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LAIQON AG Management Reports 2009

May 18, 2010

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Management Reports

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Lloyd Fonds AG

Hamburg

Jahresabschluss zum 31. Dezember 2009

Lagebericht

GESCHÄFTSTÄTIGKEIT

Die 1995 gegründete Lloyd Fonds AG ist ein börsennotierter Initiator und Anbieter geschlossener Fonds. Das Unternehmen verfügt über umfassende Erfahrung in den Anlageklassen Schifffahrt, Immobilien, Flugzeuge, Private Equity, regenerative Energien, Zweitmarkt mit Anteilen an Schiffsfonds und Zweitmarkt-Lebensversicherungen. Seit Jahresbeginn 2009 fokussiert sich Lloyd Fonds auf die Bereiche Immobilien und Transport (Schifffahrt, Flugzeuge und Zweitmarktbeteiligungen). Assetklassen, die diesen Bereichen nicht eindeutig zuzuordnen sind, werden nicht mehr bzw. nur in Kooperation mit erfahrenen externen Partnern initiiert.

Das Leistungsspektrum von Lloyd Fonds deckt für alle Beteiligungsangebote die komplette Wertschöpfungskette ab – von der Akquise der Assets und der Konzeption beziehungsweise Prospektierung neuer Beteiligungsangebote über den Vertrieb bis hin zu Fondsmanagement und der Anlegerbetreuung über die Laufzeit und zuletzt dem Verkauf der Assets. Die Anleger werden über die gesamte Laufzeit ihres Produkts durch die Lloyd Treuhand begleitet. Die TradeOn GmbH, eine Tochtergesellschaft von Lloyd Fonds, ist darüber hinaus im An- und Verkauf sowie in der Strukturierung von Zweitmarktanteilen geschlossener Fonds aktiv.

ABSATZMÄRKTE UND MARKTPOSITIONEN

Lloyd Fonds vertreibt seine Beteiligungsprodukte in Deutschland und Österreich. Unter allen Emissionshäusern in Deutschland lag Lloyd Fonds mit 51,6 Mio. € (mit Dachfonds 58,4 Mio. €) platziertem Eigenkapital im Jahr 2009 laut Feri-Studie auf Rang 27 (Vj. Rang 10). Der Gesamtmarkt in Deutschland hat 2009 ein platziertes Eigenkapital in Höhe von 5,5 Milliarden € nach 10,2 Milliarden € im Vorjahr erreicht. Lloyd Fonds selbst hat mittlerweile mit 2,0 Mrd. € kumuliertem Eigenkapital ein kumuliertes Investitionsvolumen von über 4,5 Mrd. € realisiert. Bisher wurden 100 geschlossene Beteiligungsangebote aufgelegt, in die bis zum Jahresende mehr als Anleger 52.700 investiert haben. Die Lloyd Treuhand als Tochtergesellschaft betreut davon rd. 51.151 Anleger.

STRATEGIE UND ZIELE

Lloyd Fonds soll mittelfristig wieder zu den führenden Emissionshäusern für geschlossene Fonds gehören. Maßstäbe hierfür sind die Rentabilität des Unternehmens und das am Markt platzierte Eigenkapital.

Mit der Konzentration auf die Bereiche Transport und Immobilien besitzt das Unternehmen ein klares Profil. In diesem Rahmen will Lloyd Fonds auch künftig bei den initiierten Beteiligungen eine attraktive Rendite für die Anleger erzielen. Darüber hinaus zählt auch die umfassende und transparente Kommunikation hinsichtlich unserer Unternehmensentwicklung, der Struktur und der Performance aller aufgelegten Beteiligungen. Über letztere gibt die jährlich erscheinende Leistungsbilanz detailliert Auskunft. Der zeitnahe und intensive Dialog mit Anlegern soll zu einer hohen Zufriedenheit unserer Kunden beitragen.

Als wesentliche Erfolgsfaktoren sehen wir unsere im Branchenvergleich fundierte Markt- und Sachkenntnis sowie unsere unternehmerisch geprägte Managementstruktur auf allen Ebenen. Auf der Assetseite verfügen wir über ein etabliertes Netzwerk für die Akquise und das Management von Beteiligungen. Im Vertrieb kann Lloyd Fonds auf eine Vielzahl von Partnern im Banken- und Sparkassenbereich, bei Vertriebsplattformen sowie auf unabhängige Vertriebsberater bauen.

Bei den Produkten aus dem Hause Lloyd Fonds lag und liegt auch weiterhin ein konservativer Ansatz bei der Berechnung von künftigen Entwicklungen und Prognosen zugrunde. Unsere Unternehmensphilosophie ist geprägt von Werten wie Zuverlässigkeit und Vertrauen, ebenso aber auch Transparenz, Sicherheit und Qualität. In einer zunehmenden Regulierung des Markts sehen wir als börsennotiertes Emissionshaus kein Risiko, sondern im Gegenteil einen Wettbewerbsvorteil – für unsere Branche im Allgemeinen, ganz besonders aber auch für unser Haus.

Ein strategischer Schwerpunkt im zweiten Halbjahr 2009 lag auf dem systematischen Abbau unserer Eventualverbindlichkeiten und Haftungsrisiken. So ist es uns im vergangenen Jahr gelungen, die Zahl der Schiffe in unserer Pipeline deutlich zu reduzieren. Darüber hinaus konnten wir für weitere bestellte Schiffe eine Verschiebung der Ablieferungszeitpunkte sowie teilweise eine Reduzierung der Baupreise aushandeln. Weiterhin haben wir abgegebene Platzierungsgarantien verringert, da ein wesentlicher Fokus im Vertrieb auf der Platzierung von bereits auf dem Markt befindlichen Fonds lag und erst im zweiten Halbjahr ein neuer Fonds initiiert wurde. Am 21. April hat Lloyd Fonds mit seinen Banken ein Konzept zur Enthaftung vereinbart: Lloyd Fonds wird demnach von allen Garantien und Bürgschaften (Eventualverbindlichkeiten) gegenüber den Banken freigestellt.

ORGANISATION UND FÜHRUNGSSTRUKTUR

Im ersten Quartal 2009 haben wir unser 2008 vorgestelltes umfassendes Programm zur Neustrukturierung von Lloyd Fonds umgesetzt.

So gibt es nun zwei Assetabteilungen, die die Akquisition und die Konzeption gemeinsam sicherstellen sollen: Transport und Immobilien. In der Transport-Abteilung werden neben den maßgeblichen Assets Schiffe, Flugzeuge und Eisenbahnen auch alle alternativen Produkte, beispielsweise Fonds im Bereich Regenerative Energie, mit entwickelt. Außerdem bleibt die Prospektierung dort angesiedelt. Zusätzlich gibt es noch die TradeOn, die das gesamte Geschäft von Zweimarkt-Beteiligungen bis zur Konzeption neuer Fonds betreibt. Gleichzeitig wird das Fondsmanagement für die Bestandsfonds in zwei Abteilungen untergliedert: Schifffahrt und Real Estate/Special Assets.

Auch vertriebsseitig haben wir uns neu ausgerichtet mit dem Ziel, die Platzierungsvolumina über Plattformen und freie Finanzberater nachhaltig zu erhöhen und von größeren Exklusivplatzierungen unabhängiger zu werden. Bei der Vertriebsorganisation standen eine Stärkung der flächendeckenden Präsenz sowie die Intensivierung der Kundenbeziehungen im Vordergrund.

Daneben wurden grundsätzlich alle Prozesse und Abläufe hinterfragt und neu organisiert. Tätigkeiten, die nicht zu den Kernkompetenzen von Lloyd Fonds zählen haben wir weitestgehend an externe Dienstleister ausgelagert.

Mit der neuen Aufstellung gewährleisten wir einerseits die Senkung von Fixkosten und Bündelung von Kernkompetenzen sowie eine verbesserte Kundenorientierung mit größerer Nähe aller Abteilungen zum Markt andererseits. So verlangt die neue Struktur bereits in der frühen Entstehungsphase eines neuen Beteiligungsangebots die Einbindung aller Abteilungen von der Akquise über die Fondsentwicklung und den Vertrieb bis hin zum Fondsmanagement. Damit sind nun alle Bereiche des Managements an der Neupositionierung marktnaher Angebote beteiligt und ermöglicht eine noch engere Abstimmung zwischen Vertrieb und Konzeption um mehr Kundennähe zu erreichen.

Auf die Implementierung der neuen Strukturen im Unternehmen folgte zu Jahresbeginn 2010 eine teilweise Neuordnung der Vorstandsressorts. Während Dr. Torsten Teichert künftig die Assetabteilungen (Akquise und Konzeption) sowie das Fondsmanagement verantwortet, übernimmt Michael F. Seidel neben dem Ressort Finanzen nun auch die Bereiche Vertrieb und Marketing.

WERTMANAGEMENT UND STEUERUNGSSYSTEM

Um auf Veränderungen des Markts und des Umfelds reagieren zu können, hat die Lloyd Fonds AG ein internes Steuerungssystem etabliert. Sowohl strategische als auch operative Ziele sind messbar formuliert und werden kontinuierlich überprüft. Den Kern des internen Steuerungssystems der Lloyd Fonds AG bildet das ausführliche Berichts- und Informationswesen. Eine integrierte Finanzplanung stellt das vollständige Zusammenspiel zwischen Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Liquiditätsentwicklung dar. Basis ist eine mehrjährige Unternehmensplanung, die durch ein rollierendes System ständig aktualisiert wird. Der Aufsichtsrat der Lloyd Fonds AG wird regelmäßig sowie bei wesentlichen Abweichungen auch zeitnah über die Entwicklung der wichtigen Steuerungsgrößen informiert. Gleiches gilt für die wichtigen Führungskräfte. Zielabweichungen können dadurch unmittelbar erkannt und Gegenmaßnahmen eingeleitet werden.

Darüber hinaus haben wir in der Lloyd Fonds AG in den vergangenen Jahren ein umfassendes Risikomanagementsystem eingeführt. Es erfasst auch außerbilanzielle Risiken unter quantitativen und qualitativen Gesichtspunkten.

Eine wichtige Steuerungsgröße der Lloyd Fonds AG ist das Platzierungsvolumen. An der Höhe des platzierten Eigenkapitals und der Geschwindigkeit von Platzierungen lässt sich der Erfolg einzelner Fonds beziehungsweise Assetklassen am Kapitalmarkt ablesen. Das Platzierungsvolumen ist somit auch ein wichtiger Indikator für die Beurteilung möglicher Negativentwicklungen und Branchentrends. Im Berichtszeitraum lag das Platzierungsvolumen bei 58,4 Mio. €, gegenüber 289,8 Mio. € im Jahr 2008. Die Möglichkeiten, gegen den Markttrend das Platzierungsvolumen zu steigern, waren für Lloyd Fonds begrenzt. Es ist gelungen, die Platzierungszahlen auf niedrigem Niveau zu stabilisieren.

Eine weitere zentrale Steuerungsgröße ist das EBIT (Ergebnis vor Zinsen und Steuern). Es dient dazu, den betrieblichen Gewinn einzelner Quartale oder Unternehmensbereiche direkt miteinander vergleichen zu können, ohne dass dabei die Ergebnisse durch schwankende Steuersätze und Zinsaufwendungen verzerrt werden. Auch die Personalaufwandsquote fließt in unser internes Steuerungssystem mit ein. Im Geschäftsjahr 2009 fiel das EBIT auf Grund von Sondereffekten mit –61,2 Mio. € deutlich unter den Vorjahreswert von –13,5 Mio. €. Auf diese Entwicklung hat Lloyd Fonds mit einer Vielzahl von Maßnahmen und einem strikten Sparkurs und Personalabbau reagiert.

WIRTSCHAFTLICHES UMFELD

SCHWERSTER KONJUNKTUREINBRUCH SEIT 80 JAHREN

Erst im vergangenen Jahr zeigte sich das ganze Ausmaß der weltweiten Finanz- und Wirtschaftskrise, die ihren Ursprung in der Hypothekenkrise in den USA nahm. Zwar gilt die Insolvenz der US-Investmentbank Lehman Brothers im Herbst 2008 als Höhepunkt der Krise, doch die negative Kraft in Form von Rückgang der gesamtwirtschaftlichen Leistung, Einbruch des Welthandels und die zunehmende Investitions- und Konsumzurückhaltung von Unternehmen und Privatverbrauchern schlug sich erst 2009 nieder. Für die Weltwirtschaft resultierte daraus die tiefste Rezession in der Nachkriegszeit. Nur durch den Eingriff der Regierungen und Notenbanken konnten die Märkte mit Hilfe von milliardenschweren Hilfspaketen stabilisiert werden. Die weltweite Produktion sank nach Angaben des Sachverständigenrates zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Lage (SVR) um 1,1 %.

Nach Prognosen des Internationalen Währungsfonds (IWF) wird für die USA in 2009 ein um 2,7 % rückläufiges Bruttoinlandsprodukt (BIP) erwartet. Im Gegensatz dazu wurde für China ein Wachstum von ca. 8,5 % und für Indien ein Anstieg des BIP um ca. 5,4 % prognostiziert.

Vor allem Deutschland traf es im Vergleich zu anderen Ländern aufgrund der hohen Exportabhängigkeit überdurchschnittlich stark: Das Bruttoinlandsprodukt sank mit mehr als 5 % so heftig wie seit 80 Jahren nicht mehr. Im Jahr 2008 war das BIP noch um 1,3 % gestiegen. Zur Verhinderung weiterer Einbrüche verabschiedete die Bundesregierung für die Jahre 2009 und 2010 zwei Konjunkturprogramme in Höhe von ca. 84 Milliarden €. Auch deshalb konnte sich die gesamtwirtschaftliche Entwicklung im Jahresverlauf auf niedrigem Niveau stabilisieren. Die Arbeitslosenquote stieg nach Angaben der Bundesagentur für Arbeit um 0,4 Prozentpunkte auf 8,2 % und wies somit trotz der schlechten Konjunkturlage eine nicht erwartete Stabilität auf. Dies ist insbesondere auf die Inanspruchnahme von Kurzarbeit und den Abbau von Überstunden und Arbeitszeitkonten zurückzuführen.

Die Europäische Zentralbank (EZB) wirkte vor allem durch die massive Leitzins-Senkung auf den bisher niedrigsten Stand seit über fünf Jahren einer möglichen Kreditklemme entgegen und trug somit ebenfalls zur Krisenbewältigung bei. In der Eurozone lag die durchschnittliche Jahresinflation im Jahr 2009 bei 0,3 %. Im Jahr 2008 lag sie bei 3,3 %.

BRANCHENENTWICKLUNG

Ein insgesamt schwaches Jahr für geschlossene Fonds

Die andauernde Wirtschaftskrise in Deutschland mit dem stärksten Konjunktureinbruch seit 80 Jahren hat den Markt für geschlossene Fonds überdurchschnittlich stark getroffen. Das Eigenkapital, das die Emissionshäuser bei Anlegern platzieren konnten, brach laut Angaben des Verbands für geschlossene Fonds (VGF) im vergangenen Jahr um rd. 38,2 % auf 5,1 Milliarden € ein – in 2008 war der Markt mit einem Platzierungsvolumen von 8,3 Milliarden € bereits um 25,2 % geschrumpft. Das Gesamtinvestitionsvolumen (Eigenkapital zzgl. Fremdkapital) in 2009 lag bei 9,4 Milliarden € und verzeichnete ebenfalls einen deutlichen Rückgang. Grundlage dieser Daten ist eine Befragung der 43 im Verband organisierten Anbieter sowie derjenigen Fondsanbieter, die in den vergangenen drei Jahren kumuliert mindestens 5 Mio. € Eigenkapital und mindestens einen Fonds in 2009 platziert haben. Im Vergleich der Assetklassen hatten laut VGF Immobilienfonds 2009 mit insgesamt 48 % den größten Marktanteil, gefolgt von Schiffsfonds mit 16 %, New Energy mit 11 % und dahinter Spezialitätenfonds und Flugzeugfonds mit jeweils 8 %. Insgesamt ist die Bedeutung von geschlossenen Immobilienfonds im Vergleich zu den Vorjahren für die Branche deutlich gestiegen: Hier wurde 2009 mit inländischen Immobilienfonds über 12 % mehr als im Vorjahr platziert.

Die Platzierungszahlen 2009 markieren einen Tiefstand: selbst die schwachen Jahre 2001 und 2002 lagen mit 9,1 beziehungsweise 9 Mrd. € platziertem Eigenkapital fast doppelt so hoch. In diesem Ergebnis zeichnet sich der Vertrauensverlust in geschlossene Fonds bei den Marktteilnehmern ab. Der schwächste Monat im vergangenen Jahr war der Mai mit lediglich 277 Mio. € platziertem Eigenkapital. Seit September sind die Umsätze jedoch kontinuierlich angestiegen und waren im Dezember 2009 mit 770,2 Mio. € am höchsten. Insgesamt entfielen 1,7 Milliarden € auf das 4. Quartal 2009 und damit 35 % des Gesamtjahresergebnisses.

Die Ergebnisse der Feri EuroRating Service AG Gesamtmarktstudie zeigen insgesamt keine großen Abweichungen zu den Zahlen des VGF. Das liegt unter anderen daran, dass Feri sich in der Gesamtmarktstudie neben der eigenen originären Datenerhebung auf die VGF-Branchenzahlen 2009 stützt. So wurden laut Feri in 2009 rund 5,5 Milliarden € Eigenkapital platziert was im Vergleich zu 2008 einem Rückgang von 46,3 % entspricht.

Markt zeigt weiterhin Konsolidierungstendenzen

Auch wenn in 2009 – trotz der wirtschaftlich schlechten Lage – laut Feri mehr als 83 neue Initiatoren in das Geschäft der geschlossenen Beteiligungsmodelle eingestiegen sind, zeigt der Markt weiter Konsolidierungstendenzen: Insgesamt verringerte sich die Anzahl der Initiatoren von 367 im Jahr 2008 auf 341 im Jahr 2009. Über die letzten zwei Jahre ist die Zahl der Anbieter erheblich geschrumpft. Die von einigen Marktbeobachtern erwarteten Insolvenzen sind jedoch ausgeblieben.

Banken stärker als freier Vertrieb

Banken waren 2009 mit 52 % der stärkste Vertriebskanal für geschlossene Fonds (VJ: 49 %). Im freien Vertrieb wurden 29 % aller Beteiligungen platziert (VJ: 32 %). Gestiegen ist die Bedeutung des Direktvertriebs durch die Anbieter geschlossener Fonds: 2009 realisierten sie 12 % aller platzierten Beteiligungen und damit nahezu 69% mehr als im Vorjahr (VJ: 7%), Feri beobachtet eine insgesamt abnehmende Bedeutung der Kreditinstitute für den Vertrieb von geschlossenen Fonds, die entweder auf einen Vertrauensverlust in die Banken oder auf deren veränderte Geschäftspolitik zurückzuführen sei.

Immobilienfonds und New Energy attraktivste Anlageklassen

Deutschland-Immobilienfonds stärkste Assetklasse

Spitzenreiter unter allen Assetklassen waren 2009 die geschlossenen Immobilienfonds mit Zielobjekten im Inland: Mit Deutschland-Immobilienfonds wurden 2009 insgesamt 1,1 Mrd. € Eigenkapital platziert. Das entspricht einem Zuwachs von 12,5 %. Das Fondsvolumen bei den inländischen Immobilienfonds belief sich im vergangenen Jahr auf 2,1 Mrd. € (VJ 2,0 Mrd. €) und legte somit um 14,2 % zu. Die Investitionen in Auslandsimmobilienfonds gingen 2009 mit 1,4 Mrd. € gegenüber 2008 um 34,4 % zurück (VJ: 2,1 Mrd. €). Damit ist das Segment jedoch zusammen mit Deutschland-Immobilienfonds weiterhin die platzierungsstärkste Assetklasse im Gesamtmarkt.

Schiffsfonds leiden unter angespannter Lage der Weltwirtschaft

Der starke Rückgang der Wirtschaftsleistung und der damit verbundene Einbruch des Güterverkehres haben insbesondere in der Schiffs- und Hafenindustrie dramatische Spuren hinterlassen. Hier sind sowohl die Reeder als (Mit-) Eigentümer und Betreiber der Schiffe betroffen als auch die Charterer als Transportdienstleister. Unmittelbar verstärkt werden diese Probleme durch ein starkes Neubauvolumen, das in den kommenden Jahren auf den Markt drängen wird. Dadurch wird das Überangebot an Transportkapazität in einigen Größenklassen voraussichtlich noch einige Jahre fortbestehen.

Die Emissionshäuser als Schiffsfinanzierer sind von dieser Entwicklung stark negativ beeinträchtigt. Zu einem schlagen sich die Probleme der Charterer auf die laufenden Beteiligungen durch, zum anderen sind die Emissionshäuser an der Finanzierung vieler Neubauten unmittelbar beteiligt. Diese Schwierigkeiten wirken sich deutlich auf die Platzierungszahlen aus: In 2008 wurden in diesem Segment noch 2,5 Mrd. € platziert, 2009 lediglich 742,67 Mio. €. Das entspricht einem Rückgang von 70,55 %. Schiffsfonds gehören dennoch weiter zu den Top 3 der Produktklassen.

Sinkende Nachfrage nach Flugzeugfonds

Flugzeugfonds, die 2008 ebenfalls unter den platzierungsstärksten Segmenten waren, verzeichneten 2009 mit einem Eigenkapitalvolumen von 428,4 Mio. € einen Rückgang von 39,1 % gegenüber dem Vorjahr (VJ: 703 Mio. €). Das Fondsvolumen bei Flugzeugfonds betrug im vergangenen Jahr lediglich 932 Mio. € im Vergleich zu 1,5 Mrd. € in 2008: das entspricht einem Minus von 36,1 %.

Zweitmarkt für geschlossene Fonds etabliert sich weiter Laut der Feri Gesamtmarktstudie lagen die Zweitmarktumsätze in 2009 bei 365,4 Mio. €. Im Jahr zuvor waren es noch 675,3 Mio. €.Insgesamt entfallen rund 45 % der Zweitmarktanteile auf Schiffsbeteiligungen, 41 % auf Immobilienfonds und 14 % auf sonstige Fondsprodukte.

N ew Energy-Fonds auf Wachstumskurs

Die Assetklasse New Energy zeigte 2009 den größten Zuwachs: Gegenüber 2008 legte dieses Segment mit einem Platzierungsvolumen von 547,17 Mio. € um 147,66 % zu. (Vj: 220,9 Mio. €). Die Zahlen bestätigen den Anfang 2009 erwarteten Trend hin zu Investitionen im Energiebereich, die vielen aufgrund der Subventionen und dem Trend zu regenerativer Energieerzeugung attraktiv erscheinen.

Sonstige Assetklassen mit unterschiedlichen Entwicklungen

Private-Equity-Fonds verloren 2009 noch einmal deutlich: In diesem Bereich wurden mit 233,2 Mio. € insgesamt 67,22 % weniger als 2008 platziert (711,2 Mio. €). Bereits 2008 bewegte sich das Platzierungsvolumen im Vergleich zu 2007 mit 2,1 Mrd. € auf einem niedrigen Niveau. Die Spezialitätenfonds, zu denen unter anderem Wald- und Holzfonds sowie Gamefonds zählen, verloren 2009 mit 417,1 Mio. € 24,9 % gegenüber dem Vorjahr (VJ: 555,5 Mio. €) und sind damit das Segment mit dem kleinsten Rückgang im Vorjahresvergleich.

RECHTLICHE RAHMENBEDINGUNGEN

Lloyd Fonds bewegt sich mit seinen Produkten in einem stark regulierten Marktumfeld: Momentan arbeitet die EU-Kommission an einer neuen Regelung für Finanzdienstleister, der so genannten Richtlinie für Alternative Investmentfonds Manager (AIFM). Diese wird voraussichtlich auch die geschlossenen Fonds betreffen. Ziel der Richtlinie ist es, die Transparenz gegenüber den Anlegern und der Aufsicht zu erhöhen. Betroffen sind neben den geschlossenen Fonds z.B. auch Hedgefonds, Private Equity Fonds sowie offene Immobilienfonds. Noch ist offen in welchen Zeitrahmen die Regelung umgesetzt werden soll.

Lloyd Fonds, als Mitglied im VGF, unterstützt gemeinsam mit diesem das Anliegen der Europäischen Kommission, zur Eindämmung der systemischen Risiken für die Finanzmärkte und zur Stärkung des Anlegerschutzes einen harmonisierten Rechtsrahmen für alternative Investmentfonds-Manager (AIFM) zu schaffen. Dabei erscheint der europäische Ansatz des Vorhabens insbesondere angesichts der vielfach grenzüberschreitenden Aktivitäten einer Vielzahl alternativer Investmentfonds (AIF) angemessen. Durch den weit gefassten Anwendungsbereich und die unbestimmten Begriffsbestimmungen des am 30.04.2009 vorgelegten Richtlinienentwurfs werden jedoch weit mehr kollektive Anlageformen unter die Richtlinie fallen, als dies gemessen an den Regelungszielen beabsichtigt bzw. sinnvoll erscheint. Zu den betroffenen Anlageformen könnten nach derzeitigem Wortlaut auch die Anbieter bzw. Manager deutscher geschlossener Fonds in der Rechtsform von Kommanditgesellschaften gehören. Eine Regulierung in der geplanten Form ist für geschlossene Fonds bzw. deren Management angesichts ihrer besonderen nationalen Spezifika, ihres fehlenden grenzüberschreitenden Bezugs und Rahmenbedingungen jedoch sehr kompliziert umzusetzen und zu gewährleisten.

Eine weitere Initiative geht auf einen angekündigten Gesetzesentwurf von Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble u.a. für geschlossene Fonds zurück. Der Entwurf sieht vor, dass das WpHG auf den Vertrieb der geschlossenen Fonds ausgeweitet wird und dementsprechend Anteile an geschlossenen Fonds wie Finanzinstrumente behandelt werden. Die Bundesanstalt für Finanzaufsicht (BaFin) ist dann angewiesen, den Prospekt nicht nur auf Kohärenz, sondern auch auf Vollständigkeit zu prüfen. Folglich würden fehlerhafte Prospekte auch mit einem Bußgeld geahndet.

Der VGF unterstützt generell diesen durch das Bundesministerium der Finanzen angekündigten Gesetzentwurf mit Vorschlägen zur Regulierung geschlossener Fonds. Insgesamt betrachtet der VGF es als sinnvoll, die Beratungspflichten für den Vertrieb geschlossener Fonds künftig inhaltlich an den Anforderungen des Wertpapierhandelsgesetzes (WpHG) auszurichten. Kritisch sieht der Verband jedoch die damit ebenfalls geplante Einstufung geschlossener Fonds als Finanzinstrumente. Der Gesetzgeber hat sich bei der MIFID-Umsetzung gegen eine Qualifizierung geschlossener Fonds als Finanzinstrumente ausgesprochen, weil sich der Charakter von Finanzinstrumenten bzw. Wertpapieren und geschlossenen Fonds grundlegend unterscheidet. Eine Änderung dieser Haltung könnte zudem dazu führen, dass gerade freie Vertriebe durch die dann entstehenden Anforderungen aus dem Kreditwesengesetz (KWG) in ihrer Existenz bedroht sein könnten.

Weitere Regulierung auf nationaler Ebene erwartet

Im Einklang mit einer fortschreitenden Regulierung auf europäischer Ebene ist auch eine zunehmende Regulierung der Branche auf nationaler Ebene zu erwarten. Erste überparteiliche Vorschläge für geschlossene Fonds und andere alternative Anlageformen wurden im Bundestag initiiert. Eine weitergehende Beratung ist bisher nicht erfolgt.

Einführung der Abgeltungssteuer

Des Weiteren hat der Gesetzgeber im Rahmen der Unternehmenssteuerreform maßgebliche Änderungen bei der Besteuerung von Kapitaleinkünften vorgenommen. Zum 1. Januar 2009 wurde in Deutschland die Abgeltungssteuer, ein erweiterter Steuerabzug für Kapitalvermögen (§ 20 EStG), eingeführt. Zinserträge, Dividenden, Erträge aus Investmentfonds, Zertifikatserträge und Einkünfte aus privaten Veräußerungsgeschäften mit Wertpapieren und Investmentanteilen werden pauschal mit einem Satz von 25 % besteuert.

Geschlossene Fonds sind mit wenigen Ausnahmen nicht von der Abgeltungssteuer betroffen und können somit von dieser steuerlichen Änderung im Vergleich zu anderen Kapitalanlagen profitieren. Kapitalanleger und Inhaber von geschlossenen Schiffsbeteiligungen sind Mitunternehmer einer unternehmerischen Beteiligung und erzielen somit in erster Linie Einkünfte aus „Gewerbebetrieb Schiffsbeteiligung“. Die Besteuerung fällt für den Kapitalanleger durch das Prinzip der Tonnagebesteuerung äußerst gering aus.

Geschlossene Immobilienfonds erwirtschaften Erträge aus Vermietung und Verpachtung gemäß §§ 2 I Nr. 6, 21 EStG. Es bleibt für geschlossene Immobilienfonds bei der Spekulationsfrist von zehn Jahren, nach dieser Frist können Veräußerungsgewinne steuerfrei vereinnahmt werden. Die laufenden Einkünfte aus Vermietung und Verpachtung unterliegen nicht der Abgeltungssteuer.

Offenlegung von Vermittlungsgebühren

Zum Jahresanfang 2009 hat sich der Bundesgerichtshof (BGH) in einem Beschluss erstmals ausdrücklich dafür ausgesprochen, dass Finanzberater in Banken und freiem Vertrieb auch beim Verkauf von geschlossenen Fonds die Vergütungen offenlegen müssen. Dieser Beschluss wird, obwohl auf einen speziellen Medienfonds bezogen, voraussichtlich für alle geschlossenen Fonds Anwendung finden. Die Prospekte für von der Lloyd Fonds AG herausgegebenen Fonds enthalten schon seit langem die entsprechenden Angaben zu den vom Fonds zu tragenden Kosten. Unsere Vertriebspartner unterstützen wir aktiv, wenn sie Fragen zu ihren Aufklärungspflichten haben.

GESCHÄFTSVERLAUF UND WIRTSCHAFTLICHE LAGE

WESENTLICHE EREIGNISSE

Das Geschäftsjahr 2009 war ein schwieriges Jahr für die Lloyd Fonds AG. Der deutliche Nachfrageeinbruch nach geschlossenen Fonds und die angespannte Situation in den Transportmärkten – insbesondere in der Schifffahrt – erforderte neben den bereits in 2008 getroffenen Entscheidungen zur Neustrukturierung weitere umfassende Maßnahmen als Reaktion auf das veränderte Umfeld.

Die im April 2010 getroffene Bankenvereinbarung hat erheblichen Auswirkungen auf das Berichtsjahr. Sie stellt Lloyd Fonds von allen Garantien und Bürgschaften (Eventualverbindlichkeiten) gegenüber den finanzierenden Banken frei. Bis zum Eintritt der Enthaftung besteht ein Moratorium.

Zu den frühzeitig eingeleiteten Maßnahmen zählen insbesondere die nachhaltige und konsequente Reduzierung der Risiken aus der Pipeline vorbestellter Schiffe sowie aus abgegebenen Platzierungsgarantien und anderen Eventualverbindlichkeiten. Im Bereich Schifffahrt hat Lloyd Fonds den Abbau der Risiken konsequent weiterverfolgt: So konnte nach intensiven Verhandlungen mit den Reederei-Partnern, Banken und den bestellenden Einschiffsgesellschaften die Schiffspipeline um acht Schiffe und damit um ein Bestellvolumen von 458,8 Mio. US$ verringert werden. Bei weiteren sechs Schiffen konnte eine Verschiebung der Ablieferung um bis zu zwei Jahre erreicht werden. Darüber wurde bei sechs Schiffen eine deutliche Reduzierung des Kaufpreises ausgehandelt. Mit diesen Maßnahmen konnten die Haftungsrisiken signifikant verringert werden.

Auch gelang es die Platzierungsgarantien für bereits aufgelegte Fonds zu verringern. Um dieses zu erreichen, hat Lloyd Fonds im vergangenen Jahr einen Schwerpunkt auf die Vollplatzierung bestehender Fonds gelegt und neue Produkte erst in der zweiten Jahreshälfte initiiert. Für nicht vollständig platzierte Fonds ist es uns gelungen, mit den finanzierenden Banken und den Gesellschaften eine Verlängerung der Platzierungsgarantien auszuhandeln.

Bei den neuen Fonds standen Immobilienprodukte im Vordergrund. Neu konzipiert wurde der Fonds Holland Eindhoven. Ebenfalls in den Vertrieb genommen wurde ein weiterer Hotelimmobilienfonds Hotel am Fleesensee sowie die deutsche Tranche des Büroimmobilienfonds Holland II. Letztere wurde bereits im Sommer 2009 vollplatziert.

Als Reaktion auf das schwache Marktumfeld für geschlossene Fonds hat die Lloyd Fonds AG im vergangenen Jahr die Vertriebs- und Marketingaktivitäten deutlich ausgebaut. Teil dieser Initiative war die Informationsveranstaltung „Performance & Perspektiven“, die im September 2009 in Hamburg stattfand. Hochrangige Wirtschaftsvertreter sowie Schifffahrtsexperten aus der Wirtschaft und der Schifffahrtsindustrie erläuterten die Zukunftsperspektiven der Schifffahrt und des Marktes für geschlossene Fonds.

Der von Lloyd Fonds neu geschaffene Investoren-Beirat soll den Dialog zwischen Management und maßgeblich bei Lloyd Fonds investierten Fondsanlegern intensivieren. Ein erstes erfolgreiches Treffen fand im Oktober statt. Die Lloyd Fonds AG verspricht sich von den regelmäßigen Treffen des Investoren-Beirats Anregungen und Empfehlungen für zukünftige Projekte und Verbesserungen in der Anlegerbetreuung zu erhalten. So sollen die veränderten Anlegerbedürfnisse noch stärker in die Konzeption neuer Fonds, in das Management von bestehenden Fonds sowie in die Kommunikation mit den mehr als 52.000 Anlegern des Hamburger Emissionshauses einfließen.

Die Verwerfungen innerhalb der einzelnen Assetklassen, insbesondere im Bereich Schifffahrt, spiegeln sich auch in der Performance der laufenden Fonds wieder. Aus diesem Grund hat das Fondsmanagement in enger Zusammenarbeit mit den finanzierenden Banken und den Assetpartnern im vergangenen Jahr ein großes Augenmerk auf die wirtschaftliche Entwicklung der einzelnen Beteiligungen geworfen. Im Geschäftsjahr 2009 wurden für insgesamt sechs Schiffsfonds Sanierungskonzepte entwickelt und den Fondsanlegern vorgestellt. Bei kritischen Fällen wurden bereits frühzeitig liquiditätsschonende Maßnahmen ergriffen. Bei notleidenden Fonds wurden gemeinsam Sanierungskonzepte entwickelt.

Die Anleger wurden von der Lloyd Treuhand zeitnah und ausführlich über die Vorschläge und eingeleitete Maßnahmen informiert. Die Lloyd Treuhand trug dem gestiegenen Informationsbedürfnis der Anleger Rechnung und beteiligt sich in Einzelfällen durch die Stundung von Zahlungen unmittelbar an den Programmen. Die Sanierungskonzepte, die für Schiffe ohne auskömmliche Charterverträge entwickelt wurden, fanden die mehrheitliche Zustimmung der Anleger.

In wirtschaftlichen Krisenzeiten stellt Kosteneffizienz einen entscheidenden Wettbewerbsvorteil dar. Deshalb hat Lloyd Fonds im vergangenen Jahr mit Hochdruck daran gearbeitet, die Organisationsstruktur zu verschlanken und sich auf die beiden Produktbereiche Transport und Immobilien konzentriert. So konnten Fixkosten weiter gesenkt und die Prozesse effizienter gestaltet werden. In diesem Zusammenhang sind auch die bereits 2008 eingeleiteten Maßnahmen zur Kostenreduktion zu nennen. Die neue Organisation ermöglicht es dem Unternehmen noch stärker, seine Kernkompetenzen zu bündeln und auf die Bedürfnisse der Kunden einzugehen. Lloyd Fonds strebt die zunehmende Deckung der Fixkosten durch wiederkehrende Erlöse an und ist damit selbst für eine anhaltende Schwäche des Marktes gut aufgestellt.

Im September konnte Lloyd Fonds eine erfolgreiche Leistungsbilanz für das Jahr 2008 vorlegen. Das Dokument wurde pünktlich im Rahmen der vom Verband geschlossener Fonds (VGF) empfohlenen Frist zum 30. September 2009 vorgelegt. Zahlreiche Fondsanalysten bescheinigten der Lloyd Fonds Leistungsbilanz erneut eine überaus hohe Transparenz und eine überzeugende Performance der aufgeführten Beteiligungen. Bei der Gegenüberstellung der prognostizierten und tatsächlichen Entwicklung der Fonds konnte eine kumulierte Performance gegenüber den Planzahlen von 101,3 % erreicht werden. Bezogen auf die 56 laufenden Schiffsfonds liegt die kumulierte Performance sogar bei 102,9 %. Dabei betrug die durchschnittliche Fondslaufzeit nur 3,8 Jahre und war somit wesentlich kürzer als prospektiert.

Anfang 2009 hat sich Lloyd Fonds zu rund 30 % an der KALP GmbH, dem Entwickler einer automatischen Laschplattform, beteiligt. Die Laschplattform kann ohne externe Energieversorgung so genannte Twist-Locks an Containern anbringen, öffnen und magazinieren. Potenzielle Kunden der KALP GmbH sind die Betreiber von Containerterminals weltweit. Mit der Beteiligung finanziert das Emissionshaus die Entwicklung des Prototyps bis zur Serienreife. Laut Businessplanung 2010 wird die Kalp GmbH ab Herbst die ersten Laschplattformen verkaufen.

Im Jahresverlauf 2008 hatte sich Lloyd Fonds zu 33,9 % an der unabhängigen Finanzvertriebsgruppe Feedback AG beteiligt, um den freien Vertrieb zu stärken. Anfang des Jahres wurde diese Beteiligung weiter aufgestockt. Die börsennotierte Feedback AG, die insbesondere auf den Vertrieb geschlossener Fonds spezialisiert ist, war im vergangenen Jahr auch vom Einbruch der Nachfrage nach dieser Anlageklasse betroffen.

ENTWICKLUNG IN DEN ASSETKLASSEN

Als Emissionshaus ist Lloyd Fonds mit ihrem Geschäftsmodell jeweils in zwei Märkten aktiv. Auf der einen Seite bietet Lloyd Fonds den Markt in der entsprechenden Assetklasse der geschlossenen Fonds Produkte an. Auf der anderen Seite ist Lloyd Fonds durch seine Akquise-Tätigkeiten sowie das operative Management der Fonds auch in den jeweiligen Assetmärkten aktiv.

TRANSPORT

Die Assetklasse Transport entwickelte sich im vergangenen Jahr schwach: Insgesamt platzierte Lloyd Fonds im Bereich Schifffahrt lediglich 3,1 Mio. € (Vj. 117 Mio. €) und im Bereich Luftfahrt nur 0,5 Mio. € (Vj. 70 Mio. €) Sowohl Schiffs- als auch Flugzeugsfonds verzeichnen gegenüber dem Vorjahr einen dramatischen Nachfrageeinbruch aufgrund der Finanz- und Wirtschaftskrise. Insbesondere Schiffsfonds litten unter einem erheblichen Einbruch der Nachfrage aufgrund schlechter Branchennachrichten wie sinkendes Handelsvolumen und niedrigen bzw. keinen Charterverträgen für Schiffe.

Auf Grund der überaus schwachen Nachfrage nach klassischen Schiffsfonds wurden im laufenden Jahr keine neuen Beteiligungsprodukte initiiert. Fonds aus dem Vorjahr befanden sich weiter in der Platzierung. Dieses betrifft die MS Bermuda, die MS Tosa Sea und die MS Thira Sea.

Auf die Zurückhaltung der Anleger bei Schiffsfonds aufgrund der schwierigen Marktlage hat Lloyd Fonds mit neuen Produktideen reagiert. Eine davon ist ein Nachtrag zum bestehenden Fonds Best of Shipping II: In dem Fonds Best of Shipping II plus bot das Emissionshaus den Anlegern für eine begrenzte Zeit eine Andienungsgarantie. Diese ermöglicht die Rückgabe der Beteiligung zum Nominalwert, sollte es zu einer Verschlechterung an den Schiffsmärkten kommen. 2009 haben wir 6,8 Mio. € im Bereich Zweitmarkt-Fonds platziert (Best of Shipping II). Im Bereich Zweitmarktfonds mit Schiffsanteilen wurde im abgelaufenen Geschäftsjahr kein neues Produkt aufgelegt.

Bei den Flugzeugfonds befand sich im Geschäftsjahr 2009 lediglich das Airportfolio III in der Platzierung.

Doch nicht nur bei der Platzierung von neuen Fonds stand Lloyd Fonds aufgrund des schwierigen Marktumfeldes vor erheblichen Herausforderungen, auch auf die laufenden unternehmerischen Beteiligungen wirkt sich die globale Finanz- und Wirtschaftskrise aus. Im Schifffahrtsbereich sind die Eigner teilweise mit nicht auskömmlichen Charterverträgen konfrontiert. Im Falle niedrigerer Chartern oder zu erwartenden ausbleibenden Anschlusschartern versuchte das Fondsmanagement durch gezieltes Liquiditätsmanagement und den Vorschlag für einen temporären Verzicht auf Ausschüttungen die Finanzlage zu stabilisieren. Im Fall einer fehlenden unmittelbaren Anschlusscharter wurden gemeinsam mit Reedern und Banken Lösungen gesucht, die dem Schiff helfen, die Krise zu überdauern. Erste positive Zeichen für eine Erholung der Märkte lassen sich beispielsweise bei einigen Größenklassen im Container- und Bulkerbereich erkennen.

Am Ende des Jahre 2009 gab es bei den Containerschiffen Anzeichen für einen insgesamt geringeren Rückgang beim Transport und auf einzelnen Strecken konnte auch wieder Wachstum beobachtet werden. So wuchs der Europa-Asien-Verkehr im Oktober um 12,4 % im Vergleich zum Vorjahresmonat.

Der Baltic Dry Index hat 290 % in diesem Jahr gewonnen. Er startete mit 773 Punkten am 2. Januar 2009 an und schloss am 24. Dezember 2009 mit 3.005 Punkten, bei einem Hoch von 4.661 Punkten am 19. November 2009. Betrachtet man die Teilindices, sieht man, dass der Baltic Capesize Index 185 %, der Baltic Panamax Index 560 %, der Supramax Index 440 % und der Handymax Index 315 % über das Jahr gewonnen haben. Auch bei den Zeitcharterraten kam es damit zu einer deutlichen Erholung. Lag die Rate am 2. Januar 2009 für eine 6-Monats-Zeitcharter bei einem Caper mit 170.000 TDW bei 10.000 US-Dollar, betrug sie am 25. Dezember 2009 41.000 US-Dollar pro Tag.

IMMOBILIEN

Immobilienfonds waren 2009 sowohl im Gesamtmarkt als auch bei Lloyd Fonds die stärkste Assetklasse. Geschlossene Immobilienfonds sind verstärkt nachgefragt, weil sie in einem derzeit sehr volatilen Marktumfeld Werthaltigkeit und Inflationsschutz bieten. Insgesamt konnte Lloyd Fonds im abgelaufenen Geschäftsjahr 40,5 Mio. € (Vj. 34 Mio. €) mit Immobilienfonds im In- und Ausland platzieren. Davon entfielen 14,6 Mio. € auf die Büroimmobilienfonds Holland Eindhoven, 10,5 Mio. € auf den Fonds Moderne Großstadthotels und 6,1 Mio. € auf den Fonds Hotel am Fleesensee. Mit diesen Platzierungszahlen konnte das Unternehmen seinen Marktanteil im Bereich der Immobilienfonds in einem schwierigen Umfeld weiter ausbauen.

Den Vertrieb für den Büroimmobilienfonds Holland Eindhoven startete Lloyd Fonds im Oktober 2009 und setzte damit ihre erfolgreiche Fondsreihe mit Holland-Immobilien fort. Der Fonds investiert in eine Büroimmobilie direkt im Zentrum Eindhovens, der fünftgrößten Stadt und zweitgrößten Wirtschaftsregion der Niederlande. Holland Eindhoven wurde im Januar 2010 nach nur dreieinhalb Monaten erfolgreich platziert. Insgesamt beteiligten sich rund 700 Anleger an der Büroimmobilie im niederländischen Eindhoven, die zu 100 % an die UVIT Gruppe, die größte niederländische Krankenversicherung, vermietet ist. Der Fonds hat ein Gesamtinvestitionsvolumen von 38 Mio. € und ein Eigenkapital in Höhe von 17 Mio. €.

Bei dem Fonds Moderne Großstadthotels handelt es sich um einen Fonds mit zwei Budget-Hotels der MotelOne Gruppe. Diese Hotels profitieren von der Wirtschaftskrise: Nach dem aktuellen Trendgutachten Hospitality 2009/2010 vom Treugast Institut hat das Segment mit zwei bis drei Sternen in der Businesshotellerie gute Aussichten. Aus diesem Grund rücken besonders Investitionen in Hotelimmobilien des Budgetbereichs zunehmend in den Fokus der Investoren. Lloyd Fonds konzentriert sich seit einigen Jahren gezielt auf dieses Marktsegment. Außerdem wurde im Frühjahr 2009 der Immobilienfonds Hotel am Fleesensee aufgelegt. Hier beteiligen sich Anleger an einem im Juli 2009 eröffneten 4-Sterne-Superior-Hotel in einem der beliebtesten Natur- und Feriengebiete Deutschlands.

WEITERE ASSETLASSEN DER LLOYD FONDS AG

In der Assetklasse Fonds mit Lebensversicherungen des Zweitmarktes ist die Nachfrage nach Produkten mit britischen Kapitallebensversicherungen in Folge der negativen Berichterstattung über Versicherungsfonds aus anderen Ländern sowie der negativen Entwicklung an den Kapitalmärkten nahezu zusammengebrochen. Lloyd Fonds konnte mit dem einzigen Produkt Britisch Kapital Leben VIII im Angebot rund 0,6 Mio. € platzieren, hat den Fonds aber bereits vor der Vollplatzierung geschlossen. Im Bereich britische Kapitallebensversicherung des Zweitmarktes kann es zu einem Ausbleiben von Auszahlungen kommen. Diese Auszahlungen hängen maßgeblich vom Gewinn aus dem Handel von Lebensversicherungen ab. Auf Grund des schwierigen Kapitalmarktumfelds und der starken Rückgänge an den internationalen Börsen sind der Handel und auch die erzielbaren Preise erheblich zurückgegangen.

Ebenfalls in der Platzierung befand sich der Portfoliofonds Premium Portfolio I. Hier wurden 6,2 Mio. € Eigenkapital platziert. Dieser Fonds investiert in verschiedene Assetklassen wie Schifffahrt, Flugzeug, Immobilien und Private Equity. Mit der niedrigen Mindestbeteiligung von 5.000 € spricht dieser Fonds auch neue Anlegergruppen an.

In Österreich haben wir mit dem Äquivalent Premium Portfolio Austria 0,5 Mio. € eingeworben.

ZIELERREICHUNG

Lloyd Fonds hat aufgrund der negativen Konjunkturerwartungen und dem allgemein unsicheren Marktumfeld im vergangenen Geschäftsbericht auf eine Prognose der Geschäftsentwicklung für 2009 verzichtet.

Im abgelaufenen Geschäftsjahr lag der Fokus auf der Enthaftung sprich der Freistellung der Lloyd Fonds AG von allen Garantien und Bürgschaften gegenüber den Banken. In diesem Zusammenhang hatte Lloyd Fonds im vergangenen Jahr eine umfassende Neuausrichtung vorangetrieben. Der Abbau von Eventualverbindlichkeiten und Haftungsrisiken, eine fortschreitende Konzentration auf die Produktbereiche Immobilien und Transport sowie nachhaltige Kostensenkungen wurden initiiert und umgesetzt. Darüber hinaus hat Lloyd Fonds erfolgreich Risikopositionen minimiert, beispielsweise aufgrund der zügigen Reduzierung der Schiffspipeline von 29 auf 19 Schiffe, die nunmehr den aktuellen Marktbedingungen entspricht. In diesem Rahmen musste Lloyd Fonds neben einem operativen Verlust im zweiten Halbjahr wesentliche Sondereffekte verbuchen. Mit Unterschrift der Bankenvereinbarung im April 2010 wurde eine Enthaftung vereinbart.

Unser im dritten Quartal vorgegebenes Ziel, im Gesamtjahr 2009 in der Assetklasse Immobilien 35 Mio. € zu platzieren, haben wir um ca. 5 Mio. € übertroffen. Der insgesamt starke Rückgang bei den Platzierungszahlen gegenüber den Vorjahren ist auf die Assetklasse Transport zurückzuführen. Hier haben wir statt 211,3 Mio. € in 2008 nur 10,5 Mio. € platzieren können. In dieser Assetklasse spiegeln sich der dramatische Einbruch im Welthandel sowie die schlechten Nachrichten aus der Logistik-Branche besonders deutlich wider.

ENTHAFTUNG DER LLOYD FONDS AG

Im April 2010 hat die Lloyd Fonds AG mit ihren finanzierenden Banken eine Enthaftung des Unternehmens vertraglich vereinbart. Ziel dieser Übereinkunft ist es, dass Lloyd Fonds von Garantien und Sicherheiten bzw. Bürgschaften in Höhe von 230,2 Millionen Euro (gesamtschuldnerisch 382,6 Mio. Euro) gegenüber den finanzierenden Banken freigestellt wird. Diese Eventualverbindlichkeiten entstehen beispielsweise durch die Abgabe von Platzierungsgarantien gegenüber Banken für neuinitiierte Fonds sowie bei der Bestellung von Schiffen für künftige Projekte. Diese Enthaftung ist eine wichtige Basis für das künftige Bestehen des Unternehmens.

Im Gegenzug verpflichtet sich das Unternehmen zur Zahlung eines Enthaftungsbetrags in Höhe von maximal 20 Mio. € bis 2014. Bei einer vollständigen Zahlung bereits in diesem Jahr reduziert sich der Betrag auf 12,5 Mio. € bzw. bei Erfüllung in 2011 auf 13,65 Mio. €. Bis zum Vollzug der Enthaftung wurde dem Unternehmen ein Stillhalteabkommen (Moratorium) gewährt, während dessen die Banken die jeweiligen Bürgschaften und Garantien nicht fällig stellen. Dieses Moratorium gilt bis Ende 2014 bzw. endet bereits zu dem Zeitpunkt, an dem die Enthaftung in Kraft tritt.

Vor Abschluss der Bankenvereinbarung hat die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft KPMG Deutsche Treuhand-Gesellschaft Aktiengesellschaft (KPMG) im Auftrag der Lloyd Fonds AG ein Sanierungsgutachten erstellt. Das Gutachten bestätigte die grundsätzliche Sanierungsfähigkeit des Unternehmens aus wirtschaftlicher und finanzieller Sicht. Wesentliche Teile dieses Gesamtkonzepts wurden bereits seit 2008 realisiert bzw. befinden sich im Umsetzungsprozess. Im Rahmen der Bankenvereinbarung verpflichtet sich Lloyd Fonds die begonnenen Restrukturierungsmaßnahmen weiter umzusetzen.

Die maßgeblichen Altaktionäre unterstützen das Konzept, indem sie sich verpflichtet haben gleichzeitig 43 Prozent ihrer Aktien – dies sind 2,8 Millionen Aktien - an eine von den betreffenden Banken eingerichtete Treuhandgesellschaft zu übertragen. Ihnen wird dafür ein definiertes Rückkaufsrecht eingeräumt. Für alle Aktionäre des Unternehmens bedeutet die Vereinbarung, dass bis zur Enthaftung keine Dividenden ohne Zustimmung der Banken ausgeschüttet werden dürfen.

Der Vertrag ist an Informationspflichten und obengenannte Zahlungen geknüpft. Zu den Risiken aus den aufschiebenden Bedingungen und sonstigen Pflichten verweisen wir auf den Risikobericht. Die Vereinbarung mit den Banken ist am 21. April 2010 in Kraft getreten. Sie ist unterschrieben und notariell beglaubigt.

ERTRAGS-, VERMÖGENS- UND FINANZLAGE

ERTRAGSLAGE DER LLOYD FONDS AG

Im Geschäftsjahr 2009 haben Sondereffekte das Jahresergebnis von Lloyd Fonds im erheblichen Umfang belastet. Sie resultieren insbesondere aus der aufwandswirksamen Erfassung von Wertberichtigungen und Rückstellungen. Damit hat Lloyd Fonds möglichen Risiken im Zusammenhang der Werthaltigkeit von Assets sowie hinsichtlich drohender Verluste aus bestehenden Eventualschulden und sonstigen schwebenden Verpflichtungen im besonderen Maße Rechnung getragen. Die Sondereffekte hatten in der Regel keine unmittelbare Auswirkung auf die Liquidität der Lloyd Fonds AG, jedoch belief sich der hieraus resultierende Gesamtaufwand auf 53.499 T€ und machte damit 88,16 % des Jahresfehlbetrags in Höhe von -60.684 T€ aus.

Die Ertragslage ist durch eine Ergebnisverschlechterung um 47.115 T€ auf einen Jahresfehlbetrag von -60.684 T€ gekennzeichnet. Im Vergleich zum Vorjahr haben sich die Umsatzerlöse um 26.376 T€ beziehungsweise um 71,37 % auf 10.582 T€ reduziert.

Die Entwicklung der Umsatzerlöse ist geprägt durch das anhaltend schwierige Marktumfeld im Bereich der geschlossenen Fonds. Lloyd Fonds hat im abgelaufenen Geschäftsjahr Eigenkapital in Höhe von 58,4 Mio. € platziert. Darin enthalten sind 6,7 Mio. € für Fonds der Premium Portfolio-Reihe. Verglichen mit dem Platzierungsvolumen des Vorjahres (289,8 Mio. €) ergibt sich eine Verminderung des platzierten Eigenkapitals um 231,4 Mio € bzw. 79,8 %. Das niedrigere Platzierungsniveau führte zu einem Rückgang der Umsätze aus der Platzierung von Beteiligungskapital und Platzierungsgarantien um ebenfalls 79,75 % auf 5.777 T€.

Die Verminderung der Erlöse aus Projektierung von 4.696 T€ in 2008 auf 282 T€ ist darauf zurückzuführen, dass Lloyd Fonds im Jahr 2009 mit dem Fonds Holland Eindhoven lediglich ein neues Beteiligungsangebot aufgelegt hat, während im Vorjahr noch 13 neue Fonds konzipiert wurden. In dieser Entwicklung spiegelt sich die Fokussierung auf die Reduzierung der im Vertrieb befindlichen Fonds im Berichtsjahr und damit des latenten Risikos aus abgegebenen Platzierungsgarantien wider.

Auch der Rückgang der Erlöse aus Finanzierungsvermittlung um 569 T€ auf 1.283 T€ in 2009 steht im Zusammenhang mit der oben dargestellten Entwicklung.

Die Managementvergütungen 2009 sind von 1.639 T€ auf 1.207 T€ gesunken. Dies resultiert aus den verminderten Charterraten, die Grundlage zur Berechnung der Managementvergütungen sind.

Die Erlöse aus Objektbeschaffung wurden mit der planmäßigen Ablieferung von zwei 4.330 TEU Containerschiffen an zwei Schiffsfonds im Berichtsjahr realisiert.

Der Personalaufwand konnte im Vergleich zum Vorjahr um 31,52 % von 11.476 T€ auf 7.859 T€ reduziert werden. Die Verminderung resultiert insbesondere aus den im Vorjahr vorgenommenen Reorganisationsmaßnahmen, die zu einem Abbau der durchschnittlichen Mitarbeiterzahl von 120 in 2008 auf 87 Personen im Berichtsjahr führten. Bereits im Vorjahr wurden die hiermit im Zusammenhang stehenden Kosten für Abfindungen durch die Bildung entsprechender Rückstellungen im Aufwand berücksichtigt. Dies und geringere Rückstellungen für variable Vergütungen trugen mit insgesamt 1.539 T€ zusätzlich zum Rückgang des Personalaufwands bei.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind von 45.858 T€ auf 57.840 gestiegen. Dies resultiert aus der deutlichen Zunahme von Wertminderungen auf Forderungen und Forderungsausfälle um 11.371 T€, Zuführungen zu Rückstellungen aus drohenden Inanspruchnahmen aus Haftungsverhältnissen (21.500 T€), Kostenübernahmen für Fondsgesellschaften (2.339 T€), sowie um 1.300 T€ gestiegene Rechts- und Beratungskosten. Gegenläufig hierzu haben sich die Provisionsaufwendungen entwickelt. Diese sind um 23.102 T€ auf 7.686 T€ gesunken. Dies resultiert aus dem Rückgang der Umsätze aus der Platzierung von Eigenkapital.

Die Wertminderungen auf Forderungen betreffen zum einen Forderungen, gegenüber verbundenen Unternehmen. Zum anderen wurden die Forderungen gegen sogenannte Projektgesellschaften vollständig abgewertet. Bei den Projektgesellschaften handelt es sich um diejenigen Gesellschaften, die zur Realisierung zukünftiger Fondsprojekte, beispielsweise für den Erwerb von Schiffen für Schiffsfonds, gegründet wurden. Im Rahmen der Enthaftungsvereinbarung hat Lloyd Fonds auf sämtliche Forderungen gegen die Projektgesellschaften verzichtet. Die Drohverlustrückstellungen aus Bürgschaften und Garantien wurden für eine mögliche Inanspruchnahme der Lloyd Fonds AG hieraus gebildet. Maßgeblich für die Höhe der Rückstellung sind die erwarteten Zahlungen von Lloyd Fonds für die dauerhafte Entbindung aus diesen Verpflichtungen im Rahmen der Enthaftungsvereinbarung. Die Kostenübernahmen für Fondsgesellschaften betreffen insbesondere erwartete Zins- und Steuerzahlungen, die von Lloyd Fonds getragen werden. Ausschlaggebend für den deutlichen Anstieg der Rechts- und Beratungskosten sind insbesondere zusätzliche Beratungsleistungen im Zusammenhang mit dem Sanierungskonzept und den Verhandlungen mit den Banken zur Enthaftung der Lloyd Fonds AG.

VERMÖGENS- UND FINANZLAGE DER LLOYD FONDS AG

VERMÖGENSLAGE

Die Bilanzsumme zum 31. Dezember 2009 verminderte sich gegenüber dem Jahresende 2008 um 31.976 T€ oder 42,26 % auf 43.683 T€.

Auf der Aktivseite nahmen im Wesentlichen die Finanzanlagen (-6.981 T€), Forderungen und sonstigen Vermögenswerte (-18.517 T€) sowie die flüssigen Mittel (-7.526 T€) ab.

Bei den Finanzanlagen resultiert der Rückgang insbesondere aus Wertminderungen über insgesamt 11.785 T€. Gegenläufig hierzu wirken sich die Erhöhungen der Beteiligungen an der Feedback AG (+1.040 T€) und an der Kalp GmbH (+2.011 T€) sowie die Erhöhung der Beteiligung an einem verbundenen Unternehmen, der LF Vermögensgarant GmbH & Co. KG (+1.000 T€), aus. Darüber hinaus wurden keine weiteren wesentlichen Investitionen getätigt.

In der Verminderung der flüssigen Mittel spiegelt sich die Erhöhung des Darlehens an die Tochtergesellschaft TradeOn GmbH in Höhe von 4.590 T€ sowie die Erhöhung des Darlehen an die Lloyd Fonds US Real Estate I LP in Höhe von 747 T€ wider. Diese Gelder wurden zur Tilgung des Darlehens bei der BW Bank bzw. bei der Hessischen Landesbank verwendet. Weiterhin wurden die flüssigen Mittel durch die Erhöhung der oben genannten Finanzanlagen in Höhe von insgesamt 4.051 T€ gemindert. Gegenläufig wirken sich die Zahlungseingänge aus dem Abbau von Forderungen aus.

Ausschlaggebend für den Rückgang der Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind im Wesentlichen Wertminderungen und Forderungsverzichte in Höhe von 15.912 T€, sowie der Abbau von Forderungen gegen Fonds aus der Einwerbung von Eigenkapital (1.979 T€).

Auf der Passivseite verminderte sich das Eigenkapital in der Berichtsperiode um 60.684 T€, so dass sich jetzt ein nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag in Höhe von 2.267 T€ ergibt. Dieser Rückgang ist insbesondere bedingt durch das negative Jahresergebnis 2009 in Höhe von -60.684 T€.

GRUNDSÄTZE UND ZIELE DES FINANZMANAGEMENTS

Das Finanzmanagement der Lloyd Fonds AG erfolgt über den zentralen Bereich Finanzen/Treasury. Die Sicherstellung der jederzeitigen Zahlungsfähigkeit und die Stärkung der Finanzkraft sind oberstes Ziel des Bereichs. Im Rahmen der Finanzaktivitäten sichert das Finanzmanagement die jederzeitige Liquidität, steuert die Risiken im Bereich der Finanzinstrumente und optimiert das konzernweite Cash-Management. Für diese Zwecke kommt eine rollierende, währungsdifferenzierte Liquiditätsplanung mit einem Zeithorizont von zwölf Monaten zum Einsatz. Die mittelfristige Finanzplanung wird mit Hilfe eines integrierten Planungstools auf Basis der aktuellen Businessplanung für die Geschäftsjahre 2010 bis 2014 durchgeführt.

GESAMTAUSSAGE ZUM GESCHÄFTSVERLAUF UND ZUR WIRTSCHAFTLICHEN LAGE

Das Geschäftsjahr 2009 war geprägt von der anhaltenden Krise des Marktes für geschlossene Fonds, insbesondere im Bereich der Schiffsbeteiligungen, die zu einem spürbaren Rückgang des operativen Geschäfts der Lloyd Fonds AG geführt hat. Gleichzeitig zeigten sich aber auch die Erfolge der bereits im Vorjahr begonnenen und im Berichtsjahr umgesetzten Reorganisations- und Sanierungsmaßnahmen. Sichtbar wird dies vor allem im deutlich gesunkenen Personalaufwand des Geschäftsjahres.

Wir haben auf die Krise - und die damit verbundenen Risiken aus unseren Pipelineprojekten - frühzeitig und konsequent reagiert. Bereits im Sommer 2009 haben wir intensive Verhandlungen mit sämtlichen finanzierenden Banken über die Freistellung von den abgegebenen Bürgschaften und Garantien aufgenommen. Diese Verhandlungen konnten wir mit der Bankenvereinbarung vom 21. April 2010 erfolgreich abschließen.

Neben dem Rückgang des operativen Geschäfts waren insbesondere weitreichende außerordentliche Ergebnisbelastungen ausschlaggebend für den Jahresfehlbetrag in Höhe von 60.684 T€. Vor dem Hintergrund der Finanzmarktkrise haben wir die Werthaltigkeit sämtlicher Beteiligungen und Forderungen hinterfragt und umfangreiche Risikovorsorgen in Form von Bewertungsabschlägen aufwandswirksam erfasst. Darüber hinaus haben wir Rückstellungen im zweistelligen Millionenbereich für mögliche Drohverluste aus den zum Bilanzstichtag bestehenden Bürgschaften und Garantien gebildet. Ausschlaggebend für die Höhe der Rückstellungen waren die erwarteten Zahlungsmittelabflüsse im Zusammenhang mit der Enthaftungsvereinbarung. Zwar sind die dargestellten Sondereffekte in der Regel zahlungsmittelneutral, sie führten jedoch zu Aufwendungen in Höhe von insgesamt 53.499 T€. Dies entspricht 88,16 % des gesamten Verlustes.

Der Verlust des Geschäftsjahres hat zu einer vollständigen Aufzehrung des Eigenkapitals geführt.

MITARBEITER UND VERGÜTUNGSBERICHT

Der Erfolg der Lloyd Fonds AG hängt untrennbar mit der Qualifikation, Kompetenz und dem Engagement der Mitarbeiter zusammen: Bei Lloyd Fonds arbeiten sehr gut ausgebildete und erfahrene Spezialisten, die für Akquise, Konzeption, Vertrieb und die langfristige Betreuung unserer Produkte und Anleger zuständig und konzernweit in Querschnittsfunktionen tätig sind.

Die Bedeutung der Mitarbeiter für den Erfolg zeigt sich gerade in wirtschaftlich schwierigen Zeiten: Im vergangenen Jahr hat das Lloyd Fonds-Team durch weitsichtiges Management der Beteiligungen, die umfassende und serviceorientierte Betreuung der Anleger und die zeitnahe Anpassung der Produkte an die Markterfordernisse einen wesentlichen Beitrag zur Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens geleistet.

Lloyd Fonds möchte seine Mitarbeiter als entscheidenden Erfolgsfaktor langfristig an das Unternehmen binden – und bietet ihnen deshalb ein Umfeld, in dem sie ihre Fähigkeiten bestmöglich entfalten und weiterentwickeln können. Auch im vergangenen Jahr hat Lloyd Fonds – trotz der Belastungen durch die weltweite Wirtschaftskrise – großen Wert auf die persönliche und berufliche Fortbildung des Teams gesetzt. Denn gerade in wirtschaftlichen Krisenzeiten braucht das Unternehmen Mitarbeiter, die es langfristig voranbringen und entscheidend zu der Erreichung unserer strategischen Ziele beitragen können. Trotzdem mussten wir aufgrund der Wirtschaftskrise auf effektive und effiziente Strukturen und Prozesse Wert legen – was eine Reduzierung der Mitarbeiterzahlen leider unvermeidbar machte.

ENTWICKLUNG DER MITARBEITERZAHLEN

Zum 31. Dezember 2009 arbeiteten 86 (VJ 119) fest angestellte Mitarbeiter für Lloyd Fonds (Anzahl ohne Vorstand, Mitarbeiter in Elternzeit, Auszubildende und Aushilfskräfte). Innerhalb der Lloyd Fonds AG ist das Geschlechterverhältnis ausgeglichen. Das Durchschnittsalter im Team von Lloyd Fonds liegt bei knapp unter 35 Jahren.

Im abgeschlossenen Geschäftsjahr hat sich die Anzahl der Mitarbeiter deutlich verringert: Insgesamt arbeiteten zum 31. Dezember 2009 rund 28 % weniger Mitarbeiter im Unternehmen als Ende 2008. Dieser Rückgang ist auf den Stellenabbau im Zusammenhang mit der Neustrukturierung der Prozesse im Unternehmen sowie der Fokussierung auf die zwei Kerngeschäftsfelder Immobilien und Transport in 2009 zurückzuführen. Durch den Abbau und den Verzicht auf die Neubesetzung frei werdender Stellen haben wir in 2009 Personalkosten eingespart und somit das Gehaltsniveau von 2008 in Höhe von 11,5 Mio. € unterschritten. Insgesamt betrug der Personalaufwand in 2009 7,8 Mio. €.

ENTLOHNUNGS- UND ANREIZSYSTEM

Die Entgeltstrukturen der Lloyd Fonds AG wie auch sonstige betriebliche Leistungen zielen darauf ab, Mitarbeiter zur erfolgreichen Umsetzung der Unternehmensstrategie zu motivieren. Für Lloyd Fonds zählt zu einem attraktiven Entlohnungs- und Anreizsystem unter anderem eine „Partnerschaftliche Beschäftigungspolitik“. So bietet das Unternehmen beispielsweise flexible Arbeitszeiten und eine Vielzahl an Fort- und Weiterbildungsmöglichkeiten. Auf der materiellen Ebene ist es unser Anspruch, den Mitarbeitern eine faire und attraktive Entlohnung zu garantieren. Alle Mitarbeiter der Lloyd Fonds AG werden mit flexiblen und fixen Entgeltbestandteile entlohnt: Der variable Anteil orientiert sich an der persönlichen Leistung sowie dem Unternehmenserfolg. Weiterhin hat Lloyd Fonds das in 2005 gestartete Mitarbeiterbeteiligungsprogramms vollständig beendet.

AUS- UND WEITERBILDUNG

Neben monetären Anreizsystemen begleitet Lloyd Fonds seine Mitarbeiter auch auf persönlicher und fachlicher Ebene mit einer Vielzahl von Entwicklungsmöglichkeiten.

Als Investition in die Zukunft hat Lloyd Fonds auch im Jahr 2009 wieder jungen, engagierten Menschen den Einstieg in das Berufsleben ermöglicht. Seit Oktober bieten wir einem weiteren Auszubildenden die Möglichkeit, über ein duales Studium - in Kooperation mit der Hamburg School of Business Administration (HSBA) die Ausbildung zum Bachelor of Arts (BA) Business Administration abzuschließen.

Für unsere Führungskräfte wurde ein Training mit einer professionellen Personalberatung durchgeführt. Es beinhaltete drei mehrtägige Module pro Gruppe. Die Führungskräfte der Lloyd Fonds konnte sich somit im Bereich Personalführung weiterentwickeln.

In unserem Unternehmen sind eine offene Kommunikation und der Austausch zwischen den verschiedenen Hierarchieebenen von hoher Bedeutung. Um diesen Dialog zu fördern, haben die Mitarbeiter in drei verschiedenen Arbeitskreisen während eines Workshops im Februar 2009 die Unternehmensleitlinien für Lloyd Fond entwickelt, zum Thema Innovationen/Produkte und zur Marke Lloyd Fonds Vorschläge erarbeitet. Die Ergebnisse wurden im Rahmen einer Veranstaltung präsentiert. Die in dem Workshop formulierten Unternehmensleitlinien (Lloyd Fonds-Leitbild und acht Leitlinien), sind wiederum über Abteilungs- und Teamworkshops implementiert worden.

GRUNDZÜGE DES VERGÜTUNGSSYSTEMS FÜR DEN VORSTAND

Neben branchenweit vergleichsweise niedrigen fixen Gehaltsbestandteilen erhalten die Mitglieder des Vorstands erfolgsabhängige Vergütungen in Form von Tantiemen, die jeweils auf einen Maximalbetrag begrenzt sind. Als Bemessungsgrundlage dafür dient ein prozentualer Anteil am Konzernjahresüberschuss (IFRS) der Lloyd Fonds AG.

PRODUKTE UND LEISTUNGEN

Lloyd Fonds deckt als integriertes Emissionshaus hochwertiger Kapitalanlagen die gesamte Wertschöpfungskette ab: Von der Akquise und Konzeption über den Vertrieb der Produkte sowie die Anlegerbetreuung, dem Fondsmanagement bis zum Verkauf der Assets nach der Laufzeit sowie dem An- und Verkauf von Zweitmarktanteilen. Als Finanzdienstleister betreibt das Unternehmen keine Forschung und Entwicklung im klassischen Sinne. Jedoch arbeitet Lloyd Fonds fortlaufend an der Entwicklung innovativer Produkte und der optimalen Strukturierung von Kapitalanlagen und des Produktvertriebes.

Lloyd Fonds ist im An- und Verkauf von Investitionsobjekten sowie im Management in mehreren Assetklassen und Marktsegmenten aktiv. Im Zuge der Finanz- und Wirtschaftskrise hat sich Lloyd Fonds im vergangenen Jahr mit Anlageprodukten aus den Bereichen Transport und Immobilien auf seine Kernkompetenzen konzentriert.

Eine Stärke von Lloyd Fonds liegt in der Fähigkeit, attraktive Märkte und renditestarke Anlageobjekte zu identifizieren und diese im nächsten Schritt mit soliden Finanzierungen und individuellen Strukturen (Laufzeit, Auszahlungsplan etc.) zu geschlossenen Fondsprodukten zu konzipieren. Sowohl beim Erwerb als auch über die gesamte Fondslaufzeit und beim Verkauf der Assets ist die fundierte Kenntnis der jeweiligen Märkte von besonders hoher Bedeutung. Dieses Wissen ist bei Lloyd Fonds vorhanden und wird zusätzlich von einem umfassenden Netzwerk aus etablierten Partnern in allen Assetklassen unterstützt. Bei der Finanzierung der Assets greift das Unternehmen ebenfalls auf etablierte und renommierte Partner zurück.

AKQUISE

In Abhängigkeit von der jeweiligen Assetklasse erwirbt entweder Lloyd Fonds selbst oder eine Tochtergesellschaft die Anlageobjekte. Der Erwerb kann bereits einige Zeit zuvor oder erst kurz vor Platzierung bzw. mit Platzierungsbeginn oder nach Einwerbung des Eigenkapitals erfolgen.

Im Bereich Schifffahrt musste Lloyd Fonds die Schiffe zum Teil mehrere Jahre vor Platzierungsbeginn ordern. Nur so konnte das Unternehmen bei normalem Marktverlauf eine ausreichende Vorratspipeline für neue Produkte sicherstellen. Im Gegensatz dazu wurde im vergangenen Jahr aufgrund der anhaltenden Wirtschaftskrise und dem damit verbundenen rückläufigen Schiffsverkehr der Fokus auf die Reduzierung in der Schiffspipeline gesetzt. Daher hat Lloyd Fonds in 2009 keine neuen Schiffe akquiriert. Durch die im April 2010 unterschriebenen Bankenverträge stellen die in der Pipeline befindlichen Schiffe kein Risiko mehr für die Lloyd Fonds AG dar.

Im Bereich Immobilien erfolgt der Erwerb der Assets zeitnah zur Platzierung der jeweiligen Fonds. Im abgeschlossenen Geschäftsjahr hat die Lloyd Fonds AG ihren Schwerpunkt auf diese Assetklasse gelegt:

Im Flugzeugbereich werden die Assets auch erst kurz vor der Platzierung erworben.

In der Assetklasse Zweitmarktfonds gibt es die Möglichkeit, die Anteile bereits vor oder nach der Platzierung zu erwerben. Während in der Vergangenheit vornehmlich Fonds aufgelegt wurden, bei denen der Großteil der Zielobjekte bereits bekannt ist und erworben wurde, sollten künftige Produkte stärker von den Chancen im Marktumfeld profitieren. Dazu werden die Investments strategisch stärker in Richtung Opportunity ausgerichtet, wobei die Anteile erst nach Einwerbung des Eigenkapitals erworben werden.

PRODUKT- UND FONDSENTWICKLUNG

Bei der Entwicklung neuer Anlageprodukte verfolgen wir vorrangig das Ziel, unseren Anlegern sichere, einfach strukturierte und damit nachvollziehbare Beteiligungsmöglichkeiten mit gut prognostizierbaren Zahlungsströmen und gutem Chancen-Risiko-Profil anzubieten. Dabei müssen die langfristigen Perspektiven der Beteiligung attraktiv sein. Um die Ansprüche an die jeweiligen Anlageobjekte zu erfüllen, achtet Lloyd Fonds bei der Wahl der Assetpartner auf einen überdurchschnittlich erfolgreichen „Track Record“ und umfassende Erfahrung in den jeweiligen Branchen. Je nach Assetklasse werden im Entscheidungsprozess zusätzlich Ratings und Bewertungen durch Experten berücksichtigt. Die Assetpartner, mit denen wir die Fonds gemeinsam initiieren, sind in der Regel auch unmittelbar an den Investitionen beteiligt und zeigen damit ihr langfristiges Commitment. So arbeiten wir im Bereich Schifffahrt mit zahlreichen internationalen Werften und erfahrenen Reedern zusammen, wie z.B. NSC Schifffahrtsgesellschaft, Bernhard Schulte, Thomas Schulte, CST oder Katharinen Schiffahrt, und auch mit bekannten Charterern, wie beispielsweise Maersk oder CMA CGM.

Auch im Immobilienbereich verfügt das Emissionshaus über ein etabliertes Netzwerk von Projektpartnern: Sowohl bei den Hotelimmobilien als auch im Büroimmobilienbereich legt Lloyd Fonds großen Wert auf die Bonität der Mieter und die Wertbeständigkeit der Objekte. Deshalb fokussiert sich Lloyd Fonds ausschließlich auf Objekte in Top-Lagen mit überdurchschnittlich hoher technischer und baulicher Qualität. Wir verfügen über langjährige Erfahrung und ausgezeichnete Kontakte zu wichtigen Akteuren auf dem Immobilienmarkt wie Maklern, Ingenieuren oder Architekten. Dies begründet zudem warum Lloyd Fonds bisher nur auf dem deutschen und niederländischen Markt aktiv ist. In diesen Regionen haben wir eine hohe Kompetenz. Andere Länder sind für uns erst nach langer Prüfung, dem Aufbau eines Netzwerks sowie dem Aufbau eigener länderspezifischer Know-hows interessant. Zudem spielt das Risikoprofil des jeweiligen Landes stets eine entscheidende Rolle.

Bei der Produkt- und Fondsentwicklung sah sich der Lloyd Fonds in 2009 mit teils erheblichen Problemen bei der Realisierung von Finanzierungen konfrontiert. Grund dafür ist die sich seit 2008 zuspitzende Finanzmarktkrise im Zuge derer viele Banken nicht bereit waren, Zwischenfinanzierungen für den Ankauf von Assets zu gewähren. Das ist ein Problem, das nicht Lloyd Fonds allein, sondern die gesamte Branche betrifft.

Unser Anspruch ist es, innovative Produkte zu entwickeln, in die wir sowohl unsere umfassende Erfahrung, unser Risikobewusstsein und das Wissen um die Bedürfnisse der Anleger einbringen können. Diese Strategie hat sich in den vergangenen Jahren bewährt – so waren wir „First Mover“ in dem Bereich der Flugzeugleasingfonds und haben in 2009 als einer der ersten Anbieter ein Produkt mit Garantieleistung, den Best of Shipping II, auf den Markt gebracht. Dieses Produkt wurde für einen begrenzten Zeitraum offeriert. Es hat seinen Anlegern zusätzliche Sicherheit angeboten: Die Beteiligung kann zum Nominalwert zurückgegeben werden, wenn sich der Schiffsmarkt entgegen den Erwartungen weiter negativ entwickeln sollte.

VERTRIEB

In Deutschland vertreibt Lloyd Fonds seine Anlageprodukte über zwei Wege: Zum regionalen Vertrieb zählen unabhängige Finanzberater, Sparkassen und Volksbanken. Der Vertriebsweg Key Account umfasst überwiegend Großbanken und Privatbanken wie die Postbank und comdirect sowie umsatzstarke einzelne freie Vertriebspartner. Die geschlossenen Fonds werden entweder allen Vertriebspartnern gleichermaßen oder einzelnen Vertriebspartnern und Institutionen auf Basis von Exklusivverträgen angeboten. In Österreich arbeitet Lloyd Fonds fast ausschließlich mit Banken zusammen.

Im Berichtszeitraum wurden über die beiden Vertriebswege jeweils rund 50 % des platzierten Eigenkapitals vermittelt.

Die Vertriebsaktivitäten konnten aufgrund des schwachen Marktumfeldes 2009 nicht an den Vorjahreszeitraum anknüpfen. Da der strategische Fokus auf die Platzierung von bereits initiierten und im Vertrieb befindlichen Fonds lag, konnten lediglich drei neue Fonds auf den Markt gebracht werden. Diese waren der Immobilienfonds Hotel am Fleesensee, die deutsche Tranche des Büroimmobilienfonds Holland II sowie der Immobilienfonds Holland Eindhoven. Gleichzeitig konnten der Zweitmarktfonds Britische Kapital Leben VIII, sowie die Immobilienfonds Moderne Großstadthotels (bis zum 31.12.2009) und Holland II geschlossen werden.

MARKTETING UND VERTRIEBSUNTERSTÜTZUNG

Die Abteilung Marketing und Vertriebsunterstützung verantwortet alle Aktivitäten für ein zielgruppenorientiertes Vertriebs- und Produktmarketing.

Mit der „Lloyd Fonds Sales Academy“ bieten wir Vertriebspartnern und interessierten Finanzmaklern beispielsweise seit 2006 weiterführende Seminare und Workshops. Im Vordergrund stehen dabei nicht reine Produktschulungen, sondern vor allem Soft-Skill-Seminare erstklassiger Verkaufstrainer. Auf Vertriebsveranstaltungen vermitteln wir vorhandenen und potenziellen Vertriebspartnern sowie Anlegern wesentliche Produktkenntnisse, informieren über das Unternehmen und stellen neue Marktstudien vor. Dieses Angebot wird aufgrund hochkarätiger Referenten und aktueller Themen sehr gut angenommen. Ferner unterstützen wir unsere Partner mit Werbe- und Informationsmaterial. Unser Newsletter informiert regelmäßig über aktuelle Marktentwicklungen und Produkte.

In 2009 hat Lloyd Fonds eine Transparenzoffensive gestartet. Teil dieses Projektes war die Informationsveranstaltung Performance & Perspektiven, die im September 2009 mit hochrangigen Wirtschaftsvertretern in Hamburg stattgefunden hat. Lloyd Fonds hat die Veranstaltung genutzt, um die langfristigen Perspektiven des Marktes für geschlossene Fonds aufzuzeigen und darzulegen, dass Lloyd Fonds sich der Zuverlässigkeit verpflichtet fühlt.

Darüber hinaus hat Lloyd Fonds im Oktober einen Investorenbeirat gegründet, um eine noch engere Kommunikation mit den Anlegern zu gewährleisten. Nach einer ersten Versammlung wurden drei Projektgruppen gebildet. Themen der einzelnen Gruppen sind das Management bestehender Fonds, die Fondskonzeption und Anlegerkommunikation. Durch den Investorenbeirat wollen wir gewährleisten, dass rechtzeitig den Anlegerbedürfnissen entsprechende Produkte entwickelt werden und die Anleger der Lloyd Fonds AG an der erfolgreichen Zukunft des Unternehmens und der Produkte mitwirken können.

In 2009 hat Lloyd Fonds die Weiterentwicklung der Positionierung und Marke von Lloyd Fonds im Gesamtmarkt vorangetrieben: Als Teile dieser Initiative wurde die Corporate Identity überarbeitet.

Alle diese Maßnahmen sollen den Dialog mit unseren Vertriebspartnern und Anlegern intensivieren, unser Image als Kompetenzträger stärken und eine langfristige Vertrauensbasis schaffen.

FONDSMANAGEMENT

Zu Beginn des abgelaufenen Geschäftsjahres haben wir zeitgleich mit der gemeinsamen Fondsentwicklung für alle Assetklassen auch ein gemeinsames Fondsmanagement implementiert.

Die Arbeit des Fondsmanagements schließt an die Fondsentwicklung an und übernimmt die Fonds mit der Platzierung des Eigenkapitals. Das Fondsmanagement wird bereits in der Konzeptionsphase der Produkte eingebunden, um die Expertise aus der Betreuung bestehender Fonds in die Fondsentwicklung einzubringen. In enger Zusammenarbeit mit unseren Partnern in den jeweiligen Assetklassen wird der betriebswirtschaftliche Verlauf der Beteiligungen aktiv gesteuert. Diese Steuerung umfasst auch das Zins- und Währungsmanagement, Verhandlungen mit Banken oder beispielsweise die Vereinbarung einer Anschlussbeschäftigung bzw. einer Anschlussvermietung.

Das Aufgabenspektrum des Fondsmanagements umfasst daneben die Kommunikation mit der Treuhandgesellschaft und den Aufsichtsgremien sowie mit den Beiräten der Fondsgesellschaften. Der Verkauf von Assets wird durch das Fondsmanagement gemeinsam mit den zuständigen Partnern vorgeschlagen und nach Zustimmung der Gesellschafterkreise gegebenenfalls durchgeführt.

Durch die Bündelung von Kernkompetenzen, wie dem Fondsmanagement, können wir uns über die gesamte Wertschöpfungskette auf die Bedürfnisse von Vertrieb und Endkunden ausrichten.

In 2009 konzentrierte sich das Fondsmanagement der Lloyd Fonds AG zusätzlich zu dem Management der laufenden Beteiligungen auf die Restrukturierung notleidender Fonds. Ein besonderes Augenmerk legt Lloyd Fonds dabei auf die Beteiligungen im Schifffahrtsbereich, die keine oder keine auskömmlichen Charterverträge haben. Zum 31. Dezember 2009 wurden durch ein proaktives Management bereits fünf Restrukturierungen erfolgreich umgesetzt. Mit Unterstützung durch unsere Anleger und durch aktive Begleitung der finanzierenden Banken konnte den betroffenen Gesellschaften frische Liquidität zugeführt werden, um so der aktuellen Marktsituation gut gerüstet begegnen zu können.

Die Sanierungskonzepte des Fondsmanagements trafen auf hohe Akzeptanz: Von den Anlegern kamen zu allen Restrukturierungskonzepten der notleidenden Fondsgesellschaften MS Emilia Schulte, MS Wehr Weser, MS Wehr Elbe, MS Commander, MS Scania und MS Laura Schulte positive Signale. Gegenstand der Sanierungskonzepte ist unter anderem, dass die Kommanditisten bereits erhaltene Auszahlungen ganz oder teilweise wieder an die Fondsgesellschaften zurückzahlen und die finanzierenden Banken einer Tilgungsaussetzung zugestimmt haben.

ANLEGER

Hauptzielgruppe für Lloyd Fonds sind die Privatanleger. Die Gruppe unserer potenziellen individuellen Anleger wächst stetig, seitdem sich geschlossene Fonds von einem steueroptimierten hin zu einem renditeorientierten Anlageprodukt verändert haben.

Bis Ende 2009 hatten etwa 52.707 Anleger Beteiligungen von Lloyd Fonds gezeichnet. Damit nahm die Zahl der Anleger im Berichtsjahr um 2.169 zu (Vj. +5.975). Insgesamt hielten die Anleger zum 31. Dezember 2009 rund 63.340 Beteiligungen. Knapp 62,8% unserer Anleger sind männlich, 36,3% weiblich und 0,9% juristische Personen.

ANGABEN GEMÄß § 289 ABS. 4 HGB

Gemäß den Vorschriften des § 289 Abs. 4 HGB geben wir folgende Erläuterungen ab:

1. Das Grundkapital der Lloyd Fonds AG beträgt zum 31. Dezember 2009 12.725.367 € und ist in 12.725.367 nennwertlose Stückaktien, die auf den Inhaber lauten, eingeteilt.

2. Beschränkungen, welche die Ausübung von Stimmrechten oder die Übertragung von Aktien betreffen, sind nicht bekannt.

3. Die folgenden Firmen und Personen überschreiten mit ihren Stimmrechtsanteilen den Anteil von mehr als 10 % der gesamten Stimmrechtsanteile:

Ernst Russ GmbH & Co. KG, Hamburg: 12,91 %.
Ernst Russ Verwaltungsgesellschaft mbH, Hamburg: 12,91 %.

Davon sind dieser nach § 22 Abs. 1, S. 1 Nr. 1 WpHG 12,91 % der Stimmrechte zuzurechnen.
Herr Robert Lorenz-Meyer, Hamburg: 12,91 %.

Davon sind diesem nach § 22 Abs. 1, S. 1 Nr. 1 WpHG 12,91 % der Stimmrechte zuzurechnen.
Wehr Schiffahrts KG, Hamburg: 12,45 %.
Verwaltung Wehr Schiffahrtsgesellschaft mbH, Hamburg: 12,45 %.

Davon sind dieser nach § 22 Abs. 1, S. 1 Nr.1 WpHG 12,45 % der Stimmrechte zuzurechnen.
Herr Jürgen Peter Wehr, Hamburg: 12,45 %.

Davon sind diesem nach § 22 Abs. 1, S. 1 Nr. 1 WpHG 12,45 % der Stimmrechte zuzurechnen.

4. Aktien mit Sonderrechten, welche Kontrollbefugnisse verleihen, bestehen nicht.

5. Stimmrechtskontrollrechte über Kapitalbeteiligungen von Arbeitnehmern bestehen nicht. Der Lloyd Fonds AG stehen keine Stimmrechte oder Vertretungen aus den Beteiligungen zu.

6. Über Ernennung und Abberufung von Vorstandsmitgliedern entscheidet der Aufsichtsrat in einfacher Mehrheit. Für eine Satzungsänderung sind mindestens drei Viertel des bei der Beschlussfassung vertretenen Grundkapitals erforderlich.

7. Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital der Gesellschaft bis zum 9. Juni 2013 um insgesamt bis zu 6.362.000 € durch ein- oder mehrmalige Ausgabe nennwertloser auf Inhaber lautender Stückaktien gegen Bar- oder Sacheinlagen zu erhöhen. Der Vorstand ist ferner ermächtigt, bis zum 3. Dezember 2010 bis zu 1.272.536 Aktien zu erwerben. Diese können mit Zustimmung des Aufsichtsrats eingezogen, veräußert oder als Gegenleistung bei Unternehmenszusammenschlüssen oder -erwerben verwendet werden.

8. Vereinbarungen der Lloyd Fonds AG, die unter der Bedingung eines Kontrollwechsels infolge eines Übernahmeangebots stehen, wurden nicht geschlossen.

9. Entschädigungsvereinbarungen der Lloyd Fonds AG, die für den Fall eines Übernahmeangebots mit den Mitgliedern des Vorstands oder Arbeitnehmern getroffen sind, bestehen nicht.

ERKLÄRUNG ZUR UNTERNEHMENSFÜHRUNG

Unternehmen, deren Geschäftsjahr nach dem 31. Dezember 2008 begonnen hat, sind verpflichtet eine Erklärung zur Unternehmensführung abzugeben. Diese Erklärung beinhaltet wesentliche Bestandteile des Corporate Governance Berichts, wie beispielsweise die Erklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex gemäß § 161 des Aktiengesetzes, sowie relevante Angaben zu Unternehmensführungspraktiken, die über die gesetzlichen Anforderungen hinaus angewandt werden und dem Hinweis, wo sie öffentlich zugänglich sind und eine Beschreibung der Arbeitsweise von Vorstand und Aufsichtsrat sowie der Zusammensetzung und Arbeitsweise von deren Ausschüssen.

1.1 Corporate Governance

Für die Lloyd Fonds AG hat das Thema Corporate Governance bzw. Unternehmensführung eine hohe Bedeutung. Alle Prozesse und Entscheidung basieren auf hohen Führungs- und Transparenzstandards, die regelmäßig überprüft und weiterentwickelt werden. Grundlage ist der Corporate Governance Kodex in der Fassung vom 18. Juni 2009. Vorstand und Aufsichtsrat haben ihr Bekenntnis zu den Corporate-Governance-Grundsätzen durch ihre Unterschriften unter die nachstehende Entsprechenserklärung ausdrücklich bekundet:

„ERKLÄRUNG DER LLOYD FONDS AG ZUM DEUTSCHEN

CORPORATE GOVERNANCE KODEX GEMÄSS § 161 AKTG

Vorstand und Aufsichtsrat der Lloyd Fonds AG erklären:

Den vom Bundesministerium der Justiz im amtlichen Teil des elektronischen Bundesanzeigers am 20. Juli 2005 bekannt gemachten Empfehlungen der „Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex“ (DCGK) in der Fassung vom 18. Juni 2009 wurde und wird durch die Lloyd Fonds AG mit Ausnahme der nachfolgenden Empfehlungen entsprochen:

1. Die D&O-Versicherung der Gesellschaft beinhaltet abweichend von Ziffer 3.8 Satz 3 des DCGK keinen Selbstbehalt für einzelne Personen des Vorstands oder Aufsichtsrats. Die Lloyd Fonds AG ist der Auffassung, dass die Vereinbarung eines Selbstbehalts insbesondere angesichts der geringen Festvergütung nicht geeignet oder gar erforderlich ist, das Verantwortungsbewusstsein von Vorstand und Aufsichtsrat weiter zu erhöhen. Ein Selbstbehalt wird jedoch im Rahmen der gesetzlichen Vorgaben spätestens ab Jahresmitte vertraglich geregelt.

2. Die Lloyd Fonds AG hält eine Altersgrenze für Vorstände und Aufsichtsräte für nicht zielführend, da vor allem deren fachliche Qualifikation, Kenntnisse und Fähigkeiten sowie ihre Erfahrung für das Unternehmen wesentlich sind. Vorstand und Aufsichtsrat haben beschlossen, dass keine Altersgrenze gelten soll, und weichen damit von Ziffer 5.1.2 Abs. 2 Satz 3 und 5.4.1 Satz 2 DCGK ab.

3. Der Aufsichtsrat der Lloyd Fonds AG bildet aufgrund seiner Größe keine Ausschüsse nach Ziffer 5.2 f. DCGK. Die entsprechenden Aufgaben werden von allen drei Mitgliedern gemeinsam wahrgenommen.

4. Der Jahresabschluss der Lloyd Fonds AG wird in Übereinstimmung mit der Börsenordnung der Frankfurter Wertpapierbörse (Teilbereich des amtlichen Markts mit weiteren Zulassungsfolgepflichten – Prime Standard) innerhalb von vier Monaten öffentlich zugänglich gemacht.

5. Die Verträge für den Vorstand der Lloyd Fonds AG enthielten bisher eine variable Komponente (Ziffer 4.2.3 Satz 3 DCGK), die jedoch keine mehrjährige Bemessungsgrundlage hatten (Ziffer 4.2.3 Satz 4 DCGK). Lloyd Fonds wird in neuen Verträgen diese Komponente entsprechend den Anforderungen des Kodex gestalten. Dann wird auch gleichermaßen der positiven als auch negativen Entwicklungen Rechnung getragen werden.“

1.2 Unternehmensführungspraktiken

Bei der Lloyd Fonds AG spielt der faire, respektvolle und gesetzeskonforme Umgang auf allen Unternehmensebenen und in allen Bereichen eine überaus wichtige Rolle. Dazu orientieren sich alle Unternehmensführungspraktiken an den gesetzlichen Bestimmungen und etablierten Standards und Empfehlungen. Darüber hinaus unterliegen wir als Finanzdienstleister, dem Anleger ihr Geld anvertrauen, einer besonders hohen Verantwortung. Das Verhalten des Unternehmens und seiner Mitarbeiter wird von moralischen und ethischen Wertvorstellungen getragen. Diese führen zu einem fairen, respektvollen und gesetzeskonformen Verhalten.

Im abgelaufenen Geschäftsjahr hat sich das Unternehmen daher interne Richtlinien gegeben, die von allen Mitarbeitern gelebt und respektiert werden. Diese Regeln betreffen sowohl den internen Umgang miteinander als auch den Anspruch an die eigene Arbeit.

Darüber hinaus gibt es Standards für den Umgang mit den mittlerweile über 51.000 Anlegern der Lloyd Treuhand. Auf Grund der Besonderheit des Geschäfts – die Zusammenarbeit mit den Partnern erstreckt sich in der Regel über die Lebenszeit eines Produktes – gibt es keine speziellen Regeln für diese Kooperation. Vielmehr ist eine offene, faire Kommunikation und die gemeinsame Übernahme von Verantwortung die wesentliche Erfolgsgrundlage. Die erfolgreiche Entwicklung von Lösungskonzepten für notleidende Fonds am runden Tisch zeigt die etablierten und bewährten Strukturen zwischen allen Partnern.

Im Unternehmen selbst haben sich Strukturen etabliert, die eine erfolgreiche Arbeit auch in schwierigen Zeiten erlauben. Dazu findet regelmäßig eine große Managementrunde mit dem Vorstand und allen Abteilungsleitern statt. Darüber hinaus werden alle relevanten Themen zeitnah und mit den direkt Beteiligten erörtert, Lösungen und Konzepte entwickelt.

Die Führung und die Überwachung des Unternehmens entsprechen den deutschen Gesetzen, den gesellschaftlichen Normen und in nahezu allen Punkten den Richtlinien des Deutschen Corporate Governance Kodex. Spezielle Handlungsanweisungen oder –empfehlungen, die über das gesetzliche hinaus gehen und auch öffentlich zugänglich sind, gibt es nicht.

1.3 A rbeit von Vorstand und Aufsichtsrat

Wichtigste Basis einer guten Unternehmensführung ist die gute Zusammenarbeit zwischen dem Vorstand als ausführendem Organ, und dem Aufsichtsrat als überwachendes Organ. Dieses dient dem Ziel einer verantwortungsbewussten, auf Wertschöpfung und Interessenausgleich ausgerichteten Unternehmensführung. Unsere zentralen Ansprüche sind eine effiziente und vertrauensvolle Zusammenarbeit der Organe der Gesellschaft, die Achtung der Interessen der Aktionäre und übrigen Geschäftspartner sowie eine offene und zeitnahe Kommunikation mit allen Interessengruppen.

AUFGABEN DES VORSTANDS

Der Vorstand leitet das Unternehmen in eigener Verantwortung. Wesentlicher Teil seiner Führungsaufgabe ist die Entwicklung und der Ausbau von Organisationsstrukturen, Planungs- und Kontrollsystemen, die er mit dem Aufsichtsrat abstimmt und für dessen Umsetzung er schließlich sorgt. Er ist dabei an das Interesse des Unternehmens gebunden und verpflichtet sich, den Unternehmenswert nachhaltig zu steigern. Des Weiteren zählen die strategische Ausrichtung der Gesellschaft, die Entwicklung der Führungskräfte, die Unternehmenskommunikation und Investor Relations sowie ein angemessenes Risikomanagement und -controlling zu seinen wesentlichen Aufgaben. Darüber hinaus entscheidet der Vorstand über die Verteilung der Ressourcen und die personelle Besetzung wichtiger Positionen im Unternehmen. Der Vorstand der Lloyd Fonds AG besteht aktuell aus zwei Mitgliedern, die u.a. für folgende Aufgaben verantwortlich sind:

Dr. Torsten Teichert, Vorsitzender

Strategie, Akquisition, Fondsentwicklung, Fondsmanagement, Rechtsabteilug

Michael F. Seidel

Finanzen, Vertrieb und Marketing (seit 11.1.2010), Controlling, Treuhand, Personal

ENGE KOOPERATION VON VORSTAND UND AUFSICHTSRAT

Der Vorstand arbeitet eng mit dem Aufsichtsrat zusammen und informiert ihn regelmäßig, umfassend und zeitnah über alle relevanten Aspekte der Planung, Geschäftsentwicklung, Risikolage und des Risikomanagements. Der Aufsichtsrat setzt sich aus drei Mitgliedern zusammen, die als Vertreter der Anteilseigner auf der Hauptversammlung von den Aktionären gewählt wurden:

Prof. Dr. Eckart Kottkamp, Vorsitzender

Hans-Bernd vor dem Esche, stellvertretender Vorsitzender

Albert Lundt

Der Aufsichtsrat der Lloyd Fonds AG berät den Vorstand und überwacht dessen Geschäftsführung, auch im Hinblick auf das Erreichen der langfristigen Unternehmensziele. Durch den regelmäßigen Dialog sind beide Organe stets über die Geschäftslage, die Unternehmensplanung und die Strategie informiert. Entscheidungen mit grundsätzlicher Bedeutung für die wirtschaftliche Entwicklung von Lloyd Fonds müssen vom Aufsichtsrat genehmigt werden. Seine wesentlichen Zuständigkeiten sind darüber hinaus die Bestellung der Vorstandsmitglieder, der Vorschlag eines unabhängigen Abschlussprüfers sowie die Prüfung und Billigung der Jahresabschlüsse der Lloyd Fonds AG und des Konzerns.

Das Aufsichtsratsmitglied Hans-Bernd vor dem Esche war bis zum 27. Juli 2009 einer der Geschäftsführer der Fünfte PAXAS Treuhand und Beteiligungsgesellschaft mbH und bis zum 28. Juli 2009 der Sechzehnte PAXAS Treuhand und Beteiligungsgesellschaft mbH, beide Düsseldorf. Beide Gesellschaften sind mit der Lloyd Treuhand GmbH jeweils einen Geschäftsbesorgungsvertrag für die Betreuung von Anlegern in einem Fonds eingegangen. Insoweit und im Übrigen sind Interessenkonflikte nicht aufgetreten.

UMFASSENDE KOMMUNIKATION MIT DEM KAPITALMARKT UND DEN AKTIONÄREN

Die Rechnungslegung für den Jahresabschluss der Lloyd Fonds AG erfolgt nach den Grundsätzen des deutschen Handelsrechts (HGB). Lloyd Fonds veröffentlicht den Jahresabschluss spätestens 120 Tage nach Ende des Geschäftsjahres.

Darüber hinaus informiert Lloyd Fonds mit Ad-hoc-Mitteilungen und Pressemitteilungen über alle Sachverhalte, die Einfluss auf die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage des Unternehmens haben können. Lloyd Fonds folgt dem Grundsatz des „Fair Disclosure“ und informiert alle wesentlichen Zielgruppen unverzüglich und zeitgleich. Auf den Internetseiten (www.lloydfonds.de) stehen alle Fakten zur Ansicht und zum Herunterladen zur Verfügung. Lloyd Fonds schafft damit die Basis für eine hohe Transparenz, zu der sich die Gesellschaft gegenüber der Öffentlichkeit und ihren Anlegern verpflichtet fühlt.

AKTIENGESCHÄFTE

Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats halten Aktien der Lloyd Fonds AG. Angaben dazu befinden sich im Anhang. Die Mitglieder beider Organe sind nach § 15a WpHG dazu verpflichtet, den Erwerb oder die Veräußerung von Wertpapieren der Lloyd Fonds AG offenzulegen, wenn der Gesamtwert dieser Transaktionen innerhalb eines Kalenderjahres den Betrag von 5.000 € übersteigt.

VERGÜTUNGSBERICHT DER LLOYD FONDS AG

Der Vergütungsbericht erläutert die Grundzüge der Vergütungssysteme für den Vorstand und den Aufsichtsrat der Lloyd Fonds AG. Das Vergütungssystem des Unternehmens berücksichtigt weitestgehend die Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex. Ziel der Vergütungssysteme ist es, den Vorstandsmitgliedern und den Mitgliedern des Aufsichtsrats eine gemäß ihrer Tätigkeit und Verantwortung angemessene Vergütung zu bezahlen.

VERGÜTUNG DES VORSTANDS

Ziel der Vergütungssysteme der Lloyd Fonds AG ist es, mit der angemessenen Vergütung, die persönliche Leistung sowie die wirtschaftliche Lage und den Erfolg des Unternehmens zu berücksichtigen. Darüber hinaus orientiert sich die Vergütung an branchen- und landesüblichen Standards sowie am Wohle der Firma. Das Gesetz zur Angemessenheit der Vorstandvergütung (VorstAG) ist mit dem 5. August 2009 in Kraft getreten und gilt für alle neu abgeschlossenen Verträge. Die Gremien der Lloyd Fonds AG haben sich mit diesem Gesetz ausführlich beschäftigt. Der Gesetzgeber verfolgt durch die verschiedenen Regelungen das Ziel, bei der Festsetzung der Vorstandsvergütung Anreize für eine nachhaltige Unternehmensentwicklung zu setzen. Das bisherige Vergütungssystem der Lloyd Fonds AG berücksichtigt diese Grundsätze bereits in wesentlichen Teilen.

1.1 Festlegung der Vorstandsvergütung

Der Vorschlag für die Vorstandsvergütung wird vom Aufsichtsrat erarbeitet und genehmigt. Bei zukünftigen Vergütungsverträgen von Vorständen und Aufsichtsräten, bzw. bei Verlängerung der bestehenden, wird die Lloyd Fonds AG sämtliche Vorlagen des VorstAG umsetzten. Aktuelle Abweichungen vom VorstAG, die bereits laufende Verträge betreffen finden sich in der Entsprechenserklärung.

1.2 Höhe und Struktur

Die jährliche Vergütung der Vorstandsmitglieder setzt sich aus zwei Komponenten zusammen: einer erfolgsunabhängigen Vergütung und einem erfolgsabhängigen.

Erfolgsunabhängige Vergütung

Die Höhe der Festvergütung ist abhängig von der übertragenen Funktion und Verantwortung, der Zugehörigkeitsdauer zum Vorstand sowie von den branchen- und marktüblichen Rahmenbedingungen. Die Festvergütung wird in monatlichen Raten ausgezahlt.

Erfolgsabhängige Vergütung

Der erfolgsabhängige Bonus wird durch den Aufsichtsrat nach einer entsprechenden Leistungsbeurteilung und nach pflichtgemäßem Ermessen festgelegt. Maßstab für den erfolgsabhängigen Bonus sind die Geschäftsentwicklung des Lloyd Fonds-Konzerns und der Erreichungsgrad vorab definierter individueller sowie allgemeiner Unternehmensziele.

Hinsichtlich der Einhaltung der Kodexempfehlungen verweisen wir auf unsere Anmerkungen im Kapitel Entsprechenserklärung von Vorstand & Aufsichtsrat nach § 161 AktG innerhalb der Erklärung zur Unternehmensführung.

1.3 Vergütung für das Jahr 2009

Im Geschäftsjahr 2009 verdiente der Vorstand der Lloyd Fonds AG 598 T € (Vorjahr: 1.356 T €); davon entfielen 550 T€ auf fixe Bezüge und 48 T€ auf Nebenleistungen. Eine Aufstellung der individuellen Gehälter der Vorstandsmitglieder ist im Anhang zu finden.

1.4 Haftungsversicherung (D&O)

Im Rahmen der D&O-Versicherung wurde der Selbstbehalt bisher lediglich für Schadensfälle in den USA in Höhe von maximal 50 T US-$ festgelegt (Ziff. 3.8 des Kodex). Insoweit weicht die Lloyd Fonds vom neu in Kraft getretenen VorstAG und den aktuellen Empfehlungen des Kodex ab. Ab Mitte 2010 wird entsprechend den gesetzlichen Vorgaben ein Selbstbehalt eingeführt.

1.5 Aktienbesitz der Vorstandsmitglieder

Die gegenwärtigen Vorstandsmitglieder hielten zum 31. Dezember 2009 insgesamt 1.165.146 Aktien, dass entspricht 9,16 Prozent, und entspricht dem Vorjahreswert.

2. Vergütung des Aufsichtsrats

Bei der Vergütung der Aufsichtsräte wird im Lloyd Fonds-Konzern ein zweiteiliges System angewendet, das auf fixe und variable Komponenten setzt.

2.1 Festlegung

Die Vergütung des Aufsichtrats beruht auf der Satzung und einem Beschluss der Hauptversammlung 2007.

2.2 Höhe und Struktur der fixen Vergütungsbestandteile

Die jährliche Grundvergütung für jedes Aufsichtsratsmitglied beträgt 10 T €, wobei der Vorsitzende des Aufsichtsrats die doppelte Vergütung erhält, sein Stellvertreter das 1,5-fache.

2.3 Höhe und Struktur der variablen Vergütungsbestandteile

Eine variable Vergütung für die Aufsichtsräte wurde im Jahr 2007 beschlossen. Diese beträgt 0,5 Promille des nach IFRS ermittelten Konzernjahresüberschuss nach Steuern.

Eine Kappungsgrenze bei der Vergütung des Aufsichtsrats besteht nicht.

2.4 Vergütung für das Jahr 2009

Im Geschäftsjahr 2009 betrug die Gesamtvergütung des Aufsichtsrats 45 T €. Eine variable Vergütung fiel nicht an.

Die Aufstellung über die individuelle Vergütung der einzelnen Aufsichtsratsmitglieder ist im Anhang zu finden.

2.5 Aktienbesitz der Aufsichtsratmitglieder

Die gegenwärtigen Vorstandsmitglieder hielten zum 31. Dezember 2009 insgesamt 7.923 Aktien, das entspricht 0,06 Prozent. Gegenüber dem Vorjahr gab es keine Veränderung.

RISIKOBERICHT

Die geschäftliche Entwicklung von Lloyd Fonds kann von einer Reihe Unwägbarkeiten beeinträchtigt werden. Diese können zu einer Verschlechterung der Vermögens-, Ertrags- und Liquiditätslage führen. Im abgelaufenen Geschäftsjahr hat Lloyd Fonds eine Vielzahl von Maßnahmen durchgeführt, um die durch die weltweite Finanz- und Wirtschaftskrise hervorgerufenen Geschäftsrisiken zu vermindern. Hierzu zählten insbesondere die Reduzierung der Schiffspipeline, der abgegebenen Platzierungsgarantien und sonstigen Bürgschaften. Darüber hinaus hat Lloyd Fonds bereits seit Herbst 2008 zahlreiche Maßnahmen eingeleitet, die sowohl die Kostenstrukturen im Unternehmen verbessern als auch die Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens erhöhen sollen. Dieses Sanierungskonzept wurde im Frühjahr 2010 von der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft KPMG Deutsche Treuhand-Gesellschaft AG (KPMG) eingehend geprüft und positiv bescheinigt und steht im Zusammenhang mit der Bankenvereinbarung. Die Sanierungsfähigkeit ist Voraussetzung für die Bankenvereinbarung, die bereits seit Herbst 2009 mit sämtlichen finanzierenden Banken verhandelt hat. Ziel dieser Bankenvereinbarung ist der nachhaltige Abbau der Risiken aus den gegebenen Bürgschaften und sonstigen Garantien. Die zum Stichtag in der Bilanz gebildeten Rückstellungen für Haftungsrisiken decken den vorzeitigen Enthaftungsbeitrag ab. Die im Zusammenhang mit der Bankenvereinbarung erwarteten Gegenleistungen durch Lloyd Fonds wurden bereits im Jahresabschluss des Berichtsjahres durch die Bildung von Rückstellungen aufwandswirksam berücksichtigt. Die Rückstellungen für Risiken aus den Haftungsverhältnissen decken die erwarteten Gegenleistungen im Zusammenhang mit der Bankenvereinbarung vollständig ab. Dieser Aufwand belastete das Ergebnis ebenso wie die bereits umgesetzten Vorsorgen für Bewertungsrisiken bei Forderungen und Finanzanlagen.

Alle getroffenen Maßnahmen sowie die zu erwartende Freistellung von den Eventualschulden haben die Risiken des Unternehmens maßgeblich reduziert. Jedoch können geschäftsbezogene Risiken auch für die Zukunft nicht ausgeschlossen werden. In diesem Zusammenhang ist insbesondere von Bedeutung, inwiefern sich der Markt für geschlossene Fonds von dem Nachfrageeinbruch des letzten Jahres weiter erholen kann. Gerade in diesem schwierigen Umfeld zeigt sich die besondere Bedeutung des über die vergangenen Jahre kontinuierlich verbesserten und erweiterten Risikomanagementsystems von Lloyd Fonds.

RISIKOMANAGEMENTSYSTEM

Lloyd Fonds verfügt über ein softwaregestütztes Risikomanagementsystem, um frühzeitig Entwicklungen erkennen zu können, die den Fortbestand des Unternehmens gefährden könnten. Ziel ist es dabei, mithilfe transparenter Systeme und Prozesse Risiken zeitnah zu identifizieren und einzuschätzen, um auf dieser Basis entsprechende Maßnahmen zu ergreifen. Der Vorstand gibt Leitlinien für das Risikomanagement vor. Das Risikomanagement wird durch die zentrale Controllingabteilung entsprechend den vom Vorstand verabschiedeten Leitlinien gesteuert. Die Controllingabteilung stellt sicher, dass die operativen Fachabteilungen initiativ und zeitnah Risiken identifizieren, diese sowohl quantitativ als auch qualitativ bewerten und geeignete Maßnahmen zur Risikovermeidung beziehungsweise -kompensation entwickeln.

Anhand einer systematischen Risikoinventur werden die Risiken von den jeweiligen Verantwortlichen überarbeitet und erneut eingeschätzt. Zudem besteht eine interne Ad-hoc-Meldepflicht hinsichtlich neuer von den Verantwortlichen identifizierter Risiken. Jedes erfasste Risiko wird dazu einer Risikogruppe zugeordnet. Bei der Meldung und Neueinschätzung der Risiken müssen Schadenshöhe und Eintrittswahrscheinlichkeit gemäß den Vorgaben einer Richtlinie angegeben werden. Sowohl die Bewertung als auch die Neueinschätzung der Risiken erfolgen quartalsweise sowie nach Bedarf.

Das Ergebnis wird dem Vorstand zeitnah durch eine Auswertung aller aktuellen Risiken in grafischer, tabellarischer und schriftlicher Form zur Verfügung gestellt. Der Risikomanagementprozess ermöglicht somit einen strukturierten Überblick über die bestehende Risikosituation, die Verbesserung der Unternehmenssteuerung, Transparenz und Dokumentation der Risikobewältigung sowie die Steigerung des Risikobewusstseins und dient letztendlich als Basis für die Risikoberichterstattung an interne und externe Adressaten.

Die Funktionsfähigkeit und Angemessenheit des Risikomanagementsystems wird regelmäßig im Rahmen der Jahresabschlussprüfung durch den Wirtschaftsprüfer beurteilt.

UMFELD UND BRANCHENRISIKEN

MARKT- UND EMISSIONSRISIKO

Lloyd Fonds initiiert Kapitalanlagen und vertreibt diese über seine Vertriebspartner an private und institutionelle Anleger. Wie jedes andere Unternehmen ist auch Lloyd Fonds dem Risiko von Nachfragerückgängen ausgesetzt, etwa aufgrund der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen oder Präferenzänderungen bei den Anlegern zugunsten anderer Kapitalanlagen. Seit dem Ausbruch der weltweiten Finanz- und Wirtschaftskrise in der zweiten Jahreshälfte 2008 leidet der Markt für geschlossene Fonds, insbesondere im Bereich der Schiffsbeteiligungen, unter einem erheblichen Nachfrageverlust. Die Krise setzte sich im vergangenen Geschäftsjahr fort und führte zu einem deutlichen Rückgang der Platzierungsvolumina mit entsprechend negativen Auswirkungen auf die Ertragslage.

Insbesondere in den Bereichen Schifffahrt und Luftverkehr zeigen sich nur leichte Erholungstendenzen. So sind in jüngster Zeit Anzeichen einer Belebung der Schifffahrtsmärkte mit einem Anstieg der Charterraten in einigen Größenklassen zu beobachten. Wann es jedoch wieder zu einer stärkeren Nachfrage nach Anlagen in diesem Bereich kommt, ist derzeit nicht absehbar: Derzeit ist nur eine leichte Erholung erkennbar. Entsprechend schwierig ist die Platzierung neuer Kapitalanlagen in diesem Umfeld.

Hinsichtlich der Konzeption von Neuprodukten begegnen wir den gestiegenen Herausforderungen mit einer noch intensiveren Beobachtung und Analyse der relevanten und alternativen Märkte, des Wettbewerbs und der Nachfragepräferenzen, um zeitgerecht erforderliche Anpassungen in der Produktpalette vornehmen zu können. Die positiven Auswirkungen dieser Aktivitäten zeigen sich unter anderem in einem Anstieg des Platzierungsvolumens im Bereich der Immobilien auf 40,5 Mio. € (Vorjahr: 33,8 Mio. €). Flankiert werden die produktpolitischen Maßnahmen durch eine aktive Stärkung des Vertriebs. Hierzu zählen unter anderem die Weiterentwicklung der Marke Lloyd Fonds sowie die Intensivierung des Dialogs mit den Anlegern, beispielsweise im Rahmen unserer in 2009 gestarteten Transparenzoffensive. Von dem im vergangenen Jahr etablierten Investorenbeirat erwarten wir einen kontinuierlichen Dialog mit den Anlegern.

Zudem werden Provisionen zur Vertriebsteuerung eingesetzt, um bestimmte Produkte zu platzieren oder andere Vertriebswege zu erschließen. Ziel dieser Maßnahmen ist es, Lloyd Fonds mittelfristig wieder zu alter Stärke zu führen und die Position des Unternehmens als eines der führenden Emissionshäuser für geschlossene Beteiligungen weiter zu festigen.

Eintrittswahrscheinlichkeit: mittel

Schadenshöhe: hoch

WETTBEWERBSRISIKO

Lloyd Fonds steht in seinem Marktumfeld in einem harten Wettbewerb mit anderen Fondsinitiatoren. Der Markt für geschlossene Fonds war in den vergangenen Jahren gekennzeichnet von fortdauernden Marktanteilsgewinnen größerer Emissionshäuser, zu denen auch Lloyd Fonds zählt. 2009 erwiesen sich die Wachstumsstrategien dieser Emissionshäuser in einem angespannten Marktumfeld jedoch nicht mehr als erfolgreich. Lloyd Fonds hat im Berichtsjahr im Bereich Transport und dem Gesamtplatzierungsvolumen Marktanteile verloren, im Bereich Immobilien hingegen hinzugewonnen. Für die nahe Zukunft rechnen wir mit einer Verbesserung der Marktposition auf Grund von geplanten neuen Projekten. Das Unternehmen geht davon aus, dass mit einem nach wie vor guten Renommee und der konsequenten Umsetzung der Reorganisationsmaßnahmen die Voraussetzungen für eine weiterhin starke Position im Markt gegeben sind.

Eintrittswahrscheinlichkeit: gering

Schadenshöhe: mittel

RISIKO DER NACHTEILIGEN VERÄNDERUNG STEUER- UND

AUFSICHTSRECHTLICHER RAHMENBEDINGUNGEN

Änderungen der steuerrechtlichen Rahmenbedingungen können einen unmittelbaren Einfluss auf die Konzeption und den Vertrieb von Fondsprodukten haben. Die Veränderung steuerrechtlicher Rahmenbedingungen im In- und Ausland kann sowohl den wirtschaftlichen Erfolg der bereits platzierten Fonds als auch die Konzeption künftiger Fonds von Lloyd Fonds negativ beeinflussen. Nach der derzeitigen Rechtslage benötigt Lloyd Fonds in Deutschland für seine Geschäftstätigkeit keine Erlaubnis nach dem Kreditwesengesetz (KWG), da die Konzeption, der Vertrieb und die treuhändische Verwaltung von Kommanditbeteiligungen sowie die Anlegerbetreuung und das Fondsmanagement, wie sie derzeit geleistet werden, nicht vom Anwendungsbereich des KWG erfasst werden. Vor dem Hintergrund der weltweiten Finanzkrise ist die EU-weite Regulierung von Kapitalanlageprodukten aller Art, insbesondere von deren Vertrieb und deren Management, derzeit mehrheitlich politisch gewünscht. Hierzu gibt es Bestrebungen für eine EU-Richtlinie. Eine solche Richtlinie wird nicht sofort wirksam. Vielmehr bedarf es hierfür der Ausarbeitung und Beschlussfassung von Durchführungsverordnungen auf EU-Ebene und anschließend der Umsetzung durch den deutschen Gesetzgeber. Nach rechtsstaatlichen Prinzipien sind hierfür gewisse Übergangsfristen vorzusehen. Aus jetziger Sicht ist es wahrscheinlich, dass im Zuge dieses Verfahrens die aufsichtsrechtlichen Anforderungen an die ausgeübte Geschäftstätigkeit von Lloyd Fonds verschärft werden. Wie die Anforderungen konkret aussehen werden, ist derzeit schwer zu beurteilen. Lloyd Fonds beobachtet die politische Diskussion und den Gesetzgebungsprozeß intensiv, um hier rechtzeitig reagieren zu können. Es ist jedoch nicht auszuschließen, dass auf Grund steigender regulatorischer Anforderungen Teile des Geschäftsmodells ggf. erheblich verändert werden müssen.

Eintrittswahrscheinlichkeit: mittel

Schadenshöhe: gering

UNTERNEHMENSSTRATEGISCHE UND OPERATIVE RISIKEN

RISIKO DER ABHÄNGIGKEIT VON VERTRIEBSPARTNERN

Lloyd Fonds vertreibt seine Fondsprodukte über Banken, Vertriebsplattformen sowie unabhängige Vertriebspartner. Sollten in einem engen zeitlichen Rahmen mehrere dieser wichtigen Vertriebspartner ihre Geschäftsbeziehungen mit Lloyd Fonds beenden oder einschränken, könnte dies die Geschäftstätigkeit der Gesellschaft nachhaltig beeinträchtigen.

Lloyd Fonds hat bereits im Geschäftsjahr 2008 begonnen, die Zahl seiner Partner im freien Vertrieb zu erhöhen und damit die Abhängigkeit von einzelnen Vertriebspartnern zu reduzieren. Das Unternehmen ist darüber hinaus zuversichtlich, dass es ihm aufgrund seiner Reputation gelingen würde, in einem solchen Fall alternative Vertriebspartner zu gewinnen.

Eintrittswahrscheinlichkeit: gering

Schadenshöhe: gering

RISIKO IM ZUSAMMENHANG MIT DER REALISIERUNG VON PROJEKTEN

Eine erfolgreiche Geschäftstätigkeit von Lloyd Fonds erfordert unter anderem die permanente Initiierung neuer Fondsprodukte; dies ist Voraussetzung für eine attraktive Angebotspalette. Hierbei kommt es einerseits darauf an, in ausreichendem Maße rentable und attraktive Anlageobjekte zu finden, die dem Qualitätsanspruch des Unternehmens gerecht werden. Zum anderen muss die Realisierbarkeit der Projekte durch die Gewährung von ausreichenden Zwischen- und Langfristfinanzierungen sichergestellt werden.

Als Folge der Finanz- und Wirtschaftskrise ist das Angebot an verfügbaren Anlageobjekten unübersichtlicher geworden. Umso wichtiger ist dabei die sorgfältige Auswahl der jeweiligen Investitionsziele. Gleichzeitig hat in diesem Umfeld die Bereitschaft der Kreditinstitute spürbar abgenommen notwendige Zwischen- und Langfristfinanzierungen zur Verfügung zu stellen. Dieses kann die Verhandlungen über den Abschluss oder die Verlängerung einer Finanzierung erschweren und unter Umständen zu schlechteren Konditionen führen. Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass die Gewährung oder Verlängerung von Finanzierungen aufgrund des Umfelds nicht gelingt und die Lloyd Fonds AG selbst als Finanzierer übergangsweise einspringen muss. Wenn Lloyd Fonds größere Volumina zwischenfinanzieren muss, kann dies zu Liquiditätsengpässen führen oder die Realisierbarkeit neuer Projekte gefährden bzw. die Substanz der Lloyd Fonds AG beeinträchtigen.

Als Folge der Finanzkrise ist für künftige Projekte nicht auszuschließen, dass Kreditinstitute gegebene Finanzierungszusagen nicht mehr einhalten. Dieses kann bei den Banken aus geschäftspolitischen Gründen möglich sein, aber auch aus veränderten Risikoeinschätzungen. In diesen Fällen muss Lloyd Fonds im Rahmen von Verhandlungen die Kreditvergabe wieder sicherstellen oder gegebenenfalls andere Partner für das spezifische Projekt finden beziehungsweise zusätzlich einbinden. Dazu verfügt Lloyd Fonds über ein etabliertes Netzwerk mit zahlreichen Kreditinstituten sowie über die Vorteile einer transparenten Kommunikation und Außendarstellung als börsennotiertes Unternehmen.

Lloyd Fonds unterliegt auch bei künftigen Projekten, insbesondere bei geschlossenen Schiffsfonds, der Gefahr von Preisänderungen. Es kann sein, dass zum Zeitpunkt der Initiierung eines Fonds ein bestelltes Schiff aufgrund der aktuellen Marktgegebenheiten unter oder über dem Bestellpreis in den Fonds eingebracht werden muss. Im Fall eines niedrigeren Übertragungspreises werden der Bauvertrag und die Zwischenfinanzierung auf eine Zwischengesellschaft übertragen, die das Schiff dann zeitnah an die Fondsgesellschaft mit Verlust veräußert. Da Lloyd Fonds für die Zwischenfinanzierung in dieser Zwischengesellschaft bürgt, besteht das Risiko, dass Lloyd Fonds in Höhe des Veräußerungsverlusts über die Bürgschaft in Anspruch genommen wird. Lloyd Fonds wird diesem Risiko durch eine möglichst zeitnahe Einbringung von bestellten Schiffen in Fonds sowie durch laufende Beobachtung der Charterpreisentwicklung begegnen. Möglich ist es auch, über den Eigenbetrieb des Schiffs zusätzliche Erlöse zu erwirtschaften, die dann als Kompensation für eine Preisreduktion dienen können.

Eintrittswahrscheinlichkeit: mittel

Schadenshöhe: hoch

VERPFLICHTUNGEN AUS PLATZIERUNGSGARANTIEN GEGENÜBER

FONDSGESELLSCHAFTEN UND PROJEKTGESELLSCHAFTEN

Im Zusammenhang mit Zwischenfinanzierungen für Fondsprodukte gibt Lloyd Fonds, sobald ein Fonds aufgelegt wird und sich dieser in Platzierung befindet, gegenüber der jeweiligen Fondsgesellschaft eine sogenannte Platzierungsgarantie ab, mit der sich Lloyd Fonds verpflichtet, das ausstehende Eigenkapital durch Übernahme einer entsprechenden Kommanditeinlage selbst oder durch einen Dritten auf eigene Kosten zu erbringen. Lloyd Fonds trägt in Höhe der jeweiligen Haftungsverhältnisse das Emissions- und Platzierungsrisiko. Sollte sich daher nach der Akquisition eines Assets herausstellen, dass sich dieses nicht zur Auflage eines neuen Fonds eignet oder dieser nicht in der vorgesehen Zeit bzw. gar nicht vollständig platziert werden kann, würde dies zu einer Refinanzierungs- oder Zahlungsverpflichtung von Lloyd Fonds führen, sofern die Platzierungsgarantie nicht verlängert wird.

Im abgelaufenen Geschäftsjahr lag daher ein Schwerpunkt der Tätigkeit von Lloyd Fonds in der Reduzierung der Anzahl der im Vertrieb befindlichen Fonds. Im Jahresverlauf konnten drei Fonds vollplatziert geschlossen werden. Ein Fonds wurde vorzeitig geschlossen. Für weitere fünf Fonds wurden Konzepte erarbeitet, damit abgegebene Platzierungsgarantien gegenüber den Fondsgesellschaften aufgelöst werden konnten.

In 2009 hat Lloyd Fonds den Vertrieb von zwei neuen Holland-Fonds sowie einen Fonds mit einem Hotel in Deutschland gestartet. Mittlerweile sind diese Fonds vollplatziert.

Zum Bilanzstichtag betrugen die Platzierungsgarantien der Lloyd Fonds AG gegenüber im Vertrieb befindlichen Fonds 30,9 Mio. € (Vorjahr 128,0 Mio. €). Weiterhin bestanden am Bilanzstichtag Platzierungsgarantien gegenüber Projektgesellschaften in Höhe von 80,6 Mio. € (Vorjahr 80,6 Mio. €), die in dem Wert der Bauzeit- und Anzahlungsfinanzierungen enthalten ist. Durch die Fokussierung der Geschäftstätigkeit auf die Reduzierung der im Vertrieb befindlichen Fonds, konnte die Höhe der bestehenden Platzierungsgarantien somit deutlich gesenkt werden. Zudem wurde in der Vergangenheit einer Verlängerung von Platzierungsgarantien durch die jeweilige Gesellschafterversammlung immer zugestimmt.

Eintrittswahrscheinlichkeit: gering

Schadenshöhe: hoch

BEWERTUNGSRISIKO AUS BETEILIGUNGEN

Die Krise an den Finanzmärkten sowie die negativen Aussichten bezüglich der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung führen zu einem Risiko bei der Bewertung von Beteiligungen. Betroffen sind hiervon beispielsweise die Beteiligung an der Feedback AG, Hamburg sowie Anteile, die Lloyd Fonds als Gründungskommanditist an Fonds hält.

Lloyd Fonds reagiert auf diese Risiken durch eine fortlaufende Überprüfung der bestehenden Beteiligungsansätze im Zusammenspiel mit der Analyse von Finanzdaten der wesentlichen Beteiligungen. Auf Basis der regelmäßig durchgeführten umfangreichen Wertminderungstests hat Lloyd Fonds im Geschäftsjahr 2009 Abwertungen von Beteiligungsansätzen in Höhe von insgesamt 11.785 T€ vorgenommen. Durch diese Maßnahmen sinkt grundsätzlich das Risiko für weitere Abwertungen. Jedoch können bei einem Anhalten der Krise zukünftige zusätzliche Wertberichtigungen nicht ausgeschlossen werden.

Eintrittswahrscheinlichkeit: gering

Schadenshöhe: hoch

PROSPEKTHAFTUNGSRISIKO

Zur Einwerbung von Eigenkapital in Form von Kommanditeinlagen erstellt die Lloyd Fonds AG Verkaufsprospekte, für welche sie – im Falle des Schadens infolge unrichtiger oder unvollständiger Angaben – als Herausgeberin gegenüber den einzelnen Anlegern haftet. Die Verkaufsprospekte werden gemäß den „Grundsätzen ordnungsgemäßer Beurteilung von Prospekten über öffentlich angebotene Kapitalanlagen“ (IDW S 4), einem Standard des Instituts der Wirtschaftsprüfer in Deutschland e.V., erstellt und entsprechend diesem Standard durch einen Wirtschaftsprüfer begutachtet (Prospektgutachten). Bei sämtlichen geprüften Prospekten hat der Wirtschaftsprüfer die Vollständigkeit, Richtigkeit und Klarheit der Prospektangaben einschließlich der Plausibilität der im Prospekt enthaltenen Werturteile, der Schlüssigkeit von Folgerungen sowie der Darstellung der mit der Kapitalanlage verbundenen Chancen und Risiken im Sinne des IDW S 4 grundsätzlich bestätigt, jedoch in Einzelfällen Anmerkungen vorgenommen, die das Prüfungsergebnis nicht einschränkten. Zusätzlich wird für jedes Fondsprodukt regelmäßig ein Steuergutachten im Hinblick auf die im Prospekt vorgenommenen steuerlichen Aussagen erstellt.

Auch Vertriebspartner (insbesondere Banken) unterziehen die Prospekte regelmäßig einer internen Prüfung, bevor sie die Produkte vertreiben. Allerdings können auch eine Prospektbeurteilung durch einen Wirtschaftsprüfer und die weiteren Maßnahmen keine Gewähr für die Vollständigkeit und Richtigkeit der Prospektangaben, für den Eintritt des wirtschaftlichen Erfolgs und der steuerlichen Auswirkungen der Kapitalanlage bieten. Ferner besteht insbesondere bei längerer Vertriebsphase eines Fonds das Risiko, dass Nachträge, die wegen einer Veränderung der einem Prospekt zugrunde liegenden Tatsachen erforderlich werden, nicht rechtzeitig erstellt werden, wodurch ein Prospekt nachträglich fehlerhaft werden kann.

Es kann somit nicht ausgeschlossen werden, dass erfolgreich Schadenersatzansprüche aus der Prospekthaftung wegen falscher oder unvollständiger Angaben in den bisher oder in den künftig erstellten Prospekten gegen Lloyd Fonds geltend gemacht werden, insbesondere wenn die Renditeerwartungen der Fondsanleger durch Mängel der Anlage oder sonstige Gründe nicht erfüllt werden.

Zur Reduzierung der oben genannten Risiken verwendet Lloyd Fonds größtmögliche Sorgfalt auf die Auswahl der von uns angebotenen Produkte, deren Ausgestaltung und Beschreibung sowie die Auswahl und Überwachung der Vertriebspartner. Lloyd Fonds setzt bei Unklarheiten über ein Produkt im Interesse von Vertriebspartnern und Kunden auch gegebenenfalls den Vertrieb aus, bis das entsprechende Informationsdefizit aufgehoben wurde.

Eintrittswahrscheinlichkeit: gering

Schadenshöhe: mittel

RISIKO AUS DER BERATUNGSHAFTUNG

In der aktuellen Rechtsprechung ist die Tendenz erkennbar, Aufklärungs- und Beratungspflichten im Zusammenhang mit dem Vertrieb von Kapitalanlageprodukten auszuweiten. Es kann ebenfalls nicht ausgeschlossen werden, dass Beratungsfehler von Externen, die beim Absatz von Kapitalanlageprodukten von Lloyd Fonds eingeschaltet werden, in zunehmendem Maße in den Verantwortungsbereich des Produktanbieters fallen werden. Eine derartige Entwicklung wird jedoch voraussichtlich für Marktteilnehmer mit langjähriger Erfahrung keine wesentlichen Auswirkungen haben.

Zum Jahresanfang 2009 hat sich der Bundesgerichtshof (BGH) in einem Beschluss erstmals ausdrücklich dafür ausgesprochen, dass Finanzberater in Banken und freiem Vertrieb auch beim Verkauf von geschlossenen Fonds die Vergütungsgebühren offenlegen müssen. Fonds der Lloyd Fonds AG beinhalten diese Angaben schon seit langem. Es kann allerdings nicht ausgeschlossen werden, dass diese Regelung zu einer Veränderung der Gebühren führt und damit auch Auswirkungen auf den Vertrieb hat.

Eintrittswahrscheinlichkeit: gering

Schadenshöhe: gering

RISIKEN IM PERSONALMANAGEMENT

Das Wissen, die Kompetenz und die Leistungsbereitschaft der Mitarbeiter stellen einen wesentlichen Erfolgsfaktor für die Lloyd Fonds AG dar. Aus diesem Grund arbeitet Lloyd Fonds aktiv daran, seinen Mitarbeitern ein attraktives und chancenreiches Arbeitsumfeld zu bieten, um sie langfristig an das Unternehmen zu binden. Lloyd Fonds will dadurch dem Verlust an speziellem Fachwissen in den einzelnen Kompetenzfeldern entgegenwirken.

Darüber hinaus positioniert sich Lloyd Fonds auch als attraktiver Arbeitgeber und interessantes Unternehmen. Trotz einer kritischen Berichterstattung über die Branche sollen auch künftig qualifizierte und engagierte Arbeitnehmer gewonnen werden.

Eintrittswahrscheinlichkeit: gering

Schadenshöhe: gering

RISIKEN IM ZUSAMMENHANG MIT DEM MORATORIUM UND DER ENTHAFTUNG FÜR

DIE LLOYD FONDS AG

Im April 2010 hat die Lloyd Fonds AG mit ihren finanzierenden Banken ein Konzept für ein Moratorium sowie für eine Enthaftung vereinbart. Lloyd Fonds wird demnach von allen Garantien und Bürgschaften (Eventualverbindlichkeiten) gegenüber den Banken freigestellt.

RISIKEN AUS DEM MORATORIUM

Mit dem Moratorium verpflichten sich die Banken, die zur Absicherung von Finanzierungen überlassenen Sicherheiten und die abgetretenen Platzierungsgarantien während der Laufzeit des Moratoriums nicht zu verwerten. Das vereinbarte Moratorium dient der Absicherung bis zu seiner Enthaftung. Dementsprechend hat das Moratorium eine Laufzeit bis zum Vollzug der Vollenthaftung oder aber längstens bis zum 31. Dezember 2014.

Als Gegenleistung für das Moratorium verpflichtet sich Lloyd Fonds zur Zahlung einer Restrukturierungsgebühr bis zum 15. August 2010 in Höhe von 925 T€ sowie zur Einräumung von Call-Optionen bezüglich der Übertragung ihrer Anteile an den Projektgesellschaften aus der Pipeline. Für Gesellschaften ausländischer Rechtsordnungen ist statt dessen eine Verpflichtung zur Anteilsübertragung vereinbart. Darüber hinaus müssen die Altaktionäre einen definierten Teil ihres Aktienbestandes an eine Treuhandgesellschaft übertragen. Der Erlös aus einem Weiterverkauf hieraus steht den Banken zu.

Während des Moratoriums unterliegt die Gesellschaft bis zur vollständigen Zahlung des Enthaftungsbetrags oder der vorzeitigen Einmalzahlung definierten Verhaltenspflichten. Diese umfassen – vorbehaltlich der Zustimmung der Banken – in erster Linie das Verbot bestimmter Handlungen. Dazu gehören Zahlungen auf Projektfinanzierungen, soweit dies nicht ausdrücklich erlaubt ist, die Bevorteilung einer Bank über diese Regelung hinaus, die Gewährung von Krediten oder Personalsicherheiten außerhalb des operativen Geschäfts, die Verfügung über wesentliche Vermögensgegenstände sowie die freiwillige Leistung auf Platzierungsgarantien oder ähnliche Haftungsübernahmen. Dabei können die Banken nach Eintritt der Enthaftung auf die Einhaltung von Verhaltenspflichten verzichten. Gleichzeitig hat Lloyd Fonds dafür zu sorgen, dass für den Fall eines späteren Scheiterns der Bankenvereinbarung die aktuell bestehende Sicherheitensituation einschließlich der laufenden Verjährungspflichten fortbesteht.

Lloyd Fonds verzichtet auf sämtliche bestehenden oder künftigen Forderungen gegen die Projektgesellschaften bzw. tritt die Forderungen auf Weisung der Banken ab. Lloyd Fonds hat diese im Jahresabschluss bereits entsprechend wertberichtigt. Zudem verpfändet das Unternehmen zur Besicherung der Forderungen der Banken aus der Bankenvereinbarung die Anteile an der Lloyd Treuhand GmbH.

Ein Verstoß gegen die vorstehenden Verpflichtungen würde die Banken zur Kündigung der Bankenvereinbarung berechtigen.

Auf Grund des immens hohen Interesses der Lloyd Fonds AG an einer dauerhaften Enthaftung geht das Management davon aus, dass die Einhaltung der Verhaltenspflichten kein Risiko in Bezug auf den Bestand des Moratoriums ist.

Neben den Verhaltenspflichten unterliegt die Lloyd Fonds AG bis zur vollständigen Zahlung des Enthaftungsbetrags oder der Einmalzahlung verschiedenen Informationspflichten, die entsprechend den börsenrechtlichen Anforderungen umgesetzt werden.

Eintrittswahrscheinlichkeit: gering

Schadenshöhe: hoch

RISIKEN AUS DER ENTHAFTUNG

Ziel der Bankenvereinbarung ist die Enthaftung des Unternehmens. Im Rahmen dieser Enthaftung verzichten die Banken gegenüber der Lloyd Fonds AG dauerhaft auf die Inanspruchnahme der gegebenen Sicherheiten sowie der abgetretenen Platzierungsgarantien.

Als Gegenleistung für die dargestellte Enthaftung ist Lloyd Fonds zur ratierlichen Zahlung eines Enthaftungsbetrags in Höhe von 20 Mio. € bis zum 31. Dezember 2014 verpflichtet. Bei einer nicht vollständigen Zahlung überträgt sich der Restbetrag in die Folgejahre, längstens jedoch bis zum 31.12.2017. Sofern Lloyd Fonds bereits bis zum 31. Dezember 2010 eine vorzeitige Zahlung in Höhe von 12,5 Mio. € bzw. bis zum 31. Dezember 2011 in Höhe von 13,65 Mio. € erbringt, wird der verbleibende Betrag erlassen und die Enthaftung tritt vorzeitig ein.

Ohne vorzeitige Zahlung tritt die Enthaftung ein, wenn Lloyd Fonds bis 31. Dezember 2014 mindestens die Hälfte des Enthaftungsbetrags (mithin 10 Mio. €) bezahlt hat. In diesem Fall verlängern sich jedoch die anderen Verpflichtungen aus dem Vertrag bis zur vollständigen Zahlung.

Lloyd Fonds geht davon aus, dass der Enthaftungsbetrag bereits im Rahmen einer vorzeitigen Zahlung beglichen werden kann. Für den Fall, dass die bis dahin erwirtschafteten Eigenmittel nicht ausreichen sollten, werden derzeit alternative Maßnahmen, wie beispielsweise die Finanzierung des Betrags durch externe Partner erarbeitet. Insbesondere die Schonung der Liquiditätslage durch die Vermeidung der höheren Zahlungsverpflichtung in den Folgejahren stellt die vorfällige Leistung als das wirtschaftlichste Szenario dar. Sollte es wider Erwarten nicht zu einer vorzeitigen Zahlung kommen, würde Lloyd Fonds bis Ende 2014 weiter unter die Bedingungen des Moratoriums fallen. Unter Berücksichtigung der aktuellen mittelfristigen Finanzplanung, die auch KPMG als Grundlage für die Beurteilung der Sanierungsfähigkeit von Lloyd Fonds diente, ist die Lloyd Fonds AG in der Lage, den erforderlichen Enthaftungsbetrag bis Ende 2014 aus eigener Kraft vollständig zu erwirtschaften.

Das Moratorium wird beendet bzw. und die Enthaftung tritt nicht ein, wenn die Gesellschaft bis zum 31. Dezember 2014 nicht mindestens 10 Mio. € gezahlt hat oder vor Erfüllung aller Verpflichtungen aus der Bankenvereinbarung insolvent wird.

Eine Kündigung seitens der Banken ist möglich, wenn eine vollkonsolidierte Tochtergesellschaft der Lloyd Fonds AG insolvent wird, die Lloyd Fonds AG mit einer Zahlungs- oder anderen Pflicht mehr als vier Wochen im Verzug ist oder sie eine sonstige Bestimmung der Bankenvereinbarung oder der Verpfändungsvereinbarung (betreffend die Beteiligung an der Lloyd Treuhand GmbH) mit wesentlichen Folgen für die Banken verletzt und trotz schriftlicher Nachfristsetzung von einer Woche keine Abhilfe schafft oder wenn sich Zusicherungen der Lloyd Fonds AG in wirtschaftlich erheblichem Maße als unrichtig erweisen.

Desweiteren ist eine Kündigung möglich, wenn neue Aktien zu einem Preis von weniger als 90 % des gewichteten durchschnittlichen Börsenkurses der letzten drei Monate ausgegeben werden, eine Kapitalherabsetzung mit anschließender Kapitalerhöhung erfolgt oder die Gesellschaft Dividenden zahlt. Sollte KPMG die Sanierungsfähigkeit der Lloyd Fonds AG mangels Umsetzung von Restrukturierungsmaßnahmen widerrufen, eine Gruppengesellschaft aus Garantien oder anderen Haftungsübernahmen in Anspruch genommen werden oder Zahlungspflichten im Zusammenhang mit dem Zedora-Verfahren von jeweils mehr als 500 T€ anfallen haben die Banken ebenfalls ein Kündigungsrecht.

Lloyd Fonds geht davon aus, dass die auflösende Bedingung und die genannten Kündigungsgründe kein wesentliches Risiko für die erfolgreiche Umsetzung der Vereinbarung darstellen. Das Sanierungsgutachten von KPMG bestätigt die Sanierungsfähigkeit des Unternehmens einschließlich der umzusetzenden Maßnahmen sowie der entsprechenden Finanzplanungen. Zudem liegt die erfolgreiche Realisierung der Enthaftung im unmittelbaren Interesse der Gesellschaft, ebenso wie die schnelle Umsetzung und Einhaltung der Vereinbarung.

Eintrittswahrscheinlichkeit: gering

Schadenhöhe: hoch

RISIKEN BEI NICHTEINTRETEN DES MORATORIUMS ODER DER ENTHAFTUNG

Im Folgenden werden Risiken beschrieben, die zum 31.12.2009 bestanden, die jedoch auf Grund der geschlossenen Bankenvereinbarung im Aufhellungszeitraum in ihrer Eintrittswahrscheinlichkeit und Schadenshöhe anders zu bewerten sind. Diese Risiken werden wieder existent, falls es Lloyd Fonds nicht gelingen sollte, sich zu enthaften und das Moratorium Ende 2014 ausläuft oder falls der Vertrag während der Laufzeit aufgelöst werden sollte.

VERPFLICHTUNGEN AUS BÜRGSCHAFTEN GEGENÜBER DEN BANKEN

Im Zusammenhang mit Zwischenfinanzierungen für Fondsprodukte gibt Lloyd Fonds gegenüber den finanzierenden Banken Bürgschaften und Platzierungsgarantien ab, mit der sich Lloyd Fonds verpflichtet, das ausstehende Eigenkapital durch Übernahme einer entsprechenden Kommanditeinlage selbst oder durch einen Dritten auf eigene Kosten zu erbringen. Lloyd Fonds trägt in Höhe der jeweiligen Haftungsverhältnisse das Emissions- und Platzierungsrisiko. Sollte sich daher nach der Akquisition eines Assets herausstellen, dass sich dieses nicht zur Auflage eines neuen Fonds eignet, oder sollte ein neuer Fonds nicht vollständig platziert werden können, würde dies zu einer Refinanzierungs- oder Zahlungsverpflichtung von Lloyd Fonds führen, die unter Umständen zu einer Bestandsgefährdung führen könnte.

Die Enthaftung erstreckt sich auf Garantien und Bürgschaften für Anzahlungs- und Eigenmittelzwischenfinanzierungen. Zum 31. Dezember 2009 beliefen sich diese Verpflichtungen nach Abzug der Ausgleichsansprüche aus Gesamtschuldverhältnissen auf insgesamt 230.237 T€.

Eintrittswahrscheinlichkeit (sofern nicht Enthaftung oder Moratorium): mittel

Schadenshöhe (sofern nicht Enthaftung oder Moratorium): hoch

RISIKEN AUS BEREITS ERWORBENENE ASSETS

In Abhängigkeit von der jeweiligen Assetklasse erfordert das Geschäftsmodell, dass Tochtergesellschaften von Lloyd Fonds Investitionsobjekte zum Teil bereits über einen längeren Zeitraum vor dem Platzierungsbeginn erwirbt. Dieses betrifft insbesondere den Schifffahrtsbereich sowie die Zweitmarktanteile. Im Immobilien- und Flugzeugmarkt erfolgt der Erwerb hingegen zeitnah zur Platzierung.

Im Bereich Schifffahrt werden die entsprechenden Anlageobjekte über speziell eingerichtete Einschiffsgesellschaften bestellt, deren Grundkapital in der Regel hälftig von Lloyd Fonds und einem kooperierenden Partner, z. B. der Reederei, gestellt wird. Lloyd Fonds und der jeweilige Partner sind auch Gesellschafter der persönlich haftenden Gesellschaft. Diese Einschiffsgesellschaften erhalten von den Banken Bauzeit- und Endfinanzierungen. Für die jeweils valutierende Bauzeitfinanzierung und/oder das im Rahmen der Endfinanzierung vorgesehene voraussichtliche Eigenkapital geben Lloyd Fonds bzw. die jeweils beteiligte Reederei Bürgschaften/Garantien gegenüber den Banken ab, teilweise hälftig, teilweise gesamtschuldnerisch.

Zum 31. Dezember 2009 hatte Lloyd Fonds – gemeinsam mit Partnerreedereien - 21 (Vorjahr 26) Schiffe für zukünftige Projekte bestellt. Bis zur endgültigen Aufstellung des Jahresabschlusses hat sich der sogenannte „Pipeline“ - Bestand auf 19 Schiffe reduziert. Es werden zwei Containerschiffe à 12.800 TEU (TEU = „Twenty Foot Equivalent Unit, ein Maß für Kapazitäten von Containerschiffen) nicht mehr ausgeliefert.

Die „Pipeline“ beinhaltet nunmehr acht Containerschiffe (vier à 12.800 TEU, vier à 3.600 TEU) sowie elf Massengutschiffe, sogenannte Bulker (sechs à 92.500 dwt, zwei à 79.600 dwt, drei à 35.000 dwt, dwt = „Deadweight Tons“, Einheit für die Tragfähigkeit).

Grundsätzlich besteht bei den nicht vercharterten Schiffen der Pipeline derzeit das Risiko, dass die spätere erfolgreiche Platzierung in einem geschlossenen Fonds aufgrund der gegenüber dem aktuellen Umfeld vergleichsweise hohen Baupreise und dem niedrigem Charterniveau nicht möglich ist.

Bei einer weiter anhaltenden Marktschwäche muss davon ausgegangen werden, dass es im gemeinsamen Interesse zwischen Werft, Reeder, Charterer, Bank und Initiator zu tragfähigen Lösungen mit Zugeständnissen aller beteiligten Parteien kommt. Neben einer Rückabwicklung des Auftrags, der Verschiebung von Ablieferungsterminen oder einer Reduzierung des Kaufpreises, kommt als Lösung auch in Betracht, die Schiffe solange zu betreiben, bis sie zu einem späteren Zeitpunkt in einen Fonds eingebracht werden können. Je nach Marktentwicklung kann es sich für Emissionshaus und Reeder lohnen, ein Schiff zeitweilig selbst zu betreiben. In diesem Fall entfallen die gesamten mit einer Fondsemission verbundenen Kosten und entsprechend rechnet sich der Betrieb eines Schiffs bereits mit einer niedrigeren Charter. Voraussetzung ist aber auch hier, dass sich die Weltwirtschaft von ihren derzeitigen Tiefständen erholt. Insgesamt ist davon auszugehen, dass die dargestellten einvernehmlichen Lösungen aller Beteiligten zustande kommen. Sollte dieses wider Erwarten nicht der Fall sein, könnte Lloyd Fonds bei zeitgleicher Aufhebung von mehreren Finanzierungszusagen und einer erfolglosen Suche nach alternativen Finanzierungspartnern gezwungen sein, für die Zweckgesellschaft, die das Schiff bestellt hat, anteilig oder gesamtschuldnerisch einzustehen. In diesem Fall käme es zu erheblichen, möglicherweise bestandsgefährdenden Auswirkungen auf die Liquiditätslage des Unternehmens.

Eintrittswahrscheinlichkeit (sofern nicht Enthaftung oder Moratorium): mittel

Eintrittshöhe (sofern nicht Enthaftung oder Moratorium): hoch

ORGANISATIONSRISIKEN

Der Erfolg von Lloyd Fonds hängt erheblich von der Tätigkeit der Vorstände und Geschäftsführungsmitglieder sowie von qualifizierten Führungskräften in Schlüssel-positionen ab. Für den zukünftigen wirtschaftlichen Erfolg von Lloyd Fonds ist es deshalb unerlässlich, dass qualifizierte Führungs- und Fachkräfte in ausreichender Zahl für Lloyd Fonds tätig sind, um nachteilige Auswirkungen auf die Gesellschaften im Konzern und ihre weitere wirtschaftliche Entwicklung auszuschließen.

Die zum Ende des Geschäftsjahres 2008 angestoßenen Reorganisationsmaßnahmen bergen mittelfristig hohes Potenzial für verbesserte Qualität und Effizienz, erhöhen kurzfristig aber auch das Risiko von Ineffizienzen und menschlichen Fehlern durch noch nicht eingespielte Prozesse an neu geschaffenen Positionen und Schnittstellen. Lloyd Fonds begegnet diesem Risiko mit der Einführung neuer Schnittstellen- und Aufgabenbeschreibungen sowie regelmäßigen Abstimmungsrunden der Beteiligten.

Eintrittswahrscheinlichkeit: gering

Schadenshöhe: gering

IT-RISIKEN

Die ständige Verfügbarkeit von IT-Systemen ist für Lloyd Fonds Grundvoraussetzung für die erfolgreiche Abwicklung des Geschäfts. Auch steht das Unternehmen in der Pflicht, jederzeit die Sicherheit sensibler Daten, insbesondere von Kunden, zu gewährleisten. Um das Risiko von Systemausfällen zu minimieren, haben wir zahlreiche Sicherungsmaßnahmen ergriffen. Dazu zählen die Virtualisierung von Servern und moderne Back-up-Systeme inklusive externer Datensicherung sowie Notfallpläne für eine schnellstmögliche Wiederherstellung der Systeme. Zum Schutz von Daten und IT-Systemen werden unter anderem Firewall-Systeme, Virenschutz- und Verschlüsselungsprogramme sowie Zutritts- und Zugriffskontrollsysteme eingesetzt.

Eintrittswahrscheinlichkeit: gering

Schadenshöhe: gering

FINANZWIRTSCHAFTLICHE RISIKEN

LIQUIDITÄTSRISIKO

Ein vorsichtiges Liquiditätsmanagement schließt das Halten einer ausreichenden Liquiditätsreserve ein. Aufgrund der Dynamik des Geschäftsumfelds, in dem das Unternehmen operiert, ist es Ziel der Finanzabteilung, die notwendige Flexibilität in der Finanzierung beizubehalten, indem ausreichend Liquiditätsreserven sowie ungenutzte Kreditlinien bestehen. Im Zuge der Finanzkrise haben sich sowohl Angebot als auch Konditionen von Krediten deutlich verschlechtert. Gegenläufig ist somit das Risiko gestiegen, bei Bedarf keinen geeigneten Partner für eine Finanzierung zu finden oder diese nur zu nachteiligen Konditionen abschließen zu können. Lloyd Fonds hat deshalb die Marktbeobachtung intensiviert und legt noch größeres Augenmerk auf das aktive Liquiditätsmanagement durch die Finanzabteilung.

Für das kurzfristige Liquiditätsmanagement greift die Finanzabteilung auf eine rollierende 13-Wochen Liquiditätsplanung zurück. Daneben kommt eine mittelfristige Finanzplanung für die jeweils folgenden vier Geschäftsjahre zum Einsatz. Hierbei handelt es sich um ein integriertes Planungsmodell, das aus einer Plan-Bilanz, einer Plan-GuV und der daraus abgeleiteten Plan-Cashflow Rechnung besteht. Das Modell baut auf der aktuellen Businessplanung auf und ist mit der kurzfristigen Liquiditätsplanung abgestimmt. Die mit Hilfe dieser Modelle prognostizierten Cashflows waren Grundlage für die positive Beurteilung der Sanierungsfähigkeit des Konzerns durch KPMG.

Eintrittswahrscheinlichkeit: mittel

Schadenshöhe: hoch

FORDERUNGSAUSFALLRISIKO

Auch im Hinblick auf drohende Forderungsausfälle hat die Finanz- und Wirtschaftskrise erhebliche Auswirkungen auf die Risikoposition gehabt. Im abgelaufenen Geschäftsjahr führten Einzelwertberichtigungen und Abschreibungen auf Forderungen zu einer Belastung des Ergebnis in Höhe von insgesamt 15,9 Mio. €.

Neben der permanenten Überprüfung der Werthaltigkeit von Forderungen und den umfangreichen Wertberichtigungen begegnet Lloyd Fonds dem gestiegenen Marktrisiko durch eine kontinuierliche und nachhaltige Verbesserung des Debitorenmanagements. Dabei liegt der Fokus auf einer zeitnahen Realisierung von Zahlungseingängen und der damit verbundenen Verminderung des Bestands an fälligen Forderungen.

Zum Bilanzstichtag reduzierten sich die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände im Vergleich zum Vorjahr um insgesamt 18,5 Mio. € von 38,8 Mio. € auf 20,3 Mio. €. Im Berichtsjahr wurden Einzelwertberichtigungen und Abschreibungen auf Forderungen von 15,9 Mio. vorgenommen.

Eintrittswahrscheinlichkeit: mittel

Schadenshöhe: mittel

WÄHRUNGSRISIKO

Die Lloyd Fonds AG ist derzeit Fremdwährungsrisiken in US$ ausgesetzt, welche im Wesentlichen durch die Stichtagsbewertung der entsprechenden monetären Posten entstehen. Unter den monetären Posten werden Zahlungsmittel, Forderungen und Verbindlichkeiten zusammengefasst. Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten entstehen hauptsächlich dadurch, dass ein Teil der Fondsprodukte auf Fremdwährungsbasis initiiert wird und daher eingehenden Erträge „gehedged“ werden müssen. Um Ergebniseffekte zu minimieren, prognostiziert die Lloyd Fonds AG zunächst regelmäßig das Nettoergebnisrisiko aus der Fremdwährungsbewertung. Falls festgestellt wird, dass sich eine Absicherung durch bereits bestehende Positionen nicht erreichen lässt, sieht die Risikomanagementpolitik eine Absicherung einzelner Transaktionen durch Abschluss von Währungsterminkontrakten mit Finanzinstituten höchster Bonität vor. Diese Aufgaben werden durch die Fachabteilung Finanzen in Abstimmung mit anderen Abteilungen wahrgenommen.

Auch viele der von Lloyd Fonds initiierten Kapitalbeteiligungen unterliegen entsprechenden Währungsrisiken. Eine mögliche negative Währungsentwicklung könnte bei diesen zu einer sinkenden Rendite führen und sich damit negativ auf die Kundenzufriedenheit und die Reputation des Unternehmens auswirken. Eine Absicherung des Risikos in den Fonds erfolgt gegebenenfalls auf Beschluss von Beiräten und Geschäftsführern.

Eintrittswahrscheinlichkeit: mittel

Schadenshöhe: mittel

DERIVATERISIKO

Lloyd Fonds setzt zur Absicherung von Zins- und Währungsrisiken derivative Finanzinstrumente ein. Diese Geschäfte werden nicht spekulativ, sondern nur bei vorhandenem Grundgeschäft abgeschlossen. Sofern die Sicherungsinstrumente auf Fondsebene eingesetzt werden, haben deren Wertschwankungen grundsätzlich keine Auswirkung auf den Jahresabschluss. Um den dargestellten Risiken entgegen zu wirken, stimmen sich alle erforderlichen Abteilungen inkl. Vorstand und die Fachabteilung Finanzen im Vorfeld des Abschlusses eines Sicherungsgeschäfts eng und zeitnah miteinander ab. Die beizulegenden Zeitwerte der bestehenden Derivate werden darüber hinaus laufend von der Finanzabteilung überwacht.

Eintrittswahrscheinlichkeit: hoch

Schadenshöhe: mittel

ZINSÄNERUNGSRISIKO

Unter dem Zinsänderungsrisiko versteht man das Risiko, dass der Zeitwert oder zukünftige Zahlungsströme eines Finanzinstruments aufgrund von Änderungen des Marktzinssatzes schwanken. Sie wirken sich zum einen auf die Höhe der zukünftigen Zinserträge und -aufwendungen aus und zum anderen beeinflussen sie den beizulegenden Zeitwert von Finanzinstrumenten.

Eintrittswahrscheinlichkeit: mittel

Schadenshöhe: mittel

SONSTIGE RISIKEN

JURISTISCHE AUSEINANDERSETZUNGEN

Die Lloyd Fonds AG war zum Stichtag als Partei an arbeitsrechtlichen Auseinandersetzungen beteiligt. Für den Fall eines für die Lloyd Fonds AG negativen Ausgangs dieser Rechtstreitigkeiten wurden in ausreichendem Maße Rückstellungen gebildet. Zum Aufstellungszeitpunkt waren die anhängigen Streitigkeiten geklärt und keine weiteren Fälle anhängig. Die entsprechenden Rückstellungen wurden verwendet bzw. aufgelöst.

Im Zusammenhang mit dem offenen Schiffsfonds „LF Open Waters OP“ hat eine Investmentgesellschaft bei Auflegung des Fonds Anteile im Nennwert von 10,0 Mio. € erworben. Gleichzeitig wurde mit der Lloyd Fonds AG ein Andienungsrecht bis zum 15. November 2007 vereinbart. Mit der Behauptung einer Verlängerung des Andienungsrechts um ein Jahr hat die Investmentgesellschaft am 4. November 2008 erstmals die Ausübung des Andienungsrechts erklärt und im Anschluss Klage auf Zahlung des Andienungspreises erhoben. Die Klage wurde mit Urteil vom 17. Februar 2010 abgewiesen. Die Abweisung der Klage bestätigt unsere im Vorjahr vorgenommene Einschätzung, dass kein nennenswertes Risiko einer Inanspruchnahme aus diesem Sachverhalt bestand.

Am 23. März 2010 legt der Kläger Berufung gegen das Urteil ein. Ungeachtet der nächsten Schritte schätzt Lloyd Fonds die Erfolgsaussichten der Gegenpartei als äußerst gering ein.

Eintrittswahrscheinlichkeit: gering

Schadenshöhe: hoch

STEUERLICHE RISIKEN

Zum Stichtag können sich steuerliche Risiken insbesondere aus einer abweichenden Bewertung mehrer Schiffstransaktionen unter Beteiligung von zypriotischen Projektgesellschaften aus den Jahren 2004 - 2007 ergeben. Das Risiko für Lloyd Fonds beläuft sich unter Berücksichtigung von Ausgleichsansprüchen gegenüber Dritten auf 4,7 Mio. €.

Etwaige betroffene Sachverhalte werden derzeit in Abstimmung mit allen Beteiligten einer Neubewertung unterzogen. Hieraus resultierende mögliche Ansprüche richten sich nach Einschätzung der Geschäftsführung in erster Linie nicht gegen die Lloyd Fonds AG. Auf Grundlage der bisherigen Erkenntnisse wird das tatsächliche Risiko eines Rückgriffs auf die Lloyd Fonds AG als gering eingestuft.

Eintrittswahrscheinlichkeit: niedrig

Schadenshöhe: hoch

REPUTATIONSRISIKO

Als börsennotiertes Unternehmen ist Lloyd Fonds einem erhöhten öffentlichen Interesse ausgesetzt. Im Jahr 2009 haben sich Gewinnwarnungen des Unternehmens sowie von Wettbewerbern und aus der Finanzdienstleistungsbranche, aber auch negative Berichterstattung aus den Assetmärkten und über laufende Fonds negativ auf die gute Reputation des Unternehmens ausgewirkt. Lloyd Fonds begegnet diesem Risiko durch eine proaktive, zeitnahe und transparente Informationspolitik.

Angesichts der nur zögerlichen Verbesserung der Branchensituation und der anhaltenden Krise in der Schifffahrt ist auch weiterhin von negativer Berichterstattung auszugehen. Lloyd Fonds wird sich auch weiterhin durch zeitnahe und transparente Kommunikation auszeichnen und damit Unsicherheit aus dem Markt nehmen.

Eintrittswahrscheinlichkeit: hoch

Schadenshöhe: mittel

Gesamtaussage zur Risikosituation

Die Risikoexposition von Lloyd Fonds hat sich gegenüber dem Vorjahr signifikant verringert. Auf Grund der zum 21. April 2010 verabschiedeten Bankenvereinbarung waren keine existenzbedrohenden Risiken mit einer hohen Eintrittswahrscheinlichkeit bekannt. Die identifizierten Risiken mit einer hohen Schadenshöhe weisen eine niedrige oder mittlere Eintrittswahrscheinlichkeit auf und sind durch bereits veranlasste Gegenmaßnahmen hinreichend abgesichert. Risiken mit einer hohen Eintrittswahrscheinlichkeit weisen keine hohen Schadenshöhen auf.

Sollte es nicht zu einer Enthaftung seitens der Banken kommen, dann wären insbesondere Haftungsrisiken (Finanzierungsrisiko, Platzierungsrisiko und das Risiko aus der Assetpipeline) für das Unternehmen existenzbedrohend, da die derzeit vorhandenen Finanzmittel für die gegebenen Haftungsverhältnisse nicht ausreichen würden.

WESENTLICHE MERKMALE DES RECHNUNGSLEGUNGSBEZOGENEN INTERNEN KONTROLL- UND RISIKOMANAGEMENTSYSTEMS

ELEMENTE DES RECHNUNGSLEGUNGSBEZOGENEN INTERNEN KONTROLL- UND RISIKOMANAGEMENTSYSTEMS

Das rechnungslegungsbezogene interne Kontroll- und Risikomanagementsystem der Lloyd Fonds AG umfasst sämtliche Grundsätze, Verfahren und Maßnahmen zur Sicherung der Wirksamkeit, Wirtschaftlichkeit und der Ordnungsmäßigkeit der Rechnungslegung sowie zur Sicherung der Einhaltung der maßgeblichen rechtlichen Vorschriften.

Kernelemente des internen Kontrollsystems sind das interne Steuerungssystem sowie das interne Überwachungssystem. Zuständig für die Steuerung des internen Kontrollsystems sind die zentralen Abteilungen Rechnungswesen, Controlling und Finanzen. Das interne Überwachungssystem umfasst sowohl prozessintegrierte als auch prozessunabhängige Überwachungsmaßnahmen. Als prozessintegrierte Maßnahmen kommen sowohl manuelle Kontrollen, wie beispielsweise das „Vier-Augen-Prinzip“, als auch IT gestützte Kontrollen zum Einsatz. Weiterhin werden durch spezifische Funktionen wie z.B. Steuern und Recht, prozessintegrierte Überwachungen sichergestellt. Prozessunabhängige Kontrollfunktionen werden im Wesentlichen durch den Aufsichtsrat, den Abschlussprüfer und sonstige Prüfungsorgane, wie beispielsweise steuerliche Betriebsprüfer, wahrgenommen.

Das rechnungslegungsbezogene Risikomanagementsystem ist in das in Abschnitt 7.1 beschriebene Risikomanagementsystem integriert. Es ist auf die signifikanten Risiken des Unternehmens im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess, einschließlich der Erstellung des Jahresabschlusses und der externen Berichterstattung, ausgerichtet. Wesentliches Element ist dabei die Früherkennung, Steuerung und Überwachung von Risiken, die sich auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens auswirken können.

ABLAUFORGANISATION

Die Lloyd Fonds AG verfügt über eine zentrale Buchhaltungs- und Abschlusserstellungsorganisation. Dort erfolgt die Erstellung des Einzelabschlusses nach deutschen handelsrechtlichen Vorschriften.

Zur Sicherstellung einer zeitnahen, vollständigen, richtigen und effizienten Erfassung der Geschäftsvorfälle bestehen Richtlinien und Verfahrensanweisungen.

Die buchhalterische Erfassung der einzelnen Geschäftsvorfälle wird EDV-gestützt mit Hilfe der Finanzbuchhaltungssoftware FibuNet durchgeführt. Wesentliche in FibuNet eingebundene Vorsysteme sind zum einen das integrierte Treasurymanagement System (ITS) der Firma econfinance sowie das Enterprise Ressource Planning (ERP) – System DC-Fonds des Herstellers Devcon. DC-Fonds dient insbesondere der Organisation, Steuerung und Überwachung des Vertriebs sowie der Treuhandverwaltung der von Lloyd Fonds initiierten Anlageprodukte. Neben diesen integrierten Systemen verfügt Lloyd Fonds über ein IT-gestütztes Tool zur Bewertung von Schiffsbeteiligungen. Darüber hinaus werden mit Hilfe eines Bloomberg Terminals unter anderem aktuelle Daten zur Bewertung von derivativen Finanzinstrumenten in Echtzeit generiert.

Ablauforganisation

Die Erstellung des Jahresabschlusses und die externe Berichterstattung erfolgt in Form eines strukturierten Prozesses auf Basis eines zwischen den einbezogenen internen Abteilungen sowie externen Parteien abgestimmten Zeitplans. Dabei werden auch Fristen für die Lieferung von abschlussrelevanten Informationen, die außerhalb des Rechnungswesens generiert werden, vereinbart. Beispiel hierfür ist Informationen aus dem Fondsmanagement für die Bewertung von Beteiligungen. Die Erhebung von abteilungs- und unternehmensfremden Daten erfolgt auf der Grundlage von zuvor festgelegten individuellen Anforderungsprofilen. Der Prozess beinhaltet auch eine Rücklaufkontrolle zur Sicherstellung des rechtzeitigen Eingangs vollständiger Informationen.

Zur Sicherstellung der Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses beinhaltet der Erstellungsprozess eine Vielzahl von Kontrollen. Hierbei handelt es sich um präventive und nachgelagerte aufdeckende Kontrollen. In den Bereich der präventiven Kontrollen fallen insbesondere Genehmigungs- und Freigabeverfahren, beispielweise im Rahmen der Eingangsrechnungserfassung und beim Zahlungsverkehr. Bestimmte Transaktionen, die sich wegen ihres Umfangs oder ihrer Komplexität auf den Jahresabschluss auswirken können, sind ebenfalls nach einem festgelegten Verfahren freizugeben. Zudem werden die zentralen Abteilungen Rechnungswesen, Finanzen, Steuern und Recht direkt als interne Berater in die Gestaltung von bedeutenden Verträgen, beispielsweise im Rahmen der Konzeption neuer Fonds, mit eingebunden. In Folge dessen erhält das Rechnungswesen Informationen aus erster Hand, um die richtige bilanzielle Behandlung dieser Vorgänge sicherzustellen.

Die aufdeckenden Kontrollen finden in den verschiedenen Phasen des Abschlussprozesses statt. Hier kommt insbesondere das „Vier-Augen-Prinzip“ zum tragen. Die ermittelten Daten werden anschließend in elektronischer Form in das Controlling Tool Corporate Planner übertragen. Dort werden sie für Zwecke des monatlichen Management-Reportings weiterverarbeitet. Hierbei findet eine enge Abstimmung zwischen Rechnungswesen und Controlling hinsichtlich der gelieferten Abschlussinformationen statt.

Neben dem monatlichen Management-Reporting wird ein wöchentlicher jour fixe zwischen dem Rechnungswesen und dem Finanzvorstand durchgeführt, in dem wesentliche abschlussrelevante Themen besprochen werden. Darüber hinaus erfolgt ein regelmäßiger Austausch der zentralen Abteilungen Rechnungswesen, Finanzen und Controlling mit beiden Vorständen der Lloyd Fonds AG im Rahmen einer monatlichen Finanzrunde.

NACHTRAGSBERICHT

Zu Beginn des Jahres 2010 befindet sich die Weltwirtschaft in einer Übergangsphase. Die Talsohle der schwerwiegendsten Wirtschaftskrise der Nachkriegszeit scheint durchschritten. Ein dauerhafter Aufschwung hat sich jedoch noch nicht eingestellt. In diesem Umfeld gab es für Lloyd Fonds bis zur Aufstellung des Jahresabschlusses mehrere Ereignisse von wesentlicher Bedeutung:

Bis zur Aufstellung des Jahresabschlusses erzielte Lloyd Fonds eine Übereinkunft mit den Banken zur Enthaftung der Lloyd Fonds AG. Das Unternehmen hat ein zukunftssicherndes Konzept aushandeln können, welches das Hamburger Emissionshaus von allen Garantien und Bürgschaften (Eventualverbindlichkeiten) gegenüber den Banken freistellt. Mit dem bisher für die Branche einmaligen Konzept ist die Zukunft von Lloyd Fonds gesichert. Bis zum Erbringung aller für den Vollzug der Enthaftung erforderlichen Leistungen gewähren die finanzierenden Banken Lloyd Fonds ein Moratorium.

Lloyd Fonds hat seine Schiffspipeline im Februar um zwei weitere Schiffe auf insgesamt noch 19 Schiffe reduziert. Bei den zwei Schiffen handelt es sich um zwei Großcontainerschiffe mit einer Stellplatzkapazität von 12.800 TEU und einem Bestellvolumen von zusammen 315,4 Mio. US$. Durch die Reduktion der Schiffspipeline von bisher zehn Schiffen hat sich das Bestellvolumen der Lloyd Fonds AG in den vergangenen 14 Monaten um insgesamt 774 Mio. US$ beziehungsweise 35 % reduziert. Mit der im April 2010 geschlossenen Bankenvereinbarung hat sich die Lloyd Fonds AG von den verbleibenden Schiffen getrennt. Diese stehen für zukünftige Fonds nicht mehr zur Verfügung.

In der kurzen Zeitspanne von nur dreieinhalb Monaten konnte der seit November 2009 im Vertrieb befindliche Immobilienfonds Holland Eindhoven im Februar voll platziert werden: Insgesamt beteiligten sich rund 700 Anleger an der Büroimmobilie im niederländischen Eindhoven. Ende März setzte Lloyd Fonds mit dem Fonds Holland Den Haag die Erfolgsserie mit Holland Immobilienfonds fort.

Der Geschäftsverlauf im ersten Quartal war ebenso wie das abgelaufene Jahr von den Maßnahmen zum Abbau von Risikopositionen sowie den Verhandlungen mit den Banken geprägt. Diese Aufgaben haben im Unternehmen erhebliche Ressourcen gebunden, wodurch Lloyd Fonds sich bei der Neuinitiierung von Fonds weiterhin zurückhielt. Dementsprechend fielen nur sehr niedrige Erlöse aus der Neukonzeption, der Finanzierungsvermittlung und der Platzierung an. Lloyd Fonds rechnet daher auch im ersten Quartal mit weiteren Verlusten, so dass das negative Eigenkapital nach dem ersten Quartal aller Voraussicht nach weiter einen negativen Wert ausweisen wird. Auf Grund der aktuellen Gesetzeslage führt dieses auf Grund der positive Fortführungsprognose nicht zur Insolvenz.

Nach der getroffenen Übereinkunft mit den Banken werden ab dem zweiten Quartal sukzessive neue Produkte in den Vertrieb kommen. Lloyd Fonds erwartet dann eine deutliche Belebung des Geschäfts.

Nach Ablauf des Geschäftsjahres 2009 sind keine weiteren Ereignisse eingetreten, die für Lloyd Fonds von wesentlicher Bedeutung sind.

PROGNOSEBERICHT

TALFAHRT DER WIRTSCHAFT BEENDET

In der zweiten Jahreshälfte 2009 wurde die Talfahrt der weltweiten Konjunktur gestoppt. Seitdem hat sich die Lage an den internationalen Finanzmärkten entspannt: IHS Global Insight, ein führendes Analyseinstitut für Wirtschaft und Finanzen erwartet, dass das reale Welt-Bruttoinlandsprodukt (BIP) nach einem Rückgang um 2,1 % in 2009 im laufenden Geschäftsjahr um 2,6 % und 2011 um 3,3 % ansteigen wird. Der Internationale Währungsfonds (IWF) (World Economic Outlook, Januar 2010) geht für 2010 in seiner Prognose vom Oktober 2009 sogar von einem globalen Wirtschaftswachstum von 3,1 % aus. Begünstigt wird die Wachstumserwartung durch die positiven Wirkungen aus staatlichen Konjunkturprogrammen und die Maßnahmen zur Stabilisierung der Finanzmärkte. Für den Welthandel insgesamt prognostizierte der IWF ein Wachstum von 5,8 % in 2010.

Experten sehen aber nach wie vor Gefahren für eine nachhaltige wirtschaftliche Erholung: Kreditinstitute könnten zum einen durch die rezessionsbedingte Verschlechterung der Kreditqualität und zum anderen aufgrund der Notwendigkeit ihre Eigenkapitalbasis weiter zu stärken, die Kreditvergabe einschränken. Eine restriktive Kreditvergabe würde den Markt der geschlossenen Fonds in 2010 weiterhin belasten.

Die Wirtschaft des Euroraums hat im dritten Quartal des letzten Jahres die Rezession überwunden. Insgesamt verläuft die Erholung im Vergleich zu den USA jedoch etwas schleppender an: So rechnet der IWF für die USA mit einem Wirtschaftswachstum von 1,5 %; für die Eurozone aber lediglich von 0,3 %. Marktbeobachter rechnen für die Eurozone trotz weiterer fiskalischer Entlastungen mit einem Anstieg der Arbeitslosenquote auf ca. 10,5 %. In Ländern wie Spanien, Irland und Griechenland, die vor besonderen strukturellen Anpassungen stehen, wird die Wirtschaftsleistung 2010 vermutlich erneut sinken.

Nach dem überdurchschnittlich starken Konjunkturrückgang im vergangenen Jahr ist in Deutschland laut IWF in 2010 mit einem Wirtschaftswachstum von rund 3 % zu rechnen. Das Kieler Institut für Weltwirtschaft ist optimistischer und prognostiziert in seiner Mitte März 2010 veröffentlichten Studie ein moderates Wachstum von 1,2 % für Deutschland für das laufende Jahr. In 2011 rechnen die Experten dann mit einem Plus von 1,8 %. Zieht man die Prognosen einiger Bank-Institute heran, wird deutlich, wie groß die Abweichungen und damit auch die Unsicherheiten hinsichtlich der Konjunkturentwicklung im laufenden Jahr sind: Die Deutsche Bank rechnet mit einem Plus von rund 2 % und die Commerzbank sogar mit 2,3 %. Die Arbeitslosenquote wird sich laut Expertenmeinungen dank der Förderung der verlängerten Kurzarbeit auch im laufenden Jahr voraussichtlich nur leicht erhöhen. Zusammen mit steuerlichen Entlastungen der privaten Haushalte dürfte dies den privaten Konsum stützen. Die Exporte werden 2010 nach einem Einbruch um 20 % im vergangenen Jahr voraussichtlich in 2010 wieder moderat um 7,5 % steigen.

BRANCHENENTWICKLUNG GESCHLOSSENE FONDS

In ihrer „Gesamtmarktstudie der Beteiligungsmodelle 2010“ hält sich Feri mit einem konkreten Ausblick für die Branche zurück. Auch der VGF wagt keine Prognose über die zukünftige Entwicklung der einzelnen Assetklassen. Feri geht zwar davon aus, dass das “Schlimmste” überstanden ist und für 2010 eine allgemeine Erholung zu erwarten ist – aber das Institut bleibt in diesem Jahr ausdrücklich “verhaltend” optimistisch. Die Ratingagentur Scope zeichnet nach der Auswertung ihrer regelmäßig durchgeführten Befragung der Initiatoren und Vermittler von geschlossenen Fonds über ihre Beurteilung der Geschäftslage ein relativ optimistisches Bild. Demnach glauben zwei Drittel der Initiatoren, das 2010 wieder mehr Eigenkapital als im vergangenen Jahr platziert wird.

Gemäß Feri, lässt sich die starke Stellung der Immobilienfonds, die in 2009 beobachtet werden konnte, nicht beliebig ausweiten. Wenn die Wiederbelebung der Investments auf dem US-amerikanischen Immobilienmarkt ausbleibt, wird es schwer sein, das Niveau aus 2009 zu übertreffen. Die Ratingagentur Scope geht für das laufende Geschäftsjahr hingegen von einem Zuwachs der Eigenkapitalplatzierung gegenüber 2009 aus und betont hier vor allen Dingen die Immobilienfonds Inland. Für die Immobilienfonds Ausland ist Scope eher pessimistisch.

Im Bereich Schifffahrtsfonds geht Feri frühstens in 2011 von einer Belebung aus. Auch Scope sieht in 2010 eher eine Seitwärtsbwegung auf dem Niveau von 2009. Bei Flugzeugfonds wird es laut Feri vor allem auf die Marktkenntnis und Erfahrenheit der Anbieter ankommen, um Fonds erfolgreich zu platzieren. Scope gibt eine steigende Tendenz für dieses Segment an.

UNTERNEHMENSENTWICKLUNG

Lloyd Fonds wird von den ersten positiven Signalen aus den Wirtschaftsmärkten profitieren können, sobald die Anleger und Investoren wieder Vertrauen in die nachhaltige Erholung der Wirtschaft und der Kapitalmärkte fassen.

In 2010 wird Lloyd Fonds die erfolgreiche Fondsserie mit niederländischen Immobilien mit einem Angebot für eine Büroimmobilie in Den Haag fortsetzen. Darüber hinaus plant Lloyd Fonds in diesem Jahr weitere Fonds im Immobilienbereich. Im Bereich Transport wird sich das Unternehmen auf wenige, chancenreiche Projekte fokussieren. Insbesondere in den Spezialmärkten sieht das Unternehmen für die nahe Zukunft interessante Investitionsmöglichkeiten: Momentan arbeitet das Emissionshaus unter anderem an einem Kreuzfahrtprojekt. Das Unternehmen prüft auch andere Segmente im Bereich Transport, wie beispielsweise Eisenbahnen. Darüber hinaus sind auch Projekte aus dem Bereich regenerative Energien möglich, sofern diese bereits die hohen Standards erfüllen, die Lloyd Fonds an Neuprojekte stellt.

Für 2010 erwartet Lloyd Fonds aufgrund des umfangreichen Maßnahmenpaketes und der allgemeinen Belebung der Wirtschaft eine Erhöhung der Platzierungszahlen. In diesem Umfeld wird ein platziertes Eigenkapital von rund 150 Mio. € und damit eine deutliche Verbesserung des Ergebnis nach Steuern angestrebt. Dies wird das Unternehmen auch durch weitere Kostenreduzierung und Prozessoptimierung in allen Unternehmensbereichen erreichen. Das zu platzierende Eigenkapital soll zu etwa 40 % auf den Immobilienbereich entfallen. Zusätzlicher Unterstützung bei der Initiierung neuer Projekte sollte die Übereinkunft mit einem Investor bringen. Lloyd Fonds befindet sich hier in Gesprächen mit mehreren potenziellen Adressen. In einem Fall befinden sich die Gespräche bereits in einem fortgeschrittenen Stadium. Lloyd Fonds rechnet in 2011 mit einer Fortsetzung dieses positiven Trends und erwartet ein positives Ergebnis.

CHANCEN

Die Lloyd Fonds AG, als eines der größten deutschen Emissionshäuser, kann auf die Expertise aus 100 konzipierten Beteiligungsprodukten zurückgreifen. Das Unternehmen verwaltet ein kumuliertes Investitionsvolumen von 4,5 Mrd. €, wobei 2,0 Mrd. € direkt als Eigenkapital von mehr als 52.000 Anlegern eingeworben werden konnten. Durch diese langjährige Erfahrung und der zu erwartenden Erholung des Marktes für geschlossenen Fonds lassen sich trotz der gegenwärtigen Entwicklungen der Gesamtwirtschaft nennenswerte Chancen für die Lloyd Fonds AG erkennen.

Zunächst ist die mit den Banken ausgehandelte Enthaftung eine wesentliche Chance. So wird die hohe Bürde der Eventualverbindlichkeiten von Lloyd Fonds genommen. Diese hat in den vergangenen Monaten zu erschwerten Verhandlungen mit Finanzierungs- und Assetpartnern beigetragen. Das positive Ergebnis dürfte darüber hinaus auch die Position und die Reputation von Lloyd Fonds gegenüber Anlegern und Vertriebspartnern stärken.

CHANCEN AUS RAHMENBEDINGUNGEN

Aktuelle politische Diskussionen auf europäischer und deutscher Ebene lassen eine zunehmende gesetzliche Regulierung der Branche erwarten. Als börsennotiertes Emissionshaus erfüllt Lloyd Fonds einen hohen Transparenz- und Qualitätsstandard, der schon heute zahlreiche Vorgaben der geplanten regulatorischen Änderungen beinhaltet. Es ist davon auszugehen, dass die größeren Kapitalanforderungen für den Ankauf von Assets, die bei Anlegern und Vertrieben gestiegenen Erwartungen an professionelles Fondsmanagement und Transparenz sowie die durch die AIFM geplante Regulierung der Branche zu einer Konsolidierung führen werden. Mittelfristig werden sich im Markt an führender Stelle nur Emissionshäuser behaupten können, die ausreichend kapitalisiert sind und die Regulierungsanforderungen erfüllen können.

Wir gehen davon aus, dass die aktuelle Zurückhaltung der Anleger ein zeitweiliges Problem ist, das in Zusammenhang mit dem Vertrauensverlust der Anleger in die Finanzwirtschaft und den Auswirkungen der Wirtschaftskrise auf die Realwirtschaft steht. Sobald sich die Lage an den Finanzmärkten entspannt, werden die Anleger in Deutschland, die nach wie vor über hohe Spareinlagen verfügen, auch wieder in geschlossene Fonds investieren. Der Markt der geschlossenen Fonds ist zwar stark eingebrochen aber selbst im Krisenjahr 2009, wurden noch 5,4 Mrd. € an neuem Eigenkapital platziert. Im Vergleich hierzu lag das saldierte neue Eigenkapital von Publikumsfonds nur bei 2,1 Mrd. €. Wir gehen davon aus, dass die Platzierungszahlen für geschlossene Fonds schon in diesem Jahr wieder ansteigen werden und spätestens 2013 erneut bei 10 Mrd. € liegen.

Dieses wird unterstützt von der unverändert hohen Liquidität im Kapitalmarkt, die nach attraktiven Anlageformen sucht.

Unternehmensstrategische Chancen

Auch im operativen Geschäft öffnet das derzeitige Marktumfeld Chancen für die Lloyd Fonds AG. So kann der Einbruch in zahlreichen Märkten und der anhaltende Preisverfall günstige Einstiegspreise für den Erwerb von neuen Assets bieten. Unser gut ausgebildetes und motiviertes Team aus Spezialisten pflegt unser etabliertes Netzwerk aus renommierten Partnern und öffnet uns den Zugang zu attraktiven und aktuell preisgünstigen Anlageobjekten. Die gegenwärtig niedrigen Energie- und Treibstoffpreise wirken sich auch positiv auf die Betriebskosten und damit die Performance von Schiffen und Flugzeugen aus.

Lloyd Fonds bietet Anlegern langfristige und transparente Beteiligungsmöglichkeiten. Zudem hat das Unternehmen innovative Fonds mit kürzeren Laufzeiten und niedrigeren Mindestbeteiligungen im Angebot und erschließt damit neue Zielgruppen. Aufgrund der negativen Erfahrungen, die Anleger in den vergangenen Monaten mit komplexen Finanzprodukten gemacht haben, erwarten wir eine Renaissance der soliden Sachwerte, sobald sich die wirtschaftliche Situation verbessert. Lloyd Fonds kann mit seinem diversifizierten Produktangebot von der Entwicklung profitieren.

In den kommenden Jahren werden Finanzierungen von Banken deutlich schwieriger zu erlangen sein als in der Vergangenheit. Gleichzeitig aber gibt es einen steigenden Bedarf an Refinanzierungen bzw. an Investitionen. Geschlossene Fonds sind dabei ein traditionelles Instrument zur Strukturierung von Finanzierungen. Dabei wird es zukünftig nicht alleine um die Realisierung des Eigenkapitalanteils in einer Kapitalstruktur gehen, sondern auch um neue Wege zur Finanzierung des Fremdkapitalanteils. Gleichzeitig wird es voraussichtlich eine steigende Anzahl von Blindpools-Konzepten geben, bei denen das Eigenkapital bereits vor Erwerb der Assets eingeworben wird. Die noch anhaltende Krise wird zu einem Innovationsschub bei der Entwicklung neuer Fondsmodelle führen. Hierauf wird Lloyd Fonds seinen Schwerpunkt in den Jahren 2010 und 2011 legen, um von dieser Entwicklung zu profitieren.

Im Gegensatz zu den meisten Erwartungen hat der freie Vertrieb keine Marktanteile zu Lasten der Banken gewonnen. Auch zukünftig wird es daher einen starken Bankenvertrieb mit deutlich gestiegenen Anforderungen an die Qualität von Emissionshäusern geben. Diese Entwicklung will Lloyd Fonds nutzen. Die Sales Academy für Vertriebspartner wird in diesem Zusammenhang in ihrer Bedeutung zur Anbindung von Vertriebspartner eine zunehmend wichtigere Rolle spielen. Wichtig ist auch der Ausbau eines Vertriebs für institutionelle Kunden.

Die schon sehr erfolgreich fortgeschrittene Diversifikation der Erlöse wird Lloyd Fonds weiter vorantreiben. So profitiert das Unternehmen von steigenden emissionsunabhängigen und wiederkehrenden Erlösen (z.B. Managementgebühren), welche die Abhängigkeit aus der Neukonzeption und Platzierung von Fonds sukzessive verringert. Die Anlegerbetreuung wird weiterhin eine wichtige geschäftliche Säule bleiben.

Hamburg, 21. April 2010

Der Vorstand

Dr. Torsten Teichert

Michael F. Seidel

Bilanz

Aktiva

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31.12.2009

31.12.2008

A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte 346.344,00 544.048,00
II. Sachanlagen
1. Einbauten in fremden Grundstücken 264.631,00 297.674,00
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 699.708,00 938.766,00
964.339,00 1.236.440,00
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 3.676.844,09 2.884.336,29
2. Beteiligungen 9.991.459,12 17.765.371,87
13.668.303,21 20.649.708,16
14.978.986,21 22.430.196,16
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. In Arbeit befindliche Aufträge 0,00 744.435,15
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 8.351.126,06 13.897.070,24
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 250.492,46 8.707.824,09
3. Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 8.818.026,45 13.414.931,04
4. Sonstige Vermögensgegenstände 2.896.347,26 2.813.598,71
20.315.992,23 38.833.424,08
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 5.950.434,98 13.476.560,96
26.266.427,21 53.054.420,19
C. Rechnungsabgrenzungsposten 170.463,83 174.925,65
D. Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag 2.267.485,94 0,00
43.683.363,19 75.659.542,00
Passiva
31.12.2009

31.12.2008

A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 12.725.367,00 12.725.367,00
II. Kapitalrücklage 48.187.005,00 48.187.005,00
III. Gewinnrücklagen
1. Andere Gewinnrücklagen 335.422,49 335.422,49
IV. Bilanzverlust -63.515.280,43 -2.830.928,94
V. Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag 2.267.485,94 0,00
0,00 58.416.865,55
B. Rückstellungen
1. Steuerrückstellungen 140.178,39 45.339,99
2. Sonstige Rückstellungen 27.417.020,17 5.780.493,12
27.557.198,56 5.825.833,11
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 1.839.605,43 0,00
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 2.431.048,33 1.970.485,46
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 3.114.811,83 665.039,55
4. Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 7.426.627,76 7.909.088,04
5. Sonstige Verbindlichkeiten 1.314.071,28 765.123,09
(davon aus Steuern € 813.167,34; Vorjahr T€ 208)
16.126.164,63 11.309.736,14
D. Rechnungsabgrenzungsposten 0,00 107.107,20
43.683.363,19 75.659.542,00

Gewinn- und Verlustrechnung

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2009

2008

1. Umsatzerlöse 10.582.423,08 36.958.403,92
2. Verminderung/Erhöhung des Bestands an in Arbeit befindlichen Aufträgen -744.435,15 168.709,35
3. Sonstige betriebliche Erträge 3.881.204,70 3.531.073,84
4. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 7.016.495,93 10.439.180,45
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung 842.749,07 1.037.080,65
(davon für Altersversorgung € 8.645,90; Vorjahr T€ 7)
7.859.245,00 11.476.261,10
5. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände
des Anlagevermögens und Sachanlagen 510.633,74 444.150,53
6. Sonstige betriebliche Aufwendungen 57.840.436,52 45.858.022,81
7. Erträge aus Beteiligungen 3.108.543,04 3.937.334,83
(davon aus verbundenen Unternehmen € 592.434,21; Vorjahr T€ 3.457)
8. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 979.262,79 1.903.904,13
(davon aus verbundenen Unternehmen € 625.186,80; Vorjahr T€ 237)
9. Abschreibungen auf Finanzanlagen 11.785.168,99 324.816,00
10. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 155.999,50 2.043.550,88
(davon an verbundene Unternehmen € 47.147,01 Vorjahr T€ 521)
11. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit -60.344.485,29 -13.647.375,25
12. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag
(Aufwand; Vorjahr Ertrag) 333.047,67 -85.759,99
13. Sonstige Steuern 6.818,53 8.362,69
14. Jahresfehlbetrag -60.684.351,49 -13.569.977,95
15. Verlustvortrag (Vorjahr Gewinnvortrag) -2.830.928,94 10.739.049,01
16. Bilanzverlust -63.515.280,43 -2.830.928,94

Anhang

I. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Die Gesellschaft ist eine große Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 3 HGB.

Der Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2009 vom 1. Januar 2009 bis zum 31. Dezember 2009 wird unter Beachtung der Vorschriften des Handelsgesetzbuches für große Kapitalgesellschaften aufgestellt. Die Bestimmungen des Aktiengesetzes wurden beachtet.

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

II. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden und zur Währungsumrechnung in Euro

Die immateriellen Vermögensgegenstände und Sachanlagen werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten abzüglich planmäßiger linearer Abschreibungen bewertet. Geringwertige Wirtschaftsgüter des Anlagevermögens werden mit einem Wert bis zu € 150 im Zugangsjahr vollständig abgeschrieben. Geringwertige Wirtschaftsgüter des Anlagevermögens zwischen € 150 und € 1.000 werden in einem jahresbezogenen Sammelposten erfasst und über fünf Jahre abgeschrieben.

Gemäß IDW RS HFA 18 werden die Finanzanlagen zu Anschaffungskosten abzüglich der von den Fondsgesellschaften vorgenommenen Liquiditätsausschüttungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert aktiviert. Es wurden im Berichtsjahr Abschreibungen vorgenommen soweit Wertminderungen vorlagen.

Bei der Bewertung der Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände werden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt. Es wurden im Berichtsjahr Forderungsverluste verbucht, soweit von einer Uneinbringlichkeit der Forderung ausgegangen werden musste.

Die in Arbeit befindlichen Aufträge betreffen Leistungen, die im Rahmen der Fondskonzeption entstehen. Sie sind zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden zum Nennwert bewertet. Im Berichtsjahr wurden Einzelwertberichtigungen gebildet.

Langfristige unverzinsliche Forderungen werden auf den Barwert abgezinst.

Die liquiden Mittel werden zum Nominalwert angesetzt.

Bei der Bemessung der Rückstellungen werden allen erkennbaren Risiken angemessen und ausreichend Rechnung getragen.

Verbindlichkeiten werden mit dem Rückzahlungsbetrag angesetzt.

Forderungen und Verbindlichkeiten sowie flüssige Mittel in Fremdwährung werden mit dem Kurs am Tage des Geschäftsvorfalls bzw. mit dem niedrigeren (höheren) Kurs am Bilanzstichtag bewertet. Eventualverbindlichkeiten sind mit dem Kurs am Bilanzstichtag bewertet.

Als Rechnungsabgrenzungsposten sind Ausgaben bzw. Einnahmen angesetzt, die einen Aufwand bzw. Ertrag für eine bestimmte Zeit nach dem Abschlussstichtag darstellen.

III. Angaben zur Bilanz

Die Entwicklung der Positionen des Anlagevermögens wird im Anlagenspiegel

(Anlage I zum Anhang) dargestellt.

Sämtliche Forderungen haben Restlaufzeiten von bis zu 1 Jahr.

Bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von T€ 8.351 (Vorjahr T€ 13.897) handelt es sich um Forderungen der Lloyd Fonds AG aus der Geschäftsbesorgung für die Beteiligungsfonds und um Forderungen aus dem Verkauf zweier Kommanditbeteiligungen.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von T€ 250 (Vorjahr T€ 8.708) betreffen im Wesentlichen eine Darlehensforderung gegenüber der Dritte Lloyd Fonds Private Equity Beteiligung GmbH & Co. KG.

Die Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, in Höhe von T€ 8.818 (Vorjahr T€ 13.415) resultieren aus der Geschäftsbesorgung für Beteiligungsfonds und Darlehensforderungen im Zusammenhang mit geplanten Beteiligungsangeboten.

Die flüssigen Mittel in Höhe von T€ 5.950 (Vorjahr T€ 13.477) setzten sich im Wesentlichen aus Guthaben gegenüber Kreditinstituten zusammen. Davon unterliegen T€ 724 (Vorjahr T€ 709) einer Verfügungsbeschränkung.

Das gezeichnete Kapital (auf den Inhaber lautende Stammaktien ohne Nennbetrag) beträgt:

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31. Dezember 2008: 12.725.367 à € 1,00 € 12.725.367,00
31. Dezember 2009: 12.725.367 à € 1,00 € 12.725.367,00

Genehmigtes Kapital

Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrates das Grundkapital der Gesellschaft bis zum 09. Juni 2013 um insgesamt bis zu € 6.362.000 durch ein- oder mehrmalige Ausgabe nennwertloser auf Inhaber lautender Stückaktien gegen Bar- oder Sacheinlagen zu erhöhen.

Bedingtes Kapital

Gemäß § 4 Abs. 3 der Satzung ist das Kapital der Lloyd Fonds AG im Zusammenhang mit dem Mitarbeiterbeteiligungsprogramm 2005 bedingt um EUR 441.300 erhöht. Nach dem Auslaufen des Programms im Geschäftsjahr 2009 sind keine Wandelschuldverschreibungen mehr im Umlauf und es können auch keine weiteren mehr ausgegeben werden. Die Bedingung, unter der die bedingte Kapitalerhöhung steht, kann damit nicht mehr eintreten, sodass die Satzungsbestimmung des § 4 Absatz 3 obsolet geworden ist. Der Aufsichtsrat wird nach der ordentlichen Hauptversammlung 2010 von seiner Ermächtigung gemäß § 22 Absatz 1 der Satzung Gebrauch machen und die Satzung entsprechend anpassen.

Mitarbeiterbeteiligungsprogramm

Lloyd Fonds hatte im Rahmen des Mitarbeiterbeteiligungsprogramms 2005 Teilschuldverschreibungen mit dem Recht zur Wandlung in Aktien der Lloyd Fonds AG in mehreren Tranchen ausgegeben. Mit Schreiben vom 15. April 2009 hat Lloyd Fonds den Mitarbeitern aufgrund der derzeitigen Kursentwicklung angeboten, die ausgegebenen Teilschuldverschreibungen zum Nennbetrag zurückzuerwerben und alle Rechte und Pflichten hieraus zu übernehmen. In der Aufsichtsratssitzung vom 15. April 2009 wurde darüber hinaus beschlossen, das Mitarbeiterbeteiligungsprogramm im Verlaufe des Geschäftsjahres 2009 vollständig zu beenden, wenn alle betroffenen Mitarbeiter das Angebot von Lloyd Fonds annehmen. Bis zum 30. Juni 2009 hatten sämtliche Mitarbeiter ihre Teilschuldverschreibungen an Lloyd Fonds zurückveräußert.

Die Steuerrückstellungen beinhalten eine Rückstellung für Körperschaftsteuer und Solidaritätszuschlag in Höhe von T€ 60 (Vorjahr: T€ 40). Die Rückstellung betrifft das Geschäftsjahr 2006 als auch Körperschaftsteuer und Solidaritätszuschlag für eine Betriebsprüfung für die Jahre 2003 bis 2006. Weiterhin ist für die Betriebsprüfung für die Jahre 2003 bis 2005 T€ 80 (Vorjahr: 0) Gewerbesteuer zurückgestellt.

Die Sonstigen Rückstellungen in Höhe von T€ 27.417 (Vorjahr: T€ 5.780)

betreffen insbesondere Rückstellungen im Zusammenhang mit drohenden Inanspruchnahmen aus Haftungsverhältnissen in Höhe von € 21,5 Mio. (Vorjahr 0), Übernahmeverpflichtungen für Aufwendungen in Fonds in Höhe von T€ 1.865 (Vorjahr T€ 307) sowie Provisionen von T€ 1.493 (Vorjahr 2.932).

Die Fristigkeiten der Verbindlichkeiten sind im Verbindlichkeitenspiegel (Anlage II zum Anhang) dargestellt.

Von den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen betreffen € 422.450 Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten als Vertriebspartner.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen und gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, betreffen sonstige Verbindlichkeiten sowie ein Darlehen in Höhe von T€ 638 Vorjahr (630) gegenüber der Lloyd Shipping GmbH, ein Darlehen gegenüber der Lloyd Treuhand GmbH von T€ 808 (Vorjahr 0), ein Darlehen gegenüber der Lloyd Fonds Management GmbH von T€ 157 (Vorjahr 0).

IV. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

Die Umsatzerlöse teilen sich nach folgenden Tätigkeitsbereichen auf:

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2009 2008
Eigenkapitalvermittlung T€ 5.332 T€ 27.915
Projektierung T€ 281 T€ 4.696
Finanzierungsvermittlung T€ 1.283 T€ 1.852
Anlagenberatung T€ 0 T€ 236
Managementvergütung T€ 1.207 T€ 1.639
Objektbeschaffung T€ 2.034 T€ 0
Platzierungsgarantien T€ 445 T€ 620
gesamt T€ 10.582 T€ 36.958

Im Berichtsjahr wurden folgende Einzelwertberichtigungen auf Forderungen gebildet: TradeOn GmbH T€ 7.204 (Vorjahr 0), MS „BAHIA“ Schifffahrtsgesellschaft mbH & Co. KG T€ 800 (Vorjahr 0), MS „BENITO“ Schifffahrtsgesellschaft mbh & Co. KG T€ 800 (Vorjahr 0), NSC Schifffahrtsgesellschaft mbH & Cie. KG T€ 1.500 (Vorjahr 0), Dritte Lloyd Fonds Private Equity Beteiligung GmbH & Co. KG T€ 1.474 (Vorjahr 0), Lloyd Fonds US Real Estate I Limited Partnership T€ 1.444 (Vorjahr T€ 3.900), Zweite Lloyd Fonds TradeOn Portfolio GmbH & Co. KG T€ 818 (Vorjahr 0), Lloyd Austria GmbH T€ 522 (Vorjahr T€ 495), Lloyd Singapore T€ 34 (Vorjahr T€ 55) sowie gegen diverse Beteiligungsgesellschaften in Höhe von T€ 984 (Vorjahr T€ 86).

Im Berichtsjahr wurden Abschreibungen auf Finanzlagen in Höhe von T€ 11.785 (Vorjahr T € 325) vorgenommen. Im Wesentlichen betreffen die Abschreibungen die Beteiligung der Feedback AG mit T€ 8.648. Die Ermittlung der Wertminderung erfolgt auf Basis der Discounted Cashflow-Methode. Die weiteren Abschreibungen in Höhe von T€ 3.137 betreffen Abwertungen der KG Beteiligungen, der GmbH Beteiligungen sowie Beteiligungen an verbundenen Unternehmen.

Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag betreffen Körperschaftsteuer und Solidaritätszuschlag für 2006 von T€ 252 sowie T€ 20 für eine Betriebsprüfung für die Jahre 2003 bis 2005. Weiterhin sind für die Betriebsprüfung für die Jahre 2003 bis 2006 T€ 80 Gewerbesteuer zurückgestellt sowie Gewerbesteuer 2007 von T€ -19

V. Sonstige Angaben

Im Jahresdurchschnitt 2009 wurden 87 Mitarbeiter (ohne Vorstand) beschäftigt. Bei diesen Mitarbeitern handelt es sich ausschließlich um Gehaltsempfänger.

Der Vorstand setzt sich wie folgt zusammen:

Herr Dr. Torsten Teichert, Kaufmann (Vorsitzender)
Herr Michael F. Seidel, Kaufmann

Die Vorstandsmitglieder sind von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit.

Die Vorstandsbezüge betrugen im Berichtsjahr T€ 598 (Vorjahr: T€ 1.426) und teilen sich wie folgt auf:

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fix

T€
2009

erfolgsabhängig

T€
gesamt

T€
fix

T€
2008

erfolgsabhängig

T€
gesamt

T€
Dr. Torsten Teichert 300 - 300 300 300
Dr. Marcus Simon 0 - 0 536 270 806
Michael F. Seidel 250 - 250 250 250
550 - 550 1.086 270 1.356

Weiterhin haben die Vorstände folgende Nebenleistungen (PKW Gestellung, Direktversicherung, Reisegepäckversicherung sowie Unfallversicherung) zum Gehalt erhalten:

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2009 2008
Dr. Torsten Teichert T€ 20 T€ 21
Dr. Marcus Simon T€ 0 T€ 16
Michael F. Seidel T€ 28 T€ 33
gesamt T€ 48 T€ 70

Gegenüber den Vorstandsmitgliedern bestehen zum Bilanzstichtag Verbindlichkeiten in Höhe von T€ 1 (Vorjahr: Forderungen T€ 1).

Der Aufsichtsrat hat sich im Geschäftsjahr wie folgt zusammengesetzt:

Herr Prof. Dr. Eckart Kottkamp, Berater (Vorsitzender)
Herr Hans-Bernd vor dem Esche, Geschäftsführer (stellvertretender Vorsitzender)
Herr Albert Lundt, Geschäftsführer

Herr Prof. Dr. Kottkamp ist Mitglied des Aufsichtsrats der Basler AG, Ahrensburg, sowie der Deutsche Steinzeug Cremer & Breuer AG, Alfter-Witterschlick.

Die Hauptversammlung hat am 04. Juni 2007 beschlossen, dass der Aufsichtsrat, erstmals für das Geschäftsjahr 2007, neben der festen Vergütung gemäß § 14 Abs. (1) der Satzung eine variable Vergütung erhält. Diese beträgt 0,5 Promille des nach International Financial Reporting (IFRS) ermittelten Konzernjahresüberschusses nach Steuern für das abgelaufene Geschäftsjahr. Die Vergütungen stellen sich wie folgt dar:

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T€ 2009

T€
2008
fix variabel fix variabel
--- --- --- --- ---
Prof. Dr. Kottkamp 20 - 20 -
Hans-Bernd vor dem Esche 15 - 15 -
Albert Lundt 10 - 10 -
45 - 45 -

Deutscher Corporate Governance Kodex (DCGK)

Vorstand und Aufsichtsrat der Lloyd Fonds AG haben am 16. April 2010 eine aktualisierte Entsprechenserklärung gemäß § 161 AktG abgegeben. Der Wortlaut der Entsprechenserklärung ist auf der Internetseite des Konzerns (www.lloyd fonds.de) dauerhaft zugänglich.

Gegenüber neun Gesellschaften wurde - gemeinsam mit den jeweiligen Gesellschaften - eine Platzierungsgarantie über das einzuwerbene Eigenkapital gestellt. Das per 31. Dezember 2009 für diese Gesellschaften noch zu platzierende Eigenkapital beläuft sich auf insgesamt T€ 30.946 (Vorjahr: T€ 128.015).

Ferner wurden für weitere zweiundzwanzig Schifffahrtsgesellschaften Haftungen gegenüber Kreditinstituten zur Sicherstellung von Bauzeit- und Anzahlungsfinanzierungen in Höhe von T€ 275.781 (Vorjahr: T€ 186.938) übernommen. Bezüglich der Sicherungsverhältnisse aus den Bauzeit- und Anzahlungsfinanzierungen bestehen Ausgleichsansprüche aus Gesamtschuldverhältnissen gegenüber Dritten in Höhe von T€ 130.482 (Vorjahr T€ 86.545).

Außerdem wurden Bankbürgschaften in Höhe von T€ 106.963 (Vorjahr T€ 310.872) für 16 Fondsgesellschaften gegeben zur Sicherstellung von Bauzeit- und Anzahlungsfinanzierungen sowie eine Mietbürgschaft. Hieraus bestehen Ausgleichsansprüche aus Gesamtschuldverhältnissen gegenüber Dritten in Höhe von T€ 21.940 (Vorjahr T€ 94.265).

Außerdem wurde eine Garantie in Höhe von T€ 18.365 (Vorjahr T€ 0) zur Sicherstellung der Endfinanzierung eines Immobilienfonds gegeben.

Diese haftungsrelevanten Tatbestände dienen zur Finanzierung der einzelnen Investitionsobjekte in den zukünftigen Fondsgesellschaften. Hierdurch ist sichergestellt, dass keine eigenen Mittel der Lloyd Fonds AG benötigt werden.

Weiterhin wurden Garantien für Zins- und Währungssicherungen in Höhe von T€ 8.189 (Vorjahr T€ 9.326) gegeben. Hierzu bestehen Ausgleichsansprüche aus Gesamtschuldverhältnissen in Höhe von T€ 2.000 (Vorjahr 2.208).

Für vier (Vorjahr zehn) Schifffahrtsgesellschaften bestehen im Handelsregister eingetragene, jedoch noch nicht eingeforderte Hafteinlagen von insgesamt T€ 2.791 (Vorjahr: T€ 3.437).

Die Gesellschaft hält und verwaltet Kommanditbeteiligungen als Treuhänderin im eigenen Namen für Rechnung verschiedener Treugeber in einem Umfang von T€ 981 (Vorjahr: T€ 981).

Zum 31. Dezember 2009 bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen aus den Mietverträgen für die Büroräume von T€ 3.529 (Laufzeit bis zum 30.10.2016) (Vorjahr: T€ 4.045) sowie aus Leasingverträgen in Höhe von T€ 201 (Vorjahr: T€ 367).

Zur Sicherstellung der Liquidität hat die Lloyd Fonds AG Patronatserklärungen in unbegrenzter Höhe gegenüber mehreren Tochtergesellschaften abgegeben.

In der Anlage III zum Anhang werden die Angaben zu Unternehmen zusammengefasst, an denen die Gesellschaft Anteile von mehr als 20 % hält.

Veröffentlichungen nach § 25 Abs. 1 WpHG

Die folgenden Firmen und Personen haben uns nach § 21 Abs. 1 WpHG bzw. § 41 Abs. 4a mitgeteilt, dass ihre Stimmrechtsanteile an unserer Gesellschaft wie folgt betragen:

Gerd Zachariassen, Hamburg: 4,0471%.

Hans-Werner Zachariassen, Hamburg 3,5599%

Ernst Russ GmbH & Co. KG, Hamburg: 12,91%.

Ernst Russ Verwaltungsgesellschaft mbH, Hamburg: 12,91%. Davon sind dieser nach § 22 Abs. 1, S. 1 Nr. 1 WpHG 12,91% der Stimmrechte zuzurechnen.

Herr Robert Lorenz-Meyer, Hamburg: 12,91%. Davon sind diesem nach § 22 Abs. 1, S. 1 Nr. 1 WpHG 12,91% der Stimmrechte zuzurechnen.

Wehr Schiffahrts KG, Hamburg: 12,45%.

Verwaltung Wehr Schiffahrtsgesellschaft mbH, Hamburg: 12,45%. Davon sind dieser nach § 22 Abs. 1, S. 1 Nr. 1 WpHG 12,45% der Stimmrechte zuzurechnen.

Herr Jürgen Peter Wehr, Hamburg: 12,45%. Davon sind diesem nach § 22 Abs. 1, S. 1 Nr. 1 WpHG 12,45% der Stimmrechte zuzurechnen.

Salomon Unternehmensberatung GmbH & Co. KG, Hamburg: 5,01%.

Salomon Beteiligungs GmbH, Hamburg: 5,01%. Davon sind dieser nach § 22 Abs. 1, S. 1 Nr. 1 WpHG 5,01% der Stimmrechte zuzurechnen.

Herr Klaus D. Salomon, Hamburg: 5,01%. Davon sind diesem nach § 22 Abs. 1, S. 1 Nr. 1 WpHG 5,01% der Stimmrechte zuzurechnen.

Herr Dr. Torsten Teichert, Hamburg: 9,16%

Im Februar 2010 hat die Salomon Unternehmensberatung GmbH & Co. KG, Hamburg, die Salomon Beteiligungs GmbH, Hamburg sowie Herr Klaus D. Salomon mitgeteilt, dass die Schwelle von 5% der Stimmrechte gem. §21 Abs. 1 WpHG unterschritten wurde.

Die Angabe der Abschlussprüferhonorare erfolgt im Konzernanhang. Der nach International Financial Reporting Standards (IFRS) aufgestellte Konzernabschluss wird im Elektronischen Bundesanzeiger veröffentlicht.

Im April 2010 hat die Lloyd Fonds AG mit ihren finanzierenden Banken eine Enthaftungsvereinbarung zur dauerhaften Befreiung von den abgegebenen Garantien und Sicherheiten geschlossen. Ziel der Vereinbarung ist ein dauerhafter Verzicht seitens der Banken auf ihre Ansprüche aus den Bürgschaften und Garantien. Im Gegenzug verpflichtet sich die Lloyd Fonds AG zur Leistung einer Kompensationszahlung, die abhängig vom Zahlungszeitpunkt zwischen T€ 12.500 und T€ 20.000 beträgt. Die Enthaftung wird wirksam, sobald sämtliche aufschiebenden Bedingungen der Bankenvereinbarung erfüllt sind. Bis dahin verzichten die Banken im Rahmen eines Moratoriums auf eine Verwertung der von Lloyd Fonds abgegebenen Sicherheiten und Garantien. Durch diese Vereinbarung wird der Fortbestand des Unternehmens nachhaltig gesichert.

Bedingt durch den Jahresfehlbetrag in Höhe von 60,7 Mio. € weist das Unternehmen zum 31. Dezember 2009 ein negatives Eigenkapital in Höhe von 2,3 Mio. € aus. Im Zusammenhang mit den oben genannten Bankenvereinbarungen wurde jedoch durch die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft KPMG Deutsche Treuhand-Gesellschaft Aktiengesellschaft eine positive Fortführungsprognose bestätigt.

Hamburg, 21. April 2010

Der Vorstand

Dr. Torsten Teichert

Michael F. Seidel

Anlagenspiegel

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Anschaffungskosten
Stand am

01.01.2009

EUR
Zugänge

EUR
Abgänge

EUR
Stand am

31.12.2009

EUR
--- --- --- --- ---
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte 924.757,51 24.540,70 0,00 949.298,21
II. Sachanlagen
1. Einbauten in fremden Grundstücken 502.516,28 5.415,00 0,00 507.931,28
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.737.963,26 16.915,67 62.811,71 1.692.067,22
2.240.479,54 22.330,67 62.811,71 2.199.998,50
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 2.934.335,29 1.076.272,73 81.100,00 3.929.508,02
2. Beteiligungen 19.503.641,42 4.215.017,77 406.426,46 23.312.232,73
22.437.976,71 5.291.290,50 487.526,46 27.241.740,75
25.603.213,76 5.338.161,87 550.338,17 30.391.037,46

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Abschreibungen
Stand am

01.01.2009

EUR
Zugänge

EUR
Abgänge

EUR
Stand am

31.12.2009

EUR
--- --- --- --- ---
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte 380.709,51 222.244,70 0,00 602.954,21
II. Sachanlagen
1. Einbauten in fremden Grundstücken 204.842,28 38.458,00 0,00 243.300,28
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 799.197,26 249.931,04 56.769,08 992.359,22
1.004.039,54 288.389,04 56.769,08 1.235.659,50
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 49.999,00 202.664,93 0,00 252.663,93
2. Beteiligungen 1.738.269,55 11.582.504,06 0,00 13.320.773,61
1.788.268,55 11.785.168,99 0,00 13.573.437,54
3.173.017,60 12.295.802,73 56.769,08 15.412.051,25

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Buchwert Buchwert
31.12.2009

EUR
31.12.2008

EUR
--- --- ---
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte 346.344,00 544.048,00
II. Sachanlagen
1. Einbauten in fremden Grundstücken 264.631,00 297.674,00
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 699.708,00 938.766,00
964.339,00 1.236.440,00
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 3.676.844,09 2.884.336,29
2. Beteiligungen 9.991.459,12 17.765.371,87
13.668.303,21 20.649.708,16
14.978.986,21 22.430.196,16

Verbindlichkeitenspiegel

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Gesamtbetrag

Vorjahr

Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 1.839.605,43 0,00
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 2.431.048,33 1.970.485,46
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 3.114.811,83 665.039,55
Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 7.426.627,76 7.909.088,04
Sonstige Verbindlichkeiten 1.314.071,28 765.123,09
16.126.164,63 11.309.736,14

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davon mit einer Restlaufzeit von vom Gesamtbetrag Art und

Form
bis zu einem Jahr

ein bis fünf Jahre

über fünf Jahre

sind gesichert

der Sicherheit
--- --- --- --- --- ---
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 1.839.605,43 0,00 0,00 0,00
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 2.431.048,33 0,00 0,00 0,00
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 3.114.811,83 0,00 0,00 0,00
Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 7.426.627,76 0,00 0,00 0,00
Sonstige Verbindlichkeiten 947.475,03 261.399,07 105.197,18 0,00
15.759.568,38 261.399,07 105.197,18 0,00

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Gesellschaft Anteil am

Kapital
* Geschäftjahr Eigenkapital Jahresergebnis
21. LloFo Beteiligungsgesellschaft mbH & Co. KG, Hamburg 100,00% 2008 -165.350,95 -166.350,95
Air Management GmbH, Schöneck / Hessen 50,00% 2008 23.673,77 -1.233,56
Beteiligung EMILIA SCHULTE Shipping GmbH, Hamburg 50,00% 2008 42.610,92 682.699,41
Beteiligung HENRY SCHULTE Shipping GmbH, Hamburg 50,00% 2008 35.627,48 3.165,28
Beteiligung MS "ANNABELLE SCHULTE" Shipping GmbH, Hamburg 50,00% 2008 45.499,04 6.067,19
Beteiligung MS "ANNINA SCHULTE" Shipping GmbH, Hamburg 50,00% 2008 23.391,67 319,02
Beteiligung MS "ANTONIA SCHULTE" Shipping GmbH, Hamburg 50,00% 2008 54.526,07 16.042,24
Beteiligung MS "CAROLIN SCHULTE" Shipping GmbH, Hamburg 50,00% 2008 37.470,36 4.888,36
Beteiligung MS "DANIELA SCHULTE" Shipping GmbH, Hamburg 50,00% 2008 25.052,48 52,48
Beteiligung MS "DAPHNE SCHULTE" Shipping GmbH, Hamburg 50,00% 2008 25.032,78 32,78
Beteiligung MS "DAVID SCHULTE" Shipping GmbH, Hamburg 50,00% 2008 25.035,18 35,18
Beteiligung MS "DIANA SCHULTE" GmbH, Hamburg 50,00% 2008 24.574,27 -425,73
Beteiligung MS "DORA SCHULTE" GmbH, Hamburg 50,00% 2008 24.576,08 -423,92
Beteiligung MS "DORIAN SCHULTE" Shipping GmbH, Hamburg 50,00% 2008 25.033,29 33,29
Beteiligung MS "FRIDA SCHULTE" Shipping GmbH, Hamburg 50,00% 2008 54.254,41 15.936,94
Beteiligung MS "HELENA SCHULTE" Shipping GmbH, Hamburg 50,00% 2008 62.725,24 20.376,48
Beteiligung MS "HUGO SCHULTE" Shipping GmbH, Hamburg 50,00% 2008 25.949,85 974,23
Beteiligung MS "JULIA SCHULTE" Shipping GmbH, Hamburg 50,00% 2008 57.697,38 17.667,92
Beteiligung MS "LAURA SCHULTE" Shipping GmbH, Hamburg 50,00% 2008 52.218,68 15.397,32
Beteiligung MS "LILLY SCHULTE" Shipping GmbH, Hamburg 50,00% 2008 25.949,69 974,98
Beteiligung MS "LISA SCHULTE" Shipping GmbH, Hamburg 50,00% 2008 57.750,19 14.166,34
Beteiligung MS "MARTHA SCHULTE" Shipping GmbH, Hamburg 50,00% 2008 25.941,43 975,34
Beteiligung MS "MAXIMILIAN SCHULTE" Shipping GmbH, Hamburg 50,00% 2008 50.620,15 13.924,11
Beteiligung MS "PATRICIA SCHULTE" Shipping GmbH, Hamburg 50,00% 2008 76.703,94 20.888,85
Beteiligung MS "PAULA SCHULTE" Shipping GmbH, Hamburg 50,00% 2008 25.941,35 975,61
Beteiligung MS "SARAH SCHULTE" Shipping GmbH, Hamburg 50,00% 2008 57.674,08 17.675,34
Beteiligung MS "SOFIA SCHULTE" Shipping GmbH, Hamburg 50,00% 2008 22.316,05 944,16
Beteiligung MS "TATIANA SCHULTE" Shipping GmbH, Hamburg 50,00% 2008 50.358,95 13.916,47
Beteiligung MS "VICTORIA SCHULTE" Shipping GmbH, Hamburg 50,00% 2008 57.629,33 17.666,49
Zweite Verwaltung Lloyd Fonds Holland GmbH, Hamburg 100,00% 2008 45.743,74 16.070,93
Cape Antigua Shipping Company Limited, Limassol / Zypern 50,00% 2008 -9.890,00 -4.302,67
Cape Avon Shipping Company Limited, Limassol / Zypern 50,00% 2008 -9.548,00 -3.977,33
Dritte LF Immobiliengesellschaft mbH & Co. KG, Hamburg 100,00% 2008 40.500,87 -480,05
Dritte Lloyd Fonds TradeOn Portfolio Verwaltung GmbH, Hamburg 100,00% 2008 24.688,51 -311,49
Dritte Verwaltung Lloyd Fonds Holland GmbH, Hamburg 100,00% 2008 24.038,41 -153,00
Erste Grove Beteiligungs GmbH, Hamburg 50,00% 2008 21.152,20 907,82
Erste Grove Schiffahrts GmbH & Co. KG, Hamburg 45,45% 2007 47.701,51 1.175,99
Erste LF Immobiliengesellschaft mbH & Co. KG, Hamburg 100,00% 2008 40.412,16 -476,87
Erste LF TradeOn Portfolio Verwaltung GmbH, Hamburg 100,00% 2008 28.691,03 4.110,84
Erste Lloyd Portfolio Verwaltung GmbH, Hamburg 100,00% 2008 34.317,86 6.469,80
Erste Verwaltung Lloyd Fonds Holland GmbH, Hamburg 100,00% 2008 33.346,03 3.792,66
Verwaltung Lloyd Fonds Hotel Fleesensee GmbH, Hamburg 100,00% 2008 27.384,75 2.384,75
Feedback AG, Hamburg 37,73% 2009 16.246.391,10 -3.556.922,25
First Policy Invest GmbH, i.L., Hamburg 50,00% 2008 -78.898,84 -96.015,52
Fünfte LF Immobiliengesellschaft mbH & Co. KG, Hamburg 45,18% 2008 2.695.425,85 -108.227,79
Green Bay Shipping Limited, Limassol / Zypern 50,00% 3.) 0,00
Green Grove Shipping Limited, Limassol / Zypern 50,00% 3.) 0,00
IGB Lloyd Fonds Canada GmbH & Co. KG, Hamburg 100,00% 2008 723,61 -276,39
IGB Lloyd Fonds Real Estate Beteiligungsgesellschaft mbH, Hamburg 50,00% 2008 24.146,23 -853,77
Kalp GmbH, Böel 30,05% 2009 1.221.028,51 -735.926,86
LF Beteiligungsgesellschaft mbH, Hamburg 100,00% 2008 99,70 -569,13
LF Open Waters Cash GmbH, Hamburg 100,00% 2008 24.605,30 -394,70
Lloyd Fonds Britische Kapital Leben GmbH, Wörgl / Österreich 50,00% 2009 102.441,57 84.427,78
Lloyd Fonds Britische Kapital Leben II. GmbH, Wörgl / Österreich 50,00% 2009 87.496,04 69.738,98
Lloyd Fonds Britische Kapital Leben III. GmbH, Wörgl / Österreich 50,00% 2009 181.083,26 163.489,47
Lloyd Fonds Britische Kapital Leben IV. GmbH, Wörgl / Österreich 50,00% 2009 99.266,00 81.162,16
Lloyd Fonds Britische Kapital Leben V. GmbH, Wörgl / Österreich 50,00% 2009 105.080,03 86.624,32
Lloyd Fonds Britische Kapital Leben VI. GmbH, Wörgl / Österreich 50,00% 2009 52.664,29 34.171,99
Lloyd Fonds Britische Kapital Leben VII. GmbH, Wörgl / Österreich 50,00% 2009 60.912,73 42.566,11
Lloyd Fonds Britische Kapital Leben VIII. GmbH 100,00% 2008 28.560,53 360,34
Lloyd Fonds Verwaltungs- und Beteiligungsgesellschaft mbH, Hamburg 100,00% 2008 54.832,64 1.628,36
MS "ANNINA SCHULTE" Shipping GmbH & Co. KG, Hamburg 45,45% 2007 81.903,45 -629.676,98
MS "VALENTINA SCHULTE" Shipping GmbH & Co. KG, Hamburg 45,45% 2007 3.893,94 -830.905,10
Verwaltung MS "BAHAMAS" Schifffahrtsgesellschaft mbH, Hamburg 50,00% 2008 39.210,32 14.210,32
MS "BAHIA" Schifffahrtsgesellschaft mbH & Co. KG, Hamburg 47,65% 2007 -758.319,82 -535.038,79
MS "BENITO" Schifffahrtsgesellschaft mbH & Co. KG, Hamburg 27,50% 2007 -786.015,28 -527.478,74
MS "DIANA SCHULTE" Shipping GmbH & Co. KG, Hamburg 50,00% 2008 2.000,00
MS "DORA SCHULTE" Shipping GmbH & Co. KG, Hamburg 50,00% 2008 2.000,00
MS "DAPHNE SCHULTE" Shipping GmbH & Co. KG, Hamburg 50,00% 2008 2.000,00
MS "DANIELA SCHULTE" Shipping GmbH & Co. KG, Hamburg 50,00% 2.) 2008 0,00 0,00
MS "DAVID SCHULTE" Shipping GmbH & Co. KG, Hamburg 50,00% 2.) 2008 0,00 0,00
MS "DORIAN SCHULTE" Shipping GmbH & Co. KG, Hamburg 50,00% 2.) 2008 0,00 0,00
MS "Hugo Schulte" Shipping GmbH & Co. KG, Hamburg 50,00% 2007 44.765,12 -5.234,88
MS "Lilly Schulte" Shipping GmbH & Co. KG, Hamburg 50,00% 2007 44.780,48 -5.219,52
MS "Martha Schulte" Shipping GmbH & Co. KG, Hamburg 50,00% 2007 44.780,13 -5.219,87
MS "NORDIC LÜNEBURG Verwaltungsgesellschaft mbH, Hamburg 50,00% 2008 26.052,72 -2.697,78
MS "NORDIC LÜNEBURG" Schifffahrtsgesellschaft mbh & Co. KG, Hamburg 50,00% 2008 -2.379.069,53 -2.391.069,53
MS "NORDIC RIGA" Schifffahrtsgesellschaft mbh & Co. KG, Hamburg 50,00% 2008 -1.342.598,98 -1.354.598,98
MS "NORDIC RIGA" Verwaltungsgesellschaft mbH, Hamburg 50,00% 2008 25.908,94 -2.841,06
MS "NORDIC STETTIN" Schifffahrtsgesellschaft mbh & Co. KG, Hamburg 50,00% 2008 -2.379.069,06 -2.391.069,06
MS "NORDIC STETTIN" Verwaltungsgesellschaft mbH, Hamburg 50,00% 2008 26.054,27 -2.695,73
MS "NORDIC STOCKHOLM" Schifffahrtsgesellschaft mbh & Co. KG, Hamburg 50,00% 2008 -1.395.458,23 -1.407.458,23
MS "NORDIC STOCKHOLM" Verwaltungsgesellschaft mbH, Hamburg 50,00% 2008 25.910,72 -2.839,28
MS "NORDIC STRALSUND" Schifffahrtsgesellschaft mbh & Co. KG, Hamburg 50,00% 2008 -2.380.744,81 -2.392.744,81
MS "NORDIC STRALSUND" Verwaltungsgesellschaft mbH, Hamburg 50,00% 2008 26.052,60 -2.697,40
MS "NORDIC VISBY" Schifffahrtsgesellschaft mbh & Co. KG, Hamburg 50,00% 2008 -1.800.585,43 -1.812.585,43
MS "NORDIC VISBY" Verwaltungsgesellschaft mbH, Hamburg 50,00% 2008 25.911,44 -2.838,56
MS "NORDIC WISMAR" Schifffahrtsgesellschaft mbh & Co. KG, Hamburg 50,00% 2008 -2.379.066,91 -2.391.066,91
MS "NORDIC WISMAR" Verwaltungsgesellschaft mbH, Hamburg 50,00% 2008 26.053,68 -2.696,32
MS "Paula Schulte" Shipping GmbH & Co. KG, Hamburg 50,00% 2007 44.780,48 -5.219,52
MS "Samar" Schifffahrtsgesellschaft mbH & Co. KG, Hamburg 50,00% 2008 -662.413,81 -545.158,55
MS "SAPIAN" Schifffahrtsgesellschaft mbH & Co. KG, Hamburg 50,00% 2008 -806.909,71 -689.415,38
MS "Sarangani" Schifffahrtsgesellschaft mbH & Co. KG, Hamburg 50,00% 2008 -661.426,27 -544.155,26
MS "Siation" Schifffahrtsgesellschaft mbH & Co. KG., Hamburg 50,00% 2008 -442.523,03 -522.786,24
MS "Silago" Schifffahrtsgesellschaft mbH & Co. KG., Hamburg 50,00% 2008 -265.888,23 -181.858,62
MS "Simara" Schifffahrtsgesellschaft mbH & Co. KG., Hamburg 50,00% 2008 -265.888,04 -181.858,62
MS "SOFIA SCHULTE" Shipping GmbH & Co. KG, Hamburg 50,00% 2007 -612.329,81 -308.848,30
MS "SUBIC" Schifffahrtsgesellschaft mbH & Co. KG, Hamburg 50,00% 2008 -802.207,61 -686.100,46
MS "Surigao" Schifffahrtsgesellschaft mbH & Co. KG., Hamburg 50,00% 2008 -442.535,55 -522.798,40
MS "TANA SEA" Schifffahrtsgesellschaft mbh & Co. KG, Hamburg 50,00% 2008 -2.812.291,97 -2.814.440,06
MS "TONDA SEA" Schifffahrtsgesellschaft mbH & Co. KG, Hamburg 50,00% 2008 -2.809.286,88 -2.811.435,44
Beteiligung MS "VALENTINA SCHULTE" Shipping GmbH, Hamburg 50,00% 2008 23.415,06 329,88
Northern Valour Shipping Limited, Limassol / Zypern 50,00% 3.)
Schelde Verwaltungsgesellschaft mbH, Haren 50,00% 2008 33.258,22 3.851,32
Verwaltung MS "THIRA SEA" Schifffahrtsgesellschaft mbH, Hamburg 50,00% 2008 27.722,04 2.722,04
Verwaltung MS "TOSA SEA" Schifffahrtsgesellschaft mbH, Hamburg 50,00% 2008 27.946,17 2.946,17
Verwaltung MS "TONDA SEA" Schifffahrtsgesellschaft mbH 50,00% 2008 22.295,29 -2.704,71
Verwaltung "Air Fuhlsbüttel/ Air Finkenwerder" Flugzeugfonds GmbH 100,00% 2008 27.352,16 3.252,81
Verwaltung "BAVARIAN SUN" Schifffahrtsgesellschaft mbH, Hamburg 50,00% 2008 39.906,73 10.904,96
Verwaltung "CHEMTRANS RAMSEY" Schifffahrtsgesellschaft mbH, Hamburg 50,00% 2008 36.909,77 2.485,75
Verwaltung "CHEMTRANS ROY" Schifffahrtsgesellschaft mbH, Hamburg 50,00% 2008 36.912,20 2.498,14
Verwaltung "CHEMTRANS RYE" Schifffahrtsgesellschaft mbH, Hamburg 50,00% 2008 40.080,75 2.505,90
Verwaltung "COLONIAN SUN" Schifffahrtsgesellschaft mbH, Hamburg 50,00% 2008 39.435,69 10.915,07
Verwaltung der Lloyd Fonds Gesellschaft für Immobilienbeteiligungen mbH, Hamburg 100,00% 2008 23.307,45 1.270,41
Verwaltung Global Partnership I GmbH, Haar b. München 50,00% 2008 107.585,09 36.953,45
Verwaltung LF Immobiliengesellschaft mbH, Hamburg 100,00% 2008 51.336,68 2.048,59
Verwaltung LF-Flottenfonds GmbH, Hamburg 100,00% 2008 27.848,06 880,62
Verwaltung LloFo Schifffahrtsgesellschaft mbH, Hamburg 100,00% 2008 28.111,63 -18.258,21
Verwaltung Lloyd Fonds Agriculture Invest I GmbH, Hamburg 100,00% 2008 24.364,39 -635,61
Verwaltung Lloyd Fonds Air Portfolio 3 GmbH, Hamburg 100,00% 2008 30.922,82 3.516,21
Verwaltung Lloyd Fonds Immobilienportfolio Hamburg/ Sylt GmbH, Hamburg 100,00% 2008 30.794,19 6.498,82
Verwaltung Lloyd Fonds Immobilienportfolio Köln GmbH, Hamburg 100,00% 2008 42.091,26 1.374,18
Verwaltung Lloyd Fonds Smart Shipping Invest GmbH, Hamburg 100,00% 2008 24.608,76 -391,24
Verwaltung Lloyd Fonds TradeOn Portfolio GmbH, Hamburg 100,00% 2008 24.629,03 -370,97
Verwaltung MS "ADRIAN" Schiffahrtsgesellschaft mbH, Hamburg 50,00% 2008 48.364,11 21.918,12
Verwaltung MS "ALMATHEA" Schifffahrtsgesellschaft mbH, Hamburg 50,00% 2008 32.246,57 7.173,22
Verwaltung MS "BARBADOS" Schifffahrtsgesellschaft mbH, Hamburg 50,00% 2008 31.733,48 6.717,70
Verwaltung MS "BERMUDA" Schifffahrtsgesellschaft mbH, Hamburg 50,00% 2008 31.970,03 6.970,03
Verwaltung MS "BONAIRE" Schifffahrtsgesellschaft mbH, Hamburg 50,00% 2008 32.681,66 7.612,75
Verwaltung MS "CCNI ARAUCO" Schiffahrtsgesellschaft mbH, i.L., Hamburg 50,00% 2008 -614,86 -21.951,27
Verwaltung MS "CHICAGO" Schifffahrtsgesellschaft mbH, Hamburg 50,00% 2008 30.135,40 5.093,44
Verwaltung MS "CHRISTIANE SCHULTE" GmbH, Hamburg 50,00% 2008 51.486,88 12.796,43
Verwaltung MS "COMMANDER" Schifffahrtsgesellschaft mbH, Hamburg 50,00% 2008 51.169,46 21.421,79
Verwaltung MS "DELOS" Schiffahrtsgesellschaft mbH, Hamburg 50,00% 2008 2.372,14 6.707,00
Verwaltung MS "LLOYD DON PASCUALE" Schifffahrtsgesellschaft mbH, Hamburg 50,00% 2008 33.742,40 7.012,14
Verwaltung MS "FERNANDO" Schifffahrtsgeselllschaft mbH, Hamburg 50,00% 2007 33.143,73 8.068,05
Verwaltung MS "LAS VEGAS" Schifffahrtsgesellschaft mbH, Hamburg 50,00% 2008 31.821,53 6.723,70
3. MITOMA Schiffsneubau GmbH, Hamburg 100,00% 2008 24.498,60 -501,40
(vorher: Verwaltung MS "LLOYD ALEXANDRA" Schifffahrtsgesellschaft mbH)
4. MITOMA Schiffsneubau GmbH, Hamburg 100,00% 2008 24.499,20 -500,80
(vorher: Verwaltung MS "LLOYD ANGELA" Schifffahrtsgesellschaft mbH)
2. MITOMA Schiffsneubau GmbH, Hamburg 100,00% 2008 24.499,67 -500,33
(vorher: Verwaltung MS "LLOYD ANJA" Schifffahrtsgesellschaft mbH)
1. MITOMA Schiffsneubau GmbH, Hamburg 100,00% 2008 24.498,25 -501,75
(vorher: Verwaltung MS "LLOYD ANNABELLA" Schifffahrtsgesellschaft mbH)
Verwaltung MS "LLOYD DON CARLOS" Schifffahrtsgesellschaft mbH, Hamburg 50,00% 2008 33.992,00 4.663,94
Verwaltung MS "LLOYD DON GIOVANNI" Schifffahrtsgesellschaft mbH, Hamburg 50,00% 2008 33.750,92 4.686,84
Verwaltung MS "LLOYD EUROPA" Schifffahrtsgesellschaft mbH, Burg 50,00% 2008 51.669,27 15.382,11
Verwaltung MS "LLOYD HELSINKI" Schifffahrtsgesellschaft mbH, Hamburg 50,00% 2008 23.431,88 -1.568,12
Verwaltung MS "LLOYD PARSIFAL" Schifffahrtsgesellschaft mbH, Hamburg 50,00% 2008 41.676,76 7.568,66
Verwaltung MS "LLOYD STOCKHOLM" Schifffahrtsgesellschaft mbH, Hamburg 50,00% 2008 22.154,40 -2.962,63
Verwaltung MS "MANHATTAN" Schifffahrtsgesellschaft mbH, Hamburg 50,00% 2008 39.018,72 14.018,72
Verwaltung MS "MEMPHIS" Schifffahrtsgesellschaft mbH, Hamburg 50,00% 2008 30.175,60 5.076,49
Verwaltung MS "METHAN" Schiffahrtsgesellschaft mbH, Hamburg 50,00% 2008 84.900,52 214.918,86
Verwaltung MS "MIAMI" Schifffahrtsgesellschaft mbH, Hamburg 50,00% 2008 44.804,10 19.804,10
Verwaltung MS "NATAL" Schifffahrtsgesellschaft mbH, Hamburg 50,00% 2008 39.651,84 14.382,13
Verwaltung MS "NELSON" Schifffahrtsgesellschaft mbh, Hamburg 50,00% 2008 38.867,37 13.770,02
Verwaltung MS "NEWARK" Schifffahrtsgesellschaft mbH, Hamburg 50,00% 2008 44.858,78 19.782,09
Verwaltung MS "NORDPACIFIC" Schifffahrtsgesellschaft mbH, Hamburg 50,00% 2008 61.869,56 3.393,23
Verwaltung MS "NORO" Schifffahrtsgesellschaft mbh, Hamburg 50,00% 2008 44.809,45 19.718,02
Verwaltung MS "SAMARIA" Schiffahrtsgesellschaft mbH, Hamburg 50,00% 2008 27.592,43 5.521,64
Verwaltung MS "SAN ANTONIO" Schifffahrtsgesellschaft mbH, Hamburg 50,00% 2008 41.066,10 16.022,40
Verwaltung MS "SAN PABLO" Schifffahrtsgesellschaft mbh, Hamburg 50,00% 2008 36.888,99 11.850,24
Verwaltung MS "SAN PEDRO" Schifffahrtsgesellschaft mbH, Hamburg 50,00% 2008 36.999,02 11.958,53
Verwaltung MS "SAN RAFAEL" Schifffahrtsgesellschaft mbH, Hamburg 50,00% 2008 36.929,15 11.818,58
Verwaltung MS "SAN VICENTE" Schifffahrtsgesellschaft mbH, Hamburg 50,00% 2008 41.041,84 16.015,95
Verwaltung MS "SAXONIA" Schiffahrtsgesellschaft mbH, Hamburg 50,00% 2008 27.018,46 5.499,79
Verwaltung MS "SCANDIA" Schiffahrtsgesellschaft mbH, Hamburg 50,00% 2008 28.098,46 5.518,88
Verwaltung MS "SCOTIA Schiffahrtsgesellschaft mbH, Hamburg 50,00% 2008 27.575,84 5.566,39
Verwaltung MS "SOPHIE" Schifffahrtsgesellschaft mbH, Hamburg 50,00% 2008 34.643,68 6.745,58
Verwaltung MS "VEGA FYNEN" Schifffahrtsgesellschaft mbH, Hamburg 50,00% 2008 52.183,63 14.741,10
Verwaltung MS "VEGA GOTLAND" Schifffahrtsgesellschaft mbH, Hamburg 50,00% 2008 47.813,75 12.104,61
Verwaltung MS "VIRGINIA" Schifffahrtsgesellschaft mbH, Hamburg 50,00% 2008 40.456,61 15.343,36
Verwaltung MS "WEHR BLANKENESE" Schiffahrtsgesellschaft mbH, Hamburg 50,00% 2008 33.799,07 5.005,32
Verwaltung MS "WEHR ELBE" Schiffahrtsgesellschaft mbH, Hamburg 50,00% 2008 31.880,90 3.945,86
Verwaltung MS "WEHR KOBLENZ" Schiffahrtsgesellschaft mbH, Hamburg 50,00% 2008 47.196,62 21.545,07
Verwaltung MS "WEHR NIENSTEDTEN" Schiffahrtsgesellschaft mbH, Hamburg 50,00% 2008 32.015,81 4.116,81
Verwaltung MS "WEHR SCHULAU" Schiffahrtsgesellschaft mbH, Hamburg 50,00% 2008 33.687,86 4.993,43
Verwaltung MS "WEHR WESER" Schiffahrtsgesellschaft mbH, Hamburg 50,00% 2008 31.938,35 3.997,78
Verwaltung MT "AMERICAN SUN" Schifffahrtsgesellschaft mbH, Hamburg 50,00% 2008 53.918,10 24.306,77
Verwaltung MT "ATHENS STAR" Schifffahrtsgesellschaft mbH, Hamburg 50,00% 2008 39.996,68 10.549,25
Verwaltung MT "CANADIAN SUN" Schifffahrtsgesellschaft mbH, Hamburg 50,00% 2008 55.590,67 25.753,22
Verwaltung MT "CARIBBEAN SUN" Schifffahrtsgesellschaft mbH, Hamburg 50,00% 2008 54.821,99 28.305,50
Verwaltung MT "CHEMTRANS RHINE" Schifffahrtsgesellschaft mbH, Hamburg 50,00% 2008 33.976,02 2.486,13
Verwaltung MT "GREEN POINT" Schifffahrtsgesellschaft mbH, Hamburg 50,00% 2008 54.727,61 6.702,66
Verwaltung MT "HAMBURG STAR" Schifffahrtsgesellschaft mbH, Hamburg 50,00% 2008 55.436,33 19.324,39
Verwaltung MT "LONDON STAR" Schifffahrtsgesellschaft mbH, Hamburg 50,00% 2008 51.058,26 19.373,09
Verwaltung MT "MEXICAN SUN" Schifffahrtsgesellschaft mbH, Hamburg 50,00% 2008 55.286,69 27.550,46
Verwaltung MT "NEW YORK STAR" Schifffahrtsgesellschaft mbH, Hamburg 50,00% 2008 50.954,97 19.418,89
Verwaltung MT "ST. JACOBI" Schifffahrtsgesellschaft mbH, Hamburg 50,00% 2007 65.064,42 15.647,31
Verwaltung MT "TAPATIO" Schifffahrtsgesellschaft mbH, Hamburg 50,00% 2008 183.995,65 -2.039,99
Verwaltung MT "TEAM JUPITER" Schifffahrtsgesellschaft mbH, Hamburg 50,00% 2008 33.461,48 2.486,25
Verwaltung MT "TEAM NEPTUN" Schifffahrtsgesellschaft mbH, Hamburg 50,00% 2008 33.680,16 2.485,56
Verwaltung NADINE Schifffahrtsgesellschaft mbH, Hamburg 50,00% 2008 23.489,35 -1.510,65
Verwaltung NSC Schiffsneubau II GmbH, Hamburg 50,00% 2008 24.861,05 535,36
Verwaltung NSC Schiffsneubau III GmbH, Hamburg 50,00% 2008 24.932,07 687,38
Verwaltung MS "TANA SEA" Schifffahrtsgesellschaft mbH, Hamburg 50,00% 2008 22.518,51 -1.617,77
Verwaltung RERO Schiffsneubau 13 GmbH, Hamburg 50,00% 2008 23.870,57 -455,92
Verwaltung Windpark COPPANZ GmbH, Hamburg 75,00% 2008 109.302,02 7.101,28
Vierte LF Immobiliengesellschaft mbH & Co. KG, Hamburg 100,00% 2008 41.126,70 -480,05
Vierte Verwaltung Lloyd Fonds Holland GmbH 100,00% 2009 es liegt noch kein JA 2009 vor
Windpark Breberen GmbH, Gangelt 50,00% 2008 31.076,04 1.457,33
Zweite Beteiligung MS "ANNINA SCHULTE" Shipping GmbH, Hamburg 50,00% 2008 33.995,96 5.226,87
Zweite Beteiligung MS "MARIA SCHULTE" Shipping GmbH, Hamburg 50,00% 2008 56.150,05 13.679,46
Zweite Beteiligung MS "PHILIPPA SCHULTE" Shipping GmbH, Hamburg 50,00% 2008 52.235,91 13.727,46
Zweite Beteiligung MS "SOFIA SCHULTE" Shipping GmbH, Hamburg 50,00% 2008 34.095,58 7.161,41
Zweite Beteiligung MS "VALENTINA SCHULTE" Shipping GmbH, Hamburg 50,00% 2008 34.228,67 5.275,82
Zweite Grove Beteiligungs GmbH, Hamburg 50,00% 2008 20.699,49 1.084,30
Zweite Grove Schiffahrts GmbH & Co. KG, Hamburg 54,55% 2007 48.472,08 -599,99
Zweite LF Immobiliengesellschaft mbH & Co. KG, Hamburg 100,00% 2008 40.627,28 -539,45
Zweite LF Portfolio Verwaltung GmbH, Hamburg 100,00% 2008 31.103,89 4.497,39
Zweite Lloyd Fonds TradeOn Portfolio Verwaltung GmbH, Hamburg 100,00% 2008 27.649,69 2.649,69
Zweite Verwaltung Lloyd Fonds Hotelportfolio GmbH, Hamburg 100,00% 2008 23.844,50 -1.155,50
4. MITOMA Schiffsneubau GmbH & Co. KG, Hamburg 100,00% 2008 7.342,27 2.353,55
2. MITOMA Schiffsneubau GmbH & Co. KG, Hamburg 100,00% 2008 7.325,11 2.336,39
1. MITOMA Schiffsneubau GmbH & Co. KG, Hamburg 100,00% 2008 7.353,20 2.364,48
3. MITOMA Schiffsneubau GmbH & Co. KG, Hamburg 100,00% 2008 7.372,96 2.384,24
Dritte Lloyd Fonds Private Equity Beteiligung GmbH & Co. KG, Hamburg 100,00% 2008 -5.526,44 -5.099,66
Lloyd Fonds Gesellschaft für Immobilienbeteiligungen mbH & Co. KG, Hamburg 100,00% 2008 447.908,30 9.632,97
Lloyd Treuhand GmbH, Hamburg 100,00% 4.) 2009 3.556.932,38 2.806.932,38
Lloyd Shipping GmbH, Hamburg 100,00% 2008 648.865,05 -337.064,87
Lloyd Fonds Austria GmbH, Wien/Österreich 100,00% 2009 -940.899,43 -501.110,34
Lloyd Zweitmarkt GmbH, Hamburg 100,00% 2008 102.723,74 37.439,45
TradeOn GmbH, Hamburg 100,00% 2008 -2.275.056,33 -1.900.987,99
Lloyd Fonds Real Estate Management GmbH, Hamburg 100,00% 2008 592.481,56 79.629,52
Lloyd Fonds Special Assets GmbH, Hamburg 100,00% 2008 14.789,04 485,67
Lloyd Fonds Special Assets Betriebs GmbH, i.L., Hamburg 100,00% 2008 24.733,08 -266,92
LEP Grundstücksgesellschaft Hamm GmbH, Hamburg 100,00% 2008 -19.503,70 55.309,17
Lloyd Fonds Sales GmbH, Hamburg 100,00% 2008 23.377,42 -1.622,58
Verwaltung Lloyd Fonds Vermögensgarant GmbH 100,00% 1.) 2009 0,00 0,00
Lloyd Fonds Vermögensgarant GmbH & Co. KG 100,00% 1.) 2009 0,00 0,00
Lloyd Fonds UK VIII Limited 100,00% 2008 41.728,67 34.455,94
Verwaltung Lloyd Fonds Kreuzfahrt I GmbH 100,00% 1.) 2009 0,00 0,00

1.) Neugründung in 2009, hier liegt noch kein festgestellter Jahresabschluss vor

2.) Neugründungen in 2008, hier liegt noch kein festgestellter Jahresabschluss vor

3.) Jahresabschluss nicht verfügbar

4.) Jahresabschluss ist noch vorläufig

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Wir haben den Jahresabschluss bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der Lloyd Fonds AG, Hamburg, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2009 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung des Vorstands der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen des Vorstands sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Pflichtgemäß weisen wir darauf hin, dass der Bestand der Gesellschaft durch Risiken bedroht ist, die im Lagebericht dargestellt sind. Dort wird ausgeführt, dass der Fortbestand der Gesellschaft von dem Bestand des Moratoriums mit den finanzierenden Banken und dem nachfolgenden Eintritt der geplanten Enthaftung abhängig ist.

Hamburg, den 21. April 2010

**PricewaterhouseCoopers

Aktiengesellschaft

Wirtschaftsprüfungsgesellschaft**

Claus Brandt, Wirtschaftsprüfer

ppa. Christoph Fehling, Wirtschaftsprüfer