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K+S AG Annual Report 2011

Apr 11, 2012

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Annual Report

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K+S Aktiengesellschaft Kassel Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2011 bis zum 31.12.2011 FINANZBERICHT 2011

HERAUSFÖRDERUNG ERNÄHRUNG

ZEHNJAHRESÜBERSICHT DER K+S GRUPPE

2011 IFRS 2010 IFRS 2009 IFRS 2008 IFRS 2007 IFRS
Umsatz, Ergebnis, Cashflow
Umsatz Mio.€ 5.150,9 4.632,7 3.573,8 4.794,4 3.344,1
Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) Mio.€ 1.217,7 953,0 411,8 1.484,4 413,9
Operatives Ergebnis (EBIT I) Mio.€ 975,7 714,5 238,0 1.342,7 285,7
Ergebnis nach operativen Sicherungsgeschäften (EBIT II) Mio.€ 951,2 719,1 241,9 1.192,3 -106,9
Ergebnis vor Ertragsteuern Mio.€ 887,3 599,1 126,5 1.199,1 -142,6
Ergebnis vor Ertragsteuern, bereinigt 2 Mio.€ 911,8 594,5 122,6 1.349,5 250,0
Konzernergebnis aus fortgeführter Geschäftstätigkeit Mio.€ 656,1 457,1 - - -
Konzernergebnis aus fortgeführter Geschäftstätigkeit, bereinigt 2 Mio.€ 673,6 453,8 - - -
Konzernergebnis 3 Mio.€ 564,3 448,6 96,4 870,9 -93,3
Konzernergebnis, bereinigt 2,3 Mio.€ 581,8 445,3 93,6 979,3 175,3
Brutto-Cashflow Mio.€ 910,6 812,7 323,9 1.177,9 372,1
Investitionen 5 Mio.€ 294,1 188,6 177,6 197,5 171,6
Abschreibungen 5 Mio.€ 242,0 238,5 173,8 141,7 128,2
Working Capital Mio.€ 840,9 959,4 970,5 962,3 570,6
Bilanz
Eigenkapital 6 Mio.€ 3.084,6 2.651,6 2.094,6 1.718,3 931,8
Sachanlagen, immat. Vermögen Mio.€ 3.247,9 2.803,3 2.658,0 1.423,5 1.297,3
Nettoverschuldung Mio.€ 610,8 732,5 1.351,3 570,0 1.085,1
Bilanzsumme Mio.€ 6.056,9 5.573,7 5.217,1 3.473,8 2.964,8
Mitarbeiter
Mitarbeiter per 31.12. 7 Anzahl 14.496 14.186 15.208 12.368 12.033
- davon Auszubildende Anzahl 636 620 642 615 614
Mitarbeiter im Durchschnitt 7 Anzahl 14.314 14.091 13.044 12.214 11.959
Personalaufwand 8 Mio.€ 976,1 944,4 756,4 738,5 687,3
Kennzahlen
Ergebnis je Aktie aus fortgeführter Geschäftstätigkeit, bereinigt 2 € 3,52 2,37 - - -
Ergebnis je Aktie, bereinigt 2,3 € 3,04 2,33 0,56 5,94 1,06
Dividende je Aktie 9 € 1,30 1,00 0,20 2,40 0,50
Dividendenrendite 9 % 3,7 1,8 0,5 6,0 1,2
EBITDA-Marge % 23,6 20,6 11,5 31,0 12,4
EBIT-Marge % 18,9 15,4 6,7 28,0 8,5
Umsatzrendite 2 % 13,1 9,8 2,6 20,4 5,2
Return on Capital Employed (ROCE) 10 % 27,5 22,0 9,3 64,0 15,5
Gesamtkapitalrendite 2,11 % 16,4 14,7 6,9 44,9 11,0
Eigenkapitalrendite nach Steuern 2,11 % 20,2 18,7 8,4 68,6 16,1
Buchwert je Aktie € 16,12 13,85 10,94 10,41 5,65
Brutto-Cashflow je Aktie € 4,76 4,25 1,95 7,14 2,25
Aktie
Schlusskurs per 31.12. 12 XETRA,€ 34,92 56,36 39,99 39,97 40,69
Marktkapitalisierung Mrd.€ 6,7 10,8 7,7 6,6 6,7
Enterprise Value per 31.12. Mrd.€ 7,3 11,5 9,0 7,2 7,8
Gesamtanzahl Aktien per 31.12. Mio. 191,40 191,40 191,40 165,00 165,00
Ausstehende Aktien per 31.12. 13 Mio. 191,40 191,40 191,40 165,00 165,00
Durchschnittliche Anzahl Aktien 14 Mio. 191,33 191,34 166,15 164,95 164,94
2006 IFRS 2005 IFRS 2004 IFRS 2003 HGB 2002 HGB
Umsatz, Ergebnis, Cashflow
Umsatz Mio.€ 2.957,7 2.815,7 2.538,6 2.287,8 2.258,5
Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) Mio.€ 401,1 383,1 289,5 223,7 240,1
Operatives Ergebnis (EBIT I) Mio.€ 278,0 250,9 162,9 115,7 132,8
Ergebnis nach operativen Sicherungsgeschäften (EBIT II) Mio.€ 361,6 271,7 136,5 - -
Ergebnis vor Ertragsteuern Mio.€ 341,5 259,6 123,4 111,6 113,9
Ergebnis vor Ertragsteuern, bereinigt 2 Mio.€ 257,9 238,8 149,9 - -
Konzernergebnis aus fortgeführter Geschäftstätigkeit Mio.€ - - - - -
Konzernergebnis aus fortgeführter Geschäftstätigkeit, bereinigt 2 Mio.€ - - - - -
Konzernergebnis 3 Mio.€ 228,9 4 174,4 86,8 101,3 103,8
Konzernergebnis, bereinigt 2,3 Mio.€ 176,2 4 161,3 103,5 - -
Brutto-Cashflow Mio.€ 342,7 341,5 274,1 209,1 216,9
Investitionen 5 Mio.€ 130,5 107,1 131,9 126,6 129,0
Abschreibungen 5 Mio.€ 123,1 132,2 126,6 108,0 107,3
Working Capital Mio.€ 603,1 456,4 333,1 250,9 300,5
Bilanz
Eigenkapital 6 Mio.€ 1.124,3 942,1 880,6 584,9 558,8
Sachanlagen, immat. Vermögen Mio.€ 1.271,7 874,1 883,3 659,8 598,6
Nettoverschuldung Mio.€ 718,3 321,4 340,5 220,5 262,7
Bilanzsumme Mio.€ 2.830,9 2.259,1 2.147,7 1.754,5 1.666,7
Mitarbeiter
Mitarbeiter per 31.12. 7 Anzahl 11.873 11.012 10.988 10.554 10.536
- davon Auszubildende Anzahl 620 591 591 550 542
Mitarbeiter im Durchschnitt 7 Anzahl 11.392 11.017 11.068 10.541 10.439
Personalaufwand 8 Mio.€ 663,5 671,1 613,3 562,7 531,2
Kennzahlen
Ergebnis je Aktie aus fortgeführter Geschäftstätigkeit, bereinigt 2 € - - - - -
Ergebnis je Aktie, bereinigt 2,3 € 1,07 4 0,95 0,61 0,61 0,61
Dividende je Aktie 9 € 0,50 0,45 0,33 0,25 0,25
Dividendenrendite 9 % 2,4 3,5 3,3 4,6 5,8
EBITDA-Marge % 13,6 13,6 11,4 9,8 10,6
EBIT-Marge % 9,4 8,9 6,4 5,1 5,9
Umsatzrendite 2 % 6,0 4 5,7 4,1 2,8 4,6
Return on Capital Employed (ROCE) 10 % 17,4 19,5 14,2 12,7 14,7
Gesamtkapitalrendite 2,11 % 12,3 12,7 9,1 7,2 7,7
Eigenkapitalrendite nach Steuern 2,11 % 17,7 4 17,8 12,1 17,3 18,6
Buchwert je Aktie € 6,81 5,54 5,18 3,44 3,10
Brutto-Cashflow je Aktie € 2,08 2,02 1,61 1,25 1,27
Aktie
Schlusskurs per 31.12. 12 XETRA,€ 20,55 12,76 9,78 5,44 4,33
Marktkapitalisierung Mrd.€ 3,4 2,1 1,7 0,9 0,8
Enterprise Value per 31.12. Mrd.€ 4,1 2,4 2,0 0,9 0,8
Gesamtanzahl Aktien per 31.12. Mio. 165,00 170,00 170,00 170,00 180,00
Ausstehende Aktien per 31.12. 13 Mio. 165,00 165,00 170,00 170,00 166,08
Durchschnittliche Anzahl Aktien 14 Mio. 164,96 169,24 170,00 167,08 171,28

GESCHÄFTSBEREICHE IM ÜBERBLICK

KALI- UND MAGNESIUMPRODUKTE

2011 Mio. € 2010 Mio. € 2009 Mio. € 2008 Mio. € 2007 Mio. €
Umsatz 2.131,9 1.867,0 1.421,7 2.397,4 1.407,9
EBITDA 833,8 567,1 317,2 1.286,3 255,1
EBIT I 739,5 475,9 231,7 1.203,2 177,9
Investitionen 162,1 96,9 107,4 111,1 79,7
Mitarbeiter (Anzahl) 8.188 7.900 7.818 7.845 7.672

In sechs Bergwerken werden Kali- und Magnesiumrohsalze gewonnen. Hieraus stellen wir eine Vielzahl von Düngemitteln her; außerdem verarbeiten wir unsere Rohstoffe zu Produkten für industrielle Anwendungen, zu hochreinen Kalium- und Magnesiumsalzen für die Pharma-, Kosmetik- und Lebensmittelindustrie sowie zu Bestandteilen von Futtermitteln.

STICKSTOFFDÜNGEMITTEL

2011 Mio. € 2010 Mio. € 2009 Mio. € 2008 Mio. € 2007 Mio. €
Umsatz 1.156,8 902,4 1.016,2 1.652,4 1.265,4
EBITDA 71,6 45,2 -94,4 133,9 68,2
EBIT I 69,4 43,3 -108,1 121,4 57,3
Investitionen 1,0 0,5 11,2 10,7 16,8
Mitarbeiter (Anzahl) 158 171 1.249 1.318 1.311

Der Geschäftsbereich Stickstoffdüngemittel vermarktet stickstoffhaltige Düngemittel mit einer Ausrichtung auf Großabnehmer in der Landwirtschaft und in Spezialkulturen wie Obst-, Gemüse- und Weinanbau. Neben den exklusiv von BASF produzierten Düngemitteln werden auch Waren anderer namhafter europäischer Düngemittelproduzenten vertrieben.

SALZ

2011 Mio. € 2010 Mio. € 2009 Mio. € 2008 Mio. € 2007 Mio. €
Umsatz 1.710,1 1.728,8 1.014,6 618,6 545,1
EBITDA 337,9 369,7 200,3 77,6 76,5
EBIT I 211,4 238,1 140,4 45,2 47,8
Investitionen 112,3 79,0 48,0 58,6 47,9
Mitarbeiter (Anzahl) 5.230 5.235 5.279 2.394 2.294

Salzprodukte von höchster Reinheit und Qualität werden als Speise-, Gewerbe- und Industriesalze sowie als Auftausalz im Winterdienst für die Sicherheit im Straßenverkehr eingesetzt. Produziert wird in Deutschland und in anderen westeuropäischen Ländern sowie in Nord- und Südamerika.

ERGÄNZENDE GESCHÄFTSBEREICHE

2011 Mio. € 2010 Mio. € 2009 Mio. € 2008 Mio. € 2007 Mio. €
Umsatz 150,4 134,0 120,7 125,3 125,1
EBITDA 29,0 27,7 21,7 31,2 42,4
EBIT I 17,9 21,2 15,2 25,1 37,7
Investitionen 4,3 4,2 4,6 10,0 17,2
Mitarbeiter (Anzahl) 290 280 278 285 273

Unter dem Begriff "Ergänzende Geschäftsbereiche" sind neben Recyclingaktivitäten und der Entsorgung von Abfällen in Kali- bzw. Steinsalzbergwerken sowie der Granulierung von CATSAN® weitere für die K+S Gruppe wichtige Aktivitäten gebündelt. Mit der K+S TRANSPORT GmbH in Hamburg verfügt die K+S Gruppe über einen eigenen Logistik-Dienstleister. Die Chemische Fabrik Kalk GmbH (CFK) handelt mit verschiedenen Basischemikalien.


Fußnoten zur Zehnjahresübersicht

  1. Die Angaben beziehen sich in den Jahren 2011 und 2010, soweit nicht anders bezeichnet, auf die fortgeführten Geschäftstätigkeiten der K+S Gruppe. Das COMPO-Geschäft wird aufgrund seiner Veräußerung gemäß IFRS als "nicht fortgeführte Geschäftstätigkeit" ausgewiesen. Die Gewinn- und Verlustrechnung sowie die Kapitalflussrechnung des Jahres 2010 wurden entsprechend angepasst, die Bilanz und damit die Kennzahlen Working Capital, Nettoverschuldung und Buchwert je Aktie des Jahres 2010 wurden nicht angepasst und beinhalten auch die nicht fortgeführten Geschäftstätigkeiten.
  2. Die bereinigten Kennzahlen beinhalten lediglich das im EBIT I enthaltene Ergebnis aus operativen, antizipativen Sicherungsgeschäften der jeweiligen Berichtsperiode, welches Effekte aus den Marktwertschwankungen der Sicherungsgeschäfte eliminiert (siehe auch, Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung und Gesamtergebnisrechnung' auf Seite 180). Ebenso werden darauf entfallende Effekte auf latente und zahlungswirksame Steuern eliminiert; Steuersatz 2011: 28,4% (2010: 28,2%).
  3. Ergebnis aus fortgeführter und nicht fortgeführter Geschäftstätigkeit.
  4. Ohne einmaligen latenten Steuerertrag von 41,9 Mio. € bzw. 0,25 € je Aktie.
  5. Investitionen in bzw. Abschreibungen auf Sachanlagen, immaterielle Vermögenswerte und als Finanzinvestition gehaltene Immobilien sowie Abschreibungen auf Finanzanlagen.
  6. Bis einschl. 2003: Inkl. 50% Sonderposten mit Rücklageanteil und Unterschiedsbetrag aus der Kapitalkonsolidierung.
  7. FTE: Vollzeitäquivalente; Teilzeitstellen werden entsprechend ihrem jeweiligen Arbeitszeitanteil gewichtet. Die Bezeichnung Mitarbeiter gilt für Frauen und Männer gleichermaßen und ist deshalb als geschlechtsneutral anzusehen.
  8. Der Personalaufwand enthält auch Aufwendungen für Altersteilzeit und Vorruhestand.
  9. Im Jahr 2011 entspricht die Angabe dem Dividendenvorschlag; Dividendenrendite bezogen auf Jahresschlusskurs.# 10 Die Angabe bezieht sich in den Jahren 2010 und 2011 auf die fortgeführten Geschäftstätigkeiten der K+S Gruppe. Bezieht man die nicht fortgeführte Geschäftstätigkeit der COMPO ein, beträgt der ROCE im Geschäftsjahr 2011 24,1 % (2010: 20,9%). 11 Die Angaben beziehen sich auf die fortgeführten und nicht fortgeführten Geschäftstätigkeiten der K+S Gruppe. 12 Der Kurs der K+S-Aktie handelt seit der Kapitalerhöhung im Dezember 2009 ex Bezugsrecht Historische Werte wurden nicht angepasst 13 Gesamtanzahl Aktien abzgl. des Bestands der von K+S am Stichtag gehaltenen eigenen Aktien. 14 Gesamtanzahl Aktien abzgl. des durchschnittlichen Bestands der von K+S gehaltenen eigenen Aktien.

← TITELBILD

Die Entwicklung von Metropolen in Schwellenländern ist Ausdruck eines dynamischen Bevölkerungswachstums sowie einer erfreulichen Wohlstandsmehrung der in diesen Ländern lebenden Menschen. Mit der rasanten Urbanisierung geht allerdings auch einher, dass eine wachsende und sich zunehmend auf proteinreiche Ernährung umstellende Bevölkerung ein Vielfaches an Getreide nachfragt, während es zeitgleich zu einer Versiegelung landwirtschaftlicher Flächen erheblichen Ausmaßes kommt. So zeigen die Titelbilder unserer Berichte das Ausmaß der indonesischen Hauptstadt Jakarta auf Basis von Satellitenaufnahmen in den Jahren 1975, 1990 und 2010. Die Einwohnerzahl hat sich dort in nur 35 Jahren auf etwa 10 Millionen Menschen verdoppelt; im gleichen Zeitraum haben sich die urbanen Flächen annähernd verachtfacht. Die ausreichende Versorgung mit Nahrungsmitteln wird künftig eine der zentralen Herausforderungen der Menschheit sein.

BRIEF AN UNSERE AKTIONÄRE

KASSEL, 2. MÄRZ 2012

"wenn ich genug Land hätte, so fürchtete ich niemand..." so der Bauer Pachom in Tolstois Erzählung "Wie viel Erde braucht der Mensch?" Zugegeben, Tolstoi ging es um das Streben des Menschen nach materiellem Besitz, aber die Frage, "Wie viel Erde braucht der Mensch?" ist so bestechend klar formuliert und heute, über 125 Jahre später, mit Blick auf das Thema Welternährung aktueller denn je. Seit Ende Oktober 2011 leben sieben Milliarden Menschen auf unserer Erde. Diese Zahl und insbesondere der Ausblick auf zwei bis drei Milliarden weitere Menschen bis zum Jahr 2050 stellen uns alle vor eine große Herausforderung, die trotz zahlreicher, eindringlicher Warnungen der u n bislang nicht entschieden genug angegangen wird: Die weltweit ausreichende Versorgung mit Lebensmitteln. Für Menschen in entwickelten Ländern, die über ein relativ hohes Wohlstandsniveau verfügen und nur einen Bruchteil ihres verfügbaren Einkommens für Nahrungsmittel ausgeben, ist das kaum ein Thema; sie haben mit Schulden- und Immobilienkrise derzeit andere Sorgen. Wenn überhaupt, nimmt man in Zeitungsartikeln eher beiläufig wahr, dass die internationalen Getreidepreise deutlich oberhalb des langjährigen Durchschnitts notieren. Was sich hierzulande relativ abstrakt anhört, bedeutet jedoch für die unteren Einkommensgruppen in Schwellen- und Entwicklungsländern ganz konkret, dass ihr Einkommen durch die spürbare Inflation der Nahrungsmittelpreise in beträchtlichem Umfang aufgezehrt wird. Wer den überwiegenden Teil seines Einkommens für die Ernährung seiner Familie ausgeben muss, sieht sich in seiner Existenz bedroht, wenn Nahrungsmittel, wie z. B. letztes Jahr in einigen Ländern Südostasiens oder des Nahen und Mittleren Ostens geschehen, um bis zu 10% pro Jahr teurer werden. Das Bevölkerungswachstum und der mit steigendem Wohlstand regelmäßig zunehmende Proteinverbrauch auf der einen, sowie Urbanisierung, Versteppung und Versalzung der Böden auf der anderen Seite werden in den kommenden Jahrzehnten zu einem weiteren, kontinuierlichen Rückgang der weltweit verfügbaren Agrarfläche pro Kopf führen. Landwirtschaft muss daher unbedingt wieder stärker in den Fokus rücken; wir haben auf dieser Welt das Potenzial, auch zehn Milliarden Menschen ausreichend mit Nahrungsmitteln zu versorgen. Dafür muss die Landwirtschaft allerdings vor allem in Schwellen- und Entwicklungsländern effizienter und letzten Endes ertragreicher werden - mit Strukturreformen, insbesondere Landreformen, aber auch dem zeitgemäßen Einsatz von Agrartechnik, Saatgut, Düngemitteln und Pflanzenschutzprodukten. Wenn beispielsweise der weltweite Durchschnittsertrag je Hektar bei Weizen immer noch nur etwa halb so hoch ist wie der in Westeuropa, dann zeigt dies, welche Ertragspotenziale nach wie vor brachliegen und in welchem Maße Hunger bzw. unerschwingliche Nahrungsmittelpreise in Schwellen- und Entwicklungsländern vermeidbar sind. Als Vorstandsvorsitzender eines Kalidüngemittelproduzenten bin ich natürlich in meiner Einschätzung nicht ganz unbefangen, aber es drängt sich geradezu auf zu erwähnen, dass zur Erreichung eines optimalen Ernteertrags der Kalieinsatz je Hektar beispielsweise in China um den Faktor 1,7 oder in Indien um den Faktor 2,5 gesteigert werden müsste - und könnte. Diese Länder sind übrigens keine Ausnahme, in den meisten der Schwellen- und Entwicklungsländer wird noch nicht ausgewogen gedüngt, trotz eines in den vergangenen Jahren gestiegenen Kaliverbrauchs. Das diesjährige Thema unseres Finanzberichts lautet daher ganz bewusst "Herausforderung Ernährung". Exemplarisch für die Entwicklung in vielen Schwellenländern zeigen die Titelbilder unserer Berichte aus der Satellitenperspektive die indonesische Hauptstadt Jakarta in den Jahren 1975, 1990 und 2010. Während dieser Zeitspanne hat sich die Einwohnerzahl dieser Metropole auf etwa zehn Millionen Menschen mehr als verdoppelt Die dynamische und prosperierende Entwicklung ist erfreulich, die Auswirkungen der damit einhergehenden und weiter fortschreitenden rasanten Urbanisierung sind gleichermaßen eindrucksvoll wie besorgniserregend. Hier geht es um zentrale Herausforderungen unserer Zukunft, mit denen auch wir uns als Kali- und Salzhersteller nachhaltig befassen müssen -selbst wenn uns die Kapitalmärkte mit ihrem Blick auf Quartale mal euphorisch, mal panisch immer wieder aufs Neue in Atem halten. Wir werden wohl nie eine Antwort auf die Frage bekommen, ob die derzeit auch in der Wirtschaft weit verbreitete Unsicherheit durch die Staatsschuldenkrise, die Realwirtschaft selbst oder durch einen schwarzmalenden Kapitalmarkt ausgelöst wurde, ob es sich also im Falle des Letzteren nur um eine "sich selbst erfüllende Prophezeiung" handelt. Es ist jedoch klar erkennbar, dass sich bislang regional gegenläufige Wirtschaftszyklen in einer globalisierten und vernetzten Welt mehr und mehr angleichen und Marktteilnehmer immer häufiger synchron das Gaspedal oder die Bremse treten. Diese Entwicklung ist problematisch, da sie zu extremen Übertreibungen in beide Richtungen führen kann. Ist der Kapitalmarkt nun Gefangener seiner selbst, indem er nur versucht, aus diesen Umständen das Beste zu machen, und als Folge noch kurzfristiger und nervöser agiert bzw. agieren muss? Wie dem auch sei - es ist für mich jedenfalls schwer nachvollziehbar, dass unsere K+S am Ende des vergangenen Jahres knapp 40% weniger wert gewesen sein soll als nur fünf Monate zuvor, nur weil Investoren und Analysten in einer Art Déjà-vu befürchteten, die Getreidepreise könnten im Zuge der Finanzkrise stark nachgeben, die Kalinachfrage könnte deutlich zurückgehen und die Kalipreise könnten im Zuge dessen einbrechen. Sie bemerken den sich durchziehenden Konjunktiv, denn weder sind die Getreidepreise seither deutlich gefallen, noch gibt es Anzeichen dafür, dass die Landwirtschaft die nächste Kalidüngung aussetzt, noch brechen die Kalipreise ein. Einzig der Großhandel hat sich angesichts der weltweiten Unsicherheit zurückhaltender als sonst mit Düngemitteln für die kommende Saison eingedeckt, so dass es hier - wenn die Welt nicht aus den Fugen gerät- lediglich zu einer zeitlichen Verschiebung der Nachfrage kommen wird. Während der Kapitalmarkt insbesondere Ende 2011 in einem halbvollen Glas wohl eher nur noch ein halbleeres sah, hat die K+S GRUPPE im vergangenen Jahr ― einen Umsatz von 5,2 Mrd. € erwirtschaftet; dies ist ein Anstieg gegenüber dem Vorjahr von 11%; ― das operative Ergebnis mit 976 Mio. € um 37% erhöht und damit das zweitbeste Ergebnis in ihrer Geschichte erzielt; ― das bereinigte Ergebnis je Aktie einschließlich des COMPO-Effekts um 30% auf 3,04€ gesteigert; ― mit dem Start des 360-Mio.-€-Maßnahmenpakets an der Werra den Grundstein für eine weitere deutliche Reduzierung salzhaltiger Abwässer gelegt und damit die Perspektive für 5.000 Mitarbeiter in dieser Region deutlich verbessert sowie ― mit dem Erwerb von POTASH ONE und der Entscheidung für die Errichtung eines neuen Kaliwerks in Kanada einen entscheidenden strategischen Schritt nach vorn gemacht. Angesichts des erfolgreichen Jahresverlaufs 2011 wird der Vorstand der Hauptversammlung vorschlagen, die Dividendefür das abgelaufene Geschäftsjahr um 30% zu erhöhen und eine Dividende von 1,30 € je Aktie auszuschütten. Sie, verehrte Aktionärinnen und Aktionäre, können sich auch in Zukunft darauf verlassen, dass Ihre K+S GRUPPE weiter Kurs hält Vorstand und Aufsichtsrat haben in den letzten Jahren die Strategie der K+S GRUPPE mit der Fokussierung auf die beiden Säulen Kali und Salz geschärft: Der Erwerb des chilenischen Salzproduzenten SPL in 2006, die Übernahme des amerikanischen Salzproduzenten MORTON SALT in 2009, die Akquisition des kanadischen Kaliexplorationsunternehmens POTASH ONE, aber auch die Veräußerung der compo im letzten Jahr stehen ganz im Zeichen dieser Strategie. Von großer Bedeutung für die K+S GRUPPE insgesamt ist die in Angriff genommene Errichtung einer neuen Kaliproduktion in Kanada - das Legacy Projekt. Das neue Werk in der Provinz Saskatchewan soll 2015 in Betrieb gehen und nach wenigen Jahren in zwei Stufen bis zu 2,86 Mio. t Kaliumchlorid pro Jahr herstellen; in einer dritten Stufe wären dann sogar bis zu 4 Mio. t Kaliumchlorid pro Jahr möglich. Das für die beiden ersten Ausbaustufen veranschlagte Investitionsvolumen beläuft sich auf etwa 3,25 Mrd.kanadische Dollar, wird sich über mehrere Jahre verteilen und die K+S GRUPPE finanziell nicht überfordern. Die Umsetzung des Legacy Projekts führt zu einer Erhöhung unserer Kalikapazitäten und zu einer Verlängerung der durchschnittlichen Lebensdauer unserer Kalibergwerke. Darüber hinaus wird es im Zusammenspiel mit unseren inländischen Kalibergwerken unsere internationale Wettbewerbsfähigkeit deutlich stärken. Von ähnlich weitreichender Bedeutung ist das an anderer Stelle schon angesprochene 360-Mio.-€-Maßnahmenpaket zur lokalen Entsorgung salzhaltiger Abwässer unseres Werks Werra in Deutschland. Wir wollen damit in den nächsten vier Jahren eine Halbierung der Salzabwässer erreichen. Im Oktober 2011 haben wir das offizielle Startsignal gegeben - ein wichtiger Schritt hin zu einer langfristigen und nachhaltigen Salzabwasserentsorgung, durch die sich nicht nur die Perspektiven für unsere Standorte und ihre Mitarbeiter, sondern auch für sehr viele Menschen in der Region verbessern. Wir bekennen uns damit als Rohstoffunternehmen klar und eindeutig zum Standort Deutschland. Und natürlich laufen die Vorbereitungen der Genehmigungsanträge für die Salzabwasserfernleitungen weiter, obwohl die Grundlage für eine Investitionsentscheidung, nämlich die Erfüllung der mit den Ländern Hessen und Thüringen abgestimmten und vom Runden Tisch akzeptierten Prüfkriterien, nach wie vor nicht gegeben ist.

Das Jahr 2012 sollte trotz aller makroökonomischen Unsicherheiten ein erneut gutes Jahr für unsere K+S GRUPPE werden: Das derzeitige Preisniveau für Agrarrohstoffe bietet attraktive Einkommensperspektiven für Landwirte und sollte in den für K+S relevanten Absatzregionen zu einer guten Nachfrageentwicklung bei unseren Düngemitteln führen. Im Salzgeschäft rechnen wir allerdings aufgrund des witterungsbedingt ungewöhnlich schwachen Starts des Auftausalzgeschäfts mit einem im Vergleich zum überdurchschnittlichen Jahr 2011 deutlich rückläufigen Geschäftsvolumen. In Summe dürfte der Umsatz der K+S GRUPPE im Geschäftsjahr 2012 stabil bleiben, das operative Ergebnis sowie das bereinigte Ergebnis nach Steuern jedoch vor allem wegen der geringeren Auftausalznachfrage moderat zurückgehen. Gleichwohl bestehen ohne die Belastung durch die letztjährige Veräußerung des com PO-Geschäfts gute Chancen auf eine mindestens stabile Dividende für das Geschäftsjahr 2012.

Auch im Namen meiner Vorstandskollegen möchte ich unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für ihr hohes Engagement und ihren außergewöhnlichen Teamgeist herzlich danken. Ihnen, sehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre, Kunden und Partner der K+S GRUPPE, danke ich für Ihre erneut vertrauensvolle Unterstützung und den konstruktiven Dialog im vergangenen Geschäftsjahr. Wir wollen mit Ihnen Zukunft weiter gemeinsam gestalten, neue Kapazitäten für wachsende Märkte schaffen und Sie mit unseren Leistungen überzeugen!

NORBERT STEINER, VORSITZENDER DES VORSTANDS

INHALT

← Zehnjahresübersicht der K+S GRUPPE
← Geschäftsbereiche im Überblick
← Brief an unsere Aktionäre

HERAUSFORDERUNG ERNÄHRUNG

AN UNSERE AKTIONÄRE

1.1 Vision/Mission

1.2 Der Vorstand

1.3 Bericht des Aufsichtsrats

2 K+S AM KAPITALMARKT

2.1 Die Aktie

2.2 Anleihe und Rating

2.3 Investor Relations

3 CORPORATE GOVERNANCE

3.1 Erklärung zur Unternehmensführung und Corporate-Governanee-Bericht

3.2 Mitglieder des Vorstands

3.3 Mitglieder des Aufsichtsrats

3.4 Vergütungsbericht

4 KONZERNLAGEBERICHT

4.1 Konzernstruktur und Geschäftstätigkeit

4.2 Unternehmensstrategie

4.3 Unternehmenssteuerung und -überwachung

4.4 Wesentliche nichtfinanzielle Themen

4.5 Forschung und Entwicklung

4.6 Überblick über den Geschäftsverlauf

4.7 Ertragslage

4.8 Finanzlage

4.9 Vermögenslage

4.10 Darstellung der Geschäftsbereichsentwicklung

4.11 Risikobericht

4.12 Nachtragsbericht

4.13 Gesamtaussage zur aktuellen wirtschaftlichen Lage

4.14 Prognosebericht

5 KONZERNABSCHLUSS

5.1 Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

5.2 Gewinn- und Verlustrechnung

5.3 Kapitalflussrechnung

5.4 Bilanz

5.5 Entwicklung des Eigenkapitals

5.6 Entwicklung des Anlagevermögens

5.7 Entwicklung der Rückstellungen

5.8 Segmentberichterstattung

5.9 Anhang

WEITERE INFORMATIONEN
* Informationen über Rohstofflagerstätten
* Definition verwendeter Finanzkennzahlen
* Glossar
* Abbildungsverzeichnis
* Tabellenverzeichnis
* Stichwortverzeichnis
* Finanzkalender, Kontakt, Impressum

HERAUSFORDERUNG ERNÄHRUNG

DIE AUSREICHENDE VERSORGUNG MIT NAHRUNGSMITTELN WIRD KÜNFTIG EINE DER ZENTRALEN HERAUSFORDERUNGEN DER MENSCHHEIT SEIN.

Bevölkerungswachstum und sich ändernde Ernährungs-gewohnheiten führen zu einem deutlich steigenden Bedarf an Nahrungsmitteln. Da die weltweit zur Verfügung stehenden landwirtschaftlichen Nutzflächen an ihre natürlichen Grenzen stoßen und durch Urbanisierung, Erosion sowie Versteppung sogar zunehmend bedroht sind, kommt es künftig noch stärker darauf an, die Ernteerträge auf den bestehenden Flächen weiter zu erhöhen. Dies kann allerdings nur gelingen, wenn der gesamte Agrarsektor an einem Strang zieht. Landwirte können dies allein nicht leisten - sie sind vielmehr angewiesen auf ertragreiches Saatgut, bedarfsgerechte Düngemittelsysteme, moderne Landmaschinentechnik, effektive wie umweltschonende Pflanzenschutzprodukte, anwendungsorientierte Agrarwissenschaften, zeitgemäße regulatorische Rahmenbedingungen sowie Liquidität bereitstellende Kapital- und Terminmärkte.

Ernährung ist daher eine sehr komplexe Herausforderung, der sich viele, viele Menschen auf dieser Erde Tag für Tag stellen. Dies wollen wir Ihnen exemplarisch in der Bildstrecke des diesjährigen Finanzberichts veranschaulichen. Ob Bergmann, Börsenhändlerin, Anwendungsberater, Landwirt oder Hochschulprofessor - sie alle beschäftigen sich mit dem Thema Ernährung auf die unterschiedlichste Art und Weise und verfolgen dennoch alle ein gemeinsames Ziel: Der Menschheit eine ausreichende, gesunde und bezahlbare Ernährung zu ermöglichen!

ROHSTOFFE RESSOURCEN NUTZBAR MACHEN
HANDEL WERTE SICHERN
LÖSUNGEN WISSEN TEILEN
RISIKO SICHERHEIT GEBEN
ERNÄHRUNG GRUNDLAGEN SCHAFFEN

AN UNSERE AKTIONÄRE

"UNSERE KALI- UND SALZBERGWERKE GEHÖREN ZU DEN MODERNSTEN DER WELT. UND ICH ARBEITE IN EINEM DER EINDRUCKSVOLLSTEN -IM SALZBERGWERK BERNBURG. DIE IN UNSEREN BERGWERKEN GEFÖRDERTEN ROHSTOFFE BILDEN DIE GRUNDLAGE, AUS DER WIR UNVERZICHTBARE PRODUKTE FÜR LANDWIRTSCHAFT, INDUSTRIE UND DEN TÄGLICHEN BEDARF DER MENSCHEN HERSTELLEN."

THOMAS WOLPERDING (52), LEITER PRODUKTION UND TECHNIK UNTER TAGE / STELLV. WERKSLEITER SALZBERGWERKE BERNBURG UND BRAUNSCHWEIG-LÜNEBURG

Oben links: Fahrlader mit abgesprengtem Steinsalz auf dem Weg zur Kippstelle
Oben rechts: Blick auf den Grubenriss des Salzbergwerks Bernburg
Unten rechts: Gespräch zwischen Thomas Wolperding und seinem Mitarbeiter Thomas Weilbeer

AN UNSERE AKTIONÄRE

HERAUSFORDERUNG ERNÄHRUNG

RESSOURCEN NUTZBAR MACHEN

IN EINEM UNTERIRDISCHEN LABYRINTH SIND RIESIGE LADER UNTERWEGS, DIE VOLLGELADEN BIS ZU 80 TONNEN SCHWER SEIN KÖNNEN. DARIN BEFINDET SICH DAS KOSTBARE ROHSALZ.

Die Erdgeschichte hat in Deutschland große Kali- und Salzvorkommen entstehen lassen, deren Abbau schon seit über einem Jahrhundert erfolgreich betrieben wird. Das heute weltweit genutzte Know-how wurde über Generationen von Ingenieuren in unseren Bergwerken mit entwickelt. Da Kali und Steinsalz in den gleichen geologischen Schichten vorkommen, können sie mit ähnlichen Techniken gefördert werden. Das ist ein großer Vorteil. Es ist ein sehr kapitalintensives Geschäft, denn die Ressourcen, mit denen wir arbeiten, befinden sich tief unter der Erde. Der Abbau verlangt viel von Mensch und Maschine; in großem Stil leisten können dies daher nur entsprechend aufgestellte, kapitalstarke Unternehmen, die auch in puncto Sicherheit Standards setzen.

Das Salzbergwerk Bernburg in Sachsen-Anhalt ist ein eindrucksvolles Beispiel dafür, wie wir arbeiten und welche Dimensionen unsere Tätigkeit unter Tage haben kann. Eine Abbaukammer ist bis zu 35 Meter hoch, 20 Meter breit, 400 Meter lang und mutet nahezu an wie der Innenraum einer Kathedrale. Die Lader befördern mit jeder Fahrt etwa 20 Tonnen Rohsalz. Eine einzige Sprengung löst bis zu 5.000 Tonnen Salz. Das weiße Gold! Das Werk Bernburg hat eine jährliche Förderkapazität von etwa 2,5 Mio. Tonnen Steinsalz, 1,4 Mio. Tonnen Salz in Sole und 300.000 Tonnen Siedesalz für die Produktion von Speise-, Gewerbe-, Industrie- und Auftausalzen.

Bergbau und Rohstoffgewinnung von Kali und Salz ist seit jeher das Kerngeschäft von K+S. Die Strategie unseres Unternehmens setzt in diesen Bereichen weiter auf Wachstum. Unser einzigartiges Leistungsangebot für Landwirtschaft, Industrie und private Verbraucher schafft in nahezu allen Bereichen des täglichen Lebens Grundlagen für Wachstum und hohe Erträge. Weltweit beschäftigt die K+S GRUPPE derzeit mehr als 14.000 Mitarbeiter und erzielte im Jahr 2011 einen Umsatz von über 5 Mrd. €.

AN UNSERE AKTIONÄRE

QUELLE FÜR WACHSTUM UND LEBEN DURCH NÄHRSTOFFE UND MINERALIEN

1

1.1 Vision/Mission

1.2 Der Vorstand

1.3 Bericht des Aufsichtsrats

1.1 VISION/MISSION

WIR WOLLEN AUF DER BASIS UNSERER GRUNDWERTE:

  • Rohstoffe fördern und veredeln und mit unseren Produkten und Leistungen Ernährung, Gesundheit sowie Lebensqualität verbessern
  • in den Märkten führende Positionen einnehmen
  • für unsere Kunden der bevorzugte Partner sein
  • unsere Rohstoff- und Produktionsbasis stärken und weltweit ausbauen
  • durch die Entwicklung neuer Produkte und effizienterer Verfahren die Wertschöpfung weiter erhöhen
  • einen fairen Ausgleich von wirtschaftlichen, ökologischen und sozialen Belangen erreichen
  • für unsere Stakeholder nachhaltige Werte schaffen und Verantwortung in der Gesellschaft übernehmen
  • für Mitarbeiter aus aller Welt ein attraktiver Arbeitgeber sein

1.2 DER VORSTAND

von links nach rechts: Gerd Grimmig, Dr. Thomas Nöcker, Jan Peter Nonnenkamp, Norbert Steiner, Joachim Felker

NORBERT STEINER
JURIST, VORSTANDSVORSITZENDER
wurde 1954 in Siegen geboren.# Nach dem Studium der Rechtswissenschaften in Heidelberg und seinem Referendariat im Bezirk des Oberlandesgerichts Karlsruhe nahm er 1983 seine Berufstätigkeit in der Steuerabteilung der BASF AG auf, deren Unterabteilung Zölle und Verbrauchssteuern er ab 1988 leitete. Im Jahr 1993 übernahm er die Leitung des Bereichs Recht, Steuern und Versicherungen der K+S AKTIENGESELLSCHAFT. Im Mai 2000 wurde Norbert Steiner Mitglied des Vorstands, im Januar 2006 stellvertretender Vorsitzender und im Juli 2007 Vorstandsvorsitzender der K+S aktiengesellschaft. In seiner Verantwortung liegen der Geschäftsbereich Salz, die Bereiche Unternehmensentwicklung und Controlling, Recht/Compliance, Investor Relations, Kommunikation sowie Internationale HR-Koordination. Seit Januar 2012 hat er zudem bis auf Weiteres die Verantwortung für die Bereiche Finanzen und Rechnungswesen, Steuern, Revision und Versicherungen von Herrn Nonnenkamp übernommen.

JOACHIM FELKER INDUSTRIEKAUFMANN wurde 1952 in Bad Godesberg geboren. Nach seinem Abitur im Jahr 1974 absolvierte er eine Ausbildung zum Industriekaufmann bei der BASF AG und arbeitete dort als Wirtschaftsassistent. Von 1980 bis 1999 hatte er mehrere Management- und Marketingpositionen innerhalb des BASF-Konzerns inne, u.a. in Asien. Zuletzt war er als Abteilungsdirektor des Bereichs Düngemittel tätig. Seit dem Jahr 2000 ist Joachim Felker in der K+S GRUPPE tätig, zunächst als Geschäftsführer der fertiva GMBH und ab 2003 als Mitglied der Geschäftsführung der K+S KALI GMBH. Im Oktober 2005 wurde er Mitglied des Vorstands der K+S AKTIENGESELLSCHAFT. Er ist zuständig für die Geschäftsbereiche Kali- und Magnesiumprodukte sowie Stickstoffdüngemittel.

GERD GRIMMIG DIPLOM-INGENIEUR wurde 1953 in Freden geboren. Nach seinem Bergbaustudium an der tu Clausthal war er in den Grubenbetrieben verschiedener Werke und im Bereich Bergbau der Hauptverwaltung der Kali und salz ag (heute K+S AKTIENGESELLSCHAFT) tätig. Von 1990 bis 1996 hatte er verschiedene Werksleiterpositionen im Bereich Bergbau inne. Von Januar 1997 bis September 2001 war Gerd Grimmig Geschäftsführer der KALI und salz GMBH und zuständig für das Ressort Bergbau. Seit Oktober 2000 ist er Mitglied des Vorstands der K+S AKTIENGESELLSCHAFT. In seiner Verantwortung liegen die Bereiche Bergbau, Geologie, Technik/Energie, Forschung und Entwicklung, Umwelt, Arbeitssicherheit, Qualitätsmanagement, Inaktive Werke, Entsorgung und Recycling, Tierhygieneprodukte, msw chemie und Consulting.

DR. THOMAS NÖCKER JURIST wurde 1958 in Neukirchen-Vluyn geboren. Nach seinem Studium der Rechtswissenschaften und anschließender Promotion in Münster absolvierte er seine Referendarzeit u.a. in Düsseldorf und Montreal, Kanada. 1991 nahm er seine berufliche Tätigkeit bei der rag ag auf, für die er in verschiedenen Funktionen tätig war. Im Anschluss daran wurde er 1998 zum Mitglied des Vorstands der rag saarberg ag berufen und war dort für die Bereiche Personal, Recht sowie IT-Management/Organisation zuständig. Seit August 2003 ist Dr. Thomas Nöcker Mitglied des Vorstands der K+S AKTIENGESELLSCHAFT. Er ist Arbeitsdirektor und zuständig für die Bereiche Personal, IT-Services, Organisations- und Projektmanagement, Immobilienmanagement, Wissensmanagement, Gesundheitsmanagement, Logistik sowie das Handelsgeschäft (CFK). Seit Januar 2012 hat er zudem bis auf Weiteres die Verantwortung für den Bereich Einkauf- und Materialwirtschaft von Herrn Nonnenkamp übernommen.

JAN PETER NONNENKAMP DIPLOM-ÖKONOM wurde 1963 in Bremen geboren. Nach Beendigung seiner Ausbildung zum Bankkaufmann schloss er 1990 sein Studium der Wirtschaftswissenschaften an der Privaten Universität Witten/Herdecke ab. Anschließend war er in Unternehmen der Konsum- und Investitionsgüterindustrie, u.a. bei der FIELMANN AG sowie der LEOPOLD KOSTAL GMBH & CO. KG, in verschiedenen Finanzfunktionen tätig. Zuletzt verantwortete er seit 2004 als Vorstandsmitglied bei knorr-bremse ag die Bereiche Finanzen, Bilanzierung und Steuern. Seit Juni 2009 war er als Mitglied des Vorstands der K+S AKTIENGESELLSCHAFT verantwortlich für die Bereiche Finanzen und Rechnungswesen, Einkauf, Material- und Lagerwirtschaft, Steuern, Revision und Versicherungen. Herr Nonnenkamp ist am 31. Dezember 2011 aus dem Vorstand ausgeschieden. Weitere Informationen zu den Mitgliedern des Vorstands, ihren Zuständigkeiten und Mandaten finden Sie im Kapitel ,Corporate Governance' auf Seite 35.

1.3 BERICHT DES AUFSICHTSRATS

Der folgende Bericht des Aufsichtsrats informiert Sie über dessen Tätigkeit im Geschäftsjahr 2011 und das Ergebnis der Prüfung von Jahres- und Konzernabschluss 2011. Schwerpunkte unserer Sitzungen und Beratungen mit dem Vorstand waren u.a.:

  • die K+S-Gruppenstrategie,
  • die Veräußerung des compo-Geschäfts,
  • die aus dem Verkauf der BASF-Stickstoffdüngemittelanlagen auf das Geschäft der K+S NITROGEN resultierenden Implikationen,
  • die Salzabwasserentsorgung im hessisch-thüringischen Kalirevier sowie
  • die Ergebnisse der Machbarkeitsstudie zur Erschließung eines erworbenen Kalivorkommens in Kanada (Legacy Projekt).

BERATUNG DES VORSTANDS UND ÜBERWACHUNG DER GESCHÄFTSFÜHRUNG

Der Aufsichtsrat hat auch im Geschäftsjahr 2011 die ihm nach Gesetz, Satzung und seiner Geschäftsordnung obliegenden Kontroll- und Beratungsaufgaben sorgfältig wahrgenommen. Eine Vielzahl an Sachthemen wurde eingehend diskutiert, und es wurden Beschlüsse über zustimmungspflichtige Geschäfte gefasst. Wir haben den Vorstand bei der Leitung des Unternehmens kontinuierlich beraten und dessen Geschäftsführung überwacht; in alle Entscheidungen von grundlegender Bedeutung waren wir stets rechtzeitig und angemessen eingebunden.

Der Vorstand unterrichtete uns regelmäßig, zeitnah und umfassend über den Geschäftsverlauf, die Ertrags- und Finanzlage, die Beschäftigungssituation sowie die Planungen und die strategische Weiterentwicklung des Unternehmens. Abweichungen von den Planungen wurden dem Aufsichtsrat ausführlich erläutert. Die Risiko Situation sowie das Risikomanagement wurden dabei stets sorgfältig berücksichtigt. Zur Vorbereitung der Sitzungen erhielt der Aufsichtsrat regelmäßig schriftliche Berichte vom Vorstand. Der Aufsichtsratsvorsitzende stand auch außerhalb der Sitzungen mit dem Vorstand in engem Kontakt und besprach mit ihm wesentliche Vorgänge und anstehende Entscheidungen.

Die Anteilseigner- und die Arbeitnehmervertreter haben in jeweils gesonderten Treffen vor den Aufsichtsratssitzungen wesentliche Themen der Tagesordnungen beraten. Zu Geschäftsvorgängen, die für das Unternehmen von wesentlicher Bedeutung waren, wurde der Aufsichtsrat durch den Vorstand auch zwischen den turnusmäßigen Sitzungen unverzüglich und umfassend schriftlich informiert.

Die Anwesenheit der 16 Aufsichtsratsmitglieder in den fünf Aufsichtsratssitzungen lag im Berichtszeitraum bei durchschnittlich 91%; fünf Aufsichtsratsmitglieder haben an jeweils einer Sitzung und ein Aufsichtsratsmitglied an zwei Sitzungen nicht teilnehmen können; somit hat auch im Jahr 2011 kein Aufsichtsratsmitglied an weniger als der Hälfte der Sitzungen teilgenommen. Die Ausschüsse tagten bis auf je eine Sitzung des Personal- und des Prüfungsausschusses, in der ein bzw. zwei Mitglieder verhindert waren, in vollständiger Besetzung.

SITZUNGEN DES AUFSICHTSRATS

Im Geschäftsjahr 2011 fanden insgesamt fünf Aufsichtsratssitzungen statt, davon eine außerordentliche. In der Sitzung am 9. März 2011 hat der Aufsichtsrat den Jahresabschluss, den Konzernabschluss und die Lageberichte geprüft, die Abschlüsse auf Empfehlung des Prüfungsausschusses gebilligt und sich dem Gewinnverwendungsvorschlag des Vorstands für das Geschäftsjahr 2010 angeschlossen. Die Geschäftslage und der Ausblick auf das laufende Jahr wurden eingehend erörtert. Außerdem haben wir die Beschlussvorschläge für die Hauptversammlung 2011 verabschiedet. Im Anschluss erläuterte der Vorstand dem Aufsichtsrat die Gründe, sich nicht an dem Bieterverfahren zum Erwerb der BASF-Stickstoffdüngemittelanlagen zu beteiligen.

Am 11. Mai 2011 informierte der Vorstand ausführlich über die Ergebnisse und Entwicklungen der Geschäftslage im ersten Quartal. Des Weiteren schilderte er den aktuellen Stand des Legacy Projekts und ging in der Folge auf den laufenden Prozess der Veräußerung des compo-Geschäfts ein. In der sich anschließenden Aussprache bestand Einvernehmen, dass eine Veräußerung des compo-Geschäfts auch unter Inkaufnahme eines Buchverlusts der richtige strategische Schritt sei.

In einer außerordentlichen Aufsichtsratssitzung am 10. Juni 2011 befasste sich der Aufsichtsrat erneut mit der Veräußerung des compo-Geschäfts und stimmte ihr zu den vom Vorstand beschriebenen Veräußerungskonditionen zu. Im Anschluss erläuterte der Vorstand die Optionen, die sich für K+S im Falle einer erfolgreichen Veräußerung der BASF-Stickstoffdüngemittelanlagen an einen Dritten ergeben.

In der am 23. und 24. August 2011 abgehaltenen Sitzung diskutierten Aufsichtsrat und Vorstand über mögliche Auswirkungen der Finanz- und Staatsschuldenkrise auf das Geschäft der K+S GRUPPE. Im Anschluss wurde die strategische Ausrichtung der Geschäftsbereiche Kali- und Magnesiumprodukte, Salz sowie Stickstoffdüngemittel vom Vorstand ausführlich dargelegt. Der Aufsichtsrat bestätigte die Auffassung des Vorstands, an der strategischen Ausrichtung der K+S GRUPPE, d.h. der Zwei-Säulen-Strategie festzuhalten, auf die sich Vorstand und Aufsichtsrat im August 2010 verständigt hatten. Hiernach berichtete der Vorstand über die Geschäftslage des ersten Halbjahres sowie den Ausblick für das Gesamtjahr 2011.

Beim Besuch des Werks Werra gab zunächst der Leiter der Einheit Forschung und Entwicklung der K+S AKTIENGESELLSCHAFT und K+S-Vertreter am Runden Tisch "Gewässerschutz Werra/ Weser und Kaliproduktion" einen Überblick über die Situation der Genehmigungen zur Einleitung von Salzabwässern der Werke Werra und Neuhof-Ellers in die Werra sowie den Untergrund.# Aufsichtsrat

Seine Ausführungen wurden ergänzt durch Erläuterungen des Leiters des Werks Werra zu Inhalt und Stand der Umsetzung der Maßnahmen zur Reduzierung salzhaltiger Abwässer an der Werra (360-Millionen-€-Maßnahmenpaket). Zum Abschluss verschaffte sich der Aufsiehtsrat vor Ort ein Bild über die beginnenden Baumaßnahmen. Eine Presseinformation fasste Eindrücke und Position des Aufsichtsrats zusammen. In der letzten Sitzung des Jahres, am 23. November 2011, hat der Aufsichtsrat auf Vorschlag des Personalausschusses beschlossen, das bis 31. Mai 2012 befristete Vorstandsmandat von Herrn Nonnenkamp nicht zu verlängern. Es wurde im Nachgang einvernehmlich zum 31. Dezember 2011 beendet. Danach erläuterte der Vorstand die aktuelle Geschäftslage in den Düngemittel- und Salzmärkten, ging auf die Genehmigungssituation und das 360-Millionen-€-Maßnahmenpaket ein und gab einen detaillierten Ausblick über den voraussichtlichen Umsatz sowie das Ergebnis der K+S GRUPPE im Jahr 2011. Schließlich befasste sich der Aufsichtsrat mit dem Stand des Legacy Projekts in Kanada, dem weiteren Vorgehen sowie mit der Planung 2012 und der mittelfristigen Vorausschau, einschließlich des Investitions- und Finanzierungsrahmens für die Folgejahre. Die Pläne und Anträge wurden vom Aufsichtsrat auf Übereinstimmung mit den strategischen Zielsetzungen sorgfältig überprüft und gebilligt.

AUSSCHUSSSITZUNGEN

Zur Unterstützung seiner Aufgaben hat der Aufsichtrat neben dem gesetzlich vorgeschriebenen Vermittlungsausschuss drei weitere Ausschüsse eingerichtet: den Prüfungsausschuss, den Personalausschuss und den Nominierungsausschuss. Die Ausschüsse bereiten Beschlüsse des Aufsichtsrats sowie Themen vor, die im Plenum zu behandeln sind. Mit Ausnahme des Prüfungsausschusses führt der Aufsichtsratsvorsitzende den Vorsitz. Über die Inhalte und Ergebnisse der Ausschusssitzungen berichtet der Ausschussvorsitzende in der jeweils nachfolgenden Plenumssitzung. Am 24. August 2011 beschloss der Aufsichtsrat, Herrn Becker mit sofortiger Wirkung zum weiteren Mitglied des Prüfungsausschusses zu wählen. Eine Übersicht über die Ausschüsse und ihre personelle Besetzung finden Sie im Kapitel, Corporate Governance' des Finanzberichts 2011 auf Seite 35 und auf der Internetseite der K+S AKTIENGESELLSCHAFT unter der Rubrik, Corporate Governance'.

Der Prüfungsausschuss

Der Prüfungsausschuss trat im Jahr 2011 dreimal zu Sitzungen zusammen. Der Ausschuss prüfte am 1. März 2011 im Beisein der Abschlussprüfer, des Vorstandsvorsitzenden und des Finanzvorstands den Jahresabschluss 2010 der K+S AKTIENGESELLSCHAFT, den Konzernabschluss 2010, die jeweiligen Lageberichte sowie den Gewinnverwendungsvorschlag des Vorstands; dabei wurden u.a. Prüfungen des Internen Kontrollsystems, die Kaufpreisallokation bei MORTON SALT sowie die Anpassung von Bewertungsparametern im Bereich der Rückstellungen ausführlich erörtert. Außerdem wurde die Empfehlung an das Plenum für einen Vorschlag zur Wahl des Abschlussprüfers für das Geschäftsjahr 2011 an die Hauptversammlung beschlossen. In diesem Zusammenhang wurde die gemäß Ziffer 7.2.1 des Deutschen Corporate Governance Kodex vorgesehene Unabhängigkeitserklärung der DELOITTE & TOUCHE GMBH eingeholt. Bei der Sitzung waren alle Ausschussmitglieder anwesend. Am 24. August 2011 erörterte der Ausschuss mit dem Vorstandsvorsitzenden und dem Finanzvorstand das Interne Kontrollsystem (IKS) sowie die IKS-Leitlinie und nahm das Vorhaben des Vorstands zustimmend zur Kenntnis, die iks-Dokumentation zielgerichtet auszuweiten und zu untersuchen, inwieweit die einzelnen iks-Komponenten noch effektiver miteinander verzahnt werden können. Im Anschluss berichtete der Vorstandsvorsitzende über den Status der Compliance-Organisation sowie das Compliance-Programm der K+S GRUPPE. Der Ausschuss begrüßte, dass am 1. März 2011 eine Compliance-Hotline in Deutschland in Betrieb genommen worden ist und dass neben der bereits bei MORTON SALT eingerichteten Hotline demnächst auch Hotlines in weiteren Regionen, in denen eine größere Anzahl von K+S-Mitarbeitern tätig ist, eingerichtet werden sollen. Darüber hinaus entnahm er einer Benchmark-Studie einer großen Wirtschaftsprüfergeseilschaft, dass das Compliance-Management bei K+S internationalen Standards entspricht. Abschließend erörterte der Ausschuss Schwerpunkte der Abschlussprüfung 2011. In der letzten Sitzung des Jahres, am 23. November 2011, informierte der Leiter der internen Revision in Anwesenheit des Vorstandsvorsitzenden und des Finanzvorstands den Prüfungsausschuss über Organisation und Arbeitsweise der internen Revision der K+S GRUPPE. Im Anschluss befasste sich der Ausschuss erneut mit den Schwerpunkten der Abschlussprüfung 2011 sowie mit dem Wahlvorschlag für den Abschlussprüfer an die Hauptversammlung 2011. Schließlich wurden am 30. April, am 6. August sowie am 5. November 2011 zwischen den Mitgliedern des Prüfungsausschusses, dem Vorstandsvorsitzenden und dem Finanzvorstand per Telefonkonferenz die jeweils zur Veröffentlichung anstehenden Quart aisberichte erörtert.

Der Personalausschuss

Der Personalausschuss, der Personalentscheidungen des Aufsichtsrats vorbereitet und für sonstige Vorstands angelegenheiten zuständig ist, trat im Jahr 2011 viermal zusammen. Er beschäftigte sich mit den Zielerreichungen und Zielvereinbarungen der Vorstandsmitglieder, der Vorstandsvergütung, Mandatsabläufen, der Struktur sowie langfristigen Nachfolgeplanung des Vorstands. Detaillierte Informationen über die Höhe der Vorstandsvergütungen im Jahr 2011 sowie die Struktur des Vergütungssystems, die sich seit der Billigung durch die Hauptversammlung am 11. Mai 2010 nicht wesentlich verändert hat, finden Sie auf Seite 45 des Finanzberichts.

Der Nominierungsausschuss

Die Mitglieder des Nominierungsausschusses traten im Jahr 2011 zweimal zusammen; Gegenstand der Beratungen waren u.a. die Kriterien für die Zusammensetzung des Aufsichtsrats auf der Seite der Anteilseignervertreter sowie die Nachfolgeplanung für die in den kommenden beiden Jahren auslaufenden Mandate.

Der Vermittlungsausschuss

Der nach den Vorschriften des Mitbestimmungsgesetzes zu bildende Vermittlungsausschuss wurde im abgelaufenen Geschäftsjahr nicht einberufen.

CORPORATE GOVERNANCE

Der Aufsichtsrat befasst sich regelmäßig mit der Anwendung und Weiterentwicklung der Corporate Governance Regelungen im Unternehmen. Ausführliche den Aufsichtsrat betreffende Informationen finden sich im Kapitel, Corporate Governance' des Finanzberichts 2011 auf Seite 35. Im abgelaufenen Jahr haben Aufsichtsrat und Vorstand am 23. November 2011 die gemeinsame Entsprechenserklärung 2011/2012 verabschiedet, nach der das Unternehmen bislang mit nur einer Ausnahme sämtlichen Empfehlungen der jeweiligen Fassung des Kodex entspricht; auch die Anregungen des Kodex wurden und werden mit nur zwei Ausnahmen befolgt. Sie finden die Entsprechenserklärung auf der Internetseite der K+S AKTIENGESELLSCHAFT unter der Rubrik, Corporate Governance' und auf Seite 35 des Finanzberichts 2011. Zudem begrüßte der Aufsichtsrat die zusammen mit den anderen DAX-Unternehmen eingegangene Selbstverpflichtung zur Erhöhung des Frauenanteils in Führungspositionen. Der Aufsiehtsrat erörterte und billigte ferner die Vorschläge des Prüfungsausschusses zur Ergänzung des Fragebogens zur jährlichen Effizienzprüfung. Interessenkonflikte von Vorstands- oder Aufsichtsratsmitgliedern, über die die Hauptversammlung zu informieren wäre, sind dem Aufsichtsrat gegenüber im Berichtszeitraum nicht offengelegt worden. Zur Vermeidung potenzieller Interessenkonflikte haben Herr Cardona in zwei Plenumssitzungen und Herr Dr. Sünner in einer Plenums Sitzung an Beratungen zu Themen, bei denen auch Interessen der mcc eurochem ojsc bzw. der BASF SE hätten berührt sein können, nicht teilgenommen. Herr Vassiliadis hat erklärt, er werde für den Fall, dass korrespondierende Themen im Aufsichtsrat der BASF SE behandelt werden sollten, nicht an dessen diesbezüglichen Beratungen teilnehmen.

PRÜFUNG DES JAHRES- UND KONZERNABSCHLUSSES 2011

Die DELOITTE & TOUCHE GMBH, Hannover, hat den vom Vorstand nach den Regeln des HGB aufgestellten Jahresabschluss und den Lagebericht der K+S AKTIENGESELLSCHAFT sowie den auf der Grundlage der internationalen Rechnungslegungsstandards ifrs aufgestellten Konzernabschluss und den Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2011 geprüft und jeweils mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen. Die genannten Unterlagen, der Vorschlag des Vorstands über die Verwendung des Bilanzgewinns sowie die Prüfungsberichte der DELOITTE & TOUCHE GMBH, die den Mitgliedern des Prüfungsausschusses und des Aufsichtsrats jeweils rechtzeitig übermittelt worden waren, wurden in der Prüfungsausschusssitzung am 2. März 2012 sowie in der Aufsichtsratssitzung am 14. März 2012, in der der Vorsitzende des Prüfungsausschusses sowie die Abschlussprüfer der DELOITTE & TOUCHE GMBH ausführlich über das Ergebnis ihrer Prüfungen berichteten, umfassend behandelt. Weder DELOITTE & TOUCHE noch der Prüfungsausschuss haben Schwächen des auf den Rechnungslegungsprozess bezogenen Kontroll- und Risikomanagementsystems festgestellt. In den Sitzungen wurden alle Fragen vom Vorstand und den Abschlussprüfern erschöpfend beantwortet. Der Aufsichtsrat hatte nach eigener Prüfung des Jahresabschlusses, des Konzernabschlusses, des Lageberichts und des Konzernlageberichts keinen Anlass, Einwendungen zu erheben. Er stimmte in seiner Einschätzung der Lage der K+S AKTIENGESELLSCHAFT sowie des Konzerns mit dem Vorstand überein und billigte auf Vorschlag des Prüfungsausschusses die Abschlüsse für das Geschäftsjahr 2011; der Jahresabschluss 2011 der K+S AKTIENGESELLSCHAFT wurde damit festgestellt. Die vom Vorstand vorgeschlagene Gewinnverwendung wurde ebenfalls im Hinblick auf die derzeitige und künftig zu erwartende finanzielle Situation der K+S GRUPPE hin überprüft. Nach ausführlicher Diskussion schloss sich der Aufsichtsrat dem Vorschlag des Vorstands an.Der Aufsichtsrat spricht den Mitgliedern des Vorstands, allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sowie den Arbeitnehmervertretungen seinen Dank für ihr erneut hohes Engagement und die sehr erfolgreiche Arbeit im vergangenen Geschäftsjahr aus.

KASSEL, 14. MÄRZ 2012
FÜR DEN AUFSICHTSRAT
DR. RALF BETHKE, VORSITZENDER DES AUFSICHTSRATS

K+S AM KAPITALMARKT

"TERMINMÄRKTE BIETEN EINEN HOHEN VOLKSWIRTSCHAFTLICHEN NUTZEN. NICHT DAS WETTEN AUF HÖHERE PREISE, SONDERN DER HANDEL ZUR REDUZIERUNG VON PREISRISIKEN ERMÖGLICHT LANDWIRTEN WELTWEIT, EINKOMMEN ZU STABILISIEREN UND LIQUIDITÄT ZU OPTIMIEREN."
JAYNE VALIO (52), HÄNDLERIN CME GROUP, CHICAGO

Oben links: Blick auf das Gebäude der "Chicago Board of Trade"
Unten links: Beladung eines Schüttgutfrachters mit Getreide
Unten rechts: Weizenfeld und -silos zur Lagerung der Ernte

HERAUSFORDERUNG ERNÄHRUNG WERTE SICHERN

TERMINMÄRKTE ERMÖGLICHEN LANDWIRTSCHAFT UND HANDEL, EINKOMMEN ZU SICHERN UND INVESTITIONSENTSCHEIDUNGEN AUF EINE SOLIDE GRUNDLAGE ZU STELLEN.

Der Handel an Warenterminbörsen muss sich immer wieder heftiger Kritik erwehren: Spekulierende und profitgierige Händler, so heißt es, trieben die Märkte in Turbulenzen, bei denen es nur wenige Gewinner, aber viele Verlierer gäbe. Mit ein wenig neutraler Distanz zeichnet sich ein differenzierteres Bild ab. Terminmärkte sind keineswegs das berüchtigte Haitischbecken. Für viele der Kunden der K+S GRUPPE, die in der Landwirtschaft tätig sind, ist der Handel von Rohstoffen auf Termin ein alltägliches und sinnvolles Instrument geworden, das zu ihrer Existenz Sicherung beiträgt. Das Warentermingeschäft ist ebenso integraler Teil der Wertschöpfungskette wie Aussaat und Ernte. Denn bevor eine Portion Reis am Küchenherd ins Wasser kommt, hat sie einen weiten Weg hinter sich, der sie auch über das weltweite Rohstoff-Handelsparkett geführt hat. So wird das Bild vom gierigen Spekulanten dem Börsengeschehen nicht gerecht, denn auch der Händler erbringt im Kern einen volkswirtschaftlichen Nutzen, indem er Liquidität bereitstellt und einen Ausgleich zwischen Angebot und Nachfrage entsprechend unterstützt.

Der Terminmarkt ist ein Seismograf für Landwirte weltweit. Die Börse hilft ihnen, längerfristig zu planen und zu investieren. Trotz verschiedener und unvorhersehbarer Unwägbarkeiten, wie z.B. regionalen Missernten hier und überdurchschnittlichen Erträgen dort, lässt sich für Landwirte stets aktuell ablesen, wie sich das weltweite Angebot und die Nachfrage nach ihren Produkten und damit der Preis verändert. Ein stetig wachsender Weltbedarf führt je nach Erntesituation zu deutlichen Auf- und Abschlägen bei den Preisen. Um dennoch Investitionsentscheidungen treffen und ruhig schlafen zu können, hilft der Warenterminhandel, Preise in die Zukunft hinein fest zu vereinbaren und damit Werte zu sichern. Weniger die Spekulation ist der Grund für das Auf und Ab, sondern die zunehmend schwieriger werdende Versorgung der Weltbevölkerung mit Getreide und die tendenziell abnehmenden Getreidevorräte, die in schlechten Zeiten als Puffer dienen können. Doch nicht nur Landwirten wird Planungssicherheit geboten; auch andere Marktteilnehmer wie z.B. (über)regionale Händler oder Lebensmittelproduzenten können mit Hilfe der Terminmärkte ihr Geschäft auf eine sichere Grundlage stellen.

K+S AM KAPITALMARKT

K+S-Aktie mit deutlichen Verlusten im schwierigen Börsenjahr 2011 (−38,0%; inkl. Dividende: −36,3%) / Aus 5.000 € Anlage in K+S-Aktien wurden in fünf Jahren 10.028 €; +14,9% p. a. / Dividendenvorschlag mit 1,30 € / Aktie deutlich über Vorjahr (1,00 €/ Aktie) / K+S-Anleihe notierte zum Jahresende 2011 bei 107,732% (+0,256 Prozentpunkte auf Jahressicht, stichtagsbezogene Rendite: 2,046%) / Research-Coverage nochmals leicht ausgebaut

2.1 Die Aktie

2.2 Anleihe und Rating

2.3 Investor Relations

2.1 DIE AKTIE

KAPITALMARKTKENNZAHLEN

2011 2010 2009 2008 2007
Ergebnis je Aktie aus fortgeführter Geschäftstätigkeit bereinigt² €/Aktie 3,52 2,37 - - -
Ergebnis je Aktie, bereinigt 2,3 €/Aktie 3,04 2,33 0,56 5,94 1,06
Brutto-Cashflow je Aktie €/Aktie 4,76 4,25 1,95 7,14 2,25
Buchwert je Aktie €/Aktie 16,12 13,85 10,94 10,41 5,65
Jahresschlusskurs (XETRA) 4 € 34,92 56,36 39,99 39,97 40,69
Jahreshöchstkurs (XETRA) 4 € 58,60 56,65 53,04 95,90 40,69
Jahrestiefstkurs (XETRA) 4 € 33,35 35,94 29,85 27,72 18,50
Marktkapitalisierung zum Jahresende Mrd.€ 6,7 10,8 7,7 6,6 6,7
Gesamtbörsenumsatz Mrd.€ 17,7 16,8 16,9 33,4 10,2
Durchschnittlicher Tagesumsatz Mio.€ 68,7 65,7 66,4 131,6 40,6
DAX Indexgewichtung am 31.12.; 2007: MDAX % 1,2 1,3 1,1 1,2 5,9
Gesamtanzahl Aktien am 31.12. Mio. 191,40 191,40 191,40 165,00 165,00
Ausstehende Aktien am 31.12. 5 Mio. 191,40 191,40 191,40 165,00 165,00
Durchschnittliche Anzahl Aktien 6 Mio. 191,33 191,34 166,15 164,95 164,96
Dividende je Aktie 7 €/Aktie 1,30 1,00 0,20 2,40 0,50
Ausschüttungssumme 7 Mio.€ 248,8 191,4 38,3 396,0 82,5
Ausschüttungsquote 7,8 % 42,8 43,0 40,9 40,4 47,1
Dividendenrendite (Schlusskurs) 7 % 3,7 1,8 0,5 6,0 1,2
Eigenkapitalrendite nach Steuern 2,9 % 20,2 18,7 8,4 68,6 16,1
Return on Capital Employed (ROCE) 10 % 27,5 22,0 9,3 64,0 15,5
Enterprise Value (EV) am 31.12. Mrd.€ 7,3 11,5 9,0 7,2 7,8
Enterprise Value zu Umsatz (EV/Umsatz) x-fach 1,4 2,5 2,5 1,5 2,3
Enterprise Value zu EBITDA (EV/EBITDA) x-fach 6,0 12,1 21,8 4,8 18,8
Enterprise Value zu EBIT (EV/EBIT) x-fach 7,5 16,1 37,8 5,3 27,3

¹ Die Angaben beziehen sich in den Jahren 2011 und 2010, soweit nicht anders bezeichnet, auf die fortgeführten Geschäftstätigkeiten der K+S Gruppe. Das COMPO-Geschäft wird aufgrund seiner Veräußerung gemäß IFRS als "nicht fortgeführte Geschäftstätigkeit" ausgewiesen. Die Gewinn- und Verlustrechnung sowie die Kapitalflussrechnung des Vorjahres wurden entsprechend angepasst, die Bilanz und damit die Kennzahlen Working Capital, Nettoverschuldung und Buchwert je Aktie des Vorjahres wurden nicht angepasst und beinhalten auch die nicht fortgeführten Geschäftstätigkeiten.
² Die bereinigten Kennzahlen beinhalten lediglich das im EBIT I enthaltene Ergebnis aus operativen, antizipativen Sicherungsgeschäften der jeweiligen Berichtsperiode, welches Effekte aus den Marktwertschwankungen der Sicherungsgeschäfte eliminiert (siehe auch. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung und Gesamtergebnisrechung' auf Seite 180). Ebenso werden daraufentfallende Effekte auf latente und zahlungswirksame Steuern eliminiert; Steuersatz 2011: 28,4% (2010: 28,2%).
³ Ergebnis aus fortgeführter und nicht fortgeführter Geschäftstätigkeit.
4 Der Kurs der K+S-Aktie handelt seit der Kapitalerhöhung im Dezember 2009 ex Bezugsrecht. Historische Werte wurden nicht angepasst.
5 Gesamtanzahl Aktien abzgl. des Bestands der von K+S am Stichtag gehaltenen eigenen Aktien.
6 Gesamtanzahl Aktien abzgl. des durchschnittlichen Bestands der von K+S gehaltenen eigenen Aktien.
7 Im Jahr 2011 entspricht die Angabe dem Dividendenvorschlag; Dividendenrendite bezogen auf den Jahresschlusskurs.
8 Bezogen auf das bereinigte Ergebnis nach Steuern.
9 Die Angaben beziehen sich auf die fortgeführten und nicht fortgeführten Geschäftstätigkeiten der K+S Gruppe.
10 Die Angaben beziehen sich in den Jahren 2011 und 2010 auf die fortgeführten Geschäftstätigkeiten der K+S Gruppe. Bezieht man die nicht fortgeführte Geschäftstätigkeit der COMPO ein, beträgt der ROCE im Geschäftsjahr 2011 24,1 % (2010: 20,9%).

K+S-AKTIE
Aktienart: nennwertlose Stückaktien
Gesamtzahl Aktien: 191.400.000 Stück
WKN/ISIN: KSAG88/DE000KSAG888
Marktsegment: Prime Standard
Prime Branche: Chemie
Industriegruppe: Chemicals, Commodities
Notierung: alle Börsenplätze in Deutschland
Ticker-Symbol Bloomberg: SDF GR bzw. SDF GY
Ticker-Symbol Reuters: SDFG
ADR CUSIP: 48265W108

K+S-ANLEIHE
WKN/ISIN: A1A6FV/DE000A1A6FV5
Börsenzulassung/-notierung: Börse Luxemburg
Emissionsvolumen: 750 Mio. EUR
Stückelung: 1.000 EUR
Ausgabekurs: 99,598%
Zinskupon: 5,000%
Fälligkeit: 24. September 2014
Anleiherating: S&P: BBB+; Moody's: Baa2

UNTERNEHMENSRATING
S&P: BBB+(Ausblick: stabil)
Moody's: Baa2 (Ausblick: stabil)

2.1 DIE AKTIE

SCHULDENKRISE FÜHRT ZU RÜCKLÄUFIGEN INTERNATIONALEN AKTIENINDIZES

Die internationalen Aktienmärkte waren im Börsenjahr 2011 von einer hohen Volatilität geprägt. Der für K+S als Vergleichsmaßstab wichtige deutsche Leitindex dax war durch die Verschuldungskrise im Euroraum, insbesondere ausgelöst durch die Entwicklungen in Griechenland, Irland sowie Portugal, belastet und fiel um 14,7%. Der europäische Aktienindex dj stoxx 600 ging um 11,3 % auf 244 Punkte, der globale Index msci world Standard um 7,6% auf 1.182 Punkte zurück. / ABB: 2.1.1

Mit einem Verlust von 38,0 % entwickelte sich die K+S-Aktie im Berichtsjahr deutlich schwächer als die europäischen Vergleichsindizes. Belastend wirkten sich u.a. der vollständige Anteilsverkauf der K+S-Beteiligung von 10,3 % im Zuge einer Aktienplatzierung durch die BASF SE im März 2011 sowie die Anteilsreduzierung des Großaktionärs ME RITUS TRUST COMPANY LIMITED um rund 5 % im ersten Halbjahr aus. Als Produzent mit einem eher hohen Fixkostenanteil wurde die K+S-Aktie im Vergleich zu Wettbewerbern zum Jahresende 2011 durch die Befürchtungen eines fallenden Kaliumchloridpreises überproportional belastet. Ein sehr milder Winter im vierten Quartal und der damit einhergehende unterdurchschnittliche Auftausalzabsatz sowie das im Vergleich zu unseren Wettbewerbern aus Nordamerika deutlich schwierigere Aktienumfeld in Europa wirkten sich ebenfalls dämpfend auf unsere Aktienperformance aus. / ABB: 2.1.2

WERTENTWICKLUNG DER K+S-AKTIE IM VERGLEICH ZU DAX, DJ STOXX 600 UND MSCI WORLD
ABB: 2.1.1

MONATLICHE HÖCHST-, TIEFST- UND DURCHSCHNITTSKURSE DER K+S-AKTIE
ABB: 2.1.2

Ein anderes Bild ergibt sich bei der Betrachtung über einen längeren Zeitraum: So hat sich der Wert der Aktie in den letzten fünf Jahren um knapp 80 % erhöht, während DAX, MSCI WORLD STANDARD und DJ STOXX 600 um 11 %, 20 % bzw. 33 % verloren.# 2.1.1 PERFORMANCE

scroll in % 1 Jahr 5 Jahre 2007-2011 10 Jahre 2002-2011
K+S-Aktie (ohne Dividende) -38,0 +79,3 +573,1
K+S-Aktie (zzgl. Dividende) -36,3 +103,0 +691,2
DAX (Performance-Index) -14,7 -10,6 +14,3
DJ STOXX 600 -11,3 -33,1 -18,1
MSCI World Standard -7,6 -20,3 +17,8

WERTENTWICKLUNG DER K+S-AKTIE SEIT JAHRESBEGINN IM VERGLEICH ZU WETTBEWERBERN

Wir verfolgen die relative Aktienkursentwicklung auch im Vergleich zu unseren börsennotierten Wettbewerbern, der sogenannten Peer Group. Hierzu gehören neben anderen die nordamerikanischen Düngemittelproduzenten POTASH CORP und MOSAIC, der russische Kaliproduzent URALKALI, der Düngemittelanbieter YARA aus Norwegen sowie der Salzhersteller COMPASS aus den USA.

MARKTKAPITALISIERUNG DER K+S AKTIENGESELLSCHAFT

WERTENTWICKLUNG DER K+S-AKTIE IM VERGLEICH ZU WETTBEWERBERN

Die im ersten Quartal aufgrund einer gut verlaufenden Frühjahrssaison und damit einhergehender Preiserhöhungen bei Düngemitteln einsetzende positive Kursentwicklung der Aktien internationaler Düngemittelproduzenten konnte sich auch Anfang des zweiten Quartals fortsetzen. Niedrigere Preise der wichtigsten Agrarrohstoffe sowie ein angespanntes Börsenumfeld führten allerdings im weiteren Verlauf dieses Quartals zu Kursverlusten. Im dritten sowie vierten Quartal gaben die Kurse aufgrund der Schuldenkrise, einer sich verlangsamenden konjunkturellen Entwicklung sowie nochmals nachlassender Notierungen wichtiger Agrarrohstoffe weiter nach. Eine vorsichtigere Disposition der Voreinlagerungen auf Seiten des Handels und Produktionskürzungen der Düngemittelproduzenten trugen zu einer weiteren Verunsicherung der Marktteilnehmer zum Ende des Jahres bei. Im Jahresverlauf 2011 verlor die Aktie unseres Wettbewerbers URALKALI 2 %, gefolgt von POTASHCORP, die um 20% fiel. Die Notierungen unserer Wettbewerber COMPASS, YARA sowie MOSAIC gingen um bis zu 34% ähnlich spürbar zurück wie die der K+S-Aktie mit 38 %.

K+S-AKTIENKURS MIT LEICHTER ERHOLUNG AUF NIEDRIGEM NIVEAU ZU BEGINN DES JAHRES 2012

Das Jahr 2012 begann für die K+S-Aktie mit einer Kurserholung auf niedrigem Niveau. Die K+S-Aktie notierte am 29. Februar 2012 mit rund 37,50 € etwa 7% über dem Niveau zum Jahresende 2011. Der DAX stieg in diesem Zeitraum jedoch um rund 16 %. Der im langjährigen Vergleich in Nordamerika und Europa sehr milde Winter zu Beginn des Jahres hat sich hier belastend ausgewirkt.

GELDANLAGE IN K+S-AKTIEN HAT SICH IN DEN LETZTEN FÜNF JAHREN VERDOPPELT

Eine Anlage in K+S-Aktien hat sich - trotz der rückläufigen Entwicklung im Jahr 2011 - in den vergangenen fünf Jahren außerordentlich gut rentiert. Ein Aktionär, der am 31. Dezember 2006 für 5.000 € K+S-Aktien erwarb und die in den nächsten fünf Jahren gezahlten Dividenden und zugeteilten Bezugsrechte aus der Kapitalerhöhung im Jahr 2009 in K+S-Aktien reinvestierte, verfügte am 31. Dezember 2011 über einen Depotwert von 10.028 €. In diesen fünf Jahren wuchs der Wert des Depots somit um durchschnittlich 14,9 % pro Jahr. Zum Vergleich: Der DAX verlor im gleichen Zeitraum insgesamt 10,6 %.

AKTIONÄRSSTRUKTUR MIT ERHÖHTEM STREUBESITZ

Im März 2011 platzierte die BASF SE ihre restlichen 10,3 % Aktien der K+S Aktiengesellschaft vollständig über die Börse. Der Großaktionär MERITUS TRUST COMPANY LIMITED, der treuhänderisch Industriebeteiligungen von Andrey Melnichenko hält, reduzierte seinen Anteil um rund 5 % auf knapp unter 10 %. Nach der Streubesitzdefinition der Deutschen Börse AG beträgt der Freefloat seitdem rund 90 %. Unsere Aktionärsstruktur stellt sich derzeit wie folgt dar:

  • MERITUS TRUST COMPANY LIMITED Über die EURO-CHEM GROUP SE: 9,88 % (Meldung vom 11. Juli 2011)
  • BLACKROCK INC.: 5,46% (Meldung vom 22. März 2011)
  • PRUDENTIAL PLC ÜBER M&G INVESTMENT MANAGEMENT LIMITED: 3,00 % (Meldung vom 2. November 2011 und Korrekturmeldung vom 8. Februar 2012)

Gemäß einer Aktionärserhebung eines externen Dienstleisters von November 2011 wurden rund 7% der Aktien von inländischen institutionellen und 53 % von ausländischen institutionellen Investoren gehalten. Rund 20 % der Aktien befanden sich im Besitz von überwiegend inländischen Privatanlegern. Geografisch betrachtet wurden rund 28% unserer Aktien in Deutschland gehalten, gefolgt von den USA und Kanada (21 %), Russland (10 %) sowie Großbritannien (10 %).

AMERICAN DEPOSITARY RECEIPTS ZUM HANDEL IN NORDAAMERIKA

In Nordamerika bieten wir ein American Depositary Receipts (ADR) – Programm an, um den dortigen Investoren den Handel mit K+S-Wertpapieren zu erleichtern und so die internationale Aktionärsbasis auszubauen. Da die ADRs in US-Dollar notiert sind und auch die Dividenden in US-Dollar gezahlt werden, ähnelt die Ausgestaltung im Wesentlichen amerikanischen Aktien. Zwei ADRs liegt jeweils eine K+S-Aktie zugrunde. Die ADRs werden in Form eines "Level 1" ADR-Programms außerbörslich am ADRS (over the counter)-Markt gehandelt. Die K+S-ADRS sind bei der Handelsplattform OTCQX gelistet.

WEITERE INFORMATIONEN

finden Sie auf unserer Homepage unter www.k-plus-s.com im Bereich Investor Relations/Aktie/ADR-Programm sowie auf der Internetseite der Handelsplattform OTCQX www.otcqx.com

WERTENTWICKLUNG K+S DEPOT

ABB: 2.1.5
1 Inkl. Wiederanlage der Dividenden am Tag nach der HV und unter der Annahme der Durchführung einer aufwandsneutralen Ausübung erhaltener Bezugsrechte im Rahmen der Kapitalerhöhung 2009; zzgl. Bargeldrestbestand.

NOTIERUNG IN BÖRSEN INDIZES

Laut Börsenrangliste von Februar 2012 nahmen wir im DAX bei der Marktkapitalisierung Position 24 (Vorjahr: 22) und bei den Börsenumsätzen Position 18 (Vorjahr: 19) ein. Darüber hinaus ist die K+S-Aktie u.a. in den folgenden Indizes notiert:

  • DAX
  • DJ STOXX 600
  • DJ EURO STOXX
  • MSCI WORLD STANDARD
  • MSCI EUROPE STANDARD
  • MSCI GERMANY STANDARD
  • S&P EURO INDEX

DIVIDENDENVORSCHLAG MIT 1,30 € DEUTLICH HÖHER ALS IM VORJAHR

Wir verfolgen eine grundsätzlich ertragsorientierte Dividendenpolitik. Mit dieser Maßgabe bildet eine Ausschüttungsquote von 40 bis 50 % des bereinigten Konzernergebnisses nach Steuern (einschließlich nicht fortgeführter Geschäftstätigkeit) die Grundlage für die von Vorstand und Aufsichtsrat zu bestimmende Höhe der künftigen Dividendenvorschläge. Der Vorstand wird der Hauptversammlung daher vorschlagen, die Dividende für das abgelaufene Geschäftsjahr im Einklang mit dem deutlich gestiegenen Ergebnis anzuheben und 1,30 € je Aktie auszuschütten.

Dies entspräche einer Ausschüttungsquote von etwa 43%. Bei 191,4 Mio. Stück ausstehenden Aktien ergäbe sich damit eine Ausschüttungssumme von 248,8 Mio. €. Der Dividendenvorschlag führt auf Basis des Jahresschlusskurses zu einer Dividendenrendite von 3,7%.

AKTIONÄRSSTRUKTUR PER 29.02.2012

scroll in % 2011 2010
1 Freefloat 90,1 74,8
2 Meritus Trust Company Limited 9,9 14,9
3 BASF SE - 10,3
1 Meldung vom 11. Juli 2011.

DIVIDENDE JE K+S-AKTIE

ABB: 2.1.7
1 Im Jahr 2011 entspricht die Angabe dem Dividendenvorschlag.

2.2 ANLEIHE UND RATING

DIE K+S-ANLEIHE

Die K+S Aktiengesellschaft hat im September 2009 erstmals eine Anleihe am Kapitalmarkt platziert. Die Schuldverschreibung hat ein Volumen von 750 Mio. € und eine Laufzeit von fünf Jahren. Mit einem Zinskupon von 5,0 % p.a. und einem Emissionskurs von 99,598 % betrug die Rendite bei Ausgabe 5,093 % p.a. Der Mittelzufluss wurde zur Finanzierung eines Teils des Kaufpreises zur Übernahme von MORTON SALT verwendet. Vor dem Hintergrund der Staatsschuldenkrise im Euroraum sowie Sorgen über einen Rückfall in die Rezession sind die Anleihekurse von Schuldnern guter Bonität gestiegen. Per Jahresende 2011 notierte die K+S-Anleihe bei 107,732% gegenüber 107,476% am Vorjahresende; somit ergab sich ein Anstieg von 0,256 Prozentpunkten.

KURSENTWICKLUNG DER K+S-ANLEIHE

So hat sich auch die Rendite der K+S-Anleihe per Stichtag 30. Dezember 2011 auf 2,046% p.a. von 2,848% am Jahresende 2010 reduziert. Die positive Kursentwicklung hat sich auch zu Beginn des Jahres 2012 fortgesetzt.

RATING

Seit Beginn des Jahres 2009 unterziehen wir uns einem externen Ratingprozess. Die Ratingagentur Standard & Poor's erhöhte am 8. September 2011 das Rating auf "BBB+" mit einem "stabilen" Ausblick, Moody's stuft uns seit dem 29. November 2010 unverändert mit "Baa2" und dem Ausblick "stabil" ein. Damit verfügt K+S unverändert über ein Rating im angestrebten Investment Grade Bereich.

2.3 INVESTOR RELATIONS

RESEARCH-COVERAGE ÜBER K+S ERNEUT LEICHT AUSGEBAUT

Die bereits schon sehr umfangreiche Research-Coverage der K+S hat sich gegenüber dem Vorjahr nochmals leicht erhöht. Dabei reicht das Spektrum der uns regelmäßig analysierenden Banken von der Investmentboutique mit regionaler Expertise bis hin zur Großbank mit internationalem Ansatz. Drei Coverages wurden beendet und vier neu aufgenommen. Folgende 34 Bankhäuser analysieren K+S regelmäßig:

  • B. METZLER SEEL. SOHN & CO.
  • BANKHAUS LAMPE
  • BANK OF AMERICA | MERRILL LYNCH
  • BERENBERG BANK
  • BHF-BANK
  • BMO BANK OF MONTREAL
  • CA CHEUVREUX
  • CITIGROUP
  • COMMERZBANK
  • DEUTSCHE BANK
  • DZ BANK
  • EQUINET
  • EQUITA
  • EURO PACIFIC CAPITAL (neu)
  • EXANE BNP PARIBAS
  • GOLDMAN SACHS
  • HSBC TRINKAUS & BURKHARDT
  • INDEPENDENT RESEARCH
  • ING BANK (neu)
  • J.P. MORGAN CAZENOVE
  • LBBW
  • LIBERUM CAPITAL (neu)
  • MACQUARIE SECURITIES EUROPE
  • MAIN FIRST BANK
  • M.M. WARBURG & CO
  • MORGAN STANLEY
  • NOMURA
  • REDBURN PARTNERS
  • SANFORD C. BERNSTEIN (neu)
  • SCOTIABANK
  • SILVIA QUANDT RESEARCH
  • SOCIETE GENERALE
  • UBS INVESTMENT RESEARCH
  • WESTLB

In der letzten der von uns regelmäßig durchgeführten Research-Umfragen stuften uns zwölf Bankhäuser auf "Kaufen/Akkumulieren", zehn auf "Halten/Neutral" und acht Bankhäuser auf "Reduzieren/Verkaufen". Das durchschnittliche Kursziel lag bei rund 45 €.# K+S AKTIENGESELLSCHAFT INVESTOR RELATIONS

Auf unserer Homepage bieten wir unter der Rubrik Investor Relations eine stets aktuelle Übersicht über die Research-Empfehlungen sowie die Konsensschätzungen zu Umsatz- und Ergebniszahlen. WEITERE INFORMATIONEN finden Sie auf unserer Homepage unter www.k-plus-s.com im Bereich Investor Relations/Aktie.

K+S-INVESTOR RELATIONS BIETET UMFANGREICHES INFORMATIONSANGEBOT

Dem stetig zunehmenden Informationsbedarf des Kapitalmarkts haben wir im vergangenen Jahr mit einem Angebot von zahlreichen Roadshow- und Konferenztagen Rechnung getragen. So führten wir Investorengespräche in Europa, Nordamerika, Asien sowie Australien. Darüber hinaus organisierten wir zahlreiche Einzelgespräche und Telefonkonferenzen. Den Kontakt zu Privataktionären intensivierten wir erneut durch die Teilnahme an fünf Aktienforen in Deutschland. Ziel unserer Investor Relations Arbeit ist eine transparente und faire Finanzkommunikation mit allen Marktteilnehmern, um das Vertrauen in die Qualität und Seriosität unserer Unternehmensführung zu erhalten bzw. zu stärken und umfassend, zeitnah und möglichst objektiv über unsere Strategie sowie über alle kapitalmarktrelevanten Geschehnisse rund um die K+S GRUPPE zu informieren.

EXTERNES FEEDBACK

Unsere Anstrengungen wurden auch im letzten Jahr von unabhängiger Seite gewürdigt:

  • Der K+S-Finanzbericht 2010 erreichte im viel beachteten Wettbewerb des Manager magazins Platz 4 (Vorjahr: 1. Platz) unter den 30 dax-Werten und Platz 6 (Vorjahr: 1. Platz) in der Gesamtwertung der rund 160 untersuchten Unternehmen aus dax, mdax, sdax sowie TECDAX.
  • Im Jahr 2011 wurden wir durch das Wirtschaftsmagazin capital und die deutsche Vereinigung für FINANZANALYSE UND ASSET MANAGEMENT (DVFA) für unsere Investor Relations Arbeit mit dem 7. Platz (Vorjahr: 9. Platz) beim "Capital-IR-Preis" bedacht.
  • Bei der Online-Leserwahl bird von Börse Online erzielten wir Platz 4 im dax (Vorjahr: Platz 2) für die beste Investor Relations Arbeit Deutschlands. In der Gesamtwertung wurde unsere ir-Arbeit mit dem 7. Platz honoriert (Vorjahr: 7. Platz).
  • Beim thomson extel survey erreichten wir den 18. Platz im dax des "Deutschen Investor Relations Preis 2011" (Vorjahr: 18. Platz).

Wir freuen uns sehr über diese Anerkennung, ist sie doch Ansporn und Verpflichtung zugleich, unseren Service für unsere Aktionäre, Anleihegläubiger und alle übrigen Interessierten weiter zu verbessern. Schließlich zeigen jährliche anonyme Befragungen unserer Aktionäre und Analysten eine hohe Zufriedenheit mit unserer Investor Relations Arbeit und geben uns darüber hinaus gute Anregungen zur weiteren Verbesserung unserer Finanzmarktkommunikation. Das starke Interesse an K+S wird auch daran deutlich, dass im Jahr 2011 insgesamt rund 46.000 Finanz- und Quartalsberichte, davon 21.000 in englischer Sprache, auf unserer Homepage elektronisch abgerufen wurden.

EIN BESUCH UNSERER HOMEPAGE LOHNT SICH

Unsere Homepage bietet Anlegern und interessierten Dritten ein breites Informationsangebot. Auf der Investor Relations Seite finden sich u.a. sämtliche Finanz-, Nachhaltigkeits- und Zwischenberichte, "Facts & Figures", Consensusschätzungen, Antworten auf die am häufigsten gestellten Fragen sowie aktuelle Unternehmenspräsentationen, Aufzeichnungen von Conference Calls und Video-Webcasts - auch Podcasts können abonniert werden. Ein spezieller Newsletter stellt darüber hinaus die automatische und zeitnahe Versorgung per E-Mail mit aktuellen Presseinformationen und Unternehmensnachrichten sicher. Probieren Sie es doch einfach mal aus!

WEITERE INFORMATIONEN finden Sie auf unserer Homepage unter www.k-plus-s.com im Bereich, Investor Relations'.

K+S AKTIENGESELLSCHAFT
INVESTOR RELATIONS
Bertha-von-Suttner-Straße 7, 34131 Kassel
Telefon: 0561/9301-1100
Fax: 0561/9301-2425
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CORPORATE GOVERNANCE

"IN DER ANGEWANDTEN FORSCHUNG UND BERATUNG GEHEN WIR UNTERSCHIEDLICHSTE WEGE, UM GEEIGNETE LÖSUNGEN FÜR DEN LANDWIRT ZU FINDEN. DABEI ORIENTIEREN WIR UNS AN DEN INDIVIDUELLEN BEDÜRfnissen, TEILEN WISSEN UND TAUSCHEN NEUESTE ERKENNTNISSE MIT UNSEREN PARTNERN AUS."

PROF. DR. ANDREAS GRANSEE (53), LEITER LANDWIRTSCHAFTLICHE ANWENDUNGSBERATUNG, K+S KALI GMBH, KASSEL

Oben links: Labor des Internationalen DLG-Pflanzenbauzentrums in Bernburg
Oben rechts: Gespräch zwischen Prof. Dr. Andreas Gransee und einem Mitarbeiter der Hochschule Anhalt
Unten links: Zuckerrübe aus einem Feldversuch

HERAUSFORDERUNG ERNÄHRUNG

WIR TEILEN WISSEN UND FORSCHEN TÄGLICH AN INNOVATIVEN LÖSUNGEN FÜR EINEN NOCH EFFIZIENTEREN NÄHRSTOFFEINSATZ. DAS DABEI GEWONNENE WISSEN SCHAFFT DIE VORAUSSETZUNGEN FÜR EINE KONTINUIERLICHE WEITERENTWICKLUNG UNSERER ANWENDUNGSBERATUNG.

Die Nutzung natürlicher Ressourcen ist mit einer großen Verantwortung verbunden: Nur wenn wir unsere Ressourcen Wasser und Boden sorgfältig und möglichst effizient nutzen, können Eingriffe in die Natur so gering wie möglich gehalten und die Herausforderungen, vor die uns die globale Ernährungssicherung stellt, mit gutem Gewissen angenommen werden. Wer über Jahrzehnte erworbenes Wissen nur für sich behält, tut sich damit keinen Gefallen. Die K+S GRUPPE verfügt über einen Erfahrungsschatz von über 100 Jahren. 100 Jahre, in denen wir viel Wissen und Expertise erworben und im praktischen Einsatz angewandt haben. Denn erst hier erweist sich, was wirklich funktioniert. Forschung muss sich nicht im Reagenzglas, sondern auf den Feldern bewähren. Landwirte sollen sich auf unseren Sachverstand verlassen können. Unsere Mitarbeiter sitzen an der Schnittstelle zwischen Wissenschaft und Praxis, zwischen Labor, Gewächshaus und Acker. Aus Versuchen vor Ort und im Austausch mit Partner-Instituten an Universitäten im In- und Ausland gewinnen wir Erkenntnisse, die helfen, auf die gestiegenen Herausforderungen der Landwirte noch besser eingehen zu können. Wir wollen Lösungen für einen wirkungsvollen Wissenstransfer von der Forschung hin zum Landwirt finden, insbesondere in den Schwellen- und Entwicklungsländern. Der optimale Einsatz von Düngemitteln und der damit zur Verfügung stehende Nährstoffmix ist bei der landwirtschaftlichen Produktion entscheidend für den Ernteertrag und schließlich für den wirtschaftlichen Erfolg. Wir festigen nicht nur die Lebensgrundlage der Bauern, sondern leisten auch einen nicht unwesentlichen Beitrag zur Ernährung der Weltbevölkerung. So geben wir unser in über 100 Jahren gewachsenes Wissen Tag für Tag weiter und unterstützen Landwirte weltweit mit unserer bedarfsorientierten Anwendungs-beratung damit sie künftig noch bessere Ernteerträge erzielen können. Erträge, die nicht nur auf einen schnellen Effekt zielen, sondern nachhaltig angelegt sind, um auch in Zukunft gute Ergebnisse zu erwirtschaften.

CORPORATE GOVERNANCE

DIE GRUNDSÄTZE EINER MODERNEN CORPORATE GOVERNANCE bilden die Basis für unsere internen Entscheidungs- und Kontrollprozesse.

  • Lediglich eine Abweichung von den Kodex-Empfehlungen sowie zwei Abweichungen von den Kodex-Anregungen.
  • Proaktive und transparente Kommunikation ist unser Anspruch.

3.1 Erklärung zur Unternehmensführung und Corporate-Governance-Bericht

3.2 Mitglieder des Vorstands

3.3 Mitglieder des Aufsichtsrats

3.4 Vergütungsbericht

K+S verfolgt das Ziel einer verantwortungsbewussten und transparenten Unternehmensführung und -kontrolle, die auf langfristige Wertschaffung ausgerichtet ist. Dieser Grundsatz bildet die Basis für unsere internen Entscheidungs- und Kontrollprozesse. Der Vorstand gibt gemäß § 289a HGB im Lagebericht der K+S AKTIENGESELLSCHAFT die folgende Erklärung zur Unternehmensführung ab; mit dieser Erklärung wird gleichzeitig gemäß Ziffer 3.10 des Deutschen Corporate Governance Kodex berichtet:

3.1 ERKLÄRUNG ZUR UNTERNEHMENSFÜHRUNG UND CORPORATE-GOVERNANCE-BERICHT
ENTSPRECHENSERKLÄRUNG 2011/2012

Vorstand und Aufsichtsrat der K+S AKTIENGESELLSCHAFT haben im Dezember 2011 folgende gemeinsame Entsprechenserklärung gemäß § 161 Aktiengesetz abgegeben:

"Wir erklären, dass den vom Bundesministerium der Justiz im amtlichen Teil des elektronischen Bundesanzeigers bekannt gemachten Empfehlungen der Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex (Fassung vom 26. Mai 2010) im Jahr 2011 entsprochen wurde bzw. im Jahr 2012 entsprochen werden wird. Lediglich der Empfehlung der Ziffer 5.4.6 des Kodex wird derzeit nicht in vollem Umfang entsprochen, da bislang nur Vorsitz und Mitgliedschaft im Prüfungsausschuss des Aufsichtsrats bei der Vergütung berücksichtigt werden; für die übrigen Ausschüsse wurde über die Gewährung eines gesonderten Sitzungsgeldes hinaus bislang keine zusätzliche Vergütung für erforderlich angesehen."

DIESE SOWIE ALLE FRÜHEREN ENTSPRECHENSERKLÄRUNGEN sind auch im lnternet unter www.k-plus-s.com im Bereich Corporate Governance' veröffentlicht.

Von den zahlreichen Anregungen des Kodex werden von K+S lediglich die folgenden beiden nicht bzw. nicht vollständig umgesetzt:

  • Die Hauptversammlung wurde bislang nicht in voller Länge live im Internet übertragen (Kodex Ziffer 2.3.4), sondern nur bis zum Ende der Rede des Vorstandsvorsitzenden.
  • Die variable Vergütung des Aufsichtsrats ist an die Gesamtkapitalrendite des jeweiligen Geschäftsjahres geknüpft und enthält keine auf den langfristigen Unternehmens erfolg bezogenen Bestandteile (Kodex Ziffer 5.4.6 Abs. 2 Satz 2).
ORGANE DER GESELLSCHAFT

Organe der Gesellschaft sind die Hauptversammlung, der Vorstand und der Aufsichtsrat. Die Kompetenzen dieser Organe sind im Aktiengesetz, in der Satzung und den Geschäftsordnungen für Vorstand und Aufsichtsrat geregelt.

AKTIONÄRE UND HAUPTVERSAMMLUNG

Die Aktionäre nehmen ihre Rechte in der Hauptversammlung wahr und entscheiden über grundlegende Angelegenheiten der K+S AKTIENGESELLSCHAFT durch die Ausübung ihres Stimmrechts. Jede Aktie besitzt eine Stimme (One-share-one-vote-Prinzip). Alle für die Entscheidungsbildung wichtigen Unterlagen stehen den Aktionären auch auf unserer Internetseite zur Verfügung.# ARBEITSWEISE DES VORSTANDS UND DES AUFSICHTSRATS

Zudem wird die Hauptversammlung bis zum Ende der Rede des Vorstandsvorsitzenden live im Internet übertragen. Die Aktionäre können ihr Stimmrecht durch einen Bevollmächtigten ihrer Wahl, z.B. durch von K+S benannte Stimmrechtsvertreter, ausüben lassen und ihnen Weisungen erteilen. Die Erteilung einer Vollmacht bzw. von Weisungen ist auch über ein elektronisches Vollmachts- und Weisungssystem auf der Internetseite der K+S möglich. Kurz nach dem Ende der Hauptversammlung veröffentlichen wir die Präsenz sowie die Abstimmungsergebnisse im Internet.

/ WEITERE INFORMATIONEN ZUR HAUPTVERSAMMLUNG finden Sie unter www.k-plus-s.com/hv

ARBEITSWEISE DES VORSTANDS

Der Vorstand leitet die Gesellschaft in eigener Verantwortung nach Maßgabe der Gesetze, der Satzung und seiner Geschäftsordnung sowie unter Berücksichtigung der Beschlüsse der Hauptversammlung. Der Vorstand vertritt die Gesellschaft gegenüber Dritten. Der Vorstand besteht gemäß § 5 Abs. 1 der Satzung aus mindestens zwei Mitgliedern. Die Anzahl der Mitglieder wird vom Aufsichtsrat festgelegt; im Jahr 2011 hatte der Vorstand fünf Mitglieder. Die Geschäftsordnung regelt deren Zusammenarbeit und die Geschäftsverteilung. Über Angelegenheiten von ressortübergreifender Bedeutung sind die betroffenen Vorstandsmitglieder zu informieren; Maßnahmen, die auch andere Ressorts berühren oder in ihrer Tragweite vom üblichen Tagesgeschäft abweichen, sind mit den anderen Vorstandsmitgliedern abzustimmen. Solche Angelegenheiten sollen möglichst in den Vorstands Sitzungen besprochen und Maßnahmen gegebenenfalls dort beschlossen werden; über wichtige personelle und strukturorganisatorische Maßnahmen sowie Geschäfte und Maßnahmen, die der Zustimmung des Aufsichtsrats bedürfen, ist stets eine Beschlussfassung herbeizuführen.

/ DIE GESCHÄFTSORDNUNG DES VORSTANDS finden Sie auf unserer Internetseite unter der Rubrik ,Corporate Governance'.

/ WEITERE INFORMATIONEN ZUR BESETZUNG DES VORSTANDS UND RESSORTVERTEILUNG finden Sie auf Seite 41. sowie auf unserer Internetseite unter der Rubrik ,Corporate Governance'.

Das wesentliche Instrument des Vorstands zur Wahrnehmung seiner Führungsverantwortung sowie seiner Aufsichtspflicht ist das interne Kontrollsystem (IKS). Das IKS beinhaltet Grundsätze, Regelungen, Maßnahmen und Verfahren, die auf die organisatorische Umsetzung von Management-Entscheidungen gerichtet sind. Es setzt sich aus den Bausteinen "Internes Steuerungssystem" und "Internes Überwachungssystem" zusammen und wird regelmäßig überprüft. Die Steuerung der K+S GRUPPE erfolgt über regelmäßige Erörterungen zwischen dem Vorstand und den Geschäftsbereichsleitungen und Leitern der Holdingeinheiten; Vorstandssitzungen finden regelmäßig im Zwei-Wochen-Rhythmus statt. Ausgangspunkt für die Steuerung des Gesamtkonzerns und seiner operativen Einheiten sind die Zielvorgaben des Vorstands der K+S AKTIENGESELLSCHAFT, die sich aus Vision, Mission und der Gesamtstrategie der K+S GRUPPE ableiten. Ein wesentliches Instrument für die Umsetzung der Ziele und Vorgaben ist die Gesamtheit an internen Regelungen der K+S GRUPPE. Dem Management stehen eine Reihe von Controllinginstrumenten zur Verfügung. Ferner sind das Risiko- und Compliance-Managementsystem sowie die interne Revision wichtige Bestandteile des internen Kontrollsystems. Das interne Überwachungssystem soll die Einhaltung der geplanten Unternehmensziele sowie der Vorgaben des internen Steuerungssystems sicherstellen. Es besteht aus prozessintegrierten sowie prozessunabhängigen Überwachungsmaßnahmen.

/ WEITERE INFORMATIONEN ZUM INTERNEN KONTROLL-SYSTEM UND SEINEN BESTANDTEILEN finden Sie im Kapitel ,Unternehmenssteuerung und -überwachung' auf Seite 72, zum Risikomanagementsystem im Risikobericht auf Seite 118.

ARBEITSWEISE DES AUFSICHTSRATS

Der Aufsichtsrat setzt sich gemäß § 8 Abs. 1 der Satzung nach Maßgabe der zwingenden gesetzlichen Vorschriften zusammen. Er besteht derzeit aus 16 Mitgliedern und unterliegt der Mitbestimmung nach dem Mitbestimmungsgesetz. Die Aufsichtsratsmitglieder werden daher je zur Hälfte als Vertreter der Anteilseigner von der Hauptversammlung bzw. von den Arbeitnehmern der K+S GRUPPE in Deutschland gewählt. Die Wahl erfolgt für jeweils fünf Jahre.

/ WEITERE INFORMATIONEN ZUR BESETZUNG DES AUFSICHTSRATS UND SEINER AUSSCHÜSSE finden Sie auf Seite 42 sowie auf unserer Internetseite unter der Rubrik ,Corporate Governance'.

Der Aufsichtsrat überwacht und berät den Vorstand bei der Führung der Geschäfte. Dabei wird er in alle Entscheidungen von grundlegender Bedeutung rechtzeitig und angemessen eingebunden. Der Vorstand unterrichtet ihn regelmäßig, zeitnah und umfassend über den Geschäftsverlauf, die Ertrags- und Finanzlage, die Beschäftigungssituation sowie die Planungen und die Weiterentwicklung des Unternehmens. Zur Vorbereitung der Sitzungen erhält der Aufsichtsrat regelmäßig schriftliche Berichte vom Vorstand. Nach sorgfältiger Prüfung und Beratung fasst der Aufsichtsrat zu den Berichten und Beschlussvorschlägen - soweit erforderlich - Beschlüsse. Zu besonderen Geschäftsvorgängen, die für das Unternehmen von wesentlicher Bedeutung waren, wird der Aufsichtsrat durch den Vorstand auch zwischen den turnusmäßigen Sitzungen unverzüglich und umfassend informiert. Der Aufsichtsrat führt in Form eines Fragebogens regelmäßig eine Effizienzprüfung durch, um Anregungen für die künftige Arbeit im Aufsichtsrat wie auch in den Ausschüssen zu erhalten.

/ WEITERE EINZELHEITEN ZUR TÄTIGKEIT DES AUFSICHTSRATS IM GESCHÄFTSJAHR 2011 finden Sie im Bericht des Aufsichtsrats auf Seite 14 dieses Finanzberichts.

Der Aufsichtsrat hat sich eine Geschäftsordnung gegeben und aus dem Kreis seiner Mitglieder vier Ausschüsse gebildet:

  • Der Prüfungsausschuss (Audit Committee) nimmt die sich aus dem Aktiengesetz sowie Ziffer 5.3.2 des Deutschen Corporate Governance Kodex ergebenden Aufgaben wahr. Er befasst sich insbesondere mit der Überwachung des Rechnungslegungsprozesses, der Wirksamkeit des internen Kontrollsystems, des Risikomanagementsystems, des internen Revisionssystems und des Compliance-Systems sowie der Abschlussprüfung. Er erörtert auch die Quartals- und Halbjahresfinanzberichte vor der Veröffentlichung mit dem Vorstand. Herr Dr. Sünner, Vorsitzender des Prüfungsausschusses, verfügt aus seiner beruflichen Praxis als ehemaliger Leiter des Zentralbereichs Recht, Steuern und Versicherung sowie als ehemaliger Chief Compliance Officer der BASF SE über umfassende Kenntnisse und Erfahrungen in der Anwendung von Rechnungslegungsgrundsätzen und internen Kontrollverfahren. Der Prüfungsausschuss besteht aus sechs Mitgliedern und ist zu gleichen Teilen durch Anteilseigner- sowie Arbeitnehmervertreter besetzt.
  • Dem Personalausschuss obliegt die Vorbereitung der Bestellung von Vorstandsmitgliedern, einschließlich der langfristigen Nachfolgeplanung. Hinsichtlich der Festlegung der Gesamtvergütung der einzelnen Vorstandsmitglieder unterbreitet der Ausschuss dem Aufsichtsratsplenum Beschlussvorschläge. Der Aufsichtsratsvorsitzende ist zugleich Vorsitzender dieses Ausschusses. Der Personalausschuss besteht aus vier Mitgliedern und ist zu gleichen Teilen durch Anteilseigner- sowie Arbeitnehmervertreter besetzt.
  • Der Nominierungsausschuss empfiehlt dem Aufsichtsrat für dessen Wahlvorschläge an die Hauptversammlung geeignete Aufsichtsratskandidaten. Der Aufsichtsratsvorsitzende ist zugleich Vorsitzender dieses Ausschusses. Der Ausschuss besteht aus vier Mitgliedern und ist ausschließlich mit Vertretern der Anteilseigner besetzt.
  • Der Vermittlungsausschuss nimmt die in § 31 Abs. 3 Satz 1 Mitbestimmungsgesetz beschriebenen Aufgaben wahr. Der Aufsichtsratsvorsitzende ist zugleich Vorsitzender dieses Ausschusses. Die vier Mitglieder des Ausschusses vertreten zu gleichen Teilen die Anteilseigner und die Arbeitnehmer.

/ DIE GESCHÄFTSORDNUNG DES AUFSICHTSRATS finden Sie auf unserer Internetseite unter der Rubrik ,Corporate Governance'.

ZIELSETZUNG FÜR DIE BESETZUNG DES AUFSICHTSRATS

Dem Aufsichtsrat der Gesellschaft gehören derzeit 16 Mitglieder an, von denen je acht von der Hauptversammlung bzw. den Arbeitnehmern der deutschen Betriebe der K+S GRUPPE (zwei dieser Mitglieder sind Vertreter der Gewerkschaften) gewählt wurden. Die Amtszeit des Vorsitzenden endet mit Ablauf der ordentlichen Hauptversammlung 2012, die von Herrn Cardona mit Ablauf der ordentlichen Hauptversammlung 2015 und die der übrigen Mitglieder mit Ablauf der ordentlichen Hauptversammlung 2013. Aus der letzten Entsprechenserklärung der Gesellschaft ergibt sich, dass u.a. der Empfehlung der Ziffer 5.4.1 des Deutschen Corporate Governance Kodex gefolgt wird, nach der der Aufsichtsrat für seine Besetzung konkrete Ziele benennen soll. Dazu ist anzumerken, dass der Aufsichtsrat nicht selbst über seine Besetzung entscheidet und daher auf die Verwirklichung der von ihm verfolgten Zielsetzung nur durch entsprechende Wahlvorschläge an die Hauptversammlung hinwirken kann; eine Einflussnahme auf Vorschläge zur Wahl der Arbeitnehmervertreter steht ihm als Gesellschaftsorgan nicht zu. Eingedenk dessen hat der Aufsichtsrat in seiner Sitzung am 24. November 2010 Folgendes beschlossen: "Der Aufsichtsrat wird sich dafür einsetzen, dass seine Mitglieder integre, der sozialen Marktwirtschaft verbundene Persönlichkeiten sind und über Kompetenz und langjährige Erfahrung in der Führung und/oder Beratung von Wirtschaftsunternehmen oder wirtschaftsnahen Institutionen verfügen. Wünschenswert sind dabei Erfahrungen und spezielle Kenntnisse in den Haupttätigkeitsfeldern des Unternehmens. Dem Aufsichtsrat muss mindestens ein unabhängiger Finanzexperte angehören. Dem Aufsichtsrat soll mindestens ein Mitglied angehören, das der gewachsenen Internationalität des Unternehmens aufgrund seiner Staatsangehörigkeit oder beruflichen Erfahrung in besonderem Maße Rechnung trägt. Dabei erscheinen Erfahrungen bezüglich der Regionen, in denen die K+S GRUPPE verstärkt präsent ist, besonders wünschenswert."# K+S Aktiengesellschaft – Geschäftsbericht 2011

I. Corporate Governance Bericht (nichtprüferischer Teil)

1. Corporate Governance Erklärung gemäß § 289a HGB

In diesem Rahmen wird angestrebt, dass dem Aufsichtsrat ein prozentualer Anteil weiblicher Mitglieder angehört, der mindestens dem prozentualen Anteil von Frauen an der Gesamtzahl der in der K+S GRUPPE beschäftigten Mitarbeiter entspricht. Angestrebt wird ferner, dass mindestens die Hälfte der Anteilseignervertreter im Aufsichtsrat unabhängig ist. Dies setzt insbesondere voraus, dass die betreffenden Personen keine Organ- oder Beraterfunktion bei bedeutenden Kunden, Lieferanten, Kreditgebern, sonstigen Geschäftspartnern oder wesentlichen Wettbewerbern wahrnehmen und auch sonst in keiner wesentlichen geschäftlichen oder persönlichen Beziehung zu der Gesellschaft oder deren Vorstand stehen. Potenzielle Interessenkonflikte von zur Wahl in den Aufsiehtsrat vorgeschlagenen Personen sollen möglichst ausgeschlossen sein. Der Aufsichtsrat wird der Hauptversammlung Wahlvorschläge nur für solche Kandidaten unterbreiten, die zum Zeitpunkt ihrer Wahl das 70. Lebensjahr noch nicht vollendet haben." Der Aufsichtsrat ist der Auffassung, dass er gegenwärtig die vorstehenden Zielsetzungen mit einer Ausnahme erfüllt: Mit Frau Benner-Heinacher hat der Aufsichtsrat nur ein weibliches Mitglied; angesichts des aktuellen Frauenanteils von ca. 10% an der Gesamtbelegschaft der K+S GRUPPE wird die Mitgliedschaft von mindestens zwei Frauen angestrebt.

ZUSAMMENWIRKEN VON VORSTAND UND AUFSICHTSRAT

Der Vorstand informiert den Aufsichtsrat regelmäßig, zeitnah und umfassend über alle für das Gesamtunternehmen relevanten Fragen der Unternehmens Strategie, der Planung, der Geschäftsentwicklung, der Finanz- und Ertragslage sowie über besondere unternehmerische Risiken und Chancen. Wesentliche Geschäfte und Maßnahmen erfordern die Zustimmung des Aufsichtsrats; weitere Informationen hierzu finden sich in § 12 der Geschäftsordnung des Aufsichtsrats.

INTERESSENKONFLIKTE

Interessenkonflikte von Vorstands- oder Aufsichtsratsmitgliedern, über die die Hauptversammlung zu informieren wäre, sind dem Aufsichtsrat gegenüber im Berichtszeitraum nicht offengelegt worden. Zur Vermeidung potenzieller Interessenkonflikte haben Herr Cardona in zwei Plenums Sitzungen und Herr Dr. Sünner in einer Plenums Sitzung an Beratungen zu Themen, bei denen auch Interessen der mcc eurochem ojsc bzw. der BASF SE hätten berührt sein können, nicht teilgenommen. Herr Vassiliadis hat erklärt, er werde für den Fall, dass korrespondierende Themen im Aufsichtsrat der BASF SE behandelt werden sollten, nicht an dessen diesbezüglichen Beratungen teilnehmen.

VERMÖGENSSCHADEN-HAFTPFLICHTVERSICHERUNG (D&O)

K+S unterhält eine Vermögensschaden-Haftpflichtversicherung (d&o-Versicherung) u.a. für den Fall, dass Vorstands- oder Aufsichtsratmitglieder wegen einer bei der Ausübung ihrer Tätigkeit begangenen Pflichtverletzung aufgrund gesetzlicher Haftpflichtbestimmungen für einen Vermögens schaden auf Schadenersatz in Anspruch genommen werden. Der Selbstbehalt beträgt 10 % des jeweiligen Schadens bis maximal zur Höhe des Eineinhalbfachen der festen jährlichen Vergütung. Die d&o-Versicherung findet auch auf Führungskräfte sowie sonstige leitende Angestellte Anwendung.

AKTIENGESCHÄFTE VON MITGLIEDERN DES AUFSICHTSRATS UND VORSTANDS

Nach §15a Wertpapierhandelsgesetz (WpHG) müssen die Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats der K+S AKTIENGESELLSCHAFT den Erwerb und die Veräußerung von K+S-Aktien offenlegen. Im Jahr 2011 haben vier Organmitglieder Directors' Dealings-Meldungen abgegeben.

/TAB: 3.1.1, 3.1.2 / EINE STETS AKTUELLE TABELLE finden Sie auf unserer Homepage unter www.k-plus-s.com/de/meldungen/directors-dealings

Die Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats hielten am 31. Dezember 2011 zusammen einen Anteil von weniger als 1% der von der K+S AKTIENGESELLSCHAFT ausgegebenen Aktien.

DIRECTORS' DEALINGS VORSTANDSMITGLIEDER

TAB: 3.1.1

Datum Transaktion Stückzahl Kurs in € Betrag in €
Dr. Thomas Nöcker
04.10.2011 Kauf von Aktien 1.000 35,49 35.488,00
23.09.2011 Kauf von Aktien 1.000 39,00 39.000,00
11.08.2011 Kauf von Aktien 2.000 40,39 80.772,00
13.05.2011 Kauf von Aktien 2.000 52,39 104.786,00
11.03.2011 Kauf von Aktien 2.000 50,89 101.773,12
Jan Peter Nonnenkamp
02.12.2011 Verkauf von Aktien 2.000 39,50 79.000,00
18.08.2011 Kauf von Aktien 1.000 43,97 43.970,00
11.08.2011 Kauf von Aktien 1.000 40,44 40.440,00

DIRECTORS' DEALINGS AUFSICHTSRATSMITGLIEDER

TAB: 3.1.2

Datum Transaktion Stückzahl Kurs in € Betrag in €
Dr. Rainer Gerling
15.08.2011 Kauf von Aktien 650 44,12 28.675,00
15.03.2011 Kauf von Aktien 983 50,83 49.962,00
Klaus Krüger
30.09.2011 Kauf von Aktien 100 41,00 4.100,00
13.04.2011 Kauf von Aktien 60 57,00 3.420,00

COMPLIANCE

Unser Compliance-System schafft die organisatorischen Voraussetzungen dafür, dass das jeweils geltende Recht, unsere internen Regelungen und Richtlinien sowie die vom Unternehmen anerkannten regulatorischen Standards konzernweit bekannt sind und ihre Einhaltung überwacht werden kann. Wir wollen so nicht nur Haftungs-, Straf- und Bußgeldrisiken sowie sonstige finanzielle Nachteile für das Unternehmen vermeiden, sondern auch die positive Reputation des Unternehmens und seiner Mitarbeiter in der Öffentlichkeit sicherstellen. Es ist für uns selbstverständlich, dass Compliance-Verstoße verfolgt und geahndet werden. Mit der Koordinierung und Dokumentation der konzernweiten Compliance-Aktivitäten hat der Vorstand einen Chief Compliance Officer betraut, der direkt an den Vorstandsvorsitzenden berichtet. Er leitet den zentralen Compliance-Ausschuss, dem die Compliance-Beauftragten der Holding und der Geschäftsbereiche sowie die Leiter von Holdingeinheiten angehören, die Compliancerelevante Aufgaben wahrnehmen (z.B. Revision, Risikomanagement, Recht, Personal, Umweltschutz, Arbeitssicherheit, Qualitätsmanagement). Über die gesetzlichen Pflichten hinaus haben wir für uns Grundwerte und daraus abgeleitete Verhaltensgrundsätze (Code of Conduct) definiert, die den Rahmen für unser Verhalten und unsere Entscheidungen verbindlich vorgeben und Orientierung für unser unternehmerisches Handeln sind. Unsere Grundwerte und Verhaltensgrundsätze sind auf unserer Homepage unter www.k-plus-s.com im Bereich, Über K+S' veröffentlicht. Jeder Mitarbeiter wird mit diesen konzernweit geltenden Grundwerten und Verhaltensgrundsätzen sowie den sich daraus ableitenden Unternehmensrichtlinien vertraut gemacht. Zu speziellen Themen finden Pflicht Schulungen für potenziell betroffene Mitarbeiter statt (z.B. Kartellrecht, Antikorruption, Umweltschutz, Arbeitssicherheitsrecht). Die Mitarbeiter haben die Möglichkeit, sich über interne Helplines Rat in Compliance-relevanten Angelegenheiten zu holen. Außerdem haben wir externe Hotlines (Ombudsleute) zur - wenn gewünscht, auch anonymen - Meldung von Compliance-Verstößen eingerichtet.

/ ABB: 3.1.1 COMPLIANCE-SYSTEM

RECHNUNGSLEGUNG UND ABSCHLUSSPRÜFUNG

Seit Beginn des Jahres 2005 werden für den Konzernabschluss der K+S AKTIENGESELLSCHAFT die internationalen Rechnungslegungsgrundsätze ifrs angewendet. Die Abschlussprüfungen für das Jahr 2011 wurden von der DELOITTE & TOUCHE GMBH, Hannover, durchgeführt, die die Unabhängigkeitserklärung nach Ziffer 7.2.1 des Deutschen Corporate Governance Kodex abgegeben hat. Die Erteilung des Prüfungsauftrags erfolgt durch den Aufsichtsrat auf Vorschlag des Prüfungsausschusses, nachdem mit dem durch die Hauptversammlung gewählten Abschlussprüfer die Prüfungsschwerpunkte sowie dessen Honorar vereinbart wurden. Der Vorsitzende des Aufsichtsrats und der Vorsitzende des Prüfungsausschusses werden vom Abschlussprüfer unverzüglich über während der Prüfung auftretende mögliche Ausschluss- oder Befangenheitsgründe unterrichtet, soweit diese nicht umgehend beseitigt werden. Ferner soll der Abschlussprüfer über alle für die Aufgaben des Aufsichtsrats wesentlichen Feststellungen und Vorkommnisse umgehend berichten, die sich bei der Durchführung der Abschlussprüfung ergeben. Außerdem hat der Abschlussprüfer den Aufsichtsrat zu informieren bzw. im Prüfungsbericht zu vermerken, wenn er im Zuge der Abschlussprüfung Tatsachen feststellt, die mit der von Vorstand und Aufsichtsrat nach § 161 AktG abgegebenen Entsprechenserklärung nicht vereinbar sind.

TRANSPARENZ

Unser Ziel ist es, Aktionäre, Aktionärsvereinigungen, Finanzanalysten, Medien sowie die interessierte Öffentlichkeit durch regelmäßige, offene und aktuelle Kommunikation gleichzeitig und gleichberechtigt über die Lage sowie über bedeutende geschäftliche Veränderungen des Unternehmens zu unterrichten. Alle wesentlichen Informationen wie z.B. Informationen zur Hauptversammlung, Presse-, Ad-hoc- und Stimmrechtsmitteilungen, sämtliche Finanzberichte, Unternehmens-/Nachhaltigkeitsberichte, aber auch Analystenempfehlungen und Konsensschätzungen sowie Unternehmenspräsentationen von Roadshows und Investorenkonferenzen veröffentlichen wir im Internet. Der Finanzkalender befindet sich sowohl im Finanzbericht, in den Halbjahres- sowie Quartalsfinanzberichten als auch auf der Internetseite der Gesellschaft. Die Satzung der Gesellschaft sowie die Geschäftsordnungen für den Vorstand und den Aufsichtsrat sind ebenso auf dieser Internetseite abrufbar wie detaillierte Informationen zur Umsetzung der Empfehlungen und Anregungen des Deutschen Corporate Governance Kodex. Ein E-Mail-Newsletter informiert stets über Neues aus dem Konzern.

3.2 MITGLIEDER DES VORSTANDS

Stand der Angaben: 31. Dezember 2011

  • Norbert Steiner (57), Jurist, Vorsitzender
    • Unternehmensentwicklung und Controlling
    • Recht/Compliance
    • Investor Relations
    • Kommunikation und Medien
    • Oberer Führungskreis/Internationale HR-Koordination
    • Salz
    • Mandat bis 11. Mai 2015
    • Erstbestellung: 12. Mai 2000
    • Aufsichtsratsmandate:
      • E.ON MITTE AG, Kassel
      • K+S KALI GMBH (Vorsitzender), Kassel
  • Joachim Felker (59), Industriekaufmann
    • Kali- und Magnesiumprodukte
    • Stickstoffdüngemittel
    • Mandat bis 30. September 2012
    • Erstbestellung: 1.# K+S AKTIENGESELLSCHAFT

3.3 MITGLIEDER DES AUFSICHTSRATS

Stand der Angaben: 31. Dezember 2011

EHRENVORSITZENDER DES AUFSICHTSRATS
Gerhard R. Wolf (76), Diplom-Kaufmann
ehem. Mitglied des Vorstands der BASF AG, Ludwigshafen
ehem. Vorsitzender des Aufsichtsrats der K+S AKTIENGESELLSCHAFT


Dr. Ralf Bethke (69), Diplom-Kaufmann, Aufsichtsratsvorsitzender
Anteilseignervertreter
ehem. Vorsitzender des Vorstands der K+S AKTIENGESELLSCHAFT
Aufsichtsratsvorsitz seit 14. Mai 2008
Mandat bis zum Ende der ordentlichen Hauptversammlung 2012
Erstbestellung: 1. Juli 2007
weitere Aufsichtsratsmandate:
* BENTELER INTERNATIONAL AG, Salzburg (stellv. Vorsitzender)
* DR. JENS EHRHARDT KAPITAL AG, Pullach (Vorsitzender)
* SÜDDEUTSCHE ZUCKERRÜBENVERWERTUNGSGENOSSENSCHAFT EG, Stuttgart-Ochsenfurt
* SÜDZUCKER AG Mannheim/Ochsenfurt, Mannheim

Michael Vassiliadis (47), Chemielaborant, stellv. Vorsitzender
Arbeitnehmervertreter
Vorsitzender der iG BERGBAU, CHEMIE, ENERGIE, Hannover
Mandat bis zum Ende der ordentlichen Hauptversammlung 2013
Erstbestellung: 7. Mai 2003
weitere Aufsichtsratsmandate:
* BASF SE, Ludwigshafen
* HENKEL AG & CO. KGAA, Düsseldorf
* STEAG GMBH, Essen (stellv. Vorsitzender)

Ralf Becker (46), Gewerkschaftssekretär
Arbeitnehmervertreter
Landesbezirksleiter Nord der ig BERGBAU, CHEMIE, ECHEMIE, Hannover
Mandat bis zum Ende der ordentlichen Hauptversammlung 2013
Erstbestellung: 1. August 2009
weitere Aufsichtsratsmandate:
CONTINENTAL REIFEN DEUTSCHLAND GMBH,Hannover (stellv. Vorsitzender)

Jella S. Benner-Heinacher (51), Juristin
Anteilseignervertreterin
Hauptgeschäftsführerin (stellv.) der DEUTSCHE SCHUTZVEREINIGUNG FÜR WERTPAPIERBESITZ E.V., Düsseldorf
Mandat bis zum Ende der ordentlichen Hauptversammlung 2013
Erstbestellung: 7. Mai 2003
weitere Aufsichtsratsmandate:
A.S. CRÉATION TAPETEN AG, Gummersbach

George Cardona (60), Ökonom
Anteilseignervertreter
Mitglied des Direktorenrats der ojsc eurochem MINERAL AND CHEMICAL CO., Russland
Mandat bis zum Ende der ordentlichen Hauptversammlung 2015
Erstbestellung: 9. Oktober 2009
weitere Kontrollgremien:
* Board der DONALINK LTD., Zypern
* Board der ERGLIS LTD., Zypern (Vorsitzender)
* Board der EUROCHEM GROUP SE, Zypern (Vorsitzender)
* Board der HAMILTON ART LTD., Isle of Man (Vorsitzender)
* Board der HAMILTON JETS LTD., Bermuda (Vorsitzender)
* Board der HAREWOOD HOUSE LTD., Jersey Channel Islands (Vorsitzender)
* Board der LINEA LTD., Bermuda (Vorsitzender)
* Board der LINETRUST PTC LTD., Bermuda (Vorsitzender)
* Direktorenrat der OJSC SIBERIAN COAL ENERGY CO., Russland
* Board der SUEK PLC., Zypern
* Board der SIBENERGY PLC, Zypern
* Board der VALISE LTD., Bermuda (Vorsitzender)
* Board der VALTON LTD., Bermuda (Vorsitzender)

Harald Döll (47), Energieanlagenelektroniker
Arbeitnehmervertreter
Vorsitzender des Betriebsrats des Werks Werra der K+S KALI GMBH
Mandat bis zum Ende der ordentlichen Hauptversammlung 2013
Erstbestellung: 1. August 2009

Dr. Rainer Gerling (53), Diplom-Ingenieur
Arbeitnehmervertreter
Leiter des Werks Werra der K+S KALI GMBH
Mandat bis zum Ende der ordentlichen Hauptversammlung 2013
Erstbestellung: 14. Mai 2008

Rainer Grohe (71), Diplom-Ingenieur
Anteilseignervertreter
Lehrbeauftragter an der Universität der Bundeswehr München
Mandat bis zum Ende der ordentlichen Hauptversammlung 2013
Erstbestellung: 6. Mai 1998
weitere Aufsichtsratsmandate:
* AURUBIS AG, Hamburg
* GRAPHIT KROPFMÜHL AG, Hauzenberg (stellv. Vorsitzender)
* PFW AEROSPACE AG, Speyer
* SASAG AG, Elsteraue

Dr. Karl Heidenreich (70), Diplom-Kaufmann
Anteilseignervertreter
ehem. Mitglied des Vorstands der LANDESBANK BADEN-WÜRTTEMBERG, Stuttgart/Karlsruhe/ Mannheim
Mandat bis zum Ende der ordentlichen Hauptversammlung 2013
Erstbestellung: 7. Mai 2003

Rüdiger Kienitz (51), Bergbautechnologe
Arbeitnehmervertreter
Mitglied des Betriebsrats des Werks Werra der K+S KALI GMBH
Mandat bis zum Ende der ordentlichen Hauptversammlung 2013
Erstbestellung: 26. März 1998

Klaus Krüger (57), Bergbautechnologe
Arbeitnehmervertreter
Vorsitzender des Betriebsrats des Werks Ziehtz der K+S KALI GMBH
Vorsitzender des Gesamtbetriebsrats der K+S GRUPPE
Mandat bis zum Ende der ordentlichen Hauptversammlung 2013
Erstbestellung: 9. August 1999

Dieter Kuhn (53), Bergbaumaschinist
Arbeitnehmervertreter
Betriebsratsvorsitzender des Werks Bernburg der ESCO GMBH & CO. KG
erster stellvertretender Vorsitzender des Gesamtbetriebsrats der K+S GRUPPE
Mandat bis zum Ende der ordentlichen Hauptversammlung 2013
Erstbestellung: 7. Mai 2003

Dr. Bernd Malmström (70), Jurist
Anteilseignervertreter
Rechtsanwalt
Mandat bis zum Ende der ordentlichen Hauptversammlung 2013
Erstbestellung: 7. Mai 2003
weitere Aufsichtsratsmandate:
* HHLA INTERMODAL GMBH, Hamburg
* IFCO-SYSTEMS N.V., Amsterdam (Vorsitzender)
* + lehnkering GMBH, Duisburg (Vorsitzender)
* SBB SCHWEIZER BUNDESBAHNEN AG, Bern (Verwaltungsrat)
* VTG AG, Hamburg
weitere Kontrollgremien:
* DAL-DEUTSCHE-AFRIKA-LINIEN GMBH & CO. KG, Hamburg
* TIME:MATTERS GMBH, Neu-Isenburg (Vorsitzender)

Dr. Rudolf Müller (68), Diplom-Ingenieur agr.
Anteilseignervertreter
ehem. Mitglied des Vorstands der SÜDZUCKER AG Mannheim/Ochsenfurt, Mannheim
Mandat bis zum Ende der ordentlichen Hauptversammlung 2013
Erstbestellung: 7. Mai 2003
weitere Kontrollgremien:
* Universitätsrat der Universität Hohenheim, Stuttgart

Renato De Salvo (47), Betriebsschlosser
Arbeitnehmervertreter
Betriebsschlosser im Werk Sigmundshall der K+S KALI GMBH
Mandat bis zum Ende der ordentlichen Hauptversammlung 2013
Erstbestellung: 7. Mai 2003

Dr. Eckart Sünner (67), Jurist
Anteilseignervertreter
OF COUNSEL, ALLEN & OVERY LLP, Büro Mannheim
Mandat bis zum Ende der ordentlichen Hauptversammlung 2013
Erstbestellung: 28. April 1992
weitere Aufsichtsratsmandate:
* INFINEON TECHNOLOGIES AG, Neublberg


LEBENSNLÄUFE DER MITGLIEDER DES AUFSICHTSRATS finden Sie auf unserer Homepage unter www.k-plus-s.com/de/aufsichtsrat


AUFSICHTSRATSAUSSCHÜSSE

PRÜFUNGSAUSSCHUSS
* Dr. Eckart Sünner (Vorsitzender)
* Ralf Becker (seit 24. August 2011)
* Dr.Ralf Bethke
* Dr. Karl Heidenreich
* Klaus Krüger
* Michael Vassiliadis

NOMINIERUNGSAUSSCHUSS
* Dr. Ralf Bethke (Vorsitzender)
* Jella S. Benner-Heinacher
* Dr. Bernd Malmström
* Dr. Rudolf Müller

PERSONALAUSSCHUSS
* Dr. Ralf Bethke (Vorsitzender)
* Rainer Grohe
* Klaus Krüger
* Michael Vassiliadis

VERMITTLUNGSAUSSCHUSS
* Dr. Ralf Bethke (Vorsitzender)
* Dr. Eckart Sünner
* Klaus Krüger
* Michael Vassiliadis


3.4 VERGÜTUNGSBERICHT

Im Folgenden erläutern wir die Grundzüge des Vergütungssystems für den Vorstand und den Aufsichtsrat der K+S AKTIENGESELLSCHAFT sowie die konkrete Ausgestaltung der einzelnen Komponenten.

VERGÜTUNG DES VORSTANDS

VERGÜTUNGSSTRUKTUR

Kriterien für die Angemessenheit der Vergütung bilden insbesondere die Aufgaben des jeweiligen Vorstandsmitglieds, seine persönliche Leistung, die Leistung des Gesamtvorstands, der Vergleich mit den übrigen Führungskräften sowie die wirtschaftliche Lage, der Erfolg und die Zukunftsaussichten des Unternehmens unter Berücksichtigung seines Vergleichsumfelds. Die Vergütung für die Vorstandsmitglieder setzt sich aus jahresbezogenen Bestandteilen sowie solchen mit langfristiger Anreizwirkung zusammen. Die jahresbezogenen Vergütungsbestandteile beinhalten sowohl erfolgsunabhängige als auch erfolgsbezogene Komponenten. Die erfolgsunabhängigen Teile bestehen aus fixer Vergütung sowie Sach- und sonstigen Bezügen; die Tantieme ist der erfolgsbezogene Anteil. Außerdem besteht eine kennzahlenbasierte variable Vergütungs-komponente mit langfristiger Anreizwirkung (sogenannter "Long Term Incentive" (lti)). Darüber hinaus haben die Mitglieder des Vorstands Pensionszusagen erhalten.

Die fixe Vergütung als erfolgsunabhängige Grundvergütung wird monatlich ausgezahlt. Zusätzlich erhalten die Vorstandsmitglieder Nebenleistungen, insbesondere Zuschüsse zur Renten-, Kranken- und Pflegeversicherung sowie Sachbezüge, die im Wesentlichen aus der Dienstwagennutzung bestehen. Um die Interessen der Anteilseigner mit denen des Vorstands im hohen Maße in Übereinstimmung zu bringen, bestimmt sich ein Teil der Tantieme nach der Gesamtkapitalrendite des Konzerns. Außerdem wird die persönliche Leistung der Mitglieder des Vorstands bei der Berechnung der Tantieme berücksichtigt; die Auszahlung erfolgt im jeweils folgenden Geschäftsjahr.

/WEITERE INFORMATIONEN ZUR BERECHNUNG DER KAPITALKOSTEN UND DER GESAMTKAPITALRENDITE finden Sie auf Seite 101.

Die Struktur der Jahresvergütung sieht in einem Normaljahr eine fixe Vergütung von 40% sowie variable, kurzfristige Erfolgsbausteine von 60 % vor.# LTI-PROGRAMM ABB: 3.4.1

Zusätzlich besteht die Möglichkeit, als variable Vergütungskomponente mit langfristiger Anreizwirkung und Risiko Charakter Einkommen aus einem kennzahlenbasierten "Long Term Incentive"-Programm zu beziehen. Diese beruht auf einer mehrjährigen Bemessungsgrundlage nach Maßgabe der erzielten Wertbeiträge. Dabei wird jeweils anhand von zwei Vierjahres Zeiträumen der Beitrag des Vorstands zum Unternehmens erfolg ermittelt. Der Wertbeitrag ergibt sich folgendermaßen:

Operatives Ergebnis (EBIT I) + Zinserträge des Geschäftsjahres - Kapitalkosten (vor Steuern) des Geschäftsjahres = Wertbeitrag

Eine Kappungsgrenze für den Wertbeitrag besteht bei ±500 Mio. € pro Geschäftsjahr. Zur Ermittlung des Ergebnisses einer LTI-Tranche werden zwei Vierjahreszeiträume ("Vergleichszeitraum" und "Performancezeitraum") verglichen. Der Vergleichszeitraum umfasst die vier Jahre vor dem jeweiligen LTI-Beginn, der Performancezeitraum die vier Jahre der jeweiligen LTI-Laufzeit. In Abbildung 3.4.1 werden die Zeiträume des LTI-Programms schematisch dargestellt.

LTI-PROGRAMME 2008 BIS 2011 ABB: 3.4.2

Zu Beginn eines lti's wird der Durchschnitt der vier Wertbeiträge des Vergleichszeitraums und nach Programmablauf der Durchschnitt der vier Wertbeiträge des Performance Zeitraums ermittelt. Die Differenz dieser durchschnittlichen Wertbeiträge wird an einer Skalierung von -200 bis +200 Mio. € prozentual gespiegelt. Eine stabile Entwicklung, d.h. eine Differenz von 0 Mio. €, entspricht 100% und ist als Normaljahr definiert. In einem solchen Normaljahr beträgt die variable Vergütungskomponente mit langfristiger Anreizwirkung für ein ordentliches Vorstandsmitglied 350.000 €. Bei einer Minderperformance sinkt die Auszahlung linear entsprechend der prozentualen Abweichung bis auf 0 %. Bei einer Überperformance steigt die Auszahlung entsprechend bis zu einer Obergrenze von 200% (= 700.000 €). Für den Vorstandsvorsitzenden beträgt die Vergütungskomponente das 1,5 fache, d.h. 525.000 € in einem Normaljahr und 1.050.000 € bei Erreichen der Obergrenze. Die Auszahlung erfolgt jeweils im April des dem Programmende folgenden Jahres. Für den Fall der Beendigung des Arbeitsverhältnisses oder bei Eintritt in den Ruhestand erfolgt eine anteilige, abgezinste Auszahlung aller laufenden Tranchen in der Regel im April des darauffolgenden Jahres. Für die aufgrund der im Jahr 2010 erfolgten Umstellung der variablen Vergütungskomponente mit langfristiger Anreizwirkung von einer zweijährigen auf eine vierjährige Laufzeit entstehenden Zuflusslücken in den Jahren 2012 und 2013 wurde das neue LTI-Programm virtuell bereits in den Jahren 2008 und 2009 mit jeweils einer Tranche gestartet.

Das neue Vorstandsvergütungssystem wurde von der Hauptversammlung 2010 mit großer Mehrheit gebilligt und vom Verband der Aktionärsvereinigungen in Europa, euroshareholders, als besonders aktionärsfreundliches Vergütungssystem ausgezeichnet.

BEISPIELRECHNUNG FÜR DIE JAHRESVERGÜTUNG EINES ORDENTLICHEN VORSTANDSMITGLIEDS

TAB: 3.4.1

Fixum: 40% Tantieme: 60% LTI-Programm Gesamtjahresvergütung
Zielerreichung 100% 380.000 570.000 350.000 1.300.000
- davon Unternehmensperformance: 80% 456.000
- davon persönliche Zielerreichung: 20% 114.000
Zielerreichung 0 % 380.000 0 0 380.000
Maximale Zielerreichung 380.000 867.000 700.000 1.947.000

1 Gesamtkapitalrendite = Mindestrendite; persönliche Zielerreichung = 100%.
2 Gesamtkapitalrendite = 0%; persönliche Zielerreichung ≤ 0%.
3 Gesamtkapitalrendite ≥ Mindestrendite +20 Prozentpunkte; persönliche Zielerreichung = 150%.
4 Differenz der durchschnittlichen Wertbeiträge von Vergleichs- und Performancezeitraum = 0 Mio. € = 100%.
5 Differenz der durchschnittlichen Wertbeiträge von Vergleichs- und Performancezeitraum ≤ -200 Mio. € = 0%.
6 Differenz der durchschnittlichen Wertbeiträge von Vergleichs- und Performancezeitraum ≥ +200 Mio. € = 200%.

VERGÜTUNG DES VORSTANDS

TAB: 3.4.2

Fixum Nebenleistungen Tantieme Ansprüche/ Zahlungen aus LTI Programmen Insgesamt
Norbert Steiner
2011 590,0 24,9 1.102,0 1.050,0 2.766,9
2010 590,0 24,7 1.017,7 - 1.632,4
Joachim Felker
2011 380,0 21,4 720,0 700,0 1.821,4
2010 380,0 19,9 645,0 - 1.044,9
Gerd Grimmig
2011 380,0 30,7 720,0 700,0 1.830,7
2010 380,0 30,1 645,7 - 1.055,1
Dr. Thomas Nöcker
2011 380,0 23,7 720,0 700,0 1.823,7
2010 380,0 23,5 645,0 - 1.048,5
Jan Peter Nonnenkamp ¹
2011 538,0 22,4 1.045,0 1.928,0 3.533,4
2010 380,0 23,2 645,0 - 1.048,2
Summe
2011 2.268,0 123,1 4.307,0 5.078,0 11.776,1
2010 2.110,0 121,4 3.597,7 - 5.829,1

¹ Herr Nonnenkamp ist am 31. Dezember 2011 aus dem Vorstand ausgeschieden. Ansprüche auf fixe Vergütung, Tantieme sowie abgezinste Zahlungen aus laufenden LTI-Programmen bestanden bis zur ursprünglichen Vertragsdauer am 31. Mai 2012 und wurden im Rahmen der Vertragsbeendigung zum 31. Dezember 2011 ausbezahlt

Das LTI-Programm ersetzt das zwischen 1999 und 2009 geltende System mit der Möglichkeit, als variable Vergütungskomponente mit langfristiger Anreizwirkung und Risikocharakter Einkommen aus der Ausübung von Aktienoptionen zu beziehen. Im Rahmen eines virtuellen Optionsprogramms, das in seiner Ausgestaltung identisch ist mit dem der übrigen Optionsprogrammteilnehmer, konnte der Vorstand im Jahr 2009 letztmalig 30 % seiner erfolgsabhängigen Vergütung für ein Eigeninvestment in K+S -Aktien verwenden. Mit dem Erwerb dieser Basisaktien erhielten die Teilnehmer virtuelle Optionen, bei denen im Fall der Ausübung eine Barauszahlung erfolgt. Die Höhe der Barauszahlung bestimmt sich nach der relativen Entwicklung der K+S-Aktie gegenüber dem Referenzindex dax. Die für die Berechnung der Performance maßgeblichen Basiskurse der K+S-Aktie und des dax entsprechen dem Durchschnittskurs der 100 Börsentage bis zum jeweiligen Basisstichtag (der drittletzte Freitag vor der ordentlichen Hauptversammlung). Eine nachträgliche Änderung der Erfolgs ziele oder der Vergleichsparameter ist ausgeschlossen. Die Gesamtlaufzeit der bis zum Jahr 2009 gewährten Optionen beträgt fünf Jahre, danach verfallen die nicht ausgeübten Optionen entschädigungslos. Die Ausübung der Optionen ist nach einer Sperrfrist von zwei Jahren innerhalb zweier Zeitfenster je Jahr im Mai und November nach der Veröffentlichung der Quartalszahlen möglich. Um die Optionen ausüben zu können, müssen die Basisaktien durchgängig bis zum Ausübungstag gehalten werden. Im Übernahmefall ("Change of Control") öffnet sich für sämtliche noch ausstehenden Optionen ein Sonderfenster für die Ausübung. Bei Abberufung bzw. Eigenkündigung verfallen die bis zu diesem Zeitpunkt noch nicht ausgeübten virtuellen Optionen.

In Tabelle 3.4.1 ist eine Beispielrechnung für die Jahresvergütung eines ordentlichen Vorstandsmitglieds dargestellt.

Die Gesamtbezüge des Vorstands entfielen sowohl im Berichtsjahr als auch im Vorjahr auf fünf Vorstandsmitglieder, die jeweils zwölf Monate im Amt waren. Der gegenüber dem Vorjahreszeitraum ausgewiesene Anstieg der Tantiemen beruht insbesondere auf der im Jahr 2011 weiter gestiegenen Gesamtkapitalrendite. Außerdem sind mit Ende der vierjährigen Laufzeit des LTI-Programms 2008 im Jahr 2011 erstmals die Ansprüche der Vorstandsmitglieder aus dieser neuen variablen Vergütungskomponente auszuweisen. Wie in Abbildung 3.4.2 auf Seite 47 dargestellt, lagen die im vierjährigen Performance Zeitraum erwirtschafteten Wertbeiträge deutlich über denen des Vergleichszeitraums; infolgedessen erreichte das LTI-Programm 2008 die Kappungsgrenze. Der Aufsichtsrat und Herr Nonnenkamp haben sich im November 2011 einvernehmlich darauf geeinigt, dass das Vorstandsmandat und das Vertragsverhältnis zum Jahresende beendet werden; Vergütungsansprüche bestanden jedoch bis zum Ende der ursprünglich vereinbarten Vertragsdauer am 31. Mai 2012. Die in der obigen Tabelle aus gewiesenen Vergütungsbestandteile beinhalten daher neben der Vergütung für das Jahr 2011 das anteilige Fixum für das Jahr 2012, die auf Basis der Planung errechnete anteilige Tantieme für das Jahr 2012 sowie die anteiligen, abgezinsten Zahlungen aus allen zugesagten LTI-Programmen. Die Werte der im Rahmen des letztmalig 2009 angebotenen Optionsprogramms erworbenen und noch nicht ausgeübten Aktienoptionen werden in Tabelle 3.4.3 dargestellt (Wert bei fiktiver Ausübung am 31. Dezember 201l).

Im Jahr 2011 übte kein Vorstandsmitglied virtuelle Optionen des noch laufenden Optionsprogramms 2009 aus. Im Vorjahr betrugen die Zahlungen für die im Jahr 2010 von Vorstandsmitgliedern vollständig ausgeübten virtuellen Optionen des Optionsprogramms 2008 für die einzelnen Vorstandsmitglieder: Herr Steiner 278,2 Tsd. €, Herr Felker 525,9 Tsd. €, Herr Grimmig 526,8 Tsd. € und Herr Dr. Nöcker 525,9 Tsd. €.

VIRTUELLES AKTIENOPTIONSPROGRAMM 2009

TAB: 3.43

Optionsprogramm Anzahl Optionen Wert in Tsd. €
2009

Die Pensionen der aktiven Vorstandsmitglieder bestimmen sich nach einem Bausteinsystem, d.h., für jedes Jahr der Vorstandstätigkeit wird ein Pensionsbaustein gebildet. Die Pensionsbausteine werden auf der Basis von 40 % der fixen Jahresvergütung des jeweiligen Vorstandsmitglieds berechnet. Die jährliche Gesamtpension aus diesem Bausteinsystem ist nach oben limitiert, um unangemessene Pensionen bei langjährigen Berufungen (>15 Jahre) zu vermeiden. Die Obergrenze beträgt für ein ordentliches Vorstandsmitglied 225.000 € und für den Vorstandsvorsitzenden 300.000 €. Die Werte werden in einem Dreijahresrhythmus - erstmals für das Geschäftsjahr 2014 - überprüft und ggf. angepasst.

PENSIONEN

Name Year Age Time value as of 1.1. Pension expense Time value as of 31.12.
Norbert Steiner 2011 57 2.721,6 514,5 3.225,2
2010 2.033,5 466,5 2.721,6
Joachim Felker 2011 59 1.738,9 331,9 2.060,6
2010 1.321,5 304,9 1.738,9
Gerd Grimmig 2011 58 2.544,8 386,6 2.918,5
2010 2.006,6 354,6 2.544,8
Dr. Thomas Nöcker 2011 53 1.553,9 330,9 1.863,7
2010 1.129,3 296,8 1.553,9
Jan Peter Nonnenkamp 2011 48 393,7 297,3 757,2
2010 98,6 264,7 393,7
Sum 2011 8.952,9 1.861,2 10.825,2
2010 6.589,5 1.687,5 8.952,9

1 Einschließlich Zinsaufwand.
2 Aufgrund der Anwendung der sogenannten Korridormethode, nach der versicherungsmathematische Gewinne und Verluste nur im Falle der Überschreitung des 10%-Korridors in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst werden, sind die Anwartschaftsbarwerte per 1. Januar nicht mittels des Pensionsaufwands auf die entsprechenden Werte zum 31. Dezember überleitbar.

Der Betrag wird mittels versicherungsmathematischer Faktoren verrentet; die Faktoren für die Bildung der Bausteine 2011 liegen bei den Vorständen je nach Alter zwischen 15,0 und 9,0 % - die Faktoren verringern sich mit zunehmendem Lebensalter. Die einzelnen in den jeweiligen Geschäftsjahren erworbenen Pensionsbausteine werden aufsummiert und bestimmen im Versorgungsfall die dem jeweiligen Vorstandsmitglied oder ggf. seinen Hinterbliebenen zustehende Versorgungsleistung. Erst bei Auszahlung von Rentenleistungen werden diese entsprechend der Veränderung des "Verbraucherpreisindex für Deutschland" angepasst. Die Ansprüche aus den erworbenen Bausteinen sind unverfallbar. Endet ein Vorstandsmandat, beginnt die Alterspension nach Vollendung des 65. Lebensjahres, es sei denn, es handelt sich um einen Berufs- oder Erwerbsunfähigkeitsfall oder um eine Hinterbliebenenpension im Todesfall. Bei einer Berufs- oder Erwerbsunfähigkeit eines Vorstandsmitglieds vor Erreichen des Pensionsalters erhält dieser eine Invalidenrente in Höhe der bis zum Eintritt der Invalidität gebildeten Rentenbausteine. Tritt die Invalidität vor Erreichen des 55. Lebensjahres ein, werden Bausteine auf Basis eines Mindestwerts für die Jahre fiktiv gebildet, die bis zum 55. Lebensjahr fehlen. Im Falle des Todes eines aktiven oder ehemaligen Vorstandsmitglieds erhalten der hinterbliebene Ehegatte 60%, jede Vollwaise 30% und jede Halbwaise 15 % der Versorgungsleistung. Die Höchstgrenze für die Hinterbliebenenleistung kann 100 % der Versorgungsleistung nicht überschreiten - in diesem Fall werden sie verhältnismäßig gekürzt. Scheidet ein Vorstandsmitglied ab dem vollendeten 60. Lebensjahr aus, gilt dies als Eintritt des Versorgungsfalls im Sinne der Versorgungszusage. Für die Mitglieder des Vorstands wurden im Jahr 2011 die in Tabelle 3.4.4 dargestellten Pensionsrückstellungen Zugeführt.

Der von den Vorstandsmitgliedern im Jahr 2011 jeweils erdiente Pensionsbaustein führt zu Pensionsaufwand, der versicherungsmathematisch berechnet wird. Der Anstieg gegenüber dem Vorjahreswert ist auf den um ein Jahr verkürzten Zeitraum bis zum unterstellten Pensionsbeginn zurückzuführen.

VORZEITIGE BEENDIGUNG DER VORSTANDSVERTRÄGE

Im Falle eines wirksamen Widerrufs der Bestellung zum Vorstandsmitglied erhält das Vorstandsmitglied im Zeitpunkt der Beendigung eine Abfindung in Höhe von dem 1,5 fachen der fixen Vergütung, maximal aber in Höhe der Gesamtbezüge für die Restlaufzeit des Dienstvertrags. Für den Fall der vorzeitigen Auflösung eines Vorstands-Vertrags infolge eines Übernahmefalls ("Change of Control") erfolgt die Auszahlung der bis zum Ende der ursprünglichen Bestelldauer noch ausstehenden fixen Vergütung und Tantieme zuzüglich einer Ausgleichszahlung, sofern kein Grund vorliegt, der eine fristlose Beendigung des Vertrags des Betroffenen rechtfertigt. Die Tantieme bemisst sich nach dem Durchschnitt der vorausgegangenen zwei Jahre, zuzüglich einer Ausgleichszahlung. Die Ausgleich Zahlung beträgt das 1,5 fache des Jahresfixums. Die Vorstandsmitglieder haben bei einem "Change of Control"-Fall kein Sonderkündigungsrecht.

SONSTIGES

Im Berichtsjahr wurden den Vorstandsmitgliedern Leistungen von Dritten im Hinblick auf die Vorstandstätigkeit weder zugesagt noch gewährt. Über die genannten Dienstverträge hinaus gibt es keine vertraglichen Beziehungen der Gesellschaft oder ihrer Konzerngesellschaften mit Mitgliedern des Vorstands oder diesen nahe stehenden Personen. Die Gesamtbezüge der früheren Mitglieder des Vorstands und ihrer Hinterbliebenen beliefen sich im Berichtsjahr auf 1,1 Mio. € (Vorjahr: 1,0 Mio. €).

VERGÜTUNG DES AUFSICHTSRATS

VERGÜTUNGSSTRUKTUR

Die Vergütung des Aufsichtsrats ist in §12 der Satzung geregelt. Danach erhält ein Mitglied des Aufsichtsrats eine jährliche fixe Vergütung von 55.000 € sowie eine jährliche variable Vergütung, die durch die Höhe der von der K+S GRUPPE im jeweiligen Geschäftsjahr erzielten Gesamtkapitalrendite wie folgt bestimmt wird: Voraussetzung für den Anspruch auf Zahlung einer variablen Vergütung ist das Erreichen einer Mindestrendite; diese entspricht 115% der Kapitalkosten vor Steuern der K+S GRUPPE im betreffenden Geschäftsjahr. Bei Erreichen der Mindestrendite erhält ein Mitglied des Aufsichtsrats eine variable Vergütung von 15.000 €; für jeden Prozentpunkt, um den die Gesamtkapitalrendite die Mindestrendite übersteigt, erhöht sich die variable Vergütung um jeweils 1.500 €. Die variable Vergütung ist begrenzt auf maximal 45.000 € pro Jahr. Der Vorsitzende des Aufsichtsrats erhält das Doppelte, der stellvertretende Vorsitzende das 1,5fache der Vergütungen. Die Mitglieder des Prüfungsausschusses erhalten eine weitere Vergütung von 7.500 € pro Jahr. Auch der Vorsitzende dieses Ausschusses erhält das Doppelte dieser Vergütung. Die Gesellschaft gewährt jedem Mitglied des Aufsichtsrats für die Teilnahme an einer Sitzung des Aufsichtsrats oder eines seiner Ausschüsse, denen er angehört, ein Sitzungsgeld von 500 €, bei mehreren Sitzungen an einem Tag jedoch maximal 1.000 € pro Tag. Die Mitglieder des Aufsichtsrats haben gegenüber der Gesellschaft Anspruch auf Ersatz der zur Wahrnehmung ihrer Aufgaben notwendigen und angemessenen Auslagen. Sie haben ferner Anspruch auf Ersatz der von ihnen aufgrund ihrer Aufsichtsratstätigkeit zu entrichtenden Umsatzsteuer.

WEITERE INFORMATIONEN ZUR BERECHNUNG DER KAPITALKOSTEN UND DER GESAMTKAPITALRENDITE finden Sie auf Seite 101.

VERGÜTUNGSHÖHE

Einzelheiten der Vergütung des Aufsichtsrats für das Geschäftsjahr 2011 ergeben sich in individualisierter Form aus Tabelle 3.4.5.

Der gegenüber dem Vorjahr es Zeitraum aus gewiesene Anstieg der variablen Vergütung beruht insbesondere auf der im Jahr 2011 gestiegenen Gesamtkapitalrendite. Zusätzlich wurden im Jahr 2011 an die Aufsichtsratsmitglieder Aufwandsentschädigungen von insgesamt 57,0 Tsd. € gezahlt (Vorjahr: 29,7 Tsd. €). Der Anstieg ist insbesondere auf Reisen von Aufsichtsratsmitgliedern zu Standorten der K+S GRUPPE zurückzuführen. Im Geschäftsjahr 2011 wurden keine Vergütungen für Tätigkeiten im Aufsichtsrat von Tochterunternehmen gezahlt, auch Vorteile für persönlich erbrachte Leistungen, insbesondere Beratungs- und Vermittlungsieistungen, wurden den Aufsichtsratsmitgliedern nicht gewährt.

GEPLANTE ÄNDERUNG DER VERGÜTUNGSSTRUKTUR

Der Hauptversammlung am 9. Mai 2012 soll vorgeschlagen werden, die Vergütung des Aufsichtsrats umzustellen. Vorstand und Aufsiehtsrat sind der Auffassung, dass eine ausschließlich fixe Vergütung der Aufsiehtsratsmitglieder besser als die bisherige - auch einen variablen Anteil beinhaltende - Vergütungsform geeignet ist, den unabhängig vom Unternehmens erfolg generell bestehenden Beratungs- und Kontrollaufgaben des Aufsichtsrats Rechnung zu tragen. Ferner erscheint es angemessen, die Vergütung für die Tätigkeit in den Ausschüssen des Aufsiehtsrats dem gestiegenen Arbeitsaufwand und Komplexitätsgrad anzupassen. Die vorgesehene Änderung der Aufsichtsratsvergütung soll auch künftig sicherstellen, Mitglieder für den Aufsichtsrat gewinnen zu können, die über hohe Kompetenz sowie langjährige, auch internationale Erfahrung in der Führung und Beratung von Wirtschaftsunternehmen oder wirtschaftsnahen Institutionen verfügen. Ein Mitglied des Aufsichtsrats soll ab 2012 eine fixe jährliche Vergütung von 100.000 € (bisher: 55.000 €) erhalten. Ersatzlos entfallen soll dafür die bisherige jährliche variable Vergütung, die durch die Höhe der von der K+S GRUPPE im jeweiligen Geschäftsjahr erzielten Gesamtkapitalrendite bestimmt war und maximal 45.000 € betragen konnte. Der Vorsitzende des Aufsiehtsrats soll das Doppelte, der stellvertretende Vorsitzende das Eineinhalbfache dieser Vergütung erhalten. Die Arbeit in den Ausschüssen des Aufsichtsrats hat in den vergangen Jahren deutlich in Umfang und Komplexität zugenommen.# VERGÜTUNG DES AUFSICHTSRATS

Daher sollen die Mitglieder des Prüfungsausschusses eine jährliche Vergütung von jeweils 15.000 € (bisher 7.500 €), die Mitglieder des Personalausschusses eine jährliche Vergütung von jeweils 7.500 € (bisher nicht vergütet) erhalten. Für die Tätigkeit im Nominierungsausschuss soll jedes Mitglied eine jährliche Vergütung von 7.500 € (bisher nicht vergütet) erhalten, sofern in dem jeweiligen Jahr mindestens zwei Sitzungen stattgefunden haben. Die Vorsitzenden dieser Ausschüsse sollen jeweils das Doppelte, ein stellvertretender Vorsitzender das Eineinhalbfache dieser Vergütung erhalten. Jedes Mitglied des Aufsichtsrats soll schließlich für die Teilnahme an einer Sitzung des Aufsichtsrats oder eines seiner Ausschüsse, denen er angehört, zukünftig ein Sitzungsgeld von je 750 € (bisher 500 €), bei mehreren Sitzungen an einem Tag jedoch maximal 1.500 € pro Tag (bisher 1.000 €) erhalten. Die Mitglieder des Aufsichtsrats sollen unverändert sowohl Anspruch auf Ersatz der zur Wahrnehmung ihrer Aufgaben notwendigen und angemessenen Auslagen als auch auf Ersatz der von ihnen aufgrund ihrer Aufsichtsratstätigkeit zu entrichtenden Umsatzsteuer haben.

VERGÜTUNG DES AUFSICHTSRATS

TAB: 3.4.5 scroll in €

Fixe Vergütung Variable Vergütung Prüfungsausschuss Sitzungsgelder Gesamt
Dr. Ralf Bethke (Vorsitzender)
2011 110.000 48.000 7.500 7.000 172.500
2010 110.000 39.000 7.500 6.000 162.500
Michael Vassiliadis (Stellvertretender Vorsitzender)
2011 82.500 36.000 7.500 3.500 129.500
2010 82.500 29.250 7.500 5.500 124.750
Ralf Becker
2011 55.000 24.000 2.651 3.000 84.651
2010 55.000 19.500 - 3.000 77.500
Jella S. Benner-Heinacher
2011 55.000 24.000 3.500 82.500
2010 55.000 19.500 3.000 77.500
George Cardona
2011 55.000 24.000 2.000 81.000
2010 55.000 19.500 3.000 77.500
Harald Döll
2011 55.000 24.000 2.500 81.500
2010 55.000 19.500 3.000 77.500
Dr. Rainer Gerling
2011 55.000 24.000 2.500 81.500
2010 55.000 19.500 3.000 77.500
Rainer Grohe
2011 55.000 24.000 4.000 83.000
2010 55.000 19.500 3.500 78.000
Dr. Karl Heidenreich
2011 55.000 24.000 7.500 4.000 90.500
2010 55.000 19.500 7.500 4.500 86.500
Rüdiger Kienitz
2011 55.000 24.000 2.500 81.500
2010 55.000 19.500 3.000 77.500

¹ Angaben ohne Entschädigung für die von Aufsichtsratsmitgliedern aufgrund ihrer Tätigkeit zu entrichtende Umsatzsteuer.

VERGÜTUNG DES AUFSICHTSRATS (FORTSETZUNG)

TAB: 3.4.5 scroll in €

Fixe Vergütung Variable Vergütung Prüfungsausschuss Sitzungsgelder Gesamt
Klaus Krüger
2011 55.000 24.000 7.500 5.000 91.500
2010 55.000 19.500 7.500 6.000 88.000
Dieter Kuhn
2011 55.000 24.000 2.500 81.500
2010 55.000 19.500 3.000 77.500
Dr. Bernd Malmström
2011 55.000 24.000 2.000 81.000
2010 55.000 19.500 3.000 77.500
Dr. Rudolf Müller
2011 55.000 24.000 3.500 82.500
2010 55.000 19.500 2.500 77.000
Renato De Salvo
2011 55.000 24.000 2.000 81.000
2010 55.000 19.500 3.000 77.500
Dr. Eckart Sünner
2011 55.000 24.000 15.000 4.000 98.000
2010 55.000 19.500 15.000 4.500 94.000
Summe
2011 962.500 420.000 47.651 53.500 1.483.651
2010 962.500 341.250 45.000 59.500 1.408.250

¹ Angaben ohne Entschädigung für die von Aufsichtsratsmitgliedern aufgrund ihrer Tätigkeit zu entrichtende Umsatzsteuer.

KONZERNLAGEBERICHT

"DAS WETTER WAR, IST UND WIRD AUCH IN ZUKUNFT EIN GROSSES RISIKO FÜR JEDEN LANDWIRT SEIN. WENIGE TAGE KÖNNEN DARÜBER ENTSCHEIDEN, OB ES EINE GUTE ODER SCHLECHTE ERNTE WIRD. DARAUF MUSS ICH, SO GUT ES GEHT, VORBEREITET SEIN." VOLKER DIELS (53), LANDWIRTIN RHEINLAND-PFALZ

Oben links: Einbringung der Ernte bei aufkommendem Gewitter
Unten links und Mitte: Auffüllen des Düngemittelstreuers und Ausbringung des Düngers auf das Feld
Unten rechts: Volker Diels auf seinem Mähdrescher

HERAUSFORDERUNG ERNÄHRUNG SICHER GEBEN MIT UNSEREN PARTNERN IN DER LANDWIRTSCHAFT ENTWICKELN WIR ANGEPASSTE DÜNGEKONZEPTE, DIE ES ERMÖGLICHEN, BESSER AUF DIE UNWÄGBARKEITEN ÄUSSERER EINFLÜSSE WIE Z. B. DAS WETTER VORBEREITET ZU SEIN.

Beim modernen Anbau von Kulturpflanzen werden dem Boden viele Nährstoffe entzogen, die ihm für nachhaltig gute Ernteerträge wieder zugeführt werden müssen. Landwirte sind von Spezialinformationen abhängig, gefragt sind die standortgerechte Bewertung von Düngermenge und Nährstoffform oder professionelle Auskünfte zu bestimmten Düngemittelsorten und Düngungssystemen. Jeder Boden erfordert ein spezifisches Nährstoffmanagement; die Anforderungen in einer eher feuchten Region unterscheiden sich beispielsweise grundlegend von denen in Trockengebieten. Kali- und Magnesiumdüngemittel ermöglichen eine größere Speicherung von Wasser im Boden und verbessern gleichzeitig das Wurzelwachstum der Pflanze. So kann diese die vorhandenen Wasserreserven effizienter nutzen. Eine vorausschauende Düngung ist für den Landwirt oftmals erfolgsentscheidend. So kann er Ernteerträge sichern und sich auf widrige Witterungsverhältnisse bestmöglich vorbereiten. Das bedarfsgerechte Ausbringen der Düngemittel ist deshalb für die Risikominimierung entscheidend. Der Landwirt muss den Zeitpunkt und die Menge der Düngung je nach Wachstumsverlauf der Pflanze vorausberechnen. Nur durch eine professionelle Vorbereitung kann er den Grundstein für ein gutes Ernteergebnis legen.

KONZERNLAGEBERICHT DER K+S GRUPPE

HOHE DÜNGEMITTELNACHFRAGE INFOLGE ATTRAKTIVER RAHMENBEDINGUNGEN

Erneut starkes Salzgeschäft aufgrund überdurchschnittlicher Auftausalzabsätze / Konzernumsatz um 11% auf 5,2 Mrd. € gestiegen / Operatives Ergebnis EBIT I mit deutlichem Anstieg auf 976 Mio. € (+37%) / Wichtige strategische Weichenstellungen: Start des Legacy Projekts, Veräußerung des COMPO-Geschäfts / K+S GRUPPE mit attraktiven Perspektiven für die Jahre 2012 und 2013

4.1 Konzernstruktur und Geschäftstätigkeit
4.2 Unternehmensstrategie
4.3 Unternehmenssteuerung und -überwachung
4.4 Wesentliche nichtfinanzielle Themen
4.5 Forschung und Entwicklung
4.6 Überblick über den Geschäftsverlauf
4.7 Ertragslage
4.8 Finanzlage
4.9 Vermögenslage
4.10 Darstellung der Geschäftsbereichsentwicklung
4.11 Risikobericht
4.12 Nachtragsbericht
4.13 Gesamtaussage zur aktuellen wirtschaftlichen Lage
4.14 Prognosebericht

4.1 KONZERNSTRUKTUR UND GESCHÄFTSTÄTIGKEIT

RECHTLICHE KONZERNSTRUKTUR

Die K+S AKTIENGESELLSCHAFT ist die Holding der K+S GRUPPE. Die wirtschaftliche Entwicklung der K+S GRUPPE wird maßgeblich durch die direkt und indirekt gehaltenen Tochtergesellschaften im In- und Ausland bestimmt. In den Konzernabschluss sind neben der Muttergesellschaft K+S AKTIENGESELLSCHAFT alle wesentlichen Beteiligungsgesellschaften einbezogen, bei denen die K+S AKTIENGESELLSCHAFT direkt oder indirekt die Mehrheit der Stimmrechte hält. Tochtergesellschaften von untergeordneter Bedeutung werden nicht konsolidiert. / DETAILS ZU TOCHTERGESELLSCHAFTEN, BETEILIGUNGEN UND NAHESTEHENDEN UNTERNEHMEN finden Sie in der Anteilsbesitzliste auf Seite 211 sowie auf Seite 209. Bedeutende Tochtergesellschaften sind die direkt gehaltenen K + S KALI GMBH, K + S SALZ GMBH, K + S NITROGEN GMBH, K + S FINANCE BELGIUM BVBA und die K+S iNVESTMENTS LTD. Unter der K+S SALZ GMBH sind die ESCO - EUROPEAN SALT COMPANY GMBH & CO. KG und die K+S NETHERLANDS hOLDING B.V. zusammengefasst, die sowohl die Anteile an den mit den Geschäftsaktivitäten der SOCIEDAD PUNTA DE LOBOS S.A. (SPL) in Chile als auch die mit dem Legacy Projekt in Kanada in Verbindung stehenden Gesellschaften hält. Die K+S FINANCE BELGIUM BVBA hält gemeinsam mit der K+S nNETHERLANDS hOLDING B.V. über Tochtergesellschaften die Anteile an der MORTON SALT, INC. Während die K+S KALI GMBH und die K+S SALZ GMBH ihre ausländischen Gesellschaften im Wesentlichen über eigene Zwischenholdings halten, werden die ausländischen Aktivitäten des Geschäftsbereichs Stickstoffdüngemittel weitestgehend unter der K+S BETEILIGUNGS GMBH geführt, einer direkten Tochtergesellschaft der K+S AKTIENGESELLSCHAFT. Auch die Ergänzenden Geschäftsbereiche sind weitgehend über Tochtergesellschaften mit der K+S AKTIENGESELLSCHAFT verbunden. Der Konsolidierungskreis hat sich im Vergleich zum 31. Dezember 2010 wie folgt verändert: Nach der Übernahme von 100% der Anteile an der POTASH ONE INC. durch die K+S CANADA HOLDINGS INC. wurde die POTASH ONE INC. inklusive ihrer wesentlichen Tochtergesellschaften per 31. März 2011 auf die K+S CANADA HOLDINGS INC verschmolzen. Außerdem wurde die K+S POTASH CANADA GP als Tochter der K+S CANADA hOLDINGS INC. in den Konsolidierungskreis aufgenommen. Darüber hinaus wurde die K+S SALT of the AMERICAS HOLDING B.V. in K+S NETHERLANDS HOLDING B.V. und die KALI TRANSPORT GESELLSCHAFT MBH in K+S TRANSPORT GMBH umbenannt. Das COMPO-Geschäft und die dazugehörigen Gesellschaften wurden mit Wirkung zum 18. Oktober 2011 an den europäischen Private-Equity-Investor triton veräußert.

GESCHÄFTSFELDER UND ORGANISATIONSSTRUKTUR

ABB: 4.1.1

Die Berichterstattung der K+S GRUPPE gliedert sich in vier Bereiche, die strategisch, technisch und wirtschaftlich miteinander verknüpft sind. / ABB: 4.1.1 / ERGÄNZENDE INFORMATIONEN ZU DEN PRODUKTEN UND DIENSTLEISTUNGEN DER GESCHÄFTSBEREICHE finden Sie im Unternehmens-/Nachhaltigkeitsbericht und auf unserer Internetseite www.k-plus-s.com

KALI- UND MAGNESIUMPRODUKTE - ABSATZ NACH REGIONEN

ABB: 4.1.2 scroll in %

2011 2010
1 Europa 54,0 56,6
davon Deutschland 16,4 19,6
2 Nordamerika 2,3 2,3
3 Südamerika 17,4 16,4
4 Asien 21,9 21,6
5 Afrika, Ozeanien 4,4 3,1

GESCHÄFTSBEREICH KALI- UND MAGNESIUMPRODUKTE

Der Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte gewinnt in sechs Bergwerken in Deutschland Kali- und Magnesiumrohsalze, die dort und an einem ehemaligen Bergwerks Standort zu End- oder Zwischenprodukten weiterverarbeitet werden. Darüber hinaus gehören dem Geschäftsbereich drei Weiterverarbeitungsstandorte in Frankreich an. Die jährliche Produktionskapazität des Geschäftsbereichs beträgt bis zu 7,5 Mio. t Kali- und Magnesiumprodukte.# K+S AG

4.1.1 Business Area Potash and Magnesium Products

Through the acquisition of the Canadian company POTASH ONE, the business area will in the future have the ability to increase its annual production capacity with the Legacy Project by at least 2.86 million tons in the long term. An extensive sales network enables the sale of products in all relevant markets in Europe and overseas. The Potash and Magnesium Products business area is predominantly represented by K+S KALI GMBH, its subsidiaries, and K+S POTASH CANADA gp. The management's headquarters are in Kassel.

/ FURTHER INFORMATION ON THE LEGACY PROJECT can be found on page 147.

IMPORTANT PRODUCTS AND SERVICES

The Potash and Magnesium Products business area offers its customers fertilizers, products for industrial applications, and high-purity potassium and magnesium salts for the pharmaceutical, cosmetics, and food industries, as well as ingredients for the production of animal feed. Potassium chloride is the product group with the highest sales. This universally applicable fertilizer is used worldwide, especially for important crops such as cereals, corn, rice, and soybeans. Potassium chloride is applied as granules directly to the fields or mixed with other single fertilizers in bulk blenders. In addition, potassium chloride is also supplied as a fine-grained "standard" product to the fertilizer industry, which further processes it with other nutrients into multi-nutrient fertilizers. The business area's specialty fertilizers differ from classic potassium chloride through various nutrient formulations with magnesium, sulfur, and trace elements. The business area also offers a wide range of high-quality potassium and magnesium products for industrial applications in various purity grades and special granulations. These are used, for example, in chlor-alkali electrolysis in the chemical industry, in the production of glass and plastic, in the mineral oil industry, in metallurgical processes, in the textile industry, in biotechnology, and in plastic recycling. Furthermore, the Potash and Magnesium Products business area provides a product portfolio for the particularly high demands of the pharmaceutical, cosmetics, food, and animal feed industries. Consulting is an essential element of the business area's service spectrum. A team of consultants, consisting of around 30 regional consultants and globally active agronomists, provides important information and suggestions for innovations related to fertilizer use in agriculture. Technical application consulting is available worldwide for industrial products.

/ FURTHER INFORMATION ON PRODUCTS, SERVICES, AND AREAS OF APPLICATION of the Potash and Magnesium Products business area can be found in the Company/Sustainability Report.

ESSENTIAL SALES MARKETS AND COMPETITIVE POSITIONS

Slightly more than half of the business area's sales are generated in Europe. Here it benefits from the logistically favorable location of the production sites to the European customers. The business area also holds significant market positions in South America, especially in Brazil, and in Asia, also utilizing cost-effective container transport.

/ FIG. 4.1.2

The Potash and Magnesium Products business area is the fifth-largest producer of potash and magnesium products worldwide and the largest in Western Europe, and in 2011 it accounted for around 10% of global potash sales. Significant competitors include the North American companies POTASH CORP., MOSAIC, and AGRIUM, which maintain a joint export organization called canpotex, the Russian URAL-KALI, and the Belarusian BELARUSKALI, which operate outside their home markets jointly through the export organization bpc, the Israeli icl, the Jordanian apc, and the Chilean sqm. With its potassium and magnesium-containing specialty fertilizers, the business area clearly distinguishes itself from the competition and holds a leading global position in these fertilizers. With its products for industrial, technical, and pharmaceutical applications, K+S is also among the strongest providers worldwide and is by far the largest provider in Europe.

BUSINESS AREA NITROGEN FERTILIZERS

The K+S GROUP's two-pillar strategy involves growth, particularly in the Potash and Magnesium Products and Salt business areas, and focusing management resources and financial means accordingly. Against this background, the COMPO business was sold in June 2011 to the European private equity investor Triton, with closing on October 18, 2011. As a result, the COMPO business is no longer part of the Nitrogen Fertilizers business area and is reported as "discontinued operations" in accordance with IFRS. Following the divestment of the COMPO business, the Nitrogen Fertilizers business area essentially consists of K+S NITROGEN GMBH. K+S NITROGEN markets nitrogen-containing fertilizers with a focus on large customers in agriculture and specialty crops such as fruit, vegetable, and wine cultivation. The company is headquartered in Mannheim. In addition to fertilizers produced exclusively for it by BASF, K+S NITROGEN also markets products from other reputable European fertilizer producers. BASF announced the sale of large parts of its fertilizer production facilities to the Russian fertilizer producer EuroChem at the end of September 2011. The contracts between BASF and K+S for the supply of K+S NITROGEN with multi-nutrient and nitrogen single fertilizers can be terminated no earlier than December 31, 2014.

IMPORTANT PRODUCTS AND SERVICES

The products of the Nitrogen Fertilizers business area can be divided into nitrogen single fertilizers, nitrogen-containing multi-nutrient fertilizers, and ammonium sulfate. In nitrogen single fertilizers, calcium ammonium nitrate (CAN) and ammonium sulfate nitrate (ASN) are the products with the highest sales. Multi-nutrient fertilizers contain, in addition to nitrogen, the nutrients potassium and phosphate, as well as – depending on the need and application – magnesium, sulfur, or trace elements. With its nitrogen-stabilized ente c products, K+S NITROGEN offers innovative fertilizers characterized by unique nitrogen efficiency, significantly reducing the risk of nitrate leaching and nitrous oxide emissions compared to conventional products. In 2011, K+S NITROGEN launched the marketing of a newly developed urease inhibitor. Its application to urea can significantly reduce environmentally harmful ammonia emissions and increase nitrogen efficiency. Ammonium sulfate is predominantly used in Europe as a raw material in fertilizer production, while in overseas markets, particularly in South America, it is mostly applied directly to the fields.

/ FURTHER INFORMATION ON PRODUCTS, SERVICES, AND AREAS OF APPLICATION of the Nitrogen Fertilizers business area can be found in the Company/Sustainability Report.

NITROGEN FERTILIZERS – SALES BY REGION

/ FIG. 4.1.3

2011 2010 Change (%)
1 Europe 69.2 68.6 +0.6
- thereof Germany 15.0 15.2 -0.2
2 North America 5.4 4.4 +1.0
3 South America 8.3 9.7 -1.4
4 Asia 12.7 13.3 -0.6
5 Africa, Oceania 4.4 4.0 +0.4

ESSENTIAL SALES MARKETS AND COMPETITIVE POSITIONS

The Nitrogen Fertilizers business area supplies up to 5 million tons of fertilizers annually to 60 countries worldwide. Approximately two-thirds of sales are generated in Europe and about one-third overseas. With the international subsidiaries of the K+S GROUP and selected external sales partners, the business area has an efficient, global sales network. In major European core markets such as Germany, France, Spain, Italy, Greece, and Turkey, as well as in individual overseas markets such as Mexico, Singapore, and China, the business area is present with its own sales organizations.

/ FIG. 4.1.3

Urea (46% nitrogen content) is the dominant nitrogen fertilizer worldwide. Urea is produced on the basis of gas and ammonia by several hundred producers worldwide. In Europe and North America, however, nitrate-containing nitrogen fertilizers dominate, as they are more advantageous for users under the given soil and climate conditions. The globally leading supplier of nitrogen fertilizers is the Norwegian producer Yara. In Europe, besides Yara, the Agrofert Group and the OCI Fertilizer Group are the most important competitors of K+S NITROGEN. For the sulfur-containing nitrogen fertilizer ammonium sulfate, K+S NITROGEN is among the leading suppliers worldwide.

BUSINESS AREA SALT

In the Salt business area, K+S GROUP extracts and sells table, commercial, industrial, and de-icing salts. K+S is the world's largest supplier of salt products, with an annual production capacity of around 30 million tons of salt. The business area comprises the subdivisions ESCO - EUROPEAN SALT COMPANY GMBH & CO. KG (ESCO), Hanover, with a focus on Europe, the Chilean SOCIEDAD PUNTA DE LOBOS S.A. (SPL), Santiago de Chile, with activities in South America and the USA, and MORTON SALT, INC, Chicago, one of the largest salt producers in North America. ESCO operates three rock salt mines, two brine operations, and several vacuum salt plants in Germany, France, the Netherlands, Portugal, and Spain, as well as numerous distribution sites in Europe. ESCO's annual production capacity in Europe is around 8.0 million tons of solid salt and 1.7 million tons of salt in brine. The Chilean SPL extracts rock salt in the Salar Grande de Tarapacá through cost-effective open-pit mining. The production capacity there is around 6.5 million tons per year and is planned to be increased by 1.5 million tons by the end of 2012 to 8 million tons annually.# SALZ

Außerdem betreibt die zur SPL-Gruppe gehörende SALINA DIAMANTE BRANCO im Nordosten von Brasilien eine Meersalzanlage mit 0,5 Mio. t Jahreskapazität. In den USA vertreibt die SPL ihre Salzprodukte über die INTERNATIONAL SALT COMPANY (ISCO). Darüber hinaus ist die chilenische Reederei EMPREMAR S.A., die mit einer Flotte von fünf eigenen sowie zusätzlichen gecharterten Schiffen die Seelogistik für die SPL-Gruppe in Südamerika abwickelt, Teil des Geschäftsbereichs Salz. MORTON SALT betreibt sechs Steinsalzbergwerke, sieben Solar- und zehn Siedesalzanlagen in den USA, in Kanada und auf den Bahamas; die jährliche Produktionskapazität beläuft sich auf rund 13 Mio. t Salz. Der Geschäftsbereich Salz ist in Europa sowie Nord- und Südamerika mit eigenen Vertriebseinheiten und über Plattformgesellschaften der K+S GRUPPE vertreten. Darüber hinaus exportiert der Geschäftsbereich Salzprodukte nach Asien und in andere Regionen der Welt.

SALZ - ABSATZ NACH REGIONEN

ABB: 4.1.4

Region 2011 2010
1 Europa 24,9 31,9
-- davon Deutschland 9,9 16,8
2 Nordamerika 64,6 59,6
3 Südamerika 9,6 8,5
4 Asien 0,5 -
5 Afrika, Ozeanien 0,4 -

WICHTIGE PRODUKTE UND DIENSTLEISTUNGEN

Der Geschäftsbereich Salz bietet seinen Kunden Speise-, Gewerbe-, Industrie- und Auftausalze, die sämtlich auf Natriumchlorid (Kochsalz) basieren. Abhängig von den jeweiligen Anwendungen unterscheiden sich die Produkte vor allem durch die Körnung, den Reinheitsgrad, die Darreichungsform und eventuelle Zusatzstoffe. Im Bereich Speisesalz stellt die K+S GRUPPE sowohl Salz für die Lebensmittelindustrie als auch Tafelsalz für Endverbraucher her, hierzu gehören auch Premiumprodukte wie koscheres oder natriumreduziertes Salz. Gewerbesalze werden in Färbereien, in der Textilindustrie, bei der Futtermittelproduktion, in der Fischkonservierung, in Bohrspülungen für die Erdöl- und Erdgasförderung sowie in vielen anderen gewerblichen Bereichen eingesetzt. Pharmasalze sind wesentlicher Bestandteil von Infusions- und Dialyselösungen. Auch im Bereich Gewerbesalz werden Produkte für Endverbraucher hergestellt, wie beispielsweise Wasserenthärtungssalze. Industriesalz ist einer der wichtigsten Rohstoffe der chemischen Industrie. In Elektrolyse anlagen wird daraus Chlor, Natronlauge und Wasserstoff produziert. Zum Endverbraucher gelangt es zum Beispiel als Bestandteil von Polyvinylchlorid (PVC). Winterdienste, öffentliche und private Straßenbauverwaltungen und Straßenmeistereien sowie gewerbliche Großverbraucher beziehen Auftaumittel der K+S GRUPPE, Haushaltspackungen für Endverbraucher runden die Produktpalette ab. Zudem werden Auftausalze angeboten, die durch den Zusatz von Calciumchlorid beim Kontakt mit Eis und Schnee mehr Wärme erzeugen als konventionelle Produkte und deswegen vor allem bei sehr niedrigen Temperaturen schneller wirken.

/ WEITERE INFORMATIONEN ZU PRODUKTEN, DIENSTLEISTUNGEN UND ANWENDUNGSGEBIETEN des Geschäftsbereichs Salz finden Sie im Unternehmens-/Nachhaltigkeitsbericht

WESENTLICHE ABSATZMÄRKTE UND WETTBEWERBSPOSITIONEN

Zu den wesentlichen europäischen Absatzmärkten des Geschäftsbereichs Salz gehören Deutschland, Benelux, Frankreich, Skandinavien, die iberische Halbinsel, Tschechien und Polen, während die USA, Kanada, Brasilien und Chile auf dem amerikanischen Kontinent von besonderer Bedeutung sind. Das Auftausalzgeschäft ist regional stark von den Witterungsbedingungen abhängig; K+S kann aufgrund ihres einzigartigen Netzwerks von Produktionsanlagen in Europa, Nord- und Südamerika flexibler auf Schwankungen der Auftausalznachfrage reagieren als die lokalen Wettbewerber. In den übrigen Segmenten besteht aufgrund der begrenzten Substituierbarkeit in den meisten Anwendungen eine verhältnismäßig stabile Nachfragesituation. Während der Markt für Salz in Westeuropa vergleichsweise reif ist und nur leichte Wachstumsraten aufweist, ist in den Schwellenländern ein tendenziell stärkerer Nachfrage anstieg zu verzeichnen. Salzvorkommen sind geografisch weit verstreut; aufgrund des relativ hohen Anteils der Transportkosten an den Gesamtkosten sind die Märkte in der Regel - ausgehend von den Produktionsstätten - regional begrenzt.

/ ABB: 4.1.4

Die Branche war in den vergangenen Jahren durch einen Konsolidierungsprozess gekennzeichnet. Die K+S GRUPPE hat mit dem im Jahr 2004 getätigten Kauf der 38 %igen Beteiligung der SOLVAY-Gruppe an esco, dem im Jahr 2006 erfolgten Erwerb des chilenischen Produzenten SPL sowie der im Oktober 2009 erfolgreich abgeschlossenen Übernahme von MORTON SALT diesen Prozess aktiv mitgestaltet, esco ist bei Salzprodukten für den Lebensmittelbereich, Salzen für industrielle bzw. gewerbliche Anwendungen und Auftausalzen neben den Wettbewerbern südsalz, salins du midi und akzo nobel führend in Europa. Mit SPL hat die K+S GRUPPE Zugang zu den dynamisch wachsenden süd- und zentralamerikanischen Märkten. MORTON SALT ist neben cargill und compass Minerals international einer der größten Salzproduzenten in Nordamerika. Mit dem Erwerb von MORTON SALT wurde die K+S GRUPPE - gemessen an der Produktionskapazität - der größte Salzproduzent der Welt mit einer Jahreskapazität von rund 30 Mio. t.

ERGÄNZENDE GESCHÄFTSBEREICHE

Unter dem Begriff "Ergänzende Geschäftsbereiche" sind neben den Entsorgungsaktivitäten zur untertägigen Beseitigung und Verwertung von Abfällen in Kali- bzw. Steinsalzbergwerken, dem Salzschlacke- und Baustoffrecycling (Entsorgung und Recycling) sowie der Granulierung von Catsan® am Standort Salzdetfurth weitere für die K+S GRUPPE wichtige Aktivitäten gebündelt. Mit der K+S TRANSPORT GMBH in Hamburg verfügt die K+S GRUPPE über einen eigenen Logistik-Dienstleister. Die chemische Fabrik kalk GMBH (CFK) handelt mit einer Auswahl von Basis Chemikalien.

WICHTIGE PRODUKTE UND DIENSTLEISTUNGEN

Der Geschäftsbereich Entsorgung und Recycling nutzt die durch die Rohsalzgewinnung entstandenen untertägigen Hohlräume zur langzeitsicheren Beseitigung und Verwertung von Abfällen und greift dabei auf die vorhandene Infrastruktur der aktiven Kali- bzw. Steinsalzbergwerke zurück. Der Geschäftsbereich betreibt zwei Untertagedeponien; die dort eingelagerten Abfälle werden der Biosphäre dauerhaft entzogen. Daneben betreibt die K+S GRUPPE fünf Anlagen zur Untertage-Verwertung von Abfällen. Behördlich zugelassene Abfälle werden hier zur Verfüllung von Hohlräumen verwendet. Für die untertägige Verwertung geeignet sind beispielsweise Rückstände aus der Rauchgasreinigung. Die von der K+S GRUPPE für die Beseitigung und Verwertung genutzten Salzlagerstätten sind gas- sowie flüssigkeitsdicht und von den grundwasserführenden Schichten getrennt. Durch eine Kombination von geologischen und technischen Barrieren wird somit eine höchstmögliche Sicherheit erreicht. Für die Sekundäraluminiumindustrie bietet der Geschäftsbereich Schmelzsalze, das Recycling von Salzschlacken. Darüber hinaus gehört das Baustoffrecycling zum Leistungsumfang. Mit der K+S TRANSPORT GMBH in Hamburg und deren Tochtergesellschaften verfügt die K+S GRUPPE neben der dem Geschäftsbereich Salz zugeordneten chilenischen Reederei EMPREMAE über einen weiteren eigenen Logistikdienstleister. Der Betrieb des Kalikais in Hamburg, mit einer Lagerkapazität von rund 400.000 t eine der größten Umschlaganlagen für Schüttgüter in Europa, ist Kerngeschäft der K+S TRANSPORT GMBH und gleichzeitig für den Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte von strategischer Bedeutung. Auch das Containergeschäft der K+S GRUPPE wird von Hamburg aus gesteuert, einschließlich der Vortransporte von den Produktionsstandorten zu den Verladeterminals. Am Standort Salzdetfurth ist es gelungen, vorhandene Anlagen und weite Teile der Infrastruktur eines stillgelegten Kaliwerks weiter wirtschaftlich zu nutzen, Arbeitsplätze zu erhalten und die Aktivitäten sogar wieder deutlich auszuweiten: Hier granulieren wir für die MARS GMBH u.a. das bekannte Tierhygienemarkenprodukt CATSAN®. Die Produktpalette der CFK umfasst eine Auswahl von Basischemikalien. Dazu zählen unter anderem Natronlauge, Salpetersäure, Natriumcarbonat (Soda) sowie Calcium- und Magnesiumchlorid.

WESENTLICHE ABSATZMÄRKTE UND WETTBEWERBSPOSITIONEN

Die Kernmärkte des Geschäftsbereichs Entsorgung und Recycling liegen in West- und Mitteleuropa. Die osteuropäischen Staaten, allen voran Polen und das Baltikum, bieten darüber hinaus Wachstumspotenzial, da dort die Nachfrage nach EU-konformen, untertägigen Entsorgungslösungen für Abfälle steigt. Der Markt der untertägigen Entsorgung ist sehr wettbewerbsintensiv, die K+S GRUPPE bietet jedoch mit ihren Full-Service-Lösungen einen spezifischen Mehrwert für den Kunden. Auch beim Recycling von Salzschlacken aus der Sekundäraluminiumindustrie zählt die K+S GRUPPE in Deutschland wie im übrigen Europa zu den führenden Anbietern. Zu den Kunden der CFK gehören viele namhafte europäische Chemiefirmen, Glashütten, Metallverarbeiter, Waschmittelproduzenten und Brauereien sowie Städte und Kommunen, die Calcium- oder Magnesiumchlorid für den Winterdienst verwenden.

WESENTLICHE STANDORTE

In der K+S GRUPPE waren am Jahresende 2011 knapp 14.500 Mitarbeiter im In- und Ausland beschäftigt. Die Abbildungen 4.1.5 und 4.1.6 zeigen die bedeutendsten Standorte der K+S GRUPPE sowie deren Mitarbeiterzahl am Jahresende 2011.

/ ABB: 4.1.5, 4.1.6

INFORMATIONEN ÜBER ROHSTOFFLAGERSTÄTTEN

Eine Übersicht unserer Rohstofflagerstatten und -reserven finden Sie im Kapitel, Weitere Informationen' auf Seite 214.

LEITUNG UND KONTROLLE

ERKLÄRUNG ZUR UNTERNEHMENSFÜHRUNG

Die Erklärung gemäß § 161 AktG, die Beschreibung der Arbeitsweise von Vorstand und Aufsichtsrat sowie die Zusammensetzung und Arbeitsweise der Ausschüsse und weitere Angaben zur Unternehmensführung sind in der Erklärung zur Unternehmensführung im Kapitel ,Corporate Governance' auf Seite 35 enthalten.

GRUNDZÜGE DES VERGÜTUNGSSYSTEMS

Die Angaben nach § 315 Abs. 2 Nr. 4 HGB sowie nach Ziffer 4.2.4, 4.2.5 und 5.4.6 Abs.3 des Deutschen Corporate Governance Kodex sind im Vergütungsbericht des Kapitels ,Corporate Governance' auf Seite 45 enthalten; der Vergütungsbericht ist Bestandteil des Konzernlageberichts.

TEILNEHMER UND BEDINGUNGEN VON PROGRAMMEN MIT LANGFRISTIGER ANREIZFUNKTION

Zwischen 1999 und 2009 ermöglichte K+S dem Vorstand und Führungskräften die Teilnahme an einem virtuellen Aktienoptionsprogramm. Dazu waren im Jahr 2009 insgesamt 308 Personen berechtigt (vgl. Finanzbericht 2009). Eine nähere Beschreibung dieses Programms, dessen Struktur für den Vorstand und die übrigen Teilnehmer des Optionsprogramms identisch war, finden Sie im Vergütungsbericht auf Seite 48.

Vor dem Hintergrund der durch das Vorstandsvergütungsgesetz geänderten gesetzlichen Bestimmungen sowie der Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex zur Ausgestaltung der Vorstandsvergütung wurde eine Anpassung des variablen Vergütungsbestandteils mit langfristiger Anreizwirkung (sogenannter "Long Term Incentive" (LTI)) erforderlich. Daher wurde im Jahr 2010 eine kennzahlenbasierte variable Vergütungskomponente eingeführt. Diese beruht auf einer mehrjährigen Bemessungsgrundlage nach Maßgabe der erzielten Wertbeiträge. Im Jahr 2011 waren bei K+S insgesamt 311 Personen zur Teilnahme berechtigt. Eine nähere Beschreibung dieses Programms, das in seiner grundsätzlichen Ausgestaltung für Vorstand und die übrigen Teilnehmer identisch ist, finden Sie im Vergütungsbericht auf Seite 46.

RECHTLICHE UND WIRTSCHAFTLICHE EINFLUSSFAKTOREN

Die K+S GRUPPE muss eine Vielzahl von nationalen und internationalen Rechtsvorschriften beachten: Neben den allgemeinen Rechtsvorschriften sind für uns insbesondere das Berg- sowie das Umweltrecht (z.B. Wasser-, Abfall-, Immissionsschutz-, Bodenschutzrecht etc.) und das Arbeitssicherheits- und Gesundheitsschutzrecht relevant. Auch die Sicherung vorhandener und ebenso der Erwerb neuer Abbaurechte ist für die K+S GRUPPE von elementarer Bedeutung.

Zu den für die K+S GRUPPE relevanten wirtschaftlichen Einflussfaktoren sind insbesondere Tarifabschlüsse in Deutschland und Nordamerika zu zählen, da 70 % der Belegschaft in Deutschland und seit der Übernahme von MORTON SALT 21% in Nordamerika tätig sind und der Personalaufwand eine wesentliche Kostenposition der K+S GRUPPE darstellt. In den letzten Jahren konnten wir unser Reaktionsvermögen auf Ergebnisentwicklungen sowohl mit flexiblen Arbeitszeitmodellen als auch durch variable Gehaltsanteile erhöhen. Letztere sind u.a. an den Unternehmens erfolg gekoppelt.

Transport-, Energie-und Rohstoffkosten sowie die Wechselkursentwicklung des US-Dollars und des kanadischen Dollars haben ebenfalls großen Einfluss auf den wirtschaftlichen Erfolg der K+S GRUPPE. / GESAMTWIRTSCHAFTLICHE RAHMENBEDINGUNGEN sowie deren Auswirkungen auf K+S werden auf Seite 88 beschrieben.

BEDEUTENDE STANDORTE IN EUROPA

Standort Mitarbeiter (FTE)¹
K+S-Standorte in Kassel, Deutschland (K+S AG/K+S KALI/K+S Entsorgung/ K+S IT Services) 692 H
Kaliverbundwerk Werra, Deutschland (Heringen/Merkers/Philippsthal/ Unterbreizbach) 4.347 K1
Kaliwerk Zielitz, Deutschland 1.828 K2
Kaliwerk Sigmundshall, Deutschland 777 K3
Kaliwerk Neuhof-Ellers, Deutschland 751 K4
Kaliwerk Bergmannssegen-Hugo, Deutschland 138 K5
K+S NITROGEN in Mannheim, Deutschland 75 N
Salzbergwerk Bernburg, Deutschland 458 S1
Salzbergwerk Borth, Deutschland 322 S2
Salzbergwerk Braunsehweig-Lüneburg, Deutschland 190 S3
esco-Zentrale in Hannover, Deutschland 83 S4
Solbetrieb Frisia Zout B.V., Harlingen, Niederlande 79 S5
Granulierung von Tierhygieneprodukten, Bad Salzdetfurth, Deutschland 122 E1
K+S TRANSPORT GmbH, Hamburg, Deutschland 119 E2

¹ FTE = Full Time Equivalents: Vollzeitäquivalente; Tellzeitstellen werden entsprechend ihrem jeweiligen Arbeitszeitanteil gewichtet; inkl. Auszubildende.
² Standort mit Entsorgungsaktivitäten.

H = Holding
K = Kali- und Magnesiumprodukte
N = Stickstoffdüngemittel
S = Salz
E = Ergänzende Geschäftsbereiche
Kali- und Steinsalz-Bergbau

BEDEUTENDE STANDORTE IN AMERIKA

Standort Mitarbeiter (FTE)¹
K+S Potash Canada GP (Legacy Projekt), Saskatchewan, Kanada 34 K6
Meersalzanlage Salina Diamante Branco Natal, Brasilien 270 S6
Siedesalzanlage Rittman, USA 252 S7
Morton Salt-Zentrale, Chicago, USA 237 S8
Salzbergwerk Ojibway, Kanada 220 S9
Salzbergwerk Grand Saline, USA 208 S10
Reederei Empremar, Santiago de Chile, Chile 204 S11
Salzbergwerk Pugwash, Kanada 201 S12
Salztagebaubetrieb SPL, Atacama-Wüste/Patillos, Chile 172 S13
Salzbergwerk Fairport, USA 170 S14
Siedesalzanlage Hutchinson, USA 164 S15
Salzbergwerk Weeks Island, USA 160 S16
Siedesalzanlage Silver Springs, USA 157 S17
Salzbergwerk Mines Seieine, Kanada 147 S18
Solarsalzanlage Grantsville, USA 143 S19
SPL-Zentrale, Santiago de Chile, Chile 131 S20
Siedesalzanlage Manistee, USA 117 S21
Siedesalzanlage Windsor, Kanada 93 S22
Vertriebsgesellschaft ISCO, Clarks Summit, USA 78 S23
Siedesalz- und Meersalzanlage Newark, USA 78 S24
Meersalzanlage Inagua, Bahamas 72 S25
Verarbeitungsstandort Port Canaveral, USA 58 S26
Solbetrieb Lindbergh, Kanada 51 S27
Canadian Salt-Zentrale, Montreal, Kanada 39 S28
Siedesalzanlage Glendale, USA 32 S29

¹ FTE = Full Time Equivalents: Vollzeitäquivalente; Teilzeitstellen werden entsprechend ihrem jeweiligen Arbeitszeitanteil gewichtet; inkl. Auszubildende.

H = Holding
K = Kali- und Magnesiumprodukte
N = Stickstoffdüngemittel
S = Salz
K Kali- und Steinsalz-Bergbau

ANGABEN NACH § 315 ABS. 4 HGB

ZIFFER 1: ZUSAMMENSETZUNG DES GEZEICHNETEN KAPITALS

Das Grundkapital beträgt 191.400.000 € und ist in 191.400.000 Aktien eingeteilt. Die auf den Namen lautenden Aktien der Gesellschaft sind Stückaktien ohne Nennbetrag. Darüber hinaus bestehen keine weiteren Aktiengattungen.

ZIFFER 2: BESCHRÄNKUNGEN DER STIMMRECHTE ODER DER ÜBERTRAGUNG VON AKTIEN

Jede Aktie besitzt eine Stimme; es existieren weder Beschränkungen der Stimmrechte noch Beschränkungen, die die Übertragung von Aktien betreffen. Entsprechende Gesellschaftervereinbarungen sind dem Vorstand nicht bekannt.

ZIFFER 3: DIREKTE ODER INDIREKTE BETEILIGUNGEN ÜBER 10% AM KAPITAL

Es bestehen keine direkten oder indirekten Beteiligungen von über 10 % am Grundkapital.

ZIFFER 4: INHABER VON AKTIEN MIT SONDERRECHTEN, DIE KONTROLLBEFUGNISSE VERLEIHEN

Es gibt keine Aktien mit Sonderrechten, die Kontrollbefugnisse verleihen.

ZIFFER 5: STIMMRECHTSKONTROLLE BEI BETEILIGUNG VON ARBEITNEHMERN AM KAPITAL

Es existieren keine Stimmrechtskontrollen.

ZIFFER 6: GESETZLICHE VORSCHRIFTEN UND BESTIMMUNGEN DER SATZUNG ÜBER DIE ERNENNUNG UND ABBERUFUNG DER VORSTANDSMITGLIEDER UND ÜBER SATZUNGSÄNDERUNGEN

Bestellung und Abberufung des Vorstands regelt § 84 AktG. Danach werden die Vorstandsmitglieder für die Dauer von höchstens fünf Jahren durch den Aufsichtsrat bestellt. Nach § 5 der Satzung besteht der Vorstand der K+S AKTIENGESELLSCHAFT aus mindestens zwei Mitgliedern. Die Anzahl bestimmt der Aufsichtsrat. Er kann ein Vorstandsmitglied zum Vorsitzenden des Vorstands ernennen. Der Aufsichtsrat kann die Bestellung zum Vorstandsmitglied oder die Ernennung zum Vorstandsvorsitzenden aus wichtigem Grund widerrufen. Die Hauptversammlung kann Satzungsänderungen mit der einfachen Mehrheit des vertretenen Grundkapitals beschließen (§ 179 Abs. 2 AktG i.V.m. § 17 Abs. 2 der Satzung), sofern keine gesetzlich zwingenden höheren Mehrheitserfordernisse bestehen.

ZIFFER 7: BEFUGNISSE DES VORSTANDS HINSICHTLICH DER MÖGLICHKEIT, AKTIEN AUSZUGEBEN ODER ZURÜCKZUKAUFEN

Der Vorstand ist ermächtigt, bis zum 10. Mai 2015 eigene Aktien im Umfang von höchstens 10 % der gesamten Stückaktien des Grundkapitals der K+S AKTIENGESELLSCHAFT zu erwerben. Die Gesellschaft darf zu keinem Zeitpunkt mehr als 10 % der gesamten Stückaktien ihres Grundkapitals halten. Der Erwerb erfolgt über die Börse oder mittels eines an alle Aktionäre gerichteten öffentlichen Kaufangebots. Im Falle des Erwerbs über die Börse darf der gezahlte Kaufpreis je Aktie den maßgeblichen Börsenpreis um nicht mehr als 10 % über- oder unterschreiten; als maßgeblicher Börsenpreis gilt dabei der am Tag des Erwerbs durch die Eröffnungsauktion ermittelte Kurs der K+S-Aktie im Computer-Handelssystem xetra. Im Falle des Erwerbs mittels eines an alle Aktionäre gerichteten öffentlichen Kaufangebots darf der angebotene Kaufpreis je Aktie den maßgeblichen Börsenpreis um nicht mehr als 10% über- oder unterschreiten; als maßgeblicher Börsenpreis gilt dabei der gewichtete durchschnittliche Börsenkurs der K+S-Aktie im Computer-Handelssystem xetra während der letzten zehn Börsenhandelstage vor der Veröffentlichung des Kaufangebots.

Der Vorstand ist ferner ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats Aktien der Gesellschaft, die aufgrund einer Ermächtigung nach § 71 Abs. 1 Nr. 8 AktG erworben wurden, über die Börse oder durch öffentliches Angebot an alle Aktionäre zu veräußern. Die Aktien dürfen in folgenden Fällen auch in anderer Weise und damit unter Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre veräußert werden:
* Veräußerung gegen Zahlung eines Geldbetrags, der den maßgeblichen Börsenpreis nicht wesentlich unterschreitet;
* Begebung der Aktien als Gegenleistung zum Zwecke des Erwerbs von Unternehmen, Unternehmensteilen oder Beteiligungen an Unternehmen;
* Bedienung von Wandel- und Optionsschuldverschreibungen, die aufgrund einer Ermächtigung der Hauptversammlung begeben worden sind.

Die Ermächtigung zum Bezugsrechtsausschluss gilt insgesamt für Aktien mit einem anteiligen Betrag am Grundkapital von bis zu 10 % des Grundkapitals zum Zeitpunkt der Beschlussfassung oder zum Zeitpunkt der Ausübung der Ermächtigung, je nachdem, in welchem Zeitpunkt das Grundkapital auf einen kleineren Betrag lautet.# ERLÄUTERNDER BERICHT DES VORSTANDS ZU DEN ANGABEN NACH § 315 ABS. 4 HGB

Da die zu den Ziffern 1 bis 6 des § 315 Abs. 4 HGB im Konzernlagebericht (Seite es) gemachten Angaben für sich selbst sprechen, beschränken wir uns an dieser Stelle auf folgende Erläuterungen gemäß § 176 Abs. 1 Satz 1 AktG:

ZIFFER 7: BEFUGNISSE DES VORSTANDS HINSICHTLICH DER MÖGLICHKEIT, AKTIEN AUSZUGEBEN ODER ZURÜCKZUKAUFEN

Die dem Vorstand von der Hauptversammlung erteilte Ermächtigung, in begrenztem Umfang eigene Aktien der Gesellschaft zu erwerben, ist ein in vielen Unternehmen übliches Instrument. Durch die Möglichkeit, die eigenen Aktien wieder zu veräußern, wird die Gesellschaft in die Lage versetzt, z.B. langfristig orientierte Anleger im In- und Ausland zu gewinnen oder Akquisitionen flexibel zu finanzieren. Die weiter bestehende Möglichkeit zur Einziehung eigener Aktien stellt eine ebenfalls übliche Verwendungsalternative im Interesse der Gesellschaft und ihrer Aktionäre dar.

Die Höchstgrenze von 10 % des Grundkapitals vermindert sich um den anteiligen Betrag des Grundkapitals, der auf diejenigen Aktien entfällt, die während der Laufzeit dieser Ermächtigung im Rahmen einer Kapitalerhöhung aus genehmigtem Kapital oder aus bedingtem Kapital unter Ausschluss des Bezugsrechts ausgegeben werden. Der Vorstand ist schließlich ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats Aktien der Gesellschaft, die aufgrund einer gemäß § 71 Abs. 1 Nr. 8 AktG erteilten Ermächtigung erworben wurden, einzuziehen, ohne dass die Durchführung der Einziehung eines weiteren Hauptversammlungsbeschlusses bedarf. Die Einziehung hat nach § 237 Abs. 3 Nr. 3 AktG ohne Kapitalherabsetzung in der Weise zu erfolgen, dass sich durch die Einziehung der Anteil der übrigen Stückaktien am Grundkapital gemäß § 8 Abs. 3 AktG erhöht. Die Ermächtigungen zum Erwerb eigener Aktien, zu ihrer Veräußerung bzw. zu ihrem Einzug können jeweils ganz oder teilweise, im letzteren Fall auch mehrmals, ausgeübt werden.

ZIFFER 8: WESENTLICHE VEREINBARUNGEN, DIE UNTER DER BEDINGUNG EINES KONTROLLWECHSELS INFOLGE EINES ÜBERNAHMEANGEBOTS STEHEN

Die in den Kreditverträgen und Anleihebedingungen für den Fall eines Kontrollerwerbs vereinbarten Regelungen sind bei vergleichbaren Transaktionen üblich und zum Schutz der berechtigten Gläubigerinteressen angemessen.

K+S hat im Jahr 2010 eine syndizierte Kreditlinie über 800 Mio. € abgeschlossen. Gemäß den Vertragsbedingungen werden alle im Rahmen der Kreditlinie gezogenen Ausleihungen unmittelbar zur Rückzahlung fällig und zahlbar sowie die Kreditlinie insgesamt kündbar, sollten eine allein handelnde Person oder mehrere gemeinschaftlich handelnde Personen die Kontrolle über die K+S AKTIENGESELLSCHAFT erhalten. Außerdem hat K+S im Jahr 2009 eine Anleihe über 750 Mio. € emittiert. Im Fall eines Kontrollwechsels haben die Anleihegläubiger das Recht, die noch nicht zurückgezahlten Schuldverschreibungen zu kündigen.

ZIFFER 9: ENTSCHÄDIGUNGSVEREINBARUNGEN, DIE FÜR DEN FALL EINES ÜBERNAHMEANGEBOTS MIT DEN MITGLIEDERN DES VORSTANDS ODER ARBEITNEHMERN GETROFFEN SIND

Die mit den Mitgliedern des Vorstands bestehenden Entschädigungsvereinbarungen sowie das im Aktienoptionsprogramm für Vorstand und Führungskräfte geregelte zeitliche Sonderfenster für die Ausübung im Fall eines Übernahmeangebots, welches im Jahr 2009 letztmals gewährt wurde, berücksichtigen in angemessenem Umfang sowohl die berechtigten Interessen der Betroffenen als auch der Gesellschaft und ihrer Aktionäre.

Derartige Vereinbarungen bestehen mit den Mitgliedern des Vorstands der K+S AKTIENGESELLSCHAFT und sind auf der Seite 51 im Vergütungsbericht detailliert erläutert. Das im Jahr 2009 letztmals gewährte Aktienoptionsprogramm für Vorstand und Führungskräfte sieht vor, dass sich im Übernahmefall ("Change of Control") für sämtliche noch ausstehende Optionen ein zeitliches Sonderfenster für die Ausübung öffnet. Die genaue Ausgestaltung dieses Programms, die für Vorstand und Führungskräfte identisch ist, wird ebenfalls im Vergütungsbericht erläutert (siehe Seite 49). Das im Jahr 2010 für Vorstand und Führungskräfte eingeführte Programm mit langfristiger Anreizwirkung (lti) enthält keine Entschädigungsvereinbarungen.

4.2 UNTERNEHMENSSTRATEGIE

VISION UND MISSION

Unsere Vision und Mission stecken den Rahmen für unsere Tätigkeit und die strategische Ausrichtung der Gruppe ab und sollen unseren Mitarbeitern, Aktionären, Fremdkapitalgebern, Kunden, Lieferanten und der Öffentlichkeit die Grundlage für unser Denken und Handeln näherbringen. / UNSERE VISION UND MISSION finden Sie auf Seite 11 dieses Finanzberichts, weitere Informationen sind darüber hinaus im Unternehmens-/Nachhaltigkeitsbericht enthalten.

WACHSTUMSSTRATEGIE

BESTANDTEILE DER K+S-WACHSTUMSSTRATEGIE

ABB: 4.2.1

  • Differenzierung und nachhaltiges Margenwachstum durch Spezialisierung
  • Ausbau der strategischen Geschäftsfelder durch Akquisitionen und Kooperationen
  • Ausbau eines ausgewogenen Regionalportfolios
  • Setzen von Standards für Qualität, Zuverlässigkeit und Service
  • Effizienz Steigerung und Nutzung von Synergien

DIFFERENZIERUNG UND NACHHALTIGES MARGENWACHSTUM DURCH SPEZIALISIERUNG

Die K+S GRUPPE strebt die Festigung und den Ausbau der Marktpositionen in ihren Kerngeschäftsfeldern insbesondere über die verstärkte Vermarktung von Spezialprodukten an. Die Veredelungsstrategie ermöglicht in den Geschäftsfeldern Düngemittel und Salz die Realisierung höherer Margen.

EFFIZIENZSTEIGERUNG UND NUTZUNG VON SYNERGIEN

Die Kostenposition stellt im Hinblick auf die wichtigsten Wettbewerber in den Hauptabsatzmärkten im Düngemittel- wie auch im Salzgeschäft einen zentralen Erfolgsfaktor dar. Neben der konsequenten Verfolgung von Kostensenkungs- und Flexibilisierungsinitiativen über die gesamte Prozesskette hinweg liegt der Fokus auch auf der Optimierung des internationalen Produktionsnetzwerks und der damit verbundenen Mengenströme und Logistikkosten. Vergleichbare Abbauverfahren ermöglichen Synergien zwischen den Geschäftsbereichen Kali- und Magnesiumprodukte sowie Salz beim Austausch von technischem, geologischem und logistischem Know-how sowie Skaleneffekte bei der Beschaffung von Maschinen und Hilfsstoffen.

AUSBAU DES AUSGEWOGENEN REGIONALPORTFOLIOS

Weltweit sind sowohl Düngemittel- als auch Salzmärkte durch saisonale wie auch regionale Nachfrageschwankungen gekennzeichnet. Die Strategie der K+S GRUPPE zielt auf ein ausgewogenes Regionalportfolio ab, das einen Ausgleich von wetterbedingten Schwankungen sowie eine Abfederung zyklischer Markttrends ermöglicht. Im Düngemittelbereich ermöglicht die ausgewogene Marktpräsenz in den wichtigen Agrarmärkten Europa, Südamerika und Asien den Ausgleich von saisonalen Schwankungen zwischen Nord- und Südhalbkugel ebenso wie die Verminderung von konjunkturell bedingten, regionalen Nachfrageeffekten. Der Ausbau der Marktpräsenz in bedeutenden Überseemärkten und die Erschließung neuer, attraktiver Absatzmärkte in künftigen Wachstumsregionen werden daher weiter verfolgt. Lokale Produktion ist im stark mengengetriebenen Salzgeschäft ein entscheidender Faktor bei der Erschließung neuer Märkte. Im Geschäftsbereich Salz war die Verbesserung des Ergebnisprofils durch die Verminderung der Abhängigkeit von der regionalen Volatilität des Auftausalzgeschäfts eine wichtige Triebfeder unserer Akquisitionen in Süd- und Nordamerika (spl und MORTON SALT).

SETZEN VON STANDARDS FÜR QUALITÄT, ZUVERLÄSSIGKEIT UND SERVICE

Ziel der K+S GRUPPE ist es, im Markt der bevorzugte Partner ihrer Kunden zu sein. Hohe Produktqualität und Zuverlässigkeit sind hierfür entscheidende Voraussetzungen. In Ergänzung der Spezialisierungsstrategie werden dort, wo es wertschaffend ist, Serviceleistungen und -Innovationen vorangetrieben. Insbesondere im Bereich Düngemittel ermöglicht die individuelle Beratung der Kunden, bedarfsgerechte Lösungen zu identifizieren und so die Kundenbindung zu stärken. Mit unseren Angeboten streben wir an, im Markt neue Standards zu setzen.

STRATEGISCHE AUSRICHTUNG DER GESCHÄFTSFELDER

Die K+S GRUPPE verfügt mit den Geschäftsfeldern Düngemittel sowie Salz über zwei synergetisch verbundene und sich komplementär ergänzende Geschäftsfelder mit attraktiven Wachstumsperspektiven. Neben dem organischen Wachstum streben wir in den angestammten Geschäftsfeldern auch Wachstum über Akquisitionen und Kooperationen an. So steht der Erwerb von POTASH ONE, der zu einem Ausbau der Kalikapazitäten und zu einer Verlängerung der durchschnittlichen Lebensdauer unserer Bergwerke führen wird, ganz im Zeichen unserer Zwei-Säulen-Strategie. Diese verfolgt das Ziel, Managementressourcen und finanzielle Mittel künftig insbesondere auf die Geschäftsbereiche Kali- und Magnesiumprodukte sowie Salz zu fokussieren. Vor diesem Hintergrund haben wir auch das compo-Geschäft an die europäische Investmentgesellschaft triton veräußert. / WEITERE INFORMATIONEN ZUR AKQUISITION VON POTASH ONE finden Sie im Anhang auf Seite 170, ANGABEN ZUR VERÄUSSERUNG DES COMPO-GESCHÄFTS finden Sie im Anhangauf Seite 169.

KALI- UND MAGNESIUMPRODUKTE

Die sich für den Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte für die Zukunft ergebenden strategischen Handlungsfelder werden in Abbildung 4.2.2 dargestellt. /ABB: 4.2.2 STRATEGIE KALI- UND MAGNESIUMPRODUKTE

SALZ

ABB: 4.2.3 SALZ

Für den Geschäftsbereich Salz sehen wir für die Zukunft die in Abbildung 4.2.3 dargestellten strategischen Handlungsfelder. / ABB: 4.2.3

STRATEGISCHE KONZERNSTRUKTUR

Bei der Ausgestaltung der gesellschaftsrechtlichen Konzernstruktur stehen neben der Abbildung unserer Geschäftsbereichsstruktur insbesondere die Optimierung der Konzernfinanzierung sowie die steuerliche Optimierung im Vordergrund.# INFORMATIONEN ZUR KÜNFTIGEN AUSRICHTUNG DES KONZERNS finden Sie im Prognoseberieht auf Seite 135.

STRATEGISCHE FINANZIERUNGSMASSNAHMEN

Mit den von uns ergriffenen Finanzierungsmaßnahmen verfolgen wir grundsätzlich folgende Ziele:

  • Gewährleistung einer ausgewogenen Kapitalstruktur;
  • Begrenzung von Refinanzierungsrisiken durch Diversifizierung der Finanzierungsquellen und -instrumente sowie des Fälligkeitsprofils;
  • Kostenoptimierung durch Kapitalbeschaffung zu nachhaltig günstigen Konditionen.

INFORMATIONEN ZU DEN ZIELEN DES FINANZMANAGEMENTS finden Sie im Kapitel Finanzlage' auf Seite 102.

Im Rahmen dieser Zielsetzung haben wir im Geschäftsjahr 2010 das Fälligkeitsprofil der Finanzierungsinstrumente der K+S GRUPPE optimiert. Dazu wurden zwei revolvierende Kreditlinien zu einer Konsortialkreditlinie mit günstigeren Konditionen zusammengefasst und ihre Fälligkeit von April 2012 auf Juli 2015 verlängert.

EINE ÜBERSICHT DES FÄLLIGKEITSPROFILS finden Sie auf Seite 133.

Darüber hinaus haben wir im Geschäftsjahr 2011 die Ausfinanzierung von inländischen Pensionsverpflichtungen im Rahmen des CTA-Programms weitgehend abgeschlossen.

INFORMATIONEN ZU KÜNFTIGEN FINANZIERUNGSMASSNAHMEN finden Sie im Prognosebericht auf Seite 144.

4.3 UNTERNEHMENSSTEUERUNG UND -ÜBERWACHUNG

Das interne Kontrollsystem (IKS) der K+S GRUPPE ist das wesentliche Instrument des Vorstands zur Wahrnehmung seiner Führungsverantwortung sowie seiner Aufsichtspflicht. Das iks beinhaltet Grundsätze, Regelungen, Maßnahmen und Verfahren, die auf die organisatorische Umsetzung von Management-Entscheidungen gerichtet sind. Es dient insbesondere zur:

  • Erreichung der gesetzten Unternehmensziele;
  • Sicherung der Wirksamkeit und Wirtschaftlichkeit der Geschäftstätigkeit;
  • Ordnungsmäßigkeit und Verlässlichkeit der internen und externen Rechnungslegung;
  • Einhaltung von Gesetzen, Regelungen und Anweisungen des Managements;
  • Förderung ordnungsmäßiger, sparsamer, zweckmäßiger und wirksamer Abläufe sowie
  • Sicherung der Vermögenswerte vor Betrug, Verschwendung, Missbrauch und Misswirtschaft.

DAS INTERNE KONTROLLSYSTEM DER K+S GRUPPE

ABB: 4.3.1 scroll Internes Steuerungssystem

  • Vision, Mission
  • Strategie, Ziele
  • Interne Regelungen
  • Controlling-Instrumente
  • Compliance
  • Risikomanagement

↑↓ scroll Internes Überwachungssystem

  • Prozessintegrierte Überwachungsmaßnahmen
  • Prozessunabhängige Überwachungsmaßnahmen

Das iks der K+S GRUPPE setzt sich aus den Bausteinen "Internes Steuerungssystem" und "Internes Überwachungssystem" zusammen. Die kontinuierliche Überprüfung der Wirksamkeit der gruppenweit geregelten Systeme stellt einen wesentlichen Bestandteil des iks dar.

ABB: 4.3.1 INTERNES STEUERUNGSSYSTEM DER K+S GRUPPE

Die Steuerung der K+S GRUPPE erfolgt über regelmäßige Erörterungen zwischen dem Vorstand und den Geschäftsbereichsleitungen und Leitern der Holdingeinheiten; Vorstandssitzungen finden regelmäßig im Zwei-Wochen-Rhythmus statt. Das interne Steuerungssystem umfasst alle Unternehmensbereiche. So können kurze Reaktionszeiten auf Veränderungen in allen Bereichen und auf allen Entscheidungsebenen der K+S GRUPPE gewährleistet werden. Bei wesentlichen ergebnisrelevanten Veränderungen wird unverzüglich an Geschäftsführungen und Vorstand berichtet.

VISION, MISSION, STRATEGIE UND ZIELE ALS AUSGANGSPUNKT FÜR DIE STEUERUNG DES GESAMTKONZERNS MIT HILFE VON INTERNEN REGELUNGEN

Ausgangspunkt für die Steuerung des Gesamtkonzerns und seiner operativen Einheiten sind die Zielvorgaben des Vorstands der K+S AKTIENGESELLSCHAFT, die sich aus Vision, Mission und der Gesamtstrategie der K+S GRUPPE ableiten. Ein wesentliches Instrument für die Umsetzung der Ziele und Vorgaben ist die Gesamtheit an internen Regelungen der K+S GRUPPE.

CONTROLLING INSTRUMENTE

Dem Management stehen die folgenden Controllinginstrumente zur Verfügung:

ROLLIERENDE HOCHSCHÄTZUNG

Für das laufende Geschäftsjahr sowie für die beiden Folgejahre wird in der Regel monatlich eine rollierende Ergebnis- und Liquiditätshochschätzung erstellt, auf die berechtigte Mitarbeiter über ein internes elektronisches Portal zugreifen können.

MONATLICHE BERICHTERSTATTUNG

Die Geschäftsbereiche berichten monatlich über aktuelle Entwicklungen bzw. Zielabweichungen bei Produktion, Absatz, Umsatz, Kosten, Ergebnis, Personal, Investitionen und weiteren Kennzahlen. Auch diese Informationen stehen über das genannte Portal zur Verfügung. Darüber hinaus werden operative Frühindikatoren kontinuierlich analysiert. So ermöglicht beispielsweise die Preisentwicklung von Futures für Agrarrohstoffe eine grobe Einschätzung der Ertrags Perspektiven der Landwirtschaft und gibt u.a. Indikationen für Düngemittelnachfrage, Absatz und die mögliche Kapazitätsauslastung. Im Geschäftsbereich Salz gibt der Verlauf der Auftausalzausschreibungen Aufschluss über die Entwicklung von Marktanteilen und Preisen. Gruppenweit ist die Preisentwicklung von Gas und Öl ein bedeutender Indikator für die künftige Energiekostenentwicklung und die Entwicklung von Frachtraten auf für uns relevanten Transportrouten wiederum für künftige Frachtkosten und unser Regionalportfolio.

VIERTELJÄHRLICHER MANAGEMENTDIALOG

Zwischen Vorstand und den Leitungen der Geschäftsbereiche Kali- und Magnesiumprodukte, Stickstoffdüngemittel und Salz findet vierteljährlich ein sogenannter Management-Dialog statt. In jeder der vier Veranstaltungen wird ein Überblick über die jeweils aktuelle Marktsituation sowie die rollierende Hochschätzung gegeben. Darüber hinaus werden im Verlauf des Jahres u.a. Schwerpunktthemen wie die Festlegung der Strategie und deren systematische Umsetzung im Rahmen der Jahres- und Mittelfristplanung sowie die Zielvereinbarung und -erreichung diskutiert.

GREMIEN/KOMMISSIONEN

Zur Unterstützung des Managements beschäftigen sich bereichsübergreifende Gremien regelmäßig u. a. mit den Themen Personal, Compliance und Informationstechnologie. Für die Prüfung und Bewertung von Investitionen bzw. Akquisitionen/Devestitionen sind spezielle Kommissionen eingerichtet.

NICHTFINANZIELLE LEISTUNGSINDIKATOREN UND FINANZIELLE STEUERUNGSKENNZAHLEN

Neben den nachfolgend beschriebenen finanziellen Steuerungskennzahlen sind im Kapitel ,Wesentliche nichtfinanzielle Themen' auf Seite 75 die nichtfinanziellen Leistungsindikatoren dargestellt, die für unsere wirtschaftliche Lage relevant sind. Bei den finanziellen Steuerungskennzahlen liegt unser Fokus auf der kontinuierlichen Überwachung und Optimierung von:

  • Netto-Cashflow (Brutto-Cashflow abzüglich Erhaltungsinvestitionen)
  • EBITDA und operativem Ergebnis EBIT I
  • Investitionen
  • Return on Capital Employed (ROCE)
  • Bereinigtes Ergebnis vor Ertragssteuern
  • Bereinigtes Konzernergebnis nach Steuern

DEFINITIONEN HIER VERWENDETER KENNZAHLEN finden Sie im Kapitel Weitere Informationen' auf Seite 217.

Die Steuerung der Aktivitäten unserer Geschäftsbereiche erfolgt auf Basis des Netto-Cashflows sowie der Ergebnisgrößen EBITDA und EBIT I; diese sind aus unserer Sicht die geeigneten Größen zur Beurteilung der Ertragskraft. Das EBITDA bildet darüber hinaus die Basis für die Ermittlung des Verschuldungsgrades auf Gruppenebene, der u.a. eine Zielgröße der Kapitalstruktur darstellt. Weitere Kennzahlen zur Steuerung der Kapitalstruktur, deren Zielgrößen sowie deren tatsächlich erreichte Werte finden Sie auf Seite 102. Auch die Ausgaben für Investitionen sind sowohl auf Geschäftsbereichs- als auch auf Gruppenebene eine wichtige Steuerungsgröße, um eine gezielte Allokation unserer finanziellen Mittel zu erreichen.

DER VERGLEICH DES TATSÄCHLICHEN MIT DEM PROGNOSTIZIERTEN GESCHÄFTSVERLAUF auf Seite 93 beinhaltet u.a. die Steuerungskennzahlen EBIT I, EBITDA, bereinigtes Ergebnis vor Ertragsteuern und bereinigtes Konzernergebnis nach Steuern.

Im Zentrum der finanziellen Ziele steht die nachhaltige Steigerung des Unternehmenswerts durch die Schaffung eines Mehrwerts. D.h. wir wollen für die K+S GRUPPE nachhaltig eine Prämie auf die Kapitalkosten vor Steuern in Höhe von mindestens 15 % verdienen. Zur Überprüfung dieser Zielsetzung nutzen wir die Steuerungskennzahl Return on Capital Employed (ROCE) und leiten daraus mit Hilfe des gewichteten, durchschnittlichen Kapitalkostensatzes vor Steuern den Value Added ab. Auch die Kennzahlen »bereinigtes Ergebnis vor Ertragsteuern' und »bereinigtes Konzernergebnis nach Steuern' überwachen wir kontinuierlich. Letzteres bildet die Basis für die gemäß unserer Dividendenpolitik langfristig angestrebte Ausschüftungsquote von 40 bis 50 %.

EINE DARSTELLUNG UND BESCHREIBUNG DER ENTWICKLUNG VON ERTRAGSKENNZAHLEN IN DEN LETZTEN FÜNF JAHREN finden Sie im Kapitel, Ertragslage' auf Seite 94, von Cash-flow und Investitionen im Kapitel Finanzlage' auf Seite 102.

COMPLIANCE ALS BESTANDTEIL DES INTERNEN KONTROLLSYSTEMS

Compliance ist selbstverständliche Grundhaltung bei allen Aktivitäten der K+S GRUPPE. Das Compliance-System ist auf die Sicherstellung gesetzes- und regelkonformen Verhaltens ausgerichtet.

WEITERE INFORMATIONEN ZUM THEMA COMPLIANCE finden Sie im Kapitel ,Corporate Governance' auf Seite 35.

RISIKOMANAGEMENT- EIN WESENTLICHER BESTANDTEIL DES INTERNEN STEUERUNGSSYSTEMS

Wesentliche Aufgabe des Risikomanagements ist die Identifizierung, Bewertung, Steuerung und Kommunikation von Risiken. Die identifizierten Risiken bilden die Grundlage, aus denen Maßnahmen und Kontrollen abgeleitet werden.

WEITERE INFORMATIONEN ZUM RISIKOMANAGEMENTSYSTEM finden Sie im Risikobericht auf Seite 118.

INTERNES ÜBERWACHUNGSSYSTEM DER K+S GRUPPE

Das interne Überwachungssystem soll die Einhaltung der geplanten Unternehmens ziele sowie der Vorgaben des internen Steuerungssystems sicherstellen. Es besteht aus prozessintegrierten sowie prozessunabhängigen Überwachungsmaßnahmen.

PROZESSINTEGRIERTE ÜBERWACHUNGSMASSNAHMEN

Prozessintegrierte Überwachungsmaßnahmen dienen dem Management operationeller Risiken. Hierunter fallen Verlustrisiken, die ihre Ursache in nicht angemessenen oder fehlerhaften internen Prozessen, Handlungen oder Systemen haben.# Deren Identifikation, Bewertung und Kontrolle

Die Identifikation, Bewertung und Kontrolle ist ein wesentlicher Aspekt der prozessintegrierten Überwachungsmaßnahmen. Bei der Gestaltung von Prozessen sind grundsätzlich Risiken für die Prozesszielerreichung zu analysieren und entsprechende Kontrollen einzurichten. Kontrollen sollen die Wahrscheinlichkeit für das Auftreten von Fehlern in den Arbeitsablaufen bzw. aufgetretene Fehler aufdecken. So umfassen vorgelagerte Kontrollen fehlerverhindernde Maßnahmen, die sowohl in unsere Aufbau- als auch unsere Ablauforganisation integriert sind. Nachgelagerte Kontrollen werden eingesetzt, um bereits entstandene Fehler frühzeitig aufzudecken, um korrigierend einzugreifen und damit die ordnungsgemäße Prozessabwicklung sicherzustellen.

Prozessunabhängige Überwachungsmaßnahmen

Prozessunabhängige Überwachungsmaßnahmen sind weder in den Arbeitsablauf integriert, noch für das Ergebnis des überwachten Prozesses verantwortlich. Durchgeführt werden diese in der K+S GRUPPE von der internen Revision. Mit den Ergebnissen von durchgeführten Prüfungen wird die jährliche Beurteilung der operativen Funktionalität des IKS unterstützt.

4.4 Wesentliche nichtfinanzielle Themen

K+S-Strategie zum Umgang mit Nachhaltigkeitsthemen

Als Rohstoffunternehmen müssen wir langfristig denken und handeln. Unsere Vision, Mission und Strategie sind auf nachhaltiges, Werte schaffendes Wachstum ausgerichtet. Für uns bedeutet nachhaltige Entwicklung Zukunftsfähigkeit. Wir werden wirtschaftlich auf Dauer nur erfolgreich sein, wenn wir bei der Verfolgung unserer Geschäftsstrategie auch ökologische und soziale Interessen adäquat berücksichtigen. Die frühzeitige und systematische Identifizierung und Bewertung dieser Themen sowie gesellschaftlicher Trends und ihre Einbeziehung in unsere Managementprozesse helfen uns, unser bestehendes Geschäft zu fördern, neue Geschäfts Chancen zu ergreifen und Risiken zu minimieren.

WEITERE INFORMATIONEN ZU VISION, MISSION UND UNTERNEHMENSSTRATEGIE finden Sie auf Seiten sowie auf Seite 70 dieses Finanzberichts.

In unserem Unternehmens-/Nachhaltigkeitsbericht 2010 haben wir erstmals unsere wesentlichen Handlungsfelder für eine nachhaltige Entwicklung mit ihren Chancen, Risiken und ihrer Bedeutung für unsere Stakeholder sowie unseren Einflussmöglichkeiten dargestellt. Unsere Handlungsfelder leiten sich aus Vision/Mission und Unternehmens Strategie, aus den globalen Megatrends und aus Managementthemen ab.

KRITERIEN FÜR WESENTLICHE HANDLUNGSFELDER FÜR EINE NACHHALTIGE ENTWICKLUNG, DAMIT VERBUNDENE CHANCEN, RISIKEN UND STAKEHOLDERERWARTUNGEN finden Sie in unserem Unternehmens-/Nachhaltigkeitsberichtauf Seite 15.

Ausführliche Informationen zum Umgang mit Nachhaltigkeitsthemen finden Sie in unserem Unternehmens-/Nachhaltigkeitsbericht. Im Folgenden wird auf drei Themen eingegangen, die für unsere wirtschaftliche Lage relevant sind:

  • Mitarbeiter
  • Gewässerschutz
  • Effiziente Energienutzung und Klimaschutz

Mitarbeiter

Vorausschauende Personalpolitik

Mit einer vorausschauenden Personalpolitik tragen wir zur Sicherung der internationalen Wettbewerbsfähigkeit der K+S GRUPPE bei. Sie beginnt mit frühzeitiger Nachwuchssicherung und basiert auf einer zukunftsgerichteten Fach- und Führungskräfteentwicklung. Denn unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter - sowie jene, die wir für uns erst noch gewinnen werden - bilden das Fundament, um uns in eine erfolgreiche Zukunft zu führen. Wir wollen für Mitarbeiter aus aller Welt ein attraktiver Arbeitgeber sein. Wir bieten Arbeitsplätze in einem leistungsstarken Netzwerk von rund so Standorten, das von Chile über die usa, Kanada und Europa bis nach Singapur reicht. Neben herausfordernden Aufgaben bieten wir auch umfangreiche Weiterbildungs- und internationale Entwicklungsmöglichkeiten, eine leistungsorientierte Bezahlung und eine Beteiligung der Mitarbeiter am Unternehmenserfolg.

Ecksteine des Personalmanagements

  • Gruppenweite, geschäftsbereichsübergreifende Nachfolgeplanung
  • Einsatz für die Erhöhung des Anteils von Frauen in Führungspositionen, für Chancengleichheit sowie eine bessere Vereinbarkeit von Beruf und Familie
  • Bedarfsorientierte Berufsausbildung
  • Gezielte Personalentwicklung mit Hilfe von Fort- und Weiterbildung
  • Leistungsfähiges Gesundheitsmanagement
  • Zielgruppenspezinsches Personalmarketing und Rekrutierung

Mitarbeiter nach Geschäftsbereichen

2011 2010 %
Kali- und Magnesiumprodukte 8.188 7.900 +3,6
Stickstoffdüngemittel 158 171 -7,6
Salz 5.230 5.235 -0,1
Ergänzende Geschäftsbereiche 290 280 +3,6
Holdingseinheiten 630 600 +5,0
K+S Gruppe 14.496 14.186 +2,2

¹ Die Angaben beziehen sich auf die fortgeführten Geschäftstätigkeiten der K+S Gruppe.
² FTE = Full Time Equivalents: Vollzeitäquivalente; Teilzeitstellen werden entsprechend ihrem jeweiligen Arbeitszeitanteil gewichtet.

Mitarbeiter nach Regionen

2011 2010
Deutschland 70% 69%
Übriges Europa 3% 3%
Nordamerika 21% 21%
Südamerika 6% 7%

Mitarbeiteranzahl leicht gestiegen

Die ausgewiesene Mitarbeiteranzahl der K+S GRUPPE beinhaltet die Stammbelegschaft, Auszubildende und befristet Beschäftigte (ohne Studenten und Praktikanten). Die Anzahl der Mitarbeiter wird auf Basis von Vollzeitäquivalenten (FTE) ermittelt, d.h. Teilzeitstellen werden entsprechend ihrem jeweiligen Arbeitszeitanteil gewichtet.

Am 31. Dezember 2011 waren in der K+S GRUPPE insgesamt 14.496 Mitarbeiter beschäftigt. Gegenüber dem 31. Dezember 2010 (14.186 Mitarbeiter) ist die Anzahl damit wie erwartet leicht gestiegen. Während die Mitarbeiterzahl im Geschäftsbereich Stickstoffdüngemittel zurückging und im Geschäftsbereich Salz in etwa gleich blieb, gab es im Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte einen moderaten Personalaufbau zur Aufrechterhaltung der geförderten Rohsalzmenge sowie für verstärkte Aktivitäten im Bereich des Umweltschutzes. Darüber hinaus erforderte die IT-Integration von MORTON SALT einen Aufbau von Personal in der zu den Holdingseinheiten gehörenden K+S IT-Services GmbH. Auch bei der Durchschnittsbetrachtung zeigt sich ein leichter Zuwachs der Beschäftigtenzahl: Im Berichtsjahr waren durchschnittlich 14.314 Menschen bei K+S beschäftigt (2010: 14.091).

Internationalisierung der K+S Gruppe

Infolge der seit 2006 zunehmenden Internationalisierung der K+S GRUPPE sind mittlerweile 30% der Mitarbeiter außerhalb von Deutschland und mehr als ein Viertel außerhalb von Europa beschäftigt.

Personalaufwand

Im Jahr 2011 lag der Personalaufwand der K+S GRUPPE bei 976,1 Mio. € und damit erwartungsgemäß moderat über dem Niveau des Vorjahres (2010: 944,4 Mio. €). Der Anstieg ist insbesondere auf Tariferhöhungen sowie auf eine infolge des gestiegenen Ergebnisses höhere erfolgsabhängige Vergütung zurückzuführen. Die reinen Personalkosten ohne Rückstellungseffekte sind im Vergleich zum Vorjahr aus den gleichen Gründen um 38,7 Mio. € bzw. 4 % auf 987,0 Mio. € gestiegen. Der Anteil im Personalaufwand enthaltener variabler Vergütungen betrug im vergangenen Jahr 94,5 Mio. € bzw. knapp 10 % (2010: 88,5 Mio. € bzw. gut 9 %).

EINE AUSFÜHRLICHE WERTSCHÖPFUNGSRECHNUNG finden Sie in unserem Unternehmens-/Nachhaltigkeitsbericht auf Seite 66.

Im Jahr 2011 zahlten wir insgesamt 787,0 Mio. € an Löhnen und Gehältern (+3%) sowie 155,7 Mio. € Sozialabgaben (+2%). Die Aufwendungen für die betriebliche Altersversorgung betrugen im Berichtsjahr 33,4 Mio. € und lagen damit um 9,1 Mio. € über dem Wert des Vorjahres. Der Personalaufwand je Mitarbeiter betrug im Berichtsjahr 68.188 € (Vorjahr: 67.019 €) und ist damit um knapp 2 % gestiegen; dies ist insbesondere auf Tariferhöhungen sowie eine infolge des gestiegenen Ergebnisses höhere erfolgsabhängige Vergütung zurückzuführen.

Altersstruktur und Fluktuation

Eine vergleichsweise lange Unternehmenszugehörigkeit und eine niedrige Fluktuation unterstreichen die Attraktivität von K+S als Arbeitgeber. So lag die Fluktuationsrate mit 4 % erneut auf dem niedrigen Niveau des Vorjahres. Der Teil der Fluktuation, der auf Eigenkündigung von Mitarbeitern bezogen auf die Gesamtbelegschaft beruht, belief sich unverändert sogar nur auf gut 1 %. Unsere Altersstruktur verdichtet sich in der Altersgruppe der 41-bis 50-Jährigen; das Durchschnittsalter der K+S-Beschäftigten lag unverändert bei rund 43 Jahren.

Im Jahr 2010 haben wir mit der Analyse der standortspezifischen Altersstrukturen unserer Belegschaften und der jeweiligen demografischen Entwicklungen begonnen. Dazu wurde ein Instrument zur differenzierten Altersstrukturerhebung entwickelt, das gruppenweit zur Verfügung gestellt werden soll. Im Jahr 2011 wurde zunächst ein Standort in Deutschland bewertet. Die hieraus gewonnenen Erkenntnisse nutzen wir, um das Instrument weiter zu verbessern. Im Anschluss startet die Analyse sukzessive auf den deutschen Standorten, um dann gruppenweit ausgedehnt zu werden. Mit dieser Analyse wollen wir frühzeitig die Weichen dafür stellen, dass wir auch künftig die richtigen Mitarbeiter am richtigen Platz haben.

Anteil weiblicher und männlicher Arbeitnehmer

Bedingt durch die Bergwerksbetriebe der Geschäftsbereiche Kali- und Magnesiumprodukte sowie Salz hat K+S einen hohen Anteil an gewerblichen Arbeitsplätzen unter Tage. Diese Arbeitsplätze waren in Deutschland aufgrund von gesetzlichen Bestimmungen (§ 64a BBergG) weitgehend männlichen Arbeitnehmern vorbehalten; erst zum 31. Juli 2009 hat der Gesetzgeber die Vorschrift ersatzlos gestrichen. Dies kommt dem Bestreben von K+S entgegen, mehr Frauen für technische Berufe zu interessieren; bereits im Sommer 2010 haben wir damit begonnen, die ersten Bergbautechnologinnen bei uns auszubilden.

Aus bilangan

2011 2010 2009 2008 2007
Auszubildende gesamt (Anzahl) 634 618 649 610 607
inländische Ausbildungsquote (%) 6,3 6,3 6,3 6,0 6,1
Ausbildungsaufwand (Mio.

BEDARFSORIENTIERTE BERUFSAUSBILDUNG

Langjährige Firmenzugehörigkeit und der damit verbundene Erfahrungsschatz sind wichtige Bausteine einer nachhaltig erfolgreichen Personalpolitik. Dazu gehört jedoch auch der Wissenstransfer auf jüngere Mitarbeiter und damit die gezielte Ausbildung von Nachwuchskräften. Hier stellen wir bereits seit Jahren die Weichen für unser Wachstum von morgen. Da das duale Berufsausbildungssystem, das die theoretische Bildung in Berufsschulen mit der Praxis im Betrieb kombiniert, in dieser Ausgestaltung nur in Deutschland, Österreich und der Schweiz besteht, bezieht sich unsere Berichterstattung zum Thema Ausbildung nur auf Deutschland.

Entsprechend unserer Zielsetzung, dass pro Jahr mindestens 160 Ausbildungsplätze bereitgestellt werden, haben im Jahr 2011 178 junge Menschen eine Berufsausbildung bei uns begonnen. Dies geschieht in 17 Ausbildungsberufen an 14 deutschen Standorten der K+S GRUPPE. Per 31. Dezember 2011 beschäftigten wir insgesamt 634 Auszubildende, ein Zuwachs von 16 Auszubildenden im Vergleich zum Vorjahr. Die Ausbildungsquote der inländischen Gesellschaften liegt mit 6,3 % auf dem hohen Niveau des Vorjahres. Unsere langfristig geplante und am Bedarf ausgerichtete Ausbildung sorgt für den benötigten Nachwuchs in gewerblichen, bergbaulichen, kaufmännischen, Chemie-, IT- und Logistikberufen. Dafür haben wir im Jahr 2011 rund 11,7 Mio. € Personal- sowie 3,3 Mio. € Sachkosten aufgewandt (2010: Personalkosten: 11,4 Mio. €; Sachkosten: 2,8 Mio. €). Wir freuen uns, dass wir im Berichtsjahr erneut etwa 90 % der Ausgelernten übernehmen konnten.

4.4.2 PERSONALENTWICKLUNG

Unsere Personalentwicklung hat zum Ziel, auch zukünftig Fach- und Führungspositionen vorrangig aus den eigenen Reihen zu besetzen. Vor dem Hintergrund altersbedingter Abgänge sowie des zusätzlichen Personalbedarfs aufgrund des künftigen Wachstums der K+S GRUPPE müssen genügend qualifizierte Nachwuchskräfte gewonnen und vorhandene Mitarbeiter rechtzeitig auf wachsende bzw. wechselnde Anforderungen vorbereitet werden. Daher begreifen wir Personalentwicklung mit den Bestandteilen Weiterbildung, Fortbildung und Personalmarketing als Investitionen in unsere Mitarbeiter und damit in die Zukunft der K+S GRUPPE.

Der Aufwand für die Personalentwicklung in Deutschland belief sich auf rund 13,4 Mio. € und ist damit um 11% gestiegen (2010:12,1 Mio. €). Davon entfielen 9,6 Mio. € auf Weiterbildungs- (2010: 8,4 Mio. €), 3,5 Mio. € auf Fortbildungsmaßnahmen (2010: 3,6 Mio. €) sowie 0,2 Mio. € auf Aktivitäten im Bereich des Personalmarketings (2010: 0,1 Mio. €). Bereits in 2011 haben wir das Ziel formuliert, dass der sinnvolle Aufwand für Personalentwicklung bis zum Jahr 2016 gegenüber dem des Jahres 2010 (12,1 Mio. €) um mindestens ein Drittel gesteigert werden soll. An diesem Ziel halten wir unverändert fest. Auch an unseren ausländischen Standorten spielt Personalentwicklung eine wichtige Rolle.

WEITERBILDUNGSKENNZAHLEN

2011 2010 2009 2008 2007
Anzahl der Teilnahmen an Weiterbildungsmaßnahmen 11.069 8.168 6.977 5.550 4.652
Weiterbildungsaufwand (Mio. €) 9,6 8,4 6,3 4,4 3,8
Aufwand je Mitarbeiter (€) 921 864 616 430 377

¹ Die Angaben beziehen sich ausschließlich auf Deutschland und in den Jahren 2011 und 2010 auf die fortgeführten Geschäftstätigkeiten der K+S Gruppe.

WEITERBILDUNG

Die Weiterbildung unserer Mitarbeiter kommt aufgrund wachsender und verstärkt internationaler Anforderungen sowie technischer Innovationen eine zunehmend größere Bedeutung zu. Die K+S GRUPPE bietet neben gesetzlich vorgeschriebenen Weiterbildungsmaßnahmen auch fachspezifische, fachübergreifende sowie IT- und Sprachschulungen an. Unmittelbare Unterstützung bei neuen und komplexen Aufgabenstellungen erhalten die Mitarbeiter durch begleitende Bildungsmaßnahmen. Mitarbeiter und Vorgesetzte ermitteln in Jahres- oder Mitarbeitergesprächen gemeinsam den Weiterbildungsbedarf. Im Jahr 2011 hat sich die Anzahl der Teilnahmen an Weiterbildungsmaßnahmen unserer Mitarbeiter in Deutschland deutlich auf 11.069 erhöht (2010: 8.168 Teilnahmen an Weiterbildungsmaßnahmen). Dafür investierten wir rund 9,6 Mio. € (Vorjahr: 8,4 Mio. €) bzw. 921 € pro Mitarbeiter in Deutschland (Vorjahr: 864 €). Insbesondere im Bereich Führungskompetenz wurde sowohl die Anzahl als auch die Qualität der Trainings weiter erhöht.

FORTBILDUNG

Vielversprechenden Mitarbeitern aus technischen, bergmännischen und Produktionsbereichen ermöglichen wir eine Fortbildung zum Techniker oder eine darauf aufbauende Qualifizierung mit der Perspektive einer Führungslaufbahn. Unser Hauptpartner in Deutschland ist die Fachschule für Wirtschaft und Technik (fwt) in Clausthal-Zellerfeld. Derzeit absolvieren so Mitarbeiter das erste Jahr ihrer Technikerausbildung. Darüber hinaus hat K+S im Rahmen des seit März 2011 bestehenden Förderbausteins "K+S StudiumPlus" zum Wintersemester 2011/12 die ersten 6 Stipendien für Bachelor-/Master-Vollzeitstudiengänge vergeben.

PERSONALMARKETING

Das Personalmarketing umfasst Maßnahmen zur Imagebildung für K+S als attraktiven Arbeitgeber, Ausbildungsmarketing sowie Hochschulmarketing. Im Jahr 2011 haben wir uns in Deutschland auf 15 Hochschulmessen präsentiert und die Kontakte zu Hochschulen mit bergbaulichem bzw. technischem Schwerpunkt ausgebaut. Seit dem Wintersemester 2008/09 bieten wir in Deutschland darüber hinaus 15 Stipendien im Rahmen des Programms "K+S min(d)ing" an. Wir fördern ausgewählte Studenten mit 1.000 € brutto pro Semester für insgesamt zwei Semester. Innerhalb dieser Zeit absolvieren sie ein dreimonatiges Praktikum oder eine Werkstudententätigkeit bei K+S. Auch MORTON SALT präsentiert sich auf Hochschulmessen, über Jobbörsen, Zeitungen, Universitäten und Fachorganisationen.

ARBEITSSICHERHEIT

Unsere Mitarbeiter vor arbeitsbedingten Gefahren zu schützen, hat oberste Priorität bei K+S. Wir wollen die im Vergleich mit anderen Industrieunternehmen sehr niedrigen Unfallzahlen noch weiter vermindern. Daran arbeiten wir, zum Teil gemeinsam mit den zuständigen Behörden und den Berufsgenossenschaften. In Deutschland sind Arbeitsunfälle gemäß § 193 sgb vii Abs. 1 meldepflichtig, wenn sie eine Arbeitunfähigkeit von mehr als drei Tagen nach sich ziehen. In der Vergangenheit haben wir Arbeitsunfälle auf europäischen Standorten entsprechend dieser Definition berichtet. Die national vorgegebenen Kriterien für Unfallstatistiken in den usa/Kanada sowie Chile/Brasilien unterscheiden sich jedoch vom europäischen Verfahren. Seit 2011 haben wir daher ein gruppenweit einheitliches Arbeitssicherheits-Reporting (Integrated Safety Report) eingeführt, das Verletzungen, die eine Arbeitsunfähigkeit von mehr als einem Tag nach sich ziehen, als Arbeitsunfall definiert.

Im Jahr 2011 mussten wir 979 Verletzungen und 189 Arbeitsunfälle mit Ausfallzeit verzeichnen. Die durchschnittliche Ausfallzeit pro Arbeitsunfall lag bei 22 Kalendertagen. Die Kennziffer "Arbeitsunfälle mit Ausfallzeit je einer Million geleisteter Arbeitsstunden" lag im Jahr 2011 bei 7,5. Trotz der strengeren Definition gab es in der K+S GRUPPE weniger Arbeitsunfälle je einer Million geleisteter Arbeitsstunden als bei der gewerblichen Berufsgenossenschaft und der Bergbau-Berufsgenossenschaft im Durchschnitt. Leider hatten wir im Jahr 2011 auf einem unserer Salzstandorte in Europa einen Unfall mit tödlichem Ausgang zu beklagen. Die im Nachgang durchgeführte detaillierte Analyse des Geschehens hat gezeigt, dass der Unfall auf eine Kombination aus menschlichem Fehlverhalten und einem vorher nicht bekannten Gefährdungspotenzial in einer Verpackungsanlage zurückzuführen war. Wir haben die Sicherheitsvorkehrungen an der betreffenden Maschine umgehend erhöht, alle vergleichbaren Anlagen durch eine aktualisierte Gefährdungsbeurteilung überprüft sowie Sonderunterweisungen der in Produktion und Technik eingesetzten Mitarbeiter durchgeführt.

/ ZUSÄTZLICHE INFORMATIONEN ZU ARBEITSSICHERHEIT, PRÄVENTION UND ANDEREN MITARBEITERTHEMEN finden Sie in unserem Unternehmens-/Nachhaltigkeitsbericht auf Seite 95.

GEWÄSSERSCHUTZ

Es ist unser Ziel, die Kaliproduktion auf dem heutigen Produktionsniveau im Sinne eines nachhaltigen wirtschaftlichen Handelns und eines schonenden Umgangs mit der Umwelt für die künftigen Jahrzehnte fortzusetzen und zu sichern. Unser besonderes Augenmerk gilt dabei dem Gewässerschütz, insbesondere - aber nicht nur - im hessisch-thüringischen Kalirevier.

WASSEREINSATZ

Das in unseren Kalibergwerken gewonnene Rohsalz enthält neben den Wertstoffen Kali, Magnesium und Schwefel auch nicht weiter verwertbare Salze und andere Bestandteile. Zur Abtrennung der Wertstoffe werden je nach Standort die Verfahren Heißverlösung, Flotation und in Verbindung mit beiden die elektrostatische Trennung (esTA-Verfahren) angewendet.# WASSER

Während die Verfahren Heißverlösung und Flotation nicht ohne den Einsatz von Wasser auskommen, lassen sich mit dem von K+S patentierten, trockenen esta-Verfahren gegenüber der klassischen Nasstrennung deutliche Wassereinsparungen erzielen. Im Geschäftsbereich Salz kommt Wasser vor allem bei dem Solungsbergbau zum Einsatz, einem Gewinnungsverfahren, bei dem die Steinsalzlagerstätte mit Hilfe der kontrollierten Bohrlochsolung von über Tage aus durch eine oder mehrere Solebohrungen (Kavernenbohrungen) erschlossen wird. So wird Süßwasser in die Lagerstätte geleitet. Das Wasser löst das feste Steinsalz auf und wird anschließend als konzentrierte Sole nach über Tage gepumpt. Dort geht die Sole entweder direkt als Rohstoff an die chemische Industrie oder sie wird zu festem Siedesalz weiterverarbeitet. Dazu wird die Sole in geschlossene Verdampfergefäße geleitet, wo das Natriumchlorid auskristallisiert.

SPEZIFISCHER WASSERVERBRAUCH

Im Jahr 2011 haben wir gruppenweit 159 Mio. m³ Wasser eingesetzt (Vorjahr: 160 Mio. m³ Wasser). Der spezifische Wassereinsatz blieb mit 4,8 m³/t in etwa auf dem Niveau des Vorjahres. Bis 2014 wollen wir eine Senkung auf unter 4 m³/t Ware erreichen, d.h. eine weitere Verminderung um mehr als 10 %.

Die Angaben beziehen sich in den Jahren 2011 und 2010 auf die fortgeführten Geschäftstätigkeiten der K+S Gruppe.

ABWÄSSER

Die Kaliproduktion ist weltweit untrennbar mit der Notwendigkeit der Entsorgung von festen und flüssigen Rückständen verbunden. Die Rückstände aus der Produktion fallen entweder in fester Form oder als flüssige Rückstände (Salzabwässer) an. Die festen Rückstände, die im Wesentlichen aus derzeit nicht verwertbarem Steinsalz bestehen, halden wir auf oder verbringen sie wieder in die Gruben nach unter Tage. Die flüssigen Produktionsrückstände und salzhaltigen Wässer, die durch Niederschläge auf unseren Halden entstehen, entsorgen wir im Rahmen bestehender Genehmigungen über die Einleitung in Fließgewässer und über die Versenkung in tiefere Gesteinsschichten, den so genannten Plattendolomit.

Bei der Gewinnung und Verarbeitung unserer natürlichen Rohsalze nutzen wir modernste Techniken und setzen dabei Maßstäbe für den Wettbewerb. Beispielsweise haben wir in den vergangenen Jahrzehnten die Salzabwässer im hessisch-thüringischen Kalirevier signifikant reduziert:
― von über 40 Mio. m³ im Jahr 1970
― auf 20 Mio. m³ im Jahr 1997
― auf 14 Mio. m³ im Jahr 2006

Nach der Vorlage unseres Maßnahmenpakets zum Gewässerschütz im Oktober 200s haben wir im Februar 2009 mit dem Land Hessen und dem Freistaat Thüringen eine öffentlich-rechtliche Vereinbarung mit dem Ziel abgeschlossen, die Kaliproduktion im hessisch-thüringischen Kalirevier langfristig zu sichern und deren Umweltauswirkungen weiter zu reduzieren. Im Mai 2009 haben wir in Übereinstimmung mit dieser Vereinbarung unsere Gesamtstrategie zur Verminderung von Umweltbelastungen vorgelegt. Die Investitionen für die geplanten Maßnahmen zur Verbesserung der Gewässerqualität werden sich bis Ende 2015 auf insgesamt 360 Mio. € belaufen. Die ersten Bauarbeiten haben an den Standorten des Werks Werra in Hessen und Thüringen im Oktober 2011 begonnen. Insgesamt sind mehrere Teilprojekte geplant, mit denen das Aufkommen an Salzabwasser durch Veränderungen in den Produktionsverfahren, zum Teil auch durch neue Verfahrenstechnik, bis Ende 2015 im Vergleich zum Jahr 2006 um rund 50 % auf 7 Mio. m³ reduziert werden soll. Damit streben wir für die Einleitung in Gewässer eine Größe von 0,3 m³/t Produkt im Jahr 2015 an. Dies wird eine Senkung der Salzkonzentration im Fluss Werra um etwa 30 % im Vergleich zum Jahr 2006 ermöglichen und weitere, deutliche ökologische Verbesserungen mit sich bringen. Voraussetzung für ein Erreichen dieser Ziele ist es, dass es auch nach 2015 eine ausgewogene Verteilung zwischen Einleitung und Nutzung des Untergrundes gibt. Mit den geplanten Maßnahmen gehen wir an die Grenzen des technisch Sinnvollen und wirtschaftlich Vertretbaren. Damit werden sich nicht nur die Perspektiven für unsere Standorte und ihre Mitarbeiter, sondern auch für sehr viele Menschen in der Region verbessern. Eine Beschreibung möglicher Risiken aus der Veränderung bzw. Versagung behördlicher Genehmigungen im Zusammenhang mit der Entsorgung von Salzabwässern, die eine nachhaltige und wesentliche Beeinträchtigung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der K+S GRUPPE zur Folge hätte, finden Sie im Risikobericht auf Seite 118.

Im Jahr 2011 belief sich die Menge der Salzabwässer auf insgesamt 12,6 Mio. m³ bzw. 0,4 m³/t Produkt (Vorjahr: 13,7 Mio. m³ bzw. 0,4 m³/t Produkt). Hiervon haben wir 6,9 Mio. m³ bzw. 0,2 m³/t Produkt in Gewässer eingeleitet (Vorjahr: 9,4 Mio. m³ bzw. 0,3 m³/t Produkt) und 5,7 Mio. m³ bzw. 0,2 m³/t Produkt versenkt (Vorjahr: 4,3 Mio. m³ bzw. 0,1 m³/t Produkt).

SALZWASSERVERSENKUNG UND -EINLEITUNG

Die Angaben beziehen sich in den Jahren 2011 und 2010 auf die fortgeführten Geschäftstätigkeiten der K+S Gruppe.

Insgesamt wurden im Jahr 2011 12,2 Mio. € in den Gewässerschutz investiert (2010: 15,1 Mio. €). Die Betriebskosten für den Gewässerschütz betrugen 108,4 Mio. € (2010: 93,3 Mio. €).

EFFIZIENTE ENERGIENUTZUNG UND KLIMASCHUTZ

K+S nimmt den Klimaschutz als ökologische und ökonomische Herausforderung ernst. Der Schutz des Klimas gehört zu den zentralen Herausforderungen in den kommenden Jahrzehnten. Wir wollen unseren Beitrag leisten, die vorhandenen Ressourcen noch effizienter zu nutzen.

VERBESSERUNG DER ENERGIEEFFIZIENZ UND REDUZIERUNG DER C02-EMISSIONEN

Zur Verbesserung der Energieeffizienz und zur weiteren Reduzierung der Kohlendioxid-Emissionen an den Standorten der Geschäftsbereiche Kali- und Magnesiumprodukte sowie Salz werden zurzeit folgende wesentliche Maßnahmen verfolgt:

― Nutzung der effizientesten zur Verfügung stehenden Kraftwerks-Technologie: Unsere sechs Kalibergwerke verfügen über eigene Kraftwerke, die mit modernsten Anlagen zur Kraft-Wärme-Kopplung (kwk) ausgestattet sind. Dank erfolgreicher Optimierungsmaßnahmen liegt der Nutzungsgrad unserer Kraftwerke seit Längerem bei über 90 %. Die Standorte arbeiten somit in der Nähe der theoretisch erzielbaren Energieeffizienz. Dennoch wird an weiteren Verbesserungen gearbeitet: So modernisieren wir derzeit in Zusammenarbeit mit e.on am Standort Hattorf die werkseigene Energieversorgung zwecks Erhöhung des Nutzungsgrads des Kraftwerks und der Unabhängigkeit von externer Stromversorgung. Gleichzeitig können jährlich weiter 90.000 t CO2 vermieden werden.

― Rückgewinnung und Nutzung von Abwärme in Produktionsanlagen und Kraftwerken: Das energieintensivste Verfahren im Geschäftsbereich Salz ist die Herstellung von Siedesalz, bei der große Mengen Wasser verdampft werden. Dazu wird Sole in geschlossene Verdampfergefäße geleitet, wo sie bei Temperaturen zwischen 50 bis 150 °c eingedampft wird und das Natriumchlorid auskristallisiert. Dabei ist der Prozess soweit optimiert, dass durch Wärmerückgewinnung und mehrstufige Eindampfapparate, die teilweise im Vakuum betrieben werden, die höchstmögliche Energienutzung erreicht wird.

― Kontinuierliche Optimierung unserer energiesparenden Produktionsverfahren mit dem Ziel der Reduzierung des Energieverbrauchs in der gesamten Wertschöpfungskette. Die für den Betrieb unserer Kraftwerke, Trocknungsanlagen und Siedesalzanlagen erforderliche Energie - Strom und Dampf - wird fast ausschließlich auf Erdgasbasis erzeugt.

ENERGIEVERBRAUCH

In Jahr 2011 betrug der Energieverbrauch insgesamt 8.865 GWh (Vorjahr: 8.958 GWh). Hiervon entfielen 5.773 GWh auf Erd-, Flüssig- bzw. Biogas, 1.384 GWh auf von extern bezogenen Dampf, 1.117 GWh auf Kohle, 539 GWh auf Fremdstrom und 88 GWh auf leichtes und schweres Heizöl. Wir haben 154 GWh Strom in das öffentliche Netz eingespeist.

Der spezifische Energieverbrauch je produzierter Tonne Produkt lag bei 267 kWh/t Produkt (Vorjahr: 268 kWh/t Produkt). Der Energieverbrauch konnte sowohl absolut als auch pro Tonne Produkt erneut leicht gesenkt werden. Dennoch sind die Energiekosten der K+S GRUPPE preisbedingt spürbar angestiegen. Der Energieverbrauch je Tonne hergestellter Ware konnte in den letzten Jahren sukzessive vermindert werden. Wir sehen eine realistische Chance auf eine weitere Senkung des spezifischen Energieverbrauchs auf etwa 250 kWh/t imJahr 2014.

CO2-EMISSIONEN

Die CO2-Emissionen im Jahr 2011 betrugen 1,5 Mio. t (Vorjahr: 1,6 Mio. t). Der Kohlendioxidausstoß je produzierter Tonne Ware lag bei 46 kg/t Produkt (Vorjahr: 49 kg/t Produkt). Der spezifische CO2-Ausstoß konnte somit wie bereits in den Vorjahren weiter verringert werden. Wir sehen eine realistische Chance, die CO2-Emissionen ab dem Jahr 2014 auf ca. 45 kg/t weiter senken zu können. Zudem ist die K+S KALI GMBH Partner der zwischen Bundesregierung und deutscher Wirtschaft vereinbarten Selbstverpflichtung zum Klimaschutz.

2011 (Mio. t) 2010 (Mio. t)
CO2-Emissionen gesamt 1,5 1,6
kg/t Produkt 46 49

SPEZIFISCHER ENERGIEVERBRAUCH

Die Angaben beziehen sich in den Jahren 2011 und 2010 auf die fortgeführten Geschäftstätigkeiten der K+S Gruppe.

2011 (GWh) 2010 (GWh)
Energieverbrauch gesamt 8.865 8.958
davon Erd-, Flüssig- bzw. Biogas 5.773
davon von extern bezogener Dampf 1.384
davon Kohle 1.117
davon Fremdstrom 539
davon leichtes und schweres Heizöl 88
eingespeist ins öffentliche Netz 154
Spezifischer Energieverbrauch je Tonne Produkt 267 kWh/t 268 kWh/t

SPEZIFISCHER KOHLENDIOXIDAUSSTOSS

Die Angaben beziehen sich in den Jahren 2011 und 2010 auf die fortgeführten Geschäftstätigkeiten der K+S Gruppe.

2011 (kg/t) 2010 (kg/t)
Spezifischer CO2-Ausstoß je Tonne Ware 46 49

EMISSIONSHANDEL

Der Emissionshandel ist eines der Instrumente, die das Kyoto-Protokoll aus dem Jahr 1997 zur Reduktion der Treibhausgase vorsieht. Im Jahr 2005 ist das europäische System zum Handel mit Emissions Zertifikaten in Kraft getreten. Unternehmen, die mehr CO2 emittieren, als die ihnen zugeteilten Emissionsrechte erlauben, können wählen, ob sie in Emissionsminderungsprojekte investieren oder Zertifikate zur Emissionsberechtigung auf dem Markt zukaufen. Im Januar 2008 startete die zweite Handelsperiode im Emissionshandel. Weiterhin sind 16 Anlagen der K+S GRUPPE emissionshandelspflichtig.

/WEITERE INFORMATIONEN finden Sie in unserem Unternehmens-/Nachhaltigkeitsbericht auf Seite 80.# 4.5 FORSCHUNG UND ENTWICKLUNG

FORSCHUNGS- UND ENTWICKLUNGSAKTIVITÄTEN

ZIELE UND SCHWERPUNKTE UNSERER FORSCHUNGS- UND ENTWICKLUNGSTÄTIGKEIT

Mit unseren Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten verfolgen wir grundsätzlich zwei Ziele:
― die Erhöhung des Kundennutzens
― einen möglichst effizienten Einsatz der Ressourcen

Vor diesem Hintergrund konzentrieren wir unsere Forschungs- und Entwicklungstätigkeiten auf die Verfahrensoptimierung sowie die Produktneu- und -Weiterentwicklung. Die kontinuierliche Überprüfung und Fortentwicklung der von uns angewendeten Produktionsverfahren und -prozesse soll eine nachhaltige und effiziente Nutzung von Rohstoffen, Kapital, Energie und Personal sicherstellen. Dazu analysieren wir neue Technologien und Materialien und betreiben eigene Forschungseinrichtungen mit den Schwerpunkten Produktentwicklung, Produktaufbereitung, Verfahrenstechnik und Analytik.

Im Rahmen der Neuentwicklung und Verbesserung der von uns angebotenen Düngemittel setzen wir uns für die praxisorientierte Forschung auf dem Gebiet der Pflanzenernährung ein und erarbeiten Lösungen für den erhöhten Nahrungs- und Futtermittelbedarf aufgrund einer wachsenden Weltbevölkerung sowie sich ändernder Ernährungsgewohnheiten. Unsere landwirtschaftliche Anwendungsberatung unterstützt Kunden beim Einsatz unserer Produkte vor Ort und schafft einen Wissenstransfer in die weniger entwickelten Regionen.

Auch im Jahr 2011 standen die Anstrengungen zur Verringerung unvermeidbarer fester und flüssiger Rückstände bei der Kaliproduktion im Vordergrund. Im Rahmen des Maßnahmenpakets zum Gewässerschutz wurden weitere Untersuchungen durchgeführt und vielversprechende Entwicklungen im Bereich neuer Aufbereitungstechnologien vorangetrieben.

Schwerpunkte der verfahrenstechnischen Forschung bildeten die weitere Verbesserung der Herstellungs- und Veredelungsverfahren sowie die Flexibilisierung der Prozesse zur Anpassung an veränderte Rohstoff-, Produktions- oder Marktbedingungen. Darüber hinaus wurden die Arbeiten zur Verbesserung der Explorationsverfahren für die Kali- und Salzlagerstätten fortgesetzt.

Mit Blick auf das Legacy Projekt haben wir unsere Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten im Solungsbergbau und in der Aufbereitung der zukünftig gewonnenen Solen ausgebaut. In der anwendungsorientierten landwirtschaftlichen Forschung haben wir Projekte mit unserem im Jahr 2010 gemeinsam mit der Universität Göttingen gegründeten Forschungsinstitut vorangetrieben. Bei MORTON SALT lag der Schwerpunkt der Forschung auf der Weiterentwicklung von Produktalternativen zur Reduktion des Natriumgehalts in Speisen sowie auf Produktentwicklungen in den Segmenten Wasserenthärtungs- und Auftausalze.

Das F&E-Budget der K+S GRUPPE wird konzernweit zentral koordiniert und mit dem Vorstand abgestimmt. Um Synergiepotenziale zu fördern, werden zentrale Wissensdatenbanken für die Forschungsergebnisse und das technisch-wissenschaftliche Know-how gepflegt.

NUTZUNG VON EXTERNEM F&E-KNOW-HOW

Die Forschungsstrategie der K+S GRUPPE umfasst interne sowie externe Forschungsaktivitäten. Einen wichtigen Bestandteil bilden Kooperationen, die einen effektiven Wissenstransfer aus der Forschung in die Praxis, den Zugriff auf ein internationales Netzwerk sowie die Nutzung von Synergien erlauben. Im Jahr 2011 wurden für die Kooperation mit externen Forschungseinrichtungen 2,3 Mio. € aufgewendet (2010: 2,3 Mio. €); dies sind etwa 13 % unserer insgesamt in diesem Geschäftsjahr aufgewendeten Forschungs- und Entwicklungskosten von 17,8 Mio. €.

Die eingesetzten Mittel konzentrierten sich auf die folgenden Bereiche:

INTERNATIONALE FELDVERSUCHE

Wir vergeben weltweit angelegte Feldversuche an spezialisierte und erfahrene Landwirtschaftsbetriebe, die direkt von unseren Mitarbeitern oder von lokal ansässigen landwirtschaftlichen Instituten wissenschaftlich begleitet werden. Diese Vorgehensweise ermöglicht es uns, wertvolle Erkenntnisse in unterschiedlichen Klimazonen, auf lokalen Böden sowie für verschiedene Anbaukulturen zu gewinnen und unsere Produkte dementsprechend zu optimieren.

ZUSAMMENARBEIT MIT DEM INTERNATIONAL PLANT NUTRITION INSTITUTE

Zur Optimierung der Düngungsstrategien bei Ölpalmen führt das ipni (international plant nutrition Institute), Norcross, usa, ein Projekt zur ,Best Management Practice' durch. Das Projekt wird von der K+S KALI GMBH finanziell unterstützt und hat das Ziel, das Best-Practice-Konzept bei den Plantagengesellschaften zu etablieren, um im Rahmen einer nachhaltigen und ökonomischen Bewirtschaftung die Ölerträge zu steigern.

GEMEINSAMES INSTITUTE OF APPLIED PLANT NUTRITION MIT DER UNIVERSITÄT GÖTTINGEN

Im November 2010 haben die K+S KALI GMBH und die Universität Göttingen ein organisatorisch und rechtlich selbständiges An-Institut für angewandte Pflanzenernährung (INSTITUTE OF APPLIED PLANT NUTRITION - IAPN) gegründet. Für die Leitung der Abteilung Pflanzenernährung konnte im Jahr 2011 mit Professor Dr. Dittert ein renommierter Wissenschaftler auf diesem Forschungsgebiet gewonnen werden. Ziel des iapn ist es, im Rahmen einer Public-Private-Partnership eine Schnittstelle zwischen Wissenschaft und Wirtschaft zu schaffen und den Schwerpunkt auf die praxisorientierte Forschung im Bereich Pflanzenernährung zu legen. Das erarbeitete Wissen kann durch die K+S-Anwendungsberater rasch in die Praxis transferiert werden; insbesondere werden wir zukünftig den Einfluss einer optimalen Düngung mit den Nährstoffen Kali, Magnesium, Schwefel und Natrium auf die Wassernutzungseffizienz des Systems Boden/Pflanze erforschen. Ein weiteres wichtiges Arbeitsgebiet im iapn ist die Rolle von Magnesium als wichtiger Nährstoff im Pflanzenbau.

ENTWICKLUNGSORIENTIERTE AGRARFORSCHUNG

Gemeinsam mit dem Internationalen Kartoffelforschungszentrum cip sowie der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (giz) erforscht die K+S KALI GMBH die ausgewogene Düngung der Kartoffel als weltweit drittwichtigstes Grundnahrungsmittel. Im Vordergrund steht die Bekämpfung der Armut in den Partnerländern der deutschen Entwicklungszusammenarbeit in Asien, Afrika sowie Mittel- und Lateinamerika. Der gemeinsame Letter of Intent wurde im Mai 2011 unterzeichnet.

ZUSAMMENARBEIT MIT DER WETSUS-FORSCHUNGSPLATTFORM

Im Rahmen einer weiteren Public-Private-Partnership unterstützen wir die niederländische wetsus-Forschungsplattform bei Arbeiten zum Thema ,Blue Energy'. Dabei werden Möglichkeiten erforscht, beim Austausch zwischen zwei Lösungen mit stark unterschiedlichen Salzkonzentrationen, z.B. Flusswasser beim Übertritt ins Meer, elektrische Energie zu gewinnen. Darüber hinaus forschen wir gemeinsam mit wetsus in der Arbeitsgruppe "Salz" an der Gewinnung von Trinkwasser sowie nutzbaren Salzen aus den Konzentraten von Meerwasserentsalzungsanlagen; erste Projekte haben das Stadium der Grundlagenforschung abgeschlossen, und es werden aktuell Pilotanlagen im Technikumsmaßstab konzipiert.

HOCHSCHULKOOPERATIONEN

In den wirtschafts- und naturwissenschaftlichen sowie technischen Bereichen kooperieren wir mit Hochschulen, bislang überwiegend in Deutschland. Im Rahmen solcher Kooperationen unterstützen wir bundesweit Hochschulabsolventen finanziell bei Studien-, Diplom- und Doktorarbeiten im Bereich unserer Forschungs- und Entwicklungsschwerpunkte. Dies gibt uns die Möglichkeit, Talente frühzeitig zu erkennen und qualifizierte Nachwuchskräfte für unser Unternehmen zu gewinnen. Ein Schwerpunkt im Jahr 2011 war die Kooperation mit den technischen Hochschulen Aachen, Clausthal-Zellerfeld und Freiberg.

AUFTRÄGE AN DIE FORSCHUNGSEINRICHTUNGEN DER BASF

K+S NITROGEN kooperiert mit BASF zur Erforschung innovativer stickstoffhaltiger Düngemittel; die vertragliche Basis ermöglicht es uns, Aufträge flexibel und projektbezogen an BASF zu vergeben und daneben mit anderen Hochschulinstituten und Forschungsanstalten kooperieren zu können.

FORSCHUNGSKENNZAHLEN

FORSCHUNGSKOSTEN UND ENTWICKLUNGSINVESTITIONEN

Die Forschungskosten der fortgeführten Geschäftstätigkeiten beliefen sich im Berichtszeitraum auf insgesamt 17,8 Mio. € und lagen somit deutlich über dem Niveau des Vorjahres (2010: 13,8 Mio. €). Der Hauptteil der Forschungskosten entfiel erneut auf die Verbesserung der Produktionsverfahren zur Verringerung fester und flüssiger Produktionsrückstände in der Kaliproduktion. Darüber hinaus wurden rund 2,6 Mio. € für Forschungsprojekte auf dem Gebiet des Solungsbergbaus im Rahmen der geplanten Bohrungen und der Aussolung der ersten Kaverne des Legacy Projekts in Saskatchewan aufgewendet.# 4.5 FORSCHUNG UND ENTWICKLUNG
Gemessen am Umsatz beträgt die Forschungsintensität der K+S GRUPPE 0,3 % (2010: 0,3 %); dieser Prozentsatz liegt in etwa auf dem in unserer Branche üblichen Niveau.

Nach ifrs müssen bestimmte Entwicklungskosten in der Bilanz aktiviert werden. Diese Entwicklungsinvestitionen lagen für die fortgeführten Geschäftstätigkeiten im Berichtsjahr mit 1,6 Mio. € (2010: 0,7 Mio. €) über dem Niveau des Vorjahres und fielen im Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte an. Im Wesentlichen wurde in die Entwicklung und Weiterentwicklung unserer Bergbaufahrzeuge und Abbaumaschinen sowie die Abbautechnik investiert. Die Aktivierung wird in den kommenden Jahren Abschreibungen auf Entwicklungsinvestitionen nach sich ziehen, diese liegen allerdings auf einem relativ geringen Niveau.

Die Anzahl der in der Forschung beschäftigten Mitarbeiter stieg aufgrund von Einstellungen in der Unternehmensleitung sowie im Morton SALT-Forschungsinstitut in den USA auf 78 (2010:73) an.

FORSCHUNGSKOSTEN

2011 2010
Kali- und Magnesiumprodukte 9,0 5,2
Stickstoffdüngemittel 0,8 1,3
Salz 3,0 2,5
Sonstige Forschungskosten 5,0 4,8
Gesamt 17,8 13,8

¹ Angaben beziehen sich auf die fortgeführten Geschäftstätigkeiten der K+S Gruppe.

AUSGEWÄHLTE FORSCHUNGS- UND ENTWICKLUNGSPROJEKTE SOWIE -ERGEBNISSE

GESCHÄFTSBEREICH KALI- UND MAGNESIUMPRODUKTE

ERFORSCHUNG UND ENTWICKLUNG TROCKENER AUFBEREITUNGSTECHNOLOGIEN

Im Rahmen des Maßnahmenpakets zum Gewässerschütz wurden weitere Untersuchungen durchgeführt und vielversprechende Entwicklungen im Bereich von trockenen Aufbereitungstechnologien vorangetrieben.

OPTIMIERUNG DER EXPLORATIONSVERFAHREN

Die Optimierung der Explorationsverfahren für Kalilagerstätten wurde im Jahr 2011 fortgesetzt. Ziel ist es, künftig noch bessere Prognosen für die Abbauplanung treffen zu können. Im Rahmen der Visualisierung der Lagerstätten wurden u.a. Feldversuche zur Weiterentwicklung der Mess- und Sensortechnik durchgeführt, um die Qualität der Ausgangsdaten für Computermodelle zu verbessern.

FORSCHUNGSKENNZAHLEN

2011 2010 2009 2008 2007
Forschungskosten 17,8 13,8 18,7 18,1 15,5
Forschungsintensität (Forschungskosten/Umsatz) 0,3% 0,3% 0,5% 0,4% 0,5%
Aktivierte Entwicklungsinvestitionen 1,6 0,7 1,8 2,8 2,7
Mitarbeiter (Anzahl) 78 73 78 65 56

¹ Die Angaben beziehen sich in den Jahren 2011 und 2010 auf die fortgeführten Geschäftstätigkeiten der K+S Gruppe.

QUALIFIKATIONSSTRUKTUR IM BEREICH FORSCHUNG UND ENTWICKLUNG

2011 2010
1 Fachausbildung 45 46
2 Promotion 25 26
3 Studium 21 18
4 Meister/Techniker 9 10

¹ Die Angaben beziehen sich auf die fortgeführten Geschäftstätigkeiten der K+S Gruppe.

BERUFSGRUPPEN IM BEREICH FORSCHUNG UND ENTWICKLUNG

2011 2010
1 Laborfachkräfte 46 46
2 Naturwissenschaftler 32 30
3 Kaufmännische Berufe 11 11
4 Ingenieure 10 12
5 Sonstige 1 1

¹ Die Angaben beziehen sich auf die fortgeführten Geschäftstätigkeiten der K+S Gruppe.

EINSATZ VON ONLINE-ANALYTIK

Im Jahr 2011 trieben wir den Einsatz von innovativer Online-Analytik, d.h. chemischen Analyseverfahren, die vor Ort schnelle Ergebnisse über die Zusammensetzung des Rohsalzes oder der Salzlösungen liefern, voran. Die kontinuierliche Datenerfassung in Echtzeit führt zu einer Prozessoptimierung in unseren Produktionsstätten und erlaubt eine noch effizientere und effektivere Rohsalzaufbereitung.

GESCHÄFTSBEREICH STICKSTOFFDÜNGEMITTEL

ERFORSCHUNG DER ERTRAGSWIRKUNG VON STICKSTOFFDÜNGEMITTELN

Die Wirksamkeit verschiedener Stickstoffdünger wurde an zahlreichen landwirtschaftlichen Kulturen und unter unterschiedlichsten Bedingungen in lokalen Böden untersucht. Darüber hinaus wurde die Umweltrelevanz von Sulfat- und Stickstoffemissionen bei der Düngung analysiert. Dabei werden unter exakt kontrollierten Versuchsbedingungen die Sulfatauswaschung im Boden sowie die Lachgas-Emission (N2O) von Stickstoffdüngemittein anhand einer mehrjährigen Versuchsanordnung gemessen. Ziel ist es, die Umweltverträglichkeit sowie Vorteilhaftigkeit unserer Produkte zu bestätigen.

ENTWICKLUNG EINES UREASE-INHIBITORS

Im Rahmen der Forschungsaktivitäten der K+S NITROGEN wurde ein Urease-Inhibitor entwickelt, der die Ammoniakverluste bei der Anwendung von Harnstoff erheblich verringern kann und damit eine effizientere Stickstoffversorgung ermöglicht.

GESCHÄFTSBEREICH SALZ

OPTIMIERUNG DER ABBAUFÜHRUNG UND ANLAGENSTANDORTE IM TAGEBAU

Die Modellierung der Salzlagerstätte in unserem Tagebau in der chilenischen Atacama-Wüste konnte im Jahr 2011 zusammen mit der technischen UNIVERSITÄT CLAUSTHAL-ZELLERFELD abgeschlossen werden. Mit diesem Projekt erreichen wir eine Optimierung des Tagebauzuschnitts und des Abbaus sowie die bestmögliche Festlegung von Standorten neuer Produktaufbereitungsanlagen.

INNOVATIVE AUFTAUMITTEL

MORTON SALT untersuchte neue und verbesserte Rezepturen sowie Anwendungsempfehlungen für Auftaumittel mit dem Ziel, Konsumenten und gewerblichen Nutzern Einsatzmöglichkeiten bei noch tieferen Temperaturen zu bieten, die Korrosion zu mindern und die Einsatzmengen sowie die Wirkung in Bereichen mit geringer Verkehrsdichte wie z.B. Parkplätze und Wohnanlagen zu optimieren.

WEITERENTWICKLUNG DER WASSERENTHÄRTUNGSSALZE

MORTON SALT entwickelte im Jahr 2011 die nächste Generation an Wasserenthärtungssalzen. Ziel ist es, diesen Markt weiterhin durch innovative Produkte anzuführen.

NATRIUMREDUZIERUNG IN LEBENSMITTELN

Um Nahrungsmittelherstellern in den USA zu ermöglichen, den dortigen Ernährungsleitlinien nachzukommen, wurden weitere Studien zur Reduktion von Natrium in Lebensmitteln durchgeführt.

FORSCHUNG AUF DEM GEBIET DES ERZABBAUS

Zusammen mit Kunden erforschten wir die Möglichkeit, durch den Einsatz von Salz ökologische Verbesserungen beim Erzabbau und der Erzaufbereitung zu erzielen. In regelmäßigen Abständen werden alle Forschungsprojekte mit den Auftraggebern in Bezug auf Fortschritt, Anwendbarkeit, Rahmenbedingungen, Realisierungswahrscheinlichkeit sowie Rendite Chancen gemeinsam überprüft.

MARKENPORTFOLIO UND PATENTBESTAND

Das K+S-Markenportfolio wuchs in den fortgeführten Geschäftsbereichen im Jahr 2011 um 191 Anmeldungen bzw. Neuzugänge. Als Dachmarken nutzt die K+S GRUPPE U.a. ACTION MELT®, CÉRÉBOS®, KALI-STIER®, MORTON®, SPL®, UMBRELLA GIRL®, VATEL® und WIND-SOr®. Als Produktmarken werden z.B. AXAL®, ENTEC®, KORN-KALI®, NITR0PH0SKA®, PATENTKALI® und KALI-SEL® verwendet. Weitere Marken für Speisesalz in Chile sind sal lobOS® und die natriumreduzierte Produktreihe BIOSAL LIGHT® sowie BLIZZARD WIZARD® für Auftausalz in den USA. 64 nicht mehr genutzte Markenrechte wurden aufgegeben. Die K+S GRUPPE hält damit zum Stichtag in den fortgeführten Geschäftsbereichen 2.804 (2010: 2.677) nationale Markenschutzrechte, die aus 635 Basismarken resultieren. Weltweit gehören der K+S GRUPPE derzeit 67 Patentfamilien, die durch 303 (2010: 284) nationale Rechte geschützt werden. Die Patente werden unter anderem in den Bereichen elektrostatische Aufbereitungsverfahren, Granulatherstellung und Flotation angewendet. Im Jahr 2011 stieg der Patentbestand um 30 Schutzrechte. Lizenz einnahmen wurden nicht erzielt.

4.6 ÜBERBLICK ÜBER DEN GESCHÄFTSVERLAUF

GESAMTWIRTSCHAFTLICHE RAHMENBEDINGUNGEN

Das Wachstum der Weltwirtschaft im Jahr 2011 hat sich nach einem gemäßigten Anstieg in den ersten drei Quartalen zum Ende des Jahres merklich abgekühlt. Das Bruttoinlandsprodukt nahm, wie bereits im Quartalsfinanzbericht 03/11 erwartet, dennoch um insgesamt 3,7% zu. Nicht nur in den Industriestaaten, sondern auch in den Schwellenländern verlor das Wachstum im Laufe des Jahres an Schwung. Grund hierfür waren zum einen eine stark nachlassende Dynamik bei Exporten, zum anderen geringere binnenwirtschaftliche Impulse infolge des Auslaufens von Konjunkturprogrammen und einer Straffung der Geldpolitik in diesen Ländern. Der Anstieg der Verbraucherpreise hat sich weltweit im Jahr 2011 deutlich beschleunigt.

In der Eurozone nahm die Wachstumsgeschwindigkeit im Jahresverlauf 2011 zunehmend ab. Wegen der Zuspitzung der Staatsschuldenkrise wurden in einer Vielzahl von Ländern Maßnahmen ergriffen, um das Defizit im Staatshaushalt zu reduzieren. Belastungen aufgrund der Staats Schuldenkrise sorgten in den Kernländern Deutschland und Frankreich für eine nachlassende wirtschaftliche Dynamik, die Unsicherheit an den Finanzmärkten wirkte sich im Jahresverlauf zunehmend auch auf die Realwirtschaft aus. Das Bruttoinlandsprodukt in Deutschland wuchs im Jahr 2011 um 3,0 % nach einem Anstieg von 3,7% im Vorjahr. In einigen Ländern Europas zeigte sich sogar ein Schrumpfen der Wirtschaft: In Spanien und Italien wuchs das Bruttoinlandsprodukt im Verlauf des Jahres kaum, Griechenland und Portugal rutschten in eine tiefe Rezession. Das Bruttoinlandsprodukt der gesamten Eurozone erhöhte sich dennoch um 1,7%, die Inflation betrug 2,5%. Die EUROPÄISCHE ZENTRALBANK (EZB) erhöhte den Leitzins Mitte des Jahres auf 1,5%, nahm diese Zinserhöhung aber bis zum Jahresende in zwei Schritten wieder auf ein Niveau von 1,0 % zurück.

PROZENTUALE VERÄNDERUNG DES BRUTTOINLANDSPRODUKTS

2011 2010 2009 2008 2007
Deutschland +3,0% +3,7% -4,7% +1,3% +2,5%
Europäische Union (EU-27) +1,7% +1,9% -4,2% +1,2% +3,1%
Welt +3,7% +5,1% -0,8% +3,1% +4,8%

Quelle: Deka Bank

Die Konjunktur in den USA entwickelte sich im Laufe des Jahres leicht positiv. Nachdem der kräftige Ölpreisanstieg zu Jahresbeginn und die wirtschaftlichen Auswirkungen der Naturkatastrophe in Japan die Erholung gebremst hatten, nahm sie in der zweiten Jahreshälfte wieder etwas an Fahrt auf. Die politische Auseinandersetzung über die Anhebung der Schuldenobergrenze im Juli und August und die Schuldenkrise in Europa machten sich vor allem in Form von geringeren Lagerinvestitionen der Unternehmen bemerkbar.# 1,8 %
Die Bruttoinlandsprodukt stieg im Jahr 2011 um 1,8 %, die Verbraucherpreise um 3,2%. In den Schwellenländern kühlte sich die Konjunktur im Verlauf des Jahres 2011 - nach einer äußerst kräftigen Expansion der gesamtwirtschaftlichen Produktion im Jahr 2010 - merklich ab. Die Auswirkungen der Schuldenkrise im Euroraum sowie die konjunkturelle Unsicherheit in den Vereinigten Staaten und in Japan schlugen sich zunehmend auf die Konjunktur in den aufstrebenden Volkswirtschaften nieder.

EUR/USD-ENTWICKLUNG VERSUS CAD/USD UND RUB/USD

ABB: 4.6.2

Auf den Rohstoffmärkten zeigte sich im Jahresverlauf ein uneinheitliches Bild. Nach einem Anstieg des Ölpreises (Brent) vor dem Hintergrund der Unruhen in Nordafrika und im Nahen Osten zu Beginn des Jahres kam es in der zweiten Jahreshälfte aufgrund der sich eintrübenden Konjunktur zu einer leichten Abschwächung. Zum Jahresende lag der Ölpreis bei 107 US$ je Barrel. Im Jahresdurchschnitt kostete ein Barrel Öl gut 110 US$, etwa 30 US$ bzw. 38 % mehr als im Jahr 2010. Bei Agrarrohstoffen kam es, insbesondere im dritten Quartal, zu einem deutlichen Rückgang. In den letzten Wochen des Jahres stiegen die Preise allerdings wieder spürbar an; während der Maispreis zum Jahresende leicht über dem Vorjahresniveau lag, notierten die Preise für Weizen, Sojabohnen und Palmöl 15 bis 20 % unter den Werten des Vorjahres.

ABB: 4.6.1

Die Entwicklung an den internationalen Devisenmärkten war von einem volatilen Verlauf des US-Dollars geprägt. Nachdem sich der US-Dollar zu Beginn des Jahres auf etwa 1,48 USD/EUR abschwächte, stieg er in der zweiten Jahreshälfte deutlich an und notierte Ende Dezember gegenüber dem Euro mit 1,30 USD/EUR etwa 3% stärker als ein Jahr zuvor (31.12.2010: 1,34 USD/EUR). Im Jahresdurchschnitt lag der US-Dollar bei 1,39 USD/ EUR und ging damit um knapp 5% zurück (2010:1,33 USD/EUR).

ABB: 4.6.2

AUSWIRKUNGEN AUF K+S
Die Veränderungen der gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen hatten folgende Auswirkungen auf den Geschäftsverlauf von K+S:

  • Die Folgen der Schuldenkrise machten sich gegen Ende des Jahres auch in unserem Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte bemerkbar. Die Finanzkrise 2008/ 09 noch vor Augen, zeigte sich der Handel zum Jahresende verunsichert und stellte sonst übliche Voreinlagerungen an Düngemitteln zurück. Die Auswirkungen auf das Gesamtjahr 2011 waren aber relativ gering, nach 7,06 Mio. t im Vorjahr setzte der Geschäftsbereich im Jahr 2011 6,93 Mio. t ab und erreichte damit wiederum eine hohe Auslastung.
  • Die Energiekosten der K+S GRUPPE werden insbesondere durch die Gaspreise beeinflusst. Aufgrund vereinbarter Energiebezugsklauseln mit unseren Lieferanten schlagen sich Energiepreisveränderungen im Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte i.d.R. erst mit einem Zeitverzug von sechs bis neun Monaten in unserer Kostenrechnung nieder. Vor diesem Hintergrund führte das im Verlauf des Jahres 2011 deutlich gestiegene Energiepreisniveau zu einem preisbedingten Anstieg der Energiekosten der K+S GRUPPE in der zweiten Jahreshälfte 2011.
  • Die von uns für den Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte eingesetzten Sicherungsinstrumente führten mit durchschnittlich 1,35 USD/EUR inklusive Sicherungskosten (2010: 1,35 USD/EUR) zu einem im Vergleich zum durchschnittlichen USD/ EUR-Kassakurs (1,39 USD/EUR) günstigeren Umrechnungskurs.
  • Neben dem USD/EUR-Währungsverhältnis ist auch der relative Vergleich zwischen dem Euro sowie den Währungen unserer Wettbewerber jeweils zum US-Dollar für uns von Bedeutung. Ein starker US-Dollar hat bei den meisten Kaliproduzenten der Welt einen positiven Einfluss auf die Ertragskraft in ihrer jeweiligen Landeswährung; dies liegt daran, dass der Großteil der weltweiten Kaliproduktion außerhalb des US-Dollarraums liegt, jedoch beinahe sämtliche Verkäufe, mit Ausnahme des europäischen Marktes, in US-Dollar fakturiert werden. Abbildung 4.6.2 zeigt, dass sich die vorübergehende Schwäche des US-Dollars gegenüber dem Euro in den ersten neun Monaten negativ auf die K+S GRUPPE auswirkte. Der Nachteil fiel insbesondere im Vergleich zu Wettbewerbern aus Kanada höher aus, reduzierte sich zum Ende des Jahres jedoch wieder deutlich.

EINE ERLÄUTERUNG DER MASSNAHMEN ZUR ABSCHWÄCHUNG VON ENERGIEPREISRISIKEN finden Sie im Risikobericht auf Seite 128.

BRANCHENSPEZIFISCHE RAHMEN BEDINGUNGEN

GESCHÄFTSFELD DÜNGEMITTEL

Nach der Normalisierung der Düngemittelnachfrage im Jahr 2010 waren besonders die ersten neun Monate des Jahres 2011 von einer starken Nachfrage geprägt. Im vierten Quartal kam es allerdings zu einer vorsichtigeren Disposition der Voreinlagerungen auf Seiten des Handels. Obwohl sich die Preise einiger Agrarprodukte im Verlauf des Jahres nach sehr hohen Notierungen abschwächten, lagen sie weiterhin auf einem Niveau, das die Ertragsperspektiven der Landwirtschaft begünstigt, sodass sich immer noch ein deutlicher Anreiz bot, den Ertrag je Hektar durch einen höheren Düngemitteleinsatz zu steigern. Eine Weltkalinachfrage von rund 59 Mio. t führte bei Kali- und Magnesiumprodukten, insbesondere in den ersten neun Monaten, zu einer weltweit sehr hohen Auslastung der Produktionskapazitäten. Dies hatte Auswirkungen auf die Preisentwicklung von Kaliumchlorid. Das weltweite Preisniveau stieg von rund 400 US$/t auf über 500 US$/t an. K+S setzte in Europa während des Jahres mehrere Preiserhöhungen durch. Der Preis für granuliertes Kaliumchlorid konnte in drei Schritten von 335 €/t zu Beginn des Jahres auf bis zu 375 €/t erhöht werden.

EINE DARSTELLUNG DER AGRARPREISENTWICKLUNG finden Sie in Abbildung 4.6.1 auf Seite 89.

Auch die Stickstoffdüngemittelanlagen waren im Jahr 2011 weltweit gut ausgelastet, und die Nachfrage nach Mehrnährstoff- und Stickstoffeinzeldüngern sowie Ammonsulfat befand sich in den ersten neun Monaten auf einem hohen Niveau. Allerdings machte sich die beschriebene Zurückhaltung der Handels stufe im vierten Quartal auch bei Stickstoffdüngemitteln bemerkbar. Die Preise für Stickstoffdüngemittel stiegen im Vergleich zum Durchschnitt des Vorjahres deutlich an, nachdem es bei den Einsatzstoffen ebenfalls zu deutlichen Preissteigerungen gekommen war.

GESCHÄFTSFELD SALZ

AUFTAUSALZ - WESTEUROPA

Die winterliche Witterung im ersten Quartal führte im westeuropäischen Auftausalzmarkt zu einer überdurchschnittlichen Nachfrage, die allerdings deutlich unter dem Rekordniveau des Vorjahres lag. Auch im Früheinlagerungsgeschäft für die Wintersaison 2011/12 während des zweiten und dritten Quartals kam es aufgrund der überdurchschnittlichen winterlichen Witterung zu Beginn des Jahres zu einer starken Auftausalznachfrage; das Preisniveau erhöhte sich im Verlauf des Jahres spürbar. Die sich noch bis in das vierte Quartal erstreckende Voreinlagerung führte trotz einer relativ milden Witterung gegen Ende des Jahres zu einem insgesamt durchschnittlichen Start in die Wintersaison 2011/2012.

AUFTAUSALZ - NORDAMERIKA

Zu Beginn des Jahres löste die winterliche Witterung an der Ostküste der Vereinigten Staaten eine überdurchschnittliche Nachfrage nach Auftausalz aus; in Kanada war die Nachfrage normal. Das nordamerikanische Preisniveau lag aufgrund des milden Winters des Vorjahres und der damit verbundenen relativ hohen Lagerbe stände jedoch unter dem des Vergleichs Zeitraums. An der Ostküste der Vereinigten Staaten kam es zu einem relativ frühen Start des Voreinlagerungsgeschäfts; aufgrund niedriger Frachtraten für Salzimporte entwickelten sich die Preise in den dortigen Ausschreibungen moderat rückläufig. In den übrigen für K+S wichtigen Auftausalzregionen der Vereinigten Staaten und auch in Kanada stieg die Nachfrage nach Auftausalz in der Voreinlagerungsphase. Die Preise im Mittleren Westen blieben stabil, während ein leichter Preisanstieg in Kanada zu beobachten war. Eine relativ milde Witterung im vierten Quartal, sowohl in den Vereinigten Staaten als auch in Kanada, führte zu einer unterdurchschnittlichen Nachfrage nach Auftausalz.

GEWERBESALZ

Der Gewerbe salzmarkt war im Jahr 2011 in Europa und Südamerika von einer stabilen Nachfrageentwicklung und einem leichten Preisanstieg geprägt. Im nordamerikanischen Markt war, insbesondere bei Wasserenthärtungsprodukten, aufgrund der Konjunkturlage in den USA nach wie vor eine Kaufzurückhaltung festzustellen.

SPEISESALZ

Die Nachfrage nach Speise salz zeigte sich im Berichtsjahr in Europa sowie Süd- und Nordamerika in guter Verfassung. In Europa und Nordamerika kam es zu einem leichten Anstieg des Preisniveaus, in Südamerika gingen die Preise dagegen zurück.

INDUSTRIESALZ

Die Nachfrage nach Industrie salzen stabilisierte sich in Europa zu Beginn des Jahres auf einem hohen Niveau und ermöglichte im Laufe des Jahres spürbare Preiserhöhungen. Die amerikanische und südamerikanische Industriesalznachfrage entwickelte sich im Berichtsjahr stabil.

DIE MARKTPOSITIONEN DER GESCHÄFTSBEREICHE finden Sie im Bereich ,Konzernstruktur und Geschäftstätigkeit' auf Seite 59.

WESENTLICHE, FÜR DEN GESCHÄFTSVERLAUF URSÄCHLICHE EREIGNISSE

  • Der internationale Düngemittelmarkt zeichnete sich im Jahr 2011 - wie bereits unter der Rubrik ,Branchenspezifische Rahmenbedingungen' beschrieben - insbesondere in den ersten neun Monaten des Jahres 2011 durch eine starke Nachfrage aus. Dies führte dazu, dass die Kapazitätsauslastung der meisten Kaliproduzenten ein relativ hohes Niveau erreichte, sodass K+S auch angesichts eines steigenden Weltmarktpreisniveaus die Preise für granuliertes Kaliumchlorid in Europa im Verlauf des Jahres von 335 €/t auf bis zu 375 €/t anheben konnte. Die europäischen Produktionsanlagen für Stickstoffdüngemittel waren im Jahr 2011 ebenfalls gut ausgelastet; die Preise für Stickstoffdüngemittel zogen im Jahresverlauf angesichts steigender Einstandskosten deutlich an.
  • Die Verkäufe von Auftausalz sind erheblich von der winterlichen Witterung während des ersten und vierten Quartals abhängig.Vor diesem Hintergrund führte das in den ,branchenspezifischen Rahmenbedingungen' beschriebene positive und im Gesamtjahr über dem langjährigen Absatzdurchschnitt liegende Auftausalzgeschäft zu einem überdurchschnittlichen Umsatz- und Ergebnisbeitrag des Geschäftsbereichs Salz. Gemäß der Zwei-Säulen-Strategie der K+S GRUPPE, die vorsieht, insbesondere in den Geschäftsbereichen Kali und Magnesiumprodukte sowie Salz zu wachsen und Managementressourcen sowie finanzielle Mittel hierauf zu fokussieren, wurde das compo-Geschäft mit Wirkung zum 18. Oktober 2011 an den europäischen Private-Equity-Investor triton veräußert. Der Unternehmenswert betrug 205 Mio. €, mit der Veräußerung war ein Buchverlust in Höhe von 102,3 Mio. € verbunden.

ENTWICKLUNG DES AKTIENKURSES

Eine detaillierte Beschreibung des K+S-Aktienkurses mit Kursverläufen, Kennzahlen und weiteren wichtigen Informationen rund um die K+S-Aktie finden Sie im Kapitel ,K+S am Kapitalmarkt' auf Seite 23.

GESAMTAUSSAGE DES VORSTANDS ZUM GESCHÄFTSVERLAUF 2011

Das Jahr 2011 war für die K+S GRUPPE ein sehr erfolgreiches Jahr - trotz aller Unsicherheiten etwa wegen der Staats Schuldenkrise im Euroraum und ihres möglichen Übergreifens auf die Realwirtschaft oder des Zustands des Finanzsektors infolge der Immobilienkrise in Nordamerika. Unser Düngemittelgeschäft war besonders in den ersten neun Monaten von einer starken Nachfrage geprägt. Im vierten Quartal kam es zu einer vorsichtigeren Disposition der Voreinlagerungen auf Seiten des Handels. Obwohl sich die Preise wichtiger Agrarprodukte im Verlauf des Jahres nach sehr hohen Notierungen etwas abschwächten, lagen sie weiterhin auf einem attraktiven Niveau, das für Landwirte weltweit einen deutlichen Anreiz bot, den Ertrag je Hektar auch durch einen höheren Düngemitteleinsatz zu steigern. Im Geschäftsbereich Salz führte die winterliche Witterung im ersten Quartal sowohl in Nordamerika als auch in Europa zu einer überdurchschnittlichen Nachfrage. Trotz des im vierten Quartal schwächeren Winters konnten die Absatzmengen des Vorjahres insgesamt wieder erreicht werden, so dass das Salzgeschäft im Jahr 2011 insgesamt erneut deutlich über dem langfristigen Durchschnitt lag. Wir erwirtschafteten im Jahr 2011 einen Umsatz in Höhe von 5,2 Mrd. €; dies ist ein Anstieg gegenüber dem Vorjahr von 11%. Das operative Ergebnis konnte um 37% auf 976 Mio. € gesteigert werden, damit erzielte die K+S GRUPPE das zweitbeste Ergebnis in ihrer Geschichte.

VERGLEICH DES TATSÄCHLICHEN MIT DEM PROGNOSTIZIERTEN GESCHÄFTSVERLAUF

UMSATZPROGNOSE

Die im Rahmen des Finanzberichts 2010 vom Vorstand mit Stand 1. März 2011 abgegebene Prognose für das Jahr 2011 (noch inklusive der nicht fortgeführten Geschäftstätigkeiten der compo) ging davon aus, dass der Umsatz gegenüber dem Niveau des Vorjahres spürbar ansteigen sollte. Vor dem Hintergrund der sich im Verlauf des ersten Quartals 2011 abzeichnenden positiven Nachfrage- und Preistendenzen wurde die Prognose mit der Veröffentlichung des Quartalsfinanzberichts Q1/11 im Mai auf einen deutlichen Umsatzanstieg erhöht. Der Ausblick des im August veröffentlichten Halbjahresfinanzberichts h1/11 enthielt erstmals eine konkrete Bandbreite der Umsatzerwartung in Höhe von 5,00 bis 5,30 Mrd. €. Dieser Ausblick wurde im Quartalsfinanzbericht Q3/11 mit einer Umsatzerwartung von 5,00 bis 5,25 Mrd. € weiter konkretisiert. Der Umsatz der K+S GRUPPE im Jahr 2011 erreichte 5,15 Mrd. € und lag damit wie erwartet deutlich über dem Niveau des Vorjahres und innerhalb der prognostizierten Bandbreite.

SOLL-/IST-VERGLEICH 2011

Prognose Finanzbericht 2010¹ Prognose Q1/11¹ Prognose H1/11 Prognose 9M/10 Ist 2011 Ist 2010 %
K+S Gruppe
Umsatz Mrd. € spürbarer Anstieg deutlicher Anstieg 5,00 bis 5,30 5,00 bis 5,25 5,15 4,63 11,2
EBITDA Mio.€ deutlicher Anstieg kräftiger Anstieg 1.150 bis 1.300 1.150 bis 1.250 1.217,7 953,0 27,8
Operatives Ergebnis (EBIT I) Mio.€ deutlicher Anstieg kräftiger Anstieg 950 bis 1.050 950 bis 1.000 975,7 714,5 36,6
Finanzergebnis Mio.€ deutliche Verbesserung deutliche Verbesserung deutliche Verbesserung deutliche Verbesserung -63,9 -120,0 46,8
Konzernsteuerquote, bereinigt % 26-27 26-27 26-27 etwa 27 26,1 23,7 -
Konzernergebnis aus fortgeführter Geschäftstätigkeit, bereinigt Mio.€ deutlicher Anstieg kräftiger Anstieg 650 bis 720 650 bis 690 673,6 453,8 48,4
Ergebnis je Aktie aus fortgeführter Geschäftstätigkeit, bereinigt € deutlicher Anstieg kräftiger Anstieg 3,40 bis 3,75 3,40 bis 3,60 3,52 2,37 48,5
Konzernergebnis nach Steuern, bereinigt ² Mio.€ deutlicher Anstieg kräftiger Anstieg 560 bis 630 550 bis 590 581,8 445,3 30,7
Ergebnis je Aktie, bereinigt ² € deutlicher Anstieg kräftiger Anstieg 2,95 bis 3,30 2,90 bis 3,10 3,04 2,33 30,5
Investitionen ³ Mio.€ >300 ⁴ >300 ⁴ 280 ⁴ 300 ⁵ 294,1 188,6 55,9
Abschreibungen ³ Mio.€ 250 250 230 230 242,0 238,5 1,5
Energiekosten Mio.€ spürbarer Anstieg spürbarer Anstieg spürbarer Anstieg spürbarer Anstieg 277,2 259,6 6,8
Personalaufwand Mio.€ spürbarer Anstieg spürbarer Anstieg moderater Anstieg moderater Anstieg 976,1 944,4 3,4
Frachtkosten Mio.€ stabil stabil stabil stabil 813,7 838,5 -3,0
Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte
Absatzmenge Mio.t 7,0 7,0 7,0 rund 7 6,93 7,06 -1,8
Geschäftsbereich Salz
Absatzmenge Festsalz Mio.t 22 bis 23 22 bis 23 etwa 23 gut 23 22,73 22,53 0,9
- davon Auftausalz Mio.t 13 bis 14 13 bis 14 etwa 14 etwa 14 13,31 13,49 -1,3

¹ Prognose enthielt noch die nicht fortgeführten Geschäftstätigkeiten der COMPO.
² Ergebnis aus fortgeführter und nicht fortgeführter Geschäftstätigkeit
³ Investitionen in bzw. Abschreibungen auf Sachanlagen, immaterielle Vermögenswerte und als Finanzinvestition gehaltene Immobilien sowie Abschreibungen auf Finanzanlagen.
⁴ Zuzüglich der Investitionen für das Legacy Projekt.
⁵ Einschließlich der Investitionen für das Legacy Projekt von 40 Mio. € im Jahr 2011.

AUFWANDSPROGNOSE

Im Finanzbericht 2010 prognostizierten wir, dass die Gesamtkosten im Vergleich zum Vorjahr spürbar ansteigen könnten - diese Aussage hatte das ganze Jahr über Bestand. Beim Personalaufwand erwarteten wir zunächst einen spürbaren Anstieg, seit der Veröffentlichung des Quartalsfinanzberichts m/11 im August wurde mit einem moderaten Anstieg gerechnet. Bei den Energiekosten gingen wir von Beginn an von einem spürbaren Anstieg aus, bei den Frachtkosten von einer stabilen Entwicklung. Die Abschreibungen erwarteten wir zunächst bei etwa 250 Mio. €, seit der Veröffentlichung des Quartalsfinanzberichts H1/11 rechneten wir mit etwa 230 Mio. €. Im Jahr 2011 lag der Personalaufwand mit 976,1 Mio. € wie erwartet moderat über dem des Vorjahres. Bei den Energiekosten bestätigte sich unsere Prognose angesichts eines Anstiegs um 7% auf 277,2 Mio. €. Die Frachtkosten gingen um knapp 3 % auf 813,7 Mio. € zurück und lagen damit sogar leicht unter unseren Erwartungen. Die Abschreibungen lagen im Jahr 2011 bei 242,0 Mio. €.

ERGEBNISPROGNOSE

Die im Rahmen des Finanzberichts 2010 vom Vorstand am 1. März 2011 formulierte Ergebnisprognose ging davon aus, dass das operative Ergebnis EBIT I im Geschäftsjahr 2011 deutlich höher ausfallen könnte als im Vorjahr. Im Quartalsfinanzbericht Q1/11 wurde dann, aufgrund der verbesserten Ertragssichten in den Geschäftsbereichen Kali- und Magnesiumprodukte sowie Stickstoff, ein kräftiger Anstieg des Ergebnisses in Aussicht gestellt. Im Halbjahresfinanzbericht m/11 konkretisierten wir die Prognose auf eine Bandbreite von 950 bis 1.050 Mio. € und verengten diese mit der Veröffentlichung des Quartalsberichts Q3/11 auf 950 bis 1.000 Mio. €. Schluss endlich stieg das operative Ergebnis im Gesamtjahr 2011 mit 975,7 Mio. € gegenüber dem Wert des Vorjahres (714,5 Mio. €) um etwa 37% an und lag damit innerhalb der von uns im Quartalsbericht Q3/11 prognostizierten Bandbreite.

INVESTITIONSPROGNOSE

Im Finanzbericht 2010 rechneten wir ohne Einbeziehung der Investitionen für das Legacy Projekt für das Jahr 2011 noch mit Investitionen von gut 300 Mio. €. Im Halbjahresfinanzbericht m/11 haben wir diese Prognose zunächst um 20 Mio. €, im Quartalsfinanzbericht Q3/11 um weitere 20 Mio. € reduziert, allerdings für das Legacy Projekt eine Investitionsvolumen in Höhe von 40 Mio. € einbezogen und somit wieder Investitionen in Höhe von rund 300 Mio. € erwartet. Die Reduzierungen waren auf die Veräußerung der compo und Verzögerungen bei Investitionsprojekten zurückzuführen. Schlussendlich betrug das Investitionsvolumen im Gesamtjahr 2011 294,1 Mio. €.

4.7 ERTRAGSLAGE

Die Beschreibung der Ertragslage in den Jahren 2011 und 2010 bezieht sich, soweit nicht anders bezeichnet, auf die fortgeführten Geschäftstätigkeiten der K+S GRUPPE. Das COMPO-Geschäft wird aufgrund seiner Veräußerung gemäß IFRS 5 als "nicht fortgeführte Geschäftstätigkeit" ausgewiesen. Die Gewinn- und Verlustrechnung des Vorjahres wurde entsprechend angepasst.

UMSATZ MIT 5,2 MRD. € UM 11 % GESTIEGEN

Im Geschäftsjahr 2011 haben wir einen Umsatz von 5.150,9 Mio. € erzielt, dieser lag um 11% über dem Wert des Vorjahres. Unterjährig lässt sich an den Quartalsumsätzen erneut eine gewisse Saisonalität erkennen; so fallen das erste und das vierte Quartal tendenziell stärker, das zweite und dritte Quartal etwas schwächer aus.# UMSATZ UND ERGEBNIS ENTWICKLUNG

ERGEBNISVORSTELLUNG

Bei einer mengenmäßigen Betrachtung profitiert das erste Quartal im Geschäftsfeld Düngemittel üblicherweise von der einsetzenden Frühjahrsdüngung in Europa. Das Auftausalzgeschäft konzentriert sich in der Regel auf das erste und vierte Quartal eines Jahres, während im zweiten und dritten Quartal Voreinlagerungen zu in der Regel günstigeren Preisen stattfinden.

/TAB: 4.7.2 /

EINE DETAILLIERTE ERLÄUTERUNG DER UMSÄTZE DER EINZELNEN GESCHÄFTSBEREICHE finden Sie auf Seite 110.

ABWEICHUNGSANALYSE

TAB: 4.7.1 scroll in % 2011
Umsatzveränderung +11,2
- mengen-/strukturbedingt -0,8
- preis-/preisstellungsbedingt +13,6
-währungsbedingt -1,6
- konsolidierungsbedingt -

Der Umsatzanstieg im Jahr 2011 ist insbesondere auf positive Preiseffekte zurückzuführen, die leicht negative Währungs- und Mengeneffekte mehr als ausgleichen konnten. Die Geschäftsbereiche Kali- und Magnesiumprodukte sowie Stickstoffdüngemittel erzielten vor allem aufgrund höherer Preise deutliche Umsatzzuwächse. Im Geschäftsbereich Salz konnte der Umsatz annähernd auf dem hohen Niveau des Vorjahres gehalten werden, nachdem das Jahr 2011 insgesamt von einem überdurchschnittlichen Auftausalzabsatz gekennzeichnet war.

/TAB: 4.7.1 /

DETAILLIERTE AUFSTELLUNGEN DER DURCHSCHNITTSPREISE UND ABSÄTZE finden Sie in den Tabellen 4.10.3 und 4.10.8

Mit 41 % war der Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte der umsatzstärkste Geschäftsbereich der K+S GRUPPE, gefolgt von Salz und Stickstoffdüngemitteln.

/ABB: 4.7.1 /

In Europa erzielten wir einen Umsatz von 2,6 Mrd. € (+11 %). Damit entfiel die Hälfte des Gesamtumsatzes auf diese Region. Nordamerika erreichte einen Umsatzanteil von 23 % und Südamerika von 12 %. Auf Asien entfielen 11% des Gesamtumsatzes.

/ABB: 4.7.2 /

UMSATZ NACH GESCHÄFTSBEREICHEN

TAB: 4.7.2 scroll in Mio. € Q1/11 Q2/11 Q3/11 Q4/11 2011 2010
Kali- und Magnesiumprodukte 578,0 502,4 508,8 542,7 2.131,9 1.867,0
Stickstoffdüngemittel 328,1 228,5 320,8 279,4 1.156,8 902,4
Salz 682,5 282,4 306,5 438,7 1.710,1 1.728,8
Ergänzende Geschäftsbereiche 38,2 36,4 37,7 38,1 150,4 134,0
Überleitung 0,1 0,1 0,2 1,3 1,7 0,5
K+S Gruppe 1.626,9 1.049,8 1.174,0 1.300,2 5.150,9 4.632,7
Anteil am Gesamtumsatz (%) 31,6 20,4 22,8 25,2 100,0 -
scroll in Mio. € %
Kali- und Magnesiumprodukte +14,2
Stickstoffdüngemittel +28,2
Salz -1,1
Ergänzende Geschäftsbereiche +12,2
Überleitung +240,0
K+S Gruppe +11,2
Anteil am Gesamtumsatz (%) -

UMSATZ NACH GESCHÄFTSBEREICHEN

ABB: 4.7.1 scroll in % 2011 2010
1 Kali- und Magnesiumprodukte 41,4 40,3
2 Stickstoffdüngemittel 22,5 19,5
3 Salz 33,2 37,3
4 Ergänzende Geschäftsbereiche 2,9 2,9

UMSATZ NACH REGIONEN

ABB: 4.7.2 scroll in % 2011 2010
1 Europa 50,1 50,3
- davon Deutschland 15,7 17,3
2 Nordamerika 23,4 25,2
3 Südamerika 12,0 11,4
4 Asien 11,3 10,7
5 Afrika, Ozeanien 3,2 2,4

AKTUELLE UND KÜNFTIGE AUFTRAGSENTWICKLUNG

Für den Großteil des Geschäfts der K+S GRUPPE bestehen keine längerfristigen Vereinbarungen über feste Mengen und Preise. Im Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte ist der Anteil des Auftragsbestands in Relation zum Umsatz mit weniger als 10 % am Jahresende gering; dies ist branchenüblich. Das Geschäft ist durch langfristige Kundenbeziehungen sowie revolvierende Rahmenvereinbarungen mit unverbindlichen Mengen- und Preisindikationen geprägt. Im Geschäftsbereich Salz werden Auftausalzverträge für die öffentliche Hand in Europa, Kanada und den USA in Form von öffentlichen Ausschreibungen vergeben. An diesen nehmen wir jeweils im zweiten und dritten Quartal für die bevorstehende Wintersaison, aber zu einem gewissen Teil auch für darauf folgende Winter teil. Die Verträge beinhalten Preis- sowie Höchstmengenvereinbarungen. Da die tatsächlichen Volumina allerdings von der winterlichen Witterung abhängen und daher im Vorhinein unsicher sind, können sie nicht als Auftragsbestand klassifiziert werden. Dies gilt auch für Vereinbarungen mit Mindestabnahmeverpflichtungen seitens unserer Kunden, da diese i.d.R. bei schwacher Nachfrage in einer Saison auf den nächsten Winter fortgeschrieben werden können. Ein Ausweis des Auftragsbestands der K+S GRUPPE und ihrer Geschäftsbereiche ist aus den genannten Gründen für die Beurteilung der kurz- und mittelfristigen Ertrags-kraft nicht aussagekräftig.

EBITDA NACH GESCHÄFTSBEREICHEN

TAB: 4.7.3 scroll in Mio. € Q1/11 Q2/11 Q3/11 Q4/11 2011 2010
Kali- und Magnesiumprodukte 224,2 205,9 192,8 210,9 833,8 567,1
Stickstoffdüngemittel 34,2 10,4 17,5 9,5 71,6 45,2
Salz 169,9 40,9 43,6 83,5 337,9 369,7
Ergänzende Geschäftsbereiche 9,7 6,2 8,2 4,9 29,0 27,7
Überleitung 1 -13,1 -15,9 -7,6 -18,0 -54,6 -56,7
K+S Gruppe 424,9 247,5 254,5 290,8 1.217,7 953,0
Anteil am Gesamt-EBITDA (%) 34,9 20,3 20,9 23,9 100,0 -
scroll in Mio. € %
Kali- und Magnesiumprodukte +47,0
Stickstoffdüngemittel +58,4
Salz -8,6
Ergänzende Geschäftsbereiche +4,7
Überleitung 1 +3,7
K+S Gruppe +27,8
Anteil am Gesamt-EBITDA (%) -

1 Aufwendungen und Erträge, die den Geschäftsbereichen nicht zuordenbar sind, werden gesondert erfasst und in der Zeile "Überleitung" dargestellt

EBITDA-MARGE

ABB: 4.7.3

ENTWICKLUNG AUSGEWÄHLTER KOSTENARTEN

Zu den wichtigsten Kostenarten im Einzelnen: Der Personalaufwand der K+S GRUPPE ist mit 976,1 Mio. € bzw. rund 20 % des Umsatzes gegenüber dem Vorjahr um 3 % gestiegen; die Personalkosten ohne Rückstellungseffekte stiegen im Vergleich zum Jahr 2010 aufgrund von Tariferhöhungen und einer gestiegenen Mitarbeiterzahl um 4 % auf 987,0 Mio. €. Die Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren (Materialkosten), gemessen am Umsatz etwa 25 %, erhöhten sich insbesondere aufgrund gestiegener Einstandspreise im Geschäftsbereich Stickstoffdüngemittel um etwa 23 % auf 1,36 Mrd. €. Die Frachtkosten betrugen etwa 15% vom Umsatz und gingen insbesondere mengen- sowie wechselkursbedingt um etwa 3 % auf 813,7 Mio. € zurück. Die Energiekosten, etwa 5% des Umsatzes, erhöhten sich wie erwartet im Wesentlichen preisbedingt um 7 % auf 277,2 Mio. €.

ERFREULICHE ERGEBNISENTWICKLUNG IM ABGELAUFENEN GESCHÄFTSJAHR

ERGEBNIS VOR ZINSEN, STEUERN UND ABSCHREIBUNGEN (EBITDA) DEUTLICH GESTIEGEN

Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) stieg im Berichtsjahr um 28 % auf 1.217,7 Mio. € (2010: 953,0 Mio. €). Der Anstieg wurde insbesondere getragen von den deutlichen Ergebnisverbesserungen in den Geschäftsbereichen Kali- und Magnesiumprodukte und Stickstoffdüngemittel. Auch die EBITDA-Marge erreichte mit 23,6% ein erfreuliches Niveau. Da das EBITDA nicht von Abschreibungen auf im Rahmen von Kaufpreisallokationen vorgenommene Wertansätze beeinflusst wird und diese sich nach der Akquisition von MORTON SALT deutlich erhöht haben, kommt dem EBITDA zur Beurteilung der operativen Ertragskraft mittlerweile eine höhere Bedeutung zu.

/TAB: 4.7.3 /ABB: 4.7.3 /

EBIT I NACH GESCHÄFTSBEREICHEN

TAB: 4.7.4 scroll in Mio. € Q1/11 Q2/11 Q3/11 Q4/11 2011 2010
Kali- und Magnesiumprodukte 202,4 184,4 171,3 181,4 739,5 475,9
Stickstoffdüngemittel 33,7 9,9 16,8 9,0 69,4 43,3
Salz 139,1 11,0 13,3 48,0 211,4 238,1
Ergänzende Geschäftsbereiche 8,1 4,6 6,6 -1,4 17,9 21,2
Überleitung 1 -14,9 -18,0 -9,5 -20,1 -62,5 -64,0
K+S Gruppe 368,4 191,9 198,5 216,9 975,7 714,5
Anteil am Gesamt-EBIT I (%) 37,8 19,7 20,3 22,2 100,0 -
scroll in Mio. € %
Kali- und Magnesiumprodukte +55,4
Stickstoffdüngemittel +60,3
Salz -11,2
Ergänzende Geschäftsbereiche -15,6
Überleitung 1 +2,3
K+S Gruppe +36,6
Anteil am Gesamt-EBIT I (%) -

1 Aufwendungen und Erträge, die den Geschäftsbereichen nicht zuordenbar sind, werden gesondert erfasst und in der Zeile "Überleitung" dargestellt

EBIT-MARGE

ABB: 4.7.4

OPERATIVES ERGEBNIS EBIT I DEUTLICH GESTIEGEN

Die Steuerungsgröße der K+S GRUPPE, das operative Ergebnis EBIT I, stieg um 261,2 Mio. € bzw. 37% auf 975,7 Mio. € (2010: 714,5 Mio. €). Darin sind Abschreibungen in Höhe von 242,0 Mio. € berücksichtigt, diese haben sich gegenüber dem Vorjahr um 3,5 Mio. € erhöht. Die EBIT-Marge erreichte mit 18,9% einen sehr guten Wert.

/ EINE DEFINITION DES EBIT I UND EINE ERLÄUTERUNG DES BEGRIFFS KAUFPREISALLOKATION finden Sie im Glossar auf Seite 218.

Das operative Ergebnis wurde insbesondere durch die folgenden Effekte beeinflusst: Die Geschäftsbereiche Kali- und Magnesiumprodukte sowie Stickstoffdüngemittel steigerten ihre Ergebnisse vor allem aufgrund der im Jahresverlauf gestiegenen Düngemittelpreise. Das Ergebnis des Geschäftsbereichs Salz lag unter dem Wert des Vorjahres, da das Auftausalzgeschäft zwar überdurchschnittlich verlief, aufgrund eines anderen Regionalmixes aber nicht das Rekordniveau des Vorjahres erreichte. In den Ergänzenden Geschäftsbereichen kam es aufgrund von außerplanmäßigen Abschreibungen zu einem Ergebnisrückgang. Der Saldo der Aufwendungen und Erträge, die den Geschäftsbereichen nicht zuordenbar sind (Überleitung), entwickelte sich weitgehend stabil und belief sich im Berichtsjahr auf -62,5 Mio. € (2010: -64,0 Mio. €). Die beim Umsatz beschriebene Saisonalität zeigte sich auch beim Ergebnis.

/TAB: 4.7.4 /ABB: 4.7.4 /

EINE DETAILLIERTE ERLÄUTERUNG DER ERGEBNISSE DER EINZELNEN GESCHÄFTSBEREICHE finden Sie auf Seite 110.

ERGEBNIS NACH OPERATIVEN SICHERUNGSGESCHÄFTEN EBIT II DEUTLICH GESTIEGEN

Das Ergebnis nach operativen Sicherungsgeschäften EBIT II erreichte im Berichtsjahr 951,2 Mio. € nach 719,1 Mio. € im Vorjahr. Die Differenz zwischen EBIT II und EBIT I betrug -24,5 Mio. € (2010: +4,6 Mio. €), davon entfielen -26,2 Mio. € (2010: -0,8 Mio. €) auf die Bewertung der noch ausstehenden operativen, antizipativen Sicherungsgeschäfte und +1,7 Mio. € (2010: +5,4 Mio. €) auf die Neutralisierung der in Vorperioden erfassten Marktschwankungen. Die gesunkenen Marktwerte der noch ausstehenden Sicherungsgeschäfte sind auf einen im Vergleich zum Vorjahresstichtag stärkeren US-Dollar zurückzuführen.

/ EINE DEFINITION DES EBIT II finden Sie im Glossar auf Seite 218.# ENTWICKLUNG ÜBRIGER WESENTLICHER POSTEN DER GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

BRUTTOMARGE MIT 38% AUF DEM NIVEAU DES VORJAHRS

Im Jahr 2011 stiegen Umsatz und Herstellungskosten jeweils um rund 11%. Dies führte zu einer konstant hohen Bruttomarge von 38 %. Es war uns möglich, die auf Seite 96 beschriebenen Kostensteigerungen durch höhere Preise auszugleichen.

VERTRIEBSKOSTEN AUF VORJAHRESNIVEAU

Die Vertriebskosten der K+S GRUPPE lagen im Berichtsjahr bei 843,6 Mio. € (2010: 836,5 Mio. €). Auch die Ausgangsfrachten, die über die Hälfte der Vertriebskosten ausmachen, lagen mit 531,6 Mio. € in etwa auf dem Niveau des Vorjahres. Die übrigen Kosten für Vertriebspersonal, Vermarktung und Supply-Chain-Management stiegen moderat an und betrugen im Berichtsjahr 312,0 Mio. € (2010: 295,0 Mio. €). Darin ist ein niedriger zweistelliger Millionenbetrag für Werbung in Form von Anzeigen, Broschüren, tv- und Radiospots, Messen, Produkteinführungen etc. enthalten. Der Großteil dieser Kosten entsteht in den Geschäftsbereichen Salz sowie Kali- und Magnesiumprodukte.

ALLGEMEINE VERWALTUNGSKOSTEN LEICHT ANGESTI(E)GEN

Im Jahr 2011 stiegen die allgemeinen Verwaltungskosten um 9,9 Mio. € bzw. 6 % auf 182,1 Mio. €. Ein großer Teil dieses Anstiegs entfiel auf die infolge höherer Ergebnisse gestiegene erfolgsabhängige Vergütung sowie Aufwendungen im Rahmen der IT-Umstellung bei MORTON SALT. Der Anteil der Verwaltungskosten am Umsatz lag mit 3,5 % auf dem Niveau des Vorjahres.

SONSTIGE BETRIEBLICHE ERTRÄGE ÜBERTREFFEN AUFWENDUNGEN

Der Saldo aus sonstigen betrieblichen Erträgen und Aufwendungen belief sich im Jahr 2011 auf +18,4 Mio. € nach -12,1 Mio. € im Vorjahres Zeitraum. Die Verbesserung resultiert im Wesentlichen aus niedrigeren Rückstellungszuführungen.

BETEILIGUNGSERGEBNIS BEI 9,6 MIO. €

Das Beteiligungsergebnis lag im Jahr 2011 mit 9,6 Mio. € über dem Niveau des Vorjahres (2010: 4,1 Mio. €); dies ist auf höhere Beteiligungserträge von nicht konsolidierten Unternehmen zurückzuführen.

FINANZERGEBNIS DEUTLICH VERBESSERT

Das Finanzergebnis setzt sich aus dem Zinsergebnis und dem sonstigen Finanzergebnis zusammen. Das Zinsergebnis verbesserte sich im Jahr 2011 sehr deutlich auf -64,9 Mio. € (2010: -122,8 Mio. €). Hier schlug sich insbesondere der Wegfall von Einmalaufwendungen aus der Neustrukturierung der Finanzverbindlichkeiten im Vorjahr nieder. Darüber hinaus war der Zinsaufwand des Vorjahres durch einen außerplanmäßigen Zinsaufwand für bergbauliche Rückstellungen (23,0 Mio. €) aufgrund der Herabsetzung des durchschnittlichen gewichteten Diskontierungsfaktors belastet. Der nicht zahlungswirksame Zinsaufwand der Rücksteilungen für bergbauliche Verpflichtungen sank vor diesem Hintergrund auf insgesamt 21,9 Mio. € gegenüber 44,4 Mio. € im Jahr 2010. Die nicht zahlungswirksamen Zinsaufwendungen für Pensionsrückstellungen lagen mit 4,0 Mio. € unter dem Niveau des Vorjahres (2010: 6,8 Mio. €). Insgesamt betrug das Finanzergebnis -63,9 Mio. € nach -120,0 Mio. € im Vorjahr.

(BEREINIGTES) ERGEBNIS VOR ERTRAGSTEUERN STARK VERBESSERT

Das Ergebnis vor Ertragsteuern betrug im Berichtsjahr 887,3 Mio. € (2010: 599,1 Mio. €). Bereinigt man die Effekte aus den Marktwertschwankungen der operativen, antizipativen Sicherungsgeschäfte (24,5 Mio. €), gelangt man zu einem bereinigten Ergebnis vor Ertragsteuern in Höhe von 911,8 Mio. €. Diese Kenngröße ist damit gegenüber dem Vorjahreswert um 317,3 Mio. € bzw. 53 % gestiegen.

(BEREINIGTES) KONZERNERGEBNIS AUS FORTGEFÜHRTER GESCHÄFTSTÄTIGKEIT STARK GESTIEGEN

Das Konzernergebnis nach Steuern aus fortgeführter Geschäftstätigkeit lag im Berichtsjahr bei 656,1 Mio. € (2010:457,1 Mio. €). Für die Berechnung des erwarteten Ertragsteueraufwands wurde ein inländischer Konzernsteuersatz von 28,4% (Vorjahr: 28,2%) zugrunde gelegt. Im Jahr 2011 fiel ein Steueraufwand von insgesamt 230,7 Mio. € (2010:141,2 Mio. €) an; dieser beinhaltet einen latenten und damit nicht zahlungswirksamen Steuerertrag von 4,9 Mio. € (2010: latenter Steuerertrag 33,7 Mio. €).

HERLEITUNG DES BEREINIGTEN KONZERNERGEBNISSES AUS FORTGEFÜHRTER GESCHÄFTSTÄTIGKEIT

TAB: 4.7.5
scroll in Mio. € 2011 2010
Konzernergebnis aus fortgeführter Geschäftstätigkeit 656,1 457,1
Ertrag (-)/Aufwand (+) aus Marktwertschwankungen der noch ausstehenden operativen, antizipativen Sicherungsgeschäfte +26,2 +0,8
Neutralisierung der in Vorperioden erfassten Marktwertsehwankungen von realisierten operativen, antizipativen Sicherungsgeschäften -1,7 -5,4
Eliminierung daraus resultierender latenter bzw. zahlungswirksamer Steuern -7,0 +1,3
Bereinigtes Konzernergebnis aus fortgeführter Geschäftstätigkeit 673,6 453,8

Zur besseren Vergleichbarkeit weisen wir zusätzlich ein bereinigtes Konzernergebnis aus fortgeführter Geschäftstätigkeit aus, welches Effekte aus operativen, antizipativen Sicherungsgeschäften eliminiert. Des Weiteren werden auch die aus der Bereinigung resultierenden Effekte auf die latenten und zahlungswirksamen Steuern eliminiert. Die Ermittlung des bereinigten Konzernergebnisses wird in Tabelle 4.7.5 dargestellt.

Das bereinigte Konzernergebnis aus fortgeführter Geschäftstätigkeit lag mit 673,6 Mio. € um 219,8 Mio. € bzw. rund 50 % über dem Wert des Vorjahres (2010: 453,8 Mio. €). Die wesentliche Ursache hierfür war das stark gestiegene operative Ergebnis. Die bereinigte Konzernsteuerquote betrug im Berichtsjahr 26,1 % nach 23,7% im Vorjahr. Die Umsatzrendite erreichte mit 13,1 % auch im Vergleich zu den Vorjahren ein attraktives Niveau.

KONZERNERGEBNIS UND ERGEBNIS JE AKTIE

| TAB: 4.7.6 | | | | | | |
| :---------------------------------------------------------------------------------------------------------- | :------ | :---- | :---- | :---- | :---- | :---- | :---- |
| scroll in Mio. € | Q1/11 | Q2/11 | Q3/11 | Q4/11 | 2011 | 2010 |
| Konzernergebnis aus fortgeführter Geschäftstätigkeit | 283,3 | 126,2 | 101,1 | 145,5 | 656,1 | 457,1 |
| Konzernergebnis ¹ | 293,6 | 28,6 | 91,0 | 151,1 | 564,3 | 448,6 |
| Ergebnis je Aktie aus fortgeführter Geschäftstätigkeit (€) | 1,48 | 0,66 | 0,53 | 0,76 | 3,43 | 2,39 |
| Ergebnis je Aktie (€) ¹ | 1,54 | 0,15 | 0,48 | 0,79 | 2,95 | 2,34 |
| Durchschnittl. Anzahl Aktien (Mio.) | 191,20 | 191,32 | 191,40 | 191,40 | 191,33 | 191,34 |
| Konzernergebnis aus fortgeführter Geschäftstätigkeit bereinigt ² | 261,6 | 126,8 | 131,9 | 153,3 | 673,6 | 453,8 |
| Konzernergebnis, bereinigt ¹ ,² | 271,9 | 29,2 | 121,8 | 158,9 | 581,8 | 445,3 |
| Ergebnis je Aktie aus fortgeführter Geschäftstätigkeit bereinigt (€) ² | 1,37 | 0,66 | 0,69 | 0,80 | 3,52 | 2,37 |
| Ergebnis je Aktie, bereinigt (€) ¹ ,² | 1,42 | 0,15 | 0,64 | 0,83 | 3,04 | 2,33 |

scroll in Mio. € %
Konzernergebnis aus fortgeführter Geschäftstätigkeit +43,5
Konzernergebnis ¹ +25,8
Ergebnis je Aktie aus fortgeführter Geschäftstätigkeit (€) +43,5
Ergebnis je Aktie (€) ¹ +26,1
Durchschnittl. Anzahl Aktien (Mio.) -
Konzernergebnis aus fortgeführter Geschäftstätigkeit bereinigt ² +48,4
Konzernergebnis, bereinigt ¹ ,² +30,7
Ergebnis je Aktie aus fortgeführter Geschäftstätigkeit bereinigt (€) ² +48,5
Ergebnis je Aktie, bereinigt (€) ¹ ,² +30,5

¹ Ergebnis aus fortgeführter und nicht fortgeführter Geschäftstätigkeit
² Die bereinigten Kennzahlen beinhalten lediglich das im EBIT I enthaltene Ergebnis aus operativen, antizipativen Sicherungsgeschäften derjeweiligen Berichtsperiode, welches Effekte aus den Marktwertschwankungen der Sicherungsgeschäfte eliminiert (siehe auch ,Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung und Gesamtergebnisrechung' auf Seite 180). Ebenso werden darauf entfallende Effekte auf latente und zahlungswirksame Steuern eliminiert; Steuersatz 2011:28,4% (2010: 28,2%).

BEREINIGTES ERGEBNIS JE AKTIE AUS FORTGEFÜHRTER GESCHÄFTSTÄTIGKEIT ERREICHT 3,52 € (2010: 2,37 €)

Das bereinigte Ergebnis je Aktie aus fortgeführter Geschäftstätigkeit erreichte im Berichtsjahr 3,52 € und hat sich gegenüber dem Vorjahreswert von 2,37 € um rund 50% erhöht. Für die aktuelle Berechnung wurde eine durchschnittliche Anzahl an ausstehenden Aktien von 191,33 Mio. Stückaktien zugrunde gelegt (Vorjahr: 191,34 Mio. Stückaktien). Zum 31. Dezember 2011 hielten wir keine eigenen Aktien im Bestand. Die Gesamtanzahl der ausstehenden Aktien der K+S GRUPPE belief sich am Jahresende auf 191,40 Mio. Stückaktien. Das unverwässerte, bereinigte Ergebnis je Aktie ist der Quotient aus dem bereinigten Konzernergebnis nach Steuern und Anteilen Dritter und der gewichteten durchschnittlichen Anzahl ausstehender Aktien. Da bei K+S derzeit keine der Bedingungen erfüllt ist, die zu einer Verwässerung des Ergebnisses je Aktie führen könnte, entspricht das unverwässerte Ergebnis je Aktie dem verwässerten Ergebnis je Aktie.

BEREINIGTES KONZERNERGEBNIS UND BEREINIGTES ERGEBNIS JE AKTIE

Das bereinigte Konzernergebnis (einschließlich nicht fortgeführter Geschäftstätigkeit) erreichte 581,8 Mio. € (2010: 445,3 Mio. €). Auf die darin enthaltenen, nicht fortgeführten Geschäftstätigkeiten der compo entfielen - 91,8 Mio. €, die sich aus der erfolgten Wertkorrektur in Höhe von 102,3 Mio. € und dem Nettoergebnis der compo bis zum Closing im Oktober in Höhe von 10,5 Mio. € zusammensetzen. Das bereinigte Ergebnis je Aktie (einschließlich nicht fortgeführter Geschäftstätigkeit) erreichte 3,04 € (2010: 2,33 €). Auf die nicht fortgeführten Geschäftstätigkeiten der compo entfielen -0,48 €.

DETAILLIERTE ANGABEN ZUR VERÄUSSERUNG DER COMPO finden Sie im Anhang auf Seite 169.

KENNZAHLEN ZUR ERTRAGSLAGE

MARGENKENNZAHLEN

Die Margenkennzahlen haben sich gegenüber dem Vorjahr deutlich verbessert. Das Ergebnis vor Abschreibungen, Zinsen und Steuern von 1.217,7 Mio. € führte zu einer EBITDA-Marge von 23,6% (2010: 20,6%), die EBIT-Marge erreichte 18,9 % nach 15,4 % im Jahr 2010. Auch die Umsatzrendite liegt mit 13,1 % deutlich über dem Vorjahreswert von 9,8%.

DEFINITIONEN DER VERWENDETEN KENNZAHLEN finden Sie im Kapitel ,Weitere Informationen' auf Seite 217.

RENDITEKENNZAHLEN

Stark gestiegene Ergebnisbeiträge führten im Berichtsjahr trotz einer ebenfalls gestiegenen Kapitalbindung zu einem deutlichen Anstieg der Renditekennziffern: Unsere Eigenkapitalrendite nach Steuern erreichte im Berichtsjahr 20,2% (2010: 18,7%) und die Gesamtkapitalrendite 16,4% (2010:14,7%).# Die bei uns besonders beachtete Rendite auf das eingesetzte Kapital, der roce, betrug für das Berichtsjahr 27,5 % nach 22,0 % im Vorjahreszeitraum. Er liegt damit deutlich über unseren Kapitalkosten von 8,6 % vor Steuern, d.h., die K+S GRUPPE hat im abgelaufenen Geschäftsjahr einen Value Added von 670,8 Mio. € geschaffen.

/TAB: 4.7.7 / EINE DETAILLIERTE ERLÄUTERUNG DER FINANZIELLEN STEUERUNGSKENNZAHLEN finden Sie auf Seite 74.

HERLEITUNG DER KAPITALKOSTEN

Der gewichtete durchschnittliche Kapitalkostensatz der K+S GRUPPE ergibt sich als Summe des Verzinsungsanspruchs der Eigenkapitalgeber auf den Eigenkapitalanteil sowie der Fremdkapitalverzinsung auf den verzinslichen Fremdkapitalanteil am Gesamtkapital. Da es sich um eine Nachsteuerbetrachtung handelt, wird der durchschnittliche Fremdkapitalzins um die Unternehmenssteuerquote reduziert.

Der Verzinsungsanspruch der Eigenkapitalgeber ergibt sich aus einem risikolosen Zinssatz zuzüglich einer Risikoprämie. Als risikoloser Zinssatz wurde der Mittelwert der Renditen von Staatsanleihen in Euro mit einer Laufzeit von einem bis 30 Jahren herangezogen; Ende 2011 lag dieser bei 2,4% (Vorjahr: 3,0%). Die Risikoprämie wurde aus dem empirischen Mittelwert der Marktrisikoprämie von 4,5% (Vorjahr: 4,5%) und dem für K+S gültigen, längerfristig adjustierten Betafaktor in Höhe von 1,04 (Vorjahr: 1,01) gegenüber dem Vergleichsindex msci europe ermittelt. Demnach ergibt sich ein Renditeanspruch der Eigenkapitalgeber in Höhe von 7,1 % (Vorjahr: 7,6 %).

Der Marktwert des Eigenkapitals betrug zum 31. Dezember 2011, dem Zeitpunkt der Werthaltigkeitstests, rund 6,7 Mrd. € (Vorjahr: 10,8 Mrd. €) und errechnet sich aus dem Kurs der K+S-Aktie an diesem Stichtag (34,92 €) multipliziert mit der Anzahl der ausgegebenen Aktien (191,40 Mio. Stück).

MEHRPERIODENÜBERSICHT DER MARGEN- UND RENDITEKENNZAHLEN

Kennzahlen in % 2011 2010 2009 2008 2007
Bruttomarge 38,3 38,1 34,4 46,8 33,9
EBITDA-Marge 23,6 20,6 11,5 31,0 12,4
EBIT-Marge 18,9 15,4 6,7 28,0 8,5
Umsatzrendite 2 13,1 9,8 2,6 20,4 5,2
Eigenkapitalrendite nach Steuern 2 ,3 20,2 18,7 8,4 68,6 16,1
Gesamtkapitalrendite 2 ,3 16,4 14,7 6,9 44,9 11,0
Return on Capital Employed (ROCE) 4 27,5 22,0 9,3 64,0 15,5
Gewichteter, durchschnittlicher Kapitalkostensatz vor Steuern 8,6 9,5 9,9 10,4 10,7
Value Added (Mio. €) 4 670,8 406,1 -16,2 1.124,5 88,3

1 Die Angaben beziehen sich in den Jahren 2011 und 2010 auf die fortgeführten Geschäftstätigkeiten der K+S Gruppe.
2 Die bereinigten Kennzahlen beinhalten lediglich das im EBIT I enthaltene Ergebnis aus operativen, antizipativen Sicherungsgeschäften der jeweiligen Berichtsperiode, welches Effekte aus den Marktwertschwankungen der Sicherungsgeschäfte eliminiert (siehe auch ,Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung und Gesamtergebnisrechung' auf Seite 180). Ebenso werden darauf entfallende Effekte auf latente und zahlungswirksame Steuern eliminiert; Steuersatz 2011: 28,4% (2010: 28,2%).
3 Die Angaben beziehen sich auf die fortgeführten und nicht fortgeführten Geschäftstätigkeiten der K+S GRUPPE.
4 Bezieht man die nicht fortgeführte Geschäftstätigkeit der COMPO ein, beträgt der ROCE im Geschäftsjahr 2011 24,1% (2010:20,9 %).

Die durchschnittliche Fremdkapitalverzinsung vor Steuern liegt bei 4,0% (Vorjahr: 4,0%) und ergibt sich aus dem gewichteten Durchschnitt des risikolosen Zinssatzes zuzüglich des Kreditrisiko Zuschlags für das bbb+/ Baa2-Rating der Finanzverbindlichkeiten von K+S sowie der Verzinsung der Pensions- und der bergbaulichen Rückstellungen. Nach Berücksichtigung der bereinigten Konzernsteuerquote von 26,1 % folgt daraus ein durchschnittlicher Fremdkapitalkostensatz nach Steuern von 3,0% (Vorjahr: 2,9%).

Zum 31. Dezember 2011 belief sich das verzinsliche Fremdkapital auf rund 1,5 Mrd. €; es summierte sich aus dem Marktwert der Finanzverbindlichkeiten sowie den Barwerten der Pensionsrückstellungen und der bergbaulichen Rückstellungen. Das Gesamtkapital betrug demnach rund 8,2 Mrd. €, hiervon entfielen rund 82 % auf das zu Marktpreisen bewertete Eigenkapital. In Summe resultiert hieraus ein gewichteter durchschnittlicher Kapitalkostensatz der K+S GRUPPE von rund 6,3 % (Vorjahr: 7,0 %) nach Steuern und ein entsprechender Kapitalkostensatz vor Steuern in Höhe von 8,6 % (Vorjahr: 9,5%).

4.8 FINANZLAGE

Die Beschreibung der Finanzlage in den Jahren 2011 und 2010 bezieht sich, soweit nicht anders bezeichnet, auf die fortgeführten Geschäftstätigkeiten der K+S GRUPPE. Das compo-Geschäft wird aufgrund seiner Veräußerung gemäß ifrs 5 als "nicht fortgeführte Geschäftstätigkeit" ausgewiesen. Die Gewinn- und Verlustrechnung sowie die Kapitalflussrechnung des Vorjahres wurden entsprechend angepasst, die Bilanz wurde nicht angepasst.

KENNZAHLEN ZUR STEUERUNG DER KAPITALSTRUKTUR

Kennzahlen Zielkorridor 2011 2010 2009 2008 2007
Nettoverschuldung/EBITDA 1,0 bis 1,5 0,5 0,8 2,4 0,4 2,6
Nettoverschuldung/Eigenkapital (%) 50 bis 100 19,8 27,6 64,5 33,2 116,4
Eigenkapitalquote (%) 40 bis 50 50,9 47,6 40,1 49,5 31,4

/TAB: 4.8.1

GRUNDSÄTZE UND ZIELE DES FINANZ-MANAGEMENTS DER K+S GRUPPE

FINANZMANAGEMENT WIRD ZENTRAL GESTEUERT

Zu den übergeordneten Zielen des Finanzmanagements der K+S GRUPPE gehört es,

  • die Liquidität zu sichern und gruppenweit effizient zu steuern,
  • die Finanzierungsfähigkeit des Konzerns zu erhalten und zu optimieren sowie
  • finanzielle Risiken auch unter Einsatz von Finanzinstrumenten zu reduzieren.

Im Cashmanagement konzentrieren wir uns auf die Steuerung unserer Liquidität sowie die Optimierung der Zahlungsströme innerhalb des Konzerns. Um die Finanzierungsfähigkeit des Konzerns zu erhalten bzw. zu optimieren, streben wir für die K+S GRUPPE nachhaltig eine Kapitalstruktur an, die sich an den für ein "Investment Grade" Rating üblichen Kriterien und Kennzahlen orientiert. Im Rahmen der durch die angestrebte Bonität vorgegebenen Anforderungen sollen die Kapitalkosten für Fremd- und Eigenkapital optimiert werden. Die Steuerung der Kapitalstruktur wird anhand der in Tabelle 4.8.1 dargestellten Kennzahlen vorgenommen.

Vor dem Hintergrund des deutlich gestiegenen Ergebnisniveaus und der Rückführung der Nettoverschuldung konnten die gesetzten Ziele für die Kennzahlen zur Steuerung der Kapitalstruktur per 31. Dezember 2011 sogar übertroffen werden. Angesichts der bevorstehenden Investitionen in den Ausbau unserer Kalikapazitäten in Kanada (Legacy Projekt) sowie für das Werra-Maßnahmenpaket bildet die solide Kapitalstruktur eine gute Ausgangsbasis für die weitere Entwicklung der K+S GRUPPE.

Das Währungs- und Zinsmanagement des Konzerns wird zentral für alle Konzerngesellschaften vorgenommen. Derivative Finanzinstrumente werden nur mit Banken guter Bonität abgeschlossen und zur Reduzierung des Ausfallrisikos auf mehrere Banken verteilt.

FREMDWÄHRUNGSSICHERUNGSSYSTEM

Schwankungen der Wechselkurse können dazu führen, dass der Wert der erbrachten Leistung nicht mit dem Wert der erhaltenen Gegenleistung übereinstimmt, weil Einnahmen und Ausgaben zu unterschiedlichen Zeitpunkten in verschiedenen Währungen anfallen (Transaktionsrisiken). Wechselkursschwankungen, insbesondere zum US-Dollar, wirken sich besonders im Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte auf die Höhe der Erlöse und Forderungen aus. Im Rahmen der Transaktionssicherung werden wesentliche Nettopositionen je Währung mit Hilfe von Derivaten, i.d.R. durch Optionen und Termingeschäfte, gesichert.

Außerdem ergeben sich Währungseffekte bei Tochtergesellschaften, deren funktionale Währung nicht der Euro ist (Translationsrisiken), da zum einen die in Fremdwährung ermittelten Ergebnisse dieser Gesellschaften ergebniswirksam zu Durchschnittskursen, zum anderen deren Nettovermögen zu Stichtagskursen in Euro umgerechnet werden und zu währungsbedingten Schwankungen im Eigenkapital der K+S GRUPPE führen können. Derzeit treten Translationseffekte aus der US-Dollar-Umrechnung hauptsächlich im Geschäftsbereich Salz auf. Die geplanten Ergebnisse werden gegen Translationsrisiken gesichert, sofern diese von wesentlicher Bedeutung sind. Mit dem Einsatz von Optionen und Termingeschäften wird ein "worst case" abgesichert, zugleich aber die Chance eröffnet, für einen Teil der Sicherungsgeschäfte an einer besseren Kursentwicklung teilzuhaben. Für das Jahr 2011 lag der realisierte Kurs des Geschäftsbereichs Kali- und Magnesiumprodukte wie im Vorjahr bei 1,35 USD/EUR inkl. Kosten, der realisierte Kurs für den Geschäftsbereich Salz bei 1,37 USD/EUR nach 1,39 USD/EUR im Vorjahr. Die Sicherungsmaßnahmen führten damit zu einem im Vergleich zum durchschnittlichen USD/EUR-Kassakurs günstigeren Umrechnungskurs nach Prämien.

/TAB: 4.8.2

Für die Errichtung des neuen Kaliwerks in Kanada (Legacy Projekt) werden während der Hauptinvestitionsphase bis zum Jahr 2016 Zahlungen zum überwiegenden Teil in kanadischen Dollar (CAD) und zu einem kleineren Teil in US-Dollar getätigt. Für die Investitionen in kanadischen Dollar besteht teilweise ein natürlicher Cashflow-Hedge durch Überschüsse des Salzgeschäfts in Kanada. Für die verbleibende cad-Nettoposition ist beabsichtigt, diese entsprechend der oben beschriebenen, generellen Währungssicherungsstrategie zu sichern. Die Investitionen in US-Dollar werden in die USD-Nettoposition des Geschäftsbereichs Kali- und Magnesiumprodukte einbezogen; dies führt während der Investitionsphase zu einer Reduzierung des insgesamt zu sichernden US-Dollar-Volumens. In der anschließenden Betriebsphase wird sich das Sicherungsvolumen aufgrund der erwarteten zusätzlichen USD-Umsätze erhöhen.

/ EINE BESCHREIBUNG DES LEGACY PROJEKTS UND DESSEN PHASEN finden Sie im Chancenbericht auf Seite 147.

FINANZIERUNGSANALYSE

Die Finanzierungsanalyse im Jahr 2011 bezieht sich auf die fortgeführten Geschäftstätigkeiten der K+S GRUPPE. Gemäß ifrs 5 wurde die Bilanz des Vorjahres nicht angepasst und enthält die Vermögenswerte und Schulden des veräußerten COMPO-Geschäfts.# K+S GRUPPE

GESCHÄFTSBEREICH KALI- UND MAGNESIUMPRODUKTE

TAB: 4.8.2

Q1/11 Q2/11 Q3/11 Q4/11 2011
USD/EUR-Umrechnungskurs nach Prämien 1,35 1,35 1,34 1,35 1,38
Durchschnittl. USD/EUR-Kassakurs 1,33 1,37 1,44 1,41 1,35

PASSIVA

ABB: 4.8.1

Die K+S GRUPPE verfügt über eine starke finanzielle Basis sowie über ein hohes operatives Ertrags- und Cashflowpotenzial. Aufgrund dessen können wir flexibel auf Investitions- und Akquisitionschancen reagieren, wenn sie strategisch passen und unsere Rentabilitätskriterien erfüllen. Die Finanzierungsstruktur der K+S GRUPPE zeigt sich im Vergleich zum Jahresende 2010 weiter verbessert. Die Finanzierung der K+S GRUPPE erfolgte per 31. Dezember 2011 zu gut 80 % aus Eigen- und langfristigem Fremdkapital, das sich wiederum aus Anleiheverbindlichkeiten und Rückstellungen zusammensetzt. Es bestehen ferner bei Banken hinreichende Finanzierungsmöglichkeiten, die uns bei Bedarf eine zusätzliche Kreditaufnahme ermöglichen.

EIGENKAPITAL DEUTLICH ANGESTIEGEN

Das Eigenkapital ist im Wesentlichen ergebnisbedingt von 2.651,6 Mio. € auf 3.084,6 Mio. € gestiegen, die Eigenkapitalquote hat sich von 47,6 auf 50,9 % der Bilanzsumme erhöht.

EINE HERLEITUNG DER EIGENKAPITALKOSTEN finden Sie auf Seite 101.

FREMDKAPITALANTEIL UNTERPROPORTIONAL GESTIEGEN

Das Fremdkapital der K+S GRUPPE stieg im Jahr 2011 von 2.922,1 Mio. € auf 2.972,3 Mio. €. Es bestand zum 31. Dezember 2011 zu etwa 37% aus Rückstellungen, zu knapp 26 % aus Finanzverbindlichkeiten, zu rund 21 % aus Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und zu 12 % aus Steuerverbindlichkeiten aus Ertragsteuern und latenten Steuern. Das langfristige Fremdkapital einschließlich langfristiger Rückstellungen belief sich zum 31. Dezember 2011 auf 1.953,6 Mio. €; der leichte Anstieg gegenüber dem Vorjahreswert (1.919,1 Mio. €) ist vorwiegend auf einen höheren Bilanzansatz passiver latenter Steuern zurückzuführen. Der Anteil des langfristigen Fremdkapitals hat sich auf 32,3 % der Bilanzsumme verringert (31.12.2010:34,4%). Das kurzfristige Fremdkapital stieg leicht von 1.003,0 Mio. € am Ende des Jahres 2010 auf 1.018,7 Mio. € am 31. Dezember 2011; eine Reduzierung der kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten, der Steuerverbindlichkeiten aus Ertragsteuern sowie der kurzfristigen Rückstellungen konnte einen Anstieg der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen nicht vollständig ausgleichen. Der Anteil des kurzfristigen Fremdkapitals ging von 18,0 % im Vorjahr auf 16,8 % zum 31. Dezember 2011 zurück.

WEITERE ANGABEN ZUR VERÄNDERUNG EINZELNER BILANZPOSTEN finden Sie im Anhang auf Seite 186.

FINANZVERBINDLICHKEITEN

Finanzverbindlichkeiten bestanden per 31. Dezember 2011 in Höhe von 770,6 Mio. €; davon waren lediglich 0,8 Mio. € als kurzfristig einzustufen. Der Großteil des langfristigen Fremdkapitals entfällt auf die von uns im September 2009 begebene Unternehmensanleihe. Sie hat eine Laufzeit von fünf Jahren und einen Zinskupon von 5,0% p.a.

EINE HERLEITUNG DER FREMDKAPITALKOSTEN finden Sie auf Seite 101; EINE ÜBERSICHT DES FÄLLIGKEITSPROFILS auf Seite 133.

Finanzverbindlichkeiten in Fremdwährungen bestehen überwiegend in US-Dollar. Sie beliefen sich zum 31. Dezember 2011 auf lediglich 19,4 Mio. €.

RÜCKSTELLUNGEN

Die wesentlichen langfristigen Rückstellungen der K+S GRUPPE betreffen bergbauliche Verpflichtungen sowie Pensionen und ähnliche Verpflichtungen. Die Rückstellungen für langfristige bergbauliche Verpflichtungen betrugen 580,6 Mio. € nach 528,4 Mio. € im Vorjahr. Der Anstieg ist im Wesentlichen auf jährliche Aufzinsungen und die Bildung von zusätzlichen Rückstellungen für bergbauliche Risiken sowie die Neubewertungen von bestehenden Rückstellungen zurückzuführen. Der durchschnittliche gewichtete Diskontierungsfaktor für bergbauliche Verpflichtungen zum 31. Dezember 2011 lag konstant bei 4,7%. Eine Erhöhung des Diskontierungssatzes um einen Prozentpunkt würde hier zu einer Verringerung des zu bilanzierenden Werts um rund 90 Mio. € führen. Umgekehrt hätte eine Senkung des Diskontierungsfaktors um einen Prozentpunkt einen Anstieg der bergbaulichen Rückstellungen um rund 149 Mio. € zur Folge. Wichtig ist in diesem Zusammenhang, dass die dargestellten Veränderungen der Rückstellungen infolge einer Änderung des Diskontierungssatzes nicht zu einer betragsmäßig entsprechenden Ergebnisauswirkung führen. Für einen wesentlichen Teil der bergbaulichen Rückstellungen sind die Anpassungen aufgrund der Änderung von Bewertungsparametern nach den Regelungen des IFRIC 1 durchzuführen. Damit würde sich für die entsprechenden Rückstellungspositionen grundsätzlich eine Bilanzverkürzung bzw. -Verlängerung ergeben. Darüber hinaus können Effekte aus der Anpassung anderer Bewertungsparameter (z.B. Preissteigerungsrate) dem Effekt aus der Änderung des Diskontierungssatzes entgegenwirken. Die langfristigen Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen betrugen 95,3 Mio. € nach 184,8 Mio. € im Vorjahr; der Rückgang ist im Wesentlichen auf eine weitere Ausfinanzierung von Pensionsverpflichtungen zurückzuführen. Die versicherungsmathematische Bewertung der Pensionsrückstellungen erfolgt nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren gemäß IAS 19. Der durchschnittliche gewichtete Rechnungszins für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen sank zum 31. Dezember 2011 aufgrund eines niedrigeren Marktzinsniveaus auf 4,8% nach 5,1% im Vorjahr. Die Änderung des Marktzinsniveaus hat zwar Auswirkungen auf die Höhe der Pensionsverpflichtungen, wegen der bis einschließlich des Jahres 2012 noch anwendbaren Korridormethode (IAS 19) nicht jedoch unmittelbar auf deren bilanziellen Wertansatz.

EINE ERLÄUTERUNG DER AUSWIRKUNGEN NEUER RECHNUNGSLEGUNGSSTANDARDS finden Sie im Anhang auf Seite 178.

MEHRPERIODENÜBERSICHT DER FINANZLAGE

TAB: 4.8.3

2011 2010 2009 2008 2007
Eigenkapital 3.084,6 2.651,6 2.094,6 1.718,3 931,8
Eigenkapitalquote (%) 50,9 47,6 40,1 49,5 31,4
Langfristiges Fremdkapital 1.953,6 1.919,1 2.235,7 756,4 1.004,2
- davon Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 95,3 184,8 194,3 93,1 125,8
- davon Rückstellungen für bergbauliche Verpflichtungen 580,6 528,4 419,2 378,3 357,6
Anteillangfr. Rückstellungen an Bilanzsumme (%) 13,6 15,5 16,0 16,4 20,5
Kurzfristiges Fremdkapital 1.018,7 1.003,0 886,8 999,1 1.028,8
- davon Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 613,8 511,2 346,9 465,4 409,1
Finanzverbindlichkeiten 770,6 786,6 1.266,9 266,4 688,3
Nettofinanzverbindlichkeiten -65,1 19,3 737,8 98,6 600,8
Nettoverschuldung 610,8 732,5 1.351,3 570,0 1.085,1
Verschuldungsgrad I (%) 25,0 29,7 60,5 15,5 73,9
Verschuldungsgrad II (%) 19,8 27,6 64,5 33,2 116,4
Working Capital 840,9 959,4 970,5 962,3 570,6
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit ¹,²,³ 815,2 834,7 502,2 852,0 268,1
Freier Cashflow vor Akquisitionen/Devestitionen ¹,²,³,⁴ 562,4 657,0 333,2 681,8 115,3
Cashflow aus Finanzierungstätigkeit ¹ -261,7 -439,7 1.168,1 -318,0 81,7

¹ Die Informationen beziehen sich in den Jahren 2011 und 2010 auf die fortgeführten Geschäftstätigkeiten der K+S Gruppe.
² Bereinigt um die Veränderung der Mittelbindung für Prämienzahlungen für Sicherungsgeschäfte.
³ Ohne Ausfinanzierung von Pensionsverpflichtungen in Höhe von: 2011: -110,0 Mio. €, 2010: -2,7 Mio €,2009: -2,3 Mio €,2008: -7,4 Mio. €, 2007: -9,4 Mio. €
⁴ Ohne Investitionen in Wertpapiere und sonstige Finanzinvestitionen in Höhe von: 2011: -372,4 Mio. €, 2008:+0,0 Mio. €, 2007:+9,4 Mio. €

BEDEUTUNG AUSSERBILANZIELLER FINANZIERUNGSINSTRUMENTE FÜR DIE FINANZ- UND VERMÖGENSLAGE

Nur in vernachlässigbarem Umfang bestehen außerbilanzielle Finanzierungsinstrumente im Sinne von Forderungsverkäufen, Asset-Backed-Securities, Sale-and-Lease-Back-Transaktionen oder eingegangene Haftungsverhältnisse gegenüber nicht im Konzernabschluss einbezogenen Zweckgesellschaften. Wir nutzen vor allem operatives Leasing zum Beispiel von Fahrzeugen, Lagerkapazitäten und EDV-Zubehör; der Umfang hat keinen wesentlichen Einfluss auf die wirtschaftliche Lage des Konzerns.

INVESTITIONEN NACH GESCHÄFTSBEREICHEN

TAB: 4.8.4

Q1/11 Q2/11 Q3/11 Q4/11 2011 2010
Kali- und Magnesiumprodukte 18,3 30,0 46,5 67,3 162,1 96,9
Stickstoffdünge mittel 0,1 0,1 0,5 0,3 1,0 0,5
Salz 7,0 13,2 43,3 48,8 112,3 79,0
Ergänzende Geschäftsbereiche 0,7 0,3 1,2 2,1 4,3 4,2
Übrige Investitionen 1,9 4,5 2,7 5,3 14,4 8,0
K+S Gruppe 28,0 48,1 94,2 123,8 294,1 188,6
Anteil an den Investitionen (%) 9,5 16,4 32,0 42,1 100,0
%
Kali- und Magnesiumprodukte +67,3
Stickstoffdünge mittel +100,0
Salz +42,2
Ergänzende Geschäftsbereiche +2,4
Übrige Investitionen +80,0
K+S Gruppe +55,9
Anteil an den Investitionen (%) -

¹ Investitionen in den fortgeführten Geschäftstätigkeiten in Sachanlagen, immaterielle Vermögenswerte und als Finanzinvestition gehaltene Immobilien.

INVESTITIONEN IM VERGLEICH ZU ABSCHREIBUNGEN UND CASHFLOW AUS LAUFENDER GESCHÄFTSTÄTIGKEIT

ABB: 4.8.2

¹ Die Angaben beziehen sich in den Jahren 2011 und 2010 auf die fortgeführten Geschäftstätigkeiten der K+S Gruppe.Das COMPO-Geschäft wird aufgrund seiner Veräußerung gemäß IFRS als "nicht fortgeführte Geschäftstätigkeit" ausgewiesen.
² Investitionen in bzw. Abschreibungen auf Sachanlagen, immaterielle Vermögenswerte und als Finanzinvestition gehaltene Immobilien sowie Abschreibungen auf Finanzanlagen.
³ Bereinigt um die Veränderung der Mittelbindung für Prämienzahlungen für Sicherungsgeschäfte sowie die Ausfinanzierung von Pensionsverpflichtungen.

Investitionsanalyse

Im Jahr 2011 investierte die K+S Gruppe 294,1 Mio. €; dies ist ein Anstieg um 105,5 Mio. € bzw. 56%. Hiervon entfielen 33,0 Mio. € auf erste Investitionen in die Infrastruktur sowie Bohrungen für das Legacy Projekt in Kanada.# 4.8 INVESTITIONEN UND FINANZIERUNG

Der Anstieg ist außerdem auf die Investitionen für das Maßnahmenpaket zum Gewässerschutz im hessisch-thüringischen Kalirevier, auf den Anlagenersatz eines Schiffes der Reederei Empremar sowie auf Effizienzsteigerungsmaßnahmen bei Morton Salt zurückzuführen. Bei den Investitionsausgaben ist eine gewisse Saisonalität zu erkennen; die Umsetzung der Investitionsvorhaben erfolgt in der Regel überwiegend im dritten und vierten Quartal, da wir die dann stattfindenden Produktionspausen für die Durchführung größerer Investitionsprojekte nutzen.

4.8.4 Am Jahresende bestanden wirtschaftliche Investitionsverpflichtungen in Höhe von 94,7 Mio. €; diese beziehen sich auf noch nicht abgeschlossene Investitionsvorhaben aus dem Jahr 2011. 230,7 Mio. € bzw. gut 78% der getätigten Investitionen entfielen auf Ersatz- und Produktionssicherungsmaßnahmen; diese lagen spürbar unter den Abschreibungen in Höhe von 242,0 Mio. €.

4.8.2 Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte

Im Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte investierten wir 162,1 Mio. € und damit 65,2 Mio. € bzw. 67 % mehr als im Vorjahr; davon entfielen 33,0 Mio. € auf erste Investitionen in die Infrastruktur sowie Bohrungen für das Legacy Projekt in Kanada und 23,6 Mio. € auf Investitionen für das Maßnahmenpaket zum Gewässerschutz im hessisch-thüringischen Kalirevier. Darüber hinaus standen Projekte zur Rohstoffausbeutesteigerung im Vordergrund. Knapp drei Viertel der Investitionen entfielen auf Ersatz- und Produktionssicherungsmaßnahmen.

GESCHÄFTSBEREICH STICKSTOFFDÜNGEMITTEL

Im Geschäftsbereich Stickstoffdüngemittel haben wir im Berichtsjahr mit 1,0 Mio. € etwa 0,5 Mio. € mehr investiert als im Jahr 2010. Hier stand die Investition in eine Anlage zur farblichen Kennzeichnung von Produkten im Vordergrund, sodass das Investitionsvolumen im Wesentlichen aus Erweiterungsinvestitionen bestand.

GESCHÄFTSBEREICH SALZ

Im Jahr 2011 wurden im Geschäftsbereich Salz 112,3 Mio. € und damit 33,3 Mio. € bzw. 42 % mehr als im Vorjahr investiert. Der Anstieg ist vor allem auf den Anlagenersatz eines Schiffes bei unserer Reederei empremar zurückzuführen. Zu weiteren wesentlichen Projekten gehörten die Erneuerung einer Schachtfördermaschine und die Kapazitätserhöhung der Pharmasalzproduktion am Standort Borth in Deutschland, die Erneuerung eines Verladeterminals bei SPL in Chile sowie der Ausbau der Lagerkapazität in Brasilien. Etwa 90 % des Investitionsvolumens entfielen auf Ersatz- und Produktions Sicherungsmaßnahmen.

ERGÄNZENDE GESCHÄFTSBEREICHE

Die Investitionsausgaben der Ergänzenden Geschäftsbereiche betrugen im Berichtsjahr 4,3 Mio. € und lagen 0,1 Mio. € über dem Niveau des Vorjahres. Im Geschäftsbereich Entsorgung und Recycling wurde am deutschen Standort Bernburg mit der Erschließung eines weiteren Feldes für die untertägige Verwertung begonnen. Insgesamt entfiel gut zwei Drittel der Investitionen auf Ersatz- und Produktionssicherungsmaßnahmen.

LIQUIDITÄTSANALYSE

Der Brutto-Cashflow erreichte im Berichtsjahr 910,6 Mio. € und lag um 97,9 Mio. € bzw. 12 % über dem Wert des Vorjahres (2010: 812,7 Mio. €). Der Anstieg folgte der positiven Ergebnisentwicklung. Dem deutlich gestiegenen operativen Ergebnis standen höhere Ertragsteuerzahlungen gegenüber.

Q1/11 Q2/11 Q3/11 Q4/11 2011 2010
Brutto-Cashflow 332,4 201,7 161,4 215,1 910,6 812,7
Cashflow aus lfd. Geschäftstätigkeit 435,9 132,5 155,8 98,0 822,2 829,1
Cashflow aus Investitionstätigkeit -272,1 -48,9 -84,7 -89,9 -495,6 -177,7
davon Akquisitionen/Devestitionen -242,8 - - - -242,8 -
Freier Cashflow 163,8 83,6 71,1 8,1 326,6 651,4
Freier Cashflow vor Akquisitionen/ Devestitionen 406,6 83,6 71,1 8,1 569,4 651,4
Anteil am freien Cashflow (%) 71,4 14,7 12,5 1,4 100,0 -
Cashflow aus Finanzierungstätigkeit -80,2 -177,1 -2,0 -2,4 -261,7 -439,7
Operative Änderung des Finanzmittelbestands +21,5 -43,1 +95,5 +105,2 +179,1 +223,2

Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit (ohne Ausfinanzierung von Pensionsverpflichtungen) erreichte im Berichtsjahr 822,2 Mio. € und blieb damit im Vergleich zum Vorjahr in etwa stabil (2010: 829,1 Mio. €). Insbesondere der milde Winter im vierten Quartal hat zu einer im Vergleich zum Vorjahr stärkeren Zunahme der Salzvorräte und damit zu einer höheren Mittelbindung im Working Capital geführt.

Der Cashflow aus Investitionstätigkeit (ohne Investitionen in Wertpapiere) belief sich im Jahr 2011 auf -495,6 Mio. € und lag damit deutlich über dem Niveau des Vorjahres (2010: -177,7 Mio. €). Die Erhöhung ist vor allem auf Auszahlungen im Zusammenhang mit dem Erwerb von 81,6 % der Anteile und der damit verbundenen Kontrollübernahme von POTASH ONE (-242,8 Mio.€) zurückzuführen.

Der freie Cashflow (ohne Ausfinanzierung von Pensionsverpflichtungen und Investitionen in Wertpapiere) erreichte im Berichtsjahr 2011 326,6 Mio. € (2010: 651,4 Mio. €). Bereinigt um Akquisitionen/Devestitionen ging der freie Cashflow im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 82,0 Mio. € bzw. 13 % auf 569,4 Mio. € zurück.

Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit betrug -261,7 Mio. € (2010: -439,7 Mio. €) und resultierte fast ausschließlich aus der Dividendenzahlung für das Geschäftsjahr 2010 in Höhe von 191,4 Mio. € sowie dem Erwerb der restlichen 18,4% der Anteile von POTASH ONE (-59,3 Mio. €) und nicht wie im Vorjahr aus der Tilgung von Finanzverbindlichkeiten.

Nach Ausfinanzierung von Pensionsverpflichtungen in Höhe von 110,0 Mio. € sowie dem Erwerb von Wertpapieren und sonstigen Finanzinvestitionen in Höhe von 372,4 Mio. € betrug der Nettofinanzmittelbestand am Ende des vergangenen Jahres 437,3 Mio. € (31.12.2010: 740,6 Mio. €).

4.9 VERMÖGENSLAGE

Die Beschreibung der Vermögenslage im Jahr 2011 bezieht sich auf die fortgeführten Geschäftstätigkeiten der K+S GRUPPE. Die Bilanz des Vorjahres wurde nicht angepasst und enthält die veräußerten Vermögenswerte und Schulden des veräußerten COMPO-Geschäfts.

VERMÖGENSSTRUKTURANALYSE

Zum 31. Dezember 2011 belief sich die Bilanzsumme der K+S GRUPPE auf 6.056,9 Mio. €. Das Verhältnis langfristiger zu kurzfristigen Vermögenswerten ist mit 57:43 nach wie vor ausgewogen und hat sich im Vergleich zum Vorjahr etwas zugunsten langfristiger Vermögenswerte verschoben.

31.12.2011 31.12.2010
AKTIVA
Sachanlagevermögen 2.227,0 1.803,6
Finanzanlagen sowie langfristige Wertpapiere und sonstige Finanzinvestitionen 74,4 24,1
Vorräte 730,0 740,2
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 928,8 949,8
Kurzfristige Wertpapiere und sonstige Finanzinvestitionen 315,0 0,0
Flüssige Mittel 442,8 748,4
PASSIVA
Rückstellungen für bergbauliche Verpflichtungen 580,6
Rückstellungen für Pensionen 95,3
Finanzverbindlichkeiten 770,6
Erstattungsansprüche im Zusammenhang mit einer Anleihe bei MORTON SALT 19,4
Nettoverschuldung 610,8 732,5

Das Sachanlagevermögen erhöhte sich im Wesentlichen aufgrund eines Anstiegs der bilanzierten Rohstoffvorkommen, die im Rahmen der Akquisition von POTASH ONE erworben wurden, auf 2.227,0 Mio. € (31.12.2010: 1.803,6 Mio. €); gegenläufig wirkte sich hier die Veräußerung des COMPO-Geschäfts aus. Finanzanlagen sowie langfristige Wertpapiere und sonstige Finanzinvestitionen stiegen auf 74,4 Mio. € (31.12.2010: 24,1 Mio. €).

Die Vorräte verringerten sich leicht auf 730,0 Mio. € (31.12.2010: 740,2 Mio. €); einem Bestandsaufbau bei fertigen Erzeugnissen im Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte aufgrund der vorsichtigen Disposition seitens des Handels im vierten Quartal und im Geschäftsbereich Salz aufgrund der ausbleibenden winterlichen Witterung stand ein Rückgang der Vorräte infolge der Veräußerung des compo-Geschäfts gegenüber.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gingen ebenfalls aufgrund der Veräußerung des compo-Geschäfts leicht zurück und betrugen zum Jahresende 928,8 Mio. € (31.12.2010: 949,8 Mio. €).

Kurzfristige Wertpapiere und sonstige Finanzinvestitionen stiegen auf 315,0 Mio. € an (31.12.2010: 0,0 Mio. €); dabei handelt es sich um Geldanlagen, im Wesentlichen Terminanlagen und Geldmarktpapiere mit Laufzeiten zwischen drei und zwölf Monaten, die weiterhin als Liquiditätsreserve zur Verfügung stehen.

Einschließlich des Barmittelzuflusses aus der Veräußerung des compo-Geschäfts belief sich der Bestand an flüssigen Mitteln Ende des Jahres trotz des in bar gezahlten Kaufpreises für POTASH ONE und der Dividendenzahlung auf 442,8 Mio. € (31.12.2010: 748,4 Mio. €). Addiert man die beschriebene Geldanlage in kurzfristige Wertpapiere von 315,0 Mio. €, hat sich der Bestand an flüssigen Mitteln nur unwesentlich verändert.

Unter Einbeziehung der flüssigen Mittel (442,8 Mio. €), der lang- und kurzfristigen Wertpapiere und sonstigen Finanzinvestitionen (373,5 Mio. €), der Rückstellungen für bergbauliche Verpflichtungen und Pensionen (580,6 Mio. € bzw. 95,3 Mio. €) sowie der Finanzverbindlichkeiten (770,6 Mio. €) und unter Berücksichtigung von Erstattungsansprüchen im Zusammenhang mit einer Anleihe bei MORTON SALT (19,4 Mio. €) ergibt sich per 31. Dezember 2011 eine Nettoverschuldung der K+S GRUPPE von 610,8 Mio. € (31.12.2010: 732,5 Mio. €).

DEFINITIONEN DER VERWENDETEN KENNZAHLEN finden Sie im Kapitel Weitere Informationen' auf Seite 217.

MEHRPERIODENÜBERSICHT ZUR VERMÖGENSLAGE

scroll in Mio. €
31.12.2011 31.12.2010
AKTIVA
Sachanlagevermögen 2.227,0 1.803,6
Finanzanlagen sowie langfristige Wertpapiere und sonstige Finanzinvestitionen 74,4 24,1
Vorräte 730,0 740,2
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 928,8 949,8
Kurzfristige Wertpapiere und sonstige Finanzinvestitionen 315,0 0,0
Flüssige Mittel 442,8 748,4
Bilanzsumme 6.056,9 5.983,7
PASSIVA
Rückstellungen für bergbauliche Verpflichtungen 580,6
Rückstellungen für Pensionen 95,3
Finanzverbindlichkeiten 770,6
Erstattungsansprüche im Zusammenhang mit einer Anleihe bei MORTON SALT 19,4
Eigenkapital 3.871,8 3.615,5
6.056,9 5.983,7
Nettoverschuldung 610,8 732,5
3.247,9
# Finanzanlagen, langfristige Wertpapiere und sonstige Finanzinvestitionen
74,4
# Vorräte
730,0
# Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
928,8
# Flüssige Mittel, kurzfristige Wertpapiere und sonstige Finanzinvestitionen
757,8
# Nettofinanzverbindlichkeiten
-65,1
# Nettoverschuldung
610,8
# Anlagendeckungsgrad I (%)
94,5
# Anlagendeckungsgrad II (%)
154,4
# Liquiditätsgrad I (%)
74,4
# Liquiditätsgrad II (%)
180,3
# Liquiditätsgrad III (%)
256,1

ZWECKGEBUNDENES VERMÖGEN

Im Jahr 2005 haben wir mit der Ausfinanzierung von Pensions- und Altersteilzeitverpflichtungen der inländischen Gesellschaften über ein Contractual Trust Arrangement (Cta-Mode11) begonnen. Mit der Dotierung des Cta-Modells erfolgt eine Zweckbindung entsprechender Finanzierungsmittel für die Erfüllung von Pensionsverpflichtungen und Vorruhestandsregelungen. Das Gleiche gilt für Planvermögen, das zur Finanzierung von Pensionsverpflichtungen der Morton-Gruppe dient. Darüber hinaus bestehen verpfändete Rückdeckungsversicherungen, die ebenfalls als Planvermögen nach ifrs zu qualifizieren sind. Die Pensions- und Altersteilzeitverpflichtungen und das zugehörige Planvermögen werden gemäß ifrs bilanziell als Saldogröße dargestellt. Das im Zusammenhang mit Personalverpflichtungen zweckgebundene Vermögen hat sich im Jahr 2011 i.W. infolge weiterer Dotierungen des cta um 85,3 Mio. € auf insgesamt 357,4 Mio. € erhöht. Angaben zu der Zusammensetzung dieses Planvermögens sowie zu im Jahr 2011 vorgenommenen Ausfinanzierungen finden Sie im Konzernanhang unter Anmerkung (21) Rückstellungen Pensionen und ähnliche Verpflichtungen sowie unter Anmerkung (23) Langfristige Personalverpflichtungen.

NICHT BILANZIERTES VERMÖGEN

Sonstige finanzielle Verpflichtungen beliefen sich per 31. Dezember 2011 auf 197,4 Mio. € (2010:141,8 Mio. €) und betreffen sowohl Verpflichtungen aus noch nicht abgeschlossenen Investitionen als auch Leasingverhältnisse auf Basis von Operating-Leasingverträgen für Gegenstände der Betriebs- und Geschäftsausstattung (z.B. Drucker, Kopiergeräte, EDV-Peripheriegeräte). Daneben sind Fahrzeuge und Lagerkapazitäten geleast. Diese Gegenstände sind aufgrund der gewählten Vertragsstrukturen nicht im Anlagevermögen zu bilanzieren. Informationen zu sonstigen immateriellen, nicht bilanzierten Werten im Sinne von Kunden- und Lieferantenbeziehungen sowie Organisations- und Verfahrensvorteilen finden Sie in unserem Unternehmens-/Nachhaltigkeitsbericht auf den Seiten 47,75 bzw. 110; Investoren- und Kapitalmarktbeziehungen werden im Kapitel ,K+S am Kapitalmarkt' auf Seite 23 erläutert.

ERLÄUTERUNG VON UNTERNEHMENSKÄUFEN UND -VERKÄUFEN

Nach der Abgabe eines freundlichen Übernahmeangebots an die Aktionäre von POTASH ONE INC, Saskatchewan, Kanada, im November 2010, erwarb K+S im Januar und Februar 2011 einen Anteil von 90,9% der POTASH ONE. Da mehr als 90% der POTASH-ONE-Aktionäre das Angebot annahmen, wurden die verbleibenden Aktien Mitte März 2011 durch ein Ausschlussverfahren im Rahmen des canada Business corporations act vollständig übernommen. / EINE BESCHREIBUNG DES LEGACY PROJEKTS finden Sie im Chancenbericht auf Seite 147. Darüber hinaus wurde am 20. Juni 2011 der Verkauf des COMPO-Geschäfts an den europäischen Private-Equity-Investor triton bekanntgegeben. Nachdem die Eu-Kartellbehörde am 26. September die Freigabe der Transaktion erteilt hatte, wurde die Veräußerung am 18. Oktober 2011 erfolgreich abgeschlossen. / WEITERE INFORMATIONEN finden Sie im Anhang auf Seite 169. Die beschriebenen Transaktionen standen im Zeichen der Zwei-Säulen-Strategie der K+S GRUPPE. Diese sieht vor, insbesondere in den Geschäftsbereichen Kali- und Magnesiumprodukte sowie Salz zu wachsen und Managementressourcen sowie finanzielle Mittel hierauf zu fokussieren.

4.10 DARSTELLUNG DER GESCHÄFTSBEREICHSENTWICKLUNG

GESCHÄFTSBEREICH KALI- UND MAGNESIUMPRODUKTE

/ EINE BESCHREIBUNG DES MARKTUMFELDS IM GESCHÄFTSFELD DÜNGEMITTEL finden Sieauf Seite 91 unter ,Branchenspezifische Rahmenbedingungen'.

UMSATZ MIT 2.131,9 MIO. € UM 14% ÜBER VORJAHRESNIVEAU

Im Geschäftsjahr 2011 stieg der Umsatz des Geschäftsbereichs um 264,9 Mio. € bzw. 14% auf 2.131,9 Mio. €. Dies ist auf einen deutlichen Anstieg des erzielten Durchschnittspreises des Produktportfolios zurückzuführen. Das Absatzvolumen erreichte im Jahr 2011 mit 6,93 Mio. t fast das Vorjahresniveau von 7,06 Mio. t. Dabei kam es insbesondere in Europa zum Jahresende zu einer vorsichtigeren Disposition der Voreinlagerungen auf Seiten des Handels.

TAB: 4.10.1, 4.10.2, 4.10.3 ABWEICHUNGSANALYSE

scroll in % 2011
Umsatzveränderung +14,2
- mengen-/strukturbedingt -0,2
- preis-/preisstellungsbedingt +16,1
- währungsbedingt -1,7
- konsolidierungsbedingt
Kaliumchlorid 17,5
Düngemittelspezialitäten 11,7
Industrieprodukte 10,0

Der Anteil des in Europa erwirtschafteten Umsatzes betrug im vergangenen Jahr 53 %, dieser Umsatzanteil ist weitgehend frei von einem unmittelbaren Währungsrisiko. Ein Großteil des verbleibenden Umsatzes wurde auf den Überseemärkten Asien und Südamerika erwirtschaftet.

/abb: 4.10.1

Bei unserem volumenmäßig bedeutendsten Produkt Kaliumchlorid stieg der Umsatz im Berichtsjahr um 153,7 Mio. € bzw. knapp 18 % auf 1.034,1 Mio. €. Der deutliche Preisanstieg konnte leicht negative Währungseffekte mehr als ausgleichen. In Europa haben wir 1,11 Mio. t Kaliumchlorid verkauft; dieser Wert lag etwa 2 % unter dem des Vorjahres. In Übersee wurden wie im Vorjahr 1,95 Mio. t abgesetzt. Mit Düngemittelspezialitäten erzielten wir im abgelaufenen Geschäftsjahr einen Umsatz von 806,4 Mio. €, ein Anstieg um knapp 12 % (2010:721,8 Mio. €). Hierfür waren auch in dieser Produktgruppe deutliche Preissteigerungen ausschlaggebend, die negative Währungseffekte überkompensieren konnten. Während das europäische Absatzvolumen 2,08 Mio. t (-6 %) erreichte, lag der Überseeabsatz mit o,98 Mio. t um 7 % über dem des Vorjahres. Im Bereich Industrieprodukte stieg der Umsatz um 10 % auf 291,4 Mio. € (2010: 264,8 Mio. €); positive Preis- und Mengeneffekte konnten negative Währungseffekte mehr als ausgleichen. Insbesondere die Regionen Europa und Asien trugen zu dem Umsatzwachstum bei. Der Absatz betrug in Europa 0,55 Mio. t (-15 %) und in Übersee 0,26 Mio. t (+30%).

/ABB: 4.10.2

GESCHÄFTSBEREICH KALI- UND MAGNESIUMPRODUKTE

TAB: 4.10.2

scroll in Mio. € Q1/11 Q2/11 Q3/11 Q4/11 2011 2010
Umsatz 578,0 502,4 508,8 542,7 2.131,9 1.867,0
Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) 224,2 205,9 192,8 210,9 833,8 567,1
Operatives Ergebnis (EBIT I) 202,4 184,4 171,3 181,4 739,5 475,9
Investitionen 18,3 30,0 46,5 67,3 162,1 96,9
Mitarbeiter am Stichtag (Anzahl) 7.948 8.008 8.166 - 8.188 7.900
scroll in Mio. €
Umsatz +14,2
Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) +47,0
Operatives Ergebnis (EBIT I) +55,4
Investitionen +67,3
Mitarbeiter am Stichtag (Anzahl) +3,6

UMSATZ NACH REGIONEN

ABB: 4.10.1

scroll in % 2011 2010
1 Europa 53,3 56,0
- davon Deutschland 14,5 16,5
2 Nordamerika 2,7 3,1
3 Südamerika 18,9 17,6
4 Asien 19,7 19,4
5 Afrika, Ozeanien 5,4 3,9

UMSATZ NACH PRODUKTGRUPPEN

ABB: 4.10.2

scroll in % 2011 2010
1 Kaliumchlorid 48,5 47,2
2 Düngemittelspezialitäten 37,8 38,7
3 Industrieprodukte 13,7 14,1

ENTWICKLUNG DER UMSÄTZE, ABSÄTZE UND DURCHSCHNITTSPREISE NACH REGIONEN

TAB: 4.10.3

scroll Q1/11 Q2/11 Q3/11 Q4/11 2011
Umsatz Mio.€ 578,0 502,4 508,8 542,7 2.131,9
Europa Mio.€ 337,5 276,1 263,8 260,8 1.138,2
Übersee Mio. US$ 329,0 325,6 346,1 380,1 1.380,8
Absatz Mio.t eff. 2,01 1,66 1,61 1,65 6,93
Europa Mio.t eff. 1,19 0,87 0,86 0,82 3,74
Übersee Mio.t eff. 0,82 0,79 0,75 0,83 3,19
∅- Preis €/t eff. 287,6 302,3 316,8 327,8 307,5
Europa €/t eff. 284,4 314,7 309,3 315,9 304,1
Übersee US$/t eff. 399,7 414,9 459,6 457,9 432,8
scroll 2010 %
Umsatz Mio.€ 1.867,0 +14,2
Europa Mio.€ 1.045,4 +8,9
Übersee Mio. US$ 1.086,4 +27,1
Absatz Mio.t eff. 7,06 -1,8
Europa Mio.t eff. 3,99 -6,2
Übersee Mio.t eff. 3,07 +3,9
∅- Preis €/t eff. 264,4 +16,3
Europa €/t eff. 261,8 +16,1
Übersee US$/t eff. 354,1 +22,2

1 Der Umsatz beinhaltet sowohl Preise inkl. als auch exkl. Fracht und basiert bei den Übersee-Umsätzen auf den jeweiligen USD/EUR-Kassakursen. Für den Großteil dieser Umsatzerlöse wurden Kurssicherungsgeschäfte abgeschlossen. Die Preisangaben werden auch durch den jeweiligen Produktmix beeinflusst und sind daher nur als grobe Indikation zu verstehen.

EBITDA UND OPERATIVES ERGEBNIS EBIT I STARK GESTIEGEN

Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) des Geschäftsbereichs erreichte im Berichtsjahr 833,8 Mio. € und lag 266,7 Mio. € bzw. 47 % über dem Wert des Vorjahres (2010: 567,1 Mio. €). Das operative Ergebnis EBIT I konnte im Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte um 263,6 Mio. € bzw. 55 % auf 739,5 Mio. € gesteigert werden. Darin sind Abschreibungen in Höhe von 94,3 Mio. € berücksichtigt; diese haben sich gegenüber denen des Vorjahres um 3,1 Mio. € erhöht. Die Ergebnisverbesserung ist insbesondere auf höhere Durchschnittserlöse über das gesamte Sortiment zurückzuführen; diese konnten preis- bzw. mengenbedingte Kostensteigerungen, insbesondere für Personal, Energie und Material mehr als ausgleichen. Die von uns eingesetzten Sicherungsinstrumente führten, trotz des schwächeren US-Dollars im Jahr 2011, zu einem stabilen USD/EUR-Umrechnungskurs und zu einem positiven Währungsergebnis (24 Mio. €) für den Geschäftsbereich.

/ AUSSAGEN ZUR KÜNFTIGEN UMSATZ- UND ERGEBNISENTWICKLUNG DES GESCHÄFTSBEREICHS KALI- UND MAGNESIUMPRODUKTE finden Sie auf Seite 143.

GESCHÄFTSBEREICH STICKSTOFFDÜNGEMITTEL

Am 20.Juni 2011 wurde der Verkauf der compo an den europäischen Private-Equity-Investor triton bekanntgegeben; das Closing erfolgte am 18. Oktober 2011. Detaillierte Angaben zur Veräußerung finden Sie im Anhang auf Seite 169. compo wird gemäß ifrs 5 als "nicht fortgeführte Geschäftstätigkeit" ausgewiesen. Darüber hinaus hat die BASF SE Ende September 2011 den Verkauf größerer Teile ihrer Düngemittel-Produktionsanlagen an den russischen Düngemittelproduzenten eurochem bekanntgegeben. Die zwischen der BASF und K+S bestehenden Verträge zur Belieferung der K+S NITROGEN mit Mehrnährstoff- und Stickstoffeinzeldüngern sind frühestens zum 31. Dezember 2014 kündbar.

EINE BESCHREIBUNG DES MARKTUMFELDS IM GESCHÄFTSFELD DÜNGEMITTEL finden Sie auf Seite 91 unter "Branchenspezifische Rahmenbedingungen".

ABWEICHUNGSANALYSE

TAB: 4.10.4
| scroll in % | 2011 |
| :----------------------------- | :---- |
| Umsatzveränderung | +28,2 |
| - mengen-/strukturbedingt | -4,6 |
| - preis-/preisstellungsbedingt | +33,8 |
| - währungsbedingt | -1,0 |
| - konsolidierungsbedingt | |
| Mehrnährstoffdünger | 14,9 |
| Stickstoffeinzeldünger | 36,9 |
| Ammonsulfat | 38,6 |

UMSATZ UM 28% AUF 1.156,8 MIO. € GESTIEGEN

Der Umsatz im Geschäftsbereich Stickstoffdüngemittel stieg im Berichtsjahr preisbedingt um 28% auf 1.156,8 Mio. €. Das Absatzvolumen im Jahr 2011 lag mit 4,44 Mio. t um 4% unter dem Wert des Vorjahres (2010: 4,62 Mio. t).

TAB: 4.10.4, 4.10.5
Der Geschäftsbereich erwirtschaftete rund 72% seines Umsatzes in Europa und war daher nur begrenzt von Währungsschwankungen beeinflusst. Der Großteil des verbleibenden Umsatzes wurde in Asien erwirtschaftet.

ABB: 4.10.3
Der Umsatz mit Mehrnährstoffdüngern stieg im Berichtsjahr um rund 15 % bzw. 55,1 Mio. € auf 425,4 Mio. €. Positive Preiseffekte konnten leicht negative Mengeneffekte deutlich überkompensieren. Der Gesamtabsatz bei Mehrnährstoffdüngern ging im Jahr 2011 um 3 % auf 1,11 Mio. t zurück. Bei Stickstoffeinzeldüngern führten im Berichtsjahr Preissteigerungen, vor allem in Europa, zu einem Umsatzanstieg von 37% auf 486,6 Mio. € (2010: 355,5 Mio. €).

GESCHÄFTSBEREICH STICKSTOFFDÜNGEMITTEL

TAB: 4.10.5
| scroll in Mio. € | Q1/11 | Q2/11 | Q3/11 | Q4/11 | 2011 | 2010 |
| :----------------------------------------------------- | :---- | :---- | :---- | :---- | :------ | :------ |
| Umsatz | 328,1 | 228,5 | 320,8 | 279,4 | 1.156,8 | 902,4 |
| Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) | 34,2 | 10,4 | 17,5 | 9,5 | 71,6 | 45,2 |
| Operatives Ergebnis (EBIT I) | 33,7 | 9,9 | 16,8 | 9,0 | 69,4 | 43,3 |
| Investitionen | 0,1 | 0,1 | 0,5 | 0,3 | 1,0 | 0,5 |
| Mitarbeiter am Stichtag (Anzahl) | 157 | 160 | 158 | - | 158 | 171 |

scroll in Mio. € %
Umsatz +28,2
Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) +58,4
Operatives Ergebnis (EBIT I) +60,3
Investitionen +100,0
Mitarbeiter am Stichtag (Anzahl) -7,6
UMSATZ NACH REGIONEN

ABB: 4.10.3
| scroll in % | 2011 | 2010 |
| :---------- | :--- | :--- |
| 1 Europa | 72,2 | 70,8 |
| - davon Deutschland | 15,4 | 15,4 |
| 2 Nordamerika | 4,1 | 3,5 |
| 3 Südamerika | 6,2 | 7,1 |
| 4 Asien | 13,7 | 14,7 |
| 5 Afrika, Ozeanien | 3,8 | 3,9 |

UMSATZ NACH BEREICHEN

ABB: 4.10.4
| scroll in % | 2011 | 2010 |
| :---------- | :--- | :--- |
| 1 Mehrnährstoffdünger | 36,8 | 41,0 |
| 2 Stickstoffeinzeldünger | 42,0 | 39,4 |
| 3 Ammonsulfat | 21,2 | 19,6 |

Der Absatz von Stickstoffeinzeldüngern blieb mit 1,83 Mio. t in etwa stabil. Der Umsatz mit Ammonsulfat stieg im Jahr 2011 preisbedingt um rund 39% auf 244,8 Mio. €; in allen Regionen konnte ein Umsatzwachstum erzielt werden. Das Absatzvolumen von Ammonsulfat erreichte 1,50 Mio. t und ging damit gegenüber dem des Vorjahres um 8% ZURÜCK.

EBITDA UND OPERATIVES ERGEBNIS EBIT I DEUTLICH ÜBER DEN WERTEN DES VORJAHRES

Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) des Geschäftsbereichs Stickstoffdüngemittel erreichte im Berichtsjahr 71,6 Mio. € nach 45,2 Mio. € im Jahr 2010. Das operative Ergebnis EBIT I des Geschäftsbereichs Stickstoffdüngemittel stieg um 60 % auf 69,4 Mio. € (2010: 43,3 Mio. €). Darin sind Abschreibungen in Höhe von 2,2 Mio. € enthalten; diese sind gegenüber dem Vorjahr um 0,3 Mio. € gestiegen. Das Ergebniswachstum war zurückzuführen auf Preiserhöhungen sowohl bei Stickstoffeinzeldünger, bei Mehrnährstoffdüngern als auch bei Ammonsulfat, die Einstandskostensteigerungen für Ammoniak, Rohphosphat und Kali mehr als ausgleichen konnten.

AUSSAGEN ZUR KÜNFTIGEN UMSATZ- UND ERGEBNISENTWICKLUNG DES GESCHÄFTSBEREICHS STICKSTOFF-DÜNGEMITTEL finden Sie auf Seite 143. Faktisch wird das Ergebnis mit der von BASF bezogenen Ware im Korridor von ± 10,0 Mio. € hälftig zwischen BASF und K+S geteilt. Außerdem erhalten wir von dem über 10,0 Mio. € hinausgehenden positiven Ergebnis einen Anteil von mindestens 25%. Zusätzlich erwirtschaftet K+S NITROGEN Ergebnisbeiträge mit der Vermarktung zugekaufter Ware anderer namhafter europäischer Produzenten einschließlich Ammonsulfat der Marke granammon®, die nicht der Aufteilung unterliegen.

GESCHÄFTSBEREICH SALZ

EINE BESCHREIBUNG DES MARKTUMFELDS IM GESCHÄFTSFELD SALZ finden Sie auf Seite 91 unter "Branchenspezifische Rahmenbedingungen".

UMSATZ ERREICHT MIT 1,7 MRD. € BEINAHE DAS HOHE VORJAHRESNIVEAU

Im Geschäftsbereich Salz erreichte der Umsatz im Berichtsjahr 1.710,1 Mio. € und lag damit nur leicht unter dem Wert des Vorjahres (-1,1 %). Positiven Preiseffekten standen dabei negative Währungs- und Mengeneffekte gegenüber. Der Festsalzabsatz betrug im Berichtsjahr insgesamt 22,73 Mio. t und lag damit in etwa auf dem hohen Niveau des Vorjahres (22,53 Mio. t).

TAB: 4.10.6, 4.10.7, 4.10.8
Knapp 27% unseres Umsatzes wurden im vergangenen Jahr in Europa erwirtschaftet und sind damit weitgehend frei von einem unmittelbaren Währungsrisiko. Der höchste Umsatzanteil wurde mit 64 % in Nordamerika erzielt, in Südamerika lag der Anteil bei rund 9 %.

ABB: 4.10.5

ABWEICHUNGSANALYSE

TAB: 4.10.6
| scroll in % | 2011 |
| :----------------------- | :--- |
| Umsatzveränderung | -1,1 |
| - mengen-/strukturbedingt | -0,7 |
| - preis-/preisstellungsbedingt | +1,5 |
| - währungsbedingt | -1,9 |
| - konsolidierungsbedingt | |
| Speisesalz | -4,1 |
| Gewerbesalz | -0,2 |
| Industriesalz | 15,1 |
| Auftausalz | 0,1 |
| Sonstiges | -21,2 |

Der Umsatz mit Speisesalzen ist im Berichtsjahr um 13,5 Mio. € bzw. 4% auf 314,7 Mio. € zurückgegangen. Leicht positive Preiseffekte in Europa und Nordamerika konnten negative Mengen- und Währungseffekte nicht ausgleichen. Der Absatz betrug 1,53 Mio. t und lag um rund 5 % unter dem Wert des Vorjahres. Der Umsatz mit Gewerbe salzen, wie z.B. Fischerei-, Futtermittel- und hochreinen Pharmasalzen, erreichte im abgelaufenen Geschäftsjahr mit 489,4 Mio. € den Vorjahreswert (490,3 Mio. €). Höhere Absätze in Nord- und Südamerika glichen niedrigere Preise und negative Währungseffekte in etwa aus. Der Absatz betrug 5,26 Mio. t und lag damit um 5 % über dem Vorjahr (5,02 Mio. t). Im Industriesalzgeschäft lag der Umsatz mit 99,6 Mio. € um 13,1 Mio. € bzw. 15% über dem Vorjahreswert. Der Umsatzanstieg ist auf positive Mengen- und Preiseffekte zurückzuführen. Der Absatz lag mit 2,63 Mio. t um 9 % über dem des Vorjahres. Der Umsatz mit Auftausalz erreichte im Berichtsjahr mit 739,7 Mio. € beinahe exakt den hohen Wert des Vorjahres (2010:739,2 Mio. €). Ein etwas schwächeres Wintergeschäft in Europa konnte durch positive Preiseffekte in Kanada und Europa ausgeglichen werden. Der Absatz lag mit 13,31 Mio. t nur leicht unter dem des Vorjahres (2010:13,49 Mio. t). Neben dem Geschäft mit sonstigen Auftaumitteln, z.B. Magnesiumchloridlösung, umfasst ,Sonstiges' auch das Logistikgeschäft mit Dritten der zur chilenischen SPL-Gruppe gehörenden Reederei empremar. Der unter ,Sonstiges' erfasste Umsatz fiel um 17,9 Mio. € auf 66,7 Mio. €, dies ist im Wesentlichen auf ein geringeres Transportvolumen bei empremar zurückzuführen.

EBITDA UND OPERATIVES ERGEBNIS EBIT I UNTER STARKEN VORJAHRESERGEBNISSEN

Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) fiel im Berichtsjahr um rund 9 % auf 337,9 Mio. € (2010: 369,7 Mio. €).

GESCHÄFTSBEREICH SALZ
TAB: 4.10.7
| scroll in Mio. € | Q1/11 | Q2/11 | Q3/11 | Q4/11 | 2011 | 2010 |
| :----------------------------------------------------- | :---- | :---- | :---- | :---- | :------ | :------ |
| Umsatz | 682,5 | 282,4 | 306,5 | 438,7 | 1.710,1 | 1.728,8 |
| Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) | 169,9 | 40,9 | 43,6 | 83,5 | 337,9 | 369,7 |
| Operatives Ergebnis (EBIT I) | 139,1 | 11,0 | 13,3 | 48,0 | 211,4 | 238,1 |
| Investitionen | 7,0 | 13,2 | 43,3 | 48,8 | 112,3 | 79,0 |
| Mitarbeiter am Stichtag (Anzahl) | 5.185 | 5.226 | 5.209 | - | 5.230 | 5.235 |

scroll in Mio. € %
Umsatz -1,1
Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) -8,6
Operatives Ergebnis (EBIT I) -11,2
Investitionen +42,2
Mitarbeiter am Stichtag (Anzahl) -0,1
UMSATZ NACH REGIONEN

ABB: 4.10.5
| scroll in % | 2011 | 2010 |
| :---------- | :--- | :--- |
| 1 Europa | 26,7 | 29,7 |
| - davon Deutschland | 11,6 | 14,3 |
| 2 Nordamerika | 64,3 | 62,3 |
| 3 Südamerika | 8,5 | 7,8 |
| 4 Asien | 0,2 | 0,1 |
| 5 Afrika, Ozeanien | 0,3 | 0,1 |

UMSATZ NACH PRODUKTGRUPPEN

ABB: 4.10.6
| scroll in % | 2011 | 2010 |
| :---------- | :--- | :--- |
| 1 Speisesalz | 18,4 | 19,0 |
| 2 Gewerbesalz | 28,6 | 28,4 |
| 3 Industriesalz | 5,8 | 4,9 |
| 4 Auftausalz | 43,3 | 42,8 |
| 5 Sonstiges | 3,9 | 4,9 |

ENTWICKLUNG DER UMSÄTZE, ABSÄTZE UND DURCHSCHNITTSPREISE

TAB: 4.10.8
| scroll | Q1/11 | Q2/11 | Q3/11 | Q4/11 | 2011 | 2010 | % |
| :------------------ | :----- | :----- | :----- | :----- | :----- | :----- | :--- |
| Auftausalz | | | | | | | |
| Umsatz Mio.€ | 435,0 | 45,3 | 74,1 | 185,3 | 739,7 | 739,2 | +0,1 |
| Absatz Mio.t | 7,94 | 0,74 | 1,35 | 3,28 | 13,31 | 13,49 | -1,3 |
| ∅-Preis €/t | 54,8 | 61,0 | 55,0 | 56,6 | 55,6 | 54,8 | +1,4 |
| Gewerbe-, Industrie- und Speisesalz | | | | | | | |
| Umsatz Mio.€ | 226,9 | 223,2 | 218,5 | 235,1 | 903,7 | 905,0 | -0,1 |
| Absatz Mio.t | 2,24 | 2,47 | 2,17 | 2,54 | 9,42 | 9,04 | +4,2 |
| ∅-Preis €/t | 101,2 | 90,3 | 100,7 | 92,6 | 95,9 | 100,1 | -4,2 |
| Sonstiges | | | | | | | |
| Umsatz Mio.€ | 20,6 | 13,9 | 13,9 | 18,3 | 66,7 | 84,6 | -21,1 |
| Geschäftsbereich Salz | | | | | | | |
| Umsatz Mio.€ | 682,5 | 282,4 | 306,5 | 438,7 | 1.710,1 | 1.728,8 | -1,1 |

1 Der Umsatz beinhaltet sowohl Preise inkl. als auch exkl. Fracht. Die Preisangaben werden auch durch Veränderungen von Wechselkursen sowie den jeweiligen Produktmix beeinflusst und sind daher nur als grobe Indikation zu verstehen.

Das operative Ergebnis EBIT I ging im Jahr 2011 im Geschäftsbereich Salz um 26,7 Mio. € bzw. 11% auf 211,4 Mio. € zurück (2010: 238,1 Mio. €). Im operativen Ergebnis EBIT I sind Abschreibungen in Höhe von 126,5 Mio. € enthalten (2010: 131,6 Mio. €).# DER ERGEBNISRÜCKGANG IST AUF EINEN ANDEREN REGIONALMIX BEI AUFTAUSALZ SOWIE EIN ETWAS NIEDRIGERES PREISNIVEAU AN DER OSTKÜSTE DER VEREINIGTEN STAATEN ZURÜCKZUFÜHREN; HÖHERE ABSATZMENGEN IN NORDAMERIKA KONNTEN DIES NICHT KOMPENSIEREN. AUẞerdem KAM ES ZU VORÜBERGEHEND HÖHEREN SCHIFFSLIEGEGELDERN AUFGRUND DER WARTUNG UNSERES HAFENTERMINALS PATILLOS IN CHILE UND WETTERBEDINGTEN PRODUKTIONSAUSFÄLLEN DER MEERSALZANLAGE AUF DEN BAHAMAS. DIE PROFITABILITÄT UNSERES WELTWEITEN SALZGESCHÄFTS VARIERT IN ABHÄNGIGKEIT DES JEWEILIGEN REGIONALMIXES, DER KAPAZITÄTSAUSLASTUNG, DER LOKALEN MARGE SOWIE DER WECHSELKURSE. SO WAR BEISPIELWEISE DAS ERGEBNIS DES JAHRES 2011 IN HÖHE VON 20 BIS 30 MIO. € AUFGRUND DES IM VERGLEICH ZUM LANGFRISTIGEN MITTELWERT ÜBERDURCHSCHNITTLICHEN AUFTAUSALZGESCHÄFTS BEGÜNSTIGT (POSITIVER WINTEREFFEKT 2010: 60 BIS 70 MIO. €). /AUSSAGEN ZUR KÜNFTIGEN UMSATZ- UND ERGEBNISENTWICKLUNG DES GESCHÄFTSBEREICHS SALZ FINDEN SIE AUF SEITE 144.

ERGÄNZENDE GESCHÄFTSBEREICHE

UMSATZ ERREICHT 150,4 MIO. € (+12,2%)

Der Umsatz der Ergänzenden Geschäftsbereiche lag mit 150,4 Mio. € um gut 12 % über dem Vorjahreswert. Gemäß IFRS ist der Innenumsatz aus den gegenüber K+S-Gruppengesellschaften erbrachten Leistungen in diesen Zahlen nicht enthalten. Einschließlich dieser Innenumsätze betrug der Gesamtumsatz im Berichtsjahr 188,3 Mio. € (2010: 175,4 Mio. €).

/TAB: 4.10.9, 4.10.10 / ABB: 4.10.7

Im Bereich Entsorgung und Recycling stieg der Umsatz um knapp 19 % auf 87,7 Mio. € (2010:73,8 Mio. €); hier kam es, insbesondere aufgrund von geänderten Regelungen zur übertägigen Entsorgung bestimmter Abfälle, zu Absatzsteigerungen in den Arbeitsgebieten untertägige Verwertung bzw. Beseitigung. Die Umsätze im Bereich

ABWEICHUNGSANALYSE

TAB: 4.10.9 scroll in % 2011
Umsatzveränderung +12,2
- mengen-/strukturbedingt +14,5
- preis-/preisstellungsbedingt -2,3
- währungsbedingt -
- konsolidierungsbedingt -
Entsorgung und Recycling +18,8
Logistik +7,4
Tierhygieneprodukte +3,2
Handel +3,2

Logistik (14,6 Mio. €) stiegen vorwiegend mengenbedingt, die der Bereiche Tierhygieneprodukte (35,3 Mio. €) und Handel (12,8 Mio. €) im Wesentlichen preisbedingt leicht an. / ABB: 4.10.8 / EINE ÜBERSICHT ÜBER DIE EINZELNEN TÄTIGKEITSBEREICHE FINDEN SIE AUF DER SEITE 64.

EBITDA UND OPERATIVES ERGEBNIS EBIT I

Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) der ergänzenden Geschäftsbereiche erreichte im Berichtsjahr 29,0 Mio. € und lag damit 1,3 Mio. € bzw. 5 % über dem Wert des Vorjahres. Das operative Ergebnis EBIT I erreichte 17,9 Mio. € (2010:21,2 Mio. €). Die hier einbezogenen Abschreibungen beliefen sich auf 11,1 Mio. € und lagen aufgrund von außerplanmäßigen Abschreibungen von Schiffsbeteiligungen im Bereich Logistik (4,6 Mio. €) über dem Wert des Vorjahres (2010: 6,5 Mio. €). Höhere Ergebnisbeiträge in den Bereichen Entsorgung und Recycling sowie Tierhygieneprodukte konnten den Ergebnisrückgang aufgrund eines leicht negativen Handelsergebnisses und der außerplanmäßigen Abschreibungen im Bereich Logistik nicht kompensieren. / AUSSAGEN ZUR KÜNFTIGEN UMSATZ- UND ERGEBNISENTWICKLUNG DER ERGÄNZENDEN GESCHÄFTSBEREICHE FINDEN SIE AUF SEITE 144.

ERGÄNZENDE GESCHÄFTSBEREICHE

TAB: 4.10.10 scroll in Mio. € Q1/11 Q2/11 Q3/11 Q4/11 2011 2010
Umsatz 38,2 36,4 37,7 38,1 150,4 134,0
Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) 9,7 6,2 8,2 4,9 29,0 27,7
Operatives Ergebnis (EBIT I) 8,1 4,6 6,6 -1,4 17,9 21,2
Investitionen 0,7 0,3 1,2 2,1 4,3 4,2
Mitarbeiter am Stichtag (Anzahl) 282 281 288 - 290 280
scroll in Mio. € %
Umsatz +12,2
Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) 4,7
Operatives Ergebnis (EBIT I) -15,6
Investitionen +2,4
Mitarbeiter am Stichtag (Anzahl) +3,6

UMSATZ NACH REGIONEN

ABB: 4.10.7 scroll in % 2011 2010
1 Deutschland 82,0 79,9
2 Übriges Europa 17,5 20,0
3 Asien 0,5 0,1

UMSATZ NACH BEREICHEN

ABB: 4.10.8 scroll in % 2011 2010
1 Entsorgung und Recycling 58,3 55,1
2 Logistik 9,7 10,1
3 Tierhygieneprodukte 23,5 25,5
4 Handel 8,5 9,3

4.11 RISIKOBERICHT

RISIKOPOLITIK

Die Geschäftspolitik der K+S GRUPPE ist darauf ausgerichtet, den Bestand des Unternehmens zu sichern, dauerhaft risikoadäquate Renditen zu erwirtschaften sowie den Unternehmenswert systematisch und kontinuierlich zu steigern. Um dieses Ziel zu erreichen, erfordern die weltweiten Geschäftsaktivitäten ein permanentes, verantwortungsvolles Identifizieren und Abwägen von Risiken und Chancen. Der Vorstand trägt die Gesamtverantwortung für ein effektives Risiko- und Chancenmanagement, das integraler Bestandteil der Unternehmensführung ist.

CHANCENMANAGEMENT

In der K+S GRUPPE sind Chancen- und Risikomanagement eng miteinander verknüpft. Bei Chancen handelt es sich um interne und externe Entwicklungen, die sich positiv auf den Konzern auswirken können. Unser Chancenmanagement leiten wir im Wesentlichen aus den Zielen und Strategien der Geschäftsbereiche ab und sorgen für ein ausgewogenes Chancen-Risiko-Verhältnis. Die direkte Verantwortung für das frühzeitige und regelmäßige Identifizieren, Analysieren und Nutzen von Chancen obliegt dem operativen Management in den Geschäftsbereichen bzw. den Leitern der zentralen Holding-Einheiten. Das Chancenmanagement ist integraler Bestandteil der konzernweiten Planungs- und Steuerungssysteme. Wir beschäftigen uns dazu intensiv mit Markt- und Wettbewerbsanalysen, den relevanten Kostengrößen und wesentlichen Erfolgsfaktoren, auch im politischen Umfeld des Unternehmens. Daraus werden konkrete geschäftsbereichsspezifische Chancenpotenziale abgeleitet sowie entsprechende Ziele zwischen Vorstand und den Geschäftsbereichsverantwortlichen diskutiert und festgelegt. Ausgewählte Chancenpotenziale der K+S GRUPPE werden im Kapitel ,Chancen' des Prognoseberichts erläutert.

RISIKOMANAGEMENT

Unter Risiken verstehen wir das potenzielle Eintreten interner wie externer Ereignisse, die das Erreichen unserer kurzfristigen sowie strategischen Ziele negativ beeinflussen können. Das Risikomanagement der K+S GRUPPE hat zum Ziel, Risiken so früh wie möglich zu identifizieren, zu bewerten und potenzielle geschäftliche Einbußen durch geeignete Maßnahmen zu begrenzen. Damit soll eine Bestandsgefährdung verhindert und durch unternehmerische Entscheidungen auf dieser Basis langfristig Wert geschaffen werden. Dazu nutzen wir konzern-einheitliche Planungs-, Steuerungs- und Kontrollsysteme.

ORGANISATION UND INSTRUMENTE DES RISIKOMANAGEMENTSYSTEMS

Der Vorstand hat konzernweite Grundsätze und Verhaltensregeln sowie Richtlinien für ein systematisches und effektives Risikomanagement der K+S GRUPPE festgelegt. Das konzernweite Risikomanagementsystem greift auf bestehende Organisations- und Berichtsstrukturen zurück und besteht aus folgenden Elementen:

  • der Richtlinie zur Risikomanagement-Organisation in der K+S GRUPPE,
  • der Holdingeinheit Risikomanagement,
  • den Risikomanagementbeauftragten in den Geschäftsbereichen und der Holding,
  • standardisierten, geschäftsbereichs spezifischen Risikoprofilen,
  • Informationen über die vollständige, quantifizierte Risiko Situation im Rahmen der Zielvereinbarung zwischen Vorstand und den Verantwortlichen der Geschäftsbereiche und der Holdingeinheiten,
  • der regelmäßigen, einheitlichen Risikoberichterstattung auf Konzern- und Geschäftsbereichsebene sowie
  • der Sofort-Berichterstattung bei Eilbedürftigkeit.

Die Richtlinie zur Risikomanagement-Organisation in der K+S GRUPPE enthält risikopolitische Grundsätze und Prozesse des Risikomanagements. In ihr werden die Aufgaben und Befugnisse der am Risikomanagementprozess Beteiligten geregelt. So obliegt die direkte Verantwortung für die Identifizierung, Bewertung, Steuerung und Kommunikation der Risiken dem operativen Management in den Geschäftsbereichen bzw. den zentralen Holding-Einheiten. Ebenso werden die Anforderungen an die Risikoberichterstattung, zu denen auch die Meldeschwellen für Risiken gehören, verbindlich definiert. Die Holdingeinheit Risikomanagement koordiniert den Risikomanagementprozess und wird durch Risikomanagementbeauftragte in den Geschäftsbereichen unterstützt. Die Funktionsfähigkeit des Risikomanagementsystems der K+S GRUPPE wird regelmäßig von der internen Revision geprüft. Weiterhin ist die Prüfung der Funktionsfähigkeit und Wirksamkeit des Risikofrüherkennungssystems der K+S AKTIENGESELLSCHAFT Gegenstand der Abschlussprüfung des Wirtschaftsprüfers. / ABB: 4.11.1

RISIKOIDENTIFIKATION

Die regelmäßige Identifikation von Risiken erfolgt dezentral in den Geschäftsbereichen und der Holding mittels unterschiedlicher Instrumente. Die eingesetzten Methoden der Risikoermittlung reichen von Markt- und Wettbewerbsanalysen über enge Kontakte zu Kunden, Lieferanten und Institutionen bis zur Verfolgung von Risikoindikatoren aus dem wirtschaftlichen und gesellschaftspolitischen Umfeld.

RISIKOMANAGEMENTSYSTEM DER K+S GRUPPE

ABB: 4.11.1

RISIKOBEWERTUNG UND QUANTIFIZIERUNG

Identifizierte Risiken werden nach einer einheitlichen Methodik bewertet. Für jedes Risiko quantifizieren wir die Eintrittswahrscheinlichkeit und neben dem Brutto auch das Nettoschadenpotenzial; letzteres beinhaltet Effekte aus Gegensteuerungsmaßnahmen. Kann das Bruttoschadenpotenzial durch wirksame und angemessene Maßnahmen zuverlässig gemindert werden, liegt der Fokus der Betrachtung auf dem Nettoschadenpotenzial. Dieser Ansatz ermöglicht ein Verständnis dafür, welchen Einfluss einzelne risikomindernde Maßnahmen haben. Zusätzlich wird ein so genannter Erwartungswert des Ergebniseffekts durch Multiplikation des Netto Schadenpotenzials mit der Eintrittswahrscheinlichkeit ermittelt. Die Risikobewertung erfolgt unter zeitlichen Gesichtspunkten sowohl für das laufende Jahr als auch für einen Zeithorizont von drei bzw. zehn Jahren. Erwartete Risiken mit einer Eintrittswahrscheinlichkeit von größer 50 % werden in der Mittelfristplanung bzw. Jahreshochschätzung mit entsprechenden Ergebnisabschlägen berücksichtigt.# RISIKOSTEUERUNG

Ein Baustein des Risikomanagements ist die Entwicklung von geeigneten gegensteuernden Maßnahmen unter Einbeziehung alternativer Risiko Szenarien. Maßnahmen zur Risikovermeidung oder Risikoverminderung haben das Ziel, das Schadenpotenzial bzw. die Eintrittswahrscheinlichkeit zu verringern. Dabei können Risiken auch auf einen Dritten (z.B. durch Abschluss einer Versicherung) übertragen werden. Die Entscheidung über die Umsetzung entsprechender Maßnahmen berücksichtigt auch die Kosten in Verbindung mit der Effektivität möglicher Maßnahmen.

RISIKOAGGREGATION UND BERICHTERSTATTUNG

Unser Risikomanagementsystem soll eine transparente Darstellung der Risiko Situation gewährleisten. Die Risiken aus den Geschäftsbereichen und der Holding werden auf Konzernebene aggregiert. Der Risikoberichterstattung liegt ein Schwellenwertkonzept zugrunde. Danach müssen die Geschäftsbereiche Risiken unabhängig von der Eintrittswahrscheinlichkeit berichten, wenn definierte Schwellenwerte für das Brutto- oder das Nettoschadenpotenzial erreicht werden. Auf Konzernebene beobachten wir Risiken ab einer Eintrittswahrscheinlichkeit von mindestens 5 % und einem Nettoschadenpotenzial von gleichzeitig mindestens 10 Mio. €. Vierteljährlich erhält der Vorstand über ein standardisiertes Berichtswesen einen Überblick über die aktuelle Risiko Situation. Kurzfristig auftretende, wesentliche Risiken werden bei Eilbedürftigkeit unabhängig von den üblichen Berichtswegen unverzüglich direkt an den Vorstand berichtet. Der Aufsichtsrat wird durch den Vorstand ebenfalls regelmäßig und zeitnah, bei Eilbedürftigkeit unverzüglich informiert.

RISIKOMANAGEMENT IN BEZUG AUF FINANZINSTRUMENTE (IFRS 7)

Die finanzwirtschaftliche Zielsetzung der K+S GRUPPE ist es, finanzielle Risiken (z.B. Kursänderungsrisiko, Zinsänderungsrisiko, Ausfallrisiko und Liquiditätsrisiko) durch ein systematisches Finanzmanagement zu begrenzen. Dazu ist in der K+S AKTIENGESELLSCHAFT ein zentrales Finanzierungsmanagement eingerichtet. Darüber hinaus steuert die K+S GRUPPE ihre Kapitalstruktur und nimmt unter Berücksichtigung der erwarteten wirtschaftlichen Rahmenbedingungen gegebenenfalls Anpassungen vor. Ziel der Steuerung der Kapitalstruktur ist es, die Finanzierung des operativen Geschäfts und der Investitionstätigkeit des Unternehmens nachhaltig sicherzustellen. / EINE WEITERGEHENDE ERLÄUTERUNG ZUR STEUERUNG DER KAPITALSTRUKTUR finden Sie auf Seite 102. Aus unseren internationalen Geschäftsaktivitäten können währungsbedingte Marktpreisrisiken entstehen, denen wir im Rahmen unseres Währungsmanagements durch Sicherungsgeschäfte entgegenwirken. Interne Verfahrensanweisungen und Leitlinien bestimmen die zulässigen Sicherungsstrategien bzw. Sicherungsinstrumente, Zuständigkeiten, Abläufe und Kontrollmechanismen. Weitere Marktpreisrisiken können sich aus Veränderungen von Rohstoffpreisen (z.B. Energie) bzw. Transportkosten (z.B. Seefrachten) ergeben. Sofern hierzu gezielt derivative Finanzinstrumente eingesetzt werden, gelten analoge Regelungen. Die Sicherungsinstrumente werden ausschließlich zur Sicherung von Grundgeschäften, nicht aber zu Handels- oder Spekulationszwecken eingesetzt. Finanzgeschäfte werden nur mit geeigneten Banken abgeschlossen. Durch ein regelmäßiges Monitoring wird die Eignung der Gegenparteien bzw. die Einhaltung von Positionslimiten fortlaufend überprüft. Ferner schreibt die Leitlinie zur weiteren Begrenzung von Ausfallrisiken eine ausgewogene Verteilung der derivativen Finanzinstrumente auf verschiedene Institute vor. Der Abschluss von Sieherungsgeschaffen erfolgt zum einen für bereits entstandene Grundgeschäfte. Damit wollen wir Wechselkursrisiken aus bilanzierten Grundgeschäften (i.d.R. Forderungen) weitgehend vermeiden. Zum anderen schließen wir Sicherungsgeschäfte für zukünftige Geschäfte ab, mit denen auf Basis empirisch belastbarer Erkenntnisse mit hoher Wahrscheinlichkeit gerechnet werden kann (antizipative Sicherungsgeschäfte). Antizipative Sicherungsgeschäfte zielen auf eine Verringerung der Wechselkursrisiken künftiger Geschäftsjahre ab. / EINE WEITERGEHENDE ERLÄUTERUNG DER SICHERUNGSGESCHÄFTE finden Sie in der Darstellung der Risiken aus Wechselkursschwankungen auf Seite 131 und im Anhang auf Seite 190.

BESCHREIBUNG DER WESENTLICHEN MERKMALE DES INTERNEN KONTROLL- UND DES RISIKOMANAGEMENTSYSTEMS IM HINBLICK AUF DEN KONZERNRECHNUNGSLEGUNGSPROZESS (§ 315 ABS. 2 NR. 5 HGB)

Das interne Kontrollsystem in der K+S GRUPPE umfasst die Grundsätze, Verfahren und Maßnahmen zur Sicherstellung der Wirksamkeit, Wirtschaftlichkeit und Ordnungsmäßigkeit der Rechnungslegung bzw. der Einhaltung der maßgeblichen Vorschriften. Die Richtlinien für die Rechnungslegung und Berichterstattung der K+S GRUPPE nach ifrs geben einheitliche Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze für die in den Konzernabschluss einbezogenen inländischen und ausländischen Gesellschaften vor. Zusätzlich umfassen diese Vorschriften Regelungen für den Konzernabschluss sowie detaillierte und formalisierte Anforderungen an die Berichterstattung der einbezogenen Gesellschaften. Neue Vorschriften und Änderungen bestehender Regelungen zur Rechnungslegung werden zeitnah auf ihre Auswirkungen hin analysiert und, sofern diese für uns relevant sind, in Richtlinien und Rechnungslegungsprozessen umgesetzt. Nach der im Laufe dieses Jahres vorgesehenen IT-Integration von MORTON SALT verfügen wir über eine gruppenweit gemeinsame IT-Plattform, einen einheitlichen Konzern-Kontenplan und maschinell standardisierte Rechnungslegungsprozesse. Durch diese Standardisierung ist eine ordnungsgemäße und zeitnahe Erfassung der wesentlichen Geschäftsvorfälle sichergestellt. Für zusätzliche manuelle Erfassungen buchhalterischer Vorgänge bestehen verbindliche Regelungen. Bilanzielle Bewertungen, wie z.B. die Überprüfung der Werthaltigkeit der Geschäfts- und Firmenwerte oder die Kalkulation bergbaulicher Verpflichtungen, erfolgen durch konzerninterne Sachverständige. In Einzelfällen, etwa bei der Bewertung von Pensionsverpflichtungen, wird die Bewertung durch externe Gutachter durchgeführt. Zur Erstellung des Konzernabschlusses der K+S GRUPPE werden die Einzelabschlüsse der Gesellschaften, deren Rechnungswesen auf der einheitlichen IT-Plattform der K+S GRUPPE geführt wird, direkt in ein IT-Konsolidierungssystem überführt. Bei den übrigen einbezogenen Gesellschaften erfolgt die Übertragung der Abschlussdaten durch eine internetbasierte Schnittstelle. Durch systemtechnische Kontrollen werden die übertragenen Abschlussdaten auf ihre Validität hin überprüft. Zusätzlich erfolgt eine zentrale Überprüfung der von den einbezogenen Gesellschaften vorgelegten Einzelabschlüsse unter Beachtung der von den Abschlussprüfern erstellten Berichte. Durch systemseitige Ableitung bzw. formalisierte Abfrage von konsolidierungsrelevanten Informationen ist eine ordnungsgemäße und vollständige Eliminierung konzerninterner Transaktionen sichergestellt. Sämtliche Konsolidierungsprozesse zur Erstellung des Konzernabschlusses werden in dem IT-Konsolidierungssystem durchgeführt und dokumentiert. Die Bestandteile des Konzernabschlusses einschließlich wesentlicher Angaben für den Anhang werden hieraus entwickelt. Prozessintegrierte bzw. -unabhängige Überwachungsmaßnahmen sind Bausteine des internen Kontrollsystems. Einen wesentlichen Bestandteil der prozessintegrierten Maßnahmen bilden die maschinellen IT-Prozesskontrollen. Neben manuellen Prozesskontrollen, wie z.B. dem "Vier-Augen-Prinzip", existiert eine organisatorische Trennung von Verwaltungs-, Ausführungs-, Abrechnungs- und Genehmigungsfunktionen. Weitere Überwachungsaufgaben werden durch Konzerneinheiten, wie z.B. die zentrale Steuerabteilung, wahrgenommen. Die interne Revision ist mit prozessunabhängigen Prüfungstätigkeiten in das interne Kontrollsystem eingebunden. Die Jahresabschlüsse der prüfungspflichtigen Gesellschaften und der Konzernabschluss werden durch unabhängige Abschlussprüfer geprüft; dies ist die wesentliche prozessunabhängige Überwachungsmaßnahme im Hinblick auf den Konzernrechnungslegungsprozess. Die Kontrolle der Jahresabschlüsse der nicht prüfungspflichtigen inländischen Gesellschaften erfolgt durch die interne Revision.

ÜBERSICHT DER UNTERNEHMENSRISIKEN

Für die K+S GRUPPE wesentliche Risiken werden in den folgenden Abschnitten beschrieben, wobei aus deren Reihenfolge keine Rückschlüsse auf deren Eintrittswahrscheinlichkeit oder das potenzielle Schadenausmaß zu ziehen sind. Dabei werden jeweils der mögliche Eintritt und die Wirkung von Risiken nach Gegensteuerungsmaßnahmen unter den derzeitigen Rahmenbedingungen eingeschätzt; dies erfolgt aus Konzernsicht und bezieht sich auf den Zeitraum der Mittelfristplanung. Die Bewertung der Eintrittswahrscheinlichkeit eines Risikos erfolgt nach den Kriterien ― unwahrscheinlich (Eintrittswahrscheinlichkeit: < 5 %) ― möglich (Eintrittswahrscheinlichkeit: 5 - 50 %) ― wahrscheinlich (Eintrittswahrscheinlichkeit:> 50 %) Die Bewertung der möglichen Wirkung erfolgt nach den qualitativen Kriterien ― moderat ― wesentlich ― bestandsgefährdend

ÜBERSICHT DER UNTERNEHMENSRISIKEN

Eintrittswahrscheinlichkeit Mögliche finanzielle Auswirkungen
Externe und branchenspezifische Risiken
Einflüsse durch gesamtwirtschaftliche Entwicklung möglich wesentlich
Schwankungen bezüglich Nachfrage und Preis möglich wesentlich
Saisonale Nachfrageschwankungen möglich moderat
Einflüsse von politischen und sozialen Veränderungen unwahrscheinlich wesentlich
Veränderungen rechtlicher Rahmenbedingungen
Risiken aus der Veränderung bzw.

Wesentlich Risiken aus der Veränderung von Arbeitsplatzgrenzwerten möglich

Moderat Risiken nach Wegfall des Anti-Dumping-Schutzes möglich

Moderat Steuerrechtliehe Risiken möglich

Moderat Operative und strategische Risiken

Risiken aus Akquisitionen und Investitionen unwahrscheinlich

Wesentlich Risiken aus Veränderungen bei strategischen Partnerschaften (neues Risiko) möglich

Moderat Risiken aus der Verteuerung von Ammoniak und Phosphat möglich

Moderat Risiken aus Lieferantenausfällen und Lieferengpässen unwahrscheinlich

Moderat Energiekosten- und Energieversorgungsrisiken möglich

Moderat Frachtkosten- und Transportverfügbarkeitsrisiken möglich

Moderat Produktionstechnische Risiken möglich

Moderat Risiken aus Umweltschäden durch Gebirgsschlag unwahrscheinlich

Wesentlich Risiken aus Kohlendioxid-Einschlüssen in Lagerstätten möglich

Moderat Risiken aus Wasserzutritt unwahrscheinlich

Wesentlich Personalrisiken unwahrscheinlich

Moderat Compliance-Risiken unwahrscheinlich

Wesentlich Informationssicherheitsrisiken unwahrscheinlich

Moderat Finanzwirtschaftliche Risiken

Risiken durch Wechselkursschwankungen möglich

Moderat Risiken aus einer Veränderung des allgemeinen Zinsniveaus unwahrscheinlich (bisher: möglich)

Moderat Risiken aus dem Forderungsausfall von Kunden und Ausfallrisiko von Finanzinstituten unwahrscheinlich

Moderat Liquiditätsrisiken unwahrscheinlich

Wesentlich Risiken aus einer Veränderung des Unternehmensratings unwahrscheinlich

Moderat

Eine Veränderung der Rahmenbedingungen gegenüber unserer Mittelfristplanung kann im Zeitverlauf zu einer Neubewertung unserer Einschätzungen führen und wird entsprechend in unserer Zwischenberichterstattung kommuniziert. Tabelle 4.11.1 gibt einen Überblick über die für die K+S GRUPPE wesentlichen Risiken, deren Eintrittswahrscheinlichkeit und mögliche finanzielle Auswirkungen. Neue Risiken und Abweichungen bei der Eintrittswahrscheinlichkeit bestehender Risiken im Vergleich zum Vorjahr sind in Klammern angegeben.

/TAB: 4.11.1

EXTERNE UND BRANCHENSPEZIFISCHE RISIKEN EINFLÜSSE DURCH GESAMTWIRTSCHAFTLICHE ENTWICKLUNG
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# Versagung behördlicher Genehmigungen möglich

Wesentlich Risiken aus der Veränderung von Arbeitsplatzgrenzwerten möglich

Moderat Risiken nach Wegfall des Anti-Dumping-Schutzes möglich

Moderat Steuerrechtliehe Risiken möglich

Moderat Operative und strategische Risiken

Risiken aus Akquisitionen und Investitionen unwahrscheinlich

Wesentlich Risiken aus Veränderungen bei strategischen Partnerschaften (neues Risiko) möglich

Moderat Risiken aus der Verteuerung von Ammoniak und Phosphat möglich

Moderat Risiken aus Lieferantenausfällen und Lieferengpässen unwahrscheinlich

Moderat Energiekosten- und Energieversorgungsrisiken möglich

Moderat Frachtkosten- und Transportverfügbarkeitsrisiken möglich

Moderat Produktionstechnische Risiken möglich

Moderat Risiken aus Umweltschäden durch Gebirgsschlag unwahrscheinlich

Wesentlich Risiken aus Kohlendioxid-Einschlüssen in Lagerstätten möglich

Moderat Risiken aus Wasserzutritt unwahrscheinlich

Wesentlich Personalrisiken unwahrscheinlich

Moderat Compliance-Risiken unwahrscheinlich

Wesentlich Informationssicherheitsrisiken unwahrscheinlich

Moderat Finanzwirtschaftliche Risiken

Risiken durch Wechselkursschwankungen möglich

Moderat Risiken aus einer Veränderung des allgemeinen Zinsniveaus unwahrscheinlich (bisher: möglich)

Moderat Risiken aus dem Forderungsausfall von Kunden und Ausfallrisiko von Finanzinstituten unwahrscheinlich

Moderat Liquiditätsrisiken unwahrscheinlich

Wesentlich Risiken aus einer Veränderung des Unternehmensratings unwahrscheinlich

Moderat

Eine Veränderung der Rahmenbedingungen gegenüber unserer Mittelfristplanung kann im Zeitverlauf zu einer Neubewertung unserer Einschätzungen führen und wird entsprechend in unserer Zwischenberichterstattung kommuniziert. Tabelle 4.11.1 gibt einen Überblick über die für die K+S GRUPPE wesentlichen Risiken, deren Eintrittswahrscheinlichkeit und mögliche finanzielle Auswirkungen. Neue Risiken und Abweichungen bei der Eintrittswahrscheinlichkeit bestehender Risiken im Vergleich zum Vorjahr sind in Klammern angegeben.

/TAB: 4.11.1

| EXTERNE UND BRANCHENSPEZIFISCHE RISIKEN | EINFLÜSSE DURCH GESAMTWIRTSCHAFTLICHE ENTWICKLUNG # Solche negativen Einflüsse könnten eine wesentliche Wirkung auf die Wachstumsperspektiven und auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der K+S GRUPPE haben, sind derzeit in den für K+S in Bezug auf Produktion und Absatz relevanten Ländern jedoch unwahrscheinlich.

VERÄNDERUNGEN RECHTLICHER RAHMENBEDINGUNGEN

RISIKEN AUS DER VERÄNDERUNG BZW. VERSAGUNG BEHÖRDLICHER GENEHMIGUNGEN

ENTSORGUNG VON SALZABWÄSSERN

Aufgrund von öffentlichen und politischen Diskussionen über künftig höhere Anforderungen an die Umweltverträglichkeit der Produktionsprozesse zur Herstellung von Kali- und Magnesiumprodukten sind Einflüsse auf die Erteilung und den Bestand von Betriebsgenehmigungen, Planfeststellungsbeschlüssen sowie von wasserrechtlichen Erlaubnissen möglich.

Im Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte entstehen unter anderem flüssige Rückstände (Salzabwässer) sowohl aus der laufenden Produktion als auch durch Niederschläge auf die Rückstandshalden. Auf der Grundlage bestehender Genehmigungen werden die Salzabwässer zum Teil in Flüsse eingeleitet oder in unterirdische Gesteinsschichten (Plattendolomit) versenkt.

Die Feststellung einer wesentlichen Verminderung bisher prognostizierter Versenkmöglichkeiten bzw. die vorzeitige, vollständige Inanspruchnahme genehmigter Versenkräume sowie der Befund einer möglichen Beeinflussung von Trink- oder nutzbaren Grundwasserressourcen durch die Versenkung ließe eine unveränderte Verlängerung bestehender Versenkungsgenehmigungen unwahrscheinlich erscheinen und könnte eine sofortige teilweise oder gar vollständige Aufhebung von Versenkgenehmigungen zur Entsorgung flüssiger Rückstände nach sich ziehen. Darüber hinaus könnten die gegenwärtig für die Einleitung der Salzabwässer in Oberflächengewässer genehmigten Grenzwerte für zukünftige Einleitungsgenehmigungen herabgesetzt werden.

Verlängerungen der bestehenden Versenkungs- und Einleitungsgenehmigungen bzw. deren Neuerteilung können mit Auflagen verbunden sein, die zu wesentlichen Zusatzkosten für eine Vorbehandlung der Produktionsrückstände oder zu erheblichen Produktionsreduzierungen an den betroffenen Standorten führen.

Wir halten es für möglich, dass auslaufende Genehmigungen nicht verlängert bzw. nur eingeschränkt erteilt werden; dies hätte schlimmstenfalls eine Einstellung der Produktion und ggf. Schließung der betroffenen Standorte mit erheblichen negativen Personalauswirkungen zur Folge; daraus würden sich nachhaltige und wesentliche Beeinträchtigungen der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der K+S GRUPPE ergeben.

Für die an der Werra gelegenen Standorte Hattorf, Unterbreizbach und Winters hall, mit einem Anteil an der gesamten Kali-Produktionskapazität der K+S GRUPPE von etwa 45%, wurde eine neue, bis November 2015 befristete Versenkgenehmigung erteilt. Die Einleitungsgenehmigung ist bis Ende November 2012 befristet. Wir haben im Oktober 2008 ein umfassendes Maßnahmenpaket vorgestellt, das mit einem Investitionsvolumen von bis zu 360 Mio. € die Versenkung und die Einleitungen von Salzabwässern bis 2015 nochmals erheblich reduzieren wird. Ergänzend wurde mit den Ländern Hessen und Thüringen eine öffentlich-rechtliche Vereinbarung geschlossen, in der sich die Vertragspartner gemeinsam zu nachhaltigem wirtschaftlichen Handeln, der Sicherung der Arbeitsplätze und einem schonenden Umgang mit der Natur für die nächsten 30 Jahre bekennen. Es besteht jedoch keine Gewähr, dass Genehmigungen auf dieser Grundlage verlängert bzw. neu erteilt werden. Mithin kann nicht ausgeschlossen werden, dass weitere Investitionen an den betroffenen Standorten notwendig werden, die Produktionskosten weiter steigen und ggf. sogar die Schließung dieser Produktions Standorte aufgrund einer nachhaltigen UnWirtschaftlichkeit erforderlich sein kann.

Die Verminderung fester und flüssiger Produktionsrückstände in der Kaliproduktion wird auch weiterhin zu den Schwerpunkten unserer Forschungs- und Entwicklungstätigkeit gehören. Da die dauerhafte lokale Entsorgung von einigen Seiten in Frage gestellt wird, kann eine langfristige Genehmigung des derzeitigen lokalen Konzepts nicht als gesichert angenommen werden. Deshalb hat sich K+S entschlossen, parallel zur Umsetzung der lokalen Maßnahmen auch Genehmigungsanträge für standortferne Entsorgungswege, d.h. Fernleitungen zur Oberweser und zur Nordsee, vorzubereiten. Dies geschieht ungeachtet des Umstands, dass die Prüfkriterien für Fernleitungen aus Sicht des Unternehmens derzeit nicht erfüllt sind: Es müssen der gemeinsame politische Wille auf Landes- und Bundesebene gegeben, Bau und Betrieb der Fernleitung sowie die Einleitung von Salzlösungen langfristig genehmigungsfähig, die Maßnahme ökologisch sinnvoll und Bau und Betrieb der Fernleitung wirtschaftlich zumutbar und verhältnismäßig sein, bevor eine Entscheidung über den Bau einer Fernleitung getroffen werden kann - eine solche Entscheidung ist mit der Vorbereitung der Anträge daher nicht verbunden.

Das Kaliwerk Neuhof-Ellers hat die Versenkung von Salzabwässern in den Plattendolomit nach vollständiger Inanspruchnahme des Versenkraums eingestellt. Um die ordnungsgemäße Entsorgung der dort anfallenden Haldenwässer weiterhin gewährleisten zu können, erfolgt im Einklang mit geltenden Genehmigungen bis zur Fertigstellung einer beantragten Salzabwasserleitung der Transport der Salzabwässer per Bahn und Lkw zum nächstgelegenen Standort, dem Werk Werra. Der Erörterungstermin für Bau und Betrieb dieser Salzabwasserleitung hat Ende 2011 stattgefunden; den Planteststellungsbeschluss erwarten wir im Verlauf des 1. Halbjahres 2012.

ENTSORGUNG VON FESTEN PRODUKTIONSRÜCKSTÄNDEN

An den Gewinnungsstandorten des Geschäftsbereichs Kali- und Magnesiumprodukte werden feste Rückstände derzeit im Rahmen bestehender Genehmigungen aufgehaldet. Sollten Aufhaldungsgenehmigungen widerrufen oder notwendige Haldenerweiterungen nicht oder nur unter unzumutbar hohen Auflagen genehmigt werden, fehlt den Betrieben die Entsorgungsmöglichkeit für diese Rückstände. Die alternative Verbringung der Rückstände als Feuchtversatz in die vorhandenen Grubenhohlräume ist nur in begrenztem Umfang möglich. Auf längere Sicht stößt die Versatzeinbringung physisch an Grenzen, da hierbei nur eine wesentlich geringere Verdichtung erreicht wird, als sie das Rohsalz in der Lagerstätte aufweist. Darüber hinaus würden hohe Zusatzkosten verursacht, die in keinem wirtschaftlich vertretbaren Verhältnis zum Nutzen stehen. Mögliche Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der K+S GRUPPE bewerten wir als wesentlich.

HALDENERWEITERUNG

Das Verwaltungsgericht Hannover hat am 18. November 2009 den Klagen vom Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland e.V. (BUND) und vom Naturschutzbund Deutschland e.V. (NABU) stattgegeben und den Planfeststellungsbeschluss des Landesamtes für Bergbau, Energie und Geologie Niedersachsen (LBEG) vom 10. August 2007 sowie den Änderungsbeschluss vom 13. März 2009 zur Haldenerweiterung des Werks Sigmundshall aufgehoben. Im Planfeststellungsbeschluss war die Abdeckung der Halde eine Voraussetzung für die Erweiterung der Aufhaldung von Produktionsrückständen. Auf die Berufung des LBEG und der K+S KALI GMBH hat das Oberverwaltungsgericht Lüneburg mit Urteilen vom 24. Juni 2011 die Klagen von BUND und NABU abgewiesen und die Revision gegen die Urteile nicht zugelassen. Gegen diese Entscheidung wenden sich Beschwerden von BUND und NABU, über die das Bundesverwaltungsgericht noch nicht entschieden hat. Kurzfristig ergeben sich damit keine Einschränkungen für den Betrieb des Kaliwerks Sigmundshall. Die Zulassung der Revision halten wir für unwahrscheinlich, die Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der K+S GRUPPE wären mittelfristig moderat.

SICHERHEITSLEISTUNGEN

Die Forderung nach insolvenzsicheren Sicherheitsleistungen für die Ewigkeitskosten der Haldenverwahrung und für betriebseigene Deponien ist in Zukunft nicht auszuschließen. Derzeit werden die erforderlichen Aufwendungen für die planmäßige Nachsorge der Halden bilanziell über Rückstellungen abgebildet. Sofern zusätzlich zur Rückstellungsbildung Sicherheitsleistungen hinterlegt werden müssten, würden finanzielle Mittel gebunden; dies könnte den finanziellen Spielraum des Unternehmens begrenzen. Mögliche Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der K+S GRUPPE bewerten wir mittelfristig als moderat.

RISIKEN AUS DER VERÄNDERUNG VON ARBEITSPLATZGRENZWERTEN

Risiken für unsere Bergbauaktivitäten in Deutschland können aus der EU-Initiative zur Festsetzung von indikativen Arbeitsplatzgrenzwerten für Stickstoffmonoxid (NO) und Stickstoffdioxid (NO2) sowie Kohlenmonoxid (CO) entstehen, wenn diese die Gegebenheiten der Produktion unter Tage nicht ausreichend berücksichtigen. Würden Grenzwerte deutlich herabgesetzt, könnten erhebliche Investitionen zur Einhaltung der Grenzwerte notwendig werden. Sollten die Arbeitsplatzgrenzwerte derart verschärft werden, dass die Produktion an den betreffenden Standorten unter Einhaltung dieser Grenzwerte mit wirtschaftlich vertretbarem Aufwand oder technisch insgesamt nicht mehr möglich wäre, könnte uns dies sogar zwingen, diese Standorte langfristig zu schließen. Es ist das Bestreben, durch eine intensive Zusammenarbeit zwischen der EU-Kommission, den nationalen Regierungen sowie den betroffenen Unternehmen und deren Interessenverbänden langfristig sinnvolle, realistische Grenzwerte zu erreichen. Mittelfristig sind Beeinträchtigungen möglich, die wir derzeit als moderat einschätzen.

RISIKEN NACH WEGFALL DES ANTI-DUMPING-SCHUTZES

Die K+S GRUPPE steht im Düngemittelgeschäft auch mit Produzenten aus Russland und Weißrussland im Wettbewerb, die entweder in Staatseigentum stehen, in erheblichem Maße Subventionen, wie z.B. verbilligte Gaslieferungen oder vergünstigte Eisenbahntransporte, empfangen oder sonst direkt oder indirekt von Seiten des Staates finanzielle Unterstützung erfahren.# RISIKEN UND UNTERNEHMENSSTEUERUNG

HANDELSPOLITISCHE RISIKEN

Diese Wettbewerber könnten dadurch ihre Produkte zu besseren Konditionen anbieten als solche Hersteller, die keine vergleichbare staatliche Unterstützung erhalten. Im Juli 2006 wurden daher folgerichtig die bestehenden handelspolitischen Maßnahmen, die Einfuhren von Kaliumchlorid aus Russland und Weißrussland betreffend, mit Anpassungen um fünf Jahre bis zum 13. Juli 2011 verlängert. Im April 2011 hatte die EUROPEAN POTASH PRODUCERS ASSOCIATION (APEP) termingerecht bei der Europäischen Kommission einen Antrag auf Verlängerung dieser handelspolitischen Maßnahmen eingereicht. Mit der Europäischen Kommission fanden in den darauf folgenden Wochen auf Basis dieses Antrags ausführliche Konsultationen statt. Als Ergebnis war festzustellen, dass die strukturell wettbewerbsverzerrenden Praktiken durch die gegenwärtig positiven Marktverhältnisse derart überlagert werden, dass die Chancen für eine Verlängerung der handelspolitischen Maßnahmen als gering eingeschätzt werden mussten. Die APEP hat daher ihren Antrag vorerst zurückgezogen und wird mit der Europäischen Kommission in einem konstruktiven Dialog bleiben. Die APEP behält sich allerdings vor, bei veränderter Marktlage erneut einen Antrag auf Wiedereinführung handelspolitischer Maßnahmen zum Schutz gegen wettbewerbsverzerrende Praktiken bei der Europäischen Kommission einzureichen. Mittelfristig ist ein Anstieg der russischen und weißrussischen Liefermengen über das Niveau der bisher realisierten Lieferungen in die EU möglich. Die Auswirkungen bewerten wir unter den derzeitigen Marktbedingungen als moderat.

STEUERRECHTLICHE RISIKEN

Im Bereich der Energiesteuern können die als energieintensive Unternehmen eingestuften Tochtergesellschaften der K+S GRUPPE in Deutschland derzeit den sogenannten Spitzenausgleich nutzen. Die maßgeblichen Regelungen wurden von der EU-Kommission bis 2012 genehmigt und gewähren Unternehmen des produzierenden Gewerbes für bestimmte Energieerzeugnisse und Strom, die sie zu betrieblichen Zwecken verwenden, Entlastungen von der Energie- und der Stromsteuer. Im Rahmen des Haushaltskonsolidierungsgesetzes wurde dieser Spitzenausgleich mit Wirkung ab 2011 von bisher 95 auf 90% abgesenkt. Dadurch ergab sich eine leichte Verteuerung unserer energieintensiven Produktion in Deutschland. Für eine Nachfolgeregelung ab 2013 werden politisch bereits erste Überlegungen angestellt. Wir beteiligen uns aktiv an dieser Diskussion, um einen Fortbestand dieser oder eine vergleichbare Anschlussregelung zu erreichen. Ein vollständiger Wegfall des Spitzenausgleichs ist möglich und würde im Vergleich zu der derzeitig noch bestehenden Rechtslage zu energiesteuerlichen Mehrbelastungen und zu Wettbewerbsnachteilen für unsere inländischen energieintensiven Unternehmen führen, die wir als moderat einschätzen.

OPERATIVE UND STRATEGISCHE RISIKEN

Unternehmensstrategische Risiken können sich im Wesentlichen aus einer Fehleinschätzung künftiger Marktentwicklungen und, daraus abgeleitet, in einer Fehlausrichtung der unternehmerischen Ziele und der dazugehörigen M&A-Aktivitäten, Beteiligungen sowie Investitionen und Deinvestitionen ergeben. Unsere Vision und Mission stecken den Rahmen für unsere Geschäftstätigkeit und die strategische Ausrichtung der Geschäftsbereiche der K+S GRUPPE ab und sollen unseren Mitarbeitern, Aktionären, Fremdkapitalgebern, Kunden, Lieferanten und der Öffentlichkeit die Grundlage für unser Denken und Handeln erläutern. Dazu berät der Vorstand gemeinsam mit den Geschäftsbereichsleitungen regelmäßig die strategische Ausrichtung mit ihren Chancen und Risiken. Grundlegende Strategieänderungen sind nicht zu erwarten.

RISIKEN AUS AKQUISITIONEN UND INVESTITIONEN

K+S beobachtet das Marktumfeld hinsichtlich geeigneter Akquisitionsprojekte bzw. Kooperationen. Wenn es unter strategischen und wirtschaftlichen Gesichtspunkten vorteilhaft erscheint, akquirieren oder verkaufen wir Unternehmen bzw. Unternehmensteile. An jede Akquisition sowie Erweiterungsinvestition stellen wir gruppenweit die Renditeanforderung, eine Prämie auf unsere Kapitalkosten zu verdienen. Weitere Informationen finden Sie auf Seite 102 unter finanzielle Steuerungskennzahlen. Risiken könnten sich aus der Integration von Mitarbeitern, Prozessen, Technologien und Produkten sowie durch Veränderungen rechtlicher Verpflichtungen und politischer Restriktionen ergeben. Unerwartet hohe Integrationskosten könnten die Realisierung der geplanten Ziele und Synergien gefährden. Zudem könnten Akquisitionen den Verschuldungsgrad und die Finanzierungsstruktur nachteilig beeinflussen. Abschreibungen auf im Zusammenhang mit Akquisitionen entstandene Geschäfts- und Firmenwerte könnten aufgrund unvorhergesehener Geschäftsentwicklungen zu Belastungen führen. Von zentraler Bedeutung sind insoweit sorgfältige Unternehmensbewertungen, in welche die Erkenntnisse aus der Unternehmensprüfung (Due Diligence) und weiterer Analysen einfließen. In der Entscheidungsphase unterstützen externe Spezialisten unsere Wirtschaftlichkeitsberechnungen, die auch Risikobetrachtungen mit unterschiedlichen Szenarien beinhalten. Getätigte Akquisitionen werden von Integrationsteams intensiv begleitet. Wesentliche Beeinträchtigungen halten wir hier für unwahrscheinlich.

Die K+S GRUPPE hat im Jahr 2011 das kanadische Unternehmen POTASH ONE vollständig übernommen und in die K+S POTASH CANADA überführt. K+S POTASH CANADA besitzt mehrere Kali-Explorationslizenzen in der kanadischen Provinz Saskatchewan einschließlich eines bereits fortgeschrittenen Greenfield-Projekts zur Errichtung eines Solbetriebes (Legacy Projekt). Die ersten beiden Ausbaustufen des Projekts führen zu einer Produktionskapazität von 2,86 Mio. t Kaliumchlorid bei einem vorgesehenen Investitionsvolumen von rund 3,25 Mrd. CAD. Es besteht die Möglichkeit, das Projekt langfristig auf eine Produktionskapazität von bis zu 4 Mio. t Kaliumchlorid pro Jahr auszubauen. Zwischen der Akquisitionsentscheidung und dem Produktionsbeginn liegt eine mehrjährige Bauphase. Alle zu Beginn des Projekts getroffenen Annahmen und Schätzungen unterliegen im Zeitverlauf potenziellen geschäftlichen, wirtschaftlichen, politischen und sozialen Unwägbarkeiten. Das Risiko besteht darin, dass die ursprünglichen Erwartungen nicht erfüllt werden könnten, obwohl im Vorfeld eine intensive Due Diligence und eine Überarbeitung der vorhandenen Machbarkeitsstudie erfolgt ist und die geologischen, technischen, rechtlichen und finanziellen Rahmenbedingungen sorgfältig geprüft wurden. Faktoren, die einen gravierenden Einfluss in der Bauphase haben könnten, wären z.B. unerwartete geologische Störungen, technische Schwierigkeiten bei der Erschließung der Lagerstätte, eine schwierige Beschaffung von qualifizierten Fach- und Führungskräften, Kostensteigerungen benötigter Materialien sowie Änderungen der lokalen Gesetzgebung, Genehmigungen und Vorschriften. Die genannten Einflüsse könnten unter Umständen zu einem Wertberichtigungsbedarf auf das erworbene Vermögen und auf in der Anlaufphase getätigte Investitionen führen, darüber hinaus stünde die erwartete Produktionsmenge erst zu einem späteren Zeitpunkt zur Verfügung. Das hätte eine wesentliche Wirkung auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage, ist jedoch derzeit unwahrscheinlich. / WEITERE INFORMATIONEN ZUM LEGACY PROJEKT finden Sie auf Seite 147.

RISIKEN AUS VERÄNDERUNGEN BEI STRATEGISCHEN PARTNERSCHAFTEN

Im Geschäftsbereich Stickstoffdüngemittel bestehen zur Sicherung der Versorgung unserer Geschäftsaktivitäten Liefer- und Lohnherstellungsverträge mit BASF über die Herstellung von und Belieferung mit Stickstoffprodukten. Die vertraglichen Regelungen enthalten eine Verpflichtung für BASF, ihre Produktionskapazitäten zur Herstellung von Vertragsprodukten ausschließlich der K+S GRUPPE zur Verfügung zu stellen bzw. die Vertragsprodukte ausschließlich für die K+S GRUPPE herzustellen. BASF beabsichtigt, diese Düngemittelproduktion an EuroChem zu veräußern. Das Closing wird für Ende des 1. Quartals 2012 erwartet. Es besteht das Risiko, dass die Liefer- und Lohnherstellungsverträge gekündigt werden, was mehrheitlich frühestens zum 31. Dezember 2014 möglich ist. Die Finanz-, Vermögens- und Ertragslage könnte moderat beeinträchtigt werden; diesbezügliche Einflüsse halten wir für möglich.

RISIKEN AUS DER VERTEUERUNG VON AMMONIAK UND PHOSPHAT

Die Herstellkosten der von BASF für uns produzierten Stickstoff- und phosphathaltigen Düngemittel werden in hohem Maße von den Weltmarktpreisen für Ammoniak und Phosphat bestimmt. Bei schwieriger werdendem Wettbewerbsumfeld mag es bei Stickstoffdüngemitteln nicht immer gelingen, Kostensteigerungen in vollem Umfang über die Preise weiterzugeben; das daraus erwachsende mögliche Risiko für K+S wird jedoch als moderat eingestuft.

RISIKEN AUS LIEFERANTENAUSFÄLLEN UND LIEFERENGPÄSSEN

Die Anzahl der Lieferanten für Roh- und Hilfsstoffe wie Ammoniak (siehe oben), Phosphat, Sprengstoffe, schwefelarmer Dieseltreibstoff sowie die erforderliche technische Ausstattung einschließlich Ersatzteile ist begrenzt. Lieferengpässe, -ausfälle oder -boykotte, auf die wir nur sehr wenig oder gar keinen Einfluss haben, könnten zu einer eingeschränkten Verfügbarkeit von Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sowie bergbauspezifischer Maschinenausstattung und Ersatzteilen und damit zu einer erheblichen Kostensteigerung oder einer Produktionsbeeinträchtigung führen. Mit Marktanalysen, gezielter Lieferantenauswahl bzw. -bewertung, langfristigen Liefervereinbarungen, klar definierten Qualitätsstandards sowie modernen Einkaufsmethoden verringern wir diese Beschaffungsrisiken. Ein verbleibendes Beschaffungsrisiko könnte moderate Einflüsse auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben; wir halten den Schadenseintritt jedoch für unwahrscheinlich.

ENERGIEKOSTEN- UND ENERGIEVERSORGUNGSRISIKEN

Die Energiekosten der K+S GRUPPE (2011: 277,2 Mio. €) werden insbesondere durch den Verbrauch von Erdgas bestimmt.# K+S Aktiengesellschaft

III. RISKS

ENERGY COSTS AND ENERGY SUPPLY RISKS

This applies to all business segments to varying degrees. Energy prices are often subject to strong fluctuations. Significant increases in energy prices compared to the current price level cannot be ruled out in the future. To limit this risk, the natural gas requirements for our potash and salt production in Europe are continuously reduced by using steam from substitute fuel heating plants. The price risk for natural gas procurement is also mitigated by the following instruments: In addition to the targeted use of fixed-price agreements (e.g., contractual securing of natural gas prices for up to two years at MORTON SALT), we have also agreed energy supply contracts with time-lag clauses with some suppliers. The remaining residual risk can be selectively limited by hedging transactions. There is no guarantee that we will be able to fully hedge against price fluctuations in energy sources or pass on energy cost increases to our customers. Furthermore, we are dependent on the reliability of energy supplies, so that risks to supply security exist in the event of a short-term interruption of gas supply. We consider risks from energy costs and energy supply, which could have a moderate impact on the asset, financial, and earnings situation, to be possible.

FREIGHT COSTS AND TRANSPORT AVAILABILITY RISKS

Our total costs are significantly influenced by freight costs (2011: €813.7 million). While the products of our Potash and Magnesium Products business segment are mined in our six mines in Germany, we generated 40% of the corresponding revenue in Europe outside Germany and 45% overseas last year. In the Salt business segment, we have production sites in Europe, North America, and South America. Characteristic of our business activities are the sometimes long transport routes that our products have to cover with simultaneously high transport volumes. A shortage of available freight space could lead to higher costs. Furthermore, increasing mineral oil prices will result in considerable additional costs. There is no guarantee that higher transport costs can always be passed on to customers. We counter these developments through long-term freight space security with a high proportion of fixed prices and the use of cost-effective container transport; in addition, hedging transactions are also selectively used to limit the effects of price fluctuations. The high transport intensity of our business activities also means a considerable dependence on the respective infrastructural conditions, such as ports, roads, railways, and loading facilities. A failure or bottleneck could restrict production or sales opportunities. We consider corresponding impairments from rising freight rates or restricted transport availability to be possible, but view them as moderate in relation to the expected results.

PRODUCTION ENGINEERING RISKS

The production facilities of the K+S GROUP, which are used for mining activities, processing of raw materials, and storage of hazardous substances, among other things, are characterized by high efficiency. Due to operational and accident risks to which the facilities, production sites, storage areas, and loading facilities are exposed, operational disruptions can occur, as well as personal injury, property damage, and environmental pollution. Through the use of diverse monitoring, exploration, and control systems, we aim to identify potential production risks early and react accordingly. These risks are reduced by quality assurance measures, preventive maintenance, and continuous facility monitoring. The constant further development of our facilities and products also contributes to this. We have taken out appropriate insurance for fire damage and associated production downtime, as well as for other operational interruptions. Due to our precautionary measures, we assess the remaining possible production engineering risks as moderate.

RISKS FROM ENVIRONMENTAL DAMAGE DUE TO SUBSIDENCE

Our mining activities involve the specific risk of a sudden, large-scale, and potentially severe subsidence of the earth's surface (subsidence). If this occurs, it could lead to the partial or complete loss of the mine and damage to facilities, as well as considerable damage to third-party property, personal injury, and fatalities. Our professional dimensioning of salt pillars in the mine workings, based on extensive research, contributes to securing the surface, long-term stability, and thus the prevention of such subsidence. Continuous monitoring of the mine workings may provide timely indications as to whether additional measures are required to secure the mine workings and prevent mining damage. Such negative influences would have a significant impact on the asset, financial, and earnings situation of the K+S GROUP, but are unlikely.

RISKS FROM CARBON DIOXIDE INCLUSIONS IN DEPOSITS

Carbon dioxide inclusions pose a latent hazard potential in certain mines. Should carbon dioxide escape uncontrollably from these inclusions, K+S GROUP could be held liable for associated damages or injuries, suffer damage to its own equipment, and be exposed to production restrictions or downtime. To minimize the impact on people, machinery, and storage facilities, underground mining is always carried out in accordance with special safety guidelines for potential CO2 breakouts. We consider the potential damage to be moderate.

RISKS FROM WATER INGRESS

In principle, underground mine operations face hydrogeological risks which, if not manageable, could lead to significant damage. To secure the mines, extensive exploration is carried out using seismics, drilling, and georadar. The preservation of protective layers and the sufficient dimensioning of safety pillars ensure the highest possible mine safety. Through continuous, scheduled maintenance of the shafts, a risk of groundwater inflow is almost entirely ruled out. Due to the elevation of the shaft collar points, surface water ingress into the mine workings is not to be expected even during high floods. Due to our extensive precautionary measures, we consider the occurrence of this risk to be unlikely.

PERSONNEL RISKS

The competence and commitment of our employees are important factors for our successful development. The competition for qualified managers and skilled workers is intense in all regions in which we operate. This is currently also the case for the expansion of our business activities in Canada to develop new production capacities. The loss of key employees in strategic positions could represent a risk, particularly in newly acquired companies. Our future success depends in part on our ability to permanently hire, integrate, and retain engineers and other skilled personnel, as well as to adequately fill management positions. In the future, demographic challenges will increasingly affect us, especially in Europe and North America. This increases the risk of not finding suitable candidates for open positions or only finding them with a delay. We are already observing that open apprenticeship positions are becoming increasingly difficult to fill. We therefore began a differentiated age structure survey in 2011. This allows us to analyze how personnel requirements will change due to demographic change. In this way, we want to counteract the risk of know-how loss due to age-related departures and unintentional fluctuation. We also counter these risks with a series of personnel policy measures. These include early succession planning, future-oriented specialist and management development, and the impartation of intercultural competence. Further offerings include performance-oriented remuneration systems and participation in company success, exemplary social benefits, attractive working time arrangements and models, as well as offers to reconcile work and family life. Our managers have the opportunity to participate in a remuneration program geared towards the long-term development of the company. Depending on the forecasted business success, the associated provision requirement varies and leads to a corresponding increase or decrease in personnel costs. It is our endeavor to be perceived as an attractive employer in all regions relevant to us. With this strategy and increased cooperation with selected universities, we offer qualified employees promising career prospects with extensive further training and international development opportunities. Key positions are regularly analyzed with regard to forward-looking succession planning, and suitable candidates are prepared for these tasks. Furthermore, K+S GROUP strives for a good and constructive relationship with its employees and their unions, in which they are largely organized, particularly in Germany and North America. Overall, we consider even moderate impacts on the asset, financial, and earnings situation due to the described personnel risks to be unlikely.# COMPLIANCE-RISIKEN

Die Einhaltung von geltendem Recht, Unternehmensrichtlinien und vom Unternehmen anerkannten regulatorischen Standards ist Bestandteil unserer Unternehmenskultur und damit Aufgabe und Verpflichtung eines jeden Mitarbeiters. Zur Sicherstellung regelkonformen Verhaltens haben wir ein konzernweites Compliance-Programm etabliert, welches u.a. Mitarbeiterschulungen zu den Risikofeldern Kartell-/Wettbewerbsrecht und Anti-Korruption vorsieht. Schwerwiegende Verstöße durch einzelne Mitarbeiter, die eine wesentliche Wirkung auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben könnten, halten wir für unwahrscheinlich.

EINE DETAILLIERTE DARSTELLUNG UNSERES COMPLIANCESYSTEMS finden Sie im Corporate Governance-Kapitel auf Seite 35 dieses Finanzberichts.

INFORMATIONSSICHERHEITSRISIKEN

Unsere IT-Systeme unterstützen nahezu alle Unternehmensfunktionen in hohem Maße. Ihre Verfügbarkeit ist in Dienstleistungsverträgen geregelt. Das Risiko der Informationssicherheit liegt in dem Verlust der Verfügbarkeit, Integrität, Vertraulichkeit und Authentizität der Daten durch externe Angriffe (z.B. Hacker, Viren) sowie interne Gefahren (z.B. Technikausfall, Sabotage). Unser Management von Informationssicherheitsrisiken orientiert sich an der Norm DIN ISO 31000 Risikomanagement - Grundsätze und Richtlinien. Mit der Einrichtung eines an der Norm DIN ISO 27001 ausgerichteten Informationssicherheitsmanagements wurde eine wesentliche Voraussetzung für das Management von IT-Risiken geschaffen. Um unsere Geschäftsprozesse vor derartigen Risiken zu schützen, informieren wir uns über neueste Entwicklungen und ergreifen technische sowie organisatorische Maßnahmen, die das Eintreten von Risiken möglichst ausschließen sollen. Hierbei ist die redundante Auslegung der IT-Systeme und ihrer Infrastruktur von besonderer Bedeutung. So betreiben wir unser Rechenzentrum als Zwei-Standorte-System, und auch die Komponenten der Infrastruktur (Stromversorgung, Datenleitungen etc.) sind doppelt ausgelegt. Den gewachsenen Sicherheitsanforderungen an die IT-Organisation werden wir durch die Funktionen IT-Compliance, den IT-Sicherheitsbeauftragten und den Datenschutzbeauftragten gerecht. Unsere betrieblichen Konzepte und Organisationsrichtlinien sind prozessorientiert. Die Prozesse richten sich am ITIL-Standard aus, z.B. in den Bereichen Monitoring, Datensicherung, Zugangskontrolle, Störungsmanagement und Business Continuity Management. Unabhängige Gutachter überprüfen permanent die Wirksamkeit unserer Maßnahmen zur Informationssicherheit. Ein kurzzeitiger Ausfall der IT-Systeme von wenigen Stunden ist möglich. Einen längeren Ausfall von bis zu 7 Tagen halten wir jedoch aufgrund der beschriebenen Vorsorgemaßnahmen für unwahrscheinlich, die Auswirkungen schätzen wir als moderat ein.

FINANZWIRTSCHAFTLICHE RISIKEN

Die K+S GRUPPE ist aufgrund der weltweiten operativen Geschäftstätigkeit verschiedenen finanziellen Risiken ausgesetzt. Hierzu zählen das Kursänderungsrisiko (insbesondere Währungsrisiko), das Zinsänderungsrisiko, das Ausfallrisiko, das Liquiditätsrisiko sowie daraus resultierende Zahlungsstromschwankungen. Marktpreisrisiken aus der Veränderung von Energiepreisen und Frachtraten sowie aus der Verteuerung von Ammoniak bewerten wir als operative Risiken; diese werden auf Seite 127 beschrieben. Sofern zur Absicherung gegen die jeweiligen Risiken derivative Finanzinstrumente zum Einsatz kommen, werden diese bei der Beschreibung des Risikomanagements in Bezug auf Finanzinstrumente auf Seite 120 weitergehend erläutert.

RISIKEN DURCH WECHSELKURSSCHWANKUNGEN

Ein Währungsrisiko resultiert aus Geschäften, die nicht in unserer funktionalen Währung (Euro) abgeschlossen werden. Bei diesem Risiko unterscheiden wir weiter zwischen Transaktions- und Translationsrisiken. Während der überwiegende Anteil der Umsätze der K+S GRUPPE in Euro abgerechnet wird, lag der Umsatzanteil in US-Dollar im Geschäftsjahr 2011 bei knapp 40% des Konzernumsatzes. Daneben wurden Umsätze in untergeordneter Größenordnung auch in anderen Landeswährungen (z.B. kanadischer Dollar, chilenischer Peso und britisches Pfund) getätigt. Unser Ergebnis ist deshalb Wechselkursschwankungen ausgesetzt. Dies kann dazu führen, dass bei Geschäften der Wert der erbrachten Leistung nicht mit dem Wert der erhaltenen Gegenleistung übereinstimmt, weil Einnahmen und Ausgaben zu unterschiedlichen Zeitpunkten in verschiedenen Währungen anfallen (Transaktionsrisiken). Wechselkursschwankungen, insbesondere zum US-Dollar, wirken sich bisher im Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte besonders auf die Höhe der Erlöse und Forderungen aus. Künftig werden durch die Investitionen unserer Tochtergesellschaft K+S POTASH CANADA in ein neues Kali-Projekt auch signifikante Wechselkursrisiken zum kanadischen Dollar entstehen. Außerdem ergeben sich Währungseffekte bei Tochtergesellschaften, deren funktionale Währung nicht der Euro ist (Translationsrisiken), da zum einen die in Fremdwährung ermittelten Ergebnisse dieser Gesellschaften ergebniswirksam zu Durchschnittskursen, zum anderen das Nettovermögen zu Stichtagskursen in Euro umgerechnet wird und zu währungsbedingten Schwankungen im Eigenkapital der K+S GRUPPE führt. Derzeit treten diese Translationseffekte hauptsächlich im Geschäftsbereich Salz auf. Mit Voranschreiten der Investitionen von K+S POTASH CANADA wird dies auch den Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte betreffen. Wechselkursschwankungen können sich nachteilig auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der K+S GRUPPE auswirken. Um diesen Wechselkursrisiken entgegenzuwirken, setzen wir derivative Finanzinstrumente ein. Im Rahmen der Transaktionssicherung werden wesentliche Nettopositionen je Währung mit Hilfe von Derivaten, i.d.R. durch Optionen und Termingeschäfte, gesichert. Diese gewährleisten einen unbedingten worst-case-Wechselkurs. Die Nettopositionen werden anhand der Erlös- und Kostenplanung unter Anwendung von Sicherheitsabschlägen bestimmt und fortlaufend aktualisiert, um Über- oder Untersicherungen zu vermeiden. Daneben werden geplante Ergebnisse gegen Translationsrisiken gesichert, sofern diese von wesentlicher Bedeutung sind. Weitere Informationen und Erläuterungen zum Fremdwährungssicherungssystem finden Sie auf Seite 102 sowie im Rahmen des Risikomanagements in Bezug auf Finanzinstrumente auf Seite 120 und der Anmerkung (18) ,Derivative Finanzinstrumente' im Anhang auf den Seite 190. In Anbetracht der derzeitigen Rahmenbedingungen halten wir das mögliche Risiko aus Wechselkursschwankungen für moderat.

RISIKEN AUS EINER VERÄNDERUNG DES ALLGEMEINEN ZINSNIVEAUS

Ein Zinsänderungsrisiko ergibt sich aus marktbedingten Schwankungen des allgemeinen Zinsniveaus. Veränderungen der Marktzinsen wirken sich einerseits auf zukünftige Zinszahlungen für variabel verzinsliche Verbindlichkeiten sowie auf Zinserträge für variabel verzinsliche Geldanlagen und andererseits auf die Marktwerte von Finanzinstrumenten aus. Für unsere Finanzverbindlichkeiten zum 31. Dezember 2011 bestehen Festzinsvereinbarungen. Die Geldanlagen haben überwiegend eine kurzfristige Zinsbindung, da diese für anstehende Investitionen vorgehalten werden. Zur Steuerung dieses Risikos werden regelmäßig Zinsanalysen erstellt. Das Risiko von signifikanten Zinsänderungen erscheint in Anbetracht der derzeitigen ökonomischen und politischen Rahmenbedingungen eher unwahrscheinlich (bisher: möglich), etwaige Auswirkungen wären als moderat zu bewerten.

ANGABEN ZUR VERÄNDERUNG DES KONZERNERGEBNISSES in Abhängigkeit der Änderung der Zinssätze finden Sie im Konzernanhang auf Seite 204.

RISIKEN AUS DEM FORDERUNGSAUSFALL VON KUNDEN UND AUSFALLRISIKO VON FINANZINSTITUTEN

Unter Ausfallrisiko ist das teilweise oder vollständige Ausbleiben von vertraglich zugesicherten Verpflichtungen seitens eines oder mehrerer Vertragspartner zu verstehen. Wir unterhalten mit vielen Kunden ausgedehnte Geschäftsbeziehungen. Sollten einer oder mehrere Großkunden nicht in der Lage sein, die vertraglichen Verpflichtungen uns gegenüber zu erfüllen oder zahlungsunfähig werden, könnten uns hieraus entsprechende Verluste entstehen. Risiken aus Zahlungsausfällen sind konzernweit größtenteils durch Kreditversicherungen gedeckt. Der Verzicht auf eine Forderungssicherung erfolgt nur nach einer kritischen Überprüfung der Kundenbeziehung und einer ausdrücklichen Genehmigung, die abhängig von der Größenordnung durch die Geschäftsbereichsleitung bzw. durch das zuständige Vorstandsmitglied erfolgen muss. Die MORTON SALT Gruppe hat eigene Sicherungsinstrumente implementiert, um solche Risiken effektiv zu begrenzen. Konzernweit sind mehr als 80 % aller versicherbaren Forderungen gegen einen Ausfall gesichert.

WEITERE INFORMATIONEN ZU WERTBERICHTIGUNGEN UND ZU ÜBERFÄLLIGEN FORDERUNGEN finden Sie im Anhang unter Anmerkung (17) Forderungen und sonstige Vermögenswerte' auf Seite 189.

Ausfallrisiken bestehen auch im Hinblick auf Finanzinstitute, mit denen wir Sicherungsgeschäfte abgeschlossen haben, bei denen Kreditlinien bestehen oder bei denen Geld angelegt wurde. Dieses Risiko hat sich in jüngster Zeit aufgrund der Finanzkrise erhöht und wird dadurch begrenzt, dass Finanzgeschäfte nur mit Instituten getätigt werden, die aufgrund unseres internen Monitoringprozesses als geeignet eingestuft werden. Neben dem Rating sind u.a. die Sätze für Kreditausfallversicherungen (Credit Default Swaps) maßgeblich. Bürgschaften und Ausfallgarantien bestehen lediglich zwischen Gesellschaften der K+S GRUPPE, nicht jedoch für Dritte. Ein potenzieller Forderungsausfall bzw. Ausfall einer Bank könnte zu einer moderaten Beeinträchtigung der Finanzlage der K+S GRUPPE führen. Aufgrund der vorgenommenen Maßnahmen zur Forderungssicherung bzw. der beschriebenen Auswahl der Finanzinstitute sowie der Diversifizierung halten wir dies jedoch für unwahrscheinlich.# FÄLLIGKEITSPROFIL DER FINANZVERBINDLICHKEITEN ABB: 4.11.2

LIQUIDITÄTSRISIKEN

Ein Liquiditätsrisiko besteht darin, dass zur Erfüllung von Zahlungsverpflichtungen benötigte Finanzmittel nicht termingerecht beschafft werden und infolgedessen erhöhte Refinanzierungskosten anfallen können. Aus diesem Grund besteht das wesentliche Ziel unseres Liquiditätsmanagements in der Sicherstellung je derzeitiger Zahlungsfähigkeit. Der Liquiditätsbedarf wird grundsätzlich über unsere Liquiditätsplanung ermittelt und ist über zugesagte Kreditlinien und flüssige Mittel gedeckt. Die Liquiditätssteuerung erfolgt über ein weitgehend gruppenweites Cashpool-System durch die zentrale Treasury-Einheit.

Die verfügbare Liquiditätsreserve belief sich per 31. Dezember 2011 auf 1.55s Mio. € und setzte sich aus kurzfristigen Geldanlagen bzw. flüssigen Mitteln in Höhe von 758 Mio. € und der bis 2015 laufenden Konsortialkreditlinie in Höhe von 800 Mio. € zusammen. Damit wurde unsere Zielsetzung einer Liquiditätsreserve von mindestens 500 Mio. € deutlich übertroffen.

Bei Geldanlagen verfolgen wir das Ziel, die Erträge aus liquiden Mitteln risikoarm zu optimieren. Zur Sicherstellung dieses Ziels erfolgt ein Monitoring bezüglich der Eignung der Kontrahenten. Besondere Abhängigkeiten von einzelnen Kreditgebern bestehen nicht.

Im Rahmen der bestehenden Kreditlinien ist die K+S GRUPPE Verpflichtungen (Financial Covenants) eingegangen, bestimmte Finanzkennzahlen einzuhalten. Im Fall eines Verstoßes gegen diese Verpflichtungen ist eine vorzeitige Kündigung dieser Finanzierungen durch die Fremdkapitalgeber möglich. Eine Verletzung der derzeit gültigen Financial Covenants erscheint aufgrund deutlich positiver Finanzkennzahlen jedoch unwahrscheinlich. Die im September 2009 emittierte Anleihe mit einem Volumen von 750 Mio. € und einer Laufzeit von fünf Jahren unterliegt nicht der Pflicht zur Einhaltung bestimmter Finanzkennzahlen.

Mit Blick auf die Fälligkeitsstruktur unserer Verbindlichkeiten halten wir für die K+S GRUPPE ein wesentliches Liquiditäts- oder Finanzierungsrisiko für unwahrscheinlich. Mehr zur Fristenstruktur unserer finanziellen Verbindlichkeiten finden Sie im Anhang zum Konzernabschluss unter Anmerkung (25) Finanzielle Verbindlichkeiten' auf Seite 200.

/ABB: 4.11.2

ENTWICKLUNG DER KREDITRATINGS

TAB: 4.11.2

Datum Rating Ausblick
Standard & Poor's
8. September 2011 BBB+ stabil
17. Januar 2011 BBB positiv
29. Oktober 2010 BBB stabil
30. November 2009 BBB stabil
27. August 2009 BBB negativ
18. Juni 2009 BBB+ negativ
23. April 2009 BBB+ stabil
Moody's
29. November 2010 Baa2 stabil
31. März 2010 Baa2 stabil
4. September 2009 Baa2 negativ
23. April 2009 Baa2 stabil

RISIKEN AUS EINER VERÄNDERUNG DES UNTERNEHMENSRATINGS

Ratings dienen der Beurteilung der Bonität von Unternehmen und werden i.d.R. von externen Ratingagenturen durchgeführt. Das Rating liefert insbesondere für Kreditinstitute und institutionelle Investoren Anhaltspunkte für die Einschätzung der Zahlungsfähigkeit von Unternehmen und hat u.a. Auswirkungen auf die Kosten und Verfügbarkeit von Finanzierungsmöglichkeiten. Die K+S GRUPPE ist derzeit von den Ratingagenturen STANDARD & POOR'S und MOODY'S INVESTORS SERVICE im "Investment Grade" bewertet. Der Ausblick wird von beiden Ratingagenturen angesichts unserer starken Finanzkennzahlen "stabil" eingestuft (STANDARD & POOR'S Emittenten-Rating: bbb+ stabiler Ausblick, moody's Emittenten-Rating: Baa2 stabiler Ausblick).

Ratingherabstufungen, insbesondere der Verlust der Einstufung in die Kategorie "Investment Grade", könnten sich negativ auf Finanzierungsmöglichkeiten und -konditionen auswirken. Herabstufungen können beispielsweise die Stellung von Sicherheiten gegenüber Gläubigern erfordern sowie die Bereitschaft von Geschäftspartnern, mit der K+S GRUPPE Geschäfte zu tätigen, beeinträchtigen. Bei bestehenden Kreditlinien müssten unter Umständen höhere Zinsmargen gezahlt werden; gleichzeitig könnten sich neue Kreditlinien verteuern. Wir halten das Risiko einer Herabstufung des Kreditratings in den "Non-Investment"-Bereich für unwahrscheinlich; die Wirkung bewerten wir als moderat.

/TAB: 4.11.2

BEURTEILUNG DER GESAMTRISIKOSITUATION

Die Einschätzung des Gesamtrisikos erfolgt auf Grundlage des Risikomanagementsystems in Verbindung mit den eingesetzten Planungs-, Steuerungs- und Kontrollsystemen. Die Gesamtrisiko Situation der K+S GRUPPE ist im Vergleich zum Vorjahr unverändert. Die Entwicklung der Unternehmensrisiken finden Sie in der Darstellung auf Seite 122. Zu den wesentlichen potenziellen Risiken der zukünftigen Entwicklung der K+S GRUPPE gehören insbesondere Risiken aus Schwankungen von Angebot und Nachfrage und Risiken aus der Veränderung bzw. Versagung behördlicher Genehmigungen.

Hinsichtlich der erläuterten Risiken und auf Basis der Erkenntnisse der mittelfristigen Planung erwartet der Vorstand zum jetzigen Zeitpunkt keine gravierenden Risiken für die zukünftige Entwicklung, die einzeln oder in Wechselwirkung mit anderen Risiken zu einer dauerhaften und bestandsgefährdenden Beeinträchtigung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der K+S GRUPPE führen könnten. Diese Einschätzung wird durch die Bewertung der Ratingagenturen bestätigt. Künftige Chancen sind in die Beurteilung des Gesamtrisikos nicht eingeflossen. Organisatorisch haben wir alle Voraussetzungen geschaffen, um mögliche Chancen und Risiken frühzeitig erkennen und entsprechend handeln zu können.

4.12 NACHTRAGSBERICHT

Nach Ende des Geschäftsjahres ergaben sich keine signifikanten Änderungen bei den wirtschaftlichen Rahmenbedingungen bzw. unserer Branchensituation. Es gibt auch keine anderweitigen für die K+S GRUPPE zu berichtenden Ereignisse von besonderer Bedeutung.

4.13 GESAMTAUSSAGE ZUR AKTUELLEN WIRTSCHAFTLICHEN LAGE

1 BEURTEILUNG DER AKTUELLEN WIRTSCHAFTLICHEN LAGE DURCH DEN VORSTAND

Im Zuge der Staats Schuldenkrise disponiert der Handel bei Voreinlagerungen von Düngemitteln seit dem vierten Quartal 2011 vorsichtiger. Außerdem führte die eingeschränkte Passierbarkeit wichtiger Binnen Schifffahrtsstraßen Anfang Februar bei Kalilieferungen zu Verzögerungen und zu einer zeitlichen Verschiebung der europäischen Frühjahrssaison. Das aktuelle Preisniveau für Agrarrohstoffe bietet allerdings unverändert attraktive Einkommensperspektiven für Landwirte und damit einen Anreiz, ihren Ertrag je Hektar auch durch einen optimalen Düngemitteleinsatz zu steigern. Das im Verlauf des Jahres 2011 sukzessive gestiegene Weltmarktpreisniveau für Kaliumchlorid führt dazu, dass die derzeit realisierten Preise über denen des Jahresdurchschnitts 2011 liegen.

Im Geschäftsbereich Salz war der Start des Auftausalzgeschäfts sowohl in Europa als auch in Nordamerika witterungsbedingt schwächer als üblich; dies lässt uns trotz der Anfang Februar zu verzeichnen gewesenen Kälte in Europa insbesondere im Vergleich zum überdurchschnittlichen ersten Quartal 2011, aber auch zum langjährigen, für unsere Planung stets herangezogenen Auftausalzmengendurchschnitt von einem deutlich rückläufigen Geschäftsvolumen im Jahr 2012 ausgehen.

Während sich ein stärkerer US-Dollar im Vergleich zum Jahresanfang des letzten Jahres derzeit positiv auswirkt, führt das im Jahresverlauf 2011 deutlich gestiegene Energiepreisniveau aufgrund des Zeitverzugs in den vereinbarten Energiebezugsklauseln zu einer Erhöhung unserer Energiekosten. Auch bei den Personalkosten ist insbesondere aufgrund zu erwartender höherer Tarifabschlüsse mit Steigerungen zu rechnen.

Der beschriebene Start in das Jahr 2012 und die im Prognoseberieht auf Seite 143 zugrunde gelegten Prämissen lassen uns im Gesamtjahr von einem stabilen Umsatz und einem moderaten Rückgang des operativen Ergebnisses der K+S GRUPPE ausgehen.

1 Stand: 2. März 2012

INANSPRUCHNAHME BILANZIELLER WAHLRECHTE

Außerbilanzielle Finanzierungsinstrumente im Sinne von Forderungsverkäufen, Asset-Backed-Securities, Sale-and-Lease-Back-Transaktionen, Factoring oder gegenüber nicht im Konzernabschluss einbezogenen Zweckgesellschaften eingegangenen Haftungsverhältnissen bestehen nur in vernachlässigbarem Umfang. Weitere Angaben zur Inanspruchnahme von bilanziellen Wahlrechten finden Sie im Konzernanhang auf Seite 172. Auswirkungen einer Änderung des Marktzinsniveaus auf die Bewertung der Rückstellungen werden auf Seite 104 beschrieben.

4.14 PROGNOSEBERICHT

KÜNFTIGE AUSRICHTUNG DES KONZERNS

KEINE ÄNDERUNGEN DER GESCHÄFTSPOLITIK VORGESEHEN

Wir beabsichtigen in den kommenden Jahren keine grundlegende Änderung unserer Geschäftspolitik. Wir wollen in unseren Geschäftsbereichen unsere Marktpositionen insbesondere über den verstärkten Verkauf von Spezialprodukten ausbauen, unsere Effizienz durch Nutzung weiterer Synergien erhöhen, den Ausbau neuer Kalikapazitäten mit dem Legacy Projekt vorantreiben und in unseren angestammten Geschäftsfeldern sowohl organisch als auch extern wachsen.

LÄNDERPORTFOLIO WEITERHIN INTERNATIONAL AUSGEWOGEN

Im vergangenen Jahr blieben die Nachfrage nach Düngemitteln sowie die Marktanteilsverhältnisse in den für die Geschäftsbereiche wichtigen Regionen weitgehend stabil. Auch im Geschäftsbereich Salz kam es zu keiner signifikanten Verschiebung der regionalen Umsatzverteilung, sodass das Umsatzverhältnis zwischen Europa und Übersee für die K+S GRUPPE weiterhin annähernd ausgeglichen war. Die für das Jahr 2012 in der Nähe des Vorjahres erwartete Düngemittelnachfrage sollte auf Basis des derzeit erreichten Preisniveaus zu einem Umsatzanstieg in den meisten Regionen führen. Angesichts des milden Winters sowohl diesseits als auch jenseits des Atlantiks zu Beginn des Jahres sollte sich im Geschäftsbereich Salz der erwartete moderate Umsatzrückgang gleichmäßig auf Europa und Nordamerika verteilen. Vor diesem Hintergrund erwarten wir für das Jahr 2012 eine auf Gruppenebene erneut annähernd ausgeglichene Umsatzverteilung zwischen Europa und Übersee.# WEITERE INFORMATIONEN ZUR KÜNFTIGEN ENTWICKLUNG DER ABSATZMÄRKTE

Die zunehmende Weltbevölkerung sowie der tendenziell wachsende Fleischkonsum in den Schwellenländern und der damit einhergehende steigende Futtermittelbedarf dürften die Nachfrage nach großen Teilen unserer Düngemittelproduktpalette sowohl in Europa als auch auf den Überseemärkten in den kommenden Jahren weiter ansteigen lassen. Die Wachstumsraten der Märkte Südamerika und Südostasien sollten dabei mittel- bis langfristig überproportional zulegen; wir gehen davon aus, in diesen Regionen künftig gut ein Drittel unserer Düngemittelprodukte zu verkaufen. Mittelfristig werden die im Rahmen des Legacy Projekts in Kanada aufgebauten Kalikapazitäten den Zugang zu diesen Wachstumsregionen erleichtern.

Der europäische Salzmarkt ist ein reifer Markt mit weitgehend stabilen Salzverbräuchen auf relativ hohem Niveau. Im Vergleich zu den stärker wachsenden Überseemärkten und abgesehen von witterungsbedingten Einflüssen bei Auftausalz weist er eine relativ geringe Schwankungsanfälligkeit aufgrund gewachsener Strukturen und einer sehr differenzierten Nachfrage auf.

Seit dem Erwerb des chilenischen Salzproduzenten SPL nutzen wir auch die Potenziale, die sich auf den dynamischeren Überseemärkten infolge einer steigenden und zunehmend wohlhabenderen Bevölkerung ergeben: So führt die Veränderung der Lebensgewohnheiten in Südamerika zu einem spürbar steigenden Bedarf an Speise-, Gewerbe- und Industriesalzen. Nach der Akquisition von MORTON SALT haben wir außerdem Zugang zu Regionen des nordamerikanischen Auftausalzmarkts erhalten, die sich durch eine tendenziell niedrigere Schwankungsanfälligkeit auszeichnen, und auch die Segmente Speise- und Gewerbesalze in Nordamerika erschlossen. Um noch flexibler auf witterungsbedingte, regionale Schwankungen der Auftausalznachfrage im Geschäftsbereich Salz reagieren zu können, wird die Nutzung des Netzwerks von Produktionsanlagen in Europa, Nord- und Südamerika weiter intensiviert.

WEITERE INFORMATIONEN ZUR KÜNFTIGEN ENTWICKLUNG DER ABSATZMÄRKTE finden Sie in der Beschreibung der künftigen Branchensituation auf Seite 139.

VERWENDUNG NEUER VERFAHREN ERLAUBT KÜNFTIG HÖHERE PROZESSEFFIZIENZ

Wir arbeiten laufend an Prozessverbesserungen, um die Rohstoffausbeute und Energieeffizienz unserer Werke und Fabriken weiter zu erhöhen und feste und flüssige Produktionsrückstände weiter zu verringern. Insbesondere im Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte befinden sich sowohl über als auch unter Tage vielversprechende, die Wirtschaftlichkeit und Rohstoffausbeute steigernde Verfahren in der Entwicklung.

ESCO, SPL und MORTON SALT arbeiten zusammen, um Best-Practice-Prozesse zu identifizieren und geeignete Verfahren innerhalb des Geschäftsbereichs Salz zu übertragen.

Im Jahr 2011 wurden erste Investitionen für das Legacy Projekt in Saskatchewan, Kanada, getätigt. Wir planen hier die Errichtung eines neuen Produktionsstandorts für Kaliumchloridprodukte basierend auf der Solungsbergbautechnologie; erste Mengen sollen im Jahr 2015 zur Verfügung stehen. Die Solungsbergbautechnologie erlaubt – sofern die Lagerstättengegebenheit ein solches Verfahren zulässt – gegenüber konventionellen Abbauverfahren eine schnellere Produktionsaufnahme, eine flexiblere Anfahrtskurve der Produktion sowie den Abbau tiefer liegender Lagerstätten. Außerdem fällt das Verhältnis von Rohsalz zu festen sowie flüssigen Produktionsrückständen günstiger aus.

FORSCHUNG UND ENTWICKLUNG WIRD WEITER AUSGEBAUT

Auch künftig wollen wir unsere in enger Abstimmung mit dem Marketing und der Produktion definierten Forschungs- und Entwicklungsziele weiterverfolgen; diese finden Sie auf Seite 84 dieses Berichts. Die Forschungs- und Entwicklungskosten sollten im Jahr 2012 deutlich über dem Niveau des Jahres 2011 liegen. Der Anstieg ist u.a. auf Aufwendungen zur Aussolung der ersten Kaverne des Legacy Projekts in Saskatchewan, Kanada, zurückzuführen. Im Jahr 2013 sollten die Forschungs- und Entwicklungskosten zurückgehen und etwas über dem Niveau des Jahres 2011 liegen. Die Anzahl der in der Forschung beschäftigten Mitarbeiter sollte im Jahr 2012 ansteigen, um insbesondere die kommenden Herausforderungen im Umweltbereich zu bewältigen sowie die Forschung auf dem Gebiet des Solungsbergbaus weiter voranzutreiben. Für das Jahr 2013 erwarten wir eine im Vergleich zu diesem Jahr stabile Anzahl der in der Forschung beschäftigten Mitarbeiter.

Ausgewählte Forschungsprojekte in den Jahren 2012 und 2013 stellen wir in der folgenden Aufzählung dar. Einige der beschriebenen Projekte wurden bereits in den Vorjahren begonnen; detaillierte Informationen finden Sie unter Forschung und Entwicklung auf Seite 84 dieses Berichts.

KERNGESCHÄFTSFELD DÜNGEMITTEL

  • Im Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte treiben wir die Verbesserung von Gewinnungs- und Produktionsverfahren voran, um Effizienzsteigerungen sowie die Verringerung fester und flüssiger Produktionsrückstände zu erzielen. In diesem Rahmen sind insbesondere die Weiterentwicklung von Aufbereitungstechnologien sowie die Verbesserung der Vorerkundungsverfahren für die Lagerstätten wichtige Themen. Darüber hinaus soll durch den verstärkten Einsatz von Online-Analytik die Prozesssteuerung noch weiter verbessert werden.
  • Bei K+S NITROGEN liegen die Schwerpunkte in der Entwicklung von Düngemitteln mit neuen Inhibitoren, der Erforschung der Nachhaltigkeit des Nährstoffmanagements des Bodens bei Verwendung von Mehrnährstoffdüngern, der Erforschung der Wirkung spezieller Dünger unter tropischen Bedingungen in Asien sowie Fragestellungen zur Umweltrelevanz der eingesetzten Düngemittel.

KERNGESCHÄFTSFELD SALZ

  • Die Erforschung von Verfahren zur Qualitätserhöhung von Steinsalz für industrielle Anwendungen soll vorangetrieben werden.
  • Schwerpunkte von MORTON SALT bilden weiterhin die Erforschung innovativer Auftaumittel, die Reduzierung von Natrium in Lebensmitteln sowie die Weiterentwicklung von Wasserenthartungssalzen.
  • Die Zusammenarbeit mit dem niederländischen Forschungsinstitut Wetsus zur Erzeugung erneuerbarer Energien aus Salzlösungen werden wir ebenfalls fortsetzen.

KÜNFTIGE PRODUKTE UND DIENSTLEISTUNGEN

  • Im Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte gehen wir von keiner wesentlichen Veränderung des Produktportfolios aus. Jedoch werden wir die Anwendungsberatung im Jahr 2012 durch die Forschungstätigkeiten und Lehrveranstaltungen an dem von uns gemeinsam mit der Universität Göttingen gegründeten Institut für angewandte Pflanzenernährung in Göttingen durch einen effizienten Wissenstransfer aus der Forschung in die praktische Landwirtschaft weiter intensivieren.
  • Im Rahmen der Forschungsaktivitäten für K+S NITROGEN wurde ein Urease-Inhibitor entwickelt, der die Ammoniakverluste bei der Anwendung von Harnstoff erheblich verringern kann und damit eine effizientere Stickstoffversorgung ermöglicht. Mit der Vermarktung wurde im zweiten Halbjahr 2011 in Übersee begonnen. Die Markteinführung wird in den jeweiligen Ländern mit entsprechenden Anwendungsversuchen begleitet. In Europa ist der Vermarktungsstart im Sommer 2012 geplant.
  • Im Fokus der Aktivitäten der ESCO werden im Jahr 2012 Produktoptimierungen in Europa für die Marken Balance® SALZ, CÉRÉBOS® SEL ÉQUILIBRE sowie VATEL® SAL EQUILÍBRIO liegen, um den steigenden Bedarf an natriumreduzierten Mineralsalzen in der Lebensmittelindustrie sowie bei den Konsumenten noch besser bedienen zu können.
  • Bei SPL in Südamerika werden die Ergänzung des Produktportfolios der Marke BIOSAL® sowie der Verkauf und die Aufbereitung von Salzsole für die Fischindustrie weiter vorangetrieben.
  • MORTON SALT wird im Jahr 2012 den Fokus auf die Erweiterung des Angebots von Lebensmittelspezialitäten legen. Darüber hinaus gehen wir von keinen wesentlichen Veränderungen unseres Produkt- und Dienstleistungsangebots aus.

KÜNFTIGE MITARBEITERZAHLEN, KÜNFTIGER PERSONALAUFWAND

K+S steht in zunehmendem Wettbewerb um qualifizierte Mitarbeiter. Wir wollen weiterhin insbesondere jüngere Mitarbeiter an das Unternehmen heranführen, um dem demografischen Wandel zu begegnen. Wir möchten aber auch ältere und erfahrene Mitarbeiter für unser Unternehmen gewinnen. K+S sieht in der Berufsausbildung eine wichtige Investition in die Zukunft und strebt für die inländischen Gesellschaften weiterhin eine Ausbildungsquote von etwa 6 % an. Auch die Weiterbildung unserer Mitarbeiter wird einen besonderen Stellenwert behalten. Wir wollen auch künftig viele unserer Fach- und Führungskräfte aus den eigenen Reihen rekrutieren.

PROZENTUALE VERÄNDERUNG DES BRUTTOINLANDSPRODUKTS
% 2013e 2012e 2011 2010
Deutschland +1,6 +0,1 +3,0 +3,7
Europäische Union (EU-27) +1,2 -0,1 +1,7 +1,9
Welt +3,8 +3,1 +3,7 +5,1
Quelle: Deka Bank

Zum Jahresende 2012 rechnen wir mit einer leicht höheren Mitarbeiterzahl im Vergleich zum Vorjahr (31.12.2011: 14.496). Auch die durchschnittliche Mitarbeiterzahl sollte sich in diesem Jahr auf rund 14.800 leicht erhöhen (2011: 14.314). Die Gründe für den Anstieg liegen insbesondere in einem Personalaufbau zur Aufrechterhaltung der geförderten Rohsalzmengen, zur Umsetzung des Legacy Projekts sowie für verstärkte Aktivitäten im Bereich des Umweltschutzes im Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte.

Beim Personalaufwand (2011: 976,1 Mio. €) erwarten wir, dass die zu erwartenden Mehrkosten aus Tariferhöhungen sowie die leicht höhere Mitarbeiterzahl zu einem leichten Anstieg führen werden. Im Jahr 2013 sollte die Mitarbeiterzahl in etwa stabil bleiben und der Personalaufwand aufgrund einer der erwarteten Ergebnissteigerung folgenden höheren erfolgsabhängigen Vergütung moderat steigen.

KÜNFTIGE GESAMTWIRTSCHAFTLICHE SITUATION

Die nachfolgenden Ausführungen zur künftigen gesamtwirtschaftlichen Situation beruhen im Wesentlichen auf Einschätzungen des Instituts für Weltwirtschaft Kiel (Kieler Diskussionsbeiträge: Weltkonjunktur und deutsche Konjunktur im Winter 2011, Dezember 2011) sowie der Deka Bank (Makro Research, Volkswirtschaft Prognosen, 10.# 4.14.1 Outlook

According to these assessments, the global economy will continue to be negatively impacted in 2012 by the sovereign debt crisis in the euro zone, uncertainties regarding the state of the financial sector, the fiscal policy debate in the United States, and weaker dynamics in emerging markets. Nevertheless, deka bank's forecasts anticipate global GDP growth of 3.1% for 2012 and 3.8% for 2013. The Kiel Institute for the World Economy's forecast for the euro zone also assumes that the current situation of high uncertainty will persist for some time before policymakers succeed in conveying a prospect for the euro zone's future development and risk premiums and volatility in financial markets noticeably decline again. However, the risk remains that further euro zone countries could approach insolvency or that the financial system as a whole could be affected. In such a scenario, not only a severe recession in the euro zone would be expected, but the entire global economy could fall into a similar downward dynamic as in 2008. For 2012, DEKA BANK expects a slight decline in GDP in Europe, while growth of 1.2% is projected for 2013. In the United States, household debt reduction and an oversupply of housing continue to hinder economic expansion, according to the Kiel Institute for the World Economy. The phasing out of stimulus programs and further spending cuts aimed at accelerating the reduction of the still very high budget deficit also act as a brake. Against this background, DEKA BANK assumes GDP growth rates of 2.1% and 2.5% for 2012 and 2013, respectively. For emerging markets, the Kiel Institute for the World Economy expects economic activity to be further dampened by weak demand from developed economies. Expansive economic policies and stimulus programs are intended to counteract this. Provided that economic conditions do not significantly deteriorate due to a considerable cooling of the economy in developed countries or global financial market turbulence, emerging markets should return to a path of faster expansion in the coming year. According to the Kiel Institute for the World Economy's expectations, central banks will continue their expansive monetary policy, and central bank interest rates will remain persistently low throughout 2012 and 2013. The exchange rate of the US dollar against the euro underlying our corporate planning is an average of approximately 1.32 USD/EUR for the years 2012 and 2013. For oil prices, a level of US$115 per barrel is assumed for 2012, and US$110 per barrel for 2013.

IMPACT ON K+S

  • The economic upswing in emerging markets will continue, improving the prosperity of their populations. This will increase global per capita consumption of food, including meat, and heighten pressure on the agricultural sector to meet this challenge.
  • Futures contracts for agricultural products traded on stock exchanges indicate that agricultural product prices will remain at a profitable level for agriculture in fiscal year 2012. We therefore assume demand in the regions relevant to our sales portfolio will be close to the previous year's level (2011: 6.9 million t).
  • To hedge expected US dollar receipts, options and forward contracts are used, which fix a "worst case" of approximately 1.38 USD/EUR including costs for planned sales of the Potash and Magnesium Products segment for the year 2012. Within the scope of translation hedging in the Salt segment, hedging transactions exist that ensure a "worst case" conversion of the hedged net position at 1.37 USD/EUR. However, the chosen instruments also offer K+S GRUPPE the opportunity to participate partly in a stronger US dollar.
  • The expected cooling of the global economy in 2012 is likely to result in persistently low sea freight rates. This should continue to have a positive impact on K+S GRUPPE's freight costs.
  • In the Potash and Magnesium Products segment, our production costs are significantly influenced by energy costs, particularly for natural gas procurement. Due to agreed energy procurement clauses with our suppliers, energy price changes are only reflected in our energy costs with a time lag of six to nine months. The steady increase in energy costs recorded in 2011 should only fully impact our energy costs in the current year.

FUTURE INDUSTRY SITUATION

The competitive positions of the individual business segments, as described in the "Group Structure and Business Activities" section on page 110, should essentially remain valid in 2012 and 2013.

PRODUCTION SURPLUS/DEFICIT AND STOCKS-TO-USE RATIOS FOR CEREALS

ABB: 4.14.1

FERTILIZER BUSINESS

A global population growing by around 80 million people annually, changing dietary habits towards higher meat consumption, and not least the increasing importance of renewable raw materials for bioenergy production all increase the global demand for agricultural commodities. This presents a major challenge for agriculture, especially against the backdrop of agricultural land per capita remaining at best unchanged. In the last 30 years, the arable land available worldwide has remained roughly constant. As the world population rose from around 4.5 to 7.0 billion people in the same period, this means a per capita decrease of 35%. The fact that grain production has nevertheless kept pace with increased demand over this period is due, among other things, to the higher and more balanced use of mineral fertilizers. This will continue to be crucial in offsetting the loss of cultivated land due to urbanization, erosion, and flooding by intensifying agriculture on the remaining areas.

/ABB: 4.14.1

Despite significant production efforts, more grain has often been consumed than produced in recent decades. For the current fiscal year 2011/12, the United States Department of Agriculture (USDA) estimates that the historically largest grain production volume, thanks to relatively favorable weather conditions worldwide, will just be enough to meet the also highest ever recorded grain demand. The ratio of grain stocks to consumption ("stocks-to-use ratio") is therefore at the critical limit of 20%, or in other words: the world population could cover its grain needs from stocks for only about 75 days. Further declines in the stocks-to-use ratio cannot be ruled out in the coming years; the current price level of agricultural products is considered stable on the futures markets, also against this background. The resulting earnings prospects for agriculture should provide sufficient incentive to increase yields per hectare through higher fertilizer application. Nevertheless, fertilizer trading has become more cautious since the beginning of the fourth quarter of 2011 due to the sovereign debt crisis, and potash producers mainly involved in contract negotiations with China and India do not expect early contract completions. Overall, we expect global potash sales of up to 58 million t for the full year 2012 (2011e: 58.7 million t). Since contract volumes with China and India represent a relatively small share of our total sales volume, we expect to maintain our sales volume in the Potash and Magnesium Products segment at approximately the same level as the previous year (2011: 6.9 million t) and achieve a market share of around 10% as the fifth-largest individual producer worldwide.

/ ABB: 4.14.2

Predicting the medium-term potash price level is difficult, as it is influenced by factors such as the competitive behavior of the two major export organizations, Canpotex and bpc. However, the economic viability of time-consuming and very capital-intensive new projects (greenfield mines) depends on an adequate potash price level: with few exceptions, which include our legacy project, new capacities cannot be economically realized on a large scale at the currently valid price level. However, the potash demand of a globalized world with constantly rising food standards will not be met solely by the currently installed capacities. The described framework conditions should have a similarly positive impact on global demand for nitrogenous fertilizers. Although the price level is expected to be below the high level of the second half of 2011 due to lower input costs for ammonia, it will nevertheless be above the average of past years.

WORLD POTASH CAPACITY, PRODUCTION AND SALES

ABB: 4.14.2

Capacity Production Sales
2010 2010 2010
2011 2011 2011
2012 2012 2012
2013 2013 2013
2014 2014 2014
2015 2015 2015

*Including potassium sulfate and potash grades with lower K2O content amounting to approximately 3 million t eff; capacity development 2010-2015 is based on IFA supply-capability data.

SALT BUSINESS

In the coming years, the industry and competitive situation in Europe will continue to be characterized by consolidation pressure in the salt industry.Ein niedriges Frachtkostenniveau könnte die wettbewerbsintensive Marktsituation für die europäischen Produzenten durch steigende Importe aus Nicht-EU-Ländern verschärfen. Als Europas größter Salzproduzent sind wir für die in diesem Marktumfeld entstehenden Herausforderungen gut gerüstet. Aufgrund der milden Witterungsverhältnisse zu Beginn des Jahres und unter der Annahme durchschnittlicher Witterungsverhältnisse für die kommende Saison sollte sich die Nachfrage nach Auftausalz in Europa im Jahr 2012 nach dem überdurchschnittlichen Jahr 2011 entsprechend reduzieren. Während die Nachfrage in den Segmenten Speise- und Gewerbesalz in Europa im kommenden Jahr stabil bleiben sollte, dürfte der Industriesalzabsatz aufgrund der konjunkturellen Abkühlung moderat zurückgehen. Mit dem chilenischen Salzproduzenten SPL, dem größten Salzproduzenten Südamerikas, haben wir eine sehr gute Ausgangsposition, am Wachstum der süd- und mittelamerikanischen Märkte teilzuhaben. Der südamerikanische Speisesalzmarkt sollte im Einklang mit der dortigen Bevölkerungsentwicklung stetig wachsen. Die Nachfrage der Chemieindustrie für Industriesalz und die Gewerbesalznachfrage sollten stabil bleiben. Auch der chinesische Salzmarkt weist attraktive Wachstumsraten auf. Nachdem es im Jahr 2011 zu ersten Lieferungen an die chemische Industrie kam, laufen derzeit weitere Vertragsverhandlungen für künftige Lieferungen. Mit MORTON SALT, dem – gemessen an der Produktionskapazität – größten Salzproduzenten in Nordamerika, haben wir im Bereich der Auftausalze Zugang zu Märkten mit in der Regel weniger schwankungsanfälligem Wintergeschäft in Nordamerika. Auch in den Segmenten Gewerbe- und Speisesalz gehört Nordamerika zu den bedeutendsten Absatzregionen. MORTON SALT verfügt mit den Marken UMBRELLA GIRL® und WINDSOR CASTLE® über in den USA und in Kanada im Consumergeschäft sehr gut positionierte Marken, die uns den verstärkten Absatz höhermargiger Spezialprodukte ermöglichen. Geprägt durch die außergewöhnlich milde Witterung in Nordamerika zu Beginn des Jahres und unter der Annahme durchschnittlicher Witterungsverhältnisse für die kommende Saison 2012/13 sollte die Nachfrage nach Auftausalz in Nordamerika im Jahr 2012 deutlich zurückgehen, nachdem das Vorjahr etwas über dem langfristigen Durchschnitt lag. Der Frühbezug über die Sommermonate dürfte unter Berücksichtigung der milden Witterung zu Beginn des Jahres eher unterdurchschnittlich verlaufen. Der Verbrauch von Speise- und Gewerbesalzen sollte weiter stabil bleiben. Die Nachfrage der Chemieindustrie nach Industriesalz dürfte leicht steigen.

ERWARTETE UMSATZ- UND ERGEBNISENTWICKLUNG

Die nachfolgenden Prognosen beziehen sich auf die erwartete organische Umsatz- und Ergebnisentwicklung der fortgeführten Geschäftstätigkeiten. Zuwächse aus möglichen Akquisitionen bzw. Kooperationen sind nicht berücksichtigt.

K+S äußert sich zur künftigen Umsatz- und Ergebnisentwicklung gemäß der im Folgenden beschriebenen Prognosepolitik:

  • Im Finanzbericht wird ein Ausblick über zwei Jahre gegeben; der Ausblick erfolgt i.d.R. qualitativ in den Ausprägungen "leicht", "moderat", "spürbar", "deutlich" sowie "stark/kräftig". Die jeweiligen Begriffe orientieren sich dabei an der intern erwarteten prozentualen Veränderung gegenüber den entsprechenden Vorjahreswerten.
  • Im Quartalsfinanzbericht zum ersten Quartal wird der Ausblick für das laufende Jahr aufgegriffen und ggf. angepasst; der Ausblick erfolgt qualitativ nach derselben Systematik des Finanzberichts.
  • Im Halbjahresfinanzbericht wird der Ausblick erstmals quantifiziert und es werden Bandbreiten für die Erwartungen bei Umsatz, EBITDA, operatives Ergebnis EBIT I, Konzernergebnis sowie Ergebnis je Aktie angegeben.
  • Im Quartalsfinanzbericht zum dritten Quartal werden die Bandbreiten für das laufende Jahr ggf. adjustiert und verengt. Darüber hinaus wird der qualitative Ausblick des Finanzberichts für das folgende Jahr wieder aufgegriffen und gegebenenfalls angepasst.

K+S GRUPPE MIT ATTRAKTIVEN PERSPEKTIVEN FÜR 2012 UND 2013

DER UMSATZ SOLLTE IM JAHR 2012 STABIL BLEIBEN

Der Umsatz der K+S GRUPPE dürfte im Geschäftsjahr 2012 gegenüber dem Vorjahr stabil bleiben. Während wir im Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte auf Basis des derzeit erreichten Kalipreisniveaus von einer moderat und im Geschäftsbereich Stickstoffdüngemittel von einer leicht steigenden Umsatzentwicklung ausgehen, erwarten wir im Geschäftsbereich Salz einen moderat niedrigeren Umsatz. Der Umsatzprognose zugrunde gelegt ist ein durchschnittlicher US-Dollarkurs von 1,32 USD/EUR (2011: 1,39 USD/EUR).

KOSTEN WERDEN SICH VORAUSSICHTLICH MODERAT ERHÖHEN

Die nachfolgende Prognose der Kostenentwicklung erfolgt nach Kostenarten:

Die Gesamtkosten der K+S GRUPPE dürften im Vergleich zum Vorjahr moderat steigen. Beim Personalaufwand werden Neueinstellungen, Effekte aus Tariferhöhungen sowie eine der erwarteten Ergebnisentwicklung entsprechend niedrigere Erfolgsbeteiligung zu einem insgesamt leichten Anstieg führen. Auch die Materialkosten dürften sich leicht verteuern, während die Energiekosten preisbedingt deutlich steigen sollten. Demgegenüber erwarten wir moderat rückläufige Frachtkosten, während sich die Abschreibungen moderat erhöhen sollten. Außerdem ist mit einem negativen Währungsergebnis zu rechnen, nachdem das letzte Jahr noch durch ein positives Sicherungsergebnis begünstigt war.

OPERATIVES ERGEBNIS DÜRFTE MODERAT ZURÜCKGEHEN

Das operative Ergebnis EBIT I sollte im Geschäftsjahr 2012 im Vergleich zum Vorjahreswert moderat zurückgehen. Dabei gehen wir im Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte von einem operativen Ergebnis aus, das an das gute Vorjahresergebnis wieder heranreichen sollte. Der Geschäftsbereich Stickstoffdüngemittel sollte ein Ergebnis auf Vorjahresniveau erzielen können. Das operative Ergebnis des Geschäftsbereichs Salz dürfte im Vergleich zum Vorjahr – das durch überdurchschnittliche Auftausalzmengen begünstigt war – stark zurückgehen.

MODERAT RÜCKLÄUFIGES KONZERNERGEBNIS ERWARTET

Das bereinigte Konzernergebnis nach Steuern sollte der operativen Ergebnisentwicklung folgend im Jahr 2012 ebenfalls moderat zurückgehen. Unsere Einschätzung basiert neben den bei Umsatz und operativem Ergebnis beschriebenen Effekten u.a. auf:

  • der Erwartung anhaltend attraktiver Agrarpreise,
  • unserer üblichen, rein technischen Prognosepolitik, die das derzeit erreichte Kalipreisniveau für das gesamte Jahr 2012 unverändert fortschreibt,
  • einer in etwa auf Vorjahresniveau liegenden Absatzmenge im Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte (2011: 6,9 Mio.t),
  • einem Festsalzabsatz von gut 19 Mio.t (2011: 22,7 Mio.t), davon rund 10 Mio. t Auftausalz (2011: 13,3 Mio. t). Für das vierte Quartal ist hierbei wie üblich der Durchschnitt langjähriger Auftausalzabsätze unterstellt.
  • einem weitgehend unverändertem Finanzergebnis,
  • einer mit 27 bis 28 % leicht höheren bereinigten Konzernsteuerquote (2011: 26,1%).

PROGNOSE FÜR DAS JAHR 2013 VIELVERSPRECHEND

Im Jahr 2013 dürfte sich der Umsatz der K+S GRUPPE gegenüber 2012 leicht erhöhen; einem moderat höheren Umsatz in den Geschäftsbereichen Kali- und Magnesiumprodukte sowie Salz wird voraussichtlich ein moderater Umsatzrückgang bei Stickstoffdüngemitteln gegenüberstehen. Aufgrund der hohen Profitabilität des Geschäftsbereichs Kali- und Magnesiumprodukte sowie auf Basis eines wieder unterstellten, normalen und dem langfristigen Mengendurchschnitt historischer Auftausalzmengen folgenden Wintergeschäfts sehen wir beim operativen Ergebnis realistische Chancen für eine moderate Steigerung gegenüber dem Jahr 2012. Diese sollte sich auch entsprechend positiv auf das bereinigte Konzernergebnis nach Steuern auswirken.

ERGEBNIS BEI KALI- UND MAGNESIUMPRODUKTEN IN ETWA AUF DEM NIVEAU DES VORJAHRES ERWARTET

Die Perspektiven für die Nachfrageentwicklung nach kali- und magnesiumhaltigen Düngemitteln sind insbesondere in den für uns relevanten Märkten weiterhin attraktiv, sodass wir aus heutiger Sicht ein Absatzvolumen in der Nähe des Vorjahres für wahrscheinlich halten (2011: 6,9 Mio. t). Unserer oben beschriebenen rein technischen Prognosepolitik folgend ist mit einem gegenüber dem Vorjahr moderat höheren Durchschnittspreisniveau zu rechnen. Auf dieser Basis sollte auch der Umsatz im Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte gegenüber dem Vorjahr moderat zulegen. Auf der Kostenseite ist sowohl mit einem starken Energiekostenanstieg, als auch mit einem negativen Währungsergebnis zu rechnen, nachdem das letzte Jahr noch durch ein positives Sieherungsergebnis begünstigt war. Die Personalkosten dürften leicht ansteigen. Vor diesem Hintergrund rechnen wir im Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte mit einem operativen Ergebnis, das an das gute Vorjahresergebnis wieder heranreichen sollte. Im Jahr 2013 erwarten wir aus heutiger Sicht bei einem leicht steigenden Absatzniveau eine moderate Verbesserung unserer Umsatz- wie auch Ergebniswerte.

STABILES ERGEBNIS BEI STICKSTOFFDÜNGEMITTELN

Im Geschäftsjahr 2012 gehen wir für den Umsatz des Geschäftsbereichs Stickstoffdüngemittel von einer leicht steigenden Entwicklung aus. Dieser werden aber wahrscheinlich auch höhere Einstandskosten gegenüberstehen, sodass wir im Vergleich zum Vorjahr ein stabiles operatives Ergebnis erwarten. Im Jahr 2013 sollten sich Umsatz und operatives Ergebnis aus heutiger Sicht moderat rückläufig entwickeln.

WENIGER AUFTAUSALZVERKÄUFE NACH MILDEM WINTER IM GESCHÄFTSBEREICH SALZ

Aufgrund des witterungsbedingt ungewöhnlich schwachen Starts des Auftausalzgeschäfts erwarten wir für den Geschäftsbereich Salz im Jahr 2012 einen gegenüber dem Vorjahr moderat rückläufigen Umsatz. Diese Prognose unterstellt ein durchschnittliches Auftausalzgeschäft im vierten Quartal sowie eine insgesamt weitgehend stabile Umsatzentwicklung in den Segmenten Speise-, Gewerbe- und Industriesalz. Wir rechnen derzeit mit gut 19 Mio. t Festsalzabsatz (2011: 22,7 Mio. t); davon rund 10 Mio. t Auftausalz (2011: 13,3 Mio. t).Vor diesem Hintergrund und dem aufgrund des in der Bergbauindustrie üblicherweise höheren Fixkostenanteils ist aus heutiger Sicht mit einem starken Ergebnisrückgang zu rechnen. Auf die schwächere Auftausalznachfrage reagieren wir u.a. mit längeren Produktionspausen, Schichtanpassungen sowie einer Nutzung der flexiblen Arbeitszeitkonten. Gegenüber dem Umsatzniveau des Jahres 2012 rechnen wir für das Jahr 2013 auf Basis eines normalen und dem langfristigen Mengendurchschnitt historischer Auftausalzmengen folgenden Wintergeschäfts mit einem moderat steigendem Umsatz sowie einem stark steigenden operativen Ergebnis (Annahme Festsalzabsatz 2013: etwa 22 Mio. t, davon Auftausalz: knapp 13 Mio. t).

MODERATER ERGEBNISANSTIEG BEI DEN ERGÄNZENDEN GESCHÄFTSBEREICHEN ERWARTET

Für das Jahr 2012 gehen wir aus heutiger Sicht von einem stabilen Umsatz und einem moderat höheren Ergebnis aus, nachdem das vergangene Jahr durch Wertberichtigungen belastet war (4,6 Mio. €). Im Jahr 2013 erwarten wir sowohl eine stabile Umsatzwie auch Ergebnisentwicklung der Ergänzenden Geschäftsbereiche.

ERWARTETE FINANZLAGE

VORAUSSICHTLICHE FINANZIERUNGSSTRUKTUR VON HOHER EIGENKAPITALQUOTE GEPRÄGT

Die K+S GRUPPE verfügt mit einer Nettoverschuldung in Höhe von 610,8 Mio. € (inklusive langfristiger Rückstellungen in Höhe von 675,9 Mio. €) bzw. einem Verschuldungsgrad von lediglich 19,8 % über eine starke finanzielle Basis. Dies und ein hoher operativer Cashflow führen dazu, dass wir flexibel auf Investitions- und Akquisitionschancen reagieren können. Unsere derzeit sehr niedrige Nettoverschuldung sollte im Vergleich zum Vorjahr deutlich steigen. Diese Annahme berücksichtigt das erwartete Investitionsbudget einschließlich des Legacy Projekts sowie die sich aus dem Dividendenvorschlag des Vorstands ergebende Dividendensumme. Für das Jahr 2013 rechnen wir vor dem Hintergrund steigender Investitionen in das Legacy Projekt mit einem deutlichen Anstieg der Nettoverschuldung. Dennoch sollten wir in den Jahren 2012 und 2013 eine Eigenkapitalquote von mindestens 50 % und einen Verschuldungsgrad von unter 30 % ausweisen.

ENTWICKLUNG DER LIQUIDITÄT DURCH INVESTITIONEN IN DAS LEGACY PROJEKT GEPRÄGT

Die für die Jahre 2012 und 2013 prognostizierte Ergebnisentwicklung sollte sich auch beim Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit positiv auswirken. Für das Jahr 2012 erwarten wir trotz deutlich höherer Investitionen einen positiven freien Cashflow, im Jahr 2013 dürfte er allerdings aufgrund deutlich höherer Investitionen negativ ausfallen.

GEPLANTE INVESTITIONEN K+S GRUPPE

Wir streben grundsätzlich an, dass die Ersatz- und Produktions Sicherungsinvestitionen nicht über dem Niveau der Abschreibungen liegen. Außerdem sollte der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit einen ausreichenden Spielraum für profitable Erweiterungs- und Rationalisierungsinvestitionen bieten. Im Jahr 2012 rechnen wir für die K+S GRUPPE mit einem Investitionsvolumen von gut 600 Mio. €; davon sollten rund 170 Mio. € auf Ausgaben für das Legacy Projekt entfallen. Darüber hinaus ist der Anstieg des Investitionsvolumens im Vergleich zum Jahr 2011 (2944 Mio. €) auf die Durchführung des Maßnahmenpakets zum Gewässerschutz im hessisch-thüringischen Kalirevier sowie den geplanten Bau der Salzwasserleitung vom Standort Neuhof zum Werk Werra zurückzuführen. Auf Ersatz- und Produktionssicherungsinvestitionen sollte gut die Hälfte des Investitionsvolumens entfallen. Die Abschreibungen werden im Jahr 2012 bei etwa 240 Mio. € erwartet. Im Jahr 2013 rechnen wir für die K+S GRUPPE mit einem Investitionsvolumen von etwa 1.000 Mio. €; davon sollten gut 600 Mio. € auf Ausgaben für das Legacy Projekt entfallen. Darüber hinaus wird das Investitionsvolumen weiterhin durch Ausgaben für das Maßnahmenpaket zum Gewässerschütz und den geplanten Bau der Salzwasserleitung vom Standort Neuhof zum Werk Werra beeinflusst sein. Auf Ersatz- und Produktions Sicherungsmaßnahmen werden etwa ein Drittel entfallen. Die Abschreibungen werden im Jahr 2013 bei etwa 250 Mio. € erwartet.

INVESTITIONEN NACH GESCHÄFTSBEREICHEN
2013e 2012e 2011
Kali- und Magnesiumprodukte 850 440 162,1
Stickstoffdüngemittel 1 1 1,0
Salz 120 140 112,3
Ergänzende Geschäftsbereiche 5 5 4,3
Überleitung 24 14 14,4
K+S Gruppe 1.000 600 294,1

¹ Investitionen in den fortgeführten Geschäftstätigkeiten in Sachanlagen, immaterielle Vermögenswerte, als Finanzinvestition gehaltene Immobilien und Finanzanlagen.

GESCHÄFTSBEREICH KALI- UND MAGNESIUMPRODUKTE

Das Investitionsniveau im Jahr 2012 sollte bei etwa 440 Mio. € liegen und den Wert des Jahres 2011 (162,1 Mio. €) deutlich übersteigen. Davon sollten 230 Mio. CAD (etwa 170 Mio. €) auf das Legacy Projekt entfallen; bei der Aufteilung der Ausgaben auf die Investitionsperioden kann es allerdings noch zu erheblichen Verschiebungen kommen. In den nächsten Monaten werden in Kanada zunächst weitere Investitionen in die Infrastruktur, die Wasserversorgung, Ingenieurs arbeiten sowie Bohrungen erfolgen. Für das Maßnahmenpaket zum Gewässerschutz im hessisch-thüringischen Kalirevier rechnen wir für dieses Jahr mit einem Investitionsvolumen von rund 100 Mio. €,für den geplanten Bau der Salzwasserleitung vom Standort Neuhof zum Werk Werra sollen etwa 40 Mio. € investiert werden. Insgesamt wird gut die Hälfte des Investitionsvolumens auf Ersatz- und Produktionssicherungsinvestitionen entfallen. Im Jahr 2013 rechnen wir im Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte mit einem Investitionsvolumen von rund 850 Mio. €; davon sollten 830 Mio. CAD (gut 600 Mio. €) auf Ausgaben für das Legacy Projekt entfallen. Für das Maßnahmenpaket zum Gewässerschutz sind erneut Investitionen in Höhe von rund 100 Mio. € berücksichtigt und für den geplanten Bau der Salzwasserleitung Ausgaben von etwa 20 Mio. € vorgesehen.

GESCHÄFTSBEREICH STICKSTOFFDÜNGEMITTEL

Das Investitionsvolumen sollte im Jahr 2012 unter 1 Mio. € betragen und damit etwas unter dem Niveau des Jahres 2011 liegen. Für das Jahr 2013 ist ebenfalls mit einem ähnlichen Investitionsvolumen zu rechnen.

GESCHÄFTSBEREICH SALZ

Das Investitionsvolumen im Jahr 2012 sollte mit rund 140 Mio. € den Wert des Vorjahres (112,3 Mio. €) deutlich übersteigen. Der Anstieg ist vor allem auf die Erneuerung einer Siedesalzanlage von MORTON SALT in Hutchinson, usa, zurückzuführen. Darüber hinaus werden die Fortsetzung der Erweiterung der Siebkapazitäten bei spl, der Anlagenersatz eines Schiffes bei unserer chilenischen Reederei empremar, die Solfelderweiterung bei frisia in Harlingen in den Niederlanden, die Errichtung eines neuen Logistikzentrums und Maßnahmen zur optimalen Nutzung der Schachtkapazitäten am Salzstandort Borth in Deutschland zu den bedeutendsten Projekten gehören. Knapp 90% werden in Ersatz- und Produktionssicherungsmaßnahmen investiert werden. Für das Jahr 2013 ist mit einem Investitionsvolumen in Höhe von rund 120 Mio. € zu rechnen.

DIVIDENDENENTWICKLUNG

2011 2010 2009 2008 2007
Dividende je Aktie 1,30 1,00 0,20 2,40 0,50

¹ Im Jahr 2011 entspricht die Angabe dem Dividendenvorschlag.

ERGÄNZENDE GESCHÄFTSBEREICHE

Das Investitionsvolumen wird in den Jahren 2012 und 2013 jeweils rund 5 Mio. € betragen und damit etwas über dem Niveau des Berichtsjahres (4,3 Mio. €) liegen und vor allem Ersatz- und Produktions Sicherungsinvestitionen betreffen. Davon werden gut 3 Mio. € im Geschäftsbereich Entsorgung und Recycling und je 1 Mio. € in den Geschäftsbereichen Logistik und Tierhygieneprodukte investiert werden. Im Geschäftsbereich Entsorgung und Recycling wird am Standort Bernburg die Erschließung eines weiteren Feldes für die untertägige Verwertung fortgesetzt.

VORAUSSICHTLICHE ENTWICKLUNG DER DIVIDENDEN

DIVIDENDENVORSCHLAG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2011 DEUTLICH ANGEHOBEN

Aus dem am Ende des Jahres 2010 vorhandenen Bilanzgewinn der K+S AKTIENGESELLSCHAFT VOR 225,7 Mio. € erfolgte am n. Mai 2011 die Dividendenzahlung für das Jahr 2010 in Höhe von 191,4 Mio. €. Im Geschäftsjahr 2011 erzielte die K+S AKTIENGESELLSCHAFT einen Jahresüberschuss von 392,5 Mio. € (2010: 217,8 Mio. €). Unter Einbeziehung eines Gewinnvortrags in Höhe von 34,3 Mio. € und eines Übertrags aus dem Jahresüberschuss in die Gewinnrücklagen in Höhe von 166,7 Mio. € werden 260,1 Mio. € als Bilanzgewinn ausgewiesen.

Dem deutlichen Anstieg des bereinigten Ergebnisses der K+S GRUPPE und unserer langfristigen Dividendenpolitik folgend beabsichtigt der Vorstand, der Hauptversammlung eine Dividendenausschüttung von 1,30 € je Aktie vorzuschlagen (Vorjahr: 1,00 € je Aktie). Unter der Annahme, dass wir am Tag der Hauptversammlung keine eigenen Aktien halten, ergäbe sich eine auszuschüttende Dividendensumme von 248,8 Mio. €; diese läge mit einer Ausschüttungsquote von 43 % innerhalb unseres grundsätzlich angestrebten Ausschüttungskorridors von 40 bis 50 % des bereinigten Konzernergebnisses der K+S GRUPPE.

KÜNFTIGE DIVIDENDENPOLITIK

Wir verfolgen eine grundsätzlich ertragsorientierte Dividendenpolitik. Mit dieser Maßgabe bildet eine Ausschüttungsquote von 40 bis 50% des bereinigten Konzernergebnisses nach Steuern (einschließlich nicht fortgeführter Geschäftstätigkeit) die Grundlage für die von Vorstand und Aufsichtsrat zu bestimmende Höhe der künftigen Dividendenvorschläge. Für das Jahr 2012 sehen wir auf Basis der beschriebenen Ergebnis erwartungen gute Chancen einer mindestens stabilen Dividende, da das Konzernergebnis nicht durch die Effekte aus der Veräußerung des compo-Geschäfts belastet sein wird. Für das Jahr 2013 ist aufgrund der erwarteten Ergebnisentwicklung eine Anhebung der Dividende möglich.

CHANCEN

CHANCEN AUS DER ENTWICKLUNG DER RAHMENBEDINGUNGEN

Informationen zu unserem Chancenmanagement finden Sie im Risikobericht auf Seite 118.# UNTERNEHMENSSTRATEGISCHE CHANCEN

AUSBAU DER KALIKAPAZITÄTEN

Angesichts der hohen Auslastung unserer technisch verfügbaren Kapazitäten in Deutschland sowie der voraussichtlich deutlich steigenden Nachfrage nach Düngemitteln in der Zukunft verfolgt der Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte die Strategie, seine Produktionskapazitäten für Kali zu erweitern. Das Legacy Projekt eröffnet uns die Chance, am weltweiten Marktwachstum teilzuhaben, den Umsatz und Ertrag des Geschäftsbereichs weiter zu verbessern, die internationale Wettbewerbsfähigkeit zu stärken sowie die durchschnittliche Lebensdauer unserer Bergwerke zu verlängern. Außerdem führen wir derzeit für unser Reservebergwerk Siegfried-Giesen bei Hildesheim, Niedersachsen, eine Machbarkeitsstudie durch; eine Entscheidung über das weitere Vorgehen wird voraussichtlich im Sommer 2012 getroffen werden. Wirtschaftlichkeit und Gewährung der notwendigen bergbau- und umweltrechtlichen Genehmigungen vorausgesetzt, ergäbe sich durch eine Wiederinbetriebnahme von Siegfried-Giesen für uns die Chance, die wegen der nach 2018 wahrscheinlich notwendigen Schließung des Standorts Sigmundshall wegfallende Produktionsleistung zu einem gewissen Grad zu kompensieren.

NUTZUNG VON SYNERGIEN EINES INTERNATIONALEN PRODUKTIONSNETZWERKS

Ein besonderer Fokus liegt auf der Optimierung des internationalen Produktionsnetzwerks und der damit verbundenen Mengenströme und Logistikkosten. Vergleichbare Abbauverfahren ermöglichen Synergien zwischen den Geschäftsbereichen Kali- und Magnesiumprodukte sowie Salz beim Austausch von technischem, geologischem und logistischem Know-how sowie Skaleneffekte in der Beschaffung von Maschinen und Hilfsstoffen.

LEISTUNGSWIRTSCHAFTLICHE CHANCEN

Ein Rückgang des Energiepreisniveaus hätte speziell in den energiesensitiven Geschäftsbereichen Kali- und Magnesiumprodukte sowie Salz günstige Auswirkungen auf die Kostenstruktur und damit den Geschäftserfolg. Eine Darstellung laufender Energieeffizienzsteigerungsmaßnahmen und ihrer Auswirkungen finden Sie im Kapitel ,Wesentliche nichtfinanzielle Themen' auf Seite 75. Im Rahmen der erhöhten Flexibilisierung sowie Senkung von Einkaufskosten werden die bisher größtenteils an den Ölpreis gekoppelten Gasverträge neu verhandelt, um für einen Teil der Bezugsmengen zukünftig Preis-Chancen an den Gasspotmärkten nutzen zu können.

SONSTIGE CHANCEN

Für die K+S GRUPPE ist das USD/EUR-Währungsverhältnis grundsätzlich von hoher Bedeutung, da insbesondere Kaliverkäufe, mit Ausnahme des europäischen Marktes und einigen wenigen Überseeregionen, in US-Dollar fakturiert werden. Unserer Unternehmensplanung für die Jahre 2012 und 2013 liegt ein US-Dollarkurs von 1,32 USD/EUR zugrunde.

DAS LEGACY PROJEKT: NEUES KALIVORKOMMEN STÄRKT INTERNATIONALE WETTBEWERBSFÄHIGKEIT

Legacy ist ein Greenfield-Projekt zur Errichtung einer auf Solungsbergbau (Solution Mining) basierenden Kaliproduktion. K+S hat die kanadische Explorations- und Entwicklungsgesellschaft POTASH ONE, den Eigentümer des Legacy Projekts, Anfang 2011 erworben und in den darauffolgenden Monaten die vorhandene Machbarkeitsstudie von Grund auf überarbeitet. Dabei wurde ein Konzept entwickelt, das optimal zu den Produktions- und Marktprognosen von K+S passt und eine attraktive Wirtschaftlichkeit ausweist. In die ersten beiden Ausbauphasen des neuen Kalistandorts wird K+S insgesamt 3,25 Mrd. kanadische Dollar investieren. Ende 2015 sollen erste Mengen zur Verfügung stehen und im Jahr 2017 die Zwei-Millionen-Tonnen-Marke erreicht sein. Danach erfolgt der sukzessive Ausbau der Produktionskapazität auf jährlich 2,86 Mio. t im Jahr 2023. In einer dritten Ausbauphase wäre dann etwa zehn Jahre später eine Gesamtproduktion von jährlich maximal 4 Mio. t Kaliumchlorid möglich. Das Produktportfolio wird Kaliumchlorid Standard, granuliertes Kaliumchlorid und hochwertige Industrieprodukte umfassen. Im Jahr 2011 wurden erste Infrastrukturarbeiten in den Bereichen Wasserversorgung, Elektrizität und Straßenbau sowie erste Bohraktivitäten vorgenommen. Bei K+S POTASH CANADA in Saskatoon arbeiten derzeit 45 Mitarbeiter aus verschiedenen Ländern am Aufbau des neuen Standorts, bis 2023 sollen mehr als 300 hoch qualifizierte Arbeitsplätze geschaffen werden. Bei diesem Projekt stützen wir uns auf die Erfahrungen, die esco in Deutschland und den Niederlanden im Solungsbergbau gesammelt hat, sowie auf das Know-how von MORTON SALT, die in den USA und in Kanada zehn Werke auf der Basis von Solution Mining betreibt. Das Legacy Projekt wird das bestehende deutsche Produktionsnetzwerk von K+S um einen bedeutenden nordamerikanischen Standort ergänzen.

TABELLARISCHE ÜBERSICHT DER BESCHRIEBENEN UMSATZ- UND ERGEBNISTRENDS

Kali- und Magnesiumprodukte Stickstoffdüngemittel Salz Ergänzende Geschäftsbereiche K+S Gruppe
Umsatz 2011 2.131,9 1.156,8 1.710,1 150,4 5.150,9
Umsatz 2012 + + - 0 0
Umsatz 2013 + - + 0 +
EBIT I 2011 739,5 69,4 211,4 17,9 975,7
EBIT I 2012 0 0 --- + -
EBIT I 2013 + - +++ 0 +

Tendenz jeweils gegenüber Vorjahr; o: unverändert; +/-: leicht bis moderat; ++/--: spürbar; +++/---: deutlich bis stark.

GESAMTAUSSAGE ZUR VORAUSSICHTLICHEN ENTWICKLUNG DER K+S GRUPPE

Das Jahr 2012 sollte trotz aller makroökonomischen Unsicherheiten erneut ein gutes Jahr für unsere K+S GRUPPE werden: Das derzeitige Preisniveau für Agrarrohstoffe bietet attraktive Einkommensperspektiven für Landwirte und sollte insbesondere in den für K+S relevanten Absatzregionen zu einer guten Nachfrageentwicklung bei unseren Düngemitteln führen. Im Salzgeschäft rechnen wir allerdings aufgrund des witterungsbedingt ungewöhnlich schwachen Starts des Auftausalzgeschäfts mit einem sowohl im Vergleich zum überdurchschnittlichen Jahr 2011 als auch zum langjährigen Durchschnitt deutlich rückläufigen Geschäftsvolumen. In Summe dürfte der Umsatz der K+S GRUPPE im Geschäftsjahr 2012 stabil bleiben, beim operativen Ergebnis sowie beim bereinigten Ergebnis nach Steuern wird sich jedoch vor allem die geringere Auftausalznachfrage in moderat niedrigeren Werten auswirken.

Im Jahr 2013 dürfte sich der Umsatz gegenüber dem Vorjahr leicht erhöhen; beim operativen Ergebnis sehen wir realistische Chancen für eine moderate Steigerung.

Unsere Einschätzung für 2012 und 2013 basiert u.a. auf:

  • der Erwartung anhaltend attraktiver Agrarpreise,
  • unserer üblichen, rein technischen Prognosepolitik, die das derzeit erreichte Kalipreisniveau unverändert fortschreibt,
  • einer im Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte im Jahr 2012 in etwa auf Vorjahresniveau liegenden Absatzmenge (2011: 6,9 Mio. t) und einer leichten Steigerung in 2013,
  • einem Festsalzabsatz von gut 19 Mio. t im Jahr 2012 (2011: 22,7 Mio. t), davon rund 10 Mio. t Auftausalz (2011: 13,3 Mio. t); im Jahr 2013 rechnen wir wieder mit einem Festsalzabsatz von etwa 22 Mio. t, davon Auftausalz: knapp 13 Mio.t (Normaljahr),
  • einem US-Dollarkurs von 1,32 USD/EUR für beide Jahre und einem Ölpreisniveau von 115 US$ pro Barrel in 2012 und 110 US$ pro Barrel in 2013,
  • einem weitgehend unveränderten Finanzergebnis,
  • einer mit 27 bis 28 % leicht höheren bereinigten Konzernsteuerquote (2011: 26,1%).

Darüber hinaus bleibt es Schwerpunkt unserer Strategie, in den angestammten Geschäftsfeldern weiter zu wachsen; dies schließt Akquisitionen und Kooperationen ein.

VERSICHERUNG DER GESETZLICHEN VERTRETER DER K+S AKTIENGESELLSCHAFT

Nach bestem Wissen versichern wir, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Konzernabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Konzernlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns beschrieben sind.

Kassel, 2. März 2012

K+S AKTIENGESELLSCHAFT
DER VORSTAND

ZUKUNFTSBEZOGENE AUSSAGEN

Dieser Bericht enthält Angaben und Prognosen, die sich auf die künftige Entwicklung der K+S GRUPPE und ihrer Gesellschaften beziehen. Die Prognosen stellen Einschätzungen dar, die wir auf der Basis aller uns zum jetzigen Zeitpunkt zur Verfügung stehenden Informationen getroffen haben. Sollten die den Prognosen zugrunde gelegten Annahmen nicht zutreffend sein oder Risiken -wie sie beispielsweise im Risikobericht genannt werden - eintreten, können die tatsächlichen Entwicklungen und Ergebnisse von den derzeitigen Erwartungen abweichen. Die Gesellschaft übernimmt außerhalb der gesetzlich vorgesehenen Veröffentlichungsvorschriften keine Verpflichtung, die in diesem Lagebericht enthaltenen Aussagen zu aktualisieren.

"DIE WELTBEVÖLKERUNG WIRD BIS ZUM JAHR 2050 VORAUSSICHTLICH UM 40 PROZENT AUF ETWA ZEHN MILLIARDEN MENSCHEN WACHSEN; DER PROTEINVERBRAUCH SOGAR UM ÜBER 70 PROZENT. ERNÄHRUNG IST EINE DER SCHLÜSSELFRAGEN UNSERER ZUKUNFT."

PROF. DR. DR. H.C. HARALD VON WITZKE (62), LEITER FACHGEBIET INTERNATIONALER AGRARHANDEL UND ENTWICKLUNG, HUMBOLDT UNIVERSITÄT ZU BERLIN

Oben rechts: Prof. Dr. Dr. h.c.# GRUNDLAGEN SCHAFFEN DIE PRODUKTION VON NAHRUNGSMITTELN MUSS DEUTLICH ERHÖHT WERDEN, DENN WACHSENDE NACHFRAGE TRIFFT AUF EINE SINKENDE ANBAUFLÄCHE PRO KOPF.

Die Landwirtschaft wird künftig eine Schlüsselfunktion für den Wohlstand der Menschheit einnehmen: Mit begrenzt zur Verfügung stehenden Ressourcen an Wasser, Energie und Ackerflächen muss der Argrarsektor immer mehr Menschen versorgen. Zusätzlich verfolgen viele Staaten dieser Erde das Ziel, ihre Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen über den Einsatz von Energiepflanzen und Biomasse zu reduzieren. Gleichzeitig ist die Landwirtschaft weltweit angehalten, die von ihr ausgehenden Umweltbelastungen weiter zu verringern, allein schon um ihre eigene ökologische Grundlage nicht zu zerstören. Dies kann gelingen, wenn die Agrarindustrie in nachhaltige Systeme eingebunden wird; nur so kann allen Menschen eine verantwortungsvolle und gesunde Ernährung ermöglicht werden. Mit ausschließlich ökologischer Bewirtschaftung kann dies allerdings nicht gelingen, ist hierzu doch eine deutlich größere Fläche pro Einheit Ertrag notwendig, als es sich die gesamte Menschheit leisten kann. Dieser Luxus ginge eindeutig zulasten der Armen. Insbesondere in Afrika kommt es auf höhere Ernten je Hektar an, um die Länder von Hilfslieferungen unabhängig zu machen. Immer mehr Menschen, insbesondere in großen Schwellenländern wie China und Indien, sind erfreulicherweise in der Lage, sich Produkte wie Fleisch, Milch und andere Nahrungs- und Genussmittel zu leisten. Das führt wiederum zu einer höheren Nachfrage nach Tierfutter. Die Produktion eines Kilogramms Rindfleisch etwa erfordert bis zu 8 kg Getreide. Die landwirtschaftlich nutzbare Fläche lässt sich nur noch begrenzt ausdehnen und ist zunehmend durch Versiegelung, Erosion oder Versteppung bedroht. Mit dem richtigen Düngemitteleinsatz können Ernteerträge in vielen Gebieten der Erde deutlich gesteigert werden. Gerade der Einsatz mineralischer Dünger ist dabei erfolgreich.

KONZERNABSCHLUSS

5.1 Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

5.2 Gewinn- und Verlustrechnung

5.3 Kapitalflussrechnung

5.4 Bilanz

5.5 Entwicklung des Eigenkapitals

5.6 Entwicklung des Anlagevermögens

5.7 Entwicklung der Rückstellungen

5.8 Segmentberichterstattung

5.9 Anhang

5.1 BESTÄTIGUNGSVERMERK DES ABSCHLUSSPRÜFERS

Wir haben den von der K+S AKTIENGESELLSCHAFT, Kassel, aufgestellten Konzernabschluss -bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Gesamtergebnisrechnung, Eigenkapitalveränderungsrechnung, Kapitalflussrechnung und Anhang- sowie den Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2011 geprüft. Die Aufstellung von Konzernabschluss und Konzernlagebericht nach den INTERNATIONAL FINANCIAL REPORTING STANDARDS (IFRS), wie sie in der eu anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften liegt in der Verantwortung des Vorstands der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Konzernabschluss und über den Konzernlagebericht abzugeben. Wir haben unsere Konzernabschlussprüfung gemäß § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Konzernabschluss unter Beachtung der anzuwendenden Rechnungslegungsvorschriften und durch den Konzernlagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des Konzerns sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Konzernabschluss und Konzernlagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, der Abgrenzung des Konsolidierungskreises, der angewandten Bilanzierungs- und Konsolidierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen des Vorstands sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet. Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss der K+S AKTIENGESELLSCHAFT, Kassel, den IFRS, wie sie in der eu anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Der Konzernlagebericht steht in Einklang mit dem Konzernabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Hannover, 2. März 2012
DELOITTE & TOUCHE GMBH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Prof. Dr. Beine, Wirtschaftsprüfer
Römgens, Wirtschaftsprüfer

5.2 GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

KONZERN-GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

TAB: 5.2.1 scroll in Mio. € Anhang 2011 2010
Umsatzerlöse [1] 5.150,9 4.632,7
Herstellungskosten der zur Erzielung der Umsatzerlöse erbrachten Leistungen 3.176,0 2.865,5
Bruttoergebnis vom Umsatz 1.974,9 1.767,2
Vertriebs kosten 843,6 836,5
Allgemeine Verwaltungskosten 182,1 172,2
Forschungs- und Entwicklungskosten 17,8 13,8
Sonstige betriebliche Erträge [2] 205,3 180,2
Sonstige betriebliche Aufwendungen [3] 186,9 192,3
Beteiligungsergebnis 9,6 4,1
Ergebnis aus operativen, antizipativen Sicherungsgeschäften [4] -8,2 -17,6
Ergebnis nach operativen Sicherungsgeschäften (EBIT II) 1 951,2 719,1
Zinserträge [5] 13,1 8,5
Zinsaufwendungen [5] -78,0 -131,3
Sonstiges Finanzergebnis [6] 1,0 2,8
Finanzergebnis -63,9 -120,0
Ergebnis vor Ertragsteuern 887,3 599,1
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag [7] 230,7 141,2
- davon latente Steuern -4,9 -33,7
Ergebnis nach Steuern aus fortgeführter Geschäftstätigkeit 656,6 457,9
Ergebnis nach Steuern aus nicht fortgeführter Geschäftstätigkeit -91,8 -8,5
Jahresüberschuss 564,8 449,4
Anteile anderer Gesellschafter am Ergebnis 0,5 0,8
Konzernergebnis nach Steuern und Anteilen Dritter 564,3 448,6
- davon aus fortgeführter Geschäftstätigkeit 656,1 457,1
- davon aus nicht fortgeführter Geschäftstätigkeit -91,8 -8,5
Ergebnis je Aktie in € (unverwässert = verwässert) [10] 2,95 2,34
- davon aus fortgeführter Geschäftstätigkeit 3,43 2,39
- davon aus nicht fortgeführter Geschäftstätigkeit -0,48 -0,05
Durchschnittliche Anzahl Aktien in Mio. Stück 191,33 191,34

KONZERN-GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG (FORTSETZUNG)

TAB: 5.2.1 scroll in Mio. € Anhang 2011 2010
Operatives Ergebnis (EBIT I) 1 975,7 714,5
Ergebnis vor Ertragsteuern aus fortgeführter Geschäftstätigkeit, bereinigt 2 911,8 594,5
Konzernergebnis aus fortgeführter Geschäftstätigkeit, bereinigt 2 [10] 673,6 453,8
Ergebnis je Aktie aus fortgeführter Geschäftstätigkeit in €, bereinigt 2 [10] 3,52 2,37
Konzernergebnis nach Steuern, bereinigt 2 ,3 581,8 445,3
Ergebnis je Aktie in €, bereinigt 2 ,3 3,04 2,33

KONZERN-GESAMTERGEBNISRECHNUNG

TAB: 5.2.2 scroll in Mio. € Anhang 2011 2010
Jahresüberschuss 564,8 449,4
Unterschiedsbetrag aus der Währungsumrechnung 62,7 148,8
- davon Veränderung der unrealisierten Gewinne/Verluste 61,0 148,8
- davon realisierte Gewinne/Verluste 1,7 -
Sonstiges Ergebnis nach Steuern 62,7 148,8
Gesamtergebnis der Periode 627,5 598,2
Anteile anderer Gesellschafter am Gesamtergebnis 0,5 0,8
Konzerngesamtergebnis nach Steuern und Anteilen Dritter 627,0 597,4

OPERATIVES ERGEBNIS (EBIT l)

TAB: 5.2.3 scroll in Mio. € Anhang 2011 2010
Ergebnis nach operativen Sicherungsgeschäften (EBIT II) 1 951,2 719,1
Ertrag (-)/Aufwand (+) aus Marktwertschwankungen der noch ausstehenden operativen, antizipativen Sicherungsgeschäfte 26,2 0,8
Neutralisierung der in Vorperioden erfassten Marktwertschwankungen von realisierten operativen, antizipativen Sicherungsgeschäften -1,7 -5,4
Operatives Ergebnis (EBIT I) 1 975,7 714,5

¹ Die Steuerung der K+S Gruppe erfolgt u.a. auf Basis des operativen Ergebnisses (EBIT I). Die Überleitung des EBIT II auf das operative Ergebnis (EBIT I) wird unterhalb der Gewinn- und Verlustrechnung vorgenommen (siehe auch ,Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung und Gesamtergebnisrechung' auf Seite 180).

² Die bereinigten Kennzahlen beinhalten lediglich das im EBIT I enthaltene Ergebnis aus operativen, antizipativen Sicherungsgeschäften der jeweiligen Berichtsperiode, welches Effekte aus den Marktwertschwankungen der Sicherungsgeschäfte eliminiert (siehe auch ,Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung und Gesamtergebnisrechung' auf Seite 180). Ebenso werden darauf entfallende Effekte auf latente und zahlungswirksame Steuern eliminiert; Steuersatz 2011: 28,4% (2010: 28,2%).

³ Ergebnis aus fortgeführter und nicht fortgeführter Geschäftstätigkeit

⁴ Die Angaben zum operativen Ergebnis beziehen sich auf die fortgeführten Geschäftstätigkeiten.

5.3 KONZERN-KAPITALFLUSSRECHNUNG

TAB: 5.3.1 scroll in Mio.# € Anhang 2011 2010
Ergebnis nach operativen Sicherungsgeschäften (EBIT II)
951,2
719,1
Ertrag (-)/Aufwand (+) aus Marktwertsehwankungen der noch ausstehenden operativen, antizipativen Sicherungsgeschäfte
26,2
0,8
Neutralisierung der in Vorperioden erfassten Marktwertschwankungen von realisierten operativen, antizipativen Sicherungsgeschäften
-1,7
-5,4
Operatives Ergebnis (EBIT I)
975,7
714,5
Abschreibungen (+)/Zuschreibungen (-) auf immaterielle Vermögenswerte, Sachanlagen und Finanzanlagen
242,0
238,5
Zunahme (+)/Abnahme (-) langfristiger Rückstellungen (ohne Zinseffekte)
27,2
32,9
Erhaltene Zinsen, Dividenden und ähnliche Erträge
10,9
5,3
Gewinne (+)/Verluste (-) aus der Realisierung finanzieller Vermögenswerte/Verbindlichkeiten
0,3
-1,3
Gezahlte Zinsen (-)
-42,0
-54,6
Gezahlte Ertragsteuern (-)
-302,7
-120,6
Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen (+)/Erträge (-)
-0,8
-2,0
Brutto-Cashflow aus fortgeführter Geschäftstätigkeit
910,6
812,7
Brutto-Cashflowaus nicht fortgeführter Geschäftstätigkeit
17,5
17,5
Brutto-Cashflow
928,1
830,2
Gewinn (-)/Verlust (+) aus Anlagen- und Wertpapierabgängen
-3,8
-0,6
Zunahme (-)/Abnähme (+) Vorräte
-108,8
-30,0
Zunahme (-)/Abnähme (+) Forderungen und sonstige Vermögenswerte aus laufender Geschäftstätigkeit
-83,2
-118,1
- davon Prämienvolumen für Derivate
2,2
-16,4
Zunahme (+)/Abnahme (-) Verbindlichkeiten aus laufender Geschäftstätigkeit
118,5
172,4
- davon Prämienvolumen für Derivate
4,8
10,8
Zunahme (+)/Abnahme (-) kurzfristiger Rückstellungen
-1,3
6,3
Dotierung von Planvermögen
-110,0
-2,7
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit
739,5
857,5
KONZERN-KAPITALFLUSSRECHNUNG (FORTSETZUNG)
TAB: 5.3.1
scroll in Mio. €
Anhang
2011
2010
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit
739,5
857,5
-davon aus fortgeführter Geschäftstätigkeit
712,2
826,4
- davon aus nicht fortgeführter Geschäftstätigkeit
27,3
31,1
Einzahlungen aus Anlagenabgängen
16,5
6,5
Auszahlungen für immaterielles Anlagevermögen
-16,1
-18,1
Auszahlungen für Sachanlagevermögen
-255,4
-176,2
Auszahlungen für Finanzanlagen
-3,2
-2,4
Einzahlungen aus dem Verkauf konsolidierter Unternehmen [38]
90,6
-
Auszahlungen für den Erwerb konsolidierter Unternehmen [39]
-242,8
-
Auszahlungen für den Erwerb von Wertpapieren und sonstigen Finanzinvestitionen
-372,4
-
Cashflow aus Investitionstätigkeit
-782,8
-190,2
- davon aus fortgeführter Geschäftstätigkeit
-868,0
-177,7
- davon aus nicht fortgeführter Geschäftstätigkeit
85,2
-12,5
Freier Cashflow
-43,3
667,3
- davon aus fortgeführter Geschäftstätigkeit
-155,8
648,7
- davon aus nicht fortgeführter Geschäftstätigkeit
112,5
18,6
Dividendenzahlungen
-191,4
-38,3
Auszahlungen für den Erwerb von nicht beherrschenden Anteilen
-59,3
-
Einzahlungen aus sonstigen Eigenkapitalzuführungen
4,8
6,1
Erwerb von eigenen Aktien
-13,8
-8,4
Verkauf von eigenen Aktien
7,9
0,5
Zunahme (+)/Abnahme (-) von Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing
-0,9
-2,5
Aufnahme (+)/Tilgung (-) von Darlehen
-11,7
-411,6
Cashflow aus Finanzierungstätigkeit
-264,4
-454,2
- davon aus fortgeführter Geschäftstätigkeit
-261,7
-439,7
- davon aus nicht fortgeführter Geschäftstätigkeit
-2,7
-14,5
Zahlungswirksame Veränderung der Finanzmittel
-307,7
213,1
Wechselkursbedingte Veränderungen des Bestands an Finanzmitteln
4,4
7,4
Änderung des Bestands an Finanzmitteln
-303,3
220,5
Nettofinanzmittelbestand am 1.1.
740,6
520,1
Nettofinanzmittelbestand am 31.12. [40]
437,3
740,6
- davon Flüssige Mittel
442,8
748,4
- davon Geldanlagen bei verbundenen Unternehmen
1,0
-
- davon von verbundenen Unternehmen hereingenommene Gelder
-6,5
-7,8

5.4 BILANZ

KONZERN-BILANZ
TAB: 5.4.1
scroll in Mio. €
Anhang
2011
2010
Immaterielle Vermögenswerte [11]
1.020,9
999,7
- davon Goodwill aus Unternehmenserwerben [11]
651,4
615,3
Sachanlagen
2.227,0
1.803,6
Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien [12]
7,8
7,8
Finanzanlagen [13]
15,9
24,1
Forderungen und sonstige Vermögenswerte [17,18]
62,7
43,0
- davon derivative Finanzinstrumente
3,0
6,4
Wertpapiere und sonstige Finanzinvestitionen [14]
58,5
-
Latente Steuern [15]
55,3
57,8
Steuererstattungsansprüche aus Ertragsteuern
0,4
0,4
Langfristige Vermögenswerte
3.448,5
2.936,4
Vorräte [16]
730,0
740,2
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen [17]
928,8
949,8
Übrige Forderungen und Vermögenswerte [17,18]
150,6
174,3
- davon derivative Finanzinstrumente
12,1
35,4
Steuererstattungsansprüche aus Ertragsteuern
41,2
24,6
Wertpapiere und sonstige Finanzinvestitionen [14]
315,0
-
Flüssige Mittel [40]
442,8
748,4
Kurzfristige Vermögenswerte
2.608,4
2.637,3
AKTIVA
6.056,9
5.573,7
KONZERN-BILANZ
TAB: 5.4.1
scroll in Mio. €
Anhang
2011
2010
Gezeichnetes Kapital [19]
191,4
191,4
Kapitalrücklage
648,1
647,5
Andere Rücklagen und Bilanzgewinn [19]
2.242,0
1.810,1
Anteile anderer Gesellschafter
3,1
2,6
Eigenkapital
3.084,6
2.651,6
Finanzverbindlichkeiten [25]
769,8
769,1
Übrige Verbindlichkeiten [18, 25]
20,1
22,8
- davon derivative Finanzinstrumente
3,5
4,6
Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen [21]
95,3
184,8
Rückstellungen für bergbauliehe Verpflichtungen [22]
580,6
528,4
Sonstige Rückstellungen [23]
145,5
152,4
Latente Steuern [15]
342,3
261,6
Langfristiges Fremdkapital
1.953,6
1.919,1
Finanzverbindlichkeiten [25]
0,8
17,5
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen [25]
613,8
511,2
Sonstige Verbindlichkeiten [18, 25]
96,2
86,7
- davon derivative Finanzinstrumente
32,6
12,5
Steuerverbindlichkeiten aus Ertragsteuern
23,2
82,4
Rückstellungen [22, 24]
284,7
305,2
Kurzfristiges Fremdkapital
1.018,7
1.003,0
Passiva
6.056,9
5.573,7

ENTWICKLUNG DES KONZERN-EIGEN KAPITALS

TAB: 5.5.1
scroll
Andere Rücklagen und Bilanzgewinn
in Mio. €
| | Gezeichnetes Kapital [19] | Kapitalrücklage | Bilanzgewinn/ Gewinnrücklagen [19] | Unterschiede aus Währungsumrechnung [19] |
|---|---|---|---|---|
| Stand 1.1.2011 | 191,4 | 647,5 | 1.671,7 | 138,4 |
| Jahresüberschuss | - | - | 564,3 | - |
| Sonstiges Ergebnis (nach Steuern) | - | - | - | 62,7 |
| Gesamtergebnis der Periode | - | - | 564,3 | 62,7 |
| Dividende des Vorjahres | - | - | -191,4 | - |
| Bezug von Mitarbeiteraktien | - | 0,6 | - | - |
| Zugang Anteile anderer Gesellschafter (Potash One) | - | - | - | - |
| Erwerb Anteile anderer Gesellschafter (Potash One) | - | - | -3,6 | - |
| Sonstige Eigenkapitalveränderungen | - | - | -0,1 | - |
| Stand 31.12.2011 | 191,4 | 648,1 | 2.040,9 | 201,1 |
| Stand 1.1.2010 | 191,4 | 648,8 | 1.263,0 | -10,4 |
| Jahresüberschuss | - | - | 448,6 | - |
| Sonstiges Ergebnis (nach Steuern) | - | - | - | 148,8 |
| Gesamtergebnis der Periode | - | - | 448,6 | 148,8 |
| Dividende des Vorjahres | - | - | -38,3 | - |
| Bezug von Mitarbeiteraktien | - | - | -1,3 | - |
| Sonstige Eigenkapitalveränderungen | - | - | -1,6 | - |
| Stand 31.12.2010 | 191,4 | 647,5 | 1.671,7 | 138,4 |

scroll
Andere Rücklagen und Bilanzgewinn
in Mio. €
| | Summe Eigenkapital der Aktionäre der K+S AG | Anteile anderer Gesellschafter |
|---|---|---|
| Stand 1.1.2011 | 2.649,0 | 2,6 |
| Jahresüberschuss | 564,3 | 0,5 |
| Sonstiges Ergebnis (nach Steuern) | 62,7 | - |
| Gesamtergebnis der Periode | 627,0 | 0,5 |
| Dividende des Vorjahres | -191,4 | - |
| Bezug von Mitarbeiteraktien | 0,6 | - |
| Zugang Anteile anderer Gesellschafter (Potash One) | - | 55,7 |
| Erwerb Anteile anderer Gesellschafter (Potash One) | -3,6 | -55,7 |
| Sonstige Eigenkapitalveränderungen | -0,1 | - |
| Stand 31.12.2011 | 3.081,5 | 3,1 |
| Stand 1.1.2010 | 2.092,8 | 1,8 |
| Jahresüberschuss | 448,6 | 0,8 |
| Sonstiges Ergebnis (nach Steuern) | 148,8 | - |
| Gesamtergebnis der Periode | 597,4 | 0,8 |
| Dividende des Vorjahres | -38,3 | - |
| Bezug von Mitarbeiteraktien | -1,3 | - |
| Sonstige Eigenkapitalveränderungen | -1,6 | - |
| Stand 31.12.2010 | 2.649,0 | 2,6 |

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Andere Rücklagen und Bilanzgewinn
in Mio. €
| | Eigenkapital |
|---|---|
| Stand 1.1.2011 | 2.651,6 |
| Jahresüberschuss | 564,8 |
| Sonstiges Ergebnis (nach Steuern) | 62,7 |
| Gesamtergebnis der Periode | 627,5 |
| Dividende des Vorjahres | -191,4 |
| Bezug von Mitarbeiteraktien | 0,6 |
| Zugang Anteile anderer Gesellschafter (Potash One) | 55,7 |
| Erwerb Anteile anderer Gesellschafter (Potash One) | -59,3 |
| Sonstige Eigenkapitalveränderungen | -0,1 |
| Stand 31.12.2011 | 3.084,6 |
| Stand 1.1.2010 | 2.094,6 |
| Jahresüberschuss | 449,4 |
| Sonstiges Ergebnis (nach Steuern) | 148,8 |
| Gesamtergebnis der Periode | 598,2 |
| Dividende des Vorjahres | -38,3 |
| Bezug von Mitarbeiteraktien | -1,3 |
| Sonstige Eigenkapitalveränderungen | -1,6 |
| Stand 31.12.2010 | 2.651,6 |

ENTWICKLUNG DES KONZERN-ANLAGEVERMÖGENS 2011

TAB: 5.6.1
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Bruttobuchwerte in Mio. €
| | Stand am 1.1.2011 | Veränderung Konsolidierungskreis | Zugänge | Abgänge | Sonstige erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten |
|---|---|---|---|---|---|
| Kundenbeziehungen | 218,2 | -0,1 | - | - | |
| Marken | 138,9 | -24,2 | - | - | |
| Hafenkonzessionen | 30,6 | - | - | - | |
| Goodwill aus Unternehmenserwerben | 615,3 | 18,1 | 1,1 | - | |
| Selbsterstellte immaterielle Vermögenswerte | 9,6 | -6,7 | 0,9 | - | |
| Emissionsrechte | 9,6 | - | 5,4 | - | |
| Geleistete Anzahlungen | 5,2 | -3,1 | 6,4 | 0,1 | |
| Immaterielle Vermögenswerte [11] | 1.100,0 | -21,4 | 17,0 | 3,8 | |
| Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken | 764,2 | -55,3 | 31,0 | 11,9 | |
| Rohstoffvorkommen | 345,5 | 367,1 | 0,8 | - | |
| Technische Anlagen und Maschinen | 2.244,9 | -70,4 | 104,1 | 29,3 | |
| Schiffe | 71,8 | - | 24,1 | 6,5 | |
| Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 269,5 | -12,3 | 26,9 | 8,7 | |
| Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | 57,3 | 18,3 | 114,7 | 1,6 | |
| Leasing und ähnliche Rechte | 10,1 | -1,9 | 0,6 | 1,1 | |
| Sachanlagen | 3.763,3 | 245,5 | 302,2 | 59,1 | |
| Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien [12] | 16,8 | -0,2 | - | 0,1 | |
| Anteile an verbundenen Unternehmen | 13,6 | -0,2 | 3,0 | - | |
| Ausleihungen an verbundene Unternehmen | 0,3 | -0,1 | - | 0,2 | |
| Beteiligungen | 10,4 | - | - | 5,8 | |
| Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht | 0,4 | - | - | 0,1 | |
| Sonstige Ausleihungen und andere Finanzanlagen | 1,2 | -0,1 | 0,2 | 0,4 | |
| Finanzanlagen [13] | 25,9 | -0,4 | 3,2 | 6,5 | |
| Anlagevermögen | 4.906,0 | 223,5 | 322,4 | 69,5 | |

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Bruttobuchwerte in Mio. €# ENTWICKLUNG DES KONZERN-ANLAGEVERMÖGENS 2011

TAB: 5.6.2

Bruttobuchwerte in Mio. €

Stand am 1.1.2011 Veränderung Konsolidierungskreis Zugänge Abgänge Umbuchungen Währungsdifferenzen Stand am 31.12.2011
Sonstige erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 0,2 2,3 69,2
Kundenbeziehungen - 6,0 224,1
Marken - 3,0 117,7
Hafenkonzessionen - 1,0 31,6
Goodwill aus Unternehmenserwerben - 16,9 651,4
Selbsterstellte immaterielle Vermögenswerte - - 3,8
Emissionsrechte - - 15,0
Geleistete Anzahlungen -0,2 - 8,2
Immaterielle Vermögenswerte [11] - 29,2 1.121,0
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 9,2 4,5 741,7
Rohstoffvorkommen - 16,9 730,3
Technische Anlagen und Maschinen 33,1 7,5 2.289,9
Schiffe - 2,3 91,7
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 4,2 0,6 280,2
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau -46,4 1,2 143,5
Leasing und ähnliche Rechte - 0,2 7,9
Sachanlagen 0,1 33,2 4.285,2
Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien [12] - - 16,5
Anteile an verbundenen Unternehmen - - 16,4
Ausleihungen an verbundene Unternehmen - - -
Beteiligungen - - 4,6
Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht - - 0,3
Sonstige Ausleihungen und andere Finanzanlagen - - 0,9
Finanzanlagen [13] - - 22,2
Anlagevermögen 0,1 62,4 5.444,9

Abschreibungen in Mio. €

Stand am 1.1.2011 Veränderung Konsolidierungskreis Zugänge planmäßig Zugänge außerplanmäßig Sonstige Abgänge Umbuchungen Währungsdifferenzen Stand am 31.12.2011
Sonstige erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 43,9 -4,4 7,3 1,2 3,7 - 0,2 44,5
Kundenbeziehungen 23,3 -0,1 17,7 - - - 0,6 41,5
Marken 29,5 -18,8 1,2 - - - - 11,9
Hafenkonzessionen 0,3 - 0,2 - - - - 0,5
Goodwill aus Unternehmenserwerben - - - - - - - -
Selbsterstellte immaterielle Vermögenswerte 3,2 -2,1 0,6 - - - - 1,7
Emissionsrechte - - - - - - - -
Geleistete Anzahlungen 0,1 -0,1 - - - - - -
Immaterielle Vermögenswerte [11] 100,3 -25,5 27,0 1,2 3,7 - 0,8 100,1
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 277,4 -19,6 26,9 - 2,4 0,1 0,3 282,7
Rohstoffvorkommen 10,9 - 4,5 - - - 0,2 15,6
Technische Anlagen und Maschinen 1.440,2 -42,3 136,5 4,5 26,1 - 1,6 1.514,4
Schiffe 21,1 - 10,0 - 4,1 - 0,6 27,6
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 206,8 -9,1 25,3 - 8,3 - 0,2 214,9
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,1 -0,1 - - - - - -
Leasing und ähnliche Rechte 3,2 -0,8 1,4 - 0,9 - 0,1 3,0
Sachanlagen 1.959,7 -71,9 204,6 4,5 41,8 0,1 3,0 2.058,2
Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien [12] 9,0 -0,2 - - 0,1 - - 8,7
Anteile an verbundenen Unternehmen 1,5 -0,1 - - - - - 2,5
Ausleihungen an verbundene Unternehmen 0,1 -0,1 - - - - - -
Beteiligungen 0,2 - - - - - - 3,8
Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht - - - - - - - -
Sonstige Ausleihungen und andere Finanzanlagen - - - - - - - -
Finanzanlagen [13] 1,8 -0,2 - - - - - 6,3
Anlagevermögen 2.070,8 -97,8 231,6 10,4 45,6 0,1 3,8 2.173,3

Nettobuchwerte in Mio. €

Stand am 31.12.2011
Sonstige erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 24,7
Kundenbeziehungen 182,6
Marken 105,8
Hafenkonzessionen 31,1
Goodwill aus Unternehmenserwerben 651,4
Selbsterstellte immaterielle Vermögenswerte 2,1
Emissionsrechte 15,0
Geleistete Anzahlungen 8,2
Immaterielle Vermögenswerte [11] 1.020,9
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 459,0
Rohstoffvorkommen 714,7
Technische Anlagen und Maschinen 775,5
Schiffe 64,1
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 65,3
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 143,5
Leasing und ähnliche Rechte 4,9
Sachanlagen 2.227,0
Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien [12] 7,8
Anteile an verbundenen Unternehmen 13,9
Ausleihungen an verbundene Unternehmen -
Beteiligungen 0,8
Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 0,3
Sonstige Ausleihungen und andere Finanzanlagen 0,9
Finanzanlagen [13] 15,9
Anlagevermögen 3.271,6

ENTWICKLUNG DES KONZERN-ANLAGEVERMÖGENS 2010

TAB: 5.6.2

Bruttobuchwerte in Mio. €

Stand am 1.1.2010 Veränderung Konsolidierungskreis Zugänge Abgänge Umbuchungen Währungsdifferenzen Stand am 31.12.2010
Sonstige erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 69,7 - 5,5 5,3 0,3 2,4 72,6
Kundenbeziehungen 200,3 - - - - 17,9 218,2
Marken 129,7 - - - - 9,2 138,9
Hafenkonzessionen 28,4 - - - - 2,2 30,6
Goodwill aus Unternehmenserwerben 563,5 - - - - 51,8 615,3
Selbsterstellte immaterielle Vermögenswerte 8,6 - 0,8 0,1 0,3 - 9,6
Emissionsrechte 0,1 - 9,5 - - - 9,6
Geleistete Anzahlungen 2,8 - 2,9 - -0,5 - 5,2
Immaterielle Vermögenswerte [11] 1.003,1 - 18,7 5,4 0,1 83,5 1.100,0
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 672,3 - 77,1 11,0 12,0 13,8 764,2
Rohstoffvorkommen 320,0 - - - - 25,5 345,5
Technische Anlagen und Maschinen 2.116,1 - 97,1 34,3 41,0 25,0 2.244,9
Schiffe 62,3 - 4,6 - - 4,9 71,8
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 251,9 - 22,0 8,7 2,1 2,2 269,5
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 72,2 - 37,6 0,6 -55,2 3,3 57,3
Leasing und ähnliche Rechte 10,5 - 0,2 1,4 - 0,8 10,1
Sachanlagen 3.505,3 - 238,6 56,0 -0,1 75,5 3.763,3
Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien [12] 16,9 - - 0,1 - - 16,8
Anteile an verbundenen Unternehmen 12,1 - 1,5 - - - 13,6
Ausleihungen an verbundene Unternehmen 0,3 - - - - - 0,3
Beteiligungen 11,6 - 0,7 1,9 - - 10,4
Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 0,6 - - 0,2 - - 0,4
Sonstige Ausleihungen und andere Finanzanlagen 1,5 - 0,2 0,5 - - 1,2
Finanzanlagen [13] 26,1 - 2,4 2,6 - - 25,9
Anlagevermögen 4.551,4 - 259,7 64,1 - 159,0 4.906,0

Abschreibungen in Mio. €

Stand am 1.1.2010 Veränderung Konsolidierungskreis Zugänge planmäßig Zugänge außerplanmäßig Sonstige Abgänge Umbuchungen
Sonstige erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 36,9 - 11,5 -
Kundenbeziehungen 5,3 - 17,5 -
Marken 26,1 - 2,7 -
Hafenkonzessionen 0,2 - 0,1 -
Goodwill aus Unternehmenserwerben - - - -
Selbsterstellte immaterielle Vermögenswerte 2,2 - 1,0 -
Emissionsrechte - - - -
Geleistete Anzahlungen - - - 0,1
Immaterielle Vermögenswerte [11] 70,7 - 32,8 0,1
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 255,4 - 20,9 1,6
Rohstoffvorkommen 6,3 - 4,4 -
Technische Anlagen und Maschinen 1.315,7 - 140,9 11,1
Schiffe 11,3 - 9,0 -
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 189,2 - 25,6 -
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,1 - - -
Leasing und ähnliche Rechte 1,7 - 1,8 -
Sachanlagen 1.779,7 - 202,6 12,7
Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien [12] 9,0 - 0,1 -
Anteile an verbundenen Unternehmen 1,5 - - -
Ausleihungen an verbundene Unternehmen 0,1 - - -
Beteiligungen 2,1 - - -
Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht - - - -
Sonstige Ausleihungen und andere Finanzanlagen - - - -
Finanzanlagen [13] 3,7 - - -
Anlagevermögen 1.863,1 - 235,5 12,8

ENTWICKLUNG DES ANLAGEVERMÖGENS

in Mio. € Anschaffungs- und Herstellungskosten Zugänge Abgänge Umbuchungen Währungsdifferenzen Stand am 31.12.2010
Sonstige erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 5,3 - 0,8 43,9
Kundenbeziehungen - - 0,5 23,3
Marken - - 0,7 29,5
Hafenkonzessionen - - - 0,3
Goodwill aus Unternehmenserwerben - - - -
Selbsterstellte immaterielle Vermögenswerte - - - 3,2
Emissionsrechte - - - -
Geleistete Anzahlungen - - - 0,1
Immaterielle Vermögenswerte [11] 5,3 - 2,0 100,3
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1,5 0,1 0,9 277,4
Rohstoffvorkommen - - 0,2 10,9
Technische Anlagen und Maschinen 28,7 −0,1 1,3 1.440,2
Schiffe - - 0,8 21,1
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 8,3 - 0,3 206,8
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau - - - 0,1
Leasing und ähnliche Rechte 0,4 - 0,1 3,2
Sach anlagen 38,9 - 3,6 1.959,7
Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien [12] 0,1 - - 9,0
Anteile an verbundenen Unternehmen - - - 1,5
Ausleihungen an verbundene Unternehmen - - - 0,1
Beteiligungen 1,9 - - 0,2
Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht - - - -
Sonstige Ausleihungen und andere Finanzanlagen - - - -
Finanz anlagen [13] 1,9 - - 1,8
Anlagevermögen 46,2 - 5,6 2.070,8
in Mio. € Stand am 31.12.2010
Sonstige erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 28,7
Kundenbeziehungen 194,9
Marken 109,4
Hafenkonzessionen 30,3
Goodwill aus Unternehmenserwerben 615,3
Selbsterstellte immaterielle Vermögenswerte 6,4
Emissionsrechte 9,6
Geleistete Anzahlungen 5,1
Immaterielle Vermögenswerte [11] 999,7
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 486,8
Rohstoffvorkommen 334,6
Technische Anlagen und Maschinen 804,7
Schiffe 50,7
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 62,7
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 57,2
Leasing und ähnliche Rechte 6,9
Sach anlagen 1.803,6
Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien [12] 7,8
Anteile an verbundenen Unternehmen 12,1
Ausleihungen an verbundene Unternehmen 0,2
Beteiligungen 10,2
Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 0,4
Sonstige Ausleihungen und andere Finanzanlagen 1,2
Finanz anlagen [13] 24,1
Anlagevermögen 2.835,2

ENTWICKLUNG DER RÜCKSTELLUNGEN

TAB: 5.7.1
in Mio. € | Stand am 1.1.2011 | Währungsdifferenzen | Veränderung Konsolidierungskreis | Zuführung | Zinsanteil | Verfüllung | Stand am 31.12.2011
---|---|---|---|---|---|---|---
Gruben und Schächte | 254,6 | 0,3 | - | 25,1 | 8,5 | 4,2 | 276,9
Bergschädenwagnisse | 49,3 | - | - | 0,6 | 2,1 | 0,7 | 50,1
Haldenverwahrung | 165,7 | - | - | 18,2 | 8,4 | 1,8 | 190,1
Sonstige bergbauliche Verpflichtungen | 58,8 | 0,2 | - | 2,0 | 2,9 | - | 63,5
Rückstellungen für bergbauliche Verpflichtungen [22] | 528,4 | 0,5 | - | 45,9 | 21,9 | 6,7 | 580,6
Jubiläen | 24,0 | - | -1,4 | 0,8 | 1,1 | 1,8 | 22,6
Altersteilzeit | 26,5 | - | -0,1 | 12,0 | 3,5 | 19,1 | 21,1
Long Term Incentives/Aktienoption | 34,9 | 0,5 | -2,6 | 24,3 | 0,6 | 2,0 | 53,2
Sonstige Personalverpflichtungen | 10,9 | 0,1 | -1,6 | 0,7 | - | 6,0 | 3,1
Personalverpflichtungen [23] | 96,3 | 0,6 | -5,7 | 37,8 | 5,2 | 28,9 | 100,0
Übrige Rückstellungen | 56,1 | 0,3 | -1,4 | 2,7 | 1,7 | 0,3 | 45,5
Rückstellungen (langfristiges Fremd kapital) | 680,8 | 1,4 | -7,1 | 86,4 | 28,8 | 35,9 | 726,1
Sonstige Steuern | 0,1 | - | -0,1 | - | - | - | 0,0
Rückstellungen für bergbauliche Verpflichtungen [22] | 7,3 | - | - | 0,1 | - | 0,6 | 6,8
Personalverpflichtungen [24] | 143,4 | 1,2 | -10,8 | 145,4 | - | 125,9 | 148,8
Rückstellungen für Verpflichtungen aus Verkaufsgeschäften [24] | 64,5 | 0,2 | -17,8 | 51,7 | - | 30,0 | 52,5
Rückstellungen für Verpflichtungen aus Einkaufsverträgen [24] | 32,3 | 0,5 | -4,4 | 32,0 | - | 20,6 | 34,2
Sonstige Rückstellungen | 57,6 | 0,1 | -2,7 | 19,7 | - | 28,3 | 42,4
Rückstellungen (kurzfristiges Fremd kapital) | 305,2 | 2,0 | -35,8 | 248,9 | - | 205,4 | 284,7
Rückstellungen | 986,0 | 3,4 | -42,9 | 335,3 | 28,8 | 241,3 | 1.010,8


in Mio. € Verbrauch Auflösung Umbuchung CTA- Umgliederung Stand am 31.12.2011
Verfüllung Gruben und Schächte 4,2 7,4 - - 276,9
Bergschädenwagnisse 0,7 1,2 - - 50,1
Haldenverwahrung 1,8 0,4 - - 190,1
Sonstige bergbauliche Verpflichtungen - 0,4 - - 63,5
Rückstellungen für bergbauliche Verpflichtungen [22] 6,7 9,4 - - 580,6
Jubiläen 1,8 0,1 - - 22,6
Altersteilzeit 19,1 - - 1,7 21,1
Long Term Incentives/Aktienoption 2,0 2,6 0,1 - 53,2
Sonstige Personalverpflichtungen 6,0 0,4 -0,6 - 3,1
Personalverpflichtungen [23] 28,9 3,1 -0,5 1,7 100,0
Übrige Rückstellungen 0,3 3,6 -10,0 - 45,5
Rückstellungen (langfristiges Fremd kapital) 35,9 16,1 -10,5 1,7 726,1
Sonstige Steuern - - - - 0,0
Rückstellungen für bergbauliche Verpflichtungen [22] 0,6 - - - 6,8
Personalverpflichtungen [24] 125,9 4,3 -0,2 - 148,8
Rückstellungen für Verpflichtungen aus Verkaufsgeschäften [24] 30,0 16,1 - - 52,5
Rückstellungen für Verpflichtungen aus Einkaufsverträgen [24] 20,6 5,9 0,3 - 34,2
Sonstige Rückstellungen 28,3 13,1 9,1 - 42,4
Rückstellungen (kurzfristiges Fremd kapital) 205,4 39,4 9,2 - 284,7
Rückstellungen 241,3 55,5 -1,3 1,7 1.010,8

SEGMENTBERICHTERSTATTUNG

TAB: 5.8.1
in Mio. € | Gesamtumsatz | davon Umsatz mit Dritten | davon intersegmentäre Umsätze
---|---|---|---
| 2011 | 2010 1 | 2011 | 2010 1 | 2011 | 2010 1
Kali- und Magnesiumprodukte | 2.193,7 | 1.930,1 | 2.131,9 | 1.867,0 | 61,8 | 63,1
Stickstoffdüngemittel | 1.164,5 | 908,8 | 1.156,8 | 902,4 | 7,7 | 6,4
Salz | 1.715,7 | 1.733,3 | 1.710,1 | 1.728,8 | 5,6 | 4,5
Ergänzende Geschäftsbereiche | 188,3 | 175,4 | 150,4 | 134,0 | 37,9 | 41,4
Überleitung 2 [34] | -111,3 | -114,9 | 1,7 | 0,5 | -113,0 | -115,4
K+S Gruppe (fortgeführte Geschäftstätigkeit) | 5.150,9 | 4.632,7 | 5.150,9 | 4.632,7 | - | -
Nicht fortgeführte Geschäftstätigkeit | 362,1 | 393,8 | 362,1 | 393,8 | - | -
K+S Gesamt | 5.513,0 | 5.026,5 | 5.513,0 | 5.026,5 | - | -


in Mio. € EBIT EBITDA Brutto-Cashflow
2011 2010 1 2011
Kali- und Magnesiumprodukte 739,5 475,9 833,8
Stickstoffdüngemittel 69,4 43,3 71,6
Salz 211,4 238,1 337,9
Ergänzende Geschäftsbereiche 17,9 21,2 29,0
Überleitung 2 [34] -62,5 -64,0 -54,6
K+S Gruppe (fortgeführte Geschäftstätigkeit) 975,7 714,5 1.217,7
Nicht fortgeführte Geschäftstätigkeit 17,1 12,4 21,7
K+S Gesamt 992,8 726,9 1.239,4

in Mio. € Vermögen Schulden Eingesetztes Kapital 3
2011 2010 1 2011
Kali- und Magnesiumprodukte 2.639,2 1.848,4 836,4
Stickstoffdüngemittel 551,0 430,7 439,6
Salz 2.964,4 2.878,1 438,4
Ergänzende Geschäftsbereiche 154,5 146,6 83,9
Überleitung 2 [34] -252,2 -111,4 1.174,1
K+S Gruppe (fortgeführte Geschäftstätigkeit) 6.056,9 5.192,4 2.972,4
Nicht fortgeführte Geschäftstätigkeit - 381,3 -
K+S Gesamt 6.056,9 5.573,7 2.972,4

in Mio. € Investitionen 4 Abschreibungen 5 Mitarbeiter am 31.12. 6
2011 2010 1 2011
Kali- und Magnesiumprodukte 162,1 96,9 88,7
Stickstoffdüngemittel 1,0 0,5 2,2
Salz 112,3 79,0 126,5
Ergänzende Geschäftsbereiche 4,3 4,1 6,4
Überleitung 2 [34] 14,4 8,1 7,8
K+S Gruppe (fortgeführte Geschäftstätigkeit) 294,1 188,6 231,6
Nicht fortgeführte Geschäftstätigkeit 5,6 12,4 4,6
K+S Gesamt 299,7 201,0 236,2

1 Die Vorjahreszahlen wurden aufgrund der Veräußerung der COMPO angepasst
2 Die Angaben zu den Geschäftsbereichen werden vor intersegmentärer Konsolidierung dargestellt. Aufwendungen und Erträge sowie Bilanzposten, die den Geschäftsbereichen nicht zuordenbar sind, werden gesondert erfasst. Beide Effekte werden in der Zeile "Überleitung" zusammengefasst und führen zu den Konzernzahlen.
3 Operatives Anlagevermögen und Working Capital.
4 Betrifft Investitionen für Sachanlagen und im materielle Vermögenswerte.
5 Betrifft die planmäßigen Abschreibungen. Die außerplanmäßigen Wertminderungen sind im Anhang [33] aufgeführt.
6 Belegschaft per 31.12. inklusive befristet Beschäftiger (ohne Studenten und Praktikanten), gemessen in Vollzeitäquivalenten.

5.9 ANHANG

ALLGEMEINE GRUNDLAGEN

Der Konzernabschluss der K+S GRUPPE zum 31. Dezember 2011 ist von der in Deutschland registrierten K+S AKTIENGESELLSCHAFT mit Sitz in Kassel als Mutterunternehmen nach den bis zum Abschlussstichtag in Kraft getretenen INTERNATIONAL FINANCIAL REPORTING STANDARDS (IFRS) des INTERNATIONAL ACCOUNTING STANDARDS BOARD (IASB) sowie den Interpretationen des IFRS INTERPRETATIONS COMMITTEE aufgestellt, sofern diese von der europäischen union anerkannt wurden. Im Interesse einer übersichtlicheren Darstellung werden die einzelnen Posten des Konzernabschlusses in Millionen € (Mio. €) dargestellt. Der Konzernabschluss wurde durch den Vorstand am 2. März 2012 aufgestellt und wird dem Aufsichtsrat für dessen Sitzung am 14. März 2012 zur Billigung vorgelegt.

KONSOLIDIERUNGSKREIS

Der Konsolidierungskreis hat sich im Jahr 2011 wie folgt geändert: Im Rahmen der Übernahme von POTASH ONE wurden die Gesellschaften POTASH ONE INC. und K+S POTASH CANADA GENERAL PARTNERSHIP erstmalig in den Konsolidierungskreis aufgenommen. Folgende Umfirmierungen haben stattgefunden:
* K+S FRANCE S.A.S. in COMPO FRANCE S.A.S.
* K+S ARGENTINA S.R.L. in COMPO ARGENTINA S.R.L.
* KALI TRANSPORT GESELLSCHAFT MBH in K+S TRANSPORT GMBH
* K+S SALT OF THE AMERICAS HOLDING B.V. in K+S NETHERLANDS HOLDING B.V.
* COMPO HORTICULTURE ET JARDIN S.A.S. in K+S HOLDING FRANCE S.A.S.
* K PLUS S ESPAÑOLA S.L. in COMPO IBERIA S.L.
Im Zusammenhang mit der Veräußerung der COMPO-Gruppe hat die K PLUS S IBERIA S.L. die Geschäftstätigkeit für den Bereich Stickstoffdüngemittel in Spanien übernommen und wurde erstmalig in den Konsolidierungskreis einbezogen. Im Rahmen des Vollzugs der Veräußerung der COMPO-Gruppe gehören mit Wirkung zum 18. Oktober 2011 nachfolgende konsolidierte Gesellschaften nicht mehr der K+S GRUPPE an:
* COMPO AGRO SPECIALITIES S.R.L.
* COMPO ARGENTINA S.R.L.
* COMPO AUSTRIA GMBH
* COMPO BENELUX N.V.
* COMPO DO BRASIL S.A.
* COMPO FRANCE S.A.S.
* COMPO GESELLSCHAFT MBH & CO. KG
* COMPO HELLAS S.A. (Erstkonsolidierung zum 1.1.2011)
* COMPO IBERIA S.L.# COMPO JARDIN AG ― FERTILIZANTES COMPO AGRO CHILE LTDA. ― PARK GMBH ― TORF- UND HUMUSWERKE GNARRENBURG GMBH ― TORF- UND HUMUSWERKE UCHTE GMBH

Die GLC TRUCKING CO. INC. wurde auf die MORTON SALT INC. sowie die Navigation SONAMAR INC. auf THE CANADIAN SALT COMPANY LIMITED verschmolzen. Die Gesellschaft INVERSIONES Y PROSPECCIONES MINERAS TARAPACÁ LTDA. wurde liquidiert.

Im Wege der Vollkonsolidierung sind 17 (Vorjahr: 21) inländische und 51 (Vorjahr: 60) ausländische Gesellschaften in den Konzernabschluss einbezogen worden. 40 (Vorjahr: 41) Tochtergesellschaften wurden nicht in den Konzernabschluss einbezogen und zu Anschaffungskosten bewertet, da sie hinsichtlich Bilanzsumme, Umsatz und Ergebnis für den Konzernabschluss von untergeordneter Bedeutung sind. Gemeinschaftsunternehmen und Gesellschaften, bei denen Unternehmen der K+S GRUPPE einen maßgeblichen Einfluss ausüben (assoziierte Unternehmen), werden grundsätzlich nach der Equity-Methode bewertet. Die potenziellen Ergebnisauswirkungen einer Beteiligungsbilanzierung nach der Equity-Methode sind aus Konzernsicht allerdings als unwesentlich zu bezeichnen. Im Geschäftsjahr 2011 wurden daher wegen insgesamt untergeordneter Bedeutung sämtliche Beteiligungen an Gemeinschaftsunternehmen und assoziierten Unternehmen zu Anschaffungskosten bewertet. Der Buchwert dieser Beteiligungen beträgt am Bilanzstichtag 1,0 Mio. €. Eine vollständige Übersicht der Beteiligungen der K+S AKTIENGESELLSCHAFT kann der Anteilsbesitzliste auf Seite 211 entnommen werden.

UNTERNEHMSERWERBE NACH DEM BILANZSTICHTAG

Die ESCO - EUROPEAN SALT COMPANY GMBH & CO. KG, eine 100 %ige Tochtergesellschaft der K+S AKTIENGESELLSCHAFT, hat am 3. Januar 2012 über ihre Tochtergesellschaft ESCO international GMBH 100% der Stimmrechte an dem tschechischen Salzverarbeitungsunternehmen SOLNÉ MLÝNY, A.S. (SMO) übernommen. ESCO erwirbt smo vom tschechischen Handelskonzern equus, der sich seit Mitte 2010 in einem Insolvenzverfahren befindet. smo ist ein bedeutender Anbieter von Salzprodukten in der Tschechischen Republik und auch in anderen europäischen Märkten aktiv. Der vorläufige Kaufpreis beträgt 4,4 Mio. €. Aufgrund der zeitlichen Nähe zum Zeitpunkt der Aufstellung des Konzernabschlusses der K+S-Gruppe konnten bislang noch keine beizulegenden Zeitwerte der erworbenen Vermögenswerte und übernommenen Schulden gemäß IFRS 3 ermittelt werden. SMO betreibt den Salzverarbeitungsbetrieb im osttschechischen Olmütz bereits seit 1921 und beschäftigt derzeit rund 70 Mitarbeiter. Das Unternehmen verfügt insbesondere im Tafelsalzsegment über eine in Tschechien landesweit bekannte Marke mit hohem Wiedererkennungswert und ist mit einer breiten Produktpalette an Speise-, Gewerbe- und Auftausalzen im Markt etabliert. In einem Normaljahr vertreibt smo rund 100.000 t verschiedenster Salzprodukte und war bislang Kunde von ESCO im tschechischen Markt.

VERÄUSSERUNG COMPO-GRUPPE

Die Strategie der K+S GRUPPE sieht vor, insbesondere in den Geschäftsbereichen Kali- und Magnesiumprodukte sowie Salz zu wachsen und Managementressourcen sowie finanzielle Mittel hierauf zu fokussieren. Vor diesem Hintergrund hatte K+S im vergangenen Jahr die Prüfung der Veräußerung der COMPO angestoßen. COMPO mit Sitz in Münster/Westfalen ist einer der führenden Anbieter von Markenartikeln für Haus und Garten und beschäftigt weltweit mehr als 1.000 Mitarbeiter. Am 20. Juni 2011 wurde mit dem europäischen Private-Equity-Investor triton ein Verkaufsvertrag unterschrieben. Nachdem die EU-Kartellbehörde am 26. September die Freigabe der Transaktion erteilt hatte, wurde die Veräußerung der COMPO am 18. Oktober 2011 erfolgreich abgeschlossen. COMPO wurde bis zu diesem Zeitpunkt dem Segment Stickstoffdüngemittel zugeordnet. Die abgehenden konsolidierten Gesellschaften werden in dem Abschnitt ,Konsolidierungskreis' aufgeführt. Mit dem abgeschlossenen Verkaufsvertrag wurden die Kriterien nach IFRS 5 "Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte und aufgegebene Geschäftsbereiche" erfüllt und COMPO daher als zur Veräußerung gehaltene Veräußerungsgruppe und als nicht fortgeführte Geschäftstätigkeit bilanziert. Daher wurden alle Vermögenswerte und Schulden der COMPO umgegliedert und bis zum Abgangs Zeitpunkt jeweils als separater Posten "Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte" und "Schulden im Zusammenhang mit zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerten" in der Konzernbilanz ausgewiesen. Vergleichsinformationen für die Bilanz der Vorperioden wurden gemäß IFRS 5 nicht angepasst. Alle Erträge und Aufwendungen der als nicht fortgeführte Geschäftstätigkeit klassifizierten COMPO wurden umgegliedert und in einem separaten Posten "Ergebnis nach Steuern aus nicht fortgeführter Geschäftstätigkeit" aus gewiesen. Vergleichsperioden wurden gemäß IFRS 5 angepasst. Die Zahlungsmittelflüsse der nicht fortgeführten Geschäftstätigkeit sind in der Kapitalflussrechnung nach IFRS 5 separat dargestellt. Die Vergleichszahlen der Vorperioden für die Kapitalflussrechnung wurden entsprechend angepasst.

Das Ergebnis nach Steuern aus nicht fortgeführter Geschäftstätigkeit setzt sich wie in folgender Tabelle dargestellt zusammen.

ERGEBNIS NACH STEUERN AUS NICHT FORTGEFÜHRTER GESCHÄFTSTÄTIGKEIT COMPO

TAB: 5.9.1 scroll

in Mio. € 2011 2010
Umsatz 362,1 393,8
sonstige Erträge und Aufwendungen -345,0 -381,4
EBIT 17,1 12,4
Finanzergebnis -1,5 -3,5
Ergebnis vor Steuern 15,6 8,9
Ertragsteuern 5,1 17,4
Periodenergebnis nach Ertragsteuern 10,5 -8,5
Verlust aus dem Abgang (vor Ertragsteuern) -112,3 -
Ertragsteuern -10,0 -
Verlust aus dem Abgang (nach Ertragsteuern) -102,3 -
Ergebnis nach Steuern aus nicht fortgeführter -91,8 -8,5
Geschäftstätigkeit

In dem Ergebnis nach Steuern aus nicht fortgeführter Geschäftstätigkeit in Höhe von -91,8 Mio. € sind -1,7 Mio. € aus der Umgliederung von bislang im sonstigen Ergebnis erfassten Währungsumrechnungsdifferenzen in die Gewinn- und Verlustrechnung enthalten.

Die folgende Tabelle zeigt die aufgrund der am 18. Oktober 2011 vorgenommenen Entkonsolidierung abgegangenen Vermögenswerte und Schulden der COMPO.

ENTKONSOLIDIERUNG ABGEGANGENER VERMÖGENSWERTE UND SCHULDEN COMPO

TAB: 5.9.2 scroll

in Mio. € 2011
Finanzanlagen und sonstige langfristige Vermögenswerte 4,1
Vorräte 100,9
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 83,9
Sonstige kurzfristige Vermögenswerte 24,5
Flüssige Mittel 4,3
Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte 217,7
Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 17,5
Übrige langfristige Rückstellungen 6,0
Finanzverbindlichkeiten 7,9
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 27,6
Sonstige Verbindlichkeiten 82,9
Kurzfristige Rückstellungen 42,2
Schulden im Zusammenhang mit zur Veräußerung gehaltenen 184,1
Vermögenswerten
Veräußertes Nettovermögen 33,6

AKQUISITION POTASH ONE

Die K+S CANADA HOLDINGS INC., eine mittelbare 100%ige Tochtergesellschaft der K+S AKTIENGESELLSCHAFT, hat am 21. Januar 2011 im Rahmen eines öffentlichen Übernahmeangebots Kontrolle über 81,6% der Anteile der POTASH ONE INC (Vancouver, Kanada) erlangt. Der in bar gezahlte Kaufpreis betrug 263,2 Mio. € (4,50 cad je Aktie). Bis zum Erwerbszeitpunkt (21. Januar 2011) sind akquisitionsbezogene Nebenkosten in Höhe von 3,7 Mio. € angefallen, die aufwandswirksam erfasst wurden (Ausweis im Wesentlichen als sonstiger betrieblicher Aufwand); davon entfielen 3,3 Mio. € auf das vierte Quartal 2010 und 0,4 Mio. € auf das erste Quartal 2011. POTASH ONE besitzt mehrere Kali-Explorationslizenzen in der kanadischen Provinz Saskat-chewan einschließlich des Legacy Projekts - ein fortgeschrittenes Greenfield-Projekt zur Errichtung eines Solbetriebs. Der Erwerb von POTASH ONE ermöglicht es, in rohstoffreiche und kostengünstige Lagerstätten zu investieren, die eigenen Kalikapazitäten zu erhöhen und mittel- bis langfristig am Marktwachstum teilzuhaben. Im Vorfeld der Akquisition hat POTASH ONE am 24. November 2010 für nominal 30 Mio. cad eine Wandelschuldverschreibung ausgegeben, die von K+S CANADA HOLDINGS INC. vollständig gezeichnet wurde. Die Einnahmen aus dieser Wandelschuldverschreibung dienten der Finanzierung von Wasserversorgungseinrichtungen für das Legacy Projekt. Mit dieser Finanzierungsmaßnahme war POTASH ONE in der Lage, eine Verzögerung der Entwicklung ihres Legacy Projekts zu vermeiden. Das Wandlungsrecht wurde im Abschluss der K+S GRUPPE zum 31. Dezember 2010 als Derivat ausgewiesen und mit 2,8 Mio. € bewertet. Bis zum Erwerbs-zeitpunkt bestand das Derivat in unveränderter Höhe fort. POTASH ONE hatte dieses Derivat spiegelbildlich im Eigenkapital ausgewiesen. Im Zuge des Erwerbs wurden folgende Gesellschaften übernommen bzw. gegründet:

  • ― POTASH ONE INC. (am 31.3.2011 verschmolzen auf die K+S CANADA HOLDINGS INC.)
  • ― POTASH NORTH RESOURCE CORPORATION (am 31.3.20H verschmolzen auf die K + S .)
  • ― 0799833 B.C. LTD (am 31.3.20H verschmolzen auf die K+S CANADA HOLDINGS INC.)
  • ― ISX OIL & GAS INC.
  • ― K + S LEGACY GP INC.
  • ― K + S POTASH CANADA GP

Das operative Geschäft von POTASH ONE wird vollständig in der K+S POTASH CANADA GP abgebildet. Die ISX OIL & GAS INC und die K+S LEGACY GP INC sind aus Konzernsicht von untergeordneter Bedeutung und werden zu ihren Anschaffungskosten bewertet; die übrigen Gesellschaften werden ab Erwerb konsolidiert.

Die zum Erwerbszeitpunkt (21.1.2011) angesetzten endgültigen beizulegenden Zeitwerte der übernommenen Vermögenswerte und Schulden und der daraus abgeleitete Geschäfts- oder Firmenwert von POTASH ONE werden in der folgenden Tabelle dargestellt.

POTASH ONE

TAB: 5.9.3 scroll

| in Mio. |# Zeitwerte zum Erwerbszeitpunkt

Sachanlagen 386,1
Latente Steuern 0,1
Langfristige Vermögenswerte 386,2
Übrige Forderungen und Vermögenswerte 0,9
Wertpapiere 0,7
Flüssige Mittel 20,4
Kurzfristige Vermögenswerte 22,0
Aktiva 408,2
Latente Steuern 84,2
Langfristiges Fremdkapital 84,2
Finanzverbindlichkeiten 19,5
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 0,8
Sonstige Verbindlichkeiten 0,3
Kurzfristiges Fremdkapital 20,6
Passiva 104,8
Nettovermögen 303,4
Nettovermögen nicht beherrschender Anteil von 18,4% 55,7
Nettovermögen beherrschender Anteil von 81,6% 247,7

Kaufpreis für 81,6% der Anteile 263,2
Wandlungsrecht aus der Wandel Schuldverschreibung 2,8
Kaufpreis für 81,6% der Anteile inklusive Wandlungsrecht aus der Wandelschuldverschreibung 266,0

Geschäfts- und Firmenwert 18,3

Wesentlicher Vermögenswert von POTASH ONE ist das mit dem Legacy Projekt verbundene Rohstoffvorkommen; die vorhandene Ressourcenbasis an Kaliumchlorid stellt einen physischen Wert dar, der unter der Position Rohstoffvorkommen innerhalb des Sachanlagevermögens ausgewiesen wird. Der beizulegende Zeitwert der erworbenen übrigen Forderungen entspricht ihrem Nennwert. Aus der Gegenüberstellung der Anschaffungskosten und des neu bewerteten anteiligen Nettovermögens resultiert ein Geschäfts- oder Firmenwert (Goodwill) von 18,3 Mio. €. Der Geschäfts- oder Firmenwert repräsentiert die bei der Kaufpreisallokation nicht einzeln identifizierbaren Vermögenswerte, für die ein künftiger wirtschaftlicher Nutzen erwartet wird. Die Höhe des Goodwills wird wesentlich durch die Bildung latenter Steuern im Rahmen der Neubewertung der Vermögenswerte und Schulden beeinflusst. Der Goodwill ist der Zahlungsmittel generierenden Einheit Kali- und Magnesiumprodukte zugeordnet. Ein für Steuerzwecke abzugsfähiger Geschäfts- oder Firmenwert ist nicht entstanden. Von dem Wahlrecht zur Aufdeckung eines Geschäfts- oder Firmenwerts bezogen auf die Anteile anderer Gesellschafter (Full Goodwill-Methode) wurde nicht Gebrauch gemacht.

Anfang Februar wurden weitere 9,3 % der Anteile zu einem Preis von 30,1 Mio. € (4,50 cad je Aktie) in bar erworben. Die verbliebenen ausstehenden 9,1% POTASH-one-Aktien wurden im März durch ein Ausschlussverfahren im Rahmen des canada Business corporations act zu einem Preis in Höhe von 29,2 Mio. € (4,50 cad je Aktie) in bar erworben. Die im Februar und März vorgenommenen Zukäufe waren gemäß den Regelungen des IAS 27 als Eigenkapitaltransaktionen zu bilanzieren.

Die im Rahmen der Übernahme von POTASH ONE in der Kapitalflussrechnung dargestellten Zahlungen verteilen sich wie folgt: Im Cashflow aus Investitionstätigkeit ist die Zahlung für die Kontrollübernahme von POTASH ONE in Höhe 242,8 Mio. € in der Position "Auszahlungen für den Erwerb konsolidierter Unternehmen" ausgewiesen (Kaufpreis für 81,6 % der Anteile in Höhe von 263,2 Mio. € abzüglich erworbener Finanzmittel in Höhe von 20,4 Mio. €). Die Auszahlungen für den darauf folgenden Erwerb der übrigen, bisher nicht beherrschenden Anteile (18,4%) in Höhe von 59,3 Mio. € werden gemäß IFRS im Cashflow aus Finanzierungstätigkeit dargestellt. Der gesamte Kaufpreis für POTASH ONE betrug somit 322,5 Mio. €.

Durch die Einbeziehung in den Abschluss der K+S GRUPPE (21.1.2011) wurde das Ergebnis vor Ertragsteuern um -7,9 Mio. € und das Ergebnis nach Ertragsteuern um -6,3 Mio. € beeinflusst. Umsatzerlöse wurden im Geschäftsjahr aufgrund fehlender Absatztätigkeiten nicht erzielt. Ergebnisse unter der Annahme, dass der Erwerb von POTASH ONE bereits am Beginn des Jahres stattgefunden hätte, weichen nur unwesentlich von den vorgenannten Werten ab.

KONSOLIDIERUNGSMETHODEN

Die Abschlüsse der einbezogenen Gesellschaften sind zum Bilanzstichtag des Konzernabschlusses aufgestellt. Die in den Konzernabschluss übernommenen Vermögenswerte und Schulden der einbezogenen Gesellschaften werden einheitlich nach den hier und in den folgenden Anmerkungen beschriebenen Grundsätzen bilanziert und bewertet. Umsätze, Aufwendungen und Erträge zwischen den einbezogenen Tochtergesellschaften werden voll eliminiert, soweit sie während der Zugehörigkeit der betreffenden Gesellschaften zur K+S GRUPPE entstanden sind. Ebenso werden Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen den einbezogenen Gesellschaften sowie Zwischenergebnisse aus Lieferungen und Leistungen zwischen den einbezogenen Tochtergesellschaften, soweit sie nicht von untergeordneter Bedeutung sind, eliminiert.

Bei der Kapitalkonsolidierung werden die Anschaffungswerte der Beteiligungen mit dem auf sie entfallenden neu bewerteten Eigenkapital zum Zeitpunkt des Erwerbs verrechnet. Nach der Zuordnung zu Vermögenswerten und Schulden verbleibende aktive Unterschiedsbeträge werden als Goodwill bilanziert. Passive Unterschiedsbeträge aus der Kapitalkonsolidierung werden unmittelbar ertragswirksam aufgelöst.

BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSGRUNDSÄTZE

ERFASSUNG VON ERTRÄGEN UND AUFWENDUNGEN

Die Umsatzerlöse beinhalten Verkäufe von Produkten und Dienstleistungen, vermindert um Erlösschmälerungen. Umsatzerlöse aus dem Verkauf von Produkten werden ab dem Zeitpunkt des Gefahrenübergangs ausgewiesen. Dienstleistungen werden nach erbrachter Leistung als Umsatz ausgewiesen. Darüber hinaus muss in beiden Fällen die Zahlung hinreichendwahrscheinlich sein. Sonstige Erträge, wie beispielsweise aus Zinsen oder Dividenden, werden zu dem Zeitpunkt periodengerecht erfasst, ab dem ein vertraglicher bzw. rechtlicher Anspruch besteht. Betriebliche Aufwendungen werden mit Inanspruchnahme der Leistung bzw. zum Zeitpunkt ihrer Verursachung ergebniswirksam erfasst.

BETILIGUNGSERGEBNIS

Diese Position beinhaltet das Ergebnis aus nicht konsolidierten, zu Anschaffungskosten bewerteten Tochtergesellschaften, Gemeinschaftsunternehmen, assoziierten Unternehmen und sonstigen Beteiligungen. Im Ergebnis enthalten sind Ausschüttungen, Ergebnisabführungen, Wertminderungen und Gewinne und Verluste aus Veräußerungen dieser Gesellschaften. Im Geschäftsjahr wurden Erträge in Höhe von 14,2 Mio. € (Vorjahr: 4,1 Mio. €) mit Aufwendungen aus Wertminderungen in Höhe von 4,6 Mio. € (Vorjahr: 0 Mio. €) verrechnet.

IMMATERIELLE VERMÖGENSWERTE

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögenswerte werden mit den Anschaffungskosten angesetzt. Selbsterstellte immaterielle Vermögenswerte werden mit den auf sie entfallenden Entwicklungsausgaben aktiviert, sofern der Zufluss eines wirtschaftlichen Nutzens wahrscheinlich ist und die Kosten des Vermögenswerts zuverlässig ermittelbar sind. Immaterielle Vermögenswerte werden, sofern ihre Nutzungsdauer bestimmbar ist, planmäßig linear abgeschrieben; bei einer unbestimmten Nutzungsdauer wird keine planmäßige Abschreibung vorgenommen. Beim Goodwill wird von einer unbestimmten Nutzungsdauer ausgegangen.

Im Rahmen der planmäßigen Abschreibungen werden folgende Nutzungsdauern zugrunde gelegt:

NUTZUNGSDAUERN FÜR IMMATERIELLE VERMÖGENSWERTE MIT BESTIMMTER NUTZUNGSDAUER

in Jahren
Hafenkonzessionen 250
Marken 5-15
Kundenbeziehungen 5-20
Übrige immaterielle Vermögenswerte 2-10

Bei einer Wertminderung werden außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen. Entfallen die Gründe für die außerplanmäßige Abschreibung, erfolgt eine entsprechende Zuschreibung, wobei die fortgeführten Buchwerte nicht überschritten werden dürfen. Ein für den Goodwill erfasster Wertminderungsaufwand wird nicht aufgeholt. Die Werthaltigkeit der Goodwills wird regelmäßig überprüft. Sofern erforderlich, wird eine entsprechende Wertberichtigung vorgenommen. Ein etwaiger Wertberichtigungsbedarf wird gemäß IAS 36 durch einen Vergleich mit den diskontierten erwarteten zukünftigen Cash-flows aus den Zahlungsmittel generierenden Einheiten ermittelt, denen die entsprechenden Goodwill-Beträge zugeordnet sind.

Die Erstbewertung von CO2-Emissionsrechten erfolgt zu Anschaffungskosten. Unentgeltlich zugeteilte Rechte werden demnach mit einem Wert von Null, entgeltlich erworbene Rechte zum jeweiligen Anschaffungswert aktiviert. Sinkt der Zeitwert zum Abschlussstichtag unter den Anschaffungswert, wird im Rahmen einer Werthaltigkeitsprüfung der Buchwert der die Emissionsrechte haltenden Zahlungsmittel generierenden Einheit mit dem Nutzungswert dieser Einheit verglichen.

SACHANLAGEN

Bei Sachanlagen erfolgt die Bilanzierung zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, vermindert um planmäßige, nutzungsbedingte Abschreibungen. Die Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten umfassen auch künftige Rekultivierungsaufwendungen. Gehen Wertminderungen über die bereits vorgenommenen nutzungsbedingten Abschreibungen hinaus, erfolgt eine außerplanmäßige Abschreibung; diese wird als sonstiger betrieblicher Aufwand erfasst. Die Ermittlung solcher Wertverluste ("impairment losses") erfolgt gemäß IAS 36 durch den Vergleich mit den diskontierten erwarteten zukünftigen Cashflows der betreffenden Vermögenswerte. Sofern den betreffenden Vermögenswerten keine eigenen Cashflows zugeordnet werden können, werden stattdessen die Cashflows der entsprechenden Zahlungsmittel generierenden Einheit zum Vergleich herangezogen. Bei Fortfall der Gründe für vorgenommene außerplanmäßige Abschreibungen werden entsprechende Zuschreibungen vorgenommen.

Die erworbenen Rohstoffvorkommen werden als Sachanlagevermögen erfasst. Die planmäßige Abschreibung beginnt zum Zeitpunkt der erstmaligen Rohstoffgewinnung. Strecken und Grubenbaue werden ebenfalls als Sachanlagevermögen ausgewiesen. Wenn Sachanlagen verkauft oder stillgelegt werden, wird der Gewinn oder Verlust aus der Differenz zwischen Verkaufserlös und Restbuchwert unter den sonstigen betrieblichen Erträgen bzw. Aufwendungen erfasst. Die Abschreibungen auf Sachanlagen werden nach der linearen Methode vorgenommen und richten sich nach den betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauern.# Den planmäßigen Abschreibungen liegen die folgenden konzerneinheitlichen Nutzungsdauern zugrunde:

NUTZUNGSDAUERN FÜR SACHANLAGEN

TAB: 5.9.5 scroll in Jahren

Rohstoffvorkommen 19-250
Strecken und Grubenbaue 5-125
Bauten 14-33⅓
Technische Anlagen und Maschinen 4-25
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3-10

AKTIVIERUNG VON FREMDKAPITALKOSTEN

Fremdkapitalkosten, die direkt dem Erwerb, dem Bau oder der Herstellung eines qualifizierten Vermögenswerts zugeordnet werden können, sind als Teil der Anschaffungs- oder Herstellungskosten dieses Vermögenswerts zu aktivieren. Ein qualifizierter Vermögenswert liegt vor, wenn ein Zeitraum von mindestens einem Jahr erforderlich ist, um ihn in seinen beabsichtigten gebrauchs- oder verkaufsfähigen Zustand zu versetzen. Wird der qualifizierte Vermögenswert nachweisbar nicht aus Fremdmitteln finanziert, sind keine Fremdkapitalkosten zu aktivieren.

FINANZIERUNGSLEASING

Ein Leasingverhältnis ist eine Vereinbarung, bei der der Leasinggeber dem Leasingnehmer gegen eine Zahlung oder eine Reihe von Zahlungen das Recht auf Nutzung eines Vermögenswerts für einen vereinbarten Zeitraum überträgt. Finanzierungsleasing liegt vor, wenn dem Leasingnehmer im Wesentlichen alle mit dem Eigentum des Vermögenswerts verbundenen Chancen und Risiken übertragen werden. Ist dies der Fall, aktiviert der Leasingnehmer den Vermögenswert zum Zeitwert oder zum Barwert der Mindestleasingzahlungen, sofern dieser Wert niedriger ist. In gleicher Höhe ist eine Leasingverbindlichkeit zu passivieren. Die Abschreibung des Vermögenswerts unterscheidet sich grundsätzlich nicht von der Vorgehensweise bei vergleichbaren Vermögenswerten.

ALS FINANZINVESTITION GEHALTENE IMMOBILIEN

Bei den als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien handelt es sich überwiegend um vermietete Objekte. Sie werden mit den fortgeführten Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, vermindert um lineare planmäßige, nutzungsbedingte Abschreibungen, bilanziert. Die zugrunde gelegten Nutzungsdauern liegen bei so Jahren. Erträge aus der Veräußerung von als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien werden im Finanzergebnis erfasst.

ZUR VERÄUSSERUNG GEHALTENE LANGFRISTIGE VERMÖGENSWERTE UND VERÄUSSERUNGSGRUPPEN SOWIE AUFGEGEBENE GESCHÄFTSBEREICHE

Ein langfristiger Vermögenswert (oder eine Veräußerungsgruppe) ist als zur Veräußerung gehalten zu klassifizieren, wenn der zugehörige Buchwert überwiegend durch ein Veräußerungsgeschäft und nicht durch fortgesetzte Nutzung realisiert wird. Dies ist der Fall, wenn der Vermögenswert (oder die Veräußerungsgruppe) im gegenwärtigen Zustand veräußerbar ist und eine solche Veräußerung höchstwahrscheinlich ist. Langfristige Vermögenswerte (oder Veräußerungsgruppen), die als zur Veräußerung gehalten eingestuft werden, sind zum niedrigeren Wert aus Buchwert und beizulegendem Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten anzusetzen. Eine planmäßige Abschreibung dieser Vermögenswerte erfolgt nicht mehr. Ein Ausweis als aufgegebener Geschäftsbereich erfolgt bei einem Unternehmensbestandteil, der veräußert wurde oder als zur Veräußerung eingestuft wird und der ― einen gesonderten, wesentlichen Geschäftszweig oder geografischen Geschäftsbereich darstellt, ― Teil eines einzelnen, abgestimmten Plans zur Veräußerung eines gesonderten wesentlichen Geschäftszweigs oder geografischen Geschäftsbereichs ist oder ― ein Tochterunternehmen darstellt, das ausschließlich mit der Absicht einer Weiterveräußerung erworben wurde.

FINANZINSTRUMENTE

Finanzinstrumente sind Verträge, die bei einem Vertragspartner zur Entstehung eines finanziellen Vermögenswerts und beim anderen zu einer finanziellen Verbindlichkeit oder einem Eigenkapitalinstrument führen. Grundsätzlich werden finanzielle Vermögenswerte und finanzielle Verbindlichkeiten getrennt voneinander (unsaldiert) ausgewiesen. Die finanziellen Vermögenswerte umfassen hauptsächlich flüssige Mittel, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, Wertpapiere, Finanzinvestitionen sowie derivative Finanzinstrumente mit positivem Marktwert. Zu den finanziellen Verbindlichkeiten zählen insbesondere Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, Finanzverbindlichkeiten sowie derivative Finanzinstrumente mit negativem Marktwert. Der erstmalige Ansatz von Finanzinstrumenten erfolgt zum beizulegenden Zeitwert, sobald das bilanzierende Unternehmen Vertragspartner eines Finanzinstruments wird. Die dem Erwerb direkt zuzurechnenden Transaktionskosten werden bei der Ermittlung des Buchwerts dann berücksichtigt, wenn die Finanzinstrumente in der Folgebewertung nicht erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden. Für die Folgebewertung ist die Zuordnung der Finanzinstrumente in eine der folgenden in IAS 39 definierten Kategorien ausschlaggebend:

KREDITE UND FORDERUNGEN

Diese Kategorie umfasst nicht derivative finanzielle Vermögenswerte mit festen oder bestimmbaren Zahlungen, die nicht an einem aktiven Markt notiert sind. Darunter fallen u.a. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, Ausleihungen, fest- oder variabel verzinsliche Wertpapiere (ohne aktiven Markt) sowie Bankguthaben. Die dieser Kategorie zugeordneten finanziellen Vermögenswerte werden nach dem erstmaligen Ansatz zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Anwendung der Effektivzinsmethode abzüglich Wertminderungen bewertet. Unverzinsliche bzw. niedrig verzinsliche Forderungen mit einer Laufzeit von mehr als drei Monaten werden abgezinst. Wertminderungen werden, sofern objektive Hinweise vorliegen, vorgenommen und erfolgswirksam über separate Wertberichtigungskonten erfasst. Objektive Hinweise, die auf eine Wertminderung hindeuten, sind z.B. bekannte Zahlungsschwierigkeiten oder die Insolvenz des Schuldners. Forderungen werden ausgebucht, wenn sie beglichen oder uneinbringlich werden. Sonstige Vermögenswerte werden zum Zeitpunkt der Veräußerung bzw. bei fehlender Werthaltigkeit ausgebucht.

ERFOLGSWIRKSAM ZUM BEIZULEGENDEN ZEITWERT BILANZIERTE FINANZIELLE VERMÖGENSWERTE

Dieser Kategorie werden zu Handels zwecken gehaltene Wertpapiere ("held for trading") zugeordnet, die mit der Absicht der kurzfristigen Weiterveräußerung erworben wurden. Auch Derivate mit positivem Marktwert werden als zu Handels zwecken gehalten kategorisiert, es sei denn, sie sind in eine Sicherungsbeziehung gemäß IAS 39 eingebunden. Die Bewertung erfolgt zum beizulegenden Zeitwert. Wertänderungen werden ergebniswirksam erfasst. Die Ausbuchung von Wertpapieren erfolgt nach der Veräußerung am Erfüllungstag.

ZUR VERÄUSSERUNG VERFÜGBARE FINANZIELLE VERMÖGENSWERTE

Diese Kategorie umfasst nicht derivative finanzielle Vermögenswerte, die als zur Veräußerung verfügbar bestimmt wurden oder in keine der vorgenannten Kategorien eingestuft sind. Die Erstbewertung erfolgt zum beizulegenden Zeitwert. Unter diese Kategorie fallen bspw. Eigenkapitalinstrumente wie Anteile an (nicht konsolidierten) verbundenen Unternehmen. Grundsätzlich werden Finanzinstrumente dieser Kategorie zum beizulegenden Zeitwert folgebewertet. Die bei der Folgebewertung entstehenden Änderungen des beizulegenden Zeitwerts werden als unrealisierte Gewinne und Verluste ergebnisneutral in der Neubewertungsrücklage erfasst. Erst zum Zeitpunkt der Veräußerung erfolgt eine ergebniswirksame Erfassung der realisierten Gewinne bzw. Verluste. Liegen am Bilanzstichtag objektive Hinweise für eine Wertminderung vor, ist eine außerplanmäßige Abschreibung auf den beizulegenden Zeitwert vorzunehmen. Der in der Neubewertungsrücklage erfasste Betrag ist ergebniswirksam auszubuchen. Spätere Wertaufholungen erfolgen bei zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Eigenkapitalinstrumenten ergebnisneutral. Sofern für Finanzinstrumente keine aktiven Märkte existieren, mit deren Hilfe die beizulegenden Zeitwerte verlässlich ermittelt werden können, erfolgt die Bewertung zu Anschaffungskosten. Dies ist bei Anteilen an (nicht konsolidierten) verbundenen Unternehmen und Beteiligungen der Fall. Einer Wertminderung wird hier durch erfolgswirksame außerplanmäßige Abschreibungen auf den niedrigeren Wert Rechnung getragen. Diese Wertminderungen dürfen nicht rückgängig gemacht werden. Die Ausbuchung von Anteilen bzw. Beteiligungen erfolgt bei einer Veräußerung an eine konzernfremde Partei. Wertpapiere werden nach der Veräußerung am Erfüllungstag ausgebucht.

ZU FORTGEFÜHRTEN ANSCHAFFUNGSKOSTEN BILANZIERTE FINANZIELLE VERBINDLICHKEITEN

Sämtliche finanzielle Verbindlichkeiten, mit Ausnahme der derivativen Finanzinstrumente, werden zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Anwendung der Effektivzinsmethode bewertet. Die Ausbuchung der Verbindlichkeiten erfolgt zu dem Zeitpunkt, an dem die Verbindlichkeit beglichen wird oder der Grund für die Bildung der Verbindlichkeit wegfällt.

ERFOLGSWIRKSAM ZUM BEIZULEGENDEN ZEITWERT BILANZIERTE FINANZIELLE VERBINDLICHKEITEN

In diese Kategorie fallen derivative Finanzinstrumente mit negativem Marktwert, die grundsätzlich als zu Handels zwecken gehalten kategorisiert werden. Von dieser Regelung ausgeschlossen sind Derivate, die in eine Sicherungsbeziehung gemäß IAS 39 eingebunden sind.

DERIVATE

Die Bewertung der Derivate erfolgt zum jeweiligen Marktwert. Die Marktwertveränderungen werden erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Die Ausbuchung der Derivate erfolgt am Erfüllungstag.

FLÜSSIGE MITTEL

Diese Position beinhaltet Schecks, Kassenbestände und Bankguthaben. Zudem fallen hierunter Finanzinvestitionen mit einer Laufzeit von im Regelfall nicht mehr als drei Monaten gerechnet vom Erwerbs Zeitpunkt.

VORRÄTE

Unter den Vorräten sind gemäß IAS 2 diejenigen Vermögenswerte ausgewiesen, die zum Verkauf im normalen Geschäftsgang vorgesehen sind (fertige Erzeugnisse und Waren), die sich in der Herstellung für den Verkauf befinden (unfertige Erzeugnisse) oder die im Rahmen der Herstellung oder Erbringung von Dienstleistungen verbraucht werden (Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe). Die Bewertung der Vorräte erfolgt auf Basis der durchschnittlichen Anschaffungs- bzw.# Herstellungskosten oder zum niedrigeren Nettoveräußerungspreis. Die Herstellungskosten enthalten neben den Einzelkosten angemessene Teile der fixen und variablen Material- und Fertigungsgemeinkosten, soweit sie im Zusammenhang mit dem Herstellungsvorgang anfallen. Dies gilt analog für Kosten der allgemeinen Verwaltung, Aufwendungen für Altersversorgung und Unterstützung sowie sonstige soziale Aufwendungen. Fremdkapitalkosten werden nicht einbezogen. Der Nettoveräußerungspreis bestimmt sich als geschätzter Verkaufspreis abzüglich der noch anfallenden Kosten bis zur Fertigstellung und der notwendigen Vertriebskosten.

RÜCKSTELLUNGEN FÜR PENSIONEN UND ÄHNLICHE VERPFLICHTUNGEN

Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden unter Anwendung versicherungsmathematischer Grundsätze nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected Unit Credit-Methode) ermittelt. Der Rechnungszins wird auf Grundlage der am Bilanzstichtag erzielten Renditen für erstrangige, festverzinsliche Industrieanleihen ermittelt, wobei die Laufzeit der Anleihen der voraussichtlichen Fristigkeit der Pensionsverpflichtungen entspricht. Zudem werden die künftig zu erwartenden Gehalts- und Rentensteigerungen sowie Kostensteigerungen bei gesundheitsfürsorglichen Leistungszusagen berücksichtigt. Soweit Planvermögen vorliegt, erfolgt eine Saldierung dieses Vermögens mit den zugehörigen Rückstellungen. Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste werden nach der Korridormethode behandelt. Danach werden diese nur dann in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst, sofern sie den 10 %-Korridor übersteigen (Maximum aus 10 % des Verpflichtungsumfangs und 10 % des Planvermögens). Der übersteigende Betrag wird in den Folgejahren ergebniswirksam über die durchschnittliche Restdienstzeit der Aktiven verteilt.

BERGBAULICHE UND ÜBRIGE RÜCKSTELLUNGEN

Rückstellungen werden in Höhe der erwarteten Inanspruchnahme für gegenwärtige Verpflichtungen gegenüber Dritten gebildet, die aus einem vergangenen Ereignis resultieren. Die Inanspruchnahme muss eher wahrscheinlich als unwahrscheinlich und die Höhe der Verpflichtungen verlässlich schätzbar sein. Langfristige Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von über einem Jahr werden unter Berücksichtigung künftiger Kostensteigerungen mit einem fristenadäquaten Kapitalmarktzins abgezinst, soweit der Zinseffekt von wesentlicher Bedeutung ist.

LATENTE STEUERN

Die Ermittlung der latenten Steuern erfolgt gemäß IAS 12 auf der Grundlage der international üblichen bilanzorientierten Verbindlichkeitsmethode (Liability-Methode). Danach werden Steuerabgrenzungsposten für sämtliche temporäre Differenzen zwischen den steuerlichen Wertansätzen und den Wertansätzen in der Konzernbilanz sowie für steuerliche Verlustvorträge gebildet. Aktive latente Steuern werden jedoch nur berücksichtigt, soweit die Möglichkeit der Realisierung hinreichend wahrscheinlich ist. Die Bewertung der latenten Steuern erfolgt mit den Steuersätzen, die nach der derzeitigen Rechtslage künftig im wahrscheinlichen Zeitpunkt der Umkehr der temporären Differenzen gelten werden. Die Auswirkungen von Steuergesetzesänderungen auf aktive und passive latente Steuern werden in der Periode, in der die materiellen Wirksamkeitsvoraussetzungen der Gesetzesänderung vorliegen, ergebniswirksam berücksichtigt. Eine Abzinsung aktiver und passiver latenter Steuern wird entsprechend den Regelungen des IAS 12 nicht vorgenommen. Latente Steueransprüche und latente Steuerschulden werden nach Fristigkeiten innerhalb einzelner Gesellschaften saldiert.

UNTERNEHMENSERWERBE

Die Bilanzierung eines Unternehmenszusammenschlusses erfolgt nach der Erwerbsmethode. Im Rahmen der Neubewertung des erworbenen Unternehmens werden sämtliche stille Reserven und stille Lasten des übernommenen Unternehmens aufgedeckt und Vermögenswerte, Schulden und Eventualverbindlichkeiten mit ihrem beizulegenden Zeitwert angesetzt (unter Berücksichtigung der in IFRS 3 geregelten Ausnahmen). Ein hieraus resultierender positiver Differenzbetrag zu den Anschaffungskosten des erworbenen Unternehmens wird als Goodwill aktiviert.

ERMESSENSENTSCHEIDUNGEN UND SCHÄTZUNGEN

ERMESSENSENTSCHEIDUNGEN BEI DER ANWENDUNG DER BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSMETHODEN

Langfristige immaterielle Vermögenswerte, Sachanlagen und als Finanzinvestition gehaltene Immobilien werden in der Bilanz zu fortgeführten Anschaffungskosten angesetzt. Von der ebenfalls zulässigen Möglichkeit, diese bei Vorliegen bestimmter Voraussetzungen zum beizulegenden Zeitwert anzusetzen, wird kein Gebrauch gemacht.

SCHÄTZUNGEN UND PRÄMISSEN BEI DER ANWENDUNG DER BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSMETHODEN

Die Ansätze im IFRS-Abschluss beruhen dem Grunde und der Höhe nach zum Teil auf Schätzungen und der Festlegung bestimmter Prämissen. Dies ist insbesondere notwendig bei:

  • der Bestimmung der Nutzungsdauern des abnutzbaren Anlagevermögens,
  • der Festlegung der Bewertungsannahmen und der zukünftigen Ergebnisse im Rahmen von Werthaltigkeitstests, insbesondere für bilanzierte Goodwills,
  • der Bestimmung des Nettoveräußerungspreises des Vorratsvermögens,
  • der Bestimmung der für die Bewertung von Pensionsrückstellungen notwendigen Parameter (Rechnungszinssatz, künftige Entwicklung der Löhne/Gehälter und Renten, erwartete Rendite des Planvermögens),
  • der Bestimmung von Höhe, Erfüllungszeitpunkten und Rechnungszinssätzen für die Bewertung bergbaulicher Rückstellungen,
  • der Wahl der Parameter im Rahmen der modellgestützten Bewertung der Derivate (z.B. Annahmen hinsichtlich der Volatilität und des Zinssatzes),
  • der Bestimmung der Nutzbarkeit von steuerlichen Verlustvorträgen sowie
  • der Bestimmung des beizulegenden Zeitwerts von im Rahmen eines Unternehmenszusammenschlusses erworbenen immateriellen Vermögenswerten, Sachanlagen und Schulden sowie der Bestimmung der Nutzungsdauer der erworbenen immateriellen Vermögenswerte und Sachanlagen.

Trotz sorgfältiger Schätzung kann die tatsächliche Entwicklung von den Annahmen abweichen.

WÄHRUNGSUMRECHNUNG

In den Einzelabschlüssen der Konzerngesellschaften werden sämtliche Forderungen und Verbindlichkeiten in fremden Währungen mit dem Kurs am Bilanzstichtag bewertet. Die Jahresabschlüsse ausländischer Konzerngesellschaften werden gemäß IAS 21 nach dem Konzept der funktionalen Währung in Euro umgerechnet. Alle Gesellschaften betreiben ihr Geschäft in finanzieller, wirtschaftlicher und organisatorischer Hinsicht selbstständig. Die funktionale Währung entspricht im Regelfall der lokalen Währung. Vermögenswerte und Schulden werden zum Kurs am Bilanzstichtag umgerechnet. Die Umrechnung von Aufwendungen und Erträgen erfolgt zu Quartalsdurchschnittskursen. Die sich ergebenden Währungsumrechnungsdifferenzen werden erfolgsneutral im Eigenkapital erfasst. Scheiden Konzernunternehmen aus dem Konsolidierungskreis aus, wird die betreffende Währungsumrechnungsdifferenz erfolgswirksam aufgelöst. Bei 13 Gesellschaften wird abweichend von der lokalen Währung der US-Dollar als funktionale Währung verwendet, da diese Gesellschaften ihre Zahlungsmittelzuflüsse bzw. -abflüsse überwiegend in dieser Währung generieren. Die Verwendung des US-Dollars erfolgt bei den Gesellschaften: COMPANIA MINERA PUNTA DE LOBOS LTDA., EMPRESA DE SERVICIOS S.A., EMPRESA MARITIMA S.A., INAGUA GENERAL STORE LTD., INAGUA TRANSPORTS INC., INVER-SIONES COLUMBUS LTDA., INVERSIONES EMPREMAR LTDA., K + S FINANCE BELGIUM BVBA, MORTON BAHAMAS LTD., SERVICIOS MARITIMOS PATILLOS S.A., SERVICIOS PORTUARIOS PATILLOS S.A., SOCIEDAD PUNTA DE LOBOS S.A. und TRANSPORTE POR CONTAINERS S.A.

Für die Umrechnung der wesentlichen Währungen im Konzern wurden folgende Wechselkurse für einen Euro zugrunde gelegt:

WECHSELKURSE TAB: 5.9.6 scroll 2011

Stichtagskurs zum 31.12. Quartalsdurchschnittskurs Q1 Quartalsdurchschnittskurs Q2
je 1 Euro
US-Dollar(USD) 1,294 1,368 1,439
Kanadischer Dollar (CAD) 1,322 1,348 1,393
Schweizer Franken (CHF) 1,212 1,287 1,251
Brasilianischer Real (BRL) 2,416 2,280 2,296
Chilenischer Peso (CLP) 672,246 658,828 675,347
Mexikanischer Peso (MXN) 18,051 16,501 16,875
Britisches Pfund (GBP) 0,835 0,854 0,883

scroll 2011

Quartalsdurchschnittskurs Q3 Quartalsdurchschnittskurs Q4 Jahresdurchschnittskurs
je 1 Euro
US-Dollar(USD) 1,413 1,348 1,392
Kanadischer Dollar (CAD) 1,384 1,379 1,376
Schweizer Franken (CHF) 1,165 1,229 1,233
Brasilianischer Real (BRL) 2,306 2,424 2,327
Chilenischer Peso (CLP) 666,317 689,533 672,515
Mexikanischer Peso (MXN) 17,391 18,374 17,288
Britisches Pfund (GBP) 0,878 0,857 0,868

scroll 2010

Stichtagskurs zum 31.12. Jahresdurchschnittskurs
je 1 Euro
US-Dollar(USD) 1,336 1,326
Kanadischer Dollar (CAD) 1,332 1,365
Schweizer Franken (CHF) 1,250 1,380
Brasilianischer Real (BRL) 2,218 2,331
Chilenischer Peso (CLP) 625,342 675,288
Mexikanischer Peso (MXN) 16,548 16,737
Britisches Pfund (GBP) 0,861 0,858

Im Berichtsjahr wurden im Saldo Umrechnungsdifferenzen in Höhe von 0,7 Mio. € (Vorjahr: 30,6 Mio. €) in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst (z.B. Bewertung/Realisierung von Forderungen bzw. Verbindlichkeiten in Fremdwährung), die im Wesentlichen in den sonstigen betrieblichen Erträgen bzw. Aufwendungen ausgewiesen wurden.# AUSWIRKUNGEN NEUER RECHNUNGSLEGUNGSSTANDARDS UND INTERPRETATIONEN

NEUE RECHNUNGSLEGUNGSSTANDARDS UND INTERPRETATIONEN

TAB: 5.9.7

Standard/Interpretation Zeitpunkt verpflichtende Anwendung Endorsement² (bis 31.12.2011)
Änderung IAS 24 Angaben zu nahestehenden Unternehmen und Personen 1.1.2011 ja
Änderung IAS 32 Klassifizierung von Bezugsrechten 1.2.2010 ja
Änderung IFRS 1 Ausnahmeregelung für IFRS 7 - Vergleichsangaben für IFRS-Erstanwender 1.7.2010 ja
Änderung IFRIC 14 Vorauszahlungen im Rahmen von Mindestfinanzierungsvorschriften 1.1.2011 ja
Neu IFRIC 19 Tilgung finanzieller Verbindlichkeiten mit Eigenkapitalinstrumenten 1.7.2010 ja
Änderung Improvements 2010 Sammelstandard zur Änderung mehrerer IFRS 1.7.2010 ja

¹ Anwendung auf die erste Berichtsperiode eines Geschäftsjahres, das an diesem Tag oder danach beginnt
² Übernahme der IFRS-Standards bzw. -Interpretationen durch die EU-Kommission.

IMPROVEMENTS 2010

Der Standard mit dem Titel "Improvements to IFRSs" fasst eine Vielzahl von kleineren Änderungen an bestehenden Standards und Interpretationen zusammen und hat unwesentlichen Einfluss auf den Konzernabschluss 2011 der K+S GRUPPE. Die weiteren neuen Rechnungslegungsstandards und Interpretationen sind nicht von Relevanz für den Konzernabschluss 2011 der K+S GRUPPE.

NEUE, ABER NOCH NICHT ANGEWANDTE RECHNUNGSLEGUNGSSTANDARDS UND INTERPRETATIONEN

Die folgenden Rechnungslegungsstandards und Interpretationen wurden bis zum Bilanz-Stichtag vom IASB veröffentlicht, sind aber von der K+S GRUPPE erst zu einem späteren Zeitpunkt verpflichtend anzuwenden.

NEUE, ABER NOCH NICHT ANGEWANDTE RECHNUNGSLEGUNGSSTANDARDS UND INTERPRETATIONEN

TAB: 5.9.8

Standard/Interpretation Zeitpunkt verpflichtende Anwendung Endorsement² (bis 31.12.2011)
Änderung IAS 1 Darstellung des Abschlusses 1.7.2012 nein
Änderung LAS 12 Rückgewinnung der zugrunde liegenden Vermögenswerte 1.1.2012 nein
Änderung LAS 19 Leistungen an Arbeitnehmer 1.1.2013 nein
Änderung IAS 27 Einzelabschlüsse 1.1.2013 nein
Änderung IAS 28 Anteile an assoziierten Unternehmen 1.1.2013 nein
Änderung IAS 32 Saldierung von Finanzinstrumenten 1.1.2014 nein
Änderung IFRS 1 Umstellungszeitpunkte für IFRS-Erstanwender 1.7.2011 nein
Änderung IFRS 1 Starke Hochinflation 1.7.2011 nein
Änderung IFRS 7 Angaben bei der Übertragung finanzieller Vermögenswerte 1.7.2011 ja
Änderung IFRS 7 Angaben bei der Saldierung von Finanzinstrumenten 1.1.2013 nein
Neu IFRS 9 Finanzinstrumente 1.1.2015 nein
Änderung IFRS 9 Finanzinstrumente 1.1.2015 nein
Neu IFRS 10 Konzernabschlüsse 1.1.2013 nein
Neu IFRS 11 Gemeinsame Vereinbarungen 1.1.2013 nein
Neu IFRS 12 Angaben zu Beteiligungen an anderen Unternehmen 1.1.2013 nein
Neu IFRS 13 Bemessung des beizulegenden Zeitwerts 1.1.2013 nein
Neu IFRIC 20 Abraumkosten in der Produktionsphase einer Tagebaumine 1.1.2013 nein

¹ Anwendung auf die erste Berichtsperiode eines Geschäftsjahres, das an diesem Tag oder danach beginnt
² Übernahme der IFRS-Standards bzw. -Interpretationen durch die EU-Kommission.

IAS 1 "DARSTELLUNG DES ABSCHLUSSES"

Die Änderung umfasst im Wesentlichen eine formale Umgestaltung der Gesamtergebnisrechnung sowie eine Aufspaltung des erfolgsneutralen sonstigen Ergebnisses in Bestandteile, die künftig in die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert bzw. nicht umgegliedert werden. Die Auswirkungen der Änderungen des IAS 1 haben keinen wesentlichen Einfluss auf den Konzernabschluss der K+S GRUPPE.

IAS 19 "LEISTUNGEN AN ARBEITNEHMER"

Die Änderung umfasst im Wesentlichen die Abschaffung der Korridormethode und sofortige Erfassung versicherungsmathematischer Gewinne und Verluste im sonstigen Ergebnis, eine Planverzinsung des Planvermögens mit dem Diskontierungssatz der Rückstellungsverpflichtung sowie erweiterte Anhangangaben. Zudem wurde die Definition für Leistungen aus Anlass der Beendigung des Arbeitsverhältnisses angepasst. Die Änderungen werden Auswirkungen auf die Höhe der Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen, das Eigenkapital sowie die Nettozinsaufwendungen aus Pensionszusagen haben. Die weiteren Auswirkungen auf den Konzernabschluss der K+S GRUPPE werden derzeit geprüft.

IAS 27, IAS 28, IFRS 10, IFRS 11, IFRS 12 - "KONSOLIDIERUNG"

Im Rahmen der Überarbeitung der relevanten Bestimmungen zur Konsolidierung wurden mit IFRS 10 "Konzernabschlüsse", IFRS 11 "Gemeinsame Vereinbarungen" und IFRS 12 "Angaben zu Beteiligungen an anderen Unternehmen" drei neue Standards herausgegeben. Gleichzeitig wurden Folgeänderungen an IAS 27 "Einzelabschlüsse" und IAS 28 "Anteile an assoziierten Unternehmen" vorgenommen. IFRS 10 enthält eine neue Definiton des Begriffs "Beherrschung", die für die Bestimmung der in den Konzernabschluss einzubeziehenden Unternehmen zu berücksichtigen ist. In IFRS 11 wird die Bilanzierung von Vereinbarungen unter gemeinsamer Führung geregelt. Durch IFRS 12 werden die Angabepflichten für Beteiligungen an Tochterunternehmen, gemeinschaftlichen Vereinbarungen, assoziierten Unternehmen und nicht konsolidierten strukturierten Unternehmen in einem Standard zusammengefasst. Die Auswirkungen der Änderungen auf den Konzernabschluss der K+S GRUPPE werden derzeit geprüft.

IFRS 9 "FINANZINSTRUMENTE"

IFRS 9 verfolgt das Ziel, den aktuellen Standard für die Bilanzierung von Finanzinstrumenten, IAS 39 "Finanzinstrumente: Ansatz und Bewertung", vollständig zu ersetzen. Das Projekt ist in drei Phasen gegliedert. Phase 1 hat die Klassifizierung und Bewertung von finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten zum Inhalt und ist bereits abgeschlossen. Phase 2 beschäftigt sich mit der Wertminderung von finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten sowie fortgeführten Anschaffungskosten. In Phase 3 wird die bilanzielle Abbildung von Sicherungsbeziehungen überarbeitet. Eine im Dezember 2011 herausgegebene Standardänderung stellt auf eine Verschiebung des Erstanwendungszeitpunkts auf den 1. Januar 2015 ab. Die Auswirkungen des IFRS 9 auf den Konzernabschluss der K+S GRUPPE werden derzeit geprüft.

IFRIC 20 "ABRAUMKOSTEN IN DER PRODUKTIONSPHASE EINER TAGEBAUMINE"

In IFRIC 20 wird dargestellt, unter welchen Voraussetzungen Abraumbeseitigungskosten einer Tagebaumine einen Vermögenswert darstellen und wie die Erst- und Folgebewertung des Vermögenswerts zu erfolgen hat. Die Interpretation hat aus heutiger Sicht keinen wesentlichen Einfluss auf den Konzernabschluss der K+S GRUPPE. Die weiteren Rechnungslegungsstandards und Interpretationen haben aus heutiger Sicht keine Auswirkungen auf den Konzernabschluss der K+S GRUPPE.

ERLÄUTERUNGEN ZUR GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG UND GESAMTERGEBNISRECHNUNG

Die Gewinn- und Verlustrechnung sowie die Gesamtergebnisrechnung sind auf Seite 156 abgebildet. Die Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung beziehen sich, soweit nicht anders bezeichnet, auf die fortgeführten Geschäftstätigkeiten der K+S GRUPPE. Das compo-Geschäft wird aufgrund seiner Veräußerung gemäß IFRS 5 als "nicht fortgeführte Geschäftstätigkeit" ausgewiesen. Die Gewinn- und Verlustrechnung des Vorjahres wurde entsprechend angepasst.

Die K+S GRUPPE sichert Kursrisiken aus Zahlungseingängen in Fremdwährungen (i.W. US-Dollar) sowie Risiken aus künftigen Frachtratensteigerungen durch den Einsatz verschiedener Derivate ab. Zudem werden Risiken gesichert, die sich aus der Umrechnung der zukünftigen Ergebnisse von Fremdwährungsgesellschaften in die Konzernwährung Euro ergeben (Translationsrisiken). Die Sicherungsstrategie wird in der Anmerkung (18) näher erläutert. Zwischen den Derivaten und den beschriebenen Grundgeschäften werden keine Sicherungsbeziehungen gemäß IAS 39 gebildet, so dass die Marktwert Schwankungen der ausstehenden Derivate zu jedem Bilanzstichtag ergebniswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung zu erfassen sind. Des Weiteren ergeben sich Ergebniswirkungen aus der Ausübung/Erfüllung, dem Verkauf oder dem Verfall von Sicherungsderivaten. In der Gewinn- und Verlustrechnung werden die Effekte aus Sicherungsgeschäften in Abhängigkeit des Sicherungszwecks in den folgenden Positionen gezeigt:

A) ERGEBNIS AUS OPERATIVEN, ANTIZIPATIVEN SICHERUNGSGESCHÄFTEN
Sämtliche Ergebniseffekte, die aus der antizipativen Sicherung von in zukünftigen Perioden ergebniswirksam werdenden operativen Geschäftsvorfällen bzw. aus der Sicherung zukünftiger Translationsrisiken resultieren, werden in dieser Ergebniszeile zusammengefasst. "Antizipativ" meint dabei Grundgeschäfte, die mit hoher Wahrscheinlichkeit erwartet werden, jedoch noch nicht in der Bilanz bzw. Gewinn- und Verlustrechnung erfasst wurden. Die Bezeichnung "operativ" stellt auf Grundgeschäfte ab, die zum Zeitpunkt ihres Eintritts zu EBIT-wirksamen Effekten führen. Wesentliche Anwendungsfälle sind
― die Sicherung von erwarteten USD-Umsätzen
― die Sicherung von erwarteten Auszahlungen für Frachten
― die Sicherung der Ergebniseffekte aus der Umrechnung von Ergebnissen in funktionaler Fremdwährung in Euro (Translationsrisiken)

B) SONSTIGE BETRIEBLICHE ERTRÄGE/AUFWENDUNGEN
In diesen Positionen werden Ergebniseffekte ausgewiesen, die aus der Sicherung bereits bestehender Fremdwährungsforderungen resultieren (z.B. Sicherung von USD-Forderungen gegen Währungsschwankungen mittels eines USD/EUR-Termingeschäfts).

C) FINANZERGEBNIS
Ergebnisseffekte aus der Sicherung von Grundgeschäften mit Finanzierungscharakt er, deren Ergebniswirkungen sich weder im aktuellen Geschäftsjahr noch in zukünftigen Geschäftsjahren im EBIT niederschlagen, werden im Finanzergebnis ausgewiesen.

Die interne Steuerung der K+S GRUPPE erfolgt u.a. auf Basis des operativen Ergebnisses EBIT I. Dieses unterscheidet sich von dem in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesenen EBIT II durch die Nichtberücksichtigung von Marktwert Schwankungen aus operativen, antizipativen Sicherungsgeschäften, die sich aufgrund der nach IAS 39 vorgeschriebenen Marktbewertung während der Laufzeit des Sicherungsinstruments ergeben.# Anhang 2011

Folglich sind aus dem in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesenen "Ergebnis aus operativen, antizipativen Sicherungsgeschäften" folgende Effekte zu eliminieren:

ERTRAG/AUFWAND AUS MARKTWERTSCHWANKUNGEN DER NOCH AUSSTEHENDEN OPERATIVEN, ANTIZIPATIVEN SICHERUNGSGESCHÄFTE

Bis zum Zeitpunkt der Fälligkeit sind die Sicherungsgeschäfte zu jedem Bilanzstichtag zum Marktwert zu bewerten. Die Abweichung vom Buchwert ist als Ertrag bzw. Aufwand zu erfassen.

NEUTRALISIERUNG DER IN VORPERIODEN ERFASSTEN MARKTWERTSCHWANKUNGEN VON REALISIERTEN OPERATIVEN, ANTIZIPATIVEN SICHERUNGSGESCHÄFTEN

Zum Zeitpunkt der Realisierung ist der Buchwert des Sicherungsgeschäfts auszubuchen. Die Realisierung erfolgt durch Ausübung/Erfüllung, Verfall oder Verkauf des Sicherungsinstruments. Die Differenz aus dem Realisierungsbetrag und dem Buchwert ergibt den Ertrag bzw. Aufwand der laufenden Periode. Da das EBIT I ein Ergebnis frei von Einflüssen aus der Marktbewertung nach IAS 39 zeigen soll, sind die im Buchwert enthaltenen Marktwert Schwankungen aus Vorperioden zu eliminieren.

ÜBERLEITUNG ERGEBNIS AUS OPERATIVEN, ANTIZIPATIVEN SICHERUNGSGESCHÄFTEN IM EBIT I

Mio. €
2011
Ergebnis aus operativen, antizipativen Sicherungsgeschäften [4] -8,2
Ertrag (-)/Aufwand (+) aus Marktwertschwankungen der noch ausstehenden operativen, antizipativen Sicherungsgeschäfte 26,2
Neutralisierung der in Vorperioden erfassten Marktwertsehwankungen von realisierten operativen, antizipativen Sicherungsgeschäften -1,7
Im EBIT I enthaltenes Ergebnis aus operativen, antizipativen Sicherungsgeschäften 16,3

Das im EBIT I enthaltene Ergebnis aus operativen, antizipativen Sicherungsgeschäften entspricht - aufgrund der Eliminierung sämtlicher Marktwert Schwankungen während der Laufzeit - dem Wert des Sicherungsgeschäfts zum Zeitpunkt der Realisierung (Differenz zwischen Kassa- und Sicherungskurs), im Falle von Optionsgeschäften abzüglich der gezahlten bzw. zuzüglich der erhaltenen Prämien.

Die Überleitung des EBIT II auf das operative Ergebnis EBIT I durch Eliminierung der o.g. Effekte wird in einer separaten Rechnung unterhalb der Gewinn- und Verlustrechnung dargestellt.

(1) UMSATZERLÖSE

Die Umsatzerlöse der K+S GRUPPE betragen 5.150,9 Mio. € (Vorjahr: 4.632,7 Mio. €) und resultieren in Höhe von 4.994,3 Mio. € (Vorjahr: 4.470,1 Mio. €) aus dem Verkauf von Gütern und in Höhe von 156,6 Mio. € (Vorjahr: 162,6 Mio. €) aus der Erbringung von Dienstleistungen. Die Aufteilung der Umsatzerlöse nach Geschäftsbereichen sowie die intersegmentären Umsätze sind bei den Segmentinformationen auf Seite 166 dargestellt. Die regionale Verteilung der Umsatzerlöse ist bei den Erläuterungen zur Segmentberichterstattung unter Anmerkung (35) angegeben.

(2) SONSTIGE BETRIEBLICHE ERTRÄGE

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind folgende wesentliche Posten enthalten:

SONSTIGE BETRIEBLICHE ERTRÄGE

Mio. €
2011
Gewinne aus Kursdifferenzen/Kurssicherungsgeschäften 98,0
Auflösungen von Rückstellungen 53,2
Erhaltene Entschädigungen und Erstattungen 18,3
Erträge aus dem Abgang von Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerten 2,7
Erträge aus Vermietung und Verpachtung 2,4
- davon aus als Finanzinvestition gehaltene Immobilien 1,3
Auflösungen von Wertberichtigungen für Forderungen 1,8
Übrige Erträge 28,9
Sonstige betriebliche Erträge 205,3

5.9 ANHANG

(3) SONSTIGE BETRIEBLICHE AUFWENDUNGEN

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind folgende wesentliche Posten enthalten:

SONSTIGE BETRIEBLICHE AUFWENDUNGEN

Mio. €
2011
Verluste aus Kursdifferenzen/Kurssicherungsgeschäften 96,6
Aufwendungen/Erstattungen für stillgelegte Werke und Verwahrung Merkers 13,5
Wertberichtigungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 12,4
Aufwendungen für Altersteilzeit 9,8
Abschreibungen 8,4
Zeitfremder Aufwand 6,2
Investitionsnebenkosten 5,5
Verluste aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens 4,1
Aufwendungen für Beratungen, Gutachten und Rechtsanwaltshonorare 3,5
Schadensfälle 1,8
Aufwendungen für als FinanzInvestition gehaltene vermietete Immobilien 1,8
Zuführungen/Verbräuche übrige Rückstellungen -7,7
Übrige Aufwendungen 31,0
Sonstige betriebliche Aufwendungen 186,9

(4) ERGEBNIS AUS OPERATIVEN, ANTIZIPATIVEN SICHERUNGSGESCHÄFTEN

ERGEBNIS AUS OPERATIVEN, ANTIZIPATIVEN SICHERUNGSGESCHÄFTEN

Mio. €
2011
Ergebnis aus der Realisierung von Devisen Sicherungsgeschäften 18,4
- davon positive Ergebnisbeiträge 47,7
- davon negative Ergebnisbeiträge -29,3
Ergebnis aus der Realisierung von Frachtraten Sicherungsgeschäften -0,4
Ergebnis aus realisierten Sicherungsgeschäften 18,0
Marktwertsehwankungen noch nicht fälliger Devisensicherungsgeschäfte -25,2
- davon positive Marktwertveränderungen 4,5
- davon negative Marktwertveränderungen -29,7
Marktwertsehwankungen noch nicht fälliger Frachtratensicherungsgeschäfte -1,0
Ergebnis aus Marktwertschwankungen noch nicht fälliger Sicherungsgeschäfte -26,2
Ergebnis aus operativen, antizipativen Sicherungsgeschäften -8,2

Weitere Informationen zum "Ergebnis aus operativen, antizipativen Sicherungsgeschäften" sind in den ,Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung und Gesamtergebnisrechnung' auf Seite 180 zu finden.

(5) ZINSERGEBNIS

ZINSERGEBNIS

Mio. €
2011
Zinsen von Kreditinstituten 7,1
Zinsertrag Pensionsrückstellungen 1,3
Zinsen und ähnliche Erträge 4,7
Zinserträge 13,1
Zinsaufwand Anleihe -38,7
Zinsanteil aus der Bewertung von bergbaulichen Rückstellungen -21,9
Zinsaufwand Pensionsrückstellungen -5,3
Zinsaufwand Altersteilzeit-/Jubiläumsrückstellungen -4,6
Übrige Zinsen und ähnliche Aufwendungen -7,5
Zinsaufwendungen -78,0
Zinsergebnis -64,9

Der "Zinsaufwand/-ertrag Pensionsrückstellungen" umfasst Zinsaufwendungen ("Aufzinsung"), Planerträge sowie die Tilgung Versicherungsmathematiseher Gewinne bzw. Verluste.

Der "Zinsanteil aus der Bewertung von bergbaulichen Rückstellungen" setzt sich als Saldo folgender Positionen zusammen:

ZINSANTEIL BERGBAULICHER RÜCKSTELLUNGEN

Mio. €
2011
Zinseffekt aus der Änderung des Abzinsungssatzes der bergbaulichen Rückstellungen -
Erhöhung der bergbaulichen Rückstellungen aufgrund des Zeitablaufs ("Aufzinsung") -25,0
Zinseffekt aus der Auflösung von bergbaulichen Rückstellungen 3,1
Zinsanteil aus der Bewertung von bergbaulichen Rückstellungen -21,9

(6) SONSTIGES FINANZERGEBNIS

SONSTIGES FINANZERGEBNIS

Mio. €
2011
Ergebnis aus der Realisierung finanzieller Vermögenswerte/Verbindlichkeiten 0,3
Ergebnis aus der Bewertung finanzieller Vermögenswerte/Verbindlichkeiten 0,7
Sonstiges Finanzergebnis 1,0

(7) STEUERN VOM EINKOMMEN UND VOM ERTRAG

STEUERN VOM EINKOMMEN UND VOM ERTRAG

Mio. €
2011
Laufende Steuern 235,6
- in Deutschland 200,6
- im Ausland 35,0
Latente Steuern -4,9
- in Deutschland 11,3
- im Ausland -16,2
-- davon aus Verlustvorträgen -2,2
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 230,7

Für die Berechnung der inländischen latenten Steuern wurde ein Steuersatz in Höhe von 28,4% (Vorjahr: 28,2%) zugrunde gelegt. Neben der Körperschaftsteuer von 15,0% und dem Solidaritätszuschlag von 5,5% wurde ein durchschnittlicher Gewerbesteuersatz von 12,6% (Vorjahr: 12,4%) berücksichtigt. Latente Steuern im Ausland werden mit den jeweiligen nationalen Thesaurierungserträgsteuersätzen berechnet.

In der nachfolgenden Tabelle wird eine Überleitung vom erwarteten zum tatsächlichen Steueraufwand vorgenommen. Für die Berechnung des erwarteten Ertragsteueraufwands wurde ein inländischer Konzernsteuersatz von 28,4% (Vorjahr: 28,2%) zugrunde gelegt.

ÜBERLEITUNGSRECHNUNG STEUERN VOM EINKOMMEN UND VOM ERTRAG

Mio. €
2011
Ergebnis vor Ertragsteuern 887,3
Erwarteter Ertragsteueraufwand (28,4% Konzernsteuersatz; Vorjahr: 28,2%) 252,0
Veränderungen des erwarteten Steueraufwands:
Steuerminderungen aufgrund steuerfreier Erträge und sonstiger Posten
- Steuerfreie Beteiligungserträge und Veräußerungsgewinne -1,9
- Sonstige steuerfreie Erträge -23,6
Hinzurechnungen/Kürzungen für Gewerbesteuer 1,5
Steuermehrungen aufgrund steuerlich nicht abzugsfähiger Aufwendungen und sonstiger Posten 7,9
Wertberichtigungen/Nichtansatz aktiver latenter Steuern 3,2
Effekte aus Steuersatzdifferenzen -8,6
Steuern für frühere Jahre -0,7
Sonstige Effekte 0,9
Tatsächlicher Steueraufwand 230,7
Steuerquote 26,0%

(8) MATERIALAUFWAND

MATERIALAUFWAND

Mio. €
2011
Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 1.357,7
Aufwendungen für bezogene Leistungen 515,9
Energiekosten 277,2
Materalaufwand 2.150,8

(9) PERSONALAUFWAND/ARBEITNEHMER

PERSONALAUFWAND

Mio. €
2011
Löhne und Gehälter 787,0
Soziale Abgaben 155,7
Altersversorgung 33,4
Personalaufwand 976,1

Die K+S GRUPPE hat im Jahr 2010 ein kennzahlenbasiertes "Long Term Incentive" (lti)-Programm eingeführt. Dieses beruht auf einer mehrjährigen Bemessungsgrundlage nach Maßgabe der erzielten Wertbeiträge. Für die aufgrund der Umstellung der variablen Vergütungskomponente mit langfristiger Anreizwirkung von einer zweijährigen auf eine vierjährige Laufzeit entstehenden Zuflusslücken in den Jahren 2012 und 2013 wurde das neue LTI-Programm virtuell bereits in den Jahren 2008 und 2009 mit jeweils einer Tranche gestartet. Im Jahr 2011 wurden für die LTI-Programme 2008-2011 insgesamt 24,3 Mio. € Personalaufwand als Zuführung zu den Rückstellungen erfasst (2010:27,3 Mio. € für die LTI-Programme 2008-2010).# WEITERE INFORMATION ZUM PERSONALAUFWAND

finden Sie im Kapitel ,Mitarbeiter' des Lageberichts. Informationen zum "Long Term Incentive"-Programm finden Sie im Vergütungsbericht auf Seite 45. Im Rahmen des ausgelaufenen Aktienoptionsprogramms konnten der Vorstand sowie bestimmte Führungskräfte einen Teil ihrer erfolgsabhängigen Vergütung für ein Basisinvestment in K+S-Aktien verwenden. Mit dem Erwerb dieser Basisaktien erhielten die Teilnehmer virtuelle Optionen, bei denen im Fall der Ausübung eine Barauszahlung erfolgt. Die Höhe der Barauszahlung bestimmt sich nach der Überperformance der K+S -Aktie gegenüber dem Referenzindex (bis 19.9.2008 mdax, ab 22.9.2008 dax); sie ist auf maximal 25 % Überperformance begrenzt. Für die Ausübung der Optionen besteht eine Sperrfrist von zwei Jahren; die Gesamtlaufzeit der Optionen beträgt maximal fünf Jahre. Für die am Bilanzstichtag noch nicht ausgeübten Optionen bestehen Rückstellungen (siehe Anmerkung (23)). Im Rahmen des Belegschaftsaktienprogramms haben Mitarbeiter der K+S GRUPPE die Möglichkeit, K+S-Aktien mit einem Kursabschlag zu erwerben. Die Belegschaftsaktien sind mit einer einjährigen Sperrfrist versehen. Die Bewertung erfolgt zum beizulegenden Zeitwert. Für das im Jahr 2011 beschlossene Belegschaftsaktienprogramm entstanden Aufwendungen in Höhe von 2,1 Mio. €. Für das im Vorjahr beschlossene Belegschaftsaktienprogramm fielen in 2010 1,3 Mio. € Aufwendungen an. Die Aufwendungen für Altersversorgung enthalten nicht den Zinsanteil in den Zuführungen zu Pensionsrückstellungen. Dieser wird als Zinsaufwand bzw. -ertrag im Zinsergebnis ausgewiesen. Die Personalaufwendungen enthalten periodenfremde Beträge in Höhe von 1,3 Mio. €.

ARBEITNEHMER EINSCHLIESSLICH BEFRISTET BESCHÄFTIGTER

2011 2010
Jahresdurchschnitt (FTE)
Inland 9.930 9.619
Ausland 4.384 4.472
Gesamt 14.314 14.091
- davon Auszubildende 550 538

(10) ERGEBNIS JE AKTIE

in Mio. € 2011 2010
Konzernergebnis nach Steuern und Anteilen Dritter 564,3 448,6
- davon aus fortgeführter Geschäftstätigkeit 656,1 457,1
- davon aus nicht fortgeführter Geschäftstätigkeit -91,8 -8,5
Durchschnittliche Anzahl Aktien (in Mio. Stück) 191,33 191,34
Ergebnis je Aktie in € (unverwässert = verwässert) 2,95 2,34
- davon aus fortgeführter Geschäftstätigkeit (in €) 3,43 2,39
- davon aus nicht fortgeführter Geschäftstätigkeit (in€) -0,48 -0,05
Konzernergebnis nach Steuern und Anteilen Dritter 564,3 448,6
Ertrag (-)/Aufwand (+) aus Marktwertschwankungen der noch ausstehenden operativen, antizipativen Sicherungsgeschäfte 26,2 0,8
Neutralisierung der in Vorperioden erfassten Marktwertsehwankungen von realisierten operativen, antizipativen Sicherungsgeschäften -1,7 -5,4
Eliminierung daraus resultierender latenter bzw. zahlungswirksamer Steuern -7,0 1,3
Konzernergebnis, bereinigt 1 581,8 445,3
Ergebnis je Aktie, bereinigt in € (unverwässert = verwässert) 1 3,04 2,33
Konzernergebnis aus fortgeführter Geschäftstätigkeit, bereinigt 673,6 453,8
Ergebnis je Aktie aus fortgeführter Geschäftstätigkeit, bereinigt (in €) 3,52 2,37

1 Die bereinigten Kennzahlen beinhalten lediglich das im EBIT I enthaltene Ergebnis aus operativen, antizipativen Sicherungsgeschäften der jeweiligen Berichtsperiode, welches Effekte aus den Marktwertschwankungen der Sicherungsgeschäfte eliminiert (siehe auch ,Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung und Gesamtergebnisrechung' auf Seite 180). Ebenso werden darauf entfallende Effekte auf latente und zahlungswirksame Steuern eliminiert; Steuersatz 2011: 28,4% (2010: 28,2%).

Das Ergebnis je Aktie ist nach IAS 33 ausgehend vom Konzernergebnis zu ermitteln. Aufgrund der begrenzten wirtschaftlichen Aussagekraft des unbereinigten Konzernergebnisses weisen wir zusätzlich ein bereinigtes Konzernergebnis aus, das nur das im EBIT I enthaltene Ergebnis aus operativen, antizipativen Sicherungsgeschäften der jeweiligen Berichtsperiode enthält. Effekte aus den Marktwert Schwankungen der Sicherungsgeschäfte werden hierbei eliminiert (siehe auch ,Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung und Gesamtergebnisrechung' auf Seite 180). Des Weiteren werden auch die aus der Bereinigung resultierenden Effekte auf die latenten und zahlungswirksamen Steuern eliminiert. Das unverwässerte, bereinigte Ergebnis je Aktie ist der Quotient aus dem bereinigten Konzernergebnis nach Steuern und Anteilen Dritter und der gewichteten durchschnittlichen Anzahl ausstehender Aktien. Da bei K+S derzeit keine der Bedingungen erfüllt ist, die zu einer Verwässerung des Ergebnisses je Aktie führen könnten, entspricht das unverwässerte Ergebnis je Aktie dem verwässerten Ergebnis je Aktie. Alle Erträge und Aufwendungen der als nicht fortgeführte Geschäftstätigkeit klassifizierten compo wurden umgegliedert und im Ergebnis je Aktie aus nicht fortgeführter Geschäftstätigkeit berücksichtigt. Vergleichsperioden wurden gemäß ifrs 5 angepasst.

ERLÄUTERUNGEN ZUR BILANZ

Die Bilanz ist auf Seite 158 abgebildet. Die Entwicklung der Bruttobuchwerte und Abschreibungen der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist gesondert auf Seite 160 dargestellt.

(11) IMMATERIELLE VERMÖGENSWERTE

Die Abschreibungen des Geschäftsjahres sind entsprechend der Nutzung der betreffenden Vermögenswerte in der Gewinn- und Verlustrechnung unter folgenden Positionen ausgewiesen:
― Herstellungskosten
― Vertriebskosten
― allgemeine Verwaltungskosten
― Forschungs- und Entwicklungskosten
― sonstige betriebliche Aufwendungen

Der in der Konzernbilanz ausgewiesene Goodwill aus Unternehmenserwerben ist den folgenden Zahlungsmittel generierenden Einheiten (zge) zugeordnet:

AUFTEILUNG GOODWILL NACH ZAHLUNGSMITTEL GENERIERENDEN EINHEITEN

in Mio. € 2011 2010
ZGE Salz Amerika 619,0 601,4
ZGE Kali- und Magnesiumprodukte 18,6 -
ZGE Salz Europa 13,3 13,3
ZGE Stickstoffdüngemittel 0,5 0,6
Goodwill Gesamt 651,4 615,3

Der Geschäftsbereich Salz wird in die Zahlungsmittel generierenden Einheiten Salz Amerika und Salz Europa unterteilt. Der aus der Akquisition von POTASH ONE resultierende Goodwill wurde der zge Kali- und Magnesiumprodukte zugeordnet. Der Anstieg der zge Salz Amerika zugeordneten Goodwills beruht überwiegend auf Effekten aus der stichtagsbezogenen Währungsumrechnung. Im Rahmen der Prüfung der Werthaltigkeit der Goodwills wurden die Restbuchwerte der jeweiligen Zahlungsmittel generierenden Einheiten mit deren Nutzungswert verglichen. Bei der Ermittlung der Nutzungswerte wurden die Barwerte der künftigen Cashflows der Geschäftsbereiche unter der Prämisse der fortlaufenden Nutzung zugrunde gelegt. Die Prognose der Cashflows stützt sich auf die aktuellen mittelfristigen Planungen der K+S GRUPPE bzw. der jeweiligen Geschäftsbereiche. Die wesentlichen Prämissen der mittelfristigen Planungen basieren weitgehend auf eigenen Erfahrungswerten. Der Prognose Zeitraum umfasst die Jahre 2012 bis 2014; darüber hinaus wurde zum Ausgleich der Inflation bei den Kosten und Umsätzen nach dem Ende des Detailplanungszeitraums eine Wachstumsrate der nominellen Cashflows ab dem Jahre 2015 von 2,0 % (Vorjahr: 2,0 %) angenommen.

Folgende Abzinsungssätze wurden zum Ende des Geschäftsjahres verwendet:

ABZINSUNGSSÄTZE WERTHALTIGKEITSTEST

2011 2010
vor Steuern nach Steuern vor Steuern nach Steuern
Zinssätze in %
ZGE Salz Amerika 8,6 6,3 9,5 7,0
ZGE Kali- und Magnesiumprodukte 8,6 6,3 9,5 7,0
ZGE Salz Europa 8,6 6,3 9,5 7,0
ZGE Stickstoffdüngemittel 8,6 6,3 9,5 7,0

Die Zinssätze der Zahlungsmittel generierenden Einheiten entsprechen dem gewichteten Kapitalkostensatz der K+S GRUPPE vor bzw. nach Steuern. EINE HERLEITUNG DER KAPITALKOSTEN finden Sie im Lagebericht auf Seite 101.

Die am Ende des Geschäftsjahres 2011 durchgeführten Werthaltigkeitstests bestätigten die Werthaltigkeit der bestehenden Goodwills. Nach unserer Einschätzung würden realistische Veränderungen der Grundannahmen, auf denen die Bestimmung der Nutzungswerte basieren, nicht dazu führen, dass der Buchwert der jeweiligen Zahlungsmittel generierenden Einheit deren Nutzungswert übersteigt. Im Rahmen der anlassbezogenen Prüfung der Werthaltigkeit der immateriellen Vermögenswerte mit bestimmter Nutzungsdauer wurden die Restbuchwerte der jeweiligen Vermögenswerte mit ihrem Nutzungswert zum Bilanzstichtag verglichen. Die am Ende des Geschäftsjahres 2011 durchgeführten Werthaltigkeitstests ergaben einen Wertminderungsbedarf in Höhe von 1,2 Mio. € (Vorjahr: 0,1 Mio. €), der in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen erfasst wurde. Markenrechte in Höhe von 101,3 Mio. € (Vorjahr: 100,2 Mio. €) sind aufgrund ihres Bekanntheitsgrads in den relevanten Absatzmärkten sowie ihrer strategischen Relevanz als Vermögenswerte mit unbestimmter Nutzungsdauer einzuordnen. Diese Markenrechte sind vollständig der zge Salz Amerika zugeordnet. Der jährlich durchzuführende Wertminderungstest der Markenrechte mit unbestimmter Nutzungsdauer erfolgte durch Vergleich der Nutzungswerte der Marken mit den Buchwerten. Die Bestimmung des Nutzungswerts wurde auf Basis der relief-from-royalty-Methode vorgenommen, die den Markenwert aus den ersparten Lizenzaufwendungen ableitet. Dazu wurden aus der Unternehmensplanung die markenspezifischen Umsätze für die Jahre 2012 bis 2015 ermittelt; für den Zeitraum ab dem Jahr 2016 wurde eine jährliche Wachstumsrate von 2,0 % (Vorjahr: 2,0 %) unterstellt. Die anzuwendenden Lizenzpreise der Marken wurden aus Drittvergleichen abgeleitet. Durch Diskontierung der ersparten Lizenzaufwendungen mit einem risikoadjustierten Nachsteuerzinssatz von 9,3 % (Vorjahr: 10,0 %) wurde anschließend der Nutzungswert berechnet. Der auf dieser Basis durchgeführte Wertminderungstest der Marken zum Ende des Geschäftsjahres 2011 hat zu keinem Wertminderungsaufwand geführt.

(12) ALS FINANZINVESTITION GEHALTENE IMMOBILIEN

Zum 31. Dezember 2011 betrugen die beizulegenden Zeitwerte der als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien 25,4 Mio. € (Vorjahr: 26,8 Mio. €).# (13) FINANZANLAGEN

Die beizulegenden Zeitwerte wurden durch interne Fachabteilungen unter Berücksichtigung lokaler Marktgegebenheiten geschätzt. Bei der Wertermittlung wurden insbesondere die lokalen Bodenrichtwerte berücksichtigt; teilweise wurde auch auf externe Wertgutachten zurückgegriffen.

Die Position betrifft in Höhe von 14,7 Mio. € (Vorjahr: 22,5 Mio. €) Anteile an verbundenen Unternehmen, Ausleihungen an verbundene Unternehmen sowie Beteiligungen. In Höhe von 1,2 Mio. € (Vorjahr: 1,6 Mio. €) handelt es sich um sonstige Ausleihungen (im Wesentlichen Darlehen an Mitarbeiter) und andere Finanzanlagen. Die effektiven jährlichen Zinssätze betragen zwischen 0 und 6,25%, und die restliche Zinsbindungsdauer liegt zwischen einem und 20 Jahren. Das maximale Ausfallrisiko zum Bilanzstichtag entspricht dem in der Bilanz angesetzten Betrag. Konkrete Anhaltspunkte für mögliche Ausfälle liegen nicht vor. Es bestehen keine erheblichen Ausfallrisikokonzentrationen.

(14) WERTPAPIERE UND SONSTIGE FINANZINVESTITIONEN

WERTPAPIERE UND SONSTIGE FINANZINVESTITIONEN

2011 2010
in Mio. €
Wertpapiere und sonstige Finanzinvestitionen (langfristig) 58,5 -
Wertpapiere und sonstige Finanzinvestitionen (kurzfristig) 315,0 -
Wertpapiere und sonstige Finanzinvestitionen 373,5 -

Diese Position enthält verschiedene Geldanlagen (u.a. Commercial Papers, Anleihen, Termingelder bei Kreditinstituten) mit einer Laufzeit ab dem Erwerbs Zeitpunkt von mehr als drei Monaten, die zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert werden.

(15) LATENTE STEUERN

Auf Ansatz- und Bewertungsunterschiede bei den einzelnen Bilanzposten und auf steuerliche Verlustvorträge entfallen die folgenden bilanzierten aktiven und passiven latenten Steuern:

LATENTE STEUERN

Aktive latente Steuern 2011 2010 Passive latente Steuern 2011 2010
in Mio. €
Immaterielle Vermögenswerte 6,4 7,8 116,3 121,7
Sachanlagen 18,5 1,5 341,0 234,0
Finanzanlagen - 8,8 0,4 1,3
Vorräte 2,2 3,1 12,8 14,7
Forderungen und sonstige Vermögenswerte 3,7 3,9 28,1 23,5
- davon derivative Finanzinstrumente - 2,1 1,3 1,3
Rückstellungen 108,4 111,5 0,9 5,6
Verbindlichkeiten 16,7 19,3 2,6 0,8
Bruttobetrag 155,9 155,9 502,1 401,6
- davon langfristig 132,8 133,3 480,2 374,3
Steuerliche Verlustvorträge 38,7 33,5 - -
Wertberichtigungen -0,1 -4,0 - -
Konsolidierungen 12,6 17,7 -8,0 5,3
Saldierungen -151,8 -145,3 -151,8 -145,3
Bilanzansatz (Nettobetrag) 55,3 57,8 342,3 261,6

Insgesamt wurde in Höhe von 13,7 Mio. € (Vorjahr: 20,4 Mio. €) auf die Aktivierung aktiver latenter Steuern verzichtet, da die Nutzung der zugrunde liegenden Verlustvorträge bzw. die Realisierung von zu versteuernden Einkommen als nicht wahrscheinlich angesehen wird. Die zugrunde liegenden Verlustvorträge betragen 103,6 Mio. € (Vorjahr: 151,4 Mio. €).

Im Berichtsjahr wurden auf die Währungsumrechnung entfallende latente Steuern in Höhe von -0,3 Mio. € (Vorjahr: -2,7 Mio. €) im sonstigen Ergebnis erfasst. Der Bilanzansatz der latenten Steuern hat sich vom 31. Dezember 2010 auf den 31. Dezember 2011 um 83,2 Mio. € (Rückgang aktive latente Steuern: 2,5 Mio. €, Anstieg passive latente Steuern: 80,7 Mio. €) verändert. Hierin enthalten ist die erfolgsneutrale Einbuchung latenter Steuern in Höhe von -84,1 Mio. € aus der Erstkonsolidierung von POTASH ONE; diese entfallen im Wesentlichen auf temporäre Differenzen im Bereich des Sachanlagevermögens.

Unter Berücksichtigung der im Berichtsjahr erfolgsneutral verrechneten latenten Steuern (-0,3 Mio. €), währungsbedingter Effekte (-8,4 Mio. €) sowie der im nicht fortgeführten Bereich ausgewiesenen erfolgswirksamen Ausbuchung latenter Steuern aufgrund der Veräußerung der COMPO-Gruppe (4,7 Mio. €) ergibt sich der in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesene latente Steuerertrag in Höhe von -4,9 Mio. €.

Temporäre Unterschiede in Höhe von 282,6 Mio. € (Vorjahr: 204,0 Mio. €) stehen in Zusammenhang mit Anteilen an Tochterunternehmen, auf die wegen IAS 12.39 keine passiven latenten Steuern gebildet werden.

(16) VORRÄTE

VORRÄTE

2011 2010
in Mio. €
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 157,1 172,9
Unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 18,2 25,7
Fertige Erzeugnisse und Waren 554,7 530,1
Geleistete Anzahlungen - 11,5
Vorräte 730,0 740,2

Vorräte in Höhe von 28,2 Mio. € (Vorjahr: 39,9 Mio. €) wurden zum Nettoveräußerungswert angesetzt. In der Berichtsperiode wurden Wertminderungen wegen des Ansatzes zum Nettoveräußerungswert in Höhe von 1,6 Mio. € (Vorjahr: 9,8 Mio. €) vorgenommen.

(17) FORDERUNGEN UND SONSTIGE VERMÖGENSWERTE

FORDERUNGEN UND SONSTIGE VERMÖGENSWERTE

2011 davon Restlaufzeit über 1 Jahr 2010 davon Restlaufzeit über 1 Jahr
in Mio. €
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 928,8 - 949,8 -
Forderungen gegen verbundene Unternehmen 14,5 - 17,0 -
Sonstige Vermögenswerte 198,8 62,7 200,3 43,0
- davon Erstattungsanspruch Anleihe Morton Salt 19,4 19,4 18,9 18,9
- davon derivative Finanzinstrumente 15,1 3,0 41,8 6,4
- davon Wandelschuldverschreibung Potash One - - 20,2 -
Forderungen und sonstige Vermögenswerte 1.142,1 62,7 1.167,1 43,0

Die Wertberichtigungen für Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie übrige Forderungen und sonstige Vermögenswerte haben sich wie folgt entwickelt:

WERTBERICHTIGUNGEN

2011 2010
in Mio. €
Stand am 1. Januar 36,0 36,1
Veränderung Konsolidierungskreis -5,9 -
Zuführung 12,5 8,0
Auflösung 2,1 3,8
Verbrauch 12,3 4,3
Stand am 31. Dezember 28,2 36,0

Für den Forderungsbestand aus Lieferungen und Leistungen wurden zum 31. Dezember 2011 Wertberichtigungen in Höhe von 27,1 Mio. € (Vorjahr: 24,9 Mio. €) ausgewiesen. 1,1 Mio. € (Vorjahr: 11,1 Mio. €) resultieren aus Wertberichtigungen auf übrige Forderungen und sonstige Vermögenswerte. Die Wertminderungen beruhen auf Erwartungen für das Ausfallrisiko. Soweit Forderungen eine Restlaufzeit von mehr als drei Monaten aufweisen, werden sie basierend auf den Geldmarktsätzen zum Bilanzstichtag abgezinst. Zum 31. Dezember 2011 wurden Abzinsungen für un- bzw. unterverzinsliche Forderungen in Höhe von 0,6 Mio. € (Vorjahr: 0,2 Mio. €) vorgenommen.

Die folgende Tabelle gibt Informationen über das Ausmaß der in den Positionen "Forderungen aus Lieferungen und Leistungen" sowie "Übrige Forderungen und nicht derivative finanzielle Vermögenswerte" enthaltenen Ausfallrisiken.

AUSFALLRISIKEN

Buchwert davon zum Stichtag weder überfällig noch wertberichtigt davon zum Stichtag nicht wertberichtigt, allerdings überfällig seit
in Mio. € < 30 Tagen
2011
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 928,8 631,6 45,1
Übrige Forderungen und nicht derivative finanzielle Vermögenswerte 90,8 78,2 0,7
2010
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 949,8 760,3 44,7
Übrige Forderungen und nicht derivative finanzielle Vermögenswerte 109,2 103,2 3,6

Unter dem Ausfallrisiko wird das Risiko verstanden, dass Vertragspartner ihren vertraglichen Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommen. Kundenforderungen werden weitestgehend durch entsprechende Versicherungen und anderweitige Sicherungsinstrumente gegen ein Ausfallrisiko abgesichert. Konzernweit sind mehr als 80 % aller versicherbaren Forderungen gegen einen Ausfall gesichert. Hierdurch wird erreicht, dass bei einem eventuellen Forderungsausfall nur ein geringer Teilverlust entsteht. Kunden, für die eine Sicherung nicht zu erreichen ist, unterliegen einer internen Bonitätsprüfung. Wesentliche Risikokonzentrationen bei den Forderungen bestehen nicht.

Das Forderungsmanagement ist darauf ausgelegt, alle Außenstände pünktlich und vollständig einzuziehen sowie den Verlust von Forderungen zu vermeiden. Die Fakturierung erfolgt tagesaktuell und die Fakturendaten werden online auf die DEBITorenkonten übertragen. Die laufende Überwachung der Außenstände erfolgt systemunterstützt entsprechend den mit den Kunden vereinbarten Zahlungszielen. Diese belaufen sich überwiegend auf 10 bis 180 Tage; auf bestimmten Märkten sind auch längere Zahlungsziele üblich. Rückständige Zahlungen werden in regelmäßigen zweiwöchigen Intervallen angemahnt.

Das maximale Ausfallrisiko der Forderungen und sonstigen Vermögenswerte wird durch den in der Bilanz ausgewiesenen Buchwert wiedergegeben. Am 31. Dezember 2011 betrug die maximale Ausfallsumme für den sehr unwahrscheinlichen gleichzeitigen Ausfall aller ungesicherten Forderungen 183,1 Mio. € (Vorjahr: 210,9 Mio. €).

(18) DERIVATIVE FINANZINSTRUMENTE

Das Währungs- und Zinsmanagement wird für alle Konzerngesellschaften zentral vorgenommen. Dies gilt auch für den Einsatz derivativer Finanzinstrumente, z.B. solcher, die die Begrenzung bestimmter Kosten zum Ziel haben. Der Einsatz derivativer Finanzinstrumente ist durch Leitlinien und Verfahrensanweisungen geregelt. Eine strikte Funktionstrennung von Handel, Abwicklung und Kontrolle ist sichergestellt. Die derivativen Finanzinstrumente werden nur mit Banken guter Bonität gehandelt, die mit geeigneten Instrumenten fortlaufend überwacht wird. Als Teil des Managements des Ausfallrisikos ist der Gesamtbestand an derivativen Finanzinstrumenten grundsätzlich auf mehrere Banken verteilt. Die Höhe des Ausfallrisikos beschränkt sich maximal auf die aktivische Bilanzposition der Derivate.

Das Zinsmanagement verfolgt das Ziel, Risiken aus steigenden Zinsbelastungen durch Veränderungen des allgemeinen Zinsniveaus zu begrenzen. Hierzu sind aktuell keine Gegensteuerungsmaßnahmen erforderlich, da die zum Bilanzstichtag bestehenden Finanzverbindlichkeiten einen festen Zinssatz aufweisen.

Der Einsatz von Derivaten zur Währungssicherung verfolgt das Ziel, Risiken, die für die operative Geschäftstätigkeit aus Wechselkursänderungen resultieren können, zu begrenzen. Die wesentlichen Wechselkursrisiken bestehen gegenüber dem US-Dollar sowie in geringem Umfang gegenüber dem kanadischen Dollar, dem britischen Pfund sowie dem chilenischen Peso.# Sicherungsgeschäfte

Sicherungsgeschäfte werden auf fakturierte Forderungen und auf erwartete Nettopositionen auf der Grundlage geplanter Umsätze abgeschlossen. Die Nettopositionen werden hierbei anhand der Erlös- und Kostenplanung unter Anwendung von Sieherheitsabschlagen bestimmt und fortlaufend aktualisiert, um Über- oder Untersicherungen zu vermeiden. Im Rahmen der Translationssicherung geplanter Ergebnisse erfolgt die Bestimmung der Nettoposition ausgehend vom EBIT I in analoger Weise. Die Laufzeit der eingesetzten Sicherungsgeschäfte kann für die Absicherung erwarteter Positionen sowie im Rahmen der Translationssicherung bis zu drei Jahre betragen. Ziel ist eine "worst-case"-Absicherung, die gleichzeitig eine Wahrnehmung möglicher Chancen aus der Marktentwicklung zulässt. Hierzu werden schwerpunktmäßig einfache Optionen (Piain Vanilla-Optionen) eingesetzt, wobei die Partizipation an einer günstigen Marktentwicklung i.d.R. durch den Verkauf von einfachen Optionen begrenzt wird. Dies dient, wie auch der selektive Einsatz von Termingeschäften, u.a. der Reduzierung der Prämienaufwendungen. Grundsätzlich können auch Compound-Optionen eingesetzt werden, die aus einer Option auf eine einfache Option bestehen, die zu einem späteren Zeitpunkt gegen einen festgelegten Betrag erworben werden kann. Die Laufzeiten der Sicherungsgeschäfte auf fakturierte Forderungen betragen entsprechend den vereinbarten Zahlungs zielen weniger als ein Jahr. Die beschriebenen Sicherungsgeschäfte auf erwartete Nettopositionen kommen im Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte für US-Dollar-Positionen zum Einsatz. Sicherungsgeschäfte für Translationsrisiken aus geplanten Ergebnissen werden für den Geschäftsbereich Salz abgeschlossen. Sicherungsgeschäfte, die sich auf fakturierte Forderungen beziehen, werden in den Geschäftsbereichen Kali- und Magnesiumprodukte und Stickstoffdüngemittel sowie Salz abgeschlossen. Für die Absicherung von Frachtraten für die Jahre 2010 bis 2013 wurden selektiv Festgeschäfte (sog. Swaps) abgeschlossen, die einen Differenzausgleich zwischen den vereinbarten Festpreisen und den Marktpreisen bei jeweiliger Fälligkeit vorsehen. Basis hierfür ist der "Baltic Panamax Index". Je nach Markteinschätzung werden selektiv auch Derivate eingesetzt, die auf die Begrenzung von Energiekostensteigerungen abzielen. Hierbei kommen grundsätzlich Optionen und Swaps auf Basis des Ölpreises (Fuel Oil) zum Einsatz. Zum 31. Dezember 2011 bestanden keine Sicherungsgeschäfte. Der Handel mit allen vorgenannten Derivaten erfolgt ausschließlich im otc-Geschäft. Bei Devisentermingeschäften erfolgt aufgrund der Transparenz des Markts, nach Vergleich mit den Interbankenkonditionen über ein Referenzsystem, der Abschluss direkt mit einer Bank. Für den Handel mit Optionen liegt ein derartig transparenter Markt nicht vor. Daher werden bei allen wesentlichen Optionsgeschaffen Quotierungen von mehreren Banken eingeholt, um das Geschäft mit der am besten quotierenden Bank abschließen zu können. Bei Devisentermingeschäften besteht ein Marktwertrisiko zum jeweiligen Stichtag; diesem stehen jedoch bei zu Zwecken der Kurssicherung von Fremdwährungsforderungen eingesetzten Derivaten gegenläufige Effekte aus der währungsbedingten Forderungsbewertung gegenüber. Die ermittelten Marktwerte entsprechen dem Wert bei vorzeitiger fiktiver Übertragung zum Bilanzstichtag. Die Ermittlung erfolgt auf Basis anerkannter, von den Marktteilnehmern üblicherweise angewandter finanzmathematischer Methoden. Diesen Berechnungen liegen insbesondere die folgenden am Bilanzstichtag geltenden Parameter zugrunde:
* die Devisenkassa- und Devisenterminkurse der betreffenden Währungen,
* die vereinbarten Sicherungs- bzw. Ausübungskurse,
* die gehandelten Volatilitäten, d.h. die erwartete Schwankungsbreite der betreffenden Devisenkurse und
* das Zinsniveau der betreffenden Währungen.

IAS 39 sieht die Möglichkeit vor, Sicherungsbeziehungen zwischen Grundgeschäften und derivativen Finanzinstrumenten zu bilden. Hierauf wird jedoch grundsätzlich verzichtet (siehe »Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung und Gesamtergebnisrechnung' auf Seite 180). Am 31. Dezember 2011 bestanden folgende derivative Devisenfinanzgeschäfte:

DERIVATIVE DEVISENFlNANZGESCHAFTE

TAB: 5.9.30

2011 2010
Nominalwerte1 Beizuleg. Zeitwerte
Devisentermingeschäfte GBP
- davon mit Fälligkeit in 2011 - -
- davon mit Fälligkeit in 2012 24,7 -0,4
Devisentermingeschäfte CAD
- davon mit Fälligkeit in 2011 - -
- davon mit Fälligkeit in 2012 60,8 0,8
Devisentermingeschäfte USD
- davon mit Fälligkeit in 2011 - -
- davon mit Fälligkeit in 2012 622,6 -16,3
Devisentermingeschäfte USD/CLP
- davon mit Fälligkeit in 2011 - -
- davon mit Fälligkeit in 2012 31,8 -0,4
Gekaufte einfache Devisenoptionen USD
- davon mit Fälligkeit in 2011 - -
- davon mit Fälligkeit in 2012 794,1 11,4
- davon mit Fälligkeit in 2013 46,2 3,0
Verkaufte einfache Devisenoptionen USD
- davon mit Fälligkeit in 2011 - -
- davon mit Fälligkeit in 2012 869,1 -13,1
- davon mit Fälligkeit in 2013 52,2 -1,4
Devisengeschäfte insgesamt 2.501,5 -16,4

1 Umgerechnet in Euro mit gewichteten Sicherungskursen.

Im Folgenden wird dargestellt, wie sich die vorgenannten Marktwerte unter Annahme einer Änderung der Kassakurse am Bilanzstichtag um ±10 % entwickelt hätten:

SENSITIVITÄT DERIVATIVE DEVISENFlNANZGESCHÄFTE 2011

TAB: 5.9.31

Basiswert Basiswert + 10% Basiswert -10% Marktwertänderung bei +10% Marktwertänderung bei -10%
USD/EUR 1,294 1,423 1,165 77,4
CAD/EUR 1,322 1,454 1,189 -5,6
GBP/EUR 0,835 0,919 0,752 2,3
CLP/USD 519,6 571,5 467,6 -2,8
Gesamt 71,3

Zum Bilanzstichtag des Vorjahres ergaben sich folgende Werte:

SENSITIVITÄT DERIVATIVE DEVISEN FlNANZGESCHÄFTE 2010

TAB: 5.9.32

Basiswert Basiswert + 10% Basiswert -10% Marktwertänderung bei +10% Marktwertänderung bei -10%
USD/EUR 1,336 1,470 1,203 75,3
GBP/EUR 0,861 0,947 0,775 0,7
CLP/USD 468,0 514,8 421,2 -0,2
Gesamt 75,8

Die zur Absicherung von Frachten eingesetzten Swaps bestanden zum Bilanzstichtag mit einem Nominal von 360 (Vorjahr: 540) Charterdays auf den "Baltic Panamax Index" und einem beizulegenden Zeitwert von -4,5 Mio. € (Vorjahr: -5,2 Mio. €). Bei einer Kursänderung des Referenzindexes für die Frachtensicherung um ±10 % hätte sich der Marktwert um 0,3 Mio. € erhöht bzw. verringert (Vorjahr: ±0,6 Mio. €). Die genannten Marktwertveränderungen hätten zu einer entsprechenden Erhöhung bzw. Verringerung des unbereinigten Konzernergebnisses vor Steuern sowie des Eigenkapitals geführt.

(19) EIGENKAPITAL

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Eigenkapitals ist gesondert auf Seite 159 dargestellt.

GEZEICHNETES KAPITAL

Das gezeichnete Kapital der K+S AKTIENGESELLSCHAFT beträgt 191,4 Mio. € und ist in 191,4 Mio. auf Namen lautende nennwertlose Stückaktien eingeteilt. Im Geschäftsjahr 2011 befanden sich durchschnittlich 191,33 Mio. (Vorjahr: 191,34 Mio.) Stückaktien im Umlauf. Im August des Geschäftsjahres 2011 wurden die bisherigen Inhaberaktien auf Namensaktien umgestellt. Entsprechend dem Beschluss der Hauptversammlung vom 11. Mai 2010 wurde der Vorstand ermächtigt, bis zum 10. Mai 2015 eigene Aktien bis zu 10% des Grundkapitals zu erwerben. Der Erwerb erfolgt über die Börse oder mittels eines an alle Aktionäre gerichteten öffentlichen Kaufangebots. Im Falle des Erwerbs über die Börse darf der von der Gesellschaft gezahlte Kaufpreis je Aktie (ohne Erwerbsnebenkosten) den maßgeblichen Börsenpreis um nicht mehr als 10 % über- oder unterschreiten. Im Falle eines an alle Aktionäre gerichteten öffentlichen Kaufangebots darf der angebotene Kaufpreis je Aktie (ohne Erwerbsnebenkosten) den maßgeblichen Börsenpreis um nicht mehr als 10 % über- oder unterschreiten. Im Geschäftsjahr 2011 hat die K+S AKTIENGESELLSCHAFT von der Ermächtigung keinen Gebrauch gemacht. Die Ermächtigung des Vorstands, bis zum 9. Mai 2011 mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital um bis zu 56,1 Mio. € durch Ausgabe von bis zu 56,1 Mio. neuen auf den Inhaber lautenden Stückaktien gegen Bar- oder Sacheinlage zu erhöhen, ist im Geschäftsjahr erloschen.

GEZEICHNETES KAPITAL

TAB: 5.9.33

im Umlauf befindliche Aktien ausstehende Aktien Gezeichnetes Kapital
31.12.2009 191,4 191,4 191,4
31.12.2010 191,4 191,4 191,4
31.12.2011 191,4 191,4 191,4

KAPITALRÜCKLAGE

Die Kapitalrücklage enthält im Wesentlichen das im Rahmen von Aktienemissionen der K+S AKTIENGESELLSCHAFT gezahlte Agio.

ANDERE RÜCKLAGEN UND BILANZGEWINN

Unter dieser Position werden in der Konzernbilanz die Gewinnrücklagen, der Bilanzgewinn und die Unterschiede aus der Währungsumrechnung zusammengefasst. Die Gewinnrücklagen enthalten im Wesentlichen die in der Vergangenheit erzielten Ergebnisse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen abzüglich der an Anteilseigner ausgezahlten Dividenden. In der Position "Unterschiede aus Währungsumrechnung" werden im Wesentlichen Differenzen aus der Umrechnung der funktionalen Währung ausländischer Geschäftsbetriebe in die Berichtswährung des Konzerns (Euro) ausgewiesen.

BILANZGEWINN EINZELABSCHLUSS K+S AKTIENGESELLSCHAFT (HGB)

Für die Ausschüttung der Dividende ist der Jahresabschluss der K+S AKTIENGESELLSCHAFT maßgebend, der nach deutschem Handelsrecht (HGB) aufgestellt wird. Es ist beabsichtigt, der Hauptversammlung vorzuschlagen, eine Dividende von 1,30 € pro Stückaktie (Vorjahr: 1,00 €), d.h. insgesamt 248,8 Mio. € (Vorjahr: 191,4 Mio. €), an die Aktionäre auszuschütten. Zum Bilanzstichtag ergibt sich folgender Bilanzgewinn im Einzelabschluss der K+S AKTIENGESELLSCHAFT:

BILANZGEWINN K + S AKTIENGESELLSCHAFT (HGB)

TAB: 5.9.34

2011 2010
Bilanzgewinn K+S Aktiengesellschaft am 1.

KAPITALMANAGEMENT

TAB: 5.9.35

2011 2010
in Mio. €
Eigenkapital 3.084,6 2.651,6
Langfristiges Fremdkapital 1.953,6 1.919,1
Kurzfristiges Fremdkapital 1.018,7 1.003,0
Bilanzsumme 6.056,9 5.573,7
Eigenkapitalquote 50,9% 47,6%
Fremdkapitalquote 49,1% 52,4%

Das Eigenkapital ist im Vergleich zum Vorjahr um 433,0 Mio. € angestiegen. Die Erhöhung des Eigenkapitals beruht im Wesentlichen auf dem positiven Konzernergebnis des Geschäftsjahres 2011 (nach Steuern und Anteilen Dritter) in Höhe von 564,3 Mio. €; dem steht die im Mai 2011 erfolgte Dividendenausschüttung in Höhe von 191,4 Mio. € gegenüber. Des Weiteren waren erfolgsneutrale Veränderungen des Eigenkapitals zu berücksichtigen, die aus der Währungsumrechnung von Tochterunternehmen in funktionaler Fremdwährung resultieren (im Wesentlichen US-Dollar und kanadische Dollar). Potenzielle Maßnahmen zur Beeinflussung der Kapitalstruktur können sowohl das Eigenkapital (z.B. durch Kapitalerhöhung, Aktienrückkauf, Dividendenausschüttung) als auch das Fremdkapital (z.B. durch Kreditaufnahme/-tilgung) betreffen. Der zum 31. Dezember 2011 erreichte Wert der Eigenkapitalquote übertrifft unseren Zielkorridor von ca. 40 bis 50 %.

(21) RÜCKSTELLUNGEN FÜR PENSIONEN UND ÄHNLICHE VERPFLICHTUNGEN

Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen setzen sich aus folgenden Positionen zusammen:

RÜCKSTELLUNGEN FÜR PENSIONEN UND ÄHNLICHE VERPFLICHTUNGEN

TAB: 5.9.36

2011 2010
in Mio. €
Rückstellungen für Pensionszusagen 20,5 114,7
Rückstellungen für sonstige pensionsähnliche Leistungszusagen 74,8 70,1
Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 95,3 184,8

Die Rückstellungen für Pensionszusagen betreffen in Höhe von 3,5 Mio. € (Vorjahr: 78,0 Mio. €) Altersversorgungssysteme im Inland. Dabei handelt es sich im Wesentlichen um Direktzusagen aus mittlerweile geschlossenen Versorgungssystemen. Der überwiegende Teil der inländischen Verpflichtungen betrifft Pensionäre. Der Rückgang der Rückstellung für Pensionszusagen im Inland ist im Wesentlichen auf eine weitere Ausfinanzierung von Pensionsverpflichtungen zurückzuführen. Im europäischen Ausland bestanden zum Bilanzstichtag weitere Rückstellungen für Pensions zusagen in Höhe von 2,4 Mio. € (Vorjahr: 3,2 Mio. €). Des Weiteren bestehen Pensionszusagen bzw. pensionsähnliche Leistungszusagen in den usa, Kanada und auf den Bahamas. Die Höhe der Pensionszusagen hängt u.a. vom Einkommen und der Dauer der Beschäftigung ab. Zum 31. Dezember 2011 wurden hierfür Rückstellungen in Höhe von 14,6 Mio. € (Vorjahr: 33,5 Mio. €) gebildet. Die pensionsähnlichen Leistungszusagen umfassen im Wesentlichen Leistungen für Krankheitskosten und Lebensversicherungen. Die Rückstellungen für diese Zusagen am 31. Dezember 2011 betrugen 74,8 Mio. € (Vorjahr: 70,1 Mio. €). Die Höhe der Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen wird als versicherungsmathematischer Barwert der erdienten Versorgungsansprüche (Anwartschaftsbarwert) berechnet. Der Großteil der inländischen Versorgungsansprüche ist über externes Planvermögen im Rahmen eines Contractual Trust Arrangements (CTA) finanziert. Des Weiteren sind die Pensionszusagen in Kanada ebenfalls teilweise mit Planvermögen ausfinanziert.

Bei der Berechnung der Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen zum Bilanzstichtag wurden folgende Bewertungsannahmen getroffen:

VERSICHERUNGSMATHEMATISCHE ANNAHMEN BEWERTUNG VERSORGUNGSZUSAGEN

TAB: 5.9.37

Inland Ausland Inland Ausland
in %, gewichteter Durchschnitt 2011 2011 2010 2010
Pensionszusagen
Rechnungszins 4,9 4,7 4,9 5,2
Erwartete jährliche Einkommenssteigerung 1,8 3,5 1,8 3,6
Erwartete jährliche Rentensteigerung 1,5 1,3 1,5 1,2
Sonstige pensionsähnliche Leistungszusagen
Rechnungszins - 4,7 - 5,3

Für die Ermittlung des Pensionsaufwands des aktuellen Geschäftsjahres wurden die folgenden - zum Ende des vergangenen Geschäftsjahres festgelegten - versicherungsmathematischen Annahmen verwendet:

VERSICHERUNGSMATHEMATISCHE ANNAHMEN AUFWAND VERSORGUNGSZUSAGEN

TAB: 5.9.38

Inland Ausland Inland Ausland
in %, gewichteter Durchschnitt 2011 2011 2010 2010
Pensionszusagen
Rechnungszins 4,9 5,2 5,3 6,1
Erwartete jährliche Einkommenssteigerung 1,8 3,6 1,8 4,0
Erwartete jährliche Rentensteigerung 1,5 1,2 1,5 1,0
Erwartete Rendite des Planvermögens 5,5 6,5 6,0 8,0
Sonstige pensionsähnliche Leistungszusagen
Rechnungszins - 5,3 - 6,0

Bei den pensionsähnlichen Zusagen für gesundheitsfürsorgliche Leistungen wurden zudem folgende - im Zeitablauf fallende -jährliche Kostensteigerungen unterstellt:

  • Kanada: 7,7 % / 5,0 % ab 2015 (Vorjahr: 8,3 % / 5,0 % ab 2015)
  • USA: 8,0 % / 5,0 % ab 2023 (Vorjahr: 6,0 % / 5,0 % ab 2012)
  • Bahamas: 4,5 % (Vorjahr: 4,5 %)

Die erwartete Rendite des Planvermögens basiert auf den erwarteten langfristigen Erträgen aus den zu Beginn des Geschäftsjahres im Planvermögen enthaltenen Wertpapieren unter Berücksichtigung etwaiger Neudotierungen bzw. Rückerstattungen. Hierbei werden u.a. die Allokation des Planvermögens auf die einzelnen Asset-Klassen, die Zins- und Dividendenerwartungen sowie die aktuellen ökonomischen Rahmenbedingungen berücksichtigt.

Zum Ende des Geschäftsjahres 2011 ergibt sich folgende Aufteilung des Planvermögens:

AUFTEILUNG PLANVERMÖGEN NACH VERMÖGENSKATEGORIEN

TAB: 5.9.39

gesamt Inland Ausland gesamt Inland Ausland
in Mio. € 2011 2011 2011 2010 2010 2010
Anleihen 127,7 68,4 59,3 100,6 60,6 40,0
Aktien 163,1 81,1 82,0 127,8 34,1 93,7
Flüssige Mittel und Sonstiges 34,7 34,7 - 11,8 11,6 0,2
Planvermögen am 31. Dezember 325,5 184,2 141,3 240,2 106,3 133,9

Die Position "Flüssige Mittel und Sonstiges" umfasst neben Bankguthaben u.a. verpfändete Rückdeckungsversicherungen. Versicherungsmathematische Gewinne bzw. Verluste werden nur in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst, sofern sie den 10 %-Korridor übersteigen (Maximum aus 10 % des Verpflichtungsumfangs und 10 % des Planvermögens). Der übersteigende Betrag wird in den Folgejahren ergebniswirksam über die durchschnittliche Restdienstzeit der Aktiven verteilt.

Die nachfolgenden Tabellen zeigen die Entwicklung des Anwartschaftsbarwerts und des Planvermögens:

ENTWICKLUNG ANWARTSCHAFTSBARWERT

TAB: 5.9.40

gesamt Inland Ausland gesamt Inland Ausland
in Mio. € 2011 2011 2011 2010 2010 2010
Anwartschaftsbarwert am 1. Januar 452,7 195,4 257,3 406,7 188,5 218,2
Änderungen des Konsolidierungskreises -17,4 -16,5 -0,9 - - -
Dienstzeitaufwand 10,7 3,7 7,0 9,5 2,4 7,1
Nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand 8,6 8,6 - - - -
Zinsaufwand 21,1 8,7 12,4 23,3 9,6 13,7
Versicherungsmathematische Gewinne (-)/Verluste (+) 19,7 1,7 18,0 24,6 8,3 16,3
Pensionszahlungen -23,5 -14,5 -9,0 -23,1 -15,0 -8,1
Plananpassungen/Planabgeltungen -12,3 - -12,3 -16,0 1,6 -17,6
Wechselkursänderungen 2,0 - 2,0 27,7 - 27,7
Anwartschaftsbarwert am 31. Dezember 461,6 187,1 274,5 452,7 195,4 257,3

Die Versicherungsmathematischen Verluste der Berichtsperiode in Höhe von 19,7 Mio. € resultieren im Wesentlichen aus der Verringerung des Rechnungszinses im Ausland.

ENTWICKLUNG PLANVERMÖGEN

TAB: 5.9.41

gesamt Inland Ausland gesamt Inland Ausland
in Mio. € 2011 2011 2011 2010 2010 2010
Planvermögen am 1. Januar 240,2 106,3 133,9 209,6 97,6 112,0
Erwartete Erträge aus dem Planvermögen 17,8 9,0 8,8 15,7 5,9 9,8
Beiträge des Arbeitgebers 108,4 89,4 19,0 4,4 - 4,4
Abweichung zwischen erwarteten und tatsächlichen Erträgen -16,8 -9,9 -6,9 -1,2 -0,6 -0,6
Pensionszahlungen -18,7 -12,0 -6,7 -9,8 -3,1 -6,7
Umbuchungen 1,4 1,4 - 6,5 6,5 -
Plananpassungen/Planabgeltungen -7,4 - -7,4 - - -
Wechselkursänderungen 0,6 - 0,6 15,0 - 15,0
Planvermögen am 31. Dezember 325,5 184,2 141,3 240,2 106,3 133,9

Die tatsächlichen Erträge aus dem Planvermögen betragen 1,0 Mio. € (Vorjahr: 14,5 Mio. €). Zur Überleitung auf die Bilanzwerte ist der Anwartschaftsbarwert mit dem Planvermögen zu saldieren und um die noch nicht erfassten versicherungsmathematischen Gewinne bzw. Verluste zu korrigieren.

ÜBERLEITUNG BILANZWERTE PENSIONEN

TAB: 5.9.42

gesamt Inland Ausland gesamt Inland Ausland
in Mio. € 2011 2011 2011 2010 2010 2010
Anwartschaftsbarwert am 31. Dezember 461,6 187,1 274,5 452,7 195,4 257,3
- davon volIständig durch Planvermögen gedeckt 72,4 72,4 - 29,1 29,1 -
- davon teilweise durch Planvermögen gedeckt 297,9 110,8 187,1 288,5 105,2 183,3
Planvermögen am 31. Dezember 325,5 184,2 141,3 240,2 106,3 133,9
Finanzierungsstatus 136,1 2,9 133,2 212,5 89,1 123,4
Nicht erfasste versicherungsmathematische Gewinne (+)/Verluste (-) -70,0 -28,6 -41,4 -34,0 -17,4 -16,6
Bilanzwerte am 31. Dezember 66,1 -25,7 91,8 178,5 71,7 106,8
- davon Rückstellungen für Pensionen (+) 95,3 3,5 91,8 184,8 78,0 106,8
- davon Vermögenswert (-) -29,2 -29,2 - -6,3 -6,3 -

Der Pensionsaufwand aus den leistungsorientierten Versorgungszusagen setzt sich wie folgt zusammen:

PENSIONSAUFWAND AUS LEISTUNGSORIENTIERTEN VERSORGUNGSZUSAGEN

TAB: 5.9.43

| in Mio. | 2011 | 2010 |
| :------ | :--- | :--- |# ENTWICKLUNG DES PENSIONSAUFWANDS UND DER PENSIONSVERPFLICHTUNGEN

€ gesamt Inland Ausland gesamt Inland Ausland
Dienstzeitaufwand 10,7 3,7 7,0 9,3 2,2 7,1
Nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand 8,6 8,6 - - - -
Zinsaufwand 21,1 8,7 12,4 22,5 8,8 13,7
Plananpassungen/Planabgeltungen -4,9 - -4,9 -16,3 1,3 -17,6
Tilgung versicherungsmathematischer Gewinne/Verluste 0,7 0,6 0,1 - - -
Erwarteter Ertrag aus dem Planvermögen -17,8 -9,0 -8,8 -15,7 -5,9 -9,8
Pensionsaufwand 18,4 12,6 5,8 -0,2 6,4 -6,6

Der (nachzuverrechnende) Dienstzeitaufwand wird entsprechend der Zuordnung der Mitarbeiter in der Gewinn- und Verlustrechnung unter folgenden Positionen ausgewiesen:
― Herstellungskosten
― Vertriebskosten
― allgemeine Verwaltungskosten
― Forschungs- und Entwicklungskosten
― sonstige betriebliche Aufwendungen

Der Zinsaufwand, die erwarteten Erträge aus dem Planvermögen sowie die Tilgung der versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste werden im Zinsergebnis erfasst. Rückstellungsauflösungen aus Plananpassungen/Planabgeltungen werden als sonstiger betrieblicher Ertrag ausgewiesen. Der Pensionsaufwand des Vorjahres wurde aufgrund des Abgangs der COMPO-Gruppe entsprechend den Vorgaben des ifrs 5 um den auf diese Gesellschaften entfallenden Betrag korrigiert.

Im Zeitablauf ergibt sich folgende Entwicklung der Pensionsverpflicfitungen und des Planvermögens:

ENTWICKLUNG ANWARTSCHAFTSBARWERT UND PLANVERMÖGEN

scroll in Mio. € 2011 2010 2009 2008 2007
Anwartschaftsbarwert am 31. Dezember 461,6 452,7 406,7 196,2 208,5
Planvermögen am 31. Dezember 325,5 240,2 209,6 81,1 80,4
Unterdeckung (+)/Überdeckung (-) 136,1 212,5 197,1 115,1 128,1
Erfahrungsbedingte Gewinne (+)/ Verluste (-) aus Verpflichtungen 1,1 0,3 0,9 -6,7 -3,7
Sonstige Gewinne (+)/Verluste (-) aus Verpflichtungen -20,8 -24,9 - 13,8 -4,1 -
Erfahrungsbedingte Gewinne (+)/ Verluste (-) aus Planvermögen -16,8 -1,2 15,7 -27,7 -3,2

Eine Veränderung des angenommenen Kostentrends der pensionsähnlichen Zusagen für gesundheitsfürsorgliche Leistungen würde zu folgenden Effekten führen:

SENSITIVITÄT GESUNDHEITSFÜRSORGLICHE LEISTUNGSZUSAGEN

scroll Veränderung um 1%-Punkt in Mio. € Erhöhung Verringerung
Effekt auf den Dienstzeit- und Zinsaufwand 1,2 -0,9
Effekt auf den Anwartschaftsbarwert 15,6 -12,3

Im Geschäftsjahr 2012 ist aus Pensions- und pensionsähnlichen Zusagen ein Zahlungsmittelabfluss in Höhe von 14,0 Mio. € zu erwarten. Dieser umfasst Dotierungen an das Planvermögen sowie Rentenzahlungen, die nicht durch entsprechende Erstattungen aus dem Planvermögen gedeckt sind.

Darüber hinaus bestehen weitere Altersversorgungssysteme, für die keine Rückstellungen zu bilden sind, da mit Zahlung der Beiträge keine weiteren Leistungsverpflichtungen bestehen (beitragsorientierte Pläne). Diese umfassen sowohl allein arbeitgeberfinanzierte Leistungen als auch Zuschüsse für Entgeltumwandlungen der Arbeitnehmer.

Im Rahmen der inzwischen geschlossenen zusätzlichen Versorgung über die BASF-Pensionskasse leisteten Arbeitgeber und Mitarbeiter Beiträge. Zum 31. März 2011 wurde die ordentliche Mitgliedschaft in der BASF-Pensionskasse durch die BASF für den weit überwiegenden Teil der K+S-Gruppengesellschaften gekündigt. Zum Kündigungszeitpunkt gehen die bis dahin ordentlichen Mitgliedschaften der betroffenen Mitarbeiter in außerordentliche Mitgliedschaften über und werden als unverfallbare Anwartschaften fortgeführt.

Die Versorgung über die BASF-Pensionskasse ist als gemeinschaftlicher Plan mehrerer Arbeitgeber i.S.v. IAS 19.29 zu qualifizieren. Der Plan ist grundsätzlich als leistungsorientiert einzustufen. Da zuverlässige Informationen über Planvermögen und Verpflichtungen nur für die Pensionskasse insgesamt vorliegen und nicht für die auf die K+S GRUPPE entfallenden Anteile, liegen keine ausreichenden Informationen für eine Bilanzierung des Plans vor. Deshalb wird dieser Plan gemäß IAS 19.30 als beitragsorientiert behandelt.

Insgesamt ergibt sich für die Berichtsperiode folgender Altersversorgungsaufwand (Vorjahreszahlen korrigiert um die auf die COMPO-Gruppe entfallenden Beträge):

AUFWAND ALTERSVERSORGUNG

TAB: 5.9.46 scroll 2011 2010
in Mio. € gesamt Inland Ausland gesamt Inland Ausland
Aufwand beitragsorientierte Pläne 14,1 2,8 11,3 15,0 3,8 11,2
(Nachzuverrechnender) Dienstzeitaufwand leistungsorientierte Zusagen 19,3 12,3 7,0 9,3 2,2 7,1
Aufwand Altersversorgung 33,4 15,1 18,3 24,3 6,0 18,3

Zudem wurden Beiträge in Höhe von 82,1 Mio. € (Vorjahr: 76,2 Mio. €) an staatliche Rentenversicherungsträger geleistet.

(22) RÜCKSTELLUNGEN FÜR BERGBAULICHE VERPFLICHTUNGEN

RÜCKSTELLUNGEN FÜR BERGBAULICHE VERPFLICHTUNGEN

TAB: 5.9.47 scroll 2011 2010
in Mio. € gesamt davon kurzfristig gesamt davon kurzfristig
Gruben- und Schachtverfüllung 283,7 6,8 261,9 7,3
Haldenverwahrung 190,1 - 165,7 -
Bergschäden 50,1 - 49,3 -
Rückbau 52,3 - 48,8 -
Sonstige 11,2 - 10,0 -
Bergbauliche Rückstellungen 587,4 6,8 535,7 7,3

Rückstellungen für bergbauliche Verpflichtungen sind aufgrund gesetzlicher, vertraglicher sowie behördlicher Auflagen zu bilden und umfassen im Wesentlichen Verpflichtungen zur Verfüllung von Gruben und Schächten sowie die Verpflichtung zur Haldenverwahrung. Außerdem bestehen Rückstellungen für Bergschädenwagnisse und Rückbauverpflichtungen.

Die bergbaulichen Verpflichtungen basieren auf gesetzlichen Regelungen wie dem Bundesberggesetz und werden vor allem in Betriebsplänen und wasserrechtlichen Erlaubnisbescheiden konkretisiert. Im Rahmen dieser überwiegend öffentlich-rechtlichen Verpflichtungen sind die Sicherung der Tagesoberfläche und Rekultivierungsmaßnahmen erforderlich.

Bergschäden können durch den untertägigen Abbau und die damit verbundene Absenkung der Erdoberfläche oder aufgrund von Schäden im Zusammenhang mit dem Produktionsprozess durch Staub oder Versalzung entstehen. Durch die Rückstellungen sind die erkennbaren Verpflichtungen zur Wiedernutzbarmachung sowie die Verpflichtungen aus verursachten bzw. bereits eingetretenen Bergschäden berücksichtigt.

Die Höhe der zu bildenden Rückstellungen basiert auf den erwarteten Aufwendungen bzw. den geschätzten Schadenersatzleistungen. Bergbaubedingte Rückstellungen sind überwiegend langfristige Rückstellungen, die auf Basis der zukünftig erwarteten Aufwendungen mit dem auf den Bilanzstichtag abgezinsten Erfüllungsbetrag bilanziert werden. Dabei wird für die K+S GRUPPE eine künftige Preissteigerung in Höhe von 1,5 % zugrunde gelegt. Der Abzinsungsfaktor für die bergbaulichen Verpflichtungen in den EU-Ländern beträgt 4,7% (Vorjahr: 4,7 %). Als Abzinsungsfaktor für die bergbaulichen Verpflichtungen der in 2009 erstmalig konsolidierten Gesellschaften der Morton Gruppe wird ein Zinssatz von 5,1 % (USA, Vorjahr: 5,1 %) bzw. 5,3 % (Kanada, Vorjahr: 5,3 %) verwendet.

Die erwarteten Erfüllungszeitpunkte sind im Wesentlichen abhängig von der wirtschaftlichen Restnutzungsdauer der Standorte. Die Verpflichtungen reichen teilweise weit über das Jahr 2050 hinaus.

Die Zuführung zu den bergbaulichen Rückstellungen im Berichtsjahr in Höhe von 67,9 Mio. € (Vorjahr: 121,0 Mio. €) beruht im Wesentlichen auf der jährlichen Aufzinsung der Rückstellungen, der Bildung von zusätzlichen Rückstellungen für bergbauliche Risiken sowie der Neubewertung von bestehenden Rückstellungen. Mit der Inanspruchnahme von bergbaulichen Rückstellungen in Höhe von 6,7 Mio. € (Vorjahr: 6,7 Mio. €) wurde der Verpflichtung zur Verwahrung von Altstandorten Rechnung getragen. Weiterhin handelt es sich auch um Aufwendungen im Zusammenhang mit Bergschädenwagnissen. Die Rückstellungsauflösungen in Höhe von 9,4 Mio. € (Vorjahr: 7,3 Mio. €) resultieren im Wesentlichen aus einer Verringerung einzelner erwarteter Verpflichtungen.

(23) LANGFRISTIGE PERSONALVERPFLICHTUNGEN

LANGFRISTIGE PERSONALVERPFLICHTUNGEN

TAB: 5.9.48 scroll 2011 2010
Rückstellungen für Long Term Incentives 50,6 29,2
Rückstellungen für Jubiläumsgelder 22,6 24,0
Rückstellungen für Altersteilzeit 21,1 26,5
Rückstellungen für Aktienoptionen 2,6 5,7
Sonstige langfristige Personalverpflichtungen 3,1 10,9
Summe langfristige Personalverpflichtungen 100,0 96,3

Die Bilanzierung der Rückstellung des kennzahlenbasierten "Long Term Incentive"-Programms erfolgt nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren. Versicherungsmathematische Gewinne bzw. Verluste werden ergebniswirksam erfasst. Bei der Ermittlung wird ein Rechnungszins von 2,7% (Vorjahr 2,1%) zugrunde gelegt. Für die aufgrund der Umstellung der variablen Vergütungskomponente mit langfristiger Anreizwirkung von einer zweijährigen auf eine vierjährige Laufzeit entstehenden Zuflusslücken in den Jahren 2012 und 2013 wurde das LTI-Programm virtuell bereits in den Jahren 2008 und 2009 mit jeweils einer Tranche gestartet.

/ WEITERE INFORMATION ZUM "LONG TERM INCENTIVE"-PROGRAMM finden Sie im Vergütungsbericht auf Seite 45.

Die Rückstellungen für Altersteilzeit berücksichtigen Verpflichtungen aus abgeschlossenen Altersteilzeitverträgen. Bei der Bewertung werden sowohl Erfüllungsrückstände (Differenz zwischen dem Wert der vollen Arbeitsleistung und des Altersteilzeitentgelts zuzüglich der anfallenden Arbeitgeberanteile zur Sozialversicherung) als auch Aufstockungsbeträge zum Altersteilzeitentgelt und zu den Beiträgen der gesetzlichen Rentenversicherung erfasst. Der Ansatz erfolgt zum Barwert mittels eines Rechnungszinses von 2,7% (Vorjahr: 4,9 %) bei einer erwarteten jährlichen Einkommenssteigerung von 1,8 % (Vorjahr: 1,8 %). Die zum Bilanzstichtag bestehenden Altersteilzeitverpflichtungen in Höhe von 53,0 Mio. € (Vorjahr: 58,4 Mio.€) wurden mit Planvermögen in Höhe von 31,9 Mio. € (Vorjahr: 31,9 Mio. €) saldiert. Das Planvermögen besteht in Form eines Contractual Trust Arrangements (CTA) und dient der Sicherung der im Rahmen der Altersteilzeitvereinbarungen fälligen Leistungen an die Arbeitnehmer.

Die Rückstellungen für Jubiläumsgelder werden für künftige Zahlungen anlässlich des 25-jährigen, 40-jährigen oder 50-jährigen Dienstjubiläums gebildet. Die Bewertung erfolgt nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren.Der Berechnung wurden ein Rechnungszins von 4,9 % (Vorjahr: 4,9%) sowie eine erwartete jährliche Einkommenssteigerung von 1,8% (Vorjahr: 1,8 %) zugrunde gelegt. Die Rückstellungen für das Aktienoptionsprogramm betreffen in bar abzugeltende virtuelle Aktienoptionen. Der Bestand dieser Optionen setzte sich zu Beginn der Berichtsperiode wie folgt zusammen:

BESTAND VIRTUELLER AKTIENOPTIONEN ZU BEGINN DER BERICHTSPERIODE

Anzahl Optionen erstmalig ausübbar Verfall beizulegender Zeitwert in Mio. € Rückstellung in Mio. €
7.200 Mai 2009 Mai 2012 - -
4.800 Mai 2010 Mai 2013 0,1 0,1
2.440.660 Mai 2011 Mai 2014 6,7 5,6
2.452.660 6,8 5,7

Im Geschäftsjahr 2011 wurden 7.200 Optionen, die erstmalig im Mai 2009 ausübbar waren, und 4.800 Optionen, die erstmals im Mai 2010 ausübbar waren, von berechtigten Mitarbeitern ausgeübt; 208.620 Optionen sind vorzeitig verfallen. Für die bestehenden Optionen wurden im Geschäftsjahr 2011 Erträge aus Rückstellungsauflösung in Höhe von 2,6 Mio. € erfasst. Die Auszahlung im Geschäftsjahr in Höhe von 0,1 Mio. € führte zu einem Rückstellungsverbrauch in Höhe von 0,1 Mio. €. Das Aktienoptionsprogramm wurde im Geschäftsjahr 2010 durch ein kennzahlenbasiertes langfristiges Vergütungssystem (Long Term Incentive) ersetzt.

Zum 31. Dezember 2011 betrug der Bestand der virtuellen Aktienoptionen:

BESTAND VIRTUELLER AKTIENOPTIONEN 31.12.2011

Anzahl Optionen erstmalig ausübbar Verfall beizulegender Zeitwert in Mio. € Rückstellung in Mio. €
2.232.040 Mai 2011 Mai 2014 2,6 2,6
2.232.040 2,6 2,6

Der beizulegende Zeitwert der ausübbaren Optionen betrug zum 31. Dezember 2011 2,6 Mio. €. Der beizulegende Zeitwert der Optionen wurde auf Basis eines mehrperiodischen Binomialmodells ermittelt. Dabei werden der Kurs der K+S-Aktie und der Stand des dax am Bewertungsstichtag sowie die historische Volatilität der K+S-Aktie gegenüber dem dax zugrunde gelegt. Die historische Volatilität der Überperformance wurde auf Basis der Kursdaten der letzten 250 Handelstage ermittelt, da dieser Zeitraum der am Bilanz Stichtag erwarteten durchschnittlichen Optionslaufzeit entspricht. Die auf diese Weise ermittelte Volatilität betrug bei dem im Mai 2014 verfallenden Optionsprogramm 20,74% (Vorjahr: 20,86%). Der Berechnung wurde ein Basiskurs der K+S-Aktie von 37,79 € zugrunde gelegt. Als risikoloser Zinssatz wurden 0,15% unterstellt. Die erwartete Fluktuation wurde nicht berücksichtigt, da dies keinen wesentlichen Einfluss auf die Höhe des Werts der Option hat. Erwartete Dividenden bleiben ebenfalls unberücksichtigt, da diese bei der Ermittlung der für den Vorteil aus der Optionsausübung relevanten Performance der K+S-Aktie berücksichtigt werden. Der Ansatz der Rückstellungen erfolgt anteilig über den Zeitraum der zweijährigen Ausübungssperrfrist. Zur allgemeinen Beschreibung des Aktienoptionsprogramms siehe Anmerkung (9).

(24) KURZFRISTIGE RÜCKSTELLUNGEN
Die Verpflichtungen aus Verkaufsgeschäften betreffen vor allem Rabatte und Preisnachlässe; aus Einkaufsverträgen resultieren Rückstellungen für ausstehende Rechnungen. Die kurzfristigen Personalverpflichtungen enthalten im Wesentlichen Rückstellungen für die erfolgsabhängige Vergütung der Arbeitnehmer sowie Rückstellungen für ausstehenden Urlaub und Freischichten.

(25) FINANZIELLE VERBINDLICHKEITEN
Die folgende Tabelle zeigt die Liquiditätsanalyse der finanziellen Verbindlichkeiten in Form der vertraglich vereinbarten undiskontierten Zahlungsströme.

LIQUIDITÄTSANALYSE NICHT DERIVATIVER FINANZIELLER VERBINDLICHKEITEN 2011

Cashflows in Mio. € 2011 gesamt Buchwert 2011 Restlaufzeit <1 Jahr Restlaufzeit> 1 Jahr u. < 5 Jahre Restlaufzeit> 5 Jahre
Finanzverbindlichkeiten 890,0 770,6 40,2 828,0 21,8
- davon Anleihen 884,5 765,8 39,2 823,5 21,8
- davon Verbindlichkeiten ggü. Kreditinstituten 5,5 4,8 1,0 4,5 -
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 613,8 613,8 613,3 0,5 -
Verbindlichkeiten ggü. verbundenen Unternehmen 14,0 14,0 14,0 - -
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 34,7 34,7 23,7 10,0 1,0
Nicht derivative finanzielle Verbindlichkeiten 1.552,5 1.433,1 691,2 838,5 22,8

LIQUIDITÄTSANALYSE NICHT DERIVATIVER FINANZIELLER VERBINDLICHKEITEN 2010

Cashflows in Mio. € 2010 gesamt Buchwert 2010 Restlaufzeit < 1 Jahr Restlaufzeit> 1 Jahr u. < 5 Jahre Restlaufzeit> 5 Jahre
Finanzverbindlichkeiten 946,8 786,6 57,8 865,4 23,6
- davon Anleihen 922,8 764,1 39,2 860,8 22,8
- davon Verbindlichkeiten ggü. Kreditinstituten 24,0 22,5 18,6 4,6 0,8
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 511,2 511,2 510,8 0,4 -
Verbindlichkeiten ggü. verbundenen Unternehmen 12,6 12,6 12,6 - -
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 51,7 51,7 33,9 16,6 1,2
Nicht derivative finanzielle Verbindlichkeiten 1.522,3 1.362,1 615,1 882,4 24,8

Die Finanzverbindlichkeiten zum Bilanzstichtag betreffen im Wesentlichen die K+S AKTIENGESELLSCHAFT und resultieren aus der im September 2009 mit einem Volumen von 750,0 Mio. € begebenen Anleihe, die mit einem festen Zinssatz von 5,0 % und einer Laufzeit von fünf Jahren ausgestattet ist. / WEITERE INFORMATION ZU DER ANLEIHE finden Sie im Kapitel ,K+S am Kapitalmarkt' des Lageberichts. Zudem wurde die in 2009 im Rahmen der Akquisition von MORTON SALT übernommene USD-Anleihe mit einem ausstehenden Betrag von 145,2 Mio. USD seitens ROHM & HAAS in 2010 teilweise zurückgekauft. Damit verbleibt ein Restbestand von 22,6 Mio. USD mit einer Fälligkeit in 2020. Daraus resultierende Zins- und Tilgungsbeiträge sind durch ROHM & HAAS zu leisten und vertraglich durch eine Bankgarantie gedeckt. Die aus dieser vertraglichen Konstruktion resultierenden Erstattungsansprüche für Zins- und Tilgungsbeträge werden unter der Position "Forderungen und sonstige Vermögenswerte" im lang- bzw. kurzfristigen Bereich ausgewiesen. Die Zinsbindungen sind mit Ausnahme der begebenen Anleihe grundsätzlich kurzfristig und betragen maximal zwölf Monate. Insofern bestehen zinsbedingte Cashflow-Risiken aus möglichen Zinsanpassungen. Die Effektivzinssätze orientieren sich an den Zinssätzen der betreffenden Währungen (Euro, US-Dollar, kanadischer Dollar, brasilianischer Real, chilenischer Peso) zuzüglich marktgerechter Aufschläge. Zum Bilanzstichtag bestanden keine variabel verzinslichen Finanzverbindlichkeiten. Die Liquiditätssteuerung erfolgt über ein gruppenweites Cashpool-System durch die zentrale Treasury-Einheit. Der Liquiditätsbedarf wird grundsätzlich über die Liquiditätsplanung ermittelt und ist über flüssige Mittel und zugesagte Kreditlinien gedeckt. Neben einer bis Juli 2015 laufenden Konsortialkreditlinie über 800 Mio. € bestehen derzeit nicht in Anspruch genommene bilaterale Kreditlinien. / WEITERE INFORMATION ZU LIQUIDITÄSRISIKEN finden Sie im Risikobericht auf Seite 133.

Die folgende Tabelle zeigt die Liquiditätsanalyse des Konzerns für derivative Finanzinstrumente. Die Tabelle basiert auf undiskontierten Nettozahlungsströmen für derivative Finanzinstrumente, die netto ausgeglichen werden, und undiskontierten Bruttozahlungströmen für derivative Finanzinstrumente, die brutto ausgeglichen werden.

LIQUIDITÄTSANALYSE DERIVATIVER FINANZINSTRUMENTE 2011

in Mio. € 2011 gesamt Buchwert 2011 Restlaufzeit < 1 Jahr Restlaufzeit>1 Jahr u. < 5 Jahre Restlaufzeit> 5 Jahre
Nettoerfüllung
Frachtderivate -4,5 -4,5 -2,4 -2,1 -
Bruttoerfüllung
Devisenderivate ¹ -17,1 -16,2 -17,1 - -
- davon Zahlungsverpflichtung -757,8 -757,8 - - -
- davon Zahlungsanspruch 740,7 740,7 - - -

¹ Die verkauften einfachen Devisenoptionen weisen zum Stichtag keinen inneren Wert auf und verursachen auf dieser Basis keinen Zahlungsstrom.

LIQUIDITÄTSANALYSE DERIVATIVER FINANZINSTRUMENTE 2010

in Mio. € 2010 gesamt Buchwert 2010 Restlaufzeit < 1 Jahr Restlaufzeit> 1 Jahr u. < 5 Jahre Restlaufzeit> 5 Jahre
Nettoerfüllung
Frachtderivate -5,3 -5,2 -1,9 -3,4 -
Bruttoerfüllung
Devisenderivate ¹ 2,4 2,4 2,4 - -
- davon Zahlungsverpflichtung -284,9 -284,9 - - -
- davon Zahlungsanspruch 287,3 287,3 - - -

¹ Die verkauften einfachen Devisenoptionen weisen zum Stichtag keinen inneren Wert auf und verursachen auf dieser Basis keinen Zahlungsstrom.

(26) WEITERE ANGABEN ZU FINANZINSTRUMENTEN
Die folgende Tabelle stellt die Buchwerte und beizulegenden Zeitwerte der Finanzinstrumente des Konzerns dar:

WEITERE ANGABEN ZU FINANZINSTRUMENTEN

2011 2010
in Mio. € Buchwert beizulegender Zeitwert
Bewertungskategorie nach IAS 39
Anteile an verbundenen Unternehmen und Beteiligungen
Zur Veräußerung verfügbar 14,7 14,7
Ausleihungen
Kredite und Forderungen 1,2 1,2
Finanzanlagen 15,9 15,9
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
Kredite und Forderungen 928,8 928,8
Übrige Forderungen und nicht derivative finanzielle Vermögenswerte
Kredite und Forderungen 90,8 90,8
Derivate
Zu Handelszwecken gehalten 15,1 15,1
Andere Vermögenswerte nicht IFRS
7 107,4 107,4
Sonstige Forderungen und Vermögenswerte 213,3 213,3
Wertpapiere und sonstige Finanzinvestitionen
Kredite und Forderungen 373,5 372,9
Flüssige Mittel
Kredite und Forderungen 442,8 442,8
Finanzverbindlichkeiten
Finanzielle Verbindlichkeiten zu fortgeführten Anschaffungskosten 770,6 826,7
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
Finanzielle Verbindlichkeiten zu fortgeführten Anschaffungskosten 613,8 613,8
Sonstige nicht derivative finanzielle Verbindlichkeiten
Finanzielle Verbindlichkeiten zu fortgeführten Anschaffungskosten 48,7 48,7
Derivate
Zu Handelszwecken gehalten 36,1 36,1
Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing
IFRS 7 5,8 5,8
Andere Verbindlichkeiten nicht IFRS
7 25,7 25,7
Übrige und sonstige Verbindlichkeiten 116,3 116,3

Die Buchwerte der Finanzinstrumente, aggregiert nach den Bewertungskategorien des IAS 39, stellen sich wie folgt dar:

BUCHWERTE DER FINANZINSTRUMENTE# AGGREGIERT NACH BEWERTUNGSKATEGORIEN

TAB: 5.9.56

2011 2010
Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte 14.7 22.3
Kredite und Forderungen 1837.1 1809.2
Zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Vermögenswerte 15.1 41.8
Finanzielle Verbindlichkeiten zu fortgeführten Anschaffungskosten 1433.1 1347.3
Zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Verbindlichkeiten 36.1 17.1

Die beizulegenden Zeitwerte der Finanzinstrumente wurden grundsätzlich basierend auf den am Bilanzstichtag verfügbaren Marktinformationen ermittelt und sind einer der drei Hierarchiestufen von beizulegenden Zeitwerten nach ifrs 7 zuzuordnen. Finanzinstrumente der Stufe l zeichnen sich durch eine Bewertung auf Basis quotierter Preise auf aktiven Märkten für identische Vermögenswerte und Verbindlichkeiten aus. Innerhalb der Stufe 2 wird die Bewertung der Finanzinstrumente auf Basis von Inputfaktoren, die aus beobachtbaren Marktdaten ableitbar sind, oder anhand von Marktpreisen für ähnliche Instrumente durchgeführt. Finanzinstrumente der Stufe 3 werden auf Basis von Inputfaktoren, die nicht aus beobßerbaren Marktdaten ableitbar sind, bewertet. Zum 31. Dezember 2011 sind zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Vermögenswerte in Höhe von 15,1 Mio. € (Vorjahr: 41,8 Mio. €) und zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Verbindlichkeiten in Höhe von 36,1 Mio. € (Vorjahr: 17,1 Mio. €) der Stufe 2 der Fair-Value-Hierarchie zuzuordnen. Finanzinstrumente der Stufen 1 und 3 der Fair-Value-Hierarchie liegen nicht vor. Für die zu Anschaffungskosten bewerteten Eigenkapitalinstrumente ist eine verlässliche Bestimmung des beizulegenden Zeitwerts aufgrund fehlender aktiver Märkte nicht möglich. Hierbei handelt es sich um Anteile an (nicht konsolidierten) Tochterunternehmen, Gemeinschaftsunternehmen, assoziierten Unternehmen und Beteiligungen. Es wird davon ausgegangen, dass die Buchwerte am Bilanzstichtag den beizulegenden Zeitwerten entsprechen. Bei Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, sonstigen Forderungen und nicht derivativen Vermögenswerten sowie Flüssigen Mitteln entsprechen die Buchwerte aufgrund der überwiegend kurzen Laufzeiten dieser Instrumente den beizulegenden Zeitwerten. Bei Finanzverbindlichkeiten, Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstigen nicht derivativen und anderen Verbindlichkeiten wird aufgrund der überwiegend kurzen Laufzeiten davon ausgegangen, dass die Buchwerte dieser Instrumente den beizulegenden Zeitwerten entsprechen. Für langfristige Finanzverbindlichkeiten wurde der beizulegende Zeitwert als Barwert der zukünftigen Zahlungsströme bzw. aus Marktpreisen ermittelt. Zur Diskontierung werden marktübliche Zinssätze, bezogen auf die entsprechende Fristigkeit, verwendet. Für die Ausleihungen und Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing wird aufgrund unwesentlicher Abweichungen von Markt- und Kalkulationszinssatz davon ausgegangen, dass die Buchwerte den beizulegenden Zeitwerten entsprechen.

Die folgende Tabelle stellt die aus Finanzinstrumenten resultierenden Nettoergebnisse dar:

NETTOERGEBNIS AUS FINANZINSTRUMENTEN

TAB: 5.9.57

2011 2010
Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte 9.6 5.0
Kredite und Forderungen 4.0 31.1
Zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten -2.1 -16.5
Finanzielle Verbindlichkeiten zu fortgeführten Anschaffungskosten -11.9 -1.5

Das Nettoergebnis aus zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerten umfasst im Wesentlichen Gewinne oder Verluste aus Beteiligungen. Das Nettoergebnis aus Krediten und Forderungen enthält hauptsächlich Effekte aus der Währungsumrechnung sowie Änderungen in den Wertberichtigungen. Das Nettoergebnis aus zu Handelszwecken gehaltenen finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten beinhaltet überwiegend Marktwertänderungen derivativer Finanzinstrumente sowie Zinserträge und -aufwendungen dieser Finanzinstrumente. Das Nettoergebnis aus zu fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten Verbindlichkeiten besteht überwiegend aus Effekten der Währungsumrechnung.

Die Gesamtzinserträge und -aufwendungen für finanzielle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten, die nicht erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, stellen sich wie folgt dar:

ZINSERGEBNIS AUS FINANZINSTRUMENTEN

TAB: 5.9.58

2011 2010
Zinserträge 12.0 8.4
Zinsaufwendungen -43.9 -75.0

Zinsrisiken entstehen durch eine Veränderung der Marktzinssätze, die eine Auswirkung auf zu erhaltende bzw. zu zahlende Zinsen und den Marktwert des Finanzinstruments haben können. Daraus können sich entsprechende Auswirkungen auf das Ergebnis bzw. das Eigenkapital ergeben. Gemäß ifrs 7 sind Zinsänderungsrisiken mittels einer Sensitivitätsanalyse darzustellen. Dieser liegen folgende Annahmen zugrunde: Die durch die Sensitivitätsanalyse ermittelte Auswirkung auf das Ergebnis bzw. Eigenkapital bezieht sich auf den Bestand zum Bilanzstichtag und zeigt den hypothetischen Effekt für ein Jahr. Marktzinssatzänderungen von originären variabel verzinslichen Finanzinstrumenten wirken sich auf das Zinsergebnis aus und werden bei der ergebnisbezogenen Sensitivitätsanalyse berücksichtigt. Marktzinssatzänderungen von originären fest verzinslichen Finanzinstrumenten, die zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert werden, wirken sich nicht auf das Ergebnis oder Eigenkapital aus und werden daher bei der Sensitivitätsanalyse nicht berücksichtigt. Zum Bilanzstichtag wurden sämtliche originären fest verzinslichen Finanzinstrumente zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert. Diese unterliegen einem Zinsrisiko bei der Wiederanlage, das jedoch bei der stichtagsbezogenen Sensitivitätsanalyse nicht zu berücksichtigen ist. Des Weiteren bestanden zum Bilanzstichtag keine Zinsderivate, die potenziell in eine Sensitivitätsanalyse einzubeziehen wären. Demnach hätte eine Erhöhung (Verringerung) des Zinsniveaus zum Bilanzstichtag um 1 Prozentpunkt eine Verbesserung (Verschlechterung) des Zinsergebnisses um 2,4 Mio. € (Vorjahr: 2,8 Mio. €) zur Folge. Eine Auswirkung auf das sonstige Ergebnis hätte sich nicht ergeben.

Neben Forderungen und Verbindlichkeiten in der Konzernwährung Euro bestehen auch Positionen in Fremdwährungen. Wäre der Euro gegenüber den Fremdwährungen (überwiegend US-Dollar) um 10 % stärker bzw. schwächer geworden, hätte sich eine ergebniswirksame Veränderung des beizulegenden Zeitwerts der saldierten Position aus Fremdwährungsforderungen und -Verbindlichkeiten um ±28,6 Mio. € (Vorjahr: ±19,8 Mio. €) ergeben.

K+S tätigt u.a. Geldanlagen, bei denen Sicherheitsleistungen von den Kontrahenten - i.d.R. Banken - gestellt werden. Hierbei handelt es sich um sog. Tri-party Repo-Geschäfte, die den Charakter einer besicherten Festgeldanlage aufweisen und über eine Clearingstelle abgewickelt werden. Diese Clearingstelle übernimmt dabei die Aufgabe der Ein- und Auslieferung der Sicherheiten auf das dortige K+S-Depot sowie die Marktbewertung der jeweils vereinbarten Sicherheiten auf täglicher Basis. Die nicht anderweitig verwendbaren Sicherheiten werden mit dem Kontrahenten dem Rahmen nach über einen sog. Basket, der sich im Wesentlichen nach Anlage Massen, Ratings, Ländern und Währungen definiert, vereinbart. Von den vorgenannten Kriterien hängt es ab, bis zu welchem Beleihungswert die Sicherheiten berücksichtigt werden. D.h. bei sinkendem Rating oder abnehmender Handelbarkeit der jeweiligen Sicherheiten sinkt der Beleihungswert, und zusätzliche Sicherheiten müssen gestellt werden. Der jeweilige Rahmen der möglichen Sicherheiten richtet sich nach unserem internen Monitoring, welches grundsätzlich das Rating sowie die Höhe der jeweiligen Kreditausfallversicherungen (sog. Credit-Default-Swaps) berücksichtigt. Daneben bestehen auch Festgeldanlagen über Pensionsgeschäfte, bei denen CO2-Zertifikate (genauer eua-Zertifikate) von uns als Sicherheit gehalten werden. Diese CO2-Zertifikate können grundsätzlich ohne Einschränkung anderweitig verfügt werden. Zum 31. Dezember 2011 beträgt der beizulegende Zeitwert dieser Zertifikate 8,3 Mio. €.

(27) EVENTUALSCHULDEN

In der K+S GRUPPE bestehen im Rahmen ihrer allgemeinen Geschäftstätigkeit verschiedene Risiken, für die Rückstellungen gebildet wurden, sofern die Voraussetzungen erfüllt sind. Darüber hinaus bestehen keine weiteren Risiken, die zum Ausweis von Eventualschulden führen würden.

(28) SONSTIGE FINANZIELLE VERPFLICHTUNGEN

SONSTIGE FINANZIELLE VERPFLICHTUNGEN

TAB: 5.9.59

2011 2010
Verpflichtungen aus noch nicht abgeschlossenen Investitionen 94.7 59.8
Verpflichtungen aus Operating-Leasing
-fällig im Folgejahr 23.8 20.6
-fällig im 2. bis 5. Jahr 53.7 43.9
-fällig nach 5 Jahren 25.2 17.5
Sonstige finanzielle Verpflichtungen 197.4 141.8

Operating-Leasingverträge bestehen beispielsweise für Gegenstände der Betriebs- und Geschäftsausstattung und für Fahrzeuge. Diese Vermögenswerte sind aufgrund der vertraglichen Vereinbarungen nicht im Anlagevermögen zu bilanzieren. Der Aufwand aus Operatingleasing belief sich im Jahr 2011 auf 44,6 Mio. € (Vorjahr: 45,0 Mio. €). Die zum 31. Dezember 2011 bestehenden Verbindlichkeiten und sonstigen finanziellen Verpflichtungen aus Finanzierungsleasing sind aus Konzernsicht als unwesentlich zu bezeichnen.

ERLÄUTERUNGEN ZUR SEGMENTBERICHTERSTATTUNG

Die Segmentberichterstattung ist auf Seite 166 dargestellt.

(29) SEGMENTABGRENZUNG

Die Segmentabgrenzung erfolgt produktorientiert. Dies entspricht der internen Organisations- und Berichtsstruktur der K+S GRUPPE. Im Segment Kali- und Magnesiumprodukte sind die Produktion und Vermarktung von Kalidüngemitteln und Düngemittelspezialitäten sowie Kali- und Magnesiumverbindungen für technische, gewerbliche und pharmazeutische Anwendungen zusammengefasst. Das Segment Stickstoffdüngemittel setzte sich bisher aus den Teilaktivitäten NITROGEN und compo zusammen. Am 20. Juni 2011 wurde der Verkauf der compo an den europäischen Private-Equity-Investör triton bekanntgegeben; das Closing erfolgte am 18.# (33) ZUSÄTZLICHE SEGMENTANGABEN

GESCHÄFTSBEREICH KALI- UND MAGNESIUMPRODUKTE

Für nicht in Anspruch genommene Verpflichtungen aus dem Jahr 2010 wurden Rückstellungen im Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte in Höhe von 24,1 Mio. € (Vorjahr 22,1 Mio. €) aufgelöst. Der Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte verzeichnete außerplanmäßige Abschreibungen von 5,5 Mio. € auf Sachanlagen- und immaterielle Vermögenswerte, die im sonstigen betrieblichen Aufwand ausgewiesen wurden (Vorjahr 6,4 Mio. €).

GESCHÄFTSBEREICH STICKSTOFFDÜNGEMITTEL

Für nicht in Anspruch genommene Verpflichtungen aus dem Jahr 2010 wurden Rückstellungen in Höhe von 12,7 Mio. € (Vorjahr: 11,4 Mio. €) aufgelöst. Gutschriften von Lieferanten für das Geschäftsjahr 2010 führten zu periodenfremden Erträgen in Höhe von 5,2 Mio. € (Vorjahr 4,1 Mio. €).

GESCHÄFTSBEREICH SALZ

Im Geschäftsbereich Salz wurden in der Berichtsperiode für nicht in Anspruch genommene Verpflichtungen Rückstellungen in Höhe von 11,7 Mio. € (Vorjahr: 21,8 Mio. €) aufgelöst. Im Vorjahr fielen außerplanmäßige Abschreibungen in Höhe von 6,3 Mio. € an, die im sonstigen betrieblichen Aufwand ausgewiesen wurden.

ERGÄNZENDE GESCHÄFTSBEREICHE

Im Berichtsjahr wurden außerplanmäßige Abschreibungen auf Schiffsbeteiligungen in Höhe von 4,7 Mio. € vorgenommen, die im Beteiligungsergebnis ausgewiesen wurden.

(34) ERLÄUTERUNG DER ÜBERLEITUNGSPOSITIONEN

Die Überleitungen der Segment zahlen auf die Abchlusszahlen der K+S GRUPPE betreffen Positionen, die den Zentralfunktionen zugerechnet werden, sowie konsolidierungsbedingte Effekte. Die wesentlichen Positionen sind:

Überleitung Segmentergebnisse 2011 2010
Konsolidierungsbedingte Effekte 0,2 -0,3
Ergebnis der Zentralfunktionen -62,7 -63,7
Gesamt -62,5 -64,0
Überleitung Segmentvermögen 2011 2010
Anlagevermögen 55,7 51,3
Aktive latente Steuern 55,3 57,8
Marktwerte Derivate -23,9 0,1
Steuererstattungsansprüche aus Ertragsteuern 41,6 25,0
Übrige Forderungen 81,9 69,2
Geld und Geldanlagen 675,6 671,2
Konsolidierungsbedingte Effekte -1.138,4 -986,0
Gesamt -252,2 -111,4
Überleitung Segmentschulden 2011 2010
Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 0,1 21,1
Sonstige Rückstellungen 60,7 55,8
Passive latente Steuern 342,3 261,6
Marktwerte Derivate 8,8 2,7
Finanzverbindlichkeiten 770,6 786,6
Übrige Verbindlichkeiten 22,6 20,0
Steuerverbindlichkeiten aus Ertragsteuern 23,2 82,4
Konsolidierungsbedingte Effekte -54,2 -124,0
Gesamt 1.174,1 1.106,2

(35) Regionale Umsatzverteilung

Die Umsatzerlöse der K+S GRUPPE gliedern sich nach Regionen wie folgt:

REGIONALE UMSATZVERTEILUNG 2011 2010
Europa 2.580,6 2.331,1
- davon Deutschland 810,3 802,0
Nordamerika 1.203,7 1.166,7
- davon USA 910,5 932,7
Südamerika 620,7 527,6
Asien 582,6 496,8
Afrika, Ozeanien 163,3 110,5
Gesamtumsatz 5.150,9 4.632,7

Die Zuordnung orientiert sich nach dem Sitz der Kunden. In den Geschäftsjahren 2010 und 2011 entfielen auf keinen Einzelkunden mehr als 10% der Gesamterlöse.

(36) Regionale Verteilung des langfristigen Vermögens

Das langfristige Vermögen der K+S GRUPPE umfasst immaterielle Vermögenswerte, Sachanlagen sowie Investment Properties und gliedert sich wie folgt nach Regionen:

REGIONALE VERTEILUNG DES VERMÖGENS 2011 2010
Europa 996,4 931,4
- davon Deutschland 948,7 880,0
Nordamerika 1.772,0 1.336,6
- davon USA 1.089,2 1.079,7
- davon Kanada 661,5 234,2
Südamerika 487,3 462,0
- davon Chile 480,1 451,5
Gesamtvermögen 3.255,7 2.730,0

Die Zuordnung wird nach dem Standort des betreffenden Vermögens vorgenommen.

(37) Regionale Verteilung der Investitionen

Die Investitionen der K+S GRUPPE in immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen gliedern sich nach Regionen wie folgt:

REGIONALE VERTEILUNG DER INVESTITIONEN 2011 2010
Europa 177,9 123,8
- davon Deutschland 172,8 119,0
Nordamerika 81,9 51,0
- davon USA 36,2 30,8
- davon Kanada 44,0 10,8
Südamerika 34,3 13,8
- davon Chile 31,0 7,2
Gesamtinvestitionen 294,1 188,6

Die Zuordnung erfolgt nach dem Standort des betreffenden Vermögens.

ERLÄUTERUNGEN ZUR KAPITALFLUSSRECHNUNG

Die Kapitalflussrechnung ist auf der Seite 157 dargestellt.

(38) Einzahlungen aus dem Verkauf konsolidierter Unternehmen

EINZAHLUNGEN AUS DEM VERKAUF KONSOLIDIERTER UNTERNEHMEN 2011 2010
Verkaufspreis 50,6 -
Davon an nicht konsolidierte Gesellschaften der K+S Gruppe -2,0 -
Abgehende flüssige Mittel -4,3 -
Ablösung Cashpool-Guthaben 46,3 -
Einzahlungen aus dem Verkauf konsolidierter Unternehmen 90,6 -

Der in der Kapitalflussrechnung ausgewiesene Cashflow aus Investitionstätigkeit aus nicht fortgeführter Geschäftstätigkeit in Höhe von 85,2 Mio. € ergibt sich als Summe der Einzahlungen aus der Veräußerung der compo-Gruppe in Höhe von 90,6 Mio. € und den Investitionen des compo-Geschäfts im laufenden Geschäftsjahr von -5,4 Mio. €.

(39) Auszahlungen für den Erwerb konsolidierter Unternehmen

AUSZAHLUNGEN FÜR DEN ERWERB KONSOLIDIERTER UNTERNEHMEN 2011 2010
Kaufpreis 263,2 -
Erworbene flüssige Mittel -20,4 -
Auszahlungen für den Erwerb konsolidierter Unternehmen 242,8 -

(40) Nettofinanzmittelbestand

NETTOFINANZMITTELBESTAND 2011 2010
Flüssige Mittel (laut Bilanz) 442,8 748,4
Geldanlagen bei verbundenen Unternehmen 1,0 -
Von verbundenen Unternehmen hereingenommene Gelder -6,5 -7,8
Nettofinanzmittelbestand 437,3 740,6

Die flüssigen Mittel beinhalten Schecks, Kassenbestände und Bankguthaben sowie Finanzinvestitionen mit einer Laufzeit von im Regelfall nicht mehr als drei Monaten, gerechnet vom Erwerbs Zeitpunkt. Diese beinhalten im Wesentlichen Festgeldanlagen bei Kreditinstituten und sonstige liquiditätsnahe Geldanlagen. Die Geldanlagen bei verbundenen Unternehmen werden in der Position "Übrige Forderungen und Vermögenswerte" ausgewiesen, die von den verbundenen Unternehmen hereingenommenen Gelder in der Position "Sonstige Verbindlichkeiten".

SONSTIGE ANGABEN

HONORAR FÜR DEN ABSCHLUSSPRÜFER

| HONORAR FÜR DEN ABSCHLUSSPRÜFER | 2011 | 2010 |
| :------------------------------ | :--- | :--- |# Abschlussprüfungsleistung

2011 2010
Abschlussprüfungsleistung 0,9 1,0
Andere Bestätigungsleistungen - -
Steuerberatungsleistungen - -
Sonstige Leistungen 0,1 0,1
Honorar für den Abschlussprüfer 1,0 1,1

Die Abschlussprüfungsleistungen umfassen die Prüfung des Konzernabschlusses und der Jahresabschlüsse der einbezogenen inländischen Gesellschaften. In den sonstigen Leistungen sind Beratungskosten für Einzelprojekte enthalten.

ZUWENDUNGEN DER ÖFFENTLICHEN HAND

ZUWENDUNGEN DER ÖFFENTLICHEN HAND

2011 2010
Investitionszulagen - 0,6
Investitionszuschüsse - 1,8
Erfolgsbezogene Zuwendungen 2,9 4,7
Zuwendungen der öffentlichen Hand 2,9 7,1

Die erfassten Investitionszulagen betreffen Beträge, die nach dem Investitionszulagengesetz für Investitionen im Fördergebiet der Bundesrepublik Deutschland gewährt wurden. Investitionszuschüsse wurden im Rahmen der Förderung der regionalen Wirtschaftsstruktur und für bestimmte Verkehrsprojekte innerhalb der Bundesrepublik Deutschland gewährt. Investitions Zulagen und -Zuschüsse werden von den Buchwerten der betreffenden Vermögenswerte abgesetzt. Bei den erfolgsbezogenen Zuwendungen handelt es sich um Leistungen der Bundesagentur für Arbeit nach dem Altersteilzeitgesetz sowie Erstattungen der vom Arbeitgeber zu tragenden Aufwendungen zur Sozialversicherung im Zusammenhang mit Kurzarbeitergeld.

NAHESTEHENDE UNTERNEHMEN UND PERSONEN

Neben den in den Konzernabschluss einbezogenen Tochterunternehmen steht die K+S GRUPPE mit weiteren nahestehenden Unternehmen in Beziehungen; hierzu zählen nicht konsolidierte Tochterunternehmen, Gemeinschaftsunternehmen sowie Unternehmen, auf die die K+S GRUPPE einen maßgeblichen Einfluss ausüben kann (assoziierte Unternehmen). Eine vollständige Übersicht aller nahe stehenden Unternehmen kann der Zusammenstellung des gesamten Beteiligungsbesitzes (Anteilsbesitzliste) auf Seite 211 entnommen werden.

Die folgende Tabelle zeigt die in der Berichtsperiode erfolgten Transaktionen der K+S GRUPPE mit nicht konsolidierten Tochterunternehmen. Die Abwicklung der Geschäfte erfolgte zu marktüblichen Konditionen.

TRANSAKTIONEN MIT NICHT KONSOLIDIERTEN TOCHTERUNTERNEHMEN

2011 2010
Umsätze aus Lieferungen und Leistungen 70,0 67,1
Empfangene Lieferungen und Leistungen 31,6 25,8
Erträge aus Ausschüttungen und Gewinnabführungen 9,2 4,0
Sonstige Erträge 1,0 1,1
Sonstige Aufwendungen 2,5 1,5

Die Umsätze aus Lieferungen und Leistungen resultieren im Wesentlichen aus Warenverkäufen von konsolidierten Gesellschaften an ausländische Vertriebsgesellschaften. Die empfangenen Lieferungen und Leistungen betreffen im Wesentlichen Sprengstofflieferungen einer inländischen Tochtergesellschaft sowie Provisionen, die von ausländischen Vertriebsgesellschaften in Rechnung gestellt wurden.

Am 31. Dezember 2011 wurden folgende ausstehende Salden mit nicht konsolidierten Tochterunternehmen ausgewiesen:

SALDEN MIT NICHT KONSOLIDIERTEN TOCHTERUNTERNEHMEN

2011 2010
Forderungen gegen verbundene Unternehmen 14,5 17,0
- davon aus Bankverkehr 1,0 -
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 14,0 12,6
- davon aus Bankverkehr 6,5 7,8

Zum Bilanzstichtag bestanden keine Wertberichtigungen auf Forderungen gegen verbundene Unternehmen (Vorjahr: 0 Mio. €). Ausfallversicherungen für Forderungen gegen Tochtergesellschaften existieren nicht. Die Forderungen und Verbindlichkeiten aus Bankverkehr resultieren aus der zentralen Aufnahme bzw. Anlage liquider Mittel bei der K+S AKTIENGESELLSCHAFT (Cash-Pooling). Im Vorjahr bestanden Ausleihungen an nicht konsolidierte Tochterunternehmen in Höhe von 0,3 Mio. €, darauf entfallen Wertberichtigungen in Höhe 0,1 Mio. €.

Transaktionen der K+S GRUPPE mit Gemeinschaftsunternehmen und assoziierten Unternehmen sind aus Konzernsicht als unwesentlich zu bezeichnen.

Nahestehende Personen sind definiert als Personen, die für die Planung, Leitung und Überwachung eines Unternehmens verantwortlich sind. Hierzu zählen der Vorstand und der Aufsichtsrat. Die Vergütung der nahestehenden Personen ist im nachfolgenden Abschnitt sowie im Vergütungsbericht dargestellt. Weitere wesentliche Transaktionen mit nahe stehenden Personen fanden nicht statt.

GESAMTBEZÜGE DES AUFSICHTSRATS UND DES VORSTANDS

GESAMTBEZÜGE DES AUFSICHTSRATS UND DES VORSTANDS

2011 2010
Gesamtbezüge des Aufsichtsrats 1,5 1,4
- davon fix 1,1 1,1
- davon erfolgsbezogen 0,4 0,3
Gesamtbezüge des Vorstands 11,8 5,8
- davon fix 2,4 2,2
- davon erfolgsbezogen 4,3 3,6
- davon LTI-Programm 5,1 -
Gesamtbezüge früherer Mitglieder des Vorstands und ihrer Hinterbliebenen 1,1 1,0
Pensionsrückstellungen für frühere Mitglieder des Vorstands und ihre Hinterbliebenen 12,4 11,9

Die Gesamtbezüge des Vorstands betrafen im Berichtsjahr und im Vorjahr fünf Vorstandsmitglieder, die jeweils zwölf Monate im Amt waren. Das Vergütungssystem des Vorstands setzt sich aus folgenden Komponenten zusammen:

― laufende monatliche Bezüge (Fixgehalt); hinzugerechnet werden Sachbezüge
― erfolgsbezogene Einmalvergütung; die Tantieme bestimmt sich nach der Gesamtkapitalrendite und einer persönlichen Leistungskomponente und wird im jeweils folgenden Geschäftsjahr ausgezahlt
― Long Term Incentive Programm (LTI-Programm)

Die Darstellung der individualisierten Bezüge der Vorstandsmitglieder für das Geschäftsjahr 2011 erfolgt im Vergütungsbericht des Corporate-Governance-Berichts auf Seite 45; der Vergütungsbericht ist auch Bestandteil des Lageberichts.

BETEILIGUNGEN AN DER K+S AKTIENGESELLSCHAFT

MERITUS TRUST COMPANY LIMITED, Bermuda, hält über die eurochem group se und ihr zuzurechnende Tochterunternehmen knapp 10 % der Aktien. meritus hält treuhänderisch Industriebeteiligungen von Andrey Melnichenko. Die BASF SE, Ludwigshafen, teilte am 16. März 20U mit, dass der Stimmrechtsanteil die Schwelle von 3 % unterschritten habe und sie keine K+S-Aktien halte, BLACKROCK INC, New York (USA), überschritt am 15. März 2011 die Schwelle von 5% und veröffentlichte einen Anteilsbesitz von 5,46%. Der Anteilsbesitz von prudential plc. beträgt 3 % und wird über M&G INVESTMENT MANAGEMENT lIMITED, London (UK) gehalten. Die Mitteilung von PRUDENTIAL PLC. erfolgte am 2. November 2011.

ENTSPRECHENSERKLÄRUNG ZUM CORPORATE GOVERNANCE KODEX

Die Entsprechenserklärung gemäß §161 AktG zu den Empfehlungen der "Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex" ist für 2010 / 2011 von Vorstand und Aufsichtsrat der K+S AKTIENGESELLSCHAFT abgegeben und den Aktionären im Finanzbericht 2010 und im Internetauftritt der K+S GRUPPE (www.k-plus-s.com) zugänglich gemacht worden. Die Entsprechenserklärung 2011/2012 ist ebenfalls dauerhaft auf der K+S-Homepage und im Finanzbericht 2011 auf Seite 35 veröffentlicht.

ANTEILSBESITZLISTE GEMÄSS § 313 HGB

ANTEILSBESITZLISTE GEMÄSS § 313 HGB

Sitz der Gesellschaft Anteile am Kapital Anteil Stimmrechte in %; per 31.12.2011
Voll konsolidierte inländische Tochterunternehmen (17 Gesellschaften)
K+S Aktiengesellschaft Kassel Deutschland -
Chemische Fabrik Kalk GmbH Köln Deutschland 100,0
Deutscher Straßen-Dienst GmbH Hannover Deutschland 100,0
esco - european Salt Company GmbH & Co. KG Hannover Deutschland 100,0
esco international GmbH Hannover Deutschland 100,0
fertiva GmbH Mannheim Deutschland 100,0
German Bulk Chartering GmbH Hamburg Deutschland 100,0
K+S Baustoffrecycling GmbH Sehnde Deutschland 100,0
K+S Beteiligungs GmbH Kassel Deutschland 100,0
K+S Entsorgung GmbH Kassel Deutschland 100,0
K+S IT-Services GmbH Kassel Deutschland 100,0
K+S KALI GmbH Kassel Deutschland 100,0
K+S NITROGEN GmbH Mannheim Deutschland 100,0
K+S Salz GmbH Hannover Deutschland 100,0
K+S TRANSPORT GmbH Hamburg Deutschland 100,0
Kali-Union Verwaltungsgesellschaft mbH Kassel Deutschland 100,0
U BT See- und Hafen-Spedition GmbH Rostock Deutschland 100,0
Sitz der Gesellschaft Anteile am Kapital Anteil Stimmrechte in %; per 31.12.2011
Voll konsolidierte ausländische Tochterunternehmen (51 Gesellschaften)
Canadian Brine Ltd. Pointe Ciaire, Québec Kanada 100,0
Canadian Salt Finance Company Halifax, Nova Scotia Kanada 100,0
Canadian Salt Holding Company Halifax, Nova Scotia Kanada 100,0
Compania Minera Punta de Lobos Ltda. Santiago de Chile Chile 99,64
Empresa de Servicios Ltda. Santiago de Chile Chile 99,64
Empresa Maritima S.A. Santiago de Chile Chile 48,67
esco benelux N.V. Diegem Belgien 100,0
esco franee S.A.S. Levallois-Perret Frankreich 100,0

ANTEILSBESITZLISTE GEMÄSS §313 HGB (FORTSETZUNG)

Sitz der Gesellschaft Anteile am Kapital Anteil Stimmrechte in %; per 31.12.2011
esco Holding France S.A.S. Dombasle sur Meurthe Frankreich 100,0
esco Spain S.L. Barcelona Spanien 100,0
Frisia Zout B.V. Harlingen Niederlande 100,0
Glendale Salt Development LLC Chicago USA 100,0
Inagua General Store Ltd. Nassau Bahamas 100,0
Inagua Transports Inc. Monrovia Liberien 100,0
International Salt Company LLC Clarks Summit USA 100,0
Inversiones Columbus Ltda. Santiago de Chile Chile 2,00
Inversiones Empremar Ltda. Santiago de Chile Chile 48,87
Inversiones K+S Sal de Chile Ltda. Santiago de Chile Chile 100,0
K plus S lberia S.L. Barcelona Spanien 100,0
K+S Agricoltura S.p.A. Cesano Maderno Italien 100,0
K+S Agro México S.A. de C.V. Mexico-City Mexiko 100,0
K+S Canada Holdings Inc. Vancouver Kanada 100,0
K+S Finance Belgium BVBA Diegem Belgien 100,0
K+S Finance Ltd. St. Julians Malta 100,0
K+S Hellas S.A. Athen Griechenland 100,0
K+S Holding France S.A.S. Reims Frankreich 100,0
K+S Investments Ltd. St. Julians Malta 100,0
K+S KALI Atiantique S.A.S. Préen Pail Frankreich 100,0
K+S KALI du Roure S.A.S. Le Teil Frankreich 100,0
K+S KALI France S.A.S.

TAB: 5.9.72

Sitz der Gesellschaft Anteile am Kapital Anteil Stimmrechte in %; per 31.12.2011
K+S KALI Reims S.A.S. Reims Frankreich 100,00 100,00
K+S KALI Rodez S.A.S. Sainte Radegonde Frankreich 97,45 97,45
K+S KALI Wittenheim S.A.S. Wittenheim Frankreich 100,00 100,00
K+S Mining Argentina S.A. Buenos Aires Argentinien 100,00 100,00
K+S Montana Holdings LLC Chicago USA 100,00 100,00
K+S Netherlands Holding B.V. Harlingen Niederlande 100,00 100,00
K+S North America Corporation New York USA 100,00 100,00
K+S North America Salt Holdings LLC Chicago USA 100,00 100,00
K+S Potash Canada General Partnership Vancouver Kanada 100,00 100,00
Montana US Parent Inc. Chicago USA 100,00 100,00
Morton Bahamas Ltd. Nassau Bahamas 100,00 100,00
Morton Salt Inc. Chicago USA 100,00 100,00
SPL-USALLC Clarks Summit USA 100,00 100,00
Salina Diamante Branco Ltda. Rio de Janeiro Brasilien 100,00 100,00
Salines Cérébos et de Bayonne S.A.S. Levallois-Perret Frankreich 100,00 100,00
Servicios Maritimos Patillos S.A.3 Santiago de Chile Chile 49,82 50,00
Servicios Portuarios Patillos S.A. Santiago de Chile Chile 99,53 99,89
Sociedad Punta de Lobos S.A. Santiago de Chile Chile 99,64 99,64
The Canadian Salt Company Limited Pointe Claire, Quebec Kanada 100,00 100,00
Transporte por Containers S.A. Santiago de Chile Chile 48,04 98,71
VATEL Companhia de Produtos Alimentares S.A. Alverca Portugal 100,00 100,00
Weeks Island Landowner LLC Chicago USA 100,00 100,00

Nicht konsolidierte inländische Tochterunternehmen (15 Gesellschaften) 4

  1. K+S Verwaltungs GmbH Kassel Deutschland | 100,00 | 100,00 |
  2. K+S Verwaltungs GmbH &Co. Erwerbs KG Kassel Deutschland | 100,00 | 100,00 |
  3. K+S Verwaltungs GmbH & Co. Erwerbs KG Kassel Deutschland | 100,00 | 100,00 |
    Algoflash GmbH Düngemittel Kassel Deutschland | 100,00 | 100,00 |
    Beienrode Bergwerks-GmbH Kassel Deutschland | 89,80 | 89,80 |
    esco Verwaltungs GmbH Hannover Deutschland | 100,00 | 100,00 |
    Ickenroth GmbH Staudt Deutschland | 100,00 | 100,00 |
    K+S AN-Instituts Verwaltungsgesellschaft mbH Kassel Deutschland | 100,00 | 100,00 |
    K+S Consulting GmbH Kassel Deutschland | 100,00 | 100,00 |
    K+S Versicherungsvermittlungs GmbH Kassel Deutschland | 100,00 | 100,00 |
    MS "Butes" Schiffahrts GmbH & Co. KG Haren Deutschland | 82,35 | 82,35 |
    MS "Echion" Schiffahrts GmbH & Co. KG Haren Deutschland | 82,35 | 82,35 |
    MSW-Chemie GmbH Langeisheim Deutschland | 68,50 | 68,50 |
    Verlagsgesellschaft für Ackerbau mbH Kassel Deutschland | 100,00 | 100,00 |
    Wohnbau Salzdetfurth GmbH Bad Salzdetfurth Deutschland | 100,00 | 100,00 |

Nicht konsolidierte ausländische Tochterunternehmen (25 Gesellschaften) 4

Sitz der Gesellschaft Anteile am Kapital Anteil Stimmrechte in %; per 31.12.2011
esco Nordic AB Göteborg Schweden 100,00 100,00
Imperial Thermal Products Inc. Chicago USA 100,00 100,00
ISX Oil&Gas Inc. CaIgary Kanada 100,00 100,00
K+S Asia Pacific Pte. Ltd. Singapur Singapur 100,00 100,00
K+S Benelux B.V. Breda Niederlande 100,00 100,00
K+S Brasileira Fertilizantese Produtos Industriais Ltda. São Paulo Brasilien 100,00 100,00
K+S CZ a.s. Prag Tschechien 100,00 100,00
K+S Denmark Holding ApS Hellerup Dänemark 100,00 100,00
K+S Entsorgung (Schweiz) AG Delémont Schweiz 100,00 100,00
K+S Fertilizers (India) Private Limited Neu Delhi Indien 100,00 100,00
K+S Gübreve Endüstri Ürünleri San. ve Tic. Ltd. Sti. Istanbul Türkei 100,00 100,00
K+S Interservicios S.A. de C.V. Tlalpan, DF Mexico 100,00 100,00
K+S Italia S.r.L. Verona Italien 100,00 100,00
K+S Legacy GP Inc. Vancouver Kanada 100,00 100,00
K+S NITROGEN France S.A.S. Levallois-Perret Frankreich 100,00 100,00
K+S Polska Sp. z o.o. Poznan Polen 100,00 100,00
K+S UK & Eire Ltd. Hertford Großbritannien 100,00 100,00
Kali (U.K.) Ltd. Hertford Großbritannien 100,00 100,00
Kali AG Frauenkappeln Schweiz 100,00 100,00
Kali-Importen A/S Kopenhagen Dänemark 100,00 100,00
OOO K+S Rus Moskau Russ. Förderation 100,00 100,00
Potash Company of Canada (1998) Ltd. Toronto Kanada 100,00 100,00
Potash S.A. (Pty) Ltd. Johannesburg Südafrika 100,00 100,00
Shenzhen K+S Trading Co. Ltd. Shenzhen China 100,00 100,00
SPL Perù S.A.C. Lima Peru 100,00 100,00

Assoziierte Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen (6 Gesellschaften) 5

Sitz der Gesellschaft Anteile am Kapital Anteil Stimmrechte in %; per 31.12.2011
Börde Container Feeder GmbH Haldensleben Deutschland 33,30 33,30
Morton China National Salt (Shanghai) Salt Co. Ltd. Shanghai China 45,00 45,00
MS "Melas" Sehiffahrts GmbH & Co. KG Haren Deutschland 38,90 38,90
MS "Peleus" Schiffahrts GmbH & Co. KG Haren Deutschland 30,20 30,20
Société des Engrais de Berryau Bac S.A. Reims Frankreich 34,00 34,00
Werra Kombi Terminal Betriebsgesellschaft mbH Philippsthal Deutschland 50,00 50,00

Sonstige Beteiligungen (16 Gesellschaften) 6

Sitz der Gesellschaft Anteile am Kapital Anteil Stimmrechte in %; per 31.12.2011
Fachschule f. Wirtschaft und Technik Gem. GmbH Clausthal Deutschland 9,40 9,40
Hubwoo.com S.A. Paris Frankreich 0,04 0,04
Lehrter Wohnungsbau GmbH Lehrte Deutschland 6,70 6,70
MS "Basalt" Sehiffahrts GmbH & Co. KG Haren Deutschland 12,00 12,00
MS "Dolomit" Schiffahrts GmbH & Co. KG Haren Deutschland 11,90 11,90
MS "Granit" Schiffahrts GmbH & Co. KG Haren Deutschland 12,00 12,00
M S "Lava" Schiffahrts GmbH & Co. KG Haren Deutschland 11,50 11,50
MS "Magma" Schiffahrts GmbH & Co. KG Haren Deutschland 11,90 11,90
MS "Marmor" Schiffahrts GmbH & Co. KG Haren Deutschland 11,40 11,40
MS "Paganini" Schiffahrts GmbH & Co. KG Haren Deutschland 12,10 12,10
MS "Telamon" Schiffahrts GmbH & Co. KG Haren Deutschland 10,70 10,70
MS "Theseus" Schiffahrts GmbH & Co. KG Haren Deutschland 10,70 10,70
Nieders. Gesellschaft zur Endablagerung von Sonderabfall mbH Hannover Deutschland 0,10 0,10
PHH Personen Dienstleistung GmbH Hamburg Deutschland 2,60 2,60
Poldergemeinschaft Hohe Schaar Hamburg Deutschland 8,66 8,66
Zoll Pool Hafen Hamburg AG Hamburg Deutschland 1,96 1,96

1 Inanspruchnahme der Befreiungsvorschrift nach § 264b HGB.
2 Inanspruchnahme der Befreiungsvorschrift nach § 264 Abs. 3 HGB.
3 Vollkonsolidierung aufgrund beherrschenden Einflusses (u.a. Mehrheit der Mitglieder des Geschäftsführungsorgans).
4 Keine Konsolidierung aufgrund untergeordneter Bedeutung.
5 Verzicht auf Equity-Methode aufgrund untergeordneter Bedeutung.
6 Verzicht auf Angabe der Höhe des Eigenkapitals und des Ergebnisses des letzten Geschäftsjahres aufgrund untergeordneter Bedeutung.

MITGLIEDER DES AUFSICHTSRATS

Eine Aufstellung der Mitglieder des Aufsiehtsrats und seiner Ausschüsse befindet sich im Corporate Governance-Kapitel auf Seite 42; diese Aufstellung ist auch Bestandteil des Konzernanhangs.

MITGLIEDER DES VORSTANDS

Eine Aufstellung der Mitglieder des Vorstands und seiner Zuständigkeiten befindet sich im Corporate Governance-Kapitel auf Seite 41; diese Aufstellung ist auch Bestandteil des Konzernanhangs.

Kassel, 2. März 2012

K+S AKTIENGESELLSCHAFT
DER VORSTAND

WEITERE INFORMATIONEN

INFORMATIONEN ÜBER ROHSTOFFLAGERSTÄTTEN

Dieser Abschnitt enthält eine Übersicht der Rohstofflagerstatten, -reserven und -ressourcen der K+S GRUPPE, unterteilt in den Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte sowie den Geschäftsbereich Salz. Die genutzten Lagerstätten befinden sich in unserem Eigentum oder wir verfügen über entsprechende Aufsuchungs- und Gewinnungsrechte bzw. Bewilligungen, die den Abbau bzw. die Solung der angegebenen Rohstoffvorräte rechtlich absichern.

GESCHÄFTSBEREICH KALI- UND MAGNESIUMPRODUKTE

RESERVEN

Die angegebenen gewinnbaren Vorräte (Reserven) wurden zuletzt zum 1. Januar 2012 ermittelt und sind mit den internationalen Bezeichnungen "proven" und "probable reserves" vergleichbar. Die nachstehende Tabelle zeigt die Reserven an Kaliumchlorid (KCl) und Magnesiumsulfat/Kieserit (MgS04xH20), die Förderung des Jahres 2011 sowie die theoretische Lebensdauer der einzelnen Bergwerke in Deutschland; es werden gerundete Zahlen ausgewiesen. Auf Basis dieser Daten ergibt sich für den Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte rechnerisch eine theoretische Lebensdauer der Bergwerke von durchschnittlich rund 37 Jahren. Eine zukünftig abweichende tatsächliche Förderung würde zu einer veränderten theoretischen Lebensdauer führen.

RESERVEN GESCHÄFTSBEREICH KALI- UND MAGNESIUMPRODUKTE

TAB: 6.0.1

Bergwerk Reserven Rohsalz in Mio. t eff Reserven K2O¹ in Mio. t Reserven KCl¹ in Mio. t Reserven Kieserit² in Mio. t Förderung 2011 Rohsalz in Mio. t eff Förderung 2011 K2O¹ in Mio. t Theoretische Lebensdauer in Jahren³ ; Basis K2O 2011
Neuhof-Ellers 85,0 8,9 14,0 18,5 3,83 0,41 22
Sigmundshall 28,7 3,2 5,0 4,4 2,25 0,26 7 4
Verbundwerk Hattorf-Wintershall 587,5 50,0 79,0 80,1 13,45 5 1,12 5 44
Unterbreizbach 86,5 18,3 28,9 7,1 4,59 6 0,716 6 26
Zielitz 455,2 56,2 75,7 - 11,08 1,33 42

1 Kaliumoxid (K2O) ist eine übliche, chemische Umrechnungsgröße für Kaliumverbindungen, 100% Kaliumchlorid (KCl) entsprechen 63,17 % K2O.
2 Kieserit (MgSO4 x H2O) ist ein nutzbares Magnesiummineral in Kalilagerstätten. Andere magnesiumsulfathaltige Minerale werden verfahrensbedingt nur untergeordnet verwertet.
3 Die Berechnung erfolgt unter der Annahme der Erteilung der erforderlichen Genehmigungen, der wirtschaftlichen Gewinnbarkeit der Vorräte sowie einer über die Lebensdauer gleichbleibenden Jahresförderung.
4 Die theoretische Lebensdauer des Bergwerks Sigmundshall wird durch die Vorratsmenge an Sylvinit und die derzeitige Rückstandsentsorgung bestimmt.
5 Ohne Zuförderung von Unterbreizbach nach Wintershall.
6 Einschließlich Zuförderung von Unterbreizbach nach Wintershall.

RESSOURCEN

Für den Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte bestehen zusätzlich Ressourcen. Hierunter werden mögliche Vorräte (Kategorie C2) und Vorräte, für die eine wirtschaftliche Gewinnung noch nicht nachgewiesen ist (Außerbilanzvorräte) erfasst. Beide sind nach internationalem Standard mit sogenannten "mineral resources" in etwa vergleichbar.# RESERVEN UND RESSOURCEN

K+S POTASH CANADA

K+S besitzt mehrere Kali-Explorationslizenzen in der kanadischen Provinz Saskatchewan und verfügt im Konzessionsgebiet klsa 009 mit seinem Legacy Projekt über ein weit entwickeltes Greenneldprojekt, in dem auf Basis einer vorliegenden Machbarkeitsstudie Kaliumchlorid über Solungsbergbau gewonnen werden kann. Die Reserven und Ressourcen sind in Mio. t Kaliumchlorid als verkaufsfertiges Endprodukt angegeben, wobei bereits die entsprechenden Abzüge für Verluste bei der Gewinnung und der Aufbereitung berücksichtigt sind. Auf Basis der zur Verfügung stehenden Reserven ergibt sich bei einer jährlichen Produktion von 2,86 Mio. t rechnerisch eine theoretische Lebensdauer von rund 56 Jahren.

in Mio. t KCl % KCl % K2O
Reserven (Proven und Probable Reserves) Legacy Projektgebiet und KLSA 009 160,3 29,1 18,4
Ressourcen (Indicated und Inferred Resources) Legacy Projektgebiet und KLSA 009 981,1 27,0 17,1

¹ Die Ermittlung der Vorratszahlen erfolgte gemäß den Anforderungen des kanadischen Standards Nl 43-101 der "Canadian Securities Regulators".

Neben dem Konzessionsgebiet klsa 009 verfügt K+S POTASH CANADA über sechs weitere Kali-Explorationslizenzen im südlichen Saskatchewan. Aufgrund der limitierten Verfügbarkeit geologischer Daten zu diesen Vorkommen können diese noch nicht als Rerserven oder Ressourcen klassifiziert werden. Da sie aber in der Nähe bekannter und wirtschaftlich bewerteter Kalivorkommen liegen, dürften sie bedeutende Potenziale für die Zukunft bieten.

GESCHÄFTSBEREICH SALZ RESERVEN

Die angegebenen gewinnbaren Vorräte (Reserven) wurden zuletzt zum 1. Januar 2012 ermittelt und sind mit den internationalen Bezeichnungen "proven" und "probable reserves" vergleichbar. Die nachstehenden Tabellen zeigen die Rerserven, die durchschnittliche Förderung der Bergwerke, Tagebaue und Solfelder im Zeitraum 2002 bis 2011 sowie die theoretische Lebensdauer der einzelnen Standorte; es werden gerundete Zahlen ausgewiesen. Auf Basis dieser Daten ergibt sich rechnerisch eine theoretische Lebensdauer der Standorte von durchschnittlich rund 47 Jahren (ohne Solarsalzgewinnung). Eine zukünftig abweichende tatsächliche Förderung würde zu einer veränderten theoretischen Lebensdauer führen.

RESERVEN GESCHÄFTSBEREICH SALZ

Standort Gesellschaft Produktionsweise Reserven in Mio. t Ø-Förderung 2002-2011 in Mio. t Theoretische Lebensdauer in Jahren
Bernburg, Deutschland esco Bergwerk 35,7 1,89 19
Borth, Deutschland esco Bergwerk 40,0 1,59 25
Braunschweig-Lüneburg, Deutschland esco Bergwerk 21,3 0,69 31
Bernburg-Gnetsch, Deutschland esco Solbetrieb 21,1 0,25 84
Harlingen, Niederlande esco Solbetrieb 7,0 1,00 7
Fairport, USA Morton Salt Bergwerk 55,6 1,16 48
Grand Saline, USA Morton Salt Bergwerk 59,9 0,31 195
Mines Seieine, Kanada Morton Salt Bergwerk 38,3 1,54 25
Ojibway, Kanada Morton Salt Bergwerk 45,8 2,66 17
Pugwash, Kanada Morton Salt Bergwerk 32,6 1,15 28
Weeks Island, USA Morton Salt Bergwerk 70,9 1,43 49
Glendale, USA Morton Salt Solbetrieb 9,3 0,12 78
Grand Saline, USA Morton Salt Solbetrieb 4,4 0,06 76
Hutchinson, USA Morton Salt Solbetrieb 18,7 0,33 57
Lindbergh, Kanada Morton Salt Solbetrieb 17,4 0,13 133
Manistee, USA Morton Salt Solbetrieb 6,7 0,28 24
Rittman, USA Morton Salt Solbetrieb 8,6 0,51 17
Silver Springs, USA Morton Salt Solbetrieb 16,8 0,34 49
Windsor, Kanada Morton Salt Solbetrieb 5,1 0,23 22
Grantsville, USA Morton Salt Solarsalzgewinnung (Great Salt Lakes) 0,58
Inagua, Bahamas Morton Salt Solarsalzgewinnung (Meer) 0,89
Tarapacá, Chile SPL Tagebau 562,0 7,00 80
Rio Grande do Norte, Brasilien SPL Solarsalzgewinnung (Meer) 0,50

¹ Die Berechnung erfolgt unter der Annahme der Erteilung der erforderlichen Genehmigungen, der wirtschaftlichen Gewinn barkeit der Vorräte sowie einer über die Lebensdauer gleichbleibenden Jahresförderung.

RESSOURCEN

Für den Geschäftsbereich Salz bestehen zusätzlich Ressourcen. Hierunter werden mögliche Vorräte (Kategorie C2) und Vorräte, für die eine wirtschaftliche Gewinnung noch nicht nachgewiesen ist (Außerbilanzvorräte), erfasst. Beide sind nach internationalem Standard mit sogenannten "mineral resources" in etwa vergleichbar. Es handelt sich um Berechtigungsfeider, in denen Ressourcen aufgrund geophysikalischer Erkundungen bzw. Tagesbohrungen sowie durch geologische Analogieschlüsse ausgewiesen werden können. Diese potenziellen Gewinnungsfelder schließen teilweise an bestehende an und gehören der K+S GRUPPE oder wir verfügen über eine Bewilligung zur Gewinnung. Für den Geschäftsbereich Salz können als gewinnbare Ressourcen rund 1.300 Mio.t an Steinsalz in Europa sowie Nord- und Südamerika unter Berücksichtigung von Abbau- und Vertaubungsverlusten ausgewiesen werden. Hieraus könnte sich eine Lebensdauerverlängerung einzelner Werke ergeben.

DEFINITION VERWENDETER FINANZKENNZAHLEN

  • ANLAGENDECKUNGSGRAD I: Eigenkapital/ Operatives Anlagevermögen
  • ANLAGENDECKUNGSGRAD II: Eigenkapital + langfristiges Fremdkapital Operatives/ /Anlagevermögen
  • BUCHWERT JE AKTIE: Eigenkapital/ Gesamtanzahl Aktien am 31.12.
  • EIGENKAPITALRENDITE: Bereinigtes Konzernergebnis nach Steuern ¹ / Bereinigtes Eigenkapital ¹ ,²
  • ENTERPRISE VALUE: Marktkapitalisierung + Nettoverschuldung
  • GESAMTKAPITALRENDITE: Bereinigtes Ergebnis vor Steuern ¹ ,³ +Zinsaufwand /Bereinigte Bilanzsumme ¹ ,² ,⁴
  • LIQUIDITÄTSGRAD I: Flüssige Mittel + kurzfristige Wertpapiere und sonstige Finanzinvestitionen /Kurzfristiges Fremdkapital
  • LIQUIDITÄTSGRAD II: Flüssige Mittel + kurzfristige Wertpapiere und sonstige Finanzinvestitionen + kurzfristige Foderungen/ Kurzfristiges Fremdkapital
  • LIQUIDITÄTSGRAD III: Kurzfristige Vermögenswerte/ Kurzfristiges Fremdkapital
  • NETTOFINANZ-VERBINDLICHKEITEN: Finanzverbindlichkeiten - flüssige Mittel - Wertpapiere und sonstige Finanzinvestitionen
  • NETTOVERSCHULDUNG: Finanzverbindlichkeiten + Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen + langfristige Rückstellungen für bergbauliche Verpflichtungen - flüssige Mittel -Wertpapiere und sonstige Finanzinvestitionen
  • OPERATIVES ANLAGEVERMÖGEN: Immaterielle Vermögenswerte + Sachanlagen + Anteile an verbundenen Unternehmen + Beteiligungen
  • RETURN ON CAPITAL EMPLOYED (ROCE): Operatives Ergebnis (EBIT I)/ Operatives Anlagevermögen ² + Working Capital ² ,⁴
  • UMSATZRENDITE: Bereinigtes Konzernergebnis ¹ / Umsatz
  • VALUE ADDED: (ROCE - gewichteter durchschnittlicher Kapitalkostensatz vor Steuern) x (operatives An lagevermögen ² +Working Capital ² )
  • VERSCHULDUNGSGRAD I: Finanzverbindlichkeiten /Eigenkapital
  • VERSCHULDUNGSGRAD II: Nettoverschuldung /Eigenkapital
  • WORKING CAPITAL: Vorräte + Forderungen und übrige Vermögenswerte ⁵ - kurzfristige Rückstellungen -Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen-sonstige Verbindlichkeiten ⁵

¹ Bereinigt um die Effekte der Marktwertveränderungen aus operativen, antizipativen Sicherungsgeschäften; beim bereinigten Konzernergebnis wurden ferner die daraus resultierenden Steuereffekte eliminiert
² Jahresdurchschnitt
³ Einschließlich Ergebnis aus nicht fortgeführter Geschäftstätigkeit (vor Steuern).
⁴ Bereinigt um Erstattungsansprüche und korrespondierende Verpflichtungen.
⁵ Ohne Marktwerte operativer, antizipativer Sicherungsgeschäfte, jedoch einschließlich gezahlter Prämien für operativ genutzte Derivate; ohne Forderungen bzw. Verbindlichkeiten aus Geldanlagen; bereinigt um Erstattungsansprüche und CTA-Planvermögensüberschüssen.

GLOSSAR

  • AMMONSULFAT ist ein schwefelhaltiges Stickstoffdüngemittel, das als Nebenprodukt bei der Caprolactam-Hersteilung in der chemischen Industrie anfällt. Ammonsulfat wird in der Landwirtschaft sowie als Rohstoff für die Mehrnährstoffdüngerindustrie eingesetzt.
  • ANFAHRKURVE beschreibt die zur Verfügung stehenden Mengen im Zeitablauf bis zum Erreichen der maximal geplanten Produktionskapazität während der Errichtung eines Bergwerks sowie der Produktionsanlage über Tage.
  • CASHFLOW: Saldo der Zahlungsein- und -ausgänge während eines Berichtszeitraums.
  • CHLORALKALIELEKTROLYSE: Bei der Chloralkali-Elektrolyse werden durch das Zersetzen des Grundstoffs Natriumchlorid mit Hilfe von elektrischem Strom Chlor, Natronlauge und Wasserstoff erzeugt. Alternativ wird durch die Verwendung von Kaliumchlorid Kalilauge produziert. Die wichtigen Grundchemikalien Chlor, Natronlauge, Wasserstoff und Kalilauge bilden die Basis für zahlreiche chemische Produkte.
  • COMPLIANCE (Regelkonformität) bezeichnet die Einhaltung der Gesetze, der unternehmensinternen Regelungen und Richtlinien sowie der vom Unternehmen anerkannten regulatorischen Standards. Ein Compliance-System soll Haftungs-, Straf- und Bußgeldrisiken sowie sonstige finanzielle Nachteile für das Unternehmen vermeiden und eine positive Reputation in der Öffentlichkeit sicherstellen.
  • DUE DILIGENCE bezeichnet die "gebotene Sorgfalt", mit der im Vorfeld einer Akquisition geprüft wird, und umfasst die Durchführung einer detaillierten Analyse, insbesondere der geologischen, technischen, (umweit-) rechtlichen, steuerlichen und finanziellen Rahmenbedingungen, eines Akquisitionsobjekts. Dabei werden die Analyseergebnisse aus den vom Zielunternehmen zur Verfügung gestellten Unternehmensdaten genutzt. Ziel ist es, mit der Akquisition verbundene Risiken aufzudecken bzw. zu begrenzen.# EBIT

EBIT I

Die interne Steuerung der K+S-Gruppe erfolgt u.a. auf Basis des operativen Ergebnisses EBITI. Das im EBITI enthaltene Ergebnis aus operativen, antizipativen Sicherungsgeschaffen entspricht - aufgrund der Eliminierung sämtlicher Marktwertschwankungen während der Laufzeit - dem Wert des Sicherungsgeschäfts zum Zeitpunkt der Realisierung (Differenz zwischen Kassa- und Sicherungskurs), im Falle von Optionsgeschäften abzüglich der gezahlten bzw. zuzüglich der erhaltenen Prämien.

EBIT II

Nach ifrs werden die Marktwert Schwankungen aus Sicherungsgeschäften in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesen. Das EBIT II beinhaltet sämtliche Ergebnisse aus operativen Sicherungsgeschäften, d.h. sowohl stichtagsbedingte Bewertungseffekte als auch Ergebnisse aus realisierten operativen Sicherungsderivaten. Ergebniseffekte aus der Sicherung von Grundgeschäften mit Finanzierungscharakter, deren Ergebniswirkungen sich weder im aktuellen Geschäftsjahr noch in zukünftigen Geschäftsjahren im EBIT niederschlagen, werden im Finanzergebnis ausgewiesen.

ELEKTROSTATISCHES AUFBEREITUNGSVERFAHREN (ESTA®)

ist ein trockenes Aufbereitungsverfahren, bei dem die einzelnen Elemente des Rohsalzes unterschiedlich aufgeladen werden und anschließend mit Hilfe eines Spannungsfelds in Natriumchlorid auf der einen sowie Kaliumchlorid und Kieserit auf der anderen Seite getrennt werden. Im Vergleich zu den klassischen, nassen Aufbereitungsverfahren ist es deutlich günstiger im Energieverbrauch und der Anfall von flüssigen Produktionsrückständen ist deutlich geringer.

ENTEC®-DÜNGEMITTEL

sind stickstoffhaltige Mineraldünger, die einen Stabilisator enthalten, der die Umwandlung von Ammoniumstickstoff in Nitrat verzögert. Dadurch wird die Stickstofffreisetzung dem Pflanzenbedarf angepasst und die Düngungseffizienz durch die Vermeidung von Nitrat-Verlusten erhöht.

ENTERPRISE VALUE (Unternehmenswert)

ist eine von Finanzanalysten häufig verwendete Kennzahl zur Ermittlung des Wertes eines Unternehmens. Der Enterprise Value wird häufig zu anderen Kennzahlen (z.B. Umsatz, EBITDA, EBIT) in Relation gesetzt, sodass sich sogenannte Enterprise-Value-Multiplikatoren ergeben.

FINANCIAL COVENANTS

sind vertraglich vereinbarte Kennzahlen und Abreden, die zwischen einem Kreditgeber und -nehmer für die Laufzeit eines Kredits vereinbart werden. Die Nichteinhaltung kann zu Sanktionen bzw. einem außerordentlichen Kündigungsrecht führen.

FIXKOSTEN-DEGRESSION

bezeichnet die Abnahme der Stückkosten bei einer zunehmenden Produktionsmenge, da sich die Fixkosten auf eine höhere Produktionsmenge verteilen.

FLOTATION

Produktionsverfahren, das Steinsalz und Kali bzw. Kieserit ohne Wärmezufuhr aus dem Rohsalz trennt. Das Grundprinzip des Verfahrens beruht darauf, dass in ein Rohsalzgemisch in einer gesättigten Salzlösung Luft eingeblasen wird, sodass die Wertstoffe aufschwimmen und abgeschöpft werden können.

FORTGEFÜHRTE/ NICHT FORTGEFÜHRTE GESCHÄFTSTÄTIGKEITEN

Am 18. Oktober 2011 veräußerte K+S das COMPO-Geschäft an den europäischen Private-Equity-Investör triton; dies erfüllt damit die Kriterien nach ifrs 5 "Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte und aufgegebene Geschäftsbereiche" und ist als nicht fortgeführte Geschäftstätigkeit zu bilanzieren. Die Gewinn- und Verlustrechnung sowie die Kapitalflussrechnung des Jahres 2010 wurden entsprechend angepasst, die Bilanz und damit die Kennzahlen Working Capital, Nettoverschuldung und Buchwert je Aktie des Jahres 2010 wurden nicht angepasst und beinhalten auch die nicht fortgeführten Geschäftstätigkeiten.

FREEFLOAT (Streubesitz)

Anzahl der Aktien, die sich nicht im Eigentum von Großaktionären befinden, die mehr als 5% der Aktien einer Gesellschaft besitzen (Ausnahme: Aktien im Besitz von Investmentgesellschaften oder Vermögensverwaltern).

GRANULATHERSTELLUNG

bezeichnet die Herstellung von streufähigen Düngerkörnern, die mit einem landwirtschaftlichen Düngerstreuer ausgebracht werden können.

GREENFIELD PROJEKT

bezeichnet die Schaffung neuer Produktionskapazitäten, inklusive Infrastrukturinvestitionen, "auf der grünen Wiese". Im Gegensatz dazu gibt es im Bergbau auch Brownfield-Projekte, bei denen die Kapazität eines bestehenden Bergwerks erweitert wird.

K2O (Kaliumoxid)

ist eine chemische Recheneinheit zum schnellen Vergleich des Kaliumgehalts von Düngemitteln, in denen Kalium in verschiedenen Bindungsformen vorliegt, beispielsweise als Kaliumchlorid, Kaliumsulfat oder Kaliumnitrat.

KALIUMCHLORID

natürliches Kalium-Salz, das in Meerwasser, Salzseen sowie Salzlagerstätten vorkommt.

KAPITALKOSTEN

auch WACC (Weighted Average Cost of Capital); bezeichnet die Opportunitätskosten, die Eigen- und/oder Fremdkapitalgebern durch das dem Unternehmen zur Verfügung gestellte Kapital entstehen. Der gewichtete, durchschnittliche Kapitalkostensatz ergibt sich als Summe des Verzinsungsanspruchs der Eigenkapitalgeber auf den Eigenkapitalanteil sowie der Fremdkapitalverzinsung auf den verzinslichen Fremdkapitalanteil am Gesamtkapital. Da es sich um eine Nachsteuerbetrachtung handelt, wird der durchschnittliche Fremdkapitalzins um die Unternehmenssteuerquote reduziert.

KAUFPREISALLOKATION (Purchase Price Allocation)

Verteilung der Anschaffungskosten aus einem Unternehmenserwerb auf die erworbenen Vermögenswerte, Schulden und Eventualschulden.

KIESERIT

Mineralischer Bestandteil des Rohsalzes mit den wasserlöslichen Mineralien Magnesium und Schwefel.

LIQUIDITÄTSGRADE

geben Auskunft darüber, in wie weit die kurzfristigen Zahlungsverpflichtungen durch liquide Mittel, kurzfristige Forderungen bzw. das Umlaufvermögen gedeckt sind.

MASSNAHMEN-PAKET ZUM GEWÄSSERSCHUTZ

auch 360-Mio.-€-Maßnahmenpaket, Werra-Maßnahmenpaket; wurde im Oktober 2008 von K+S vorgelegt um Umwelteinflüsse weiter zu vermindern und die K+S-Produktionsstandorte im hessisch-thüringischen Kalirevier langfristig zu sichern. Es bildet die wesentliche technische Grundlage für das im Jahr 2009 vorgelegte Integrierte Maßnahmenkonzept (IMK), das aus dem öffentlich-rechtlichen Vertrag der K+S GRUPPE mit den Ländern Hessen und Thüringen hervorgegangen ist. Die geplante Umsetzung der bis zum Jahr 2015 vorgesehenen Einzelmaßnahmen zum Grundwasser- und Gewässerschütz wird zu einer Halbierung der anfallenden Salzabwassermenge führen. Die mit dem Maßnahmenpaket verbundenen Investitionen belaufen sich auf insgesamt bis zu 360 Mio. €.

MEHRNÄHRSTOFFDÜNGER

enthalten mehr als einen Nährstoff, i.d.R. Stickstoff, Phosphor und Kalium sowie - je nach Bedarf und Anwendung - Magnesium, Schwefel oder auch Spurenelemente. Durch die Zusammenführung der Rohstoffe im Produktionsprozess und die anschließende Granulierung enthält jedes einzelne Düngerkorn stets die exakt gleiche Nährstoffzusammensetzung; somit wird eine gleichmäßige Ausbringung der Nährstoffe auf dem Feld sichergestellt.

MISCHANLAGEN (Bulk Blender)

Mischdüngeranlagen, in denen verschiedene Nährstoffe zusammengeführt werden.

NATRIUMCHLORID

Steinsalz, Kochsalz (NaCl)

NITRIFIKATIONS-INHIBITOR

Ammonium-Stabilisator, der die Umwandlung von Ammoniumstickstoff zu auswaschungsgefährdetem Nitratstickstoff verzögert.

OPERATIVE, ANTIZIPATIVE SICHERUNGSGESCHÄFTE

Zur Sicherung künftiger Währungspositionen (im Wesentlichen US-Dollar) bzw. künftiger Translationsrisiken setzen wir operative Derivate in der Form von Optionen sowie Termingeschäften ein (s. auch Transaktions- sowie Translationsrisiken).

PLATTENDOLOMIT

Im Zechstein gebildete poröse, aufnahmefähige Kalksteinschicht in gut 500 Metern Tiefe.

RATING

beschreibt die Einschätzung der Fähigkeit eines Unternehmens, zukünftig seine Zins- sowie Tilgungsverbindlichkeiten termingerecht zu erfüllen. Es wird von einer Ratingagentur, z.B. MOODY'S oder STANDARD & POOR'S, in Form standardisierter Einstufungen vergeben.

SIEDESALZ

Die Herstellung von Siedesalz erfolgt durch Eindampfung gesättigter Sole, wobei das Natriumchlorid auskristallisiert wird.

SOLE

Wässrige Steinsalzlösung. Natürliche Sole wird durch Anbohrung unterirdischer Solevorkommen oder durch kontrollierte Bohrlochsolung gewonnen und auch durch Auflösen von bergmännisch gewonnenem Steinsalz hergestellt.

SOLUNGSBERGBAU (Solbetrieb, Lösungsbergbau)

bezeichnet die Gewinnung von lösefähigen (Salz-)Gesteinen (z.B. Sylvinit oder Steinsalz) durch Einleiten von Wasser oder (Salz-)Lösungen in Bohrungen, wobei Hohlräume (Kavernen) entstehen. Die Solungsbergbautechnologie erlaubt - sofern die Lagerstättengegebenheit ein solches Verfahren zulässt - gegenüber konventionellen Abbauverfahren eine schnellere Produktions aufnahme, eine flexiblere Anfahrtskurve der Produktion sowie den Abbau tiefer liegender Lagerstätten. Außerdem fällt das Verhältnis von Rohsalz zu festen sowie flüssigen Produktionsrückständen günstiger aus.

STICKSTOFFEINZELDÜNGER

ist ein Dünger, der als Hauptbestandteil nur Stickstoff enthält. Von K+S NITROGEN werden u.a. die Stickstoffeinzeldünger Kalkammonsalpeter (KAS), Ammonsulfatsalpeter (ASS®) sowie Ammonsulfatsalpeter mit Bor (ASS BOR®) angeboten.

SUPPLY-CHAINMANAGEMENT

Bezeichnet die gruppenweite Planung, Steuerung und Koordination der gesamten Wertschöpfungskette (Beschaffung, Produktion und Logistik).

TRANSAKTIONSRISIKO

entsteht aus einer Transaktion in Fremdwährung, die in die Konzernwährung umgetauscht werden soll, und ist somit ein zahlungswirksames Risiko.

TRANSLATIONSRISIKO

entsteht aus der Umrechnung von Ergebnis-, Cashflow- oder Bilanzpositionen zu unterschiedlichen Perioden bzw. Stichtagen, die in einer anderen Währung als der Konzernwährung anfallen. Es handelt sich somit um ein nicht zahlungswirksames Risiko.

VALUE ADDED (Mehrwert)

Diese Kennzahl basiert auf dem Ansatz, dass ein Unternehmen dann einen Mehrwert für den Investor schafft, wenn die Rendite auf das durchschnittlich gebundene Kapital die zugrunde liegenden Kapitalkosten übersteigt.# K+S AM KAPITALMARKT

ABB: 2.1.1 Wertentwicklung der K+S-Aktie im Vergleich zu dax, dj stoxx 600 und MSCI WORLD

ABB: 2.1.2 Monatliche Höchst-, Tiefst- und Durchschnittskurse der K+S-Aktie

ABB: 2.1.3 Marktkapitalisierung der K+S AKTIENGESELLSCHAFT

ABB: 2.1.4 Wertentwicklung der K+S-Aktie im Vergleich zu Wettbewerbern

ABB: 2.1.5 Wertentwicklung K+S Depot

ABB: 2.1.6 Aktionärsstruktur per 29.02.2012

ABB: 2.1.7 Dividende je K+S-Aktie

ABB: 2.1.8 Kursentwicklung der K+S-Anleihe

CORPORATE GOVERNANCE

ABB: 3.1.1 Compliance-System

ABB: 3.4.1 LTI-Programm

ABB: 3.4.2 LTI-Programme 2008 bis 2011

KONZERNLAGEBERICHT

ABB: 4.1.1 Geschäftsfelder und Organisationsstruktur

ABB: 4.1.2 Kali- und Magnesiumprodukte-Absatz nach Regionen

ABB: 4.1.3 Stickstoffdüngemittel-Absatz nach Regionen

ABB: 4.1.4 Salz-Absatz nach Regionen

ABB: 4.1.5 Bedeutende Standorte in Europa

ABB: 4.1.6 Bedeutende Standorte in Amerika

ABB: 4.2.1 Bestandteile der K+S-Wachstumsstrategie

ABB: 4.2.2 Strategie Kali- und Magnesiumprodukte

ABB: 4.2.3 Strategie Salz

ABB: 4.3.1 Das interne Kontrollsystem der K+S GRUPPE

ABB: 4.4.1 Mitarbeiter nach Regionen

ABB: 4.4.2 Altersstruktur

ABB: 4.4.3 Spezifischer Wasserverbrauch

ABB: 4.4.4 Salzwasserversenkung und -einleitung

ABB: 4.4.5 Spezifischer Energieverbrauch

ABB: 4.4.6 Spezifischer Kohlendioxidausstoss

ABB: 4.5.1 Qualifikationsstruktur im Bereich Forschung und Entwicklung

ABB: 4.5.2 Berufsgruppen im Bereich Forschung und Entwicklung

ABB: 4.6.1 Preisentwicklung von Agrarprodukten und Rohöl

ABB: 4.6.2 EUR/ USD-Entwicklung versus CAD/USD Und RUB/USD

ABB: 4.7.1 Umsatz nach Geschäftsbereichen

ABB: 4.7.2 Umsatz nach Regionen

ABB: 4.7.3 EBITDA-Marge

ABB: 4.7.4 EBIT-Marge

ABB: 4.7.5 Umsatzrendite

ABB: 4.8.1 Passiva

ABB: 4.8.2 Investitionen im Vergleich zu Abschreibungen und Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit

ABB: 4.9.1 Aktiva

ABB: 4.10.1 Kali- und Magnesiumprodukte-Umsatz nach Regionen

ABB: 4.10.2 Kali- und Magnesiumprodukte-Umsatz nach Produktgruppen

ABB: 4.10.3 Stickstoffdüngemittel -Umsatz nach Regionen

ABB: 4.10.4 Stickstoffdüngemittel -Umsatz nach Bereichen

ABB: 4.10.5 Salz- Umsatz nach Regionen

ABB: 4.10.6 Salz - Umsatz nach Produktgruppen

ABB: 4.10.7 Ergänzende Geschäftsbereiche-Umsatz nach Regionen

ABB: 4.10.8 Ergänzende Geschäftsbereiche- Umsatz nach Bereichen

ABB: 4.11.1 Risikomanagementsystem der K+S gruppe

ABB: 4.11.2 Fälligkeitsprofil der Finanzverbindlichkeiten

ABB: 4.14.1 Produktionsüberschuss/-defizit und Stocks-to-use-ratios bei Getreide

ABB: 4.14.2 Weltkalikapazität, -produktion und -absatz

TABELLENVERZEICHNIS

TAB: 2.0.1 Kapitalmarktkennzahlen

TAB: 2.1.1 Performance

TAB: 3.1.1 Directors' Dealings Vorstandsmitglieder

TAB: 3.1.2 Directors' Dealings Aufsichtsratsmitglieder

TAB: 3.4.1 Beispielrechnung für die Jahresvergütung eines ordentlichen Vorstandsmitglieds

TAB: 3.4.2 Vergütung des Vorstands

TAB: 3.4.3 Virtuelles Aktienoptionsprogramm 2009

TAB: 3.4.4 Pensionen

TAB: 3.4.5 Vergütung des Aufsichtsrats

TAB: 4.4.1 Mitarbeiter nach Geschäftsbereichen

TAB: 4.4.2 Ausbildungskennzahlen

TAB: 4.4.3 Weiterbildungskennzahlen

TAB: 4.5.1 Forschungskosten

TAB: 4.5.2 Forschungskennzahlen

TAB: 4.6.1 Prozentuale Veränderung des Bruttoinlandsprodukts

TAB: 4.6.2 Soll-/Ist-Vergleich 2011

TAB: 4.7.1 Abweichungsanalyse

TAB: 4.7.2 Umsatz nach Geschäftsbereichen

TAB: 4.7.3 EBITDA nach Geschäftsbereichen

TAB: 4.7.4 EBIT I nach Geschäftsbereichen

TAB: 4.7.5 Herleitung des bereinigten Konzernergebnisses aus fortgeführter Geschäftstätigkeit

TAB: 4.7.6 Konzernergebnis und Ergebnis je Aktie

TAB: 4.7.7 Mehrperioden übersieht der Margen- und Renditekennzahlen

TAB: 4.8.1 Kennzahlen zur Steuerung der Kapitalstruktur

TAB: 4.8.2 Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte

TAB: 4.8.3 Mehrperioden Übersicht der Finanzlage

TAB: 4.8.4 Investitionen nach Geschäftsbereichen

TAB: 4.8.5 Cashflowübersicht

TAB: 4.9.1 Mehrperioden Übersicht zur Vermögenslage

TAB: 4.10.1 Kali- und Magnesiumprodukte-Abweichungsanalyse

TAB: 4.10.2 Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte

TAB: 4.10.3 Entwicklung der Umsätze, Absätze und Durchschnittspreise nach Regionen

TAB: 4.10.4 Stickstoffdüngemittel -Abweichungsanalyse

TAB: 4.10.5 Geschäftsbereich Stickstoffdüngemittel

TAB: 4.10.6 Salz - Abweichungsanalyse

TAB: 4.10.7 Geschäftsbereich Salz

TAB: 4.10.8 Entwicklung der Umsätze, Absätze und Durchschnittspreise

TAB: 4.10.9 Ergänzende Geschäftsbereiche-Abweichungsanalyse

TAB: 4.10.10 Ergänzende Geschäftsbereiche

TAB: 4.11.1 Übersicht der Unternehmensrisiken

TAB: 4.11.2 Entwicklung der Kreditratings

TAB: 4.14.1 Prozentuale Veränderung des Bruttoinlandsprodukts

TAB: 4.14.2 Investitionen nach Geschäftsbereichen

TAB: 4.14.3 Dividendenentwicklung

TAB: 4.14.4 Tabellarische Übersicht der beschriebenen Umsatz- und Ergebnistrends

KONZERNABSCHLUSS

TAB: 5.2.1 Gewinn- und Verlustrechnung

TAB: 5.2.2 Gesamtergebnisrechnung

TAB: 5.2.3 Operatives Ergebnis (EBIT I)

TAB: 5.3.1 Kapitalflussrechnung

TAB: 5.4.1 Bilanz

TAB: 5.5.1 Entwicklung des Eigenkapitals

TAB: 5.6.1 Entwicklung des Anlagevermögens 2011

TAB: 5.6.2 Entwicklung des Anlagevermögens 2010

TAB: 5.7.1 Entwicklung der Rückstellungen

TAB: 5.8.1 Segmentberichterstattung

TAB: 5.9.1 Ergebnis nach Steuern aus nicht fortgeführter Geschäftstätigkeit compo

TAB: 5.9.2 Entkonsolidierung a bgegangener Vermögenswerte und Schulden compo

TAB: 5.9.3 POTASH ONE

TAB: 5.9.4 Nutzungsdauern für immaterielle Vermögensgegenstände mit bestimmter Nutzungsdauer

TAB: 5.9.5 Nutzungsdauern für Sachanlagen

TAB: 5.9.6 Wechselkurse

TAB: 5.9.7 Neue Rechnungslegungsstandards und Interpretationen

TAB: 5.9.8 Neue, aber noch nicht angewandte Rechnungslegungsstandards und Interpretationen

TAB: 5.9.9 Überleitung Ergebnis aus operativen, antizipativen Sicherungsgeschäften im EBIT I

TAB: 5.9.10 Sonstige betriebliche Erträge

TAB: 5.9.11 Sonstige betriebliche Aufwendungen

TAB: 5.9.12 Ergebnis aus operativen, antizipativen Sicherungsgeschäften

TAB: 5.9.13 Zinsergebnis

TAB: 5.9.14 Zinsanteil bergbaulicher Rückstellungen

TAB: 5.9.15 Sonstiges Finanzergebnis

TAB: 5.9.16 Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

TAB: 5.9.17 Überleitungsrechnung Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

TAB: 5.9.18 Materialaufwand

TAB: 5.9.19 Personalaufwand

TAB: 5.9.20 Arbeitnehmer einschließlich befristet Beschäftigter

TAB: 5.9.21 Ergebnis je Aktie

TAB: 5.9.22 Aufteilung Goodwill nach Zahlungsmittel generierenden Einheiten

TAB: 5.9.23 Abzinsungssätze Werthaltigkeitstest

TAB: 5.9.24 Wertpapiere und sonstige Finanzinvestitionen

TAB: 5.9.25 Latente Steuern

TAB: 5.9.26 Vorräte

TAB: 5.9.27 Forderungen und sonstige Vermögenswerte

TAB: 5.9.28 Wertberichtigungen

TAB: 5.9.29 Ausfallrisiken

TAB: 5.9.30 Derivative Devisenfinanzgeschäfte

TAB: 5.9.31 Sensitivität derivative Devisenfinanzgeschäfte 2011

TAB: 5.9.32 Sensitivität derivative Devisenfinanzgeschäfte 2010

TAB: 5.9.33 Gezeichnetes Kapital

TAB: 5.9.34 Bilanzgewinn K+S AKTIENGESELLSCHAFT (HGB)

TAB: 5.9.35 Kapitalmanagement

TAB: 5.9.36 Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen

TAB: 5.9.37 Versicherungsmathematische Annahmen Bewertung Versorgungszusagen

TAB: 5.9.38 Versicherungsmathematische Annahmen Aufwand Versorgungszusagen

TAB: 5.9.39 Aufteilung Planvermögen nach Vermögenskategorien

TAB: 5.9.40 Entwicklung Anwartschaftsbarwert

TAB: 5.9.41 Entwicklung Planvermögen

TAB: 5.9.42 Überleitung Bilanzwerte Pensionen

TAB: 5.9.43 Pensionsaufwand aus leistungsorientierten Versorgungszusagen

TAB: 5.9.44 Entwicklung Anwartschaftsbarwert und Planvermögen

TAB: 5.9.45 Sensitivität gesundheitsfürsorgliche Leistungszusagen

TAB: 5.9.46 Aufwand Altersversorgung

TAB: 5.9.47 Rückstellungen für bergbauliche Verpflichtungen

TAB: 5.9.48 Langfristige Personalverpflichtungen

TAB: 5.9.49 Bestand virtueller Aktienoptionen zu Beginn der Berichtsperiode

TAB: 5.9.50 Bestand virtueller Aktienoptionen 31.12.2011

TAB: 5.9.51 Liquiditätsanalyse nicht derivativer finanzieller Verbindlichkeiten 2011

TAB: 5.9.52 Liquiditätsanalyse nicht derivativer finanzieller Verbindlichkeiten 2010

TAB: 5.9.53 Liquiditätsanalyse derivativer Finanzinstrumente 2011

TAB: 5.9.54 Liquiditätsanalyse derivativer Finanzinstrumente 2010

TAB: 5.9.55 Weitere Angaben zu Finanzinstrumenten

TAB: 5.9.56 Buchwerte der Finanzinstrumente aggregiert nach Bewertungskategorien

TAB: 5.9.57 Nettoergebnis aus Finanzinstrumenten

TAB: 5.9.58 Zinsergebnis aus Finanzinstrumenten

TAB: 5.9.59 Sonstige finanzielle Verpflichtungen

TAB: 5.9.60 Überleitung Segmentzahlen

TAB: 5.9.61 Regionale Umsatzverteilung

TAB: 5.9.62 Regionale Verteilung des Vermögens

TAB: 5.9.63 Regionale Verteilung der Investitionen

TAB: 5.9.64 Einzahlungen aus dem Verkauf konsolidierter Unternehmen

TAB: 5.9.65 Auszahlungen für den Erwerb konsolidierter Unternehmen

TAB: 5.9.66 Nettofinanzmittelbestand

TAB: 5.9.67 Honorar für den Abschlussprüfer

TAB: 5.9.68 Zuwendungen der öffentlichen Hand

TAB: 5.9.69 Transaktionen mit nicht konsoliderten Tochterunternehmen

TAB: 5.9.70 Saiden mit nicht konsolidierten Tochterunternehmen

TAB: 5.9.71 Gesamtbezüge des Aufsichtsrats und des Vorstands

TAB: 5.9.72 Anteilsbesitzliste gemäß §313 hgb

WEITERE INFORMATIONEN

TAB: 6.0.1 Reserven Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte

TAB: 6.0.2 Reserven und Ressourcen K+S POTASH CANADA

TAB: 6.0.3 Reserven Geschäftsbereich Salz

TAB: 6.0.4 Termine

STICHWORTVERZEICHNIS

A Absatzmärkte
Abschreibungen
Agrarpreise
Aktie
Aktionärsstruktur
Ammonsulfat
Anleihe
Aufsichtsrat# WEITERE INFORMATIONEN

FINANZKALENDER

TERMINE 6.0.4 scroll 2012/2013
Hauptversammlung, Kassel 9. Mai 2012
Quartalsfinanzbericht zum 31. März 2012 9. Mai 2012
Dividendenausschüttung 10. Mai 2012
Halbjahresfinanzbericht zum 30. Juni 2012 14. August 2012
Quartalsfinanzbericht zum 30. September 2012 13. November 2012
Bericht über den Geschäftsverlauf 2012 14. März 2013
Bilanzpresse- und Analystenkonferenz, Frankfurt am Main 14. März 2013

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Dieser Bericht wurde am 15. März 2012 veröffentlicht

IMPRESSUM

Redaktion/Text
K+S-Investor Relations

Konzeption und Gestaltung
HEISTERS & PARTNER, Corporate & Brand Communication, Mainz

Fotografie
K+S, Niko Schmid-Burgk, Armin Brosch

Lithografie
Blinkimaging, München

Druck
Eberl Print GmbH, Immenstadt

Dieser Geschäftsbericht ist auch in englischer Sprache erhältlich. Im Zweifelsfall ist die deutsche Version maßgeblich.

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