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LOGWIN AG Annual Report 2025

Apr 7, 2026

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Logwin AG Jahresfinanzbericht 2025

Kennzahlen 1. Januar – 31. Dezember 2025

Ertragslage

Angaben in Tausend € 2025 2024
Umsatz Konzern 1.361.961 1.442.375
Veränderung zu 2024 -5,6%
Air + Ocean 1.108.699 1.189.455
Veränderung zu 2024 -6,8%
Solutions 255.782 255.013
Veränderung zu 2024 0,3%
Operatives Ergebnis (EBITA) Konzern 82.415 83.572
Marge 6,1% 5,8%
Air + Ocean 64.046 76.535
Marge 5,8% 6,4%
Solutions 27.640 19.828
Marge 10,8% 7,8%
Periodenergebnis Konzern 61.586 65.594

Finanzlage

Angaben in Tausend € 2025 2024
Operativer Cashflow 90.410 108.989
Investitions-Cashflow -12.695 -15.002
Free-Cashflow 52.949 60.615

Vermögenslage

31.12.2025 31.12.2024
Eigenkapitalquote 50,1% 47,1%
Nettoliquidität (in Tausend €) 324.795 313.461
Anzahl der Mitarbeiter 3.690 3.777

Konzernlagebericht

Allgemeine Informationen zum Logwin Konzern

Geschäftsmodell Logwin Konzern

Der Logwin Konzern bietet seinen Kunden mit den beiden Geschäftsfeldern Air + Ocean und Solutions weltweite Logistik- und Transportlösungen. Dabei verbindet Logwin die Vorteile einer international aufgestellten Logistikgruppe mit denen eines flexiblen Mittelständlers.

Geschäftsfeld Air + Ocean

Das Geschäftsfeld Air + Ocean erbringt seine Logistik- und Speditionslösungen weltweit mit dem Fokus auf interkontinentaler Luft- und Seefracht und ergänzt diese in vielen Fällen mit vor- und nachgelagerten Value Added Services. Mit seinem weltweiten Netzwerk eigener Tochterunternehmen und langjähriger Partner ist Logwin für seine Kunden vor Ort präsent und setzt sich zum Ziel, höchste Ansprüche an Zuverlässigkeit, Qualität und Sicherheit der weltweiten Logistikketten zu gewährleisten.

Geschäftsfeld Solutions

Das Geschäftsfeld Solutions umfasst die operativen Aktivitäten Kontraktlogistik und Supply-Chain-Management. Es entwickelt kundenspezifische Logistiklösungen für Unternehmen aus den Bereichen Konsumgüter, Retail und Fashion sowie für die industrielle Kontraktlogistik einschließlich Chemie- und Gefahrgut. Das Leistungsportfolio beinhaltet integrierte Supply-Chain-Leistungen entlang der Wertschöpfungskette, insbesondere Transport- und Speditionslösungen, Warehousing, logistische Mehrwertdienste sowie die Umsetzung umfassender Outsourcing-Projekte. Mit kundenspezifischen Kombinationen einzelner Logistikleistungen steuert der Logwin Konzern Logistikketten zwischen Lieferanten und Abnehmern je nach Bedarf in Teilen oder als Komplettlösung.

Ganzheitliches Supply Chain Management, Warehousing, Value Added Services und Transporte auf der Straße, der Schiene sowie per Luft- oder Seefracht sind die wesentlichen Elemente der Leistungserbringung in den verschiedenen Einheiten des Logwin Konzerns. Eine weltweit einheitliche IT-Infrastruktur mit einem Rechenzentrum in Europa unterstützt harmonisierte Prozesse, die einfache Anbindung von Kunden sowie Dienstleistern und gewährleistet die Einhaltung der stetig steigenden Anforderungen an Qualität, Sicherheit und Compliance. Die Logwin AG ist an der Frankfurter Wertpapierbörse notiert. Mehrheitsaktionärin ist die DELTON Logistics S.à r.l., Grevenmacher (Luxemburg).

Finanzwirtschaftliche Unternehmenssteuerung

Der Logwin Konzern überwacht seine Vermögens-, Finanz- und Ertragslage mit Hilfe von ausgewählten zentralen Steuerungsgrößen (KPI) mit dem Ziel, die Leistungsfähigkeit hinsichtlich operativer, finanzieller und liquiditätsbezogener Aspekte zu beurteilen und entscheidungsrelevante Informationen zur Unternehmenssteuerung bereitzustellen. Das eingesetzte Kennzahlensystem stellt ein Gleichgewicht zwischen Profitabilität, effizienter Nutzung von Ressourcen und einem nachhaltigen Liquiditätsmanagement sicher. Monatliche, quartalsweise und jährliche Veränderungen der relevanten Leistungsindikatoren im Vergleich zum Vorjahreszeitraum bzw. den Forecast-/Budget-Werten dienen der Unternehmensleitung als Entscheidungsgrundlage. Darüber hinaus bilden einzelne KPIs wesentliche Elemente des Vergütungssystems.

Soweit nicht in den International Financial Reporting Standards (IFRS) definiert, wird die Ermittlung der verwendeten und berichteten KPIs entsprechend der Leitlinien für alternative Leistungskennzahlen (APM) der Europäischen Wertpapier- und Marktaufsichtsbehörde (ESMA) vom 5. Oktober 2015 nachfolgend erläutert:

Profitabilität

Die Umsatzerlöse stellen grundsätzlich eine der wesentlichen Messgrößen der Profitabilität dar, da sie die Fähigkeit eines Unternehmens widerspiegeln, seine Produkte oder Dienstleistungen am Markt abzusetzen. Insofern dient die in den IFRS definierte Kennzahl auch im Logwin Konzern, insbesondere im transaktionsbasierten Logistikgeschäft, als Ausgangspunkt für tiefergehende Preis/Mengen-Abweichungsanalysen sowie als wichtiger Vergleichsmaßstab. Darüber hinaus erweisen sich die Umsatzerlöse als Indikator für die Geschäftsentwicklung (Wachstum) sowie mit Einschränkungen auch als geeigneter cash-flow orientierter Erfolgsfaktor (Zahlungssensitivität).

Das operative Ergebnis vor Wertminderungen von Firmenwerten – EBITA (Earnings Before Interest, Taxes and Amortization) – misst die Entwicklung der Ertragskraft sowohl des Konzerns als auch der einzelnen Geschäftsfelder und ist der zentrale Leistungsindikator für die Profitabilität im Logwin Konzern. Das EBITA ergibt sich aus den Umsatzerlösen abzüglich der Umsatzkosten und der Vertriebs- und Verwaltungsaufwendungen. Außerdem werden die sonstigen betrieblichen Aufwendungen und Erträge sowie die gesondert ausgewiesenen Wertminderungen und Wertaufholungen auf zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Vermögenswerte und Vertragsvermögenswerte in die Berechnung einbezogen. Die EBITA-Marge dient darüber hinaus als ergänzende Kennzahl zur Bewertung der operativen Profitabilität. Sie berechnet sich als Quotient aus EBITA und Umsatz. Nach Auffassung der Unternehmensleitung ist das EBITA die am besten geeignete Kennzahl, um die Leistung des Logwin Konzerns darstellbar und vergleichbar zu machen, da sie durch die Berücksichtigung von Abschreibungen den Vorteil bietet, auch den Verzehr des Anlagevermögens wiederzugeben. Schwankende Wertminderungen von Firmenwerten bleiben hingegen außen vor.

Das Periodenergebnis ist eine weitere Steuerungskennzahl im Logwin Konzern und dient der Messung des Gesamterfolgs nach Zinsen und Steuern, insbesondere im Zeitverlauf. Das Periodenergebnis ergibt sich direkt aus der Gewinn- und Verlustrechnung und ist somit in den einschlägigen Rechnungslegungs-Standards definiert (in IAS 1.7 bezeichnet als „Gewinn oder Verlust“).

Weitere Leistungsindikatoren zur Messung der Konzernleistung sind der Bruttogewinn und die Bruttogewinnmarge. Während sich der Bruttogewinn als Differenz zwischen Umsatz und Umsatzkosten ergibt, berechnet sich die Bruttogewinnmarge als Quotient aus Bruttogewinn und Umsatz. Beide Kenngrößen werden insbesondere zur Beurteilung der Finanzkraft des Geschäftsmodells sowie der operativen Profitabilität im Zeitverlauf genutzt.

Liquidität

Der Free-Cashflow ist die zentrale Kennzahl zur Liquiditätssteuerung im Logwin Konzern und in den Geschäftseinheiten.Diese Kennzahl definiert sich als Summe aus dem Operativen Cashflow und dem Investitions-Cashflow, welche beide in Übereinstimmung mit dem IAS 7 ermittelt werden, abzüglich der Tilgung von Leasingverbindlichkeiten (bzgl. der Einzelheiten der Berechnung verweisen wir auf die Zwischensummen in der Kapitalflussrechnung). Ziel ist es, neben den operativen Zahlungsverpflichtungen und Investitionen eine ausreichende Liquidität zur Deckung aller finanziellen Verpflichtungen des Konzerns aus möglichen Darlehenstilgungen und Dividendenzahlungen sicherzustellen. Insofern wird der Free-Cashflow als Indikator angesehen, wie viel Liquidität am Ende der Berichtsperiode zur Zahlung von Dividenden oder gegebenenfalls zur Rückzahlung von Darlehen und anderen Finanzverbindlichkeiten zur Verfügung steht.

Im Operativen Cashflow – eine Kenngröße des einschlägigen IAS 7 (bezeichnet als „net cash flows from operating activities“ in IAS 7.20) und somit unmittelbar aus der Kapitalflussrechnung abgeleitet – werden alle in einem bestimmten Zeitraum erwirtschafteten liquiden Mittel ausgewiesen. Er zeigt somit die Mittelzuflüsse, die direkt aus der operativen Wertschöpfung stammen und für Investitionen und Finanzierungsaktivitäten zur Verfügung stehen. Die Kennzahl dient sowohl der operativen Liquiditätssteuerung und -überwachung als auch der Sicherstellung einer cashorientierten operativen Wertschöpfung.

Vermögenslage

Zur Beurteilung der Vermögenslage werden im Logwin Konzern die Nettoliquidität und die Eigenkapitalquote herangezogen. Beide Steuerungsgrößen zielen auf eine nachhaltig positive Finanzierungsstruktur und damit einhergehende positive Effekte auf Kreditwürdigkeit und Bonität ab. So wird ein fortwährender Zugang zum Kapitalmarkt zu günstigen Konditionen zum Zweck der Liquiditätssteuerung gewährleistet.

Die Nettoliquidität ergibt sich als Differenz aus Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten, Verbindlichkeiten aus Leasingverträgen sowie sonstigen Finanzierungsverbindlichkeiten. Die Nettoliquidität gibt Einblick, in welcher Höhe dem Konzern liquide Mittel nach Abzug aller Finanzverbindlichkeiten zur Verfügung stehen. Die Eigenkapitalquote berechnet sich als Quotient aus Eigenkapital und Bilanzsumme und gibt Aufschluss über die Kapitalstruktur eines Unternehmens, indem sie den Anteil der Vermögenswerte, die durch die Anteilseigner mit Eigenkapital unterlegt sind, und den Verschuldungsgrad des Unternehmens widerspiegelt.

Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren, nichtfinanzielle Erklärung und Diversität

Neben den dargestellten finanziellen Leistungsindikatoren stellt die Mitarbeiteranzahl zum Stichtag (absolut in Köpfen; als Mitarbeiter werden alle direkt im Logwin Konzern angestellten Personen bezeichnet, die im In- oder Ausland Vollzeit oder Teilzeit für Logwin tätig sind) eine wesentliche nicht-finanzielle Steuerungskennzahl dar. Der Begriff Mitarbeiter wird geschlechtsneutral für weibliche, männliche und diverse Personen gleichermaßen verwendet. Die Mitarbeiterzahl ermöglicht ergänzende Analysen von Kosten und Produktivität und gibt Aufschluss über den Einsatz von Ressourcen und Kapazitäten. Darüber hinaus setzen weitere quantitative und qualitative Personal-Kennzahlen auf der Mitarbeiterzahl als Bezugsgröße auf.

Die Logwin AG erstellt eine nichtfinanzielle Berichterstattung, welche die wesentlichen Aspekte der unternehmerischen Verantwortung und Nachhaltigkeit im Logwin Konzern umfasst, darunter ökologische, soziale und Governance-Themen wie Mitarbeiterbelange, Compliance, Menschenrechte, Umweltschutz und Diversität. Darüber hinaus wird ein Bericht zur Diversität und Geschlechterbalance im Verwaltungsrat veröffentlicht, der das Konzept, die Ziele sowie die Umsetzung der Diversitätspolitik des Verwaltungsrats erläutert.

Forschung und Entwicklung

Die Entwicklungsaktivitäten im Logwin Konzern konzentrieren sich auf Dienstleistungs- und Prozessinnovationen. Diese Innovationen zur Verbesserung operativer und administrativer Prozesse werden meist in enger Zusammenarbeit mit Kunden ausgearbeitet. Bei komplexen Kontraktlogistikprojekten sind hiermit insbesondere die Spezialisten des Geschäftsfelds Solutions in den Bereichen Tender Management/Logistics Engineering, Prozessmanagement und die jeweiligen IT-Fachabteilungen betraut.

Corporate Governance

Mitglieder des Verwaltungsrats und des Executive Committee

Name Funktion Wohnort
Dr. Antonius Wagner (*1961) Vorsitzender des Verwaltungsrats und des Executive Committee (CEO) Bad Homburg v. d. Höhe (DE)
Axel Steiner (*1973) Mitglied des Verwaltungsrats, Mitglied des Executive Committee (CFO, CCO) Großostheim (DE)
Sebastian Esser (*1974) Mitglied des Executive Committee (COO Air + Ocean) Singapur (SG)
Ralf Hubert (*1970) Mitglied des Executive Committee (COO Air + Ocean) Großostheim (DE)
Andreas Kurtze (*1973) Nicht-exekutives Mitglied des Verwaltungsrats, Syndikusrechtsanwalt Frankfurt am Main (DE)
Nam Pham (*1981) Mitglied des Executive Committee (CIO), seit 1. September 2025 Großostheim (DE)
Thomas Philipp (*1981) Mitglied des Executive Committee (COO Solutions), vom 1. Februar bis 22. August 2025 Mannheim (DE)
Philippe Prussen (*1977) Nicht-exekutives Mitglied des Verwaltungsrats, Rechtsanwalt Luxemburg (LU)

Der Verwaltungsrat der Logwin AG hat eine Corporate Governance Charter beschlossen, die im Internet unter www.logwin-logistics.com/de/unternehmen/ueberblick/corporate-governance verfügbar ist. Hinsichtlich der für das Geschäftsjahr 2025 abzugebenden nichtfinanziellen Erklärung und des im Logwin Konzern angewendeten Diversitätskonzepts verweisen wir auf die Nichtfinanzielle Berichterstattung der Logwin AG und den Bericht zur Diversität und Geschlechterbalance im Verwaltungsrat der Logwin AG. Die Dokumente sind auf der Homepage unter www.logwin-logistics.com/de/unternehmen/corporate-social-responsibility abrufbar.

Angaben nach Artikel 11 des luxemburgischen Übernahmegesetzes vom 19. Mai 2006

  • Lit (a): Angaben zur Eigenkapitalstruktur des Logwin Konzerns sind unter Ziffer 26 auf Seite 77 des Anhangs des Konzernabschlusses enthalten. Zum 31. Dezember 2025 waren 2.879.215 voll eingezahlte, nennwertlose Namensaktien mit Stimmrecht ausgegeben und zum Handel an der Frankfurter Wertpapierbörse zugelassen.
  • Lit (b): Es existieren keine Beschränkungen hinsichtlich der Übertragung von Aktien.
  • Lit (c): Mehrheitsaktionärin der Logwin AG ist die DELTON Logistics S.à r.l., Grevenmacher, Luxemburg. Alleingesellschafter der DELTON Logistics S.à r.l. ist Herr Stefan Quandt. Für weitere Angaben wird auf die Ziffern 1 und 39 auf den Seiten 32 und 100 des Konzernanhangs verweisen.
  • Lit (d): Es gibt keine Aktien, die den Inhabern spezielle Kontrollrechte gewähren.
  • Lit (e): Im Logwin Konzern sind keine Mitarbeiter-Aktienprogramme vorhanden.
  • Lit (f): Es bestehen keine Stimmrechtsbeschränkungen im Logwin Konzern.
  • Lit (g): Der Logwin AG sind zum 31. Dezember 2025 keine Vereinbarungen mit Aktionären bekannt, die die Übertragung von Aktien bzw. Stimmrechten hinsichtlich der Richtlinie 2004/109/EC beschränken.
  • Lit (h): Regelungen über die Ernennung und Ersetzung der Verwaltungsratsmitglieder und über die Änderung der Satzung sind in der Satzung der Logwin AG in den Artikeln 8, 16 und 17 und in der Corporate Governance Charter in Kapitel 8 dargestellt. Die Dokumente sind auf der Homepage unter www.logwin-logistics.com/de/unternehmen/satzung bzw. www.logwin-logistics.com/de/unternehmen/ueberblick/corporate-governance abrufbar. Insbesondere gilt:
  • Die Mitglieder des Verwaltungsrats werden von der Hauptversammlung für eine Dauer ernannt, die sechs Jahre nicht überschreiten darf. Sie können jederzeit von der Hauptversammlung abberufen werden. Wiederholte Ernennungen eines Mitglieds des Verwaltungsrats sind zulässig.
  • Falls ein Mitglied des Verwaltungsrats (einschließlich der exekutiven Verwaltungsratsmitglieder) vorzeitig ausscheidet, können die verbleibenden Mitglieder gemäß den gesetzlichen Bestimmungen vorläufig ein neues Verwaltungsratsmitglied kooptieren. Die endgültige Wahl wird durch die Hauptversammlung bei ihrem nächsten Zusammentreffen vorgenommen.
    • Die Hauptversammlung kann, unter Berücksichtigung der gesetzlichen Anwesenheits- und Mehrheitsbestimmungen, die Satzung der Gesellschaft zu jedem Zeitpunkt ändern.
  • Lit (i): Befugnisse des Verwaltungsrats, insbesondere in Bezug auf die Ermächtigung zur Ausgabe bzw. Einziehung von Aktien, sind in der Satzung der Logwin AG in den Artikeln 5, 8, 9, 10, 11, 18, 19 und 23 und in der Corporate Governance Charter in Kapitel 3 geregelt. Die Dokumente sind auf der Homepage unter www.logwin-logistics.com/de/unternehmen/satzung bzw. www.logwin-logistics.com/de/unternehmen/ueberblick/corporate-governance verfügbar. Insbesondere gilt:
    • Die Leitung der Gesellschaft obliegt einem Verwaltungsrat.
  • Der Verwaltungsrat hat alle Befugnisse, um Verwaltungs- und Verfügungshandlungen im Interesse der Gesellschaft vorzunehmen. Zur Wahrnehmung der täglichen Geschäftsführung hat der Verwaltungsrat ein Direktionskomitee (nachfolgend „Executive Committee“) ernannt.
  • Der Verwaltungsrat bestimmt den Tätigkeitsbereich des Executive Committee und der einzelnen Ausschüsse. Er genehmigt ebenfalls die Verfahren, die im Executive Committee und den einzelnen Ausschüssen anzuwenden sind.
  • Die tägliche Geschäftsführung der Gesellschaft wird vom Executive Committee unter Aufsicht des Verwaltungsrats durchgeführt. Der Verwaltungsrat beschließt über die Zeichnungsbefugnisse der Mitglieder des Executive Committee.
  • Der Verwaltungsrat ist ermächtigt, das Grundkapital der Logwin AG bis zum 29. April 2029 durch Ausgabe neuer Namensaktien ohne Nennwert mit oder ohne Agio („prime d’émission“) gegen Bar- und/oder Sacheinlagen einmal oder mehrmals um bis zu 1.506.489 Aktien zu erhöhen.
    • Die Gesellschaft kann gemäß den gesetzlichen Bestimmungen eigene Aktien zurückkaufen.Lit (j): Es gibt Finanzierungsverträge, die Klauseln beinhalten, die bei einem geringeren Aktienbesitz der Mehrheitsaktionärin der Logwin AG in Abhängigkeit von Schwellenwerten den Kreditgebern das Recht zur vorzeitigen Beendigung des Vertrags einräumen.
      Lit (k): Es bestehen keine Vereinbarungen zwischen der Logwin AG und ihren Verwaltungsrats-mitgliedern bzw. Mitarbeitern, die bei Beendigung des Beschäftigungsverhältnisses ohne wichtigen Grund oder im Fall eines Übernahmeangebots eine Entschädigung vorsehen.

Wirtschaftsbericht

Rahmenbedingungen

Weltwirtschaft

Das weltwirtschaftliche Umfeld war im Geschäftsjahr 2025 von einem erhöhten Maß an Unsicherheit geprägt. Geopolitische Spannungen, handelspolitische Eingriffe sowie strukturelle Anpassungen in globalen Wertschöpfungsketten beeinflussten die wirtschaftliche Entwicklung. Insgesamt verzeichnete die Weltwirtschaft dennoch ein moderates Wachstum. Der internationale Warenhandel entwickelte sich robuster als zunächst erwartet, war jedoch teilweise von Handelsumlenkungen und temporären Effekten geprägt. Für die globale Logistik ergab sich daraus ein anspruchsvolles Umfeld. Die wirtschaftliche Entwicklung in Europa blieb insgesamt gedämpft. Insbesondere die industrielle Produktion war von einer schwachen Auslastung, zurückhaltenden Investitionen und strukturellen Wettbewerbsnachteilen geprägt. Belastend wirkten zudem Unsicherheiten im außenwirtschaftlichen Umfeld sowie erhöhte Kostenstrukturen. In der Folge partizipierte Europa nur begrenzt an der Erholung des Welthandels.

Deutsche (Logistik-)Wirtschaft

Die deutsche Wirtschaft befand sich im Berichtszeitraum in einer Phase verhaltener Entwicklung. Die gesamtwirtschaftliche Aktivität war insbesondere durch die anhaltende Schwäche der Industrie, eine zurückhaltende Investitionstätigkeit sowie eine gedämpfte Exportentwicklung geprägt. Strukturelle Herausforderungen, wie eine nachlassende internationale Wettbewerbsfähigkeit, wirkten dabei zusätzlich belastend. Eine spürbare konjunkturelle Erholung blieb entsprechend aus. Die Logistikwirtschaft spiegelte diese Entwicklung wider. Die Nachfrage nach logistischen Dienstleistungen war insgesamt von Zurückhaltung geprägt, insbesondere in industrienahen Segmenten. Insgesamt blieb das Marktumfeld von einem hohen Anpassungsdruck und steigenden Kosten gekennzeichnet.

Wettbewerb und Markt

Der Logistikmarkt war in 2025 durch einen zunehmend intensiven Wettbewerb und ein anspruchsvolles gesamtwirtschaftliches Umfeld geprägt. Die Nachfrage nach logistischen Dienstleistungen entwickelte sich insgesamt volatil und spiegelte die verhaltene industrielle Aktivität sowie eine zurückhaltende Investitions- und Konsumneigung wider. Geopolitische Anspannungen, handelspolitische Unsicherheiten und strukturelle Veränderungen in globalen Lieferketten führten zu kurzfristigen Anpassungen von Transportströmen. Die Seefrachtraten waren im Jahresverlauf erheblich volatil, lagen jedoch insgesamt deutlich unter dem Vorjahresniveau. In der Luftfracht gingen die durchschnittlichen Frachtraten 2025 leicht zurück. Die Nachfrage stieg moderat und saisonale Spitzen sowie begrenzte Kapazitäten führten zu kurzfristigen Preisausschlägen. Insgesamt spiegelte die Entwicklung der Luft- und Seefrachtraten das anspruchsvolle und volatile Marktumfeld wider.

Geschäftsverlauf

Der Logwin Konzern erzielte in diesem Umfeld eine solide Umsatz- und Ergebnisentwicklung. Der Umsatz im Geschäftsfeld Air + Ocean ist aufgrund gesunkener Luft- und Seefrachtraten trotz weltweit erhöhter Volumina moderat gesunken. Vor dem Hintergrund der weiter angespannten Marktlage und des intensiven Wettbewerbs verzeichnete das Geschäftsfeld ein im Vergleich zum Vorjahr deutlich rückläufiges operatives Ergebnis. Die in den Vorjahren begonnene Erweiterung des weltweiten Netzwerks des Logwin Konzerns wurde im Berichtsjahr fortgesetzt. Zu diesem Zweck wurde unter anderem eine neue Landesgesellschaft in Saudi-Arabien und den USA gegründet sowie zur Erweiterung der logistischen Dienstleistungen in Deutschland zwei Gesellschaften erworben. Die Mehrheitsbeteiligung an der Landesgesellschaft in den Niederlanden wurde durch den Erwerb sämtlicher Anteile zur vollständigen Beteiligung ausgebaut. Im Geschäftsfeld Solutions sind die Umsätze im Jahresverlauf 2025 leicht gestiegen, insbesondere aufgrund positiver Entwicklungen einzelner Standorte. Die Ergebnisentwicklung des Geschäftsfelds Solutions war im Jahr 2025 insgesamt deutlich positiv und wurde maßgeblich beeinflusst durch Maßnahmen zur Effizienzsteigerung sowie Geschäftsausweitungen.

in Mio. € 2025 2024 Veränderung absolut
Umsatz 1.362,0 1.442,4 -80,4
EBITA 82,4 83,6 -1,2
Periodenergebnis 61,6 65,6 -4,0
Free-Cashflow 52,9 60,6 -7,7
Netto-Liquidität 324,8 313,5 11,3

Ertragslage

Umsatz

Der Umsatz des Logwin Konzerns lag im Geschäftsjahr 2025 mit 1.362,0 Mio. Euro unter dem Vorjahresumsatz von 1.442,4 Mio. Euro. Der Rückgang resultierte im Wesentlichen aus den im Vorjahresvergleich gesunkenen Luft- und Seefrachtraten trotz weltweit erhöhten Volumina im Geschäftsfeld Air + Ocean.

in Mio. € 2025 2024 Veränderung absolut
Logwin Konzern 1.362,0 1.442,4 -80,4
davon Air + Ocean 1.108,7 1.189,5 -80,8
davon Solutions 255,8 255,0 0,8

Der Umsatz des Logwin Konzerns beinhaltet neben den beiden dargestellten operativen Geschäftsfeldern das Segment Sonstige, welches unter anderem die Verwaltung von Immobilien, zentrale interne Dienstleistungen und Holdinggesellschaften umfasst.

Air + Ocean

Das Geschäftsfeld Air + Ocean erwirtschaftete im Geschäftsjahr 2025 einen Umsatz von 1.108,7 Mio. Euro und lag damit unter dem Vorjahresniveau von 1.189,5 Mio. Euro. Die Umsatzentwicklung ist im Wesentlichen auf die Entwicklung der Frachtraten in der See- und auch in der Luftfracht zurückzuführen. Zum Teil konnte diese Marktentwicklung durch erhöhte Volumina in allen Regionen des weltweiten Netzwerks kompensiert werden.

Solutions

Der Umsatz des Geschäftsfelds Solutions lag im Jahr 2025 mit 255,8 Mio. Euro leicht über dem Vorjahresumsatz von 255,0 Mio. Euro. Hierzu trugen insbesondere das internationale Transportgeschäft sowie einige Standorte durch die Ausweitung ihres Geschäfts mit Bestandskunden bzw. durch Akquisition von Neukunden bei.

Bruttomarge

Die Bruttomarge des Logwin Konzerns verbesserte sich bei rückläufigen Umsätzen aufgrund einer insgesamt geringeren Kostenbasis im Geschäftsjahr 2025 von 10,8 % im Vorjahr auf 11,8 %.

Vertriebs- und Verwaltungskosten

Die Vertriebs- und Verwaltungskosten sind im Wesentlichen durch höhere Personalkosten unter anderem im Zusammenhang mit verstärkten Vertriebsaktivitäten sowie der Integration der akquirierten Gesellschaften von 75,9 Mio. Euro im Vorjahr auf 77,2 Mio. Euro im Geschäftsjahr 2025 gestiegen.

Operatives Ergebnis (EBITA)

Im Geschäftsjahr 2025 erwirtschaftete der Logwin Konzern ein gegenüber dem Vorjahr rückläufiges operatives Ergebnis (EBITA) von 82,4 Mio. Euro (Vorjahr: 83,6 Mio. Euro). Die operative Marge des Konzerns betrug 6,1 % (Vorjahr: 5,8 %). Die Entwicklung der Ertragslage war im Wesentlichen durch die anhaltend hohe Wettbewerbsintensität im Luft- und Seefrachtmarkt des Geschäftsfelds Air + Ocean geprägt. Demgegenüber übertraf das Ergebnis des Geschäftsfelds Solutions infolge einer positiven Margenentwicklung das Vorjahresniveau.

in Mio € 2025 2024 Veränderung absolut
Logwin Konzern 82,4 83,6 -1,2
Marge 6,1% 5,8% 0,3%
Air + Ocean 64,0 76,5 -12,5
Marge 5,8% 6,4% -0,6%
Solutions 27,6 19,8 7,8
Marge 10,8% 7,8% 3,0%

Das EBITA des Logwin Konzerns beinhaltet neben den beiden dargestellten operativen Geschäftsfeldern das Segment Sonstige, welches unter anderem die Verwaltung von Immobilien, zentrale interne Dienstleistungen und Holdinggesellschaften umfasst.

Air + Ocean

Das operative Ergebnis (EBITA) des Geschäftsfelds Air + Ocean lag im Jahr 2025 mit 64,0 Mio. Euro unter dem Vorjahresergebnis von 76,5 Mio. Euro. Der deutliche Rückgang ist auf die aktuell sehr intensive Wettbewerbssituation im Luft- und Seefrachtmarkt in den verschiedenen Regionen des globalen Netzwerks zurückzuführen. Parallel dazu wurden gezielt Investitionen in die Erweiterung des globalen Netzwerks, den Ausbau der digitalen Infrastruktur, den Aufbau strategischer Verticals wie Food & Wine und Pharma sowie in die Stärkung der weltweiten Vertriebsstruktur getätigt.

Solutions

Das Geschäftsfeld Solutions erzielte im Geschäftsjahr 2025 ein operatives Ergebnis (EBITA) von 27,6 Mio. Euro und übertraf damit das Vorjahresergebnis um 7,8 Mio. Euro (Vorjahr: 19,8 Mio. Euro). Das operative Ergebnis (EBITA) wurde im internationalen Transportgeschäft im Vergleich zum Vorjahr erfreulich gesteigert. In der Kontraktlogistik trugen insbesondere umgesetzte Maßnahmen zur Leistungssteigerung sowie die Ausweitung bestehender Geschäftsaktivitäten zu einer Verbesserung der Ergebnisentwicklung bei. Darüber hinaus ergaben sich im Berichtsjahr positive Einmaleffekte.

Finanzergebnis und Ertragsteuern

Das Finanzergebnis lag aufgrund des gesunkenen Zinsniveaus mit 2,8 Mio. Euro deutlich unter dem Vorjahreswert von 7,0 Mio. Euro. Der Ertragsteueraufwand reduzierte sich von 25,0 Mio. Euro im Vorjahr auf 23,6 Mio. Euro.

Periodenergebnis

Das Periodenergebnis des Logwin Konzerns belief sich im Geschäftsjahr 2025 auf 61,6 Mio. Euro und lag damit unter dem Ergebnis des Vorjahres von 65,6 Mio. Euro.

Finanzlage

Finanzmanagement im Logwin Konzern

Der Logwin Konzern finanziert sich im Wesentlichen aus Eigenmitteln und Leasing und kann bedarfsweise aus dem Factoring von Forderungen sowie durch Kreditlinien zusätzliche Finanzmittel abrufen. Die Finanzierung der operativen Einheiten des Logwin Konzerns erfolgt im Wesentlichen aus operativen Cashflows und darüber hinaus bedarfsweise über Konzerndarlehen. Die Finanzierungsverbindlichkeiten des Logwin Konzerns sind zum 31. Dezember 2025 mit 60,0 Mio. Euro gegenüber dem Vorjahr leicht gestiegen (Vorjahr: 59,7 Mio. Euro).Euro) und betreffen fast ausschließlich Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen.

Operativer Cashflow

Im Geschäftsjahr 2025 verzeichnete der Logwin Konzern Mittelzuflüsse aus der operativen Geschäftstätigkeit in Höhe von 90,4 Mio. Euro (Vorjahr: 109,0 Mio. Euro). Die rückläufige Entwicklung des operativen Cashflows ist insbesondere auf das geringere operative Ergebnis, stichtagsbedingte Effekte sowie niedrigere Zinserträge im Vergleich zum Vorjahr zurückzuführen.

Investitions-Cashflow

Der Cashflow aus Investitionstätigkeiten des Logwin Konzerns belief sich im Berichtsjahr auf -12,7 Mio. Euro (Vorjahr: -15,0 Mio. Euro). Die Auszahlungen beinhalten im Wesentlichen Kaufpreiszahlungen für Akquisitionen von Tochtergesellschaften.

Free-Cashflow

Der Logwin Konzern erzielte in 2025 nach Berücksichtigung der Tilgung von Leasingverbindlichkeiten in Höhe von -24,8 Mio. Euro (Vorjahr: -33,4 Mio. Euro) einen Free-Cashflow von 52,9 Mio. Euro (Vorjahr: 60,6 Mio. Euro). Der Rückgang gegenüber dem Vorjahr ist im Wesentlichen auf den niedrigeren operativen Cashflow zurückzuführen.

Finanzierungs-Cashflow

Der Finanzierungs-Cashflow des Jahres 2025 in Höhe von -63,6 Mio. Euro (Vorjahr: -75,7 Mio. Euro) beinhaltet im Wesentlichen die Ausschüttung an die Aktionäre der Logwin AG von -36,9 Mio. Euro (Vorjahr: -40,3 Mio. Euro) sowie die Tilgung von Leasingverbindlichkeiten in Höhe von -24,8 Mio. Euro (Vorjahr: -33,4 Mio. Euro). Der Rückgang der Tilgungen von Leasingverbindlichkeiten im Cashflow steht im Zusammenhang dem Erwerb zuvor geleaster Immobilien und der Beendigung einzelner Mietverhältnisse.

Vermögenslage

Bilanzsumme und Vermögenswerte

Die Bilanzsumme des Logwin Konzerns ist mit 790,3 Mio. Euro zum 31. Dezember 2025 gegenüber dem Vorjahresstichtag gesunken (Vorjahr: 799,6 Mio. Euro). Der Rückgang resultierte wesentlich aus geringeren Forderungen und Vertragsvermögenswerten sowie Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, denen höhere flüssige Mittel und ein akquisitionsbedingt erhöhter Bestand an Firmenwerten anteilig gegenüberstehen. Die langfristigen Vermögenswerte sind im Geschäftsjahr 2025 mit 179,8 Mio. Euro höher als im Vorjahr (Vorjahr: 174,6 Mio. Euro), was im Wesentlichen auf die gestiegenen Firmenwerte aufgrund von Unternehmenserwerben von 55,1 Mio. Euro zum 31. Dezember 2024 auf 63,4 Mio. Euro zum Ende des Berichtsjahres zurückzuführen ist. Gegenläufig sanken die latenten Steueransprüche um 4,8 Mio. Euro im Wesentlichen durch die Inanspruchnahme steuerlicher Verlustvorträge. Das kurzfristige Vermögen des Logwin Konzerns hat sich von 625,0 Mio. Euro zum Vorjahresende auf 610,5 Mio. Euro zum 31. Dezember 2025 verringert. In den kurzfristigen Vermögenswerten sind gegenüber dem Vorjahresstichtag geringere Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und aus Factoring einschließlich kurzfristiger Vertragsvermögenswerte in Höhe von 188,3 Mio. Euro (Vorjahr: 214,5 Mio. Euro) sowie gestiegene Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente von 384,8 Mio. Euro (Vorjahr: 373,2 Mio. Euro) enthalten.

Eigenkapital

Der Logwin Konzern verfügte zum Ende des Berichtsjahres 2025 über ein gestiegenes Eigenkapital von 395,7 Mio. Euro gegenüber 376,4 Mio. Euro zum 31. Dezember 2024. Die Erhöhung des Eigenkapitals reflektiert vor allem das Periodenergebnis des Geschäftsjahres 2025 von 61,6 Mio. Euro (Vorjahr: 65,6 Mio. Euro). Die im Geschäftsjahr erfolgte Ausschüttung an die Aktionäre der Logwin AG über 36,9 Mio. Euro (Vorjahr: 40,3 Mio. Euro) sowie Fremdwährungseffekte in Höhe von -4,6 Mio. Euro (Vorjahr: 0,6 Mio. Euro) reduzierten das Eigenkapital. Gegenläufig erhöhten versicherungsmathematische Gewinne aus der Bewertung von Pensionsrückstellungen aufgrund des gestiegenen Diskontierungssatzes das Konzerneigenkapital um 1,0 Mio. Euro (Vorjahr: 0,8 Mio. Euro). Die Eigenkapitalquote erhöhte sich von 47,1 % zum Vorjahresstichtag auf 50,1 % zum 31. Dezember 2025.

Verbindlichkeiten und Rückstellungen

Die langfristigen Verbindlichkeiten und Rückstellungen reduzierten sich von 68,3 Mio. Euro zum Vorjahresende auf 63,9 Mio. Euro zum 31. Dezember 2025 im Wesentlichen durch einen Rückgang der langfristigen Verbindlichkeiten aus Leasingverträgen. Die kurzfristigen Verbindlichkeiten und Rückstellungen haben sich zum 31. Dezember 2025 von 354,9 Mio. Euro auf 330,7 Mio. Euro reduziert. Der Rückgang resultiert überwiegend aus dem Verbrauch kurzfristiger Rückstellungen, reduzierten sonstigen kurzfristigen Verbindlichkeiten sowie geringeren Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. Diese beliefen sich zum 31. Dezember 2025 auf 246,4 Mio. Euro (Vorjahr: 261,4 Mio. Euro).

Zahlungsmittel und Nettoliquidität

Die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente des Logwin Konzerns sind mit 384,8 Mio. Euro zum 31. Dezember 2025 gegenüber einem Bestand von 373,2 Mio. Euro zum Vorjahresende gestiegen. Die Nettoliquidität des Konzerns erhöhte sich von 313,5 Mio. Euro zum Vorjahresende auf 324,8 Mio. Euro zum 31. Dezember 2025.

Mitarbeiter

Der Logwin Konzern beschäftigte zum 31. Dezember 2025 weltweit 3.690 Mitarbeiter (Vorjahr: 3.777 Mitarbeiter). Unter Berücksichtigung interner Umgliederungen innerhalb des Logwin Konzerns verringerte sich die Mitarbeiterzahl im Geschäftsfeld Air + Ocean um 11 Mitarbeiter und im Geschäftsfeld Solutions um 33 Mitarbeiter. Die Zahl der Mitarbeiter des Logwin Konzerns in Deutschland verminderte sich von 1.217 auf 1.192 Beschäftigte.

2025 2024 Veränderung absolut
Logwin Konzern 3.690 3.777 -87
davon Air + Ocean 2.931 2.942 -11
davon Solutions 652 685 -33

Bericht zur Logwin-Aktie

Logwin-Aktie

Im Geschäftsjahr wurden an allen deutschen Börsenplätzen insgesamt 15.321 Aktien der Logwin AG gehandelt. Der Kurs der Logwin-Aktie stieg von Jahresbeginn bis zum Ende des Berichtszeitraums von 240,00 Euro auf einen Xetra-Schlusskurs von 256,00 Euro. Die Aussagekraft der Kursentwicklung ist aufgrund des geringen Handelsvolumens nur eingeschränkt.

Aktienrückkaufprogramm

Die Hauptversammlung hat am 16. April 2024 den Verwaltungsrat ermächtigt, bis zum 16. April 2029 den Rückkauf eigener Aktien zu beschließen. Im abgelaufenen Geschäftsjahr 2025 wurde von der Ermächtigung kein Gebrauch gemacht.

Ermächtigung zu Kapitalmaßnahmen

Die außerordentliche Hauptversammlung hat am 16. April 2024 den Verwaltungsrat dazu ermächtigt, bis zum 29. April 2029 das Grundkapital einmalig oder mehrmalig durch Ausgabe neuer Aktien ohne Nennwert mit oder ohne Agio gegen Bar- und/oder Sacheinlage um 1.506.489 Aktien zu erhöhen. Von dieser Ermächtigung wurde im abgelaufenen Geschäftsjahr 2025 kein Gebrauch gemacht.

Kennzahlen zur Logwin-Aktie

31.12.2025 31.12.2024
Schlusskurs (Xetra) in Euro 256,00 240,00
Hoch/Tief 52 Wochen in Euro 270,00/220,00 280,00/232,00
Anzahl der Aktien in Stück 2.879.215 2.879.215
– davon im Umlauf befindlich in Stück 2.879.215 2.879.215
Marktkapitalisierung in Mio. Euro 737,0 691,0

Anteilsbesitz und Bestand eigener Aktien

Mehrheitsaktionärin der Logwin AG ist die DELTON Logistics S.à r.l., Grevenmacher, Luxemburg. Die außerordentliche Hauptversammlung vom 16. April 2024 beschloss die Einziehung von 5.180 eigenen Aktien der Gesellschaft, deren Ausbuchung aus der Girosammelverwahrung am 6. Februar 2025 erfolgte. Die Mitglieder des Verwaltungsrats sowie des Executive Committee besaßen zum 31. Dezember 2025 weder Aktien noch Optionen zum Erwerb von Aktien der Logwin AG.

Unternehmensrating

Das Rating für den Logwin Konzern (Corporate Credit Rating) durch Standard & Poor’s liegt seit April 2019 bei „BB+“ mit stabilem Ausblick und wurde zuletzt im Juli 2025 bestätigt.

Nachtragsbericht

Der Logwin Konzern hat zum 30. Januar 2026 die Aktivitäten eines langjährigen Kooperationspartners in den Bereichen Luft- und Seefracht sowie Zollabwicklung an den Standorten Los Angeles, Chicago und Savannah (USA) erworben. Durch die Integration der bestehenden Organisation und ihrer erfahrenen Mitarbeiter stärkt der Logwin Konzern sein globales Netzwerk und unterstreicht die strategische Bedeutung des US-Marktes für die weitere Entwicklung der weltweiten Geschäftsaktivitäten des Logwin Konzerns. Für weitere Angaben wird auf die Ziffer 33 auf der Seite 86 des Konzernanhangs verwiesen. Darüber hinaus sind zwischen dem 31. Dezember 2025 und der Aufstellung des Konzernabschlusses durch den Verwaltungsrat der Logwin AG am 9. März 2026 keine berichtspflichtigen Ereignisse eingetreten.

Gesamtdarstellung Risiken und Chancen

Risikomanagementsystem

Ziele und Strategie

Der Logwin Konzern verfügt zur Sicherstellung einer ordnungsgemäßen Unternehmensführung und zur Umsetzung der festgelegten Risikopolitik über ein konzernweites Risikomanagementsystem. Dieses bildet einen wichtigen Teil des Planungs- und internen Kontrollsystems und damit ein wesentliches Element der Unternehmensführung und -steuerung. Ziel der Risikopolitik der Logwin AG ist es, Risiken, die zu einer wesentlichen negativen Prognose- bzw. Zielabweichung führen können oder die den Fortbestand des Unternehmens gefährden, frühzeitig und systematisch zu identifizieren, um diese im Vorfeld zu vermeiden oder negative Konsequenzen durch die zeitnahe Einleitung von Gegensteuerungsmaßnahmen minimieren zu können. Die systematische Identifikation und Analyse von Chancen ist nicht Bestandteil des konzernweiten Kontroll- und Risikomanagementsystems. Ihre Identifikation und Wahrnehmung ist durch die fortlaufend enge Überwachung der Geschäftstätigkeit auf den verschiedenen Management-Ebenen des Logwin Konzerns sichergestellt.

Struktur und Prozess

Das Risikomanagement wird durch konzernweit geltende Vorgaben und Regelungen, die in einer Richtlinie zum Risikomanagement dokumentiert sind, gewährleistet. Sogenannte Risikoeigner („Risk Owner“) in den Geschäftsfeldern sowie in den Holding-Gesellschaften identifizieren und bewerten die in ihren Bereichen auftretenden Risiken.Diese werden systematisch zusammengefasst und – in Abhängigkeit von festgelegten Berichtsschwellenwerten – an die jeweiligen Leitungsebenen innerhalb der Geschäftsfelder sowie an das Executive Committee und den Verwaltungsrat der Logwin AG kommuniziert. Neben der ordentlichen Berichterstattung in vorgegebenen Intervallen stellt die Sofortberichterstattung wesentlicher neu auftretender Risiken einen integralen Teil des Risikomanagementsystems dar. Die Steuerung der Risiken obliegt je nach Größenordnung den Risikoeignern selbst, den jeweiligen Leitungsebenen innerhalb der Geschäftsfelder oder dem Executive Committee. Durch die klar definierten Prozesse und Verantwortlichkeiten wird nicht nur die Bearbeitung aller identifizierten Risiken gewährleistet, sondern auch die Information des Executive Committee und des Verwaltungsrats der Logwin AG über alle wesentlichen Risiken sichergestellt.

Kontroll- und Risikomanagementsystem im Verhältnis zu anderen Prozessen und Systemen sowie im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess

Das Risikomanagementsystem ist bewusst als ein von anderen Prozessen und Systemen unabhängiges Instrument etabliert. Jedoch fließen die Erkenntnisse aus diesem System in verschiedene andere Prozesse und Systeme ein:

  • Insbesondere über die dezentrale Risikoerfassung durch die Risk Owner können auch Compliance-relevante Sachverhalte berichtet werden, die dann über das Compliance-Management-System des Logwin Konzerns aufzugreifen sind.
  • Im Rahmen der Strategischen Planung, bei der Budgetierung und bei der Erstellung von Forecasts werden bestehende oder neu identifizierte Risiken aufgenommen und es ist zu definieren, wie innerhalb des Planungshorizonts mit bestimmten Risiken umzugehen ist.

Umgekehrt sind die Erkenntnisse aus anderen Prozessen und Systemen im Risikomanagement zu berücksichtigen, z. B. durch Erfassung von Sachverhalten, welche über die Planung (Strategische Planung, Budget oder Forecast) berichtet werden. Weiterhin führt die Interne Revision Prüfungen durch. Prüfungsergebnisse können je nach festgestelltem Sachverhalt ggf. auch als Risiken zu erfassen sein.

Neben der Richtlinie zum Risikomanagement regelt eine konzernweite Bilanzierungsrichtlinie den Rechnungslegungsprozess als weitere Ausprägung des internen Kontroll- und Risikomanagementsystems. Der Rechnungslegungsprozess im Logwin Konzern folgt der dezentralen Organisation, d.h. auf Ebene der Geschäftsfelder werden die einzelnen Unternehmen des Logwin Konzerns zum einen in Bezug auf die Abschlussvorbereitung (z. B. die Terminplanung und Aufgabenverteilung, die Einholung von Saldenbestätigungen oder die Bewertung von Rückstellungen) und zum anderen in Bezug auf die Abschlusserstellung (z. B. durch vielfältige, zum Teil systemgestützte Abstimmungs- und Plausibilitätskontrollen) überwacht. Ein weiteres Element des internen Kontrollsystems sind Vollständigkeitserklärungen der jeweiligen Geschäftsleitungen zu den Jahresabschlüssen der Tochtergesellschaften. Alle Eingaben und Arbeitsschritte des Konsolidierungsprozesses sind im gemeinsam genutzten Konsolidierungsprogramm dokumentiert. Darüber hinaus ist die Interne Revision in ausgewählten Fällen auch in die Überwachung der Einhaltung der Bilanzierungsrichtlinie eingebunden.

Risiken

Die konzernweit identifizierten Risiken unter Berücksichtigung der ergriffenen bzw. geplanten Maßnahmen haben einzeln oder in Wechselwirkung miteinander keine bestandsgefährdenden Auswirkungen auf den Logwin Konzern. Die teilweisen Veränderungen der individuellen Chancen und Risiken haben für das Geschäftsjahr 2025 keine wesentlichen Auswirkungen auf das Gesamtrisikoprofil des Logwin Konzerns, das sich nach Einschätzung der Unternehmensleitung im Vergleich zum Vorjahr trotz der fortdauernden Unsicherheiten und der stellenweisen Betroffenheit von operativen Geschäften durch das weiterhin hohe Inflationsniveau sowie die weitere gesamtwirtschaftliche Entwicklung nicht wesentlich verändern wird.

In den folgenden Abschnitten werden zunächst die Risiken und anschließend die Chancen, die einen wesentlichen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Logwin Konzerns haben können, beschrieben. Sofern nicht anders beschrieben, gelten diese für alle Geschäftsfelder.

Überblick

Für den Logwin Konzern als international tätiges Logistikunternehmen bestehen gesamtwirtschaftliche oder politische Risiken ebenso wie Risiken aus der operativen Geschäftstätigkeit, die auch das regulatorische Umfeld umfassen. Des Weiteren können finanzielle, rechtliche und sonstige Risiken Einfluss auf die Geschäftsentwicklung haben. Das Ziel des umfassenden Risikomanagementsystems im Logwin Konzern ist es, frühzeitig und systematisch Risiken, die zu negativen Ergebnis- oder Planungsabweichungen führen oder die Existenz gefährden können, zu identifizieren und zu steuern. Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass sich das Risikomanagementsystem als unzureichend oder unwirksam herausstellt und sich unerkannte Risiken oder Negativentwicklungen im Rahmen der Geschäftstätigkeit des Logwin Konzerns verwirklichen, indem sie nicht schnell genug erkannt werden. Hierdurch könnte die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Logwin Konzerns wesentlich beeinträchtigt werden.

Gesamtwirtschaftliche und politische Risiken

Die Entwicklung der Weltwirtschaft und des Welthandels hat maßgebliche Bedeutung für die Nachfrage nach logistischen Dienstleistungen und somit für die Unternehmensentwicklung des Logwin Konzerns. Anhaltende geopolitische Spannungen, insbesondere im Roten Meer und angrenzenden Seegebieten, können zu Störungen globaler Lieferketten führen. Umleitungen von Transportwegen, längere Transitzeiten sowie steigende Fracht- und Versicherungskosten können sowohl die Verfügbarkeit von Transportkapazitäten als auch die Kostenstruktur des Logwin Konzerns und seiner Kunden beeinträchtigen. Wiederkehrende Störungen können mittelfristig zu einer geringeren Nachfrage nach Logistikdienstleistungen führen. Zudem bestehen Risiken aus einer schwachen weltweiten Konjunktur, insbesondere im Euroraum und in Asien. Faktoren wie volatile Energiepreise, restriktive Geldpolitik, geopolitische Konflikte, protektionistische Maßnahmen, Insolvenzdruck in einzelnen Branchen und Wechselkursschwankungen können Volumen, Frachtraten und Kundennachfrage negativ beeinflussen. Sicherheitsrelevante Zwischenfälle, terroristische Anschläge sowie Wirtschaftssanktionen und Embargomaßnahmen können Transportketten kurzfristig unterbrechen oder langfristig verändern. Solche Ereignisse können sowohl operative Abläufe als auch die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns beeinträchtigen.

Der Logwin Konzern beobachtet relevante gesamtwirtschaftliche, geopolitische und marktbezogene Entwicklungen kontinuierlich. Risiken werden durch flexible Kapazitätssteuerung, geografische Diversifikation, enge Zusammenarbeit mit Transportpartnern und die laufende Anpassung der Geschäftsmodelle adressiert, um potenzielle negative Auswirkungen frühzeitig zu begrenzen.

Risiken aus der operativen Geschäftstätigkeit

Die Geschäftstätigkeit der operativ tätigen Einheiten des Logwin Konzerns ist weltweit einer Vielzahl von Risiken ausgesetzt, die in den folgenden Abschnitten näher erläutert werden.

Markt- und Kundenrisiken

Das anhaltend hohe Kostenniveau für Energie, Rohstoffe, Transportdienstleistungen und Personal sowie höhere Zinsen erhöhen den Kosten- und Effizienzdruck bei Kunden. Dies kann zu Preisanpassungen, Überprüfungen bestehender Logistikverträge und Neuausschreibungen führen, insbesondere im Geschäftsfeld Solutions, das teilweise von Großkunden abhängig ist. Im Geschäftsfeld Air + Ocean können kurzfristige Kapazitätsänderungen und Angebotsüberhänge zu steigendem Margendruck führen. Der Konzern begegnet diesen Herausforderungen durch hohe Servicequalität, aktive Kundenakquise, kontinuierliche Marktbeobachtung und Anpassung der Geschäftsmodelle. Steigende Kosten und die aktuelle Konjunktur erhöhen zudem spürbar das Insolvenzrisiko der Kunden in beiden Geschäftsfeldern. Maßnahmen zur Risikobegrenzung sind im Abschnitt „Finanzielle Risiken“ dargestellt. Darüber hinaus können Haftungs- oder Investitionsrisiken aus Kundenverträgen, etwa durch Konventionalstrafen oder übertragene Risiken, über gesetzliche Gewährleistungsrisiken hinausgehen. Diese Risiken werden durch ein umfassendes Controlling auf Auftrags- und Niederlassungsebene sowie durch den Risikomanagementprozess frühzeitig identifiziert und gesteuert.

Beschaffungsrisiken

Branchenspezifische Kostensteigerungen, bergen das grundsätzliche Risiko für den Logwin-Konzern, dass diese nicht unmittelbar und im vollen Umfang an die Kunden weitergegeben werden können, was zu einer deutlichen Ergebnisminderung führen kann. Diesem Risiko wird, soweit möglich, durch eine sorgfältige Vertragsgestaltung und eine ausreichende Diversifikation der beauftragten Dienstleister und Lieferanten Rechnung getragen. Preissteigerungen bei Treibstoffen und Heizöl werden durch vorausschauendes Einkaufsverhalten, Preisanpassungsklauseln und frühzeitige Bedarfsplanung abgefedert. Darüber hinaus stellen begrenzte Transportkapazitäten und Fachkräftemangel wesentliche Risiken dar. Engpässe in Luft- und Seefracht, im Landverkehr durch Fahrermangel oder fehlendes Transportequipment sowie Unterauslastungen vorgehaltener Kapazitäten können die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns negativ beeinflussen. Leerstandsrisiken bei Logistikimmobilien werden durch sorgfältige Vertragsgestaltung, kontinuierliche Überwachung, bilanzielle Vorsorge und flexible interne Prozesse begrenzt. Risiken durch fehlende qualifizierte Arbeitskräfte werden durch systematische Personalgewinnung, Mitarbeiterentwicklung sowie Gesundheits- und Arbeitssicherheitsschulungen gemindert. Damit stellt der Konzern sicher, dass die Transport- und Logistikdienstleistungen auch unter schwierigen Rahmenbedingungen vertragskonform und wirtschaftlich erbracht werden können.# Technische Risiken

Für die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit des Logwin Konzerns sind die Verfügbarkeit und Funktionsfähigkeit der IT-Infrastruktur und -Anwendungen entscheidend. IT-Risiken entstehen insbesondere durch den Ausfall operativer oder administrativer Systeme, was die Geschäftsabwicklung erheblich beeinträchtigen und bei länger anhaltenden Unterbrechungen existenzbedrohend sein könnte. Zur Begrenzung dieser Risiken werden fortlaufend Gefährdungen für Datensicherheit und IT-Infrastruktur bewertet und geeignete Schutzmaßnahmen umgesetzt. Im Geschäftsjahr 2025 blieb das Risiko im Bereich Daten- und Cybersicherheit erhöht, da die weltweite Bedrohungslage nach wie vor hoch ist. Der Konzern trifft kontinuierlich Maßnahmen, um IT-Dienste und Funktionalitäten zuverlässig bereitzustellen, unter anderem durch die Auslagerung des Rechenzentrums an einen professionellen Dienstleister im Vorjahr. Alle Mitarbeiter werden regelmäßig in Cybersicherheit geschult.

Neben IT-Systemen stellen auch technische Anlagen wie automatisierte Hochregallager, Flurförderfahrzeuge oder Materialflussrechner ein Risiko dar. Ausfälle können zu Umsatzeinbußen, Haftungs- oder Gewährleistungsansprüchen führen. Regelmäßige Wartung, kontinuierliche Verbesserung der Anlagen sowie geeignete Überwachungsprozesse begrenzen diese Risiken.

Finanzielle Risiken

Liquiditätsrisiken

Die Geschäftstätigkeit des Logwin Konzerns kann die bedarfsweise Inanspruchnahme von Krediten, Factoring oder Leasing von Infrastruktur, Transportequipment und technischen Anlagen erforderlich machen. Ein eingeschränkter Zugang zu Finanzmitteln, oder steigende Kosten der Finanzierungsinstrumente könnten die Liquidität und das Ergebnis des Konzerns erheblich belasten. Zur Steuerung der Liquiditätsrisiken überwacht der Konzern täglich die aktuelle Liquidität und analysiert anhand von Liquiditätsplanungen, ob alle finanziellen Verpflichtungen fristgerecht erfüllt werden können. Ergänzend werden Working Capital Management und die Nutzung verschiedener Finanzierungsquellen eingesetzt. Zum 31. Dezember 2025 verfügte der Logwin Konzern unverändert zum Vorjahr über nicht ausgenutzte Kreditlinien in Höhe von 28,6 Mio. Euro sowie einen vertraglich vereinbarter Höchstbetrag von 60,0 Mio. Euro im Rahmen eines Factoringvertrags, abhängig vom verkauften Forderungsvolumen. Eine Fälligkeitsanalyse der finanziellen Verpflichtungen ist im Anhang zum Konzernabschluss unter Ziffer 35 auf Seite 98 dargestellt. Darüber hinaus erfordert die Abwicklung weltweiter Transportgeschäfte die Bereitstellung von Garantien und Bürgschaften bei Zoll- und Steuerbehörden sowie für Luft- und Seefrachtabfertigungen. Werden diese Finanzinstrumente nicht in ausreichendem Umfang bereitgestellt oder funktionieren die gewohnten Mechanismen der finanziellen Geschäftsabwicklung nicht, entstehen Liquiditäts- und Ergebnisrisiken. Der Konzern begrenzt dieses Risiko durch Diversifikation und vertragliche Vereinbarungen mit ausgewählten, führenden Finanzdienstleistern.

Kreditrisiken

Kreditrisiken bestehen aus Kunden- und Bankenbeziehungen und können sich im Falle von Forderungsausfällen negativ auf die Ertragslage auswirken. Der Logwin Konzern steuert diese Risiken durch enge Überwachung, restriktive Vergabe von Zahlungszielen und Kreditlimits sowie Bonitätsprüfungen. Zusätzlich sind in nahezu allen Ländern für viele Kunden Warenkreditversicherungen vorhanden. Risiken aus Bankenbeziehungen werden durch Diversifikation der Bankbeziehungen begrenzt. Aufgrund der aktuellen konjunkturellen Lage und steigender Kosten für Rohstoffe, Energie und andere Bereiche besteht in beiden Geschäftsfeldern das Risiko vermehrter Kundeninsolvenzen. Dies kann neben direkten Forderungsausfällen auch zu einem langfristigen Rückgang von Umsatz und Ergebnis führen. Die konsequente Absicherung über Kreditversicherungen und restriktive Zahlungs- und Kreditrichtlinien reduzieren diese Risiken. Für drohende Ausfallrisiken bei Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstigen finanziellen Vermögenswerten werden Wertberichtigungen vorgenommen. Zum Umfang der Wertberichtigungen der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wird auf Ziffer 22 auf Seite 72 des Konzernanhangs verwiesen. Sofern keine anderweitigen Angaben vorgenommen werden, stellt der Buchwert der Finanzinstrumente das maximale Ausfallrisiko dar.

Währungsrisiken

Die Gesellschaften des Logwin Konzerns generieren Umsätze in verschiedenen Währungen und bilanzieren Vermögenswerte teilweise in Drittwährungen. Zudem bestehen interne Finanzierungssalden in Fremdwährung. Dadurch entstehen fortlaufend Fremdwährungsrisiken, die zu Ergebnis- und Liquiditätsbelastungen führen können. Potenziell liquiditätswirksame Risiken werden, soweit wirtschaftlich sinnvoll, durch Sicherungsinstrumente begrenzt. Unter Berücksichtigung der Sicherungsaktivitäten hätte eine Veränderung der jeweiligen funktionalen Währung der Konzerngesellschaften um +/–10 % gegenüber dem US-Dollar, der für den Logwin Konzern wesentlichen Fremdwährung, per 31. Dezember 2025 eine Auswirkung von –/+ 0,5 Mio. Euro auf das Konzernergebnis (Vorjahr: –/+ 0,8 Mio. Euro). Eine Aufstellung der zum Stichtag bestehenden Devisentermingeschäfte ist im Anhang unter Ziffer 34 auf Seite 96 aufgeführt. Da die Berichtswährung des Logwin Konzerns der Euro ist, rechnet das Unternehmen im Konzernabschluss die Abschlüsse der Gesellschaften mit anderen funktionalen Währungen in Euro um. Diese umrechnungsbezogenen Fremdwährungsrisiken werden im Logwin Konzern üblicherweise nicht abgesichert. Dies kann erhebliche Auswirkungen auf die Darstellung der Ertrags- und Vermögenslage des Logwin Konzerns haben. Der Umfang möglicher Auswirkungen wird im Logwin Konzern fortlaufend eng überwacht.

Zinsrisiken

Veränderungen des Zinsniveaus können Ertragsrisiken für den Logwin Konzern darstellen. Zum 31. Dezember 2025 bestanden variabel verzinsliche Finanzverbindlichkeiten aus Leasingverträgen sowie variabel verzinsliche Ausleihungen. Diese Zinsrisiken werden kontinuierlich überwacht und im aktuellen Umfang als tolerierbar angesehen.

Rechtliche und regulatorische Risiken

Der Logwin Konzern führt im Rahmen internationaler Güterverkehre für Kunden Zoll- und Umsatzsteuerverfahren durch. Hieraus bestehen Haftungsrisiken, insbesondere bei gesamtschuldnerischer Inanspruchnahme oder Zahlungsunfähigkeit des Kunden. Die Abwicklung erfolgt daher durch entsprechend qualifiziertes Personal sowie unter Einsatz interner Kontroll- und Risikomanagementsysteme. Zunehmende Sicherheitsanforderungen, etwa in der Luftfracht oder bei Ein- und Ausfuhrkontrollen, sowie unterschiedliche und kurzfristig geänderte Rechts-, Steuer- und Zollvorschriften können zu zusätzlichen Kosten und Investitionsbedarfen führen. Der Konzern beobachtet regulatorische Entwicklungen fortlaufend und passt Kundenvereinbarungen entsprechend an. Die Umsetzung der internationalen Mindestbesteuerung („Pillar 2“) hatte im Berichtsjahr keine wesentlichen Auswirkungen, kann künftig jedoch zu höheren Steuerbelastungen führen.

Die Geschäftstätigkeit unterliegt zahlreichen gesetzlichen Vorgaben, etwa zu Transportlizenzen, Umwelt- und Arbeitsschutz. Einschränkungen, Verlust von Genehmigungen oder Infrastrukturbeeinträchtigungen (z. B. Streiks) können die operative Tätigkeit beeinträchtigen. Dem wird durch Überwachung, diversifizierte Logistikplanung und vertragliche Absicherungen begegnet. Weitere Risiken ergeben sich aus Umwelt-, Nachhaltigkeits- und Lieferkettenvorschriften sowie erweiterten Berichtspflichten wie der Corporate Sustainability Reporting Directive. Verstöße können potenziell zu Bußgeldern, zusätzlichen Kosten oder zum Verlust von Geschäftspartnern führen. Insgesamt besteht das Risiko, dass steigende rechtliche und regulatorische Anforderungen nur teilweise oder verzögert an Kunden weitergegeben werden können und dadurch die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage beeinträchtigt wird. Fortlaufende Überwachung und systematische Prüfungen durch die Überwachungsorgane und insbesondere durch die Qualitätsmanagement-Beauftragten des Logwin Konzerns stellen die frühzeitige Identifikation und Steuerung dieser Risiken sicher.

Bewertungsrisiken

Der Logwin Konzern geht unternehmerische Risiken ein, um Marktchancen nutzen zu können. Für den Fall, dass sich diese Risiken materialisieren, könnte dies die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Logwin Konzerns erheblich beeinträchtigen. Der aktivierte Firmenwert in Höhe von 63,4 Mio. Euro zum 31. Dezember 2025 stellt einen wesentlichen Einzelposten des langfristigen Vermögens des Logwin Konzerns dar. Er entfällt zum Bilanzstichtag auf die beiden Geschäftsfelder Air + Ocean und Solutions. Den Erfordernissen des IAS 36 entsprechend werden die Firmenwerte einer Werthaltigkeitsprüfung unterzogen („Impairment-Test“). Im Falle einer nachhaltig deutlich schwächer als erwarteten Entwicklung der Geschäftsfelder Air + Ocean und Solutions besteht mit Blick auf die Konzernbilanz ein Risiko, dass bestimmte Vermögenswerte und auch aktivierte Firmenwerte abgewertet werden müssen („Impairment-Risiko“). Einen weiteren Einflussfaktor stellt hierbei auch die aktuelle und erwartete Zinsentwicklung dar. Eine anhaltend schwache oder schwächer als erwartete Entwicklung einzelner Logwin-Gesellschaften kann darüber hinaus eine Wertberichtigung von latenten Steueransprüchen erforderlich machen. Eine mangelnde Werthaltigkeit der langfristigen Vermögenswerte inklusive Nutzungsrechte aus IFRS 16 könnte die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Logwin Konzerns negativ beeinflussen.

Compliance und Governance

Aus Pflichtverletzungen von Organen oder Mitarbeitern sowie aus dolosen Handlungen wie Betrug oder Korruption können materielle Schäden und Reputationsrisiken für den Logwin Konzern entstehen. Zur Risikobegrenzung bestehen ein internes Kontrollsystem, ein konzernweites Compliance-Management-System sowie verbindliche Richtlinien.Der für alle Mitarbeiter verbindliche Verhaltenskodex regelt insbesondere gesetzeskonformes Verhalten, den Umgang mit Geschäftspartnern und Behörden sowie die Vermeidung von Interessenkonflikten; entsprechende Vorgaben gelten auch für Dienstleister. Schulungen, verpflichtende E-Learning-Programme und Führungskräfte-Workshops unterstützen die Umsetzung. Die Corporate-Governance-Grundsätze, der Code of Conduct sowie weitere Richtlinien sind unter www.logwin-logistics.com/de/unternehmen/investoren/corporate-governance bzw. www.logwin-logistics.com/de/unternehmen/compliance öffentlich zugänglich. Die Einhaltung der Vorgaben wird durch den Compliance Officer sowie durch die interne Revision überwacht. Hierzu werden regelmäßig Audits unter Einbindung externer Spezialisten durchgeführt, insbesondere in den Bereichen Korruptionsprävention, Steuer- und Zoll-Compliance, Datenschutz und Arbeitsrecht. Trotz der kontinuierlichen Weiterentwicklung der Compliance-Organisation kann nicht ausgeschlossen werden, dass Verstöße gegen gesetzliche oder interne Vorgaben auftreten und die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Logwin Konzerns wesentlich beeinträchtigen.

Chancen

Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Chancen

Die fortschreitende Globalisierung eröffnet dem Logwin Konzern neben den oben beschriebenen Risiken auch Chancenpotentiale. Bei einem langfristig moderaten Weltwirtschaftswachstum ist davon auszugehen, dass die Logistik-Branche auch in Zukunft von steigenden Handelsvolumina profitieren wird. Dies gilt besonders für Asien, wo die Handelsströme mit anderen Regionen und speziell innerhalb des Kontinents weiter zunehmen werden. Zusätzlich ergeben sich Marktchancen aus Wachstumsimpulsen in Regionen wie dem Mittleren Osten, Südostasien und ausgewählten südamerikanischen Märkten. Sollte sich das wirtschaftliche Umfeld in den wichtigen Industrieregionen, insbesondere in China, den USA und Europa, besser entwickeln als aktuell prognostiziert, so kann auch dies zu zusätzlichen Wachstumsimpulsen führen, da die wirtschaftliche Entwicklung unserer Kunden den Bedarf an Lager- und Transportdienstleistungen bestimmt. Infolgedessen können sich steigende Transportvolumina im Im- und Export vorteilhaft auf die Entwicklung des Logwin Konzerns auswirken.

Neben der regionalen Ausprägung können Wachstumsimpulse auch aus einzelnen Branchen resultieren. Insbesondere eine positive Entwicklung im Automobil-, Konsumgüter-, Chemiesektor oder im Anlagen- und Maschinenbau kann sich vorteilhaft auf den Geschäftsverlauf des Logwin Konzerns auswirken. Der sich international weiter entwickelnde Online-Handel ist eine weitere Chance für den Logwin Konzern. Er schafft Bedarf für den Transport von Waren und eröffnet somit für das nationale und internationale Transportgeschäft großes Wachstumspotenzial.

Chancen aus der operativen Geschäftstätigkeit

Chancenpotenziale ergeben sich aus der Nutzung der Möglichkeiten des technischen Fortschritts. Die digitale Transformation eröffnet neue Vernetzungsmöglichkeiten mit den Kunden und Lieferanten des Logwin Konzerns. So können in einem herausfordernden und dynamischen Umfeld Marktchancen schnell und gezielt aufgegriffen werden und die Wettbewerbsfähigkeit stärken. Darüber hinaus birgt der steigende Technologisierungsgrad in den operativen Prozessen diverse Optimierungsmöglichkeiten. Der verstärkte Einsatz von modernen, vernetzten IT-Systemen, in die der Logwin Konzern in den vergangenen Jahren verstärkt investiert hat, ermöglicht neben Effizienzsteigerungen auch eine verbesserte operative Qualität, gesteigerte Kosteneffizienz und eine Verkürzung von Reaktionszeiten auf Abweichungen. Chancen ergeben sich weiterhin aus der fortgesetzten Steigerung der Produktivität und Kostentransparenz sowie der Nutzung von Synergieeffekten, die daher im Fokus der Bemühungen des Managements im Logwin Konzern stehen.

Der Trend zum Outsourcing von Logistikleistungen hält nach wie vor an. Die globalen wie regionalen oder lokalen Lieferketten werden komplexer, internationaler, aber auch störungsanfälliger, wie die krisenbedingten Störungen in den globalen und lokalen Lieferketten der vergangenen Jahre zeigen. Kunden wünschen deshalb stabile und integrierte Logistiklösungen und suchen die Unterstützung spezialisierter Dienstleister. Sollte der Trend weiter anhalten, so können sich hieraus weitere Wachstumschancen für den Logwin Konzern ergeben. Auf der Beschaffungsseite bestehen vor allem Chancen aufgrund einer entgegen den zugrundeliegenden Erwartungen positiven Preisentwicklung z.B. von eingekauften Transportdienstleistungen, aber auch von Treibstoff- oder Heizölpreisen.

Sonstige Chancen

Weitere Chancen ergeben sich aus gezielten Akquisitionen, strategischen Partnerschaften sowie aus der aktiven Portfoliooptimierung. Durch die kontinuierliche Überprüfung bestehender Geschäftsaktivitäten und die Beobachtung potenzieller Übernahmeziele ist der Logwin Konzern bestrebt, attraktive Wachstumsoptionen frühzeitig zu identifizieren und nach sorgfältiger Abwägung der Chancen und Risiken umzusetzen. Chancen für die Ertragslage des Logwin Konzerns ergeben sich weiterhin aus möglichen positiven Effekten von Fremdwährungsrelationen oder von Zinssatzänderungen.

Prognosebericht

Die Aussagen des Prognoseberichts sind aufgrund der Unwägbarkeiten in verschiedenen Weltregionen und der damit einhergehender Störungen in den Lieferketten mit sehr großer Unsicherheit behaftet.

Konjunkturprognose

Der Logwin Konzern rechnet im Einklang mit den führenden Wirtschaftsprognosen für das Jahr 2026 mit einem moderaten, aber insgesamt gedämpften Wachstum der Weltwirtschaft. Die wirtschaftliche Dynamik in Europa wird voraussichtlich weiterhin schwach bleiben, ebenso hält die konjunkturelle Unsicherheit in China an. Geopolitische Spannungen, handelspolitische Restriktionen sowie regionale Konflikte können die globale Konjunktur zusätzlich belasten. Die Wirtschaft in Deutschland befindet sich weiterhin in einer Phase verhaltener konjunktureller Entwicklung. Die Möglichkeit, dass sich wesentliche übergeordnete Risikofaktoren negativ auf die Geschäftsentwicklung auswirken, wird als realistisch eingeschätzt und findet in der Einschätzung der zukünftigen Geschäftsentwicklung des Logwin Konzerns ihren Niederschlag.

Umsatzerwartung

Der Logwin Konzern geht für das Jahr 2026 von einem Umsatz zwischen 1,25 Mrd. Euro und 1,50 Mrd. Euro aus. Diese Prognose basiert auf der Annahme einer moderaten Volumenentwicklung in einem weiterhin wettbewerbsintensivem Marktumfeld und einem gegenüber dem Vorjahr insgesamt stabilisierten Frachtratenniveau.

Air + Ocean

Im Geschäftsfeld Air + Ocean wird für das Gesamtjahr 2026 von einem Umsatz auf dem Niveau des Vorjahres ausgegangen. Wie in den Vorjahren werden die Umsätze im Jahr 2026 sowohl von der Volumenentwicklung bei Bestands- wie Neukunden als auch ganz erheblich von der Entwicklung der Frachtraten und auch der Fremdwährungskurse abhängen.

Solutions

Für das Geschäftsfeld Solutions wird im Geschäftsjahr 2026 ein leichter Umsatzrückgang gegenüber dem Vorjahr erwartet. Dieser ist im Wesentlichen auf planmäßige Beendigungen einzelner Kundenprojekte, insbesondere im Bereich der Kontraktlogistik, sowie auf rückläufige Volumina in ausgewählten Transportsegmenten zurückzuführen.

Ergebniserwartung

Unter den beschriebenen Entwicklungen erwartet der Logwin Konzern für das Jahr 2026 ein operatives Ergebnis (EBITA) zwischen 70,5 Mio. Euro und 86,0 Mio. Euro.

Liquiditätsentwicklung und Finanzposition

Der Logwin Konzern erwartet für das Jahr 2026 in Abhängigkeit von der Entwicklung des operativen Ergebnisses einen Free Cashflow auf Vorjahresniveau. Die Nettoliquidität des Logwin Konzerns wird sich voraussichtlich stabil entwickeln.

Mitarbeiter

Im Geschäftsjahr 2026 rechnet der Logwin Konzern insgesamt mit einem leichten Anstieg der Mitarbeiterzahl.

Konzernabschluss

Gewinn– und Verlustrechnung

Angaben in Tausend € 2025 2024 Anhang/Seite
Umsatzerlöse 1.361.961 1.442.375 9/58
Umsatzkosten -1.201.721 -1.286.080 10/59
Bruttogewinn 160.240 156.295
Vertriebskosten -38.135 -35.455 10/59
Verwaltungskosten -39.064 -40.464 10/59
Sonstige betriebliche Erträge 8.252 9.441 11/59
Sonstige betriebliche Aufwendungen -8.539 -6.648 11/59
Wertminderung von zu fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten finanziellen Vermögenswerten und Vertragsvermögenswerten -1.761 -1.952 22/72
Wertaufholung von zu fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten finanziellen Vermögenswerten und Vertragsvermögenswerten 1.422 2.355 22/72
Operatives Ergebnis vor Wertminderungen von Firmenwerten (EBITA) 82.415 83.572
Wertminderung von Firmenwerten - -
Ergebnis vor Zinsen und Ertragsteuern (EBIT) 82.415 83.572
Finanzerträge 7.345 12.050 12/60
Finanzierungsaufwendungen -4.555 -5.028 12/60
Ergebnis vor Ertragsteuern 85.205 90.594
Ertragsteuern -23.619 -25.000 13/60
Periodenergebnis 61.586 65.594
Davon entfallen auf:
Aktionäre der Logwin AG 60.900 64.523
Nicht beherrschende Anteile 686 1.071
Ergebnis je Aktie – unverwässert und verwässert (in Euro):
bezogen auf das den Aktionären der Logwin AG zurechenbare Periodenergebnis 21,15 22,41
Gewichteter Durchschnitt der im Umlauf befindlichen Aktien (in Stück) 2.879.215 2.879.215

Der nachfolgende Anhang ist integraler Bestandteil des Konzernabschlusses.

Gesamtergebnisrechnung

Angaben in Tausend € 2025 2024 Anhang/Seite
Periodenergebnis 61.586 65.594
Verluste / Gewinne aus der Währungsumrechnung ausländischer Geschäftsbetriebe -4.615 584
Sonstiges Ergebnis, welches ggf.
--- --- ---
Neubewertungen der Nettoschuld aus leistungsorientierten Versorgungsplänen 1.169 785 28/78
Latente Steuereffekte auf Neubewertungen der Nettoschuld -147 -17 25/75
Sonstiges Ergebnis, welches nicht in künftigen Perioden in die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert wird 1.022 768
Sonstiges Ergebnis -3.593 1.352
Gesamtergebnis 57.993 66.946
Davon entfallen auf:
Aktionäre der Logwin AG 57.521 65.788
Nicht beherrschende Anteile 472 1.158

Der nachfolgende Anhang ist integraler Bestandteil des Konzernabschlusses.

Kapitalflussrechnung

Angaben in Tausend € 2025 2024 Anhang/Seite
Ergebnis vor Ertragsteuern 85.205 90.594
Finanzergebnis -2.790 -7.022 12/60
Ergebnis vor Zinsen und Ertragsteuern 82.415 83.572
Überleitungspositionen zum operativen Cashflow:
Abschreibungen 31.973 34.897 10/59
Ergebnis aus dem Abgang von Anlagevermögen 529 -28 11/59
Wertminderung von Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerten - 1.564 10/59
Wertaufholung von Sachanlagen - -1.939 10/59
Sonstiges -7.601 3.630
Steuerzahlungen -18.522 -17.394
Gezahlte Zinsen -3.364 -3.838
Erhaltene Zinsen 7.345 12.050
Veränderung Working Capital, zahlungswirksam:
Veränderung Forderungen und Vertragsvermögenswerte 22.138 -53.091
Veränderung Verbindlichkeiten -24.569 49.372
Veränderung Vorräte 66 194
Operativer Cashflow 90.410 108.989
Auszahlungen für Investitionen in immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen -5.512 -4.353
Auszahlungen für den Erwerb von Tochterunternehmen -8.793 -8.851 14/62
Auszahlungen aus dem Abgang von sonstigen Geschäftseinheiten - -3.500 15/62
Einzahlungen aus dem Abgang von langfristigen Vermögenswerten 1.615 1.698
Sonstiger Cashflow aus der Investitionstätigkeit -5 4
Investitions-Cashflow -12.695 -15.002
Netto-Cashflow 77.715 93.987
Mittelabfluss aus kurzfristigen Finanzierungsverbindlichkeiten -257 -26 16/63
Mittelabfluss aus der Tilgung der Verbindlichkeiten aus Leasingverträgen -24.766 -33.372 16/63
Ausschüttungen an Aktionäre -36.854 -40.309 26/77
Ausschüttungen an nicht beherrschende Anteile -1.208 -2.029
Auszahlungen für den Erwerb von nicht beherrschenden Anteilen -460 -
Sonstiger Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit -17 -
Finanzierungs-Cashflow -63.562 -75.736
Free-Cashflow (= Netto-Cashflow abzüglich Tilgung von Verbindlichkeiten aus Leasingverträgen) 52.949 60.615
Auswirkungen von Wechselkursschwankungen auf den Fonds der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente -2.498 -529
Veränderung Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 11.655 17.722
Anfangsbestand an Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten 373.187 355.465
Veränderung 11.655 17.722
Endbestand an Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten 384.842 373.187 24/74

Der nachfolgende Anhang ist integraler Bestandteil des Konzernabschlusses.

Bilanz

Angaben in Tausend € 31.12.2025 31.12.2024 Anhang/Seite
Aktiva
Firmenwerte 63.395 55.070 17/64
Sonstige immaterielle Vermögenswerte 15.224 15.442 18/65
Sachanlagen 81.913 78.498 19/66
Finanzanlagen 127 694
Latente Steueransprüche 18.285 23.103 25/75
Sonstige langfristige Vermögenswerte 809 1.809
Summe langfristige Vermögenswerte 179.753 174.616
Vorräte 1.144 1.020 21/71
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und aus Factoring 166.126 181.343 22/72
Vertragsvermögenswerte 22.124 33.192 22/72
Ertragsteuerforderungen 3.086 3.347
Sonstige Forderungen und Vermögenswerte 33.200 32.880 23/74
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 384.842 373.187 24/74
Summe kurzfristige Vermögenswerte 610.522 624.969
Summe Aktiva 790.275 799.585
Angaben in Tausend € 31.12.2025 31.12.2024 Anhang/Seite
Passiva
Gezeichnetes Kapital 131.300 131.300
Konzernrücklagen 264.136 243.879
Auf die Aktionäre der Logwin AG entfallendes Eigenkapital 395.436 375.179
Nicht beherrschende Anteile 229 1.235
Eigenkapital 395.665 376.414 26/77
Langfristige Verbindlichkeiten aus Leasingverträgen 33.355 37.668 20/68
Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 21.392 22.347 28/78
Sonstige langfristige Rückstellungen 4.684 4.783 29/82
Latente Steuerschulden 3.336 2.978 25/75
Sonstige langfristige Verbindlichkeiten 1.174 520 32/84
Summe langfristige Schulden 63.941 68.296
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 246.445 261.419
Kurzfristige Verbindlichkeiten aus Leasingverträgen 26.539 21.627 20/68
Sonstige kurzfristige Finanzierungsverbindlichkeiten 128 389 27/78
Kurzfristige Rückstellungen 7.012 13.072 30/83
Ertragsteuerverbindlichkeiten 8.961 8.382 31/83
Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten 41.584 49.986 32/84
Summe kurzfristige Schulden 330.669 354.875
Summe Passiva 790.275 799.585

Der nachfolgende Anhang ist integraler Bestandteil des Konzernabschlusses.

Eigenkapitalveränderungsrechnung

Angaben in Tausend € Gezeichnetes Kapital Kapital- rücklage Gewinn- rücklagen Kumuliertes sonstiges Ergebnis Eigene Aktien Summe Rücklage für Währungs– differenzen Nicht beherr- schende Anteile Summe Eigenkapital
1. Januar 2024 131.300 128.265 97.321 -6.348 -838 349.700 1.964 351.663
Periodenergebnis - - 64.523 - - 64.523 1.071 65.594
Sonstiges Ergebnis - - 768 497 - 1.265 87 1.352
Gesamtergebnis - - 65.291 497 - 65.788 1.158 66.946
Veränderung Konsolidierungskreis - - - - - - 142 142
Annullierung eigener Aktien - -838 - - 838 - - -
Ausschüttungen - - -40.309 - - -40.309 -2.029 -42.338
31. Dezember 2024 131.300 127.427 122.303 -5.851 - 375.179 1.235 376.414
1. Januar 2025 131.300 127.427 122.303 -5.851 - 375.179 1.235 376.414
Periodenergebnis - - 60.900 - - 60.900 686 61.586
Sonstiges Ergebnis - - 1.022 -4.401 - -3.379 -214 -3.593
Gesamtergebnis - - 61.922 -4.401 - 57.521 472 57.993
Übertragung von Anteilen an Tochterunternehmen ohne Verlust der Beherrschung - - -410 - - -410 -270 -680
Ausschüttungen - - -36.854 - - -36.854 -1.208 -38.062
31. Dezember 2025 131.300 127.427 146.961 -10.252 - 395.436 229 395.665

Der nachfolgende Anhang ist integraler Bestandteil des Konzernabschlusses.

Anhang zum Konzernabschluss 31. Dezember 2025

Allgemeine Angaben

01 Informationen zum Unternehmen 33
02 Erklärung zur Übereinstimmung mit den IFRS 33
03 Grundlagen der Erstellung des Abschlusses 33
04 Konsolidierungsgrundsätze 35
05 Neue Rechnungslegungsvorschriften 35
06 Wesentliche Ermessensentscheidungen und Schätzunsicherheiten 37
07 Zusammenfassung wesentlicher Kennzahlen, Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden 39
08 Segmentberichterstattung 56

Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

09 Erlöse aus Verträgen mit Kunden 60
10 Aufwendungen nach Kostenarten 60
11 Sonstige betriebliche Erträge und Aufwendungen 61
12 Finanzergebnis 62
13 Ertragsteuern 63

Erläuterungen zur Kapitalflussrechnung

14 Auszahlungen für den Erwerb von Tochterunternehmen 65
15 Auszahlungen aus dem Abgang von sonstigen Geschäftseinheiten 65
16 Verbindlichkeiten aus der Finanzierungstätigkeit 66

Erläuterungen zur Bilanz

17 Firmenwerte 67
18 Sonstige immaterielle Vermögenswerte 68
19 Sachanlagen 69
21 Leasing 71
22 Vorräte 74
23 Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und aus Factoring sowie Vertragsvermögenswerte 75
24 Sonstige kurzfristige Forderungen und Vermögenswerte 77
25 Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 78
26 Latente Steuern 79
27 Eigenkapital 80
28 Sonstige Finanzierungsverbindlichkeiten 81
29 Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 82
30 Sonstige langfristige Rückstellungen 86
31 Kurzfristige Rückstellungen 86
32 Ertragsteuerverbindlichkeiten 87
33 Sonstige Verbindlichkeiten 87

Sonstige Angaben

34 Unternehmenszusammenschlüsse 89
35 Zusätzliche Angaben zu Finanzinstrumenten 92
36 Finanzielle Verpflichtungen 103
37 Eventualverbindlichkeiten und Rechtsverfahren 103
38 Honorar des Abschlussprüfers 104
39 Angaben zu Bezügen von Mitgliedern des Managements in Schlüsselpositionen 104
40 Beziehungen zu nahe stehenden Personen und Unternehmen 105
41 Wesentliche Ereignisse nach dem Bilanzstichtag 106
42 Aufstellung des Anteilsbesitzes 107

Allgemeine Angaben

1 Informationen zum Unternehmen

Der Konzernabschluss der Logwin AG, L-Grevenmacher (im Folgenden auch als „Logwin AG“ oder „Logwin“ bezeichnet) für das Geschäftsjahr 2025 wurde am 9. März 2026 durch den Beschluss des Verwaltungsrats der Logwin AG zur Veröffentlichung freigegeben und bedarf nach Luxemburger Recht der Genehmigung durch die Hauptversammlung. Die Logwin AG, 5 an de Längten, L-6776 Grevenmacher, ist eine in Grevenmacher (Luxemburg) gegründete und ansässige, in der Rechtsform einer Luxemburgischen Société Anonyme geführte und in der Haftung beschränkte Gesellschaft, deren Aktien an der Frankfurter Wertpapierbörse gehandelt werden. Die Gesellschaft gehört dem Prime Standard der Deutsche Börse AG an. Mehrheitsaktionärin der Gesellschaft ist die DELTON Logistics S.à r.l. mit Sitz in Grevenmacher, Luxemburg.

Der Logwin Konzern verfügt als Logistikdienstleister über langjährige Erfahrung, spezialisierte Infrastruktur und Know-how in verschiedenen Branchen von Industrie und Handel und übernimmt für seine Kunden das Supply Chain Management, Warehousing, Value Added Services und lokale wie weltweite Transporte auf der Straße, der Schiene sowie per Luft- oder Seefracht. Die Hauptaktivitäten der Geschäftsfelder Air + Ocean und Solutions sind in Anhangangabe 8 „Segmentberichterstattung“ näher beschrieben.

2 Erklärung zur Übereinstimmung mit den IFRS

Der Konzernabschluss der Logwin AG und ihrer Tochterunternehmen wurde in Übereinstimmung mit den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der Europäischen Union anzuwenden sind, aufgestellt. Dabei wurden alle für das Geschäftsjahr 2025 verpflichtend anzuwendenden Standards des International Accounting Standards Board (IASB) sowie Interpretationen des IFRS Interpretations Committee (IFRS IC), vormals International Financial Reporting Interpretation Committee (IFRIC) bzw. Standing Interpretation Committee (SIC), angewandt.### 3 Grundlagen der Erstellung des Abschlusses

Die Abschlüsse der Tochterunternehmen werden unter Anwendung einheitlicher Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden und zum gleichen Bilanzstichtag aufgestellt wie der Abschluss des Mutter-unternehmens. Die Erstellung des Konzernabschlusses erfolgt grundsätzlich unter Anwendung des Anschaffungskosten-prinzips. Hiervon ausgenommen sind derivative Finanzinstrumente sowie sonstige finanzielle Vermögens-werte, die der Bewertungskategorie „erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete Finanzinstru-mente“ zugeordnet sind. Das Geschäftsjahr des Konzerns entspricht dem Kalenderjahr. Der Konzern-abschluss wird in Euro aufgestellt. Sofern nicht anders vermerkt, erfolgt die Darstellung in Tausend Euro (Tausend € oder TEUR). Aus rechentechnischen Gründen können in den in diesem Abschluss dargestellten Informationen Rundungsdifferenzen in Höhe von +/– einer Einheit (TEUR, % usw.) auftreten.

4 Konsolidierungsgrundsätze

Der Konsolidierungskreis zum 31. Dezember 2025 umfasst zwei inländische und 57 ausländische Unternehmen und hat sich wie folgt entwickelt:

31.12.2024 Zugänge Abgänge 31.12.2025
Luxemburg 2 - - 2
Deutschland 9 2 1 10
Übriges Ausland 46 3 2 47
Summe 57 5 3 59

Die Zugänge betreffen den Erwerb der Pharmalogisticspartner Internationale Fachspedition GmbH, Hamburg, DE sowie den Erwerb der Hanse Service Internationale Fachspedition GmbH, Hamburg, DE. Darüber hinaus gab es drei Neugründungen. Alle Zugänge sind dem Geschäftsfeld Air + Ocean zugeordnet. Die Abgänge resultieren aus der Verschmelzung der beiden erworbenen Gesellschaften und zwei Verschmelzungen von jeweils zwei Gesellschaften im Geschäftsfeld Solutions. Zur Aufstellung des Anteilsbesitzes verweisen wir auf Seite 102f.

Alle konzerninternen Salden, Transaktionen, Erträge, Aufwendungen sowie Gewinne und Verluste werden in voller Höhe eliminiert. Tochterunternehmen werden grundsätzlich ab dem Erwerbszeitpunkt vollkonsolidiert, das heißt ab dem Zeitpunkt, zu dem der Konzern die Beherrschung erlangt. Die Einbeziehung in den Konzernabschluss endet, sobald die Beherrschung durch das Mutterunternehmen nicht mehr besteht.

Nicht beherrschende Anteile sind die Teile des Periodenergebnisses und des Reinvermögens, die auf Anteile an konsolidierten Gesellschaften entfallen, die nicht vom Konzern gehalten werden. Nicht beherrschende Anteile werden in der Gewinn– und Verlustrechnung, in der Gesamtergebnisrechnung, in der Eigenkapitalveränderungsrechnung und innerhalb des Eigenkapitals in der Bilanz – getrennt von dem auf die Aktionäre der Logwin AG entfallenden Anteil – gesondert ausgewiesen.

5 Neue Rechnungslegungsvorschriften

Das International Accounting Standards Board (IASB) und das IFRS Interpretation Committee (IFRS IC) haben in den Vorjahren neue Rechnungslegungsvorschriften veröffentlicht. Die folgende Vorschrift war für das Geschäftsjahr 2025 erstmals verpflichtend anzuwenden:

Standard / Interpretationen Zeitpunkt verpflichtende Anwendung in der EU für den Beginn des Geschäfts- jahres am oder nach dem Endorsement
Änderung IAS 21 Mangel an Umtauschbarkeit 1.1.2025 Ja

Die oben genannte geänderte Rechnungslegungsvorschrift war für die laufende Berichtsperiode grundsätzlich erstmals anwendbar. Die Änderungen an IAS 21 enthalten Leitlinien, mit denen spezifiziert wird, wann eine Währung umtauschbar ist und wie der Wechselkurs zu bestimmen ist, wenn sie es nicht ist. Aus der im Berichtsjahr erstmals verpflichtend anzuwendenden Rechnungslegungsvorschrift haben sich keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzernabschluss der Logwin AG ergeben.

Weiterhin wurden vom IASB und vom IFRS IC die im Folgenden dargestellten neuen bzw. überarbeiteten Rechnungslegungsvorschriften verabschiedet, die im Geschäftsjahr 2025 noch nicht verpflichtend anzuwenden waren. Von dem Wahlrecht einer im Einzelfall bestehenden Möglichkeit der freiwilligen vorzeitigen Anwendung hat der Logwin Konzern im Geschäftsjahr 2025 keinen Gebrauch gemacht.

Standard / Interpretationen Zeitpunkt verpflichtende Anwendung in der EU für den Beginn des Geschäfts- jahres am oder nach dem Endorsement
Änderung IFRS 9 und IFRS 7 Klassifizierung und Bewertung von Finanzinstrumenten 1.1.2026 Ja
Änderung diverse Jährliche Verbesserungen Ausgabe 11 1.1.2026 Ja
Änderung IFRS 9 und IFRS 7 Verträge mit Bezug auf naturabhängigen Strom 1.1.2026 Ja
Änderung IAS 21 Umrechnung in eine hochinflationäre Darstellungswährung 1.1.2027 Nein
Neuer Standard IFRS 18 Darstellung und Angaben im Abschluss 1.1.2027 Ja
Neuer Standard/Änderung IFRS 19 Tochterunternehmen ohne öffentliche Rechenschaftspflicht: Angaben 1.1.2027 Nein

Die Änderungen an IFRS 9 und IFRS 7 beinhalten Klarstellungen in Bezug auf Ansatz und Ausbuchung bestimmter finanzieller Vermögenswerte und finanzieller Verbindlichkeiten sowie eine Klarstellung und Erweiterung der Anwendungsleitlinien. Darüber hinaus werden die Angabepflichten für Finanzinstrumente erweitert. Die Änderungen an IFRS 9 und IFRS 7 zu Verträgen mit Bezug auf naturabhängigen Strom beinhalten eine Klärung der Anwendung der „Own-Use“-Anforderungen, die Ermöglichung der Bilanzierung von Sicherungsgeschäften, wenn diese Verträge als Absicherungsinstrumente verwendet werden und die Hinzufügung neuer Offenlegungspflichten, die es den Anlegern ermöglichen, die Auswirkungen dieser Verträge auf die finanzielle Leistungsfähigkeit und den Cashflow eines Unternehmens zu verstehen.

Die Änderungen an IAS 21 sehen vor, dass für die Umrechnung einer nichthochinflationären funktionalen Währung in eine hochinflationäre Darstellungswährung der zum aktuellen Abschlussstichtag geltende Umrechnungskurs zu verwenden ist. Des Weiteren beinhaltet die Standardänderung zusätzliche Angabepflichten sowie Regelungen für die Währungsumrechnung nach Beendigung der Hochinflation.

Ziel von IFRS 18 ist es, verbindliche Vorgaben für die Darstellung und Offenlegung von Informationen in Abschlüssen für allgemeine Zwecke (nachfolgend: Abschlüsse) zu schaffen. Dadurch soll gewährleistet werden, dass Abschlüsse entscheidungsnützliche und relevante Informationen enthalten, welche die Vermögenswerte, Schulden, das Eigenkapital sowie die Erträge und Aufwendungen eines Unternehmens verlässlich und den tatsächlichen Verhältnissen entsprechend abbilden.

Die Zielsetzung von IFRS 19 besteht darin, die Angabevorschriften zu spezifizieren, die ein Unternehmen anstelle der Angabevorschriften in anderen IFRS-Rechnungslegungsstandards anwenden darf. Die künftige Anwendung von IFRS 18 wird voraussichtlich zu Änderungen in der Darstellung und Offenlegung von Finanzinformationen im Konzernabschluss der Logwin AG führen. Darüber hinaus werden aus den vorangehend erläuterten neuen und überarbeiteten Vorschriften aktuell keine wesentlichen Auswirkungen auf zukünftige Abschlüsse des Logwin Konzerns erwartet.

6 Wesentliche Ermessensentscheidungen und Schätzunsicherheiten

Die Aufstellung des Abschlusses erfordert bei einigen Posten Schätzungen und Annahmen und damit Ermessensausübungen des Managements, die Auswirkungen auf die zum jeweiligen Bilanzstichtag ausgewiesenen Vermögenswerte und Schulden bzw. auf die Aufwendungen und Erträge im Berichts-zeitraum haben. Die tatsächlichen Beträge können von den Schätzwerten abweichen, so dass ein Risiko besteht, dass in späteren Geschäftsjahren eine Anpassung der Buchwerte von Vermögenswerten oder Schulden erforderlich sein wird.

Unsicherheiten bestehen im Bereich des mindestens einmal jährlich verpflichtend durchzuführenden Werthaltigkeitstests der Firmenwerte, weil bei der hierbei angewandten Discounted Cash Flow–Methode die zu erwartenden Cashflows, nachhaltige Wachstumsraten sowie ein adäquater gewichteter Kapital-kostensatz (WACC) heranzuziehen sind. Die Komponenten des WACC sind der risikofreie Zins, die Marktrisikoprämie, die sogenannten Beta-Faktoren, der Zuschlag für das Kreditrisiko (Spread), Länder-risikozuschläge sowie die Verschuldungsquote. Der Buchwert der aktivierten Firmenwerte beträgt zum 31. Dezember 2025 63,4 Mio. Euro (Vorjahr: 55,1 Mio. Euro). Zu weiteren Erläuterungen wird auf Anhangangabe 17 „Firmenwerte“ verwiesen.

Weitere Schätzungen erfordern die versicherungsmathematischen Berechnungen des Werts der Rück-stellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen hinsichtlich der gewählten Prämissen. Zum 31. Dezember 2025 beträgt deren Bilanzwert 21,4 Mio. Euro (Vorjahr: 22,3 Mio. Euro); es wird auf Anhangangabe 28 „Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen“ verwiesen.

Zudem gibt es Schätzungserfordernisse bei der Bilanzierung von tatsächlichen und latenten Steuern. Bei der Beurteilung steuerlicher Unwägbarkeiten kann nicht zugesichert werden, dass sich der Ausgang solcher steuerlicher Unsicherheiten mit der ursprünglichen Einschätzung deckt. Weichen die tatsächlichen Ergebnisse von dieser Einschätzung ab, könnte sich dies in der jeweiligen Periode, in der die Angelegenheit endgültig entschieden wird, auf die Steuerverbindlichkeiten und die latenten Steuern auswirken. In Einzelfällen werden mögliche Risiken aus der Nicht-Anerkennung steuerlicher Einschätzungen bereits vor der endgültigen Entscheidung zurückgestellt, sofern die Wahrscheinlichkeit überwiegend gegeben ist. Die Höhe der angesetzten latenten Steueransprüche könnte sich verringern, falls die Einschätzungen der geplanten steuerlichen Einkommen oder falls Änderungen der aktuellen Steuergesetzgebung den Umfang der Realisierbarkeit künftiger Steuervorteile beschränken. Der aktivierte Betrag der latenten Steueransprüche zum Bilanzstichtag beläuft sich auf 18,3 Mio. Euro (Vorjahr: 23,1 Mio. Euro); es wird auf Anhangangabe 25 „Latente Steuern“ verwiesen.

Im Rahmen der Bilanzierung sind Annahmen bezüglich Nutzungsdauern von Sachanlagen und sonstigen immateriellen Vermögenswerten sowie Beurteilungen über die Werthaltigkeit zu treffen. Der Konzern beurteilt an jedem Bilanzstichtag, ob Anhaltspunkte dafür vorliegen, dass ein Vermögenswert wertgemindert sein könnte.Bei Vorliegen solcher Anhaltspunkte oder im Falle einer jährlich verpflichtend vorzunehmenden Überprüfung eines Vermögenswerts auf Wertminderung nimmt der Konzern eine Schätzung des erzielbaren Betrags vor. Zu den Ermessensentscheidungen des Managements zählt ferner die Entscheidung über das Vorliegen der Aktivierungsvoraussetzungen von Entwicklungskosten als selbstgeschaffene immaterielle Vermögenswerte, insbesondere Software. Darüber hinaus ist die Überprüfung einer eventuellen Wertminderung bei Forderungen erforderlich. Sofern Forderungen im Wege des Factoring veräußert werden, ist für den angemessenen Bilanzausweis eine Einschätzung des Managements erforderlich, in welchem Umfang die wesentlichen Chancen und Risiken auf die Factoring-Gesellschaft übergehen. Zum Ausweis des Factoring im Konzernabschluss wird auf Anhangangabe 7 „Zusammenfassung wesentlicher Kennzahlen, Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden“ – Stichwort „Factoring“ – verwiesen. Das Management schätzt das Risiko von Wertschwankungsrisiken in Bezug auf die Ausleihung an die AQTON SE als unwesentlich ein. Die Ausleihung wird als Zahlungsmitteläquivalent dargestellt. Bei der Bilanzierung von Leasingverträgen können die Bestimmung der Laufzeit, der Höhe der Leasingzahlungen und des als Diskontierungszins verwendeten Grenzfremdkapitalzinssatzes ermessensbehaftet sein und beruhen sowohl auf Annahmen als auch auf Schätzungen. Besonders die Beurteilung von Verlängerungs-, Kündigungs- und Kaufoptionen bei Immobilienleasingverträgen beinhaltet Ermessensentscheidungen des Managements. Des Weiteren sind für die Bildung von Rückstellungen Annahmen zur Eintrittswahrscheinlichkeit und zur Höhe von erwarteten Vermögensabflüssen zu treffen. Gemäß den Vorschriften des IFRS 15 werden Umsatzerlöse erfasst, wenn ein Kunde Kontrolle über Waren oder Dienstleistungen erlangt. Die Festlegung des Zeitpunkts der Übertragung der Kontrolle – zu einem Zeitpunkt oder über einen Zeitraum – ist ermessensbehaftet.

7 Zusammenfassung wesentlicher Kennzahlen, Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Währungsumrechnung

Der Konzernabschluss wird in Euro, der funktionalen Währung der Logwin AG und der Darstellungswährung des Konzerns, aufgestellt. Vermögenswerte und Schulden von Konzerngesellschaften, deren funktionale Währung nicht der Euro ist, werden mit dem Mittelkurs zum Ende des Geschäftsjahres, Erträge und Aufwendungen mit dem Durchschnittskurs umgerechnet. Währungsgewinne und -verluste aus dieser Fremdwährungsumrechnung werden in einem eigenen Posten innerhalb des Eigenkapitals ausgewiesen. Bei Veräußerung eines ausländischen Geschäftsbetriebs wird der im Eigenkapital für diesen ausländischen Geschäftsbetrieb erfasste kumulative Betrag in die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert. Die Entwicklungen der Wechselkurse der für den Konzernabschluss wesentlichen Währungen sind in der nachstehenden Tabelle aufgeführt:

Währungen Durchschnittskurs 2025 Durchschnittskurs 2024 Stichtagskurs 31.12.2025 Stichtagskurs 31.12.2024
1 EUR = Australischer Dollar AUD 1,7518 1,6395 1,7543 1,6756
Brasilianischer Real BRL 6,3049 5,8231 6,4929 6,4760
Chinesischer Renminbi Yuan CNY 8,1167 7,7888 8,2216 7,6234
Britisches Pfund GBP 0,8568 0,8467 0,8712 0,8295
Hongkong Dollar HKD 8,8064 8,4473 9,1511 8,1065
Polnischer Zloty PLN 4,2394 4,3063 4,2263 4,2655
Singapur Dollar SGD 1,4754 1,4460 1,5095 1,4166
Thailändischer Baht THB 37,1141 38,1963 36,9350 35,6400
US Dollar USD 1,1295 1,0826 1,1757 1,0444
Südafrikanischer Rand ZAR 20,1835 19,8362 19,5571 19,5691

Unternehmenszusammenschlüsse

Der Logwin Konzern bilanziert Unternehmenszusammenschlüsse nach der Erwerbsmethode, wenn der Konzern Beherrschung erlangt hat. Nach IFRS 10 „Konzernabschlüsse“ liegt Beherrschung vor, wenn ein Konzern schwankenden Renditen aus seinem Engagement in ein Beteiligungsverhältnis ausgesetzt ist bzw. Anrechte auf diese besitzt und die Fähigkeit hat, diese Renditen mittels seiner Verfügungsmacht über das Beteiligungsunternehmen zu beeinflussen. Die Abschlüsse von Tochterunternehmen sind im Konzernabschluss ab dem Zeitpunkt enthalten, an dem die Beherrschung beginnt. Der Buchwert der nicht beherrschenden Anteile am erworbenen Unternehmen berechnet sich aus dem prozentualen Anteil der Minderheitsgesellschafter an den Fair Values der identifizierbaren Vermögenswerte, Schulden und Eventualverbindlichkeiten. Beim Erwerb von weiteren Anteilen an Unternehmen, bei denen durch vorangegangene Transaktionen bereits die Beherrschung über das Unternehmen erlangt wurde (nicht beherrschende Anteile), handelt es sich im Sinne der Konzerneinheitstheorie um Verschiebungen im Eigenkapital zwischen den Gesellschaftergruppen. In diesem Fall werden die Anschaffungskosten für die zusätzlichen Anteile mit den auszubuchenden nicht beherrschenden Anteilen aufgerechnet und Unterschiedsbeträge unmittelbar erfolgsneutral mit den Gewinnrücklagen verrechnet. Firmenwerte aus einem Unternehmenszusammenschluss werden bei erstmaligem Ansatz zu Anschaffungskosten bewertet, die sich als Überschuss des Kaufpreises des Unternehmenszusammenschlusses über den Anteil des Konzerns an den Fair Values der erworbenen identifizierbaren Vermögenswerte, Schulden und Eventualverbindlichkeiten bemessen. Jeglicher Gewinn aus einem Erwerb zu einem Preis unter dem Marktwert wird direkt ergebniswirksam erfasst. Transaktionskosten werden unmittelbar als Aufwand erfasst.

Ertragsrealisierung

Nach IFRS 15 werden Umsatzerlöse erfasst, wenn ein Kunde die Kontrolle über Waren oder Dienstleistungen erlangt. Die Festlegung des Zeitpunkts der Übertragung der Kontrolle – zu einem Zeitpunkt oder über einen Zeitraum – ist ermessensbehaftet. Für die Umsätze aus Transportdienstleistungen in den Geschäftsfeldern Air + Ocean und Solutions erfolgt entsprechend IFRS 15.35 eine zeitraumbezogene Umsatzrealisierung, da davon auszugehen ist, dass dem Kunden der Nutzen aus der Leistung des Unternehmens stetig zufließt und er die Vorteile gleichzeitig erhält und nutzt, während die Leistung erbracht wird. Die Leistungsverpflichtung wird dabei erfüllt, während der Logwin Konzern die Transportdienstleistung erbringt. Als Maßstab für den Grad der Leistungserbringung zu einem Stichtag wird die bereits verstrichene Transportdauer im Verhältnis zur erwarteten Gesamtdauer des Transportes zugrunde gelegt (inputorientierte Methode), da eine Messung der tatsächlich zurückgelegten Strecke nicht praktikabel ist. Für die Erbringung von Transportdienstleistungen werden teilweise retrospektiv wirkende Rabatte gewährt, die auf dem mit dem Kunden erzielten Umsatz oder der Erreichung bestimmter Volumina in einem definierten Zeitraum, der in der Regel 12 Monate beträgt, basieren. Die Erlöse aus den Dienstleistungen werden in Höhe der im Vertrag vereinbarten Gegenleistung abzüglich der geschätzten Rabatte erfasst. Umsatzerlöse werden dabei nur in dem Umfang erfasst, in dem es hochwahrscheinlich ist, dass eine signifikante Stornierung der Umsätze nicht notwendig sein wird. Für die bis zum Ende der jeweiligen Berichtsperiode getätigten Umsätze wird eine Verbindlichkeit für die voraussichtlich hierauf zu gewährenden Rabatte erfasst. Für die Verpflichtung des Konzerns, entstandene Transportschäden zu ersetzen, werden Rückstellungen gebildet. Die in den Geschäftsfeldern Air + Ocean und Solutions erbrachten Transportdienstleistungen stellen in der Regel ein Leistungsbündel dar, da die zugesagten Dienstleistungen hochgradig voneinander abhängig sind (IFRS 15.29c) und der Logwin Konzern eine signifikante Integrationsleistung erbringt (IFRS 15.29a), die einen erheblichen Teil des Leistungsbündels darstellt. Eine Aufteilung des Transaktionspreises auf die zugesagten Leistungskomponenten erfolgt aus diesem Grund nicht, vielmehr wird der Transaktionspreis dem identifizierten Leistungsbündel zugeordnet. Schätzungen hinsichtlich der Erlöse, Kosten oder des Auftragsfortschritts werden korrigiert, wenn sich Umstände ändern. Etwaige daraus resultierende Erhöhungen oder Verminderungen der geschätzten Erlöse oder Kosten werden in der Periode erfolgswirksam erfasst, in der die Umstände, die Anlass zur Korrektur geben, der Geschäftsführung zur Kenntnis gelangen. Bei Festpreisverträgen zahlt der Kunde einen gegebenenfalls mittels Zahlungsplan festgelegten Betrag. Übersteigen die vom Logwin Konzern erbrachten Leistungen die erhaltenen Zahlungen, wird ein Vertragsvermögenswert erfasst. Übersteigen die erhaltenen Zahlungen die erbrachten Leistungen, wird eine Vertragsverbindlichkeit bilanziert. Für die Umsätze des Geschäftsfelds Solutions aus der Distribution und Lagerhaltung hat entsprechend IFRS 15.35 ebenfalls grundsätzlich eine zeitraumbezogene Umsatzrealisierung zu erfolgen, da die Leistungsverpflichtung durch den Logwin Konzern in der Regel erfüllt wird, während die Dienstleistung erbracht wird. Die Verträge im Geschäftsbereich Solutions im Zusammenhang mit Lagerhaltung und Distribution enthalten in der Regel mehrere Leistungskomponenten, die zwar dem Grunde nach eigenständig sind, d.h. der Kunde kann sie allein oder zusammen mit anderen zur Verfügung stehenden Ressourcen nutzen. Allerdings erbringt der Logwin Konzern eine signifikante Integrationsleistung, so dass im Regelfall von einem Leistungsbündel auszugehen ist. Die Zahlungsverpflichtungen von Kunden des Logwin Konzerns sind kurzfristig fällig. Es existieren keine Verträge mit Kunden, bei denen der Zeitraum zwischen der Übertragung der versprochenen Dienstleistung auf den Kunden und der Zahlung durch den Kunden länger als ein Jahr beträgt. Dementsprechend wird die zugesagte Gegenleistung nicht um den Zeitwert des Geldes angepasst. Unternehmen müssen Erlöse aus Verträgen mit Kunden in Kategorien aufgliedern, die den Einfluss wirtschaftlicher Faktoren auf Art, Höhe, Zeitpunkt und Unsicherheit von Erlösen und Zahlungsströmen abbilden. Für den Logwin Konzern wird eine Aufgliederung der Umsatzerlöse nach bestehenden Segmenten und geografischen Regionen für seine Gegebenheiten als angemessen angesehen.Bei Geschäftsvorfällen, die selbst zu keinen Umsatzerlösen führen, die aber zusammen mit den Hauptumsatzaktivitäten anfallen, werden alle Erträge mit den dazugehörigen Aufwendungen, die durch denselben Geschäftsvorfall entstehen, gemäß IAS 1.34 saldiert dargestellt, wenn diese Darstellung den Gehalt des Geschäftsvorfalls oder Ereignisses widerspiegelt; hierunter fallen beispielsweise weiterbelastete Zollgebühren.

EBITA

Eine zentrale Ergebnisgröße des Logwin Konzerns ist das EBITA (Earnings Before Interest, Taxes and Amortisation). Es ergibt sich aus den Umsatzerlösen, abzüglich der Umsatzkosten, der Vertriebskosten und der Verwaltungskosten; außerdem werden die sonstigen betrieblichen Aufwendungen und Erträge sowie die gesondert ausgewiesenen Wertminderungen auf zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Vermögenswerte und Vertragsvermögenswerte einbezogen.

Ergebnis je Aktie

Das Ergebnis je Aktie wird als Quotient des den Aktionären der Logwin AG zurechenbaren Periodenergebnisses und dem gewichteten Durchschnitt der im Umlauf befindlichen Aktien berechnet. Eine Verwässerung ergibt sich nicht, da keine Options- und Wandelrechte in Bezug auf die Aktien der Logwin AG vorliegen.

Free-Cashflow

Eine weitere wesentliche Steuerungsgröße im Logwin Konzern stellt der Free-Cashflow dar. Der Free-Cashflow definiert sich im Logwin Konzern als Summe aus dem operativen Cashflow und dem Investitions-Cashflow abzüglich der Tilgungen der Verbindlichkeiten aus Leasingverträgen.

Immaterielle Vermögenswerte

Erworbene immaterielle Vermögenswerte werden beim erstmaligen Ansatz zu Anschaffungskosten bewertet. Die Anschaffungskosten eines immateriellen Vermögenswerts, der bei einem Unternehmenszusammenschluss erworben wurde, entsprechen seinem Fair Value zum Erwerbszeitpunkt. Selbst geschaffene immaterielle Vermögenswerte werden zu Herstellungskosten aktiviert, sofern sie die Aktivierungskriterien erfüllen und die damit verbundenen Kosten die Wesentlichkeitsgrenze überschreiten. Andernfalls werden die Kosten erfolgswirksam in der Periode erfasst, in der sie anfallen.

Die Folgebewertung erfolgt mit den Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich kumulierter Abschreibungen und Wertminderungsaufwendungen. Die Abschreibung aktivierter immaterieller Vermögenswerte mit begrenzter Nutzungsdauer erfolgt linear, basierend auf einer wirtschaftlichen Nutzungsdauer zwischen drei und zehn Jahren für Software, Konzessionen und andere Rechte sowie sechs Jahre für Kundenbeziehungen. Die Abschreibungsdauer, die Abschreibungsmethode und der Restbuchwert werden für einen immateriellen Vermögenswert mit einer begrenzten Nutzungsdauer mindestens zum Ende eines jeden Geschäftsjahres überprüft. Hat sich die erwartete Nutzungsdauer des Vermögenswerts oder der erwartete Abschreibungsverlauf des Vermögenswerts geändert, wird ein anderer Abschreibungszeitraum gewählt. Derartige Änderungen werden als Änderungen einer Schätzung behandelt.

Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte mit begrenzter Nutzungsdauer werden in der Gewinn- und Verlustrechnung unter der Aufwandskategorie erfasst, die der Funktion des immateriellen Vermögenswerts entspricht.

Immaterielle Vermögenswerte mit unbegrenzter Nutzungsdauer werden nicht planmäßig abgeschrieben und mindestens jährlich auf Wertminderung überprüft. Dies gilt insbesondere für im Rahmen von Unternehmenszusammenschlüssen erworbene Firmenwerte. Diesbezüglich wird auf den Absatz „Besonderheiten bei der Wertminderung von Firmenwerten“ verwiesen.

Gewinne und Verluste aus dem Abgang von immateriellen Vermögenswerten errechnen sich aus der Differenz zwischen dem Nettoveräußerungserlös und dem Buchwert des Vermögenswerts und werden bei Abgang des Vermögenswerts erfolgswirksam in den sonstigen betrieblichen Erträgen bzw. sonstigen betrieblichen Aufwendungen erfasst.

Sachanlagen

Sachanlagen werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich kumulierter Abschreibungen und kumulierter Wertminderungsaufwendungen angesetzt. Die Abschreibung erfolgt linear, basierend auf einer wirtschaftlichen Nutzungsdauer zwischen zehn und 50 Jahren für Gebäude, zwischen drei und 20 Jahren für Maschinen und Betriebs- und Geschäftsausstattung sowie zwischen einem und elf Jahren für den Fuhrpark.

Die Abschreibungsdauer, die Abschreibungsmethode und der Restbuchwert werden für einen Sachanlagegegenstand mindestens zum Ende eines Geschäftsjahres überprüft. Hat sich die erwartete Nutzungsdauer des Vermögenswerts oder der erwartete Abschreibungsverlauf des Vermögenswerts geändert, wird ein anderer Abschreibungszeitraum gewählt. Derartige Änderungen werden als Änderungen einer Schätzung behandelt.

Abschreibungen auf Sachanlagen werden in der Gewinn- und Verlustrechnung unter der Aufwandskategorie, die der Funktion des Vermögenswerts entspricht, erfasst. Eine Sachanlage wird entweder bei ihrem Abgang ausgebucht oder dann, wenn aus der weiteren Nutzung oder Veräußerung des Vermögenswerts kein wirtschaftlicher Nutzen mehr erwartet wird. Die aus der Ausbuchung des Vermögenswerts resultierenden Gewinne oder Verluste werden als Differenz zwischen dem Nettoveräußerungserlös und dem Buchwert ermittelt und in der Periode, in welcher der Posten ausgebucht wird, in den sonstigen betrieblichen Erträgen bzw. sonstigen betrieblichen Aufwendungen erfasst.

Wertminderung von Vermögenswerten

Der Konzern beurteilt an jedem Bilanzstichtag und anlassbezogen, ob Anhaltspunkte dafür vorliegen, dass ein Vermögenswert wertgemindert sein könnte (siehe auch Anhangangabe 6 „Wesentliche Ermessensentscheidungen und Schätzunsicherheiten“). Der erzielbare Betrag eines Vermögenswerts ist der höhere der beiden Beträge aus beizulegendem Zeitwert eines Vermögenswerts (oder einer zahlungsmittelgenerierenden Einheit) abzüglich der Kosten der Veräußerung und dem Nutzungswert.

Der erzielbare Betrag ist für jeden einzelnen Vermögenswert zu bestimmen, es sei denn, ein Vermögenswert erzeugt keine Mittelzuflüsse, die weitestgehend unabhängig von denen anderer Vermögenswerte oder anderer Gruppen von Vermögenswerten sind. In diesem Fall erfolgt die Ermittlung des erzielbaren Betrags ggf. für die zahlungsmittelgenerierende Einheit (ZGE), welcher der Vermögenswert zugehört. Übersteigt der Buchwert eines Vermögenswerts seinen erzielbaren Betrag, wird der Vermögenswert als wertgemindert betrachtet und auf seinen erzielbaren Betrag abgeschrieben. Zur Ermittlung des Nutzungswerts werden die geschätzten künftigen Cashflows aus der fortgesetzten Nutzung des Vermögenswerts und aus seiner letztendlichen Veräußerung unter Zugrundelegung eines Abzinsungssatzes vor Steuern, der die aktuellen Markterwartungen hinsichtlich des Zinseffekts und der spezifischen Risiken des Vermögenswerts widerspiegelt, auf ihren Barwert abgezinst.

Wertminderungsaufwendungen von Sachanlagen bzw. immateriellen Vermögenswerten werden in der Gewinn- und Verlustrechnung den jeweiligen Funktionsbereichen zugeordnet. Wertminderungsaufwendungen von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, Vertragsvermögenswerte und Leasingforderungen werden in einem eigenen Posten der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesen.

An jedem Berichtsstichtag wird geprüft, ob Anhaltspunkte dafür vorliegen, dass ein Wertminderungsaufwand, der in früheren Berichtsperioden erfasst worden ist, nicht länger besteht oder sich vermindert haben könnte. Liegt ein solcher Indikator vor, wird der erzielbare Betrag ermittelt. Ein zuvor erfasster Wertminderungsaufwand ist dann aufzuheben, wenn sich seit der Erfassung des letzten Wertminderungsaufwands eine Änderung in den Schätzungen ergeben hat, die bei der Bestimmung des erzielbaren Betrags herangezogen wurden. Dieser erhöhte Buchwert darf nicht den Buchwert übersteigen, der sich nach Berücksichtigung der Abschreibungen ergeben würde, wenn in den früheren Jahren kein Wertminderungsaufwand erfasst worden wäre. Eine solche Wertaufholung ist sofort im Periodenergebnis zu erfassen. Nachdem eine Wertaufholung vorgenommen wurde, ist der Abschreibungsaufwand in künftigen Berichtsperioden anzupassen, um den berichtigten Buchwert des Vermögenswerts, abzüglich eines etwaigen Restbuchwerts, systematisch auf seine Restnutzungsdauer zu verteilen.

Besonderheiten bei der Wertminderung von Firmenwerten

Die Werthaltigkeit der Firmenwerte wird einmal jährlich oder anlassbezogen auf Ebene der Geschäftsfelder Air + Ocean und Solutions geprüft. Als Stichtag für die jährliche Beurteilung der Werthaltigkeit der Firmenwerte hat der Logwin Konzern den 31. Dezember eines Geschäftsjahres gewählt. Sollten zu einem anderen Zeitpunkt Anhaltspunkte vorliegen, die auf eine drohende Wertminderung von Firmenwerten hinweisen, wird eine Werthaltigkeitsbeurteilung zu diesem Zeitpunkt vorgenommen.

Zum Zweck der Überprüfung, ob eine Wertminderung vorliegt, muss der Firmenwert, der bei einem Unternehmenszusammenschluss erworben wurde, vom Übernahmetag an jeder der zahlungsmittelgenerierenden Einheiten bzw. Gruppen von zahlungsmittelgenerierenden Einheiten des Konzerns, die aus den Synergien des Zusammenschlusses Nutzen ziehen sollen, zugeordnet werden. Dies gilt unabhängig davon, ob andere Vermögenswerte oder Schulden des Konzerns diesen Einheiten bereits zugewiesen worden sind. Jede Einheit, zu welcher der Firmenwert zugeordnet worden ist,
- stellt die niedrigste Ebene innerhalb des Konzerns dar, auf der der Firmenwert für interne Managementzwecke überwacht wird; und
- ist nicht größer als ein Geschäftssegment, gemäß IFRS 8 „Geschäftssegmente“.

Die Wertminderung wird durch die Ermittlung des erzielbaren Betrags der ZGE bestimmt, auf die sich der Firmenwert bezieht. Die Gruppen von ZGEs entsprechen im Logwin Konzern den Geschäftsfeldern. Liegt der erzielbare Betrag der ZGE unter ihrem Buchwert, wird ein Wertminderungsaufwand erfasst; beim Wegfall der Gründe der Wertminderung dürfen keine Zuschreibungen auf zuvor wertgeminderte Firmenwerte vorgenommen werden.In den Fällen, in denen ein Teil einer ZGE veräußert wird, wird der der veräußerten Teileinheit zuzurechnende Firmenwert als Bestandteil des Buchwerts der Teileinheit bei der Ermittlung des Ergebnisses aus der Veräußerung der Teileinheit einbezogen. Ein Firmenwert, der auf diese Weise veräußert wird, wird auf der Grundlage des Verhältnisses des Fair Values der veräußerten Teileinheit zum erzielbaren Betrag des nicht veräußerten Anteils der ZGE ermittelt.

Vorräte

Die Bewertung der Vorräte erfolgt unter Beachtung des Niederstwertprinzips mit dem jeweils niedrigeren Wert aus Anschaffungskosten bzw. Nettoveräußerungswert unter Anwendung des gleitenden Durchschnittspreisverfahrens. Bei Risiken, die auf niedriger Umschlagshäufigkeit oder Überalterung der Bestände beruhen sowie bei drohenden Verlusten aus schwebenden Lieferverträgen, wird eine Wert-berichtigung auf den Nettoveräußerungswert vorgenommen.

Ertragsteuern

Die Ertragsteuerforderungen und -verbindlichkeiten werden nach IAS 12 berechnet. Die Summe der laufenden Ertragsteuerforderungen und -verbindlichkeiten ist die beste Schätzung des zu erwartenden Steuerbetrags und berücksichtigt Unsicherheiten im Zusammenhang mit den laufenden Ertragsteuern, sofern solche bestehen. Ferner werden latente Steueransprüche und latente Steuer-schulden bilanziert. Latente Steuern ergeben sich aus temporären Differenzen zwischen den in der Bilanz angesetzten Buchwerten und steuerlichen Wertansätzen sowie aus steuerlich nutzbaren Verlustvorträgen. Die aufgrund dieser Unterschiede zukünftig wahrscheinlich eintretenden Steuerentlastungen bzw. -belastungen werden aktiviert bzw. passiviert, wobei Unsicherheiten, die im Zusammenhang mit Ertrag-steuern bestehen können, berücksichtigt werden.

Latente Steueransprüche werden nur in dem Umfang angesetzt, in dem es wahrscheinlich ist, dass ein zu versteuernder Gewinn verfügbar sein wird, gegen den die temporäre Differenz oder der Verlustvortrag verwendet werden kann. Sofern die den Steuerlatenzen zugrunde liegenden Ent- oder Belastungen ergebnisneutral im Eigenkapital erfasst werden, erfolgt die Bildung bzw. Auflösung der latenten Steuern ebenfalls ergebnisneutral. Die jeweiligen Bemessungsgrundlagen werden mit dem zum Zeitpunkt der Realisation voraussichtlich gültigen Steuersatz bewertet. Bei den einbezogenen Unternehmen kommen grundsätzlich landesspezifi-sche Steuersätze zur Anwendung.

Für die Berechnung deutscher latenter Steuern ist künftig ein gestufter Körperschaftsteuersatz zu berücksichtigen, der im Veranlagungszeitraum 2025 noch 15 % beträgt und zusätzlich mit einem Solidaritätszuschlag von 5,5 % auf die festgesetzte Körperschaftsteuer zu bemessen ist. Gemäß der Unternehmenssteuerreform von 2025 wird der Körperschaftsteuersatz ab dem Veranlagungszeitraum 2028 schrittweise von 14 % auf 10 % in 2032 reduziert. Zusätzlich ist die Gewerbesteuer mit dem jeweiligen, von der Gemeinde festgelegten Hebesatz zu berücksichtigen.

Soweit die latenten Steueransprüche den Betrag der latenten Steuerschulden übersteigen, erfolgt die Beurteilung der Werthaltigkeit unter Berücksichtigung der voraussichtlichen Ergebnisentwick-lung des betreffenden Konzernunternehmens. Latente Steueransprüche und latente Steuerschulden werden saldiert, wenn sich diese auf Ertragsteuern beziehen, die von der gleichen Steuerbehörde für dasselbe Steuersubjekt erhoben werden.

Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte

Langfristige Vermögenswerte oder Veräußerungsgruppen, die Vermögenswerte und Schulden umfassen, werden als zur Veräußerung gehalten oder zur Ausschüttung gehalten eingestuft, wenn es höchstwahrscheinlich ist, dass sie überwiegend durch Veräußerung oder Ausschüttung und nicht durch fortgesetzte Nutzung realisiert werden. Im Allgemeinen werden diese Vermögenswerte oder die Veräußerungsgruppe zum niedrigeren Wert aus ihrem Buchwert und beizulegenden Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten angesetzt. Immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen werden dann nicht mehr planmäßig abgeschrieben.

Finanzinstrumente

Finanzinstrumente sind alle Verträge, die gleichzeitig bei einem Unternehmen zu finanziellen Vermögens-werten und bei einem anderen Unternehmen zu finanziellen Verbindlichkeiten oder einem Eigenkapital-instrument führen.

Ansatz und Ausbuchung

Der erstmalige Ansatz von Finanzinstrumenten erfolgt am Erfüllungstag. Ein marktüblicher Kauf oder Verkauf von finanziellen Vermögenswerten wird zum Handelstag angesetzt, d. h. zu dem Tag, an dem sich der Konzern verpflichtet, den Vermögenswert zu kaufen oder zu verkaufen. Finanzielle Vermögenswerte werden ausgebucht, wenn die Ansprüche auf den Erhalt von Zahlungsströmen aus den finanziellen Vermögenswerten ausgelaufen sind oder übertragen worden sind und der Konzern im Wesentlichen alle Risiken und Chancen aus dem Eigentum übertragen hat. Finanzielle Verbindlichkeiten werden ausgebucht, wenn die vertraglichen Verpflichtungen erfüllt, aufgehoben oder ausgelaufen sind.

Bewertung

Beim erstmaligen Ansatz bewertet der Logwin Konzern einen finanziellen Vermögenswert zum Trans-aktionspreis zuzüglich – im Falle eines in der Folge nicht erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewerteten finanziellen Vermögenswerts – der direkt auf den Erwerb dieses Vermögenswertes entfallenden Transaktionskosten. Transaktionskosten von zum beizulegenden Zeitwert bewerteten finanziellen Vermögenswerten werden in der Gewinn- und Verlustrechnung als Aufwand erfasst. Die Folgebewertung finanzieller Vermögenswerte richtet sich nach der Einstufung in eine der nachfolgend beschriebenen Kategorien.

Klassifizierung finanzieller Vermögenswerte

Die Klassifizierung finanzieller Vermögenswerte richtet sich nach drei Kategorien, welche unterschiedliche Wertmaßstäbe und eine unterschiedliche Erfassung von Wertänderungen zur Folge haben. Die Kategorisierung ergibt sich dabei sowohl in Abhängigkeit von den vertraglichen Zahlungsströmen des Instruments als auch aus dem Geschäftsmodell, in dem das Instrument gehalten wird. Der Konzern legt die Kategorisierung seiner finanziellen Vermögenswerte mit dem erstmaligen Ansatz fest und überprüft diese Zuordnung am Ende eines jeden Geschäftsjahres, wobei bei der Einteilung grundsätzlich zwischen Schuldinstrumenten und Eigenkapitalinstrumenten wie folgt zu unterscheiden ist.

Schuldinstrumente

Die Bewertung von Schuldinstrumenten ist abhängig vom Geschäftsmodell des Konzerns zur Steuerung des Vermögenswerts und den Zahlungsstrommerkmalen des Vermögenswerts. Der Logwin Konzern stuft seine Schuldinstrumente in eine der drei folgenden Bewertungskategorien ein:

  • Zu fortgeführten Anschaffungskosten (AC – Amortized Cost): Vermögenswerte, die zur Vereinnahmung der vertraglichen Zahlungsströme gehalten werden und bei denen diese Zahlungsströme ausschließlich Zins- und Tilgungszahlungen darstellen, werden zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Zinserträge aus diesen finanziellen Vermögenswerten werden unter Anwendung der Effektivzinsmethode in den Finanzerträgen ausgewiesen. Gewinne oder Verluste aus der Ausbuchung werden direkt in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst, und – zusammen mit den Fremdwährungsgewinnen und -verlusten – unter den sonstigen betrieblichen Erträgen/Aufwendungen ausgewiesen.
  • Erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert (FVTOCI – Fair value through other comprehensive income): Vermögenswerte, die zur Vereinnahmung der vertraglichen Zahlungsströme und zur Veräußerung der finanziellen Vermögenswerte gehalten werden und bei denen die Zahlungsströme ausschließlich Zins- und Tilgungszahlungen darstellen, werden erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert bewertet. Veränderungen des Buchwerts werden im sonstigen Ergebnis ausgewiesen, mit Ausnahme der Wertminderungserträge oder -aufwendungen, Zinserträge und Fremdwährungsgewinne und -verluste, die im Gewinn oder Verlust erfasst werden. Bei Ausbuchung des finanziellen Vermögenswerts wird der zuvor im sonstigen Ergebnis angesetzte kumulierte Gewinn oder Verlust aus dem Eigenkapital in die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert und in den sonstigen betrieblichen Erträgen/Aufwendungen ausgewiesen.
  • Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert (FVTPL – Fair value through profit or loss): Vermögenswerte, welche die Kriterien der Kategorie „zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet“ oder „FVTOCI“ nicht erfüllen, werden in die Kategorie „erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert (FVTPL) eingestuft. Gewinne oder Verluste aus einem Schuldinstrument, das in der Folge zum FVTPL bewertet wird, werden in der Gewinn- und Verlustrechnung saldiert unter den sonstigen betrieblichen Erträgen/Aufwendungen in der Periode ausgewiesen, in der sie entstehen.

Eigenkapitalinstrumente

Der Logwin Konzern bewertet alle gehaltenen Eigenkapitalinstrumente zum beizulegenden Zeitwert, in der Kategorie erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert (FVTPL). Änderungen des beizulegenden Zeitwerts der erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewerteten finanziellen Vermögenswerte (FVTPL) werden in der Gewinn- und Verlustrechnung unter den sonstigen betrieblichen Erträgen/Aufwendungen erfasst.

Die nachfolgende Darstellung gibt einen Überblick über die verschiedenen Kategorien:

Finanzielle Vermögenswerte Bewertung Wertänderungen
Erfolgswirksam zum beizulegen- den Zeitwert bewertete Finanzinstrumente (FVTPL) Fair Value Realisierte und nicht realisierte Gewinne und Verluste werden ergebniswirksam erfasst
Erfolgsneutral zum beizu- legenden Zeitwert bewertete Schuldinstrumente (FVOCI mit Recycling) Fair Value Ergebniswirksame Erfassung von Wertminderun- gen, Währungsumrechnung und Effektivzins, sonstige Wertänderungen werden erfolgsneutral im Eigenkapital erfasst, ergebniswirksame Erfas- sung bzw. Auflösung

Im Geschäftsjahr 2025 fanden keine Umgliederungen zwischen den anzuwendenden Bewertungskategorien gemäß IFRS 9 statt. Die Beurteilung des Geschäftsmodells des Konzerns erfolgte erstmals zum Zeitpunkt der erstmaligen Anwendung des IFRS 9, dem 1. Januar 2018, und wird laufend überprüft. Die Beurteilung, ob die vertraglichen Cashflows aus Schuldtiteln ausschließlich aus Tilgungs- und Zinszahlungen bestehen, wurde auf der Grundlage der Fakten und Umstände zum Zeitpunkt des erstmaligen Ansatzes der Vermögenswerte vorgenommen.

Klassifizierung finanzieller Verbindlichkeiten

Eine finanzielle Verbindlichkeit wird erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet, falls sie zu Handelszwecken gehalten oder bei erstmaligem Ansatz entsprechend designiert wird. Direkt zurechenbare Transaktionskosten werden in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst, sobald sie anfallen. Veränderungen des beizulegenden Zeitwerts, die auf Veränderungen des Kreditrisikos der Schuld zurückzuführen sind, werden im sonstigen Ergebnis dargestellt. Die verbleibende Wertänderung des beizulegenden Zeitwerts wird in der Gewinn- und Verlustrechnung dargestellt. Andere nicht derivative finanzielle Verbindlichkeiten werden bei erstmaligem Ansatz zum beizulegenden Zeitwert abzüglich der direkt zurechenbaren Transaktionskosten bewertet. Im Rahmen der Folgebewertung werden diese Verpflichtungen zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Anwendung der Effektivzinsmethode bewertet.

Finanzielle Verbindlichkeiten Folgebewertung Wertänderungen
Zu Handelszwecken gehalten oder beim erstmaligen Ansatz als zum beizulegenden Zeitwert zu bewerten eingestuft (FVTPL) Fair Value Realisierte und nicht realisierte Gewinne und Verluste werden ergebniswirksam erfasst
Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet (AC) Fortgeführte Anschaffungskosten Wertänderungen werden unmittelbar ergebniswirksam erfasst

Der Konzern hat beim erstmaligen Ansatz keine finanziellen Verbindlichkeiten als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet eingestuft (designiert). Im Geschäftsjahr 2025 fanden keine Umgliederungen zwischen den anzuwendenden Bewertungskategorien gemäß IFRS 9 statt.

Kategorien finanzieller Vermögenswerte und finanzieller Verbindlichkeiten - Ausweis

Der Logwin-Konzern hält die im Folgenden dargestellten Finanzinstrumente:
- Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente
- Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und aus Factoring
- Sonstige Forderungen und Vermögenswerte
- Finanzanlagen
- Derivative Finanzinstrumente
- Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige finanzielle Verbindlichkeiten
- Leasingverbindlichkeiten

Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente

Die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente enthalten Bankguthaben bei Kreditinstituten, Kassenbestände, Schecks und kurzfristige Anlagen. Zahlungsmitteläquivalente sind kurzfristige hochliquide Finanzinvestitionen mit einer ursprünglichen Laufzeit von drei Monaten oder weniger, die jederzeit in liquide Mittel umgewandelt werden können und die einem unwesentlichen Wertänderungsrisiko unterliegen. Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente werden zu fortgeführten Anschaffungskosten (AC) bewertet.

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind vom Kunden geschuldete Beträge für im gewöhnlichen Geschäftsverlauf erbrachte Dienstleistungen. Sie sind im Allgemeinen innerhalb weniger Wochen zu begleichen, enthalten keine signifikanten Finanzierungskomponenten und werden als kurzfristig eingestuft. Der Konzern hält Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, um vertragliche Cashflows zu vereinnahmen und bewertet sie in der Folge zu fortgeführten Anschaffungskosten (AC). Aufgrund der kurzfristigen Art der Forderungen entspricht deren Buchwert dem beizulegenden Zeitwert.

Übertragene Forderungen (Factoring)

Der Logwin Konzern nutzt für eine deutsche Konzerngesellschaft ein Factoringprogramm. Dabei handelt es sich um eine flexible Finanzierungsform, d. h. durch den Verkauf von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen stellt die Factoring-Gesellschaft Liquidität zur Verfügung, die von Logwin bei Bedarf ganz oder teilweise in Anspruch genommen werden kann. Relevante Risiken zur Beurteilung der Übertragung von Chancen und Risiken der verkauften Forderungen sind im Wesentlichen das Kreditrisiko und das Zahlungszeitpunktrisiko. Im Rahmen des Vertrags werden auf Grund des Zurückbehalts des Zahlungszeitpunktrisikos alle mit den Forderungen verbundenen Chancen und Risiken weder übertragen noch zurückbehalten. Die Forderungen werden daher im Umfang im Rahmen ihres Continuing Involvements weiter bilanziert.

Zum 31. Dezember 2025 waren Forderungen mit einem Nominalwert von 32,1 Mio. Euro (Vorjahr: 33,1 Mio. Euro) an den Factor übertragen. Der korrespondierende Kaufpreis war zum 31. Dezember 2025 nicht ausgezahlt. Das Continuing Involvement und die verbundene Verbindlichkeit waren zum 31. Dezember 2025 mit 0,0 Mio. Euro (Vorjahr: 0,0 Mio. Euro) erfasst. Die aus dem Verkauf von Forderungen resultierenden Forderungen gegenüber der Factoringgesellschaft werden, sofern die Linie nicht oder nur teilweise gezogen wird, bilanziell innerhalb der Position „Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und aus Factoring“ abgebildet und zu fortgeführten Anschaffungskosten (AC) bilanziert. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, die im Rahmen einer Factoringvereinbarung potenziell verkauft werden, werden in der Folge zum FVTPL bewertet, da das primäre Ziel nicht in der Vereinnahmung vertraglicher Cashflows liegt. Die Bilanzierung der Inanspruchnahme der Factoringlinie erfolgt im Logwin Konzern als Minderung des Forderungsbestands, da im Wesentlichen alle Risiken und Chancen aus den Forderungen auf die Factoring-Gesellschaft übertragen werden. Aus dem anhaltenden Engagement sind keine wesentlichen Zahlungsverpflichtungen zu erwarten. Es gibt keine Verpflichtungen zum Rückkauf von Forderungen.

Finanzanlagen

Unter den Finanzanlagen werden die folgenden Eigen- und Fremdkapitalinstrumente mit langfristigem Verwendungszweck erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert (FVTPL) bewertet:
- Finanzinvestitionen in Schuldtitel, die weder zu fortgeführten Anschaffungskosten noch erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden
- Finanzinvestitionen in Eigenkapitalinstrumente, bei denen das Unternehmen entschieden hat, Änderungen des beizulegenden Zeitwerts nicht im sonstigen Ergebnis zu erfassen.

Sonstige Forderungen und Vermögenswerte

Unter den sonstigen Forderungen und Vermögenswerten werden unter anderem gewährte Kredite, Schuldverschreibungen und sonstige Forderungen mit Rückzahlungsfristen von weniger als einem Jahr ausgewiesen. Der Logwin Konzern bewertet seine sonstigen finanziellen Vermögenswerte zu fortgeführten Anschaffungskosten (AC), wenn der finanzielle Vermögenswert im Rahmen eines Geschäftsmodells gehalten wird, dessen Zielsetzung darin besteht, finanzielle Vermögenswerte zur Vereinnahmung der vertraglichen Cashflows zu halten, und die Vertragsbedingungen zu Cashflows führen, die ausschließlich Tilgungs- und Zinszahlungen auf den ausstehenden Kapitalbetrag darstellen. Aufgrund der kurzfristigen Art entspricht deren Buchwert dem beizulegenden Zeitwert.

Derivative Finanzinstrumente

Im Logwin Konzern werden Devisentermingeschäfte zur Absicherung des Risikos einer Wertänderung von entsprechenden Grundgeschäften aufgrund von Marktpreisänderungen eingesetzt. Derivate werden ausschließlich zu wirtschaftlichen Sicherungsbeziehungen und nicht als spekulative Anlagen eingesetzt. Da sie die Kriterien für die Bilanzierung von Sicherungsbeziehungen (Hedge Accounting) nicht erfüllen, werden sie zu Zwecken der Rechnungslegung als „zu Handelszwecken gehalten“ klassifiziert und erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bilanziert, wobei die Wertänderungen in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst werden. Der Ausweis der Gewinne bzw. Verluste erfolgt in den sonstigen betrieblichen Erträgen/Aufwendungen, soweit sie aus der Absicherung von Fremdwährungsrisiken des operativen Geschäfts entstehen, sowie in den Finanzierungserträgen/-aufwendungen, soweit sie aus der Absicherung von Forderungen oder Verbindlichkeiten der Logwin AG aus der Konzernfinanzierung entstanden sind. Derivative Finanzinstrumente werden als kurzfristige Vermögenswerte oder Verbindlichkeiten dargestellt, da sie voraussichtlich innerhalb von 12 Monaten nach Ende der Berichtsperiode beglichen werden.

Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige finanzielle Verbindlichkeiten

Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten betreffen noch ausstehende Verbindlichkeiten für die vom Logwin Konzern vor Ende des Geschäftsjahres empfangenen Waren und Dienstleistungen. Sonstige Finanzierungsverbindlichkeiten betreffen aufgenommene Kredite und werden zunächst zum beizulegenden Zeitwert abzüglich entstandener Transaktionskosten und in der Folge zu fortgeführten Anschaffungskosten nach Maßgabe der Effektivzinsmethode angesetzt. Diese Verbindlichkeiten werden als kurzfristige Verbindlichkeiten ausgewiesen, es sei denn, deren Begleichung ist nicht innerhalb von 12 Monaten nach der Berichtsperiode fällig.## Bewertung und Erfassung erwarteter Kreditverluste

Der Logwin Konzern bildet eine Wertberichtigung für erwartete Kreditverluste auf Investitionen in Schuldinstrumente, die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet werden, Leasingforderungen, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und Vertragsvermögenswerte. Die Höhe der erwarteten Kreditverluste wird zu jedem Bilanzstichtag aktualisiert, um den Veränderungen des Kreditrisikos seit der erstmaligen Erfassung des jeweiligen Finanzinstruments Rechnung zu tragen.

Das allgemeine Wertminderungsmodell sieht drei Stufen vor, welche die Höhe der zu erfassenden Verluste und die Zinsvereinnahmung künftig bestimmen. Danach sind bereits bei Zugang erwartete Verluste in Höhe des Barwerts eines erwarteten 12-Monats-Kreditverlusts zu erfassen (Stufe 1). Liegt eine signifikante Erhöhung des Ausfallsrisikos vor, ist die Risikovorsorge bis zur Höhe der erwarteten Verluste der gesamten Restlaufzeit aufzustocken (Stufe 2). Mit Eintritt eines objektiven Hinweises auf Wertminderung hat die Zinsvereinnahmung auf Grundlage des Nettobuchwerts (Buchwert abzüglich Risikovorsorge) zu erfolgen (Stufe 3).

Für Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und Vertragsvermögenswerte wird der vereinfachte Ansatz des Wertminderungsmodells angewendet, nach welchem für alle Instrumente, unabhängig von ihrer Kreditqualität, eine Risikovorsorge in Höhe der erwarteten Verluste über die Restlaufzeit zu erfassen ist. Kreditrisiken innerhalb jeder Gruppe werden anhand gemeinsamer Ausfallrisikoeigenschaften segmentiert. Ausgangspunkt hierfür ist in der Regel eine externe Kreditrisikobewertung einschließlich erwarteter Kreditausfälle. Für Forderungen, welche an eine Factoring-Gesellschaft verkauft wurden, wird das oben dargestellte allgemeine Wertminderungsmodell angewendet.

Die geschätzten Wertberichtigungen auf Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente sowie auf sonstige zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete Finanzinstrumente werden auf Grundlage erwarteter Verluste innerhalb von zwölf Monaten berechnet und spiegeln die kurzen Laufzeiten wider. Dabei wurde zugrunde gelegt, dass Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente sowie sonstige zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete Finanzinstrumente auf Grundlage ihres externen Ratings ein geringes Ausfallrisiko aufweisen. Als mit einem geringen Ausfallrisiko verbunden werden grundsätzlich Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente eingestuft, die im Rahmen des Ratings durch Standard & Poor’s als Investment Grade eingestuft werden (AAA bis BBB–).

Durch die Beobachtung von veröffentlichten externen Kreditratings werden Änderungen des Ausfallrisikos überwacht. Der Logwin Konzern berücksichtigt dabei die Ausfallwahrscheinlichkeit zum Zeitpunkt des erstmaligen Ansatzes von Vermögenswerten und das Vorliegen einer signifikanten Erhöhung des Ausfallrisikos während aller Berichtsperioden. Um zu beurteilen, ob sich das Ausfallrisiko signifikant erhöht hat, vergleicht Logwin das Ausfallrisiko im Hinblick auf den Vermögenswert am Abschlussstichtag mit dem Ausfallrisiko im Zeitpunkt des erstmaligen Ansatzes. Der Logwin-Konzern überwacht regelmäßig die Wirksamkeit der verwendeten Kriterien, um festzustellen, ob ein signifikanter Anstieg des Kreditrisikos stattgefunden hat, und überarbeitet sie gegebenenfalls, um sicherzustellen, dass die Kriterien in der Lage sind, einen signifikanten Anstieg des Kreditrisikos zu erkennen, bevor der Betrag überfällig wird. Makroökonomische Informationen wie etwa Wachstumsraten des Bruttoinlandsproduktes oder des Welthandels werden als Bestandteil des Bewertungsmodells einbezogen.

Finanzielle Vermögenswerte werden abgeschrieben, wenn nach angemessener Einschätzung eine Realisierbarkeit nicht mehr erwartet wird. Als Anhaltspunkt für eine nicht mehr zu erwartende Realisierbarkeit gilt grundsätzlich ein externes Rating von D. Im Bereich der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind weitere Indikatoren hierfür eine Überfälligkeit von mehr als 180 Tagen, die Einleitung des Insolvenzverfahrens oder rechtlicher Schritte. Die Höhe des Abschreibungsbedarfes wird bei diesen in der Bonität beeinträchtigten Forderungen anhand des erwarteten Verlustes über die gesamte Restlaufzeit (expected lifetime credit loss) ermittelt. Finanzielle Vermögenswerte werden ausgebucht, wenn keine begründeten Erwartungen mehr bestehen, dass rechtliche Beitreibungsmaßnahmen erfolgreich sein werden. Hierbei wird eine einzelfallbezogene Ermessensentscheidung getroffen, inwieweit eine Vertragserfüllung noch wahrscheinlich ist.

Bewertung zum beizulegenden Zeitwert (Fair Value)

Der Fair Value wird als der Preis definiert, der in einem geordneten Geschäftsvorfall zwischen Marktteilnehmern am Bemessungsstichtag für den Verkauf eines Vermögenswerts eingenommen bzw. für die Übertragung einer Schuld gezahlt würde. Die Fair Value-Bewertung basiert auf der Annahme, dass der Geschäftsvorfall, in dessen Rahmen der Verkauf des Vermögenswerts oder die Übertragung der Schuld erfolgt, entweder auf dem Hauptmarkt für den Vermögenswert oder die Schuld stattfindet oder auf dem vorteilhaftesten Markt für den Vermögenswert bzw. die Schuld, sofern kein Hauptmarkt vorhanden ist. Der Hauptmarkt bzw. vorteilhafteste Markt muss dabei dem Konzern zugänglich sein.

Der Fair Value wird unter den Annahmen bemessen, die Marktteilnehmer bei der Preisbildung für den Vermögenswert bzw. die Schuld zugrunde legen würden. Zudem wird davon ausgegangen, dass die Markteilnehmer in ihrem besten wirtschaftlichen Interesse handeln. Bei der Bemessung des Fair Values eines nicht-finanziellen Vermögenswerts wird die Fähigkeit des Marktteilnehmers berücksichtigt, durch die höchste und beste Verwendung des Vermögenswerts oder durch dessen Verkauf an einen anderen Marktteilnehmer, der für den Vermögenswert die höchste und beste Verwendung findet, wirtschaftlichen Nutzen zu erzeugen.

Der Logwin Konzern wendet Bewertungstechniken an, die unter den jeweiligen Umständen sachgerecht sind und für die ausreichend Daten zur Bemessung des Fair Value zur Verfügung stehen. Dabei wird die Verwendung maßgeblicher, beobachtbarer Inputfaktoren möglichst hoch und jene nicht beobachtbarer Inputfaktoren möglichst gering gehalten. Die zum Fair Value bilanzierten Vermögenswerte und Schulden sind gemäß ihrer Bewertungsmethode zu kategorisieren. Die verschiedenen Stufen sind wie folgt definiert:

  • Stufe 1: Inputfaktoren sind notierte (nicht berichtigte) Preise auf aktiven Märkten für identische Vermögenswerte oder Schulden.
  • Stufe 2: Mittelbar oder unmittelbar beobachtbare Inputfaktoren für den Vermögenswert oder die Schuld, die nicht den Marktpreisnotierungen auf Stufe 1 zuzuordnen sind.
  • Stufe 3: Inputfaktoren für den Vermögenswert oder die Schuld, die nicht auf beobachtbaren Marktdaten basieren.

Umgruppierungen zwischen Stufen der Fair Value Hierarchie finden am Ende der Berichtsperiode statt. Im Logwin Konzern betrifft die Bilanzierung zum Fair Value solche Finanzinstrumente, die der Kategorie „erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet (FVTPL)“ zugeordnet wurden, sowie nicht-finanzielle Vermögenswerte, sofern sie im Rahmen eines Impairmenttests oder aufgrund ihrer Einstufung als „zur Veräußerung gehalten“ auf ihren beizulegenden Zeitwert abzüglich der Veräußerungskosten abgeschrieben wurden.

Leasingverhältnisse

Vom Logwin Konzern abgeschlossene Verträge werden mit Vertragsabschluss geprüft, ob der Vertrag ein Leasingverhältnis darstellt oder ein solches beinhaltet. Ein Vertrag stellt ein Leasingverhältnis dar oder enthält ein solches, wenn der Vertrag dazu berechtigt, die Kontrolle über die Nutzung eines identifizierten Vermögenswertes für einen vereinbarten Zeitraum gegen Entgelt auszuüben. Zur Beurteilung, ob ein Vertrag diese Anforderung erfüllt, werden die folgenden Kriterien herangezogen:

  • Der Vertrag beinhaltet die Nutzung eines explizit oder implizit spezifizierten, identifizierten Vermögenswertes. Der Vermögenswert muss physisch abgrenzbar sein oder im Wesentlich die gesamte Kapazität eines abgrenzbaren Vermögenswertes umfassen.
  • Der Konzern ist berechtigt, die Kontrolle über die Nutzung des identifizierten Vermögenswertes auszuüben. Dies ist gegeben, wenn der Konzern berechtigt ist, die Nutzung des identifizierten Vermögenswertes zu bestimmen und im Wesentlichen den gesamten wirtschaftlichen Nutzen aus der Verwendung des Vermögenswertes zu ziehen.

Beide Kriterien müssen über die gesamte Laufzeit des Vertrages erfüllt sein. Der Logwin Konzern nimmt keine Separierung von Leasing- und Nicht-Leasingkomponenten vor. Der Konzern nimmt zudem das Wahlrecht zur Nichtbilanzierung kurzfristiger Leasingverhältnisse und von Leasingverhältnissen von geringem Wert in Anspruch.

Zu Beginn der Laufzeit eines Leasingverhältnisses erfasst der Konzern ein Nutzungsrecht (right of use asset) an dem identifizierten Vermögenswert und die entsprechende Leasingverbindlichkeit. Die erstmalige Bewertung des Nutzungsrechtes erfolgt zu Anschaffungskosten. Diese umfassen den Wert der Leasingverbindlichkeit bei erstmaliger Bilanzierung, Leasingzahlungen abzüglich erhaltener Leasinganreize, die bei oder vor Vertragsschluss geleistet wurden, sowie dem Konzern entstandene anfängliche direkte Kosten und geschätzte Kosten der Demontage des Leasingobjekts, der Wiederherstellung seines Standortes oder der Wiederherstellung eines vertraglich festgelegten Zustands des Leasingobjektes. Das Nutzungsrecht wird im Folgenden linear über die Laufzeit des Leasingvertrages oder die wirtschaftliche Nutzungsdauer des Leasinggegenstandes abgeschrieben, wobei grundsätzlich der kürzere Zeitraum heranzuziehen ist. Sofern die Ausübung einer Kaufoption zu Beginn des Leasingvertrages hinreichend sicher ist oder der Vertrag eine Eigentumsübertragung auf den Leasingnehmer am Ende der Vertragslaufzeit vorsieht, wird die erwartete wirtschaftliche Nutzungsdauer des Leasingobjektes als Nutzungsdauer des bilanzierten Nutzungsrechtes herangezogen.Darüber hinaus wird der Buchwert des Nutzungsrechts um Wertminderungen im Sinne von IAS 36 vermindert. Die Leasingverbindlichkeit wird zu Beginn des Leasingverhältnisses in Höhe des Barwerts der zukünftigen Leasingraten erfasst. Die Berechnung des Barwerts wird, sofern bestimmbar, mit dem Leasing-verhältnis zugrunde liegenden Zinssatz vorgenommen. Lässt sich dieser Zinssatz nicht ohne weiteres bestimmen, wird der jeweilige Grenzfremdkapitalzinssatz der jeweiligen Konzerngesellschaft herangezogen. Im Regelfall wird im Logwin Konzern der Grenzfremdkapitalzinssatz für die Berechnung des Barwertes verwendet. Die in die Berechnung des Barwertes einfließenden Leasingraten umfassen die folgenden Komponenten:

  • Feste Leasingzahlungen abzüglich vom Leasinggeber gewährter Leasinganreize für den Abschluss des Vertrages;
  • variable Leasingzahlungen, die an einen Index oder einen Zinssatz gekoppelt sind;
  • im Rahmen von Restwertgarantien durch den Leasingnehmer voraussichtlich zu zahlende Beträge;
  • den Ausübungspreis einer Kaufoption sowie Leasingzahlungen bei Ausübung einer Mietverlängerungsoption, sofern zu diesem Zeitpunkt bereits von einer Optionsausübung ausgegangen wird;
  • Vertragsstrafen für die Kündigung des Leasingvertrages, wenn zu Beginn des Leasingverhältnisses bereits davon ausgegangen wird, dass der Leasingnehmer den Vertrag kündigen wird.

Die Folgebewertung der Leasingverbindlichkeiten erfolgt zu fortgeführten Anschaffungskosten auf Basis der Effektivzinsmethode. Eine Neubewertung der Leasingverbindlichkeit erfolgt bei einer Veränderung der zukünftigen Leasingzahlungen, die aus einer Änderung eines Indexes oder eines Zinssatzes resultiert, oder bei einer Neueinschätzung der Ausübung von Kauf-, Verlängerungs- oder Kündigungsoptionen sowie bei einer veränderten Einschätzung über im Rahmen einer Restwertgarantie zu zahlende Beträge und bei sonstigen Modifikationen des Leasingverhältnisses, die nicht zu einem neuen Leasingverhältnis führen. Die Neubewertung führt zu einer entsprechenden Anpassung des Buchwerts des Nutzungsrechts bzw., wenn dieser auf null reduziert wird, zu einer Erfassung des übersteigenden Anpassungsbetrags in der Gewinn- und Verlustrechnung.

Rückstellungen

Rückstellungen werden nach IAS 37 ausgewiesen, wenn eine gegenwärtige und verlässlich schätzbare Verpflichtung aufgrund eines vergangenen Ereignisses besteht und zu erwarten ist, dass die Erfüllung der Verpflichtung mit einem Abfluss von Ressourcen verbunden ist. Die Bemessung erfolgt in der Höhe der voraussichtlichen Inanspruchnahme. Rückstellungen mit einer voraussichtlichen Restlaufzeit von mehr als einem Jahr sind mit dem Barwert angesetzt.

Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen

Im Logwin Konzern bestehen im Bereich der Altersversorgung sowohl leistungsorientierte als auch beitragsorientierte Zusagen. Die leistungsorientierten Pläne werden gemäß IAS 19 als Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen passiviert. Die Pensionsverpflichtungen betreffen primär Mitarbeiter deutscher Konzernunternehmen und bestehen überwiegend aus unverfallbaren Anwartschaften von in der Vergangenheit geschlossenen Versorgungswerken. Darüber hinaus steht Mitarbeitern österreichischer Gesellschaften, deren Dienstverhältnis bis zum 31. Dezember 2002 begonnen wurde und somit weiterhin der bis dahin geltenden Regelung (Abfertigung alt) unterliegt, im Falle einer vorzeitigen Kündigung nach mindestens drei Jahren ununterbrochener Betriebszugehörigkeit eine gesetzliche Abfertigung zu. Diese bemisst sich, abhängig von der Dauer der Dienstjahre, in Höhe von zwei bis zwölf Monatsbezügen des zuletzt ausbezahlten monatlichen Entgelts. Für Dienstverhältnisse, die nach dem 31. Dezember 2002 begründet wurden, gilt ausschließlich das beitragsorientierte System (Abfertigung neu), bei dem laufende Arbeitgeberbeiträge an eine betriebliche Vorsorgekasse geleistet werden und kein arbeitsrechtlicher Abfertigungsanspruch in Abhängigkeit von Dienstjahren mehr entsteht.

Die Bewertung der leistungsorientierten Versorgungszusagen erfolgt gemäß IAS 19 nach dem allgemein anerkannten Anwartschaftsbarwertverfahren (sog. Projected-Unit-Credit Methode) durch unabhängige Aktuare. Demgemäß gilt als Pensionsrückstellung für Anwartschaften der Barwert der bei den möglichen zukünftigen Versorgungsfällen zu erwartenden Pensionsleistungen, soweit die jeweilige Leistung am Bewertungsstichtag durch die abgeleistete versorgungsfähige Dienstzeit tatsächlich oder zeitanteilig erdient ist. Dabei werden bei der Bewertung versicherungsmathematische Annahmen für die Diskontierungssätze, Sterbewahrscheinlichkeiten, die Gehalts- und Rententrends sowie die Fluktuationsraten berücksichtigt. Für das Zinsfestlegungsverfahren wird die Aon Eurozone Yield Curve verwendet. Im Geschäftsjahr 2025 hat der externe Aktuar der deutschen und österreichischen Gesellschaften die Methodik zur Ableitung der Aon Eurozone Yield Curve angepasst, welche für die Bestimmung des Rechnungszinses zur Bewertung der leistungsorientierten Verpflichtungen gemäß IAS 19 verwendet wird. Die Anpassung führte zu einer geringfügigen Änderung der finanziellen Annahmen und stellt eine Änderung einer rechnungslegungsbezogenen Schätzung im Sinne von IAS 8.39 dar. Die Auswirkung der Schätzungsänderung auf die Höhe der Rückstellungen war im Berichtsjahr nicht wesentlich.

Soweit Planvermögen vorliegt, berechnet sich die Pensionsrückstellung durch Saldierung dieses Vermögens mit dem Barwert der leistungsorientierten Verpflichtung (sog. Finanzierungsstatus). Bei übersteigenden Verpflichtungen (Planvermögen) wird die saldierte Größe als Nettoschuld aus leistungsorientierten Versorgungsplänen (Vermögenswert) bezeichnet. Neubewertungen der Nettoschuld (des Vermögenswertes) setzen sich aus versicherungsmathematischen Gewinnen oder Verlusten aus der Verpflichtung sowie den Erträgen aus Planvermögen, die nicht in den Zinserträgen erfasst werden, zusammen. Sie ergeben sich aus Abweichungen der tatsächlichen Entwicklung gegenüber den Annahmen des Vorjahres sowie aus Annahmenänderungen und werden erfolgsneutral im Eigenkapital erfasst. Die Dienstzeitaufwendungen werden unter den operativen Aufwendungen ausgewiesen, während die Aufzinsungsbeträge der Verpflichtung saldiert mit den Zinserträgen des Planvermögens in den Finanzierungsaufwendungen erfasst werden. Die versicherungsmathematischen Gutachten werden jährlich erstellt. Neben den leistungsorientierten Plänen gibt es im Konzern auch beitragsorientierte Pläne. Hierunter fällt im Regelfall auch die in Deutschland und einigen anderen Ländern vorliegende gesetzliche Rentenver-sicherung. Die Beitragszahlungen dieser Versorgungssysteme werden als Aufwand im Geschäftsjahr erfasst.

8 Segmentberichterstattung

Die Zuordnung in die Geschäftssegmente erfolgt nach den Geschäftsfeldern des Logwin Konzerns. Die Segmentstruktur entspricht der gültigen Organisations- und Führungsstruktur des Logwin Konzerns. Somit steht die Berichterstattung im Einklang mit den Anforderungen des IFRS 8.

Das Geschäftsfeld Air + Ocean erbringt weltweit Logistik- und Speditionslösungen mit dem Fokus auf interkontinentaler Luft- und Seefracht, häufig in Verbindung mit vor- und nachgelagerten Value Added Services und verfügt über ein internationales Netzwerk, welches im Berichtsjahr die Regionen Europe Middle East Africa, America und Asia umfasste.

Das Geschäftsfeld Solutions entwickelt als Spezialist für Kontraktlogistik und Supply Chain Management individuelle Kunden- und Branchenlösungen und erbringt integrierte Supply Chain Leistungen entlang der Wertschöpfungskette, insbesondere Transport- und Speditionslösungen, Warehousing und logistische Mehrwertdienste bis hin zu kompletten Outsourcing-Projekten.

Transaktionen zwischen den Geschäftsfeldern erfolgen zu marktüblichen Konditionen, die identisch sind mit Transaktionen gegenüber Dritten. Die Daten zu den Geschäftsfeldern werden nach Konsolidierung der Beziehungen innerhalb der Geschäftsfelder dargestellt. Die Beziehungen zwischen den Geschäftsfeldern werden in der Spalte „Konsolidierung“ eliminiert. Der Erfolg der einzelnen Segmente wird vom Management auf Basis des operativen Ergebnisses vor Wertminderung von Firmenwerten (EBITA) gemessen. Aufwendungen und Erträge, die den Segmenten nicht direkt zuzuordnen sind, werden in der Spalte „Sonstige“ ausgewiesen. Im Folgenden sind die Informationen zu den einzelnen Segmenten nach Geschäftsfeldern für die Zeiträume 1. Januar bis 31. Dezember 2025 und 2024 dargestellt.

2025

Angaben in Tausend € Air + Ocean Solutions Sonstige Konsoli- dierung Konzern
Externe Umsatzerlöse 1.107.244 254.082 635 - 1.361.961
Umsatzerlöse zwischen Segmenten 1.455 1.700 1.320 -4.475 -
Umsatz 1.108.699 255.782 1.955 -4.475 1.361.961
Umsatzkosten -987.065 -217.275 -2.535 5.154 -1.201.721
Bruttogewinn 121.634 38.507 -580 679 160.240
Operatives Ergebnis vor Wertminderung von Firmenwerten (EBITA) 64.046 27.640 -9.271 - 82.415
Wertminderung von Firmenwerten - - - - -
Ergebnis vor Zinsen und Ertragsteuern (EBIT) 64.046 27.640 -9.271 - 82.415
Finanzergebnis 2.790
Ergebnis vor Steuern 85.205
Ertragsteuern -23.619
Periodenergebnis 61.586
Segmentvermögen 281.270 77.303 24.543 - 383.116
Nicht zugeordnetes Vermögen 407.159
Summe Konzernaktiva 790.275
Segmentschulden 251.075 60.866 10.438 - 322.379
Nicht zugeordnete Schulden 72.231
Summe Konzernschulden 394.610

2024

Angaben in Tausend € Air + Ocean Solutions Sonstige Konsoli- dierung Konzern
Externe Umsatzerlöse 1.188.606 253.227 542 - 1.442.375
Umsatzerlöse zwischen Segmenten 849 1.786 1.339 -3.974 -
Umsatz 1.189.455 255.013 1.881 -3.974 1.442.375
Umsatzkosten -1.062.249 -226.278 -2.013 4.460 -1.286.080
Bruttogewinn 127.206 28.735 -132 486 156.295
Operatives Ergebnis vor Wertminderung von Firmenwerten (EBITA) 76.535 19.828 -12.791 - 83.572
Wertminderung von Firmenwerten - - - - -
Ergebnis vor Zinsen und Ertragsteuern (EBIT) 76.535 19.828 -12.791 - 83.572
Finanzergebnis 7.022
Ergebnis vor Steuern 90.594
Angaben in Tausend € Planmäßige Abschreibungen (2025) Planmäßige Abschreibungen (2024) Zugänge zu langfristigen Vermögenswerten (2025) Zugänge zu langfristigen Vermögenswerten (2024)
Air + Ocean -17.825 -18.004 23.000 12.250
Solutions -9.807 -11.892 13.904 10.721
Sonstige -4.341 -5.001 1.327 993
Summe -31.973 -34.897 38.231 23.964

Die Zugänge zu den langfristigen Vermögenswerten umfassen keine Zugänge zu Finanzinstrumenten und latenten Steueransprüchen.

Informationen über geografische Gebiete

Die folgenden Tabellen präsentieren geografische Informationen zu Umsatzerlösen und zu spezifischen Posten des Anlagevermögens für die Geschäftsjahre 2025 und 2024.

Angaben in Tausend € 2025 2024
Deutschland 517.024 38% 577.936 40%
Österreich 210.550 15% 221.498 15%
Übrige EU 204.214 15% 197.638 14%
Asien, Pazifischer Raum 318.502 24% 321.259 22%
Sonstige 111.671 8% 124.044 9%
Summe Umsatzerlöse 1.361.961 100% 1.442.375 100%
Angaben in Tausend € 31.12.2025 31.12.2024
Deutschland 55.645 57% 51.667 55%
Österreich 9.572 10% 8.895 9%
Luxemburg 842 1% 873 1%
Übrige EU 20.764 21% 20.285 22%
Asien, Pazifischer Raum 8.323 9% 9.497 10%
Sonstige 1.991 2% 2.722 3%
Summe Anlagevermögen 97.137 100% 93.939 100%

Das Anlagevermögen wird dem Standort der betroffenen Vermögenswerte zugeordnet und umfasst Sachanlagen und sonstige immaterielle Vermögenswerte einschließlich Nutzungsrechten aus Leasingverträgen.

Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

9 Erlöse aus Verträgen mit Kunden

Aufgliederung von Erlösen aus Verträgen mit Kunden

Der Konzern erwirtschaftet überwiegend Erlöse aus der Übertragung von Dienstleistungen, für die eine zeitraumbezogene Umsatzrealisierung erfolgt. Die Umsatzerlöse werden in den folgenden Segmenten und geografischen Regionen erzielt:

2025 Angaben in Tausend € Air + Ocean Solutions Sonstige Konzern
Deutschland 444.940 71.449 635 517.024
Österreich 76.118 134.432 - 210.550
Übrige EU 156.013 48.201 - 204.214
Asien, Pazifischer Raum 318.502 - - 318.502
Sonstige 111.671 - - 111.671
Summe Umsatzerlöse 1.107.244 254.082 635 1.361.961
2024 Angaben in Tausend € Air + Ocean Solutions Sonstige Konzern
Deutschland 485.647 91.747 542 577.936
Österreich 87.593 133.905 - 221.498
Übrige EU 170.063 27.575 - 197.638
Asien, Pazifischer Raum 321.260 - - 321.260
Sonstige 124.043 - - 124.043
Summe Umsatzerlöse 1.188.606 253.227 542 1.442.375

Umsatzerlöse mit Kunden resultieren im Segment Air + Ocean aus Transport- und Logistiklösungen mit dem Fokus auf die interkontinentale Luft- und Seefracht, häufig in Verbindung mit vor- und nachgelagerten Value Added Services. Im Geschäftsfeld Solutions resultieren die Umsatzerlöse aus individuellen Kunden- und Branchenlösungen im Fashion-, Retail- und Konsumgüterbereich, in der industriellen Kontraktlogistik – von Supply Chain Management über Transport, Warehousing und logistische Mehrwertdienste bis hin zu kompletten Outsourcing-Projekten.

Der Konzern macht von dem praktischen Behelf des IFRS 15.121 bezüglich der Angabe des den verbleibenden Leistungsverpflichtungen zugeordneten Transaktionspreises Gebrauch, da Logwin entweder i.d.R. einen Vergütungsanspruch besitzt, der direkt dem Wert der vom Unternehmen bereits erbrachten Leistung für den Kunden entspricht, oder die noch ausstehende Leistungsverpflichtung Teil eines Vertrages mit einer erwarteten ursprünglichen Laufzeit von maximal einem Jahr ist. Erlöse aus Leistungsverpflichtungen, die in früheren Perioden erfüllt wurden, beliefen sich in der Berichtsperiode auf 8,0 Mio. Euro (Vorjahr: 4,6 Mio. Euro).

10 Aufwendungen nach Kostenarten

Angaben in Tausend € 2025 2024
Bezogene Leistungen -981.954 -1.060.327
Materialkosten -2.801 -2.573
Personalaufwendungen -219.026 -218.531
Abschreibungen -31.973 -34.897
Wertminderung von Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerten - -1.564
Wertaufholung von Sachanlagen - 1.939
Übrige Aufwendungen -43.166 -46.046
Summe Umsatz-, Vertriebs- und Verwaltungskosten -1.278.920 -1.361.999

Bezogene Leistungen enthalten im Wesentlichen von Dritten zugekaufte Transportleistungen.

11 Sonstige betriebliche Erträge und Aufwendungen

Angaben in Tausend € 2025 2024
Fremdwährungskursgewinne und Gewinne aus Devisentermingeschäften 5.370 6.219
Gewinne aus der Veräußerung von langfristigen Vermögenswerten 1.369 635
Übrige Erträge 1.513 2.587
Sonstige betriebliche Erträge 8.252 9.441
Angaben in Tausend € 2025 2024
Fremdwährungskursverluste und Verluste aus Devisentermingeschäften -6.641 -5.424
Verluste aus der Veräußerung von langfristigen Vermögenswerten -1.898 -1.151
Übrige Aufwendungen - -73
Sonstige betriebliche Aufwendungen -8.539 -6.648

Die Fremdwährungskursgewinne und -verluste spiegeln das Volumen von Geschäftstätigkeiten mit Fakturierung in fremder Währung wider. Die Erträge und Aufwendungen aus Fremdwährungskurseffekten stellen sich saldiert wie folgt dar:

Angaben in Tausend € 2025 2024
Fremdwährungskursgewinne und Gewinne aus Devisentermingeschäften 5.370 6.219
Fremdwährungskursverluste und Verluste aus Devisentermingeschäften -6.641 -5.424
Fremdwährungskurseffekte, saldiert -1.271 795

12 Finanzergebnis

Das Finanzergebnis setzte sich in den Geschäftsjahren 2025 und 2024 wie folgt zusammen:

Angaben in Tausend € 2025 2024
Bankzinsen 3.811 6.334
Zinserträge aus Untervermietung 192 251
Sonstige Zinserträge 3.342 5.465
Finanzerträge 7.345 12.050
Bankzinsen -567 -490
Zinsaufwand aus Leasingverbindlichkeiten -2.188 -2.722
Nettozinsaufwand aus der Aufzinsung von leistungsorientierten Verpflichtungen und der Verzinsung des Planvermögens -678 -676
Sonstige Zinsaufwendungen -551 -662
Fremdwährungseffekte aus konzerninternen Finanzierungen und Effekte aus der Fair Value-Bewertung von Devisentermingeschäften -571 -478
Finanzierungsaufwendungen -4.555 -5.028
Finanzergebnis 2.790 7.022

Sonstige Zinserträge entstanden im Wesentlichen aus kurzfristigen Ausleihungen. Hierzu wird auf Anhangangabe 39 „Beziehungen zu nahestehenden Personen und Unternehmen“ verwiesen.

13 Ertragsteuern

Der Steueraufwand im Logwin Konzern setzt sich wie folgt zusammen:

Angaben in Tausend € 2025 2024
Tatsächliche Ertragsteuern -19.622 -21.365
Latente Ertragsteuern -3.997 -3.635
Summe Ertragsteuern -23.619 -25.000

Überleitung des erwarteten Steueraufwands zu dem Steueraufwand in der Gewinn- und Verlustrechnung:

Angaben in Tausend € 2025 2024
Ergebnis vor Ertragsteuern 85.205 90.594
Erwartete Ertragsteuern (Steuersatz 25,52 %; Vorjahr: 26,59 %) -21.745 -24.089
Effekt aus abweichenden ausländischen Steuersätzen 334 1.911
Steuerlich nicht abzugsfähige Aufwendungen -4.514 -6.172
Steuereffekte aus Vorjahren 800 187
Änderung der Wertberichtigungen und Effekte aus der unterlassenen Bildung latenter Steueransprüche 3.859 4.242
Effekt aus der Veränderung von Steuersätzen -2.055 -16
Sonstige Steuereffekte -298 -1.063
Ausgewiesene Ertragsteuern -23.619 -25.000

Der für das Jahr 2025 zugrunde gelegte gewichtete Steuersatz von 25,52 % (Vorjahr: 26,59 %) entspricht dem Steuersatz der Logwin AG. Die Position „Änderung der Wertberichtigungen und Effekte aus der unterlassenen Bildung latenter Steueransprüche“ enthält Effekte aus in Vorjahren nicht angesetzten latenten Steuern in Höhe von 4.046 TEUR (Vorjahr: 4.378 TEUR) und gegenläufige Effekte aus dem Nichtansatz aktiver latenter Steuern in Höhe von -186 TEUR (Vorjahr: -136 TEUR).

Aus den Berechnungen für die Globale Mindestbesteuerung nach OECD-Regelungen („Pillar 2“) resultierte bei einer ausländischen Konzerngesellschaft eine Qualified Domestic Minimum Top-up-Tax in Höhe von 46 TEUR (Vorjahr: 22 TEUR). Insgesamt hatte die Einführung der Globalen Mindestbesteuerung im Jahr 2024 keine wesentlichen Auswirkungen auf den Ertragsteueraufwand des Logwin Konzerns. Der Logwin Konzern macht von der Ausnahmeregelung des IAS 12 (rev.) von der Bilanzierung latenter Steuern im Zusammenhang mit Pillar 2-Ertragsteuern Gebrauch.

Erläuterungen zur Kapitalflussrechnung

14 Auszahlungen für den Erwerb von Tochterunternehmen

Die Auszahlungen für den Erwerb von Tochterunternehmen im Geschäftsjahr 2025 resultieren aus der Übernahme der Anteile an der Hanse Service Internationale Fachspedition GmbH, Hamburg, DE und der Pharmalogisticspartner Internationale Fachspedition GmbH, Hamburg, DE als neue Tochterunternehmen, welche dem Geschäftsfeld Air + Ocean zugeordnet wurden. Darüber hinaus erfolgten im Geschäftsfeld Solutions Zahlungen aus Kaufpreisanpassungen der im Vorjahr erworbenen World Pack Express S.L., Ripollet, ES. Die Auszahlungen aus dem Vorjahr resultieren aus der Übernahme der Anteile an der Infranordic Shipping & Forwarding AB, Göteborg, SE, dem Ausbau der Beteiligung an Supply Chain International Limited, Auckland, zur Mehrheitsbeteiligung sowie die Übernahme der Anteile an der World Pack Express S.L., Ripollet, ES sowie die zur World Pack Express-Gruppe gehörende Alpha Automotive Solutions S.L., Ripollet, ES. Hierzu wird auch auf Anhangangabe 33 „Unternehmenszusammenschlüsse“ verwiesen.

Angaben in Tausend € 2025 2024
Abfluss von Zahlungsmitteln zum Erwerb von Tochterunternehmen -10.963 -11.084
Erworbene Zahlungsmittel 2.170 2.233
Auszahlungen für den Erwerb von Tochterunternehmen -8.793 -8.851

15 Auszahlungen aus dem Abgang von sonstigen Geschäftseinheiten

Die Auszahlungen aus dem Abgang von sonstigen Geschäftseinheiten im Geschäftsjahr 2024 resultieren aus einer anteiligen negativen Kaufpreiszahlung im Zusammenhang mit dem Verkauf des deutschen Retail-Netzwerks im Rahmen eines Assets Deals im Jahr 2023, welches dem Geschäftsfeld Solutions zugeordnet war.2024 Angaben in Tausend € Gezahltes Entgelt -3.500 Auszahlungen aus dem Abgang von sonstigen Geschäftseinheiten -3.500

16 Verbindlichkeiten aus der Finanzierungstätigkeit

Die folgenden Tabellen stellen die Entwicklung der im Finanzierungs-Cashflow enthaltenen Verbindlichkeiten aus der Finanzierungstätigkeit des Logwin Konzerns dar:

Angaben in Tausend € Sonstige kurzfristige Finanzierungsverbindlichkeiten Verbindlichkeiten aus Leasingverträgen
1. Januar 2025 389 59.295
Zahlungswirksam -257 -24.766
Zahlungsunwirksam: Neue und verlängerte Leasing-Verhältnisse - 30.022
Neubewertung - -5.286
Zugänge durch Unternehmenszusammenschlüsse - 1.453
Währungsdifferenzen -4 -824
31. Dezember 2025 128 59.894
Angaben in Tausend € Sonstige kurzfristige Finanzierungsverbindlichkeiten Verbindlichkeiten aus Leasingverträgen
1. Januar 2024 47 75.012
Zahlungswirksam -26 -33.372
Zahlungsunwirksam: Neue und verlängerte Leasing-Verhältnisse - 19.754
Neubewertung - -2.913
Zugänge durch Unternehmenszusammenschlüsse 366 451
Währungsdifferenzen 2 363
31. Dezember 2024 389 59.295

Die aus neuen und verlängerten Leasingverträgen resultierenden Anlagenzugänge in Höhe von 30.022 TEUR (Vorjahr: 19.754 TEUR) und die Zugänge durch Unternehmenszusammenschlüsse von 1.453 TEUR (Vorjahr: 817 TEUR) sind ebenso wie die zugehörigen Verbindlichkeiten nicht zahlungswirksam und damit nicht im Investitions-Cashflow enthalten. Die Neubewertung beinhaltet die Anpassungen von bestehenden Leasingverträgen aufgrund einer Anpassung des Zinssatzes und ist ebenfalls nicht zahlungswirksam. Gezahlte Zinsen auf bilanzierte Leasingverpflichtungen werden im operativen Cashflow ausgewiesen und sind in Anhangangabe 20 „Leasing“ – „Fälligkeitsanalyse der Zahlungsmittelabflüsse“ dargestellt.

Erläuterungen zur Bilanz

17 Firmenwerte

Zuordnung der Firmenwerte auf zahlungsmittelgenerierende Einheiten
Als Gruppe zahlungsmittelgenerierender Einheiten des Logwin Konzerns werden die Geschäftsfelder herangezogen. Die im Rahmen von Unternehmenszusammenschlüssen erworbenen Firmenwerte werden den Geschäftsfeldern wie folgt zugeordnet:

Angaben in Tausend € 31.12.2025 31.12.2024
Air + Ocean 61.380 53.813
Solutions 2.015 1.257
Firmenwerte 63.395 55.070
Angaben in Tausend € Firmenwerte
Buchwert zum 1. Januar 2024 48.894
Zugänge durch Unternehmenszusammenschlüsse 6.176
Buchwert zum 31. Dezember 2024 55.070
Anschaffungskosten 229.445
Kumulierte Wertminderungen -174.375
Buchwert zum 1. Januar 2025 55.070
Zugänge durch Unternehmenszusammenschlüsse 8.325
Buchwert zum 31. Dezember 2025 63.395
Anschaffungskosten 237.770
Kumulierte Wertminderungen -174.375

Werthaltigkeitsprüfung der Firmenwerte
Im Geschäftsjahr 2025 hat der Logwin Konzern die jährliche Werthaltigkeitsprüfung der Firmenwerte, wie im Vorjahr, zum 31. Dezember vorgenommen. Zur Überprüfung der Werthaltigkeit wurde der erzielbare Betrag der Gruppe von zahlungsmittelgenerierenden Einheiten (ZGE) auf Basis der Berechnung eines Nutzungswerts („Value in use“) unter Verwendung von Cashflow-Prognosen ermittelt, denen ein Finanzplan für einen Zeitraum von vier Jahren zugrunde liegt. Der Finanzplan basiert auf den Businessplänen der Geschäftsfelder. Folgende Grundannahmen liegen der Bestimmung der Cashflow-Prognosen zugrunde:

  • Geplante Umsatzwachstumsraten: Zur Bestimmung der geplanten Umsatzwachstumsraten wurden die in der für das jeweilige Geschäftsfeld relevanten Branche erwarteten Wachstumsraten zugrunde gelegt. Dabei wurde von einer insgesamt stabilen Umsatzentwicklung in den kommenden Jahren ausgegangen.
  • Geplante operative Gewinnmargen: Zur Bestimmung der geplanten operativen Gewinnmargen wurden die in den vorhergehenden Geschäftsjahren erzielten Gewinnmargen herangezogen, erhöht um die erwartete Effizienzsteigerung. Berücksichtigt wurde, dass die Ergebnisentwicklung auch von der konjunkturellen Situation abhängig ist. Planabweichungen wurden analysiert und erforderlichenfalls in Form von Abschlägen auf die vorgelegten Business-Pläne berücksichtigt. Die Höhe erforderlicher Abschläge wird jeweils bei Durchführung der Werthaltigkeitsprüfung neu festgelegt.

Nach dem Detailplanungszeitraum wurde im Geschäftsfeld Air + Ocean unverändert zum Vorjahr eine EBITA-Marge von 4,0 % angenommen sowie eine Wachstumsrate von 1,5 % als Wachstumsabschlag in den Kapitalkosten berücksichtigt. Die erwarteten Cashflows des Geschäftsfelds wurden mit einem Abzinsungssatz nach Steuern von 8,9 % diskontiert (Vorjahr: 9,5 %), der einem Zinssatz vor Steuern von 12,2 % (Vorjahr: 13,0 %) entspricht. Im Geschäftsfeld Solutions wurde nach dem Detailplanungszeitraum unverändert zum Vorjahr eine EBITA-Marge von 4,0 % angenommen sowie eine Wachstumsrate von 0,75 % als Wachstumsabschlag in den Kapitalkosten berücksichtigt. Die erwarteten Cashflows des Geschäftsfelds wurden mit einem Abzinsungssatz nach Steuern von 8,4 % diskontiert (Vorjahr: 9,1 %), der einem Zinssatz vor Steuern von 12,2 % (Vorjahr: 11,8 %) entspricht.

Der planmäßige Werthaltigkeitstest zum 31. Dezember 2025 ergab keine Wertminderungen. Es führt keine für möglich gehaltene Änderung der wesentlichen Annahmen zu einer Wertminderung.

18 Sonstige immaterielle Vermögenswerte

Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte sind in Höhe von 1.397 TEUR (Vorjahr: 303 TEUR) in den Umsatzkosten enthalten. Ferner entfallen 4 TEUR (Vorjahr: 7 TEUR) auf die Vertriebskosten und 2.361 TEUR (Vorjahr: 2.479 TEUR) auf die Verwaltungskosten. Im Anlagenbestand des Logwin Konzerns sind zum 31. Dezember 2025 keine selbst geschaffenen immateriellen Vermögenswerte enthalten.

Angaben in Tausend € Software, Konzessionen und andere Rechte Kundenbeziehungen Gesamt
Anschaffungskosten 56.880 914 57.794
Kumulierte Abschreibungen -43.538 - -43.538
Buchwert zum 1. Januar 2024 13.342 914 14.256
Währungsdifferenzen - -33 -33
Zugänge durch Unternehmenszusammenschlüsse 12 4.132 4.144
Zugänge 93 - 93
Abgänge -225 - -225
Abschreibungen -2.539 -250 -2.789
Wertminderungen -4 - -4
Buchwert zum 31. Dezember 2024 10.679 4.763 15.442
Anschaffungskosten 56.211 6.526 62.737
Kumulierte Abschreibungen / Wertminderungen -45.532 -1.763 -47.295
Buchwert zum 1. Januar 2025 10.679 4.763 15.442
Währungsdifferenzen - 14 14
Zugänge durch Unternehmenszusammenschlüsse 73 3.057 3.130
Zugänge 401 - 401
Abgänge -1 - -1
Abschreibungen -2.416 -1.346 -3.762
Buchwert zum 31. Dezember 2025 8.736 6.488 15.224
Anschaffungskosten 55.803 9.593 65.396
Kumulierte Abschreibungen / Wertminderungen -47.067 -3.105 -50.172

Im aktuellen Jahr wurden Kundenbeziehungen in Höhe von 3.057 TEUR (Vorjahr: 4.132 TEUR) aktiviert. Hierzu wird auf Anhangangabe 33 „Unternehmenszusammenschlüsse“ verwiesen.

19 Sachanlagen

Abschreibungen auf Sachanlagen sind in Höhe von 21.946 TEUR (Vorjahr: 27.936 TEUR) in den Umsatzkosten, 679 TEUR (Vorjahr: 938 TEUR) in den Vertriebskosten und 5.586 TEUR (Vorjahr: 3.234 TEUR) in den Verwaltungskosten enthalten.

Angaben in Tausend € Grundstücke und Gebäude Maschinen und technische Anlagen Betriebs- und Geschäftsausstattung Fuhrpark Anlagen im Bau Gesamt
Anschaffungskosten 199.879 34.083 42.578 21.473 1.037 299.050
Kumulierte Abschreibungen / Wertminderungen -133.747 -27.945 -35.628 -13.928 - -211.248
Buchwert zum 1. Januar 2024 66.132 6.138 6.950 7.545 1.037 87.802
Währungsdifferenzen 310 4 13 -10 - 317
Zugänge durch Unternehmenszusammenschlüsse 389 17 120 129 83 738
Zugänge 17.343 478 1.572 4.325 154 23.872
Umbuchungen 536 326 151 - -1.013 -
Abgänge -453 -27 -1.533 -489 - -2.502
Abschreibungen -24.210 -792 -2.777 -4.329 - -32.108
Wertminderungen -1.519 -32 -9 - - -1.560
Wertaufholungen 1.939 - - - - 1.939
Buchwert zum 31. Dezember 2024 60.467 6.112 4.487 7.171 261 78.498
Davon Nutzungsrechte aus Leasingverträgen 45.782 45 381 5.115 - 51.323
Anschaffungskosten 208.629 34.495 37.229 21.356 296 302.005
Kumulierte Abschreibungen / Wertminderungen -148.162 -28.383 -32.742 -14.185 -35 -223.507
Buchwert zum 1. Januar 2025 60.467 6.112 4.487 7.171 261 78.498
Währungsdifferenzen -781 -21 -60 -60 - -922
Zugänge durch Unternehmenszusammenschlüsse 1.868 - 298 445 97 2.708
Zugänge 24.156 350 1.878 6.919 1.189 34.492
Umbuchungen 647 -491 8 - -164 -
Abgänge -2.622 -588 -244 -1.198 - -4.652
Abschreibungen -20.622 -769 -1.976 -4.840 -4 -28.211
Buchwert zum 31. Dezember 2025 63.113 4.593 4.391 8.437 1.379 81.913
Davon Nutzungsrechte aus Leasingverträgen 47.447 - 338 6.580 - 54.365
Anschaffungskosten 193.233 31.283 30.184 20.223 1.417 276.340
Kumulierte Abschreibungen / Wertminderungen -130.120 -26.690 -25.793 -11.786 -38 -194.427

Zum 31. Dezember 2025 und 2024 waren keine Sachanlagen durch Grundpfandrechte oder Darlehen belastet. Im Geschäftsjahr 2025 wurden keine Wertminderungen auf Sachanlagen vorgenommen (Vorjahr: 1.560 TEUR). Für zwei Logistikimmobilien in Deutschland erfolgte die Beurteilung der Werthaltigkeit unter Einbeziehung externer Bewertungsgutachten. Die Bewertung erfolgte auf Basis eines Ertragswertverfahrens unter Verwendung von Inputfaktoren der Stufe 3 der Bemessungshierarchie. Auf Grundlage der Gutachten sowie ergänzend durchgeführter Werthaltigkeitstests überstiegen die erzielbaren Beträge die jeweiligen Buchwerte, sodass kein Wertminderungsbedarf bestand.

Im Vorjahr wurden Wertminderungen auf Sachanlagen in Höhe von 1.560 TEUR vorgenommen, welche das Segment Solutions betreffen. Auf Basis durchgeführter Werthaltigkeitstests wurden Wertminderungen von Immobilien vorgenommen. Die Wertminderungen sind in den Umsatzkosten enthalten. Die Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts (Fair Value less costs to sell) für eine Logistikimmobilie in Deutschland erfolgte auf Basis eines Ertragswertverfahrens unter Verwendung von Inputfaktoren der Stufe 3 der Bemessungshierarchie und der Diskontierung mit einem Liegenschaftszins von 5,4%. Als Ergebnis des Werthaltigkeitstests war eine Wertminderung in Höhe von 1.293 TEUR auf einen erzielbaren Betrag von 2.314 TEUR zu erfassen.Für einen europäischen Logistikstandort erfolgte die Ermittlung auf Basis eines Nutzungswerts (Value in Use) mittels Barwertmethode unter Verwendung von Inputfaktoren der Stufe 3 der Bemessungshierarchie. Die Diskontierung erfolgte mit einem Abzinsungssatz von 9,0 %. Als Ergebnis der Werthaltigkeitstests waren Wertminderungen in Höhe von 267 TEUR auf einen erzielbaren Betrag von 0 TEUR zu erfassen. Darüber hinaus wurde im Vorjahr eine zuvor geleaste Immobilie erworben. Aufgrund einer im Zuge des Erwerbs durchgeführten Bewertung durch ein externes Gutachten ergab sich eine Wertaufholung bis zu den Anschaffungskosten in Höhe von 1,9 Mio. EUR, die erfolgswirksam erfasst wurde. Die Wertaufholung entfiel auf das Segment Solutions und ist in den Umsatzkosten enthalten.

20 Leasing

Der Logwin Konzern least wesentliche Teile der von ihm genutzten Logistik- und Büroimmobilien. Die Verträge für Logistikimmobilien haben im Regelfall eine Vertragslaufzeit von drei bis fünf Jahren und die Büroimmobilien haben in der Regel eine Vertragslaufzeit von drei bis sechs Jahren. Zur Sicherstellung der operativen Flexibilität enthalten viele der Verträge Mietverlängerungs-, Kauf- oder Kündigungsoptionen zu Gunsten des Logwin Konzerns.

Für einzelne Immobilien bestehen Untermietverhältnisse, die sowohl als operative Leasingverhältnisse als auch als Finanzierungsleasingverhältnisse klassifiziert werden. Die Forderungen aus Finanzierungsunterleasing wurden auf Basis ihrer eingeschätzten Einbringlichkeit bewertet. Darüber hinaus werden wesentliche Teile des Fuhrparks des Logwin Konzerns geleast. Die Leasingverträge haben im Wesentlichen Laufzeiten von drei bis sechs Jahren und beinhalten teilweise Mietverlängerungs- oder Kaufoptionen zu Gunsten des Logwin Konzerns.

Die bilanzierten Nutzungsrechte sind in der Bilanz in den Sachanlagen zum 31. Dezember 2025 sowie 2024 wie folgt enthalten:

Angaben in Tausend € 31.12.2025 31.12.2024
Grundstücke und Bauten 47.447 45.782
Technische Anlagen und Maschinen - 45
Betriebs- und Geschäftsausstattung 338 381
Fuhrpark 6.580 5.115
Summe Nutzungsrechte 54.365 51.323

Die Zugänge zu Nutzungsrechten im Geschäftsjahr 2025 betragen 30.022 TEUR (Vorjahr: 19.754 TEUR). Zum 31. Dezember 2025 wurden Verbindlichkeiten aus Leasingverhältnissen in Höhe von 59.894 TEUR (Vorjahr 59.295 TEUR) in der Bilanz ausgewiesen.

Fälligkeitsanalyse der Zahlungsmittelabflüsse

Mit den folgenden Zahlungsmittelabflüssen zur Bedienung der Leasingverbindlichkeiten ist in den kommenden Jahren zu rechnen:

Angaben in Tausend € 31.12.2025 31.12.2024
Kleiner 1 Jahr 26.900 23.018
1 bis 5 Jahre 34.379 35.480
Größer 5 Jahre 2.463 4.556
Summe der undiskontierten Leasingzahlungen 63.742 63.054
Barwert der Leasingzahlungen 59.894 59.295

Der Barwert der Leasingzahlungen ist mit 26.539 TEUR (Vorjahr: 21.627 TEUR) in den kurzfristigen Leasingverbindlichkeiten und mit 33.355 TEUR (Vorjahr: 37.668 TEUR) in den langfristigen Leasingverbindlichkeiten in der Bilanz ausgewiesen.

Für die Geschäftsjahre 2025 und 2024 ergab sich folgende Darstellung in der Gewinn- und Verlustrechnung:

Angaben in Tausend € 2025 2024
Abschreibungen auf Nutzungsrechte:
Grundstücke und Bauten -19.630 -23.054
Technische Anlagen und Maschinen -15 -33
Betriebs- und Geschäftsausstattung -243 -519
Fuhrpark -4.176 -3.529
Summe Abschreibungen auf Nutzungsrechte -24.064 -27.135
Zinsaufwendungen aus Leasingverhältnissen -2.188 -2.722
Aufwendungen im Zusammenhang mit kurzfristigen Leasingverhältnissen -23 -27
Aufwendungen im Zusammenhang mit Leasingverhältnissen über geringwertige Vermögenswerte -397 -484
Erträge aus Unterleasingverhältnissen 4.241 3.681

Aus nach IFRS 16 als Finanzverbindlichkeiten ausgewiesenen Leasingverhältnissen haben sich im Geschäftsjahr und im Vorjahr die folgenden Zahlungsmittelabflüsse ergeben:

Angaben in Tausend € 2025 2024
Tilgungen bilanzierter Leasingverpflichtungen 24.766 33.372
Zinszahlungen auf bilanzierte Leasingverpflichtungen 2.188 2.722
Zahlungen für kurzfristige Leasingverhältnisse und Leasingverhältnisse über geringwertige Vermögenswerte 420 511
Summe Zahlungsmittelabflüsse aus Leasingverhältnissen 27.374 36.605

Eine Reihe von Leasingverträgen, insbesondere für Immobilien und Fahrzeuge, enthalten Verlängerungs- und Kündigungsoptionen. Bei der Bestimmung der Laufzeit von Leasingverhältnissen werden sämtliche Tatsachen und Umstände, die einen wirtschaftlichen Anreiz zur Ausübung von Verlängerungsoptionen oder Nicht-Ausübung von Kündigungsoptionen bieten, berücksichtigt. Laufzeitänderungen werden nur bei einer hinreichend sicheren Ausübung der Verlängerung oder Nicht-Ausübung von Kündigungsoptionen in die Vertragslaufzeit einbezogen.

Die Einschätzungen und Erwartungen, die im Zeitpunkt der Zugangsbewertung der Leasingverbindlichkeit und des Nutzungsrechts getroffen wurden und hinsichtlich der zu leistenden Zahlungen nicht bereits zum Zeitpunkt der Bereitstellung abschließend feststehen, werden während des Bestehens der Leasingverhältnisse fortlaufend überprüft. Eine Neubewertung der ursprünglichen Einschätzungen erfolgt dann, wenn bessere oder geänderte Erkenntnisse über das erwartete Zahlungsprofil im Zeitablauf vorliegen.

Aus Verlängerungsoptionen zu Gunsten des Logwin Konzerns, die bei der Bewertung der Leasingverbindlichkeiten unberücksichtigt geblieben sind, können sich zukünftige Zahlungsmittelabflüsse in Höhe von 42.690 TEUR (Vorjahr: 42.495 TEUR) ergeben. Aus Leasingverhältnissen im Zusammenhang mit Immobilien, die der Logwin Konzern bereits eingegangen ist, die aber zum 31. Dezember 2025 noch nicht bilanziert wurden, ergeben sich ohne Berücksichtigung von Verlängerungs- oder Kündigungsoptionen wie im Vorjahr keine zukünftigen Zahlungsmittelabflüsse.

Im Geschäftsjahr 2025 hat der Logwin Konzern Logistikimmobilien untervermietet, deren Nutzungsrecht in den Sachanlagen ausgewiesen wurde. Für die untervermieteten Immobilien wurden Zinserträge auf Leasingforderungen in Höhe von 192 TEUR (Vorjahr: 251 TEUR) erfasst.

Fälligkeitsanalyse der Leasingzahlungen aus Untervermietung

Die folgende Tabelle stellt eine Fälligkeitsanalyse der Leasingforderungen aus Finanzierungsleasing dar und zeigt die nach dem Abschlussstichtag zu erhaltenden, nicht diskontierten Leasingzahlungen:

Angaben in Tausend € 31.12.2025 31.12.2024
Fällig in einem Jahr 1.166 1.767
Fällig in ein bis fünf Jahren 2.334 4.190
Fällig in mehr als fünf Jahren - -
Summe der undiskontierten Leasingzahlungen 3.500 5.957
Abzüglich: noch nicht realisierte Finanzerträge -249 -465
Barwert der zu erhaltenden Leasingzahlungen 3.251 5.492
Wertberichtigungen für uneinbringliche Leasingzahlungen -2.815 -3.775
Nettoinvestition aus Leasingverhältnissen 436 1.717

Die folgende Tabelle stellt eine Fälligkeitsanalyse der Leasingzahlungen aus Operating-Leasingverhältnissen dar:

Angaben in Tausend € 31.12.2025 31.12.2024
Fällig in einem Jahr 1.133 2.251
Fällig in ein bis fünf Jahren 556 1.646
Fällig in mehr als fünf Jahren - -
Summe der undiskontierten Leasingzahlungen 1.689 3.897

21 Vorräte

In den Vorräten sind überwiegend IT-Material, Reparaturmaterial und Lademittel im Wert von 1.144 TEUR ausgewiesen (Vorjahr: 1.020 TEUR). Es wurden keine Vorräte verpfändet. Im Berichtsjahr wurde der Verbrauch von Vorräten in Höhe von 2.796 TEUR als Aufwand erfasst (Vorjahr: 2.573 TEUR). Im Jahr 2025 wurden im Rahmen einer Überprüfung der Werthaltigkeit des Vorratsvermögens Wertminderungen in Höhe von 63 TEUR (Vorjahr: 26 TEUR) erfolgswirksam erfasst. Im Berichtsjahr wurden wie im Vorjahr keine Wertaufholungen erfolgswirksam erfasst.

22 Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und aus Factoring sowie Vertragsvermögenswerte

Angaben in Tausend € 31.12.2025 31.12.2024
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, brutto 136.497 150.264
Abzüglich Wertberichtigungen aufgrund des vereinfachten Ansatzes -471 -544
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 136.026 149.720
Abzüglich Wertberichtigungen für in der Bonität beeinträchtigte Forderungen -1.981 -1.439
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, netto 134.045 148.281
Forderungen aus Factoring 32.081 33.062
Summe Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, netto inklusive Factoring 166.126 181.343

Der Konzern hat die folgenden Vertragsvermögenswerte erfasst:

Angaben in Tausend € 31.12.2025 31.12.2024
Kurzfristige Vertragsvermögenswerte aus Transportdienstleistungen 22.240 33.348
Erwartete Kreditverluste aus Vertragsvermögenswerten aufgrund des vereinfachten Ansatzes -116 -156
Vertragsvermögenswerte, netto 22.124 33.192

Vertragsverbindlichkeiten in Höhe von 21.643 TEUR (Vorjahr: 26.170 TEUR) wurden mit aufgrund der vertraglichen Bedingungen zum Stichtag bereits unbedingt entstandenen, nicht fälligen Ansprüchen auf Gegenleistung saldiert. Der Rückgang der Vertragsverbindlichkeiten ist überwiegend auf ein deutlich gesunkenes Frachtratenniveau im Geschäftsjahr 2025 zurückzuführen. Aus zum 31. Dezember 2024 bestehenden Vertragsverbindlichkeiten wurden in der Berichtsperiode Erlöse in Höhe von 26.170 TEUR realisiert (Vorjahr: 18.014 TEUR).

Die nachfolgende Tabelle enthält Informationen über das Ausfallrisiko und die erwarteten Kreditverluste für Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie Vertragsvermögenswerte zum 31. Dezember 2025 und 31. Dezember 2024.| Angaben in Tausend € | Entspricht externer Rating- einstufung | Brutto- buchwert | Geschätzte Verlustrate (gewichteter Durchschnitt) | Geschätzte Wertberichti- gung | Beinträchtige Bonität |
| :--- | :--- | :--- | :--- | :--- | :--- |
| Geringes Risiko | A bis AAA | 43.245 | 0,06% | 26 | Nein |
| Mittleres Risiko | B bis BBB | 100.109 | 0,42% | 421 | Nein |
| Unterdurchschnittlich | C bis CCC | 13.402 | 1,04% | 140 | Nein |
| Verlustereignis | D | 1.981 | 100,00% | 1.981 | Ja |
| Summe | | 158.737 | | 2.568 | |

Angaben in Tausend € Entspricht externer Rating- einstufung Brutto- buchwert Geschätzte Verlustrate (gewichteter Durchschnitt) Geschätzte Wertberichti- gung Beeinträchtigte Bonität
Geringes Risiko A bis AAA 41.321 0,04% 15 Nein
Mittleres Risiko B bis BBB 123.132 0,43% 533 Nein
Unterdurchschnittlich C bis CCC 17.419 0,87% 152 Nein
Verlustereignis D 1.439 100,00% 1.439 Ja
Summe 183.311 2.139

Das Kreditrisiko der verkauften Forderungen ist nach dem General Approach zu berechnen und darzustellen. Auf Grund des guten Bonitätsrisikos der Factoring-Gesellschaft ist dieses im vorliegenden Fall nicht wesentlich. Die Wertberichtigungen für Forderungen aus Lieferungen und Leistungen mit beeinträchtigter Bonität, für die ein Verlustereignis eingetreten ist, haben sich auf Basis des erwarteten Verlustes über die gesamte Restlaufzeit wie folgt entwickelt:

Angaben in Tausend € 2025 2024
1. Januar -1.439 -2.039
Kursdifferenzen 309 -27
Zuführungen -1.981 -913
Verbrauch 585 494
Auflösungen 545 1.080
Veränderung Konsolidierungskreis - -34
31. Dezember -1.981 -1.439

Die Wertberichtigungen für Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und Vertragsvermögens-werte mit nicht beeinträchtigter Bonität im Rahmen des vereinfachten Ansatzes gemäß IFRS 9 haben sich wie folgt entwickelt:

Angaben in Tausend € 2025 2024
1. Januar -700 -472
Kursdifferenzen -37 -7
Zuführungen -20 -261
Auflösungen 170 40
31. Dezember -587 -700

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, die nicht an die Factoring-Gesellschaft verkauft worden sind, waren zum 31. Dezember 2025 in Höhe von 88,2 Mio. Euro (Vorjahr: 91,8 Mio. Euro) durch Kreditversicherungen besichert. Der Selbstbehalt der besicherten Forderungen beträgt grundsätzlich 10 % (Vorjahr: 10 %). Der Konzern hält darüber hinaus keine weiteren Sicherheiten oder andere Kreditverbesserungen zur Deckung seiner Kreditrisiken im Zusammenhang mit seinen finanziellen Vermögenswerten.

23 Sonstige kurzfristige Forderungen und Vermögenswerte

Angaben in Tausend € 31.12.2025 31.12.2024
Vorsteuer-Erstattungsanspruch 8.063 7.677
Vorauszahlungen 23.185 21.647
Derivative Finanzinstrumente 440 1.792
Forderungen aus Untervermietung 415 752
Übrige Forderungen und Vermögenswerte 1.097 1.012
Summe sonstige Forderungen und Vermögenswerte 33.200 32.880
Davon finanzielle Vermögenswerte 5.329 6.705

Die sonstigen Forderungen und Vermögenswerte sind innerhalb eines Jahres fällig. Im Berichtsjahr wurden keine wesentlichen Wertminderungen sonstiger Forderungen und Vermögenswerte festgestellt. Mit Ausnahme vereinzelter operativ erforderlicher Hinterlegungen lagen keine Verpfändungen der sonstigen Forderungen und Vermögenswerte vor. Für weitere Informationen bezüglich der finanziellen Vermögenswerte wird auf Note 34 „Zusätzliche Angaben zu Finanzinstrumenten“ verwiesen.

24 Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente

Angaben in Tausend € 31.12.2025 31.12.2024
Zahlungsmittel 119.523 140.387
Zahlungsmitteläquivalente 265.319 232.800
Summe Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 384.842 373.187

Die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente umfassen Schecks, Kassenbestände und Guthaben bei Kreditinstituten sowie Zahlungsmitteläquivalente mit einer Gesamtlaufzeit – gerechnet vom Erwerbszeitpunkt – von bis zu drei Monaten. Die Zahlungsmitteläquivalente enthalten neben verschiedenen kurzfristigen Geldanlagen in Höhe von 115,0 Mio. Euro (Vorjahr: 80,0 Mio. Euro) kurzfristige Ausleihungen an die AQTON SE in Höhe von 150,0 Mio. Euro (Vorjahr: 150,0 Mio. Euro). Zu weiteren Erläuterungen wird auf Anhangangabe 39 „Beziehungen zu nahe stehenden Personen und Unternehmen“ verwiesen. Zum 31. Dezember 2025 beinhalten die Zahlungsmittel Bestände in Höhe von 1,5 Mio. Euro (Vorjahr: 4,7 Mio. Euro), über die der Logwin Konzern aufgrund einer abwicklungstechnischen Vereinbarung erst nach ca. zwei Arbeitstagen verfügen konnte. Zum 31. Dezember 2025 dienten Zahlungsmittel in Höhe von 0 TEUR als Einlagen zur Hinterlegung von Bankgarantien und waren somit beschränkt verfügbare Mittel (Vorjahr: 577 TEUR).

25 Latente Steuern

Die latenten Steueransprüche und latenten Steuerschulden setzen sich wie folgt zusammen:

Angaben in Tausend € 31.12.2025 Latente Steuer-ansprüche 31.12.2025 Latente Steuer-schulden 31.12.2024 Latente Steuer-ansprüche 31.12.2024 Latente Steuer-schulden
Immaterielle Vermögenswerte 3.314 1.626 3.874 981
Sachanlagen 77 10.634 86 9.889
Finanzanlagen 424 84 214 -
Kurzfristige Vermögenswerte 3.167 4.558 3.509 7.723
Rückstellungen 3.632 270 4.595 329
Verbindlichkeiten 15.042 1.068 17.663 1.310
Ertragsteuerliche Verlustvorträge 11.206 - 15.031 -
Wertberichtigungen -2.091 - -2.607 -
einbehaltene Gewinne in- und ausländischer Tochterunternehmen - 1.582 - 2.008
Saldierte Beträge -16.486 -16.486 -19.262 -19.262
Summe latente Steuern 18.285 3.336 23.103 2.978

Die bilanzierten latenten Steuern haben sich im Geschäftsjahr 2025 wie folgt verändert:

Angaben in Tausend € 2025 2024
Latente Steuern, saldiert zum 1. Januar 20.125 24.782
Erfolgswirksame Veränderung -3.997 -3.635
Erfolgsneutrale Veränderung -147 -17
Veränderung Konsolidierungskreis -885 -1.016
Währungs- und sonstige Differenzen -147 11
Latente Steuern, saldiert zum 31. Dezember 14.949 20.125

Die erfolgsneutrale Veränderung betrifft im Jahr 2025 ebenso wie im Vorjahr latente Steuereffekte auf Neubewertungen der Nettoschuld aus leistungsorientierten Versorgungsplänen. Hierin sind im Berichtsjahr Effekte aus der erfolgsneutralen Wertaufholung latenter Steueransprüche in Höhe von 0,2 Mio. Euro (Vorjahr: 0,2 Mio. Euro) enthalten. Bezüglich der Veränderung im Konsolidierungskreis wird auf Anhangangabe 33 „Unternehmenszusammenschlüsse“ verwiesen. Im Berichtsjahr wurden auf temporäre Differenzen aus einbehaltenen Gewinnen in- und ausländischer Tochterunternehmen in Höhe von 41,1 Mio. Euro (Vorjahr: 45,3 Mio. Euro) latente Steuerschulden in Höhe von 1,6 Mio. Euro (Vorjahr: 2,0 Mio. Euro) bilanziert. Für temporäre Differenzen aus einbehaltenen Gewinnen in- und ausländischer Tochterunternehmen in Höhe von 1,9 Mio. Euro (Vorjahr: 2,1 Mio. Euro) wurden zum 31. Dezember 2025 keine latenten Steuerschulden bilanziert, da es nicht wahrscheinlich ist, dass sich diese in absehbarer Zeit umkehren werden. Der Steuereffekt auf diese Differenzen würde 0,3 Mio. Euro betragen (Vorjahr: 0,2 Mio. Euro). Saldierte latente Steueransprüche in Höhe von 4,0 Mio. EUR (Vorjahr: 0,4 Mio. EUR) wurden trotz steuerlicher Verluste im Berichtsjahr oder im Vorjahr aktiviert, da substanzielle Hinweise für ihren Ansatz aufgrund nicht wiederkehrender Einmaleffekte vorliegen. Der Ansatz erfolgte auf Basis der Planungsrechnungen über das steuerliche Einkommen der entsprechenden Gesellschaften, da innerhalb der nächsten Jahre mit nachhaltig positiven operativen Ergebnissen zu rechnen ist. Für die nachfolgend aufgeführten temporären Differenzen und steuerlichen Verluste wurden keine latenten Steueransprüche erfasst, da es nicht wahrscheinlich ist, dass künftig ein zu versteuerndes Ergebnis zur Verfügung stehen wird, gegen das die abzugsfähigen temporären Differenzen bzw. steuerlichen Verluste verwendet werden können.

Angaben in Tausend € 31.12.2025 31.12.2024
Steuerliche Verluste 189.897 213.169
Abzugsfähige temporäre Differenzen 264 2.445
Summe 190.161 215.614

Verlustvorträge werden, soweit eine Veranlagung der entsprechenden Steuern vorliegt, auf Basis dieser Veranlagung angegeben. Liegt noch keine Veranlagung vor, wird der errechnete bzw. der den Finanzbehörden gegenüber erklärte Wert herangezogen.

26 Eigenkapital

Grundkapital und genehmigtes Kapital

Zum 31. Dezember 2025 waren insgesamt 2.879.215 (Vorjahr: 2.879.215) voll eingezahlte nennwertlose Namensaktien mit Stimmrecht ausgegeben. Hiervon befanden sich 2.879.215 Aktien im Umlauf (Vorjahr: 2.879.215). Jede Aktie repräsentiert einen Anteil am Grundkapital von 45,60 EUR (Vorjahr: 45,60 EUR). Darüber hinaus verfügt die Logwin AG zum 31. Dezember 2025 über ein genehmigtes Kapital von insgesamt 68.700 TEUR (Vorjahr: 68.700 TEUR), eingeteilt in weitere 1.506.489 neu auszugebende Aktien ohne Nennwert (Vorjahr: 1.506.489).

Ergebnisverwendung

Die Hauptversammlung der Logwin AG vom 23. April 2025 hat ein Ergebnis des Geschäftsjahres 2024 von 159.799 TEUR festgestellt. Aus dem Ergebnis des Geschäftsjahres wurde auf Beschluss der Hauptversammlung eine Ausschüttung in Höhe von 36.854 TEUR (Vorjahr: 40.309 TEUR) vorgenommen. Dies entspricht einem Betrag von 12,80 Euro pro Aktie (Vorjahr: 14,00 Euro pro Aktie).

Gewinnrücklagen

Ausschüttung
Eine mögliche Ausschüttung für das Berichtsjahr 2025 muss von den Anteilseignern in der Hauptversammlung am 15. April 2026 beschlossen werden und war folglich in diesem Abschluss nicht als Verbindlichkeit zu bilanzieren.

Nichtausschüttungsfähiger Bilanzgewinn
Gemäß Luxemburger Recht sind zumindest 5 % des Jahresüberschusses aus dem Einzelabschluss einer gesetzlichen Rücklage zuzuführen, bis diese Rücklage 10 % des gezeichneten Kapitals der Gesellschaft erreicht. Diese Rücklage ist zum 31. Dezember 2025 in Höhe von 13.130 TEUR (Vorjahr: 13.130 TEUR) in der Eigenkapitalveränderungsrechnung des Logwin Konzerns unter der Position „Gewinnrücklage“ enthalten. Diese gesetzliche Rücklage kann nicht als Dividende ausgeschüttet werden.### Leistungsorientierte Versorgungspläne

Neubewertungen der Nettoschuld aus leistungsorientierten Versorgungsplänen in Form von versicherungsmathematischen Gewinnen und Verlusten sowie Ertrag aus Planvermögen, der nicht in den Zinserträgen erfasst wird, werden erfolgsneutral im Eigenkapital erfasst und sind in künftigen Perioden nicht in die Gewinn- und Verlustrechnung umzugliedern. Diese Beträge werden in der Gewinnrücklage ausgewiesen und belaufen sich zum 31. Dezember 2025 kumuliert auf -7.503 TEUR (Vorjahr: -8.525 TEUR). Die Veränderung des Berichtsjahres 2025 von 1.022 TEUR (Vorjahr: 768 TEUR) entfällt in vollem Umfang auf die Neubewertungen der Nettoschuld, vermindert um die darauf entfallenden latenten Steuern.

Kumuliertes sonstiges Ergebnis

Die Differenzen aus der Fremdwährungsumrechnung der Abschlüsse von Tochterunternehmen, deren funktionale Währung nicht der Euro ist, werden im Eigenkapital im kumulierten sonstigen Ergebnis ausgewiesen. Bedingt durch die Fremdwährungsumrechnung von Abschlüssen ausländischer Tochterunternehmen ergab sich zum 31. Dezember 2025 ein kumuliertes sonstiges Ergebnis von -10.252 TEUR (Vorjahr: -5.851 TEUR). Die im Eigenkapital erfassten Beträge sind bei Vorliegen bestimmter Voraussetzungen in künftigen Perioden gegebenenfalls in die Gewinn- und Verlustrechnung umzugliedern.

Eigene Aktien

Die außerordentliche Hauptversammlung vom 16. April 2024 beschloss die Einziehung von 5.180 eigenen Aktien der Gesellschaft, deren Ausbuchung aus der Girosammelverwahrung am 6. Februar 2025 erfolgte.

27 Sonstige Finanzierungsverbindlichkeiten

Zum 31. Dezember 2025 verfügte der Logwin Konzern über Kreditlinien (ohne Avallinien) in Höhe von 28,6 Mio. Euro (Vorjahr: 28,6 Mio. Euro), die zum Abschlussstichtag des Berichtsjahres nicht in Anspruch genommen wurden (Vorjahr: 0,0 Mio. Euro). Darüber hinaus stand dem Logwin Konzern zum Stichtag aus dem Factoring in Abhängigkeit vom verkauften Forderungsvolumen ein vertraglich vereinbarter Höchstbetrag von 60,0 Mio. Euro (Vorjahr: 60,0 Mio. Euro) zur Inanspruchnahme zur Verfügung. Zum 31. Dezember 2025 sowie zum Vorjahresstichtag wurde die Factoringlinie nicht in Anspruch genommen. Zum 31. Dezember 2025 bestanden sonstige kurz- und langfristige Finanzierungsverbindlichkeiten in Höhe von 153 TEUR (Vorjahr: 431 TEUR). Die Verzinsung der sonstigen Finanzierungsverbindlichkeiten erfolgte variabel und entsprach daher dem jeweils aktuellen Marktniveau.

28 Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen

Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden aufgrund von Versorgungsplänen für Zusagen auf Alters-, Invaliden- und Hinterbliebenenleistungen gebildet. Im Logwin Konzern bestehen sowohl beitragsorientierte als auch leistungsorientierte Zusagen.

Beitragsorientierte Versorgungspläne

Die beitragsorientierten Versorgungspläne des Konzerns führten im Geschäftsjahr 2025 zu Zahlungen von 827 TEUR (Vorjahr: 835 TEUR) an private Rentenversicherungsträger. Darüber hinaus erfolgten Beitragszahlungen von 6.809 TEUR (Vorjahr: 7.114 TEUR) an gesetzliche Rentenversicherungsträger.

Leistungsorientierte Versorgungspläne

Die leistungsorientierten Verpflichtungen resultieren im Wesentlichen aus (kapitalgedeckten und nicht kapitalgedeckten) Pensionszusagen gegenüber Mitarbeitern vorwiegend deutscher Konzerngesellschaften. Im Logwin Konzern bestehen überwiegend Verpflichtungen aus unverfallbaren Anwartschaften von in der Vergangenheit geschlossenen Versorgungswerken. Bei den zugesagten Leistungen handelt es sich größtenteils um lebenslang laufende Rentenzahlungen. Daneben existieren vor allem noch Ansprüche von in Österreich beschäftigten Mitarbeitern aus der gesetzlichen Abfertigung.

Charakteristisch für die leistungsorientierten Verpflichtungen ist, dass der Logwin Konzern die zugesagte Leistungshöhe gewährt und somit das Finanzierungs- und das Langlebigkeitsrisiko trägt. Soweit die Verpflichtungen teilweise oder vollständig kapitalgedeckt sind, tritt an die Stelle des Finanzierungsrisikos das allgemeine Marktrisiko. Da es sich bei dem im Logwin Konzern vorliegenden Planvermögen im Wesentlichen um Rückdeckungsversicherungen, Direktversicherungen sowie Unterstützungskassen handelt, deren Volatilität vergleichsweise gering ist, besteht diesbezüglich ein geringfügiges Risiko.

Die in der Bilanz angesetzte Nettoschuld aus leistungsorientierten Versorgungsplänen setzt sich wie folgt zusammen:

Angaben in Tausend € 31.12.2025 31.12.2024
Barwert der Verpflichtung 23.170 24.161
Planvermögen -1.778 -1.814
Nettoschuld (Finanzierungsstatus) 21.392 22.347

Die Entwicklung der Nettoschuld im laufenden Geschäftsjahr bzw. im Vorjahr ist in der nachfolgenden Übersicht dargestellt:

Angaben in Tausend € 2025 2024
Nettoschuld zum 1. Januar 22.347 23.379
In der Gewinn- und Verlustrechnung erfasster Aufwand 1.267 1.065
Beiträge inkl. Rentenzahlungen des Unternehmens -1.469 -1.432
Erfolgsneutral erfasste Neubewertungen -1.169 -785
Planabgeltungen -50 -35
Veränderung Konsolidierungskreis 738 -
Sonstige Veränderungen -272 155
Nettoschuld am 31. Dezember 21.392 22.347

Die sonstigen Veränderungen umfassen im Wesentlichen Effekte aus der Währungsumrechnung der Nettoschuld. Die Veränderung der Nettoschuld teilt sich wie folgt auf die Entwicklung des Barwertes der Verpflichtung und des Planvermögens auf:

Angaben in Tausend € 2025 2024
Barwert der Verpflichtung am 1. Januar 24.161 25.203
Laufender Dienstzeitaufwand 589 485
Nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand - -96
Zinsaufwand 727 725
Versicherungsmathematische Gewinne (-) /Verluste (+)
durch Änderung demographischer Annahmen -36 -43
durch Änderungen finanzieller Annahmen -1.308 -393
durch erfahrungsbedingte Anpassungen 224 -323
Beiträge begünstigter Arbeitnehmer - -
Geleistete Zahlungen aus Gesellschaftsvermögen -1.469 -1.421
Geleistete Zahlungen aus Planvermögen -93 -93
Planabgeltungen -50 -35
Veränderung Konsolidierungskreis 738 -
Sonstige Veränderungen -313 152
Barwert der Verpflichtung am 31. Dezember 23.170 24.161
Angaben in Tausend € 2025 2024
Planvermögen am 1. Januar 1.814 1.824
Zinserträge auf Planvermögen 49 49
Nicht in den Zinserträgen erfasste Erträge aus Planvermögen 49 26
Beiträge des Arbeitgebers - 11
Geleistete Zahlungen aus Planvermögen -93 -93
Sonstige Veränderungen -41 -3
Planvermögen am 31. Dezember 1.778 1.814

Das Planvermögen setzt sich zum 31. Dezember 2025 aus Rückdeckungsversicherungen von 661 TEUR (Vorjahr: 708 TEUR), Unterstützungskassen von 331 TEUR (Vorjahr: 323 TEUR), Direktversicherungen von 236 TEUR (Vorjahr: 236 TEUR) sowie sonstigen Sicherungsformen von 549 TEUR (Vorjahr: 547 TEUR) zusammen.

In der Gewinn- und Verlustrechnung sind folgende Aufwendungen für leistungsorientierte Versorgungspläne erfasst:

Angaben in Tausend € 2025 2024
Dienstzeitaufwand -589 -389
Nettozinsaufwand -678 -676
Summe Pensionsaufwendungen -1.267 -1.065

Von der Gesamtsumme der Aufwendungen für leistungsorientierte Versorgungspläne im Jahr 2025 sind 419 TEUR (Vorjahr: 291 TEUR) in den Umsatzkosten, 87 TEUR (Vorjahr: 42 TEUR) in den Vertriebskosten und 82 TEUR (Vorjahr: 56 TEUR) in den Verwaltungskosten enthalten. Der Nettozinsaufwand aus der Aufzinsung der Verpflichtung sowie aus der Verzinsung des Planvermögens in Höhe von 678 TEUR (Vorjahr: 676 TEUR) wird in den Finanzierungsaufwendungen ausgewiesen.

Versicherungsmathematische Annahmen

Der Berechnung der Pensionsrückstellungen und ähnlichen Verpflichtungen wurden folgende versicherungsmathematische Annahmen zugrunde gelegt:

31.12.2025 31.12.2024
Abzinsungssatz 4,0% 3,4%
Lohn- und Gehaltstrend 2,5% 2,6%
Rententrend 2,0% 2,1%

Hinsichtlich der Lebenserwartung werden in Deutschland wie im Vorjahr die „Richttafeln 2018G“ von Prof. Dr. Klaus Heubeck zugrunde gelegt. Die Lohn- und Gehaltstrends beinhalten sowohl eine Komponente für eine Inflationsanpassung als auch für karrierebedingte Gehaltssteigerungen und basieren wie auch die Fluktuationsraten auf Erfahrungen aus der Vergangenheit und Erwartungen für die Zukunft. Die Rententrends entsprechen entweder den vertraglich festgelegten Garantierentenanpassungen oder basieren auf den gültigen Regelungen zur Rentenanpassung.

Veränderungen bei den maßgeblichen versicherungsmathematischen Annahmen hätten folgende Auswirkungen auf die leistungsorientierte Pensionsverpflichtung gehabt:

Angaben in Tausend € 31.12.2025 31.12.2024
Abzinsungssatz
Um 1 Prozentpunkte höher -1.644 -1.926
Um 1 Prozentpunkte niedriger 1.947 2.306
Lohn- und Gehaltstrend
Um 0,5 Prozentpunkte höher 92 106
Um 0,5 Prozentpunkte niedriger -87 -99
Rententrend
Um 0,5 Prozentpunkte höher 764 897
Um 0,5 Prozentpunkte niedriger -710 -830
Lebenserwartung
Absenkung der Sterbewahrscheinlichkeit um 10% 619 701

Die dargestellten Sensitivitätsanalysen berücksichtigen jeweils die Änderung einer Annahme, wobei die übrigen Annahmen gegenüber der ursprünglichen Berechnung unverändert bleiben, d. h. mögliche Korrelationseffekte zwischen den einzelnen Annahmen wurden nicht berücksichtigt. Für die Ermittlung der Sensitivitäten ist dieselbe Methode wie für die Ermittlung des Barwerts der leistungsorientierten Pensionsverpflichtungen verwendet worden. Zur Untersuchung der Sensitivität des Barwerts der leistungsorientierten Pensionsverpflichtung gegenüber einer Veränderung der angenommenen Lebenserwartung wurden im Rahmen einer Vergleichsberechnung die angesetzten Sterbewahrscheinlichkeiten um 10 % abgesenkt; dies führt wie im Vorjahr zu einer Erhöhung der Lebenserwartung von in etwa einem Jahr.

Die auf Basis der Barwerte der Verpflichtung gewichtete durchschnittliche Laufzeit der leistungsorientierten Pensionsverpflichtung beträgt 9,80 Jahre (Vorjahr: 10,43 Jahre).Nachfolgend wird das Fälligkeitsprofil der nicht diskontierten Auszahlungen der leistungsorientierten Pensionsverpflichtung dargestellt:

Angaben in Tausend € 31.12.2025 31.12.2024
Zahlungen fällig innerhalb des nächsten Geschäftsjahres 1.519 1.332
Zahlungen fällig in zwei bis fünf Jahren 6.401 5.994
Zahlungen fällig in sechs bis zehn Jahren 7.502 7.331
Zahlungen fällig in elf bis 15 Jahren 5.502 5.649
Zahlungen fällig in 16 bis 20 Jahren 5.211 5.245
Zahlungen fällig in mehr als 20 Jahren 7.248 7.793

29 Sonstige langfristige Rückstellungen

Angaben in Tausend € Jubiläums-rückstellungen Übrige Summe langfristige Rückstellungen
1. Januar 2025 3.058 1.725 4.783
Zuführungen 167 - 167
Verbrauch -171 - -171
Auflösung -78 - -78
Umgliederungen - - -
Kursdifferenzen -17 - -17
31. Dezember 2025 2.959 1.725 4.684

Der Zinsanteil aus der Aufzinsung der Jubiläumsrückstellungen belief sich im Jahr 2025 auf 92 TEUR (Vorjahr: 96 TEUR).

30 Kurzfristige Rückstellungen

Angaben in Tausend € Prozesse und Rechts- streitigkeiten Drohende Verluste Gewähr- leistungen Schließungskosten Übrige Summe kurzfristige Rückstellungen
1. Januar 2025 578 1.692 2.586 3.224 4.992 13.072
Zuführungen 148 - 1.317 819 1.604 3.888
Verbrauch -271 -1.452 -229 -2.109 -1.601 -5.662
Auflösung -247 -7 -1.599 -821 -1.515 -4.189
Kursdifferenzen -2 0 -2 1 -120 -123
Veränderung Konsolidierungskreis - - - - 26 26
31. Dezember 2025 206 233 2.073 1.114 3.386 7.012

Die ausgewiesenen Rückstellungen für Prozesse und Rechtsstreitigkeiten setzen sich zum 31. Dezember 2025 aus diversen Prozessrisiken zusammen. Rückstellungen für drohende Verluste wurden im Geschäftsjahr 2024 im Zusammenhang mit Kundenverträgen gebildet. Die Gewährleistungsrückstellungen beinhalten im Wesentlichen Rückstellungen für Fracht- und Haftpflichtschäden aus der operativen Geschäftstätigkeit. Die übrigen kurzfristigen Rückstellungen wurden unter anderem für diverse Vertrags- und Regressrisiken sowie ausstehende Mietnebenkostenabrechnungen und Kundenboni gebildet. Die Inanspruchnahme der kurzfristigen Rückstellungen erfolgt voraussichtlich innerhalb von zwölf Monaten nach dem Bilanzstichtag.

31 Ertragsteuerverbindlichkeiten

Die bilanzierten Ertragsteuerverbindlichkeiten ermitteln sich aus abgegrenzten Ertragsteueraufwendungen für das Geschäftsjahr 2025 sowie für frühere Geschäftsjahre in Höhe von 17.994 TEUR (Vorjahr: 26.992 TEUR), abzüglich bereits geleisteter Vorauszahlungen in Höhe von 9.033 TEUR (Vorjahr: 18.609 TEUR).

32 Sonstige Verbindlichkeiten

Angaben in Tausend € 31.12.2025 31.12.2024
Personalbezogene Verbindlichkeiten: Lohn- und Gehaltskosten 21.261 23.843
Sozialversicherungen 2.061 1.853
Urlaubsabgrenzung 3.671 3.586
Sonstige Steuern und Abgaben 5.616 8.219
Kundenvorauszahlungen 1.562 3.651
Derivative Finanzinstrumente 308 1.408
Sonstige Verbindlichkeiten und Rechnungsabgrenzungsposten 7.105 7.426
Summe sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten 41.584 49.986
Sonstige langfristige Verbindlichkeiten 1.174 520
Summe sonstige langfristige Verbindlichkeiten 1.174 520
Summe sonstige Verbindlichkeiten 42.758 50.506
davon finanzielle Verbindlichkeiten 30.562 33.544

Die Kundenvorauszahlungen stellen Vertragsverbindlichkeiten im Sinne des IFRS 15 dar. Weitere Vertragsverbindlichkeiten in Höhe von 21.643 TEUR wurden mit den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen saldiert (Vorjahr: 26.170 TEUR). Die Restlaufzeiten der in den sonstigen Verbindlichkeiten enthaltenen finanziellen Verbindlichkeiten stellen sich wie folgt dar:

Angaben in Tausend € 31.12.2025 31.12.2024
Restlaufzeit bis 1 Jahr 29.388 33.024
Restlaufzeit 1 bis 5 Jahre 1.174 520
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 30.562 33.544

Sonstige Angaben

33 Unternehmenszusammenschlüsse

Hanse Service, Deutschland

Der Logwin Konzern hat zum 1. Januar 2025 die Anteile an der Hanse Service Internationale Fachspedition GmbH, Hamburg, DE und der Pharmalogisticspartner Internationale Fachspedition GmbH, Hamburg, DE (nachfolgend „Hanse Service“) erworben. Die Gesellschaften wurden im Berichtsjahr verschmolzen. Mit diesem strategischen Schritt erweitert Logwin seine Expertise in den Bereichen Pharma- und Lebensmittel-Logistik. Das Know-how und die Expertise der Hanse Service Gruppe werden es Logwin ermöglichen, die Dienstleistungen insbesondere im Bereich der temperaturgeführten Logistik sowohl national als auch international deutlich auszubauen. Im Zeitraum vom 1. Januar 2025 bis 31. Dezember 2025 erwirtschaftete Hanse Service Umsatzerlöse in Höhe von 11.570 TEUR und einen Jahresüberschuss in Höhe von 384 TEUR. Einzelheiten der übertragenen Gegenleistung stellen sich wie folgt dar:

Angaben in Tausend € Fair Value
Barvergütung 10.205
Earn Out Verbindlichkeit 1.250
Fair Value der übertragenen Gegenleistung 11.455

Im Zusammenhang mit dem Unternehmenszusammenschluss wird eine Earn-Out-Verbindlichkeit in Höhe von 1.250 TEUR erfasst. Der angesetzte Betrag entspricht dem Barwert der erwarteten Zahlung unter Verwendung eines Diskontierungszinssatzes von 8,5 % über einen Zeitraum von 2 Jahren. Die Einschätzung basiert maßgeblich auf den EBIT-Erwartungen. Die im Konzernabschluss 2025 anzusetzenden Beträge für die erworbenen identifizierbaren Vermögenswerte und übernommenen Verbindlichkeiten sind in der nachfolgenden Tabelle aufgeführt. Es handelt sich dabei um die finale Wertermittlung.

Angaben in Tausend € Fair Value
Zahlungsmittel 2.170
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 1.126
Vorräte 191
Sonstige Vermögenswerte 115
Sachanlagen einschl. Nutzungsrechte 2.708
Kundenbeziehungen 3.057
Sonstige immaterielle Vermögenswerte 73
Vermögenswerte 9.440
Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 738
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 2.092
Leasingverbindlichkeiten 1.409
Latente Steuerschulden 885
Sonstige Verbindlichkeiten 428
Verbindlichkeiten 5.552
Erworbenes identifizierbares Reinvermögen 3.888
Fair Value der übertragenen Gegenleistung 11.455
Firmenwert aus dem Unternehmenszusammenschluss 7.567

Der entstandene Firmenwert resultiert hauptsächlich aus den Fähigkeiten und der fachlichen Qualifikation der Mitarbeiter sowie den erwarteten Synergien aus der Eingliederung der Hanse Service in das bestehende Air + Ocean-Geschäft des Logwin Konzerns. Entsprechend wurde der Firmenwert der zahlungsmittelgenerierenden Einheit Air + Ocean zugeordnet. Der Firmenwert ist erwartungsgemäß für steuerliche Zwecke nicht abzugsfähig. Zur Bestimmung des Fair Value der Kundenbeziehungen wurde der Barwert der erwarteten Netto-Cashflows, die die Kundenbeziehungen erzeugen, ermittelt. Der Fair Value der Kundenbeziehungen beläuft sich auf 3.057 TEUR. Die planmäßige Abschreibungsdauer beträgt sechs Jahre.

Alliance Shippers, USA

Der Logwin Konzern hat zum 30. Januar 2026 die Aktivitäten seines langjährigen Kooperationspartners Alliance Shippers in den Bereichen internationale Luft- und Seefracht sowie Zollabwicklung an den Standorten Los Angeles, Chicago und Savannah (USA) übernommen. Durch die Integration der bestehenden Organisation und ihrer erfahrenen Mitarbeiter stärkt der Logwin Konzern sein globales Netzwerk, verbessert die direkte Bedienung von Kundenanforderungen und erschließt zusätzliche Wachstumspotenziale im transpazifischen und transatlantischen Markt. Die Transaktion unterstreicht die strategische Bedeutung des US-Marktes für die weitere Entwicklung der weltweiten Geschäftsaktivitäten des Logwin Konzerns. Die im Konzernabschluss 2026 voraussichtlich anzusetzenden Beträge für die erworbenen identifizierbaren Vermögenswerte und übernommenen Verbindlichkeiten sind in der nachfolgenden Tabelle aufgeführt. Es handelt sich dabei um eine vorläufige Wertermittlung.

Angaben in Tausend € Fair Value
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 2.104
Sonstige Vermögenswerte 20
Zahlungsmittel 2.200
Vermögenswerte 4.324
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.814
Sonstige kurzfristige Finanzierungsverbindlichkeiten 135
Latente Steuerschulden 325
Sonstige Verbindlichkeiten 524
Verbindlichkeiten 2.798
Erworbenes identifizierbares Reinvermögen 1.526
Fair Value der übertragenen Gegenleistung 3.489
Firmenwert aus dem Unternehmenszusammenschluss 1.963

Der aus der Transaktion resultierende Firmenwert ergibt sich im Wesentlichen aus den erwarteten Synergien aus der Integration in das bestehende globale Netzwerk sowie aus den Fähigkeiten und der fachlichen Qualifikation der übernommenen Mitarbeiter. Der Firmenwert wurde der zahlungsmittelgenerierenden Einheit Air + Ocean zugeordnet. Der Firmenwert ist erwartungsgemäß für steuerliche Zwecke nicht abzugsfähig.

Unternehmenszusammenschlüsse im Vorjahr

Supply Chain International, Neuseeland
Zum 1. Januar 2024 hat der Logwin Konzern seine bestehende Beteilung an der Supply Chain International Limited, Auckland, NZ zu einem Kaufpreis von 509 TEUR zur Mehrheitsbeteiligung auf 80 Prozent ausgebaut. Die erworbenen Zahlungsmittel beliefen sich auf 219 TEUR.

Infranordic, Schweden
Der Logwin Konzern hat zum 1. Oktober 2024 die schwedische Infranordic Shipping & Forwarding AB, Göteburg, SE zu einem Kaufpreis von 6.301 TEUR erworben. Im Zusammenhang mit dem Unternehmens-zusammenschluss wurde eine Earn-Out-Verbindlichkeit in Höhe von 476 TEUR erfasst. Der angesetzte Betrag entspricht dem Barwert der erwarteten Zahlung unter Verwendung eines Diskontierungszinssatzes von 8,5 % über einen Zeitraum von 2,5 Jahren. Die erworbenen Zahlungsmittel beliefen sich auf 1.158 TEUR. Im Geschäftsjahr 2025 erfolgte die Aufzinsung der Earn-Out-Verbindlichkeit. Der hieraus resultierende Zinsaufwand wurde im Finanzergebnis erfasst. Der Buchwert der Earn-Out-Verbindlichkeit belief sich zum 31. Dezember 2025 auf 517 TEUR.

World Pack Express, Spanien
Der Logwin Konzern hat zum 20. Dezember 2024 das Unternehmen World Pack Express S.L., Ripollet, ES und die zur World Pack Express-Gruppe gehörende Alpha Automotive Solutions S.L., Ripollet, ES zu einem Kaufpreis von 4.750 TEUR übernommen. Die erworbenen Zahlungsmittel beliefen sich auf 857 TEUR.Im Zusammenhang mit dem Unternehmenszusammenschluss im Vorjahr ergab sich im Geschäftsjahr 2025 aus finalen Kaufpreisanpassungen eine Erhöhung der übertragenen Gegenleistung in Höhe von 758 TEUR. Die Anpassung wurde als Anpassung innerhalb des Bewertungszeitraums bilanziert und führte zu einer entsprechenden Erhöhung des im Konzernabschluss erfassten Firmenwerts.

34 Zusätzliche Angaben zu Finanzinstrumenten

Die nachfolgenden Tabellen geben zusätzliche Informationen zu den im Logwin Konzern vorliegenden Finanzinstrumenten. Zum einen werden finanzielle Vermögenswerte und finanzielle Verbindlichkeiten nach den Bewertungskategorien des IFRS 9 aufgezeigt, zum anderen werden die Bilanzposten, die Finanzinstrumente enthalten, mit den entsprechenden bilanziellen Wertansätzen sowie ihrem Fair Value dargestellt.

Finanzinstrumente nach den Bewertungskategorien des IFRS 9

Angaben in Tausend € Buchwert 31.12.2025 Gemäß IFRS 9 zwingend zum FV bewertet Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet (FVTPL)
Finanzielle Vermögenswerte 557.200 - 554.901 2.299
Finanzielle Verbindlichkeiten 277.014 - 274.652 2.362
Angaben in Tausend € Buchwert 31.12.2024 Gemäß IFRS 9 zwingend zum FV bewertet Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet (FVTPL)
Finanzielle Vermögenswerte 562.372 - 556.383 5.989
Finanzielle Verbindlichkeiten 295.243 - 293.359 1.884

Buchwerte und Fair Values von Finanzinstrumenten nach Bilanzposten

Die folgende Übersicht leitet die vorhandenen Finanzinstrumente auf die entsprechenden Bilanzposten über und gibt den jeweiligen Bewertungsmaßstab, den Wertansatz sowie den Fair Value zum Bilanzstichtag wieder:

Angaben in Tausend € Bewertungs- kategorie nach IFRS 9 Buchwert 31.12.2025 Wertansatz nach IFRS 16 Fair Value 31.12.2025
Vermögenswerte
Finanzanlagen FVTPL 127 - 127
Sonstige langfristige Vermögenswerte AC 528 528 528
n.a. 20 20 20
keine FI 261 - -
Summe 809
Forderungen aus L.u.L. und Factoring FVTPL 1.859 1.859 1.859
AC 164.642 164.642 164.642
Summe 166.501 166.501
Sonstige Forderungen und Vermögenswerte AC 4.889 4.889 4.889
FVTPL 440 440 440
n.a. 415 415 415
keine FI 27.456 - -
Summe 33.200
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente AC 384.842 - 384.843
Verbindlichkeiten
Langfristige Verbindlichkeiten aus Leasingverträgen n.a. 33.355 33.355 33.355
Sonstige langfristige Verbindlichkeiten AC 289 - 289
FVTPL 765 - 765
keine FI 120 - -
Summe 1.174
Verbindlichkeiten aus L.u.L. AC 246.445 - 246.445
Kurzfristige Verbindlichkeiten aus Leasingverträgen n.a. 26.539 26.539 26.539
Sonstige kurzfristige Finanzierungsverbindlichkeiten AC 128 - 128
AC 27.790 - 27.790
Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten FVTPL 1.597 - 1.597
keine FI 12.196 - -
Summe 41.583
Angaben in Tausend € Bewertungs- kategorie nach IFRS 9 Buchwert 31.12.2024 Wertansatz nach IFRS 16 Fair Value 31.12.2024
Vermögenswerte
Finanzanlagen FVTPL 566 566 566
keine FI 128 - -
Summe 694
Sonstige langfristige Vermögenswerte AC 572 572 572
n.a. 965 965 965
keine FI 272 - -
Summe 1.809
Forderungen aus L.u.L. und Factoring FVTPL 3.631 3.631 3.631
AC 177.712 177.712 177.712
Summe 181.343 181.343
Sonstige Forderungen und Vermögenswerte AC 4.913 4.913 4.913
FVTPL 1.792 1.792 1.792
n.a. 752 752 752
keine FI 25.424 - -
Summe 32.880
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente AC 373.187 - 373.187
Verbindlichkeiten
Langfristige Verbindlichkeiten aus Leasingverträgen n.a. 37.668 37.668 37.668
Sonstige langfristige Verbindlichkeiten AC 44 - 44
FVTPL 476 - 476
Summe 520 520
Verbindlichkeiten aus L.u.L. AC 261.419 - 261.419
Kurzfristige Verbindlichkeiten aus Leasingverträgen n.a. 21.627 21.627 21.627
Sonstige kurzfristige Finanzierungsverbindlichkeiten AC 389 - 389
AC 31.507 - 31.507
Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten FVTPL 1.408 - 1.408
keine FI 17.071 - -
Summe 49.986

Die Fair Values der Finanzinstrumente wurden basierend auf folgenden Methoden und Annahmen ermittelt: Für börsennotierte Wertpapiere kann der Fair Value durch am Bilanzstichtag vorhandene Marktinformationen gemäß Stufe 1 ermittelt werden. Bei öffentlich gehandelten Finanzinstrumenten stellt der Kurswert am Stichtag den Fair Value des Instruments dar. Die Ermittlung der Fair Values derivativer Finanzinstrumente erfolgte nach Stufe 2 der Fair Value-Hierarchie mit Hilfe von Bewertungsmethoden, wie z. B. der Barwertmethode, unter Verwendung von entsprechenden Marktparametern, die für alle wesentlichen Inputfaktoren direkt beobachtbar und tagesaktuell sind. Die Fair Values der Währungsderivate wurden dabei unter Berücksichtigung der entsprechenden Spot Rate sowie der Zinskurven der jeweiligen Währung berechnet. Bei den sonstigen Finanzierungsverbindlichkeiten mit variablen Zinssätzen erfolgt die Bestimmung der Fair Values unter der Annahme, dass sich vereinbarte und marktübliche Zinssätze entsprechen. Folglich stimmen die Buchwerte annahmegemäß mit den Fair Values überein. Bei Finanzierungsverbindlichkeiten mit festen Zinssätzen werden die Fair Values mit Hilfe von Bewertungsmodellen berechnet. Die Inputfaktoren (Zinsen) basieren auf beobachtbaren Marktdaten. Die Fair Values von Forderungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, sonstigen kurzfristigen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten, die der Kategorie „zu fortgeführten Anschaffungskosten“ zugeordnet wurden, sowie von Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten entsprechen aufgrund der kurzen Laufzeiten annahmegemäß ihren Buchwerten. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und aus Factoring, bei denen die Ermittlung des Fair Values auf Stufe 3 erfolgt, unterliegen lediglich einem Ausfallrisiko, daher gilt, wenn das Kreditrisiko um 1 % höher oder niedriger wäre, wäre der Fair Value um 1 % niedriger oder höher. Die folgende Tabelle gibt eine Übersicht der Klassifizierung der finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten des Logwin Konzerns, die mit dem Fair Value bilanziert wurden, entsprechend der Fair Value-Hierarchie.

31.12.2025 Stufe 1 Stufe 2 Stufe 3 Summe
Vermögenswerte
Finanzanlagen - - - -
Forderungen aus L.u.L. und Factoring - - 1.859 1.859
Sonstige Forderungen und Vermögenswerte - 440 - 440
Summe - 440 1.859 2.299
Verbindlichkeiten
Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten - 308 1.290 1.598
Sonstige langfristige Verbindlichkeiten - - 765 765
Summe - 308 2.055 2.363
31.12.2024 Stufe 1 Stufe 2 Stufe 3 Summe
Vermögenswerte
Finanzanlagen 566 - - 566
Forderungen aus L.u.L. und Factoring - - 3.631 3.631
Sonstige Forderungen und Vermögenswerte - 1.792 - 1.792
Summe 566 1.792 3.631 5.989
Verbindlichkeiten
Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten - 1.408 - 1.408
Sonstige langfristige Verbindlichkeiten - - 476 476
Summe - 1.408 476 1.884

Während des Berichtsjahres sowie des Vorjahres gab es keine Transfers zwischen den Stufen 1, 2 und 3.

Nettoergebnis von Finanzinstrumenten nach Bewertungskategorien

Angaben in Tausend € aus Zinsen Zum Fair Value Wert- berichtigung Nettoergebnis 2025
Vermögenswerte zu fortgeführten AK 7.153 - -339 6.814
Vermögenswerte zum FVTPL - 1.235 - 1.235
Verbindlichkeiten zu fortgeführten AK -1.118 - - -1.118
Verbindlichkeiten zum FVTPL - -1.176 - -1.176
Summe 6.035 59 -339 5.755
Angaben in Tausend € aus Zinsen Zum Fair Value Wert- berichtigung Nettoergebnis 2024
Vermögenswerte zu fortgeführten AK 11.794 - 403 12.196
Vermögenswerte zum FVTPL - -340 - -340
Verbindlichkeiten zu fortgeführten AK -1.117 - - -1.117
Verbindlichkeiten zum FVTPL - 554 - 554
Summe 10.676 214 403 11.293

Bezüglich der Zinserträge und -aufwendungen verweisen wir auf Anhangangabe 12 „Finanzergebnis“. Die Erträge und Aufwendungen aus der Folgebewertung zum Fair Value betreffen im Wesentlichen die Bewertungen der derivativen Finanzinstrumente, die zur Absicherung von Währungsrisiken gehalten werden. Die Aufwendungen aus Wertminderungen umfassen Wertberichtigungen auf Forderungen.

Finanzielle Risiken

Liquiditätsrisiken
Die Geschäftstätigkeit der operativen Einheiten des Logwin Konzerns als Logistikunternehmen kann die bedarfsweise Inanspruchnahme von Krediten, Factoring und von kreditähnlichen Finanzierungsformen, z. B. im Rahmen von kurz- und mittelfristigen Anmietungen oder Leasing von Infrastruktur, Transportequipment und sonstigen technischen Geräten und Anlagen erforderlich machen. Ein eingeschränkter Zugang zu Finanzmitteln und Garantielinien, eine nicht ausreichende Verfügbarkeit geeigneter Forderungen zur Veräußerung im Wege des Factoring oder eine nachhaltige Verteuerung der oben genannten Finanzierungsinstrumente könnte zu erheblichen Liquiditäts- und Ergebnisrisiken für den Logwin Konzern führen.

Der Logwin Konzern steuert das Liquiditätsrisiko, indem täglich die aktuelle Liquiditätssituation überwacht wird. Anhand von Liquiditätsplanungen wird der zukünftige Bedarf an liquiden Mitteln ermittelt und regelmäßig analysiert, ob der Logwin Konzern in der Lage ist, seine finanziellen Verbindlichkeiten innerhalb der vereinbarten Fälligkeiten zu begleichen. Des Weiteren begrenzt der Logwin Konzern sein Liquiditätsrisiko durch ein striktes Working Capital Management sowie durch die Finanzierung über verschiedene Finanzierungsquellen.

Zum 31. Dezember 2025 verfügte der Logwin Konzern über nicht ausgenutzte Kreditlinien in Höhe von 28,6 Mio. Euro (Vorjahr: 28,6 Mio. Euro). Darüber hinaus steht dem Logwin Konzern in Abhängigkeit vom verkauften Forderungsvolumen aus Factoring im Geschäftsjahr 2025 ein vertraglich vereinbarter Höchstbetrag von 60,0 Mio. Euro (Vorjahr: 60,0 Mio. Euro) zur Inanspruchnahme zur Verfügung.Eine Fälligkeitsanalyse der finanziellen Verpflichtungen ist in Anhangangabe 35 „Finanzielle Verpflichtungen“ dargestellt. Die Abwicklung weltweiter Transportgeschäfte erfordert die Möglichkeit, Garantien und Bürgschaften allgemeinanerkannter Sicherheitengeber zu hinterlegen, so z. B. bei Zoll- und Steuerbehörden sowie zur weltweiten Abfertigung von Luft- und Seefrachttransporten. Sollten derartig etablierte Finanzinstrumente dem Logwin Konzern nicht mehr in ausreichendem Maße zur Verfügung stehen oder die gewohnten Mechanismen der finanziellen Geschäftsabwicklung nicht mehr funktionieren, so geht dies mit Liquiditäts- und Ergebnisrisiken für den Logwin Konzern einher. Das Risiko wird durch Diversifikation und vertragliche Vereinbarungen mit – gemäß definierter Kriterien – ausgewählten, führenden Finanzdienstleistern reduziert.

Kreditrisiken

Das Kreditrisiko bezeichnet das Risiko, dass eine Gegenpartei ihren vertraglichen Verpflichtungen nicht nachkommt und dem Logwin Konzern dadurch finanzielle Verluste entstehen. Zum 31. Dezember 2025 ergibt sich das maximale Kreditrisiko des Konzerns ohne Berücksichtigung von gehaltenen Sicherheiten oder anderen Kreditverbesserungen aus den Buchwerten der jeweiligen bilanzierten finanziellen Vermögenswerte, wie sie in der Konzernbilanz angegeben sind. Für drohende Ausfallrisiken werden Wertberichtigungen vorgenommen. Zum Umfang der Wertberichtigungen der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wird auf Anhangangabe 22 „Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und aus Factoring sowie Vertragsvermögenswerte“ verwiesen. Demgegenüber sind Vermögenswerte, die weder überfällig noch wertgemindert sind, voll werthaltig. Es bestehen Kreditrisiken aus Beziehungen zu Kunden- und Banken sowie getätigten Ausleihungen, die sich im Falle Ihres Eintritts negativ auf die Ertragslage auswirken würden.

Der Logwin Konzern begrenzt die Risiken aus Forderungsausfällen aus Kundenbeziehungen unverändert durch die enge Überwachung und restriktive Vergabe von Zahlungszielen und Kreditlimiten. Entscheidungen über die Vergabe von Kreditlimiten und Zahlungszielen erfolgen auf Basis von Bonitätsprüfungen und weiteren Analysen. Darüber hinaus bestehen in nahezu allen Ländern für einen Großteil der Kunden Warenkreditversicherungen. Kreditrisiken aus Bankenbeziehungen (Counterparty Risk) wird durch Diversifikation der Bankbeziehungen entgegengewirkt. Es besteht in beiden Geschäftsfeldern das Risiko vermehrter Insolvenzen von Kunden aufgrund der aktuellen konjunkturellen Lage sowie der deutlichen Preissteigerungen insbesondere für Rohstoffe, Energie und in weiteren Bereichen. Neben dem unmittelbaren Effekt potenzieller Forderungsausfälle kann dies einen längerfristigen negativen Effekt auf die Umsatz- und Ergebnisentwicklung aufgrund wegfallenden Bestandsgeschäfts haben. Die konsequente Absicherung von Ausfallrisiken durch Kreditversicherungen sowie restriktive Vergaben von Zahlungszielen und Kreditlimiten dienen der Reduzierung der möglicherweise erhöhten Risiken aus diesem Bereich.

Um das Kreditrisiko zu minimieren, hat der Logwin Konzern Kreditrisikoeinstufungen entwickelt, um die Engagements nach ihrem Grad des Ausfallrisikos zu kategorisieren. Die Bonitätsinformationen werden, soweit verfügbar, von unabhängigen Ratingagenturen zur Verfügung gestellt und, falls nicht verfügbar, verwendet der Logwin Konzern andere öffentlich zugängliche Finanzinformationen und intern verfügbare Informationen des Konzerns, um seine Großkunden und sonstigen Schuldner zu bewerten. Das Engagement des Konzerns und die Bonität der Gegenparteien werden kontinuierlich überwacht und der Gesamtwert der abgeschlossenen Geschäfte auf die zugelassenen Gegenparteien verteilt.

Währungsrisiken

Da die Gesellschaften des Logwin Konzerns ihre Umsätze im Rahmen der weltweiten Aktivitäten in verschiedenen Währungen generieren und dementsprechend Vermögenswerte ebenfalls in Drittwährungen bilanziert werden, entstehen fortlaufend Fremdwährungsrisiken. Zudem bestehen zwischen den Gesellschaften des Logwin Konzerns interne Finanzierungssalden in fremder Währung. Es kann daher nicht ausgeschlossen werden, dass es aufgrund von nachteiligen Währungskursentwicklungen zu erheblichen Ergebnis- und Liquiditätsrisiken kommen könnte. Der Logwin Konzern reagiert auf potenziell liquiditätswirksame Fremdwährungsrisiken, soweit machbar und wirtschaftlich sinnvoll, durch den Abschluss von Sicherungsinstrumenten. Unter Berücksichtigung der Sicherungsaktivitäten hätte eine Veränderung der jeweiligen funktionalen Währung der Konzerngesellschaften um +/–10 % gegenüber dem US-Dollar, der für den Logwin Konzern wesentlichsten Fremdwährung, per 31. Dezember 2025 eine Auswirkung von –/+ 0,5 Mio. Euro auf das Konzernergebnis (Vorjahr: –/+ 0,8 Mio. Euro). Da die Berichtswährung des Logwin Konzerns der Euro ist, rechnet das Unternehmen im Konzernabschluss die Abschlüsse der Gesellschaften mit anderen funktionalen Währungen in Euro um. Diese umrechnungsbezogenen Fremdwährungsrisiken werden im Logwin Konzern üblicherweise nicht abgesichert. Dies kann erhebliche Auswirkungen auf die Darstellung der Ertrags- und Vermögenslage des Logwin Konzerns haben.

Zinsrisiken

Die Veränderung des Zinsniveaus kann ein Ertragsrisiko für den Logwin Konzern darstellen. Zum 31. Dezember 2025 lagen im Konzern variabel verzinste Finanzverbindlichkeiten in Form von Verbindlichkeiten aus Leasingverträgen vor. Die Zinsrisiken aus diesen Verträgen werden fortlaufend eng überwacht und im aktuellen Umfang toleriert. Darüber hinaus bestanden zum 31. Dezember 2025 variabel verzinsliche finanzielle Vermögenswerte in Form von Ausleihungen. Für diese würde eine Veränderung des Referenzzinssatzes um +/- 1 %-Punkt zu einer Veränderung des Zinsergebnisses von +/- 1,5 Mio. Euro (Vorjahr: +/- 1,5 Mio. Euro) führen.

Fälligkeitsanalyse finanzieller Verbindlichkeiten

Im Folgejahr ist mit Zahlungsmittelabflüssen zur Bedienung von Finanzierungsverbindlichkeiten in Höhe von 153 TEUR (Vorjahr: 431 TEUR) zu rechnen. Langfristige Finanzierungsverbindlichkeiten und Verbindlichkeiten aus Earn-Out Verpflichtungen sind innerhalb der nächsten fünf Jahre fällig. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie zum Stichtag vorhandene derivative finanzielle Verbindlichkeiten sind innerhalb eines Jahres fällig. Zahlungsmittelflüsse aus derivativen finanziellen Verbindlichkeiten werden innerhalb eines Jahres beglichen. Den Zahlungsmittelabflüssen in Höhe von 1,1 Mio. Euro (Vorjahr: 0,7 Mio Euro) stehen Zahlungsmittelzuflüsse in Höhe von 1,4 Mio. Euro (Vorjahr: 0,3 Mio. Euro) gegenüber. Die Fälligkeitsanalyse der Leasingverbindlichkeiten befindet sich in Anhangangabe 20.

Devisentermingeschäfte

Zum 31. Dezember 2025 bestanden im Logwin Konzern verschiedene Devisentermingeschäfte, die zur Absicherung von Fremdwährungsrisiken des operativen Geschäfts und zur Absicherung von Forderungen oder Verbindlichkeiten der Logwin AG aus der Konzernfinanzierung eingesetzt werden. Die Devisentermingeschäfte haben eine Laufzeit von unter einem Jahr.

Angaben in Tausend € 31.12.2025 Nominalwert Fremdwährung 31.12.2025 Nominalwert Euro 31.12.2024 Nominalwert Fremdwährung 31.12.2024 Nominalwert Euro
Devisentermingeschäfte zur Absicherung von Forderungen der Logwin AG aus der Konzernfinanzierung und der operativen Tätigkeit von Konzerngesellschaften
Verkauf AED 6.167 1.434 11.365 2.830
Verkauf AUD 4.960 2.764 10.326 6.251
Verkauf CNY 8.860 1.061 112.300 14.285
Verkauf CZK 11.650 476 29.000 1.150
Verkauf GBP 2.400 2.735 6.130 7.287
Verkauf HKD 16.500 1.808 32.800 3.875
Verkauf HUF 160.000 399 280.000 700
Verkauf MXN 60.960 2.793 58.500 2.667
Verkauf NZD 889 440 1.240 690
Verkauf PLN 2.200 518 3.100 724
Verkauf RON 1.700 331 3.550 708
Verkauf SGD 200 132 2.870 1.968
Verkauf THB - - - -
Verkauf TRY 33.700 626 19.500 488
Verkauf USD 13.495 11.433 13.270 12.480
Verkauf ZAR 5.600 283 7.770 396
Summe - 27.233 - 56.499
Devisentermingeschäfte zur Absicherung von Verbindlichkeiten der Logwin AG aus der Konzernfinanzierung und der operativen Tätigkeit von Konzerngesellschaften
Kauf AED 4.975 1.154 12.800 3.194
Kauf AUD 4.510 2.526 9.840 6.005
Kauf CNY 158.680 19.102 240.930 30.972
Kauf COP 1.130.000 262 - -
Kauf CZK 14.150 576 35.200 1.403
Kauf GBP 1.780 2.031 5.310 6.305
Kauf HKD 51.700 5.648 95.600 11.374
Kauf HUF 139.453 355 285.000 711
Kauf INR 17.000 161 - -
Kauf MXN 7.060 322 - -
Kauf NZD 664 331 1.240 691
Kauf PLN 3.100 729 3.100 714
Kauf RON 10.600 2.062 6.400 1.279
Kauf SGD 2.550 1.708 3.880 2.690
Kauf THB 6.000 164 14.000 393
Kauf TRY 28.000 513 34.000 849
Kauf TWD 26.000 703 17.000 503
Kauf USD 9.630 8.210 10.010 9.395
Summe - 46.557 - 76.478

Die folgende Tabelle stellt die Marktwerte und Nominalvolumina der derivativen Finanzinstrumente gegenüber:

Angaben in Tausend € 31.12.2025 Nominalvolumen 31.12.2025 Marktwert 31.12.2024 Nominalvolumen 31.12.2024 Marktwert
Vermögenswerte
Devisentermingeschäfte 40.938 440 76.314 1.792
Summe 40.938 440 76.314 1.792
Verbindlichkeiten
Devisentermingeschäfte 32.852 308 56.664 1.408
Summe 32.852 308 56.664 1.408

Den Vermögenswerten stehen jeweils Verbindlichkeiten aus der Bewertung zugrundeliegender Finanzierungsgeschäfte gegenüber. Den Verbindlichkeiten aus Devisentermingeschäften stehen jeweils Vermögenswerte aus der Bewertung zugrundeliegender interner Finanzierungsgeschäfte gegenüber. Mit den Banken, über die derivative Finanzinstrumente abgeschlossen werden, bestehen in den Rahmenverträgen Nettingvereinbarungen, die aber grundsätzlich erst im Falle einer Insolvenz greifen. Insofern ist ein Nettoausweis für Zwecke der Bilanzierung unzulässig, da zum Stichtag nur eine theoretische Möglichkeit zur Aufrechnung besteht. Diese würde dazu führen, dass die ausgewiesenen Vermögenswerte in Höhe von 440 TEUR mit den ausgewiesenen Schulden von 308 TEUR verrechnet werden könnten. Im Vorjahr hätten die ausgewiesenen Schulden in Höhe von 1.408 TEUR mit den ausgewiesenen Vermögenswerten von 1.792 TEUR verrechnet werden können.

Kapitalmanagement

Die Zielsetzung des Kapitalmanagements des Logwin Konzerns besteht in der Wahrung finanzieller Stabilität und der Erhaltung einer angemessenen Eigenkapitalausstattung der Logwin AG.Auf negative Veränderungen der Kapitalstruktur kann soweit möglich durch Anpassungen des Eigenkapitals oder der Fremdkapitalausstattung, insbesondere durch die Inanspruchnahme von vorhandenen Kreditlinien und der Factoring-Linie, reagiert werden. Mittel- und langfristige Finanzierungsentscheidungen werden auf ihre Auswirkungen auf die Kapitalstruktur des Logwin Konzerns geprüft. Darüber hinaus werden kurz- und mittelfristige Veränderungen der Kapitalstruktur durch die Analyse des Working Capital systematisch überwacht. Wesentlich sind dabei neben der Entwicklung der absoluten Größen die jeweiligen relativen Veränderungen sowie die Veränderungen zu relevanten Vergleichsgrößen wie den Umsatzerlösen.

Folgende Posten sind Teil des Kapitalmanagements:

Angaben in Tausend € 31.12.2025 31.12.2024
Verbindlichkeiten aus Leasingverträgen -59.894 -59.295
Sonstige Finanzierungsverbindlichkeiten -153 -431
Bruttoverschuldung -60.047 -59.726
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 384.842 373.187
Nettoliquidität 324.795 313.461
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen -246.445 -261.419
Sonstige Verbindlichkeiten und Rückstellungen -54.429 -68.318
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und aus Factoring 166.501 181.343
Vertragsvermögenswerte 21.749 33.192
Ertragsteuerforderungen/-verbindlichkeiten -5.875 -5.035
Sonstige lang- und kurzfristige Forderungen und Vermögenswerte 34.010 34.689
Vorräte 1.144 1.020
Working Capital -83.345 -84.528
Eigenkapital 395.665 376.414

35 Finanzielle Verpflichtungen

Die folgende Tabelle zeigt alle nicht bilanzierten finanziellen Verpflichtungen zu den Stichtagen 31. Dezember 2025 und 2024:

Angaben in Tausend € 31.12.2025 31.12.2024
Fälligkeit innerhalb eines Jahres 19.894 23.103
Fälligkeit innerhalb 2 bis 5 Jahren 22.261 25.049
Fälligkeit in mehr als 5 Jahren 1.854 4.670
Summe 44.009 52.822

Die finanziellen Verpflichtungen bestehen im Geschäftsjahr sowie im Vorjahr im Wesentlichen aus Verpflichtungen aus Dienstleistungsverträgen.

36 Eventualverbindlichkeiten und Rechtsverfahren

Von den zum 31. Dezember 2025 im Konzern bestehenden Eventualverbindlichkeiten im Sinne von Bankgarantien, anderen Garantien und sonstigen Haftungen aus dem laufenden Geschäftsbetrieb kann angenommen werden, dass keine wesentlichen Verpflichtungen entstehen werden. Sofern erforderlich werden für einzelne Sachverhalte, die möglicherweise zu einer Inanspruchnahme führen können, Rückstellungen gebildet. Darüber hinaus ist mit keiner Inanspruchnahme zu rechnen.

37 Honorar des Abschlussprüfers

Das Honorar des Abschlussprüfers für das Berichtsjahr bzw. das Vorjahr umfasste folgende Leistungen (ohne Auslagen):

Angaben in Tausend € Abschlussprüfer luxemburgischer Gesellschaft Netzwerk des Abschlussprüfers im Ausland
2025 2024 2025 2024
Abschlussprüfung 199 160 834 869
Sonstige Leistungen 90 184 12 41
Gesamt 289 344 846 910

Die sonstigen Leistungen beinhalten im Wesentlichen Leistungen des Abschlussprüfers für die freiwillige Prüfung der nichtfinanziellen Berichterstattung für das Geschäftsjahr 2025 bzw. 2024.

38 Angaben zu Bezügen von Mitgliedern des Managements in Schlüsselpositionen

Für exekutive Mitglieder des Verwaltungsrats, die direkt bei der Gesellschaft angestellt sind, setzt sich die Vergütung aus einer Grundvergütung und einer kurzfristigen variablen Vergütung zusammen. Die Erfolgsziele als Bemessungsgrundlage der variablen Vergütung bestehen zu 80 % aus finanziellen Kennzahlen sowie zu 20 % aus einer persönlichen Komponente, die sich nach individuellen Zielen bemisst. Die Bezüge der nicht-exekutiven Mitglieder des Verwaltungsrats und der Mitglieder des Executive Committee enthalten sämtliche Bezüge von Konzerngesellschaften. Im fixen Anteil der laufenden Bezüge sind auch sonstige Vergütungsbestandteile enthalten. Im Geschäftsjahr 2025 wurden für Mitglieder des Managements Beiträge an einen beitragsorientierten Pensionsplan von 52 TEUR geleistet (Vorjahr: 79 TEUR).

Angaben in Tausend € 2025 2024
Mitglieder des Executive Committee 2.424 3.696
davon fixer Anteil der laufenden Bezüge 1.693 1.924
davon variabler Anteil der laufenden Bezüge 731 1.772
Nicht-exekutive Mitglieder des Verwaltungsrates (fixe Bezüge) 130 130

Bei den aufgeführten Bezügen der Mitglieder des Executive Committee und des Verwaltungsrats handelt es sich ausschließlich um kurzfristig fällige Leistungen. Zum Geschäftsjahresende bestanden ausstehende Salden gegenüber Mitgliedern des Executive Committee und des Verwaltungsrats aus der variablen und fixen Vergütung von 964 TEUR (Vorjahr: 1.870 TEUR), welche unter den sonstigen Verbindlichkeiten ausgewiesen wurden. Darüber hinaus bestehen zum Stichtag unter den sonstigen Verbindlichkeiten ausgewiesene Urlaubsverpflichtungen gegenüber Mitgliedern des Executive Committee von 70 TEUR (Vorjahr: 51 TEUR).

39 Beziehungen zu nahe stehenden Personen und Unternehmen

Unternehmen und Personen werden als nahe stehend betrachtet, wenn eine der Parteien über die Möglichkeit verfügt, die andere Partei zu beherrschen, oder eine Beteiligung an dem Unternehmen hält, die ihr einen maßgeblichen Einfluss auf das Unternehmen gibt, wenn eine der Parteien ein assoziiertes Unternehmen ist, oder wenn eine der Parteien ein Mitglied des Führungspersonals des Unternehmens oder dessen Mutterunternehmens ist.

Herr Stefan Quandt gilt als nahe stehende Person zur Logwin AG, da er Alleinaktionär der DELTON Logistics S.à r.l., Grevenmacher ist, die mehrheitlich an der Logwin AG beteiligt ist. Er ist ferner alleiniger Gesellschafter der DELTON Health AG und der AQTON SE, beide Bad Homburg, sowie Aktionär und stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender der BMW AG, München. Er ist im Sinne von IAS 24 „Angaben über Beziehungen zu nahe stehenden Unternehmen und Personen“ eine nahe stehende Person zu diesen Unternehmen. Der Logwin Konzern hat mit der DELTON Logistics S.à r.l. im Berichtsjahr Mieterlöse in Höhe von 9 TEUR erzielt (Vorjahr: 9 TEUR). Der Logwin Konzern hat von der DELTON Logistics S.à r.l. Dienstleistungen in Höhe von 63 TEUR (Vorjahr: 38 TEUR) bezogen. Darüber hinaus bestanden nachstehende Lieferungs- und Leistungsbeziehungen mit der DELTON Health AG, Bad Homburg v.d.H. und ihren Tochterunternehmen.

Angaben in Tausend € DELTON Health AG und ihre Tochterunternehmen
2025 2024
Erbrachte Dienstleistungen 1.004 688
Bezogene Dienstleistungen 591 692
Forderungen zum 31. Dezember 19 2
Verbindlichkeiten zum 31. Dezember 223 323

Zum 31. Dezember 2025 bestanden kurzfristige Ausleihungen der Logwin AG an die AQTON SE in Höhe von 150,0 Mio. Euro (31. Dezember 2024: 150,0 Mio. Euro). Die Ausleihungen sind unter der Anwendung einer marktgerechten Marge variabel verzinslich und durch die Logwin AG kurzfristig kündbar. Im Berichtszeitraum sind hieraus Zinserträge in Höhe von 3.250 TEUR (Vorjahr: 5.294 TEUR) entstanden.

Der Logwin Konzern hat im Berichtsjahr 2025 Umsatzerlöse in Höhe von 9.472 TEUR (Vorjahr: 9.642 TEUR) mit Unternehmen der BMW-Gruppe erzielt. Die Forderungen gegen die BMW-Gruppe belaufen sich zum 31. Dezember 2025 auf 662 TEUR (Vorjahr: 1.188 TEUR). Außerdem haben Unternehmen des Logwin Konzerns von der BMW-Gruppe Fahrzeuge vorwiegend im Wege des Leasings bezogen. Die hieraus vom Logwin Konzern in 2025 geleisteten Leasingzahlungen belaufen sich auf 637 TEUR (Vorjahr: 684 TEUR). Die Leasingverbindlichkeiten gegenüber der BMW-Gruppe belaufen sich zum Ende des Berichtsjahrs auf 924 TEUR (Vorjahr: 652 TEUR). Die Verbindlichkeiten gegenüber der BMW-Gruppe betragen zum 31. Dezember 2025 2 TEUR (Vorjahr: 22 TEUR).

Mit assoziierten Unternehmen bestanden die folgenden Geschäftsbeziehungen:

Angaben in Tausend € Assoziierte Unternehmen
2025 2024
Erbrachte Dienstleistungen 173 134
Bezogene Dienstleistungen 233 275
Forderungen zum 31. Dezember 20 10
Verbindlichkeiten zum 31. Dezember 240 178

Darüber hinaus gibt es Geschäftsbeziehungen zwischen dem Logwin Konzern und Mitgliedern des Verwaltungsrats. Dem Logwin Konzern entstanden dadurch Aufwendungen in Höhe von 119 TEUR im Geschäftsjahr 2025 (Vorjahr: 141 TEUR). Die Transaktionen mit nahe stehenden Personen und Unternehmen erfolgten ausnahmslos zu marktüblichen Konditionen unter Beachtung des „dealing at arm’s length“-Grundsatzes.

40 Wesentliche Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Der Logwin Konzern hat zum 30. Januar 2026 die Aktivitäten eines langjährigen Kooperationspartners in den Bereichen Luft- und Seefracht sowie Zollabwicklung an den Standorten Los Angeles, Chicago und Savannah (USA) erworben. Durch die Integration der bestehenden Organisation und ihrer erfahrenen Mitarbeiter stärkt der Logwin Konzern sein globales Netzwerk und unterstreicht die strategische Bedeutung des US-Marktes für die weitere Entwicklung der weltweiten Geschäftsaktivitäten des Logwin Konzerns. Für weitere Angaben wird auf Anhangangabe 33 „Unternehmenszusammenschlüsse“ verwiesen. Darüber hinaus sind zwischen dem 31. Dezember 2025 und der Aufstellung des Konzernabschlusses durch den Verwaltungsrat der Logwin AG am 9. März 2026 keine berichtspflichtigen Ereignisse eingetreten.

41 Aufstellung des Anteilsbesitzes

Die nachfolgende Tabelle enthält alle Gesellschaften des Logwin-Konzerns zum 31.Dezember 2025: Durchgerechneter Kapitalanteil

Unternehmen Standort Kapitalanteil
Solutions
Logwin Solutions Management GmbH DE-Großostheim 100,00%
Logwin Solutions Austria GmbH AT-Salzburg 100,00%
Logwin Solutions Spain S.A. ES-Madrid 100,00%
Logwin Bulgaria EOOD BG-Sofia 100,00%
Logwin Romania S.R.L. RO-Bukarest 100,00%
Logwin Portugal Unipessoal LDA PT-Porto 100,00%
World Pack Express S.L. ES-Ripollet 100,00%
Logwin Solutions Holding GmbH DE-Großostheim 100,00%
Logwin Solutions Logistik GmbH DE-Großostheim 100,00%
Air + Ocean
Logwin Air + Ocean International GmbH DE-Großostheim 100,00%
Logwin US Inc. US-New York 100,00%
Hanse Service Internationale Fachspedition GmbH DE-Hamburg 100,00%
Logwin Air + Ocean Deutschland GmbH DE-Großostheim 100,00%
Logwin Air + Ocean UK Limited GB-Uxbridge 100,00%
Logwin Air + Ocean Belgium N.V. BE-Antwerpen 100,00%
Logwin Air + Ocean Czech S.r.o. CZ-Prag 100,00%
Logwin Air + Ocean Hungary Kft. HU-Budapest 100,00%
Logwin Air + Ocean The Netherlands B.V. NL-Lijnden 100,00%
Logwin Poland Sp.z.o.o. PL-Piaseczno 100,00%
Logwin Air + Ocean Italy S.r.l. IT-Milano 51,00%
Logwin Air & Ocean Spain S.L. ES-Barcelona 100,00%
Logwin Air + Ocean Austria GmbH AT-Salzburg 100,00%
Logwin Air and Ocean Lojistik Hizmetleri ve Ticaret Limited Sirketi TR-Istanbul 100,00%
Logwin Air + Ocean Slovakia s.r.o. SK-Bratislava 100,00%
Logwin Air + Ocean France S.A.S. FR-Villepinte 100,00%
Logwin Baltics SIA LV-Riga 100,00%
Logwin Sweden AB SE-Gothenburg 100,00%
Logwin Air and Ocean South Africa (Pty.) Ltd. ZA-Johannesburg 100,00%
Logwin Air and Ocean Kenya Ltd. KE-Nairobi 60,00%
Logwin Air & Ocean Hong Kong Ltd. HK-Hongkong 100,00%
Logwin Air + Ocean Taiwan Ltd. TW-Taipeh 100,00%
Logwin Air + Ocean Philippines Inc. PH-Paranaque City 100,00%
Logwin Air & Ocean Korea Ltd. KR-Seoul 100,00%
Logwin Air + Ocean China Ltd. CN-Shanghai 100,00%
Logwin Air & Ocean Far East Ltd. HK-Hongkong 100,00%
Logwin Air + Ocean Singapore Pte. Ltd. SG-Singapore 100,00%
Logwin Air & Ocean Vietnam Company Limited VN-Hochiminh City 100,00%
Logwin Air + Ocean Malaysia Sdn. Bhd. MY-Kuala Lumpur 100,00%
Logwin Air + Ocean (Thailand) Ltd. TH-Bangkok 100,00%
Logwin Air + Ocean Holding Thailand Ltd. TH-Bangkok 100,00%
P.T. Logwin Air & Ocean Indonesia ID-Jakarta 90,00%
Logwin Air & Ocean India Pvt. Ltd. IN-Mumbai 100,00%
Logwin Air & Ocean Australia Pty. Ltd. AU-Alexandria 100,00%
Logwin New Zealand Ltd. NZL-Auckland 80,00%
Logwin Air + Ocean Mexico S.A. de C.V. MX-City 100,00%
Logwin Air + Ocean Colombia SAS CO-Bogota 100,00%
Logwin Air + Ocean Brazil Logistica e Despacho Ltda. BR-Sao Paulo 100,00%
Logwin Air + Ocean Perú S.R.L. PE-Lima 100,00%
Logwin Air + Ocean Chile S.p.A. CL-Santiago 100,00%
Logwin Logistics US Inc. US-New York 100,00%
Logwin Air & Ocean Middle East LLC AE-Dubai 60,00%
Logwin LLC SA-Al Aqeeq 60,00%
Sonstige
Logwin AG LU-Grevenmacher 100,00%
Logwin Holding Austria GmbH AT-Salzburg 100,00%
Thiel AS Logistics AG LU-Grevenmacher 100,00%
Logwin Road + Rail Deutschland GmbH DE-Großostheim 100,00%
Logwin Holding Aschaffenburg GmbH DE-Großostheim 100,00%
Logwin Finance GmbH i.L. DE-Großostheim 100,00%
Aschaffenburger Versicherungsmakler GmbH DE-Großostheim 100,00%
Nicht konsolidiert
Leadway Freight Ltd. HK-Hongkong 100,00%
Logwin Forwarding Malaysia Sdn. Bhd. MY-Kuala Lumpur 49,00%
East West Freight Limited HK-Hongkong 100,00%
Leadway Container Line Ltd. SG-Singapore 100,00%
Hellmann Beverage Logistics Inc US-FL-Miami 50,00%
Transcontainer-Universal GmbH & Co. KG DE-Bremen 0,80%

Beteiligungen der Logwin AG werden nicht konsolidiert, sofern die Gesellschaft keinen Geschäftsbetrieb aufweist oder für den Konzernabschluss der Logwin AG von untergeordneter Bedeutung ist. Weiterhin erfolgt auch keine Bilanzierung von Beteiligungen an assoziierten Unternehmen nach der Equity Methode, falls diese von untergeordneter Bedeutung für den Konzernabschluss sind.

Im Berichtsjahr 2025 beschäftigte der Logwin Konzern durchschnittlich 3.663 Mitarbeiter (Vorjahr: 3.729).

Erklärung des Verwaltungsrats

Der Verwaltungsrat ist verantwortlich für die Aufstellung, die Vollständigkeit und Richtigkeit des Konzern-abschlusses und des Konzernlageberichts sowie für alle weiteren im Jahresfinanzbericht gegebenen Informationen. Der vorliegende Konzernabschluss wurde unter Anwendung der International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der Europäischen Union anzuwenden sind, erstellt. Entsprechend den Vorschriften des Luxemburgischen Handelsgesetzbuches enthält der Konzernlage-bericht eine Analyse der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns sowie darüber hinausgehende Erläuterungen.

Der Konzernabschluss, der Konzernlagebericht und der Prüfungsbericht des Abschlussprüfers wurden vom Prüfungsausschuss vorgeprüft und in einer Verwaltungsratssitzung zusammen mit Vertretern der Abschlussprüfer-Gesellschaft ausführlich besprochen. Die Prüfung des Konzernabschlusses und Lageberichts für das Geschäftsjahr 2025 gab keinerlei Anlass zur Beanstandung.

Durch Beschluss des Verwaltungsrats wurden der Konzernabschluss und der Konzern-lagebericht zur Veröffentlichung freigegeben. Der Konzernabschluss und der Konzernlagebericht bedürfen entsprechend Luxemburger Recht der Genehmigung durch das Organ der Hauptversammlung.

Der Verwaltungsrat der Logwin AG
Grevenmacher (Luxemburg), den 9. März 2026

Versicherung der gesetzlichen Vertreter

„Nach bestem Wissen versichern wir, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen für die Konzernberichterstattung der Konzernjahresabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprech-endes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Konzernlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns beschrieben sind.“

Dr. Antonius Wagner
(Vorsitzender des Verwaltungsrats)

Axel Steiner
(Stellvertretender Vorsitzender des Verwaltungsrats)

Prüfungsvermerk

An die Aktionäre der Logwin AG

Bericht über die Prüfung des Konzernabschlusses

Unser Prüfungsurteil

Nach unserer Beurteilung vermittelt der beigefügte Konzernabschluss in Übereinstimmung mit den IFRS Rechnungslegungsstandards, wie sie in der Europäischen Union anzuwenden sind, ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Logwin AG (die „Gesellschaft“) und ihrer Tochtergesellschaften (der „Konzern“) zum 31. Dezember 2025 sowie der Ertragslage und der Zahlungsflüsse für das an diesem Datum endende Geschäftsjahr.

Wir bestätigen, dass unser Prüfungsurteil mit dem zusätzlichen Bericht an den Prüfungsausschuss oder dem entsprechenden Organ im Einklang steht.

Was wir geprüft haben

Der Konzernabschluss des Konzerns besteht aus:
- der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2025;
- der Konzerngewinn- und Verlustrechnung und der Konzerngesamtergebnisrechnung für das an diesem Datum endende Geschäftsjahr;
- der Konzerneigenkapitalveränderungsrechnung für das an diesem Datum endende Geschäftsjahr;
- der Konzernkapitalflussrechnung für das an diesem Datum endende Geschäftsjahr; und
- dem Konzernanhang, einschließlich wesentlicher Informationen zu Rechnungslegungsmethoden und sonstiger erläuternder Informationen.

Grundlage für das Prüfungsurteil

Wir führten unsere Abschlussprüfung in Übereinstimmung mit der EU-Verordnung Nr. 537/2014, dem Gesetz vom 23. Juli 2016 über die Prüfungstätigkeit (Gesetz vom 23. Juli 2016) und nach den für Luxemburg von der „Commission de Surveillance du Secteur Financier“ (CSSF) angenommenen internationalen Prüfungsstandards (ISAs) durch. Unsere Verantwortung gemäß der EU-Verordnung Nr. 537/2014, dem Gesetz vom 23. Juli 2016 und den für Luxemburg von der CSSF angenommenen ISAs wird im Abschnitt „Verantwortung des „Réviseur d’entreprises agréé“ für die Konzernabschlussprüfung“ weitergehend beschrieben.

Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unser Prüfungsurteil zu dienen.

Wir sind unabhängig von dem Konzern in Übereinstimmung mit dem „International Code of Ethics for Professional Accountants, including International Independence Standards“, herausgegeben vom „International Ethics Standards Board for Accountants“ (IESBA Code) und für Luxemburg von der CSSF angenommen, sowie den beruflichen Verhaltensanforderungen, die wir im Rahmen der Konzernabschlussprüfung einzuhalten haben und haben alle sonstigen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Verhaltensanforderungen erfüllt.

Wir erklären, nach bestem Wissen und Gewissen, dass wir keine Nichtprüfungsleistungen, die gemäß Artikel 5 (1) der EU-Verordnung Nr. 537/2014 untersagt sind, erbracht haben. Die von uns an die Gesellschaft und Tochtergesellschaft (falls anwendbar) erbrachten Nichtprüfungsleistungen, für das an diesem Datum endende Geschäftsjahr, sind in Anmerkung 37 zum Konzernabschluss aufgeführt.

Besonders wichtige Prüfungssachverhalte

Besonders wichtige Prüfungssachverhalte sind solche Sachverhalte, die nach unserem pflichtgemäßen Ermessen am bedeutsamsten in der Prüfung des Konzernabschlusses für den aktuellen Berichtszeitraum waren. Diese Sachverhalte wurden im Zusammenhang mit der Prüfung des Konzernabschlusses als Ganzem und bei der Bildung des Prüfungsurteils hierzu berücksichtigt und wir geben kein gesondertes Prüfungsurteil zu diesen Sachverhalten ab.# Besonders wichtige Prüfungssachverhalte

Wie wir die besonders wichtigen Prüfungssachverhalte in unserer Prüfung adressiert haben

Vollständige Erfassung und periodengerechte Abgrenzung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und Vertragsvermögenswerte sowie der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen

Zu den angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsgrundlagen sowie den verwendeten Annahmen verweisen wir auf den Konzernanhang Ziffer 7.

Die Summe aus Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (ohne Forderungen aus Factoring) und Vertragsvermögenswerten beträgt zum 31. Dezember 2024 EUR 181,5 Mio, die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen betragen EUR 261,4 Mio. Diese Posten stellen damit mit 23 % bzw. mit 33 % einen wesentlichen Anteil der Bilanzsumme dar. Zum 31. Dezember 2024 werden Vertragsvermögenswerte in Höhe von EUR 33,2 Mio ausgewiesen. Dabei wurde die Saldierung von Vertragsverbindlichkeiten in Höhe von EUR 26,2 Mio mit aufgrund der vertraglichen Bedingungen zum Stichtag bereits unbedingt entstandenen, nicht fälligen Ansprüchen auf Gegenleistung vorgenommen.

Die vollständige Erfassung und die periodengerechte Abgrenzung von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie von Vertragsvermögenswerten und somit der Umsatzerlöse aus den Transportdienstleistungen in den Geschäftsfeldern Air + Ocean und Solutions erfolgt zeitraumbezogen. Dies erfordert Einschätzungen und Annahmen zu dem Leistungsstand von einzelnen Transporten. Diese Einschätzungen und Annahmen beruhen auf historischen Erfahrungswerten und geplanten Werten sowie auf vertraglichen Vereinbarungen und Absprachen. Auch die vollständige Erfassung der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen im Zusammenhang mit Transportdienstleistungen und die periodengerechte Abgrenzung von Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und somit der Umsatzkosten aus den Transportdienstleistungen erfordert Einschätzungen und Annahmen zum Stand der Leistungserbringung der einzelnen Transporte sowie zu der Höhe der damit verbundenen, gegebenenfalls noch nicht abgerechneten Kosten. Diese Einschätzungen und Annahmen beruhen auf historischen Erfahrungswerten und geplanten Werten sowie auf vertraglichen Vereinbarungen und Absprachen. Die Ermittlung der vollständigen und periodengerechten Abgrenzung von Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen hängt von Einschätzungen und Annahmen und somit Ermessensentscheidungen der gesetzlichen Vertreter ab.

Vor diesem Hintergrund und aufgrund der Komplexität der anzuwendenden Rechnungslegungsstandards waren die vollständige Erfassung und periodengerechte Abgrenzung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und Vertragsvermögenswerte sowie der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen von besonderer Bedeutung für unsere Prüfung.

Im Rahmen unserer Prüfung haben wir unter Berücksichtigung der Kenntnis, dass aufgrund der Komplexität der anzuwendenden Rechnungslegungsstandards und der vorzunehmenden Einschätzungen und Annahmen ein erhöhtes Risiko bezüglich der unvollständigen Erfassung und der nicht periodengerechten Abgrenzung von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und Vertragsvermögenswerten bzw. der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen besteht, unter anderem ausgewählte IT-Systeme und die in den Prozessen aus unserer Sicht als relevant identifizierten internen Kontrollen zur Erfassung, Abgrenzung und Vollständigkeit in Stichproben beurteilt.

Die Prüfung der Kundengeschäfte erfolgte insbesondere auf Ebene der wesentlichen operativen Gesellschaften. Die Kundengeschäfte haben wir in Stichproben anhand ihrer vertraglichen Grundlagen gewürdigt und die vorgenommenen Einschätzungen und Annahmen nachvollzogen. Für die wesentlichen operativen Gesellschaften haben wir zudem Saldenbestätigungen eingeholt.

Auf Konzernebene haben wir die Methodik zur Ermittlung der zeitraumbezogenen Umsatzrealisierung hinsichtlich des Erlösrealisierungszeitpunktes gemäß den Regelungen nach IFRS 15 gewürdigt. Zudem haben wir die Ermittlung der zeitraumbezogenen Umsatzrealisierung auf Basis des Leistungsstandes nachvollzogen und zugrunde liegende Sendungsdaten gewürdigt.

Die Prüfung der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen erfolgte ebenfalls auf Ebene der wesentlichen operativen Gesellschaften. Für die wesentlichen operativen Gesellschaften haben wir Saldenbestätigungen eingeholt. Daneben haben wir die tatsächlichen Inanspruchnahmen der gebildeten Abgrenzungen des Vorjahres für ausstehende Rechnungen im Geschäftsjahr gewürdigt und die damit verbundenen Erkenntnisse bei unserer Beurteilung der Abgrenzung zum aktuellen Bilanzstichtag berücksichtigt. Weiterhin wurden zum 31. Dezember 2024 gebildete Abgrenzungen nachvollzogen.

Wir konnten uns davon überzeugen, dass die eingerichteten IT-Systeme und Prozesse sowie die eingerichteten internen Kontrollen angemessen sind und dass die vom Verwaltungsrat vorgenommenen Einschätzungen und getroffenen Annahmen hinreichend dokumentiert und die Ermessensentscheidungen somit ausreichend begründet sind, um als Grundlage für eine sachgerechte Erfassung und Periodenabgrenzung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und Vertragsvermögenswerte sowie der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen zu dienen.

Sonstige Informationen

Der Verwaltungsrat ist verantwortlich für die sonstigen Informationen. Die sonstigen Informationen beinhalten die Informationen, welche im Konzernlagebericht und in der Corporate Governance-Erklärung enthalten sind, jedoch beinhalten sie nicht den Konzernabschluss und unseren Prüfungsvermerk zu diesem Konzernabschluss. Unser Prüfungsurteil zum Konzernabschluss deckt nicht die sonstigen Informationen ab und wir geben keinerlei Sicherheit jedweder Art auf diese Informationen.

Im Zusammenhang mit der Prüfung des Konzernabschlusses besteht unsere Verantwortung darin, die sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu beurteilen, ob eine wesentliche Unstimmigkeit zwischen diesen und dem Konzernabschluss oder mit den bei der Abschlussprüfung gewonnenen Erkenntnissen besteht oder auch ansonsten die sonstigen Informationen wesentlich falsch dargestellt erscheinen. Sollten wir auf Basis der von uns durchgeführten Arbeiten schlussfolgern, dass sonstige Informationen wesentliche falsche Darstellungen enthalten, sind wir verpflichtet, diesen Sachverhalt zu berichten. Wir haben diesbezüglich nichts zu berichten.

Verantwortung des Verwaltungsrats für den Konzernabschluss

Der Verwaltungsrat ist verantwortlich für die Aufstellung und sachgerechte Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses in Übereinstimmung mit den IFRS Rechnungslegungsstandards, wie sie in der Europäischen Union anzuwenden sind, und für die internen Kontrollen, die er als notwendig erachtet, um die Aufstellung des Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses ist der Verwaltungsrat verantwortlich für die Beurteilung der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit und, sofern einschlägig, Angaben zu Sachverhalten zu machen, die im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit stehen, und die Annahme der Unternehmensfortführung als Rechnungslegungsgrundsatz zu nutzen, sofern nicht der Verwaltungsrat beabsichtigt, den Konzern zu liquidieren, die Geschäftstätigkeit einzustellen, oder keine andere realistische Alternative mehr hat, als so zu handeln.

Der Verwaltungsrat ist verantwortlich für die Erstellung und Auszeichnung des Konzernabschlusses in Übereinstimmung mit den Anforderungen der Delegierten Verordnung (EU) 2019/815 über das Einheitliche Elektronische Berichtsformat („ESEF-Verordnung“).

Verantwortung des „Réviseur d’entreprises agréé“ für die Konzernabschlussprüfung

Die Zielsetzung unserer Prüfung ist es, eine hinreichende Sicherheit zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und darüber einen Prüfungsvermerk, der unser Prüfungsurteil enthält, zu erteilen.

Hinreichende Sicherheit entspricht einem hohen Grad an Sicherheit, ist aber keine Garantie dafür, dass eine Prüfung in Übereinstimmung mit der EU-Verordnung Nr. 537/2014, dem Gesetz vom 23. Juli 2016 und nach den für Luxemburg von der CSSF angenommenen ISAs stets eine wesentliche falsche Darstellung, falls vorhanden, aufdeckt. Unzutreffende Angaben können entweder aus Unrichtigkeiten oder aus Verstößen resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise davon ausgegangen werden kann, dass diese individuell oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Im Rahmen einer Abschlussprüfung in Übereinstimmung mit der EU-Verordnung Nr. 537/2014, dem Gesetz vom 23. Juli 2016 und nach den für Luxemburg von der CSSF angenommenen ISAs üben wir unser pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus:

  • identifizieren und beurteilen wir das Risiko von wesentlichen falschen Darstellungen im Konzernabschluss aus Unrichtigkeiten oder Verstößen, planen und führen Prüfungshandlungen durch als Antwort auf diese Risiken und erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und angemessen sind, um als Grundlage für unser Prüfungsurteil zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Angaben bzw.das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können;

  • gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Abschlussprüfung relevanten internen Kontrollsystem, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit des internen Kontrollsystems des Konzerns abzugeben;

  • beurteilen wir die Angemessenheit der von dem Verwaltungsrat angewandten Bilanzierungsmethoden, der rechnungslegungsrelevanten Schätzungen und den entsprechenden Anhangsangaben;
  • schlussfolgern wir über die Angemessenheit der Anwendung des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit durch den Verwaltungsrat sowie auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen könnten. Sollten wir schlussfolgern, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Prüfungsvermerk auf die dazugehörigen Anhangsangaben zum Konzernabschluss hinzuweisen oder, falls die Angaben unangemessen sind, das Prüfungsurteil zu modifizieren. Diese Schlussfolgerungen basieren auf der Grundlage der bis zum Datum des Prüfungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass der Konzern seine Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann;
  • beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Konzernabschlusses einschließlich der Anhangsangaben, und beurteilen, ob dieser die zugrundeliegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse sachgerecht darstellt;
  • planen und führen wir die Konzernprüfung so durch, dass ausreichende geeignete Prüfungsnachweise in Bezug auf die Finanzinformationen der Einheiten und der Geschäftstätigkeiten innerhalb des Konzerns eingeholt werden, die als Grundlage für die Abgabe eines Prüfungsurteils zum Konzernabschluss dienen.

Wir sind verantwortlich für die Anleitung, Überwachung und Durchsicht der für die Zwecke der Konzernprüfung durchgeführten Prüfungsarbeiten. Wir tragen die alleinige Verantwortung für unser Prüfungsurteil.

Wir kommunizieren mit den für die Überwachung Verantwortlichen, unter anderem den geplanten Prüfungsumfang und Zeitraum sowie wesentliche Prüfungsfeststellungen einschließlich wesentlicher Schwächen im internen Kontrollsystem, die wir im Rahmen der Prüfung identifizieren. Wir haben gegenüber den für die Überwachung Verantwortlichen eine Erklärung abgegeben, dass wir die relevanten Unabhängigkeitsanforderungen eingehalten haben und mit ihnen alle Beziehungen und sonstigen Sachverhalte erörtert haben, von denen vernünftigerweise angenommen werden kann, dass sie unsere Unabhängigkeit bedrohen, und - sofern einschlägig - die Maßnahmen zur Beseitigung dieser Bedrohungen oder die angewandten Schutzmaßnahmen.

Von den Sachverhalten, die mit den für die Überwachung Verantwortlichen erörtert wurden, bestimmen wir diejenigen Sachverhalte, die für die Prüfung des Konzernabschlusses des aktuellen Berichtszeitraums am bedeutsamsten waren, als besonders wichtige Prüfungssachverhalte. Wir beschreiben diese Sachverhalte in unserem Bericht, es sei denn, Gesetze oder andere Rechtsvorschriften schließen die öffentliche Angabe des Sachverhalts aus.

Wir beurteilen, ob der Konzernabschluss in allen wesentlichen Belangen in Übereinstimmung mit den in der ESEF-Verordnung festgelegten Anforderungen erstellt wurde.

Bericht über weitere gesetzliche und aufsichtsrechtliche Verpflichtungen

Der Konzernlagebericht steht im Einklang mit dem Konzernabschluss und wurde in Übereinstimmung mit den geltenden rechtlichen Anforderungen erstellt.

Die Corporate Governance-Erklärung, welche auf der Internetseite des Konzerns https://www.logwin-logistics.com/de/unternehmen/corporate-social-responsibility veröffentlicht ist, ist in der Verantwortung des Verwaltungsrats.

Die nach Artikel 68ter Paragraph (1) Buchstabe c) und d) des geänderten Gesetzes vom 19. Dezember 2002 bezüglich des Handels- und Gesellschaftsregisters, der Buchführung und des Jahresabschlusses von Unternehmen erforderlichen Informationen stehen zum Datum dieses Berichts im Einklang mit dem Konzernabschluss und wurden in Übereinstimmung mit den geltenden rechtlichen Anforderungen erstellt.

Wir wurden als „Réviseur d’entreprises agréé“ von der Hauptversammlung der Aktionäre am 23. April 2025 bestellt, und die ununterbrochene Mandatsdauer, einschließlich vorheriger Verlängerungen und Wiederbestellungen, beträgt 3 Jahre.

Wir haben die Übereinstimmung des Konzernabschlusses des Konzern mit den in der ESEF-Verordnung festgelegten maßgeblichen gesetzlichen Anforderungen für Konzernabschlüsse zum 31. Dezember 2025 geprüft. Für den Konzern bezieht sich dies auf die folgenden Anforderungen:
- einen in einem zulässigen XHTML-Format erstellten Konzernabschluss;
- die XBRL-Auszeichnung des Konzernabschlusses unter Verwendung der Basistaxonomie und der in der ESEF-Verordnung dargelegten gemeinsamen Bestimmungen zu Auszeichnungen.

Nach unserer Beurteilung wurde der Konzernabschluss von dem Konzern zum 31. Dezember 2025 in allen wesentlichen Belangen in Übereinstimmung mit den Anforderungen der ESEF-Verordnung erstellt.

PricewaterhouseCoopers, Société coopérative
Vertreten durch
Luxemburg, 9. März 2026
Patrick Schon

Logwin AG | ZIR Potaschberg | 5, an de Längten | L-6776 Grevenmacher | Luxemburg