Hauptversammlung vom 24. Juni 2014 von der Gesellschaft oder von unmittelbaren oder mittelbaren Mehrheitsbeteiligungsgesellschaften der Gesellschaft in der Zeit bis zum 23. Juni 2019 begeben werden. Die bedingte Kapitalerhöhung ist nur im Fall der Begebung der Options- bzw. Wandelanleihen und nur insoweit durchzuführen, wie die Inhaber bzw. Gläubiger der Optionsscheine bzw. der Wandelanleihen von ihren Options- bzw. Wandlungsrechten Gebrauch machen oder eine Options- bzw. Wandlungspflicht (auch im Fall der Ausübung eines entsprechenden Wahlrechts der Gesellschaft) erfüllt werden soll. Die neuen Aktien nehmen jeweils vom Beginn des Geschäftsjahres an, in dem sie entstehen, am Gewinn teil. Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats die weiteren Einzelheiten der Durchführung der bedingten Kapitalerhöhung festzusetzen. Der Aufsichtsrat ist ermächtigt, § 4 Absatz 6 der Satzung entsprechend der jeweiligen Inanspruchnahme des bedingten Kapitals und nach Ablauf sämtlicher Options- bzw. Wandlungsfristen zu ändern."
Das gemäß Beschluss der Hauptversammlung vom 11. August 2009 geschaffene bedingte Kapital wurde mit Beschluss der Hauptversammlung vom 24. Juni 2014 aufgehoben.
Die Kapitalrücklage beträgt zum Bilanzstichtag 26.252 TEuro (Vorjahr: 26.252 TEuro). Sie enthält im Wesentlichen den Emissionserlös aus dem Börsengang im Jahr 2000 nach Abzug von Börseneinführungskosten und die in 2010 durchgeführte Kapitalerhöhung.
Ferner werden gemäß IAS 32 Erwerbe und Veräußerungen eigener Anteile, unter Berücksichtigung von Ertragsteuerauswirkungen, verrechnet.
Gewinnrücklagen
Die Entwicklung der Gewinnrücklagen ist dem Eigenkapitalspiegel zu entnehmen.
Rücklage zur Marktbewertung von Finanzinstrumenten
Gemäß IAS 39 wurden vorhandene Wertpapiere des Anlagevermögens als 'available for sale' (zur Veräußerung verfügbar) klassifiziert. Am Bilanzstichtag wurden diese Wertpapiere mit dem beizulegenden Wert bewertet. Dadurch entstanden für ein Wertpapier unrealisierte Gewinne, die nach Berücksichtigung von Ertragsteuerauswirkungen erfolgsneutral in die Position "Rücklage zur Marktbewertung von Finanzinstrumenten" eingestellt wurden.
Währungsdifferenzen
Die im Eigenkapital erfassten Währungsdifferenzen stellen sich wie folgt dar:
| in TEUR | Währungsdiffe renzen aus der Umrechnung ausländischer Abschlüsse |
Währungsdiffe renzen nach IAS 21.17 |
Währungsdiffe renzen nach IAS 21.19 |
Summe |
|---|---|---|---|---|
| Stand 31.12.2012 | -482 | -234 | 95 | -621 |
| Veränderung 2013 | -497 | -71 | 0 | -568 |
| Stand 31.12.2013 | -979 | -305 | 95 | -1.189 |
| Veränderung 2014 | -116 | 17 | 0 | -99 |
| Stand 31.12.2014 | -1.095 | -288 | 95 | -1.288 |
Steuern, die sich auf erfolgsneutral verrechnete Posten beziehen, wurden gemäß IAS 12.61 ebenfalls erfolgsneutral behandelt und in den oben dargestellten Veränderungen der Währungsdifferenzen berücksichtigt.
Die erfolgsneutral verrechneten Marktwertänderungen in Höhe von 17 TEuro (Vorjahr: -71 TEuro) werden gemäß IAS 21.17/21.19/21.32 in Verbindung mit IAS 21.37 bei Tilgung der Fremdwährungsverpflichtung festgeschrieben. Eine erfolgswirksame Auflösung der im Eigenkapital verrechneten Währungsdifferenzen erfolgt erst zum Zeitpunkt des Abgangs der wirtschaftlich selbstständigen Teileinheit.
11. Anteile anderer Gesellschafter
Es bestehen Anteile anderer Gesellschafter an Gesellschaften des Masterflex-Konzern in Höhe von 389 TEuro (Vorjahr: 576 TEuro).
12. Rückstellungen
Die Rückstellungen setzen sich wie folgt zusammen:
| in TEUR | Stand 01.01.2014 |
Inanspruch nahme |
Auflösung | Zuführung | Stand 31.12.2014 |
|---|---|---|---|---|---|
| Prämien, Abfindungen und Provisionen | 1.228 | 951 | 43 | 828 | 1.062 |
| Ausstehende Rechnungen | 351 | 347 | 4 | 402 | 402 |
| Tantiemen | 472 | 309 | 0 | 222 | 385 |
| Jahresabschlusskosten | 185 | 183 | 2 | 180 | 180 |
| Berufsgenossenschaft | 126 | 105 | 21 | 99 | 99 |
| Gewährleistungen | 67 | 67 | 0 | 88 | 88 |
| Boni an Kunden | 106 | 100 | 6 | 81 | 81 |
| Urlaub | 77 | 77 | 0 | 61 | 61 |
| Übrige | 67 | 48 | 1 | 133 | 151 |
| Gesamt | 2.679 | 2.187 | 77 | 2.094 | 2.509 |
a) Langfristige Rückstellungen
Die langfristigen Rückstellungen betreffen die erfolgsbezogenen Komponenten der Vorstandsvergütung in Höhe von 176 TEuro (Vorjahr: 164 TEuro) und Aufsichtsratsvergütung in Höhe von 30 TEuro (Vorjahr: 30 TEuro), die erst im dritten Jahr nach dem Bezugsjahr zur Auszahlung gelangen.
b) Kurzfristige Rückstellungen
Die Rückstellungen für Jahresabschlusskosten beinhalten die externen Kosten für die Aufstellung und Prüfung der Jahresabschlüsse.
Die Urlaubsrückstellungen sind auf der Basis der ausstehenden Urlaubstage und der individuellen Bezüge der einzelnen Mitarbeiter ermittelt.
Die personenbezogenen Rückstellungen umfassen Prämien- und Provisionsverpflichtungen sowie Abfindungen für ausscheidende Mitarbeiter.
Den Rückstellungen für Boni liegen die jeweiligen Vertragsvereinbarungen sowie die entsprechenden Jahresumsätze zugrunde.
Gewährleistungsrückstellungen betreffen anfallende Garantie- und Kulanzkosten bezogen auf den erzielten Umsatz des Berichtsjahres.
Rückstellungen für die Beiträge zur Berufsgenossenschaft wurden auf der Grundlage der entsprechenden Lohnnachweise unter Berücksichtigung der Beitragssätze des Vorjahres gebildet.
13. Finanzverbindlichkeiten
Die Finanzverbindlichkeiten zum 31. Dezember 2014 setzten sich zusammen aus:
| in TEUR | 31.12.2014 | 31.12.2013 |
|---|---|---|
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 15.052 | 18.162 |
| davon Restlaufzeit > 5 Jahre | 0 | 0 |
| Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten | 45 | 88 |
| davon Restlaufzeit > 5 Jahre | 0 | 0 |
| Langfristige Finanzverbindlichkeiten | 15.097 | 18.250 |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 5.150 | 4.099 |
| Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing | 0 | 263 |
| Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten | 55 | 45 |
| Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten | 5.205 | 4.407 |
| Summe Finanzverbindlichkeiten | 20.302 | 22.657 |
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
Nach Fristigkeiten verteilen sich die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten wie folgt:
| in TEUR | 31.12.2014 | 31.12.2013 |
|---|---|---|
| Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit bis zu 1 Jahr | 5.150 | 4.099 |
| Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit zwischen 1 und 5 Jahren | 15.052 | 18.162 |
| Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als 5 Jahren | 0 | 0 |
| Gesamt Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 20.202 | 22.261 |
Die beizulegenden Zeitwerte der Finanzverbindlichkeiten entsprechen näherungsweise den angegebenen Buchwerten.
Der im Mai 2013 abgeschlossene Konsortialkreditvertrag hat ein Volumen von 40,0 Mio. Euro und eine Laufzeit bis Mai 2018. Die Inanspruchnahme belief sich zum Stichtag auf 20,5 Mio. Euro. Aufgrund der Verwendung der Effektivzinsmethode ergibt sich zum 31. Dezember 2014 ein Unterschied zwischen der in Anspruch genommenen Kreditsumme von 20.500 TEuro und den ausgewiesenen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten von 20.202 TEuro in Höhe von 298 TEuro.
Bilanziell wurde der Konsortialkreditvertrag bei seinem erstmaligen Ansatz um die unmittelbar zurechenbaren Transaktionskosten von 727 TEuro gemindert. Die Folgebewertung erfolgt nach der Effektivzinsmethode zu fortgeführten Anschaffungskosten. Die Differenz zwischen dem Auszahlungsbetrag (nach Abzug der Transaktionskosten) und dem Rückzahlungsbetrag wird effektivzinskonform über die Laufzeit verteilt und im Zinsergebnis erfasst.
Die Forderungen des Bankenkonsortiums aus dem Konsortialkreditvertrag sind von den Gesellschaften des Masterflex-Konzerns durch Vermögenswerte mit einem Buchwert in Höhe von 23.349 TEuro (Vorjahr: 22.765 TEuro) besichert.
Davon entfallen 5.852 TEuro auf Grundschulden, 7.236 TEuro auf übrige langfristige Vermögenswerte, 7.413 TEuro auf Vorräte und 2.848 TEuro auf kurzfristige Forderungen.
Der Marktwert der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten entspricht den angegebenen Buchwerten.
Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten wurden im Euro-Raum in Abhängigkeit von Fristigkeit und Finanzierungszweck mit Zinssätzen zwischen 2,33 Prozent und 2,58 Prozent (Vorjahr: zwischen 2,72 Prozent und 2,79 Prozent p.a.) verzinst. Darüber hinaus bestanden Fremdwährungsverbindlichkeiten in US-Dollar, die zwischen 3,85 Prozent und 5,7 Prozent p.a. verzinst wurden.
Zum 31. Dezember 2014 bestanden Banklinien (Barkreditlinien) von 5.535 TEuro. Hiervon ungenutzt waren Banklinien in Höhe von 3.535 TEuro. Zusätzliche Avallinien für Vertragserfüllungen, Anzahlungen und Gewährleistungen wurden in 2014 nicht genutzt.
Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing
Die wesentlichen Leasingverhältnisse des Vorjahrs beinhalteten Leasingverträge über Grundstücke und Gebäude. Der Barwert der Mindestleasingzahlungen zum 31. Dezember 2013 aus Leasingverträgen über Grundstücke und Gebäude betrug 263 TEuro.
Der beizulegende Zeitwert der Leasingverbindlichkeiten entsprach näherungsweise den angegebenen Buchwerten.
Die Leasingverbindlichkeiten waren effektiv besichert, da die Rechte am Leasingobjekt bei Vertragsverletzungen auf den Leasinggeber zurückfielen.
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten
Unter dem Posten "Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten" wird der Ausgleichsbetrag für den Austritt der amerikanischen Gesellschaften aus dem Tarifvertrag ausgewiesen.
14. Ertragsteuerverbindlichkeiten
Die Ertragsteuerverbindlichkeiten betreffen laufende Steuern und bestehen zum Bilanzstichtag in Höhe von 590 TEuro (Vorjahr: 430 TEuro).
15. Sonstige Verbindlichkeiten
Die Details der sonstigen Verbindlichkeiten ergeben sich aus der nachfolgenden Tabelle:
| in TEUR | 31.12.2014 | 31.12.2013 |
|---|---|---|
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 1.487 | 1.588 |
| Übrige Verbindlichkeiten | 2.238 | 2.391 |
| Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen | 203 | 79 |
| Schulden in direktem Zusammenhang mit zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerten | 214 | 249 |
| Gesamt sonstige Verbindlichkeiten | 4.142 | 4.307 |
Die übrigen Verbindlichkeiten beinhalten folgende Positionen:
| in TEUR | 31.12.2014 | 31.12.2013 |
|---|---|---|
| Rechnungsabgrenzungen | 1.375 | 1.537 |
| Verbindlichkeiten aus Steuern | 367 | 433 |
| Verbindlichkeiten gegenüber Mitarbeitern | 156 | 158 |
| Kreditorische Debitoren | 130 | 54 |
| Sozialversicherung | 127 | 105 |
| Übrige | 83 | 104 |
| Gesamt | 2.238 | 2.391 |
Die Rechnungsabgrenzungen enthalten fast ausschließlich Zuwendungen der öffentlichen Hand, die der Investitionsförderung dienen.
Folgende Beträge wurden jeweils per 31. Dezember passiviert:
| in TEUR | 31.12.2014 | 31.12.2013 |
|---|---|---|
| Zuschüsse | 857 | 934 |
| Zulagen | 518 | 603 |
| Gesamt | 1.375 | 1.537 |
Ertragswirksam aufgelöst wurde in den einzelnen Jahren wie folgt:
| in TEUR | 31.12.2014 | 31.12.2013 |
|---|---|---|
| Auflösung Zuschüsse | 77 | 89 |
| Auflösung Zulagen | 85 | 86 |
| Gesamt | 162 | 175 |
Die vereinnahmten Zuschüsse betreffen im Wesentlichen Zuschüsse zur Erweiterung von Betriebsstätten und für technische Anlagen und Maschinen in den Jahren 1995 bis 2011. Die Zulagen wurden für die Anschaffung von Maschinen sowie Betriebs- und Geschäftsausstattung gewährt. Notwendige Verwendungsnachweise sind in vollem Umfang erbracht.
Der Posten "Übrige Verbindlichkeiten" enthält Verbindlichkeiten in Höhe von 1.251 TEuro (Vorjahr: 1.388 TEuro), die erst ein Jahr nach dem Bilanzstichtag fällig werden.
Die Position "Schulden in direktem Zusammenhang mit zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerten" beinhaltet die Schulden der nicht mehr fortgeführten Geschäftsbereiche. Auf die Ausführungen unter Abschnitt 6 " Forderungen und sonstige Vermögenswerte" wird verwiesen.
16. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
Zum Bilanzstichtag 31. Dezember bestanden folgende Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen:
| in TEUR | 31.12.2014 | 31.12.2013 |
|---|---|---|
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 1.487 | 1.588 |
Die beizulegenden Zeitwerte entsprechen den ausgewiesenen Buchwerten. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind in Höhe von 1.487 TEuro (Vorjahr: 1.588 TEuro) innerhalb eines Jahres fällig.
17. Derivative Finanzinstrumente
Zur Absicherung gegen variierende Zinszahlungen aus variabel verzinslichen Darlehen hat die Masterflex SE in 2013 ein derivatives Finanzinstrument (Zins-Cap) abgeschlossen. Der Ausweis erfolgt unter den sonstigen finanziellen Vermögenswerten auf Basis aktueller Marktkonditionen zum Bilanzstichtag. Die Finanzinstrumente sind der Stufe 2 als Inputfaktoren, die für Vermögenswerte oder Verbindlichkeiten entweder mittelbar oder unmittelbar zu beobachten sind, zuzuordnen. Die Veränderung des beizulegenden Zeitwertes in Höhe von 80 TEuro (Vorjahr: 41 TEuro) wird erfolgswirksam im Zinsergebnis erfasst.
| Derivate ohne | Beizulegender Zeitwert (FV) IN TEUR 31.12.2013 |
|---|---|
| Hedge-Beziehung held-for-trading 149 28 |
108 |
Erläuterungen zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung
Die Position "Ergebnis nach Steuern aus aufgegebenen Geschäftsbereichen" stellt die Aufwendungen der in Abwicklung befindlichen Gesellschaften dar:
- • Masterflex Entwicklungs GmbH (vormals Masterflex Mobility GmbH)
- • Masterflex Vertriebs GmbH (vormals Masterflex Brennstoffzellentechnik GmbH).
18. Umsatzerlöse
Die Umsatzerlöse setzen sich wie folgt zusammen:
| in TEUR | 2014 | 2013 |
|---|---|---|
| Summenumsatz | 66.795 | 61.741 |
| Eliminierung von Umsätzen im Konsolidierungskreis | 4.329 | 3.837 |
| Gesamt | 62.466 | 57.904 |
19. Sonstige Erträge
Die sonstigen Erträge betragen für den Konzern:
| in TEUR | 2014 | 2013 |
|---|---|---|
| Sonstige Erträge | 903 | 449 |
Die sonstigen Erträge gliedern sich wie folgt auf:
| in TEUR | 2014 | 2013 |
|---|---|---|
| Erlöse aus nicht betriebstypischen Nebenumsätzen | 393 | 55 |
| Gewinne aus Anlagenverkäufen | 124 | 1 |
| Zulagen | 85 | 86 |
| Zuschüsse | 77 | 89 |
| Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen | 77 | 127 |
| Kursgewinne aus Währungsumrechnungen | 41 | 14 |
| Entschädigungen | 38 | 58 |
| Andere periodenfremde Erträge | 11 | 11 |
| Übrige | 57 | 8 |
| Gesamt | 903 | 449 |
| Geschäftsber icht 2014 · Konzern -Anhang |
|---|
| Erläuterungen zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung / Mater ialau fwand / Son stige Aufwendungen / |
| For schung s- und Entw icklung saufwendungen |
| 117 | |
|---|---|
20. Materialaufwand
Der Materialaufwand setzt sich wie folgt zusammen:
| in TEUR | 2014 | 2013 |
|---|---|---|
| Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe | 20.144 | 17.679 |
| Aufwendungen für bezogene Leistungen | 227 | 422 |
| Gesamt | 20.371 | 18.101 |
21. Sonstige Aufwendungen
Die sonstigen Aufwendungen betragen für den Konzern:
| in TEUR | 2014 | 2013 |
|---|---|---|
| Sonstige Aufwendungen | 11.129 | 10.002 |
Die sonstigen Aufwendungen gliedern sich wie folgt auf:
| in TEUR | 2014 | 2013 |
|---|---|---|
| Vertriebskosten | 4.491 | 4.047 |
| Raumkosten | 2.010 | 1.624 |
| Betriebskosten | 1.906 | 1.711 |
| Verwaltungskosten | 1.831 | 1.937 |
| Versicherungen | 347 | 302 |
| Aufwand für Wertberichtigungen | 54 | 22 |
| Aufwendungen aus Kursdifferenzen | 42 | 26 |
| Aufwand für Gewährleistungen | 28 | 16 |
| Sonstige | 190 | 75 |
| Sonstige Steuern | 230 | 242 |
| Gesamt | 11.129 | 10.002 |
22. Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen
Die aktivierungsfähigen Entwicklungskosten wurden im Posten "Immaterielle Vermögenswerte" erfasst. Die Forschungs- und nicht aktivierungsfähigen Entwicklungskosten wurden im Zeitpunkt ihrer Entstehung als Aufwand erfasst. Im Geschäftsjahr 2014 sind Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen in Höhe von 244 TEuro (Vorjahr: 228 TEuro) entstanden.
23. Personalaufwand
Der Personalaufwand erhöhte sich im Jahr 2014 um 1.418 TEuro auf 23.267 TEuro (Vorjahr: 21.849 TEuro). Im Personalaufwand sind Löhne und Gehälter in Höhe von 19.240 TEuro (Vorjahr: 18.095 TEuro) sowie soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung mit 4.027 TEuro (Vorjahr: 3.754 TEuro) enthalten.
24. Wertminderungen von Vermögenswerten
Gemäß IFRS 3 (Business Combinations) und der in diesem Zusammenhang überarbeiteten Standards IAS 36 (Impairment of Assets) und IAS 38 (Intangible Assests) unterliegen Geschäfts- und Firmenwerte und selbst erstellte immaterielle Vermögenswerte, deren Herstellung noch nicht abgeschlossen ist, regelmäßigen Werthaltigkeitsprüfungen.
Hierbei werden Geschäfts- oder Firmenwerte und selbst erstellte immaterielle Vermögenswerte, deren Herstellung noch nicht abgeschlossen ist, jährlich auf eine mögliche Wertminderung überprüft. Falls sich Ereignisse oder veränderte Umstände ergeben, die auf eine mögliche Wertminderung hindeuten, ist die Werthaltigkeitsprüfung auch häufiger durchzuführen.
Im Rahmen der Überprüfung der Werthaltigkeit werden im Masterflex-Konzern die Restbuchwerte der einzelnen zahlungsmittelgenerierenden Einheiten ("Cash Generating Unit", CGU) mit ihrem jeweiligen erzielbaren Betrag ("recoverable amount"), d. h., dem höheren Wert aus Nettoveräußerungspreis ("fair value less costs to sell") und seinem Nutzungswert ("value in use"), verglichen.
In den Fällen, in denen der Buchwert der Cash Generating Unit höher als sein erzielbarer Betrag ist, liegt in der Höhe der Differenz ein Abwertungsverlust ("impairment loss") vor.
Der erzielbare Betrag wird durch die Ermittlung des Nutzwertes mittels der Discounted-Cash Flow-Methode bestimmt. Die Cash Flows zur Bestimmung der Nutzungswerte wurden auf der Grundlage der Mittelfristplanung des Managements ermittelt. Diese Planungen beruhen auf Erfahrungen der Vergangenheit sowie auf Erwartungen über die zukünftige Marktentwicklung unter Berücksichtigung von bereits initiierten strategischen und operativen Maßnahmen zur Geschäftsfeldsteuerung. Der Zeitraum für den Detail-Planungshorizont beträgt in der Regel fünf Jahre.
Die Kapitalkosten werden als gewichteter Durchschnitt der Eigen- und Fremdkapitalkosten berechnet (WACC = Weighted Average Cost of Capital). Die Eigenkapitalkosten werden dabei aus einer Peer Group-Analyse des relevanten Marktes und damit aus verfügbaren Kapitalmarktinformationen abgeleitet.
Um den unterschiedlichen Rendite-/Risikoprofilen unserer Tätigkeitsschwerpunkte Rechnung zu tragen, berechnen wir für unsere Gesellschaften (CGUs) individuelle Kapitalkostensätze. Die gewichteten durchschnittlichen Kapitalkostensätze, sog. WACC vor Steuern, die zur Diskontierung der Cash Flows angewandt worden sind, liegen zwischen 5,91 und 8,38 Prozent (Vorjahr: 5,86 und 9,63 Prozent).
Aus den in Vorjahren getätigten Akquisitionen von Tochterunternehmen bzw. durch sukzessiven Anteilserwerb und Unternehmensverkäufen resultieren folgende Geschäfts- oder Firmenwerte:
| in TEUR | |
|---|---|
| Novoplast Schlauchtechnik GmbH | 462 |
| Flexmaster U.S.A., Inc. | 1.488 |
| Fle ima-Plastic GmbH |
1.075 |
| Matzen & Timm GmbH | 233 |
| Gesamt | 3.258 |
25. Finanzergebnis
Das Finanzergebnis setzt sich wie folgt zusammen:
| in TEUR | 2014 | 2013 |
|---|---|---|
| Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge | 28 | 28 |
| Abschreibungen auf Finanzanlagen | 0 | -84 |
| Zinsen und ähnliche Aufwendungen | -1.151 | -1.521 |
| Gesamt | -1.123 | -1.577 |
Die Zinserträge resultieren aus dem kurzfristigen Bereich. Die Zinsaufwendungen beinhalten auch Zinsen aus Leasinggeschäften, die nach IAS 17 als Finanzierungsleasing zu bilanzieren sind.
26. Ertragsteueraufwand
Hinsichtlich der Korrektur der latenten Steuern nach IAS 8 in Vorjahren wird auf die Ausführungen in Abschnitt 3 verwiesen.
Der Ertragsteueraufwand in der Gewinn- und Verlustrechnung setzt sich wie folgt zusammen:
| in TEUR | 2014 | 2013 |
|---|---|---|
| Ertragsteueraufwand | -1.057 | -1.046 |
| Latente Steuern | ||
| aus zeitlichen Unterschieden | -43 | 151 |
| aus Verlustvorträgen | -862 | -775 |
| Latente Steuern gesamt | -905 | -624 |
| Gesamt Ertragsteueraufwand | -1.962 | -1.670 |
| Vorjahreswerte teilweise angepasst (vgl. Abschnitt 3) |
Geschäftsbericht 2014 · Konzern-Anhang Erläuterungen zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung / Ertragsteueraufwand
120
Die nachfolgende Überleitung der Ertragsteuern für das Geschäftsjahr 2014 geht von dem Gesamtsteuersatz von 30,0 Prozent (Vorjahr: 30,0 Prozent) aus und leitet auf den effektiven Steuersatz von 37,8 Prozent (Vorjahr: 36,8 Prozent) über:
| in TEUR | 2014 | 2013 |
|---|---|---|
| Ergebnis vor Ertragsteuern | 5.194 | 4.537 |
| Erwarteter Steueraufwand 30,0 Prozent | -1.559 | -1.361 |
| Veränderung aktiver latenter Steuern auf Verlustvorträge bzw. Nutzung von Verlustvorträgen im Geschäftsjahr/ ungenutzte Verluste |
-319 | -299 |
| Steuererstattungen/-nachzahlungen Vorjahre | 4 | 91 |
| Auswirkungen nicht abzugsfähiger Aufwendungen und steuerfreier Erträge | -57 | -35 |
| Sonstige | -31 | -66 |
| Gesamt Steueraufwand | -1.962 | -1.670 |
| Vorjahreswerte teilweise angepasst (vgl. Abschnitt 3) |
Die Ausgangsgröße (Ergebnis vor Ertragsteuern) entspricht dem Konzernüberschuss zuzüglich der Steuern vom Einkommen und vom Ertrag bzw. latenten Steuern laut Gewinn- und Verlustrechnung. Der Posten "Sonstige" umfasst unter anderem die Auswirkungen abweichender ausländischer Steuersätze.
Die latenten Steuerabgrenzungen resultieren aus den einzelnen Bilanzposten wie folgt:
| 31.12.2014 | 31.12.2013 | ||||
|---|---|---|---|---|---|
| in TEUR | Aktive latente Steuern |
Passive latente Steuern |
Aktive latente Steuern |
Passive latente Steuern |
|
| Verlustvorträge | 2.528 | 0 | 3.390 | 0 | |
| Anlagevermögen | 245 | 941 | 850 | 1.682 | |
| Vorräte | 29 | 0 | 0 | 0 | |
| Forderungen | 25 | 0 | 23 | 0 | |
| Sonstige Vermögenswerte | 102 | 0 | 144 | 0 | |
| Rückstellungen | 0 | 35 | 0 | 0 | |
| Verbindlichkeiten | 246 | 250 | 349 | 187 | |
| vor Saldierung | 3.175 | 1.226 | 4.756 | 1.869 | |
| davon langfristig | 1.993 | 1.072 | 3.690 | 1.682 | |
| Saldierung | -622 | -622 | -1.275 | -1.275 | |
| Konzernbilanz | 2.553 | 604 | 3.481 | 594 | |
| Vorjahreswerte teilweise angepasst (vgl. Abschnitt 3) |
Aktivische und passivische latente Steuern werden saldiert, wenn ein einklagbares Recht auf Aufrechnung tatsächlicher Steuererstattungsansprüche gegen tatsächliche Steuerschulden besteht und wenn die latenten Steuern sich auf Ertragsteuern beziehen, die von der gleichen Steuerbehörde erhoben werden.
Die Werthaltigkeit der aktiven latenten Steuern auf Verlustvorträge wurde mit einer Fünfjahresplanung unter Berücksichtigung der Mindestbesteuerung überprüft. Die Werthaltigkeit ist insbesondere wegen der abgeschlossenen Restrukturierung und der auf Basis einer Mittelfristplanung abgeleiteten positiven Ergebniserwartung gegeben. Teile der Verlustvorträge sind zudem durch außerordentliche Aufwendungen im Zusammenhang mit der Refinanzierung und der Kapitalerhöhung entstanden. Die Realisierung dieser Verlustvorträge ist mit ausreichender Sicherheit gewährleistet.
Zum 31. Dezember 2014 hat die Masterflex aktive latente Steuern in Höhe von 2.528 TEuro (Vorjahr: 3.390 TEuro) auf steuerliche Verlustvorträge angesetzt.
Für ausländische Gesellschaften variieren die Steuersätze zwischen 19,0 Prozent und 39,1 Prozent.
Auf steuerliche Verlustvorträge in Höhe von 4.588 TEuro (Vorjahr: 2.953 TEuro) wurden keine aktiven latenten Steuern gebildet, da deren Nutzung nicht hinreichend sicher ist. Die Verlustvorträge der deutschen Gesellschaften können zeitlich unbegrenzt vorgetragen werden. Die Nutzung der Verlustvorträge ausländischer Gesellschaften ist in der Regel zeitlich begrenzt.
Auf das sonstige Ergebnis entfallen Steuern in Höhe von 7 TEuro (Vorjahr: -30 TEuro), die auf Kursdifferenzen nach IAS 21 entfallen und direkt dem Eigenkapital belastet bzw. gutgeschrieben wurden.
27. Aufgegebene Geschäftsbereiche
Die in der Gewinn- und Verlustrechnung erfassten Ergebniskomponenten des aufgegebenen Geschäftsbereichs sind nachstehend aufgeführt. Die Vergleichsangaben hinsichtlich der Ergebnisse sowie der Zahlungsströme aus aufgegebenen Geschäftsbereichen wurden angepasst, um die in der laufenden Geschäftsperiode als aufgegeben klassifizierte Geschäftsbereiche zu berücksichtigen.
| in TEUR | 2014 | 2013 | |
|---|---|---|---|
| Ergebnis aus aufgegebenen Geschäftsbereichen | |||
| Übrige Aufwendungen | -154 | -80 | |
| Ergebnis nach Steuern aus aufgegebenen Geschäftsbereichen | -154 | -80 | |
| in TEUR | 2014 | 2013 | |
| Zahlungsströme aus aufgegebenen Geschäftsbereichen | |||
| Nettozahlungsströme aus betrieblicher Tätigkeit | -154 | -50 | |
| Nettozahlungsströme gesamt | -154 | -50 |
28. Ergebnis je Aktie
Das Ergebnis je Aktie errechnet sich wie folgt:
| Fortgeführter Geschäftsbereich |
Aufgegebene Geschäftsbereiche |
Fortgeführter und aufgegebene Geschäftsbereiche |
|
|---|---|---|---|
| Ergebnis des Geschäftsjahres 2014 (TEUR) | 3.197 | -154 | 3.043 |
| Gewogener Durchschnitt der ausgegebenen Aktien | 8.865.874 | 8.865.874 | 8.865.874 |
| Ergebnis je Aktie (€) | 0,36 | -0,02 | 0,34 |
| Fortgeführter Geschäftsbereich |
Aufgegebene Geschäftsbereiche |
Fortgeführter und aufgegebene Geschäftsbereiche |
||
|---|---|---|---|---|
| Ergebnis des Geschäftsjahres 2013 (TEUR) | 2.676 | -80 | 2.596 | |
| Gewogener Durchschnitt der ausgegebenen Aktien | 8.865.874 | 8.865.874 | 8.865.874 | |
| Ergebnis je Aktie (€) | 0,30 | -0,01 | 0,29 |
Vorjahreswerte teilweise angepasst (vgl. Abschnitt 3)
Sowohl für das Geschäftsjahr 2014 als auch für das Vorjahr ergeben sich keine verwässernden Effekte.
29. Ergebnisverwendung
Der handelsrechtliche Jahresabschluss der Masterflex SE weist zum 31. Dezember 2014 einen Bilanzgewinn von 1.801 TEuro aus. Vorstand und Aufsichtsrat schlagen vor, das Ergebnis auf neue Rechnung vorzutragen.
Zum 31. Dezember 2014 bestehen bei der Masterflex SE ausschüttungsgesperrte Beträge in Höhe von insgesamt 2.669 TEuro, die in Höhe von 2.528 TEuro auf aktive latente Steuern und in Höhe von 141 TEuro auf die Aktivierung von Entwicklungskosten entfallen.
30. Finanzrisikomanagement
Neben Erkennung, Bewertung und Überwachung von Risiken in der Abwicklung des operativen Geschäfts und insbesondere aus den daraus resultierenden Finanztransaktionen werden die Risiken durch den Vorstand in enger Zusammenarbeit mit den Gesellschaften des Konzerns gesteuert. Besonderes Augenmerk liegt dabei auf der Absicherung bestimmter Risiken, wie Währungs-, Zinsänderungs-, Preis-, Ausfall- und Liquiditätsrisiken.
Neben den originären Finanzinstrumenten können verschiedene derivative Finanzinstrumente eingesetzt werden, darunter Devisentermingeschäfte und Zinsswaps. Der Einsatz derivativer Finanzinstrumente erfolgt ausschließlich zur Absicherung bestehender oder geplanter Grundgeschäfte und dient der Reduzierung von Fremdwährungs-, Zins- und Rohstoffpreisrisiken und erfolgt im Einzelfall in Abstimmung mit dem Vorstand der Masterflex SE.
Management von Währungsrisiken
Die Internationalität der Geschäftstätigkeit des Konzerns bringt Zahlungsströme in verschiedenen Währungen, insbesondere in US-Dollar, mit sich. Zu den Fremdwährungspositionen zählen Währungsrisiken aus hochwahrscheinlichen künftigen Geschäftstransaktionen, Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten sowie aus fest kontrahierten Ein- bzw. Verkaufsverträgen in Fremdwährung. Bei Aufträgen in Schwellenländern wird in der Regel in US-Dollar oder Euro fakturiert.
Die Sensitivitätsanalyse auf Basis der ausstehenden auf US-Dollar lautenden monetären Positionen unter Zugrundelegung einer zehn-prozentigen Änderung des US-Dollars gegenüber dem Euro hat keine wesentlichen Auswirkungen auf das Eigenkapital und das Jahresergebnis ergeben.
Management von Zinsänderungsrisiken
Aufgrund der internationalen Ausrichtung unserer Geschäftsaktivitäten erfolgt die Liquiditätsbeschaffung und -anlage der Masterflex an den internationalen Geld- und Kapitalmärkten in verschiedenen Währungen.
Die hieraus resultierenden Finanzverbindlichkeiten sowie Geldanlagen sind teilweise einem Zinsänderungsrisiko ausgesetzt. Dabei können zur Absicherung des Zinsrisikos fallweise derivative Finanzinstrumente mit dem Ziel eingesetzt werden, die Zinsvolatilitäten und Finanzierungskosten der zugrunde liegenden Grundgeschäfte zu minimieren.
Die Sensitivitätsanalyse wurde anhand des Zinsrisiko-Exposure zum Bilanzstichtag bestimmt. Für variabel verzinsliche Verbindlichkeiten wird die Analyse unter der Annahme erstellt, dass der Betrag der ausstehenden Verbindlichkeit zum Bilanzstichtag für das gesamte Jahr ausstehend war.
Die Sensitivitätsanalyse führt unter Zugrundelegung einer Schwankung des Zinssatzes um 100 Basispunkte zu einem Mehr-/Minderzahlungsmittelabfluss in Höhe von ca. 226 TEuro.
Management von Ausfallrisiken
Die Risiken der Kundenforderungen werden in der Masterflex dezentral überwacht, bewertet und der Ausfall teilweise auch durch Einsatz von Warenkreditversicherungen begrenzt.
Zum Bilanzstichtag bestehen gegenüber einer großen Anzahl von in- und ausländischen Kunden aus unterschiedlichen Branchen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Ein Ausfallrisiko bestand nur in zu vernachlässigender Größe.
Das Risikomanagement von Ausleihungen an Tochterunternehmen sowie von Beteiligungen erfolgt über ein konzernweites Controlling-System mit voll konsolidierten Planungsrechnungen, monatlichen Konzernabschlüssen und regelmäßigen Besprechungen des Geschäftsverlaufs.
Das maximale Ausfallrisiko ergibt sich durch die Buchwerte der in der Bilanz angesetzten Finanzforderungen.
Management von Liquiditätsrisiken
Das Konzern-Liquiditätsmanagement zur Reduzierung von Liquiditätsrisiken beinhaltet die Bestandssicherung von flüssigen Mitteln, die Verfügbarkeit ausreichender Kreditlinien sowie die Fähigkeit zur Glattstellung von Marktpositionen.
Die Tabelle zeigt die vertraglich vereinbarten Tilgungen der finanziellen Verbindlichkeiten:
2014
| in TEUR | Buchwert | 2015 | 2016 | 2017 | 2018 | 2019 | ≥ 2020 |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen |
1.487 | 1.487 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten |
20.202 | 5.150 | 3.903 | 3.937 | 7.212 | 0 | 0 |
| Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing |
0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 863 | 863 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten |
100 | 55 | 45 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Summe | 22.652 | 7.555 | 3.948 | 3.937 | 7.212 | 0 | 0 |
2013
| in TEUR | Buchwert | 2014 | 2015 | 2016 | 2017 | 2018 | ≥ 2019 |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen |
1.588 | 1.588 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten |
22.261 | 4.099 | 3.119 | 3.899 | 3.932 | 7.212 | 0 |
| Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing |
263 | 263 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 854 | 854 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten |
133 | 45 | 34 | 37 | 17 | 0 | 0 |
| Summe | 25.099 | 6.849 | 3.153 | 3.936 | 3.949 | 7.212 | 0 |
Die Tabelle enthält nur die bis zum Stichtag vertraglich vereinbarten Zahlungen aus den finanziellen Verbindlichkeiten ohne Planzahlen für künftige neue Verbindlichkeiten. Jederzeit rückzahlbare finanzielle Verbindlichkeiten werden als innerhalb eines Jahres fällig dargestellt. Die Zahlungen aus den operativen Leasingverhältnissen werden unter den sonstigen finanziellen Verpflichtungen ausgewiesen.
Die unter den "Sonstigen Verbindlichkeiten" ausgewiesenen Rechnungsabgrenzungen in Höhe von 1.375 TEuro (im Vorjahr: 1.537 TEuro) sind zahlungsunwirksam. Aufgrund dessen wird die Auflösung in der Tabelle nicht dargestellt.
31. Sonstige finanzielle Verpflichtungen
Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen zum 31. Dezember 2014 setzen sich aus Verpflichtungen aus Leasingverhältnissen und aus sonstigen Verpflichtungen zusammen.
a) Leasingverpflichtungen
Hinsichtlich der finanziellen Verpflichtungen aus Finanzierungs-Leasingverhältnissen wird auf die Ausführungen in Abschnitt 13 verwiesen.
Sonstige finanzielle Verpflichtungen bestehen für die Folgejahre aufgrund von Operating-Leasingverhältnissen wie folgt:
| in TEUR | 2015 | 2016–2019 | 2020 | |
|---|---|---|---|---|
| Nominale Summe der künftigen Mindestleasingzahlungen | 221 | 289 | 0 | |
Die Verpflichtungen aus Operating-Leasing betreffen überwiegend die Betriebs- und Geschäftsausstattung. Die als Aufwand erfassten Zahlungen beliefen sich auf 580 TEuro (Vorjahr: 601 TEuro).
b) Sonstige Verpflichtungen
Sämtliche auf einzelgesellschaftlicher Ebene bestehenden Haftungsverhältnisse sind in der Konzernbilanz als Verbindlichkeiten passiviert.
32. Segmentberichterstattung
Der Masterflex-Konzern wird als Ein-Segment-Unternehmen gesteuert. Die Steuerung erfolgt anhand der Informationen, die der Gesamtvorstand, als chief operating decision maker, zur Performance-Messung und Ressourcenallokation für die ganze Masterflex-Gruppe bekommt (sog. "Management Approach").
Infolge der Umsetzung der Konzernstrategie und der damit verbundenen Konzentration auf das Kerngeschäftsfeld Hightech-Schlauchsysteme (HTS) wird die Masterflex Entwicklungs GmbH und die Masterflex Vertriebs GmbH einheitlich unter der Rubrik "Aufgegebene Geschäftsbereiche (GB)" dargestellt. Die Masterflex SE weist damit ein operatives Segment, das Kerngeschäftsfeld (HTS), aus. In Übereinstimmung mit IFRS 8.28 wird zusätzlich die Überleitungsspalte für Konzern-/Holdingaufwendungen sowie außerordentliche Aufwendungen dargestellt.
Im Segment Hightech-Schlauchsysteme(HTS), welches das Kerngeschäft des Masterflex-Konzerns darstellt, steht die Entwicklung und Herstellung technisch anspruchsvoller Hightech-Schlauchsysteme, Formteile und Spritzgusselemente aus innovativen Spezialkunststoffen für industrielle und medizinische Anwendungen im Mittelpunkt der Aktivitäten. Die Produkte dieses Segmentes finden in den unterschiedlichsten Industriebereichen, wie z.B. der chemischen Industrie, der Nahrungsmittelindustrie, im Automobilbau oder in der Medizintechnik Anwendung.
Das Segment wird sowohl umsatz- als auch ergebnisseitig gesteuert. Als zentrale Steuerungskennzahl dient im Masterflex- Konzern der Gewinn vor Zinsen und Steuern (Ebit).
Die intersegmentären Umsätze wurden zu marktüblichen Verrechnungspreisen abgewickelt ("arm's length- Prinzip").
Das Segmentvermögen enthält die operativen Vermögenswerte der einzelnen Segmente wie Sachanlagen, Immaterielle Vermögenswerte inkl. des Geschäfts- oder Firmenwertes, Vorräte, Forderungen, sonstige Vermögenswerte und Barmittel. Steuerforderungen, aktive latente Steuern und Finanzanlagevermögen sind nicht Teil des jeweiligen Segmentvermögens.
Laut IFRS 8 sind Segmentschulden nur dann in die Segmentberichterstattung einzubeziehen, wenn diese regelmäßig zur Unternehmensteuerung eingesetzt und berichtet werden. Die Masterflex SE setzt diese Kennzahl nicht ein, daher unterbleibt der Ausweis.
Die Spalte Überleitung enthält Beträge, die sich aus der unterschiedlichen Definition von Inhalten der Segmentposten im Vergleich zu den dazu gehörigen Konzernposten sowie aus Konzernaufwendungen ergeben.
Segmentinformationen nach Geschäftsfeldern:
| 2014 | |||||
|---|---|---|---|---|---|
| In TEUR | HTS | Summe fort geführter GB |
Überleitung | Nicht fortge führte GB |
Konzern |
| Umsatzerlöse mit konzernfremden Dritten | 62.466 | 62.466 | 0 | 0 | 62.466 |
| Ebit | 8.348 | 8.348 | -2.032 | -154 | 6.162 |
| Investitionen in Sachanlagevermögen und immaterielle Vermögenswerte |
3.752 | 3.752 | 0 | 0 | 3.752 |
| Planmäßige Abschreibungen | 2.855 | 2.855 | 0 | 0 | 2.855 |
| Vermögen | 49.023 | 49.023 | 2.955 | 4 | 51.982 |
2013
| HTS | Summe fort geführter GB |
Überleitung | Nicht fortge führte GB |
Konzern |
|---|---|---|---|---|
| 57.904 | 57.904 | 0 | 0 | 57.904 |
| 7.870 | 7.870 | -1.756 | -80 | 6.034 |
| 3.758 | 3.758 | 0 | 0 | 3.758 |
| 2.655 | 2.655 | 0 | 0 | 2.655 |
| 47.684 | 47.684 | 4.040 | 6 | 51.730 |
Die geografische Verteilung des Umsatzes wird auf Konzernebene ausgewiesen. Berechnungsgrundlage ist der Sitz des Kunden. Daraus ergibt sich eine geografische Umsatzverteilung wie folgt:
2014
| in TEUR | Umsatzerlöse mit konzernfremden Dritten |
Davon fortgeführter GB |
|---|---|---|
| Deutschland | 31.048 | 31.048 |
| Übriges Europa | 14.543 | 14.543 |
| Drittländer | 16.875 | 16.875 |
| Gesamt | 62.466 | 62.466 |
2013
| in TEUR | Umsatzerlöse mit konzernfremden Dritten |
Davon fortgeführter GB |
|---|---|---|
| Deutschland | 28.035 | 28.035 |
| Übriges Europa | 13.704 | 13.704 |
| Drittländer | 16.165 | 16.165 |
| Gesamt | 57.904 | 57.904 |
Im Geschäftsjahr 2014 wurde mit keinem Kunden in den fortgeführten Geschäftsbereichen ein Umsatz > zehn Prozent des Konzernumsatzes erzielt.
Die Überleitung des bereinigten Ebit aus fortgeführten Geschäftsbereichen (GB) zum Ergebnis nach Steuern stellt sich wie folgt dar:
Überleitung zum Konzern- Nachsteuerergebnis
| in TEUR | 2014 | 2013 |
|---|---|---|
| Bereinigtes Ebit aus fortgeführten GB | 8.348 | 7.870 |
| a.o. Aufwendungen aus fortgeführten GB | 0 | 0 |
| Überleitung | -2.032 | -1.756 |
| Ebit aus fortgeführten GB | 6.317 | 6.114 |
| Zinserträge/ Beteiligungserträge | 28 | 28 |
| Zinsaufwand u.ä. | -1.151 | -1.605 |
| EBT aus fortgeführten Geschäftsbereichen |
5.194 | 4.537 |
| Steuern vom Einkommen und Ertrag | -1.057 | -1.046 |
| Latente Steuern | -905 | -624 |
| Ergebnisanteile anderer Gesellschafter | -35 | -191 |
| Ergebnis nach Steuern (EAT ) aus fortgeführten Geschäftsbereichen |
3.197 | 2.676 |
| Ergebnis aus aufgegebenen GB | -154 | -80 |
| EAT | 3.043 | 2.596 |
| Vorjahreswerte teilweise angepasst (vgl. Abschnitt 3); Rundungsdifferenzen möglich |
Gemäß IFRS 8 ist die geografische Aufteilung der langfristigen Vermögenswerte anzugeben. Zu den langfristigen Vermögenswerten zählen das Sachanlagevermögen sowie die Immateriellen Vermögenswerte. Latente Steuern und das Finanzanlagevermögen sind gemäß IFRS 8 nicht Teil der darzustellenden langfristigen Vermögenswerte.
Langfristige Vermögenswerte in
| in TEUR | 2014 | 2013 |
|---|---|---|
| Deutschland | 21.170 | 20.891 |
| Übriges Europa | 1.403 | 1.512 |
| Drittländer | 4.164 | 3.685 |
| Gesamt | 26.737 | 26.088 |
Die Überleitung des Vermögens aus fortgeführten Segmenten zum Konzernvermögen gliedert sich wie folgt auf:
Überleitung zum Konzernvermögen
| in TEUR | 2014 | 2013 |
|---|---|---|
| Summe Vermögenswerte der fortgeführten Segmente | 49.023 | 47.684 |
| Vermögen nicht fortgeführter Segmente | 4 | 6 |
| Aktive latente Steuern | 2.553 | 3.481 |
| Steuerforderungen | 82 | 192 |
| Finanzanlagen | 320 | 367 |
| Summe des Konzernvermögens | 51.982 | 51.730 |
| Vorjahreswerte teilweise angepasst (vgl. Abschnitt 3) |
33. Kapitalflussrechnung
Die Konzernkapitalflussrechnung ist nach IAS 7 ("Cash Flow Statements") erstellt. Es wird zwischen Zahlungsströmen aus betrieblicher, investiver und Finanzierungstätigkeit unterschieden. Die in der Finanzierungsrechnung ausgewiesene Liquidität entspricht dem Bilanzausweis "Barmittel und Bankguthaben".
Der Finanzmittelbestand am Ende der Periode, wie er in der Konzernkapitalflussrechnung dargestellt wird, kann auf die damit in Zusammenhang stehenden Posten in der Konzernbilanz folgendermaßen übergeleitet werden:
| in TEUR | 2014 | 2013 |
|---|---|---|
| Finanzmittelbestand am Ende der Periode | 4.425 | 4.754 |
| In zu Veräußerungszwecken gehaltenen Vermögenswerten enthaltene Barmittel und Bankguthaben |
3 | 5 |
| Barmittel und Bankguthaben | 4.422 | 4.749 |
Geschäftsbericht 2014 · Konzern-Anhang Erläuterungen zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung / Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen / Zuschüsse der Öffentlichen Hand
130
34. Zuschüsse der öffentlichen Hand
Im Geschäftsjahr 2014 wurden keine Zuwendungen der öffentlichen Hand vereinnahmt (Vorjahr: 54 TEuro). Die Zuwendungen werden für abschreibungsfähige Vermögenswerte über die Perioden und in dem Verhältnis als Ertrag erfasst, in dem die Abschreibung auf diese Vermögenswerte angesetzt werden.
35. Beziehungen zu nahe stehenden Unternehmen und Personen
Geschäftsvorfälle zwischen der Masterflex SE und ihren konsolidierten Tochterunternehmen wurden im Rahmen der Konsolidierung – mit Ausnahme der Aufwendungen und Erträge zwischen den fortgeführten und nicht fortgeführten Geschäftsbereichen – eliminiert.
Der Masterflex SE und den in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen stehen im Wesentlichen folgende Personen und Unternehmen, mit denen Transaktionen stattgefunden haben, nahe im Sinne von IAS 24:
MODICA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH & Co., Objekt Masterflex KG, Gelsenkirchen.
Seit dem 1. Januar 1994 nutzt die Masterflex SE, Gelsenkirchen, die Produktions-, Lager- und Verwaltungsgebäude der o. g. Gesellschaft. Das Ankaufsrecht aus dem Leasingvertrag, der zum 31. Juli 2014 ausgelaufen war, wurde zum 31. Juli ausgeübt. An dieser Stelle wird auch auf die Erläuterungen unter "Leasinggeschäfte" und "Finanzverbindlichkeiten" verwiesen. Die monatliche Leasingrate betrug im Geschäftsjahr 2014 ca. 10 TEuro.
Die Gesellschafter der MODICA Grundstücksvermietungsgesellschaft mbH halten ebenfalls Anteile an der Masterflex SE, Gelsenkirchen.
Herr Friedrich Wilhelm Bischoping als Vorsitzender des Aufsichtsrats ist Kommanditist der MODICA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH & Co., Objekt Masterflex KG, Gelsenkirchen. Die MODICA GVG mbH & Co. KG war als vermögensverwaltende Personengesellschaft von allen Kosten und Risiken befreit und hatte für die Masterflex SE die Funktion einer Zweckgesellschaft. Die Konditionen waren marktüblich. Garantien seitens Herrn Bischoping bestanden nicht.
Es bestehen Forderungen gegenüber Herrn Friedrich Wilhelm Bischoping in Höhe von 10 TEuro (Vorjahr: 10 TEuro).
Die Vergütung des Vorstands ist in ihrer Gesamtheit leistungsorientiert und bestand im Geschäftsjahr aus drei Komponenten: erfolgsunabhängige Vergütung, erfolgsbezogene Vergütung, Komponente mit langfristiger Anreizwirkung.
Der Ausweis der Vergütung des Vorstands in individualisierter Form erfolgt für das Geschäftsjahr 2014 erstmals auf Grundlage der im Deutschen Corporate Governance Kodex empfohlenen einheitlichen Mustertabellen in der am 30. September 2014 veröffentlichten Fassung. Wesentliches Merkmal dieser Mustertabellen ist der getrennte Ausweis der gewährten Zuwendungen (Tabelle 1) und des tatsächlich erfolgten Zuflusses (Tabelle 2). Bei den Zuwendungen werden zudem die Zielwerte (Auszahlung bei 100 Prozent Zielerreichung) sowie die erreichbaren Minimal- und Maximalwerte angegeben.
Tabelle 1: Vergütung des Vorstands (Zuwendungsbetrachtung)
| Dr. Andreas Bastin Vorstandsvorsitzender seit 1. April 2008 |
Mark Becks Finanzvorstand seit 1. Juni 2009 |
||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| in TEUR | 2013 Ausgangs wert |
2014 Ausgangs wert |
2014 Minimum |
2014 Maximum |
2013 Ausgangs wert |
2014 Ausgangs wert |
2014 Minimum |
2014 Maximum |
|
| Festvergütung | 285 | 337 | 337 | 337 | 200 | 233 | 233 | 233 | |
| Nebenleistungen | 31 | 30 | 30 | 30 | 34 | 32 | 32 | 32 | |
| Summe | 316 | 367 | 367 | 367 | 234 | 265 | 265 | 265 | |
| Einjährige variable Vergütung |
|||||||||
| Tantieme | 127 | 95 | 0 | 158 | 69 | 51 | 0 | 86 | |
| Mehrjährige variable Vergütung |
|||||||||
| Tantieme 2014 - 2016 | 49 | 0 | 82 | 27 | 0 | 44 | |||
| Tantieme 2013 - 2015 | 65 | 0 | 82 | 35 | 0 | 44 | |||
| Gesamtvergütung | 508 | 511 | 367 | 689 | 338 | 343 | 265 | 439 |
Tabelle 2: Vergütung des Vorstands (Zuflussbetrachtung)
| Dr. Andreas Bastin Vorstandsvorsitzender seit 1. April 2008 |
Mark Becks Finanzvorstand seit 1. Juni 2009 |
||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| in TEUR | 2013 Ausgangs wert |
2014 Ausgangs wert |
2014 Minimum |
2014 Maximum |
2013 Ausgangs wert |
2014 Ausgangs wert |
2014 Minimum |
2014 Maximum |
|
| Festvergütung | 285 | 337 | 337 | 337 | 200 | 233 | 233 | 233 | |
| Nebenleistungen | 31 | 30 | 30 | 30 | 34 | 32 | 32 | 32 | |
| Summe | 316 | 367 | 367 | 367 | 234 | 265 | 265 | 265 | |
| Einjährige variable Vergütung |
|||||||||
| Tantieme | 79 | 126 | 0 | 158 | 43 | 69 | 0 | 86 | |
| Mehrjährige variable Vergütung |
|||||||||
| Tantieme 2011 - 2013 | 76 | 0 | 82 | 41 | 0 | 44 | |||
| Tantieme 2010 - 2012 | 82 | 0 | 82 | 34 | 0 | 44 | |||
| Gesamtvergütung | 477 | 569 | 367 | 689 | 311 | 375 | 265 | 439 |
131
Die Mitglieder des Aufsichtsrats wurden wie folgt vergütet:
| in TEUR | Fixum | Erfolgsabhängige Vergütung1 |
Sitzungsgeld gesamt |
Auszahlungsrele vante Gesamt vergütung 2014 |
|---|---|---|---|---|
| Aufsichtsratsvorsitzender, Diplom-Ingenieur Friedrich W. Bischoping |
14 | 5 | 2 | 21 |
| (Vorjahr) | (14) | (5) | (2) | (21) |
| Stellv. Aufsichtsratsvorsitzender, Diplom-Kaufmann Georg van Hall (Vorjahr) |
14 (14) |
5 (5) |
2 (2) |
21 (21) |
| Aufsichtsratsmitglied, Herr Diplom-Kaufmann Axel Klomp |
14 | 5 | 2 | 21 |
| (Vorjahr) | (14) | (5) | (2) | (21) |
| Gesamtbezüge (Vorjahr) |
42 (42) |
15 (15) |
6 (6) |
63 (63) |
1 In 2013 bereits erworbener Anteil der variablen Vergütung, der aber bisher noch nicht ausgezahlt ist, sondern mit Abschluss des
Geschäftsjahres 2014 wegen Erfüllung der Erfolgskriterien mit der Fixvergütung für 2014 ausgezahlt wird, vgl. § 15 der Satzung.
36. Erklärung zum Corporate Governance Kodex
Vorstand und Aufsichtsrat der Masterflex SE haben im Dezember 2014 erneut eine Entsprechenserklärung nach § 161 AktG abgegeben und den Aktionären auf der Website der Gesellschaft unter der Adresse www.MasterflexGroup.com/Investor-Relations/Corporate_Governance dauerhaft zugänglich gemacht.
37. Anzahl der Mitarbeiter
Die Zahl der Beschäftigten im Berichtszeitraum teilt sich wie folgt auf die betrieblichen Funktionsbereiche auf:
| 2014 | 2013 | |
|---|---|---|
| Produktion | 358 | 347 |
| Vertrieb | 112 | 110 |
| Verwaltung | 68 | 70 |
| Technik | 29 | 23 |
| Mitarbeiter im Konzern | 567 | 550 |
| davon Auszubildende | 13 | 12 |
38. Prüfungs- und Beratungshonorare
Im Geschäftsjahr 2014 beträgt der Aufwand (Rückstellung) für den Abschlussprüfer des Konzernabschlusses Baker Tilly Roelfs AG, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, 129 TEuro und umfasst die Honorare für die Konzernabschlussprüfung sowie die Prüfung des gesetzlich vorgeschriebenen Abschlusses der Masterflex SE und ihrer inländischen Tochterunternehmen.
39. Befreiung von der Offenlegungspflicht
Gemäß § 264 Absatz 3 HGB sind folgende, in den Jahresabschluss einbezogenen Gesellschaften von der Offenlegung ihres Jahresabschlusses befreit:
- • Novoplast Schlauchtechnik GmbH
- • Matzen & Timm GmbH
- • M&T Verwaltungs GmbH
- • Masterflex Handelsgesellschaft mbH
- • FLEIMA-PLASTIC GmbH.
40. Ereignisse nach dem Abschlussstichtag
Es sind keine wesentlichen Ereignisse und Entwicklungen von besonderer Bedeutung für die Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage des Masterflex-Konzerns seit dem Abschlussstichtag, dem 31. Dezember 2014, eingetreten.
41. Veröffentlichung des Konzernabschlusses
Der vorliegende Konzernabschluss wurde am 18. März 2015 vom Vorstand zur Veröffentlichung genehmigt. Die Veröffentlichung erfolgt am 30. März 2015.
42. Beteiligungen
Die Aufstellung des vollständigen Anteilsbesitzes der Masterflex SE wird im Bundesanzeiger veröffentlicht.
Gelsenkirchen, 18. März 2015
Der Vorstand
Dr. Andreas Bastin Mark Becks (Vorstandsvorsitzender) (Finanzvorstand)
| AK/HK 01. 01. 2014 |
Zugänge | Abgänge | Umbuchungen | Kursdiffe renzen |
AK/HK 31. 12. 2014 |
|
|---|---|---|---|---|---|---|
| TEUR | ||||||
| Immaterielle Vermögenswerte |
||||||
| Konzessionen, ge werbliche Schutz rechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten |
2.702 | 127 | 83 | 27 | 1 | 2.774 |
| Entwicklungs leistungen |
151 | 12 | 0 | 0 | 0 | 163 |
| Geschäfts- oder Firmenwert |
9.161 | 0 | 0 | 0 | 0 | 9.161 |
| Geleistete Anzahlungen |
206 | 4 | 0 | -27 | 0 | 183 |
| Gesamt | 12.220 | 143 | 83 | 0 | 1 | 12.281 |
| Sachanlagen | ||||||
| Grundstücke, grund stücksgleiche Rechte und Bauten einschließ lich der Bauten auf fremden Grundstücken |
17.625 | 629 | 0 | 12 | 140 | 18.406 |
| Technische Anlagen und Maschinen |
22.379 | 1.017 | 251 | 640 | 289 | 24.074 |
| Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung |
7.155 | 724 | 401 | 55 | 99 | 7.632 |
| Geleistete Anzah lungen und Anlagen im Bau |
215 | 1.239 | 114 | -707 | 0 | 633 |
| Gesamt | 47.374 | 3.609 | 766 | 0 | 528 | 50.745 |
| Finanzanlagen | ||||||
| Wertpapiere des | ||||||
| Anlagevermögens | 817 | 0 | 0 | 0 | 0 | 817 |
| Sonstige Ausleihungen | 770 | 0 | 590 | 0 | 0 | 180 |
| Gesamt | 1.587 | 0 | 590 | 0 | 0 | 997 |
| 61.181 | 3.752 | 1.439 | 0 | 529 | 64.023 |
| Kumu lierte Abschrei bung |
Abschrei bungen Geschäfts jahr |
Abgänge | Erfolgs neutrale Marktwer tände |
Kursdiffe renzen |
Kumu lierte Abschrei bungen |
Stand 31.12.2014 |
Stand 31.12.2013 |
|
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| TEUR | 01.01.2014 | rungen | ||||||
| Immaterielle Vermögenswerte |
||||||||
| Konzessionen, ge werbliche Schutz rechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten |
2.063 | 298 | 83 | 0 | 1 | 2.279 | 495 | 639 |
| Entwicklungs leistungen |
9 | 12 | 0 | 0 | 1 | 22 | 141 | 142 |
| Geschäfts- oder Firmenwert |
5.903 | 0 | 0 | 0 | 0 | 5.903 | 3.258 | 3.258 |
| Geleistete Anzahlungen |
0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 183 | 206 |
| Gesamt | 7.975 | 310 | 83 | 0 | 2 | 8.204 | 4.077 | 4.245 |
| Sachanlagen | ||||||||
| Grundstücke, grund stücksgleiche Rechte und Bauten einschließ lich der Bauten auf fremden Grundstücken |
6.369 | 540 | 0 | 0 | 84 | 6.993 | 11.413 | 11.256 |
| Technische Anlagen und Maschinen |
14.099 | 1.420 | 121 | 0 | 263 | 15.661 | 8.413 | 8.280 |
| Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung |
5.147 | 585 | 378 | 0 | 96 | 5.450 | 2.182 | 2.008 |
| Geleistete Anzah lungen und Anlagen im Bau |
0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 633 | 215 |
| Gesamt | 25.615 | 2.545 | 499 | 0 | 443 | 28.104 | 22.641 | 21.759 |
| Finanzanlagen | ||||||||
| Wertpapiere des | ||||||||
| Anlagevermögens | 700 | 0 | 0 | -14 | 0 | 686 | 131 | 117 |
| Sonstige Ausleihungen Gesamt |
545 1.245 |
0 0 |
545 545 |
0 -14 |
0 0 |
0 686 |
180 311 |
225 342 |
| 34.835 | 2.855 | 1.127 | -14 | 445 | 36.994 | 27.029 | 26.346 |
| AK / HK 01. 01. 2013 |
Zugänge Abgänge |
Umbu chungen |
Kursdiffe renzen |
AK / HK 31. 12 .2013 |
|||
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| TEUR | |||||||
| Immaterielle Vermögenswerte |
|||||||
| Konzessionen, ge werbliche Schutz rechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten |
2.500 | 252 | 50 | 0 | 0 | 2.702 | |
| Entwicklungs leistungen |
92 | 59 | 0 | 0 | 0 | 151 | |
| Geschäfts- oder Firmenwert |
9.161 | 0 | 0 | 0 | 0 | 9.161 | |
| Geleistete Anzahlungen |
158 | 48 | 0 | 0 | 0 | 206 | |
| Gesamt | 11.911 | 359 | 50 | 0 | 0 | 12.220 | |
| Sachanlagen | |||||||
| Grundstücke, grund stücksgleiche Rechte und Bauten einschließ lich der Bauten auf fremden Grundstücken |
17.628 | 150 | 316 | 297 | -134 | 17.625 | |
| Technische Anlagen und Maschinen |
20.215 | 782 | 103 | 1.700 | -215 | 22.379 | |
| Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung |
6.808 | 547 | 177 | 38 | -61 | 7.155 | |
| Geleistete Anzah lungen und Anlagen im Bau |
336 | 1.920 | 6 | -2.035 | 0 | 215 | |
| Gesamt | 44.987 | 3.399 | 602 | 0 | -410 | 47.374 | |
| Finanzanlagen | |||||||
| Wertpapiere des | |||||||
| Anlagevermögens | 817 | 0 | 0 | 0 | 0 | 817 | |
| Sonstige Ausleihungen Gesamt |
931 1.748 |
0 0 |
161 161 |
0 0 |
0 0 |
770 1.587 |
|
| 58.646 | 3.758 | 813 | 0 | -410 | 61.181 |
| TEUR | Kumu lierte Abschrei bung 01.01.2013 |
Abschrei bungen Geschäfts jahr |
Abgänge | Erfolgs neutrale Marktwer tände rungen |
Kursdiffe renzen |
Kumu lierte Abschrei bungen |
Stand 31.12.2013 |
Stand 31.12.2012 |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Immaterielle Vermögenswerte |
||||||||
| Konzessionen, ge werbliche Schutz rechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten |
1.822 | 291 | 50 | 0 | 0 | 2.063 | 639 | 678 |
| Entwicklungs leistungen |
-1 | 10 | 0 | 0 | 0 | 9 | 142 | 93 |
| Geschäfts- oder Firmenwert |
5.903 | 0 | 0 | 0 | 0 | 5.903 | 3.258 | 3.258 |
| Geleistete Anzahlungen |
0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 206 | 158 |
| Gesamt | 7.724 | 301 | 50 | 0 | 0 | 7.975 | 4.245 | 4.187 |
| Sachanlagen | ||||||||
| Grundstücke, grund stücksgleiche Rechte und Bauten einschließ lich der Bauten auf fremden Grundstücken |
5.954 | 493 | 36 | 0 | -42 | 6.369 | 11.256 | 11.674 |
| Technische Anlagen und Maschinen |
12.956 | 1.337 | 78 | 0 | -116 | 14.099 | 8.280 | 7.259 |
| Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung |
4.845 | 524 | 173 | 0 | -49 | 5.147 | 2.008 | 1.963 |
| Geleistete Anzah lungen und Anlagen im Bau |
0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 215 | 336 |
| Gesamt | 23.755 | 2.354 | 287 | 0 | -207 | 25.615 | 21.759 | 21.232 |
| Finanzanlagen Wertpapiere des Anlagevermögens |
758 | 0 | 0 | -58 | 0 | 700 | 117 | 59 |
| Sonstige Ausleihungen | 545 | 0 | 0 | 0 | 0 | 545 | 225 | 386 |
| Gesamt | 1.303 | 0 | 0 | -58 | 0 | 1.245 | 342 | 445 |
| 32.782 | 2.655 | 337 | -58 | -207 | 34.835 | 26.346 | 25.864 |
Ergänzende Angaben
| Bilanzeid | 139 |
|---|---|
| Bestätigungsvermerk des Konzernabschlussprüfers |
140 |
| Bericht des Aufsichtsrates | 141 |
| Glossar | 146 |
| Impressum | 147 |
"Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Konzernabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Ertrags-, Vermögensund Finanzlage des Konzerns vermittelt und im Konzernlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns beschrieben sind."
Gelsenkirchen, 18. März 2015
Der Vorstand
Dr. Andreas Bastin Mark Becks (Vorstandsvorsitzender) (Finanzvorstand)
Bestätigungsvermerk des Konzernabschlussprüfers
Wir haben den von der Masterflex SE aufgestellten Konzernabschluss − bestehend aus Konzern-Bilanz, Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, Konzern-Gesamtergebnisrechnung, Konzern-Eigenkapitalentwicklung, Konzern-Kapitalflussrechnung und Konzernanhang – sowie den Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2014 geprüft. Die Aufstellung von Konzernabschluss und Konzernlagebericht nach den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften sowie den ergänzenden Bestimmungen der Satzung liegt in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht abzugeben.
Wir haben unsere Konzernabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Konzernabschluss unter Beachtung der anzuwendenden Rechnungslegungsvorschriften und durch den Konzernlagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des Konzerns sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben im Konzernabschluss und Konzernlagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, der Abgrenzung des Konsolidierungskreises, der angewandten Bilanzierungs- und Konsolidierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.
Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.
Nach unserer Beurteilung auf Grund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften sowie den ergänzenden Bestimmungen der Satzung und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Der Konzernlagebericht steht in Einklang mit dem Konzernabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar."
Düsseldorf, den 18. März 2015
Baker Tilly Roelfs AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Thomas Gloth Alexandra Sievers Wirtschaftsprüfer Wirtschaftsprüferin
Bericht des Aufsichtsrates
Sehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre,
die Masterflex Group ist im abgelaufenen Geschäftsjahr wieder klar gewachsen. Gerade in der ersten Jahreshälfte war die Wachstumsdynamik sehr beeindruckend. In der zweiten Jahreshälfte konnte dieses hohe Niveau zwar nicht ganz durchgehalten werden, dennoch sind wir mit dem Verlauf des Geschäftsjahres zufrieden. Rund acht Prozent Wachstum können sich sehen lassen.
Neben der Weiterentwicklung der strategischen Säulen Innovation und Internationalisierung erstreckte sich die Vorstandstätigkeit u.a. auf die Aspekte der Organisations- und Prozessentwicklung und der Weiterentwicklung des Compliance-Management-Systems.
Das Unternehmen stellt sich vor dem Hintergrund des internationalen Umfelds auf unruhigere Zeiten ein, so dass neben dem deutlichen Ausbau der Organisationsstrukturen in Zukunft ein deutliches Augenmerk auf Prozess- und damit Kosteneffizienz gelegt werden wird. Zudem bleiben die regulatorischen Herausforderungen an die gesamte Organisation auf hohem Niveau, verbunden mit Unsicherheiten in den Kapitalmärkten und den schon genannten geopolitischen Krisen.
Gleichwohl blicken wir weiterhin sehr positiv in die Zukunft. Die Masterflex Group hat noch viel Wachstums-Potenzial: Bislang verkaufen wir nur einen Bruchteil unserer Produkte außerhalb Deutschlands. Zudem erschließen wir mittels neuer Hochleistungskunststoffe immer weitere Anwendungsgebiete für Schlauchund Verbindungssysteme. Zusammen mit dem Vorstand freuen wir uns darauf, diese Herausforderungen in den kommenden Jahren anzugehen und die Masterflex Group weiterhin erfolgreich zu positionieren.
Berichte und Sitzungen
Im Geschäftsjahr 2014 hat der Aufsichtsrat der Masterflex SE die Aufgaben, die ihm nach dem Aktiengesetz und der Satzung der Gesellschaft obliegen, vollumfänglich wahrgenommen und den Vorstand regelmäßig überwacht und beratend begleitet.
Grundlage hierfür waren die in schriftlicher und mündlicher Form erstatteten regelmäßigen Berichte des Vorstands über alle für die Gesellschaft und den Konzern relevanten Fragen der Planung, der Geschäftsentwicklung, der Risikolage und des Risikomanagements. Der Aufsichtsrat war und ist jederzeit eng in die Vorgehensweise und Maßnahmen des Vorstands eingebunden.
Es fanden im Geschäftsjahr 2014 insgesamt vier turnusmäßige Aufsichtsratssitzungen statt, an denen jeweils alle Aufsichtsratsmitglieder und Vorstandsmitglieder teilnahmen. Zudem fanden über die regulären Präsenzsitzungen hinaus mehrere Telefonkonferenzen in diesem Teilnehmerkreis zum Zwecke des engen Informationsaustausches und einer etwaigen Beschlussfassung statt. Außerdem besprach sich der Aufsichtsrat zu Vorlagen des Vorstands sowie zu Vorstandsangelegenheiten in gesonderten Telefonkonferenzen.
In den Sitzungen und den Telefonkonferenzen unter Teilnahme der Vorstandsmitglieder wurde der Aufsichtsrat vom Vorstand umfassend über die Geschäfts- und Finanzlage, die Entwicklung des Compliance-Management-Systems, die Personalsituation, die Geschäftsentwicklung sowie den Stand der Unternehmensplanung informiert. Die Berichte und Beschlussvorlagen des Vorstands wurden eingehend erörtert und nach gründlicher Prüfung und Beratung beurteilt. Darüber hinaus haben verschiedene Besprechungen einzelner Aufsichtsratsmitglieder mit dem Vorstand zur sachlichen Unterstützung seiner Tätigkeit unter Berücksichtigung des persönlichen Know-hows der Aufsichtsratsmitglieder stattgefunden.
In der Bilanzaufsichtsratssitzung am 19. März 2014 hatte der Aufsichtsrat ausführlich über den Jahresabschluss und den Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 2013 beraten. Es wurde der Corporate Governance-Bericht verabschiedet und dann zusammen mit dem Geschäftsbericht 2013 durch die Gesellschaft veröffentlicht. Auch wurde über den Bericht des Aufsichtsrates beschlossen. Hinsichtlich der Vergütung des Vorstandes wurde der Beschluss zur Feststellung der Zielerreichung und der variablen Vergütung für das Geschäftsjahr 2013 wie auch die Festlegung der Zielvorgaben für die Tantiemevereinbarungen mit den Vorstandsmitgliedern für das Geschäftsjahr 2014 gefasst. Darüber hinaus berichtete der Vorstand über die aktuellen geschäftlichen Entwicklungen.
Im Anschluss an die ordentliche Hauptversammlung am 24. Juni 2014 hatte sich der Aufsichtsrat in seiner Sitzung zur aktuellen wirtschaftlichen Entwicklung durch den Vorstand unterrichten lassen. Im Fokus standen hierbei die Internationalisierungsaktivitäten in Brasilien, USA, China und Russland.
In der Sitzung am 11. September 2014 berichtete der Vorstand über die aktuellen wirtschaftlichen Entwicklungen in allen Gesellschaften sowie zu dem Status im Rechtsstreit mit dem Erwerber der beiden Mobility-Gesellschaften. Im Anschluss daran ließ sich der Aufsichtsrat zu aktuellen Fragen der Aufsichtsratsarbeit sowie Corporate Governance, der Rechtsprechung zu Pflichten des Aufsichtsrats bei Pflichtwidrigkeiten im Konzern sowie neuere Entwicklungen im deutschen und europäischen Aktienrecht schulen.
In der Aufsichtsratssitzung am 10. Dezember 2014 informierte sich der Aufsichtsrat über die aktuelle wirtschaftliche Entwicklung, den Status des Russlandgeschäftes sowie den Stand der Planung für 2015, welche per Umlaufbeschluss anschließend genehmigt wurde. Darüber hinaus wurde die Entsprechenserklärung zum Corporate Governance-Kodex mit Blick auf die Kodexänderungen aktualisiert und die vorgelegte Entsprechenserklärung beschlossen. Darüber hinaus berichtete der Vorstand über mögliche Erweiterungsoptionen am Standort Gelsenkirchen sowie über die Prozessfortschritte in der Ablauforganisation.
Der Aufsichtsrat erhielt regelmäßig Informationen über die Umsatz- und Ergebnisentwicklung sowie die Veränderungen von Bilanzpositionen und die Entwicklungen im Personalbereich. Der Aufsichtsrat hat sich ferner ausführlich durch den Vorstand über die aktuelle Entwicklung der einzelnen Tochtergesellschaften informieren lassen. Der Vorstand berichtete schriftlich wie auch mündlich im Rahmen der Sitzungen von unterjährigen Gesprächen sowie von Telefonkonferenzen über die Erstellung und die Inhalte der quartalsweise zu veröffentlichenden Finanzberichte und erörterte diese ausführlich mit dem Aufsichtsrat.
Weiterhin hat der Aufsichtsrat die Planungsunterlagen, die Risikolage und das Risikomanagementsystem des Masterflex-Konzerns geprüft. Alle aus Sicht des Vorstands und des Aufsichtsrats erkennbaren Risikofelder wurden erörtert. Das Risikomanagement wurde durch den Abschlussprüfer intensiv geprüft. Dieser hat bestätigt, dass der Vorstand der Gesellschaft die nach § 91 Absatz 2 AktG geforderten Maßnahmen, insbesondere zur Einrichtung eines Überwachungssystems, in geeigneter Weise getroffen habe und dass das Überwachungssystem grundsätzlich geeignet sei, Entwicklungen, die die Fortführung des Unternehmens gefährdeten, frühzeitig zu erkennen und festgestellten Fehlentwicklungen Rechnung zu tragen. Zudem wurde die Fortentwicklung des Compliance-Management-Systems nach Vorstellung durch den Vorstand begleitet sowie über den zu Beginn des Jahres veröffentlichten neuen Verhaltenskodex beraten.
Vertrauensvolle Zusammenarbeit mit dem Vorstand
Der Aufsichtsrat hat im abgelaufenen Geschäftsjahr seine offene und vertrauensvolle Zusammenarbeit mit dem Vorstand fortgesetzt. Auch zwischen den Sitzungsterminen stand der Aufsichtsratsvorsitzende mit dem Vorstand regelmäßig in Kontakt und wurde über alle wesentlichen Entwicklungen und anstehenden Entscheidungen unterrichtet, die für die Gesellschaft von besonderer Bedeutung waren. Der Vorstandsvorsitzende informierte den Vorsitzenden des Aufsichtsrats unverzüglich über alle wichtigen Ereignisse, die für die Beurteilung der Lage und Entwicklung sowie für die Leitung des Unternehmens von
wesentlicher Bedeutung sind. Alle Aufsichtsratsmitglieder wurden vom Aufsichtsratsvorsitzenden spätestens bei der folgenden Sitzung umfassend informiert.
Veränderungen im Aufsichtsrat und Vorstand
Im Bereich des Aufsichtsrats sowie des Vorstands kam es im Berichtsjahr zu keinerlei personellen Veränderungen.
Corporate Governance
Ein fester Bestandteil der Sitzungen des Aufsichtsrats der Masterflex SE ist die Umsetzung des Deutschen Corporate Governance-Kodex. Auch im Jahr 2014 haben Aufsichtsrat und Vorstand über die Empfehlungen und Anregungen des Kodex mit den im Jahr 2014 erfolgten Änderungen beraten. Gemäß Punkt 5.6. des Kodex hat der Aufsichtsrat seine eigene Arbeit laufend auf Effizienz hin überprüft. Mit Blick auf die bewältigten Aufgaben und Inhalte sowie darauf, dass der Aufsichtsrat mit drei Mitgliedern die gesetzliche Mindestgröße aufweist, wurden sowohl die Zusammenarbeit als auch die Aufgabenbewältigung als effizient und sehr gut eingeschätzt.
Im Dezember 2013 hatten Vorstand und Aufsichtsrat eine Entsprechenserklärung gemäß § 161 AktG in der Fassung des Deutschen Corporate Governance-Kodex vom 13. Mai 2013 beschlossen und abgegeben. Diese Erklärung wurde den Aktionären auf der Internetseite der Gesellschaft dauerhaft zugänglich gemacht. Im Dezember 2014 haben Vorstand und Aufsichtsrat eine aktualisierte Entsprechenserklärung gemäß § 161 AktG in Bezug auf die Fassung des nunmehr überarbeiteten Deutschen Corporate Governance-Kodex vom 24. Juni 2014 beschlossen und abgegeben.
Die Gesellschaft fühlt sich auch weiterhin den Grundsätzen des Deutschen Corporate Governance-Kodex verpflichtet. Aktuelle Änderungen unserer Corporate Governance-Erklärungen vom Dezember 2014 und vom März 2015 beruhen auf den in 2014 erfolgten Anpassungen des Kodex sowie weiteren Anpassungen in unserem Jahresabschluss. Die unter Berücksichtigung der vorgenannten Fassung abgegebenen Entsprechenserklärungen sind im Internet jederzeit unter www.MasterflexGroup.com zugänglich. Über die Corporate Governance berichtet im Übrigen der Vorstand zugleich auch für den Aufsichtsrat gemäß Ziffer 3.10 des Kodex.
Ausschüsse des Aufsichtsrats
Mit drei Mitgliedern ist der Aufsichtsrat der Masterflex SE bewusst klein gehalten, um – wie im Gesamtkonzern – durch schlanke Strukturen effizient, schnell und flexibel Beschlüsse fassen zu können. Daher wurden keine gesonderten Ausschüsse gebildet.
Feststellung des Jahresabschlusses und Billigung des Konzernabschlusses
Der vom Vorstand aufgestellte Jahresabschluss und der Lagebericht für die Masterflex SE sowie der Konzernabschluss und der Konzernlagebericht für das Jahr 2014 sind unter Einbeziehung der Buchführung durch die von der Hauptversammlung vom 24. Juni 2014 zum Abschlussprüfer bestellte Baker Tilly Roelfs AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Düsseldorf, geprüft und mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen worden. Diese Wirtschaftsprüfungsgesellschaft war – damals unter dem Namen Rölfs WP Partner AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft – erstmals im Jahr 2010 für die Prüfung der Abschlüsse für das Geschäftsjahr 2010 mandatiert worden; der leitende Wirtschaftsprüfer ist seit dem Geschäftsjahr 2012 mit dieser Aufgabe betraut. Die zu prüfenden Unterlagen und die Prüfungsberichte des Abschlussprüfers lagen jedem Aufsichtsratsmitglied in der Bilanzsitzung am 18. März 2015 vor und waren jedem Aufsichtsratsmitglied rechtzeitig zur Vorbereitung zugeleitet worden. Der Abschlussprüfer nahm an der Beratung des Jahresabschlusses und des Konzernabschlusses teil. Dabei berichtete er über die wesentlichen Ergebnisse der Prüfungen und stand für ergänzende Auskünfte zur Verfügung. Der Aufsichtsrat hat nach eingehender Prüfung der Unterlagen und unter Berücksichtigung der Prüfungsberichte den Jahresabschluss festgestellt und den Konzernabschluss gebilligt.
Interessenkonflikte von Aufsichtsratsmitgliedern ergaben sich im Berichtszeitraum nicht. Herr Bischoping ist Mitglied des Aufsichtsrates des Marienhospitals Gelsenkirchen Buer. Darüber hinaus werden keine Mandatstätigkeiten wahrgenommen.
Für den hohen Einsatz in 2014 gebührt allen Beteiligten hohe Anerkennung. Herzlich dankt der Aufsichtsrat dem Vorstand und allen Masterflex-Mitarbeiterinnen und -Mitarbeitern für ihr Engagement und ihre Leidenschaft sowie für die konstruktive, vertrauensvolle und erfolgreiche Arbeit im vergangenen Jahr.
Gelsenkirchen, den 18. März 2015
Für den Aufsichtsrat Friedrich Wilhelm Bischoping Vorsitzender des Aufsichtsrates
Vorstand und Aufsichtsrat der Masterflex SE (von links nach rechts): Dr. Andreas Bastin und Mark Becks (Vorstand); Georg van Hall, Axel Klomp und Friedrich Wilhelm Bischoping (Aufsichtsrat)
Die Mitglieder des Aufsichtsrats
Friedrich Wilhelm Bischoping (Vorsitzender)
Nach dem Studium der Ingenieurswissenschaften an der TU Berlin gründete Herr Bischoping 1974 zusammen mit einem Partner eine Ingenieurgesellschaft für den industriellen Anlagenbau, die sich in den 90er Jahren durch Zukäufe erweiterte. Im Jahre 1987 war er Mitgründer der Masterflex Kunststofftechnik GmbH. Herr Bischoping trat 1998 aus der Geschäftsführung der Ingenieurgesellschaften aus. Mit Umwandlung der Masterflex Kunststofftechnik GmbH in eine AG schied Herr Bischoping aus der Geschäftsführung aus und übernahm den Vorsitz des Aufsichtsrats.
Dipl.-Kfm. Georg van Hall (Mitglied seit 11. August 2009 und stellvertretender Vorsitzender seit 17. August 2010)
Nach dem Studium der Betriebswirtschaftslehre an der TU Berlin und der University of Illinois, USA, sowie nach Ablegen der Berufsexamina bekleidete Georg van Hall als Wirtschaftsprüfer und Steuerberater verschiedene Geschäftsführungsfunktionen. Seit 2005 ist er in eigener Praxis tätig sowie seit Mai 2009 Partner bei AccountingPartners Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Düsseldorf.
Dipl.-Kfm. Axel Klomp (Mitglied des Aufsichtsrats seit 17. August 2010)
Nach dem Studium der Betriebswirtschaftslehre an der Universität Köln trat Herr Klomp 1992 in die 1931 von seinem Großvater gegründete Beratungskanzlei ein. Seine Bestellung zum Steuerberater erfolgte in 1992 und in 1997 zum Wirtschaftsprüfer. Herr Klomp ist heute Seniorpartner der Kanzlei KLOMP - EXNER - ARETZ in Mönchengladbach, die von drei Berufsträgern geführt wird. Des Weiteren ist er Viezepräsident der Steuerberaterkammer Düsseldorf und stellvertretender Vorsitzender des Steuerberaterverbandes Düsseldorf.
| ABS | Acrylnitril-Butadien-Styrol-Copolymerisat. Ein thermoplastischer Kunststoff, der gerne im Fahrzeugbau oder in der Medizintechnik genutzt wird. |
||
|---|---|---|---|
| Bruttoinlandsprodukt (BIP) | Dies stellt den Gesamtwert aller Waren und Dienstleistungen dar, der innerhalb eines Jahres in einer Volkswirtschaft produziert wurde. |
||
| Cash Flow | Der aus der laufenden Periode erwirtschaftete Fluss finanzieller Mittel, bereinigt um nicht zahlungswirksame Aufwendungen und Erträge. Er zeigt die Selbstfi nanzierungskraft bzw. die Ertragskraft des Unternehmens auf. |
||
| Clipverfahren | Produktionsverfahren für Schläuche, bei denen Gewebestreifen mit einem Metallband zusammengeclipt werden. |
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| EbitDA | Earnings before interest, taxes, depreciation and amortization - Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen. |
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| Ebit | Earnings before interest and taxes - Gewinn vor Zinsen und Steuern. | ||
| EBT | Earnings before taxes - Vorsteuergewinn. | ||
| Extrusion | Verfahren zur Bearbeitung von Kunststoffen. Die Rohstoffe in Granulatform werden in einem sog. Extruder zerkleinert und erhitzt, bis sie plastifiziert - also formbar - sind, um dann weiterverarbeitet werden zu können. |
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| IAS | International Accounting Standards: International anerkannter Bilanzierungs standard. |
||
| IFRS | International Financial Reporting Standards: EU-Standard zur Rechnungslegung börsennotierter Unternehmen. |
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| Joint Venture | Englischer Ausdruck für ein Gemeinschaftsunternehmen: Kooperation von Gesellschaften zur Gründung einer neuen, rechtlich selbstständigen Geschäfts einheit. |
||
| PA, PC, PE, PU, PVC | Polyamid, Polycarbonat, Polyethylen, Polyurethan und Polyvinylchlorid: Verschiedene Kunststoffe mit unterschiedlichen technischen Eigenschaften. |
||
| REACH | EU-Verordnung für die Registrierung, Bewertung, Zulassung und Beschränkung von Chemikalien (Registration, Evaluation, Authorisation and Restriction of che micals). Zuständige Behörde ist die Europäische Chemikalienagentur (ECHA) mit Sitz in Helsinki/Finnland. |
||
| Spritzgussverfahren | Verfahren, um Formteile herzustellen. Mit einer Spritzgussmaschine wird plastifizierter Kunststoff in ein Spritzgießwerkzeug eingespritzt. Der Hohlraum (Kavität) des Werkzeugs bestimmt Form und Oberfläche des fertigen Teils. |
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| Stage-Gate-Prozess | Modell zur Optimierung von Innovations- und Entwicklungsprozessen. Damit sollen auch Ziele berücksichtigt werden, die in solchen Prozessen gar nicht oder unzureichend eingeflossen waren. Dies könnten etwa sein: Fokussierung und Prioriätensetzungen, Parallelentwickungen unter größerem Tempo, Einsatz bereichsübergreifender Teams oder Marktorientierung. |
||
| Working Capital | Das Umlaufvermögen abzüglich der kurzfristigen Verbindlichkeiten. |
Impressum
Masterflex SE Willy-Brandt-Allee 300 45891 Gelsenkirchen, Germany
Kontakt:
Tel +49 209 97077 0 Fax +49 2 09 97077 33 [email protected] www.MasterflexGroup.com
Layout:
www.con-tigo.de Bildnachweise: Alle Bilder: © Masterflex SE
Druck:
RöslerDruck GmbH Schorndorf
Zukunftsgerichtete Aussagen:
Dieser Geschäftsbericht enthält zukunftsgerichtete Aussagen. Diese Aussagen basieren auf den gegenwärtigen Erwartungen, Vermutungen und Prognosen des Vorstands sowie den ihm derzeit verfügbaren Informationen. Die zukunftsgerichteten Aussagen sind nicht als Garantien der darin genannten zukünftigen Entwicklungen und Ergebnisse zu verstehen. Die zukünftigen Entwicklungen und Ergebnisse sind vielmehr abhängig von einer Vielzahl von Faktoren, sie beinhalten verschiedene Risiken und Unwägbarkeiten und beruhen auf Annahmen, die sich möglicherweise als nicht zutreffend erweisen. Wir übernehmen keine Verpflichtung, die in diesem Bericht gemachten zukunftsgerichteten Aussagen zu aktualisieren.
| MASTERFLEX | MATZEN & TIMM | NOVOPLAST | NELEIMA-PLASTIC | INMASTERDUCT |
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