Skip to main content

AI assistant

Sign in to chat with this filing

The assistant answers questions, extracts KPIs, and summarises risk factors directly from the filing text.

KRONES AG Annual Report 2019

Mar 27, 2020

251_rns_2020-03-27_f329cd77-5cf9-4117-b0aa-c9e72f527243.html

Annual Report

Open in viewer

Opens in your device viewer

KRONES Aktiengesellschaft

Neutraubling

Konzern Geschäftsbericht 2019

KRONES Konzern Geschäftsbericht 2019

Entschlossen zum Erfolg.

Highlights 2019

Trotz schwieriger gesamtwirtschaftlicher Bedingungen legt der Konzernumsatz 2019 um 2,7 % auf 3,96 Mrd. € zu.
Der Auftragseingang übertrifft mit 4,08 Mrd. € den Vorjahreswert um 3,2 %.
Die Ertragskraft leidet unter zu hohen Personalkosten und einmaligen Aufwendungen für Restrukturierungen und Wertminderungen. Die EBT-Marge beträgt 1,1 % (Vorjahr: 5,3 %). Ohne Sonderbelastungen läge die EBT-Marge mit 2,8 % wie prognostiziert bei rund 3 %.
KRONES kommt mit Umsetzung der strukturellen Maßnahmen zur nachhaltigen Ergebnisverbesserung gut voran.
KRONES will die Dividende auf Basis des Ergebnisses ohne die Sonderbelastungen ausschütten. Aktionäre sollen für 2019 eine Dividende von 0,75 € je Aktie erhalten.

scroll

2019 2018 Veränderung
Umsatz Mio. € 3.958,9 3.854,0 + 2,7 %
Auftragseingang Mio. € 4.083,5 3.957,3 + 3,2 %
Auftragsbestand zum 31.12. Mio. € 1.385,7 1.261,1 + 9,9 %
EBITDA Mio. € 227,3 305,9 - 25,7 %
EBITDA-Marge % 5,7 7,9 - 2,2 PP *
EBIT Mio. € 43,9 203,2 - 78,4 %
EBT Mio. € 41,7 204,3 - 79,6 %
EBT-Marge % 1,1 5,3 - 4,2 PP *
Konzernergebnis Mio. € 9,2 150,6 - 93,9 %
Ergebnis je Aktie 0,30 4,78 -
Dividende je Aktie 0,75 ** 1,70 - 55,9 %
Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte Mio. € 168,9 179,1 - 10,2 Mio. €
Free Cashflow Mio. € - 94,4 120,7 - 215,1 Mio. €
Nettoliquidität zum 31.12. *** Mio. € 38,1 215,1 - 177,0 Mio. €
Working Capital/Umsatz **** % 26,9 27,3 - 0,4 PP *
ROCE % 2,7 12,8 - 10,1 PP *
Beschäftigte am 31.12.
Weltweit 17.353 16.545 + 808
Inland 10.733 10.887 - 154
Ausland 6.620 5.658 + 962

* PP = Prozentpunkte

** gemäß Gewinnverwendungsvorschlag

*** liquide Mittel abzüglich Bankschulden

**** Durchschnitt der vergangenen 4 Quartale

1 AN UNSERE AKTIONÄRE

Entschlossen zum Erfolg.

Das Geschäftsjahr 2019 hat deutlich gezeigt, dass bei KRONES Änderungen nötig sind. Damit das Unternehmen auch in Zukunft wettbewerbsfähig bleibt, hat der Vorstand strukturelle Maßnahmen beschlossen, die nun umgesetzt werden. Wir bauen beispielsweise unseren Global Footprint weiter aus und optimieren das Produktportfolio im gesamten House of KRONES. Wir werden insgesamt die Schwächen im Unternehmen beseitigen.

Trotz der vielen Herausforderungen blicken wir mutig und selbstbewusst in die Zukunft. Denn bei KRONES überwiegen eindeutig die Stärken. Wir verfügen über eine herausragende Stellung auf mittel- und langfristig stabil wachsenden Märkten. Unsere Mitarbeiter sind bestens ausgebildet und hoch motiviert. Darüber hinaus hat das Unternehmen sehr solide Finanzen und einen stabilen Mehrheitsaktionär. Aufgrund dieses starken Fundaments sind wir sicher, dass wir gemeinsam mit unseren Mitarbeitern KRONES "Entschlossen zum Erfolg" führen.

Diese Maßnahmen führen KRONES zum Erfolg.

Maßnahmen

Übersicht

Die positiven EBT-Effekte werden die 2019 verbuchten Kosten für unsere Maßnahmen bereits 2020 kompensieren und innerhalb von zwei Jahren deutlich übertreffen.

Ausbau Global Footprint in den Emerging Markets

Struktur

Global Footprint

Bis Ende 2020 realisiert KRONES insgesamt 600.000 Produktionsstunden an seinen neuen Standorten Ungarn und China. Durch die neue ungarische Fertigungsstätte dürfte KRONES 2020 etwa 5 bis 10 Mio. € einsparen. Im etablierten Status rechnen wir mit jährlichen Kostenersparnissen von 20 Mio. €. Die Produktion in China bringt in der ersten Stufe Einsparungen von mindestens 2 Mio. €.

Darüber hinaus werden 200.000 Konstruktionsstunden in Ungarn, China, Tschechien und Indien umgesetzt.

Das Werk in Ungarn wird zukünftig unsere Ertragskraft stärken

Das Werk in Debrecen, Ungarn, wird bis Ende 2020 voll in Betrieb genommen. Es wird dann eine Kapazität von 36.000 Arbeitsstunden pro Monat haben. Anfang 2020 betrug die Mitarbeiterzahl des neues Werks 450. Bis Ende 2020 sollen noch 50 weitere Mitarbeiter hinzukommen.

Ausbau des Global Footprint mit lokalen Kostenstrukturen

KRONES hat bereits in der Vergangenheit die Belegschaft in den Emerging Markets stark erweitert. Ende 2019 beschäftigten wir dort 4.187 Mitarbeiter und damit um 33 % mehr als 2018.

Dies hat einen einfachen Grund: Um die Wachstumschancen des Marktes in den Schwellenländern zu nutzen, brauchen wir mehr Mitarbeiter bei den Kunden vor Ort. Derzeit beschäftigen wir bereits rund 24 % aller Mitarbeiter in den Emerging Markets. Bei entsprechender Marktentwicklung werden wir den Mitarbeiteranteil weiter aufstocken.

Ausbau Global Footprint in der Prozesstechnik

Ein kritischer Erfolgsfaktor in der Prozesstechnik ist es, die Kunden vor Ort mit Leistungen entlang der gesamten Wertschöpfungskette unterstützen zu können. Hierzu hat KRONES in den vergangenen Jahren weltweit eigene Kapazitäten auf- und ausgebaut. Darüber hinaus haben wir die Prozesstechnik durch Zukäufe gestärkt. Hierdurch gewann KRONES Prozesstechnik-Standorte in den USA und China hinzu. Diese werden ab 2020 einen positiven Ergebnisbeitrag liefern.

Stellenabbau im In- und Ausland

Struktur

Mitarbeiterzahl

Um die Ertragskraft nachhaltig zu stärken, werden die Prozesse und Ressourcen im Konzern weiter optimiert und Organisationseinheiten gestrafft.

Im Rahmen der Effizienzmaßnahmen hat KRONES bereits 2019 Vollzeitstellen im Inland abgebaut.

Dies wird 2020 fortgesetzt.

In Deutschland werden durch die strukturellen Maßnahmen insgesamt 500 Stellen wegfallen, 200 im Berichtsjahr und 300 im Jahr 2020. Im Ausland werden bis Ende 2020 rund 200 Stellen wegfallen.

scroll

Eigene Deutschland - 200 FTE
Temp. Deutschland - 50 FTE
Eigene RoW 0 FTE
2019 - 250 FTE

scroll

Eigene Deutschland - 300 FTE
Temp. Deutschland - 100 FTE
Eigene RoW - 200 FTE
2020 - 600 FTE

Stellenabbau im In- und Ausland

Die Maßnahmen zur Senkung der Personalkosten führten 2019 zu Rückstellungen von rund 30 Mio. €

und belasteten das Ergebnis dementsprechend. Durch den Personalabbau erwartet KRONES für 2020 und 2021 Einsparungen bei den Personalkosten von insgesamt rund 45 Mio. €.

Portfoliooptimierungen im House of KRONES

Portfolio

Segmente

scroll

Digitalisierung Steuerungs- und Kontrollsysteme IT-Dienstleistungen
Prozesstechnik Abfüll- und Verpackungstechnik Intralogistik
Bier Etikettiertechnik Lagerverwaltungssysteme
Malzgetränke Inspektionstechnik Inhouse-Lösungen
Softdrinks Fülltechnik Order-Picking-Systeme
Saft Reinigungstechnik
Wasser Kunststofftechnik
Flüssige Lebensmittel Pack- und Palettiertechnik
Transporttechnik
Lifecycle Service Linieneffizienz
On-Site-Service
Nachrüstungen

Wir optimieren im gesamten House of KRONES unser Portfolio. Hierzu zählen neue Produkte und Dienstleistungen ebenso wie die Aufgabe unprofitabler Bereiche und Technologien.

Portfoliooptimierungen in der Prozesstechnik

Die Prozesstechnik ist eine Säule im "House of KRONES". Innerhalb dieser Säule gibt es Produkte und Bereiche, die sich gut entwickeln. Insgesamt jedoch ist die Ertragskraft der Prozesstechnik unzureichend.

Dies liegt hauptsächlich an der Getränkeproduktion. Diesen Bereich werden wir künftig als rechtlich eigenständige Einheit aufstellen. So können wir besser beurteilen, wie sich die einzelnen Geschäfte, speziell für die unterschiedlichen Getränkesorten, auf Stand-alone-Basis entwickeln.

Nach mehreren Zukäufen in der Vergangenheit streben wir in der Prozesstechnik derzeit keine Akquisitionen an.

Portfoliooptimierungen in der Abfüll- und Verpackungstechnik

Das Segment leidet unter der kritisch geführten Kunststoff-Diskussion. Mit unseren hochwertigen PET-Recycling-Anlagen sowie materialsparendem Behälterdesign und energiearmer Behälterproduktion sorgen wir für einen nachhaltigen Stoffkreislauf.

Zudem bauen wir unser Produktportfolio für die Verpackungsarten Glas und Dosen weiter aus.

Portfoliooptimierungen in der Intralogistik

In der dritten Säule des "House of KRONES", der Intralogistik, ist die Nachfrage nach unseren Produkten und Services weiterhin sehr gut. Wir werden das hohe Wachstum managen und die Internationalisierung voranbringen. Hierfür haben wir alle Intralogistik-Aktivitäten in der SYSTEM LOGISTICS gebündelt und diese als rechtlich eigenständige Einheit aufgestellt.

Portfoliooptimierungen in der Digitalisierung

Im Bereich Digitalisierung werden wir uns künftig stärker auf Lösungen für unser Kernsegment Abfüll- und Verpackungstechnik und insbesondere für den Lifecycle-Service konzentrieren. Insgesamt werden die Investitionen in die Digitalisierung die Ertragskraft in den nächsten Jahren noch belasten. KRONES erwartet hier mittel- bis langfristig gute Marktchancen.

Einkauf internationalisieren und optimieren

Portfolio

Beschaffung

Mit rund 2 Milliarden Euro sind Aufwendungen für Material der mit Abstand größte Aufwandsposten in der Gewinn-und-Verlust-Rechnung.

Der Ausbau des Global Footprint bezieht sich nicht nur auf die Produktion, sondern auch auf die Beschaffung der Rohmaterialien. Beim Best-Cost-Country(BCC)-Sourcing, also dem Einkauf aus kostenoptimalen Ländern und Regionen, geht es darum, die Beschaffungskosten deutlich zu senken.

Unsere bisher durchgeführten Maßnahmen zur internationalen Beschaffung werden wir konsequent fortsetzen.

Erfolgreich hat KRONES dies bereits im chinesischen Taicang umgesetzt. Auch in Indien, Taiwan, Thailand und der Türkei hat KRONES ein Lieferantennetzwerk etabliert.

Insgesamt lag das Einkaufsvolumen aus BCC-Ländern 2019 bei rund 45 Mio. €. In den kommenden Jahren wird es weiter steigen und zu deutlichen Kosteneinsparungen führen.

Großes Einsparpotenzial in der Beschaffung

Preiserhöhungen durchsetzen

Wachstum

Preise

Um die Kostensteigerungen bei Personal und Material teilweise kompensieren zu können, sind Preiserhöhungen erforderlich. Die Grundlage dafür ist eine hohe Preisdisziplin. Realistisch lassen sich 10 bis 20 Mio. € Ergebnisbeitrag erreichen. Eine Preiserhöhung um 1 %, bezogen auf selbst produzierte Maschinen, würde 2020 einen zusätzlichen EBT-Beitrag von 10 bis 15 Mio. € liefern.

After-Sales-Marktpotenzial ausschöpfen

Wachstum

After Sales

Der After-Sales-Markt bietet für KRONES mittel- bis langfristig aufgrund der starken installierten Basis erhebliches Wachstumspotenzial. KRONES hat rund 40.000 Maschinen in den Fabriken der Kunden installiert. Mit dem weiteren Ausbau unserer Service-Standorte rund um die Welt können wir unser Servicegeschäft deutlich erhöhen. Bislang werden von der installierten Basis rund 60 % von unserem LCS-Team betreut. Jeder Prozentpunkt generiert 12 Mio. € jährlich an profitablem Service-Umsatz.

Brief des Vorstands

"KRONES wird konsequent die beschlossenen Maßnahmen umsetzen, um wieder in die Erfolgsspur zurückzukehren."

Christoph Klenk

Vorstandsvorsitzender

Sehr geehrte Aktionäre und Geschäftsfreunde,

2019 war für KRONES sehr herausfordernd. Verschiedene Faktoren führten dazu, dass wir zum Halbjahr unsere Ertragsprognose zurücknehmen mussten. Daraufhin hat der Vorstand weitreichende strukturelle Maßnahmen eingeleitet, um die Ertragskraft zu stärken und das Unternehmen "Entschlossen zum Erfolg" zu führen.

KRONES wächst stabil trotz schwächelnder Konjunktur

Im Berichtsjahr haben sich die gesamtwirtschaftlichen Prognosen sukzessive eingetrübt. Handelskonflikte zwischen den USA und China sowie Europa und der über lange Zeit ungeklärte "Brexit" belasteten die Konjunktur. Die Experten des Internationalen Währungsfonds (IWF) mussten ihre Wachstumsprognose für die Weltwirtschaft 2019 mehrmals nach unten anpassen, von anfangs 3,5 % auf 2,9 %. Die teilweise sehr emotional geführte Kunststoffdebatte war für unser Geschäft ebenfalls wenig förderlich.

Trotz dieser Unsicherheiten war die Nachfrage auf unseren Märkten der internationalen Getränke- und Verpackungsindustrie zufriedenstellend. KRONES konnte die relativ stabile Nachfrage nutzen und steigerte den Umsatz im Berichtsjahr um 2,7 % auf 3,96 Mrd. €. Damit haben wir unsere Wachstumsprognose von 3% erfüllt. Auch der Auftragseingang entwickelte sich ähnlich positiv und verbesserte sich um 3,2 % auf 4,08 Mrd. €.

Ertragskraft liegt 2019 erheblich unter Plan

Im Gegensatz zu Umsatz und Auftragseingang hat sich die Ertragskraft deutlich schwächer entwickelt als zu Jahresanfang 2019 prognostiziert. Erheblich gestiegene Personalkosten belasteten im Berichtsjahr unerwartet stark die Profitabilität von KRONES. Darüber hinaus wirkten sich hauptsächlich im zweiten Quartal ein ungünstiger Produktmix und eine damit einhergehende Unterauslastung in der Kunststofftechnik sowie eine temporäre Nachfrageschwäche in Teilbereichen des After-Sales-Geschäfts negativ aus. Insgesamt verringerte sich die EBT-Marge im Berichtsjahr von 5,3 % auf 1,1 %. Dabei ist zu berücksichtigen, dass wir 2019 rund 70 Mio. € Aufwand für Rückstellungen und Wertberichtungen verbucht haben. Bereinigt um diese Aufwendungen für strukturelle Maßnahmen lag die EBT-Marge bei 2,8 %. Damit hat KRONES die im Rahmen der zum Halbjahr verringerte Prognose von rund 3 % erreicht (ursprüngliche Prognose: rund 6 %).

Strukturelle Maßnahmen eingeleitet - erste Erfolge sichtbar

Um nachhaltig wettbewerbsfähig zu bleiben und die dafür notwendige Ertragskraft zu erreichen, haben wir im zweiten Halbjahr 2019 kurz- und mittelfristige Maßnahmen eingeleitet. Ziel der Anstrengungen ist es, dass wir unsere Kostenstrukturen verbessern, die Effizienz erhöhen, unser Portfolio auf den Prüfstand stellen und neue Wachstumsimpulse setzen. Viele der Einzelmaßnahmen, die 2020 und 2021 umgesetzt werden, sind auf den Seiten 5 bis 24 detailliert dargestellt.

KRONES kann bereits erste Erfolge verzeichnen. So kommen wir bei den Kosteneinsparungen gut voran. Die Absatzpreise haben sich stabilisiert und gehen in die richtige Richtung. Auch der Ausbau des Global Footprint schreitet gut voran. Hier ist unser neues Werk in Ungarn das wichtigste Projekt. Nach Verzögerungen wird die Fabrik in der zweiten Jahreshälfte 2020 voll in Betrieb gehen und dann rund 20 Mio. € jährlich einsparen. Auch in China haben wir nach der Erweiterung der Produktion und dem Aufbau komplett regionaler Beschaffungsstrukturen unsere Präsenz deutlich gestärkt.

Noch viel zu tun gibt es hingegen in der Prozesstechnik, hauptsächlich im Geschäft mit Brauereien. Hier haben wir uns klare Ziele gesetzt und diese auch mit einem Zeitfenster versehen. Sollte der Bereich Getränkeherstellung bis 2021 das geforderte Ertragsziel nicht erreichen, werden wir klare Entscheidungen zur weiteren Zukunft dieses Geschäfts treffen.

Investitionen in Innovationen bleiben hoch

Ein Teil des Maßnahmenpakets ist, dass wir die zuletzt sehr hohen Investitionen wieder auf ein normales Maß zurückfahren. Betroffen hiervon sind vor allem Ausgaben für Sachanlagen sowie für Unternehmenszukäufe. Bei den Akquisitionen werden wir uns auf die Integration der in den Vorjahren erworbenen Unternehmen konzentrieren. Größere Zukäufe sind vorerst nicht geplant.

Technologisch führende Produkte und Dienstleistungen sind der Anspruch und die Zukunft des Unternehmens. Daher werden wir die Investitionen in Innovationen auf hohem Niveau halten und die Etats für Forschung und Entwicklung sowie die Investitionen in unsere Digitalsparte keineswegs kürzen.

Für die globalen Herausforderungen wie die Verringerung von CO2-Emission und nachhaltige Konzepte für Verpackungen aus Kunststoff hat KRONES innovative Produkte. Wir werden in den kommenden Jahren mit weiteren Innovationen unsere Technologieführerschaft sichern. Einige unsere Innovationen aus dem Berichtsjahr stellen wir auf den Seiten 58 bis 63 vor.

Internationale Mitarbeiterzahl steigt - Abbau in Deutschland

Die Mitarbeiterzahl im Konzern ist im Berichtsjahr um rund 800 auf 17.353 gestiegen. Im Inland ist die Zahl der Beschäftigten um rund 150 gesunken. Der Stellenabbau in Deutschland ist sehr schmerzlich, aber leider unausweichlich. Um auf unseren internationalen Märkten bestehen zu können, müssen wir als stark exportorientiertes Unternehmen Teile der Wertschöpfung ins Ausland verlagern - so schwer uns die Stellenstreichungen in Deutschland auch gefallen sind. Gerade in der herausfordernden und für das Unternehmen ungewohnten Situation bedanke ich mich im Namen des kompletten Vorstands herzlich beim gesamten KRONES Team für den engagierten und qualifizierten Einsatz.

Ziele für 2020 - nachhaltige Wende im Ertrag einleiten

Nach dem schwierigen Jahr 2019 will KRONES schnell eine nachhaltige Wende bei der Ertragskraft des Unternehmens schaffen, damit wir unsere Mittelfristziele so früh wie möglich erreichen. Obwohl wir uns für 2020 ehrgeizige Ziele gesetzt haben, rechnen wir in Anbetracht der derzeitigen unsicheren Situation in den Märkten mit keinem Umsatzwachstum. Die EBITDA-Marge (siehe auch Seite 49 ff.) soll sich auf rund 6,7 - 7,2 % verbessern. Bei unserer dritten Zielgröße, dem Working Capital im Verhältnis zum Umsatz, wollen wir im laufenden Jahr 26 % erreichen und dadurch in Verbindung mit geringeren Investitionen auch den Free Cashflow steigern.

Wir sind der Markt- und Technologieführer in einem weltweit wachsenden Markt. Jetzt geht es darum, die strukturellen Themen und beschlossenen Maßnahmen gemeinsam mit unserem motivierten Team auf der ganzen Welt weiter umzusetzen. Ich bin fest davon überzeugt, dass wir gemeinsam KRONES wieder in die Erfolgsspur zurückbringen.

Christoph Klenk

CEO

Die Mitglieder des Vorstands

Markus Tischer

International Operations and Services

Digitalisierung

Thomas Ricker

CSO

Norbert Broger

CFO

Christoph Klenk

CEO

Intralogistik

Prozesstechnik

Ralf Goldbrunner

Abfüll- und Verpackungstechnik

Compact Class

Bericht des Aufsichtsrats

Volker Kronseder

Vorsitzender des Aufsichtsrats

Sehr geehrte Damen und Herren,

KRONES befindet sich in einer herausfordernden Situation. Die vergangenen Jahre waren überwiegend von profitablem Wachstum geprägt. Das Geschäftsjahr 2019 hat aber deutlich gezeigt, dass Veränderungen nötig sind. Zwar legte der Umsatz zu, das Ergebnis blieb aber deutlich hinter den Erwartungen zurück. Damit KRONES auch in Zukunft wettbewerbsfähig bleibt, hat der Vorstand in enger Zusammenarbeit mit dem Aufsichtsrat bereits strategische sowie operative Maßnahmen umgesetzt und weitere strukturelle Anpassungen eingeleitet.

Zu den Maßnahmen zählen auch für KRONES unübliche Einschnitte beim Personal. Diese fallen Vorstand und Aufsichtsrat nicht leicht, sie sind aber leider unumgänglich. Der Aufsichtsrat hat sich intensiv mit den vom Vorstand erläuterten Ursachen der Ergebnisschwäche sowie den Maßnahmen zur Verbesserung der Ertragskraft befasst. Das Gremium hält den jetzt eingeschlagenen Weg und die strukturellen Maßnahmen für richtig. Der Aufsichtsrat wird die Umsetzung der Maßnahmen begleiten sowie überprüfen. Hierfür wird das Gremium eng und vertrauensvoll mit dem Vorstand zusammenarbeiten.

Beratung und Überwachung

Im Geschäftsjahr 2019 hat der Aufsichtsrat der KRONES AG den Vorstand gemäß Aktiengesetz sowie der Satzung der Gesellschaft kontinuierlich überwacht und beraten und seine Aufgaben mit großer Sorgfalt wahrgenommen. Die Bestimmungen des Deutschen Corporate Governance Kodex und die aktienrechtlichen Vorschriften zur Berichtspflicht des Vorstands gegenüber dem Aufsichtsrat wurden dabei stets beachtet. Der Vorstand informierte den Aufsichtsrat auch außerhalb der Aufsichtsratssitzungen in schriftlichen und mündlichen Berichten regelmäßig über die geschäftliche und finanzielle Lage der Gesellschaft sowie über das Risikomanagement. Bei Entscheidungen von besonderer Bedeutung für die KRONES AG und den Konzern wurde der Aufsichtsrat frühzeitig vom Vorstand informiert und eingebunden. Insbesondere der Aufsichtsratsvorsitzende sowie der Vorstandsvorsitzende standen auch zwischen den Sitzungen regelmäßig in Kontakt. Dabei erörterten sie gemeinsam Fragen zur Strategie, der aktuellen Geschäftsentwicklung, der Risikolage sowie des Risikomanagements und der Compliance des Unternehmens.

Schwerpunkte der Aufsichtsratsarbeit 2019 waren die jeweils aktuelle Geschäfts- und insbesondere Ergebnisentwicklung, die Strategie sowie Maßnahmen zur Zielerreichung und nachhaltigen Stärkung der Ertragskraft. Zudem standen Markt- und Wettbewerbsthemen im Fokus der Arbeit des Gremiums. Personelle Veränderungen gab es im Aufsichtsrat 2019 nicht.

Interessenkonflikte

Gemäß Ziffer 5.5.2 des Deutschen Corporate Governance Kodex soll jedes Aufsichtsratsmitglied Interessenkonflikte, insbesondere solche, die aufgrund einer Beratung oder Organfunktion bei Kunden, Lieferanten, Kreditgebern oder sonstigen Dritten entstehen können, dem Aufsichtsrat gegenüber offenlegen. Im Berichtszeitraum wurden keine derartigen Interessenkonflikte offengelegt.

Berichte aus den Aufsichtsratssitzungen

2019 fanden insgesamt vier ordentliche Aufsichtsratssitzungen statt. In drei der vier Sitzungen waren alle 18 Aufsichtsratsmitglieder anwesend. An einer Sitzung konnte ein Mitglied des Gremiums nicht teilnehmen.

An der ersten Sitzung, die am 20. März stattfand, nahmen als Gäste zeitweise Vertreter der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft von KRONES teil. Sie erläuterten dem Aufsichtsrat den Prüfungsauftrag und die Schwerpunkte der Prüfung des Jahresabschlusses 2018 und gaben einen detaillierten Überblick über die Abschlussprüfung. Fragen des Aufsichtsrats wurden vom Prüfer eingehend erläutert und beantwortet. Anschließend stellte der Aufsichtsrat den Jahresabschluss und den Lagebericht der KRONES AG fest und billigte den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht. Unter dem Tagesordnungspunkt "Aufsichtsrats- und Vorstandsangelegenheiten" präsentierte der Aufsichtsratsvorsitzende dem Gremium die Ergebnisse der Effizienzprüfung hinsichtlich der Arbeit des Aufsichtsrats. Zusammenfassend stellte der Aufsichtsratsvorsitzende fest, dass die Effizienz des Aufsichtsrats 2018 als sehr positiv beurteilt wurde. Unter dem gleichen Tagesordnungspunkt fiel der einstimmige Beschluss des Aufsichtsrats, den am 31.12.2019 auslaufenden Vertrag von Vertriebsvorstand Thomas Ricker um fünf Jahre bis 31.12.2024 zu verlängern. Damit entsprach das Gremium der Empfehlung des Ständigen Ausschusses. Darüber hinaus verabschiedete der Aufsichtsrat auf dieser Sitzung die Tagesordnung für die Hauptversammlung 2019. Abschließend erläuterte der Vorstand dem Gremium im Rahmen der wirtschaftlichen Planung detailliert die Ziele und Maßnahmen zur Zielerreichung für 2019 sowie die Mittelfristplanung.

Am 24. Juli trat der Aufsichtsrat zu seiner zweiten Sitzung 2019 zusammen. Im Rahmen des wirtschaftlichen Berichts informierte der Vorstand den Aufsichtsrat über die wichtigsten Zahlen zum ersten Halbjahr 2019 und den weiteren Aussichten für das Gesamtjahr. Dabei gaben die jeweils zuständigen Vorstandsmitglieder einen aktuellen Statusbericht und den Ausblick 2019 zu den verschiedenen Geschäftsbereichen des Unternehmens ab. Der Aufsichtsrat befasste sich ausführlich mit den Gründen für die aktuell schwierige Geschäftslage sowie der Prognosesenkung, die das Unternehmen am 10. Juli veröffentlichte. Darüber hinaus beschloss das Gremium nach ausführlicher Diskussion, die Bestellung von Michael Andersen als Mitglied des Vorstands der KRONES AG mit sofortiger Wirkung zu beenden. Seine Aufgaben übernahm kommissarisch der Vorstandsvorsitzende Christoph Klenk.

Die dritte Aufsichtsratssitzung des Geschäftsjahres 2019 fand am 25. September statt. Auf Empfehlung des Ständigen Ausschusses bestellte das Gremium auf dieser Sitzung Norbert Broger mit Wirkung zum 01.01.2020 bis 31.12.2022 einstimmig zum Vorstandsmitglied und Finanzvorstand der KRONES AG. Vor der Bestellung wurde dem Aufsichtsrat das Auswahlverfahren skizziert und Norbert Broger stellte sich dem Gremium persönlich vor. Ein weiterer Punkt auf der Tagesordnung war die wirtschaftliche Situation von KRONES. Der Vorstandsvorsitzende Christoph Klenk sowie die für die einzelnen Geschäftsbereiche verantwortlichen Vorstände erläuterten ihre Analysen und geplanten Maßnahmen.

Am 27. November fand die vierte Aufsichtsratssitzung 2019 statt. Auf dieser hielt ein externer Kapitalmarktrecht-Experte einen Vortrag und informierte das Gremium über wesentliche formale Regelungen und die Beschlussfassung im Aufsichtsrat. Unter dem Tagesordnungspunkt "Vorstandsangelegenheiten" wurde unter anderem die Ressortverteilung innerhalb des Vorstands neu geregelt. Ein weiterer Tagesordnungspunkt der vierten Aufsichtsratssitzung war der Bericht des Prüfungs- und Risikomanagementausschusses mit den Themen Risikomanagement, Interne Revision sowie Compliance. Im Anschluss daran präsentierte der Vorstand dem Aufsichtsrat Zahlen zur aktuellen Geschäftsentwicklung sowie den Ausblick auf das Gesamtjahr 2019. Abschließend befasste sich das Gremium mit den wirtschaftlichen Planungen des Vorstands für das Geschäftsjahr 2020. Der Aufsichtsrat beschloss die Jahres- und Investitionsplanung 2020 einstimmig.

Arbeit des Prüfungs- und Risikomanagementausschusses

Dem Prüfungs- und Risikomanagementausschuss gehören der Vorsitzende des Aufsichtsrats Volker Kronseder, sein Stellvertreter Werner Schrödl sowie die Aufsichtsratsmitglieder Norman Kronseder, Hans-Jürgen Thaus, Josef Weitzer und Jürgen Scholz an. Vorsitzender des Ausschusses ist Hans-Jürgen Thaus. Der Prüfungs- und Risikomanagementausschuss überwacht die Rechnungslegung, Abschlussprüfung sowie Berichterstattung und fertigt entsprechende Beschlussvorlagen für den Aufsichtsrat an. Darüber hinaus bereitet er die Prüfung des Jahresabschlusses, des Lageberichts und des Prüfungsberichts des Einzel- und Konzernabschlusses durch den Aufsichtsrat vor und spricht Empfehlungen aus. Der Prüfungs- und Risikomanagementausschuss überwacht zudem die Wirksamkeit des internen Kontroll-, des Risikomanagement- sowie des Compliance-Systems.

Der Prüfungs- und Risikomanagementausschuss kam 2019 zu fünf Sitzungen zusammen. In vier der fünf Sitzungen waren alle sechs Gremiumsmitglieder anwesend. Auf der Sitzung vom 20.11. fehlte ein Mitglied des Ausschusses.

In der Sitzung am 14. März befasste sich das Gremium im Wesentlichen mit der Berichterstattung des Wirtschaftsprüfers über die Prüfung des Jahres- und Konzernabschlusses zum 31.12.2018.

Am 20. März trat das Gremium zusammen, um die Bilanz feststellende Aufsichtsratssitzung vorzubereiten. Auf Basis der Ausführungen der Wirtschaftsprüfer und der Informationen aus dem Prüfungsbericht beschlossen die Mitglieder des Prüfungs- und Risikomanagementausschusses, dem Aufsichtsrat zu empfehlen, den Jahresabschluss und Lagebericht der KRONES AG für das Geschäftsjahr 2018 festzustellen und den Konzernabschluss und den Lagebericht des Konzerns 2018 zu billigen.

In der dritten Sitzung des Prüfungs- und Risikomanagementausschusses am 10. April beschäftigte sich das Gremium mit dem Bericht zur Nichtfinanziellen Erklärung. Hierzu legten die Wirtschaftsprüfer ihr Prüfungsergebnis vor. Der Prüfungs- und Risikomanagementausschuss hat das Prüfungsergebnis zustimmend zur Kenntnis genommen und hatte keine Einwendungen. Die Mitglieder beschlossen, dem Aufsichtsrat zu empfehlen, den Nichtfinanziellen Konzernbericht zu billigen. Darüber hinaus erläuterte der Ausschuss die Empfehlung an den Aufsichtsrat, wen der Aufsichtsrat der Hauptversammlung als Abschlussprüfer des Jahres- und Konzernabschlusses 2019 zur Wahl vorschlagen soll.

In der vierten Sitzung des Prüfungs- und Risikomanagementausschusses am 15. Oktober standen unter anderem die aktuelle Finanzierungssituation von KRONES, die Überprüfung des Portfolios und Maßnahmen zur Portfoliooptimierung durch den Vorstand sowie die aktuelle Lage des Konzerns auf der Tagesordnung.

Auf der fünften Sitzung des Prüfungs- und Risikomanagementausschusses am 20. November informierten die Leiter des Controllings, der Internen Revision sowie der Compliance die Ausschussmitglieder über die aktuelle Risikosituation, die interne Revision sowie über das Compliance Management.

Arbeit des Ständigen Ausschusses

Dem Ständigen Ausschuss gehören Werner Schrödl, Norman Kronseder, Josef Weitzer und Volker Kronseder an. Vorsitzender des Ständigen Ausschusses ist Volker Kronseder. Das Gremium befasst sich grundsätzlich mit allen sonstigen Themen, die nicht in den Zuständigkeitsbereich des Prüfungs- und Risikomanagementausschusses fallen. Dazu zählen zum Beispiel die Personalstrategie sowie die Vergütung von Vorstand und Aufsichtsrat. 2019 fanden drei Sitzungen des Ständigen Ausschusses statt. In allen drei Sitzungen waren alle vier Gremiumsmitglieder anwesend.

In der Sitzung am 14. März bereitete der Ständige Ausschuss die Verlängerung des Vertrages von Vertriebsvorstand Thomas Ricker durch den Aufsichtsrat vor. Die Mitglieder des Ausschusses beschlossen, dem Aufsichtsrat zu empfehlen, den Beschluss zu fassen, den Vertrag mit Thomas Ricker um fünf Jahre bis zum 31.12.2024 zu verlängern.

Am 10. Juli fand die zweite Sitzung des Ständigen Ausschusses statt. Auf dieser informierten der Vorstandsvorsitzende Christoph Klenk und Finanzvorstand Michael Andersen das Gremium über die aktuelle Geschäftslage sowie Maßnahmen zur kurz- und mittelfristigen Ergebnisverbesserung.

Die Sitzung des Ständigen Ausschusses am 12. September wurde im Wesentlichen einberufen, um vor der Aufsichtsratssitzung am 25. September eine Empfehlung für die Bestellung von Norbert Broger zum Mitglied des Vorstands der KRONES AG abzugeben.

Aufsichtsrat stimmt dem Prüfungsergebnis zu

Der vom Vorstand aufgestellte Jahresabschluss der KRONES Aktiengesellschaft und der Konzernabschluss sowie der Lagebericht der KRONES AG und der Konzernlagebericht zum 31. Dezember 2019 sind durch den von der Hauptversammlung gewählten Abschlussprüfer, der Ernst & Young GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, geprüft und jeweils mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen worden. Der geprüfte Jahresabschluss und der Konzernabschluss sowie der Lagebericht der KRONES AG und der Konzernlagebericht zum 31. Dezember 2019 lagen allen Mitgliedern des Aufsichtsrats rechtzeitig zur Prüfung vor. Die geprüften Abschlüsse und Lageberichte waren am 18. März 2020 Gegenstand der Bilanz feststellenden Aufsichtsratssitzung. An der Sitzung haben auch Vertreter des Abschlussprüfers teilgenommen und dem Aufsichtsrat über die Ergebnisse ihrer Prüfung und über ihre Prüfungsschwerpunkte berichtet.

Der Aufsichtsrat hat das Prüfungsergebnis des Abschlussprüfers zustimmend zur Kenntnis genommen. Nach der abschließenden Prüfung durch den Aufsichtsrat, die insbesondere auch die im Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers beschriebenen Sachverhalte einschließlich der Prüfungshandlungen zum Gegenstand hatte, ergaben sich keine Einwände. Der Aufsichtsrat hat den Jahresabschluss der KRONES AG festgestellt sowie den Konzernabschluss und den Vorschlag des Vorstands über die Verwendung des Bilanzgewinns gebilligt. Damit ist der Jahresabschluss 2019 der KRONES AG festgestellt.

Die Abschlussprüfer bezogen den Bericht des Vorstands über die Beziehungen der KRONES AG zu verbundenen Unternehmen gemäß § 312 AktG in ihre Prüfung ein und legten ihren Prüfungsbericht dem Aufsichtsrat vor. Die Prüfung durch die Abschlussprüfer ergab keine Beanstandungen. Der Abschlussprüfer hat den Abhängigkeitsbericht mit dem folgenden uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen: "Nach unserer pflichtgemäßen Prüfung und Beurteilung bestätigen wir, dass

1. die tatsächlichen Angaben des Berichts richtig sind,

2. bei den im Bericht aufgeführten Rechtsgeschäften die Leistung der Gesellschaft nicht unangemessen hoch war."

Die Überprüfung des Berichts über die Beziehungen der KRONES AG zu verbundenen Unternehmen gemäß § 312 AktG durch den Aufsichtsrat führte zu keinen Beanstandungen. Der Aufsichtsrat schloss sich daher dem Ergebnis der Prüfung durch die Abschlussprüfer an. Nach dem abschließenden Ergebnis seiner eigenen Prüfung erhob der Aufsichtsrat gegen die Schlusserklärung des Vorstands über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen keine Einwendungen.

Über die gesetzliche Abschlussprüfung hinaus hat die Ernst & Young GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft den für die KRONES AG und den Konzern zusammengefassten gesonderten nichtfinanziellen Bericht für den Zeitraum vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2019 einer Prüfung zur Erlangung begrenzter Sicherheit unterzogen. Auf dieser Basis hat der Wirtschaftsprüfer keine Einwendungen gegen die Berichterstattung zur Nichtfinanziellen Erklärung und die Erfüllung der daran gestellten gesetzlichen Anforderungen erhoben.

Dank an den Vorstand und die Mitarbeiter

Die Mitglieder des Aufsichtsrats danken dem Vorstand sowie allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Unternehmens für ihre engagierte und insgesamt erfolgreiche Arbeit im Geschäftsjahr 2019.

Neutraubling, im März 2020

Der Aufsichtsrat

Volker Kronseder

Vorsitzender des Aufsichtsrats

Die Mitglieder des Aufsichtsrats

Volker Kronseder

Aufsichtsratsvorsitzender

Universitätsklinikum Regensburg

Wirtschaftsbeirat Bayerische Landesbank

Werner Schrödl **

Stv. Aufsichtsratsvorsitzender

Konzernbetriebsratsvorsitzender

Gesamtbetriebsratsvorsitzender

Verwaltungsrat der Bayerischen Betriebskrankenkassen

Dr. phil. Verena Di Pasquale **

Stv. Vorsitzende des DGB Bayern

Robert Friedmann

Sprecher der Konzernführung der Würth-Gruppe

ZF Friedrichshafen AG

Klaus Gerlach **

Head of Central International Operations and Services

Oliver Grober **

Betriebsratsvorsitzender Werk Rosenheim

Thomas Hiltl **

Betriebsratsvorsitzender Werk Nittenau

Norman Kronseder

Land- und Forstwirt

Bayerische Futtersaatbau GmbH

* Weitere Aufsichtsratsmandate gemäß § 125 Abs. 1 Satz 5 AktG

** Von der Belegschaft gewählt

Prof. Dr. jur. Susanne Nonnast

Professorin an der OTH Regensburg

Beate Eva Maria Pöpperl **

Freigestellte Betriebsrätin

Norbert Samhammer

Geschäftsführer Samhammer Holding GmbH

Samhammer AG

Petra Schadeberg-Herrmann

Geschäftsführende Gesellschafterin

Krombacher Brauerei

Bernhard Schadeberg GmbH & Co. KG,

Krombacher Finance GmbH, Schawei GmbH,

Diversum Holding GmbH & Co. KG

Jürgen Scholz **

1. Bevollmächtigter

IG-Metall Geschäftsstelle Regensburg

Infineon Technologies AG

Hans-Jürgen Thaus

Maschinenfabrik Reinhausen GmbH

Hawe Hydraulik SE, Aschheim/München (bis 27.06.2019)

Josef Weitzer **

Stv. Konzernbetriebsratsvorsitzender

Stv. Gesamtbetriebsratsvorsitzender

Betriebsratsvorsitzender Neutraubling

* Sparkasse Regensburg

Matthias Winkler

Geschäftsführender Gesellschafter der WW + KN Steuerberatungsgesellschaft mbH

* Weitere Aufsichtsratsmandate gemäß § 125 Abs. 1 Satz 5 AktG

** Von der Belegschaft gewählt

Zur KRONES Aktie

"Die Ertragskraft von KRONES lag 2019 unter den Erwartungen. Dies spiegelte sich auch in unserem Aktienkurs wider."

Olaf Scholz

Leiter Investor Relations

Aktienmärkte profitieren von niedrigen Zinsen
Kurs der KRONES Aktie leidet unter Prognoseanpassung
Aktionäre sollen für 2019 eine Dividende von 0,75 € je Aktie erhalten

Niedrige Zinsen beflügeln die internationalen Aktienbörsen

Das Börsenjahr 2019 wurde hauptsächlich von zwei Themen geprägt. Zum einen stand die anhaltende Niedrigzinspolitik der Notenbanken im Fokus. Die Aktivitäten der US-Notenbank FED und der Europäischen Zentralbank sorgten dafür, dass die langfristigen Anleiherenditen 2019 dies- und jenseits des Atlantiks sanken. Zudem kündigten die Notenbanker an, dass sie auch künftig auf eine expansive Geldpolitik setzen. Niedrige Zinsen fördern Investitionen in Aktien. Auf der anderen Seite bereitete den Anlegern 2019 der schwelende Handelskonflikt zwischen den USA und China immer wieder Sorgen. Dies führte mehrmals zu heftigen Kursschwankungen. Insgesamt überwogen aber die positiven Effekte und die meisten Aktienindizes erzielten 2019 kräftige Gewinne.

Der bekannteste deutsche Aktienindex DAX verbesserte sich von Januar bis Dezember 2019 um 25,5 % auf 13.250 Punkte. Damit beendete der DAX das Jahr 2019 nur knapp unter seinem Allzeithoch von rund 13.600 Punkten aus dem Jahre 2018. Ähnlich stark wie der DAX legte der Euro Stoxx 50 zu. Der Index der 50 größten Unternehmen aus der Eurozone stieg im Berichtszeitraum um 24,8 %. Neue Rekordmarken erklomm der Dow-Jones-Index 2019. Das bekannteste US-Börsenbarometer kletterte um 22,3 %. Nicht ganz so dynamisch wie in den USA und Europa war die Aufwärtsbewegung am japanischen Aktienmarkt. Der Nikkei-Index legte 2019 um 18,2 % zu.

Angepasste Ergebnisprognose belastete den Kurs der KRONES Aktie 2019

Aufgrund der Prognosesenkung verlor die KRONES Aktie im dritten Quartal 2019 stark an Wert. Hauptsächlich deshalb entwickelte sich unsere Aktie im Gesamtjahr 2019 schwächer als der SDAX.

Die Notiz der KRONES Aktie schwankte von Januar bis Dezember 2019 heftig. Nach einem guten Start ins Börsenjahr 2019 und deutlichen Kursgewinnen im ersten Quartal ging es auch Anfang des zweiten Quartals noch aufwärts mit dem Wert unseres Papiers. Am 18. April erreichte der Kurs mit 88,85 € den höchsten Stand im Jahr 2019. Gegenüber dem Jahresanfangsstand von 67,50 € war dies ein Plus von 32 %. Von diesem Niveau entfernte sich unsere Aktie im weiteren Jahresverlauf dann wieder. Dies lag auch an der vorübergehenden Korrektur des Gesamtmarktes. Hauptsächlich waren die Kursverluste aber dem nicht zufriedenstellenden operativen Geschäft geschuldet. Die Ertragskraft von KRONES entwickelte sich 2019 schwächer als erwartet.

Wertentwicklung der KRONES Aktie im Vergleich zum SDAX 2019

Am 10. Juli veröffentlichte KRONES eine Ad-hoc-Mitteilung, in der das Unternehmen die Prognose für die EBT-Marge 2019 senkte. Dies beschleunigte den Abwärtstrend unseres Aktienkurses. Am 15. August erreichte die KRONES Aktie mit 47,46 € den tiefsten Kurs während des Berichtszeitraums. Danach erholte sich der Wert unseres Papiers zwar, doch Ende September lag der Kurs mit 55,45 € um 18 % niedriger als zu Jahresanfang. Im vierten Quartal 2019 vollzog unsere Aktie eine kräftige Aufwärtsbewegung. Hierzu trug auch die Veröffentlichung von Details zu den strukturellen Maßnahmen bei, mit denen KRONES die Ertragskraft nachhaltig stärken will. Darüber hinaus profitierte unser Aktienkurs von einem freundlichen Gesamtmarkt. Ende Dezember 2019 stand der KRONES Aktienkurs mit 67,50 € exakt so hoch wie ein Jahr davor. Inklusive der Dividende von 1,70 € erzielte die KRONES Aktie 2019 eine Performance von 2,5 %. Der SDAX, dem KRONES seit 18. Juni 2018 angehört, verbesserte sich 2019 um 31,6 %.

Kennzahlen der KRONES Aktie

scroll

zum 31.12. 2019 2018 2017
Ergebnis je Aktie 0,30 4,78 5,97
Eigenkapital je Aktie 43,36 45,36 42,10
Free Cashflow je Aktie - 2,99 3,82 - 4,77
Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) auf Basis des Jahresendkurses 225,0 14,1 19,2
Dividende je Aktie 0,75 * 1,70 1,70
Höchstkurs 88,85 122,80 121,25
Tiefstkurs 47,46 66,10 87,28
Jahresschlusskurs 67,50 67,50 114,50

* gemäß Gewinnverwendungsvorschlag

Langfristig wirft KRONES Aktie sehr solide Rendite ab

In den vergangenen zehn Jahren stieg der Kurs der KRONES Aktie jährlich um durchschnittlich 6,6%.

In den vergangenen zehn Jahren, also von 2010 bis 2019, hat sich der Wert unserer Aktie mit einem Plus von 90 % nahezu verdoppelt. Der durchschnittliche jährliche Kursgewinn der KRONES Papiere beträgt in dem Zehnjahres-Zeitraum 6,6 % und liegt damit unter dem Wertzuwachs des SDAX-Kursindex (+ 11,1 %), also dem SDAX ohne Dividenden. Inklusive der Dividenden und der Annahme, dass die Dividende jeweils wieder in KRONES Aktien investiert wurde, ergibt sich seit 2010 eine durchschnittliche jährliche Rendite von 8,2 %. Der vergleichbare SDAX-Performance-Index legte um 13,4 % jährlich zu.

Wertentwicklung der KRONES Aktie im Vergleich zum SDAX, 2010 - 2019

KRONES behauptet gute Stellung im SDAX

Wegen der unterdurchschnittlichen Performance rutschte die KRONES Aktie 2019 in der Marktkapitalisierungs-Rangliste ab. Das Handelsvolumen stieg dagegen kräftig an.

Die KRONES Aktie ist seit dem 29. Oktober 1984 an der Börse notiert und an allen deutschen Börsen handelbar. Unsere Papiere sind Inhaber-Stammaktien ohne Nennwert. Jeder Titel hat auf der Hauptversammlung des Unternehmens eine Stimme. Es gibt insgesamt 31.593.072 KRONES Aktien.

Unsere Aktie ist seit Mitte 2018 Mitglied im SDAX. Dies ist der Index der Deutschen Börse, der die 70 Unternehmen enthält, die hinsichtlich Marktkapitalisierung und Umsatz auf die Werte des MDAX folgen. Im Berichtsjahr ist KRONES wegen der unterdurchschnittlichen Performance beim Börsenwert auf Rang 25 (Vorjahr: Rang 13) innerhalb der SDAX-Unternehmen abgerutscht. Beim Handelsvolumen konnte die KRONES Aktie hingegen deutlich zulegen und verbesserte sich zum Ende 2019 auf Rang 11 (Vorjahr: Rang 23). Damit zählt unsere Aktie zu den großen und umsatzstarken SDAX-Werten.

Insgesamt wurden 2019 im Durchschnitt täglich rund 71.000 KRONES Aktien (Vorjahr: rund 40.000) auf XETRA und an der Frankfurter Börse gehandelt. Auch an den alternativen Handelsplattformen, auf denen hauptsächlich institutionelle Investoren ihre Orders abwickeln, wechselten 2019 mehr KRONES Aktien ihren Besitzer. Hier lag das Handelsvolumen im Durchschnitt täglich bei rund 108.000 Aktien (Vorjahr: rund 63.000).

Stammdaten der KRONES Aktie

scroll

Aktienanzahl 31.593.072
Wertpapierkennnummer 633500
ISIN DE0006335003
XETRA-Kürzel KRN

Aktionärsstruktur

Die Aktionärsstruktur von KRONES blieb im Berichtsjahr nahezu unverändert. Die Familie Kronseder Konsortium GbR hielt zum 31. Dezember 2019 mit 52,24 % die Mehrheit an der KRONES AG. Die Familie will auch künftig stabiler Mehrheitsaktionär bleiben. Der nicht dem Festbesitz unterliegende Anteil, also der Streubesitz, lag Ende 2019 bei 47,76 %.

Aktionärsstruktur (Stand Dezember 2019)

KRONES will für 2019 eine Dividende von 0,75 € je Aktie zahlen

Die langfristige Dividendenpolitik des Unternehmens sieht vor, 25 % bis 30 % des Konzernergebnisses an die Aktionäre auszuschütten. Vorstand und Aufsichtsrat werden der Hauptversammlung am 18. Mai 2020 für das Geschäftsjahr 2019 eine Dividende von 0,75 € je Aktie (Vorjahr: 1,70 €) vorschlagen.

Dividende je Aktie in €

* gemäß Gewinnverwendungsvorschlag

2 KONZERNLAGEBERICHT

Grundlagen des Konzerns

KRONES auf einen Blick

Geschäftsmodell, Geschäftsfelder und Organisationsstruktur

KRONES bietet Maschinen und Anlagen für die Abfüll- und Verpackungstechnik sowie für die Getränkeproduktion an. Darüber hinaus komplettieren innovative Digitalisierungs- und Intralogistik-Lösungen unsere Produktpalette. Kunden von KRONES sind Brauereien und Getränkehersteller sowie Unternehmen aus der Nahrungsmittel-, Chemie-, Pharma- und Kosmetikindustrie. Wichtiger Bestandteil des Geschäftsmodells von KRONES sind Service-Leistungen. Das Unternehmen unterhält rund um die Welt Servicezentren und -niederlassungen.

KRONES berichtet über zwei Segmente: "Maschinen und Anlagen zur Produktabfüllung und -ausstattung" sowie "Maschinen und Anlagen zur Getränkeproduktion/Prozesstechnik". Das Segment "Maschinen und Anlagen für die Compact Class", über das bis 2017 separat berichtet wurde, hat KRONES mit Wirkung zum 01.01.2018 dem Kernsegment "Maschinen und Anlagen zur Produktabfüllung und -ausstattung" zugeordnet.

Wesentliche Absatzmärkte und Wettbewerbsposition

Den Großteil des Umsatzes erwirtschaftet KRONES mit Kunden aus der Getränkeindustrie. Der übrige Erlös stammt aus dem Non-Beverage-Bereich (Lebensmittel, Milch, Chemie, Pharma, Kosmetik).

KRONES ist stark exportorientiert und erzielt fast 90 % des Konzernumsatzes im Ausland. Die regionale Umsatzverteilung ist dabei insgesamt ausgewogen. In den reifen Industrieländern erwirtschaftete KRONES im Berichtszeitraum 49,8 %, auf den stark wachsenden Emerging Markets 50,2 % der Erlöse.

Neben wenigen großen konzerngebundenen Unternehmen konkurriert KRONES mit einer Reihe von Firmen, die nur einzelne Produkte der Abfüll- und Verpackungstechnik anbieten. Unsere wichtigsten Wettbewerber stammen hauptsächlich aus dem Euro-Raum. Chinesische Anbieter konkurrieren vor allem auf ihrem Heimatmarkt mit KRONES um Aufträge.

Gestützt auf unser weltweites Serviceangebot, mit dem wir unsere Kunden vor Ort schnell bedienen können, sieht sich KRONES als Full-Service-Anbieter im Wettbewerb gut positioniert.

KRONES Konzern Umsatzverteilung 2019

Maschinen und Anlagen zur Produktabfüllung und -ausstattung

In dem mit Abstand größten Segment bietet KRONES Maschinen und Anlagen an, mit denen Kunden ihre Produkte abfüllen, etikettieren, verpacken und transportieren. Teil des Segments sind auch Maschinen und Anlagen, auf denen PET-Behälter hergestellt sowie gebrauchte Kunststoffflaschen zu lebensmitteltauglichem Rezyklat verarbeitet werden (PET-Recycling).

Produktbehandlungstechnik
Systemtechnik
Etikettiertechnik
Inspektionstechnik
Fülltechnik
Reinigungstechnik
Kunststofftechnik
Pack- und Palettiertechnik
Transporttechnik

Siehe auch Segmentbericht Seite 85 und 137.

scroll

2019 2018
EBT (Mio. €) 56,4 223,3
EBT-Marge (%) 1,7 7,0

Maschinen und Anlagen zur Getränkeproduktion/Prozesstechnik

In diesem Segment bietet KRONES Maschinen, Anlagen und Digitalisierungslösungen an, mit denen Bier, Softdrinks, Fruchtsäfte sowie Milch- und Milchmischgetränke hergestellt und behandelt werden. Das Intralogistikgeschäft unter dem Dach der Tochter SYSTEM LOGISTICS sowie das Komponentenangebot der Marke EVOGUARD gehören ebenfalls zum Segment "Getränkeproduktion/Prozesstechnik".

Sudhaus- und Filtrationstechnik
Digitalisierung
Informationstechnologie
Intralogistik

Siehe auch Segmentbericht Seite 87 und 137.

scroll

2019 2018
EBT (Mio. €) - 14,7 - 19,0
EBT-Marge (%) - 2,1 - 2,8

1. Quartal 2019

KRONES ist gut in das Jahr 2019 gestartet. Von Januar bis März stieg der Umsatz im Vergleich zum Vorjahr um 10,3 % auf 983,5 Mio. €. Der Auftragseingang verbesserte sich um 5,0 % auf 1.041,6 Mio. €. Wegen der insgesamt angespannten Kostensituation ging das Ergebnis vor Steuern trotz steigender Erlöse um 8,4 % auf 51,5 Mio. € zurück.

Niedrige Zinsen und die Hoffnung auf das Ende des Handelskonflikts zwischen China und den USA beflügelten im ersten Quartal 2019 die Aktienbörsen. Die Kurse schwankten aber kräftig. Dies gilt auch für die Notiz der KRONES Aktie. Dem starken Jahresauftakt folgte Ende Januar eine scharfe Korrektur. Ab Mitte Februar ging es dann aber kontinuierlich aufwärts mit unserem Aktienkurs. Ende März stand er mit 78,55 € um 16,4 % höher als zu Jahresanfang. Damit legte unsere Aktie im ersten Quartal stärker zu als der SDAX, der um 15,0 % stieg.

Auftragseingang Q1 in Mio. €

Umsatz Q1 in Mio. €

Aktienkurs am 31.03. in €

Ergebnis vor Steuern Q1 in Mio. €

2. Quartal 2019

Am 5. Juni fand in Neutraubling die Hauptversammlung von KRONES statt. Die Präsenz, also der Anteil des Kapitals am gesamten Grundkapital der Gesellschaft, das auf der Hauptversammlung vertreten war, lag bei 81 %. Die Aktionäre haben alle zur Abstimmung vorgelegten Tagesordnungspunkte mit großer Mehrheit beschlossen. Die Dividende für 2018 blieb im Vergleich zum Vorjahr stabil bei 1,70 € je Aktie.

Die Ertragskraft von KRONES litt im zweiten Quartal unter den hohen Kosten für Material und Personal sowie dem ungünstigen Produktmix. Der Umsatz von Produkten mit hoher eigener Wertschöpfung, wie beispielsweise Maschinen und Anlagen der Kunststofftechnik, war niedriger als erwartet. Dies führte zu einer Unterauslastung in diesem Bereich. Das Ergebnis vor Steuern betrug im zweiten Quartal minus 3,6 Mio. €. Der Umsatz lag mit 905,8 Mio. € um 0,7 % über Vorjahr, der Auftragseingang mit 997,0 Mio. € um 2,5 % unter dem Vorjahreswert.

Schlechter als der Gesamtmarkt entwickelte sich die KRONES Aktie im zweiten Quartal. Ein Grund hierfür waren die Zahlen zum ersten Quartal, die KRONES im April veröffentlichte. Die Ertragskraft lag unter den Erwartungen der Analysten. Insgesamt verringerte sich der Kurs der KRONES Aktie von April bis Juni um 9,7 % und lag am Ende des zweiten Quartals bei 70,95 €.

Auftragseingang Q2 in Mio. €

Umsatz Q2 in Mio. €

Aktienkurs am 30.06. in €

Ergebnis vor Steuern Q2 in Mio. €

3. Quartal 2019

In der Ad-hoc-Mitteilung vom 10. Juli informierte das Unternehmen darüber, dass das Ergebnisziel für 2019 nicht erreicht wird. Als neues Ziel für die EBT-Marge 2019 nannte KRONES rund 3 %. Vorher waren es rund 6 %. Gleichzeitig kündigte der Vorstand strukturelle Veränderungen zur nachhaltigen Verbesserung des Ertragskraft an.

Der Kurs der KRONES Aktie stand im dritten Quartal unter Druck. Schuld daran war hauptsächlich die Anpassung der Ergebnisprognose. Sein Tief erreichte der Aktienkurs Mitte August bei rund 47,50 €. Danach erholte sich der Kurs deutlich. Ende September notierte unser Papier bei 55,45 €.

In der Sitzung vom 25. September 2019 bestellte der Aufsichtsrat Norbert Broger mit Wirkung ab 01.01.2020 zum Finanzvorstand der KRONES AG. Von 2006 bis 2012 war Norbert Broger für KRONES als Zentralbereichsleiter Controlling, Risikomanagement und strategische Unternehmensentwicklung tätig.

Nach dem schwachen zweiten Quartal liefen die Geschäfte von KRONES von Juli bis September 2019 wieder besser. Der Umsatz erhöhte sich im Vergleich zum Vorjahreswert um 10,9 % auf 1.000,4 Mio. €. Um 0,6 % ging der Auftragseingang zurück. Im dritten Quartal erwirtschaftete KRONES ein Ergebnis vor Steuern von 13,5 Mio. €.

Auftragseingang Q3 in Mio. €

Umsatz Q3 in Mio. €

Aktienkurs am 30.09. in €

Ergebnis vor Steuern Q3 in Mio. €

4. Quartal 2019

Im Herbst war KRONES auf einigen wichtigen internationalen Messen vertreten. Auf der K, der weltweit führenden Fachmesse der Kunststoff- und Kautschukindustrie, präsentierte KRONES Lösungen für einen geschlossenen Kunststoff-Kreislauf. Im Mittelpunkt stand dabei die PET-Recyclinganlage MetaPure.

KRONES verbuchte im vierten Quartal Rückstellungen für Personalmaßnahmen sowie Wertberichtigungen im Zuge der Portfoliooptimierung. Dies führte insgesamt zu Aufwendungen von rund 70 Mio. €. Deshalb war das Ergebnis vor Steuern mit minus 19,7 Mio. € negativ. Das operative Geschäft entwickelte sich im Jahresschlussquartal hingegen planmäßig.

Im vierten Quartal 2019 vollzog unsere Aktie eine kräftige Aufwärtsbewegung. Von Oktober bis Dezember stieg der Kurs um 22 %. Hierzu trug auch die Veröffentlichung von Details zu den strukturellen Maßnahmen bei, mit denen KRONES die Ertragskraft nachhaltig stärken will. Ende 2019 stand der KRONES Aktienkurs mit 67,50 € exakt so hoch wie ein Jahr davor.

Auftragseingang Q4 in Mio. €

Umsatz Q4 in Mio. €

Aktienkurs am 31.12. in €

Ergebnis vor Steuern Q4 in Mio. €

Anlagen und Lifecycle Service - nur die Leistung zählt

KRONES liefert an die Getränke- und Liquid Food-Industrie komplette Fabriken. Mit unserem Know-how halten wir die Investitions- und Betriebskosten unserer Kunden niedrig. Ebenso wichtig ist, dass sie ihre Produkte sicher und in hoher Qualität herstellen können.

Wir liefern alle Maschinen und Anlagen, die nötig sind, um Getränke herzustellen, abzufüllen und zu verpacken. Wir kümmern uns auch um die komplette Logistik, um Ver- und Entsorgungseinrichtungen sowie maßgeschneiderte IT- und Digitalisierungslösungen, die alle Abläufe innerhalb der Produktion steuern und dokumentieren.

Darüber hinaus unterstützen wir unsere Kunden rund um die Uhr mit hochwertigen Serviceleistungen. Nur so ist gewährleistet, dass die Getränkefabriken ihre Höchstleistung bringen. Die Lifecycle Service (LCS)-Experten von KRONES sind dabei nicht nur Dienstleister, sondern auch Partner der Kunden. Gemeinsam finden wir die Lösungen für eine effiziente, sichere und kostengünstige Produktion. Unsere LCS Mitarbeiter optimieren nicht nur Instandhaltung und Nachrüstung, sondern stehen dem Kunden auch mit qualifizierter Beratung zur Seite - als Partner for Performance.

Anhand des Schaubildes einer kompletten Getränkefabrik stellen wir unsere Leistungen kurz vor.

Moderne Fertigungsmethoden - die neue Schaltschrankproduktion von KRONES

Seit August 2019 hat die Schaltschrankproduktion von KRONES eine neue Heimat. Am Stammsitz Neutraubling entstand ein moderner Neubau mit 6.000 m 2 Produktions- und 850 m 2 Bürofläche. Ein wichtiger Vorteil ist, dass Logistik und Produktion nun zusammengefasst sind. Optimaler Materialfluss und kurze Wege tragen zu schnelleren Durchlaufzeiten und höherer Produktivität bei.

Der Neubau ist mit modernster Technik ausgestattet. So versorgt beispielsweise ein automatisches, fahrerloses Transportfahrzug die Arbeitsplätze mit den benötigten Teilen. Das bisherige manuelle Lager wurde durch ein vollautomatisches Lager ersetzt. Hier konnte KRONES auf das Know-how der Konzerntöchter SYSTEM LOGISTICS und TRIACOS zurückgreifen.

Nicht zu vergessen sind die mitarbeiterfreundlichen Arbeitsbedingungen. Die neue Halle ist lichtdurchflutet und die Montagetische lassen sich in Höhe und Neigung verstellen. Insgesamt bietet die neue Fertigungsstätte die besten Voraussetzungen für eine effiziente Produktion.

Strategie und Steuerungssystem

"Unser Markt ist weiterhin attraktiv, er ist aber auch herausfordernd. Das spürten wir in den beiden abgelaufenen Geschäftsjahren. Wenn wir die eingeleiteten Maßnahmen entschlossen umsetzen, wird KRONES wieder in die Erfolgsspur zurückkehren."

Christoph Klenk

CEO

KRONES befindet sich derzeit in einer für das Unternehmen ungewohnt schwierigen wirtschaftlichen Situation. Mit Ausnahme des Krisenjahres 2009 war die Entwicklung des Unternehmens überwiegend von profitablem Wachstum geprägt. 2018 und 2019 konnten wir zwar beim Umsatz noch ordentlich wachsen. Allerdings hat die Ertragskraft von KRONES zuletzt deutlich nachgelassen. Deshalb ist die Strategie von KRONES darauf fokussiert, das Unternehmen durch die entschlossene Umsetzung der definierten Maßnahmen wieder in die Erfolgsspur zu bringen.

KRONES ist auf einem attraktiven Markt tätig. Er wächst stabil, weil die Nachfrage nach abgepackten Getränken und Lebensmitteln stetig steigt. Der Markt profitiert von Megatrends wie der zunehmenden Weltbevölkerung, einer wachsenden Mittelschicht in den aufstrebenden Ländern sowie der zunehmenden Verstädterung. Langfristig erwarten wir, dass das Marktwachstum oberhalb des weltweiten BIP-Wachstums liegen wird.

KRONES ist mit seinem weltweiten Komplettangebot sehr gut positioniert, um von den Chancen des Marktes zu profitieren. Das Unternehmen bietet den Kunden aus der Liquid Food-Industrie alles aus einer Hand an, von Produkten für die Getränkeherstellung über die Abfüllung bis hin zur Verpackung. Darüber hinaus ergänzen die Bereiche Intralogistik, Informationstechnologie sowie ein hochwertiger Service das Portfolio.

Wie die jüngste Vergangenheit gezeigt hat, bietet der Markt nicht nur Chancen, sondern kann sich der aktuellen weltwirtschaftlichen Entwicklung nicht verschließen. Handelskonflikte, politische Unsicherheiten, wirtschaftliche Krisen in einzelnen Ländern und Regionen, sowie die teils sehr emotional und irrational geführte Kunststoff-Debatte, sorgen für Unsicherheit bei unseren Kunden. Der Kampf um Aufträge wird intensiv bleiben und die angestrebten Preiserhöhungen nur mühsam durchzusetzen sein. Außerdem wird die Digitalisierung hohe Investitionen erfordern.

KRONES hat ehrgeizige mittelfristige Ziele

Ab 2020 wird KRONES als Zielgröße für die Profitabilität die EBITDA-Marge anstatt der EBT-Marge verwenden. Der Grund hierfür liegt darin, dass das EBITDA (Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen) näher am Cashflow und besser vergleichbar ist, weil es die Abschreibungen, das Finanzergebnis sowie Steuern unberücksichtigt lässt. Unser mittelfristiges Ziel für die EBT-Marge von 6 bis 8 % entspricht einer EBITDA-Marge von 9 bis 12 %. Um die gute Marktposition zu festigen und genügend Spielraum für Investitionen zu haben, hat sich KRONES ambitionierte mittelfristige Finanzziele gesetzt:

2 bis 5 % durchschnittliches organisches Umsatzwachstum pro Jahr
9 bis 12 % EBITDA-Marge
22 bis 24 % bei der Kennzahl Working Capital im Verhältnis zum Umsatz

KRONES will seine mittelfristigen Ziele so schnell wie möglich erreichen und erachtet einen Zeitraum von 3 bis 4 Jahren als realistisch.

Verschiedenste Herausforderungen, wie beispielsweise steigenden Kosten für Material und Personal, die Kunststoff-Diskussion aber auch die allgemeine wirtschaftliche Unsicherheit, führten dazu, dass wir 2018 und im Berichtsjahr unsere ursprünglichen Jahresziele verfehlten. Trotz gesteigerter Volatilität der Märkte setzt sich KRONES ehrgeizige mittelfristige Ziele. Das Unternehmen stuft einen Zeitraum von 3 bis 4 Jahren als realistisch ein, um die Ziele zu erreichen. Wir haben im Berichtsjahr viele Maßnahmen eingeleitet, mit denen das KRONES Team wieder in die Erfolgsspur zurückkehren wird. Nun gilt es, diese entschlossen umzusetzen.

Stärkung der Profitabilität - Maßnahmen werden umgesetzt

Um langfristig wettbewerbsfähig zu bleiben, muss KRONES nachhaltig und ausreichend Gewinne erzielen. Mit einer EBT-Marge (ohne Aufwendungen für Rückstellungen zur Senkung der Personalkosten sowie Wertberichtigungen für Portfoliooptimierungen von insgesamt rund 70 Mio. €) von 2,8 % für 2019 sind wir von unserer Zielgröße deutlich entfernt. Das Unternehmen hat deshalb im zweiten Halbjahr 2019 neben kurzfristigen auch mittelfristige Maßnahmen zur Ergebnisverbesserung eingeleitet. Diese wurden in drei Säulen gegliedert.

Mittelfristige Maßnahmen und Auswirkungen

Die EBT-Auswirkungen werden die Ausgaben innerhalb von zwei Jahren übertreffen.

Die strukturellen Maßnahmen tragen den größten Anteil an dem Maßnahmenpaket. Hierzu zählt vor allem der Ausbau des Global Footprint. Bislang erwirtschaften wir nur einen geringen Teil der Wertschöpfung im Ausland, obwohl wir fast 90 % des Umsatzes außerhalb Deutschlands erzielen. Daher werden wir kurz- und mittelfristig Teile der Wertschöpfung in Best-Cost-Countries, also Länder mit niedrigeren Gesamtkosten, verlagern. Das wichtigste Projekt hierfür ist unsere neue Fabrik in Ungarn. Sie soll ab dem zweiten Halbjahr 2020 mit 500 Mitarbeitern voll in Betrieb gehen. Auch die Produktion in China wurde erweitert. Insgesamt sollen bis Ende 2020 rund 600.000 Produktionsstunden in Ungarn und China realisiert werden. Auch 200.000 Konstruktions- und Planungsstunden werden künftig in Tschechien, Indien, Ungarn und China erledigt.

Zudem werden die Prozesse und Ressourcen im Konzern weiter optimiert und Organisationseinheiten gestrafft. In Deutschland fallen durch die strukturellen Maßnahmen 500 Stellen weg, 200 im Berichtsjahr und 300 im Jahr 2020. Im Ausland werden bis Ende 2020 rund 200 Stellen abgebaut. Darüber hinaus werden die in den vergangenen Jahren durch Zukäufe aufgebauten neuen Prozesstechnik-Standorte in den USA, China und Indien einen positiven Ergebnisbeitrag liefern.

KRONES baut den Global Footprint auch aus, um dem Anstieg der Materialkosten entgegenzuwirken. Beim sogenannten Best-Cost-Country-Sourcing, also dem Einkauf aus kostenoptimalen Ländern und Regionen, geht es darum, die Kosten deutlich zu senken. Erfolgreich hat KRONES dies bereits im chinesischen Taicang umgesetzt. Auch in Indien, Taiwan, Thailand und der Türkei haben wir ein Lieferantennetzwerk etabliert. Unsere bisher durchgeführten Maßnahmen zur internationalen Beschaffung werden wir konsequent fortsetzen.

Portfolio im House of KRONES optimieren

KRONES hat sein Geschäftsmodell mit dem "House of KRONES" auf die Kundenbedürfnisse und die moderne Getränkefabrik abgestimmt. An diesem Ansatz wird sich auch nichts ändern. Dennoch werden wir an der einen oder anderen Stelle in Zukunft Anpassungen und Portfoliooptimierungen vornehmen. In der Säule Prozesstechnik werden wir zunächst den Bereich Getränkeproduktion als rechtlich eigenständige Einheit aufstellen. So können wir besser beurteilen, wie sich deren Geschäft, speziell für die unterschiedlichen Getränkesorten auf Stand-alone-Basis entwickelt. Akquisitionen streben wir in der Prozesstechnik derzeit keine an. Wir konzentrieren uns auf die Integration der in den vergangenen Jahren erworbenen Unternehmen in den USA und China.

scroll

Digitalisierung
Prozesstechnik Abfüll- und Verpackungstechnik Intralogistik
LCS LCS LCS

Das Kernsegment Abfüll- und Verpackungstechnik ist von der kritischen Plastik-Diskussion betroffen. Aus unserer Sicht hat PET zu Unrecht einen schlechten Ruf. Der Kunststoff besitzt gegenüber anderen Verpackungsarten wie Glas einen großen Vorteil: Das Gewicht ist deutlich niedriger und so belasten PET-Flaschen bei längeren Transportwegen deutlich weniger die Umwelt als andere Materialien. Das ist ein wesentlicher Grund, warum PET weiterhin weltweit die am stärksten wachsende Verpackungsart ist.

Oft wird verkannt, dass Kunststoffverpackungen durchaus nachhaltig sein können. Voraussetzung hierfür ist, dass die Verpackungsmaterialien ressourcenschonend hergestellt und in einem geschlossenen Kreislauf gehalten werden. Mit den Technologien und Produkten von KRONES ist beides möglich. Wir bieten materialsparendes Behälterdesign, energiearme Behälterproduktion sowie die Wiederaufbereitung benutzter Kunststoffe. Mit unseren hochwertigen PET-Recycling-Anlagen, auf denen aus gebrauchten PET-Flaschen der Rohstoff für neue Behälter produziert wird, unterstützen wir einen nachhaltigen Stoffkreislauf.

Gute Position bei Glas und Dosen ausbauen

Im Kernsegment wird KRONES das Produktportfolio für Glas und Dosen weiter stärken. Da der Megatrend hin zu abgefüllten Getränken weiter intakt ist, würde eine Nachfrageschwäche bei PET-Verpackungen eine verstärkte Nachfrage nach anderen Verpackungsarten wie Glas und Dose mit sich bringen. Bei beiden Verpackungsarten ist KRONES seit jeher mit einer breiten Produktpalette gut positioniert. Im Berichtsjahr hat das Unternehmen beispielsweise mit dem Glasfüller Craftmate G das Portfolio für Glas um eine wichtige Innovation erweitert.

Das breit aufgestellte Segment Abfüll- und Verpackungstechnik werden wir aber nicht nur mit attraktiven Produkten ausbauen. Wir werden das Portfolio auch um weniger profitable Bereiche und Technologien bereinigen, um unser Kapital auf die attraktivsten Investitionen zu fokussieren.

In der dritten Säule des House of KRONES, der Intralogistik, ist die Nachfrage nach unseren Produkten und Services weiterhin sehr gut. Die Intralogistik ist ein bedeutender Bestandteil der digitalen Getränkefabrik. Sie ist für unsere Kunden sehr wichtig, weil sie damit die Materialflüsse optimal steuern können. In dem Bereich gilt es, das hohe Wachstum zu managen und die Internationalisierung voranzubringen. Hierfür haben wir alle Intralogistik-Aktivitäten in der SYSTEM LOGISTICS gebündelt und diese als rechtlich eigenständige Einheit aufgestellt. So können wir schnell und flexibel auf die Anforderungen des Marktes reagieren.

Preiserhöhungen spielen wichtige Rolle für den nachhaltigen Geschäftserfolg

Um die Kostensteigerungen bei Personal und Material teilweise kompensieren zu können, sind Preiserhöhungen erforderlich. Durch eine verstärkte Preisdisziplin werden wir hier unsere Ziele umsetzen. Wir halten für 2020 einen Ergebnisbeitrag durch höhere Preise von 10 bis 20 Mio. € für realistisch.

Die Digitalisierung bietet mittel- bis langfristig große Chancen

Im Bereich Digitalisierung hat KRONES als Komplettanbieter den großen Vorteil, dass das Unternehmen alle Material- und Datenflüsse entlang des gesamten Produktionsprozesses in der Getränkefabrik rund um die Uhr erfassen kann. Durch die Kombination der daraus gewonnenen Daten mit dem teils jahrzehntelangem Know-how unserer Mitarbeiter entwickeln wir neue Produkte und Services - überwiegend - für den LCS-Bereich, mit denen die Effizienz der Anlagen deutlich verbessert wird. So schaffen wir nachhaltigen Mehrwert für den Kunden. Ziel ist es, digitale Geschäftsmodelle zu entwickeln und diese möglichst schnell in der Getränke- und Lebensmittelindustrie zu etablieren.

Insgesamt werden die Investitionen in die Digitalisierung die Ertragskraft in den nächsten Jahren noch belasten. KRONES erwartet hier mittel- bis langfristig gute Marktchancen.

Wachstumsstarkes Servicegeschäft stärkt Profitabilität

KRONES wird weiterhin in seine inländischen Standorte und die internationale Präsenz investieren - allerdings auf einem niedrigeren Niveau als in den Vorjahren.

Wichtig für die Ertragskraft von KRONES ist unser Service-Geschäft. Der entscheidende Erfolgsfaktor für das LCS-Geschäft ist und bleibt die Verfügbarkeit, also: Wie schnell kann der Service die Probleme des Kunden vor Ort lösen. Daher müssen sowohl die Techniker als auch die Ersatzteile möglichst nah am Kunden sein. Hierfür werden wir unser weltweites Netz von Service- und Vertriebsniederlassungen noch enger knüpfen. Neben der Verfügbarkeit sind innovative neue Produkte und Services ein wichtiger Wachstumstreiber für das Service-Geschäft, unterstützt durch Innovationen in der Digitalisierung.

Der Service-Markt bietet für KRONES mittel- bis langfristig noch erhebliches Wachstumspotenzial. Der große Pluspunkt von KRONES ist die starke installierte Basis von rund 40.000 Maschinen in den Fabriken der Kunden. Bislang werden von der installierten Basis rund 60 % von unserem LCS-Team betreut. Diese Rate werden wir in den kommenden Jahren weiter nach oben bringen, indem wir die Kunden von unseren Service-Angeboten überzeugen, mit denen sie die Leistung ihrer Anlage deutlich steigern können.

Investitionen werden auf Normalmaß heruntergefahren

Um langfristig wettbewerbsfähig zu bleiben muss KRONES investieren - in seine deutschen Standorte genauso wie in die internationale Präsenz. Aber im Gegensatz zu den hohen Wachstumsinvestitionen in den Vorjahren werden die Investitionen kurz- und mittelfristig wieder auf ein normales Maß heruntergefahren. Die Investitionen im Inland fließen überwiegend in die IT-Infrastruktur. Deutschland bleibt für KRONES zentraler Entwicklungsstandort für innovative Maschinen, Anlagen und Services.

Im Ausland wird KRONES wir in die Organisation sowie Integration der in den vergangenen Jahren erworbenen Gesellschaften investieren. Ebenfalls werden wir die IT international weiter ausbauen.

Innovationen - wichtige Zukunftsinvestition

Innovationen sichern die Zukunft des Unternehmens und sind die Basis für nachhaltiges Wachstum. Deshalb wird KRONES auch in wirtschaftlich schwierigeren Zeiten seine vergleichsweise hohen Ausgaben für Forschung und Entwicklung belassen.

Neue Produkte und Dienstleistungen müssen dem Kunden Mehrwert liefern, um am Markt erfolgreich zu sein. Wichtigen Input für Innovationen und Weiterentwicklungen erhalten wir durch den engen Kontakt zu unseren Kunden. Anhand ihrer Bedürfnisse erarbeiten wir gemeinsam Ideen für neue Produkte und Dienstleistungen. Darüber hinaus kreieren wir eigene Ideen, indem wir von den üblichen Denkpfaden abweichen. Hierbei helfen uns auch der enge Kontakt und die gute Zusammenarbeit mit Hochschulen, Universitäten, Forschungs-Einrichtungen sowie Start-Up-Firmen.

Neben digitalen Innovationen, bilden umweltverträgliche, kostensenkende, flexible und bedienerfreundliche Maschinen und Produkte die Schwerpunkte der KRONES Lösungen (s. F&E S. 58).

Solide Finanz- und Kapitalstruktur gibt Sicherheit

Nachdem sich 2019 der Cashflow aus der operativen Geschäftstätigkeit unzureichend entwickelte, ging aufgrund der hohen Investitionen auch der Free Cashflow und die Nettoliquidität deutlich zurück. Die Eigenkapitalquote lag bei vergleichsweise zufriedenstellenden 41,3 %. Damit verfügt KRONES weiterhin über eine solide Finanz- und Kapitalstruktur. Das Unternehmen hat ausreichend finanziellen Spielraum, um Wachstumsinvestitionen und mögliche Firmenzukäufe zu stemmen sowie die Anteilseigner über Dividendenausschüttungen am Unternehmenserfolg zu beteiligen. Die Dividendenstrategie von KRONES sieht vor, dass wir 25 bis 30 % des erzielten Gewinns an die Anteilseigner ausschütten.

Weiterhin starker Fokus auf Free Cashflow

KRONES legt weiterhin den Fokus auf den Free Cashflow. Dieser war 2019 stark rückläufig, weil das operative Geschäft nachgab, die Investitionen überdurchschnittlich hoch waren und das Working Capital gestiegen ist. An allen drei Stellschrauben werden wir in den kommenden Jahren konsequent arbeiten. Zum einen werden wir, wie vorher beschrieben, wieder zu alter Ertragsstärke zurückfinden. Nach mehreren Jahren starker Investitionen in unser Wachstum werden wir hier wieder auf ein normales Maß zurückkehren. Klarer Fokus liegt künftig bei Investitionen darauf, ob die Geschäftseinheiten ausreichend Cash generieren. Dieses Kriterium spielt auch bei Portfoliooptimierungen eine ausschlaggebende Rolle. Bei Akquisitionen halten wir uns zurück. Kurz- und mittelfristig sind keine größeren Zukäufe geplant. Bei attraktiven Akquisitionschancen sind wir allerdings jederzeit handlungsfähig.

Das größte Potenzial für die Verbesserung des Free Cashflow liegt in einem niedrigeren Working Capital. Mit dem Working Capital im Verhältnis zum Umsatz, unserer dritten Zielgröße, ist KRONES nicht zufrieden. Diese Kennzahl lag 2019 bei 26,9 % und damit von unserer mittelfristigen Zielgröße 22 bis 24 % merklich entfernt. Je weniger Mittel im Working Capital gebunden sind, desto mehr Kapital wird freigesetzt. Jeder Prozentpunkt, um den wir diese Kennzahl verbessern, steigert unser Free Cashflow und damit die frei verfügbaren Mittel um rund 40 Mio. €.

Vor allem der hohe Bestand an Kundenforderungen und Vertragvermögenswerte belastet das Working Capital. KRONES wird die Zeitspanne von der Auslieferung bis zur Rechnungsstellung verkürzen. Zum einen soll hierfür die Fertigstellung in der Außenmontage und die Abnahme vor Ort schneller erfolgen. Zum anderen müssen die Lieferverträge so gestaltet werden, dass bei unverschuldeten Verzögerungen die Leistungen dennoch in Rechnung gestellt werden können. Insgesamt sollen sich die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in den kommenden Jahren unterdurchschnittlich zum Umsatz entwickeln. Bei den Verpflichtungen gegenüber Lieferanten gibt es ebenfalls noch Potenzial, allerdings nicht in dem Ausmaß wie bei den Forderungen.

Mitarbeiter sind Basis für nachhaltigen Erfolg

Der Erfolg von KRONES hängt maßgeblich von den Mitarbeitern ab - besonders in Phasen, in denen es schwieriger wird und es nicht mehr kontinuierlich nach oben geht. Unsere Kunden kaufen bei KRONES, weil sie dem Unternehmen und den Mitarbeitern dahinter vertrauen. Sie tragen die Verantwortung, dass die Kunden mit unseren Produkten und Services zufrieden sind. Und Kundenzufriedenheit ist ein sehr entscheidender Erfolgsfaktor im Wettbewerb um Aufträge.

Im Berichtsjahr mussten wir aufgrund negativer Entwicklungen verschiedene Maßnahmen einleiten - auch einen erheblichen Stellenabbau von mehreren Hundert Mitarbeitern im In- und Ausland.

Um das Know-how unserer Mitarbeiter weiter auf dem sehr hohen Level zu halten, investiert das Unternehmen auch künftig stark in die Aus- und Weiterbildung der Belegschaft.

KRONES wird internationale die Belegschaft in den kommenden Jahren weiter aufstocken, wo dies zur Ertragskraft des Unternehmens beiträgt. Um die Wachstumschancen des Marktes in den Schwellenländern zu nutzen, brauchen wir mehr Mitarbeiter bei den Kunden vor Ort. Derzeit beschäftigen wir rund 24 % aller Mitarbeiter in den Emerging Markets. Bei entsprechender Marktentwicklung werden wir diesen Anteil weiter erhöhen.

Mitarbeiterentwicklung in den Emerging Markets 2014 - 2019

scroll

Jahr Südamerika Afrika Asien/ Pazifik GUS/ Osteuropa China Gesamt
2014 501 363 453 136 385 1.838
2015 519 376 502 147 451 1.995
2016 549 386 602 155 508 2.200
2017 581 393 734 398 608 2.714
2018 637 452 830 507 716 3.142
2019 782 671 1.009 933 792 4.187

Mitarbeiterentwicklung in den Emerging Markets 2018/2019

KRONES Global Footprint

Der Ausbau des Global Footprint ist ein strategisches Kernthema. Hier wird KRONES in den kommenden Jahren weitere Fortschritte erzielen.

Das Steuerungssystem von KRONES

Das Management von KRONES steuert den Konzern und die zwei Segmente vorrangig anhand folgender finanzieller Leistungsindikatoren:

Umsatzwachstum
EBT-Marge (Ergebnis vor Steuern im Verhältnis zum Umsatz)
Working Capital im Verhältnis zum Umsatz

Um unsere Marktposition zu festigen und Größenvorteile zu nutzen, streben wir mittelfristig ein Umsatzwachstum über dem Marktdurchschnitt an.

Das Ergebnis vor Steuern (EBT) ist eine wichtige Ertragskennziffer. Aus dem EBT muss der Konzern die Steuern und Dividenden zahlen sowie die Investitionen tätigen. Die Profitabilität, gemessen an der EBT-Marge, ist eine der zentralen Ziel- und Messgrößen. Sie gibt an, wie hoch die Ertragskraft des Unternehmens bezogen auf den Umsatz ist. Für den Konzern ermitteln wir die Zielmarge als gewichteten Durchschnitt der zwei Segmente. Ab 2020 ersetzen wir die EBT-Marge durch die EBITDA-Marge (Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen im Verhältnis zum Umsatz). Sie gibt an, wie hoch die Ertragskraft des Unternehmens bezogen auf den Umsatz ist, unabhängig von Steuerquote, Finanzergebnis und den Abschreibungsmodalitäten.

Unsere dritte Steuerungsgröße ist das Working Capital im Verhältnis zum Umsatz, die auf Konzernebene ermittelt wird. Das Working Capital, also das betriebsnotwendige Kapital, errechnet sich wie folgt: (Vorräte + Forderungen aus Lieferungen und Leistungen + Vertragsvermögenswerte) - (Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen + Vertragsverbindlichkeiten). Diese Kennzahl gibt an, wie viel kurzfristiges Betriebsvermögen eingesetzt werden muss, um Umsatz zu generieren. Je niedriger diese Kennzahl, um so weniger Kapital ist gebunden und um so mehr finanzieller Spielraum besteht für eine anderweitige Verwendung der liquiden Mittel.

Weitere wichtige Finanzkennzahlen

Zusätzlich zu den oben aufgeführten Steuerungsgrößen ist für KRONES der Free Cashflow (Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit abzüglich Cash-flow aus der Investitionstätigkeit) eine wichtige Kennzahl. Zudem orientieren wir uns weiterhin am EBT, dem Ergebnis vor Steuern, und am ROCE (Return on Capital Employed), der sich aus dem Verhältnis von EBIT zur durchschnittlichen Nettokapitalbindung errechnet.

Forschung und Entwicklung (F&E)

4,9 % des Umsatzes in F&E investiert
PET-Diskussion - KRONES hat Lösungen
Ausbau des Produktportfolios für Glas und Dosen
Kundennutzen bei Innovationen weiterhin im Fokus

4,9 % des Konzernumsatzes investierte KRONES 2019 in Forschung und Entwicklung.

Rund 2.300 hoch qualifizierte Mitarbeiter arbeiten bei KRONES an der Neu- und Weiterentwicklung von Maschinen, Anlagen und Dienstleistungen. Innovationen sind die Basis für eine erfolgreiche Zukunft des Unternehmens. Neue Produkte und Services müssen beim Kunden Mehrwert schaffen. Nur so kann KRONES seine Marktposition festigen und ausbauen. Der Anstieg der erteilten Patente und Gebrauchsmuster von 5.707 im Vorjahr auf 5.877 zum Jahresende 2019 bestätigt die Innovationskraft des KRONES Teams. Insgesamt wurden im Berichtsjahr 195 Mio. € (Vorjahr: 179 Mio. €) in Forschung und Entwicklung investiert. Das entspricht 4,9 % des Konzernumsatzes. Davon wurden im Geschäftsjahr 2019 32,5 Mio. € (Vorjahr: 38,5 Mio. €) als Entwicklungskosten aktiviert.

Erteilte Patente und Gebrauchsmuster KRONES Konzern

Innovationen - mit Mut und Know-how zum Erfolg

Bei der Entwicklung von neuen Produkten sind für KRONES die Anforderungen des Marktes das wichtigste Kriterium. Durch den regelmäßigen Austausch unserer Vertriebs- und Service-Mitarbeiter mit den Kunden wissen wir sehr gut, welche Anforderungen sie haben und wie wir Mehrwert für sie schaffen können. Das House of KRONES gibt uns zusätzlich einen ganzheitlichen Blick auf die Bedürfnisse der Kunden.

Die wichtigsten Anforderungen der Kunden an unsere Maschinen und Anlagen sind Sicherheit, Bezahlbarkeit, Flexibilität und Umweltfreundlichkeit. Hinzu kommen eine möglichst einfache Bedienbarkeit sowie geringer Platzbedarf.

Aus diesen Bedürfnissen entstehen, kombiniert mit dem umfangreichen Wissen unserer Mitarbeiter, Ideen für neue Produkte. Sie münden anschließend in entsprechende Entwicklungsprojekte, die unsere Mitarbeiter aus den Bereichen Mechanik, Elektronik, Pneumatik und Automatisierungstechnik möglichst schnell umsetzen. Am Ende des Innovationsprozesses stehen im Erfolgsfall Produkte, die erfolgreich vermarktet werden können, wie unsere Beispiele auf den folgenden Seiten zeigen.

Wir werden aber auch über den Tellerrand hinausblicken und uns nicht mit dem Status Quo abfinden, sondern mutig nach vorne denken. Die enge Zusammenarbeit mit Hochschulen und wissenschaftlichen Einrichtungen bringt uns zusätzlich wertvolle Ideen von außen. Durch Mut zum Querdenken werden wir unsere Kunden mit innovativen Entwicklungen positiv überraschen, wie wir das beispielsweise mit unserer "Bottling on demand"-Konzeptstudie zum hochflexiblen Abfüllen erreicht haben. Nur so können wir unsere Stellung als Technologieführer in unserer Branche untermauern.

Ein weiterer Schwerpunkt unsere F&E-Strategie liegt in der Transformation von der bisherigen analogen in die digitale Welt. Hierbei geht es vor allem darum, die bestehenden Technologien und Methoden, die für unseren bisherigen Erfolg stehen, weiterzuentwickeln.

Digitalisierung braucht das analoge Wissen unserer Mitarbeiter

Aufgrund des technischen Fortschritts lässt sich mittlerweile der komplette Wertschöpfungsprozess in der Getränkefabrik digital abbilden. Die KRONES Tochter SYSKRON, in der die Digitalisierungs-Aktivitäten gebündelt sind, hat die Aufgabe, neue digitale Geschäftsmodelle für unsere Industrie zu erschließen. Hierfür nutzt sie die aus unseren Anlagen gewonnenen Daten. Gemeinsam mit dem analogen Wissen unserer erfahrenen Mitarbeiter und Technologien wie dem Cloud-Computing und Big Data entwickelt KRONES daraus neue Produkte und Lösungen für unsere Kunden.

Bei digitalen Services ist KRONES eines der führenden Unternehmen. Durch die schnelle digitale Datenübertragung lässt sich beispielsweise die Qualität der Fernwartung, des sogenannten Remote Support, deutlich steigern und die Stillstandzeiten verringern. Ein Beispiel hierfür ist Argos, ein Headset mit Kamera und Mini-Display. Der Maschinenbediener vor Ort setzt es auf und wird dann vom KRONES Service-Mitarbeiter bei der Fehlersuche und -behebung unterstützt - als ob dieser direkt vor Ort wäre.

Mit dem KRONES.shop betreibt das Unternehmen bereits seit mehr als fünf Jahren erfolgreich eine digitale Plattform, auf der Kunden schnell und bequem Ersatzteile, Upgrades, Komponenten, Trainings und andere Serviceleistungen bestellen können.

Diskussion um PET - KRONES hat Lösungen

Die öffentlichen Diskussionen um das Thema Plastikmüll/Kunststoffverpackungen haben im Berichtsjahr deutlich zugenommen und vor allem unsere europäischen Kunden verunsichert. Von deren zögerlichem Orderverhalten war natürlich auch KRONES betroffen, da wir einen großen Teil des Umsatzes mit Maschinen und Anlagen zur Abfüllung und Verpackung in Kunststoffbehälter aus PET erzielen. Bei der Debatte gerät häufig in Vergessenheit, dass PET weiterhin die beliebteste Verpackungsvariante weltweit ist und Kunststoffverpackungen weitaus nachhaltiger sein können als angenommen. Voraussetzung hierfür ist, dass die Verpackungsmaterialien ressourcenschonend produziert und in einem geschlossenen Kreislauf gehalten werden.

Mit der Technologie und den Produkten von KRONES ist beides möglich. Wir bieten materialsparendes Behälterdesign, energiearme Behälterproduktion sowie die Wiederaufbereitung benutzter Kunststoffe. Vor allem durch unsere hochwertigen PET-Recycling-Anlagen, auf denen aus gebrauchten Flaschen der Rohstoff für neue Behälter produziert wird, unterstützen wir einen nachhaltigen Stoffkreislauf. Das Problem sind nicht die PET-Flaschen an sich, sondern, dass sie weggeworfen und nicht recycelt werden. Mit unseren PET-Recycling-Anlagen leisten wir einen wesentlichen Beitrag, um das weltweite Müllproblem zu verringern.

Produktportfolio für Glas und Dosen kontinuierlich erweitern

Der große Vorteil von KRONES ist, dass das Unternehmen nicht auf eine Verpackungsart beschränkt ist. Da der Megatrend hin zu abgefüllten Getränken weiter intakt ist, würde eine Nachfrageschwäche bei PET-Verpackungen eine verstärkte Nachfrage nach anderen Verpackungsarten wie Glas und Dose mit sich bringen. Bei beiden Verpackungsarten ist KRONES seit jeher mit einer breiten Produktpalette gut positioniert. Im Berichtsjahr hat das Unternehmen beispielsweise mit dem Glasfüller Craftmate G das Portfolio für Glas und Dose um einige Innovationen erweitert und wird auch zukünftig auf beide Verpackungsarten setzen.

KRONES weitet Nachhaltigkeitsprogramm enviro aus

Ein wichtiges Ziel aller KRONES Innovationen ist es, die Energie- und Medienverbräuche unserer Maschinen und Anlagen zu senken. Hierfür hat KRONES bereits 2008 das Nachhaltigkeitsprogramm enviro eingeführt, ein vom TÜV geprüftes Management-System. enviro ist fester Bestandteil des Produktentwicklungsprozesses bei KRONES. Dadurch sind alle neuen KRONES Maschinen und Anlagen überdurchschnittlich effizient und umweltfreundlich.

Seit 2019 werden neben Maschinen und Anlagen auch Verpackungsinnovationen anhand objektiver Nachhaltigkeitskriterien bewertet und zertifiziert. Bei enviro Design arbeitet KRONES ebenfalls mit dem TÜV als objektivem Gutachter zusammen. Ziel von enviro Design ist es, die Umweltauswirkungen von Verpackungen so gering wie möglich zu halten. Mehrere umweltfreundliche Verpackungslösungen waren zum Ende des Berichtsjahres im Bewertungsprozess. 2020 sollten dann die ersten Verpackungsinnovationen, die die strengen Kriterien erfüllen, das enviro Design Siegel erhalten.

Eine Auswahl unserer Innovationen

Modulfill NWJ - Flexibles Füllsystem für hochviskose Produkte

Um viskose, also zähflüssige, Lebensmittel sicher, sauber und hygienisch abzufüllen hat KRONES die bisherige Fülltechnik weiterentwickelt. Der Modulfill NWJ verarbeitet eine Vielzahl viskoser Nahrungsmittel - von niedrigviskosen Produkten wie Olivenöl oder Salatdressings bis zu hochviskosen Nahrungsmittel wie Mayonnaise oder Senf. Aber auch Produkte mit Stückchen bis zu 10 mm, wie Barbecue-Soßen oder körniger Senf, füllt er problemlos ab. Mit dem Modulfill NWJ lassen sich sowohl Glas- als auch PET-Behälter verarbeiten.

Ein großer Pluspunkt des neu entwickelten Modulfill NWJ ist die hohe Füllgenauigkeit. Mit einem neuartigen Mess- und Ventilsystem reagiert der Füller auf sich ändernde Viskositäten während des Füllprozesses, indem er die Fließgeschwindigkeiten anpasst. Für eine saubere Abfüllung, ohne Fäden ziehen und nachtropfen, sorgt eine neu entwickelte Ventilgeometrie.

Der Modulfill NWJ kann bis zu 48.000 Behälter pro Stunde befüllen und wird vollautomatisch gereinigt. Das verringert den Zeit- und Personalaufwand.

Neue Baugröße für die Dosenfüller-Reihe - Modulfill VFS-C

Mit dem für die Craft-Brewer konzipierten Dosenfüller Craftmate deckt KRONES den unteren Leistungsbereich (6.000 - 20.000 Behälter pro Stunde) bestens ab, während der auf der drinktec 2017 vorgestellte Modulfill VFS-C mit höherer Geschwindigkeit (bis zu 135.000 Behälter pro Stunde) arbeitet. Mit einer kleineren Version des Modulfill VFS-C (26.000 Behälter pro Stunde) bietet KRONES nun vor allem kleinen und mittelständischen Brauereien eine interessante Option.

Optisch gleicht die neueste Variante des Modulfill dem Craftmate. Technologisch ist sie mit den Vorzügen der gleichnamigen leistungsstarken Maschinenreihe ausgestattet. Der induktiven Durchflussmesser sorgt für eine genaue Flüssigkeitsmenge. Zusätzlich wird durch die pneumatische Steuerung des Ventils die Produktion sauberer, da auf Schmiermittel verzichtet werden kann.

Argos - Echtzeit-Service mit Smart-Glasses

Die Digitalisierung bringt speziell beim Thema Service für KRONES und seine Kunden viele Vorteile. Mit Argos bietet KRONES ein digitales Service-Produkt an. Mit sogenannten Smart Glasses können Fehler zügig und sauber behoben werden.

Im Falle einer Störung oder Fehlermeldung nimmt der Anlagenbetreiber, wie gewohnt, Kontakt mit dem KRONES Support auf. Um das Problem zu beheben, setzt der Maschinenbediener vor Ort sein Headset mit Kamera und Mini-Display auf. Anhand der Video- und Audioübertragung in Echtzeit macht sich der KRONES Service-Mitarbeiter ein genaues Bild, um dann mit gezielten Anweisungen gemeinsam den Fehler zu beheben - als wäre er direkt vor Ort. Damit kann der Kunde Stillstandzeiten deutlich verringern und die Leistung der Anlage steigern.

Digitaldruck für recycelte PET-Behälter

Direktdruck und PET-Recycling passte bislang - nach Meinung vieler Fachleute - nicht zusammen. Aber KRONES hat dies widerlegt. Damit stehen die Vorteile des Direktdrucks, wie Verzicht auf Etiketten und hohe Flexibilität, nun auch recycelten PET-Behältern zur Verfügung. Das Zusammenspiel von Material, Tinte und Farbhaftung spielen hierbei eine entscheidende Rolle. KRONES ist mit der Direktdruckmaschine DecoType in der Lage, Flaschen, die zu 100 % aus recyceltem PET sind, direkt zu bedrucken.

Wichtig ist auch, dass die direkt bedruckten PET-Behälter recycelbar sind. Hierfür muss sich die Tinte wieder rückstandslos vom PET entfernen lassen. Die ist bei unserer Lösung der Fall und hat die US-amerikanische Association of Plastic Recyclers (APR) KRONES bereits 2018 bescheinigt.

PET-Asept D - Trockenaseptik für kleine Chargen

Speziell für den kleinen Leistungsbereich hat KRONES eine Kompakt-Variante der PET-Asept D entwickelt. Mit dem neu entwickelten System lassen sich säurehaltige Getränke mikrobiologisch sicher abfüllen. Der Leistungsbereich liegt bei 12.000 bis 16.000 Behälter pro Stunde.

Beim Entkeimen geht PET-Asept D einen komplett trockenen Weg. Das Sterilisationsmedium Wasserstoffperoxid wird als warmes Gas auf die warmen Behälter aufgetragen. Diese werden dadurch schnell und effizient entkeimt, ohne dass sich unerwünschtes Kondensat bildet. Aufgrund der hohen Flexibilität und des geringen Platzbedarfs ist die Anlage besonders für die Herstellung kleiner Chargen geeignet. Sie ist nach einer kompletten Reinigung und Sterilisation bereits nach 150 Minuten wieder voll einsetzbar.

Craftmate G - Kompakter Glasfüller für Bier und CSD

Der Craftmate G ist der jüngste Zuwachs in der KRONES Füllerfamilie. Er verarbeitet, wie das Kürzel G ausdrückt, Glasflaschen. Der Craftmate C, also der Füller für Dosen (Cans), bewährt sich bereits seit 2015 auf dem Markt. Auf der Brau-Beviale 2019 präsentierte das Unternehmen erstmals den kompakten Glasfüller für Bier und Carbonated Softdrinks (CSD), also kohlensäurehaltige Getränke.

Technologisch ist der Craftmate G ähnlich ausgestattet, wie die großen Geschwister aus der ModulFill-Reihe. Weitere Pluspunkte: Er benötigt wenig Platz und kann bis zu zwei Verschließer kombinieren. Dadurch haben die Brauer die Flexibilität, neben Bier auch CSD zu verarbeiten. Mit seiner Leistung von bis zu 24.000 Behälter pro Stunde und der kompakten Bauweise ist er vor allem für kleine und mittelständische Brauereien geeignet.

VarioFlash B - Bier kurz heiß machen

Mit der KRONES Kurzzeiterhitzungsanlage VarioFlash B lässt sich Bier mikrobiologisch sicher abfüllen. Die Anlage deckt einen Leistungsbereich von 18 bis 600 Hektoliter pro Stunde ab und lässt sich mit Flaschen- oder Dosenfüllern kombinieren. Technologisch ist die VarioFlash B dahingehend optimiert, den Wasser- und Energieverbrauch möglichst gering zu halten, ohne auf mikrobiologische Sicherheit zu verzichten.

Die kleine Variante des VarioFlash B wurde vor allem für Craftbrewer und Brauereien mit kleinen Chargen entwickelt. Sie eignet sich besonders für den Leistungsbereich von 18 bis 45 Hektoliter pro Stunde. Die Kunden profitieren von der schnellen Installation und Inbetriebnahme, geringen Produktverlusten und Medienverbräuchen sowie niedrigen Instandhaltungskosten.

Wirtschaftsbericht

Wirtschaftliches Umfeld

Wachstum der Weltwirtschaft verlangsamte sich 2019
Schwierige Bedingungen für den deutschen Maschinenbau
Weltweite Nachfrage nach abgepackten Getränken wächst

Weltwirtschaft leidet unter Handelskonflikten

Die globale Konjunktur entwickelte sich 2019 schwächer als erwartet. Schuld daran waren mehrere Unsicherheitsfaktoren wie zum Beispiel die Handelskonflikte zwischen den USA und China sowie Europa. Auch der über lange Zeit ungeklärte "Brexit" belastete die Konjunktur. Die Experten des Internationalen Währungsfonds (IWF) mussten ihre Wachstumsprognose 2019 mehrmals nach unten anpassen. Gemäß den Zahlen vom Januar 2020 stieg das globale Bruttoinlandsprodukt (BIP) 2019 um 2,9 % (2018: plus 3,6 %). Die zum Jahresanfang 2019 gestellte IWF-Wachstumsprognose lag bei 3,5 %.

Unerwartet stark schwächte sich im Berichtszeitraum das Wachstum in den Schwellen- und Entwicklungsländern ab. Dort stieg das BIP 2019 nur noch um 3,7 % (2018: plus 4,5 %). Laut IWF-Experten liegt das mitunter an der Entwicklung in Indien, wo politische Unruhen das Wirtschaftswachstum stark bremsten. Nach einem BIP-Anstieg von 6,8 % im Vorjahr wuchs Indiens Wirtschaft 2019 lediglich um 4,8 %. Auch in China verlangsamte sich das Wachstum. Das chinesische BIP kletterte 2019 um 6,1 % (Vorjahr: plus 6,6 %). Die Region Lateinamerika verzeichnete 2019 einen minimalen BIP-Zuwachs von 0,1 % (Vorjahr: plus 1,1 %). Dies ist hauptsächlich der stagnierenden Wirtschaft Mexikos geschuldet. In der Region Naher Osten/Zentralasien betrug das Wachstum im Berichtsjahr 0,8 % (Vorjahr: plus 1,9 %). Leicht verbessert hat sich das Wirtschaftswachstum in der Region Sub-Sahara Afrika. Dort betrug das BIP-Wachstum im Berichtszeitraum 3,3 % (Vorjahr: plus 3,2 %).

Wachstumsrate des weltweiten Bruttoinlandsprodukts (BIP) in Prozent

In den reifen Industriestaaten verlangsamte sich das Wirtschaftswachstum 2019 insgesamt deutlich auf 1,7 % (Vorjahr: plus 2,2 %). Überproportional verringerte sich die Dynamik im Euro-Raum. Dort stieg das BIP 2019 um 1,2 % nach einem Plus von 1,9 % im Vorjahr. Die weltweit größte Volkswirtschaft, die USA, wuchs im Berichtszeitraum um 2,3 % (Vorjahr: plus 2,9 %). In Japan beschleunigte sich das BIP-Wachstum 2019 auf 1,0 % (Vorjahr: plus 0,3 %).

Wachstumsrate des Bruttoinlandsprodukts (BIP) nach Regionen in Prozent

Deutsche Wirtschaft wächst 2019 um 0,6 %

Als stark exportorientierte Volkswirtschaft litt Deutschland überproportional an den Folgen der Handelskonflikte. Nach vorläufigen Zahlen des Statistischen Bundesamtes legte das deutsche Bruttoinlandsprodukt (BIP) 2019 im Vergleich zum Vorjahr um 0,6 % zu. Gestützt wurde das Wachstum vom privaten und staatlichen Konsum. Insgesamt entwickelte sich die deutsche Volkswirtschaft 2019 deutlich weniger dynamisch als 2018. Im Vorjahr lag die BIP-Steigerungsrate bei 1,5 %.

Wachstumsrate des Bruttoinlandsprodukts (BIP) in Deutschland in Prozent

Quelle: Statistisches Bundesamt

Konjunktur trübte sich für den deutschen Maschinenbau 2019 ein

Die Geschäftsbedingungen für die deutsche Maschinenbauindustrie waren 2019 schwierig. Laut Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) belasteten das eingetrübte gesamtwirtschaftliche Umfeld, Drohungen und Sanktionen in den globalen Handelsstreitigkeiten sowie der tiefgreifende Strukturwandel in der Autoindustrie die Branche. Deshalb entwickelte sich die Produktion im Berichtsjahr schlechter als erwartet. Gemäß vorläufiger Zahlen rechnet der VDMA damit, dass der Wert der produzierten Maschinen und Anlagen 2019 im Vergleich zum Vorjahr um 2 % gesunken ist. Die ursprüngliche VDMA-Prognose für 2019 lag bei plus 2 %.

Megatrends stützen stabiles Marktwachstum

Die steigende Weltbevölkerung, die wachsende Mittelschicht sowie die Urbanisierung sind Megatrends, die das Wachstum der Märkte von KRONES stützen.

KRONES ist in einem langfristig stabil wachsenden Markt tätig. Die durchschnittliche jährliche Wachstumsrate ist höher als das durchschnittliche Wachstum der Weltwirtschaft. Mehrere Megatrends führen dazu, dass die Nachfrage nach Verpackungsmaschinen für Getränke und Nahrungsmittel überproportional steigt.

Der übergeordnete Megatrend ist die stetig steigende Zahl der Weltbevölkerung. Ende 2019 lebten 7,75 Mrd. Menschen auf der Erde. Diese Zahl wird nach Prognosen der Vereinten Nationen künftig jährlich um mehr als 70 Millionen steigen. Vor allem in Afrika und Asien wächst die Bevölkerung stark. Im Jahr 2030 dürfte die Weltbevölkerung bereits bei etwa 8,5 Mrd. liegen. All diese Menschen müssen essen und trinken. Dabei werden sie zunehmend zu abgepackten Getränken und Lebensmitteln greifen.

Der Anteil Asiens an den Konsumausgaben der weltweiten Mittelschicht nimmt stark zu

Die Anzahl der Menschen, die in die Mittelschicht aufsteigen, nimmt besonders in Asien stark zu. Deshalb wächst der Anteil dieser Region an den weltweit steigenden Konsum ausgaben der Mittelschicht.

2020 (e) 35,0 Billionen Dollar

Quelle: OECD

2030 (e): 55,7 Billionen Dollar

Wachsende Mittelschicht steigert Konsumausgaben

In den Schwellen- und Entwicklungsländern entkommen immer mehr Menschen der Armut und steigen in die Mittelschicht auf. Nach Prognosen der OECD wird die globale Mittelschicht in der Zeit von 2020 bis 2030 von 3,2 Mrd. auf 4,9 Mrd. Menschen wachsen. Mit dem steigenden Einkommen der Menschen nehmen deren Konsumausgaben - auch für abgepackte Getränke und Lebensmittel - zu. Ein Großteil des Wachstums der weltweiten Mittelklasse und damit der zunehmenden Kaufkraft entfällt auf Asien. 2020 soll laut OECD der Anteil Asiens an den gesamten Konsumausgaben der Mittelschicht bei 42 % liegen. Bis 2030 soll dieser Wert auf 59 % zunehmen. Die Summe der Konsumausgaben der globalen Mittelschicht dürfte in diesem Zeitraum von 35 Billionen US-Dollar auf 55,7 Billionen US-Dollar steigen.

Anteil der städtischen Bevölkerung an der Gesamtbevölkerung 2015 und 2050

In Afrika und Asien ist der Urbanisierungstrend, also der Zuzug in die Städte, am stärksten.

Quelle: Vereinte Nationen, (World Urbanization Prospects, The 2018 Revision)

Wachstumstreiber Urbanisierung

Auch die zunehmende Urbanisierung, also der Zuzug der ländlichen Bevölkerung in die Städte, fördert die Nachfrage nach abgepackten Getränken und Lebensmitteln. Grund hierfür ist, dass Menschen, die in Städten leben, in der Regel mehr abgepackte Produkte konsumieren als die Landbevölkerung.

Laut Prognose der Vereinten Nationen werden 2050 zwei von drei Erdenbürgern in Städten leben. Zurzeit ist es erst gut die Hälfte. Am stärksten strömen die Menschen in den Entwicklungs- und Schwellenländern Afrikas und Asiens in die Städte.

Weltweiter Konsum von abgefüllten Getränken wächst kontinuierlich

KRONES bezieht seit 2019 die Daten für den globalen Getränke- und Verpackungsmarkt von Global Data. In den Vorjahren stammten sie von Euromonitor. Die beiden Anbieter unterscheiden sich beispielsweise in der Länderabdeckung und der methodischen Vorgehensweise. Deshalb sind die Zahlen von Euromonitor und Global Data nur eingeschränkt vergleichbar.

Aufgrund der Megatrends nimmt der weltweite Verbrauch abgepackter Getränke stetig zu. 2019 konsumierte die Weltbevölkerung laut vorläufiger Zahlen der Marktforscher von Global Data rund 1.380 Mrd. Liter abgepackte Getränke. Das waren 2,2 % mehr als im Vorjahr. Global Data prognostiziert, dass der globale Verbrauch von abgepackten Getränken in den kommenden Jahren stabil wächst. Für den Zeitraum von 2019 bis 2022 rechnen die Experten mit einem durchschnittlichen jährlichen Wachstum von 2,1 %. Dabei legen die einzelnen Getränkearten unterschiedlich stark zu.

Weltweiter Konsum verpackter Getränke 2019 (in Mrd. Litern)

Deutlich überproportional zum Gesamtmarkt dürfte der Konsum von abgefülltem Wasser steigen. Mit einem weltweiten Verbrauch von rund 465 Mrd. Litern 2019 ist abgefülltes Wasser das mit Abstand größte Segment des globalen Getränkemarkts. Der Anteil am kompletten Konsum abgepackter Getränke liegt bei einem Drittel. Die Experten von Global Data rechnen damit, dass der Verbrauch von abgefülltem Wasser von 2019 bis 2022 jährlich um durchschnittlich 3,4 % steigt. Wesentliche Wachstumstreiber sind der steigende Bedarf an sauberem abgefülltem Trinkwasser in den Schwellen- und Entwicklungsländern sowie der Trend zu gesunder Ernährung in den Industrieländern.

Bei alkoholischen Getränken, mit einem Anteil von 19,6 % das zweitgrößte Marktsegment, dürfte die Nachfrage nur unterproportional steigen. Grund hierfür ist der insgesamt nur langsam steigende Bierverbrauch. Während in den Schwellenländern der Bierkonsum teils kräftig wächst, ist die Nachfrage in vielen Industrieländern gesättigt. Bei Wein und Spirituosen wächst die Nachfrage zwar stärker. Sie besitzen aber innerhalb des Segments "alkoholische Getränke" nur ein geringes Gewicht. Insgesamt rechnet Global Data für die Jahre 2019 bis 2022 damit, dass der Konsum abgepackter alkoholischer Getränke mit jährlichen Steigerungsraten von durchschnittlich 1,3 % wächst.

Innerhalb des Segments Milch und Milchmixgetränke (Anteil am weltweiten Getränkekonsum 2019: 18,8 %) soll der Konsum von Nischenprodukten wie Trinkjoghurt (durchschnittliche Wachstumsrate 2019-2022: 9,5 %) und aromatisierter Milch (+3,1 %) stark steigen. Die Nachfrage nach purer Milch, auf die rund drei Viertel des Marktsegments entfällt, soll jährlich nur um durchschnittlich 1,2 % zulegen. Insgesamt dürfte das Segment Milch und Milchmixgetränke von 2018 bis 2021 im Gleichschritt mit dem Gesamtmarkt (durchschnittliche jährliche Steigerungsrate: 2,1 %) wachsen.

Ein weiterer großer Markt sind kohlensäurehaltige Softdrinks (CSD). 2019 tranken die Menschen weltweit 224 Mrd. Liter abgefüllte CSD (Anteil am gesamten Getränkekonsum: 16,2 %). CSD wie Cola und Limonaden enthalten oft Zucker. Aufgrund des zunehmenden Gesundheitsbewusstseins der Verbraucher steigt die Nachfrage nach CSD unterproportional zum Gesamtmarkt. Für den Zeitraum 2019 bis 2022 prognostiziert Global Data jährliche Zuwachsraten von durchschnittlich 0,9 %.

Frucht- und Obstsäfte (Anteil am gesamten Getränkekonsum 2019: 6,2%) sowie New Drinks (5,5%) sind die beiden kleineren Getränkearten. Zu den New Drinks zählen hauptsächlich trinkfertiger Tee und Kaffee sowie Sport- und Energy Drinks. Von 2019 bis 2022 dürften New Drinks deutlich höhere durchschnittliche Zuwachsraten (+ 2,9 %) erzielen als Frucht- und Obstsäfte (+ 0,1 %).

In den Emerging Markets boomt die Nachfrage nach abgepackten Getränken

In den Schwellen- und Entwicklungsländern profitiert KRONES von steigenden Bevölkerungszahlen und der wachsenden Mittelschicht. Die zunehmende Getränke- und Verpackungsvielfalt fördern die Nachfrage in den reifen Industrieländern.

Die Megatrends - wachsende Weltbevölkerung, zunehmende Mittelschicht sowie Urbanisierung -spielen sich hauptsächlich in den Schwellen- und Entwicklungsländern ab. Deshalb gehen von dort die stärksten Wachstumsimpulse auf die globale Nachfrage nach abgepackten Getränken aus.

Die höchste Steigerungsrate erwarten die Marktforscher in der Region Afrika/Mittlerer Osten. Dort soll die Nachfrage nach abgepackten Getränken von 2019 bis 2022 jährlich um durchschnittlich 4,2 % zunehmen. Deutlich überproportional dürfte auch der Konsum in Asien/Pazifik wachsen. Für diese Region prognostizieren die Experten eine durchschnittliche jährliche Steigerungsrate von 3,2 %. Auch in China bleibt das Wachstumstempo beim Getränkekonsum mit einer durchschnittlichen Zuwachsrate von 2,9 % hoch.

In den Regionen Afrika/ Mittlerer Osten sowie Asien/Pazifik wächst die Nachfrage nach abgepackten Getränken mit hohen Steigerungsraten.

Unterproportional zum Gesamtmarkt soll sich die Nachfrage in den reifen Absatzmärkten wie Europa sowie Nord- und Mittelamerika entwickeln. In diesen Regionen steigt die Bevölkerungszahl nur noch leicht. Deshalb liegen dort die Wachstumschancen von KRONES nicht im steigenden Getränkevolumen, sondern in der zunehmenden Getränke- und Verpackungsvielfalt.

Weltweiter Konsum abgepackter Getränke

scroll

2019 (e)

Mrd. Liter
2022 (e)

%*
durchschn. jährl. Wachstum

in % Mrd. Liter
%* 2019-2022
Asien/Pazifik 321,8 23,5 354,2 24,3 3,2
China 249,2 18,2 271,7 18,6 2,9
Nordamerika/Mittelamerika 203,6 14,9 211,6 14,5 1,3
Südamerika 184,1 13,4 186,7 12,8 0,5
Westeuropa 138,3 10,1 139,9 9,6 0,4
Afrika/Mittlerer Osten 122,5 8,9 138,6 9,5 4,2
Russland/GUS/Osteuropa 94,7 6,9 99,0 6,8 1,5
Mitteleuropa 56,1 4,1 56,3 3,9 0,1
Global 1.370,3 100,0 1.457,9 100,0 2,1

Quelle: Global Data

* Anteil am globalen Konsum

Weltweiter Konsum abgefüllter Getränke nach Regionen - jährliches Wachstum von 2019 - 2022

In den Regionen Afrika/ Mittlerer Osten sowie Asien/Pazifik wächst die Nachfrage nach abgepackten Getränken mit hohen Steigerungsraten.

Quelle: Global Data

Weltweiter Konsum abgefüllter Getränke nach Regionen in Mrd. Litern *

2022 dürften in der Region Asien/ Pazifik 354,2 Mrd. Liter abgefüllte Getränke verbraucht werden. Dies sind um 32,4 Mrd. Liter mehr als 2019. In China soll der Konsum im gleichen Zeitraum um 22,5 Mrd. Liter zulegen. Damit entspricht der gemeinsame Zuwachs in den beiden Regionen in etwa dem heutigen Konsum in Mitteleuropa.

Kunststoff PET bevorzugtes Verpackungsmaterial für Getränke

Am stärksten steigt die Nachfrage nach Getränkeverpackungen aus PET.

2019 wurden gemäß vorläufiger Zahlen von Global Data weltweit rund 1.690 Mrd. Behälter mit Getränken abgefüllt. Die Behälterzahl wächst mit dem zunehmenden Getränkevolumen stetig und soll bis 2022 um durchschnittlich 2,7 % im Jahr auf 1.827 Mrd. zunehmen. Getränke werden im Wesentlichen in Behälter aus Kunststoff, Glas, Metall sowie Karton abgefüllt.

Anteil der Verpackungen am weltweiten Getränkemarkt 2019 (Basis: abgefüllte Einheiten)

Das mit Abstand am häufigsten verwendete Verpackungsmaterial für Getränke ist der Kunststoff Polyethylenterephthalat (PET). Dies liegt hauptsächlich daran, dass Wasser - das weltweit am häufigsten konsumierte Getränk -überwiegend in PET-Behälter abgefüllt wird. Gemäß den Zahlen von Global Data waren 2019 rund 525 Mrd. und damit knapp ein Drittel aller Getränkebehälter aus PET. Bis 2022 soll die Anzahl der PET-Getränkeverpackungen um durchschnittlich 3,5 % pro Jahr, also überproportional zum gesamten Getränkeverpackungsmarkt, steigen.

Glas ist das am zweithäufigsten eingesetzte Verpackungsmaterial für Getränke. 2019 bestanden 24,0 % aller Getränkeverpackungen aus diesem Material. In Glasflaschen werden hauptsächlich Bier und andere Alkoholika abgefüllt, also Getränkearten, bei denen die Nachfrage nur unterproportional zum Gesamtmarkt wächst. Deshalb soll auch die Anzahl der Getränkeverpackungen aus Glas von 2019 bis 2022 mit jährlichen Steigerungsraten von nur 1,0 % zunehmen.

Wesentlich stärker dürften Getränkeverpackungen aus Metall wachsen. Vergangenes Jahr waren 19,0 % der Getränkebehälter Metalldosen. Diese werden oft zur Abfüllung von Bier und kohlensäurehaltigen Softdrinks (CSD) verwendet. Bis 2022 soll die Anzahl der Getränkebehälter aus Dosen um durchschnittlich 3,1 % pro Jahr zulegen.

Ein weiteres bedeutendes Verpackungsmaterial ist Karton. Kartonverpackungen werden hauptsächlich für Milch und Milchmixgetränke sowie Frucht- und Obstsäfte verwendet. Die Anzahl der Kartonverpackungen (Anteil an den Getränkeverpackungen 2019: 10,4 %) soll bis 2022 durchschnittlich um 2,4 % pro Jahr zulegen.

Als einer der führenden Anbieter von Maschinen und Anlagen zur Produktion, Abfüllung und Verpackung von PET-Behältern profitiert KRONES von anhaltenden Wachstum von PET-Verpackungen. Das Unternehmen hat aber auch bei Linien zur Abfüllung und Verpackung von Getränken in Glasflaschen und Dosen eine starke Marktstellung. Lösungen für Kartonverpackungen bietet KRONES nicht an.

KRONES in Zahlen

Konzernumsatz von KRONES steigt 2019 um 2,7 % auf 3,96 Mrd. €.
Die Ertragskraft leidet unter zu hohen Personalkosten und Aufwendungen für Restrukturierung und Wertminderungen.
KRONES will die Dividende auf Basis des Ergebnisses ohne die Sonderbelastungen ausschütten. Aktionäre sollen für 2019 eine Dividende von 0,75 € erhalten.

scroll

Prognose 2019 Ist-Wert 2019
Umsatzwachstum 3 % 2,7 %
EBT-Marge rund 6 % 1,1 % *
Working Capital/Umsatz 26 % 26,9 %

* Inklusive Aufwendungen für strukturelle Maßnahmen.

Umsatz von KRONES legt um 2,7 % auf 3,96 Mrd. € zu

Der Umsatz von KRONES ist weiter gewachsen und erreichte 2019 fast die Marke von 4 Mrd. €.

Die Märkte von KRONES waren 2019 trotz der schwierigen gesamtwirtschaftlichen Bedingungen relativ stabil. Dies konnten wir als ein führendes Unternehmen mit breiter internationaler Aufstellung nutzen. Profitiert haben wir auch von unserem Full-Service-Angebot. Der Umsatz erhöhte sich 2019 im Vergleich zum Vorjahr um 2,7 % von 3.854,0 Mio. € auf 3.958,9 Mio. €.

Die Umsatzentwicklung war im Geschäftsjahr auch durch die PET-Debatte beeinflusst. In der Kunststofftechnik, in der wir Maschinen und Anlagen zum Abfüllen und Verpacken von PET-Behältern anbieten, sind die Erlöse 2019 gesunken. Dies konnte KRONES durch Zuwächse in anderen Bereichen ausgleichen. Insgesamt hat KRONES 2019 das Wachstumsziel für den Konzernumsatz von 3 % erreicht.

Umsatz KRONES Konzern in Mio. €

Umsatz nach Segmenten

Der Umsatz legte 2019 in beiden Segmenten von KRONES zu. Die prozentuale Steigerungsrate war im Kernsegment (+ 2,8 %) ein wenig höher als in der "Prozesstechnik" (+ 2,6 %).

Der Umsatz des Kernsegments "Maschinen und Anlagen zur Produktabfüllung und -ausstattung" erhöhte sich 2019 im Vergleich zum Vorjahr um 2,8 % von 3.177,9 Mio. € auf 3.265,4 Mio. €. Der Anteil des Segments am Konzernumsatz betrug wie im Vorjahr 82,5 %.

Anteil am KRONES Konzernumsatz

Im Segment "Maschinen und Anlagen zur Getränkeproduktion/Prozesstechnik" stieg der Umsatz 2019 um 2,6 % von 676,1 Mio. € im Vorjahr auf 693,5 Mio. €. Zum Konzernumsatz trug das Segment 17,5 % (Vorjahr: 17,5 %) bei.

Weitere Erläuterungen finden Sie unter "Bericht aus den Segmenten" ab Seite 85 sowie in der Segmentberichterstattung im Konzernanhang auf Seite 137.

Umsatz nach Regionen

KRONES ist stark exportorientiert. Knapp 90 % des Umsatzes erzielte das Unternehmen 2019 im Ausland.

In Deutschland legte der Umsatz von KRONES 2019 im Vergleich zum Vorjahr um 29,3 % von 362,3 Mio. € auf 468,4 Mio. € zu. Der Umsatzanteil betrug im Berichtsjahr 11,8 % (Vorjahr: 9,4 %). Zu berücksichtigen ist dabei auch der Basiseffekt. 2018 verringerte sich der Umsatzanteil in Deutschland von 10,5 auf 9,4 %.

Leicht rückläufig waren die Erlöse von KRONES im Berichtszeitraum in Europa (ohne Deutschland). Der Umsatz verringerte sich um 5,8 % von 1.213,4 Mio. € im Vorjahr auf 1.142,8 Mio. €. Ein wesentlicher Grund hierfür waren die niedrigeren Umsätze in der großen Absatzregion Westeuropa, die von der PET-Debatte betroffen war. Dort gingen die Erlöse um 14,1 % auf 620,1 Mio. € zurück. Dabei ist aber zu berücksichtigen, dass das Geschäft in Westeuropa in den vergangenen Jahren kräftig zulegte und der Vergleichswert deshalb sehr hoch ist. In Mitteleuropa (Österreich, Schweiz, Niederlande) sank der Umsatz 2019 um 10,5 % auf 200,9 Mio. €. Um 31,0 % auf 245,4 Mio. € kletterten die Erlöse im Berichtszeitraum in Osteuropa. Relativ stabil entwickelten sich die Geschäfte von KRONES 2019 in der Region Russland/GUS. Der Umsatz ging dort leicht um 4,3 % auf 76,4 Mio. € zurück.

scroll

Anteil am Konzernumsatz 2019 2018 Veränd.
in Mio. € % in Mio. € % %
--- --- --- --- --- ---
Deutschland 468,4 11,8 362,3 9,4 + 29,3
Mitteleuropa (ohne Deutschland) 200,9 5,1 224,6 5,8 - 10,5
Westeuropa 620,1 15,7 721,6 18,7 - 14,1
Osteuropa 245,4 6,2 187,4 4,9 + 31,0
Russland, Zentralasien (GUS) 76,4 1,9 79,8 2,1 - 4,3
Mittlerer Osten/Afrika 451,5 11,4 500,6 13,0 - 9,8
Asien/Pazifik 521,1 13,2 445,7 11,6 + 16,9
China 319,9 8,1 290,8 7,5 + 10,0
Nord- und Mittelamerika 683,4 17,3 533,2 13,8 + 28,2
Südamerika/Mexiko 371,8 9,4 508,0 13,2 - 26,8
Gesamt 3.958,9 100,0 3.854,0 100,0 + 2,7

Insgesamt verringerte sich der Anteil, den das Europa-Geschäft (ohne Deutschland) zum Konzernumsatz beitrug, 2019 von 31,5 % im Vorjahr auf 28,9 %.

In der Region Mittlerer Osten/Afrika verzeichnete KRONES in den Vorjahren teils kräftige Zuwächse. Zuletzt konsolidierte das Geschäft auf hohem Niveau. 2019 sank der Umsatz in der Region im Vergleich zum Vorjahr um 9,8 % auf 451,5 Mio. €. Weiter aufwärts ging es hingegen mit dem China-Geschäft von KRONES 2019. Der Umsatz verbesserte sich um 10,0 % auf 319,9 Mio. €. Überproportionale Zuwächse verzeichnete dabei das Kernsegment "Abfüll- und Verpackungstechnik". Im übrigen asiatisch/pazifischen Raum legten die Erlöse 2019 um 16,9 % auf 521,1 Mio. € zu.

Anteil am KRONES Konzernumsatz

Insgesamt verfügt KRONES weiterhin über eine international ausgewogene Umsatzverteilung in den etablierten und aufstrebenden Märkten. Auf den Emerging Markets erwirtschaftete das Unternehmen 2019 insgesamt 50,2 % (Vorjahr: 52,2 %) des Konzernumsatzes. 49,8 % (Vorjahr: 47,8 %) der Erlöse erzielte KRONES in den reifen Industriestaaten.

Erfreulich entwickelte sich im Berichtsjahr das Geschäft in Nord- und Mittelamerika aufgrund der stärkeren gesamtwirtschaftlichen Situation. Insgesamt stieg der Umsatz in der Region im Vergleich zum Vorjahr um 28,2 % auf 683,4 Mio. €. Rückläufig war der Umsatz von KRONES in der Region Südamerika/Mexiko. Mit 371,8 Mio. € lag der Umsatz 2019 um 26,8 % unter dem Vorjahreswert. Ein Grund für den Rückgang war die gesamtwirtschaftliche Situation in Teilen Südamerikas.

Auftragseingang und Auftragsbestand

Auftragseingang KRONES Konzern in Mio. €

Nachfrage nach Produkten und Dienstleistungen von KRONES steigt 2019

Der Wert der Bestellungen erhöhte sich 2019 im Vergleich zum Vorjahr um 3,2 %.

Die zahlreichen gesamtwirtschaftlichen Unwägbarkeiten belasteten die Investitionsbereitschaft unserer Kunden 2019. Betroffen hiervon war hauptsächlich das zweite Quartal. Insgesamt sind wir mit der Entwicklung der Nachfrage im Berichtsjahr zufrieden. Dies liegt auch am sehr guten Jahresendgeschäft. Von Oktober bis Dezember 2019 zogen die Orders kräftig an und der Wert der Bestellungen übertraf im vierten Quartal den Vorjahreswert um 10,6 %. Im Gesamtjahr 2019 stieg der Auftragseingang von KRONES im Vergleich zum Vorjahr um 3,2 % von 3.957,3 Mio. € auf 4.083,5 Mio. €. Aufgrund des breiten Produkt- und Dienstleistungsangebots konnte KRONES die geringere Nachfrage im Bereich Kunststofftechnik ausgleichen.

Auftragsbestand KRONES Konzern in Mio. € zum 31. Dezember

Überproportional legte der Auftragseingang 2019 entgegen den Planungen in Nordamerika und Osteuropa zu. In den Regionen China, Asien-Pazifik und Südamerika entwickelte sich die Nachfrage insgesamt wie geplant stabil. Rückläufig war der Wert der Bestellungen 2019 in Europa.

Der Auftragsbestand hat sich weiter erhöht

KRONES hatte Ende 2019 Aufträge mit Wert von 1.385,7 Mio. € in den Büchern. Im Vergleich zum Vorjahr (1.261,1 Mio. €) ist dies ein Zuwachs von 9,9 %. Einige dieser Aufträge werden jedoch auf Kundenwunsch erst zum Ende des Geschäftsjahres 2020 in die Produktion gehen.

Ertragslage des KRONES Konzerns

Ertragskraft von KRONES leidet unter zu hohen Kosten

Auch aufgrund von Aufwendungen für strukturelle Maßnahmen ging die EBT-Marge 2019 von 5,3 % im Vorjahr auf 1,1 % zurück.

Hohe Kostensteigerungen, hauptsächlich beim Personal, belasteten das Ergebnis von KRONES 2019. Darüber hinaus wirkte sich der Produktmix negativ auf die Ertragskraft aus. So waren beispielsweise im ersten Halbjahr die Produktionskapazitäten in der Kunststofftechnik wegen der vorübergehend geringen Nachfrage schlecht ausgelastet. Auch die in Teilbereichen des Servicegeschäfts leicht unter Plan liegenden Umsätze spiegeln sich in der Ertragsentwicklung wider. Insgesamt verringerte sich 2019 das Ergebnis vor Steuern (EBT) im Vergleich zum Vorjahr von 204,3 Mio. € auf 41,7 Mio. €. Die EBT-Marge ging von 5,3 % auf 1,1 % zurück. Dabei ist zu berücksichtigen, dass KRONES 2019 für Maßnahmen zur Senkung der Personalkosten sowie für Portfoliooptimierungen Rückstellungen und Wertberichtigungen von insgesamt rund 70 Mio. € ertragswirksam verbuchte. Wären 2019 keine Aufwendungen für strukturelle Maßnahmen angefallen, läge die EBT-Marge bei 2,8 %. Damit hätten wir das im Juli 2019 nach unten angepasste Margenziel von rund 3 % erreicht. Die ursprüngliche Prognose für die EBT-Marge 2019 lag bei rund 6 %.

EBT KRONES Konzern in Mio. €

EBT-Marge KRONES Konzern in %

Konzernergebnis KRONES in Mio. €

Ergebnis je Aktie KRONES Konzern in €

Die Steuerquote von KRONES stieg 2019 deutlich von 26,3 % im Vorjahr auf 77,9 %. Grund hierfür ist, dass neben steuerneutralen Effekten aus den Sonderaufwendungen höhere, nicht anrechenbare Ertragsteuern angefallen sind. Deshalb sank das Ergebnis nach Steuern im Berichtsjahr noch stärker als das EBT von 150,6 Mio. € auf 9,2 Mio. €. Das Ergebnis je Aktie verringerte sich von 4,78 € auf 0,30 €.

Dividende je Aktie KRONES Konzern in €

* gemäß Gewinnverwendungsvorschlag

KRONES plant für 2019 eine Dividende von 0,75 € je Aktie

Auf die Dividende für das Geschäftsjahr 2019 haben die Wertminderungen und Rückstellungen, die KRONES im Berichtsjahr in Zusammenhang mit den strukturellen Maßnahmen vorgenommenen hat, keine Auswirkung. Der Dividendenvorschlag basiert auf dem Ergebnis ohne diese Sonderbelastungen. KRONES schüttet grundsätzlich 25 % bis 30 % des Konzerngewinns an die Aktionäre aus. Vorstand und Aufsichtsrat werden der Hauptversammlung am 18. Mai 2020 für das Geschäftsjahr 2019 eine Dividende von 0,75 € je Aktie vorschlagen (Vorjahr: 1,70 €).

Ertragsstruktur des KRONES Konzerns

Die für strukturelle Maßnahmen anfallenden Rückstellungen und Wertminderungen von rund 70 Mio. € verringerten die Profitabilität von KRONES 2019.

scroll

in Mio. € 2019 2018 Veränd.
Umsatzerlöse 3.958,9 3.854,0 +2,7 %
Bestandsveränderung fertige und unfertige Erzeugnisse + 8,7 + 1,1 -
Gesamtleistung 3.967,6 3.855,1 +2,9 %
Andere aktivierte Eigenleistungen + 63,0 + 49,6 +27,0 %
Sonstige betriebliche Erträge + 99,8 + 114,5 - 12,8 %
Materialaufwand - 2.041,8 - 2.032,0 + 0,5 %
Personalaufwand - 1.275,5 - 1.137,3 + 12,2 %
Sonstige betrieblichen Aufwendungen - 585,9 - 544,0 + 7,7 %
EBITDA 227,3 305,9 - 25,7 %
Abschreibungen auf Anlagevermögen - 183,3 - 102,7 + 78,4 %
EBIT 43,9 203,2 - 78,4 %
Finanzergebnis - 2,2 + 1,1 -
EBT 41,7 204,3 - 79,6 %
Ertragsteuern - 32,5 - 53,7 - 39,4 %
Konzernergebnis 9,2 150,6 - 93,9 %

Weitere Informationen siehe ausführliche Gewinn-und-Verlust-Rechnung auf S. 130.

Im Geschäftsjahr 2019 verbesserte KRONES die Gesamtleitung um 2,9 % auf 3.967,6 Mio. €. Sie stieg leicht stärker als der Umsatz (plus 2,7 %), da sich der Bestand an fertigen und unfertigen Erzeugnissen im Berichtszeitraum um 8,7 Mio. € erhöhte, nach 1,1 Mio. € im Vorjahr.

Stärker als die Gesamtleistung legte 2019 der Personalaufwand zu. Er kletterte um 12,2 % auf 1.275,5 Mio. €. Der Grund für den deutlichen Anstieg waren die Tariferhöhungen, der Mitarbeiteraufbau an den internationalen Standorten, vor allem in Ungarn, sowie Akquisitionen. Zudem wurde der Personalaufwand durch Rückstellungen von rund 30 Mio. € für den Personalabbau belastet. Die Personalaufwandsquote, also der Personalaufwand im Verhältnis zur Gesamtleistung, stieg 2019 von 29,5 % im Vorjahr auf 32,2 %.

Eine im Vergleich zum Vorjahr leicht positive Entwicklung zeigte der Materialaufwand. Er stieg im Berichtszeitraum leicht um 0,5 % auf 2.041,8 Mio. €. Die Materialaufwandsquote, also der Materialaufwand im Verhältnis zur Gesamtleistung, fiel von 52,7 % auf 51,5 %. Im zweiten Halbjahr zeigten die zusätzlichen Maßnahmen zur Senkung der Materialkosten bereits erste Erfolge. In diesem Zeitraum verringerte sich die Materialaufwandsquote von 55,4 % im Vorjahr auf 51,9 %. Trotz der leicht positiven Signale gilt es, dem generellen Trend zu steigenden Einkaufspreisen für Material mit den eingeleiteten Maßnahmen nachhaltig entgegenzuwirken.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen legten im Berichtszeitraum überproportional zur Gesamtleistung zu. Sie erhöhten sich um 7,7 % auf 585,9 Mio. €. Während die sonstigen betrieblichen Erträge von 114,5 Mio. € auf 99,8 Mio. € rückläufig waren, stiegen andere aktivierte Eigenleistungen im Geschäftsjahr von 49,6 Mio. € auf 63,0 Mio. €. Insgesamt veränderte sich der Saldo aus sonstigen betrieblichen Erträgen und Aufwendungen und aktivierten Eigenleistungen um 11,4 % von minus 379,9 Mio. € auf minus 423,0 Mio. €. Im Verhältnis zur Gesamtleistung kletterte der Anteil von 9,9 % auf 10,7 %.

Insgesamt verringerte sich im Berichtszeitraum das EBITDA (Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen) um 25,7 % von 305,9 Mio. € auf 227,3 Mio. €. Folglich ging die EBITDA-Marge von 7,9 % auf 5,7 % zurück. Erheblich über dem Vorjahreswert lagen die Abschreibungen auf das Anlagevermögen. Sie legten von 102,7 Mio. € im Vorjahr auf 183,3 Mio. € zu. Hierin sind rund 40 Mio. € Wertminderungen auf immaterielle Vermögenswerte enthalten, die 2019 aufgrund der Portfoliooptimierungen angefallen sind. Zudem waren für den Anstieg die hohen Investitionen in den Vorjahren sowie die Anwendung des neuen Standards IFRS 16 "Leasingverhältnisse" verantwortlich, der zu zusätzlichen Abschreibungen von 33,6 Mio. € im Berichtsjahr führte.

EBITDA KRONES Konzern in Mio. €

Wegen der höheren Abschreibungen ging das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) deutlicher zurück als das EBITDA. Es fiel von 203,2 Mio. € auf 43,9 Mio. €. Das Finanzergebnis verringerte sich insgesamt von plus 1,1 Mio. € auf minus 2,2 Mio. €. Hauptverantwortlich hierfür war der Rückgang der Erträge aus Beteiligungen an nichtkonsolidierten Gesellschaften von 8,7 Mio. € auf 5,6 Mio. €.

Das Ergebnis vor Steuern (EBT) fiel von 204,3 Mio. € auf 41,7 Mio. €. Daraus ergibt sich eine EBT-Marge von 1,1 % (Vorjahr: 5,3 %). Bereinigt um die durch die strukturellen Maßnahmen im Berichtsjahr angefallenen Rückstellungen und Wertminderungen von rund 70 Mio. € lag die EBT-Marge bei 2,8 %. Die Steuerquote von KRONES war 2019 mit 77,9 % (Vorjahr: 26,2 %) extrem hoch. Unterm Strich sank das Konzernergebnis 2019 im Vergleich zum Vorjahr um 141,4 Mio. € auf 9,2 Mio. €.

EBITDA-Marge KRONES Konzern in %

EBIT KRONES Konzern in Mio. €

Kapitalflussrechnung

scroll

in Mio. € 2019 2018
Ergebnis vor Steuern 41,7 204,3
zahlungsunwirksame Veränderungen + 309,4 + 19,3
Veränderung Working Capital - 202,3 + 178,9
Veränderung sonstige Aktiva und Passiva - 55,3 - 87,4
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit 93,5 315,1
Investitionen in immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen - 168,9 - 179,1
M&A Aktivitäten - 28,0 - 28,3
Sonstiges + 9,0 + 13,0
Free Cashflow - 94,4 120,7
Mittelveränderung aus der Finanzierungstätigkeit - 19,3 - 77,9
Sonstiges + 5,3 - 6,0
Gesamte Änderung der Liquidität - 108,4 36,8
Liquidität am Ende des Jahres 110,4 218,8

Der operative Cashflow von KRONES ging 2019 auf 93,5 Mio. € zurück (Vorjahr: 315,1 Mio. €). Der starke Aufbau von Working Capital gegenüber dem niedrigen Vorjahreswert war der Hauptgrund hierfür.

Der Cashflow von KRONES hat sich 2019 nach einem starken Vorjahr insgesamt deutlich verringert. So fiel der operative Cashflow (Mittelveränderung aus laufender Geschäftstätigkeit) des Unternehmens um 221,6 Mio. € auf 93,5 Mio. €. Verantwortlich für den Rückgang war neben dem niedrigeren Ergebnis vor Steuern vor allem der starke Anstieg des Working Capital, also des betriebsnotwendigen Kapitals. KRONES baute dieses im Berichtszeitraum um 202,3 Mio. € auf, nachdem das Working Capital im Vorjahr um 178,9 Mio. € auf ein sehr niedriges Niveau gedrückt wurde. Die zahlungsunwirksamen Veränderungen von 309,4 Mio. € (Vorjahr: 19,3 Mio.€) beinhalten neben der Erhöhung von Rückstellungen insbesondere Abschreibungen in Höhe von 183,3 Mio. €. Die Veränderung der sonstigen Aktiva und Passiva ging mit einem Minus von 55,3 Mio. € (Vorjahr: minus 87,4 Mio. €) in die Cashflow-Rechnung ein.

Weitere Informationen siehe ausführliche Kapitalflussrechnung Seite 134.

Mittelveränderung aus laufender Geschäftstätigkeit KRONES Konzern in Mio. €

Working Capital zu Umsatz KRONES Konzern in Prozent (Durchschnitt der 4 Quartale)

Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte KRONES Konzern in Mio. €

Working Capital im Verhältnis zum Umsatz sinkt auf 26,9 %

KRONES reduziert 2019 die Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte um 10,2 Mio. € von 179,1 Mio. € auf 168,9 Mio. €.

Das durchschnittliche Working Capital der vergangenen vier Quartale im Verhältnis zum Umsatz konnte KRONES im Berichtsjahr von 27,3 % auf 26,9 % verringern. Trotz der leichten Verbesserung haben wir unser Ziel für das Gesamtjahr 2019 von 26 % nicht erreicht. Während sich der Wert aus Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und Vertragsvermögenswerten verringerte, wirkten sich neben den höheren Vorräten insbesondere die niedrigeren Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und Vertragsverbindlichkeiten negativ auf das Working Capital zum Stichtag aus.

KRONES investierte im vergangenen Jahr insgesamt 168,9 Mio. € in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte und lag damit planmäßig unter dem sehr hohen Vorjahreswert von 179,1 Mio. €. Die Investitionen wurden vor allem an deutschen Standorten und in Ungarn getätigt. Wegen der im Berichtszeitraum enthaltenen hohen außerplanmäßigen Abschreibungen ging das Verhältnis von Investitionen zu Abschreibungen 2019 gegenüber dem Vorjahr von 1,74 auf 0,92 zurück.

Free Cashflow KRONES Konzern in Mio. €

Der Free Cashflow von KRONES verringerte sich 2019 um 215,1 Mio. € auf minus 94,4 Mio. €.

Der hieraus resultierende Free Cashflow von KRONES, also der aus der Geschäftstätigkeit erzielte Nettozufluss liquider Mittel, betrug im Berichtsjahr minus 94,4 Mio. € (Vorjahr: plus 120,7 Mio. €). Der um Akquisitionen bereinigte operative Free Cashflow lag mit minus 66,4 Mio. € ebenfalls unter dem Vorjahreswert von plus 149,0 Mio. €.

Der Mittelabfluss aus der Finanzierungstätigkeit war 2019 mit 19,3 Mio. € um 58,6 Mio. € niedriger als im Vorjahr mit 77,9 Mio. €. Verantwortlich hierfür war hauptsächlich die Aufnahme kurzfristiger Bankkredite von 72,2 Mio. € (Vorjahr: 0,6 Mio. €). Dagegen steht ein Mittelabfluss aus der Rückzahlung von Leasingverbindlichkeiten in Folge von IFRS 16 in Höhe von 32,1 Mio. €. An die Aktionäre schüttete KRONES im Berichtszeitraum, wie im Vorjahr, 53,7 Mio. € aus. Wechselkurs- und konsolidierungskreisbedingte Veränderungen erhöhten die Liquidität um 5,3 Mio. € (Vorjahr: minus 6,0 Mio. €). Insgesamt verringerten sich die liquiden Mittel 2019 um 108,4 Mio. € auf 110,4 Mio. €.

Ausschüttungssumme KRONES Konzern in Mio. €

Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente KRONES Konzern in Mio. € zum 31. Dezember

Vermögens- und Kapitalstruktur

Die Bilanzsumme von KRONES blieb zum Bilanzstichtag nahezu konstant. Während die langfristigen Vermögenswerte und Verpflichtungen zulegten gingen die kurzfristigen Aktiva und Passiva zurück.

scroll

in Mio. € zum 31. Dezember 2019 2018 2017
Langfristige Vermögenswerte 1.154 1.010 882
davon Anlagevermögen 1.070 936 797
Kurzfristige Vermögenswerte 2.165 2.312 2.158
davon Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 110 219 182
Eigenkapital 1.370 1.433 1.330
Fremdkapital 1.949 1.888 1.710
langfristige Verpflichtungen 452 359 314
kurzfristige Verpflichtungen 1.497 1.529 1.396
Bilanzsumme 3.319 3.321 3.040

Weitere Informationen siehe ausführliche Bilanz Seite 132 bis 133.

Nach dem starken Anstieg im Vorjahr (plus 9,3 %) blieb die Bilanzsumme von KRONES zum 31. Dezember 2019 gegenüber dem Wert vom Jahresende 2018 nahezu unverändert bei 3.319,4 Mio. €.

Die langfristigen Vermögenswerte des Unternehmens lagen Ende 2019 mit 1.154,0 Mio. € um 14,3 % über dem Vorjahreswert von 1.009,8 Mio. €. Verantwortlich hierfür war vor allem das gestiegene Anlagevermögen von 1.069,8 Mio. € (Vorjahr: 936,4 Mio. €). Ein großer Teil des Zuwachses entfiel auf Sachanlagen und Nutzungsrechte, die wegen der erstmaligen Anwendung des neuen Bilanzierungsstandards IFRS 16 aktiviert wurden. Der Buchwert zum Stichtag betrug 87,6 Mio. €. Das Sachanlagevermögen stieg insgesamt um 122,4 Mio. € auf 693,2 Mio. €. Die immateriellen Vermögenswerte kletterten trotz Wertminderungen von rund 38 Mio. € auf 345,2 Mio. € (Vorjahr: 328,2 Mio. €). Hauptverantwortlich für den Anstieg waren neben den Zugängen bei den Geschäfts- oder Firmenwerten aufgrund der im Berichtsjahr getätigten Akquisitionen auch die Aktivierung von Entwicklungsaufwendungen.

Verringert haben sich die kurzfristigen Vermögenswerte von KRONES. Sie standen zum Ende des Geschäftsjahres 2019 mit 2.165,4 Mio. € in der Bilanz. Dies ist ein Rückgang um 6,3 % oder 146,2 Mio. € gegenüber Ende 2018. Hierzu beigetragen haben die geringeren liquiden Mittel. Sie fielen im Berichtsjahr, vor allem wegen des negativen Free Cashflows und der Dividendenzahlung, von 218,8 Mio. € auf 110,4 Mio. €. Ebenfalls deutlich verringert haben sich die Vertragsvermögenswerte. Diese sanken von 647,1 Mio. € auf 571,3 Mio. €. Auch die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen waren mit 932,9 Mio. € (Vorjahr: 955,4 Mio. €) rückläufig. Im Gegensatz hierzu wies KRONES Ende 2019 deutlich höhere Vorräte in Höhe von 382,5 Mio. € (31. Dezember 2018: 320,7 Mio. €) aus.

Auf der Passivseite stiegen die langfristigen Verpflichtungen von KRONES im Berichtsjahr deutlich auf 452,0 Mio. € (31. Dezember 2018: 358,8 Mio. €). Dies lag zum einen an den höheren "Finanzverpflichtungen und Verbindlichkeiten aus Leasing", die von 41,3 Mio. € auf 104,9 Mio. € kletterten. Der Großteil des Zuwachses dieser Bilanzposition ist auf die Anwendung des neuen Bilanzierungsstandard IFRS 16 mit 58,8 Mio. € zurückzuführen. Zum anderen trugen auch die vor allem wegen des niedrigeren Abzinsungsfaktors im Wesentlichen erfolgsneutral auf 260,2 Mio. € (Vorjahr: 220,6 Mio. €) gestiegenen Rückstellungen für Pensionen zu den höheren langfristigen Verpflichtungen bei. KRONES hatte Ende 2019 langfristige Bankschulden von 0,1 Mio. € (Vorjahr: 3,2 Mio. €).

Kurzfristige Schulden standen zum Jahresende 2019 insgesamt mit 1.497,4 Mio. € (Vorjahr: 1.529,4 Mio. €) in der Bilanz. KRONES verringerte im Berichtsjahr die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen auf 463,7 Mio. € (31. Dezember 2018: 491,6 Mio. €). Ebenfalls rückläufig waren die Vertragsverbindlichkeiten, die im Wesentlichen Lieferverpflichtungen beinhalten. Sie fielen von 547,2 Mio. € auf 442,9 Mio. €. Aufgestockt hat KRONES hingegen die kurzfristigen Bankschulden. Sie beliefen sich zum Bilanzstichtag auf 72,2 Mio. € (31. Dezember 2018: 0,6 Mio. €). Die Rückstellungen mit Verbindlichkeitscharakter sind, vor allem wegen des Anstiegs der Rückstellung für ausstehende Rechnungen, ebenfalls gestiegen. Sie standen mit 325,8 Mio. € (Vorjahr: 261,7 Mio. €) in der Bilanz.

KRONES verfügt mit einer Eigenkapitalquote von 41,3 %, einer Nettoliquidität von 38,1 Mio. € sowie Kreditlinien von insgesamt rund 719 Mio. € weiterhin über eine hohe Finanzkraft.

Zum Bilanzstichtag 2019 verfügte KRONES über eine Nettoliquidität (liquide Mittel abzüglich Bankschulden) von 38,1 Mio. € (Vorjahr: 215,1 Mio. €). Darüber hinaus gibt es im Konzern nicht genutzte Kreditlinien in Höhe von rund 219 Mio. €. Zudem steht eine Reservelinie (Back-up-Fazilität) von 500 Mio. € zur Verfügung. Damit sind die Hauptziele des KRONES Finanzmanagements, die hohe Finanzkraft und Unabhängigkeit zu erhalten, weiter gestärkt.

Wegen des niedrigen Konzernergebnisses von 9,2 Mio. €, dem Rückgang der sonstigen Rücklagen um 27,2 Mio. € sowie der Dividendenausschüttung von 53,7 Mio. € ging das Eigenkapital 2019 um 4,4 % von 1.433,2 Mio. € auf 1.370,7 Mio. € zurück. Dadurch fiel die Eigenkapitalquote von 43,2 % auf 41,3 %. Insgesamt weist KRONES jedoch weiterhin eine äußerst solide Finanz- und Kapitalstruktur aus.

KRONES Konzern Eigenkapitalquote in Prozent

Kapitalrendite (ROCE) geht von 12,8 % auf 2,7 % zurück

Aufgrund des rückläufigen EBIT ist der ROCE von KRONES 2019 von 12,8 % auf 2,7 % gefallen.

Im Berichtsjahr verringerte sich der Return on Capital Employed (ROCE), also das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) im Verhältnis zum durchschnittlich gebundenen Nettokapital, von 12,8 % im Vorjahr auf 2,7 %. Verantwortlich hierfür war im Wesentlichen das rückläufige EBIT, das wegen der Sonderaufwendungen deutlich fiel.

ROCE KRONES Konzern in Prozent

Bericht aus den Segmenten

Maschinen und Anlagen zur Produktabfüllung und -ausstattung

Segmentumsatz

Das Kernsegment von KRONES hat 2019 das Wachstumsziel von rund 3 % erreicht.

Im Kernsegment "Maschinen und Anlagen zur Produktabfüllung und -ausstattung" entwickelte sich der Umsatz 2019 insgesamt im Rahmen der Erwartungen. Trotz einer vorübergehenden Nachfrageschwäche im Bereich Kunststofftechnik legten die Segmenterlöse im Vergleich zum Vorjahr um 2,8 % von 3.177,9 Mio. € auf 3.265,4 Mio. € zu. Der Anteil des Kernsegments am Konzernumsatz blieb 2019 im Vergleich zum Vorjahr stabil bei 82,5 %.

Segmentumsatz in Mio. €

* inkl. Segment Maschinen und Anlagen für die Compact Class

Segmentergebnis

Aufgrund hoher Kosten, einem ungünstigen Produktmix und zusätzlichen Aufwendungen für strukturelle Maßnahmen ging das Ergebnis des Kernsegments 2019 deutlich zurück.

Die Ertragskraft des Kernsegments litt 2019 hauptsächlich unter den hohen Personalaufwendungen sowie der temporär niedrigen Auslastung der Produktionskapazitäten in der Kunststofftechnik. Der Personalaufwand stieg überproportional, auch weil KRONES ein neues Werk in Ungarn aufbaut und im vierten Quartal 2019 Rückstellungen für den geplanten Personalabbau von rund 30 Mio. € bildete. Darüber hinaus belasteten außerplanmäßige Wertminderungen das Segmentergebnis mit knapp 30 Mio. €. Insgesamt verringerte sich das Ergebnis vor Steuern (EBT) im Vergleich zum Vorjahr von 223,3 Mio. € auf 56,4 Mio. €. Die EBT-Marge ging von 7,0 % auf 1,7 % zurück.

Segmentergebnis (Ergebnis vor Steuern) in Mio. € und EBT-Marge in %

* inkl. Segment Maschinen und Anlagen für die Compact Class

Maschinen und Anlagen zur Produktabfüllung und -ausstattung

Maschinen und Anlagen zur Getränkeproduktion/Prozesstechnik

Segmentumsatz

Der Segmentumsatz blieb 2019 mit 693,5 Mio. € insgesamt leicht hinter den Erwartungen.

Von Januar bis Dezember 2019 stieg der Umsatz im Segment "Maschinen und Anlagen zur Getränkeproduktion/Prozesstechnik" im Vergleich zum Vorjahr um 2,6 % von 676,1 Mio. € auf 693,5 Mio. €.

Aufgrund eines schwachen vierten Quartals wuchsen die Segmenterlöse damit, anders als prognostiziert, nicht überproportional zum Konzernumsatz. Der Anteil des Segments am Konzernumsatz lag 2019 wie im Vorjahr bei 17,5 %.

Segmentumsatz in Mio. €

Segmentergebnis

KRONES konnte das Segmentergebnis 2019 zwar gegenüber dem Vorjahr verbessern, ist aber mit der Ertragskraft weiterhin unzufrieden. Strukturelle Maßnahmen sollen das Ergebnis des Segments nachhaltig steigern.

Das Ergebnis vor Steuern (EBT) des Segments verbesserte sich im Berichtszeitraum von minus 19,0 Mio. € Vorjahr auf minus 14,7 Mio. €. Zu berücksichtigen ist dabei, dass außerplanmäßige Wertminderungen und Aufwendungen für Restrukturierung das EBT 2019 mit rund 11 Mio. € belasteten. Aber auch nach Herausrechnung dieses Effekts blieb das Segmentergebnis hinter den Erwartungen. Dies liegt hauptsächlich an strukturellen Ertragsproblemen in Teilen des Prozesstechnikgeschäfts sowie den Anlaufverlusten für die noch nicht profitablen Digitalisierungs-Aktivitäten. Die EBT-Marge des Segments betrug im Berichtszeitraum minus 2,1 % (Vorjahr: minus 2,8 %).

Segmentergebnis (Ergebnis vor Steuern) in Mio. € und EBT-Marge in %

Gesamtaussage zur wirtschaftlichen Lage

Nach Auffassung des Vorstands steht KRONES zum Zeitpunkt der Veröffentlichung des Geschäftsberichts vor einer insgesamt herausfordernden Situation. Dies liegt hauptsächlich an der gesamtwirtschaftlichen Lage, die von vielfältigen Unwägbarkeiten geprägt ist. So ist es beispielsweise schwer abzuschätzen, wie sich die Folgen des Coronavirus auf die globale Wirtschaft auswirken. Der Vorstand rechnet insgesamt damit, dass der Markt für Maschinen- und Anlagen der Verpackungstechnik aufgrund der Unsicherheiten kurzfristig nicht wächst. KRONES hat umfangreiche strukturelle Maßnahmen initiiert, damit sich die Ertragskraft trotz der für 2020 erwarteten Umsatzstagnation verbessert. Insgesamt ist KRONES in einer stabilen wirtschaftlichen Lage.

2019 ist das Unternehmen wie geplant gewachsen. KRONES profitierte dabei von der breiten internationalen Aufstellung und dem kompletten Produkt- und Dienstleistungsangebot. Der Umsatz von KRONES stieg 2019 im Vergleich zum Vorjahr um 2,7 % auf 3.958,9 Mio. €. Damit hat das Unternehmen das Wachstumsziel von 3 % erreicht. Der Umsatz stieg in beiden Unternehmenssegmenten prozentual etwa gleich stark.

Die Ertragskraft blieb hingegen hinter den ursprünglichen Erwartungen. Verantwortlich hierfür waren hauptsächlich hohe Personalkosten sowie Aufwendungen für Restrukturierung und Wertminderungen. Das Ergebnis vor Steuern (EBT) ging 2019 im Vergleich zum Vorjahr von 204,3 Mio. € auf 41,7 Mio. € zurück. Die EBT-Marge betrug 1,1 % (Vorjahr: 5,3 %). Dabei ist zu berücksichtigen, dass KRONES 2019 für Maßnahmen zur Senkung der Personalkosten sowie für Portfoliooptimierungen Rückstellungen und Wertberichtigungen von insgesamt rund 70 Mio. € ertragswirksam verbuchte. Wären keine Aufwendungen für strukturelle Maßnahmen angefallen, läge die EBT-Marge bei 2,8 %. Damit hätte KRONES das im Juli 2019 nach unten angepasste Margenziel von rund 3 % erreicht. Die im Lagebericht 2018 veröffentlichte ursprüngliche Prognose für die EBT-Marge 2019 lag bei rund 6 %.

Während sich das EBT im Segment "Maschinen und Anlagen zur Getränkeproduktion/Prozesstechnik" 2019 von minus 19,0 Mio. € im Vorjahr auf minus 14,7 Mio. €. verbesserte, ging die Ertragskraft im Kernsegment "Maschinen und Anlagen zur Produktabfüllung und -ausstattung" deutlich zurück. Im Kernsegment fiel mit rund 60 Mio. € ein Großteil der Aufwendungen für die strukturellen Maßnahmen an. Auch deshalb verringerte sich in dem Segment die EBT-Marge von 7,0 % auf 1,7 %.

Das Working Capital im Verhältnis zum Umsatz, die dritte Zielgröße von KRONES, verbesserte sich 2019 von 27,3 % auf 26,9 %. Die Prognose von 26 % hat KRONES aber nicht erreicht.

Weiterhin solide ist die Finanz- und Kapitalstruktur des Unternehmens. Ende 2019 verfügte das Unternehmen über liquide Mittel von 110,4 Mio. €. Die Nettoliquidität (liquide Mittel abzüglich Bankschulden) betrug 38,1 Mio. €. Die Eigenkapitalquote ist mit 41,3 % komfortabel. Ende 2019 verfügte KRONES über nicht genutzte Kreditlinien von rund 220 Mio. € und eine Reservelinie von 500 Mio. €. Damit sind die Hauptziele des KRONES Finanzmanagements, die hohe Finanzkraft und Unabhängigkeit zu erhalten, weiter gestärkt.

Mitarbeiter

Mitarbeiter nach Regionen

Mitarbeiterzahl steigt weltweit um 4,9 % auf 17353 - leichter Abbau im Inland

KRONES vergrößerte 2019 seine internationale Belegschaft deutlich und baute zugleich Stellen im Inland ab. Der Anteil der im Ausland beschäftigten Mitarbeiter stieg von 34,2 % auf 38,1 %.

Während KRONES 2019 die internationale Belegschaft weiter aufstockte, sank im Inland die Zahl der Beschäftigten. Ursache hierfür ist der strategische Ausbau des Global Footprint, der für ein so stark exportorientiertes Unternehmen wie KRONES unumgänglich ist. Insgesamt beschäftigte das Unternehmen Ende 2019 weltweit 17.353 Mitarbeiter, 4,9 % mehr als im Vorjahr. Im Inland fiel die Zahl der Beschäftigten um 154 auf 10.733. Die internationale Belegschaft wurde um 962 auf 6.620 Mitarbeiter erweitert. Der Anteil der im Ausland beschäftigten Mitarbeiter stieg zum Ende des Geschäftsjahres 2019 von 34,2 % auf 38,1 %.

Belegschaft in den Emerging Markets wächst stark

Deutlich mehr als die Hälfte der ausländischen Mitarbeiter ist mittlerweile in den Emerging Markets beschäftigt. Im Berichtsjahr erhöhte KRONES die Mitarbeiterzahl in den aufstrebenden Regionen um 33,3 % auf 4.187. Ein Großteil des Anstiegs stammt aus Akquisitionen und dem Aufbau der osteuropäischen Belegschaft für das neue Werk in Ungarn.

Mitarbeiterentwicklung in den Emerging Markets 2015 - 2019

scroll

Jahr Südamerika Afrika Asien/Pazifik Osteuropa China Gesamt
2015 519 376 502 147 451 1.995
2016 549 386 602 155 508 2.200
2017 581 393 734 398 608 2.714
2018 637 452 830 507 716 3.142
2019 782 671 1.009 933 792 4.187

KRONES erhöhte 2019 die Belegschaft in den Emerging Markets um 33,3 % auf 4.187 Mitarbeiter.

In den aufstrebenden Märkten, in denen KRONES seit Jahren mehr als 50 % des Konzernumsatzes erwirtschaftet, will das Unternehmen auch künftig stark wachsen. Hier haben wir mit unseren Ausbildungscentern in Afrika, China und Südamerika eine gute Basis gelegt. Je mehr Mitarbeiter wir aus der jeweiligen Region für unsere internationalen Standorte gewinnen, umso näher sind wir am Kunden und am jeweiligen Markt. Mittelfristig werden wir bei entsprechender Marktentwicklung den Anteil der Mitarbeiter in den Emerging Markets weiter aufstocken.

Um die Chancen zu nutzen, die unser attraktiver Markt bietet, benötigt KRONES qualifizierte und motivierte Mitarbeiter. Hierfür investiert das Unternehmen weiterhin stark in die Aus- und Weiterbildung der inländischen und internationalen Belegschaft.

Weiterführende Informationen zum Thema Mitarbeiter entnehmen Sie bitte unserem Nichtfinanziellen Bericht. Dieser ist im Internet unter www.KRONES.com/de/unternehmen/verantwortung/downloads.php aufrufbar.

Nachhaltiges Wirtschaften

Im Rahmen seines Nachhaltigkeitsmanagements leistet der KRONES Konzern seinen Beitrag zur nachhaltigen Entwicklung. Um mögliche Risiken frühzeitig zu erkennen, den ökologischen Fußabdruck zu reduzieren und den positiven Einfluss auf die Gesellschaft kontinuierlich auszubauen, wird Nachhaltigkeit bei allen wesentlichen Entscheidungen immer mitgedacht. Der KRONES Konzern ist sich der Verantwortung bewusst, die wir nicht nur für unsere ökonomische Leistung, sondern auch für die Auswirkungen unserer Geschäftstätigkeit auf Umwelt, Mitarbeiter und Gesellschaft sowie künftige Generationen tragen.

Nichtfinanzieller Bericht 2019

Im Rahmen des im Jahr 2017 in Kraft getretenen CSR-Richtlinie-Umsetzungsgesetzes legen wir offen, welche Konzepte wir im abgelaufenen Geschäftsjahr hinsichtlich der für KRONES wesentlichen nichtfinanziellen Sachverhalte verfolgt haben. Der Nichtfinanzielle Bericht 2019, der nicht Bestandteil des Konzernlageberichts ist, ist zugleich für den KRONES Konzern und die KRONES AG der zusammengefasste, gesonderte nichtfinanzielle Konzernbericht für das Geschäftsjahr 2019 im Sinne von §§ 315b, 315c in Verbindung mit 289c bis 289e des Handelsgesetzbuchs (HGB).

Veröffentlicht wird der Bericht im Internet unter www.KRONES.com/de/unternehmen/verantwortung/downloads.php.

Risiko- und Chancenbericht

Risiken werden laufend identifiziert
Effiziente Kontroll- und Steuerungsinstrumente begrenzen Risiken

Das Risikomanagementsystem von KRONES

KRONES begegnet möglichen Risiken aktiv. Alle wesentlichen Geschäftsprozesse unterliegen laufend einem internen Kontroll- und Steuerungssystem.

Im Rahmen seiner internationalen Geschäftstätigkeit ist KRONES einer Vielzahl von Risiken ausgesetzt, die untrennbar mit unserem unternehmerischen Handeln verbunden sind. Um diese möglichen Risiken frühzeitig zu erkennen, ihnen aktiv zu begegnen und sie zu begrenzen, überwachen wir alle wesentlichen Geschäftsprozesse laufend. Im Rahmen unserer Unternehmensstrategie identifizieren, analysieren und erschließen wir auch Chancen. Im Gegensatz zu den Risiken erfassen wir die unternehmerischen Chancen nicht im Risikomanagementsystem.

Grundsätzlich sind Risiken als mögliche negative Abweichung von unserer Ergebnisprognose für das Geschäftsjahr 2020 definiert. Chancen sind als positive Abweichung von unserer Ergebnisprognose für das Geschäftsjahr 2020 zu verstehen. In den beiden Segmenten des KRONES Konzerns bestehen aufgrund derselben Absatz- und Beschaffungsmärkte im Wesentlichen auch die gleichen Risiken und Chancen.

Das Risikomanagementsystem von KRONES besteht aus einem internen Kontroll- und Steuerungssystem, mit dem wir alle relevanten Risiken erfassen, analysieren und bewerten. In einem detaillierten und fortlaufenden Planungs-, Informations- und Kontrollprozess überwachen wir die wesentlichen Risiken sowie bereits eingeleitete Gegenmaßnahmen.

Wir bewerten Risiken anhand von Eintrittswahrscheinlichkeiten und ihren möglichen finanziellen Auswirkungen. Maßstab für die möglichen finanziellen Auswirkungen ist das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT). Ausgehend vom Bruttorisiko ermitteln wir das Nettorisiko, das sich ergibt, nachdem wir risikominimierende Maßnahmen getroffen haben.

KRONES stellt die Risiken in einer dreispaltigen Tabelle dar: Die maximale Schadenhöhe eines Risikos, die Eintrittswahrscheinlichkeit und als Produkt dieser beiden Werte die mögliche finanzielle Auswirkung. Die Einstufung erfolgt jeweils in den Bewertungskategorien niedrig, mittel und hoch.

Die Bewertungskategorien sind wie folgt definiert:

scroll

Maximale Schadenhöhe* Eintrittswahrscheinlichkeit Mögliche finanzielle Auswirkung*
niedrig 1,0 bis 10,0 Mio. € niedrig 0 bis 20 % niedrig 1,0 bis 10,0 Mio. €
mittel 10,1 bis 50,0 Mio. € mittel 21 bis 49 % mittel 10,1 bis 50,0 Mio. €
hoch > 50,0 Mio. € hoch 50 bis 100 % hoch > 50,0 Mio. €

* gemessen am EBIT

Mehrstufiges Risikomanagementsystem

Unser Risikomanagementsystem, das wir anhand praktischer Erfahrungen permanent verbessern, besteht aus den Modulen Risikoanalyse, Risikoüberwachung sowie Risikoplanung und -steuerung.

Risikoanalyse

Um mögliche Risiken frühzeitig zu identifizieren, beobachten wir kontinuierlich sämtliche Geschäftsaktivitäten. Wesentliche projektbezogene Risiken werden vor Annahme eines Auftrags verringert bzw. vermieden. Deshalb prüfen wir die Rentabilität aller Angebote vor der Auftragsannahme. Ab einer fest definierten Ordergröße durchlaufen die Aufträge darüber hinaus eine mehrdimensionale Risikoanalyse. Neben der Rentabilität werden dabei Finanzierungsrisiken, technologische Risiken und steuerliche sowie Termin- und sonstige vertragliche Risiken einzeln erfasst und bewertet, bevor ein Auftrag angenommen wird.

Risiken, die sich für unser Unternehmen aus der Änderung von Markt- oder Wettbewerbsverhältnissen ergeben, begegnen wir, indem wir über alle Segmente und Bereiche hinweg regelmäßig detaillierte Markt- und Wettbewerbsanalysen erstellen.

Darüber hinaus führen wir jährlich einmal für die AG und alle wesentlichen Gesellschaften des Konzerns eine umfangreiche Risikoinventur durch. Die Ergebnisse der Risikoinventur sowie Maßnahmen zur Risikoreduzierung fließen in die jährliche Unternehmensplanung ein. Grundprinzipien sowie der Ablaufprozess sind in einer Risikorichtlinie dokumentiert. Das Risikomanagementsystem dient nicht nur dem gesetzlich vorgegebenen Zweck, existenzgefährdende Risiken frühzeitig zu erkennen, sondern erfasst darüber hinaus auch alle Risiken, die die Ertragslage des Unternehmens wesentlich beeinträchtigen können.

Risikoüberwachung

Durch verschiedene, miteinander verzahnte Controllingprozesse überwachen wir die Risiken im KRONES Konzern. Mit regelmäßigen und umfassenden Berichten aus den einzelnen Geschäftseinheiten werden der Vorstand und andere Entscheidungsträger frühzeitig über alle eventuellen Risiken und Planabweichungen sowie über den Status der Maßnahmen zur Risikominimierung informiert. Bei Projekten mit hohem Auftragswert werden Risikopotenziale in regelmäßigen Treffen untersucht und bewertet. Mitarbeiter, die Risiken identifizieren, geben ihre Informationen unverzüglich über das unternehmensinterne Meldewesen weiter.

Risikoplanung und -steuerung

Für unser Kontroll- und Steuerungssystem nutzen wir im Wesentlichen folgende Instrumente, mit denen wir unsere Geschäfte planen und Risiken steuern.

Jahresplanung
Mittelfristplanung
Strategische Planung
Rollierende Prognoserechnung
Monats- und Quartalsreports
Investitionsplanung
Produktionsplanung
Kapazitätsplanung
Projektcontrolling
Debitorenmanagement
Wechselkursabsicherungsgeschäfte
Versicherungen

Organisation des Risikomanagements

Das Risikomanagement von KRONES wird laufend überwacht und überprüft. Hierfür gibt es klare Zuständigkeiten und Verantwortungsbereiche.

Das Risikomanagement ist bei KRONES im Controlling verankert. Geprüft wird das Risikomanagementsystem durch die interne Revision.

Im Controlling laufen alle relevanten Informationen zusammen, werden dort aufbereitet und dem Vorstand als Management-Tool zur Verfügung gestellt. Darüber hinaus gibt es in den verschiedenen Segmenten und Bereichen des Unternehmens Risikobeauftragte, die für das Risikomanagement verantwortlich sind. Dies beinhaltet Risikoerkennung und -reporting sowie Einleitung und Umsetzung von Maßnahmen zur aktiven Risikosteuerung.

Organisation des Risikomanagements von KRONES

Wesentliche Merkmale des internen Kontroll- und Risikomanagementsystems im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess

Ziel des internen Kontroll- und Risikomanagementsystems ist sicherzustellen, dass alle Geschäftsvorfälle richtig erfasst, aufbereitet, gewürdigt und in die Rechnungslegung übernommen werden.

Mit dem internen Kontroll- und Risikomanagementsystem (IKR) im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess stellt KRONES sicher, dass sämtliche Geschäftsvorfälle bilanziell stets richtig erfasst, aufbereitet, gewürdigt und in die Rechnungslegung übernommen werden. Das IKR von KRONES umfasst alle Grundsätze, Methoden und Maßnahmen, die garantieren, dass die Rechnungslegung des Unternehmens wirksam, wirtschaftlich sowie ordnungsgemäß ist und alle maßgeblichen rechtlichen Vorschriften eingehalten werden.

Die wesentlichen Merkmale des bei KRONES bestehenden internen Kontroll- und Risikomanagementsystems im Hinblick auf den (Konzern)-Rechnungslegungsprozess können wie folgt beschrieben werden:

Im KRONES Konzern besteht eine klare Führungs- und Unternehmensstruktur. Bereichsübergreifende Schlüsselfunktionen werden zentral gesteuert.

Die Funktionen der im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess wesentlich beteiligten Unternehmensbereiche sind klar getrennt und Verantwortungsbereiche eindeutig zugeordnet.
Innerhalb der Geschäftsbereiche werden regelmäßige Kontrollfunktionen, vor allem durch das Controlling, übernommen.
Im Finanz- und Rechnungswesen wird, soweit möglich, Standardsoftware eingesetzt.
Durch entsprechende Einrichtungen im IT-Bereich wird die im Finanz- und Rechnungswesen eingesetzte Unternehmenssoftware gegen unbefugte Zugriffe geschützt.
Es besteht ein adäquates Richtlinienwesen (Zahlungsrichtlinien, Reisekostenrichtlinien u. a.), das laufend aktualisiert wird.
Alle Abteilungen, die am Rechnungslegungsprozess beteiligt sind, arbeiten ständig daran, die Qualität der Arbeit sicherzustellen.
In regelmäßigen Stichproben prüfen wir laufend, ob Buchhaltungsdaten vollständig und richtig sind.
Die in der Buchhaltung eingesetzte Software führt programmierte Plausibilitätsprüfungen durch.
Bei allen rechnungslegungsrelevanten Vorgängen wenden wir das Vier-Augen-Prinzip an.

Übersicht und Beschreibung der wesentlichen Risiken

scroll

Risikokategorie Maximale Schadenhöhe Eintrittswahrscheinlichkeit Finanzielle Auswirkung
Umfeld- und Branchenrisiken
Gesamtwirtschaftliche Risiken hoch mittel mittel
Branchenspezifische Risiken hoch niedrig mittel
Finanzwirtschaftliche Risiken
Ausfallrisiken hoch niedrig mittel
Liquiditätsrisiko niedrig niedrig niedrig
Zinsänderungsrisiko niedrig niedrig niedrig
Währungsrisiko mittel mittel niedrig
Operative Risiken
Preisrisiko hoch mittel mittel
Beschaffungsrisiken niedrig niedrig niedrig
Kostenrisiko hoch niedrig hoch
Personalrisiko niedrig niedrig niedrig
Rechtliche Risiken hoch mittel mittel
Umwelt- und Sicherheitsrisiken hoch niedrig niedrig
IT-Risiken mittel niedrig niedrig

KRONES teilt die maximale Schadenhöhe, die Eintrittswahrscheinlichkeiten und die finanziellen Auswirkungen wesentlicher Risiken in die Bewertungskategorien niedrig, mittel und hoch ein. Definition siehe Seite 92.

Umfeld- und Branchenrisiken

Gesamtwirtschaftliche Risiken

KRONES ist mit seinen Produkten und Dienstleistungen für die Getränke- und Lebensmittelindustrie weniger konjunkturabhängig als andere Maschinenbauer. Komplett entziehen kann sich das Unternehmen gesamtwirtschaftlichen Einflüssen aber nicht. Von internationalen Handelskonflikten sind wir direkt nur in geringem Umfang betroffen. Sollte sich die Weltwirtschaft aber beispielsweise wegen anhaltender Handelskonflikte deutlich schwächer entwickeln als erwartet, würde sich das auch auf Umsatz und Ergebnis von KRONES negativ auswirken. Anfang 2020 beeinträchtigte der Ausbruch des Coronavirus die chinesische Wirtschaft deutlich. KRONES produziert einen kleinen Teil seiner Produkte in China. Darüber hinaus erwirtschaften wir dort einen beträchtlichen Teil des Konzernumsatzes. Deshalb könnte es sich negativ auf Umsatz und Ergebnis auswirken, wenn das Wirtschaftswachstum in China durch die Folgen des Coronavirus stark abgebremst würde. Die Auswirkungen auf die Weltwirtschaft sind jedoch aktuell nicht absehbar.

Auch eine globale Finanzkrise könnte zulasten der Investitionen in Maschinen und Anlagen von KRONES gehen, weil sich die Finanzierungsmöglichkeiten allgemein verschlechtern würden. Durch die breite internationale Aufstellung des Unternehmens ist KRONES in der Lage, Geschäftseinbrüche in einzelnen Regionen zumindest abzumindern.

Auswirkung gesamtwirtschaftlicher Risiken: Bei einer hohen maximalen Schadenhöhe und einer als mittel eingestuften Eintrittswahrscheinlichkeit gehen wir von mittleren finanziellen Auswirkungen aus.

Branchenspezifische Risiken

Branchenspezifischen Risiken ist KRONES hauptsächlich durch die Entwicklung des weltweiten Verpackungsmarktes und dem Agieren seiner Wettbewerber ausgesetzt. Das Wettbewerbsumfeld könnte sich verschärfen, wenn Konkurrenten von KRONES auf Kosten der Preisqualität den Kampf um Aufträge forcieren, um ihre Kapazitäten auszulasten. Dem Risiko, Marktanteile zu verlieren, begegnen wir, indem wir unseren technologischen Vorsprung weiter ausbauen. Darüber hinaus differenziert sich KRONES mit seiner starken Serviceorientierung vom Wettbewerb.

Hauptsächlich in Europa flammte 2019 vorübergehend eine Debatte zu Kunststoff- und PET-Verpackungen auf. Dies führte zu verzögerten Investitionsentscheidungen unserer Kunden bei Maschinen und Anlagen zum Abfüllen und Verpacken von Getränken in PET-Flaschen. KRONES erzielt einen großen Teil des Umsatzes mit solchen Produkten. Es ist nicht auszuschließen, dass sich die PET-Debatte nachhaltig verschärft und regional ausweitet. Dies könnte die Investitionsbereitschaft unserer Kunden im Bereich Kunststofftechnik und damit Konzernumsatz und -ergebnis negativ beeinflussen.

Auswirkung branchenspezifischer Risiken: Bei einer hohen maximalen Schadenhöhe und einer als niedrig eingestuften Eintrittswahrscheinlichkeit gehen wir von mittleren finanziellen Auswirkungen aus.

Finanzwirtschaftliche Risiken

KRONES ist finanzwirtschaftlichen Risiken in Form von Ausfallrisiken, Liquiditätsrisiken, Zinsänderungsrisiken und Währungsrisiken ausgesetzt. Wir beschreiben diese Risiken und geeignete Maßnahmen im Folgenden auch in Einklang mit den Angaben nach IFRS 7 zur Risikoberichterstattung zu Finanzinstrumenten. Grundsätzlich bestehen durch regionale und kundenbezogene Diversifizierungen keine wesentlichen Risikokonzentrationen.

1. Ausfallrisiken

Das Ausfallrisiko beschreibt das maximale Risikopotenzial, das sich aus den einzelnen Positionen zum Berichtszeitpunkt ergibt. Etwaige vorhandene Sicherheiten werden nicht berücksichtigt.

1.1 Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

Das Kreditrisiko aus Forderungen aus Lieferungen und Leistungen beschreibt die Gefahr eines ökonomischen Verlustes, der dadurch entsteht, dass ein Kunde seinen vertraglichen Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommt.

KRONES steuert Kreditrisiken aus Forderungen aus Lieferungen und Leistungen auf Basis von internen Richtlinien. Ein Großteil der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ist durch verschiedene, gegebenenfalls länderspezifische Sicherungsformen, abgesichert. Die Sicherungen umfassen zum Beispiel den Eigentumsvorbehalt sowie Garantien und Bürgschaften oder Akkreditive. Um dem Kreditrisiko vorzubeugen, werden zudem externe Bonitätsprüfungen von Kunden durchgeführt. Darüber hinaus existieren Prozesse zur laufenden Überwachung von eventuell ausfallgefährdeten Forderungen. Wertberichtigungen auf uneinbringliche Forderungen aus Lieferungen und Leistungen erfolgen auf individueller Basis. Die, gemessen am gesamten Forderungsbestand, sehr geringen tatsächlichen Forderungsausfälle belegen die Effektivität der vorgenommenen Maßnahmen.

Das theoretisch maximale Kreditrisiko aus den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen entspricht dem Buchwert.

scroll

in T€ davon: zum Abschlussstichtag in den folgenden Zeitbändern überfällig
Buchwert davon: zum Abschlussstichtag nicht überfällig bis zu 90 Tagen zwischen 90 und 180 Tagen zwischen 180 und 360 Tagen über 360 Tagen
--- --- --- --- --- --- ---
31.12.2019 Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und Vertragsvermögenswerte 1.533.050 1.368.344 115.204 21.677 19.501 8.324
31.12.2018 Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und Vertragsvermögenswerte 1.635.059 1.460.726 116.017 21.212 24.337 12.767

1.2 Derivative Finanzinstrumente

KRONES verwendet derivative Finanzinstrumente auf einzelvertraglicher Basis ausschließlich für das Risikomanagement. Ohne den Einsatz von derivativen Finanzinstrumenten wäre das Unternehmen höheren finanziellen Risiken ausgesetzt. Sie decken im Wesentlichen die Risiken ab, die aus Kursveränderungen des US-Dollars, des kanadischen Dollars, der norwegischen Krone sowie des japanischen Yens gegenüber dem Euro entstehen können. Die wesentlichen Vertragsspezifika (Höhe, Laufzeit) von Grund- und Sicherungsgeschäft sind weitgehend identisch. Das Ausfallrisiko aus derivativen Finanzinstrumenten besteht maximal in der Höhe des Saldos der positiven Marktwerte bei Ausfall eines Vertragspartners. Hierzu verweisen wir auf den Konzernanhang.

1.3 Sonstige finanzielle Vermögenswerte

Die maximale Kreditrisikoposition aus den sonstigen finanziellen Vermögenswerten entspricht dem Buchwert dieser Instrumente. KRONES ist aus den sonstigen Vermögenswerten keinem wesentlichen Ausfallrisiko ausgesetzt. Die darin enthaltenen Vermögenswerte sind kurzfristig.

Auswirkung von Ausfallrisiken: Bei einer hohen maximalen Schadenhöhe und einer als niedrig eingestuften Eintrittswahrscheinlichkeit gehen wir von mittleren finanziellen Auswirkungen aus.

2. Liquiditätsrisiko

Das Liquiditätsrisiko beschreibt die Gefahr, dass ein Unternehmen seine finanziellen Verpflichtungen nicht in ausreichendem Maß erfüllen kann.

KRONES generiert finanzielle Mittel vorwiegend durch das operative Geschäft. Die Mittel dienen vorrangig der Finanzierung des Working Capital sowie von Investitionen. KRONES steuert seine Liquidität, indem das Unternehmen neben dem Zahlungsmittelzufluss aus dem operativen Geschäft ausreichend liquide Mittel vorhält und Kreditlinien bei Banken unterhält. Das operative Liquiditätsmanagement des Unternehmens besteht aus einem Cash-Managementsystem, das zum Teil auf einer monatlich rollierenden Liquiditätsplanung auf Jahresbasis beruht. Damit kann KRONES frühzeitig auf mögliche Liquiditätsengpässe reagieren. Die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente von KRONES umfassen neben Kassenbeständen im Wesentlichen Guthaben bei Kreditinstituten. Die folgende Fälligkeitsübersicht zeigt, wie die undiskontierten Cashflows der Verbindlichkeiten zum 31. Dezember 2019 die Liquiditätssituation des Unternehmens beeinflussen.

scroll

in T€ Buchwert Cashflow 2020 Cashflow 2021 - 2024 Cashflow nach 2024
31.12.2019 Zinsen Tilgung Zinsen Tilgung Zinsen
--- --- --- --- --- --- ---
Derivate Finanzinstrumente 3.392 0 2.828 0 564 0
Verbindlichkeiten ggü. Kreditinstituten 72.242 0 72.178 3 64 0
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 463.736 0 463.722 0 14 0
Verbindlichkeiten aus Leasingverhältnissen 89.048 2.082 29.802 5.125 56.034 611
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 146.013 0 100.347 0 47.216 0
774.431 2.082 668.877 5.128 103.892 611

scroll

in T€ Cashflow nach 2024
Tilgung
--- ---
Derivate Finanzinstrumente 0
Verbindlichkeiten ggü. Kreditinstituten 0
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 0
Verbindlichkeiten aus Leasingverhältnissen 3.212
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 0
3.212

scroll

in T€ Buchwert Cashflow 2019 Cashflow 2020 - 2023 Cashflow nach 2023
31.12.2018 Zinsen Tilgung Zinsen Tilgung Zinsen
--- --- --- --- --- --- ---
Derivate Finanzinstrumente 1.982 0 1.980 0 2 0
Verbindlichkeiten ggü. Kreditinstituten 3.724 0 555 680 3.169 0
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 491.586 0 491.585 0 1 0
Verbindlichkeiten aus Leasingverhältnissen 295 6 118 15 177 0
Diskontierte Kundenwechsel 106.670 0 106.670 0 0 0
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 111.201 0 69.899 44 41.302 0
715.458 6 670.807 739 44.651 0

scroll

in T€ Cashflow nach 2023 Tilgung
Derivate Finanzinstrumente 0
Verbindlichkeiten ggü. Kreditinstituten 0
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 0
Verbindlichkeiten aus Leasingverhältnissen 0
Diskontierte Kundenwechsel 0
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 0
0

Auswirkung des Liquiditätsrisikos: Bei einer niedrigen maximalen Schadenhöhe und einer als niedrig eingestuften Eintrittswahrscheinlichkeit gehen wir von niedrigen finanziellen Auswirkungen aus.

3. Zinsänderungsrisiko

KRONES ist Risiken ausgesetzt, die sich aus möglichen Schwankungen der Marktzinssätze ergeben können. KRONES nahm zum Bilanzstichtag 2019 im Verhältnis zum Geschäftsvolumen nur relativ geringe Bankkredite in Anspruch.

Auswirkung des Zinsänderungsrisikos: Bei einer niedrigen maximalen Schadenhöhe und einer als niedrig eingestuften Eintrittswahrscheinlichkeit gehen wir von niedrigen finanziellen Auswirkungen aus.

4. Währungsrisiko

Da unsere Exporte in Länder außerhalb der Eurozone einen wesentlichen Anteil am Gesamtumsatz ausmachen, sind wir grundsätzlich Währungsrisiken ausgesetzt. Mit Kurssicherungsgeschäften wirken wir diesen bestmöglich entgegen. Zudem schließen wir Beschaffungs- und Absatzgeschäfte weitestgehend in Euro oder der jeweiligen funktionalen Währung ab.

Wesentliche Fremdwährungspositionen nach Klassen des IFRS 7:

scroll

31.12.2019

in T€
Währung USD Währung NOK Währung CAD Währung CNY Währung JPY
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 310 0 450 0 0
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 0 1.920 0 0 0
Sonstige Finanzforderungen 0 0 0 0 0
Derivate mit positiven Marktwerten 395 0 0 1 474
Summe Aktiva 705 1.920 450 1 474
Verbindlichkeiten
Lieferungen und Leistungen 2.044 18 8.117 317 - 3.129
gegenüber Kreditinstituten 0 0 0 0 0
Sonstige Verbindlichkeiten 0 0 0 0 0
Derivate mit negativen Marktwerten 1.611 24 1.198 545 - 8
Summe Passiva 3.655 42 9.315 862 - 3.137
Saldo Aktiva und Passiva - 2.950 1.878 - 8.865 - 861 -2.663
Netto-Exposure per 31.12.2019 - 2.950 1.878 - 8.865 - 861 -2.663

Eine Veränderung des Stichtagskurses von 10 % würde folgende Auswirkungen im Ergebnis nach Steuern verursachen:

scroll

in T€ Währung USD Währung NOK Währung CAD Währung CNY Währung JPY
Konzern-Gewinn-und-Verlust-Rechnung - 2.958 - 12 536 - 2.512 206
Konzerneigenkapital 5.590 0 1.654 1.953 1.478

Auswirkung des Währungsrisikos: Bei einer mittleren maximalen Schadenhöhe und einer als mittel eingestuften Eintrittswahrscheinlichkeit gehen wir von niedrigen finanziellen Auswirkungen aus.

Operative Risiken

1. Preisrisiko

KRONES ist in einem wettbewerbsintensiven Markt tätig, in dem Unternehmen Aufträge teilweise über nicht kostendeckende Preise generieren. Preisrisiken bergen auch die mit unseren Kunden geschlossenen Festpreisverträge. Das Risiko von entstehenden Mehrkosten trägt KRONES. Um dieses Risiko zu minimieren, hat KRONES eine mehrdimensionale Auftragsanalyse eingeführt. Ab einer definierten Größe werden jede Anfrage und jedes Angebot nach den finanziellen, den technisch/technologischen, den steuerlichen sowie den rechtlichen und den regionalen Risiken beurteilt.

Auswirkung des Preisrisikos: Bei einer hohen maximalen Schadenhöhe und einer als mittel eingestuften Eintrittswahrscheinlichkeit gehen wir von mittleren finanziellen Auswirkungen aus.

2. Beschaffungsrisiken

KRONES ist im Rahmen seiner Geschäftstätigkeit durch den Bezug von Teilen und Rohstoffen einem Marktpreisrisiko ausgesetzt. Wesentliche Einflussfaktoren auf Rohstoffpreise sind geopolitische und gesamtwirtschaftliche Entwicklungen. Grundsätzlich besteht die Gefahr, dass sich die Rohstoffpreise zu unseren Ungunsten entwickeln. Das Unternehmen begegnet diesem Risiko durch ein gezieltes Beschaffungsmanagement bzw. durch längerfristige Lieferkontrakte, wodurch wesentliche Rohstoffpreisrisiken verringert werden. Hinsichtlich Lieferanten besteht darüber hinaus ein Produkt-, Termin- und Qualitätsrisiko. Ein speziell entwickeltes Lieferantenauswahl-, Kontroll- und Steuerungsverfahren trägt dazu bei, solche Risiken zu minimieren.

Auswirkung der Beschaffungsrisiken: Bei einer niedrigen maximalen Schadenhöhe und einer als niedrig eingestuften Eintrittswahrscheinlichkeit gehen wir von niedrigen finanziellen Auswirkungen aus.

3. Kostenrisiko

Unsere Ergebnisprognose basiert darauf, dass wir durch die strukturellen Maßnahmen Kosteneinsparungen realisieren. Beispiele hierfür sind unser neues Werk in Ungarn und der zunehmende Materialeinkauf in Best-Cost-Countries. Grundsätzlich optimieren wir die Kostenstrukturen entlang der gesamten Wertschöpfungskette. KRONES ist dem Risiko ausgesetzt, dass die Einsparungen geringer ausfallen als erwartet. Durch permanente Kontrolle der unternehmensweiten Projekte mindern wir dieses Risiko.

Auswirkung des Kostenrisikos: Bei einer hohen maximalen Schadenhöhe und einer als niedrig eingestuften Eintrittswahrscheinlichkeit gehen wir von hohen finanziellen Auswirkungen aus.

4. Personalrisiko

KRONES will besonders im Servicebereich und im Digitalgeschäft verstärkt wachsen. Dafür benötigen wir hoch qualifizierte Mitarbeiter im In- und Ausland. Es besteht das Risiko, dass das Unternehmen nicht genügend geeignete Mitarbeiter findet. Frühzeitigen Zugang zu qualifizierten Mitarbeitern werden wir uns durch eine kontinuierliche Zusammenarbeit mit Hochschulen sichern. In unserem Unternehmen beschäftigen wir laufend Bachelor-/Masterstudenten. Zudem setzen wir professionelle Personalberater ein.

Auswirkung des Personalrisikos: Bei einer niedrigen maximalen Schadenhöhe und einer als niedrig eingestuften Eintrittswahrscheinlichkeit gehen wir von niedrigen finanziellen Auswirkungen aus.

Rechtliche Risiken

Grundsätzlich bestehen für KRONES aus dem operativen Geschäft Risiken im Zusammenhang mit möglichen Rechtsstreitigkeiten. KRONES begegnet rechtlichen Risiken durch Verhaltensregeln, Kodizes und der internen Compliance-Struktur. Darüber hinaus hat das Unternehmen branchenübliche Versicherungen abgeschlossen.

Auswirkung von rechtlichen Risiken: Bei einer hohen maximalen Schadenhöhe und einer als mittel eingestuften Eintrittswahrscheinlichkeit gehen wir von mittleren finanziellen Auswirkungen aus.

Umwelt- und Sicherheitsrisiken

Als produzierendes Unternehmen ist KRONES Risiken im Bereich Umwelt und Sicherheit ausgesetzt, die zu möglichen Schäden an Menschen, Gütern und der Reputation des Unternehmens führen können. Schäden, die durch technisches oder menschliches Versagen in der Produktion ausgelöst werden, könnten sich direkt finanziell auswirken. Darüber hinaus können sich im Schadensfall Strafen, Schadensersatzforderungen und Reputationsschäden indirekt finanziell auswirken. KRONES vermindert Umwelt- und Sicherheitsrisiken durch hohe technische Standards in der Produktion, Schulungen, Verhaltensregeln sowie branchenübliche Versicherungen.

Auswirkung von Umwelt- und Sicherheitsrisiken: Bei einer hohen maximalen Schadenhöhe und einer als niedrig eingestuften Eintrittswahrscheinlichkeit gehen wir von niedrigen finanziellen Auswirkungen aus.

IT-Risiken

Alle wesentlichen Geschäftsprozesse von KRONES basieren auf funktionierenden IT-Systemen. Risiken bestehen darin, dass wichtige Systeme ausfallen, gestört oder von unberechtigten Dritten auf diese zugegriffen werden. Dies könnte den Verlust von wichtigen vertraulichen Daten zur Folge haben. KRONES wappnet sich gegen diese Risiken mit international anerkannten IT-Sicherheitsmaßnahmen. Für kritische Geschäftsprozesse haben wir redundante IT-Systeme angelegt.

Auswirkung von IT-Risiken: Bei einer mittleren maximalen Schadenhöhe und einer als niedrig eingestuften Eintrittswahrscheinlichkeit gehen wir von niedrigen finanziellen Auswirkungen aus.

Übersicht und Beschreibung der wesentlichen Chancen

Die wesentlichen Chancen

Unternehmerische Chancen erfasst KRONES nicht im Risikomanagementsystem. Wir teilen ihnen daher keine Eintrittswahrscheinlichkeiten und mögliche finanzielle Auswirkungen zu. Im Folgenden beschreiben wir die Chancen allgemein.

Gesamtwirtschaftliche Chancen

Gesamtwirtschaftliche Chancen bieten sich für KRONES durch die gute internationale Positionierung des Unternehmens. Sollte sich die Wirtschaft in einzelnen Regionen der Welt besser entwickeln als prognostiziert, könnten wir davon profitieren. Vor allem in den aufstrebenden Volkswirtschaften in Asien/Pazifik sowie in Afrika und dem Mittleren Osten hat KRONES seine Marktstellung in den vergangenen Jahren deutlich gestärkt. Deshalb ergäben sich für uns zusätzliche Chancen, wenn die Gesamtwirtschaft in den Emerging Markets stärker als erwartetet wächst. Für den Euro-Raum und die USA erwarten die Experten des Internationalen Währungsfonds für 2020 eine abnehmende Wachstumsdynamik. Sollte sich diese Prognose nicht bewahrheiten und das BIP in diesen Regionen stärker als erwartet zulegen, könnte dies zu einem über unserer Prognose liegenden Ergebnis führen.

Branchenspezifische Chancen

Die Hersteller von Getränken und Lebensmitteln achten zunehmend darauf, Energie und andere Ressourcen sparsam einzusetzen. Es besteht die Chance, dass sich dieser Trend verstärkt und die Bereitschaft der Kunden steigt, dafür auch höhere Preise zu akzeptieren. Daraus eröffnen sich für KRONES aufgrund seiner Wettbewerbsvorteile in diesem Bereich zusätzliche Absatz- und Umsatzchancen. Mit dem zertifizierten Managementsystem enviro haben wir die Basis dafür geschaffen, dass Maschinen und Anlagen von KRONES besonders niedrige Energie- und Medienverbräuche aufweisen. Damit hat sich das Unternehmen auch einen Wettbewerbsvorteil erarbeitet.

Chancen durch Akquisitionen

Der Fokus von KRONES liegt 2020 darauf, die in der Vergangenheit getätigten Zukäufe zu integrieren. Größere Akquisitionen sind für 2020 nicht geplant. Sollte sich jedoch eine günstige Gelegenheit ergeben, ist KRONES aufgrund der soliden Finanz- und Kapitalausstattung grundsätzlich in der Lage, mögliche Chancen für externes Wachstum zu nutzen. Unsere Ergebnisplanungen beinhalten keinerlei künftige Akquisitionen. Durch externes Wachstum könnten sich Chancen für KRONES eröffnen.

Operative Chancen

1. Absatzpreise

KRONES will die angestrebte Ergebnisverbesserung durch eine günstigere Kostenbasis realisieren. Darüber hinaus bemühen wir uns nachhaltig darum, die Preiserhöhungen für alle Maschinen der Abfüll- und Verpackungstechnik sowie der Prozesstechnik gemäß unserer Ankündigung im Mai 2018 weiter durchzusetzen. Sollten sich die Marktpreise besser als erwartet entwickeln, ergäben sich daraus für das Unternehmen Chancen.

2. Beschaffungspreise

Das Unternehmen kauft zunehmend Gleichteile und komplette Baugruppen bei Lieferanten. Darüber hinaus beschafft KRONES verstärkt Material lokal, also an den internationalen Standorten des Unternehmens beziehungsweise in Best-Cost-Countries. Es besteht die Chance, dass wir dadurch insgesamt mehr einsparen als geplant. Zusätzliche Chancen ergeben sich durch allgemein niedrigere Rohstoffpreise als erwartet.

3. Kosten

KRONES hat eine Reihe von kurzfristigen und strukturellen Maßnahmen initiiert, um die Kostenstruktur des Unternehmens zu optimieren. Sollten einzelne Maßnahmen stärker oder schneller greifen als geplant, ergeben sich daraus Chancen für KRONES.

Zusammenfassende Beurteilung der Risiko- und Chancenlage

Aus heutiger Sicht sind für KRONES keine Risiken ersichtlich, die den Fortbestand des Unternehmens gefährden könnten. Im Vergleich zum Vorjahr hat sich die Einschätzung zu Risiken und Chancen nicht wesentlich geändert. Der Schwerpunkt der Risiken liegt unverändert auf den Umfeld- und Branchenrisiken sowie den finanzwirtschaftlichen Risiken.

Nach Ablauf des Geschäftsjahres

Die Entstehung und schnelle Verbreitung des Coronavirus (COVID-19) seit Anfang 2020 hat sich auf die Geschäfts- und Wirtschaftstätigkeit nicht nur in China, sondern weltweit ausgewirkt. Eine Schätzung des finanziellen Effekts dieses Ereignisses auf KRONES war zum Zeitpunkt der Veröffentlichung des Geschäftsberichts nicht möglich, weil das Ausmaß der Verbreitung und die Folgen für das Geschäft von KRONES nicht abschätzbar war.

Prognosebericht

Globale Konjunkturaussichten auf niedrigem Niveau stabil, jedoch mit vielen Unwägbarkeiten behaftet
2020 legt KRONES den Fokus auf Steigerung der Ertragskraft
Für KRONES ist ab 2020 die EBITDA-Marge die Steuerungsgröße für die Profitabilität

Weltwirtschaft soll 2020 um 3,3 % wachsen

Die Januar-Prognose des IWF für das globale Wachstum 2020 von 3,3 % beinhaltet keine möglichen Corona-Effekte.

Der Internationale Währungsfonds (IWF) hat im Januar 2020 die Prognose für das weltweite Wirtschaftswachstum für das Gesamtjahr 2020 leicht von 3,4 % auf 3,3 % (Vorjahr: 2,9 %) gesenkt. Gründe hierfür waren hauptsächlich die nachlassende Dynamik in einigen Emerging Markets, vor allem in Indien, sowie soziale Unruhen in einigen Regionen. Positiv dürften sich 2020 gemäß IWF die Beruhigung des Handelsstreits zwischen China und den USA sowie die weiterhin sehr lockere Geldpolitik der wichtigsten Notenbanken auf die Weltwirtschaft auswirken. Risiken für weitere Abwärtskorrekturen liegen gemäß den Experten vor allem in einer Verschärfung des politischen Konflikts der USA mit dem Iran sowie in weiteren Zollstreitigkeiten zwischen den USA und deren Handelspartnern.

In den Schwellen- und Entwicklungsländern dürfte die Wachstumsdynamik 2020 mit 4,4 % im Vergleich zum schwachen Vorjahr (+3,7 %) wieder zunehmen. Im Oktober 2019 waren die Experten des IWF allerdings noch von einer Wachstumsrate von 4,6 % ausgegangen. Die leichte Eintrübung wurde hauptsächlich durch Indien hervorgerufen. Dort soll das Bruttoinlandsprodukt (BIP) 2020 nur noch um 5,8 % steigen (Vorjahr: 4,8 %), nachdem im Oktober 2019 die Prognose noch bei 7,0 % lag. Während der IWF für die chinesische Volkswirtschaft 2020 einen geringen Rückgang des BIP-Wachstums auf 6,0 % (Vorjahr: 6,1 %) erwartet, prognostiziert er für die Region Naher Osten/Zentralasien einen deutlichen Anstieg auf 2,8 % (Vorjahr: 0,8 %). In Lateinamerika soll sich die Wachstumsdynamik mit einem BIP-Zuwachs von 1,6 % im Vergleich zu 2019 (Vorjahr: 0,1 %) ebenfalls beschleunigen.

Für die Industriestaaten rechnet der IWF 2020 mit einem BIP-Wachstum von 1,6 % (Vorjahr: 1,7 %). Vor allem für Deutschland erwarten die Experten eine Beschleunigung des Wachstums und prognostizieren für 2020 eine Zunahme des BIP um 1,1 % nach nur 0,5 % im Vorjahr. Für die Euro-Zone rechnet der IWF insgesamt mit einem Wachstum von 1,3 % (Vorjahr: 1,2 %). Wegen der nachlassenden Wirkung der fiskalischen Anreize in den USA, dürfte das BIP in der weltweit größten Volkswirtschaft 2020 nur noch um 2,0 % (Vorjahr: 2,3 %) steigen. Für Japan liegt die Wachstumsprognose des IWF bei 0,7 % (Vorjahr: 1,0 %).

Wachstum des Bruttoinlandsprodukts 2020 in Prozent (Prognose)

Quelle: IWF, ohne Corona

Gute Beschäftigungszahlen und moderate Inflationsraten stützen den Konsum

Inflationsrate weltweit 2010 bis 2018 und Prognose bis 2021 in Prozent

* Prognose

Quelle: Statista 2020

Mittel- und langfristig ist die Konsumfreude der Endverbraucher und damit auch die Nachfrage nach abgepackten Getränken von der Kaufkraft abhängig. Eine niedrige Arbeitslosenquote und geringe Inflationsraten wirken sich positiv auf die Kaufkraft der Konsumenten aus. Dies stützt die Nachfrage nach abgepackten Getränken und Lebensmitteln und beeinflusst dadurch indirekt die Nachfrage nach den Produkten und Dienstleistungen von KRONES. Denn wenn mehr Getränke und flüssige Lebensmittel verpackt werden müssen, benötigen die Getränke- und Lebensmittelunternehmen hierfür geeignete und effiziente Technik. Für 2020 erwarten wir, dass Arbeitslosenquote und Inflation insgesamt keine negativen Effekte auf die Geschäfte von KRONES haben werden. Aber aufgrund der vielfältigen gesamtwirtschaftlichen Unwägbarkeiten verzögern die Kunden von KRONES, trotz steigender Nachfrage der Endverbraucher, Investitionsentscheidungen.

Produktion der deutschen Maschinen- und Anlagenbauer dürfte erneut sinken

Der Verband deutscher Maschinen- und Anlagenbau erwartet für 2020 erneut ein schwieriges Jahr für die Branche. Er rechnet mit einem erneuten Produktionsrückgang von zwei Prozent.

Veränderung der deutschen Maschinenbauproduktion im Vergleich zum Vorjahr in Prozent

* Prognose

Quelle: Statistisches Bundesamt, VDMA

Der Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) erwartet, dass sich auch im Jahr 2020 die Lage nicht signifikant bessert und der Wert der produzierten Maschinen und Anlagen wie im Vorjahr um 2 % sinkt. Belastungsfaktoren für die Branche bleiben auch im laufenden Jahr die relativ schwache Weltkonjunktur, schwelende Handelskonflikte sowie der tiefgreifende Strukturwandel in der Autoindustrie. Mögliche Effekte aus dem Coronavirus sind dabei noch nicht berücksichtigt.

KRONES erwartet für 2020 kein Wachstum

Nach dem schwierigen Jahr 2019 startet KRONES hinsichtlich der kurzfristigen Entwicklung der Nachfrage verhalten in das Geschäftsjahr 2020. Gründe für eine gewisse Zurückhaltung gibt es genug. Die gesamtwirtschaftlichen Prognosen für das laufende Jahr sind insgesamt zwar noch positiv. Aber 2020 wird erneut geprägt sein von politischen und wirtschaftlichen Unwägbarkeiten. Vor allem die negativen Auswirkungen des Coronavirus auf die Weltwirtschaft sind derzeit noch nicht abzuschätzen. Von diesen Unsicherheiten ist auch das Orderverhalten der Kunden von KRONES betroffen. Obwohl die Nachfrage der Konsumenten nach abgepackten Getränken auch 2020 steigen dürfte, halten sich die Unternehmen aus der internationalen Getränkeindustrie aufgrund der gesamtwirtschaftlich labilen Lage vorübergehend mit Investitionen zurück. Wir rechnen daher für 2020 insgesamt damit, dass der Weltmarkt für Abfüll- und Verpackungstechnik kurzfristig nicht wächst. Auch deshalb wird im laufenden Geschäftsjahr der Wettbewerb auf unseren Märkten sowie der Kostendruck hoch bleiben.

KRONES erwartet aber nur eine kurzfristige Stagnation des Marktes. Die mittel- und langfristigen Aussichten bleiben unverändert positiv. Denn die Nachfrage der Konsumenten nach abgepackten Getränken und flüssigen Lebensmitteln wächst aufgrund einiger Megatrends, wie beispielsweise die steigende Weltbevölkerung, stetig. Um die zunehmende Nachfrage zu befriedigen, benötigen die Getränke- und Lebensmittelunternehmen geeignete Technik. Deshalb wächst der Markt für Verpackungsmaschinen mittel- und langfristig relativ stabil.

Fokus liegt 2020 in beiden Segmenten auf der Verbesserung der Ertragskraft

Aufgrund der eingeleiteten strukturellen Maßnahmen wird KRONES 2020 eine nachhaltige Trendwende bei der Ertragskraft einleiten. Klares Ziel ist es, die Profitabilität in beiden Segmenten zu steigern. Einen wichtigen Beitrag hierzu werden der weitere Ausbau des Global Footprint sowie Kostensenkungen liefern. Akquisitionen sind in beiden Segmenten für 2020 nicht geplant. Der Fokus liegt auf der Integration der in den vergangenen Jahren erworbenen Unternehmen in den Konzern.

Im Kernsegment "Maschinen und Anlagen zur Produktabfüllung und -ausstattung" steht 2020 der Produktionsstart im neuen Werk in Ungarn im Fokus. Das neue Werk wird Ende 2020 voll in Betrieb gehen. Durch die neue Fertigungsstätte dürfte KRONES 2020 etwa 5 bis 10 Mio. € einsparen. Im etablierten Status rechnen wir mit Kosteneinsparungen von 20 Mio. € pro Jahr. Wir werden das Kernsegment mit attraktiven Produkten ausbauen und um weniger profitable Bereiche und Technologien bereinigen. Unverändert im Fokus steht auch, den steigenden Kosten für Material entgegenzuwirken.

KRONES erwartet für das Kernsegment 2020, vor allem wegen der kurzfristigen Unsicherheit bei unseren Kunden, keinen Anstieg des Umsatzes. Die Auswirkungen des Coronavirus auf die Weltwirtschaft sind aktuell nicht vollumfänglich abschätzbar. Hieraus kann ein weiterer erheblicher Einfluss auf die Ziele 2020 resultieren. Die EBITDA-Marge sollte bei rund 7,5 bis 8,0 % liegen (entspricht einer EBT-Marge von rund 4,0 bis 4,5 %).

Das Segment Prozesstechnik soll 2020 schwarze Zahlen schreiben.

Im Segment "Maschinen und Anlagen zur Getränkeproduktion/Prozesstechnik" liegt der Fokus ebenfalls auf der Umsetzung der strukturellen Maßnahmen. Hier steht die Ausgliederung des Bereichs Getränkeproduktion im Vordergrund. Diesen Bereich werden wir künftig als rechtlich eigenständige Einheit aufstellen. So können wir besser beurteilen, wie sich die einzelnen Geschäfte, speziell für die unterschiedlichen Getränkesorten, auf Stand-alone-Basis entwickeln. Zusätzliche Umsatz- und Ertragspotenziale wird KRONES durch die volle Integration und eine positive Geschäftsentwicklung bei den Akquisitionen der Vorjahre heben. Im Bereich Intralogistik ist die Nachfrage nach unseren Produkten und Services weiterhin gut. Wir werden die Internationalisierung des Geschäfts 2020 weiter voranbringen. Hierfür haben wir alle Intralogistik-Aktivitäten in der SYSTEM LOGISTICS gebündelt und diese als rechtlich eigenständige Einheit aufgestellt.

Insgesamt prognostizieren wir für das Segment Prozesstechnik für 2020 einen stabilen Umsatz bei einer EBITDA-Marge von rund 2,5 bis 3,5 % (entspricht EBT-Marge von rund 0 bis 1 %). Die Auswirkungen des Coronavirus auf die Weltwirtschaft sind aktuell nicht vollumfänglich abschätzbar. Hieraus kann ein weiterer erheblicher Einfluss auf die Ziele 2020 resultieren.

KRONES will 2020 den Umsatz stabil halten und die EBITDA-Marge steigern.

Auf Grundlage der derzeitigen gesamtwirtschaftlichen Aussichten und der aktuell erwarteten Entwicklung der für KRONES relevanten Märkte, die kurzfristig von der Investitionszurückhaltung der Kunden beeinflusst ist, rechnet das Unternehmen für 2020 im Konzern mit einem Umsatz auf Vorjahresniveau. Wir gehen davon aus, dass der Markt nur vorübergehend stagniert. Der mittel- und langfristige Wachstumstrend ist weiter intakt. Vor allem im ersten Halbjahr 2020 wird sich die kurzfristige Zurückhaltung unserer Kunden aufgrund der vielen Unwägbarkeiten niederschlagen. Die Auswirkungen des Coronavirus auf die Weltwirtschaft sind aktuell nicht vollumfänglich abschätzbar. Hieraus kann ein weiterer erheblicher Einfluss auf die Ziele 2020 resultieren.

EBITDA löst EBT als Steuerungsgröße für die Profitabilität ab - EBITDA-Marge von rund 6,7 bis 7,2 % für 2020 angestrebt

KRONES ist inzwischen so aufgestellt, dass das erwartete Nullwachstum im Umsatz nicht voll auf die Ertragskraft durchschlägt. Wir wollen im laufenden Jahr die Ertragskraft aufgrund der eingeleiteten Maßnahmen verbessern. Ab 2020 steuert KRONES die Profitabilität mit der EBITDA-Marge anstatt der EBT-Marge. Der Grund hierfür liegt darin, dass das EBITDA (Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen) näher am Cashflow und besser vergleichbar ist, weil es die Abschreibungen, das Finanzergebnis sowie Steuern unberücksichtigt lässt.

Für 2020 rechnet KRONES im Konzern mit einer EBITDA-Marge von rund 6,7 bis 7,2 %. Dies entspräche einer EBT-Marge von rund 3,2 bis 3,7 %.

Für die dritte Zielgröße, das Working Capital im Verhältnis zum Umsatz, erwartet KRONES 26 %. Im laufenden Jahr wollen wir diese Zielgröße durch intensiveres Forderungsmanagement verbessern.

scroll

Prognose für 2020 Ist-Wert 2019
Umsatzwachstum 0 % 2,7 %
EBITDA-Marge rund 6,7 - 7,2 % 5,7 %
Working Capital/Umsatz 26 % 26,9 %

Angaben gemäß § 315 a Abs. 1 und § 289 a Abs. 1 HGB

Das Grundkapital der Gesellschaft beträgt gemäß § 4 Abs. 1 der Satzung der KRONES Aktiengesellschaft 40.000.000,00 Euro und ist eingeteilt in 31.593.072 auf den Inhaber lautende Stückaktien.

In der Hauptversammlung gewährt gemäß § 20 Abs. 1 der Satzung je eine Aktie eine Stimme. Die Beschlüsse der Hauptversammlung werden, soweit nicht zwingende gesetzliche Vorschriften entgegenstehen, mit einfacher Mehrheit der abgegebenen Stimmen und, sofern das Gesetz außer der Stimmenmehrheit eine Kapitalmehrheit vorschreibt, mit der einfachen Mehrheit des bei der Beschlussfassung vertretenen Grundkapitals gefasst.

Zur Teilnahme an der Hauptversammlung und zur Ausübung des Stimmrechts sind gemäß § 18 Abs. 1 der Satzung nur diejenigen Aktionäre berechtigt, die sich vor der Hauptversammlung bei der Gesellschaft in Textform in deutscher oder englischer Sprache anmelden und ihren Anteilsbesitz nachweisen. Als Nachweis genügt ein in Textform erstellter besonderer Nachweis des Anteilsbesitzes durch das depotführende Institut in deutscher oder englischer Sprache. Der Nachweis hat sich auf den Beginn des einundzwanzigsten Tages vor der Hauptversammlung zu beziehen.

Das Stimmrecht kann gemäß § 18 Abs. 2 der Satzung durch einen Bevollmächtigten ausgeübt werden. Die Erteilung der Vollmacht, ihr Widerruf und der Nachweis der Bevollmächtigung gegenüber der Gesellschaft bedürfen der Textform. In der Einberufung kann eine Erleichterung der Textform bestimmt werden. § 135 AktG bleibt unberührt.

In der Hauptversammlung kann der Versammlungsleiter das Frage- und Rederecht der Aktionäre zeitlich angemessen beschränken (§ 19 Abs. 3 der Satzung).

Dem Vorstand der Gesellschaft sind darüber hinaus keine Beschränkungen bekannt, die Stimmrechte oder die Übertragung von Aktien betreffen.

Nach Kenntnis der Gesellschaft bestehen folgende direkte und indirekte Beteiligungen am Grundkapital, die 10 % der Stimmrechte überschreiten:

scroll

Bezeichnung des jeweiligen Aktionärs Gesamtstimmrechtsanteile Davon zuzurechnen nach § 34 Abs. 2 WpHG indirekte Stimmrechtsanteile
Familie Kronseder Konsortium GbR, Neutraubling, Deutschland 52,24 % 52,24 %

Bei den genannten Beteiligungen können sich nach dem angegebenen Zeitpunkt (Dezember 2019) Veränderungen ergeben haben, die der Gesellschaft gegenüber nicht meldepflichtig waren. Da die Aktien der Gesellschaft Inhaberaktien sind, werden der Gesellschaft Veränderungen beim Aktienbesitz grundsätzlich nur bekannt, soweit sie Meldepflichten unterliegen.

Die Ernennung und Abberufung der Mitglieder des Vorstandes richtet sich nach den §§ 84, 85 AktG. Gemäß § 6 Abs. 1 der Satzung besteht der Vorstand aus mindestens zwei Personen. Die Bestimmung der Anzahl der Vorstandsmitglieder, die Bestellung der ordentlichen Vorstandsmitglieder und der stellvertretenden Vorstandsmitglieder, der Abschluss der Anstellungsverträge sowie der Widerruf der Bestellung erfolgen durch den Aufsichtsrat (§ 6 Abs. 2 der Satzung).

Bei Satzungsänderungen sind die §§ 179ff. AktG zu beachten. Über Satzungsänderungen hat die Hauptversammlung zu entscheiden (§ 119 Abs. 1 Nr. 5, § 179 Abs. 1 AktG). Der Aufsichtsrat kann Änderungen der Satzung beschließen, die nur die Fassung betreffen (§ 13 der Satzung).

Gemäß § 4 Abs. 4 der Satzung ist der Vorstand ermächtigt, das Grundkapital der Gesellschaft bis zum Ablauf des 15. Juni 2021 mit Zustimmung des Aufsichtsrats durch Ausgabe neuer auf den Inhaber lautender Stückaktien einmalig oder mehrfach gegen Bareinlagen um bis zu 10 Mio. € zu erhöhen (genehmigtes Kapital). Dabei ist den Aktionären ein Bezugsrecht grundsätzlich einzuräumen. Der Vorstand kann mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Bezugsrecht der Aktionäre für eventuell entstehende Spitzenbeträge ausschließen.

Durch Beschluss der Hauptversammlung vom 13. Juni 2018 ist der Vorstand ermächtigt, bis zum Ablauf des 12. Juni 2023 mit Zustimmung des Aufsichtsrats eigene Aktien der Gesellschaft bis zu insgesamt 10 % des zum Zeitpunkt der Beschlussfassung oder - falls dieser Wert geringer ist - des zum Zeitpunkt der Ausübung der Ermächtigung bestehenden Grundkapitals der Gesellschaft zu erwerben.

Durch Beschluss der Hauptversammlung vom 13. Juni 2018 ist der Vorstand ermächtigt, die aufgrund der vorstehenden Ermächtigung gemäß § 71 Abs. 1 Nr. 8 AktG erworbenen eigenen Aktien neben einer Veräußerung über die Börse oder mittels eines Angebots an alle Aktionäre zu jedem zulässigen Zweck, insbesondere auch in folgender Weise zu verwenden:

1) Sie können eingezogen werden, ohne dass die Einziehung oder ihre Durchführung eines weiteren Hauptversammlungsbeschlusses bedarf.

2) Sie können Dritten gegen Sachleistungen, insbesondere im Rahmen von Unternehmenszusammenschlüssen oder beim Erwerb von Unternehmen, Betrieben, Unternehmensteilen oder Beteiligungen, angeboten und auf diese übertragen werden. Die vorbezeichneten Aktien können darüber hinaus auch zur Beendigung bzw. vergleichsweisen Erledigung von gesellschaftsrechtlichen Spruchverfahren bei verbundenen Unternehmen der Gesellschaft verwendet werden.

3) Sie können gegen Barzahlung an Dritte veräußert werden, wenn der Preis, zu dem die Aktien der Gesellschaft veräußert werden, den Börsenpreis einer Aktie der Gesellschaft zum Veräußerungszeitpunkt nicht wesentlich im Sinne der §§ 71 Abs. 1 Nr. 8 Satz 5, 186 Abs. 3 Satz 4 AktG unterschreitet.

4) Sie können zur Bedienung von Erwerbspflichten oder Erwerbsrechten auf Aktien der Gesellschaft aus und im Zusammenhang mit von der Gesellschaft oder einer ihrer Konzerngesellschaften ausgegebenen Wandel- oder Optionsschuldverschreibungen oder Genussrechten mit Wandel- oder Optionsrechten verwendet werden.

Das Bezugsrecht der Aktionäre auf diese eigenen Aktien wird insoweit ausgeschlossen, wie diese Aktien gemäß den vorstehenden Ermächtigungen unter 2) bis einschließlich 4) verwendet werden oder soweit dies, für den Fall der Veräußerung eigener Aktien an alle Aktionäre, erforderlich ist, um Spitzenbeträge auszuschließen.

Die KRONES AG hat keine wesentlichen Vereinbarungen getroffen, die besondere Regelungen für den Fall des Kontrollwechsels bzw. Kontrollerwerbs enthalten, der infolge eines Übernahmeangebotes entstehen kann.

Entschädigungsvereinbarungen mit den Mitgliedern des Vorstands oder Arbeitnehmern für den Fall eines Übernahmeangebots hat die Gesellschaft nicht getroffen.

Abhängigkeitsbericht

Nach §17 AktG besteht ein Abhängigkeitsverhältnis zur Familie Kronseder Konsortium GbR, Neutraubling. Deshalb wird gemäß §312 AktG ein Bericht erstattet, der folgende Schlusserklärung des Vorstands enthält:

Rechtsgeschäfte mit Dritten auf Veranlassung oder im Interesse der Gesellschafter der Familien-GbR oder mit ihnen verbundenen Unternehmen hat die KRONES AG im Berichtsjahr nicht vorgenommen. Berichtspflichtige Maßnahmen im Sinne des § 312 AktG wurden weder getroffen noch unterlassen.

Bei den im Berichtsjahr vorgenommenen Rechtsgeschäften zwischen der KRONES AG und den Gesellschaftern der Familien-GbR sowie den mit ihnen verbundenen Unternehmen hat die KRONES AG in jedem Einzelfall eine angemessene Gegenleistung erhalten.

Die Erklärung zur Unternehmensführung ist auch im Internet unter https://www.KRONES.com/de/unternehmen/investor-relations/erklaerung-zur-unternehmensfuehrung.php abrufbar.

Vergütungsbericht

Der Vergütungsbericht stellt die Grundzüge, die Struktur und die Höhe der Vorstands- und Aufsichtsratsvergütung der KRONES AG dar. Im Interesse der Klarheit und Übersichtlichkeit werden die Angaben zur individualisierten Vergütung und die Beschreibung der Grundzüge des Vergütungssystems im nachfolgenden Vergütungsbericht als Teil des Konzernlageberichts zusammengefasst. Er umfasst somit die gesetzlichen Vorschriften des § 314 Abs. 1 Nr. 6a HGB.

Vorstandsvergütung

Grundsätze der Vorstandsvergütung

Für die Festsetzung der Gesamtbezüge der einzelnen Vorstandsmitglieder ist das Aufsichtsratsplenum zuständig. Der ständige Ausschuss bereitet dazu die vergütungsrelevanten Beschlussfassungen des Aufsichtsrats vor und spricht Empfehlungen aus.

Die Kriterien für die Angemessenheit der Vergütung bilden insbesondere die Aufgaben des jeweiligen Vorstandsmitglieds, dessen Verantwortung, seine persönliche Leistung und die Erfahrung sowie die wirtschaftliche Lage, der Erfolg und die Zukunftsaussichten des Unternehmens im Rahmen seines Vergleichsumfeldes.

Die Angemessenheit wird vom Aufsichtsrat durch externe Benchmarks sowie durch einen Vergleich mit dem oberen Führungskreis bzw. der Gesamtbelegschaft regelmäßig überprüft.

Das aktuelle Vergütungssystem für den Vorstand wurde zuletzt im Jahr 2017 überarbeitet.

Hierbei wurde der bisherige fünfjährige Long Term Incentive (LTI) durch eine neue dreijährige Long Term Incentive Regelung, welche revolvierend ausgelobt wird, ersetzt.

Es wurde eine Übergangsphase ab dem 01.01.2018 vereinbart, welche die Neutralität der Zuteilung sicherstellt.

Diese Neuordnung wurde vom Aufsichtsrat am 29.11.2017 beschlossen und am 13.06.2018 von der Hauptversammlung gebilligt.

Vergütungsbestandteile

Das Vergütungssystem für den Vorstand umfasst nachstehende Vergütungsbestandteile:

Fixe Bestandteile (Grundvergütung und Nebenleistungen)
Variable Bestandteile, die jährlich wiederkehren und an dem geschäftlichen Erfolg orientiert sind (Short Term Incentive) mit Risikofaktor
Variable Bestandteile mit langfristiger Anreizwirkung (Long Term Incentive) mit Risikofaktor und einem Berechnungszeitraum von 3 Jahren
Zusagen zur betrieblichen Altersversorgung

Insgesamt besteht die Vergütungsstruktur zu 59 % aus fixer und zu 41 % aus variabler Vergütung. In Summe ist das Vergütungssystem darauf ausgerichtet, einen Anreiz für eine nachhaltig erfolgreiche Unternehmensführung zu setzen. So entsprechen die langfristigen variablen Bestandteile 64 % der gesamten variablen Bestandteile. Des Weiteren bestehen Höchstgrenzen und Auszahlungshürden bezüglich der variablen Vergütung.

Fixe Bestandteile (Grundvergütung und Nebenleistungen)

Das Fixum ist die vertraglich festgelegte Grundvergütung und wird monatlich in gleichen Beträgen als Gehalt ausgezahlt. Eine Überprüfung findet regelmäßig statt. Für das Geschäftsjahr 2019 betrug die Grundvergütung der fünf im Geschäftsjahr 2019 tätigen Vorstandsmitglieder T€ 2.668 (Vorjahr: T€ 2.930).

Zusätzlich werden Nebenleistungen gewährt, die im Wesentlichen die Kosten für. den geldwerten Vorteil von üblichen Versicherungsleistungen, Wohnungskosten, Schulgeld und der Bereitstellung eines Firmen-Pkw enthalten und die nach den jeweils geltenden steuerlichen Richtlinien versteuert werden. Für das Geschäftsjahr 2019 erhielten die Vorstandsmitglieder Nebenleistungen in Höhe von T€ 182 (Vorjahr: T€ 280).

Variable Vergütungsbestandteile

Die variable Vergütung hat Risikocharakter, so dass es sich hierbei um eine nicht gesicherte Vergütung handelt. Das Incentive Paket des Vorstands setzt sich seit 2017 aus folgenden Komponenten zusammen:

Short Term Incentive (STI, Berechnungszeitraum 1 Jahr)

Jährliche Auslobung
Zielwert: 3 Monatsgehälter p. a. (= 100 % Zielerreichung)
Bezugsgrößen: EBT-Marge (Schwerpunkt), Auftragseingang, Konzernumsatz, Net Working Capital
Cap bei 200 % (max. 6 Monatsgehälter)
Auszahlung entfällt, wenn EBT negativ ist

Die STI-Auszahlung für das Geschäftsjahr 2019 beträgt in 2020 T€ 27,6 (Vorjahr: T€ 220). Ergänzend kann der Aufsichtsrat nach billigem Ermessen eine Sondertantieme ausgeben, sofern außergewöhnliche Ereignisse oder besondere Leistungen es als angemessen erscheinen lassen. 2019 wurde keine Sondertantieme ausgezahlt.

Mid Term Incentive (MTI, Berechnungszeitraum 3 Jahre)

Wurde durch den dreijährigen LTI ersetzt und somit 2017 letztmalig ausgelobt
Zielwert: 3 Monatsgehälter p.a. (= 100 % Zielerreichung)
Bezugsgrößen: Net Working Capital, Umsatz, EBT-Marge und Qualitätskosten
Cap bei 200 % (max. 6 Monatsgehälter)
Auszahlung entfällt, wenn EBT im Durchschnitt negativ ist

Die Mid Term Incentive-Rückstellung betrug zum Geschäftsjahresende T€ 99,0 (Vorjahr: T€ 807), davon entfallen T€ 17,6 (Vorjahr: T€ 398) als Vergütung auf das Jahr 2019.

Long Term Incentive (LTI, Berechnungszeitraum 3 Jahre)

Jährliche Auslobung (revolvierend) (ab 2018)
Zielwert: 5,4 Monatsgehälter p. a. (= 100 % Zielerreichung)
Bezugsgrößen: Enterprise Value nach 3-Jahres-Durchschnitt (EBT mal 9, EBITDA mal 7, Umsatz mal 1) für Start- und Endwert plus Net Cash und abzüglich Pensionsrückstellungen
bis 2018 Cap bei 200 % (max. 10,8 Monatsgehälter), ab 2019 Cap bei 250 % (max. 13,5 Monatsgehälter)
Auszahlung entfällt, wenn EBT im Durchschnitt negativ ist (bis 2018), ab 2019 erfolgt eine Auszahlung, wenn der berechnete Unternehmenswert mind. 100 % der Ausgangsbasis beträgt

Die Long Term Incentive-Rückstellung betrug zum Geschäftsjahresende T€ 1.342,7 (Vorjahr: T€ 238), davon entfallen T€ 793,4 auf das Geschäftsjahr 2019.

Die Auszahlung aus dem Übergangs-LTI erfolgt mit Ablauf des Geschäftsjahres 2020, sofern die Bezugsgrößen entsprechend erreicht oder übertroffen werden. Im Falle eines vorzeitigen Ausscheidens eines Vorstandsmitglieds erfolgt eine anteilige Auszahlung.

Die Gesamtvergütung des Vorstands betrug T€ 3.131 (Vorjahr: T€ 6.479).

Die Veränderung der Vergütung ergibt sich auch durch den Verzicht der vier aktiven Vorstände auf die Auszahlung des fälligen STI 2019 sowie MTI 2017-2019 sowie die bezahlte Freistellung und vorzeitige Vertragsauflösung des Herrn Andersen (Festvergütung und Nebenleistungen T€ 322). Die zwischen der KRONES AG und Herrn Andersen geschlossene Aufhebungsvereinbarung beinhaltet eine Abfindung in Höhe von T€ 2.350 sowie die anteilige Zahlung der variablen Vergütung in Höhe von T€ 109, davon STI T€ 19,7; MTI T€ 12,5; LTI T€ 76,6.

Bei der KRONES AG bestehen und bestanden darüber hinaus keine Aktienoptionsprogramme oder vergleichbare, aktienorientierte Vergütungskomponenten mit langfristiger Anreizwirkung für Vorstandsmitglieder.

Zusagen zur betrieblichen Altersversorgung

Für die Mitglieder des Vorstands bestehen des Weiteren Zusagen zur betrieblichen Altersversorgung.

Für Vorstandsmitglieder, die dem Vorstand erst seit 2012 oder später angehören, handelt es sich hierbei um beitragsorientierte Zusagen auf Altersrente. Hierzu werden jährlich Beiträge in Höhe von 40 % der jeweiligen Jahresgrundvergütung in eine externe Rückdeckungsversicherung mit Sicherungsverpfändung eingezahlt und bis zum Eintritt des Versorgungsfalls entsprechend dem jeweils gültigen Garantiezins zum Zeitpunkt des Abschlusses zzgl. der jeweiligen Überschussbeteiligung p. a. verzinst. Eine Altersrente wird ab der Vollendung des 62. Lebensjahres und erst mit tatsächlichem Ausscheiden aus dem Vorstandsgremium gewährt. Neben der Auszahlungsform Rente kann das Vorstandsmitglied die Auszahlung eines einmaligen Alterskapitals wählen. Für Versorgungsanwartschaften des berechtigten Vorstandsmitgliedes, die aus Beträgen der KRONES AG resultieren, tritt eine sofortige Unverfallbarkeit ein. Das Vorstandsmitglied kann ergänzend eine monatliche Berufsunfähigkeitsrente und/oder eine monatliche Witwen-/Witwerrente hinzuwählen.

Mitgliedern des Vorstands, die bereits vor 2012 erstmals bestellt wurden, erhielten leistungsbezogene Zusagen. Der Prozentsatz beträgt grundsätzlich 30 % der zuletzt gezahlten Grundvergütung (Durchschnitt der letzten 12 Monate). Die Zusagen umfassen Alters-, Invaliditäts- und Hinterbliebenenleistungen. Eine Altersleistung wird auch hier ab Vollendung des 62. Lebensjahres und nach tatsächlichem Ausscheiden aus dem Vorstandsgremium gewährt. Scheidet das Vorstandsmitglied vor Vollendung seines 62. Lebensjahres aus den Diensten der Gesellschaft wegen Berufsunfähigkeit oder aber dadurch aus, dass der Dienstvertrag aufgehoben oder nicht verlängert wird, so vermindert sich der Ruhegeldanspruch gegen die Gesellschaft für jedes nicht vollendete Kalenderjahr bis zum 62. Lebensjahr um einen einzelvertraglich vereinbarten Prozentsatz pro Jahr. Der Ehepartner erhält in den ersten 6 Monaten nach dem Ableben des Vorstandsmitglieds die Versorgungsleistung in der vollen Höhe, wie sie dem Vorstandsmitglied zugestanden hätte; danach verringert sich die Witwenrente auf 70 % dieser Versorgungsleistung. Die Unverfallbarkeit richtet sich nach den zum Zeitpunkt des Vertragsschlusses geltenden gesetzlichen Unverfallbarkeitsfristen.

Sowohl bei den beitragsorientierten, als auch bei den leistungsorientierten Zusagen finden sich Klauseln im Anstellungsvertrag, die bei Eintreten besonders schwerwiegender Veränderungen entsprechend der gesetzlichen Regelungen des Aktiengesetzes eine Absetzung der Leistung bzw. die Möglichkeit der Kürzung bzw. Einstellung der Versorgungsleistungen (bzw. soweit vereinbart der Witwenleistung) regeln.

Für aktive Vorstandsmitglieder wurden IFRS Pensionsrückstellungen in Höhe von T€ 2.735 (Vorjahr: T€ 2.087) gebildet. Die korrespondierende Defined Benefit Obligations (DBO) betrug zum Geschäftsjahresende 2019 bedingt durch Veränderungen des versicherungsmathematischen Rechnungszinses für Herrn Klenk T€ 4.715, für Herrn Ricker T€ 52, für Herrn Tischer T€ 58 und für Herrn Goldbrunner T€ 40.

Darüber hinaus wurden für beitragsorientierte Zusagen Rahmen der betrieblichen Altersvorsorge Aufwendungen im in Höhe von T€ 1.172 (Vorjahr: T€ 1.172) im Geschäftsjahr 2019 geleistet. Der BAV-Beitrag betrug im Geschäftsjahr 2019 für Herrn Klenk T€ 320, für Herrn Andersen T€ 252, für Herrn Ricker T€ 216, für Herrn Tischer T€ 192 und für Herrn Goldbrunner T€ 192.

Weitere Leistungen für den Fall der Beendigung der Tätigkeit

In den Anstellungsverträgen wurde ein Wettbewerbsverbot mit angemessener Karenzentschädigung vereinbart. Weitere Leistungen für den Fall der Beendigung der Tätigkeit wurden nicht vereinbart.

Vorschüsse und Kredite

Im Geschäftsjahr 2019 bestanden keine Vorschüsse oder Kredite an Mitglieder des Vorstands.

Gesamtbezüge der früheren Mitglieder des Vorstands

An ehemalige Vorstandsmitglieder und deren Hinterbliebene wurden T€ 1.842 (Vorjahr: T€ 1.688) gewährt. Hierin sind überwiegend Pensionsleistungen enthalten. IFRS Pensionsrückstellungen in Höhe von T€ 12.069 (Vorjahr: T€ 8.761) sind zurückgestellt. Der Anstieg ist Veränderungen des versicherungsmathematischen Rechnungszinses geschuldet.

Gesamtbezüge des Vorstands für das Geschäftsjahr 2018/2019

scroll

Vergütung 2019 gemäß DRS 17

(in T€)
Name Funktion Festvergütung Nebenleistungen Summe Short Term Incentive
--- --- --- --- --- --- ---
Christoph Klenk CEO Personal, Intralogistik, Digitalisierung, Kommunikation, Qualität, Informationsmanagement seit 2003 800 29 829 0
Michael Andersen CFO Finanzen, Controlling, Prozesstechnik, Strategischer Einkauf seit 2016 368 83 450 27
Thomas Ricker Vertrieb und Marketing seit 2012 540 22 562 0
Markus Tischer International Operations and Services seit 2014 480 17 497 0
Ralf Goldbrunner Abfüll- und Verpackungstechnik seit 2014 480 31 511 0

scroll

Vergütung 2019 gemäß DRS 17

(in T€)
Name Mid Term Incentive Long Term Incentive Summe (Gesamtvergütung)
--- --- --- ---
Christoph Klenk 0 0 829
Michael Andersen 99 155 732
Thomas Ricker 0 0 562
Markus Tischer 0 0 497
Ralf Goldbrunner 0 0 511

Bei den Beiträgen zum Incentive handelt es sich um die Beiträge, die im Folgejahr ausbezahlt werden.

scroll

Vergütung 2018 gemäß DRS 17

(in T€)
Name Funktion Festvergütung Nebenleistungen Summe Short Term Incentive
--- --- --- --- --- --- ---
Christoph Klenk CEO Personal, Intralogistik, Digitalisierung, Kommunikation, Qualität, Informationsmanagement seit 2003 800 28 828 60
Michael Andersen CFO Finanzen, Controlling, Prozesstechnik, Strategischer Einkauf seit 2016 630 182 812 47
Thomas Ricker Vertrieb und Marketing seit 2012 540 21 561 41
Markus Tischer International Operations and Services seit 2014 480 18 498 36
Ralf Goldbrunner Abfüll- und Verpackungstechnik seit 2014 480 31 511 36

scroll

Vergütung 2018 gemäß DRS 17

(in T€)
Name Mid Term Incentive Long Term Incentive Summe (Gesamtvergütung)
--- --- --- ---
Christoph Klenk 133 920 1.942
Michael Andersen 85 0 945
Thomas Ricker 67 669 1.337
Markus Tischer 57 569 1.160
Ralf Goldbrunner 57 493 1.096

Bei den Beiträgen zum Incentive handelt es sich um die Beiträge, die im Folgejahr ausbezahlt werden.

Aufsichtsratsvergütung

Die Vergütung für die Mitglieder des Aufsichtsrats ist in § 15 der Satzung geregelt und wird durch die Hauptversammlung bestimmt. Für das Geschäftsjahr 2019 gilt die zuletzt in der Hauptversammlung vom 13. Juni 2018 geänderte Satzung.

Die Mitglieder des Aufsichtsrats erhalten eine Vergütung, die in einem angemessenen Verhältnis zu ihren Aufgaben und der Lage der Gesellschaft steht. Entsprechend den Empfehlungen des DCGK werden der Vorsitz und der stellvertretende Vorsitz im Aufsichtsrat sowie der Vorsitz und die Mitgliedschaft in den Ausschüssen berücksichtigt.

Die Aufsichtsratsvergütung besteht aus einer festen jährlichen Vergütung in Höhe von € 35.000. Die feste Vergütung beträgt für den Vorsitzenden das Zweieinhalbfache und für den stellvertretenden Vorsitzenden das Eineinhalbfache. Ferner erhalten die Aufsichtsratsmitglieder einen pauschalen Auslagenersatz von € 1.500 pro Sitzung, sofern sie keine höheren Auslagen nachweisen.

Soweit Mitglieder des Aufsichtsrats besonderen Ausschüssen innerhalb des Aufsichtsrats angehören, erhalten sie eine zusätzliche Vergütung von jährlich € 7.000 und einen pauschalen Auslagensatz von € 1.500 pro Sitzung.

Aufsichtsratsmitglieder, die dem Aufsichtsrat nur während eines Teils des Geschäftsjahres angehört haben, erhalten eine zeitanteilige Vergütung.

Die Gesamtbezüge der Mitglieder des Aufsichtsrats betrugen für das Geschäftsjahr 2019 T€ 812 (Vorjahr: T€ 712) und sind nachfolgender Tabelle auf individueller Basis zu entnehmen:

Gesamtbezüge des Aufsichtsrats für das Geschäftsjahr 2018/2019

scroll

Vergütung 2019 gemäß DRS 17

(in T€)
Name Funktion Festvergütung Ausschussvergütung Sitzungsgeld Gesamtvergütung Geschäftsjahr 2019
--- --- --- --- --- ---
Volker Kronseder Aufsichtsratsvorsitzender 87,5 7,0 15,0 109,5
Werner Schrödl Stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender 52,5 7,0 15,0 74,5
Robert Friedmann Ordentliches Aufsichtsratsmitglied 35,0 4,5 39,5
Klaus Gerlach * Ordentliches Aufsichtsratsmitglied 35,0 6,0 41,0
Oliver Grober Ordentliches Aufsichtsratsmitglied 35,0 6,0 41,0
Thomas Hiltl Ordentliches Aufsichtsratsmitglied 35,0 6,0 41,0
Norman Kronseder Ordentliches Aufsichtsratsmitglied 35,0 7,0 15,0 57,0
Prof. Dr. jur. Susanne Nonnast Ordentliches Aufsichtsratsmitglied 35,0 6,0 41,0
Dr. phil. Verena Di Pasquale Ordentliches Aufsichtsratsmitglied 35,0 6,0 41,0
Beate Eva Maria Pöpperl Ordentliches Aufsichtsratsmitglied 35,0 6,0 41,0
Norbert Samhammer Ordentliches Aufsichtsratsmitglied 35,0 6,0 41,0
Petra Schadeberg-Herrmann Ordentliches Aufsichtsratsmitglied 35,0 6,0 41,0
Jürgen Scholz Ordentliches Aufsichtsratsmitglied 35,0 7,0 9,0 51,0
Hans-Jürgen Thaus Ordentliches Aufsichtsratsmitglied 35,0 7,0 12,0 54,0
Josef Weitzer Ordentliches Aufsichtsratsmitglied 35,0 7,0 15,0 57,0
Matthias Winkler Ordentliches Aufsichtsratsmitglied 35,0 6,0 41,0

* Arbeitnehmervertreter

** Die Vergütung wird nach den aktuell gültigen Bestimmungen der Hans-Böckler-Stiftung anteilig abgeführt

scroll

Vergütung 2018 gemäß DRS 17

(in T€)
Name Funktion Festvergütung Ausschussvergütung Sitzungsgeld Gesamtvergütung Geschäftsjahr 2018
--- --- --- --- --- ---
Volker Kronseder Aufsichtsratsvorsitzender 87,5 7,0 15,0 109,5
Werner Schrödl Stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender 52,5 7,0 13,5 73,0
Robert Friedmann Ordentliches Aufsichtsratsmitglied 17,5 4,5 22,0
Klaus Gerlach * Ordentliches Aufsichtsratsmitglied 35,0 6,0 41,0
Oliver Grober Ordentliches Aufsichtsratsmitglied 17,5 4,5 22,0
Thomas Hiltl Ordentliches Aufsichtsratsmitglied 17,5 4,5 22,0
Norman Kronseder Ordentliches Aufsichtsratsmitglied 35,0 7,0 15,0 57,0
Prof. Dr. jur. Susanne Nonnast Ordentliches Aufsichtsratsmitglied 35,0 4,5 39,5
Dr. phil. Verena Di Pasquale Ordentliches Aufsichtsratsmitglied 35,0 6,0 41,0
Beate Eva Maria Pöpperl Ordentliches Aufsichtsratsmitglied 35,0 4,5 39,5
Norbert Samhammer Ordentliches Aufsichtsratsmitglied 17,5 4,5 22,0
Petra Schadeberg-Herrmann Ordentliches Aufsichtsratsmitglied 35,0 4,5 39,5
Jürgen Scholz Ordentliches Aufsichtsratsmitglied 35,0 7,0 10,5 52,5
Hans-Jürgen Thaus Ordentliches Aufsichtsratsmitglied 35,0 7,0 10,5 52,5
Josef Weitzer Ordentliches Aufsichtsratsmitglied 35,0 7,0 15,0 57,0
Matthias Winkler Ordentliches Aufsichtsratsmitglied 17,5 4,5 22,0

* Arbeitnehmervertreter

** Die Vergütung wird nach den aktuell gültigen Bestimmungen der Hans-Böckler-Stiftung anteilig abgeführt

Versicherung der gesetzlichen Vertreter

"Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Konzernabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Konzernlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns beschrieben sind."

Neutraubling, den 12. März 2020

KRONES AG

Der Vorstand

Christoph Klenk CEO

Norbert Broger

Thomas Ricker

Markus Tischer

Ralf Goldbrunner

3 | CORPORATE GOVERNANCE

Erklärung zur Unternehmensführung

KRONES bekennt sich zu seiner Verantwortung

Für KRONES ist der Deutsche Corporate Governance Kodex (DCGK) ein fester Bestandteil der Unternehmensführung. Vorstand und Aufsichtsrat berichten hiermit nach Tz. 3.10 DCGK über die Corporate Governance bei KRONES.

Der Kodex stellt wesentliche gesetzliche Vorschriften zur Leitung und Überwachung deutscher börsennotierter Gesellschaften dar und enthält international und national anerkannte Standards guter und verantwortungsvoller Unternehmensführung. Das Management von KRONES berücksichtigt die Grundsätze und Regeln der Corporate Governance bei allen Geschäftsaktivitäten.

Entsprechenserklärung gemäß § 161 Aktiengesetz

"Vorstand und Aufsichtsrat der KRONES AG erklären, dass den Verhaltensempfehlungen der von der deutschen Bundesregierung eingesetzten "Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex" zur Leitung und Überwachung deutscher börsennotierter Gesellschaften in der Fassung vom 7. Februar 2017 entsprechend dem im Internet der KRONES AG veröffentlichten Deutschen Corporate Governance Kodex entsprochen wurde und wird mit folgenden Abweichungen:

Ein Selbstbehalt bei einer für den Aufsichtsrat abgeschlossenen D&O-Versicherung besteht nicht (Tz. 3.8 DCGK).

Ein spezifischer Selbstbehalt der Versicherten wurde nicht vereinbart, da der Aufsichtsrat unabhängig von einem Selbstbehalt seinen Pflichten jederzeit ordnungsgemäß nachkommt.
Im Vergütungsbericht sollen bestimmte Informationen zur Vorstandsvergütung in vorgegebenen Mustertabellen angegeben werden (Tz. 4.2.5 Satz 5 und Satz 6 DCGK).

Neben Unklarheiten in der Auslegung bestehen auch Zweifel, ob die zusätzliche Verwendung der Mustertabellen die vom Unternehmen unter Beachtung der Anforderungen der Rechnungslegung angestrebte Übersichtlichkeit und Allgemeinverständlichkeit des Vergütungsberichts (vgl. Ziffer 4.2.5 Satz 3 des Kodex) fördert.
Ein Nominierungsausschuss wird bei der KRONES AG derzeit nicht gebildet (Tz. 5.3.3 DCGK).

Ausschüsse sind vor allem sinnvoll, wenn aufgrund der Größe eines Gremiums dessen Arbeit dadurch effizienter wird. Im Aufsichtsrat der KRONES AG vertreten acht Mitglieder die Anteilseigner, die Vorschläge machen. Nach unserer Ansicht ist es daher nicht nötig, einen Nominierungsausschuss zu bilden. Die Aufgaben werden vom Ständigen Ausschuss übernommen.
Eine Offenlegung der persönlichen und geschäftlichen Beziehungen eines jeden Kandidaten bei Wahlvorschlägen an die Hauptversammlung zum Unternehmen, den Organen der Gesellschaft oder einem wesentlich an der Gesellschaft beteiligten Aktionär erfolgt derzeit nicht (Tz. 5.4.1 Absätze 5 und 6 DCGK).

Der Aufsichtsrat ist der Auffassung, dass die Anforderungen der Absätze 5 und 6 unklar und im Detail unbestimmt sind, sowie die Privatsphäre der Betroffenen verletzen können.
Der Vorsitz in Aufsichtsratsausschüssen wird bei der Vergütung nicht gesondert berücksichtigt (Tz. 5.4.6 DCGK).

Der Aufsichtsrat ist der Auffassung, dass die derzeitige zusätzliche Vergütung für Mitglieder von Ausschüssen aufgrund der Größe der Gremien auch für den Vorsitzenden von Ausschüssen angemessen ist."

Neutraubling, den 22. Januar 2020

Für den, Vorstand

Christoph Klenk, CEO

Für den Aufsichtsrat

Volker Kronseder, Vorsitzender

Zusammensetzung des Aufsichtsrats

Gemäß Tz. 5.4.1 DCGK soll der Aufsichtsrat für seine Zusammensetzung konkrete Ziele benennen und ein Kompetenzprofil für das Gesamtgremium erarbeiten. Für seine Zusammensetzung soll er im Rahmen der unternehmensspezifischen Situation die internationale Tätigkeit des Unternehmens, potenzielle Interessenkonflikte, die Anzahl der unabhängigen Aufsichtsratsmitglieder im Sinn von Nummer 5.4.2, eine festzulegende Altersgrenze für Aufsichtsratsmitglieder und eine festzulegende Regelgrenze für die Zugehörigkeitsdauer zum Aufsichtsrat sowie Vielfalt (Diversity) angemessen berücksichtigen. Für die gewählten Arbeitnehmervertreter sind die besonderen Regeln der Mitbestimmungsgesetze zu beachten.

In Übereinstimmung mit oben genannter Teilziffer hat der Aufsichtsrat von KRONES folgende Ziele benannt:

a) Zusammensetzung nach geeigneten Kenntnissen, Fähigkeiten, Erfahrungen

Der Aufsichtsrat der KRONES AG soll so zusammengesetzt sein, dass seine Mitglieder über die erforderlichen Kenntnisse, Fähigkeiten und fachlichen Erfahrungen verfügen, die zur Erfüllung der Aufgaben eines Aufsichtsratsmitglieds in einem international tätigen Konzern nötig und zur Wahrung des Ansehens der KRONES AG in der Öffentlichkeit erforderlich sind.

Bei den zur Wahl stehenden Personen soll darüber hinaus auf Leistungsbereitschaft, Integrität, Persönlichkeit, Professionalität und Unabhängigkeit geachtet werden.

b) Potenzielle Interessenkonflikte (Unabhängigkeit der Mitglieder)

Um Interessenkonflikte zu vermeiden, wird auf die Unabhängigkeit der Mitglieder des Aufsichtsrats geachtet. Mögliche Kandidaten und Kandidatinnen sollen weder Beratungs- oder Organfunktionen bei wesentlichen Wettbewerbern der KRONES AG, noch Managementfunktionen bei Kunden, Lieferanten oder Konzernunternehmen der KRONES AG ausüben. Dem Aufsichtsrat sollen nicht mehr als zwei ehemalige Mitglieder des Vorstands angehören.

Darüber hinaus sollen die Mitglieder des Aufsichtsrats die Unabhängigkeitskriterien nach Ziffer 5.4.2 des Kodex erfüllen. Unter der Voraussetzung, dass die Ausübung des Aufsichtsratsmandats als Arbeitnehmervertreter keine Zweifel an der Erfüllung der Unabhängigkeitskriterien nach Ziffer 5.4.2 des Kodex begründen kann, soll die Mehrzahl der Aufsichtsratsmitglieder unabhängig i. S. v. Tz. 5.4.2 DCGK sein. Dabei sollten mindestens zwei Aufsichtsratsmitglieder der Anteilseignerseite unabhängig sein. Im Berichtsjahr waren dies Prof. Dr. Susanne Nonnast, Hans-Jürgen Thaus sowie Robert Friedmann.

Bei Bestehen etwaiger Interessenkonflikte verpflichtet sich jedes Aufsichtsratsmitglied eine Erklärung gegenüber dem Aufsichtsratsvorsitzenden abzugeben. Bestehen diese Interessenkonflikte über einen längeren Zeitraum oder sind von wesentlicher Natur, so hat das betreffende Aufsichtsratsmitglied sein Amt niederzulegen.

c) Altersgrenze

Die Altersgrenze für die Mitglieder des Aufsichtsrats liegt bei 70 Jahren. Vollendet ein Mitglied das 70. Lebensjahr, so endet seine Amtszeit mit Ablauf der darauffolgenden ordentlichen Hauptversammlung. Wird von dieser Regelung abgewichen, so ist der Umstand zu begründen.

d) Regelgrenze für die Zugehörigkeitsdauer

Der Aufsichtsrat hat keine Regelgrenze für die Zugehörigkeitsdauer zum Aufsichtsrat festgelegt. Wir halten eine Regelgrenze nicht für sinnvoll, weil dem Unternehmen auch die Expertise von erfahrenen Aufsichtsratsmitgliedern zur Verfügung stehen soll. Der Aufsichtsrat von KRONES wird die Eignung eines Aufsichtsratsmitglieds weiterhin - unabhängig von der Zugehörigkeitsdauer -individuell betrachten. Da wir uns kein Ziel für die Regelgrenze gesetzt haben, ist auch nicht über den Stand der Umsetzung zu berichten.

e) Internationalität

Die KRONES AG ist ein international tätiges Unternehmen und unterhält in vielen Ländern der Welt Niederlassungen und Vertretungen. Deshalb sollen bei der Zusammensetzung des Aufsichtsrats die internationalen Erfahrungen der Mitglieder berücksichtigt werden.

Diese beziehen sich nicht nur auf Fremdsprachenkenntnisse, sondern auch auf Beschäftigungen in anderen international tätigen Unternehmen.

f) Vielfalt (Diversity)

Der Aufsichtsrat der KRONES AG achtet bei der Auswahl seiner Mitglieder auf Vielfalt (Diversity). Gemäß dem am 1. Mai 2015 in Kraft getretenen Gesetz zur gleichberechtigten Teilhabe von Frauen und Männern in der Privatwirtschaft und im öffentlichen Dienst gilt für KRONES eine 30-Prozent-Mindestquote für Frauen und Männer im Aufsichtsrat. Die Vertreter der Arbeitnehmer und der Anteilseigner im Aufsichtsrat der KRONES AG haben übereinstimmend entschieden, die Geschlechterquote jeweils getrennt zu erfüllen. Der Aufsichtsrat der KRONES AG setzt sich gemäß den gesetzlichen Bestimmungen und der Satzung des Unternehmens aus acht Vertretern der Anteilseigner und acht Vertretern der Arbeitnehmer zusammen. Dem Aufsichtsrat sollen also jeweils mindestens zwei Frauen auf der Seite der Arbeitnehmer und der Anteilseigner angehören. Auf Seite der Anteilseigner gehören Petra Schadeberg-Herrmann und Prof. Dr. Susanne Nonnast dem Aufsichtsrat an. Auf der Arbeitnehmerseite sind mit Dr. Verena Di Pasquale und Beate Eva Maria Pöpperl ebenfalls zwei Frauen im Aufsichtsrat.

Der Aufsichtsrat von KRONES hat im Geschäftsjahr 2019 alle unter a) bis f) genannten Ziele umgesetzt.

Angaben zu Unternehmensführungspraktiken

Die Unternehmensführung von KRONES basiert auf Fairness und Transparenz. Dieser Grundsatz gilt für die Zusammenarbeit von Vorstand und Aufsichtsrat ebenso wie für den Umgang mit unseren Mitarbeitern, Kunden, Lieferanten und der Öffentlichkeit.

"Compliance" steht bei KRONES als Überbegriff für regelkonformes Verhalten, wobei die im Unternehmen zu befolgenden Regeln deutlich über die gesetzlichen Vorgaben hinausgehen. Sie schließen auch intern gültige Richtlinien und Vorschriften ein und berücksichtigen die moralischen Werte und Normen, die dem ethischen Verständnis von KRONES entsprechen.

2019 hat KRONES den bestehenden Verhaltenskodex überarbeitet. Der Kodex enthält beispielsweise die Themen Unternehmenswerte, Handeln nach Gesetz und Ethik, Verantwortung in der Gesellschaft sowie der Umgang mit Wissen und Informationen. Konkrete Beispiele zu den jeweiligen Inhalten erleichtern den Mitarbeitern, die Regeln des Verhaltenskodex im Alltag umzusetzen und einzuhalten.

Um die Compliance zu stärken, führte KRONES 2018 ein Compliance Hinweisgeberportal ein. Über dieses Meldesystem auf der KRONES Internetseite können Beschäftigte des Unternehmens und externe Personen mögliche Gesetzes- und Regelverstöße anonym melden.

Wir prüfen alle strategischen Entscheidungen auf ihre langfristige Erfolgswahrscheinlichkeit. Wir verfolgen eine nachhaltige Gewinn- und Cashflowoptimierung. Zur langfristigen Existenzsicherung prüfen wir alle Aktivitäten auf ihre Nachhaltigkeit.

Dabei berücksichtigen wir neben unserer sozialen und wirtschaftlichen Verantwortung insbesondere die ökologischen Folgen, die mit der Fertigung und Nutzung unserer Produkte verbunden sind. KRONES produziert umweltverträglich und hält die gesetzlichen Vorschriften nicht nur ein, sondern setzt alles daran, die geforderten Grenzwerte so weit wie möglich zu unterschreiten.

Unsere Führungsprinzipien lassen in keinem Fall zu, den Schutz derjenigen Menschen, die zu unserem Erfolg beitragen, den geschäftlichen Interessen unterzuordnen. Um Arbeitsunfälle und Berufserkrankungen zu vermeiden, schafft KRONES für alle Beschäftigten eine sichere und gesundheitsfördernde Arbeitsumgebung. Wir gestalten sämtliche Arbeitsabläufe sicherheits- und gesundheitsgerecht und sorgen für ergonomische Arbeitsplätze.

Bei der Auswahl von Lieferanten berücksichtigen wir deren nachhaltiges und gesellschaftlich verantwortliches Handeln. Hierfür hat KRONES einen Lieferantenkodex entwickelt. Er umfasst die Themen Sicherheit und Gesundheit, Umwelt, Arbeitsbedingungen sowie Compliance. Darüber hinaus finden bei ausgewählten Lieferanten regelmäßig Audits statt, bei denen geprüft wird, ob die KRONES Lieferanten die geforderten Standards erfüllen.

Diversitätskonzept, Nachfolgeplanung für den Vorstand

Für die Nachfolgeplanung und die Überwachung der Diversität sind Vorstand und Aufsichtsrat sowie der Ständige Ausschuss zuständig. Bei der Vergabe einer Vorstandsposition stehen Kandidaten und Kandidatinnen im Vordergrund, die aufgrund ihrer Leistungen und Kenntnisse die bestmöglichen Voraussetzungen besitzen, um die Interessen des Unternehmens und seiner Stakeholder langfristig zu sichern. Des Weiteren wird das Diversitätskonzept bei der Vergabe der Position mitberücksichtigt. Bei diesem achtet der Aufsichtsrat bei der Besetzung einer Vorstandsposition auf die Diversität bei Berufs- und Bildungshintergrund, Alter und Geschlecht sowie internationalen Führungsqualifikationen. Das Konzept beinhaltet folgende Detailaspekte:

Für die Mitglieder des Vorstands hat der Aufsichtsrat eine Regelaltersgrenze festgelegt. Die Regelaltersgrenze orientiert sich an der Vollendung des 62. Lebensjahres. Er achtet darüber hinaus auf eine ausgewogene Altersstruktur.
Mindestens zwei Mitglieder des Vorstands sollen eine technische Ausbildung haben. Mindestens zwei Mitglieder sollen zudem über internationale Führungserfahrung verfügen. Der Vorstand soll in seiner Gesamtheit die bestmögliche Besetzung für den KRONES Konzern, dessen Kerngeschäft und alle Stakeholder darstellen.
Aktuell ist der Vorstand ausschließlich mit männlichen Mitgliedern besetzt, weshalb die Frauenquote im Vorstand 0 % beträgt. Grund für die derzeit rein männliche Besetzung ist, dass es dem Aufsichtsrat trotz geeigneter Kandidatinnen nicht gelang, diese für den Vorstand zu verpflichten. Aus diesem Grund hat der Aufsichtsrat nach § 111 Abs. 5 Aktiengesetz daraufhin eine Zielgröße für den Frauenanteil im Vorstand der KRONES AG von 0 % festgesetzt. Diese Quote gilt solange die aktuelle Besetzung des Vorstands aufgrund der vereinbarten Vertragslaufzeiten nebst möglicher Vertragsverlängerung fortbesteht. Im Rahmen des Diversitätskonzepts werden bei der Neubesetzung einer Vorstandsposition jedoch Frauen bei vergleichbarer Qualifikation bevorzugt berücksichtigt.
Für die Vertragslaufzeit bei Erstbesetzung einer Vorstandsposition legte der Aufsichtsrat drei Jahre fest.

Arbeitsweise von Vorstand und Aufsichtsrat

Der Vorstand der KRONES AG bestand im Geschäftsjahr 2019 bis zum 24. Juli aus fünf Mitgliedern. Am 24. Juli schied Michael Andersen aus dem Vorstand aus. Von diesem Zeitpunkt bis Jahresende 2019 bestand der Vorstand aus vier Mitgliedern. Das Ressort von Michael Andersen führte bis Jahresende 2019 der Vorstandsvorsitzende Christoph Klenk kommissarisch. Die Vorstände tragen die Verantwortung für ihre jeweiligen Ressorts (siehe Seite 27 und 192). Der Vorstand leitet die Gesellschaft und führt deren Geschäfte. Die Mitglieder des Vorstands treffen sich täglich zu einer Vorstandssitzung. Dort bespricht der Vorstand aktuelle und strategische Themen und fasst Beschlüsse. Bei strategisch wichtigen Entscheidungen bindet der Vorstand den Aufsichtsrat frühzeitig in den Entscheidungsprozess ein. Die Arbeit des Vorstands, wie beispielsweise die erforderliche Mehrheit bei Beschlüssen und Geschäfte, die der Zustimmung des Aufsichtsrats bedürfen, sind in der vom Aufsichtsrat erlassenen Geschäftsordnung für den Vorstand geregelt.

Der Aufsichtsrat überwacht den Vorstand. Er besteht satzungsgemäß aus 16 Mitgliedern. Vorstand und Aufsichtsrat stehen in regelmäßigem Kontakt. Der Vorstand informiert den Aufsichtsrat zeitnah über den Geschäftsverlauf, die finanzielle Lage, das Risikomanagement, die Unternehmensplanung sowie die Strategie. Neben regelmäßigen mündlichen Auskünften erhalten die Aufsichtsratsmitglieder vom Vorstand jeden Monat einen schriftlichen Bericht zur Ergebnis- und Finanzlage.

Die Arbeit des Aufsichtsrats (Mitglieder siehe Seite 32/33 und 192) koordiniert der Aufsichtsratsvorsitzende. Er oder sein Stellvertreter leiten die Aufsichtsratssitzungen.

Beschlüsse fasst das Gremium in den Sitzungen oder in Ausnahmefällen im Umlaufverfahren. An den Aufsichtsratssitzungen nehmen die Mitglieder des Vorstands auf Einladung des Aufsichtsratsvorsitzenden oder seines Stellvertreters teil. Sie berichten mündlich oder schriftlich zu den einzelnen Tagesordnungspunkten und beantworten die Fragen der Aufsichtsräte.

Der Vorsitzende des Aufsichtsrats erläutert jedes Jahr die Tätigkeit des Aufsichtsrats in seinem Bericht an die Aktionäre im Geschäftsbericht sowie auf der Hauptversammlung.

Der Aufsichtsrat hat sich eine Geschäftsordnung gegeben, in der beispielsweise Zuständigkeiten und Modalitäten der Beschlussfassung geregelt sind.

Um die Arbeit des Aufsichtsrats effizient zu gestalten, bildete das Gremium einen "Prüfungs- und Risikomanagementausschuss" sowie einen "Ständigen Ausschuss".

Zusammensetzung und Arbeitsweise des Prüfungs- und Risikomanagementausschusses

Dem Prüfungs- und Risikomanagementausschuss gehören der Vorsitzende des Aufsichtsrats Volker Kronseder, sein Stellvertreter Werner Schrödl sowie die Aufsichtsratsmitglieder Norman Kronseder, Hans-Jürgen Thaus, Josef Weitzer und Jürgen Scholz an. Vorsitzender des Ausschusses ist Hans-Jürgen Thaus.

Der Prüfungs- und Risikomanagementausschuss trifft sich regelmäßig und überwacht Rechnungslegung, Abschlussprüfung sowie Berichterstattung und fertigt entsprechende Beschlussvorlagen für den Aufsichtsrat an. Darüber hinaus bereitet er die Prüfung des Jahresabschlusses, des Lageberichts und des Prüfungsberichts des Einzel- und Konzernabschlusses durch den Aufsichtsrat vor und spricht Empfehlungen aus. Der Prüfungs- und Risikomanagementausschuss überwacht zudem die Wirksamkeit des internen Kontroll-, Risikomanagement und Compliance-Systems.

Zusammensetzung und Arbeitsweise des Ständigen Ausschusses

Dem Ständigen Ausschuss gehören Volker Kronseder, Werner Schrödl, Norman Kronseder und Josef Weitzer an. Vorsitzender des Ausschusses ist Volker Kronseder. Der Ständige Ausschuss befasst sich in regelmäßigen Sitzungen mit allen sonstigen Themen, die nicht in den Zuständigkeitsbereich des Prüfungs- und Risikomanagementausschusses fallen. Dazu zählen Unternehmensstrategie, Personalstrategie, Aufsichtsratsvergütung und Vorstandsvergütung.

Festlegungen nach § 76 (Abs. 4) Aktiengesetz und § 111 (Abs. 5) Aktiengesetz

Gemäß § 76 (Abs. 4) Aktiengesetz hat der Vorstand Zielgrößen für den Frauenanteil in den beiden Führungsebenen unterhalb des Vorstands festzusetzen. Gleichzeitig muss er Fristen für die Erreichung der Zielgrößen festlegen. Trotz intensiver Bemühungen konnten bisher aufgrund des extrem technisch geprägten Umfelds nur wenige vakante Führungspositionen bei KRONES mit Frauen mit vergleichbarer Qualifikation besetzt werden. Zum 31.12.2017 lag der Frauenanteil in den beiden Führungsebenen unterhalb des Vorstands bei 10,9 %. Der Vorstand der KRONES AG hat sich zum Ziel gesetzt, diesen Wert bis 30. Juni 2020 zumindest stabil zu halten. Ende des Geschäftsjahres 2019 lag der Anteil bei 9,3 %.

Bislang gelang es dem Aufsichtsrat trotz intensiver Bemühungen nicht, geeignete Kandidatinnen für den Vorstand zu verpflichten. Da aufgrund bestehender Vertragslaufzeiten mittelfristig keine personellen Änderungen im Vorstand zu erwarten sind, legte der Aufsichtsrat die Zielgröße für den Frauenanteil im Vorstand der KRONES AG auf 0 % fest und folgt damit auch den Anforderungen gemäß § 111 (Abs. 5) Aktiengesetz. Eine Frist für die Umsetzung ist damit nicht zu setzen.

4 | KONZERNABSCHLUSS

Konzern-Gewinn-und-Verlust-Rechnung

scroll

2019 2018
Anhang T€ T€ T€ T€
--- --- --- --- --- ---
Umsatzerlöse 19 3.958.875 3.853.980
Erhöhung des Bestandes an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 5 8.737 1.102
Andere aktivierte Eigenleistungen 20 63.017 49.622
Sonstige betriebliche Erträge 21 99.826 4.130.455 114.492 4.019.196
Materialaufwand 22
Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren -1.525.551 -1.523.504
Aufwendungen für bezogene Leistungen - 516.237 -2.041.788 -508.521 -2.032.025
Personalaufwand 23
Löhne und Gehälter -1.065.065 - 944.876
Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und Unterstützung -210.453 -1.275.518 - 192.390 -1.137.266
Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen 1/2 -183.315 -102.736
Sonstige betriebliche Aufwendungen 24 -585.885 -544.018
EBIT 43.949 203.151
Erträge aus Beteiligungen 25 5.588 8.747
Gewinn- und Verlustanteile von assoziierten Unternehmen, die nach der Equity-Methode bilanziert werden 4 -686 821
Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 25 0 2
Zinsen und ähnliche Erträge 25 7.520 6.121
Zinsen und ähnliche Aufwendungen 25 -14.628 -14.592
Finanzergebnis 25 - 2.206 1.099
Ergebnis vor Steuern 41.743 204.250
Ertragsteuern 8/26 -32.501 -53.650
Konzernergebnis 9.242 150.600
Ergebnisanteil anderer Gesellschafter -249 -483
Ergebnisanteil KRONES Konzern 9.491 151.083
Ergebnis je Aktie (verwässert/unverwässert) in € 27 0,30 4,78

Konzern-Gesamtergebnisrechnung

scroll

Anhang 2019

T€
2018

T€
Konzernergebnis 9.242 150.600
Posten, die nicht in die Gewinn-und-Verlust-Rechnung umgegliedert werden
Neubewertung von leistungsorientierten Versorgungsplänen 12 - 26.568 4.396
- 26.568 4.396
Posten, die anschließend möglicherweise in die Gewinn-und-Verlust-Rechnung umgegliedert werden
Unterschied aus Währungsumrechnung 7.868 - 2.279
Cashflow Hedges 12 - 585 - 2.380
7.283 - 4.659
Erfolgsneutrale Aufwendungen und Erträge nach Ertragssteuern 9 - 19.285 - 263
Gesamtergebnis 9 - 10.043 150.337
davon Anteile anderer Gesellschafter - 249 - 483
davon Anteile KRONES Konzern - 9.794 150.820

Konzernbilanz

Aktiva

scroll

31.12.2019 31.12.2018
Anhang T€ T€ T€ T€
--- --- --- --- --- ---
Immaterielle Vermögenswerte 1 345.152 328.183
Sachanlagen 2 693.185 570.820
Finanzanlagen 3 28.127 8.770
Nach der Equity-Methode bilanzierte Finanzanlagen 4 3.369 28.661
Anlagevermögen 1.069.833 936.434
Aktive latente Steuern 8 41.617 32.450
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 6 28.913 32.578
Steuerforderungen 252 49
Sonstige Vermögenswerte 6 13.434 8.248
Langfristige Vermögenswerte 1.154.049 1.009.759
Vorräte 5 382.523 320.734
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 6 932.876 955.392
Vertragsvermögenswerte 6/19 571.261 647.089
Steuerforderungen 16.360 11.733
Sonstige Vermögenswerte 6 151.985 157.880
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 7 110.382 218.802
Kurzfristige Vermögenswerte 2.165.387 2.311.630
Bilanzsumme 3.319.436 3.321.389
Passiva
31.12.2019 31.12.2018
Anhang T€ T€ T€ T€
Gezeichnetes Kapital 9 40.000 40.000
Kapitalrücklage 10 141.724 141.724
Gewinnrücklagen 11 340.278 331.521
Sonstige Rücklagen 12 - 116.313 - 89.160
Konzernbilanzgewinn 964.966 1.009.193
Konzerneigenkapital des Mutterunternehmens 1.370.655 1.433.278
Anteile anderer Gesellschafter 13 - 629 - 72
Eigenkapital 1.370.026 1.433.206
Rückstellungen für Pensionen 14 260.194 220.550
Passive latente Steuern 8 3.673 23.344
Sonstige Rückstellungen 15 75.192 63.658
Steuerverbindlichkeiten 5.356 4.434
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 16 64 3.169
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 16 14 1
Sonstige Finanzverpflichtungen und Verbindlichkeiten aus Leasing 16 104.912 41.302
Sonstige Verpflichtungen 16 2.600 2.298
Langfristige Schulden 452.005 358.756
Sonstige Rückstellungen 15 141.048 107.230
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 16 72.178 555
Vertragsverbindlichkeiten 16/19 442.884 547.222
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 16 463.722 491.585
Steuerverbindlichkeiten 16.868 14.510
Sonstige Finanzverpflichtungen und Verbindlichkeiten aus Leasing 16 34.887 106.670
Sonstige Verpflichtungen und Rückstellungen mit Verbindlichkeitscharakter 16 325.818 261.655
Kurzfristige Schulden 1.497.405 1.529.427
Bilanzsumme 3.319.436 3.321.389

Konzernkapitalflussrechnung

scroll

Anhang 2019

T€
2018

T€
Ergebnis vor Steuern 41.743 204.250
Abschreibungen und Zuschreibungen 1/2 183.315 102.736
Erhöhung (Vj. Verminderung) der Rückstellungen und abgegrenzte Schulden 15/16 105.928 - 85.721
Zinsen und ähnliche Aufwendungen und Erträge 25 7.108 8.471
Gewinne und Verluste aus dem Abgang von Anlagevermögen 21/24 - 216 27
sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen und Erträge 13.252 - 6.234
Verminderung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, Vertragsvermögenswerten und sonstigen Vermögenswerten, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind 114.345 10.189
Erhöhung der Vorräte 5 - 59.421 - 39.102
Verminderung (Vj. Erhöhung) der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, Vertragsverbindlichkeiten und sonstigen Verbindlichkeiten, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind - 258.388 195.221
aus laufender Geschäftstätigkeit erwirtschaftete Zahlungsmittel 147.666 389.837
gezahlte Zinsen - 4.354 - 923
gezahlte und erhaltene Ertragsteuern -49.787 - 73.861
Mittelveränderung aus laufender Geschäftstätigkeit 93.525 315.053
Auszahlungen für Investitionen in immaterielle Vermögenswerte 1 - 61.265 - 57.581
Einzahlungen aus Abgang von immateriellen Vermögenswerten 1 411 43
Auszahlungen für Investitionen in Sachanlagen 2 - 107.644 - 121.547
Einzahlungen aus Abgang von Sachanlagen 2 8.994 2.363
Auszahlungen für Investitionen in Finanzanlagen - 12.692 - 7.159
Einzahlungen aus Abgang von Finanzanlagen 92 680
Auszahlungen für Zugänge zum Konsolidierungskreis - 27.952 - 24.753
erhaltene Zinsen 5.325 2.819
erhaltene Dividenden 6.807 10.740
Mittelveränderung aus der Investitionstätigkeit - 187.924 - 194.395
Auszahlungen an Unternehmenseigner - 53.708 - 53.708
Einzahlungen aus der Aufnahme von Finanzverbindlichkeiten 72.178 524
Auszahlungen aus der Rückzahlung von erhaltenen Finanzverbindlichkeiten - 3.660 - 24.620
Auszahlung für den Erwerb von nicht beherrschenden Anteilen - 1.915 0
Auszahlungen aus der Rückzahlung von Leasingverbindlichkeiten - 32.156 - 98
Mittelveränderung aus der Finanzierungstätigkeit - 19.261 - 77.902
zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelfonds - 113.660 42.756
wechselkursbedingte Änderungen des Finanzmittelfonds 1.475 - 6.417
konsolidierungskreisbedingte Änderungen des Finanzmittelfonds 3.765 468
Finanzmittelfonds zu Beginn der Periode 218.802 181.995
Finanzmittelfonds am Ende der Periode 7 110.382 218.802

Entwicklung des Konzerneigenkapitals

scroll

Mutterunternehmen
T€ Gezeichnetes Kapital Kapitalrücklage Gewinnrücklagen
--- --- --- ---
Anhang 9 10 11
Stand 1. Januar 2018 40.000 141.724 377.381
Dividendenzahlung (1,70 € je Aktie)
Konzernergebnis 2018
Einstellung in Gewinnrücklagen 776
Änderung im Konsolidierungskreis - 8.493
Erfolgsneutrale Aufwendungen und Erträge
Stand 31. Dezember 2018 40.000 141.724 369.664
Dividendenzahlung (1,70 € je Aktie)
Konzernergebnis 2019
Einstellung in Gewinnrücklagen
Änderung im Konsolidierungskreis 889
Erfolgsneutrale Aufwendungen und Erträge
Stand 31. Dezember 2019 40.000 141.724 370.553

scroll

Mutterunternehmen
T€ Währungsdifferenzen d. Eigenkapitals Sonstige Rücklagen Konzernbilanzgewinn
--- --- --- ---
Anhang 11 12
Stand 1. Januar 2018 - 35.864 - 91.176 912.794
Dividendenzahlung (1,70 € je Aktie) - 53.708
Konzernergebnis 2018 151.083
Einstellung in Gewinnrücklagen - 776
Änderung im Konsolidierungskreis - 200
Erfolgsneutrale Aufwendungen und Erträge - 2.279 2.016
Stand 31. Dezember 2018 - 38.143 - 89.160 1.009.193
Dividendenzahlung (1,70 € je Aktie) - 53.708
Konzernergebnis 2019 9.491
Einstellung in Gewinnrücklagen 0
Änderung im Konsolidierungskreis - 10
Erfolgsneutrale Aufwendungen und Erträge 7.868 - 27.153
Stand 31. Dezember 2019 - 30.275 - 116.313 964.966

scroll

Mutterunternehmen Anteile anderer Gesellschafter Konzerneigenkapital
T€ Eigenkapital Eigenkapital
--- --- --- ---
Anhang 13
Stand 1. Januar 2018 1.344.859 - 3.085 1.341.774
Dividendenzahlung (1,70 € je Aktie) - 53.708 - 53.708
Konzernergebnis 2018 151.083 - 483 150.600
Einstellung in Gewinnrücklagen 0 0
Änderung im Konsolidierungskreis - 8.693 3.496 - 5.197
Erfolgsneutrale Aufwendungen und Erträge - 263 - 263
Stand 31. Dezember 2018 1.433.278 - 72 1.433.206
Dividendenzahlung (1,70 € je Aktie) - 53.708 - 53.708
Konzernergebnis 2019 9.491 - 249 9.242
Einstellung in Gewinnrücklagen 0 0
Änderung im Konsolidierungskreis 879 - 308 571
Erfolgsneutrale Aufwendungen und Erträge - 19.285 - 19.285
Stand 31. Dezember 2019 1.370.655 - 629 1.370.026

5 | KONZERNANHANG

Konzern-Segmentberichterstattung

scroll

Maschinen und Anlagen zur Produktabfüllung und -ausstattung Maschinen und Anlagen zur Getränkeproduktion/ Prozesstechnik KRONES Konzern
2019

T€
2018

T€
2019

T€
2018

T€
2019

T€
2018

T€
--- --- --- --- --- --- ---
Umsatzerlöse 3.265.417 3.177.850 693.458 676.130 3.958.875 3.853.980
Abschreibungen 155.600 89.949 27.715 12.787 183.315 102.736
davon außerplanmäßige Abschreibung 29.201 1.644 8.931 0 38.132 1.644
Zinserträge 5.812 4.770 477 788 6.289 5.558
Zinsaufwendungen 4.537 2.456 1.747 1.387 6.284 3.843
EBT 56.405 223.295 - 14.662 - 19.045 41.743 204.250
Ergebnis aus nach der Equity-Methode bilanzierten Unternehmen - 330 821 - 356 0 - 686 821
EBIT 62.850 223.544 -18.901 - 30.393 43.949 203.151
Umsatzrendite (EBT zu Umsatz) 1,7 % 7,0 % - 2,1 % - 2,8 % 1,1 % 5,3 %

Allgemeine Angaben

Gesetzliche Grundlagen

KRONES bietet Maschinen und Anlagen für die Abfüll- und Verpackungstechnik sowie für die Getränkeproduktion an. Darüber hinaus komplettieren innovative Digitalisierungs- und Intralogistik-Lösungen die Produktpalette. Die in das Handelsregister des Amtsgerichts Regensburg eingetragene KRONES AG (HRB 2344) hat ihren Sitz in Neutraubling, Deutschland.

Der Konzernabschluss der KRONES AG, Neutraubling, ("KRONES Konzern") zum 31. Dezember 2019 ist in Übereinstimmung mit den am Abschlussstichtag gültigen International Financial Reporting Standards (IFRS) des International Accounting Standards Board (IASB), London, unter Beachtung der Interpretationen des International Financial Reporting Interpretation Committee (IFRIC) - wie von der Europäischen Union verabschiedet -erstellt.

Eine frühzeitige Anwendung noch nicht in Kraft getretener IFRS oder deren Interpretationen wurde nicht durchgeführt. Eine Auflistung dieser Standards und Interpretationen sowie die erstmalig angewendeten Standards befindet sich auf Seite 186. Ergänzend wurden die nach § 315e Abs 1 HGB zu beachtenden handelsrechtlichen Vorschriften berücksichtigt. Am 12. März 2020 wurde die Freigabe zur Veröffentlichung des Konzernabschlusses vom Vorstand erteilt.

Die Anteile der Minderheitsgesellschafter am Konzerneigenkapital werden in der Bilanz als gesonderter Posten innerhalb des Eigenkapitals ausgewiesen. In der Gewinn-und-Verlust-Rechnung sind die Gewinn- und Verlustanteile der Minderheitsgesellschafter Bestandteil des Konzernergebnisses. Die Zuordnung des Konzernergebnisses auf die Anteilseigner des Mutterunternehmens und die Minderheitsgesellschafter wird gesondert dargestellt.

Die Darstellung der Veränderung des Eigenkapitals ist um die Minderheitsanteile erweitert.

Die folgenden Erläuterungen umfassen Angaben und Bemerkungen, die nach den IFRS neben der Bilanz, der Gesamtergebnisrechnung, der Entwicklung des Eigenkapitals und der Kapitalflussrechnung als Konzernanhang in den Konzernabschluss aufzunehmen sind.

Für die Gewinn-und-Verlust-Rechnung wurde das Gesamtkostenverfahren angewendet.

Die Konzernwährung ist der Euro.

Alle in Euro dargestellten Finanzinformationen wurden, soweit nicht anders angegeben, auf den nächsten Tausender gerundet.

Konsolidierungskreis

In den Konzernabschluss der KRONES AG zum 31. Dezember 2019 sind neben der KRONES AG alle in- und ausländischen Tochterunternehmen einbezogen, welche durch die KRONES AG auf Basis der Stimmrechtsmehrheit unmittelbar und mittelbar beherrscht werden.

Im Laufe des Geschäftsjahrs 2019 wurden sukzessive 100 % der verbleibenden Anteile an der AUTOMATA S.S., Guatemala-Stadt, Guatemala erworben. Außerdem wurden die verbleibenden 60 % der Anteile an der INTEGRATED PACKAGING SYSTEMS (IPS) FZCO, Dubai, Vereinigte Arabische Emirate erworben. KRONES besitzt nun 100 % der Anteile an der Gesellschaft. Die Gesellschaft wurde bisher at equity konsolidiert.

Die KRONES MIDDLE EAST AFRICA FCZO, Dubai, Vereinigte Arabische Emirate wurde im Geschäftsjahr gegründet und mit der KRONES INDIA PVT, LTD, Bangalore, Indien in den Konsolidierungskreis aufgenommen.

Am 1. April 2019 hat KRONES die verbleibenden 60 % der der Anteile an der INTEGRATED PACKAGING SYSTEMS (IPS) FZCO, Dubai, Vereinigte Arabische Emirate erworben. Mit dieser Akquisition stärkt KRONES seine Vertriebsstruktur in der Region Mittlerer Osten/Afrika.

Mit dem Erwerb von 100 % des Geschäfts an der AUTOMATA S.S., Guatemala-Stadt, Guatemala am 1. Juni 2019 verstärkt KRONES seine Kompetenzen im Bereich der Prozesstechnik.

Die Erstkonsolidierung der erworbenen Geschäfte wurde auf den Erwerbszeitpunkt vorgenommen. In Bezug auf die Ergebnisauswirkung aus der Bewertung der bisherigen Anteile zum beizulegenden Zeitwert verweisen wir auf das Finanzergebnis.

Die folgende Übersicht stellt zusammenfassend die für die Unternehmenserwerbe übertragenen Gegenleistungen sowie die Werte der jeweils zum Erwerbszeitpunkt identifizierten Vermögenswerte und übernommenen Schulden dar.

scroll

T€ IPS DUBAI Sonstige Summe
Beizulegender Zeitwert Beizulegender Zeitwert Beizulegende Zeitwerte
--- --- --- ---
Geschäfts- oder Firmenwerte 34.408 2.881 37.289
Langfristige Vermögenswerte 6.634 1.358 7.992
Kurzfristige Vermögenswerte 23.837 1.154 24.991
(davon Forderungen LuL) 9.710 1.063 10.773
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 1.794 1.395 3.189
Insgesamt erworbene Vermögenswerte 66.673 6.788 73.461
Schulden 18.032 3.526 21.558
Insgesamt erworbene Schulden 18.032 3.526 21.558
Erworbenes Reinvermögen 48.640 3.262 51.902
Anteile anderer Gesellschafter 0 0 0
Kaufpreise 48.640 3.262 51.902
davon durch Zahlungsmittel beglichen 29.184 1.957 31.141
davon beizulegender Zeitwert der bestehenden Anteile 19.456 1.304 20.761

Der Geschäfts- oder Firmenwert der INTEGRATED PACKAGING SYSTEMS (IPS) FZCO resultiert aus der Stärkung der Vertriebs- und Servicestruktur in der Region Mittlerer Osten/Afrika. Dieses Ergebnispotenzial welches gemäß IFRS nicht individuell aktivierungsfähigen Positionen zuzuordnen ist, ist im Geschäfts- oder Firmenwert abgebildet.

Der Geschäfts- oder Firmenwert der AUTOMATA S.S., resultiert aus der Stärkung der Servicestruktur und durch Eingliederung seiner Mitarbeiter in den Konzern. Dieses Ergebnispotenzial, welches gemäß IFRS nicht individuell aktivierungsfähigen Positionen zuzuordnen ist, ist im Geschäfts- oder Firmenwert abgebildet.

Die Gesamtsumme des Geschäfts- oder Firmenwerts, der erwartungsgemäß für Steuerzwecke abzugsfähig ist, beträgt T€ 0.

Die beizulegenden Zeitwerte der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen entsprechen dem Bruttobetrag, keine der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen war wertgemindert und die gesamten vertraglichen festgelegten Beträge sind voraussichtlich einbringlich.

Ab Erwerbszeitpunkt hat die INTEGRATED PACKAGING SYSTEMS (IPS) FZCO bei KRONES bis zum 31. Dezember 2019 einen Nettogewinn von T€ 370 und Umsatzerlöse in Höhe von T€ 2.188 beigetragen. Wäre die INTEGRATED PACKAGING SYSTEMS (IPS) FZCO schon zum 1. Januar 2019 konsolidiert worden, wären in der Gewinn-und-Verlust-Rechnung des Konzerns Umsatzerlöse in Höhe von T€ 2.917 ausgewiesen und der Nettogewinn hätte T€ 493 betragen.

Ab Erwerbszeitpunkt hat die AUTOMATA S.S. bei KRONES bis zum 31. Dezember 2019 einen Nettogewinn von T€ 20 beigesteuert. Da die Gesellschaft nur Leistungen innerhalb des Konzerns erbringt, sind keine Umsatzerlöse im Konzern enthalten. Wäre die AUTOMATA S.S. schon zum 1. Januar 2019 konsolidiert worden, hätte der Nettogewinn T€ 34 betragen.

Die direkt den Akquisitionen zurechenbaren Kosten betragen T€ 181. Sie wurden als Aufwand erfasst.

Konsolidierungsgrundsätze

Die Jahresabschlüsse der KRONES AG sowie der in den Konzernabschluss einbezogenen in- und ausländischen Tochterunternehmen werden gemäß IFRS 10 nach einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen aufgestellt. Sie sind alle auf den Stichtag des Konzernabschlusses aufgestellt.

Die Kapitalkonsolidierung erfolgt für Unternehmen nach IFRS 3 ("Business Combinations"), wonach sämtliche Unternehmenszusammenschlüsse nach der Erwerbsmethode ("acquisition method") zu bilanzieren sind. Hierbei sind die erworbenen Vermögenswerte und Schulden zum beizulegenden Zeitwert ("fair value") anzusetzen.

Geschäfts- oder Firmenwerte, die vor dem 1. Januar 2004 entstanden sind, bleiben mit den Rücklagen verrechnet.

Die nicht dem Mutterunternehmen zustehenden Anteile am Eigenkapital der Tochtergesellschaft werden als "Anteile anderer Gesellschafter" ausgewiesen. Sofern Unternehmenserwerbe Put-Options beinhalten, welche nicht beherrschenden Gesellschaften für ihre Anteile an Konzerngesellschaften eingeräumt wurden und KRONES gleichlautende Call-Optionen besitzt, wird die Optionsausübung antizipiert (anticipated-acquisition method) und jeweils eine mit ihrem beizulegenden Zeitwert bewertete Verbindlichkeit anstelle nicht beherrschender Anteile ausgewiesen. Die Verbindlichkeiten werden erfolgswirksam mit dem beizulegenden Zeitwert zum Stichtag bewertet.

Forderungen, Verbindlichkeiten, Rückstellungen, Erträge und Aufwendungen zwischen einbezogenen Unternehmen werden im Rahmen der Konsolidierung eliminiert. Dies gilt auch für Zwischenergebnisse aus konzerninternen Lieferungen und Leistungen, sofern die Bestände aus diesen Lieferungen zum Stichtag noch im Bestand des Konzerns sind.

Unternehmen, bei denen KRONES die Möglichkeit hat, maßgeblichen Einfluss auf die Geschäfts- und Finanzpolitik auszuüben (in der Regel durch mittel- oder unmittelbare Stimmrechtsanteile von 20 % bis 50 %), werden im Konzernabschluss nach der Equity-Methode bilanziert und erstmalig mit den Anschaffungskosten angesetzt. Die den Anteil am Reinvermögen des assoziierten Unternehmens übersteigenden Anschaffungskosten werden bestimmten am beizulegenden Zeitwert ausgerichteten Anpassungen unterworfen und der verbleibende Betrag als Geschäfts- oder Firmenwert erfasst. Der Geschäfts- oder Firmenwert, der aus der Anschaffung eines assoziierten Unternehmens resultiert, ist im Buchwert des assoziierten Unternehmens enthalten und wird nicht planmäßig abgeschrieben, sondern als Bestandteil der gesamten Beteiligung an dem assoziierten Unternehmen auf Wertminderung überprüft. Der Anteil von KRONES am Ergebnis des assoziierten Unternehmens nach Erwerb wird in der Konzern-Gewinn-und-Verlust-Rechnung erfasst. Die kumulierten Veränderungen nach dem Erwerbszeitpunkt erhöhen beziehungsweise vermindern den Beteiligungsbuchwert des assoziierten Unternehmens. Ergebnisse aus Geschäftsvorfällen zwischen KRONES und seinen assoziierten Unternehmen werden gemäß dem Anteil von KRONES an dem assoziierten Unternehmen eliminiert.

Währungsumrechnung

Dieser Konzernabschluss wird in Euro, der funktionalen Währung der KRONES AG dargestellt.

Die Umrechnung der in fremder Währung aufgestellten Abschlüsse der einbezogenen Konzernunternehmen erfolgt auf der Grundlage des Konzepts der funktionalen Währung. Da die Tochtergesellschaften primär ihre Geschäfte im Wirtschaftsumfeld ihres jeweiligen Landes selbstständig betreiben, ist die funktionale Währung grundsätzlich identisch mit der jeweiligen Landeswährung der Gesellschaft. Im Konzernabschluss werden folglich Vermögenswerte und Schulden zum Stichtagskurs, die Aufwendungen und Erträge aus Abschlüssen von Tochterunternehmen zum Jahresdurchschnittskurs umgerechnet.

Umrechnungsdifferenzen, die aus diesen abweichenden Umrechnungskursen in Bilanz und Gewinn-und-Verlust-Rechnung resultieren, werden erfolgsneutral behandelt. Kursdifferenzen aus der Umrechnung des Eigenkapitals mit historischen Wechselkursen werden ebenfalls erfolgsneutral verrechnet.

Kursunterschiede gegenüber dem Vorjahr aus der Kapitalkonsolidierung werden grundsätzlich erfolgsneutral mit den anderen Gewinnrücklagen verrechnet.

In den Jahresabschlüssen der KRONES AG und der Tochterunternehmen werden Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten mit dem Umrechnungskurs zum Zeitpunkt des Geschäftsvorfalls umgerechnet und Umrechnungsdifferenzen zum Stichtagskurs am Bilanzstichtag erfolgswirksam erfasst. Nichtmonetäre Posten in fremder Währung sind mit den historischen Werten angesetzt.

Die Wechselkurse funktionaler Währungen der Tochterunternehmen betragen zum Euro:

scroll

Stichtagskurs Durchschnittskurs
31.12.2019 31.12.2018 2019 2018
--- --- --- --- --- ---
US-Dollar USD 1,123 1,145 1,120 1,182
Britisches Pfund GBP 0,850 0,897 0,878 0,885
Schweizer Franken CHF 1,086 1,127 1,113 1,155
Dänische Kronen DKK 7,471 7,468 7,466 7,453
Kanadischer Dollar CAD 1,462 1,560 1,486 1,530
Japanischer Yen JPY 121,930 125,960 122,061 130,454
Brasilianischer Real BRL 4,513 4,445 4,413 4,305
Chinesischer Renminbi Yuan CNY 7,833 7,860 7,719 7,806
Mexikanischer Peso MXN 21,239 22,520 21,566 22,707
Ukrainischer Griwna UAH 26,610 31,735 28,934 32,136
Südafrikanischer Rand ZAR 15,765 16,470 16,172 15,617
Kenianischer Schilling KES 113,794 116,642 114,219 119,671
Nigerianischer Naira NGN 408,970 416,290 405,052 425,572
Russischer Rubel RUB 69,844 80,026 72,477 74,008
Thailändischer Baht THB 33,445 37,048 34,770 38,182
Indonesische Rupiah IDR 15.587,100 16.468,500 15.833,329 16.801,557
Angolanischer Kwanza AOA 537,803 352,423 404,416 296,577
Türkische Lira TRY 6,680 6,056 6,357 5,700
Kasachische Tenge KZT 429,940 440,150 428,853 407,128
Australischer Dollar AUD 1,601 1,623 1,611 1,580
Neuseeländischer Dollar NZD 1,666 1,706 1,700 1,707
Schwedische Krone SEK 10,445 10,251 10,587 10,257
Vietnamesischer Dong VND 26.018,000 26.564,000 26.006,790 27.201,202
Philippinischer Peso PHP 56,869 60,125 58,000 62,253
Bangladeschischer Taka BDT 95,319 95,753 94,522 99,179
Singapurischer Dollar SGD 1,511 1,560 1,527 1,593
Myanmarischer Kyat MMK 1.657,230 1.769,390 1.704,062 1.701,225
Vereinigte Arabische Emirate Dirham AED 4,124 4,207 4,113 4,341
Ungarischer Forint Huf 330,610 321,060 325,278 318,819
Malaysischer Ringgit MYR 4,593 4,733 4,638 4,764
Pakistanische Rupie PKR 173,880 160,104 168,356 143,257
Polnischer Zloty PLN 4,260 4,298 4,298 4,261
Norwegische Krone NOK 9,866 9,940 9,852 9,600
Indische Rupie INR 80,150 79,909 78,803 80,711
Guatemaltekischer Quetzal GTQ 8,651 8,850 8,622 8,887
Kambodschanischer Riel KHR 4.575,300 4.601,600 4.542,179 4.779,214
Bulgarischer Lew BGN 1,956 1,956 1,956 1,956

Einschätzungen und Ermessensentscheidungen

Bei der Erstellung des Konzernabschlusses werden vom Management Ermessensentscheidungen, Schätzungen und Annahmen getroffen, die sich auf die Höhe der zum Stichtag ausgewiesenen Vermögenswerte, Schulden und die Angabe von Eventualverpflichtungen sowie auf die Aufwendungen und Erträge auswirken. Durch die mit diesen Annahmen und Schätzungen verbundene Unsicherheit könnten jedoch Ereignisse entstehen, die in zukünftigen Perioden zu erheblichen Anpassungen des Buchwerts der betroffenen Vermögenswerte und Schulden führen.

Die wichtigsten zukunftsbezogenen Annahmen sowie sonstige am Stichtag wesentliche Quellen von Schätzungsunsicherheiten, aufgrund derer ein Risiko besteht, dass innerhalb des nächsten Geschäftsjahres wesentliche Anpassungen der Buchwerte von Vermögenswerten und Schulden erforderlich sein werden, werden nachstehend erläutert:

Entwicklungsleistungen werden aktiviert, wenn mit ihnen ein zukünftiger ökonomischer Nutzen verbunden ist und die übrigen Voraussetzungen des IAS 38.57 erfüllt werden.

Liegen Anhaltspunkte vor, die auf eine Wertminderung von immateriellen Vermögenswerten hindeuten, oder ist eine jährliche Überprüfung auf Wertminderung erforderlich (immaterielle Vermögenswerte mit einer unbegrenzten Nutzungsdauer, immaterielle Vermögenswerte in der Entwicklungsphase und Geschäfts- und Firmenwert), wird ein Werthaltigkeitstest durchgeführt.

Zur Durchführung des Werthaltigkeitstests wird der Buchwert eines Vermögenswerts (beziehungsweise einer zahlungsmittelgenerierenden Einheit) mit dem erzielbaren Betrag verglichen. Für diesen Vergleich wird im ersten Schritt der Nutzungswert ermittelt. Sollte der Nutzungswert den Buchwert unterschreiten, wird im zweiten Schritt der beizulegende Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten bestimmt und mit dem Buchwert verglichen. Ist der beizulegende Zeitwert geringer als der Buchwert, wird eine entsprechende Wertminderung auf den höheren Wert aus Nutzungswert und beizulegendem Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten erfasst.

Im Rahmen der Beurteilung der Werthaltigkeit sind Einschätzungen sowie Annahmen insbesondere hinsichtlich der künftigen Zahlungsmittelzu- und Zahlungsmittelabflüsse sowie des Planungszeitraums zu treffen, die von den tatsächlichen Werten abweichen können. Die tatsächlichen Werte können von den getroffenen Annahmen und Schätzungen abweichen, wenn sich die genannten Rahmenbedingungen entgegen den Erwartungen entwickeln.

KRONES ermittelt den Nutzungswert mithilfe eines Kapitalwertkalküls (der Discounted-Cashflow-Methode). Die zur Berechnung herangezogenen Zahlungsströme basieren auf der vom Management verabschiedeten langfristigen Unternehmensplanung. Die Diskontierung erfolgt mit marktbezogenen Kapitalisierungszinssätzen.

Die Cashflows bei der Überprüfung der Geschäfts- und Firmenwert werden in der Regel aus Detailplanungen der nächsten drei Geschäftsjahre abgeleitet. Das Umsatzwachstum am Ende des Planungszeitraums entspricht der langfristigen Wachstumsrate der jeweiligen Industriezweige und Länder, in welchem die zahlungsmittelgenerierenden Einheiten tätig sind. Die Diskontierung erfolgt mit marktbezogenen Kapitalisierungszinssätzen. Werthaltigkeitstests der zahlungsmittelgenerierenden Einheiten erfolgen anhand eines risikoangepassten Kapitalkostensatzes (WACC) vor Steuern. Für die Werthaltigkeitstests der zahlungsmittelgenerierenden Einheiten werden für die wesentlichen Annahmen Sensitivitätsanalysen durchgeführt, um auszuschließen, dass für möglich gehaltene Änderungen an den Prämissen zur Bestimmung des erzielbaren Betrags zu einem Wertminderungsbedarf führen würden.

KRONES hat bei dem Erwerb von Unternehmen Optionen zum Erwerb der verbleibenden Minderheitenanteile im Kaufvertrag vereinbart. Sofern der Verkäufer gleichlautende Put-Optionen besitzt, geht der Konzern von einer Ausübung der Option aus und weist daher im Konzernabschluss keine Minderheitenanteile aus (sogenannte "anticipated acquisition method"). Stattdessen wird eine Verbindlichkeit aus dem Erwerb zum beizulegenden Zeitwert bilanziert. Der beizulegende Zeitwert wird anhand der Discounted Cashflow-Methode bewertet; Inputfaktoren sind insbesondere die Mittelfristplanung sowie der Diskontierungszinssatz. In Bezug auf den Ausübungszeitpunkt wird sofern keine anderen Anhaltspunkte vorliegen, in der Regel von einer Gleichverteilung der Ausübungswahrscheinlichkeit ausgegangen. Im Rahmen der Beurteilung sind Einschätzungen sowie Annahmen insbesondere hinsichtlich des Zeitpunkts zu treffen. Die tatsächlichen Werte können von den getroffenen Annahmen und Schätzungen abweichen, wenn sich die genannten Rahmenbedingungen entgegen den Erwartungen entwickeln. Weitere Einzelheiten sind in Textziffer 18 dargestellt.

Für die Bilanzierung aktiver latenter Steuern, im Wesentlichen auf nicht genutzte steuerliche Verlustvorträge, sind Einschätzungen und Ermessensentscheidungen der Unternehmensleitung in Bezug auf die Höhe der zukünftig zur Nutzung der Verlustvorträge zur Verfügung stehenden zu versteuernden Einkommen zu treffen. Soweit hinreichend konkretisiert, werden dabei Steuerplanungsstrategien und die erwarteten Eintrittszeitpunkte der Ergebnisse daraus berücksichtigt. Aktive latente Steuern werden regelmäßig insoweit angesetzt, als aufrechenbare latente Steuerverbindlichkeiten in gleicher Höhe und gleicher Fristigkeit erwartet werden. Darüber hinaus werden aktive latente Steuern nur dann angesetzt, wenn zukünftig mit hoher Wahrscheinlichkeit ausreichend zu versteuerndes Einkommen erwartet wird, um die latenten Steueransprüche aus Verlustvorträgen und temporären Differenzen nutzen zu können. Für diese Beurteilung wird das erwartete zu versteuernde Einkommen aus der Unternehmensplanung abgeleitet, welche nach den oben beschriebenen Grundsätzen erstellt wird. Bei Gesellschaften in Verlustsituationen werden aktive latente Steuern erst dann angesetzt, wenn sich der Turnaround abzeichnet bzw. mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit davon auszugehen ist, dass die zukünftigen positiven Ergebnisse erzielt werden können. Bei der Bemessung der Wertberichtigungen für latente Steueransprüche aus Verlustvorträgen werden Regelungen zur Beschränkung der Verlustnutzung (Mindestbesteuerung) beachtet. Weitere Einzelheiten sind in der Textziffer 8 dargestellt.

Der Altersversorgungsaufwand aus leistungsorientierten Plänen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses wird anhand von versicherungsmathematischen Berechnungen ermittelt. Diese Bewertungen basieren auf Annahmen und Ermessensentscheidungen in Bezug auf Abzinsungssätze der Nettoverpflichtung, die Sterblichkeit und die künftigen Rentensteigerungen. Entsprechend der langfristigen Ausrichtung solcher Pläne unterliegen solche Schätzungen wesentlichen Unsicherheiten. Einzelheiten zu diesen Unsicherheiten bzw. Sensitivitäten sind in der Textziffer 14 dargestellt.

Für die Bilanzierung der Gewährleistungsrückstellungen werden die erwarteten Kosten aus den Kundenaufträgen herangezogen. Die Schätzungen für die Verpflichtungen beruhen auf den Erfahrungen der letzten Geschäftsjahre und haben in der Regel eine Laufzeit zwischen einem und zwei Jahren ab dem Zeitpunkt der Abnahme. Es wird damit erwartet, den überwiegenden Teil der Rückstellungen für Gewährleistungen innerhalb der nächsten zwei Jahre zu begleichen. Weitere Einzelheiten sind auf Seite 168 zu finden.

Im Rahmen von Effizienzmaßnahmen baut KRONES bereits im laufenden Geschäftsjahr 2019 Stellen ab. Dieses Programm wird 2020 fortgeführt. Die dafür notwendigen Restrukturierungsrückstellungen wurden basierend auf Schätzungen ermittelt und sind demnach mit Unsicherheiten behaftet.

Aufgrund der Regelungen des IFRS 15 besteht Ermessen hinsichtlich der Beurteilung, ob Umsätze zeitraumbezogen zu realisieren sind. KRONES ist zu dem Schluss gekommen, dass Erlöse für in hohem Maße kundenspezifische Projekte zeitraumbezogen und nicht zeitpunktbezogen erfasst werden, da regelmäßig Vermögenswerte erstellt werden, die keine alternative Nutzungsmöglichkeiten aufweisen und KRONES einen Rechtsanspruch auf Vergütung inklusive Marge der bereits erbrachten Leistungen hat. KRONES hat festgestellt, dass die inputbasierte Methode am besten geeignet ist, um den Leistungsfortschritt zu bestimmen, da ein unmittelbarer Zusammenhang zwischen dem Fertigungsaufwand und dem Transfer der Leistung an den Kunden besteht. Der Fertigstellungsgrad entspricht dem Verhältnis der bis zum Bilanzstichtag angefallenen auftragsbezogenen Kosten zu den insgesamt kalkulierten Kosten der Projekte. Schätzungsänderungen bzw. Abweichungen der tatsächlichen Kosten von geschätzten Kosten haben Auswirkung auf das realisierte Ergebnis der Projekte.

Immaterielle Vermögenswerte

Erworbene und selbst geschaffene immaterielle Vermögenswerte, mit Ausnahme von Geschäfts- oder Firmenwerten, werden gemäß IAS 38 aktiviert, wenn es hinreichend wahrscheinlich ist, dass mit der Nutzung des Vermögenswertes ein zukünftiger wirtschaftlicher Nutzen verbunden sein wird und die Anschaffungs- und Herstellungskosten des Vermögenswertes zuverlässig bestimmt werden können. Sie werden zu Anschaffungskosten bzw. Herstellungskosten angesetzt und entsprechend ihrer Nutzungsdauer planmäßig linear abgeschrieben. Die Abschreibung immaterieller Vermögenswerte erfolgt grundsätzlich über eine Nutzungsdauer zwischen drei und fünf Jahren und wird unter dem Posten "Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen" ausgewiesen. Immaterielle Vermögenswerte, die noch nicht nutzungsbereit sind, werden jährlich auf Wertminderung überprüft.

Forschungs- und Entwicklungskosten

Entwicklungskosten des KRONES Konzerns werden mit den Herstellungskosten aktiviert, sofern alle Aktivierungsvoraussetzungen gem. IAS 38.57 erfüllt sind. Forschungskosten sind entsprechend IAS 38 nicht aktivierungsfähig und werden somit unmittelbar als Aufwand in der Gewinn-und-Verlust-Rechnung erfasst. Fremdkapitalkosten werden als Anschaffungs- oder Herstellungskosten mit einem Fremdkapitalkostensatz in Höhe von 0,15 % aktiviert.

Geschäfts- oder Firmenwerte

Geschäfts- oder Firmenwerte unterliegen keiner planmäßigen Abschreibung, sondern werden einmal jährlich auf Wertminderung überprüft. Eine Überprüfung erfolgt auch, wenn Ereignisse oder Umstände eintreten, die darauf hindeuten, dass der Buchwert möglicherweise nicht wiedererlangt werden kann. Die Geschäfts- oder Firmenwerte werden zu Anschaffungskosten, abzüglich kumulierter Abschreibungen aus Wertminderungen, angesetzt.

Die Überprüfung auf Wertminderung der Geschäfts- oder Firmenwerte erfolgt auf der Ebene einer zahlungsmittelgenerierenden Einheit oder einer Gruppe von zahlungsmittelgenerierenden Einheiten, die durch eine Division (oder entsprechende Einheit) repräsentiert wird.

Die zahlungsmittelgenerierende Einheit oder Gruppe von zahlungsmittelgenerierenden Einheiten stellt die unterste Ebene dar, auf der Geschäfts- oder Firmenwerte für interne Zwecke der Unternehmensleitung überwacht werden.

Für die Überprüfung auf Wertminderung wird der im Rahmen eines Unternehmenszusammenschlusses erworbene Geschäfts- oder Firmenwert jener zahlungsmittelgenerierenden Einheit oder jener Gruppe von zahlungsmittelgenerierenden Einheiten zugeordnet, die erwartungsgemäß Nutzen aus den Synergien des Unternehmenszusammenschlusses ziehen soll. Übersteigt der Buchwert der zahlungsmittelgenerierenden Einheit oder Gruppe von zahlungsmittelgenerierenden Einheiten, der der Geschäfts- oder Firmenwert zugeordnet wurde, deren erzielbaren Betrag, wird ein Wertminderungsaufwand für den Geschäfts- oder Firmenwert erfasst, der dieser zahlungsmittelgenerierenden Einheit oder Gruppe von zahlungsmittelgenerierenden Einheiten zugeordnet ist. Der erzielbare Betrag ist der höhere Wert aus beizulegendem Zeitwert, abzüglich Veräußerungskosten, und dem Nutzungswert der zahlungsmittelgenerierenden Einheit oder Gruppe von zahlungsmittelgenerierenden Einheiten. Übersteigt einer dieser Beträge den Buchwert, ist es nicht immer notwendig, beide Werte zu ermitteln. Diese Werte beruhen grundsätzlich auf der Ermittlung abgezinster Zahlungsströme (Discounted-Cashflow-Bewertungen). Auch wenn der erzielbare Betrag den Buchwert der zahlungsmittelgenerierenden Einheit oder Gruppe von zahlungsmittelgenerierenden Einheiten, der der Geschäfts- oder Firmenwert zugeordnet ist, in künftigen Perioden übersteigt, werden keine Wertaufholungen auf abgeschriebene Geschäfts- oder Firmenwerte vorgenommen.

Sachanlagen

Sachanlagen des KRONES Konzerns werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um planmäßige, nutzungsbedingte, lineare Abschreibungen, bewertet. In die Herstellungskosten der selbst erstellten Anlagen werden neben den direkt zurechenbaren Kosten auch anteilige Gemeinkosten einbezogen.

Eine Neubewertung des Sachanlagevermögens nach IAS 16 erfolgte nicht.

Den planmäßigen Abschreibungen liegen konzerneinheitlich folgende Nutzungsdauern zugrunde:

scroll

Nutzungsdauer in Jahren
Betriebs- und Geschäftsgebäude 14 bis 50
Technische Anlagen und Maschinen 5 bis 18
Betriebs- und Geschäftsausstattung 3 bis 15

Bei den Nutzungsdauern wurden die unterschiedlichen Komponenten eines Anlagegegenstandes mit bedeutsamen Anschaffungswertunterschieden berücksichtigt.

Zuwendungen der öffentlichen Hand werden nur erfasst, wenn eine angemessene Sicherheit dafür besteht, dass die damit verbundenen Bedingungen erfüllt und die Zuwendungen gewährt werden.

Zuwendungen der öffentlichen Hand für Vermögenswerte werden von den Anschaffungskosten des Vermögenswertes abgesetzt und in den Folgeperioden ertragswirksam innerhalb der Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen aufgelöst.

Leasingverhältnisse

Ein Leasingverhältnis ist ein Vertrag, der das Recht auf Nutzung eines Vermögenswerts für einen bestimmten Zeitraum gegen Entgelt überträgt.

Bis zum 31. Dezember 2018 wurden Leasingverhältnisse, bei denen der KRONES Konzern als Leasingnehmer im Wesentlichen die Chancen und Risiken trug, welche mit dem wirtschaftlichen Eigentum verbunden waren, nach IAS 17 mit Abschluss des Leasingvertrages als Finance Lease behandelt. Der Ansatz des Leasingobjektes im Anlagevermögen erfolgte mit dem beizulegenden Zeitwert oder dem niedrigeren Barwert der Mindestleasingzahlungen. Planmäßige Abschreibungen wurden linear über den jeweils kürzeren der beiden Zeiträume "Vertragslaufzeit" oder "Nutzungsdauer" des Leasingobjekts vorgenommen. Die aus künftigen Leasingraten resultierenden Zahlungsverpflichtungen wurden unter den sonstigen Verpflichtungen passiviert. Bei Operating Leasing-Verträgen wurden die Leasinggegenstände wirtschaftlich dem Leasinggeber zugeordnet, da die Risiken und Chancen beim Leasinggeber lagen. Die Leasing-Aufwendungen wurden in der Gewinn-und-Verlust-Rechnung erfasst.

Seit dem 1. Januar 2019 erfasst KRONES als Leasingnehmer generell alle Leasingverhältnisse und die damit verbundenen vertraglichen Rechte und Pflichten in der Bilanz. KRONES erfasst zu dem Zeitpunkt, zu dem der Leasinggegenstand dem Konzern zur Nutzung zur Verfügung steht, ein Nutzungsrecht und eine entsprechende Leasingverbindlichkeit.

Die Leasingverbindlichkeiten beinhalten dabei den Barwert folgender Leasingzahlungen:

Feste Zahlungen, abzüglich vom Leasinggeber zu leistender Leasinganreize,
Variable Leasingzahlungen, die an einen Index oder Zinssatz gekoppelt sind
Beträge, die voraussichtlich im Rahmen von Restwertgarantien entrichtet werden müssen
den Ausübungspreis einer Kaufoption, wenn deren Ausübung hinreichend sicher eingeschätzt wurde
Strafzahlungen für die Kündigung des Leasingverhältnisses, wenn in der Laufzeit berücksichtigt ist, dass eine Kündigungsoption wahrgenommen wird

Die Leasingzahlungen werden zudem dem Leasingverhältnis zugrunde liegenden Zinssatz abgezinst, sofern dieser bestimmbar ist. Ansonsten erfolgt eine Abzinsung mit dem Grenzfremdkapitalzinssatz. Die Finanzierungsaufwendungen werden über die Laufzeit des Leasingverhältnisses erfolgswirksam erfasst. Der Buchwert der Leasingverbindlichkeiten wird bei Änderungen des Lesingverhältnisses oder bei einer Änderung der Beurteilung einer Kaufoption für den zugrunde liegenden Vermögenswert neu berechnet.

Nutzungsrechte werden mit den Anschaffungskosten bewertet, die sich wie folgt zusammensetzen:

Betrag der erstmaligen Bewertung der Leasingverbindlichkeit,
bei der Bereitstellung geleistete Leasingzahlungen abzüglich erhaltener Leasinganreize,
entstandene anfänglich direkte Kosten,
Rückbauverpflichtungen.

Die Folgebewertung erfolgt zu Anschaffungskosten abzüglich der kumulierten Abschreibungen und kumulierten Wertminderungsaufwendungen. Das Nutzungsrecht wird linear über den kürzeren der beiden Zeiträume aus Nutzungsdauer und Laufzeit des Leasingverhältnisses abgeschrieben. Die Nutzungsrechte werden ebenfalls auf Wertminderung überprüft.

In Bezug auf die Anwendungserleichterungen nimmt KRONES sowohl die Erleichterungsvorschriften für geringwertige Wirtschaftsgüter, als auch für kurzfristige Leasingverhältnisse (weniger als 12 Monate) in Anspruch. Die Zahlungen für kurzfristige Leasingverhältnisse und Leasingverhältnisse, denen Vermögenswerte von geringem Wert zugrunde liegen, werden linear als Aufwand erfasst.

Des Weiteren werden die neuen Vorschriften nicht auf Leasingverhältnisses über immaterielle Vermögenswerte angewendet. Bei Verträgen, die neben Leasingkomponenten auch Nicht-Leasingkomponenten enthalten, wird von der Möglichkeit Gebrauch gemacht, auf eine Trennung dieser Komponenten zu verzichten. Wir verweisen hierzu auch auf die Angaben auf Seite 180.

Finanzinstrumente

KRONES ordnet finanzielle Vermögenswerte nach IFRS 9 drei Kategorien zu: in Finanzinstrumente, die zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert werden (amortised cost, AC), Finanzinstrumente, die erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden (fair value through profit or loss, FVTPL) sowie Finanzinstrumente, die erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden (fair value through other comprehensive income, FVOCI).

Die Klassifizierung der finanziellen Vermögenswerte erfolgt auf der Basis des Geschäftsmodells nach dem KRONES seine finanziellen Vermögenswerte steuert und des Charakters der Zahlungsströme.

KRONES ordnet finanzielle Schulden nach IFRS 9 drei Kategorien zu: in Finanzinstrumente, die zu fortgeführten Anschaffungskosten (amortised cost, AC), Finanzinstrumente, die erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden (fair value through profit or loss, FVTPL) sowie Finanzinstrumente, die erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden (fair value through other comprehensive income, FVOCI).

Bei den einzelnen Klassen von finanziellen Vermögenswerten und Schulden stellen die Buchwerte jeweils grundsätzlich einen angemessenen Näherungswert für den beizulegenden Zeitwert dar.

Der beizulegende Zeitwert von finanziellen Vermögenswerten und Schulden basiert auf finanzmathematischen Berechnungsmodellen mit zum Bilanzstichtag am Markt beobachtbaren Inputfaktoren (Stufe 2 i. S. d. IFRS 13.72). Vermögenswerte und Schulden der Stufe 2 sind im Wesentlichen Derivate mit und ohne bilanziellen Sicherungszusammenhang.

Der beizulegende Zeitwert von finanziellen Vermögenswerten und Schulden der Stufe 1 basiert auf an aktiven Märkten gehandelten Finanzinstrumenten, deren Preise unverändert für die Bewertung übernommen wurden.

Bei finanziellen Vermögenswerten der Stufe 3 i. S. d. IFRS 13.72 entspricht der Buchwert jeweils dem Zeitwert. Die Bewertung basiert auf Schätzungen der Prognosen der künftigen Entwicklung.

Die Kassageschäfte werden zum Erfüllungstag bilanziert, die derivativen Finanzinstrumente zum Handelstag.

Die Nettogewinne und -verluste enthalten Wertminderungen und Bewertungsänderungen bei derivativen Finanzinstrumenten und sind den Erläuterungen zu den jeweiligen Bewertungskategorien zu entnehmen.

Wertberichtigungen werden demnach auf einer der nachstehenden Grundlagen bewertet:

12-Monats-Kreditausfälle: Hierbei handelt es sich um erwartete Kreditausfälle aufgrund möglicher Ausfallereignisse innerhalb von zwölf Monaten nach dem Abschlussstichtag.
Lebenslange Kreditausfälle: Hierbei handelt es sich um erwartete Kreditausfälle aufgrund aller möglichen Ausfallereignisse während der erwarteten Laufzeit eines Finanzinstruments.

Die Bewertung nach dem Konzept der lebenslangen Kreditausfälle ist anzuwenden, wenn das Kreditrisiko eines finanziellen Vermögenswertes am Abschlussstichtag seit dem erstmaligen Ansatz signifikant gestiegen ist; ansonsten ist die Bewertung nach dem Konzept der 12-Monats-Kreditausfälle anzuwenden. Ein Unternehmen kann festlegen, dass das Kreditrisiko eines finanziellen Vermögenswertes nicht signifikant gestiegen ist, wenn der Vermögenswert am Abschlussstichtag ein geringes Kreditrisiko aufweist. Die Bewertung nach dem Konzept der lebenslangen Kreditausfälle ist jedoch immer für Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und für vertragliche Vermögenswerte ohne eine wesentliche Finanzierungskomponente anzuwenden; KRONES wendet diese Methode auch für Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und vertragliche Vermögenswerte mit einer wesentlichen Finanzierungskomponente an.

Die geschätzten erwarteten Kreditausfälle aus Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie aus vertraglichen Vermögenswerten werden auf Grundlage von externen Ratings sowie aus Erfahrungen mit tatsächlichen historischen Kreditausfällen der letzten 36 Monate berechnet. Kreditrisiken innerhalb jeder Gruppe werden anhand gemeinsamer Ausfallrisikoeigenschaften segmentiert.

Zur Bemessung der erwarteten Kreditverluste wurden Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie vertragliche Vermögenswerte auf Basis gemeinsamer Kreditrisikomerkmale zusammengefasst. Die vertraglichen Vermögenswerte weisen grundsätzlich die gleichen Risikomerkmale wie die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen auf.

Die Angaben zur Risikoberichterstattung nach IFRS 7 sind dem Risikobericht im Konzernlagebericht zu entnehmen.

Derivative Finanzinstrumente und Hedge Accounting

Die im KRONES Konzern verwendeten derivativen Finanzinstrumente werden zur Sicherung von Währungskursrisiken aus dem operativen Geschäft eingesetzt. Sicherungsbeziehungen werden unter Anwendung des Wahlrechts nach IAS 39 anstatt IFRS 9 bilanziert.

Die Kategorien des Währungsrisikos bei KRONES bestehen im Wesentlichen in Transaktionsrisiken, die in Wechselkursen und deren Zahlungsflüssen in Fremdwährungen begründet sind. Hiervon betroffen sind im Wesentlichen die Währungen US-Dollar, kanadischer Dollar, japanischer Yen, norwegische Kronen, japanischer Yen sowie Euro.

Grundsätzlich werden innerhalb der Sicherungsstrategie nahezu 100 % der Fremdwährungspositionen abgesichert. Hierbei werden im Wesentlichen Devisentermingeschäfte und vereinzelt Swapgeschäfte und Währungsswaps verwendet.

Ziel der Strategie ist die Minimierung des Währungsrisikos durch den Einsatz der als hochwirksam eingeschätzten Sicherungsinstrumente. Hierdurch soll sowohl die Kurssicherung als auch Planungssicherheit erreicht werden.

Die Bewertung der derivativen Finanzinstrumente zum Bilanzstichtag erfolgt beim erstmaligen Ansatz sowie im Rahmen der Folgebewertung zum beizulegenden Zeitwert. Dieser ermittelt sich aus Input-Faktoren der Stufe 2 i. S. d. IFRS 13.72. Gewinne und Verluste aus der Bewertung werden erfolgswirksam in der Gewinn-und-Verlust-Rechnung erfasst; es sei denn, die Voraussetzungen des Hedge Accounting sind erfüllt.

Die derivativen Finanzinstrumente, bei denen Hedge Accounting angewendet wird, setzen sich aus Devisenterminkontrakten und Devisenswaps zusammen, deren Marktwertänderung entweder im Ergebnis oder als Bestandteil des Eigenkapitals ausgewiesen wird. Beim Cashflow Hedge werden zur Absicherung von Währungsrisiken aus bestehenden Grundgeschäften die Marktwertänderungen zunächst erfolgsneutral im Eigenkapital erfasst und bei Ergebniswirkung des abgesicherten Grundgeschäftes in die Gewinn-und-Verlust-Rechnung umgebucht.

Die Bewertung dieser derivativen Finanzinstrumente erfolgt auf Basis der Terminbewertungskurse der jeweiligen Geschäftsbank. Sie werden ausgebucht/reklassifiziert, wenn die entsprechenden Grundgeschäfte bilanzwirksam eingebucht werden.

Forderungen und sonstige Vermögenswerte

Forderungen und sonstige Vermögenswerte, mit Ausnahme der derivativen Finanzinstrumente werden zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert. Unverzinsliche oder niedrig verzinsliche Forderungen mit Laufzeiten von über einem Jahr werden abgezinst.

Der Konzern nutzt regelmäßig die Möglichkeit, mittels Kreditversicherung und/oder Dokumentenakkreditive abgesicherte Exportforderungen zu verkaufen. Die zum Bilanzstichtag verkauften Forderungen wurden vollständig ausgebucht. Bei den kreditversicherten Forderungen wird grundsätzlich das Risiko aus dem Exporteurselbstbehalt zurückbehalten. Der Konzern geht in diesen Fällen davon aus, dass die wesentlichen Chancen und Risiken an den Forderungen auf den Forderungskäufer übergehen, wenn der Selbstbehalt 10 % des Wertes jeder Einzelforderung nicht übersteigt. Der beizulegende Zeitwert einer zu erwartenden Inanspruchnahme aus den zurückbehaltenen Selbstbehalten wurde aufwandswirksam erfasst.

Der zum Bilanzstichtag getätigte Verkauf von Forderungen aus dem Ersatzteilgeschäft erfolgte unter einem bestehenden Factoring-Rahmenvertrag. Den rechtlichen Bestand der Forderungen vorausgesetzt, trägt der Factor das Delkredererisiko für die von ihm angekauften Forderungen.

Vorräte

Die Vorräte werden grundsätzlich mit ihren Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten unter Beachtung der verlustfreien Bewertung angesetzt. Die Herstellungskosten umfassen die direkt zurechenbaren Produktionskosten und anteilig zurechenbare fixe und variable Produktionsgemeinkosten.

Die Gemeinkostenanteile sind auf Basis der Normalbeschäftigung ermittelt.

Vertriebskosten und Kosten der allgemeinen Verwaltung werden nicht aktiviert. Für Bestandsrisiken, die sich aus erhöhter Lagerdauer oder geminderter Verwertbarkeit ergeben, werden Wertberichtigungen auf Vorräte vorgenommen.

Als Bewertungsvereinfachungsverfahren für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe wurden die FiFo-Methode sowie die Durchschnittsmethode verwendet.

Ertragsteuern

Der Steueraufwand umfasst tatsächliche und latente Steuern. Tatsächliche Steuern und latente Steuern werden im Gewinn oder Verlust erfasst, ausgenommen in dem Umfang, in dem sie mit einem Unternehmenszusammenschluss oder mit einem direkt im Eigenkapital oder im sonstigen Ergebnis erfassten Posten verbunden sind.

Tatsächliche Steuern sind die erwartete Steuerschuld oder Steuerforderung auf das für das Geschäftsjahr zu versteuernde Einkommen oder den steuerlichen Verlust, und zwar auf der Grundlage von Steuersätzen, die am Abschlussstichtag gelten oder in Kürze gelten werden, sowie alle Anpassungen der Steuerschuld für frühere Jahre.

Die aktiven und passiven latenten Steuern werden gemäß dem Konzept der bilanzorientierten Verbindlichkeitsmethode ("Liability Method") angesetzt und für sämtliche temporären Differenzen zwischen den steuerlichen und den bilanziellen Wertansätzen nach IFRS und für ergebniswirksame Konsolidierungsmaßnahmen gebildet. Aktive latente Steuern werden nur insoweit angesetzt, als es wahrscheinlich ist, dass die damit zusammenhängenden Steuervorteile realisiert werden können.

Die latenten Steuern werden auf Basis, der in den einzelnen Ländern zum Realisationszeitpunkt geltenden Ertragssteuersätze ermittelt. Steuersatzänderungen werden berücksichtigt, sofern deren Änderung mit ausreichender Sicherheit feststeht. Soweit eine gesetzliche Aufrechnung möglich ist, wurden aktive und passive latente Steuern saldiert.

Für den Fall, dass in den Steuererklärungen angesetzte Beträge wahrscheinlich nicht realisiert werden können (unsichere Steuerpositionen), werden Steuerverbindlichkeiten gebildet. Der Betrag ermittelt sich aus der bestmöglichen Schätzung der erwarteten Steuerzahlung (Erwartungswert bzw. wahrscheinlichster Wert der Steuerunsicherheit). Steuerforderungen aus unsicheren Steuerpositionen werden dann bilanziert, wenn es wahrscheinlich ist, dass sie realisiert werden können. Nur bei Bestehen eines steuerlichen Verlustvortrags oder einer ungenutzten Steuergutschrift wird keine Steuerverbindlichkeit oder Steuerforderung für diese unsicheren Steuerpositionen bilanziert, sondern stattdessen die aktive Latenz für die noch nicht genutzten steuerlichen Verlustvorträge und Steuergutschriften angepasst.

Im Jahr 2019 hat das IFRIC eine Klarstellung zum Bilanzausweis der Ertragsteuern veröffentlicht. Gemäß dieser Klarstellung sind die bisherigen Rückstellungen für Ertragsteuern zukünftig als Verbindlichkeiten für Ertragsteuern zu zeigen. In der Folge wurden die zum 31. Dezember 2018 ausgewiesenen kurz- und langfristigen Rückstellungen für Ertragsteuern (T€ 9.000 und T€ 4.434) in die kurz- bzw. langfristigen Steuerverbindlichkeiten umgegliedert. Die Umgliederung hat keine Auswirkung auf die Ertrags- und Finanzlage.

Rückstellungen für Pensionen

Die Rückstellungen für Pensionen werden nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren ("Projected Unit Credit Method") gemäß IAS 19 ermittelt. Bei diesem Verfahren werden neben den am Bilanzstichtag bekannten Renten und erworbenen Anwartschaften auch künftig zu erwartende Steigerungen von Renten und Gehältern bei vorsichtiger Einschätzung der relevanten Einflussgrößen berücksichtigt. Die Berechnung beruht auf versicherungsmathematischen Gutachten unter Berücksichtigung biometrischer Rechnungsgrundlagen.

Die versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste wirken sich unmittelbar in der Konzernbilanz aus und führen zu einer Erhöhung bzw. Verminderung der Rückstellungen für Pensionen und ähnlichen Verpflichtungen sowie zu einer Verringerung bzw. Erhöhung der sonstigen Rücklagen im Eigenkapital. Die Konzern-Gewinn-und-Verlust-Rechnung bleibt frei von Effekten aus versicherungsmathematischen Gewinnen und Verlusten, da diese im sonstigen Ergebnis zu erfassen sind. Die Nettopensionsverpflichtung wird mit dem Diskontierungszinssatz verzinst, der der Bewertung der Bruttopensionsverpflichtung zugrunde liegt. Da die Nettopensionsverpflichtung um etwaiges Planvermögen gekürzt ist, wird durch diese Berechnung für das Planvermögen eine Verzinsung in Höhe des Diskontierungszinssatzes angenommen. Der laufende und nachverrechnete Dienstzeitaufwand sowie die Nettozinsen werden ergebniswirksam in der Gewinn-und-Verlust-Rechnung erfasst.

Verpflichtungen aus Altersteilzeit

Nach der Definition in IAS 19 für Leistungen aus Anlass der Beendigung des Arbeitsverhältnisses stellen die im Rahmen von Altersteilzeitvereinbarungen zugesagten Aufstockungsbeträge andere langfristig fällige Leistungen an Arbeitnehmer dar. Aufstockungsbeträge sind damit nicht vollständig mit ihrem Barwert zu passivieren, sondern es erfolgt eine ratierliche Ansammlung der Aufstockungsbeträge über die betreffenden aktiven Dienstjahre der altersteilzeitbegünstigten Arbeitnehmer.

Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen werden insoweit berücksichtigt, als sich aus einem vergangenen Ereignis eine gegenwärtige Verpflichtung gegenüber Dritten ergibt, die Inanspruchnahme wahrscheinlich ist und die voraussichtliche Höhe des notwendigen Rückstellungsbetrags zuverlässig geschätzt werden kann. Die Bewertung dieser Rückstellungen erfolgt zu Vollkosten, bzw. auf der Grundlage des Erfüllungsbetrags mit der höchsten Eintrittswahrscheinlichkeit.

Restrukturierungsrückstellungen werden im Zusammenhang mit Maßnahmen gebildet, die den Umfang oder die Art der Ausführung der Geschäftstätigkeit eines Segments oder einer Geschäftseinheit wesentlich verändern. In den überwiegenden Fällen bedingen diese Maßnahmen Leistungen anlässlich der Beendigung von Arbeitsverhältnissen. Angesetzt werden Restrukturierungsrückstellungen, wenn mit der Umsetzung eines detaillierten und formellen Plans begonnen wird oder dieser bereits kommuniziert wurde.

Langfristige Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit ihrem auf den Bilanzstichtag abgezinsten Erfüllungsbetrag angesetzt. Der Diskontierungssatz bildet die schuldspezifischen Risiken ab. Die Erhöhung der Rückstellung im Zeitablauf wird als Zinsaufwand erfasst.

Umsatzerlöse

Nach IFRS 15 ist der Übergang der Kontrolle das maßgebliche Kriterium für die Umsatzrealisierung. Dabei wird zwischen einem Übergang der Kontrolle zu einem bestimmten Zeitpunkt oder über einen Zeitraum unterschieden:

KRONES bietet Maschinen und Anlagen für die Abfüll- und Verpackungstechnik sowie für die Getränkeproduktion an. KRONES erfasst Umsatzerlöse für in hohem Maße kundenspezifische Projekte zeitraumbezogen und nicht zeitpunktbezogen, da regelmäßig Vermögenswerte erstellt werden, die keine alternative Nutzungsmöglichkeiten aufweisen, und KRONES einen Rechtsanspruch auf Vergütung inklusive Marge der bereits erbrachten Leistungen hat. Der Leistungsfortschritt wird anhand einer inputbasierten Methode ermittelt. Der Fertigstellungsgrad entspricht dem Verhältnis der bis zum Bilanzstichtag angefallenen auftragsbezogenen Kosten zu den insgesamt kalkulierten Kosten des Projekts.

Bestandteil des Geschäftsmodells von KRONES sind auch Service-Leistungen. Das Unternehmen unterhält rund um die Welt Servicezentren und -niederlassungen. Seinen Kunden bietet KRONES unter dem Namen Lifecycle Service (LCS) dabei ein umfangreiches Produkt- und Dienstleistungsangebot. KRONES erfasst Umsatzerlöse aus der Lieferung von Ersatzteilen zeitpunktbezogen bei Lieferung der Güter (Übertragung der Verfügungsgewalt). LCS Dienstleistungen werden im Wesentlichen als zeitraumbezogene Erbringung eingestuft, da dem Kunden der Nutzen aus der Leistung zufließt und er diese gleichzeitig nutzt, während diese erbracht wird. Umsatzerlöse werden demnach im Wesentlichen zeitraumbezogen erfasst unter Anwendung einer inputorientierten Methode auf Basis der entstandenen Kosten.

Nur bei längerfristigen Wartungsleistungen erfolgt die Erlösrealisierung linear.

Drohende Verluste, die auf Kundenaufträge zurückgehen, werden gesondert als Rückstellungen gemäß den Vorschriften des IAS 37 passiviert.

Kosten der Vertragserlangung, deren Abschreibungsperiode ein Jahr oder weniger betragen würde, werden sofort als Aufwand erfasst.

KRONES erhält Zahlungen von Kunden auf der Grundlage eines Abrechnungsplans, der Bestandteil der Verträge ist. Je nach Geschäftsbereich und Ländern unterscheiden sich die Zahlungsbedingungen. Vertragsvermögenswerte beziehen sich auf unseren bedingten Anspruch auf eine Gegenleistung für die bereits erbrachten vertraglichen Leistungen. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden erfasst, wenn der Anspruch auf Erhalt der Gegenleistung unbedingt wird.

Vertragsverbindlichkeiten beziehen sich auf Zahlungen, die vorzeitig, also vor Erbringung der vertraglichen Leistungen, erhalten wurden. Vertragsverbindlichkeiten werden als Umsatzerlöse erfasst, sobald wir die vertraglichen Leistungen erbringen. Sind hingegen mehr Leistungen erbracht als Zahlungen vorzeitig erhalten wurden, so wird der dann entstehende positive Saldo unter den Vertragsvermögenswerten ausgewiesen.

Finanzierungskomponenten werden bei der Bestimmung der Höhe der zu erfassenden Umsatzerlöse nicht berücksichtigt, wenn bei Vertragsbeginn erwartet wird, dass die Periode zwischen der Übertragung eines zugesagten Gutes oder einer zugesagten Dienstleistung und die Bezahlung dieses Gutes oder dieser Dienstleistung durch den Kunden nicht mehr als ein Jahr beträgt.

Die Umsatzerlöse werden vermindert um Erlösschmälerungen ausgewiesen.

Segmentberichterstattung

KRONES berichtet über zwei Geschäftssegmente, die die strategischen Geschäftseinheiten darstellen. Die zwei Geschäftssegmente werden nach Produktsparten und Services aufgeteilt und aufgrund der verschiedenen Technologien separat gesteuert. Der Vorstand als Entscheidungsträger steuert auf Basis der monatlichen Berichterstattung danach das Unternehmen. Das Segment 1 beinhaltet Maschinen und Anlagen zur Produktabfüllung und Produktausstattung. Das Segment 2 beinhaltet Maschinen und Anlagen zur Getränkeproduktion/Prozesstechnik. Die zugrunde liegenden Bilanzierungs- und Bewertungsregeln sind dieselben wie unter den "Allgemeinen Angaben" beschrieben. Die Segmentleistung wird auf Basis der internen Berichterstattung an den Vorstand vor allem durch die Segment-Umsatzerlöse und das Segment-EBT gemessen.

Die folgende Tabelle gibt an, in welcher Höhe Umsätze gegenüber Dritten im jeweiligen Land angefallen sind (basierend auf Sitz des Kunden):

scroll

T€ 2019 2018
Deutschland 468.354 362.344
Nordamerika 683.459 533.063
Rest der Welt 2.807.062 2.958.573
3.958.875 3.853.980

Die folgende Tabelle gibt an, in welcher Höhe langfristige Vermögenswerte im jeweiligen Land vorhanden sind:

scroll

T€ 2019 2018
Deutschland 747.465 687.477
Nordamerika 54.618 63.141
Rest der Welt 278.852 189.260
1.080.935 939.878

Erläuterungen der Konzernbilanz

1 Immaterielle Vermögenswerte

Der Buchwert der immateriellen Vermögenswerte hat sich wie folgt entwickelt:

scroll

T€ Gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen Geschäfts- oder Firmenwert Aktivierte Entwicklungskosten Geleistete Anzahlungen Summe
31.12.2017
Anschaffungs- und Herstellungskosten 181.789 62.736 377.595 5 622.125
Kumulierte Abschreibungen 123.484 0 235.078 0 358.563
Nettobuchwert 58.305 62.736 142.517 5 263.562
Veränderungen in 2018
Anschaffungs- und Herstellungskosten
Konsolidierte Zugänge 5.253 39.782 0 0 45.035
Zugänge 24.214 0 38.506 158 62.878
Abgänge 5.485 0 0 0 5.485
Umbuchungen 53 0 0 - 1 52
Währungsdifferenzen 282 742 0 0 1.024
Abschreibungen
Zugänge 21.408 0 21.083 0 42.491
Abgänge 5.450 0 0 0 5.450
Umbuchungen 88 0 0 0 88
Währungsdifferenzen 1.755 0 0 0 1.755
Nettobuchwert 31.12.2018 64.821 103.260 159.940 162 328.183
31.12.2018
Anschaffungs- und Herstellungskosten 208.411 103.260 416.100 162 727.933
Kumulierte Abschreibungen 143.590 0 256.160 0 399.750
Nettobuchwert 64.821 103.260 159.940 162 328.183
Veränderungen in 2019
Anschaffungs- und Herstellungskosten
Konsolidierte Zugänge 6.124 37.289 0 0 43.413
Zugänge 25.376 0 32.516 36 57.928
Abgänge 7.489 0 155 0 7.644
Umbuchungen 165 0 0 - 170 - 5
Währungsdifferenzen 218 514 0 0 732
Abschreibungen
Zugänge 25.837 17.545 41.155 0 84.537
Abgänge 7.208 0 25 0 7.233
Umbuchungen - 32 0 0 0 - 32
Währungsdifferenzen 208 - 25 0 0 183
Nettobuchwert 31.12.2019 70.410 123.543 151.171 28 345.152
31.12.2019
Anschaffungs- und Herstellungskosten 232.805 141.063 448.461 28 822.357
Kumulierte Abschreibungen 162.395 17.520 297.290 0 477.205
Nettobuchwert 70.410 123.543 151.171 28 345.152

Der Zugang bei den Schutzrechten und Lizenzen betrifft im Wesentlichen Lizenzen an EDV-Software. In dem Buchwert zum Stichtag sind Kundenstämme in Höhe von T€ 8.716 (Vorjahr: T€ 5.652) aktiviert.

Sämtliche Geschäfts- oder Firmenwerte wurden wie im Vorjahr einem regelmäßigen Werthaltigkeitstest nach IAS 36 unterzogen. Die Werthaltigkeitsprüfung wird auf Ebene der kleinsten zahlungsmittelgenerierenden Einheit (CGU) oder Gruppen von zahlungsmittelgenerierenden Einheiten auf Basis des Nutzungswerts durchgeführt. Die dem Werthaltigkeitstest zugrundeliegenden Cashflow-Prognosen basieren auf der genehmigten Finanzplanung im Planungszeitraum. Die Planungen basieren unter anderem auf extern veröffentlichten Quellen. Sie berücksichtigen weiterhin die auf Erfahrungswerten beruhenden Preisvereinbarungen und erwartete Effizienzsteigerungen sowie eine auf Basis der strategischen Ausrichtung abgeleitete Umsatzentwicklung.

Die folgende Tabelle gibt einen Überblick über die getesteten Geschäfts- oder Firmenwerte und die in die jeweiligen Werthaltigkeitstests eingeflossenen Annahmen für die jeweilige kleinste zahlungsmittelgenerierende Einheit:

scroll

Bezeichnung der CGU Buchwert Geschäftswert

in T€
Dauer des Planungszeitraums in Jahren Umsatzwachstum p. a. am Ende des Planungszeitraums Diskontierungszinssatz vor Steuern
IPS 2019 34.408 3 1,0 % 6,2 %
SPRINKMAN 2019 3.107 3 2,0 % 10,9 %
2018 7.411 5 2,0 % 10,4 %
MHT 2019 20.180 3 1,0 % 8,2 %
2018 20.180 5 1,0 % 13,4 %
S.P.S 2019 4.307 3 1,0 % 9,0 %
2018 9.298 6 1,0 % 10,5 %
JAVLYN 2019 4.589 3 1,5 % 12,9 %
2018 4.498 5 1,5 % 10,4 %
TRANS-MARKET 2019 7.219 3 2,5 % 10,9 %
2018 11.443 5 2,9 % 9,8 %
SYSTEM LOGISTICS 2019 30.906 3 1,0 % 8,3 %
2018 30.906 3 1,0 % 9,4 %
HST 2019 4.258 3 1,0 % 8,3 %
2018 4.258 3 1,0 % 9,2 %
TRIACOS 2019 4.631 3 1,0 % 8,3 %
2018 4.631 3 1,0 % 8,8 %
Sonstige 1) 2019 9.938 3 bis 4 1,0 % - 2,0 % 7,2 % - 13,4 %
2018 10.635 2 bis 5 1,0 % - 3,0 % 7,9 % - 13,0 %

1) Firmenwerte mit einem Buchwert im Einzelfall unter 4 Mio. €

Als Basis für die Abzinsungssätze vor Steuern dienen risikofreie Zinssätze, die auf Grundlage der Renditen langlaufender Staatsanleihen ermittelt werden. Dieser Abzinsungssatz wird bereinigt um einen Risikozuschlag, der das allgemeine Risiko einer Eigenkapitalinvestition und das spezifische Risiko der CGU widerspiegelt. Das Umsatzwachstum am Ende des Planungszeitraums entspricht der langfristigen durchschnittlichen Wachstumsrate der jeweiligen Industriezweige und Länder, in welchen die zahlungsmittelgenerierenden Einheiten tätig sind.

Aufgrund der durchgeführten Werthaltigkeitstests wurden Wertminderungen auf die Geschäfts- oder Firmenwerte in Höhe von T€ 17.545 (Vorjahr: T€ 0) erfasst. Diese resultieren im Wesentlichen aus verminderten Ertragsaussichten und wurden in den Abschreibungen auf immaterielle Vermögenwerte erfasst.

Bei den übrigen CGUs, die einen Geschäfts- und Firmenwert enthalten, ist die KRONES AG der Auffassung, dass keine nach vernünftigem Ermessen möglich gehaltene Änderung einer zur Bestimmung des Nutzungswerts der zahlungsmittelgenerierenden Einheiten, denen Geschäfts- oder Firmenwerte zugeordnet wurden, getroffenen wesentlichen Grundannahme dazu führen könnte, dass der Buchwert ihren erzielbaren Betrag übersteigt.

Die aktivierten Entwicklungskosten betreffen neue Maschinenprojekte der KRONES AG. Die im Geschäftsjahr aktivierten Entwicklungskosten belaufen sich auf T€ 32.516 (Vorjahr: T€ 38.506).

Darin sind wie im Vorjahr Fremdkapitalkosten in unwesentlicher Höhe enthalten. Im Geschäftsjahr 2019 wurden inklusive der aktivierten Entwicklungskosten für Forschung und Entwicklung T€ 194.502 (Vorjahr: T€ 179.033) aufgewendet. Im Berichtsjahr ergab sich eine Wertminderung auf aktivierte Entwicklungskosten innerhalb der Abschreibungen in Höhe von T€ 20.587 (Vorjahr: T€ 1.644) vorgenommen wurden. Die Abschreibung fiel wie im Vorjahr im Segment Maschinen und Anlagen zur Produktabfüllung und -ausstattung an. Diese betraf im Berichtsjahr Direktdruck-Technologien, die nicht weiterverfolgt werden.

Im Berichtsjahr erfolgten aufgrund von Unternehmenszusammenschlüssen Zugänge der Nettobuchwerte bei den immateriellen Vermögenswerten in Höhe von T€ 43.413 (Vorjahr: T€ 45.035), darin enthalten sind Geschäfts- oder Firmenwerte in Höhe von T€ 37.289 (Vorjahr: T€ 39.782).

2 Sachanlagen

In den Sachanlagen im Geschäftsjahr 2019 waren wie im Vorjahr keine Wertminderungen gemäß IAS 36 in den Abschreibungen erforderlich. Der Zugang bei den Grundstücken und Gebäuden sowie in Anlagen im Bau resultiert im Wesentlichen aus dem Aufbau des Produktionsstandort Ungarn und Erweiterungen an den Standorten Neutraubling, Wackersdorf und Nittenau sowie Investitionen in den Standort USA. Die Investitionen in die technischen Anlagen und Maschinen sowie in andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung in Höhe von T€ 66.417 betreffen vor allem Kapazitätserweiterungen und Modernisierungen an bestehenden Produktionsstandorten.

Im Geschäftsjahr 2019 waren Zuwendungen in Höhe von T€ 10.802 (Vorjahr: T€ 2.658) in den Buchwerten der Sachanlagen enthalten. Die Zuwendungen wurden im Geschäftsjahr 2019 in Höhe von T€ 145 (Vorjahr: T€ 10) ertragswirksam aufgelöst. In den Abschreibungen sind 2019 wie im Vorjahr keine Zuschreibungen enthalten.

Für die ausgewiesenen Sachanlagen bestehen keine Eigentums- oder Verfügungsbeschränkungen.

Im Berichtsjahr erfolgten aufgrund von Unternehmenszusammenschlüssen Zugänge von Buchwerten der Sachanlagen in Höhe von T€ 2.242 (Vorjahr: T€ 9.498).

Die Sachanlagen inklusive Nutzungsrechte haben sich wie folgt entwickelt:

scroll

T€ Grundstücke und Bauten Technische Anlagen und Maschinen Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung Anlagen im Bau Geleistete Anzahlungen Summe
31.12.2017
Anschaffungs- und Herstellungskosten 499.957 329.377 239.033 33.036 1.351 1.102.754
Kumulierte Abschreibungen 206.835 226.282 168.020 0 0 601.138
Nettobuchwert 293.122 103.094 71.012 33.036 1.351 501.616
Veränderungen in 2018
Anschaffungs- und Herstellungskosten
Konsolidierte Zugänge 6.674 1.648 1.049 127 0 9.498
Zugänge 16.765 11.258 33.827 48.129 12.574 122.552
Abgänge 2.432 6.441 15.698 0 167 24.738
Umbuchungen 26.450 1.945 2.489 - 29.840 - 1.096 - 52
Währungsdifferenzen 1.180 692 - 619 19 - 2 1.271
Abschreibungen
Zugänge 13.882 19.975 26.388 0 0 60.245
Abgänge 1.191 6.081 15.076 0 0 22.348
Umbuchungen 22 - 120 10 0 0 - 88
Währungsdifferenzen 707 745 67 0 0 1.518
Nettobuchwert 31.12.2018 328.339 97.677 80.672 51.472 12.660 570.820
31.12.2018
Anschaffungs- und Herstellungskosten 548.595 339.635 263.139 51.472 12.660 1.215.501
Kumulierte Abschreibungen 220.256 241.958 182.467 0 0 644.681
Nettobuchwert 328.339 97.677 80.672 51.472 12.660 570.820
Veränderungen in 2019
Anschaffungs- und Herstellungskosten
Anpassung durch IFRS 16 * 63.814 573 24.094 0 0 88.481
Stand 1. Januar 2019 angepasst 612.409 340.208 287.233 51.472 12.660 1.303.982
Konsolidierte Zugänge 1.264 0 978 0 0 2.242
Zugänge 56.314 28.363 38.054 15.542 223 138.496
Abgänge 1.629 9.243 26.270 6.694 0 43.836
Umbuchungen 37.120 4.624 3.012 - 43.713 - 1.030 13
Währungsdifferenzen 861 579 888 - 320 - 152 1.856
Abschreibungen
Zugänge 35.644 21.150 41.632 0 0 98.426
Abgänge 1.306 8.512 25.240 0 0 35.058
Umbuchungen 0 - 305 344 0 0 39
Währungsdifferenzen 357 333 790 0 0 1.480
Nettobuchwert 31.12.2019 451.387 109.907 103.902 16.287 11.701 693.185
31.12.2019
Anschaffungs- und Herstellungskosten 706.339 364.531 303.895 16.287 11.701 1.402.753
Kumulierte Abschreibungen 254.951 254.624 199.993 0 0 709.568
Nettobuchwert 451.387 109.907 103.902 16.287 11.701 693.185

* vgl. Erstmals angewandte Rechnungslegungsvorschriften, S. 180

Die folgende Tabelle zeigt die angesetzten Nutzungsrechte an Vermögenswerten, die im Rahmen eines Leasings innerhalb der Sachanlagen bilanziert sind:

scroll

T€ Grundstücke und Bauten Technische Anlagen und Maschinen Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung Summe
31.12.2019
Nettobuchwert 61.409 2.900 23.324 87.633
Zugänge 17.520 3.097 12.106 32.723
Abschreibungen 19.919 772 12.923 33.614

Angaben zu den korrespondierenden Verbindlichkeiten aus Leasing finden sich auf Seite 169.

In den Zinsaufwendungen sind Zinsaufwendungen aus Leasingverhältnissen in Höhe von T€ 3.297 enthalten. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten Aufwendungen aus kurzfristigen Leasingverhältnissen in Höhe von T€ 3.698, Aufwendungen aus Leasingverhältnissen über geringwertige Vermögenswerte in Höhe von T€ 689 sowie Aufwendungen für variable Leasingzahlungen in Höhe von T€ 716. Die gesamten Zahlungsmittelabflüsse für Leasingverhältnisse betragen T€ 37.173.

Im Vorjahr waren in den Sachanlagen geleaste Vermögenswerte in Höhe von T€ 68 enthalten, die wegen der Gestaltung der zugrundeliegenden Leasingverträge der jeweiligen Konzerngesellschaft als wirtschaftliches Eigentum nach IAS 17 (Finanzierungsleasing) zuzurechnen waren.

3 Finanzanlagen

Die Finanzanlagen bestehen im Wesentlichen aus Anteilen und Ausleihungen an nichtkonsolidierten Gesellschaften.

4 Nach der Equity-Methode bilanzierte Finanzanlagen

Zum Bilanzstichtag wurde ein assoziiertes Unternehmen (Vorjahr: zwei) nach der Equity-Methode bilanziert.

Die folgende Tabelle enthält, die nach der Equity-Methode bilanzierten assoziierten Unternehmen:

scroll

Name der Gesellschaft Sitz der Gesellschaft Kapitalanteil

in %
Assoziierte Unternehmen
TECHNOLOGISCHES INSTITUT FÜR ANGEWANDTE KÜNSTLICHE INTELLIGENZ GMBH Weiden 44

Die folgende Tabelle zeigt eine Zusammenfassung der aggregierten Ergebnisdaten und der aggregierten Buchwerte der at-equity bilanzierten assoziierten Unternehmen (ohne Beteiligung an der INTEGRATED PACKAGING SYSTEMS (IPS) FZCO, Dubai):

scroll

T€ 2019 2018
Ergebnis nach Steuern - 809 - 165
Sonstiges Ergebnis 0 0
Gesamtergebnis nach Steuern - 809 - 165
Anteiliges Ergebnis nach Steuern - 356 - 73
Buchwert zum 31.12. 3.369 3.529

Am 1. April 2019 hat KRONES die verbleibenden 60 % der der Anteile an der INTEGRATED PACKAGING SYSTEMS (IPS) FZCO, Dubai, erworben. Zu diesem Zeitpunkt erfolgte die erstmalige Vollkonsolidierung. Bis zum 31. März 2019 wurde die Beteiligung als assoziiertes Unternehmen nach der Equity-Methode in den Konzernabschluss einbezogen.

Im Geschäftsjahr 2019 betrug das Equity-Ergebnis der INTEGRATED PACKAGING SYSTEMS (IPS) FZCO, Dubai, T€ - 330 (Vorjahr: T€ 894). Der Buchwert zum Bilanzstichtag belief sich auf T€ 0 (Vorjahr: T€ 25.132).

5 Vorräte

Die Vorräte des KRONES Konzerns setzen sich wie folgt zusammen:

scroll

31.12.2019 31.12.2018
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 242.033 208.019
Unfertige Erzeugnisse 64.452 46.559
Fertige Erzeugnisse 44.164 35.946
Handelswaren 26.572 25.606
Sonstiges 5.302 4.604
Gesamt 382.523 320.734

Die Vorräte sind zu Anschaffungs- und Herstellungskosten oder zu niedrigeren Zeitwerten abzüglich Vertriebsaufwendungen angesetzt.

Die Wertminderungen der Vorräte wurden 2019 in Höhe von T€ 1.585 (Vorjahr: T€ 7.267) als Aufwand erfasst und beruhen im Wesentlichen auf den üblichen verlustfreien Bewertungen und Gängigkeitsabschlägen. Erfolgswirksame Wertaufholungen wurden aufgrund verbesserter Marktbedingungen in unwesentlicher Höhe realisiert.

6 Forderungen und sonstige Vermögenswerte

scroll

31.12.2019 31.12.2018
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 961.789 987.970
Vertragsvermögenswerte 571.261 647.089
Sonstige Vermögenswerte 165.419 166.128

Der Konzern wendet den vereinfachten Ansatz nach IFRS 9 an, um die erwarteten Kreditverluste zu bemessen; dem zufolge werden für alle Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie Vertragsvermögenswerte, die über die Laufzeit erwarteten Kreditverluste herangezogen.

Bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und bei den Vertragsvermögenswerten entwickelte sich die Wertberichtigung für erwartete Kreditverluste wie folgt:

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie Vertragsvermögenswerte

scroll

2019 2018
Stand am 01.01. 35.572 27.444
Veränderung aufgrund Erstanwendung 01.01.2018 0 13.652
Veränderung Währungseffekte 131 -198
Zuführungen 5.671 104
Auflösungen - 805 -5.430
Stand am 31.12. 40.569 35.572

In den Wertberichtigungen sind Wertminderungen von T€ 5.964 (Vorjahr: T€ 5.195) auf Vertragsvermögenswerte enthalten. Die sonstigen Vermögenswerte beinhalten im Wesentlichen geleistete Anzahlungen (T€ 19.006; Vorjahr: T€ 19.959), Steuererstattungsansprüche (T€ 78.334; Vorjahr: T€ 69.076), aktive Rechnungsabgrenzung (T€ 13.887; Vorjahr: T€ 9.519) und sonstige finanzielle Vermögenswerte (T€ 41.706; Vorjahr: T€ 29.940).

Zu Marktwerten bewertete derivative Finanzinstrumente, welche für zukünftige Zahlungseingänge abgeschlossen wurden und die Voraussetzungen des Hedge Accountings erfüllen oder als freistehende Sicherungsgeschäfte abgeschlossen wurden, waren zum Stichtag in Höhe von T€ 903 vorhanden (Vorjahr: T€ 860).

7 Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente

Die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente in Höhe von T€ 110.382 (Vorjahr: T€ 218.802) bestehen neben Kassenbeständen in Höhe von T€ 2.030 (Vorjahr: T€ 150) im Wesentlichen aus Guthaben bei Kreditinstituten.

Die Entwicklung der Zahlungsmittel, die den Finanzmittelfonds gemäß IAS 7 "Kapitalflussrechnung" bilden, ist in der Kapitalflussrechnung auf Seite 134 dargestellt.

8 Ertragsteuern

Die Steuerforderungen und -verbindlichkeiten resultieren ausschließlich aus Ertragsteuern nach IAS 12.

Die Steuern vom Einkommen und Ertrag setzen sich wie folgt zusammen:

scroll

31.12.2019 31.12.2018
Latente Steueraufwendungen/Steuererträge (-) - 17.614 693
Laufende Steueraufwendungen 50.115 52.957
Gesamt 32.501 53.650

Die latenten Steuern werden auf Basis der Steuersätze ermittelt, die nach der derzeitigen Rechtslage in den einzelnen Ländern zum Realisierungszeitpunkt gelten bzw. erwartet werden. In Deutschland gilt ein Körperschaftsteuersatz von 15,0% zuzüglich des Solidaritätszuschlages von 5,5 % und für die KRONES AG ein durchschnittlicher Gewerbesteuerhebesatz von 336 %. Insgesamt ermittelt sich so für die inländischen Unternehmen ein Ertragsteuersatz von 27,6 %. Im Ausland liegen die Steuersätze zwischen 9% und 35 %.

Der Bestand an aktiven und passiven latenten Steuern nach Bilanzpositionen zum 31. Dezember 2019 gliedert sich wie folgt:

scroll

T€ Aktive latente Steuern Passive latente Steuern
31.12.2019 31.12.2018 31.12.2019 31.12.2018
--- --- --- --- ---
Immaterielle Vermögenswerte 1.102 54 45.718 45.476
Sachanlagen 0 144 12.564 10.005
Finanzanlagen 187 14.486 175 39
Sonstige langfristige Vermögenswerte 1.616 1.319 118 67
Vorräte 14.450 13.071 1.033 1.657
Sonstige kurzfristige Vermögenswerte 3.228 2.798 32.967 27.303
steuerliche Verlustvorträge 29.155 11.116 0 0
Rückstellungen, langfristig 12.479 9.964 264 10.292
Sonstige langfristige Verbindlichkeiten 2.134 2.057 62 366
Rückstellungen, kurzfristig 13.483 19.134 6.121 92
Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten 15.502 1.540 374 167
Erfolgsneutral gebildete latente Steuern 44.003 31.191 0 2.304
Zwischensumme 137.339 106.874 99.396 97.768
Saldierung (-) - 95.722 - 74.424 - 95.722 - 74.424
Gesamt 41.617 32.450 3.674 23.344

Die erfolgsneutral im Eigenkapital erfassten aktiven und passiven latenten Steuern belaufen sich zum Bilanzstichtag auf T€ 44.003 (Vorjahr: T€ 28.887). In diesem Betrag ist die erfolgsneutrale Erfassung der versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste nach IAS 19 in Höhe von T€ 43.400 (Vorjahr: T€ 32.821) enthalten. Der Betrag von T€ 603 (Vorjahr: T€ 380) resultiert aus Sicherungsgeschäften.

Latente Steuern auf steuerliche Verlustvorträge in Höhe von T€ 46.992 (Vorjahr: T€ 14.056) sowie latente Steuern auf abzugsfähige temporäre Differenzen in Höhe von T€ 14 (Vorjahr: T€ 46) wurden nicht gebildet, weil eine Realisierung der Steueransprüche in absehbarer Zeit nicht ausreichend sicher erscheint. Diese Verlustvorträge sind im Wesentlichen zeitlich unbegrenzt vertragsfähig.

Die Gesellschaften, die im laufenden Jahr Verluste erzielt haben und deren aktive latente Steuern nicht durch passive latente Steuern gedeckt sind, haben aktive latente Steuern in Höhe von T€ 7.217 gebildet. Auf Basis von Annahmen und Einschätzungen des Managements über die zukünftige Geschäftsentwicklung, die aus den Erfahrungen der Vergangenheit und unter Einbeziehung der Sondereffekte des laufenden Geschäftsjahres entwickelt wurden, liegen für die Realisierung dieses Steueranspruchs überzeugende substanzielle Hinweise vor.

Die temporären Differenzen im Zusammenhang mit Anteilen an Tochterunternehmen (sog. Outside Basis Differences) belaufen sich zum Bilanzstichtag auf T€ 300.876 (Vorjahr: T€ 293.875) und sind nicht Grundlage für die Bildung latenter Steuernschulden.

Der ausgewiesene Steueraufwand im Geschäftsjahr 2019 in Höhe von T€ 32.501 ist um T€ 20.980 höher als der erwartete Steueraufwand, der sich theoretisch bei Anwendung des inländischen Steuersatzes von 27,6 % auf Konzernebene ergeben würde. Der Unterschied ist auf folgende Ursachen zurückzuführen:

scroll

2019 2018
Ergebnis vor Steuern 41.743 204.250
Steuersatz der KRONES AG (Muttergesellschaft) 27,60 % 27,30 %
Erwarteter (theoretischer) Steueraufwand 11.521 55.760
Anpassung aufgrund der Differenz zwischen dem lokalen Steuersatz und dem Steuersatz der KRONES AG - 656 - 1.428
Steuerminderungen aufgrund von steuerfreien Erträgen - 15.573 - 14.724
Laufende steuerliche Verluste, für die keine latenten Steuern aktiviert wurden 7.581 28
Steueraufwanderhöhungen aufgrund nicht abzugsfähiger Aufwendungen 29.691 23.134
Steuereffekt aus bisher nicht realisierten latenten Steuern aus Verlustvorträgen - 247 - 1.070
Steuerertrag (-)/Steueraufwand (+) für Vorjahre - 2.814 - 1.491
Steuereffekt aus bisher nicht realisierten abzugsfähigen temporären Differenzen 662 - 4.672
Sonstiges 2.336 - 1.887
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 32.501 53.650

9 Eigenkapital

Das gezeichnete Kapital der KRONES AG beträgt zum 31. Dezember 2019 wie im Vorjahr € 40.000.000,00. Es ist eingeteilt in 31.593.072 Stück zu einem rechnerischen Nennwert von je € 1,27 auf den Inhaber lautende Stammaktien. Zum Stichtag befanden sich 31.593.072 Aktien im Umlauf (Vorjahr: 31.593.072). Zum 31. Dezember 2019 befanden sich wie im Vorjahr keine eigenen Anteile im Bestand.

Die Gesellschaft ist gem. § 71 Abs. 1 Nr. 8 AktG ermächtigt, eigene Aktien bis zu insgesamt 10 % des derzeitigen Grundkapitals unter Einhaltung der gesetzlichen Vorgaben und der Vorgaben des Beschlusses zu erwerben.

Die Ermächtigung kann ganz oder in Teilbeträgen, einmalig oder mehrmals, in Verfolgung eines oder mehrerer Zwecke durch die Gesellschaft, durch ihre Konzernunternehmen oder für ihre oder deren Rechnung durch Dritte ausgeübt werden.

Die Ermächtigung wurde mit Beschlussfassung durch die Hauptversammlung vom 13. Juni 2018 wirksam und gilt bis zum Ablauf des 12. Juni 2023.

Durch Beschluss der Hauptversammlung vom 15. Juni 2016 wurde der Vorstand ermächtigt, das Grundkapital der Gesellschaft bis zum Ablauf des 15. Juni 2021 mit Zustimmung des Aufsichtsrats durch Ausgabe neuer, auf den Inhaber lautender Stückaktien einmalig oder mehrfach gegen Bareinlagen um insgesamt bis zu Euro 10 Millionen zu erhöhen (genehmigtes Kapital). Dabei ist den Aktionären ein Bezugsrecht einzuräumen. Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Bezugsrecht der Aktionäre für eventuell entstehende Spitzenbeträge auszuschließen. Der Vorstand wurde ferner ermächtigt, jeweils mit Zustimmung des Aufsichtsrats die weiteren Einzelheiten der Kapitalerhöhung und ihrer Durchführung festzusetzen. Der Aufsichtsrat wurde ermächtigt, die Fassung der Satzung entsprechend dem Umfang der Kapitalerhöhung aus genehmigtem Kapital oder nach Ablauf der Frist für die Ausnutzung des genehmigten Kapitals entsprechend anzupassen.

Die Summe der ergebnisneutralen Eigenkapitalveränderungen (ohne Dividende) beträgt im Berichtsjahr T€ - 19.285 (Vorjahr: T€ - 263) und setzt sich neben den Veränderungen der Währungsdifferenzen und der Cashflow Hedges aus der Erfassung der versicherungsmathematischen Verluste aus Pensionen in den sonstigen Rücklagen zusammen. Zusätzlich veränderte sich das Eigenkapital durch die Ergebniszuweisung an Anteile anderer Gesellschafter um T€ - 249 (Vorjahr: T€ - 483). Die Summe der ergebnisneutralen und ergebniswirksamen Veränderungen beträgt T€ - 10.043 (Vorjahr: T€ 150.337).

Für das Geschäftsjahr 2018 wurde von der KRONES AG eine Dividende von 1,70 € pro Aktie (Vorjahr: 1,70 € pro Aktie) beschlossen und 2019 ausbezahlt. Dies entspricht einem Auszahlungsbetrag von T€ 53.708 (Vorjahr: T€ 53.708).

Angaben zum Kapitalmanagement

Eine starke Eigenkapitalausstattung ist für KRONES eine wichtige Voraussetzung, um den dauerhaften Fortbestand des Unternehmens zu sichern. Hierfür wird das Kapital regelmäßig auf Basis der Kennzahl Eigenkapitalquote überwacht und gesteuert. Um die Aktionäre angemessen am Unternehmenserfolg zu beteiligen, schüttet KRONES grundsätzlich 25 % bis 30 % des Konzerngewinns an die Aktionäre aus.

10 Kapitalrücklage

Die Kapitalrücklage beträgt T€ 141.724 (Vorjahr T€ 141.724). In der Kapitalrücklage sind neben den Zuzahlungen gem. § 272 Abs. 2 Nr. 4 HGB auch Zahlungen nach § 272 Abs. 2 Nr. 1 HGB in Höhe von T€ 37.848 enthalten.

11 Gewinnrücklagen

Die gesetzliche Rücklage beträgt unverändert zum Vorjahr T€ 51.

Die anderen Gewinnrücklagen enthalten unter anderem die Verrechnung passiver Unterschiedsbeträge aus der Kapitalkonsolidierung der vor dem 1. Januar 2004 konsolidierten Tochtergesellschaften sowie die erfolgsneutralen Anpassungen im Rahmen der erstmaligen Anwendung von IFRS zum 1. Januar 2004. Weiterhin sind die erfolgsneutralen Anpassungen im Rahmen der erstmaligen Anwendung von IFRS 9 und IFRS 15 zum 1. Januar 2018 enthalten.

Die unter den Gewinnrücklagen ausgewiesenen Währungsdifferenzen enthalten erfolgsneutrale Währungsumrechnungen von Abschlüssen ausländischer Tochtergesellschaften. Die Veränderung der Gewinnrücklagen ist der Entwicklung des Konzerneigenkapitals zu entnehmen.

12 Sonstige Rücklagen

Die sonstigen Rücklagen haben sich im Geschäftsjahr 2019 wie folgt entwickelt:

scroll

T€ Rücklage für Pensionsverpflichtungen Rücklage für Cashflow Hedges Sonstige Summe
Stand 31.12.2017 - 91.505 1.133 - 804 - 91.176
Bewertungsänderung 5.948 - 3.070 0 2.878
Mit dem Eigenkapital verrechnete Steuerposition - 1.552 690 0 - 862
Stand 31.12.2018 - 87.109 - 1.247 - 804 - 89.160
Bewertungsänderung - 37.149 - 805 0 - 37.954
Mit dem Eigenkapital verrechnete Steuerposition 10.581 220 0 10.801
Stand 31.12.2019 - 113.677 - 1.832 - 804 - 116.313

In den Bewertungsänderungen von Cashflow-Hedges sind Zuführungen in Höhe von T€ 1.832 und erfolgswirksame Reklassifizierungen in Höhe von T€ - 1.247 nach Steuern enthalten.

13 Anteile anderer Gesellschafter

Im Geschäftsjahr 2019 waren Anteile anderer Gesellschafter in Höhe von T€ - 629 (Vorjahr: T€ - 72) vorhanden.

Eine detaillierte Übersicht zur Zusammensetzung bzw. der Veränderung der einzelnen Eigenkapitalkomponenten des KRONES Konzerns im Geschäftsjahr 2019 sowie im Vorjahr ist in der Eigenkapitalentwicklung auf Seite 135 dargestellt.

14 Rückstellungen für Pensionen

Die Pensionsrückstellungen werden für Verpflichtungen aus Anwartschaften und aus laufenden Leistungen für berechtigte aktive und ehemalige Mitarbeiter der Gesellschaften des KRONES Konzerns sowie deren Hinterbliebene gebildet. Je nach rechtlichen, wirtschaftlichen und steuerlichen Gegebenheiten des jeweiligen Landes bestehen unterschiedliche Formen der Alterssicherung, die in der Regel auf Beschäftigungsdauer und Höhe des Entgeltes der Mitarbeiter basieren.

Für die betriebliche Altersversorgung wird grundsätzlich zwischen beitrags- und leistungsorientierten Versorgungssystemen unterschieden.

Bei beitragsorientierten Versorgungsplänen ("Defined Contribution Plans") geht das jeweilige Unternehmen über die Entrichtung von Beitragszahlungen an zweckgebundene Fonds keine weiteren Verpflichtungen ein. Beitragszahlungen sind als Personalaufwand im laufenden Jahr erfasst.

Bei leistungsorientierten Versorgungsplänen ("Defined Benefit Plans") besteht die Verpflichtung des Unternehmens darin, die zugesagten Leistungen an aktive und frühere Mitarbeiter zu erfüllen, wobei zwischen rückstellungs- und fondsfinanzierten Versorgungssystemen unterschieden wird. Die Höhe der Pensionsverpflichtung (Anwartschaftsbarwert der Versorgungszusagen, sog. "Defined Benefit Obligation") wurde nach versicherungsmathematischen Methoden berechnet. Hierbei sind neben den Annahmen zur Lebenserwartung, basierend auf der Heubeck'schen Richttafel 2018G, folgende Konzerndurchschnittswerte als Prämissen in den versicherungsmathematischen Berechnungen berücksichtigt:

Grundlage für die Pensionsrückstellung in Deutschland ist die Versorgungsordnung vom 31. Dezember 1982, welche mittlerweile geschlossen ist. Diese sieht für alle Mitarbeiter einen Anspruch auf Alters-, Invaliden- und Witwenrenten vor. Altersgrenze ist bei Männern das vollendete 63., bei Frauen das vollendete 60. Lebensjahr. Die Altersrente beträgt für jedes rentenfähige Dienstjahr 1 % (ab 1. Januar 1983 0,5 %) des rentenfähigen Arbeitsverdienstes, maximal aber 25 %. Zu beachten ist weiterhin eine Besitzstandsregelung zum Neuordnungszeitpunkt 31. Dezember 2014.

Bemessungsgrundlage für die Invaliden- bzw. Witwenrente (50 % der Altersrente) ist die bis zur Altersgrenze erreichbare Altersrente, wobei als Invalidenrente nur der Teil gewährt wird, der dem Verhältnis der erreichten zur erreichbaren Dienstzeit entspricht. Feststellungszeitpunkt für den rentenfähigen Arbeitsverdienst ist der 31. Dezember 1982. Für Neuzugänge nach diesem Datum gilt eine feststehende Tabelle. Die einzelnen Regelungen basieren auf individuellen vertraglichen Vereinbarungen.

Es bestehen in Deutschland und in anderen Ländern weitere unwesentliche Versorgungspläne. Auf eine detaillierte Beschreibung kann daher verzichtet werden.

Sowohl die Verpflichtungen aus leistungsorientierten Pensionszusagen als auch das Planvermögen können im Zeitablauf Schwankungen unterliegen. Dadurch kann der Finanzierungsstatus negativ oder positiv beeinflusst werden. Die Schwankungen bei den leistungsorientierten Pensionsverpflichtungen resultieren im KRONES Konzern insbesondere aus der Änderung von finanziellen Annahmen wie den Abzinsungsfaktoren und dem Anstieg der Lebenshaltungskosten; aber auch aus der Änderung demografischer Annahmen wie einer veränderten Lebenserwartung.

scroll

in % Konzerndurchschnitt
2019 2018
--- --- ---
Abzinsungsfaktor 1,2 2,0
Gehaltstrend 0,0 0,0
Rententrend 2,0 2,0

Zur Ableitung der jeweiligen Diskontierungssätze wird auf die für das Ende des Wirtschaftsjahres von der HEUBECK AG, der MERCER DEUTSCHLAND GMBH, TOWERSWATSON UND AON HEWITT veröffentlichten Zinsempfehlungen für Zinssätze zur Bewertung von Pensionsverpflichtungen zurückgegriffen. Basierend auf diesen Werten, welche auf der Grundlage von Renditen für erstrangige, festverzinsliche Industrieanleihen erstellt wurden, wird ein Zinssatz ermittelt, der die voraussichtlichen Auszahlungen der Leistungen widerspiegelt.

Folgende Beträge werden voraussichtlich in den nächsten Jahren in die leistungsorientierte Verpflichtung eingezahlt.

scroll

2019
Innerhalb der nächsten 12 Monate 6.454
Zwischen 2 und 5 Jahren 27.907
Zwischen 5 und 10 Jahren 41.254

Die durchschnittliche gewichtete Restlaufzeit der Altersversorgungsverpflichtung beträgt 20 Jahre (Vorjahr: 18 Jahre).

Der Gehaltstrend umfasst erwartete zukünftige Gehaltssteigerungen, die unter anderem in Abhängigkeit von der Inflation und der Dauer der Zugehörigkeit zum Unternehmen jährlich geschätzt werden. Da die abgeschlossenen Pensionszusagen bei den inländischen Gesellschaften unabhängig von zukünftigen Gehaltssteigerungen sind, wurde für die Ermittlung der entsprechenden Pensionsrückstellung kein Gehaltstrend berücksichtigt.

Aus Erhöhungen oder Verminderungen entweder des Barwertes der leistungsorientierten Verpflichtungen oder des beizulegenden Zeitwerts des Fondsvermögens können versicherungsmathematische Gewinne und Verluste entstehen, deren Ursachen unter anderem Änderungen der Berechnungsparameter, Schätzungsänderungen bezüglich des Risikoverlaufs der Pensionsverpflichtungen und Abweichungen zwischen dem tatsächlichen und dem erwarteten Ertrag aus dem Fondsvermögen sein können. Der Nettowert der Pensionsrückstellungen stellt sich wie folgt dar:

scroll

T€ 31.12.2019 31.12.2018 31.12.2017
Barwert der rückstellungsfinanzierten Versorgungszusagen 234.644 199.099 199.129
Barwert der fondsfinanzierten Versorgungszusagen 53.134 49.534 50.722
Barwert der Versorgungszusagen (Bruttoverpflichtungen) 287.778 248.633 249.851
Zeitwert des Planvermögens - 27.584 - 28.083 - 29.622
Bilanzwert zum 31. Dezember (Nettoverpflichtungen) 260.194 220.550 220.229

Die Pensionsrückstellungen zum Stichtag entfallen mit T€ 248.672 (Vorjahr: T€ 212.086) zum überwiegenden Teil auf die KRONES AG. Die versicherungsmathematischen Gewinne/Verluste aus Änderung der finanziellen Annahmen betragen T€ 37.802 (Vorjahr T€ 9.140). Die erfahrungsbedingten Anpassungen betragen T€ - 653 (Vorjahr T€ - 17); die Anpassungen aufgrund der Veränderung der demografischen Annahmen, betragen T€ 0 (Vorjahr: T€ - 3.311).

Die Zusammensetzung der Aufwendungen aus Pensionsverpflichtungen in Höhe von T€ 5.889 (Vorjahr: T€ 5.272) stellt sich wie folgt dar:

scroll

T€ 31.12.2019 31.12.2018 31.12.2017
Dienstzeitaufwand der Periode 1.213 727 618
Zinsaufwand 5.010 4.562 4.492
erwarteter Ertrag aus dem Planvermögen - 553 - 508 - 545
nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand und Plankürzungen 218 491 156
Aufwendungen für Pensionsverpflichtungen 5.889 5.272 4.721

Die Überleitungen des Barwertes leistungsorientierter Verpflichtungen mit T€ 287.778 (Vorjahr: T€ 248.633) und der beizulegende Zeitwert des Planvermögens mit T€ 27.584 (Vorjahr: T€ 28.083), sowie deren Saldo stellen sich wie folgt dar:

scroll

T€ Barwert der Verpflichtung Beizulegender Zeitwert des Planvermögens Gesamt
Stand 1. Januar 2018 249.851 - 29.622 220.229
Konsolidierter Zugang 3.742 0 3.742
Dienstzeitaufwand der Periode 727 0 727
Zinsaufwand (+) / Zinsertrag (-) 4.562 - 508 4.054
Versicherungsmathematische Gewinne/Verluste - 6.448 500 - 5.948
Einzahlungen des Arbeitgebers 0 - 1.222 - 1.222
Gezahlte Versorgungsleistungen - 4.765 2.752 - 2.013
Erfasster nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand 491 0 491
Währungsdifferenzen 473 17 490
Stand 31. Dezember 2018 248.633 - 28.083 220.550

scroll

T€ Barwert der Verpflichtung Beizulegender Zeitwert des Planvermögens Gesamt
Stand 1. Januar 2019 248.633 - 28.083 220.550
Konsolidierter Zugang 0 0 0
Dienstzeitaufwand der Periode 1.213 0 1.213
Zinsaufwand (+) / Zinsertrag (-) 5.010 - 553 4.457
Versicherungsmathematische Gewinne/Verluste 38.819 - 1.670 37.149
Einzahlungen des Arbeitgebers 0 - 477 - 477
Gezahlte Versorgungsleistungen - 6.518 3.205 - 3.313
Erfasster nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand 929 0 0
Währungsdifferenzen - 308 - 7 - 315
Stand 31. Dezember 2019 287.778 - 27.584 260.194

Die versicherungsmathematischen Gewinne/Verluste bestehen im Wesentlichen aus Änderungen der finanziellen Annahmen. Für die Verwaltung und Steuerung eines Teils des Planvermögens ist der KRONES Unterstützungs-Fonds e. V. verantwortlich. Die KRONES AG ist das Trägerunternehmen dieses Vereins. Für die Verwaltung und Steuerung eines anderen Teils des Planvermögens ist die Allianz Global Investor als Rückdeckungsversicherer verantwortlich.

Der Zeitwert des Planvermögens betrug am 31. Dezember 2019 27,6 Mio. € (Vorjahr: 28,1 Mio. €). Dabei entfallen 23,5 Mio. € (Vorjahr: 23,6 Mio. €) auf Rückdeckungsversicherungen. Das restliche Planvermögen entfällt auf den KRONES Unterstützungs-Fonds e. V. mit Sitz in Neutraubling. Das Fondsvermögen ist in einem von der Allianz GI verwalteten Spezialfonds angelegt und wird aktiv gemanagt. Die zulässigen Instrumente sind in den Anlagerichtlinien erfasst.

Die Anlagestrategie ist defensiv ausgerichtet. Am 31. Dezember 2019 war der AGI-Fonds zu 39,6 % in Staatsanleihen, zu 6,7 % in Pfandbriefen und zu 17,0 % in Unternehmensanleihen mit Investment Grade investiert. 0,6 % wurden als Kasse gehalten. Zusätzlich waren im Wesentlichen Aktienfonds enthalten. Die aktive Steuerung des Zinsänderungsrisikos erfolgt durch den Einsatz von Zinsfutures; die Duration des Investitionsvolumens liegt bei 2,31 Jahren. Steuerung des Währungsrisikos: es werden keine direkten Währungsanlagen getätigt. Das Gesamtrating des Fondsvermögens ist A+. Das Planvermögen der KRONES AG ist zu 84 % aus der Rückdeckungsversicherung der Allianz abgesichert und zu 16 % aus dem KRONES Unterstützungs-Fonds.

Die erwarteten Beiträge in das Planvermögen in 2020 betragen T€ 456. Die erwarteten Rentenzahlungen in 2020, die aus dem Planvermögen vorgenommen werden, betragen T€ 2.849.

Für beitragsorientierte Versorgungspläne (Beiträge zur Rentenversicherung) wurde im Geschäftsjahr 2019 ein Arbeitgeberanteil von T€ 56.742 (Vorjahr: T€ 55.404) aufgewendet.

Die Sensitivitäten der Gesamtpensionsverpflichtung auf Änderungen in den gewichteten Hauptannahmen betragen:

scroll

Auswirkung auf die Verpflichtung
Veränderung der Annahme Erhöhung der Annahme Verminderung der Annahme
--- --- --- ---
Rechnungszins 0,50 % Verminderung um 9,1 % Erhöhung um 10,5 %
Rententrend 0,50 % Verminderung um 7,5 % Erhöhung um 6,7 %
Lebenserwartung 1 Jahr Erhöhung um 4,0 % Verminderung um 3,5 %

Die vorstehende Sensitivitätsanalyse basiert auf der Änderung einer Annahme, während alle anderen Annahmen konstant gehalten werden. Es ist unwahrscheinlich, dass sich dieses in der Realität ereignet und Veränderungen in einigen Annahmen könnten korrelieren. Bei der Berechnung der Sensitivität der leistungsorientierten Verpflichtung zu versicherungsmathematischen Annahmen wurde dieselbe Methode verwendet, mit der Pensionsrückstellungen in der Bilanz ermittelt werden.

15 Sonstige Rückstellungen

scroll

01.01.2019 Konsolidierter Zugang Verbrauch Auflösung Aufzinsung/ Änderung des Zinssatzes Zuführung
Verpflichtungen aus dem Personalbereich 48.453 5.020 9.991 993 964 39.023
Drohverlustrückstellung 31.648 0 17.559 8.252 0 13.011
Gewährleistungsrückstellung 55.648 0 5.798 3.510 60 12.124
Sonstige übrige Rückstellungen 35.139 310 10.297 8.508 46 39.678
Gesamt 170.888 5.330 43.645 21.263 1.070 103.836

scroll

Währungsdifferenzen 31.12.2019 fällig innerhalb 1 Jahr
Verpflichtungen aus dem Personalbereich - 21 82.455 30.371
Drohverlustrückstellung 47 18.895 18.663
Gewährleistungsrückstellung 56 58.580 44.913
Sonstige übrige Rückstellungen - 58 56.310 47.101
Gesamt 24 216.240 141.048

In den Verpflichtungen aus dem Personalbereich sind neben Rückstellungen für Abfindungen im Wesentlichen langfristige Verpflichtungen für die Altersteilzeit enthalten. Die Abfindungsrückstellungen wurden im Zuge einer Restrukturierung in Höhe von T€ 26.528 gebildet und resultieren aus einem geplanten Abbau von 300 Mitarbeitern in Deutschland. In den Verpflichtungen aus dem Personalbereich ist ein Zinseffekt von T€ 964 (Vorjahr: T€ 309) enthalten.

Die Drohverlustrückstellungen beziehen sich auf drohende Verluste, die auf Kundenverträge zurückgehen. Sobald ein drohender Verlust festgestellt wird, wird dieser sofort in seiner erwarteten Höhe angesetzt.

Die Gewährleistungsrückstellungen beziehen sich auf das Projektgeschäft und repräsentieren die erwarteten Kosten aus den jeweiligen Kundenaufträgen. Die Schätzungen für die Verpflichtungen aus dem Projektgeschäft beruhen auf den Erfahrungen der letzten Geschäftsjahre und haben in der Regel eine Vertragslaufzeit zwischen einem und zwei Jahren ab dem Zeitpunkt der Abnahme. KRONES erwartet, den überwiegenden Teil der Rückstellungen für Gewährleistungen damit innerhalb der nächsten zwei Jahre zu begleichen.

Unter den sonstigen übrigen Verpflichtungen sind im Wesentlichen Rückstellungen für Schadensersatz und Prozesskosten enthalten. Die langfristigen Rückstellungen wurden mit Zinssätzen zwischen 0,6 % und 1,0 % abgezinst.

16 Verpflichtungen

scroll

T€ Restlaufzeit bis ein Jahr Restlaufzeit über 1 bis 5 Jahre Restlaufzeit über 5 Jahre Gesamt zum 31.12.2019
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 72.178 64 0 72.242
Vertragsverbindlichkeiten 442.884 0 0 442.884
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 463.722 14 0 463.736
Sonstige Finanzverpflichtungen 5.085 45.666 0 50.751
Verbindlichkeiten aus Leasing 29.802 56.034 3.212 89.048
Sonstige Verpflichtungen * 325.818 2.600 0 328.418
Gesamt 1.339.489 104.378 3.212 1.447.079

* In den sonstigen Verpflichtungen sind finanzielle Verbindlichkeiten in Höhe von T€ 98.654 enthalten.

scroll

T€ Restlaufzeit bis ein Jahr Restlaufzeit über 1 bis 5 Jahre Restlaufzeit über 5 Jahre Gesamt zum 31.12.2018
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 555 3.169 0 3.724
Vertragsverbindlichkeiten 547.222 0 0 547.222
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 491.585 1 0 491.586
Sonstige Finanzverpflichtungen 106.552 41.125 0 147.677
Verbindlichkeiten aus Leasing 118 177 0 295
Sonstige Verpflichtungen * 261.655 2.298 0 263.953
Gesamt 1.407.687 46.770 0 1.454.457

* In den sonstigen Verpflichtungen sind finanzielle Verbindlichkeiten in Höhe von T€ 72.176 enthalten.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten verzinsten sich im Geschäftsjahr mit durchschnittlich 0,15 %.

Überleitung der Bewegungen der Verbindlichkeiten auf die Mittelveränderung aus der Finanzierungstätigkeit

Die folgende Tabelle gibt die Veränderungen der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sowie aus Leasing durch zahlungswirksame und nicht zahlungswirksame Veränderungen an.

scroll

T€ 31.12.18 nicht zahlungswirksame Veränderung durch Erstanwendung IFRS 16 Übrige Veränderungen zahlungswirksame Veränderung nicht zahlungswirksam Veränderung durch Akquisitionen 31.12.19
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 3.724 68.518 0 72.242
Verbindlichkeiten aus Leasing 295 88.186 31.537 - 32.156 1.186 89.048
Gesamt 4.019 88.186 31.537 36.362 1.186 161.290

scroll

T€ 31.12.17 nicht zahlungswirksame Veränderung durch Erstanwendung IFRS 16 Übrige Veränderungen zahlungswirksame Veränderung nicht zahlungswirksam Veränderung durch Akquisitionen 31.12.18
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 24.620 0 - 24.065 3.169 3.724
Verbindlichkeiten aus Leasing 102 291 - 98 0 295
Gesamt 24.722 291 - 24.163 3.169 4.019

Die übrigen Veränderungen enthalten im Wesentlichen Zugänge aus neu abgeschlossenen Leasingverhältnissen.

In den sonstigen Finanzverbindlichkeiten sind Verpflichtungen aus Wechseln, Put-/Call-Optionen und Earn-out Verpflichtungen enthalten. Die Verpflichtungen aus Wechseln stellen nach IFRS 9 mögliche Verpflichtungen aus veräußerten Wechseln dar und werden in Höhe von T€ 0 (Vorjahr: T€ 106.670) auch als Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ausgewiesen.

Die sonstigen Verpflichtungen setzen sich wie folgt zusammen:

scroll

T€ Restlaufzeit bis ein Jahr Restlaufzeit über 1 bis 5 Jahre Restlaufzeit über 5 Jahre Gesamt zum 31.12.2019
Verbindlichkeiten aus Steuern 36.382 74 0 36.456
Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit 8.959 0 0 8.959
Verbindlichkeiten aus Lohn- und Gehaltsverrechnung 23.802 928 0 24.730
Abgegrenzte Schulden 221.998 0 0 221.998
Sonstige 34.677 1.598 0 36.275
Gesamt 325.818 2.600 0 328.418

Die abgegrenzten Schulden in Höhe von T€ 221.998 (Vorjahr: T€ 158.605) stellen Verpflichtungen dar, die eine höhere Wahrscheinlichkeit bzgl. ihrer Höhe und Fälligkeit besitzen, als dies bei Rückstellungen der Fall ist. Sie beinhalten als wesentliche Positionen ausstehende Lieferantenrechnungen, Verpflichtungen für Gleitzeitguthaben und Urlaubsrückstände sowie für Erfolgsbeteiligungen.

scroll

T€ Restlaufzeit bis ein Jahr Restlaufzeit über 1 bis 5 Jahre Restlaufzeit über 5 Jahre Gesamt zum 31.12.2018
Verbindlichkeiten aus Steuern 32.999 0 0 32.999
Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit 9.887 0 0 9.887
Verbindlichkeiten aus Lohn- und Gehaltsverrechnung 27.653 1.354 0 29.007
Abgegrenzte Schulden 158.605 0 0 158.605
Sonstige 32.511 944 0 33.455
Gesamt 261.655 2.298 0 263.953

17 Eventualverpflichtungen

Es bestehen im Geschäftsjahr wie im Vorjahr keine Eventualverpflichtungen.

18 Sonstige Angaben zu Finanzinstrumenten

Die derivativen Finanzinstrumente des KRONES Konzerns decken im Wesentlichen die Währungskursrisiken des US-Dollars, des kanadischen Dollars, der norwegischen Krone sowie des japanischen Yens und des Euros ab.

Die Nominalwerte und beizulegenden Zeitwerte der derivativen Finanzinstrumente stellen sich am Bilanzstichtag wie folgt dar:

scroll

T€ 31.12.2019 Nominalwert 31.12.2018 Nominalwert 31.12.2019 Beizulegender Zeitwert 31.12.2018 Beizulegender Zeitwert
Finanzielle Vermögenswerte
Währungssicherung
Devisentermingeschäfte 85.689 55.041 903 860
davon Hedge Accounting 76.953 28.875 872 450
Finanzielle Verbindlichkeiten
Währungssicherung
Devisentermingeschäfte 197.511 73.431 3.392 1.981
davon Hedge Accounting 97.853 61.338 2.479 1.781

Der beizulegende Zeitwert beinhaltet neben der Differenz zwischen dem von der jeweiligen Geschäftsbank erhaltenen Terminkurs und dem Kurs zum Bilanzstichtag angemessene Auf- bzw. Abschläge unter Verwendung anerkannter finanzmathematischer Verfahren. Diese Finanzinstrumente werden grundsätzlich zum Handelstag bilanziert.

Das Ausfallrisiko aus derivativen Finanzinstrumenten besteht maximal in der Höhe des Saldos der positiven Marktwerte bei Ausfall eines Vertragspartners. Die dargestellten Cashflow Hedges sind grundsätzlich effektiv. Der Nettoverlust aus Derivaten beträgt im Berichtsjahr T€ - 5.037 (Vorjahr: Nettoverlust T€ 386).

Die deutschen Rahmenverträge und die ISDA-Vereinbarungen erfüllen nicht die Kriterien für eine Saldierungspflicht in der Konzern-Bilanz. Dies liegt daran, dass zum gegenwärtigen Zeitpunkt kein Rechtsanspruch auf die Saldierung der erfassten Beträge besteht. Das Recht auf Saldierung ist nur bei Eintritt künftiger Ereignisse, wie z. B. der Insolvenz einer Vertragspartei, durchsetzbar. Es bestehen ebenfalls keine Aufrechnungsmöglichkeiten bei direkt von Tochterunternehmen der KRONES Gruppe abgeschlossenen Sicherungsgeschäften.

Die folgende Tabelle stellt die Buchwerte der finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten, die diesen Vereinbarungen unterliegen, dar:

scroll

T€ 31.12.2019 31.12.2018
Finanzielle Vermögenswerte
Bruttowerte der finanziellen Vermögenswerte 1.688.445 1.887.606
Werte, die gemäß IAS 32.42 saldiert werden 0 0
Nettowerte der finanziellen Vermögenswerte 1.688.445 1.887.606
Werte mit Globalnettingvereinbarung
Derivate - 3.392 - 1.981
Nettobetrag der finanziellen Vermögenswerte 1.685.053 1.885.625
Finanzielle Verbindlichkeiten
Bruttowerte der finanziellen Verbindlichkeiten 774.431 715.458
Werte, die gemäß IAS 32.42 saldiert werden 0 0
Nettowerte der finanziellen Verbindlichkeiten 774.431 715.458
Werte mit Globalnettingvereinbarung 0 0
Derivate - 903 - 860
Nettobetrag der finanziellen Verbindlichkeiten 773.528 714.598

In der nachfolgenden Tabelle sind die Finanzinstrumente nach Bewertungskategorien und Klassen dargestellt und Finanzinstrumente, die zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, in die Bewertungshierarchie eingeordnet.

scroll

31.12.2019 Bewertung nach IFRS 9
in T€ Buchwert 31.12.2019 Davon im Anwendungsbereich des IFRS 7 Zu fortgeführten Anschaffungskosten (AC) Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert (FVTPL)
--- --- --- --- ---
Vermögenswerte
Finanzanlagen 28.127 3.307 3.307
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 961.789 961.789 961.789
Vertragsvermögenswerte 571.261 571.261 571.261
Sonstige Vermögenswerte 165.419 41.706 40.803 31
davon Derivate 903 903 31
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 110.382 110.382 110.382
Schulden
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 72.242 72.242 72.242
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 463.736 463.736 463.736
Sonstige Finanzverpflichtungen und Verbindlichkeiten aus Leasing 139.799 139.799 50.751
Sonstige Verpflichtungen und Rückstellungen mit Verbindlichkeitscharakter 328.418 98.654 95.262 913
davon Derivate 3.392 3.392 913

scroll

31.12.2019 Bewertung nach IFRS 9
in T€ Erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert (FVTOCI) Bewertung nach IFRS 16
--- --- ---
Vermögenswerte
Finanzanlagen
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
Vertragsvermögenswerte
Sonstige Vermögenswerte 872
davon Derivate 872
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente
Schulden
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
Sonstige Finanzverpflichtungen und Verbindlichkeiten aus Leasing 89.048
Sonstige Verpflichtungen und Rückstellungen mit Verbindlichkeitscharakter 2.479
davon Derivate 2.479

scroll

31.12.2019 Bewertungshierarchie
in T€ Level 1 Level 2 Level 3
--- --- --- ---
Vermögenswerte
Finanzanlagen
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
Vertragsvermögenswerte
Sonstige Vermögenswerte 903
davon Derivate 903
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente
Schulden
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
Sonstige Finanzverpflichtungen und Verbindlichkeiten aus Leasing 50.751
Sonstige Verpflichtungen und Rückstellungen mit Verbindlichkeitscharakter 3.392
davon Derivate 3.392

scroll

31.12.2018 Bewertung nach IFRS 9
in T€ Buchwert 31.12.2018 Davon im Anwendungsbereich des IFRS 7 Zu fortgeführten Anschaffungskosten (AC) Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert (FVTPL)
--- --- --- --- ---
Vermögenswerte
Finanzanlagen 8.770 3.805 3.805
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 987.970 987.970 987.970
Vertragsvermögenswerte 647.089 647.089 647.089
Sonstige Vermögenswerte 166.128 29.940 29.080 410
davon Derivate 860 860 410
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 218.802 218.802 218.802
Schulden
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 3.724 3.724 3.724
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 491.586 491.586 491.586
Sonstige Finanzverpflichtungen 147.972 147.972 106.889 41.083
Sonstige Verpflichtungen und Rückstellungen mit Verbindlichkeitscharakter 263.953 72.176 69.899 199
davon Derivate 1.982 1.982 199

scroll

31.12.2018 Bewertung nach IFRS 9
in T€ Erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert (FVTOCI) Bewertung nach IAS 17
--- --- ---
Vermögenswerte
Finanzanlagen
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
Vertragsvermögenswerte
Sonstige Vermögenswerte 450
davon Derivate 450
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente
Schulden
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
Sonstige Finanzverpflichtungen
Sonstige Verpflichtungen und Rückstellungen mit Verbindlichkeitscharakter 1.781 295
davon Derivate 1.781

scroll

31.12.2018 Bewertungshierarchie
in T€ Level 1 Level 2 Level 3
--- --- --- ---
Vermögenswerte
Finanzanlagen
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
Vertragsvermögenswerte
Sonstige Vermögenswerte 860
davon Derivate 860
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente
Schulden
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
Sonstige Finanzverpflichtungen 41.083
Sonstige Verpflichtungen und Rückstellungen mit Verbindlichkeitscharakter 1.982
davon Derivate 1.982

Die Entwicklung der in Level 3 eingestuften und zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Finanzinstrumente stellt sich wie folgt dar:

scroll

in T€ 2019 2018
Nettobuchwert am 01.01. 41.083 26.974
Zugänge durch Akquisition 0 2.582
Veränderungen 9.668 11.527
(davon Währungseffekte) 172 234
Nettobuchwert am 31.12. 50.751 41.083

Sonstige Veränderungen fanden nicht statt. Die auf individuellen Bewertungsparametern basierenden und zum beizulegenden Zeitwert bilanzierten finanziellen Verbindlichkeiten beinhalten neben bedingten Kaufpreisbestandteilen kombinierte Put-Call-Optionen aus Unternehmenserwerben. Diese werden unter den sonstigen Finanzverpflichtungen ausgewiesen und wurden unter Berücksichtigung vertraglicher Vereinbarungen auf Basis anerkannter finanzmathematischer Modelle sowie unter Berücksichtigung der zum Bilanzstichtag vorliegenden Markt- und Unternehmensdaten bewertet.

Der beizulegende Zeitwert der Put-/Call-Option der SYSTEMS LOGISTICS wurde anhand der Discounted Cashflow-Methode bewertet. Inputfaktoren sind insbesondere die Mittelfristplanung sowie der Diskontierungszins. Die geschätzte Bandbreite der nicht diskontierten Ausübungspreise beträgt zum Bilanzstichtag zwischen T€ 18.070 und T€ 55.104. Ausgehend davon beträgt der beizulegende Zeitwert zum Bilanzstichtag T€ 36.133. Der beizulegende Zeitwert der Put-Option der IPS PLASTICS wurde anhand der Discounted Cashflow-Methode bewertet. Inputfaktoren sind insbesondere die Mittelfristplanung sowie der Diskontierungszins. Ausgehend davon beträgt der beizulegende Zeitwert zum Bilanzstichtag T€ 1.277.

Umgruppierungen zwischen den einzelnen Stufen haben nicht stattgefunden.

Die Altersstruktur der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und der sonstigen Forderungen stellt sich zum 31. Dezember 2019 wie folgt dar:

scroll

in T€ davon: zum Abschlussstichtag in den folgenden Zeitbändern überfällig
Buchwert davon: zum Abschlussstichtag nicht überfällig bis zu 90 Tagen zwischen 90 und 180 Tagen zwischen 180 und 360 Tagen über 360 Tagen
--- --- --- --- --- --- ---
31.12.2019 Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und Vertragsvermögenswerte 1.533.050 1.368.344 115.204 21.677 19.501 8.324
31.12.2018 Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und Vertragsvermögenswerte 1.635.059 1.460.726 116.017 21.212 24.337 12.767

Das Ausfallrisiko, dem der Konzern aus seinen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und Vertragsvermögenswerten ausgesetzt ist, hängt maßgeblich von der Bonität des Kunden ab.

Das KRONES Management hat einen Prozess implementiert, bei dem jeder Kunde auf Basis von externen Daten, wie beispielsweise Ratings, oder internen Daten, wie bspw. Zahlungsverhalten und Fälligkeit der Forderungen, hinsichtlich seiner Kreditwürdigkeit beurteilt wird.

Die finale Bewertung erfolgt auf Basis von Kundengruppen, sowie nach der Einordnung des Kunden in eine von fünf Risikokategorien A - E je Überfälligkeit der Forderungen.

Für jede Risikokategorie wird auf Basis von aussagekräftigen Daten eine erwartete Ausfallquote ermittelt.

Die nachfolgende Tabelle zeigt die Bruttobuchwerte sowie die erwarteten Verluste für Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und Vertragsvermögenswerte:

scroll

Ratingbasiert zum 31.12.2019 Bruttobuchwert

in T€
Durchschnittliche Verlustrate Wertberichtigung

in T€
Key Accounts 536.860 0,11 % 501
Großkunden 706.849 1,81 % 7.224
Gesamt 1.243.709 12.179

scroll

Ratingbasiert zum 31.12.2018 Bruttobuchwert

in T€
Durchschnittliche Verlustrate Wertberichtigung

in T€
Key Accounts 471.345 0,45 % 1.984
Großkunden 821.086 0,99 % 7.330
Gesamt 1.292.431 9.314

Indikatoren für eine beeinträchtigte Bonität von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und Vertragsvermögenswerten sind beispielsweise signifikante finanzielle Schwierigkeiten des Kunden.

scroll

Kategorie
31.12.2019 A B C D E Gesamt
--- --- --- --- --- --- ---
Durchschnittliche Verlustrate in % 0,56 % 0,50 % 1,45 % 4,20 % 11,21 %
Bruttobuchwert in T€ 252.763 42.674 15.182 7.001 12.291 329.911
Wertberichtigung in T€ 1.417 212 220 294 1.378 3.521

scroll

Kategorie
31.12.2018 A B C D E Gesamt
--- --- --- --- --- --- ---
Durchschnittliche Verlustrate in % 0,23 % 0,18 % 1,70 % 5,33 % 39,62 %
Bruttobuchwert in T€ 279.308 49.426 9.342 9.998 8.225 356.299
Wertberichtigung in T€ 608 81 147 495 3.026 4.357

Darüber hinaus wurden für uneinbringliche Forderungen Einzelwertberichtigungen in Höhe von T€ 24.874 (Vorjahr: T€ 21.901) gebildet.

Die folgende Fälligkeitsübersicht zeigt, wie die undiskontierten Cashflows der Verbindlichkeiten zum 31. Dezember 2019 die Liquiditätssituation des Unternehmens beeinflussen.

scroll

in T€ Cashflow Cashflow Cashflow
Buchwert 2020 2021 - 2024 nach 2024
--- --- --- --- --- --- ---
31.12.2019 Zinsen Tilgung Zinsen Tilgung Zinsen
--- --- --- --- --- --- ---
Derivate Finanzinstrumente 3.392 0 2.828 0 564 0
Verbindlichkeiten ggü. Kreditinstituten 72.242 0 72.178 3 64 0
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 463.736 0 463.722 0 14 0
Verbindlichkeiten aus Leasingverhältnissen 89.048 2.082 29.802 5.125 56.034 611
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 146.013 0 100.347 0 47.216 0
774.431 2.082 668.877 5.128 103.892 611

scroll

in T€ Cashflow
nach 2024
--- ---
Tilgung
--- ---
Derivate Finanzinstrumente 0
Verbindlichkeiten ggü. Kreditinstituten 0
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 0
Verbindlichkeiten aus Leasingverhältnissen 3.212
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 0
3.212

scroll

in T€ Cashflow Cashflow Cashflow
Buchwert 2019 2020 - 2023 nach 2023
--- --- --- --- --- --- ---
31.12.2018 Zinsen Tilgung Zinsen Tilgung Zinsen
--- --- --- --- --- --- ---
Derivate Finanzinstrumente 1.982 0 1.980 0 2 0
Verbindlichkeiten ggü. Kreditinstituten 3.724 0 555 680 3.169 0
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 491.586 0 491.585 0 1 0
Verbindlichkeiten aus Leasingverhältnissen 295 6 118 15 177 0
Diskontierte Kundenwechsel 106.670 0 106.670 0 0 0
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 111.201 0 69.899 44 41.302 0
715.458 6 670.807 739 44.651 0

scroll

in T€ Cashflow
nach 2023
--- ---
Tilgung
--- ---
Derivate Finanzinstrumente 0
Verbindlichkeiten ggü. Kreditinstituten 0
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 0
Verbindlichkeiten aus Leasingverhältnissen 0
Diskontierte Kundenwechsel 0
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 0
0

Wesentliche Fremdwährungspositionen nach Klassen des IFRS 7:

scroll

31.12.2019

in T€
Währung USD Währung NOK Währung CAD Währung CNY Währung JPY
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 310 0 450 0 0
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 0 1.920 0 0 0
Sonstige Finanzforderungen 0 0 0 0 0
Derivate mit positiven Marktwerten 395 0 0 1 474
Summe Aktiva 705 1.920 450 1 474
Verbindlichkeiten
Lieferungen und Leistungen 2.044 18 8.117 317 - 3.129
gegenüber Kreditinstituten 0 0 0 0 0
Sonstige Verbindlichkeiten 0 0 0 0 0
Derivate mit negativen Marktwerten 1.611 24 1.198 545 - 8
Summe Passiva 3.655 42 9.315 862 - 3.137
Saldo Aktiva und Passiva - 2.950 1.878 - 8.865 - 861 -2.663
Netto-Exposure per 31.12.2019 - 2.950 1.878 - 8.865 - 861 -2.663

Eine Veränderung des Stichtagskurses um + 10 % in Bezug der Fremdwährung zum Euro (Mengennotierung) würde folgende Auswirkung auf das Ergebnis nach Steuern bzw. auf andere Eigenkapitalbestandteile haben:

scroll

in T€ Währung USD Währung NOK Währung CAD Währung CNY Währung JPY
Konzern-Gewinn-und-Verlust-Rechnung - 2.958 - 12 536 - 2.512 206
Konzerneigenkapital 5.590 0 1.654 1.953 1.478

scroll

31.12.2018

in T€
Währung USD Währung NOK Währung CAD Währung CNY Währung GBP
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 395 0 132 56 0
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 907 0 5.238 0 0
Sonstige Finanzforderungen 0 635 34 0 0
Derivate mit positiven Marktwerten 194 284 269 0 45
Summe Aktiva 1.496 919 5.673 56 45
Verbindlichkeiten
Lieferungen und Leistungen - 2.114 0 0 - 1.082 - 39
gegenüber Kreditinstituten 0 0 0 0 0
Sonstige Verbindlichkeiten - 856 - 14.217 - 2.543 0 - 4.007
Derivate mit negativen Marktwerten -1.100 - 11 - 7 - 589 0
Summe Passiva - 4.070 - 14.228 - 2.550 - 1.671 - 4.046
Saldo Aktiva und Passiva - 2.574 - 13.309 3.123 - 1.615 - 4.001
Netto-Exposure per 31.12.2018 - 2.574 - 13.309 3.123 - 1.615 - 4.001

Eine Veränderung des Stichtagskurses um + 10 % in Bezug der Fremdwährung zum Euro (Mengennotierung) würde folgende Auswirkung auf das Ergebnis nach Steuern bzw. auf andere Eigenkapitalbestandteile haben:

scroll

in T€ Währung USD Währung NOK Währung CAD Währung CNY Währung GBP
Konzern-Gewinn-und-Verlust-Rechnung -116 1.254 -87 68 567
Konzerneigenkapital 3.022 1.254 553 214 671

Erläuterungen der Konzern-Gewinn-und-Verlust-Rechnung

19 Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse des KRONES Konzerns in Höhe von T€ 3.958.875 (Vorjahr: T€ 3.853.980) sind erfasste Erlöse aus Verträgen mit Kunden. Die Erlöse aus Verträgen mit Kunden teilen sich wie folgt nach Segmenten und nach Rechnungsempfänger in geografischen Regionen auf.

scroll

T€ 2019 2018
Maschinen und Anlagen zur Produktabfüllung und Produktausstattung Maschinen und Anlagen zur Getränkeproduktion/ Prozesstechnik Maschinen und Anlagen zur Produktabfüllung und Produktausstattung Maschinen und Anlagen zur Getränkeproduktion/ Prozesstechnik
--- --- --- --- ---
Deutschland 394.327 74.027 273.431 88.913
Mitteleuropa (ohne Deutschland) 187.141 13.832 205.006 19.587
Westeuropa 448.784 171.362 543.892 177.751
Mittlerer Osten/Afrika 385.806 65.640 424.271 76.371
Osteuropa 201.245 44.152 164.971 22.458
Russland, Zentralasien (GUS) 69.992 6.365 62.014 17.842
Asien/Pazifik 449.856 71.182 402.170 43.556
China 361.781 10.039 277.993 12.778
Nord- und Mittelamerika 536.520 146.939 420.611 112.452
Südamerika/Mexiko 229.965 89.920 403.491 104.422
Gesamt 3.265.417 693.458 3.177.850 676.130

Die Vertragsvermögenswerte und Vertragsverbindlichkeiten des Konzerns haben sich im Geschäftsjahr wie folgt entwickelt:

scroll

T€ 31.12.2019 01.01.2018
Vertragsvermögenswerte 571.261 647.089
Vertragsverbindlichkeiten 442.884 547.222

Im Geschäftsjahr 2019 wurden Erlöse in Höhe von T€ 547.222 (Vorjahr: T€ 392.986) erfasst, welche zu Beginn der Berichtsperiode im Saldo der Vertragsverbindlichkeiten erfasst waren.

Die Verminderung der Vertragsvermögenswerte resultiert im Wesentlichen aus einem niedrigeren Anarbeitungsvolumen. Die Verminderung der Vertragsverbindlichkeiten resultiert im Wesentlichen aus einer Verminderung der Vorauszahlungen von Kunden.

Der Transaktionspreis, der den zum Ende der Berichtsperiode nicht (oder teilweise nicht) erfüllten Leistungsverpflichtungen zugeordnet wird, beträgt T€ 32.057 (Vorjahr: T€ 25.072). KRONES wird diese im Wesentlichen innerhalb der nächsten 36 Monate als Erlös erfassen. Die Angaben gem. IFRS 15.120 unterbleiben für Leistungsverpflichtungen mit einer erwarteten ursprünglichen Laufzeit von maximal einem Jahr.

In dem Segment Maschinen und Anlagen zur Produktabfüllung und Produktausstattung werden die Umsätze überwiegend zeitraumbezogen realisiert, im Segment Maschinen und Anlagen zur Getränkeproduktion/ Prozesstechnik werden die Umsätze nahezu vollständig zeitraumbezogen realisiert.

20 Andere aktivierte Eigenleistungen

Die anderen aktivierten Eigenleistungen beinhalten im Wesentlichen aktivierte Entwicklungskosten und aktivierte Eigenleistungen des Sachanlagevermögens im Zusammenhang mit den Produktionsstandorten Ungarn und Neutraubling.

Bzgl. der nach IAS 38 aktivierten Entwicklungskosten sei auf die Anmerkungen bei den immateriellen Vermögenswerten verwiesen.

21 Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge in Höhe von T€ 99.826 (Vorjahr: T€ 114.492) bestehen neben den als periodenfremd zu bezeichnenden Erträgen aus der Auflösung von Rückstellungen und Rückstellungen mit Verbindlichkeitscharakter (T€ 16.062; Vorjahr: T€ 13.727), Gewinne aus Anlagenabgang (T€ 846; Vorjahr: T€ 479) und aus der Auflösung von Wertberichtigungen (T€ 2.032; Vorjahr: T€ 7.910) im Wesentlichen aus Fremdwährungsgewinnen in Höhe von T€ 35.505 (Vorjahr: T€ 36.548). Dem standen im sonstigen betrieblichen Aufwand Zuführungen zu Wertberichtigungen (T€ 14.598; Vorjahr: T€ 3.148) und Kursverluste in Höhe von T€ 45.888 (Vorjahr: T€ 45.201) gegenüber.

22 Materialaufwand

Der Materialaufwand teilt sich in Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren in Höhe von T€ 1.525.551 (Vorjahr: T€ 1.523.504) und Aufwendungen für bezogene Leistungen in Höhe von T€ 516.237 (Vorjahr: T€ 508.521) auf.

23 Personalaufwand

Innerhalb des KRONES Konzerns waren im Jahresdurchschnitt 16.589 Mitarbeiter (Vorjahr: 15.330) inkl. Auszubildende (591; Vorjahr: 546) beschäftigt. Die Mitarbeiter im KRONES Konzern setzen sich im Jahresdurchschnitt wie folgt zusammen:

scroll

2019 2018
Außertarifliche Mitarbeiter 2.907 2.766
Tarifmitarbeiter 13.682 12.564
Gesamt 16.589 15.330

24 Sonstige betriebliche Aufwendungen

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind unter anderem neben den periodenfremden Verlusten aus Anlagenabgang in Höhe von T€ 630 (Vorjahr: T€ 453), Zuführungen zu Wertberichtigungen (T€ 14.598; Vorjahr: T€ 3.148) sowie sonstige Steuern in Höhe von T€ 6.152 (Vorjahr: T€ 5.664) vor allem Frachtkosten (T€ 121.034; Vorjahr: T€ 124.272), Reisekosten (T€ 115.479; Vorjahr: T€ 110.677), Fremdwährungsverluste (T€ 45.888; Vorjahr: T€ 45.201), Miete und Reinigungskosten (T€ 6.719; Vorjahr: T€ 40.873) und Wartungskosten (T€ 38.985; Vorjahr: T€ 36.191) enthalten.

25 Finanzergebnis

Das Finanzergebnis in Höhe von T€ - 2.206 (Vorjahr: T€ 1.099) setzt sich wie folgt zusammen:

scroll

2019 2018
Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 0 2
Zinsen und ähnliche Erträge 7.520 6.121
Zinsen und ähnliche Aufwendungen - 14.628 - 14.592
Zinsergebnis - 7.108 - 8.471
Erträge aus Beteiligungen 5.588 8.747
Gewinne und Verlustanteile von assoziierten Unternehmen die nach der Equity Methode bilanziert werden - 686 821
Finanzergebnis - 2.206 1.099

Das Finanzergebnis ist neben den Zinsen und ähnlichen Erträgen in Höhe von T€ 7.520 (Vorjahr: T€ 6.121), denen Zinsen und ähnliche Aufwendungen in Höhe von T€ 14.628 (Vorjahr: T€ 14.592) gegenüberstehen, auch durch Erträge aus Beteiligungen an nichtkonsolidierten Gesellschaften in Höhe von T€ 5.588 (Vorjahr: T€ 8.747) geprägt. In den Zinsen und ähnlichen Erträgen sind Verminderungen von Put-Options und Earn-Out-Verpflichtungen in Höhe von T€ 1.231 (Vorjahr: T€ 563) enthalten. In den Zinsen und ähnlichen Aufwendungen sind die Zinsen auf Leasingverbindlichkeiten von T€ 3.297 (Vorjahr: T€ 4), die Abwertung der at-equity Anteile an der INTEGRATED PACKAGING SYSTEMS (IPS) FZCO, Dubai, von T€ 4.729 enthalten sowie die Erhöhung von Put-Options und Earn-Out-Verpflichtungen von T€ 3.615 (Vorjahr: T€ 10.749). Weitere Erläuterungen zu den nach der Equity-Methode bilanzierten Beteiligungen finden sich in der Anhangsangabe unter der Position 4.

26 Ertragsteuern

Die Ertragsteuern betrugen im Geschäftsjahr 2019 T€ - 32.501 (Vorjahr: T€ - 53.650). Weitere Informationen sind unter der Position 8 "Ertragsteuern" (Seite 161 bis 162) dargestellt.

27 Ergebnis je Aktie

Nach IAS 33 "Earnings per Share" ergibt sich das unverwässerte Ergebnis je Aktie durch Division des Konzernergebnisses - ohne Ergebnisanteil anderer Gesellschafter - durch die durchschnittlich gewichtete Anzahl der im Umlauf befindlichen Stammaktien wie folgt:

Wie im Vorjahr entspricht das verwässerte Ergebnis je Aktie dem unverwässerten Ergebnis.

scroll

2019 2018
Konzernergebnis nach Anteilen anderer Gesellschafter (in T€) 9.491 151.083
Durchschnittliche Anzahl der in Umlauf befindlichen Stammaktien (Stück) 31.593.072 31.593.072
Ergebnis je Aktie (in €) 0,30 4,78

Erstmals angewandte Rechnungslegungsvorschriften

Aus der erstmaligen Anwendung des neuen Rechnungslegungsstandards IFRS 16 "Leasingverhältnisse" ergeben sich Änderungen von Rechnungslegungsmethoden, die nachfolgend beschrieben werden. Aus anderen erstmals anzuwendenden Rechnungslegungsstandards und Interpretationen resultieren keine Auswirkungen auf den Konzernabschluss.

IFRS 16 Leasingverhältnisse

IFRS 16 ersetzt die vorhandenen Regelungen zu Leasingverhältnissen, darunter IAS 17 "Leasingverhältnisse", IFRIC 4 "Feststellung, ob eine Vereinbarung ein Leasingverhältnis enthält", SIC 15 "Operating-Leasingverhältnisse" und SIC 27 "Beurteilung des wirtschaftlichen Gehalts von Transaktionen in der rechtlichen Form von Leasingverhältnissen". Der Standard wurde zum 1. Januar 2019 erstmalig angewandt.

Der Konzern hat sich für die Anwendung des praktischen Behelfs für den Übergang entschieden. Danach muss er zum 1. Januar 2019 nicht erneut beurteilen, ob ein Vertrag ein Leasingverhältnis begründet oder beinhaltet. Stattdessen hat der Konzern den Standard nur auf solche Verträge angewandt, die er vorher unter Anwendung von IAS 17 und IFRIC 4 zum Erstanwendungszeitpunkt als Leasingverhältnisse einstuft.

KRONES wendet die modifiziert retrospektive Methode an, wonach die kumulierten Effekte der erstmaligen Anwendung als Anpassung des Eröffnungsbilanzwerts der Gewinnrücklagen zu zeigen sind. Im Rahmen der erstmaligen Anwendung wurden Nutzungsrechte in Höhe des Barwerts der Leasingverbindlichkeiten in Höhe von T€ 88.481 angesetzt mit der Folge, dass sich hieraus keine Veränderung der Gewinnrücklagen ergab. Die Vorjahreszahlen wurden nicht angepasst.

KRONES nimmt in Bezug auf die Wahlrechte die Erleichterungsvorschriften für Leasingverhältnisse, denen ein Vermögenswert von geringem Wert zugrunde liegt, für kurzfristige Leasingverhältnisse sowie für immaterielle Leasingverhältnisse in Anspruch. Außerdem werden in den Leasingraten enthaltene Servicekomponenten zur Berechnung des Barwerts der Leasingzahlungen mit herangezogen.

Ausgehend von den operativen Leasingverpflichtungen zum 31. Dezember 2018 ergab sich folgende Überleitung auf den Eröffnungsbilanzwert der Leasingverbindlichkeiten zum 1. Januar 2019.

scroll

T€ 01.01.2019
Operative Leasingverpflichtungen zum 31. Dezember 2018 * 72.524
Mindestleasingzahlungen (Nominalwert) der Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing zum 31. Dezember 2018 307
Anwendungserleichterung für Leasingverhältnisse über geringwertige Vermögenswerte - 1.702
Hinreichend sichere Verlängerungs- und Kündigungsoptionen 27.063
Brutto-Leasingverbindlichkeiten zum 1. Januar 2019 98.191
Abzinsung 9.710
Leasingverbindlichkeiten zum 1. Januar 2019 88.481
Barwert der Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing zum 31. Dezember 2018 - 295
Zusätzliche Leasingverbindlichkeiten durch Erstanwendung von IFRS 16 zum 1. Januar 2019 88.186

* korrigierter Wert

Die Leasingverbindlichkeiten wurden unter Verwendung des Grenzfremdkapitalzinssatzes zum 1. Januar 2019 abgezinst. Der gewichtete durchschnittliche Grenzfremdkapitalzinssatz betrug dabei 3,6 %. Zur Ermittlung des Grenzfremdkapitalzinssatzes wurden Referenzzinssätze für die den eingegangenen Leasingverhältnissen zugrunde liegenden Zeiträume aus den Renditen vergleichbarer Unternehmensanleihen in vergleichbarem wirtschaftlichem Umfeld und mit vergleichbarer Besicherung abgeleitet. Die Referenzzinssätze wurden um eine Leasingrisikoprämie ergänzt.

Angaben zu Nutzungsrechten und Leasingverbindlichkeiten sowie weitere Erläuterungen finden sich unter den entsprechenden Bilanzposten.

Sonstige Erläuterungen

Prüfungs- und Beratungsgebühren

Das für das Geschäftsjahr berechnete Gesamthonorar des Abschlussprüfers beträgt für

scroll

2019
Abschlussprüfungsleistungen 471
Andere Bestätigungsleistungen 59
Sonstige Leistungen 30

Angaben nach der EU-Abschlussprüferverordnung

Die anderen Bestätigungsleistungen enthalten gesetzlich vorgeschriebene Prüfungen von Systemen und Funktionen der Unternehmenssteuerung und -überwachung (nach nationalem Recht erforderliche Nichtprüfungsleistung) sowie nicht gesetzlich vorgeschriebene Bestätigungsleistungen in Bezug auf nicht finanzielle Informationen (Nichtprüfungsleistung).

Bei den Sonstigen Leistungen handelt es sich um eine Benchmarkanalyse (Nichtprüfungsleistung).

Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Die Entstehung und schnelle Verbreitung des Coronavirus (COVID-19) seit Anfang 2020 hat sich auf die Geschäfts- und Wirtschaftstätigkeit nicht nur in China, sondern weltweit ausgewirkt. Eine Schätzung des finanziellen Effekts dieses Ereignisses auf KRONES war zum Zeitpunkt der Veröffentlichung des Geschäftsberichts nicht möglich, weil das Ausmaß der Verbreitung und die Folgen für das Geschäft von KRONES nicht abschätzbar war.

Angaben über Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen

Als nahestehende Unternehmen oder Personen im Sinne des IAS 24 "Angaben über Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen" kommen grundsätzlich die Mitglieder des Aufsichtsrats und des Vorstands der KRONES AG sowie die Unternehmen des KRONES Konzerns einschließlich nicht konsolidierter Tochtergesellschaften in Betracht.

Die oberste beherrschende Gesellschaft der KRONES AG ist die Familie Kronseder Konsortium GbR. Verkäufe und Erlöse zwischen den nahestehenden Gesellschaften werden zu marktüblichen Preisen ("at arm's length") getätigt. Aus Verkäufen an nichtkonsolidierte Tochtergesellschaften aus dem Liefer- und Leistungsverkehr sind im Geschäftsjahr 2019 T€ 31.534 (Vorjahr: T€ 27.738) angefallen. Die von diesen Tochtergesellschaften empfangenen Provisionsleistungen betragen im Geschäftsjahr 2019 T€ 5.262 (Vorjahr: T€ 8.885). Aus dem Liefer- und Leistungsverkehr sowie sonstigem Zahlungsverkehr resultiert ein aktivischer Saldo in Höhe von T€ 11.972 (Vorjahr: aktivischer Saldo T€ 10.008). Die Rückzahlung erfolgt grundsätzlich innerhalb von zwölf Monaten. Im Geschäftsjahr wurden Forderungen in Höhe von T€ 2.959 (Vorjahr: T€ 0) wertberichtigt. Des Weiteren sind Erträge aus Beteiligungen an nicht konsolidierten Gesellschaften in Höhe von T€ 5.588 (Vorjahr: T€ 8.747) enthalten.

Aus Bürgschaften besteht kein Haftungsverhältnis (Vorjahr: T€ 2.697). Aus dem Bezug aus dem Liefer- und Leistungsverkehr von assoziierten Unternehmen sind im Geschäftsjahr 2019 T€ 6.946 (Vorjahr: T€ 22.532) angefallen. Hieraus resultiert kein Saldo (Vorjahr: passivischer Saldo T€ 1.616).

Vorstandsvergütung und Gesamtbezüge der früheren Mitglieder des Vorstands

Die Gesamtvergütung des Vorstands zzgl. der Aufwendungen für die Long Term Incentive Rückstellung und Leistungsaufwand des Aufhebungsvertrags mit Herrn Michael Andersen betrug für das Geschäftsjahr 2019 T€ 6.897 (Vorjahr: T€ 5.745).

Hierin sind kurzfristig fällig werdende Leistungen in Höhe von T€ 2.258 (Vorjahr: T€ 4.084) und andere langfristig fällig werdende Leistungen in Höhe von T€ 686 (Vorjahr: T€ 489), sowie Leistungen für vorzeitige Vertragsbeendigung in Höhe von T€ 2.781 (Vorjahr: T€ 0) enthalten. Der Aufwand der kurzfristig fällig werdenden Leistungen wird durch Verzicht auf Vergütungsbestandteile durch den Vorstand oder vertragliche Regelungen bei Ausscheiden gemindert. Darüber hinaus wurden für Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses (beitragsorientierte Zusagen im Rahmen der betrieblichen Altersvorsorge) Aufwendungen in Höhe von T€ 1.172 (Vorjahr: T€ 1.172) im Geschäftsjahr 2019 geleistet. Die Angabe der individualisierten Bezüge von Mitgliedern des Vorstands sind dem Vergütungsbericht zu entnehmen.

An ehemalige Vorstandsmitglieder und deren Hinterbliebene wurden T€ 1.842 (Vorjahr: T€ 1.688) gewährt. Hierin sind überwiegend Pensionsleistungen enthalten. Pensionsrückstellungen in Höhe von T€ 12.069 (Vorjahr: T€ 8.761) sind zurückgestellt. Der Anstieg ist Veränderungen des versicherungsmathematischen Rechnungszinses geschuldet.

Aufsichtsratsvergütung

Die Gesamtbezüge der Mitglieder des Aufsichtsrats betrugen für das Geschäftsjahr 2019 T€ 812 (Vorjahr: T€ 712). Die Angabe der individualisierten Bezüge von Mitgliedern des Aufsichtsrats sind dem Vergütungsbericht zu entnehmen.

Corporate Governance

Die Erklärung des Vorstands und Aufsichtsrats vom 22. Januar 2020 gem. § 161 AktG zum Corporate Governance-Kodex in der Fassung vom 7. Februar 2017 ist auf der Webseite der KRONES AG den Aktionären zugänglich. Dort sind auch die Abweichungen aufgeführt.

Risikobericht

Die Risikoberichterstattung erfolgt im Lagebericht auf den Seiten 92 bis 102.

Standards/Interpretationen

Die im Konzernabschluss angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden entsprechen den zum 31. Dezember 2019 verpflichtend anzuwendenden Standards und Interpretationen. Folgende neue bzw. geänderte Standards und Interpretationen fanden im Geschäftsjahr 2019 ihre Anwendung.

scroll

Standard bzw. Interpretation Endorsement Pflicht zur Anwendung für Geschäftsjahr ab
IAS 19 Änderungen an: Planänderung, -kürzung oder -abgeltung erfolgt 01.01.2019
IAS 28 Änderungen an: Langfristige Beteiligungen an assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen erfolgt 01.01.2019
IFRS 9 Änderungen an: Vorfälligkeitsregelungen mit negativer Ausgleichsleistung erfolgt 01.01.2019
IFRS 16 Leasingverhältnisse erfolgt 01.01.2019
IFRIC 23 Unsicherheit bezüglich der ertragsteuerlichen Behandlung erfolgt 01.01.2019
Jährliche Verbesserungen an den IFRS - Zyklus 2015 -2017 erfolgt 01.01.2019

In der aktuellen Berichtsperiode traten neue oder geänderte Standards in Kraft. Durch die erstmalige Anwendung des neuen Standards IFRS 16 "Leasingverhältnisse" kam es dabei zu Änderungen von Rechnungslegungsmethoden des Konzerns. Die Auswirkungen der erstmaligen Anwendung dieses Standards werden in Anhangangabe Seite 176 beschrieben. Die anderen in der vorstehenden Tabelle genannten neuen oder geänderten Standards und Interpretationen haben keine wesentliche Relevanz für die KRONES AG.

Nachfolgend sind die vom IASB bereits veröffentlichten, aber erst nach dem 31. Dezember 2019 verpflichtend anzuwendenden Standards und Interpretationen dargestellt.

scroll

Standard bzw. Interpretation Endorsement Pflicht zur Anwendung für Geschäftsjahr ab
Rahmenkonzept Änderungen an: Rahmenkonzept für die Finanzberichterstattung und Änderungen der Verweise auf das Rahmenkonzept in IFRS-Standards erfolgt 01.01.2020
IAS1 Änderungen an: Klassifizierungen von Schulden als kurzfristig oder langfristig offen 01.01.2022
IFRS 3 Änderungen an: Definition eines Geschäftsbetriebs offen 01.01.2020
IFRS 17 Versicherungsverträge offen 01.01.2021
IAS1 und 8 Änderungen an: Bezug auf die Definition von Wesentlichkeit erfolgt 01.01.2020
IFRS 9, IAS 29 und IFRS 7 Änderungen an: Zinssatz Benchmark Reform erfolgt 01.01.2020

Aus diesen Standards und Interpretationen werden sich für den Konzernabschluss der KRONES AG in der Periode ihrer erstmaligen Anwendung voraussichtlich keine wesentlichen Änderungen ergeben.

Aufstellung des Anteilsbesitzes

scroll

Name und Sitz der Gesellschaft Höhe der Beteiligung der KRONES AG

in %*
DEKRON GMBH, Kelkheim 100,00
ECOMAC GEBRAUCHTMASCHINEN GMBH, Neutraubling 100,00
EVOGUARD GMBH, Nittenau 100,00
CERNEP GMBH ETIKETTIERTECHNIK, Barbing 100,00
HST MASCHINENBAU GMBH, Dassow 100,00
KIC KRONES INTERNATIONALE COOPERATIONS-GESELLSCHAFT MBH, Neutraubling 100,00
KRONES BETEILICUNCSGESELLSCHAFT MBH, Neutraubling 100,00
KRONES SERVICE EUROPE GMBH (vormals MAINTEC SERVICE GMBH), Collenberg/Main 100,00
MHT HOLDING AG, Hochheim am Main 100,00
MHT MOLD & HOTRUNNER TECHNOLOGY AG, Hochheim am Main 100,00
MILKRON GMBH, Laatzen 100,00
PMR GMBH, Wackersdorf 100,00
SYSKRON GMBH, Wackersdorf 100,00
SYSKRON HOLDING GMBH, Wackersdorf 100,00
SYSKRON X GMBH, Wackersdorf 100,00
SYSTEM LOGISTICS GMBH, Wackersdorf (vormals NEUSPED NEUTRAUBLINCER SPEDITIONS-GMBH, Neutraubling) 100,00
TECHNOLOGISCHES INSTITUT FÜR ANGEWANDTE KÜNSTLICHE INTELLIGENZ GMBH, Weiden i. d. Opf. 44,00
TRIACOS CONSULTING & ENGINEERING GMBH, Altenstadt an der Waldnaab 100,00
KOSME FBA SA (vormals S.P.S. - SOLUTIONS FOR PACKAGING SERVICES S.A.), Charleroi, Belgien 100,00
S.A. KRONES N.V., Louvain-la-Neuve, Belgien 100,00
KRONES SERVICE EUROPE EOOD (vormals MAINTEC SERVICE EOOD), Sofia, Bulgarien 100,00
KRONES NORDIC APS, Holte, Dänemark 100,00
KRONES S.A.R.L., Viviers-du-Lac, Frankreich 100,00

* unmittelbare und mittelbare Beteiligung

scroll

Name und Sitz der Gesellschaft Höhe der Beteiligung der KRONES AG

in %*
KOSME FBA SAS (vormals SPS S.A.S. - SOLUTIONS FOR PACKAGING SERVICES S.A.S.), Lyon, Frankreich 100,00
KRONES UK LTD., Bolton, Großbritannien 100,00
SYSTEM LTD., London, Großbritannien 60,00
KOSME S.R.L., Roverbella (MN), Italien 100,00
KRONES S.R.L., Garda (VR), Italien 100,00
SYSTEM LOGISTICS S.P.A., Fiorano Modenese (MD), Italien 60,00
KRONES KAZAKHSTAN TOO, Almaty, Kasachstan 100,00
IPS INTECRATED PACKACINC SYSTEMS MALTA LTD., Naxxar, Malta 100,00
KRONES NEDERLAND B.V., Bodegraven, Niederlande 100,00
KRONES NEDERLAND B.V., Sollenau, Österreich 100,00
KRONES SPÓLKA Z.O.O., Warschau, Polen 100,00
KRONES PORTUGAL EQUIPAMENTOS INDUSTRIAIS LDA., Barcarena, Portugal 100,00
KRONES ROMANIA PROD. S.R.L., Bukarest, Rumänien 100,00
KRONES SERVICE EUROPE SRL (vormals MAINTEC SERVICE SRL), Bukarest, Rumänien 100,00
KRONES O.O.O., Moskau, Russische Föderation 100,00
SYSTEM NORTHERN EUROPE AB, Malmö, Schweden 60,00
INTEGRATED PLASTICS SYSTEMS AG, Baar, Schweiz 70,00
KRONES AG, Buttwil, Schweiz 100,00
KRONES IBERICA, S.A.U., Barcelona, Spanien 100,00
SYSTEM LOGISTICS SPAIN SL, Castellon, Spanien 60,00
KRONES S.R.O., Prag, Tschechische Republik 100,00
KONPLAN S.R.O., Pilsen, Tschechische Republik 100,00
KRONES MAKINA SANAYI VE TIKARET LTD. SIRKETI, Istanbul, Türkei 100,00
KRONES UKRAINE LLC, Kiew, Ukraine 100,00
KRONES HUNGARY KFT., Debrecen, Ungarn 100,00
KRONES SERVICE EUROPE KFT. (vormals MAINTEC SERVICE KFT.), Budapest, Ungarn 100,00
INTEGRATED PACKAGING SYSTEMS - IPS, Kairo, Ägypten 100,00
KRONES ANGOLA - REPRESENTACOES, COMERCIO E INDUSTRIA, LDA., Luanda, Angola 100,00

* unmittelbare und mittelbare Beteiligung

scroll

Name und Sitz der Gesellschaft Höhe der Beteiligung der KRONES AG

in %*
KRONES SURLATINA S.A., Buenos Aires, Argentinien 100,00
KRONES PACIFIC PTY LIMITED, Sydney, Australien 100,00
KRONES BANGLADESH LIMITED, Dhaka, Bangladesch 100,00
KRONES DO BRAZIL LTDA., São Paulo, Brasilien 100,00
KRONES S.A., São Paulo, Brasilien 100,00
KRONES CHILE SPA., Santiago de Chile, Chile 100,00
KRONES ASIA LTD., Hongkong, VR China 100,00
KRONES MACHINERY (TAICANG) CO. LTD., Taicang, VR China 100,00
KRONES TRADING (TAICANG) CO. LTD., Taicang, VR China 100,00
KRONES PROCESSING (SHANGHAI) CO. LTD., Shanghai, VR China 100,00
KRONES SALES (BEIJING) CO. LTD., Beijing, VR China 100,00
AUTOMATA S.A., Guatemala-Stadt, Guatemala 100,00
KRONES INDIA PVT. LTD., Bangalore, Indien 100,00
UNICORN INDUSTRIES LTD., Secunderabad, Indien 60,00
PT. KRONES MACHINERY INDONESIA, Jakarta, Indonesien 100,00
IPS JAPAN CO. LTD., Tokio, Japan 100,00
KRONES JAPAN CO. LTD., Tokio, Japan 100,00
KRONES (CAMBODIA) CO. LTD., Phnom Penh, Kambodscha 100,00
INTEGRATED PACKAGING SYSTEMS INC., Montreal, Quebec, Kanada 100,00
KRONES MACHINERY CO. LTD., Mississauga, Ontario, Kanada 100,00
KRONES LCS CENTER EAST AFRICA LIMITED, Nairobi, Kenia 100,00
KRONES ANDINA LTDA., Bogota, Kolumbien 100,00
KRONES KOREA LTD., Seoul, Korea 100,00
KRONES MACHINERY MALAYSIA SDN. BHD., Kuala Lumpur, Malaysia 100,00
KRONES MEX S.A. DE C.V., Mexiko-Stadt, Mexiko 100,00
SYSTEMLOG DE MEXICO S.A. DE C.V., Santa Caterina, Nuevo Leon, Mexiko 60,00
KRONES MYANMAR LTD., Sanchaung Township, Republik der Union Myanmar 100,00
KRONES NEW ZEALAND LIMITED, Auckland, Neuseeland 100,00
KRONES LCS CENTER WEST AFRICA LIMITED, Lagos, Nigeria 100,00
KRONES PAKISTAN (PRIVATE) LIMITED, Lahore, Pakistan 100,00
KRONES FILIPINAS INC., Taguig City, Philippinen 100,00
KRONES-IZUMI PROCESSING PTE LTD., Singapur, Republik Singapur 73,00
KRONES SINGAPORE LTD., Singapur, Republik Singapur 100,00
INTEGRATED PACKAGING SYSTEMS SOUTH AFRICA (PTY) LIMITED, Kapstadt, Südafrika 100,00
KRONES SOUTHERN AFRICA (PROP.) LTD., Johannesburg, Südafrika 100,00
KRONES (THAILAND) CO. LTD., Bangkok, Thailand 100,00
SYSTEM LOGISTICS ASIA CO. LTD., Bangkok, Thailand 60,00
INTEGRATED PACKAGING SYSTEMS - IPS TUNISIA, Tunis, Tunesien 100,00
KRONES INC., Franklin, Wisconsin, USA 100,00
SYSTEM LOGISTICS CORPORATION, ARDEN, North Carolina, USA 60,00
TRANS-MARKET LLC, Tampa, Florida, USA 100,00
JAVLYN PROCESS SYSTEMS LLC, Rochester, New York, USA 100,00
MHT USA LLC., Peachtree City, Georgia, USA 100,00
PROCESS AND DATA AUTOMATION LLC, Erie, Pennsylvania, USA 100,00
W.M. SPRINKMAN LLC, Waukesha, Wisconsin, USA 100,00
MAQUINARIAS KRONES DE VENEZUELA S.A., Caracas, Venezuela 100,00
INTEGRATED PACKAGING SYSTEMS (IPS) FZCO, Dubai, Vereinigte Arabische Emirate 100,00
KRONES MIDDLE EAST AFRICA FZCO, Dubai, Vereinigte Arabische Emirate 100,00
KRONES VIETNAM CO. LTD., Ho-Chi-Minh-Stadt, Vietnam 100,00

* unmittelbare und mittelbare Beteiligung

Inanspruchnahme von Befreiungsvorschriften

Folgende vollkonsoliderte deutsche Konzerngesellschaften machten im Geschäftsjahr 2019 von der Befreiungsvorschrift des § 264 Abs. III HGB Gebrauch.

Name und Sitz der Gesellschaft

KRONES BETEILIGUNGSGESELLSCHAFT MBH, Neutraubling

DEKRON GMBH, Kelkheim

ECOMAC GEBRAUCHTMASCHINEN GMBH, Neutraubling

EVOGUARD GMBH, Nittenau

GERNEP GMBH ETIKETTIERTECHNIK, Barbing

HST MASCHINENBAU GMBH, Dassow

KIC KRONES INTERNATIONALE COOPERATIONS-GESELLSCHAFT MBH, Neutraubling

MILKRON GMBH, Laatzen

SYSTEMS LOGISTICS GMBH, Wackersdorf

Die Gesellschaften sind unmittelbar bzw. mittelbar durch einen Gewinnabführungsvertrag mit der KRONES AG verbunden.

Aufsichtsrat und Vorstand

Gemäß § 8 Abs. 1 der Satzung werden acht Mitglieder des Aufsichtsrats von den Aktionären nach dem Aktiengesetz (§§ 96 Abs. 1, 101 AktG) gewählt. Acht Mitglieder sind nach § 1 Abs. 1, § 7 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 MitbestG von den Arbeitnehmern zu wählen.

Aufsichtsrat

Volker Kronseder

Aufsichtsratsvorsitzender

UNIVERSITÄTSKLINIKUM REGENSBURG

WIRTSCHAITSBEIRAT BAYERISCHE LANDESBANK

Werner Schrödl **

Stv. Aufsichtsratsvorsitzender

Konzernbetriebsratsvorsitzender

Gesamtbetriebsratsvorsitzender

Verwaltungsrat der BAYERISCHEN BETRIEBSKRANKENKASSEN

Dr. Verena Di Pasquale **

Stv. Vorsitzende des DGB BAYERN

Robert Friedmann

Sprecher der Konzernführung der WÜRTH-GRUPPE

ZF FRIEDRICHSHAFEN AG

Klaus Gerlach **

Head of Central International

Operations and Services

Oliver Grober **

Betriebsratsvorsitzender Werk Rosenheim

Thomas Hiltl **

Betriebsratsvorsitzender Werk Nittenau

Norman Kronseder

Land- und Forstwirt

BAYERISCHE FUTTERSAATBAU GMBH

Professor Dr. jur. Susanne Nonnast

Professorin an der OTH REGENSBURG

Beate Eva Maria Pöpperl **

Freigestellte Betriebsrätin

Norbert Samhammer

Geschäftsführer SAMHAMMER HOLDING GMBH

SAMHAMMER AG

Petra Schadeberg-Herrmann

Geschäftsführende Gesellschafterin KROMBACHER BRAUEREI BERNHARD SCHADEBERG GMBH & Co. KG,

KROMBACHER FINANCE GMBH,

SCHAWEI GMBH,

DIVERSUM HOLDING GMBH & Co. KG

Jürgen Scholz **

1. Bevollmächtigter IG METALL Geschäftsstelle Regensburg

INFINEON TECHNOLOGIES AG

Hans-Jürgen Thaus

MASCHINENFABRIK REINHAUSEN GMBH

HAWE HYDRAULIK SE, ASCHHEIM/ MÜNCHEN (bis 27.06.2019)

Josef Weitzer **

Stv. Konzernbetriebsratsvorsitzender

Stv. Gesamtbetriebsratsvorsitzender

Betriebsratsvorsitzender

Neutraubling

SPARKASSE REGENSBURG

Matthias Winkler

Geschäftsführender Gesellschafter der WW + KN STEUERBERATUNGSGESELLSCHAFT MBH

Vorstand

Christoph Klenk

CEO

Intralogistik Prozesstechnik

Michael Andersen

bis 24.07.2019

CFO

Prozesstechnik

Norbert Broger

ab 01.01.2020

CFO

Thomas Ricker

CSO

Markus Tischer

International Operations and Services Digitalisierung

Ralf Goldbrunner

Abfüll- und Verpackungstechnik Compact Class

** Von der Belegschaft gewählt

Außerdem sind die Konzerngesellschaften dem Verantwortungsbereich von jeweils zwei Vorstandsmitgliedern zugeordnet.

Vorschlag für die Verwendung des Bilanzgewinns der KRONES AG

Der Bilanzgewinn der KRONES AG beträgt zum 31. Dezember 2019 € 258.681.143,94.

Wir schlagen der ordentlichen Hauptversammlung am 18. Mai 2020 vor, von diesem Betrag folgende Verwendung zu beschließen:

scroll

Vorschlag für die Verwendung des Bilanzgewinns
Dividende € 0,75 für 31.593.072 Stammstückaktien 23.694.804
Vortrag auf neue Rechnung 234.986.339,94

Neutraubling, 12. März 2020

KRONES AG

Der Vorstand

Christoph Klenk, CEO

Norbert Broger

Thomas Ricker

Markus Tischer

Ralf Goldbrunner

6 | WEITERE INFORMATIONEN

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die KRONES Aktiengesellschaft, Neutraubling

Vermerk über die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts

Prüfungsurteile

Wir haben den Konzernabschluss der KRONES Aktiengesellschaft, Neutraubling und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung und der Konzerngesamtergebnisrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2019 bis zum 31. Dezember 2019, der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2019, der Konzerneigenkapitalveränderungsrechnung und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2019 bis zum 31. Dezember 2019 sowie dem Konzernanhang, einschließlich einer Zusammenfassung bedeutsamer Rechnungslegungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der KRONES Aktiengesellschaft für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2019 bis zum 31. Dezember 2019 geprüft. Die in Abschnitt "Versicherung der gesetzlichen Vertreter" des Konzernlageberichts enthaltene Versicherung der gesetzlichen Vertreter haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft. Die Konzernerklärung zur Unternehmensführung, die auf der Internetseite der Gesellschaft öffentlich zugänglich gemacht wurde, worauf im Abschnitt "Abhängigkeitsbericht2 des Konzernlageberichts hingewiesen wird, haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft. Die folgenden lageberichtsfremden Angaben, die zu den sonstigen Informationen zählen, haben wir nicht geprüft

Abschnitt "Grundlagen des Konzerns", Unterabschnitt "Moderne Fertigungsmethoden - die neue Schaltschrankproduktion von KRONES"
Abschnitt "Grundlagen des Konzerns", Unterabschnitt "Eine Auswahl unserer Innovationen"

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Konzernabschluss in allen wesentlichen Belangen den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315e Abs. 1 HGB anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31. Dezember 2019 sowie seiner Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2019 bis zum 31. Dezember 2019 und
vermittelt der beigefügte Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Konzernlagebericht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Unser Prüfungsurteil zum Konzernlagebericht erstreckt sich nicht auf den Inhalt der oben genannten Versicherung der gesetzlichen Vertreter und Konzernerklärung zur Unternehmensführung sowie auf die lageberichtsfremden Angaben.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-Abschlussprüferverordnung (Nr. 537/2014; im Folgenden "EU-APrVO") unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den europarechtlichen sowie den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Darüber hinaus erklären wir gemäß Artikel 10 Abs. 2 Buchst. f) EU-APrVO, dass wir keine verbotenen Nichtprüfungsleistungen nach Artikel 5 Abs. 1 EU-APrVO erbracht haben. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen.

Besonders wichtige Prüfungssachverhalte in der Prüfung des Konzernabschlusses

Besonders wichtige Prüfungssachverhalte sind solche Sachverhalte, die nach unserem pflichtgemäßen Ermessen am bedeutsamsten in unserer Prüfung des Konzernabschlusses für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2019 waren. Diese Sachverhalte wurden im Zusammenhang mit unserer Prüfung des Konzernabschlusses als Ganzem und bei der Bildung unseres Prüfungsurteils hierzu berücksichtigt; wir geben kein gesondertes Prüfungsurteil zu diesen Sachverhalten ab.

Nachfolgend beschreiben wir die aus unserer Sicht besonders wichtigen Prüfungssachverhalte:

1. Periodengerechte Umsatzrealisierung bei kundenspezifischen Fertigungsaufträgen

Gründe für die Bestimmung als besonders wichtiger Prüfungssachverhalt

Der wesentliche Teil der Umsatzerlöse des Konzerns wird mit Kundenprojekten für Maschinen und Anlagen zur Produktabfüllung und Getränkeproduktion generiert. Hierbei wird die Leistung aus der Konstruktion und Herstellung zusammen mit der Installation und Inbetriebnahme vor Ort beim Kunden als eine Leistungsverpflichtung angesehen. Da es sich bei diesen Maschinen und Anlagen um kundenspezifische Aufträge handelt, entsteht durch die Leistung des Konzerns ein Vermögenswert, der keine alternative Nutzungsmöglichkeit für den Konzern aufweist. Der Konzern hat einen Rechtsanspruch auf Bezahlung der bereits erbrachten Leistungen inklusive einer angemessenen Marge. Die Umsatzrealisierung erfolgt damit nach IFRS 15 zeitraumbezogen anhand des Fertigungsfortschritts. Der Fertigungsfortschritt wird anhand der zum Stichtag angefallenen Kosten im Verhältnis zu den erwarteten Gesamtkosten des jeweiligen Projekts ermittelt. Es besteht insbesondere ein Risiko von Unrichtigkeiten bei der Abschätzung der Gesamtkosten. Aufgrund der Wesentlichkeit der Umsatzerlöse für den Konzernabschluss, der Ermessensspielräume bei der Schätzung der Gesamtkosten sowie der Tatsache, dass Umsatzerlöse für den Konzern einen finanziellen Leistungsindikator für die Unternehmenssteuerung und Prognose darstellen, war die Abgrenzung der Umsatzrealisierung zum Bilanzstichtag einer der bedeutsamsten Sachverhalte im Rahmen der Prüfung.

Prüferisches Vorgehen

Für die von den gesetzlichen Vertretern implementierten wesentlichen Kontrollen im Bereich der Erfassung der bereits angefallenen Kosten sowie der Schätzung der Gesamtkosten der Aufträge haben wir über Aufbau- und Funktionsprüfungen die Ausgestaltung sowie die Wirksamkeit der Kontrollen während des Berichtszeitraums beurteilt. In diesem Zusammenhang haben wir sowohl Kontrollen auf Transaktionsebene als auch Kontrollen auf höherer Ebene, wie regelmäßig stattfindende Review Meetings, getestet.

Für eine Stichprobe von Projekten haben wir uns einen Überblick über den Inhalt der Verträge und über den Status der jeweiligen Vertragserfüllung verschafft und die bereits angefallenen Ist-Kosten und die Gesamtkosten über den Zeitraum des Projektfortschritts analysiert. Ferner haben wir die von der Konzernleitung vorgenommene Analyse der Plan-Ist-Abweichungen der Gesamtkosten der Projekte im Zeitablauf rechnerisch nachvollzogen und in Stichproben Erläuterungen für Abweichungen eingeholt. Des Weiteren haben wir die herangezogenen Transaktionspreise in Stichproben mit den jeweiligen vertraglichen Grundlagen abgeglichen.

Aus unseren Prüfungshandlungen haben sich keine Einwendungen gegen die Periodenzuordnung der Umsatzrealisierung ergeben.

Verweis auf zugehörige Angaben

Die Angaben zu den Grundsätzen der Umsatzrealisierung sind im Konzernanhang im Abschnitt "Allgemeine Angaben/Umsatzerlöse" enthalten.

2. Werthaltigkeit der Geschäfts- oder Firmenwerte

Gründe für die Bestimmung als besonders wichtiger Prüfungssachverhalt

Zur Überprüfung der Werthaltigkeit der Geschäfts- oder Firmenwerte führt der Konzern mindestens jährlich eine Werthaltigkeitsprüfung durch. Hierfür kommt ein komplexes Berechnungsmodell zur Anwendung, in das insbesondere eine Reihe ermessensbehafteter Annahmen und daraus abgeleiteter Größen einfließen. Hierzu zählen unter anderem die erwartete Geschäfts- und Ergebnisentwicklung, die unterstellten langfristigen Wachstumsraten und die verwendeten Diskontierungszinssätze.

Vor dem Hintergrund der zugrundeliegenden Komplexität der Wertminderungstests sowie der im Rahmen der Bewertung vorhandenen Ermessensspielräume und des daraus resultierenden höheren Risikos für falsche Angaben in der Rechnungslegung war die Werthaltigkeit der Geschäfts- oder Firmenwerte, die einen wesentlichen Bilanzposten im Konzernabschluss darstellen, im Rahmen unserer Prüfung einer der bedeutsamsten Sachverhalte.

Prüferisches Vorgehen

Im Rahmen der Prüfung der Werthaltigkeit der Geschäfts- oder Firmenwerte haben wir einen aussagebezogenen Prüfungsansatz angewendet.

Wir haben die angewandten DCF-Modelle unter Hinzuziehung von internen Bewertungsexperten methodisch und rechnerisch nachvollzogen und daraufhin untersucht, ob diese unter Beachtung des relevanten Rechnungslegungsstandards IAS 36 ermittelt wurden. Die Ableitung der gewichteten durchschnittlichen Kapitalkostensätze (WACC) haben wir gewürdigt, in dem wir insbesondere über die Zusammensetzung der herangezogenen Vergleichsunternehmen den verwendeten Beta-Faktor beurteilt sowie den Eigen- und Fremdkapitalzinssatz mit verfügbaren Marktdaten abgeglichen haben.

Ferner haben wir die den Wertminderungstests der Geschäfts- oder Firmenwerte zugrunde gelegten Unternehmensplanungen durch einen Vergleich mit den in der Vergangenheit tatsächlich erzielten Ergebnissen und aktuellen Entwicklungen der Geschäftszahlen analysiert. Bei der Würdigung der zugrunde liegenden Unternehmensplanungen haben wir uns zudem die Annahmen und Prämissen zu Wachstum und Geschäftsverlauf erläutern lassen.

Aus unseren Prüfungshandlungen haben sich keine Einwendungen hinsichtlich Bewertung von Geschäfts- oder Firmenwerten ergeben.

Verweis auf zugehörige Angaben

Zu den durchgeführten Wertminderungstests und den zugrunde liegenden Annahmen verweisen wir auf die Angaben im Konzernanhang in Abschnitt "Erläuterungen der Konzernbilanz/1 Immaterielle Vermögenswerte".

Sonstige Informationen

Der Aufsichtsrat ist für den Bericht des Aufsichtsrats verantwortlich. Die gesetzlichen Vertreter und der Aufsichtsrat sind gemeinsam für den Corporate Governance Bericht und die Konzernerklärung zur Unternehmensführung verantwortlich. Im Übrigen sind die gesetzlichen Vertreter für die sonstigen Informationen verantwortlich.

Die sonstigen Informationen umfassen die oben genannte Versicherung der gesetzlichen Vertreter sowie die oben genannte Konzernerklärung zur Unternehmensführung, die lageberichtsfremden Angaben im Konzernlagebericht, den im Internet veröffentlichten zusammengefassten, gesonderten nichtfinanziellen Konzernbericht und ferner weitere, für den Geschäftsbericht vorgesehene Bestandteile, von denen wir eine Fassung bis zur Erteilung dieses Bestätigungsvermerks erlangt haben, insbesondere

Abschnitt "Highlights 2019"
Kapitel 1 "An unsere Aktionäre"
Kapitel 3 "Corporate Governance"
Kapitel 6 "Weitere Informationen"

aber nicht den Konzernabschluss, nicht in die inhaltliche Prüfung einbezogene Konzernlageberichtsangaben und nicht unseren dazugehörigen Bestätigungsvermerk.

Unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und Konzernlagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab.

Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen

wesentliche Unstimmigkeiten zum Konzernabschluss, Konzernlagebericht oder unseren bei der Prüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder
anderweitig wesentlich falsch dargestellt erscheinen.

Falls wir auf Grundlage der von uns durchgeführten Arbeiten den Schluss ziehen, dass eine wesentliche falsche Darstellung dieser sonstigen Informationen vorliegt, sind wir verpflichtet, über diese Tatsache zu berichten. Wir haben in diesem Zusammenhang nicht zu berichten.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315e Abs. 1 HGB anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens , Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen -beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, es sei denn, es besteht die Absicht den Konzern zu liquidieren oder der Einstellung des Geschäftsbetriebs oder es besteht keine realistische Alternative dazu.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses des Konzerns zur Aufstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-APrVO unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können;
gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Konzernabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Konzernlageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme abzugeben;
beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben;
ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass der Konzern seine Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann;
beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Konzernabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Konzernabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und der ergänzend nach § 315e Abs. 1 HGB anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens , Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt;
holen wir ausreichende, geeignete Prüfungsnachweise für die Rechnungslegungsinformationen der Unternehmen oder Geschäftstätigkeiten innerhalb des Konzerns ein, um Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht abzugeben. Wir sind verantwortlich für die Anleitung, Überwachung und Durchführung der Konzernabschlussprüfung. Wir tragen die alleinige Verantwortung für unsere Prüfungsurteile;
beurteilen wir den Einklang des Konzernlageberichts mit dem Konzernabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Konzerns;
führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Konzernlagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

Wir geben gegenüber den für die Überwachung Verantwortlichen eine Erklärung ab, dass wir die relevanten Unabhängigkeitsanforderungen eingehalten haben, und erörtern mit ihnen alle Beziehungen und sonstigen Sachverhalte, von denen vernünftigerweise angenommen werden kann, dass sie sich auf unsere Unabhängigkeit auswirken, und die hierzu getroffenen Schutzmaßnahmen.

Wir bestimmen von den Sachverhalten, die wir mit den für die Überwachung Verantwortlichen erörtert haben, diejenigen Sachverhalte, die in der Prüfung des Konzernabschlusses für den aktuellen Berichtszeitraum am bedeutsamsten waren und daher die besonders wichtigen Prüfungssachverhalte sind. Wir beschreiben diese Sachverhalte im Bestätigungsvermerk, es sei denn, Gesetze oder andere Rechtsvorschriften schließen die öffentliche Angabe des Sachverhalts aus.

Sonstige gesetzliche und andere rechtliche Anforderungen

Übrige Angaben gemäß Artikel 10 EU-APrVO

Wir wurden von der Hauptversammlung am 5. Juni 2019 als Konzernabschlussprüfer gewählt. Wir wurden am 5. Juni 2019 vom Aufsichtsrat beauftragt. Wir sind seit dem Geschäftsjahr 2019 als Konzernabschlussprüfer der KRONES Aktiengesellschaft tätig.

Wir erklären, dass die in diesem Bestätigungsvermerk enthaltenen Prüfungsurteile mit dem zusätzlichen Bericht an den Prüfungsausschuss nach Artikel 11 EU-APrVO (Prüfungsbericht) in Einklang stehen.

Verantwortlicher Wirtschaftsprüfer

Der für die Prüfung verantwortliche Wirtschaftsprüfer ist Udo Schuberth.

Nürnberg, den 12. März 2020

**Ernst & Young GmbH

Wirtschaftsprüfungsgesellschaft**

Schuberth, Wirtschaftsprüfer

Timphaus-Möller, Wirtschaftsprüferin

Kaufmännisches Glossar

scroll

Abschreibungen Nutzungsbedingte Wertminderungen von Vermögensgegenständen des Anlage- und Umlaufvermögens
Cashflow Gesamtheit von Zu- und Abflüssen von Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten in einer Periode.
Corporate Governance Rahmen für eine verantwortungsvolle und auf Nachhaltigkeit ausgerichtete Unternehmensleitung und -kontrolle.
EBITDA Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Earnings before interest, taxes, depreciation and amortisation).
EBITDA-Marge Verhältnis Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen zum Umsatz
EBIT Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Earnings before interest and taxes).
EBT Ergebnis vor Steuern (Earnings before taxes).
EBT-Marge Verhältnis Ergebnis vor Steuern zum Umsatz.
Eigenkapital Mittel, die dem Unternehmen von den Eigentümern durch Einzahlung und/oder Einlage bzw. aus einbehaltenen Gewinnen zur Verfügung gestellt werden.
Eigenkapitalrendite vor Steuern Verhältnis Ergebnis vor Steuern zu durchschnittlichem Eigenkapital.
Free Cashflow Der frei verfügbare Cashflow, der zur Dividendenausschüttung, Schuldentilgung oder Thesaurierung zur Verfügung steht. Der Free Cashflow berechnet sich, in dem man von der Mittelveränderung aus der laufenden Geschäftstätigkeit die Mittelveränderung aus der Investitionstätigkeit abzieht.
Fremdkapital Zusammenfassende Bezeichnung für die auf der Passivseite der Bilanz auszuweisenden Rückstellungen, Verbindlichkeiten und passivischen Rechnungsabgrenzungsposten.
IFRS International Financial Reporting Standards. Vom International Accounting Standards Board (IASB) erarbeitete, international harmonisierte und angewandte Rechnungslegungsgrundsätze.
Nettoliquidität Zahlungsmittel und Wertpapiere des kurzfristigen Vermögens abzüglich der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten.
ROCE Verhältnis EBIT zur durchschnittlichen Nettokapitalbindung (Bilanzsumme abzüglich zinsfreie Verbindlichkeiten und zinsfreie sonstige Rückstellungen).
Working Capital Das betriebsnotwendige Kapital errechnet sich wie folgt: (Forderungen aus Lieferungen und Leistungen + Vorräte + Vertragsvermögenswerte) - (Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen + Vertragsverbindlichkeiten).
Working Capital/Umsatz Verhältnis von Working Capital zum Umsatz. Diese Kennzahl gibt an, wie viel Kapital zur Finanzierung des Umsatzes eingesetzt werden muss.

Technisches Glossar

scroll

Aseptische Getränkeabfüllung Keimfreie Abfüllung von Getränken bei Umgebungstemperatur.
Craft Brewer/Craft Beer Kleinere konzernunabhängige Brauereien (Craft Brewer), die handwerklich gebrautes Spezialbier (Craft Beer) anbieten.
Digitaldruck Druckverfahren, bei dem die Daten direkt vom Computer auf das zu bedruckende Objekt übertragen werden, ohne dass eine Druckvorlage erzeugt wird. Digitaldruck ist deutlich flexibler und bei kleineren Auflagen erheblich wirtschaftlicher als herkömmliche Druck- und Etikettierverfahren.
Energy Drink Getränk, das eine anregende Wirkung auf den Organismus hat. Hierfür sorgen hauptsächlich die Inhaltsstoffe Zucker und Koffein.
enviro Das Nachhaltigkeitsprogramm von KRONES. enviro wurde 2009 von TÜV SÜD zertifiziert. Damit hat KRONES die Kompetenzzertifizierung erhalten, um das enviro-Siegel für Energie- und Medieneffizienz sowie Umweltverträglichkeit für die eigenen Maschinen und Anlagen zu verleihen. KRONES richtet alle Neuentwicklungen an den Kriterien des Nachhaltigkeitsprogramms enviro aus.
Intralogistik Kompletter innerbetrieblicher Material- und Warenfluss. Dazu zählen beispielsweise Lager-, Kommissionierungs- und Fördersysteme.
PET Polyethylenterephthalat, ein thermoplastischer Kunststoff aus der Familie der Polyester, der u. a. zur Herstellung von Getränkeflaschen eingesetzt wird.
Rezyklat Produkt, das durch einen Recyclingprozess gewonnen wurde.
Softdrinks Alkoholfreie und meist kohlensäurehaltige Erfrischungsgetränke.
Streckblasen Verfahren zur Herstellung von Kunststoff-Hohlkörpern wie beispielsweise PET-Flaschen
Sudhaus Im Sudhaus wird aus den Grundstoffen Malz, Hopfen und Wasser in mehreren Schritten Bier gebraut.

Konzernzahlen 2015 - 2019

scroll

2019 2018 2017 2016 2015
Umsatz
Umsatzerlöse in Mio. € 3.959 3.854 3.691 3.391 3.174
davon Inland in Mio. € 468 362 388 354 382
davon Ausland in Mio. € 3.491 3.492 3.303 3.037 2.792
Exportanteil in % 88 91 89 90 88
Ertragslage
Ergebnis vor Steuern (EBT) in Mio. € 42 204 259 238 223
Konzernergebnis in Mio. € 9 151 187 169 156
Ergebnis je Aktie in € 0,30 4,78 5,97 5,40 4,98
Vermögens- und Kapitalstruktur
Langfristige Vermögenswerte in Mio. € 1.154 1.010 882 799 697
davon Anlagevermögen in Mio. € 1.070 936 797 725 646
Kurzfristige Vermögenswerte in Mio. € 2.165 2.312 2.158 2.272 2.010
davon Zahlungsmittel in Mio. € 110 219 182 369 365
Eigenkapital in Mio. € 1.370 1.433 1.330 1.226 1.111
Fremdkapital in Mio. € 1.949 1.888 1.710 1.845 1.596
langfristige Verpflichtungen in Mio. € 452 359 314 308 278
kurzfristige Verpflichtungen in Mio. € 1.497 1.529 1.396 1.537 1.318
Bilanzsumme in Mio. € 3.319 3.321 3.040 3.071 2.707
Cashflow/Investitionen
Free Cashflow in Mio. € - 94 121 - 151 49 71
Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte in Mio. € 169 179 134 111 103
Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte in Mio. € 183 103 95 93 88
Nettofinanzposition (Zahlungsmittel abzgl. Finanzverbindlichkeiten) in Mio. € 38 215 157 369 365
Kennziffern/Rentabilitätskennzahlen
EBT-Marge in % 1,1 5,3 7,0 7,0 7,0
EBITDA-Marge in % 5,7 7,9 9,2 9,5 9,6
Working Capital/Umsatz * in % 26,9 27,3 27,3 26,7 24,6
ROCE in % 2,7 12,8 16,6 17,0 17,7
Mitarbeiter (per 31.12.) 17.353 16.545 15.299 14.443 13.346
davon Inland 10.733 10.887 10.366 10.061 9.767
davon Ausland 6.620 5.658 4.933 4.382 3.579
Ausschüttung
Dividende je Aktie in € 0,75 ** 1,70 1,70 1,55 1,45

* Durchschnitt der vergangenen 4 Quartale

** gemäß Gewinnverwendungsvorschlag

Impressum

scroll

Herausgeber KRONES AG Böhmerwaldstraße 5 93073 Neutraubling
Projektleitung Roland Pokorny, Leiter Unternehmenskommunikation
Gestaltung Büro Benseler
Text KRONES AG, InvestorPress GmbH
Fotos KRONES AG

Zum Zweck der besseren Lesbarkeit haben wir in diesem Geschäftsbericht vereinfachend die männliche Form verwendet.

Der Geschäftsbericht 2019 liegt auch in englischer Sprache vor. Sie finden ihn auf unserer Website unter der Rubrik Investor Relations. https://www.KRONES.com/de/unternehmen/investor-relations/finanzberichte.php

Finanzkalender

scroll

29.04.2020 Quartalsmitteilung zum 31. März 2020
18.05.2020 Hauptversammlung
30.07.2020 Zwischenbericht zum 30. Juni 2020
29.10.2020 Quartalsmitteilung zum 30. September 2020

Kontakt

KRONES AG

Investor Relations

Olaf Scholz

Telefon +49 9401 70-1169

E-Mail [email protected]

Böhmerwaldstraße 5

93073 Neutraubling

Deutschland