AI assistant
KRONES AG — Annual Report 2019
Apr 27, 2020
251_rns_2020-04-27_9e605fdf-f670-460e-96d5-98ecc3006df5.html
Annual Report
Open in viewerOpens in your device viewer

KRONES Aktiengesellschaft
Neutraubling
AG Geschäftsbericht 2019
Geschäftsbericht 2019
Entschlossen zum Erfolg.
Highlights 2019
| ― | 2019 war für die KRONES AG insgesamt herausfordernd. |
| ― | Umsatz steigt um 3,3 % auf 2,83 Mrd. €. Das Ergebnis vor Steuern ging auf - 28,3 Mio. € zurück. |
| ― | Aktionäre sollen eine Dividende von 0,75 € je Aktie erhalten. |
scroll
| 2019 | 2018 | Veränderung | ||
|---|---|---|---|---|
| Umsatz | Mio. € | 2.825,1 | 2.735,4 | + 3,3 % |
| Auftragseingang | Mio. € | 2.899,0 | 2.981,0 | - 2,8% |
| Auftragsbestand zum 31.12. | Mio. € | 1.701,9 | 1.628,0 | + 4,5% |
| EBITDA | Mio. € | - 13,2 | 119,6 | - |
| EBIT | Mio. € | - 90,0 | 61,6 | - |
| EBT | Mio. € | - 28,3 | 112,6 | - |
| Jahresüberschuss/Jahresfehlbetrag | Mio. € | - 38,7 | 97,3 | - |
| Ergebnis je Aktie (Konzern nach IFRS) | € | 0,30 | 4,78 | - |
| Dividende je Aktie | € | 0,75 * | 1,70 | - 55,9 % |
| Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte | Mio. € | 82,7 | 67,4 | + 15,3 Mio. € |
| Cashflow ** | Mio. € | 38,2 | 155,3 | - 117,1 Mio. € |
| Nettoliquidität *** zum 31.12. | Mio. € | - 60,5 | 106,2 | - 166,7 Mio. € |
| Beschäftigte am 31.12. | 9.647 | 9.816 | - 169 |
* gemäß Gewinnverwendungsvorschlag
** Jahresergebnis plus Abschreibungen
*** liquide Mittel abzüglich Finanzschulden
1 An unsere Aktionäre
Entschlossen zum Erfolg. *
Das Geschäftsjahr 2019 hat deutlich gezeigt, dass bei KRONES Änderungen nötig sind. Damit das Unternehmen auch in Zukunft wettbewerbsfähig bleibt, hat der Vorstand strukturelle Maßnahmen beschlossen, die nun umgesetzt werden. Wir bauen beispielsweise unseren Global Footprint weiter aus und optimieren das Produktportfolio im gesamten House of KRONES. Wir werden insgesamt die Schwächen im Unternehmen beseitigen.
Trotz der vielen Herausforderungen blicken wir mutig und selbstbewusst in die Zukunft. Denn bei KRONES überwiegen eindeutig die Stärken. Wir verfügen über eine herausragende Stellung auf mittel- und langfristig stabil wachsenden Märkten. Unsere Mitarbeiter sind bestens ausgebildet und hoch motiviert. Darüber hinaus hat das Unternehmen sehr solide Finanzen und einen stabilen Mehrheitsaktionär. Aufgrund dieses starken Fundaments sind wir sicher, dass wir gemeinsam mit unseren Mitarbeitern KRONES "Entschlossen zum Erfolg" führen.
* Alle Angaben innerhalb "Entschlossen zum Erfolg." beziehen sich auf den KRONES Konzern.
Diese Maßnahmen führen KRONES zum Erfolg.
Maßnahmen
Übersicht

Die positiven EBT-Effekte werden die 2019 verbuchten Kosten für unsere Maßnahmen bereits 2020 kompensieren und innerhalb von zwei Jahren deutlich übertreffen.
Ausbau Global Footprint in den Emerging Markets
Struktur
Global Footprint
Bis Ende 2020 realisiert KRONES insgesamt 600.000 Produktionsstunden an seinen neuen Standorten Ungarn und China. Durch die neue ungarische Fertigungsstätte dürfte KRONES 2020 etwa 5 bis 10 Mio. € einsparen. Im etablierten Status rechnen wir mit jährlichen Kostenersparnissen von 20 Mio. €. Die Produktion in China bringt in der ersten Stufe Einsparungen von mindestens 2 Mio. €.
Darüber hinaus werden 200.000 Konstruktionsstunden in Ungarn, China, Tschechien und Indien umgesetzt.
Das Werk in Ungarn wird zukünftig unsere Ertragskraft stärken
Das Werk in Debrecen, Ungarn, wird bis Ende 2020 voll in Betrieb genommen. Es wird dann eine Kapazität von 36.000 Arbeitsstunden pro Monat haben. Anfang 2020 betrug die Mitarbeiterzahl des neues Werks 450. Bis Ende 2020 sollen noch 50 weitere Mitarbeiter hinzukommen.
Ausbau des Global Footprint mit lokalen Kostenstrukturen
KRONES hat bereits in der Vergangenheit die Belegschaft in den Emerging Markets stark erweitert. Ende 2019 beschäftigten wir dort 4.187 Mitarbeiter und damit um 33 % mehr als 2018.
Dies hat einen einfachen Grund: Um die Wachstumschancen des Marktes in den Schwellenländern zu nutzen, brauchen wir mehr Mitarbeiter bei den Kunden vor Ort. Derzeit beschäftigen wir bereits rund 24 % aller Mitarbeiter in den Emerging Markets. Bei entsprechender Marktentwicklung werden wir den Mitarbeiteranteil weiter aufstocken.
Ausbau Global Footprint in der Prozesstechnik
Ein kritischer Erfolgsfaktor in der Prozesstechnik ist es, die Kunden vor Ort mit Leistungen entlang der gesamten Wertschöpfungskette unterstützen zu können. Hierzu hat KRONES in den vergangenen Jahren weltweit eigene Kapazitäten auf- und ausgebaut. Darüber hinaus haben wir die Prozesstechnik durch Zukäufe gestärkt. Hierdurch gewann KRONES Prozesstechnik-Standorte in den USA und China hinzu. Diese werden ab 2020 einen positiven Ergebnisbeitrag liefern.
Stellenabbau im In- und Ausland
Struktur
Mitarbeiterzahl
Um die Ertragskraft nachhaltig zu stärken, werden die Prozesse und Ressourcen im Konzern weiter optimiert und Organisationseinheiten gestrafft.
Im Rahmen der Effizienzmaßnahmen hat KRONES bereits 2019 Vollzeitstellen im Inland abgebaut.
Dies wird 2020 fortgesetzt.
In Deutschland werden durch die strukturellen Maßnahmen insgesamt 500 Stellen wegfallen, 200 im Berichtsjahr und 300 im Jahr 2020. Im Ausland werden bis Ende 2020 rund 200 Stellen wegfallen.
scroll
| Eigene Deutschland | - 200 FTE |
| Temp. Deutschland | - 50 FTE |
| Eigene RoW | 0 FTE |
| 2019 | - 250 FTE √ |
scroll
| Eigene Deutschland | - 300 FTE |
| Temp. Deutschland | - 100 FTE |
| Eigene RoW | - 200 FTE |
| 2020 | - 600 FTE |
Stellenabbau im In- und Ausland
Die Maßnahmen zur Senkung der Personalkosten führten 2019 zu Rückstellungen von rund 30 Mio. € und belasteten das Ergebnis dementsprechend.
Durch den Personalabbau erwartet KRONES für 2020 und 2021 Einsparungen bei den Personalkosten von insgesamt rund 45 Mio. €.

Portfoliooptimierungen im House of KRONES
Portfolio
Segmente
scroll
| Digitalisierung Steuerungs- und Kontrollsysteme IT-Dienstleistungen | ||
|---|---|---|
| Prozesstechnik | Abfüll- und Verpackungstechnik | Intralogistik |
| Bier Malzgetränke Softdrinks Saft Wasser Flüssige Lebensmittel | Etikettiertechnik Inspektionstechnik Fülltechnik Reinigungstechnik Kunststofftechnik Pack- und Palettiertechnik Transporttechnik | Lagerverwaltungssysteme Inhouse-Lösungen Order-Picking-Systeme |
| Lifecycle Service Linieneffizienz On-Site-Service Nachrüstungen |
Wir optimieren im gesamten House of KRONES unser Portfolio. Hierzu zählen neue Produkte und Dienstleistungen ebenso wie die Aufgabe unprofitabler Bereiche und Technologien.
Portfoliooptimierungen in der Prozesstechnik
Die Prozesstechnik ist eine Säule im "House of KRONES". Innerhalb dieser Säule gibt es Produkte und Bereiche, die sich gut entwickeln. Insgesamt jedoch ist die Ertragskraft der Prozesstechnik unzureichend. Dies liegt hauptsächlich an der Getränkeproduktion. Diesen Bereich werden wir künftig als rechtlich eigenständige Einheit aufstellen. So können wir besser beurteilen, wie sich die einzelnen Geschäfte, speziell für die unterschiedlichen Getränkesorten, auf Stand-alone-Basis entwickeln.
Nach mehreren Zukäufen in der Vergangenheit streben wir in der Prozesstechnik derzeit keine Akquisitionen an.
Portfoliooptimierungen in der Abfüll- und Verpackungstechnik
Das Segment leidet unter der kritisch geführten Kunststoff-Diskussion. Mit unseren hochwertigen PET-Recycling-Anlagen sowie materialsparendem Behälterdesign und energiearmer Behälterproduktion sorgen wir für einen nachhaltigen Stoffkreislauf.
Zudem bauen wir unser Produktportfolio für die Verpackungsarten Glas und Dosen weiter aus.
Portfoliooptimierungen in der Intralogistik
In der dritten Säule des "House of KRONES", der Intralogistik, ist die Nachfrage nach unseren Produkten und Services weiterhin sehr gut. Wir werden das hohe Wachstum managen und die Internationalisierung voranbringen. Hierfür haben wir alle Intralogistik-Aktivitäten in der SYSTEM LOGISTICS gebündelt und diese als rechtlich eigenständige Einheit aufgestellt.
Portfoliooptimierungen in der Digitalisierung
Im Bereich Digitalisierung werden wir uns künftig stärker auf Lösungen für unser Kernsegment Abfüll- und Verpackungstechnik und insbesondere für den Lifecycle-Service konzentrieren. Insgesamt werden die Investitionen in die Digitalisierung die Ertragskraft in den nächsten Jahren noch belasten. KRONES erwartet hier mittel- bis langfristig gute Marktchancen.
Einkauf internationalisieren und optimieren
Portfolio
Beschaffung
Mit rund 2 Milliarden Euro sind Aufwendungen für Material der mit Abstand größte Aufwandsposten in der Gewinn-und-Verlust-Rechnung.
Der Ausbau des Global Footprint bezieht sich nicht nur auf die Produktion, sondern auch auf die Beschaffung der Rohmateriaien. Beim Best-Cost-Country(BCC)-Sourcing, also dem Einkauf aus kostenoptimalen Ländern und Regionen, geht es darum, die Beschaffungskosten deutlich zu senken.
Unsere bisher durchgeführten Maßnahmen zur internationalen Beschaffung werden wir konsequent fortsetzen.
Erfolgreich hat KRONES dies bereits im chinesischen Taicang umgesetzt. Auch in Indien, Taiwan, Thailand und der Türkei hat KRONES ein Lieferantennetzwerk etabliert.
Insgesamt lag das Einkaufsvolumen aus BCC-Ländern 2019 bei rund 45 Mio. €. In den kommenden Jahren wird es weiter steigen und zu deutlichen Kosteneinsparungen führen.
Großes Einsparpotenzial in der Beschaffung

Preiserhöhungen durchsetzen
Wachstum
Preise
Um die Kostensteigerungen bei Personal und Material teilweise kompensieren zu können, sind Preiserhöhungen erforderlich. Die Grundlage dafür ist eine hohe Preisdisziplin. Realistisch lassen sich 10 bis 20 Mio. € Ergebnisbeitrag erreichen. Eine Preiserhöhung um 1 %, bezogen auf selbst produzierte Maschinen, würde 2020 einen zusätzlichen EBT-Beitrag von 10 bis 15 Mio. € liefern.
After-Sales-Marktpotenzial ausschöpfen
Wachstum
After Sales
Der After-Sales-Markt bietet für KRONES mittel- bis langfristig aufgrund der starken installierten Basis erhebliches Wachstumspotenzial. KRONES hat rund 40.000 Maschinen in den Fabriken der Kunden installiert. Mit dem weiteren Ausbau unserer Service-Standorte rund um die Welt können wir unser Servicegeschäft deutlich erhöhen. Bislang werden von der installierten Basis rund 60 % von unserem LCS-Team betreut. Jeder Prozentpunkt generiert 12 Mio. € jährlich an profitablem Service-Umsatz.

Brief des Vorstands *
Sehr geehrte Aktionäre und Geschäftsfreunde,
2019 war für KRONES sehr herausfordernd. Verschiedene Faktoren führten dazu, dass wir zum Halbjahr unsere Ertragsprognose zurücknehmen mussten. Daraufhin hat der Vorstand weitreichende strukturelle Maßnahmen eingeleitet, um die Ertragskraft zu stärken und das Unternehmen "Entschlossen zum Erfolg" zu führen.
"Krones wird konsequent die beschlossenen Maßnahmen umsetzen, um wieder in die Erfolgsspur zurückzukehren."
Christoph Klenk
Vorstandsvorsitzender
KRONES wächst stabil trotz schwächelnder Konjunktur
Im Berichtsjahr haben sich die gesamtwirtschaftlichen Prognosen sukzessive eingetrübt. Handelskonflikte zwischen den USA und China sowie Europa und der über lange Zeit ungeklärte "Brexit" belasteten die Konjunktur. Die Experten des Internationalen Währungsfonds (IWF) mussten ihre Wachstumsprognose für die Weltwirtschaft 2019 mehrmals nach unten anpassen, von anfangs 3,5 % auf 2,9 %. Die teilweise sehr emotional geführte Kunststoffdebatte war für unser Geschäft ebenfalls wenig förderlich.
Trotz dieser Unsicherheiten war die Nachfrage auf unseren Märkten der internationalen Getränke- und Verpackungsindustrie zufriedenstellend, KRONES konnte die relativ stabile Nachfrage nutzen und steigerte den Umsatz im Berichtsjahr um 2,796 auf 3,96 Mrd. €. Damit haben wir unsere Wachstumsprognose von 396 erfüllt. Auch der Auftragseingang entwickelte sich ähnlich positiv und verbesserte sich um 3,2 % auf 4,08 Mrd. €.
* Alle Angaben innerhalb "Brief des Vorstands" beziehen sich auf den KRONES Konzern.
Ertragskraft liegt 2019 erheblich unter Plan
Im Gegensatz zu Umsatz und Auftragseingang hat sich die Ertragskraft deutlich schwächer entwickelt als zu Jahresanfang 2019 prognostiziert. Erheblich gestiegene Personalkosten belasteten im Berichtsjahr unerwartet stark die Profitabilität von KRONES. Darüber hinaus wirkten sich hauptsächlich im zweiten Quartal ein ungünstiger Produktmix und eine damit einhergehende Unterauslastung in der Kunststofftechnik sowie eine temporäre Nachfrageschwäche in Teilbereichen des After-Sales-Geschäfts negativ aus. Insgesamt verringerte sich die EBT-Marge im Berichtsjahr von 5,3 % auf 1,1 %. Dabei ist zu berücksichtigen, dass wir 2019 rund 70 Mio. € Aufwand für Rückstellungen und Wertberichtungen verbucht haben. Bereinigt um diese Aufwendungen für strukturelle Maßnahmen lag die EBT-Marge bei 2,8 %. Damit hat KRONES die im Rahmen der zum Halbjahr verringerte Prognose von rund 396 erreicht (ursprüngliche Prognose: rund 696).
Strukturelle Maßnahmen eingeleitet - erste Erfolge sichtbar
Um nachhaltig wettbewerbsfähig zu bleiben und die dafür notwendige Ertragskraft zu erreichen, haben wir im zweiten Halbjahr 2019 kurz- und mittelfristige Maßnahmen eingeleitet. Ziel der Anstrengungen ist es, dass wir unsere Kostenstrukturen verbessern, die Effizienz erhöhen, unser Portfolio auf den Prüfstand stellen und neue Wachstumsimpulse setzen. Viele der Einzelmaßnahmen, die 2020 und 2021 umgesetzt werden, sind auf den Seiten 5 bis 24 detailliert dargestellt.
KRONES kann bereits erste Erfolge verzeichnen. So kommen wir bei den Kosteneinsparungen gut voran. Die Absatzpreise haben sich stabilisiert und gehen in die richtige Richtung. Auch der Ausbau des Global Footprint schreitet gut voran. Hier ist unser neues Werk in Ungarn das wichtigste Projekt. Nach Verzögerungen wird die Fabrik in der zweiten Jahreshälfte 2020 voll in Betrieb gehen und dann rund 20 Mio. € jährlich einsparen. Auch in China haben wir nach der Erweiterung der Produktion und dem Aufbau komplett regionaler Beschaffungsstrukturen unsere Präsenz deutlich gestärkt.
Noch viel zu tun gibt es hingegen in der Prozesstechnik, hauptsächlich im Geschäft mit Brauereien. Hier haben wir uns klare Ziele gesetzt und diese auch mit einem Zeitfenster versehen. Sollte der Bereich Getränkeherstellung bis 2021 das geforderte Ertragsziel nicht erreichen, werden wir klare Entscheidungen zur weiteren Zukunft dieses Geschäfts treffen.
Investitionen in Innovationen bleiben hoch
Ein Teil des Maßnahmenpakets ist, dass wir die zuletzt sehr hohen Investitionen wieder auf ein normales Maß zurückfahren. Betroffen hiervon sind vor allem Ausgaben für Sachanlagen sowie für Unternehmenszukäufe. Bei den Akquisitionen werden wir uns auf die Integration der in den Vorjahren erworbenen Unternehmen konzentrieren. Größere Zukäufe sind vorerst nicht geplant.
Technologisch führende Produkte und Dienstleistungen sind der Anspruch und die Zukunft des Unternehmens. Daher werden wir die Investitionen in Innovationen auf hohem Niveau halten und die Etats für Forschung und Entwicklung sowie die Investitionen in unsere Digitalsparte keineswegs kürzen.
Für die globalen Herausforderungen wie die Verringerung von CO2-Emission und nachhaltige Konzepte für Verpackungen aus Kunststoff hat KRONES innovative Produkte. Wir werden in den kommenden Jahren mit weiteren Innovationen unsere Technologieführerschaft sichern. Einige unsere Innovationen aus dem Berichtsjahr stellen wir auf den Seiten 58 bis 63 vor.
Internationale Mitarbeiterzahl steigt - Abbau in Deutschland
Die Mitarbeiterzahl im Konzern ist im Berichtsjahr um rund 800 auf 17.353 gestiegen. Im Inland ist die Zahl der Beschäftigten um rund 150 gesunken. Der Stellenabbau in Deutschland ist sehr schmerzlich, aber leider unausweichlich. Um auf unseren internationalen Märkten bestehen zu können, müssen wir als stark exportorientiertes Unternehmen Teile der Wertschöpfung ins Ausland verlagern - so schwer uns die Stellenstreichungen in Deutschland auch gefallen sind. Gerade in der herausfordernden und für das Unternehmen ungewohnten Situation bedanke ich mich im Namen des kompletten Vorstands herzlich beim gesamten KRONES Team für den engagierten und qualifizierten Einsatz.
Ziele für 2020 - nachhaltige Wende im Ertrag einleiten
Nach dem schwierigen Jahr 2019 will KRONES schnell eine nachhaltige Wende bei der Ertragskraft des Unternehmens schaffen, damit wir unsere Mittelfristziele so früh wie möglich erreichen. Obwohl wir uns für 2020 ehrgeizige Ziele gesetzt haben, rechnen wir in Anbetracht der derzeitigen unsicheren Situation in den Märkten mit keinem Umsatzwachstum. Die EBITDA-Marge (siehe auch Seite 49 ff.) soll sich auf rund 6,7-7,2% verbessern. Bei unserer dritten Zielgröße, dem Working Capital im Verhältnis zum Umsatz, wollen wir im laufenden Jahr 26 % erreichen und dadurch in Verbindung mit geringeren Investitionen auch den Free Cashflow steigern.
Wir sind der Markt- und Technologieführer in einem weltweit wachsenden Markt. Jetzt geht es darum, die strukturellen Themen und beschlossenen Maßnahmen gemeinsam mit unserem motivierten Team auf der ganzen Welt weiter umzusetzen. Ich bin fest davon überzeugt, dass wir gemeinsam KRONES wieder in die Erfolgsspur zurückbringen.
Christoph Klenk, CEO
Die Mitglieder des Vorstands
scroll
| Markus Tischer International Operations and Services Digitalisierung | Thomas Ricker CSO | Norbert Broger CFO | Christoph Klenk CEO Intralogistik Prozesstechnik | Ralf Goldbrunner Abfüll- und Verpackungstechnik Compact Class |
Bericht des Aufsichtsrats *
Sehr geehrte Damen und Herren,
KRONES befindet sich in einer herausfordernden Situation. Die vergangenen Jahre waren überwiegend von profitablem Wachstum geprägt. Das Geschäftsjahr 2019 hat aber deutlich gezeigt, dass Veränderungen nötig sind. Zwar legte der Umsatz zu, das Ergebnis blieb aber deutlich hinter den Erwartungen zurück. Damit KRONES auch in Zukunft wettbewerbsfähig bleibt, hat der Vorstand in enger Zusammenarbeit mit dem Aufsichtsrat bereits strategische sowie operative Maßnahmen umgesetzt und weitere strukturelle Anpassungen eingeleitet. Zu den Maßnahmen zählen auch für KRONES unübliche Einschnitte beim Personal. Diese fallen Vorstand und Aufsichtsrat nicht leicht, sie sind aber leider unumgänglich. Der Aufsichtsrat hat sich intensiv mit den vom Vorstand erläuterten Ursachen der Ergebnisschwäche sowie den Maßnahmen zur Verbesserung der Ertragskraft befasst. Das Gremium hält den jetzt eingeschlagenen Weg und die strukturellen Maßnahmen für richtig. Der Aufsichtsrat wird die Umsetzung der Maßnahmen begleiten sowie überprüfen. Hierfür wird das Gremium eng und vertrauensvoll mit dem Vorstand zusammenarbeiten.
Beratung und Überwachung
Im Geschäftsjahr 2019 hat der Aufsichtsrat der KRONES AG den Vorstand gemäß Aktiengesetz sowie der Satzung der Gesellschaft kontinuierlich überwacht und beraten und seine Aufgaben mit großer Sorgfalt wahrgenommen. Die Bestimmungen des Deutschen Corporate Governance Kodex und die aktienrechtlichen Vorschriften zur Berichtspflicht des Vorstands gegenüber dem Aufsichtsrat wurden dabei stets beachtet. Der Vorstand informierte den Aufsichtsrat auch außerhalb der Aufsichtsratssitzungen in schriftlichen und mündlichen Berichten regelmäßig über die geschäftliche und finanzielle Lage der Gesellschaft sowie über das Risikomanagement. Bei Entscheidungen von besonderer Bedeutung für die KRONES AG und den Konzern wurde der Aufsichtsrat frühzeitig vom Vorstand informiert und eingebunden. Insbesondere der Aufsichtsratsvorsitzende sowie der Vorstandsvorsitzende standen auch zwischen den Sitzungen regelmäßig in Kontakt. Dabei erörterten sie gemeinsam Fragen zur Strategie, der aktuellen Geschäftsentwicklung, der Risikolage sowie des Risikomanagements und der Compliance des Unternehmens.
Schwerpunkte der Aufsichtsratsarbeit 2019 waren die jeweils aktuelle Geschäfts- und insbesondere Ergebnisentwicklung, die Strategie sowie Maßnahmen zur Zielerreichung und nachhaltigen Stärkung der Ertragskraft. Zudem standen Markt- und Wettbewerbsthemen im Fokus der Arbeit des Gremiums. Personelle Veränderungen gab es im Aufsichtsrat 2019 nicht.
* Alle Angaben innerhalb "Bericht des Aufsichtsrats" beziehen sich auf den KRONES Konzern.
Interessenkonflikte
Gemäß Ziffer 5.5.2 des Deutschen Corporate Governance Kodex soll jedes Aufsichtsratsmitglied Interessenkonflikte, insbesondere solche, die aufgrund einer Beratung oder Organfunktion bei Kunden, Lieferanten, Kreditgebern oder sonstigen Dritten entstehen können, dem Aufsichtsrat gegenüber offenlegen. Im Berichtszeitraum wurden keine derartigen Interessenkonflikte offengelegt.
Berichte aus den Aufsichtsratssitzungen
2019 fanden insgesamt vier ordentliche Aufsichtsratssitzungen statt. In drei der vier Sitzungen waren alle 18 Aufsichtsratsmitglieder anwesend. An einer Sitzung konnte ein Mitglied des Gremiums nicht teilnehmen.
An der ersten Sitzung, die am 20. März stattfand, nahmen als Gäste zeitweise Vertreter der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft von KRONES teil. Sie erläuterten dem Aufsichtsrat den Prüfungsauftrag und die Schwerpunkte der Prüfung des Jahresabschlusses 2018 und gaben einen detaillierten Überblick über die Abschlussprüfung. Fragen des Aufsichtsrats wurden vom Prüfer eingehend erläutert und beantwortet. Anschließend stellte der Aufsichtsrat den Jahresabschluss und den Lagebericht der KRONES AG fest und billigte den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht. Unter dem Tagesordnungspunkt "Aufsichtsrats- und Vorstandsangelegenheiten" präsentierte der Aufsichtsratsvorsitzende dem Gremium die Ergebnisse der Effizienzprüfung hinsichtlich der Arbeit des Aufsichtsrats. Zusammenfassend stellte der Aufsichtsratsvorsitzende fest, dass die Effizienz des Aufsichtsrats 2018 als sehr positiv beurteilt wurde. Unter dem gleichen Tagesordnungspunkt fiel der einstimmige Beschluss des Aufsichtsrats, den am 31.12.2019 auslaufenden Vertrag von Vertriebsvorstand Thomas Ricker um fünf Jahre bis 31.12.2024 zu verlängern. Damit entsprach das Gremium der Empfehlung des Ständigen Ausschusses. Darüber hinaus verabschiedete der Aufsichtsrat auf dieser Sitzung die Tagesordnung für die Hauptversammlung 2019. Abschließend erläuterte der Vorstand dem Gremium im Rahmen der wirtschaftlichen Planung detailliert die Ziele und Maßnahmen zur Zielerreichung für 2019 sowie die Mittelfristplanung.
Am 24. Juli trat der Aufsichtsrat zu seiner zweiten Sitzung 2019 zusammen. Im Rahmen des wirtschaftlichen Berichts informierte der Vorstand den Aufsichtsrat über die wichtigsten Zahlen zum ersten Halbjahr 2019 und den weiteren Aussichten für das Gesamtjahr. Dabei gaben die jeweils zuständigen Vorstandsmitglieder einen aktuellen Statusbericht und den Ausblick 2019 zu den verschiedenen Geschäftsbereichen des Unternehmens ab. Der Aufsichtsrat befasste sich ausführlich mit den Gründen für die aktuell schwierige Geschäftslage sowie der Prognosesenkung, die das Unternehmen am 10. Juli veröffentlichte. Darüber hinaus beschloss das Gremium nach ausführlicher Diskussion, die Bestellung von Michael Andersen als Mitglied des Vorstands der KRONES AG mit sofortiger Wirkung zu beenden. Seine Aufgaben übernahm kommissarisch der Vorstandsvorsitzende Christoph Klenk.
Die dritte Aufsichtsratssitzung des Geschäftsjahres 2019 fand am 25. September statt. Auf Empfehlung des Ständigen Ausschusses bestellte das Gremium auf dieser Sitzung Norbert Broger mit Wirkung zum 01.01.2020 bis 31.12.2022 einstimmig zum Vorstandsmitglied und Finanzvorstand der KRONES AG. Vor der Bestellung wurde dem Aufsichtsrat das Auswahlverfahren skizziert und Norbert Broger stellte sich dem Gremium persönlich vor. Ein weiterer Punkt auf der Tagesordnung war die wirtschaftliche Situation von KRONES. Der Vorstandsvorsitzende Christoph Klenk sowie die für die einzelnen Geschäftsbereiche verantwortlichen Vorstände erläuterten ihre Analysen und geplanten Maßnahmen.
Am 27. November fand die vierte Aufsichtsratssitzung 2019 statt. Auf dieser hielt ein externer Kapitalmarktrecht-Experte einen Vortrag und informierte das Gremium über wesentliche formale Regelungen und die Beschlussfassung im Aufsichtsrat. Unter dem Tagesordnungspunkt "Vorstandsangelegenheiten" wurde unter anderem die Ressortverteilung innerhalb des Vorstands neu geregelt. Ein weiterer Tagesordnungspunkt der vierten Aufsichtsratssitzung war der Bericht des Prüfungs- und Risikomanagementausschusses mit den Themen Risikomanagement, Interne Revision sowie Compliance. Im Anschluss daran präsentierte der Vorstand dem Aufsichtsrat Zahlen zur aktuellen Geschäftsentwicklung sowie den Ausblick auf das Gesamtjahr 2019. Abschließend befasste sich das Gremium mit den wirtschaftlichen Planungen des Vorstands für das Geschäftsjahr 2020. Der Aufsichtsrat beschloss die Jahres- und Investitionsplanung 2020 einstimmig.
Arbeit des Prüfungs- und Risikomanagementausschusses
Dem Prüfungs- und Risikomanagementausschuss gehören der Vorsitzende des Aufsichtsrats Volker Kronseder, sein Stellvertreter Werner Schrödl sowie die Aufsichtsratsmitglieder Norman Kronseder, Hans-Jürgen Thaus, Josef Weitzer und Jürgen Scholz an. Vorsitzender des Ausschusses ist Hans-Jürgen Thaus. Der Prüfungs- und Risikomanagementausschuss überwacht die Rechnungslegung, Abschlussprüfung sowie Berichterstattung und fertigt entsprechende Beschlussvorlagen für den Aufsichtsrat an. Darüber hinaus bereitet er die Prüfung des Jahresabschlusses, des Lageberichts und des Prüfungsberichts des Einzel- und Konzernabschlusses durch den Aufsichtsrat vor und spricht Empfehlungen aus. Der Prüfungs- und Risikomanagementausschuss überwacht zudem die Wirksamkeit des internen Kontroll-, des Risikomanagement- sowie des Compliance-Systems.
Der Prüfungs- und Risikomanagementausschuss kam 2019 zu fünf Sitzungen zusammen. In vier der fünf Sitzungen waren alle sechs Gremiumsmitglieder anwesend. Auf der Sitzung vom 20.11. fehlte ein Mitglied des Ausschusses.
In der Sitzung am 14. März befasste sich das Gremium im Wesentlichen mit der Berichterstattung des Wirtschaftsprüfers über die Prüfung des Jahres- und Konzernabschlusses zum 31.12.2018.
Am 20. März trat das Gremium zusammen, um die Bilanz feststellende Aufsichtsratssitzung vorzubereiten. Auf Basis der Ausführungen der Wirtschaftsprüfer und der Informationen aus dem Prüfungsbericht beschlossen die Mitglieder des Prüfungs- und Risikomanagementausschusses, dem Aufsichtsrat zu empfehlen, den Jahresabschluss und Lagebericht der KRONES AG für das Geschäftsjahr 2018 festzustellen und den Konzernabschluss und den Lagebericht des Konzerns 2018 zu billigen.
In der dritten Sitzung des Prüfungs- und Risikomanagementausschusses am 10. April beschäftigte sich das Gremium mit dem Bericht zur Nichtfinanziellen Erklärung. Hierzu legten die Wirtschaftsprüfer ihr Prüfungsergebnis vor. Der Prüfungs- und Risikomanagementausschuss hat das Prüfungsergebnis zustimmend zur Kenntnis genommen und hatte keine Einwendungen. Die Mitglieder beschlossen, dem Aufsichtsrat zu empfehlen, den Nichtfinanziellen Konzernbericht zu billigen. Darüber hinaus erläuterte der Ausschuss die Empfehlung an den Aufsichtsrat, wen der Aufsichtsrat der Hauptversammlung als Abschlussprüfer des Jahres- und Konzernabschlusses 2019 zur Wahl vorschlagen soll.
In der vierten Sitzung des Prüfungs- und Risikomanagementausschusses am 15. Oktober standen unter anderem die aktuelle Finanzierungssituation von KRONES, die Überprüfung des Portfolios und Maßnahmen zur Portfoliooptimierung durch den Vorstand sowie die aktuelle Lage des Konzerns auf der Tagesordnung.
Auf der fünften Sitzung des Prüfungs- und Risikomanagementausschusses am 20. November informierten die Leiter des Controllings, der Internen Revision sowie der Compliance die Ausschussmitglieder über die aktuelle Risikosituation, die interne Revision sowie über das Compliance Management.
Arbeit des Ständigen Ausschusses
Dem Ständigen Ausschuss gehören Werner Schrödl, Norman Kronseder, Josef Weitzer und Volker Kronseder an. Vorsitzender des Ständigen Ausschusses ist Volker Kronseder. Das Gremium befasst sich grundsätzlich mit allen sonstigen Themen, die nicht in den Zuständigkeitsbereich des Prüfungs- und Risikomanagementausschusses fallen. Dazu zählen zum Beispiel die Personalstrategie sowie die Vergütung von Vorstand und Aufsichtsrat. 2019 fanden drei Sitzungen des Ständigen Ausschusses statt. In allen drei Sitzungen waren alle vier Gremiumsmitglieder anwesend.
In der Sitzung am 14. März bereitete der Ständige Ausschuss die Verlängerung des Vertrages von Vertriebsvorstand Thomas Ricker durch den Aufsichtsrat vor. Die Mitglieder des Ausschusses beschlossen, dem Aufsichtsrat zu empfehlen, den Beschluss zu fassen, den Vertrag mit Thomas Ricker um fünf Jahre bis zum 31.12.2024 zu verlängern.
Am 10. Juli fand die zweite Sitzung des Ständigen Ausschusses statt. Auf dieser informierten der Vorstandsvorsitzende Christoph Klenk und Finanzvorstand Michael Andersen das Gremium über die aktuelle Geschäftslage sowie Maßnahmen zur kurz- und mittelfristigen Ergebnisverbesserung.
Die Sitzung des Ständigen Ausschusses am 12. September wurde im Wesentlichen einberufen, um vor der Aufsichtsratssitzung am 25. September eine Empfehlung für die Bestellung von Norbert Broger zum Mitglied des Vorstands der KRONES AG abzugeben.
Aufsichtsrat stimmt dem Prüfungsergebnis zu
Der vom Vorstand aufgestellte Jahresabschluss der KRONES Aktiengesellschaft und der Konzernabschluss sowie der Lagebericht der KRONES AG und der Konzernlagebericht zum 31. Dezember 2019 sind durch den von der Hauptversammlung gewählten Abschlussprüfer, der Ernst & Young GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, geprüft und jeweils mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen worden. Der geprüfte Jahresabschluss und der Konzernabschluss sowie der Lagebericht der KRONES AG und der Konzernlagebericht zum 31. Dezember 2019 lagen allen Mitgliedern des Aufsichtsrats rechtzeitig zur Prüfung vor. Die geprüften Abschlüsse und Lageberichte waren am 18. März 2020 Gegenstand der Bilanz feststellenden Aufsichtsratssitzung. An der Sitzung haben auch Vertreter des Abschlussprüfers teilgenommen und dem Aufsichtsrat über die Ergebnisse ihrer Prüfung und über ihre Prüfungsschwerpunkte berichtet.
Der Aufsichtsrat hat das Prüfungsergebnis des Abschlussprüfers zustimmend zur Kenntnis genommen. Nach der abschließenden Prüfung durch den Aufsichtsrat, die insbesondere auch die im Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers beschriebenen Sachverhalte einschließlich der Prüfungshandlungen zum Gegenstand hatte, ergaben sich keine Einwände. Der Aufsichtsrat hat den Jahresabschluss der KRONES AG festgestellt sowie den Konzernabschluss und den Vorschlag des Vorstands über die Verwendung des Bilanzgewinns gebilligt. Damit ist der Jahresabschluss 2019 der KRONES AG festgestellt.
Die Abschlussprüfer bezogen den Bericht des Vorstands über die Beziehungen der KRONES AG zu verbundenen Unternehmen gemäß § 312 AktG in ihre Prüfung ein und legten ihren Prüfungsbericht dem Aufsichtsrat vor. Die Prüfung durch die Abschlussprüfer ergab keine Beanstandungen. Der Abschlussprüfer hat den Abhängigkeitsbericht mit dem folgenden uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen: "Nach unserer pflichtgemäßen Prüfung und Beurteilung bestätigen wir, dass
1. die tatsächlichen Angaben des Berichts richtig sind,
2. bei den im Bericht aufgeführten Rechtsgeschäften die Leistung der Gesellschaft nicht unangemessen hoch war."
Die Überprüfung des Berichts über die Beziehungen der KRONES AG zu verbundenen Unternehmen gemäß § 312 AktG durch den Aufsichtsrat führte zu keinen Beanstandungen. Der Aufsichtsrat schloss sich daher dem Ergebnis der Prüfung durch die Abschlussprüfer an. Nach dem abschließenden Ergebnis seiner eigenen Prüfung erhob der Aufsichtsrat gegen die Schlusserklärung des Vorstands über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen keine Einwendungen.
Über die gesetzliche Abschlussprüfung hinaus hat die Ernst & Young GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft den für die KRONES AG und den Konzern zusammengefassten gesonderten nichtfinanziellen Bericht für den Zeitraum vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2019 einer Prüfung zur Erlangung begrenzter Sicherheit unterzogen. Auf dieser Basis hat der Wirtschaftsprüfer keine Einwendungen gegen die Berichterstattung zur Nichtfinanziellen Erklärung und die Erfüllung der daran gestellten gesetzlichen Anforderungen erhoben.
Dank an den Vorstand und die Mitarbeiter
Die Mitglieder des Aufsichtsrats danken dem Vorstand sowie allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Unternehmens für ihre engagierte und insgesamt erfolgreiche Arbeit im Geschäftsjahr 2019.
Neutraubling, im März 2020
Der Aufsichtsrat
Volker Kronseder
Vorsitzender des Aufsichtsrats
Die Mitglieder des Aufsichtsrats
Volker Kronseder
Aufsichtsratsvorsitzender
Universitätsklinikum Regensburg
Wirtschaftsbeirat Bayerische Landesbank
Werner Schrödl **
Stv. Aufsichtsratsvorsitzender
Konzernbetriebsratsvorsitzender
Gesamtbetriebsratsvorsitzender
Verwaltungsrat der Bayerischen Betriebskrankenkassen
Dr. phil. Verena Di Pasquale **
Stv. Vorsitzende des DGB Bayern
Robert Friedmann
Sprecher der Konzernführung der Würth-Gruppe
ZF Friedrichshafen AG
Klaus Gerlach **
Head of Central International Operations and Services
Oliver Grober **
Betriebsratsvorsitzender Werk Rosenheim
Thomas Hiltl **
Betriebsratsvorsitzender Werk Nittenau
Norman Kronseder
Land- und Forstwirt
Bayerische Futtersaatbau GmbH
Prof. Dr. jur. Susanne Nonnast
Professorin an der OTH Regensburg
Beate Eva Maria Pöpperl **
Freigestellte Betriebsrätin
Norbert Samhammer
Geschäftsführer Samhammer Holding GmbH
Samhammer AG
Petra Schadeberg-Herrmann
Geschäftsführende Gesellschafterin Krombacher Brauerei
Bernhard Schadeberg GmbH & Co. KG,
Krombacher Finance GmbH, Schawei GmbH,
Diversum Holding GmbH & Co. KG
Jürgen Scholz **
1. Bevollmächtigter
IG-Metall Geschäftsstelle Regensburg
Infineon Technologies AG
Hans-Jürgen Thaus
Maschinenfabrik Reinhausen GmbH
Hawe Hydraulik SE, Aschheim/München (bis 27-06.2019)
Josef Weitzer **
Stv. Konzernbetriebsratsvorsitzender
Stv. Gesamtbetriebsratsvorsitzender
Betriebsratsvorsitzender Neutraubling
Sparkasse Regensburg
Matthias Winkler
Geschäftsführender Gesellschafter der WW+KN Steuerberatungsgesellschaft mbH
* Weitere Aufsichtsratsmandate gemäß § 125 Abs. 1 Satz 5 AktG
** Von der Belegschaft gewählt
Zur KRONES Aktie *
| ― | Aktienmärkte profitieren von niedrigen Zinsen |
| ― | Kurs der KRONES Aktie leidet unter Prognoseanpassung |
| ― | Aktionäre sollen für 2019 eine Dividende von 0,75 € je Aktie erhalten |
Niedrige Zinsen beflügeln die internationalen Aktienbörsen
"Die Ertragskraft von KRONES lag 2019 unter den Erwartungen. Dies spiegelte sich auch in unserem Aktienkurs wider."
Olaf Scholz
Leiter Investor Relations
Das Börsenjahr 2019 wurde hauptsächlich von zwei Themen geprägt. Zum einen stand die anhaltende Niedrigzinspolitik der Notenbanken im Fokus. Die Aktivitäten der US-Notenbank FED und der Europäischen Zentralbank sorgten dafür, dass die langfristigen Anleiherenditen 2019 dies- und jenseits des Atlantiks sanken. Zudem kündigten die Notenbanker an, dass sie auch künftig auf eine expansive Geldpolitik setzen. Niedrige Zinsen fördern Investitionen in Aktien. Auf der anderen Seite bereitete den Anlegern 2019 der schwelende Handelskonflikt zwischen den USA und China immer wieder Sorgen. Dies führte mehrmals zu heftigen Kursschwankungen. Insgesamt überwogen aber die positiven Effekte und die meisten Aktienindizes erzielten 2019 kräftige Gewinne.
Der bekannteste deutsche Aktienindex DAX verbesserte sich von Januar bis Dezember 2019 um 25,5 % auf 13.250 Punkte. Damit beendete der DAX das Jahr 2019 nur knapp unter seinem Allzeithoch von rund 13.600 Punkten aus dem Jahre 2018. Ähnlich stark wie der DAX legte der Euro Stoxx 50 zu. Der Index der 50 größten Unternehmen aus der Eurozone stieg im Berichtszeitraum um 24,8 %. Neue Rekordmarken erklomm der Dow-Jones-Index 2019. Das bekannteste US-Börsenbarometer kletterte um 22,3 %. Nicht ganz so dynamisch wie in den USA und Europa war die Aufwärtsbewegung am japanischen Aktienmarkt. Der Nikkei-Index legte 2019 um 18,2 % zu.
* Alle Angaben innerhalb "Zur KRONES Aktie" beziehen sich auf den KRONES Konzern.
Angepasste Ergebnisprognose belastete den Kurs der KRONES Aktie 2019
Aufgrund der Prognosesenkung verlor die KRONES Aktie im dritten Quartal 2019 stark an Wert. Hauptsächlich deshalb entwickelte sich unsere Aktie im Gesamtjahr 2019 schwächer als der SDAX
Die Notiz der KRONES Aktie schwankte von Januar bis Dezember 2019 heftig. Nach einem guten Start ins Börsenjahr 2019 und deutlichen Kursgewinnen im ersten Quartal ging es auch Anfang des zweiten Quartals noch aufwärts mit dem Wert unseres Papiers. Am 18. April erreichte der Kurs mit 88,85 € den höchsten Stand im Jahr 2019. Gegenüber dem Jahresanfangsstand von 67,50 € war dies ein Plus von 32 %. Von diesem Niveau entfernte sich unsere Aktie im weiteren Jahresverlauf dann wieder. Dies lag auch an der vorübergehenden Korrektur des Gesamtmarktes. Hauptsächlich waren die Kursverluste aber dem nicht zufriedenstellenden operativen Geschäft geschuldet. Die Ertragskraft von KRONES entwickelte sich 2019 schwächer als erwartet.
Wertentwicklung der KRONES Aktie im Vergleich zum SDAX 2019

Am 10. Juli veröffentlichte KRONES eine Ad-hoc-Mitteilung, in der das Unternehmen die Prognose für die EBT-Marge 2019 senkte. Dies beschleunigte den Abwärtstrend unseres Aktienkurses. Am 15. August erreichte die KRONES Aktie mit 47,46 € den tiefsten Kurs während des Berichtszeitraums. Danach erholte sich der Wert unseres Papiers zwar, doch Ende September lag der Kurs mit 55,45 € um 18% niedriger als zu Jahresanfang. Im vierten Quartal 2019 vollzog unsere Aktie eine kräftige Aufwärtsbewegung. Hierzu trug auch die Veröffentlichung von Details zu den strukturellen Maßnahmen bei, mit denen KRONES die Ertragskraft nachhaltig stärken will. Darüber hinaus profitierte unser Aktienkurs von einem freundlichen Gesamtmarkt. Ende Dezember 2019 stand der KRONES Aktienkurs mit 67,50 € exakt so hoch wie ein Jahr davor. Inklusive der Dividende von 1,70 € erzielte die KRONES Aktie 2019 eine Performance von 2,596. Der SDAX, dem KRONES seit 18. Juni 2018 angehört, verbesserte sich 2019 um 31,6 %.
Kennzahlen der KRONES Aktie
scroll
| zum 31.12. | 2019 | 2018 | 2017 | |
|---|---|---|---|---|
| Ergebnis je Aktie | € | 0,30 | 4,78 | 5,97 |
| Eigenkapital je Aktie | € | 43,36 | 45,36 | 42,10 |
| Free Cashflow je Aktie | € | -2,99 | 3,82 | -4,77 |
| Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) auf Basis des Jahresendkurses | 225,0 | 14,1 | 19,2 | |
| Dividende je Aktie | € | 0,75 * | 1,70 | 1,70 |
| Höchstkurs | € | 88,85 | 122,80 | 121,25 |
| Tiefstkurs | € | 47,46 | 66,10 | 87,28 |
| Jahresschlusskurs | € | 67,50 | 67,50 | 114,50 |
* gemäß Gewinnverwendungsvorschlag
Langfristig wirft KRONES Aktie sehr solide Rendite ab
In den vergangenen zehn Jahren stieg der Kurs der KRONES Aktie jährlich um durchschnittlich 6,6%.
In den vergangenen zehn Jahren, also von 2010 bis 2019, hat sich der Wert unserer Aktie mit einem Plus von 90% nahezu verdoppelt. Der durchschnittliche jährliche Kursgewinn der KRONES Papiere beträgt in dem Zehnjahres-Zeitraum 6,6% und liegt damit unter dem Wertzuwachs des SDAX-Kursindex (+11,1%), also dem SDAX ohne Dividenden. Inklusive der Dividenden und der Annahme, dass die Dividende jeweils wieder in KRONES Aktien investiert wurde, ergibt sich seit 2010 eine durchschnittliche jährliche Rendite von 8,2%. Der vergleichbare SDAX-Performance-Index legte um 13,4% jährlich zu.
Wertentwicklung der KRONES Aktie im Vergleich zum SDAX, 2010-2019

KRONES behauptet gute Stellung im SDAX
Wegen der unterdurchschnittlichen Performance rutschte die KRONES Aktie 2019 in der Marktkapitalisierungs-Rangliste ab. Das Handelsvolumen stieg dagegen kräftig an.
Die KRONES Aktie ist seit dem 29. Oktober 1984 an der Börse notiert und an allen deutschen Börsen handelbar. Unsere Papiere sind Inhaber-Stammaktien ohne Nennwert. Jeder Titel hat auf der Hauptversammlung des Unternehmens eine Stimme. Es gibt insgesamt 31.593.072 KRONES Aktien.
Unsere Aktie ist seit Mitte 2018 Mitglied im SDAX. Dies ist der Index der Deutschen Börse, der die 70 Unternehmen enthält, die hinsichtlich Marktkapitalisierung und Umsatz auf die Werte des MDAX folgen. Im Berichtsjahr ist KRONES wegen der unterdurchschnittlichen Performance beim Börsenwert auf Rang 25 (Vorjahr: Rang 13) innerhalb der SDAX-Unternehmen abgerutscht. Beim Handelsvolumen konnte die KRONES Aktie hingegen deutlich zulegen und verbesserte sich zum Ende 2019 auf Rang 11 (Vorjahr: Rang 23). Damit zählt unsere Aktie zu den großen und umsatzstarken SDAX-Werten.
Insgesamt wurden 2019 im Durchschnitt täglich rund 71.000 KRONES Aktien (Vorjahr: rund 40.000) auf XETRA und an der Frankfurter Börse gehandelt. Auch an den alternativen Handelsplattformen, auf denen hauptsächlich institutionelle Investoren ihre Orders abwickeln, wechselten 2019 mehr KRONES Aktien ihren Besitzer. Hier lag das Handelsvolumen im Durchschnitt täglich bei rund 108.000 Aktien (Vorjahr: rund 63.000).
Stammdaten der KRONES Aktie
scroll
| Aktienanzahl | 31.593.072 |
| Wertpapierkennnummer | 633500 |
| ISIN | DE 0006335003 |
| XETRA-Kürzel | KRN |
Aktionärsstruktur
Die Aktionärsstruktur von KRONES blieb im Berichtsjahr nahezu unverändert. Die Familie Kronseder Konsortium GbR hielt zum 31. Dezember 2019 mit 52,24 % die Mehrheit an der KRONES AG. Die Familie will auch künftig stabiler Mehrheitsaktionär bleiben. Der nicht dem Festbesitz unterliegende Anteil, also der Streubesitz, lag Ende 2019 bei 47,76 %.
Aktionärsstruktur (Stand Dezember 2019)

KRONES will für 2019 eine Dividende von 0,75 € je Aktie zahlen
Die langfristige Dividendenpolitik des Unternehmens sieht vor, 25 % bis 30 % des Konzernergebnisses an die Aktionäre auszuschütten. Vorstand und Aufsichtsrat werden der Hauptversammlung am 18. Mai 2020 für das Geschäftsjahr 2019 eine Dividende von 0,75 € je Aktie (Vorjahr: 1,70 €) vorschlagen.
Dividende je Aktie in €

* gemäß Gewinnverwendungsvorschlag
Lagebericht
der KRONES AG
KRONES auf einen Blick
Geschäftsmodell, Geschäftsfelder und Organisationsstruktur
KRONES bietet Maschinen und Anlagen für die Abfüll- und Verpackungstechnik sowie für die Getränkeproduktion an. Darüber hinaus komplettieren innovative Digitalisierungs- und Intralogistik-Lösungen unsere Produktpalette. Kunden von KRONES sind Brauereien und Getränkehersteller sowie Unternehmen aus der Nahrungsmittel-, Chemie-, Pharma- und Kosmetikindustrie. Wichtiger Bestandteil des Geschäftsmodells von KRONES sind Service-Leistungen. Das Unternehmen unterhält rund um die Welt Servicezentren und -niederlassungen.
KRONES berichtet über zwei Segmente: "Maschinen und Anlagen zur Produktabfüllung und -ausstattung" sowie "Maschinen und Anlagen zur Getränkeproduktion/Prozesstechnik". Das Segment "Maschinen und Anlagen für die Compact Class", über das bis 2017 separat berichtet wurde, hat KRONES mit Wirkung zum 01.01.2018 dem Kernsegment "Maschinen und Anlagen zur Produktabfüllung und -ausstattung" zugeordnet.
Wesentliche Absatzmärkte und Wettbewerbsposition
Den Großteil des Umsatzes erwirtschaftet KRONES mit Kunden aus der Getränkeindustrie. Der übrige Erlös stammt aus dem Non-Beverage-Bereich (Lebensmittel, Milch, Chemie, Pharma, Kosmetik).
KRONES ist stark exportorientiert und erzielt fast 90 % des Konzernumsatzes im Ausland. Die regionale Umsatzverteilung ist dabei insgesamt ausgewogen. In den reifen Industrieländern erwirtschaftete KRONES im Berichtszeitraum 49,8 %, auf den stark wachsenden Emerging Markets 50,2 % der Erlöse.
KRONES Konzern Umsatzverteilung 2019

Neben wenigen großen konzerngebundenen Unternehmen konkurriert KRONES mit einer Reihe von Firmen, die nur einzelne Produkte der Abfüll-und Verpackungstechnik anbieten. Unsere wichtigsten Wettbewerber stammen hauptsächlich aus dem Euro-Raum. Chinesische Anbieter konkurrieren vor allem auf ihrem Heimatmarkt mit KRONES um Aufträge.
Gestützt auf unser weltweites Serviceangebot, mit dem wir unsere Kunden vor Ort schnell bedienen können, sieht sich KRONES als Full-Service-Anbieter im Wettbewerb gut positioniert.
* Alle Angaben innerhalb "KRONES auf einen Blick" beziehen sich auf den KRONES Konzern.
Maschinen und Anlagen zur Produktabfüllung und -ausstattung
In dem mit Abstand größten Segment bietet KRONES Maschinen und Anlagen an, mit denen Kunden ihre Produkte abfüllen, etikettieren, verpacken und transportieren. Teil des Segments sind auch Maschinen und Anlagen, auf denen PET-Behälter hergestellt sowie gebrauchte Kunststoffflaschen zu lebensmitteltauglichem Rezyklat verarbeitet werden (PET-Recycling).
| ― | Produktbehandlungstechnik |
| ― | Systemtechnik |
| ― | Etikettiertechnik |
| ― | Inspektionstechnik |
| ― | Fülltechnik |
| ― | Reinigungstechnik |
| ― | Kunststofftechnik |
| ― | Pack- und Palettiertechnik |
| ― | Transporttechnik |
Umsatz in Mio. €

scroll
| 2019 | 2018 | |
|---|---|---|
| EBT (Mio. €) | 56,4 | 223,3 |
| EBT-Marge (%) | 1,7 | 7,0 |
Maschinen und Anlagen zur Getränkeproduktion/Prozesstechnik
In diesem Segment bietet KRONES Maschinen, Anlagen und Digitalisierungslösungen an, mit denen Bier, Softdrinks, Fruchtsäfte sowie Milch- und Milchmischgetränke hergestellt und behandelt werden. Das Intralogistikgeschäft unter dem Dach der Tochter SYSTEM LOGISTICS sowie das Komponentenangebot der Marke EVOGUARD gehören ebenfalls zum Segment "Getränkeproduktion/Prozesstechnik".
| ― | Sudhaus- und Filtrationstechnik |
| ― | Digitalisierung |
| ― | Informationstechnologie |
| ― | Intralogistik |
Umsatz in Mio. €

scroll
| 2019 | 2018 | |
|---|---|---|
| EBT (Mio. €) | -14,7 | -19,0 |
| EBT-Marge (%) | -2,1 | -2,8 |
Das KRONES Jahr 2019
1. Quartal 2019 *
KRONES ist gut in das Jahr 2019 gestartet. Von Januar bis März stieg der Umsatz im Vergleich zum Vorjahr um 10,3 % auf 983,5 Mio.€. Der Auftragseingang verbesserte sich um 5,0 % auf 1.041,6 Mio. €. Wegen der insgesamt angespannten Kostensituation ging das Ergebnis vor Steuern trotz steigender Erlöse um 8,4 % auf 51,5 Mio.€ zurück.
Niedrige Zinsen und die Hoffnung auf das Ende des Handelskonflikts zwischen China und den USA beflügelten im ersten Quartal 2019 die Aktienbörsen. Die Kurse schwankten aber kräftig. Dies gilt auch für die Notiz der KRONES Aktie. Dem starken Jahresauftakt folgte Ende Januar eine scharfe Korrektur. Ab Mitte Februar ging es dann aber kontinuierlich aufwärts mit unserem Aktienkurs. Ende März stand er mit 78,55 € um 16,4 % höher als zu Jahresanfang. Damit legte unsere Aktie im ersten Quartal stärker zu als der SDAX, der um 15,0 % stieg.
* Alle Angaben innerhalb "Das KRONES Jahr 2019" beziehen sich auf den KRONES Konzern.
Auftragseingang Q1 in Mio.€

Umsatz Q1 in Mio. €

Aktienkurs am 31.03. in €

Ergebnis vor Steuern Q1 in Mio.€

2. Quartal 2019
Am 5. Juni fand in Neutraubling die Hauptversammlung von KRONES statt. Die Präsenz, also der Anteil des Kapitals am gesamten Grundkapital der Gesellschaft, das auf der Hauptversammlung vertreten war, lag bei 81 %. Die Aktionäre haben alle zur Abstimmung vorgelegten Tagesordnungspunkte mit großer Mehrheit beschlossen. Die Dividende für 2018 blieb im Vergleich zum Vorjahr stabil bei 1,70 € je Aktie.
Die Ertragskraft von KRONES litt im zweiten Quartal unter den hohen Kosten für Material und Personal sowie dem ungünstigen Produktmix. Der Umsatz von Produkten mit hoher eigener Wertschöpfung, wie beispielsweise Maschinen und Anlagen der Kunststofftechnik, war niedriger als erwartet. Dies führte zu einer Unterauslastung in diesem Bereich. Das Ergebnis vor Steuern betrug im zweiten Quartal minus 3,6 Mio.€. Der Umsatz lag mit 905,8 Mio.€ um 0,7 % über Vorjahr, der Auftragseingang mit 997,0 Mio.€ um 2,5 % unter dem Vorjahreswert.
Schlechter als der Gesamtmarkt entwickelte sich die KRONES Aktie im zweiten Quartal. Ein Grund hierfür waren die Zahlen zum ersten Quartal, die KRONES im April veröffentlichte. Die Ertragskraft lag unter den Erwartungen der Analysten. Insgesamt verringerte sich der Kurs der KRONES Aktie von April bis Juni um 9,7 % und lag am Ende des zweiten Quartals bei 70,95 €.
Auftragseingang Q2 in Mio. €

Umsatz Q2 in Mio. €

Aktienkurs am 30.06. in €

Ergebnis vor Steuern Q2 in Mio. €

3. Quartal 2019
In der Ad-hoc-Mitteilung vom 10. Juli informierte das Unternehmen darüber, dass das Ergebnisziel für 2019 nicht erreicht wird. Als neues Ziel für die EBT-Marge 2019 nannte KRONES rund 3 %. Vorher waren es rund 6 %. Gleichzeitig kündigte der Vorstand strukturelle Veränderungen zur nachhaltigen Verbesserung des Ertragskraft an.
Der Kurs der KRONES Aktie stand im dritten Quartal unter Druck. Schuld daran war hauptsächlich die Anpassung der Ergebnisprognose. Sein Tief erreichte der Aktienkurs Mitte August bei rund 47,50 €. Danach erholte sich der Kurs deutlich. Ende September notierte unser Papier bei 55,45 €.
In der Sitzung vom 25. September 2019 bestellte der Aufsichtsrat Norbert Broger mit Wirkung ab 01.01.2020 zum Finanzvorstand der KRONES AG. Von 2006 bis 2012 war Norbert Broger für KRONES als Zentralbereichsleiter Controlling, Risikomanagement und strategische Unternehmensentwicklung tätig.
Nach dem schwachen zweiten Quartal liefen die Geschäfte von KRONES von Juli bis September 2019 wieder besser. Der Umsatz erhöhte sich im Vergleich zum Vorjahreswert um 10,9 % auf 1.000,4 Mio.€. Um 0,6 % ging der Auftragseingang zurück. Im dritten Quartal erwirtschaftete KRONES ein Ergebnis vor Steuern von 13,5 Mio.€.
Auftragseingang Q3 in Mio. €

Umsatz Q3 in Mio. €

Aktienkurs am 30.09. in €

Ergebnis vor Steuern Q3 in Mio. €

4. Quartal 2019
Im Herbst war KRONES auf einigen wichtigen internationalen Messen vertreten. Auf der K, der weltweit führenden Fachmesse der Kunststoff- und Kautschukindustrie, präsentierte KRONES Lösungen für einen geschlossenen Kunststoff-Kreislauf. Im Mittelpunkt stand dabei die PET-Recyclinganlage MetaPure.
KRONES verbuchte im vierten Quartal Rückstellungen für Personalmaßnahmen sowie Wertberichtigungen im Zuge der Portfoliooptimierung. Dies führte insgesamt zu Aufwendungen von rund 70 Mio.€. Deshalb war das Ergebnis vor Steuern mit minus 19,7 Mio.€ negativ. Das operative Geschäft entwickelte sich im Jahresschlussquartal hingegen planmäßig.
Im vierten Quartal 2019 vollzog unsere Aktie eine kräftige Aufwärtsbewegung. Von Oktober bis Dezember stieg der Kurs um 22 %. Hierzu trug auch die Veröffentlichung von Details zu den strukturellen Maßnahmen bei, mit denen KRONES die Ertragskraft nachhaltig stärken will. Ende 2019 stand der KRONES Aktienkurs mit 67,50 € exakt so hoch wie ein Jahr davor.
AuftragseingangQ4 in Mio. €

Umsatz Q4 in Mio. €

Aktienkurs am 31.12. in €

Ergebnis vor Steuern Q4 in Mio. €

Anlagen und Lifecycle Service - nur die Leistung zählt
KRONES liefert an die Getränke- und Liquid Food-Industrie komplette Fabriken. Mit unserem Know-how halten wir die Investitions- und Betriebskosten unserer Kunden niedrig. Ebenso wichtig ist, dass sie ihre Produkte sicher und in hoher Qualität herstellen können.
Wir liefern alle Maschinen und Anlagen, die nötig sind, um Getränke herzustellen, abzufüllen und zu verpacken. Wir kümmern uns auch um die komplette Logistik, um Ver- und Entsorgungseinrichtungen sowie maßgeschneiderte IT- und Digitalisierungslösungen, die alle Abläufe innerhalb der Produktion steuern und dokumentieren.
Darüber hinaus unterstützen wir unsere Kunden rund um die Uhr mit hochwertigen Serviceleistungen. Nur so ist gewährleistet, dass die Getränkefabriken ihre Höchstleistung bringen. Die Lifecycle Service (LCS)-Experten von KRONES sind dabei nicht nur Dienstleister, sondern auch Partner der Kunden. Gemeinsam finden wir die Lösungen für eine effiziente, sichere und kostengünstige Produktion. Unsere LCS Mitarbeiter optimieren nicht nur Instandhaltung und Nachrüstung, sondern stehen dem Kunden auch mit qualifizierter Beratung zur Seite - als Partner for Performance.
Anhand des Schaubildes einer kompletten Getränkefabrik stellen wir unsere Leistungen kurz vor.
scroll
| 1 | Sudhaus (Malzsilo, Maischpfanne, Läuterbottich, Würzepfanne, Whirlpool und Würzekühler) |
| 2 | Gär- und Lagertanks sowie Filter |
| 3 | Lager- und Produktionsbehälter |
| 4 | Verwaltung |
| 5 | Labor |
| 6 | Abfüllhalle |
| 7 | Pack- und Palettieranlagen |
| 8 | Vollautomatische Hochregallager |
| 9 | Halbautomatisches oder manuelles Lager |
| 10 | Kommissionierung und Versand |
| 11 | Versorgung mit Wärme, Kühlung, Druckluft sowie Energie |
| 12 | Entsorgungseinrichtungen |

Moderne Fertigungsmethoden - die neue Schaltschrankproduktion von KRONES
Seit August 2019 hat die Schaltschrankproduktion von KRONES eine neue Heimat. Am Stammsitz Neutraubling entstand ein moderner Neubau mit 6.000 m 2 Produktions- und 850 m 2 Bürofläche. Ein wichtiger Vorteil ist, dass Logistik und Produktion nun zusammengefasst sind. Optimaler Materialfluss und kurze Wege tragen zu schnelleren Durchlaufzeiten und höherer Produktivität bei.
Der Neubau ist mit modernster Technik ausgestattet. So versorgt beispielsweise ein automatisches, fahrerloses Transportfahrzug die Arbeitsplätze mit den benötigten Teilen. Das bisherige manuelle Lager wurde durch ein vollautomatisches Lager ersetzt. Hier konnte KRONES auf das Know-how der Konzerntöchter SYSTEM LOGISTICS UND TRIACOS zurückgreifen.
Nicht zu vergessen sind die mitarbeiterfreundlichen Arbeitsbedingungen. Die neue Halle ist lichtdurchflutet und die Montagetische lassen sich in Höhe und Neigung verstellen. Insgesamt bietet die neue Fertigungsstätte die besten Voraussetzungen für eine effiziente Produktion.
Strategie und Steuerungssystem *
"Unser Markt ist weiterhin attraktiv, er ist aber auch herausfordernd. Das spürten wir in den beiden abgelaufenen Geschäftsjahren. Wenn wir die eingeleiteten Maßnahmen entschlossen umsetzen, wird KRONES wieder in die Erfolgsspur zurückkehren."
Christoph Klenk
CEO
KRONES befindet sich derzeit in einer für das Unternehmen ungewohnt schwierigen wirtschaftlichen Situation. Mit Ausnahme des Krisenjahres 2009 war die Entwicklung des Unternehmens überwiegend von profitablem Wachstum geprägt. 2018 und 2019 konnten wir zwar beim Umsatz noch ordentlich wachsen. Allerdings hat die Ertragskraft von KRONES zuletzt deutlich nachgelassen. Deshalb ist die Strategie von KRONES darauf fokussiert, das Unternehmen durch die entschlossene Umsetzung der definierten Maßnahmen wieder in die Erfolgsspur zu bringen.
KRONES ist auf einem attraktiven Markt tätig. Er wächst stabil, weil die Nachfrage nach abgepackten Getränken und Lebensmitteln stetig steigt. Der Markt profitiert von Megatrends wie der zunehmenden Weltbevölkerung, einer wachsenden Mittelschicht in den aufstrebenden Ländern sowie der zunehmenden Verstädterung. Langfristig erwarten wir, dass das Marktwachstum oberhalb des weltweiten BIP-Wachstums liegen wird.
KRONES ist mit seinem weltweiten Komplettangebot sehr gut positioniert, um von den Chancen des Marktes zu profitieren. Das Unternehmen bietet den Kunden aus der Liquid Food-Industrie alles aus einer Hand an, von Produkten für die Getränkeherstellung über die Abfüllung bis hin zur Verpackung. Darüber hinaus ergänzen die Bereiche Intralogistik, Informationstechnologie sowie ein hochwertiger Service das Portfolio.
Wie die jüngste Vergangenheit gezeigt hat, bietet der Markt nicht nur Chancen, sondern kann sich der aktuellen weltwirtschaftlichen Entwicklung nicht verschließen. Handelskonflikte, politische Unsicherheiten, wirtschaftliche Krisen in einzelnen Ländern und Regionen, sowie die teils sehr emotional und irrational geführte Kunststoff-Debatte, sorgen für Unsicherheit bei unseren Kunden. Der Kampf um Aufträge wird intensiv bleiben und die angestrebten Preiserhöhungen nur mühsam durchzusetzen sein. Außerdem wird die Digitalisierung hohe Investitionen erfordern.
KRONES hat ehrgeizige mittelfristige Ziele
Ab 2020 wird KRONES als Zielgröße für die Profitabilität die EBITDA-Marge anstatt der EBT-Marge verwenden. Der Grund hierfür liegt darin, dass das EBITDA (Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen) näher am Cashflow und besser vergleichbar ist, weil es die Abschreibungen, das Finanzergebnis sowie Steuern unberücksichtigt lässt. Unser mittelfristiges Ziel für die EBT-Marge von 6 bis 8 % entspricht einer EBITDA-Marge von 9 bis 12 %. Um die gute Marktposition zu festigen und genügend Spielraum für Investitionen zu haben, hat sich KRONES ambitionierte mittelfristige Finanzziele gesetzt:
| ― | 2 bis 5 % durchschnittliches organisches Umsatzwachstum pro Jahr |
| ― | 9 bis 12 % EBITDA-Marge |
| ― | 22 bis 24 % bei der Kennzahl Working Capital im Verhältnis zum Umsatz |
Mittelfristige Ziele

* Alle Angaben innerhalb "Strategie und Steuerungssystem" beziehen sich auf den KRONES Konzern.
Krones will seine mittelfristigen Ziele so schnell wie möglich erreichen und erachtet einen Zeitraum von 3 bis 4 Jahren als realistisch.
Verschiedenste Herausforderungen, wie beispielsweise steigenden Kosten für Material und Personal, die Kunststoff-Diskussion aber auch die allgemeine wirtschaftliche Unsicherheit, führten dazu, dass wir 2018 und im Berichtsjahr unsere ursprünglichen Jahresziele verfehlten. Trotz gesteigerter Volatilität der Märkte setzt sich KRONES ehrgeizige mittelfristige Ziele. Das Unternehmen stuft einen Zeitraum von 3 bis 4 Jahren als realistisch ein, um die Ziele zu erreichen. Wir haben im Berichtsjahr viele Maßnahmen eingeleitet, mit denen das KRONES Team wieder in die Erfolgsspur zurückkehren wird. Nun gilt es, diese entschlossen umzusetzen.
Stärkung der Profitabilität - Maßnahmen werden umgesetzt
Um langfristig wettbewerbsfähig zu bleiben, muss KRONES nachhaltig und ausreichend Gewinne erzielen. Mit einer EBT-Marge (ohne Aufwendungen für Rückstellungen zur Senkung der Personalkosten sowie Wertberichtigungen für Portfoliooptimierungen von insgesamt rund 70 Mio. €) von 2,8 % für 2019 sind wir von unserer Zielgröße deutlich entfernt. Das Unternehmen hat deshalb im zweiten Halbjahr 2019 neben kurzfristigen auch mittelfristige Maßnahmen zur Ergebnisverbesserung eingeleitet. Diese wurden in drei Säulen gegliedert.
Mittelfristige Maßnahmen und Auswirkungen

Die EBT-Auswirkungen werden die Ausgaben innerhalb von zwei Jahren übertreffen.
Die strukturellen Maßnahmen tragen den größten Anteil an dem Maßnahmenpaket. Hierzu zählt vor allem der Ausbau des Global Footprint. Bislang erwirtschaften wir nur einen geringen Teil der Wertschöpfung im Ausland, obwohl wir fast 90% des Umsatzes außerhalb Deutschlands erzielen. Daher werden wir kurz- und mittelfristig Teile der Wertschöpfung in Best-Cost-Countries, also Länder mit niedrigeren Gesamtkosten, verlagern. Das wichtigste Projekt hierfür ist unsere neue Fabrik in Ungarn. Sie soll ab dem zweiten Halbjahr 2020 mit 500 Mitarbeitern voll in Betrieb gehen. Auch die Produktion in China wurde erweitert. Insgesamt sollen bis Ende 2020 rund 600.000 Produktionsstunden in Ungarn und China realisiert werden. Auch 200.000 Konstruktions- und Planungsstunden werden künftig in Tschechien, Indien, Ungarn und China erledigt.
Zudem werden die Prozesse und Ressourcen im Konzern weiter optimiert und Organisationseinheiten gestrafft. In Deutschland fallen durch die strukturellen Maßnahmen 500 Stellen weg, 200 im Berichtsjahr und 300 im Jahr 2020. Im Ausland werden bis Ende 2020 rund 200 Stellen abgebaut. Darüber hinaus werden die in den vergangenen Jahren durch Zukäufe aufgebauten neuen Prozess-technik-Standorte in den USA, China und Indien einen positiven Ergebnisbeitrag liefern.
KRONES baut den Global Footprint auch aus, um dem Anstieg der Materialkosten entgegenzuwirken. Beim sogenannten Best-Cost-Country-Sourcing, also dem Einkauf aus kostenoptimalen Ländern und Regionen, geht es darum, die Kosten deutlich zu senken. Erfolgreich hat KRONES dies bereits im chinesischen Taicang umgesetzt. Auch in Indien, Taiwan, Thailand und der Türkei haben wir ein Lieferantennetzwerk etabliert. Unsere bisher durchgeführten Maßnahmen zur internationalen Beschaffung werden wir konsequent fortsetzen.
Portfolio im House of KRONES optimieren
KRONES hat sein Geschäftsmodell mit dem "House of KRONES" auf die Kundenbedürfnisse und die moderne Getränkefabrik abgestimmt. An diesem Ansatz wird sich auch nichts ändern. Dennoch werden wir an der einen oder anderen Stelle in Zukunft Anpassungen und Portfoliooptimierungen vornehmen. In der Säule Prozesstechnik werden wir zunächst den Bereich Getränkeproduktion als rechtlich eigenständige Einheit aufstellen. So können wir besser beurteilen, wie sich deren Geschäft, speziell für die unterschiedlichen Getränkesorten auf Stand-alone-Basis entwickelt. Akquisitionen streben wir in der Prozesstechnik derzeit keine an. Wir konzentrieren uns auf die Integration der in den vergangenen Jahren erworbenen Unternehmen in den USA und China.
scroll
| Digitalisierung | ||
|---|---|---|
| Prozesstechnik | Abfüll- und Verpackungstechnik | Intralogistik |
| LCS | LCS | LCS |
Das Kernsegment Abfüll- und Verpackungstechnik ist von der kritischen Plastik-Diskussion betroffen. Aus unserer Sicht hat PET zu Unrecht einen schlechten Ruf. Der Kunststoff besitzt gegenüber anderen Verpackungsarten wie Glas einen großen Vorteil: Das Gewicht ist deutlich niedriger und so belasten PET-Flaschen bei längeren Transportwegen deutlich weniger die Umwelt als andere Materialien. Das ist ein wesentlicher Grund, warum PET weiterhin weltweit die am stärksten wachsende Verpackungsart ist.
Oft wird verkannt, dass Kunststoffverpackungen durchaus nachhaltig sein können. Voraussetzung hierfür ist, dass die Verpackungsmaterialien ressourcenschonend hergestellt und in einem geschlossenen Kreislauf gehalten werden. Mit den Technologien und Produkten von KRONES ist beides möglich. Wir bieten materialsparendes Behälterdesign, energiearme Behälterproduktion sowie die Wiederaufbereitung benutzter Kunststoffe. Mit unseren hochwertigen PET-Recycling-Anlagen, auf denen aus gebrauchten PET-Flaschen der Rohstoff für neue Behälter produziert wird, unterstützen wir einen nachhaltigen Stoffkreislauf.
Gute Position bei Glas und Dosen ausbauen
Im Kernsegment wird KRONES das Produktportfolio für Glas und Dosen weiter stärken. Da der Megatrend hin zu abgefüllten Getränken weiter intakt ist, würde eine Nachfrageschwäche bei PET-Verpackungen eine verstärkte Nachfrage nach anderen Verpackungsarten wie Glas und Dose mit sich bringen. Bei beiden Verpackungsarten ist KRONES seit jeher mit einer breiten Produktpalette gut positioniert. Im Berichtsjahr hat das Unternehmen beispielsweise mit dem Glasfüller Craftmate G das Portfolio für Glas um eine wichtige Innovation erweitert.
Das breit aufgestellte Segment Abfüll- und Verpackungstechnik werden wir aber nicht nur mit attraktiven Produkten ausbauen. Wir werden das Portfolio auch um weniger profitable Bereiche und Technologien bereinigen, um unser Kapital auf die attraktivsten Investitionen zu fokussieren.
In der dritten Säule des House of KRONES, der Intralogistik, ist die Nachfrage nach unseren Produkten und Services weiterhin sehr gut. Die Intralogistik ist ein bedeutender Bestandteil der digitalen Getränkefabrik. Sie ist für unsere Kunden sehr wichtig, weil sie damit die Materialflüsse optimal steuern können. In dem Bereich gilt es, das hohe Wachstum zu managen und die Internationalisierung voranzubringen. Hierfür haben wir alle Intralogistik-Aktivitäten in der SYSTEM LOGISTICS gebündelt und diese als rechtlich eigenständige Einheit aufgestellt. So können wir schnell und flexibel auf die Anforderungen des Marktes reagieren.
Preiserhöhungen spielen wichtige Rolle für den nachhaltigen Geschäftserfolg
Um die Kostensteigerungen bei Personal und Material teilweise kompensieren zu können, sind Preiserhöhungen erforderlich. Durch eine verstärkte Preisdisziplin werden wir hier unsere Ziele umsetzen. Wir halten für 2020 einen Ergebnisbeitrag durch höhere Preise von 10 bis 20 Mio. € für realistisch.
Die Digitalisierung bietet mittel- bis langfristig große Chancen
Im Bereich Digitalisierung hat KRONES als Komplettanbieter den großen Vorteil, dass das Unternehmen alle Material- und Datenflüsse entlang des gesamten Produktionsprozesses in der Getränkefabrik rund um die Uhr erfassen kann.
Durch die Kombination der daraus gewonnenen Daten mit dem teils jahrzehntelangem Know-how unserer Mitarbeiter entwickeln wir neue Produkte und Services - überwiegend - für den LCS-Bereich, mit denen die Effizienz der Anlagen deutlich verbessert wird. So schaffen wir nachhaltigen Mehrwert für den Kunden. Ziel ist es, digitale Geschäftsmodelle zu entwickeln und diese möglichst schnell in der Getränke- und Lebensmittelindustrie zu etablieren.
Insgesamt werden die Investitionen in die Digitalisierung die Ertragskraft in den nächsten Jahren noch belasten, KRONES erwartet hier mittel- bis langfristig gute Marktchancen.
Wachstumsstarkes Servicegeschäft stärkt Profitabilität
Wichtig für die Ertragskraft von KRONES ist unser Service-Geschäft. Der entscheidende Erfolgsfaktor für das LCS-Geschäft ist und bleibt die Verfügbarkeit, also: Wie schnell kann der Service die Probleme des Kunden vor Ort lösen. Daher müssen sowohl die Techniker als auch die Ersatzteile möglichst nah am Kunden sein. Hierfür werden wir unser weltweites Netz von Service- und Vertriebsniederlassungen noch enger knüpfen. Neben der Verfügbarkeit sind innovative neue Produkte und Services ein wichtiger Wachstumstreiber für das Service-Geschäft, unterstützt durch Innovationen in der Digitalisierung.
Der Service-Markt bietet für KRONES mittel- bis langfristig noch erhebliches Wachstumspotenzial. Der große Pluspunkt von KRONES ist die starke installierte Basis von rund 40.000 Maschinen in den Fabriken der Kunden. Bislang werden von der installierten Basis rund 6096 von unserem LCS-Team betreut. Diese Rate werden wir in den kommenden Jahren weiter nach oben bringen, indem wir die Kunden von unseren Service-Angeboten überzeugen, mit denen sie die Leistung ihrer Anlage deutlich steigern können.
Investitionen werden auf Normalmaß heruntergefahren
KRONES wird weiterhin in seine inländischen Standorte und die internationale Präsenz investieren - allerdings auf einem niedrigeren Niveau als in den Vorjahren.
Um langfristig wettbewerbsfähig zu bleiben muss KRONES investieren - in seine deutschen Standorte genauso wie in die internationale Präsenz. Aber im Gegensatz zu den hohen Wachstumsinvestitionen in den Vorjahren werden die Investitionen kurz- und mittelfristig wieder auf ein normales Maß heruntergefahren. Die Investitionen im Inland fließen überwiegend in die IT-Infrastruktur. Deutschland bleibt für KRONES zentraler Entwicklungsstandort für innovative Maschinen, Anlagen und Services.
Im Ausland wird KRONES wir in die Organisation sowie Integration der in den vergangenen Jahren erworbenen Gesellschaften investieren. Ebenfalls werden wir die IT international weiter ausbauen.
Innovationen - wichtige Zukunftsinvestition
Innovationen sichern die Zukunft des Unternehmens und sind die Basis für nachhaltiges Wachstum. Deshalb wird KRONES auch in wirtschaftlich schwierigeren Zeiten seine vergleichsweise hohen Ausgaben für Forschung und Entwicklung belassen.
Neue Produkte und Dienstleistungen müssen dem Kunden Mehrwert liefern, um am Markt erfolgreich zu sein. Wichtigen Input für Innovationen und Weiterentwicklungen erhalten wir durch den engen Kontakt zu unseren Kunden. Anhand ihrer Bedürfnisse erarbeiten wir gemeinsam Ideen für neue Produkte und Dienstleistungen. Darüber hinaus kreieren wir eigene Ideen, indem wir von den üblichen Denkpfaden abweichen. Hierbei helfen uns auch der enge Kontakt und die gute Zusammenarbeit mit Hochschulen, Universitäten, Forschungs-Einrichtungen sowie Start-Up-Firmen.
Neben digitalen Innovationen, bilden umweltverträgliche, kostensenkende, flexible und bedienerfreundliche Maschinen und Produkte die Schwerpunkte der KRONES Lösungen (S. F&E S. 58).
Solide Finanz- und Kapitalstruktur gibt Sicherheit
Nachdem sich 2019 der Cashflow aus der operativen Geschäftstätigkeit unzureichend entwickelte, ging aufgrund der hohen Investitionen auch der Free Cashflow und die Nettoliquidität deutlich zurück. Die Eigenkapitalquote lag bei vergleichsweise zufriedenstellenden 41,3 %. Damit verfügt KRONES weiterhin über eine solide Finanz- und Kapitalstruktur. Das Unternehmen hat ausreichend finanziellen Spielraum, um Wachstumsinvestitionen und mögliche Firmenzukäufe zu stemmen sowie die Anteilseigner über Dividendenausschüttungen am Unternehmenserfolg zu beteiligen. Die Dividendenstrategie von KRONES sieht vor, dass wir 25 bis 30 % des erzielten Gewinns an die Anteilseigner ausschütten.
Weiterhin starker Fokus auf Free Cashflow
KRONES legt weiterhin den Fokus auf den Free Cashflow. Dieser war 2019 stark rückläufig, weil das operative Geschäft nachgab, die Investitionen überdurchschnittlich hoch waren und das Working Capital gestiegen ist. An allen drei Stellschrauben werden wir in den kommenden Jahren konsequent arbeiten. Zum einen werden wir, wie vorher beschrieben, wieder zu alter Ertragsstärke zurückfinden. Nach mehreren Jahren starker Investitionen in unser Wachstum werden wir hier wieder auf ein normales Maß zurückkehren. Klarer Fokus liegt künftig bei Investitionen darauf, ob die Geschäftseinheiten ausreichend Cash generieren. Dieses Kriterium spielt auch bei Portfoliooptimierungen eine ausschlaggebende Rolle. Bei Akquisitionen halten wir uns zurück. Kurz- und mittelfristig sind keine größeren Zukäufe geplant. Bei attraktiven Akquisitionschancen sind wir allerdings jederzeit handlungsfähig.
Das größte Potenzial für die Verbesserung des Free Cashflow liegt in einem niedrigeren Working Capital. Mit dem Working Capital im Verhältnis zum Umsatz, unserer dritten Zielgröße, ist KRONES nicht zufrieden. Diese Kennzahl lag 2019 bei 26,9 % und damit von unserer mittelfristigen Zielgröße 22 bis 24 % merklich entfernt. Je weniger Mittel im Working Capital gebunden sind, desto mehr Kapital wird freigesetzt. Jeder Prozentpunkt, um den wir diese Kennzahl verbessern, steigert unser Free Cashflow und damit die frei verfügbaren Mittel um rund 40 Mio. €.
Vor allem der hohe Bestand an Kundenforderungen und Vertragvermögenswerte belastet das Working Capital, KRONES wird die Zeitspanne von der Auslieferung bis zur Rechnungsstellung verkürzen. Zum einen soll hierfür die Fertigstellung in der Außenmontage und die Abnahme vor Ort schneller erfolgen. Zum anderen müssen die Lieferverträge so gestaltet werden, dass bei unverschuldeten Verzögerungen die Leistungen dennoch in Rechnung gestellt werden können. Insgesamt sollen sich die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in den kommenden Jahren unterdurchschnittlich zum Umsatz entwickeln. Bei den Verpflichtungen gegenüber Lieferanten gibt es ebenfalls noch Potenzial, allerdings nicht in dem Ausmaß wie bei den Forderungen.
Mitarbeiter sind Basis für nachhaltigen Erfolg
Der Erfolg von KRONES hängt maßgeblich von den Mitarbeitern ab - besonders in Phasen, in denen es schwieriger wird und es nicht mehr kontinuierlich nach oben geht. Unsere Kunden kaufen bei KRONES, weil sie dem Unternehmen und den Mitarbeitern dahinter vertrauen. Sie tragen die Verantwortung, dass die Kunden mit unseren Produkten und Services zufrieden sind. Und Kundenzufriedenheit ist ein sehr entscheidender Erfolgsfaktor im Wettbewerb um Aufträge.
Im Berichtsjahr mussten wir aufgrund negativer Entwicklungen verschiedene Maßnahmen einleiten - auch einen erheblichen Stellenabbau von mehreren Hundert Mitarbeitern im In- und Ausland.
Um das Know-how unserer Mitarbeiter weiter auf dem sehr hohen Level zu halten, investiert das Unternehmen auch künftig stark in die Aus- und Weiterbildung der Belegschaft.
KRONES wird internationale die Belegschaft in den kommenden Jahren weiter aufstocken, wo dies zur Ertragskraft des Unternehmens beiträgt. Um die Wachstumschancen des Marktes in den Schwellenländern zu nutzen, brauchen wir mehr Mitarbeiter bei den Kunden vor Ort. Derzeit beschäftigen wir rund 24 % aller Mitarbeiter in den Emerging Markets. Bei entsprechender Marktentwicklung werden wir diesen Anteil weiter erhöhen.
Mitarbeiterentwicklung in den Emerging Markets 2013-2018
scroll
| Jahr | Südamerika | Afrika | Asien/ Pazifik | GUS/ Osteuropa | China | Gesamt |
|---|---|---|---|---|---|---|
| 2014 | 501 | 363 | 453 | 136 | 385 | 1.838 |
| 2015 | 519 | 376 | 502 | 147 | 451 | 1.995 |
| 2016 | 549 | 386 | 602 | 155 | 508 | 2.200 |
| 2017 | 581 | 393 | 734 | 398 | 608 | 2.714 |
| 2018 | 637 | 452 | 830 | 507 | 716 | 3.142 |
| 2019 | 782 | 671 | 1.009 | 933 | 792 | 4.187 |
Mitarbeiterentwicklung in den Emerging Markets 2018/2019

KRONES Global Footprint

Der Ausbau des Global Footprint ist ein strategisches Kernthema. Hier wird Krones in den kommenden Jahren weitere Fortschritte erzielen.
Das Steuerungssystem von KRONES
Das Management von KRONES steuert den Konzern und die zwei Segmente vorrangig anhand folgender finanzieller Leistungsindikatoren:
| ― | Umsatzwachstum |
| ― | EBT-Marge (Ergebnis vor Steuern im Verhältnis zum Umsatz) |
| ― | Working Capital im Verhältnis zum Umsatz |
Um unsere Marktposition zu festigen und Größenvorteile zu nutzen, streben wir mittelfristig ein Umsatzwachstum über dem Marktdurchschnitt an.
Das Ergebnis vor Steuern (EBT) ist eine wichtige Ertragskennziffer. Aus dem EBT muss der Konzern die Steuern und Dividenden zahlen sowie die Investitionen tätigen. Die Profitabilität, gemessen an der EBT-Marge, ist eine der zentralen Ziel- und Messgrößen. Sie gibt an, wie hoch die Ertragskraft des Unternehmens bezogen auf den Umsatz ist. Für den Konzern ermitteln wir die Zielmarge als gewichteten Durchschnitt der zwei Segmente. Ab 2020 ersetzen wir die EBT-Marge durch die EBITDA-Marge (Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen im Verhältnis zum Umsatz). Sie gibt an, wie hoch die Ertragskraft des Unternehmens bezogen auf den Umsatz ist, unabhängig von Steuerquote, Finanzergebnis und den Abschreibungsmodalitäten.
Unsere dritte Steuerungsgröße ist das Working Capital im Verhältnis zum Umsatz, die auf Konzernebene ermittelt wird. Das Working Capital, also das betriebsnotwendige Kapital, errechnet sich wie folgt: (Vorräte + Forderungen aus Lieferungen und Leistungen + Vertragsvermögenswerte) - (Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen + Vertragsverbindlichkeiten). Diese Kennzahl gibt an, wie viel kurzfristiges Betriebsvermögen eingesetzt werden muss, um Umsatz zu generieren. Je niedriger diese Kennzahl, um so weniger Kapital ist gebunden und um so mehr finanzieller Spielraum besteht für eine anderweitige Verwendung der liquiden Mittel.
Weitere wichtige Finanzkennzahlen
Zusätzlich zu den oben aufgeführten Steuerungsgrößen ist für KRONES der Free Cashflow (Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit abzüglich Cashflow aus der Investitionstätigkeit) eine wichtige Kennzahl. Zudem orientieren wir uns weiterhin am EBT, dem Ergebnis vor Steuern, und am ROCE (Return on Capital Employed), der sich aus dem Verhältnis von EBIT zur durchschnittlichen Nettokapitalbindung errechnet.
Forschung und Entwicklung F&E) *
| ― | 4,9 % des Umsatzes in F&E investiert |
| ― | PET-Diskussion - KRONES hat Lösungen |
| ― | Ausbau des Produktportfolios für Glas und Dosen |
| ― | Kundennutzen bei Innovationen weiterhin im Fokus |
4,9 % des Konzernumsatzes investierte KRONES 2019 in Forschung und Entwicklung.
Rund 2.300 hoch qualifizierte Mitarbeiter arbeiten bei KRONES an der Neu- und Weiterentwicklung von Maschinen, Anlagen und Dienstleistungen. Innovationen sind die Basis für eine erfolgreiche Zukunft des Unternehmens. Neue Produkte und Services müssen beim Kunden Mehrwert schaffen. Nur so kann Krones seine Marktposition festigen und ausbauen. Der Anstieg der erteilten Patente und Gebrauchsmuster von 5.707 im Vorjahr auf 5.877 zum Jahresende 2019 bestätigt die Innovationskraft des KRONES Teams. Insgesamt wurden im Berichtsjahr 195 Mio. € (Vorjahr: 179 Mio. €) in Forschung und Entwicklung investiert. Das entspricht 4,9 % des Konzernumsatzes. Davon wurden im Geschäftsjahr 2019 32,5 Mio. € (Vorjahr: 38,5 Mio. €) als Entwicklungskosten aktiviert.
Erteilte Patente und Gebrauchsmuster KRONES Konzern

* Alle Angaben innerhalb "Forschung und Entwicklung (F&E)" beziehen sich auf den Krones Konzern.
Innovationen - mit Mut und Know-how zum Erfolg
Bei der Entwicklung von neuen Produkten sind für KRONES die Anforderungen des Marktes das wichtigste Kriterium. Durch den regelmäßigen Austausch unserer Vertriebs- und Service-Mitarbeiter mit den Kunden wissen wir sehr gut, welche Anforderungen sie haben und wie wir Mehrwert für sie schaffen können. Das House of KRONES gibt uns zusätzlich einen ganzheitlichen Blick auf die Bedürfnisse der Kunden.
Die wichtigsten Anforderungen der Kunden an unsere Maschinen und Anlagen sind Sicherheit, Bezahlbarkeit, Flexibilität und Umweltfreundlichkeit. Hinzu kommen eine möglichst einfache Bedienbarkeit sowie geringer Platzbedarf.
Aus diesen Bedürfnissen entstehen, kombiniert mit dem umfangreichen Wissen unserer Mitarbeiter, Ideen für neue Produkte. Sie münden anschließend in entsprechende Entwicklungsprojekte, die unsere Mitarbeiter aus den Bereichen Mechanik, Elektronik, Pneumatik und Automatisierungstechnik möglichst schnell umsetzen. Am Ende des Innovationsprozesses stehen im Erfolgsfall Produkte, die erfolgreich vermarktet werden können, wie unsere Beispiele auf den folgenden Seiten zeigen.
Wir werden aber auch über den Tellerrand hinausblicken und uns nicht mit dem Status Quo abfinden, sondern mutig nach vorne denken. Die enge Zusammenarbeit mit Hochschulen und wissenschaftlichen Einrichtungen bringt uns zusätzlich wertvolle Ideen von außen. Durch Mut zum Querdenken werden wir unsere Kunden mit innovativen Entwicklungen positiv überraschen, wie wir das beispielsweise mit unserer "Bottling on demand"-Konzeptstudie zum hochflexiblen Abfüllen erreicht haben. Nur so können wir unsere Stellung als Technologieführer in unserer Branche untermauern.
Ein weiterer Schwerpunkt unsere F&E-Strategie liegt in der Transformation von der bisherigen analogen in die digitale Welt. Hierbei geht es vor allem darum, die bestehenden Technologien und Methoden, die für unseren bisherigen Erfolg stehen, weiterzuentwickeln.
Digitalisierung braucht das analoge Wissen unserer Mitarbeiter
Aufgrund des technischen Fortschritts lässt sich mittlerweile der komplette Wertschöpfungsprozess in der Getränkefabrik digital abbilden. Die KRONES Tochter SYSKRON, in der die Digitalisierungs-Aktivitäten gebündelt sind, hat die Aufgabe, neue digitale Geschäftsmodelle für unsere Industrie zu erschließen. Hierfür nutzt sie die aus unseren Anlagen gewonnenen Daten. Gemeinsam mit dem analogen Wissen unserer erfahrenen Mitarbeiter und Technologien wie dem Cloud-Computing und Big Data entwickelt KRONES daraus neue Produkte und Lösungen für unsere Kunden.
Bei digitalen Services ist KRONES eines der führenden Unternehmen. Durch die schnelle digitale Datenübertragung lässt sich beispielsweise die Qualität der Fernwartung, des sogenannten Remote Support, deutlich steigern und die Stillstandzeiten verringern. Ein Beispiel hierfür ist Argos, ein Headset mit Kamera und Mini-Display. Der Maschinenbediener vor Ort setzt es auf und wird dann vom KRONES Service-Mitarbeiter bei der Fehlersuche und -behebung unterstützt - als ob dieser direkt vor Ort wäre.
Mit dem KRONES.shop betreibt das Unternehmen bereits seit mehr als fünf Jahren erfolgreich eine digitale Plattform, auf der Kunden schnell und bequem Ersatzteile, Upgrades, Komponenten, Trainings und andere Serviceleistungen bestellen können.
Diskussion um PET-KRONES hat Lösungen
Die öffentlichen Diskussionen um das Thema Plastikmüll/Kunststoffverpackungen haben im Berichtsjahr deutlich zugenommen und vor allem unsere europäischen Kunden verunsichert. Von deren zögerlichem Orderverhalten war natürlich auch KRONES betroffen, da wir einen großen Teil des Umsatzes mit Maschinen und Anlagen zur Abfüllung und Verpackung in Kunststoffbehälter aus PET erzielen. Bei der Debatte gerät häufig in Vergessenheit, dass PET weiterhin die beliebteste Verpackungsvariante weltweit ist und Kunststoffverpackungen weitaus nachhaltiger sein können als angenommen. Voraussetzung hierfür ist, dass die Verpackungsmaterialien ressourcenschonend produziert und in einem geschlossenen Kreislauf gehalten werden.
Mit der Technologie und den Produkten von KRONES ist beides möglich. Wir bieten materialsparendes Behälterdesign, energiearme Behälterproduktion sowie die Wiederaufbereitung benutzter Kunststoffe. Vor allem durch unsere hochwertigen PET-Recycling-Anlagen, auf denen aus gebrauchten Flaschen der Rohstoff für neue Behälter produziert wird, unterstützen wir einen nachhaltigen Stoffkreislauf. Das Problem sind nicht die PET-Flaschen an sich, sondern, dass sie weggeworfen und nicht recycelt werden. Mit unseren PET-Recycling-Anlagen leisten wir einen wesentlichen Beitrag, um das weltweite Müllproblem zu verringern.
Produktportfolio für Glas und Dosen kontinuierlich erweitern
Der große Vorteil von KRONES ist, dass das Unternehmen nicht auf eine Verpackungsart beschränkt ist. Da der Megatrend hin zu abgefüllten Getränken weiter intakt ist, würde eine Nachfrageschwäche bei PET-Verpackungen eine verstärkte Nachfrage nach anderen Verpackungsarten wie Glas und Dose mit sich bringen. Bei beiden Verpackungsarten ist KRONES seit jeher mit einer breiten Produktpalette gut positioniert. Im Berichtsjahr hat das Unternehmen beispielsweise mit dem Glasfüller Craftmate G das Portfolio für Glas und Dose um einige Innovationen erweitert und wird auch zukünftig auf beide Verpackungsarten setzen.
KRONES weitet Nachhaltigkeitsprogramm enviro aus
Ein wichtiges Ziel aller KRONES Innovationen ist es, die Energie- und Medienverbräuche unserer Maschinen und Anlagen zu senken. Hierfür hat KRONES bereits 2008 das Nachhaltigkeitsprogramm enviro eingeführt, ein vom Tüv geprüftes Management-System, enviro ist fester Bestandteil des Produktentwicklungsprozesses bei KRONES. Dadurch sind alle neuen KRONES Maschinen und Anlagen überdurchschnittlich effizient und umweltfreundlich.
Seit 2019 werden neben Maschinen und Anlagen auch Verpackungsinnovationen anhand objektiver Nachhaltigkeitskriterien bewertet und zertifiziert. Bei enviro Design arbeitet KRONES ebenfalls mit dem Tüv als objektivem Gutachter zusammen. Ziel von enviro Design ist es, die Umweltauswirkungen von Verpackungen so gering wie möglich zu halten. Mehrere umweltfreundliche Verpackungslösungen waren zum Ende des Berichtsjahres im Bewertungsprozess. 2020 sollten dann die ersten Verpackungsinnovationen, die die strengen Kriterien erfüllen, das enviro Design Siegel erhalten.
Eine Auswahl unserer Innovationen
Modulfill NWJ - Flexibles Füllsystem für hochviskose Produkte
Um viskose, also zähflüssige, Lebensmittel sicher, sauber und hygienisch abzufüllen hat KRONES die bisherige Fülltechnik weiterentwickelt. Der Modulfill NWJ verarbeitet eine Vielzahl viskoser Nahrungsmittel - von niedrigviskosen Produkten wie Olivenöl oder Salatdressings bis zu hochviskosen Nahrungsmittel wie Mayonnaise oder Senf. Aber auch Produkte mit Stückchen bis zu 10 mm, wie Barbecue-Soßen oder körniger Senf, füllt er problemlos ab. Mit dem Modulfill NWJ lassen sich sowohl Glas- als auch PET-Behälter verarbeiten.
Ein großer Pluspunkt des neu entwickelten Modulfill NWJ ist die hohe Füllgenauigkeit. Mit einem neuartigen Mess- und Ventilsystem reagiert der Füller auf sich ändernde Viskositäten während des Füllprozesses, indem er die Fließgeschwindigkeiten anpasst. Für eine saubere Abfüllung, ohne Fäden ziehen und nachtropfen, sorgt eine neu entwickelte Ventilgeometrie.
Der Modulfill NWJ kann bis zu 48.000 Behälter pro Stunde befüllen und wird vollautomatisch gereinigt. Das verringert den Zeit- und Personalaufwand.
Neue Baugröße für die Dosenfüller-Reihe - Modulfill VFS-C
Mit dem für die Craft-Brewer konzipierten Dosenfüller Craftmate deckt KRONES den unteren Leistungsbereich (6.000 - 20.000 Behälter pro Stunde) bestens ab, während der auf der drinktec 2017 vorgestellte Modulfill VFS-C mit höherer Geschwindigkeit (bis zu 135.000 Behälter pro Stunde) arbeitet. Mit einer kleineren Version des Modulfill VFS-C (26.000 Behälter pro Stunde) bietet KRONES nun vor allem kleinen und mittelständischen Brauereien eine interessante Option.
Optisch gleicht die neueste Variante des Modulfill dem Craftmate. Technologisch ist sie mit den Vorzügen der gleichnamigen leistungsstarken Maschinenreihe ausgestattet. Der induktiven Durchflussmesser sorgt für eine genaue Flüssigkeitsmenge. Zusätzlich wird durch die pneumatische Steuerung des Ventils die Produktion sauberer, da auf Schmiermittel verzichtet werden kann.
Argos - Echtzeit-Service mit Smart-Glasses
Die Digitalisierung bringt speziell beim Thema Service für KRONES und seine Kunden viele Vorteile. Mit Argos bietet KRONES ein digitales Service-Produkt an. Mit sogenannten Smart Glasses können Fehler zügig und sauber behoben werden.
Im Falle einer Störung oder Fehlermeldung nimmt der Anlagenbetreiber, wie gewohnt, Kontakt mit dem KRONES Support auf. Um das Problem zu beheben, setzt der Maschinenbediener vor Ort sein Headset mit Kamera und Mini-Display auf. Anhand der Video- und Audioübertragung in Echtzeit macht sich der KRONES Service-Mitarbeiter ein genaues Bild, um dann mit gezielten Anweisungen gemeinsam den Fehler zu beheben - als wäre er direkt vor Ort. Damit kann der Kunde Stillstandzeiten deutlich verringern und die Leistung der Anlage steigern.
Digitaldruck für recycelte PET-Behälter
Direktdruck und PET-Recycling passte bislang - nach Meinung vieler Fachleute - nicht zusammen. Aber KRONES hat dies widerlegt. Damit stehen die Vorteile des Direktdrucks, wie Verzicht auf Etiketten und hohe Flexibilität, nun auch recycelten PET-Behältern zur Verfügung. Das Zusammenspiel von Material, Tinte und Farbhaftung spielen hierbei eine entscheidende Rolle, KRONES ist mit der Direktdruckmaschine DecoType in der Lage, Flaschen, die zu 100 % aus recyceltem PET sind, direkt zu bedrucken.
Wichtig ist auch, dass die direkt bedruckten PET-Behälter recycelbar sind. Hierfür muss sich die Tinte wieder rückstandslos vom PET entfernen lassen. Die ist bei unserer Lösung der Fall und hat die US-amerikanische Association of Plastic Recyclers (APR) KRONES bereits 2018 bescheinigt.
PET-Asept D -Trockenaseptik für kleine Chargen
Speziell für den kleinen Leistungsbereich hat KRONES eine Kompakt-Variante der PET-Asept D entwickelt. Mit dem neu entwickelten System lassen sich säurehaltige Getränke mikrobiologisch sicher abfüllen. Der Leistungsbereich liegt bei 12.000 bis 16.000 Behälter pro Stunde.
Beim Entkeimen geht PET-Asept D einen komplett trockenen Weg. Das Sterilisationsmedium Wasserstoffperoxid wird als warmes Gas auf die warmen Behälter aufgetragen. Diese werden dadurch schnell und effizient entkeimt, ohne dass sich unerwünschtes Kondensat bildet. Aufgrund der hohen Flexibilität und des geringen Platzbedarfs ist die Anlage besonders für die Herstellung kleiner Chargen geeignet. Sie ist nach einer kompletten Reinigung und Sterilisation bereits nach 150 Minuten wieder voll einsetzbar.
Craftmate G - Kompakter Glasfüller für Bier und CSD
Der Craftmate G ist der jüngste Zuwachs in der KRONES Füllerfamilie. Er verarbeitet, wie das Kürzel G ausdrückt, Glasflaschen. Der Craftmate C, also der Füller für Dosen (Cans), bewährt sich bereits seit 2015 auf dem Markt. Auf der Brau-Beviale 2019 präsentierte das Unternehmen erstmals den kompakten Glasfüller für Bier und Carbonated Softdrinks (CSD), also kohlensäurehaltige Getränke.
Technologisch ist der Craftmate G ähnlich ausgestattet, wie die großen Geschwister aus der ModulFill-Reihe. Weitere Pluspunkte: Er benötigt wenig Platz und kann bis zu zwei Verschließer kombinieren. Dadurch haben die Brauer die Flexibilität, neben Bier auch CSD zu verarbeiten. Mit seiner Leistung von bis zu 24.000 Behälter pro Stunde und der kompakten Bauweise ist er vor allem für kleine und mittelständische Brauereien geeignet.
VarioFlash B - Bier kurz heiß machen
Mit der KRONES Kurzzeiterhitzungsanlage VarioFlash B lässt sich Bier mikrobiologisch sicher abfüllen. Die Anlage deckt einen Leistungsbereich von 18 bis 600 Hektoliter pro Stunde ab und lässt sich mit Flaschen- oder Dosenfüllern kombinieren. Technologisch ist die VarioFlash B dahingehend optimiert, den Wasser- und Energieverbrauch möglichst gering zu halten, ohne auf mikrobiologische Sicherheit zu verzichten.
Die kleine Variante des VarioFlash B wurde vor allem für Craftbrewer und Brauereien mit kleinen Chargen entwickelt. Sie eignet sich besonders für den Leistungsbereich von 18 bis 45 Hektoliter pro Stunde. Die Kunden profitieren von der schnellen Installation und Inbetriebnahne, geringen Produktverlusten und Medienverbräuchen sowie niedrigen Instandhaltungskosten.
Wirtschaftliches Umfeld *
| ― | Wachstum der Weltwirtschaft verlangsamte sich 2019 |
| ― | Schwierige Bedingungen für den deutschen Maschinenbau |
| ― | Weltweite Nachfrage nach abgepackten Getränken wächst |
Weltwirtschaft leidet unter Handelskonflikten
Die globale Konjunktur entwickelte sich 2019 schwächer als erwartet. Schuld daran waren mehrere Unsicherheitsfaktoren wie zum Beispiel die Handelskonflikte zwischen den USA und China sowie Europa. Auch der über lange Zeit ungeklärte "Brexit" belastete die Konjunktur. Die Experten des Internationalen Währungsfonds (IWF) mussten ihre Wachstumsprognose 2019 mehrmals nach unten anpassen. Gemäß den Zahlen vom Januar 2020 stieg das globale Bruttoinlandsprodukt (BIP) 2019 um 2,9 % (2018: plus 3,6 %). Die zum Jahresanfang 2019 gestellte IWF-Wachstumsprognose lag bei 3,5 %.
Unerwartet stark schwächte sich im Berichtszeitraum das Wachstum in den Schwellen- und Entwicklungsländern ab. Dort stieg das BIP 2019 nur noch um 3,7 % (2018: plus 4,5 %). Laut IWF-Experten liegt das mitunter an der Entwicklung in Indien, wo politische Unruhen das Wirtschaftswachstum stark bremsten. Nach einem BIP-Anstieg von 6,8 % im Vorjahr wuchs Indiens Wirtschaft 2019 lediglich um 4,8 %. Auch in China verlangsamte sich das Wachstum. Das chinesische BIP kletterte 2019 um 6,1 % (Vorjahr: plus 6,6 %). Die Region Lateinamerika verzeichnete 2019 einen minimalen BIP-Zuwachs von 0,1 % (Vorjahr: plus 1,1 %). Dies ist hauptsächlich der stagnierenden Wirtschaft Mexikos geschuldet. In der Region Naher Osten/Zentralasien betrug das Wachstum im Berichtsjahr 0,8 % (Vorjahr: plus 1,9 %). Leicht verbessert hat sich das Wirtschaftswachstum in der Region Sub-Sahara Afrika. Dort betrug das BIP-Wachstum im Berichtszeitraum 3,3 % (Vorjahr: plus 3,2 %).
* Alle Angaben innerhalb "Wirtschaftliches Umfeld" beziehen sich auf den KRONES Konzern.
Wachstumsrate des weltweiten Bruttoinlandsprodukts (BIP) in Prozent

Quelle: IWF
In den reifen Industriestaaten verlangsamte sich das Wirtschaftswachstum 2019 insgesamt deutlich auf 1,7 % (Vorjahr: plus 2,2 %). Überproportional verringerte sich die Dynamik im Euro-Raum. Dort stieg das BIP 2019 um 1,2 % nach einem Plus von 1,9 % im Vorjahr. Die weltweit größte Volkswirtschaft, die USA, wuchs im Berichtszeitraum um 2,3 % (Vorjahr: plus 2,9 %). In Japan beschleunigte sich das BIP-Wachstum 2019 auf 1,0 % (Vorjahr: plus 0,3 %).
Wachstumsrate des Bruttoinlandsprodukts (BIP) nach Regionen in Prozent

Quelle: IWF
Deutsche Wirtschaft wächst 2019 um 0,6%
Als stark exportorientierte Volkswirtschaft litt Deutschland überproportional an den Folgen der Handelskonflikte. Nach vorläufigen Zahlen des Statistischen Bundesamtes legte das deutsche Bruttoinlandsprodukt (BIP) 2019 im Vergleich zum Vorjahr um 0,6 % zu. Gestützt wurde das Wachstum vom privaten und staatlichen Konsum. Insgesamt entwickelte sich die deutsche Volkswirtschaft 2019 deutlich weniger dynamisch als 2018. Im Vorjahr lag die BIP-Steigerungsrate bei 1,5 %.
Wachstumsrate des Bruttoinlandsprodukts (BIP) in Deutschland in Prozent

Quelle: Statistisches Bundesamt
Konjunktur trübte sich für den deutschen Maschinenbau 2019 ein
Die Geschäftsbedingungen für die deutsche Maschinenbauindustrie waren 2019 schwierig. Laut Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) belasteten das eingetrübte gesamtwirtschaftliche Umfeld, Drohungen und Sanktionen in den globalen Handelsstreitigkeiten sowie der tiefgreifende Strukturwandel in der Autoindustrie die Branche. Deshalb entwickelte sich die Produktion im Berichtsjahr schlechter als erwartet. Gemäß vorläufiger Zahlen rechnet der VDMA damit, dass der Wert der produzierten Maschinen und Anlagen 2019 im Vergleich zum Vorjahr um 2 % gesunken ist. Die ursprüngliche VDMA-Prognose für 2019 lag bei plus 2 %.
Megatrends stützen stabiles Marktwachstum
Die steigende Weltbevölkerung, die wachsende Mittelschicht sowie die Urbanisierung sind Megatrends, die das Wachstum der Märkte von KRONES stützen.
KRONES ist in einem langfristig stabil wachsenden Markt tätig. Die durchschnittliche jährliche Wachstumsrate ist höher als das durchschnittliche Wachstum der Weltwirtschaft. Mehrere Megatrends führen dazu, dass die Nachfrage nach Verpackungsmaschinen für Getränke und Nahrungsmittel überproportional steigt.
Der übergeordnete Megatrend ist die stetig steigende Zahl der Weltbevölkerung. Ende 2019 lebten 7,75 Mrd. Menschen auf der Erde. Diese Zahl wird nach Prognosen der Vereinten Nationen künftig jährlich um mehr als 70 Millionen steigen. Vor allem in Afrika und Asien wächst die Bevölkerung stark. Im Jahr 2030 dürfte die Weltbevölkerung bereits bei etwa 8,5 Mrd. liegen. All diese Menschen müssen essen und trinken. Dabei werden sie zunehmend zu abgepackten Getränken und Lebensmitteln greifen.
Der Anteil Asiens an den Konsumausgaben der weltweiten Mittelschicht nimmt stark zu
Die Anzahl der Menschen, die in die Mittelschicht aufsteigen, nimmt besonders in Asien stark zu. Deshalb wächst der Anteil dieser Region an den weltweit steigenden Konsumausgaben der Mittelschicht.

Quelle: OECD
Wachsende Mittelschicht steigert Konsumausgaben
In den Schwellen- und Entwicklungsländern entkommen immer mehr Menschen der Armut und steigen in die Mittelschicht auf. Nach Prognosen der OECD wird die globale Mittelschicht in der Zeit von 2020 bis 2030 von 3,2 Mrd. auf 4,9 Mrd. Menschen wachsen. Mit dem steigenden Einkommen der Menschen nehmen deren Konsumausgaben - auch für abgepackte Getränke und Lebensmittel - zu. Ein Großteil des Wachstums der weltweiten Mittelklasse und damit der zunehmenden Kaufkraft entfällt auf Asien. 2020 soll laut OECD der Anteil Asiens an den gesamten Konsumausgaben der Mittelschicht bei 42 % liegen. Bis 2030 soll dieser Wert auf 59 % zunehmen. Die Summe der Konsumausgaben der globalen Mittelschicht dürfte in diesem Zeitraum von 35 Billionen US-Dollar auf 55,7 Billionen US-Dollar steigen.
Anteil der städtischen Bevölkerung an der Gesamtbevölkerung 2015 und 2050
In Afrika und Asien ist der Urbanisierungstrend, also der Zuzug in die Städte, am stärksten.

Quelle: Vereinte Nationen, (World Urbanization Prospects, The 2018 Revision)
Wachstumstreiber Urbanisierung
Auch die zunehmende Urbanisierung, also der Zuzug der ländlichen Bevölkerung in die Städte, fördert die Nachfrage nach abgepackten Getränken und Lebensmitteln. Grund hierfür ist, dass Menschen, die in Städten leben, in der Regel mehr abgepackte Produkte konsumieren als die Landbevölkerung.
Laut Prognose der Vereinten Nationen werden 2050 zwei von drei Erdenbürgern in Städten leben. Zurzeit ist es erst gut die Hälfte. Am stärksten strömen die Menschen in den Entwicklungs- und Schwellenländern Afrikas und Asiens in die Städte.
Weltweiter Konsum von abgefüllten Getränken wächst kontinuierlich
Aufgrund der Megatrends nimmt der weltweite Verbrauch abgepackter Getränke stetig zu. 2019 konsumierte die Weltbevölkerung laut vorläufiger Zahlen der Marktforscher von Global Data rund 1.380 Mrd. Liter abgepackte Getränke. Das waren 2,2 % mehr als im Vorjahr. Global Data prognostiziert, dass der globale Verbrauch von abgepackten Getränken in den kommenden Jahren stabil wächst. Für den Zeitraum von 2019 bis 2022 rechnen die Experten mit einem durchschnittlichen jährlichen Wachstum von 2,196. Dabei legen die einzelnen Getränkearten unterschiedlich stark zu.
Weltweiter Konsum verpackter Getränke 2019 (in Mrd. Litern)

2019:1.383,0 Mrd. Liter (geschätzt)
Quelle: Global Data
* Bier, Wein, Spirituosen
** Energie- und Sportdrinks, Fertigtee und -kaffee
Deutlich überproportional zum Gesamtmarkt dürfte der Konsum von abgefülltem Wasser steigen. Mit einem weltweiten Verbrauch von rund 465 Mrd. Litern 2019 ist abgefülltes Wasser das mit Abstand größte Segment des globalen Getränkemarkts. Der Anteil am kompletten Konsum abgepackter Getränke liegt bei einem Drittel. Die Experten von Global Data rechnen damit, dass der Verbrauch von abgefülltem Wasser von 2019 bis 2022 jährlich um durchschnittlich 3,4 % steigt. Wesentliche Wachstumstreiber sind der steigende Bedarf an sauberem abgefülltem Trinkwasser in den Schwellen- und Entwicklungsländern sowie der Trend zu gesunder Ernährung in den Industrieländern.
KRONES bezieht seit 2019 die Daten für den globalen Getränke- und Verpackungsmarkt von Global Data. In den Vorjahren stammten sie von Euromonitor. Die beiden Anbieter unterscheiden sich beispielsweise in der Länderabdeckung und der methodischen Vorgehensweise. Deshalb sind die Zahlen von Euromonitor und Global Data nur eingeschränkt vergleichbar.
Bei alkoholischen Getränken, mit einem Anteil von 19,6 % das zweitgrößte Marktsegment, dürfte die Nachfrage nur unterproportional steigen. Grund hierfür ist der insgesamt nur langsam steigende Bierverbrauch. Während in den Schwellenländern der Bierkonsum teils kräftig wächst, ist die Nachfrage in vielen Industrieländern gesättigt. Bei Wein und Spirituosen wächst die Nachfrage zwar stärker. Sie besitzen aber innerhalb des Segments "alkoholische Getränke" nur ein geringes Gewicht. Insgesamt rechnet Global Data für die Jahre 2019 bis 2022 damit, dass der Konsum abgepackter alkoholischer Getränke mit jährlichen Steigerungsraten von durchschnittlich 1,3 % wächst.
Innerhalb des Segments Milch und Milchmixgetränke (Anteil am weltweiten Getränkekonsum 2019: 18,8 %) soll der Konsum von Nischenprodukten wie Trinkjoghurt (durchschnittliche Wachstumsrate 2019-2022: 9,5 %) und aromatisierter Milch (+3,1 %) stark steigen. Die Nachfrage nach purer Milch, auf die rund drei Viertel des Marktsegments entfällt, soll jährlich nur um durchschnittlich 1,2 % zulegen. Insgesamt dürfte das Segment Milch und Milchmixgetränke von 2018 bis 2021 im Gleichschritt mit dem Gesamtmarkt (durchschnittliche jährliche Steigerungsrate: 2,1 %) wachsen.
Ein weiterer großer Markt sind kohlensäurehaltige Softdrinks (CSD). 2019 tranken die Menschen weltweit 224 Mrd. Liter abgefüllte CSD (Anteil am gesamten Getränkekonsum: 16,2 %). CSD wie Cola und Limonaden enthalten oft Zucker. Aufgrund des zunehmenden Gesundheitsbewusstseins der Verbraucher steigt die Nachfrage nach CSD unterproportional zum Gesamtmarkt. Für den Zeitraum 2019 bis 2022 prognostiziert Global Data jährliche Zuwachsraten von durchschnittlich 0,9 %.
Frucht- und Obstsäfte (Anteil am gesamten Getränkekonsum 2019: 6,2 %) sowie New Drinks (5,5 %) sind die beiden kleineren Getränkearten. Zu den New Drinks zählen hauptsächlich trinkfertiger Tee und Kaffee sowie Sport- und Energy Drinks. Von 2019 bis 2022 dürften New Drinks deutlich höhere durchschnittliche Zuwachsraten (+ 2,9 %) erzielen als Frucht- und Obstsäfte (+0,1 %).
In den Emerging Markets boomt die Nachfrage nach abgepackten Getränken
In den Schwellen- und Entwicklungsländern profitiert KRONES von steigenden Bevölkerungszahlen und der wachsenden Mittelschicht. Die zunehmende Getränke- und Verpackungsvielfalt fördern die Nachfrage in den reifen Industrieländern.
Die Megatrends - wachsende Weltbevölkerung, zunehmende Mittelschicht sowie Urbanisierung - spielen sich hauptsächlich in den Schwellen- und Entwicklungsländern ab. Deshalb gehen von dort die stärksten Wachstumsimpulse auf die globale Nachfrage nach abgepackten Getränken aus.
Die höchste Steigerungsrate erwarten die Marktforscher in der Region Afrika/Mittlerer Osten. Dort soll die Nachfrage nach abgepackten Getränken von 2019 bis 2022 jährlich um durchschnittlich 4,2 % zunehmen. Deutlich überproportional dürfte auch der Konsum in Asien/Pazifik wachsen. Für diese Region prognostizieren die Experten eine durchschnittliche jährliche Steigerungsrate von 3,2 %. Auch in China bleibt das Wachstumstempo beim Getränkekonsum mit einer durchschnittlichen Zuwachsrate von 2,9 % hoch.
In den Regionen Afrika/ Mittlerer Osten sowie Asien/Pazifik wächst die Nachfrage nach abgepackten Getränken mit hohen Steigerungsraten.
Unterproportional zum Gesamtmarkt soll sich die Nachfrage in den reifen Absatzmärkten wie Europa sowie Nord- und Mittelamerika entwickeln. In diesen Regionen steigt die Bevölkerungszahl nur noch leicht. Deshalb liegen dort die Wachstumschancen von KRONES nicht im steigenden Getränkevolumen, sondern in der zunehmenden Getränke- und Verpackungsvielfalt.
Weltweiter Konsum abgepackter Getränke
scroll
| 2019 (e) | 2022 (e) | durchschn. jährl. Wachstum in % |
|||
|---|---|---|---|---|---|
| Mrd. Liter | %* | Mrd. Liter | %* | 2019-2022 | |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Asien/Pazifik | 321,8 | 23,5 | 354,2 | 24,3 | 3,2 |
| China | 249,2 | 18,2 | 271,7 | 18,6 | 2,9 |
| Nordamerika/Mittelamerika | 203,6 | 14,9 | 211,6 | 14,5 | 1,3 |
| Südamerika | 184,1 | 13,4 | 186,7 | 12,8 | 0,5 |
| Westeuropa | 138,3 | 10,1 | 139,9 | 9,6 | 0,4 |
| Afrika/Mittlerer Osten | 122,5 | 8,9 | 138,6 | 9,5 | 4,2 |
| Russland/GUS/Osteuropa | 94,7 | 6,9 | 99,0 | 6,8 | 1,5 |
| Mitteleuropa | 56,1 | 4,1 | 56,3 | 3,9 | 0,1 |
| Global | 1.370,3 | 100,0 | 1.457,9 | 100,0 | 2,1 |
* Anteil am globalen Konsum
Quelle: Global Data
Weltweiter Konsum abgefüllter Getränke nach Regionen - jährliches Wachstum von 2019 - 2022
In den Regionen Afrika/ Mittlerer Osten sowie Asien/Pazifik wächst die Nachfrage nach abgepackten Getränken mit hohen Steigerungsraten.

Quelle: Global Data
Weltweiter Konsum abgefüllter Getränke nach Regionen in Mrd. Litern *
2022 dürften in der Region Asien/ Pazifik 354,2 Mrd. Liter abgefüllte Getränke verbraucht werden. Dies sind um 32,4 Mrd. Liter mehr als 2019. In China soll der Konsum im gleichen Zeitraum um 22,5 Mrd. Liter zulegen. Damit entspricht der gemeinsame Zuwachs in den beiden Regionen in etwa dem heutigen Konsum in Mitteleuropa.

* Prognose
Quelle: Global Data
Kunststoff PET bevorzugtes Verpackungsmaterial für Getränke
2019 wurden gemäß vorläufiger Zahlen von Global Data weltweit rund 1.690 Mrd. Behälter mit Getränken abgefüllt. Die Behälterzahl wächst mit dem zunehmenden Getränkevolumen stetig und soll bis 2022 um durchschnittlich 2,7 % im Jahr auf 1.827 Mrd. zunehmen. Getränke werden im Wesentlichen in Behälter aus Kunststoff, Glas, Metall sowie Karton abgefüllt.
Anteil der Verpackungen am weltweiten Getränkemarkt 2019 (Basis: abgefüllte Einheiten)

Quelle: Global Data
Am stärksten steigt die Nachfrage nach Getränkeverpackungen aus PET.
Das mit Abstand am häufigsten verwendete Verpackungsmaterial für Getränke ist der Kunststoff Polyethylenterephthalat (PET). Dies liegt hauptsächlich daran, dass Wasser - das weltweit am häufigsten konsumierte Getränk - überwiegend in PET-Behälter abgefüllt wird. Gemäß den Zahlen von Global Data waren 2019 rund 525 Mrd. und damit knapp ein Drittel aller Getränkebehälter aus PET. Bis 2022 soll die Anzahl der PET-Getränkeverpackungen um durchschnittlich 3,5 % pro Jahr, also überproportional zum gesamten Getränkeverpackungsmarkt, steigen.
Glas ist das am zweithäufigsten eingesetzte Verpackungsmaterial für Getränke. 2019 bestanden 24,0% aller Getränkeverpackungen aus diesem Material. In Glasflaschen werden hauptsächlich Bier und andere Alkoholika abgefüllt, also Getränkearten, bei denen die Nachfrage nur unterproportional zum Gesamtmarkt wächst. Deshalb soll auch die Anzahl der Getränkeverpackungen aus Glas von 2019 bis 2022 mit jährlichen Steigerungsraten von nur 1,0% zunehmen.
Wesentlich stärker dürften Getränkeverpackungen aus Metall wachsen. Vergangenes Jahr waren 19,0% der Getränkebehälter Metalldosen. Diese werden oft zur Abfüllung von Bier und kohlensäurehaltigen Softdrinks (CSD) verwendet. Bis 2022 soll die Anzahl der Getränkebehälter aus Dosen um durchschnittlich 3,1% pro Jahr zulegen.
Ein weiteres bedeutendes Verpackungsmaterial ist Karton. Kartonverpackungen werden hauptsächlich für Milch und Milchmixgetränke sowie Frucht- und Obstsäfte verwendet. Die Anzahl der Kartonverpackungen (Anteil an den Getränkeverpackungen 2019: 10,4%) soll bis 2022 durchschnittlich um 2,4% pro Jahr zulegen.
Als einer der führenden Anbieter von Maschinen und Anlagen zur Produktion, Abfüllung und Verpackung von PET-Behältern profitiert KRONES von anhaltenden Wachstum von PET-Verpackungen. Das Unternehmen hat aber auch bei Linien zur Abfüllung und Verpackung von Getränken in Glasflaschen und Dosen eine starke Marktstellung. Lösungen für Kartonverpackungen bietet KRONES nicht an.
KRONES AG in Zahlen
| ― | 2019 war für die KRONES AG insgesamt herausfordernd. |
| ― | Umsatz steigt um 3,3% auf 2,83 Mrd. €. Das Ergebnis vor Steuern ging auf -28,3 Mio. € zurück. |
| ― | Aktionäre sollen eine Dividende von 0,75 € je Aktie erhalten. |
Auch 2019 waren die gesamtwirtschaftlichen Bedingungen für Anbieter von Abfüll- und Verpackungstechnik schwierig.
Die KRONES AG verzeichnete im Vergleich zum Vorjahr 2019 ein Umsatzwachstum um +3,3 % auf 2.825,1 Mio.€.
Die Gesamtleistung verringerte sich dagegen im Geschäftsjahr 2019 um 2,1 % auf 2.836,7 Mio.€, was aus der im Vergleich zum Vorjahr geringeren Bestandsveränderung resultiert.
Das Ergebnis vor Steuern (EBT) ging im Vergleich zum Vorjahr von 112,6 Mio. € auf -28,3 Mio.€ zurück. Grund hierfür ist das im Vergleich zum Vorjahr schlechtere operative Ergebnis.
Umsatz KRONES AG in Mio.

Umsatz nach Regionen
Umsatz nach Regionen KRONES AG

Rund 52 % unseres Umsatzes wurden in Ländern außerhalb Europas erwirtschaftet.
Der Umsatz der KRONES AG in Deutschland erhöhte sich von Januar bis Dezember 2019 im Vergleich zum Vorjahr um 55,6 % auf 421,6 Mio. €. Der Anteil des Inlandsgeschäfts am Umsatz stieg von 9,9 % im Vorjahr auf 14,9 % an.
In Osteuropa (inkl. Russland/GUS) profitierte KRONES im Berichtszeitraum von der allgemeinen Konjunkturbelebung in dieser Region. Die Erlöse verbesserten sich um 28,4% auf 273,4 Mio.€.
Insgesamt verbesserte KRONES den Umsatz in Europa (ohne Deutschland) 2019 um 4,1% von 891,9 Mio. € auf 928,3 Mio. €. Der Anteil, den das Europa-Geschäft (ohne Deutschland) zum Umsatz des Berichtszeitraums beitrug, legte auf 32,9% (Vorjahr: 32,6%) zu.
In den außereuropäischen Regionen ging der Umsatz 2019 im Vergleich zum Vorjahr um 6,2% auf 1.475,2 Mio.€ zurück. Der Anteil der außereuropäischen Erlöse am Gesamtumsatz verringerte sich von 57,5% auf 52,2%.
Nach teils starken Zuwächsen in den Vorjahren ging der Umsatz in der Region Mittlerer Osten/Afrika 2019 aufgrund einer leichten Marktberuhigung um 21,2% auf 320,5 Mio.€ zurück. Die mittel- und langfristen Wachstumsaussichten für KRONES in der Region sind aber unverändert gut. In China erhöhte sich die Investitionsbereitschaft unserer Kunden im Berichtszeitraum leicht. Der Umsatz zog im Vergleich zum Vorjahr um 17,7% auf 222,0 Mio.€ an. Im übrigen asiatisch/pazifischen Raum stiegen die Erlöse von KRONES um 8,8% auf 371,0 Mio.€ an. Die Erlöse in der Region Südamerika/Mexiko sanken im Vergleich zum sehr hohen Vorjahreswert. Mit 237,6 Mio.€ ging der Umsatz 2019 um 36,3% zurück. Der Umsatz in Nord- und Mittelamerika hingegen erhöhte sich im Berichtszeitraum um 23,0% bzw. 60,7 Mio.€.
Insgesamt verfügt KRONES weiterhin über eine international ausgewogene Umsatzverteilung in den etablierten und aufstrebenden Märkten.
Auftragseingang und Auftragsbestand
Wert der Bestellungen in der KRONES AG bleibt auf hohem Niveau
KRONES ist durch die flächendeckende internationale Präsenz nah bei seinen Kunden und kann schnell deren Anforderungen erfüllen. Der Blick auf die Auftragseingangslage in der AG spiegelt dabei die Auftragseingangssituation im engeren Sinne der Einheit, nicht aber den der gesamten Gruppe.
In der KRONES AG blieben die Vertriebsregionen China sowie Europa hinter den hoch gesteckten Zielen für 2019. Die dabei entstandene Auftragseingangs-Lücke konnte in den Vertriebsregionen Nordamerika und Lateinamerika weitgehend ausgeglichen werden. Insgesamt hat die KRONES AG das Jahr 2019 mit einem guten Auftragseingang abgeschlossen.
Auftragseingang KRONES AG in Mio. €

Auftragsbestand erhöht sich
Am Ende des Geschäftsjahres 2019 hatte die KRONES AG einen Bestand an Aufträgen in Höhe von 1.701,9 Mio.€ in ihren Büchern. Zum 31.12.2018 betrug der Auftragsbestand 1.628 Mio.€. Bei stabilem Auftragseingangs-Volumen in 2019 erhöhte sich der Auftragsbestand zum Jahresende.
Wie in den Vorjahren ist das Auftragspolster eine gute Basis für das Erreichen der Volumenziele 2020.
Auftragsbestand KRONES AG zum 31. Dezember in Mio. €

Ertragslage der KRONES AG
Hohen Kosten belasten die Ertragskraft der KRONES AG
Das Ergebnis der Krones AG ging 2019 zurück.
In einem unverändert wettbewerbsintensiven Umfeld verzeichnet die KRONES AG Ergebniseinbußen. Der Umsatz konnte um 3,3 % auf 2.825,1 Mio. € gesteigert werden, was analog zu den Erwartungen war. Das Ergebnis der KRONES AG dagegen blieb hinter den Erwartungen zurück. Dieses wurde 2019 maßgeblich von gestiegenen Personalkosten sowie Aufwendungen für Restrukturierung beeinflusst. Der Anstieg aus den sonstigen betrieblichen Erträgen und den Aufwendungen und aktivierten Eigenleistungen ist maßgeblich durch Veränderungen der Rückstellungen geschuldet.
Die Abschreibungen auf Anlagevermögen/Umlaufvermögen erhöhten sich 2019 auf 76,9 Mio. €, was im Wesentlichen auf Wertberichtigungen auf Forderungen in Höhe von 17,8 Mio. € beruht.
Das Finanzergebnis dagegen konnte gegenüber 2018 um 10,7 Mio.€ gesteigert werden, was maßgeblich auf höheren Dividendenausschüttungen in Höhe von 101 Mio.€ gegenüber 70 Mio.€ in 2018 beruht. Dagegen laufen Abschreibungen auf Beteiligungen und Ausleihungen in Höhe von 20 Mio.€. Ziel ist es weiterhin, die liquiden Mittel möglichst auf die KRONES AG zu konzentrieren.
Insgesamt ging 2019 das Ergebnis vor Steuern (EBT) im Vergleich zum Vorjahr um 140,9 Mio.€ auf -28,3 Mio.€ zurück.
Vorstand und Aufsichtsrat werden der Hauptversammlung vorschlagen, für das Geschäftsjahr 2019 eine Dividende von 0,75 € je Aktie (Vorjahr: 1,70 €) zu zahlen.
Ertragsstruktur der KRONES AG
scroll
| in Mio.€ | 2019 | 2018 | Veränd. |
|---|---|---|---|
| Umsatzerlöse | 2.825,1 | 2.735,4 | + 3,3% |
| Bestandsveränderung fertige und unfertige Erzeugnisse | 11,6 | 163,4 | -92,9% |
| Gesamtleistung | 2.836,7 | 2.898,8 | -2,1% |
| Materialaufwand | -1.666,7 | -1.710,0 | -2,5% |
| Personalaufwand | -843,4 | -786,3 | + 7,3% |
| Saldo aus sonstigen betrieblichen Erträgen/ Aufwendungen und aktivierten Eigenleistungen | -339,7 | -282,9 | + 20,1% |
| EBITDA | -13,2 | 119,6 | - |
| Abschreibungen auf Anlagevermögen/ Umlaufvermögen | -76,9 | -58,0 | + 32,6% |
| EBIT | -90,0 | 61,6 | - |
| Finanzergebnis | 61,7 | 51,0 | + 21,0% |
| EBT | -28,3 | 112,6 | - |
| Ertragsteuern | -9,4 | -14,0 | -32,9% |
| Sonstige Steuern | -1,0 | -1,3 | -23,1% |
| Jahresüberschuss/-fehlbetrag | -38,7 | 97,3 | - |
Finanzlage der KRONES AG
Im Gegensatz zum Vorjahr hatte die KRONES AG stichtagsbedingt kurzfristige Bankschulden in Höhe von 72,2 Mio.€ (Vorjahr: 0 Mio.€). Die liquiden Mittel am Bilanzstichtag beliefen sich auf 11,7 Mio.€ (31.12.2018:106,2 Mio.€). Damit ergab sich eine Nettoliquidität von -60,5 Mio.€.
Bestehende bilaterale Kreditlinien in Höhe von 262,7 Mio.€ können wahlweise als Barkredit oder Avalkredit in Anspruch genommen werden. Daneben bestehen noch umfangreiche reine Aval-Linien.
Der zusätzlich im Oktober 2014 mit unseren Kernbanken abgeschlossene Konsortialkreditvertrag wurde im Oktober 2019 bis zum 23.10.2024 verlängert. Der von 250 Mio.€ auf 500 Mio.€ erhöhte Kreditbetrag steht als Reservelinie (Back-up-Fazilität) zur Betriebsmittelfinanzierung einschließlich der Finanzierung von Investitionen zur Verfügung.
Damit besitzt die KRONES AG die Fähigkeit, allen Zahlungsverpflichtungen nachzukommen und die Hauptziele des Finanzmanagements, die hohe Finanzkraft und Unabhängigkeit von KRONES, sind erfüllt.
Die Erhöhung des Anlagevermögens resultiert im Wesentlichen aus Investitionen in bestehende Beteiligungen (KRONES MEA, KRONES Ungarn und SYSKRON GmbH).
Der Anstieg der Vorräte resultiert aus weniger erhaltenen Anzahlungen sowie einem erhöhten Lagerbestand.
Bei der Erhöhung der Rückstellungen schlagen vor allem projektbezogene Rückstellungen zu Buche.
Die Kapitalflussrechnung der KRONES AG stellt sich wie folgt dar:
scroll
| in Mio.€ | 2019 | 2018 | 2017 |
|---|---|---|---|
| Finanzmittelfonds am 01.01. | 106,2 | 5,7 | 188,2 |
| Cashflow aus operativer Tätigkeit | -59,9 | 195,1 | -110,1 |
| Cashflow aus Investitionstätigkeit | -51,6 | -87,6 | -74,4 |
| Cashflow aus Finanzierungstätigkeit | 17,0 | -7,0 | 2,0 |
| Finanzmittelfonds am 31.12. | 11,7 | 106,2 | 5,7 |
Im Cashflow aus Investitionstätigkeit sind 79,7 Mio.€ Einzahlungen aus Dividenden enthalten.
Vermögens- und Kapitalstruktur der KRONES AG
scroll
| in Mio.€ zum 31. Dezember | 2019 | 2018 | 2017 |
|---|---|---|---|
| Anlagevermögen | 710,1 | 636,6 | 598,5 |
| Umlaufvermögen, RAP | 1.112,1 | 1.182,5 | 1.137,5 |
| davon liquide Mittel | 11,7 | 106,2 | 5,7 |
| Eigenkapital | 790,2 | 882,6 | 839,0 |
| Fremdkapital | 1.032,1 | 936,5 | 897,0 |
| Rückstellungen | 534,4 | 453,5 | 533,8 |
| Verbindlichkeiten | 497,6 | 483,0 | 363,2 |
| Bilanzsumme | 1.822,2 | 1.819,1 | 1.736,0 |
Die Bilanzsumme der KRONES AG erhöhte sich zum 31.12.2019 um 3,1 Mio.€ auf 1.822,2 Mio.€.
Weitere Informationen siehe ausführliche Bilanz S. 118/119.
Mitarbeiter
Mitarbeiter KRONES AG zum 31.12. in Deutschland

* ohne BKK
** mit BKK
Mitarbeiterzahl sinkt um 1,7 % auf 9.647
KRONES stand 2019 nach einem stetigen Personalwachstum in den Vorjahren vor der Herausforderung, aufgrund einer stark rückläufigen Ergebnissituation strukturelle Anpassungen in der Belegschaft vorzunehmen. Im Rahmen eines Programmes zur Effizienzsteigerung des Unternehmens (EoO) wurden in der KRONES AG 169 Mitarbeiter abgebaut. Die Anzahl der Mitarbeiter sank dadurch von 9.816 im Vorjahr auf 9.647 Mitarbeiter. Die entspricht einer Reduzierung der Belegschaft von rund 1,7%.
Auszubildende und Ausbildungsanfänger KRONES AG

Im Bereich der Ausbildung zeigten die strukturellen Personalmaßnahmen in 2019 noch keine Auswirkungen. 2019 nahmen 147 neue Auszubildende Ihre Ausbildung bei KRONES auf. KRONES bewegte sich damit auf den Niveaus der Vorjahre und leicht über dem Vorjahreswert. Die Gesamtzahl der Auszubildenden erreichte dagegen mit 542 Auszubildenden einen Höchstwert. Ab dem Jahr 2020 wird KRONES jedoch auch im Bereich der Ausbildung aufgrund deutlich reduzierter Nachbesetzungsbedarfe die Neueinstellungen spürbar reduzieren.
Weiterführende Informationen zum Thema Mitarbeiter entnehmen Sie bitte unserem Nichtfinanziellen Bericht. Dieser ist im Internet unter www.krones.com/de/unternehmen/verantwortung/downloads.php aufrufbar.
Nachhaltiges Wirtschaften *
Corporate Social Responsibility (CSR) steht bei KRONES für unternehmerische Nachhaltigkeit. Durch aktives Management von CSR leistet der KRONES Konzern seinen Beitrag zur nachhaltigen Entwicklung. Um mögliche Risiken frühzeitig zu erkennen, den ökologischen Fußabdruck zu reduzieren und den positiven Einfluss auf die Gesellschaft kontinuierlich auszubauen, muss Nachhaltigkeit bei allen wesentlichen Entscheidungen immer schon mitgedacht werden. Der KRONES Konzern ist sich der Verantwortung bewusst, die wir nicht nur für unsere ökonomische Leistung, sondern auch für die Auswirkungen unserer Geschäftstätigkeit auf Umwelt, Mitarbeiter und Gesellschaft sowie künftige Generationen tragen.
Nichtfinanzieller Bericht 2019
Im Rahmen des im Jahr 2017 in Kraft getretenen CSR-Richtlinie-Umsetzungsgesetzes legen wir offen, welche Konzepte wir im abgelaufenen Geschäftsjahr hinsichtlich der für KRONES wesentlichen nichtfinanziellen Sachverhalte verfolgt haben. Der Nichtfinanzielle Bericht 2019, der nicht Bestandteil des Konzernlageberichts ist, ist zugleich für den KRONES Konzern und die KRONES AG der zusammengefasste, gesonderte nichtfinanzielle Konzernbericht für das Geschäftsjahr 2019 im Sinne von §§ 315b, 315c in Verbindung mit 289c bis 289e des Handelsgesetzbuchs (HGB).
Veröffentlicht wird der Bericht im Internet unter
https://www.krones.com/de/unternehmen/verantwortung/downloads.php.
* Alle Angaben innerhalb "Nachhaltiges Wirtschaften" beziehen sich auf den KRONES Konzern.
Risiko- und Chancenbericht *
| ― | Risiken werden laufend identifiziert |
| ― | Effiziente Kontroll- und Steuerungsinstrumente begrenzen Risiken |
Das Risikomanagementsystem von KRONES
KRONES begegnet möglichen Risiken aktiv. Alle wesentlichen Geschäftsprozesse unterliegen laufend einem internen Kontroll- und Steuerungssystem.
Im Rahmen seiner internationalen Geschäftstätigkeit ist KRONES einer Vielzahl von Risiken ausgesetzt, die untrennbar mit unserem unternehmerischen Handeln verbunden sind. Um diese möglichen Risiken frühzeitig zu erkennen, ihnen aktiv zu begegnen und sie zu begrenzen, überwachen wir alle wesentlichen Geschäftsprozesse laufend. Im Rahmen unserer Unternehmensstrategie identifizieren, analysieren und erschließen wir auch Chancen. Im Gegensatz zu den Risiken erfassen wir die unternehmerischen Chancen nicht im Risikomanagementsystem.
Grundsätzlich sind Risiken als mögliche negative Abweichung von unserer Ergebnisprognose für das Geschäftsjahr 2020 definiert. Chancen sind als positive Abweichung von unserer Ergebnisprognose für das Geschäftsjahr 2020 zu verstehen. In den beiden Segmenten des KRONES Konzerns bestehen aufgrund derselben Absatz- und Beschaffungsmärkte im Wesentlichen auch die gleichen Risiken und Chancen.
Das Risikomanagementsystem von KRONES besteht aus einem internen Kontroll- und Steuerungssystem, mit dem wir alle relevanten Risiken erfassen, analysieren und bewerten. In einem detaillierten und fortlaufenden Planungs-, Informations- und Kontrollprozess überwachen wir die wesentlichen Risiken sowie bereits eingeleitete Gegenmaßnahmen.
* Alle Angaben innerhalb "Risiko- und Chancenbericht" beziehen sich auf den KRONES Konzern.
Wir bewerten Risiken anhand von Eintrittswahrscheinlichkeiten und ihren möglichen finanziellen Auswirkungen. Maßstab für die möglichen finanziellen Auswirkungen ist das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT). Ausgehend vom Bruttorisiko ermitteln wir das Nettorisiko, das sich ergibt, nachdem wir risikominimierende Maßnahmen getroffen haben.
KRONES stellt die Risiken in einer dreispaltigen Tabelle dar: Die maximale Schadenhöhe eines Risikos, die Eintrittswahrscheinlichkeit und als Produkt dieser beiden Werte die mögliche finanzielle Auswirkung. Die Einstufung erfolgt jeweils in den Bewertungskategorien niedrig, mittel und hoch.
Die Bewertungskategorien sind wie folgt definiert:
scroll
| Maximale Schadenhöhe* | Eintrittswahrscheinlichkeit | Mögliche finanzielle Auswirkung* | |||
|---|---|---|---|---|---|
| niedrig | 1,0 bis 10,0 Mio.€ | niedrig | 0 bis 20% | niedrig | 1,0 bis 10,0 Mio.€ |
| mittel | 10,1 bis 50,0 Mio.€ | mittel | 21 bis 49% | mittel | 10,1 bis 50,0 Mio.€ |
| hoch | > 50,0 Mio.€ | hoch | 50 bis 100% | hoch | > 50,0 Mio.€ |
* gemessen am EBIT
Mehrstufiges Risikomanagementsystem
Unser Risikomanagementsystem, das wir anhand praktischer Erfahrungen permanent verbessern, besteht aus den Modulen Risikoanalyse, Risikoüberwachung sowie Risikoplanung und -steuerung.
Risikoanalyse
Um mögliche Risiken frühzeitig zu identifizieren, beobachten wir kontinuierlich sämtliche Geschäftsaktivitäten. Wesentliche projektbezogene Risiken werden vor Annahme eines Auftrags verringert bzw. vermieden. Deshalb prüfen wir die Rentabilität aller Angebote vor der Auftragsannahme. Ab einer fest definierten Ordergröße durchlaufen die Aufträge darüber hinaus eine mehrdimensionale Risikoanalyse. Neben der Rentabilität werden dabei Finanzierungsrisiken, technologische Risiken und steuerliche sowie Termin- und sonstige vertragliche Risiken einzeln erfasst und bewertet, bevor ein Auftrag angenommen wird.
Risiken, die sich für unser Unternehmen aus der Änderung von Markt- oder Wettbewerbsverhältnissen ergeben, begegnen wir, indem wir über alle Segmente und Bereiche hinweg regelmäßig detaillierte Markt- und Wettbewerbsanalysen erstellen.
Darüber hinaus führen wir jährlich einmal für die AG und alle wesentlichen Gesellschaften des Konzerns eine umfangreiche Risikoinventur durch. Die Ergebnisse der Risikoinventur sowie Maßnahmen zur Risikoreduzierung fließen in die jährliche Unternehmensplanung ein. Grundprinzipien sowie der Ablaufprozess sind in einer Risikorichtlinie dokumentiert. Das Risikomanagementsystem dient nicht nur dem gesetzlich vorgegebenen Zweck, existenzgefährdende Risiken frühzeitig zu erkennen, sondern erfasst darüber hinaus auch alle Risiken, die die Ertragslage des Unternehmens wesentlich beeinträchtigen können.
Risikoüberwachung
Durch verschiedene, miteinander verzahnte Controllingprozesse überwachen wir die Risiken im KRONES Konzern. Mit regelmäßigen und umfassenden Berichten aus den einzelnen Geschäftseinheiten werden der Vorstand und andere Entscheidungsträger frühzeitig über alle eventuellen Risiken und Planabweichungen sowie über den Status der Maßnahmen zur Risikominimierung informiert. Bei Projekten mit hohem Auftragswert werden Risikopotenziale in regelmäßigen Treffen untersucht und bewertet. Mitarbeiter, die Risiken identifizieren, geben ihre Informationen unverzüglich über das unternehmensinterne Meldewesen weiter.
Risikoplanung und -steuerung
Für unser Kontroll- und Steuerungssystem nutzen wir im Wesentlichen folgende Instrumente, mit denen wir unsere Geschäfte planen und Risiken steuern.
| ― | Jahresplanung |
| ― | Mittelfristplanung |
| ― | Strategische Planung |
| ― | Rollierende Prognoserechnung |
| ― | Monats- und Quartalsreports |
| ― | Investitionsplanung |
| ― | Produktionsplanung |
| ― | Kapazitätsplanung |
| ― | Projektcontrolling |
| ― | Debitorenmanagement |
| ― | Wechselkursabsicherungsgeschäfte |
| ― | Versicherungen |
Organisation des Risikomanagements
Das Risikomanagement von KRONES wird laufend überwacht und überprüft. Hierfür gibt es klare Zuständigkeiten und Verantwortungsbereiche.
Das Risikomanagement ist bei KRONES im Controlling verankert. Geprüft wird das Risikomanagementsystem durch die interne Revision.
Im Controlling laufen alle relevanten Informationen zusammen, werden dort aufbereitet und dem Vorstand als Management-Tool zur Verfügung gestellt. Darüber hinaus gibt es in den verschiedenen Segmenten und Bereichen des Unternehmens Risikobeauftragte, die für das Risikomanagement verantwortlich sind. Dies beinhaltet Risikoerkennung und -reporting sowie Einleitung und Umsetzung von Maßnahmen zur aktiven Risikosteuerung.
Organisation des Risikomanagements von KRONES

Wesentliche Merkmale des internen Kontroll- und Risikomanagementsystems im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess
Mit dem internen Kontroll- und Risikomanagementsystem (IKR) im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess stellt KRONES sicher, dass sämtliche Geschäftsvorfälle bilanziell stets richtig erfasst, aufbereitet, gewürdigt und in die Rechnungslegung übernommen werden. Das IKR von KRONES umfasst alle Grundsätze, Methoden und Maßnahmen, die garantieren, dass die Rechnungslegung des Unternehmens wirksam, wirtschaftlich sowie ordnungsgemäß ist und alle maßgeblichen rechtlichen Vorschriften eingehalten werden.
Ziel des internen Kontroll- und Risikomanagementsystems ist sicherzustellen, dass alle Geschäftsvorfälle richtig erfasst, aufbereitet, gewürdigt und in die Rechnungslegung übernommen werden.
Die wesentlichen Merkmale des bei KRONES bestehenden internen Kontroll- und Risikomanagementsystems im Hinblick auf den (Konzern)-Rechnungslegungsprozess können wie folgt beschrieben werden:
Im KRONES Konzern besteht eine klare Führungs- und Unternehmensstruktur. Bereichsübergreifende Schlüsselfunktionen werden zentral gesteuert.
| ― | Die Funktionen der im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess wesentlich beteiligten Unternehmensbereiche sind klar getrennt und Verantwortungsbereiche eindeutig zugeordnet. |
| ― | Innerhalb der Geschäftsbereiche werden regelmäßige Kontrollfunktionen, vor allem durch das Controlling, übernommen. |
| ― | Im Finanz- und Rechnungswesen wird, soweit möglich, Standardsoftware eingesetzt. |
| ― | Durch entsprechende Einrichtungen im IT-Bereich wird die im Finanz- und Rechnungswesen eingesetzte Unternehmenssoftware gegen unbefugte Zugriffe geschützt. |
| ― | Es besteht ein adäquates Richtlinienwesen (Zahlungsrichtlinien, Reisekostenrichtlinien u. a.), das laufend aktualisiert wird. |
| ― | Alle Abteilungen, die am Rechnungslegungsprozess beteiligt sind, arbeiten ständig daran, die Qualität der Arbeit sicherzustellen. |
| ― | In regelmäßigen Stichproben prüfen wir laufend, ob Buchhaltungsdaten vollständig und richtig sind. |
| ― | Die in der Buchhaltung eingesetzte Software führt programmierte Plausibilitätsprüfungen durch. |
| ― | Bei allen rechnungslegungsrelevanten Vorgängen wenden wir das Vier-Augen-Prinzip an. |
Übersicht und Beschreibung der wesentlichen Risiken
scroll
| Risikokategorie | Maximale Schadenhöhe | Eintrittswahrscheinlichkeit | Finanzielle Auswirkung |
|---|---|---|---|
| Umfeld- und Branchenrisiken | |||
| ▪ Gesamtwirtschaftliche Risiken | hoch | mittel | mittel |
| ▪ Branchenspezifische Risiken | hoch | niedrig | mittel |
| Finanzwirtschaftliche Risiken | |||
| ▪ Ausfallrisiken | hoch | niedrig | mittel |
| ▪ Liquiditätsrisiko | niedrig | niedrig | niedrig |
| ▪ Zinsänderungsrisiko | niedrig | niedrig | niedrig |
| ▪ Währungsrisiko | mittel | mittel | niedrig |
| Operative Risiken | |||
| ▪ Preisrisiko | hoch | mittel | mittel |
| ▪ Beschaffungsrisiken | niedrig | niedrig | niedrig |
| ▪ Kostenrisiko | hoch | niedrig | hoch |
| ▪ Personalrisiko | niedrig | niedrig | niedrig |
| Rechtliche Risiken | hoch | mittel | mittel |
| Umwelt- und Sicherheitsrisiken | hoch | niedrig | niedrig |
| IT-Risiken | mittel | niedrig | niedrig |
KRONES teilt die maximale Schadenhöhe, die Eintrittswahrscheinlichkeiten und die finanziellen Auswirkungen wesentlicher Risiken in die Bewertungskategorien niedrig, mittel und hoch ein. Definition siehe Seite 79.
Umfeld- und Branchenrisiken
Gesamtwirtschaftliche Risiken
KRONES ist mit seinen Produkten und Dienstleistungen für die Getränke- und Lebensmittelindustrie weniger konjunkturabhängig als andere Maschinenbauer. Komplett entziehen kann sich das Unternehmen gesamtwirtschaftlichen Einflüssen aber nicht. Von internationalen Handelskonflikten sind wir direkt nur in geringem Umfang betroffen. Sollte sich die Weltwirtschaft aber beispielsweise wegen anhaltender Handelskonflikte deutlich schwächer entwickeln als erwartet, würde sich das auch auf Umsatz und Ergebnis von KRONES negativ auswirken. Anfang 2020 beeinträchtigte der Ausbruch des Coronavirus die chinesische Wirtschaft deutlich, KRONES produziert einen kleinen Teil seiner Produkte in China. Darüber hinaus erwirtschaften wir dort einen beträchtlichen Teil des Konzernumsatzes. Deshalb könnte es sich negativ auf Umsatz und Ergebnis auswirken, wenn das Wirtschaftswachstum in China durch die Folgen des Coronavirus stark abgebremst würde. Die Auswirkungen auf die Weltwirtschaft sind jedoch aktuell nicht absehbar.
Auch eine globale Finanzkrise könnte zulasten der Investitionen in Maschinen und Anlagen von KRONES gehen, weil sich die Finanzierungsmöglichkeiten allgemein verschlechtern würden. Durch die breite internationale Aufstellung des Unternehmens ist KRONES in der Lage, Geschäftseinbrüche in einzelnen Regionen zumindest abzumindern.
Auswirkung gesamtwirtschaftlicher Risiken: Bei einer hohen maximalen Schadenhöhe und einer als mittel eingestuften Eintrittswahrscheinlichkeit gehen wir von mittleren finanziellen Auswirkungen aus.
Branchenspezifische Risiken
Branchenspezifischen Risiken ist KRONES hauptsächlich durch die Entwicklung des weltweiten Verpackungsmarktes und dem Agieren seiner Wettbewerber ausgesetzt. Das Wettbewerbsumfeld könnte sich verschärfen, wenn Konkurrenten von KRONES auf Kosten der Preisqualität den Kampf um Aufträge forcieren, um ihre Kapazitäten auszulasten. Dem Risiko, Marktanteile zu verlieren, begegnen wir, indem wir unseren technologischen Vorsprung weiter ausbauen. Darüber hinaus differenziert sich KRONES mit seiner starken Serviceorientierung vom Wettbewerb.
Hauptsächlich in Europa flammte 2019 vorübergehend eine Debatte zu Kunststoff- und PET-Verpackungen auf. Dies führte zu verzögerten Investitionsentscheidungen unserer Kunden bei Maschinen und Anlagen zum Abfüllen und Verpacken von Getränken in PET-Flaschen. KRONES erzielt einen großen Teil des Umsatzes mit solchen Produkten. Es ist nicht auszuschließen, dass sich die PET-Debatte nachhaltig verschärft und regional ausweitet. Dies könnte die Investitionsbereitschaft unserer Kunden im Bereich Kunststofftechnik und damit Konzernumsatz und -ergebnis negativ beeinflussen.
Auswirkung branchenspezifischer Risiken: Bei einer hohen maximalen Schadenhöhe und einer als niedrig eingestuften Eintrittswahrscheinlichkeit gehen wir von mittleren finanziellen Auswirkungen aus.
Finanzwirtschaftliche Risiken
KRONES ist finanzwirtschaftlichen Risiken in Form von Ausfallrisiken, Liquiditätsrisiken, Zinsänderungsrisiken und Währungsrisiken ausgesetzt. Wir beschreiben diese Risiken und geeignete Maßnahmen im Folgenden auch in Einklang mit den Angaben nach IFRS 7 zur Risikoberichterstattung zu Finanzinstrumenten. Grundsätzlich bestehen durch regionale und kundenbezogene Diversifizierungen keine wesentlichen Risikokonzentrationen.
1. Ausfallrisiken
Das Ausfallrisiko beschreibt das maximale Risikopotenzial, das sich aus den einzelnen Positionen zum Berichtszeitpunkt ergibt. Etwaige vorhandene Sicherheiten werden nicht berücksichtigt.
1.1 Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
Das Kreditrisiko aus Forderungen aus Lieferungen und Leistungen beschreibt die Gefahr eines ökonomischen Verlustes, der dadurch entsteht, dass ein Kunde seinen vertraglichen Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommt.
KRONES steuert Kreditrisiken aus Forderungen aus Lieferungen und Leistungen auf Basis von internen Richtlinien. Ein Großteil der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ist durch verschiedene, gegebenenfalls länderspezifische Sicherungsformen, abgesichert. Die Sicherungen umfassen zum Beispiel den Eigentumsvorbehalt sowie Garantien und Bürgschaften oder Akkreditive. Um dem Kreditrisiko vorzubeugen, werden zudem externe Bonitätsprüfungen von Kunden durchgeführt. Darüber hinaus existieren Prozesse zur laufenden Überwachung von eventuell ausfallgefährdeten Forderungen. Wertberichtigungen auf uneinbringliche Forderungen aus Lieferungen und Leistungen erfolgen auf individueller Basis. Die, gemessen am gesamten Forderungsbestand, sehr geringen tatsächlichen Forderungsausfälle belegen die Effektivität der vorgenommenen Maßnahmen.
Das theoretisch maximale Kreditrisiko aus den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen entspricht dem Buchwert.
scroll
| in T€ | Buchwert | davon: zum Abschlussstichtag nicht überfällig | davon: zum Abschlussstichtag in den folgenden Zeitbändern überfällig | |||
|---|---|---|---|---|---|---|
| bis zu 90 Tagen | zwischen 90 und 180 Tagen | zwischen 180 und 360 Tagen | über 360 Tagen | |||
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| 31.12.2019 Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und Vertragsvermögenswerte | 1.533.050 | 1.368.344 | 115.204 | 21.677 | 19.501 | 8.324 |
| 31.12.2018 Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und Vertragsvermögenswerte | 1.635.059 | 1.460.726 | 116.017 | 21.212 | 24.337 | 12.767 |
1.2 Derivative Finanzinstrumente
KRONES verwendet derivative Finanzinstrumente auf einzelvertraglicher Basis ausschließlich für das Risikomanagement. Ohne den Einsatz von derivativen Finanzinstrumenten wäre das Unternehmen höheren finanziellen Risiken ausgesetzt. Sie decken im Wesentlichen die Risiken ab, die aus Kursveränderungen des US-Dollars, des kanadischen Dollars, der norwegischen Krone sowie des japanischen Yens gegenüber dem Euro entstehen können. Die wesentlichen Vertragsspezifika (Höhe, Laufzeit) von Grund- und Sicherungsgeschäft sind weitgehend identisch. Das Ausfallrisiko aus derivativen Finanzinstrumenten besteht maximal in der Höhe des Saldos der positiven Marktwerte bei Ausfall eines Vertragspartners. Hierzu verweisen wir auf den Konzernanhang.
1.3 Sonstige finanzielle Vermögenswerte
Die maximale Kreditrisikoposition aus den sonstigen finanziellen Vermögenswerten entspricht dem Buchwert dieser Instrumente, KRONES ist aus den sonstigen Vermögenswerten keinem wesentlichen Ausfallrisiko ausgesetzt. Die darin enthaltenen Vermögenswerte sind kurzfristig.
Auswirkung von Ausfallrisiken: Bei einer hohen maximalen Schadenhöhe und einer als niedrig eingestuften Eintrittswahrscheinlichkeit gehen wir von mittleren finanziellen Auswirkungen aus.
2. Liquiditätsrisiko
Das Liquiditätsrisiko beschreibt die Gefahr, dass ein Unternehmen seine finanziellen Verpflichtungen nicht in ausreichendem Maß erfüllen kann.
KRONES generiert finanzielle Mittel vorwiegend durch das operative Geschäft. Die Mittel dienen vorrangig der Finanzierung des Working Capital sowie von Investitionen, KRONES steuert seine Liquidität, indem das Unternehmen neben dem Zahlungsmittelzufluss aus dem operativen Geschäft ausreichend liquide Mittel vorhält und Kreditlinien bei Banken unterhält. Das operative Liquiditätsmanagement des Unternehmens besteht aus einem Cash-Managementsystem, das zum Teil auf einer monatlich rollierenden Liquiditätsplanung auf Jahresbasis beruht. Damit kann KRONES frühzeitig auf mögliche Liquiditätsengpässe reagieren. Die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente von KRONES umfassen neben Kassenbeständen im Wesentlichen Guthaben bei Kreditinstituten. Die folgende Fälligkeitsübersicht zeigt, wie die undiskontierten Cashflows der Verbindlichkeiten zum 31. Dezember 2019 die Liquiditätssituation des Unternehmens beeinflussen.
scroll
| in T€ | Buchwert | Cashflow 2020 | Cashflow 2021-2024 | Cashflow nach 2024 | ||
|---|---|---|---|---|---|---|
| 31.12.2019 | Zinsen | Tilgung | Zinsen | Tilgung | Zinsen | |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Derivate Finanzinstrumente | 3.392 | 0 | 2.828 | 0 | 564 | 0 |
| Verbindlichkeiten ggü. Kreditinstituten | 72.242 | 0 | 72.178 | 3 | 64 | 0 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 463.736 | 0 | 463.722 | 0 | 14 | 0 |
| Verbindlichkeiten aus Leasingverhältnissen | 89.048 | 2.082 | 29.802 | 5.125 | 56.034 | 611 |
| Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten | 146.013 | 0 | 100.347 | 0 | 47.216 | 0 |
| 774.431 | 2.082 | 668.877 | 5.128 | 103.892 | 611 |
scroll
| in T€ | Cashflow nach 2024 |
|---|---|
| Tilgung | |
| --- | --- |
| Derivate Finanzinstrumente | 0 |
| Verbindlichkeiten ggü. Kreditinstituten | 0 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 0 |
| Verbindlichkeiten aus Leasingverhältnissen | 3.212 |
| Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten | 0 |
| 3.212 |
scroll
| in T€ | Buchwert | Cashflow 2019 | Cashflow 2020-2025 | Cashflow nach 2025 | ||
|---|---|---|---|---|---|---|
| 51.12.2018 | Zinsen | Tilgung | Zinsen | Tilgung | Zinsen | |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Derivate Finanzinstrumente | 1.982 | 0 | 1.980 | 0 | 2 | 0 |
| Verbindlichkeiten ggü. Kreditinstituten | 3.724 | 0 | 555 | 680 | 3.169 | 0 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 491.586 | 0 | 491.585 | 0 | 1 | 0 |
| Verbindlichkeiten aus Leasingverhältnissen | 295 | 6 | 118 | 15 | 177 | 0 |
| Diskontierte Kundenwechsel | 106.670 | 0 | 106.670 | 0 | 0 | 0 |
| Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten | 111.201 | 0 | 69.899 | 44 | 41.302 | 0 |
| 715.458 | 6 | 670.807 | 739 | 44.651 | 0 |
scroll
| in T€ | Cashflow nach 2025 |
|---|---|
| Tilgung | |
| --- | --- |
| Derivate Finanzinstrumente | 0 |
| Verbindlichkeiten ggü. Kreditinstituten | 0 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 0 |
| Verbindlichkeiten aus Leasingverhältnissen | 0 |
| Diskontierte Kundenwechsel | 0 |
| Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten | 0 |
| 0 |
Auswirkung des Liquiditätsrisikos: Bei einer niedrigen maximalen Schadenhöhe und einer als niedrig eingestuften Eintrittswahrscheinlichkeit gehen wir von niedrigen finanziellen Auswirkungen aus.
3. Zinsänderungsrisiko
KRONES ist Risiken ausgesetzt, die sich aus möglichen Schwankungen der Marktzinssätze ergeben können, KRONES nahm zum Bilanzstichtag 2019 im Verhältnis zum Geschäftsvolumen nur relativ geringe Bankkredite in Anspruch.
Auswirkung des Zinsänderungsrisikos: Bei einer niedrigen maximalen Schadenhöhe und einer als niedrig eingestuften Eintrittswahrscheinlichkeit gehen wir von niedrigen finanziellen Auswirkungen aus.
4. Währungsrisiko
Da unsere Exporte in Länder außerhalb der Eurozone einen wesentlichen Anteil am Gesamtumsatz ausmachen, sind wir grundsätzlich Währungsrisiken ausgesetzt. Mit Kurssicherungsgeschäften wirken wir diesen bestmöglich entgegen. Zudem schließen wir Beschaffungs- und Absatzgeschäfte weitestgehend in Euro oder der jeweiligen funktionalen Währung ab.
Wesentliche Fremdwährungspositionen nach Klassen des IFRS 7:
scroll
| 31.12.2019 in T€ |
Währung USD | Währung NOK | Währung CAD | Währung CNY | Währung JPY |
|---|---|---|---|---|---|
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 310 | 0 | 450 | 0 | 0 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 0 | 1.920 | 0 | 0 | 0 |
| Sonstige Finanzforderungen | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Derivate mit positiven Marktwerten | 395 | 0 | 0 | 1 | 474 |
| Summe Aktiva | 705 | 1.920 | 450 | 1 | 474 |
| Verbindlichkeiten | |||||
| Lieferungen und Leistungen | 2.044 | 18 | 8.117 | 317 | -3.129 |
| gegenüber Kreditinstituten | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Derivate mit negativen Marktwerten | 1.611 | 24 | 1.198 | 545 | -8 |
| Summe Passiva | 3.655 | 42 | 9.315 | 862 | -3.137 |
| Saldo Aktiva und Passiva | -2.950 | 1.878 | -8.865 | -861 | -2.663 |
| Netto-Exposure per 31.12.2019 | -2.950 | 1.878 | -8.865 | -861 | -2.663 |
Eine Veränderung des Stichtagskurses von 10 % würde folgende Auswirkungen im Ergebnis nach Steuern verursachen:
scroll
| in T€ | Währung USD | Währung NOK | Währung CAD | Währung CNY | Währung JPY |
|---|---|---|---|---|---|
| Konzern-Gewinn-und-Verlust-Rechnung | -2.958 | -12 | 536 | -2.512 | 206 |
| Konzerneigenkapital | 5.590 | 0 | 1.654 | 1.953 | 1.478 |
Auswirkung des Währungsrisikos: Bei einer mittleren maximalen Schadenhöhe und einer als mittel eingestuften Eintrittswahrscheinlichkeit gehen wir von niedrigen finanziellen Auswirkungen aus.
Operative Risiken
1. Preisrisiko
KRONES ist in einem wettbewerbsintensiven Markt tätig, in dem Unternehmen Aufträge teilweise über nicht kostendeckende Preise generieren. Preisrisiken bergen auch die mit unseren Kunden geschlossenen Festpreisverträge. Das Risiko von entstehenden Mehrkosten trägt KRONES. Um dieses Risiko zu minimieren, hat KRONES eine mehrdimensionale Auftragsanalyse eingeführt. Ab einer definierten Größe werden jede Anfrage und jedes Angebot nach den finanziellen, den technisch/technologischen, den steuerlichen sowie den rechtlichen und den regionalen Risiken beurteilt.
Auswirkung des Preisrisikos: Bei einer hohen maximalen Schadenhöhe und einer als mittel eingestuften Eintrittswahrscheinlichkeit gehen wir von mittleren finanziellen Auswirkungen aus.
2. Beschaffungsrisiken
KRONES ist im Rahmen seiner Geschäftstätigkeit durch den Bezug von Teilen und Rohstoffen einem Marktpreisrisiko ausgesetzt. Wesentliche Einflussfaktoren auf Rohstoffpreise sind geopolitische und gesamtwirtschaftliche Entwicklungen. Grundsätzlich besteht die Gefahr, dass sich die Rohstoffpreise zu unseren Ungunsten entwickeln. Das Unternehmen begegnet diesem Risiko durch ein gezieltes Beschaffungsmanagement bzw. durch längerfristige Lieferkontrakte, wodurch wesentliche Rohstoffpreisrisiken verringert werden. Hinsichtlich Lieferanten besteht darüber hinaus ein Produkt", Termin- und Qualitätsrisiko. Ein speziell entwickeltes Lieferantenauswahl-, Kontroll- und Steuerungsverfahren trägt dazu bei, solche Risiken zu minimieren.
Auswirkung der Beschaffungsrisiken: Bei einer niedrigen maximalen Schadenhöhe und einer als niedrig eingestuften Eintrittswahrscheinlichkeit gehen wir von niedrigen finanziellen Auswirkungen aus.
3. Kostenrisiko
Unsere Ergebnisprognose basiert darauf, dass wir durch die strukturellen Maßnahmen Kosteneinsparungen realisieren. Beispiele hierfür sind unser neues Werk in Ungarn und der zunehmende Materialeinkauf in Best-Cost-Countries. Grundsätzlich optimieren wir die Kostenstrukturen entlang der gesamten Wertschöpfungskette, KRONES ist dem Risiko ausgesetzt, dass die Einsparungen geringer ausfallen als erwartet. Durch permanente Kontrolle der unternehmensweiten Projekte mindern wir dieses Risiko.
Auswirkung des Kostenrisikos: Bei einer hohen maximalen Schadenhöhe und einer als niedrig eingestuften Eintrittswahrscheinlichkeit gehen wir von hohen finanziellen Auswirkungen aus.
4- Personalrisiko
KRONES will besonders im Servicebereich und im Digitalgeschäft verstärkt wachsen. Dafür benötigen wir hoch qualifizierte Mitarbeiter im In- und Ausland. Es besteht das Risiko, dass das Unternehmen nicht genügend geeignete Mitarbeiter findet. Frühzeitigen Zugang zu qualifizierten Mitarbeitern werden wir uns durch eine kontinuierliche Zusammenarbeit mit Hochschulen sichern. In unserem Unternehmen beschäftigen wir laufend Bachelor-/Masterstudenten. Zudem setzen wir professionelle Personalberater ein.
Auswirkung des Personalrisikos: Bei einer niedrigen maximalen Schadenhöhe und einer als niedrig eingestuften Eintrittswahrscheinlichkeit gehen wir von niedrigen finanziellen Auswirkungen aus.
Rechtliche Risiken
Grundsätzlich bestehen für KRONES aus dem operativen Geschäft Risiken im Zusammenhang mit möglichen Rechtsstreitigkeiten, KRONES begegnet rechtlichen Risiken durch Verhaltensregeln, Kodizes und der internen Compliance-Struktur. Darüber hinaus hat das Unternehmen branchenübliche Versicherungen abgeschlossen.
Auswirkung von rechtlichen Risiken: Bei einer hohen maximalen Schadenhöhe und einer als mittel eingestuften Eintrittswahrscheinlichkeit gehen wir von mittleren finanziellen Auswirkungen aus.
Umwelt- und Sicherheitsrisiken
Als produzierendes Unternehmen ist KRONES Risiken im Bereich Umwelt und Sicherheit ausgesetzt, die zu möglichen Schäden an Menschen, Gütern und der Reputation des Unternehmens führen können. Schäden, die durch technisches oder menschliches Versagen in der Produktion ausgelöst werden, könnten sich direkt finanziell auswirken. Darüber hinaus können sich im Schadensfall Strafen, Schadensersatzforderungen und Reputationsschäden indirekt finanziell auswirken, KRONES vermindert Umwelt- und Sicherheitsrisiken durch hohe technische Standards in der Produktion, Schulungen, Verhaltensregeln sowie branchenübliche Versicherungen.
Auswirkung von Umwelt- und Sicherheitsrisiken: Bei einer hohen maximalen Schadenhöhe und einer als niedrig eingestuften Eintrittswahrscheinlichkeit gehen wir von niedrigen finanziellen Auswirkungen aus.
IT-Risiken
Alle wesentlichen Geschäftsprozesse von KRONES basieren auf funktionierenden IT-Systemen. Risiken bestehen darin, dass wichtige Systeme ausfallen, gestört oder von unberechtigten Dritten auf diese zugegriffen werden. Dies könnte den Verlust von wichtigen vertraulichen Daten zur Folge haben, KRONES wappnet sich gegen diese Risiken mit international anerkannten IT-Sicherheitsmaßnahmen. Für kritische Geschäftsprozesse haben wir redundante IT-Systeme angelegt.
Auswirkung von IT-Risiken: Bei einer mittleren maximalen Schadenhöhe und einer als niedrig eingestuften Eintrittswahrscheinlichkeit gehen wir von niedrigen finanziellen Auswirkungen aus.
Übersicht und Beschreibung der wesentlichen Chancen
Die wesentlichen Chancen
Unternehmerische Chancen erfasst KRONES nicht im Risikomanagementsystem. Wir teilen ihnen daher keine Eintrittswahrscheinlichkeiten und mögliche finanzielle Auswirkungen zu. Im Folgenden beschreiben wir die Chancen allgemein.
Gesamtwirtschaftliche Chancen
Gesamtwirtschaftliche Chancen bieten sich für KRONES durch die gute internationale Positionierung des Unternehmens. Sollte sich die Wirtschaft in einzelnen Regionen der Welt besser entwickeln als prognostiziert, könnten wir davon profitieren. Vor allem in den aufstrebenden Volkswirtschaften in Asien/Pazifik sowie in Afrika und dem Mittleren Osten hat KRONES seine Marktstellung in den vergangenen Jahren deutlich gestärkt. Deshalb ergäben sich für uns zusätzliche Chancen, wenn die Gesamtwirtschaft in den Emerging Markets stärker als erwartetet wächst. Für den Euro-Raum und die USA erwarten die Experten des Internationalen Währungsfonds für 2020 eine abnehmende Wachstumsdynamik. Sollte sich diese Prognose nicht bewahrheiten und das BIP in diesen Regionen stärker als erwartet zulegen, könnte dies zu einem über unserer Prognose liegenden Ergebnis führen.
Branchenspezifische Chancen
Die Hersteller von Getränken und Lebensmitteln achten zunehmend darauf, Energie und andere Ressourcen sparsam einzusetzen. Es besteht die Chance, dass sich dieser Trend verstärkt und die Bereitschaft der Kunden steigt, dafür auch höhere Preise zu akzeptieren. Daraus eröffnen sich für KRONES aufgrund seiner Wettbewerbsvorteile in diesem Bereich zusätzliche Absatz- und Umsatzchancen. Mit dem zertifizierten Managementsystem enviro haben wir die Basis dafür geschaffen, dass Maschinen und Anlagen von KRONES besonders niedrige Energie- und Medienverbräuche aufweisen. Damit hat sich das Unternehmen auch einen Wettbewerbsvorteil erarbeitet.
Chancen durch Akquisitionen
Der Fokus von KRONES liegt 2020 darauf, die in der Vergangenheit getätigten Zukäufe zu integrieren. Größere Akquisitionen sind für 2020 nicht geplant. Sollte sich jedoch eine günstige Gelegenheit ergeben, ist KRONES aufgrund der soliden Finanz- und Kapitalausstattung grundsätzlich in der Lage, mögliche Chancen für externes Wachstum zu nutzen. Unsere Ergebnisplanungen beinhalten keinerlei künftige Akquisitionen. Durch externes Wachstum könnten sich Chancen für KRONES eröffnen.
Operative Chancen
1. Absatzpreise
KRONES will die angestrebte Ergebnisverbesserung durch eine günstigere Kostenbasis realisieren. Darüber hinaus bemühen wir uns nachhaltig darum, die Preiserhöhungen für alle Maschinen der Abfüll- und Verpackungstechnik sowie der Prozesstechnik gemäß unserer Ankündigung im Mai 2018 weiter durchzusetzen. Sollten sich die Marktpreise besser als erwartet entwickeln, ergäben sich daraus für das Unternehmen Chancen.
2. Beschaffungspreise
Das Unternehmen kauft zunehmend Gleichteile und komplette Baugruppen bei Lieferanten. Darüber hinaus beschafft KRONES verstärkt Material lokal, also an den internationalen Standorten des Unternehmens beziehungsweise in Best-Cost-Countries. Es besteht die Chance, dass wir dadurch insgesamt mehr einsparen als geplant. Zusätzliche Chancen ergeben sich durch allgemein niedrigere Rohstoffpreise als erwartet.
3. Kosten
KRONES hat eine Reihe von kurzfristigen und strukturellen Maßnahmen initiiert, um die Kostenstruktur des Unternehmens zu optimieren. Sollten einzelne Maßnahmen stärker oder schneller greifen als geplant, ergeben sich daraus Chancen für KRONES.
Zusammenfassende Beurteilung der Risiko- und Chancenlage
Aus heutiger Sicht sind für KRONES keine Risiken ersichtlich, die den Fortbestand des Unternehmens gefährden könnten. Im Vergleich zum Vorjahr hat sich die Einschätzung zu Risiken und Chancen nicht wesentlich geändert. Der Schwerpunkt der Risiken liegt unverändert auf den Umfeld- und Branchenrisiken sowie den finanzwirtschaftlichen Risiken.
Nach Ablauf des Geschäftsjahres
Die Entstehung und schnelle Verbreitung des Coronavirus (COVID-19) seit Anfang 2020 hat sich auf die Geschäfts- und Wirtschaftstätigkeit nicht nur in China, sondern weltweit ausgewirkt. Eine Schätzung des finanziellen Effekts dieses Ereignisses auf KRONES war zum Zeitpunkt der Veröffentlichung des Geschäftsberichts nicht möglich, weil das Ausmaß der Verbreitung und die Folgen für das Geschäft von KRONES nicht abschätzbar war.
Prognosebericht
| ― | Globale Konjunkturaussichten auf niedrigem Niveau stabil, jedoch mit vielen Unwägbarkeiten behaftet |
| ― | 2020 legt KRONES den Fokus auf Steigerung der Ertragskraft |
| ― | Für KRONES ist ab 2020 die EBITDA-Marge die Steuerungsgröße für die Profitabilität |
Weltwirtschaft soll 2020 um 3,3% wachsen
Der Internationale Währungsfonds (IWF) hat im Januar 2020 die Prognose für das weltweite Wirtschaftswachstum für das Gesamtjahr 2020 leicht von 3,4% auf 3,3% (Vorjahr: 2,9 %) gesenkt. Gründe hierfür waren hauptsächlich die nachlassende Dynamik in einigen Emerging Markets, vor allem in Indien, sowie soziale Unruhen in einigen Regionen. Positiv dürften sich 2020 gemäß IWF die Beruhigung des Handelsstreits zwischen China und den USA sowie die weiterhin sehr lockere Geldpolitik der wichtigsten Notenbanken auf die Weltwirtschaft auswirken. Risiken für weitere Abwärtskorrekturen liegen gemäß den Experten vor allem in einer Verschärfung des politischen Konflikts der USA mit dem Iran sowie in weiteren Zollstreitigkeiten zwischen den USA und deren Handelspartnern.
Die Januar-Prognose des IWF für das globale Wachstum 2020 von 3,3 % beinhaltet keine möglichen Corona-Effekte.
In den Schwellen- und Entwicklungsländern dürfte die Wachstumsdynamik 2020 mit 4,4 % im Vergleich zum schwachen Vorjahr (+3,7%) wieder zunehmen. Im Oktober 2019 waren die Experten des IWF allerdings noch von einer Wachstumsrate von 4,6% ausgegangen. Die leichte Eintrübung wurde hauptsächlich durch Indien hervorgerufen. Dort soll das Bruttoinlandsprodukt (BIP) 2020 nur noch um 5,8 % steigen (Vorjahr: 4,8%), nachdem im Oktober 2019 die Prognose noch bei 7,0% lag. Während der IWF für die chinesische Volkswirtschaft 2020 einen geringen Rückgang des BIP-Wachstums auf 6,0 % (Vorjahr: 6,1%) erwartet, prognostiziert er für die Region Naher Osten/Zentralasien einen deutlichen Anstieg auf 2,8% (Vorjahr: 0,8%). In Lateinamerika soll sich die Wachstumsdynamik mit einem BIP-Zuwachs von 1,6% im Vergleich zu 2019 (Vorjahr: 0,1%) ebenfalls beschleunigen.
Wachstum des Bruttoinlandsprodukts 2020 in Prozent (Prognose)

Quelle: IWF, ohne Corona
Für die Industriestaaten rechnet der IWF 2020 mit einem BIP-Wachstum von 1,6 % (Vorjahr: 1,7%). Vor allem für Deutschland erwarten die Experten eine Beschleunigung des Wachstums und prognostizieren für 2020 eine Zunahme des BIP um 1,1% nach nur 0,5% im Vorjahr. Für die Euro-Zone rechnet der IWF insgesamt mit einem Wachstum von 1,3% (Vorjahr: 1,2%). Wegen der nachlassenden Wirkung der fiskalischen Anreize in den USA, dürfte das BIP in der weltweit größten Volkswirtschaft 2020 nur noch um 2,0% (Vorjahr: 2,3%) steigen. Für Japan liegt die Wachstumsprognose des IWF bei 0,7% (Vorjahr: 1,0 %)
* Alle Angaben innerhalb "Risiko- und Chancenbericht" beziehen sich auf den Krones Konzern.
Gute Beschäftigungszahlen und moderate Inflationsraten stützen den Konsum
Inflationsrate weltweit 2010 bis 2018 und Prognose bis 2021 in Prozent

* Prognose
Quelle: Statista 2020
Mittel- und langfristig ist die Konsumfreude der Endverbraucher und damit auch die Nachfrage nach abgepackten Getränken von der Kaufkraft abhängig. Eine niedrige Arbeitslosenquote und geringe Inflationsraten wirken sich positiv auf die Kaufkraft der Konsumenten aus. Dies stützt die Nachfrage nach abgepackten Getränken und Lebensmitteln und beeinflusst dadurch indirekt die Nachfrage nach den Produkten und Dienstleistungen von KRONES. Denn wenn mehr Getränke und flüssige Lebensmittel verpackt werden müssen, benötigen die Getränke- und Lebensmittelunternehmen hierfür geeignete und effiziente Technik. Für 2020 erwarten wir, dass Arbeitslosenquote und Inflation insgesamt keine negativen Effekte auf die Geschäfte von KRONES haben werden. Aber aufgrund der vielfältigen gesamtwirtschaftlichen Unwägbarkeiten verzögern die Kunden von KRONES, trotz steigender Nachfrage der Endverbraucher, Investitionsentscheidungen.
Produktion der deutschen Maschinen- und Anlagenbauer dürfte erneut sinken
Veränderung der deutschen Maschinenbau Produktion im Vergleich zum Vorjahr in Prozent

* Prognose
Quelle: Statistisches Bundesamt, VDMA
Der Verband deutscher Maschinen- und Anlagenbau erwartet für 2020 erneut ein schwieriges Jahr für die Branche. Er rechnet mit einem erneuten Produktionsrückgang von zwei Prozent.
Der Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) erwartet, dass sich auch im Jahr 2020 die Lage nicht signifikant bessert und der Wert der produzierten Maschinen und Anlagen wie im Vorjahr um 2 % sinkt. Belastungsfaktoren für die Branche bleiben auch im laufenden Jahr die relativ schwache Weltkonjunktur, schwelende Handelskonflikte sowie der tiefgreifende Strukturwandel in der Autoindustrie. Mögliche Effekte aus dem Coronavirus sind dabei noch nicht berücksichtigt.
KRONES erwartet für 2020 kein Wachstum
Nach dem schwierigen Jahr 2019 startet KRONES hinsichtlich der kurzfristigen Entwicklung der Nachfrage verhalten in das Geschäftsjahr 2020. Gründe für eine gewisse Zurückhaltung gibt es genug. Die gesamtwirtschaftlichen Prognosen für das laufende Jahr sind insgesamt zwar noch positiv. Aber 2020 wird erneut geprägt sein von politischen und wirtschaftlichen Unwägbarkeiten. Vor allem die negativen Auswirkungen des Coronavirus auf die Weltwirtschaft sind derzeit noch nicht abzuschätzen. Von diesen Unsicherheiten ist auch das Orderverhalten der Kunden von KRONES betroffen. Obwohl die Nachfrage der Konsumenten nach abgepackten Getränken auch 2020 steigen dürfte, halten sich die Unternehmen aus der internationalen Getränkeindustrie aufgrund der gesamtwirtschaftlich labilen Lage vorübergehend mit Investitionen zurück. Wir rechnen daher für 2020 insgesamt damit, dass der Weltmarkt für Abfüll- und Verpackungstechnik kurzfristig nicht wächst. Auch deshalb wird im laufenden Geschäftsjahr der Wettbewerb auf unseren Märkten sowie der Kostendruck hoch bleiben.
KRONES erwartet aber nur eine kurzfristige Stagnation des Marktes. Die mittel- und langfristigen Aussichten bleiben unverändert positiv. Denn die Nachfrage der Konsumenten nach abgepackten Getränken und flüssigen Lebensmitteln wächst aufgrund einiger Megatrends, wie beispielsweise die steigende Weltbevölkerung, stetig. Um die zunehmende Nachfrage zu befriedigen, benötigen die Getränke- und Lebensmittelunternehmen geeignete Technik. Deshalb wächst der Markt für Verpackungsmaschinen mittel- und langfristig relativ stabil.
Fokus liegt 2020 in beiden Segmenten auf der Verbesserung der Ertragskraft
Aufgrund der eingeleiteten strukturellen Maßnahmen wird KRONES 2020 eine nachhaltige Trendwende bei der Ertragskraft einleiten. Klares Ziel ist es, die Profitabilität in beiden Segmenten zu steigern. Einen wichtigen Beitrag hierzu werden der weitere Ausbau des Global Footprint sowie Kostensenkungen liefern. Akquisitionen sind in beiden Segmenten für 2020 nicht geplant. Der Fokus liegt auf der Integration der in den vergangenen Jahren erworbenen Unternehmen in den Konzern.
Im Kernsegment "Maschinen und Anlagen zur Produktabfüllung und -ausstattung" steht 2020 der Produktionsstart im neuen Werk in Ungarn im Fokus. Das neue Werk wird Ende 2020 voll in Betrieb gehen. Durch die neue Fertigungsstätte dürfte KRONES 2020 etwa 5 bis 10 Mio.€ einsparen. Im etablierten Status rechnen wir mit Kosteneinsparungen von 20 Mio. € pro Jahr. Wir werden das Kernsegment mit attraktiven Produkten ausbauen und um weniger profitable Bereiche und Technologien bereinigen. Unverändert im Fokus steht auch, den steigenden Kosten für Material entgegenzuwirken.
KRONES erwartet für das Kernsegment 2020, vor allem wegen der kurzfristigen Unsicherheit bei unseren Kunden, keinen Anstieg des Umsatzes. Die Auswirkungen des Coronavirus auf die Weltwirtschaft sind aktuell nicht vollumfänglich abschätzbar. Hieraus kann ein weiterer erheblicher Einfluss auf die Ziele 2020 resultieren. Die EBITDA-Marge sollte bei rund 7,5 bis 8,0% liegen (entspricht einer EBT-Marge von rund 4,0 bis 4,5%).
Das Segment Prozesstechnik soll 2020 schwarze Zahlen schreiben.
Im Segment "Maschinen und Anlagen zur Getränkeproduktion/Prozesstechnik" liegt der Fokus ebenfalls auf der Umsetzung der strukturellen Maßnahmen. Hier steht die Ausgliederung des Bereichs Getränkeproduktion im Vordergrund. Diesen Bereich werden wir künftig als rechtlich eigenständige Einheit aufstellen. So können wir besser beurteilen, wie sich die einzelnen Geschäfte, speziell für die unterschiedlichen Getränkesorten, auf Stand-alone-Basis entwickeln. Zusätzliche Umsatz- und Ertragspotenziale wird KRONES durch die volle Integration und eine positive Geschäftsentwicklung bei den Akquisitionen der Vorjahre heben. Im Bereich Intralogistikist die Nachfrage nach unseren Produkten und Services weiterhin gut. Wir werden die Internationalisierung des Geschäfts 2020 weiter voranbringen. Hierfür haben wir alle Intralogistik-Aktivitäten in der SYSTEM LOGISTICS gebündelt und diese als rechtlich eigenständige Einheit aufgestellt.
Insgesamt prognostizieren wir für das Segment Prozesstechnik für 2020 einen stabilen Umsatz bei einer EBITDA-Marge von rund 2,5 bis 3,5 % (entspricht EBT-Marge von rund 0 bis 1%). Die Auswirkungen des Coronavirus auf die Weltwirtschaft sind aktuell nicht vollumfänglich abschätzbar. Hieraus kann ein weiterer erheblicher Einfluss auf die Ziele 2020 resultieren.
KRONES will 2020 den Umsatz stabil halten und die EBITDA-Marge steigern.
Auf Grundlage der derzeitigen gesamtwirtschaftlichen Aussichten und der aktuell erwarteten Entwicklung der für KRONES relevanten Märkte, die kurzfristig von der Investitionszurückhaltung der Kunden beeinflusst ist, rechnet das Unternehmen für 2020 im Konzern mit einem Umsatz auf Vorjahresniveau. Wir gehen davon aus, dass der Markt nur vorübergehend stagniert. Der mittel- und langfristige Wachstumstrend ist weiter intakt. Vor allem im ersten Halbjahr 2020 wird sich die kurzfristige Zurückhaltung unserer Kunden aufgrund der vielen Unwägbarkeiten niederschlagen. Die Auswirkungen des Coronavirus auf die Weltwirtschaft sind aktuell nicht vollumfänglich abschätzbar. Hieraus kann ein weiterer erheblicher Einfluss auf die Ziele 2020 resultieren.
EBITDA löst EBT als Steuerungsgröße für die Profitabilität ab - EBITDA-Marge von rund 6,7 bis 7,2 % für 2020 angestrebt
KRONES ist inzwischen so aufgestellt, dass das erwartete Nullwachstum im Umsatz nicht voll auf die Ertragskraft durchschlägt. Wir wollen im laufenden Jahr die Ertragskraft aufgrund der eingeleiteten Maßnahmen verbessern. Ab 2020 steuert KRONES die Profitabilität mit der EBITDA-Marge anstatt der EBT-Marge. Der Grund hierfür liegt darin, dass das EBITDA (Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen) näher am Cashflow und besser vergleichbar ist, weil es die Abschreibungen, das Finanzergebnis sowie Steuern unberücksichtigt lässt.
Für 2020 rechnet KRONES im Konzern mit einer EBITDA-Marge von rund 6,7 bis 7,2%. Dies entspräche einer EBT-Marge von rund 3,2 bis 3,7%.
Für die dritte Zielgröße, das Working Capital im Verhältnis zum Umsatz, erwartet KRONES 26 %. Im laufenden Jahr wollen wir diese Zielgröße durch intensiveres Forderungsmanagement verbessern.
Ende des Prognoseberichts des KRONES Konzerns.
Die KRONES AG erwartet aufgrund der Unwägbarkeiten in der Weltwirtschaft ein Nullwachstum im Umsatz.
Im Gegensatz zu 2019 erwartet die KRONES AG für die EBIT-Entwicklung einen positiven Trend. Aufgrund der Tatsache, dass Wertberichtigungen und Restrukturierungsmaßnahmen, die das Ergebnis 2019 belastet haben, sich nicht wiederholen werden, wird auch mit einem positiven EBIT zwischen 20 und 40 Mio. € gerechnet.
Angaben gemäß § 315 a Abs. 1 und § 289 a Abs. 1 HGB
Das Grundkapital der Gesellschaft beträgt gemäß § 4 Abs. 1 der Satzung der KRONES Aktiengesellschaft 40.000.000,00 Euro und ist eingeteilt in 31.593.072 auf den Inhaber lautende Stückaktien.
In der Hauptversammlung gewährt gemäß § 20 Abs. 1 der Satzung je eine Aktie eine Stimme. Die Beschlüsse der Hauptversammlung werden, soweit nicht zwingende gesetzliche Vorschriften entgegenstehen, mit einfacher Mehrheit der abgegebenen Stimmen und, sofern das Gesetz außer der Stimmenmehrheit eine Kapitalmehrheit vorschreibt, mit der einfachen Mehrheit des bei der Beschlussfassung vertretenen Grundkapitals gefasst.
Zur Teilnahme an der Hauptversammlung und zur Ausübung des Stimmrechts sind gemäß § 18 Abs. 1 der Satzung nur diejenigen Aktionäre berechtigt, die sich vor der Hauptversammlung bei der Gesellschaft in Textform in deutscher oder englischer Sprache anmelden und ihren Anteilsbesitz nachweisen. Als Nachweis genügt ein in Textform erstellter besonderer Nachweis des Anteilsbesitzes durch das depotführende Institut in deutscher oder englischer Sprache. Der Nachweis hat sich auf den Beginn des einundzwanzigsten Tages vor der Hauptversammlung zu beziehen.
Das Stimmrecht kann gemäß § 18 Abs. 2 der Satzung durch einen Bevollmächtigten ausgeübt werden. Die Erteilung der Vollmacht, ihr Widerruf und der Nachweis der Bevollmächtigung gegenüber der Gesellschaft bedürfen der Textform. In der Einberufung kann eine Erleichterung der Textform bestimmt werden. § 135 AktG bleibt unberührt.
In der Hauptversammlung kann der Versammlungsleiter das Frage- und Rederecht der Aktionäre zeitlich angemessen beschränken (§ 19 Abs. 3 der Satzung).
Dem Vorstand der Gesellschaft sind darüber hinaus keine Beschränkungen bekannt, die Stimmrechte oder die Übertragung von Aktien betreffen.
Nach Kenntnis der Gesellschaft bestehen folgende direkte und indirekte Beteiligungen am Grundkapital, die 10 % der Stimmrechte überschreiten:
scroll
| Bezeichnung des jeweiligen Aktionärs | Gesamtstimmrechtsanteile | Davon zuzurechnen nach § 34 Abs. 2 WpHG indirekte Stimmrechtsanteile |
|---|---|---|
| Familie Kronseder Konsortium GbR, Neutraubling, Deutschland | 52,24 % | 52,24 % |
Bei den genannten Beteiligungen können sich nach dem angegebenen Zeitpunkt (Dezember 2019) Veränderungen ergeben haben, die der Gesellschaft gegenüber nicht meldepflichtig waren. Da die Aktien der Gesellschaft Inhaberaktien sind, werden der Gesellschaft Veränderungen beim Aktienbesitz grundsätzlich nur bekannt, soweit sie Meldepflichten unterliegen.
Die Ernennung und Abberufung der Mitglieder des Vorstandes richtet sich nach den §§ 84, 85 AktG. Gemäß § 6 Abs. 1 der Satzung besteht der Vorstand aus mindestens zwei Personen. Die Bestimmung der Anzahl der Vorstandsmitglieder, die Bestellung der ordentlichen Vorstandsmitglieder und der stellvertretenden Vorstandsmitglieder, der Abschluss der Anstellungsverträge sowie der Widerruf der Bestellung erfolgen durch den Aufsichtsrat (§ 6 Abs. 2 der Satzung).
Bei Satzungsänderungen sind die §§ 179ff. AktG zu beachten. Über Satzungsänderungen hat die Hauptversammlung zu entscheiden (§ 119 Abs. 1 Nr. 5, § 179 Abs. 1 AktG). Der Aufsichtsrat kann Änderungen der Satzung beschließen, die nur die Fassung betreffen (§ 13 der Satzung).
Gemäß § 4 Abs. 4 der Satzung ist der Vorstand ermächtigt, das Grundkapital der Gesellschaft bis zum Ablauf des 15. Juni 2021 mit Zustimmung des Aufsichtsrats durch Ausgabe neuer auf den Inhaber lautender Stückaktien einmalig oder mehrfach gegen Bareinlagen um bis zu 10 Mio. € zu erhöhen (genehmigtes Kapital). Dabei ist den Aktionären ein Bezugsrecht grundsätzlich einzuräumen. Der Vorstand kann mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Bezugsrecht der Aktionäre für eventuell entstehende Spitzenbeträge ausschließen.
* Alle Angaben innerhalb "Angaben gemäß § 315 a Abs. 1 und § 289 a Abs. 1 HGB" beziehen sich auf den KRONES Konzern.
Durch Beschluss der Hauptversammlung vom 13. Juni 2018 ist der Vorstand ermächtigt, bis zum Ablauf des 12. Juni 2023 mit Zustimmung des Aufsichtsrats eigene Aktien der Gesellschaft bis zu insgesamt 10 % des zum Zeitpunkt der Beschlussfassung oder - falls dieser Wert geringer ist - des zum Zeitpunkt der Ausübung der Ermächtigung bestehenden Grundkapitals der Gesellschaft zu erwerben.
Durch Beschluss der Hauptversammlung vom 13. Juni 2018 ist der Vorstand ermächtigt, die aufgrund der vorstehenden Ermächtigung gemäß § 71 Abs. 1 Nr. 8 AktG erworbenen eigenen Aktien neben einer Veräußerung über die Börse oder mittels eines Angebots an alle Aktionäre zu jedem zulässigen Zweck, insbesondere auch in folgender Weise zu verwenden:
1) Sie können eingezogen werden, ohne dass die Einziehung oder ihre Durchführung eines weiteren Hauptversammlungsbeschlusses bedarf.
2) Sie können Dritten gegen Sachleistungen, insbesondere im Rahmen von Unternehmenszusammenschlüssen oder beim Erwerb von Unternehmen, Betrieben, Unternehmensteilen oder Beteiligungen, angeboten und auf diese übertragen werden. Die vorbezeichneten Aktien können darüber hinaus auch zur Beendigung bzw. vergleichsweisen Erledigung von gesellschaftsrechtlichen Spruchverfahren bei verbundenen Unternehmen der Gesellschaft verwendet werden.
3) Sie können gegen Barzahlung an Dritte veräußert werden, wenn der Preis, zu dem die Aktien der Gesellschaft veräußert werden, den Börsenpreis einer Aktie der Gesellschaft zum Veräußerungszeitpunkt nicht wesentlich im Sinne der §§ 71 Abs. 1 Nr. 8 Satz 5,186 Abs. 3 Satz 4 AktG unterschreitet.
4) Sie können zur Bedienung von Erwerbspflichten oder Erwerbsrechten auf Aktien der Gesellschaft aus und im Zusammenhang mit von der Gesellschaft oder einer ihrer Konzerngesellschaften ausgegebenen Wandel- oder Optionsschuldverschreibungen oder Genussrechten mit Wandel- oder Optionsrechten verwendet werden.
Das Bezugsrecht der Aktionäre auf diese eigenen Aktien wird insoweit ausgeschlossen, wie diese Aktien gemäß den vorstehenden Ermächtigungen unter 2) bis einschließlich 4) verwendet werden oder soweit dies, für den Fall der Veräußerung eigener Aktien an alle Aktionäre, erforderlich ist, um Spitzenbeträge auszuschließen.
Die KRONES AG hat keine wesentlichen Vereinbarungen getroffen, die besondere Regelungen für den Fall des Kontrollwechsels bzw. Kontrollerwerbs enthalten, der infolge eines Übernahmeangebotes entstehen kann.
Entschädigungsvereinbarungen mit den Mitgliedern des Vorstands oder Arbeitnehmern für den Fall eines Übernahmeangebots hat die Gesellschaft nicht getroffen.
Abhängigkeitsbericht
Nach §17 AktG besteht ein Abhängigkeitsverhältnis zur Familie Kronseder Konsortium GbR, Neutraubling. Deshalb wird gemäß §312 AktG ein Bericht erstattet, der folgende Schlusserklärung des Vorstands enthält:
Rechtsgeschäfte mit Dritten auf Veranlassung oder im Interesse der Gesellschafter der Familien-GbR oder mit ihnen verbundenen Unternehmen hat die KRONES AG im Berichtsjahr nicht vorgenommen. Berichtspflichtige Maßnahmen im Sinne des § 312 AktG wurden weder getroffen noch unterlassen.
Bei den im Berichtsjahr vorgenommenen Rechtsgeschäften zwischen der KRONES AG und den Gesellschaftern der Familien-GbR sowie den mit ihnen verbundenen Unternehmen hat die KRONES AG in jedem Einzelfall eine angemessene Gegenleistung erhalten.
Die Erklärung zur Unternehmensführung ist auch im Internet unter https://www.krones.com/de/unternehmen/investor-relations/erklaerung-zur-unternehmensfuehrung.php abrufbar.
Vergütungsbericht *
Der Vergütungsbericht stellt die Grundzüge, die Struktur und die Höhe der Vorstands- und Aufsichtsratsvergütung der KRONES AG dar. Im Interesse der Klarheit und Übersichtlichkeit werden die Angaben zur individualisierten Vergütung und die Beschreibung der Grundzüge des Vergütungssystems im nachfolgenden Vergütungsbericht als Teil des Konzernlageberichts zusammengefasst. Er umfasst somit die gesetzlichen Vorschriften des § 314 Abs. 1 Nr. 6a HGB.
Vorstandsvergütung
Grundsätze der Vorstandsvergütung
Für die Festsetzung der Gesamtbezüge der einzelnen Vorstandsmitglieder ist das Aufsichtsratsplenum zuständig. Der ständige Ausschuss bereitet dazu die vergütungsrelevanten Beschlussfassungen des Aufsichtsrats vor und spricht Empfehlungen aus.
Die Kriterien für die Angemessenheit der Vergütung bilden insbesondere die Aufgaben des jeweiligen Vorstandsmitglieds, dessen Verantwortung, seine persönliche Leistung und die Erfahrung sowie die wirtschaftliche Lage, der Erfolg und die Zukunftsaussichten des Unternehmens im Rahmen seines Vergleichsumfeldes.
Die Angemessenheit wird vom Aufsichtsrat durch externe Benchmarks sowie durch einen Vergleich mit dem oberen Führungskreis bzw. der Gesamtbelegschaft regelmäßig überprüft.
Das aktuelle Vergütungssystem für den Vorstand wurde zuletzt im Jahr 2017 überarbeitet.
Hierbei wurde der bisherige fünfjährige Long Term Incentive (LTI) durch eine neue dreijährige Long Term Incentive Regelung, welche revolvierend ausgelobt wird, ersetzt.
Es wurde eine Übergangsphase ab dem 01.01.2018 vereinbart, welche die Neutralität der Zuteilung sicherstellt.
Diese Neuordnung wurde vom Aufsichtsrat am 29.11.2017 beschlossen und am 13.06.2018 von der Hauptversammlung gebilligt.
Vergütungsbestandteile
Das Vergütungssystem für den Vorstand umfasst nachstehende Vergütungsbestandteile:
| ― | Fixe Bestandteile (Grundvergütung und Nebenleistungen) |
| ― | Variable Bestandteile, die jährlich wiederkehren und an dem geschäftlichen Erfolg orientiert sind (Short Term Incentive) mit Risikofaktor |
| ― | Variable Bestandteile mit langfristiger Anreizwirkung (Long Term Incentive) mit Risikofaktor und einem Berechnungszeitraum von 3 Jahren |
| ― | Zusagen zur betrieblichen Altersversorgung |
Insgesamt besteht die Vergütungsstruktur zu 59 % aus fixer und zu 41 % aus variabler Vergütung. In Summe ist das Vergütungssystem darauf ausgerichtet, einen Anreiz für eine nachhaltig erfolgreiche Unternehmensführung zu setzen. So entsprechen die langfristigen variablen Bestandteile 64% der gesamten variablen Bestandteile. Des Weiteren bestehen Höchstgrenzen und Auszahlungshürden bezüglich der variablen Vergütung.
* Alle Angaben innerhalb "Vergütungsbericht" beziehen sich auf den KRONES Konzern.
Fixe Bestandteile (Grundvergütung und Nebenleistungen)
Das Fixum ist die vertraglich festgelegte Grundvergütung und wird monatlich in gleichen Beträgen als Gehalt ausgezahlt. Eine Überprüfung findet regelmäßig statt. Für das Geschäftsjahr 2019 betrug die Grundvergütung der fünf im Geschäftsjahr 2019 tätigen Vorstandsmitglieder T€ 2.668 (Vorjahr: T€ 2.930).
Zusätzlich werden Nebenleistungen gewährt, die im Wesentlichen die Kosten für den geldwerten Vorteil von üblichen Versicherungsleistungen, Wohnungskosten, Schulgeld und der Bereitstellung eines Firmen-Pkw enthalten und die nach den jeweils geltenden steuerlichen Richtlinien versteuert werden. Für das Geschäftsjahr 2019 erhielten die Vorstandsmitglieder Nebenleistungen in Höhe von T€ 182 (Vorjahr: T€ 280).
Variable Vergütungsbestandteile
Die variable Vergütung hat Risikocharakter, so dass es sich hierbei um eine nicht gesicherte Vergütung handelt. Das Incentive Paket des Vorstands setzt sich seit 2017 aus folgenden Komponenten zusammen:
―
Short Term Incentive (STI, Berechnungszeitraum 1 Jahr)
| ― | Jährliche Auslobung |
| ― | Zielwert: 3 Monatsgehälter p. a. (= 100 % Zielerreichung) |
| ― | Bezugsgrößen: EBT-Marge (Schwerpunkt), Auftragseingang, Konzernumsatz, Net Working Capital |
| ― | Cap bei 200 % (max. 6 Monatsgehälter) |
| ― | Auszahlung entfällt, wenn EBT negativ ist |
Die STI-Auszahlung für das Geschäftsjahr 2019 beträgt in 2020 T€ 27,6 (Vorjahr: T€ 220). Ergänzend kann der Aufsichtsrat nach billigem Ermessen eine Sondertantieme ausgeben, sofern außergewöhnliche Ereignisse oder besondere Leistungen es als angemessen erscheinen lassen. 2019 wurde keine Sondertantieme ausgezahlt.
―
Mid Term Incentive (MTI, Berechnungszeitraum 3 Jahre)
| ― | Wurde durch den dreijährigen LTI ersetzt und somit 2017 letztmalig ausgelobt |
| ― | Zielwert: 3 Monatsgehälter p.a. (= 100 % Zielerreichung) |
| ― | Bezugsgrößen: Net Working Capital, Umsatz, EBT-Marge und Qualitätskosten |
| ― | Cap bei 200 % (max. 6 Monatsgehälter) |
| ― | Auszahlung entfällt, wenn EBT im Durchschnitt negativ ist |
Die Mid Term Incentive-Rückstellung betrug zum Geschäftsjahresende T€ 99,0 (Vorjahr: T€ 807), davon entfallen T€ 17,6 (Vorjahr: T€ 398) als Vergütung auf das Jahr 2019.
―
Long Term Incentive (LTI, Berechnungszeitraum 3 Jahre)
| ― | Jährliche Auslobung (revolvierend) (ab 2018) |
| ― | Zielwert: 5,4 Monatsgehälter p. a. (= 100 % Zielerreichung) |
| ― | Bezugsgrößen: Enterprise Value nach 3-Jahres-Durchschnitt (EBT mal 9, EBIT da mal 7, Umsatz mal 1) für Start- und Endwert plus Net Cash und abzüglich Pensionsrückstellungen |
| ― | bis 2018 Cap bei 200 % (max. 10,8 Monatsgehälter), ab 2019 Cap bei 250 % (max. 13,5 Monatsgehälter) |
| ― | Auszahlung entfällt, wenn EBT im Durchschnitt negativ ist (bis 2018), ab 2019 erfolgt eine Auszahlung, wenn der berechnete Unternehmenswert mind. 100 % der Ausgangsbasis beträgt |
Die Long Term Incentive-Rückstellung betrug zum Geschäftsjahresende T€ 1.342,7 (Vorjahr: T€ 238), davon entfallen T€ 793,4 auf das Geschäftsjahr 2019.
Die Auszahlung aus dem Übergangs-LTI erfolgt mit Ablauf des Geschäftsjahres 2020, sofern die Bezugsgrößen entsprechend erreicht oder übertroffen werden. Im Falle eines vorzeitigen Ausscheidens eines Vorstandsmitglieds erfolgt eine anteilige Auszahlung.
Die Gesamtvergütung des Vorstands betrug T€ 3.131 (Vorjahr: T€ 6.479).
Die Veränderung der Vergütung ergibt sich auch durch den Verzicht der vier aktiven Vorstände auf die Auszahlung des fälligen STI 2019 sowie MTI 2017-2019 sowie die bezahlte Freistellung und vorzeitige Vertragsauflösung des Herrn Andersen (Festvergütung und Nebenleistungen T€ 322). Die zwischen der KRONES AG und Herrn Andersen geschlossene Aufhebungsvereinbarung beinhaltet eine Abfindung in Höhe von T€ 2.350 sowie die anteilige Zahlung der variablen Vergütung in Höhe von T€ 109, davon STI T€ 19,7; MTI T€ 12,5; LT ITC 76,6.
Bei der KRONES AG bestehen und bestanden darüber hinaus keine Aktienoptionsprogramme oder vergleichbare, aktienorientierte Vergütungskomponenten mit langfristiger Anreizwirkung für Vorstandsmitglieder.
Zusagen zur betrieblichen Altersversorgung
Für die Mitglieder des Vorstands bestehen des Weiteren Zusagen zur betrieblichen Altersversorgung.
Für Vorstandsmitglieder, die dem Vorstand erst seit 2012 oder später angehören, handelt es sich hierbei um beitragsorientierte Zusagen auf Altersrente. Hierzu werden jährlich Beiträge in Höhe von 40 % der jeweiligen Jahresgrundvergütung in eine externe Rückdeckungsversicherung mit Sicherungsverpfändung eingezahlt und bis zum Eintritt des Versorgungsfalls entsprechend dem jeweils gültigen Garantiezins zum Zeitpunkt des Abschlusses zzgl. der jeweiligen Überschussbeteiligung p. a. verzinst. Eine Altersrente wird ab der Vollendung des 62. Lebensjahres und erst mit tatsächlichem Ausscheiden aus dem Vorstandsgremium gewährt. Neben der Auszahlungsform Rente kann das Vorstandsmitglied die Auszahlung eines einmaligen Alterskapitals wählen. Für Versorgungsanwartschaften des berechtigten Vorstandsmitgliedes, die aus Beträgen der KRONES AG resultieren, tritt eine sofortige Unverfallbarkeit ein. Das Vorstandsmitglied kann ergänzend eine monatliche Berufsunfähigkeitsrente und/oder eine monatliche Witwen-/Witwerrente hinzuwählen.
Mitgliedern des Vorstands, die bereits vor 2012 erstmals bestellt wurden, erhielten leistungsbezogene Zusagen. Der Prozentsatz beträgt grundsätzlich 30 % der zuletzt gezahlten Grundvergütung (Durchschnitt der letzten 12 Monate). Die Zusagen umfassen Alters-, Invaliditäts- und Hinterbliebenenleistungen. Eine Altersleistung wird auch hier ab Vollendung des 62. Lebensjahres und nach tatsächlichem Ausscheiden aus dem Vorstandsgremium gewährt. Scheidet das Vorstandsmitglied vor Vollendung seines 62. Lebensjahres aus den Diensten der Gesellschaft wegen Berufsunfähigkeit oder aber dadurch aus, dass der Dienstvertrag aufgehoben oder nicht verlängert wird, so vermindert sich der Ruhegeldanspruch gegen die Gesellschaft für jedes nicht vollendete Kalenderjahr bis zum 62. Lebensjahr um einen einzelvertraglich vereinbarten Prozentsatz pro Jahr. Der Ehepartner erhält in den ersten 6 Monaten nach dem Ableben des Vorstandsmitglieds die Versorgungsleistung in der vollen Höhe, wie sie dem Vorstandsmitglied zugestanden hätte; danach verringert sich die Witwenrente auf 70 % dieser Versorgungsleistung. Die Unverfallbarkeit richtet sich nach den zum Zeitpunkt des Vertragsschlusses geltenden gesetzlichen Unverfallbarkeitsfristen.
Sowohl bei den beitragsorientierten, als auch bei den leistungsorientierten Zusagen finden sich Klauseln im Anstellungsvertrag, die bei Eintreten besonders schwerwiegender Veränderungen entsprechend der gesetzlichen Regelungen des Aktiengesetzes eine Absetzung der Leistung bzw. die Möglichkeit der Kürzung bzw. Einstellung der Versorgungsleistungen (bzw. soweit vereinbart der Witwenleistung) regeln.
Für aktive Vorstandsmitglieder wurden IFRS Pensionsrückstellungen in Höhe von T€ 2.735 (Vorjahr: T€ 2.087) gebildet. Die korrespondierende Defined Benefit Obligations (DBO) betrug zum Geschäftsjahresende 2019 bedingt durch Veränderungen des versicherungsmathematischen Rechnungszinses für Herrn Klenk T€ 4.715, für Herrn Ricker T€ 52, für Herrn Tischer T€ 58 und für Herrn Goldbrunner T€ 40.
Darüber hinaus wurden für beitragsorientierte Zusagen Rahmen der betrieblichen Altersvorsorge Aufwendungen im in Höhe von T€ 1.172 (Vorjahr: T€ 1.172) im Geschäftsjahr 2019 geleistet. Der bAV-Beitrag betrug im Geschäftsjahr 2019 für Herrn Klenk T€ 320, für Herrn Andersen T€ 252, für Herrn Ricker T€ 216, für Herrn Tischer T€ 192 und für Herrn Goldbrunner T€ 192.
Weitere Leistungen für den Fall der Beendigung der Tätigkeit
In den Anstellungsverträgen wurde ein Wettbewerbsverbot mit angemessener Karenzentschädigung vereinbart. Weitere Leistungen für den Fall der Beendigung der Tätigkeit wurden nicht vereinbart.
Vorschüsse und Kredite
Im Geschäftsjahr 2019 bestanden keine Vorschüsse oder Kredite an Mitglieder des Vorstands.
Gesamtbezüge der früheren Mitglieder des Vorstands
An ehemalige Vorstandsmitglieder und deren Hinterbliebene wurden T€ 1.842 (Vorjahr: T€ 1.688) gewährt. Hierin sind überwiegend Pensionsleistungen enthalten, IFRS Pensionsrückstellungen in Höhe von T€ 12.069 (Vorjahr: T€ 8.761) sind zurückgestellt. Der Anstieg ist Veränderungen des versicherungsmathematischen Rechnungszinses geschuldet.
Gesamtbezüge des Vorstands für das Geschäftsjahr 2018/2019
Vergütung 2019 gemäß DRS 17 (in T€)
scroll
| Name | Funktion | Festvergütung | Nebenleistungen | Summe | Short Term Incentive | |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Christoph Klenk | CEO Personal, Intralogistik, Digitalisierung, Kommunikation, Qualität, Informationsmanagement | seit 2003 | 800 | 29 | 829 | 0 |
| Michael Andersen | CFO Finanzen, Controlling, Prozesstechnik, Strategischer Einkauf | seit 2016 | 368 | 83 | 450 | 27 |
| Thomas Ricker | Vertrieb und Marketing | seit 2012 | 540 | 22 | 562 | 0 |
| Markus Tischer | International Operations and Services | seit 2014 | 480 | 17 | 497 | 0 |
| Ralf Goldbrunner | Abfüll- und Verpackungstechnik | seit 2014 | 480 | 31 | 511 | 0 |
scroll
| Name | Mid Term Incentive | Long Term Incentive | Summe (Gesamtvergütung) |
|---|---|---|---|
| Christoph Klenk | 0 | 0 | 829 |
| Michael Andersen | 99 | 155 | 732 |
| Thomas Ricker | 0 | 0 | 562 |
| Markus Tischer | 0 | 0 | 497 |
| Ralf Goldbrunner | 0 | 0 | 511 |
Bei den Beiträgen zum Incentive handelt es sich um die Beiträge, die im Folgejahr ausbezahlt werden.
Vergütung 2018 gemäß DRS 17 (in T€)
scroll
| Name | Funktion | Festvergütung | Nebenleistungen | Summe | Short Term Incentive | |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Christoph Klenk | CEO Personal, Intralogistik, Digitalisierung, Kommunikation, Qualität, Informationsmanagement | seit 2003 | 800 | 28 | 828 | 60 |
| Michael Andersen | CFO Finanzen, Controlling, Prozesstechnik, Strategischer Einkauf | seit 2016 | 630 | 182 | 812 | 47 |
| Thomas Ricker | Vertrieb und Marketing | seit 2012 | 540 | 21 | 561 | 41 |
| Markus Tischer | International Operations and Services | seit 2014 | 480 | 18 | 498 | 36 |
| Ralf Goldbrunner | Abfüll- und Verpackungstechnik | seit 2014 | 480 | 31 | 511 | 36 |
scroll
| Name | Mid Term Incentive | Long Term Incentive | Summe (Gesamtvergütung) |
|---|---|---|---|
| Christoph Klenk | 133 | 920 | 1.942 |
| Michael Andersen | 85 | 0 | 945 |
| Thomas Ricker | 67 | 669 | 1.337 |
| Markus Tischer | 57 | 569 | 1.160 |
| Ralf Goldbrunner | 57 | 493 | 1.096 |
Bei den Beiträgen zum Incentive handelt es sich um die Beiträge, die im Folgejahr ausbezahlt werden.
Aufsichtsratsvergütung
Die Vergütung für die Mitglieder des Aufsichtsrats ist in § 15 der Satzung geregelt und wird durch die Hauptversammlung bestimmt. Für das Geschäftsjahr 2019 gilt die zuletzt in der Hauptversammlung vom 13. Juni 2018 geänderte Satzung.
Die Mitglieder des Aufsichtsrats erhalten eine Vergütung, die in einem angemessenen Verhältnis zu ihren Aufgaben und der Lage der Gesellschaft steht. Entsprechend den Empfehlungen des DCGK werden der Vorsitz und der stellvertretende Vorsitz im Aufsichtsrat sowie der Vorsitz und die Mitgliedschaft in den Ausschüssen berücksichtigt.
Die Aufsichtsratsvergütung besteht aus einer festen jährlichen Vergütung in Höhe von € 35.000. Die feste Vergütung beträgt für den Vorsitzenden das Zweieinhalbfache und für den stellvertretenden Vorsitzenden das Eineinhalbfache. Ferner erhalten die Aufsichtsratsmitglieder einen pauschalen Auslagenersatz von € 1.500 pro Sitzung, sofern sie keine höheren Auslagen nachweisen.
Soweit Mitglieder des Aufsichtsrats besonderen Ausschüssen innerhalb des Aufsichtsrats angehören, erhalten sie eine zusätzliche Vergütung von jährlich € 7.000 und einen pauschalen Auslagensatz von € 1.500 pro Sitzung.
Aufsichtsratsmitglieder, die dem Aufsichtsrat nur während eines Teils des Geschäftsjahres angehört haben, erhalten eine zeitanteilige Vergütung.
Die Gesamtbezüge der Mitglieder des Aufsichtsrats betrugen für das Geschäftsjahr 2019 T€ 812 (Vorjahr: T€ 712) und sind nachfolgender Tabelle auf individueller Basis zu entnehmen:
Gesamtbezüge des Aufsichtsrats für das Geschäftsjahr 2018/2019
Vergütung 2019 gemäß DRS 17 (in T€)
scroll
| Name | Funktion | Festvergütung | Ausschussvergütung | Sitzungsgeld | Gesamtvergütung Geschäftsjahr 2019 |
|---|---|---|---|---|---|
| Volker Kronseder | Aufsichtsratsvorsitzender | 87,5 | 7,0 | 15,0 | 109,5 |
| Werner Schrödl | Stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender | 52,5 | 7,0 | 15,0 | 74,5 |
| Robert Friedmann | Ordentliches Aufsichtsratsmitglied | 35,0 | 4,5 | 39,5 | |
| Klaus Gerlach * | Ordentliches Aufsichtsratsmitglied | 35,0 | 6,0 | 41,0 | |
| Oliver Grober | Ordentliches Aufsichtsratsmitglied | 35,0 | 6,0 | 41,0 | |
| Thomas Hiltl | Ordentliches Aufsichtsratsmitglied | 35,0 | 6,0 | 41,0 | |
| Norman Kronseder | Ordentliches Aufsichtsratsmitglied | 35,0 | 7,0 | 15,0 | 57,0 |
| Prof. Dr. jur. Susanne Nonnast | Ordentliches Aufsichtsratsmitglied | 35,0 | 6,0 | 41,0 | |
| Dr. phil. Verena Di Pasquale | Ordentliches Aufsichtsratsmitglied | 35,0 | 6,0 | 41,0 | |
| Beate Eva Maria Pöppe | Ordentliches Aufsichtsratsmitglied | 35,0 | 6,0 | 41,0 | |
| Norbert Samhammer | Ordentliches Aufsichtsratsmitglied | 35,0 | 6,0 | 41,0 | |
| Petra Schadeberg-Herrmann | Ordentliches Aufsichtsratsmitglied | 35,0 | 6,0 | 41,0 | |
| Jürgen Scholz | Ordentliches Aufsichtsratsmitglied | 35,0 | 7,0 | 9,0 | 51,0 |
| Hans-Jürgen Thaus | Ordentliches Aufsichtsratsmitglied | 35,0 | 7,0 | 12,0 | 54,0 |
| Josef Weitzel | Ordentliches Aufsichtsratsmitglied | 35,0 | 7,0 | 15,0 | 57,0 |
| Matthias Winkler | Ordentliches Aufsichtsratsmitglied | 35,0 | 6,0 | 41,0 |
** Die Vergütung wird nach den aktuell gültigen Bestimmungen der Hans-Böckler-Stiftung anteilig abgeführt
Vergütung 2018 gemäß DRS 17 (in T€)
scroll
| Name | Funktion | Festvergütung | Ausschussvergütung | Sitzungsgeld | Gesamtvergütung Geschäftsjahr 2018 |
|---|---|---|---|---|---|
| Volker Kronseder | Aufsichtsratsvorsitzender | 87,5 | 7,0 | 15,0 | 109,5 |
| Werner Schrödl | Stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender | 52,5 | 7,0 | 13,5 | 73,0 |
| Robert Friedmann | Ordentliches Aufsichtsratsmitglied | 17,5 | 4,5 | 22,0 | |
| Klaus Gerlach * | Ordentliches Aufsichtsratsmitglied | 35,0 | 6,0 | 41,0 | |
| Oliver Grober | Ordentliches Aufsichtsratsmitglied | 17,5 | 4,5 | 22,0 | |
| Thomas Hiltl | Ordentliches Aufsichtsratsmitglied | 17,5 | 4,5 | 22,0 | |
| Norman Kronseder | Ordentliches Aufsichtsratsmitglied | 35,0 | 7,0 | 15,0 | 57,0 |
| Prof. Dr. jur. Susanne Nonnast | Ordentliches Aufsichtsratsmitglied | 35,0 | 4,5 | 39,5 | |
| Dr. phil. Verena Di Pasquale | Ordentliches Aufsichtsratsmitglied | 35,0 | 6,0 | 41,0 | |
| Beate Eva Maria Pöppe | Ordentliches Aufsichtsratsmitglied | 35,0 | 4,5 | 39,5 | |
| Norbert Samhammer | Ordentliches Aufsichtsratsmitglied | 17,5 | 4,5 | 22,0 | |
| Petra Schadeberg-Herrmann | Ordentliches Aufsichtsratsmitglied | 35,0 | 4,5 | 39,5 | |
| Jürgen Scholz | Ordentliches Aufsichtsratsmitglied | 35,0 | 7,0 | 10,5 | 52,5 |
| Hans-Jürgen Thaus | Ordentliches Aufsichtsratsmitglied | 35,0 | 7,0 | 10,5 | 52,5 |
| Josef Weitzel | Ordentliches Aufsichtsratsmitglied | 35,0 | 7,0 | 15,0 | 57,0 |
| Matthias Winkler | Ordentliches Aufsichtsratsmitglied | 17,5 | 4,5 | 22,0 |
* Arbeitnehmervertreter
** Die Vergütung wird nach den aktuell gültigen Bestimmungen der Hans-Böckler-Stiftung anteilig abgeführt
Versicherung der gesetzlichen Vertreter
"Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Jahresabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der KRONES AG vermittelt und im Lagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage der Gesellschaft so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung der KRONES AG beschrieben sind."
Neutraubling, den 12. März 2020
KRONES AG
Der Vorstand
Christoph Klenk, CEO
Norbert Broger
Thomas Ricker
Markus Tischer
Ralf Goldbrunner
Corporate Governance
Erklärung zur Unternehmensführung
KRONES bekennt sich zu seiner Verantwortung
Für KRONES ist der Deutsche Corporate Governance Kodex (DCGK) ein fester Bestandteil der Unternehmensführung. Vorstand und Aufsichtsrat berichten hiermit nach Tz. 3.10 DCGK über die Corporate Governance bei KRONES.
Der Kodex stellt wesentliche gesetzliche Vorschriften zur Leitung und Überwachung deutscher börsennotierter Gesellschaften dar und enthält international und national anerkannte Standards guter und verantwortungsvoller Unternehmensführung. Das Management von KRONES berücksichtigt die Grundsätze und Regeln der Corporate Governance bei allen Geschäftsaktivitäten.
Entsprechenserklärung gemäß § 161 Aktiengesetz
"Vorstand und Aufsichtsrat der KRONES AG erklären, dass den Verhaltensempfehlungen der von der deutschen Bundesregierung eingesetzten "Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex" zur Leitung und Überwachung deutscher börsennotierter Gesellschaften in der Fassung vom 7. Februar 2017 entsprechend dem im Internet der KRONES AG veröffentlichten Deutschen Corporate Governance Kodex entsprochen wurde und wird mit folgenden Abweichungen:
| ― | Ein Selbstbehalt bei einer für den Aufsichtsrat abgeschlossenen D&O-Versicherung besteht nicht (Tz. 3.8 DCGK). Ein spezifischer Selbstbehalt der Versicherten wurde nicht vereinbart, da der Aufsichtsrat unabhängig von einem Selbstbehalt seinen Pflichten jederzeit ordnungsgemäß nachkommt |
| ― | Im Vergütungsbericht sollen bestimmte Informationen zur Vorstandsvergütung in vorgegebenen Mustertabellen angegeben werden (Tz. 4.2.5 Satz 5 und Satz 6 DCGK). Neben Unklarheiten in der Auslegung bestehen auch Zweifel, ob die zusätzliche Verwendung der Mustertabellen die vom Unternehmen unter Beachtung der Anforderungen der Rechnungslegung angestrebte Übersichtlichkeit und Allgemeinverständlichkeit des Vergütungsberichts (vgl Ziffer 4.2.5 Satz 3 des Kodex) fördert. |
| ― | Ein Nominierungsausschuss wird bei der KRONES AG derzeit nicht gebildet (Tz. 5.3.3 DCGK). Ausschüsse sind vor allem sinnvoll, wenn aufgrund der Größe eines Gremiums dessen Arbeit dadurch effizienter wird. Im Aufsichtsrat der KRONES AG vertreten acht Mitglieder die Anteilseigner, die Vorschläge machen. Nach unserer Ansicht ist es daher nicht nötig, einen Nominierungsausschuss zu bilden. Die Aufgaben werden vom Ständigen Ausschuss übernommen. |
| ― | Eine Offenlegung der persönlichen und geschäftlichen Beziehungen eines jeden Kandidaten bei Wahlvorschlägen an die Hauptversammlung zum Unternehmen, den Organen der Gesellschaft oder einem wesentlich an der Gesellschaft beteiligten Aktionär erfolgt derzeit nicht (Tz. 5.4.1 Absätze 5 und 6 DCGK). Der Aufsichtsrat ist der Auffassung, dass die Anforderungen der Absätze 5 und 6 unklar und im Detail unbestimmt sind, sowie die Privatsphäre der Betroffenen verletzen können. |
| ― | Der Vorsitz in Aufsichtsratsausschüssen wird bei der Vergütung nicht gesondert berücksichtigt (Tz. 5.4.6 DCGK). Der Aufsichtsrat ist der Auffassung, dass die derzeitige zusätzliche Vergütung für Mitglieder von Ausschüssen aufgrund der Größe der Gremien auch für den Vorsitzenden von Ausschüssen angemessen ist." |
Neutraubling, den 22. Januar 2020
Für den Vorstand
Christoph Klenk, CEO
Für den Aufsichtsrat
Volker Kronseder, Vorsitzender
Zusammensetzung des Aufsichtsrats
Gemäß Tz. 5.4.1 DCGK soll der Aufsichtsrat für seine Zusammensetzung konkrete Ziele benennen und ein Kompetenzprofil für das Gesamtgremium erarbeiten. Für seine Zusammensetzung soll er im Rahmen der unternehmensspezifischen Situation die internationale Tätigkeit des Unternehmens, potenzielle Interessenkonflikte, die Anzahl der unabhängigen Aufsichtsratsmitglieder im Sinn von Nummer 5.4.2, eine festzulegende Altersgrenze für Aufsichtsratsmitglieder und eine festzulegende Regelgrenze für die Zugehörigkeitsdauer zum Aufsichtsrat sowie Vielfalt (Diversity) angemessen berücksichtigen. Für die gewählten Arbeitnehmervertreter sind die besonderen Regeln der Mitbestimmungsgesetze zu beachten.
In Übereinstimmung mit oben genannter Teilziffer hat der Aufsichtsrat von KRONES folgende Ziele benannt:
a) Zusammensetzung nach geeigneten Kenntnissen, Fähigkeiten, Erfahrungen
Der Aufsichtsrat der KRONES AG soll so zusammengesetzt sein, dass seine Mitglieder über die erforderlichen Kenntnisse, Fähigkeiten und fachlichen Erfahrungen verfügen, die zur Erfüllung der Aufgaben eines Aufsichtsratsmitglieds in einem international tätigen Konzern nötig und zur Wahrung des Ansehens der KRONES AG in der Öffentlichkeit erforderlich sind.
Bei den zur Wahl stehenden Personen soll darüber hinaus auf Leistungsbereitschaft, Integrität, Persönlichkeit, Professionalität und Unabhängigkeit geachtet werden.
b) Potenzielle Interessenkonflikte (Unabhängigkeit der Mitglieder)
Um Interessenkonflikte zu vermeiden, wird auf die Unabhängigkeit der Mitglieder des Aufsichtsrats geachtet. Mögliche Kandidaten und Kandidatinnen sollen weder Beratungs- oder Organfunktionen bei wesentlichen Wettbewerbern der KRONES AG, noch Managementfunktionen bei Kunden, Lieferanten oder Konzernunternehmen der KRONES AG ausüben. Dem Aufsichtsrat sollen nicht mehr als zwei ehemalige Mitglieder des Vorstands angehören.
Darüber hinaus sollen die Mitglieder des Aufsichtsrats die Unabhängigkeitskriterien nach Ziffer 5.4.2 des Kodex erfüllen. Unter der Voraussetzung, dass die Ausübung des Aufsichtsratsmandats als Arbeitnehmervertreter keine Zweifel an der Erfüllung der Unabhängigkeitskriterien nach Ziffer 5.4.2 des Kodex begründen kann, soll die Mehrzahl der Aufsichtsratsmitglieder unabhängig i.S.v. Tz. 5.4.2 DCGK sein. Dabei sollten mindestens zwei Aufsichtsratsmitglieder der Anteilseignerseite unabhängig sein. Im Berichtsjahr waren dies Prof. Dr. Susanne Nonnast, Hans-Jürgen Thaus sowie Robert Friedmann.
Bei Bestehen etwaiger Interessenkonflikte verpflichtet sich jedes Aufsichtsratsmitglied eine Erklärung gegenüber dem Aufsichtsratsvorsitzenden abzugeben. Bestehen diese Interessenkonflikte über einen längeren Zeitraum oder sind von wesentlicher Natur, so hat das betreffende Aufsichtsratsmitglied sein Amt niederzulegen.
c) Altersgrenze
Die Altersgrenze für die Mitglieder des Aufsichtsrats liegt bei 70 Jahren. Vollendet ein Mitglied das 70. Lebensjahr, so endet seine Amtszeit mit Ablauf der darauffolgenden ordentlichen Hauptversammlung. Wird von dieser Regelung abgewichen, so ist der Umstand zu begründen.
d) Regelgrenze für die Zugehörigkeitsdauer
Der Aufsichtsrat hat keine Regelgrenze für die Zugehörigkeitsdauer zum Aufsichtsrat festgelegt. Wir halten eine Regelgrenze nicht für sinnvoll, weil dem Unternehmen auch die Expertise von erfahrenen Aufsichtsratsmitgliedern zur Verfügung stehen soll. Der Aufsichtsrat von KRONES wird die Eignung eines Aufsichtsratsmitglieds weiterhin - unabhängig von der Zugehörigkeitsdauer -individuell betrachten. Da wir uns kein Ziel für die Regelgrenze gesetzt haben, ist auch nicht über den Stand der Umsetzung zu berichten.
e) Internationalität
Die KRONES AG ist ein international tätiges Unternehmen und unterhält in vielen Ländern der Welt Niederlassungen und Vertretungen. Deshalb sollen bei der Zusammensetzung des Aufsichtsrats die internationalen Erfahrungen der Mitglieder berücksichtigt werden.
Diese beziehen sich nicht nur auf Fremdsprachenkenntnisse, sondern auch auf Beschäftigungen in anderen international tätigen Unternehmen.
f) Vielfalt (Diversity)
Der Aufsichtsrat der KRONES AG achtet bei der Auswahl seiner Mitglieder auf Vielfalt (Diversity). Gemäß dem am 1. Mai 2015 in Kraft getretenen Gesetz zur gleichberechtigten Teilhabe von Frauen und Männern in der Privatwirtschaft und im öffentlichen Dienst gilt für KRONES eine 30-Prozent-Mindestquote für Frauen und Männer im Aufsichtsrat. Die Vertreter der Arbeitnehmer und der Anteilseigner im Aufsichtsrat der KRONES AG haben übereinstimmend entschieden, die Geschlechterquote jeweils getrennt zu erfüllen. Der Aufsichtsrat der KRONES AG setzt sich gemäß den gesetzlichen Bestimmungen und der Satzung des Unternehmens aus acht Vertretern der Anteilseigner und acht Vertretern der Arbeitnehmer zusammen. Dem Aufsichtsrat sollen also jeweils mindestens zwei Frauen auf der Seite der Arbeitnehmer und der Anteilseigner angehören. Auf Seite der Anteilseigner gehören Petra Schadeberg-Herrmann und Prof. Dr. Susanne Nonnast dem Aufsichtsrat an. Auf der Arbeitnehmerseite sind mit Dr. Verena Di Pasquale und Beate Eva Maria Pöpperl ebenfalls zwei Frauen im Aufsichtsrat.
Der Aufsichtsrat von KRONES hat im Geschäftsjahr 2019 alle unter a) bis f) genannten Ziele umgesetzt.
Angaben zu Unternehmensführungspraktiken
Die Unternehmensführung von KRONES basiert auf Fairness und Transparenz. Dieser Grundsatz gilt für die Zusammenarbeit von Vorstand und Aufsichtsrat ebenso wie für den Umgang mit unseren Mitarbeitern, Kunden, Lieferanten und der Öffentlichkeit.
"Compliance" steht bei KRONES als Überbegriff für regelkonformes Verhalten, wobei die im Unternehmen zu befolgenden Regeln deutlich über die gesetzlichen Vorgaben hinausgehen. Sie schließen auch intern gültige Richtlinien und Vorschriften ein und berücksichtigen die moralischen Werte und Normen, die dem ethischen Verständnis von KRONES entsprechen.
2019 hat KRONES den bestehenden Verhaltenskodex überarbeitet. Der Kodex enthält beispielsweise die Themen Unternehmenswerte, Handeln nach Gesetz und Ethik, Verantwortung in der Gesellschaft sowie der Umgang mit Wissen und Informationen. Konkrete Beispiele zu den jeweiligen Inhalten erleichtern den Mitarbeitern, die Regeln des Verhaltenskodex im Alltag umzusetzen und einzuhalten.
Um die Compliance zu stärken, führte KRONES 2018 ein Compliance Hinweisgeberportal ein. Über dieses Meldesystem auf der KRONES Internetseite können Beschäftigte des Unternehmens und externe Personen mögliche Gesetzes- und Regelverstöße anonym melden.
Wir prüfen alle strategischen Entscheidungen auf ihre langfristige Erfolgswahrscheinlichkeit. Wir verfolgen eine nachhaltige Gewinn- und Cashflowoptimierung. Zur langfristigen Existenzsicherung prüfen wir alle Aktivitäten auf ihre Nachhaltigkeit.
Dabei berücksichtigen wir neben unserer sozialen und wirtschaftlichen Verantwortung insbesondere die ökologischen Folgen, die mit der Fertigung und Nutzung unserer Produkte verbunden sind, KRONES produziert umweltverträglich und hält die gesetzlichen Vorschriften nicht nur ein, sondern setzt alles daran, die geforderten Grenzwerte so weit wie möglich zu unterschreiten.
Unsere Führungsprinzipien lassen in keinem Fall zu, den Schutz derjenigen Menschen, die zu unserem Erfolg beitragen, den geschäftlichen Interessen unterzuordnen. Um Arbeitsunfälle und Berufserkrankungen zu vermeiden, schafft KRONES für alle Beschäftigten eine sichere und gesundheitsfördernde Arbeitsumgebung. Wir gestalten sämtliche Arbeitsabläufe sicherheits- und gesundheitsgerecht und sorgen für ergonomische Arbeitsplätze.
Bei der Auswahl von Lieferanten berücksichtigen wir deren nachhaltiges und gesellschaftlich verantwortliches Handeln. Hierfür hat KRONES einen Lieferantenkodex entwickelt. Er umfasst die Themen Sicherheit und Gesundheit, Umwelt, Arbeitsbedingungen sowie Compliance. Darüber hinaus finden bei ausgewählten Lieferanten regelmäßig Audits statt, bei denen geprüft wird, ob die KRONES Lieferanten die geforderten Standards erfüllen.
Diversitätskonzept, Nachfolgeplanung für den Vorstand
Für die Nachfolgeplanung und die Überwachung der Diversität sind Vorstand und Aufsichtsrat sowie der Ständige Ausschuss zuständig. Bei der Vergabe einer Vorstandsposition stehen Kandidaten und Kandidatinnen im Vordergrund, die aufgrund ihrer Leistungen und Kenntnisse die bestmöglichen Voraussetzungen besitzen, um die Interessen des Unternehmens und seiner Stakeholder langfristig zu sichern. Des Weiteren wird das Diversitätskonzept bei der Vergabe der Position mitberücksichtigt. Bei diesem achtet der Aufsichtsrat bei der Besetzung einer Vorstandsposition auf die Diversität bei Berufs- und Bildungshintergrund, Alter und Geschlecht sowie internationalen Führungsqualifikationen. Das Konzept beinhaltet folgende Detailaspekte:
| ― | Für die Mitglieder des Vorstands hat der Aufsichtsrat eine Regelaltersgrenze festgelegt. Die Regelaltersgrenze orientiert sich an der Vollendung des 62. Lebensjahres. Er achtet darüber hinaus auf eine ausgewogene Altersstruktur. |
| ― | Mindestens zwei Mitglieder des Vorstands sollen eine technische Ausbildung haben. Mindestens zwei Mitglieder sollen zudem über internationale Führungserfahrung verfügen. Der Vorstand soll in seiner Gesamtheit die bestmögliche Besetzung für den KRONES Konzern, dessen Kerngeschäft und alle Stakeholder darstellen. |
| ― | Aktuell ist der Vorstand ausschließlich mit männlichen Mitgliedern besetzt, weshalb die Frauenquote im Vorstand 0 % beträgt. Grund für die derzeit rein männliche Besetzung ist, dass es dem Aufsichtsrat trotz geeigneter Kandidatinnen nicht gelang, diese für den Vorstand zu verpflichten. Aus diesem Grund hat der Aufsichtsrat nach § in Abs. 5 Aktiengesetz daraufhin eine Zielgröße für den Frauenanteil im Vorstand der KRONES AG von 0 % festgesetzt. Diese Quote gilt solange die aktuelle Besetzung des Vorstands aufgrund der vereinbarten Vertragslaufzeiten nebst möglicher Vertragsverlängerung fortbesteht. Im Rahmen des Diversitätskonzepts werden bei der Neubesetzung einer Vorstandsposition jedoch Frauen bei vergleichbarer Qualifikation bevorzugt berücksichtigt. |
| ― | Für die Vertragslaufzeit bei Erstbesetzung einer Vorstandsposition legte der Aufsichtsrat drei Jahre fest. |
Arbeitsweise von Vorstand und Aufsichtsrat
Der Vorstand der KRONES AG bestand im Geschäftsjahr 2019 bis zum 24. Juli aus fünf Mitgliedern. Am 24. Juli schied Michael Andersen aus dem Vorstand aus. Von diesem Zeitpunkt bis Jahresende 2019 bestand der Vorstand aus vier Mitgliedern. Das Ressort von Michael Andersen führte bis Jahresende 2019 der Vorstandsvorsitzende Christoph Klenk kommissarisch. Die Vorstände tragen die Verantwortung für ihre jeweiligen Ressorts (siehe Seite 27 und 139). Der Vorstand leitet die Gesellschaft und führt deren Geschäfte. Die Mitglieder des Vorstands treffen sich täglich zu einer Vorstandssitzung. Dort bespricht der Vorstand aktuelle und strategische Themen und fasst Beschlüsse. Bei strategisch wichtigen Entscheidungen bindet der Vorstand den Aufsichtsrat frühzeitig in den Entscheidungsprozess ein. Die Arbeit des Vorstands, wie beispielsweise die erforderliche Mehrheit bei Beschlüssen und Geschäfte, die der Zustimmung des Aufsichtsrats bedürfen, sind in der vom Aufsichtsrat erlassenen Geschäftsordnung für den Vorstand geregelt.
Der Aufsichtsrat überwacht den Vorstand. Er besteht satzungsgemäß aus 16 Mitgliedern. Vorstand und Aufsichtsrat stehen in regelmäßigem Kontakt. Der Vorstand informiert den Aufsichtsrat zeitnah über den Geschäftsverlauf, die finanzielle Lage, das Risikomanagement, die Unternehmensplanung sowie die Strategie. Neben regelmäßigen mündlichen Auskünften erhalten die Aufsichtsratsmitglieder vom Vorstand jeden Monat einen schriftlichen Bericht zur Ergebnis- und Finanzlage.
Die Arbeit des Aufsichtsrats (Mitglieder siehe Seite 32/33 und 139) koordiniert der Aufsichtsratsvorsitzende. Er oder sein Stellvertreter leiten die Aufsichtsratssitzungen.
Beschlüsse fasst das Gremium in den Sitzungen oder in Ausnahmefällen im Umlaufverfahren. An den Aufsichtsratssitzungen nehmen die Mitglieder des Vorstands auf Einladung des Aufsichtsratsvorsitzenden oder seines Stellvertreters teil. Sie berichten mündlich oder schriftlich zu den einzelnen Tagesordnungspunkten und beantworten die Fragen der Aufsichtsräte.
Der Vorsitzende des Aufsichtsrats erläutert jedes Jahr die Tätigkeit des Aufsichtsrats in seinem Bericht an die Aktionäre im Geschäftsbericht sowie auf der Hauptversammlung.
Der Aufsichtsrat hat sich eine Geschäftsordnung gegeben, in der beispielsweise Zuständigkeiten und Modalitäten der Beschlussfassung geregelt sind.
Um die Arbeit des Aufsichtsrats effizient zu gestalten, bildete das Gremium einen "Prüfungs- und Risikomanagementausschuss" sowie einen "Ständigen Ausschuss".
Zusammensetzung und Arbeitsweise des Prüfungs- und Risikomanagementausschusses
Dem Prüfungs- und Risikomanagementausschuss gehören der Vorsitzende des Aufsichtsrats Volker Kronseder, sein Stellvertreter Werner Schrödl sowie die Aufsichtsratsmitglieder Norman Kronseder, Hans-Jürgen Thaus, Josef Weitzer und Jürgen Scholz an. Vorsitzender des Ausschusses ist Hans-Jürgen Thaus.
Der Prüfungs- und Risikomanagementausschuss trifft sich regelmäßig und überwacht Rechnungslegung, Abschlussprüfung sowie Berichterstattung und fertigt entsprechende Beschlussvorlagen für den Aufsichtsrat an. Darüber hinaus bereitet er die Prüfung des Jahresabschlusses, des Lageberichts und des Prüfungsberichts des Einzel- und Konzernabschlusses durch den Aufsichtsrat vor und spricht Empfehlungen aus. Der Prüfungs- und Risikomanagementausschuss überwacht zudem die Wirksamkeit des internen Kontroll-, Risikomanagement und Compliance-Systems.
Zusammensetzung und Arbeitsweise des Ständigen Ausschusses
Dem Ständigen Ausschuss gehören Volker Kronseder, Werner Schrödl, Norman Kronseder und Josef Weitzer an. Vorsitzender des Ausschusses ist Volker Kronseder. Der Ständige Ausschuss befasst sich in regelmäßigen Sitzungen mit allen sonstigen Themen, die nicht in den Zuständigkeitsbereich des Prüfungs- und Risikomanagementausschusses fallen. Dazu zählen Unternehmensstrategie, Personalstrategie, Aufsichtsratsvergütung und Vorstandsvergütung.
Festlegungen nach § 76 (Abs. 4) Aktiengesetz und § 111 (Abs. 5) Aktiengesetz
Gemäß § 76 (Abs. 4) Aktiengesetz hat der Vorstand Zielgrößen für den Frauenanteil in den beiden Führungsebenen unterhalb des Vorstands festzusetzen. Gleichzeitig muss er Fristen für die Erreichung der Zielgrößen festlegen. Trotz intensiver Bemühungen konnten bisher aufgrund des extrem technisch geprägten Umfelds nur wenige vakante Führungspositionen bei KRONES mit Frauen mit vergleichbarer Qualifikation besetzt werden. Zum 31.12.2017 lag der Frauenanteil in den beiden Führungsebenen unterhalb des Vorstands bei 10,9 %. Der Vorstand der KRONES AG hat sich zum Ziel gesetzt, diesen Wert bis 30. Juni 2020 zumindest stabil zu halten. Ende des Geschäftsjahres 2019 lag der Anteil bei 9,3 %.
Bislang gelang es dem Aufsichtsrat trotz intensiver Bemühungen nicht, geeignete Kandidatinnen für den Vorstand zu verpflichten. Da aufgrund bestehender Vertragslaufzeiten mittelfristig keine personellen Änderungen im Vorstand zu erwarten sind, legte der Aufsichtsrat die Zielgröße für den Frauenanteil im Vorstand der KRONES AG auf 0 % fest und folgt damit auch den Anforderungen gemäß § 111 (Abs. 5) Aktiengesetz. Eine Frist für die Umsetzung ist damit nicht zu setzen.
JAHRESABSCHLUSS DER KRONES AG
Gewinn-und-Verlust-Rechnung
scroll
| in T€ | Anhang | 2019 | 2018 | ||
|---|---|---|---|---|---|
| 1. Umsatzerlöse | 11 | 2.825.139 | 2.735.365 | ||
| 2. Erhöhung oder Verminderung des Bestandes an fertigen und unfertigen Erzeugnissen | 11.576 | 163.381 | |||
| 3. Andere aktivierte Eigenleistungen | 19.245 | 7.825 | |||
| 4. sonstige betriebliche Erträge | 12 | 56.192 | 92.915 | ||
| 5. Materialaufwand | |||||
| a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren | -1.221.852 | -1.264.255 | |||
| b) Aufwendungen für bezogene Leistungen | -444.881 | -445.771 | |||
| -1.666.733 | -1.710.026 | ||||
| 6. Personalaufwand | 13 | ||||
| a) Löhne und Gehälter | - 717.519 | - 660.794 | |||
| b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung | - 125.901 | - 125.454 | |||
| - 843.420 | - 786.248 | ||||
| 7. Abschreibungen | 14 | ||||
| a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen | - 59.074 | - 57.949 | |||
| b) auf Vermögensgegenstände des Umlaufvermögens, soweit diese die in der Kapitalgesellschaft üblichen Abschreibungen überschreiten | - 17.803 | - | |||
| - 76.877 | - | ||||
| 8. sonstige betriebliche Aufwendungen | 15 | - 415.156 | - 383.666 | ||
| 9. Beteiligungsergebnis | 16 | 101.359 | 70.386 | ||
| 10. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens | 17 | 221 | 126 | ||
| 11. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge | 17 | 3.352 | 2.680 | ||
| 12. Abschreibungen auf Finanzanlagen | 17 | - 19.881 | 0 | ||
| 13. Zinsen und ähnliche Aufwendungen | 17 | - 23.321 | - 22.171 | ||
| 14. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | 18 | - 9.373 | - 14.055 | ||
| 15. Ergebnis nach Steuern | - 37.677 | 98.563 | |||
| 16. sonstige Steuern | 18 | - 1.005 | - 1.310 | ||
| 17. Jahresüberschuss/Jahresfehlbetrag | - 38.682 | 97.253 | |||
| 18. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr | 297.363 | 253.818 | |||
| 19. Bilanzgewinn | 258.681 | 351.071 |
Bilanz
der KRONES AG
Aktiva
scroll
| T€ | Anhang | 31.12.2019 | 31.12.2018 | ||
|---|---|---|---|---|---|
| A. Anlagevermögen | |||||
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände | 1 | ||||
| 1. selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte | 6.908 | 0 | |||
| 2. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten | 38.965 | 40.798 | |||
| 45.873 | 40.798 | ||||
| II. Sachanlagen | |||||
| 1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken | 262.718 | 239.505 | |||
| 2. technische Anlagen und Maschinen | 50.388 | 52.405 | |||
| 3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 49.837 | 54.142 | |||
| 4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | 12.114 | 11.082 | |||
| 375.057 | 357.134 | ||||
| III. Finanzanlagen | 2 | ||||
| 1. Anteile an verbundenen Unternehmen | 280.152 | 200.156 | |||
| 2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen | 8.995 | 25.475 | |||
| 3. Beteiligungen | 34 | 12.967 | |||
| 4. sonstige Ausleihungen | 0 | 62 | |||
| 289.181 | 238.660 | ||||
| 710.111 | 636.592 | ||||
| B. Umlaufvermögen | |||||
| I. Vorräte | |||||
| 1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe | 171.810 | 156.199 | |||
| 2. unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen | 255.464 | 240.105 | |||
| 3. fertige Erzeugnisse und Waren | 507.897 | 506.830 | |||
| 4. geleistete Anzahlungen | 6.095 | 2.831 | |||
| 5. erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen | -519.515 | -550.108 | |||
| 421.751 | 355.857 | ||||
| II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände | 3 | ||||
| 1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 372.428 | 342.975 | |||
| 2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen | 237.657 | 295.193 | |||
| 3. Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht | 0 | 3.229 | |||
| 4. sonstige Vermögensgegenstände | 63.981 | 75.767 | |||
| 674.066 | 717.164 | ||||
| III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks | 4 | 11.668 | 106.151 | ||
| 1.107.485 | 1.179.172 | ||||
| C. Rechnungsabgrenzungsposten | 4.647 | 3.326 | |||
| Bilanzsumme | 1.822.243 | 1.819.090 | |||
| Passiva | |||||
| T€ | Anhang | 31.12.2019 | 31.12.2018 | ||
| A. Eigenkapital | |||||
| I. Gezeichnetes Kapital | 5 | ||||
| Stammaktien | 40.000 | 40.000 | |||
| II. Kapitalrücklage | 141.551 | 141.551 | |||
| III. Gewinnrücklagen | |||||
| 1. gesetzliche Rücklage | 51 | 51 | |||
| 2. andere Gewinnrücklagen | 349.888 | 349.888 | |||
| 349.939 | 349.939 | ||||
| IV. Bilanzgewinn | 6 | 258.681 | 351.071 | ||
| 790.171 | 882.561 | ||||
| B. Rückstellungen | 7 | ||||
| 1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen | 172.583 | 155.783 | |||
| 2. Steuerrückstellungen | 3.662 | 4.520 | |||
| 3. sonstige Rückstellungen | 358.194 | 293.183 | |||
| 534.439 | 453.486 | ||||
| C. Verbindlichkeiten | 8 | ||||
| 1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 72.169 | 0 | |||
| 2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 253.967 | 272.077 | |||
| 3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen | 124.882 | 155.989 | |||
| 4. Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht | 2.243 | 4.845 | |||
| 5. sonstige Verbindlichkeiten | 44.372 | 50.131 | |||
| 497.633 | 483.042 | ||||
| D. Rechnungsabgrenzungsposten | 0 | 1 | |||
| Bilanzsumme | 1.822.243 | 1.819.090 |
Entwicklung des Anlagevermögens
scroll
| T€ | Anschaffungs- und Herstellungskosten | Kumulierte Abschreibungen | ||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Stand 01.01.2019 | U Umbuchung Zugänge | U Umbuchung Abgänge | Stand 31.12.2019 | Stand 01.01.2019 | Abschreibungen des Geschäftsjahres | |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Immaterielle Vermögensgegenstände | ||||||
| 1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte | 0 | 6.966 | 0 | 6.966 | 0 | 58 |
| 2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten | 165.201 | 17.090 | 7.019 | 175.272 | 124.403 | 18.923 |
| 165.201 | 24.056 | 7.019 | 182.238 | 124.403 | 18.981 | |
| Sachanlagen | ||||||
| 1. Grundstücke einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken | 420.506 | U 7.425 25.394 | 0 | 453.325 | 181.001 | 9.606 |
| 2. technische Anlagen und Maschinen | 264.686 | U 826 8.685 | 13.920 | 260.277 | 212.281 | 11.113 |
| 3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 191.244 | U 779 14.469 | 18.386 | 188.106 | 137.102 | 19.374 |
| 4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | 11.082 | 10.062 | U 9.030 0 | 12.114 | 0 | 0 |
| 887.518 | U 9.030 58.610 | U 9.030 32.306 | 913.822 | 530.384 | 40.093 | |
| Finanzanlagen | ||||||
| 1. Anteile an verbundenen Unternehmen | 286.471 | U 12.933 74.082 | 0 | 373.486 | 86.315 | 7.019 |
| 2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen | 25.475 | 0 | 3.618 | 21.857 | 0 | 12.862 |
| 3. Beteiligungen | 12.967 | 0 | U 12.933 0 | 34 | 0 | 0 |
| 4. sonstige Ausleihungen | 62 | 0 | 62 | 0 | 0 | 0 |
| 324.975 | U 12.933 74.082 | U 12.933 3.680 | 395.377 | 86.315 | 19.881 | |
| 1.377.694 | U 21.963 156.748 | U 21.963 43.005 | 1.491.437 | 741.102 | 78.955 |
scroll
| T€ | Kumulierte Abschreibungen | Buch-/Bilanzwerte | ||
|---|---|---|---|---|
| Abgänge | Stand 31.12.2019 | Stand 31.12.2019 | Stand 31.12.2018 | |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Immaterielle Vermögensgegenstände | ||||
| 1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte | 0 | 58 | 6.908 | 0 |
| 2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten | 7.019 | 136.307 | 38.965 | 40.798 |
| 7.019 | 136.365 | 45.873 | 40.798 | |
| Sachanlagen | ||||
| 1. Grundstücke einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken | 0 | 190.607 | 262.718 | 239.505 |
| 2. technische Anlagen und Maschinen | 13.505 | 209.889 | 50.388 | 52.405 |
| 3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 18.207 | 138.269 | 49.837 | 54.142 |
| 4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | 0 | 0 | 12.114 | 11.082 |
| 31.712 | 538.765 | 375.057 | 357.134 | |
| Finanzanlagen | ||||
| 1. Anteile an verbundenen Unternehmen | 0 | 93.334 | 280.152 | 200.156 |
| 2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen | 0 | 12.862 | 8.995 | 25.475 |
| 3. Beteiligungen | 0 | 0 | 34 | 12.967 |
| 4. sonstige Ausleihungen | 0 | 0 | 0 | 62 |
| 0 | 106.196 | 289.181 | 238.660 | |
| 38.731 | 781.326 | 710.111 | 636.592 |
Anhang
der KRONES AG
Allgemeine Angaben
Gesetzliche Grundlagen
Der Jahresabschluss der KRONES AG ist nach den Vorschriften des Dritten Buches des HGB und den ergänzenden Vorschriften des AktG aufgestellt.
Die KRONES AG mit Sitz in Neutraubling ist im Handelsregister des Amtsgerichts Regensburg unter der Nummer HRB 2344 registriert.
Die Gesellschaft ist eine große kapitalmarktorientierte Kapitalgesellschaft im Sinne der §§ 267 Abs. 3 S.2 und 264d HGB.
Die KRONES AG erstellt die Gewinn- und Verlustrechnung nach dem Gesamtkostenverfahren.
Währungsumrechnung
Forderungen und Verbindlichkeiten in Fremdwährung, deren Restlaufzeit nicht mehr als ein Jahr beträgt, werden mit dem Währungskurs am Entstehungstag erfasst. Am Bilanzstichtag erfolgt die Umrechnung mit dem Devisenkassamittelkurs.
Wir weisen daraufhin, dass Rundungsdifferenzen zu den sich mathematisch genau ergebenden Werten (Geldeinheiten, Prozentangaben usw.) auftreten können.
Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden
Bilanzierung und Bewertung erfolgen nach den für Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften. Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurden gegenüber dem Vorjahr beibehalten. Einige Posten der Gewinn- und Verlustrechnung wurden zur Vergrößerung der Klarheit der Darstellung zusammengefasst.
Aktiva
Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens sind zu den aktivierungspflichtigen Anschaffungskosten erfasst und werden planmäßig linear abgeschrieben. Für selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens wird das Aktivierungswahlrecht fallweise in Anspruch genommen.
Außerplanmäßige Abschreibungen werden, soweit erforderlich, vorgenommen.
Sachanlagen werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen und erforderlicher außerplanmäßiger Abschreibungen bewertet. In die Herstellungskosten der selbsterstellten Anlagen werden neben den direkt zurechenbaren Kosten auch aktivierungspflichtige Gemeinkosten einbezogen.
Abschreibungen des Sachanlagevermögens erfolgen nach den geltenden rechtlichen Höchstsätzen. Bauten und bewegliche Gegenstände des Anlagevermögens der KRONES AG werden, soweit zulässig, degressiv, alle übrigen Anlagegüter linear abgeschrieben. Bei degressiv abgeschriebenen beweglichen Anlagegütern wird auf die lineare Abschreibung übergegangen, wenn diese zu höheren Abschreibungen führt. Da die degressive Abschreibung mit den Regelungen des BilMoG nicht mehr vereinbar ist, werden Sachanlagen, die ab dem 01.01.2010 angeschafft worden sind, ausschließlich linear abgeschrieben. Bei voraussichtlich dauerhaften Wertminderungen werden außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen.
Die planmäßigen Abschreibungen für Anlagegegenstände werden auf der Grundlage folgender gruppeneinheitlicher Nutzungsdauern ermittelt:
scroll
| Nutzungsdauer | in Jahren |
|---|---|
| Gebäude | 25 bis 50 |
| Maschinen | 5 bis 20 |
| Technische Anlagen | 5 bis 25 |
| Betriebs- und Geschäftsausstattung | 4 bis 20 |
| EDV-Programme/sonstige Rechte | 3 bis 20 |
Bewegliche Gegenstände des Anlagevermögens, die selbstständig nutzbar sind und der Abnutzung unterliegen, werden bei Anschaffungs- oder Herstellungskosten bis 250 € sofort aufwandswirksam verbucht. Vermögensgegenstände, deren Anschaffungs- oder Herstellungskosten mehr als 250 € und nicht mehr als 1.000 € betragen, werden zu einem Pool zusammengefasst und über eine Nutzungsdauer von 5 Jahren linear abgeschrieben.
Anteile an verbundenen Unternehmen und Beteiligungen sind zu Anschaffungskosten abzüglich der erforderlichen Abschreibungen und zuzüglich gebotener Wertaufholungen bilanziert.
Ausleihungen sind mit dem Nominalwert oder dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt.
Vorräte werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten oder zum niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt.
Herstellungskosten der fertigen und unfertigen Erzeugnisse sowie der unfertigen Leistungen umfassen Fertigungsmaterial und -löhne sowie anteilige Material- und Fertigungsgemeinkosten. Unter Beachtung des Niederstwertprinzips erfolgen Abschläge auf den niedrigeren beizulegenden Wert. Dieser Abschlag berücksichtigt alle bei der Aufstellung des Abschlusses erkennbaren Bestandsrisiken, die sich durch eingeschränkte Verwertbarkeit oder aus der Lagerdauer ergeben.
Forderungen sind mit den Anschaffungskosten bewertet. Erkennbare Risiken sind durch Einzelwertberichtigungen berücksichtigt, dem allgemeinen Kredit- und Finanzierungsrisiko wird durch pauschale Wertberichtigung Rechnung getragen. Für Forderungen und unverzinsliche Außenstände mit längeren Laufzeiten werden grundsätzlich entsprechend dem erwarteten Zahlungseingang Abzinsungen vorgenommen.
Sonstige Vermögensgegenstände sind mit ihren Nominal- bzw. dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Im Fall negativer Marktwerte von derivativen Finanzinstrumenten werden Drohverlustrückstellungen gebildet.
Im Zuge der Währungsumrechnung werden Forderungen in Fremdwährungen mit dem Währungskurs am Entstehungstag erfasst. Am Bilanzstichtag erfolgt die Umrechnung mit dem Devisenkassamittelkurs. Unrealisierte Gewinne werden nur berücksichtigt, soweit sie Forderungen mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr betreffen.
Für Vermögensgegenstände, die ausschließlich der Erfüllung von Verpflichtungen aus Pensionszusagen dienen und dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen sind, erfolgt die Bewertung zum beizulegenden Zeitwert. Erträge und Aufwendungen aus diesen Vermögensgegenständen werden mit dem Aufwand aus der Aufzinsung der entsprechenden Verpflichtungen saldiert und im Finanzergebnis ausgewiesen. Weiterhin werden diese Vermögensgegenstände mit der jeweils zugrunde liegenden Verpflichtung verrechnet. Ergibt sich ein Verpflichtungsüberhang, wird dieser unter den Rückstellungen erfasst. Übersteigt der Wert der Vermögensgegenstände die Verpflichtungen, erfolgt der Ausweis als aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung.
Die Bildung des aktivischen Rechnungsabgrenzungspostens erfolgt in handelsrechtlich zulässigem Umfang.
Passiva
Die ausgewiesenen Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden mit dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag angesetzt. Die Pensionsrückstellungen für Versorgungsverpflichtungen, deren Restlaufzeit ein Jahr übersteigen, werden unter Verwendung eines durchschnittlichen Marktzinssatzes der letzten 10 Jahre, welcher von der Deutschen Bundesbank ermittelt worden ist, fristenkongruent abgezinst. Anstelle der Ermittlung individueller Abzinsungssätze für jede einzelne Verpflichtung wird eine gemäß § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB zulässige, pauschale Restlaufzeit aller Verpflichtungen von 15 Jahren angenommen.
Sonstige Rückstellungen werden für Verpflichtungen gegenüber Dritten gebildet, die eine Vermögensbelastung darstellen und über deren Höhe oder Zeitpunkt des Eintretens Ungewissheit besteht. Sie sind nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung für alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen gebildet. Die Bewertung erfolgt auf der Grundlage des Erfüllungsbetrages. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit einem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen 7 Jahre, wie er von der Deutschen Bundesbank ermittelt worden ist, fristenkongruent abgezinst.
Rückstellungen für Jubiläumszuwendungen werden gemäß § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB pauschal mit dem von der Deutschen Bundesbank ermittelten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen 7 Jahre abgezinst, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt.
Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag bilanziert. Im Zuge der Währungsumrechnung werden Verbindlichkeiten in Fremdwährungen mit dem Währungskurs am Entstehungstag erfasst. Am Bilanzstichtag erfolgt die Umrechnung mit dem Devisenkassamittelkurs. Gewinne werden nur berücksichtigt, soweit sie Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr betreffen.
Werte für Verbindlichkeiten aus Wechselobligo, Patronatserklärungen, Bürgschaften und Garantien entsprechen den valutierten Beträgen am Bilanzstichtag.
Die Bildung des passivischen Rechnungsabgrenzungspostens erfolgt in handelsrechtlich zulässigem Umfang.
Gewinn-und-Verlust-Rechnung
Die Realisierung der Umsätze erfolgt, wenn die Leistung erbracht bzw. die Gefahr an den verkauften Produkten auf die Kunden übergegangen ist. Bei Maschinen und Anlagen erfolgt der Gefahrenübergang, sobald diese installiert und betriebsbereit sind. Zwischen Installationsende und Abnahme werden unwesentliche Nebenleistungen, überwiegend in Form von Nachbesserungen und Optimierungen an den Einstellungen der Maschinen und Anlagen, vorgenommen. Für diese unwesentlichen Nebenleistungen werden Rückstellungen für noch zu erbringende Montageleistungen gebildet.
Bewertungseinheiten
Soweit Bewertungseinheiten gemäß § 254 HGB gebildet werden, kommen folgende Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze zur Anwendung:
Ökonomische Sicherungsbeziehungen werden durch die Bildung von Bewertungseinheiten bilanziell nachvollzogen. In den Fällen, in denen sowohl die "Einfrierungsmethode", bei der die sich ausgleichenden Wertänderungen aus dem abgesicherten Risiko nicht bilanziert werden, als auch die "Durchbuchungsmethode", wonach die sich ausgleichenden Wertänderungen aus dem abgesicherten Risiko sowohl des Grundgeschäfts als auch des Sicherungsinstruments bilanziert werden, angewandt werden können, wird die Einfrierungsmethode angewandt.
Erläuterung der Bilanz und der Gewinn-und-Verlustrechnung
Aktiva
Anlagevermögen
Die in den Bilanzen aufgeführten Posten des Anlagevermögens sind im Anlagenspiegel dargestellt. Dabei werden die Buch/Bilanzwerte, ausgehend von den Anschaffungs- oder Herstellungskosten, nach dem Bruttoprinzip entwickelt.
1 Immaterielle Vermögensgegenstände
Der Zugangsbetrag betrifft im Wesentlichen Lizenzen an EDV-Software (T€ 12.089) sowie selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände in Form von Entwicklungsleistungen im Rahmen von Software Projekten (T€ 6.966). Dieser Betrag ist gemäß § 268 Abs. 8 HGB für die Bemessung einer Ausschüttungssperre relevant. Insgesamt wurden im Berichtsjahr 195 Mio. € für Forschung und Entwicklung aufgewendet.
2 Finanzanlagen
Die Aufstellung des Anteilsbesitzes wird als Anlage zum Anhang dargestellt.
3 Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
scroll
| T€ | 31.12.2019 | davon Restlaufzeit über 1 Jahr | 31.12.2018 | davon Restlaufzeit über 1 Jahr |
|---|---|---|---|---|
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 372.428 | 16.846 | 342.975 | 19.723 |
| Forderungen gegen verbundene Unternehmen | 237.657 | 295.193 | ||
| Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht | 0 | 3.229 | ||
| sonstige Vermögensgegenstände | 63.981 | 1.360 | 75.767 | 1.967 |
| Gesamt | 674.066 | 18.206 | 717.164 | 21.690 |
Die Abzinsung von Altforderungen und unverzinslichen Außenstände mit längeren Laufzeiten erfolgt fristenkongruent, durchschnittlich mit einem Zinssatz von 0,63 %.
Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen resultieren in Höhe von T€ 158.212 aus dem konzerninternen Liefer- und Leistungsverkehr und in Höhe von T€ 90.394 aus sonstigen Verrechnungen.
4 Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten
scroll
| T€ | 31.12.2019 | 31.12.2018 |
|---|---|---|
| Kassenbestand | 2 | 4 |
| Guthaben Kreditinstitut | 11.666 | 106.147 |
| Gesamt | 11.668 | 106.151 |
5 Gezeichnetes Kapital
Das Gezeichnete Kapital der KRONES AG beträgt € 40.000.000,00.
Am Bilanzstichtag waren 31.593.072 Stück auf den Inhaber lautende Stammaktien ausgegeben.
Durch Beschluss der Hauptversammlung vom 15. Juni 2016 besteht ein genehmigtes Kapital. Mit dem genehmigten Kapital ist der Vorstand ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital bis zum 15. Juni 2021 durch Ausgabe neuer auf den Inhaber lautende Stückaktien einmal oder mehrfach gegen Bareinlagen um bis zu € 10.000.000,00 zu erhöhen. Dabei ist den Aktionären ein Bezugsrecht einzuräumen.
Nach § 71 Abs. 1 Nr. 8 AktG kann die Gesellschaft ermächtigt werden, eigene Aktien bis zu 10 % des derzeitigen Grundkapitals für diese zu erwerben. Die in der Hauptversammlung vom 25. Juni 2014 (Tagesordnungspunkt 7) beschlossene Ermächtigung zum Erwerb eigener Aktien ist am 24. Juni 2019 abgelaufen. Da zum Zeitpunkt der Einladung zur 38. Hauptversammlung am 13. Juni 2018 der Termin für die 39. Hauptversammlung noch nicht feststand und um auch nach Ablauf des 24. Juni 2019 diesbezüglich handlungsfähig zu sein, ist die Gesellschaft durch Beschluss der Hauptversammlung vom 13. Juni 2018 erneut zum Erwerb und zur Verwendung eigener Aktien ermächtigt worden. Die Ermächtigung gilt bis zum Ablauf des 12. Juni 2023. Die in der Hauptversammlung am 25. Juni 2014 beschlossene Ermächtigung ist durch die erneute Ermächtigung aufgehoben worden.
Der Bestand der zu diesem Zweck erworbenen Aktien darf zusammen mit anderen Aktien der Gesellschaft, welche diese bereits erworben hat und noch besitzt, 10 % des Grundkapitals der KRONES Aktiengesellschaft nicht übersteigen. Der Erwerb erfolgt nach Wahl des Vorstands über die Börse oder mittels eines öffentlichen Kaufangebots bzw. mittels einer öffentlichen Aufforderung zur Abgabe eines solchen Angebots.
Erfolgt der Erwerb der Aktien über die Börse, darf der gezahlte Gegenwert je Aktie den am Börsenhandelstag ermittelten Eröffnungskurs im XETRA-Handel um nicht mehr als 10% überschreiten und um nicht mehr als 10 % unterschreiten.
Erfolgt der Erwerb über ein öffentliches Kaufangebot bzw. eine öffentliche Aufforderung zur Abgabe eines Kaufangebots, dürfen der gebotene Kaufpreis oder die Grenzwerte der Kaufpreisspanne je Aktie den volumengewichteten Durchschnitt der Schlusskurse im XETRA-Handel an den letzten drei Börsenhandelstagen vor dem Tag der öffentlichen Ankündigung des Angebots bzw. der öffentlichen Aufforderung zur Abgabe eines Kaufangebots um nicht mehr als 10 % überschreiten und um nicht mehr als 10 % unterschreiten.
Durch Beschluss der Hauptversammlung vom 13. Juni 2018 ist der Vorstand ermächtigt, eigene Aktien der KRONES Aktiengesellschaft zu allen gesetzlich zugelassenen Zwecken zu verwenden.
Die Ermächtigung kann einmalig oder mehrmals, ganz oder in Teilen ausgeübt werden.
6 Bilanzgewinn
scroll
| T€ | 31.12.2019 | 31.12.2018 |
|---|---|---|
| Gewinnvortrag | 297.363 | 253.818 |
| Jahresfehlbetrag/Jahresüberschuss | -38.682 | 97.253 |
| Gesamt | 258.681 | 351.071 |
Vom Bilanzgewinn 2018 in Höhe von T€ 351.071 wurden T€ 297.363 auf neue Rechnung vorgetragen und T€ 53.708 ausgeschüttet.
Beträge im Sinne § 268 Abs. 8 HGB (Ausschüttungssperre)
Durch den Ansatz von selbst geschaffenen immateriellen Vermögensgegenständen des Anlagevermögens ist ein Betrag in Höhe von T€ 6.966 entstanden.
Die Bewertung zum beizulegenden Zeitwert von zu saldierendem Vermögen in Zusammenhang mit Altersversorgungsverpflichtungen führte zu einem Betrag in Höhe von T€ 4.374.
Der Unterschiedsbetrag zwischen dem Ansatz der Rückstellung für Altersversorgungsverpflichtungen nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen zehn sowie den vergangenen sieben Geschäftsjahren beträgt T€ 28.326.
7 Rückstellungen
Aufgrund einer Pensionsordnung ist den bis zum Geschäftsjahr 1999 in die KRONES AG eingetretenen Mitarbeitern eine Alters-, Invaliden- und Witwenrente zugesagt. Hierbei sind folgende Prämissen in den versicherungsmathematischen Berechnungen berücksichtigt:
scroll
| 2019 | 2018 | |
|---|---|---|
| Bewertungsmethode | Projected Unit Credit Method | Projected Unit Credit Method |
| Berechnungsgrundlagen | "Richttafeln 2018G" von Klaus Heubeck | "Richttafeln 2005G" von Klaus Heubeck |
| Abzinsungssatz 10-jähriger Durchschnitt | 2,71% | 3,21% |
| Abzinsungssatz 7-jähriger Durchschnitt | 1,97% | 2,32% |
| Rentendynamik | 2,00% | 2,00% |
| Fluktuation | keine | keine |
Da die abgeschlossenen Pensionszusagen im Rahmen der allgemeinen Versorgungsordnung unabhängig von zukünftigen Gehaltssteigerungen sind, wurde für die Ermittlung der entsprechenden Pensionsrückstellung keine Gehaltsdynamik berücksichtigt.
Der Erfüllungsbetrag der mit dem Planvermögen verrechneten Pensionsverpflichtung betrug T€ 194.779. Der Zeitwert des verrechneten Planvermögens, das ausschließlich der Deckung von Altersversorgungsverpflichtungen dient und dem Zugriff anderer Gläubiger entzogen ist, belief sich auf T€ 22.196, die Anschaffungskosten des verrechneten Planvermögens auf T€ 17.822. Die Differenz aus Zeitwert und Anschaffungskosten des Deckungsvermögens in Höhe von T€ 4.374 ist gemäß § 268 Abs. 8 HGB zur Ausschüttung gesperrt. Der Saldo der verrechneten Aufwendungen und Erträge betrug T€ 21.143.
Aufgrund einer Änderung des § 253 Abs. 2 HGB ist im Rahmen der Bewertung von Pensionsrückstellungen für die Ermittlung des Abzinsungssatzes bei der Durchschnittsbetrachtung nicht mehr auf den gleitenden Durchschnitt der vergangenen sieben Jahre, sondern auf den gleitenden Durchschnitt der vergangenen zehn Jahre abzustellen. Unter Verwendung des siebenjährigen Durchschnittszinses hätte sich zum 31.12.2019 eine Rückstellung von T€ 223.106 ergeben. Die Ausschüttungssperre beträgt somit T€ 28.326.
Aus mittelbaren Pensionsverpflichtungen, die nicht durch Vermögen des KRONES Unterstützungsfonds e.V. gedeckt sind, besteht eine Subsidiärhaftung in Höhe von T€ 9.813.
Steuerrückstellungen berücksichtigen die zu erwartenden Steuernachzahlungen.
Die sonstigen Rückstellungen decken alle erkennbaren Risiken und sonstigen ungewissen Verpflichtungen ab. Die Bewertung der langfristigen Rückstellungen erfolgte fristenkongruent mit Abzinsungssätzen von 0,63%-1,97%.
Die Rückstellungen für Jubiläumszuwendungen betrugen T€ 6.642, die Bewertung erfolgte mit einem Abzinsungssatz von 1,97%.
Die Rückstellung für Verpflichtungen aus der Altersteilzeitregelung betrug T€ 36.194, die Bewertung erfolgte mit einem Abzinsungssatz von 0,72%.
In den sonstigen Rückstellungen sind neben der Altersteilzeitrückstellung vorwiegend Rückstellungen für ausstehende Leistungen (Montagekosten-Rückstellung) enthalten.
Die sonstigen Rückstellungen beinhalten die folgenden wesentlichen Bestandteile:
scroll
| 31.12.2019 | 31.12.2018 | |
|---|---|---|
| Rückstellungen für Personal | 135.382 | 95.308 |
| Rückstellung für noch zu erbringende Montageleistungen | 50.595 | 63.181 |
| Gewährleistungsrückstellung | 45.880 | 45.351 |
| Rückstellung für ausstehende Lieferantenrechnungen | 68.756 | 48.550 |
| Drohverlustrückstellung | 6.834 | 10.146 |
| sonstige projektbezogene Rückstellungen | 33.674 | 14.095 |
| Diverse Kundenansprüche | 15.000 | 14.500 |
| Übrige | 2.073 | 2.052 |
| Gesamt | 358.194 | 293.183 |
8 Verbindlichkeiten
scroll
| T€ | 31.12.2019 | davon Restlaufzeit bis 1 Jahr | davon Restlaufzeit größer 1 Jahr | 31.12.2018 | davon Restlaufzeit bis 1 Jahr | davon Restlaufzeit größer 1 Jahr |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 72.169 | 72.169 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 253.967 | 253.967 | 0 | 272.077 | 272.077 | 0 |
| Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen | 124.882 | 124.882 | 0 | 155.989 | 155.989 | 0 |
| Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht | 2.243 | 2.243 | 0 | 4.845 | 4.845 | 0 |
| sonstige Verbindlichkeiten | 44.372 | 43.452 | 920 | 50.131 | 49.130 | 1.001 |
| Gesamt | 497.633 | 496.713 | 920 | 483.042 | 482.041 | 1.001 |
Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen resultieren in Höhe von T€ 6.510 aus dem konzerninternen Liefer- und Leistungsverkehr.
Die sonstigen Verbindlichkeiten enthalten Verbindlichkeiten aus Steuern in Höhe von T€ 15.400 (Vorjahr: T€ 14.477), Verbindlichkeiten aus kreditorischen Debitoren in Höhe von T€ 9.016 (Vorjahr: T€ 13.789) sowie Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit in Höhe von T€ 2.210 (Vorjahr: T€ 3.498).
9 Haftungsverhältnisse
scroll
| T€ | 31.12.2019 | 31.12.2018 |
|---|---|---|
| Wechselobligo | 1.537 | 6.211 |
| Verbindlichkeiten aus Patronatserklärungen, Bürgschaften und Garantien | 165.175 | 83.404 |
| Unechtes Pensionsgeschäft | 0 | 102.697 |
| Gesamt | 166.712 | 192.312 |
Das Wechselobligo resultiert aus der Begebung und Übertragung von Handelswechseln.
Bei den Verbindlichkeiten aus Patronatserklärungen (T€ 33.118), Bürgschaften und Garantien (T€ 132.057), handelt es sich um Absicherungen von Kreditlinien bei Banken. Darüber hinaus bestehen noch Zusagen gegenüber Nichtbanken, die die finanzielle Unterstützung von verbundenen Unternehmen bei Bedarf beinhalten.
Die KRONES AG geht unter Berücksichtigung der Erkenntnisse bis zum Aufstellungszeitpunkt davon aus, dass die Verpflichtungen, die den Haftungsverhältnissen zugrunde liegen, von den jeweiligen Hauptschuldnern erfüllt werden können und schätzt somit das Risiko einer Inanspruchnahme als nicht wahrscheinlich ein.
10 Sonstige finanzielle Verpflichtungen
scroll
| T€ | 31.12.2019 | davon fällig im 2.-5. Folgejahr | davon fällig nach dem 5. Folgejahr | 31.12.2018 | davon fällig im 2.-5. Folgejahr | davon fällig nach dem 5. Folgejahr |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Miet- und Leasingverträge | 41.976 | 22.300 | 2.377 | 41.794 | 23.906 | 41 |
| Wartungsverträge | 17.931 | 6.970 | 0 | 22.740 | 9.424 | 0 |
| Gesamt | 59.907 | 29.270 | 2.377 | 64.534 | 33.330 | 41 |
Miet- und Leasingverpflichtungen resultieren hauptsächlich aus dem Leasing von Datenspeichersystemen und aus Immobilien-Mietverträgen.
Verpflichtungen aus Wartungsverträgen sind hauptsächlich den Bereichen EDV (Hard- und Software) sowie Bürokommunikationsgeräte zuzuordnen.
11 Umsatzerlöse
scroll
| Aufgliederung nach Vertriebsregionen | 2019 | 2018 |
|---|---|---|
| Deutschland | 14,9% | 9,9% |
| übriges Mitteleuropa | 4,5% | 4,8% |
| Westeuropa | 18,7% | 20,0% |
| Osteuropa/GUS | 9,7% | 7,8% |
| Asien/Pazifik | 13,1% | 12,5% |
| Südamerika | 8,4% | 13,6% |
| Nord-/Zentralamerika | 11,5% | 9,6% |
| China | 7,9% | 6,9% |
| Nahost/Afrika | 11,3% | 14,9% |
12 Sonstige betriebliche Erträge
scroll
| T€ | 2019 | 2018 |
|---|---|---|
| Erträge aus Währungsumrechnung | 10.250 | 9.328 |
| Periodenfremde Erträge | 23.628 | 60.661 |
| davon Erträge aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens | 3.001 | 150 |
| davon Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen | 13.821 | 31.007 |
| davon Erträge aus der Herabsetzung von Einzel- und Pauschalwertberichtigungen zu Forderungen | 634 | 4.705 |
| davon Erträge aus der Auflösung von Verbindlichkeiten | 1.899 | 4.566 |
| davon Erträge aus Zuschreibungen und Nachaktivierungen | 0 | 7.407 |
| davon sonstige periodenfremde Erträge | 4.273 | 12.826 |
Die sonstigen periodenfremden Erträge des laufenden Jahres betreffen im Wesentlichen einen Vergleich im Rahmen eines Schiedsgerichtsverfahrens.
13 Personalaufwand
scroll
| T€ | 2019 | 2018 |
|---|---|---|
| Entgelte tariflich und außertariflich | 717.519 | 660.794 |
| Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung | 125.901 | 125.454 |
| davon für Altersversorgung | 11.030 | 15.049 |
| Gesamt | 843.420 | 786.248 |
scroll
| Mitarbeiter im Jahresdurchschnitt (ohne Auszubildende) | 2019 | 2018 |
|---|---|---|
| Tarifmitarbeiter | 7.145 | 7.067 |
| Außertarifliche Mitarbeiter | 2.078 | 2.108 |
| Gesamt | 9.223 | 9.175 |
Es befanden sich 2019 durchschnittlich 498 Mitarbeiter (Vorjahr: 475) in Ausbildung.
14 Abschreibungen
Außerplanmäßige Abschreibungen sind auf Immaterielle Vermögensgegenstände in Höhe von T€ 149 vorgenommen worden.
15 Sonstige betriebliche Aufwendungen
scroll
| 2019 | 2018 | |
|---|---|---|
| Betriebsaufwendungen | 140.021 | 112.838 |
| Verwaltungsaufwendungen | 54.274 | 50.289 |
| davon aus Verlusten aus Währungsumrechnung | 11.009 | 10.779 |
| Vertriebsaufwendungen | 216.564 | 219.320 |
| Periodenfremde Aufwendungen | 4.297 | 1.219 |
In den periodenfremden Aufwendungen sind Abschreibungen auf Forderungen in Höhe von T€ 2.765, davon gegen verbundene Unternehmen T€ 1.663, enthalten.
16 Beteiligungsergebnis
scroll
| 2019 | 2018 | |
|---|---|---|
| Erträge aus Beteiligungen von verbundenen Unternehmen | 98.588 | 66.745 |
| Erträge aus Beteiligungen von Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht | 0 | 991 |
| Erträge aus Gewinnabführungsverträgen mit verbundenen Unternehmen | 2.771 | 2.650 |
| Summe Beteiligungsergebnis | 101.359 | 70.386 |
17 Finanzergebnis
scroll
| 2019 | 2018 | |
|---|---|---|
| Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens | 221 | 126 |
| Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge | ||
| aus verbundenen Unternehmen | 1.058 | 542 |
| aus übrigen Unternehmen | 2.278 | 1.507 |
| aus Abzinsungen | 16 | 631 |
| Zinsen und ähnliche Aufwendungen | ||
| an verbundene Unternehmen | -557 | -568 |
| an übrige Unternehmen | -591 | -1.622 |
| aus Abzinsungen | -22.173 | -19.981 |
| Summe Zinsergebnis | -19.748 | -19.365 |
| Abschreibungen auf Finanzanlagen | -19.881 | 0 |
| Finanzergebnis | -39.629 | -19.365 |
18 Steuern vom Einkommen und vom Ertrag und sonstige Steuern
Unter der Position "Steuern vom Einkommen und vom Ertrag" sind die Steuerbelastungen des Geschäftsjahres erfasst. Der Ertragsteueraufwand enthält periodenfremde Steuererträge in Höhe von T€ 3.684 sowie periodenfremde Steueraufwendungen in Höhe von T€ 1.775.
Unter den sonstigen Steuern sind Grund-, Kraftfahrzeugsteuer etc. ausgewiesen.
19 Latente Steuern
Aufgrund von steuerlichen Verlustvorträgen sowie temporärer Bewertungsunterschiede der Vermögensgegenstände, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten resultieren aktive latente Steuern in Höhe vonT€ 41.169 (Vorjahr: T€ 31.120). Diese betreffen Unterschiede bei den Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen, den Rückstellungen für Pensionen und ähnlichen Verpflichtungen sowie den sonstigen Rückstellungen. Aus einem temporären Bewertungsunterschied der immateriellen Vermögensgegenstände resultieren passive latente Steuern in Höhe von T€ 1.923 (Vorjahr: T€ 0).
Die Steuern werden auf Basis der in Deutschland derzeit gültigen Steuersätze, d.h. des Körperschaftsteuersatzes von 15,0 % zuzüglich des Solidaritätszuschlages von 5,5% und des für die KRONES AG durchschnittlichen Gewerbesteuerhebesatzes von 336% ermittelt. Insgesamt ergibt sich so ein Ertragsteuersatz von 27,6 %.
Aufgrund des Aktivüberhangs von latenten Steuern wird von dem nach § 274 Abs. 1 S. 2 HGB bestehenden Ansatzwahlrecht kein Gebrauch gemacht.
Sonstige Angaben
20 Corporate Governance Kodex
Die Erklärung des Vorstands und Aufsichtsrats vom Januar 2020 gem. § 161 AktG zum Corporate Governance Kodex in der Fassung vom 7. Februar 2017 ist auf der Webseite der KRONES AG den Aktionären zugänglich. Dort sind auch die Abweichungen aufgeführt.
21 Mitteilungen
scroll
| Bezeichnung des jeweiligen Aktionärs | Gesamtstimmrechtsanteile | Davon zuzurechnen nach §34 Abs. 2 WpHC indirekte Stimmrechtsanteile |
|---|---|---|
| Familie Kronseder Konsortium GbR, Neutraubling, Deutschland | 52,24% | 52,24% |
Beziehungen zu nahestehenden Personen:
Die in der Meldung nach § 33ff. WpHG genannten Personen und Unternehmen üben auf Grund eines bestehenden Stimmrechtspool-Vertrages einen beherrschenden Einfluss auf die KRONES AG aus.
22 Prüfungs- und Beratungsgebühren
Das für das Geschäftsjahr berechnete Gesamthonorar des Abschlussprüfers beträgt für
scroll
| 2019 | |
|---|---|
| Abschlussprüfungsleistungen | 471 |
| Andere Bestätigungsleistungen | 59 |
| Sonstige Leistungen | 30 |
Angaben nach der EU-Abschlussprüferverordnung
Die anderen Bestätigungsleistungen enthalten gesetzlich vorgeschriebene Prüfungen von Systemen und Funktionen der Unternehmenssteuerung und -überwachung (nach nationalem Recht erforderliche Nichtprüfungsleistung) sowie nicht gesetzlich vorgeschriebene Bestätigungsleistungen in Bezug auf nicht finanzielle Informationen (Nichtprüfungsleistung).
Bei den Sonstigen Leistungen handelt es sich um eine Benchmarkanalyse (Nichtprüfungsleistung).
23 Derivative Finanzinstrumente
Zum Bilanzstichtag bestehen währungsbezogenen Derivate mit einem Nominalvolumen von T€ 157.713. Es handelt sich dabei im Wesentlichen um Devisentermingeschäfte in den Währungen US-Dollar, chinesische Renminbi, Kanada-Dollar sowie japanische Yen. Die Derivate weisen positive beizulegende Zeitwerte von T€ 507 bzw. negative beizulegende Zeitwerte von T€ 1.622 auf. Der beizulegende Zeitwert der Derivate wird auf Basis der aktuellen Referenzkurse unter Berücksichtigung der Terminauf- bzw. -abschläge ermittelt. Für nicht geschlossene Positionen wurde eine Rückstellung für drohende Verluste in Höhe von T€ 363 gebildet.
Von den Derivaten ist ein Nominalvolumen von T€ 53.231 in Bewertungseinheiten einbezogen. Diese dienen der Absicherung von schwebenden Kundenaufträgen mit Laufzeiten zwischen 2020 und 2021 im Rahmen von Micro-Hedges. Aufgrund der Übereinstimmung der wesentlichen wertbestimmenden Parameter zwischen Grund- und Sicherungsgeschäften (Laufzeit, Währung, Volumen) gleichen sich die Wertänderungen von Grund- und Sicherungsgeschäften weitgehend aus. Die Beurteilung der Effektivität erfolgt anhand der Critical-Terms-Match Methode.
24 Nach Ablauf des Geschäftsjahres
Die Entstehung und schnelle Verbreitung des Coronavirus (COVID-19) seit Anfang 2020 hat sich auf die Geschäfts- und Wirtschaftstätigkeit nicht nur in China, sondern weltweit ausgewirkt. Eine Schätzung des finanziellen Effekts dieses Ereignisses auf KRONES war zum Zeitpunkt der Veröffentlichung des Geschäftsberichts nicht möglich, weil das Ausmaß der Verbreitung und die Folgen für das Geschäft von KRONES nicht abschätzbar war.
Vergütung des Vorstands und des Aufsichtsrats
Gesamtbezüge des Vorstands für das Geschäftsjahr 2018/2019
Vergütung 2019 gemäß DRS 17 (in T€)
scroll
| Name | Funktion | Festvergütung | Nebenleistungen | Summe | Short Term Incentive | |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Christoph Klenk | CEO Personal, Intralogistik, Digitalisierung, Kommunikation, Qualität, Informationsmanagement | seit 2003 | 800 | 29 | 829 | 0 |
| Michael Andersen | CFO Finanzen, Controlling, Prozesstechnik, Strategischer Einkauf | seit 2016 | 368 | 83 | 450 | 27 |
| Thomas Ricker | Vertrieb und Marketing | seit 2012 | 540 | 22 | 562 | 0 |
| Markus Tischer | International Operations and Services | seit 2014 | 480 | 17 | 497 | 0 |
| Ralf Goldbrunner | Abfüll- und Verpackungstechnik | seit 2014 | 480 | 31 | 511 | 0 |
scroll
| Name | Mid Term Incentive | Long Term Incentive | Summe (Gesamtvergütung) |
|---|---|---|---|
| Christoph Klenk | 0 | 0 | 829 |
| Michael Andersen | 99 | 155 | 732 |
| Thomas Ricker | 0 | 0 | 562 |
| Markus Tischer | 0 | 0 | 497 |
| Ralf Goldbrunner | 0 | 0 | 511 |
Bei den Beiträgen zum Incentive handelt es sich um die Beiträge, die im Folgejahr ausbezahlt werden.
Auf die bezahlte Freistellung (Festvergütung und Nebenleistungen) und vorzeitige Vertragsauflösung des Herrn Andersen entfielen T€ 322. Die zwischen der KRONES AG und Herrn Andersen geschlossene Aufhebungsvereinbarung beinhaltet eine Abfindung in Höhe von T€ 2.350 sowie die anteilige Zahlung der variablen Vergütung in Höhe von T€ 108,8 (davon STI T€ 19,7; MTI T€ 12,5; LTI T€ 76,6).
Darüber hinaus wurden für beitragsorientierte Zusagen im Rahmen der betrieblichen Altersvorsorge Aufwendungen in Höhe von T€ 1.172 (Vorjahr: T€ 1.172) im Geschäftsjahr 2019 geleistet. Der bAV-Beitrag betrug im Geschäftsjahr 2019 für Herrn Klenk T€ 320, für Herrn Andersen T€ 252, für Herrn Ricker T€ 216, für Herrn Tischer T€ 192 und für Herrn Goldbrunner T€ 192.
Vergütung 2018 gemäß DRS 17 (in T€)
scroll
| Name | Funktion | Festvergütung | Nebenleistungen | Summe | Short Term Incentive | |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Christoph Klenk | CEO Personal, Intralogistik, Digitalisierung, Kommunikation, Qualität, Informationsmanagement | seit 2003 | 800 | 28 | 828 | 60 |
| Michael Andersen | CFO Finanzen, Controlling, Prozesstechnik, Strategischer Einkauf | seit 2016 | 630 | 182 | 812 | 47 |
| Thomas Ricker | Vertrieb und Marketing | seit 2012 | 540 | 21 | 561 | 41 |
| Markus Tischer | International Operations and Services | seit 2014 | 480 | 18 | 498 | 36 |
| Ralf Goldbrunner | Abfüll- und Verpackungstechnik | seit 2014 | 480 | 31 | 511 | 36 |
scroll
| Name | Mid Term Incentive | Long Term Incentive | Summe (Gesamtvergütung) |
|---|---|---|---|
| Christoph Klenk | 133 | 920 | 1.942 |
| Michael Andersen | 85 | 0 | 945 |
| Thomas Ricker | 67 | 669 | 1.337 |
| Markus Tischer | 57 | 569 | 1.160 |
| Ralf Goldbrunner | 57 | 493 | 1.096 |
Bei den Beiträgen zum Incentive handelt es sich um die Beiträge, die im Folgejahr ausbezahlt werden.
Gesamtbezüge der früheren Mitglieder des Vorstands
An ehemalige Vorstandsmitglieder und deren Hinterbliebene wurden T€ 4.622 (Vorjahr: T€ 1.688) gewährt. Darin enthalten sind die Bestandteile, die Herrn Michael Andersen nach seinem Ausscheiden gewährt worden sind. Pensionsrückstellungen in Höhe von T€ 6.256 (Vorjahr: T€ 4.516) sind zurückgestellt. Dieser Anstieg ist Veränderungen des versicherungsmathematischen Rechnungszinses geschuldet.
Aufsichtsratsvergütung
Die Gesamtbezüge der Mitglieder des Aufsichtsrats betrugen für das Geschäftsjahr 2019 T€ 812 (Vorjahr: T€ 712) und sind nachfolgender Tabelle auf individueller Basis zu entnehmen:
Gesamtbezüge des Aufsichtsrats für das Geschäftsjahr 2018/2019
Vergütung 2019 gemäß DRS 17 (in T€)
scroll
| Name | Funktion | Festvergütung | Ausschussvergütung | Sitzungsgeld | Gesamtvergütung Geschäftsjahr 2019 |
|---|---|---|---|---|---|
| Volker Kronseder | Aufsichtsratsvorsitzender | 87,5 | 7,0 | 15,0 | 109,5 |
| Werner Schrödl | Stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender | 52,5 | 7,0 | 15,0 | 74,5 |
| Robert Friedmann | Ordentliches Aufsichtsratsmitglied | 35,0 | 4,5 | 39,5 | |
| Klaus Gerlach * | Ordentliches Aufsichtsratsmitglied | 35,0 | 6,0 | 41,0 | |
| Oliver Grober | Ordentliches Aufsichtsratsmitglied | 35,0 | 6,0 | 41,0 | |
| Thomas Hiltl | Ordentliches Aufsichtsratsmitglied | 35,0 | 6,0 | 41,0 | |
| Norman Kronseder | Ordentliches Aufsichtsratsmitglied | 35,0 | 7,0 | 15,0 | 57,0 |
| Prof. Dr. jur. Susanne Nonnast | Ordentliches Aufsichtsratsmitglied | 35,0 | 6,0 | 41,0 | |
| Dr. phil. Verena Di Pasquale | Ordentliches Aufsichtsratsmitglied | 35,0 | 6,0 | 41,0 | |
| Beate Eva Maria Pöppe | Ordentliches Aufsichtsratsmitglied | 35,0 | 6,0 | 41,0 | |
| Norbert Samhammer | Ordentliches Aufsichtsratsmitglied | 35,0 | 6,0 | 41,0 | |
| Petra Schadeberg-Herrmann | Ordentliches Aufsichtsratsmitglied | 35,0 | 6,0 | 41,0 | |
| Jürgen Scholz | Ordentliches Aufsichtsratsmitglied | 35,0 | 7,0 | 9,0 | 51,0 |
| Hans-Jürgen Thaus | Ordentliches Aufsichtsratsmitglied | 35,0 | 7,0 | 12,0 | 54,0 |
| Josef Weitzer | Ordentliches Aufsichtsratsmitglied | 35,0 | 7,0 | 15,0 | 57,0 |
| Matthias Winkler | Ordentliches Aufsichtsratsmitglied | 35,0 | 6,0 | 41,0 |
* Arbeitnehmervertreter
** Die Vergütung wird nach den aktuell gültigen Bestimmungen der Hans-Böckler-Stiftung anteilig abgeführt
Vergütung 2018 gemäß DRS 17 (in T€)
scroll
| Name | Funktion | Festvergütung | Ausschussvergütung | Sitzungsgeld | Gesamtvergütung Geschäftsjahr 2018 |
|---|---|---|---|---|---|
| Volker Kronseder | Aufsichtsratsvorsitzender | 87,5 | 7,0 | 15,0 | 109,5 |
| Werner Schrödl | Stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender | 52,5 | 7,0 | 13,5 | 73,0 |
| Robert Friedmann | Ordentliches Aufsichtsratsmitglied | 17,5 | 4,5 | 22,0 | |
| Klaus Gerlach * | Ordentliches Aufsichtsratsmitglied | 35,0 | 6,0 | 41,0 | |
| Oliver Grober | Ordentliches Aufsichtsratsmitglied | 17,5 | 4,5 | 22,0 | |
| Thomas Hiltl | Ordentliches Aufsichtsratsmitglied | 17,5 | 4,5 | 22,0 | |
| Norman Kronseder | Ordentliches Aufsichtsratsmitglied | 35,0 | 7,0 | 15,0 | 57,0 |
| Prof. Dr. jur. Susanne Nonnast | Ordentliches Aufsichtsratsmitglied | 35,0 | 4,5 | 39,5 | |
| Dr. phil. Verena Di Pasquale | Ordentliches Aufsichtsratsmitglied | 35,0 | 6,0 | 41,0 | |
| Beate Eva Maria Pöppe | Ordentliches Aufsichtsratsmitglied | 35,0 | 4,5 | 39,5 | |
| Norbert Samhammer | Ordentliches Aufsichtsratsmitglied | 17,5 | 4,5 | 22,0 | |
| Petra Schadeberg-Herrmann | Ordentliches Aufsichtsratsmitglied | 35,0 | 4,5 | 39,5 | |
| Jürgen Scholz | Ordentliches Aufsichtsratsmitglied | 35,0 | 7,0 | 10,5 | 52,5 |
| Hans-Jürgen Thaus | Ordentliches Aufsichtsratsmitglied | 35,0 | 7,0 | 10,5 | 52,5 |
| Josef Weitzer | Ordentliches Aufsichtsratsmitglied | 35,0 | 7,0 | 15,0 | 57,0 |
| Matthias Winkler | Ordentliches Aufsichtsratsmitglied | 17,5 | 4,5 | 22,0 |
** Die Vergütung wird nach den aktuell gültigen Bestimmungen der Hans-Böckler-Stiftung anteilig abgeführt
Vorschlag für die Verwendung des Bilanzgewinns der KRONES AG
Der Bilanzgewinn der KRONES AG beträgt zum 31. Dezember 2019 € 258.681.143,94. Wir schlagen der ordentlichen Hauptversammlung am 18. Mai 2020 vor, von diesem Betrag folgende Verwendung zu beschließen:
scroll
| Vorschlag für die Verwendung des Bilanzgewinns | € 258.681.143,94 |
| Dividende € 0,75 für 31.593.072 Stammstückaktien | € 23.694.804,00 |
| Vortrag auf neue Rechnung | € 234.986.339,94 |
Neutraubling, 12. März 2020
KRONES AG
Der Vorstand
Christoph Klenk, CEO
Norbert Broger
Thomas Ricker
Markus Tischer
Ralf Goldbrunner
Organe der Gesellschaft
Gemäß § 8 Abs. 1 der Satzung werden acht Mitglieder des Aufsichtsrats von den Aktionären nach dem Aktiengesetz (§§ 96 Abs. 1, 101 AktG) gewählt. Acht Mitglieder sind nach § 1 Abs. 1, § 7 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 MitbestG von den Arbeitnehmern zu wählen.
Aufsichtsrat
Volker Kronseder
Aufsichtsratsvorsitzender
UNIVERSITÄTSKLINIKUM REGENSBURG
WIRTSCHAFTSBEIRAT BAYERISCHE LANDESBANK
Werner Schrödl **
Stv. Aufsichtsratsvorsitzender
Konzernbetriebsratsvorsitzender
Gesamtbetriebsratsvorsitzender
Verwaltungsrat der BAYERISCHEN BETRIEBSKRANKENKASSEN
Dr. Verena Di Pasquale **
Stv. Vorsitzende des DGB Bayern
Robert Friedmann
Sprecher der Konzernführung der WÜRTH-GRUPPE
ZF FRIEDRICHSHAFEN AG
Klaus Gerlach **
Head of Central International Operations and Services
Oliver Grober **
Betriebsratsvorsitzender
Werk Rosenheim
Thomas Hiltl **
Betriebsratsvorsitzender
Werk Nittenau
Norman Kronseder
Land- und Forstwirt
BAYERISCHE FUTTERSAATBAU GMBH
Professor Dr. jur. Susanne Nonnast
Professorin an der OTH REGENSBURG
Beate Eva Maria Pöpperl **
Freigestellte Betriebsrätin
Norbert Samhammer
Geschäftsführer
SAMHAMMER HOLDING GMBH
SAMHAMMER AG
Petra Schadeberg-Herrmann
Geschäftsführende Gesellschafterin
KROMBACHER BRAUEREI
BERNHARD SCHADEBERG GMBH & CO. KG,
KROMBACHER FINANCE GMBH,
SCHAWEI GMBH,
DIVERSUM HOLDING GMBH & CO. KG
Jürgen Scholz **
1. Bevollmächtigter IG METALL Geschäftsstelle Regensburg
INFINEON TECHNOLOGIES AG
Hans-Jürgen Thaus
MASCHINENFABRIK REINHAUSEN GMBH
HAWE HYDRAULIK SE, ASCHHEIM/ MÜNCHEN (bis 27.06.2019)
Josef Weitzer **
Stv. Konzernbetriebsratsvorsitzender
Stv. Gesamtbetriebsratsvorsitzender
Betriebsratsvorsitzender
Neutraubling
SPARKASSE REGENSBURG
Matthias Winkler
Geschäftsführender Gesellschafter
der WW + KN STEUERBERATUNGSGESELLSCHAFT MBH
Vorstand
Christoph Klenk
CEO
Intralogistik
Prozesstechnik
Michael Andersen
bis 24.07.2019
CFO
Prozesstechnik
Norbert Broger
ab 01.01.2020
CFO
Thomas Ricker
CSO
Markus Tischer
International Operations and Services Digitalisierung
Ralf Goldbrunner
Abfüll- und Verpackungstechnik Compact Class
** Von der Belegschaft gewählt
Außerdem sind die Konzerngesellschaften dem Verantwortungsbereich von jeweils zwei Vorstandsmitgliedern zugeordnet.
Bestandteil des Anhangs
Zusammensetzung des Anteilsbesitzes am Bilanzstichtag 31.12.2019
scroll
| Name und Sitz der Gesellschaft | Eigenkapital | Anteil am Gesellschaftskapital | Ergebnis | |
|---|---|---|---|---|
| T€ | T€ | % | T€ | |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Inland | ||||
| DEKRON GMBH, Kelkheim 1,2 | - 9.851 | - 9.851 | 100,00 | 0 |
| ECOMAC GEBRAUCHTMASCHINEN GMBH, Neutraubling 1,2 | 2.860 | 2.860 | 100,00 | 0 |
| EVOGUARD GMBH, Nittenau 1,2 | 5.087 | 5.087 | 100,00 | 0 |
| GERNEP GMBH ETIKETTIERTECHNIK, Barbing 1,2 | 10.241 | 10.241 | 100,00 | 0 |
| HST MASCHINENBAU GMBH, Dassow 1,2 | 2.190 | 2.190 | 100,00 | 0 |
| KIC KRONES INTERNATIONALE COOPERATIONS-GESELLSCHAFT MBH, Neutraubling 1,2 | 8.700 | 8.700 | 100,00 | 0 |
| KRONES BETEILIGUNGSGESELLSCHAFT MBH, Neutraubling 3 | 26.173 | 26.173 | 100,00 | 0 |
| KRONES SERVICE EUROPE GMBH, Neutraubling | 3.585 | 3.585 | 100,00 | 1.361 |
| MHT HOLDING AG, Hochheim am Main 1 | 1.849 | 1.849 | 100,00 | 56 |
| MHT MOLD & HOTRUNNER TECHNOLOGY AG, Hochheim am Main 1 | 3.727 | 3.727 | 100,00 | 1.241 |
| MILKRON GMBH, Laatzen 1,2 | - 1.780 | - 1.780 | 100,00 | 0 |
| PMR GMBH, Wackersdorf 1,2 | 50 | 50 | 100,00 | 0 |
| SYSKRON GMBH, Wackersdorf 1 | 1.547 | 1.547 | 100,00 | - 1.977 |
| SYSKRON HOLDING GMBH, Wackersdorf | 3.718 | 3.718 | 100,00 | - 6.782 |
| SYSKRON X GMBH, Wackersdorf 1,4 | 100 | 100 | 100,00 | 0 |
| SYSTEM LOGISTICS GMBH, Wackersdorf 1,2 | 1.239 | 1.239 | 100,00 | 0 |
| TIKI TECHNOLOGISCHES INSTITUT FÜR ANGEWANDTE KÜNSTLICHE INTELLIGENZ GMBH, Weiden 1 | 70 | 31 | 44,00 | - 490 |
| TRIACOS CONSULTING & ENGINEER GMBH, Altenstadt an der Waldnaab 1,4 | 881 | 881 | 100,00 | 0 |
| Ausland | ||||
| KRONES ANGOLA - REPRESENTACOES, COMERCIO E INDUSTRIA, LDA., Luanda/Angola | 1.915 | 1.915 | 100,00 | 38 |
| KRONES SURLATINA S.A., Buenos Aires/Argentinien | 1.126 | 1.126 | 100,00 | 153 |
| KRONES PACIFIC CITY LIMITED, Sydney/Australien | 751 | 751 | 100,00 | 645 |
| KRONES BANDLADESCH LIMITED, Dhaka/Bangladesh | 193 | 193 | 100,00 | 134 |
| KOSME FBA SA, Charleroi/Belgien 1 | -3.599 | -3.599 | 100,00 | 64 |
| S.A. KRONES N.V., Louvain-Ia-Neuve/Belgien | 1.378 | 1.378 | 100,00 | -16 |
| KRONES DO BRAZIL LTDA., São Paulo/Brasilien | 61.618 | 61.618 | 100,00 | 8.645 |
| KRONES S.A., São Paulo/Brasilien | 119 | 119 | 100,00 | -7 |
| KRONES SERVICE EUROPE EOOD, Sofia/Bulgarien 1 | 1.296 | 1.296 | 100,00 | 205 |
| KRONES CHILE SPA., Santiago de Chile/Chile | 761 | 761 | 100,00 | 383 |
| KRONES ASIA LTD., Hongkong/VR China | -1.441 | -1.441 | 100,00 | -349 |
| KRONES MACHINERY (TAICANG) CO. LTD., Taicang/vR China | 67.607 | 67.607 | 100,00 | 2.574 |
| KRONES PRICESSING (SHANGHAI) CO. LTD., Shanghai/vR China 1 | 2.765 | 2.765 | 100,00 | 159 |
| KRONES SALES (BEIJING) CO. LTD., Beijing/VR China | -556 | -556 | 100,00 | -218 |
| KRONES TRADING (TAICANG) CO. LTD., Taicang/VR China | 29.486 | 29.486 | 100,00 | 1.905 |
| KRONES NORDIC APS, Holte/Dänemark | 5.175 | 5.175 | 100,00 | 1.997 |
| KOSME FBA SAS, Lyon/Frankreich 1 | -7.982 | -7.982 | 100,00 | -75 |
| KRONES S.A.R.L., Viviers-du-Lac/Frankreich | -188 | -188 | 100,00 | 122 |
| KRONES UK LTD., Bolton/Großbritannien | 19.985 | 19.985 | 100,00 | 3.581 |
| SYSTEM LTD., London/Großbritannien 1 | 20 | 12 | 60,00 | 164 |
| AUTOMATA S.A., Guatemala City/Guatemala 1 | 3.290 | 3.290 | 100,00 | -280 |
| KRONES INDIA PVT. LTD., Bangalore/Indien | 5.717 | 5.717 | 100,00 | 2.418 |
| UNICORN INDUSTRIES Ltd., Secunderabad/Indien 1 | 6.144 | 3.686 | 100,00 | 1.270 |
| PT. KRONES MACHINERY INDONESIA, Jakarta/Indonesien | 2.242 | 2.242 | 100,00 | 840 |
| KOSME S.R.L., Roverbella/Italien | 50.424 | 50.424 | 100,00 | 1.893 |
| KRONES S.R.L., Garda (vr)/ltalien | 4.077 | 4.077 | 100,00 | -69 |
| SYSTEM LOGISTICS S.p.A., Fiorano/Italien 1 | 29.311 | 17.587 | 60,00 | -6.846 |
| KRONES JAPAN CO. LTD., Tokio/Japan | 5.282 | 5.282 | 100,00 | 2.284 |
| KRONES CAMBODIA CO. LTD., Phnom Penh/Kambodscha | -30 | -30 | 100,00 | -14 |
| KRONES MACHINERY CO. LTD., Mississauga, Ontario/Kanada | 715 | 715 | 100,00 | 539 |
| KRONES KAZAKHSTAN TOO, Almaty/Kasachstan | -208 | -208 | 100,00 | 60 |
| KRONES LCS CENTER EAST AFRICA LTD., Nairobi/Kenia | 12.181 | 12.181 | 100,00 | 2.219 |
| KRONES ANDINA LTDA., Bogota/Kolumbien | 3.141 | 3.141 | 100,00 | 652 |
| KRONES MACHINERY MALAYSIA SDN. BHD., Kuala Lumpur/Malaysia | 219 | 219 | 100,00 | -15 |
| KRONES MEX S.A. DE C.V., MEXIKO D.F./Mexiko | 11.725 | 11.725 | 100,00 | 3.300 |
| SYSTEMLOG DE MEXICO S.A. DE C.V., Santa Caterina, Monterrey/Mexiko 1 | 1.603 | 962 | 60,00 | 288 |
| KRONES MYANMAR LTD., Sanchaung Township/Republic of the Union Myanmar | 25 | 25 | 100,00 | -8 |
| KRONES NEW ZEALAND LIMITED, Aukland/Neuseeland | 913 | 913 | 100,00 | 348 |
| KRONES NEDERLAND B.V., Bodegraven/Niederlande | 2.028 | 2.028 | 100,00 | 260 |
| KRONES LCS CENTER WEST AFRICA LTD. Lagos/Nigeria | 21.941 | 21.941 | 100,00 | 4.673 |
| KOSME GESELLSCHAFT MBH, Sollenau/Österreich | 31.778 | 31.778 | 100,00 | 1.191 |
| KRONES PAKISTAN (PRIVATE) LIMITED, Lahore/Pakistan | -907 | -907 | 100,00 | -159 |
| KRONES FILIPINAS INC., Taguig City/Philippinen | 1.368 | 1.368 | 100,00 | 838 |
| KRONES SPÓLKA Z.O.O., Warschau/Polen | 1.656 | 1.656 | 100,00 | 900 |
| KRONES PORTUGAL EQUIPAMENTOS INDUSTRIAIS LDA., Barcarena/Portugal | 269 | 269 | 100,00 | 74 |
| KRONES ROMANIA PROD. S.R.L., Bukarest/Rumänien | 835 | 835 | 100,00 | 680 |
| KRONES SERVICE EUROPE S.R.L., Bukarest/Rumänien 1 | 156 | 156 | 100,00 | 68 |
| KRONES O.O.O., Moskau/Russische Föderation | 11.347 | 11.347 | 100,00 | 3.089 |
| SYSTEM NORTHERN EUROPE AB, Malmö/Schweden 1 | 1.182 | 709 | 60,00 | -85 |
| INTEGRATED PLASTICS SYSTEMS AG, Baar/Schweiz 1 | 1.287 | 901 | 70,00 | 424 |
| KRONES AG, Buttwil/Schweiz | 6.142 | 6.142 | 100,00 | 782 |
| KRONES-IZUMI PROCESSING PTE LTD., Singapore/Republic of Singapore 1 | -2.396 | -1.749 | 73,00 | -920 |
| KRONES SINGAPORE LTD., Singapore/Republic of Singapore | 1.512 | 1.512 | 100,00 | 731 |
| KRONES IBERICA, S.A.U., Barcelona/Spanien | 6.168 | 6.168 | 100,00 | 912 |
| SYSTEM LOGISTICS SPAIN SL, Castellòn de la Plana/Spanien 1 | 1.167 | 700 | 60,00 | 599 |
| KRONES SOUTHERN AFRICA (PROP.) LTD., Johannesburg/Südafrika | 24.830 | 24.830 | 100,00 | 3.702 |
| KRONES KOREA LTD., Seoul/Südkorea | 1.355 | 1.355 | 100,00 | 2.651 |
| KRONES (THAILAND) CO. LTD., Bangkok/Thailand | 31.127 | 31.127 | 100,00 | 15.743 |
| SYSTEM LOGISTICS ASIA CO. LTD., Bangkok/Thailand 1 | 1.085 | 651 | 60,00 | 185 |
| KONPLAN S.R.O., Pilsen/Tschechische Republik | 3.737 | 3.737 | 100,00 | 575 |
| KRONES S.R.O., Prag/Tschechische Republik | 1.025 | 1.025 | 100,00 | 522 |
| KRONES MAKINA SANAYI VE TIKARE LTD. SIRKETI, Istanbul/Türkei | 2.140 | 2.140 | 100,00 | 722 |
| KRONES UKRAINE LLC., Kiew/Ukraine | 2.386 | 2.386 | 100,00 | 806 |
| KRONES SERVICE EUROPE KFT., Budapest/Ungarn 1 | -359 | -359 | 100,00 | -29 |
| KRONES HUNGARY KFT, Debrecen/Ungarn | 45.935 | 45.935 | 100,00 | -7.189 |
| JAVLYN PRICESS SYSTEMS LLC ,, Rochester, NewYork/USA 1 | 6.550 | 6.550 | 100,00 | 1.124 |
| KRONES INC., Franklin, Wisconsin/USA | 99.855 | 99.855 | 100,00 | 32.843 |
| MHT USA LLC., Peachtree City/USA 1 | 281 | 281 | 100,00 | -6 |
| PROCESS AND DATA AUTOMATION LLC ,, Erle/USA 1 | 4.270 | 4.270 | 100,00 | 771 |
| W.M. SPRINKMAN Corporation, Waukesha/USA 1 | 2.630 | 2.630 | 100,00 | -7.350 |
| SYSTEM LOGISTICS CORPORATION, Arden/USA 1 | 7.091 | 4.255 | 60,00 | 5.845 |
| TRANS-MARKET LLC , Tampa/USA 1 | 18.388 | 18.388 | 100,00 | -4.674 |
| MAQUINARIAS KRONES DE VENEZUELA S.A., Caracas/Venezuela | -1.000 | -1.000 | 100,00 | -3.542 |
| INTEGRATED PACKAGING SYSTEMS FZCO, Dubai/Vereinigte Arabische Emirate | 9.943 | 9.943 | 100,00 | 1.756 |
| KRONES MIDDLE EAST AFRICA FZCO Dubai/Vereinigte Arabische Emirate | 27.877 | 27.877 | 100,00 | -315 |
| KRONES VIETNAM CO. LTD., Ho Chi Minh City/Vietnam | 1.970 | 1.970 | 100,00 | 1.655 |
1 mittelbare Beteiligung
2 Ergebnisabführungsvertrag mit KRONES Beteiligungsgesellschaft mbH, Neutraubling
3 Ergebnisabführungsvertrag mit KRONES AG, Neutraubling
4 Ergebnisabführungsvertrag mit SYSKRON Holding GmbH, Wackersdorf
WEITERE INFORMATIONEN
Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers
An die KRONES Aktiengesellschaft, Neutraubling
Vermerk über die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts
Prüfungsurteile
Wir haben den Jahresabschluss der KRONES Aktiengesellschaft, Neutraubling - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2019 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2019 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der KRONES Aktiengesellschaft für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2019 geprüft. Die in Abschnitt "Versicherung der gesetzlichen Vertreter" des Lageberichts enthaltene Versicherung der gesetzlichen Vertreter haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft. Die Erklärung zur Unternehmensführung, die auf der Internetseite der Gesellschaft öffentlich zugänglich gemacht wurde, worauf im Abschnitt "Abhängigkeitsbericht" des Lageberichtes hingewiesen wird, haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft. Die folgenden lageberichtsfremden Angaben, die zu den sonstigen Informationen zählen, haben wir nicht geprüft:
| ― | Abschnitt "Grundlagen des Konzerns", Unterabschnitt "Moderne Fertigungsmethoden - die neue Schaltschrankproduktion von KRONES" |
| ― | Abschnitt "Grundlagen des Konzerns", Unterabschnitt "Eine Auswahl unserer Innovationen" |
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
| ― | entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2019 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2019 und |
| ― | vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Unser Prüfungsurteil zum Lagebericht erstreckt sich nicht auf den Inhalt der oben genannten Erklärung zur Unternehmensführung und der Versicherung der gesetzlichen Vertreter sowie auf die lageberichtsfremden Angaben. |
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.
Grundlage für die Prüfungsurteile
Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-Abschlussprüferverordnung (Nr. 537/2014; im Folgenden "EU-APrvo") unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den europarechtlichen sowie den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Darüber hinaus erklären wir gemäß Artikel 10 Abs. 2 Buchst, f) EU-APrvo, dass wir keine verbotenen Nichtprüfungsleistungen nach Artikel 5 Abs. 1 EU-APrvo erbracht haben. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.
Besonders wichtige Prüfungssachverhalte in der Prüfung des Jahresabschlusses
Besonders wichtige Prüfungssachverhalte sind solche Sachverhalte, die nach unserem pflichtgemäßen Ermessen am bedeutsamsten in unserer Prüfung des Jahresabschlusses für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2019 waren. Diese Sachverhalte wurden im Zusammenhang mit unserer Prüfung des Jahresabschlusses als Ganzem und bei der Bildung unseres Prüfungsurteils hierzu berücksichtigt; wir geben kein gesondertes Prüfungsurteil zu diesen Sachverhalten ab.
Nachfolgend beschreiben wir die aus unserer Sicht besonders wichtigen Prüfungssachverhalte:
1. Periodengerechte Umsatzrealisierung bei kundenspezifischen Fertigungsaufträgen
Gründe für die Bestimmung als besonders wichtiger Prüfungssachverhalt
Ein wesentlicher Teil der Umsatzerlöse der KRONES Aktiengesellschaft wird aus Projekten mit Maschinen und Anlagen zur Produktabfüllung und Getränkeproduktion erwirtschaftet. Sobald die Maschinen and Anlagen installiert und betriebsbereit sind, werden die zugehörigen Umsatzerlöse erfasst.
Es besteht das Risiko für den Abschluss, dass der Zeitpunkt des Gefahrenübergang falsch eingeschätzt und die Umsätze aus den kundenspezifischen Aufträgen dadurch dem falschen Geschäftsjahr zugeordnet werden.
Prüferisches Vorgehen
Zur Prüfung der periodengerechten Umsatzlegung haben wir Ausgestaltung, Einrichtung und Wirksamkeit der internen Kontrollen in Bezug auf die Umsatzerfassung beurteilt.
Anhand von interner Dokumentation haben wir uns mit der Erfassung des Zeitpunkts des Installationsendes und damit der erstmaligen Betriebsbereitschaft der Maschinen und Anlagen befasst. Grundlage dafür waren ausgewählte Aufträge mit Umsatzrealisierung im Dezember 2019 bzw. im Januar 2020. Darüber hinaus haben wir Saldenbestätigungen von Dritten zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2019 eingeholt.
Aus unseren Prüfungshandlungen haben sich keine Einwendungen gegen die Periodenzuordnung der Umsatzrealisierung ergeben.
Verweis auf zugehörige Angaben
Die Angaben der Gesellschaft zur Erfassung der Umsatzerlöse sind im Kapitel "Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden" unter dem Abschnitt "Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung" im Anhang zum Jahresabschluss dargestellt.
2. Werthaltigkeit der Anteile und Ausleihungen an verbundene(n) Unternehmen
Gründe für die Bestimmung als besonders wichtiger Prüfungssachverhalt
Die Würdigung der Beurteilung des Vorstands über die Werthaltigkeit von Anteilen und Ausleihungen an verbundene(n) Unternehmen stellt aufgrund deren Wesentlichkeit für den Jahresabschluss sowie der Ermessensabhängigkeit der Beurteilung, ob Hinweise auf einen niedrigeren beizulegenden Wert vorliegen, und des daraus resultierenden höheren Risikos für falsche Angaben in der Rechnungslegung einen besonders wichtigen Prüfungssachverhalt dar. Sofern Anzeichen für eine voraussichtlich dauernde Wertminderung vorliegen, ermittelt die Gesellschaft den beizulegenden Wert für Anteile an verbundenen Unternehmen mithilfe eines Discounted Cashflow Verfahrens. Die für das Discounted Cashflow Verfahren verwendeten Zahlungsströme beruhen auf unternehmensindividuellen Planungen, die mit Annahmen über langfristige Wachstumsraten fortgeschrieben werden. Die Bewertung dieser Posten ist jeweils in hohem Maße von der Einschätzung der künftigen Zahlungsmittelüberschüsse sowie dem verwendeten Diskontierungssatz abhängig.
Prüferisches Vorgehen
Im Rahmen der Prüfung der Werthaltigkeit der Anteile und Ausleihungen an verbundene Unternehmen haben wir einen aussagebezogenen Prüfungsansatz angewendet.
Wir haben das Bewertungsmodell für die Ermittlung der beizulegenden Werte, insbesondere hinsichtlich der methodischen und rechnerischen Richtigkeit, beurteilt.
Die Ableitung des risikoadjustierten Kapitalisierungszinssatzes haben wir unter Hinzuziehung unserer internen Bewertungsexperten gewürdigt, in dem wir insbesondere die Peer Group hinterfragt, die Marktdaten mit externen Nachweisen abgeglichen und die rechnerische Richtigkeit überprüft haben.
Annahmen zu den zukünftigen Zahlungsströmen wurden durch Befragungen im Hinblick auf die wesentlichen Annahmen zu Wachstum und Geschäftsverlauf beurteilt.
Aus unseren Prüfungshandlungen haben sich keine Einwendungen hinsichtlich Bewertung der Anteile und Ausleihungen an verbundene(n) Unternehmen ergeben.
Verweis auf zugehörige Angaben
Zu den Abschreibungen auf Finanzanlagen verweisen wir auf die Angaben der Gesellschaft im Anhang im Abschnitt "Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden".
Sonstige Informationen
Der Aufsichtsrat ist für den Bericht des Aufsichtsrats verantwortlich. Die gesetzlichen Vertreter und der Aufsichtsrat sind gemeinsam für den Corporate Governance Bericht und die Erklärung zur Unternehmensführung verantwortlich. Im Übrigen sind die gesetzlichen Vertreter für die sonstigen Informationen verantwortlich.
Die sonstigen Informationen umfassen die oben genannte Versicherung der gesetzlichen Vertreter sowie die oben genannte Erklärung zur Unternehmensführung, die lageberichtsfremden Angaben im Lagebericht, den im Internet veröffentlichten zusammengefassten, gesonderten nichtfinanziellen Konzernbericht und ferner weitere, für den Geschäftsbericht vorgesehen Bestandteile, von denen wir eine finale Fassung bis zur Erteilung dieses Bestätigungsvermerks erlangt haben, insbesondere
| ― | Highlights 2019 |
| ― | Kapitel 1 "An unsere Aktionäre" |
| ― | Kapitel 3 "Corporate Governance" |
| ― | Kapitel 6 "Weitere Informationen" |
aber nicht den Jahresabschluss, nicht die in die inhaltliche Prüfung einbezogenen Lageberichtsangaben und nicht unseren dazugehörigen Bestätigungsvermerk. Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab. Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen
| ― | wesentliche Unstimmigkeiten zum Jahresabschluss, Lagebericht oder unseren bei der Prüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder |
| ― | anderweitig wesentlich falsch dargestellt erscheinen. |
Falls wir auf Grundlage der von uns durchgeführten Arbeiten den Schluss ziehen, dass eine wesentliche falsche Darstellung dieser sonstigen Informationen vorliegt, sind wir verpflichtet, über diese Tatsache zu berichten. Wir haben in diesem Zusammenhang nichts zu berichten.
Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht
Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.
Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.
Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.
Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.
Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts
Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.
Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-APrvo unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.
Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
| ― | identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können; |
| ― | gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben; |
| ― | beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben; |
| ― | ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann; |
| ― | beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt; |
| ― | beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft; |
| ― | führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. |
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Wir geben gegenüber den für die Überwachung Verantwortlichen eine Erklärung ab, dass wir die relevanten Unabhängigkeitsanforderungen eingehalten haben, und erörtern mit ihnen alle Beziehungen und sonstigen Sachverhalte, von denen vernünftigerweise angenommen werden kann, dass sie sich auf unsere Unabhängigkeit auswirken, und die hierzu getroffenen Schutzmaßnahmen.
Wir bestimmen von den Sachverhalten, die wir mit den für die Überwachung Verantwortlichen erörtert haben, diejenigen Sachverhalte, die in der Prüfung des Jahresabschlusses für den aktuellen Berichtszeitraum am bedeutsamsten waren und daher die besonders wichtigen Prüfungssachverhalte sind. Wir beschreiben diese Sachverhalte im Bestätigungsvermerk, es sei denn, Gesetze oder andere Rechtsvorschriften schließen die öffentliche Angabe des Sachverhalts aus.
Sonstige gesetzliche und andere rechtliche Anforderungen
Übrige Angaben gemäß Artikel 10 EU-APrvo
Wir wurden von der Hauptversammlung am 5. Juni 2019 als Abschlussprüfer gewählt. Wir wurden am 5. Juni 2019 vom Aufsichtsrat beauftragt. Wir sind seit dem Geschäftsjahr 2019 als Abschlussprüfer der KRONES Aktiengesellschaft tätig.
Wir erklären, dass die in diesem Bestätigungsvermerk enthaltenen Prüfungsurteile mit dem zusätzlichen Bericht an den Prüfungsausschuss nach Artikel 11 EU-APrvo (Prüfungsbericht) in Einklang stehen.
Verantwortlicher Wirtschaftsprüfer
Der für die Prüfung verantwortliche Wirtschaftsprüfer ist Udo Schuberth.
Nürnberg, 12. März 2020
**Ernst & Young GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft**
Schuberth, Wirtschaftsprüfer
Schütz, Wirtschaftsprüfer
Kaufmännisches Glossar
Abschreibungen
Nutzungsbedingte Wertminderungen von Vermögensgegenständen des Anlage- und Umlaufvermögens
Cashflow
Gesamtheit von Zu- und Abflüssen von Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten in einer Periode.
Corporate Governance
Rahmen für eine verantwortungsvolle und auf Nachhaltigkeit ausgerichtete Unternehmensleitung und -kontrolle.
EBITDA
Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Earnings before interest, taxes, depreciation and amortisation).
EBITDA-Marge
Verhältnis Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen zum Umsatz
EBIT
Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Earnings before interest and taxes).
EBT
Ergebnis vor Steuern (Earnings before taxes).
EBT-Marge
Verhältnis Ergebnis vor Steuern zum Umsatz.
Eigenkapital
Mittel, die dem Unternehmen von den Eigentümern durch Einzahlung und/oder Einlage bzw. aus einbehaltenen Gewinnen zur Verfügung gestellt werden.
Eigenkapitalrendite vor Steuern
Verhältnis Ergebnis vor Steuern zu durchschnittlichem Eigenkapital.
Free Cashflow
Der frei verfügbare Cashflow, der zur Dividendenausschüttung, Schuldentilgung oder Thesaurierung zur Verfügung steht. Der Free Cashflow berechnet sich, in dem man von der Mittelveränderung aus der laufenden Geschäftstätigkeit die Mittelveränderung aus der Investitionstätigkeit abzieht.
Fremdkapital
Zusammenfassende Bezeichnung für die auf der Passivseite der Bilanz auszuweisenden Rückstellungen, Verbindlichkeiten und passivischen Rechnungsabgrenzungsposten.
IFRS
International Financial Reporting Standards. Vom International Accounting Standards Board (IASB) erarbeitete, international harmonisierte und angewandte Rechnungslegungsgrundsätze.
Nettoliquidität
Zahlungsmittel und Wertpapiere des kurzfristigen Vermögens abzüglich der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten.
ROCE
Verhältnis EBIT zur durchschnittlichen Nettokapitalbindung (Bilanzsumme abzüglich zinsfreie Verbindlichkeiten und zinsfreie sonstige Rückstellungen).
Working Capital
Das betriebsnotwendige Kapital errechnet sich wie folgt:
(Forderungen aus Lieferungen und Leistungen + Vorräte + Vertragsvermögenswerte) - (Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen + Vertragsverbindlichkeiten).
Working Capital/Umsatz
Verhältnis von Working Capital zum Umsatz. Diese Kennzahl gibt an, wie viel Kapital zur Finanzierung des Umsatzes eingesetzt werden muss.
Technisches Glossar
Aseptische Getränkeabfüllung
Keimfreie Abfüllung von Getränken bei Umgebungstemperatur.
Craft Brewer/Craft Beer
Kleinere konzernunabhängige Brauereien (Craft Brewer), die handwerklich gebrautes Spezialbier (Craft Beer) anbieten.
Digitaldruck
Druckverfahren, bei dem die Daten direkt vom Computer auf das zu bedruckende Objekt übertragen werden, ohne dass eine Druckvorlage erzeugt wird. Digitaldruck ist deutlich flexibler und bei kleineren Auflagen erheblich wirtschaftlicher als herkömmliche Druck- und Etikettierverfahren.
Energy Drink
Getränk, das eine anregende Wirkung auf den Organismus hat. Hierfür sorgen hauptsächlich die Inhaltsstoffe Zucker und Koffein.
enviro
Das Nachhaltigkeitsprogramm von KRONES. enviro wurde 2009 von TÜV SÜD zertifiziert. Damit hat KRONES die Kompetenzzertifizierung erhalten, um das enviro-Siegel für Energie- und Medieneffizienz sowie Umweltverträglichkeit für die eigenen Maschinen und Anlagen zu verleihen. KRONES richtet alle Neuentwicklungen an den Kriterien des Nachhaltigkeitsprogramms enviro aus.
Intralogistik
Kompletter innerbetrieblicher Material- und Warenfluss. Dazu zählen beispielsweise Lager-, Kommissionierungs- und Fördersysteme.
PET
Polyethylenterephthalat, ein thermoplastischer Kunststoff aus der Familie der Polyester, der u. a. zur Herstellung von Getränkeflaschen eingesetzt wird.
Rezyklat
Produkt, das durch einen Recyclingprozess gewonnen wurde.
Softdrinks
Alkoholfreie und meist kohlensäurehaltige Erfrischungsgetränke.
Streckblasen
Verfahren zur Herstellung von Kunststoff-Hohlkörpern wie beispielsweise PET-Flaschen
Sudhaus
Im Sudhaus wird aus den Grundstoffen Malz, Hopfen und Wasser in mehreren Schritten Bier gebraut.
Impressum
Herausgeber
KRONES AG
Böhmerwaldstraße 5
93073 Neutraubling
Projektleitung
Roland Pokorny,
Leiter Unternehmenskommunikation
Gestaltung
Büro Benseler
Text
KRONES AG,
InvestorPress GmbH
Fotos
KRONES AG
Zum Zweck der besseren Lesbarkeit haben wir in diesem Geschäftsbericht vereinfachend die männliche Form verwendet.
Finanzkalender
scroll
| 29.04.2020 | Quartalsmitteilung zum 31. März 2020 |
| 18.05.2020 | Hauptversammlung |
| 30.07.2020 | Zwischenbericht zum 30. Juni 2020 |
| 29.10.2020 | Quartalsmitteilung zum 30. September 2020 |
Kontakt
KRONES AG
Investor Relations
Olaf Scholz
Telefon +49 9401 70-1169
E-Mail [email protected]
Böhmerwaldstraße 5
93073 Neutraubling
Deutschland