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Lang + Schwarz AG — Management Reports 2016
Aug 3, 2017
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Management Reports
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Lang & Schwarz Aktiengesellschaft
Düsseldorf
Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2016 bis zum 31.12.2016
Inhaltsverzeichnis zum Lagebericht für das Geschäftsjahr 2016
1. Geschäftliche Aktivitäten
2. Wirtschaftsbericht
2.1 Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen
2.2 Rahmenbedingungen der geschäftlichen Tätigkeiten in 2016
2.3 Geschäftsentwicklung in 2016
2.3.1 Ertragslage
2.3.2 Finanzlage
2.3.3 Vermögenslage
3. Vergütungsbericht
4. Risikobericht
4.1 Risikomanagement
4.2 Risikoarten der Geschäftstätigkeit
4.2.1 Adressenausfallrisiko
4.2.2 Marktpreisrisiko
4.2.3 Liquiditätsrisiken
4.2.4 Operationelles Risiko
4.3 Risikotragfähigkeit
5. Prognose- und Chancenbericht
Lagebericht für das Geschäftsjahr 2016
1. Geschäftliche Aktivitäten
Die Lang & Schwarz Aktiengesellschaft ist eine operative Holdinggesellschaft. Der Konzern umfasst mit der Lang & Schwarz TradeCenter AG & Co. KG und der Lang & Schwarz Broker GmbH zwei weitere Konzerngesellschaften.
Unter die eigene operative Tätigkeit der Lang & Schwarz Aktiengesellschaft fällt die Begebung von derivativen Finanzinstrumenten mit dem Hauptaugenmerk auf Hebelprodukte. Insgesamt wurden durch die Lang & Schwarz Aktiengesellschaft in 2016 über 26.000 eigene Produkte emittiert.
Die verschiedenen Produkte der Lang & Schwarz Aktiengesellschaft werden durch die Tochtergesellschaft Lang & Schwarz TradeCenter AG & Co. KG zum Handel, unter anderem außerbörslich über TradeLink oder börslich an der Börse Stuttgart (Marktsegment EUWAX), angeboten. Zum Ultimo Dezember 2016 quotiert die Lang & Schwarz TradeCenter AG & Co. KG über 7.500 derivative Finanzinstrumente der Lang & Schwarz Aktiengesellschaft mit Bezug auf inländische und ausländische Aktientitel, Indizes, Währungskursrelationen, Rohwarenkurse oder die Zinsentwicklung sowie über nahezu 6.000 wikifolio-Endlosindexzertifikate. Die Lang & Schwarz TradeCenter AG & Co. KG stellt darüber hinaus Handelskurse für über 9.000 unterschiedliche Aktien, Anleihen, Fonds sowie ETPs (ETFs, ETCs und ETNs) wochentäglich von 7:30 Uhr bis 23:00 Uhr sowie samstags von 10:00 Uhr bis 13:00 Uhr und sonntags von 17:00 Uhr bis 19:00 Uhr. Als Market Maker quotiert die Lang & Schwarz TradeCenter AG & Co. KG Finanzinstrumente auch an der Lang & Schwarz Exchange, dem elektronischen Handelssystem der Börse Hamburg. Partnerbanken können sich an die Lang & Schwarz TradeCenter AG & Co. KG zum Handel über TradeLink, cats-os oder andere alternative Anschlussmöglichkeiten anbinden. Über angeschlossene Partnerbanken der Lang & Schwarz TradeCenter AG & Co. KG erreicht diese über 15 Millionen Privatkunden.
Die 100%-ige Tochtergesellschaft Lang & Schwarz Broker GmbH ist eine Spezialbank im Bereich des Handels mit Wertpapieren und anderen Finanzinstrumenten. Die Bank ist an den Börsen in Frankfurt, Düsseldorf, Stuttgart, Wien (Österreich) sowie auf XETRA zum Handel zugelassen und hat Zugang zu weiteren nationalen und internationalen Handelsplätzen. Das Institut stellt als Designated Sponsor verbindliche An- und Verkaufskurse auf der elektronischen Handelsplattform XETRA in Frankfurt und Wien. Die Beratung und Betreuung beim going- und being-public, einschließlich der IPO- und Corporate-Finance-Beratung bildet einen Schwerpunkt der Tätigkeit. Darüber hinaus zählen zum Dienstleistungsspektrum in eingeschränkter Form auch das klassische Brokergeschäft mit der Orderausführung sowie die Ausführung von aktienhandelsnahen Dienstleistungen wie die Durchführung von Aktienrückkaufprogrammen börsennotierter Unternehmen. Die Lang & Schwarz Broker GmbH erbringt darüber hinaus Dienstleistungen im Bereich der EDV-Hardware- und Softwarebereitstellung, der Unterhaltung der technischen Handelsplatzanbindungen sowie den laufenden EDV-Support für die Lang & Schwarz Aktiengesellschaft und die Lang & Schwarz TradeCenter AG & Co. KG.
2. Wirtschaftsbericht
2.1 Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen
Die US-Notenbank Fed reagierte im Dezember 2016 auf den anhaltenden Boom am US-Arbeitsmarkt und die gut laufende US-Konjunktur, indem sie den Leitzins um 25 Basispunkte auf 0,50% bis 0,75% anhob. Es war die zweite Zinserhöhung der Fed seit der Finanzkrise im Jahr 2008. Die Weltwirtschaft wuchs 2016 nach Berechnungen des Internationalen Währungsfonds um 3,1%. Für die USA betrug das Wachstum in 2016 laut Internationalen Währungsfonds 1,6%, während er für die Eurozone ein Wachstum von 1,7% ermittelte. Die chinesische Wirtschaft ist nach Angaben staatlicher Stellen im Jahr 2016 um 6,7% gewachsen. Trotz des vergleichsweise hohen Niveaus fiel das Wachstum der chinesischen Wirtschaft damit auf den niedrigsten Wert seit 1990.
Der Euroraum ist weiterhin von stark unterschiedlichen Werten geprägt. Während in Griechenland das Wirtschaftswachstum im Jahr 2016 um 0,1% schrumpfte, brummte die Wirtschaft in den größeren Volkswirtschaften im Euroraum wie Spanien und Deutschland mit einem Wachstum von 3,1% bzw. 1,9%.
Der Arbeitsmarkt im Euroraum konnte sich weiter erholen. So sank die Arbeitslosenquote in 2016 nach den statistischen Angaben von eurostat auf 9,6% und damit auf den niedrigsten Stand seit sieben Jahren. Es existieren jedoch nach wie vor erhebliche Unterschiede in den einzelnen Mitgliedsstaaten, so betrug die Quote in Deutschland lediglich 3,9% während diese in Griechenland mit 23% weiterhin auf einem sehr hohen Niveau lag. Einen traurigen Höhepunkt bildet die Jugendarbeitslosigkeit in Spanien mit besorgniserregend hohen 42,9%.
Die unterschiedliche Entwicklung der US-Wirtschaft im Vergleich zum Euroraum und die damit verbundenen geldpolitischen Maßnahmen führten zu einer weiteren Aufwertung des US-Dollars gegenüber dem Euro (Schlussstand 2016: 1,05170 Dollar für einen Euro).
Die europäische Gemeinschaftswährung und die europäischen Aktienmärkte wurden erneut von geldpolitischen Maßnahmen zur Konjunkturbelebung der Europäischen Zentralbank (EZB) beeinflusst. So wurde die Einlagefazilität im März 2016 auf -0,4% gesenkt. Zudem wurde auch der Hauptrefinanzierungssatz auf 0,00% und der Spitzenrefinanzierungssatz auf 0,25% verringert. Des Weiteren wurde das Anleihe-Kaufprogramm um neun Monate, bis mindestens Ende 2017, verlängert. Das Volumen soll hingegen ab April 2017 von bisher EUR 80 Mrd. auf EUR 60 Mrd. pro Monat verringert werden.
Der Ölpreis fiel im Januar 2016 — nach dem Ende der Sanktionen gegenüber dem Iran — auf den tiefsten Stand seit 2003. Ein Fass der führenden Nordseesorte Brent kostete im Tief 27,67 US-Dollar, West Texas Intermediate (WTI) Light Sweet Crude-Oil 28,36 USD. Im weiteren Verlauf des Jahres 2016 erholten sich die Ölpreise durch Spekulationen auf Förderkürzungen deutlich, welche Ende des Jahres 2016 durch die Organisation Erdöl exportierender Länder (OPEC) nach langen Verhandlungen realisiert wurden. Die Preise für Rohöl der Nordseesorte Brent stiegen bis zum Jahresende 2016 auf ein Niveau von 56,71 US-Dollar je Barrel wieder merklich an.
Abseits dieser allgemeinen Entwicklungen lagen in 2016 mehrere Ereignisse vor, deren Auswirkungen über die nationalen Grenzen hinweg für Aufmerksamkeit sorgten. So stimmte am 23. Juni 2016 Großbritannien über die EU-Mitgliedschaft ab. Mit 51,9% stimmte eine knappe Mehrheit der Briten für den EU-Austritt. Dieses für fast alle Beobachter überraschende Ergebnis führte dazu, dass der Deutsche Leitindex DAX zwischen dem Tagesendkurs am 23. Juni 2016 und dem Eröffnungskurs am 24. Juni 2016 um 9,9% abrutschte. Der britische Financial Times Stock Exchange 100 (FTSE 100) brach um 8,3% ein. Aufgrund des Abstimmungsergebnisses gab der englische Premierminister David Cameron, der das Referendum initiiert und für einen Verbleib in der EU geworben hatte, seinen Rücktritt bekannt. Theresa May trat seine Nachfolge in diesem politischen Amt an. Ende März 2017 veranlasste sie die Übergabe des Kündigungsschreibens der Briten in Brüssel im Hinblick auf die Mitgliedschaft in der EU.
Ein weiteres unerwartetes Ereignis des Jahres 2016 nahm mit den Wahlen zum 45. Präsidenten der Vereinigten Staaten von Amerika am 8. November 2016 seinen Lauf. Der nach Ansicht der Beobachter politisch unerfahrene Immobiliengeschäftsmann Donald Trump setzte sich buchstäblich auf den letzten Metern gegen die innen- und außenpolitisch als erfahren geltende Hillary Clinton durch. Nachdem der DAX zunächst mit dem bekannt werden des Wahlergebnisses um bis zu 3% nachgab, konnte sich der Markt im Laufe des Handelstages erholen und schloss mit einem Plus von 1,6%. Als Grund für diese Entwicklung wurden von Neu-US-Präsident Trump angekündigte höhere Staatsausgaben und die Senkung der Unternehmenssteuern angeführt.
Ereignisreich war es auch in der Türkei, wo es am 15. Juli 2016 zu einem Putschversuch durch Teile des türkischen Militärs kam. Der Umsturzversuch scheiterte. Die Regierung macht die sogenannte Gülen-Bewegung verantwortlich. Es folgte eine Reaktion der Regierung gegen mögliche Beteiligte und Verbündete der Gülen-Bewegung. Durch die Ereignisse wurde an den Finanzmärkten der Türkei große Unruhe ausgelöst. So fiel der Index der 100 größten Werte an der Istanbuler Börse (BIST) um 5%. In der Nachfolge der Ereignisse und der Unruhen rund um den Bosporus senkte die Ratingagentur Moody's die langfristigen Verbindlichkeiten der Türkei auf die Note „Bar, womit der türkische Staat aus dem Investment-Bereich nach unten abrutschte.
2.2 Rahmenbedingungen der geschäftlichen Tätigkeiten in 2016
Das Jahr 2016 schreckte Börsenkandidaten eher ab. Im Vergleich zum Vorjahr sank so die Zahl der Neuemissionen an der Frankfurter Wertpapierbörse von fünfzehn auf sechs und damit auf den niedrigsten Stand seit Ausbruch der Finanzkrise im Jahr 2008. Das Emissionsvolumen sank um 28% auf EUR 5,1 Mrd. Besonders hervorzuheben ist der Börsengang der Innogy SE. Die RWE-Tochter sorgte alleine für ein Emissionsvolumen von EUR 4,6 Mrd. mit der Trennung der „Old-Economy" von der „New-Economy". Vergleichbar, aber dennoch anders, vollzog zuvor der E.ON Konzern diesen Trennungsschritt. Hier wurde die „Old-Economy" abgespalten. Die so als Spin-Off an die Börse gebrachte Uniper AG bündelt Kohle-, Gas- und Wasserkraftwerke. Der Börsenwert der nicht zu den Neuemissionen zählenden Notierungsaufnahme war rund EUR 3,7 Mrd. schwer.
Im Bereich Mergers & Acquisitions ergaben sich ebenfalls eine Menge interessanter Transaktionen. So erwarb beispielsweise Microsoft für USD 26 Mrd. das Karriere-Netzwerk Linkedln. Des Weiteren legte der chinesische Haushaltsgerätehersteller Midea Group ein Übernahmeangebot von EUR 115 je Aktie für die deutsche Kuka AG vor, einen marktbekannten Roboter- und Anlagenbauer. Das Unternehmen wurde mit EUR 4,6 Mrd. bewertet. Die Bayer AG legte eine Übernahmeofferte für den US-amerikanischen Pestizide- und Düngemittelhersteller Monsanto von USD 128 pro Aktie bzw. einem Gesamtvolumen von USD 66 Mrd. vor. Die bisher größte Übernahme durch ein deutsches Unternehmen würde, wenn kartellrechtliche Hürden diese nicht noch stoppen, den Bayer-Konzern zur weltweiten Nummer eins im Geschäft mit Agrarchemie aufsteigen lassen. Die größte Übernahme des Jahres stemmte der amerikanische Telekom-Konzern AT & T mit der Übernahme von Time Warner Inc. Der Kaufpreis lag bei USD 107,5 je Aktie bzw. USD 85,4 Mrd. Zu Time Warner gehören unter anderem Fernsehsender wie CNN und HBO sowie das Hollywood Filmstudio Warner Bros. Entertainment.
Wie in den Jahren zuvor konnten im abgeschlossenen Geschäftsjahr 2016 die US-Indices neue Höchststände verzeichnen. Der Dow-Jones-Index kletterte auf ein neues Allzeithoch von 19.762 Punkten und konnte auf Jahressicht 13,5% zulegen. Der S & P-500-Index schloss bei 2.238 Punkten, was einem Jahresplus von 9,5% entspricht. Der NASDAQ-Composite-Index markierte mit 5.383 Punkten seinen Jahresendstand, ein Plus von 7,5%. In China stürzten die Aktienmärkte am Jahresanfang zunächst ab bedingt durch Ängste, dass die Wirtschaft an Fahrt verliert und damit die Weltkonjunktur beeinträchtigt. Allerdings konnten sie sich im Laufe des Jahres 2016 deutlich erholen.
Auf europäischer Ebene erzielte der EuroStoxx50 einen Kursgewinn von 0,7%. Bei der Betrachtung der einzelnen Länder lässt sich feststellen, dass Börsen in Südeuropa denen aus dem Norden hinterherlaufen. Die Börse in Mailand schloss das Jahr 2016 mit einem Minus von 10% ab. Dies wird damit begründet, dass dringend notwendige Reformen in Italien nicht umgesetzt werden. Zu viele Menschen sind in Italien weiterhin arbeitssuchend. Zudem ist der Staat weiter hoch verschuldet. Auch Portugal konnte die Anleger nicht überzeugen. Der PSI-20 weist für die zurückliegenden zwölf Monate ein Minus von knapp 11% aus. Dagegen gehörte die Börse in Norwegen (OBX-Index) mit einem Plus von gut 15% zu den größten Gewinnern in diesem Jahr.
Aus nationaler Sicht konnte der DAX mit einem Jahresendstand von 11.481 Punkten gegenüber seinem Startwert von 10.486 Punkten einen Zugewinn in 2016 von 9,5% verbuchen. Der MDAX stieg um 7,5% und schloss am Jahresende bei 22.189 Punkten. Negativ überraschte in diesem Jahr der TecDAX, der mit einem Schlussstand von 1.811 Punkten somit 0,4% verlor. Auf Jahressicht konnten insbesondere die dem DAX angehörenden Aktien von Adidas und Siemens mit Jahresgewinnen von über 67% bzw. 30% überzeugen. Unter den größten Verlierern waren einmal mehr die Banken. Die Aktien der Commerzbank AG brachen um 24% ein, Deutsche Bank AG Aktien verloren 23%. Die Deutsche Bank AG stand dabei erneut besonders im Blickpunkt. Aufgrund dubioser Praktiken im Hypothekengeschäft vor der Finanzkrise sollte die Bank die höchste Strafe in den USA zahlen, die jemals gegen eine ausländische Bank verhängt wurde. 14 Milliarden USD forderte das US-Justizministerium. Nachfolgend fiel die Aktie der Deutschen Bank AG bis auf EUR 9,898. Erst Anfang 2017 konnte eine Einigung erzielt werden, die Deutschlands größtes Geldhaus nun wohl insgesamt 7,2 Milliarden Dollar kosten wird.
2.3 Geschäftsentwicklung in 2016
Das Jahr 2016 war, wie bereits im Lagebericht 2015 prognostiziert, ein schwieriges Jahr für das Wertpapierhandelsgeschäft. Insbesondere für den Bereich des Begebungsgeschäfts mit kurzlaufenden Produkten hielt das Jahr einige Überraschungen bereit. Aus Phasen mit länger anhaltenden Seitwärtsbewegungen und ohne Tradingimpulse lassen sich kaum Handelsmöglichkeiten und damit auch nur schwierig Ertragsmöglichkeiten erschließen. Von einer solchen Grundstimmung waren die Märkte ab Ende des ersten Quartals 2016 bis in den Dezember 2016 hinein grundsätzlich bestimmt. Drei Ausnahmen ergaben sich. Zu Beginn des Jahres 2016 kam es zu einem Kursverfall von nahezu 1.800 Punkten im DAX, bedingt durch die wachsende Sorge um die Entwicklung der Weltwirtschaft, ausgelöst durch eine Abschwächung der chinesischen Wirtschaftsleistung. Im Zuge dessen waren in dieser Zeit Verunsicherungen über die Entwicklung der Kursverläufe an der Tagesordnung. Im Juni 2016 sorgte die Brexit Entscheidung in Großbritannien für Kursausschläge mit massiven Handelsaktivitäten. Letztlich sorgten die US-amerikanischen Präsidentschaftswahlen im November 2016 für nervöse Handelsaktivitäten, begleitet von Kursabschlägen und unmittelbaren Kurserholungen. Gerade bei solchen extremen Handelsaktivitäten, wie die zwei zuletzt genannten, ist eine besondere Analyse notwendig, um bevorstehende unmittelbare Risiken zu minimieren sowie Erfolgschancen zu nutzen.
Alles in allem konnten wir mit den besonderen Situationen in 2016 nicht nur gut umgehen, sondern wir konnten hieraus auch Ertragsmöglichkeiten nutzen. Die Schwächephasen und damit Phasen geringerer Ertragssituationen konnten hierdurch gut aufgefangen werden. Es ist uns jedoch nicht gelungen die ertragsschwache Phase vollständig mit Hilfe der Sonderbewegungen zu kompensieren. So konnte sich die Lang & Schwarz Aktiengesellschaft insgesamt den abnehmenden Handelsaktivitäten an den Börsen im Handel mit eigenen Produkten, insbesondere bezogen auf die kurzlaufenden Produkte, nicht entziehen. Die Anzahl der Geschäfte und das Handelsvolumen der Produkte in EUR mit kurzer Laufzeit nahmen in 2016 gegenüber 2015 ab.
Erfreulich war die Entwicklung in 2016 erneut im Hinblick auf wikifolio-Endlosindexzertifikate. Hier konnte die Marktstellung nach den Angaben der EUWAX im Jahresreport 2016 erneut verbessert werden. Bezogen auf das gehandelte Volumen verbesserten wir unsere Stellung in Stuttgart vom 5. Platz auf den 3. Platz hinter der Commerzbank AG und der Deutschen Bank AG. Im Hinblick auf die Anzahl der ausgeführten Kundenorders verteidigten wir unseren 2. Platz.
Für die Entwicklung der Gesellschaft sind bestimmte Kennzahlen und ihre Einflussgrößen maßgeblich. Diese werden als bedeutende Leistungsindikatoren (finanziell und nicht finanziell) bezeichnet. Als zentrale Größe des Unternehmens werden diese beobachtet, gemessen und gegebenenfalls zu anderen Werten oder Entwicklungen in Beziehung gesetzt. Die nachstehende Übersicht stellt die bedeutenden Leistungsindikatoren für die Lang & Schwarz Aktiengesellschaft dar:
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| 2016 | 2015 | ||
|---|---|---|---|
| Ergebnis aus der Handelstätigkeit1 | TEUR | 12.969 | 16.663 |
| Verwaltungsaufwand2 | TEUR | 7.643 | 8.595 |
| Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit | TEUR | 6.502 | 8.777 |
| Verbindlichkeiten aus verkauften eigenen derivativen Produkten | TEUR | 201.243 | 165.249 |
| Emissionen im Geschäftsjahr | Anzahl | 26.421 | 29.482 |
| Bilanzielles Eigenkapital | TEUR | 29.893 | 27.361 |
| Vollzeitbeschäftigte Mitarbeiter | Anzahl | 20 | 20 |
Das Ergebnis aus der Handelstätigkeit spiegelt die Ertragsentwicklung aus der operativen Tätigkeit wider. Als tägliche, monatliche, quartalsweise und jährliche Größe wird diese jeweils gesellschafts-und konzernbezogen intern berichtet. Zusammen mit den Verwaltungsaufwendungen als überwiegendem Fixkostenblock und dem Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit stellen diese Größen die wesentlichen finanziellen Leistungsindikatoren für die Lang & Schwarz Aktiengesellschaft dar. In Abhängigkeit vom Ergebnis aus der Handelstätigkeit und dem Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit können sich Veränderungen der Verwaltungsaufwendungen durch das Vergütungssystem im Konzern der Lang & Schwarz Aktiengesellschaft ergeben. An dieser Stelle wird auf den Vergütungsbericht als Bestandteil des Lageberichts verwiesen.
Die Verbindlichkeiten aus verkauften eigenen derivativen Produkten geben den Stand der im Umlauf befindlichen eigenen Produkte im Eurogegenwert an. Als Anhaltspunkt kann diese Größe die Bereitschaft von Investoren widerspiegeln, Produkte der Lang & Schwarz Aktiengesellschaft zu erwerben. Überwiegend sind hierin Endlosindexzertifikate ausgewiesen. Jedoch sind auch eigene Produkte mit kurzer Laufzeit enthalten, deren ausstehende Anzahl natürlichen Schwankungen unterliegt. Solche Schwankungen können dadurch hervorgerufen werden, dass nicht im gleichen Maße Produkte jederzeit neu emittiert werden sowie diese Produkte laufzeitbedingt oder aufgrund von Marktänderungen verfallen. Eine direkte Ableitung aus der Veränderung des Betrags ist damit nur aufgrund interner tiefergehender Analysen möglich. Die Anzahl der im Geschäftsjahr emittierten Produkte wird hierbei einbezogen.
Als Haftungsgröße stellt das bilanzielle Eigenkapital eine zentrale Kennziffer dar, deren Entwicklung auch für Aktionäre der Lang & Schwarz Aktiengesellschaft von maßgeblicher Bedeutung ist.
1 Summe aus Umsatzerlöse, Materialaufwand, Zinsergebnis und Abschreibungen auf Wertpapiere des Umlaufvermögens.
2 Personalaufwand zuzüglich sonstige betriebliche Aufwendungen.
Die Mitarbeiter der Lang & Schwarz Aktiengesellschaft stellen eine signifikante Größe für einen nachhaltigen Erfolg und die kontinuierliche Weiterentwicklung der Lang & Schwarz Aktiengesellschaft dar. Gut ausgebildete Mitarbeiter sind die Basis für erfolgsorientiertes, effizientes und prozessorientiertes Arbeiten in Zusammenhang mit den zumeist sehr schnellen Handelsgeschäften und deren reibungslosen Verarbeitung sowie der laufenden risikoorientierten Überwachung. Daher wird deren Entwicklung intern gemessen und berichtet.
2.3.1 Ertragslage
Unter Berücksichtigung der schwierigen Marktverhältnisse im Geschäftsjahr 2016, waren wir in der Lage ein beachtliches Jahresergebnis in Höhe von TEUR 4.178 zu erzielen. Das Ergebnis aus der Handelstätigkeit nahm dabei von TEUR 16.663 um 22% auf TEUR 12.969 ab. Eine Reduzierung, die auch dadurch bedingt ist, dass Investoren gerade im ersten Halbjahr des Kalenderjahres 2016 allgemein Möglichkeiten zum Handeln vermindert genutzt haben. So war die Nachfrage nach klassischen Aktien-Optionsscheinen nur noch sehr gering. Nach den Angaben der EUWAX im Jahresreport 2016 lag das Volumen ausgeführter Kundenorders im Kalenderjahr 2016 sogar unter dem Niveau des Kalenderjahres 2014.
Im Zuge verminderter Einnahmen verringerten sich die Personalaufwendungen um ebenfalls 22% von TEUR 4.942 auf TEUR 3.830. Jedoch konnte diese Kostenreduzierung die Mindereinnahmen gegenüber dem Vorjahr nicht auffangen. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen lagen mit TEUR 3.813 nahezu auf dem Niveau des Vorjahres (TEURE 3.653). Emissionskosten lagen im Zuge verminderter Emissionstätigkeiten innerhalb der sonstigen betrieblichen Aufwendungen unter den Kosten des Vorjahres.
Mit der weiterhin positiven Entwicklung der Tochtergesellschaft Lang & Schwarz Broker GmbH konnte abermals die bestehende Abwertung auf die Beteiligung reduziert werden. Nach TEUR 371 im Vorjahr konnten so TEUR 514 in 2016 unter den sonstigen betrieblichen Erträgen ausgewiesen werden. Die sonstigen betrieblichen Erträge nahmen von TEUR 606 im Vorjahr auf TEUR 1.088 zu.
Unter den sonstigen betrieblichen Erträgen in Höhe von TEUR 1.088 sind periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 271 enthalten. Diesen stehen periodenfremde Aufwendungen unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen in Höhe von TEUR 272 gegenüber. Diese betreffen im Wesentlichen eine umsatzsteuerliche Korrektur beim konzerninternen Leistungsaustausch, der auf eine Änderung im Umsatzsteuerrecht zurückzuführen ist.
Unter den Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens werden die Bewertungsergebnisse für im Umlaufvermögen ausgewiesene Wertpapierbestände ausgewiesen. Dieses ergibt sich aus der Portfoliobewertung nach § 254 HGB bezogen auf die aktivisch und passivisch gehaltenen Bestände in Finanzinstrumenten. Zur Portfoliobildung verweisen wir auf die Angaben zur Bildung von Bewertungseinheiten im Anhang.
Das Ergebnis aus der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit beträgt TEUR 6.502 nach TEUR 8.777 im Vorjahr. Einhergehend mit dem geringeren Ergebnis reduzierten sich auch die Steuern vom Einkommen und Ertrag und wurden in Höhe von TEUR 2.117 berücksichtigt.
2.3.2 Finanzlage
Die Liquidität der Lang & Schwarz Aktiengesellschaft war im abgelaufenen Geschäftsjahr jederzeit ausreichend, die Zahlungsfähigkeit jederzeit gewährleistet. Zum Jahresultimo stehen kurzfristige Forderungen, sonstige Wertpapiere und liquide Mittel im Umlaufvermögen von insgesamt TEUR 249.229 (Vorjahr: TEUR 188.606) kurzfristigen Verbindlichkeiten und Rückstellungen von insgesamt TEUR 231.190 (Vorjahr: TEUR 172.850) gegenüber. Finanzinstrumente, die aufgrund ihrer Fungibilität einen kurzfristigen Charakter aufweisen, werden trotz einer langfristigen Restlaufzeit entsprechend der internen Steuerung in die kurzfristigen Verbindlichkeiten einbezogen. Dies betrifft auch von der Lang & Schwarz Aktiengesellschaft begebene Optionsscheine und Zertifikate. Auf dieser Berechnungsgrundlage ergibt sich ein bilanzieller Liquiditätsüberschuss von TEUR 18.039 (Vorjahr: TEUR 15.757).
Die Forderungen und Verbindlichkeiten bestehen nahezu ausschließlich in EURO. Im Gegenwert von TEUR 33 (Vorjahr: TEUR 183) werden Geldverbindlichkeiten in USD auf laufenden Bankkonten unterhalten bzw. in Höhe von TEUR 24 (Vorjahr: TEUR 0) Geldforderungen in USD auf laufenden Bankkonten.
Sämtliche Forderungen und Verbindlichkeiten werden mit Ausnahme von Forderungen in Höhe von TEUR 13 (Vorjahr: TEUR 23), die eine Laufzeit von bis zu einem Jahr aufweisen, auf laufenden Konten geführt.
Über die bestehenden Eigenmittel der Lang & Schwarz Aktiengesellschaft in Höhe von TEUR 29.893 (Vorjahr: TEUR 27.361) hinausgehend, stehen der Lang & Schwarz Aktiengesellschaft auch im Anschluss an das Geschäftsjahr 2016 ausreichende Finanzierungsmittel zur Verfügung, um ihre geschäftliche Tätigkeit finanzieren zu können. Dies ist insbesondere in den aktuell laufenden Finanzierungsverträgen mit der Hausbank HSBC Trinkaus & Burkhardt AG begründet.
2.3.3 Vermögenslage
Die Bilanzsumme der Lang & Schwarz Aktiengesellschaft erhöht sich gegenüber dem Vorjahr um 30% von TEUR 200.210 um TEUR 60.872 auf TEUR 261.083. Erneut ist dies insbesondere auf den Ausbau des Wertpapierhandelsbestands zurückzuführen, wie nachfolgende Übersicht zeigt:
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| Bilanzausweis | |||
|---|---|---|---|
| 2016 | 2015 | Veränderung | |
| --- | --- | --- | --- |
| Bilanzposten und Produkte | TEUR | TEUR | TEUR |
| --- | --- | --- | --- |
| sonstige Vermögensgegenstände | |||
| - Optionen | 274 | 581 | -307 |
| sonstige Wertpapiere | |||
| - Aktien, Fonds, ETPs, Optionsscheine und Zertifikate | 177.223 | 160.711 | +16.512 |
| - festverzinsliche Wertpapiere | 4.702 | 4.620 | +82 |
| 181.925 | 165.331 | +16.594 | |
| Summe aktive Handelsbestände | 182.199 | 165.912 | +16.287 |
| Bilanzausweis | |||
| 2016 | 2015 | Veränderung | |
| Bilanzposten und Produkte | TEUR | TEUR | TEUR |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | |||
| - verkaufte Aktien, Fonds und ETPs | 101 | 135 | -34 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | |||
| - Optionen | 0 | 46 | -46 |
| - verkaufte eigene Optionsscheine und Zertifikate | 201.243 | 165.249 | +35.994 |
| 201.243 | 165.295 | +35.948 | |
| Summe passive Handelsbestände | 201.344 | 165.430 | +35.914 |
Gegenüber dem Vorjahresausweis stieg der Bestand von verkauften eigenen Optionsscheinen und Zertifikaten innerhalb der sonstigen Verbindlichkeiten von TEUR 165.249 um TEUR 35.994 auf TEUR 201.243 an. Hiermit einhergehend erhöhten sich die sonstigen Wertpapiere auf der Aktivseite von insgesamt TEUR 165.331 um TEUR 16.594 auf TEUR 181.925. Unter dem Bilanzposten sonstige Wertpapiere werden unter anderem die maßgeblich zum Bilanzstichtag zur Absicherung der verkauften Zertifikate gehaltene Wertpapierbestände ausgewiesen.
Darüber hinaus stiegen innerhalb des Bilanzpostens Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten die unterhaltenen Gelder auf Bankkonten um insgesamt TEUR 43.172 auf 65.245 an. Verbindlichkeiten auf laufenden Bankkonten innerhalb des Bilanzpostens „Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten" erhöhten sich von TEUR 762 um TEUR 26.499 auf TEUR 27.261. Guthaben betreffen im Wesentlichen die Hausbank HSBC Trinkaus & Burkhardt sowie drei weitere, in Deutschland ansässige Kreditinstitute. Verbindlichkeiten in laufender Rechnung betreffen nahezu ausschließlich die Hausbank HSBC Trinkaus & Burkhardt AG.
Die Erhöhung der Anteile an verbundenen Unternehmen von TEUR 9.121 um TEUR 2.014 auf TEUR 11.135 beinhaltet eine im Geschäftsjahr 2016 vorgenommene Kapitalerhöhung um TEUR 1.500 bei der Lang & Schwarz TradeCenter AG & Co. KG. Zudem wurde eine erneute Zuschreibung auf die Beteiligung an der Tochtergesellschaft Lang & Schwarz Broker GmbH in Höhe von TEUR 514 vorgenommen.
Das Eigenkapital erhöhte sich von TEUR 27.361 um TEUR 2.532 auf TEUR 29.893. Hierbei ist zu berücksichtigen, dass die zum Vorjahresultimo ausgewiesenen eigenen Anteile durch die Lang & Schwarz Aktiengesellschaft vollständig verkauft wurden. Hierdurch erhöhen sich das gezeichnete Kapital um TEUR 470, die Gewinnrücklagen um TEUR 1.881 sowie die Kapitalrücklagen durch den Erfolg aus dem Handel in eigenen Anteilen um TEUR 502. Aufgrund des Beschlusses der Hauptversammlung vom 31. August 2016 wurden TEUR 4.499 an die Aktionäre ausgeschüttet. Aus dem Bilanzgewinn des Vorjahres wurden zudem TEUR 1.492 gemäß Beschluss der Hauptversammlung vom 31. August 2016 den Gewinnrücklagen zugeführt. Trotz der erhöhten Eigenmittel sank die bilanzielle Eigenkapitalquote von 14% auf 11%, bedingt durch die gestiegene Bilanzsumme.
Die Leistungsindikatoren haben sich im Geschäftsjahr 2016 in einem Maße positiv entwickelt, dass sich diese insgesamt günstig auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage ausgewirkt haben. Die Vermögens- Finanz- und Ertragslage der Lang & Schwarz Aktiengesellschaft weist insgesamt geordnete Verhältnisse auf.
3. Vergütungsbericht
Die Vergütung der Mitarbeiter im Konzern der Lang & Schwarz Aktiengesellschaft bzw. in der Finanzholding-Gruppe wird einheitlich gehandhabt und berücksichtigt die Vorgaben der InstitutsVergV. Die Einhaltung der rechtlichen Vorgaben wird jährlich durch den Vorstand, den Aufsichtsrat sowie darüber hinaus im Rahmen der Jahresabschlussprüfungen durch unseren Wirtschaftsprüfer überprüft.
Für die Ausgestaltung des Vergütungssystems der Mitarbeiter ist der Vorstand der Lang & Schwarz Aktiengesellschaft verantwortlich. Neben festen monatlichen Bezügen kann ein variabler Bestandteil durch die Geschäftsleitung festgelegt werden, um positive Leistungsanreize zu setzen. Die Zahlung eines variablen Bezugs erfolgt freiwillig, ohne einen rechtlichen Anspruch der Mitarbeiter und ist grundsätzlich gebunden an ein positives Ergebnis des vordefinierten Geschäftsfelds, Bereichs bzw. des Konzerns. Bei der Bemessung der einzelnen Bezüge werden quantitative als auch qualitative Kriterien berücksichtigt wie beispielsweise die Qualität der Leistung, die Anforderung an die Tätigkeit, die Stellung im Unternehmen, die Betriebszugehörigkeit oder die Übernahme von besonderen Aufgaben. Die Ausgestaltung des Vergütungssystems des Vorstands erfolgt durch den Aufsichtsrat der Lang & Schwarz Aktiengesellschaft. Für den Vorstand gelten dabei grundsätzlich die gleichen Regelungen. Die variablen Bezüge bemessen sich jedoch nach einer schriftlich vereinbarten Bemessungsgrundlage.
4. Risikobericht
4.1 Risikomanagement
Die Lang & Schwarz Aktiengesellschaft tätigt in ihrem Geschäftsfeld insbesondere Handelsgeschäfte in Finanzinstrumenten, die über einen meist kurzfristigen Zeitraum im Eigenbestand gehalten werden. Eine Absicherung dieser Wertpapierbestände erfolgt durch gegenläufige Bestände gleicher Art oder durch ein dynamisches Delta-Hedging (vgl. hierzu auch Ausführungen im Anhang zu den Angaben zu Bewertungseinheiten nach § 254 HGB). Der Umgang mit Risiken, wie ein möglicher Verlust oder ein entgangener Gewinn, ist Bestandteil der Gesamtsteuerung durch die Geschäftsleitung für den gesamten Konzern der Lang & Schwarz Aktiengesellschaft. Aus diesem Grund wurde ein zeitnahes Risikomanagement als Risikofrüherkennungs- und -steuerungsinstrument unter Einbeziehung aller Konzerngesellschaften eingerichtet. Die Rahmenbedingungen für den Handel in Finanzinstrumenten sowie das Risikomanagement formuliert die Geschäftsleitung für den gesamten Konzern in Form von Richtlinien und Arbeitsanweisungen (Organisationsanweisungen). Die in den Rahmenbedingungen enthaltene Geschäftsstrategie und Risikostrategie werden jährlich durch die Geschäftsleitung überprüft und geben Art und Umfang möglicher Risikogeschäfte in den einzelnen Konzerngeschäftsfeldern vor. Die frühzeitige Erkennung, Bewertung, Steuerung und Überwachung von Risiken erfolgt unmittelbar durch die Geschäftsleitung, die hierbei vom Risikocontrolling und der Internen Revision im gesamten Konzern unterstützt wird.
4.2 Risikoarten der Geschäftstätigkeit
Aus der Geschäftstätigkeit heraus wurden als maßgebliche Risiken identifiziert: Adressenausfallrisiko,
Marktpreisrisiko, Liquiditätsrisiko und operationelles Risiko.
4.2.1 Adressenausfallrisiko
Adressenausfallrisiko ist das Risiko, dass ein Vertragspartner nicht oder nicht fristgerecht leistet oder die Gesellschaft einem Vertragspartner trotz der Nichtleistung eines Dritten zu leisten verpflichtet ist. Das Adressenausfallrisiko wird unterteilt in die drei Unterrisiken: Kreditrisiko, Kontrahentenrisiko und Emittentenrisiko.
Kreditrisiken betreffen derivative und außerbilanzielle Risiken, die durch das Risikocontrolling der Handelsgeschäfte überwacht werden.
Von untergeordneter Bedeutung sind Kontrahentenrisiken als Risiken des Ausfalls oder der Verschlechterung der Bonität eines Kontrahenten, da nahezu sämtliche Handelsgeschäfte Zug um Zug abgewickelt werden.
Dem Emittentenrisiko als Risiko des Ausfalls oder der Verschlechterung der Bonität eines Emittenten wird mit dem Risikomanagement der Handelsgeschäfte begegnet. Derivative und außerbilanzielle Risiken werden im Rahmen der Marktpreisrisiken überwacht. Darüber hinaus werden mögliche Risikokonzentrationen insbesondere durch die analoge Anwendung von aufsichtsrechtlichen Vorgaben im Risikomanagement gemessen und gemindert.
Das Adressenausfallrisiko wird, soweit es nicht das Handelsgeschäft betrifft, auf Basis der durchschnittlichen Wertverluste vergangener Perioden quantifiziert.
4.2.2 Marktpreisrisiko
Marktpreisrisiken sind allgemeine Preisveränderungen von Aktien, Anleihen, Währungen und Rohwaren durch Marktbewegungen. Zu den Marktpreisrisiken zählen Kursrisiken, Zinsänderungsrisiken, Währungsrisiken und Marktpreisrisiken aus Warengeschäften. Als Kursrisiken werden sowohl Risiken aus kurzfristigen Marktpreisschwankungen definiert als auch Liquiditätsrisiken aufgrund einer eingeschränkten Handelbarkeit von Wertpapieren, die auf ein geringes Handelsvolumen zurückzuführen sind („marktenge" Wertpapiere).
| • | Preisrisiko aus kurzfristigen Marktpreisschwankungen Risiken aus kurzfristigen Marktpreisschwankungen oder aus Schwankungen einer impliziten Volatilität misst ein zeitnahes Risikocontrolling. Um risikobehaftete Bestände zu beschränken, wird die Einhaltung der von der Geschäftsleitung vorgegebenen Handelslimite kontinuierlich überwacht. |
| • | Preisrisiko durch Liquiditätsengpässe Liquiditätsrisiken in Finanzinstrumenten werden durch die bewusste Auswahl der von der Gesellschaft gehandelten Finanzinstrumente begegnet. Darüber hinaus erfolgt einerseits die Risikomessung analog der Risiken aus kurzfristigen Marktschwankungen, andererseits wird das Risiko in Form sich verzögernder Glattstellungsmöglichkeiten, die sich aus einer Minderliquidität von Produkten ergeben kann, als Preisrisiko ermittelt und im Rahmen der Liquiditätsrisiken berücksichtigt. |
| • | Zinsänderungsrisiko im Handelsgeschäft Zinsänderungsrisiken aus dem Handelsgeschäft bestehen für das Unternehmen bei zinsabhängigen Produkten. Solche Risiken werden durch die Organisationsanweisungen limitiert und durch das Risikocontrolling zeitnah gemessen und überwacht. |
| • | Währungsrisiko im Handelsgeschäft Da die Lang & Schwarz Aktiengesellschaft Turbo-Zertifikate auf die Entwicklung von Wechselkursen begibt, können grundsätzlich auch Währungsrisiken aus dem Handelsgeschäft bestehen. Diese werden durch die Organisationsanweisungen limitiert und durch das Risikocontrolling zeitnah überwacht. |
Die Überwachung sämtlicher Marktpreisrisiken erfolgt vom Handel unabhängig auf der Grundlage von Bestands- und Marktpreisberechnungen sowie Szenarioanalysen. Eventuelle Limitüberschreitungen im Laufe eines Handelstags werden nach den Vorgaben der Richtlinien und Arbeitsanweisungen durch das Risikocontrolling gemeldet. Die Geschäftsleitung erhält darüber hinaus täglich einen Bericht über die Einhaltung der Handelslimite auf das Ende eines Handelstags. Weiterhin werden mit Stress-Test-Szenarien starke Schwankungen von Preisindikatoren simuliert und mögliche Ergebnisauswirkungen auf den Handelsbestand berechnet. Die Messung der Marktpreisrisiken für die Risikotragfähigkeitsanalyse erfolgt auf Basis vorgegebener Szenariomodelle. Das negativste Ergebnis einer Szenario-Matrix wird für die Risikotragfähigkeitsanalyse herangezogen.
4.2.3 Liquiditätsrisiken
Liquiditätsrisiken, die unter die Verfügbarkeit liquider Mittel fallen, können für die Lang & Schwarz Aktiengesellschaft grundsätzlich nicht ausgeschlossen werden. Aufgrund der Finanzausstattung der Lang & Schwarz Aktiengesellschaft werden solche Risiken jedoch als gering angesehen. Dennoch wird die Liquiditätslage täglich in angemessener Weise durch interne Verfahren überwacht. Zudem werden Liquiditätsrisiken im Rahmen der Risikotragfähigkeitsanalyse durch die Berechnung eines Zinsschocks berücksichtigt. Grundlage des Zinsschocks bilden dabei die Zinsaufwendungen der vorangegangenen Abrechnungsperioden.
Als Liquiditätsrisiko wird auch ein mögliches Risiko berechnet, das sich aus einer verzögerten Glattstellung aufgrund einer Minderliquidität eines Wertpapierbestands ergeben kann. Dieses Risiko wird aufgrund der Relation eines Wertpapierbestandes zu erwarteten Umsätzen an Referenzmärkten berechnet. Aus der Berechnung der Marktpreisrisiken mit Hilfe von Stressszenarien können sich gleichgerichtete Risikobeträge ergeben wie bei der Berechnung der hier beschriebenen Liquiditätsrisiken aus einer Minderliquidität von Wertpapieren. Solche sich kumulierende Risikobeträge werden in Kauf genommen und nicht eliminiert.
4.2.4 Operationelles Risiko
Aufgrund der Tätigkeit des Konzerns unterliegt die Gruppe und damit auch die Lang & Schwarz Aktiengesellschaft der Kontrolle verschiedener Aufsichtsbehörden. Vor diesem Hintergrund sind für die künftige Entwicklung der Gesellschaft gesetzliche bzw. aufsichtsrechtliche Änderungen ebenso relevant wie das sich ständig ändernde wirtschaftliche und börsliche Umfeld. Deshalb beobachtet und analysiert die Lang & Schwarz Aktiengesellschaft die Rahmenbedingungen, um eine erfolgreiche Entwicklung der Gesellschaft zu planen und Maßnahmen hierfür umsetzen zu können. In diesem Zusammenhang wurden folgende Risikofelder identifiziert und Maßnahmen zur Risikobegrenzung und -steuerung ergriffen:
| • | Personal Die Lang & Schwarz Aktiengesellschaft ist aufgrund des spezifischen Geschäftsmodells auf ausreichendes und qualifiziertes Personal angewiesen. Die erfolgreiche Personalrekrutierung bleibt zwar auch in kommenden Geschäftsjahren ein latentes Risiko, dürfte sich jedoch gegenüber den Vorjahren nicht verschlechtern. Zudem ist die Gesellschaft intern bestrebt, Mitarbeiter weiterzubilden und fördert die Ausbildung von qualifizierten Nachwuchskräften. Mit dem Ausscheiden von Mitarbeitern, die leitende Positionen oder Führungsaufgaben wahrnehmen, kann einer Gesellschaft im Einzelfall ein Wissensnachteil entstehen. Dem wird soweit wie möglich entgegengewirkt. |
| • | EDV Das Unternehmen ist in hohem Maße auf die Funktionsfähigkeit und Verarbeitungsgeschwindigkeit der Datenverarbeitungs- und Kommunikationssysteme angewiesen. Um die Verfügbarkeit der Systeme jederzeit gewährleisten zu können, wurden alle Kernfunktionalitäten redundant ausgestaltet. Weiterhin hat sich die Gesellschaft gegen den Ausfall der externen Stromversorgung mittels einer unterbrechungsfreien Stromversorgung abgesichert und einen Notfallplan erstellt. Zur Aufrechterhaltung und zur Pflege aller wesentlichen Systeme sind darüber hinaus jederzeit Mitarbeiter des EDV-Bereichs der Tochtergesellschaft Lang & Schwarz Broker GmbH verfügbar. |
| • | Markt- und Börsenentwicklung Im Rahmen seiner Tätigkeit ist das Unternehmen von der Entwicklung der Wertpapier- und Terminbörsen abhängig, da diese das Anlageverhalten der Marktteilnehmer und damit das Ergebnis des Handelsbestands beeinflussen. Diesen Risiken wird durch ein aktives Risikomanagement begegnet. |
| • | Risiken aus einer Strategie- oder Wachstumsverfehlung Eine Reihe von Faktoren kann das Erreichen von Zielen gefährden. Dazu zählen beispielsweise Marktschwankungen, eine veränderte Marktstellung des Unternehmens sowie veränderte Marktbedingungen im Kernmarkt Deutschland. Wenn es der Gesellschaft nicht gelingt, ihre strategischen Pläne umzusetzen oder, wenn die Kosten die Erwartungen übersteigen, könnte die künftige Ertragskraft und Wettbewerbsfähigkeit negativ beeinflusst werden. Die Lang & Schwarz Aktiengesellschaft könnte zukünftig Markttendenzen und Kundenanforderungen nicht rechtzeitig erkennen oder aus anderen Gründen ihr Wachstum in der Zukunft nicht wie gewünscht fortsetzen. Eingetretene Strategieabweichungen werden im Rahmen einer jährlichen Risikoanalyse ebenso überprüft, wie die daraus folgenden Auswirkungen auf die künftige Entwicklung der Gesellschaft. |
| • | Wettbewerbsrisiken Der deutsche Finanzsektor ist durch einen intensiven Wettbewerb gekennzeichnet. Die Lang & Schwarz Aktiengesellschaft steht hierbei nicht nur zu Finanzdienstleistungsinstituten, sondern auch zu Kreditinstituten und anderen Finanzunternehmen im Wettbewerb. Infolgedessen lassen sich in den einzelnen Geschäftsfeldern oft nicht die gewünschten Margen erzielen. Dieses Risiko wird durch die Geschäftsleitung überwacht und ist Bestandteil der täglichen Ergebnisüberwachung sowie der turnusmäßigen Risikoanalyse. |
| • | Risiken aus der Ergebnisentwicklung Es wird täglich eine Ergebnisübersicht für die Handelstätigkeiten erstellt. Alle nicht am Handelstag geschlossenen Positionen in Derivaten, Wertpapieren oder Devisen werden dabei auf Basis der Mark-to-Market-Methode bewertet. Anhand der täglichen Ergebnisübersicht ist es möglich, eine zeitnahe Kontrolle und Analyse der Ergebnisse vorzunehmen sowie deren Entwicklung zu beobachten. Das selbst entwickelte Limit-Kontroll-System unterstützt zudem eine verbesserte Überwachung der Handelstätigkeit durch eine automatisierte, vom Handel unabhängige Bestandsbewertung aller Finanzprodukte. Hierauf baut das jeweils fortlaufend an aktuelle Marktentwicklungen angepasste Risikomanagementsystem für die Handelsrisiken auf. Für die Lang & Schwarz Aktiengesellschaft wird zum Jahresende eine Planungsrechnung auf Monatsbasis für das neue Geschäftsjahr erstellt. Der Soll-Ist-Abgleich der Erträge und Aufwendungen der Planungsrechnung mit den tatsächlichen Geschäftsdaten gibt frühzeitig Aufschluss über die wirtschaftliche Entwicklung der Gesellschaft. |
| • | Rechtliche Risiken Rechtsrisiken können durch neue gesetzliche Regelungen, die Änderung bestehender Vorschriften sowie eine geänderte Auslegung von Vorschriften oder schließlich aus vertraglich nicht eindeutigen Formulierungen entstehen. Die Überwachung und Steuerung solcher Risiken übernimmt die Rechtsabteilung der Gesellschaft. Zur Minderung von Rechtsrisiken prüft die Rechtsabteilung sämtliche vertraglichen Beziehungen, gegebenenfalls werden rechtliche Beratungsdienstleistungen in Anspruch genommen. Darüber hinaus werden zur Sicherstellung der Beweisbarkeit von telefonischen Handelsaufträgen die Geschäftsgespräche der Händler auf Tonträger aufgezeichnet. Für Kostenrisiken aus Rechtsstreitigkeiten wurde eine Rechtsschutzversicherung abgeschlossen. |
| • | Aufsichtsrechtliche Risiken Eine Vielzahl an aufsichtsrechtlichen Bestimmungen sind aufgrund der Geschäftstätigkeiten im Konzern zu beachten. Die Einhaltung dieser überwiegend europäischen geprägten und auch nationalen Vorgaben, die Kontrolle der Einhaltung dieser Bestimmungen sowie die laufende Überwachung möglicher Änderungen bestehender Vorschriften sind unerlässlich. Aufgrund nicht ausreichender, fehlerhafter oder gar unterlassener Beachtung aufsichtsrechtlicher Vorgaben können Maßnahmen durch die Aufsicht ergriffen werden. Diese Maßnahmen reichen unter anderem von einer Verwarnung, über die Festsetzung von Bußgeldern, deren Höhe die Vermögens- Finanz- und Ertragslage empfindlich beeinträchtigen können, bis hin zur Rücknahme der Erlaubnisse durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht zum Betreiben von Kredit- und Finanzdienst-leistungsgeschäften. Durch das eingerichtete Compliance-Management-System, das Risikomanagementsystem, das interne Kontrollsystem und das interne Revisionssystem soll verhindert werden, dass es zu einem Fehlverhalten im Hinblick auf aufsichtsrechtliche Bestimmungen kommen kann. Dies kann jedoch letztlich nicht vollständig ausgeschlossen werden. Zur Finanzierung von Entschädigungsfällen bei der Entschädigungseinrichtung der Wertpapierhandelsunternehmen (EdW) kann die Entschädigungseinrichtung Kredite aufnehmen und diese durch künftige Einnahmen von Jahresbeiträgen aus dem Mitgliederkreis der verpflichtend angeschlossenen Institute bedienen. Die Entschädigungseinrichtung kann zur Finanzierung von Entschädigungsfällen Sonderbeiträge bei den Mitgliedern neben den Jahresbeiträgen erheben. Zum einen kann das Risiko eines möglichen künftigen Entschädigungsfalls bei der EdW nicht abgeschätzt werden. Zum anderen kann nicht beurteilt werden, inwieweit die Gesellschaften im Konzern der Lang & Schwarz Aktiengesellschaft künftig Sonderbeitragszahlungen an die EdW zu leisten haben, deren Ausmaße nicht bekannt sind und auch nicht bestimmt werden können. |
| • | Sonstige Risiken Reputationsrisiken aus der Zusammenarbeit mit der wikifolio Financial Technologies GmbH können sich in der Weise ergeben, als dass Redakteure, die eine Handelsidee in einem wikifolio-Musterdepot abbilden, nicht in gleichem Maße an frühere Erfolge anknüpfen können wie erwartet. Sollte durch die Lang & Schwarz TradeCenter AG & Co. KG auf solche wikifolio-Musterdepots ein Index berechnet werden und auf diesen durch die Lang & Schwarz Aktiengesellschaft ein wikifolio-Indexzertifikat begeben worden sein, könnten Anleger im Hinblick auf die Performance enttäuscht werden. Trotz aller Bemühungen kann dies nicht verhindert werden und damit einen negativen Einfluss auf die Lang & Schwarz Aktiengesellschaft als Emittentin und die Tochtergesellschaft Lang & Schwarz TradeCenter AG & Co. KG als Indexsponsor nehmen. |
Sonstigen betrieblichen Risiken wird vor allem durch den Abschluss von Versicherungen begegnet. Die Gesellschaft entscheidet über Art und Umfang des Versicherungsschutzes auf der Grundlage einer kaufmännischen Kosten-Nutzen-Analyse. Es kann trotz intensiver Bemühungen jedoch möglich sein, dass Verluste entstehen oder Ansprüche erhoben werden, die über den Umfang des bestehenden Versicherungsschutzes hinausgehen bzw. für die keine Versicherung abgeschlossen wurde.
Das operationelle Risiko wird für die Risikotragfähigkeitsberechnung durch die Gesellschaft in ausreichendem Umfang in Anlehnung an die Artikel 315 ff. der Verordnung (EU) 575/2013 CRR durch den Basisindikatoransatz berücksichtigt.
4.3 Risikotragfähigkeit
Nachfolgende Übersicht zeigt die berechneten Risikobeträge für die wesentlichen Risikoarten bezogen auf den 31. Dezember 2016:
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| 2016 | |
|---|---|
| TEUR | |
| --- | --- |
| Adressenausfallrisiko | -250 |
| Marktpreisrisiko | -735 |
| Liquiditätsrisiko | |
| - davon Refinanzierungsrisiken | -46 |
| - davon Risiken aus der Marktilliquidität von Wertpapieren | -44 |
| Operationelles Risiko | -2.279 |
| -3.354 |
Die Berechnung der Risikotragfähigkeit erfolgt nach dem Going Concern-Prinzip (Fortführungsansatz). Für den Konzern der Lang & Schwarz Aktiengesellschaft und deren Tochtergesellschaften ist die Risikotragfähigkeit solange gegeben, wie ausreichend Risikodeckungspotential zur Einhaltung der Solvenzanforderungen der Verordnung(EU) 575/2013 nach Abzug der Risikomasse verbleibt. Nach dem vorgenannten Grundsatz war die Risikotragfähigkeit der Lang & Schwarz Aktiengesellschaft als auch die des Konzerns der Lang & Schwarz Aktiengesellschaft im Geschäftsjahr sowie zum 31. Dezember 2016 gegeben.
5. Prognose- und Chancenbericht
Die volkswirtschaftlichen Rahmenbedingungen für das Jahr 2017 sehen die meisten Prognosen zumindest verhalten positiv. Für das weltweite Wachstum rechnet das Institut für Weltwirtschaft (IfW) auf der Datenquelle des Internationalen Währungsfonds mit einem Zuwachs von 3,5% beim Bruttoinlandsprodukt (BIP). Dabei sehen die Experten für Russland eine ansteigende Erholungstendenz. Bei den Vereinigten Staaten wird eine erhöhte Dynamik der Wirtschaftsleistung erwartet, wodurch sich ein Zuwachs beim BIP für 2017 von 2,5% ergeben könnte. Auf längere Sicht —und damit über 2017 hinaus — wird für die Vereinigten Staaten jedoch eine deutlich abnehmende Dynamik angenommen.
Bezogen auf den Euroraum wird ein moderater Zuwachs des BIP von 1,8% für 2017 angenommen. Damit würde das BIP 2017 im Euroraum leicht über dem Niveau des abgelaufenen Jahres liegen. Die Erwartungshaltung für Länder wie Griechenland (0,4%), Italien (0,9%) und auch Frankreich (1,3%) sind jedoch nicht in gleichem Maße positiv. Hier wird auch weiter mit höheren Arbeitslosenquoten gerechnet (23,5%, 11,7% bzw. 10,1%) als im europäischen Durchschnitt (Erwartung für 2017: 9,3%). Erfreulich dagegen bleiben in Hinsicht auf die Wirtschaftsleistungen die Erwartungen für Spanien, das mit einem Zuwachs beim BIP von 2,6% für 2017 hoffen darf. Allerdings wird hier weiterhin von einer hohen Arbeitslosenquote ausgegangen. Diese soll in 2017 trotz weiter fallender Tendenz noch bei 19,6% liegen.
Der Aufschwung in Deutschland hält nach Einschätzung des IfW auf der Grundlage von Konsumbereitschaft, Exporten und Investitionsneigungen auch in 2017 weiter an. Damit steht diese Entwicklung auf einer breiten Basis. Die konjunkturelle Dynamik in Deutschland soll in diesem Sinne arbeitstagsbereinigt für eine Steigerung des BIP um 2% in 2017 sorgen. Für die Arbeitslosenquote wird in Deutschland eine weiter sinkende Tendenz erwartet, so dass für 2017 ein Wert von 3,6% prognostiziert wird.
Unwägbarkeiten für 2017 und auch darüber hinaus können sich für die nationale, europäische und die weltwirtschaftliche Entwicklung ergeben. Kaum einzuschätzen erscheinen so mögliche Maßnahmen und sich hieraus ergebende Auswirkungen aufgrund einer geänderten Handelspolitik durch die neue US-Administration unter Präsident Donald Trump. Effekte auf den Wechselkurs des Euro zum Dollar können sich aus möglichen Reformen der Unternehmensbesteuerung in den USA ergeben. Abzuwarten bleibt hier auch, wie sich die allmähliche Straffung der Geldpolitik durch die Fed auswirkt. Als Exportnation könnte die deutsche Wirtschaft hiervon besonders betroffen sein.
Mit den anstehenden Wahlen in Frankreich und nicht zuletzt auch in Deutschland könnten sich zudem aus den Wählerentscheidungen neue politische Strömungen in Europa ergeben. Einen Trend hin zu mehr Nationalismus könnte sich insbesondere aus den Präsidentschaftswahlen in Frankreich ergeben. Nicht ausgeschlossen werden kann mit dem Ausgang dieser Wahlen eine mögliche Änderung der Ausrichtung der Wirtschaftspolitik Frankreichs, da aussichtsreiche Kandidaten mit zum Teil diametral zu einander stehenden Ansichten zur Europa- und auch Wirtschaftspolitik gegeneinander antreten. Mit dem Ausgang der Wahlen könnten wichtige Weichenstellungen in diesem zentral europäischen Land neu erfolgen.
Turbulenzen blieben nach dem gescheiterten Verfassungsreferendum Anfang Dezember 2016 und dem Rücktritt des bisherigen Ministerpräsidenten Matteo Renzi in Italien bislang aus. Unsicher bleibt dennoch, ob die zurzeit amtierende Übergangsregierung unter Paolo Gentiloni bis zum Ende der Legislaturperiode im Amt bleibt oder Neuwahlen vorgezogen werden. Diese könnten die zart positive Entwicklung der Wirtschaft Italiens empfindlich treffen und damit erneut Probleme im italienischen Bankensektor sowie die hohe öffentliche Verschuldungsquote erneut in den Blickwinkel rücken. Letztere bleibt aufgrund ihrer Höhe (2016: 130% in Relation zur Wirtschaftsleistung Italiens) eine latente Gefahr für die Finanzstabilität Italiens und auch für Europa.
Sofern sich die Energiepreise — hier allen voran der Ölpreis — nicht mittelfristig nachhaltig erhöhen sondern weitgehend auf dem aktuellen Niveau verharren, ist mit einer moderaten Gesamtinflationsrate für 2017 zu rechnen. In diesem Zusammenhang ist wohl zunächst von einer weiter expansiven Geldpolitik der EZB auszugehen. Anfang 2017 wurde das Anleihen-Kaufprogramm im Wert von monatlich EUR 80 Mrd. fortgesetzt. Ab dem zweiten Quartal 2017 soll dieses auf monatlich EUR 60 Mrd. verringert werden. Weiter bleiben die Zentralbankzinsen niedrig. Die Zinsen zehnjähriger Anleihen der meisten Euroländer liegen im Zuge dessen derzeit unter einem Prozent. Ersichtlich sind Spread-Unterschiede zwischen Staatspapieren von als sicher geltenden Emittenten und solchen, bei denen schwelende Risiken aus dem Finanzsektor, in der Haushaltsdisziplin oder in der politischen Stabilität gesehen werden.
Mit Rückenwind starteten die Märkte in 2017 in ein neues Börsenjahr. Getrieben wurde diese Entwicklung bislang von positiven Wirtschaftsmeldungen und der Hoffnung auf eine weitere schwungvolle Wirtschaftserholung im Euroraum. Auch trieb die Hoffnung, dass Maßnahmen in den USA zu steigenden wirtschaftlichen Erfolgen der Wirtschaft jenseits und zugleich auch diesseits des Atlantiks führen können. Gegenüber der Anlage in Anleihen ist damit die Aktienanlage weiter im Trend. Wenngleich die Anfälligkeit für Kursvolatilitäten mit steigenden Kursverläufen zunehmen dürfte. Investoren in Aktien werden sich also auch in 2017 mit der notwenigen Aufmerksamkeit der Aktienanlage nähern müssen.
Die Gesetzgebungsmaßnahmen in Deutschland zur Anrechnung von Kapitalertragsteuern aus Dividenden wurden in 2016 in letzter Sekunde zwar leicht entschärft, bringt aber für kurzfristige Akteure um den Dividendenstichtag steuerliche Nachteile. Inwieweit sich dies auf die Handelsaktivitäten und die Kursentwicklungen um Dividendenstichtage herum auswirkt, wird mit der aktuellen Dividendensaison in Deutschland erstmals zu beobachten sein.
Auf die Kultur der Aktienanlage könnte sich die Einführung einer Finanztransaktionssteuer negativ auswirken. Weiterhin werden hierzu Diskussionen über eine Einführung durch wichtige europäische Länder in Form einer verstärkten Zusammenarbeit geführt. Über einen möglichen Beschluss zur Erhebung, einer möglichen Höhe, weiterer Verschiebungen oder gar über das Aus der Einführung kann nur spekuliert werden. Anforderungen der MiFID II und anderer europäischer Regelungen, die sich auf die Wertpapieraufsicht (ESMA-Regulierung) beziehen, werden auch in 2017 mit hoher Aufmerksamkeit beachtet und ggf. umgesetzt. Dies betrifft auch Regelungen der Solvenzaufsicht (EBA-Regulierung), die in 2017 oder 2018 erstmalig Anwendung finden werden. Negative Auswirkungen, wie geringere Handelsumsätze oder abnehmende Margen, können die Folge einzelner politischer Vorhaben oder Regulierungsmaßnahmen mit sich bringen. Darüber hinaus bestehen Risiken im operationellen Bereich aus denen sich aufsichtsrechtliche oder finanzielle Auswirkungen ergeben können.
Die angebotene Produktpalette der Lang & Schwarz Aktiengesellschaft ist zweigeteilt. Auf der einen Seite bemühen wir uns mit kurzlaufenden Optionsscheinen für Anleger auf aktuelle Marktereignisse zu reagieren. Diese kurzlaufenden Produkte unterliegen einem stetigen Wandel und sind im Hinblick auf ihre Aktualität, die sich aus Markttrends und Marktausschläge ergeben, durch immer neue Produkte zu ergänzen. Die Beobachtung der verschiedenen Märkte, um jeweils Anlegerwünsche erfüllen zu können, ist daher Grundvoraussetzung, um mit diesen Produkten auch weiterhin im bestehenden Marktumfeld wettbewerbsfähig zu bleiben. Die hohe Emissionstätigkeit der Lang & Schwarz Aktiengesellschaft auch in 2016 belegt diese Bemühungen. Es ist zu erwarten, dass in 2017 ähnliche Emissionstätigkeiten erreicht und hieraus Ertragsmöglichkeiten generiert werden können. Das Verfehlen von Trends oder eine fehlerhafte Einschätzung der Marktlage kann hingegen zu ausbleibenden Geschäftschancen führen. Dieses gilt es zu vermeiden.
Auf der anderen Seite werden Zertifikate mit endloser Laufzeit emittiert. Allen voran sind hier wikifolio-Indexzertifikate zu nennen, deren Anzahl an emittierten Produkten voraussichtlich auch in 2017 weiter zunehmen wird. Der Trend ist hier weiter ungebrochen. Das Volumen an verkauften wikifolio-Indexzertifikaten steigt kontinuierlich an. Mit den Ende Februar 2017 abgeschlossenen Verträgen zur weitgehenden Besicherung solcher Produkte sehen wir die Möglichkeit für weitere positive Impulse in Bezug auf das verkaufte Volumen dieser Assetklasse in 2017 und auch darüber hinaus. Der Erfolg hängt dabei auch maßgeblich von der Performance der zugrundeliegenden Musterportfolien ab. Mit der hohen Transparenz, die dem Konzept von wikifolio zugrunde liegt, und der damit gegebenen Möglichkeit für Anleger, schnell an Informationen zu gelangen - auch bezogen auf einzelnen Musterportfolien -, sehen wir mehrheitlich Chancen für die weitere Entwicklung dieses Geschäftsmodells. Inwieweit einzelne Musterportfolios - als Grundlage von Indizes - erhoffte Erfolge nicht erreichen oder gar negative Entwicklungen hinnehmen, bleibt ebenso abzuwarten, wie die Reaktion der Anleger auf solche Entwicklungen. Auf beides hat die Lang & Schwarz Aktiengesellschaft keinen Einfluss.
2017 und auch die hieran anschließenden Jahre wird die Lang & Schwarz Aktiengesellschaft als Emittentin nutzen, um die ab Anfang 2018 verpflichtend anzuwenden MiFID II Regularien umzusetzen. Diese Maßnahmen werden auch die Änderungen der internen Organisation betreffen. Als kleineres Emissionshaus sehen wir noch stärker die Notwendigkeit, dass unsere interne Organisation und die internen Risikominderungssysteme mit der wachsenden Geschäftstätigkeit Schritt halten. Solche Anstrengungen sehen wir im Hinblick auf unsere künftigen Entwicklungsmöglichkeiten als eine Investition in unserer Zukunft. Diese Investitionen werden jedoch mit einmaligen und laufenden Kosten verbunden sein.
Unter vergleichbaren Rahmenbedingungen für die geschäftliche Tätigkeit der Gesellschaft erwartet die Geschäftsleitung, dass für das Geschäftsjahr 2017 ein Jahresüberschuss erzielt werden kann, der nicht wesentlich vom Ergebnis des Geschäftsjahres 2016 abweicht. Ungewiss bleibt hierbei jedoch, inwieweit von der Gesellschaft einmalige und laufende Kosten aufgrund von Gesetzesänderungen oder der regulatorischen Aufsicht zu tragen sind, letztere insbesondere aus anstehenden Änderungen im Zusammenhang mit MiFID II.
Mit der Veröffentlichung unserer Finanzberichte und den hierin enthaltenen Angaben und getroffenen Aussagen glauben wir, einen angemessenen Einblick in unsere Tätigkeiten und den sich hieraus ergebenden Risiken und Chancen zu ermöglichen. Auch kann sich der Leser mit diesen Angaben und Aussagen einen Eindruck über den aktuellen Stand sowie künftige Entwicklungen verschaffen. Die jährliche Veröffentlichung der Geschäftszahlen wird durch die quartalsweise Konzernberichterstattung sowie ergänzende Nachrichten zu besonderen Themen ergänzt. Zusammen bieten diese Informationen einen zeitnahen und umfassenden Einblick in die wesentlichen auch unterjährigen Aktivitäten rund um Lang & Schwarz.
Düsseldorf, den 31. März 2017
Der Vorstand
André Bütow
Peter Zahn
Bilanz zum 31. Dezember 2016
Aktiva
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| 31.12.2016 | Vorjahr | ||
|---|---|---|---|
| EUR | EUR | EUR | |
| --- | --- | --- | --- |
| A. Anlagevermögen | |||
| I. Sachanlagen | |||
| andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 80.373,89 | 77.204,39 | |
| II. Finanzanlagen | |||
| 1. Anteile an verbundenen Unternehmen | 11.135.000,00 | 9.120.918,00 | |
| 2. Beteiligungen | 632.400,00 | 632.400,00 | |
| 11.767.400,00 | 9.753.318,00 | ||
| B. Umlaufvermögen | |||
| I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände | |||
| 1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 0,00 | 45.149,34 | |
| 2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen | 583.226,45 | 1.219.897,22 | |
| 3. sonstige Vermögensgegenstände | 1.474.273,75 | 1.705.975,84 | |
| 2.057.500,20 | 2.971.022,40 | ||
| II. Wertpapiere | |||
| sonstige Wertpapiere | 181.925.060,84 | 165.331.129,53 | |
| III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten | 65.246.297,06 | 22.073.626,78 | |
| C. Rechnungsabgrenzungsposten | 5.899,47 | 3.915,69 | |
| 261.082.531,46 | 200.210.216,79 | ||
| Passiva | |||
| 31.12.2016 | Vorjahr | ||
| EUR | EUR | EUR | |
| A. Eigenkapital | |||
| I. Gezeichnetes Kapital | 9.438.000,00 | 9.438.000,00 | |
| rechnerischer Wert erworbener eigener Anteile | 0,00 | -470.223,00 | |
| ausgegebenes Kapital | 9.438.000,00 | 8.967.777,00 | |
| II. Kapitalrücklage | 10.138.433,23 | 9.636.447,08 | |
| III. Gewinnrücklagen | |||
| andere Gewinnrücklagen | 6.138.419,32 | 2.765.869,40 | |
| IV. Bilanzgewinn | 4.178.071,58 | 5.990.506,27 | |
| 29.892.924,13 | 27.360.599,75 | ||
| B. Rückstellungen | |||
| 1. Steuerrückstellungen | 14.620,00 | 2.625.613,00 | |
| 2. sonstige Rückstellungen | 1.822.700,58 | 2.974.021,98 | |
| 1.837.320,58 | 5.599.634,98 | ||
| C. Verbindlichkeiten | |||
| 1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 27.395.826,08 | 900.483,66 | |
| 2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 213.420,26 | 161.934,09 | |
| 3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen | 95.786,56 | 432.591,40 | |
| 4. sonstige Verbindlichkeiten | 201.647.253,85 | 165.754.972,91 | |
| davon aus Steuern: EUR 154.998,85 (Vorjahr: EUR 76.255,43) | |||
| davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: EUR 1.529,76 (Vorjahr: EUR 738,38) | |||
| 229.352.286,75 | 167.249.982,06 | ||
| 261.082.531,46 | 200.210.216,79 |
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2016
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| 2016 | Vorjahr | ||
|---|---|---|---|
| EUR | EUR | EUR | |
| --- | --- | --- | --- |
| 1. Umsatzerlöse | 142.433.828,08 | 193.610.814,25 | |
| 2. sonstige betriebliche Erträge | 1.088.250,79 | 606.030,62 | |
| 3. Materialaufwand | -125.074.046,68 | -163.759.596,06 | |
| 18.448.032,19 | 30.457.248,81 | ||
| 4. Personalaufwand | |||
| a) Löhne und Gehälter | -3.504.601,35 | -4.629.773,40 | |
| b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung | -325.838,06 | -312.432,16 | |
| davon für Altersversorgung: EUR 57.576,77 (Vorjahr: EUR 61.514,60) | |||
| -3.830.439,41 | -4.942.205,56 | ||
| 5. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen | -36.942,40 | -22.235,70 | |
| 6. sonstige betriebliche Aufwendungen | -3.813.018,03 | -3.653.028,34 | |
| 7. Erträge aus Beteiligungen | 124.987,50 | 124.987,50 | |
| davon aus verbundenen Unternehmen: EUR 124.987,50 (Vorjahr: EUR 124.987,50) | |||
| 8. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge | 432.291,64 | 269.569,11 | |
| davon aus verbundenen Unternehmen: EUR 392.055,55 (Vorjahr: EUR 181.458,34) | |||
| 9. Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens | -4.784.632,28 | -13.395.360,06 | |
| 10. Zinsen und ähnliche Aufwendungen | -38.338,41 | -62.412,51 | |
| davon aus verbundenen Unternehmen: EUR 666,67 (Vorjahr: EUR 0,00) | |||
| 11. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit | 6.501.940,80 | 8.776.563,25 | |
| 12. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | -2.116.943,14 | -2.703.053,20 | |
| 13. Ergebnis nach Steuern | 4.384.997,66 | 6.073.510,05 | |
| 14. sonstige Steuern | -206.926,08 | -83.003,78 | |
| 15. Jahresüberschuss | 4.178.071,58 | 5.990.506,27 | |
| 16. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr | 1.491.726,27 | 1.413.707,74 | |
| 17. Einstellung in die anderen Gewinnrücklagen | -1.491.726,27 | -1.413.707,74 | |
| 18. Bilanzgewinn | 4.178.071,58 | 5.990.506,27 |
Anhang für das Geschäftsjahr 2016
1 Grundlagen der Rechnungslegung
Der Jahresabschluss der Lang & Schwarz Aktiengesellschaft zum 31. Dezember 2016 wurde wie im Vorjahr nach den allgemeinen Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) für große Kapitalgesellschaften und des Aktiengesetzes (AktG) aufgestellt. Er besteht aus der Bilanz, der Gewinn- und Verlustrechnung (Gesamtkostenverfahren) sowie dem Anhang. Zudem wurde nach § 289 HGB ein Lagebericht aufgestellt.
Die Gesellschaft hat ihren Sitz in Düsseldorf und ist im Handelsregister des Amtsgerichts Düsseldorf unter der Nr. HR B 36259 eingetragen.
2 Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze
Darstellung und Gliederung der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung entsprechen den allgemeinen Anforderungen des HGB für große Kapitalgesellschaften.
Immaterielle Anlagewerte und Sachanlagen werden zu Anschaffungskosten abzüglich planmäßiger, nutzungsbedingter Abschreibungen bilanziert. Liegt eine dauerhafte Wertminderung vor, erfolgt eine außerplanmäßige Abschreibung. Planmäßige Abschreibungen erfolgen linear. Die Nutzungsdauer beträgt ein bis 13 Jahre. Zugänge geringwertiger Wirtschaftsgüter werden - soweit zulässig - im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben und als Abgang behandelt.
Anteile an verbundenen Unternehmen werden nach den Regeln für Finanzanlagen bilanziert, dauerhafte Wertminderungen werden gegebenenfalls berücksichtigt, das Wertaufholungsgebot wird beachtet.
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände (mit Ausnahme der Wertpapiere) sind mit dem Nennwert unter Berücksichtigung ggf. notwendiger Wertberichtigungen und Verbindlichkeiten mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. Die Fremdwährungsumrechnung erfolgt unter Anwendung der Vorschrift des § 256a HGB.
Soweit Finanzinstrumente in Bewertungseinheiten einbezogen werden, erfolgt deren Bewertung nach den Vorschriften des § 254 HGB. Für Bestände in Finanzinstrumenten, die nicht in Bewertungseinheiten einbezogen werden, erfolgt die Ermittlung des aktuellen Börsen- oder Marktpreises auf den Bilanzstichtag. Die Bewertung erfolgt sodann unter Beachtung des Imparitätsprinzips.
Rückstellungen für Steuern und andere Rückstellungen sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung erforderlichen Erfüllungsbetrags gebildet. Langfristige Rückstellungen werden, soweit dies gesetzlich vorgeschrieben ist, mit dem Zinssatz nach § 253 Abs. 2 HGB auf den Bilanzstichtag abgezinst.
Latente Steuern nach § 274 werden soweit erforderlich berechnet und passive latente Steuern mit aktiven latenten Steuern verrechnet. Von dem Wahlrecht nach § 274 Abs. 1 Satz 2. HGB wird kein Gebrauch gemacht. Der Berechnung latenter Steuern liegen die Körperschaftsteuer in Höhe von 15% sowie hierauf der Solidaritätszuschlag von 5,5% zugrunde. Darüber hinaus sind für die Gewerbesteuer ein Hebesatz von 440% und die Gewerbesteuermesszahl in Höhe von 3,5% zu berücksichtigen. Rechnerisch ergibt sich so insgesamt ein Steuersatz in Höhe von 31,23%.
Als Rechnungsabgrenzungsposten sind Ausgaben bzw. Einnahmen vor dem Bilanzstichtag ausgewiesen, sofern sie Aufwand bzw. Ertrag für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen.
Die operative Tätigkeit der Lang & Schwarz Aktiengesellschaft umfasst insbesondere die Begebung von Optionsscheinen und Zertifikaten sowie den Handel mit diesen auf eigene Rechnung. Dabei werden Risiken, die sich aus den verkauften eigenen Optionsscheinen und Zertifikaten ergeben, durch gegenläufige Produkte abgesichert. Aus dem Handel mit diesen Finanzinstrumenten und den Sicherungsgeschäften erzielt die Gesellschaft einen Handelserfolg, der sich aus der Differenz von An- und Verkaufskurs ermittelt. Zur sachgerechten Darstellung der Erträge und Aufwendungen aus der Handelstätigkeit der Gesellschaft werden positive Differenzen aus dem An- und Verkauf unter den Umsatzerlösen bzw. negative Differenzen aus dem An- und Verkauf unter den Materialaufwendungen ausgewiesen.
Für den Jahresabschluss wurden die im Vorjahr angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden beibehalten.
3 Erläuterungen zur Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung
3.1 Anlagevermögen
Die Entwicklung des Anlagevermögens ist im Anlagenspiegel (Anlage zum Anhang) dargestellt.
Der Bilanzausweis andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattungen in den Sachanlagen enthält TEUR 29 Bauten auf fremden Grundstücken. Wir verweisen in diesem Zusammenhang auf den Anlagespiegel als Anlage zum Anhang.
3.2 Anteilsbesitz
Für den Anteilsbesitz gemäß § 285 Nr. 11 HGB wurde jeweils der letzte vorliegende Jahresabschluss der Gesellschaft zugrunde gelegt:
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| Name und Sitz der Gesellschaft | Anteil am Kapital | Eigenkapital | Jahresergebnis 2016 |
|---|---|---|---|
| % | TEUR | TEUR | |
| --- | --- | --- | --- |
| Lang & Schwarz TradeCenter AG & Co. KG, Düsseldorf | 100,0 | 6.704 | 2 |
| Lang & Schwarz Broker GmbH, Düsseldorf | 100,0 | 2.301 | 8 |
Die Lang & Schwarz Aktiengesellschaft, Düsseldorf, ist persönlich haftende Gesellschafterin der Lang & Schwarz TradeCenter AG & Co. KG, Düsseldorf. An der Lang & Schwarz TradeCenter AG & Co. KG ist neben der Lang & Schwarz Aktiengesellschaft mit 0,01% die Lang & Schwarz Broker GmbH beteiligt, die diese Beteiligung treuhändisch für die Lang & Schwarz Aktiengesellschaft hält.
Abwertungen auf die Anteile an der Lang & Schwarz Broker GmbH wurden nach § 253 Abs. 5 HGB um TEUR 514 zurückgenommen. Bewertungsanpassungen auf Beteiligungen an der Lang & Schwarz Trade-Center AG & Co. KG ergaben sich für das Berichtsjahr nicht.
Die ausgewiesenen Anteile an verbundenen Unternehmen und Beteiligungen sind weder börsennotiert noch börsenfähig.
3.3 Restlaufzeiten der Forderungen
Die Restlaufzeiten der Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände in Gesamthöhe von TEUR 2.085 gliedern sich nach den Laufzeitenbändern wie folgt:
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| 31.12.2016 | 31.12.2016 | Vorjahr | Vorjahr | |
|---|---|---|---|---|
| Bilanzposten | bis 1 Jahr | > 1 Jahr | bis 1 Jahr | > 1 Jahr |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| TEUR | TEUR | TEUR | TEUR | |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| - Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 45 | |||
| - Forderungen an verbundene Unternehmen | 583 | 0 | 1.220 | 0 |
| - Sonstige Vermögensgegenstände | 1.461 | 13 | 1.683 | 23 |
| 2.044 | 13 | 2.948 | 23 |
3.4 Gezeichnetes Kapital
Das gezeichnete Kapital der Gesellschaft beträgt im Berichtsjahr laut Satzung unverändert TEUR 9.438 (rechnerischer Wert) und ist eingeteilt in 3.146.000 Stückaktien. Die Stammaktien lauten auf den Namen. Die im Vorjahr gehaltenen eigenen Anteile in Höhe von TEUR 470 wurden in 2016 veräußert. Der Abzugsposten konnte damit zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2016 entfallen.
3.5 Eigene Anteile
Zum 31. Dezember 2016 werden keine eigenen Aktien im Bestand geführt. Die Entwicklung der eigenen Anteile in 2016 ergibt sich aus nachfolgender Übersicht:
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| Anteil am Grundkapital | Anteil am Grundkapital | |
|---|---|---|
| in EUR | in | |
| --- | --- | --- |
| 156.741 Stücke zum 31. Dezember 2015 | 470.223 | 4,98 |
| Käufe: 6.300 Stücke zum Durchschnittskurs von 15,13 EUR/Stück | 18.900 | 0,20 |
| Verkäufe: 163.041 Stücke zum Durchschnittskurs von 18,08 EUR/Stück | 489.123 | 5,18 |
| 0 Stücke zum 31. Dezember 2016 | 0 | 0 |
Die Aktienerwerbe erfolgten zu Handelszwecken. Käufe und Verkäufe wurden zu Nominalwerten vom gezeichneten Kapital abgezogen bzw. hinzugerechnet. Beträge, die über den Nominalwert hinausgingen, wurden mit den freien Rücklagen verrechnet. Erträge, die sich aus dem Handel ergaben, erhöhten die Kapitalrücklage.
3.6 Kapitalrücklage
Die Kapitalrücklage betrug im Vorjahr TEUR 9.636. Durch den Handel in eigenen Anteilen hat sich diese um das positive Handelsergebnis in Höhe von TEUR 502 erhöht.
3.7 Gewinnrücklagen
Die anderen Gewinnrücklagen beinhalten Veränderungen in Höhe von TEUR 1.881 aufgrund der Veräußerung eigener Anteile im Berichtsjahr. Aus dem Bilanzgewinn des Vorjahres wurden aufgrund des Beschlusses der Hauptversammlung vom 31. August 2016 TEUR 1.492 in die Gewinnrücklagen eingestellt. Insgesamt haben sich damit die Gewinnrücklagen auf TEUR 6.138 erhöht.
3.8 Genehmigtes und bedingtes Kapital
Mit Beschluss der ordentlichen Hauptversammlung vom 27. August 2015 wurde der Vorstand ermächtigt, das Grundkapital der Gesellschaft mit Zustimmung des Aufsichtsrats bis zum 26. August 2020 durch Ausgabe von bis zu 1.573.000 Stück neuer, auf den Namen lautender Stückaktien gegen Sach- und/oder Bareinlage einmalig oder mehrmals, insgesamt jedoch um höchstens EUR 4.719.000,00, zu erhöhen (genehmigtes Kapital I).
Das Grundkapital der Gesellschaft ist zudem um bis zu EUR 1.800.000,00, eingeteilt in bis zu 600.000 Namensaktien als Stückaktien, bedingt erhöht. Die bedingte Kapitalerhöhung dient der Gewährung von Umtauschrechten der Inhaber von Optionsanleihen (bei Ausgabe an Anleiheinhaberrechte geknüpfte Bezugsrechte) und/oder Optionsaktien (bei Ausgabe an Inhaberrechte von jungen Aktien geknüpfter Bezugsrechte), zu deren Ausgabe der Vorstand durch Beschluss der Hauptversammlung vom 15. Oktober 1998 in Verbindung mit der Änderung dieses Beschlusses durch die Hauptversammlung vom 25. Juli 2000 sowie durch Beschluss der Hauptversammlung vom 25. Juli 2000 ermächtigt wurde. Sie ist nur insoweit durchgeführt, als von diesem Bezugsrecht Gebrauch gemacht wird.
3.9 Rückstellungen
Sonstige Rückstellungen beinhalten im Wesentlichen Rückstellungen im Personalbereich, Aufsichtsratsvergütung sowie Prüfungs- und Beratungskosten.
3.10 Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten
Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten in Gesamthöhe von TEUR 229.352 gliedern sich nach den Laufzeitenbändern wie folgt:
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| 31.12.2016 | |||
|---|---|---|---|
| Bilanzposten | bis 1 Jahr | > 1 bis < 5 Jahre | >5 Jahre |
| --- | --- | --- | --- |
| TEUR | TEUR | TEUR | |
| --- | --- | --- | --- |
| - Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 27.396 | 0 | 0 |
| - Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 213 | 0 | 0 |
| - Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen | 96 | 0 | 0 |
| - Sonstige Verbindlichkeiten | 3.604 | 136 | 197.907 |
| 31.309 | 136 | 197.907 | |
| Vorjahr | |||
| Bilanzposten | bis 1 Jahr | > 1 bis < 5 Jahre | >5 Jahre |
| TEUR | TEUR | TEUR | |
| - Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 900 | 0 | 0 |
| - Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 162 | 0 | 0 |
| - Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen | 433 | 0 | 0 |
| - Sonstige Verbindlichkeiten | 6.381 | 10.209 | 149.165 |
| 7.876 | 10.209 | 149.165 |
Unter den Guthaben bei Kreditinstituten werden keine Beträge bei einer Drittbank ausgewiesen, die zugunsten der Hausbank HSBC Trinkaus & Burkhardt AG verpfändet wurden.
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten betreffen mit TEUR 27.262 Salden auf laufenden Bankkonten, die bei der Hausbank HSBC Trinkaus & Burkhardt AG geführt werden. Bei dieser Bank unterhaltene Guthaben auf laufenden Konten in Höhe von TEUR 38.883 sowie Wertpapierbestände wurden im Rahmen einer Sicherheitenvereinbarung hierfür verpfändet.
4 Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung
4.1 Umsatzerlöse
Märkte, die sich nach ihren Tätigkeiten oder geographisch wesentlich voneinander unterscheiden, liegen nicht vor.
4.2 Sonstige betriebliche Erträge
Die sonstigen betrieblichen Erträge in Höhe von TEUR 1.088 betreffen im Wesentlichen:
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| TEUR | |
|---|---|
| - Erträge aus der Zuschreibung zu Anteilen an verbundenen Unternehmen | 514 |
| -Periodenfremde Erträge | 271 |
| - Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen | 237 |
| 1.022 |
4.3 Sonstige betriebliche Aufwendungen
Unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen in Höhe von TEUR 3.813 werden periodenfremde Aufwendungen in Höhe von TEUR 272 ausgewiesen. Periodenfremde Erträge (vgl. unter 4.2 Sonstige betriebliche Erträge) und periodenfremde Aufwendungen ergaben sich im Wesentlichen aufgrund von Änderungen im Umsatzsteuerrecht mit Auswirkungen auf Innenumsätze mit den Konzerngesellschaften.
4.4 Steuern vom Einkommen und vom Ertrag
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag wurden für das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit berücksichtigt.
5 Sonstige Angaben
5.1 Außerbilanzielle Geschäfte und sonstige finanzielle Verpflichtungen
Aus laufenden Verträgen, insbesondere aus Miet- und Leasingverträgen, bestehen Zahlungsverpflichtungen in Höhe von TEUR 2.492. Hierin enthalten sind künftige Aufwendungen an verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 859, die sich insbesondere aus der Überlassung von Hard- und Software, dem Betrieb eines Rechenzentrums und Supportdienstleistungen im EDV-Bereich ergeben. Diese beruhen auf zwischen den Gesellschaften abgeschlossenen Dienstleistungsverträgen, um Synergieeffekte zu nutzen.
Im Rahmen des Kreditvertrags der Lang & Schwarz TradeCenter AG & Co. KG mit HSBC Trinkaus & Burk-hardt AG wurde vereinbart, dass Vermögenswerte der Lang & Schwarz Aktiengesellschaft, die diese bei HSBC Trinkaus & Burkhardt AG unterhält, zur Deckung von Verpflichtungen der Lang & Schwarz TradeCenter AG & Co. KG aus der Handelstätigkeit gegenüber HSBC Trinkaus & Burkhardt AG herangezogen werden können. Zudem hat die Lang & Schwarz Aktiengesellschaft gegenüber HSBC Trinkaus & Burkhardt AG eine unbegrenzte Bürgschaftserklärung für Verpflichtungen der Lang & Schwarz TradeCenter AG & Co. KG abgegeben. Anhaltspunkte für mögliche Inanspruchnahmen aus den oben genannten finanziellen Verpflichtungen liegen nicht vor. Daneben hat die Lang & Schwarz Aktiengesellschaft gegenüber HSBC Trinkaus & Burkhardt AG eine Bürgschaftserklärung bis zur Höhe von TEUR 1.000 für Verpflichtungen der Lang & Schwarz Broker GmbH abgegeben. Anhaltspunkte für mögliche Inanspruchnahmen aus den oben genannten finanziellen Verpflichtungen liegen auch hier nicht vor.
Weitere Angaben zu nicht in der Bilanz enthaltenen Geschäften, die zur Beurteilung der Finanzlage notwendig sind, betreffen Angaben unter „4.2 Angaben zu Bewertungseinheiten nach § 254 HGB", soweit sich diese auf Futurebestände beziehen, welche zur Absicherung im Portfolio gehalten werden.
5.2 Angaben zu Bewertungseinheiten nach § 254 HGB
Die Lang & Schwarz Aktiengesellschaft weist Verpflichtungen aus selbst begebenen Produkten und sonstigen Geschäften aus, die als Grundgeschäfte in Bewertungseinheiten nach § 254 HGB einbezogen werden. Der Ausweis erfolgt in Höhe von TEUR 1.859 unter den sonstigen Wertpapieren sowie in Höhe von TEUR 201.243 unter den sonstigen Verbindlichkeiten. Die Grundgeschäfte beinhalten neben Risiken aus der Kursschwankung von Indizes in Höhe von TEUR 5.875 (DAX, MDAX und SDAX), aus einzelnen Aktienwerten und Themenzertifikaten in Höhe von TEUR 194.813 auch Risiken aus Kursschwankungen von Rohwaren in Höhe von TEUR 346 (Gold, Silber, Platin, Palladium, Kupfer, Gas und Rohöl), bezogen auf den Bund-Future in Höhe von TEUR 171 und der Wechselkursrelation (USD/EUR bzw. GBP/EUR) von TEUR 39. Für die jeweiligen Risiken wurden gesonderte Bewertungseinheiten gebildet. Bewertungseinheiten werden in Form von Makro- oder Portfolio-Hedges abgebildet.
Durch den Verkauf von eigenen Produkten auf alle genannten Risikoarten geht die Lang & Schwarz Aktiengesellschaft offene Positionen bezogen auf die jeweils zugrundeliegenden Finanzinstrumente (Un-derlying) ein. Diese Risiken werden durch geeignete Sicherungsinstrumente abgesichert. Die Sicherung erfolgt durch entsprechende Gegengeschäfte und/oder im Rahmen eines dynamischen Deltahedgings direkt durch gegenläufige Positionen im Underlying. Hierdurch ist, jeweils bezogen auf die einzelnen Risiken, sichergestellt, dass sich Wert- und Zahlungsströme weitgehend ausgleichen. Sicherungsinstrumente werden untergliedert nach den gebildeten Bewertungseinheiten wie folgt bilanziert:
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| Bewertungseinheiten | Sonstige Wertpapiere | Sonstige Vermögensgegenstände | Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | Sonstige Verbindlichkeiten | Schwebende Geschäfte 2) |
|---|---|---|---|---|---|
| TEUR | TEUR | TEUR | TEUR | TEUR | |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| DAX 1), MDAX und SDAX | 16.145 | 201 | 17 | - | -22.448 |
| Einzelne Aktienwerte und Themenzertifikate | 165.939 | - | 84 | - | - |
| Rohwaren 1) | 4 | - | - | - | 2.514 |
| Bund-Future 1) | - | 73 | - | - | -9.685 |
| Wechselkursrelationen 1) | 54 | - | - | - | 1.254 |
1) Im Rahmen der Sicherungsbeziehungen werden auch Bestände in Futures einbezogen, deren Ergebnisse in Höhe der Variation Margin direkt erfolgswirksam vereinnahmt werden.
2) Kontraktgröße multipliziert mit dem Basispreis (ggf. in Währung)
Der Sicherungszusammenhang zwischen Grundgeschäft und Sicherungsinstrument besteht für den Zeitraum, in welchem das Grundgeschäft durch die Gesellschaft gehalten wird. Wird die Position aus den selbst begebenen Produkten geschlossen, erfolgt auch eine Schließung der Sicherungspositionen.
Im Rahmen des Risikomanagementsystems der Lang & Schwarz Aktiengesellschaft werden die Risiken aus den Positionen der Grundgeschäfte und der Sicherungsinstrumente überwacht. Hierzu wurde auch im Hinblick auf die Bewertungseinheiten ein Limitsystem installiert, das täglich überwacht, welche Risiken untergliedert nach Aktienkurs-, Rohwaren-, Zins- und Wechselkursrisiken die Gesellschaft eingeht, und die Auslastung von vorgegebenen Limiten berechnet sowie an den Vorstand berichtet. Zudem erfolgt täglich eine Messung der Effektivität der Sicherungsbeziehung in Form einer quantitativen Sensitivitätsanalyse nach der Market-Shift-Method. Des Weiteren wird auch auf die Ausführungen zum Risikomanagement der Lang & Schwarz Aktiengesellschaft im Lagebericht verwiesen.
Ergebnisse aus den Bewertungseinheiten werden nach der Durchbuchungsmethode erfasst, dabei werden für die ausgewiesenen Finanzinstrumente, soweit möglich, Marktwerte aktiver Märkte herangezogen. Sollte dies nicht möglich sein, etwa bei Optionsbeständen, erfolgt eine Bewertung mit Hilfe des finanzmathematischen Modells Black-Scholes oder im Fall von american-style-Optionen mit Hilfe des Modells von Cox-Ross-Rubinstein. Den Berechnungen der finanzmathematischen Modelle liegen insbesondere Zinssätze, Indizes und andere Underlyingkurse zugrunde. Die für die Berechnungen notwendigen Volatilitäten werden soweit möglich aus am Markt gehandelten Produkten abgeleitet. Gegebenenfalls wird auf alternative Daten oder Berechnungen zurückgegriffen.
5.3 Namen und Bezüge der Organmitglieder
Vorstandsmitglieder der Lang & Schwarz Aktiengesellschaft im Geschäftsjahr 2016 waren:
| ― | Herr André Bütow, Dipl.-Kaufmann, Neuss, |
| ― | Herr Peter Zahn, Dipl.-Wirtschaftsingenieur (FH), Düsseldorf. |
Herr Bütow ist Mitglied des Aufsichtsrats der vwd Transaction Solutions AG, Frankfurt a. M. Herr Zahn ist Mitglied des Aufsichtsrats der Backbone Technology AG, Hamburg, sowie der PAN AMP AG, Hamburg.
Der Aufsichtsrat der Lang & Schwarz Aktiengesellschaft setzte sich im Geschäftsjahr 2016 wie folgt zusammen:
| ― | Herr Michael Schwartzkopff, Rechtsanwalt aus Köln, Vorsitzender, |
| ― | Herr Dipl.-Volkswirt Andreas Willius, selbständiger Berater aus Frankfurt am Main, stellvertretender Vorsitzender, |
| ― | Herr Thomas Schult aus Hamburg, Bankkaufmann bei der M.M.Warburg & CO KGaA in Hamburg. |
Auf die Angabe der Gesamtbezüge des Vorstands der Lang & Schwarz Aktiengesellschaft wurde in Anwendung von § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.
Die Gesamtbezüge des Aufsichtsrats der Lang & Schwarz Aktiengesellschaft bemessen sich nach dem Beschluss der Hauptversammlung vom 31. August 2016. Insgesamt beliefen sich die Gesamtbezüge für das Geschäftsjahr 2016 auf TEUR 208.
5.4 Honorar des Abschlussprüfers
Im Geschäftsjahr 2016 berechnete Gesamthonorare des Abschlussprüfers betragen TEUR 60 für Ab-schlussprüfungsleistungen des Geschäftsjahres 2016.
5.5 Mitteilungen über das Bestehen von Beteiligungen an der Lang & Schwarz Aktiengesellschaft
Am Aktienkapital der Lang & Schwarz Aktiengesellschaft werden zum 31. Dezember 2016 — soweit bekannt — keine Beteiligung von mehr als dem vierten Teil der Aktien an der Lang & Schwarz Aktiengesellschaft gehalten.
5.6 Mitarbeiter
In 2016 waren bei der Lang & Schwarz Aktiengesellschaft nach Quartalsendständen gerechnet durchschnittlich 36 Personen (inkl. zwei Vorstände) beschäftigt. Zum Bilanzstichtag waren 36 Mitarbeiter (inkl. zwei Vorstände) beschäftigt:
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| 31.12.2016 | ||
|---|---|---|
| Männlich | Weiblich | |
| --- | --- | --- |
| Vorstände | 2 | 0 |
| Mitarbeiter | 27 | 7 |
| -davon Vollzeitkräfte | 14 | 6 |
| -davon Teilzeitkräfte | 13 | 1 |
5.7 Konzernbeziehungen
Die Lang & Schwarz Aktiengesellschaft mit Sitz in Düsseldorf ist zum 31. Dezember 2016 nach § 290 Abs. 1 HGB Mutterunternehmen der Lang & Schwarz TradeCenter AG & Co. KG, Düsseldorf sowie der Lang & Schwarz Broker GmbH, Düsseldorf.
5.8 Offenlegung
Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2016 nebst Lagebericht 2016 sowie weitere Unterlagen nach § 325 Abs. 1 HGB für das Geschäftsjahr 2016 werden dem Bundesanzeiger zur Veröffentlichung eingereicht.
Nach § 290 HGB hat die Lang & Schwarz Aktiengesellschaft einen Konzernabschluss zum 31. Dezember 2016 nebst Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2016 erstellt. In diesem Konzernabschluss sind die Tochterunternehmen Lang & Schwarz Broker GmbH und Lang & Schwarz TradeCenter AG & Co. KG einbezogen. Der Konzernabschluss nach HGB zum 31. Dezember 2016 nebst Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2016 sowie weitere Unterlagen nach § 325 Abs. 1 HGB für das Geschäftsjahr 2016 werden ebenfalls dem Bundesanzeiger zur Veröffentlichung eingereicht.
Der Offenlegungsbericht nach § 26a KWG i.V.m. Art. 435 ff Verordnung (EU) 575/2013 (CRR), wird durch die Lang & Schwarz TradeCenter AG & Co. KG als übergeordnetes Institut für die Lang & Schwarz Gruppe erstellt. Die Lang & Schwarz Aktiengesellschaft veröffentlicht diesen Bericht mit allen Pflichtangaben auf ihrer Homepage.
6 Nachtragsbericht
Ereignisse nach dem Bilanzstichtag, die Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz-, oder Ertragslage der Lang & Schwarz Aktiengesellschaft haben könnten, haben sich nicht ergeben.
7 Ergebnisverwendungsvorschlag für das Geschäftsjahr 2016
Aus dem Bilanzgewinn des Vorjahres in Höhe von TEUR 5.991 wurde gemäß Hauptversammlung der Lang & Schwarz Aktiengesellschaft vom 31. August 2016 eine Dividende von EUR 1,43 je gewinnberechtigte Aktie, mithin TEUR 4.499, an die Aktionäre ausgeschüttet. TEUR 1.492 wurden gemäß Hauptversammlungsbeschluss in die anderen Gewinnrücklagen eingestellt.
Der Vorstand beabsichtigt, der Hauptversammlung der Lang & Schwarz Aktiengesellschaft, die voraussichtlich im Juli 2017 in Düsseldorf stattfindet, aus dem Bilanzgewinn in Höhe von TEUR 4.178 die Zahlung einer Dividende je gewinnberechtigter Aktie von EUR 1,15 vorzuschlagen. Für den übersteigenden Betrag soll der Hauptversammlung die Einstellung in die anderen Gewinnrücklagen vorgeschlagen werden.
Düsseldorf, den 31. März 2017
Der Vorstand
André Bütow
Peter Zahn
Entwicklung des Anlagevermögens für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2016
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| Historische Anschaffungskosten | |||||
|---|---|---|---|---|---|
| 1.1.2016 | Zugänge | Abgänge | Umgliederung | 31.12.2016 | |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| EUR | EUR | EUR | EUR | EUR | |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| I. Finanzanlagen | |||||
| 1. Anteile an verbundenen Unternehmen | 11.200.000,00 | 1.500.000,00 | 0,00 | 0,00 | 12.700.000,00 |
| 2. Beteiligungen | 632.400,00 | 0,00 | 0,00 | 632.400,00 | |
| 11.832.400,00 | 1.500.000,00 | 0,00 | 0,00 | 13.332.400,00 | |
| II. Sachanlagen | |||||
| 1. Betriebsausstattung/Büroeinrichtung | 447.723,05 | 699,00 | 0,00 | 0,00 | 448.422,05 |
| 2. Bauten auf fremden Grundstücken (Einbauten) | 118.593,50 | 8.930,36 | 0,00 | 15.375,87 | 142.899,73 |
| 3. Anzahlung auf technische Anlagen | 0,00 | 15.375,87 | 0,00 | -15.375,87 | 0,00 |
| 4. GWG/GWG Sammelkonto | 4.448,02 | 15.106,67 | 17.134,64 | 0,00 | 2.420,05 |
| 570.764,57 | 40.111,90 | 17.134,64 | 0,00 | 593.741,83 | |
| 12.403.164,57 | 1.540.111,90 | 17.134,64 | 0,00 | 13.926.141,83 |
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| Kumulierte Abschreibungen | ||||
|---|---|---|---|---|
| 1.1.2016 | Zugänge | Abgänge | 31.12.2016 | |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| EUR | EUR | EUR | EUR | |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| I. Finanzanlagen | ||||
| 1. Anteile an verbundenen Unternehmen | 2.079.082,00 | 0,00 | 514.082,00 | 1.565.000,00 |
| 2. Beteiligungen | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 |
| 2.079.082,00 | 0,00 | 514.082,00 | 1.565.000,00 | |
| II. Sachanlagen | ||||
| 1. Betriebsausstattung/Büroeinrichtung | 387.453,66 | 9.472,50 | 0,00 | 396.926,16 |
| 2. Bauten auf fremden Grundstücken (Einbauten) | 101.658,50 | 12.363,23 | 0,00 | 114.021,73 |
| 3. Anzahlung auf technische Anlagen | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 |
| 4. GWG/GWG Sammelkonto | 4.448,02 | 15.106,67 | 17.134,64 | 2.420,05 |
| 493.560,18 | 36.942,40 | 17.134,64 | 513.367,94 | |
| 2.572.642,18 | 36.942,40 | 531.216,64 | 2.078.367,94 |
scroll
| Restbuchwerte | ||
|---|---|---|
| 31.12.2016 | Vorjahr | |
| --- | --- | --- |
| EUR | EUR | |
| --- | --- | --- |
| I. Finanzanlagen | ||
| 1. Anteile an verbundenen Unternehmen | 11.135.000,00 | 9.120.918,00 |
| 2. Beteiligungen | 632.400,00 | 632.400,00 |
| 11.767.400,00 | 9.753.318,00 | |
| II. Sachanlagen | ||
| 1. Betriebsausstattung/Büroeinrichtung | 51.495,89 | 60.269,39 |
| 2. Bauten auf fremden Grundstücken (Einbauten) | 28.878,00 | 16.935,00 |
| 3. Anzahlung auf technische Anlagen | 0,00 | 0,00 |
| 4. GWG/GWG Sammelkonto | 0,00 | 0,00 |
| 80.373,89 | 77.204,39 | |
| 11.847.773,89 | 9.830.522,39 |
„Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers
Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang und Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der Lang & Schwarz Aktiengesellschaft, Düsseldorf, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2016 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen der Satzung liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.
Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.
Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen der Satzung und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.”
Berlin, den 16. Mai 2017
*Dohm ■ Schmidt ■ Janka
Revision und Treuhand AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft*
Dr. Wolfgang Janka, Wirtschaftsprüfer
Matthias Schmidt, Wirtschaftsprüfer