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Manz AG — Interim / Quarterly Report 2016
Aug 18, 2016
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Interim / Quarterly Report
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6-MONATSBERICHT 2016
Die Manz AG auf einen Blick
Finanzkalender 2016
| 15. November 2016 | Veröffentlichung der Quartalsmitteilung für das 3. Quartal 2016 |
|---|---|
| 21.–23. November 2016 | Deutsches Eigenkapitalforum 2016 |
Konzernergebnisse im Überblick
| (in Mio. EUR) | 1.1.–30.6.2016 | 1.1.–30.6.2015 | Veränderung in % |
|---|---|---|---|
| Umsatz | 124,0 | 121,9 | +1,7% |
| Gesamtleistung | 126,6 | 130,2 | –2,8% |
| EBITDA | –4,5 | –6,7 | +32,8% |
| EBITDA-Marge (in %) | n/a | n/a | |
| EBIT | –11,7 | –12,9 | +9,3% |
| EBIT-Marge (in %) | n/a | n/a | |
| EBT | –14,1 | –14,1 | +0% |
| Konzernergebnis | –17,0 | –15,0 | –13,3% |
| Ergebnis je Aktie (in EUR) | –2,84 | –2,94 | +3,4% |
| Operativer Cashflow | –23,3 | –41,0 | +43,2% |
| Cashflow aus Investitionen | –4,6 | –15,9 | +71,1% |
| Cashflow aus Finanzierung | 59,6 | 80,9 | –26,3% |
| Veränderung | |||
| 30.6.2016 | 31.12.2015 | in % | |
| Bilanzsumme | 330,5 | 292,5 | +13,0% |
| Eigenkapital | 187,7 | 125,3 | +49,8% |
| Eigenkapitalquote (in %) | 56,8 | 42,8 | +32,7% |
| Finanzschulden | 67,4 | 82,9 | –18,7% |
| Liquide Mittel | 65,9 | 34,4 | +91,8% |
Nettoverschuldung 1,5 48,6 –97,0%
LEITBILD DER MANZ AG
Als Hightech-Maschinenbauer ist es unser Ziel, Maschinen und Systeme für weltweit schnell wachsende Zukunftsbranchen zu entwickeln. Mit dem Claim "passion for efficiency – Effizienz durch Leidenschaft" geben wir das Leistungsversprechen, unseren in dynamischen Zukunftsbranchen tätigen Kunden immer effizientere Produktionsanlagen anzubieten. Weltweite Kundennähe und umfangreiches technologisches Know-how stellen hierfür das Fundament unserer Gesellschaft dar und ermöglichen es uns, kontinuierlich die Angebotspalette entsprechend den Anforderungen der Industrie zu optimieren. Damit ist die Manz-Gruppe ein wichtiger Innovationstreiber – für den Durchbruch von Schlüsseltechnologien wie nachhaltige Energieerzeugung und stationäre Stromspeicherung, Displays und Geräte für globale Kommunikationsbedürfnisse und E-Mobilität. Aufgrund unserer umfassenden Expertise in den Technologiefeldern Automation, Laserbearbeitung, Vakuumbeschichtung, Drucken und Beschichten, Messtechnik, Nasschemie und Rolle-zu-Rolle, gibt es in zahlreichen Branchen Anwendungsmöglichkeiten für unsere Lösungen. Aktuell konzentrieren wir uns in Forschung und Entwicklung auf Produktionsanlagen für unsere strategischen Geschäftsbereiche Electronics, Solar und Energy Storage.
WIR SIND DER SCHRITTMACHER BEIM DURCHBRUCH NEUER TECHNOLOGIEN
Leistungsfähigere Displays, Leiterplatten und andere Kernkomponenten für Smartphone, Notebook und Tablet-Computer, effizientere Li-Ionen-Batterien für stationäre Energiespeicherung, E-Mobilität und Unterhaltungselektronik, Solarmodule mit immer besseren Wirkungsgraden: Mit unseren Produktionsanlagen setzen wir die grundlegenden Impulse, damit sich neue Technologien und Produkte schnell etablieren und kostengünstig hergestellt werden können.
Wir fokussieren uns auf schnell wachsende Märkte, die von besonders kurzen Produktlebenszyklen geprägt sind, und in denen kontinuierliche Innovation gefordert ist. Mit hoch flexiblen Entwicklungsprozessen und unserem branchenübergreifenden Technologietransfer können wir auf Märkten mit sich laufend wandelnden Rahmenbedingungen vorausschauend agieren und unseren Kunden somit deutliche Wettbewerbsvorteile verschaffen.
a 09 AN UNSERE AKTIONÄRE
- Brief des Vorstands
- Aktie der Manz AG
b 17 KONZERNZWISCHENLAGEBERICHT
- Grundlagen des Konzerns
- Wirtschaftsbericht
- Nachtragsbericht
- Chancen- und Risikobericht
- Prognosebericht
c 39 KONZERNZWISCHENABSCHLUSS
- Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung
- Konzern-Gesamtergebnisrechnung
- Konzernbilanz
- Konzernkapitalflussrechnung
- Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung
- Segmentberichterstattung Geschäftsbereiche
- Segmentberichterstattung Regionen
d 51 ANHANG
- Grundlagen
- Konsolidierungskreis
- Erläuterungen zu einzelnen Posten der Gewinn- und Verlustrechnung
- Erläuterungen zu einzelnen Posten der Bilanz
- Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen
- Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen
- Wesentliche Ereignisse nach Ende der Berichtsperiode
- Weitere Angaben
- Versicherung der gesetzlichen Vertreter
- Bescheinigung nach prüferischer Durchsicht
- Impressum
DIE HISTORIE DER MANZ AG
1987
AN UNSERE AKTIONÄRE
010 BRIEF DES VORSTANDS
013 AKTIE DER MANZ AG
013 Kursentwicklung
015 Hauptversammlung 2016
BRIEF DES VORSTANDS
Sehr verehrte Aktionärinnen und Aktionäre,
nachdem wir im ersten Quartal mit einem deutlichen Umsatzplus bei einem ausgeglichenen EBITDA gut in das aktuelle Geschäftsjahr gestartet waren, versetzte uns der kurzfristig erfolgte Auftragsstopp eines Großkunden im zweiten Quartal einen operativen Dämpfer. Gleichzeitig haben wir jedoch mit der Ende Mai erfolgreich abgeschlossenen Kapitalerhöhung und der Beteiligung von Shanghai Electric an der Manz AG einen wichtigen strategischen Meilenstein erreicht und eine solide Grundlage für eine zukünftig wieder positive Unternehmensentwicklung schaffen können.
Im ersten Halbjahr 2016 erzielten wir Umsätze in Höhe von 124,0 Mio. EUR. Wenngleich wir damit leicht über dem Vorjahresniveau liegen, wurden unsere Erwartungen nicht vollumfänglich erfüllt. Grund hierfür ist im Wesentlichen der vorläufige Auftragsstopp eines Großkunden im Bereich Energy Storage, der im Juni 2016, entgegen unserer Planung, zu Umsatzausfällen im mittleren einstelligen Millionenbereich führte. Unsere Kostenbasis zeigte sich dank der eingeleiteten Restrukturierungsmaßnahmen wie bereits im ersten Quartal deutlich verbessert. Im Ergebnis weisen wir daher nach dem ersten Halbjahr 2016 ein gegenüber dem Vorjahr verbessertes, jedoch negatives EBITDA von –4,5 Mio. EUR aus. Das EBIT beläuft sich nach 6 Monaten auf –11,7 Mio EUR.
Für das Gesamtjahr rechnen wir weiterhin mit einer signifikanten Steigerung des Umsatzes bei einem signifikant verbesserten Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT). Wir verfolgen dabei das Ziel eines mindestens ausgeglichenen operativen Ergebnisses vor Abschreibungen, Zinsen und Steuern (EBITDA), wenngleich sich dies aufgrund der bestehenden Planungsunsicherheit sowie der Umsatz- und Ertragsausfälle im zweiten Quartal im Zusammenhang mit dem Auftragsstopp im Bereich Energy Storage als zunehmend herausfordernd darstellt.
Begründet ist unsere Annahme in der Erwartung eines stärkeren zweiten Halbjahres 2016. Wesentlich zu dieser Entwicklung beitragen wird die strategische Zusammenarbeit mit Shanghai Electric. In den vergangenen Monaten haben wir den Dialog zwischen unseren Unternehmen weiter intensiviert. Die Detailplanung für unsere zukünftige Kooperation verläuft planmäßig und wir erwarten, dass wir noch im Laufe des dritten Quartals konkret über die nächsten Schritte berichten können. Die Intensivierung unserer Zusammenarbeit spiegelt sich auch in der Bestellung von Guoxing Yang (48), stellvertretender Direktor der Abteilung Business Development der Shanghai Electric, als Aufsichtsratsmitglied der Manz AG wider.
Wir haben mit Shanghai Electric einen langfristig orientierten Ankerinvestor und strategischen Partner an unserer Seite. Insbesondere für die Kommerzialisierung unserer weltweit führenden CIGS-Dünnschicht-Solartechnologie auf dem chinesischen Markt ergeben sich dadurch neue Chancen. Aber auch auf dem Gebiet der Energiespeichersysteme und in anderen Bereichen der Automationstechnologie sehen wir Potenziale, die wir gemeinsam in den kommenden Monaten und Jahren heben wollen.
Der Vorstand
Dieter Manz Martin Hipp Martin Drasch
AKTIE DER MANZ AG
KURSENTWICKLUNG (1.1.2016–31.7.2016)
Am 4. Januar 2016 startete die Aktie der Manz AG mit einem Schlusskurs von 31,04 EUR in das Geschäftsjahr 2016. Nach einem kurzzeitigen Kursverlust zu Jahresbeginn erreichte die Aktie am 9. Februar 2016 mit 22,56 EUR den Tiefstwert im Betrachtungszeitraum. In der Folgezeit erholte sich der Wert und bewegte sich bis Anfang Juni zwischen rund 35 und 42 EUR je Aktie. Am 2. Juni 2016 erreichte die Aktie mit 42,11 EUR den Höchstwert im Betrachtungszeitraum. In der Folge verzeichnete das Papier wieder deutliche Kursverluste und pendelte sich bei einem Preisniveau von rund 31 EUR ein. Am 29. Juli 2016 schloss die Manz-Aktie bei 31,10 EUR.
Aktie der Manz AG 1.1.–31.7.2016 (XETRA, in EUR)
Zum Ende des Betrachtungszeitraums 2016 zeigte sich die Manz-Aktie mit einem Rückgang um 0,65% nahezu unverändert zum Jahresbeginn. Im Vergleich zu den herangezogenen Indizes schloss lediglich der Semiconductor Sector Index (SOX) der Philadelphia Stock Exchange über der Manz-Aktie. Mit einer ähnlichen Wertentwicklung wie das Papier der Manz AG schloss zum Ende des Betrachtungszeitraums der Technologieindex TecDAX. Die Solarbranchenindizes World Solar Energy TR Index (SOLEX) der Société Générale und der Photovoltaik Global 30 Index (PV Global 30) der Deutsche Börse AG hingegen verzeichneten deutliche Kursverluste von jeweils knapp 50%.
| Stammdaten und Kennzahlen zur Aktie | ||||
|---|---|---|---|---|
| ------------------------------------- | -- | -- | -- | -- |
| WKN | A0JQ5U |
|---|---|
| ISIN | DE000A0JQ5U3 |
| Börsenkürzel | M5Z |
| Handelssegment | Regulierter Markt (Prime Standard) |
| Art der Aktien | Auf den Inhaber lautende Stammaktien ohne Nennbetrag (Stückaktien) mit einem anteiligen Betrag am Grundkapital von jeweils 1,00 EUR |
| Grundkapital | 7.744.088 EUR |
| Erstnotiz | 22. September 2006 |
| Erstausgabepreis | 19,00 EUR |
| Aktienkurs zum Beginn der Berichtsperiode* | 31,04 EUR |
| Aktienkurs zum Ende der Berichtsperiode* | 31,10 EUR |
| Prozentuale Veränderung | +0,2% |
| Periodenhoch | 42,11 EUR |
| Periodentief | 22,56 EUR |
* jeweils Schlusskurse des XETRA Handelssystems der Deutsche Börse AG
Die Manz AG weist mit aktuellen 53,01% einen hohen Streubesitz auf und verfügt über eine breite Aktionärsbasis. Der Gründer und Vorstandsvorsitzende Dieter Manz hält zum Stichtag 30. Juni 2016 insgesamt 24,66% der Anteile. Daneben besitzt Ulrike Manz weitere 2,66% der Aktien an der Gesellschaft. Ein Anteil von 19,67% entfällt auf die Shanghai Electric Germany Holding GmbH, eine Tochtergesellschaft der chinesischen Shanghai Electric Group.
Aktionärsstruktur
| 15. November 2016 | |
|---|---|
15. November 2016 Veröffentlichung der Quartalsmitteilung für das 3. Quartal 2016 21.–23. November 2016 Deutsches Eigenkapitalforum 2016
HAUPTVERSAMMLUNG 2016
Am 12.07.2016 fand in der FILharmonie in Filderstadt die ordentliche Hauptversammlung 2016 der Manz AG statt. Insgesamt waren 305 Aktionäre anwesend und folgten dem Bericht des Vorstands zur Geschäftsentwicklung im Jahr 2015 und dem Ausblick für das Geschäftsjahr 2016.
In der Hauptversammlung stimmten nahezu alle vertretenen Aktionäre den Tagesordnungspunkten zu. Insgesamt waren 60,52% des stimmberechtigten Grundkapitals vertreten (Vorjahr: 56,21%).
Im Rahmen der Hauptversammlung berichtete der Vorstand detailliert über die nach dem schwierigen Geschäftsjahr 2015 eingeleiteten Maßnahmen zur Restrukturierung, um die Manz AG für die Zukunft wieder profitabel aufzustellen. Zentrales Element dieser Maßnahmen ist der im Mai 2016 vollzogene Einstieg der Shanghai Electric Group als Ankeraktionär. Im Zuge der geplanten strategischen Zusammenarbeit wurde Guoxing Yang (48), stellvertretender Direktor der Abteilung Business Development der Shanghai Electric Group, als Aufsichtsratsmitglied der Manz AG bestellt. Guoxing Yang übernimmt das Mandat von Dr.- Ing. E.h. Peter Leibinger.
Eine Übersicht zu den detaillierten Abstimmungsergebnissen liefert die nachstehende Tabelle:
Abstimmergebnis-Übersicht
| TOP | Abstimmpunkt | Enthal tungen |
Gültige Stimmen |
in% vom GK |
Nein Stimmen |
Nein-% | Ja Stimmen |
Ja-% | Ergebnis |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 2 | Entlastung der Mitglieder des Vorstands 2015 |
173.005 | 2.583.322 | 33,36 | 31.168 | 1,21 | 2.552.154 | 98,79 | ange nommen |
| 3 | Entlastung der Mitglieder des Aufsichtsrats 2015 |
173.005 | 4.493.544 | 58,03 | 190.356 | 4,24 | 4.303.188 | 95,76 | ange nommen |
| 4 | Wahl Abschlussprüfer, Konzernabschlussprüfer, Prüfer Halbjahresfinanzbe richt 2016 |
984 | 4.665.565 | 60,25 | 335.826 | 7,20 | 4.329.739 | 92,80 | ange nommen |
| 5a | Wahlen zum Aufsichtsrat: Prof. Dr. Heiko Aurenz |
174.005 | 4.492.544 | 58,01 | 234.861 | 5,23 | 4.257.683 | 94,77 | ange nommen |
| 5b | Wahlen zum Aufsichtsrat: Guoxing Yang |
220.136 | 4.446.413 | 57,42 | 227.318 | 5,11 | 4.219.095 | 94,89 | ange nommen |
| 5c | Wahlen zum Aufsichtsrat: Prof. Dr. Michael Powalla |
220.830 | 4.445.719 | 57,41 | 236.484 | 5,32 | 4.209.235 | 94,68 | ange nommen |
| 6 | Schaffung eines neuen genehmigten Kapitals, Änderung der Satzung |
48.213 | 4.618.336 | 59,64 | 536.761 | 11,62 | 4.081.575 | 88,38 | ange nommen |
| 7 | Aufhebung bedingtes Kapital III, Änderung der Satzung |
1.029 | 4.665.520 | 60,25 | 5.865 | 0,13 | 4.659.655 | 99,87 | ange nommen |
KONZERNZWISCHENLAGEBERICHT
GRUNDLAGEN DES KONZERNS
- Geschäftsmodell inklusive Ziele und Strategie
- Konzernstruktur und Beteiligungen
- Standorte und Mitarbeiter
- Steuerungssystem und Leistungsindikatoren
- Forschung und Entwicklung
23 WIRTSCHAFTSBERICHT
- Gesamtwirtschaftliches Umfeld und branchenbezogene Rahmenbedingungen
- Analyse der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage
35 NACHTRAGSBERICHT
CHANCEN- UND RISIKOBERICHT
PROGNOSEBERICHT
- Ausblick
- Gesamtaussage zur künftigen Entwicklung
- Zukunftsgerichtete Aussagen
GRUNDLAGEN DES KONZERNS
GESCHÄFTSMODELL INKUSIVE ZIELE UND STRATEGIE
Die 1987 gegründete Manz AG ist ein international agierender Hightech-Maschinenbauer mit weltweiter Präsenz. Das Unternehmen bietet seinen Kunden aus Wachstums- und Zukunftsbranchen hocheffiziente Produktionsanlagen und hat sich in den vergangenen Jahren erfolgreich als gefragter Entwicklungspartner der Industrie etabliert. Mit innovativen Lösungen für höchst zuverlässige Produktionsprozesse ist die Manz AG Wegbereiter für die Weiterentwicklung und den Durchbruch von Schlüsseltechnologien unserer Zeit. Mit umfassender Expertise in den sieben Technologiefeldern Automation, Laserbearbeitung, Vakuumbeschichtung, Messtechnik, Nasschemie, im Drucken und Beschichten sowie in Rolle-zu-Rolle-Prozessen fokussiert sich die Manz AG auf die drei strategischen Geschäftsbereiche "Electronics", "Solar" und "Energy Storage". Zur Sicherung des mittel- und langfristigen Unternehmenserfolgs treibt die Manz AG auch künftig den branchenübergreifenden Technologietransfer, die Diversifizierung des Geschäftsmodells sowie die Internationalisierung des Unternehmens konsequent voran.
KONZERNSTRUKTUR UND BETEILIGUNGEN
Insgesamt werden zum 30. Juni 2016 im Konzernabschluss der Manz AG 18 Unternehmen einbezogen und entsprechend voll konsolidiert. Als Muttergesellschaft des Konzerns hielt das Unternehmen am Stichtag jeweils 100%-Beteiligungen an sechs ausländischen sowie an einer inländischen Tochtergesellschaft in Schwäbisch Hall. Zwei der ausländischen Tochtergesellschaften haben ihren Sitz in Ungarn; jeweils eine Gesellschaft besteht in Italien, den USA, der Slowakei und Hongkong. Daneben bestehen 100%-Beteiligungen an vier Enkelgesellschaften in China sowie einer in Taiwan. Eine 75%ige Enkelgesellschaft besteht in Indien. Ebenfalls mit jeweils 100%iger Beteiligung besteht eine Urenkelgesellschaft in Taiwan mit zwei Ur-Urenkelgesellschaften auf den British Virgin Islands sowie einer 80,5%-Beteiligung in Taiwan.
STANDORTE UND MITARBEITER
Qualifizierte und motivierte Mitarbeiter sind die Basis für den langfristigen Unternehmenserfolg der Manz AG. Zum 30. Juni 2016 waren insgesamt 1.831 Mitarbeiter (Vorjahr: 2.016) für das Unternehmen im In- und Ausland tätig, davon 602 an den deutschen Standorten. Gemessen an der Zahl der Mitarbeiter ist die größte Tochtergesellschaft im Konzern die Manz China Suzhou Ltd. in China mit 467 Beschäftigten, gefolgt von der Manz Taiwan Ltd. in Taiwan mit 260 Werktätigen und der Manz Slovakia s.r.o. mit 223 Arbeitnehmern.
Der kontinuierliche Ausbau des Technologie- und Produktportfolios mit über 450 qualifizierten Ingenieuren, Technikern und Naturwissenschaftlern sowie eine starke lokale Präsenz in der Hauptabsatzregion Asien bleiben zentrale Bestandteile der strategischen Ausrichtung der Gesellschaft und spiegeln sich in der Mitarbeiterstruktur wider.
Mitarbeiterstruktur
Mitarbeiter zum 30.06.2016 Mitarbeiter zum 30.06.2015
STEUERUNGSSYSTEM UND LEISTUNGSINDIKATOREN
Auf Konzernebene ist die Manz AG zum Zwecke der Unternehmenssteuerung nach Produkten und Dienstleistungen organisiert und verfügt über die drei Geschäftsbereiche "Electronics", "Solar" und "Energy Storage" sowie die Berichtssegmente "Contract Manufacturing" und "Others". Um über die Verteilung der Ressourcen zu entscheiden und die Ertragskraft der Bereiche und Segmente zu steuern, werden diese vom Management getrennt überwacht. Über den Geschäftsverlauf im Einzelnen wird der Vorstand mittels detaillierter Berichte regelmäßig informiert. Dadurch kann der Vorstand nicht zufriedenstellenden Entwicklungen zeitnah entgegenwirken.
Standorte und Mitarbeiter
- 3 Slowakei Nove Mesto nad Vahom Production, Sales & Service
- 7 Südkorea Seoul, Incheon, Daegu Sales & Service
Taoyuan, Taichung, Tainan Production, Sales & Service Bangalore, Hyderabad Sales & Service
Das Finanzmanagement der Manz AG ist zentral organisiert. Zur Minimierung von Risiken und Nutzung konzernübergreifender Optimierungspotenziale bündelt die Gesellschaft Entscheidungen über Finanzierungen, Geldanlagen sowie Wechselkurssicherungen von Tochtergesellschaften innerhalb des Konzerns. Dabei werden wertorientierte Finanzierungsgrundsätze verfolgt, um sowohl die Liquidität zu jedem Zeitpunkt sicherzustellen als auch die finanzwirtschaftlichen Risiken zu begrenzen und die Kapitalkosten zu optimieren.
Darüber hinaus wird ein ausgewogenes Fälligkeitsprofil angestrebt. Als zentrale Steuerungsgrößen des Finanzmanagements dienen dem Vorstand der Manz AG die Kennzahlen Umsatz, Gewinn vor Zinsen und Steuern (EBIT), Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA), Eigenkapitalquote sowie die Liquidität. Die Entwicklung der Steuerungsgrößen im Hinblick auf definierte Zielwerte wird auf jährlicher Basis berichtet. Nähere Informationen hierzu sind im Abschnitt "Steuerungssystem und Leistungsindikatoren" des Geschäftsberichts 2015 der Manz AG zu finden. Dieser kann auf der Webseite der Manz AG im Menü "Investor Relations" eingesehen werden (www.manz.com).
FORSCHUNG UND ENTWICKLUNG
Ein zentraler Baustein für den erfolgreichen Ausbau des branchenübergreifenden Technologie- und Produktportfolios der Manz AG ist der Bereich Forschung und Entwicklung. Um die Positionierung als Innovationstreiber von Wachstumsbranchen weiter zu festigen, spielt der Bereich Forschung und Entwicklung auch im Geschäftsjahr 2016 für die Gesellschaft eine wichtige Rolle. Mit ihren über 450 Ingenieuren, Technikern und Naturwissenschaftlern an ihren Entwicklungsstandorten in Deutschland, Italien, der Slowakei, Taiwan und China konzentriert sich die Manz AG auf die wesentlichen Technologien in ihren Geschäftsbereichen Electronics, Solar und Energy Storage. Dabei betreibt sie mit Nachdruck die branchenübergreifende Verzahnung dieser Kernkompetenzen, um Synergie- und Skaleneffekte zu forcieren.
Insgesamt weist die Manz AG für den Berichtszeitraum eine Forschungskostenquote von 8,9% aus (Vorjahr: 11,9%). Betrachtet man nur die aktivierten Entwicklungskosten, beläuft sich die Forschungskostenquote auf 3,2% (Vorjahr: 6,4%). Um die ausgezeichnete technologische Positionierung in den relevanten Zielmärkten und die Innovationskraft nachhaltig und langfristig zu festigen, strebt die Manz AG eine jährliche Forschungskostenquote von durchschnittlich 6,5% an.
WIRTSCHAFTSBERICHT
GESAMTWIRTSCHAFTLICHES UMFELD UND BRANCHENBEZOGENE RAHMENBEDINGUNGEN
Konjunkturelles Marktumfeld
In seinen "Grundlinien der Wirtschaftsentwicklung im Sommer 2016" erwartet das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung in Berlin (DIW) ein weiterhin nur gedämpftes Wachstum der Weltwirtschaft. Wie bereits in den vergangenen Quartalen tragen zur Verlangsamung vor allem die Schwellenländer bei, in denen das Wachstum hinter dem der Vorjahre zurückbleibt. Für den weiteren Jahresverlauf rechnet das DIW weltweit zwar mit einer leichten Konjunkturbelebung, doch die überraschend schwache Entwicklung im ersten Quartal wird voraussichtlich nicht vollständig ausgeglichen. Vor diesem Hintergrund sollte das globale Wachstum im laufenden Jahr bei lediglich 3,2% liegen. Im kommenden Jahr zieht die Konjunktur laut DIW-Erwartung leicht an, das Wachstum dürfte dann 3,6% betragen.
Im Euroraum gewann das Bruttoinlandsprodukt (BIP) im ersten Quartal 2016 an Dynamik und legte um 0,6% zu. Im zweiten Quartal dürfte jedoch eine leichte Gegenbewegung erfolgt sein, denn nach einer sehr starken Ausweitung der Industrieproduktion im Januar war diese in den folgenden beiden Monaten wieder rückläufig. Insgesamt sieht das DIW für den Euroraum in diesem Jahr ein BIP-Wachstum von 1,6% und im kommenden Jahr von 1,7%. Für Deutschland erwartete das DIW vor dem Referendum der Briten zugunsten eines EU-Austritts (Brexit) ein Wachstum von 1,7%, getragen von einer dynamischen Binnenkonjunktur. Für 2017 sah das Institut bei nachlassendem Konsum sowie schwächeren Bauinvestitionen noch ein Plus beim BIP von 1,4%. Doch im nach dem Brexit-Entscheid veröffentlichten "DIW Konjunkturbarometer Juni 2016" heißt es, bereits in der zweiten Jahreshälfte könnte die Konjunktur deutlich an Schwung verlieren, vor allem weil die Exporte nach Großbritannien merklich zurückgehen könnten. Ohne Berücksichtigung indirekter Effekte würde dies das Wachstum der deutschen Wirtschaft um einen halben Prozentpunkt drücken.
Für die Volksrepublik China, einem der wichtigsten Absatzmärkte der Manz AG, sieht das DIW nach einem Wachstum von 6,9% im vergangenen Jahr nur noch ein Plus von 6,1% im laufenden und von 6,0% im kommenden Jahr – unter anderem, weil von der Weltkonjunktur nur wenige Impulse für die Exporte ausgehen. In den nächsten drei Jahren will China umgerechnet rund 630 Milliarden Euro in den Ausbau seiner Infrastruktur stecken, um das Wachstum zu stützen. Auch in der größten Volkswirtschaft, den Vereinigten Staaten, sind die Aussichten laut DIW zunächst eher verhalten: Für 2016 erwarten die Berliner Ökonomen ein BIP-Wachstum von 1,8%. Doch schon 2017 soll es sich wieder auf 2,3% beschleunigen.
Geschäftsbereich Electronics
Die Manz AG bietet in ihrem Geschäftsbereich Electronics hocheffiziente Produktionssysteme zur Herstellung von Displays für LCD- und OLED-Flachbildschirme sowie von Touchsensoren an. Daneben umfasst das Portfolio auch Produktionsanlagen für Leiterplatten und Chip Carrier sowie für Smartphones, Tablet-Computer, Notebooks und weitere Unterhaltungselektronik.
Die Marktentwicklung von Smartphones und Tablet-Computern sehen Branchenexperten für die kommenden Jahre optimistisch. Zwar endete das Jahr 2015 bei einem Plus des Smartphone-Marktes von 9,8% und damit laut der International Data Corporation (IDC) erstmals mit einem einstelligen Wachstum. Doch auch bis 2019 soll sich der Markt mit durchschnittlich 7,4% pro Jahr weiter deutlich ausweiten. Lagen die Verkäufe 2015 noch bei 1,43 Milliarden Stück, sollen sie 2019 bereits bei 1,86 Milliarden Stück liegen. Und während der Markt für traditionelle Desktop- und Laptop-PCs weiter schrumpfen dürfte, wird sich der Verkauf von Premium-Laptops von weltweit 45 Millionen Stück im Jahr 2015 auf 92 Millionen Stück im Jahr 2019 mehr als verdoppeln, erwartet die Gartner Group. Die Tablet-Verkäufe liegen laut Gartner in diesem Zeitraum relativ stabil bei jährlich 195 bis 198 Millionen Stück.
Weiterhin dynamisch zeigen sich der Markt und die technische Entwicklung von Flat Panel Displays. Der gesamte Markt soll gemäß einer Trendstudie des Marktforschungshauses Markets and Markets mit einer durchschnittlichen Rate von jährlich 6% auf ein Volumen von 155,54 Mrd. USD im Jahr 2020 wachsen. Zwei vielversprechende Treiber dieser Entwicklung sind laut Marktforschungsinstitut IHS die noch relativ jungen AMOLED-Displays sowie die Weiterentwicklung flexibler Displays. AMOLED-Displays sind verglichen mit der LCD-Technologie einfacher aufgebaut, dünner, leichter, bieten eine bessere Farbsättigung sowie bessere Kontraste, reagieren schneller und sind deshalb leichter in Touchscreen-Funktionen zu integrieren. Sie erlauben zudem die Weiterentwicklung flexibler, biegsamer und sogar faltbarer Displays, was vollkommen neue Design-Optionen eröffnet. In dem Maße, in dem die Nachfrage nach tragbaren Geräten steigt, wird auch die Nachfrage nach innovativen flexiblen Displays wachsen: Dazu gehören nicht nur Smartphones oder Tablets, sondern in zunehmendem Maße auch Smartwatches, Datenbrillen, VR-Geräte (Virtual Reality) und Displays für Automobil-Cockpits. Verbesserungen in der Produktion und Kostensenkungen, die nicht zuletzt durch die Entwicklungsarbeit bei Innovationstreibern wie der Manz AG ermöglicht werden, erlauben es immer mehr Anbietern von Unterhaltungselektronik, AMOLED-Displays einzusetzen. Der Umsatz mit dieser Technologie soll laut IHS allein 2016 im Vergleich zum Vorjahr um 25% auf 15 Mrd. USD wachsen. Zu den Stützen dieses Wachstums gehören unter anderem auch Tablets und Notebooks – 2016 dürften 8,6 Millionen mit AMOLED ausgestattete Geräte ausgeliefert werden, 63% mehr als im Jahr zuvor. Die Technologie für flexible Displays hingegen steht noch sehr am Anfang: Ihr Umsatz wird nach Erwartung von IHS von 3,7 Mrd. USD im Jahr 2016 auf 15,5 Mrd. USD im Jahr 2022 wachsen.
Mit den etablierten Produktionsstandorten in Taiwan und China ist die Manz AG in den Hotspots der Zielindustrien aktiv und hat sich als Anbieter nasschemischer Prozessanlagen eine marktführende Position innerhalb Asiens erarbeitet. Mit der Übernahme der Kleo Halbleitertechnik GmbH Anfang Juni 2015 erweiterte die Manz AG ihr Technologieportfolio um die Laserdirektbelichtung (LDI = Laser Direct Imaging) von Leiterplatten. Die LDI-Plattform Manz SpeedLight 2D wurde erfolgreich in die vorhandenen Lösungen zur Leiterplattenfertigung integriert. Sie ermöglicht im Vergleich zum konventionellen Photolithografie-Verfahren eine Steigerung der Effizienz sowie eine höhere Flexibilität im Produktionsprozess. Damit eröffnet Manz ein signifikantes Potenzial für Kostensenkungen von bis zu 75%. Mit dem branchenübergreifenden Technologietransfer und zielgerichteten Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten sieht sich die Manz AG gut positioniert, um die starke Marktposition des Unternehmens weiter auszubauen und an künftigen Chancen partizipieren zu können.
Geschäftsbereich Solar
Als Hightech-Maschinenbauer bietet die Manz AG der Industrie innovative Produktionslösungen für kristalline Solarzellen und Dünnschicht-Solarmodule.
In seinem "Global Market Outlook 2016 bis 2020" sieht der Branchenverband Solar Power Europe den weltweiten Ausbau der Solarenergie deutlich positiver als in früheren Prognosen. Die Marktbeobachter halten ein Wachstum der globalen Photovoltaik (PV)-Kapazität auf 600 Gigawatt (GW) bis 2020 für realistisch – 2015 waren weltweit 229 GW installiert, 2010 noch weniger als 41 GW. Der Markt für Solarenergie gewinnt an Momentum, allein 2015 kamen 50,6 GW hinzu. Am stärksten wächst die Solarenergie in Asien und in den USA – China und Japan allein trugen zu mehr als der Hälfte des weltweiten Solarausbaus bei. China hat dabei Deutschland als führendes Land mit der größten installierten Solarkapazität abgelöst und erreichte 43 GW, während Europa die 100-GW-Marke überschritt.
Laut Marktforschungsinstitut IHS liegt die Kapazität der aktuell projektierten neuen Anlagen bei 110 GW – rund die Hälfte dieser Pipeline umfasst Projekte in den USA, China und Brasilien. Ende 2016 werden die installierten Anlagen 310 GW übersteigen. Deutschland verliert dabei seine führende Rolle und fällt nach China, den USA und Japan auf Rang vier der installierten Solar-Kapazität zurück. Zusammen mit Italien vereinen diese Länder 70 Prozent der weltweit installierten Solarkapazität.
Der anhaltende Ausbau der Solarenergie stabilisiert die am Markt erzielbaren Preise für Solarmodule. IHS erwartet, dass die Preise 2016 zunächst nur um etwa 5% sinken werden, sich dann der Preisdruck jedoch ab der zweiten Jahreshälfte wieder verstärkt und 2017 die Preise um 8% auf durchschnittlich 0,51 USD pro Watt sinken werden. Dennoch lag die durchschnittliche Bruttomarge der Branche bei 22%. Nicht nur auf der Verbraucherseite, auch auf der Produzentenseite diversifiziert sich der Markt international wieder stärker: Während in China die Produktionskapazität 2016 um 12,9% zulegen dürfte, sollen es in Südostasien 65% Zuwachs sein und in Indien sogar 80%.
Mit ihren Produktionsanlagen bietet die Manz AG der Industrie sowohl Effizienzsteigerung als auch wesentliche Kosteneinsparungen. Dabei konzentriert sich die Manz AG mit dem einmaligen Know-how ihres weltweit größten Expertenteams auf die CIGS-Dünnschichttechnologie. Mit der branchenweit einzigartigen Innovationslinie am Standort Schwäbisch Hall und einer exklusiven Kooperation mit dem Zentrum für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung Baden-Württemberg (ZSW) treibt die Manz AG die Forschung und Entwicklung im Bereich CIGS intensiv voran. Ziel ist es, durch den exklusiven Zugang zu den Forschungsergebnissen des Entwicklungspartners ZSW, die Technologie aus dem Labor in die Massenfertigung zu übertragen: Im Juni 2016 erzielte das ZSW mit einem Wirkungsgrad von 22,6% den Wirkungsgrad-Weltrekord über alle Dünnschicht-Solartechnologien.
Mit der Manz CIGSfab bietet das Unternehmen seinen Kunden eine schlüsselfertige, voll integrierte Produktionslinie zur Herstellung von CIGS-Dünnschicht-Solarmodulen. Bereits heute liegen die Produktionskosten der CIGS-Dünnschichttechnologie in einer Manz CIGSfab, je nach Standort und Größe der Fabrik, deutlich unter den Kosten der vorherrschenden kristallinen Silizium-Solartechnologie. Mit der CIGSfab bietet Manz somit die derzeit profitabelste und effizienteste Solartechnologie. Ein Rekord-Wirkungsgrad von 16% auf Modulgröße und eine verlässliche Technologie-Roadmap für künftige Wirkungsgradsteigerungen stehen für höchste Investitionssicherheit. Entsprechend sieht sich die Manz AG ausgezeichnet positioniert, um am kommenden Investitionszyklus in der Solarbranche partizipieren zu können.
Geschäftsbereich Energy Storage
Im Geschäftsbereich Energy Storage fokussiert sich die Manz AG auf Produktionsanlagen für Lithium-Ionen-Batteriezellen und -Batteriesysteme sowie für Kondensatoren, die ihren Einsatz in den Bereichen Consumer Electronics, Elektromobilität und stationäre Stromspeicherung finden.
Die Experten des Marktforschungsinstituts Frost & Sullivan erwarten eine Vervierfachung des weltweiten Gesamtmarkts für Lithium-Ionen-Batterien von 17,6 Mrd. USD im Jahr 2013 auf rund 70 Mrd. USD in 2020. Hauptwachstumstreiber für die kommenden drei bis vier Jahre sind demnach die Bereiche "Mobile Communication" und "Computing Devices". Weitere Wachstumsimpulse für den Markt für Lithium-Ionen-Batterien durch Elektromobilität sowie stationäre Stromspeicherung erwartet Frost & Sullivan auf mittel- bis langfristiger Sicht. Sowohl in der Automobilbranche als auch dem Sektor für Energienetze und der Speicherung erneuerbarer Energien werden sich demnach gesetzliche Anreize auf die Absatzzahlen für Lithium-Ionen-Akkus auswirken. Im Jahr 2015 wurden laut Avicenne Energy weltweit rund 2,7 Mio. Autos mit Elektromotoren (Elektroautos, Hybridfahrzeuge und Plug-in-Hybridfahrzeuge) produziert. Für das Jahr 2020 erwartet das Marktforschungsinstitut einen Anstieg der jährlichen Produktion auf 4,6 Mio. Stück, die sich bis zum Jahr 2025 weiter auf mehr als 7 Mio. Fahrzeuge pro Jahr erhöhen soll. Abhängig von staatlichen Förderungen der Elektromobilität in China soll darüber hinaus ein zusätzliches Potenzial bestehen, das zu einer jährlichen Produktion von 6 Mio. Stück im Jahr 2020 und mehr als 9 Mio. Stück im Jahr 2025 führen kann.
Dabei spielen innovative Hightech-Maschinenbauer wie die Manz AG mit der Entwicklung hocheffizienter Produktionsanlagen eine wesentliche Rolle: Das Fraunhofer-Institut für System- und Innovationsforschung (ISI) in Karlsruhe nennt in seiner "Gesamt-Roadmap Energiespeicher für die Elektromobilität 2030" einen Batteriepreis von unter 130 USD/kWh als Schlüssel dafür, dass Elektroautos gegenüber herkömmlich angetriebenen Fahrzeugen wettbewerbsfähig werden. Dieses Niveau streben Automobilhersteller mit dem Bau eigener Produktionsanlagen für Batterien an. Schon heute liegen die Kosten kleinformatiger Lithium-Ionen-Zellen unter 200 EUR/kWh. In den kommenden fünf bis zehn Jahren soll eine weitere Kostenreduktion bis unter 100 EUR/kWh erreicht werden. Auch großformatige Lithium-Ionen-Zellen, deren Produktionskosten zwischen 200 EUR/kWh und 250 EUR/kWh liegen, werden bereits heute zum Teil von Zellherstellern für Preise unter 200 EUR/kWh von OEMs bezogen. Bis 2030 sind laut ISI die Verdoppelung der Energiedichte auf bis zu 300 Wh/kg sowie eine Kostenreduktion auf unter 100 EUR/kWh möglich. Damit folgt die Preisentwicklung bei großformatigen Zellen den Entwicklungen der Kosten kleinformatiger Zellen mit zehn bis 15 Jahren Abstand. Treiber dieser Entwicklung sind Materialinnovationen und Skaleneffekte durch eine industrialisierte Fertigung bei steigenden Stückzahlen. Diese Effekte wollen auch die großen asiatischen Anbieter von Unterhaltungselektronik nutzen. Sie investieren trotz derzeitiger Überkapazitäten in den weiteren Ausbau ihrer Batteriefertigung, beobachtet das ISI.
Die Manz AG verfügt im Geschäftsbereich Energy Storage über ausgewiesenes Know-how in der Wickel-, Stapel- und Laminiertechnologie – den wichtigsten Technologien bei der Herstellung von Lithium-Ionen-Batterien und Kondensatoren für Consumer Electronics, die Elektromobilität sowie die stationäre Energiespeicherung. Manz ist insbesondere mit seinen internationalen Standorten optimal in den relevanten Produktionsmärkten aufgestellt. Dies bildet eine hervorragende Basis, um das Umsatz- und Ertragspotenzial dieser Branchen heute und in Zukunft konsequent nutzen zu können.
Gesamtaussage
Die Manz AG hat sich als Hightech-Maschinenbauer ein herausragendes Know-how in den sieben Schlüsseltechnologien Automation, Laserbearbeitung, Vakuumbeschichtung, Drucken und Beschichten, Messtechnik, Nasschemie und Rolle-zu-Rolle aufgebaut. Um die Abhängigkeit von der Entwicklung einzelner Zielbranchen und Wachstumsmärkte zu verringern, verfolgt das Unternehmen eine konsequente Diversifizierung des Geschäftsmodells in Kunden, Regionen und Branchen und treibt gleichzeitig den Technologietransfer zwischen den Geschäftsbereichen weiter voran.
Für ihren Geschäftsbereich Electronics wertet die Manz AG ihre mittelfristige Perspektive positiv. Diese Einschätzung stützt sich auf die stetige Entwicklung und zunehmende Marktdurchdringung neuer Technologien wie zum Beispiel AMOLED- und biegsame Displays sowie auf die stetig steigende Nachfrage nach LCD- und OLED-Flachbildschirmen, Smartphones und hochwertigen tragbaren Computern, nach Touchsensoren, hochauflösenden Leiterplatten und Chip Carriern. Zudem tragen neue Produktgruppen wie Smartwatches, Virtual Reality oder Automotive-Anwendungen zum weiteren Potenzial in diesem Bereich bei.
In der Solarbranche zeichnet sich ein weiterhin starker Ausbau der weltweit installierten Anlagen ab. Dabei verteilen sich sowohl die Nachfrage nach Solarmodulen als auch die Produktionskapazität auf immer mehr Länder. Die Manz AG sieht sich mit innovativen Produktionslösungen, insbesondere im Bereich der hocheffizienten und wirtschaftlichen CIGS-Dünnschichttechnologie, grundsätzlich gut positioniert, um von künftigen Investitionen profitieren zu können. Insbesondere vor dem Hintergrund der geplanten Zusammenarbeit mit Shanghai Electric sieht der Vorstand sehr gute Chancen bei der erfolgreichen Vermarktung und Weiterentwicklung der CIGS-Technologie.
Aufgrund der dynamischen Entwicklung des Marktes für Lithium-Ionen-Batterien und dem weltweit einzigartigen Technologieportfolio zur Herstellung aller aktuellen Batterie-Zellkonzepte für Consumer Electronics, Elektromobilität und stationäre Stromspeicherung sieht die Manz AG zudem deutliche Wachstumschancen im Geschäftsbereich Energy Storage.
ANALYSE DER VERMÖGENS-, FINANZ- UND ERTRAGSLAGE
Ertragslage
In den ersten sechs Monaten des Geschäftsjahres 2016 lagen die Umsatzerlöse der Manz AG mit 124,0 Mio. EUR zwar leicht über dem ersten Halbjahr 2015 (121,9 Mio. EUR). Sie blieben jedoch wegen eines Sondereffekts leicht hinter den Erwartungen zurück, nachdem ein vorläufiger Auftragsstopp seitens eines Großkunden im Geschäftsbereich Energy Storage im Juni zu Umsatzausfällen im mittleren einstelligen Millionenbereich geführt hatte.
Ein wesentlicher Umsatzanteil von 40,2 % entfiel im Berichtszeitraum mit 49,8 Mio. EUR auf den Geschäftsbereich Electronics (30. Juni 2015: 42,3 Mio. EUR bzw. 34,7%). Der Solar-Bereich erwirtschaftete rund 17,5 Mio. EUR bzw. 14,1% des Gesamtumsatzes der Manz AG (30. Juni 2015: 10,6 Mio. EUR bzw. 8,6%). Ein weiterer bedeutender Umsatzanteil entfiel mit 34,9 Mio. EUR bzw. 28,1% auf den Geschäftsbereich Energy Storage mit Anlagen zur Produktion von Lithium-Ionen-Batterien und Kondensatoren (30. Juni 2015: 49,7 Mio. EUR bzw. 41,0%). Für einen Umsatzbeitrag in Höhe von 15,0 Mio. EUR bzw. 12,1% zeichnete das Berichtssegment Contract Manufacturing verantwortlich (30. Juni 2015: 14,2 Mio. EUR bzw. 11,6%). Der Umsatz im Berichtssegment Others summierte sich auf 6,9 Mio. EUR nach 5,2 Mio. EUR im ersten Halbjahr 2015; dies entspricht einem Umsatzanteil von 5,5% nach 4,1% im Vergleichszeitraum des Vorjahres.
Umsatz nach Geschäftsbereichen 1.1.–30.6.2016
Nach Regionen verteilten sich die Umsatzerlöse der Manz AG in den ersten sechs Monaten des Geschäftsjahres 2016 wie folgt: Mit 82,2 Mio. EUR bzw. 66,3% entfiel der größte Umsatzanteil der Manz AG auf Taiwan und China (30. Juni 2015: 76,1 Mio. EUR bzw. 62,4%). Die Geschäfte im übrigen Asien trugen 5,1 Mio. EUR bzw. 4,1% zum Gesamtumsatz bei (30. Juni 2015: 4,6 Mio. EUR bzw. 3,8%). In Deutschland erzielte die Gesellschaft 10,9 Mio. EUR oder 8,9% des Gesamtumsatzes (30. Juni 2015: 21,2 Mio. EUR bzw. 17,3%). Rund 17,6 Mio. EUR bzw. 14,2% der Umsatzerlöse erwirtschaftete die Manz AG im Berichtszeitraum im übrigen Europa, nach 16,7 Mio. EUR bzw. 13,7% im ersten Halbjahr 2015. In den USA konnten Umsatzerlöse in Höhe von 8,1 Mio. EUR realisiert werden; dies entspricht einem Anteil am Gesamtumsatz von 6,5% (30. Juni 2015: 2,5 Mio. EUR bzw. 2,0%). Die Umsätze in den übrigen Regionen weltweit beliefen sich auf 39 TEUR (30. Juni 2015: 0,9 Mio. EUR bzw. 0,8%).
Umsatz nach Regionen 1.1.–30.6.2016
Die Bestandsveränderung fertiger und unfertiger Erzeugnisse lag bei –1,4 Mio. EUR (Vorjahr: 0,5 Mio. EUR). Dieser Rückgang ist überwiegend auf den Abbau von Lagerbeständen im Berichtszeitraum zurückzuführen. Auch die aktivierten Eigenleistungen lagen mit 4,0 Mio. EUR deutlich unter Vorjahresniveau (7,8 Mio. EUR). Dieser Rückgang ist auf weniger aktivierungsfähige Pilotprojekte zurückzuführen. Insgesamt resultiert daraus eine unter dem Niveau des Vorjahreszeitraumes liegende Gesamtleistung von 126,6 Mio. EUR (Vorjahr: 130,2 Mio. EUR).
Die sonstigen betrieblichen Erträge sind gegenüber dem Vorjahr (3,1 Mio. EUR) mit 3,2 Mio. EUR nahezu unverändert geblieben. Der Materialaufwand belief sich mit 70,3 Mio. EUR deutlich unter dem Vorjahreszeitraum (77,2 Mio. EUR). Die Materialaufwandsquote lag mit 55,5% unter dem Niveau des Vorjahres von 59,3%. Wie schon bei den aktivierten Eigenleistungen macht sich hier bemerkbar, dass weniger materialintensive Pilotprojekte realisiert wurden.
Das Rohergebnis betrug 59,5 Mio. EUR und lag damit über dem Niveau des Vorjahres (56,2 Mio. EUR). Der Personalaufwand lag aufgrund der Ressourcenanpassung zu Jahresbeginn im ersten Halbjahr 2016 mit 40,5 Mio. EUR unter dem Vergleichszeitraum 2015 (41,3 Mio. EUR). Gleichzeitig stieg die Personalaufwandsquote aufgrund der in Summe geringeren Gesamtleistung im Vergleich zu 31,7% im Vorjahr leicht auf 32,0% an. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen erhöhten sich vor allem aufgrund gestiegener Ausgangsfrachten von 21,6 Mio. EUR auf 23,5 Mio. EUR.
Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) zeigte sich zwar verbessert, lag infolge des schwächer als erwartet ausgefallenen Umsatzniveaus und der daraus resultierenden geringeren Gesamtleistung mit –4,5 Mio. EUR im negativen Bereich (Vorjahr: –6,7 Mio. EUR). Die Abschreibungen lagen im ersten Halbjahr 2016 mit 7,3 Mio. EUR über dem Niveau des Vorjahres (6,2 Mio. EUR). Hierin enthalten sind außerplanmäßige Abschreibungen in Höhe von TEUR 766 für die Schließung der Standorte Karlstein und Tettnang. Insgesamt ergibt sich hieraus ein operatives Ergebnis (EBIT) von –11,7 Mio. EUR (Vorjahr: –12,9 Mio. EUR).
Bei Betrachtung der einzelnen Geschäftsbereiche betrug das EBIT im Geschäftsbereich Electronics –4,0 Mio. EUR (Vorjahr: –8,1 Mio. EUR). Der Bereich Solar verzeichnete ein EBIT von –4,9 Mio. EUR nach –7,0 Mio. EUR im Vorjahr. Das operative Ergebnis im Geschäftsbereich Energy Storage belief sich auf –2,9 Mio. EUR nach 1,7 Mio. EUR im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Das Berichtssegment Contract Manufacturing verzeichnete ein operatives Ergebnis von 63 TEUR (Vorjahr: 1,1 Mio. EUR). Im Bereich Others belief sich das EBIT auf 64 TEUR nach –0,6 Mio. EUR im Vorjahr.
Die Finanzaufwendungen erhöhten sich im Berichtszeitraum 2016 auf 2,4 Mio. EUR nach 1,2 Mio. EUR im Vorjahr, unter anderem weil ein Darlehen bei der Europäischen Investitionsbank (EIB) in Höhe von 20 Mio. EUR voll abgerufen wurde sowie Gebühren im Zusammenhang mit der Rückführung von Bankdarlehen anfielen. Insgesamt resultiert hieraus ein Finanzergebnis von –2,3 Mio. EUR (Vorjahr: –1,2 Mio. EUR). Nach Abzug der Steuern vom Einkommen und Ertrag beläuft sich das Konzernergebnis der Manz AG im ersten Halbjahr 2016 auf –17,0 Mio. EUR (Vorjahr: –15,0 Mio. EUR). Das ergibt bei einem gewichteten Durchschnitt von 5.950.043 Aktien ein Ergebnis je Aktie von –2,84 EUR (Vorjahr: –2,94 EUR bei 5.097.803 Aktien).
Vermögenslage
Die Bilanzsumme zum 30. Juni 2016 erhöhte sich im Vergleich zum Bilanzstichtag 2015 auf 330,5 Mio. EUR (31. Dezember 2015: 292,5 Mio. EUR). Auf der Passivseite betrug das Eigenkapital der Gesellschaft 187,7 Mio. EUR. Die Zunahme gegenüber dem 31. Dezember 2015 (125,3 Mio. EUR) resultiert aus der Ende Mai 2016 abgeschlossenen Kapitalerhöhung. Das gezeichnete Kapital stieg in diesem Zusammenhang um 2,3 Mio. EUR von 5,4 Mio. EUR auf 7,7 Mio. EUR. Die Kapitalrücklagen stiegen von 99,3 Mio. EUR zum 31. Dezember 2015 auf 173,7 Mio. EUR. Aufgrund des Verlusts im ersten Halbjahr 2016 sanken die Gewinnrücklagen von –2,3 Mio. EUR zum Jahresende 2015 auf –17,3 Mio. EUR. Der Betrag aus der Währungsumrechnung bei den ausländischen Tochtergesellschaften erhöhte sich auf 18,9 Mio. EUR (31. Dezember 2015: 18,5 Mio. EUR). Dies ist vor allem der Stärke des chinesischen Renminbi bzw. des Taiwanesischen Dollars gegenüber dem Euro geschuldet. Zum Stichtag des Berichtszeitraums beträgt die Eigenkapitalquote 56,8% nach 42,8% zum 31. Dezember 2015.
Die langfristigen Schulden erhöhten sich im Vergleich zum Jahresende 2015 leicht auf 15,8 Mio. EUR (Vorjahr: 14,4 Mio. EUR). Die Pensionsrückstellungen lagen mit 7,8 Mio. EUR auf demselben Niveau wie zum Bilanzstichtag 2015. In die sonstigen langfristigen Rückstellungen fließen unter anderem mögliche Garantieleistungen gegenüber Kunden. Sie betrugen 2,9 Mio. EUR und lagen damit über dem Stand vom 31. Dezember 2015 (2,5 Mio. EUR). Die übrigen langfristigen Verbindlichkeiten in Höhe von 0,9 Mio. EUR betreffen unverändert den langfristigen Teil der Earn-Out-Komponente aus dem Erwerb der KLEO Halbleitertechnik GmbH zum 1. Juni 2015.
Daneben sanken die kurzfristigen Schulden im Zuge der planmäßigen Rückführung von Krediten bei Kreditinstituten gegenüber dem Ende des Geschäftsjahrs 2015 (152,9 Mio. EUR) deutlich auf 127,1 Mio. EUR. So wurden die kurzfristigen Finanzschulden im Zuge der Kapitalerhöhung zurückgeführt und betrugen 65,2 Mio. EUR zum 30. Juni 2016 (31. Dezember 2015: 81,0 Mio. EUR). Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen lagen mit 38,7 Mio. EUR leicht unter dem Niveau zum Jahresende 2015 (40,8 Mio. EUR), während die erhaltenen Anzahlungen mit 3,5 Mio. EUR deutlich hinter dem Bilanzstichtag 2015 (10,5 Mio. EUR) zurückblieben. Die deutliche Veränderung ergibt sich aus der Stichtagsbetrachtung und den zu diesem Zeitpunkt erfassten Auftragsarten und Projektständen. Die Ertragsteuerschulden erhöhten sich auf 0,9 Mio. EUR nach 0,2 Mio. EUR am Bilanzstichtag 2015. Die sonstigen kurzfristigen Rückstellungen summierten sich auf 6,4 Mio. EUR und lagen damit leicht über den zum Bilanzstichtag 2015 angesetzten 6,3 Mio. EUR. Der Wert der derivativen Finanzinstrumente sank zum 30. Juni 2016 deutlich auf 0,4 Mio. EUR nach 3,1 Mio. EUR zum Jahresende 2015 aufgrund des Rückgangs der Aufträge in USD. Die übrigen Verbindlichkeiten von 12,1 Mio. EUR (Jahresende 2015: 11,0 Mio. EUR) enthalten Verbindlichkeiten aus dem Personalbereich, die Earn-Out-Verbindlichkeiten gegenüber Würth Solar mit 3,0 Mio. EUR sowie den kurzfristigen Teil der Earn-Out-Komponente aus dem Erwerb der KLEO Halbleitertechnik GmbH zum 1. Juni 2015 in Höhe von 0,1 Mio. EUR.
Auf der Aktivseite ist der Rückgang der langfristigen Vermögenswerte von 130,1 Mio. EUR zum Ende des Geschäftsjahres 2015 auf 126,1 Mio. EUR zum 30. Juni 2016 im Wesentlichen auf eine Abnahme der immateriellen Vermögenswerte und der Sachanlagen zurückzuführen. So wurden weniger Eigenleistungen aktiviert, während Vermögenswerte gleichzeitig planmäßig und außerplanmäßig abgeschrieben wurden. Die Sachanlagen gingen aufgrund geringerer Investitionen und planmäßiger Abschreibungen von 42,8 Mio. EUR zum Bilanzstichtag 2015 auf 40,0 Mio. EUR zum 30. Juni 2016 zurück. Die sonstigen langfristigen Vermögenswerte verzeichneten im Berichtszeitraum einen Anstieg auf 1,9 Mio. EUR gegenüber 1,6 Mio. EUR zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2015.
Das Umlaufvermögen zeigte sich zum 30. Juni 2016 mit 204,5 Mio. EUR über dem Wert zum Bilanzstichtag 2015 (162,4 Mio. EUR). Die Vorräte betrugen 34,2 Mio. EUR nach 36,6 Mio. EUR am 31. Dezember 2015. Der Rückgang ist im Wesentlichen auf Lagerabbau und Bestandsveränderungen bei den Erzeugnissen zurückzuführen. Gleichzeitig lagen die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen mit 95,0 Mio. EUR deutlich über dem Niveau zum Jahresende 2015 (83,8 Mio. EUR). Darin enthalten sind künftige Forderungen aus Fertigungsaufträgen (POC-Forderungen), die im Zusammenhang mit dem Anfang Juni erfolgten Auftragsstopp stehen und zum Zeitpunkt der Veröffentlichung des Berichts noch Gegenstand der Verhandlungen mit dem Großkunden waren. Die Ertragsteuerforderungen blieben zum 30. Juni 2016 weitgehend unverändert bei 0,2 Mio. EUR. Der Bestand an derivativen Finanzinstrumenten stieg zum Stichtag 2016 bei einem insgesamt niedrigen Niveau von 28 TEUR auf 89 TEUR an. Die sonstigen kurzfristigen Forderungen in Höhe von 9,1 Mio. EUR setzen sich maßgeblich aus Umsatzsteuerforderungen zusammen (31. Dezember 2015: 7,4 Mio. EUR). Die liquiden Mittel betrugen zum Ende des Berichtszeitraums 65,9 Mio. EUR und sind aufgrund des Emissionserlöses aus der Ende Mai abgeschlossenen Kapitalerhöhung kräftig angestiegen (31. Dezember 2015: 34,4 Mio. EUR).
Liquiditätslage
Als Cashflow im engeren Sinne (operatives Ergebnis zzgl. Abschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens sowie Zunahme/Abnahme sonstiger langfristiger Rückstellungen und Pensionsrückstellungen) resultierte im ersten Halbjahr 2016 ein negativer Cashflow von insgesamt –4,0 Mio. EUR (Vorjahr: –6,2 Mio. EUR). Bei einem negativen operativen Ergebnis (EBIT) von –11,7 Mio. EUR ergibt sich dieser Mittelabfluss im Wesentlichen durch die Hinzurechnung der Abschreibungen des Anlagevermögens in Höhe von 7,3 Mio. EUR (Vorjahr: 6,2 Mio. EUR). Der operative Cashflow für den Berichtszeitraum 2016 belief sich auf –23,3 Mio. EUR (Vorjahr: –41,0 Mio. EUR). Diese Entwicklung ist maßgeblich in einer deutlich geringeren Zunahme der Vorräte, der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Aktiva und einem entsprechenden Mittelabfluss in Höhe von –8,9 Mio. EUR (Vorjahr: –35,6 Mio. EUR) begründet, während gleichzeitig die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva mit –8,0 Mio. EUR entgegen der Entwicklung des Vorjahres abnahmen (Vorjahr: 4,1 Mio. EUR).
Nach einem Cashflow aus Investitionstätigkeit von –16,0 Mio. EUR im Vorjahreszeitraum 2015 ergab sich für den Berichtszeitraum 2016 ein Mittelabfluss in Höhe von 4,6 Mio. EUR. Dieser resultiert aus Investitionen in immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen, davon hauptsächlich in Entwicklungsleistungen. Nach Segmenten verteilen sich die Investitionen auf den Bereich Solar mit 2,2 Mio. EUR (Vorjahr: 4,3 Mio. EUR), den Bereich Electronics mit 0,2 Mio. EUR (Vorjahr: 3,2 Mio. EUR) sowie auf den Bereich Energy Storage mit 0,8 Mio. EUR (Vorjahr: 2,9 Mio. EUR). ln den übrigen Segmenten wurden im Berichtszeitraum 2016 1,4 Mio. EUR (Vorjahr: 0,6 Mio. EUR) investiert.
Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit im Berichtszeitraum 2016 betrug 59,6 Mio. EUR, nachdem im Vorjahr 2015 ein Mittelzufluss von 80,9 Mio. EUR zu Buche stand. Grund hierfür sind die Einzahlungen aus Eigenkapitalzuführungen im Zuge der Kapitalerhöhung in Höhe von 80,7 Mio. EUR, bei einer gleichzeitigen Reduzierung der kurzfristigen Finanzschulden in Höhe von 15,9 Mio. EUR sowie Kosten der Kapitalbeschaffung (vor Steuern) in Höhe von 5,8 Mio. EUR.
Unter Berücksichtigung der Wechselkursveränderungen verfügte die Manz AG somit zum 30. Juni 2016 über flüssige Mittel in Höhe von 65,9 Mio. EUR (30.6.2015: 49,2 Mio. EUR).
Die nicht ausgenutzten Kreditlinien bei Banken belaufen sich zum Bilanzstichtag 30. Juni 2016 auf 13,7 Mio. EUR (Vorjahr: 92,4 Mio. EUR).
Die mit den deutschen Hausbanken und einem deutschen Kreditversicherer bestehenden Kreditlinien wurden nach der Kapitalerhöhung zurückgeführt und das bestehende KfW-Darlehen wurde aus dem Emissionserlös vorzeitig abgelöst. Das Projektdarlehen der European Investment Bank (EIB) in Höhe von 20 Mio. EUR zur Finanzierung der Aufwendungen der Manz-Gruppe für Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten insbesondere im Bereich Solartechnologie besteht unverändert. Es besteht jedoch von Seiten der EIB ein Kündigungsrecht. Die Gesellschaft geht aufgrund der laufenden positiven Verlängerungsverhandlungen davon aus, dass die EIB auf ihr außerordentliches Kündigungsrecht verzichtet; anderenfalls würde die vorzeitige Rückzahlung durch die vorhandenen liquiden Mittel in Höhe von 65,9 Mio. EUR erfolgen.
Gesamtaussage
Der Konzernumsatz belief sich im Halbjahr 2016 auf 124,0 Mio. EUR und lag damit leicht über dem ersten Halbjahr 2015 (121,9 Mio. EUR). Aufgrund der Umsatzausfälle im mittleren einstelligen Millionenbereich, bedingt durch den Auftragsstopp eines Großkunden im Geschäftsbereich Energy Storage, bleibt der Gesamtumsatz jedoch hinter unseren Erwartungen zurück. Die resultierende im Jahresvergleich schwächere Gesamtleistung ist auch ausschlaggebend für die negative Entwicklung der Ertragslage gegenüber dem ersten Quartal 2016. Infolge lag das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) mit –4,5 Mio. EUR im negativen Bereich, wenngleich es sich gegenüber dem Vergleichszeitraum verbessert darstellte. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) belief sich auf rund –11,7 Mio. EUR (Vorjahr: –12,9 Mio. EUR).
Die liquiden Mittel betrugen 65,9 Mio. EUR bei einer Nettoverschuldung von 1,5 Mio. EUR (31. Dezember 2015: 48,6 Mio. EUR), die Eigenkapitalquote betrug 56,8 % zum 30. Juni 2016 (31. Dezember 2015: 42,8%). Der Auftragsbestand belief sich zum 31. Juli 2016 auf 69,8 Mio. EUR (Vorjahr: 104,1 Mio. EUR). Aufgrund der im Laufe des zweiten Halbjahres anlaufenden strategischen Zusammenarbeit mit Shanghai Electric, erwartet der Vorstand ein vergleichsweise operativ starkes zweites Halbjahr und sieht sich mit den in den ersten sechs Monaten erzielten Resultaten gut gerüstet, um auch auf Jahresfrist die gesteckten Ziele erreichen zu können.
NACHTRAGSBERICHT
Nach Ende des Berichtszeitraums sind keine Ereignisse eingetreten, die substanzielle Auswirkungen auf die Ertrags-, Vermögens- oder Finanzlage gehabt hätten.
CHANCEN- UND RISIKOBERICHT
Alle im Geschäftsbericht 2015 dargestellten Chancen und Risiken haben, mit Ausnahme der im Zusammenhang mit der im Mai 2016 erfolgreich durchgeführten Kapitalerhöhung stehenden Risiken, weiterhin Bestand. Darüber hinaus hat sich die nachfolgende Veränderung ergeben.
Durch den im Juni 2016 erfolgten Auftragsstopp eines Großkunden im Geschäftsbereich Energy Storage besteht das Risiko einer wesentlichen nachteiligen Beeinträchtigung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Der Vorstand befindet sich aktuell noch in Verhandlungen mit dem Kunden. Die Gesellschaft geht davon aus, dass die bestehenden vertraglichen Ansprüche für den Fall eines Auftragsabbruchs mindestens in Höhe der ausgewiesenen POC-Forderungen realisiert werden können.
Darüber hinaus haben sich gegenüber den im Geschäftsbericht 2015 dargestellten Chancen und Risiken keine wesentlichen Veränderungen ergeben.
PROGNOSEBERICHT
AUSBLICK
In unserem Prognosebericht gehen wir, soweit möglich, auf die erwartete künftige Entwicklung der Manz AG und des Umfelds des Unternehmens im laufenden Geschäftsjahr 2016 ein.
Neben den insgesamt positiven gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen sind für die Manz AG die Entwicklungen der Teilmärkte Electronics, Solar sowie Lithium-Ionen-Batterien von entscheidender Bedeutung für die weitere operative Entwicklung.
Für das laufende Jahr 2016 erwarten wir im Geschäftsbereich Electronics eine signifikante Verbesserung des operativen Geschäfts. Grund zu dieser Annahme gibt uns die anhaltend hohe Nachfrage nach Endgeräten mit Touchpanel-Displays wie beispielsweise Smartphones oder Tablet-Computern. Die erhöhte Nachfrage sowie die zusätzlichen Anwendungsbereiche führen nach unserer Einschätzung zu Neu- und Ersatzinvestitionen in Produktionsanlagen, von denen die Manz AG profitieren kann. Zudem erwarten wir, dass sich der klassische Displaymarkt in Asien im aktuellen Jahr wieder erholen wird und wir auch aus diesem Geschäftsfeld wieder Impulse erwarten können. Auch der anhaltende Automatisierungstrend in der Produktion in asiatischen Ländern sollte sich positiv auf die Nachfrage nach unseren Anlagen zur Montageautomatisierung auswirken. Insgesamt erwarten wir für 2016 im Geschäftsbereich Electronics Umsatzerlöse deutlich über Vorjahresniveau bei einer signifikant verbesserten EBIT-Marge. Der Auftragsbestand im Geschäftsbereich Electronics betrug 49 Mio. EUR per 31. Juli 2016 (Vorjahr: 24 Mio. EUR).
Für unseren Geschäftsbereich Solar sind wir angesichts einer stetig wachsenden Endkundennachfrage nach Solarmodulen sowie der geplanten Zusammenarbeit mit Shanghai Electric in der CIGS-Technologie positiv gestimmt. Die kontinuierlich zunehmende Nachfrage macht Neuinvestitionen in modernes Equipment unumgänglich, um angesichts der in den letzten Jahren dramatisch gefallenen Preise für Solarmodule eine profitable Herstellung zu realisieren. Im Bereich der Dünnschicht-Solartechnologie sind wir nach wie vor von der technologischen Überlegenheit der Manz CIGSfab, unserer schlüsselfertigen Produktionslinie zur Herstellung von CIGS-Dünnschicht-Solarmodulen, überzeugt. Die von Manz sowie von unserem exklusiven Forschungspartner ZSW, dem Zentrum für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung Baden-Württemberg, erzielten Wirkungsgradrekorde auf Modul- bzw. Zellformat belegen eindrucksvoll, dass CIGS-Dünnschicht-Solarmodule nicht nur leistungsstärker als multikristalline Solarzellen, sondern auch deutlich günstiger zu produzieren sind. Der Verkauf voll integrierter, schlüsselfertiger Produktionslinien für CIGS-Dünnschicht-Solarmodule ist daher unverändert unser zentrales Ziel. Die Geschäftstätigkeiten im Bereich der kristallinen Photovoltaik haben wir mit Ausnahme unserer Automatisierungslösungen zum Jahresende 2015 eingestellt. Diese werden an unserem chinesischen Standort in Suzhou fortgeführt. Insgesamt rechnen wir damit, dass wir bei einer Auftragserteilung für eine CIGSfab, den Umsatz im Geschäftsbereich Solar gegenüber dem Vorjahr deutlich steigern werden. Auch hinsichtlich der EBIT-Marge rechnen wir mit einer deutlichen Verbesserung. Der Auftragsbestand belief sich zum 31. Juli 2016 auf 4 Mio. EUR (Vorjahr: 7 Mio. EUR).
In unserem Geschäftsbereich Energy Storage haben wir uns mit unseren Produktionsanlagen zur Herstellung von Lithium-Ionen-Batterien für die Elektromobilität, die stationäre Stromspeicherung sowie den Bereich Consumer Electronics weitere Zielmärkte erschlossen, die uns deutliches Umsatz- und Ertragspotenzial bieten. Gerade von Kunden aus der Consumer Electronics-Branche verzeichnen wir eine stark steigende Nachfrage; aber auch die Investitionen in Produktionskapazitäten für die Elektromobilität zeigen eine dynamische Entwicklung. Für das Gesamtjahr 2016 rechnen wir nur noch mit einem Umsatz und Ertrag auf dem Niveau des Vorjahres. Eine endgültige Aussage, ob und in welchem Umfang Umsatz und Ertrag im laufenden Geschäftsjahr aufgrund des vorläufigen Auftragsstopps belastet sein werden, kann erst nach finalem Abschluss der Gespräche mit dem Kunden getroffen werden. Der Auftragsbestand belief sich zum 31. Juli 2016 auf 12 Mio. EUR (Vorjahr: 63Mio. EUR).
Das Berichtssegment Contract Manufacturing wird sich im laufenden Jahr 2016 voraussichtlich positiv entwickeln. Für das Jahr 2016 rechnen wir aufgrund der zusätzlichen Umsätze mit Talus Manufacturing mit einer signifikanten Umsatzerhöhung und einer deutlichen Ertragssteigerung. Der Auftragsbestand beläuft sich zum 31. Juli 2016 auf 3 Mio. EUR (Vorjahr: 4 Mio. EUR). Auch den Umsatz und Ertrag im Bereich Others erwarten wir für das Jahr 2016 auf Vorjahresniveau. Der Auftragsbestand belief sich zum 31. Juli 2016 auf 2 Mio. EUR (Vorjahr: 3 Mio. EUR).
Neben der konsequenten Fortsetzung unserer Diversifizierungsstrategie, dem branchenübergreifenden Technologietransfer sowie eigenen Produktions- und Servicestandorten auf den lokalen Märkten unserer Kunden, bilden insbesondere Investitionen in F&E-Aktivitäten die Basis für nachhaltiges Wachstum. Dabei wollen wir durch die Weiterentwicklung des umfassenden Technologieportfolios unsere gute Marktposition in unseren Geschäftsbereichen stärken und ausbauen. Insgesamt planen wir deshalb im laufenden Geschäftsjahr Investitionen im Bereich F&E in Höhe von rund 20 Mio. EUR, leicht unterhalb des Wertes von 27 Mio. EUR in 2015. Den herausragenden Stellenwert von Forschung in unserem Unternehmen unterstreicht die F&E-Quote von 12,2% im Geschäftsjahr 2015.
GESAMTAUSSAGE ZUR KÜNFTIGEN ENTWICKLUNG
Für das laufende Geschäftsjahr gehen wir aufgrund der positiven Aussichten in unseren strategischen Geschäftsbereichen sowie einem Auftragsbestand von rund 70 Mio. EUR per 31. Juli 2016 von einer positiven Geschäftsentwicklung aus.
Für das Gesamtjahr rechnen wir weiterhin mit einer signifikanten Steigerung des Umsatzes bei einem signifikant verbesserten Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT). Wir verfolgen dabei das Ziel eines mindestens ausgeglichenen operativen Ergebnisses vor Abschreibungen, Zinsen und Steuern (EBITDA), wenngleich sich dies aufgrund der bestehenden Planungsunsicherheit sowie der Umsatz- und Ertragsausfälle im zweiten Quartal im Zusammenhang mit dem Auftragsstopp im Bereich Energy Storage als zunehmend herausfordernd darstellt.
ZUKUNFTSGERICHTETE AUSSAGEN
Dieser Bericht enthält in die Zukunft gerichtete Aussagen, die auf den gegenwärtigen Annahmen und Prognosen der Unternehmensleitung der Manz AG beruhen. Solche Aussagen sind Risiken und Ungewissheiten unterworfen. Diese und andere Faktoren können dazu führen, dass die tatsächlichen Ergebnisse, die Finanzlage, die Entwicklungen oder die Leistungsfähigkeit der Gesellschaft wesentlich von den hier abgegebenen Einschätzungen abweichen. Die Gesellschaft übernimmt keinerlei Verpflichtung, solche zukunftsgerichteten Aussagen fortzuschreiben und an künftige Ereignisse oder Entwicklungen anzupassen.
KONZERNZWISCHENABSCHLUSS
- KONZERN-GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG
- KONZERN-GESAMTERGEBNISRECHNUNG
- KONZERNBILANZ
- KONZERNKAPITALFLUSSRECHNUNG
- KONZERN-EIGENKAPITALVERÄNDERUNGSRECHNUNG
- SEGMENTBERICHTERSTATTUNG GESCHÄFTSBEREICHE
- SEGMENTBERICHTERSTATTUNG REGIONEN
KONZERN-GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG
2. Quartal (in TEUR)
| 1.4.–30.6.2016 | 1.4.–30.6.2015 | |
|---|---|---|
| Umsatzerlöse | 59.467 | 67.957 |
| Bestandsveränderungen Erzeugnisse | –1.019 | 121 |
| Aktivierte Eigenleistungen | 1.745 | 2.516 |
| Gesamtleistung | 60.193 | 70.594 |
| Sonstige betriebliche Erträge | 1.219 | 1.957 |
| Materialaufwand | –36.175 | –42.804 |
| Rohergebnis | 25.237 | 29.747 |
| Personalaufwand | –19.400 | –20.559 |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | –11.221 | –9.533 |
| EBITDA | –5.384 | –345 |
| Abschreibungen | –3.894 | –3.125 |
| Operatives Ergebnis (EBIT) | –9.278 | –3.470 |
| Finanzerträge | 11 | 26 |
| Finanzaufwendungen | –1.627 | –799 |
| Ergebnis vor Steuern (EBT) | –10.894 | –4.243 |
| Steuern vom Einkommen und Ertrag | –2.903 | –507 |
| Konzernergebnis | –13.797 | –4.750 |
| davon Ergebnisanteil Minderheitsanteile | –23 | 5 |
| davon Ergebnisanteil Aktionäre Manz AG Gewichteter Durchschnitt der Anzahl Aktien |
–13.774 6.479.222 |
–4.755 5.267.547 |
| Ergebnis je Aktie (verwässert = unverwässert) in EUR je Aktie |
–2,13 | –0,90 |
KONZERN-GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG
1. Halbjahr (in TEUR)
| 1.1.–30.6.2016 | 1.1.–30.6.2015 | |
|---|---|---|
| Umsatzerlöse | 123.959 | 121.928 |
| Bestandsveränderungen Erzeugnisse | –1.405 | 529 |
| Aktivierte Eigenleistungen | 4.019 | 7.779 |
| Gesamtleistung | 126.573 | 130.236 |
| Sonstige betriebliche Erträge | 3.171 | 3.097 |
| Materialaufwand | –70.268 | –77.166 |
| Rohergebnis | 59.476 | 56.167 |
| Personalaufwand | –40.501 | –41.278 |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | –23.452 | –21.585 |
| EBITDA | –4.477 | –6.696 |
| Abschreibungen | –7.271 | –6.209 |
| Operatives Ergebnis (EBIT) | –11.748 | –12.905 |
| Finanzerträge | 18 | 37 |
| Finanzaufwendungen | –2.354 | –1.225 |
| Ergebnis vor Steuern (EBT) | –14.084 | –14.093 |
| Steuern vom Einkommen und Ertrag | –2.870 | –900 |
| Konzernergebnis | –16.954 | –14.993 |
| davon Ergebnisanteil Minderheitsanteile | –55 | –6 |
| davon Ergebnisanteil Aktionäre Manz AG | –16.899 | –14.987 |
| Gewichteter Durchschnitt der Anzahl Aktien | 5.950.043 | 5.097.803 |
| Ergebnis je Aktie (verwässert = unverwässert) | ||
| in EUR je Aktie | –2,84 | –2,94 |
KONZERN-GESAMTERGEBNISRECHNUNG
2. Quartal (in TEUR)
| 1.4.–30.6.2016 | 1.4.–30.6.2015 | |
|---|---|---|
| Konzernergebnis | –13.797 | –4.750 |
| Unterschiedsbetrag aus der Währungsumrechnung | 1.200 | –2.660 |
| Absicherung künftiger Zahlungsströme (Cashflow Hedges) | –628 | –2.004 |
| Steuereffekt aus ergebnisneutralen Bestandteilen | 145 | 463 |
| Summe der direkt im Eigenkapital erfassten | ||
| Aufwendungen und Erträge mit künftiger | ||
| ergebniswirksamer Umgliederung | 717 | –4.201 |
| Neubewertung von leistungsorientierten Pensionsplänen | –57 | –239 |
| Steuereffekt aus ergebnisneutralen Bestandteilen | 12 | 66 |
| Summe der direkt im Eigenkapital erfassten | ||
| Aufwendungen und Erträge ohne künftige ergebniswirksame Umgliederung |
–45 | –173 |
| Konzern-Gesamtergebnis | –13.125 | –9.124 |
| davon Minderheitsanteile | 422 | 3 |
| davon Anteilseigner der Manz AG | –13.547 | –9.127 |
KONZERN-GESAMTERGEBNISRECHNUNG
1. Halbjahr (in TEUR)
| 1.1.–30.6.2016 | 1.1.–30.6.2015 | |
|---|---|---|
| Konzernergebnis | –16.954 | –14.993 |
| Unterschiedsbetrag aus der Währungsumrechnung | 773 | 9.557 |
| Absicherung künftiger Zahlungsströme (Cashflow Hedges) | 2.547 | –2.014 |
| Steuereffekt aus ergebnisneutralen Bestandteilen | –588 | 465 |
| Summe der direkt im Eigenkapital erfassten | ||
| Aufwendungen und Erträge mit künftiger | ||
| ergebniswirksamer Umgliederung | 2.732 | 8.008 |
| Neubewertung von leistungsorientierten Pensionsplänen | –87 | –535 |
| Steuereffekt aus ergebnisneutralen Bestandteilen | 15 | 144 |
| Summe der direkt im Eigenkapital erfassten | ||
| Aufwendungen und Erträge ohne künftige ergebniswirksame Umgliederung |
–72 | –391 |
| Konzern-Gesamtergebnis | –14.294 | –7.376 |
| davon Minderheitsanteile | 313 | –3 |
| davon Anteilseigner der Manz AG | –14.607 | –7.373 |
KONZERNBILANZ
AKTIVA (in TEUR)
| 30.6.2016 | 31.12.2015 | |
|---|---|---|
| Langfristige Vermögenswerte | ||
| Immaterielle Vermögenswerte | 80.917 | 81.574 |
| Sachanlagen | 40.012 | 42.830 |
| Latente Steuern | 3.249 | 4.095 |
| Sonstige langfristige Vermögenswerte | 1.905 | 1.634 |
| 126.083 | 130.133 | |
| Kurzfristige Vermögenswerte | ||
| Vorräte | 34.213 | 36.636 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 94.982 | 83.799 |
| Ertragsteuerforderungen | 187 | 151 |
| Derivative Finanzinstrumente | 89 | 28 |
| Sonstige kurzfristige Forderungen | 9.056 | 7.421 |
| Flüssige Mittel | 65.930 | 34.372 |
| 204.457 | 162.407 | |
| Summe Aktiva | 330.540 | 292.540 |
PASSIVA (in TEUR)
| 30.6.2016 | 31.12.2015 | |
|---|---|---|
| Eigenkapital | ||
| Gezeichnetes Kapital | 7.744 | 5.421 |
| Kapitalrücklagen | 173.718 | 99.345 |
| Gewinnrücklagen | –17.327 | –2.315 |
| Währungsumrechnung | 18.917 | 18.512 |
| Anteilseigner der Manz AG | 183.052 | 120.963 |
| Minderheitsanteile | 4.610 | 4.297 |
| 187.662 | 125.260 | |
| Langfristige Schulden | ||
| Langfristige Finanzschulden | 2.237 | 1.913 |
| Langfristig abgegrenzte Investitionszuwendungen | 61 | 64 |
| Finanzverbindlichkeiten aus Leasing | 9 | 11 |
| Pensionsrückstellungen | 7.800 | 7.839 |
| Sonstige langfristige Rückstellungen | 2.850 | 2.502 |
| Übrige langfristige Verbindlichkeiten | 875 | 875 |
| Latente Steuern | 1.957 | 1.178 |
| 15.789 | 14.382 | |
| Kurzfristige Schulden | ||
| Kurzfristige Finanzschulden | 65.150 | 80.999 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 38.695 | 40.809 |
| Erhaltene Anzahlungen | 3.519 | 10.507 |
| Ertragsteuerschulden | 850 | 196 |
| Sonstige kurzfristige Rückstellungen | 6.381 | 6.258 |
| Derivative Finanzinstrumente | 374 | 3.140 |
| Übrige Verbindlichkeiten | 12.118 | 10.976 |
| Finanzverbindlichkeiten aus Leasing | 2 | 13 |
| 127.089 | 152.898 | |
| Summe Passiva | 330.540 | 292.540 |
KONZERNKAPITALFLUSSRECHNUNG
(in TEUR)
| 1.1.–30.6.2016 | 1.1.–30.6.2015 | |
|---|---|---|
| Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit | ||
| Operatives Ergebnis (EBIT) | –11.748 | –12.905 |
| Abschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens | 7.271 | 6.209 |
| Zunahme (+)/Abnahme (–) von Pensionsrückstellungen | ||
| und sonstigen langfristigen Rückstellungen | 310 | 521 |
| Sonstige zahlungsunwirksame Erträge (–) und Aufwendungen (+) | 120 | –24 |
| Cashflow | –4.047 | –6.199 |
| Gewinn (–)/Verlust (+) aus Anlageabgängen | 13 | 0 |
| Zunahme (–)/Abnahme (+) der Vorräte, der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Aktiva |
–8.933 | –35.603 |
| Zunahme (+)/Abnahme (–) der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva |
–8.009 | 4.148 |
| Erhaltene (+)/Gezahlte Ertragsteuern (–) | –182 | –2.204 |
| Gezahlte Zinsen | –2.195 | –1.168 |
| Erhaltene Zinsen | 17 | 36 |
| Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit | –23.336 | –40.990 |
| Cashflow aus der Investitionstätigkeit | ||
| Einzahlungen aus dem Verkauf von Anlagevermögen | 18 | 6 |
| Auszahlungen für Investitionen in immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen |
–4.581 | –11.035 |
| Auszahlungen für den Erwerb von konsolidierten Unternehmen, abzüglich der zugeflossenen liquiden Mittel |
0 | –4.919 |
| Cashflow aus der Investitionstätigkeit | –4.563 | –15.948 |
| Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit | ||
| Einzahlungen aus der Aufnahme langfristiger Finanzschulden | 982 | 13.150 |
| Auszahlungen für die Tilgung langfristiger Finanzschulden | –364 | –1.550 |
| Veränderung der kurzfristigen Finanzschulden | –15.850 | 28.774 |
| Erwerb eigener Aktien | –5 | –9 |
| Auszahlungen für die Tilgung von Finance-Lease-Verträgen | –13 | –8 |
| Einzahlungen aus Eigenkapitalzuführungen | 80.709 | 41.888 |
| Kosten der Kapitalbeschaffung (vor Steuern) | –5.831 | –1.307 |
| Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit | 59.628 | 80.938 |
| Finanzmittelbestand am Ende der Periode | ||
| Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelbestandes | ||
| (Zwischensumme 1–3) | 31.729 | 24.000 |
| Wechselkursbedingte Wertänderung des Finanzmittelbestandes | –171 | 2.036 |
| Finanzmittelbestand am 1.1. | 34.372 | 23.153 |
| Finanzmittelbestand am 30.6. | 65.930 | 49.189 |
| Zusammensetzung des Finanzmittelbestands | ||
| Flüssige Mittel | 65.930 | 49.189 |
| Finanzmittelbestand am 30.6. | 65.930 | 49.189 |
KONZERN-EIGENKAPITALVERÄNDERUNGSRECHNUNG
(in TEUR)
| Gewinnrücklagen | ||||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Gezeichnetes Kapital |
Kapitalrücklagen | Eigene Aktien | Angesammelte Ergebnisse |
Neubewertung Pensionen |
Cashflow Hedges |
umrechnung Währungs |
Anteilseigner der Manz AG |
Minderheits anteile |
Eigenkapital Gesamtes |
|
| Stand 1. Januar 2015 | 4.928 | 103.817 | 0 | 20.976 | –1.840 | –35 | 12.128 | 139.974 | 39 | 140.013 |
| Gesamtergebnis Kapitalerhöhung |
493 | 41.396 | –14.987 | –391 | –1.549 | 9.554 | –7.373 41.889 |
–3 | –7.376 41.889 |
|
| Kosten der Kapitalbeschaffung nach Steuern |
–926 | –926 | –926 | |||||||
| Erwerb eigene Aktien | –9 | –9 | –9 | |||||||
| Verwendung eigene Aktien | 9 | 9 | 9 | |||||||
| Aktienbasierte Vergütung | 24 | 24 | 24 | |||||||
| Stand 30. Juni 2015 | 5.421 | 144.311 | 0 | 5.989 | –2.231 | –1.584 | 21.682 | 173.588 | 36 | 173.624 |
| Stand 1. Januar 2016 | 5.421 | 99.345 | 0 | 1.774 | –1.949 | –2.140 | 18.512 | 120.963 | 4.297 | 125.260 |
| Gesamtergebnis Kapitalerhöhung |
2.323 | 78.386 | –16.899 | –72 | 1.959 | 405 | –14.607 80.709 |
313 | –14.294 80.709 |
|
| Kosten der Kapitalbeschaffung nach Steuern |
–4.133 | –4.133 | –4.133 | |||||||
| Erwerb eigene Aktien | –5 | 0 | –5 | |||||||
| Verwendung eigene Aktien | 5 | 0 | 5 | |||||||
| Aktienbasierte Vergütung | 120 | 120 | 120 | |||||||
| Stand 30. Juni 2016 | 7.744 | 173.718 | 0 | –15.125 | –2.021 | –181 | 18.917 | 183.052 | 4.610 | 187.662 |
SEGMENTBERICHTERSTATTUNG GESCHÄFTSBEREICHE
zum 30.6.2016
| (in TEUR) | Umsätze mit Dritten |
Umsätze mit ande ren Seg menten |
EBITDA | EBIT | Segment vermögen |
Segment schulden |
Nettover mögen |
Anlagen zugänge |
Plan mäßige Abschrei bungen |
Außer plan mäßige Abschrei bungen |
Mit arbeiter (Jahres durch schnitt) |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Solar | |||||||||||
| 1.1.–30.6.2015 | 10.546 | –4.374 | –7.017 | 70.631 | 24.653 | 45.978 | 4.294 | 2.482 | 280 | ||
| 1.1.–30.6.2016 | 17.462 | –1.665 | –4.931 | 58.996 | 9.979 | 49.017 | 2.203 | 2.544 | 632 | 264 | |
| Electronics 1.1.–30.6.2015 |
42.320 | –5.794 | –8.158 | 85.662 | 49.903 | 35.759 | 3.236 | 1.778 | 1.013 | ||
| 1.1.–30.6.2016 | 49.776 | –1.814 | –3.999 | 96.048 | 76.731 | 19.317 | 191 | 1.662 | 134 | 858 | |
| Energy Storage | |||||||||||
| 1.1.–30.6.2015 | 49.704 | 2.486 | 1.729 | 68.892 | 10.474 | 58.418 | 2.936 | 683 | 128 | ||
| 1.1.–30.6.2016 | 34.866 | –1.583 | –2.945 | 53.885 | 9.476 | 44.409 | 772 | 1.282 | 176 | ||
| Contract Manufacturing |
|||||||||||
| 1.1.–30.6.2015 | 14.185 | 1.415 | 1.124 | 25.441 | 19.535 | 5.906 | 95 | 233 | 101 | ||
| 1.1.–30.6.2016 | 14.980 | 327 | 63 | 43.247 | 12.600 | 30.647 | 1.126 | 204 | 133 | ||
| Others | |||||||||||
| 1.1.–30.6.2015 | 5.173 | 6.256 | –429 | –583 | 7.453 | 4.601 | 2.852 | 17 | 92 | 108 | |
| 1.1.–30.6.2016 | 6.875 | 5.162 | 258 | 64 | 6.457 | 5.354 | 1.103 | 52 | 123 | 90 | |
| Zentral funktionen/ Übriges |
|||||||||||
| 1.1.–30.6.2015 | 70.376 | 45.665 | 24.711 | 457 | 941 | 332 | |||||
| 1.1.–30.6.2016 | 71.907 | 28.738 | 43.169 | 237 | 690 | 299 | |||||
| Konsoli dierung 1.1.–30.6.2015 |
– 6.256 | ||||||||||
| 1.1.–30.6.2016 | – 5.162 | ||||||||||
| Konzern 1.1.–30.6.2015 |
121.928 | 0 | –6.696 | –12.905 | 328.455 | 154.831 | 173.624 | 11.035 | 6.209 | 1.962 | |
| 1.1.–30.6.2016 | 123.959 | 0 | –4.477 | –11.748 | 330.540 | 142.878 | 187.662 | 4.581 | 6.505 | 766 | 1.820 |
SEGMENTBERICHTERSTATTUNG REGIONEN
zum 30.6.2016
| (in TEUR) | Außenumsatz nach Standorten des Kunden |
Langfristige Vermögenswerte (ohne latente Steuern) |
|---|---|---|
| Deutschland | ||
| 1.1.–30.6.2015 | 21.194 | 54.922 |
| 1.1.–30.6.2016 | 10.914 | 47.866 |
| Übriges Europa | ||
| 1.1.–30.6.2015 | 16.684 | 19.076 |
| 1.1.–30.6.2016 | 17.636 | 21.047 |
| China | ||
| 1.1.–30.6.2015 | 62.405 | 19.439 |
| 1.1.–30.6.2016 | 70.317 | 16.853 |
| Taiwan | ||
| 1.1.–30.6.2015 | 13.656 | 38.565 |
| 1.1.–30.6.2016 | 11.869 | 36.238 |
| Übriges Asien | ||
| 1.1.–30.6.2015 | 4.604 | 10 |
| 1.1.–30.6.2016 | 5.096 | 6 |
| Amerika | ||
| 1.1.–30.6.2015 | 2.455 | 72 |
| 1.1.–30.6.2016 | 8.088 | 71 |
| Sonstige Regionen | ||
| 1.1.–30.6.2015 | 930 | 727 |
| 1.1.–30.6.2016 | 39 | 753 |
| Konzern | ||
| 1.1.–30.6.2015 | 121.928 | 132.811 |
| 1.1.–30.6.2016 | 123.959 | 122.834 |
ANHANG
- 52 GRUNDLAGEN
- 53 KONSOLIDIERUNGSKREIS
- 54 ERLÄUTERUNGEN ZU EINZELNEN POSTEN DER GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG
- 56 ERLÄUTERUNGEN ZU EINZELNEN POSTEN DER BILANZ
- 63 HAFTUNGSVERHÄLTNISSE UND SONSTIGE FINANZIELLE VERPFLICHTUNGEN
- 63 BEZIEHUNGEN ZU NAHESTEHENDEN UNTERNEHMEN UND PERSONEN
- 63 WESENTLICHE EREIGNISSE VON BESONDERER BEDEUTUNG NACH ENDE DER BERICHTSPERIODE
- 64 WEITERE ANGABEN
- 65 VERSICHERUNG DER GESETZLICHEN VERTRETER
- 65 BESCHEINIGUNG NACH PRÜFERISCHER DURCHSICHT
- 67 IMPRESSUM
GRUNDLAGEN
Der Konzernzwischenabschluss zum 30. Juni 2016 ist gemäß § 37w Abs. 3 WpHG und in Übereinstimmung mit den Vorschriften des IAS 34 in verkürzter Form nach den Vorschriften der am Bilanzstichtag gültigen und von der europäischen Union anerkannten International Financial Reporting Standards (IFRS) des International Accounting Standards Board, London, sowie den Interpretationen des IFRS Interpretations Committee erstellt worden. Noch nicht in Kraft getretene Standards und Interpretationen werden nicht angewendet. Er wurde einer prüferischen Durchsicht unterzogen.
Die für den Konzernzwischenabschluss zum 30. Juni 2016 angewandten Bilanzierungsund Bewertungsmethoden sowie die Ermittlungsmethoden und Input-Parameter zur Bemessung des beizulegenden Zeitwerts entsprechen mit Ausnahme der nachfolgend beschriebenen Neuregelungen denen des Konzernabschlusses zum 31. Dezember 2015. Eine detaillierte Beschreibung dieser Methoden ist im Anhang des Geschäftsberichtes 2015 im Einzelnen veröffentlicht.
Neben der Gewinn- und Verlustrechnung werden eine Gesamtergebnisrechnung, eine Bilanz, eine Kapitalflussrechnung sowie eine Eigenkapitalveränderungsrechnung dargestellt.
Alle wesentlichen konzerninternen Salden bzw. Transaktionen wurden eliminiert. Der Zwischenabschluss enthält nach Einschätzung der Unternehmensleitung alle Anpassungen, die für eine angemessene Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns notwendig sind. Die in den unterjährigen Perioden dargestellten Ergebnisse lassen nicht notwendigerweise Vorhersagen über die Entwicklung des weiteren Geschäftsverlaufs zu.
Der Konzern-Zwischenabschluss wurde in Euro aufgestellt. Soweit nicht anders vermerkt, werden alle Beträge in Tausend Euro (TEUR) angegeben.
| (in EUR) | Stichtagskurs | Durchschnittskurs | |||
|---|---|---|---|---|---|
| 30.6.2016 | 31.12.2015 | 1.1.–30.6.2016 | 1.1.–30.6.2015 | ||
| USA | USD | 1,1105 | 1,0908 | 1,1164 | 1,1174 |
| Taiwan | TWD | 35,8214 | 35,9551 | 36,6109 | 34,8978 |
| Hong-Kong | HKD | 8,6169 | 8,4524 | 8,6721 | 8,6653 |
| China | CNY | 7,3798 | 7,0822 | 7,2979 | 6,8588 |
| Ungarn | HUF | 316,6800 | 314,8090 | 313,0200 | 307,7060 |
WECHSELKURSE DER WICHTIGSTEN WÄHRUNGEN
KONSOLIDIERUNGSKREIS
In den Konzernabschluss der Manz AG sind alle Unternehmen einbezogen, bei denen die Manz AG mittelbar oder unmittelbar die Möglichkeit hat, die Finanz- und Geschäftspolitik zu bestimmen ("Control"-Verhältnis). Neben der Manz AG gehören zum Kreis der konsolidierten Unternehmen folgende Tochterunternehmen:
Vollkonsolidierte Unternehmen
| Anteil in % | ||
|---|---|---|
| Manz CIGS Technology GmbH | Schwäbisch Hall/Deutschland | 100,0% |
| Manz USA Inc. | North Kingstown/USA | 100,0% |
| Manz Hungary Kft. | Debrecen/Ungarn | 100,0% |
| MVG Hungary Kft. | Debrecen/Ungarn | 100,0% |
| Manz Italy s.r.l. | Sasso Marconi/Italien | 100,0% |
| Manz Slovakia s.r.o. | Nove Mesto nad Vahom/Slowakei | 100,0% |
| Manz Asia Ltd. | Hong-Kong/China | 100,0% |
| Manz China Shanghai Ltd. (Shanghai) 1) | Shanghai/China | 100,0% |
| Manz (Shanghai) Trading Company Ltd. 1) | Shanghai/China | 100,0% |
| Manz China WuZhong Co. Ltd. 1) | Suzhou/China | 100,0% |
| Manz China Suzhou Ltd. 1) | Suzhou/China | 100,0% |
| Manz India Private Ltd. 1) | New Delhi/Indien | 75,0% |
| Manz Chungli Ltd. 1) | Chungli/Taiwan | 100,0% |
| Manz Taiwan Ltd. 2) | Chungli/Taiwan | 100,0% |
| Talus Manufacturing Ltd. 3) | Chungli/Taiwan | 80,5% |
| Manz (B.V.I.) Ltd. 3) | Road Town/British Virgin Islands | 100,0% |
| Intech Machines (B.V.I.) Co. Ltd. 3) | Road Town/British Virgin Islands | 100,0% |
1) über Manz Asia Ltd. 2) über Manz Chungli Ltd. 3) über Manz Taiwan Ltd.
ERLÄUTERUNGEN ZU EINZELNEN POSTEN DER GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG
SONSTIGE BETRIEBLICHE ERTRÄGE
| (in TEUR) | 30.6.2016 | 30.6.2015 |
|---|---|---|
| Kursgewinne | 430 | 267 |
| Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen | 46 | 41 |
| Erträge aus der Verminderung von Rückstellungen | 800 | 363 |
| Erträge aus Anlageverkäufen | 5 | 0 |
| Fördergelder | 0 | 1.560 |
| Veränderung Wertberichtigungen auf Forderungen | 818 | 0 |
| Übrige | 1.072 | 866 |
| 3.171 | 3.097 |
MATERIALAUFWAND
| 30.6.2016 | 30.6.2015 |
|---|---|
| 60.591 | 72.094 |
| 9.677 | 5.072 |
| 70.268 | 77.166 |
SONSTIGE BETRIEBLICHE AUFWENDUNGEN
| (in TEUR) | 30.6.2016 | 30.6.2015 |
|---|---|---|
| Mieten und Leasing | 3.510 | 2.953 |
| Sonstige Betriebskosten | 1.417 | 1.527 |
| Sonstiger Personalaufwand | 747 | 879 |
| Werbe- und Reisekosten | 4.926 | 5.186 |
| Ausgangsfrachten, Verpackung | 2.442 | 1.075 |
| Rechts- und Beratungskosten | 1.567 | 1.261 |
| Versicherungen | 456 | 345 |
| Lizenzgebühren | 458 | 489 |
| Kursverluste | 772 | 883 |
| Forderungsverluste | 35 | 122 |
| Veränderung Wertberichtigungen auf Forderungen | 29 | 7 |
| Übrige | 7.094 | 6.858 |
| 23.452 | 21.585 |
STEUERN VOM EINKOMMEN UND ERTRAG
Die Steuern vom Einkommen und Ertrag umfassen sowohl tatsächliche als auch latente Ertragsteuern aus temporären Differenzen sowie aus bestehenden steuerlichen Verlustvorträgen.
Die Ertragsteuern setzen sich wie folgt zusammen:
| (in TEUR) | 30.6.2016 | 30.6.2015 |
|---|---|---|
| Laufender Steueraufwand/-ertrag (–) | 331 | 736 |
| Latenter Steueraufwand/-ertrag (–) | 2.538 | 164 |
| 2.870 | 900 | |
ERLÄUTERUNGEN ZU EINZELNEN POSTEN DER BILANZ
IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
| (in TEUR) | 30.6.2016 | 31.12.2015 |
|---|---|---|
| Lizenzen, Software und ähnliche Rechte und Werte | 17.944 | 20.207 |
| Aktivierte Entwicklungskosten | 24.905 | 23.355 |
| Geschäfts- oder Firmenwert | 38.008 | 37.952 |
| Geleistete Anzahlungen | 60 | 60 |
| 80.917 | 81.574 | |
SACHANLAGEN
| (in TEUR) | 30.6.2016 | 31.12.2015 |
|---|---|---|
| Grundstücke und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken |
27.807 | 29.229 |
| Technische Anlagen und Maschinen | 7.456 | 7.383 |
| Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 3.388 | 4.696 |
| Geleistete Anzahlungen | 1.361 | 1.522 |
| 40.012 | 42.830 | |
Aufgrund der Schließung der Standorte Karlstein und Tettnang erfolgten außerplanmäßige Abschreibungen auf Sachanlagen in Höhe von 766 TEUR.
VORRÄTE
| (in TEUR) | 30.6.2016 | 31.12.2015 |
|---|---|---|
| Roh,- Hilfs- und Betriebsstoffe | 16.658 | 17.924 |
| Unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen | 15.165 | 16.509 |
| Fertige Erzeugnisse, Waren | 1.521 | 1.582 |
| Geleistete Anzahlungen | 869 | 622 |
| 34.213 | 36.636 |
FORDERUNGEN AUS LIEFERUNGEN UND LEISTUNGEN
| (in TEUR) | 30.6.2016 | 31.12.2015 |
|---|---|---|
| Künftige Forderungen aus Fertigungsaufträgen | 73.090 | 52.906 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 21.892 | 30.893 |
| 94.982 | 83.799 |
Die nach dem Grad der Fertigstellung bilanzierten künftigen Forderungen aus Fertigungsaufträgen ermitteln sich wie folgt:
| (in TEUR) | 30.6.2016 | 31.12.2015 |
|---|---|---|
| Herstellungskosten einschließlich Auftragsergebnis der Fertigungsaufträge |
168.690 | 112.801 |
| Abzüglich erhaltene Anzahlungen | –95.600 | –59.895 |
| 73.090 | 52.906 |
SONSTIGE KURZFRISTIGE FORDERUNGEN
| (in TEUR) | 30.6.2016 | 31.12.2015 |
|---|---|---|
| Steuerforderungen (keine Einkommen- und Ertragsteuern) | 2.867 | 3.633 |
| Forderungen Personal | 906 | 713 |
| Sonstige Abgrenzungen (v. a. Versicherungen) | 554 | 377 |
| Übrige | 4.729 | 2.698 |
| 9.056 | 7.421 | |
EIGENKAPITAL
Die Veränderungen der einzelnen Posten des Eigenkapitals im Konzern sind gesondert in der "Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung" dargestellt.
GEZEICHNETES KAPITAL
Das gezeichnete Kapital der Manz AG hat sich aufgrund der vom Vorstand der Gesellschaft mit Zustimmung des Aufsichtsrats beschlossenen Barkapitalerhöhung vom 29. April 2016 unter teilweiser Ausübung der Ermächtigung der ordentlichen Hauptversammlung vom 9. Juli 2014 gemäß § 3 Abs. 3 der Satzung (genehmigtes Kapital 2014) um 2.323.224,00 EUR auf 7.744.088,00 EUR erhöht (Vj. 5.421 TEUR) und ist eingeteilt in 7.744.088 auf den Inhaber lautende Stückaktien, welche voll eingezahlt sind. Der Nennbetrag einer Stückaktie entspricht damit 1,00 EUR.
KAPITALRÜCKLAGE
Die Kapitalrücklage enthält im Wesentlichen die Einzahlungen von Aktionären nach § 272 Abs. 2 Nr. 1 HGB abzüglich der Kosten der Kapitalbeschaffung nach Steuern. Des Weiteren ist der Wert der als Gehaltsbestandteil an Führungskräfte (einschließlich Vorstand) in Form von Eigenkapitalinstrumenten gewährten anteilsbasierten Vergütung (Performance Share Plan) erfasst.
Die Erhöhung im ersten Halbjahr 2016 in Höhe von 74.373 TEUR betrifft mit 74.253 TEUR das Agio aus der am 20. Mai 2016 durchgeführten Kapitalerhöhung und mit 120 TEUR die Zuweisung aus den aktienbasierten Vergütungen (Manz Performance Share Plan).
EIGENE AKTIEN
Im ersten Halbjahr 2016 erwarb die Manz-Gruppe 126 eigene Aktien zu einem Durchschnittspreis von 37,06 EUR pro Aktie (Kurswert 4,67 TEUR), welche an Mitarbeiter im Rahmen von Jubiläumsleistungen übertragen wurden.
Zum 30. Juni 2016 sind keine eigenen Aktien mehr im Bestand.
ZUSÄTZLICHE INFORMATIONEN ÜBER FINANZINSTRUMENTE
Die nachfolgende Tabelle zeigt die Überleitung der Bilanzposten zu den Klassen von Finanzinstrumenten, aufgeteilt nach den Buchwerten und Fair Values der Finanzinstrumente.
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, sonstige kurzfristige Forderungen, flüssige Mittel, Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie der wesentliche Teil der übrigen Schulden aus dem Anwendungsbereich des IFRS 7 haben überwiegend kurze Restlaufzeiten. Es wird daher unterstellt, dass die Buchwerte dieser Finanzinstrumente näherungsweise den beizulegenden Zeitwerten entsprechen.
| (in TEUR) | Beizulegender Zeitwert |
Kredite und Forderungen |
Designierte Sicherungs instrumente (Cashflow Hedge) |
Nicht im Anwendungs bereich IFRS 7, IAS 39 |
Buchwert 30.6.2016 |
|---|---|---|---|---|---|
| AKTIVA per 30.6.2016 | |||||
| Sonstige langfristige Vermögenswerte |
1.905 | 1.905 | – | – | 1.905 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen |
94.982 | 21.892 | – | 73.090 | 94.982 |
| Derivative Finanzinstrumente | 89 | – | 89 | – | 89 |
| Sonstige kurzfristige Forderungen |
9.056 | 6.189 | – | 2.867 | 9.056 |
| Flüssige Mittel | 65.930 | 65.930 | – | – | 65.930 |
| 171.962 | 147.114 | 89 | 24.759 | 171.962 |
Buchwerte nach Bewertungskategorien
Buchwerte nach Bewertungskategorien
| (in TEUR) | Beizulegender Zeitwert |
Zu fort geführten Anschaf fungskosten bewertet |
Wertansatz nach IAS 17 |
Designierte Sicherungs instrumente (Cashflow Hedge) |
Nicht im Anwedungs bereich IFRS 7, IAS 39 |
Buchwert 30.6.2016 |
|---|---|---|---|---|---|---|
| PASSIVA per 30.6.2016 | ||||||
| Finanzschulden | 67.387 | 67.387 | – | – | – | 67.387 |
| Finanzverbindlichkeiten Leasing | 13 | – | 11 | – | – | 11 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen |
38.695 | 38.695 | – | – | – | 38.695 |
| Derivative Finanzinstrumente | 374 | – | – | 374 | – | 374 |
| Übrige Verbindlichkeiten | 12.118 | 6.375 | – | – | 5.743 | 12.118 |
| 118.587 | 112.457 | 11 | 374 | 5.743 | 118.585 |
Buchwerte nach Bewertungskategorien
| (in TEUR) | Beizulegender Zeitwert |
Kredite und Forderungen |
Designierte Sicherungs instrumente (Cashflow Hedge) |
Nicht im Anwendungs bereich IFRS 7, IAS 39 |
Buchwert 31.12.2015 |
|---|---|---|---|---|---|
| AKTIVA per 31.12.2015 | |||||
| Sonstige langfristige Vermögenswerte |
1.634 | 1.634 | – | – | 1.634 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen |
83.799 | 30.893 | – | 52.906 | 83.799 |
| Derivative Finanzinstrumente | 28 | – | 28 | – | 28 |
| Sonstige kurzfristige Forderungen |
7.421 | 3.788 | 3.633 | 7.421 | |
| Flüssige Mittel | 34.372 | 34.372 | – | – | 34.372 |
| 127.254 | 70.687 | 28 | 56.539 | 127.254 |
| (in TEUR) | Beizulegender Zeitwert |
Zu fort geführten Anschaf fungskosten bewertet |
Wertansatz nach IAS 17 |
Designierte Sicherungs instrumente (Cashflow Hedge) |
Nicht im Anwedungs bereich IFRS 7, IAS 39 |
Buchwert 31.12.2015 |
|---|---|---|---|---|---|---|
| PASSIVA per 31.12.2015 | ||||||
| Finanzschulden | 82.802 | 82.912 | – | – | – | 82.912 |
| Finanzverbindlichkeiten Leasing | 26 | – | 24 | – | – | 24 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen |
40.809 | 40.809 | – | – | – | 40.809 |
| Derivative Finanzinstrumente | 3.140 | – | – | 3.140 | – | 3.140 |
| Übrige Verbindlichkeiten | 10.976 | 6.878 | – | – | 4.098 | 10.976 |
| 137.753 | 130.599 | 24 | 3.140 | 4.098 | 137.861 | |
Buchwerte nach Bewertungskategorien
Die mit den deutschen Hausbanken und einem deutschen Kreditversicherer bestehenden Kreditlinien wurden nach der Kapitalerhöhung zurückgeführt und das bestehende KfW-Darlehen wurde aus dem Emmissionserlös vorzeitig abgelöst. Das Projektdarlehen der European Investment Bank (EIB) in Höhe von 20 Mio. EUR zur Finanzierung der Aufwendungen der Manz-Gruppe für Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten insbesondere im Bereich Solartechnologie besteht unverändert. Aufgrund bestehender Kündigungsmöglichkeiten von Seiten EIB wird das Darlehen unverändert zum Vorjahr unter den kurzfristigen Finanzschulden ausgewiesen. Die Gesellschaft geht aufgrund der laufenden positiven Verlängerungsverhandlungen davon aus, dass die EIB auf ihr außerordentliches Kündigungsrecht verzichtet; anderenfalls würde die vorzeitige Rückzahlung durch die vorhandenen liquiden Mittel in Höhe von 65,9 Mio. EUR erfolgen.
Bei der Manz Slovakia unterliegen Finanzschulden in Höhe von 10.880 TEUR einer Covenants-Regelung mit unterschiedlichen finanziellen Bezugsgrößen. Die Überprüfung der Covenants durch die Banken erfolgt nur einmal jährlich anhand des Jahresabschlusses. Zum 30. Juni 2016 wären bei Finanzschulden in Höhe von 3.880 TEUR zwei von drei Covenants nicht erfüllt. Basierend auf der Planung für die Monate Juli–Dezember 2016 geht die Gesellschaft davon aus, dass zum Jahresende die Covenants erfüllt werden.
BEWERTUNGSKLASSEN NACH IFRS 7.27
Der Konzern verwendet folgende Hierarchie zur Bestimmung und zum Ausweis beizulegender Zeitwerte von Finanzinstrumenten je Bewertungsverfahren:
Stufe 1: auf aktiven Märkten notierte (unverändert übernommene) Preise für identische Vermögenswerte und Verbindlichkeiten.
Stufe 2: für den Vermögenswert oder die Verbindlichkeit entweder direkt (als Preis) oder indirekt (in Ableitung von Preisen) beobachtbare Inputdaten, die keinen notierten Preis nach Stufe 1 darstellen.
Stufe 3: herangezogene Inputdaten, die nicht auf beobachtbaren Marktdaten für die Bewertung des Vermögenswerts und der Verbindlichkeit basieren (nicht beobachtbare Inputdaten).
Zum 30. Juni 2016 fallen die derivativen Finanzinstrumente im Bereich der kurzfristigen Vermögenswerte in Höhe von 89 TEUR (Vj. 28 TEUR) und im Bereich der kurzfristigen Schulden in Höhe von 374 TEUR (Vj. 3.140 TEUR) in den Anwendungsbereich von IFRS 7.27 mit der Stufe 2 in der Fair-Value-Hierarchie.
HAFTUNGSVERHÄLTNISSE UND SONSTIGE FINANZIELLE VERPFLICHTUNGEN
Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen und Haftungsverhältnisse haben sich gegenüber dem 31.12.2015 im Wesentlichen nicht verändert.
BEZIEHUNGEN ZU NAHESTEHENDEN UNTERNEHMEN UND PERSONEN
Im Vergleich zum 31. Dezember 2015 ist der Kreis der nahestehenden Unternehmen und Personen unverändert. Guoxing Yang, stellvertretender Direktor der Abteilung Business Development bei der Shanghai Electric Group Co., Ltd. wurde mit der Hauptversammlung vom 12. Juli 2016 zum Aufsichtsrat gewählt.
Bei der TRUMPF-Gruppe, bei der das Aufsichtsratsmitglied Dr. Peter Leibinger geschäftsführender Gesellschafter ist, wurden im Zeitraum 1. Januar bis 30. Juni 2016 Lasersysteme im Wert von 5.990 TEUR von der Manz AG gekauft. Zum 30. Juni 2016 bestehen Verbindlichkeiten gegenüber der TRUMPF-Gruppe in Höhe von 5.236 TEUR.
Von der TRUMPF Hüttinger Elektronik GmbH & Co. KG, bei der Peter Leibinger Mitglied des Beirats ist, wurden Waren im Wert von 2 TEUR von der Manz AG eingekauft. Zum 30. Juni 2016 bestehen keine Verbindlichkeiten gegenüber der TRUMPF Hüttinger Elektronik GmbH & Co. KG.
Im Zeitraum 1. Januar bis 30. Juni 2016 wurden vom Zentrum für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung Baden-Württemberg (ZSW), bei dem Herr Prof. Powalla Mitglied des Vorstands ist, für Dienstleistungen und Lizenzgebühren TEUR 783 von der Manz AG bezahlt. Zum 30. Juni 2016 bestehen Verbindlichkeiten gegenüber dem ZSW von 504 TEUR.
WESENTLICHE EREIGNISSE VON BESONDERER BEDEUTUNG NACH ENDE DER BERICHTSPERIODE
Nach dem Bilanzstichtag ergaben sich keine wesentlichen Sachverhalte, die Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben können.
WEITERE ANGABEN
MITARBEITER
Die Manz-Gruppe beschäftigte zum 30. Juni 2016 durchschnittlich 1.820 Mitarbeiter (30. Juni 2015: 1.962 Mitarbeiter).
VORSTAND
Dieter Manz, Dipl.-Ing. (FH), Vorstandsvorsitzender Martin Hipp, Dipl.-Kaufmann, Vorstand Finanzen Martin Drasch, Dipl.-Ing. (FH), Vorstand Operations
AUFSICHTSRAT
Prof. Dr. Heiko Aurenz, Dipl. oec., Partner bei Ebner Stolz Management Consultants GmbH, Stuttgart, Vorsitzender
Dr.-Ing. E.h. Dipl.-Ing. Peter Leibinger, geschäftsführender Gesellschafter der TRUMPF GmbH & Co. KG, Ditzingen, stellvertretender Vorsitzender (bis 12. Juli 2016)
Prof. Dr.-Ing. Michael Powalla, Leiter des Geschäftsbereichs Photovoltaik und Mitglied des Vorstands des Zentrums für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung Baden-Württemberg (ZSW) sowie Professor für Dünnschichtphotovoltaik am Karlsruher Institut für Technologie (KIT), Lichttechnisches Institut, Fakultät Elektrotechnik und Informationstechnik
Guoxing Yang, stellvertretender Direktor der Abteilung Business Development bei der Shanghai Electric Group Co., Ltd. (seit 12. Juli 2016)
VERSICHERUNG DER GESETZLICHEN VERTRETER
Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen für die Zwischenberichterstattung der verkürzte Konzernzwischenabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Konzernzwischenlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns im verbleibenden Geschäftsjahr beschrieben sind.
Reutlingen, 11. August 2016
Der Vorstand der Manz AG
Dieter Manz Martin Hipp Martin Drasch
BESCHEINIGUNG NACH PRÜFERISCHER DURCHSICHT
An den Aufsichtsrat der Manz AG, Reutlingen:
Wir haben den verkürzten Konzernzwischenabschluss – bestehend aus Gewinn- und Verlustrechnung, Gesamtergebnisrechnung, Bilanz, Kapitalflussrechnung, Eigenkapitalveränderungsrechnung sowie ausgewählten erläuternden Anhangangaben – und den Konzernzwischenlagebericht der Manz AG, Reutlingen, für den Zeitraum vom 1. Januar 2016 bis 30. Juni 2016, die Bestandteile des Halbjahresfinanzberichts nach § 37w WpHG sind, einer prüferischen Durchsicht unterzogen. Die Aufstellung des verkürzten Konzernzwischenabschlusses nach den IFRS für Zwischenberichterstattung, wie sie in der EU anzuwenden sind, und des Konzernzwischenlageberichts nach den für Konzernzwischenlageberichte anwendbaren Vorschriften des WpHG liegt in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, eine Bescheinigung zu dem verkürzten Konzernzwischenabschluss und dem Konzernzwischenlagebericht auf der Grundlage unserer prüferischen Durchsicht abzugeben.
Wir haben die prüferische Durchsicht des verkürzten Konzernzwischenabschlusses und des Konzernzwischenlageberichts unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze für die prüferische Durchsicht von Abschlüssen vorgenommen. Danach ist die prüferische Durchsicht so zu planen und durchzuführen, dass wir bei kritischer Würdigung mit einer gewissen Sicherheit ausschließen können, dass der verkürzte Konzernzwischenabschluss in wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit den IFRS für Zwischenberichterstattung, wie sie in der EU anzuwenden sind, und der Konzernzwischenlagebericht in wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit den für Konzernzwischenlageberichte anwendbaren Vorschriften des WpHG aufgestellt worden sind. Eine prüferische Durchsicht beschränkt sich in erster Linie auf Befragungen von Mitarbeitern der Gesellschaft und auf analytische Beurteilungen und bietet deshalb nicht die durch eine Abschlussprüfung erreichbare Sicherheit. Da wir auftragsgemäß keine Abschlussprüfung vorgenommen haben, können wir einen Bestätigungsvermerk nicht erteilen.
Auf der Grundlage unserer prüferischen Durchsicht sind uns keine Sachverhalte bekannt geworden, die uns zu der Annahme veranlassen, dass der verkürzte Konzernzwischenabschluss in wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit den IFRS für Zwischenberichterstattung, wie sie in der EU anzuwenden sind, oder dass der Konzernzwischenlagebericht in wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit den für Konzernzwischenlageberichte anwendbaren Vorschriften des WpHG aufgestellt worden ist.
Reutlingen, 11. August 2016
BEST AUDIT GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Zweigniederlassung Reutlingen
Marion Moser Harald Aigner Wirtschaftsprüferin Wirtschaftsprüfer
IMPRESSUM
Herausgeber
Manz AG Steigäckerstraße 5 72768 Reutlingen Tel.: +49 (0) 7121 9000-0 Fax: +49 (0) 7121 9000-99 [email protected] www.manz.com
Redaktion
cometis AG Unter den Eichen 7/Gebäude D 65195 Wiesbaden Tel.: +49 (0) 611 20 585 5-0 Fax: +49 (0) 611 20 585 5-66 www.cometis.de
Gestaltung & Realisation
Art Crash Werbeagentur GmbH Weberstraße 9 76133 Karlsruhe Tel.: +49 (0) 721 94009-0 Fax: +49 (0) 721 94009-99 [email protected] www.artcrash.com
MANZ AG
Steigäckerstraße 5 72768 Reutlingen Tel.: +49 (0) 7121 9000-0 Fax: +49 (0) 7121 9000-99 [email protected] www.manz.com