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Masterflex SE — Annual Report 2012
Mar 28, 2013
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Annual Report
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| Masterflex im Überblick | 31. 12. 2012 | 31. 12. 2011 | Veränderung in % |
|---|---|---|---|
| Konzernumsatz (T €) | 54.984 | 52.999 | 3,7 % |
| EbitDA (T €) | 10.171 | 9.964 | 2,1 % |
| Ebit (T €) | 7.556 | 7.499 | 0,8 % |
| EBT (T €) | 5.989 | 5.261 | 13,8 % |
| Konzernergebnis aus fortgeführten Geschäftsbereichen (T €) |
4.904 | 4.256 | 15,2 % |
| Konzernergebnis aus aufgegebenen Geschäftsbereichen (T €) | -262 | -114 | -129,8 % |
| Konzernergebnis (T €) | 4.443 | 3.883 | 14,4 % |
| Konzern-Eigenkapital (T €) | 20.524 | 16.239 | 26,4 % |
| Konzern-Bilanzsumme (T €) | 52.435 | 50.930 | 3,0 % |
| Konzern-Eigenkapitalquote (%) | 39,1 % | 31,9 % | |
| Mitarbeiter | 501 | 448 | 11,8 % |
| Ebit-Marge | 13,7 % | 14,2 % | |
| Nettoumsatzrendite | 8,9 % | 8,0 % | |
| Konzernergebnis pro Aktie (€) | |||
| aus fortgeführten Geschäftsbereichen | 0,53 | 0,45 | 17,8 % |
| aus aufgegebenen Geschäftsbereichen | -0,03 | -0,01 | 200,0 % |
| aus fortgeführten und aufgegebenen Geschäftsbereichen | 0,50 | 0,44 | 13,6 % |
Fortgeführte Geschäftsbereiche
Konzern-Ebit in Mio. €
Konzernergebnis pro Aktie in €
Titelbild groß:
Die Mehrfach-Druckluftspirale von kommt dort zum Einsatz, wo weite Arbeitswege optimal überbrückt werden sollen
| Vorwort des Vorstandsvorsitzenden | 4 |
|---|---|
| Konzernlagebericht | 8 |
| A. Geschäft und Rahmenbedingungen I. Konzernstruktur und Geschäftstätigkeit II. Leitung und Kontrolle III. Ziele, Strategien, Unternehmenssteuerung IV. Markt und Wettbewerb |
9 9 11 11 12 |
| B. Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage I. Ertragslage II. Vermögenslage III. Finanzlage IV. Zusammenfassende Gesamtaussage zur Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage |
18 19 22 23 25 |
| C. Corporate Governance-Bericht (zugleich Bericht gemäß Ziffer 3.10 Deutscher Corporate Governance Kodex) I. Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289a HGB II. Vergütungsbericht III. Sonstige Angaben nach § 315 Absatz 4 HGB |
26 26 26 29 |
| D. Nicht-finanzielle Leistungsindikatoren I. Mitarbeiter II. Soziale Verantwortung III. Umweltschutz |
31 31 31 32 |
| E. Forschung und Entwicklung | 33 |
| F. Nachtragsbericht | 34 |
| G. Risikobericht I. Risikomanagementsystem für wertorientierte Unternehmensführung II. Effiziente Organisation des Risikomanagements III. Risikofaktoren IV. Sonstige Einzelrisiken V. Zusammenfassung und Gesamtaussage zur aktuellen Risikosituation des Konzerns |
35 35 36 36 41 41 |
| H. Prognosebericht I. Ausblick II. Unsere Vision III. Zusammenfassende Gesamtaussage zur Zukunftsprognose Die Masterflex-Aktie |
42 42 45 45 46 |
| Finanzkalender 2013 | 52 |
| Konzern-Abschluss Konzern-Bilanz Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung Konzern-Gesamtergebnisrechnung Entwicklung des Konzern-Eigenkapitals Konzern-Kapitalflussrechnung |
54 56 58 59 60 61 |
| Konzern-Anhang Konzern-Anlagespiegel 108 Bestätigungsvermerk des Konzernabschlussprüfers |
62 112 |
| Bericht des Aufsichtsrats | 113 |
| Glossar 120 Impressum 122 |
Liebe Aktionärinnen, liebe Aktionäre,
Das Jahr 2012 war insgesamt ein erfolgreiches Jahr für Masterflex, wenngleich mit Höhen und Tiefen. Noch nie haben wir in der 25-jährigen Firmengeschichte soviel mit unseren Hightech-Schläuchen und Verbindungssystemen umgesetzt: Ein Umsatz von 55,0 Mio. Euro in unserem traditionellen Kerngeschäft ist ein neuer Rekord. Das Ergebnis aus operativem Geschäft (Ebit) ist auf 7,6 Mio. Euro gestiegen. Und der Jahresüberschuss kletterte erfreulich um 14,4 Prozent auf 4,4 Mio. Euro. Pro Aktie entspricht dies einem Gewinn von 50 Cent.
Aber, und dies sei an dieser Stelle nicht verschwiegen, wir hatten uns noch ambitioniertere Ziele gesetzt, die auch in unserer Jahresprognose für 2012 zum Ausdruck gekommen waren. Gemessen an unseren eigenen Zielen waren wir noch nicht gut genug. Insbesondere die schwierige konjunkturelle Lage in Europa, Verzögerungen beim Start für das erfolgversprechende Asien-Geschäft sowie Vorlaufkosten für die Internationalisierung haben dazu geführt, dass wir unsere Ziele teilweise verfehlt haben. Schon im Neun-Monatsbericht 2012 hatten wir auf diese Möglichkeit hingewiesen. Damals waren wir allerdings noch optimistisch, die Umsatz- und daraus abgeleitete Ertragsdelle im Jahresendspurt wettzumachen. Gegenüber der dann selbst in Deutschland einsetzenden konjunkturellen Eintrübung (minus 0,6% Bruttoinlandsprodukt im 4. Quartal) stehen wir hier mit einem leichten Umsatzzuwachs im 4. Quartal 2012 noch vergleichsweise gut dar.
Wie geht es nun weiter? Ganz klar: Wir streben unsere wertorientierten langfristigen Ziele unbeirrt weiter an. Im Jahr 2020 wollen wir die globale Marktführerschaft in allen von uns adressierten Märkten erreichen. Mit unserem traditionellen Stammgeschäft werden wir dazu weiterhin nachhaltig, profitabel und über dem Durchschnitt der Weltwirtschaft wachsen. Dazu verfolgen wir konsequent unsere auf zwei Säulen beruhende Wachstumsstrategie.
Die Internationalisierung wird für uns immer wichtiger. Denn die wirtschaftlichen Aussichten fallen für die Regionen, in denen wir inzwischen unser Geschäft betreiben, sehr unterschiedlich aus. Es hat sich hier eine Schere zwischen Europa und der übrigen Welt aufgetan. Daher ist unsere Geschäftsentwicklung und unser Wachstum in steigendem Maße davon geprägt, inwieweit es uns gelingt, Märkte in neuen Regionen erfolgreich zu adressieren. Die Basis dafür bildet unser eigenes Market-Research, welches wir seit dem Jahr 2008 kontinuierlich auf- und ausgebaut haben. Danach suchen wir neue Zielmärkte unter Beachtung von einem Strauß von Parametern aus. Auf diese Weise haben wir 2010 in Brasilien und Russland begonnen, im vergangenen Jahr folgte der Start in Singapur und China. Und unser Erfolg wird langfristig insbesondere durch die Umsetzung der Internationalisierungsmaßnahmen bestimmt werden.
Die Innovation war, ist und wird für uns wichtig bleiben. Denn nur damit bleiben wir auch der Standard-Setzer. Wir schaffen mit technisch immer weiter entwickelten oder neu konzipierten Schläuchen und Verbindungslösungen weitere Einsatzmöglichkeiten für Hightech-Kunststoffverbindungen, für die bislang noch andere Materialien eingesetzt werden. Nur mit innovativen Verbindungslösungen aus Hightech-Kunststoffen sind wir in der Lage, für die steigenden Anforderungen in den Produktionsprozessen unserer Kunden immer bessere Lösungen anzubieten und herkömmliche Verbindungen weiter zum Nutzen unserer Kunden zu substituieren. Ein ganz aktuelles Beispiel ist der Anfang März auf dem Markt eingeführte Multifunktionsschlauch Master-PUR, der nun standardmäßig die Eigenschaften 'mikrobenresistent' und 'antistatisch' in sich vereint, und dies bei absolut gleichbleibender Leistungsfähigkeit des Schlauches.
Neben diesen beiden Säulen gibt es eine Reihe weiterer Themen, die uns in 2012 beschäftigt haben, so etwa unsere Kleider in rechtlicher und optischer Hinsicht:
- Unser Rechtskleid haben wir in 2012 abgelegt und eine internationaler anmutende Fasson gewählt. Aus der Masterflex AG wurde nach dem mit großer Hauptversammlungsmehrheit beschlossenen Rechtsformwandel zum 1. Oktober 2012 die Masterflex SE. Mit diesem neuen Kleid der 'Societas Europae' (SE) können wir internationale Kunden und Investoren besser bedienen und zudem in der Europäischen Union problemlos neue Standorte eröffnen. Dieser Rechtsformwandel konnte plan- und zeitgemäß umgesetzt werden.
- Die in die Jahre gekommene und zusammengestückelte optische Hülle der Gruppe haben wir jüngst durch ein weltweit einheitliches, modernes und gefälligeres Erscheinungsbild (Corporate Design) ersetzt. Davon erhoffen wir uns in erster Linie eine bessere Wiedererkennung unserer Marken bei unseren weltweit agierenden Kunden. Zudem haben wir unseren Internet-Auftritt komplett neu gestaltet. Jeder, Aktionär wie Kunde, kann sich künftig schneller und umfassender in unserem Online-Angebot informieren. Ich hoffe, das neue Design gefällt Ihnen, welches Sie mit diesem Bericht schon in Händen halten oder sich virtuell ansehen können unter www.MasterflexGroup.com.
Der Vorstand der Masterflex SE: Dr. Andreas Bastin, Vorstandsvorsitzender seit April 2008, Mark Becks, Finanzvorstand seit Juni 2009 (von links nach rechts)
• Zu dem überarbeiteten Markenauftritt gehört auch unser neuer Slogan, Connecting Values. Dies ist – in aller Kürze – unser Versprechen, wofür die Masterflex Group steht: Wir bieten ganzheitliche Verbindungslösungen, die auf führender Technologie beruhen und oftmals maßgeschneidert sind. Wir schaffen mit unseren selbstentwickelten, hochwertigen Schläuchen und Verbindungssystemen einen klaren Mehrwert für unsere Kunden. Wir stehen für deutsches Engineering mit weltweiter Produktion, in der Beratung nah bei unseren Kunden. Und wir stehen für Verlässlichkeit, Sicherheit und Service. Auf den Punkt gebracht: Unsere Schläuche verbinden; und diese Verbindung bringt einen Mehrwert für unsere Kunden – eben Connecting Values.
Was bringt die Zukunft? Das Jahr 2013 gehen wir zielgerichtet an. Zum einen wird es darauf ankommen, die Umsetzung der Internationalisierung in Asien weiter voranzutreiben. Auch wird unsere komplette Produktpalette noch nicht hinreichend in allen Regionen der Welt, in denen wir präsent sind, gleichermaßen aktiv vertrieben. Vor allem in unseren europäischen Werken sind noch weitere Synergieeffekte über Teile der Wertschöpfungskette erreichbar. Zum anderen müssen wir unsere internen Strukturen und Prozesse weiter entwickeln, um die Gruppe nachhaltig für ein langfristiges, dynamisches Wachstum fit zu machen. Außerdem arbeiten wir derzeit daran, die finanziellen und organisatorischen Voraussetzungen für künftige Akquisitionen zu schaffen. Es bleibt also noch viel zu tun, um unsere spannende und vielversprechende Zukunft aktiv, zielorientiert und erfolgreich zu gestalten. Und ich verspreche Ihnen, hier bleiben Vorstand und Management eng am Ball!
Verehrte Aktionärinnen und Aktionäre, Ihnen gilt mein Dank für Ihr Vertrauen in diese Gesellschaft und seine Belegschaft. Bei den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern an allen 13 Standorten auf der Welt möchte ich mich für Ihr Engagement und Ihre Loyalität bedanken; ebenso wie bei unseren Geschäftspartnern für Ihr Vertrauen und Ihre Unterstützung.
Unsere Ziele sind anspruchsvoll aber realistisch, denn die Potenziale sind da. Unser Weg stimmt – kommen Sie einfach mit!
Gelsenkirchen, den 5. März 2013
Dr. Andreas Bastin Vorstandsvorsitzender
8 Konzernlagebericht
"Besonders gefällt mir, dass ich eigene Ideen einbringen und hautnah umsetzen kann."
Stefan Nüßen, Diplom-Ingenieur, entwickelt Schläuche und Anschlussstücke in der Zentrale von Masterflex
Hochwertige Spiralschläuche von Masterflex. Ein vielseitig einsetzbarer Master-PUR Absaug- oder Förderschlauch (Bild links), erhältlich in verschiedenen Wandstärken. Rechts daneben ein Auszug aus dem umfangreichen Produktportfolio: Extrusions- und Clipschläuche, Folienschläuche und Anschlusselemente wie Flansche oder Schellen.
Konzernlagebericht
A. Geschäft und Rahmenbedingungen
I. Konzernstruktur und Geschäftstätigkeit
Der Masterflex-Konzern mit der Muttergesellschaft Masterflex SE, Gelsenkirchen, (nachfolgend auch Masterflex Group oder Masterflex genannt) ist ein Anbieter von hochwertigen Schläuchen und Verbindungssystemen. Die international agierende Unternehmensgruppe mit deutschen Wurzeln ist Spezialist für die Entwicklung und Herstellung hochwertiger Verbindungssysteme aus Hightech-Kunststoffen und -Geweben.
Hauptproduktionsstandorte der internationalen Masterflex Group mit 13 operativen Tochtergesellschaften sind Gelsenkirchen, Halberstadt, Norderstedt und Houston (USA). Daneben verfügt Masterflex an verschiedenen Standorten in Europa, Amerika und Asien über Niederlassungen und Vertriebspartnerschaften.
Seit dem Jahr 2000 werden die Aktien der Masterflex SE an der Frankfurter Börse gehandelt.
Nach der im Jahr 2010 erfolgreich beendeten Restrukturierung konzentriert sich die Gruppe seither auf ihr traditionelles Geschäft mit Hightech-Schläuchen und Verbindungssystemen.
Wichtige Veränderungen
Im Rahmen der internationalen Expansion wurde im Februar 2012 die neue Tochtergesellschaft Masterflex Asia Pte. Ltd. mit Sitz in Singapur gegründet. Die Gründung der chinesischen Tochtergesellschaft Masterflex Hoses (Kunshan) Co., Ltd. erfolgte dann im August 2012.
Die Hauptversammlung hat im Juni 2012 den Wandel der Rechtsform von einer Aktiengesellschaft nach deutschem Recht in eine Europäische Gesellschaft mit großer Mehrheit beschlossen. Die internationale Rechtsform der SE wird bei global agierenden Kunden und Investoren stärker akzeptiert. Der Rechtsformwandel wurde mit Stichtag 1. Oktober 2012 umgesetzt. Seither firmiert die Gesellschaft als Masterflex SE.
II. Leitung und Kontrolle
1. Vorstand
Der Masterflex-Konzern wird von einem zweiköpfigen Vorstand geleitet. Seit dem 1. April 2008 bekleidet Dr.-Ing. Andreas Bastin das Amt des Vorstandsvorsitzenden der Gesellschaft. Diplom-Wirtschaftsingenieur Mark Becks ist seit dem 1. Juni 2009 Finanzvorstand.
2. Aufsichtsrat
Der dreiköpfige Aufsichtsrat der Masterflex SE setzt sich zusammen aus dem Vorsitzenden Friedrich Wilhelm Bischoping, seinem Stellvertreter Georg van Hall und dem Mitglied Axel Klomp.
Aufgrund des bewusst klein gehaltenen Aufsichtsrats gibt es keine gesonderten Aufsichtsratsausschüsse. Wichtige Themen werden auch außerhalb der Sitzungen zwischen Vorstand und Aufsichtsrat in Telefonkonferenzen oder in kurzfristig einberufenen Gesprächen behandelt. Darüber hinaus informiert sich der Aufsichtsratsvorsitzende regelmäßig über den Geschäftsverlauf und anstehende Projekte der Gesellschaft.
Der ausführliche Bericht des Aufsichtsrats wird im Geschäftsbericht ab Seite 113 veröffentlicht.
III. Ziele, Strategien und Unternehmenssteuerung
1. Ziele und Strategien
Die Masterflex-Gruppe konzentriert sich ausschließlich auf ihr traditionelles Geschäft: die Entwicklung, Produktion und Vermarktung von Hightech-Schläuchen und Verbindungssystemen für vielfältigste Anwendungen in Industrie und verarbeitendem Gewerbe. Das Geschäft, mit dem Masterflex vor mehr als 25 Jahren startete, birgt erhebliche Wachstumspotenziale. Daher forcieren wir den weiteren Ausbau zielstrebig.
Unsere Wachstumsstrategie stützt sich auf zwei Pfeiler: Internationalisierung und Innovation. Unser mittelfristiges Ziel ist es, eine global führende Stellung auf den regionalen Spezialmärkten für anspruchsvolle Verbindungssysteme im industriellen und gewerblichen Bereich einzunehmen.
Internationalisierung
Im Rahmen der gezielten Erschließung neuer Märkte wurde im Jahr 2012 die Expansion nach Asien vorangetrieben. Anfang 2012 erfolgte der formelle Start der Tochtergesellschaft in Singapur; die chinesische Gesellschaft in Kunshan bei Shanghai folgte im Sommer. Die Neugründungen im Jahr 2010 in Brasilien und in Russland erzielten in 2012 nennenswerte Umsatzbeiträge, wobei die Geschäftsentwicklung in Russland besonders positiv verlief, während in Brasilien hohe Einfuhrzölle und eine verhaltenere Konjunkturentwicklung auf die Geschäftsentwicklung drückten. Auch die intensivierten Vertriebsaktivitäten in USA führten zu einem guten Ausbau des Geschäfts. Zudem wurden weitere Schritte unternommen, um die gesamte Produktpalette sukzessive auf allen adressierten Märkten anzubieten.
Innovation
Die Entwicklung neuer Produkte, die überwiegend durch Anfragen unserer Kunden initiiert wird, ist systematisch verbreitert und weiter verbessert worden. Unsere Techniker entwickeln heute aus der steigenden Vielfalt von Hochleistungskunststoffen und Herstellungsverfahren innovative Produkte, die konventionelle Verbindungs-
Ziele
Internationale
Expansion
Asien
Brasilien
- Russland Innovationen
- Ausbau der Werkstoffkompetenz Substituierung konventioneller Verbindungslösungen
Optimierung
Synergien in der Gruppe heben Wachstum
12 Konzernlagebericht
lösungen oder deren Werkstoffe zum geschäftlichen Wohle unserer Kunden substituieren können. Dabei kommt uns und unseren technologischen Möglichkeiten sehr entgegen, dass nahezu alle Produktionsprozesse unserer Kunden weltweit immer anspruchsvoller werden. Besonders drei Parameter treiben hier die Nachfrage nach Verbindungslösungen, die diesen Ansprüchen gerecht werden: Erstens die Geschwindigkeit des Herstellprozesses, zweitens dessen Flexibilität in Bezug auf kleine Endprodukt-Volumina mit häufigen Variationen in der Produktion sowie drittens die Qualitätsanforderungen an das herzustellende Endprodukt.
Weitere Erläuterungen und Beispiele dieser Prozesse werden im Abschnitt E. Forschung und Entwicklung dargelegt.
2. Unternehmensinternes Steuerungssystem
Ansatzpunkt der strategischen Unternehmensplanung ist eine jährlich aktualisierte Fünfjahresplanung mit Gewinn- und Verlustrechnung, Bilanz, Investitionen und Liquidität. Aus dieser strategischen Planung wird die Budgetplanung für das folgende Geschäftsjahr abgeleitet und auf Einzelmonate aufgeteilt. Im Rahmen der monatlichen Plan-Ist-Abweichungsanalysen wird der Konzern gesteuert. Voraussagen werden quartalsweise erstellt und erlauben so eine rollierende Ergebnisprognose in die Zukunft. Auf wöchentlicher Basis wird das Management über den Umsatz und den Auftragseingang der Vorwoche informiert. Im Rahmen eines monatlichen Reportings wird an den Gesamtvorstand das Ebit für die gesamte Gruppe berichtet.
Bei der Masterflex-Gruppe stehen Kennzahlen und deren Entwicklung im Vordergrund, die sich stärker an der Liquidität und dem Unternehmenswert orientieren und die Unternehmensstrategie unterstützen. Diese sind insbesondere:
- Der Umsatz gegenüber Budget und Vorjahr
- Die Entwicklung des Ebit auf Gesamtgruppenebene
- Die Nettoverschuldung (Bankverbindlichkeiten minus Barmittel) sowie deren Verhältnis zum EbitDA (auf Konzernebene).
IV. Markt und Wettbewerb
1. Allgemeine und branchenbezogene wirtschaftliche Situation im Jahr 2012
Die konjunkturelle Dynamik hat sich in Deutschland im Laufe des Jahres 2012 immer mehr abgekühlt. Nach einem guten Jahresanfang 2012 (+ 0,5 Prozent im 1. Quartal 2012) ging die Dynamik von Quartal zu Quartal zurück; in den letzten drei Monaten des Berichtsjahres ist die gesamtwirtschaftliche Leistung sogar um 0,6 Prozent gesunken. Daraus ergibt sich eine Wachstumsrate des Bruttoinlandsprodukts (BIP) für das ganze Jahr 2012 von 0,7 Prozent. Diese BIP-Wachstumsrate liegt deutlich niedriger als in den Vorjahren (2011: + 3,0 Prozent, 2010: + 4,2 Prozent).
Noch stärker hat sich die wirtschaftliche Abkühlung in der Europäischen Union (EU) bemerkbar gemacht. EU-weit ist die Wirtschaft in realen Preisen um 0,2 Prozent geschrumpft, in den Staaten der Euro-Zone sogar um 0,4 Prozent (siehe nachfolgende Tabelle). Hier war schon das gesamte Jahr 2012 deutlich schwächer als die Entwicklung in Deutschland. Insbesondere wichtige Handelspartner wie Frankreich oder Großbritannien durchlaufen derzeit eine konjunkturell schwierige Phase. Die Folgen der Staatsschuldenkrise, die in Europa auch zu breiteren Diskussionen um die Währungsstabilität geführt haben, lasten weiterhin auf Wachstum und Beschäftigung in der EU.
Wachstumsbeitäge zum realen BIP
in Prozentpunkten; Angaben für 2012
Quelle: Destatis
Wirtschaftswachstum in Staaten mit Masterflex-Präsenz in %
(Veränderung des Bruttoinlandsprodukts gegenüber Vorjahr)
| Staat | 2012 | 2011 |
|---|---|---|
| Euro-Zone | -0,4 | 1,5 |
| Deutschland | 0,7 | 3,1 |
| Frankreich | 0,0 | 1,6 |
| EU gesamt | -0,2 | 1,6 |
| Großbritannien | -0,1 | 0,9 |
| Schweden | 1,2 | 4,0 |
| Tschechische Republik | -1,3 | 1,8 |
| Welt | 3,0 | 3,7 |
| USA | 2,3 | 1,7 |
| Russland | 3,4 | 4,2 |
| Brasilien | 1,1 | 3,0 |
| China | 7,8 | 9,2 |
| Singapur | 1,4 | 5,3 |
Daten: Commerzbank
Positiver entwickelt hat sich die Wirtschaft hingegen in den übrigen Regionen der Welt, in denen Masterflex aktiv ist. In USA verlief das Jahr mit einem BIP-Zuwachs von 2,0 Prozent konjunkturell besser als anfangs erwartet. Brasilien (+ 1,1 Prozent) und Russland (+ 3,4 Prozent) blieben zwar leicht hinter den Prognosen vom Jahresanfang 2012 zurück, zeigten gleichwohl gegenüber Europa deutlich mehr Dynamik. Dies gilt insbesondere für China: Hier wuchs die Wirtschaft preisbereinigt um fast acht Prozent. Für die Masterflex-Gruppe zeigt diese sich auftuende Scherenentwicklung zwischen Europa auf der einen und Asien wie Amerika auf der anderen Seite, wie richtig und auch wie wichtig die seit 2010 mit Elan vorangebrachte Internationalisierungsstrategie ist.
Branchenbezogen verlief das Geschäftsjahr 2012 im Vergleich zu der deutschen Gesamtwirtschaft durchaus ähnlich. Die Kunststoff verarbeitende Industrie in Deutschland verzeichnet einen gegenüber dem Vorjahr nur leicht gesteigerten Jahresumsatz von 56,2 Mrd. € (+ 0,5 Prozent). Auch hier kühlte sich das Konjunkturklima in der gesamten Branche nach Angaben des Spitzenverbandes Gesamtverband Kunststoffverarbeitende Industrie seit dem späten Frühjahr ab und blieb für den Rest des Jahres dann auf einem konstanten Niveau. Mit 299.000 Beschäftigten in 2.825 Betrieben stellt die Kunststoff verarbeitende Industrie unverändert eine der wichtigen Branchen in der Verarbeitenden Industrie dar. Die vorwiegend mittelständisch geprägte Branche zeichnet sich durch hohe Innovationskraft und eine vielfältige Produktpalette aus. Kunststoffe werden zu Verpackungen, Baubedarfsartikeln, technischen Teilen, Halbzeugen, Konsumgütern und weiteren Produkten verarbeitet.
2. Der Markt für Hightech-Schläuche
Der Markt für Hightech-Schläuche und Verbindungssysteme besteht weltweit aus vielen, eher regional orientierten Spezialmärkten, die von zumeist mittelständischen Unternehmen bedient werden. Die Kunden kommen in erster Linie aus dem Verarbeitenden Gewerbe inkl. industrieller Anwendungen (B2B Markt); sie reichen von global tätigen Konzernen über den Großhandel und mittelständischen Industriebetrieben bis hin zu regional aufgestellten Kleinbetrieben. Aufgrund seiner eher inhomogenen und nicht einfach abgrenzbaren Struktur gibt es wenig belastbare Marktdaten. Gleichwohl ist es aufgrund der nicht einfach zu erwerbenden Material-, Verarbei-
14 Konzernlagebericht
tungs- und Anwendungskompetenz sowie der Vielfalt der Einsatzmöglichkeiten der anspruchsvollen Kunststoffe ein attraktiver profitabler Markt. Dieser ist durch kleine Losgrößen sowohl in der Produktion als auch im Vertrieb wie auch durch Beratungsintensität und Entwicklungskompetenz für kundenspezifische Lösungen gekennzeichnet. Der in der Öffentlichkeit eher bekannte Markt für Schläuche als Massenware (etwa Garten-, Fahrrad- oder Industrieschläuche), der sich verstärkt am Endkunden orientiert, ist hingegen von großen Losgrößen, geringeren Margen und großen internationalen Anbietern bestimmt.
Das Geschäft mit Hightech-Schläuchen und Verbindungselementen ist seit Gründung vor 25 Jahren die Basis und das kontinuierlich ertragreiche Standbein der Masterflex-Gruppe. Hier wurden durchgängig ein stabiler Cash Flow sowie attraktive Margen mit immer neuen Produktinnovationen geschaffen.
Die Basis des Erfolges ist ein erfahrenes Forschungs- und Entwicklungsteam und die Beherrschung der gesamten Wertschöpfungskette vom Material bis zur Prozesstechnologie. Zudem ist unser Vertrieb mit hoher technischer Kompetenz und engem Kontakt an den Problemstellungen der Kunden- und Marktanwendungen ein kontinuierlicher Lieferant für innovative Produkt- und Projektlösungen, die hohen Kundennutzen bringen.
Überall finden sich Einsatzgebiete für unsere Produkte: Im Maschinenbau, in der Luftfahrt- und Automobilindustrie, bei Energieunternehmen oder auch – in steigendem Umfang – bei der Herstellung und Verarbeitung von Lebensmitteln ebenso wie pharmazeutischen Produkten und in der Medizinwirtschaft. Zusammen mit dem herausragenden Know-how in der Verarbeitung von hoch anspruchsvollen Kunststoffen ermöglichen uns diese sehr unterschiedlichen Anwendungsgebiete Verbindungs-Lösungen zu kreieren und zu produzieren, die mit konventionellen Materialien nur unzureichend, nachteilig oder gar nicht zu realisieren sind.
Produkte der Masterflex-Gruppe können nicht leicht durch andere Materialien substituiert werden. Andererseits bieten die von Masterflex verarbeiteten Hightech-Kunststoffe erhebliches Substitutionspotenzial für konventionelle Werkstoffe wie Stahl. Zudem machen wir keine Lohnfertigung; nahezu alle Produkte und Leistungen werden von unseren Ingenieuren und Facharbeitern entwickelt und weitgehend selbst produziert.
3. Marktauftritt
Nachfolgend werden die wichtigsten operativen Gesellschaften vorgestellt, mit denen die Masterflex Group auf dem Markt auftritt. Diese fünf Gesellschaften sind als Marken die Bestandteile unseres künftig vereinheitlichten Marktauftritts unter der Dachmarke . Daneben gibt es acht weitere operative Gesellschaften in Europa, USA und Asien, die Produkte dieser Marken vertreiben und teilweise auch vor Ort produzieren.
Wir bieten ganzheitliche Verbindungslösungen, die auf führender Technologie beruhen und an kundenspezifische Anforderungen angepasst werden. Wir schaffen mit unseren selbstentwickelten, hochwertigen Schläuchen und Verbindungssystemen einen klaren Mehrwert für unsere Kunden. Wir stehen für deutsches Engineering mit weltweiter Produktion, in der Beratung nah bei unseren Kunden. Und wir stehen für Verlässlichkeit, Sicherheit und Service. Dieses Versprechen drückt unser neuer Slogan Connecting Values in pointierter Form aus: Unsere Schläuche verbinden; und diese Verbindung bringt einen Mehrwert für unsere Kunden.
Das Geschäft mit Spiralschläuchen ist die Kernkompetenz von der Masterflex SE in Gelsenkirchen. Neben extrudierten Spiralschläuchen werden insbesondere Clipschläuche und Folienschläuche entwickelt, produziert und vertrieben. Verbindungselemente wie Muffen, Flansche, Gewindestutzen, Schellen und weitere Zubehörteile runden die Palette an Lösungen für flexible Verbindungsaufgaben ab bzw. lassen zum Teil einzigartige Systemlösungen entstehen.
Das umfangreiche Sortiment bietet Produkte, die individuelle Anforderungen und anspruchsvolle Aufgaben erfüllen. Unabhängig davon, ob extrem abrasive Feststoffe, aggressive Chemikalien, gasförmige Medien bis zu +1.100 °C oder auch zum Beispiel Lebensmittel transportiert werden müssen: Die Schläuche aus Hightech-Kunststoffen und -Geweben stellen immer eine anwendungs- und kundenorientierte, flexible Lösung dar. Ergänzt wurde das Produktsortiment von Masterflex im Berichtsjahr um Master-PURgreen Schläuche. Diese Schläuche werden bis zu 52 Prozent aus nachwachsenden Rohstoffen hergestellt. Master-PURgreen Schläuche weisen in Bezug auf die mechanischen Eigenschaften und Beständigkeit die gleiche Güte wie die traditionelle Produktreihe Master-PUR auf.
Die Matzen & Timm GmbH ist ein renommierter Hersteller von Spezialschläuchen, Bälgen und Formteilen aus qualitativ hochwertigen synthetischen Kautschuk-Materialien wie beispielsweise Silikon. Die Produkte werden zu einem großen Teil in industrieller Handarbeit gefertigt und kommen vor allem dort zur Anwendung, wo Präzision und besondere Belastbarkeit gefordert sind. Dazu gehören insbesondere die sich weiter dynamisch entwickelnde Luftfahrtbranche, der Automobilsektor und der Schienenverkehr. Produziert wird an den beiden Standorten Norderstedt bei Hamburg und Plana/Tschechische Republik. Die Spezialschläuche finden sich etwa in der Klimaanlage des Airbus 380 sowie zukünftig des Airbus 350, unter der Motorhaube eines Rennwagens oder am Fahrgestell eines Zuges mit Neigetechnik. Als Hersteller mit eigener Entwicklungsabteilung umfasst die Wertschöpfungskette alle Teilschritte vom Design, der Qualifizierung beim Kunden, über die Herstellung eines Prototyps bis hin zur Serienfertigung. Fast alle Produkte sind kundenspezifische Sonderanfertigungen.
Matzen & Timm zählt nicht zuletzt wegen des versierten Umgangs mit unterschiedlichsten Qualifikationsanforderungen sowie einer hohen Entwicklungskompetenz seit mehr als 50 Jahren zu den bedeutenden Lieferanten für die Luftfahrtindustrie.
16 Konzernlagebericht
Die innovativen Produkte, etwa gewichtsreduzierte und/oder elektrisch leitfähige Schläuche oder Schutzschläuche für die Kraftstoffleitung von Flugzeugen, erfüllen die höchsten Anforderungen der verschiedenen Märkte.
Innerhalb der gesamten Produktpalette der Masterflex Group ist die vor mehr als 20 Jahren gegründete Gesellschaft Novoplast Schlauchtechnik GmbH in Halberstadt auf die Extrusion von Schläuchen und Profilen im Durchmesserbereich 0,5 bis 40 mm spezialisiert für vielfältige industrielle Anwendungen wie z. B. im Automobil- oder Maschinenbau sowie für Anwendungen in der Medizintechnik. Als Ergänzung des Produktportfolios werden Produkte auch weiterverarbeitet, etwa durch Thermofixierung oder durch weitere spezielle Montage- und Formprozesse.
Mit der Thermofixierung können Formschläuche mit komplexen Geometrien und Biegeradien gemäß Kundenwunsch und mit hoher Präzision in 2D- oder 3D-Varianten hergestellt werden. Dieses Verfahren weist großes Potenzial für immer neue Anwendungsgebiete auf. Denn in vielen Bereichen wird heute für Verbindungen noch auf gebogene Metallrohre zurückgegriffen, die teuer und schwer sind und zudem ungewünschte Schwingungen übertragen. Kunststoffschläuche hingegen punkten mit ihrem geringen Gewicht, moderaten Preisen und der Fähigkeit, Schwingungen aufzunehmen. Zudem lassen sich mit der Thermofixierung passgenaue Formteile für den individuellen Einbau produzieren.
Im Laufe des Jahres 2012 hat Novoplast Schlauchtechnik den Vertrieb von Pneumatik- sowie Sonderschläuchen in den USA über unsere dortige Tochtergesellschaft aufgenommen. Darüber hinaus wurde die gruppeninterne Zusammenarbeit mit der Schwestergesellschaft Fleima-Plastic GmbH, Hersteller von medizintechnischen Präzisions-Spritzgussteilen, weiter intensiviert. Dadurch ist es möglich, unseren Kunden Gesamtlösungen, bestehend aus Schlauch und medizinischen Komponenten wie etwa Luerlock-Konnektoren, Tropfkammern oder Rollenklemmen, aus einer Hand anzubieten.
Die Schlauch- und Profilextrusion erfolgt auf modernsten Anlagen. Regelmäßig wird das bereits jetzt schon große Materialspektrum um weitere Sondermaterialien ergänzt. Für die Produktion in der Medizintechnik sind Reinräume bis ISO-Klasse 6 eingerichtet. Produktinnovationen waren im abgelaufenen Geschäftsjahr etwa Profilschläuche im Sondermaschinenbau, elektrisch ableitende Sonderschläuche und Hochdruckschläuche für medizinische Anwendungen, speziell in der Angiographie.
Die 100-prozentige Tochtergesellschaft Fleima-Plastic GmbH wurde 1974 gegründet; seit dem Jahr 2004 ist die Gesellschaft Teil der Masterflex-Gruppe. Produziert werden qualitativ hochwertige Kunststoff-Spritzgussteile und montierte Baugruppen, schwerpunktmäßig für die Bereiche Medizintechnik, Kosmetik und Lebensmitteltechnik.
Im Jahr 2011 hatte Fleima-Plastic neue Fertigungsräume am Standort Wald-Michelbach im Odenwald bezogen. In dem modernen Werk werden Spritzgusskomponenten (u.a. auch in 2-Komponenten-Technik) in Reinräumen gefertigt, montiert bzw. veredelt. Große Erfahrung besitzt man darüber hinaus im Bau von Präzisions-Spritzgusswerkzeugen im eigenen Formenbau und in der Erstellung von Prototypen in allen gängigen Rapid-Prototyping-Verfahren.
Am Markt tritt Fleima-Plastic verstärkt zusammen mit dem Geschäftsbereich Medizintechnik der Novoplast Schlauchtechnik auf, um dem Kunden Gesamtlösungen aus einer Hand anzubieten. Zum Schlauch kommen dann medizinische Komponenten wie etwa Luerlock-Konnektoren, Tropfkammern oder Rollenklemmen. Diesen "System-Ansatz" werden wir in Zukunft weiter verstärken und ausbauen.
In Nord- und Südamerika wird die Masterflex-Gruppe durch die Masterduct Holding, Inc., eine 100-prozentige Tochter der Masterflex SE, repräsentiert. Zur Masterduct Holding zählen zwei operative Tochterunternehmen: Masterduct, Inc., in Houston, Texas und Masterduct Brasil LTDA. in Sao Paulo, Brasilien. Die Masterduct, Inc. ist in zwei Geschäftsbereichen aktiv: Dem Bereich Heizung, Ventilation und Klimaanlagen (kurz HVAC) sowie dem Geschäftsbereich für industrielle Anwendungen.
Unter der Marke FlexmasterUSA hat sich der Geschäftsbereich HVAC als Spezialist im Klima- und Lüftungsbereich etabliert und ist führend bei Anwendungen im öffentlichen Bau, etwa in Krankenhäusern, Schulen, Sportstätten und Universitäten. Heute sind wir ein bevorzugter Anbieter auch im Gesundheitssektor, weil die Produkte keinerlei Klebe- oder Lösemittel enthalten. Zudem werden schall-isolierende Schläuche zur Schalldämmung anstelle von Metallverbindungen eingesetzt, da sie kostengünstiger, flexible und stärker schallschluckend sind. Zur Schallreduzierung werden spezielle Materialen aus PE ebenso wie aus Spinnvlies, einem aus Nylon gewebten und geklebten, geschmeidigen wie auch belastbarem Textilverbundstoff, eingesetzt. Diese Produkte sind in vielen öffentlich bekannten Projekten eingesetzt, etwa in den Besprechungsräumen des Pentagons.
Seit der Gründung von Masterduct vor mehr als zwölf Jahren wurde dort ein weitreichendes Produktionsportfolio aufgebaut. Bei Abgasabsaugungen ist Masterduct inzwischen der Marktführer in Nordamerika. Zudem bietet das Unternehmen ein umfangreiches Produktportfolio von innovativen Schläuchen für eine Vielzahl von industriellen Anwendungen an. Der Kundenkreis reicht von der Holzindustrie, dem Maschinenbau und der Kunststoffindustrie über die Luftfahrt- und Serviceindustrie bis hin zur US-Regierung.
B. Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage
Im Geschäftsjahr 2012 war die Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage der Masterflex-Gruppe im Wesentlichen durch folgende Einflussfaktoren geprägt:
- Einen Umsatzanstieg von 53,0 Mio. Euro auf 55,0 Mio. Euro; dies entspricht einem Wachstum von rund vier Prozent. Das somit geringer als prognostizierte Umsatzwachstum ist im Wesentlichen auf zeitliche Verzögerungen beim Aufbau des Neugeschäftes in Asien und einer generellen, deutlichen Stimmungseintrübung in Europa, und insbesondere in Frankreich, zurückzuführen.
- Das operative Betriebsergebnis (Ebit) stieg leicht um 0,1 Mio. Euro auf 7,6 Mio. Euro an. Dieser gegenüber dem Umsatzwachstum geringere Anstieg begründet sich vor allem auf die Vorlaufkosten im Zusammenhang mit der Internationalisierung, auf den Ausbau der Vertriebs- und Technikbereiche an unseren Standorten und auf Inflationseffekte (Personalkostensteigerungen).
- Im Rahmen der Internationalisierungsstrategie wurde 2012 der Markteintritt in Asien vollzogen; dazu wurden zwei asiatische Tochtergesellschaften in Singapur und Kunshan (nahe Shanghai) gegründet. Aufgrund administrativer Hürden konnten wir unsere Geschäftsaktivitäten erst später als geplant aufnehmen. Gleichwohl wurden im vergangenen Jahr schon erste nennenswerte Auftragseingänge verzeichnet.
- Der Vorstand beschloss, das Werk in Tschechien für eine künftig intensivere Nutzung auszubauen. Damit verbunden ist eine Wertaufholung des Grundstücks, welches unter den sonstigen betrieblichen Erträgen ausgewiesen wird.
- Die vormalige Masterflex AG wurde in die Masterflex SE umgewandelt. Die hierdurch angefallenen Kosten werden separat unter den nicht operativen Effekten gezeigt.
- Die Verschuldung des Konzerns blieb auf Vorjahresniveau. Aufgrund der starken Entschuldung im Vorjahr und der günstigen Entwicklung des Euribor-Zinssatzes sank der Zinsaufwand im Jahr 2012 deutlich.
- Die Eigenkapitalquote liegt nun bei 39 Prozent.
Die wesentlichen Kennzahlen der Masterflex-Gruppe gehen aus der nachfolgenden Tabelle hervor.
| T€ | 2012 | 2011 |
|---|---|---|
| EbitDA | 10.171 | 9.964 |
| Ebit | 7.556 | 7.499 |
| Ebit-Marge | 13,7 % | 14,2 % |
| Netto-Ergebnis Konzern – fortgeführt | 4.904 | 4.256 |
| Netto-Ergebnis Konzern – nicht fortgeführt | –262 | –114 |
| Ergebnis je Aktie – fortgeführt | 0,53 | 0,45 |
| Ergebnis je Aktie | 0,50 | 0,44 |
I. Ertragslage
| 2012 | 2011 | +/- | ||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| T€ | % | T€ | % | T€ | % | |
| Umsatzerlöse | 54.984 | 95,4 | 52.999 | 96,7 | 1.985 | 3,7 |
| Bestandsveränderungen | 772 | 1,3 | 205 | 0,4 | 567 | 276,6 |
| Aktivierte Eigenleistungen | 290 | 0,5 | 52 | 0,1 | 238 | 457,7 |
| Übrige Betriebserträge | 1.626 | 2,8 | 1.518 | 2,8 | 108 | 7,1 |
| Betriebsleistung | 57.672 | 100,0 | 54.774 | 100,0 | 2.898 | 5,3 |
| Materialaufwand | –17.798 | -30,9 | –17.002 | –31,0 | –796 | 4,7 |
| Personalaufwand | –20.069 | -34,8 | –18.032 | –32,9 | –2.037 | 11,3 |
| Abschreibungen | –2.615 | -4,5 | –2.465 | –4,5 | –150 | 6,1 |
| Übriger Betriebsaufwand | –9.396 | -16,3 | –9.553 | –17,4 | 157 | –1,6 |
| Sonstige Steuern | –238 | -0,4 | –223 | –0,4 | –15 | 6,7 |
| Betriebsaufwand | –50.116 | -86,9 | –47.275 | –86,2 | –2.841 | 6,0 |
| Bereinigtes Betriebsergebnis = bereinigtes Ebit | 7.556 | 13,1 | 7.499 | 13,8 | 57 | 0,8 |
| Finanzergebnis | –1.567 | –2.238 | 671 | |||
| Nicht operative Effekte – Konzern | –187 | 910 | –1.097 | |||
| Ergebnis vor Ertragsteuern | 5.802 | 6.171 | –369 | |||
| Ertragsteuern | –898 | –1.915 | 1.017 | |||
| Ergebnis nach Steuern aus fortgeführter Tätigkeit | 4.904 | 4.256 | 648 | |||
| Ergebnis nach Steuern aus aufgegebener Tätigkeit | –262 | –978 | 716 | |||
| Nicht operative Effekte aufgegebener Geschäftsbereiche |
0 | 864 | –864 | |||
| Konzern-Jahresergebnis | 4.642 | 4.142 | 500 | |||
| davon Ergebnisanteile anderer Gesellschafter | 199 | 259 | –60 | |||
| davon Anteile der Aktionäre der Masterflex SE | 4.443 | 3.883 | 560 |
1. Umsatzentwicklung
Der Umsatz stieg gegenüber Vorjahr um 2,0 Mio. Euro oder rund vier Prozent auf 55,0 Mio. Euro (Vorjahr 53,0 Mio. Euro). Damit liegt der Umsatzanstieg unter unserer Prognose für das Geschäftsjahr 2012. Dies ist insbesondere auf ein schwächeres Geschäft in den letzten beiden Monaten 2012, auf administrative Verzögerungen bei unserem Start in Asien sowie einer allgemeinen Konjunktureintrübung in Europa, und hier insbesondere in Frankreich, zurückzuführen.
Konzernweit konnte der Umsatz in fast jeder Tochtergesellschaft gehalten oder gesteigert werden. Der größte Absatzmarkt für die Masterflex Group war und ist Deutschland. Wichtigste Quelle unseres Wachstums waren hingegen unsere Aktivitäten über unsere Gesellschaften in Nord- und Südamerika, in Russland sowie über die Gesellschaft Novoplast Schlauchtechnik. Deutlich rückläufig war unser Umsatz nur in Frankreich mit minus zwölf Prozent gegenüber dem Vorjahr. Die schwierige Entwicklung dort hängt eng zusammen mit dem Nullwachstum, welches das zweitgrößte Land der Euro-Zone verzeichnen musste (siehe Seite 13).
Die weltweit sehr unterschiedliche konjunkturelle Entwicklung der Volkswirtschaften spiegelt sich somit auch recht deutlich in unseren Umsatzzahlen wider. Es hat sich eine Schere zwischen Europa und der übrigen Welt aufgetan. Dies zeigt, wie wichtig es ist, die Internationalisierungsschritte konsequent in den nächsten Jahren voranzubringen. Auch wenn dies mit Vorlaufkosten verbunden ist, liegt unser Wachstumsmotor in den außereuropäischen Märkten. Daher erwarten wir für die nächsten Jahre eine sukzessive Verschiebung unserer Ertragsquellen in andere Regionen und Länder, insbesondere außerhalb Europas.
20 Konzernlagebericht
2. Ergebnisentwicklung
Das operative Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit vor aufgegebenen Geschäftsbereichen und nicht operativen Erträgen und Aufwendungen) stieg von 7,5 Mio. Euro auf 7,6 Mio. Euro um plus 0,8 Prozent an. Dies entspricht einer Ebit-Marge von 13,7 Prozent (Vorjahr 14,2 Prozent). Damit liegt die Umsatzrendite noch im Bereich unserer Jahresprognose (14 Prozent).
Ursächlich für den leichten Rückgang der Ebit-Marge sind einerseits gestiegene Kosten durch unsere Internationalisierungsaktivitäten, Personalkostensteigerungen aufgrund der Verstärkung von Vertrieb und Technik an unseren traditionellen Standorten, grundsätzliche Lohnkostensteigerungen sowie Sonderkosten in Zusammenhang mit notwendigen Zertifizierungen und Vertragsprüfungen. Auf der anderen Seite haben sich – neben bereits erläuterten regionalen Sonderentwicklungen – vor allem die Erträge aus unseren neuen Aktivitäten auf der Zeitachse etwas verschoben. Beide Effekte zusammengenommen, führen zu einer leicht rückläufigen Fixkostenabdeckung, die sich mit künftigem Wachstum wieder positiv entwickelt.
Die Entwicklungen der einzelnen Positionen der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung werden im Folgenden kurz erläutert.
Die Bestandsveränderungen betrugen 0,8 Mio. Euro und liegen damit 0,6 Mio. Euro über denen des Vorjahres. Aufgrund der erwarteten Wachstumsschritte gehen wir auch in Zukunft von einer leichten Bestandszunahme aus.
Die Position Aktivierte Eigenleistungen hängt im Wesentlichen mit der Erstellung von Anlagen für Russland und China zusammen. Dem stehen anteilige Personalund Materialkosten gegenüber, so dass, bezogen auf das operative Ergebnis, diese Erhöhung keinen Ergebniseffekt hat.
Die sonstigen betrieblichen Erträge stiegen gegenüber Vorjahr um 0,1 Mio. Euro leicht auf jetzt 1,6 Mio. Euro an. Hierin sind Effekte aus der Auflösung von Rückstellungen (u. a. die im Jahr 2010 gebildete Rückstellung für Gewährleistung), aus der Amortisation von Zuschüssen und Zulagen sowie aus der Wertaufholung von zwei Grundstücken in Tschechien und von der Fleima-Plastic enthalten.
Die Materialeinsatzquote (Materialkosten im Verhältnis zu Umsatz und Bestandsveränderungen) blieb in 2012 etwas unter Vorjahresniveau. Betrug sie im Vorjahr 32,0 Prozent, so lag sie im Jahr 2012 bei 31,9 Prozent. Dies ist auf stabile Rohstoffpreise und eine günstige Veränderung im Produktmix zurückzuführen.
Die Gewinnung von Personal für die neuen internationalen Standorte sowie der Ausbau von Vertriebs- und Technikbereichen an den traditionellen Standorten sind zwei Gründe für den Anstieg der Personalkostenquote (Personalkosten im Verhältnis zu Umsatz und Bestandsveränderungen) von 33,9 Prozent (Vorjahr) auf nunmehr 36,0 Prozent. Hinzu kommen die steigenden Personalkosten im Rahmen der jährlichen Lohn- und Gehaltsanpassungen.
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen (inklusive sonstige Steuern) blieben in 2012 leicht unter dem Vorjahresniveau: Sie sanken von 9,8 Mio. Euro im Vorjahr auf 9,6 Mio. Euro in 2012. Im Vorjahr war ein Sondereffekt aufgrund des Standortwechsels der Fleima-Plastic nach Wald-Michelbach enthalten.
Die Abschreibungen stiegen von 2,5 Mio. Euro (Vorjahr) auf 2,6 Mio. Euro in 2012 aufgrund einer leicht gestiegenen Investitionstätigkeit etwas an.
Bei einem operativen Konzernergebnis von 7,6 Mio. Euro konnte die Ebit-Marge (Ebit im Verhältnis zum Umsatz) des Vorjahres nicht ganz gehalten werden. Sie sank von 14,2 Prozent auf 13,7 Prozent. Dies ist im Wesentlichen auf die fehlende Fixkostenabdeckung durch den nur moderaten Umsatzzuwachs zurückzuführen. Analog zum Umsatz liegt damit auch das operative Ebit etwas unter unseren Erwartungen.
Das Finanzergebnis konnte von –2,2 Mio. Euro in 2011 auf –1,6 Mio. Euro noch einmal signifikant verbessert werden. Insbesondere die Zinsen für die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten wurden aufgrund der starken Entschuldung in 2011 als auch aufgrund der günstigen Entwicklung des Euribor-Zinssatzes deutlich gesenkt.
In dem Ergebnis aus nicht operativen Erträgen und Aufwendungen aus fortgeführten Geschäftsbereichen von –0,2 Mio. Euro sind die Kosten für den Rechtsformwandel in die SE enthalten. Im Vorjahr spiegelte sich hier der Ergebniseffekt aus einem außergerichtlichen Vergleich zu einem Zinsswapgeschäft mit einem Kreditinstitut in Höhe von +0,9 Mio. Euro wider.
Der Steueraufwand sank gegenüber dem Vorjahr von 1,9 Mio. Euro auf 0,9 Mio. Euro insbesondere durch die Aktivierung von latenten Steuern. Laufende Ertragssteuern fielen im Wesentlichen bei den ausländischen Tochtergesellschaften und im Rahmen der sogenannten Mindestbesteuerung bei der Masterflex SE an. Durch zwei im Jahr 2011 abgeschlossene Ergebnisabführungsverträge zwischen einerseits der damaligen Masterflex AG und andererseits der M & T Verwaltungs GmbH sowie der Novoplast Schlauchtechnik GmbH konnte die Ertragsteuerlast aufgrund der Verlustvorträge der Masterflex SE optimiert werden. Zudem wurden im Jahr 2012 aktive latente Steuern gebildet, nachdem im Vorjahr diese Position etwas abgebaut worden war. Denn aufgrund unserer positiven Geschäftsplanung und der von der Masterflex SE abgeschlossenen Gewinnabführungsverträge erwarten wir, den Verlustvortrag in den nächsten fünf Jahren forciert abzubauen. Hierfür wurden höhere latente Steuern gebildet. In Zukunft wird sich durch den Verzehr der Verlustvorträge die aktive Bilanzposition Latente Steuern aufwandswirksam reduzieren.
Im Ergebnis aus aufgegebenen Geschäftsbereichen ist insbesondere die Rückstellung für den Rechtsstreit mit dem Erwerber der beiden Mobility-Gesellschaften enthalten. In Summe beträgt das Ergebnis dieses Bereichs –0,3 Mio. Euro.
Das Konzerngesamtergebnis beträgt 4,6 Mio. Euro; gegenüber dem Vorjahr (4,1 Mio. Euro) ist dies eine Steigerung des Jahresüberschusses von 12,1 Prozent. Auf die Gesellschafter der Masterflex SE entfallen davon 4,4 Mio. Euro (Vorjahr 3,9 Mio. Euro).
In den Ergebnisanteilen anderer Gesellschafter spiegeln die Eigentumsverhältnisse bei der Tochtergesellschaft in Frankreich (Masterflex SE: 80 Prozent), bei der russischen Tochtergesellschaft (Masterflex SE: 51 Prozent) und bei der Masterflex Asia Holding GmbH (Masterflex SE: 80 Prozent) wider.
Das Ergebnis pro Aktie aus fortgeführten und aufgegebenen Geschäftsbereichen stieg von 0,44 Euro (Vorjahr) auf 0,50 Euro im Jahr 2012.
II. Vermögenslage
1. Vermögensstruktur
| Aktiva | 31.12.2012 | 31.12.2011 | +/- | |||
|---|---|---|---|---|---|---|
| T€ | % | T€ | % | T€ | % | |
| Immaterielle Vermögenswerte | 4.187 | 8,1 | 4.107 | 8,0 | 80 | 1,9 |
| Sachanlagen | 21.232 | 40,5 | 20.881 | 41,0 | 351 | 1,7 |
| Finanzanlagen | 445 | 0,8 | 615 | 1,2 | –170 | –27,6 |
| Sonstige Vermögenswerte | 26 | 0 | 81 | 0,2 | –55 | –67,9 |
| Latente Steuern | 5.932 | 11,3 | 5.641 | 11,1 | 291 | 5,2 |
| Langfristig gebundenes Vermögen | 31.822 | 60,7 | 31.325 | 61,5 | 497 | 1,6 |
| Vorräte | 11.119 | 21,2 | 9.295 | 18,3 | 1.824 | 19,6 |
| Forderungen und sonstige Vermögenswerte | 6.671 | 12,7 | 5.766 | 11,3 | 905 | 15,7 |
| Kurzfristig gebundenes Vermögen | 17.790 | 33,9 | 15.061 | 29,6 | 2.729 | 18,1 |
| Liquide Mittel | 2.823 | 5,4 | 4.544 | 8,9 | –1.721 | –37,9 |
| 52.435 | 100,0 | 50.930 | 100,0 | 1.505 | 3,0 |
Die Bilanzsumme erhöhte sich gegenüber Vorjahr um 1,5 Mio. Euro auf 52,4 Mio. Euro.
Auf der Aktivseite stiegen die langfristigen Vermögenswerte um 0,5 Mio. Euro auf 31,8 Mio. Euro. Dies ist auf die Erhöhung des Sachanlagevermögens um 0,4 Mio. Euro und die Aktivierung latenter Steuern um 0,3 Mio. Euro zurückzuführen.
Masterflex investierte in Immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen rund 2,6 Mio. Euro (Vorjahr 2,4 Mio. Euro). Wesentliche Investitionen betrafen die Ausweitung der Reinraumtechnik und der Extrusionslinien bei der Novoplast Schlauchtechnik, eine mobile Reinraumanlage und Spritzgussmaschinen für die Fleima-Plastic, die Erneuerung des Maschinenparks bei der US-Gesellschaft Masterduct sowie diverse Maschinen und Anlagen für unsere Gesellschaften in Russland und China.
Die kurzfristig gebundenen Vermögenswerte und liquiden Mittel stiegen um 1,0 Mio. Euro von 19,6 Mio. Euro (Vorjahr) auf 20,6 Mio. Euro in 2012. Wesentliche Effekte waren:
- • Eine Reduzierung des Kassen- und Bankbestandes um 1,7 Mio. Euro;
- Eine wachstumsbedingte Erhöhung der Forderungen und sonstigen Vermögenswerte um 0,9 Mio. Euro und
- Der Aufbau der Vorräte aufgrund unseres Wachstums, der mittelfristigen Eindeckung mit einem Rohstoff, bei dem Lieferengpässe zu erwarten sind, und der zunehmenden Internationalisierung in Höhe von 1,8 Mio. Euro.
2. Kapitalstruktur
| Passiva | 31.12.2012 | 31.12.2011 | +/- | |||
|---|---|---|---|---|---|---|
| T€ | % | T€ | % | T€ | % | |
| Konzerneigenkapital | 19.988 | 38,1 | 15.682 | 30,8 | 4.306 | 27,5 |
| Ausgleichsposten für Anteile anderer Gesellschafter |
536 | 1,0 | 557 | 1,1 | –21 | –3,8 |
| Eigenkapital | 20.524 | 39,1 | 16.239 | 31,9 | 4.285 | 26,4 |
| Rückstellungen | 191 | 0,4 | 242 | 0,5 | –51 | –21,1 |
| Finanzverbindlichkeiten | 17.126 | 32,7 | 18.446 | 36,2 | –1.320 | –7,2 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 1.489 | 2,8 | 1.629 | 3,2 | –140 | –8,6 |
| Latente Steuern | 838 | 1,6 | 431 | 0,8 | 407 | 94,4 |
| Langfristige Schulden | 19.644 | 37,5 | 20.748 | 40,7 | –1.104 | –5,3 |
| Rückstellungen | 2.600 | 5,0 | 3.561 | 7,0 | –961 | –27,0 |
| Finanzverbindlichkeiten | 6.056 | 11,5 | 5.656 | 11,1 | 400 | 7,1 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 3.611 | 6,9 | 4.726 | 9,3 | –1.115 | –23,6 |
| Kurzfristige Schulden | 12.267 | 23,4 | 13.943 | 27,4 | –1.676 | –12,0 |
| 52.435 | 100,0 | 50.930 | 100,0 | 1.505 | 3,0 |
Das Eigenkapital wuchs aufgrund des Jahresüberschusses von 16,2 Mio. Euro auf 20,5 Mio. Euro. Die Eigenkapitalquote (Eigenkapital im Verhältnis zur Bilanzsumme) betrug zum 31. Dezember 2012 somit 39,1 Prozent (Vorjahr 31,9 Prozent). Aufgrund aktuell bestehender Ausschüttungsrestriktionen bei der Masterflex SE wird für das Geschäftsjahr 2012 keine Dividendenausschüttung erfolgen können.
Die langfristigen Schulden sanken um 1,1 Mio. Euro von 20,7 Mio. Euro auf 19,6 Mio. Euro. Wesentlich hierfür ist die Reduzierung der langfristigen Finanzverbindlichkeiten um 1,3 Mio. Euro auf 17,1 Mio. Euro.
Die kurzfristigen Schulden sanken um 1,7 Mio. Euro auf 12,3 Mio. Euro. Hierunter fallen vor allem ein Abbau der kurzfristigen Rückstellungen von 1,0 Mio. Euro (Auflösung der in 2010 gebildeten Gewährleistungsrückstellung sowie Reduzierung der Urlaubs- und sonstiger Rückstellungen), die Reduzierung der Ertragssteuerverbindlichkeiten von 0,6 Mio. Euro und weiterer Sonstiger Verbindlichkeiten um 0,4 Mio. Euro.
III. Finanzlage
1. Grundsätze und Ziele des Finanzmanagements
Die wesentlichen kurz- bis mittelfristigen Ziele des Finanzmanagements konnten im Jahr 2012 weitestgehend erreicht werden. Dies sind insbesondere:
- Eine Reduzierung der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten durch Generierung liquider Mittel aus dem operativen Geschäft
- • Eine Stärkung des Eigenkapitals
- • Eine Reduzierung des Zinsaufwandes.
24 Konzernlagebericht
Unsere aktuellen mittelfristigen Ziele im Finanzmanagement sind eine weitere schrittweise, moderate Reduzierung der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und, damit einhergehend, eine sukzessive Reduzierung des Zinsaufwandes. Im Rahmen unserer langfristig angelegten Wachstumsstrategie und möglicher künftiger Akquisitionen im Schlauchgeschäft prüfen wir derzeit intensiv potenzielle Finanzierungswege auf ihre Auswirkungen auf unsere Ertrags- und Vermögenslage, damit wir im Fall von sich ergebenden Marktchancen kurzfristig handlungsfähig sind.
2. Finanzierungsanalyse
Die lang- und kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten betrugen zum 31. Dezember 2012 23,2 Mio. Euro und lagen damit 0,9 Mio. Euro unter dem Vorjahreswert. Die liquiden Mittel der Masterflex-Gruppe betrugen 2,8 Mio. Euro (Vorjahr 4,5 Mio. Euro). Damit lag die Nettoverschuldung am Jahresende 2012 bei 20,4 Mio. Euro. Daraus errechnet sich eine Nettoverschuldung zum EbitDA – eine der Konzern-Steuerungsgrößen – einen Wert von 2,0 aus. Diese Kennzahl stellt ein Maß für den Verschuldungsgrad des Konzerns dar und ist ein Indikator dafür, wie schnell die Verschuldung zurückgeführt werden kann.
Die Struktur der finanziellen Verbindlichkeiten in Höhe von 23,2 Mio. Euro setzt sich wie folgt zusammen:
- 17,7 Mio. Euro aus dem Konsortialkreditvertrag,
- 4,6 Mio. Euro Tilgungsdarlehen und Hypothekendarlehen (inklusive Tilgungsstundungsdarlehen) außerhalb des Konsortialkreditvertrages,
- 0,7 Mio. Euro Leasingverbindlichkeiten und
- 0,2 Mio. Euro sonstige zinstragende finanzielle Verbindlichkeiten.
Die bereitgestellten Fremdmittel sind im Wesentlichen besichert.
Wesentliche außerbilanzielle Finanzierungen bestehen – außerhalb geschäftsüblicher Aktivitäten wie etwa Fahrzeugleasing – nicht.
3. Liquiditätslage
Der Kassen- und Bankbestand sank stichtagsbezogen von 4,5 Mio. Euro auf 2,8 Mio. Euro zum Jahresende 2012.
Die Reduzierung um 1,7 Mio. Euro ist im Wesentlichen auf folgende Sachverhalte zurückzuführen:
- Das positive Ergebnis vor Abschreibungen (EbitDA, +10,2 Mio. Euro)
- Investitionen in das Sachanlagevermögen sowie immaterielle Vermögensgegenstände (–2,6 Mio. Euro)
- Der Aufbau von Vorräten (–1,8 Mio. Euro)
- Ausgaben für Ertragsteuern (–1,8 Mio. Euro).
- Zinsausgaben von –1,6 Mio. Euro
- Eine nicht zahlungswirksame Reduzierung von Rückstellungen (–1,0 Mio. Euro)
-
Die weitere Entschuldung des Konzerns (–0,9 Mio. Euro)
-
Ein Aufbau der Forderungen und sonstigen kurzfristigen Vermögenswerte (–0,7 Mio. Euro)
- Eine nicht zahlungswirksame Aufwertung von zwei Grundstücken unserer Gesellschaften Fleima-Plastic und der Masterflex Česko in Tschechien (-0,6 Mio. Euro)
- Die Kosten des Rechtsformwandels (-0,2 Mio. Euro)
- Zahlung der letzten Rate an den Altgesellschafter der Surpro (-0,2 Mio. Euro)
- Sonstiges (-0,5 Mio. Euro).
Die auf die Hauptzeilen verdichtete Kapitalflussrechnung, die die Reduzierung des Kassen- und Bankbestands im Jahr 2012 darstellt, findet sich auf Seite 61 (Konzern-Kapitalflussrechnung).
Die Zahlungsfähigkeit der Masterflex-Gruppe im Jahr 2012 war zu jeder Zeit gegeben. Zudem steht der Masterflex SE ein freier, nicht ausgenutzter Kreditrahmen aus dem Konsortialkreditvertrag in Höhe von 3,5 Mio. Euro zur Verfügung.
IV. Zusammenfassende Gesamtaussage zur Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage
Insgesamt betrachtet das Konzern-Management die Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage der Masterflex-Gruppe zum Bilanzstichtag vor dem Hintergrund
- • Des Wachstums insbesondere auf den internationalen Märkten,
- • Der Stärkung des Konzern-Eigenkapitals sowie
- • Einer Relation von Nettoverschuldung zu EbitDA von 2,0
als überaus zufriedenstellend und als gute Basis für die weitere Entwicklung der Masterflex-Gruppe.
C. Corporate Governance-Bericht
(zugleich Bericht gemäß Ziffer 3.10 Deutscher Corporate Governance Kodex)
I. Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289a HGB
1.1. Entsprechenserklärung zur Corporate Governance gemäß § 161 Aktiengesetz
Für die Masterflex SE hat Corporate Governance einen hohen Stellenwert. Die Unternehmensgrundsätze von Masterflex beruhen auf einer verantwortungsbewussten und auf langfristige Wertschöpfung ausgerichteten Führung und Kontrolle des Unternehmens. Wesentliche Aspekte dieser Corporate Governance sind eine effiziente Zusammenarbeit zwischen Vorstand und Aufsichtsrat, die Achtung von Aktionärsinteressen sowie die Offenheit und Transparenz in der Unternehmenskommunikation.
Gemäß § 161 Aktiengesetz (AktG) sind Vorstand und Aufsichtsrat verpflichtet, jährlich zu erklären, dass den vom Bundesministerium der Justiz im amtlichen Teil des elektronischen Bundesanzeigers bekannt gemachten Empfehlungen der "Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex" entsprochen wurde und wird, oder welche Empfehlungen nicht angewendet wurden oder werden und warum nicht. Diese Entsprechenserklärung ist den Aktionären dauerhaft zugänglich zu machen. Die aktuelle Entsprechenserklärung wurde im Dezember 2012 abgegeben und steht im Internet zur Einsichtnahme unter www.MasterflexGroup.com zur Verfügung.
1.2 Relevante Angaben zu Unternehmensführungspraktiken
Die Strukturen der Unternehmensleitung und Überwachung von Masterflex sind in der Satzung sowie in den Geschäftsordnungen von Vorstand und Aufsichtsrat geregelt. Die Satzung der Gesellschaft ist unter www.MasterflexGroup.com im Internet veröffentlicht.
1.3 Beschreibung der Arbeitsweise von Vorstand und Aufsichtsrat
Die Masterflex SE ist eine Europäische Aktiengesellschaft, für die gemäß der SE-Verordnung das deutsche Recht der Aktiengesellschaft ergänzend angewandt wird. Das Grundprinzip des deutschen Aktienrechts ist das duale Führungsprinzip aus Vorstand und Aufsichtsrat, die beide eigene Kompetenzen haben. Die Details der Arbeitsweise von Vorstand und Aufsichtsrat sind auf der Internetseite der Gesellschaft (www.MasterflexGroup.com) dargelegt.
II. Vergütungsbericht
Die Masterflex SE entspricht den Empfehlungen des Corporate Governance-Kodex und veröffentlicht die individualisierte Vergütung von Vorstand und Aufsichtsrat. Die Vergütung der Mitglieder von Vorstand und Aufsichtsrat enthält fixe und variable Bestandteile.
1. Vorstandsbezüge
Die transparente und verständliche Darstellung der Vorstandsvergütung ist für die Gesellschaft seit Jahren ein wesentliches Element guter Corporate Governance. Für die Festlegung der individuellen Vorstandsvergütung ist das Plenum des Aufsichtsrats gemäß gesetzlichen Vorgaben sowie einer – schon lange vor Inkrafttreten des Gesetzes verankerten – Regelung in der Geschäftsordnung des Aufsichtsrats zuständig.
Grundsätzlich setzt sich die Vergütung für die Vorstandsmitglieder aus erfolgsunabhängigen und erfolgsbezogenen Komponenten zusammen. Die erfolgsunabhängigen Teile bestehen aus dem Fixum und Nebenleistungen. Die erfolgsbezogenen, variablen Komponenten setzen sich aus einem sofort wirksamen und einem mit langfristiger Anreizwirkung ausgestalteten Teil zusammen. Die kurzfristige Tantieme, die etwa zwei Drittel der gesamten variablen Vergütung ausmacht, wird nach Feststellung der umgesetzten Erfolgsparameter und deren Erfüllungsgraden durch den Aufsichtsrat ausgezahlt. Der zweite, längerfristig angelegte Teil der Tantieme, der rund ein Drittel der gesamten variablen Vergütung umfasst, verbleibt für weitere zwei Jahre bei der Gesellschaft und wird nur dann ausgezahlt, wenn die Erfolgsparameter über den gesamten Drei-Jahres-Horizont nachhaltig gewährleistet wurden. Werden diese Parameter über diesen Zeitraum hingegen nicht erfüllt, verfällt dieser Anteil entsprechend ganz oder teilweise. Entgegen üblicher Praxis in vergleichbaren Unternehmen erhalten die Mitglieder des Vorstands bisher keine Pensionszusagen. Eine Überprüfung der Gesamthöhe sowie der Parameter findet regelmäßig alle zwei Jahre statt.
Das geltende Vergütungssystem wurde durch den Aufsichtsrat in seiner Sitzung vom 15. April 2010 verabschiedet und durch Beschluss der Hauptversammlung vom 28. Juni 2011 entsprechend § 120 Absatz 4 AktG von dieser gebilligt. Kriterien für die Angemessenheit der Vorstandsvergütung sind die Aufgaben des einzelnen Vorstandsmitglieds, seine persönliche Leistung, die wirtschaftliche Lage, der Erfolg und die Zukunftsaussichten des Unternehmens als auch die Üblichkeit der Vergütung unter Berücksichtigung des Vergleichsumfelds und der Vergütungsstruktur, die in der Gesellschaft gilt. Die erfolgsbezogenen Komponenten – die Tantieme – enthalten Bestandteile mit mehrjähriger Bemessungsgrundlage. Sie setzen damit langfristige Verhaltensanreize und richten die Vergütungsstruktur auf eine nachhaltige Unternehmensentwicklung aus. Weitergehende, aktienbasierte Anreizsysteme, wie etwa ein Aktienoptionsprogramm, bestehen bei der Gesellschaft nicht.
| Alle Angaben in T€ | Fixum | Erfolgsabhängige, an nachhaltigen Zielen ausgerich tete Vergütung |
In 2012 entstandene erfolgsabhängige Vergütung |
Nebenleistungen | Auszahlungs relevante Gesamt vergütung2 |
|---|---|---|---|---|---|
| kurzfristige Orientierung |
langfristige Orientierung1 |
(Sachbezüge) | 2012 | ||
| Vorstandsvorsitzender Dr. Andreas Bastin |
285 | 79 | 41 | 32 | 396 |
| (Vorjahr) | (260) | (208) | (82) | (27) | (495) |
| Vorstandsmitglied Mark Becks |
200 | 43 | 22 | 34 | 277 |
| (Vorjahr) | (170) | (136) | (44) | (31) | (337) |
| Gesamt | 485 | 122 | 63 | 66 | 673 |
| (Vorjahr) | (430) | (344) | (126) | (58) | (832) |
Die Gesamtbezüge des Vorstands im Jahr 2012 sowie ihre Aufteilung in fixe und variable Bezüge sind der nachfolgenden Tabelle zu entnehmen:
1 Dieser Vergütungsbestandteil unterliegt nachhaltigen, über einen Zeitraum von drei Jahren zu erfüllenden Leistungskriterien. Bei Nichterreichen dieser Kriterien kann dieser Teil der Vergütung teilweise oder auch ganz wieder entfallen und wird daher zunächst nicht ausgezahlt.
2 Der Betrag der erfolgsabhängigen variablen Vergütung, welche zwar für das Geschäftsjahr verdient, aber noch nicht ausgezahlt ist und bei Nichterreichen der Erfolgsziele im Gesamtbetrachtungszeitraum auch bis zur vollen Höhe wieder entfallen kann, wurde hier nicht berücksichtigt.
28 Konzernlagebericht
Im Geschäftsjahr 2012 wurden fixe und erfolgsabhängige Vergütungen an den Vorstand gewährt. Die variablen Vergütungsbestandteile wurden auf Basis der zu Beginn des abgelaufenen Geschäftsjahres vereinbarten Tantiemeregelungen mit den Mitgliedern des Vorstands bestimmt.
Die Vorstandsmitglieder erhalten ferner Nebenleistungen in Form von Sachbezügen; diese bestehen im Wesentlichen aus Versicherungsprämien für eine Berufsunfähigkeitsversicherung, aus einer Todesfallabsicherung sowie der privaten Dienstwagennutzung.
Die Vorstandsverträge sehen für den Fall, dass die Vorstandstätigkeit ohne wichtigen Grund vorzeitig endet, eine Ausgleichszahlung vor. Sie ist auf weniger als die maximal zulässigen zwei Jahresvergütungen einschließlich Nebenleistungen begrenzt (Abfindungs-Cap) und vergütet nicht mehr als die Restlaufzeit des Anstellungsvertrags. Für den Fall eines Kontrollwechsels und einer daraufhin vorzeitig beendeten Vorstandstätigkeit (sog. Change of Control-Regelung) bestehen Zusagen für Leistungen in entsprechender Weise und Höhe.
2. Aufsichtsratsbezüge
Das zuletzt in 2010 geänderte Vergütungssystem des Aufsichtsrats trägt den bisherigen Anforderungen des Corporate Governance-Kodex Rechnung. Satzungsgemäß umfasst die Vergütung für die Mitglieder des Aufsichtsrats seither fixe und variable Bestandteile.
Die variable Komponente der Aufsichtsratsvergütung ist ebenfalls auf Nachhaltigkeit ausgerichtet. Für die Nachhaltigkeit müssen sich bestimmte Unternehmenskennzahlen über einen Zeitraum von zwei Jahren positiv entwickeln. Diese Komponenten sind auf maximal 5.000 Euro pro Aufsichtsratsmitglied und Geschäftsjahr beschränkt. Zudem hat sich gezeigt, dass die gestiegenen Anforderungen an den Aufsichtsrat einerseits sowie die geringe Größe mit nur drei Mitgliedern andererseits alle Mitglieder in erheblicher Weise in die Aufsichtsratsarbeit einbeziehen. Daher werden keine höheren Vergütungen für den Vorsitz oder den stellvertretenden Vorsitz gezahlt, sondern die Vergütung wird in gleicher Höhe an alle Aufsichtsratsmitglieder gewährt. Zudem fallen keine gesonderten Vergütungen für die Arbeit von Ausschüssen an, da bei einem aus drei Mitgliedern bestehenden Aufsichtsrat deren Einrichtung keinen Sinn macht.
Der feste Betrag der Vergütung des Aufsichtsrats wird jeweils nach Ablauf des Geschäftsjahres gezahlt. Daneben werden noch Sitzungsgelder an die Aufsichtsräte in Höhe von 500 Euro pro Sitzung vergütet.
Gemäß § 113 Absatz 2 AktG hat die Hauptversammlung für die Mitglieder des ersten Aufsichtsrats einer SE die Vergütung nach eigenem Ermessen festzulegen. Der Rechtsformwandel in die Masterflex SE ist zum 1. Oktober 2012 in Kraft getreten. Somit standen dem Aufsichtsrat der Masterflex AG Vergütungen gemäß des 2010 von der HV beschlossenen Systems nur bis zum 30. September 2012 zu; für das letzte Kalenderquartal des Jahres 2012 hat die ordentliche Hauptversammlung im Jahr 2013 darüber zu befinden.
Die Gesamtbezüge des Aufsichtsrats sowie ihre Aufteilung im Jahr 2012 sind der nachfolgenden Tabelle zu entnehmen.
| Alle Angaben in T€ | Fixum | Erfolgsabhängige Vergütung1 |
Sitzungsgeld gesamt | Auszahlungsrelevante Gesamtvergütung 2012 |
|---|---|---|---|---|
| Aufsichtsratsvorsitzender, Diplom-Ingenieur Friedrich W. Bischoping |
10,52 | 3,752 | 1,52 | 15,752 |
| (Vorjahr) | (14) | (5) | (2) | (21) |
| Stellv. Aufsichtsratsvorsitzender, Diplom-Kaufmann Georg van Hall |
10,52 | 3,752 | 1,52 | 15,752 |
| (Vorjahr) | (14) | (5) | (2) | (21) |
| Aufsichtsratsmitglied, Herr Diplom-Kaufmann Axel Klomp |
10,52 | 3,752 | 1,52 | 15,752 |
| (Vorjahr) | (14) | (5) | (2) | (21) |
| Gesamtbezüge | 31,52 | 11,252 | 4,52 | 47,252 |
| (Vorjahr) | (42) | (15) | (6) | (63) |
1 In 2011 bereits erworbener Anteil der variablen Vergütung, der aber bisher noch nicht ausgezahlt ist, sondern mit Abschluss des Geschäftsjahres 2012 wegen Erfüllung der Erfolgskriterien mit der Fixvergütung für 2012 ausgezahlt wird, vgl. § 15 der Satzung.
2 Gemäß § 113 Absatz 2 AktG hat die Hauptversammlung für die Mitglieder des ersten Aufsichtsrats einer SE die Vergütung durch gesonderten Beschluss festzulegen. Aufgrund des Rechtsformwandels in die SE zum 1. Oktober 2012 standen dem Aufsichtsrat Vergütungen nach dem bislang gültigen System daher nur für neun Monate in 2012 zu.
III. Sonstige Angaben nach § 315 Absatz 4 HGB
Das Grundkapital der Masterflex SE beträgt 8.865.874 Euro und ist eingeteilt in 8.865.874 auf den Inhaber lautende Stammaktien in Form von nennwertlosen Stückaktien mit einem rechnerischen Anteil am Grundkapital von jeweils 1,00 Euro je Aktie. Jede Aktie gewährt eine Stimme.
Beschränkungen, die Stimmrechte oder die Übertragung von Aktien betreffen, sind dem Vorstand der Gesellschaft nicht bekannt.
Direkte oder indirekte Beteiligungen am Kapital, die zehn Prozent der Stimmrechte überschreiten, sind der Gesellschaft in einem Fall bekannt. Hier handelt es sich um einen langfristigen und anlageorientierten Investor, der nach letzter Kenntnis der Gesellschaft 19,9 Prozent der Anteile an der Masterflex SE hält.
Es bestehen keine Aktien mit Sonderrechten, die Kontrollbefugnisse verleihen.
Nach § 76 AktG sowie nach § 7 der Satzung der Masterflex SE besteht der Vorstand aus mindestens einer Person. Gemäß § 84 AktG und § 7 der Satzung ernennt der Aufsichtsrat den Vorstand und bestimmt die Zahl der Mitglieder.
Jede Satzungsänderung bedarf eines Beschlusses der Hauptversammlung. Der Beschluss der Hauptversammlung bedarf gemäß § 179 AktG einer Mehrheit, die mindestens drei Viertel des bei der Beschlussfassung vertretenen Grundkapitals umfasst. Die Satzung kann eine andere Kapitalmehrheit, für eine Änderung des Gegenstands des Unternehmens jedoch nur eine größere Kapitalmehrheit, bestim-
30 Konzernlagebericht
men. Gemäß § 18 der Satzung werden Beschlüsse der Hauptversammlung, soweit nicht zwingende gesetzliche Vorschriften entgegenstehen, mit einfacher Mehrheit gefasst. Falls das Gesetz außerdem zur Beschlussfassung eine Mehrheit des bei der Beschlussfassung vertretenen Grundkapitals vorschreibt, genügt – soweit gesetzlich zulässig – die einfache Mehrheit des vertretenen Kapitals. Dies gilt auch für Änderungen der Satzung. Der Aufsichtsrat ist gemäß § 14 Absatz 5 der Satzung befugt, Änderungen der Satzung vorzunehmen, die nur ihre Fassung betreffen.
Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital bis zum 27. Juni 2016 durch Ausgabe von bis zu 4.432.937 neuen, auf den Inhaber lautenden Stammaktien ohne Nennbetrag (Stückaktien) gegen Bar- und/oder Sacheinlagen einmalig oder mehrmals, insgesamt jedoch um höchstens 4.432.937 Euro zu erhöhen ("Genehmigtes Kapital I"). Das Bezugsrecht kann nach näherer Maßgabe der Ermächtigung ausgeschlossen werden.
Das Grundkapital der Gesellschaft ist um bis zu 2.250.000 Euro durch Ausgabe von 2.250.000 neuen, auf den Inhaber lautenden Stammaktien ohne Nennbetrag (Stückaktien) bedingt erhöht. Die bedingte Kapitalerhöhung dient der Sicherung der Gewährung von Optionsrechten und der Vereinbarung von Optionspflichten nach Maßgabe der Optionsanleihebedingungen an die Inhaber bzw. Gläubiger von Optionsscheinen aus Optionsanleihen bzw. der Sicherung der Erfüllung von Wandlungsrechten und der Erfüllung von Wandlungspflichten nach Maßgabe der Wandelanleihebedingungen an die Inhaber bzw. Gläubiger von Wandelanleihen, die jeweils aufgrund der Ermächtigung der Hauptversammlung vom 11. August 2009 von der Gesellschaft in der Zeit bis zum 31. Juli 2014 begeben werden.
Die Hauptversammlung vom 28. Juni 2011 hat die Gesellschaft ermächtigt, ab dem 29. Juni 2011 bis zum 28. Juni 2016 eigene Aktien im Umfang von bis zu zehn Prozent des zum Zeitpunkt der Beschlussfassung der Hauptversammlung oder – falls dieser Wert niedriger ist – des zum Zeitpunkt der Ausübung der Ermächtigung bestehenden Grundkapitals der Gesellschaft zu erwerben. Hiervon hat die Gesellschaft bisher keinen Gebrauch gemacht.
Der Vorstand wurde zudem ermächtigt, die erworbenen eigenen Aktien nach näherer Maßgabe der Ermächtigung mit Zustimmung des Aufsichtsrats unter Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre an Dritte gegen Sachleistung zu veräußern und/oder die erworbenen eigenen Aktien mit Zustimmung des Aufsichtsrats unter Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre gegen Barzahlung in anderer Weise als über die Börse oder durch ein Angebot an alle Aktionäre zu veräußern.
Die Vorstandsverträge sehen für den Fall, dass die Vorstandstätigkeit ohne wichtigen Grund vorzeitig endet, eine Ausgleichszahlung vor. Sie ist auf weniger als die maximal zulässigen zwei Jahresvergütungen einschließlich Nebenleistungen begrenzt (Abfindungs-Cap) und vergütet nicht mehr als die Restlaufzeit des Anstellungsvertrags. Für den Fall eines Kontrollwechsels und einer daraufhin vorzeitig beendeten Vorstandstätigkeit (sog. Change of Control-Regelung) bestehen Zusagen für Leistungen in entsprechender Weise und Höhe.
D. Nicht-finanzielle Leistungsindikatoren
I. Mitarbeiter
Im Jahr 2012 waren durchschnittlich 501 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ("Mitarbeiter") im Masterflex-Konzern beschäftigt (Vorjahr 448). Maßgeblich für den Anstieg der Mitarbeiterzahlen sind einerseits der Aufbau der Masterflex Asia sowie andererseits der weitere Ausbau der Vertriebs- und Technikbereiche.
Dank unserer engagierten und motivierten Mitarbeiter konnten wir unsere positive Entwicklung weiter fortführen und setzen den Ausbau der internationalen Tätigkeiten fort.
In jährlich stattfindenden Personalgesprächen setzen sich Vorgesetzte und Mitarbeiter zur Leistungsbeurteilung zusammen. Dort werden auch die persönlichen Ziele für das kommende Jahr vereinbart, die neben den allgemeinen Unternehmenszielen Grundlage für die variable Vergütung sind. Weiterhin sind diese Gespräche die Basis für eine spezifische Mitarbeiterentwicklung. Wir bieten unseren Mitarbeitern sowohl individuelle Weiterbildungsmaßnahmen als auch Sprachkurse an und unterstützen berufsbegleitende Studiengänge.
Ein wichtiger Faktor für unseren Erfolg sind zufriedene und engagierte Mitarbeiter. Die Zufriedenheit unserer Mitarbeiter spiegelt sich in der nach wie vor unverändert niedrigen Fluktuationsrate wider.
II. Soziale Verantwortung
Wir sind uns unserer sozialen Verantwortung gegenüber Jugendlichen bewusst. So haben wir auch im Jahr 2012 Auszubildende im gewerblichen und kaufmännischen Bereich eingestellt. Allein in Deutschland haben wir 14 Auszubildende im Jahresdurchschnitt 2012 in verschiedenen Berufen beschäftigt. Zudem arbeiten wir mit verschiedenen Bildungsträgern zusammen und bieten Umschülern Praktikumsplätze, um den praktischen Teil ihrer Ausbildung bei uns zu absolvieren.
In Deutschland macht uns der Ausbau der Kontakte zu Bildungseinrichtungen und Berufsschulen sowie die Präsentation der Masterflex Group an Hochschulen bei Nachwuchskräften bekannt. Regelmäßig stellen wir Schülern und Studenten Praktikumsplätze zur Verfügung.
Masterflex unterstützt die Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Den bei uns beschäftigen Eltern bieten wir die Möglichkeit, durch Teilzeit, flexible Arbeitszeiten oder Arbeitsorte, Familie und Beruf zu verbinden. So erhalten wir uns die Kompetenzen dieser erfahrenen Arbeitskräfte. Dafür erhielt Masterflex im Sommer 2012 die Auszeichnung "Familienfreundlicher Betrieb", übergeben vom Gelsenkirchener Bündnis für Familien.
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Im Rahmen unserer internen Mitarbeiterentwicklung und -förderung wird auch die gezielte Besetzung von Frauen in Leitungspositionen des technischen Bereichs und des Vertriebs gefördert. Während etwa die Masterflex SE in allen kaufmännischen und administrativen Bereichen bereits mit einer vergleichsweise hohen Frauenquote arbeitet, gibt es derzeit noch vergleichsweise wenig geeignete Frauen in den Bereichen Technik und technischer Vertrieb bzw. Projektvertrieb. Auch die Anwerbung und steigende Beschäftigung von Mitarbeitern, die nicht in Deutschland geboren wurden, wird in allen Unternehmensbereichen angestrebt. Nicht zuletzt im Zuge der fortschreitenden Internationalisierung werden potenzielle Führungskräfte mit internationalem Hintergrund gefördert.
III. Umweltschutz
Wir sind uns unserer ökologischen Verantwortung bewusst. Diese ist für uns ebenso maßgeblich wie die hohen Qualitätsansprüche an unsere Produkte und Prozesse. Die Einhaltung und regelmäßige Überwachung der gesetzlichen Umweltschutzauflagen sowie Beratungen zu den Umsetzungsmöglichkeiten werden durch interne Projektverantwortliche und durch externe Beauftragte permanent sichergestellt.
Bei der Produktion unserer Schläuche werden hauptsächlich Polymere verarbeitet, die keine toxischen Bestandteile beinhalten.
Bei der Produktion unserer profilextrudierten PUR-Schläuche entsteht kaum Abfall. Ausschuss, der beim Anlauf und beim Beenden der Produktion anfällt, wird weitestgehend recycelt: Drähte und Polyurethan werden voneinander getrennt und weiterverkauft oder in der Produktion ohne Qualitätsverluste wieder eingesetzt.
Die Masterflex SE verfolgt als sog. Ökoprofit-Betrieb weiterhin das Ziel, durch ökologisch sinnvolle Maßnahmen nachhaltig Ressourcen einzusparen und einen wichtigen Beitrag zum Schutz der Umwelt zu leisten.
Die EG-Verordnung REACH, die 2007 in Kraft getreten war, steht für Registrierung, Bewertung, Zulassung und Beschränkung von Chemikalien (Registration, Evaluation, Authorisation and Restriction of Chemicals) und verpflichtet Hersteller und Importeure zur Ermittlung der gefährlichen Eigenschaften von Stoffen sowie zur Abschätzung der Wirkungen auf die Gesundheit und die Umwelt. Ziel der Europäischen Chemikalienagentur (ECHA) – zuständige Behörde für REACH – ist es, bestehende Wissenslücken zu schließen, um einen verantwortungsvollen Umgang mit Chemikalien zu ermöglichen. In der REACH-Lieferantenkette hat Masterflex als Lieferant von Erzeugnissen den Status eines nachgeschalteten Anwenders und hat somit keine Vorregistrierung vorgenommen. Alle notwendigen Maßnahmen sind seither ergriffen worden. Auf der Internetseite von Masterflex sind Informationen zu REACH zu finden unter www.masterflex.de.
E. Forschung und Entwicklung
Die hohe Innovationskraft der Masterflex-Gruppe trägt als wesentlicher Teil unserer Unternehmensstrategie direkt zu unserem profitablen Wachstum bei. Dies ist umso wichtiger, da in einem dynamischen Umfeld mit zunehmend internationalem Wettbewerb Innovationen der Schlüssel zum langfristigen Erfolg von Unternehmen sind.
Die Anwendungsentwicklung mit dem Fokus auf innovativen Werkstoffen, Produktionsverfahren sowie neuen Produktanwendungen bildet die Grundlage. Diese Entwicklung geschieht häufig über die gesamte Wertschöpfungskette hinweg: Sowohl durch die Analyse von Kundenbedürfnissen und deren Umsetzung in spezifische Problemlösungen als auch durch eine enge Abstimmung mit unseren Rohstofflieferanten bei der Entwicklung von Additiven, die unseren Werkstoffen bestimmte, wichtige Eigenschaften verleihen. Somit können die Qualitätsanforderungen bereits in einer frühen Phase auf die unterschiedlichen Bedürfnisse der Absatzmärkte ausgerichtet werden.
Vor dem Hintergrund verkürzter Produktlebenszyklen und steigender Innovationsaufwendungen wird die Planung und Steuerung von Entwicklungsprojekten zunehmend wichtig für den Erfolg. Durch unser aktives Innovationsmanagement soll dem Rechnung getragen werden. Strukturierte Innovationsprozesse und ein zielorientiertes Projektmanagement sind dabei unabdingbare Voraussetzungen, um die Effektivität und Effizienz der Innovationstätigkeit zu optimieren. Ein intensiver Kontakt mit führenden Forschungsinstituten gewährleistet unseren Entwicklungsingenieuren den neuesten Stand der Wissenschaft.
Bei unseren Innovationen prüfen wir jeweils im Einzelfall, ob es für den Schutz unseres geistigen Eigentums erforderlich und rechtlich möglich ist bzw. im Rahmen unserer Unternehmensstrategie sinnvoll erscheint, Patente oder andere Schutzrechte anzumelden. Die gezielte Prüfung von Schutzmöglichkeiten und die Aufwands-/ Nutzenanalyse im Frühstadium unserer Entwicklungen wird stetig verbessert. So verfügt die Masterflex-Gruppe heute über eine zunehmende Anzahl von geistigen und gewerblichen Schutzrechten.
Mit der Entwicklung von Schläuchen aus Polyethylen (PE), das besonders exzellente Chemikalienbeständigkeit aufweist, konnten wir wieder eindrucksvoll unsere Materialkompetenz unter Beweis stellen. Entstanden ist dabei ein innovatives Produkt für höchste Ansprüche, das durch seine Beständigkeit gegenüber Säuren, Laugen und weiteren Chemikalien geradezu für den Transport aggressiver gasförmiger und flüssiger Medien oder für den Transport feinkörniger Partikel wie Stäube und Pulver im Chemiebereich prädestiniert ist.
Im Vergleich zu Absaug- und Förderschläuchen aus PU besitzt das PE-Material eine viel höhere chemische Beständigkeit. So sind bei der Absaugung von hoch aggressiven Lösemitteln viele Standardmaterialien nicht mehr verwendbar, sie fallen nach kurzer Zeit aus. Die höchst aggressiven Medien, die bei der Produktion entstehen und abgesaugt werden müssen, stellen oftmals eine große Herausforderung an die Schläuche dar. Wo vergleichbare Schlauchtypen aus PU keine oder eine geringe chemische Beständigkeit aufweisen, punktet der Schlauch aus Polyethylen mit seiner Langlebigkeit.
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Auf der Produktseite war ein weiterer Entwicklungsschwerpunkt unser flammschutzbeständiger und halogenfreier Schlauch XFlame®, den wir erfolgreich am Markt eingeführt haben. Als XFlame®, XFlame soft® bzw. XFlame hydro® in unterschiedlichen Härteeinstellungen verfügbar, wird dieser Schlauch bevorzugt in Schweiß- und Montageanlagen eingesetzt. Die Schläuche sind halogenfrei eingestellt und erfüllen die Flammschutzanforderungen bis UL 94-V0. Da diese Schläuche der RoHS-Richtlinie entsprechen, sind sie somit ein Beitrag zum Schutz der menschlichen Gesundheit und der Umwelt einschließlich der umweltgerechten Verwertung.
Weitere Ergebnisse in 2012 waren beispielsweise:
- Schläuche aus nachwachsenden Rohstoffen
- Schutzschläuche für die Kraftstoffleitung von Flugzeugen
- Profilschläuche im Sondermaschinenbau
- Sonderschläuche, elektrisch ableitend
- Hochdruckschläuche für medizinische Anwendungen, speziell in der Angiographie.
Die Fokussierung unserer Entwicklungsprojekte auf innovative Werkstoffe und Produktionsverfahren sowie auf neue Produktanwendungen werden wir auch in Zukunft konsequent verfolgen, um so die Innovationskraft der Masterflex-Gruppe weiterhin auszubauen und damit zu stärken.
F. Nachtragsbericht
Nach dem Stichtag fanden keine Vorgänge von besonderer Bedeutung auf die Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage statt.
G. Risikobericht
I. Risikomanagementsystem für wertorientierte Unternehmensführung
Grundsätzlich ist unternehmerisches Handeln immer mit Chancen und Risiken verbunden. Unter einem Risiko ist die Möglichkeit ungünstiger künftiger Entwicklungen zu verstehen, die mit einer erheblichen, wenn auch nicht notwendigerweise überwiegenden Wahrscheinlichkeit erwartet werden. Als Chancen definieren wir mögliche Erfolge, die über unsere festgelegten Ziele hinausgehen. Bei allen Geschäften, die wir eingehen, müssen die Chancen klar überwiegen. Bei bestehenden Risiken sind wir bestrebt, diese auf ein akzeptables, tragbares Niveau zu begrenzen. Dazu nutzen wir unter anderem Versicherungen und vertragliche Gestaltungen.
Das Risiko der Finanzberichterstattung besteht darin, dass unsere Jahres- und Zwischenabschlüsse Falschdarstellungen enthalten könnten, die möglicherweise wesentlichen Einfluss auf die Entscheidung ihrer Adressaten haben. Wir haben deshalb ein rechnungslegungsbezogenes Internes Kontrollsystem (IKS) entwickelt, dass darauf abzielt, mögliche Fehlerquellen zu identifizieren und die daraus resultierenden Risiken zu begrenzen. Dieses interne Kontrollsystem erstreckt sich auf den gesamten Masterflex-Konzern und wird permanent weiterentwickelt. Die wichtigen Grundlagen der Rechnungslegung sind in einem Bilanzierungshandbuch dokumentiert, das ebenfalls laufend weiterentwickelt und an neue gesetzliche Rahmenbedingungen angepasst wird.
Die Ausgestaltung des rechnungslegungsbezogenen IKS ergibt sich aus der Organisation unserer Rechnungslegungs- und Finanzberichterstattungsprozesse. Eine der Kernfunktionen dieser Prozesse ist die Steuerung des Konzerns und seiner operativen Einheiten. Ausgangspunkt sind die vom Vorstand der Masterflex SE entwickelten Zielvorgaben. Aus ihnen und aus unseren monatlichen Forecast-Planungen zur operativen Entwicklung wird eine rollierende Mittelfristplanung erarbeitet. Mindestens einmal im Jahr wird das IKS umfassend auf seine Wirksamkeit und Effizienz überprüft.
Wir identifizieren Risiken der Finanzberichterstattung auf Ebene der Unterbereiche anhand quantitativer, qualitativer und prozessualer Kriterien. Fundament des IKS sind unsere allgemein verbindlichen Richtlinien und ethischen Werte. In einem 2009 verfeinerten Regelprozess führen wir seither einmal im Jahr den Nachweis, ob die notwendigen Kontrollmaßnahmen tatsächlich stattfanden und korrekt vorgenommen wurden. Dies geschieht durch externe Wirtschaftsprüfer, einen internen Risikoverantwortlichen und durch die für die Durchführung der Kontrollen verantwortlichen Geschäftsführer bzw. Bereichsleiter.
Das rechnungslegungsbezogene interne Kontrollsystem und seine Wirksamkeit ist seit dem Jahr 2008 regelmäßiger Bestandteil der Aufsichtsratssitzungen.
Ferner tauschen sich der Vorstandsvorsitzende und der Aufsichtsratsvorsitzende fortlaufend zur Einrichtung und dem Stand der Compliance sowie hierzu erforderlichen Maßnahmen im Unternehmen aus. Zudem informiert sich der Aufsichtsrat auch extern über die Inhalte sachgerechter Compliance.
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Auf dieser Basis verstehen wir unter Risikomanagement die gezielte Sicherung bestehender und künftiger Erfolgspotenziale, zugleich aber auch die zielgerichtete Bewältigung bekannter Risiken. Unser Risikomanagementsystem umfasst die Risikoerkennung, -bewertung, -kontrolle und -steuerung. Durch diesen kontrollierten Umgang mit Risiken wird die Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage des Konzerns gesichert.
II. Effiziente Organisation des Risikomanagements
Das Risikomanagement des Masterflex-Konzerns ist in vorhandene Strukturen eingebettet und damit ein untrennbarer Bestandteil der Unternehmenssteuerung und der Geschäftsprozesse. Die strategische Unternehmensplanung, das interne Berichtswesen und das interne Kontrollsystem sind neben dem Risikohandbuch die Kernelemente des Risikomanagementsystems.
Unser Risikomanagement ist standardisiert und konzernweit gültig. Dies stellt sicher, dass alle Risiken systematisch, einheitlich und konzernübergreifend analysiert und bewertet werden. Im Zentrum steht die Risikoinventur durch das Management der operativen Einheiten. Dabei werden die Einzelrisiken ermittelt, den Risikofeldern zugeordnet und bewertet. Die dadurch geschaffene Risikotransparenz hilft uns bei der Auswahl geeigneter Steuerungs- und Gegenmaßnahmen.
Im Folgenden haben wir wesentliche Risikofelder aufgeführt, die sowohl unsere Geschäftsentwicklung als auch die Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage maßgeblich beeinflussen können. Hinzu kommen Risiken, die uns derzeit noch nicht bekannt sind, sowie Risiken, die wir jetzt noch als weniger bedeutsam erachten, die sich bei veränderter Sachlage jedoch nachteilig auf unsere Gruppe auswirken könnten.
III. Risikofaktoren
1. Marktrisiken
Potenzielle Marktrisiken bestehen für die Unternehmen der Masterflex-Gruppe sowohl auf der Absatz- als auch auf der Beschaffungsseite.
Auf der Absatzseite können sich Risiken insbesondere im Hinblick auf die weiterhin bestehende europäische Staatsschuldenkrise und deren Einfluss auf die weitere Konjunkturentwicklung ergeben sowie aus der schwächelnden Weltkonjunktur. Die künftige Geschäftsentwicklung von Masterflex wird insbesondere von der deutschen als auch von der weltweiten Konjunktur abhängig sein. Da Masterflex in vielen Branchen und Märkten aktiv ist und zudem viele unterschiedliche Kunden beliefert, ist eine Abhängigkeit von einer Branche oder einem einzigen Kunden jedoch nicht gegeben.
Dem allgemeinen Kundenrisiko (etwa Wegfall oder Insolvenz von Großkunden, Zunahme des Preisdrucks aufgrund einer Vormachtstellung im Markt) wird durch diese breite Streuung der Kundenstruktur entgegengewirkt. Zudem bauen wir insbesondere unsere Aktivitäten in denjenigen Branchen aus, die relativ unabhängig von konjunkturellen Schwankungen sind, wie etwa der Medizintechnik oder der Lebensmittelindustrie.
Auf der Beschaffungsseite stellt die Verfügbarkeit von Rohstoffen sowie von Vorund Zwischenprodukten als auch die Entwicklung der Einkaufspreise für unser Unternehmen ein Risiko dar. Diese Preis- und Bezugsrisiken versuchen wir durch einen
internationalen Einkauf, langfristige Lieferverträge und die kontinuierliche Optimierung des Lieferantenportfolios zu verringern. Bei der Auswahl der Lieferanten setzt Masterflex auf Leistungsfähigkeit und Qualität. Bei bedeutenden Einkaufsteilen oder -mengen streben wir eine enge Zusammenarbeit mit den Lieferanten an und beziehen diese bei Neuentwicklungen schon in einem sehr frühen Stadium in das Projekt mit ein. Durch diese Kooperationen entstehen für Masterflex auch Risiken, die sich in einem Abhängigkeitsverhältnis vom Zulieferer äußern können. Zur Risikobegrenzung wird grundsätzlich eine sogenannte Second Source Strategie verfolgt, um die Abhängigkeit von einem Lieferanten zu vermeiden.
Einer möglichen Zunahme des Wettbewerbsdrucks in unseren Produktgruppen begegnen wir durch die ständige Verbesserung unserer Produkte und Dienstleistungen sowie unserer Geschäftsprozesse. Das Niveau unserer Absatzpreise könnte unter dem aggressiven Verhalten unserer Wettbewerber leiden. Dem wirken wir durch ein stetiges Überprüfen unserer Kostenstrukturen als auch durch die Entwicklung neuer, einzigartiger Produkte mit Alleinstellungsmerkmal entgegen.
2. Finanzielle Risiken
Unter finanziellen Risiken erfassen wir Liquiditäts-, Marktpreis- und sogenannte Forderungsausfallrisiken. Diese Risiken können aus Transaktionen im operativen Geschäft und deren Absicherung, aus Finanzierungsentscheidungen sowie aus Wertänderungen von Finanzpositionen in der Bilanz resultieren. In der Masterflex-Gruppe werden die Konzernfinanzierung wie auch die Begrenzung finanzwirtschaftlicher Risiken zentral gesteuert und überwacht.
Die Art der eingesetzten Finanzierungsinstrumente, die Höchstgrenzen für deren Abschluss sowie der beteiligte Bankenkreis sind verbindlich geregelt. Die exakte Einhaltung aller Regelungen wird ständig überprüft und überarbeitet. Das Adressenausfallrisiko wird durch das konsequente Einholen von Bonitätsauskünften, das Setzen von Kreditlimits sowie ein aktives Debitorenmanagement einschließlich Mahnwesen und offensiven Inkassos reduziert. Gleichwohl können einzelne – auch größere – Ausfälle von Kundenforderungen nicht ausgeschlossen werden.
Die grundlegenden Risikostrategien für das Zins-, Währungs- und Liquiditätsmanagement werden zentral durch den Vorstand festgelegt. Finanzierungs- und Absicherungsentscheidungen werden auf Basis der Finanz- und Liquiditätsplanungen aller Unternehmenseinheiten getroffen.
Geschäfts- und Finanzierungsaktivitäten in Fremdwährungen werden nur selten eingegangen und liegen derzeit nicht in nennenswertem Umfang vor. Auch währungsraumübergreifende Finanzierungen innerhalb des Konzerns, die naturgemäß zu Devisenpositionen im Konzern führen, liegen aktuell nicht in nennenswertem Umfang vor. Translationsrisiken, die aus der Umrechnung von originär in Fremdwährung bestehenden Bilanzpositionen herrühren, werden im Konzern nicht abgesichert. Ebenso sichert die Masterflex SE ihre Reinvermögensansprüche aus Konzerngesellschaften außerhalb der Euro-Zone nicht ab.
Sofern bei der Aufnahme von Finanzmitteln über den Kapital- oder Kreditmarkt Zinsänderungsrisiken entstehen, werden diese ebenfalls zentral überwacht, bewertet und im Einzelfall ggf. durch derivative Finanzinstrumente abgesichert.
Durch den bestehenden Konsortialkreditvertrag der Masterflex SE mit einer Restlaufzeit von drei Jahren sowie geringer Fremdwährungsgeschäfte werden die finanziellen Risiken bei der Masterflex-Gruppe als gering angesehen.
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Auch das Zinsrisiko ist aufgrund der signifikanten Entschuldung, den Regelungen im Kreditvertrag sowie dem kreditvertraglich obligatorischen Abschluss einer Zinssicherung (Zins-Cap) deutlich begrenzt. Der Zins-Cap sichert die Restschuld aus den verschiedenen Tranchen des Konsortialkredits über deren gesamte Laufzeit gegen einen Anstieg des vereinbarten Referenz-Zinssatzes über den vereinbarten Basiswert ab. Somit vergibt sich Masterflex auch nicht die Chance, von dem aktuell niedrigen Zinsniveau zu profitieren. Darüber hinaus bestehen bei der Masterflex-Gruppe keine nennenswerten variabel verzinslichen Finanzierungen. Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing beinhalten kein nennenswertes Zinsänderungsrisiko, da diese Verbindlichkeiten innerhalb der nächsten zwei Jahre auslaufen und keine wesentlichen Konversionszeitpunkte mehr ausstehen.
Im Kreditvertrag sind zwei sogenannte Covenant-Regelungen vereinbart. Hierbei verpflichtet sich Masterflex auf Konzernebene zur Einhaltung von definierten Finanzkennzahlen: dem Verschuldungsgrad und der Eigenmittelquote. Bei einer Nichteinhaltung dieser Kennzahlen ist der Kreditgeber berechtigt, die Gesamtkreditzusage zu kündigen.
Auf Basis der aktuellen wie auch der geplanten Geschäftsentwicklung werden die Finanzkennzahlen eingehalten werden, da die Covenant-Grenzen auf Basis eines Businessplanes definiert wurden, der die wirtschaftliche Erholung des Unternehmens deutlich später prognostiziert hatte. So lag die vertraglich vorgeschriebene Obergrenze für die Kennziffer 'Verschuldungsgrad' (Berechnung gemäß Konsortialkreditvertrag) im Jahr 2012 zunächst bei einem Wert von 4,5 und ab September 2012 bei dem Wert 4. Demgegenüber erreichte Masterflex aufgrund der hohen Entschuldung seit Jahresbeginn 2012 einen Verschuldungsgrad von weniger als 3. Zum Bilanzstichtag 2012 lag diese Kennziffer bei 2,0. Die Untergrenze der zweiten Kennziffer' Eigenmittelquote' (berechnet nach den Vorgaben aus dem Kreditvertrag, in dem das bilanzielle Eigenkapital um bestimmte Aktiva korrigiert wird) lag im Jahr 2012 zunächst bei einem Wert von 1 Prozent und zum Jahresende bei einem Wert von 4 Prozent. Demgegenüber erreichte Masterflex im Jahr 2012 eine Eigenmittelquote von anfangs 17,5 Prozent bis zum Bilanzstichtag 2012 von 24,9 Prozent und lag damit stets ganz deutlich über den vorgeschriebenen Untergrenzen. Somit könnten die Covenants nur bei einer dramatischen Verschlechterung künftiger Ergebnisse nicht eingehalten werden.
3. Produktionsrisiken
Möglichem Produktionsausfall, verursacht etwa durch Katastrophen oder Brandschaden, treten wir mit Maßnahmen der vorbeugenden Instandhaltung, Vorhaltung von wichtigen Ersatzkomponenten, Aktivitäten im Bereich des Brandschutzes, Schulung der Mitarbeiter sowie dem Aufbau eines Netzwerkes von externen Lieferanten entgegen. Gegen dennoch eintretende Schadensfälle sind wir in einem wirtschaftlich sinnvollen Umfang versichert. Zudem ist unsere Produktion nicht auf einen Standort begrenzt.
4. Technologie- und Qualitätsrisiken
Die Masterflex-Gruppe versucht ihre Marktposition zu stärken, indem international wettbewerbsfähige Produkte und Dienstleistungen angeboten werden. Dies erfordert einen ständigen Innovations- und Entwicklungsprozess, um die hohen Kundenanforderungen erfüllen zu können. Um dies auch zukünftig zu gewährleisten, wurde ein Innovationsmanagement-Prozess installiert: Ein Expertengremium aus den Bereichen Vertrieb, Produktmanagement, FuE, Controlling sowie Fertigung entscheidet nach klaren Prozess- und Bewertungsmaßgaben (sog. Stage Gate Process) über Weiterentwicklungen. Die Mitglieder treffen Entscheidungen insbesondere auf der Basis von Marktanalysen und Wirtschaftlichkeitsüberlegungen. Dadurch können Risiken aus Fehlentwicklungen und dem damit verbundenen finanziellen Aufwand minimiert werden.
Darüber hinaus wird eine enge Zusammenarbeit mit Kunden angestrebt, um frühzeitig neue Anwendungen und Märkte erschließen zu können. Oftmals entstehen daraus zudem innovative Geschäftsideen, die im Idealfall später zu neuen Standardanwendungen führen. Die Ergebnisse unserer FuE-Tätigkeit sichern wir, wenn möglich und sinnvoll, mit eigenen Schutzrechten ab.
Die anerkannte Qualität unserer Produkte und eine hohe Lieferfähigkeit sind wichtige Voraussetzungen für unseren Erfolg. Um solche Risiken im Rahmen der Leistungserstellung zu steuern, nimmt die Qualitätssicherung bei uns einen hohen Stellenwert ein. Durch anspruchsvolle Qualitätsmaßstäbe in der Entwicklung, intensive Prüfungen über die gesamte Prozesskette hinweg sowie ständigen Kontakt mit den Zulieferern werden die qualitätsrelevanten Risiken in der Gruppe konsequent eingegrenzt.
5. IT-Risiken
Eine ständige Verfügbarkeit der IT-Systeme ist unabdingbare Voraussetzung für die Aufrechterhaltung des Geschäftsbetriebes an den einzelnen Standorten. Interne und externe Experten arbeiten daher fortlaufend an der Optimierung der zentral und dezentral angelegten Informationssysteme, ihrer Verfügbarkeit und Sicherheit. Gegen mögliche Betriebsstörungen von außen, etwa durch das Eindringen von Schadsoftware in das IT-System, werden grundsätzlich die aktuell verfügbaren Hard- und Software-Komponenten eingesetzt. Zu den technischen Schutzmaßnahmen gehören unter anderem der Einsatz von Virenscannern und Firewall-Systemen
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sowie umfassende Zugangs- und Zugriffskontrollen. Die Masterflex SE und einige ihrer Tochtergesellschaften bedienen sich zur Erfüllung dieser Ansprüche der Dienstleistungen eines externen Rechenzentrums.
6. Rechtliche Risiken
Rechtsstreitigkeiten, die einen nennenswerten Einfluss auf die Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage der Masterflex-Gruppe haben könnten, sind uns nur in einem Falle bekannt.
Hier verklagt der Erwerber der beiden zur ehemaligen Mobility-Gruppe gehörenden Gesellschaften, Clean Air Bike GmbH und Velodrive GmbH, die Masterflex SE im Wesentlichen auf die Rückabwicklung des Unternehmenskaufvertrages. Hilfsweise wurden zusätzliche Klageanträge wegen Garantieverletzung eingereicht. Wir haben auf Basis der vorliegenden Informationen eine andere, aus unserer Sicht gut vertretbare Sichtweise. Vorsorglich wurde gleichwohl eine Rückstellung von 200 TEuro im aufgegebenen Geschäftsbereich gebildet.
Auch künftig können darüber hinaus Risiken aus weiteren Rechtsstreitigkeiten nicht grundsätzlich ausgeschlossen werden. Für anhängige oder drohende Rechtsstreitigkeiten wurde Vorsorge in angemessenem und ausreichendem Umfang getroffen. Zudem werden Verträge, die eine wirtschaftliche Bedeutung für Masterflex haben, von externen Juristen vor Vertragsabschluss geprüft.
7. Personelle Risiken
Für den wirtschaftlichen Erfolg und die zukünftige Entwicklung der Masterflex-Gruppe sind die Kompetenz und das Engagement der Mitarbeiter von höchster Bedeutung. Dem intensiven Wettbewerb um qualifizierte Fach- und Führungskräfte und den damit verbundenen Risiken in Form von Know-how-Verlust durch Mitarbeiterfluktuation begegnen wir mit attraktiven Qualifizierungsmöglichkeiten und einem leistungsgerechten Vergütungssystem. Der Verlust von Know-how-Trägern oder langjährigen Fach- und Führungskräften stellt eines der größten Risiken in der Gruppe dar, auch wenn derzeit keine solchen Tendenzen zu erkennen sind.
Zunehmend bedeutsam wird künftig auch die Fähigkeit von Masterflex sein, junge Fach- und Führungskräfte an das Unternehmen zu binden. Die hierfür notwendigen Schritte wurden in der Personalentwicklung unternommen; dazu gehören eine leistungsgerechte Entlohnung, das Führen von jährlichen Mitarbeitergesprächen, die Weiterqualifikation von Mitarbeitern und die Erarbeitung von Zukunftsperspektiven wie auch die Zusammenarbeit mit Hochschulen und Forschungsinstituten. Diese Bemühungen werden in Zukunft intensiviert werden. Um diesen Maßnahmen weiteren Schub zu verleihen und das Potenzial für neue Fach- und Führungskräfte für die Masterflex-Gruppe zu erweitern, werden auch gezielt Frauen sowie Personen mit internationalem Hintergrund oder höherem Alter angesprochen und in ihren Qualifikationen weiterentwickelt. Angesichts des bereits spürbaren Fach- und Führungskräftemangels sehen wir als mittelständisches Unternehmen hierin auch die Chance, mögliche Wettbewerbsnachteile auf dem Personalmarkt gegenüber Großunternehmen auszugleichen.
8. Akquisitionen und Desinvestitionen
Die Strategie von Masterflex beinhaltet sowohl Unternehmensverkäufe als auch die Stärkung des Schlauchgeschäftes durch Unternehmenszusammenschlüsse oder -käufe.
Unternehmenszusammenschlüsse und -käufe sind trotz sorgfältiger Planung und Prüfung mit Risiken behaftet, die sich negativ auf die Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage auswirken können. Darüber hinaus besteht das Risiko, dass durch solche Maßnahmen erhebliche Kosten entstehen können. Unternehmenskäufe können die Finanzierungsstruktur des übernehmenden Unternehmens belasten. Ein weiteres
Risiko besteht darin, dass Abschreibungen auf langfristige Vermögenswerte einschließlich von Geschäfts- oder Firmenwerten aufgrund nicht geplanter Entwicklungen notwendig werden könnten.
Derzeit sind keine weiteren Desinvestitionen geplant. Akquisitionen, die die Strategie der Masterflex-Gruppe stützen, können und sollen auch in den nächsten Jahren folgen. Um diesen Prozess professionell und strukturiert bearbeiten zu können, hat sich Masterflex personell mit diesen Kompetenzen verstärkt.
9. Steuerliche Risiken
Aufgrund von künftigen oder noch nicht abgeschlossenen Betriebsprüfungen existiert das Risiko von Steuernachzahlungen oder der Nichtanerkennung von Verlustvorträgen. Es ist denkbar, dass die Anwendung des § 8c Absatz 1a Körperschaftsteuergesetz nicht ermöglicht wird und dass die Voraussetzungen des Sanierungsprivilegs nicht vorliegen und steuerliche Verlustvorträge damit nicht nutzbar sind. Steuernachzahlungen würden die Liquidität des Konzerns beeinträchtigen; eine Reduzierung der Verlustvorträge würde zu einer Auflösung aktiver latenter Steuern führen.
IV. Sonstige Einzelrisiken
Sonstige Einzelrisiken, die den Bestand der Gesellschaft gefährden, sind uns derzeit nicht bekannt.
V. Zusammenfassung und Gesamtaussage zur aktuellen Risikosituation des Konzerns
Neben den globalen Risikofaktoren kann die erwartete positive Entwicklung der Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage der Masterflex-Gruppe durch negative oder gar rezessive Geschäftsentwicklungen einzelner Branchen oder Volkswirtschaften spürbar negativ beeinträchtigt werden.
Unsere Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage kann in Zukunft erheblich beeinträchtigt sein, wenn sich die Masterflex-Gruppe nicht an die Veränderungen des Marktes anpassen kann – insbesondere, wenn keine neuen qualitativ hochwertigen Produkte entwickelt, hergestellt und vertrieben werden können. Eine solche Fehlentwicklung könnte zu außerordentlichen Abschreibungen auf selbsterstellte Anlagen wie auch immaterielle Vermögensgegenstände führen.
Das derzeit größte Einzelrisiko stellt die Gewinnung und das Halten von qualifizierten Fach- und Führungskräften dar, um das geplante Wachstum auch in den nächsten Jahren zu erreichen. Hier werden wir alle Anstrengungen unternehmen, um auch in Zukunft ein höchst attraktiver Arbeitgeber zu sein.
Auf dem Beschaffungsmarkt ist die Verfügbarkeit von allen benötigten Rohstoffen ein gewichtiges Risiko. Wir versuchen dieses Risiko insbesondere durch die Substitution von besonders knappen Rohstoffen zu minimieren, so dass die Bewältigung dieser Knappheitssituation auch eine Chance für zukünftige Geschäfte darstellt.
Derzeit sieht das Konzern-Management die Masterflex-Gruppe bei der Beherrschung der bekannten Risiken als gut aufgestellt. Sowohl prozessseitig als auch aufgrund der kurzen Kommunikationswege werden entstehende Risiken schnell beim Vorstand bekannt und zielgerichtet behandelt.
H. Prognosebericht
Die nachfolgenden Aussagen zum künftigen Geschäftsverlauf der Masterflex-Gruppe und zu den dafür als wesentlich beurteilten Annahmen über die wirtschaftliche Entwicklung von Märkten und Branchen basieren auf unseren Einschätzungen, die wir nach den uns vorliegenden Informationen als zurzeit realistisch ansehen. Diese sind jedoch vor dem Hintergrund des aktuellen wirtschaftlichen Umfeldes mit gewissen Unsicherheiten behaftet und bergen daher das unvermeidbare Risiko, dass die prognostizierten Entwicklungen weder in ihrer Tendenz noch ihrem Ausmaß nach tatsächlich eintreten werden.
I. Ausblick
KfW-ifo-Geschäftserwartungen 30 20 10 0 –10 –20 2010 2011 2012 2013 Großunternehmen Mittelstand Saldo (Prozentpunkte)
Quelle: KfW, ifo Institut München
1. Wirtschaftliches Umfeld
Nach dem sehr schwachen, schon rezessiven letzten Quartal 2012 gibt es nunmehr erste Anzeichen, dass sich die deutsche Wirtschaft wieder gefangen hat. Das Risiko eines Zerfalls der Währungsunion wird inzwischen allgemein als deutlich geringer eingeschätzt. Zudem wirken sich die für Deutschland ungewöhnlich niedrigen Leitzinsen nach Ansicht der volkswirtschaftlichen Experten der Commerzbank positiv auf die Konjunktur aus.
Dieser gesamtwirtschaftlich positivere Rahmen für Deutschland spiegelt sich im Geschäftsklima wider. So haben sich die Geschäftserwartungen im Mittelstand wie auch bei Großunternehmen wieder deutlich stabilisiert (siehe Grafik links). Dabei sind die im KfW-ifo-Mittelstandsbarometer gemessenen Geschäftserwartungen der kleinen und mittleren Unternehmen den dritten Monat in Folge gestiegen. Dies gilt
traditionell als Hinweis auf eine konjunkturelle Wende. Die Volkswirte der Commerzbank prognostizieren ein BIP-Wachstum von 0,5 Prozent in Deutschland (siehe Tabelle unten). Auch in der kunststoffverarbeitenden Industrie blickt man nach Angaben des Branchenverbands GKV mit verhaltenem Optimismus auf das beginnende Jahr 2013 und rechnet spätestens für die zweite Jahreshälfte 2013 auf eine wieder belebtere Wachstumsdynamik.
Im Euro-Raum dürfte sich die Wirtschaft im Jahr 2013 nach der rezessiven Phase in 2012 und einem BIP-Wachstum von –0,4 Prozent im Jahr 2012 wieder etwas stabilisieren. Auch hier ist die Sorge um einen Zerfall der Währungsunion angesichts der Interventionen der Notenbank gesunken. Da sich allerdings die strukturellen Probleme in vielen Euro-Staaten nicht kurzfristig beheben lassen, wird die konjunkturelle Belebung im Euro-Raum nach Einschätzung der Bank-Volkswirte allenfalls für ein Null-Wachstum ausreichen. Für die gesamte Europäische Union rechnen sie mit einem leichten Wachstum von 0,3 Prozent.
Außerhalb von Europa hat sich die Dynamik des Wirtschaftswachstums zwar auch ein wenig verringert. Aber die Zuwachsraten des realen Bruttoinlandsproduktes in den Staaten mit Masterflex-Aktivitäten fallen mit Raten von gut ein bis zu fast acht Prozent im Jahr 2012 gleichwohl deutlich positiver aus als diejenigen der europäischen Wirtschaft (siehe Tabelle Seite 13). Umso richtiger war die Entscheidung von Masterflex, die zuvor über Jahre hinweg nicht im Mittelpunkt stehende Internationalisierung 2010 wieder aufzunehmen. Umso wichtiger ist es heute, die weiteren Internationalisierungsschritte klug und beherzt voranzutreiben.
Ökonomen erwarten, dass sich die US-Wirtschaft 2013 weiter aus der Krise herausarbeiten wird. Als latentes Risiko für die Entwicklung der US-Konjunktur verbleibt jedoch nach wie vor der politische Umgang mit der sog. Fiskalklippe (Verschuldungsobergrenze). Auch in Brasilien erwarten die Experten nach dem geringeren Wachstum in 2012 wieder Zuwachsraten jenseits von drei Prozent. Darin werden sich wohl schon die kommenden Großereignisse (Fußball-WM im Jahr 2014, Olympische Spiele im Jahr 2016) niederschlagen. Gleichwohl sind in diesem Land die Einfuhr-Beschränkungen derzeit eher ungünstig für die weitere Entwicklung. In China hat sich die Konjunktur nach einem etwas geringeren Wachstum wieder stärker belebt.
| Staat | 2014 Prognose |
2013 Prognose |
|---|---|---|
| Euro-Zone | 1,5 | 0,0 |
| Deutschland | 2,5 | 0,5 |
| Frankreich | 1,5 | 0,2 |
| EU | 1,6 | 0,3 |
| Großbritannien | 1,4 | 1,0 |
| Schweden | 2,8 | 1,5 |
| Tschechische Republik | 1,6 | 0,8 |
| Welt | 3,9 | 3,2 |
| USA | 2,8 | 2,0 |
| Russland | 3,4 | 3,0 |
| Brasilien | 4,2 | 3,4 |
| China | 7,5 | 7,5 |
| Singapur | 4,0 | 3,0 |
Quelle: Commerzbank
2. Konzernausblick
Die Wachstumsstrategie der Masterflex-Gruppe ruht auf zwei wesentlichen Säulen: Internationalisierung und Innovation
Die Masterflex Group erschließt internationale Märkte
In den Jahren 1999 bis 2008 wurden – von einer gewissen Entwicklung der Exportaktivitäten abgesehen – keine nennenswerten Maßnahmen unternommen, um die internationale Markterschließung voranzutreiben. Nach umfangreichen Marktanalysen und der Entwicklung einer ganzheitlichen Internationalisierungsstrategie wurde im Jahr 2009 mit der Umsetzung der Maßnahmen begonnen. Heute ist die Erschließung insbesondere der noch nicht nennenswert adressierten Märkte in Süd- und Osteuropa sowie in Teilen von Asien und Südamerika ein fester Bestandteil der Unternehmensplanung. Erste Meilensteine auf diesem Wege wurden 2010 durch die Gründung der Gesellschaften in Brasilien und Russland sowie 2011 durch die Gründung der Masterflex Asia Holding erreicht. Im Jahr 2012 konnten die beiden operativen Gesellschaften in Singapur und China gegründet werden. Damit fasst Masterflex in den dynamischen Regionen der Welt Fuß. Heute ist es unser Ziel, sowohl über die Tochtergesellschaften als auch durch Ausweitung der Exportaktivitäten in die Nachbarländer weiter zu wachsen. Weitere Markteintritte sind für die Zukunft geplant.
Die Masterflex Group wächst mit Innovationen
Die hohen Ansprüche der Kunden mit deren Anforderungen aus ihren sehr unterschiedlichen Branchen sind entscheidend für die Entwicklung neuer Produkte, die wir gemeinsam mit unseren Kunden – und partiell auch mit unseren Zulieferern – in unseren Forschungs- und Entwicklungsabteilungen an den größeren Produktionsstandorten realisieren. Wir werden auch künftig anspruchsvolle Produkt- und Materiallösungen entwickeln und unsere hohe Werkstoff-, Anwendungs- und Technologiekompetenz im Geschäft für Verbindungssysteme nutzen.
Neben dem organischen Wachstum strebt Masterflex an, seine Kompetenz als Lösungsanbieter für Hightech-Schlauchsysteme durch Akquisitionen zu erweitern. Hierzu können auch Akquisitionen gehören, mit denen Masterflex einen neuen Marktzutritt erhält oder seine Werkstoffkompetenz ausbauen kann.
Die konjunkturellen Prognosen für das Jahr 2013 fallen für die Regionen, in denen Masterflex aktiv ist, sehr unterschiedlich aus. Es hat sich eine Schere zwischen Europa und der übrigen Welt aufgetan. Daher ist die Geschäftsentwicklung im Jahr 2013 in steigendem Maße vom Grad der Umsetzung der laufenden Internationalisierungsmaßnahmen geprägt. Nach einem Umsatzwachstum von vier Prozent im vergangenen Jahr erwarten wir für die Masterflex Group in 2013 erneut eine deutliche Umsatzsteigerung, und zwar auch über der des Jahres 2012 in Abhängigkeit vom Umsetzungsfortschritt dieser Internationalisierungsmaßnahmen. Als börsennotierter Mittelständler wissen wir freilich auch, dass bei Internationalisierungen zeitliche Verzögerungen nie völlig auszuschließen sind. Gleiches gilt für die Maßnahmen, die erforderlich sind, um das Unternehmen auf ein langfristig und möglichst dauerhaft überproportionales Wachstum vorzubereiten. Davon lassen wir uns nicht beirren: Denn das strategische Ziel stimmt und der bisherige Erfolg gibt uns recht.
Unser operatives Ergebnis wird dem Umsatzwachstum in einem moderateren Tempo folgen: Angesichts der Vorlaufkosten für die weitere Internationalisierung, die überwiegend nicht aktiviert, sondern direkt aufwandswirksam werden, erwarten wir eine operative klar zweistellige Ebit-Marge. Beim Konzern-Jahresergebnis rechnen wir wiederum mit einem deutlichen Gewinn.
Für das Geschäftsjahr 2014 sowie mittelfristig gehen wir vorbehaltlich einer sich stabilisierenden Konjunktur auch in Europa (siehe Tabelle Seite 43) von einem gegenüber der Weltkonjunktur vergleichsweise überproportionalen Umsatzwachstum aus, wenn auch eine genaue Prognose insbesondere vor dem Hintergrund der Unsicherheit hinsichtlich ökonomischer Entwicklungen in der Weltwirtschaft derzeit nur mit einiger Unsicherheit möglich ist. Unser Ergebnis (Ebit) wird mit dem Umsatzanstieg etwas moderater folgen. Die Umsatz- und Ergebnisentwicklung wird sich auch im Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit widerspiegeln.
II. Unsere Vision
Auch im zweiten Jahr nach Abschluss der erfolgreichen Restrukturierung hat unser Geschäft seine Stärke und Profitabilität unter Beweis gestellt. Auch wenn es uns nicht gelungen ist, die zum Jahresanfang gegebene Prognose vollumfänglich einzuhalten, so hat Masterflex noch nie soviel Umsatz im Geschäft mit Hightech-Schläuchen erzielen können wie im Jahr 2012. Unsere Strategie der Internationalisierung ist angesichts der sich auftuenden Schere zwischen Europa und den anderen Industrie- und Schwellenländern so wichtig wie noch nie. Jetzt gilt es, unsere beiden Wachstumssäulen Internationalisierung und Innovation zu verstärken, um die Chancen, die sich international auftun, nutzen zu können.
Denn im Jahr 2020 wollen wir die globale Marktführerschaft in allen von uns adressierten Märkten erreichen. Mit unserer Entwicklung, der Herstellung und dem engineeringorientierten Vertrieb von Schläuchen und Verbindungssystemen werden wir weiterhin nachhaltig, profitabel und über dem Durchschnitt der Weltwirtschaft wachsen. Wir schaffen Werte durch qualitativ hochwertige Produkte und bieten dem Kunden Werte wie Verlässlichkeit, Sicherheit und Service. Diese beratungsorientierte Spezialmarktstrategie, die in dem Slogan Connecting Values pointiert zum Ausdruck kommt, differenziert Masterflex von anderen Schlauchherstellern.
III. Zusammenfassende Gesamtaussage zur Zukunftsprognose
Insgesamt betrachtet der Vorstand die Masterflex-Gruppe auf Basis ihrer Wachstumsstrategie als sehr gut aufgestellt für eine positive künftige Entwicklung einschließlich weiterer Steigungen beim Umsatz, operativen Ergebnis und beim Konzernjahresüberschuss.
46 Vorwort
"Ob in Europa oder in Südostasien, entscheidend sind die Ideen, den Kunden das beste Angebot zu machen."
Li Xiang, Vertriebsleiter Masterflex Kunshan/VR China
Hochwertige Spiralschläuche von Masterflex: Ein Master-PUR Food Schlauch mit Kegelflansch aus lebensmitteltauglichem Polyurethan (Bild links). Rechts daneben eine Auswahl von Extrusions-, Folien- und Clipschläuchen. Jeder dieser Schläuche besticht durch spezielle Eigenschaften wie etwa Trittfestigkeit, Mikroben- und Hydrolyseresistenz oder Hochtemperatur-Einsatzfähigkeit.
Die Masterflex-Aktie
| Aktieninformationen | |
|---|---|
| ISIN-Code | DE0005492938 |
| WKN | 549 293 |
| Aktiengattung | Inhaber-Stammaktien |
| Börsenkürzel | MZX |
| Bloomberg-Kürzel | MZX GR |
| Reuters-Kürzel | MZXG.DE |
| Marktsegment | Prime Standard |
| Bestandteil folgender Indizes | CDAX Prime All Share Index Classic All Share Index Prime Industrial Index |
| Designated Sponsor | Close Brothers Seydler Bank AG |
| Aktienanzahl | 8.865.874 |
| Rechnerischer Wert am Grundkapital | 1,00 € |
Das Börsenjahr
Im Jahr 2012 war die Entwicklung der Masterflex-Aktie durch eine hohe Volatilität und eine insgesamt leicht abwärts gerichtete Wertentwicklung geprägt. Der Kurs der Aktie schwankte in einer Bandbreite von 4,60 Euro bis 5,75 Euro. Eröffnete die Aktie das Jahr 2012 noch mit einem Kurs von 5,33 Euro, lag der Schlusskurs am 28. Dezember 2012 bei 4,84 Euro.
Kursentwicklung der Masterflex-Aktie im Vergleich zum S-DAX
Januar bis Dezember 2012
auf Basis der Tagesschlusskurse
Das erste Quartal des Jahres 2012 war von größeren Kursschwankungen und einem sehr lebhaften Umsatz in der Aktie gekennzeichnet. Nach der Veröffentlichung des Jahresergebnisses 2011 und anschließender Gewinnmitnahmen sowie der sich im Sommer wieder zuspitzenden Staatsschulden- und Eurokrise litt das Interesse an Aktienengagements allgemein. Dem konnte sich auch die Masterflex-Aktie im Bereich der Small Cap Titel nicht entziehen. Nach der Beruhigung auf den Zinsund Währungsmärkten ab August war das Investment auch in Nebenwerten wieder stärker gefragt. Davon profitierte auch Masterflex: Der Kurs der Aktie kletterte auf bis zu 5,39 Euro im September. Nach Bekanntgabe der Neun-Monatszahlen 2012 und der Management-Einschätzung, die Umsatzprognose für das Geschäftsjahr 2012 könnte nicht ganz erreicht werden, schwankte die Aktie um einen Wert von fünf Euro. Der Jahresschlusskurs lag bei 4,84 Euro. Zum Anfang des Jahres 2013 zog die Aktie dann wieder auf Kurse von deutlich über fünf Euro an, die sich bis zum Aufstellungstag des Jahresabschlusses auch so gehalten haben.
Liquidität der Masterflex-Aktie
Orderbuchumsatz
Der gesamte Handel in der Aktie auf Xetra und im Parketthandel von Frankfurt lag im Jahr 2012 mit 11,3 Mio. Euro unter dem Vorjahresumsatz (14,7 Mio. Euro). Das entspricht einem Umsatz je Börsentag von durchschnittlich 8.867 Stück, während es im Vorjahr durchschnittlich noch 11.187 Stück waren. Während der Umsatz im ersten Quartal 2012 noch über dem des Vorjahres lag (siehe Grafik), ging das Interesse am Kapitalmarkt allgemein an Small Caps wie auch für Masterflex zurück. Zudem hatten sich vor Bekanntgabe des Jahresabschlusses wohl auch vermehrt spekulative Investoren engagiert, die sich anschließend wieder zurückzogen. Die Zurückhaltung der Investoren wich allmählich erst wieder zu Gunsten eines lebhafteren Umsatzes, als das Kursniveau der Aktie nachgab und die Aktie um oder unter fünf Euro im vierten Quartal notierte.
Im täglichen Handel weist die Aktie große Spannen auf: An lebhaften Tagen werden auf Xetra deutlich über 10.000 Stück gehandelt. Dazwischen gibt es immer wieder Tage, wo nur sehr geringe Stückzahlen umgehen und die so festgestellten Börsenkurse eine vergleichbar geringere Aussagekraft haben.
Seit Beginn der Börsennotiz im Jahr 2000 unterstützt Masterflex die Liquidität ihrer Aktie durch einen Designated Sponsor. Im Jahr 2012 hatte die Close Brother Seydler Bank AG diese Funktion inne. Im April 2013 wird zudem die WGZ-Bank in Düsseldorf die Funktion eines Designated Sponsor übernehmen. Wir erhoffen uns davon eine weiter verbesserte Betreuung der Aktie an der Börse und am Kapitalmarkt.
Aktionärsstruktur
Die Aktionärsstruktur der Gesellschaft zeichnete sich auch im Jahr 2012 von großer Stabilität aus. Größter Investor ist seit der Kapitalerhöhung im Jahre 2010 die SVB GmbH & Co KG/Familie Schmidt, ein Family Office, dessen Anteil inzwischen bei 19,92 Prozent der Aktien liegt. Zweitgrößter Aktionär ist einer der Gründer von Masterflex, Friedrich Wilhelm Bischoping, mit weiteren Familienmitgliedern, mit einem Anteil von zusammengerechnet 5,26 Prozent. Die BBC GmbH, hinter der die beiden Vorstandsmitglieder der Gesellschaft stehen, hat ihren Anteil im Jahr 2012 durch Zukauf auf 4,63 Prozent der Aktien erhöht. Zudem lagen zwei institutionelle Anleger über der gesetzlichen Meldegrenze von drei Prozent: die von Rautenkranz Nachfolger BeteiligungsGbR (3,29 Prozent) sowie die Baden-Württembergische Versorgungsanstalt für Ärzte, Zahnärzte und Tierärzte (3,28 Prozent). Aufgrund des verstärkten Engagements von institutionellen Anlegern sowie Family Offices verringerte sich der Streubesitz geringfügig auf etwa 62 Prozent.
Aktionärsstruktur Masterflex SE (Stand Dezember 2012)
Kursstatistik
| Xetra | 2012 | 2011 | 2010 | 2009 | |
|---|---|---|---|---|---|
| Höchster variabler Kurs | € | 5,741 | 6,841 | 4,50 | 7,06 |
| Niedrigster variabler Kurs | € | 4,471 | 3,771 | 2,84 | 3,41 |
| Eröffnungskurs | € | 5,15 | 4,00 | 3,50 | 6,00 |
| Schlusskurs | € | 4,84 | 5,18 | 4,00 | 3,50 |
| Performance | –6,0 % | +29,5 % | +14,3 % | –41,7 % |
1 Auf Basis der Schlusskurse
Analysten-Research
Die Close Brother Seydler Research AG (CBS Research) begleitet die Aktie seit dem Jahr 2010. Im Jahr 2012 hat der Analyst sein Aktienresearch anlässlich der Finanzberichte 2012 fünfmal aktualisiert. Der jüngste Bericht datiert vom 20. November 2012 anlässlich des Quartalsberichtes über neun Monate 2012. Die mit dem sog. Update verbundene Empfehlung lautet auf "Kaufen", als Ziel wird ein Aktienkurs von 7,15 Euro genannt.
Seit Ende 2011 analysiert die First Berlin Equity Research GmbH (First Berlin) ebenfalls den Geschäftsverlauf der Gesellschaft sowie das Potenzial der Aktie. Die jüngste Aktualisierung von First Berlin vom 21. November 2012, ebenfalls anlässlich der Veröffentlichung des Finanzberichtes Q3/2012 erstellt, mündet in eine Kaufempfehlung mit einem Kursziel von 7,50 Euro.
Aus Sicht der Gesellschaft ist ein steigendes Interesse von Analysten begrüßenswert. Denn somit kann Analysten, Portfoliomanagern wie auch privaten Aktionären eine professionelle Analyse des Geschäftsmodells wie auch des Geschäftsverlaufs zur Verfügung gestellt werden.
Die Studien können unter www.MasterflexGroup.com und dort im Bereich Investor Relations/Analysten auf der Internetseite der Gesellschaft heruntergeladen werden.
| 31.12.2012 | 31.12.2011 | ||
|---|---|---|---|
| Anzahl Aktien | Stück | 8.865.874 | 8.865.874 |
| Eigene Aktien | Stück | 134.126 | 134.126 |
| Schlusskurs | € | 4,84 | 5,18 |
| Marktkapitalisierung | Mio. € | 42,9 | 45,9 |
| Marktkapitalisierung – ohne eigene Aktien | Mio. € | 42,3 | 45,2 |
| Free Float | % | 62,1 | 64,0 |
| Ergebnis je Aktie | € | 0,50 | 0,44 |
Ergebnisentwicklung im Jahr 2012
Hauptversammlung 2012
Die Hauptversammlung fand am 19. Juni 2012 in Gelsenkirchen statt. Rund 200 Aktionäre fanden den Weg in das seit Jahren von Masterflex hierfür genutzte, historische Schloss Horst. Nach einer angeregten Aussprache mit den Organen der Gesellschaft wurden Vorstand und Aufsichtsrat Entlastung erteilt. Als Abschlussprüfer für das Jahr 2012 bestellten die Aktionäre erneut die Rölfs RP AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft.
Zudem beschloss die Hauptversammlung mit großer Mehrheit, ihre Zustimmung zu dem Umwandlungsplan von der Masterflex AG in eine Europäische Gesellschaft (SE) zu erteilen. Die Voraussetzungen des Umwandlungsplans konnten im dritten Quartal 2012 erfüllt werden. Daher trat der Rechtsformwechsel am 1. Oktober 2012 mit Eintragung in das Handelsregister beim Amtsgericht Gelsenkirchen in Kraft. Dies hat die Gesellschaft mit einer Adhoc-Mitteilung unmittelbar nach Bekanntwerden der Eintragung auch veröffentlicht.
52 Masterflex-Aktie
Alle Abstimmungsergebnisse sind auf der Internetseite www.MasterflexGroup.com im Bereich Investor Relations/Hauptversammlung veröffentlicht.
Kapitalmarktkommunikation
Die Basis für eine erfolgreiche Kapitalmarktkommunikation ist eine offene, zeit- und inhaltsgleiche Informationspolitik, die sich an alle Teilnehmer der Finanzmärkte richtet. An diese Richtschnur hatte sich Masterflex schon in der vergangenen, nicht immer einfachen Zeit der Restrukturierung gehalten. Und diese Leitlinie gilt unverändert fort. Gerne steht das Investor Relations-Team Aktionären und solchen, die erwägen dies zu werden, für Fragen oder Anregungen zur Verfügung.
Im Jahr 2012 wurde der professionelle Dialog mit Investoren und weiteren Akteuren des Kapitalmarkts weiter intensiviert. Neben zahlreichen Gesprächen und Telefonaten mit Akteuren präsentierte sich Masterflex im Februar 2012 auf einer Kapitalmarktkonferenz für Nebenwerte in Frankfurt. Im März 2012 fand in Frankfurt anlässlich der Präsentation der Jahresergebnisse 2011 die schon traditionelle Analysten-Konferenz statt, die auf lebhaftes Interesse stieß. Im Mai 2012 präsentierten sich Vorstand und IR gegenüber französischen, auf sog. Small Cap-Werte spezialisierten Investoren in Paris. Im September präsentierte sich Masterflex bei Investoren in den Niederlanden und Luxemburg. Zum Jahresende hin stellte Masterflex sein Geschäftsmodell und die Aktie über 2,5 Tage auf dem Deutschen Eigenkapital-Forum mit dem gesamten Vorstand vor; das Interesse war ausgesprochen groß. Zudem wurden institutionelle Investoren in Einzelgesprächen über das gesamte Jahr 2012 verteilt Rede und Antwort zu allen Fragen von Jahresabschlüssen und Geschäftsmodell gegeben.
Auch künftig wird die intensive Kommunikation mit dem Kapitalmarkt gepflegt. Das Ziel von Investor Relations ist es, das Geschäftsmodell, die Produkte und die regelmäßig zu veröffentlichenden Kapitalmarktberichte gegenüber allen interessierten Kapitalmarktteilnehmern umfassend zu erläutern und somit zu einer fairen Bewertung der Aktie beizutragen. Langfristiges Ziel der Gruppe ist es, im Jahr 2020 die globale Marktführerschaft in allen adressierten Märkten zu erreichen. Mit unserem traditionellen Stammgeschäft werden wir weiterhin nachhaltig, profitabel und über dem Durchschnitt der Weltwirtschaft wachsen. Und auf dem Weg dorthin möchten wir unsere Aktionäre mitnehmen!
| Finanzkalender 2013 | |
|---|---|
| 26. März | Bilanzpressekonferenz, Präsentation des Geschäftsberichtes 2012 |
| 26. März | Analystenkonferenz, Frankfurt |
| 7. und 8. Mai | Frühjahrskonferenz der Deutschen Börse, Frankfurt |
| 8. Mai | Quartalsbericht I/2013 |
| 11. Juni | Hauptversammlung, 11.00 Uhr Gelsenkirchen |
| 12. August | Quartalsbericht II/2013 |
| 11. November | Quartalsbericht III/2013 |
| 11. November | Eigenkapitalforum, Frankfurt |
Angegossene Rohrverschraubungen für Master-PUR Food-Schläuche von – gerne eingesetzt in der Lebensmittel-, Chemie- und pharmazeutischen Industrie
"Es macht mir besonders Spaß, neuen Produkten den letzten Schliff zu geben."
Sabine Dampke, Matzen & Timm, Mitarbeiterin Multiform
Leichtgewichte für alle Temperaturen von Matzen und Timm: Feuerfeste Faltenbälge (Bild links) werden in Flugzeugen zur Kompensierung von Bewegungen eingesetzt. Isolierte Ventilationsschläuche (Bild rechts) verringern Wärmeverluste im Bereich der Klimaanlage eines Flugzeuges.
Konzern-Abschluss
Konzern-Bilanz
| Aktiva | Anhang | 31.12.2012 T € |
31.12.2011 T € |
|---|---|---|---|
| LANGFRISTIGE VERMÖGENSWERTE | |||
| Immaterielle Vermögenswerte | 3, 23 | 4.187 | 4.107 |
| Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte | 3 | 678 | 774 |
| Entwicklungsleistungen | 3 | 93 | 29 |
| Geschäfts- oder Firmenwert | 3, 23 | 3.258 | 3.258 |
| Geleistete Anzahlungen | 3 | 158 | 46 |
| Sachanlagen | 3 | 21.232 | 20.881 |
| Grundstücke und Gebäude | 11.674 | 11.504 | |
| Technische Anlagen und Maschinen | 7.259 | 6.975 | |
| Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 1.963 | 1.952 | |
| Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | 336 | 450 | |
| Finanzanlagen | 3 | 445 | 615 |
| Wertpapiere des Anlagevermögens | 59 | 74 | |
| Sonstige Ausleihungen | 386 | 541 | |
| Sonstige Vermögenswerte | 5 | 26 | 30 |
| Sonstige finanzielle Vermögenswerte | 5, 16 | 0 | 51 |
| Latente Steuern | 26 | 5.932 | 5.641 |
| 31.822 | 31.325 | ||
| KURZFRISTIGE VERMÖGENSWERTE | |||
| Vorräte | 4 | 11.119 | 9.295 |
| Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe | 6.507 | 5.566 | |
| Unfertige Erzeugnisse und Leistungen | 244 | 303 | |
| Fertige Erzeugnisse und Waren | 4.365 | 3.389 | |
| Geleistete Anzahlungen | 3 | 37 | |
| Forderungen und sonstige Vermögenswerte | 5, 6 | 6.291 | 5.600 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 6 | 5.464 | 4.942 |
| Sonstige Vermögenswerte | 5 | 825 | 641 |
| Sonstige finanzielle Vermögenswerte | 5, 16 | 2 | 17 |
| Ertragsteuererstattungsansprüche | 7 | 364 | 144 |
| Barmittel und Bankguthaben | 8 | 2.823 | 4.544 |
| 20.597 | 19.583 | ||
| Zu Veräußerungszwecken | 5 | 16 | 22 |
| gehaltene Vermögenswerte | |||
| 20.613 | 19.605 | ||
| Summe Aktiva | 52.435 | 50.930 |
| Passiva | Anhang | 31.12.2012 T € |
31.12.2011 T € |
|---|---|---|---|
| EIGENKAPITAL | |||
| Konzerneigenkapital | 9 | 19.988 | 15.682 |
| Gezeichnetes Kapital | 8.732 | 8.732 | |
| Kapitalrücklage | 26.252 | 26.252 | |
| Gewinnrücklagen | –13.642 | –18.075 | |
| Rücklage zur Marktbewertung | –733 | –747 | |
| von Finanzinstrumenten | |||
| Währungsdifferenzen | –621 | –480 | |
| Ausgleichsposten für Anteile anderer Gesellschafter | 10 | 536 | 557 |
| Summe Eigenkapital | 20.524 | 16.239 | |
| LANGFRISTIGE SCHULDEN | |||
| Rückstellungen | 11 | 191 | 242 |
| Finanzverbindlichkeiten | 12 | 16.987 | 18.262 |
| Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten | 12 | 139 | 184 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 14 | 1.489 | 1.629 |
| Latente Steuern | 26 | 838 | 431 |
| 19.644 | 20.748 | ||
| KURZFRISTIGE SCHULDEN | |||
| Rückstellungen | 11 | 2.600 | 3.561 |
| Finanzverbindlichkeiten | 12 | 6.012 | 5.612 |
| Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten | 12 | 44 | 44 |
| Ertragsteuerverbindlichkeiten | 13 | 409 | 1.042 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 14, 15 | 2.755 | 3.202 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 15 | 1.717 | 1.498 |
| Übrige Verbindlichkeiten | 14 | 1.038 | 1.704 |
| 11.820 | 13.461 | ||
| Schulden in direktem Zusammenhang mit zur | 14 | 447 | 482 |
| Veräußerung gehaltenen Vermögenswerten | |||
| 12.267 | 13.943 | ||
| Summe Passiva | 52.435 | 50.930 |
Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung
| 2012 | 2011 | |||
|---|---|---|---|---|
| Fortgeführte Geschäftsbereiche | Anhang | T€ | T€ | |
| 1. | Umsatzerlöse | 17 | 54.984 | 52.999 |
| 2. | Erhöhung oder Verminderung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen |
772 | 205 | |
| 3. | Andere aktivierte Eigenleistungen | 290 | 52 | |
| 4. | Sonstige betriebliche Erträge | 18 | 1.626 | 1.518 |
| Gesamtleistung | 57.672 | 54.774 | ||
| 5. | Materialaufwand | 19 | –17.798 | –17.002 |
| 6. | Personalaufwand | 22 | –20.069 | –18.032 |
| 7. | Abschreibungen | –2.615 | –2.465 | |
| 8. | Sonstige Aufwendungen | 20 | –9.634 | –9.776 |
| 9. | Finanzergebnis | 24 | ||
| Finanzierungsaufwendungen | –1.602 | –2.474 | ||
| Übriges Finanzergebnis | 35 | 236 | ||
| 10. | Ergebnis vor Steuern und nicht operativen Aufwendungen/Erträgen |
5.989 | 5.261 | |
| 11. | Nicht operative Aufwendungen/Erträge | 25 | –187 | 910 |
| 12. | Ergebnis vor Steuern | 5.802 | 6.171 | |
| 13. | Ertragsteueraufwand | 26 | –898 | –1.915 |
| 14. | Ergebnis nach Steuern aus fortgeführten Geschäftsbereichen |
4.904 | 4.256 | |
| Aufgegebene Geschäftsbereiche | ||||
| 15. | Ergebnis nach Steuern aus aufgegebenen Geschäftsbereichen und vor nicht operativen Erträgen |
27 | –262 | –978 |
| 16. | Nicht operative Erträge | 27 | 0 | 864 |
| 17. | Konzernergebnis | 4.642 | 4.142 | |
| davon Anteil der Minderheitsgesellschafter am Ergebnis |
199 | 259 | ||
| davon Anteil der Aktionäre der Masterflex SE | 4.443 | 3.883 | ||
| Ergebnis pro Aktie (unverwässert und verwässert) |
||||
| aus fortgeführten Geschäftsbereichen | 28 | 0,53 | 0,45 | |
| aus aufgegebenen Geschäftsbereichen | 28 | –0,03 | –0,01 | |
| aus fortgeführten und aufgegebenen Geschäftsbereichen |
28 | 0,50 | 0,44 |
Konzern-Gesamtergebnisrechnung
| 2012 | 2011 | |||
|---|---|---|---|---|
| Anhang | T€ | T€ | ||
| Konzernergebnis | 4.642 | 4.142 | ||
| Sonstiges Ergebnis | ||||
| 1. | Kursdifferenzen aus der Umrechnung ausländischer Geschäftsbetriebe |
9 | –141 | 110 |
| 2. | Nettoergebnis aus finanziellen Vermögens werten der Kategorie "zur Veräußerung verfügbar" |
14 | –118 | |
| 3. | Sonstiges Ergebnis der Berichtsperiode, nach Steuern |
–127 | –8 | |
| 4. | Gesamtergebnis | 4.515 | 4.134 | |
| Gesamtergebnis | 4.515 | 4.134 | ||
| davon Anteil der Minderheitsgesellschafter am Ergebnis |
199 | 259 | ||
| davon Anteil der Aktionäre der Masterflex SE | 4.316 | 3.875 |
Entwicklung des Konzern-Eigenkapitals
| Gezeich netes Kapital |
Kapital rücklage |
Gewinn rücklage (Ergeb nis Vortrag) |
Rück lage zur Marktbe wertung von Finanz instru menten |
Wäh rungs differen zen |
Aus gleichs posten für Anteile anderer Gesell schafter |
Summe | ||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| T€ | T€ | T€ | T€ | T€ | T€ | T€ | ||
| An hang |
9 | 9 | 9 | 9 | 9 | 10 | ||
| Eigenkapital zum 31.12.2010 | 8.732 | 26.252 | –21.952 | –629 | –590 | 400 | 12.213 | |
| Konzernergebnis/Ant. der Minderheitsgesellschafter |
0 | 0 | 3.883 | 0 | 0 | 259 | 4.142 | |
| Marktwertänderungen von Finanzinstrumenten |
0 | 0 | 0 | –118 | 0 | 0 | –118 | |
| Währungsgewinne/-verluste aus der Umrechnung ausländischer Jahres abschlüsse |
0 | 0 | 0 | 0 | 110 | 0 | 110 | |
| Vollständiges Gesamtergeb nis für das Geschäftsjahr |
0 | 0 | 3.883 | –118 | 110 | 259 | 4.134 | |
| Ausschüttungen | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | –172 | –172 | |
| Veränderungen aus Kapital maßnahmen |
0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 70 | 70 | |
| Übrige Veränderungen | 0 | 0 | -6 | 0 | 0 | 0 | –6 | |
| Eigenkapital zum 31.12.2011 | 8.732 | 26.252 | –18.075 | –747 | –480 | 557 | 16.239 | |
| Konzernergebnis/Ant. der Minderheitsgesellschafter |
0 | 0 | 4.443 | 0 | 0 | 199 | 4.642 | |
| Marktwertänderungen von Finanzinstrumenten |
0 | 0 | 0 | 14 | 0 | 0 | 14 | |
| Währungsgewinne/-verluste aus der Umrechnung ausländischer Jahres abschlüsse |
0 | 0 | 0 | 0 | –141 | 0 | –141 | |
| Vollständiges Gesamtergeb nis für das Geschäftsjahr |
0 | 0 | 4.443 | 14 | –141 | 199 | 4.515 | |
| Ausschüttungen | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | –320 | –320 | |
| Veränderungen aus Kapital maßnahmen |
0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 100 | 100 | |
| Übrige Veränderungen | 0 | 0 | –10 | 0 | 0 | 0 | –10 | |
| Eigenkapital zum 31.12.2012 | 8.732 | 26.252 | –13.642 | –733 | –621 | 536 | 20.524 |
Konzern-Kapitalflussrechnung
| 2012 T € |
2011 T € |
|
|---|---|---|
| Periodenergebnis vor Steuern, Zinsaufwendungen und Finanzerträgen |
7.018 | 8.060 |
| Nicht operative Erträge nicht liquiditätswirksam | 0 | 0 |
| Nicht operative Effekte liquiditätswirksam | 0 | –910 |
| Gewinn aus dem Abgang von Geschäftsbereichen | 0 | –1.065 |
| Ausgaben Ertragsteuern | –1.805 | –849 |
| Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte | 315 | 242 |
| Zuschreibungen auf Grundstücke | –558 | 0 |
| Abschreibungen auf Gegenstände des Sachanlagevermögens | 2.300 | 2.223 |
| Abschreibungen auf Finanzanlagen | 139 | 125 |
| Zunahme/Abnahme der Rückstellungen | –828 | –2.117 |
| Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen/Erträge und Gewinn/Verlust aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens |
–80 | 328 |
| Zunahme/Abnahme der Vorräte | –1.825 | –1.793 |
| Zunahme/Abnahme der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Aktiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind |
–32 | –1.251 |
| Zunahme/Abnahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind |
–1.042 | 1.548 |
| Cash Flow aus laufender Geschäftstätigkeit | 3.602 | 4.541 |
| Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Anlagevermögens |
37 | 42 |
| Auszahlungen für Investitionen in immaterielle Vermögenswerte | –427 | –259 |
| Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen | –2.149 | –2.182 |
| Einzahlungen aus dem Verkauf von konsolidierten Unternehmen | 40 | 1.850 |
| Auszahlungen aus dem Erwerb von konsolidierten Unternehmen | 0 | –832 |
| Einzahlungen aus Rückführung Finanzanlagen | 180 | 2.840 |
| Auszahlung für Investitionen Finanzanlagen | –135 | –125 |
| Cash Flow aus der Investitionstätigkeit | –2.454 | 1.334 |
| Auszahlungen an Unternehmenseigner und Minderheitsgesell schafter (Dividenden, Erwerb eigener Anteile) |
–320 | –172 |
| Zins- und Dividendeneinnahmen | 91 | 160 |
| Zinsausgaben | –1.589 | –2.607 |
| Einzahlungen aus dem Verkauf von Wertpapieren/Festgeld | 5 | 77 |
| Einzahlungen aus der Aufnahme von Krediten | 612 | 0 |
| Auszahlungen für die Tilgung von Krediten | –1.532 | –13.336 |
| Cash Flow aus der Finanzierungstätigkeit | –2.733 | –15.878 |
| Zahlungswirksame Veränderungen des Finanzmittelbestands | –1.585 | –10.003 |
| Wechselkursbedingte und sonstige Wertänderungen des Finanzmittelbestands |
–141 | 110 |
| Finanzmittelbestand am Anfang der Periode | 4.561 | 14.493 |
| Veränderung Konsolidierungskreis | 0 | –39 |
| Finanzmittelbestand am Ende der Periode | 2.835 | 4.561 |
"Jeden Tag neue Herausforderungen, das liebe und dafür lebe ich. "
Fred Liebzeit, Technischer Leiter Halberstadt, Novoplast Schlauchtechnik
Qualität von Novoplast Schlauchtechnik: Eine Pneumatikspirale aus Polyurethan (Bild links) wird überall da eingesetzt, wo weite Arbeitswege optimal überbrückt werden müssen. Die LKW-Bremsspirale aus Polyurethan (Bild rechts) sorgt für eine sichere pneumatische Verbindung zwischen Zugmaschine und Trailer.
Konzern-Anhang
1. Grundlagen der Berichterstattung
Grundlagen der Darstellung
Der vorliegende Konzernabschluss wurde unter Anwendung von § 315 a HGB ("Konzernabschluss nach internationalen Rechnungslegungsstandards") im Einklang mit den International Financial Reporting Standards (IFRS) und den diesbezüglichen Interpretationen des International Accounting Standards Board (IASB) erstellt, wie sie gemäß der Verordnung Nr. 1606/2002 des Europäischen Parlamentes und des Rates über die Anwendung Internationaler Rechnungslegungsstandards in der EU anzuwenden sind. Diese umfassen die zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2012 verpflichtend anzuwendenden IAS, IFRS sowie die entsprechenden Interpretationen (SIC/IFRIC). Die Vorjahreszahlen sind nach den gleichen Grundsätzen ermittelt worden.
Von der Möglichkeit, neue Standards, Überarbeitungen von Standards sowie Interpretationen, die am 31. Dezember 2012 bereits verabschiedet und von der Europäischen Union bis zur Freigabe des Konzernabschlusses übernommen waren, vorzeitig anzuwenden, wurde kein Gebrauch gemacht.
Für die Aufstellung des IFRS Konzernabschlusses zum 31. Dezember 2012 waren folgende Rechnungslegungsstandards und Interpretationen sowie Änderungen bestehender Standards bereits veröffentlicht, jedoch noch nicht verpflichtend anzuwenden:
- IFRS 7 Änderungen zur Verbesserung der Angaben zur Aufrechnung von finanziellen Vermögenswerten und finanziellen Verbindlichkeiten sowie Änderung zur Forderung von Angaben zur erstmaligen Anwendung von IFRS 9
- IFRS 10 Konzernabschlüsse
- IFRS 11 Gemeinsame Vereinbarungen
- IFRS 12 Angaben zu Beteiligungen an anderen Unternehmen
- IFRS 13 Bemessung des beizulegenden Zeitwertes
- IAS 1 Änderungen in Bezug auf die Darstellung des sonstigen Gesamtergebnisses
- IAS 19 Änderungen als Ergebnisse der Projekte zu Leistungen an Arbeitnehmer und Abfindungsleistungen
- IAS 27 Separate Abschlüsse
- IAS 28 Anteile an assoziierten Unternehmen und Joint Ventures
- IAS 32 Änderungen zur Verbesserung der Angaben zur Aufrechnung von finanziellen Vermögenswerten und finanziellen Verbindlichkeiten
- IFRIC 20 Abraumkosten in der Produktionsphase einer über Tagebau erschlossenen Mine
Die folgenden vom IASB veröffentlichten Änderungen von Standards und Interpretationen bedürfen noch der Übernahme in europäisches Recht durch die EU und werden derzeit noch nicht angewendet:
- IFRS 9 Finanzinstrumente Klassifizierung und Bewertung, Bilanzierung von finanziellen Verbindlichkeiten und Ausbuchungen
- IFRS 10, 11, 12 Klarstellung und Erleichterung bezüglich der Erstanwendung
- IFRS 10, 12 IAS 27 Änderungen in Bezug auf Investmentgesellschaften
Aus der künftigen verpflichtenden Anwendung der neuen bzw. geänderten Standards und Interpretationen werden keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzernabschluss erwartet.
Die folgenden Interpretationen wurden vom International Financial Reporting Interpretations Committee (IFRIC) verabschiedet und sind im laufenden Geschäftsjahr erstmals anzuwenden:
- IFRS 7 Änderungen zur Verbesserung der Angaben bei Übertragungen von finanziellen Vermögenswerten
- IAS 12 begrenzte Änderung in Bezug auf die Rückwirkung der zugrunde liegenden Vermögenswerte
Im Rahmen des jährlichen "Improvement"-Projektes im Mai 2012 wurden diverse IFRSs geändert. Die Übernahme in europäisches Recht steht noch aus.
Die erstmalige Anwendung der Vorschriften hat keine wesentlichen Auswirkungen auf den Abschluss der Masterflex SE.
Die nach nationalen Rechnungslegungsvorschriften aufgestellten Einzelabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen wurden an die Erfordernisse der Rechnungslegungsvorschriften nach IFRS angepasst.
Es werden die Bilanz, die Gewinn- und Verlustrechnung, die Gesamtergebnisrechnung, die Veränderungen des Eigenkapitals und die Kapitalflussrechnung gezeigt. Im Anhang ist zudem die Segmentberichterstattung enthalten.
Der Konzernabschluss ist in Euro (€) aufgestellt. Alle Beträge einschließlich der Vorjahreszahlen werden in Tausend Euro (TEuro) angegeben. Alle Beträge sind kaufmännisch gerundet. In Einzelfällen können sich daher bei der Addition von Einzelwerten zum Summenwert geringfügige Differenzen ergeben. Die Einzelabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Gesellschaften sind auf den Stichtag des Konzernabschlusses aufgestellt.
Verschiedene Posten der Konzernbilanz, Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung und der Konzern-Gesamtergebnisrechnung wurden aus Gründen einer anschaulicheren Darstellung zusammengefasst und im Anhang entsprechend erläutert. Vermögenswerte und Schulden sind in lang- und kurzfristig aufgegliedert. Die Gewinn- und Verlustrechnung wird nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.
Die Kapitalflussrechnung wird in Bezug auf den Cash Flow aus der betrieblichen Tätigkeit nach der indirekten Methode und in Bezug auf den Cash Flow aus der Investitions- und der Finanzierungstätigkeit nach der direkten Methode erstellt.
Änderungen der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden werden im Anhang erläutert.
Für die Aufstellung, die Vollständigkeit und die Richtigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts ist der Vorstand der Masterflex SE verantwortlich.
2. Grundsätze der Rechnungslegung
Konsolidierungskreis
In den Konzernabschluss der Masterflex SE werden alle Gesellschaften einbezogen, bei denen die Masterflex SE entweder direkt oder indirekt über die Stimmrechtsmehrheit verfügt oder anderweitig unmittelbar oder mittelbar einen beherrschenden Einfluss auf die Finanz- und Geschäftspolitik ausüben kann. Tochterunternehmen werden von dem Zeitpunkt an voll konsolidiert, zu dem die Möglichkeit eines beherrschenden Einflusses auf den Konzern übergegangen ist. Sie werden zu dem Zeitpunkt entkonsolidiert, zu dem der beherrschende Einfluss endet.
Zum 31. Dezember 2012 umfasst der Konsolidierungskreis neben der Masterflex SE 9 inländische (Vorjahr: 9) und 12 ausländische (Vorjahr: 10) Tochterunternehmen. Die in der nachfolgenden Übersicht dargestellten Tochterunternehmen werden in den Konzernabschluss zum 31. Dezember 2012 voll einbezogen:
| Bezeichnung der Gesellschaft |
Sitz der Gesellschaft |
Anteil Masterflex in % |
|
|---|---|---|---|
| Masterflex SARL | F | Béligneux | 80 |
| Masterflex Technical Hoses Ltd. | GB | Oldham | 100 |
| Masterduct Holding, Inc.* | USA | Houston | 100 |
| · Flexmaster U.S.A, Inc. | USA | Houston | 100* |
| · Masterduct, Inc. | USA | Houston | 100* |
| · Masterduct Holding S.A., Inc. | USA | Houston | 100* |
| · Masterduct Brasil LTDA. | BR | Santana de Parnaiba | 100* |
| Novoplast Schlauchtechnik GmbH | D | Halberstadt | 100 |
| Fleima -Plastic GmbH |
D | Wald-Michelbach | 100 |
| Masterflex Handelsgesellschaft mbH | D | Gelsenkirchen | 100 |
| Masterflex Česko s.r.o. | CZ | Planá | 100 |
| M & T Verwaltungs GmbH* | D | Gelsenkirchen | 100 |
| · Matzen & Timm GmbH | D | Norderstedt | 100* |
| 000 Masterflex RUS | RUS | St. Petersburg | 51 |
| Masterflex Scandinavia AB | S | Kungsbacka | 100 |
| SURPRO Verwaltungsgesellschaft mbH | D | Gelsenkirchen | 100 |
| Masterflex Entwicklungs GmbH* | D | Gelsenkirchen | 100 |
| · Masterflex Vertriebs GmbH | D | Gelsenkirchen | 100* |
| Masterflex Asia Holding GmbH* | D | Gelsenkirchen | 80 |
| · Masterflex Asia Pte. Ltd. | SG | Singapur | 100* |
| · Masterflex Hoses (Kunshan) Co., Ltd. | CN | Kunshan | 100* |
*) = Teilkonzern
Im Vergleich zum Vorjahr hat sich der Konsolidierungskreis verändert. Die Masterflex Asia Pte. Ltd., Singapur, Republik Singapur, wurde am 1. Februar 2012 gegründet. Die Masterflex Hoses (Kunshan) Co., Ltd., Kunshan, Jiangsu, V.R. China, wurde am 30. Juli 2012 gegründet. Die Geschäftsanteile der Masterflex Asia Pte. Ltd. und der Masterflex Hoses (Kunshan) Co., Ltd. werden von der Masterflex Asia Holding GmbH, Gelsenkirchen, gehalten.
Am 14. Februar 2012 hat der Konzern eine 20-prozentige Beteiligung an der Masterflex Asia Holding GmbH, Gelsenkirchen, zu einem Kaufpreis von 40 TEuro veräußert. Folglich erhöhten sich die nicht beherrschenden Anteile um 40 TEuro.
Die Bilanzierung erworbener Tochterunternehmen erfolgt nach der Erwerbsmethode. Die Anschaffungskosten des Erwerbs bemessen sich nach den hingegebenen Zahlungsmitteln, Zahlungsmitteläquivalenten sowie den beizulegenden Zeitwerten der hingegebenen Vermögenswerte, ausgegebenen Eigenkapitalinstrumenten und übernommenen Schulden zum Transaktionszeitpunkt, zuzüglich der dem Erwerb direkt zurechenbaren Kosten. Anpassungen der Anschaffungskosten durch Eintritt künftiger Ereignisse werden in Abhängigkeit von Eintrittswahrscheinlichkeit und der hinreichend verlässlichen Schätzung bereits im Erwerbszeitpunkt berücksichtigt. Im Rahmen eines Unternehmenszusammenschlusses identifizierbare Vermögenswerte, Schulden und Eventualschulden werden bei der Erstkonsolidierung mit ihrem beizulegenden Zeitwert zum Transaktionszeitpunkt bewertet, unabhängig von eventuell bestehenden Minderheitsanteilen.
Der Teil der Anschaffungskosten, der den erworbenen Anteil an dem zu beizulegenden Zeitwerten bewerteten Nettovermögen des Tochterunternehmens übersteigt, wird als Goodwill bilanziert. Sind die Kosten des Erwerbs geringer als das zu beizulegenden Zeitwerten bewertete erworbene Nettovermögen des Tochterunternehmens, wird der Unterschiedsbetrag in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.
Konsolidierung
Konzerninterne Forderungen, Schulden sowie Aufwendungen und Erträge aus Transaktionen zwischen Konzernunternehmen werden – mit Ausnahme der Aufwendungen und Erträge zwischen den fortgeführten und nicht fortgeführten Geschäftsbereichen – eliminiert.
Die Kapitalkonsolidierung erfolgt nach IAS 27 durch Verrechnung der Beteiligungsbuchwerte mit dem anteiligen Eigenkapital der Tochterunternehmen. Dabei wird das Eigenkapital der erworbenen Tochterunternehmen zum Erwerbszeitpunkt unter Berücksichtigung der beizulegenden Zeitwerte der Vermögenswerte, Schulden und Eventualverbindlichkeiten, latenter Steuern und eines eventuellen Geschäfts- oder Firmenwerts zu diesem Zeitpunkt ermittelt.
Währungsumrechnung
Die Konzernunternehmen stellen ihre Jahresabschlüsse auf Basis ihrer jeweiligen funktionalen Währung auf.
Fremdwährungsgeschäfte der einbezogenen Unternehmen werden mit dem Wechselkurs zum Transaktionszeitpunkt in die funktionale Währung umgerechnet. Monetäre Vermögenswerte werden zu jedem Bilanzstichtag an den geltenden Wechselkurs angepasst. Die dabei entstehenden Währungsgewinne und -verluste aus diesen Posten werden grundsätzlich ergebniswirksam unter den sonstigen Erträgen bzw. Aufwendungen ausgewiesen.
Alle Abschlüsse der Gesellschaften, die eine von der Berichtswährung abweichende funktionale Währung haben, werden in die Berichtswährung des Masterflex-Konzernabschlusses umgerechnet. Dabei werden Vermögenswerte und Schulden der einbezogenen Unternehmen mit den Mittelkursen am Bilanzstichtag umgerechnet. Die Umrechnung der Gewinn- und Verlustrechnung dieser Unternehmen erfolgt zu gleitenden Jahresdurchschnittskursen. Sofern der Durchschnittskurs keine sinnvolle Approximation der tatsächlichen Transaktionskurse darstellt, erfolgt eine Umrechnung zu den jeweiligen Transaktionskursen. Entstehende Umrechnungsdifferenzen werden in einen separaten Posten im Eigenkapital eingestellt und fortgeführt. Zum 31. Dezember 2012 beliefen sich diese Differenzen auf –621 TEuro (Vorjahr: –480 TEuro).
Goodwills aus dem Erwerb ausländischer Tochtergesellschaften, deren funktionale Währung von der Berichtswährung abweicht, und die Anpassungen aus der Bewertung zum beizulegenden Zeitwert werden als Vermögenswerte dieser Unternehmen zum Stichtagskurs umgerechnet.
Für die Währungsumrechnung wurden u. a. folgende Wechselkurse zugrunde gelegt:
| 31.12.2012 € |
|
|---|---|
| 1 Englisches Pfund (£) | 1,2253 |
| 1 US Dollar (\$) | 0,7579 |
| 1 Russischer Rubel (RUB) | 0,0248 |
| 1 Brasilianischer Real (BRL) | 0,3699 |
| 1 Tschechische Krone (CZK) | 0,0398 |
| 1 Schwedische Krone (SEK) | 0,1165 |
| 1 Singapur Dollar (SGD) | 0,6207 |
| 1 Renminbi (CNY) | 0,1216 |
Die Ertrags- und Aufwandsposten einschließlich des Jahresüberschusses wurden mit dem Jahresdurchschnittskurs umgerechnet:
| 31.12.2012 € |
|
|---|---|
| 1 Englisches Pfund (£) | 1,2329 |
| 1 US Dollar (\$) | 0,7778 |
| 1 Russischer Rubel (RUB) | 0,0250 |
| 1 Brasilianischer Real (BRL) | 0,3985 |
| 1 Tschechische Krone (CZK) | 0,0398 |
| 1 Schwedische Krone (SEK) | 0,1149 |
| 1 Singapur Dollar (SGD) | 0,6293 |
| 1 Renminbi (CNY) | 0,1234 |
Sachanlagen
Als Sachanlagen werden alle materiellen Vermögenswerte ausgewiesen, die für Zwecke der Herstellung oder Lieferung von Gütern und Dienstleistungen, zur Vermietung an Dritte oder Verwaltungszwecke und die erwartungsgemäß länger als eine Periode genutzt werden.
Die Vermögenswerte des Sachanlagevermögens werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich kumulierter Abschreibungen und Wertminderungen sowie zuzüglich Wertaufholungen angesetzt.
Im Wege des Finanzierungsleasing gemietete Sachanlagen werden in Höhe des beizulegenden Zeitwertes bzw. des niedrigeren Barwertes der Mindestleasingzahlungen aktiviert und linear über die voraussichtliche Nutzungsdauer abgeschrieben.
Teilweise sind Sachanlagen veräußert und zurückgemietet ("Sale-and-lease-back"). Alle Sale-and-lease-back-Transaktionen führten zu Finanzierungsleasing-Verhältnissen. Der Wertansatz von Sachanlagevermögen wird überprüft, wenn dieser infolge von Ereignissen oder veränderten Umständen voraussichtlich wertgemindert ist. Die Werthaltigkeit wird durch den Vergleich des Buchwerts des Vermögenswerts mit seinem erzielbaren Betrag beurteilt ("Impairment"-Test). Liegt der Buchwert über dem erzielbaren Betrag, erfolgt eine Abwertung. Zur Beurteilung der Wertminderung werden die Vermögenswerte auf der niedrigsten Stufe gruppiert, für die sich Zahlungsströme separat identifizieren lassen. Entfällt in der Folgezeit der Grund für eine Wertminderung, wird eine Wertaufholung bis maximal zur Höhe der fortgeschriebenen historischen Anschaffungs- oder Herstellungskosten vorgenommen.
Goodwill
Der Goodwill aus Unternehmenszusammenschlüssen wird als immaterieller Vermögenswert angesetzt.
Die Werthaltigkeit der Goodwills wird mindestens einmal jährlich zum Geschäftsjahresende sowie bei Anzeichen einer geminderten Werthaltigkeit auf Ebene der zahlungsmittelgenerierenden Einheiten ("Cash Generating Unit") überprüft. Hierbei wird der erzielbare Betrag der einzelnen zahlungsmittelgenerierenden Einheiten ("Cash Generating Unit") dem Buchwert einschließlich des Goodwills gegenübergestellt. Der erzielbare Betrag entspricht dem internen Nutzungswert oder dem höheren beizulegenden Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten. Übersteigt der Buchwert der Vermögenswerte der einzelnen zahlungsmittelgenerierenden Einheit den erzielbaren Betrag, liegt in Höhe der Differenz eine Wertminderung vor, die ergebniswirksam zu erfassen ist.
Ein Wertminderungsbetrag ist vom Goodwill abzuziehen. Ein den Goodwill übersteigender Betrag ist proportional zu den Buchwerten auf die anderen Vermögenswerte der zu testenden Einheit zu verteilen.
Der Nutzungswert der einzelnen zahlungsmittelgenerierenden Einheiten wird im vierten Quartal eines jeden Geschäftsjahres nach dem "Discounted-Cash Flow"-Verfahren ermittelt. Die Schätzung eines Verkaufspreises ist nur erforderlich, wenn der Nutzungswert unter dem Buchwert liegt.
Sonstige immaterielle Vermögenswerte
Die sonstigen immateriellen Vermögenswerte beinhalten sowohl selbsterstellte als auch erworbene Vermögenswerte. Selbsterstellte immaterielle Vermögenswerte umfassen aktivierte Eigenleistungen und werden mit den Kosten angesetzt, die nach dem Zeitpunkt der Feststellung der technologischen und wirtschaftlichen Realisierbarkeit, aber bis zur Fertigstellung entstanden sind. Die erworbenen immateriellen Vermögenswerte umfassen neben Konzessionen, Lizenzen, gewerblichen Schutzrechten und ähnlichen Rechten und Werten auch Technologien. Die erworbenen immateriellen Vermögenswerte werden zu Anschaffungskosten aktiviert.
Sofern die Nutzungsdauer eines immateriellen Vermögenswertes bestimmbar ist, wird dieser linear über seine Nutzungsdauer abgeschrieben. Der Wertansatz eines immateriellen Vermögenswertes wird überprüft, sofern dieser infolge von Ereignissen oder veränderten Umständen voraussichtlich wertgemindert ist. Immaterielle Vermögenswerte mit unbestimmter Nutzungsdauer werden jährlich auf ihre Werthaltigkeit überprüft. Die Durchführung des Werthaltigkeitstests erfolgt analog zur Vorgehensweise beim Sachanlagevermögen. Zuvor erfasste Wertminderungen müssen bei Wegfall der Wertminderungsgründe zurückgenommen werden. Eine Rücknahme erfolgt dabei bis maximal zur Höhe der fortgeführten historischen Anschaffungs- oder Herstellungskosten.
Nutzungsdauern
Den Abschreibungen der immateriellen Vermögenswerte und Sachanlagen wurden folgende Nutzungsdauern zugrunde gelegt:
| Nutzungsdauer | Abschreibungs methode |
|
|---|---|---|
| Software | 4 Jahre | Linear |
| Lizenzen und ähnliche Rechte | über Vertragslaufzeit | Linear |
| Gebäude/Gebäudeteile | 10–50 Jahre | Linear |
| Technische Anlagen und Maschinen | 2–18 Jahre | Linear |
| Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 2–10 Jahre | Linear |
Finanzanlagen
Die Finanzanlagen umfassen Wertpapiere und finanzielle Forderungen (außer Forderungen aus Lieferungen und Leistungen).
Als Wertpapier verbriefte Fremdkapitaltitel, bei denen die Absicht besteht, sie bis zu ihrer Endfälligkeit zu halten, werden unter Anwendung der Effektivzinsmethode mit den fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Alle übrigen Wertpapiere werden zum Zeitwert bewertet, wobei Wertschwankungen erfolgsneutral erfasst werden.
Die finanziellen Forderungen werden unter Anwendung der Effektivzinsmethode zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet.
Derivative Finanzinstrumente werden ausschließlich zu Sicherungszwecken, insbesondere zur Risikominderung von Zinsschwankungen, die sich aus Finanzierungsgeschäften ergeben und zur Absicherung von Währungsrisiken sowie Preisänderungen eingesetzt. Sie werden stets zum Zeitwert bilanziert. Die Zeitwertschwankungen werden erfolgswirksam erfasst.
Sowohl für die erstmalige bilanzielle Erfassung als auch für die bilanzielle Ausbuchung von finanziellen Vermögenswerten ist der Erfüllungstag relevant. Sie werden angesetzt, sobald die Masterflex Vertragspartei der Regelungen des Finanzinstruments wird. Die Ausbuchung erfolgt, sobald das Recht zum Erhalt von Geld oder einem anderen finanziellen Vermögenswert durch Zahlung, Erlass, Verjährung, Aufrechnung oder sonstiger Weise erlischt oder das Recht auf eine andere Person übertragen wurde, wobei die Risiken auf den Erwerber übergegangen sind.
Zu jedem Bilanzstichtag werden Anhaltspunkte für eine Wertminderung finanzieller Vermögenswerte oder einer Gruppe finanzieller Vermögenswerte überprüft. Wertminderungen werden erfolgswirksam erfasst. Mit Ausnahme der Eigenkapitalinstrumente werden finanzielle Vermögenswerte bei Wegfall der Wertminderungsgründe erfolgswirksam zugeschrieben.
Latente Steuern
Für sämtliche temporäre Differenzen zwischen den Wertansätzen der jeweiligen nationalen Steuerbilanzen und den in den Konzernabschluss einfließenden IFRS-Bilanzen werden im Grundsatz aktivische und passivische latente Steuern gebildet. Daneben werden aktivische latente Steuern auf steuerliche Verlustvorträge gebildet. Der Ansatz der aktivischen latenten Steuern aus abzugsfähigen temporären Differenzen und steuerlichen Verlustvorträgen erfolgt nur in dem Umfang, in dem zukünftig ein ausreichend zu versteuerndes Ergebnis wahrscheinlich ist.
Entsprechend den IFRS werden Wertansätze, die allein auf steuerlichen Vorschriften beruhen, im Konzernabschluss nicht berücksichtigt.
Vorräte
Die Vorräte sind zu dem niedrigeren Wert aus Anschaffungs- oder Herstellungskosten und Nettoveräußerungswert angesetzt. Der Großteil des Vorratsvermögens wird dabei nach der FIFO (First In – First Out)-Methode bewertet. Die Herstellungskosten enthalten neben den Einzelkosten, die durch die Produktion veranlassten Fertigungsund Materialgemeinkosten und Abschreibungen sowie erstmalig produktionsbezogene Verwaltungskosten, jedoch keine Fremdkapitalkosten. Der Nettoveräußerungswert bestimmt sich als geschätzter Verkaufserlös abzüglich der noch anfallenden Kosten bis zur Fertigstellung und Kosten des Vertriebs. Zuvor erfasste Wertminderungen müssen bei Wegfall der Wertminderungsgründe zurückgenommen werden. Eine Zuschreibung erfolgt dabei bis maximal zur Höhe der fortgeführten historischen Anschaffungs- oder Herstellungskosten.
Aktive Rechnungsabgrenzungen
Für Ausgaben, die Aufwendungen für Folgejahre darstellen, wurden aktive Rechnungsabgrenzungsposten gebildet und unter den Sonstigen Vermögenswerten ausgewiesen.
Sonstige Forderungen und Vermögenswerte
Sonstige Vermögenswerte werden grundsätzlich mit dem Nominalwert bzw. dem niedrigeren beizulegenden Zeitwert bilanziert.
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden zum Nennwert angesetzt und unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken bewertet. Auf einzelne Forderungen aus Lieferung und Leistung wurden Einzelwertberichtigungen gebildet.
Barmittel und Bankguthaben
Die Barmittel und Bankguthaben umfassen hauptsächlich die Bankguthaben, Kassenbestände sowie noch nicht gutgeschriebene Schecks und werden zum Nennwert bilanziert. Flüssige Mittel in Fremdwährungen wurden zum Stichtagskurs umgerechnet.
Gezeichnetes Kapital
Stammaktien werden als Eigenkapital klassifiziert. Eigene Anteile werden von dem auf die Anteilseigner der Masterflex SE entfallenden Eigenkapital abgezogen.
Rückstellungen
Rückstellungen werden gebildet, wenn der Konzern eine gegenwärtige Verpflichtung (rechtlicher oder faktischer Natur) aus einem vergangenen Ereignis hat und es wahrscheinlich ist, dass der Konzern verpflichtet sein wird, diese Verpflichtung zu erfüllen, und eine verlässliche Schätzung des Betrages möglich ist. Der angesetzte Rückstellungsbetrag ist der beste Schätzwert am Bilanzstichtag für die hinzugebende Leistung unter Berücksichtigung der der Verpflichtung zugrundeliegenden Risiken und Unsicherheiten, um die gegenwärtige Verpflichtung zu erfüllen. Kann davon ausgegangen werden, dass Teile oder der gesamte zur Erfüllung der Rückstellung notwendige wirtschaftliche Nutzen durch einen außenstehenden Dritten erstattet wird, wird dieser Anspruch als Vermögenswert aktiviert, wenn diese Erstattung so gut wie sicher ist und ihr Betrag zuverlässig geschätzt werden kann.
72 Konzernanhang
Unter den sonstigen Verpflichtungen gegenüber Arbeitnehmern werden alle kurzfristig fälligen Leistungen erfasst. Die kurzfristig fälligen Verpflichtungen gegenüber Arbeitnehmern werden im Allgemeinen spätestens zwölf Monate nach Ende der erbrachten Leistung in voller Höhe fällig. Zu ihnen gehören unter anderem Löhne, Gehälter, Sozialversicherungsbeiträge, bezahlter Urlaub sowie Erfolgsbeteiligungen. Sie werden zeitkongruent mit der vergüteten Arbeitsleistung aufwandswirksam. Am Bilanzstichtag wird der Teil des Aufwands, der die bereits geleisteten Zahlungen übersteigt, als abgegrenzte Schuld ausgewiesen.
Die Bildung von Gewährleistungsrückstellungen basiert sowohl auf dem tatsächlich angefallenen Gewährleistungsaufwand in der Vergangenheit als auch auf dem evaluierten Gesamtrisiko unseres Produktportfolios. Zusätzlich werden Rückstellungen gebildet, wenn ein Garantiefall bekannt und ein Verlust wahrscheinlich wird. Rückgriffsforderungen gegen Zulieferer werden aktiviert, sofern deren Leistungen einer Garantie unterliegen und der Anspruch mit hoher Wahrscheinlichkeit durchgesetzt werden kann.
Finanzverbindlichkeiten
Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten werden zum Erfüllungs- bzw. Rückzahlungsbetrag unter Verwendung der Effektivzinsmethode bilanziert und als Finanzverbindlichkeiten ausgewiesen. Verbindlichkeiten aus Finanzierungs-Leasingverträgen werden in Höhe des Barwerts der Leasingraten passiviert.
Sonstige Verbindlichkeiten
Sonstige Verbindlichkeiten werden mit dem Rückzahlungsbetrag bilanziert.
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen werden zum Rückzahlungsbetrag bewertet.
Finanzinstrumente
In der Bilanz der Masterflex SE erfasste Finanzinstrumente umfassen insbesondere liquide Mittel, zur Veräußerung verfügbare Wertpapiere, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten. Zum Handel bestimmte Finanzinstrumente, insbesondere Derivate, werden zu Marktwerten bilanziert, Veränderungen in den Marktwerten werden in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Zur Veräußerung verfügbare Wertpapiere werden zu Marktwerten bilanziert, wobei unrealisierte Veränderungen in den Marktwerten in der "Rücklage zur Marktbewertung von Finanzinstrumenten" erfasst und als gesonderter Teil des Eigenkapitals ausgewiesen werden. Durch den Vorstand wird die entsprechende Zuordnung der Finanzinstrumente zum Zeitpunkt des Erwerbs festgelegt und zu jedem Bilanzstichtag neu geprüft. Der Ausweis der im Konzern gehaltenen Wertpapiere erfolgt im Finanzanlagevermögen.
Insgesamt bestehen bei allen übrigen bilanzierten Finanzinstrumenten keine wesentlichen Abweichungen der Buchwerte von ihren Marktwerten. Der Konzern hält liquide Mittel bei verschiedenen Kreditinstituten und richtet seine Risikostrategie auf eine Beschränkung der Abhängigkeit von einem Kreditinstitut aus. Die Kontrolle des Finanzrisikos im Zusammenhang mit Kunden erfolgt durch eine dauernde Bonitätsprüfung der Kunden.
Wesentliche über die Buchwerte finanzieller Aktiva hinausgehende Ausfallrisiken bestehen nicht.
Ertragsrealisierung
Die Erlöse aus dem Verkauf von Produkten werden mit Lieferung und Übertragung des Eigentums realisiert. Umsatzerlöse werden zum beizulegenden Zeitwert der erhaltenen bzw. zu erhaltenden Gegenleistung bewertet. Kundenboni, Skonti, Preisnachlässe oder Rabatte sowie Zwischengewinn- bzw. Ertragseliminierungen schmälern die Umsatzerlöse.
Zinserträge werden unter Beachtung des Effektivzinssatzes und der Höhe der Restforderung zeitproportional über die Restlaufzeit in den Finanzierungserträgen erfasst.
Fremdkapitalkosten
Fremdkapitalkosten sind in der Periode als Aufwand erfasst worden, in der sie angefallen sind.
Forschung und Entwicklung
Aufwendungen für Forschung werden unmittelbar aufwandswirksam berücksichtigt. Entwicklungsaufwendungen, die auf eine wesentliche Weiterentwicklung eines Produktes oder Prozesses abzielen, werden aktiviert, wenn das Produkt oder der Prozess technisch und wirtschaftlich realisierbar ist, die Entwicklung vermarktbar ist, die Aufwendungen zuverlässig bewertbar sind und ausreichende Ressourcen zur Fertigstellung des Entwicklungsprojektes verfügbar sind. Alle übrigen Entwicklungsaufwendungen werden sofort ergebniswirksam erfasst. Aktivierte Entwicklungsaufwendungen abgeschlossener Projekte werden zu Herstellungskosten abzüglich kumulierter Abschreibungen ausgewiesen.
Öffentliche Zuwendungen
Zuwendungen der öffentlichen Hand werden zum beizulegenden Zeitwert erfasst, wenn der Konzern die notwendigen Bedingungen für den Erhalt der Zuwendung erfüllt. Öffentliche Aufwandszuschüsse werden über den Zeitraum erfasst, in dem die entsprechenden Kosten, für deren Ausgleich sie zugesprochen wurden, anfallen. Öffentliche Zuwendungen für Investitionen werden in einen Rechnungsabgrenzungsposten eingestellt und abschreibungsproportional über die Nutzungsdauer aufgelöst.
Einschätzungen
Die Erstellung der Abschlüsse erfordert, dass Einschätzungen und Annahmen getroffen werden, die sich auf die Vermögenswerte, die Verbindlichkeiten, die Rückstellungen, die aktivischen und passivischen latenten Steuern, die Erträge und Aufwendungen sowie den Ausweis der Haftungsverhältnisse und Eventualverbindlichkeiten auswirken. Obwohl die Einschätzungen und Annahmen sorgfältig und gewissenhaft vorgenommen werden, kann nicht ausgeschlossen werden, dass die sich tatsächlich einstellenden Beträge von den Schätzungen abweichen.
Faktoren, die eine negative Abweichung von den Erwartungen verursachen können, können eine Verschlechterung der Weltwirtschaft, Entwicklungen der Währungskurse und Zinssätze sowie wesentliche Gerichtsverfahren und Änderungen von umweltrechtlichen bzw. sonstigen gesetzlichen Bestimmungen sein. Produktionsfehler, Verluste von wesentlichen Kunden sowie steigende Finanzierungskosten können gleichfalls den zukünftigen Erfolg des Konzerns beeinträchtigen.
74 Konzernanhang
Im Folgenden werden mögliche Effekte von Schätzungsänderungen auf den Ansatz und die Bewertung von Vermögenswerten und Schulden dargestellt:
a. Goodwill
Der Konzern untersucht jährlich, ob eine Wertminderung des Goodwills vorliegt. Der erzielbare Betrag von zahlungsmittelgenerierenden Einheiten ("Cash Generating Unit") wurde auf Basis des Nutzungswertes ermittelt. Den Berechnungen der Nutzungswerte liegen Annahmen der Geschäftsführung zugrunde (s. Erläuterung 23).
b. Latente Steuern
Bei der Einschätzung der Werthaltigkeit der aktivischen latenten Steuern beurteilt das Management, in welchem Ausmaß mehr Gründe für als gegen eine Realisierung sprechen. Ob die aktivischen latenten Steuern tatsächlich realisiert werden können, hängt davon ab, ob zukünftig in ausreichendem Maß steuerliches Einkommen erwirtschaftet werden kann, das gegen die steuerlichen Verlustvorträge verrechnet werden kann. Hierfür betrachtet das Management die Zeitpunkte der Umkehrung der passivischen latenten Steuern sowie die zukünftig erwarteten steuerlichen Einkommen. Auf Grundlage der erwarteten zukünftigen Geschäftsentwicklung geht das Management von der Realisierbarkeit der aktivierten latenten Steuern aus (s. Erläuterung 26).
c. Rückstellungen und Eventualverbindlichkeiten
Änderungen in der Wahrscheinlichkeitsschätzung einer gegenwärtigen Verpflichtung oder eines wirtschaftlichen Ressourcenabflusses können dazu führen, dass bislang als Eventualverbindlichkeiten eingestufte Sachverhalte als Rückstellung zu passivieren sind bzw. Rückstellungsbeträge sich ändern (s. Erläuterung 11).
d. Entwicklungsleistungen
Zur Ermittlung der Werthaltigkeit der aktivierten Beträge hat die Unternehmensleitung Annahmen über die Höhe der künftig zu erwartenden Cash Flows aus den Vermögenswerten, über den Zeitraum des Zuflusses von erwarteten zukünftigen Cash Flows, die die Vermögenswerte generieren und der anzuwendenden Zinssätze vorzunehmen. Zum Bilanzstichtag wurden Schätzungen bestmöglich ermittelt (s. Erläuterung 3).
Annahmen und Schätzungen sind zudem für Wertberichtigungen auf zweifelhafte Forderungen sowie Eventualschulden und sonstige Rückstellungen erforderlich. Weiterhin bei der Bestimmung des beizulegenden Wertes von langlebigen Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerten und der Bestimmung des Nettoveräußerungswertes von Vorräten.
Die tatsächlichen Werte können in Einzelfällen von den getroffenen Annahmen und Schätzungen abweichen, so dass eine wesentliche Anpassung des Buchwertes der betroffenen Vermögenswerte bzw. Schulden erforderlich ist. Änderungen von Schätzungen werden nach IAS 8 zum Zeitpunkt der besseren Kenntnis erfolgswirksam berücksichtigt. Vorjahreswerte mussten nicht angepasst werden und sind vergleichbar.
Erläuterungen zur Konzernbilanz: Aktiva
3. Anlagevermögen
Die Entwicklung des Anlagevermögens wird separat in einem Konzernanlagenspiegel dargestellt (s. Anlage). Als Sicherheiten für Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten existieren Grundschuldeintragungen in Höhe von 4.884 TEuro (Vorjahr: 5.685 TEuro) und Sicherungsübereignungen an Produktionseinrichtungen in Höhe von 5.071 TEuro (Vorjahr: 5.203 TEuro).
Die Vermögenswerte der Auslandsgesellschaften mit abweichender funktionaler Währung werden zum 31.12. mit den jeweiligen Stichtagskursen und sämtlichen Veränderungen während des Jahres zu Jahresdurchschnittskursen in Euro (€) umgerechnet. Die aus der unterschiedlichen Umrechnung resultierenden Währungsdifferenzen werden gesondert im Konzernanlagenspiegel gezeigt.
a) Immaterielle Vermögenswerte
Alle immateriellen Vermögenswerte sind erworben, ausgenommen einzelne gewerbliche Schutzrechte sowie Entwicklungsleistungen der Masterflex SE. Die gewerblichen Schutzrechte betreffen selbst erstellte Patente. Die Entwicklungsleistungen beinhalten aktivierungsfähige Aufwendungen, die bei der Entwicklung marktfähiger Produkte entstanden sind.
Die Anschaffungskosten sowie die Zugänge und Abgänge setzen sich wie folgt zusammen:
| Selbst erstellte immaterielle Vermögenswerte |
Erworbene immaterielle Vermögenswerte |
Geschäfts- oder Firmenwert |
Summe | |
|---|---|---|---|---|
| T€ | T€ | T€ | T€ | |
| Stand zum 01.01.2011 | 339 | 1.852 | 9.161 | 11.352 |
| Zugänge | 0 | 259 | 0 | 259 |
| Abgänge | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Umbuchungen | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Stand zum 01.01.2012 | 339 | 2.111 | 9.161 | 11.611 |
| Zugänge | 93 | 334 | 0 | 427 |
| Abgänge | 93 | 2 | 0 | 95 |
| Umbuchungen | 0 | –32 | 0 | –32 |
| Stand zum 31.12.2012 | 339 | 2.411 | 9.161 | 11.911 |
Die Abschreibungen und die kumulierten Werte setzen sich wie folgt zusammen:
| Selbst erstellte immaterielle Vermögenswerte T€ |
Erworbene immaterielle Vermögenswerte T€ |
Geschäfts- oder Firmenwert T€ |
Summe T€ |
|
|---|---|---|---|---|
| Stand zum 01.01.2011 | 294 | 1.065 | 5.903 | 7.262 |
| Abschreibungen Geschäftsjahr | 5 | 237 | 0 | 242 |
| Abgänge | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Stand zum 01.01.2012 | 299 | 1.302 | 5.903 | 7.504 |
| Abschreibungen Geschäftsjahr | 30 | 285 | 0 | 315 |
| Abgänge | 93 | 2 | 0 | 95 |
| Stand zum 31.12.2012 | 236 | 1.585 | 5.903 | 7.724 |
Die Buchwerte setzen sich wie folgt zusammen:
| Selbst erstellte immaterielle Vermögenswerte |
Erworbene immaterielle Vermögenswerte |
Geschäfts- oder Firmenwert |
Summe | |
|---|---|---|---|---|
| T€ | T€ | T€ | T€ | |
| Stand zum 31.12.2011 | 40 | 809 | 3.258 | 4.107 |
| Stand zum 31.12.2012 | 103 | 826 | 3.258 | 4.187 |
b) Sachanlagen
Unter Sachanlagen wurden auch die einem Finanzierungsleasing-Vertrag zugrunde liegenden Grundstücksteile ausgewiesen. Die Masterflex SE nutzt Produktions- und Lagerhallen sowie das Verwaltungsgebäude im Rahmen eines Immobilien-Leasingvertrages. Der Vertrag vom 30. März 1993 mit der Leasinggeberin MODICA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Masterflex KG, Gelsenkirchen, ist so ausgestaltet, dass auf die Masterflex SE alle wesentlichen mit dem Eigentum verbundenen Risiken und Chancen im Zusammenhang mit dem Leasinggegenstand übertragen wurden. Ein notariell beurkundetes Ankaufsrecht kann von der Masterflex SE erstmals am 31. Juli 2014 wahrgenommen werden. Weiterhin werden auch Finanzierungsleasingverhältnisse über Betriebsausstattung ausgewiesen.
Die ursprünglichen Anschaffungskosten, Nutzungsdauern und die Buchwertentwicklung zeigt folgende Übersicht:
| Anschaffungs kosten T€ |
Nutzungsdauer | Buchwert 31.12.2012 T€ |
Buchwert 31.12.2011 T€ |
|
|---|---|---|---|---|
| Gebäude | 4.568 | 30 Jahre | 1.937 | 2.091 |
| Grund und Boden | 587 | - | 587 | 587 |
| Betriebs- und Geschäftsausstattung | 842 | 5 Jahre | 0 | 82 |
| Gesamt | 5.410 | 2.173 | 2.424 |
Die Zahlungsverpflichtungen aus den Leasingraten während der Vertragslaufzeit werden in einen Zins- und Tilgungsanteil aufgeteilt. Der Zinsaufwand betrug im Geschäftsjahr 57 TEuro (Vorjahr 89 TEuro).
c) Finanzanlagen
Die Finanzanlagen setzen sich wie folgt zusammen:
| 31.12.2012 T€ |
31.12.2011 T€ |
|
|---|---|---|
| Wertpapiere des Anlagevermögens | 59 | 74 |
| Darlehn und Forderungen | 386 | 541 |
| Gesamt Finanzanlagen | 445 | 615 |
Bei den Wertpapieren handelt es sich um Renditepapiere aus dem Euro Stoxx 50 und sind zur Veräußerung verfügbare Finanzinstrumente im Sinne des IAS 39.
Anschaffungskosten, nicht realisierte Gewinne, nicht realisierte Verluste und Marktwerte der jederzeit zur Veräußerung verfügbaren Wertpapiere stellen sich zum 31. Dezember 2012 wie folgt dar:
| Marktwert | Unrealisierte Gewinne/Verluste |
Anschaffungskosten |
|---|---|---|
| T€ | T€ | T€ |
| 59 | 758 | 817 |
Die Erträge aus dem Bestand betrugen 4 TEuro.
Forderungen aus Warengeschäften in Höhe von 270 TEuro werden aufgrund einer Finanzierungsvereinbarung als langfristige Forderungen erfasst.
4. Vorräte
Die Vorräte setzen sich im Einzelnen wie folgt zusammen:
| 31.12.2012 T€ |
31.12.2011 T€ |
|
|---|---|---|
| Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe | 6.507 | 5.566 |
| Unfertige Erzeugnisse | 244 | 303 |
| Fertige Erzeugnisse und Waren | 4.365 | 3.389 |
| Geleistete Anzahlungen | 3 | 37 |
| Gesamt Vorräte | 11.119 | 9.295 |
Vorräte der fortgeführten und aufgegebenen Geschäftsbereiche in Höhe von 17.453 TEuro (Vorjahr: 16.581 TEuro) wurden aufwandswirksam erfasst.
Abschreibungen der Vorräte auf den Nettoveräußerungswert wurden in Höhe von 224 TEuro (Vorjahr: 144 TEuro) vorgenommen.
Die erstmalige Einbeziehung von produktionsbezogenen Verwaltungskosten in der Ermittlung der Herstellungskosten der Fertigerzeugnisse führte zu einer Bestandsveränderung i. H. v. 528 TEuro.
5. Forderungen und sonstige Vermögenswerte
Die Forderungen und sonstigen Vermögenswerte setzen sich wie folgt zusammen:
| 31.12.2012 | 31.12.2011 | |
|---|---|---|
| T€ | T€ | |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 5.464 | 4.942 |
| Sonstige Vermögenswerte | 851 | 671 |
| Sonstige finanzielle Vermögenswerte | 2 | 68 |
| Zur Veräußerung klassifizierte Vermögenswerte | 16 | 22 |
| Gesamt Forderungen und sonstige Vermögenswerte | 6.333 | 5.703 |
Die sonstigen Vermögenswerte setzen sich wie folgt zusammen:
| 31.12.2012 T€ |
31.12.2011 T€ |
|
|---|---|---|
| Rechnungsabgrenzungen | 525 | 430 |
| Forderungen gegen Finanzbehörden | 87 | 123 |
| Bonusforderungen | 49 | 6 |
| Forderungen aus Rechtsstreit | 45 | 0 |
| Forderungen Investitionszulage, Zuschuss | 34 | 69 |
| Forderungen gegen Personal | 23 | 14 |
| Kautionen | 21 | 0 |
| debitorische Kreditoren | 16 | 17 |
| Forderungen gegen Krankenkassen | 11 | 0 |
| Ausleihungen | 8 | 3 |
| Sonstige | 32 | 9 |
| Gesamt sonstige Vermögenswerte | 851 | 671 |
Die Buchwerte der sonstigen Vermögenswerte entsprechen ihren beizulegenden Zeitwerten.
Der Posten "Sonstige Vermögenswerte" enthält Forderungen in Höhe von 26 TEuro (Vorjahr: 30 TEuro), die erst ein Jahr nach dem Bilanzstichtag realisiert werden.
Die Forderungen gegen Finanzbehörden beinhalten vornehmlich Umsatzsteuerforderungen.
Die Rechnungsabgrenzungen setzen sich im Wesentlichen aus Vorauszahlungen auf Messekosten, Provisionen, Leasingraten und Versicherungsprämien zusammen.
Hinsichtlich der "Sonstigen finanziellen Vermögenswerte" wird auf die Ausführungen in Abschnitt 16 verwiesen.
Der Posten "Zur Veräußerung klassifizierte Vermögenswerte" beinhaltet die Vermögenswerte der folgenden nicht mehr fortgeführten Geschäftsbereiche:
- SURPRO Verwaltungsgesellschaft mbH
- Masterflex Entwicklungs GmbH (vormals Masterflex Mobility GmbH)
- Masterflex Vertriebs GmbH (vormals Masterflex Brennstoffzellentechnik GmbH).
6. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
Der Nominalwert der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen setzt sich wie folgt zusammen:
| 31.12.2012 T€ |
31.12.2011 T€ |
|
|---|---|---|
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 5.678 | 5.246 |
| Wertminderungen | –214 | –304 |
| Gesamt Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 5.464 | 4.942 |
Die Buchwerte der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen entsprechen ihren beizulegenden Zeitwerten.
Die Summe der Einzelwertberichtigungen und Pauschalwertberichtigungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen beträgt insgesamt 214 TEuro (Vorjahr: 304 TEuro).
Einzelrisiken wurden durch Wertminderungen in Höhe von 32 TEuro (Vorjahr: 49 TEuro) berücksichtigt.
Das durchschnittliche Zahlungsziel und die durchschnittlichen Forderungsausstände bewegen sich im marktüblichen Rahmen.
Die Fälligkeitsstruktur der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen setzt sich wie folgt zusammen:
| 2012 | T€ | T€ |
|---|---|---|
| Buchwert (netto): | 5.464 | |
| 1. davon: zum Bilanzstichtag weder wertgemindert noch überfällig | 4.060 | |
| 2. davon: zum Bilanzstichtag nicht wertgemindert, aber überfällig | 1.404 | |
| weniger als 30 Tage | 590 | |
| 30 bis 59 Tage | 389 | |
| 60 bis 89 Tage | 299 | |
| 90 bis 119 Tage | 85 | |
| 120 Tage oder mehr | 41 | |
| 2011 | T€ | T€ |
| Buchwert (netto): | 4.942 | |
| 1. davon: zum Bilanzstichtag weder wertgemindert noch überfällig | 3.746 | |
| 2. davon: zum Bilanzstichtag nicht wertgemindert, aber überfällig | 1.196 | |
| weniger als 30 Tage | 618 | |
| 30 bis 59 Tage | 397 | |
| 60 bis 89 Tage | 164 | |
| 90 bis 119 Tage | 2 | |
| 120 Tage oder mehr | 15 |
7. Ertragsteuererstattungsansprüche
Die Ertragsteuererstattungsansprüche betragen zum Stichtag 364 TEuro (Vorjahr: 144 TEuro). Sämtliche Ertragsteuererstattungsansprüche sind innerhalb eines Jahres fällig.
8. Barmittel und Bankguthaben
Die Barmittel und Bankguthaben umfassen Guthaben bei Kreditinstituten und Kassenbestände. Der Bestand an Barmitteln und Bankguthaben ermittelt sich zum Bilanzstichtag wie folgt:
| 31.12.2012 T€ |
31.12.2011 T€ |
|
|---|---|---|
| Barmittel und Bankguthaben | 2.823 | 4.544 |
Der effektive Zinssatz der kurzfristigen Bankeinlagen belief sich zwischen 0,0 Prozent und 2,0 Prozent.
Erläuterungen zur Konzernbilanz: Passiva
9. Eigenkapital
Kapitalmanagement
Die strategische Ausrichtung des Masterflex-Konzerns setzt den Rahmen für die Optimierung des Kapitalmanagements. Die nachhaltige Unternehmenswertsteigerung im Interesse der Aktionäre, Kunden und Mitarbeiter soll durch eine stetige Verbesserung des Ergebnisses durch Wachstum und Effizienzverbesserung unserer Geschäftsprozesse erfolgen. Hierfür ist der Ausgleich zwischen den Geschäfts- und Finanzrisiken mit der finanziellen Flexibilität des Masterflex-Konzerns erforderlich, der durch eine intensive Kommunikation mit dem Finanzmarkt und hier insbesondere mit den Banken dargestellt wird.
Die Satzung stellt keine Kapitalerfordernisse an die Masterflex SE.
Zur Erläuterung der Entwicklung des Eigenkapitals wird an dieser Stelle auf die Eigenkapitalveränderungsrechnung verwiesen.
Gezeichnetes Kapital
Das Gezeichnete Kapital beträgt im Geschäftsjahr 8.865.874 Euro, eingeteilt in 8.865.874 auf den Inhaber lautende Stammaktien in Form von nennwertlosen Stückaktien mit einem rechnerischen Anteil am Grundkapital von jeweils 1,00 Euro je Aktie. Das Grundkapital ist voll eingezahlt.
Im Laufe des Geschäftsjahres 2012 wurden keine eigenen Anteile verkauft oder neu erworben. Zum Bilanzstichtag befinden sich 134.126 eigene Anteile im Bestand der Masterflex SE (Vorjahr: 134.126).
Die 134.126 Stück auf den Inhaber lautenden Aktien ohne Nennbetrag (Stückaktien) haben einen rechnerischen Nennwert von 134.126 Euro. Sie repräsentieren einen Anteil von 1,51 Prozent am Grundkapital. Die Aktien wurden in der Zeit von September 2004 bis Juli 2005 erworben. Die Gesellschaft wurde durch die entsprechenden Hauptversammlungsbeschlüsse aus den Jahren 2004 und 2005 ermächtigt, eigene Aktien mit einem höchstens auf diese Aktien entfallenden anteiligen Betrag des Grundkapitals von 450.000,00 Euro zu erwerben. Das waren zehn Prozent des Grundkapitals der Gesellschaft zum Zeitpunkt der Hauptversammlung in Höhe von 4.500.000,00 Euro. Die erworbenen Aktien durften – zusammen mit anderen eigenen Aktien, die sich im Besitz der Gesellschaft befanden oder ihr nach §§ 71 a ff. AktG zuzurechnen waren – zu keinem Zeitpunkt zehn Prozent des Grundkapitals der Gesellschaft übersteigen. Die Ermächtigung durfte nicht zum Zwecke des Handels in eigenen Aktien ausgenutzt werden.
Demnach weist die Masterflex SE ein Ausgegebenes Kapital in Höhe von 8.731.748 Euro aus.
Genehmigtes Kapital
Durch Beschluss der Hauptversammlung vom 28. Juni 2011 wurde der Vorstand ermächtigt
- a) ab dem 29. Juni 2011 bis zum 28. Juni 2016 mit Zustimmung des Aufsichtsrats, eigene Aktien im Umfang von bis zu zehn Prozent des zum Zeitpunkt der Beschlussfassung der Hauptversammlung oder – falls dieser Wert geringer ist – des zum Zeitpunkt der Ausübung der Ermächtigung bestehenden Grundkapitals der Gesellschaft zu erwerben. Die erworbenen Aktien dürfen – zusammen mit anderen eigenen Aktien, die sich im Besitz der Gesellschaft befinden oder ihr nach §§ 71 a ff. AktG zuzurechnen sind – zu keinem Zeitpunkt zehn Prozent des Grundkapitals der Gesellschaft übersteigen.
- b) Die Ermächtigung darf nicht zum Zwecke des Handels in eigenen Aktien ausgenutzt werden.
- c) Der Erwerb erfolgt (1) über die Börse oder (2) mittels eines an alle Aktionäre der Gesellschaft gerichteten öffentlichen Kaufangebots.
- Beim Erwerb eigener Aktien über die Börse darf der Erwerbspreis je Aktie (ohne Erwerbsnebenkosten) den Börsenkurs der Aktien der Gesellschaft nicht um mehr als zehn Prozent über- oder unterschreiten. Als maßgeblicher Börsenkurs im Sinne der Ermächtigung gilt der Mittelwert der Börsenkurse der Aktien der Gesellschaft, die als Schlusskurse im Xetra-Handel (oder in einem an die Stelle des Xetra-Systems getretenen funktional vergleichbaren Nachfolgesystem) an der Frankfurter Wertpapierbörse während der letzten drei Börsentage vor dem Erwerb der Aktien festgestellt werden.
- Erfolgt der Erwerb eigener Aktien über ein öffentliches Kaufangebot an alle Aktionäre der Gesellschaft, dürfen der gebotene Kaufpreis oder die Grenzwerte der gebotenen Kaufpreisspanne je Aktie (ohne Erwerbsnebenkosten) den Börsenkurs der Aktien der Gesellschaft nicht um mehr als zehn Prozent überoder unterschreiten. Als maßgeblicher Börsenkurs im Sinne der Ermächtigung gilt der Mittelwert der Börsenkurse der Aktien der Gesellschaft, die als Schlusskurse im Xetra-Handel (oder in einem an die Stelle des Xetra-Systems getretenen funktional vergleichbaren Nachfolgesystem) an der Frankfurter Wertpapierbörse während des sechsten bis dritten Börsentages vor dem Tag der Veröffentlichung des Angebots festgestellt werden. Das Volumen des Angebots kann begrenzt werden. Sofern die gesamte Zeichnung des Angebots dieses Volumen überschreitet, muss die Annahme im Verhältnis der jeweils angebotenen Aktien erfolgen. Eine bevorrechtigte Annahme von geringen Stückzahlen der zum Erwerb angebotenen Aktien der Gesellschaft von bis zu 50 Stück je Aktionär kann vorgesehen werden sowie zur Vermeidung rechnerischer Bruchteile von Aktien eine Rundung nach kaufmännischen Grundsätzen.
- d) Der Vorstand wird weiter ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats die erworbenen eigenen Aktien unter Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre an Dritte gegen Sachleistung zu veräußern, insbesondere auch im Zusammenhang mit Unternehmenszusammenschlüssen und dem Erwerb von Unternehmen, Unternehmensteilen und/oder Beteiligungen an Unternehmen.
-
e) Der Vorstand wird ferner ermächtigt, die erworbenen eigenen Aktien mit Zustimmung des Aufsichtsrats unter Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre gegen Barzahlung in anderer Weise als über die Börse oder durch ein Angebot an alle Aktionäre zu veräußern.
-
f) Im Fall des lit. d) muss der Wert der Sacheinlage bei einer Gesamtbeurteilung angemessen im Sinne des § 255 Absatz 2 AktG sein. Die Aktien dürfen im Fall des lit. e) nur zu einem Preis (ohne Veräußerungsnebenkosten) an Dritte veräußert werden, der den Börsenkurs von Aktien der Gesellschaft gleicher Ausstattung zum Zeitpunkt der Veräußerung nicht wesentlich unterschreitet. Als maßgeblicher Börsenkurs im Sinne der Ermächtigung gilt der Mittelwert der Börsenkurse der Aktien der Gesellschaft, die als Schlusskurse im Xetra-Handel (oder in einem an die Stelle des Xetra-Systems getretenen funktional vergleichbaren Nachfolgesystem) an der Frankfurter Wertpapierbörse während der letzten fünf Börsentage vor der Veräußerung der eigenen Aktien festgestellt werden.
- g) Die Ermächtigung zum Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre gem. lit. e) gilt ferner mit der Maßgabe, dass die unter Ausschluss des Bezugsrechts veräußerten eigenen Aktien zehn Prozent des Grundkapitals nicht übersteigen dürfen, und zwar weder zehn Prozent des Grundkapitals, das im Zeitpunkt der Erteilung der Ermächtigung besteht, noch zehn Prozent des Grundkapitals, das im Zeitpunkt der Ausnutzung der Ermächtigung zum Ausschluss des Bezugsrechts besteht. Die Höchstgrenze von zehn Prozent des Grundkapitals vermindert sich um den anteiligen Betrag des Grundkapitals, der auf diejenigen Aktien entfällt, die aufgrund einer im Übrigen bestehenden Ermächtigung zum Ausschluss des Bezugsrechts gemäß § 186 Absatz 3 Satz 4 AktG während der Laufzeit dieser Ermächtigung ausgegeben werden. Ferner sind auf diese Begrenzung diejenigen Aktien anzurechnen, die zur Bedienung von Schuldverschreibungen mit Wandlungs- oder Optionsrechten bzw. einer Wandlungspflicht ausgegeben wurden bzw. auszugeben sind, sofern die Schuldverschreibungen während der Laufzeit dieser Ermächtigung unter Ausschluss des Bezugsrechts in entsprechender Anwendung des § 186 Abs. 3 Satz 4 Aktiengesetz ausgegeben wurden.
- h) Der Vorstand wird ferner ermächtigt, eigene Stammaktien mit Zustimmung des Aufsichtsrats an die Inhaber von Options- oder Wandelanleihen der Gesellschaft oder einer Konzerngesellschaft im Sinne des § 18 des Aktiengesetzes, die aufgrund der Ermächtigungen durch die Hauptversammlung der Gesellschaft vom 11. August 2009 unter dem Tagesordnungspunkt 9 begeben worden sind, gemäß den Options- und Anleihebedingungen zu liefern.
- i) Der Vorstand wird ferner ermächtigt, die erworbenen eigenen Aktien mit Zustimmung des Aufsichtsrats ohne weiteren Hauptversammlungsbeschluss einzuziehen. Er ist im Rahmen der Einziehung ferner ermächtigt, die Einziehung von Stückaktien entweder im Rahmen einer Kapitalherabsetzung oder aber ohne Kapitalherabsetzung vorzunehmen. Erfolgt die Einziehung von Stückaktien ohne Kapitalherabsetzung, so erhöht sich der Anteil der übrigen Aktien am Grundkapital gem. § 8 Absatz 3 AktG. Für diesen Fall ist der Vorstand zudem ermächtigt, die Angabe der Zahl der Aktien der Gesellschaft in der Satzung anzupassen (§ 237 Absatz 3 Ziffer 3. AktG).
- j) Die vorstehenden Ermächtigungen können einmal oder mehrmals, einzeln oder zusammen ausgeübt werden.
- k) Als Schlusskurse im Sinne dieser Ermächtigung gelten die an einem Handelstag letzten jeweils festgestellten Börsenkurse. Die Vorschriften des Wertpapiererwerbs- und Übernahmegesetzes sind zu beachten, sofern und soweit diese Anwendung finden.
- l) Der Vorstand wird beim Erwerb eigener Aktien die gesetzlichen Bestimmungen zur vorausgesetzten möglichen Bildung von Rücklagen in Höhe der Aufwendungen für den Erwerb (§ 71 Absatz 2 Satz 2 AktG) pflichtgemäß beachten.
84 Konzernanhang
Vorstand und Aufsichtsrat haben von diesen Ermächtigungen keinen Gebrauch gemacht.
Bedingtes Kapital
Durch Beschluss der Hauptversammlung vom 28. Juni 2011 wurde der Vorstand ermächtigt, das Grundkapital der Gesellschaft bis zum 27. Juni 2016 mit Zustimmung des Aufsichtsrats um bis zu 4.432.937,00 Euro durch ein- oder mehrmalige Ausgabe von bis zu 4.432.937 auf den Inhaber lautende Stückaktien gegen Bar- und/oder Sacheinlagen zu erhöhen (genehmigtes Kapital I). Der Vorstand wird ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats den weiteren Inhalt der Aktienrechte und die Bedingungen der Aktienausgabe festzulegen. Die neuen Aktien sind den Aktionären zum Bezug anzubieten. Die neuen Aktien können auch von einem Kreditinstitut oder einem nach § 53 Absatz 1 Satz 1 oder § 53b Absatz 1 Satz 1 oder Absatz 7 des Gesetzes über das Kreditwesen tätigen Unternehmen mit der Verpflichtung übernommen werden, sie den Aktionären zum Bezug anzubieten. Der Vorstand wird jedoch ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Bezugsrecht der Aktionäre in folgenden Fällen auszuschließen:
- für Spitzenbeträge
- bei Kapitalerhöhungen gegen Sacheinlagen, insbesondere zu Gewährung von Aktien zum Zwecke des Erwerbs von Unternehmen, Unternehmensteilen oder Beteiligungen an Unternehmen;
- bei Bareinlagen bis zu einem Betrag, der zehn Prozent des zum Zeitpunkt des Wirksamwerdens dieser Ermächtigung und des zum Zeitpunkt der Ausnutzung dieser Ermächtigung bestehenden Grundkapitals nicht überschreitet, und wenn der Ausgabebetrag der Aktien den Börsenpreis der bereits börsennotierten Aktien der Gesellschaft zum Zeitpunkt der endgültigen Festlegung des Ausgabebetrages nicht wesentlich unterschreitet. Auf die vorgenannte zehn Prozent-Grenze werden Aktien angerechnet, die aufgrund einer von der Hauptversammlung erteilten Ermächtigung erworben und gemäß § 71 Absatz 1 Nr. 8 AktG i.V.m. § 186 Absatz 3 Satz 4 AktG während der Laufzeit dieser Ermächtigung veräußert werden oder aufgrund einer im Übrigen bestehenden Ermächtigung zum Ausschluss des Bezugsrechts gemäß § 186 Absatz 3 Satz 4 AktG während der Laufzeit dieser Ermächtigung ausgegeben werden. Ferner sind auf diese Begrenzung diejenigen Aktien anzurechnen, die zur Bedienung von Schuldverschreibungen mit Wandlungs- oder Optionsrechten bzw. einer Options- oder Wandlungspflicht ausgegeben wurden bzw. auszugeben sind, sofern diese Schuldverschreibungen während der Laufzeit dieser Ermächtigung unter Ausschluss des Bezugsrechts in entsprechender Anwendung des § 186 Absatz 3 Satz 4 AktG ausgegeben wurden;
- um Inhabern bzw. Gläubigern der von der Gesellschaft zuvor etwa ausgegebenen Options- bzw. Wandelanleihen ein Bezugsrecht auf neue Aktien in dem Umfang zu gewähren, wie es ihnen nach Ausübung des Options- bzw. Wandlungsrechts oder nach Erfüllung einer Options- bzw. Wandlungspflicht als Aktionär zustehen würde.
Der Aufsichtsrat wird ermächtigt, die Fassung des § 4 der Satzung nach vollständiger oder teilweiser Durchführung der Erhöhung des Grundkapitals entsprechend der jeweiligen Ausnutzung des genehmigten Kapitals I und, falls das genehmigte Kapital I bis zum 27. Juni 2016 nicht oder nicht vollständig ausgenutzt worden sein sollte, nach Ablauf der Ermächtigungsfrist anzupassen.
Vorstand und Aufsichtsrat haben von diesen Ermächtigungen keinen Gebrauch gemacht.
Kapitalrücklage
Die Kapitalrücklage beträgt zum Bilanzstichtag 26.252 TEuro (Vorjahr: 26.252 TEuro). Sie enthält im Wesentlichen den Emissionserlös aus dem Börsengang im Jahr 2000 nach Abzug von Börseneinführungskosten und die in 2010 durchgeführte Kapitalerhöhung.
Ferner werden gemäß IAS 32 Erwerbe und Veräußerungen eigener Anteile, unter Berücksichtigung von Ertragsteuerauswirkungen, verrechnet.
Gewinnrücklagen
Die Entwicklung der Gewinnrücklagen ist dem Eigenkapitalspiegel zu entnehmen.
Rücklage zur Marktbewertung von Finanzinstrumenten
Gemäß IAS 39 wurden vorhandene Wertpapiere des Anlagevermögens als "available for sale" (zur Veräußerung verfügbar) klassifiziert. Am Bilanzstichtag wurden diese Wertpapiere mit dem beizulegenden Wert bewertet. Dadurch entstandene unrealisierte Verluste wurden nach Berücksichtigung von Ertragsteuerauswirkungen erfolgsneutral in die Position Rücklage zur Marktbewertung von Finanzinstrumenten eingestellt.
Währungsdifferenzen
Die im Eigenkapital erfassten Währungsdifferenzen stellen sich wie folgt dar:
| Währungsdiffe renzen aus der Umrechnung ausländischer Abschlüsse |
Währungsdiffe renzen nach IAS 21.17 |
Währungsdiffe renzen nach IAS 21.19 |
Summe | |
|---|---|---|---|---|
| T€ | T€ | T€ | T€ | |
| Stand 31.12.2010 | –491 | –194 | 95 | –590 |
| Veränderung 2011 | 121 | –11 | 0 | 110 |
| Stand 31.12.2011 | –370 | –205 | 95 | –480 |
| Veränderung 2012 | –112 | –29 | 0 | –141 |
| Stand 31.12.2012 | –482 | –234 | 95 | –621 |
Steuern, die sich auf erfolgsneutral verrechnete Posten beziehen, wurden gemäß IAS 12.61 ebenfalls erfolgsneutral behandelt und in den oben dargestellten Veränderungen der Währungsdifferenzen berücksichtigt.
Die erfolgsneutral verrechneten Marktwertänderungen in Höhe von –29 TEuro (Vorjahr: –11 TEuro) werden gemäß IAS 21.17/21.19/21.32 in Verbindung mit IAS 21.37 bei Tilgung der Fremdwährungsverpflichtung festgeschrieben. Eine erfolgswirksame Auflösung der im Eigenkapital verrechneten Währungsdifferenzen erfolgt erst zum Zeitpunkt des Abgangs der wirtschaftlich selbstständigen Teileinheit.
10. Anteile anderer Gesellschafter
Es bestehen Anteile anderer Gesellschafter an Gesellschaften der Masterflex in Höhe von 536 TEuro (Vorjahr: 557 TEuro).
11. Rückstellungen
Die Rückstellungen setzen sich wie folgt zusammen:
| Stand 01.01.2012 |
Inan spruch nahme |
Auflösung | Zuführung | Stand 31.12.2012 |
|
|---|---|---|---|---|---|
| T € | T € | T € | T € | T € | |
| Tantiemen | 485 | 244 | 13 | 185 | 413 |
| Jahresabschlusskosten | 229 | 207 | 22 | 203 | 203 |
| Urlaub | 323 | 242 | 81 | 132 | 132 |
| Boni an Kunden | 82 | 78 | 4 | 79 | 79 |
| Prämien, Abfindungen und Provisionen | 1.293 | 1.040 | 18 | 993 | 1.228 |
| Gewährleistungen | 349 | 52 | 297 | 53 | 53 |
| Berufsgenossenschaft | 153 | 138 | 15 | 130 | 130 |
| Ausstehende Rechnungen | 450 | 349 | 1 | 342 | 442 |
| Übrige | 439 | 350 | 66 | 88 | 111 |
| Gesamt | 3.803 | 2.700 | 517 | 2.205 | 2.791 |
a) Langfristige Rückstellungen
Die langfristigen Rückstellungen betreffen die erfolgsbezogenen Komponenten der Vorstandsvergütung in Höhe von 292 TEuro (Vorjahr: 242 TEuro) und Aufsichtsratsvergütung in Höhe von 15 TEuro (Vorjahr: 0 TEuro), die erst im dritten Jahr nach dem Bezugsjahr zur Auszahlung gelangen.
b) Kurzfristige Rückstellungen
Die Rückstellungen für Jahresabschlusskosten beinhalten die externen Kosten für die Aufstellung und Prüfung der Jahresabschlüsse.
Die Urlaubsrückstellungen sind auf der Basis der ausstehenden Urlaubstage und der individuellen Bezüge der einzelnen Mitarbeiter ermittelt.
Die personenbezogenen Rückstellungen umfassen Prämien- und Provisionsverpflichtungen sowie Abfindungen für ausscheidende Mitarbeiter.
Den Rückstellungen für Boni liegen die jeweiligen Vertragsvereinbarungen sowie die entsprechenden Jahresumsätze zugrunde.
Gewährleistungsrückstellungen betreffen anfallende Garantie- und Kulanzkosten bezogen auf den erzielten Umsatz des Berichtsjahres.
Rückstellungen für die Beiträge zur Berufsgenossenschaft wurden auf der Grundlage der entsprechenden Lohnnachweise unter Berücksichtigung der Beitragssätze des Vorjahres gebildet.
12. Finanzverbindlichkeiten
| 31.12.2012 T€ |
31.12.2011 T€ |
|
|---|---|---|
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 16.726 | 17.553 |
| · davon Restlaufzeit > 5 Jahre | 180 | 577 |
| Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing | 261 | 709 |
| · davon Restlaufzeit > 5 Jahre | 0 | 0 |
| Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten | 139 | 184 |
| · davon Restlaufzeit > 5 Jahre | 0 | 32 |
| Langfristige Finanzverbindlichkeiten | 17.126 | 18.446 |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 5.564 | 5.093 |
| Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing | 448 | 519 |
| Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten | 44 | 44 |
| Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten | 6.056 | 5.656 |
| Summe Finanzverbindlichkeiten | 23.182 | 24.102 |
Die Finanzverbindlichkeiten zum 31. Dezember 2012 setzten sich zusammen aus:
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
Nach Fristigkeiten verteilen sich die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten wie folgt:
| 31.12.2012 T€ |
31.12.2011 T€ |
|
|---|---|---|
| Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit bis zu 1 Jahr | 5.564 | 5.093 |
| Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit zwischen 1 und 5 Jahren | 16.546 | 16.976 |
| Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als 5 Jahren | 180 | 577 |
| Gesamt Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 22.290 | 22.646 |
Die beizulegenden Zeitwerte der Finanzverbindlichkeiten entsprechen näherungsweise den angegebenen Buchwerten.
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind insgesamt in Höhe von 19.956 TEuro (Vorjahr: 19.901 TEuro) gesichert. Davon entfallen 4.884 TEuro auf Grundschulden, 5.523 TEuro auf übrige langfristige Vermögenswerte, 7.146 TEuro auf Vorräte und 2.411 TEuro auf kurzfristige Forderungen.
Der Marktwert der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten entspricht den angegebenen Buchwerten.
Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten wurden im Euro-Raum in Abhängigkeit von Fristigkeit und Finanzierungszweck mit Zinssätzen zwischen 2,4 Prozent und 8,2 Prozent (Vorjahr: zwischen 2,8 Prozent und 9,6 Prozent p. a.) verzinst. Darüber hinaus bestanden Fremdwährungsverbindlichkeiten in US-Dollar, die mit rund 7,2 Prozent p. a. verzinst wurden.
Zum 31. Dezember 2012 bestanden Banklinien (Barkreditlinien) von 8.493 TEuro. Hiervon ungenutzt waren Banklinien in Höhe von 3.917 TEuro. Zusätzliche Avallinien für Vertragserfüllungen, Anzahlungen und Gewährleistungen wurden in 2012 nicht genutzt.
Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing
Die zeitliche Verteilung künftiger Zahlungen aus Finanzierungsleasing-Verträgen ist folgender Tabelle zu entnehmen:
| bis 1 Jahr | 2 – 5 Jahre | über 5 Jahre |
|
|---|---|---|---|
| T€ | T€ | T€ | |
| Künftige finanzielle Verpflichtungen (einschließlich Zinsen) |
479 | 267 | 0 |
| Barwert der künftigen finanziellen Verpflichtungen (Tilgungsanteil) |
448 | 261 | 0 |
Die wesentlichen Leasingverhältnisse beinhalten Leasingverträge über Grundstücke und Gebäude. Der Barwert der Mindestleasingzahlungen zum 31. Dezember 2012 aus Leasingverträgen über Grundstücke und Gebäude betrug 709 TEuro (Vorjahr: 1.131 TEuro) sowie über Betriebs- und Geschäftsausstattung 0 TEuro (Vorjahr: 97 TEuro).
Da den Leasingverhältnissen konstante Zinssätze zugrunde liegen, können die beizulegenden Zeitwerte der Leasingverpflichtungen zinsbedingten Risiken unterliegen. Alle Leasingverhältnisse beinhalten vertraglich fest vereinbarte Raten.
Der beizulegende Zeitwert der Leasingverbindlichkeiten entspricht näherungsweise den angegebenen Buchwerten.
Die Leasingverbindlichkeiten sind effektiv besichert, da die Rechte am Leasingobjekt bei Vertragsverletzungen auf den Leasinggeber zurückfallen.
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten
Unter dem Posten "Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten" wird der Ausgleichsbetrag für den Austritt der amerikanischen Gesellschaften aus dem Tarifvertrag ausgewiesen.
13. Ertragsteuerverbindlichkeiten
Die Ertragsteuerverbindlichkeiten betreffen laufende Steuern und bestehen zum Bilanzstichtag in Höhe von 409 TEuro (Vorjahr: 1.042 TEuro).
14. Sonstige Verbindlichkeiten
Die Details der sonstigen Verbindlichkeiten ergeben sich aus der nachfolgenden Tabelle:
| 31.12.2012 T€ |
31.12.2011 T€ |
|
|---|---|---|
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 1.717 | 1.498 |
| Übrige Verbindlichkeiten | 2.432 | 3.254 |
| Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen | 95 | 79 |
| Schulden in direktem Zusammenhang mit zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerten |
447 | 482 |
| Gesamt sonstige Verbindlichkeiten | 4.691 | 5.313 |
Die übrigen Verbindlichkeiten beinhalten folgende Positionen:
| 31.12.2012 T€ |
31.12.2011 T€ |
|
|---|---|---|
| Rechnungsabgrenzungen | 1.659 | 1.811 |
| Verbindlichkeiten aus Steuern | 331 | 930 |
| Sozialversicherung | 127 | 106 |
| Verbindlichkeiten gegenüber Mitarbeitern | 116 | 82 |
| Ausgleichsabgabe | 40 | 0 |
| Bürgschaftsentgelt Konsortialkreditvertrag | 28 | 40 |
| kreditorische Debitoren | 24 | 25 |
| Verbindlichkeiten aus Kundenboni | 20 | 70 |
| Verbindlichkeiten gegenüber Stromversorgern | 0 | 81 |
| Übrige | 87 | 109 |
| Gesamt | 2.432 | 3.254 |
Die Rechnungsabgrenzungen enthalten fast ausschließlich Zuwendungen der öffentlichen Hand, die der Investitionsförderung dienen.
Folgende Beträge wurden jeweils per 31.12. passiviert:
| 31.12.2012 T€ |
31.12.2011 T€ |
|
|---|---|---|
| Zuschüsse | 1.024 | 1.119 |
| Zulagen | 635 | 692 |
| Gesamt | 1.659 | 1.811 |
Ertragswirksam aufgelöst wurde in den einzelnen Jahren wie folgt:
| 31.12.2012 T€ |
31.12.2011 T€ |
|
|---|---|---|
| Auflösung Zuschüsse | 95 | 106 |
| Auflösung Zulagen | 91 | 111 |
| Gesamt | 186 | 217 |
Die vereinnahmten Zuschüsse betreffen im Wesentlichen Zuschüsse zur Erweiterung von Betriebsstätten und für technische Anlagen und Maschinen in den Jahren 1995 bis 2011. Die Zulagen wurden für die Anschaffung von Maschinen sowie Betriebs- und Geschäftsausstattung gewährt. Notwendige Verwendungsnachweise sind in vollem Umfang erbracht.
Der Posten "Übrige Verbindlichkeiten" enthält Verbindlichkeiten in Höhe von 1.489 TEuro (Vorjahr: 1.629 TEuro), die erst ein Jahr nach dem Bilanzstichtag fällig werden.
Die Position "Schulden in direktem Zusammenhang mit zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerten" beinhaltet die Schulden der nicht mehr fortgeführten Geschäftsbereiche. Auf die Ausführungen unter Abschnitt 5 "Sonstige Vermögenswerte" wird verwiesen.
15. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
Zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2012 bestanden folgende Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen:
| 31.12.2012 T€ |
31.12.2011 T€ |
|
|---|---|---|
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 1.717 | 1.498 |
Die beizulegenden Zeitwerte entsprechen den ausgewiesenen Buchwerten. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind in Höhe von 1.717 TEuro (Vorjahr: 1.498 TEuro) innerhalb eines Jahres fällig.
16. Derivative Finanzinstrumente
Zur Absicherung gegen variierende Zinszahlungen aus variabel verzinslichen Darlehen hat die Masterflex SE in 2010 ein derivatives Finanzinstrument (Zins-Cap) abgeschlossen. Der Ausweis erfolgt unter der Position Sonstige finanzielle Vermögenswerte auf Basis aktueller Marktkonditionen zum Bilanzstichtag. Die Veränderung des beizulegenden Zeitwertes in Höhe von 66 TEuro wird erfolgswirksam im Zinsergebnis erfasst.
| Derivative Finanz instrumente |
Bewertungs Kategorie nach IAS 39 |
Historische Anschaffungs kosten T€ |
Beizulegender Zeitwert (FV) T€ 31.12.2012 |
Beizulegender Zeitwert (FV) T€ 31.12.2011 |
|---|---|---|---|---|
| Derivate ohne Hedge Beziehung |
held-for-trading | 418 | 2 | 68 |
Erläuterungen zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung
Im April 2011 veräußerte der Konzern seine Beteiligungen an der Clean Air Bike GmbH, Berlin, und an der Velodrive GmbH, Herten. Das Management verpflichtete sich zur Veräußerung der Gesellschaften, nachdem eine strategische Entscheidung getroffen worden war, sich verstärkt auf das weltweit erfolgreiche Kerngeschäft mit Hightech-Schläuchen und Verbindungssystemen zu konzentrieren.
Die Position "Ergebnis nach Steuern aus aufgegebenen Geschäftsbereichen" stellt die Aufwendungen der in Abwicklung befindlichen Gesellschaften dar:
- SURPRO Verwaltungsgesellschaft mbH
- Masterflex Entwicklungs GmbH (vormals Masterflex Mobility GmbH)
- Masterflex Vertriebs GmbH (vormals Masterflex Brennstoffzellentechnik GmbH).
17. Umsatzerlöse
Die Umsatzerlöse setzen sich wie folgt zusammen:
| 2012 T€ |
2011 T€ |
|
|---|---|---|
| Summenumsatz | 58.683 | 56.249 |
| Eliminierung von Umsätzen im Konsolidierungskreis | 3.699 | 3.250 |
| Gesamt | 54.984 | 52.999 |
18. Sonstige betriebliche Erträge
Die sonstigen betrieblichen Erträge betragen für den Konzern:
| 2012 T€ |
2011 T€ |
|---|---|
| 1.626 | 1.518 |
Die sonstigen betrieblichen Erträge gliedern sich wie folgt auf:
| 2012 T€ |
2011 T€ |
|
|---|---|---|
| Zuschreibung von Grundstücken | 558 | 0 |
| Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen | 517 | 517 |
| Erlöse aus nicht betriebstypischen Nebenumsätzen | 134 | 173 |
| Zuschüsse | 95 | 115 |
| Zulagen | 91 | 111 |
| Entschädigungen | 68 | 56 |
| Kursgewinne aus Währungsumrechnungen | 48 | 2 |
| Rückvergütungen und Gutschriften | 38 | 67 |
| Erträge aus Herabsetzung der Pauschalwertberichtigung | 31 | 0 |
| Andere periodenfremde Erträge | 7 | 356 |
| Erträge aus der Herabsetzung von Einzelwertberichtigungen | 4 | 15 |
| Gewinne aus Anlagenverkäufen | 3 | 26 |
| Buchgewinne aus dem Verkauf von Wertpapieren | 0 | 55 |
| Übrige | 32 | 25 |
| Gesamt | 1.626 | 1.518 |
92 Konzernanhang
Die Zuschreibungen von Grundstücken betreffen in Höhe von 498 TEuro ein Betriebsgrundstück in Tschechien, das im Jahr 2008 wertberichtigt wurde.
19. Materialaufwand
Der Materialaufwand setzt sich wie folgt zusammen:
| 2012 T€ |
2011 T€ |
|
|---|---|---|
| Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe | 17.453 | 16.581 |
| Aufwendungen für bezogene Leistungen | 345 | 421 |
| Gesamt | 17.798 | 17.002 |
20. Sonstige Aufwendungen
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen betragen für den Konzern:
| 2012 T€ |
2011 T€ |
|---|---|
| 9.634 | 9.776 |
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen gliedern sich wie folgt auf:
| 2012 T€ |
2011 T€ |
|
|---|---|---|
| Vertriebskosten | 3.792 | 3.528 |
| Verwaltungskosten | 2.063 | 2.314 |
| Betriebskosten | 1.588 | 1.545 |
| Raumkosten | 1.481 | 1.483 |
| Versicherungen | 298 | 261 |
| Aufwendungen aus Kursdifferenzen | 48 | 44 |
| Aufwand für Wertberichtigungen | 30 | 26 |
| Forderungsabschreibungen | 24 | 75 |
| Aufwand für Gewährleistungen | 22 | 9 |
| Aufwendungen aus Anlageverkäufen | 13 | 157 |
| Sonstige | 37 | 111 |
| Sonstige Steuern | 238 | 223 |
| Gesamt | 9.634 | 9.776 |
21. Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen
Die aktivierungsfähigen Entwicklungskosten wurden im Posten Immaterielle Vermögenswerte erfasst. Die Forschungs- und nicht aktivierungsfähigen Entwicklungskosten wurden im Zeitpunkt ihrer Entstehung als Aufwand erfasst. Im Geschäftsjahr 2012 sind Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen in Höhe von 197 TEuro (Vorjahr 217 TEuro) entstanden.
22. Personalaufwand
Der Personalaufwand erhöhte sich im Jahr 2012 um 2.037 TEuro auf 20.069 TEuro (Vorjahr: 18.032 TEuro). Im Personalaufwand sind Löhne und Gehälter in Höhe von 16.615 TEuro (Vorjahr: 15.043 TEuro) sowie soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung mit 3.454 TEuro (Vorjahr: 2.989 TEuro) enthalten.
23. Wertminderungen von Vermögenswerten
Gemäß des IFRS 3 (Business Combinations) und der in diesem Zusammenhang überarbeiteten Standards IAS 36 (Impairment of Assets) und IAS 38 (Intangible Assests) unterliegen Geschäfts- und Firmenwerte und selbst erstellte immaterielle Vermögenswerte, deren Herstellung noch nicht abgeschlossen ist, regelmäßigen Werthaltigkeitsprüfungen.
Hierbei werden Geschäfts- oder Firmenwerte und selbst erstellte immaterielle Vermögenswerte, deren Herstellung noch nicht abgeschlossen ist, jährlich auf eine mögliche Wertminderung geprüft. Falls sich Ereignisse oder veränderte Umstände ergeben, die auf eine mögliche Wertminderung hindeuten, ist die Werthaltigkeitsprüfung auch häufiger durchzuführen.
Im Rahmen der Überprüfung der Werthaltigkeit werden in der Masterflex-Gruppe die Restbuchwerte der einzelnen zahlungsmittelgenerierenden Einheiten ("Cash Generating Unit") mit ihrem jeweiligen erzielbaren Betrag ("recoverable amount"), d. h., dem höheren Wert aus Nettoveräußerungspreis ("fair value less costs to sell") und seinem Nutzungswert ("value in use"), verglichen.
In den Fällen, in denen der Buchwert der Cash Generating Unit höher als sein erzielbarer Betrag ist, liegt in der Höhe der Differenz ein Abwertungsverlust ("impairment loss") vor.
Der erzielbare Betrag wird durch die Ermittlung des Nutzwertes mittels der Discounted-Cash Flow-Methode bestimmt. Die Cash Flows zur Bestimmung der Nutzungswerte wurden auf der Grundlage der Mittelfristplanung des Managements ermittelt. Diese Planungen beruhen auf Erfahrungen der Vergangenheit sowie auf Erwartungen über die zukünftige Marktentwicklung unter Berücksichtigung von bereits initiierten strategischen und operativen Maßnahmen zur Geschäftsfeldsteuerung. Der Zeitraum für den Detail-Planungshorizont beträgt in der Regel 5 Jahre.
Die Kapitalkosten werden als gewichteter Durchschnitt der Eigen- und Fremdkapitalkosten berechnet (WACC = Weighted Average Cost of Capital). Der für die Cash Flow-Prognose angewandte Abzinsungssatz basiert auf einem Basiszinssatz von 4,25 Prozent zuzüglich eines Risikozuschlages. Der gewichtete durchschnittliche Kapitalkostensatz, der sog. WACC, vor Steuern, der zur Diskontierung der Cash Flows angewandt wurde, beträgt zwischen 6,25 und 6,79 Prozent. Der WACC berücksichtigt die Daten des deutschen Finanzmarktes, langfristige deutsche Staatsanleihen und die effektive Finanzierung des Konzerns. In der ewigen Rente wurde mit einem Wachstumsabschlag von 1 Prozent gerechnet.
Aus den in Vorjahren getätigten Akquisitionen von Tochterunternehmen bzw. durch sukzessiven Anteilserwerb und Unternehmensverkäufen resultieren folgende Geschäfts- oder Firmenwerte:
| T€ | |
|---|---|
| Novoplast Schlauchtechnik GmbH | 462 |
| Flexmaster U. S. A, Inc. | 1.488 |
| Fleima -Plastic GmbH |
1.075 |
| Matzen & Timm GmbH | 233 |
| Gesamt | 3.258 |
24. Finanzergebnis
Das Finanzergebnis setzt sich wie folgt zusammen:
| 2012 T€ |
2011 T€ |
|
|---|---|---|
| Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge | 64 | 240 |
| Abschreibungen auf Finanzanlagen | –29 | –4 |
| Zinsen und ähnliche Aufwendungen | –1.602 | –2.474 |
| Gesamt | –1.567 | –2.238 |
Die Zinserträge resultieren aus dem kurzfristigen Bereich. Die Zinsaufwendungen beinhalten auch Zinsen aus Leasinggeschäften, die nach IAS 17 als Finanzierungsleasing zu bilanzieren sind.
25. Nicht operative Effekte
| 2012 T€ |
|
|---|---|
| Fortgeführte Geschäftsbereiche | |
| Beratungsleistungen (laufender Aufwand) | –187 |
| Gesamt fortgeführte Geschäftsbereiche | –187 |
| Gesamt | –187 |
| 2011 T€ |
|
|---|---|
| Fortgeführte Geschäftsbereiche | |
| Ertrag aus Schadenersatzansprüchen gegenüber einem Kreditinstitut | 910 |
| Gesamt fortgeführte Geschäftsbereiche | 910 |
| Aufgegebene Geschäftsbereiche | |
| Auflösung Verbindlichkeit auf erwarteten Veräußerungsverlust Mobility | 864 |
| Gesamt | 1.774 |
Die nicht operativen Effekte beinhalten Aufwendungen, die im Zusammenhang mit der formwechselnden Umwandlung der Masterflex SE in eine Europäische Aktiengesellschaft (Societas Europaea, SE) entstanden sind. Im Interesse der Klarheit wurden diese Aufwendungen aus der Position "Sonstige Aufwendungen" eliminiert und in einer Einzelposition in der Gewinn- und Verlustrechnung dargestellt.
Die Aufwendungen waren mit ca. –187 TEuro (Vorjahr: Erträge in Höhe von 910 TEuro) in fortgeführten Geschäftsbereichen liquiditätswirksam.
26. Ertragsteueraufwand
Der Ertragsteueraufwand in der Gewinn- und Verlustrechnung setzt sich wie folgt zusammen:
| 2012 T€ |
2011 T€ |
|
|---|---|---|
| Ertragsteueraufwand | –1.212 | –1.571 |
| Latente Steuern | ||
| aus zeitlichen Unterschieden | 142 | –127 |
| aus Verlustvorträgen | 172 | –217 |
| Latente Steuern gesamt | 314 | –344 |
| Gesamt Ertragsteueraufwand | –898 | –1.915 |
Die nachfolgende Überleitung der Ertragsteuern für das Geschäftsjahr 2012 geht von dem Gesamtsteuersatz von 30,0 Prozent (Vorjahr: 30,0 Prozent) aus und leitet auf den effektiven Steuersatz von 15,47 Prozent über:
| 2012 T€ |
2011 T€ |
|
|---|---|---|
| Ergebnis vor Ertragsteuern | 5.802 | 6.171 |
| Erwarteter Steueraufwand 30,0 Prozent | –1.741 | –1.851 |
| Erstmaliger Ansatz bisher nicht angesetzter aktiver latenter Steuern auf Verlustvorträge bzw. Nutzung von Verlustvorträgen im Geschäftsjahr 2012 |
963 | 0 |
| Steuernachzahlungen Vorjahre | –149 | 0 |
| Auswirkungen nicht abzugsfähiger Aufwendungen und steuerfreier Erträge |
–26 | –17 |
| Sonstige | 55 | –47 |
| Gesamt Steueraufwand | –898 | –1.915 |
Die Ausgangsgröße (Ergebnis vor Ertragsteuern) entspricht dem Konzernüberschuss zuzüglich der Steuern vom Einkommen und vom Ertrag bzw. latenten Steuern laut Gewinn- und Verlustrechnung. Der Posten "Sonstige" umfasst unter anderem die Auswirkungen abweichender ausländischer Steuersätze.
| 31.12.2012 | 31.12.2011 | |||
|---|---|---|---|---|
| Aktive latente Steuern |
Passive latente Steuern |
Aktive latente Steuern |
Passive latente Steuern |
|
| Verlustvorträge | 5.837 | 0 | 5.665 | 0 |
| Anlagevermögen | 748 | 1.925 | 655 | 1.915 |
| Vorräte | 0 | 144 | 0 | 0 |
| Forderungen | 52 | 0 | 72 | 0 |
| Sonstige Vermögenswerte | 16 | 0 | 20 | 0 |
| Übrige Rückstellungen | 0 | 0 | 21 | 0 |
| Verbindlichkeiten | 510 | 0 | 692 | 0 |
| vor Saldierung | 7.163 | 2.069 | 7.125 | 1.915 |
| davon langfristig | 6.132 | 1.733 | 5.890 | 1.915 |
| Saldierung | –1.231 | –1.231 | –1.484 | –1.484 |
| Konzernbilanz | 5.932 | 838 | 5.641 | 431 |
Die latenten Steuerabgrenzungen resultieren aus den einzelnen Bilanzposten wie folgt:
Aktivische und passivische latente Steuern werden saldiert, wenn ein einklagbares Recht auf Aufrechnung tatsächlicher Steuererstattungsansprüche gegen tatsächliche Steuerschulden besteht und wenn die latenten Steuern sich auf Ertragsteuern beziehen, die von der gleichen Steuerbehörde erhoben werden.
Die Werthaltigkeit der aktiven latenten Steuern auf Verlustvorträge wurde mit einer Fünfjahresplanung unter Berücksichtigung der Mindestbesteuerung überprüft. Die Werthaltigkeit ist insbesondere wegen der abgeschlossenen Restrukturierung und der auf Basis einer Mittelfristplanung abgeleiteten positiven Ergebniserwartung gegeben. Teile der Verlustvorträge sind zudem durch außerordentliche Aufwendungen im Zusammenhang mit der Refinanzierung und der Kapitalerhöhung entstanden. Die Realisierung dieser Verlustvorträge ist mit ausreichender Sicherheit gewährleistet.
Zum 31. Dezember 2012 hat die Masterflex aktive latente Steuern in Höhe von 5.837 TEuro (Vorjahr: 5.665 TEuro) auf steuerliche Verlustvorträge angesetzt.
Für ausländische Gesellschaften variieren die Steuersätze zwischen 19 Prozent und 34 Prozent.
Auf steuerliche Verlustvorträge in Höhe von 3.988 TEuro (Vorjahr: 6.281 TEuro) wurden keine aktive latente Steuern gebildet, da deren Nutzung nicht hinreichend sicher ist. Die Verlustvorträge der deutschen Gesellschaften können zeitlich unbegrenzt vorgetragen werden. Die Nutzung der Verlustvorträge ausländischer Gesellschaften ist in der Regel zeitlich begrenzt.
Auf das sonstige Ergebnis entfallen Steuern in Höhe von –13 TEuro (Vorjahr: –4 TEuro), die auf Kursdifferenzen nach IAS 21 entfallen und direkt dem Eigenkapital belastet bzw. gutgeschrieben wurden.
27. Aufgegebene Geschäftsbereiche
Die in der Gewinn- und Verlustrechnung erfassten Ergebniskomponenten des aufgegebenen Geschäftsbereichs sind nachstehend aufgeführt. Die Vergleichsangaben hinsichtlich der Ergebnisse sowie der Zahlungsströme aus aufgegebenen Geschäftsbereichen wurden angepasst, um die in der laufenden Geschäftsperiode
als aufgegeben klassifizierte Geschäftsbereiche zu berücksichtigen. Die Vorjahresangaben beziehen sich auf die veräußerten Beteiligungen an der Clean Air Bike GmbH, Berlin, und an der Velodrive GmbH, Herten.
| 2012 T€ |
2011 T€ |
|
|---|---|---|
| Ergebnis aus aufgegebenen Geschäftsbereichen | ||
| Umsatzerlöse | 0 | 565 |
| Erhöhung/Minderung des Bestands an fertigen Erzeugnissen | 0 | -5 |
| Andere aktivierte Eigenleistungen | 0 | 60 |
| Sonstige betriebliche Erträge | 0 | 724 |
| 0 | 1.344 | |
| Materialaufwand | 0 | –497 |
| Übrige Aufwendungen | –262 | –1.820 |
| Ergebnis vor Steuern und nicht operativen Aufwendungen | –262 | –973 |
| zurechenbarer Ertragssteueraufwand | 0 | –5 |
| Ergebnis nach Steuern aus aufgegebenen Geschäftsbereichen | –262 | –978 |
| Auflösung Verbindlichkeit auf erwarteten Veräußerungsverlust Mobility |
0 | 864 |
| Nicht operative Erträge/Aufwendungen gesamt | 0 | 864 |
| Zahlungsströme aus aufgegebenen Geschäftsbereichen | ||
| Nettozahlungsströme aus betrieblicher Tätigkeit | –123 | –114 |
| Nettozahlungsströme aus Investitionstätigkeit | 0 | 50 |
Nettozahlungsströme aus Finanzierungstätigkeit 0 0 Nettozahlungsströme gesamt –123 –64
28. Ergebnis je Aktie
Das Ergebnis je Aktie errechnet sich wie folgt:
| Fortgeführte Geschäftsbereiche |
Aufgegebene Geschäftsbereiche |
Fortgeführte und aufgegebene Geschäftsbereiche |
|
|---|---|---|---|
| Ergebnis des Geschäftsjahres 2012 (T€) |
4.705 | –262 | 4.443 |
| Gewogener Durchschnitt der ausgegebenen Aktien |
8.865.874 | 8.865.874 | 8.865.874 |
| Ergebnis je Aktie (€) | 0,53 | –0,03 | 0,50 |
| Fortgeführte Geschäftsbereiche |
Aufgegebene Geschäftsbereiche |
Fortgeführte und aufgegebene Geschäftsbereiche |
|
|---|---|---|---|
| Ergebnis des Geschäftsjahres 2011 (T€) |
3.997 | –114 | 3.883 |
| Gewogener Durchschnitt der ausgegebenen Aktien |
8.865.874 | 8.865.874 | 8.865.874 |
| Ergebnis je Aktie (€) | 0,45 | –0,01 | 0,44 |
Sowohl für das Geschäftsjahr 2012 als auch für das Vorjahr ergeben sich keine verwässernden Effekte.
29. Ergebnisverwendung
Der handelsrechtliche Jahresabschluss der Masterflex SE weist zum 31. Dezember 2012 einen Bilanzverlust von 12.240 TEuro aus. Vorstand und Aufsichtsrat schlagen vor, das Ergebnis auf neue Rechnung vorzutragen.
Zum 31. Dezember 2012 bestehen bei der Masterflex SE ausschüttungsgesperrte Beträge in Höhe von insgesamt 5.930 TEuro, die in Höhe von 5.837 TEuro auf aktive latente Steuern und in Höhe von 93 TEuro auf die Aktivierung von Entwicklungskosten entfallen.
30. Finanzrisikomanagement
Neben Erkennung, Bewertung und Überwachung von Risiken in der Abwicklung des operativen Geschäfts und insbesondere aus den daraus resultierenden Finanztransaktionen werden die Risiken durch den Vorstand in enger Zusammenarbeit mit den Gesellschaften des Konzerns gesteuert. Besonderes Augenmerk liegt dabei auf der Absicherung bestimmter Risiken, wie Währungs-, Zinsänderungs-, Preis-, Ausfallund Liquiditätsrisiken.
Neben den originären Finanzinstrumenten können verschiedene derivative Finanzinstrumente eingesetzt werden, darunter Devisentermingeschäfte und Zinsswaps. Der Einsatz derivativer Finanzinstrumente erfolgt ausschließlich zur Absicherung bestehender oder geplanter Grundgeschäfte und dient der Reduzierung von Fremdwährungs-, Zins- und Rohstoffpreisrisiken und erfolgt im Einzelfall in Abstimmung mit dem Vorstand der Masterflex SE.
Management von Währungsrisiken
Die Internationalität der Geschäftstätigkeit des Konzerns bringt Zahlungsströme in verschiedenen Währungen, insbesondere in US-Dollar, mit sich. Zu den Fremdwährungspositionen zählen Währungsrisiken aus hochwahrscheinlichen künftigen Geschäftstransaktionen, Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten sowie aus fest kontrahierten Ein- bzw. Verkaufsverträgen in Fremdwährung. Bei Aufträgen in Schwellenländern wird in der Regel in US-Dollar oder Euro fakturiert.
Die Sensitivitätsanalyse auf Basis der ausstehenden auf US-Dollar lautenden monetären Positionen unter Zugrundelegung einer zehnprozentigen Änderung des US-Dollars gegenüber dem Euro hat keine wesentlichen Auswirkungen auf das Eigenkapital und das Jahresergebnis ergeben.
Management von Zinsänderungsrisiken
Aufgrund der internationalen Ausrichtung unserer Geschäftsaktivitäten erfolgt die Liquiditätsbeschaffung und -anlage der Masterflex an den internationalen Geld- und Kapitalmärkten in verschiedenen Währungen.
Die hieraus resultierenden Finanzverbindlichkeiten sowie Geldanlagen sind teilweise einem Zinsänderungsrisiko ausgesetzt. Dabei können zur Absicherung des Zinsrisikos fallweise derivative Finanzinstrumente mit dem Ziel eingesetzt werden, die Zinsvolatilitäten und Finanzierungskosten der zugrunde liegenden Grundgeschäfte zu minimieren.
Die Sensitivitätsanalyse wurde anhand des Zinsrisiko-Exposures zum Bilanzstichtag bestimmt. Für variabel verzinsliche Verbindlichkeiten wird die Analyse unter der Annahme erstellt, dass der Betrag der ausstehenden Verbindlichkeit zum Bilanzstichtag für das gesamte Jahr ausstehend war.
Die Sensitivitätsanalyse führt unter Zugrundelegung einer Schwankung des Zinssatzes um 100 Basispunkte zu einem Mehr-/Minderzahlungsmittelabfluss in Höhe von ca. 217 TEuro.
Management von Ausfallrisiken
Die Risiken der Kundenforderungen werden in der Masterflex dezentral überwacht, bewertet und der Ausfall teilweise auch durch Einsatz von Warenkreditversicherungen begrenzt.
Zum Bilanzstichtag bestehen gegenüber einer großen Anzahl von in- und ausländischen Kunden aus unterschiedlichen Branchen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Ein Ausfallrisiko bestand nur in zu vernachlässigender Größe.
Das Risikomanagement von Ausleihungen an Tochterunternehmen sowie von Beteiligungen erfolgt über ein konzernweites Controlling-System mit voll konsolidierten Planungsrechnungen, monatlichen Konzernabschlüssen und regelmäßigen Besprechungen des Geschäftsverlaufs.
Das maximale Ausfallrisiko ergibt sich durch die Buchwerte der in der Bilanz angesetzten Finanzforderungen.
Management von Liquiditätsrisiken
Das Konzern-Liquiditätsmanagement zur Reduzierung von Liquiditätsrisiken beinhaltet die Bestandssicherung von flüssigen Mitteln, die Verfügbarkeit ausreichender Kreditlinien sowie die Fähigkeit zur Glattstellung von Marktpositionen.
Die Tabelle zeigt die vertraglich vereinbarten Tilgungen der finanziellen Verbindlichkeiten:
| 2012 T€ |
Buch wert |
2013 | 2014 | 2015 | 2016 | 2017 | >_ 2018 |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen |
1.717 | 1.717 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten |
22.290 | 5.564 | 2.326 | 13.272 | 648 | 300 | 180 |
| Verbindlichkeiten aus Finanzierungs leasing |
709 | 448 | 261 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 773 | 773 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten | 183 | 44 | 34 | 37 | 39 | 29 | 0 |
| Summe | 25.672 | 8.546 | 2.621 | 13.309 | 687 | 329 | 180 |
| 2011 T€ |
Buch wert |
2012 | 2013 | 2014 | 2015 | 2016 | ≥ 2017 |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen |
1.498 | 1.498 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten |
22.646 | 5.093 | 901 | 2.303 | 13.126 | 646 | 577 |
| Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing |
1.228 | 519 | 448 | 261 | 0 | 0 | 0 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 1.443 | 1.443 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten | 228 | 44 | 34 | 37 | 39 | 42 | 32 |
| Summe | 27.044 | 8.597 | 1.383 | 2.601 | 13.165 | 688 | 609 |
Die Tabelle enthält nur die bis zum Stichtag vertraglich vereinbarten Zahlungen aus den finanziellen Verbindlichkeiten ohne Planzahlen für künftige neue Verbindlichkeiten. Jederzeit rückzahlbare finanzielle Verbindlichkeiten werden als innerhalb eines Jahres fällig dargestellt. Die Zahlungen aus den operativen Leasingverhältnissen werden unter den sonstigen finanziellen Verpflichtungen ausgewiesen.
Die unter den "Sonstigen Verbindlichkeiten" ausgewiesenen Rechnungsabgrenzungen in Höhe von 1.659 TEuro (im Vorjahr: 1.811 TEuro) sind zahlungsunwirksam. Aufgrund dessen wird die Auflösung in der Tabelle nicht dargestellt.
31. Sonstige finanzielle Verpflichtungen
Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen zum 31. Dezember 2012 setzen sich aus Verpflichtungen aus Leasingverhältnissen und aus sonstigen Verpflichtungen zusammen.
a) Leasingverpflichtungen
Hinsichtlich der finanziellen Verpflichtungen aus Finanzierungsleasing-Verhältnissen wird auf die Ausführungen in Abschnitt 12 verwiesen.
Sonstige finanzielle Verpflichtungen bestehen für die Folgejahre aufgrund von Operating-Leasingverhältnissen wie folgt:
| 2013 T€ |
2014–2017 T€ |
2018 T€ |
|
|---|---|---|---|
| Nominale Summe der künftigen | 209 | 327 | 0 |
| Mindestleasingzahlungen |
Die Verpflichtungen aus Operating Leasing betreffen überwiegend die Betriebs- und Geschäftsausstattung. Die als Aufwand erfassten Zahlungen beliefen sich auf 564 TEuro (Vorjahr: 368 TEuro).
b) Sonstige Verpflichtungen
Sämtliche auf einzelgesellschaftlicher Ebene bestehenden Haftungsverhältnisse sind in der Konzernbilanz als Verbindlichkeiten passiviert.
32. Segmentberichterstattung
Der Masterflex-Konzern wird als Ein-Segment-Unternehmen gesteuert. Die Steuerung erfolgt anhand der Informationen, die der Gesamtvorstand, als chief operating decision maker, zur Performance-Messung und Ressourcenallokation für die ganze Masterflex-Gruppe bekommt (sog. "Management Approach").
Infolge der Umsetzung der Konzernstrategie und die damit verbundene Konzentration auf das Kerngeschäftsfeld Hightech-Schlauchsysteme (HTS) wird die SURPRO Verwaltungsgesellschaft mbH, die Masterflex Entwicklungs GmbH und die Masterflex Vertriebs GmbH, einheitlich unter der Rubrik "Aufgegebene Geschäftsbereiche" dargestellt. Die Masterflex SE weist damit ein operatives Segment, das Kerngeschäftsfeld (HTS), aus. In Übereinstimmung mit IFRS 8.28 wird zusätzlich die Überleitungsspalte für Konzern-/Holdingaufwendungen sowie außerordentliche Aufwendungen dargestellt.
Im Segment Hightech-Schlauchsysteme (HTS), welches das Kerngeschäft des Masterflex-Konzerns darstellt, steht die Entwicklung und Herstellung technisch anspruchsvoller Hightech-Schlauchsysteme, Formteile und Spritzgusselemente aus innovativen Spezialkunststoffen für industrielle und medizinische Anwendungen im Mittelpunkt der Aktivitäten. Die Produkte dieses Segmentes finden in den unterschiedlichsten Industriebereichen, wie z. B. der chemischen Industrie, der Nahrungsmittelindustrie, im Automobilbau oder in der Medizintechnik Anwendung.
Das Segment wird sowohl umsatz- als auch ergebnisseitig gesteuert. Als zentrale Steuerungskennzahl dient im Masterflex-Konzern der Gewinn vor Zinsen und Steuern (Ebit), der 2011 und 2012 um nicht operative Effekte bereinigt wurde.
Die intersegmentären Umsätze wurden zu marktüblichen Verrechnungspreisen abgewickelt ("arm's length-Prinzip").
Das Segmentvermögen enthält die operativen Vermögenswerte der einzelnen Segmente wie Sachanlagen, Immaterielle Vermögenswerte inkl. des Geschäftsoder Firmenwertes, Vorräte, Forderungen, sonstige Vermögenswerte und Barmittel. Steuerforderungen, aktive latente Steuern und Finanzanlagevermögen sind nicht Teil des jeweiligen Segmentvermögens.
Laut IFRS 8 sind Segmentschulden nur dann in die Segmentberichterstattung einzubeziehen, wenn diese regelmäßig zur Unternehmensteuerung eingesetzt und berichtet werden. Die Masterflex SE setzt diese Kennzahl nicht ein, daher unterbleibt der Ausweis.
Die Spalte Überleitung enthält Beträge, die sich aus der unterschiedlichen Definition von Inhalten der Segmentposten im Vergleich zu den dazugehörigen Konzernposten sowie aus Konzernaufwendungen ergeben.
| 2012 | HTS | Summe fort geführte GB |
Überleitung | Nicht fort geführte GB |
Konzern |
|---|---|---|---|---|---|
| T€ | T€ | T€ | T€ | T€ | |
| Umsatzerlöse mit konzern fremden Dritten |
54.984 | 54.984 | 0 | 0 | 54.984 |
| Umsatzerlöse mit anderen fortgeführten Unternehmens bereichen |
0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Summe Umsatzerlöse | 54.984 | 54.984 | 0 | 0 | 54.984 |
| Ebit | 9.324 | 9.324 | –1.955 | –152 | 7.217 |
| Ebit (bereinigt) | 9.511 | 9.511 | –1.955 | –152 | 7.404 |
| Investitionen in Sachanlage vermögen und immaterielle Vermögenswerte |
2.575 | 2.575 | 0 | 0 | 2.575 |
| Planmäßige Abschreibungen | 2.615 | 2.616 | 0 | 0 | 2.615 |
| Wertberichtigungen | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Goodwill-Abschreibungen | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Vermögen | 45.677 | 45.677 | 6.742 | 16 | 52.435 |
Segmentinformationen nach Geschäftsfeldern:
102 Konzernanhang
| 2011 | HTS T€ |
Summe fort geführte GB T€ |
Überleitung T€ |
Nicht fort geführte GB T€ |
Konzern T€ |
|---|---|---|---|---|---|
| Umsatzerlöse mit konzern fremden Dritten |
52.999 | 52.999 | 0 | 565 | 53.564 |
| Umsatzerlöse mit anderen fortgeführten Unternehmens bereichen |
0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Summe Umsatzerlöse | 52.999 | 52.999 | 0 | 565 | 53.564 |
| Ebit | 10.778 | 10.778 | –2.369 | 78 | 8.487 |
| Ebit (bereinigt) | 9.868 | 9.868 | –2.369 | –786 | 6.713 |
| Investitionen in Sachanlage vermögen und immaterialle Vermögenswerte |
2.442 | 2.442 | 0 | 0 | 2.442 |
| Planmäßige Abschreibungen | 2.465 | 2.465 | 0 | 10 | 2.475 |
| Wertberichtigungen | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Goodwill-Abschreibungen | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Vermögen | 44.441 | 44.441 | 6.467 | 22 | 50.930 |
Die geografische Verteilung des Umsatzes wird auf Konzernebene ausgewiesen. Berechnungsgrundlage ist der Sitz des Kunden. Daraus ergibt sich eine geografische Umsatzverteilung wie folgt:
| 2012 | Umsatzerlöse mit konzernfremden Dritten T€ |
Davon fortgeführte GB T€ |
|---|---|---|
| Deutschland | 25.707 | 25.707 |
| Übriges Europa | 13.925 | 13.925 |
| Drittländer | 15.352 | 15.352 |
| Gesamt | 54.984 | 54.984 |
| 2011 | Umsatzerlöse mit konzernfremden Dritten |
Davon fortgeführte GB |
|---|---|---|
| T€ | T€ | |
| Deutschland | 27.927 | 27.362 |
| Übriges Europa | 13.134 | 13.134 |
| Drittländer | 12.503 | 12.503 |
| Gesamt | 53.564 | 52.999 |
Im Geschäftsjahr 2012 wurde mit keinem Kunden in den fortgeführten Geschäftsbereichen ein Umsatz > zehn Prozent des Konzernumsatzes erzielt.
Die Überleitung des bereinigten Ebit aus fortgeführten Geschäftsbereichen (GB) zum Ergebnis nach Steuern stellt sich wie folgt dar:
| Überleitung zum Konzern-Nachsteuerergebnis | 2012 T€ |
2011 T€ |
|---|---|---|
| Bereinigtes Ebit aus fortgeführten GB | 9.511 | 9.868 |
| a. o. Aufwendungen aus fortgeführten GB | –187 | 910 |
| Überleitung | –1.955 | –2.369 |
| a. o. Aufwendungen aus der Überleitung | 0 | 0 |
| Ebit aus fortgeführten GB | 7.369 | 8.409 |
| Zinserträge/Beteiligungserträge | 64 | 240 |
| Zinsaufwand u. ä. | –1.631 | –2.478 |
| EBT aus fortgeführten Geschäftsbereichen | 5.802 | 6.171 |
| Steuern vom Einkommen und Ertrag | –1.212 | –1.571 |
| Latente Steuern | 314 | –344 |
| Ergebnisanteile anderer Gesellschafter | –199 | –259 |
| Ergebnis nach Steuern (EAT) aus fortgeführten Geschäftsbereichen | 4.705 | 3.997 |
| Ergebnis aus aufgegebenen GB | –262 | –114 |
| EAT | 4.443 | 3.883 |
Gemäß IFRS 8 ist die geografische Aufteilung der langfristigen Vermögenswerte anzugeben. Zu den langfristigen Vermögenswerten zählen das Sachanlagevermögen sowie die Immateriellen Vermögenswerte. Latente Steuern und das Finanzanlagevermögen sind gem. IFRS 8 nicht Teil der darzustellenden langfristigen Vermögenswerte.
| Langfristige Vermögenswerte in T€ | 2012 | 2011 |
|---|---|---|
| Deutschland | 19.871 | 20.293 |
| Übriges Europa | 1.765 | 1.410 |
| Drittländer | 3.809 | 3.315 |
| Gesamt | 25.445 | 25.018 |
Die Überleitung des Vermögens aus fortgeführten Segmenten zum Konzernvermögen gliedert sich wie folgt auf:
| Überleitung zum Konzernvermögen in T€ | 2012 | 2011 |
|---|---|---|
| Summe Vermögenswerte der fortgeführten Segmente | 45.677 | 44.441 |
| Vermögen nicht fortgeführter Segmente | 16 | 22 |
| Aktive latente Steuern | 5.932 | 5.641 |
| Steuerforderungen | 364 | 144 |
| Finanzanlagen | 446 | 682 |
| Summe des Konzernvermögens | 52.435 | 50.930 |
33. Kapitalflussrechnung
Die Konzernkapitalflussrechnung ist nach IAS 7 ("Cash Flow Statements") erstellt. Es wird zwischen Zahlungsströmen aus betrieblicher, investiver und Finanzierungstätigkeit unterschieden. Die in der Finanzierungsrechnung ausgewiesene Liquidität entspricht dem Bilanzausweis Barmittel und Bankguthaben.
Der Finanzmittelbestand am Ende der Periode, wie er in der Konzernkapitalflussrechnung dargestellt wird, kann auf die damit in Zusammenhang stehenden Posten in der Konzernbilanz folgendermaßen übergeleitet werden:
| 2012 T€ |
2011 T€ |
|
|---|---|---|
| Finanzmittelbestand am Ende der Periode | 2.835 | 4.561 |
| In zu Veräußerungszwecken gehaltenen Vermögenswerten enthaltene Barmittel und Bankguthaben |
12 | 17 |
| Barmittel und Bankguthaben | 2.823 | 4.544 |
Zu den Auswirkungen der Veräußerung von Tochterunternehmen im Vorjahr wird auf die Ausführungen unter 27 verwiesen.
34. Zuschüsse der öffentlichen Hand
Im Geschäftsjahr 2012 wurden Zuwendungen der öffentlichen Hand in Höhe von 34 TEuro (Vorjahr: 38 TEuro) vereinnahmt. Die Zuwendungen werden für abschreibungsfähige Vermögenswerte über die Perioden und in dem Verhältnis als Ertrag erfasst, in dem die Abschreibung auf diese Vermögenswerte angesetzt werden.
35. Beziehungen zu nahe stehenden Unternehmen und Personen
Geschäftsvorfälle zwischen der Masterflex SE und ihren konsolidierten Tochterunternehmen wurden im Rahmen der Konsolidierung – mit Ausnahme der Aufwendungen und Erträge zwischen den fortgeführten und nicht fortgeführten Geschäftsbereichen – eliminiert.
Der Masterflex SE und den in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen stehen im Wesentlichen folgende Personen und Unternehmen, mit denen Transaktionen stattgefunden haben, nahe im Sinne von IAS 24:
MODICA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH & Co., Objekt Masterflex KG, Gelsenkirchen.
Seit dem 1. Januar 1994 nutzt die Masterflex SE, Gelsenkirchen, die Produktions-, Lager- und Verwaltungsgebäude der o. g. Gesellschaft. An dieser Stelle wird auch auf die Erläuterungen unter "Leasinggeschäfte" und "Finanzverbindlichkeiten" verwiesen.
Der Leasingvertrag ist bis zum 31. Juli 2014 befristet. Die monatliche Leasingrate betrug im Geschäftsjahr 2012 ca. 15 TEuro.
Die Gesellschafter der MODICA Grundstücksvermietungsgesellschaft mbH halten ebenfalls Anteile an der Masterflex SE, Gelsenkirchen.
Die Vergütung des Vorstands für seine Leistungen wird nachfolgend dargestellt.
| Fixum T€ |
Erfolgsabhängige, an nachhaltigen Zielen aus gerichtete Vergütung, kurzfristige Orientierung T€ |
Im Geschäftsjahr entstan dene erfolgsabhängige Vergütung, langfristige Orientierung1 T€ |
Neben leistungen (Sachbezüge) T€ |
Auszahlungsrelevante Gesamtvergütung2 T€ |
|
|---|---|---|---|---|---|
| 2012 | 485 | 122 | 63 | 66 | 673 |
| 2011 | 430 | 344 | 126 | 58 | 832 |
1 Dieser Vergütungsbestandteil unterliegt nachhaltigen, über einen Zeitraum von drei Jahren zu erfüllenden Leistungskriterien. Bei Nichterreichen dieser Kriterien kann dieser Teil der Vergütung teilweise oder auch ganz wieder entfallen und wird daher zunächst nicht ausgezahlt.
2 Der Betrag der erfolgsabhängigen variablen Vergütung, welche zwar für das Geschäftsjahr verdient, aber noch nicht ausgezahlt ist und bei Nichterreichen der Erfolgsziele im Gesamtbetrachtungszeitraum auch bis zur vollen Höhe wieder entfallen kann, wurde hier nicht berücksichtigt.
Die Mitglieder des Aufsichtsrats wurden wie folgt vergütet:
| Alle Angaben in T€ | Fixum | Erfolgsabhängige Vergütung1 |
Sitzungsgeld gesamt |
Auszahlungsrelevante Gesamtvergütung 2012 |
|---|---|---|---|---|
| Aufsichtsratsvorsitzender, Diplom-Ingenieur Friedrich W. Bischoping |
10,52 | 3,752 | 1,52 | 15,752 |
| (Vorjahr) | (14) | (5) | (2) | (21) |
| Stellv. Aufsichtsratsvorsitzender, Diplom-Kaufmann Georg van Hall |
10,52 | 3,752 | 1,52 | 15,752 |
| (Vorjahr) | (14) | (5) | (2) | (21) |
| Aufsichtsratsmitglied, Herr Diplom-Kaufmann Axel Klomp |
10,52 | 3,752 | 1,52 | 15,752 |
| (Vorjahr) | (14) | (5) | (2) | (21) |
| Gesamtbezüge | 31,52 | 11,252 | 4,52 | 47,252 |
| (Vorjahr) | (42) | (15) | (6) | (63) |
1 In 2011 bereits erworbener Anteil der variablen Vergütung, der aber bisher noch nicht ausgezahlt ist, sondern mit Abschluss des Geschäftsjahres 2012 wegen Erfüllung der Erfolgskriterien mit der Fixvergütung für 2012 ausgezahlt wird, vgl. § 15 der Satzung.
2 Gemäß § 113 Absatz 2 AktG hat die Hauptversammlung für die Mitglieder des ersten Aufsichtsrats einer SE die Vergütung durch gesonderten Beschluss festzulegen. Aufgrund des Rechtsformwandels in die SE zum 1. Oktober 2012 standen dem Aufsichtsrat Vergütungen nach dem bislang gültigen System daher nur für neun Monate in 2012 zu.
36. Erklärung zum Corporate Governance Kodex
Vorstand und Aufsichtsrat der Masterflex SE haben im Dezember 2012 erneut eine Entsprechenserklärung nach § 161 AktG abgegeben und den Aktionären auf der Website der Gesellschaft unter der Adresse www.MasterflexGroup.com/Investor_ Relations/Corporate_Governance dauerhaft zugänglich gemacht.
37. Anzahl der Mitarbeiter
Die Zahl der Beschäftigten teilt sich im Jahresdurchschnitt wie folgt auf die betrieblichen Funktionsbereiche auf:
| 2012 | 2011 | |
|---|---|---|
| Produktion | 308 | 289 |
| Vertrieb | 106 | 80 |
| Verwaltung | 63 | 57 |
| Technik | 24 | 22 |
| Mitarbeiter im Konzern | 501 | 448 |
| davon Auszubildende | 14 | 12 |
38. Prüfungs- und Beratungshonorare
Im Geschäftsjahr 2012 beträgt der Aufwand (Rückstellung) für den Abschlussprüfer des Konzernabschlusses Rölfs RP AG, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, 137 TEuro und umfasst die Honorare für die Konzernabschlussprüfung sowie die Prüfung des gesetzlich vorgeschriebenen Abschlusses der Masterflex SE und ihrer inländischen Tochterunternehmen. Für sonstige Leistungen betragen die Aufwendungen im Geschäftsjahr 2012 35 TEuro. Für die Steuerberatung wurden zusätzlich 6 TEuro im Aufwand erfasst.
39. Befreiung von der Offenlegungspflicht
Gemäß § 264 Abs. 3 HGB sind folgende, in den Jahresabschluss einbezogenen Gesellschaften von der Offenlegung ihres Jahresabschlusses befreit:
- Novoplast Schlauchtechnik GmbH
- Matzen & Timm GmbH
- M&T Verwaltungs GmbH
- SURPRO Verwaltungsgesellschaft mbH
- Masterflex Handelsgesellschaft mbH.
40. Ereignisse nach dem Abschlussstichtag
Es sind keine wesentlichen Ereignisse und Entwicklungen von besonderer Bedeutung für die Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage des Masterflex-Konzerns seit dem Abschlussstichtag, dem 31. Dezember 2012, eingetreten.
41. Veröffentlichung des Konzernabschlusses
Der vorliegende Konzernabschluss wurde am 5. März 2013 vom Vorstand zur Veröffentlichung genehmigt. Die Veröffentlichung erfolgt am 26. März 2013.
42. Beteiligungen
Die Aufstellung des vollständigen Anteilsbesitzes der Masterflex SE wird im elektronischen Bundesanzeiger veröffentlicht.
Gelsenkirchen, 5. März 2013
Der Vorstand
Dr. Andreas Bastin Mark Becks (Vorstandsvorsitzender) (Finanzvorstand)
Bilanzeid
"Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Konzernabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage des Konzerns vermittelt und im Konzernlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns beschrieben sind."
Gelsenkirchen, 5. März 2013
Der Vorstand
Dr. Andreas Bastin Mark Becks (Vorstandsvorsitzender) (Finanzvorstand)
Konzern-Anlagespiegel 2012
| 2012 | AK/HK 01. 01. 2012 |
Zugänge | Abgänge | Umbu chungen |
Kursdiffe renzen |
AK/HK 31. 12. 2012 |
|---|---|---|---|---|---|---|
| T € | T € | T € | T € | T € | T € | |
| Immaterielle Vermögenswerte |
||||||
| Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten |
2.312 | 132 | 2 | 58 | 0 | 2.500 |
| Entwicklungsleistungen | 92 | 93 | 93 | 0 | 0 | 92 |
| Geschäfts- oder Firmenwert |
9.161 | 0 | 0 | 0 | 0 | 9.161 |
| Geleistete Anzahlungen | 46 | 202 | 0 | –90 | 0 | 158 |
| Gesamt | 11.611 | 427 | 95 | –32 | 0 | 11.911 |
| Sachanlagen | ||||||
| Grundstücke, grundstücks gleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken |
17.540 | 30 | 0 | 51 | 7 | 17.628 |
| Technische Anlagen und Maschinen |
18.694 | 522 | 18 | 1.042 | –25 | 20.215 |
| Andere Anlagen, Betriebs und Geschäftsausstattung |
6.588 | 561 | 423 | 88 | –6 | 6.808 |
| Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau |
450 | 1.036 | 3 | -1.149 | 2 | 336 |
| Gesamt | 43.272 | 2.149 | 444 | 32 | –22 | 44.987 |
| Finanzanlagen | ||||||
| Wertpapiere des Anlagevermögens |
822 | 0 | 5 | 0 | 0 | 817 |
| Sonstige Ausleihungen | 976 | 135 | 180 | 0 | 0 | 931 |
| Gesamt | 1.798 | 135 | 185 | 0 | 0 | 1.748 |
| 56.681 | 2.711 | 724 | 0 | –22 | 58.646 |
| 2012 | Kumu lierte Ab schrei bung 01. 01. 2012 |
Ab schrei bungen Ge schäfts jahr |
Ab gänge |
Zu schrei bungen |
Erfolgs neutrale Markt wert ände rungen |
Kurs diffe renzen |
Kumu lierte Ab schrei bungen 31. 12. 2012 |
Stand 31. 12. 2012 |
Stand 31. 12. 2011 |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| T € | T € | T € | T € | T € | T € | T € | T € | T € | |
| Immaterielle Vermögenswerte |
|||||||||
| Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten |
1.538 | 286 | 2 | 0 | 0 | 0 | 1.822 | 678 | 774 |
| Entwicklungsleistungen | 63 | 29 | 93 | 0 | 0 | 0 | –1 | 93 | 29 |
| Geschäfts- oder Firmenwert |
5.903 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 5.903 | 3.258 | 3.258 |
| Geleistete Anzahlungen | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 158 | 46 |
| Gesamt | 7.504 | 315 | 95 | 0 | 0 | 0 | 7.724 | 4.187 | 4.107 |
| Sachanlagen | |||||||||
| Grundstücke, grundstücks gleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken |
6.036 | 471 | 0 | 558 | 0 | 5 | 5.954 | 11.674 | 11.504 |
| Technische Anlagen und Maschinen |
11.719 | 1.233 | 15 | 0 | 0 | 19 | 12.956 | 7.259 | 6.975 |
| Andere Anlagen, Betriebs und Geschäftsausstattung |
4.636 | 596 | 379 | 0 | 0 | -8 | 4.845 | 1.963 | 1.952 |
| Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau |
0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 336 | 450 |
| Gesamt | 22.391 | 2.300 | 394 | 558 | 0 | 16 | 23.755 | 21.232 | 20.881 |
| Finanzanlagen | |||||||||
| Wertpapiere des Anlagevermögens |
748 | 0 | 0 | 0 | 10 | 0 | 758 | 59 | 74 |
| Sonstige Ausleihungen | 435 | 110 | 0 | 0 | 0 | 0 | 545 | 386 | 541 |
| Gesamt | 1.183 | 110 | 0 | 0 | 10 | 0 | 1.303 | 445 | 615 |
| 31.078 | 2.725 | 489 | 558 | 10 | 16 | 32.782 | 25.864 | 25.603 |
Konzern-Anlagespiegel 2011
| 2011 | AK/HK 01. 01. 2011 |
Zugänge | Abgänge | Umbu chungen |
Kursdiffe renzen |
AK/HK 31. 12. 2011 |
|---|---|---|---|---|---|---|
| T € | T € | T € | T € | T € | T € | |
| Immaterielle Vermögenswerte |
||||||
| Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten |
2.006 | 70 | 0 | 236 | 0 | 2.312 |
| Entwicklungsleistungen | 92 | 0 | 0 | 0 | 0 | 92 |
| Geschäfts- oder Firmenwert |
9.161 | 0 | 0 | 0 | 0 | 9.161 |
| Geleistete Anzahlungen | 93 | 189 | 0 | –236 | 0 | 46 |
| Gesamt | 11.352 | 259 | 0 | 0 | 0 | 11.611 |
| Sachanlagen | ||||||
| Grundstücke, grundstücks gleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken |
17.385 | 113 | 0 | 31 | 11 | 17.540 |
| Technische Anlagen und Maschinen |
16.547 | 719 | 46 | 1.478 | -4 | 18.694 |
| Andere Anlagen, Betriebs und Geschäftsausstattung |
6.377 | 531 | 358 | 7 | 31 | 6.588 |
| Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau |
1.147 | 819 | 0 | –1.516 | 0 | 450 |
| Gesamt | 41.456 | 2.182 | 404 | 0 | 38 | 43.272 |
| Finanzanlagen | ||||||
| Wertpapiere des Anlagevermögens |
1.003 | 0 | 181 | 0 | 0 | 822 |
| Sonstige Ausleihungen | 2.781 | 125 | 1.930 | 0 | 0 | 976 |
| Gesamt | 3.784 | 125 | 2.111 | 0 | 0 | 1.798 |
| 56.592 | 2.566 | 2.515 | 0 | 38 | 56.681 |
| 2011 | Kumu lierte Abschrei bung 01. 01. 2011 |
Abschrei bungen Ge schäfts jahr |
Abgänge | Erfolgs neutrale Markt wert änderun gen |
Kurs differen zen |
Kumu lierte Abschrei bungen 31. 12. 2011 |
Stand 31. 12. 2011 |
Stand 31. 12. 2010 |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| T € | T € | T € | T € | T € | T € | T € | T € | |
| Immaterielle Vermögenswerte |
||||||||
| Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten |
1.300 | 238 | 0 | 0 | 0 | 1.538 | 774 | 706 |
| Entwicklungsleistungen | 59 | 4 | 0 | 0 | 0 | 63 | 29 | 33 |
| Geschäfts- oder Firmenwert |
5.903 | 0 | 0 | 0 | 0 | 5.903 | 3.258 | 3.258 |
| Geleistete Anzahlungen | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 46 | 93 |
| Gesamt | 7.262 | 242 | 0 | 0 | 0 | 7.504 | 4.107 | 4.090 |
| Sachanlagen | ||||||||
| Grundstücke, grundstücks gleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken |
5.566 | 465 | 0 | 0 | 5 | 6.036 | 11.504 | 11.819 |
| Technische Anlagen und Maschinen |
10.542 | 1.161 | 29 | 0 | 45 | 11.719 | 6.975 | 6.005 |
| Andere Anlagen, Betriebs und Geschäftsausstattung |
4.193 | 597 | 181 | 0 | 27 | 4.636 | 1.952 | 2.184 |
| Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau |
0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 450 | 1.147 |
| Gesamt | 20.301 | 2.223 | 210 | 0 | 77 | 22.391 | 20.881 | 21.155 |
| Finanzanlagen | ||||||||
| Wertpapiere des Anlagevermögens |
810 | 0 | 0 | –62 | 0 | 748 | 74 | 193 |
| Sonstige Ausleihungen | 310 | 125 | 0 | 0 | 0 | 435 | 541 | 2.471 |
| Gesamt | 1.120 | 125 | 0 | –62 | 0 | 1.183 | 615 | 2.664 |
| 28.683 | 2.590 | 210 | –62 | 77 | 31.078 | 25.603 | 27.909 |
Bestätigungsvermerk des Konzernabschlussprüfers
Wir haben den von der Masterflex SE aufgestellten Konzernabschluss − bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung, Gesamtergebnisrechnung, Eigenkapitalentwicklung, Kapitalflussrechnung und Anhang – sowie den Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2012 geprüft. Die Aufstellung von Konzernabschluss und Konzernlagebericht nach den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften sowie den ergänzenden Bestimmungen der Satzung liegt in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht abzugeben.
Wir haben unsere Konzernabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Konzernabschluss unter Beachtung der anzuwendenden Rechnungslegungsvorschriften und durch den Konzernlagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des Konzerns sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben im Konzernabschluss und Konzernlagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, der Abgrenzung des Konsolidierungskreises, der angewandten Bilanzierungs- und Konsolidierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.
Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.
Nach unserer Beurteilung auf Grund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften sowie den ergänzenden Bestimmungen der Satzung und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Der Konzernlagebericht steht in Einklang mit dem Konzernabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Düsseldorf, den 19. März 2013
Rölfs RP AG, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Thomas Gloth Stefan Kemp
Wirtschaftsprüfer Wirtschaftsprüfer
Bericht des Aufsichtsrats
Sehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre,
das abgelaufene Geschäftsjahr 2012 war insgesamt ein erfolgreiches Jahr für Masterflex. Wir haben unsere sehr ambitionierten Ziele trotz konjunkturellen Gegenwindes – vor allem in Europa – dennoch größtenteils erreicht. Mit dem strategisch klar ausgerichteten Geschäft, das auf den beiden Säulen Internationalisierung und Innovation beruht, blickt Masterflex auch künftig auf einen nachhaltigen Wachstumskurs.
Berichte und Sitzungen
Im Geschäftsjahr 2012 hat der Aufsichtsrat der Masterflex SE die Aufgaben, die ihm nach dem Aktiengesetz und der Satzung der Gesellschaft obliegen, vollumfänglich wahrgenommen und den Vorstand regelmäßig überwacht und beratend begleitet.
Grundlage hierfür waren die in schriftlicher und mündlicher Form erstatteten regelmäßigen Berichte des Vorstands über alle für die Gesellschaft und den Konzern relevanten Fragen der Planung, der Geschäftsentwicklung, der Risikolage und des Risikomanagements. Das vorherrschende Thema des abgelaufenen Geschäftsjahres waren die Vorbereitung und die Umsetzung des Rechtsformwandels, weitere Internationalisierungsschritte, insbesondere nach China, sowie die Vorbereitung für die Modernisierung und Sicherung der Corporate Identity. Der Aufsichtsrat war und ist jederzeit eng in die Vorgehensweise und Maßnahmen des Vorstands eingebunden.
Es fanden im Geschäftsjahr 2012 insgesamt vier turnusmäßige Aufsichtsratssitzungen statt, an denen jeweils alle Aufsichtsratsmitglieder und Vorstandsmitglieder teilnahmen. Zudem fanden über die regulären Präsenzsitzungen hinaus mehrere Telefonkonferenzen in diesem Teilnehmerkreis zum Zwecke des engen Informationsaustausches und einer etwaigen Beschlussfassung statt. Insbesondere wurde am 25. Januar 2012 eine weitere Sitzung des Aufsichtsrats in Form einer Telefonkonferenz abgehalten und entsprechend protokolliert. Außerdem besprach sich der Aufsichtsrat zu Vorlagen des Vorstands sowie zu Vorstandsangelegenheiten in gesonderten Telefonkonferenzen.
In den Sitzungen und den Telefonkonferenzen unter Teilnahme der Vorstandsmitglieder wurde der Aufsichtsrat vom Vorstand umfassend über die Geschäfts- und Finanzlage, die Personalsituation, die Geschäftsentwicklung sowie den Stand der Unternehmensplanung informiert. Die Berichte und Beschlussvorlagen des Vorstands wurden eingehend erörtert und nach gründlicher Prüfung und Beratung beurteilt. Darüber hinaus haben verschiedene Besprechungen einzelner Aufsichtsratsmitglieder mit dem Vorstand zur sachlichen Unterstützung seiner Tätigkeit unter Berücksichtigung des persönlichen Know-how der Aufsichtsratsmitglieder stattgefunden.
Schwerpunktthemen 2012
Der Aufsichtsrat befasste sich in der telefonischen Sitzung vom 25. Januar 2012 mit der Planung für das Geschäftsjahr 2012 und den beabsichtigten Investitionen und Umsetzungsschritten einer geplanten, weiteren Internationalisierung des Hightech-Schlauchgeschäfts (insbesondere China).
In der Bilanzaufsichtsratssitzung am 19. März 2012 hatte der Aufsichtsrat ausführlich über den Jahresabschluss und den Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 2011 beraten. Es wurden der Corporate Governance-Bericht sowie eine aktualisierte Entsprechenserklärung verabschiedet und anschließend durch die Gesellschaft veröffentlicht. Darüber hinaus wurde beschlossen, die Geschäftsordnung des Aufsichtsrats hinsichtlich des Punktes "Altersgrenze für Vorstandsmitglieder" anzupassen als auch die Rölfs RP AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Düsseldorf, der Hauptversammlung am 19. Juni 2012 als Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2012 vorzuschlagen. Eine weitere Beschlussfassung betraf den Bericht des Aufsichtsrats, der den Aktionären in der Hauptversammlung vorgelegt wurde. Hinsichtlich der Vergütung des Vorstands wurde der Beschluss zur Feststellung der Zielerreichung und der variablen Vergütung für das Geschäftsjahr 2011 wie auch die Festlegung der Zielvorgaben für die Tantiemevereinbarungen mit den Vorständen für das Geschäftsjahr 2012 gefasst. Zudem wurde das Fixgehalt für die Vorstandsmitglieder auf Basis einer Benchmark-Untersuchung und unter zur Hilfenahme verschiedener öffentlich verfügbarer Gehaltsentwicklungsanalysen für das Geschäftsjahr 2012 neu festgelegt.
Im Rahmen einer telefonischen Sitzung befasste sich der Aufsichtsrat am 2. Mai 2012 mit der Umwandlung der Masterflex AG in eine SE und verabschiedete die Tagesordnung zur Hauptversammlung am 19. Juni 2012. Der Entwurf des Umwandlungsplans in der Fassung vom 2. Mai 2012 wurde gebilligt.
Im Anschluss an die ordentliche Hauptversammlung hat sich der Aufsichtsrat in seiner Sitzung am 19. Juni 2012 zur aktuellen wirtschaftlichen Entwicklung sowie den Status Quo der Aktivitäten in Asien durch den Vorstand unterrichten lassen. Da die Hauptversammlung beschlossen hatte, die Umwandlung der Masterflex AG in eine SE zu genehmigen, wurden die Beschlussfassungen zur Wahl des Aufsichtsratsvorsitzenden und Stellvertretenden Vorsitzenden der zukünftigen SE sowie Bestellung des Vorstands auf den Zeitpunkt der Eintragung der SE vorgenommen.
In der Sitzung am 27. September 2012, die bei der Tochtergesellschaft Matzen & Timm GmbH in Norderstedt stattfand, berichtete der Vorstand über die aktuellen wirtschaftlichen Entwicklungen, über den Fortschritt hinsichtlich des Markteintrittes in Asien und über den Status möglicher, alternativer Finanzierungsoptionen für die Gesellschaft. Darüber hinaus wurden die Vorstandsverträge an die Notwendigkeiten der SE angepasst und neu abgeschlossen, ohne jedoch die bestehende Vergütungsstruktur zu ändern. Schließlich wurde der Geschäftsführer der Matzen & Timm GmbH, Herr Dirk Baumann, dem Aufsichtsrat vorgestellt.
In der Aufsichtsratssitzung am 10. Dezember 2012 informierte sich der Aufsichtsrat über die aktuelle wirtschaftliche Entwicklung, den Stand der Planung für 2013 sowie über den aktuellen Status hinsichtlich der Prüfung möglicher Refinanzierungsoptionen. Darüber hinaus wurde die Entsprechenserklärung zum Corporate Governance-Kodex mit Blick auf die Kodexänderungen in der Fassung aus Mai 2012 aktualisiert.
Der Aufsichtsrat erhielt regelmäßig Informationen über die Umsatz- und Ergebnisentwicklung sowie die Bilanz- und die Personalentwicklung. Der Aufsichtsrat hat sich ausführlich durch den Vorstand über die aktuelle Entwicklung der einzelnen Gesell-
schaften informieren lassen. Der Vorstand berichtete sowohl schriftlich als auch mündlich im Rahmen der Sitzungen, unterjährigen Gespräche sowie Telefonkonferenzen und auch über die Erstellung sowie die Inhalte des Halbjahres- und der Quartalsberichte und erörterte diese ausführlich mit dem Aufsichtsrat.
Weiterhin hat der Aufsichtsrat die Planungsunterlagen, die Risikolage und das Risikomanagementsystem der Masterflex-Gruppe geprüft. Alle aus Sicht des Vorstands und des Aufsichtsrats erkennbaren Risikofelder wurden erörtert. Das Risikomanagement wurde durch den Abschlussprüfer intensiv geprüft. Dieser hat bestätigt, dass der Vorstand der Gesellschaft die nach § 91 Absatz 2 AktG geforderten Maßnahmen, insbesondere zur Einrichtung eines Überwachungssystems, in geeigneter Weise getroffen hat und dass das Überwachungssystem grundsätzlich geeignet sei, Entwicklungen, die die Fortführung des Unternehmens gefährden, frühzeitig zu erkennen und festgestellten Fehlentwicklungen Rechnung zu tragen.
Vertrauensvolle Zusammenarbeit mit dem Vorstand
Der Aufsichtsrat hat im abgelaufenen Geschäftsjahr seine offene und vertrauensvolle Zusammenarbeit mit dem Vorstand fortgesetzt. Auch zwischen den Sitzungsterminen stand der Aufsichtsratsvorsitzende mit dem Vorstand regelmäßig in Kontakt und wurde über alle wesentlichen Entwicklungen und anstehenden Entscheidungen unterrichtet, die für die Gesellschaft von besonderer Bedeutung waren. Der Vorstandsvorsitzende informierte den Vorsitzenden des Aufsichtsrats unverzüglich über alle wichtigen Ereignisse, die für die Beurteilung der Lage und Entwicklung sowie für die Leitung des Unternehmens von wesentlicher Bedeutung sind. Alle Aufsichtsratmitglieder wurden vom Aufsichtsratsvorsitzenden spätestens bei der folgenden Sitzung umfassend informiert.
Vorstand und Aufsichtsrat der Masterflex SE (von links nach rechts): Dr. Andreas Bastin und Mark Becks (Vorstand); Georg van Hall, Axel Klomp und Friedrich Wilhelm Bischoping (Aufsichtsrat)
Veränderungen im Aufsichtsrat und Vorstand
Im Bereich des Aufsichtsrats sowie des Vorstands kam es im Berichtsjahr zu keinerlei personellen Veränderungen.
Corporate Governance
Ein fester Bestandteil der Sitzungen des Aufsichtsrats der Masterflex SE ist die Umsetzung des Deutschen Corporate Governance-Kodex. Auch im Jahr 2012 haben Aufsichtsrat und Vorstand über die Empfehlungen und Anregungen des Kodex mit den im Jahr 2012 erfolgten Änderungen intensiv beraten. Gemäß Punkt 5.6. des Kodex hat der Aufsichtsrat seine eigene Arbeit laufend auf Effizienz hin überprüft. Mit Blick auf die bewältigten Aufgaben und Inhalte sowie darauf, dass der Aufsichtsrat mit drei Mitgliedern die gesetzliche Mindestgröße aufweist, wurden sowohl die Zusammenarbeit als auch die Aufgabenbewältigung als effizient und sehr gut eingeschätzt.
Im März 2012 hatten Vorstand und Aufsichtsrat eine aktualisierte Entsprechenserklärung gemäß § 161 AktG in der Fassung des Deutschen Corporate Governance-Kodex vom 26. Mai 2010 beschlossen und abgegeben. Diese Erklärung wurde den Aktionären auf der Internetseite der Gesellschaft dauerhaft zugänglich gemacht. Die fortlaufende Diskussion und Entwicklung zum Thema Diversity wie auch Entwicklungen in der Rechtsprechung zu den Inhalten der Entsprechenserklärung hatten die Gesellschaft veranlasst, eine unterjährig aktualisierte Erklärung abzugeben und auch zu Inhalten zu berichten, in denen nach Auffassung der Gesellschaft keine effektive Abweichung von den Kodexvorgaben vorliegt, jedoch juristische Zweifelsfragen im Sinne eines unzweifelhaften Bekenntnisses zu guter Corporate Governance durch eine entsprechende Darstellung abgebildet werden sollten.
Im Dezember 2012 haben Vorstand und Aufsichtsrat eine aktualisierte Entsprechenserklärung gemäß § 161 AktG in Bezug auf die Fassung des nunmehr überarbeiteten Deutschen Corporate Governance-Kodex vom 15. Mai 2012 beschlossen und abgegeben. Ferner hat der Aufsichtsrat die konkreten Ziele für seine Zusammensetzung, welche nun nach Ziffer 5.4.1 auch Angaben zu der Anzahl der unabhängigen Aufsichtsratsmitglieder umfassen soll, ebenfalls aktualisiert und festgestellt, dass ihm nach seiner Einschätzung nur unabhängige Aufsichtsratsmitglieder angehören. Auch diese Erklärung wird den Aktionären auf der Internetseite der Gruppe dauerhaft zugänglich gemacht.
Die Gesellschaft fühlt sich auch weiterhin und unter Berücksichtigung der am 15. Mai 2012 geänderten Fassung des Kodex den Grundsätzen des Deutschen Corporate Governance-Kodex besonders verpflichtet. Aktuelle Änderungen unserer Corporate Governance-Erklärung beruhen auf den in 2012 erfolgten Anpassungen und Klarstellungen des Kodex. Die unter Berücksichtigung der vorgenannten Fassung abgegebene Entsprechenserklärung ist im Internet jederzeit unter www.MasterflexGroup.com/Investor Relations/Corporate Governance zugänglich. Über die Corporate Governance berichtet im Übrigen der Vorstand zugleich auch für den Aufsichtsrat gemäß Ziffer 3.10 des Kodex.
Ausschüsse des Aufsichtsrats
Mit drei Mitgliedern ist der Aufsichtsrat der Masterflex SE bewusst klein gehalten, um – wie im Gesamtkonzern – durch schlanke Strukturen effizient, schnell und flexibel Beschlüsse fassen zu können. Daher wurden keine gesonderten Ausschüsse gebildet.
Feststellung des Jahresabschlusses und Billigung des Konzernabschlusses
Der vom Vorstand aufgestellte Jahresabschluss und der Lagebericht für die Masterflex SE sowie der Konzernabschluss und der Konzernlagebericht für das Jahr 2012 sind unter Einbeziehung der Buchführung durch die von der Hauptversammlung vom 19. Juni 2012 zum Abschlussprüfer bestellte Rölfs RP AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Düsseldorf, geprüft und mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen worden. Die zu prüfenden Unterlagen und die Prüfungsberichte des Abschlussprüfers lagen jedem Aufsichtsratsmitglied in der Bilanzsitzung am 19. März 2013 vor und waren jedem Aufsichtsratsmitglied rechtzeitig zur Vorbereitung zugeleitet worden. Der Abschlussprüfer nahm an der Beratung des Jahresabschlusses und des Konzernabschlusses teil. Dabei berichtete er über die wesentlichen Ergebnisse der Prüfungen und stand für ergänzende Auskünfte zur Verfügung. Der Aufsichtsrat hat nach eingehender Prüfung der Unterlagen und unter Berücksichtigung der Prüfungsberichte den Jahresabschluss festgestellt und den Konzernabschluss gebilligt.
Interessenkonflikte von Aufsichtsratsmitgliedern ergaben sich im Berichtszeitraum nicht. Andere Mandatstätigkeiten wurden von ihnen nicht wahrgenommen.
Veränderungen im Aufsichtsrat oder im Vorstand haben sich im abgelaufenen Geschäftsjahr nicht ergeben, auch nicht aufgrund der Umwandlung in die Rechtsform einer SE.
Im abgelaufenen Geschäftsjahr 2012 haben wir unsere sehr ehrgeizigen Ziele größtenteils erreicht und das, trotz konjunkturellen Gegenwindes, vor allem in Europa. Noch nie zuvor in der 25-jährigen Unternehmensgeschichte haben wir so viel Geschäft mit unseren Schläuchen und Verbindungssystemen in so vielen Teilen der Erde gemacht. Die Initiative für eine weitere Internationalisierung wurde auch im Jahr 2012 für eine weitere Expansion der Masterflex-Gruppe genutzt. Dafür gebührt allen Beteiligten hohe Anerkennung. Herzlich dankt der Aufsichtsrat dem Vorstand und allen Masterflex-Mitarbeiterinnen und -Mitarbeitern für ihren Einsatz sowie für die konstruktive, vertrauensvolle und erfolgreiche Arbeit im vergangenen Jahr.
Gelsenkirchen, den 19. März 2013
Für den Aufsichtsrat Friedrich Wilhelm Bischoping Vorsitzender des Aufsichtsrats
Die Mitglieder des Aufsichtsrats
Friedrich Wilhelm Bischoping (Vorsitzender)
Nach dem Studium der Ingenieurswissenschaften an der TU Berlin gründete Herr Bischoping 1974 zusammen mit einem Partner eine Ingenieurgesellschaft für den industriellen Anlagenbau, die sich in den 90er Jahren durch Zukäufe erweiterte. Im Jahre 1987 war er Mitgründer der Masterflex Kunststofftechnik GmbH. Herr Bischoping trat 1998 aus der Geschäftsführung der Ingenieurgesellschaften aus. Mit Umwandlung der Masterflex Kunststofftechnik GmbH in eine AG schied Herr Bischoping aus der Geschäftsführung aus und übernahm den Vorsitz des Aufsichtsrats.
Dipl.-Kfm. Georg van Hall (Mitglied seit 11. August 2009 und stellvertretender Vorsitzender seit 17. August 2010)
Nach dem Studium der Betriebswirtschaftslehre an der TU Berlin und der University of Illinois, USA, sowie nach Ablegen der Berufsexamina bekleidete Georg van Hall als Wirtschaftsprüfer und Steuerberater verschiedene Geschäftsführungsfunktionen. Seit 2005 ist er in eigener Praxis tätig sowie seit Mai 2009 Partner bei Accounting-Partners Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Düsseldorf.
Dipl.-Kfm. Axel Klomp (Mitglied des Aufsichtsrats seit 17. August 2010) Nach dem Studium der Betriebswirtschaftslehre an der Universität Köln trat Herr Klomp 1992 in die 1931 von seinem Großvater gegründete Beratungskanzlei ein. Seine Bestellung zum Steuerberater erfolgte in 1992 und in 1997 zum Wirtschaftsprüfer. Herr Klomp ist heute Seniorpartner der Kanzlei KLOMP – EXNER – ARETZ in Mönchengladbach, die von drei Berufsträgern geführt wird. Des Weiteren ist er Mitglied des Vorstands der Steuerberaterkammer und des Steuerberaterverbandes Düsseldorf.
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Glossar
| Börsenwert | Aktienkurs multipliziert mit der Anzahl der Aktien. |
|---|---|
| Bruttoinlandsprodukt (BIP) |
Dies stellt den Gesamtwert aller Waren und Dienstleistungen dar, der innerhalb eines Jahres in einer Volkswirtschaft produziert worden ist. |
| Cash Flow | Aus der laufenden Periode erwirtschafteter Fluss finanzieller Mittel, bereinigt um nicht zahlungswirksame Aufwendungen und Erträge von wesentlicher Bedeutung; zeigt die Selbst finanzierungskraft bzw. Ertragskraft der Unternehmung auf. |
| Corporate Governance |
Corporate Governance steht für eine verantwortungsbewusste und auf langfristige Wertschöpfung ausgerichtete Führung und Kontrolle von Unternehmen. |
| EbitDA | Earnings before interest, taxes, depreciation and amortization (Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen) |
| Ebit | Earnings before interest and taxes (Gewinn vor Zinsen und Steuern) |
| EBT | Earnings before taxes (Gewinn vor Steuern) |
| Extrusion | Verfahren zur Verarbeitung von Kunststoffen. Die Rohstoffe in Granulatform werden in einem Extruder zerkleinert und erhitzt, bis sie plastifiziert, d. h. formbar sind, um weiter verarbeitet werden zu können. |
| Forschung und Entwicklung (FuE) |
Unter diesem Begriff werden die anwendungsorientierte Forschung wie auch ingenieurtechnischer Entwicklungen in einem Unternehmen zusammengefasst. |
| Free Cash Flow | Bezeichnet die freien, dem Unternehmen zur Verfügung stehenden Mittel, die sich aus dem Saldo des Cash Flows aus der laufenden Geschäftstätigkeit und aus der Investitionstätigkeit ergeben. Die Investitionen in das Finanzanlagevermögen bleiben hierbei unberücksichtigt. |
| Free Float | Streubesitz; Anteil der Aktien am Grundkapital, die frei an der Böse handelbar sind. Im Gegensatz dazu spricht man von Festbesitz, wenn die Anteile eines Anteilseigners kumuliert mindestens fünf Prozent oder mehr des Grundkapitals ausmachen. |
| GKV | Gesamtverband der Kunststoffverarbeitenden Industrie |
| Heizschlauch | Medienführender Schlauch mit elektrischem Beheizungssystem zur Temperaturerhaltung oder Erhöhung |
| IAS | International Accounting Standards, international anerkannter Bilanzierungsstandard |
| IFRS | International Financial Reporting Standards; EU-Standard zur Rechnungslegung börsennotierter Unternehmen |
| Joint Venture | Gemeinschaftsunternehmen, Kooperationen von Gesellschaften, bei denen es zur Gründung einer neuen, rechtlich selbstständigen Geschäftseinheit kommt. |
| Marktkapitalisierung | Aktienkurs multipliziert mit den frei handelbaren Aktien (sogenannten Streubesitz oder Free Float) |
| Medical devices | Medizinische Komponenten/Einzelteile wie Infusionsschläuche, Katheter, etc. |
| Minimalinvasive Chirurgie | Bezeichnet als Oberbegriff operative Eingriffe mit kleinstem Trauma (mit kleinster Verletzung von Haut und Weichteilen). |
| Multilumenschlauch | Medizinischer Schlauch mit mehreren Kammern |
|---|---|
| Nanotechnologie | Forschung und Technologieentwicklung auf der atomaren Ebene in einer Größenordnung von einem bis einhundert Nanometern. |
| Nettomarge | Auch Nettoumsatzrendite, prozentualer Anteil des Nettogewinns am Umsatz eines Unternehmens in einer Periode |
| Ökoprofit-Betrieb | Dies ist eine Kooperation zwischen Kommunen und der dort ansässigen Wirtschaft mit dem Ziel der Betriebskostensenkung unter gleichzeitiger Schonung der Ressourcen zur Entlastung der Umwelt. Die Abkürzung bedeutet: Ökologisches Projekt Für Integrierte Umwelt-Technik. |
| PE und PU | Polyethylen und Polyurethan: Polymere, die als Basismaterial für sehr viele Kunststoffprodukte eingesetzt werden. |
| PlasticsEurope | Europäischer Kunststoffverband |
| Produktportfolio | Im Management und Marketing bezeichnet Portfolio eine Kollektion von Produkten, Dienstleistungen, Projekten oder Warenzeichen, die von einem Unternehmen angeboten werden. |
| REACH | Dies ist eine 2007 in Kraft getretene EU-Verordnung für die Registrierung, Bewertung, Zulassung und Beschränkung von Chemikalien (Registration, Evaluation, Authorisation and Restriction of Chemicals). Danach sind Hersteller und Importeure zur Ermittlung der gefährlichen Eigenschaften von Stoffen sowie zur Abschätzung der Wirkungen auf die Gesundheit und die Umwelt verpflichtet. Zuständige Behörde ist die Europäischen Chemikalienagentur (kurz ECHA) mit Sitz in Helsinki/Finnland. |
| Return on Investment (ROI) |
Kapitalverzinsung oder Kapitalrendite |
| RoHS | Dies ist die Abkürzung für die EU-Richtlinie (Nr. 2002/95/EG) zur Beschränkung der Verwendung bestimmter gefährlicher Stoffe in Elektro- und Elektronikgeräten (englisch: Restriction of Hazardous Substances) |
| Spritzgussverfahren | Verfahren, um Formteile herzustellen. Mit einer Spritzgieß maschine wird der jeweilige Werkstoff, meist Kunststoff, in einer Spritzeinheit plastifiziert und in ein Spritzgießwerkzeug einge spritzt. Der Hohlraum, die Kavität, des Werkzeugs bestimmt die Form und die Oberflächenstruktur des fertigen Teils. |
| Stage-Gate-Process | Dies ist ein von der Wissenschaft entwickeltes Modell für die Optimierung von Innovations- und Entwicklungsprozessen. Damit sollen auch Ziele berücksichtigt werden, die in Innovations prozessen bislang gar nicht oder zu wenig berücksichtigt wurden, wie etwa Fokussierung und Prioritätssetzung, parallele Prozess abwicklung mit hohem Tempo, Einsatz eines bereichsübergreifen den Teams und Einbezug von Marktorientierung und Marktbeur teilung. |
| TPR-Zulassung | Thermoplastic Rubber, englisch für "thermoplastisches Gummi", ein thermoplastisches Elastomer |
| Working capital | Umlaufvermögen abzüglich der kurzfristigen Verbindlichkeiten |
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Dieser Geschäftsbericht enthält zukunftsgerichtete Aussagen. Diese Aussagen basieren auf den gegenwärtigen Erwartungen, Vermutungen und Prognosen des Vorstands sowie den ihm derzeit verfügbaren Informationen. Die zukunftsgerichteten Aussagen sind nicht als Garantien der darin genannten zukünftigen Entwicklungen und Ergebnisse zu verstehen. Die zukünftigen Entwicklungen und Ergebnisse sind vielmehr abhängig von einer Vielzahl von Faktoren, sie beinhalten verschiedene Risiken und Unwägbarkeiten und beruhen auf Annahmen, die sich möglicherweise als nicht zutreffend erweisen. Wir übernehmen keine Verpflichtung, die in diesem Bericht gemachten zukunftsgerichteten Aussagen zu aktualisieren.
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