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KRONES AG Annual Report 2018

Apr 3, 2019

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Annual Report

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Krones AG

Neutraubling

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2018 bis zum 31.12.2018

Mit Investitionen die Zukunft sichern

Highlights 2018

2018 war für die KRONES AG insgesamt herausfordernd.
Umsatz sinkt um 7,3 % auf 2,74 Mrd. €. Das Ergebnis vor Steuern ging um 48,3 % auf 112,6 Mio. € zurück.
Aktionäre sollen eine stabile Dividende von 1,70 € je Aktie erhalten.

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2018 2017 Veränderung
Umsatz Mio. € 2.735,4 2.950,0 - 7,3 %
Auftragseingang Mio. € 2.981,0 2.874,7 + 3,7 %
Auftragsbestand zum 31.12. Mio. € 1.628,0 1.382,2 + 17,8 %
EBITDA Mio. € 119,6 147,9 - 19,1 %
EBIT Mio. € 61,6 93,4 - 34,0 %
EBT Mio. € 112,6 217,7 - 48,3 %
Jahresüberschuss Mio. € 97,3 185,8 - 47,6 %
Ergebnis je Aktie (Konzern nach IFRS) 4,78 5,97 - 20,0 %
Dividende je Aktie 1,70* 1,70 ± 0 %
Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte Mio. € 67,4 57,1 + 10,3 Mio. €
Cashflow** Mio. € 155,3 240,3 - 85,0 Mio. €
Nettoliquidität***zum 31.12. Mio. € 106,2 - 18,9 + 125,1 Mio. €
Beschäftigte am 31.12. 9.816 9.532 + 284

* gemäß Gewinnverwendungsvorschlag

** Jahresergebnis plus Abschreibungen

*** liquide Mittel abzüglich Finanzschulden

1 AN UNSERE AKTIONÄRE

Mit Investitionen die Zukunft sichern

Globalisierung, Digitalisierung, steigende Kosten sowie der demografische Wandel stellen Unternehmen vor vielfäLTIge Herausforderungen. Vorausschauendes Handeln und Mut sind gefragt, um die Zukunft von KRONES erfolgreich zu gestalten.

Chancen sind reichlich vorhanden. Um sie zu nutzen, muss KRONES kräftig investieren - in allen Bereichen. Wir werden viel Kapital in den Ausbau des Global Footprint stecken, aber auch den Standort Deutschland stärken. Zugleich werden wir die Entwicklung innovativer Produkte und Services vorantreiben. Hier fließt viel Geld in die Digitalisierung der Getränkefabrik. Aber vor allem werden wir auch weiterhin in die Aus- und Weiterbildung unserer Mitarbeiter investieren. Sie sind das Kernstück unseres Unternehmens.

Alle Investitionen von KRONES haben ein Ziel -zufriedene Kunden.

Investitionen erfordern Kapital. Daher ist es wichtig, dass KRONES seine mittelfristigen Finanzziele erreicht. Selbst erwirtschaftete Mittel erhöhen den Spielraum für Investitionen und machen uns unabhängig von Fremdkapitalgebern. Das KRONES Team kann die Zukunft selbst gestalten.

Innovation führt zu Kundenzufriedenheit: 250. Ergo Bloc L ging nach Mexiko

Es war eine bahnbrechende Entwicklung, die KRONES im Jahr 2009 auf der drinktec vorstellte: Denn sie ermöglichte es, auf einer einzigen Anlage PET-Behälter herzustellen, zu etikettieren und zu füllen. Und schnell war klar: Der ErgoBloc L begeistert die Getränkeindustrie. Jetzt, nach rund neun Jahren, liefert KRONES die 250. Maschine dieses Typs aus, und zwar nach Mexiko zu Niagara Bottling.

Das Unternehmen war von Anfang an von dem Konzept überzeugt und kaufte seine erste Anlage dieses Typs bereits im Jahr 2011, bis heute hat es bereits Dutzende Systeme geordert. Dieser ErgoBloc L ist der erste überhaupt, der Formate von 0,236 bis 1,5 Litern mit einer Leistung von bis zu 84.000 Behältern pro Stunde produziert. Damit handelt es sich um die weltweit schnellste PET-Linie dieser Art.

Innovation führt zu Kundenzufriedenheit: Erfolgreich in der Craft-Beer-Szene

Die Nachfrage nach Craft Beer, also handwerklich gebrautem Bier kleinerer Brauereien, boomt. KRONES hat den Trend frühzeitig erkannt und innovative Produkte für dieses Marktsegment entwickelt. So feierte beispielsweise unser Dosenfüller Craftmate im Herbst 2015 Premiere. Der Füller mit einer Kapazität von 4.800 bis 19.200 Dosen pro Stunde ist speziell auf die Bedürfnisse kleinerer Bierbrauer angepasst.

Er ist sehr flexibel und füllt Dosen von 0,25 bis 1,0 Liter ab. Die Maschine ist kompakt gebaut, die Umrüstzeiten sind kurz. Bei Qualität und Hygiene gibt es beim Craftmate gegenüber seinen großen Geschwistern aus der Modulfill-Familie keinerlei Abstriche. Unsere Kunden schätzen die vielen Vorteile der Maschine. Nur drei Jahre nach Markteinführung hat KRONES bereits den 50. Craftmate verkauft.

Investition führt zu Kundenzufriedenheit: PET-Kompetenz erweitert

Im vierten Quartal 2018 erwarb KRONES die mht Holding ag. Das Unternehmen aus Hochheim am Main bietet Spritzgießwerkzeuge und Dienstleistungen für die PET-Industrie an und beschäftigt 125 Mitarbeiter. Mit dieser Investition schlossen wir eine Lücke in unserem Produkt- und Dienstleistungsportfolio für PET-Anwendungen.

KRONES kann nun seinen Kunden aus der Getränkeindustrie komplette PET-Lösungen anbieten und den PET-Kreislauf vollständig abdecken. Unser Portfolio umfasst Dienstleistungen rund um das Behälterdesign, Spritzgießwerkzeuge, mit denen PET-Rohlinge (Preforms) gefertigt werden sowie Maschinen, die Preforms zu Flaschen aufblasen. Darüber hinaus bieten wir Recyclinganlagen an, die gebrauchte PET-Flaschen zum Rohstoff für neue Behälter verarbeiten.

Innovation führt zu Kundenzufriedenheit: Hohes Tempo - großer Kundennutzen

Im oberösterreichischen Frankenmarkt steht eine der modernsten PET-Abfülllinien der Welt. Wir haben diese im Auftrag des Traditionsunternehmens Starzinger errichtet. Unser langjähriger Kunde schätzt neben der Qualität vor allem die hohe Flexibilität der Linie. Das besondere an der Anlage: Sie ist die erste, die komplett mit dem KRONES System LineXpress ausgestattet wurde.

LineXpress besteht aus einzelnen Automatisierungs-Komponenten und stellt die Anlage selbstständig sehr schnell um. Dies ist für Starzinger enorm wichtig. Denn das Unternehmen hat ein breites Produktsortiment mit teils kleinen Chargen. Die Linie muss also oft auf andere Getränke oder Flaschenformate umgerüstet werden. Mit LineExpress sinken die Stillstandzeiten deutlich und die Gesamtleistung der Anlage ist um rund 20 % höher als bei manuellen Umrüstungen.

Innovation führt zu Kundenzufriedenheit: PET-Recycling - eine Technologie mit Zukunft

Gebrauchte PET-Flaschen sind kein Plastikmüll, sondern ein wertvoller Rohstoff. Wir haben die innovative Recyclinganlage MetaPure entwickelt, auf der gebrauchte PET-Behälter zu lebensmitteltauglichen Rezyklat, also dem Grundstoff für neue Kunststoffflaschen, verarbeitet werden. Wir sind sicher, dass sich diese Investition in Zukunft auszahlt. In den Regionen Europa, Asien und Afrika sind bereits Anlagen von KRONES in Betrieb.

Das Us-Unternehmen rPlanet Earth installierte in Kalifornien eine der größten Anlagen Nordamerikas zum Recycling gebrauchter PET-Flaschen. Damit können künftig pro Jahr rund 36.000 Tonnen an neuen Preforms, Behältern und extrudierten Folien produziert werden. Das Herzstück, also die Technologie zum Waschen und Dekontaminieren der aus den gebrauchten Flaschen gewonnenen Flakes, lieferte KRONES. Für uns war dies das bislang größte PET-Recyclingprojekt der Firmengeschichte.

Investition führt zu Kundenzufriedenheit: Ausbau des Global Footprint

KRONES wird den Global Footprint vergrößern und die internationale Wertschöpfung steigern. Ein wichtiger Schritt hierfür ist die Investition in unseren neuen Produktionsstandort im ungarischen Debrecen. Rund 500 Menschen wird KRONES im neuen Produktionswerk beschäftigen. Bei der Entscheidung für den Standort Debrecen stand neben der lückenlosen logistischen Anbindung und der modernen Infrastruktur der Zugang zu qualifizierten Mitarbeitern im Fokus. Die künftigen Mitarbeiter schulen wir vor ihrem Einsatz und bereiten sie gezielt auf ihre Aufgaben vor. Sie werden künftig einen wertvollen Beitrag leisten, um die Zufriedenheit unserer Kunden weiter zu steigern.

In China, speziell am Standort Taicang investieren wir stark in den Ausbau der Kapazitäten. Wir wollen chinesischen Kunden zunehmend mit Produkten, die in China montiert und auch teilweise hergestellt werden, bedienen.

Investition in Innovation: Innovationsnetzwerk auf dem TechCampus Regensburg

KRONES will auf dem Gelände des TechCampus in Regensburg ein Innovationsnetzwerk einrichten und deshalb dort 2019 ein neues Gebäude bauen. Dieses Vorhaben dient in erster Linie dazu, Lösungen in den Bereichen Digitalisierung, Informationstechnologie und IoT für die Getränkeindustrie zu entwickeln und marktfähig zu machen. Innovative Produkte entstehen heute nicht mehr abgeschottet in den Entwicklungsabteilungen, sondern innerhalb offener Netzwerke, in denen auch das Wissen anderer Branchen und Fachbereiche genutzt wird.

KRONES will zukünftig diese Art der Zusammenarbeit stärker nutzen. Wir verfolgen diesen Ansatz bereits mit unserem Innovation Lab, das ebenfalls auf dem TechCampus angesiedelt ist. Digitalisierung und Informationstechnologie werden den künftigen wirtschaftlichen Erfolg unserer Kunden stark beeinflussen. Deshalb investieren wir mit unserem Tochterunternehmen SYSKRON gezielt in diese Bereiche.

Investition in Innovation: KRONES investiert in eigene Forschungsbrauerei

Am 19. Juni 2018 fand im Werk Steinecker in Freising die Eröffnungsfeier des Brautechnikums "steinecker Brew Center" statt. In die Forschungsbrauerei ist das komplette Prozesstechnik Know-how von KRONES eingeflossen. In Zusammenarbeit mit der Tochter SYSKRON, dem it- und Digitalisierungs-Spezialisten von KRONES, ist so die weltweit modernste Forschungsbrauerei entstanden.

Mit einer Kapazität von fünf Hektolitern ist sie zwar klein, hat aber einiges zu bieten. Im steinecker Brew Center können Kunden die Digitalisierung im Brauprozess hautnah erleben. Die Anlage ist sehr flexibel. Auf ihr können international unterschiedliche Brauverfahren durchgeführt werden. Kunden aus aller Welt testen im steinecker Brew Center gemeinsam mit KRONES neue Technologien, brauen Spezialsude und schulen Mitarbeiter. Ein Service, der für Kunden viel Wert ist.

Investition in Wissen: Mehr Raum für Schulungen und Training

KRONES investiert viel in die Infrastruktur bestehender Standorte, um die Wachstumschancen, die unser Markt bietet, zu nutzen. Am Hauptsitz in Neutraubling bauen wir beispielsweise für rund fünf Millionen Euro die KRONES Akademie aus. Dort werden Kunden und eigene Mitarbeiter auf dem neuesten Stand der Technik gehalten.

Um die Region Nordamerika noch besser zu erschließen, entwickeln wir unsere Us-Tochter KRONES inc. weiter. Direkt auf der anderen Straßenseite ihres Hauptsitzes in Franklin, Wisconsin, baut die Gesellschaft ein 3.700 Quadratmeter großes Trainings- und Technologiezentrum. Das neue Zentrum umfasst Schulungsräume für Kunden und Mitarbeiter sowie Kunststoff-Laboratorien.

Investition in Wissen: konplan erhält neues Entwicklungs- und Konstruktionsgebäude

Seit 2007 bietet konplan Ingenieurdienstleistungen mit Schwerpunkt in mechanischer und elektrischer Konstruktion, Software-Entwicklung und -Inbetriebnahme an. Die Philosophie des Unternehmens: eine moderne Arbeitsumgebung, viel Raum für Kreativität und fachliche Weiterentwicklung für die eigenen Mitarbeiter. Damit dies weiterhin gewährleistet werden kann, baut konplan nun ein neues Entwicklungs- und Konstruktionsgebäude, das in unmittelbarer Nähe zur Westböhmischen Universität in Pilsen liegt.

Investion führt zu Kundenzufriedenheit: Kauf von Sprinkman stärkt Prozesstechnik in den USA

In der Prozesstechnik sind lokale Strukturen und damit die Nähe zu den Kundenprojekten erfolgsentscheidend. Mit dem Kauf des Us-Unternehmens W.M. sprinkman hat KRONES 2018 sein Prozesstechnikgeschäft in Nordamerika deutlich gestärkt. Die rund 125 Mitarbeiter von Sprinkman fertigen Anlagen zur Getränke- und Nahrungsmittelherstellung. Der Schwerpunkt liegt dabei auf Molkereien und der Brauindustrie.

Der Us-Zukauf von KRONES hat eine breite Kundenbasis. Diese reicht von MIKRobrauereien bis hin zu Lebensmittel- und Getränkekonzernen. sprinkman ist ein wichtiger Baustein, mit dem wir die Kompetenzen des "House of KRONES" in Nordamerika perfekt ergänzten. Gemeinsam mit unseren eigenen Aktivitäten und früheren Zukäufen wie trans-market und javlyn trägt sprinkman dazu bei, dass wir Kundenprojekte in Nordamerika vor Ort kostenoptimiert, zuverlässig und in gewohnter KRONES Qualität abwickeln können.

Investition führt zu Kundenzufriedenheit: KRONES macht großen Schritt in China

Mit Wirkung zum 1. September 2018 hat KRONES die Geschäftsaktivitäten und Vermögenswerte von Shanghai Xiantong Equipment Installation übernommen. Seit 20 Jahren fertigen und installieren wir Prozesstechnik-Equipment gemeinsam mit Xiantong. So hat Xiantong beispielsweise das erste MicroCube Kompakt-Sudhaus hergestellt und montiert. Die Übernahme des langjährigen Partners war für KRONES ein logischer Schritt im Rahmen der Internationalisierungsstrategie des Prozesstechnikgeschäfts.

KRONES besitzt nun einen eigenen Produktionsstandort für Brauereitechnik und andere Prozesstechnik-Produkte in China. Der Zukauf unterstützt KRONES, die wachsende Nachfrage nach kundenspezifischen Lösungen zu befriedigen. Mit insgesamt rund 170 Mitarbeitern können wir von Engineering über Fertigung bis hin zu Installation und Inbetriebnahme die gesamte Wertschöpfungskette lokal abdecken.

KRONES hat nun im Süden der Metropole Shanghai einen Firmensitz.

Kooperation führt zu Kundenzufriedenheit: Neue Molkerei setzt auf viele KRONES Kompetenzen

TINE SA ist Norwegens größter Hersteller und Exporteur von Milcherzeugnissen. Das Unternehmen produziert an über 30 Standorten in Norwegen. KRONES erhielt den Auftrag, die Prozesstechnik einer neuen Molkerei komplett zu planen und zu liefern. Die Fabrik am Standort Bergen wird Frischmilch, Sahne und Fruchtsäfte produzieren. Ausgelegt wird sie für einen durchschnittlichen Durchsatz von 150.000 Liter Frischmilch pro Tag.

Die KRONES Tochter milkron liefert und verantwortet die Anlage - von der Milchannahme über die Behandlung und Lagerung der fertigen Produkte bis zur Versorgung der Füller. KRONES liefert auch die Energieversorgung. Modernste Technologien wie Wärmepumpen sorgen für eine sehr energieeffiziente Arbeitsweise der Molkerei. Die komplette Steuerung der Molkerei übernimmt die KRONES Tochter SYSKRON. Der Kunde profitiert vom gelungenen Zusammenspiel mehrerer KRONES Einheiten.

Digitalisierung für eine erfolgreiche Zukunft: Erster Tech Day ein großer Erfolg

Ende Juni führte die KRONES Tochter SYSKRON in München ihren ersten Tech Day durch. Rund 100 Gäste aus der Getränkeindustrie und IT-Branche folgten der Einladung und bereuten ihr Kommen nicht. Sie erfuhren viel Neues zu Themen wie Digitalisierung der Wertschöpfungskette, Künstliche Intelligenz und die Sicherheit von Cloud-Lösungen. Kompetente Experten informierten die Teilnehmer in praxisnahen Vorträgen.

Im Vordergrund des Tech Days stand aber der gegenseitige Austausch aller Teilnehmer. Unser Ziel ist es, Spezialisten aus der Getränkeindustrie und der IT-Branche zusammenzubringen, um sich gemeinsam den Herausforderungen der Digitalisierung zu stellen. Mit der erfolgreichen Auftaktveranstaltung hat SYSKRON den ersten Schritt hin zum Aufbau einer Tech Community getan. Dieses Netzwerk werden wir in den kommenden Jahren weiter auf- und ausbauen.

Digitalisierung für eine erfolgreiche Zukunft: Direktdruck unter einem Dach

Der digitale Direktdruck hat großes Potential. Größter Vorteil der Technologie: Sie ist deutlich flexibler als herkömmliche Etikettierverfahren. Besonders bei kleinen Chargen ist der Direktdruck erheblich wirtschaftlicher als beispielsweise Papieretiketten. Mittels Digitaldruck kann jede einzelne Flasche unterschiedlich gestaltet werden. KRONES hat bereits viel in die Technologie investiert und erste Erfolge verzeichnet.

2014 beteiligten wir uns mehrheitlich an dem Anbieter für digitale Drucktechnik till. Mittlerweile haben wir auch die restlichen Anteile erworben. Um die Schlagkraft unseres digitalen Direktdrucks weiter zu erhöhen, brachte KRONES sämtliche Digitaldruckaktivitäten in till ein und nannte die Gesellschaft in DEKRON GMBH um. DEKRON bündelt nun unter einem Dach das größte Know-how für digitale Drucktechnik in der Branche.

Kooperation führt zu Kundenzufriedenheit: Mit starken Partnern auf der Hannover Messe

Im April war KRONES auf der Hannover Messe vertreten, dem globalen Hotspot für Industrie 4.0. Wir präsentierten uns dabei nicht auf einem eigenen Stand, sondern als Partner von Amazon und SAP, Vorreitern der Digitalisierung. Das zentrale Element des Stands des Softwareunternehmens sap war die Konzeptstudie "Bottling on Demand" von KRONES. Anhand der digitalisierten und hochflexiblen Lösung zeigten KRONES und sap gemeinsam, wie die Zukunft der Getränkeindustrie aussehen kann: profitabel produzieren in Losgröße 1.

Am Stand von Amazon Web Services (AWS) war SYSKRON x vertreten. Dort präsentierte das Unternehmen unserer Tochter SYSKRON das Produkt ReadyKit. Mit ReadyKit können Maschinen an das zentrale Datenerfassungssystem angebunden und somit die Grundlage für digitale Prozesse wie Predictive Maintenance geschaffen werden. Für SYSKRON X war der Auftritt auf dem Aws-Messestand eine tolle Gelegenheit, diese innovative Lösung einem großen Publikum zu zeigen.

Investition in Nachhaltigkeit: Zehn Jahre enviro

Für KRONES ist es seit jeher wichtig, nachhaltig zu wirtschaften und gesellschaftliche Verantwortung zu übernehmen. Auch unsere Kunden wollen kostensparend produzieren und haben sich überdies ehrgeizige Nachhaltigkeitsziele gesetzt, die sie mithilfe unserer hochwertigen und nachhaltigen Maschinen und Dienstleistungen noch schneller und besser erreichen können.

Bereits 2008 hat sich KRONES dazu entschieden, das Nachhaltigkeitsprogramm enviro einzuführen. Dieses hat die Ökoeffizienz des KRONES Produktportfolios im Fokus. enviro ist ein von Tüv süd geprüftes Management-System und fester Bestandteil des Produktentwicklungsprozesses bei KRONES. Nur so können wir unserem eigenen Anspruch gerecht werden: die Getränke- und Lebensmittelindustrie mit zukunftsweisenden Technologien auszustatten, die über viele Jahre hinweg eine leistungsstarke und zugleich ressourcensparende Produktion ermöglichen.

Brief des Vorstands*

"KRONES wird weiterhin investieren, um nachhaltig profitabel zu wachsen."

Christoph Klenk

Vorstandsvorsitzender

Sehr geehrte Aktionäre und Geschäftsfreunde,

KRONES hat 2018 viel investiert, um die erfolgreiche Zukunft des Unternehmens zu sichern. Unsere Märkte bieten gute Wachstumschancen, die wir nutzen wollen. Andererseits müssen wir Herausforderungen auf der Kostenseite meistern. Beides erfordert Maßnahmen, die unsere Ertragskraft vorübergehend belasten. KRONES steht aber für nachhaltig profitables Wirtschaften.

KRONES 2018 weiter auf Wachstumskurs

Die gesamtwirtschaftlichen Aussichten verschlechterten sich 2018 zunehmend. Dies lag vor allem an dem Handelskonflikt zwischen China, USA und Europa. Auch die Gefahr eines ungeregelten "Brexits" trübte das Konjunkturklima. Die Nachfrage auf unseren Märkten, also der internationalen Getränke- und Verpackungsindustrie, war dennoch zufriedenstellend. Dies konnte KRONES nutzen. Der Umsatz stieg im Vergleich zum Vorjahr um 4,4 % von 3,69 Mrd. € auf 3,85 Mrd. €. Die im Herbst 2018 angepasste Prognose von 4 % Umsatzanstieg haben wir damit erreicht.

Aufwendungen für Reorganisationen und Akquisitionen

Mit der Entwicklung der Umsätze sind wir 2018 insgesamt zufrieden. Für die Ertragskraft gilt dies nicht. Das Ergebnis vor Steuern (EBT) ging von 259 Mio. € auf 204 Mio. € zurück. Die EBT-Marge verringerte sich von 7,0 % auf 5,3 %. Neben steigender Kosten für Material und Personal waren für den Gewinnrückgang auch Aufwendungen für Reorganisationen und Akquisitionen in Höhe von etwa 42 Mio. € verantwortlich. Wären diese Aufwendungen 2018 nicht angefallen, läge die EBT-Marge bei 6,4 %.

Mit dem Ausbau des Global Footprint die Ertragskraft stärken

Um nachhaltig profitabel zu wachsen, werden wir die weltweite Präsenz, also den Global Footprint, weiter ausbauen. So haben wir 2018 beispielsweise die Kapazitäten unserer Werke in den USA und China erweitert. Auch in den Aufbau des neuen Werks in Ungarn, das in der zweiten Jahreshälfte 2019 mit der Produktion starten soll, haben wir viel investiert. Zudem haben wir im vergangenen Jahr mehrere Zukäufe getätigt. In der Prozesstechnik verstärkten wir uns mit W.M. sprinkman in den USA und mit SHANGHAI XIATONG EQUIPMENT in China. Durch den Aufbau einer Lieferkette in China und Ungarn sind wir in der Lage, die Personal- und Materialkosten mittelfristig zu senken.

* Alle Angaben innerhalb des "Brief des Vorstands" beziehen sich auf den KRONES Konzern.

Hohe Investitionen sichern die Zukunfts- und Innovationsfähigkeit von KRONES

Parallel zum Ausbau des Global Footprint wird der Standort Deutschland gestärkt. Im Kernsegment haben wir mit der inländischen Akquisition der mht Holding ag unsere PET-Kompetenz ausgebaut. Zudem plant KRONES in den kommenden Jahren rund 190 Mio. € an den deutschen Standorten zu investieren. Am Stammsitz in Neutraubling wird beispielsweise die Fabrik der Zukunft entstehen. Außerdem bauen wir ein Innovationsnetzwerk auf, um gemeinsam mit Hochschulen, Universitäten, Forschungs-Einrichtungen sowie Start-Ups innovative Produkte und Lösungen für die Getränkeindustrie zu entwickeln. Insgesamt werden wir auch künftig kräftig in Produktneu- und -weiterentwicklungen investieren und so unsere Innovationsstärke ausbauen. Denn Innovationen sichern die Zukunft von KRONES.

Service sorgt für Kundenzufriedenheit und stabiles Geschäft

Durch den Ausbau des Servicegeschäfts wollen wir die Ertragskraft und die Kundenzufriedenheit nachhaltig verbessern. Für unser lcs (Lifecycle Service)-Business ist die Nähe zum Kunden ein wesentliches Erfolgskriterium. Deshalb werden wir unser weltweites Service-Netzwerk noch enger knüpfen. Zudem birgt der Trend zur Digitalisierung der Getränkefabrik große Chancen, speziell für Lcs-Dienstleistungen. So rüsten wir beispielsweise bestehende Maschinen und Anlagen für die digitale Kommunikation auf. Aus den digitalen Daten des Produktionsprozesses entwickeln wir neue attraktive Produkte und Services für das After-Sales-Geschäft. Der Lcs-Bereich profitiert auch von unserem stetig zunehmenden Maschinenbestand bei den Kunden. Der zuletzt deutlich gestiegene Marktanteil bei Aseptik-Anlagen, die einen höheren Serviceaufwand erfordern, stützt mittelfristig das Service-Geschäft ebenfalls.

Anspruchsvolle Ziele für 2019

Trotz der gesamtwirtschaftlichen Herausforderungen und weiterhin hohen Investitionen hat sich KRONES für 2019 ehrgeizige Wachstums- und Ergebnisziele gesetzt. Beim Umsatz rechnen wir mit einem Anstieg von 3 %. Die EBT-Marge soll sich auf rund 6 % verbessern. Unsere dritte Zielgröße, das Working Capital im Verhältnis zum Umsatz, soll im laufenden Jahr 26 % erreichen.

Erfolg von KRONES hängt maßgeblich von den Mitarbeitern ab

Der Vorstand ist zuversichtlich, dass wir als KRONES Team die Herausforderungen der Zukunft meistern und die Chancen nutzen werden. Hierfür müssen wir das vorhandene Wissen und die Netzwerke unserer Mitarbeiter weltweit noch besser einsetzen. Wir wissen, dass der vergangene und künftige Erfolg von KRONES einzig und allein von den Mitarbeitern abhängt. Deshalb möchte ich mich im Namen des kompletten Vorstands herzlich beim gesamten KRONES Team für den engagierten und qualifizierten Einsatz danken und freue mich auf eine weiterhin so tatkräftige Unterstützung.

Christoph Klenk

CEO

Die Mitglieder des Vorstands

Michael Andersen, CFO

Finanzen, Controlling, Prozesstechnik, Strategischer Einkauf

Thomas Ricker

Vertrieb und Marketing

Christoph Klenk, CEO

Personal, Intralogistik, Digitalisierung, Kommunikation, Qualität, Informationsmanagement

Markus Tischer

International Operations and Services

Ralf Goldbrunner

Abfüll- und Verpackungstechnik

Bericht des Aufsichtsrats*

Volker Kronseder

Vorsitzender des Aufsichtsrats

Sehr geehrte Damen und Herren,

seit Ablauf der Hauptversammlung am 13. Juni 2018 besteht der Aufsichtsrat von KRONES nicht mehr aus zwölf, sondern aus 16 Mitgliedern. Dies hängt damit zusammen, dass die KRONES AG als herrschendes Unternehmen des KRONES Konzerns mehr als 10.000 Mitarbeiter beschäftigt. Das Gremium ist aber nicht nur zahlenmäßig gewachsen, sondern hat mit den neuen Mitgliedern weitere Kompetenzen hinzugewonnen.

Das Geschäftsjahr 2018 war für KRONES herausfordernd. Doch wir sind davon überzeugt, dass KRONES die richtige Strategie besitzt, um die mittel- und langfristig guten Wachstumschancen des Marktes zu nutzen. Der Aufsichtsrat wird auch künftig eng und vertrauensvoll mit dem Vorstand zusammenarbeiten und seinen Beitrag für eine erfolgreiche Zukunft von KRONES leisten.

Beratung und Überwachung

Im Geschäftsjahr 2018 hat der Aufsichtsrat der KRONES AG den Vorstand gemäß Aktiengesetz sowie der Satzung der Gesellschaft kontinuierlich überwacht und beraten. Schwerpunkte der Aufsichtsratsarbeit 2018 waren Markt- und Wettbewerbsthemen, die Strategie des Unternehmens sowie Profitabilität und Zielerreichung. Der Vorstand informierte den Aufsichtsrat auch außerhalb der Aufsichtsratssitzungen in schriftlichen und mündlichen Berichten regelmäßig über die geschäftliche und finanzielle Lage der Gesellschaft sowie über das Risikomanagement.

2018 fanden insgesamt fünf ordentliche Aufsichtsratssitzungen statt. Am 14. März trat das Gremium zur ersten Sitzung des Geschäftsjahres 2018 zusammen. An dieser nahmen als Gäste zeitweise Vertreter der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft von KRONES teil. Sie erläuterten dem Aufsichtsrat den Prüfungsauftrag und die Schwerpunkte der Prüfung des Jahresabschlusses 2017 und gaben einen detaillierten Überblick über die Abschlussprüfung. Anschließend stellte der Aufsichtsrat den Jahresabschluss und den Lagebericht der KRONES AG fest und billigte den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht. Darüber hinaus verabschiedete das Gremium auf dieser Sitzung die Tagesordnung für die Hauptversammlung 2018. Ein weiterer Tagesordnungspunkt waren Aufsichtsrats- und Vorstandsangelegenheiten. Auf Empfehlung des Ständigen Ausschusses beschloss der Aufsichtsrat, den Vorstandsvertrag von Michael Andersen um fünf Jahre bis zum 31. Dezember 2023 zu verlängern.

Im Anschluss an die Hauptversammlung von KRONES fand am 13. Juni die zweite und zugleich konstituierende Aufsichtsratssitzung 2018 statt. Volker Kronseder gratulierte den Aufsichtsräten zu ihrer Wahl. Anschließend wählte das Gremium Volker Kronseder erneut zum Aufsichtsratsvorsitzenden und Werner Schrödl zu seinem Stellvertreter. Danach befasste sich der neu formierte Aufsichtsrat mit der Besetzung des Ständigen Ausschusses und des Prüfungs- und Risikomanagementausschusses.

Am 25. Juli traf sich das Gremium zur dritten Aufsichtsratssitzung 2018. Im Rahmen des wirtschaftlichen Berichts informierte der Vorstand den Aufsichtsrat über die aktuellen Zahlen zum zweiten Quartal 2018 und den weiteren Aussichten für das Gesamtjahr. Darüber hinaus gaben die jeweils zuständigen Vorstandsmitglieder einen aktuellen Statusbericht zu den verschiedenen Geschäftsbereichen des Unternehmens ab. Weitere wesentliche Themen der dritten Aufsichtsratssitzung waren der Markt und Wettbewerb von KRONES sowie grundsätzliche Überlegungen zu externen Wachstumsmöglichkeiten.

* Alle Angaben innerhalb des "Bericht des Aufsichtsrats" beziehen sich auf den KRONES Konzern.

Die vierte Aufsichtsratssitzung des Geschäftsjahres 2018 fand am 26. September am Standort des Werks steinecker in Freising statt. Ein Punkt auf der Tagesordnung waren Aufsichtsrats- und Vorstandsangelegenheiten. Dabei ging es unter anderem um die Grundzüge der Effizienzprüfung der Aufsichtsratsarbeit. Danach informierte der Vorstand das Gremium über die aktuelle Auftragssituation, die Produktionsauslastung sowie über die wirtschaftliche Lage des Unternehmens und seiner Segmente. Zudem gab der Vorstand einen aktuellen Statusbericht zum Bau des neuen Werks im ungarischen Debrecen. Ein weiterer Schwerpunkt der Sitzung war die Mittelfristplanung des Unternehmens. Der Vorstand berichtete unter anderem über die Investitions-, Finanz- und Personalplanung. Im Anschluss erläuterte er dem Aufsichtsrat detailliert die Strategie von KRONES.

Am 28. November kam der Aufsichtsrat zu seiner fünften Sitzung 2018 zusammen. Auf dieser verabschiedete das Gremium die Geschäftsordnung für den Vorstand. Ein weiterer Tagesordnungspunkt der Sitzung war der Bericht des Prüfungs- und Risikomanagementausschusses mit den Themen Risikomanagement, Interne Revision sowie Compliance. Im Anschluss daran informierte der Vorstand den Aufsichtsrat über die Zahlen des dritten Quartals und den Ausblick auf das vierte Quartal 2018. Er erläuterte zudem die gesamtwirtschaftliche Lage und wie diese die Geschäfte von KRONES künftig beeinflussen könnte. Zudem informierte der Vorstand den Aufsichtsrat über strategische Themen. Darüber hinaus standen die Planungen des Vorstands für das Geschäftsjahr 2019 auf der Tagesordnung der letzten Aufsichtsratssitzung 2018.

Arbeit des Prüfungs- und Risikomanagementausschusses

Dem Prüfungs- und Risikomanagementausschuss gehören der Vorsitzende des Aufsichtsrats Volker Kronseder, sein Stellvertreter Werner Schrödl sowie die Aufsichtsratsmitglieder Norman Kronseder, Hans-Jürgen Thaus, Josef Weitzer und Jürgen Scholz an. Vorsitzender des Ausschusses ist Hans-Jürgen Thaus. Der Prüfungs- und Risikomanagementausschuss überwacht die Rechnungslegung, Abschlussprüfung sowie Berichterstattung und fertigt entsprechende Beschlussvorlagen für den Aufsichtsrat an. Darüber hinaus bereitet er die Prüfung des Jahresabschlusses, des Lageberichts und des Prüfungsberichts des Einzel- und Konzernabschlusses durch den Aufsichtsrat vor und spricht Empfehlungen aus. Der Prüfungs- und Risikomanagementausschuss überwacht zudem die Wirksamkeit des internen Kontroll-, des Risikomanagement- sowie des Compliance-Systems.

Der Prüfungs- und Risikomanagementausschuss kam 2018 zu vier Sitzungen zusammen. Am 13. März bereitete er die Bilanz feststellende Aufsichtsratssitzung vor. Auf Basis der Ausführungen der Wirtschaftsprüfer und der Informationen aus dem Prüfungsbericht beschlossen die Mitglieder des Prüfungs- und Risikomanagementausschusses, dem Aufsichtsrat zu empfehlen, den Jahresabschluss und Lagebericht der KRONES AG für das Geschäftsjahr 2017 festzustellen und den Konzernabschluss und den Lagebericht des Konzerns 2017 zu billigen.

Auf der zweiten Sitzung des Prüfungs- und Risikomanagementausschusses am 13. April stellte die KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft die Ergebnisse der prüferischen Durchsicht des Nichtfinanziellen Konzernberichts 2017 vor. Der Prüfungs- und Risikomanagementausschuss hat das Prüfungsergebnis zustimmend zur Kenntnis genommen und hatte keine Einwendungen. Die Mitglieder beschlossen, dem Aufsichtsrat zu empfehlen, den Nichtfinanziellen Konzernbericht zu billigen.

Zwei Themen hatte der Ausschuss auf seiner dritten Sitzung am 13. Juni auf der Agenda. Zum einen wurde Hans-Jürgen Thaus zum Vorsitzenden und Werner Schrödl zum stellvertretenden Vorsitzenden des Prüfungs- und Risikomanagementausschusses gewählt. Außerdem haben die Mitglieder beschlossen, die Konzern- und Jahresabschlussprüfung für das Geschäftsjahr 2019 öffentlich auszuschreiben und Finanzvorstand Michael Andersen damit beauftragt, die rechtlichen Rahmenbedingungen hierfür zu prüfen.

Auf der vierten Sitzung des Prüfungs- und Risikomanagementausschusses am 21. November informierten die Bereichsleiter des Controllings, der Internen Revision und der Compliance des Unternehmens die Ausschussmitglieder über die aktuelle Risikosituation, die Interne Revision sowie über das Compliance Management bei KRONES. Anschließend stellte der Ausschussvorsitzende Hans-Jürgen Thaus die einzelnen Schritte des Ausschreibungsverfahrens für die Konzern-Jahresabschlussprüfung vor und informierte das Gremium über den aktuellen Stand des Verfahrens.

Arbeit des Ständigen Ausschusses

Dem Ständigen Ausschuss gehören Werner Schrödl, Norman Kronseder, Josef Weitzer und Volker Kronseder an. Vorsitzender des Ständigen Ausschusses ist Volker Kronseder. Das Gremium befasst sich grundsätzlich mit allen sonstigen Themen, die nicht in den Zuständigkeitsbereich des Prüfungs- und Risikomanagementausschusses fallen. Dazu zählen zum Beispiel die Personalstrategie sowie die Vergütung von Vorstand und Aufsichtsrat. 2018 fanden drei Sitzungen des Ständigen Ausschusses statt.

Die Sitzung am 8. März beinhaltete die Verlängerung des Vertrages mit dem Finanzvorstand Michael Andersen. Die Mitglieder des Ständigen Ausschusses beschlossen, dem Aufsichtsrat zu empfehlen, den Beschluss zu fassen, den Vertrag mit Michael Andersen um fünf Jahre bis zum 31.12.2023 zu verlängern. Zudem wurde auf der Sitzung das bestehende Vergütungssystem für die Vorstände überprüft und ein neues Gesamtkonzept für die Vorstandsvergütung vorgestellt.

Am 11. Juli fand die zweite Sitzung des Ständigen Ausschusses statt. Wesentliche Themen waren die Geschäftszahlen und die Planung für 2018, die Wettbewerbssituation sowie der Ausbau des Global Footprint. Hier stand vor allem der Aufbau des neuen Werks in Ungarn im Fokus.

Die Sitzung am 13. August wurde einberufen, um über die Akquisition des us-Unternehmens W. M. Sprinkman zu sprechen. Die Mitglieder des Ständigen Ausschusses beschlossen, dem Aufsichtsrat zu empfehlen, die Akquisition zu genehmigen.

Aufsichtsrat stimmt dem Prüfungsergebnis zu

Der vom Vorstand aufgestellte Jahresabschluss der KRONES Aktiengesellschaft und der Konzernabschluss sowie der Lagebericht der KRONES AG und der Konzernlagebericht zum 31. Dezember 2018 sind durch den von der Hauptversammlung gewählten Abschlussprüfer, der KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, geprüft und jeweils mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen worden. Der geprüfte Jahresabschluss und der Konzernabschluss sowie der Lagebericht der KRONES AG und der Konzernlagebericht zum 31. Dezember 2018 lagen allen Mitgliedern des Aufsichtsrats rechtzeitig zur Prüfung vor. Die geprüften Abschlüsse und Lageberichte waren am 20. März 2019 Gegenstand der Bilanz feststellenden Aufsichtsratssitzung. An der Sitzung haben auch Vertreter des Abschlussprüfers teilgenommen und dem Aufsichtsrat über die Ergebnisse ihrer Prüfung und über ihre Prüfungsschwerpunkte berichtet.

Der Aufsichtsrat hat das Prüfungsergebnis des Abschlussprüfers zustimmend zur Kenntnis genommen. Nach der abschließenden Prüfung durch den Aufsichtsrat ergaben sich keine Einwände. Der Aufsichtsrat hat den Jahresabschluss der KRONES AG festgestellt sowie den Konzernabschluss und den Vorschlag des Vorstands über die Verwendung des Bilanzgewinns gebilligt. Damit ist der Jahresabschluss 2018 der KRONES AG festgestellt.

Die Mitglieder des Aufsichtsrats danken dem Vorstand sowie allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Unternehmens für ihre engagierte und insgesamt erfolgreiche Arbeit im Geschäftsjahr 2018.

Neutraubling, im März 2019

Der Aufsichtsrat

Volker Kronseder, Vorsitzender des Aufsichtsrats

Die Mitglieder des Aufsichtsrats

Volker Kronseder

Aufsichtsratsvorsitzender

*Universitätsklinikum Regensburg

*Wirtschaftsbeirat Bayerische Landesbank

Werner Schrödl**

Konzernbetriebsratsvorsitzender

Gesamtbetriebsratsvorsitzender

Stv. Aufsichtsratsvorsitzender

*Verwaltungsrat der Bayerischen Betriebskrankenkassen

Dr. phil. Verena Di Pasquale**

Stv. Vorsitzende des DGB Bayern

Robert Friedmann

Sprecher der Konzernführung

der Würth-Gruppe

*ZF Friedrichshafen AG

Klaus Gerlach**

Head of Central International Operations and Services

Oliver Grober**

Betriebsratsvorsitzender Werk Rosenheim

Thomas Hiltl**

Betriebsratsvorsitzender Werk Nittenau

Norman Kronseder

Land- und Forstwirt

*Bayerische Futtersaatbau GmbH

* Weitere Aufsichtsratsmandate gemäß § 125 Abs. 1 Satz 5 AktG

** Von der Belegschaft gewählt

Prof. Dr. jur. Susanne Nonnast

Professorin an der OTH Regensburg

Beate Eva Maria Pöpperl**

Freigestellte Betriebsrätin

Norbert Samhammer

Vorstandsvorsitzender der Samhammer AG, Weiden

Petra Schadeberg-Herrmann

Geschäftsführende Gesellschafterin

Krombacher Brauerei

Bernhard Schadeberg GmbH & Co. KG,

Krombacher Finance GmbH, Schawei GmbH,

Diversum Holding GmbH & Co. KG

Jürgen Scholz**

1. Bevollmächtigter

IG-Metall Geschäftsstelle Regensburg

*Infineon Technologies AG

Hans-Jürgen Thaus

*Hawe Hydraulik SE

*Maschinenfabrik Reinhausen GmbH

*Kurtz Holding Gmbh & Beteiligungs KG

Josef Weitzer**

Stv. Konzernbetriebsratsvorsitzender

Stv. Gesamtbetriebsratsvorsitzender

Betriebsratsvorsitzender Neutraubling

* Sparkasse Regensburg

Matthias Winkler

Geschäftsführender Gesellschafter der

WW + KN Steuerberatungsgesellschaft mbH

* Weitere Aufsichtsratsmandate gemäß § 125 Abs. 1 Satz 5 AktG

** Von der Belegschaft gewählt

Zur KRONES Aktie*

Internationale Handelskonflikte belasten Aktienbörsen
Kurs der KRONES Aktie fällt 2018 um 41,0 %
Aktionäre sollen für 2018 eine Dividende von 1,70 € je Aktie erhalten

"2018 war kein gutes Jahr für die Aktienbörsen. Der Kurs der KRONES Aktie sank überproportional."

Olaf Scholz

Leiter Investor Relations

Dicke Minuszeichen an den internationalen Aktienmärkten

Die Aktienbörsen starteten relativ freundlich ins Jahr 2018. Doch die gute Stimmung der Investoren hielt nicht lange an. Für den Umschwung gab es einige Gründe, wie zum Beispiel aktuelle geopolitische Entwicklungen sowie den Streit um den italienischen Staatshaushalt. Hauptverantwortlich für das schlechte Börsenklima waren aber die internationalen Handelskonflikte, insbesondere zwischen den USA und China.

Schlimmstenfalls könnte die globale Wirtschaft aufgrund der Handelskonflikte in eine Rezession schlittern. Aus Angst hiervor gaben die Aktienbörsen immer wieder nach und brachen im vierten Quartal 2018 regelrecht ein.

Besonders stark erwischte es den bekanntesten deutschen Börsenindex DAX. Am 23. Januar 2018 erreichte er bei knapp 13.600 Punkten noch ein neues Allzeithoch. Danach ging es steil nach unten. Mit 10.559 Punkten stand der DAX Ende 2018 um 18,3 % niedriger als zu Jahresbeginn. Nicht viel besser erging es dem Euro-Stoxx-50. Der Index mit den 50 größten Werten aus der Euro-Zone verlor vergangenes Jahr 14,4 %. US-Aktien konnten sich dem negativen Trend lange entziehen. Doch zu Jahresende kam es an der Wall Street zum Ausverkauf. Ende 2018 stand der Dow-Jones-Index um 5,6 % tiefer als zum Jahresstart. Auch an der japanischen Aktienbörse gerieten die Kurse im vierten Quartal 2018 enorm unter Druck. Unterm Strich verlor der Nikkei-Index im Gesamtjahr 12,4 %.

* Alle Angaben innerhalb "Zur KRONES Aktie" beziehen sich auf den KRONES Konzern.

KRONES Aktie verliert 2018 stark an Wert

Der Kurs der KRONES Aktie sackte in der zweiten Hälfte 2018 kräftig ab und entwickelte sich im Gesamtjahr schlechter als der SDAX.

Die allgemeine Börsenschwäche drückte auch auf den Kurs der KRONES Aktie. In der ersten Jahreshälfte hielten sich die Verluste noch in Grenzen. Ende Mai startete unser Aktienkurs sogar zu einer kurzfristigen Rally, die ihn am 11. Juni zum Jahreshoch von 122,80 € führte. Unterm Strich notierte die KRONES Aktie nach dem ersten Halbjahr 2018 bei 110,70 € und damit um 3,3 % niedriger als zu Jahresanfang.

Wertentwicklung der Aktie im Vergleich zum SDAX 2018

Im Juli fiel der Kurs dann kräftig, weil unsere Halbjahreszahlen die hohen Erwartungen der Analysten nicht ganz erfüllten. Von zwischenzeitlichen Erholungen abgesehen blieb die KRONES Aktie in der Folgezeit im Abwärtstrend. Am 24. Oktober haben wir unser Wachstums- und Renditeziel für 2018 nach unten angepasst. Dies verstärkte die Abwärtsdynamik des Aktienkurses. Ende Oktober drehte der Kurs kurzfristig kräftig nach oben. Danach geriet unsere Aktie in den allgemeinen Abwärtsstrudel an den Börsen. Am 20. Dezember markierte die KRONES Aktie bei 66,10 € das Jahrestief. Ende 2018 lag der Kurs bei 67,50 €. Damit verringerte sich der Wert der KRONES Aktie 2018 um 41,0 %. Inklusive der Dividende von 1,70 € errechnet sich eine Jahresperformance von minus 39,6 %. Der SDAX, dem KRONES seit Juni 2018 angehört, fiel vergangenes Jahr mit 20,0 % weniger stark als das Papier von KRONES.

Auch 2018 nahm KRONES an vielen internationalen Investorenkonferenzen teil. Darüber hinaus führten wir Einzelgespräche mit Anlegern und Analysten. Am 18. September veranstalten wir in unserem Werk in Freising einen Capital Market Day. Dort informierten wir die Analysten über neue Entwicklungen in der Prozesstechnik sowie die Digitalisierungsstrategie von KRONES.

Kennzahlen der KRONES Aktie (Konzernwerte)

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zum 31.12. 2018 2017 2016
Ergebnis je Aktie 4,78 5,97 5,40
Eigenkapital je Aktie 45,36 42,10 38,79
Free Cashflow je Aktie 3,82 - 4,77 1,56
Kurs-Gewinn-Verhältnis (kgv) auf Basis des Jahresendkurses 14,1 19,2 16,1
Dividende je Aktie 1,70* 1,70 1,55
Höchstkurs 122,80 121,25 108,60
Tiefstkurs 66,10 87,28 80,54
Jahresschlusskurs 67,50 114,50 86,90

* gemäß Gewinnverwendungsvorschlag

KRONES Aktie mit langfristig hoher Rendite

In den vergangenen zehn Jahren stieg der Kurs der KRONES Aktie jährlich um durchschnittlich 8,1 %.

In den vergangenen zehn Jahren, also von 2009 bis 2018, stieg der Wert unserer Aktie um 117 %. Der durchschnittliche jährliche Kursgewinn der KRONES Papiere beträgt in diesem Zeitraum 8,1 % und liegt damit unter dem Wertzuwachs des SDAX Kursindex (+ 10,6 %), des SDAX ohne Dividenden. Inklusive der Dividenden und der Annahme, dass die Dividende jeweils wieder in KRONES Aktien angelegt wurde, ergibt sich für die vergangenen zehn Jahre eine durchschnittliche jährliche Rendite von 9,6 %. Der vergleichbare SDAX-Performance-Index legte um 13,0 % jährlich zu.

Wertentwicklung der Aktie im Vergleich zum SDAX, 2009 - 2018

KRONES mit guter Stellung im SDAX

Wir bedauern zwar, dass wir im Juni 2018 aus dem MDAX ausgeschieden sind, aber auch der SDAX ist ein attraktiver Index. KRONES zählt zu den größeren der 70 SDAX-Werte.

Die KRONES Aktie ist seit dem 29. Oktober 1984 an der Börse notiert und an allen deutschen Börsen handelbar. Unsere Papiere sind Inhaber-Stammaktien ohne Nennwert. Jeder Titel hat auf der Hauptversammlung des Unternehmens eine Stimme. Es gibt insgesamt 31.593.072 KRONES Aktien.

Unsere Aktie war seit Gründung des MDAX 1996 ununterbrochen Mitglied in dem Index für mittelgroße Werte der Deutschen Börse. Aufgrund der Fast-Entry-Regel beschloss die deutsche Börse ag am 5. Juni 2018, dass KRONES mit Wirkung zum 18. Juni 2018 vom MDAX in den SDAX wechselt. Ausschlaggebend für den Wechsel von KRONES in den SDAX war der zu niedrige Handel mit unserer Aktie.

Der SDAX ist der Index der Deutschen Börse, der die 70 Unternehmen enthält, die hinsichtlich Marktkapitalisierung und Umsatz auf die Werte des DAX und MDAX folgen. Ende 2018 lag KRONES gemessen am Börsenwert auf Rang 13 der SDAX-Unternehmen, beim Umsatz auf Rang 23. Damit zählt unsere Aktie zu den größeren der 70 SDAX-Werte.

Im Gesamtjahr 2018 wurden im Durchschnitt täglich insgesamt rund 40.000 KRONES Aktien (Vorjahr: rund 49.000) auf XETRA und an der Frankfurter Börse gehandelt. Auch an den alternativen Handelsplattformen, auf denen hauptsächlich institutionelle Investoren ihre Orders abwickeln, wechselten 2018 weniger KRONES Aktien ihren Besitzer. Hier lag das Handelsvolumen im Durchschnitt täglich bei etwa 63.000 Aktien (Vorjahr: rund 81.000).

Stammdaten der KRONES Aktie

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Aktienanzahl 31.593.072
Wertpapierkennnummer 633500
ISIN DE0006335003
XETRA-Kürzel krn

Aktionärsstruktur

Im Aktionärskreis von KRONES gab es im Berichtsjahr keine wesentlichen Veränderungen. Die Familie Kronseder Konsortium GbR hielt zum 31. Dezember 2018 mit 51,61 % die Mehrheit an der KRONES AG. Die Familie will auch künftig stabiler Mehrheitsaktionär bleiben. Der nicht von der Familie gehaltene Anteil, also der Streubesitz, lag Ende 2018 bei 48,39 %.

Aktionärsstruktur (Stand Dezember 2018)

KRONES will für 2018 eine Dividende von 1,70 € je Aktie zahlen

Die langfristige Dividendenpolitik des Unternehmens sieht vor, 25 % bis 30 % des Konzernjahresüberschusses an die Aktionäre auszuschütten. Vorstand und Aufsichtsrat werden der Hauptversammlung am 5. Juni 2019 für das Geschäftsjahr 2018 eine Dividende von 1,70 € je Aktie vorschlagen. Damit bleibt die Dividende trotz des Ergebnisrückgangs im Vergleich zum Vorjahr stabil. Die Dividende für 2018 entspricht 35,7 % des Konzernergebnisses.

Dividende je Aktie in €

* gemäß Gewinnverwendungsvorschlag

2 Lagebericht

der KRONES AG

KRONES auf einen Blick

Geschäftsmodell, Geschäftsfelder und Organisationsstruktur

KRONES bietet Maschinen und Anlagen für die Abfüll- und Verpackungstechnik sowie für die Getränkeproduktion an. Darüber hinaus komplettieren innovative Digitalisierungs- und Intralogistik-Lösungen unsere Produktpalette. Kunden von KRONES sind Brauereien und Getränkehersteller sowie Unternehmen aus der Nahrungsmittel-, Chemie-, Pharma- und Kosmetikindustrie. Wichtiger Bestandteil des Geschäftsmodells von KRONES sind Service-Leistungen. Das Unternehmen unterhält rund um die Welt Servicezentren und -niederlassungen.

Wesentliche Absatzmärkte und Wettbewerbsposition

Den Großteil des Umsatzes erwirtschaftet KRONES mit Kunden aus der Getränkeindustrie. Der übrige Erlöse stammt aus dem Non-Beverage-Bereich (Lebensmittel, Milch, Chemie, Pharma, Kosmetik).

KRONES ist stark exportorientiert und erzielt rund 90 % des Konzernumsatzes im Ausland. Die regionale Umsatzverteilung ist dabei insgesamt ausgewogen. In den reifen Industrieländern erwirtschaftete KRONES 2018 rund 44,4 %, auf den stark wachsenden Emerging Markets rund 55,6 % der Erlöse.

Neben wenigen großen konzerngebundenen Unternehmen konkurriert KRONES mit einer Reihe von Firmen, die nur einzelne Produkte der Abfüll- und Verpackungstechnik anbieten. Unsere wichtigsten Wettbewerber stammen hauptsächlich aus dem Euro-Raum. Chinesische Anbieter konkurrieren vor allem auf ihrem Heimatmarkt mit KRONES um Aufträge.

KRONES setzt sich als Full-Service-Anbieter von einem Großteil des Wettbewerbs ab. Ein entscheidender Vorteil ist unser weltweites Serviceangebot, mit dem wir unsere Kunden vor Ort schnell bedienen können. Insgesamt ist KRONES führender Hersteller in der Abfüll- und Verpackungstechnik.

KRONES AG Umsatzverteilung 2018

Maschinen und Anlagen zur Produktabfüllung und -ausstattung

In dem mit Abstand größten und ertragsstärksten Geschäftsbereich Maschinen und Anlagen für die Produktabfüllung und -ausstattung bietet KRONES Maschinen, Anlagen und Digitalisierungslösungen an, mit denen Kunden ihre Produkte abfüllen, etikettieren, verpacken und transportieren. Teil des Bereichs sind auch Maschinen und Anlagen, auf denen PET-Behälter hergestellt sowie gebrauchte Kunststoffflaschen zu lebensmitteltauglichem Rezyklat verarbeitet werden (PET-Recycling).

Maschinen und Anlagen zur Getränkeproduktion/Prozesstechnik

Im Geschäftsbereich Maschinen und Anlagen zur Getränkeproduktion/Prozesstechnik bietet KRONES Maschinen, Anlagen und Digitalisierungslösungen an, mit denen Bier, Softdrinks, Fruchtsäfte sowie Milch- und Milchmischgetränke hergestellt und behandelt werden.

Anlagen und Lifecycle Service - nur die Leistung zählt

KRONES liefert an die Getränke- und Liquid Food-Industrie komplette Fabriken. Mit unserem einzigartigen Know-how halten wir die Investitions- und Betriebskosten unserer Kunden niedrig. Ebenso wichtig ist, dass sie ihre Produkte sicher und in höchster Qualität herstellen können. Wir liefern alle Maschinen und Anlagen, die nötig sind, um Getränke herzustellen, abzufüllen und zu verpacken. Wir kümmern uns auch um die komplette Logistik, um Ver- und Entsorgungseinrichtungen sowie maßgeschneiderte it- und Digitalisierungslösungen, die alle Abläufe innerhalb der Produktion steuern und dokumentieren.

Darüber hinaus unterstützen wir unsere Kunden rund um die Uhr mit hochwertigen Serviceleistungen. Nur so ist gewährleistet, dass die Getränkefabriken ihre Höchstleistung bringen. Die Lifecycle Service (Lcs)-Experten von KRONES sind dabei nicht nur Dienstleister, sondern auch Partner der Kunden. Gemeinsam finden wir die besten Lösungen für eine effiziente, sichere und kostengünstige Produktion. Unsere lcs Mitarbeiter kümmern sich nicht nur um die optimale Instandhaltung und Nachrüstung, sondern stehen dem Kunden auch mit qualifizierter Beratung zur Seite - als Partner for Performance.

Anhand des Schaubildes einer kompletten Getränkefabrik stellen wir unsere Leistungen kurz vor.

Strategie und Steuerungssystem*

"Unser Markt ist herausfordernd. Das spürten wir im abgelaufenen Geschäftsjahr. Er bietet aber auch viele Chancen. Deshalb halten wir an unseren mittelfristigen Zielen fest, auch wenn diese ehrgeizig sind."

Christoph Klenk

CEO

Der Markt von KRONES wächst relativ stabil. Langfristig sollten die Zuwachsraten oberhalb des weltweiten BIP-Wachstums liegen. Neben den großen Wettbewerbern konkurrieren viele kleine Anbieter um Aufträge. Die meisten dieser Wettbewerber bieten Produkte für Teilbereiche der Getränkeherstellung, -abfüllung und -verpackung an, oder sind auf bestimmte Regionen fokussiert.

KRONES ist mit seinem weltweiten Komplettangebot sehr gut positioniert. Wir bieten den Kunden aus der Liquid Food-Industrie alles aus einer Hand an, von Produkten für die Getränkeherstellung über die Abfüllung bis hin zur Verpackung. Darüber hinaus ergänzen die Bereiche Intralogistik, Informationstechnologie sowie ein hochwertiger Service das Portfolio. KRONES will seine gute Marktstellung im Kernsegment Abfüll- und Verpackungstechnik verteidigen und in der Prozesstechnik/ Getränkeherstellung deutlich verbessern.

Neben den Chancen, die der Markt bietet, gibt es für KRONES große Herausforderungen zu bewäLTIgen. Politische Unsicherheiten, Handelskonflikte und wirtschaftliche Krisen in einzelnen Ländern und Regionen sorgen für Unsicherheit. Auch der Kampf um Aufträge wird intensiv bleiben, da der Wettbewerbsdruck nicht nachlässt. Auf der Kundenseite führen Übernahmen und Fusionen zu stärkerer Einkaufsmacht und teilweise zu Investitionsverschiebungen.

Außerdem werden die fortschreitende Digitalisierung und Vernetzung der Produktion unseren Markt und Geschäftsmodelle nachhaltig verändern und Investitionen erfordern.

7/8/22 bleibt mittelfristiges Ziel

KRONES hat sich ambitionierte mittelfristige Finanzziele gesetzt, um die Marktposition zu festigen. 7/8/22 steht für

7 % durchschnittliches Umsatzwachstum pro Jahr
8 % Umsatzrendite vor Steuern (EBT-Marge)
22 % bei der Kennzahl Working Capital im Verhältnis zum Umsatz

Die mittelfristigen Zieledes Konzerns bleiben bestehen. Es wird aber länger dauern, bis KRONES diese erreicht.

Aufgrund verschiedener Herausforderungen, wie den kontinuierlich steigenden Kosten für Material und Personal sowie der anhaltend hohen Investitionen in die Zukunft des Unternehmens, wird es länger dauern, bis die mittelfristigen Ziele erreicht werden.

* Alle Angaben innerhalb "Strategie und Steuerungssystem" beziehen sich auf den KRONES Konzern.

Chancen des Marktes nutzen

KRONES wird seine Marktchancen gezielt nutzen.

Damit KRONES mittelfristig stärker wächst als die Weltwirtschaft, die nach Schätzungen des IWF 2019 und 2020 um rund 3,5 % zulegen soll, müssen wir die Chancen, die unser Markt bietet, gezielt nutzen. Hierfür baut KRONES in den Märkten, in denen der Getränkekonsum überdurchschnittlich zulegt, vor allem in Afrika und Asien, das Geschäft aus. Ein weiterer Wachstumstreiber ist die stark zunehmende Produktvielfalt. Sowohl die Getränke- als auch die Verpackungsarten nehmen stetig zu. Die Kunden fordern daher Maschinen und Anlagen, die flexibel einsetzbar sind. Von diesem attraktiven Marktsegment will KRONES mit seinen technologisch anspruchsvollen Produkten profitieren.

Neben den internen Wachstumsinitiativen werden Firmenzukäufe weiter zum Wachstum beitragen. Wir haben auch im abgelaufenen Geschäftsjahr einige Akquisitionen getätigt, hauptsächlich in der Prozesstechnik. Genauso wichtig wie der Kauf ist die schnelle Integration der übernommenen Firmen. Wir wollen die Akquisitionen im KRONES Konzern zügig weiterentwickeln und so das "eingekaufte" interne Wachstum beschleunigen. Rund 2 % des jährlichen Umsatzwachstums sollen mittelfristig Akquisitionen beisteuern.

Innovationen sichern künftiges Wachstum

Innovationen bilden bei KRONES die Basis für nachhaltiges Wachstum. Impulse für neue Produkte und Dienstleistungen erhalten wir von unseren Kunden. Aber auch unsere Mitarbeiter sind bekannt für ihre Innovationskraft. Bei allen Neuentwicklungen (s. f&e S. 49) in unserem Haus steht der Kundennutzen an erster Stelle. Wir wollen nicht nur in den drei Säulen Prozesstechnik/Getränkeherstellung, Abfüllung und Verpackung sowie Intralogistik mit neuen Produkten punkten. Auch innovative Service-Dienstleistungen sowie die IT- und Digitalisierungs-Lösungen sollen zum geplanten Wachstum beitragen.

Eine der Stärken liegt in der langfristigen Ausrichtung unserer Innovationsstrategie. Es dauert oftmals mehrere Jahre bis unsere Produkte den Markt nachhaltig erobern. Das erfordert einen langen Atem. Aber diese Nachhaltigkeit zahlt sich aus. Beispiele hierfür gibt es genügend. So hat sich unser extrem platzsparender und leistungsfähiger ErgoBloc L, den wir auf der drinktec 2011 erstmalig vorstellten, nach einer gewissen Anlaufzeit zu einem Bestseller entwickelt. 2018 haben wir bereits den 250. ErgoBloc L ausgeliefert. Auch unser Aseptik-Portfolio, das wir seit Jahren mit neuen Entwicklungen erweitern, nimmt Fahrt auf. Stellvertretend hierfür steht der Contiform AseptBloc, den Großkunden verstärkt ordern und den wir im laufenden Jahr auch auf dem asiatischen und us-Markt positionieren werden.

Ein weiterer wichtiger Baustein der Innnovationsstrategie von KRONES ist der Aufbau eines Innovationsnetzwerks. Durch die enge Zusammenarbeit mit Hochschulen und Universitäten, Forschungs-Einrichtungen sowie Start-Ups wollen wir Produkte und Lösungen für die Digitalisierung der Getränkeindustrie entwickeln. Innovative Produkte entstehen heute nicht mehr abgeschottet in den Entwicklungsabteilungen, sondern innerhalb offener Netzwerke, in denen auch das Wissen anderer Branchen und Fachbereiche genutzt wird.

Ausbau des Global Footprint im House of KRONES

KRONES hat sein Geschäftsmodell mit dem "House of KRONES" auf die Kundenbedürfnisse und die moderne Getränkefabrik abgestimmt.

* Die Säulen Prozesstechnik und Intralogistik bilden das Segment Maschinen und Anlagen zur Prozesstechnik

Unser Kernsegment Abfüll- und Verpackungstechnik wollen wir künftig weiter stärken. Hierzu werden wir unseren Global Footprint vergrößern und die internationale Wertschöpfung steigern. Ein wichtiger Schritt hierfür ist unser neuer Produktionsstandort im ungarischen Debrecen. Dort wollen wir ab der zweiten Jahreshälfte 2019 mit rund 500 Mitarbeitern Montagen durchführen, in erster Linie für die Transporttechnik. An unserem chinesischen Standort in Taicang werden wir die ausgebauten Kapazitäten in den kommenden Jahren zügig auslasten. So können wir den chinesischen und asiatischen Markt zunehmend aus der Region beliefern.

Die Abfüll- und Verpackungstechnik als umsatzstärkste Säule des "House of KRONES" sollte weiter zulegen und von den stetig steigenden Anforderungen der Kunden profitieren. Diese setzen vor allem auf hohe Effizienz und Flexibilität der Anlagen. Hier ist KRONES mit seinen technologisch führenden Produkten gut positioniert.

Die Diskussion um Plastikverpackungen nimmt KRONES sehr ernst. Deshalb bieten wir seit vielen Jahren Anlagen zum hochwertigen PET-Recycling an. Wir haben zehn Anlagen erfolgreich bei Kunden im Einsatz und erwarten auch weiterhin eine rege Nachfrage. Aber nicht nur beim PET-Recycling ist KRONES Vorreiter, auch beim sparsamen Umgang mit Kunststoffen bei der Flaschenherstellung sowie in der Verpackungstechnik nimmt KRONES eine führende Rolle ein.

Die Säule Prozesstechnik soll mittelfristig weiter wachsen und die Ertragskraft signifikant verbessern. Im umsatzstarken Brauereigeschäft wollen wir die Auftragsqualität und somit die Profitabilität steigern. Wir werden unsere Kapazitäten lokal erweitern und somit noch besser auf die Marktanforderungen eingehen. Ein weiterer Schlüssel für den nachhaltigen Erfolg dieses Segments liegt im Ausbau der regionalen Struktur und dem Aufbau internationaler Hubs. Vor allem die mittleren und kleineren Aufträge, auf die wir uns künftig noch mehr konzentrieren wollen, lassen sich von den Regionen aus schneller und kosteneffektiver abwickeln. Das beginnt bei der Angebotserstellung und geht über den Einkauf, das Engineering und die Montage bis hin zum Management. All diese Kompetenzen wollen wir weltweit in unseren Hubs aufbauen. Mit den Zukäufen der us-Unternehmen W.M. sprinkman corp., trans-market sowie javlyn sind wir in der Region Nordamerika in diesem Segment stark vertreten. Durch die Übernahme der SHANGHAI XIATONG EQUIPMENT sind wir in China in der Prozesstechnik gut aufgestellt. Mittelfristig wollen wir auch andere Regionen mit Zukäufen stärken.

Innovationen, die beim Kunden Mehrwert schaffen, sind die Basis für nachhaltig profitables Wachstum.

Der Bereich Intralogistik ist ebenfalls eine tragende Säule des House of KRONES sowie ein bedeutender Bestandteil der digitalen Getränkefabrik. Sie ist für unsere Kunden sehr wichtig, weil sie damit die Komplexität in ihren Produkten verstärkt beherrschen und die Materialflüsse optimal steuern können. Zudem hilft die Intralogistik, die zunehmende Anzahl verschiedener Verpackungsvarianten vernünftig zu steuern und zu verteilen.

KRONES ist in der Intralogistik mit der system logistics und unserem Inhouse-Spezialisten für anspruchsvolle Intralogistik-Projekte gut positioniert. Um die hohen Wachstumschancen des Marktes zu nutzen, will sich KRONES künftig in diesem Bereich noch stärker internationalisieren und das Produktportfolio weiter ausbauen.

Digitalisierung der Getränkefabrik aktiv gestalten

Die Digitalisierung in der Getränkefabrik bietet mittel- bis langfristig große Chancen. KRONES ist als Komplettanbieter in einer sehr guten Position, weil wir die Material- und Datenflüsse entlang des gesamten Produktionsprozesses beim Kunden erfassen können. Mit den daraus gewonnenen Daten lassen sich neue Produkte und Services für den Lcs-Bereich entwickeln, die beim Kunden nachhaltig Mehrwert schaffen. Ein Beispiel hierfür ist die vorausschauende Wartung (Predictive Maintanance) von Maschinen und Anlagen mit Hilfe einer ausgeklügelten Datenanalyse. Da Probleme bei Bauteilen durch die Auswertung der Produktionsdaten frühzeitig erkannt werden, erspart sich der Kunde teure Ausfall- und Stillstandzeiten.

Bei unserer Tochter SYSKRON haben wir unsere Digitalisierungskompetenzen gebündelt. Mittlerweile arbeiten dort rund 180 Mitarbeiter. Sie entwickeln mit den neuesten Technologien Digitalisierungslösungen für die Getränkeindustrie, die beim Kunden messbaren Mehrwert schaffen. Ein gutes Beispiel hierfür ist die Connected Line.

KRONES ist beim Thema Digitalisierung gut unterwegs. Share2Act und Connected Line sind Beispiele hierfür.

Die digitalisierte Linie liefert den Betreibern der KRONES Anlagen, aber auch KRONES, rund um die Uhr wertvolle Informationen, mit denen die Effizienz der Anlagen verbessert werden kann. Mit unserer Plattform Share2Act, einem Netzwerk aller an der Produktion beteiligten Mitarbeiter, Maschinen und IT-Systemen, lassen sich beim Kunden Abläufe verschlanken, Kommunikationswege verkürzen und Stillstandzeiten reduzieren.

Das Unternehmen wird auch künftig unverändert stark in den Bereich Digitalisierung investieren. Die SYSKRON mit ihren agilen Töchtern wird weiterhin attraktive Softwarelösungen und tragfähige digitale Geschäftsmodelle entwickeln und diese möglichst schnell in der Getränke- und Lebensmittelindustrie etablieren.

Preiserhöhungen und der Ausbau des Global Footprint sollen Ertragskraft stärken

2018 haben wir unsere Ziele für die Profitabilität nicht erreicht. Der Grund hierfür lag hauptsächlich in den stärker gestiegenen Aufwendungen für Personal und Material. Darüber hinaus belasteten Aufwendungen für Reorganisationen und Akquisitionen das Ergebnis. Die Kosten für Material zogen an, weil die Lieferanten wegen der boomenden Wirtschaft erhebliche Preissteigerungen durchsetzen konnten. Zugleich verharrten die Absatzpreise auf den Märkten von KRONES seit Jahren auf stabilem Niveau. Damit KRONES trotz steigender Material- und Personalkosten weiterhin innovative Produkte und Dienstleistungen mit bester Qualität anbieten kann, erhöhte KRONES zum 1. Mai 2018 die Preise um durchschnittlich 4,5 % für alle Maschinen der Abfüll- und Verpackungstechnik sowie der Prozesstechnik. Um die Kostensteigerungen zu einem Teil kompensieren zu können, sind diese Preiserhöhungen erforderlich.

KRONES Global Footprint

Die Erweiterung des Global Footprint ist essentiell, um die Ertragskraft von KRONES nachhaltig zu verbessern.

KRONES plant die Profitabilität, trotz des Rückschlags 2018, in den kommenden Jahren zu stärken. Ein wichtiger Baustein hierfür ist, dass wir auch in der Abfüll- und Verpackungstechnik die weltweite Präsenz, also den Global Footprint, vergrößern. Bislang erzielen wir einen geringen Teil der Wertschöpfung im Ausland, obwohl wir fast 90 % des Umsatzes außerhalb Deutschlands erwirtschaften. Durch den Aufbau einer Lieferkette in China und Ungarn sind wir in der Lage, die Personal- und Materialkosten mittelfristig zu senken.

Auch mit dem nächsten Schritt in der Modularisierung der Produkte unseres Kernsegments wollen wir den starken Anstieg der Materialkosten reduzieren. Zum einen werden wir den Modularisierungsgrad weiter erhöhen und somit die Komplexität unserer Maschinen und Anlagen verringern. Das sollte sich in einem niedrigeren Materialkostenanteil widerspiegeln. Zum anderen werden wir die Bauweise unserer Module vereinfachen, so dass mittelfristig auch Lieferanten vor Ort unsere Anforderungen erfüllen können. Das erhöht den Wettbewerb und sollte zu attraktiveren Einkaufspreisen führen.

Wichtig für die Ertragskraft von KRONES ist unser Service-Geschäft. Die Nähe zum Kunden ist hierfür der entscheidende Erfolgsfaktor. Daher werden wir weltweit unser Netz von Service- und Vertriebsniederlassungen noch enger knüpfen. Die Herausforderung hierbei ist, genügend qualifizierte Mitarbeiter aus den Regionen für KRONES zu gewinnen und an das Unternehmen zu binden. KRONES investiert daher kräftig in die Aus- und Weiterbildung der Mitarbeiter vor Ort, um der in den Emerging Markets vergleichsweise hohen Fluktuation entgegenzuwirken.

Hohe Wachstumsinvestitionen im In- und Ausland

KRONES wird weiterhin kräftig in seine inländischen Standorte und die internationale Präsenz investieren.

Um langfristig wettbewerbsfähig zu bleiben muss KRONES investieren - in seine deutschen Standorte genauso wie in die internationale Präsenz. Im Inland werden wir in den kommenden Jahren rund 190 Mio. € investieren. Damit wollen wir die internen Produktionsschritte, die Prozesse, die Organisation und die Logistik so weit wie möglich digitalisieren und automatisieren und dadurch die Produktivität und Effizienz deutlich steigern. Das hohe Investitionsvolumen im Inland zeigt: Deutschland bleibt für KRONES zentraler Entwicklungsstandort für innovative Maschinen, Anlagen und Services.

Wir werden aber auch im Ausland kräftig investieren. Neben der bereits erwähnten neuen Fabrik in Ungarn bauen wir auch unsere internationalen Service-Center und Engineering-Hubs weiter aus.

Gesunde Finanz- und Kapitalstruktur gibt Sicherheit

Mit einer Nettoliquidität von 215 Mio. € und einer Eigenkapitalquote von 43,2 % hat KRONES weiterhin eine solide Finanz und Kapitalstruktur. Das Unternehmen verfügt über ausreichend Kapital und finanziellen Spielraum, um Wachstumsinvestitionen und mögliche Firmenzukäufe zu stemmen sowie die Anteilseigner über Dividendenausschüttungen am Unternehmenserfolg teilhaben zu lassen. Unsere Dividendenstrategie sieht vor, dass wir 25 bis 30 % des erzielten Gewinns an die Anteilseigner ausschütten.

Working Capital besser managen

Mit der Entwicklung unserer dritten Zielgröße, dem Working Capital im Verhältnis zum Umsatz, ist KRONES nicht zufrieden. Diese Kennzahl lag 2018 bei 27,3 % und damit von unserer Zielgröße 22 % entfernt. Daher wollen wir in den kommenden Jahren beim Working Capital Fortschritte erreichen und haben hierfür kurz- und mittelfristige Maßnahmen festgelegt. Mittel hierfür sind höhere Anzahlungen der Kunden, eine schnellere Fertigstellung in der Außenmontage sowie eine optimierte Vorratshaltung. Diese sollen das Working Capital im Verhältnis zum Umsatz verringern. Je weniger Mittel im Working Capital gebunden sind, desto mehr Kapital steht für Investitionen zur Verfügung. Jeder Prozentpunkt, um den wir diese Kennzahl verbessern, steigert unsere Liquidität um rund 40 Mio. €.

Mitarbeiter sind Basis für nachhaltigen Erfolg

Wie erfolgreich KRONES AGiert, hängt maßgeblich von den Mitarbeitern ab. Sie sind dafür verantwortlich, dass unsere Kunden mit unseren Produkten und Services zufrieden sind.

Daher investiert KRONES stark in die Aus- und Weiterbildung der Belegschaft. Aber es geht auch darum, das vorhandene Wissen und die Netzwerke im KRONES Konzern noch effizienter zu nutzen. Jede verzögerte Entscheidung oder verloren gegangene Information kostet wertvolle Zeit. Mit direkten Kommunikationswegen halten wir mit der Dynamik der globalisierten und digitalisierten Märkte Schritt.

KRONES wird die Belegschaft in den kommenden Jahren international weiter aufstocken, um die Wachstumschancen des Marktes zu nutzen. Speziell in den Emerging Markets wollen wir Mitarbeiter für KRONES gewinnen. Hier haben wir mit unseren Ausbildungscentern in Afrika, China und Südamerika eine gute Basis gelegt. Je mehr Mitarbeiter wir aus der jeweiligen Region für unsere internationalen Standorte gewinnen, umso näher sind wir am Kunden und am jeweiligen Markt. So erkennen wir Trends und Entwicklungen frühzeitig und steigern so die Kundenzufriedenheit.

KRONES Konzern Mitarbeiterentwicklung in den Emerging Markets 2013 - 2018

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Jahr Südamerika Afrika Asien/ Pazifik GUS/ Osteuropa China Gesamt
2013 485 339 400 132 325 1.681
2014 501 363 453 136 385 1.838
2015 519 376 502 147 451 1.995
2016 549 386 602 155 508 2.200
2017 581 393 734 172 608 2.488
2018 637 452 830 213 716 2.848

KRONES wird aber auch in Deutschland und Westeuropa weiter in die Belegschaft investieren. Der Mitarbeiteraufbau wird in dieser Region allerdings weniger dynamisch vonstattengehen.

Das Steuerungssystem der KRONES AG

Obwohl die KRONES AG die mit Abstand wichtigste Einzelgesellschaft des KRONES Konzerns ist, steuert der Vorstand hauptsächlich mit Konzernzahlen nach IFRS. Die dafür verwendeten Leistungsindikatoren sind im KonzernGeschäftsbericht beschrieben.

Darüber hinaus steuert das Management vorrangig anhand folgender finanzieller Leistungsindikatoren:

Umsatzwachstum
Ergebnis vor Steuern (EBT)

Um unsere Marktposition zu festigen und Größenvorteile zu nutzen, streben wir grundsätzlich ein Umsatzwachstum über dem Marktdurchschnitt an. Damit legen wir auch eine gute Basis für unser wichtiges LifeCycle-Business.

Das Ergebnis vor Steuern (EBT) ist eine wichtige Ertragskennziffer. Aus dem EBT muss die KRONES AG die Steuern und Dividenden zahlen sowie die Investitionen tätigen.

Forschung und Entwicklung (F&E)*

4,6 % des Konzernumsatzes in F&E investiert
Kundennutzen steht im Fokus
Digitalisierung ist ein Kernthema
Innovationsstärke von KRONES spiegelt sich in attraktiven Produkten wider

KRONES investierte 2018 rund 4,6 % des Konzernumsatzes in Forschung und Entwicklung.

Innovative Produkte, die beim Kunden Mehrwert schaffen, sind die Basis für eine erfolgreiche Zukunft des Unternehmens. Rund 2.300 hoch qualifizierte Mitarbeiter arbeiten bei KRONES an der Neu- und Weiterentwicklung von Maschinen, Anlagen und Dienstleistungen. Die Zahl der erteilten Patente und Gebrauchsmuster stieg von 5.484 im Vorjahr auf 5.707 zum Jahresende 2018.

Dies unterstreicht die Innovationskraft des KRONES Teams. Insgesamt wurden im Berichtsjahr 179 Mio. € (Vorjahr: 172 Mio. €) in Forschung und Entwicklung investiert. Das entspricht 4,6 % des Konzernumsatzes.

Erteilte Patente und Gebrauchsmuster Konzern

Kundennutzen steht bei Innovationen im Fokus

Bei der Entwicklung neuer Produkte müssen wir zuallererst die Anforderungen des Marktes berücksichtigen. Unser Vertrieb und die Techniker haben ausgezeichnete Netzwerke zu den Kunden. So wissen wir sehr gut, welche Bedürfnisse unsere Kunden haben. Aber auch durch unser House of KRONES haben wir einen ganzheitlichen Blick auf die Bedürfnisse und Erwartungen unserer Kunden. Mit diesem Wissen speisen wir unseren Innovationsprozess und leiten daraus entsprechende Entwicklungsprojekte ab. Mitarbeiter aus verschiedensten Bereichen setzen diese dann in möglichst kurzer Zeit um.

Der Markt verlangt im Wesentlichen nach Maschinen und Anlagen, die

die Betriebskosten senken die
Leistung erhöhen
die Flexibilität steigern
die Bedienung vereinfachen.

Natürlich bleiben niedrigere Betriebskosten ein wichtiges Thema für die Kunden. Hier spielt auch das Blocken, also Verdichten der Anlagen, eine wichtige Rolle. Durch das Bündeln von Maschinenfunktionen können wir unsere Linien kompakter auslegen. Das spart dem Kunden Platz und Zeit. Ein Beispiel hierfür ist der Pasteur LinaFlex Compact.

Ein entscheidender Parameter, um eine höhere Leistung zu erzielen, sind niedrige Ausfallzeiten. Mit neuen digitalen Technologien können wir Services wie die "Vorausschauende Wartung" anbieten. Dadurch steigern wir die Verfügbarkeit und damit die Leistung der Anlage.

* Alle Angaben innerhalb "Forschung und Entwicklung" beziehen sich auf den KRONES Konzern.

Da die Vielfalt an abgefüllten Produkten und Verpackungsformen stetig zunimmt, ist die Flexibilität der Anlage ein weiteres wichtiges Entscheidungskriterium. Viele Kunden wollen auf einer Anlage möglichst viele Getränkesorten in flexible Verpackungsformen abfüllen. Dies erfordert Maschinen und Anlagen, die vielseitig einsetzbar und schnell umrüstbar sind. Mit unserem System LineXpress lässt sich der Artikelwechsel bei der Abfüllung weitgehend automatisch durchführen. Da die Mengen, die am Stück auf einer Anlage mit einem Getränk produziert werden, immer kleiner werden, geht KRONES in Sachen Flexibilität bis an die Grenze des Machbaren - Losgröße 1. Die auf der drinktec 2017 vorgestellte Konzeptstudie "Bottling on demand" stößt weiterhin auf großes Interesse bei unseren Kunden. Die ultraflexible Linie kann auf Knopfdruck und per App-Bestellung verschiedene PET-Behälter individuell befüllen und digital bedrucken.

Die einfache Bedienbarkeit wird für unsere Kunden immer bedeutender. Daher müssen unsere Anlagen künftig Technologien enthalten, die den Betrieb sowie die Wartung und Pflege der Anlage massiv vereinfachen. Mit Hilfe digitaler Technologien sollen sich die Anlagen im Endstadium selber integrieren, diagnostizieren und reparieren.

Digitalisierung birgt große Chancen

Neue Technologien ermöglichen es, die komplette Getränkefabrik digital abzubilden. So lassen sich Potenziale entlang der Wertschöpfungskette umfassender ausschöpfen und messbare Mehrwerte für die Kunden aus der Getränke- und Lebensmittelindustrie schaffen.

Bestehende Technologien in die digitale Welt transformieren

KRONES hat sehr gute Produkte und Services. Um diesen Standard weiter auszubauen, müssen wir nach vorne denken und möglichst schnell die Transformation in das Digitalzeitalter bewäLTIgen. Hierzu wollen wir das Know-how unserer Mitarbeiter mit den neuen Technologien, wie Cloud Computing, Big Data und Internet of Things (IoT), kombinieren. Daraus entstehen neuartige Produkte, wie unsere dynamische Software-Plattform Share2Act, die unseren Kunden deutlichen Mehrwert bieten.

Innovationsnetzwerke beschleunigen Entwicklung neuer Produkte

Innovative Produkte entstehen heute nicht mehr abgeschottet in den Entwicklungsabteilungen, sondern innerhalb offener Netzwerke, in denen auch das Wissen anderer Branchen und Fachbereiche genutzt wird. Durch die Zusammenarbeit verschiedener Unternehmensbereiche mit den Kunden, Lieferanten und wissenschaftlichen Einrichtungen wollen wir innovative Produkte in kürzester Zeit entwickeln und erfolgreich am Markt einführen.

KRONES wird deshalb auf dem Gelände des TechCampus in Regensburg ein Innovationsnetzwerk einrichten. Dort sollen in Zusammenarbeit mit der Universität und der oth Regensburg sowie anderen Ideengebern vor allem Lösungen in den Bereichen Digitalisierung, Informationstechnologie und IoT für die Getränkeindustrie entwickelt und in die Praxis umgesetzt werden. Wir verfolgen diesen Ansatz bereits mit unserem InnovationLab, das ebenfalls auf dem TechCampus angesiedelt ist. Mit unserem Tochterunternehmen SYSKRON investieren wir gezielt in diese Bereiche.

KRONES setzt auf Nachhaltigkeit - zehn Jahre enviro

2008 hat sich KRONES dazu entschieden, das Nachhaltigkeitsprogramm enviro einzuführen. enviro ist ein vom Tüv geprüftes Management-System und ist fester Bestandteil des Produktentwicklungsprozesses bei KRONES. Ziel aller KRONES Innovationen ist es, die Energie- und Medienverbräuche unserer Maschinen und Anlagen zu senken. Dadurch sind alle neuen KRONES Maschinen auf dem aktuellsten Stand, was Effizienz und Umweltfreundlichkeit anbelangt.

Auf den folgenden Seiten stellen wir eine Auswahl unserer Innovationen etwas genauer vor. Nachdem KRONES auf der drinktec 2017 überdurchschnittlich viele neue Produkte und Services präsentierte, liegt der Fokus im ersten Jahr nach der drinktec darauf, die dort gezeigten Innovationen umzusetzen.

Contiform 3 Speed

Mit der neuen Contiform 3 Speed hat KRONES den Kundennutzen weiter gesteigert. Während bei herkömmlichen Streckblasmaschinen ein Druckkissen im Formträger die beiden Blasformhälften während des Streckblasprozesses zusammenhält, übernimmt dies bei der Contiform 3 Speed eine neu konzipierte Verriegelung. Dank des nicht mehr nötigen Druckkissens können auch größere Flaschen produziert werden, ohne dass die Dimensionen von Blasmodul und Anlage wachsen.

Die Vorteile des kleineren Blasrads und der geringeren Maschinengröße kombinierte KRONES mit weiteren Optimierungen. Hierdurch stieg die Leistung der Maschine deutlich. Auf der Contiform 3 Speed können bei geringerem Energieverbrauch pro Blasstation bis zu 2.750 und damit rund 10 % mehr Behälter gefertigt werden als bei vergleichbaren Maschinen.

MetaPure Waschmodul für Polyolefine

Die PET-Recyclinganlage MetaPure von KRONES ist auf dem Markt seit Jahren etabliert. Nun haben wir mit MetaPure w-po ein spezielles Waschmodul für Polyolefine entwickelt. Die wichtigsten Vertreter von Polyolefinen sind Polypropylen und Polyethylen. Sie besitzen bei Kunststoffverpackungen einen Marktanteil von rund 50 %. Zum Vergleich: Der Anteil von PET liegt bei etwa 2,5 %. Dies unterstreicht das hohe Recyclingpotential von Polyolefinen.

Generell ist der Waschprozess entscheidend für die Qualität des aus dem Recyclingprozess gewonnenen Rezyklats. Weil sich die physikalischen Eigenschaften von Polyolefinen und PET stark unterscheiden, mussten wir das Verfahren für das Waschen anpassen. Das Gesamtkonzept basiert aber weiterhin auf unseren umfangreichen Erfahrungen aus dem Bereich der PET-Waschtechnologie.

LineXpress

Schnelle Umrüstzeiten beim Produktwechsel sind für die Kunden enorm wichtig. Mit LineXpress können Abfüller von PET-Flaschen extrem schnell ihre Linie auf andere Produkte, Sorten, Formate und Gebinde umstellen. Das Programm besteht aus einzelnen Automatisierungs-Komponenten. Diese steuern gemeinsam mit den Maschinen der Abfülllinie den Umrüstvorgang und unterstützen den Bediener der Anlage.

Automatisierungskomponenten aus dem LineXpress-Programm von KRONES gibt es für Packer, Füller und Blasformen. Bei der Umrüstung der Blasformen greift beispielsweise der Baustein MouldXpress Robot, der die Blasformen bei der Contiform 3 Pro in weniger als 15 Minuten nahezu vollautomatisch wechselt. Das verringert die Standzeiten und erhöht die Leistung der Anlage.

LinaFlex Compact

Mit dem LinaFlex Compact hat KRONES sein Pasteur-Portfolio im kleineren Leistungsbereich ergänzt. Dieser Pasteur wird in einem Stück komplett vorinstalliert ausgeliefert und kann ganz einfach nach dem Plug-and-Play-Prinzip aufgestellt werden. Der Anschluss an eine bestehende Linie und alle Medien sowie die Inbetriebnahme erfolgt innerhalb weniger Tage.

Die Technik des neuen LinaFlex Compact beruht auf der bewährten KRONES Pasteur-Technologie. Er ist kompakt in einem Maschinengehäuse untergebracht. Das spart dem Kunden wertvollen Platz. Die Maschine ist zudem mit einem neu entwickelten Spritzdüsensystem ausgestattet, das weniger Leistung von den Pumpen erfordert und somit den Energieverbrauch senkt.

Aseptischer Block für den kleineren Leistungsbereich

KRONES Aseptikanlagen, zum Abfüllen sensibler Getränke, sind bei Getränkeherstellern auf der ganzen Welt im Einsatz. Unsere Kunden schätzen die Flexibilität, Zuverlässigkeit und Leistungsfähigkeit des Aseptik-Portfolios.

Der kleinere Leistungsbereich mit einer Abfüllkapazität von weniger als 24.000 Behältern pro Stunde (bph) wurde bislang durch die bewährte Technik der Behälterentkeimung abgedeckt. Nun sind wir aufgrund verschiedener Anpassungen auch in der Lage, den großen Markt für Aseptik in diesem Leistungsbereich mit der innovativen Technik der Preformentkeimung zu bedienen. Somit ist eine durchgängige Blocklösung von Blasmaschine bis hin zum Füller, wie sie KRONES bereits seit Jahren erfolgreich im größeren Leistungsbereich anbietet, schon ab 12.000 bph möglich.

KRONES schließt mit diesem zukunftsorientierten Konzept die Lücke zwischen kleinerem und großen Leistungsbereich in der Aseptik - zu attraktiven Preisen.

Wirtschaftliches Umfeld*

Weltwirtschaft wächst schwächer als erwartet
Produktion der deutschen Maschinenbauer 2018 um 2 % über Vorjahr
Globale Nachfrage nach abgepackten Getränken steigt stetig

Handelskonflikte bremsen Wachstum der globalen Wirtschaft

Das Wachstumstempo der Weltwirtschaft hat sich 2018 im Vergleich zum Vorjahr ein wenig verlangsamt. Gemäß den Zahlen des Internationalen Währungsfonds (IWF) von Januar 2019 stieg das globale Bruttoinlandsprodukt (bip) im Berichtsjahr um 3,7 % (2017: plus 3,8 %). Die ursprüngliche IWF-Wachstumsprognose für 2018 lag bei 3,9 %. Besonders der Handelskonflikt zwischen den USA und China bremsten den Welthandel und das Wachstum. Darüber hinaus wirkten sich in Europa die Angst vor einem ungeordneten "Brexit" sowie die Probleme der Automobilindustrie in Deutschland negativ auf die Gesamtwirtschaft aus.

In den Schwellen- und Entwicklungsländern legte das bip 2018 mit 4,6 % (2017: plus 4,7 %) weiterhin überproportional, aber schwächer als erwartet zu. Die chinesische Volkswirtschaft entwickelte sich besonders enttäuschend. Das bip legte 2018 um 6,6 % (Vorjahr: plus 6,9 %) zu. Dies war das schwächste Wachstum in China seit fast 30 Jahren. In Lateinamerika verlor die Wirtschaftstätigkeit ebenfalls an Schwung. Dort kam das bip nur noch um 1,1 % voran (Vorjahr: plus 1,3 %). In der Region Naher Osten/Nordafrika beschleunigte sich das Wachstum im Berichtsjahr auf 2,4 % (Vorjahr: plus 2,2 %).

Das BIP in den reifen Industriestaaten verbesserte sich 2018 im Vergleich zu 2017 insgesamt um 2,3 % (Vorjahr: plus 2,4 %). Dabei verlangsamte sich die Wirtschaftsdynamik im Euro-Raum überproportional auf 1,8 % (Vorjahr: plus 2,4 %).

Wachstumsrate des Bruttoinlandsprodukts (BIP) in Prozent

Die Wirtschaft in den USA entwickelte sich im Berichtszeitraum trotz des Handelsstreits mit China deutlich besser. Ein Grund hierfür waren niedrigere Steuern. Das us-bip stieg 2018 um 2,9 % (Vorjahr: plus 2,2 %). In Japan verbesserte sich das bip hingegen nur um 0,9 % (Vorjahr: plus 1,9 %).

Deutsches Bruttoinlandsprodukt legt 2018 um 1,5 % zu

Nach vorläufigen Zahlen des Statistischen Bundesamtes war das deutsche Bruttoinlandsprodukt (bip) 2018 um 1,5 % höher als im Vorjahr. Damit stieg das bip das neunte Jahr in Folge. Die Wachstumsdynamik schwächte sich jedoch ab.

2017 war das BIP um 2,2 % gestiegen. Die stärksten Wachstumsimpulse gingen 2018 von den privaten Konsumausgaben und den Investitionen aus.

* Alle Angaben innerhalb "Wirtschaftliches Umfeld" beziehen sich auf den KRONES Konzern.

Produktion der deutschen Maschinenbauer steigt schwächer als erwartet

Die Produktion der deutschen Maschinen- und Anlagenbauer war zum Jahresende 2018 hin rückläufig. Deshalb wurde die Prognose des Verbands Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) für das Gesamtjahr 2018 deutlich verfehlt Der Produktion ist gemäß vorläufiger Zahlen 2018 nicht wie prognostiziert um 5 %, sondern nur um 2 % gestiegen. Laut VDMA waren Kapazitätsengpässe bei Material und Personal ein Grund für die schwache Entwicklung im vierten Quartal.

Laut vorläufiger Zahlen stieg die Produktion 2018 in dem für KRONES relevanten Teilbereich Nahrungsmittel- und Verpackungsmaschinen im Vergleich zum Vorjahr um etwa 6 %.

Nachfrage nach Verpackungsmaschinen nimmt zu

Weltmarkt der Verpackungsmaschinenindustrie nach abgepackten Produkten 2016

Quelle: VDMA , Schätzung für 2016

Rund zwei Drittel der weltweiten Nachfrage nach Verpackungsmaschinen stammen aus der Getränke- und Nahrungsmittelindustrie.

Der weltweite Verpackungsmaschinenmarkt hatte 2016 gemäß VDMA (Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau) ein Volumen von 35,3 Mrd. € (2015: 34,0 Mrd. €). Zahlen für 2017 und 2018 lagen zum Zeitpunkt der Erstellung des Geschäftsberichts 2018 noch nicht vor. Doch laut Prognosen des VDMA dürfte die weltweite Nachtrage für Verpackungsmaschinen weiter gewachsen sein. Gemessen an den abgepackten Produkten ist die Getränkeindustrie mit einem Anteil von 32 % der größte Einzelmarkt für Verpackungsmaschinen.

KRONES hat mögliche Effekte aus dem britischen Austrittsprozess (Brexit) analysiert. Aufgrund der Tatsache, dass die KRONES Gruppe keine Produktion in Großbritannien hat, sehen wir weder wesentliche Auswirkungen auf unser Geschäftsmodell noch auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage.

Megatrends sorgen für stabiles Marktwachstum

KRONES ist in einem langfristig stabil wachsenden Markt tätig. Die durchschnittliche jährliche Wachstumsrate ist höher als das durchschnittliche Wachstum der Weltwirtschaft. Mehrere Megatrends führen dazu, dass die Nachfrage nach Verpackungsmaschinen für Getränke und Nahrungsmittel überproportional steigt.

Der übergeordnete Megatrend ist die stetig steigende Zahl der Weltbevölkerung. Ende 2018 lEBTen mehr als 7,6 Mrd. Menschen auf der Erde. Diese Zahl wird nach Prognosen der Vereinten Nationen künftig jährlich um mehr als 80 Millionen steigen. Vor allem in Afrika und Asien wächst die Bevölkerung stark. Im Jahr 2030 dürfte die Weltbevölkerung bereits bei etwa 8,5 Mrd. liegen. All diese Menschen müssen essen und trinken. Dabei werden sie zunehmend zu abgepackten Getränken und Lebensmitteln greifen.

Der Anteil Asiens an den Konsumausgaben der weltweiten Mittelschicht nimmt stark zu

Die Anzahl der Menschen, die in die Mittelschicht aufsteigen, nimmt besonders in Asien stark zu. Deshalb wächst der Anteil dieser Region an den weltweit steigenden Konsumausgaben der Mittelschicht.

2020 (e) 35,0 Billionen Dollar

Quelle:

2030(e): 55,7 Billionen Dollar

Wachsende Mittelschicht steigert Konsumausgaben

In den Schwellen- und Entwicklungsländern entkommen immer mehr Menschen der Armut und steigen in die Mittelschicht auf. Nach Prognosen der OECD wird die globale Mittelschicht in der Zeit von 2020 bis 2030 von 3,2 Mrd. auf 4,9 Mrd. Menschen wachsen. Mit dem steigenden Einkommen der Menschen nehmen deren Konsumausgaben - auch für abgepackte Getränke und Lebensmittel - zu. Ein Großteil des Wachstums der weltweiten Mittelklasse und damit der zunehmenden Kaufkraft entfällt auf Asien. 2020 soll laut OECD der Anteil Asiens an den gesamten Konsumausgaben der Mittelschicht bei 42 % liegen. Bis 2030 soll dieser Wert auf 59 % zunehmen. Die Summe der Konsumausgaben der globalen Mittelschicht dürfte in diesem Zeitraum von 35 Billionen Us-Dollar auf 55,7 Billionen us-Dollar steigen.

Anteil der städtischen Bevölkerung an der Gesamtbevölkerung 2015 und 2050

In Afrika und Asien ist der Urbanisierungstrend, also der Zuzug in die Städte, am stärksten.

Quelle: Vereinte Nationen, (World Urbanization Prospects, The Revision)

Wachstumstreiber Urbanisierung

Auch die zunehmende Urbanisierung, also der Zuzug der ländlichen Bevölkerung in die Städte, fördert die Nachfrage nach abgepackten Getränken und Lebensmitteln. Grund hierfür ist, dass Menschen, die in Städten leben, in der Regel mehr abgepackte Produkte konsumieren als die Landbevölkerung.

Laut Prognose der Vereinten Nationen werden 2050 zwei von drei Erdenbürgern in Städten leben. Zurzeit sind es erst gut die Hälfte. Am stärksten strömen die Menschen in den Entwicklungs- und Schwellenländern Afrikas und Asiens in die Städte.

Konsum von abgefüllten Getränken nimmt stetig zu

2018 verbrauchte die Weltbevölkerung laut vorläufiger Zahlen der Marktforscher von Euromonitor 1.168 Mrd. Liter abgepackte Getränke. Damit stieg der globale Konsum im Vergleich zum Vorjahr um 2,6 %. Der Verbrauch abgepackter Getränke wächst seit vielen Jahren stetig. Das stabile Wachstum dürfte sich aufgrund der genannten Megatrends künftig fortsetzten. Euromonitor rechnei damit, dass der weltweite Konsum von abgefüllten Getränken von 2018 bis 202 jährlich um durchschnittlich 2,9 % zunimmt.

Weltweiter Konsum verpackter Getränke 2018 (in Mrd. Litern)

2018: 1.167,5 Mrd. Liter (e)

Quelle: Euromonitor, eigene Schätzungen

* Bier, Wein, Spirituosen

** Energie- und Sportdrinks, Fertigtee und -kaffee

Der Konsum von abgepacktem Wasser steigt stark. Dies liegt hauptsächlich an der hohen Nachfrage in den Schwellen- und Entwicklungsländern.

Deutlich überproportional zum Gesamtmarkt dürfte von 2018 bis 2021 der Konsum von abgefülltem Wasser zunehmen. Euromonitor prognostiziert für dieses Marktsegment eine Steigerungsrate von jährlich durchschnittlich 5,7 %. Wesentlicher Wachstumstreiber ist der steigende Bedarf an sauberem abgefülltem Trinkwasser in den Schwellen- und Entwicklungsländern. Darüber hinaus treibt der Trend zu gesunder Ernährung in den Industrieländern die Nachfrage nach abgefülltem Wasser. Bereits jetzt ist abgefülltes Wasser das mit Abstand größte Segment des globalen Getränkemarkts. 2018 trank die Weltbevölkerung rund 390 Mrd. Liter abgefülltes Wasser. Der Anteil am kompletten Konsum abgepackter Getränke lag damit bei einem Drittel.

Alkoholische Getränke sind mit einem Anteil von 21,6 % im Jahr 2018 das zweitgrößte Segment. Dies entspricht einem Konsum von rund 252 Mrd. Litern. Der Großteil davon war Bier (Anteil: knapp 80 %). Abgesehen von der steigenden Nachfrage nach Craft Beer, also Spezialbieren kleinerer Brauereien, ist die Nachfrage nach dem Gerstensaft in vielen Industrieländern gesättigt. Deshalb wird der Konsum alkoholischer Getränke nur unterproportional zum Gesamtmarkt zulegen. Für die Jahre 2018 bis 2021 rechnen die Marktforscher mit jährlichen Steigerungsraten von durchschnittlich 1,4 %.

Ein weiterer großer Markt sind kohlensäurehaltige Softdrinks (CSD). 2018 tranken die Menschen weltweit rund 216 Mrd. Liter abgefüllte CSD (Anteil am gesamten Getränkekonsum: 18,5 %). Mit erwarteten Zuwachsraten von durchschnittlich 1,0 % dürfte die Nachfrage nach CSD im Zeitraum 2018 bis 2021 aber nur langsam zulegen. Ein wesentlicher Grund hierfür ist das steigende Gesundheitsbewusstsein der Verbraucher. Sie ersetzen die meist zuckerhaltigen Softdrinks wie Cola und Limonaden zunehmend durch Wasser.

Innerhalb des Segments Milch und Milchmixgetränke (Anteil am weltweiten Getränkekonsum 2018: 14,1 %) erwartet Euromonitor für Nischenprodukte wie Trinkjoghurt (+ 6,7 %) und Sojamilch (+ 3,8 %) hohe Steigerungsraten. Der Konsum von purer Milch, auf die fast 80 % des Marktsegments entfällt, dürfte aber nur um 1,8 % zulegen. Unterm Strich prognostizieren die Experten für das Segment Milch und Milchmixgetränke von 2018 bis 2021 durchschnittliche jährliche Zuwachsraten von 1,9 %.

New Drinks (Anteil am gesamten Getränkekonsum 2018: 6,4 %) sowie Frucht- und Obstsäfte (Anteil: 6,1 %) sind die beiden kleineren Sorten des globalen Getränkemarkts. Zu den sogenannten New Drinks zählen hauptsächlich trinkfertiger Tee und Kaffee sowie Sport- und Energy Drinks. Von 2018 bis 2021 dürften New Drinks deutlich höhere durchschnittliche Zuwachsraten (+ 2,6 %) erzielen als Frucht- und Obstsäfte (+ 1,0 %).

In den Emerging Markets boomt die Nachfrage nach abgepackten Getränken

In den Schwellen- und Entwicklungsländern profitiert KRONES von steigenden Bevölkerungszahlen. Die wachsende Getränkevielfalt und zunehmend verschiedene Verpackungsvarianten fördern die Nachfrage in den reifen Industrieländern.

Die Megatrends - wachsende Weltbevölkerung, zunehmende Mittelschicht sowie Urbanisierung -spielen sich hauptsächlich in den Schwellen- und Entwicklungsländern ab. Deshalb gehen von dort die stärksten Wachstumsimpulse auf die globale Nachfrage nach abgepackten Getränken aus.

Am kräftigsten dürfte der Konsum in der Region Afrika/Mittlerer Osten klettern. Dort erwartet Euromonitor von 2018 bis 2021 eine durchschnittliche jährliche Zuwachsrate von 5,9 %. Ähnlich stark (+ 5,7 %) soll die Nachfrage nach abgefüllten Getränken in der Region Asien/Pazifik steigen.

In den reifen Absatzmärkten wie Europa und Nord- und Mittelamerika wachsen die Bevölkerungszahl und damit auch die Getränkenachfrage nur leicht. In diesen Märkten liegen die Wachstumschancen von KRONES nicht im steigenden Getränkevolumen, sondern in der zunehmenden Vielfalt von Verpackungsvarianten.

Weltweiter Konsum abgepackter Getränke

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2018 (e) 2021 (e) durchschn. jährl. Wachstum

in %
Mrd. Liter %* Mrd. Liter %* 2018-2021
--- --- --- --- --- ---
Nordamerika/Mittelamerika 201,2 17,3 207,4 16,3 1,0
Asien/Pazifik 197,6 16,9 233,3 18,4 5,7
China 177,2 15,2 188,8 14,9 2,1
Südamerika 158,0 13,5 169,3 13,3 2,3
Afrika/Mittlerer Osten 148,5 12,7 176,6 13,9 5,9
Westeuropa 144,5 12,4 149,8 11,8 1,2
Russland/GUs/Osteuropa 86,2 7,4 92,8 7,3 2,5
Mitteleuropa 53,1 4,6 53,2 4,2 0,1
Global 1.166,3 100 1.271,2 100 2,9

* Anteil am globalen Konsum

Quelle: Euromonitor, eigene Schätzungen

Weltweiter Konsum abgefüllter Getränke nach Regionen - jährliches Wachstum in Prozent*

In den Regionen Afrika/ Mittlerer Osten und Asien/Pazifik wächst der Konsum abgefüllter Getränke mit hohen Steigerungsraten.

Weltweiter Konsum abgefüllter Getränke nach Regionen in Mrd. Litern*

2021 dürften in der Region Asien/Pazifik 35,7 Mrd. Liter mehr abgefüllte Getränke konsumiert werden als 2018 Auch in Afrika/Mittlerer Osten und in China steig der Verbrauch kräftig.

Kunststoff PET bevorzugtes Verpackungsmaterial für Getränke

2018 wurden gemäß vorläufiger Zahlen von Euromonitor weltweit rund 1.650 Mrd. Behälter mit Getränken abgefüllt. Die Behälterzahl wächst mit dem zunehmenden Getränkevolumen stetig und soll bis 2021 um durchschnittlich 2,5 % im Jahr auf 1.780 Mrd. zunehmen. Als Behältermaterialen dienen im Wesentlichen Kunststoff, Glas, Metall sowie Karton.

Anteil der Verpackungen am weltweiten Getränkemarkt 2018(Basis: abgefüllte Einheiten)

Am stärksten steigt die Nachfrage nach Getränkeverpackungen aus PET.

Das mit Abstand am häufigsten verwendete Verpackungsmaterial für Getränke ist der Kunststoff Polyethylenterephthalat (PET). Gemäß den Zahlen von Euromonitor waren 2018 mit 35,3 % mehr als ein Drittel aller Getränkebehälter aus PET. Bis 2021 soll die Anzahl der PET-Getränkeverpackungen um durchschnittlich 4,2 % pro Jahr und damit deutlich überproportional steigen. Wichtigster Wachstumstreiber ist die zunehmende Nachfrage nach abgepacktem Wasser. Dieses Getränk wird weltweit überwiegend in PET-Behälter abgefüllt.

Glas ist das am zweithäufigsten eingesetzte Verpackungsmaterial für Getränke. 2018 bestanden 23,8 % aller Getränkeverpackungen aus diesem Material. In Glasflaschen werden hauptsächlich Bier und andere Alkoholika abgefüllt, also Getränkearten, bei denen die Nachfrage nur unterproportional zum Gesamtmarkt wächst. Deshalb soll auch die Anzahl der Getränkeverpackungen aus Glas von 2018 bis 2021 mit jährlichen Steigerungsraten von nur 1,1 % zunehmen.

Vergangenes Jahr waren 18,7 % der Getränkebehälter Metalldosen. Sie sind damit das dritthäufigste Verpackungsmaterial. Dosen werden oft zur Abfüllung von Bier und kohlensäurehaltigen Softdrinks (CSD) verwendet. Bis 2021 soll die Anzahl der Getränkebehälter aus Dosen um durchschnittlich 1,5 % pro Jahr steigen.

Ein weiteres bedeutendes Verpackungsmaterial ist Karton. Kartonverpackungen werden hauptsächlich für Milch und Milchmixgetränke sowie Frucht- und Obstsäfte verwendet. Die Anzahl der Kartonverpackungen (Anteil an den Getränkeverpackungen 2018: 11,8 %) soll bis 2021 durchschnittlich um 1,8 % pro Jahr zulegen.

Als führender Anbieter von Maschinen und Anlagen zur Produktion, Abfüllung und Verpackung von PET-Behältern profitiert KRONES von anhaltenden Wachstum von PET-Verpackungen. Das Unternehmen hat aber auch bei Linien zur Abfüllung und Verpackung von Getränken in Glasflaschen und Dosen eine starke Marktstellung. Lösungen für Kartonverpackungen bietet KRONES nicht an.

KRONES AG in Zahlen

2018 war für die KRONES AG insgesamt herausfordernd.
Umsatz sinkt um 7,3% auf 2,74 Mrd. €. Das Ergebnis vor Steuern ging um 48,3% auf 112,6 Mio. € zurück.
Aktionäre sollen eine stabile Dividende von 1,70 € je Aktie erhalten.

2018 waren die gesamtwirtschaftlichen Bedingungen für Anbieter von Abfüll- und Verpackungstechnik schwierig.

Die KRONES AG verzeichnete nach Jahren des Umsatzwachstums 2018 einen Rückgang um 7,3 % auf 2.735 Mio. €.

Die Gesamtleistung stieg dagegen im Geschäftsjahr 2018 um 2,5 % auf 2.898 Mio. €, was aus der positiven Bestandsveränderung resuLTIert.

Das Ergebnis vor Steuern (EBT) ging im Vergleich zum Vorjahr um 48,3 % oder 105,1 Mio. € auf 112,6 Mio. € zurück. Grund hierfür sind die geringeren Ausschüttungen der Tochtergesellschaften, die im Vorjahr im größeren Umfang Ergebnis ausgeschüttet hatten (141 Mio. € im Jahr 2017 vs. 70 Mio. € im Jahr 2018). Wie bereits im Vorjahr wurden von den Tochterfirmen der KRONES AG die vorhandenen liquiden Mittel möglichst in der KRONES AG zusammengezogen. Diese Maßnahme hat zur Optimierung der Liquiditätssteuerung und zur Risikominimierung beigetragen.

Umsatz KRONES AG in Mio.

Umsatz nach Regionen

Umsatz nach Regionen KRONES AG

Knapp 58 % unseres Umsatzes wurden in Ländern außerhalb Europas erwirtschaftet.

Der Umsatz der KRONES AG in Deutschland war im Berichtsjahr projektbedingt rückläufig. Die Erlöse im Inland verringerten sich von Januar bis Dezember 2018 im Vergleich zum Vorjahr um 24,6% auf 270,9 Mio. €. Der Anteil des Inlandsgeschäfts am Umsatz ging von 12,2% im Vorjahr auf 9,9% zurück.

In Osteuropa (inkl. Russland/Gus) profitierte KRONES im Berichtszeitraum von der allgemeinen Konjunkturbelebung in dieser Region. Die Erlöse verbesserten sich um 36,9 % auf 212,9 Mio. €.

Insgesamt verbesserte KRONES den Umsatz in Europa (ohne Deutschland) 2018 um 9,5 % von 814,5 Mio. € auf 891,9 Mio. €. Der Anteil, den das Europa-Geschäft (ohne Deutschland) zum Umsatz des Berichtszeitraums beitrug, legte auf 32,6 % (Vorjahr: 27,6 %) zu.

Insgesamt ging der Umsatz in den außereuropäischen Regionen um 11,5 % auf 57,5 % des Gesamtumsatzes zurück.

Nach teils starken Zuwächsen in den Vorjahren ging der Umsatz in der Region Mittlerer Osten/Afrika 2018 aufgrund einer leichten Marktberuhigung um 22,7 % auf 406,6 Mio. € zurück. Die mittel- und langfristen Wachstumsaussichten für KRONES in der Region sind aber unverändert gut. In China erhöhte sich die Investitionsbereitschaft unserer Kunden im Berichtszeitraum leicht. Der Umsatz zog im Vergleich zum Vorjahr um 11,7 % auf 188,6 Mio. € an. Im übrigen asiatisch/pazifischen Raum gingen die Erlöse von KRONES hingegen um 29,7 % auf 341,0 Mio. € zurück. Dies liegt teilweise daran, dass wir bei preislich unattraktiven Projekten vorzeitig aus dem Bieterprozess ausgestiegen sind. Weiter gut entwickelten sich die Erlöse in der Region Südamerika/Mexiko. Mit 372,9 Mio. € übertraf der Umsatz 2018 den bereits hohen Vorjahreswert um 34,8%. Der Umsatz in Nord- und Mittelamerika verringerte sich im Berichtszeitraum um 17,6 % bzw. 56 Mio. €. Dies ist aber angesichts des hohen Vorjahreswerts zufriedenstellend.

Insgesamt verfügt KRONES weiterhin über eine international ausgewogene Umsatzverteilung in den etablierten und aufstrebenden Märkten.

Auftragseingang und Auftragsbestand

Wert der Bestellungen in der KRONES AG bleibt auf hohem Niveau

Trotz eines wettbewerbsintensiven und preissensitiven Marktes erhöhten sich die Bestellungen in der KRONES AG um 3,7 % von 2.875 Mio. € auf 2.981 Mio. €. Das Unternehmen profitierte von einer soliden Investitionsbereitschaft der Kunden aus der Getränke- und Nahrungsmittelindustrie und nutzte seine Vorteile als Full-Service-Anbieter.

Der Blick in die Vertriebsregionen zeigt starke Zuwächse in China, sowie in Osteuropa und in Mitteleuropa. Auch in Nord-/Zentralamerika und Westeuropa konnten wir die Vorjahreswerte übertreffen. Rückläufig waren die Auftragseingänge in Asien/Pazifik. Auch in Lateinamerika und in Nahost/Afrika wurden die Vorjahreswerte nicht ganz erreicht. Es ist sicher eine Stärke von KRONES, dass wir in allen Regionen gut aufgestellt sind und vorübergehend sinkende Nachfragen aus einer Region in anderen Regionen kompensieren bzw. überkompensieren können.

Auftragseingang KRONES AG in Mio.

Auftragsbestand erhöht sich

Am Ende des Geschäftsjahres 2018 hatte die KRONES AG einen Bestand an Aufträgen in Höhe von 1.628 Mio. € in ihren Büchern. Zum 31.12.2017 betrug der Auftragsbestand 1.382 Mio. €. Bei stabilem Auftragseingangs-Volumen in 2018 erhöhte sich der Auftragsbestand zum Jahresende.

Wie in den Vorjahren ist das Auftragspolster eine gute Basis für das Erreichen der Volumenziele 2019.

Auftragsbestand KRONES AG zum 31. Dezember in Mio. €

Ertragslage der KRONES AG

Die geringeren Ausschüttungen der Tochterfirmen belasten die Ertragskraft der KRONES AG

Das Ergebnis der KRONES AG ging 2018 zurück.

In einem unverändert wettbewerbsintensiven Umfeld verzeichnete die KRONES AG Ergebniseinbußen. Das Ergebnis der KRONES AG wurde 2018 maßgeblich von gestiegenen Kosten für Material und Personal beeinflusst. Zudem belasteten Aufwendungen für Reorganisationen in Höhe von etwa 25 Mio. € die Ertragskraft des Unternehmens. Den größten Anteil daran haben Kosten für Maßnahmen im Zusammenhang mit dem Produktionsstandort in Ungarn. Hinzu kam das geringere Finanzergebnis im Vergleich zum Vorjahr, welches das Ergebnis vor Steuern (EBT) nicht in dem Ausmaße des Vorjahres positiv beeinflussen konnte.

Insgesamt ging 2018 das Ergebnis vor Steuern (EBT) im Vergleich zum Vorjahr um 48,3 % oder 105,1 Mio. € auf 112,6 Mio. € zurück.

Um die im Konzern vorhandenen liquiden Mittel möglichst in der KRONES AG zusammenzuziehen, wurden gegenüber dem Vorjahr erheblich weniger Dividenden und Ergebnisabführungen von den Tochtergesellschaften ausgeschüttet (2018: 70 Mio. €, 2017: 141,4 Mio. €).

Vorstand und Aufsichtsrat werden der Hauptversammlung vorschlagen, für das Geschäftsjahr 2018 eine Dividende von 1,70 € je Aktie (Vorjahr: 1,70 €) zu zahlen. Wenn die Hauptversammlung diesen Vorschlag annimmt, liegt die Ausschüttungsquote des Geschäftsjahres 2018 bei 35,7 %, gemessen am Konzernjahresüberschuss.

Ertragsstruktur der KRONES AG

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in Mio. € 2018 2017 Veränd.
Umsatzerlöse 2.735,4 2.950,0 - 7,3 %
Bestandsveränderung fertige und unfertige Erzeugnisse 163,4 - 123,0 -
Gesamtleistung 2.898,8 2.827,0 + 2,5 %
Materialaufwand - 1.710,0 - 1.592,4 + 7,4 %
Personalaufwand - 786,3 - 750,7 + 4,7 %
Saldo aus sonstigen betrieblichen Erträgen/ Aufwendungen und aktivierten Eigenleistungen - 282,9 - 336,0 - 15,8 %
EBITDA 119,6 147,9 - 19,1 %
Abschreibungen auf Anlagevermögen - 58,0 - 54,5 + 6,4 %
EBIT 61,6 93,4 - 34,0 %
Finanzergebnis 51,0 124,3 - 59,0 %
EBT 112,6 217,7 - 48,3 %
Ertragsteuern - 14,0 - 31,0 - 54,8 %
Sonstige Steuern - 1,3 - 0,9 + 44,4 %
Jahresüberschuss 97,3 185,8 - 47,6 %

Finanzlage der KRONES AG

Im Gegensatz zum Vorjahr hatte die KRONES AG stichtagsbedingt keine kurzfristigen Bankschulden (Vorjahr: 24,6 Mio. €). Die liquiden Mittel am Bilanzstichtag beliefen sich auf 106,2 Mio. € (31.12.2017: 5,7 Mio. €). Damit ergab sich eine Nettoliquidität von 106,2 Mio. €.

Bestehende bilaterale Kreditlinien in Höhe von 322,7 Mio. € können wahlweise als Barkredit oder Avalkredit in Anspruch genommen werden. Daneben bestehen noch umfangreiche reine Aval-Linien.

Der zusätzlich im Oktober 2014 mit unseren Kernbanken abgeschlossene Konsortialkreditvertrag über 250 Mio. € mit einer Laufzeit bis 22.10.2021 steht als Reservelinie (Back-up-Fazilität) zur Betriebsmittelfinanzierung einschließlich der Finanzierung von Investitionen zur Verfügung.

Damit besitzt die KRONES AG die Fähigkeit, allen Zahlungsverpflichtungen nachzukommen und die Hauptziele des Finanzmanagements, die hohe Finanzkraft und Unabhängigkeit von KRONES, sind erfüllt.

Die Finanzmittelfonds verbesserten sich 2018 auf 106,2 Mio. € (2017: - 18,9 Mio. €).

Die Kapitalflussrechnung der KRONES AG stellt sich wie folgt dar:

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in Mio. € 2018 2017 2016
Finanzmittelfonds am 01.01. - 18,9 188,2 125,7
Cashflow aus operativer Tätigkeit 195,1 - 110,1 138,4
Cashflow aus Investitionstätigkeit - 87,6 - 74,4 - 66,1
Cashflow aus Finanzierungstätigkeit 17,6 - 22,6 - 9,8
Finanzmittelfonds am 31.12. 106,2 - 18,9 188,2

Vermögens- und Kapitalstruktur der KRONES AG

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in Mio. € zum 31. Dezember 2018 2017 2016
Anlagevermögen 636,6 598,5 561,8
Umlaufvermögen, rap 1.182,5 1.137,5 1.053,1
davon liquide Mittel 106,2 5,7 188,2
Eigenkapital 882,6 839,0 702,2
Fremdkapital 936,5 897,0 912,7
Rückstellungen 453,5 533,8 483,1
Verbindlichkeiten 483,0 363,2 429,6
Bilanzsumme 1.819,1 1.736,0 1.614,9

Die Bilanzsumme der KRONES AG erhöhte sich zum 31.12.2018 um 83,1 Mio. € auf 1.819,1 Mio. €.

Weitere Informationen siehe ausführliche Bilanz S. 106/107.

Mitarbeiter

Auszubildende und Ausbildungsanfänger KRONES AG

* ohne bkk

** mit bkk

Mitarbeiterzahl steigt um 3 % auf 9.816

Um die Chancen zu nutzen, die unser attraktiver Markt bietet, investiert KRONES nicht nur stark in die Aus- und Weiterbildung, sondern auch in neue Mitarbeiter. 2018 stockte das Unternehmen die Belegschaft, vor allem international bei unseren Kunden vor Ort, weiter auf. In der KRONES AG ist im abgelaufenen Jahr die Anzahl der Mitarbeiter in Deutschland gestiegen, die Anzahl erhöhte sich von 9.532 im Vorjahr auf 9.816. Das ist ein Plus von 3 % oder 284 Mitarbeitern (inkl. Mitarbeiter der bkk). Dazu kommen noch 17 Mitarbeiter aus unseren internationalen Repräsentanzen.

Auszubildende und Ausbildungsanfänger KRONES AG

Um dem internationalen Fachkräftemangel entgegenzuwirken, ist es eine der wichtigsten Aufgaben unserer Personalpolitik, junge und qualifizierte Mitarbeiter für KRONES zu gewinnen. Hierfür investiert KRONES weltweit in die Aus- und Weiterbildung seiner Mitarbeiter. Insgesamt bildete KRONES Ende 2018 516 junge Menschen in mehr als 20 Ausbildungs- und Studiengängen aus.

Weiterführende Informationen zum Thema Mitarbeiter entnehmen Sie bitte unserem Nichtfinanziellen Bericht. Dieser ist im Internet unter www.KRONES.com/de/unternehmen/verantwortung/downloads.php aufrufbar.

Nachhaltiges Wirtschaften*

Corporate Social Responsibility (CSR) steht bei KRONES für unternehmerische Nachhaltigkeit. Durch aktives Management von CSR leistet der KRONES Konzern seinen Beitrag zur nachhaltigen Entwicklung. Um mögliche Risiken frühzeitig zu erkennen, den ökologischen Fußabdruck zu reduzieren und den positiven Einfluss auf die Gesellschaft kontinuierlich auszubauen, muss Nachhaltigkeit bei allen wesentlichen Entscheidungen immer schon mitgedacht werden. Der KRONES Konzern ist sich der Verantwortung bewusst, die wir nicht nur für unsere ökonomische Leistung, sondern auch für die Auswirkungen unserer Geschäftstätigkeit auf Umwelt, Mitarbeiter und Gesellschaft sowie künftige Generationen tragen.

Nichtfinanzieller Bericht 2018

Im Rahmen des im Jahr 2017 in Kraft getretenen CSR-Richtlinie-Umsetzungsgesetzes legen wir offen, welche Konzepte wir im abgelaufenen Geschäftsjahr hinsichtlich der für KRONES wesentlichen nichtfinanziellen Sachverhalte verfolgt haben. Der Nichtfinanzielle Bericht 2018, der nicht Bestandteil des Konzernlageberichts ist, ist zugleich für den KRONES Konzern und die KRONES AG der zusammengefasste, gesonderte nichtfinanzielle Konzernbericht für das Geschäftsjahr 2018 im Sinne von §§ 315b, 315c in Verbindung mit 289c bis 289e des Handelsgesetzbuchs (HGB).

Veröffentlicht wird der Bericht im Internet unter

https://www.KRONES.com/de/unternehmen/verantwortung/downloads.php.

* Alle Angaben innerhalb "Nachhaltiges Wirtschaften" beziehen sich auf den KRONES Konzern.

Risiko- und Chancenbericht

Risiken werden laufend identifiziert
Effiziente Kontroll- und Steuerungsinstrumente begrenzen Risiken

Das Risikomanagementsystem von KRONES

KRONES begegnet möglichen Risiken aktiv. Alle wesentlichen Geschäftsprozesse unterliegen laufend einem internen Kontroll- und Steuerungssystem.

Im Rahmen seiner internationalen Geschäftstätigkeit ist KRONES einer Vielzahl von Risiken ausgesetzt, die untrennbar mit unserem unternehmerischen Handeln verbunden sind. Um diese möglichen Risiken frühzeitig zu erkennen, ihnen aktiv zu begegnen und sie zu begrenzen, überwachen wir alle wesentlichen Geschäftsprozesse laufend. Im Rahmen unserer Unternehmensstrategie identifizieren, analysieren und erschließen wir auch Chancen. Im Gegensatz zu den Risiken erfassen wir die unternehmerischen Chancen aber nicht im Risikomanagementsystem.

Grundsätzlich sind Risiken als mögliche negative Abweichung von unserer Ergebnisprognose für das Geschäftsjahr 2019 definiert. Chancen sind als positive Abweichung von unserer Ergebnisprognose für das Geschäftsjahr 2019 zu verstehen.

Das Risikomanagementsystem von KRONES besteht aus einem internen Kontroll- und Steuerungssystem, mit dem wir alle relevanten Risiken erfassen, analysieren und bewerten. In einem detaillierten und fortlaufenden Planungs-, Informations- und Kontrollprozess überwachen wir die wesentlichen Risiken sowie bereits eingeleitete Gegenmaßnahmen.

Wir bewerten Risiken anhand von Eintrittswahrscheinlichkeiten und ihren möglichen finanziellen Auswirkungen. Maßstab für die möglichen finanziellen Auswirkungen ist das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT). Ausgehend vom Bruttorisiko ermitteln wir das Nettorisiko, das sich ergibt, nachdem wir risikominimierende Maßnahmen getroffen haben.

KRONES stellt die Risiken in einer dreispaltigen Tabelle dar: Die maximale Schadenhöhe eines Risikos, die Eintrittswahrscheinlichkeit und als Produkt dieser beiden Werte die mögliche finanzielle Auswirkung. Die Einstufung erfolgt jeweils in den Bewertungskategorien niedrig, mittel und hoch. Die Bewertungskategorien sind wie folgt definiert:

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Maximale Schadenhöhe* Eintrittswahrscheinlichkeit Mögliche finanzielle Auswirkung*
niedrig 1,0 bis 10,0 Mio. € niedrig 0 bis 20 % niedrig 1,0 bis 10,0 Mio. €
mittel 10,1 bis 50,0 Mio. € mittel 21 bis 49 % mittel 10,1 bis 50,0 Mio. €
hoch > 50,0 Mio. € hoch 50 bis 100 % hoch > 50,0 Mio. €

* gemessen am EBIT

Mehrstufiges Risikomanagementsystem

Unser Risikomanagementsystem, das wir anhand praktischer Erfahrungen permanent verbessern, besteht aus den Modulen Risikoanalyse, Risikoüberwachung sowie Risikoplanung und -steuerung.

Risikoanalyse

Um mögliche Risiken frühzeitig zu identifizieren, beobachten wir kontinuierlich sämtliche Geschäftsaktivitäten. Wesentliche projektbezogene Risiken werden vor Annahme eines Auftrags verringert bzw. vermieden. Deshalb prüfen wir die Rentabilität aller Angebote vor der Auftragsannahme. Ab einer fest definierten Ordergröße durchlaufen die Aufträge darüber hinaus eine mehrdimensionale Risikoanalyse. Neben der Rentabilität werden dabei Finanzierungsrisiken, technologische Risiken und steuerliche sowie Termin- und sonstige vertragliche Risiken einzeln erfasst und bewertet, bevor ein Auftrag angenommen wird.

Risiken, die sich für unser Unternehmen aus der Änderung von Markt- oder Wettbewerbsverhältnissen ergeben, begegnen wir, indem wir über alle Segmente und Bereiche hinweg regelmäßig detaillierte Markt- und Wettbewerbsanalysen erstellen.

Darüber hinaus führen wir jährlich einmal für die AG und alle wesentlichen Gesellschaften des Konzerns eine umfangreiche Risikoinventur durch. Die Ergebnisse der Risikoinventur sowie Maßnahmen zur Risikoreduzierung fließen in die jährliche Unternehmensplanung ein. Grundprinzipien sowie der Ablaufprozess sind in einer Risikorichtlinie dokumentiert. Das Risikomanagementsystem dient nicht nur dem gesetzlich vorgegebenen Zweck, existenzgefährdende Risiken frühzeitig zu erkennen, sondern erfasst darüber hinaus auch alle Risiken, die die Ertragslage des Unternehmens wesentlich beeinträchtigen können.

Risikoüberwachung

Durch verschiedene, miteinander verzahnte Controllingprozesse überwachen wir die Risiken für die KRONES AG. Mit regelmäßigen und umfassenden Berichten aus den einzelnen Geschäftseinheiten werden der Vorstand und andere Entscheidungsträger frühzeitig über alle eventuellen Risiken und Planabweichungen sowie über den Status der Maßnahmen zur Risikominimierung informiert. Bei Projekten mit hohem Auftragswert werden Risikopotenziale in regelmäßigen Treffen untersucht und bewertet. Mitarbeiter, die Risiken identifizieren, geben ihre Informationen zeitnah über das unternehmensinterne Meldewesen weiter.

Risikoplanung und -steuerung

Für unser Kontroll- und Steuerungssystem nutzen wir im Wesentlichen folgende Instrumente, mit denen wir unsere Geschäfte planen und Risiken steuern.

Jahresplanung
Mittelfristplanung
Strategische Planung
Rollierende Prognoserechnung
Monats- und Quartalsreports
Investitionsplanung
Produktionsplanung
Kapazitätsplanung
Projektcontrolling
Debitorenmanagement
Wechselkursabsicherungsgeschäfte
Versicherungen

Organisation des Risikomanagements

Das Risikomanagement von KRONES wird laufend überwacht und überprüft. Hierfür gibt es klare Zuständigkeiten und Verantwortungsbereiche.

Das Risikomanagement ist bei KRONES im Controlling verankert. Geprüft wird das Risikomanagementsystem durch die interne Revision.

Im Controlling laufen alle relevanten Informationen zusammen, werden dort aufbereitet und dem Vorstand als Management-Tool zur Verfügung gestellt. Darüber hinaus gibt es in den verschiedenen Segmenten und Bereichen des Unternehmens Risikobeauftragte, die für das Risikomanagement verantwortlich sind. Dies beinhaltet Risikoerkennung und -reporting sowie Einleitung und Umsetzung von Maßnahmen zur aktiven Risikosteuerung.

Organisation des Risikomanagements von KRONES

Wesentliche Merkmale des internen Kontroll- und Risikomanagementsystems im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess

Mit dem internen Kontroll- und Risikomanagementsystem (IKR) im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess stellt KRONES sicher, dass sämtliche Geschäftsvorfälle bilanziell stets richtig erfasst, aufbereitet, gewürdigt und in die Rechnungslegung übernommen werden. Das IKR von KRONES umfasst alle Grundsätze, Methoden und Maßnahmen, die garantieren, dass die Rechnungslegung des Unternehmens wirksam, wirtschaftlich sowie ordnungsgemäß ist und alle maßgeblichen rechtlichen Vorschriften eingehalten werden.

Das interne Kontroll- und Risikomanagementsystem stellt sicher, dass alle Geschäftsvorfälle richtig erfasst, aufbereitet, gewürdigt und in die Rechnungslegung übernommen werden.

Die wesentlichen Merkmale des bei KRONES bestehenden internen Kontroll- und Risikomanagementsystems im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess können wie folgt beschrieben werden:

In der KRONES AG besteht eine klare Führungs- und Unternehmensstruktur. Bereichsübergreifende Schlüsselfunktionen werden zentral gesteuert.

Die Funktionen der im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess wesentlich beteiligten Unternehmensbereiche sind klar getrennt und Verantwortungsbereiche eindeutig zugeordnet.

Innerhalb der Geschäftsbereiche werden regelmäßige Kontrollfunktionen vor allem durch das Controlling, übernommen.

Im Finanz- und Rechnungswesen wird, soweit möglich, Standardsoftware eingesetzt.
Durch entsprechende Einrichtungen im IT-Bereich wird die im Finanz- und Rechnungswesen eingesetzte Unternehmenssoftware gegen unbefugte Zugriffe geschützt.
Es besteht ein adäquates Richtlinienwesen (Zahlungsrichtlinien, Reisekostenrichtlinien u. a.), das laufend aktualisiert wird.
Alle Abteilungen, die am Rechnungslegungsprozess beteiligt sind, sind qualitativ geeignet ausgestattet.
In regelmäßigen Stichproben prüfen wir laufend, ob Buchhaltungsdaten vollständig und richtig sind.
Die in der Buchhaltung eingesetzte Software führt programmierte Plausibilitätsprüfungen durch.
Bei allen rechnungslegungsrelevanten Vorgängen wenden wir das Vier-Augen-Prinzip an.

Übersicht und Beschreibung der wesentlichen Risiken

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Risikokategorie Maximale Schadenhöhe Eintrittswahrscheinlichkeit Finanzielle Auswirkung
Umfeld- und Branchenrisiken
Gesamtwirtschaftliche Risiken hoch mittel mittel
Branchenspezifische Risiken hoch niedrig mittel
Finanzwirtschaftliche Risiken
Ausfallrisiken hoch niedrig mittel
Liquiditätsrisiko niedrig niedrig niedrig
Zinsänderungsrisiko niedrig niedrig niedrig
Währungsrisiko mittel mittel niedrig
Operative Risiken
Preisrisiko hoch mittel mittel
Beschaffungsrisiken niedrig niedrig niedrig
Kostenrisiko hoch niedrig mittel
Personalrisiko niedrig niedrig niedrig
Rechtliche Risiken hoch mittel mittel
Umwelt- und Sicherheitsrisiken hoch niedrig niedrig
IT-Risiken niedrig mittel niedrig

KRONES teilt die maximale Schadenhöhe, die Eintrittswahrscheinlichkeiten und die finanziellen Auswirkungen wesentlicher Risiken in die Bewertungskategorien niedrig, mittel und hoch ein. Definition siehe Seite 69.

Umfeld- und Branchenrisiken

Gesamtwirtschaftliche Risiken

KRONES ist mit seinen Produkten und Dienstleistungen für die Getränke- und Lebensmittelindustrie weniger konjunkturabhängig als andere Maschinenbauer. Komplett entziehen kann sich das Unternehmen gesamtwirtschaftlichen Einflüssen aber nicht. Von internationalen Handelskonflikten sind wir direkt nur in geringem Umfang betroffen. Sollte sich die Weltwirtschaft aber beispielsweise wegen anhaltender Handelskonflikte deutlich schwächer entwickeln als erwartet, würde sich das auch auf Umsatz und Ergebnis von KRONES negativ auswirken. 2018 verschlechterten sich aufgrund von Währungsturbulenzen die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen in einigen Schwellenländern. Sollten davon zunehmend mehr Schwellenländer betroffen und die Krise nicht nur vorübergehend sein, könnte sich die Investitionsbereitschaft unserer Kunden dort verringern. Auch eine globale Finanzkrise könnte zulasten der Investitionen in Maschinen und Anlagen von KRONES gehen, weil sich die Finanzierungsmöglichkeiten allgemein verschlechtern würden. Durch die breite internationale Aufstellung des Unternehmens ist KRONES in der Lage, Geschäftseinbrüche in einzelnen Regionen zumindest abzumindern.

Auswirkung gesamtwirtschaftlicher Risiken: Bei einer hohen maximalen Schadenhöhe und einer als mittel eingestuften Eintrittswahrscheinlichkeit gehen wir von mittleren finanziellen Auswirkungen aus.

Branchenspezifische Risiken

Branchenspezifischen Risiken ist KRONES hauptsächlich durch die Entwicklung des weltweiten Verpackungsmarktes und dem Agieren seiner Wettbewerber ausgesetzt. Das Wettbewerbsumfeld könnte sich verschärfen, wenn Konkurrenten von KRONES auf Kosten der Preisqualität den Kampf um Aufträge forcieren, um ihre Kapazitäten auszulasten. Dem Risiko, Marktanteile zu verlieren, begegnen wir, indem wir unseren technologischen Vorsprung weiter ausbauen. Darüber hinaus differenziert sich KRONES mit seiner starken Serviceorientierung vom Wettbewerb.

Auswirkung branchenspezifischer Risiken: Bei einer hohen maximalen Schadenhöhe und einer als niedrig eingestuften Eintrittswahrscheinlichkeit gehen wir von mittleren finanziellen Auswirkungen aus.

Finanzwirtschaftliche Risiken

KRONES ist finanzwirtschaftlichen Risiken in Form von Ausfallrisiken, Liquiditätsrisiken, Zinsänderungsrisiken und Währungsrisiken ausgesetzt. Grundsätzlich bestehen durch regionale und kundenbezogene Diversifizierungen keine wesentlichen Risikokonzentrationen.

1. Ausfallrisiken

Das Ausfallrisiko beschreibt das maximale Risikopotenzial, das sich aus den einzelnen Positionen zum Berichtszeitpunkt ergibt. Etwaige vorhandene Sicherheiten werden nicht berücksichtigt.

1.1 Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

Das Kreditrisiko beschreibt die Gefahr eines ökonomischen Verlustes, der dadurch entsteht, dass ein Kunde seinen vertraglichen Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommt.

KRONES steuert Kreditrisiken aus Forderungen aus Lieferungen und Leistungen auf Basis von internen Richtlinien. Ein Großteil der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ist durch verschiedene, gegebenenfalls länderspezifische Sicherungsformen, abgesichert. Die Sicherungen umfassen zum Beispiel den Eigentumsvorbehalt sowie Garantien und Bürgschaften oder Akkreditive. Um dem Kreditrisiko vorzubeugen, werden ferner externe Bonitätsprüfungen von Kunden durchgeführt. Darüber hinaus existieren Prozesse zur laufenden Überwachung von eventuell ausfallgefährdeten Forderungen. Wertberichtigungen auf uneinbringliche Forderungen aus Lieferungen und Leistungen erfolgen auf individueller Basis. Die, gemessen am gesamten Forderungsbestand, sehr geringen tatsächlichen Forderungsausfälle belegen die Effektivität der vorgenommenen Maßnahmen.

Das theoretisch maximale Kreditrisiko aus den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen entspricht dem Buchwert.

1.2 Derivative Finanzinstrumente

KRONES verwendet derivative Finanzinstrumente auf einzelvertraglicher Basis ausschließlich für das Risikomanagement. Ohne den Einsatz von derivativen Finanzinstrumenten wäre das Unternehmen höheren finanziellen Risiken ausgesetzt. Sie decken im Wesentlichen die Risiken ab, die aus Kursveränderungen des us-Dollars, australischen Dollars und kanadischen Dollars sowie des britischen Pfunds gegenüber dem Euro entstehen können. Die wesentlichen Vertragsspezifika (Höhe, Laufzeit) von Grund- und Sicherungsgeschäft sind weitgehend identisch. Das Ausfallrisiko aus derivativen Finanzinstrumenten besteht maximal in der Höhe des Saldos der positiven Marktwerte bei Ausfall eines Vertragspartners.

1.3Sonstige finanzielle Vermögenswerte

Die maximale Kreditrisikoposition aus den sonstigen finanziellen Vermögenswerten entspricht dem Buchwert dieser Instrumente. KRONES ist aus den sonstigen Vermögenswerten keinem wesentlichen Ausfallrisiko ausgesetzt. Die darin enthaltenen Vermögenswerte sind kurzfristig.

Auswirkung von Ausfallrisiken: Bei einer hohen maximalen Schadenhöhe und einer als niedrig eingestuften Eintrittswahrscheinlichkeit gehen wir von mittleren finanziellen Auswirkungen aus.

2. Liquiditätsrisiko

Das Liquiditätsrisiko beschreibt die Gefahr, dass ein Unternehmen seine finanziellen Verpflichtungen nicht in ausreichendem Maß erfüllen kann.

KRONES generiert finanzielle Mittel vorwiegend durch das operative Geschäft. Die Mittel dienen vorrangig der Finanzierung des Working Capital sowie von Investitionen. KRONES steuert seine Liquidität, indem das Unternehmen neben dem Zahlungsmittelzufluss aus dem operativen Geschäft ausreichend liquide Mittel vorhält und Kreditlinien bei Banken unterhält. Das operative Liquiditätsmanagement des Unternehmens besteht aus einem Cash-Managementsystem, das zum Teil auf einer monatlich rollierenden Liquiditätsplanung auf Jahresbasis beruht.

Auswirkung des Liquiditätsrisikos: Bei einer niedrigen maximalen Schadenhöhe und einer als niedrig eingestuften Eintrittswahrscheinlichkeit gehen wir von niedrigen finanziellen Auswirkungen aus.

3. Zinsänderungsrisiko

KRONES ist Risiken ausgesetzt, die sich aus möglichen Schwankungen der Marktzinssätze ergeben können. KRONES nahm zum Bilanzstichtag 2018 nur geringe Bankkredite in Anspruch.

Auswirkung des Zinsänderungsrisikos: Bei einer niedrigen maximalen Schadenhöhe und einer als niedrig eingestuften Eintrittswahrscheinlichkeit gehen wir von niedrigen finanziellen Auswirkungen aus.

4. Währungsrisiko

Da unsere Exporte in Länder außerhalb der europäischen Währungsunion einen wesentlichen Anteil am Gesamtumsatz ausmachen, sind wir grundsätzlich Währungsrisiken ausgesetzt. Mit Kurssicherungsgeschäften wirken wir diesen bestmöglich entgegen. Zudem schließen wir Beschaffungs- und Absatzgeschäfte weitestgehend in Euro oder der jeweiligen funktionalen Währung ab.

Auswirkung des Währungsrisikos: Bei einer mittleren maximalen Schadenhöhe und einer als mittel eingestuften Eintrittswahrscheinlichkeit gehen wir von niedrigen finanziellen Auswirkungen aus.

Operative Risiken

1. Preisrisiko

KRONES ist in einem wettbewerbsintensiven Markt tätig, in dem Unternehmen Aufträge teilweise über nicht kostendeckende Preise generieren. Es ist nicht auszuschließen, dass sich die zu erzielenden Preise für unsere Produkte und Dienstleistungen verschlechtern. Preisrisiken bergen auch die mit unseren Kunden geschlossenen Festpreisverträge. Das Risiko von entstehenden Mehrkosten trägt KRONES. Um dieses Risiko zu minimieren, hat KRONES eine mehrdimensionale Auftragsanalyse eingeführt. Ab einer definierten Größe wird jede Anfrage und jedes Angebot nach den finanziellen, den technisch/technologischen, den steuerlichen sowie den rechtlichen und den regionalen Risiken beurteilt.

Auswirkung des Preisrisikos: Bei einer hohen maximalen Schadenhöhe und einer als mittel eingestuften Eintrittswahrscheinlichkeit gehen wir von mittleren finanziellen Auswirkungen aus.

2. Beschaffungsrisiken

KRONES ist im Rahmen seiner Geschäftstätigkeit durch den Bezug von Teilen und Rohstoffen einem Marktpreisrisiko ausgesetzt. Wesentliche Einflussfaktoren auf Rohstoffpreise sind geopolitische und gesamtwirtschaftliche Entwicklungen. Grundsätzlich besteht die Gefahr, dass sich die Rohstoffpreise zu unseren Ungunsten entwickeln. Das Unternehmen begegnet diesem Risiko durch ein gezieltes Beschaffungsmanagement bzw. durch längerfristige Lieferkontrakte, wodurch wesentliche Rohstoffpreisrisiken verringert werden. Hinsichtlich Lieferanten besteht darüber hinaus ein Produkt-, Termin- und Qualitätsrisiko. Ein speziell entwickeltes Lieferantenauswahl-, Kontroll- und Steuerungsverfahren trägt dazu bei, solche Risiken zu minimieren.

Auswirkung der Beschaffungsrisiken: Bei einer niedrigen maximalen Schadenhöhe und einer als niedrig eingestuften Eintrittswahrscheinlichkeit gehen wir von niedrigen finanziellen Auswirkungen aus.

3. Kostenrisiko

Neben einem steigenden Umsatz basiert unsere Ergebnisprognose auch darauf, dass wir mit Kosteneinsparungen rechnen. Auch im Rahmen des Value-Programms optimieren wir die Kostenstrukturen entlang der gesamten Wertschöpfungskette nachhaltig. Dabei geht es in erster Linie darum, klassische Fixkostenbereiche möglichst stark zu flexibilisieren, um mit starken Marktveränderungen zurechtzukommen. KRONES ist dem Risiko ausgesetzt, dass die Einsparungen geringer ausfallen als erwartet. Durch permanente Kontrolle der unternehmensweiten Projekte mindern wir dieses Risiko.

Auswirkung des Kostenrisikos: Bei einer hohen maximalen Schadenhöhe und einer als niedrig eingestuften Eintrittswahrscheinlichkeit gehen wir von mittleren finanziellen Auswirkungen aus.

4. Personalrisiko

KRONES plant mit steigendem Geschäftsvolumen und will besonders im Servicebereich verstärkt wachsen. Dafür benötigen wir hoch qualifizierte Mitarbeiter. Es besteht das Risiko, dass das Unternehmen nicht genügend geeignete Mitarbeiter findet. Frühzeitigen Zugang zu qualifizierten Mitarbeitern wollen wir uns durch eine kontinuierliche Zusammenarbeit mit Hochschulen sichern. In unserem Unternehmen beschäftigen wir laufend Bachelor-/ Masterstudenten. Zudem setzen wir professionelle Personalberater ein.

Auswirkung des Personalrisikos: Bei einer niedrigen maximalen Schadenhöhe und einer als niedrig eingestuften Eintrittswahrscheinlichkeit gehen wir von niedrigen finanziellen Auswirkungen aus.

Rechtliche Risiken

Grundsätzlich bestehen für KRONES aus dem operativen Geschäft Risiken im Zusammenhang mit möglichen Rechtsstreitigkeiten. KRONES begegnet rechtlichen Risiken durch Verhaltensregeln, Kodizes und der internen Compliance-Struktur. Darüber hinaus hat das Unternehmen branchenübliche Versicherungen abgeschlossen.

Auswirkung von rechtlichen Risiken: Bei einer hohen maximalen Schadenhöhe und einer als mittel eingestuften Eintrittswahrscheinlichkeit gehen wir von mittleren finanziellen Auswirkungen aus.

Umwelt- und Sicherheitsrisiken

Als produzierendes Unternehmen ist KRONES Risiken im Bereich Umwelt und Sicherheit ausgesetzt, die zu möglichen Schäden an Menschen, Gütern und der Reputation des Unternehmens führen können. Schäden, die durch technisches oder menschliches Versagen in der Produktion ausgelöst werden, könnten sich direkt finanziell auswirken. Darüber hinaus können sich im Schadensfall Strafen, Schadensersatzforderungen und Reputationsschäden indirekt finanziell auswirken. KRONES vermindert Umwelt- und Sicherheitsrisiken durch hohe technische Standards in der Produktion, Schulungen, Verhaltensregeln sowie branchenübliche Versicherungen.

Auswirkung von Umwelt- und Sicherheitsrisiken: Bei einer hohen maximalen Schadenhöhe und einer als niedrig eingestuften Eintrittswahrscheinlichkeit gehen wir von niedrigen finanziellen Auswirkungen aus.

IT-Risiken

Alle wesentlichen Geschäftsprozesse von KRONES basieren auf funktionierenden IT-Systemen. Risiken bestehen darin, dass wichtige Systeme ausfallen, gestört oder von unberechtigten Dritten auf diese zugegriffen werden. Dies könnte den Verlust von wichtigen vertraulichen Daten zur Folge haben. KRONES wappnet sich gegen diese Risiken mit international anerkannten IT-Sicherheitsmaßnahmen. Für kritische Geschäftsprozesse haben wir redundante IT-Systeme angelegt.

Auswirkung von IT-Risiken: Bei einer niedrigen maximalen Schadenhöhe und einer als mittel eingestuften Eintrittswahrscheinlichkeit gehen wir von niedrigen finanziellen Auswirkungen aus.

Übersicht und Beschreibung der wesentlichen Chancen

Die wesentlichen Chancen

Unternehmerische Chancen erfasst KRONES nicht im Risikomanagementsystem. Wir teilen ihnen daher keine Eintrittswahrscheinlichkeiten und mögliche finanzielle Auswirkungen zu. Im Folgenden beschreiben wir die Chancen allgemein.

Gesamtwirtschaftliche Chancen

Gesamtwirtschaftliche Chancen bieten sich für KRONES durch die gute internationale Positionierung des Unternehmens. Vor allem in den aufstrebenden Volkswirtschaften in Asien/Pazifik sowie in Afrika und dem Mittleren Osten hat KRONES seine Marktstellung in den vergangenen Jahren deutlich gestärkt. Gemäß der Prognose des Internationalen Währungsfonds soll sich das Wachstum in den Schwellen- und Entwicklungsländern 2019 verlangsamen. Sollte diese Prognose nicht eintreten und sich das Wachstum in den Emerging Markets sogar beschleunigen, würde KRONES davon profitieren. Auch eine besser als erwartete Entwicklung der Wirtschaft im Euro-Raum sowie in den USA könnten zu einem über unserer Prognose liegenden Ergebnis führen.

Branchenspezifische Chancen

Die Hersteller von Getränken und Lebensmitteln achten zunehmend darauf, Energie und andere Ressourcen sparsam einzusetzen. Es besteht die Chance, dass sich dieser Trend verstärkt und die Bereitschaft der Kunden steigt, dafür auch höhere Preise zu akzeptieren. Daraus eröffnen sich für KRONES aufgrund seiner Wettbewerbsvorteile in diesem Bereich zusätzliche Absatz- und Umsatzchancen. Mit dem zertifizierten Managementsystem enviro haben wir die Basis dafür geschaffen, dass Maschinen und Anlagen von KRONES besonders niedrige Energie- und Medienverbräuche aufweisen. Damit hat sich das Unternehmen auch einen Wettbewerbsvorteil erarbeitet.

Chancen durch Akquisitionen

Aufgrund der soliden Finanz- und Kapitalausstattung des Unternehmens ist KRONES grundsätzlich in der Lage, mögliche Chancen für externes Wachstum zu nutzen. Im Rahmen unserer Strategie halten wir gezielt Ausschau nach geeigneten Zukäufen. Unsere Ergebnisplanungen beinhalten keinerlei künftige Akquisitionen. Durch externes Wachstum könnten sich Chancen für KRONES eröffnen.

Operative Chancen

1. Absatzpreise

KRONES will die angestrebte Ergebnisverbesserung durch eine günstigere Kostenbasis realisieren. Darüber hinaus rechnen wir im Geschäftsjahr 2019 mit zunehmend positiven Effekten aus der Erhöhung der Preise für alle Maschinen der Abfüll- und Verpackungstechnik sowie der Prozesstechnik mit Wirkung zum 1. Mai 2018. Sollten sich die Marktpreise besser als erwartet entwickeln, ergäben sich daraus für das Unternehmen Chancen.

2. Beschaffungspreise

Das Unternehmen kauft zunehmend Gleichteile und komplette Baugruppen bei Lieferanten. Darüber hinaus beschafft KRONES verstärkt Material lokal, also an den internationalen Standorten des Unternehmens. Es besteht die Chance, dass wir dadurch mehr einsparen als geplant. Zusätzliche Chancen ergeben sich durch allgemein niedrigere Rohstoffpreise als erwartet.

3. Kosten

Auch im Rahmen des Strategieprogramms Value optimiert das Unternehmen seine Kostenstrukturen. Sollten einzelne Maßnahmen stärker oder schneller greifen als geplant, ergeben sich daraus Chancen für KRONES.

Zusammenfassende Beurteilung der Risiko- und Chancenlage

Aus heutiger Sicht sind für KRONES keine Risiken ersichtlich, die den Fortbestand des Unternehmens gefährden könnten. Im Vergleich zum Vorjahr hat sich die Einschätzung zu Risiken und Chancen nicht wesentlich geändert. Der Schwerpunkt der Risiken liegt unverändert auf den Umfeld- und Branchenrisiken sowie den finanzwirtschaftlichen Risiken.

Nach Ablauf des Geschäftsjahres

Nach Ablauf des Geschäftsjahres fanden keine wesentlichen Ereignisse statt.

Prognosebericht*

Globale Konjunkturaussichten leicht eingetrübt
Insgesamt gute Wachstumschancen für KRONES
Vorstand erwartet für 2019 Steigerungen bei Umsatz und beim Ergebnis vor Steuern

Die globale Wirtschaft soll 2019 um 3,5 % wachsen

Der Internationale Währungsfonds (IWF) hat im Januar 2019 die Prognose für das weltweite Wirtschaftswachstum für das Gesamtjahr 2019 von 3,7 % auf 3,5 % gesenkt. Gründe hierfür waren hauptsächlich der Handelskonflikt zwischen den USA und China sowie schwächelnde Wachstumsraten in einigen Ländern wie Frankreich, Deutschland und China. Gleichzeitig wiesen die Experten darauf hin, dass die Risiken für weitere Abwärtskorrekturen zunehmen. Hierzu zählen Schwankungen an den Finanzmärkten sowie steigende Zinsen in den USA. Eine Rezession drohe der Weltwirtschaft aus Sicht des IWF aber nicht.

Der Internationale Währungsfonds hat die Wachstumsprognose für 2019 leicht zurückgenommen.

In den Schwellen- und Entwicklungsländern dürfte die Wachstumsdynamik 2019 im Vergleich zum Vorjahr leicht abnehmen. Dies liegt hauptsächlich an der chinesischen Volkswirtschaft. Der IWF rechnet damit, dass das Bruttoinlandsprodukt (bip) in China 2019, auch aufgrund der Zollstreitigkeiten mit den USA, nur noch um 6,2 % (Vorjahr: 6,6 %) steigt. Für die Region Naher Osten/Afrika erwartet der IWF 2019 ein BIP-Wachstum von 2,4 % (Vorjahr: 2,4 %). In Lateinamerika soll sich die Wachstumsdynamik mit einem BIP-Zuwachs von 2,0 % im Vergleich zu 2018 (+1,1 %) beschleunigen. Insgesamt rechnet der IWF für die Schwellen- und Entwicklungsländer im Jahr 2019 mit einem Wachstum von 4,5 % (Vorjahr: 4,6 %).

Wachstum des Bruttoinlandsprodukts 2019 in Prozent (Prognose)

Quelle: IWF

Wirtschaftliche Probleme erwartet der IWF 2019 in einigen Industriestaaten, vor allem im Euro-Raum. Am stärksten senkten die Experten die Wachstumsprognose für Deutschland, das unter den Produktionsschwierigkeiten der Automobilindustrie und einer geringeren Auslandsnachfrage leidet. Das deutsche bip dürfte 2019 lediglich um 1,3 % (Vorjahr: 1,5 %) zulegen. Für die Euro-Zone insgesamt prognostiziert der IWF für 2019 ein Wachstum von 1,6 % (Vorjahr: 1,8 %). Optimistischer beurteilen die IWF-Volkswirte die Aussichten für die us-Wirtschaft. In den USA wirken fiskalische Anreize positiv, deshalb dürfte das bip in der weltweit größten Volkswirtschaft 2019 um 2,5 % (Vorjahr: 2,9 %) steigen. Für Japan liegt die Wachstumsprognose des IWF bei 1,1 % (Vorjahr: 0,9 %). Insgesamt rechnet der IWF für die entwickelten Industrieländer für 2019 mit einem BIP-Wachstum von 2,0 % (Vorjahr: 2,3 %).

* Alle Angaben innerhalb des Prognoseberichts beziehen sich auf den KRONES Konzern.

Gute Beschäftigungszahlen und moderate Inflationsraten stützen den Konsum

Die Investitionsbereitschaft der KRONES Kunden und damit die Nachfrage nach Getränkeabfüll- und Verpackungsanlagen ist abhängig von der Konsumfreude der Endverbraucher. Eine niedrige Arbeitslosenquote und geringe Inflationsraten wirken sich positiv auf die Kaufkraft der Konsumenten aus und stützen damit die Nachfrage nach abgepackten Getränken und Lebensmitteln. Arbeitslosenquote und Inflation beeinflussen somit indirekt die Nachfrage nach den Produkten und Dienstleistungen von KRONES. Für 2019 erwarten wir, dass beide Faktoren insgesamt keine negativen Effekte auf die Geschäfte von KRONES haben werden.

Produktion der deutschen Maschinen- und Anlagenbauer soll leicht steigen

Der Verband deutscher Maschinen- und Anlagenbau erwartet für 2019 Zuwächse für die Branche.

Der Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) rechnet damit, dass sich die nachlassende Wirtschaftsdynamik 2019 auch auf die Investitionsgüternachfrage auswirkt. Darüber hinaus weist er auf Unwägbarkeiten wie den Brexit und die Handelskonflikte hin. Insgesamt erwartet der VDMA für 2019, dass der Wert der produzierten Maschinen und Anlagen um 2 % steigt (Vorjahr: + 2 %).

Für den Fachbereich Nahrungsmittel- und Verpackungsmaschinen, dem auch KRONES angehört, rechnet der VDMA für 2019 ebenfalls mit einem Produktionswachstum von 2 %.

Veränderung der deutschen Maschinenbauproduktion im Vergleich zum Vorjahr in Prozent

* Prognose

Quelle: Statistisches Bundesamt, VDMA

KRONES geht verhalten optimistisch in das Jahr 2019

Nachdem die gesamtwirtschaftlichen Prognosen für das laufende Jahr insgesamt noch positiv sind, startet KRONES, trotz politischer und wirtschaftlicher Unsicherheiten, verhalten optimistisch in das Geschäftsjahr 2019. Der Markt für Verpackungsmaschinen wächst relativ stabil, weil die Nachfrage nach abgepackten Getränken und Lebensmitteln, getrieben von mehreren Megatrends, zunimmt. Trotz der guten Voraussetzungen bleibt unser Markt herausfordernd. Der Kampf um Aufträge ist intensiv, die Einkaufsmacht der Kunden nimmt aufgrund von Fusionen und Übernahmen eher zu. Von den Material- und Personalkosten ist 2019 keine Entspannung zu erwarten.

Umsatz und Profitabilität sollen 2019 in beiden Segmenten steigen

Der Schlüssel für profitables Wachstum liegt für KRONES im Ausbau des Global Footprint. Hierbei nimmt der Aufbau einer kostenoptimierten Lieferantenstruktur in den Regionen eine bedeutende Rolle ein. Zudem bleiben neue Produkte und Services sowie weitere Kostensenkungen wichtige Themen, um 2019 in beiden Segmenten weiter zu wachsen und die Ertragskraft zu verbessern.

Im Kernsegment "Maschinen und Anlagen zur Produktabfüllung und -ausstattung" wird KRONES 2019 die internationale Präsenz weiter ausbauen. Ein wichtiger Schritt hierfür ist der Produktionsstart im neuen Werk in Ungarn im zweiten Halbjahr 2019. Zudem werden Innovationen zum Wachstum beitragen. Um den steigenden Kosten für Material entgegenzuwirken, werden wir die Modularisierung weiter vorantreiben. Hierdurch erzielen wir bessere Einkaufskonditionen und steigern die Effizienz im Unternehmen.

KRONES erwartet für das Kernsegment 2019 wegen der Preiserhöhungen übergangsweise einen unter dem Marktwachstum liegenden Umsatzanstieg von rund 3 %. Die EBT-Marge sollte in etwa bei 7 % liegen.

Das Segment Prozesstechnik soll 2019 weiter wachsen.

Im Segment "Maschinen und Anlagen zur Getränkeproduktion/Prozesstechnik" liegt ebenfalls der Fokus auf dem Ausbau des Global Footprint. Durch die Errichtung zusätzlicher internationaler Hubs wollen wir die Aufträge schneller und kosteneffizienter aus den Regionen erledigen. Im umsatzstarken Brauereigeschäft planen wir die Auftragsqualität und damit die Profitabilität zu steigern. Durch die zügige Integration der 2018er Zukäufe in diesem Segment werden wir zusätzliche Umsatz- und Ertragspotenziale heben.

Der Bereich Intralogistik, der im Segment "Prozesstechnik" angesiedelt ist, sollte im laufenden Geschäftsjahr erneut die guten Wachstumschancen des Marktes nutzen und positiv zum Ergebnis beitragen. Da es zunehmend mehr unterschiedliche Verpackungsarten und -formen gibt, wird die Intralogistik für unsere Kunden immer wichtiger, um die verschiedenen Verpackungseinheiten vernünftig zu steuern und zu verteilen. Außerdem ist die Intralogistik wichtiger Bestandteil der digitalen Getränkefabrik.

Insgesamt prognostizieren wir für das Segment Prozesstechnik für 2019 einen um 5 % höheren Umsatz bei einer EBT-Marge von rund 1 %.

Auf Grundlage der derzeitigen gesamtwirtschaftlichen Aussichten und der aktuell erwarteten Entwicklung der für KRONES relevanten Märkte rechnet das Unternehmen für 2019 im Konzern mit einem Umsatzwachstum von 3 %.

KRONES will 2019 den Umsatz und die EBT-Marge steigern.

Um die mittelfristigen Unternehmensziele zu erreichen, wird KRONES auch 2019 weiter an einer zukunftsfähigen globalen Struktur arbeiten. Bei den Materialeinkaufspreisen erwartet das Unternehmen 2019 keine spürbaren Entlastungen, das gilt auch für die Personalkosten. Die Preiserhöhungen von KRONES für alle Maschinen der Abfüll- und Verpackungstechnik und der Prozesstechnik zum 1. Mai 2018 dürften im Geschäftsjahr 2019 leicht positive Ertragseffekte haben. Insgesamt erwartet KRONES für 2019 eine EBT-Marge von rund 6 %.

Vor allem durch den Fokus auf die Steigerung des Preisniveaus sieht KRONES, in der jetzigen wirtschaftlichen und geopolitischen Lage, das Erreichen der Ziele für 2019 mit größeren Unsicherheiten als in der Vergangenheit.

Für die dritte Zielgröße, das Working Capital im Verhältnis zum Umsatz, erwartet KRONES 26 %. Im laufenden Jahr wollen wir diese Zielgröße durch intensiveres Working-Capital-Management verbessern.

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Prognose für 2019 Ist-Wert 2018
Umsatzwachstum 3 % 4,4 %
EBT-Marge 6 % 5,3 %
Working Capital/Umsatz 26 % 27,3 %

Angaben gemäß § 289 Abs. 4 und § 289 a Abs. 1 HGB

Das Grundkapital der Gesellschaft beträgt gemäß § 4 Abs. 1 der Satzung der KRONES Aktiengesellschaft 40.000.000,00 Euro und ist eingeteilt in 31.593.072 auf den Inhaber lautende Stückaktien.

In der Hauptversammlung gewährt gemäß § 20 Abs. 1 der Satzung je eine Aktie eine Stimme. Die Beschlüsse der Hauptversammlung werden, soweit nicht zwingende gesetzliche Vorschriften entgegenstehen, mit einfacher Mehrheit der abgegebenen Stimmen und, sofern das Gesetz außer der Stimmenmehrheit eine Kapitalmehrheit vorschreibt, mit der einfachen Mehrheit des bei der Beschlussfassung vertretenen Grundkapitals gefasst.

Zur Teilnahme an der Hauptversammlung und zur Ausübung des Stimmrechts sind gemäß § 18 Abs. 1 der Satzung nur diejenigen Aktionäre berechtigt, die sich vor der Hauptversammlung bei der Gesellschaft in Textform in deutscher oder englischer Sprache anmelden und ihren Anteilsbesitz nachweisen. Als Nachweis genügt ein in Textform erstellter besonderer Nachweis des Anteilsbesitzes durch das depotführende Institut in deutscher oder englischer Sprache. Der Nachweis hat sich auf den Beginn des einundzwanzigsten Tages vor der Hauptversammlung zu beziehen.

Das Stimmrecht kann gemäß § 18 Abs. 2 der Satzung durch einen Bevollmächtigten ausgeübt werden. Die Erteilung der Vollmacht, ihr Widerruf und der Nachweis der Bevollmächtigung gegenüber der Gesellschaft bedürfen der Textform. In der Einberufung kann eine Erleichterung der Textform bestimmt werden. § 135 AktG bleibt unberührt.

In der Hauptversammlung kann der Versammlungsleiter das Frage- und Rederecht der Aktionäre zeitlich angemessen beschränken (§ 19 Abs. 3 der Satzung).

Dem Vorstand der Gesellschaft sind darüber hinaus keine Beschränkungen bekannt, die Stimmrechte oder die Übertragung von Aktien betreffen.

Nach Kenntnis der Gesellschaft bestehen folgende direkte und indirekte Beteiligungen am Grundkapital, die 10 % der Stimmrechte überschreiten:

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Bezeichnung des jeweiligen Aktionärs Gesamtstimmrechtsanteile Davon zuzurechnen nach §34 Abs. 2 WpHG indirekte Stimmrechtsanteile
Familie Kronseder Konsortium GbR, Neutraubling, Deutschland 51,61 % 51,61 %

Bei den genannten Beteiligungen können sich nach dem angegebenen Zeitpunkt (Januar 2019) Veränderungen ergeben haben, die der Gesellschaft gegenüber nicht meldepflichtig waren. Da die Aktien der Gesellschaft Inhaberaktien sind, werden der Gesellschaft Veränderungen beim Aktienbesitz grundsätzlich nur bekannt, soweit sie Meldepflichten unterliegen.

Die Ernennung und Abberufung der Mitglieder des Vorstandes richtet sich nach den §§ 84, 85 AktG. Gemäß § 6 Abs. 1 der Satzung besteht der Vorstand aus mindestens zwei Personen. Die Bestimmungen der Anzahl der Vorstandsmitglieder, die Bestellung der ordentlichen Vorstandsmitglieder und der stellvertretenden Vorstandsmitglieder, der Abschluss der Anstellungsverträge sowie der Widerruf der Bestellung erfolgen durch den Aufsichtsrat (§ 6 Abs. 2 der Satzung).

Bei Satzungsänderungen sind die §§ 179ff. AktG zu beachten. Über Satzungsänderungen hat die Hauptversammlung zu entscheiden (§ 119 Abs. 1 Nr. 5, § 179 Abs. 1 AktG). Der Aufsichtsrat kann Änderungen der Satzung beschließen, die nur die Fassung betreffen (§ 13 der Satzung).

Gemäß § 4 Abs. 4 der Satzung ist der Vorstand ermächtigt, das Grundkapital der Gesellschaft bis zum Ablauf des 15. Juni 2021 mit Zustimmung des Aufsichtsrats durch Ausgabe neuer auf den Inhaber lautender Stückaktien einmalig oder mehrfach gegen Bareinlagen um bis zu 10 Mio. € zu erhöhen (genehmigtes Kapital).

Dabei ist den Aktionären ein Bezugsrecht grundsätzlich einzuräumen. Der Vorstand kann mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Bezugsrecht der Aktionäre für eventuell entstehende Spitzenbeträge ausschließen.

Durch Beschluss der Hauptversammlung vom 13. Juni 2018 ist der Vorstand ermächtigt, bis zum Ablauf des 12. Juni 2023 mit Zustimmung des Aufsichtsrats eigene Aktien der Gesellschaft bis zu insgesamt 10 % des zum Zeitpunkt der Beschlussfassung oder - falls dieser Wert geringer ist - des zum Zeitpunkt der Ausübung der Ermächtigung bestehenden Grundkapitals der Gesellschaft zu erwerben.

Durch Beschluss der Hauptversammlung vom 13. Juni 2018 ist der Vorstand ermächtigt, die aufgrund der vorstehenden Ermächtigung gemäß § 71 Abs. 1 Nr. 8 AktG erworbenen eigenen Aktien neben einer Veräußerung über die Börse oder mittels eines Angebots an alle Aktionäre zu jedem zulässigen Zweck, insbesondere auch in folgender Weise zu verwenden:

1) Sie können eingezogen werden, ohne dass die Einziehung oder ihre Durchführung eines weiteren Hauptversammlungsbeschlusses bedarf.

2) Sie können Dritten gegen Sachleistungen, insbesondere im Rahmen von Unternehmenszusammenschlüssen oder beim Erwerb von Unternehmen, Betrieben, Unternehmensteilen oder Beteiligungen, angeboten und auf diese übertragen werden. Die vorbezeichneten Aktien können darüber hinaus auch zur Beendigung bzw. vergleichsweisen Erledigung von gesellschaftsrechtlichen Spruchverfahren bei verbundenen Unternehmen der Gesellschaft verwendet werden.

3) Sie können gegen Barzahlung an Dritte veräußert werden, wenn der Preis, zu dem die Aktien der Gesellschaft veräußert werden, den Börsenpreis einer Aktie der Gesellschaft zum Veräußerungszeitpunkt nicht wesentlich im Sinne der §§ 71 Abs. 1 Nr. 8 Satz 5, 186 Abs. 3 Satz 4 AktG unterschreitet.

4) Sie können zur Bedienung von Erwerbspflichten oder Erwerbsrechten auf Aktien der Gesellschaft aus und im Zusammenhang mit von der Gesellschaft oder einer ihrer Konzerngesellschaften ausgegebenen Wandel- oder Optionsschuldverschreibungen oder Genussrechten mit Wandel- oder Optionsrechten verwendet werden.

Das Bezugsrecht der Aktionäre auf diese eigenen Aktien wird insoweit ausgeschlossen, wie diese Aktien gemäß den vorstehenden Ermächtigungen unter 2) bis einschließlich 4) verwendet werden oder soweit dies, für den Fall der Veräußerung eigener Aktien an alle Aktionäre, erforderlich ist, um Spitzenbeträge auszuschließen.

Die KRONES AG hat keine wesentlichen Vereinbarungen getroffen, die besondere Regelungen für den Fall des Kontrollwechsels bzw. Kontrollerwerbs enthalten, der infolge eines Übernahmeangebotes entstehen kann.

Entschädigungsvereinbarungen mit den Mitgliedern des Vorstands oder Arbeitnehmern für den Fall eines Übernahmeangebots hat die Gesellschaft nicht getroffen.

Die Erklärung zur Unternehmensführung ist im Internet unter www.KRONES.com abrufbar.

Abhängigkeitsbericht

Nach §17 AktG besteht ein Abhängigkeitsverhältnis zur Familie Kronseder Konsortium GbR, Neutraubling. Deshalb wird gemäß §312 AktG ein Bericht erstattet, der folgende Schlusserklärung des Vorstands enthält:

Bei den im Berichtsjahr vorgenommenen Rechtsgeschäften zwischen der KRONES AG und den Gesellschaftern der Familien-GbR sowie den mit ihnen verbundenen Unternehmen hat die KRONES AG in jedem Einzelfall eine angemessene Gegenleistung im Sinne des § 312 AktG vereinbart und - soweit dies im Berichtsjahr zu erfüllen war - eine entsprechende Leistung erhalten.

Der Vergütungsbericht stellt die Grundzüge, die Struktur und die Höhe der Vorstands- und Aufsichtsratsvergütung der KRONES AG dar. Im Interesse der Klarheit und Übersichtlichkeit werden die Angaben zur individualisierten Vergütung und die Beschreibung der Grundzüge des Vergütungssystems im nachfolgenden Vergütungsbericht als Teil des Konzernlageberichts zusammengefasst. Er umfasst somit die gesetzlichen Vorschriften des § 314 Abs. 1 Nr. 6a HGB.

Die Erklärung zur Unternehmensführung ist auch im Internet unter www.KRONES.com abrufbar.

Vergütungsbericht

Der Vergütungsbericht stellt die Grundzüge, die Struktur und die Höhe der Vorstands- und Aufsichtsratsvergütung der KRONES AG dar. Im Interesse der Klarheit und Übersichtlichkeit werden die Angaben zur individualisierten Vergütung und die Beschreibung der Grundzüge des Vergütungssystems im nachfolgenden Vergütungsbericht zusammengefasst. Er umfasst somit die gesetzlichen Vorschriften der §§ 285 Nr. 9 HGB und 289a Abs. 2 HGB.

Vorstandsvergütung

Grundsätze der Vorstandsvergütung

Für die Festsetzung der Gesamtbezüge der einzelnen Vorstandsmitglieder ist das Aufsichtsratsplenum zuständig. Der ständige Ausschuss bereitet dazu die vergütungsrelevanten Beschlussfassungen des Aufsichtsrats vor und spricht Empfehlungen aus.

Die Kriterien für die Angemessenheit der Vergütung bilden insbesondere die Aufgaben des jeweiligen Vorstandsmitglieds, dessen Verantwortung, seine persönliche Leistung und die Erfahrung sowie die wirtschaftliche Lage, der Erfolg und die Zukunftsaussichten des Unternehmens im Rahmen seines Vergleichsumfeldes.

Die Angemessenheit wird vom Aufsichtsrat durch externe Benchmarks sowie durch einen Vergleich mit dem oberen Führungskreis bzw. der Gesamtbelegschaft regelmäßig überprüft.

Das aktuelle Vergütungssystem für den Vorstand wurde zuletzt im Jahr 2017 überarbeitet.

Hierbei wurde der bisherige fünfjährige Long Term Incentive (LTI) durch eine neue dreijährige Long Term Incentive Regelung, welche revolvierend ausgelobt wird, ersetzt.

Es wurde eine Übergangsphase ab dem 01.01.2018 vereinbart, welche die Neutralität der Zuteilung sicherstellt.

Diese Neuordnung wurde vom Aufsichtsrat am 29.11.2017 beschlossen und am 13.06.2018 von der Hauptversammlung gebilligt.

Vergütungsbestandteile

Das Vergütungssystem für den Vorstand umfasst nachstehende Vergütungsbestandteile:

Fixe Bestandteile (Grundvergütung und Nebenleistungen)
Variable Bestandteile, die jährlich wiederkehren und an dem geschäftlichen Erfolg orientiert sind (Short Term Incentive) mit Risikofaktor
Variable Bestandteile mit langfristiger Anreizwirkung (Long Term Incentive) mit Risikofaktor und einem Berechnungszeitraum von 3 Jahren
Zusagen zur betrieblichen Altersversorgung

Insgesamt besteht die Vergütungsstruktur zu 59 % aus fixer und zu 41 % aus variabler Vergütung. In Summe ist das Vergütungssystem darauf ausgerichtet, einen Anreiz für eine nachhaltig erfolgreiche Unternehmensführung zu setzen. So entsprechen die langfristigen variablen Bestandteile 64 % der gesamten variablen Bestandteile. Des Weiteren bestehen Höchstgrenzen und Auszahlungshürden bezüglich der variablen Vergütung.

Fixe Bestandteile (Grundvergütung und Nebenleistungen)

Das Fixum ist die vertraglich festgelegte Grundvergütung und wird monatlich in gleichen Beträgen als Gehalt ausgezahlt. Eine Überprüfung findet regelmäßig statt. Für das Geschäftsjahr 2018 betrug die Grundvergütung der fünf im Geschäftsjahr 2018 tätigen Vorstandsmitglieder T€ 2.930 (Vorjahr: T€ 3.220 -sechs Vorstandsmitglieder).

Zusätzlich werden Nebenleistungen gewährt, die im Wesentlichen die Kosten für bzw. den geldwerten Vorteil von üblichen Versicherungsleistungen, Wohnungskosten, Schulgeld und der Bereitstellung eines Firmen-Pkw enthalten und die nach den jeweils geltenden steuerlichen Richtlinien versteuert werden. Für das Geschäftsjahr 2018 erhielten die Vorstandsmitglieder Nebenleistungen in Höhe von T€ 280 (Vorjahr: T€ 345).

Variable Vergütungsbestandteile

Die variable Vergütung hat Risikocharakter, so dass es sich hierbei um eine nicht gesicherte Vergütung handelt. Das Incentive Paket des Vorstands setzt sich seit 2017 aus folgenden Komponenten zusammen:

Short Term Incentive (STI, Berechnungszeitraum 1 Jahr)

Jährliche Auslobung
Zielwert: 3 Monatsgehälter p. a. (= 100 % Zielerreichung)
Bezugsgrößen: EBT-Marge (Schwerpunkt), Auftragseingang, Konzernumsatz, seit 2017 Net Working
Capital Cap bei 200 % (max. 6 Monatsgehälter)
Auszahlung entfällt, wenn EBT negativ ist

Die STI-Auszahlung für das Geschäftsjahr 2018 beträgt in 2019 T€ 220 (Vorjahr: T€ 1.127). Ergänzend kann der Aufsichtsrat nach billigem Ermessen eine Sondertantieme ausgeben, sofern außergewöhnliche Ereignisse oder besondere Leistungen es als angemessen erscheinen lassen. Für das Geschäftsjahr 2018 wurde keine Sondertantieme ausgezahlt.

Mid Term Incentive (MTI, Berechnungszeitraum 3 Jahre)

Wurde durch den dreijährigen LTI ersetzt und somit 2017 letztmalig ausgelobt
Zielwert: 3 Monatsgehälter p.a. (= 100 % Zielerreichung)
Bezugsgrößen: bis 2016 ROCE (Schwerpunkt), Umsatz, EBT-Marge und Qualitätskosten, seit 2017 Net Working Capital, Umsatz, EBT-Marge und Qualitätskosten
Cap bei 200 % (max. 6 Monatsgehälter)
Auszahlung entfällt, wenn EBT im Durchschnitt negativ ist

Die Mid Term Incentive-Rückstellung betrug zum Geschäftsjahresende T€ 807 (Vorjahr: 1.138), davon entfallen T€ 398 (Vorjahr: T€ 520) als Vergütung auf das Jahr 2018.

Long Term Incentive (LTI, Berechnungszeitraum 3 Jahre)

Jährliche Auslobung (revolvierend)
Zielwert: 5,4 Monatsgehälter p. a. (= 100 % Zielerreichung)
Bezugsgrößen: Enterprise Value nach 3-Jahres-Durchschnitt (EBT mal 9, EBIT mal 7, Umsatz mal 1) für Start- und Endwert plus Net Cash und abzüglich Pensionsrückstellungen
Cap bei 200 % (max. 6 Monatsgehälter)
Auszahlung entfällt, wenn EBT im Durchschnitt negativ ist

Die Long Term Incentive-Rückstellung für die Übergangsphase (2018 - 2020) betrug zum Geschäftsjahresende T€ 238.

Die Auszahlung aus dem Übergangs-LTI erfolgt mit Ablauf des Geschäftsjahres 2020, sofern die Bezugsgrößen entsprechend erreicht oder übertroffen werden. Im Falle eines vorzeitigen Ausscheidens eines Vorstandsmitglieds erfolgt eine anteilige Auszahlung.

Long Term Incentive (LTI, Berechnungszeitraum 5 Jahre)
Wurde durch den LTI mit einer Laufzeit von 3 Jahren abgelöst.

Die Long Term Incentive-Rückstellung betrug zum Geschäftsjahresende T€ 3.376 (Vorjahr: T€ 3.994), davon entfallen T€ 2.651 als Vergütung auf das Jahr 2018. Die Auszahlung aus dem LTI erfolgt mit Ablauf des Geschäftsjahres 2018, sofern die Bezugsgrößen entsprechend erreicht oder übertroffen werden und der Anspruch fällig ist. Die Basis hierfür sind die Umsatz- und Ergebnissteigerungen der Jahre 2014 bis 2018 und betreffen vier Vorstände. Im Falle eines vorzeitigen Ausscheidens eines Vorstandsmitglieds erfolgt eine anteilige Auszahlung.

Somit betrug die Gesamtvergütung des Vorstands T€ 6.480 (Vorjahr: T€ 6.405).

Bei der KRONES AG bestehen und bestanden darüber hinaus keine Aktienoptionsprogramme oder vergleichbare, aktienorientierte Vergütungskomponenten mit langfristiger Anreizwirkung für Vorstandsmitglieder.

Zusagen zur betrieblichen Altersversorgung

Für die Mitglieder des Vorstands bestehen des Weiteren Zusagen zur betrieblichen Altersversorgung.

Für Vorstandsmitglieder, die dem Vorstand erst seit 2012 oder später angehören, handelt es sich hierbei um beitragsorientierte Zusagen auf Altersrente. Hierzu werden jährlich Beiträge in Höhe von 40 % der jeweiligen Jahresgrundvergütung in eine externe Rückdeckungsversicherung mit Sicherungsverpfändung eingezahlt und bis zum Eintritt des Versorgungsfalls entsprechend dem jeweils gültigen Garantiezins zum Zeitpunkt des Abschlusses zzgl. der jeweiligen Überschussbeteiligung p. a. verzinst. Eine Altersrente wird ab der Vollendung des 62. Lebensjahres und erst mit tatsächlichem Ausscheiden aus dem Vorstandsgremium gewährt. Neben der Auszahlungsform Rente kann das Vorstandsmitglied die Auszahlung eines einmaligen Alterskapitals wählen. Für Versorgungsanwartschaften des berechtigten Vorstandsmitgliedes, die aus Beträgen der KRONES AG resultieren, tritt eine sofortige Unverfallbarkeit ein. Das Vorstandsmitglied kann ergänzend eine monatliche Berufsunfähigkeitsrente und/ oder eine monatliche Witwen-/Witwerrente hinzuwählen.

Mitgliedern des Vorstands, die bereits vor 2012 erstmals bestellt wurden, erhielten leistungsbezogene Zusagen. Der Prozentsatz beträgt grundsätzlich 30 % der zuletzt gezahlten Grundvergütung (Durchschnitt der letzten 12 Monate). Die Zusagen umfassen Alters-, Invaliditäts- und Hinterbliebenenleistungen. Eine Altersleistung wird auch hier ab Vollendung des 62. Lebensjahres und nach tatsächlichem Ausscheiden aus dem Vorstandsgremium gewährt. Scheidet das Vorstandsmitglied vor Vollendung seines 62. Lebensjahres aus den Diensten der Gesellschaft wegen Berufsunfähigkeit oder aber dadurch aus, dass der Dienstvertrag aufgehoben oder nicht verlängert wird, so vermindert sich der Ruhegeldanspruch gegen die Gesellschaft für jedes nicht vollendete Kalenderjahr bis zum 62. Lebensjahr um einen einzelvertraglich vereinbarten Prozentsatz pro Jahr. Der Ehepartner erhält in den ersten 6 Monaten nach dem Ableben des Vorstandsmitglieds die Versorgungsleistung in der vollen Höhe, wie sie dem Vorstandsmitglied zugestanden hätte; danach verringert sich die Witwenrente auf 70 % dieser Versorgungsleistung. Die Unverfallbarkeit richtet sich nach den zum Zeitpunkt des Vertragsschlusses geltenden gesetzlichen Unverfallbarkeitsfristen.

Sowohl bei den beitragsorientierten, als auch bei den leistungsorientierten Zusagen finden sich Klauseln im Anstellungsvertrag, die bei Eintreten besonders schwerwiegender Veränderungen entsprechend der gesetzlichen Regelungen des Aktiengesetzes eine Absetzung der Leistung bzw. die Möglichkeit der Kürzung bzw. Einstellung der Versorgungsleistungen (bzw. soweit vereinbart der Witwenleistung) regeln.

Für aktive Vorstandsmitglieder wurden Pensionsrückstellungen in Höhe von T€ 1.151 (Vorjahr: T€ 257) gebildet. Die korrespondierenden Barwerte betrugen zum Geschäftsjahresende 2018 für Herrn Klenk T€ 2.962, für Herrn Ricker T€ 30, für Herrn Tischer T€ 33 und für Herrn Goldbrunner T€ 22. Darüber hinaus wurden für beitragsorientierte Zusagen Aufwendungen in Höhe von T€ 1.172 (Vorjahr: T€ 1.024) im Geschäftsjahr 2018 geleistet. Die Versorgungsaufwendungen, bzw. der bAV-Beitrag betrugen im Geschäftsjahr 2018 für Herrn Klenk T€ 320, für Herrn Andersen T€ 252, für Herrn Ricker T€ 216, für Herrn Tischer T€ 192 und für Herrn Goldbrunner T€ 192.

Weitere Leistungen für den Fall der Beendigung der Tätigkeit

In den Anstellungsverträgen wurde ein Wettbewerbsverbot mit angemessener Karenzentschädigung vereinbart. Weitere Leistungen für den Fall der Beendigung der Tätigkeit wurden nicht vereinbart.

Vorschüsse und Kredite

Im Geschäftsjahr 2018 bestanden keine Vorschüsse oder Kredite an Mitglieder des Vorstands.

Gesamtbezüge der früheren Mitglieder des Vorstands

An ehemalige Vorstandsmitglieder und deren Hinterbliebene wurden T€ 1.688 (Vorjahr: T€ 1.504) ausbezahlt. Pensionsrückstellungen in Höhe von T€ 4.516 (Vorjahr: T€ 2.465) sind zurückgestellt.

Gesamtbezüge des Vorstands für das Geschäftsjahr 2017/2018

Vergütung 2018 gemäß drs 17 (in T€)

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Name Funktion Festvergütung Nebenleistungen Summe Short Term Incentive
Christoph Klenk CEO Personal, Intralogistik, Digitalisierung, Kommunikation, Qualität, Informationsmanagement seit 2003 800 28 828 60
Michael Andersen CFO Finanzen, Controlling, Prozesstechnik, Strategischer Einkauf seit 2016 630 182 812 47
Thomas Ricker Vertrieb und Marketing seit 2012 540 21 561 41
Markus Tischer International Operations and Services seit 2014 480 18 498 36
Ralf Goldbrunner Abfüll- und Verpackungstechnik seit 2014 480 31 511 36

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Name Mid Term Incentive Long Term Incentive Summe (Gesamtvergütung)
Christoph Klenk 133 920 1.942
Michael Andersen 85 0 945
Thomas Ricker 67 669 1.337
Markus Tischer 57 569 1.160
Ralf Goldbrunner 57 493 1.096

Bei den Beiträgen zum Incentive handelt es sich um die Beiträge, die im Folgejahr ausbezahlt werden.

Vergütung 2017 gemäß drs 17 (in T€)

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Name Funktion Festvergütung Nebenleistungen Summe Short Term Incentive
Christoph Klenk CEO Personal, Kommunikation, Qualität, Informationsmanagement seit 2003 800 28 828 280
Michael Andersen CFO Finanzen, Controlling, Strategischer Einkauf seit 2016 510 219 729 179
Rainulf Diepold Vertrieb und Marketing seit 1996 660 29 689 231
Thomas Ricker Abfüll- und Verpackungstechnik seit 2012 450 21 471 158
Markus Tischer International Operations and Services seit 2014 400 16 416 140
Ralf Goldbrunner Anlagen und Komponenten seit 2014 400 32 432 140

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Name Mid Term Incentive Long Term Incentive Summe (Gesamtvergütung)
Christoph Klenk 128 0 1.236
Michael Andersen 0 0 908
Rainulf Diepold 140 1.193 2.253
Thomas Ricker 93 0 722
Markus Tischer 79 0 635
Ralf Goldbrunner 79 0 651

Bei den Beiträgen zum Incentive handelt es sich um die Beiträge, die im Folgejahr ausbezahlt werden.

Aufsichtsratsvergütung

Die Vergütung für die Mitglieder des Aufsichtsrats ist in § 15 der Satzung geregelt und wird durch die Hauptversammlung bestimmt. Für das Geschäftsjahr 2018 gilt die zuletzt in der Hauptversammlung vom 13. Juni 2018 geänderte Satzung.

Die Mitglieder des Aufsichtsrats erhalten eine Vergütung, die in einem angemessenen Verhältnis zu ihren Aufgaben und der Lage der Gesellschaft steht. Entsprechend den Empfehlungen des DCGK werden der Vorsitz und der stellvertretende Vorsitz im Aufsichtsrat sowie der Vorsitz und die Mitgliedschaft in den Ausschüssen berücksichtigt.

Die Aufsichtsratsvergütung besteht aus einer festen jährlichen Vergütung in Höhe von € 35.000. Die feste Vergütung beträgt für den Vorsitzenden das Zweieinhalbfache und für den stellvertretenden Vorsitzenden das Eineinhalbfache. Ferner erhalten die Aufsichtsratsmitglieder einen pauschalen Auslagenersatz von € 1.500 pro Sitzung, sofern sie keine höheren Auslagen nachweisen.

Soweit Mitglieder des Aufsichtsrats besonderen Ausschüssen innerhalb des Aufsichtsrats angehören, erhalten sie eine zusätzliche Vergütung von jährlich € 7.000 und einen pauschalen Auslagensatz von € 1.500 pro Sitzung.

Aufsichtsratsmitglieder, die dem Aufsichtsrat nur während eines Teils des Geschäftsjahres angehört haben, erhalten eine zeitanteilige Vergütung.

Die Gesamtbezüge der Mitglieder des Aufsichtsrats betrugen für das Geschäftsjahr 2018 T€ 712 (Vorjahr: T€ 631) und sind nach folgender Tabelle auf individueller Basis zu entnehmen:

Vergütung 2018 gemäß DRS 17 (in T€)

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Name Funktion Festvergütung Ausschussvergütung Sitzungsgeld Gesamtvergütung Geschäftsjahr 2018
Volker Kronseder Aufsichtsratsvorsitzender 87,5 7,0 15,0 109,5
Werner Schrödl*,** Stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender 52,5 7,0 13,5 73,0
Robert Friedmann Ordentliches Aufsichtsratsmitglied 17,5 4,5 22,0
Klaus Gerlach* Ordentliches Aufsichtsratsmitglied 35,0 6,0 41,0
Oliver Grober*,* Ordentliches Aufsichtsratsmitglied 17,5 4,5 22,0
Thomas Hiltl*,** Ordentliches Aufsichtsratsmitglied 17,5 4,5 22,0
Norman Kronseder Ordentliches Aufsichtsratsmitglied 35,0 7,0 15,0 57,0
Prof. Dr. jur. Susanne Nonnast Ordentliches Aufsichtsratsmitglied 35,0 4,5 39,5
Dr. phil. Verena Di Pasquale*,* Ordentliches Aufsichtsratsmitglied 35,0 6,0 41,0
Beate Eva Maria Pöppe*,** Ordentliches Aufsichtsratsmitglied 35,0 4,5 39,5
Norbert Samhammer Ordentliches Aufsichtsratsmitglied 17,5 4,5 22,0
PETra Schadeberg-Herrmann Ordentliches Aufsichtsratsmitglied 35,0 4,5 39,5
Jürgen Scholz*,* Ordentliches Aufsichtsratsmitglied 35,0 7,0 10,5 52,5
Hans-Jürgen Thaus Ordentliches Aufsichtsratsmitglied 35,0 7,0 10,5 52,5
Josef Weitzer*,** Ordentliches Aufsichtsratsmitglied 35,0 7,0 15,0 57,0
Matthias Winkler Ordentliches Aufsichtsratsmitglied 17,5 4,5 22,0

* Arbeitnehmervertreter

** Die Vergütung wird nach den aktuell gültigen Bestimmungen der Hans-Böckler-Stiftung anteilig abgeführt

Vergütung 2017 gemäß DRS 17 (in T€)

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Name Funktion Festvergütung Ausschussvergütung Sitzungsgeld Gesamtvergütung Geschäftsjahr 2017
Volker Kronseder Aufsichtsratsvorsitzender 87,5 7,0 9,0 103,5
Werner Schrödl*,** Stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender 52,5 7,0 13,5 73,0
Klaus Gerlach* Ordentliches Aufsichtsratsmitglied 35,0 6,0 41,0
Norman Kronseder Ordentliches Aufsichtsratsmitglied 35,0 7,0 13,5 55,5
Philipp Graf von und zu Lerchenfeld*** Ordentliches Aufsichtsratsmitglied 35,0 7,0 4,5 46,5
Prof. Dr. jur. Susanne Nonnast Ordentliches Aufsichtsratsmitglied 35,0 6,0 41,0
Dr. phil. Verena Di Pasquale*,* Ordentliches Aufsichtsratsmitglied 35,0 6,0 41,0
Johann Robold*,** Ordentliches Aufsichtsratsmitglied 17,5 3,5 3,0 24,0
Beate Eva Maria Pöpperl*,** Ordentliches Aufsichtsratsmitglied 17,5 4,5 22,0
PETra Schadeberg-Herrmann Ordentliches Aufsichtsratsmitglied 35,0 6,0 41,0
Jürgen Scholz*,* Ordentliches Aufsichtsratsmitglied 35,0 3,5 7,5 46,0
Hans-Jürgen Thaus Ordentliches Aufsichtsratsmitglied 35,0 6,0 41,0
Josef Weitzer*,** Ordentliches Aufsichtsratsmitglied 35,0 7,0 13,5 55,5

* Arbeitnehmervertreter

** Die Vergütung wird nach den aktuell gültigen Bestimmungen der Hans-Böckler-Stiftung anteilig abgeführt

*** Verstorben am 01.12.2017

Bericht zur Gleichstellung und Entgeltgleichheit - Anlage zum Lagebericht der KRONES AG

Gemäß den Anforderungen des § 21 Entgelttransparenzgesetzes berichtet KRONES nachfolgend zu Gleichstellung und Entgeltgleichheit.

1) Maßnahmen zur Förderung der Gleichstellung von Frauen und Männern und deren Wirkungen

Initiativen zur besseren Vereinbarkeit von Familie und Beruf

KRONES strebt die kontinuierliche Verbesserung der Arbeitsbedingungen für alle Mitarbeiter an. Im Rahmen verschiedener Initiativen sowie durch die Ausgestaltung betrieblicher Regelungen wurden Maßnahmen umgesetzt, die zu einem positiven Arbeitsumfeld beitragen sollen.

Es wurden Betriebsvereinbarungen zu Themen wie Sabbatical, flexiblem und mobilem Arbeiten abgeschlossen. Durch verschiedene Teilzeitoptionen unterstützt KRONES Wünsche von Mitarbeitern zur besseren Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Diese Möglichkeiten werden insbesondere von weiblichen Mitarbeitern wahrgenommen.

Die Kindertagesstätte kroki Neutraubling e.V. bietet seit 1. September 2008 mehr als 40 Kindern Platz für eine ganzjährige Kinderbetreuung. In insgesamt zwei Krippen- und einer Kindergartengruppe werden Kinder aus dem KRONES Umfeld im Alter von mind. 4 Monaten bis 6 Jahren aufgenommen.

Um verstärkt Schülerinnen für die zahlreichen technischen Ausbildungsberufe bei KRONES zu begeistern, nehmen alle Standorte der ag jährlich am Girls' Day teil.

Ausschreibungen und Einstellungen

Die Ausschreibung von Stellen bei KRONES erfolgt geschlechtsneutral.

2) Maßnahmen zur Herstellung von Entgeltgleichheit für Frauen und Männer

Tarifbereich

Die KRONES AG wendet durch Anerkennungstarifvertrag in seinen Standorten die Tarifverträge der bayerischen Metall- und Elektroindustrie an.

Die Eingruppierung in die Entgeltgruppen des Tarifvertrages erfolgt geschlechtsneutral gemäß den spezifischen Anforderungen der jeweiligen Stellen.

Außertariflicher Bereich

Die KRONES Stellenbewertung im außertariflichen Bereich erfolgt anhand bewährter Standardverfahren im Wege der Zuordnung von Stellentypen zu Gehaltsbändern.

Im Rahmen der Zielvereinbarungen wird der jeweilige Grad der Zielerreichung anhand einheitlicher und damit geschlechtsneutraler Kriterien bewertet.

KRONES überprüft kontinuierlich die bestehenden Entgeltstrukturen und nimmt ggf. erforderliche Anpassungen vor.

Statistische Angaben gemäß § 21 Absatz 2 Entgelttransparenzgesetz1

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Geschlecht Vollzeit Teilzeit Beschäftigte
Weiblich 860 371 1.231
Männlich 7.537 110 7.647
Gesamt 8.397 481 8.878

1 Voll- und Teilzeitbeschäftigte der KRONES AG in Deutschland inkl. bkk - Stand 31.12.2016

Versicherung der gesetzlichen Vertreter

"Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Jahresabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage vermittelt und im Lagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage der Gesellschaft so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung der KRONES AG beschrieben sind."

Neutraubling, den 20. März 2019

KRONES AG

Der Vorstand

Christoph Klenk CEO

Michael Andersen CFO

Thomas Ricker

Markus Tischer

Ralf Goldbrunner

3 CORPORATE GOVERNANCE

Erklärung zur Unternehmensführung

KRONES bekennt sich zu seiner Verantwortung

Für KRONES ist der Deutsche Corporate Governance Kodex (DCGK) ein fester Bestandteil der Unternehmensführung. Vorstand und Aufsichtsrat berichten hiermit nach Tz. 3.10 DCGK über die Corporate Governance bei KRONES.

Der Kodex stellt wesentliche gesetzliche Vorschriften zur Leitung und Überwachung deutscher börsennotierter Gesellschaften dar und enthält international und national anerkannte Standards guter und verantwortungsvoller Unternehmensführung. Das Management von KRONES berücksichtigt die Grundsätze und Regeln der Corporate Governance bei allen Geschäftsaktivitäten.

Entsprechenserklärung gemäß § 161 Aktiengesetz

"Vorstand und Aufsichtsrat der KRONES AG erklären, dass den Verhaltensempfehlungen der von der deutschen Bundesregierung eingesetzten "Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex" zur Leitung und Überwachung deutscher börsennotierter Gesellschaften in der Fassung vom 07. Februar 2017 entsprechend dem im Internet der KRONES AG veröffentlichten Deutschen Corporate Governance Kodex entsprochen wurde und wird mit folgenden Abweichungen:

Ein Selbstbehalt bei einer für den Aufsichtsrat abgeschlossenen D&o-Versicherung besteht nicht (Tz. 3.8 DCGK).

Ein spezifischer Selbstbehalt der Versicherten wurde nicht vereinbart, da der Aufsichtsrat unabhängig von einem Selbstbehalt seinen Pflichten jederzeit ordnungsgemäß nachkommt.

Im Vergütungsbericht sollen bestimmte Informationen zur Vorstandsvergütung in vorgegebenen Mustertabellen angegeben werden (Tz. 4.2.5 Satz 5 und Satz 6 DCGK).

Neben Unklarheiten in der Auslegung bestehen auch Zweifel, ob die zusätzliche Verwendung der Mustertabellen die vom Unternehmen unter Beachtung der Anforderungen der Rechnungslegung angestrebte Übersichtlichkeit und Allgemeinverständlichkeit des Vergütungsberichts (vgl. Ziffer 4.2.5 Satz 3 des Kodex) fördert.

Ein Nominierungsausschuss wird bei der KRONES AG derzeit nicht gebildet (Tz. 5.3.3 DCGK).

Ausschüsse sind vor allem sinnvoll, wenn aufgrund der Größe eines Gremiums dessen Arbeit dadurch effizienter wird. Im Aufsichtsrat der KRONES AG vertreten acht Mitglieder die Anteilseigner, die Vorschläge machen. Nach unserer Ansicht ist es daher nicht nötig, einen Nominierungsausschuss zu bilden. Die Aufgaben werden vom Ständigen Ausschuss übernommen.

Eine Offenlegung der persönlichen und geschäftlichen Beziehungen eines jeden Kandidaten bei Wahlvorschlägen an die Hauptversammlung zum Unternehmen, den Organen der Gesellschaft oder einem wesentlich an der Gesellschaft beteiligten Aktionär erfolgt derzeit nicht (Tz. 5.4.1 Absätze 5 und 6 DCGK).

Der Aufsichtsrat ist der Auffassung, dass die Anforderungen der Absätze 5 und 6 unklar und im Detail unbestimmt sind, sowie die Privatsphäre der Betroffenen verletzen können.

Der Vorsitz in Aufsichtsratsausschüssen wird bei der Vergütung nicht gesondert berücksichtigt (Tz. 5.4.6 DCGK).

Der Aufsichtsrat ist der Auffassung, dass die derzeitige zusätzliche Vergütung für Mitglieder von Ausschüssen aufgrund der Größe der Gremien auch für den Vorsitzenden von Ausschüssen angemessen ist."

Neutraubling, den 28. Februar 2019

Für den Vorstand:

Christoph Klenk, CEO

Für den Aufsichtsrat:

Volker Kronseder, Vorsitzender

Zusammensetzung des Aufsichtsrats

Gemäß Tz. 5.4.1 DCGK soll der Aufsichtsrat für seine Zusammensetzung konkrete Ziele benennen und ein Kompetenzprofil für das Gesamtgremium erarbeiten. Für seine Zusammensetzung soll er im Rahmen der unternehmensspezifischen Situation die internationale Tätigkeit des Unternehmens, potenzielle Interessenkonflikte, die Anzahl der unabhängigen Aufsichtsratsmitglieder im Sinn von Nummer 5.4.2, eine festzulegende Altersgrenze für Aufsichtsratsmitglieder und eine festzulegende Regelgrenze für die Zugehörigkeitsdauer zum Aufsichtsrat sowie Vielfalt (Diversity) angemessen berücksichtigen. Für die gewählten Arbeitnehmervertreter sind die besonderen Regeln der Mitbestimmungsgesetze zu beachten.

In Übereinstimmung mit oben genannter Teilziffer hat der Aufsichtsrat von KRONES folgende Ziele benannt:

a) Zusammensetzung nach geeigneten Kenntnissen, Fähigkeiten, Erfahrungen

Der Aufsichtsrat der KRONES AG soll so zusammengesetzt sein, dass seine Mitglieder über die erforderlichen Kenntnisse, Fähigkeiten und fachlichen Erfahrungen verfügen, die zur Erfüllung der Aufgaben eines Aufsichtsratsmitglieds in einem international tätigen Konzern nötig und zur Wahrung des Ansehens der KRONES AG in der Öffentlichkeit erforderlich sind.

Bei den zur Wahl stehenden Personen soll darüber hinaus auf Leistungsbereitschaft, Integrität, Persönlichkeit, Professionalität und Unabhängigkeit geachtet werden.

b) Potenzielle Interessenkonflikte (Unabhängigkeit der Mitglieder)

Um Interessenkonflikte zu vermeiden, wird auf die Unabhängigkeit der Mitglieder des Aufsichtsrats geachtet. Mögliche Kandidaten und Kandidatinnen sollen weder Beratungs- oder Organfunktionen bei wesentlichen Wettbewerbern der KRONES AG, noch Managementfunktionen bei Kunden, Lieferanten oder Konzernunternehmen der KRONES AG ausüben. Dem Aufsichtsrat sollen nicht mehr als zwei ehemalige Mitglieder des Vorstands angehören.

Darüber hinaus sollen die Mitglieder des Aufsichtsrats die Unabhängigkeitskriterien nach Ziffer 5.4.2 des Kodex erfüllen. Unter der Voraussetzung, dass die Ausübung des Aufsichtsratsmandats als Arbeitnehmervertreter keine Zweifel an der Erfüllung der Unabhängigkeitskriterien nach Ziffer 5.4.2 des Kodex begründen kann, soll die Mehrzahl der Aufsichtsratsmitglieder unabhängig i. S. v. Tz. 5.4.2 DCGK sein. Dabei sollten mindestens zwei Aufsichtsratsmitglieder der Anteilseignerseite unabhängig sein. Im Berichtsjahr waren dies Prof. Dr. Susanne Nonnast sowie Hans-Jürgen Thaus.

Bei Bestehen etwaiger Interessenkonflikte verpflichtet sich jedes Aufsichtsratsmitglied eine Erklärung gegenüber dem Aufsichtsratsvorsitzenden abzugeben. Bestehen diese Interessenkonflikte über einen längeren Zeitraum oder sind von wesentlicher Natur, so hat das betreffende Aufsichtsratsmitglied sein Amt niederzulegen.

c) Altersgrenze

Die Altersgrenze für die Mitglieder des Aufsichtsrats liegt bei 70 Jahren. Vollendet ein Mitglied das 70. Lebensjahr, so endet seine Amtszeit mit Ablauf der darauffolgenden ordentlichen Hauptversammlung. Wird von dieser Regelung abgewichen, so ist der Umstand zu begründen.

d) Regelgrenze für die Zugehörigkeitsdauer

Der Aufsichtsrat hat keine Regelgrenze für die Zugehörigkeitsdauer zum Aufsichtsrat festgelegt. Wir halten eine Regelgrenze nicht für sinnvoll, weil dem Unternehmen auch die Expertise von erfahrenen Aufsichtsratsmitgliedern zur Verfügung stehen soll. Der Aufsichtsrat von KRONES wird die Eignung eines Aufsichtsratsmitglieds weiterhin - unabhängig von der Zugehörigkeitsdauer -individuell betrachten. Da wir uns kein Ziel für die Regelgrenze gesetzt haben, ist auch nicht über den Stand der Umsetzung zu berichten.

e) Internationalität

Die KRONES AG ist ein international tätiges Unternehmen und unterhält in vielen Ländern der Welt Niederlassungen und Vertretungen. Deshalb sollen bei der Zusammensetzung des Aufsichtsrats die internationalen Erfahrungen der Mitglieder berücksichtigt werden.

Diese beziehen sich nicht nur auf Fremdsprachenkenntnisse, sondern auch auf Beschäftigungen in anderen international tätigen Unternehmen.

f) Vielfalt (Diversity)

Der Aufsichtsrat der KRONES AG achtet bei der Auswahl seiner Mitglieder auf Vielfalt (Diversity). Gemäß dem am 1. Mai 2015 in Kraft getretenen Gesetz zur gleichberechtigten Teilhabe von Frauen und Männern in der Privatwirtschaft und im öffentlichen Dienst gilt für KRONES eine 30-Prozent-Mindestquote für Frauen und Männer im Aufsichtsrat. Die Vertreter der Arbeitnehmer und der Anteilseigner im Aufsichtsrat der KRONES AG haben übereinstimmend entschieden, die Geschlechterquote jeweils getrennt zu erfüllen. Der Aufsichtsrat der KRONES AG setzt sich gemäß den gesetzlichen Bestimmungen und der Satzung des Unternehmens aus acht Vertretern der Anteilseigner und acht Vertretern der Arbeitnehmer zusammen. Dem Aufsichtsrat sollen also jeweils mindestens zwei Frauen auf der Seite der Arbeitnehmer und der Anteilseigner angehören. Auf Seite der Anteilseigner gehören PETra Schadeberg-Herrmann und Prof. Dr. Susanne Nonnast dem Aufsichtsrat an. Auf der Arbeitnehmerseite sind mit Dr. Verena Di Pasquale und Beate Eva Maria Pöpperl ebenfalls zwei Frauen im Aufsichtsrat.

Der Aufsichtsrat von KRONES hat im Geschäftsjahr 2018 alle unter a) bis f) genannten Ziele umgesetzt.

Angaben zu Unternehmensführungspraktiken

Die Unternehmensführung von KRONES basiert auf Fairness und Transparenz. Dieser Grundsatz gilt für die Zusammenarbeit von Vorstand und Aufsichtsrat ebenso wie für den Umgang mit unseren Mitarbeitern, Kunden, Lieferanten und der Öffentlichkeit.

"Compliance" steht bei KRONES als Überbegriff für regelkonformes Verhalten, wobei die im Unternehmen zu befolgenden Regeln deutlich über die gesetzlichen Vorgaben hinausgehen. Sie schließen auch intern gültige Richtlinien und Vorschriften ein und berücksichtigen die moralischen Werte und Normen, die dem ethischen Verständnis von KRONES entsprechen. Um die Compliance zu stärken, führte KRONES 2018 ein Compliance Hinweisgeberportal ein. Über dieses Meldesystem auf der KRONES Internetseite können Beschäftigte des Unternehmens und externe Personen mögliche Gesetzes- und Regelverstöße anonym melden.

Wir prüfen alle strategischen Entscheidungen auf ihre langfristige Erfolgswahrscheinlichkeit. Wir verfolgen eine nachhaltige Gewinn- und Cashflowoptimierung. Zur langfristigen Existenzsicherung prüfen wir alle Aktivitäten auf ihre Nachhaltigkeit.

Dabei berücksichtigen wir neben unserer sozialen und wirtschaftlichen Verantwortung insbesondere die ökologischen Folgen, die mit der Fertigung und Nutzung unserer Produkte verbunden sind. KRONES produziert umweltverträglich und hält die gesetzlichen Vorschriften nicht nur ein, sondern setzt alles daran, die geforderten Grenzwerte so weit wie möglich zu unterschreiten.

Unsere Führungsprinzipien lassen in keinem Fall zu, den Schutz derjenigen Menschen, die zu unserem Erfolg beitragen, den geschäftlichen Interessen unterzuordnen. Um Arbeitsunfälle und Berufserkrankungen zu vermeiden, schafft KRONES für alle Beschäftigten eine sichere und gesundheitsfördernde Arbeitsumgebung. Wir gestalten sämtliche Arbeitsabläufe sicherheits- und gesundheitsgerecht und sorgen für ergonomische Arbeitsplätze.

Bei der Auswahl von Lieferanten berücksichtigen wir deren nachhaltiges und gesellschaftlich verantwortliches Handeln. Hierfür hat KRONES einen Lieferantenkodex entwickelt. Er umfasst die Themen Sicherheit und Gesundheit, Umwelt, Arbeitsbedingungen sowie Compliance.

Diversitätskonzept, Nachfolgeplanung für den Vorstand

Für die Nachfolgeplanung und die Überwachung der Diversität sind Vorstand und Aufsichtsrat sowie der Ständige Ausschuss zuständig. Bei der Vergabe einer Vorstandsposition stehen Kandidaten und Kandidatinnen im Vordergrund, die aufgrund ihrer Leistungen und Kenntnisse die bestmöglichen Voraussetzungen besitzen, um die Interessen des Unternehmens und seiner Stakeholder langfristig zu sichern. Des Weiteren wird das Diversitätskonzept bei der Vergabe der Position mitberücksichtigt. Bei diesem achtet der Aufsichtsrat bei der Besetzung einer Vorstandsposition auf die Diversität bei Berufs- und Bildungshintergrund, Alter und Geschlecht sowie internationalen Führungsqualifikationen. Das Konzept beinhaltet folgende Detailaspekte:

Für die Mitglieder des Vorstands hat der Aufsichtsrat eine Regelaltersgrenze festgelegt. Die Regelaltersgrenze orientiert sich an der Vollendung des 62. Lebensjahres. Er achtet darüber hinaus auf eine ausgewogene Altersstruktur.
Mindestens zwei Mitglieder des Vorstands sollen eine technische Ausbildung haben. Mindestens zwei Mitglieder sollen zudem über internationale Führungserfahrung verfügen. Der Vorstand soll in seiner Gesamtheit die bestmögliche Besetzung für den KRONES Konzern, dessen Kerngeschäft und alle Stakeholder darstellen.
Aktuell ist der Vorstand ausschließlich mit männlichen Mitgliedern besetzt, weshalb die Frauenquote im Vorstand 0 % beträgt. Grund für die derzeit rein männliche Besetzung ist, dass es dem Aufsichtsrat trotz geeigneter Kandidatinnen nicht gelang, diese für den Vorstand zu verpflichten. Aus diesem Grund hat der Aufsichtsrat nach § 111 Abs. 5 Aktiengesetz daraufhin eine Zielgröße für den Frauenanteil im Vorstand der KRONES AG von 0 % festgesetzt. Diese Quote gilt solange die aktuelle Besetzung des Vorstands aufgrund der vereinbarten Vertragslaufzeiten nebst möglicher Vertragsverlängerung fortbesteht. Im Rahmen des Diversitätskonzepts werden bei der Neubesetzung einer Vorstandsposition jedoch Frauen bei vergleichbarer Qualifikation bevorzugt berücksichtigt.
Für die Vertragslaufzeit bei Erstbesetzung einer Vorstandsposition legte der Aufsichtsrat drei Jahre fest.

Arbeitsweise von Vorstand und Aufsichtsrat

Der Vorstand der KRONES AG bestand im Geschäftsjahr 2018 aus fünf Mitgliedern. Diese tragen die Verantwortung für ihre jeweiligen Ressorts (siehe Seite 25 und 133). Der Vorstand leitet die Gesellschaft und führt deren Geschäfte. Die Mitglieder des Vorstands treffen sich täglich zu einer Vorstandssitzung. Dort bespricht der Vorstand aktuelle und strategische Themen und fasst Beschlüsse. Bei strategisch wichtigen Entscheidungen bindet der Vorstand den Aufsichtsrat frühzeitig in den Entscheidungsprozess ein. Die Arbeit des Vorstands, wie beispielsweise die erforderliche Mehrheit bei Beschlüssen und Geschäfte, die der Zustimmung des Aufsichtsrats bedürfen, sind in der vom Aufsichtsrat erlassenen Geschäftsordnung für den Vorstand geregelt.

Der Aufsichtsrat überwacht den Vorstand. Er besteht satzungsgemäß aus 16 Mitgliedern. Vorstand und Aufsichtsrat stehen in regelmäßigem Kontakt. Der Vorstand informiert den Aufsichtsrat zeitnah über den Geschäftsverlauf, die finanzielle Lage, das Risikomanagement, die Unternehmensplanung sowie die Strategie. Neben regelmäßigen mündlichen Auskünften erhalten die Aufsichtsratsmitglieder vom Vorstand jeden Monat einen schriftlichen Bericht zur Ergebnis- und Finanzlage.

Die Arbeit des Aufsichtsrats (Mitglieder siehe Seite 29 bis 30 und 133) koordiniert der Aufsichtsratsvorsitzende. Er oder sein Stellvertreter leiten die Aufsichtsratssitzungen.

Beschlüsse fasst das Gremium in den Sitzungen oder in Ausnahmefällen im Umlaufverfahren. An den Aufsichtsratssitzungen nehmen die Mitglieder des Vorstands auf Einladung des Aufsichtsratsvorsitzenden oder seines Stellvertreters teil. Sie berichten mündlich oder schriftlich zu den einzelnen Tagesordnungspunkten und beantworten die Fragen der Aufsichtsräte.

Der Vorsitzende des Aufsichtsrats erläutert jedes Jahr die Tätigkeit des Aufsichtsrats in seinem Bericht an die Aktionäre im Geschäftsbericht sowie auf der Hauptversammlung.

Der Aufsichtsrat hat sich eine Geschäftsordnung gegeben, in der beispielsweise Zuständigkeiten und Modalitäten der Beschlussfassung geregelt sind.

Um die Arbeit des Aufsichtsrats effizient zu gestalten, bildete das Gremium einen "Prüfungs- und Risikomanagementausschuss" sowie einen "Ständigen Ausschuss".

Zusammensetzung und Arbeitsweise des Prüfungs- und Risikomanagementausschusses

Dem Prüfungs- und Risikomanagementausschuss gehören der Vorsitzende des Aufsichtsrats Volker Kronseder, sein Stellvertreter Werner Schrödl sowie die Aufsichtsratsmitglieder Norman Kronseder, Hans-Jürgen Thaus, Josef Weitzer und Jürgen Scholz an. Vorsitzender des Ausschusses ist Hans-Jürgen Thaus.

Der Prüfungs- und Risikomanagementausschuss trifft sich regelmäßig und überwacht Rechnungslegung, Abschlussprüfung sowie Berichterstattung und fertigt entsprechende Beschlussvorlagen für den Aufsichtsrat an. Darüber hinaus bereitet er die Prüfung des Jahresabschlusses, des Lageberichts und des Prüfungsberichts des Einzel- und Konzernabschlusses durch den Aufsichtsrat vor und spricht Empfehlungen aus. Der Prüfungs- und Risikomanagementausschuss überwacht zudem die Wirksamkeit des internen Kontroll-, Risikomanagement- und Compliance-Systems.

Zusammensetzung und Arbeitsweise des Ständigen Ausschusses

Dem Ständigen Ausschuss gehören Volker Kronseder, Werner Schrödl, Norman Kronseder und Josef Weitzer an. Vorsitzender des Ausschusses ist Volker Kronseder. Der Ständige Ausschuss befasst sich in regelmäßigen Sitzungen mit allen sonstigen Themen, die nicht in den Zuständigkeitsbereich des Prüfungs- und Risikomanagementausschusses fallen. Dazu zählen Unternehmensstrategie, Personalstrategie, Aufsichtsratsvergütung und Vorstandsvergütung.

Festlegungen nach § 76 (Abs. 4) Aktiengesetz und § 111 (Abs. 5) Aktiengesetz

Gemäß § 76 (Abs. 4) Aktiengesetz hat der Vorstand Zielgrößen für den Frauenanteil in den beiden Führungsebenen unterhalb des Vorstands festzusetzen. Gleichzeitig muss er Fristen für die Erreichung der Zielgrößen festlegen. Trotz intensiver Bemühungen konnten bisher aufgrund des extrem technisch geprägten Umfelds nur wenige vakante Führungspositionen bei KRONES mit Frauen mit vergleichbarer Qualifikation besetzt werden. Zum 31.12.2017 lag der Frauenanteil in den beiden Führungsebenen unterhalb des Vorstands bei 10,9 %. Der Vorstand der KRONES AG hat sich zum Ziel gesetzt, diesen Wert bis 30. Juni 2020 zumindest stabil zu halten. Ende des Geschäftsjahres 2018 lag der Anteil mit 10,2 % leicht niedriger als im Vorjahr.

Bislang gelang es dem Aufsichtsrat trotz intensiver Bemühungen nicht, geeignete Kandidatinnen für den Vorstand zu verpflichten. Da aufgrund bestehender Vertragslaufzeiten mittelfristig keine personellen Änderungen im Vorstand zu erwarten sind, legte der Aufsichtsrat die Zielgröße für den Frauenanteil im Vorstand der KRONES AG auf 0 % fest und folgt damit auch den Anforderungen gemäß § 111 (Abs. 5) Aktiengesetz. Eine Frist für die Umsetzung ist damit nicht zu setzen.

4 JAHRESABSCHLUSS

DER KRONES AG

Gewinn-und-Verlust-Rechnung

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in T€ 2018 2017
Anhang
--- --- --- --- --- ---
1. Umsatzerlöse 13 2.735.365 2.949.954
2. Erhöhung oder Verminderung des Bestandes an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 163.381 - 122.940
3. Andere aktivierte Eigenleistungen 7.825 7.863
4. sonstige betriebliche Erträge 14 92.915 60.686
5. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren - 1.264.255 - 1.173.099
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen -445.771 - 419.331
- 1.710.026 - 1.592.430
6. Personalaufwand 15
a) Löhne und Gehälter - 660.794 - 633.273
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung - 125.454 - 117.459
- 786.248 - 750.732
7. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 16 - 57.949 - 54.445
8. sonstige betriebliche Aufwendungen 17 - 383.666 - 404.534
9. Beteiligungsergebnis 18 70.386 141.376
10. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 19 126 455
11. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 19 2.680 1.129
12. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 19 - 22.171 - 18.649
13. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 20 - 14.055 - 31.067
14. Ergebnis nach Steuern 98.563 186.666
15. sonstige Steuern 20 - 1.310 - 894
16. Jahresüberschuss 97.253 185.772
17. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 253.818 121.755
18. Bilanzgewinn 351.071 307.527

Bilanz

der KRONES AG

Aktiva

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T€ 31.12.2018 31.12.2017
Anhang
--- --- --- --- --- ---
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 1
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 40.798 36.578
II. Sachanlagen 2
1. Grundstücke einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 239.505 223.866
2. technische Anlagen und Maschinen 52.405 54.430
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 54.142 49.222
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 11.082 17.862
357.134 345.380
III. Finanzanlagen 3
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 200.156 169.467
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 25.475 33.825
3. Beteiligungen 12.967 12.996
4. sonstige Ausleihungen 62 253
238.660 216.541
636.592 598.499
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte 4
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 156.199 137.637
2. unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 240.105 183.936
3. fertige Erzeugnisse und Waren 506.830 392.868
4. geleistete Anzahlungen 2.831 6.141
5. erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen - 550.108 - 446.765
355.857 273.817
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 5
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 342.975 571.031
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 295.193 217.859
3. Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 3.229 1.705
4. sonstige Vermögensgegenstände 75.767 64.983
717.164 855.578
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 6 106.151 5.711
1.179.172 1.135.106
C. Rechnungsabgrenzungsposten 3.326 2.353
Bilanzsumme 1.819.090 1.735.958
Passiva
T€ 31.12.2018 31.12.2017
Anhang
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 7
Stammaktien 40.000 40.000
II. Kapitalrücklage 141.551 141.551
III. Gewinnrücklagen
1. gesetzliche Rücklage 51 51
2. andere Gewinnrücklagen 349.888 349.888
349.939 349.939
IV. Gewinnvortrag 8 253.818 121.755
V. Jahresüberschuss 8 97.253 185.772
882.561 839.017
B. Rückstellungen 9
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 155.783 137.361
2. Steuerrückstellungen 4.520 26.327
3. sonstige Rückstellungen 293.183 370.083
453.486 533.771
C. Verbindlichkeiten 10
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 0 24.619
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 272.077 188.437
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 155.989 96.465
4. Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 4.845 3.862
5. sonstige Verbindlichkeiten 50.131 49.779
483.042 363.162
D. Rechnungsabgrenzungsposten 1
Bilanzsumme 1.819.090 1.735.958

Entwicklung des Anlagevermögens

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T€ Anschaffungs- und Herstellungskosten Kumulierte Abschreibungen
Stand 01.01.2018 U Umbuchung Zugänge Nachaktivierung U Umbuchung Abgänge Stand 31.12.2018 Stand 01.01.2018
--- --- --- --- --- --- ---
Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 147.240 15.823 7.329 5.191 165.201 110.662
Sachanlagen
1. Grundstücke einschließlich der Bauten U 13.445
auf fremden Grundstücken 396.066 10.980 627 612 420.506 172.200
2. technische Anlagen U 1.528
und Maschinen 260.131 8.513 0 5.486 264.686 205.701
3. andere Anlagen, Betriebs- U 2.242
und Geschäftsausstattung 180.390 21.844 0 13.232 191.244 131.168
4. geleistete Anzahlungen U 17.215
und Anlagen im Bau 17.862 10.273 162 0 11.082 0
U 17.215 U 17.215
854.449 51.610 789 19.330 887.518 509.069
Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 255.782 29.856 833 0 286.471 86.315
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 33.825 6.800 0 15.150 25.475 0
3. Beteiligungen 18.032 - 29 0 5.036 12.967 5.036
4. Ausleihungen an Unternehmen, mit
denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 508 0 0 508 0 508
5. sonstige Ausleihungen 253 0 0 191 62 0
308.400 36.627 833 20.885 324.975 91.859
U 17.215 U 17.215
1.310.089 104.060 8.951 45.406 1.377.694 711.590

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T€ Kumulierte Abschreibungen Buch-/Bilanzwerte
Abschreibungen des Geschäftsjahres Nachaktivierung Abgänge Stand 31.12.2018 Stand 31.12.2018 Stand 31.12.2017
--- --- --- --- --- --- ---
Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 17.140 2.692 Z 911 5.180 124.403 40.798 36.578
Sachanlagen
1. Grundstücke einschließlich der Bauten Z 76
auf fremden Grundstücken 9.440 49 612 181.001 239.505 223.866
2. technische Anlagen Z 210
und Maschinen 12.262 0 5.472 212.281 52.405 54.430
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 19.107 0 13.173 137.102 54.142 49.222
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0 0 0 0 11.082 17.862
Z 286
40.809 49 19.257 530.384 357.134 345.380
Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0 0 0 86.315 200.156 169.467
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 0 0 0 0 25.475 33.825
3. Beteiligungen 0 0 5.036 0 12.967 12.996
4. Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 0 0 508 0 0 0
5. sonstige Ausleihungen 0 0 0 0 62 253
0 0 5.544 86.315 238.660 216.541
Z 1.197
57.949 2.741 29.981 741.102 636.592 598.499

5 Anhang

DER KRONES AG

Allgemeine Angaben

Gesetzliche Grundlagen

Der Jahresabschluss der KRONES AG ist nach den Vorschriften des Dritten Buches des HGB und den ergänzenden Vorschriften des AktG aufgestellt.

Die KRONES AG mit Sitz in Neutraubling ist im Handelsregister des Amtsgerichts Regensburg unter der Nummer hrb 2344 registriert.

Die Gesellschaft ist eine große kapitalmarktorientierte Kapitalgesellschaft im Sinne der §§ 267 Abs. 3 S. 2 und 264d HGB.

Die KRONES AG erstellt die Gewinn- und-Verlust-Rechnung nach dem Gesamtkostenverfahren.

Währungsumrechnung

Forderungen und Verbindlichkeiten in Fremdwährung, deren Restlaufzeit nicht mehr als ein Jahr beträgt, werden mit dem Währungskurs am Entstehungstag erfasst. Am Bilanzstichtag erfolgt die Umrechnung mit dem Devisenkassamittelkurs.

Zur Absicherung zukünftiger Währungsrisiken hat die KRONES AG Devisentermingeschäfte abgeschlossen. Sofern die Voraussetzungen erfüllt sind, werden diese mit dem abgesicherten Grundgeschäft zu einer Bewertungseinheit zusammengefasst. Dabei werden die Wertänderungen aus den Grund- und Sicherungsgeschäften einander gegenübergestellt.

Wir weisen darauf hin, dass Rundungsdifferenzen zu den sich mathematisch genau ergebenden Werten (Geldeinheiten, Prozentangaben usw.) auftreten können.

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Bilanzierung und Bewertung erfolgen nach den für Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften. Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurden gegenüber dem Vorjahr beibehalten.

Aktiva

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens sind zu den aktivierungspflichtigen Anschaffungskosten erfasst und werden planmäßig linear über maximal 5 Jahre oder die längere vertragliche Nutzungsdauer abgeschrieben. Für selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens wird das Aktivierungswahlrecht nicht in Anspruch genommen. Entwicklungskosten werden daher sofort in voller Höhe als Aufwand behandelt. Außerplanmäßige Abschreibungen werden, soweit erforderlich, vorgenommen.

Sachanlagen werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen und erforderlicher außerplanmäßiger Abschreibungen bewertet. In die Herstellungskosten der selbsterstellten Anlagen werden neben den direkt zurechenbaren Kosten auch aktivierungspflichtige Gemeinkosten einbezogen.

Abschreibungen des Sachanlagevermögens erfolgen nach den geltenden rechtlichen Höchstsätzen. Bauten und bewegliche Gegenstände des Anlagevermögens der KRONES AG werden, soweit zulässig, degressiv, alle übrigen Anlagegüter linear abgeschrieben. Bei degressiv abgeschriebenen beweglichen Anlagegütern wird auf die lineare Abschreibung übergegangen, wenn diese zu höheren Abschreibungen führt. Da die degressive Abschreibung mit den Regelungen des BilMoG nicht mehr vereinbar ist, werden Sachanlagen, die ab dem 01.01.2010 angeschafft worden sind, ausschließlich linear abgeschrieben. Bei voraussichtlich dauerhaften Wertminderungen werden außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen.

Die planmäßigen Abschreibungen für Anlagegegenstände werden auf der Grundlage folgender gruppeneinheitlicher Nutzungsdauern ermittelt:

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Nutzungsdauer in Jahren
Gebäude 25 bis 50
Maschinen 5 bis 20
Technische Anlagen 5 bis 25
Betriebs- und Geschäftsausstattung 3 bis 20
EDV-Programme/sonstige Rechte 3 bis 20

Bewegliche Gegenstände des Anlagevermögens, die selbstständig nutzbar sind und der Abnutzung unterliegen, werden bei Anschaffungs- oder Herstellungskosten bis 250 € sofort aufwandswirksam verbucht. Vermögensgegenstände, deren Anschaffungs- oder Herstellungskosten mehr als 250 € und nicht mehr als 1.000 € betragen, werden zu einem Pool zusammengefasst und über eine Nutzungsdauer von 5 Jahren linear abgeschrieben.

Anteile an verbundenen Unternehmen und Beteiligungen sind zu Anschaffungskosten abzüglich der erforderlichen Abschreibungen und zuzüglich gebotener Wertaufholungen bilanziert.

Ausleihungen sind mit dem Nominalwert oder niedrigerem Zeitwert angesetzt.

Vorräte werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten oder zu niedrigeren Tageswerten angesetzt.

Herstellungskosten der fertigen und unfertigen Erzeugnisse sowie der unfertigen Leistungen umfassen Fertigungsmaterial und -löhne sowie Material- und Fertigungsgemeinkosten. Unter Beachtung des Niederstwertprinzips erfolgen Abschläge auf den niedrigeren beizulegenden Wert. Dieser Abschlag berücksichtigt alle bei der Aufstellung des Abschlusses erkennbaren Bestandsrisiken, die sich durch eingeschränkte Verwertbarkeit oder aus der Lagerdauer ergeben.

Forderungen sind mit den Anschaffungskosten bewertet. Erkennbare Risiken sind durch Einzelwertberichtigungen berücksichtigt, dem allgemeinen Kredit- und Finanzierungsrisiko wird durch pauschale Wertberichtigung Rechnung getragen. Für Forderungen und unverzinsliche Außenstände mit längeren Laufzeiten werden grundsätzlich entsprechend dem erwarteten Zahlungseingang Abzinsungen vorgenommen.

Sonstige Vermögensgegenstände sind mit ihren Nominal- bzw. Zeitwerten, Zahlungsbeträgen oder Barwerten angesetzt. Für die Bewertung der derivativen Finanzinstrumente wird die Bankbewertung herangezogen. Im Fall negativer Marktwerte werden Drohverlustrückstellungen gebildet.

Im Zuge der Währungsumrechnung werden Forderungen in Fremdwährungen mit dem Währungskurs am Entstehungstag erfasst. Am Bilanzstichtag erfolgt die Umrechnung mit dem Devisenkassamittelkurs. Gewinne werden nur berücksichtigt, soweit sie Forderungen mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr betreffen. Kursverluste aus Sicherungsgeschäften werden durch entsprechende Drohverlustrückstellungen erfasst.

Für Vermögensgegenstände, die ausschließlich der Erfüllung von Verpflichtungen aus Pensionszusagen dienen und dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen sind, erfolgt die Bewertung zum beizulegenden Zeitwert. Erträge und Aufwendungen aus diesen Vermögensgegenständen werden mit dem Aufwand aus der Aufzinsung der entsprechenden Verpflichtungen saldiert und im Finanzergebnis ausgewiesen. Weiterhin werden diese Vermögensgegenstände mit der jeweils zugrunde liegenden Verpflichtung verrechnet. Ergibt sich ein Verpflichtungsüberhang, wird dieser unter den Rückstellungen erfasst. Übersteigt der Wert der Vermögensgegenstände die Verpflichtungen, erfolgt der Ausweis als aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung.

Die Bildung des aktivischen Rechnungsabgrenzungspostens erfolgt in handelsrechtlich zulässigem Umfang.

Passiva

Die ausgewiesenen Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen sind auf den nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag abgestellt. Bei der Bewertung sind somit zukünftige Preis- und Kostensteigerungen berücksichtigt. Die Pensionsrückstellungen für Versorgungsverpflichtungen, deren Restlaufzeit ein Jahr übersteigen, werden unter Verwendung eines durchschnittlichen Marktzinssatzes der letzten 10 Jahre, welcher von der Deutschen Bundesbank ermittelt worden ist, fristenkongruent abgezinst. Anstelle der Ermittlung individueller Abzinsungssätze für jede einzelne Verpflichtung wird eine gemäß § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB zulässige, pauschale Restlaufzeit aller Verpflichtungen von 15 Jahren angenommen.

Sonstige Rückstellungen werden für Verpflichtungen gegenüber Dritten gebildet, die eine Vermögensbelastung darstellen und über deren Höhe oder Zeitpunkt des Eintretens Ungewissheit besteht. Sie sind nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung für alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen gebildet. Die Bewertung erfolgt auf der Grundlage des Erfüllungsbetrages. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit einem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen 7 Jahre, wie er von der Deutschen Bundesbank ermittelt worden ist, fristenkongruent abgezinst.

Rückstellungen für Jubiläumszuwendungen werden gemäß § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB pauschal mit dem von der Deutschen Bundesbank ermittelten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen 7 Jahre abgezinst, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt.

Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag bilanziert. Im Zuge der Währungsumrechnung werden Verbindlichkeiten in Fremdwährungen mit dem Währungskurs am Entstehungstag erfasst. Am Bilanzstichtag erfolgt die Umrechnung mit dem Devisenkassamittelkurs. Gewinne werden nur berücksichtigt, soweit sie Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr betreffen. Kursverluste aus Sicherungsgeschäften werden durch entsprechende Drohverlustrückstellungen erfasst.

Werte für Verbindlichkeiten aus Wechselobligo, Patronatserklärungen, Bürgschaften und Garantien entsprechen den valutierten Beträgen am Bilanzstichtag.

Die Bildung des passivischen Rechnungsabgrenzungspostens erfolgt in handelsrechtlich zulässigem Umfang.

Gewinn- und-Verlust-Rechnung

Die Realisierung der Umsätze erfolgt, wenn die Leistung erbracht bzw. die Gefahr an den verkauften Produkten auf die Kunden übergegangen ist. Bei Maschinen und Anlagen erfolgt der Gefahrenübergang, sobald diese installiert und betriebsbereit sind. Zwischen Installationsende und Abnahme werden unwesentliche Nebenleistungen, überwiegend in Form von Nachbesserungen und Optimierungen an den Einstellungen der Maschinen und Anlagen, vorgenommen. Für diese unwesentlichen Nebenleistungen werden Rückstellungen für noch zu erbringende Montageleistungen gebildet.

Erläuterung der Bilanz und der Gewinn- und-Verlustrechnung

Aktiva

Anlagevermögen

Die in den Bilanzen aufgeführten Posten des Anlagevermögens sind im Anlagenspiegel dargestellt. Dabei werden die Buch-/Bilanzwerte, ausgehend von den Anschaffungs- oder Herstellungskosten, nach dem Bruttoprinzip entwickelt.

1 Immaterielle Vermögensgegenstände

Der Zugangsbetrag betrifft im Wesentlichen Lizenzen an EDV-Software (T€ 18.619).

2 Sachanlagen

Der Zugang bei den Grundstücken und Gebäuden resuLTIert im Wesentlichen aus Erweiterungen an den Standorten Raubling (T€ 8.724), Nittenau (T€ 1.146) und Neutraubling (T€ 839). Die Investitionen in die übrigen Sachanlagen in Höhe von T€ 41.690 betreffen vor allem Kapazitätserweiterungen und Modernisierungen an den Produktionsstandorten.

3 Finanzanlagen

Die Zugänge bei den Finanzanlagen betreffen im Wesentlichen die Erhöhung der Buchwerte der Beteiligungen an

der KRONES HUNGARY KFT., Debrecen/Ungarn,
der KRONES MAKINA SANAYI VE TIKARET LTD. SIRKETI, Istanbul/Türkei,
der KONPLAN S.R.O., Pilsen/Tschechische Republik,
der SYSKRON Holding GMBH, Wackersdorf,
der KRONES S.A.R.L., Viviers du Lac/Frankreich,
der KRONES (Thailand) CO. LTD., bangkok/thailand und
der KOSME S.R.L., Roverbella/Italien,

die Neugründung

der KRONES MACHINERY MALAYSIA SDN. BHD., Kuala Lumpur/Malaysia,
der KRONES PAKISTAN (PRIVATE) LIMITED, Lahore/Pakistan und
der KRONES CAMBODIA CO. LTD., Phnom Penh/Kambodscha,

sowie Ausleihungen an

die DEKRON GMBH, Hofheim am Taunus,
die KRONES HUNGARY kft., Debrecen/Ungarn.

Die Abgänge bei den Finanzanlagen resultieren im Wesentlichen aus der teilweisen oder vollständigen Rückführung bzw. dem Abgang von Ausleihungen an

die EVOGUARD GMBH, Nittenau,
die SYSKRON Holding GMBH, Wackersdorf,
die KONPLAN S.R.O., Pilsen/Tschechische Republik,
die KRONES SINGAPORE LTD., Singapore/Singapur und
die KLUG GMBH INTEGRIERTE SYSTEME, Teunz

sowie dem Abgang der Beteiligung bzw. der Reduzierung des Beteiligungswertes an

der KLUG GMBH INTEGRIERTE SYSTEME, Teunz und
der INTEGRATED PACKAGING SYSTEMS- IPS, Dubai/Vereinigte Arabische Emirate.

Die Aufstellung des Anteilsbesitzes wird durch den elektronischen Bundesanzeiger bekanntgemacht.

4 Vorräte

Der Wert des Vorratsvermögens vor der offenen Absetzung der erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen ist aufgrund des Anstiegs des Auftragsbestands im Vergleich zum Vorjahr um 25,7 % gestiegen. Es wurde zu rund 60,7 % durch Kundenanzahlungen vorfinanziert.

5 Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

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T€ 31.12.2018 davon Restlaufzeit über 1 Jahr 31.12.2017 davon Restlaufzeit über 1 Jahr
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 342.975 19.723 571.031 43.553
Forderungen gegen verbundene Unternehmen 295.193 217.859
Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 3.229 1.705
sonstige Vermögensgegenstände 75.767 1.967 64.983 250
717.164 21.690 855.578 43.803

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen bestehen zu 9,0 % gegen inländische und zu 91,0 % gegen ausländische Kunden. Dem allgemeinen Kreditrisiko wird durch eine pauschale Wertberichtigung in Höhe von 1 % der risikobehafteten Forderungen ausreichend Rechnung getragen. Die Abzinsung von Altforderungen und unverzinslichen Außenstände mit längeren Laufzeiten erfolgt mit einem Zinssatz von 0,88 %.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen resultieren in Höhe von T€ 180.147 aus dem konzerninternen Liefer- und Leistungsverkehr und in Höhe von T€ 115.046 aus sonstigen Verrechnungen.

6 Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten

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T€ 31.12.2018 31.12.2017
Kassenbestand 4 2
Guthaben Kreditinstitut 106.147 5.709
106.151 5.711

7 Gezeichnetes Kapital

Das Gezeichnete Kapital der KRONES AG beträgt € 40.000.000,00.

Am Bilanzstichtag waren 31.593.072 Stück auf den Inhaber lautende Stammaktien ausgegeben.

Durch Beschluss der Hauptversammlung vom 15. Juni 2016 besteht ein genehmigtes Kapital. Mit dem genehmigten Kapital ist der Vorstand ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital bis zum 15. Juni 2021 durch Ausgabe neuer auf den Inhaber lautende Stückaktien einmal oder mehrfach gegen Bareinlagen um bis zu € 10.000.000,00 zu erhöhen. Dabei ist den Aktionären ein Bezugsrecht einzuräumen.

Nach § 71 Abs. 1 Nr. 8 AktG kann die Gesellschaft ermächtigt werden, eigene Aktien bis zu 10 % des derzeitigen Grundkapitals für diese zu erwerben. Die in der Hauptversammlung vom 25. Juni 2014 (Tagesordnungspunkt 7) beschlossene Ermächtigung zum Erwerb eigener Aktien läuft am 24. Juni 2019 ab. Da zum Zeitpunkt der Einladung zur 38. Hauptversammlung am 13. Juni 2018 der Termin für die 39. Hauptversammlung noch nicht feststand und um auch nach Ablauf des 24. Juni 2019 diesbezüglich handlungsfähig zu sein, ist die Gesellschaft durch Beschluss der Hauptversammlung vom 13. Juni 2018 erneut zum Erwerb und zur Verwendung eigener Aktien ermächtigt worden. Die Ermächtigung gilt bis zum Ablauf des 12. Juni 2023. Die in der Hauptversammlung am 25. Juni 2014 beschlossene Ermächtigung ist durch die erneute Ermächtigung aufgehoben worden.

Der Bestand der zu diesem Zweck erworbenen Aktien darf zusammen mit anderen Aktien der Gesellschaft, welche diese bereits erworben hat und noch besitzt, 10 % des Grundkapitals der KRONES Aktiengesellschaft nicht übersteigen. Der Erwerb erfolgt nach Wahl des Vorstands über die Börse oder mittels eines öffentlichen Kaufangebots bzw. mittels einer öffentlichen Aufforderung zur Abgabe eines solchen Angebots.

Erfolgt der Erwerb der Aktien über die Börse, darf der gezahlte Gegenwert je Aktie den am Börsenhandelstag ermittelten Eröffnungskurs im XETRA-Handel um nicht mehr als 10 % überschreiten und um nicht mehr als 10 % unterschreiten.

Erfolgt der Erwerb über ein öffentliches Kaufangebot bzw. eine öffentliche Aufforderung zur Abgabe eines Kaufangebots, dürfen der gebotene Kaufpreis oder die Grenzwerte der Kaufpreisspanne je Aktie den volumengewichteten Durchschnitt der Schlusskurse im XETRA-Handel an den letzten drei Börsenhandelstagen vor dem Tag der öffentlichen Ankündigung des Angebots bzw. der öffentlichen Aufforderung zur Abgabe eines Kaufangebots um nicht mehr als 10 % überschreiten und um nicht mehr als 10 % unterschreiten.

Durch Beschluss der Hauptversammlung vom 13. Juni 2018 ist der Vorstand ermächtigt, eigene Aktien der KRONES Aktiengesellschaft zu allen gesetzlich zugelassenen Zwecken zu verwenden.

Die Ermächtigung kann einmalig oder mehrmals, ganz oder in Teilen ausgeübt werden.

8 Bilanzgewinn

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T€ 31.12.2018 31.12.2017
Gewinnvortrag 253.818 121.755
Jahresüberschuss 97.253 185.772
351.071 307.527

Vom Bilanzgewinn 2017 in Höhe von T€ 307.527 wurden T€ 253.818 auf neue Rechnung vorgetragen und T€ 53.709 ausgeschüttet.

Angaben zu ausschüttungsgesperrten Beträgen

Die Bewertung zum beizulegenden Zeitwert von zu saldierendem Vermögen in Zusammenhang mit Altersversorgungsverpflichtungen führte zu einem ausschüttungsgesperrten Betrag in Höhe von T€ 3.642.

Der ausschüttungsgesperrte Unterschiedsbetrag zwischen dem Ansatz der Rückstellung für Altersversorgungsverpflichtungen nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen zehn sowie den vergangenen sieben Geschäftsjahren beträgt T€ 31.316.

9 Rückstellungen

Aufgrund einer Pensionsordnung ist den bis zum Geschäftsjahr 1999 in die KRONES AG eingetretenen Mitarbeitern eine Alters-, Invaliden- und Witwenrente zugesagt. Der Ansatz der Pensionsrückstellungen beruht auf versicherungsmathematischen Gutachten. Hierbei sind folgende Prämissen in den versicherungsmathematischen Berechnungen berücksichtigt:

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2018 2017
Bewertungsstandard Projected Unit Credit Method Projected Unit Credit Method
Berechnungsgrundlagen "Richttafeln 2018G" von Klaus Heubeck "Richttafeln 2005G" von Klaus Heubeck
Abzinsungssatz 10-jähriger Durchschnitt 3,21 % 3,68 %
Abzinsungssatz 7-jähriger Durchschnitt 2,32 % 2,80 %
Rentendynamik 2,00 % 2,00 %
Fluktuation keine 2,00 % p. a.

Da die abgeschlossenen Pensionszusagen im Rahmen der allgemeinen Versorgungsordnung unabhängig von zukünftigen Gehaltssteigerungen sind, wurde für die Ermittlung der entsprechenden Pensionsrückstellung keine Gehaltsdynamik berücksichtigt.

Der Erfüllungsbetrag der mit dem Planvermögen verrechneten Pensionsverpflichtung betrug T€ 178.052. Der Zeitwert des verrechneten Planvermögens, das ausschließlich der Deckung von Altersversorgungsverpflichtungen dient und dem Zugriff anderer Gläubiger entzogen ist, belief sich auf T€ 22.269, die Anschaffungskosten des verrechneten Planvermögens auf T€ 18.627. Die Differenz aus Zeitwert und Anschaffungskosten des Deckungsvermögens in Höhe von T€ 3.642 ist gemäß § 268 Abs. 8 HGB zur Ausschüttung gesperrt. Der Saldo der verrechneten Aufwendungen und Erträge betrug T€ 18.920.

Aufgrund einer Änderung des § 253 Abs. 2 HGB ist im Rahmen der Bewertung von Pensionsrückstellungen für die Ermittlung des Abzinsungssatzes bei der Durchschnittsbetrachtung nicht mehr auf den gleitenden Durchschnitt der vergangenen sieben Jahre, sondern auf den gleitenden Durchschnitt der vergangenen zehn Jahre abzustellen. Unter Verwendung des siebenjährigen Durchschnittszinses hätte sich zum 31.12.2018 eine Rückstellung von T€ 209.368 ergeben. Die Ausschüttungssperre beträgt somit T€ 31.316.

Die der Berechnung zum 31.12.2018 zugrundeliegenden Sterbewahrscheinlichkeiten basieren auf Richttafeln von Klaus Heubeck 2018G. Unter Anwendung der Richttafeln 2005G hätte sich zum 31.12.2018 eine Rückstellung für Pensionsverpflichtungen von T€ 175.849 ergeben. Der Unterschied durch die Anwendung der aktualisierten Sterbewahrscheinlichkeiten beträgt somit T€ 2.203.

Mittelbare Pensionsverpflichtungen, die nicht durch Vermögen des KRONES Unterstützungsfonds e. V. gedeckt sind, bestehen in Höhe von T€ 10.426.

Steuerrückstellungen berücksichtigen die zu erwartenden Steuernachzahlungen.

Die sonstigen Rückstellungen decken alle erkennbaren Risiken und sonstigen ungewissen Verpflichtungen ab. Die Bewertung der langfristigen Rückstellungen erfolgte fristenkongruent mit Abzinsungssätzen von 0,88 % - 2,03 %.

Die Rückstellungen für Jubiläumszuwendungen betrugen T€ 6.280, die Bewertung erfolgte mit einem Abzinsungssatz von 2,32 %.

Die der Berechnung zum 31.12.2018 zugrundeliegenden Sterbewahrscheinlichkeiten basieren auf Richttafeln von Klaus Heubeck 2018G. Unter Anwendung der Richttafeln 2005G hätte sich zum 31.12.2018 eine Rückstellung für Jubiläumszuwendungen von T€ 6.031 ergeben. Der Unterschied durch die Anwendung der aktualisierten Sterbewahrscheinlichkeiten beträgt somit T€ 249.

Die Rückstellung für Pensionsverpflichtungen aus der Altersteilzeitregelung betrug T€ 34.222, die Bewertung erfolgte mit einem Abzinsungssatz von 1,01 %.

Die der Berechnung zum 31.12.2018 zugrundeliegenden Sterbewahrscheinlichkeiten basieren auf Richttafeln von Klaus Heubeck 2018G. Unter Anwendung der Richttafeln 2005G hätte sich zum 31.12.2018 eine Rückstellung für Pensionsverpflichtungen aus der Altersteilzeitregelung von T€ 29.476 ergeben. Der Unterschied durch die Anwendung der aktualisierten Sterbewahrscheinlichkeiten beträgt somit T€ 263.

In den sonstigen Rückstellungen sind neben der Altersteilzeitrückstellung vorwiegend Rückstellungen für ausstehende Leistungen (Montagekosten-Rückstellung) enthalten. Die Rückstellungen werden für bereits ausgelieferte und installierte Maschinen und Anlagen, die betriebsbereit sind, gebildet. Der Gefahrenübergang und die Umsatzlegung für die entsprechenden Aufträge sind bereits erfolgt. Zwischen Installationsende und Abnahme werden unwesentliche Nebenleistungen, überwiegend in Form von Nachbesserungen und Optimierungen an den Einstellungen der Maschinen und Anlagen, vorgenommen. In dieser Phase werden durch die KRONES AG Leistungen erbracht, die vertraglich geschuldet sind und deren Aufwand der Höhe nach ungewiss ist. Weiterhin sind Rückstellungen für Gewährleistungsrisiken und ausstehende Rechnungen gebildet worden. Die Rückstellung für Gewährleistungsrisiken enthält eine einzelfallbezogene und eine pauschale Komponente. Die pauschale Komponente deckt mögliche Gewährleistungsfälle ab, die durch die abgesetzten Produkte in der Zukunft verursacht werden könnten, unter Berücksichtigung einer auf Erfahrungen der letzten Geschäftsjahre basierenden Schadensmatrix.

Weitere wesentliche Rückstellungen betreffen Zeitguthaben von Mitarbeitern (T€ 24.700).

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T€ 31.12.2018 31.12.2017
Rückstellungen für Personal 95.308 102.552
Rückstellung für noch zu erbringende Montageleistungen 63.181 71.563
Gewährleistungsrückstellung 45.351 59.893
Rückstellung für ausstehende Lieferantenrechnungen 48.550 56.887
Drohverlustrückstellung 10.146 28.964
sonstige projektbezogene Rückstellungen 14.095 32.336
Rückstellungen für übrige Verwaltungskosten 16.552 17.888
293.183 370.083

10 Verbindlichkeiten

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T€ 31.12.2018 davon Restlaufzeit bis 1 Jahr davon Restlaufzeit größer 1 Jahr 31.12.2017 davon Restlaufzeit bis 1 Jahr davon Restlaufzeit größer 1 Jahr
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 0 0 0 24.619 24.619 0
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 272.077 272.077 0 188.437 188.437 0
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 155.989 155.989 0 96.465 96.465 0
Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 4.845 4.845 0 3.862 3.862 0
sonstige Verbindlichkeiten 50.131 49.130 1.001 49.779 48.943 836
Gesamt 483.042 482.041 1.001 363.162 362.326 836

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen resultieren in Höhe von T€ 39.310 aus dem konzerninternen Liefer- und Leistungsverkehr.

Die sonstigen Verbindlichkeiten enthalten Verbindlichkeiten aus Steuern in Höhe von T€ 14.477 (Vorjahr: T€ 14.860), Verbindlichkeiten aus kreditorischen DEBIToren in Höhe von T€ 13.789 (Vorjahr: T€ 11.793) sowie Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit in Höhe von T€ 3.498 (Vorjahr: T€ 3.679).

11 Haftungsverhältnisse

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T€ 31.12.2018 31.12.2017
Wechselobligo 6.211 7.535
Verbindlichkeiten aus Patronatserklärungen, Bürgschaften und Garantien 83.404 51.279
Unechtes Pensionsgeschäft 102.697 0
Gesamt 192.312 58.814

Das Wechselobligo resuLTIert aus der Begebung und Übertragung von Handelswechseln. Bei den Verbindlichkeiten aus Patronatserklärungen (T€ 32.415), Bürgschaften und Garantien (T€ 50.989), hiervon gegenüber verbundenen Unternehmen T€ 83.255, handelt es sich um Absicherungen von Kreditlinien bei Banken. Darüber hinaus bestehen noch Zusagen gegenüber Nichtbanken, die die finanzielle Unterstützung von verbundenen Unternehmen bei Bedarf beinhalten. Im Rahmen des unechten Pensionsgeschäfts wurden kurzfristig Kundenforderungen an ein Finanzinstitut verkauft.

Die KRONES AG geht unter Berücksichtigung der Erkenntnisse bis zum Aufstellungszeitpunkt davon aus, dass die Verpflichtungen, die den Haftungsverhältnissen zugrunde liegen, von den jeweiligen Hauptschuldnern erfüllt werden können und schätzt somit das Risiko einer Inanspruchnahme als nicht wahrscheinlich ein.

12 Sonstige finanzielle Verpflichtungen

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T€ 31.12.2018 davon fällig im 2.-5. Folgejahr davon fällig nach dem 5. Folgejahr 31.12.2017 davon fällig im 2.-5. Folgejahr davon fällig nach dem 5. Folgejahr
Miet- und Leasingverträge 41.794 23.906 41 30.221 15.151 0
Wartungsverträge 22.740 9.424 0 10.481 3.035 0
Gesamt 64.534 33.330 41 40.702 18.186 0

Miet- und Leasingverpflichtungen resultieren hauptsächlich aus dem Leasing von Datenspeichersystemen und aus Immobilien-Mietverträgen.

Verpflichtungen aus Wartungsverträgen sind hauptsächlich den Bereichen EDV (Hard- und Software) sowie Bürokommunikationsgeräte zuzuordnen.

13 Umsatzerlöse

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Aufgliederung nach Vertriebsregionen 2018 2017
Deutschland 9,9 % 12,2 %
übriges Mitteleuropa 4,8 % 4,3 %
Westeuropa 20,0 % 18,0 %
Osteuropa/GUS 7,8 % 5,3 %
Asien/Pazifik 12,5 % 16,5 %
Südamerika 13,6 % 9,4 %
Nord-/Zentralamerika 9,6 % 10,8 %
China 6,9 % 5,7 %
Nahost/Afrika 14,9 % 17,8 %

14 Sonstige betriebliche Erträge

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T€ 2018 2017
Erträge aus Währungsumrechnung 9.328 23.192
Periodenfremde Erträge 60.661 19.297
davon Erträge aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens 150 1.174
davon Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen 31.007 10.538
davon Erträge aus der Herabsetzung von Einzel- und Pauschalwertberichtigungen zu Forderungen 4.705 1.921
davon Erträge aus der Auflösung von Verbindlichkeiten 4.566 3.304
davon Erträge aus Zuschreibungen und Nachaktivierungen 7.407 1.946
davon sonstige periodenfremde Erträge 12.826 414

Die Erträge aus Zuschreibungen und Nachaktivierungen resultieren aus einer steuerlichen Betriebsprüfung und betreffen im Wesentlichen Nachaktivierungen auf immaterielle Vermögensgegenstände sowie die Beteiligung an der KRONES S.A.R.L., Viviers-du-Lac/Frankreich, der SYSKRON Holding GMBH, Wackersdorf und der kosme S.R.L., Roverbella/Italien.

Die Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen betreffen im Wesentlichen die Rückstellung für Pönalen, die Rückstellung für Gewährleistungsrisiken sowie die Rückstellung für ausstehende Rechnungen.

Die sonstigen periodenfremden Erträge betreffen im Wesentlichen die Weiterbelastung von Kosten aus der Beendigung eines Großprojekts.

15 Personalaufwand

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2018 2017
Entgelte tariflich und außertariflich 660.794 633.273
Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 125.454 117.459
davon für Altersversorgung 15.049 10.431
Gesamt 786.248 750.732

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Mitarbeiter im Jahresdurchschnitt (ohne Auszubildende) 2018 2017
Tarifmitarbeiter 7.067 6.903
Außertarifliche Mitarbeiter 2.108 2.083
Gesamt 9.175 8.986

Es befanden sich 2018 durchschnittlich 475 Mitarbeiter (Vorjahr: 487) in Ausbildung.

16 Abschreibungen

Planmäßige Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens sind in Höhe von T€ 17.127 auf entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten vorgenommen worden.

Planmäßige Abschreibungen auf Sachanlagen in Höhe von T€ 40.542 entfallen auf Grundstücke und Bauten (T€ 9.172), Technische Anlagen und Maschinen (T€ 12.262) und andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung (T€ 19.108). Außerplanmäßige Abschreibungen sind auf Immaterielle Vermögensgegenstände in Höhe von T€ 13 und auf Grundstücke und Bauten in Höhe von T€ 267 vorgenommen worden.

17 Sonstige betriebliche Aufwendungen

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T€ 2018 2017
Betriebsaufwendungen 112.838 118.381
Verwaltungsaufwendungen 50.289 51.324
davon aus Verlusten aus Währungsumrechnung 10.779 19.683
Vertriebsaufwendungen 219.320 232.422
Periodenfremde Aufwendungen 1.219 2.407

In den periodenfremden Aufwendungen sind Abschreibungen auf Forderungen in Höhe von T€ 828, davon gegen verbundene Unternehmen T€ 749, enthalten.

18 Beteiligungsergebnis

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T€ 2018 2017
Erträge aus Beteiligungen von verbundenen Unternehmen 66.745 136.695
Erträge aus Beteiligungen von Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 991 0
Erträge aus Gewinnabführungsverträgen mit verbundenen Unternehmen 2.650 4.681
Summe Beteiligungsergebnis 70.386 141.376

Die Erträge aus Gewinnabführungsverträgen mit verbundenen Unternehmen resultieren aus einem Ergebnisabführungsvertag zwischen der KRONES Aktiengesellschaft und der KRONES Beteiligungsgesellschaft mbH, Neutraubling.

19 Zinsergebnis

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T€ 2018 2017
Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 126 455
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge
aus verbundenen Unternehmen 542 129
aus übrigen Unternehmen 1.507 1.000
aus Abzinsungen 631 0
Zinsen und ähnliche Aufwendungen
an verbundene Unternehmen - 568 - 1.424
an übrige Unternehmen - 1.622 - 100
aus Abzinsungen - 19.981 - 17.125
Summe Zinsergebnis - 19.365 - 17.065

Die Zinserträge aus der Abzinsung resultieren aus der Abzinsung von Forderungen mit langer Laufzeit.

Die Zinsaufwendungen aus der Abzinsung von langfristigen Rückstellungen resultieren im Wesentlichen aus der Abzinsung der Rückstellung für Pensionen und ähnlichen Verpflichtungen (T€ 18.920), der Abzinsung der Rückstellung für Altersteilzeit (T€ 491) und der Abzinsung der Rückstellung für Jubiläumszuwendungen (T€ 447).

20 Steuern vom Einkommen und vom Ertrag und sonstige Steuern

Unter der Position "Steuern vom Einkommen und vom Ertrag" sind die Steuerbelastungen des Geschäftsjahres erfasst. Der Ertragsteueraufwand enthält periodenfremde Steuererträge in Höhe von T€ 2.977 sowie periodenfremde Steueraufwendungen in Höhe von T€ 3.

Unter den sonstigen Steuern sind Grund-, Kraftfahrzeugsteuer etc. ausgewiesen.

21 Latente Steuern

Aufgrund temporärer Bewertungsunterschiede der Vermögensgegenstände, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten resultieren aktive latente Steuern in Höhe von T€ 31.120 (Vorjahr: T€ 28.159). Diese betreffen Unterschiede bei Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen, den Rückstellungen für Pensionen und ähnlichen Verpflichtungen sowie den sonstigen Rückstellungen.

Die Steuern werden auf Basis der in Deutschland derzeit gültigen Steuersätze, d. h. des Körperschaftsteuersatzes von 15,0 % zuzüglich des Solidaritätszuschlages von 5,5 % und des für die KRONES AG durchschnittlichen Gewerbesteuerhebesatzes von 328 % ermittelt. Insgesamt ergibt sich so ein Ertragsteuersatz von 27,3 %.

Aufgrund des Aktivüberhangs von latenten Steuern wird von dem nach § 274 Abs. 1 S. 2 HGB bestehenden Ansatzwahlrecht kein Gebrauch gemacht.

Sonstige Angaben

22 Corporate Governance Kodex

Die Erklärung des Vorstands und Aufsichtsrats vom 28. Februar 2019 gem. § 161 AktG zum Corporate Governance Kodex in der Fassung vom 7. Februar 2017 ist auf der Webseite der KRONES AG den Aktionären zugänglich. Dort sind auch die Abweichungen aufgeführt.

23 Mitteilungen

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Bezeichnung des jeweiligen Aktionärs Gesamtstimmrechtsanteile Davon zuzurechnen nach § 34 Abs. 2 WpHG indirekte Stimmrechtsanteile
Familie Kronseder Konsortium GbR, Neutraubling, Deutschland 51,61 % 51,61 %

Beziehungen zu nahestehenden Personen:

Die in der Meldung nach §§ 33ff. WpHG genannten Personen und Unternehmen üben auf Grund eines bestehenden Stimmrechtspool-Vertrages einen beherrschenden Einfluss auf die KRONES AG aus.

24 Honorar des Abschlussprüfers

Die KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft hat den Jahres- und Konzernabschluss der KRONES AG geprüft sowie verschiedene Jahresabschlussprüfungen und prüferische Durchsichten bei Tochterunternehmen durchgeführt. Ferner wurden andere Bestätigungsleistungen wie die Prüfung des nichtfinanziellen Konzernberichts beauftragt. Weitere gesetzlich oder vertraglich vorgesehene Prüfungen wie z. B. EMIR-Prüfungen nach § 20 WpHG a. F. und Bestätigung der Einhaltung vertraglicher Bedingungen wurden beauftragt bzw. durchgeführt. Steuerberatungsleistungen wurden insbesondere im Zusammenhang mit Tax Compliance erbracht.

Die Angaben zu den Abschlussprüferhonoraren sind im Konzernabschluss der KRONES AG enthalten. Auf die Veröffentlichung an dieser Stelle wird aufgrund der befreienden Konzernklausel des § 285 Nr. 17 HGB verzichtet.

25 Derivative Finanzinstrumente

Die KRONES AG nutzt derivative Finanzinstrumente ausschließlich zur Sicherung von Währungsrisiken im operativen Geschäft und praktiziert somit reines Micro-Hedging. Die Wertänderungen des Grund- und des Sicherungsgeschäfts gleichen sich im auf den Bilanzstichtag folgenden Geschäftsjahr weitgehend aus, da wesentliche Vertragsspezifika wie Laufzeit und Betrag von Grund- und Sicherungsgeschäft weitgehend identisch sind. Eine Nutzung zu spekulativen Zwecken erfolgt nicht.

Die derivativen Finanzinstrumente setzen sich im Wesentlichen aus Devisenterminkontrakten zusammen. Diese Sicherungsgeschäfte mit einem beizulegenden Zeitwert von T€ 252 (Vorjahr: T€ 893) und einem Nominalvolumen von T€ 55.477 (Vorjahr: T€ 65.558) decken im Wesentlichen die Währungskursrisiken des Australischen Dollars, der Norwegischen Krone, des Britischen Pfunds, der Schweizer Franken, des Kanada-Dollars, des japanischen Yens und des US-Dollars ab. Der beizulegende Zeitwert beinhaltet neben der Differenz zwischen dem von der jeweiligen Geschäftsbank erhaltenen Terminkurs und dem Kurs zum Bilanzstichtag angemessene Auf- bzw. Abschläge für die erwartete Kursentwicklung bis zum Fälligkeitstermin.

Für die Absicherung von Fremdwährungsrisiken aus der operativen Geschäftstätigkeit werden aufgrund des Imparitätsprinzips positive Marktwerte aus Devisentermingeschäften in Höhe von T€ 660 (Vorjahr: T€ 941) nicht aktiviert. Für die Absicherung von Fremdwährungsrisiken aus der operativen Geschäftstätigkeit wurde für negative Marktwerte aus Devisentermingeschäften eine sonstige Forderung in Höhe T€ 24 (Vorjahr: Drohverlustrückstellung T€ 6) ausgewiesen.

Bewertungseinheiten

Zur Absicherung zukünftiger Währungsrisiken hat die KRONES AG Devisentermingeschäfte abgeschlossen. Sofern die Voraussetzungen erfüllt sind, werden diese mit dem abgesicherten Grundgeschäft in Bewertungseinheiten nach der Einfrierungsmethode designiert. Dabei werden die Wertänderungen aus den Grund- und Sicherungsgeschäften einander gegenübergestellt. Danach werden die Werte der Einzelbestandteile ab dem Zeitpunkt der Bildung der Bewertungseinheit fixiert. Effektive Wertänderungen in Folgeperioden im Hinblick auf das abgesicherte Risiko werden nicht bilanziert.

Für die Absicherung von Fremdwährungsrisiken aus der operativen Geschäftstätigkeit werden wegen der Anwendung von Bewertungseinheiten nach der Einfrierungsmethode für geplante Forderungen negative Marktwerte aus Devisentermingeschäften in Höhe von T€ 291 (Vorjahr: T€ 233) nicht passiviert.

Die eingebuchten Forderungen werden mit den relevanten Sicherungsgeschäften anschließend nach der Durchbuchungsmethode bilanziert. In den Forderungen ist ein aus der Absicherung von Währungsrisiken resultierender negativer Wert von Devisentermingeschäften in Höhe von T€ - 141 (Vorjahr: T€ 191) enthalten, für den eine Bewertungseinheit nach der Durchbuchungsmethode gebildet wurde. Grundgeschäfte sind Fakturen in Fremdwährung mit einem Buchwert in Höhe von T€ 1.719 (Vorjahr: T€ 1.090).

Aufgrund der Übereinstimmung der wesentlichen wertbestimmenden Parameter zwischen Grund- und Sicherungsgeschäften werden die Sicherungsbeziehungen als hochwirksam eingestuft. Die Effektivität wird prospektiv anhand einer Sensitivitätsanalyse sowie retrospektiv durch die Critical-Terms-Match Methode sichergestellt.

26 Nach Ablauf des Geschäftsjahres

Nach Ablauf des Geschäftsjahres fanden keine wesentlichen Ereignisse statt.

Vergütung des Vorstands und des Aufsichtsrats

Der Vergütungsbericht stellt die Grundzüge, die Struktur und die Höhe der Vorstands- und Aufsichtsratsvergütung der KRONES AG dar. Im Interesse der Klarheit und Übersichtlichkeit werden die Angaben zur individualisierten Vergütung und die Beschreibung der Grundzüge des Vergütungssystems im nachfolgenden Vergütungsbericht zusammengefasst. Er umfasst somit die gesetzlichen Vorschriften der §§ 285 Nr. 9 HGB und 289a Abs. 2 HGB.

Vorstandsvergütung

Grundsätze der Vorstandsvergütung

Für die Festsetzung der Gesamtbezüge der einzelnen Vorstandsmitglieder ist das Aufsichtsratsplenum zuständig. Der ständige Ausschuss bereitet dazu die vergütungsrelevanten Beschlussfassungen des Aufsichtsrats vor und spricht Empfehlungen aus.

Die Kriterien für die Angemessenheit der Vergütung bilden insbesondere die Aufgaben des jeweiligen Vorstandsmitglieds, dessen Verantwortung, seine persönliche Leistung und die Erfahrung sowie die wirtschaftliche Lage, der Erfolg und die Zukunftsaussichten des Unternehmens im Rahmen seines Vergleichsumfeldes.

Die Angemessenheit wird vom Aufsichtsrat durch externe Benchmarks sowie durch einen Vergleich mit dem oberen Führungskreis bzw. der Gesamtbelegschaft regelmäßig überprüft.

Das aktuelle Vergütungssystem für den Vorstand wurde zuletzt im Jahr 2017 überarbeitet.

Hierbei wurde der bisherige fünfjährige Long Term Incentive (LTI) durch eine neue dreijährige Long Term Incentive Regelung, welche revolvierend ausgelobt wird, ersetzt.

Es wurde eine Übergangsphase ab dem 01.01.2018 vereinbart, welche die Neutralität der Zuteilung sicherstellt.

Diese Neuordnung wurde vom Aufsichtsrat am 29.11.2017 beschlossen und am 13.06.2018 von der Hauptversammlung gebilligt.

Vergütungsbestandteile

Das Vergütungssystem für den Vorstand umfasst nachstehende Vergütungsbestandteile:

Fixe Bestandteile (Grundvergütung und Nebenleistungen)
Variable Bestandteile, die jährlich wiederkehren und an dem geschäftlichen Erfolg orientiert sind (Short Term Incentive) mit Risikofaktor
Variable Bestandteile mit langfristiger Anreizwirkung (Long Term Incentive) mit Risikofaktor und einem Berechnungszeitraum von 3 Jahren
Zusagen zur betrieblichen Altersversorgung

Insgesamt besteht die Vergütungsstruktur zu 59 % aus fixer und zu 41 % aus variabler Vergütung. In Summe ist das Vergütungssystem darauf ausgerichtet, einen Anreiz für eine nachhaltig erfolgreiche Unternehmensführung zu setzen. So entsprechen die langfristigen variablen Bestandteile 64 % der gesamten variablen Bestandteile. Des Weiteren bestehen Höchstgrenzen und Auszahlungshürden bezüglich der variablen Vergütung.

Fixe Bestandteile (Grundvergütung und Nebenleistungen)

Das Fixum ist die vertraglich festgelegte Grundvergütung und wird monatlich in gleichen Beträgen als Gehalt ausgezahlt. Eine Überprüfung findet regelmäßig statt. Für das Geschäftsjahr 2018 betrug die Grundvergütung der fünf im Geschäftsjahr 2018 tätigen Vorstandsmitglieder T€ 2.930 (Vorjahr: T€ 3.220 -sechs Vorstandsmitglieder).

Zusätzlich werden Nebenleistungen gewährt, die im Wesentlichen die Kosten für bzw. den geldwerten Vorteil von üblichen Versicherungsleistungen, Wohnungskosten, Schulgeld und der Bereitstellung eines Firmen-Pkw enthalten und die nach den jeweils geltenden steuerlichen Richtlinien versteuert werden. Für das Geschäftsjahr 2018 erhielten die Vorstandsmitglieder Nebenleistungen in Höhe von T€ 280 (Vorjahr: T€ 345).

Variable Vergütungsbestandteile

Die variable Vergütung hat Risikocharakter, so dass es sich hierbei um eine nicht gesicherte Vergütung handelt. Das Incentive Paket des Vorstands setzt sich seit 2017 aus folgenden Komponenten zusammen:

Short Term Incentive (STI, Berechnungszeitraum 1 Jahr)

Jährliche Auslobung
Zielwert: 3 Monatsgehälter p. a. (= 100 % Zielerreichung)
Bezugsgrößen: EBT-Marge (Schwerpunkt), Auftragseingang, Konzernumsatz, seit 2017 Net Working Capital
Cap bei 200 % (max. 6 Monatsgehälter)
Auszahlung entfällt, wenn EBT negativ ist

Die STI-Auszahlung für das Geschäftsjahr 2018 beträgt in 2019 T€ 220 (Vorjahr: T€ 1.127). Ergänzend kann der Aufsichtsrat nach billigem Ermessen eine Sondertantieme ausgeben, sofern außergewöhnliche Ereignisse oder besondere Leistungen es als angemessen erscheinen lassen. Für das Geschäftsjahr 2018 wurde keine Sondertantieme ausgezahlt.

Mid Term Incentive (MTI, Berechnungszeitraum 3 Jahre)

Wurde durch den dreijährigen LTI ersetzt und somit 2017 letztmalig ausgelobt
Zielwert: 3 Monatsgehälter p.a. (= 100 % Zielerreichung)
Bezugsgrößen: bis 2016 ROCE (Schwerpunkt), Umsatz, EBT-Marge und Qualitätskosten, seit 2017 Net Working Capital, Umsatz, EBT-Marge und Qualitätskosten
Cap bei 200 % (max. 6 Monatsgehälter)
Auszahlung entfällt, wenn EBT im Durchschnitt negativ ist

Die Mid Term Incentive-Rückstellung betrug zum Geschäftsjahresende T€ 807 (Vorjahr: 1.138), davon entfallen T€ 398 (Vorjahr: T€ 520) als Vergütung auf das Jahr 2018.

Long Term Incentive (LTI, Berechnungszeitraum 3 Jahre)

Jährliche Auslobung (revolvierend) Zielwert: 5,4 Monatsgehälter p. a. (= 100 % Zielerreichung)
Bezugsgrößen: Enterprise Value nach 3-Jahres-Durchschnitt (EBT mal 9, EBIT mal 7, Umsatz mal 1) für Start- und Endwert plus Net Cash und abzüglich Pensionsrückstellungen
Cap bei 200 % (max. 6 Monatsgehälter)
Auszahlung entfällt, wenn EBT im Durchschnitt negativ ist

Die Long Term Incentive-Rückstellung für die Übergangsphase (2018 - 2020) betrug zum Geschäftsjahresende T€ 238.

Die Auszahlung aus dem Übergangs-LTI erfolgt mit Ablauf des Geschäftsjahres 2020, sofern die Bezugsgrößen entsprechend erreicht oder übertroffen werden. Im Falle eines vorzeitigen Ausscheidens eines Vorstandsmitglieds erfolgt eine anteilige Auszahlung.

Long Term Incentive (LTI, Berechnungszeitraum 5 Jahre)
Wurde durch den LTI mit einer Laufzeit von 3 Jahren abgelöst.

Die Long Term Incentive-Rückstellung betrug zum Geschäftsjahresende T€ 3.376 (Vorjahr: T€ 3.994), davon entfallen T€ 2.651 als Vergütung auf das Jahr 2018. Die Auszahlung aus dem LTI erfolgt mit Ablauf des Geschäftsjahres 2018, sofern die Bezugsgrößen entsprechend erreicht oder übertroffen werden und der Anspruch fällig ist. Die Basis hierfür sind die Umsatz- und Ergebnissteigerungen der Jahre 2014 bis 2018 und betreffen vier Vorstände. Im Falle eines vorzeitigen Ausscheidens eines Vorstandsmitglieds erfolgt eine anteilige Auszahlung.

Somit betrug die Gesamtvergütung des Vorstands T€ 6.480 (Vorjahr: T€ 6.405).

Bei der KRONES AG bestehen und bestanden darüber hinaus keine Aktienoptionsprogramme oder vergleichbare, aktienorientierte Vergütungskomponenten mit langfristiger Anreizwirkung für Vorstandsmitglieder.

Zusagen zur betrieblichen Altersversorgung

Für die Mitglieder des Vorstands bestehen des Weiteren Zusagen zur betrieblichen Altersversorgung.

Für Vorstandsmitglieder, die dem Vorstand erst seit 2012 oder später angehören, handelt es sich hierbei um beitragsorientierte Zusagen auf Altersrente. Hierzu werden jährlich Beiträge in Höhe von 40 % der jeweiligen Jahresgrundvergütung in eine externe Rückdeckungsversicherung mit Sicherungsverpfändung eingezahlt und bis zum Eintritt des Versorgungsfalls entsprechend dem jeweils gültigen Garantiezins zum Zeitpunkt des Abschlusses zzgl. der jeweiligen Überschussbeteiligung p. a. verzinst. Eine Altersrente wird ab der Vollendung des 62. Lebensjahres und erst mit tatsächlichem Ausscheiden aus dem Vorstandsgremium gewährt. Neben der Auszahlungsform Rente kann das Vorstandsmitglied die Auszahlung eines einmaligen Alterskapitals wählen. Für Versorgungsanwartschaften des berechtigten Vorstandsmitgliedes, die aus Beträgen der KRONES AG resultieren, tritt eine sofortige Unverfallbarkeit ein. Das Vorstandsmitglied kann ergänzend eine monatliche Berufsunfähigkeitsrente und/ oder eine monatliche Witwen-/Witwerrente hinzuwählen.

Mitgliedern des Vorstands, die bereits vor 2012 erstmals bestellt wurden, erhielten leistungsbezogene Zusagen. Der Prozentsatz beträgt grundsätzlich 30 % der zuletzt gezahlten Grundvergütung (Durchschnitt der letzten 12 Monate). Die Zusagen umfassen Alters-, Invaliditäts- und Hinterbliebenenleistungen. Eine Altersleistung wird auch hier ab Vollendung des 62. Lebensjahres und nach tatsächlichem Ausscheiden aus dem Vorstandsgremium gewährt. Scheidet das Vorstandsmitglied vor Vollendung seines 62. Lebensjahres aus den Diensten der Gesellschaft wegen Berufsunfähigkeit oder aber dadurch aus, dass der Dienstvertrag aufgehoben oder nicht verlängert wird, so vermindert sich der Ruhegeldanspruch gegen die Gesellschaft für jedes nicht vollendete Kalenderjahr bis zum 62. Lebensjahr um einen einzelvertraglich vereinbarten Prozentsatz pro Jahr. Der Ehepartner erhält in den ersten 6 Monaten nach dem Ableben des Vorstandsmitglieds die Versorgungsleistung in der vollen Höhe, wie sie dem Vorstandsmitglied zugestanden hätte; danach verringert sich die Witwenrente auf 70 % dieser Versorgungsleistung. Die Unverfallbarkeit richtet sich nach den zum Zeitpunkt des Vertragsschlusses geltenden gesetzlichen Unverfallbarkeitsfristen.

Sowohl bei den beitragsorientierten, als auch bei den leistungsorientierten Zusagen finden sich Klauseln im Anstellungsvertrag, die bei Eintreten besonders schwerwiegender Veränderungen entsprechend der gesetzlichen Regelungen des Aktiengesetzes eine Absetzung der Leistung bzw. die Möglichkeit der Kürzung bzw. Einstellung der Versorgungsleistungen (bzw. soweit vereinbart der Witwenleistung) regeln.

Für aktive Vorstandsmitglieder wurden Pensionsrückstellungen in Höhe von T€ 1.151 (Vorjahr: T€ 257) gebildet. Die korrespondierenden Barwerte betrugen zum Geschäftsjahresende 2018 für Herrn Klenk T€ 2.962, für Herrn Ricker T€ 30, für Herrn Tischer T€ 33 und für Herrn Goldbrunner T€ 22. Darüber hinaus wurden für beitragsorientierte Zusagen Aufwendungen in Höhe von T€ 1.172 (Vorjahr: T€ 1.024) im Geschäftsjahr 2018 geleistet. Die Versorgungsaufwendungen, bzw. der bAV-Beitrag betrugen im Geschäftsjahr 2018 für Herrn Klenk T€ 320, für Herrn Andersen T€ 252, für Herrn Ricker T€ 216, für Herrn Tischer T€ 192 und für Herrn Goldbrunner T€ 192.

Weitere Leistungen für den Fall der Beendigung der Tätigkeit

In den Anstellungsverträgen wurde ein Wettbewerbsverbot mit angemessener Karenzentschädigung vereinbart. Weitere Leistungen für den Fall der Beendigung der Tätigkeit wurden nicht vereinbart.

Vorschüsse und Kredite

Im Geschäftsjahr 2018 bestanden keine Vorschüsse oder Kredite an Mitglieder des Vorstands.

Gesamtbezüge der früheren Mitglieder des Vorstands

An ehemalige Vorstandsmitglieder und deren Hinterbliebene wurden T€ 1.688 (Vorjahr: T€ 1.504) ausbezahlt. Pensionsrückstellungen in Höhe von T€ 4.516 (Vorjahr: T€ 2.465) sind zurückgestellt.

Gesamtbezüge des Vorstands für das Geschäftsjahr 2017/2018

Vergütung 2018 gemäß DRS 17 (in T€)

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Name Funktion Festvergütung Nebenleistungen Summe Short Term Incentive
Christoph Klenk CEO Personal, Intralogistik, Digitalisierung, Kommunikation, Qualität, Informationsmanagement seit 2003 800 28 828 60
Michael Andersen CFO Finanzen, Controlling, Prozesstechnik, Strategischer Einkauf seit 2016 630 182 812 47
Thomas Ricker Vertrieb und Marketing seit 2012 540 21 561 41
Markus Tischer International Operations and Services seit 2014 480 18 498 36
Ralf Goldbrunner Abfüll- und Verpackungstechnik seit 2014 480 31 511 36

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Name Mid Term Incentive Long Term Incentive Summe (Gesamtvergütung)
Christoph Klenk 133 920 1.942
Michael Andersen 85 0 945
Thomas Ricker 67 669 1.337
Markus Tischer 57 569 1.160
Ralf Goldbrunner 57 493 1.096

Bei den Beiträgen zum Incentive handelt es sich um die Beiträge, die im Folgejahr ausbezahlt werden.

Vergütung 2017 gemäß DRS 17 (in T€)

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Name Funktion Festvergütung Nebenleistungen Summe Short Term Incentive
Christoph Klenk CEO Personal, Kommunikation, Qualität, Informationsmanagement seit 2003 800 28 828 280
Michael Andersen CFO Finanzen, Controlling, Strategischer Einkauf seit 2016 510 219 729 179
Rainulf Diepold Vertrieb und Marketing seit 1996 660 29 689 231
Thomas Ricker Abfüll- und Verpackungstechnik seit 2012 450 21 471 158
Markus Tischer International Operations and Services seit 2014 400 16 416 140
Ralf Goldbrunner Anlagen und Komponenten seit 2014 400 32 432 140

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Name Mid Term Incentive Long Term Incentive Summe (Gesamtvergütung)
Christoph Klenk 128 0 1.236
Michael Andersen 0 0 908
Rainulf Diepold 140 1.193 2.253
Thomas Ricker 93 0 722
Markus Tischer 79 0 635
Ralf Goldbrunner 79 0 651

Bei den Beiträgen zum Incentive handelt es sich um die Beiträge, die im Folgejahr ausbezahlt werden.

Aufsichtsratsvergütung

Die Vergütung für die Mitglieder des Aufsichtsrats ist in § 15 der Satzung geregelt und wird durch die Hauptversammlung bestimmt. Für das Geschäftsjahr 2018 gilt die zuletzt in der Hauptversammlung vom 13. Juni 2018 geänderte Satzung.

Die Mitglieder des Aufsichtsrats erhalten eine Vergütung, die in einem angemessenen Verhältnis zu ihren Aufgaben und der Lage der Gesellschaft steht. Entsprechend den Empfehlungen des DCGK werden der Vorsitz und der stellvertretende Vorsitz im Aufsichtsrat sowie der Vorsitz und die Mitgliedschaft in den Ausschüssen berücksichtigt.

Die Aufsichtsratsvergütung besteht aus einer festen jährlichen Vergütung in Höhe von € 35.000. Die feste Vergütung beträgt für den Vorsitzenden das Zweieinhalbfache und für den stellvertretenden Vorsitzenden das Eineinhalbfache. Ferner erhalten die Aufsichtsratsmitglieder einen pauschalen Auslagenersatz von € 1.500 pro Sitzung, sofern sie keine höheren Auslagen nachweisen.

Soweit Mitglieder des Aufsichtsrats besonderen Ausschüssen innerhalb des Aufsichtsrats angehören, erhalten sie eine zusätzliche Vergütung von jährlich € 7.000 und einen pauschalen Auslagensatz von € 1.500 pro Sitzung.

Aufsichtsratsmitglieder, die dem Aufsichtsrat nur während eines Teils des Geschäftsjahres angehört haben, erhalten eine zeitanteilige Vergütung.

Die Gesamtbezüge der Mitglieder des Aufsichtsrats betrugen für das Geschäftsjahr 2018 T€ 712 (Vorjahr: T€ 631) und sind nach folgender Tabelle auf individueller Basis zu entnehmen:

Gesamtbezüge des Aufsichtsrats für das Geschäftsjahr 2017/2018

Vergütung 2018 gemäß DRS 17 (in T€)

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Name Funktion Festvergütung Ausschussvergütung Sitzungsgeld Gesamtvergütung Geschäftsjahr 2018
Volker Kronseder Aufsichtsratsvorsitzender 87,5 7,0 15,0 109,5
Werner Schrödl*,** Stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender 52,5 7,0 13,5 73,0
Robert Friedmann Ordentliches Aufsichtsratsmitglied 17,5 4,5 22,0
Klaus Gerlach* Ordentliches Aufsichtsratsmitglied 35,0 6,0 41,0
Oliver Grober*,** Ordentliches Aufsichtsratsmitglied 17,5 4,5 22,0
Thomas Hiltl*,** Ordentliches Aufsichtsratsmitglied 17,5 4,5 22,0
Norman Kronseder Ordentliches Aufsichtsratsmitglied 35,0 7,0 15,0 57,0
Prof. Dr. jur. Susanne Nonnast Ordentliches Aufsichtsratsmitglied 35,0 4,5 39,5
Dr. phil. Verena Di Pasquale*,** Ordentliches Aufsichtsratsmitglied 35,0 6,0 41,0
Beate Eva Maria Pöppe*,** Ordentliches Aufsichtsratsmitglied 35,0 4,5 39,5
Norbert Samhammer Ordentliches Aufsichtsratsmitglied 17,5 4,5 22,0
PETra Schadeberg-Herrmann Ordentliches Aufsichtsratsmitglied 35,0 4,5 39,5
Jürgen Scholz*,** Ordentliches Aufsichtsratsmitglied 35,0 7,0 10,5 52,5
Hans-Jürgen Thaus Ordentliches Aufsichtsratsmitglied 35,0 7,0 10,5 52,5
Josef Weitzer*,** Ordentliches Aufsichtsratsmitglied 35,0 7,0 15,0 57,0
Matthias Winkler Ordentliches Aufsichtsratsmitglied 17,5 4,5 22,0

* Arbeitnehmervertreter

** Die Vergütung wird nach den aktuell gültigen Bestimmungen der Hans-Böckler-Stiftung anteilig abgeführt

Vergütung 2017 gemäß DRS 17 (in T€)

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Name Funktion Festvergütung Ausschussvergütung Sitzungsgeld Gesamtvergütung Geschäftsjahr 2017
Volker Kronseder Aufsichtsratsvorsitzender 87,5 7,0 9,0 103,5
Werner Schrödl*,** Stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender 52,5 7,0 13,5 73,0
Klaus Gerlach* Ordentliches Aufsichtsratsmitglied 35,0 6,0 41,0
Norman Kronseder Ordentliches Aufsichtsratsmitglied 35,0 7,0 13,5 55,5
Philipp Graf von und zu Lerchenfeld*** Ordentliches Aufsichtsratsmitglied 35,0 7,0 4,5 46,5
Prof. Dr. jur. Susanne Nonnast Ordentliches Aufsichtsratsmitglied 35,0 6,0 41,0
Dr. phil. Verena Di Pasquale*,* Ordentliches Aufsichtsratsmitglied 35,0 6,0 41,0
Johann Robold*,** Ordentliches Aufsichtsratsmitglied 17,5 3,5 3,0 24,0
Beate Eva Maria Pöpperl*,** Ordentliches Aufsichtsratsmitglied 17,5 4,5 22,0
PETra Schadeberg-Herrmann Ordentliches Aufsichtsratsmitglied 35,0 6,0 41,0
Jürgen Scholz*,** Ordentliches Aufsichtsratsmitglied 35,0 3,5 7,5 46,0
Hans-Jürgen Thaus Ordentliches Aufsichtsratsmitglied 35,0 6,0 41,0
Josef Weitzer*,** Ordentliches Aufsichtsratsmitglied 35,0 7,0 13,5 55,5

* Arbeitnehmervertreter

** Die Vergütung wird nach den aktuell gültigen Bestimmungen der Hans-Böckler-Stiftung anteilig abgeführt

*** Verstorben am 01.12.2017

Vorschlag für die Verwendung des Bilanzgewinns der KRONES AG

Der Bilanzgewinn der KRONES AG beträgt zum 31. Dezember 2018 € 351.071.419,13. Wir schlagen der ordentlichen Hauptversammlung am 5. Juni 2019 vor, von diesem Betrag folgende Verwendung zu beschließen:

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Vorschlag für die Verwendung des Bilanzgewinns € 351.071.419,13
Dividende € 1,70 für 31.593.072 Stammstückaktien € 53.708.222,40
Vortrag auf neue Rechnung € 297.363.196,73

Neutraubling, 20. März 2019

KRONES AG

Der Vorstand:

Christoph Klenk CEO

Michael Andersen CFO

Thomas Ricker

Markus Tischer

Ralf Goldbrunner

Organe der Gesellschaft

Gemäß § 8 Abs. 1 der Satzung werden acht Mitglieder des Aufsichtsrats von den Aktionären nach dem Aktiengesetz (§§ 96 Abs. 1, 101 AktG) gewählt. Acht Mitglieder sind nach § 1 Abs. 1, § 7 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 MitbestG von den Arbeitnehmern zu wählen.

Aufsichtsrat

Volker Kronseder

Aufsichtsratsvorsitzender

* Universitätsklinikum

Regensburg

* Wirtschaftsbeirat

Bayerische Landesbank

Werner Schrödl**

Konzernbetriebsratsvorsitzender

Gesamtbetriebsratsvorsitzender

Stv. Aufsichtsratsvorsitzender

* Verwaltungsrat der Bayerischen

Betriebskrankenkassen

Robert Friedmann

Sprecher der Konzernführung

der Würth-Gruppe

* ZF Friedrichshafen AG

Seit 13.06.2018

Klaus Gerlach**

Head of Central International

Operations and Services

Oliver Grober**

Betriebsratsvorsitzender

Werk Rosenheim

Seit 13.06.2018

Thomas Hiltl**

Betriebsratsvorsitzender

Werk Nittenau

Seit 13.06.2018

Norman Kronseder

Land- und Forstwirt

* bayerische Futtersaatbau GMBH

Professor Dr. jur. Susanne Nonnast

Professorin an der OTH Regensburg

Dr. Verena Di Pasquale**

Stv. Vorsitzende des DGB Bayern

Beate Eva Maria Pöpperl**

Freigestellte Betriebsrätin

Norbert Samhammer

Vorstandsvorsitzender

der Samhammer AG

Seit 13.06.2018

Petra Schadeberg-Herrmann

Geschäftsführende Gesellschafterin

Krombacher Brauerei

Bernhard Schadeberg GmbH & Co . KG,

Krombacher Finance GmbH,

Schawei GmbH,

Divers um Holding GmbH & Co . KG

Jürgen Scholz**

1. Bevollmächtigter IG METALLl

Geschäftsstelle Regensburg

* INFINEON TECHNOLOGIES AG

Hans-Jürgen Thaus

* HAWE Hydraulik SE

* MASCHINENFABRIK REINHAUSEN

GMBH

* Kurtz Holding Gmbh & eteiligungs KG

Josef Weitzer**

Stv. Konzernbetriebsratsvorsitzender

Stv. Gesamtbetriebsratsvorsitzender

Betriebsratsvorsitzender

Neutraubling

* Sparkasse Regensburg

Matthias Winkler

Geschäftsführender Gesellschafter

der WW + KN Steuerberatungsgesellshaft mbH

Seit 13.06.2018

Vorstand

Christoph Klenk

CEO

Personal, Intralogistik,

Digitalisierung,

Kommunikation, Qualität,

Informationsmanagement

Michael Andersen

CFO

Finanzen, Controlling,

Prozesstechnik,

Strategischer Einkauf

Thomas Ricker

Vertrieb und Marketing

Markus Tischer

International Operations

and Services

Ralf Goldbrunner

Abfüll- und

Verpackungstechnik

* Weitere Aufsichtsratsmandate gemäß § 125 Abs. 1 Satz 5 AktG

** Von der Belegschaft gewählt

Außerdem sind die Konzerngesellschaften dem Verantwortungsbereich von jeweils zwei Vorstandsmitgliedern zugeordnet.

Bestandteil des Anhangs

Zusammensetzung des Anteilsbesitzes am Bilanzstichtag 31.12.2018

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Name und Sitz der Gesellschaft Eigenkapital Anteil am Gesellschaftskapital Ergebnis
T€ T€ % T€
--- --- --- --- ---
Inland
DEKRON GMBH, Kelkheim1,2 - 8.865 - 8.865 100,00 0
ECOMAC GEBRAUCHTMASCHINEN GMBH, Neutraubling1,2 2.860 2.860 100,00 0
EVOGUARD GMBH, Nittenau 1,2 5.087 5.087 100,00 0
GERNEP GMBH ETIKETTIERTECHNIK, Barbing 1,2 10.241 10.241 100,00 0
HST MASCHINENBAU GMBH, Dassow 1,2 2.190 2.190 100,00 0
KIC KRONES INTERNATIONALE COOPERATIONS-GESELLSCHAFT MBH, Neutraubling 1,2 8.700 8.700 100,00 0
KRONES BETEILIGUNGSGESELLSCHAFT MBH, Neutraubling3 26.173 26.173 100,00 0
MAINTEC SERVICE GMBH, Collenberg/Main1 2.145 2.145 100,00 1.694
MHT HOLDING AG, Hochheim am Main1 1.793 1.638 91,33 -3.977
MHT IP GMBH, Hochheim am Main1 73 67 91,33 22
MHT MOLD & HOTRUNNER TECHNOLOGY AG, Hochheim am Main1 2.395 2.187 91,33 267
MILKRON GMBH, Laatzen1,2 - 1.780 - 1.780 100,00 0
NEUSPED NEUTRAUBLINGER SPEDITIONS-GMBH, Neutraubling1,2 1.239 1.239 100,00 0
PMR GMBH, Wackersdorf1,4 50 50 100,00 0
SYSKRON GMBH, Wackersdorf1 3.524 3.524 100,00 -2.293
SYSKRON HOLDING GMBH, Wackersdorf 1.985 1.985 100,00 -2.861
SYSKRON X GMBH, Wackersdorf1,4 100 100 100,00 0
TIKI TECHNOLOGISCHES INSTITUT FÜR ANGEWANDTE KÜNSTILICHE INTELLIGENZ GMBH, Weiden1 - 33 - 15 44,00 -113
TRIACOS CONSULTING & ENGINEERING GMBH, Altenstadt an der Waldnaab1,4 881 881 100,00 0
58.758 58.407 -7.261

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Name und Sitz der Gesellschaft Eigenkapital Anteil am Gesellschaftskapital Ergebnis
T€ T€ % T€
--- --- --- --- ---
Ausland
KRONES ANGOLA- representacoes, Comercio e Industria, Lda., Luanda/Angola 2.880 2.880 100,00 929
KRONES SURLATINA S.A., Buenos Aires/Argentinien 417 417 100,00 261
KRONES PACIFIC PTY LIMITED, Sydney/Australien 101 101 100,00 303
KRONES BANGLADESCH LIMITED, Dhaka/Bangladesh 60 60 100,00 48
S.A. KRONES N.v., Louvain-la-Neuve/Belgien 1.393 1.393 100,00 65
SPS S.A., Charleroi/Belgien1 -3.663 -3.663 100,00 -1.081
KRONES do BRAZIL LTDA., Sao Paulo/Brasilien 53.964 53.964 100,00 14.143
KRONES S.A., Sao Paulo/Brasilien 128 128 100,00 0
MAINTEC SERVCE EOOD, Sofia/Bulgarien1 1.091 1.091 100,00 279
KRONES CHILE SPA., Santiago de Chile/Chile 2.446 2.446 100,00 235
KRONES ASIA LTD., Hongkong/VR China -1.063 -1.063 100,00 -434
KRONES MACHINERY (TAICANG) CO. LTD., Taicang/VR China 65.010 65.010 100,00 4.254
KRONES PROCESSING (SHANGHAI) CO. LTD., Shanghai/VR China 1 2.599 2.599 100,00 55
KRONES SALES (BEIJING) CO. LTD., Beijing/VR China -340 -340 100,00 -43
KRONES TRADING (TAICANG) CO. LTD., Taicang/VR China 27.513 27.513 100,00 4.806
KRONES NORDIC APS, Holte/Dänemark 8.538 8.538 100,00 1.892
KRONES S.A.R.L., Viviers-du-Lac/Frankreich -310 -310 100,00 -1.444
SPS S.A.S., Lyon/Frankreich1 -7.907 -7.907 100,00 -1.922
KRONES UK LTD., Bolton/Großbritannien 24.352 24.352 100,00 3.700
SYSTEM LOGISTICS LTD., London/Großbritannien1 -142 -85 60,00 15
AUTOMATA S.A., Guatemala City/Guatemala1 3.113 1.245 40,00 1.582
KRONES INDIA PVT. LTD., Bangalore/Indien 4.028 4.028 100,00 1.822
PT. KRONES MACHINERY INDONESIA, Jakarta/Indonesien 2.114 2.114 100,00 1.352
KOSME S.R.L., Roverbella/Italien 48.531 48.531 100,00 3.324
KRONES S.R.L., Garda (vr)/Italien 4.146 4.146 100,00 373
SYSTEM LOGISTICS S.P.A., Fiorano/Italien1 35.734 21.440 60,00 1.054
KRONES Japan CO. LTD., Tokio/Japan 7.673 7.673 100,00 1.686
KRONES CAMBODIA CO. LTD., Phnom Penh/Kambodscha -16 -16 100,00 -16
KRONES MACHINERY CO. LTD., Mississauga, Ontario/Kanada 1.119 1.119 100,00 373
KRONES KAZAKHSTAN TOO, Almaty/Kasachstan -262 -262 100,00 -55
KRONES LCS CENTER EAST AFRICA LTD., Nairobi/Kenia 9.701 9.701 100,00 1.716
KRONES ANDINA LTDA., Bogota/Kolumbien 3.168 3.168 100,00 909
KRONES MACHINERY MALAYSIA sdn. bhd., Kuala Lumpur/Malaysia 227 227 100,00 16
KRONES MEX S.A. de e.V., Mexiko D.F./Mexiko 10.606 10.606 100,00 2.575
SYSTEMLOG DE MEXICO S.A. de e.V., Santa Caterina, Monterrey/Mexiko1 1.286 772 60,00 342
KRONES MYANMAR LTD., Sanchaung Township/Republic of the Union Myanmar 31 31 100,00 -1
KRONES NEW ZEALANDLIMITED, Aukland/Neuseeland 544 544 100,00 498
KRONES NEDERLAND B.V., Bodegraven/Niederlande 1.823 1.823 100,00 54
KRONES LCS CENTER WEST AFRICA LTD., Lagos/Nigeria 17.008 17.008 100,00 5.472
KOSME Gesellschaft mbh, Sollenau/Österreich 37.587 37.587 100,00 2.912
KRONES PAKISTAN (PRIVATE) LIMITED, Lahore/Pakistan -818 -818 100,00 -914
KRONES FILIPINAS INC., Taguig City/Philippinen 879 879 100,00 515
KRONES SPÓlKA Z.O.O., Warschau/Polen 1.790 1.790 100,00 1.171
KRONES Portugal EQUIPAMENTOS INDUSTRIAIS lda., Barcarena/Portugal 195 195 100,00 -87
KRONES ROMANIA prod. S.R.L., Bukarest/Rumänien 1.923 1.923 100,00 546
MAiNTEC SERVICE S.R.L., Bukarest/Rumänien1 87 87 100,00 77
KRONES O.O.O., Moskau/Russische Föderation 10.190 10.190 100,00 4.474
SYSTEM LOGISTICS northern europe ab, Malmö/Schweden1 1.268 761 60,00 6
INTEGRATED PLASTICS systems ag, Baar/Schweiz1 817 572 70,00 -26
KRONES AG, Buttwil/Schweiz 5.529 5.529 100,00 481
KRONES-IZUMI PROCESSING pte LTD., Singapore/Republic of Singapore1 -1.419 -849 59,80 -1.757
KRONES SINGAPORE LTD., Singapore/Republic of Singapore 841 841 100,00 672
KRONES IBERICA, S.A.u., Barcelona/Spanien 6.256 6.256 100,00 1.047
SYSTEM LOGISTiCS SPAIN sl, Castellön de la Plana/Spanien1 570 342 60,00 310
KRONES SOUTHERN AFRICA (prop.) LTD., Johannesburg/Südafrika 20.132 20.132 100,00 3.264
KRONES KOREA LTD., Seoul/Südkorea 722 722 100,00 -165
KRONES (THAILAND) CO. LTD., Bangkok/Thailand 52.277 52.277 100,00 12.778
SYSTEM LOGISTICS ASIA CO. LTD., Bangkok/Thailand1 813 488 60,00 319
KONPLAN S.R.O., Pilsen/Tschechische Republik -3.120 -3.120 100,00 429
KRONES S.R.O., Prag/Tschechische Republik 1.191 1.191 100,00 95
KRONES MAKiNA SANAYI VE TIKARET LTD. SIRKETi, Istanbul/Türkei 1.608 1.608 100,00 363
KRONES UKRAINE LLC., Kiew/Ukraine 2.841 2.841 100,00 550
MAINTEC SERVICE kft., Budapest/Ungarn1 -330 -330 100,00 -140
KRONES HUNGARY KFT., Debrecen/Ungarn 27.154 27.154 100,00 -996
JAVLYN PROCESS SYSTEMS LLC, Rochester, New York/USA1 6.557 6.557 100,00 1.320
KRONES INC., Franklin, Wisconsin/USA 79.229 79.229 100,00 23.439
MHT USA LLC., Peachtree City/USA1 281 257 91,33 -10
PROCESS AND DATA AUTOMATION LLC, Erie/USA1 3.432 3.432 100,00 116
W.M. SPRINKMAN CORPORATION, Waukesha/USA1 1.033 1.033 100,00 -180
SYSTEM LOGISTICS CORPORATiON, Delaware/USA1 1.368 821 60,00 1.691
TRANS-MARKET LLC, Tampa/USA 1 22.775 18.220 80,00 1.261
MAQUINARIAS KRONES de Venezuela S.A., Caracas/Venezuela -992 -992 100,00 -5.649
INTEGRATED PACKAGING SYSTEMS (IPS) fzco, Dubai/Vereinigte Arabische Emirate 10.478 4.191 40,00 5.671
KRONES VIETNAM CO. LTD., Ho Chi Minh City/Vietnam 309 309 100,00 322
621.094 592.327 103.042
679.852 650.734 95.781

1 mittelbare Beteiligung

2 Ergebnisabführungsvertrag mit KRONES Beteiligungsgesellschaft mbH, Neutraubling

3 Ergebnisabführungsvertrag mit KRONES AG, Neutraubling

4 Ergebnisabführungsvertrag mit SYSKRON Holding GMBH, Wackersdorf

6 WEITERE INFORMATiONEN

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die KRONES Aktiengesellschaft, Neutraubling

Vermerk über die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der KRONES Aktiengesellschaft, Neutraubling -bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2018 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2018 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der KRONES Aktiengesellschaft, Neutraubling, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2018 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2018 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2018 und
vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-Abschlussprüferverordnung (Nr. 537/2014; im Folgenden "EU-APrVO") unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (idw) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bstätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den europarechtlichen sowie den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Darüber hinaus erklären wir gemäß Artikel 10 Abs. 2 Buchst. f) EU-APrVO, dass wir keine verbotenen Nichtprüfungsleistungen nach Artikel 5 Abs. 1 EU-APrVO erbracht haben. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Besonders wichtige Prüfungssachverhalte in der Prüfung des Jahresabschlusses

Besonders wichtige Prüfungssachverhalte sind solche Sachverhalte, die nach unserem pflichtgemäßen Ermessen am bedeutsamsten in unserer Prüfung des Jahresabschlusses für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2018 waren. Diese Sachverhalte wurden im Zusammenhang mit unserer Prüfung des Jahresabschlusses als Ganzem und bei der Bildung unseres Prüfungsurteils hierzu berücksichtigt; wir geben kein gesondertes Prüfungsurteil zu diesen Sachverhalten ab.

Periodenabgrenzung der Umsatzerlöse

Zu den angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsgrundlagen verweisen wir auf die Angaben im Anhang, Seite 112. Zudem verweisen wir auf die gesonderte Darstellung des besonders wichtigen Prüfungssachverhalts "Vollständigkeit und Bewertung der Rückstellungen für noch zu erbringende Montageleistungen", der mit der Periodenabgrenzung der Umsatzerlöse in direktem Zusammenhang steht.

Das Risiko für den Abschluss

Die Umsatzerlöse der KRONES AG belaufen sich im Geschäftsjahr 2018 auf EUR 2.735 Mio.

Ein wesentlicher Teil der Umsatzerlöse der KRONES AG wird aus Großprojekten mit Neumaschinen erwirtschaftet. Sobald die Maschinen und Anlagen installiert und betriebsbereit sind, erfolgt der Gefahrenübergang. Mit dem Gefahrenübergang werden die zugehörigen Umsatzerlöse erfasst. Zwischen Installationsende und Abnahme werden unwesentliche Nebenleistungen, überwiegend in Form von Nachbesserungen und Optimierungen an den Einstellungen der Maschinen und Anlagen, vorgenommen. Für diese unwesentlichen Nebenleistungen bildet die KRONES AG Rückstellungen für noch zu erbringende Montageleistungen. Es besteht das Risiko für den Abschluss, dass der Zeitpunkt des Gefahrenübergangs falsch eingeschätzt und die Umsätze aus den kundenspezifischen Aufträgen dadurch dem falschen Geschäftsjahr zugeordnet werden.

Unsere Vorgehensweise in der Prüfung

Zur Prüfung der periodengerechten Umsatzlegung haben wir Ausgestaltung, Einrichtung und Wirksamkeit der internen Kontrollen in Bezug auf die Umsatzlegung und die Faktura sowie insbesondere die Festlegung und Überprüfung des korrekten bzw. tatsächlichen Gefahrenübergangs beurteilt.

Anhand von interner Dokumentation haben wir uns von dem Zeitpunkt des Installationsendes und damit der erstmaligen Betriebsbereitschaft der Maschinen und Anlagen überzeugt. Grundlage dafür waren auf Basis eines mathematisch-statistischen Verfahrens ausgewählte Aufträge mit Umsatzrealisierung im Dezember 2018 bzw. im Januar 2019.

Darüber hinaus haben wir die periodengerechte Erfassung der Umsatzerlöse durch Einholen von Drittbestätigungen zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2018 oder alternativ durch Einsichtnahme in interne Dokumentation zum Installationsende sowie externe Liefernachweise beurteilt.

Zusätzlich haben wir für einen festgelegten Zeitraum vor dem Abschlussstichtag untersucht, ob es Umsatzbuchungen gibt, die nicht zu einer Forderung geführt haben.

Unsere Schlussfolgerungen

Die Vorgehensweise der KRONES AG bei der Periodenabgrenzung der Umsatzerlöse führt zu sachgerechten Ergebnissen.

Werthaltigkeit der Anteile und Ausleihungen an verbundene Unternehmen

Zu den angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsgrundlagen verweisen wir auf die Angaben im Anhang, Seite 111.

Das Risiko für den Abschluss

Im Jahresabschluss der KRONES AG zum 31. Dezember 2018 werden unter den Finanzanlagen Anteile an verbundenen Unternehmen in Höhe von EUR 200 Mio und Ausleihungen an verbundene Unternehmen in Höhe von EUR 25 Mio ausgewiesen. Der Anteil der Anteile und Ausleihungen an verbundene Unternehmen an der Bilanzsumme beläuft sich auf insgesamt 12,4 % und hat somit einen wesentlichen Einfluss auf die Vermögenslage der Gesellschaft.

Die Anteile und Ausleihungen an verbundene Unternehmen werden zu Anschaffungskosten oder dem Nominalwert bzw. bei voraussichtlich dauernder Wertminderung zum niedrigeren beizulegenden Wert bilanziert. Den beizulegenden Wert ermittelt die Gesellschaft für Anteile an verbundenen Unternehmen mithilfe eines Discounted Cashflow Verfahrens. Für Ausleihungen wird in Abhängigkeit von der verbleibenden Laufzeit ebenfalls auf das Discounted Cashflow Verfahren zurückgegriffen.

Wesentliche Werttreiber der beizulegenden Werte sind die von den Tochtergesellschaften hergestellten und vertriebenen Produkte. Die Prognose der künftigen Umsatz- und Ergebnisentwicklung ist hinsichtlich der getroffenen Annahmen in hohem Maße von Einschätzungen und Beurteilungen der Gesellschaft abhängig.

Die für das Discounted Cashflow Verfahren verwendeten Zahlungsströme beruhen auf unternehmensindividuellen Planungen, die mit Annahmen über langfristige Wachstumsraten fortgeschrieben werden. Der jeweilige Kapitalisierungszinssatz wird aus der Rendite einer risikoadäquaten Alternativanlage abgeleitet. Ist der beizulegende Wert niedriger als der Buchwert, so wird anhand qualitativer und quantitativer Kriterien untersucht, ob die Wertminderung voraussichtlich dauernd ist.

Außerplanmäßige Abschreibungen auf Anteile und Ausleihungen an verbundene Unternehmen hat die Gesellschaft im Geschäftsjahr 2018 nicht vorgenommen. Es besteht das Risiko für den Jahresabschluss, dass die Anteile und Ausleihungen an verbundene Unternehmen nicht werthaltig sind.

Unsere Vorgehensweise in der Prüfung

Unsere Prüfung haben wir risikoorientiert durchgeführt. Anhand der im Rahmen unserer Prüfung gewonnenen Informationen haben wir beurteilt, ob bei Anteilen und Ausleihungen an verbundene Unternehmen Anhaltspunkte für eine Wertminderung bestehen. Diesbezüglich haben wir uns insbesondere mit der Prognose der künftigen Umsatz- und Ergebnisentwicklung der einzelnen Gesellschaften beschäftigt. Die prognostizierten Beträge haben wir zunächst mit den Planungsverantwortlichen erörtert. Außerdem haben wir Abstimmungen mit anderen intern verfügbaren Prognosen, z. B. für steuerliche Zwecke, und dem vom Vorstand erstellten und vom Aufsichtsrat genehmigten Budget vorgenommen.

Ferner haben wir uns von der bisherigen Prognosegüte der Gesellschaft überzeugt, indem wir Planungen früherer Geschäftsjahre mit den tatsächlich realisierten Ergebnissen verglichen und Abweichungen analysiert haben. Die dem Kapitalisierungszinssatz zugrunde liegenden Annahmen und Parameter, insbesondere den risikofreien Zinssatz, die Marktrisikoprämie und den Betafaktor, haben wir mit eigenen Annahmen und öffentlich verfügbaren Daten verglichen. Um der bestehenden Prognoseunsicherheit Rechnung zu tragen, haben wir darüber hinaus mögliche Veränderungen des Kapitalisierungszinssatzes bzw. der langfristigen Wachstumsrate auf den beizulegenden Wert untersucht (Sensitivitätsanalyse), indem wir alternative Szenarien berechnet und mit den Bewertungsergebnissen der Gesellschaft verglichen haben.

Zur Sicherstellung der rechnerischen Richtigkeit des verwendeten Bewertungsmodells haben wir die Berechnungen der Gesellschaft auf Basis risikoorientier ausgewählter Elemente nachvollzogen. Weiterhin haben wir die Bewertungsmethodik gewürdigt.

Unsere Schlussfolgerungen

Die Annahmen und Einschätzungen der Gesellschaft zur Werthaltigkeit der Anteile und Ausleihungen an verbundene Unternehmen sind sachgerecht.

Vollständigkeit und Bewertung der Rückstellungen für noch zu erbringende Montageleistungen

Zu den angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsgrundlagen verweisen wir auf die Angaben im Anhang, Seite 112.

Das Risiko für den Abschluss

Die KRONES AG hat zum 31. Dezember 2018 Rückstellungen für noch zu erbringende Montageleistungen in Höhe von EUR 63 Mio passiviert. Die Rückstellungen werden für bereits ausgelieferte und installierte Maschinen und Anlagen, die betriebsbereit sind, gebildet. Der Gefahrenübergang und die Umsatzlegung für die entsprechenden Aufträge sind bereits erfolgt. Zwischen Installationsende und Abnahme werden unwesentliche Nebenleistungen, überwiegend in Form von Nachbesserungen und Optimierungen an den Einstellungen der Maschinen und Anlagen, vorgenommen. In dieser Phase werden durch die KRONES AG Leistungen erbracht, die vertraglich geschuldet sind und deren Aufwand der Höhe nach ungewiss ist.

Die Ermittlung der Rückstellungen für noch zu erbringende Montageleistungen nach handelsrechtlichen Grundsätzen erfolgt anhand einer Schätzung der noch zu erbringenden Leistungen in Manntagen, muLTIpliziert mit einem landesspezifischen Tagessatz in Abhängigkeit des Montageorts.

Die Prognose der zukünftigen Montagekosten, bestehend aus landesspezifischen Tagessätzen und der Anzahl der noch benötigten Manntage, ist ermessensbehaftet. Es besteht das Risiko für den Jahresabschluss, dass die Rückstellungen für noch zu erbringende Montageleistungen nicht oder nicht in ausreichendem Maße gebildet werden.

Unsere Vorgehensweise in der Prüfung

Zur Prüfung der Vollständigkeit und Bewertung der Rückstellungen für noch zu erbringende Montageleistungen haben wir Ausgestaltung, Einrichtung und Wirksamkeit der internen Kontrollen in Bezug auf die Erfassung der Montageleistungen sowie insbesondere die Festlegung und Überprüfung des korrekten bzw. tatsächlichen Gefahrenübergangs beurteilt. Zur Sicherstellung der Vollständigkeit der Rückstellungen für noch zu erbringende Montageleistungen haben wir zudem die Funktionsfähigkeit einer relevanten Schnittstelle innerhalb des IT-Systems untersucht.

Wir haben die zur Bewertung der Rückstellungen für noch zu erbringende Montageleistungen verwendeten Tagessätze sowohl rechnerisch nachvollzogen als auch deren Kalkulation anhand von Vergleichen mit den tatsächlichen Kosten auf ihre Angemessenheit beurteilt. Ferner haben wir uns von der bisherigen Prognosegüte der Gesellschaft überzeugt, indem wir Rückstellungen früherer Geschäftsjahre mit den tatsächlich angefallenen Montageaufwendungen verglichen haben. Außerdem haben wir anhand eines mathematisch-statistischen Auswahlverfahrens einzelne Projekte ausgewählt, die wir hinsichtlich ihrer Bewertung gewürdigt haben. Dabei haben wir die der Bewertung zu Grunde liegenden Annahmen hinterfragt und uns kritisch mit den Einschätzungen der zuständigen Projektleiter auseinandergesetzt.

Unsere Schlussfolgerungen

Die Vorgehensweise der KRONES AG zu Ansatz und Bewertung der Rückstellungen für noch zu erbringende Montageleistungen ist sachgerecht. Die der Bewertung zugrunde liegenden Annahmen sind insgesamt angemessen.

Sonstige Informationen

Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen die übrigen Teile des Geschäftsberichts, mit Ausnahme des geprüften Jahresabschlusses und Lageberichts sowie unseres Bestätigungsvermerks.

Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab.

Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen

wesentliche Unstimmigkeiten zum Jahresabschluss, zum Lagebericht oder unseren bei der Prüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder
anderweitig wesentlich falsch dargestellt erscheinen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-APrVO unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.
gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.
beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.
ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.
beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.
beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.
führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

Wir geben gegenüber den für die Überwachung Verantwortlichen eine Erklärung ab, dass wir die relevanten Unabhängigkeitsanforderungen eingehalten haben, und erörtern mit ihnen alle Beziehungen und sonstigen Sachverhalte, von denen vernünftigerweise angenommen werden kann, dass sie sich auf unsere Unabhängigkeit auswirken, und die hierzu getroffenen Schutzmaßnahmen.

Wir bestimmen von den Sachverhalten, die wir mit den für die Überwachung Verantwortlichen erörtert haben, diejenigen Sachverhalte, die in der Prüfung des Jahresabschlusses für den aktuellen Berichtszeitraum am bedeutsamsten waren und daher die besonders wichtigen Prüfungssachverhalte sind. Wir beschreiben diese Sachverhalte im Bestätigungsvermerk, es sei denn, Gesetze oder andere Rechtsvorschriften schließen die öffentliche Angabe des Sachverhalts aus.

Sonstige gesetzliche und andere rechtliche Anforderungen

Übrige Angaben gemäß Artikel 10 EU-APrVO

Wir wurden von der Hauptversammlung am 13. Juni 2018 als Jahresabschlussprüfer gewählt. Wir wurden am 26. Oktober 2018 vom Aufsichtsrat beauftragt. Die KPMG AG ist seit dem Geschäftsjahr 2017 als Abschlussprüfer tätig. Zuvor war die kpmg Bayerische Treuhandgesellschaft ag als vollständig eingegliederte Gesellschaft der KPMG AG seit 2001 mit der Abschlussprüfung betraut.

Wir erklären, dass die in diesem Bestätigungsvermerk enthaltenen Prüfungsurteile mit dem zusätzlichen Bericht an den Prüfungsausschuss nach Artikel 11 EU-APrVO (Prüfungsbericht) in Einklang stehen.

Verantwortlicher Wirtschaftsprüfer

Der für die Prüfung verantwortliche Wirtschaftsprüfer ist Herr Andreas Feege.

München, den 20. März 2019

**KPMG AG

Wirtschaftsprüfungsgesellschaft**

gez. Braun, Wirtschaftsprüfer

gez. Feege, Wirtschaftsprüfer

Kaufmännisches Glossar

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Abschreibungen Nutzungsbedingte Wertminderungen von Vermögensgegenständen des Anlage- und Umlaufvermögens
Cashflow Gesamtheit von Zu- und Abflüssen von Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten in einer Periode.
Corporate Governance Rahmen für eine verantwortungsvolle und auf Nachhaltigkeit ausgerichtete Unternehmensleitung und -kontrolle.
EBITDA Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Earnings before interest, taxes, depreciation and amortisation).
EBITDA-Marge Verhältnis Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen zum Umsatz
EBIT Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Earnings before interest and taxes).
EBT Ergebnis vor Steuern (Earnings before taxes).
EBT-Marge Verhältnis Ergebnis vor Steuern zum Umsatz.
Eigenkapital Mittel, die dem Unternehmen von den Eigentümern durch Einzahlung und/oder Einlage bzw. aus einbehaltenen Gewinnen zur Verfügung gestellt werden.
Eigenkapitalrendite vor Steuern Verhältnis Ergebnis vor Steuern zu durchschnittlichem Eigenkapital.
Free Cashflow Der frei verfügbare Cashflow, der zur Dividendenausschüttung, Schuldentilgung oder Thesaurierung zur Verfügung steht. Der Free Cashflow berechnet sich, in dem man von der Mittelveränderung aus der laufenden Geschäftstätigkeit die Mittelveränderung aus der Investitionstätigkeit abzieht.
Fremdkapital Zusammenfassende Bezeichnung für die auf der Passivseite der Bilanz auszuweisenden Rückstellungen, Verbindlichkeiten und passivischen Rechnungsabgrenzungsposten.
Nettoliquidität Zahlungsmittel und Wertpapiere des kurzfristigen Vermögens abzüglich der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten.
ROCE Verhältnis EBIT zur durchschnittlichen Nettokapitalbindung (Bilanzsumme abzüglich zinsfreie Verbindlichkeiten und zinsfreie sonstige Rückstellungen).
Working Capital Das betriebsnotwendige Kapital errechnet sich wie folgt: (Forderungen aus Lieferungen und Leistungen + Vorräte + geleistete Anzahlungen) - (Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen + erhaltene Anzahlungen)
Working Capital/Umsatz Verhältnis von Working Capital zum Umsatz. Diese Kennzahl gibt an, wie viel Kapital zur Finanzierung des Umsatzes eingesetzt werden muss.

Technisches Glossar

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Aseptische Getränkeabfüllung Keimfreie Abfüllung von Getränken bei Umgebungstemperatur.
Block Mindestens zwei direkt miteinander verbundene Einzelmaschinen. Der Nassteilblock ErgoBloc L besteht aus einer Streckblasmaschine, einer Etikettiermaschine und einem Füller.
Bottling on Demand Ein innovatives Verfahren, um auf einer einzigen Linie eine breite Palette an Produktvarianten herzustellen - in kleinsten Mengen (bis zu 1 Behälter) und in rascher Abfolge.
Digitaldruck Druckverfahren, bei dem die Daten direkt vom Computer auf das zu bedruckende Objekt übertragen werden, ohne dass eine Druckvorlage erzeugt wird. Digitaldruck ist deutlich flexibler und bei kleineren Auflagen erheblich wirtschaftlicher als herkömmliche Druck- und Etikettierverfahren.
Energy Drink Getränk, das eine anregende Wirkung auf den Organismus hat. Hierfür sorgen hauptsächlich die Inhaltsstoffe Zucker und Koffein.
enviro Das Nachhaltigkeitsprogramm von KRONES. enviro wurde 2009 von Tüv süd zertifiziert. Damit hat KRONES die Kompetenzzertifizierung erhalten, um das enviro-Siegel für Energie- und Medieneffizienz sowie Umweltverträglichkeit für die eigenen Maschinen und Anlagen zu verleihen. KRONES richtet alle Neuentwicklungen an den Kriterien des Nachhaltigkeitsprogramms enviro aus.
Internet of Things (IoT) Bezeichnet die Verknüpfung von Gegenständen über Internet-ähnliche Strukturen. Es besteht nicht mehr nur aus menschlichen Teilnehmern, sondern auch aus Dingen.
Intralogistik Kompletter innerbetrieblicher Material- und Warenfluss. Dazu zählen beispielsweise Lager-, Kommissionierungs- und Fördersysteme.
Pasteurisation Kurzzeitige Erwärmung von flüssigen Lebensmitteln auf 60 bis 100 Grad Celsius. Dadurch werden Keime und MIKRoorganismen abgetötet und eine längere Haltbarkeit erzielt.
PET Polyethylenterephthalat, ein thermoplastischer Kunststoff aus der Familie der Polyester, der u. a. zur Herstellung von Getränkeflaschen eingesetzt wird.
Rezyklat Produkt, das durch einen Recyclingprozess gewonnen wurde.
Softdrinks Alkoholfreie und meist kohlensäurehaltige Erfrischungsgetränke.
Streckblasen Verfahren zur Herstellung von Kunststoff-Hohlkörpern wie beispielsweise PET-Flaschen
Sudhaus Im Sudhaus wird aus den Grundstoffen Malz, Hopfen und Wasser in mehreren Schritten Bier gebraut.

Impressum

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Herausgeber KRONES AG
Böhmerwaldstraße 5
93073 Neutraubling
Projektleitung Roland Pokorny,
Leiter Unternehmenskommunikation
Gestaltung Büro Benseler
Text KRONES AG,
InvestorPress GMBH
Fotos KRONES AG

Zum Zweck der besseren Lesbarkeit haben wir in diesem Geschäftsbericht vereinfachend die männliche Form verwendet.

Der Geschäftsbericht 2018 liegt auch in englischer Sprache vor und wird auf Anfrage gerne zugesandt. Sie finden ihn außerdem auf unserer Website unter der Rubrik Investor Relations.

Finanzkalender

29.04.2019 Quartalsmitteilung zum 31. März 2019

05.06.2019 Hauptversammlung

25.07.2019 Zwischenbericht zum 30. Juni 2019

24.10.2019 Quartalsmitteilung zum 30. September 2019

Kontakt

KRONES AG

Investor Relations

Olaf Scholz

Telefon +49 9401 70-1169

E-Mail [email protected]

Böhmerwaldstraße 5

93073 Neutraubling

Deutschland