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Lang + Schwarz AG Management Reports 2022

Jun 1, 2023

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Management Reports

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Finanzbericht: 32493317

Lang & Schwarz Aktiengesellschaft

Düsseldorf

Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022

Inhaltsverzeichnis zum Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2022

1. Geschäftliche Aktivitäten des Konzerns

2. Wirtschaftsbericht

2.1 Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen

2.2 Rahmenbedingungen der geschäftlichen Tätigkeiten

2.3 Geschäftsentwicklung

2.3.1 Entwicklung in den Geschäftsbereichen

2.3.2 Konzernertragslage

2.3.3 Konzernfinanzlage

2.3.4 Konzernvermögenslage

3. Risikobericht

3.1 Risikomanagement

3.2 Risikoarten der Geschäftstätigkeit

3.2.1 Adressenausfallrisiko

3.2.2 Marktpreisrisiko

3.2.3 Liquiditätsrisiken

3.2.4 Operationelles Risiko

3.2.5 Coronavirus-Pandemie

3.3 Risikotragfähigkeit

4. Prognose- und Chancenbericht

Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2022

1. Geschäftliche Aktivitäten des Konzerns

Lang & Schwarz ist ein Finanzkonzern bestehend aus vier Konzerngesellschaften.

Die Begebung von derivativen Finanzinstrumenten mit dem Schwerpunkt auf Hebelprodukte und Themenzertifikate - einschließlich wikifolio-Endlosindexzertifikate - ist die Haupttätigkeit der Konzernmutter Lang & Schwarz Aktiengesellschaft. Sie ist damit als operative Holdinggesellschaft tätig. Ihre Aktivitäten werden im Konzern unter dem Geschäftsbereich Strukturierte Produkte zusammengefasst. In 2022 emittierte die Gesellschaft rund 53.500 eigene Produkte.

Die verschiedenen Produkte der Lang & Schwarz Aktiengesellschaft werden durch die Tochtergesellschaft Lang & Schwarz TradeCenter AG & Co. KG außerbörslich oder börslich an der Börse Stuttgart (Handelssegment EUWAX) und der BX Swiss, Bern (Schweiz) zum Handel angeboten. Zum Ultimo Dezember 2022 quotiert die Lang & Schwarz TradeCenter AG & Co. KG ca. 10.000 derivative Finanzinstrumente der Lang & Schwarz Aktiengesellschaft mit Bezug auf inländische und ausländische Aktientitel, Indizes, Währungskursrelationen, Rohwarenkurse oder die Zinsentwicklung sowie etwa 9.750 wikifolio-Endlosindexzertifikate. Die Lang & Schwarz TradeCenter AG & Co. KG stellt darüber hinaus Handelskurse für über 14.500 Aktien, Anleihen, Fonds sowie ETPs (ETFs, ETCs und ETNs) wochentäglich von 7:30 Uhr bis 23:00 Uhr sowie samstags von 10:00 Uhr bis 13:00 Uhr und sonntags von 17:00 Uhr bis 19:00 Uhr. Als Market Maker quotiert die Lang & Schwarz TradeCenter AG & Co. KG Finanzinstrumente auch an der Lang & Schwarz Exchange, dem elektronischen Handelssystem der Börse Hamburg, an der Frankfurter Wertpapierbörse, an der Wiener Börse, Wien (Österreich) und an der BX Swiss, Bern (Schweiz). Partnerbanken können sich an die Lang & Schwarz TradeCenter AG & Co. KG zum Handel über Trade Link, cats-os oder andere alternative Anschlussmöglichkeiten anbinden. Über angeschlossene Partnerbanken der Lang & Schwarz TradeCenter AG & Co. KG erreicht diese über 25 Millionen Privatkunden. Die Aktivitäten der Lang & Schwarz TradeCenter AG & Co. KG werden im Konzern unter dem Geschäftsbereich TradeCenter zusammengefasst.

Die 100%-ige Tochtergesellschaft Lang & Schwarz Gate GmbH erbringt Dienstleistungen im Bereich der EDV-Hardware- und Softwarebereitstellung, der Unterhaltung der technischen Handelsplatzanbindungen sowie den laufenden EDV-Support für die Lang & Schwarz Aktiengesellschaft und die Lang & Schwarz TradeCenter AG & Co. KG. Diese Aktivitäten werden im Konzern unter dem Geschäftsbereich EDV-Dienstleistungen zusammengefasst.

Im Geschäftsjahr 2022 hat die Lang & Schwarz Aktiengesellschaft gemeinsam mit der P3 group GmbH ein Joint Venture gegründet, das unter der Bezeichnung P3 finance GmbH firmiert. Die Lang & Schwarz Aktiengesellschaft hält mit einer Anteilsquote von 50,004% die Mehrheit der Kapitalanteile. Da die Gesellschaft zum 31. Dezember 2022 ihre operativ geplante Geschäftstätigkeit noch nicht aufgenommen hat, wurde sie im Geschäftsjahr 2022 nach § 296 Abs. 2 Satz 1 HGB noch nicht in den Konzernabschluss einbezogen.

2. Wirtschaftsbericht

2.1 Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen

Während die Wirtschaft in den Jahren 2020 und 2021 stark von den direkten Effekten der Corona-Pandemie bestimmt wurde, zeigten sich 2022 die passiven Folgen der Pandemie und auch des Krieges in der Ukraine vor allem in der weltweit gestiegenen Inflation.

Anders als in den Jahren zuvor war auch der Zinsmarkt in 2022 wieder dynamischer. Die wichtigsten Notenbanken der Welt mit Ausnahme der Bank of Japan haben im abgelaufenen Jahr die Leitzinsen angehoben. Die US Notenbank Federal Reserve (Fed) hat den Leitzins (Fed Funds Rate) von 0%-0,25% Anfang des Jahres 2022 auf 4,25%-4,50% angehoben, um der gestiegenen Inflation zu begegnen. Ähnliche Schritte leitete die Europäischen Zentralbank (EZB) ein, welche den Hauptrefinanzierungssatz in 2022 von 0% auf 2,5% erhöhte, um auch in der Eurozone gegen die erhöhte Teuerungsrate vorzugehen.

Die geldpolitischen Maßnahmen und Fiskalpakete, die 2020 und 2021 in zahlreichen Volkswirtschaften geschnürt wurden, haben dazu geführt, dass das Thema Inflation erstmals wieder 2021 in einigen Volkswirtschaften an Bedeutung gewonnen hat. 2022 haben sich die Treiber für eine steigende Inflation weiter verstärkt. Expansive geldpolitische Maßnahmen gepaart mit gestiegenen Rohstoffpreisen im Zuge der russischen Invasion der Ukraine führten in der Eurozone, den USA, Großbritannien und zahlreichen anderen großen, bedeutsamen Volkswirtschaften zu enormen Preissteigerungen. Laut dem Statistischen Bundesamt nahm die deutsche Inflation in 2022 um 7,9% zu, 2021 lag diese noch bei durchschnittlich 3,1%.

Die US Inflation stieg in 2022 von 4,7% auf 8,0% und damit etwas weniger als die deutsche Inflation. Auch die Preissteigerung in der Eurozone legte gegenüber 2022 sehr deutlich zu. So stieg die Inflation hier von 2,6% auf 8,4% in 2022 und damit wesentlich dynamischer als in den USA. Dies lag insbesondere an der Tatsache, dass die USA als Netto-Energieexporteur nicht so sehr von den gestiegenen Kosten für Öl und Gas wie Europa getroffen wurden.

Nach den Angaben des statistischen Bundesamtes ist das deutsche Bruttoinlandsprodukt (BIP) preisbereinigt im vergangenen Jahr mit 1,9% schwächer gewachsen als im Jahr zuvor, in welchem es noch ein Wachstum von 2,6% verzeichnen konnte. Das stärkste Wachstum wurde noch im ersten Quartal des Jahres verzeichnet (+0,8%), während die Wirtschaft im letzten Quartal 2022 nach vorläufiger Auswertung des Statistischen Bundesamtes sogar um 0,4% geschrumpft ist.

Im abgelaufenen Jahr ist die Arbeitslosenquote in Deutschland weiter gesunken und befand sich mit durchschnittlich 5,3% auf dem niedrigsten Stand seit dem Beginn der Corona-Pandemie. 2021 lag die Zahl noch bei 5,7%. In der Europäischen Union (EU) liegt dieser Wert nach wie vor über dem deutschen Durchschnitt. Im Dezember 2022 hat sich die Quote in der EU mit 6,1% allerdings auch hier trotz der geopolitischen Lage leicht verbessert.

Bezüglich des Bruttoinlandsprodukts zeigt sich das Wachstum in den USA ein wenig eingetrübt im Vergleich zur EU und Deutschland, aber auch zum Vorjahr. Wuchs das BIP in den USA in 2021 noch mit 5,9%, so hat die Wirtschaft in den Vereinigten Staaten in 2022 enorm an Dynamik eingebüßt und ist laut der Regierungsbehörde U.S. Bureau of Economic Analysis auf eine Wachstumsrate von 2,1% gefallen. Hinsichtlich der weltweiten Wirtschaftsleistung erwartet die Weltbank für 2022 eine Steigerung um 3,4%.

2.2 Rahmenbedingungen der geschäftlichen Tätigkeiten

Nach dem Rekordjahr 2021 war das Jahr 2022 insbesondere durch geopolitische Spannungen, steigende Rohstoffpreise, eine hohe Inflation und damit verbundene starke Zinserhöhungen gekennzeichnet. In der Folge sank am IPO-Markt im Jahr 2022 die Zahl der IPOs um fast die Hälfte (- 45 %). Neben der Anzahl der Börsengänge sank auch das Emissionsvolumen um 61% im Vergleich zu 2021. Damit fanden im Jahr 2022 weltweit insgesamt 1.333 Unternehmen den Weg auf das Parkett. Das hieraus resultierende Emissionsvolumen betrug 180 Mrd. USD. Allerdings führte das schwierige Börsenumfeld auch dazu, dass 278 Unternehmen bereits angekündigte Börsengänge absagten oder verschoben.

Insbesondere in den USA ging die Zahl der IPOs massiv zurück. Hier sank die Zahl der Börsengänge um 78%, das Emissionsvolumen brach um 94% ein. Aber auch in Europa sank sowohl die Zahl (-70%) als auch das Volumen (-78%) signifikant. Am stabilsten entwickelte sich dagegen das IPO-Geschäft in China, hier sanken sowohl die Anzahl als auch das Volumen lediglich um ca. 22%.

Insgesamt fanden im Jahr 2022 sieben IPOs in Deutschland statt. Der größte Börsengang hierzulande war die Dr. Ing. h.c. F. Porsche AG, welche ein Emissionsvolumen von 9,4 Milliarden EUR erzielte. Mit 10,7 Milliarden USD Emissionsvolumen war der größte Börsengang des Jahres weltweit der südkoreanische Batteriehersteller LG Energy Solution. An zweiter Stelle folgte der genannte Börsengang der Dr. Ing. h.c. F. Porsche AG, gefolgt von dem Mobilfunkanbieter China Mobile mit einem Volumen von 8,2 Milliarden USD.

Ein weiterer interessanter Börsengang war der GlaxoSmithKline-Spinoff Haleon, welcher die Konsumgütersparte mit bekannten Produkten wie Sensodyne oder Voltaren umfasst. Bewertet wurde das Unternehmen zum Start mit ca. 37 Mrd. EUR, deutlich weniger als von Analysten erwartet wurde.

Der DAX verlor im Jahr 2022 ca. 12% und beendete das Jahr bei 13.923 Punkten (Vorjahr: 15.884 Punkte). Insbesondere der Krieg in der Ukraine und die damit verbundenen Folgen, wie stark steigende Energiepreise, führten zu starken Kursverlusten - zwischenzeitlich fiel der DAX unter 12.000 Punkte. Der MDAX verlor auf Jahressicht mehr als 28% und beendete das Jahr bei 25.177 Punkten (Vorjahr: 35.123 Punkte). Der TecDAX schloss bei 2.921 Punkten und damit ca. 25% unter dem Vorjahr (Vorjahr 3.920).

Betrachtet man einzelne Wertpapiere, so sticht im DAX der Konsumgüterhersteller Beiersdorf AG heraus. Die Aktie konnte ca. 19% zulegen. Ebenfalls gut gelaufen ist die Aktie des Rückversicherers Münchener Rück AG. Das Unternehmen glänzt weiterhin mit hohen Dividenden und stieg um ca. 17%. Das schwächste Unternehmen im DAX war dagegen Vonovia SE, das ca. 55% auf Jahressicht einbüßte. Im Fall der Vonovia SE lag dies insbesondere an den deutlich gestiegenen Kapitalmarktzinsen, da sich hierdurch die Refinanzierung verteuerte und gleichzeitig die Nachfrage nach Bau- und Immobilienkrediten eingebremst wurde.

Im MDAX konnte das Rüstungsunternehmen Rheinmetall AG ca. 124% zulegen und war damit der größte Kursgewinner. Auf dem zweiten Platz folgte der Anlagenbauer Aixtron SE mit ca. 51%. Der größte Verlierer in diesem Index war, mit einem Verlust von mehr als 70%, die Aktie der TAG Immobilien AG.

Auch an den internationalen Aktienmärkten war die Entwicklung der Börsenindizes 2022 rückläufig. So fiel der Dow Jones Index in 2022 um ca. 9% auf 33.147 Punkte (Vorjahr: 36.338 Punkte). Der S&P 500 fiel in 2022 sogar um ca. 19% auf 3.839 Punkte zum Jahresende gegenüber 4.766 Punkten im Vorjahr. Der Nikkei Index verlor in 2022 ca. 9% (Jahresschluss: 26.067, Vorjahr: 28.791). Der EURO STOXX 50-Index verlor auf Jahressicht ca. 12% (Jahresschluss: 3.793, Vorjahr: 4.298).

Das regulatorische Umfeld der Lang & Schwarz Gruppe war auch im Jahr 2022 insbesondere geprägt durch das neue Aufsichtsregime für Wertpapierinstitute im Hinblick auf die Kapital-, Liquiditäts- und Risikomanagementvorschriften sowie das 2021 in Kraft getretene Wertpapierinstitutsgesetz (WpIG). Die neue Wertpapierinstituts-Vergütungsverordnung (WpIVergV) wurde im Geschäftsjahr 2022 erneut zur Konsultation gestellt und lag auch zum 31. Dezember 2022 lediglich im Entwurf vor. Mit einem Inkrafttreten ist voraussichtlich im Jahr 2023 zu rechnen.

2.3 Geschäftsentwicklung

Für die Entwicklung des Konzerns sind bestimmte Kennzahlen und ihre Einflussgrößen maßgeblich. Diese werden als bedeutende Leistungsindikatoren bezeichnet. Als zentrale Größen des Konzerns werden diese beobachtet, gemessen und gegebenenfalls zu anderen Werten oder Entwicklungen in Beziehung gesetzt.

Die nachstehende Übersicht stellt die bedeutenden Leistungsindikatoren für den Konzern der Lang & Schwarz Aktiengesellschaft dar:

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2022 2021
Ergebnis aus der Handelstätigkeit 1 TEUR 43.737 113.244
Verwaltungsaufwand 2 TEUR 26.861 27.782
Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 3 TEUR 17.193 86.131

Das Ergebnis aus der Handelstätigkeit spiegelt die Ertragsentwicklung aus der operativen Tätigkeit wider. Als tägliche, monatliche, quartalsweise und jährliche Größe wird diese jeweils gesellschafts- und konzernbezogen intern berichtet. Zusammen mit den Verwaltungsaufwendungen als überwiegenden Fixkosten und dem Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit stellen diese Größen die steuerungsrelevanten finanziellen Leistungsindikatoren für den Konzern der Lang & Schwarz Aktiengesellschaft dar-steuerungsrelevante nicht finanzielle Leistungsindikatoren liegen nicht vor.

1 Summe aus Umsatzerlöse, Materialaufwand und Zinsergebnis (ohne Sondereffekt: Zinsaufwendungen nach der Abgabenordnung)

2 ÖPersonalaufwand zuzüglich sonstige betriebliche Aufwendungen (ohne Sondereffekt: Personalaufwand wegen Steuererstattung aus Billigkeitsantrag § 8b Abs. 7 KStG im Jahr 2021)

3 Konzernjahresüberschuss zuzüglich bzw. abzüglich Steuern vom Einkommen und vom Ertrag zuzüglich bzw. abzüglich Zuführung/​Auflösung Fonds für allgemeine Bankenrisiken § 340g HGB (ohne Sondereffekte)

Im Vergleich zum Rekordjahr 2021 war das Marktumfeld im Jahr 2022, geprägt durch den Angriffskrieg Russlands in der Ukraine und die damit verbundenen Auswirkungen, deutlich schwieriger. Diese Rahmenbedingungen wirkten sich im Jahresverlauf auf die Ertragsmöglichkeiten aus. Wie prognostiziert konnte das herausragende Ergebnis des Jahres 2021 nicht erreicht werden. Das Ergebnis aus der Handelstätigkeit beträgt im Jahr 2022 EUR 43,7 Mio. Bei einem Verwaltungsaufwand in Höhe von EUR 26,9 Mio., der sich wie erwartet auf dem Niveau des Vorjahres bewegt, wurde ein Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit in Höhe von EUR 17,2 Mio. erzielt. Die im folgenden Abschnitt "Konzernertragslage" dargestellten Sondereffekte sind nicht dem Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit zuzurechnen.

Neben den zuvor beschriebenen Leistungsindikatoren stellt die Einhaltung der Risikotragfähigkeit für den Konzern einen ökonomischen Wert dar, welcher nachhaltig einzuhalten ist. Auch zur Erfüllung aufsichtsrechtlicher Anforderungen im gesamten Konzern wird die Einhaltung der Risikotragfähigkeit turnusmäßig und soweit erforderlich anlassbezogen überprüft.

2.3.1 Entwicklung in den Geschäftsbereichen

2.3.1.1 Geschäftsbereich Strukturierte Produkte

Die schwierigen Rahmenbedingungen des abgelaufenen Geschäftsjahres haben sich sowohl im Geschäftsumfang als auch in den Ertragsmöglichkeiten niedergeschlagen. So sind sowohl die Anzahl der Geschäfte als auch das Handelsvolumen des Geschäftsbereichs Strukturierte Produkte in diesem herausfordernden Umfeld zurückgegangen. Die Anzahl der Geschäfte hat sich im Vergleich zum Vorjahr um ca. 17% auf 755.000 reduziert. Der Umsatz ist auf Jahressicht um 27% auf ca. EUR 2,2 Mrd. gesunken. Das herausragende Ergebnis 2021 konnte daher erwartungsgemäß nicht erreicht werden.

2.3.1.2 Geschäftsbereich TradeCenter

Grundlage der geschäftlichen Tätigkeit des Bereichs TradeCenter im außerbörslichen Bereich (Systematische Internalisierung) wie auch im börslichen Handelsangebot an der Lang & Schwarz Exchange sind die angeschlossenen Partnerbanken. Hier nehmen Kunden unserer Partner das Angebot der Lang & Schwarz TradeCenter AG & Co. KG als Market Maker an. Zudem ist die Lang & Schwarz TradeCenter AG & Co. KG an der Frankfurter Wertpapierbörse und an den Börsen BX Swiss, Bern und Wiener Börse als Market Maker tätig. Darüber hinaus werden Wertpapiergeschäfte bezogen auf Aktien aufgrund von Absicherungsanforderungen der Lang & Schwarz Aktiengesellschaft getätigt. Aus allen vorgenannten Aktivitäten generiert die Lang & Schwarz TradeCenter AG & Co. KG ihren Handelsumfang (Anzahl der Geschäfte und Handelsvolumen). Zusammen mit der Volatilität und Dynamik der Märkte bildet dieser die Grundvoraussetzung, aus denen sich für die Handelsaktivitäten der Lang & Schwarz TradeCenter AG & Co. KG Ertragsmöglichkeiten ergeben können.

Auch die geschäftliche Entwicklung des Geschäftsbereichs TradeCenter war im Geschäftsjahr durch das schwierige Marktumfeld geprägt. Es waren keine klaren Tendenzen bei den Handelsaktivitäten der Marktteilnehmer erkennbar und es fehlte zunehmend an der für Market Maker notwendigen Dynamik der Märkte. So sind die Anzahl der Geschäfte als auch auf das Handelsvolumen der Lang & Schwarz TradeCenter AG & Co. KG in diesem herausfordernden Umfeld zurückgegangen. Sie bewegen sich dennoch weiterhin auf einem sehr hohen Niveau. Die Anzahl der Geschäfte hat sich um ca. 29% gegenüber dem Vorjahr auf 34,7 Millionen reduziert. Das Handelsvolumen ist auf Jahressicht um 19% auf ca. EUR 88,0 Mrd. gesunken. Auch im Bereich TradeCenter konnte das herausragende Ergebnis des Vorjahres erwartungsgemäß nicht erreicht werden.

2.3.1.3 Geschäftsbereich EDV-Dienstleistungen

Die handelsbezogene jederzeitige Erreichbarkeit und der störungsfreie Zugang zu notwendigen Handelssystemen und Kommunikationstechniken ist für den Lang & Schwarz Konzern unumgänglich. Diese hochspezialisierte EDV-bezogene Dienstleistung wird durch die Lang & Schwarz Gate GmbH im Konzern erbracht. Hierdurch kann gewährleistet werden, dass das Know-how konzentriert für konzerneigene Bedürfnisse eingesetzt wird.

2.3.2 Konzernertragslage

Auch im Jahr 2022 war die Konzernertragslage der Lang & Schwarz Aktiengesellschaft von Sondereffekten beeinflusst. Zinsaufwendungen für Zinsen nach der Abgabenordnung im Zusammenhang mit dem Vorwurf der Beteiligung an sogenannten Cum-/​Ex-Geschäften in den Jahren 2007 bis 2011 in Höhe von TEUR 1.560 haben das Jahresergebnis belastet.

Das Ergebnis aus der Handelstätigkeit ist von TEUR 113.244 um 61% deutlich auf TEUR 43.737 gesunken. Ursächlich für diesen Rückgang sind insbesondere das im Vergleich zum Vorjahr schwierige Marktumfeld sowie die niedrigeren Handelsumsätze. Die zuvor beschriebenen Zinsaufwendungen für Zinsen nach der Abgabenordnung von TEUR 1.560 werden als Sondereffekt nicht dem Ergebnis aus der Handelstätigkeit zugerechnet.

Die Personalaufwendungen haben sich von TEUR 19.390 um TEUR 7.427 auf TEUR 11.963 verringert. Hierbei ist zu berücksichtigen, dass der Personalaufwand des Vorjahres aufgrund eines Sondereffektes mit TEUR 3.235 belastet war. Ohne diesen Sondereffekt hat sich der Personalaufwand dennoch um TEUR 4.191 bzw. 26% gegenüber dem Vorjahr reduziert. Ursächlich für diesen Rückgang sind trotz einer gestiegenen durchschnittlichen Mitarbeiterzahl gegenüber dem Jahr 2021 im Wesentlichen geringere Aufwendungen aus der variablen Vergütung für das Geschäftsjahr 2022.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind um TEUR 3.270 auf TEUR 14.898 gestiegen. Hierin enthalten sind im Wesentlichen Rechts- und Beratungskosten von TEUR 3.984 (Vorjahr: TEUR 2.541), Kosten für Fremdleistungen von TEUR 2.775 (Vorjahr: TEUR 1.655), Raumkosten von TEUR 1.837 (Vorjahr: TEUR 1.244), Gebühren und Beiträge von TEUR 1.409 (Vorjahr: TEUR 1.684), Kosten für Informationssysteme von TEUR 1.360 (Vorjahr: TEUR 1.182), Kommunikations- und Leitungskosten von TEUR 866 (Vorjahr: TEUR 778), Werbekosten von TEUR 652 (Vorjahr: TEUR 517) sowie EDV-Kosten von TEUR 557 (Vorjahr: TEUR 559). Ursächlich für den Anstieg der sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind insbesondere höhere Rechts- und Beratungskosten sowie Kosten für Fremdleistungen. Diese beiden Kostenblöcke sind im Geschäftsjahr 2022 besonders belastet. So beinhalten die Rechts- und Beratungskosten in 2022 TEUR 3.365 Kosten, die im Zusammenhang mit dem Vorwurf der Beteiligung an so genannten Cum-/​Ex-Geschäften Geschäften in den Jahren 2007 bis 2011 stehen. Die Kosten für Fremdleistungen beinhalten TEUR 2.221 für ein EDV-Projekt, das nun im ersten Halbjahr 2023 abgeschlossen werden soll.

Die sonstigen betrieblichen Erträge haben sich geringfügig um TEUR 2 auf TEUR 1.301 erhöht. Hierin enthalten sind im Wesentlichen periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 552 insbesondere aus der Auflösung von Rückstellungen. Des Weiteren beinhalten die sonstigen betrieblichen Erträge erhaltene Versicherungsentschädigungen in Höhe von TEUR 496.

Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit beträgt TEUR 17.193. Hierin nicht enthalten sind die aus den zuvor beschriebenen Sondereffekten resultierenden Zinsaufwendungen nach der Abgabenordnung von TEUR 1.560.

Dem Fonds für allgemeine Bankrisiken nach § 340g HGB wurden nach § 340e Abs. 4 HGB pflichtgemäß TEUR 1.610 zugeführt.

Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag haben sich um TEUR 38.172 gegenüber dem Vorjahr auf TEUR 5.253 vermindert. Der Steueraufwand des Geschäftsjahres fällt aufgrund des niedrigeren Jahresergebnisses sowie des im Vorjahr enthaltenen Sondereffektes aus der Risikovorsorge im Zusammenhang mit dem Vorwurf der Beteiligung an sogenannten Cum-/​Ex-Geschäften gegenüber 2021 erheblich geringer aus.

Unter Berücksichtigung sonstiger Steuern in Höhe von TEUR 309 (Vorjahr: TEUR 54) ergibt sich ein Konzernjahresüberschuss in Höhe von TEUR 8.770 (Vorjahr: TEUR 20.980).

2.3.3 Konzernfinanzlage

Die Liquidität im Konzern der Lang & Schwarz Aktiengesellschaft war im abgelaufenen Geschäftsjahr jederzeit ausreichend, die Zahlungsfähigkeit jederzeit gewährleistet. Zum Jahresultimo stehen kurzfristige Forderungen, sonstige Wertpapiere und liquide Mittel im Umlaufvermögen von insgesamt TEUR 671.833 (Vorjahr: TEUR 965.328) kurzfristigen Verbindlichkeiten und Rückstellungen von insgesamt TEUR 617.394 (Vorjahr: TEUR 909.545) gegenüber. Finanzinstrumente, die aufgrund ihrer Fungibilität einen kurzfristigen Charakter aufweisen, werden trotz einer langfristigen Restlaufzeit entsprechend der internen Steuerung in die kurzfristigen Verbindlichkeiten einbezogen. Dies betrifft auch von der Lang & Schwarz Aktiengesellschaft begebene Optionsscheine und Zertifikate. Auf dieser Berechnungsgrundlage ergibt sich ein bilanzieller Liquiditätsüberschuss von TEUR 54.439 (Vorjahr: TEUR 55.783).

Die Forderungen und Verbindlichkeiten bestehen im Wesentlichen in EURO. Geldforderungen in fremder Währung werden zum Stichtag auf laufenden Bankkonten in USD und in CHF in Höhe von TEUR 2.028 unterhalten. In Höhe von TEUR 1.612 werden Geldverbindlichkeiten in fremder Währung (USD und CHF) auf laufenden Bankkonten unterhalten.

Über die bestehenden Konzerneigenmittel (einschl. Fonds für allgemeine Bankrisiken) in Höhe von TEUR 69.628 (Vorjahr: TEUR 73.405) hinaus stehen den Konzerngesellschaften aufgrund aktueller Verträge mit der Hausbank HSBC Trinkaus & Burkhardt GmbH auch im Anschluss an das Geschäftsjahr 2022 ausreichende Finanzierungsmittel zur Verfügung, um ihre geschäftlichen Tätigkeiten finanzieren zu können.

2.3.4 Konzernvermögenslage

Die Konzernbilanzsumme im Konzern der Lang & Schwarz Aktiengesellschaft verminderte sich gegenüber dem Vorjahr von TEUR 982.952 um TEUR 295.928 bzw. 30% auf TEUR 687.024. Dies ist insbesondere auf den stichtagsbedingten Rückgang der Wertpapierpositionen am Jahresende 2022 zurückzuführen, wie die nachfolgende Übersicht zeigt:

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Bilanzausweis
2022 2021 Veränderung
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Bilanzposten und Produkte TEUR TEUR TEUR
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sonstige Vermögensgegenstände
- Optionen 149 93 56
sonstige Wertpapiere
- Aktien, Fonds, ETPs, Optionsscheine und Zertifikate 473.966 800.618 -326.652
- festverzinsliche Wertpapiere 314 323 -9
474.280 800.941 -326.661
Summe aktive Handelsbestände 474.429 801.034 -326.605

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Bilanzausweis
2022 2021 Veränderung
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Bilanzposten und Produkte TEUR TEUR TEUR
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Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
- verkaufte Aktien, Fonds und ETPs 8.625 13.218 -4.593
Sonstige Verbindlichkeiten
- verkaufte eigene Optionsscheine und Zertifikate 553.673 811.663 -257.990
- Optionen 126 33 93
553.799 811.696 -257.897
Summe passive Handelsbestände 562.424 824.914 -262.490

Gegenüber dem Vorjahresausweis hat sich der Stichtagsbestand von verkauften eigenen Optionsscheinen und Zertifikaten innerhalb der sonstigen Verbindlichkeiten von TEUR 811.663 um TEUR 257.990 auf TEUR 553.673 verringert; hiervon entfallen TEUR 503.328 auf verkaufte Wikifolio-Zertifikate. Der unter den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten ausgewiesene Stichtagsbestand der Lieferverbindlichkeiten aus verkauften Aktien, Fonds und ETPs ist ebenfalls von TEUR 13.218 um TEUR 4.593 auf TEUR 8.625 zurückgegangen. Hiermit einhergehend sanken auch die sonstigen Wertpapiere auf der Aktivseite von insgesamt TEUR 800.941 um TEUR 326.661 auf TEUR 474.280 Unter dem Bilanzposten sonstige Wertpapiere werden zum Bilanzstichtag unter anderem die zur Absicherung der verkauften Zertifikate gehaltenen Wertpapierbestände ausgewiesen. Die aktiven Handelsbestände machen insgesamt 69% (Vorjahr: 81%), die passiven Handelsbestände 82% (Vorjahr: 84%) der Konzernbilanzsumme aus.

Dagegen ist auf der Aktivseite der Konzernbilanz der Bilanzposten Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten um insgesamt TEUR 25.145 auf TEUR 201.838 gestiegen. Die hierin enthaltenen Guthaben bei Kreditinstituten von TEUR 195.299 werden im Wesentlichen bei der Hausbank HSBC Trinkaus & Burkhardt GmbH sowie vier weiteren, in Deutschland ansässigen Kreditinstituten gehalten. Des Weiteren betrifft der Bilanzposten mit TEUR 6.539 (Vorjahr: TEUR 5.020) Guthaben bei der Deutschen Bundesbank. Der Posten macht 29% (Vorjahr: 18%) der Konzernbilanzsumme aus.

Auf der Passivseite der Konzernbilanz haben sich die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten insgesamt von TEUR 45.477 um TEUR 24.361 auf TEUR 21.116 vermindert. Die Verbindlichkeiten in laufender Rechnung betreffen im Wesentlichen die Hausbank HSBC Trinkaus & Burkhardt GmbH.

Die Rückstellungen haben sich um TEUR 9.886 gegenüber dem Vorjahr auf TEUR 39.596 verringert. Sie betreffen mit TEUR 33.085 (Vorjahr: 38.447) Steuerrückstellungen und mit TEUR 6.511 (Vorjahr: TEUR 11.035) sonstige Rückstellungen. Die Verminderung der Steuerrückstellungen ist auf den Verbrauch der Ertragssteuerrückstellungen für die Veranlagungszeiträume 2020 und 2021 zurückzuführen. Die verbleibenden Steuerrückstellungen betreffen weiterhin die Risikovorsorge im Zusammenhang mit dem Vorwurf der Beteiligung der Lang & Schwarz Aktiengesellschaft an sogenannten Cum-/​Ex-Geschäften für die Jahre 2007, 2010 und 2011. In diesem Zusammenhang bestehen zum 31. Dezember 2022 Steuerrückstellungen in Höhe von TEUR 33.085 (einschließlich Zinsen nach der Abgabenordnung von TEUR 15.665) nach TEUR 31.525 im Vorjahr. Die Erhöhung ist auf den beschriebenen Sondereffekt der laufenden Rückstellung für Zinsen nach der Abgabenordnung in Höhe von TEUR 1.560 im Jahr 2022 zurückzuführen.

Gegen die erhaltenen geänderten Steuerbescheide für die Veranlagungszeiträume 2008 und 2009 hat die Lang & Schwarz Aktiengesellschaft bereits im vergangenen Jahr Einspruch eingelegt. Über das Einspruchsverfahren ist bislang nicht entschieden worden. Auch nach weiteren internen Auswertungen bleibt nach Bewertung der Gesellschaft das steuerliche Gesamtrisiko - mit Ausnahme des weiteren zurückgestellten Betrages für Zinsen nach der Abgabenordnung - unverändert. Das verbleibende steuerliche Gesamtrisiko für die Jahre 2007, 2010 und 2011 zum 31. Dezember 2022 beträgt EUR 48,8 Mio. Die zum 31. Dezember 2022 diesbezüglich bestehenden Rückstellungen von TEUR 33.085 sind nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung bewertet.

Die sonstigen Rückstellungen in Höhe von TEUR 6.511 betreffen überwiegend Rückstellungen im Personalbereich, welche sich insgesamt verringert haben. Ursächlich hierfür sind insbesondere geringere variable Vergütungen infolge des gesunkenen Jahresergebnisses.

Das bilanzielle Eigenkapital ist von TEUR 46.378 um TEUR 5.387 auf TEUR 40.990 gesunken. Aufgrund des Beschlusses der Hauptversammlung vom 31. August 2022 wurde für das Geschäftsjahr 2021 eine Dividende von EUR 1,50 je gewinnberechtigter Aktie, mithin TEUR 14.157, aus dem Bilanzgewinn an die Aktionäre ausgeschüttet. Der Vorstand schlägt vor, aus dem Bilanzgewinn des Geschäftsjahres 2022 der Lang & Schwarz Aktiengesellschaft in Höhe von TEUR 15.028 eine Dividende von EUR 0,64 je gewinnberechtigter Aktie, mithin TEUR 6.040, zu zahlen.

In Anwendung des Wahlrechts nach § 300 Abs. 2 Satz 3 HGB wird der Ausweis des Sonderpostens Fonds für allgemeine Bankrisiken nach § 340g HGB der Tochtergesellschaft Lang & Schwarz TradeCenter AG & Co. KG in Höhe von TEUR 28.637 (Vorjahr: TEUR 27.027) im Konzernabschluss beibehalten. Dieser ist den Eigenmitteln des Konzerns zuzurechnen.

Angesichts der deutlich gesunkenen Konzernbilanzsumme ergibt sich zum Bilanzstichtag eine Eigenkapitalquote (einschl. Fonds für allgemeine Bankrisiken) von 10,1% gegenüber 7,5% im Vorjahr.

Die Geschäftsentwicklung der Lang & Schwarz Aktiengesellschaft im Jahr 2022 war geprägt durch das schwierige gesamtwirtschaftliche Umfeld. Vor diesem Hintergrund und unter Berücksichtigung eines außergewöhnlich positiven Vorjahres war die Geschäftsentwicklung im Jahr 2022 zufriedenstellend. Die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage sind geordnet.

3. Risikobericht

3.1 Risikomanagement

Die Lang & Schwarz Gruppe wendet als Wertpapierinstitutsgruppe im Sinne des Wertpapierinstitutsgesetzes (WpIG) die Mindestanforderungen an das Risikomanagement (MaRisk) in der jeweils aktuellen Fassung weiterhin sinngemäß an, bis von der Aufsicht eine eigene, speziell auf mittlere Wertpapierinstitute zugeschnittene Verlautbarung erarbeitet wird.

Die Konzerngesellschaften der Lang & Schwarz Aktiengesellschaft tätigen insbesondere Handelsgeschäfte in Finanzinstrumenten, die im Eigenbestand gehalten werden. Eine Absicherung dieser Wertpapierbestände erfolgt durch gegenläufige Bestände gleicher Art oder durch ein dynamisches Delta-Hedging (vgl. hierzu auch die Ausführungen im Konzernanhang zu den Angaben zu Bewertungseinheiten nach § 254 HGB). Der Umgang mit Risiken, wie ein möglicher Verlust oder ein entgangener Gewinn, ist Bestandteil der Gesamtsteuerung durch die Geschäftsleitung für den gesamten Konzern der Lang & Schwarz Aktiengesellschaft. Aus diesem Grund wurde ein zeitnahes Risikomanagement als Risikofrüherkennungs- und -steuerungsinstrument unter Einbeziehung aller Konzerngesellschaften eingerichtet. Vorgaben für den Handel in Finanzinstrumenten sowie das Risikomanagement formuliert die Geschäftsleitung für den gesamten Konzern in Form von Rahmenbedingungen, Richtlinien und Arbeitsanweisungen (Organisationsanweisungen). Die in den Rahmenbedingungen enthaltene Geschäftsstrategie und Risikostrategie werden jährlich durch die Geschäftsleitung überprüft und geben Art und Umfang möglicher Risikogeschäfte in den einzelnen Konzerngeschäftsfeldern vor. Die frühzeitige Erkennung, Bewertung, Steuerung und Überwachung von Risiken erfolgt unmittelbar durch die Geschäftsleitung, die hierbei vom Risikocontrolling, Compliance- Bereich und der Internen Revision im gesamten Konzern unterstützt wird. Vorstand und Aufsichtsrat werden vierteljährlich über die Risikosituation des Konzerns unterrichtet. Dabei wird neben den nachfolgend beschriebenen Risikoarten auch zu Anfragen und Auskunftsersuchen von Behörden zum Aufsichtsrecht oder steuerlichen Themen sowie zu neuen Gesetzesvorhaben oder zu möglichen Änderungen von rechtlichen oder aufsichtsrechtlichen Rahmenbedingungen berichtet.

3.2 Risikoarten der Geschäftstätigkeit

Im Rahmen der Risikoinventur wurden folgende wesentliche Risiken identifiziert: Adressenausfallrisiko, Marktpreisrisiko, Liquiditätsrisiko und operationelles Risiko.

Nach dem WpIG hat eine Wertpapierinstitutsgruppe angemessene Strategien, Grundsätze, Verfahren und Systeme zur Risikosteuerung einzurichten. Diese müssen eine Identifizierung, Beurteilung, Steuerung sowie Überwachung und Kommunikation der wesentlichen Risiken und damit verbundener Risikokonzentrationen sowie deren Ursachen und Auswirkungen auf die Eigenmittel der Gruppe gewährleisten. Dies betrifft Risiken für die Kunden, Risiken für den Markt, Risiken für die Wertpapierinstitutsgruppe und Liquiditätsrisiken. In der Risikoinventur der Lang & Schwarz Gruppe wurden diese Risikogruppen den identifizierten wesentlichen Risiken (Adressenausfallrisiko, Marktpreisrisiko, Liquiditätsrisiko und operationelles Risiko) zugeordnet und gegebenenfalls Ergänzungen vorgenommen.

3.2.1 Adressenausfallrisiko

Adressenausfallrisiko ist das Risiko, dass ein Vertragspartner nicht oder nicht fristgerecht leistet oder eine Konzerngesellschaft einem Vertragspartner aufgrund der Nichtleistung eines Dritten zur Leistung verpflichtet ist, sowie das Wertminderungsrisiko aus Beteiligungen. Das Adressenausfallrisiko wird unterteilt in die drei Unterrisiken: Kreditrisiko, Kontrahentenrisiko und Emittentenrisiko. Diese werden im Risikocontrolling überwacht.

Kreditrisiken betreffen bilanzielle, derivative und außerbilanzielle Risiken sowie adressenausfallbezogene Nachhaltigkeitsrisiken. Von grundsätzlich geringerer Bedeutung sind Kontrahentenrisiken als Risiken des Ausfalls oder der Verschlechterung der Bonität eines Kontrahenten, da nahezu sämtliche Handelsgeschäfte Zug um Zug abgewickelt werden. Sämtliche Handelsgeschäfte werden mit regulierten Instituten abgeschlossen und mit diesen abgewickelt oder an Börsen getätigt und über die Börsensysteme abgewickelt. Dem Emittentenrisiko als Risiko des Ausfalls oder der Verschlechterung der Bonität eines Emittenten wird mit dem Risikomanagement der Handelsgeschäfte begegnet. Derivative und außerbilanzielle Risiken werden im Rahmen der Marktpreisrisiken überwacht. Darüber hinaus werden mögliche Risikokonzentrationen, insbesondere durch die analoge Anwendung von aufsichtsrechtlichen Vorgaben hinsichtlich des Handelsbuchs begrenzt.

3.2.2 Marktpreisrisiko

Marktpreisrisiken sind allgemeine Preisveränderungen von Finanzinstrumenten wie Aktien oder Anleihen bzw. von Währungen oder Währungsrelationen und Rohwaren und anderen handelbaren Produkten durch Marktbewegungen. Zu den Marktpreisrisiken zählen Kursrisiken, Zinsänderungsrisiken, Währungsrisiken und Marktpreisrisiken aus Rohwarengeschäften. Als Kursrisiken werden sowohl Risiken aus kurzfristigen Marktpreisschwankungen definiert als auch Liquiditätsrisiken aufgrund einer eingeschränkten Handelbarkeit von Wertpapieren, die auf ein geringes Handelsvolumen zurückzuführen sind ("marktenge" Wertpapiere).

• Preisrisiko aus kurzfristigen Marktpreisschwankungen

Risiken aus kurzfristigen Marktpreisschwankungen oder aus Schwankungen einer impliziten Volatilität misst ein zeitnahes Risikocontrolling. Um risikobehaftete Bestände zu beschränken, wird die Einhaltung von der Geschäftsleitung vorgegebener Handelslimite kontinuierlich überwacht.

• Preisrisiko durch Liquiditätsengpässe

Liquiditätsrisiken in Finanzinstrumenten wird durch die bewusste Auswahl der im Konzern gehandelten Finanzinstrumente begegnet. Darüber hinaus erfolgt einerseits die Risikomessung analog der Risiken aus kurzfristigen Marktschwankungen, andererseits werden die Risiken in Form sich verzögernder Glattstellungsmöglichkeiten, die sich aus einer Minderliquidität von Produkten ergeben können, als Preisrisiko ermittelt und im Rahmen der Steuerung der Liquiditätsrisiken berücksichtigt.

• Zinsänderungsrisiko im Handelsgeschäft

Zinsänderungsrisiken aus dem Handelsgeschäft bestehen für den Konzern bei zinsabhängigen Produkten. Solche Risiken werden durch die Organisationsanweisungen limitiert und durch das Risikocontrolling zeitnah gemessen und überwacht.

• Währungsrisiko im Handelsgeschäft

Da die Lang & Schwarz Aktiengesellschaft Turbo-Zertifikate auf die Entwicklung von Wechselkursen begibt, können grundsätzlich auch Währungsrisiken aus dem Handelsgeschäft bestehen. Zudem ergeben sich gegebenenfalls Risiken aus Währungsschwankungen im Hinblick auf Kursänderungsrisiken, soweit Emittenten nicht aus der Eurozone stammen und damit Aktienkurse nicht originär auf EURO lauten. Diese Risiken werden durch die Organisationsanweisungen limitiert und durch das Risikocontrolling zeitnah überwacht.

Die Überwachung sämtlicher Marktpreisrisiken erfolgt vom Handel unabhängig auf der Grundlage von Bestands- und Marktpreisberechnungen sowie Szenarioanalysen. Eventuelle Limitüberschreitungen im Laufe eines Handelstags werden nach den Vorgaben der Richtlinien und Arbeitsanweisungen durch das Risikocontrolling gemeldet. Die Geschäftsleitung erhält darüber hinaus täglich einen Bericht über die Einhaltung der Handelslimite auf das Ende eines Handelstags. Weiterhin werden mit Stress-Test-Szenarien starke Schwankungen von Preisindikatoren simuliert und mögliche Ergebnisauswirkungen auf den Handelsbestand berechnet. Die Messung der Marktpreisrisiken für die Risikotragfähigkeitsanalyse erfolgt auf Basis vorgegebener Szenariomodelle. Das negativste Ergebnis einer Szenario-Matrix wird für die Risikotragfähigkeitsanalyse herangezogen.

3.2.3 Liquiditätsrisiken

Liquiditätsrisiken, die unter die Verfügbarkeit liquider Mittel fallen, können für den Konzern der Lang & Schwarz Aktiengesellschaft grundsätzlich nicht ausgeschlossen werden. Aufgrund der Finanzausstattung des Konzerns werden solche Risiken jedoch als gering angesehen. Dennoch wird die Liquiditätslage täglich in angemessener Weise durch interne Verfahren überwacht.

Als Liquiditätsrisiko wird auch ein mögliches Risiko berechnet, das sich aus einer verzögerten Glattstellung aufgrund einer Minderliquidität eines Wertpapierbestands ergeben kann. Dieses Risiko wird aufgrund der Relation eines Wertpapierbestandes zu erwarteten Umsätzen an Referenzmärkten berechnet. Aus der Berechnung der Marktpreisrisiken mit Hilfe von Stressszenarien können sich gleichgerichtete Risikobeträge ergeben, wie beispielsweise bei der Berechnung der hier beschriebenen Liquiditätsrisiken aus einer Minderliquidität von Wertpapieren. Solche sich kumulierende Risikobeträge werden in Kauf genommen und nicht eliminiert.

3.2.4 Operationelles Risiko

Aufgrund der Tätigkeiten im Konzern unterliegt die Gruppe der Kontrolle verschiedener Aufsichtsbehörden. Vor diesem Hintergrund sind für die künftige Entwicklung des Konzerns gesetzliche bzw. aufsichtsrechtliche Änderungen ebenso relevant wie das sich ständig ändernde wirtschaftliche und börsliche Umfeld. Deshalb beobachten und analysieren die Konzerngesellschaften die Rahmenbedingungen, um eine erfolgreiche Entwicklung des Konzerns zu planen und Maßnahmen hierfür umsetzen zu können. In diesem Zusammenhang wurden folgende Risikofelder identifiziert und Maßnahmen zur Risikobegrenzung und -steuerung ergriffen:

• Personal

Der Konzern ist aufgrund des spezifischen Geschäftsmodells auf ausreichendes und qualifiziertes Personal angewiesen. Die erfolgreiche Personalrekrutierung bleibt zwar auch in kommenden Geschäftsjahren ein latentes Risiko, dürfte sich jedoch gegenüber den Vorjahren nicht verschlechtern. Zudem ist der Konzern intern bestrebt, Mitarbeiter weiterzubilden und fördert die Ausbildung von qualifizierten Nachwuchskräften. Mit dem Ausscheiden von Mitarbeitern, die leitende Positionen oder Führungsaufgaben wahrnehmen, kann einer Konzerngesellschaft im Einzelfall ein Wissensnachteil entstehen. Dem wird soweit wie möglich entgegengewirkt.

• EDV

Die Konzerngesellschaften sind in hohem Maße auf die Funktionsfähigkeit und Verarbeitungsgeschwindigkeit der Datenverarbeitungs- und Kommunikationssysteme angewiesen. Um die Verfügbarkeit der Systeme jederzeit gewährleisten zu können, wurden alle Kernfunktionalitäten redundant ausgestaltet. Im Hinblick auf die Auslastung der Systeme und Datenbanken wird zudem auf ausreichende Kapazitäten geachtet, sodass auch über das normale Maß hinausgehende, extreme Auslastungen nicht zu einem nachhaltigen Ausfall der Systeme und Datenbanken, die unmittelbar mit den Kernfunktionen der geschäftlichen Tätigkeiten zusammenhängen, führen. Der Konzern ist gegen den Ausfall der externen Stromversorgung mittels einer unterbrechungsfreien Stromversorgung abgesichert und verfügt über einen Notfallplan. Zur Aufrechterhaltung und zur Pflege aller wesentlichen Systeme sind darüber hinaus jederzeit Mitarbeiter des EDV-Bereichs der Konzerngesellschaft Lang & Schwarz Gate GmbH verfügbar.

Um die jederzeitige Funktionsfähigkeit und Erreichbarkeit der EDV-basierten Arbeitsplätze zu gewährleisten, wird für jeden Mitarbeiter ein Ausweicharbeitsplatz an einem Drittstandort unterhalten. Die Nutzbarkeit und Funktionsfähigkeit der Ausweicharbeitsplätze wird regelmäßig überprüft. Darüber hinaus ist der Zugriff auf die Arbeitsplätze auch durch einen Fernzugriff möglich.

• Markt- und Börsenentwicklung

Im Rahmen seiner Tätigkeit ist der Konzern von der Entwicklung der Wertpapier- und Terminbörsen abhängig, da diese das Anlageverhalten der Marktteilnehmer und damit das Ergebnis der Handelstätigkeit beeinflussen. Diesen Risiken wird durch ein aktives Risikomanagement begegnet.

• Risiken aus einer Strategie- oder Wachstumsverfehlung

Eine Reihe von Faktoren kann das Erreichen von Zielen gefährden. Dazu zählen beispielsweise Marktschwankungen, eine veränderte Marktstellung des Unternehmens sowie veränderte Marktbedingungen im Kernmarkt Deutschland. Wenn es den Konzerngesellschaften nicht gelingt, ihre strategischen Pläne umzusetzen, oder wenn die Kosten die Erwartungen übersteigen, könnte die künftige Ertragskraft und Wettbewerbsfähigkeit negativ beeinflusst werden. Der Konzern der Lang & Schwarz Aktiengesellschaft könnte zukünftig Markttendenzen und Kundenanforderungen nicht rechtzeitig erkennen oder aus anderen Gründen das Wachstum in der Zukunft nicht wie gewünscht fortsetzen.

Eingetretene Strategieabweichungen werden im Rahmen einer jährlichen Risikoanalyse ebenso überprüft wie die daraus folgenden Auswirkungen auf die künftige Entwicklung des Konzerns.

• Wettbewerbsrisiken

Der deutsche Finanzsektor ist durch einen intensiven Wettbewerb gekennzeichnet. Lang & Schwarz steht hierbei nicht nur zu Wertpapierinstituten und Finanzdienstleistungsinstituten, sondern auch zu Kreditinstituten und anderen Finanzunternehmen im Wettbewerb. Infolgedessen lassen sich in den einzelnen Konzerngeschäftsfeldern oft nicht die gewünschten Margen erzielen. Dieses Risiko wird durch die Geschäftsleitung überwacht und ist Bestandteil der täglichen Ergebnisüberwachung sowie der turnusmäßigen Risikoanalyse des Konzerns.

• Risiken aus der Ergebnisentwicklung

Es wird täglich eine Ergebnisübersicht für die Handelstätigkeiten erstellt. Alle nicht am Handelstag geschlossenen Positionen in Derivaten, Wertpapieren oder Devisen werden dabei auf Basis der Mark-to-Market-Methode bewertet. Anhand der täglichen Ergebnisübersicht ist es möglich, eine zeitnahe Kontrolle und Analyse der Ergebnisse vorzunehmen sowie deren Entwicklung zu beobachten. Das selbst entwickelte Limit-Kontroll-System unterstützt zudem eine verbesserte Überwachung der Handelstätigkeit durch eine automatisierte, vom Handel unabhängige Bestandsbewertung aller Finanzprodukte. Hierauf baut das jeweils fortlaufend an aktuelle Marktentwicklungen angepasste Risikomanagementsystem für die Handelsrisiken auf.

Für die Konzerngesellschaften wird zum Jahresende eine Planungsrechnung auf Monatsbasis für das neue Geschäftsjahr erstellt. Der Soll-Ist-Abgleich der Erträge und Aufwendungen der Planungsrechnung mit den tatsächlichen Geschäftsdaten gibt frühzeitig Aufschluss über die wirtschaftliche Entwicklung der Konzerngesellschaften.

• Rechtliche Risiken

Rechtsrisiken können durch neue gesetzliche Regelungen, die Änderung bestehender Vorschriften sowie eine geänderte Auslegung von Vorschriften entstehen. Solchen Risiken begegnen wir durch ein Rechtsmonitoring, bei dem neue gesetzliche Regelungen sowie Gesetzesänderungen auf ihre Relevanz für den Konzern der Lang & Schwarz Aktiengesellschaft hin untersucht werden. Zum Rechtsmonitoring gehört auch die Teilnahme von Fachmitarbeitern an Veranstaltungen, bei denen Gesetzesänderungen vorgestellt und besprochen werden.

Darüber hinaus können sich Rechtsrisiken aus vertraglich nicht eindeutigen Formulierungen ergeben. Die Überwachung und Steuerung solcher Risiken übernimmt die Rechtsabteilung im Konzern. Zur Minderung von Rechtsrisiken prüft die Rechtsabteilung sämtliche vertraglichen Beziehungen; gegebenenfalls werden rechtliche Beratungsdienstleistungen in Anspruch genommen. Darüber hinaus werden zur Sicherstellung der Beweisbarkeit von telefonischen Handelsaufträgen die Geschäftsgespräche der Händler auf Tonträger aufgezeichnet.

• Aufsichtsrechtliche Risiken

Eine Vielzahl an aufsichtsrechtlichen Bestimmungen ist aufgrund der Geschäftstätigkeiten im Konzern zu beachten. Die Einhaltung dieser überwiegend europäisch geprägten nationalen Vorgaben, die Kontrolle der Einhaltung dieser Bestimmungen sowie die laufende Überwachung möglicher Änderungen bestehender Vorschriften sind unerlässlich. Aufgrund nicht ausreichender, fehlerhafter oder gar unterlassener Beachtung aufsichtsrechtlicher Vorgaben können Maßnahmen durch die Aufsicht ergriffen werden. Diese Maßnahmen reichen unter anderem von einer Verwarnung, über die Festsetzung von Bußgeldern, deren Höhe die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage empfindlich beeinträchtigen kann, bis hin zur Rücknahme der Erlaubnisse durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht zum Betreiben von Wertpapierdienstleistungen. Durch das eingerichtete Compliance-Management-System, das Risikomanagementsystem, das interne Kontrollsystem und das interne Revisionssystem soll verhindert werden, dass es zu einem Fehlverhalten im Hinblick auf aufsichtsrechtliche Bestimmungen kommen kann.

Zur Finanzierung von Entschädigungsfällen bei der Entschädigungseinrichtung der Wertpapierhandelsunternehmen (EdW) kann die Entschädigungseinrichtung Kredite aufnehmen und diese durch künftige Einnahmen von Jahresbeiträgen aus dem Mitgliederkreis der verpflichtend angeschlossenen Institute bedienen. Die Entschädigungseinrichtung kann zur Finanzierung von Entschädigungsfällen neben den Jahresbeiträgen auch Sonderbeiträge bei den Mitgliedern erheben. Zum einen kann das Risiko eines möglichen künftigen Entschädigungsfalls bei der EdW nicht abgeschätzt werden. Zum anderen kann nicht beurteilt werden, inwieweit die Gesellschaften im Konzern der Lang & Schwarz Aktiengesellschaft künftig Sonderbeitragszahlungen an die EdW zu leisten haben, deren Ausmaß nicht bekannt ist und auch nicht bestimmt werden kann.

• Sonstige Risiken

Der Konzern unterliegt im Rahmen seiner geschäftlichen Tätigkeiten auch sonstigen Risiken, wie Reputationsrisiken. Aus der Zusammenarbeit mit der wikifolio Financial Technologies AG können sich solche Risiken beispielsweise ergeben, als dass Redakteure, die eine Handelsidee in einem wikifolio-Musterdepot abbilden, nicht in gleichem Maße an frühere Erfolge anknüpfen können wie erwartet. Sollte durch die Lang & Schwarz TradeCenter AG & Co. KG auf solche wikifolio-Musterdepots ein Index berechnet werden und auf diesen durch die Lang & Schwarz Aktiengesellschaft ein wikifolio-Indexzertifikat begeben worden sein, könnten Anleger im Hinblick auf die Performance enttäuscht werden. Trotz aller Bemühungen kann dies nicht verhindert werden und damit einen negativen Einfluss auf die Lang & Schwarz Aktiengesellschaft als Emittentin und die Tochtergesellschaft Lang & Schwarz TradeCenter AG & Co. KG als Indexsponsor haben. Aber auch aus anderen geschäftlichen Tätigkeiten können Reputationsrisiken entstehen.

Sonstigen betrieblichen Risiken wird vor allem durch den Abschluss von Versicherungen begegnet. Der Konzern entscheidet über Art und Umfang des Versicherungsschutzes auf der Grundlage einer kaufmännischen Kosten-Nutzen-Analyse. Es kann trotz intensiver Bemühungen jedoch möglich sein, dass Verluste entstehen oder Ansprüche erhoben werden, die über den Umfang des bestehenden Versicherungsschutzes hinausgehen bzw. für die keine Versicherung abgeschlossen wurde.

3.2.5 Coronavirus-Pandemie

Im Hinblick auf die sich leicht abschwächende Coronavirus-Pandemie hat der Konzern Maßnahmen zur Aufrechterhaltung des Geschäftsbetriebs in einem konzernweiten Notfallkonzept vorgesehen. Auch im Geschäftsjahr 2022 wurden die Maßnahmen weiter fortgeführt, konnten aber zum Jahresende 2022 bzw. zu Beginn des Jahres 2023 erfreulicherweise reduziert werden. Die Maßnahmen zum Schutz des Personals umfassten u.a. die Nutzung des bestehenden Notfallbüros sowie das mobile Arbeiten, um eine weitgehende räumliche Trennung von Mitarbeitern zu gewährleisten. Die im Rahmen der Corona-Prävention ergriffenen Maßnahmen wurde auch nach deren Auslaufen teilweise in die reguläre Betriebsorganisation integriert. Dies betrifft bspw. die Integration von mobiler Arbeit oder die Durchführung hybrider Präsenzsitzungen des Aufsichtsrats mit Bild- und Tonübertragung (Videokonferenz). Reisetätigkeiten wurden eingeschränkt sowie Hygiene und Abstandsregeln insbesondere am Arbeitsplatz beachtet. Der Konzern hat Gefahrenbeurteilungen nach § 2 Corona-ArbSchV durchgeführt, seine Maßnahmen an diesen ausgerichtet und gegebenenfalls Anpassungen vorgenommen.

3.3 Risikotragfähigkeit

Die Berechnung der Risikotragfähigkeit erfolgt unter Berücksichtigung des Leitfadens der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht sowie der Deutschen Bundesbank zur aufsichtlichen Beurteilung bankinterner Risikotragfähigkeitskonzepte und deren prozessualer Einbindung in die Gesamtbanksteuerung. Dieser wird auch nach Inkrafttreten des WpIG sinngemäß weiter angewendet, bis die Aufsicht eine eigene, speziell auf mittlere Wertpapierinstitute zugeschnittene Verlautbarung erarbeitet. Der Risikotragfähigkeitsleitfaden sieht neben der Berechnung der Risikotragfähigkeit nach einer normativen Perspektive (Erfüllung aller regulatorischen Anforderungen) auch die Berechnung einer ökonomischen Perspektive (Erfüllung unter dem Gesichtspunkt einer langfristigen Substanzerhaltung) vor. Für beide Perspektiven wird die Berechnung unter Verwendung von Planzahlen über einen Planungszeitraum von drei Jahren und zusätzlich unter der Verwendung eines adversen Szenarios für den Planungszeitraum vorgenommen. Im adversen Szenario wird dabei ein schwerer konjunktureller Abschwung im Planungszeitraum simuliert. Nur wenn in allen Berechnungsvarianten nachhaltig ausreichend Kapital zur Deckung der Risiken aus den Geschäftstätigkeiten vorgehalten wird, ist die Risikotragfähigkeit uneingeschränkt gegeben. Werden aufsichtsrechtlich relevante Kapitalbeträge bei den Szenariobetrachtungen hingegen soweit abgebaut, dass die Unterlegung von Risiken aus der geschäftlichen Tätigkeit mit Kapital nicht mehr vollständig gewährleistet werden kann, ist die Risikotragfähigkeit nicht mehr uneingeschränkt gegeben. In diesem Fall sind Maßnahmen zu ergreifen. Diese Maßnahmen können die Deckung von Risiken durch zusätzliches Kapital betreffen oder die Reduzierung von Risiken. Nach den vorgenannten Grundsätzen zeichnete sich im Geschäftsjahr sowie zum 31. Dezember 2022 keine Bedrohung der Risikotragfähigkeit des Konzerns der Lang & Schwarz Aktiengesellschaft ab.

4. Prognose- und Chancenbericht

Die einschneidenden Ereignisse, die das Geschäftsjahr 2022 bestimmt haben, werden voraussichtlich auch die wirtschaftliche Entwicklung der Volkswirtschaften in 2023 weiter prägen, wenn auch in veränderter Intensität.

Auf der einen Seite blickt der Konzern im Hinblick auf die weitere Entwicklung der Coronavirus-Pandemie vorsichtig optimistisch in die Zukunft, da mit einem Übergang von der Pandemie zur Endemie gerechnet wird. Aber auch hier besteht weiterhin das Risiko einer erneuten Mutation des Virus.

Auf der anderen Seite wird der Krieg in der Ukraine neben der humanitären Tragödie auch weiterhin enorme wirtschaftliche Konsequenzen zeigen. Gemäß einer Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft wird für das Jahr 2023 weltweit mit Produktionsausfällen aufgrund des Krieges in einer Größenordnung von einer Billion USD gerechnet. Auch ist damit zu rechnen, dass die Inflationsraten und die Energiepreise zumindest mittelfristig hoch bleiben werden.

Auch die globale Entwicklung im Hinblick auf die angespannte Situation der weltweiten Lieferketten und die weitere Entwicklung der Corona-Pandemie in der Volksrepublik China werden Einfluss auf die Wirtschaftsentwicklung 2023 haben.

Um der hohen Inflation in den USA entgegenzuwirken, hat die Fed im Jahr 2022 die Zinsen deutlich angehoben. Mit ihren Entscheidungen im Februar, März und Mai 2023 zur weiteren Zinserhöhung um jeweils 0,25 Prozentpunkte auf nun 5,00% - 5,25% hat die amerikanische Notenbank allerdings ihr Tempo bei den Zinserhöhungen verlangsamt. Für das Jahr 2023 wird dennoch nicht mit Zinssenkungen gerechnet. Hinsichtlich des Bruttoinlandsprodukts in den USA erwartet der Internationale Währungsfonds (IWF) für das Jahr 2023 ein Wachstum von 1,4%. Die weitere Geldpolitik der Fed und anderer Notenbanken wird insbesondere davon abhängen, ob die bereits ergriffenen Maßnahmen in 2023 dazu führen, dass die Inflation abgebremst wird. So hat auch die EZB im Mai 2023 den Leitzins um weitere 0,25 Prozentpunkte erhöht.

Auch für die Konjunktur in Deutschland sind die Aussichten getrübt. Der Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung geht davon aus, dass das Bruttoinlandsprodukt in Deutschland auf Jahressicht in 2023 um 0,2% sinken wird. Für die Prognose unterstellt der Sachverständigenrat, dass die Energiepreise im Prognosezeitraum erhöht bleiben, es jedoch zu dämpfenden Effekten aus den Entlastungspaketen kommen wird. Etwas optimistischer sieht die Bundesregierung die Entwicklung in 2023 und geht dagegen von einem geringen realen Wachstum von 0,2% aus. Für den Euro-Raum schätzt die EU-Kommission das Wachstum in 2023 auf 0,9%.

Bezüglich der weltweiten Wirtschaftsleistung blickt der IWF optimistischer in die Zukunft. Aufgrund Chinas Abkehr von der Null-Covid-Politik hat der IWF seine Prognose zur Weltwirtschaft im laufenden Jahr leicht angehoben. Nach zuvor 2,7% geht der IWF nun von einem weltweiten Wirtschaftswachstum von 2,9% für das Jahr 2023 aus. Ungeachtet dessen liegt das globale Wachstum im Vergleich zu den vergangenen zwei Jahrzehnten unter dem historischen Durchschnitt.

Hinsichtlich der Arbeitslosenquote in Deutschland rechnet die Bundesregierung mit einem leichten Anstieg, so dass sich diese im Jahr 2023 im Jahresdurchschnitt auf 5,4% gegenüber 5,3% in 2022 entwickeln wird.

Die zurückhaltenden Aussichten für die Entwicklungen der Volkswirtschaften, der andauernde Krieg in der Ukraine, das geldpolitische Vorgehen der Zentralbanken und nicht zuletzt die zwar abgeschwächte, aber anhaltende Coronavirus-Krise werden die Aktien-, Rohwaren- und Devisenmärkte 2023 wohl weiter bestimmen.

Das Umfeld des Konzerns wird wie im Vorjahr auch in 2023 von wachsenden Anforderungen aus der Regulatorik geprägt sein. Daher werden weiterhin personelle und technische Ressourcen hierfür benötigt. Ein besonderes Augenmerk wird erneut auf die Ausgestaltung der IT-Infrastruktur zu legen sein sowie auf die Sicherstellung der Verfügbarkeit der wesentlichen Systeme.

Die Möglichkeiten, Ertragspotentiale im Bereich Strukturierte Produkte zu finden, hängen für die Lang & Schwarz Aktiengesellschaft von der Handelsintensität ihrer Kunden ab. Diese wiederum ist maßgeblich von den Rahmenbedingungen des Marktes abhängig wie auch von dem zum Handel angebotenen Produktangebot. Darüber hinaus sind die Ertragsmöglichkeiten abhängig von der Volatilität und Dynamik der Märkte. So können ein hohes Handelsaufkommen, eine hohe Volatilität und eine hohe Dynamik dem Handelserfolg grundsätzlich zuträglich sein. Eine verminderte Volatilität und Dynamik, beispielsweise bei Seitwärtsbewegungen der Märkte, schränken die Ertragsmöglichkeiten eher ein. Auch nehmen die Ertragsmöglichkeiten tendenziell ab, wenn die Handelsintensität in Anzahl und Volumen nachlässt. Auf die Rahmenbedingungen des Marktes haben wir keinen Einfluss. Jedoch versuchen wir, unsere Kundenbasis durch das Listing interessanter Produkte zu verbreitern. Im Hinblick auf unser Produktangebot beobachten wir daher die Entwicklung am Markt, um auch kurzfristig attraktive Underlyings für unsere derivativen Produkte zu finden. Dabei unterliegt die Attraktivität zum Teil sehr kurzfristigen Trends, so dass auch die Frage der Begebung eines Produktes hinsichtlich der mit der Emission entstehenden Kosten zu berücksichtigen ist, ebenso wie die Frage einer adäquaten Risikoabbildung und der Risikoneigung. Wir sehen in dem aktuellen Umfeld insbesondere mit Blick auf unsere starke Kundenbasis die Möglichkeiten, auch weiterhin erfolgreich zu arbeiten.

Der Bereich TradeCenter generiert Ertragspotentiale aus Kundenanfragen. Ein vorrangiges Ziel ist daher eine breite Erreichbarkeit, um Kunden die Möglichkeit zu bieten, unsere Dienstleistungen in Anspruch zu nehmen. Eine hohe Qualität der erbrachten Dienstleistungen ist hierfür unerlässlich und wird daher auch in 2023 laufend überwacht. Auch die jederzeitige Erreichbarkeit unserer Systeme und damit der Zugang zu unseren Dienstleistungen stehen laufend im Fokus unserer Überwachungen. Die Zahl der an die Lang & Schwarz Exchange angeschlossenen Partnerbanken bzw. das börsliche Handelsvolumen mit diesen wie auch das außerbörsliche Handelsvolumen sollen in 2023 weiter ausgebaut werden. Die Ertragsmöglichkeiten aus den Handelstätigkeiten im Bereich TradeCenter sind ebenfalls im Wesentlichen abhängig von der Handelsintensität, der Volatilität und der Dynamik der Märkte. So können ein hohes Handelsaufkommen, eine hohe Volatilität und eine hohe Dynamik dem Handelserfolg grundsätzlich zuträglich sein. Eine verminderte Volatilität und Dynamik, beispielsweise bei Seitwärtsbewegungen der Märkte, schränken die Ertragsmöglichkeiten eher ein. Auch nehmen die Ertragsmöglichkeiten tendenziell ab, wenn die Handelsintensität in Anzahl und Volumen nachlässt. Wir sehen in dem aktuellen Umfeld insbesondere mit Blick auf unsere starke Kundenbasis die Möglichkeiten, auch weiterhin erfolgreich zu arbeiten.

Im Bereich EDV-Dienstleistungen wird die Deckung der Fixkosten der Tochtergesellschaft Lang & Schwarz Gate GmbH angestrebt.

Ziel der neu gegründeten P3 finance GmbH ist die Entwicklung und Vermarktung einer Kommunikationsplattform zum hoch-performanten Austausch von Auftragsdaten für Wertpapiergeschäfte zwischen einerseits den so genannten Order Flow-Providern und andererseits Market Makern. Darüber hinaus beabsichtigt die P3 finance GmbH die Entwicklung und die Vermarktung weiterer Software für die Finanzindustrie.

Die ersten Monate des neuen Jahres zeigen einen positiveren Geschäftsverlauf im Konzern der Lang & Schwarz Aktiengesellschaft als zum Ende des Geschäftsjahres 2022, wenngleich die Ergebnisse aus der Handelstätigkeit nicht so hoch ausfallen wie in den ersten Monaten des Vorjahres. Diese Entwicklung bezieht sich sowohl auf eine hohe Nachfrage nach den Produkten der Lang & Schwarz Aktiengesellschaft im Bereich Strukturierte Produkte wie auch nach den Dienstleistungen bezogen auf den Bereich TradeCenter. Sofern sich die Rahmenbedingungen nicht wesentlich verschlechtern, erwarten wir auch in 2023 ein hohes Niveau der Nachfrage nach unseren Produkten und Dienstleistungen. Dabei ist mit einem vergleichbaren Verwaltungsaufwand wie im Vorjahr zu rechnen. Hieraus erwarten wir, bezogen auf das Ergebnis aus der Handelstätigkeit wie auch hinsichtlich des Ergebnisses der normalen Geschäftstätigkeit insgesamt an das Ergebnis des Vorjahres anknüpfen zu können.

Düsseldorf, den 9. Mai 2023

Der Vorstand

Oliver Ertl

Torsten Klanten

Werner Wegl

Konzernbilanz zum 31. Dezember 2022

Aktiva

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31.12.2022 31.12.2021
EUR EUR EUR
--- --- --- ---
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 301.878,50 296.856,00
II. Sachanlagen
1. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.448.474,12 876.551,48
2. geleistete Anzahlungen 22.835,62 22.835,62
2.471.309,74 899.387,10
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 12.501,00 0,00
2. Beteiligungen 909.067,00 909.067,00
3.694.756,24 2.105.310,10
B. Umlaufvermögen
I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 250.564,05 447.986,65
2. sonstige Vermögensgegenstände 6.405.499,03 2.308.081,83
6.656.063,08 2.756.068,48
II. Wertpapiere
sonstige Wertpapiere 474.279.500,02 800.940.697,79
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten 201.838.250,34 176.693.457,08
C. Rechnungsabgrenzungsposten 550.152,91 445.862,15
D. Aktive latente Steuern 5.099,18 11.034,73
687.023.821,77 982.952.430,33

Passiva

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31.12.2022 31.12.2021
EUR EUR EUR
--- --- --- ---
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 9.438.000,00 9.438.000,00
ausgegebenes Kapital 9.438.000,00 9.438.000,00
II. Kapitalrücklage 10.138.433,23 10.138.433,23
III. Gewinnrücklagen
andere Gewinnrücklagen 6.177.000,52 6.177.000,52
IV. Konzernbilanzgewinn 15.236.653,11 20.624.112,06
40.990.086,86 46.377.545,81
B. Fonds für allgemeine Bankrisiken 28.637.490,00 27.027.490,00
darunter: Fonds für allgemeine Bankrisiken nach § 340e Abs. 4 HGB EUR 14.089.490,00 (Vorjahr: EUR 12.479.490,00)
C. Rückstellungen
1. Steuerrückstellungen 33.085.169,40 38.447.269,40
2. sonstige Rückstellungen 6.510.506,76 11.034.651,06
39.595.676,16 49.481.920,46
D. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 21.116.057,05 45.477.429,93
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 2.627.570,28 2.236.519,70
3. sonstige Verbindlichkeiten 554.054.441,42 812.349.024,43
davon aus Steuern: EUR 241.453,12 (Vorjahr: EUR 638.583,98)
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: EUR 12.175,43 (Vorjahr: EUR 14.714,22)
577.798.068,75 860.062.974,06
E. Rechnungsabgrenzungsposten 2.500,00 2.500,00
687.023.821,77 982.952.430,33

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar 2022 bis 31. Dezember 2022

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1.1. - 31.12.2022 1.1.-31.12.2021
EUR EUR EUR
--- --- --- ---
1. Umsatzerlöse 754.093.600,13 839.172.167,41
2. sonstige betriebliche Erträge 1.300.634,89 1.298.267,62
3. Materialaufwand -709.975.447,71 -725.414.601,24
45.418.787,31 115.055.833,79
4. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -10.828.549,03 -18.299.826,53
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung, davon für Altersversorgung: EUR 75.587,60 (Vorjahr: EUR 85.101,09) -1.134.929,21 -1.090.288,72
-11.963.478,24 -19.390.115,25
5. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -674.422,48 -574.692,88
6. sonstige betriebliche Aufwendungen -14.897.785,83 -11.627.859,02
7. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 128.734,39 157.304,10
abzügl. negative Zinsen -460.692,80 -501.277,03
-331.958,41 -343.972,93
8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -1.609.201,85 -18.659.746,12
9. Zuführung zum Fonds für allgemeine Bankenrisiken -1.610.000,00 0,00
darunter: Zuführung nach § 340e Abs. 4 HGB EUR 1.610.000,00 (Vorjahr: EUR 6.100.000,00)
10. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -5.253.373,42 -43.425.761,61
darunter: Aufwand aus der Veränderung bilanzierter latenter Steuern EUR 5.935,55 (Vorjahr: EUR 3.258,63)
11. Ergebnis nach Steuern 9.078.567,08 21.033.685,98
12. sonstige Steuern -309.026,03 -53.809,56
13. Konzernjahresüberschuss 8.769.541,05 20.979.876,42
14. Gewinn-/​Verlustvortrag aus dem Vorjahr 6.467.112,06 -355.764,36
15. Konzernbilanzgewinn 15.236.653,11 20.624.112,06

Konzernanhang für das Geschäftsjahr 2022

1. Grundlagen der Rechnungslegung

Der Konzernabschluss der Lang & Schwarz Aktiengesellschaft zum 31. Dezember 2022 wurde wie im Vorjahr nach den allgemeinen Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) für große Kapitalgesellschaften und des Aktiengesetzes (AktG) aufgestellt. Er besteht aus der Konzernbilanz, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung (Gesamtkostenverfahren) sowie dem Konzernanhang, der Konzernkapitalflussrechnung und dem Konzerneigenkapitalspiegel. Zudem wurde nach § 315 HGB ein Konzernlagebericht aufgestellt.

Die Firma der Gesellschaft lautet auf Lang & Schwarz Aktiengesellschaft. Sie hat ihren Sitz in Düsseldorf und ist im Handelsregister des Amtsgerichts Düsseldorf unter der Nr. HR B 36259 eingetragen.

2. Konsolidierungs-, Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Der Konzernabschluss wird einheitlich nach den für die Lang & Schwarz Aktiengesellschaft geltenden Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen aufgestellt. Darstellung und Gliederung der Konzernbilanz und der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung entsprechen den allgemeinen Anforderungen des HGB für große Kapitalgesellschaften, wobei für die von der Tochtergesellschaft Lang & Schwarz TradeCenter AG & Co. KG übernommenen Vermögenswerte und Schulden vom Beibehaltungswahlrecht nach § 300 Abs. 2 Satz 3 bzw. § 308 Abs. 2 Satz 2 HGB Gebrauch gemacht. Das Beibehaltungswahlrecht betrifft im Einzelnen den Sonderposten "Fonds für allgemeine Bankrisiken" nach § 340g HGB, der als eigener Ausweis beibehalten wird. Zudem werden die Wertansätze aus der Bewertung der aktiven und passiven Wertpapierbestände beibehalten. Die im Vorjahr angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden für den Konzernabschluss wurden beibehalten.

Die Abschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen wurden zum gleichen Stichtag (31. Dezember 2022) aufgestellt. Die Vorschriften für die Kapital-, Schulden- sowie Aufwands- und Ertragskonsolidierung sowie die Behandlung von Zwischenergebnissen wurden angewendet.

Alle bilanzierungspflichtigen Vermögensgegenstände, Verpflichtungen, Risiken und Abgrenzungen sowie sämtliche Aufwendungen und Erträge sind berücksichtigt. Die Vermögens- und Schuldposten sind unter Beachtung der Grundsätze ordnungsgemäßer Bilanzierung und Bewertung sowie der gesetzlichen Vorschriften bilanziert und bewertet.

Immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen werden zu Anschaffungskosten abzüglich planmäßiger, nutzungsbedingter Abschreibungen bilanziert. Liegt eine dauerhafte Wertminderung vor, erfolgt eine außerplanmäßige Abschreibung. Planmäßige Abschreibungen erfolgen linear. Die Nutzungsdauer beträgt zwischen einem bis 13 Jahre. Zugänge geringwertiger Wirtschaftsgüter werden - soweit zulässig - im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben und als Abgang behandelt.

Anteile an verbundenen Unternehmen und Beteiligungen werden nach den Regeln für Finanzanlagen bilanziert, dauerhafte Wertminderungen werden gegebenenfalls berücksichtigt, das Wertaufholungsgebot wird beachtet. Angaben zu Beteiligungen unterbleiben nach § 313 Abs. 3 Satz 4 HGB, soweit diese von untergeordneter Bedeutung sind.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände (mit Ausnahme von Finanzinstrumenten, die in Bewertungseinheiten einbezogen werden, bzw. deren Wertansatz nach § 308 Abs. 2 Satz 2 HGB beibehalten wurde) sind mit dem Nennwert unter Berücksichtigung ggf. notwendiger Wertberichtigungen angesetzt.

Wertpapiere werden auf ihre Zuordnung zu Bewertungseinheiten hin überprüft. Soweit sie in Bewertungseinheiten einbezogen werden, erfolgt deren Bewertung nach den Vorschriften des § 254 HGB. Die von der Tochtergesellschaft Lang & Schwarz TradeCenter AG & Co. KG in den Konzernabschluss übernommenen Wertpapiere werden nicht in Bewertungseinheiten einbezogen; deren Wertansatz (beizulegender Zeitwert abzüglich eines Risikoabschlags nach § 340e Abs. 3 HGB) wird in Anwendung von § 308 Abs. 2 Satz 2 HGB beibehalten. Sonstige nicht in Bewertungseinheiten einbezogene Wertpapiere werden zu Anschaffungskosten oder ihrem niedrigeren Börsen- oder Marktwert angesetzt. Passive Wertpapierbestände (Lieferverbindlichkeiten) werden unter den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (fremde Wertpapiere) bzw. den sonstigen Verbindlichkeiten (eigene Produkte) ausgewiesen.

Kassenbestand, Bundesbankguthaben und Guthaben bei Kreditinstituten werden mit dem Nennwert bewertet.

Rückstellungen für Steuern und andere Rückstellungen sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung erforderlichen Erfüllungsbetrags gebildet. Langfristige Rückstellungen werden mit dem vorgeschriebenen Zinssatz nach § 253 Abs. 2 HGB auf den Bilanzstichtag abgezinst.

Verbindlichkeiten werden zu ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt, soweit diese nicht in Bewertungseinheiten einbezogen werden bzw. soweit deren Wert nicht nach § 308 Abs. 2 Satz 2 HGB beibehalten wird.

Latente Steuern werden soweit erforderlich berechnet und passive latente Steuern mit aktiven latenten Steuern verrechnet. Von dem Wahlrecht nach § 274 Abs. 1 Satz 2. i.V.m. § 298 HGB wird kein Gebrauch gemacht. Der Berechnung latenter Steuern liegen die Körperschaftsteuer in Höhe von 15% sowie hierauf der Solidaritätszuschlag von 5,5% zugrunde. Darüber hinaus sind für die Gewerbesteuer ein Hebesatz von 440% und die Gewerbesteuermesszahl in Höhe von 3,5% zu berücksichtigen. Rechnerisch ergibt sich so insgesamt ein Steuersatz in Höhe von 31,23%. Aktive latente Steuern aus der Konsolidierung nach § 306 HGB bestehen in Höhe von TEUR 5 und resultieren aus unterschiedlichen Bewertungsansätzen bei den Wertpapierbeständen in den Einzelabschlüssen und im Konzernabschluss.

Als Rechnungsabgrenzungsposten sind Ausgaben bzw. Einnahmen vor dem Bilanzstichtag ausgewiesen, sofern sie Aufwand bzw. Ertrag für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen.

Die Fremdwährungsumrechnung erfolgt unter Anwendung der Vorschrift des § 256a HGB.

Die operative Tätigkeit der Lang & Schwarz Aktiengesellschaft umfasst insbesondere die Begebung von Optionsscheinen und Zertifikaten sowie den Handel mit diesen auf eigene Rechnung. Dabei werden Risiken, die sich aus den verkauften eigenen Optionsscheinen und Zertifikaten ergeben, durch gegenläufige Produkte abgesichert. Aus dem Handel mit diesen Finanzinstrumenten und den Sicherungsgeschäften erzielt die Gesellschaft einen Handelserfolg, der sich aus der Differenz von An- und Verkaufskurs ermittelt. Aufgrund der Wertpapierhandelstätigkeit der Tochtergesellschaften Lang & Schwarz TradeCenter AG & Co. KG trifft entsprechendes auch für diese Gesellschaft zu. Zur sachgerechten Darstellung der Erträge und Aufwendungen aus der Handelstätigkeit des Konzerns sowie zur Vergleichbarkeit mit dem Vorjahr werden positive Differenzen aus dem An- und Verkauf unter den Umsatzerlösen bzw. negative Differenzen aus dem An- und Verkauf unter dem Materialaufwand ausgewiesen.

3. Konsolidierungskreis

Die Lang & Schwarz Aktiengesellschaft ist wie im Vorjahr nach § 290 Abs. 1 HGB Mutterunternehmen der Lang & Schwarz TradeCenter AG & Co. KG, mit Sitz in Düsseldorf sowie der Lang & Schwarz Gate GmbH, mit Sitz in Düsseldorf. Im Berichtsjahr wurde die P3 finance GmbH, Düsseldorf, als Joint Venture neu gegründet. Die Gesellschaft hat ihre operative Geschäftstätigkeit bislang noch nicht aufgenommen. Die Lang & Schwarz Aktiengesellschaft ist mit einer Quote von 50,004% an dieser Gesellschaft beteiligt. Eine Konsolidierung der Gesellschaft ist nach § 296 Abs. 2 Satz 1 HGB unterblieben.

Sämtliche konsolidierten Tochterunternehmen werden nach den Vorschriften der Vollkonsolidierung in den Konzernabschluss einbezogen.

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Name und Sitz der Gesellschaft Stammkapital zum 31.12.2022 Anteil der Lang & Schwarz Aktiengesellschaft zum 31.12.2022
in nom. TEUR in % in nom. TEUR
--- --- --- ---
Lang & Schwarz TradeCenter AG & Co. KG, Düsseldorf 9.250 100,0 9.250
Lang & Schwarz Gate GmbH, Düsseldorf 750 100,0 750

Die Beteiligung an der Lang & Schwarz TradeCenter AG & Co. KG wird zu 99,99% direkt durch die Lang & Schwarz Aktiengesellschaft gehalten. Weitere 0,01% werden treuhänderisch für die Lang & Schwarz Aktiengesellschaft durch die Lang & Schwarz Gate GmbH gehalten. Die Lang & Schwarz Aktiengesellschaft ist Komplementärin der Lang & Schwarz TradeCenter AG & Co. KG.

4. Erläuterungen zur Konzernbilanz

4.1 Anlagevermögen

Die Entwicklung des Anlagevermögens ist im Konzernanlagenspiegel (Anlage zum Konzernanhang) dargestellt.

Der Bilanzausweis andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung in den Sachanlagen enthält TEUR 250 (Vorjahr: TEUR 220) Bauten auf fremden Grundstücken.

4.2 Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Restlaufzeiten der Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände in Gesamthöhe von TEUR 6.656 (Vorjahr: TEUR 2.756) gliedern sich nach den Laufzeitenbändern wie folgt:

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Bilanzposten 31.12.2022 bis 1 Jahr 31.12.2022 > 1 Jahr Vorjahr bis 1 Jahr Vorjahr > 1 Jahr
TEUR TEUR TEUR TEUR
--- --- --- --- ---
- Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 251 0 448 0
- Sonstige Vermögensgegenstände 6.237 168 2.140 168
6.488 168 2.588 168

4.3 Gezeichnetes Kapital

Das gezeichnete Kapital der Gesellschaft beträgt im Berichtsjahr laut Satzung unverändert TEUR 9.438 (rechnerischer Wert) und ist eingeteilt in 9.438.000 Stückaktien. Die Stammaktien lauten auf den Namen.

4.4 Eigene Anteile

Zum 31. Dezember 2022 werden keine eigenen Aktien im Bestand geführt. Im Geschäftsjahr 2022 wurden keine eigenen Anteile, auch nicht zu Handelszwecken gekauft oder verkauft.

4.5 Kapitalrücklage

Die Kapitalrücklage beträgt unverändert TEUR 10.138.

4.6 Gewinnrücklagen

Die anderen Gewinnrücklagen betragen unverändert TEUR 6.177.

4.7 Genehmigtes und bedingtes Kapital

Mit Beschluss der ordentlichen Hauptversammlung vom 13. November 2020 wurde der Vorstand ermächtigt, das Grundkapital der Gesellschaft mit Zustimmung des Aufsichtsrats bis zum 12. November 2025 durch Ausgabe von bis zu 4.719.000 Stück neuer auf den Namen lautender Stückaktien gegen Sach- und/​oder Bareinlage einmalig oder mehrmals, insgesamt jedoch um höchstens EUR 4.719.000,00, zu erhöhen (genehmigtes Kapital).

Das Grundkapital der Gesellschaft ist zudem um bis zu EUR 1.800.000,00, eingeteilt in bis zu 1.800.000 Namensaktien als Stückaktien, bedingt erhöht. Die bedingte Kapitalerhöhung dient der Gewährung von Umtauschrechten der Inhaber von Optionsanleihen (bei Ausgabe an Anleiheinhaberrechte geknüpfte Bezugsrechte) und/​oder Optionsaktien (bei Ausgabe an Inhaberrechte von jungen Aktien geknüpfter Bezugsrechte), zu deren Ausgabe der Vorstand durch Beschluss der Hauptversammlung vom 15. Oktober 1998 in Verbindung mit der Änderung dieses Beschlusses durch die Hauptversammlung vom 25. Juli 2000 sowie durch Beschluss der Hauptversammlung vom 25. Juli 2000 ermächtigt wurde. Sie ist nur insoweit durchgeführt, als von diesem Bezugsrecht Gebrauch gemacht wird.

4.8 Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen in Höhe von TEUR 6.511 (Vorjahr: TEUR 11.035) beinhalten insbesondere Rückstellungen im Personalbereich.

4.9 Verbindlichkeiten

Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten in Gesamthöhe von TEUR 577.798 (Vorjahr: TEUR 860.063) gliedern sich nach den Laufzeitenbändern wie folgt:

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31.12.2022
Bilanzposten bis 1 Jahr > 1bis < 5 Jahre > 5 Jahre
--- --- --- ---
TEUR TEUR TEUR
--- --- --- ---
- Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 21.116 0 0
- Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 2.628 0 0
- Sonstige Verbindlichkeiten 2.961 34.221 516.872
26.705 34.221 516.872

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Vorjahr
Bilanzposten bis 1 Jahr > 1 bis < 5 Jahre > 5 Jahre
--- --- --- ---
TEUR TEUR TEUR
--- --- --- ---
- Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 45.477 0 0
- Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 2.237 0 0
- Sonstige Verbindlichkeiten 6.081 27.452 778.816
53.795 27.452 778.816

Für Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von TEUR 7.981 auf laufenden Bankkonten, die bei der HSBC Trinkaus & Burkhardt GmbH geführt werden, sind bei der Hausbank HSBC Trinkaus & Burkhardt GmbH unterhaltene Guthaben auf laufenden Konten und Wertpapierbestände im Rahmen einer Sicherheitenvereinbarung verpfändet.

5. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

5.1 Umsatzerlöse

Der Konzern der Lang & Schwarz Aktiengesellschaft tätigt in allen Geschäftsbereichen Wertpapierhandelsgeschäfte und bietet hieran angrenzende Dienstleistungen an. Vor diesem Hintergrund liegen keine Märkte, die sich nach ihren Tätigkeiten oder geographisch wesentlich voneinander unterscheiden, vor.

5.2 Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 552 insbesondere im Zusammenhang mit der Auflösung von Rückstellungen.

5.3 Materialaufwand

Der Materialaufwand enthält neben den negativen Differenzen aus der Handelstätigkeit die sich auf den Bilanzstichtag ergebenden Ergebnisse aus der Portfoliobewertung sowie Bank-, Börsen-, und Systemgebühren, die im Zusammenhang mit Wertpapiertransaktionen angefallen sind.

5.4 Sonstige betriebliche Aufwendungen

Unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen werden keine wesentlichen periodenfremden Aufwendungen ausgewiesen.

5.5 Angaben zur Kapitalflussrechnung

In den Finanzmittelfonds werden Zahlungsmittel in Form der Liquidität ersten Grads einbezogen. Hierzu zählen der Kassenbestand und Guthaben bei der Deutschen Bundesbank in Höhe von TEUR 6.540 sowie jederzeit fällige Guthaben bei Kreditinstituten in Höhe von TEUR 155.199. Von diesen werden jederzeit fällige Bankverbindlichkeiten in Höhe von TEUR 7.981 abgezogen.

Im Finanzmittelfonds sind Forderungen enthalten, die einer Verfügungsbeschränkung unterliegen können. Wir verweisen in diesem Zusammenhang auf unsere Ausführungen unter 4.9 Verbindlichkeiten.

Bedeutende zahlungsunwirksame Investitions- und Finanzierungsvorgänge lagen im Geschäftsjahr 2022 nicht vor.

Die geschäftlichen Tätigkeiten im gesamten Konzern der Lang & Schwarz Aktiengesellschaft weisen auch bezogen auf die Geschäfte der Muttergesellschaft eine Nähe zu Geschäften von Kreditinstituten und Finanzdienstleistungsinstituten auf. Aus diesem Grund wurden für die Darstellung die Besonderheiten der Kapitalflussrechnung von Kredit- und Finanzdienstleistungen nach dem Deutschen Rechnungslegungsstandard Nr. 21 mit geringen Anpassungen zugrunde gelegt.

6. Sonstige Angaben

6.1 Außerbilanzielle Geschäfte und sonstige finanzielle Verpflichtungen

Aus laufenden Verträgen, insbesondere aus Miet- und Leasingverträgen sowie Supportdienstleistungen im EDV-Bereich, bestehen Zahlungsverpflichtungen in Höhe von TEUR 16.863. Hierin enthalten sind künftige Aufwendungen an verbundene Unternehmen, die nach § 296 Abs. 2 Satz 1 HGB nicht konsolidiert werden, in Höhe von TEUR 9.155, die sich insbesondere aus Supportdienstleistungen im EDV-Bereich ergeben.

Hinsichtlich der Mitgliedschaft in der Entschädigungseinrichtung der Wertpapierhandelsunternehmen (EdW) verweisen wir auf die Ausführungen im Abschnitt Risikobericht des Lageberichts.

Weitere Angaben zu nicht in der Bilanz enthaltenen Geschäften, die zur Beurteilung der Finanzlage notwendig sind, betreffen Angaben nachstehend unter Gliederungspunkt 6.2 Angaben zu Bewertungseinheiten nach § 254 HGB, soweit sich diese auf Futurebestände beziehen, welche zur Absicherung im Portfolio gehalten werden.

6.2 Angaben zu Bewertungseinheiten nach § 254 HGB

Die Lang & Schwarz Aktiengesellschaft weist Verpflichtungen aus selbst begebenen Produkten und sonstigen Geschäften aus, die als Grundgeschäfte in Bewertungseinheiten nach § 254 HGB einbezogen werden. Der Ausweis erfolgt in Höhe von TEUR 553.617 unter den sonstigen Verbindlichkeiten. Bei den abgesicherten Risiken handelt es sich um Preisänderungsrisiken aufgrund von Marktpreisschwankungen (Börsenpreis).

Bewertungseinheiten werden in Form von Portfolio-Hedges abgebildet. Hierbei werden Portfolien für Kursschwankungsrisiken von Indizes (z.B. DAX), einzelnen Aktienwerten und Themenzertifikaten, Rohwaren (z.B. Gold, Silber und Rohöl), des Bund-Future sowie von Wechselkursrelationen (z.B. USD/​EUR) gebildet.

Die Höhe der mit den Bewertungseinheiten abgesicherten Risiken beträgt zum 31. Dezember 2022 insgesamt TEUR 165.927.

Durch den Verkauf von eigenen Produkten auf alle genannten Risikoarten geht die Lang & Schwarz Aktiengesellschaft offene Positionen bezogen auf die jeweils zugrundeliegenden Finanzinstrumente (Underlying) ein. Diese Risiken werden durch geeignete Sicherungsinstrumente abgesichert. Die Sicherung erfolgt durch entsprechende Gegengeschäfte und/​oder im Rahmen eines dynamischen Deltahedgings direkt durch gegenläufige Positionen im Underlying. Hierdurch ist, jeweils bezogen auf die einzelnen Risiken, sichergestellt, dass sich Wertänderungen weitestgehend ausgleichen. Als Sicherungsinstrumente werden insbesondere Aktien, Anleihen, Fonds, ETPs (ETFs, ETCs und ETNs) sowie derivative Finanzinstrumente wie Futures und Optionen verwendet.

Der Sicherungszusammenhang zwischen Grundgeschäft und Sicherungsinstrument besteht für den Zeitraum, in welchem das Grundgeschäft durch die Gesellschaft gehalten wird. Wird die Position aus den selbst begebenen Produkten geschlossen, erfolgt auch eine Schließung der Sicherungspositionen.

Im Rahmen des Risikomanagementsystems der Lang & Schwarz Aktiengesellschaft werden die Risiken aus den Positionen der Grundgeschäfte und der Sicherungsinstrumente überwacht. Hierzu wurde auch im Hinblick auf die Bewertungseinheiten ein Limitsystem installiert, das täglich überwacht, welche Risiken untergliedert nach Aktienkurs-, Rohwaren-, Zins- und Wechselkursrisiken die Gesellschaft eingeht, und die Auslastung von vorgegebenen Limiten berechnet sowie an den Vorstand berichtet. Zudem erfolgt täglich eine Messung der Effektivität der Sicherungsbeziehung in Form einer quantitativen Sensitivitätsanalyse nach der Market-Shift-Method. Des Weiteren wird auch auf die Ausführungen zum Risikomanagement der Lang & Schwarz Aktiengesellschaft im Lagebericht verwiesen.

Ergebnisse aus den Bewertungseinheiten werden nach der Durchbuchungsmethode erfasst, dabei werden für die ausgewiesenen Finanzinstrumente, soweit möglich, Marktwerte aktiver Märkte herangezogen. Sollte dies nicht möglich sein, etwa bei Optionsbeständen, erfolgt eine Bewertung mit Hilfe des finanzmathematischen Modells Black-Scholes oder im Fall von american-style-Optionen mit Hilfe des Modells von Cox-Ross-Rubinstein. Den Berechnungen der finanzmathematischen Modelle liegen insbesondere Zinssätze, Indizes und andere Underlyingkurse zugrunde. Die für die Berechnungen notwendigen Volatilitäten werden soweit möglich aus am Markt gehandelten Produkten abgeleitet. Gegebenenfalls wird auf alternative Daten oder Berechnungen zurückgegriffen.

Der ineffektive Teil der Bewertungseinheiten in Höhe von TEUR 39 wurde erfolgswirksam im Konzernabschluss als Materialaufwand berücksichtigt.

Zum Bilanzstichtag wurden im Konzern der Lang & Schwarz Aktiengesellschaft derivative Long-Positionen in Form von an Terminbörsen gehandelten Futures auf Wechselkursrelationen (Marktwert TEUR 1.626), Futures auf Rohwaren (Marktwert TEUR 4.402), Futures auf Indizes (Marktwert TEUR 4.943), Bund-Futures (Marktwert TEUR 133), Optionen auf Indizes (Marktwert TEUR 22) sowie Optionen auf Bund-Futures (Marktwert TEUR 103) gehalten.

Zudem bestanden derivative Short-Positionen in Form von an Terminbörsen gehandelten Futures auf Wechselkursrelationen (Marktwert TEUR 879) und Futures auf Indizes (Marktwert TEUR 18.955).

6.3 Namen und Bezüge der Organmitglieder

Vorstandsmitglieder der Lang & Schwarz Aktiengesellschaft im Geschäftsjahr 2022 waren:

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Herr André Bütow, Diplom-Kaufmann, Vorsitzender des Vorstands, Handelsvorstand (bis 11. Mai 2022),
Herr Oliver Ertl, Diplom-Kaufmann, Verwaltungsvorstand (seit 18. Mai 2022),
Herr Torsten Klanten, Diplom Betriebswirt (FH), Verwaltungsvorstand (bis 18. Mai 2022), Handelsvorstand (seit 18. Mai 2022).

Die Vorstände sind als Handelsvorstand bzw. Verwaltungsvorstand tätig.

Herr Bütow wurde mit Datum vom 11. Mai 2022 als Vorstandsmitglied und Vorstandsvorsitzender der Lang & Schwarz Aktiengesellschaft abberufen. Mit Datum vom 18. Mai 2022 wurde Herr Oliver Ertl, Dipl.-Kaufmann, als Vorstandsmitglied der Lang & Schwarz Aktiengesellschaft bestellt.

Mit Datum vom 1. Mai 2023 wurde Herr Werner Wegl, Magister Iuris, als Handelsvorstand bestellt.

Der Aufsichtsrat der Lang & Schwarz Aktiengesellschaft setzte sich im Geschäftsjahr 2022 wie folgt zusammen:

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Herr Jan Liepe, Rechtsanwalt, Vorsitzender des Aufsichtsrats,
Herr Dipl.-Volkswirt Andreas Willius, selbstständiger Unternehmensberater, stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrats,
Herr Gerd Goetz, Gesellschafter-Geschäftsführer der GG2C GmbH,
Herr Thomas Schult, selbstständiger Unternehmensberater.

Auf die Angabe der Gesamtbezüge des Vorstands der Lang & Schwarz Aktiengesellschaft wurde in Anwendung von § 314 Abs. 3 HGB i.V.m. § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

Die Gesamtbezüge des Aufsichtsrats der Lang & Schwarz Aktiengesellschaft bemessen sich nach dem Beschluss der Hauptversammlung vom 31. August 2016. Insgesamt beliefen sich die Gesamtbezüge für das Geschäftsjahr 2022 auf TEUR 225.

6.4 Honorar des Abschlussprüfers

Das berechnete Gesamthonorar des Abschlussprüfers des Geschäftsjahres 2022 beträgt TEUR 202. Der Betrag entfällt in voller Höhe auf Abschlussprüfungsleistungen.

Für die Abschlussprüfung des Geschäftsjahres 2021 durch den Vorjahres-Abschlussprüfer wurden im Geschäftsjahr 2022 TEUR 12 aufgewendet.

6.5 Mitteilungen über das Bestehen von Beteiligungen an der Lang & Schwarz Aktiengesellschaft

Am Aktienkapital der Lang & Schwarz Aktiengesellschaft werden zum 31. Dezember 2022 - soweit bekannt - keine Beteiligungen von mehr als dem vierten Teil der Aktien an der Lang & Schwarz Aktiengesellschaft gehalten.

6.6 Mitarbeiter

In 2022 waren im Konzern der Lang & Schwarz Aktiengesellschaft nach Quartalsendständen gerechnet durchschnittlich 77 Personen (ohne zwei Vorstände) beschäftigt. Diese teilen sich nach Gruppen wie folgt auf:

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Geschäftsjahr 2022
Männlich weiblich
--- --- ---
Mitarbeiter
- Vollzeitkräfte 53 13
- Teilzeit 9 2
62 15

Zum Bilanzstichtag waren 73 Mitarbeiter (ohne zwei Vorstände) beschäftigt.

6.7 Offenlegung

Nach § 325 Abs. 3 HGB werden der Konzernabschluss zum 31. Dezember 2022 nebst Konzernlagebericht 2021 sowie weiteren Unterlagen für das Geschäftsjahr 2022 dem Bundesanzeiger zur Veröffentlichung eingereicht.

Der Offenlegungsbericht nach Teil 6 der Verordnung (EU) 2019/​2033 (IFR) wird durch die Lang & Schwarz Aktiengesellschaft für die Lang & Schwarz Gruppe erstellt. Die Lang & Schwarz Aktiengesellschaft veröffentlicht diesen Bericht mit allen Pflichtangaben auf ihrer Homepage unter dem Bereich Investor Relations/​Finanzberichte/​Offenlegungsberichte.

7. Nachtragsbericht

Ereignisse nach dem Bilanzstichtag, die Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- oder Ertragslage der Lang & Schwarz Aktiengesellschaft haben könnten, haben sich nicht ergeben.

8. Ergebnisverwendungsvorschlag für das Geschäftsjahr 2022

Aus dem Bilanzgewinn des Vorjahres in Höhe von TEUR 21.129 wurde gemäß Beschluss der Hauptversammlung der Lang & Schwarz Aktiengesellschaft vom 31. August 2022 eine Dividende von EUR 1,50 je gewinnberechtigte Aktie, mithin TEUR 14.157, an die Aktionäre ausgeschüttet.

Der Hauptversammlung der Lang & Schwarz Aktiengesellschaft, die voraussichtlich am 22. Juni 2023 stattfindet, soll aus dem Bilanzgewinn in Höhe von TEUR 15.078 die Zahlung einer Dividende von EUR 0,64 je gewinnberechtigter Aktie, mithin TEUR 6.040, vorgeschlagen werden. Für den übersteigenden Betrag soll der Hauptversammlung der Vortrag auf neue Rechnung vorgeschlagen werden.

Düsseldorf, den 9. Mai 2023

Der Vorstand

Oliver Ertl

Torsten Klanten

Werner Wegl

Entwicklung des Konzernanlagevermögens für die Zeit vom 1. Januar 2022 bis 31. Dezember 2022

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Historische Anschaffungskosten
1.1.2022 Zugänge Abgänge 31.12.2022
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EUR EUR EUR EUR
--- --- --- --- ---
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werte 3.091.535,52 202.226,22 0,00 3.293.761,74
II. Sachanlagen
1. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.396.864,43 2.113.132,76 157.874,67 5.352.122,52
2. geleistete Anzahlung 22.835,62 0,00 0,00 22.835,62
3.419.700,05 2.113.132,76 157.874,67 5.374.958,14
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 12.501,00 0,00 12.501,00
Beteiligungen 909.067,00 0,00 0,00 909.067,00
909.067,00 12.501,00 0,00 921.568,00
7.420.302,57 2.327.859,98 157.874,67 9.590.287,88

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Kumulierte Abschreibungen
1.1.2022 Zugänge Abgänge 31.12.2022
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EUR EUR EUR EUR
--- --- --- --- ---
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werte 2.794.679,52 197.203,72 0,00 2.991.883,24
II. Sachanlagen
1. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.520.312,95 477.218,76 93.883,31 2.903.648,40
2. geleistete Anzahlung 0,00 0,00 0,00 0,00
2.520.312,95 477.218,76 93.883,31 2.903.648,40
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00
Beteiligungen 0,00 0,00 0,00 0,00
0,00 0,00 0,00 0,00
5.314.992,47 674.422,48 93.883,31 5.895.531,64

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Restbuchwerte
31.12.2022 Vorjahr
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EUR EUR
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I. Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werte 301.878,50 296.856,00
II. Sachanlagen
1. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.448.474,12 876.551,48
2. geleistete Anzahlung 22.835,62 22.835,62
2.471.309,74 899.387,10
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 12.501,00 0,00
Beteiligungen 909.067,00 909.067,00
921.568,00 909.067,00
3.694.756,24 2.105.310,10

Kapitalflussrechnung für die Zeit vom 1. Januar 2022 bis 31. Dezember 2022

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1.1.- 31.12.2022 1.1.-31.12.2021
TEUR TEUR
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Konzernjahresüberschuss 8.770 20.980
Im Konzernüberschuss enthaltene zahlungsunwirksame Posten und Überleitung auf den Cash Flow aus operativer Tätigkeit
+/​- Abschreibungen, Wertberichtigungen/​Zuschreibungen auf Gegenstände des Sachanlagevermögens und auf immaterielle Vermögenswerte 674 575
+/​- Zunahme/​Abnahme der Rückstellungen (ohne Steuerrückstellungen) -4.524 -93
+/​- Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen/​Erträge -152.039 35.204
-/​+ Gewinn/​Verlust aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens 7 -540
+/​- Sonstige Anpassungen -8.265 -6.532
Zwischensumme -155.377 49.594
Veränderung des Vermögens und der Verbindlichkeiten nach Korrektur um zahlungsunwirksame Bestandteile
-/​+ Zunahme/​Abnahme der nicht zum Finanzmittelfonds zuzurechnenden Forderungen an Kreditinstituten -40.000 22
-/​+ Zunahme/​Abnahme der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 183 -299
-/​+ Zunahme/​Abnahme Wertpapiere und Optionsprämien 319.711 -120.033
-/​+ Zunahme/​Abnahme anderer Aktiva aus laufender Geschäftstätigkeit -1.710 -1.013
+/​- Zunahme/​Abnahme der nicht dem Finanzmittellfonds zuzurechnenden Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten -1.402 -32.437
+/​- Zunahme/​Abnahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 391 -2.849
+/​- Zunahme/​Abnahme anderer Passiva aus laufender Geschäftstätigkeit -97.862 143.294
+/​- Zinsaufwendungen/​Zinserträge 1.941 19.004
+/​- Ertragsteueraufwand/​-ertrag 5.253 43.426
+ Erhaltene Zinszahlungen und Dividendenzahlungen 8.408 6.689
- Gezahlte Zinsen -510 -5.056
-/​+ Ertragsteuerzahlungen -14.661 -21.826
Cash Flow aus laufender Geschäftstätigkeit 24.365 78.516
+ Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Finanzanlagevermögens 0 701
- Auszahlungen für Investitionen in das Finanzanlagevermögen -13 0
+ Einzahlungen aus Abgängen des Sachanlagevermögens 57 1
- Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen -2.113 -431
+ Einzahlungen aus Abgängen des immateriellen Anlagevermögens 0 0
- Auszahlungen für Investitionen in das immaterielle Anlagevermögen -202 -153
Cash Flow aus Investitionstätigkeit -2.271 118
+ Einzahlungen aus Eigenkapitalzuführungen von anderen Gesellschaftern 0 0
- Gezahlte Dividenden an Gesellschafter des Mutterunternehmens -14.157 -12.584
Cash Flow aus Finanzierungstätigkeit -14.157 -12.584
Finanzmittelfonds am Anfang der Periode 145.820 79.770
Cash Flow aus laufender Geschäftstätigkeit 24.365 78.516
Cash Flow aus Investitionstätigkeit -2.271 118
Cash Flow aus Finanzierungstätigkeit -14.157 -12.584
Zahlungswirksame Veränderungen des Finanzmittelfonds 7.937 66.050
Finanzmittelfonds am Ende der Periode 153.757 145.820
Zusammensetzung des Finanzmittelfonds
Kassenbestand, Bundesbankguthaben 6.539 5.022
Täglich fällige Guthaben bei Kreditinstituten abzüglich täglich fällige Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 147.218 140.798
153.757 145.820

Eigenkapitalspiegel für die Zeit vom 1. Januar 2022 bis 31. Dezember 2022

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Angaben in EUR Eigenkapital des Mutterunternehmens
(Korrigiertes) Gezeichnetes Kapital
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Gezeichnetes Kapital Stammaktien Eigene Anteile Stammaktien Summe
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Stand am 1.1.2021 9.438.000,00 0,00 9.438.000,00
Erwerb /​ Einziehung eigener Anteile
Veräußerung eigener Anteile
Einstellung in /​Entnahme aus Rücklagen
Ausschüttung
Sonstige Veränderungen
Konzernjahresüberschuss
Stand 31.12.2021 9.438.000,00 0,00 9.438.000,00
Stand am 1.1.2022 9.438.000,00 0,00 9.438.000,00
Erwerb /​ Einziehung eigener Anteile
Veräußerung eigener Anteile
Einstellung in /​Entnahme aus Rücklagen
Ausschüttung
Sonstige Veränderungen
Konzernjahresüberschuss
Stand 31.12.2022 9.438.000,00 0,00 9.438.000,00

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Angaben in EUR Eigenkapital des Mutterunternehmens
Rücklagen
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Kapitalrücklage nach § 272 Abs. 2 Nr. 1-3 HGB Gewinnrücklagen andere Gewinnrücklagen Summe
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Stand am 1.1.2021 10.138.433,23 6.177.000,52 16.315.433,75
Erwerb /​ Einziehung eigener Anteile
Veräußerung eigener Anteile
Einstellung in /​Entnahme aus Rücklagen
Ausschüttung
Sonstige Veränderungen
Konzernjahresüberschuss
Stand 31.12.2021 10.138.433,23 6.177.000,52 16.315.433,75
Stand am 1.1.2022 10.138.433,23 6.177.000,52 16.315.433,75
Erwerb /​ Einziehung eigener Anteile
Veräußerung eigener Anteile
Einstellung in /​Entnahme aus Rücklagen
Ausschüttung
Sonstige Veränderungen
Konzernjahresüberschuss
Stand 31.12.2022 10.138.433,23 6.177.000,52 16.315.433,75

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Angaben in EUR Eigenkapital des Mutterunternehmens Konzerneigenkapital
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Konzernjahresüberschuss, der dem Mutterunternehmen zuzurechnen ist Summe Summe
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Stand am 1.1.2021 12.228.235,64 12.228.235,64 37.981.669,39
Erwerb /​ Einziehung eigener Anteile 0,00
Veräußerung eigener Anteile 0,00
Einstellung in /​Entnahme aus Rücklagen 0,00
Ausschüttung -12.584.000,00 -12.584.000,00 -12.584.000,00
Sonstige Veränderungen 0,00
Konzernjahresüberschuss 20.979.876,42 20.979.876,42 20.979.876,42
Stand 31.12.2021 20.624.112,06 20.624.112,06 46.377.545,81
Stand am 1.1.2022 20.624.112,06 20.624.112,06 46.377.545,81
Erwerb /​ Einziehung eigener Anteile 0,00
Veräußerung eigener Anteile 0,00
Einstellung in /​Entnahme aus Rücklagen 0,00
Ausschüttung -14.157.000,00 -14.157.000,00 -14.157.000,00
Sonstige Veränderungen 0,00
Konzernjahresüberschuss 8.769.541,05 8.769.541,05 8.769.541,05
Stand 31.12.2022 15.236.653,11 15.236.653,11 40.990.086,86

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Lang & Schwarz Aktiengesellschaft, Düsseldorf

Prüfungsurteile

Wir haben den Konzernabschluss der Lang & Schwarz Aktiengesellschaft, Düsseldorf, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2022, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzernanhang, dem Eigenkapitalspiegel und der Kapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der Lang & Schwarz Aktiengesellschaft, Düsseldorf, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

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entspricht der beigefügte Konzernabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31. Dezember 2022 sowie seiner Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 und
vermittelt der beigefügte Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Konzernlagebericht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses des Konzerns zur Aufstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit §317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

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identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.
gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Konzernabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Konzernlageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.
beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.
ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass der Konzern seine Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.
beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Konzernabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Konzernabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt.
holen wir ausreichende geeignete Prüfungsnachweise für die Rechnungslegungsinformationen der Unternehmen oder Geschäftstätigkeiten innerhalb des Konzerns ein, um Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht abzugeben. Wir sind verantwortlich für die Anleitung, Beaufsichtigung und Durchführung der Konzernabschlussprüfung. Wir tragen die alleinige Verantwortung für unsere Prüfungsurteile.
beurteilen wir den Einklang des Konzernlageberichts mit dem Konzernabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Konzerns.
führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Konzernlagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

Wuppertal, 10. Mai 2023

ETL AG

Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Steuerberatungsgesellschaft

Alfons Ambros, Wirtschaftsprüfer

Clemens Dornseifer, Wirtschaftsprüfer