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KRONES AG Annual Report 2016

Apr 12, 2017

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Annual Report

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KRONES Aktiengesellschaft

Neutraubling

Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2016 bis zum 31.12.2016

Geschäftsbericht 2016

Kompetenzen weltweit ausbauen

Highlights 2016

KRONES hat sein Wachstums- und Ergebnisziel für 2016 erreicht.
Umsatz legt um 6,9 % auf 3,39 Mrd. € zu, der Auftragseingang steigt um 7,9 %.
Ertragskraft bleibt stabil. EBT-Marge liegt erneut bei 7,0 %.
KRONES will Dividende für 2016 auf 1,55 € je Aktie (Vorjahr: 1,45 €) erhöhen.

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2016 2015 Veränderung
Umsatz Mio. € 3.391,3 3.173,5 + 6,9 %
Auftragseingang Mio. € 3.441,3 3.189,0 + 7,9 %
Auftragsbestand zum 31.12. Mio. € 1.144,7 1.094,6 + 4,6 %
EBITDA Mio. € 320,8 305,3 + 5,1 %
EBIT Mio. € 228,0 216,9 + 5,1 %
EBT Mio. € 237,6 223,3 + 6,4 %
EBT-Marge % 7,0 7,0 -
Konzernergebnis Mio. € 169,1 156,3 + 8,2 %
Ergebnis je Aktie 5,40 4,98 + 8,4 %
Dividende je Aktie 1,55* 1,45 + 6,9 %
Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte Mio. € 111,3 102,6 + 8,7 Mio. €
Free Cashflow Mio. € 49,2 70,7 - 21,5 Mio. €
Nettoliquidität** zum 31.12. Mio. € 368,9 364,6 + 4,3 Mio. €
ROCE % 17,0 17,7 -
Beschäftigte am 31.12.
Weltweit 14.443 13.346 + 1.097
Inland 10.061 9.767 + 294
Ausland 4.382 3.579 + 803

* gemäß Gewinnverwendungsvorschlag

** liquide Mittel abzüglich Finanzschulden

Das gesamte KRONES Team hat in den vergangenen Jahren hart dafür gearbeitet, das Unternehmen auf die Herausforderungen der Märkte gut vorzubereiten. Die Erfolge 2016 zeigen, dass sich die Anstrengungen auszahlen. Wir dürfen aber nicht nachlassen. Alle müssen weiterhin an einem Strang ziehen, damit wir unsere gute Marktposition bei zunehmendem Wettbewerb behaupten.

Kritische Erfolgsfaktoren sind Kundenzufriedenheit und Kundennähe. Wir wollen unseren Kunden auch künftig weiter verbesserte Produkte und Dienstleistungen mit klarem Mehrwert bieten. Zudem verstärken wir die internationale Präsenz von KRONES. Mitarbeiter vor Ort können die individuellen Anforderungen der Kunden am besten verstehen und erfüllen. Insgesamt wird KRONES seine »Kompetenzen weltweit ausbauen«.

Brief des Vorstands

»Wir bauen unsere Kompetenzen weltweit aus, damit wir die Kundenzufriedenheit weiter steigern.« Christoph Klenk Vorstandsvorsitzender

Sehr geehrte Aktionäre und Geschäftsfreunde,

2016 konnten wir uns nicht über mangelnde Herausforderungen beschweren. Politische Unruhen im Mittleren Osten, niedrige Rohstoff- und Energiepreise sowie das Brexit-Votum der Briten sind nur einige der Faktoren, die immer wieder für globale Verunsicherung sorgten. Das machte auch die Geschäfte von KRONES nicht einfacher. Auf unseren Märkten herrschte intensiver Wettbewerb und die Kunden waren preissensibel.

KRONES auch in schwierigem Umfeld erfolgreich

Mit dem 2011 gestarteten Strategieprogramm Value hat sich KRONES frühzeitig auf schwierige Märkte eingestellt. Hauptsächlich dank Value konnten wir 2016 unser Wachstums- und Ergebnisziel erreichen. Der Umsatz stieg um 6,9 % auf 3,39 Mrd. €. Das Ergebnis vor Steuern (EBT) verbesserte sich um 6,4 % auf 237,6 Mio. €. Mit 7,0 % lag die EBT-Marge bei dem von uns prognostizierten Wert. Wir werden alles dafür tun, dass wir auch künftig unseren Kunden Mehrwert bieten und dadurch erfolgreich bleiben.

So stellt KRONES beispielsweise die »Prozesstechnik« besser auf. Das zweitgrößte Unternehmenssegment erwirtschaftete 2016 mit 1,5 Mio.€ wie erwartet ein leicht positives Ergebnis vor Steuern. Um die Ertragskraft nachhaltig zu stärken, setzt KRONES seit Ende 2015 eine Reihe struktureller Maßnahmen um. Wir wickeln beispielsweise verstärkt Teile des Engineerings und des Einkaufs in den Regionen vor Ort ab. Im Kernsegment »Maschinen und Anlagen zur Produktabfüllung und -ausstattung« ist KRONES mit der Internationalisierung schon weiter. Wir haben 2016 den internationalen Service gestärkt und bieten lokale Produkte an, die technologisch an die regionalen Bedürfnisse unserer Kunden angepasst sind. Gut vorangekommen ist unser kleinstes Segment »Maschinen und Anlagen für die Compact Class«, in dem die Aktivitäten von KOSME und GERNEP gebündelt sind. Mit einer EBT-Marge von 5,2 % übertraf das Segment die für 2016 prognostizierte Rendite leicht.

Kontinuität als solides Fundament

Mit der Wahl von Volker Kronseder zum Aufsichtsratsvorsitzenden im Juni 2016 bleibt die Kontinuität bei KRONES gewahrt. Dies ist für die nachhaltige Unternehmensentwicklung enorm wichtig. Unser langjähriger Vorstandsvorsitzender verfügt über wertvolle fachliche Qualifikationen und jahrzehntelange Markterfahrung. Darüber hinaus besitzt Volker Kronseder die Fähigkeit, dem Vorstand als Aufsichtsratsvorsitzender wichtige Anregungen zu geben und dabei gleichzeitig die nötige Distanz zum operativen Geschäft zu wahren. Eine Eigenschaft, die auch seinen Vorgänger Ernst Baumann auszeichnete. Bei Ernst Baumann möchte ich mich an dieser Stelle, auch im Namen meiner Vorstandskollegen, noch einmal ganz herzlich für die sehr gute und erfolgreiche Zusammenarbeit bedanken.

Kompetenzen weltweit ausbauen

KRONES will den Kunden künftig noch mehr und weiter verbesserte Produkte und Dienstleistungen mit klarem Mehrwert bieten. Hierzu werden wir unsere »Kompetenzen weltweit ausbauen«. Einige Beispiele hierfür zeigen wir Ihnen auf den Seiten 36 bis 67 des Geschäftsberichts. Bei allen Innovationen verfolgen wir den Nachhaltigkeitsgedanken. Unser Nachhaltigkeitsprogramm enviro hat sich zur Benchmark für die gesamte Branche entwickelt.

Einen Teil neuer Kompetenzen kauft KRONES zu. So haben wir vergangenes Jahr 60 % an SYSTEM LOGISTICS erworben. Das norditalienische Unternehmen ist ein führender Anbieter von innovativen Lösungen für die Intralogistik, Materialflusstechnik sowie Lagerhaltung im Bereich der Getränke- und Nahrungsmittelindustrie. Mit der Beteiligung an SYSTEM LOGISTICS machten wir einen großen Schritt, um die wichtigen Material- und Datenströme entlang der kompletten Wertschöpfungskette der Kunden zu erfassen und auszuwerten. Damit verfügt KRONES über eine gute Basis, um bei der Digitalisierung von Getränkefabriken in vorderster Reihe zu stehen. Wir werden unsere Software-Kompetenz ausbauen und neue »digitale« Geschäftsmodelle entwickeln. Die Fäden hierfür laufen bei unserer Tochter SYSKRON zusammen, die darauf fokussiert ist, unseren Kunden ideale Lösungen für die intelligente Fabrik der Zukunft zu bieten.

Mit der Akquisition von 80 % des Geschäfts des US-amerikanischen Unternehmens TRANS-MARKET hat KRONES das Prozesstechnik-Geschäft in den USA erheblich gestärkt. Durch die Transaktion konnten wir unsere lokalen Kapazitäten für das Engineering und den Einkauf ausbauen.

Auch in bestehende Strukturen investierten wir 2016 kräftig. Hier möchte ich die Freigabe der Mittel hervorheben, mit denen wir den Produktionsstandort Raubling nahe Rosenheim 2017 deutlich erweitern. Der Standort Deutschland bleibt für KRONES wichtig. Der größte Teil des geplanten Mitarbeiteraufbaus wird aber an unseren internationalen Standorten stattfinden, um noch näher am Kunden zu sein. Eine große Herausforderung ist dabei, qualifiziertes Personal zu gewinnen und dauerhaft zu binden. Wir investieren deshalb nicht nur im Inland, sondern auch an den internationalen Standorten viel in die Belegschaft. Unsere Mitarbeiter sind es, die für den Erfolg von KRONES stehen. Im Namen des kompletten Vorstands bedanke ich mich herzlich bei der ganzen Mannschaft für ihren motivierten Einsatz.

Ehrgeizige Wachstumsziele

Wir werden auch künftig gemeinsam an einem Strang ziehen, um unsere gute Marktposition zu behaupten. Aus heutiger Sicht dürften sich die Marktbedingungen zumindest kurzfristig nicht bessern. Dennoch haben wir uns für 2017 und darüber hinaus viel vorgenommen. Umsatz und Ergebnis von KRONES sollen weiter steigen. Beim Umsatz planen wir für 2017 mit einem Zuwachs von 4 %. Die EBT-Marge wollen wir bei 7,0 % stabil halten. Bis 2020 peilen wir im Rahmen unserer Mittelfristplanung jährlich ein durchschnittliches Umsatzwachstum von 7 % an. Die EBT-Marge soll bis dahin auf 8 % steigen. Näheres zur Mittelfristplanung finden Sie auf den Seiten 30 bis 35. Angesichts des Wettbewerbsumfeldes wird es nicht einfach, die Ziele zu erreichen. Doch ich bin überzeugt, dass wir die Erfolgsgeschichte von KRONES mit vereinten Kräften fortschreiben.

Christoph Klenk, CEO

Die Mitglieder des Vorstands

Thomas Ricker Abfüll- und Verpackungstechnik

Michael Andersen CFO

Finanzen, Controlling, Strategischer Einkauf

Christoph Klenk CEO

Personal, Kommunikation, Qualität, Informationsmanagement

Markus Tischer

International Operations and Services

Ralf Goldbrunner

Anlagen und Komponenten

Rainulf Diepold

Vertrieb und Marketing

Bericht des Aufsichtsrats

Volker Kronseder Vorsitzender des Aufsichtsrats

Sehr geehrte Damen und Herren,

nach zwei Jahrzehnten als Vorstandsvorsitzender bin ich Ende 2015 aus dem KRONES Vorstand ausgeschieden. Für mich war sehr wichtig, weiter Verantwortung für KRONES zu übernehmen. Ich freue mich, dass mich die Aktionäre auf der Hauptversammlung am 15. Juni 2016 in den Aufsichtsrat wählten. Bei Ernst Baumann, meinem Vorgänger als Aufsichtsratsvorsitzender, bedanke ich mich noch einmal ganz herzlich für seine außerordentlich gute und erfolgreiche Arbeit in all den Jahren.

Mit Prof. Dr. Susanne Nonnast gibt es neben mir seit der vergangenen Hauptversammlung ein weiteres neues Aufsichtsratsmitglied. Sie folgte Dr. Alexander Nerz, der leider am 30. Mai 2016 verstorben ist. Gemäß Ziffer 5.4.7 des Deutschen Corporate Governance Kodex teile ich an dieser Stelle mit, dass Dr. Alexander Nerz krankheitsbedingt an weniger als der Hälfte der Aufsichtsratssitzungen teilnehmen konnte, die während seiner Amtsperiode im Geschäftsjahr 2016 stattfanden.

Auch in neuer Besetzung hat sich an der grundsätzlichen Arbeitsweise des Aufsichtsrats nichts geändert. Das gesamte Gremium ist ein Team, in dem jedes einzelne Mitglied seine Fähigkeiten zum Wohle des Unternehmens einbringt. Der Aufsichtsrat arbeitet dabei eng und vertrauensvoll mit dem Vorstand zusammen.

Beratung und Überwachung

Im Geschäftsjahr 2016 hat der Aufsichtsrat der KRONES AG den Vorstand gemäß Aktiengesetz sowie der Satzung der Gesellschaft kontinuierlich überwacht und beraten. Ein Schwerpunkt der Aufsichtsratsarbeit 2016 war, die strategische Ausrichtung des Unternehmens zu begleiten. Gemeinsam mit dem Vorstand befasste sich das Gremium unter anderem mit möglichen Zukäufen und der neuen Mittelfristplanung von KRONES. Auch außerhalb der Aufsichtsratssitzungen ließ sich der Aufsichtsrat vom Vorstand in schriftlichen und mündlichen Berichten regelmäßig über die geschäftliche und finanzielle Lage der Gesellschaft sowie über das Risikomanagement informieren.

2016 fanden fünf ordentliche Aufsichtsratssitzungen statt. Ein Aufsichtsratsbeschluss wurde im Umlaufverfahren eingeholt. Es handelte sich dabei um die Zustimmung zum Kauf von 80 % des Geschäfts des US-Unternehmens TRANS-MARKET im August 2016.

Die erste Aufsichtsratssitzung 2016 fand am 16. März statt. Unter dem Tagesordnungspunkt »Aufsichtsrats- und Vorstandsangelegenheiten« stellte der Aufsichtsratsvorsitzende Ernst Baumann die aktuelle Amtsperioden der Aufsichtsratsmitglieder vor und wies darauf hin, dass diese von mehreren Mitgliedern im Juni 2016 endet. Er erläuterte dem Gremium die rechtlichen Voraussetzungen, damit Volker Kronseder trotz der »Cooling-off-Period-Regel« auf der Hauptversammlung 2016 neu in den Aufsichtsrat gewählt werden kann. Herr Baumann bestätigte, dass ihm der hierfür laut §100 Abs. 2 Satz 1 Nr. 4 Aktiengesetz geforderte Wahlvorschlag von Aktionären, die mehr als 25 % der Stimmrechte an der KRONES AG besitzen, vorliegt. Weitere Themen der Sitzung waren Anpassungen der Vorstandsvergütungen sowie die formale Regelung, um die Geschlechterquote im Aufsichtsrat getrennt nach Arbeitnehmer- und Anteilseignerseite zu erfüllen. Anschließend präsentierte der Vorstand dem Aufsichtsrat den vorläufigen Konzernabschluss 2015 und stellte die wichtigsten Finanzkennzahlen vor.

Am 27. April traf sich der Aufsichtsrat zur zweiten Sitzung 2016. An dieser nahmen als Gäste zeitweise Vertreter der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft von KRONES teil. Diese erläuterten dem Aufsichtsrat den Prüfungsauftrag und die Schwerpunkte der Prüfung des Jahresabschlusses 2015 und gaben einen detaillierten Überblick über die Abschlussprüfung. Anschließend stellte der Aufsichtsrat den Jahresabschluss der KRONES AG fest und billigte den Konzernabschluss. Darüber hinaus beschlossen die Vertreter der Anteilseigner im Aufsichtsrat einstimmig, der Hauptversammlung am 15. Juni 2016 Volker Kronseder, Philipp Graf von und zu Lerchenfeld, Norman Kronseder, Hans-Jürgen Thaus sowie Prof. Dr. Susanne Nonnast zur Wahl in den Aufsichtsrat vorzuschlagen. Danach legten Aufsichtsrat und Vorstand gemeinsam die Tagesordnung für die Hauptversammlung der KRONES AG am 15. Juni 2016 fest. Im Wirtschaftsbericht erläuterte der Vorstand dem Aufsichtsrat die Zahlen zum ersten Quartal 2016, den Ausblick auf das Gesamtjahr sowie die Statusberichte der einzelnen Unternehmenssegmente.

Im Anschluss an die Hauptversammlung am 15. Juni 2016 fand die dritte und zugleich konstituierende Aufsichtsratssitzung statt. Die Sitzung leitete der stellvertretende Aufsichtsratsvorsitzende Werner Schrödl, der den wiedergewählten Gremiumsmitgliedern Philipp Graf von und zu Lerchenfeld, Norman Kronseder und Hans-Jürgen Thaus ebenso gratulierte wie den neuen Aufsichtsräten Prof. Dr. Susanne Nonnast und Volker Kronseder. Als Gast nahm Ernst Baumann an der Sitzung teil. Bei ihm bedankte sich Werner Schrödl für die jahrelange gute Zusammenarbeit. Anschließend wählte der Aufsichtsrat Volker Kronseder einstimmig zum neuen Aufsichtsratsvorsitzenden. Der Vorstandsvorsitzende Christoph Klenk beglückwünschte Volker Kronseder im Namen des kompletten Vorstands zur Wahl und freute sich auf die künftige Zusammenarbeit.

Zur vierten Sitzung des Geschäftsjahres 2016 traf der Aufsichtsrat am 28. September zusammen. Zu Beginn präsentierte der Aufsichtsratsvorsitzende dem Gremium das Ergebnis zur Effizienzprüfung der Arbeit des Aufsichtsrats. Die Effizienz wurde sehr positiv bewertet. Im anschließenden wirtschaftlichen Bericht erläuterte der Vorstand dem Aufsichtsrat den Abschluss zum 30. Juni 2016 sowie die aktuelle Markt-und Konkurrenzsituation. Darüber hinaus gaben die für die jeweiligen Segmente zuständigen Vorstandsmitglieder einen aktuellen Statusbericht zu den Segmenten ab. Anschließend informierte der Vorstand das Gremium über strategische Maßnahmen und die Mittelfristplanung des Unternehmens.

Die fünfte und letzte Aufsichtsratssitzung 2016 fand am 30. November statt. Zu Beginn befasste sich das Gremium mit allgemeinen Vorstands- und Aufsichtsratsangelegenheiten. Der Aufsichtsrat folgte der Empfehlung des Ständigen Ausschusses, den Vorstandsvertrag von Ralf Goldbrunner bis 31. Dezember 2021 zu verlängern. Danach befasste sich das Gremium mit dem Risikomanagement. Der Aufsichtsratsvorsitzende erläuterte, dass sich die Risikosituation des Konzerns im Vergleich zum Vorjahr insgesamt nicht verändert hat. Ein weiterer Schwerpunkt der fünften Aufsichtsratssitzung war die Jahresplanung 2017.

Arbeit des Prüfungs- und Risikomanagementausschusses

Dem Prüfungs- und Risikomanagementausschuss gehören der Vorsitzende des Aufsichtsrats Volker Kronseder, sein Stellvertreter Werner Schrödl sowie die Aufsichtsratsmitglieder Norman Kronseder, Philipp Graf von und zu Lerchenfeld, Josef Weitzer und Johann Robold an. Vorsitzender des Ausschusses ist Philipp Graf von und zu Lerchenfeld. Der Prüfungs- und Risikomanagementausschuss überwacht die Rechnungslegung, Abschlussprüfung sowie Berichterstattung und fertigt entsprechende Beschlussvorlagen für den Aufsichtsrat an. Darüber hinaus bereitet er die Prüfung des Jahresabschlusses, des Lageberichts und des Prüfungsberichts des Einzel- und Konzernabschlusses durch den Aufsichtsrat vor und spricht Empfehlungen aus. Der Prüfungs- und Risikomanagementausschuss überwacht zudem die Wirksamkeit des internen Kontroll-, des Risikomanagement- sowie des Compliance-Systems.

Der Prüfungs- und Risikomanagementausschuss kam 2016 zu drei Sitzungen zusammen. Am 26. April bereitete er vor der Bilanz feststellenden Aufsichtsratssitzung die Prüfung des Jahresabschlusses, des Lageberichts und des Prüfungsberichts des Einzel- und Konzernabschlusses 2015 durch den Aufsichtsrat vor.

Auf der zweiten Sitzung 2016, die am 8. August stattfand, stand der beabsichtigte Kauf von 80 % des Geschäfts des US-amerikanischen Unternehmens TRANS-MARKET auf der Tagesordnung. Dem Ausschuss wurde das Unternehmen und die Struktur der beabsichtigen Transaktion genau erläutert. Der Prüfungs- und Risikomanagementausschuss fasste danach den einstimmigen Beschluss, dass dem Aufsichtsrat empfohlen werden soll, dem Vorstand die Durchführung der Akquisition zu genehmigen.

Am 29. November fand zur Vorbereitung der Aufsichtsratssitzung vom 30. November die dritte Ausschusssitzung 2016 statt. Dort befasste sich der Prüfungs- und Risikomanagementausschuss mit der aktuellen Risikosituation des Unternehmens und erhielt einen Statusbericht der beiden Abteilungen »Interne Revision« und »Compliance Management«.

Arbeit des Ständigen Ausschusses

Dem Ständigen Ausschuss gehören Werner Schrödl, Norman Kronseder, Josef Weitzer und Volker Kronseder an. Vorsitzender des Ständigen Ausschusses ist Volker Kronseder. Das Gremium befasst sich grundsätzlich mit allen sonstigen Themen, die nicht in den Zuständigkeitsbereich des Prüfungs- und Risikomanagementausschusses fallen. Dazu zählen zum Beispiel die Personalstrategie sowie die Vergütung von Vorstand und Aufsichtsrat. 2016 fanden zwei Sitzungen des Ständigen Ausschusses statt.

Am 15. März bereitete der Ausschuss die Aufsichtsrats- und Vorstandsangelegenheiten vor, die auf der Tagesordnung der Aufsichtsratssitzung am 16. März standen. Ein weiteres Thema war der geplante Erwerb von 60 % am italienischen Anbieter von Intralogistiklösungen SYSTEM LOGISTICS. Nach eingehender Prüfung der Transaktion sprachen sich die Mitglieder des Ständigen Ausschusses einstimmig dafür aus, dass dem Aufsichtsrat die Empfehlung gegeben werden soll, dem geplanten Beteiligungserwerb zuzustimmen.

Auf der Sitzung am 29. November befasste sich der Ständige Ausschuss mit den Amtsperioden der Vorstandsmitglieder. Die ursprüngliche Vertragslaufzeit von Ralf Goldbrunner endet zum 31. August 2017. Da der Ständige Ausschuss die Arbeit von Herrn Goldbrunner sehr positiv beurteilt, beschloss er, dem Aufsichtsrat zu empfehlen, den Vertrag von Herrn Goldbrunner bis 31. Dezember 2021 zu verlängern.

Aufsichtsrat stimmt dem Prüfungsergebnis zu

Der vom Vorstand aufgestellte Jahresabschluss der KRONES Aktiengesellschaft und der Konzernabschluss sowie der Lagebericht der KRONES AG und der Konzernlagebericht zum 31. Dezember 2016 sind durch den von der Hauptversammlung gewählten Abschlussprüfer, der KPMG Bayerischen Treuhandgesellschaft Aktiengesellschaft Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft geprüft und jeweils mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen worden. Der geprüfte Jahresabschluss und der Konzernabschluss sowie der Lagebericht der KRONES AG und der Konzernlagebericht zum 31. Dezember 2016 lagen allen Mitgliedern des Aufsichtsrats rechtzeitig zur Prüfung vor. Die geprüften Abschlüsse und Lageberichte waren am 22. März 2017 Gegenstand der Bilanz feststellenden Aufsichtsratssitzung. An der Sitzung haben auch Vertreter des Abschlussprüfers teilgenommen und dem Aufsichtsrat über die Ergebnisse ihrer Prüfung und über ihre Prüfungsschwerpunkte berichtet.

Der Aufsichtsrat hat das Prüfungsergebnis des Abschlussprüfers zustimmend zur Kenntnis genommen. Nach dem abschließenden Ergebnis der Prüfung durch den Aufsichtsrat ergaben sich keine Einwände. Der Aufsichtsrat hat den Jahresabschluss der KRONES AG festgestellt sowie den Konzernabschluss und den Vorschlag des Vorstands über die Verwendung des Bilanzgewinns gebilligt. Damit ist der Jahresabschluss 2016 der KRONES AG festgestellt.

Die Mitglieder des Aufsichtsrats danken dem Vorstand sowie allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Unternehmens für ihre engagierte und erfolgreiche Arbeit im Geschäftsjahr 2016.

Neutraubling, im März 2017

Der Aufsichtsrat

Volker Kronseder, Vorsitzender des Aufsichtsrats

Zusammensetzung des Aufsichtsrats

Gemäß § 8 Abs. 1 der Satzung werden sechs Mitglieder des Aufsichtsrats von den Aktionären nach dem Aktiengesetz (§§ 96 Abs. 1, 101 AktG) gewählt. Sechs Mitglieder sind nach § 1 Abs. 1, § 7 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 MitbestG von den Arbeitnehmern zu wählen.

Ernst Baumann

Aufsichtsratsvorsitzender bis 15.06.2016

* ZF FRIEDRICHSHAFEN AG

Volker Kronseder

Aufsichtsratsvorsitzender seit 15.06.2016

* UNIVERSITÄTSKLINIKUM REGENSBURG

* WIRTSCHAFTSBEIRAT BAYERISCHE LANDESBANK

Werner Schrödl**

Konzernbetriebsratsvorsitzender

Gesamtbetriebsratsvorsitzender

Stv. Aufsichtsratsvorsitzender

* VERWALTUNGSRAT DER BAYERISCHEN BETRIEBSKRANKENKASSEN

Klaus Gerlach**

Head of Central International

Operations and Services

Norman Kronseder

Land- und Forstwirt

* BAYERISCHE FUTTERSAATBAU GMBH

Philipp Graf von und zu Lerchenfeld

MdB, Dipl.-Ing. agr., WP/StB

Dr. Alexander Nerz

Rechtsanwalt bis 30.05.2016

Professor Dr. jur. Susanne Nonnast

Professorin an der OTH Regensburg seit 15.06.2016

Dr. Verena Di Pasquale**

Stellvertretende Vorsitzende des DGB Bayern

Johann Robold**

Betriebsrat

Petra Schadeberg-Herrmann

Geschäftsführende Gesellschafterin der KROMBACHER FINANCE GMBH,

SCHAWEI GMBH, DIVERSUM HOLDING GMBH & CO. KG

* CHOCOLADEFABRIKEN LINDT & SPRÜNGLI AG

Jürgen Scholz**

1. Bevollmächtigter IG METALL

Geschäftsstelle Regensburg

* INFINEON TECHNOLOGIES AG

Hans-Jürgen Thaus

* HAWE HYDRAULIK SE

* MASCHINENFABRIK REINHAUSEN GMBH

* KURTZ HOLDING GMBH & BETEILIGUNGS KG

* SCHULER AG

Josef Weitzer**

Stellv. Konzernbetriebsratsvorsitzender

Stellv. Gesamtbetriebsratsvorsitzender

Betriebsratsvorsitzender Neutraubling

* SPARKASSE REGENSBURG

* Weitere Aufsichtsratsmandate gemäß § 125 Abs. 1 Satz 5 AktG

** Von den Mitarbeitern gewählt

Zur KRONES Aktie

»Nach der starken Kursperformance unserer Aktie in den Vorjahren, haben sich die KRONES Titel 2016 schwach entwickelt.« Olaf Scholz Leiter Investor Relations

Weltbörsen beenden 2016 nach großen Schwankungen leicht im Plus
KRONES Aktie schließt erstmals seit Jahren mit Kursverlusten
Für 2016 soll eine Dividende von 1,55 € je Aktie ausgeschüttet werden

Nach starken Kursgewinnen in den Vorjahren war für KRONES Aktionäre 2016 kein gutes Jahr. Unsere Aktie sank im Jahresverlauf um 21,2 % auf 86,90 € und entwickelte sich schwächer als der MDAX (+ 6,8 %). Damit musste die KRONES Aktie der überdurchschnittlichen Entwicklung in den Vorjahren Tribut zollen, obwohl es von der Geschäftsentwicklung keine wesentlichen Gründe für die unterdurchschnittliche Performance gab.

Das Börsenjahr 2016 endete insgesamt positiv

Nach einem schwachen Jahresstart gingen die meisten Weltbörsen zum Jahresende mit einem Plus aus dem Rennen. Zunächst starteten die Aktienmärkte mit starken Kursverlusten in das Jahr 2016. Auslöser für die negative Entwicklung bis Mitte Februar waren die schwache Konjunktur in China und der stark fallende Ölpreis. Aber dann sorgte die extrem lockere Geldpolitik der Notenbanken - vor allem der Europäischen Zentralbank - für einen Umschwung. Die Kurse zogen bis zum Brexit-Votum Ende Juni wieder an. Am Tag nach dem Brexit verlor der deutsche Aktienindex DAX zeitweise 10 %. Der Schock wurde aber schnell verdaut und die Märkte starteten eine kleine Sommerrallye. Nach einer Seitwärtsbewegung im Herbst sorgte die US-Präsidentenwahl wieder für Impulse. Verluste am Tag nach der Wahlnacht wurden umgehend wieder wettgemacht und die positive Stimmung an den Märkten gewann bis Jahresende die Oberhand, so dass die meisten Weltbörsen mit einem leichten Plus auf Jahresbasis schlossen.

Wertentwicklung der KRONES Aktie im Vergleich zum MDAX 2016

Bis Ende Mai entwickelte sich unsere Aktie in etwa wie der MDAX. Danach verloren unsere Titel - bis auf einen Zwischenspurt Ende Oktober - kontinuierlich an Boden.

Der DAX beendete 2016 mit einem Plus von 6,9 % bei 11.481 Punkten, nachdem er Mitte Februar noch sein Jahrestief bei 8.700 Punkten markierte. Der Euro-Stoxx-50, mit den größten Werten aus dem Euro-Raum und der japanische Nikkei-Index schlossen das Börsenjahr 2016 nahezu unverändert. In den USA liefen die Börsen überdurchschnittlich gut. Vor allem nach der Wahl des neuen Präsidenten Donald Trump wurden die Märkte von den angekündigten Konjunkturprogrammen getrieben. Der US-Leitindex Dow Jones gewann im Berichtsjahr 13,4 % auf 19.763 Punkte.

KRONES Aktie schwächer als der MDAX

Obwohl KRONES seine Jahresprognose eingehalten hat und eine positive Mittelfristplanung veröffentlichte, entwickelte sich die Aktie nur unterdurchschnittlich.

Der MDAX, der Index für mittelgroße Aktiengesellschaften, dem auch KRONES angehört, legte 2016 mit einem Plus von 6,8 % ähnlich stark zu wie der »große Bruder« DAX und schloss das Börsenjahr bei 22.189 Punkten. Die KRONES Aktie entwickelte sich mit einem Minus von 21,2 % deutlich schwächer als der MDAX. Inklusive der Dividende von 1,45 € errechnet sich für 2016 ein Minus von 19,9 %.

Nach einem schwachen Jahresauftakt fing sich die KRONES Aktie ab Mitte Februar und markierte am 31. Mai bei 108,60 € den Jahreshöchstkurs. Bis zu diesem Zeitpunkt entwickelte sich das Papier noch in etwa so wie der MDAX. Danach ging es mit dem Kurs stetig nach unten. Vor allem nach den Zahlen zum Halbjahr, die die hohen Erwartungen der Analysten nicht ganz erfüllten, verlor die Aktie an Boden. Am 16. September markierte das Papier mit 80,54 € den tiefsten Kurs im Berichtsjahr. Die Bestätigung der Jahresprognose sowie eine neue Mittelfristplanung hauchten unserer Aktie Ende Oktober wieder neues Leben ein und führten zu Kursen um die 95 €. Bis zum Jahresende bröckelte der Wert allerdings wieder ab, so dass die KRONES Aktie das Jahr 2016 mit einem Kurs von 86,90 € beendete.

Kennzahlen der KRONES Aktie

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zum 31.12. 2016 2015 2014
Anzahl Aktien (Mio. Stück) 31,59 31,59 31,59
Free Cashflow je Aktie 1,56 2,04 4,82
Eigenkapital je Aktie 38,79 35,19 31,29
Ergebnis je Aktie 5,40 4,98 4,30
Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) auf Basis des Jahresendkurses 16,1 22,1 18,8
Dividende je Aktie 1,55* 1,45 1,25
Höchstkurs 108,60 117,10 81,99
Tiefstkurs 80,54 78,44 56,43
Jahresschlusskurs 86,90 110,30 80,76

* gemäß Gewinnverwendungsvorschlag

KRONES Aktie langfristig weiterhin mit hoher Rendite

Trotz des schwachen 2016er Jahres weisen unsere Titel langfristig eine überdurchschnittlich hohe Rendite aus. In den vergangenen zehn Jahren stieg der Wert unserer Aktie um 125 %. Der durchschnittliche jährliche Kursgewinn der KRONES Aktie beträgt in diesem Zeitraum 8,5 % und liegt damit über dem Wertzuwachs des MDAX Kursindex (+ 6,4 %), also der MDAX ohne Dividenden. Inklusive der Dividenden und der Annahme, dass die Dividende jeweils wieder in KRONES Aktien angelegt wurde, ergibt sich für die vergangenen zehn Jahre eine durchschnittliche jährliche Rendite von 9,9 %. Der vergleichbare MDAX-Performance-Index legte nur um 8,8 % jährlich zu.

Wertentwicklung der KRONES Aktie im Vergleich zum MDAX 2007 bis 2016

Umsatz mit KRONES Aktien ist 2016 gestiegen

Die KRONES Aktie ist seit dem 29. Oktober 1984 an der Börse notiert und an allen deutschen Börsen handelbar. Unsere Papiere sind Inhaber-Stammaktien ohne Nennwert. Jeder Titel hat auf der Hauptversammlung des Unternehmens eine Stimme. Es gibt insgesamt 31.593.072 KRONES Aktien. Die Aktie ist seit Gründung des MDAX Mitglied in dem Index für mittelgroße Werte der Deutschen Börse.

Entscheidend für die Mitgliedschaft in den renommierten Indizes der Deutschen Börse ist neben dem Börsenwert der im Streubesitz befindlichen Aktien das Handelsvolumen, das über XETRA und den Frankfurter Parketthandel abgewickelt wird. In der Rangliste, die für die Zusammensetzung des 50 Werte umfassenden MDAX herangezogen wird, rutschte die KRONES Aktie Ende 2016 beim Börsenwert auf Rang 44 (Vorjahr: 31) ab. Grund hierfür war der starke Kursverlust von KRONES im Berichtsjahr. Beim Handelsvolumen verbesserten wir uns auf Rang 41 (Vorjahr: 44). Im Gesamtjahr 2016 wurden im Durchschnitt täglich insgesamt rund 60.000 Aktien (Vorjahr: rund 53.000) auf XETRA und an der Frankfurter Börse gehandelt.

Hauptsächlich institutionelle Investoren wickeln ihre Orders häufig über außerbörsliche Plattformen ab. 2016 wechselten im Durchschnitt täglich rund 90.000 KRONES Aktien (Vorjahr: rund 77.000) ihre Besitzer auf solchen Plattformen.

Stammdaten der KRONES Aktie

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Aktienanzahl 31.593.072
Wertpapierkennnummer 633500
ISIN DE0006335003
XETRA-Kürzel KRN

Aktionärsstruktur

Im Aktionärskreis von KRONES gab es im Berichtsjahr keine wesentlichen Veränderungen. Die Familie Kronseder Konsortium GbR hielt zum 31. Dezember 2016 mit 51,58 % die Mehrheit an der KRONES AG. Die Familie will auch künftig stabiler Mehrheitsaktionär bleiben. Das gibt dem Unternehmen die Möglichkeit, langfristig und nachhaltig zu handeln. Der nicht von der Familie gehaltene Anteil, also der Streubesitz, lag Ende 2016 bei 48,42 %.

Aktionärsstruktur (Stand Dezember 2016)

KRONES plant für 2016 eine Dividende von 1,55 € je Aktie

Aufgrund der guten Ergebnisentwicklung werden Vorstand und Aufsichtsrat der Hauptversammlung am 20. Juni 2017 für das Geschäftsjahr 2016 eine Dividende von 1,55 € je Aktie vorschlagen. Gegenüber der Dividende des Vorjahres (1,45 € je Aktie) entspricht das einer Steigerung von 6,9 %. Die langfristige Dividendenpolitik des Unternehmens sieht vor, 25 % bis 30 % des Konzernjahresüberschusses an die Aktionäre auszuschütten. Die Dividende für 2016 entspricht 29,0 % des Konzernergebnisses.

Dividende je Aktie in €

* inkl. 1,00 € Sonderausschüttung

** gemäß Gewinnverwendungsvorschlag

Vorstand präsentiert Investoren neue Mittelfristplanung

KRONES pflegt den intensiven Kontakt mit Analysten und Investoren. Hierfür nutzen wir Einzelgespräche sowie Investoren- und Telefonkonferenzen.

Als MDAX-Unternehmen wird KRONES von vielen internationalen Kapitalmarktexperten beobachtet. Für uns hat der Dialog mit den Kapitalmarktakteuren einen hohen Stellenwert. Im vergangenen Jahr führten Finanzvorstand Michael Andersen und der Leiter der KRONES Investor Relations Olaf Scholz auf Roadshows in den internationalen Finanzzentren viele Einzelgespräche mit Analysten und Investoren. Darüber hinaus nahm KRONES an mehreren Investorenkonferenzen im In- und Ausland teil.

Fester Bestandteil unserer Kapitalmarktkommunikation sind die Telefonkonferenzen, die wir jeweils zu den Jahres- und Quartalszahlen durchführen. Die Telefonkonferenz zum dritten Quartal 2016 am 26. Oktober nutzte KRONES, um die Kapitalmarktexperten erstmals über die neue Mittelfristplanung zu informieren. Alle Präsentationen zu den Telefonkonferenzen sind im Investor-Relations-Bereich unserer Homepage frei abrufbar. Dort stellen wir auch alle anderen wichtigen Informationen zur KRONES Aktie zur Verfügung.

Die jährliche Analystenkonferenz von KRONES fand am 28. April 2016 in München statt. Vorstandsvorsitzender Christoph Klenk und Finanzvorstand Michael Andersen präsentierten dort die festgestellten Zahlen 2015 sowie die Zahlen für das erste Quartal 2016. Darüber hinaus erläuterten sie wichtige strategische Maßnahmen in den einzelnen Segmenten des Unternehmens und beantworteten die Fragen der Analysten.

Hauptversammlung wählt Volker Kronseder in den Aufsichtsrat

Am 15. Juni 2016 fand in Neutraubling die 36. ordentliche Hauptversammlung von KRONES statt. Die Präsenz, also der Anteil des Kapitals am gesamten Grundkapital der Gesellschaft, das auf der Hauptversammlung vertreten war, lag wie im Vorjahr bei hohen 83 %. Die Versammlung leitete letztmals Ernst Baumann, der mit Ablauf der Hauptversammlung aus dem Aufsichtsrat der KRONES ausschied. KRONES Vorstandsvorsitzender Christoph Klenk hielt im Rahmen der Hauptversammlung Rückschau auf das sehr erfolgreiche Wirken von Ernst Baumann und bedankte sich im Namen des gesamten Vorstands für die jahrelange gute Zusammenarbeit. Die anwesenden Aktionäre schlossen sich dem Dank mit großem Applaus an.

Neu in den Aufsichtsrat wählten die Aktionäre auf der Hauptversammlung Prof. Dr. Susanne Nonnast sowie den langjährigen KRONES Vorstandsvorsitzenden Volker Kronseder. Auf seiner konstituierenden Sitzung im Anschluss an die Hauptversammlung wählte der Aufsichtsrat Volker Kronseder einstimmig zum Vorsitzenden des Gremiums.

Mit großer Mehrheit stimmten die Aktionäre dem Dividendenvorschlag zu. Für das Geschäftsjahr 2015 zahlte KRONES eine Dividende von 1,45 € je Aktie (Vorjahr: 1,25 €). Die Ausschüttung entsprach 29 % des Konzernergebnisses 2015 und lag damit am oberen Rand des Zielkorridors von 25 % bis 30 %, den sich KRONES im Rahmen der langfristigen Dividendenpolitik gesetzt hat.

Das KRONES Jahr 2016

1. Quartal

Ende März kaufte KRONES 60 % der Anteile von SYSTEM LOGISTICS. Das norditalienische Unternehmen ist ein führender Lieferant von innovativen Lösungen für die Intralogistik, Materialflusstechnik sowie Lagerhaltung. Mit der Übernahme der Mehrheit an SYSTEM LOGISTICS ergänzte KRONES seine Kompetenzen in der Intralogistik, insbesondere im Bereich der automatischen Kommissioniersysteme.

KRONES startete erfolgreich in das Geschäftsjahr 2016. Im ersten Quartal stieg der Umsatz im Vergleich zum Vorjahr um 4,5 % auf 772,1 Mio. €. Der Auftragseingang legte ebenfalls um 4,5 % auf 822,2 Mio. € zu. Um 9,8 % auf 55,1 Mio. € verbessertes sich das Ergebnis vor Steuern von Januar bis März 2016 im Vergleich zum Vorjahr.

Miserabel war der Jahresauftakt 2016 an den internationalen Aktienbörsen. Schlechte Wirtschaftsnachrichten aus China sowie der stark fallende Ölpreis setzten die Kurse unter Druck. Davon blieb auch die KRONES Aktie nicht verschont. Aufgrund der guten vorläufigen Zahlen für das Geschäftsjahr 2015 erholte sich unser Kurs aber von seinem Tiefstand von 91 € und beendete das erste Quartal bei 105,85 €. Damit stand der Kurs um 4,0 % niedriger als zu Jahresanfang.

2. Quartal

Am 15. Juni fand die Hauptversammlung in Neutraubling statt. Das Aktionärstreffen leitete letztmals Ernst Baumann (r.), der mit Ablauf der Versammlung aus dem Gremium ausschied. Baumann kam 2001 in den Aufsichtsrat von KRONES und war seit 2009 Vorsitzender des Gremiums. Vorstandsvorsitzender Christoph Klenk bedankte sich im Namen des gesamten Vorstands bei Ernst Baumann für die jahrelange gute Zusammenarbeit. Dessen Nachfolge trat Volker Kronseder (l.) an, den die Hauptversammlung in den Aufsichtsrat und das Gremium anschließend zu seinem Vorsitzenden wählten.

Hauptsächlich wegen negativer Währungseinflüsse ging von April bis Juni das Ergebnis vor Steuern im Vergleich zum Vorjahr leicht um 3,2 % auf 52,2 Mio. € zurück. Der Umsatz kletterte hingegen um 3,1 % auf 788,2 Mio. €. Trotz zunehmenden Wettbewerbs stieg der Auftragseingang im zweiten Quartal im Vergleich zum Vorjahr um 5,8 %.

Die Aktienbörsen bewegten sich im zweiten Quartal bis zum 23. Juni unter großen Schwankungen seitwärts. Nach der »Brexit-Entscheidung« brachen die Börsen aber ein. An den folgenden Tagen holten sie zwar einen Großteil ihrer Verluste wieder auf, doch insgesamt war es ein schlechtes Börsenhalbjahr. Die KRONES Aktie verlor in den ersten sechs Monaten 14,1 % und schloss Ende Juni bei 94,80 €.

3. Quartal

Ende August erwarb KRONES 80 % des Geschäfts der TRANS-MARKET. Das US-Unternehmen ist ein führender Anbieter von Prozess-Engineering- und Servicedienstleistungen sowie Automatisierungs-Lösungen für die Getränke- und Nahrungsmittelindustrie. Mit der Mehrheitsbeteiligung baute KRONES die lokalen Kapazitäten für das Engineering sowie den Einkauf aus und stärkte sein Prozesstechnik-Geschäft in den USA.

Im dritten Quartal 2016 beschleunigte sich das Wachstum von KRONES. Der Umsatz legte im Vergleich zum Vorjahr um 6,9 % auf 819,8 Mio. € zu. Um 8,0 % auf 850,1 Mio. € stieg der Auftragseingang. Das Ergebnis vor Steuern (EBT) kletterte von 52,0 Mio. € auf 56,3 Mio. €. Damit verbesserte sich die EBT-Marge im Vergleich zum Vorjahr leicht von 6,8 % auf 6,9 %.

Von Juli bis September 2016 ging der Kurs der KRONES Aktie um 8,6 % zurück. Damit war unsere Aktie im dritten Quartal leider ein »Underperformer«, denn der MDAX stieg im gleichen Zeitraum um 8,8 %. Grund für die schlechte Kursentwicklung waren hauptsächlich unsere Zahlen zum zweiten Quartal 2016, die die hohen Erwartungen der Analysten enttäuschten. Am 30. September lag der Kurs mit 86,60 € um insgesamt 21,5 % niedriger als zu Jahresanfang.

4. Quartal

Von 8. bis 10. November fand in Nürnberg die Brau Beviale statt. Auf der internationalen Investitionsgütermesse für die Brauindustrie stellte KRONES dem Fachpublikum ausgewählte Produktinnovationen vor. Erstmals präsentierten wir uns dort gemeinsam mit SYSTEM LOGISTICS. Das italienische Intralogistikunternehmen führte auf der Brau Beviale den Besuchern fahrerlose Transportsysteme für Produktion und Lager vor.

Der Aktienkurs von KRONES lief im vierten Quartal insgesamt seitwärts. Ende Oktober kam kurzfristig Schwung in den Kurs. Auslöser der Rallye war die Bestätigung unserer Jahresprognose sowie die neue Mittelfristplanung. Dies trieb den Kurs von knapp 83 € bis auf 95 € hoch. Danach bröckelte die Notiz wieder ab. Der Jahresendkurs lag bei 86,90 €. Unterm Strich hat die KRONES Aktie 2016 insgesamt 21,2 % an Wert verloren. Inklusive der Dividende von 1,45 € errechnet sich für 2016 ein Minus von 19,9 %.

Im vierten Quartal liefen die Geschäfte von KRONES gut. Der Quartalsumsatz lag mit 1.011,2 Mio. € um 12,0 % höher als Vorjahr. Das Ergebnis vor Steuern stieg um 10,1 % auf 74,0 Mio. €. Damit haben wir unser Wachstums- und Ergebnisziel für das Gesamtjahr 2016 erreicht.

Konzernlagebericht

KRONES auf einen Blick

Geschäftsmodell, Geschäftsfelder und Organisationsstruktur

KRONES bietet Maschinen und Anlagen für die Abfüll- und Verpackungstechnik sowie für die Getränkeproduktion an. Kunden von KRONES sind Brauereien und Getränkehersteller sowie Unternehmen aus der Nahrungsmittel-, Chemie-, Pharma- und Kosmetikindustrie. Wichtiger Bestandteil des Geschäftsmodells von KRONES sind Service-Leistungen. Das Unternehmen unterhält rund um die Welt Servicezentren und -niederlassungen.

KRONES berichtet über die drei Segmente »Maschinen und Anlagen zur Produktabfüllung und -ausstattung«, »Maschinen und Anlagen zur Getränkeproduktion/Prozesstechnik« sowie »Maschinen und Anlagen für die Compact Class«.

Maschinen und Anlagen zur Produktabfüllung und -ausstattung

In dem mit Abstand größten und ertragsstärksten Segment bietet KRONES Maschinen und Anlagen an, mit denen Kunden ihre Produkte abfüllen, etikettieren, verpacken und transportieren. Teil des Segments sind auch Maschinen und Anlagen, auf denen PET-Behälter hergestellt sowie gebrauchte Kunststoffflaschen zu lebensmitteltauglichem Rezyklat verarbeitet werden (PET-Recycling).

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2016 2015
EBT (Mio. €) 229,6 220,5
EBT-Marge (%) 8,2 8,1
Mitarbeiter* 12.000 11.502

Umsatz in Mio. €

Maschinen und Anlagen zur Getränkeproduktion/Prozesstechnik

In diesem Segment bietet KRONES Maschinen und Anlagen an, mit denen Bier, Softdrinks, Fruchtsäfte sowie Milch- und Milchmischgetränke hergestellt und behandelt werden. Das Intralogistikgeschäft mit den Töchtern SYSKRON, TRIACOS und SYSTEM LOGISTICS sowie das Komponentenangebot der Marke EVOGUARD gehören ebenfalls zum Segment »Getränkeproduktion/Prozesstechnik«.

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2016 2015
EBT (Mio. €) 1,5 - 2,1
EBT-Marge (%) 0,3 - 0,6
Mitarbeiter* 1.450 944

Umsatz in Mio. €

Maschinen und Anlagen für die Compact Class

Im Segment Compact Class bieten die KRONES Töchter KOSME und GERNEP in der Abfüll- und Etikettiertechnik ein ähnliches Produktspektrum wie das Segment »Maschinen und Anlagen zur Produktabfüllung und -ausstattung« an, aber für den niedrigeren Leistungsbereich. Mit KOSME und GERNEP erreichen wir auch kleinere und mittelständische Kunden, die keine Hochleistungsmaschinen benötigen, aber trotzdem auf Qualität setzen.

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2016 2015
EBT (Mio. €) 6,4 4,9
EBT-Marge (%) 5,2 4,5
Mitarbeiter* 523 495

Umsatz in Mio. €

* Konsolidierungskreis

Wesentliche Absatzmärkte und Wettbewerbsposition

Mit einem Anteil von rund 90 % erwirtschaftet KRONES einen Großteil des Umsatzes mit Kunden aus der Getränkeindustrie. Der übrige Erlös stammt von Unternehmen aus dem Non-Beverage-Bereich (Lebensmittel, Milch, Chemie, Pharma, Kosmetik).

KRONES ist stark exportorientiert und erzielt rund 90 % des Konzernumsatzes im Ausland. Die regionale Umsatzverteilung ist dabei insgesamt ausgewogen. In den reifen Industrieländern erwirtschaftet KRONES rund 45 %, auf den stark wachsenden Emerging Markets rund 55 % der Erlöse.

Neben wenigen großen konzerngebundener Unternehmen konkurriert KRONES mit einer Reihe von kleineren Firmen, die nur einzelne Produkte der Abfüll- und Verpackungstechnik anbieten. Unsere wichtigsten Wettbewerber stammen hauptsächlich aus dem Euro-Raum. Chinesische Anbieter buhlen vor allem auf deren Heimatmarkt mit KRONES um Aufträge, zunehmend aber auch auf den internationalen Märkten.

KRONES setzt sich als Full-Service-Anbieter von einem Großteil des Wettbewerbs ab. Ein entscheidender Vorteil ist unser weltweites Serviceangebot, mit dem wir unsere Kunden vor Ort schnell bedienen können. Insgesamt ist KRONES führender Hersteller in der Abfüll- und Verpackungstechnik.

Bezüglich der Gründungen von Tochtergesellschaften im asiatischen Raum verweisen wir auf den Anhang.

Vertriebsregionen des KRONES Konzerns

KRONES hat seinen Hauptsitz in Neutraubling und produziert den Großteil seiner Maschinen und Anlagen in Deutschland. Die Tochter KOSME fertigt in Österreich und Italien. In den Lifecycle Service (LCS) Centern in Franklin (USA), Taicang (China) und São Paulo (Brasilien) stellt KRONES Ersatzteile her. Neben insgesamt sieben LCS Centern an strategisch wichtigen Punkten verfügt das Unternehmen darüber hinaus über ein weltweites Netz an Service- und Vertriebsniederlassungen.

KRONES mit Fabrikkompetenz

KRONES liefert Kunden aus der Getränkeindustrie komplette Fabriken aus einer Hand. Mit unserem einzigartigen Know-how halten wir die Investitions- und Betriebskosten der Kunden niedrig. Ebenso wichtig ist, dass sie ihre Produkte sicher und in höchster Qualität herstellen können.

Wir liefern nicht nur alle Maschinen und Anlagen, die nötig sind, um Getränke herzustellen, abzufüllen und zu verpacken. Darüber hinaus sorgen wir für die komplette Logistik, für Ver- und Entsorgungseinrichtungen sowie moderne IT-Lösungen, die alle Abläufe innerhalb der Produktion steuern und dokumentieren. Wir achten stets darauf, dass alle Gebäude optimal auf die speziellen Produktionsanforderungen zugeschnitten sind.

Anhand des Schaubildes einer kompletten Getränkefabrik stellen wir unsere Leistungen kurz vor.

KRONES bietet alles an, was nötig ist, um Getränke herzustellen. Bei Brauereien ist das Herzstück das Sudhaus, in dem aus Wasser, Hopfen und Malz in mehreren Schritten Bier gebraut wird. Das Sudhaus besteht aus verschiedenen Anlagen wie Malzsilo, Maischpfanne, Läuterbottich, Würzepfanne, Whirlpool und Würzekühler. Anschließend durchläuft das Bier noch Gär- und Lagertanks sowie Filter von KRONES.

Herstellern von Softdrinks bietet KRONES zum Beispiel Anlagen zur Wasseraufbereitung, den Sirupraum sowie Mischer und Karbonisierer an.

Alle Lager- und Produktionsbehälter von KRONES sind präzise gefertigt und fügen sich perfekt in die komplette Fertigung ein.

In der umfangreichen Planungsphase klügelt KRONES nicht nur für die Produktionshallen das perfekte Layout aus. Auch Gebäude wie Verwaltung und Labor müssen auf die speziellen Anforderungen des Kunden zugeschnitten sein.

In der Abfüllhalle stehen viele leistungsstarke Maschinen und Anlagen von KRONES. Dies sind zum Beispiel Streckblasmaschinen, die PET-Rohlinge zu Flaschen aufblasen, Füller für Glas-, Kunststoffflaschen und Dosen, Etikettiermaschinen, Inspektionsanlagen und Flaschenreinigungsmaschinen.

Die abgefüllten Behälter werden auf Pack- und Palettieranlagen von KRONES zu Gebinden zusammengestellt und nach individuellen Kundenwünschen verpackt. Das Angebot von KRONES reicht von einzelnen Palettier-Robotern bis zu kompletten Verpackungsstraßen.

Die KRONES Tochter SYSKRON sowie das italienische Unternehmen SYSTEM LOGISTICS, an dem KRONES mit 60 % beteiligt ist, bieten vollautomatische Hochregallager an, die hocheffiziente Materialflüsse gewährleisten. Jede unnötige Materialbewegung kostet Zeit und Geld.

Im Einzelfall kann aber auch ein halbautomatisches oder manuelles Lager die beste Lösung sein. Auch hierfür ist SYSKRON der ideale Partner.

In der Getränkeindustrie nimmt die Produktvielfalt zu und die Bestellmengen pro Artikel schrumpfen. Darauf müssen Kommissionierung und Versand ausgerichtet sein. KRONES bietet Lösungen, die exakt auf diese Anforderungen zugeschnitten sind. Einen wichtigen Beitrag hierfür leisten die automatischen Kommissioniersysteme der KRONES Mehrheitsbeteiligung SYSTEM LOGISTICS.

Wir erstellen für jede einzelne Fabrik das passende Konzept für die Versorgung mit Wärme, Kühlung, Druckluft sowie Energie und kalkulieren die optimalen Kapazitäten.

Alle Entsorgungseinrichtungen für zum Beispiel Müll und Abwasser legt KRONES passend aus und hilft dabei, dass alle Umweltauflagen erfüllt werden.

Strategie und Steuerungssystem

»KRONES hat sich bis 2020 ehrgeizige Ziele gesetzt. Um sie zu erreichen, muss das komplette KRONES Team jeden Tag hart dafür arbeiten.« Christoph Klenk CEO

KRONES ist auf dem Markt für Maschinen und Anlagen tätig, mit denen Getränke und andere flüssige Lebensmittel (Liquid Food) hergestellt, abgefüllt und verpackt werden. Der Markt wächst relativ stabil mit jährlich rund 4 bis 5 %. Wachstumstreiber sind Megatrends, wie die stetig wachsende Bevölkerung, der zunehmende Wohlstand in den aufstrebenden Ländern sowie die Abwanderung vieler Menschen vom Land in die Stadt. Zudem nimmt die Zahl der Verpackungsformen und Getränkesorten deutlich zu.

KRONES positioniert sich als Komplettanbieter auf diesem Markt. Wir bieten den Kunden aus der Liquid-Food-Industrie alles aus einer Hand an, von Produkten für die Getränkeherstellung über die Abfüllung bis hin zur Verpackung. Darüber hinaus komplettieren die Bereiche Intralogistik sowie ein weltweiter Service das Portfolio. Unser Angebotsspektrum reicht von »einfach« bis »höchst anspruchsvoll«.

Neben den großen europäischen Wettbewerbern gibt es viele kleine Anbieter, verstärkt auch aus China, die auf unserem Markt tätig sind. Die meisten Wettbewerber bieten entweder bestimmte Teile für die Getränkefabrik an, oder sind in bestimmten Regionen tätig. KRONES ist mit seinem Komplettangebot sehr gut positioniert und will diese gute Marktstellung im Kernsegment verteidigen und in den beiden kleineren Segmenten deutlich ausbauen.

Neben den Chancen, die der Markt bietet, gibt es auch viele Herausforderungen zu bewältigen. Starke Schwankungen der Weltwirtschaft und teils heftige Krisen in einzelnen Ländern und Regionen werden nahezu Standard. Dies alles zwingt uns flexibler, schneller und regionaler zu werden. Das Strategie-Programm Value, das wir seit 2011 umsetzen, half uns auch 2016, die auftretenden Nachfrageschwankungen gut auszugleichen und unsere Prognosen für Umsatz und Ergebnis zu erreichen. Hierzu haben alle drei Segmente ihren Beitrag geleistet.

7/8/22 ist unser neues mittelfristiges Ziel bis 2020

KRONES hat mit der Kennzahl »Working Capital im Verhältnis zum Umsatz« eine neue Zielgröße. Sie ersetzt den ROCE.

Um das Unternehmen nachhaltig voranzubringen, hat sich das KRONES Team neue mittelfristige Ziele gesetzt. 7/8/22 steht für

7 % durchschnittliches Umsatzwachstum pro Jahr
8 % Umsatzrendite vor Steuern (EBT-Marge)
22 % bei der Kennzahl Working Capital im Verhältnis zum Umsatz

Die Kennzahl Working Capital im Verhältnis zum Umsatz ist ab 2017 die neue dritte Zielgröße von KRONES. Sie tritt an Stelle des ROCE. Der wesentliche Grund hierfür ist, dass wir mit der neuen Zielgröße die Transparenz erhöhen. Darüber hinaus lassen sich die einzelnen Bestandteile, aus der sich die Kennzahl berechnet, gut und direkt zuordnen.

Mit verschiedenen Maßnahmen wollen wir unsere Ziele bis 2020 erreichen.

Diese Ziele sind aufgrund der Marktherausforderungen durchaus ehrgeizig. Der Kampf um Aufträge bleibt intensiv. Auf der Kundenseite führen Übernahmen und Fusionen zu Investitionsverzögerungen und stärkerer Einkaufsmacht. Für die Absatzpreise ist daher kurz- und mittelfristig keine Besserung in Sicht. Außerdem werden die fortschreitende Digitalisierung und Vernetzung der Produktion unseren Markt und die Geschäftsmodelle nachhaltig verändern und Investitionen erfordern.

Wachstumschancen nutzen

Neben dem für KRONES relevanten Marktwachstum von 3 % will das Unternehmen durch Akquisitionen und neue Lösungen wachsen. Zudem sorgen neue Getränkesorten und -verpackungen für höhere Nachfrage nach anspruchsvollen KRONES Produkten. Insgesamt will KRONES jährlich 7 % Umsatzwachstum erzielen.

Der Markt, den KRONES mit seinen Produkten adressiert, wächst nach eigenen Schätzungen um 3 %. Um die angestrebten durchschnittlich 7 % Umsatzwachstum jährlich zu erreichen, müssen wir die Chancen, die der Markt bietet, konsequent nutzen. KRONES strebt daher in den Märkten, in denen der Getränkekonsum stark wächst, ein über dem Konzerndurchschnitt liegendes Wachstum an. Deshalb werden wir in den Regionen Afrika/Mittlerer Osten, Asien-Pazifik sowie in China unser Geschäft deutlich ausweiten.

Ein weiterer Wachstumstreiber ist die stark zunehmende Vielfalt an abgefüllten Produkten und Produktverpackungen. Dies erfordert Maschinen und Anlagen, die extrem flexibel einsetzbar sind. Mit technologisch führenden Produkten wie der Verpackungsstraße Varioline oder dem Contiform AseptBloc will KRONES von diesem Trend profitieren.

Auch Firmenzukäufe werden das Wachstum in Zukunft stützen. 2016 hat KRONES die Mehrheit an der weltweit agierenden italienischen SYSTEM LOGISTICS übernommen. Damit haben wir das Produktportfolio im wichtigen Bereich Intralogistik erheblich ausgebaut. Durch die mehrheitliche Übernahme des Geschäfts von TRANS-MARKET stärkten wir in der Prozesstechnik die Präsenz und das Engineering-Know-how in Nordamerika. KRONES will auch künftig den Fokus auf profitable Unternehmen mit einem Umsatz in der Größenordnung von 20 bis 70 Mio. € legen. Rund 2 % des jährlichen Umsatzwachstums sollen bis 2020 aus Akquisitionen kommen.

Ausbau des eigenen Produktportfolios

KRONES hat seine Kernbereiche auf die Bedürfnisse seiner Kunden ausgerichtet. Das Unternehmen liefert alle Produkte und Services für den erfolgreichen Betrieb einer Getränkefabrik.

Unser Geschäftsmodell ist genau auf die Bedürfnisse unserer Kunden abgestimmt.

Um deren Zufriedenheit weiter zu steigern, wird KRONES die Kernbereiche (Getränkeherstellung, Abfüllung und Verpackung, Intralogistik, IT-Solutions und Service) mit neuen Produkten und Lösungen stärken. Diese sollen ebenfalls einen Beitrag zum geplanten Wachstum leisten. In der Säule Getränkeherstellung/Prozesstechnik werden wir die Ende 2015 eingeleiteten Maßnahmen für zusätzliches Wachstum weiter umsetzen. Der Fokus liegt dabei auf dem Aus- und Aufbau internationaler Hubs. So können wir noch schneller und kostengünstiger auf die Wünsche der Kunden reagieren. Aus den gut vernetzten internationalen Hubs heraus wird KRONES die Lieferantenstruktur vor Ort sowie das After-Sales-Geschäft ausbauen und verstärkt auch kleinere Projekte realisieren.

In der Abfüll- und Verpackungstechnik sehen wir im Midrange-Geschäft, also bei weniger komplexen Anlagen mit hoher Leistung, noch gute Wachstumschancen. KRONES deckt mit seinen Produkten bislang die komplexen Anforderungen der Kunden bestens ab, sowohl im hohen als auch im niedrigen Leistungsbereich. Um im Kernsegment weiteres Wachstum zu erzielen, wird KRONES verstärkt kostenoptimierte einfache Produkte und Lösungen entwickeln. Ein gutes Beispiel hierfür ist der Ergobloc LC, den wir speziell für die Anforderungen auf Schwellenmärkten entwickelt und erfolgreich eingeführt haben. Er ist eine stark reduzierte Variante unseres erfolgreichen »All-in One-Systems« ErgoBloc L.

Der Bereich Intralogistik ist für die Kunden und somit auch für KRONES von hoher Bedeutung. Unsere Kompetenz über die komplette Wertschöpfungskette macht KRONES zum besten Partner für Intralogistik-Lösungen. Durch die Übernahme von SYSTEM LOGISTICS und den Ausbau von SYSKRON ist KRONES bereits gut positioniert, um die hohen Wachstumschancen des Marktes zu nutzen. Wir wollen die Position im Intralogistikbereich in den kommenden Jahren sowohl regional als auch produkttechnisch weiter stärken.

Die Digitalisierung in der Getränkefabrik eröffnet mittel- bis langfristig gute Wachstumschancen. KRONES ist in der Lage, alle Material- und Datenflüsse entlang des gesamten Produktionsprozesses beim Kunden zu erfassen und auszuwerten. Dies ist die Basis für neue Geschäftsmodelle. KRONES arbeitet an vielen verschiedenen Produkten und Lösungen, die dem Kunden Mehrwert schaffen. Mit dem SitePilot bieten wir beispielsweise unseren Kunden eine Software, mit der sie alle Produktionsabläufe planen, kontrollieren, analysieren und dokumentieren können. Zudem haben wir 2015 mit TRIACOS einen erfahrenen SAP-Integrator gekauft, der mit seinem SAP-Know-how unsere IT-Kompetenzen beim Kunden deutlich erweitert und eine geeignete Plattform für neue Produkte bietet.

Profitabilität steigern

Um die Profitabilität weiter zu steigern, wird KRONES seinen Global Footprint erweitern. Auch die weitere Modularisierung und der Ausbau des Service-Geschäfts sollen die Ertragskraft stärken.

Um die Ertragskraft in allen drei Segmenten weiter zu verbessern, wird KRONES seine weltweite Präsenz vergrößern. Hierzu planen wir einen größeren Teil des Einkaufs, des Engineerings sowie Teile der Produktion zunehmend in den Regionen aufzubauen, in denen unsere Kunden ihre Fabriken betreiben. Dadurch können wir in den aufstrebenden Märkten regionen-spezifische Produkte zu wettbewerbsfähigen Preisen schnell und kompetent anbieten. Hierbei spielt eine kostenoptimierte Lieferantenstruktur in den jeweiligen Regionen eine wichtige Rolle.

Ein wesentlicher Kostenfaktor bei KRONES sind die Einkaufspreise für Material. In der nächsten Stufe der Modularisierung werden wir die Module dahingehend optimieren, dass sie einfacher werden. So können mehr Lieferanten, auch aus Niedrig-Kosten-Ländern, unsere Anforderungen erfüllen. Das erhöht den Wettbewerb und führt zu besseren Einkaufspreisen.

Der weitere Ausbau unseres Service-Geschäfts soll die Ertragskraft von KRONES nachhaltig stärken. Entscheidend hierfür ist es, genügend qualifizierte Mitarbeiter aus der Region zu gewinnen. Um die vergleichsweise hohe Fluktuation in den Emerging Markets zu verringern, investieren wir stark in die Aus- und Weiterbildung der Mitarbeiter vor Ort. Auch durch andere personalpolitische Maßnahmen wollen wir die Bindung unserer Service-Mitarbeiter vor Ort steigern. Nur so kann KRONES die Chancen im ertragsstarken After-Sales-Geschäft nutzen.

Working Capital optimieren

Die Verbreiterung des Global Footprint, lokaler Einkauf und Modularisierung werden auch das Working Capital straffen. Geringere Vorratshaltung sowie kürzere Liefer- und Durchlaufzeiten entlasten das betriebsnotwendige Kapital ebenso wie besseres Forderungsmanagement und schnellere Fertigstellung in der Außenmontage. Nur wenn wir jeden Tag daran arbeiten, werden wir unser Working Capital im Verhältnis zum Umsatz in den kommenden Jahren reduzieren und somit unser mittelfristiges Ziel für diese Kennzahl von 22 % erreichen.

Gesunde Finanz- und Kapitalstruktur gibt Spielraum für Investitionen

Mit einer Nettoliquidität von knapp 370 Mio. € und einer Eigenkapitalquote von rund 40 % stehen wir auf finanziell sehr gesunden Füßen. Das gibt uns den nötigen Freiraum, um unabhängig von Fremdkapitalgebern Investitionsentscheidungen schnell und unkompliziert zu treffen. Den Free Cashflow will KRONES in den kommenden Jahren - nach dem schwachen Jahr 2016 - deutlich steigern, damit wir weiterhin ausreichend Geld für Wachstumsinvestitionen, Firmenzukäufe und Dividenden ausschüttungen erwirtschaften. Unsere Cash-Verwendungsstrategie sieht vor, dass wir 25 bis 30 % des erzielten Gewinns den Anteilseignern als Dividende ausschütten.

Einen großen Teil der freien Mittel werden wir weiter in unser künftiges internes Wachstum investieren. Hierzu zählen neben dem Ausbau deutscher Standorte auch der Aus- und Aufbau internationaler Standorte. In neue Produkte und Technologien - vor allem in die Digitalisierung - werden wir ebenfalls investieren. Für den geplanten Mitarbeiteraufbau in den Wachstumsregionen wird auch Geld verwendet.

Unsere Mitarbeiter sind die Basis für nachhaltigen Erfolg

Hinter jedem Euro Umsatz, den KRONES erwirtschaftet, steckt die Arbeit der KRONES Mitarbeiter. Sie sind dafür verantwortlich, dass die Kunden mit unseren Produkten und Services zufrieden sind. Um das geplante Wachstum zu stemmen, wollen wir neue Mitarbeiter für KRONES begeistern. Nur als attraktiver Arbeitgeber können wir im Wettbewerb um die besten Mitarbeiter erfolgreich sein. Daher wird KRONES auch künftig stark in unsere Belegschaft investieren und sie kontinuierlich aus- und weiterbilden. Vor allem an unseren internationalen Standorten werden wir unsere Anstrengungen deutlich forcieren und die Ausbildungscenter in Afrika, China, Südamerika und den USA weiter ausbauen.

Christoph Klenk, CEO

Das Steuerungssystem von KRONES

Das Management von KRONES steuert den Konzern und die drei Segmente vorrangig anhand folgender finanzieller Leistungsindikatoren:

Umsatz
Ergebnis vor Steuern (EBT)
EBT-Marge (Ergebnis vor Steuern im Verhältnis zum Umsatz)
Working Capital im Verhältnis zum Umsatz

Um unsere Marktposition zu festigen und Größenvorteile zu nutzen, streben wir grundsätzlich ein Umsatzwachstum über dem Marktdurchschnitt an.

Das Ergebnis vor Steuern (EBT) ist eine wichtige Ertragskennziffer. Aus dem EBT muss der Konzern die Steuern und Dividenden zahlen sowie die Investitionen tätigen.

Die Profitabilität, gemessen an der EBT-Marge, ist eine der zentralen Ziel- und Messgrößen. Sie gibt an, wie hoch die Ertragskraft des Unternehmens bezogen auf den Umsatz ist. Für den Konzern ermitteln wir die Zielmarge als gewichteten Durchschnitt der drei Segmente.

Unsere neue Steuerungsgröße ist das Working Capital im Verhältnis zum Umsatz.

Das Working Capital, also das betriebsnotwendige Kapital, errechnet sich wie folgt: (Vorräte + Forderungen aus Lieferungen und Leistungen + geleistete Anzahlungen) - (Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen + erhaltene Anzahlungen). Diese Kennzahl gibt an, wie viel Kapital zur Finanzierung des Umsatzes eingesetzt werden muss. Je niedriger diese Kennzahl, um so weniger Kapital ist gebunden und um so mehr finanzieller Spielraum besteht für eine anderweitige Verwendung der liquiden Mittel.

Zusätzlich zu den Steuerungsgrößen orientieren wir uns darüber hinaus am Free Cashflow (Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit abzüglich Cashflow aus der Investitionstätigkeit).

REGION ASIEN/PAZIFIK

Die Wirtschaft in der Region Asien/Pazifik wächst seit Jahren stärker als die Weltwirtschaft. Davon profitiert auch die Bevölkerung. Immer mehr Menschen steigen in die Mittelschicht auf, die Kaufkraft und Konsumfreude nehmen zu. Bestes Beispiel hierfür ist Indonesien, der mit rund 240 Mio. Einwohnern viertbevölkerungsreichste Staat der Welt. Aufgrund der stetig steigenden Nachfrage investieren nationale und internationale Getränke- und Lebensmittelunternehmen in Asien kräftig in leistungsstarke Abfüll- und Verpackungsanlagen.

Umsatz- und Mitarbeiterentwicklung Region Asien/Pazifik

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2012 2013 2014 2015 2016
Umsatz in Mio. € 340,3 378,6 532,7 489,9 402,3
Mitarbeiter 293 400 453 502 602

Das LCS Center Bangkok bündelt alle Service-Aktivitäten für Südostasien, Australien und den dazwischen liegenden Pazifikraum. Unseren Kunden stehen dort qualifizierte Mitarbeiter für Service-Einsätze sowie Spezialisten für den technischen Support zur Verfügung.

Mit Vollgas in das PET-Zeitalter

Auf den Philippinen werden kohlensäurehaltige Softdrinks (CSD) oft in Mehrwegglas angeboten. Wegen herausfordernder Lieferwege in dem Land mit seinen rund 1.000 bewohnten Inseln - bei Mehrweg hin und zurück -hat dies einige Nachteile. Coca-Cola FEMSA Philippines hat daher entschieden, auf PET-Einwegbehälter umzusteigen. Und zwar mit Vollgas.

Philippinische Softdrinkanbieter setzen verstärkt auf leichte PET-Behälter

Quelle: Euromonitor

Der Kunde wollte eine Anlage, die mindestens 72.000 Behälter pro Stunde abfüllt und dabei niedrige Anschaffungs- und Betriebskosten (Total Cost of Ownership) ausweist. Kein Wunder, dass sich KRONES bei diesen hohen Anforderungen gegen vier Wettbewerber durchsetzen konnte und die Wahl von Coca-Cola FEMSA Philippines auf unseren ErgoBloc L fiel.

Die Anlage in Blockbauweise besteht aus einer Blasmaschine, einer Etikettiermaschine und einem Füller. Coca-Cola FEMSA Philippines orderte zunächst zwei ErgoBloc L mit einer Leistung von je 81.000 Behältern pro Stunde. Damit sind die Anlagen weltweit die schnellsten CSD-Linien für PET. Wenige Monate später kaufte der Kunde zwei weitere Anlagen mit einer Leistung von je 63.000 Behältern pro Stunde. »Wir verlangten eine sehr zuverlässige Technologie, um zu signifikant niedrigeren Kosten produzieren zu können. Unter diesen Voraussetzungen war KRONES die richtige und beste Wahl«, fasst der Produktionschef von Coca-Cola FEMSA Philippines Juan Ramon Felix zusammen.

REGIONEN DEUTSCHLAND UND MITTELEUROPA

Deutschland ist die Heimat von KRONES. Hier produzieren wir an sieben Standorten den größten Teil unserer Maschinen und Anlagen. Deshalb sind in Deutschland auch die meisten unserer Mitarbeiter beschäftigt. Der Anteil des inländischen Geschäfts am Konzernumsatz beträgt rund 10 %. Die Vertriebsregion Mitteleuropa umfasst die Länder Österreich, Schweiz und Niederlande. Die Projekte der Kunden aus Deutschland und Mitteleuropa sind technisch meist anspruchsvoll. Effizienz und Einsparungen von Ressourcen stehen bei Investitionsentscheidungen oft ganz oben.

Umsatz- und Mitarbeiterentwicklung Regionen Deutschland und Mitteleuropa

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2012 2013 2014 2015 2016
Umsatz in Mio. € 319,6 383,0 445,4 535,1 568,6
Mitarbeiter 9.116 9.140 9.384 9.812 10.249

Neutraubling ist Sitz des LCS Centers Europa - und zugleich das Herz des gesamten Vertriebs- und Servicenetzes. Von hier aus werden nicht nur alle deutschen und europäischen Kunden betreut, sondern darüber hinaus der weltweite Service mit seinen rund 2.400 Mitarbeitern im Außendienst koordiniert. In Neutraubling befindet sich auch die Zentrale der KRONES Akademie. Sie bietet unseren Kunden vielfältige praxisorientierte Schulungen.

Traditionelle Braukunst mit innovativen Anlagen

Mehr als 380 Jahre braute Paulaner sein weltbekanntes Bier am Nockherberg in der Münchener Au. Dann zog die Brauerei an den neuen Standort Langwied im Westen Münchens. Die KRONES Marke STEINECKER stattete die neue Großbrauerei mit zwei kompletten Sudlinien aus und lieferte weitere wichtige Komponenten für den gesamten Brauprozess.

Deutschland ist Europameister in der Bierproduktion

Bierproduktion 2015 in Mio. Hektolitern (Quelle: The Brewers of Europe)

Paulaner war von Anfang an wichtig, traditionelle Braukunst mit hochmodernen Anlagen zu kombinieren. »Die Technologie von STEINECKER machte uns die Entscheidung leicht«, begründet der Geschäftsführer Supply Chain der Paulaner Brauerei Dr. Stefan Lustig den Zuschlag für KRONES. Die neue Brauerei ist auf eine Leistung von jährlich rund 3,5 Mio. Hektoliter ausgelegt. Kernstück ist das Sudhaus. Hierfür lieferte STEINECKER zwei Sudlinien, die je zehn Sude pro Tag mit 900 bis 980 Hektoliter heißer Würze pro Sud ausstoßen können.

Vom Sudhaus fließt das Bier in den Gär- und Lagerkeller. Dort »reift« es und wird gefiltert. Im Keller der Brauerei sind 63 Tanks sowie eine Filtrations-Anlage von Steinecker im Einsatz. Bei der Kellerverrohrung setzte Paulaner auf Ventile der KRONES Tochter EVOGUARD. »Die Zusammenarbeit mit KRONES war von Anfang an sehr gut«, freute sich Dr. Lustig nach Abschluss des Großprojekts.

REGION MITTLERER OSTEN/AFRIKA

In der Region Mittlerer Osten/Afrika nimmt die Bevölkerungszahl überproportional zur Weltbevölkerung zu. Gleichzeitig drängen dort immer mehr Menschen in die Städte. Mit durchschnittlichen jährlichen Wachstumsraten von mehr als 7 % dürfte die Nachfrage nach abgepackten Getränken in dieser Region in den kommenden Jahren so stark wachsen wie sonst nirgends auf der Welt.

Umsatz- und Mitarbeiterentwicklung Region Mittlerer Osten/Afrika

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2012 2013 2014 2015 2016
Umsatz in Mio. € 383,0 454,1 422,8 431,8 570,4
Mitarbeiter 285 339 363 376 386

Die Vertriebsregion Mittlerer Osten/Afrika ist sehr groß. Die Niederlassung in Lagos (Nigeria) ist für das westliche Afrika zuständig, die Niederlassung Nairobi (Kenia) kümmert sich um das östliche Afrika. Beide sind eng an das LCS Center in Johannesburg (Südafrika) angebunden. Dieses verfügt über ein großes Logistikzentrum, aus dem wir unsere Kunden schnell und direkt mit hochwertigen Original-Ersatzteilen bedienen können.

Afrika wächst und recycelt

Mit hohen Investitionen reagieren internationale Getränkekonzerne auf die stark steigende Nachfrage in der Region Mittlerer Osten/Afrika. Als zuverlässiger Partner liefert KRONES modernes und leistungsstarkes Equipment zur Produktion und Verpackung von Getränken. Wir gehen aber einen Schritt weiter. Mit der PET-Recyclinganlage MetaPure leisten wir einen wichtigen Beitrag, um die vielen gebrauchten Getränkeflaschen aus PET zu einem wertvollen Grundstoff für neue Kunsstoffflaschen zu verarbeiten (Bottle-to-Bottle-Recycling).

In Südafrika werden zunehmend mehr Softdrinks in PET-Behälter abgefüllt

Quelle: Euromonitor

Mpact, einer der führenden Papier- und Verpackungshersteller Südafrikas, nahm Ende 2015 die größte Bottle-to-Bottle-Recycling-Anlage in Betrieb, die KRONES jemals gebaut hat. Auf der Anlage können jährlich 29.000 Tonnen gebrauchte PET-Flaschen zu 21.000 Tonnen Rohmaterial für neue Flaschen verarbeitet werden. Mpact ist damit in der Lage, nahezu ein Viertel aller PET-Behälter, die von der gesamten südafrikanischen Getränkeindustrie produziert werden, wiederzuverwerten.

KRONES MetaPure arbeitet sehr wirtschaftlich und zeichnet sich durch niedrigen Energie- und Wasserverbrauch aus. Darüber hinaus ist die Anlage von der US-amerikanischen Gesundheitsbehörde FDA zertifiziert. Sie liefert also garantiert lebensmitteltaugliches PET-Rohmaterial.

REGION NORD- UND MITTELAMERIKA

Die Region Nord- und Mittelamerika zählt zu den etablierten Märkten von KRONES. Hier kommt das Wachstum weniger von steigenden Bevölkerungszahlen und Verstädterung, sondern von Ersatzinvestitionen und neuen Getränkearten. In dieser Region hat in den vergangenen Jahren vor allem das Craft-Beer, also handwerklich (englisch: craft) gebrautes Bier, einen enormen Aufschwung genommen.

Umsatz- und Mitarbeiterentwicklung Region Nord- und Mittelamerika

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2012 2013 2014 2015 2016
Umsatz in Mio. € 327,7 331,1 274,0 437,5 504,9
Mitarbeiter 488 519 529 559 602

Das nach Neutraubling größte und älteste LCS Center in Franklin (USA) betreut die komplette Region Nord- und Mittelamerika. Mehrere hundert qualifizierte Mitarbeiter bieten dem Kunden vor Ort die bewährten Service-, Support- und Trainingsangebote. Zudem fertigt KRONES in Franklin Ersatzteile, Führungsgarnituren und Blasformen.

Handwerklich brauen liegt im Trend

Craft-Beer legt in einem ansonsten in den USA gesättigten Biermarkt seit mehreren Jahren mit zweistelligen Steigerungsraten zu. 2015 erzielten die Biere dieser kleineren, konzernunabhängigen Brauereien bereits mehr als 20 Prozent des gesamten Bierumsatzes in den USA.

Anzahl der »Craft Brewer« in den USA steigt

Quelle: Brewers Association

KRONES hat auf diesen - auch in Europa stark verbreiteten - Trend schnell reagiert und unterstützt die kleineren Brauereien mit den geeigneten Maschinen und Anlagen. Craft-Brewer brauen viele verschiedene Biere und produzieren geringere Mengen. Sie benötigen Brautechnik, die häufige Sortenwechsel und unterschiedliche Produktionsmengen problemlos bewältigt. Hierfür hat KRONES die CombiCube Produktfamilie erweitert.

In unserem Kompaktsudhaus CombiCube B braut beispielsweise das Unternehmen Avery Brewing aus Boulder, Colorado, das zu den Pionieren der US-amerikanischen Craft-Beer-Szene zählt, nicht weniger als 52 verschiedene Biersorten. Darüber hinaus haben wir den flexiblen Dosenfüller Craftmate entwickelt, der perfekt auf die Bedürfnisse von Craft Brewer zugeschnitten ist. Insgesamt hat sich KRONES in einer stark wachsenden Nische erfolgreich positioniert.

REGIONEN OSTEUROPA UND RUSSLAND/ZENTRALASIEN (GUS)

Die Staaten Osteuropas und Zentralasiens gehören zu den Schwellenländern und bieten langfristig gute Wachstumsperspektiven. Derzeit haben einige Länder wirtschaftliche Schwierigkeiten, weil der Handelspartner Russland in der Rezession steckt. Das bremst auch die Geschäfte von KRONES vorübergehend. Wir verfügen in Osteuropa und Zentralasien über langjährige Kundenbeziehungen.

Umsatz- und Mitarbeiterentwicklung Osteuropa, Russland und Zentralasien

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2012 2013 2014 2015 2016
Umsatz in Mio. € 226,4 184,2 196,2 172,7 193,7
Mitarbeiter 121 132 136 147 155

Weiterer Pluspunkt: Unser umfangreiches Angebot im Bereich Lifecycle Service. Das LCS Center für die Region Osteuropa und Russland/Zentralasien (GUS) ist der KRONES Niederlassung in Moskau angegliedert. Hier laufen die Fäden für alle LCS Aktivitäten in diesen Regionen zusammen.

Erfolgreiches Linien-Puzzle

Die polnische Bosman Brewery, Teil der Carlsberg-Gruppe, beschloss, ihre Braustätte in Stettin (Polen) mit einer zweiten Mehrwegglas-Linie zu erweitern. Da gleichzeitig bei einer russischen Carlsberg-Tochter Kapazitäten frei waren, entstand die Idee, diese Anlage nach Stettin zu versetzen. Ein schwieriges Unterfangen, mit dem Carlsberg den KRONES Lifecycle Service betraute.

1 Transport der Einweglinie von Samara nach Stettin.

2 Maschinen aus der Mehrweganlage entfernen und restliche Anlage umbauen.

3 Die Etikettiermaschine Multimodul nach Neutraubling transportieren und umbauen.

4 Die Aggregate in Stettin in die Einweganlage integrieren und diese so zu einer Mehrweglinie umfunktionieren.

Das Problem: Im russischen Samara stand eine Einweglinie, in Stettin wurde aber eine Mehrweglinie benötigt. Daher kam noch ein dritter Carlsberg-Standort ins Spiel: In Kiew (Ukraine) standen genau die Maschinen, die für eine Mehrweglinie noch gebraucht wurden. Teams des KRONES Lifecycle Service Geschäfts (LCS) nahmen die Anlagen in Samara und Kiew unter die Lupe und legten fest, welche Ersatzteile, Umbauten und Upgrades nötig sind. Die Abfüllhalle in Stettin passte das LCS-Team an die neue Anlage an.

Die nächste Herausforderung war, die Maschinen aus Russland und der Ukraine in die Anlage in Stettin einzufügen und die »neue« Mehrweglinie innerhalb der geforderten Zeit in Betrieb zu nehmen. Das ist KRONES gelungen. Die vertraglich garantierte Leistung der Linie wurde sogar übertroffen.

REGION SÜDAMERIKA/MEXIKO

Mittel- und langfristig sind die Aussichten in Südamerika aufgrund des Bevölkerungswachstums gut. Zurzeit kämpfen aber einige Länder Südamerikas mit wirtschaftlichen Problemen. Deshalb war der Umsatz von KRONES in der Region Südamerika/Mexiko in den vergangenen Jahren rückläufig. In Mexiko, das gemeinsam mit Südamerika eine Vertriebsregion bildet, war KRONES allerdings auch zuletzt sehr erfolgreich.

Umsatz- und Mitarbeiterentwicklung Region Südamerika/Mexiko

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2012 2013 2014 2015 2016
Umsatz in Mio. € 349,2 387,6 372,9 304,1 314,4
Mitarbeiter 438 485 501 519 549

Das LCS Center in São Paulo (Brasilien) koordiniert die Service-Einsätze für Kunden in der südamerikanischen Region. Es verfügt über eine eigene Fertigung, in der Ersatzteile und Führungsgarnituren hergestellt werden. LCS Kunden aus Mexiko werden vom LCS Center in Franklin, USA, betreut.

Tequila - Genuss in jeder Form

Einen »hochprozentigen« und anspruchsvollen Auftrag erteilte der mexikanische Tequila-Hersteller Jose Cuervo. Das Unternehmen suchte nach einer leistungsstarken und flexiblen Abfüllanlage. Neben unserer Technologie überzeugte Cuervo der kompetente Service von KRONES. Es war nicht nur die erste Komplettanlage, die wir beim traditionsreichen Tequila-Fabrikanten installierten, sondern mit 26.000 Flaschen pro Stunde auch die bislang leistungsstärkste Abfüllanlage für Spirituosen bei Jose Cuervo.

In Mexiko legt der Spirituosen-Konsum kontinuierlich zu

Nachfrage nach Spirituosen in Mio. Liter; e = erwartet

Quelle: Euromonitor

Damit kein Tropfen verloren geht, muss der hochwertige Tequila mikrobiologisch absolut sicher verarbeitet und perfekt abgefüllt werden. Anforderungen, für die sich der KRONES Füller Isofill als Kern der Anlage ideal eignet.

Die eigentliche Herausforderung des Projekts war aber, dass das Getränk in viele verschiedene Flaschenformen abgefüllt werden muss. Das war einer der Gründe, warum Jose Cuervo sein Vertrauen KRONES schenkte -eine richtige Entscheidung. Die Anlage verarbeitet insgesamt 15 verschiedene Flaschenformate mit 375 Milliliter bis 1,75 Liter Fassungsvermögen und den Sonderformen quadratisch, rund oder pyramidenförmig.

REGION CHINA

In China wächst der Markt für Getränkeabfüll- und Verpackungsanlagen überproportional. Getrieben wird die Nachfrage nach abgefüllten Getränken vom Bevölkerungswachstum und der aufstrebenden Mittelschicht. Auf dem chinesischen Markt trifft KRONES neben den internationalen Wettbewerbern zunehmend auf lokale Konkurrenten. Um unsere gute Marktposition zu verteidigen, bauen wir die Präsenz in China stetig aus und steigern die lokale Wertschöpfung.

Umsatz- und Mitarbeiterentwicklung Region China

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2012 2013 2014 2015 2016
Umsatz in Mio. € 359,8 246,8 258,6 289,1 323,5
Mitarbeiter 298 325 385 451 508

Neben Ersatzteilen, Führungsgarnituren und Blasformen produzieren wir am Standort unseres LCS Centers in Taicang auch Pack- und Palettieranlagen. Um einen schnellen und hochwertigen Service kümmern sich mehr als dreihundert Mitarbeiter. Abgerundet wird das Angebot des chinesischen LCS Centers durch ein Trainingscenter der KRONES Akademie.

Überzeugende Leistung

In China wurden 2015 rund 15 Prozent des weltweit abgefüllten Wassers verbraucht. Damit ist das Land Nummer eins im globalen Wasserkonsum. Mit rund 30 Litern pro Kopf liegt China aber immer noch unter dem internationalen Durchschnittsverbrauch von 37 Litern. Es gibt also noch viel Wachstumspotenzial.

Konsum von abgepacktem Wasser in China boomt

in Mrd. Liter; e = erwartet

Quelle: Euromonitor

Von diesem will auch Shenzhen Ganten profitieren und investiert deshalb kräftig in leistungsfähige Abfüll- und Verpackungstechnik. Nachdem das fünftgrößte chinesische Mineralbrunnen-Unternehmen 2014 und 2015 insgesamt neun komplette KRONES Linien installierte, nahm es 2016 sechs weitere Abfülllinien von uns in Betrieb. Ganten setzt hauptsächlich aufgrund der hohen Leistung auf KRONES Anlagen.

»Vor sechs Jahren produzierten wir mit unseren chinesischen Linien maximal 60.000 Verkaufsgebinde pro Tag. Heute liegen wir mit den KRONES Linien bei 320.000 Gebinden pro Tag«, sagt die Ganten-General-Managerin Dongfang Wan am Beispiel eines Ganten-Betriebs. Ein weiteres wichtiges Kaufkriterium ist der Service, den unser LCS Center in Taicang bietet. »Wir bekommen schnelle Antworten auf unsere Fragen und wir sprechen die gleiche Sprache. Die KRONES Servicemitarbeiter sind sofort vor Ort, um auftretende Probleme schnell zu lösen«, lobt Dongfang Wan.

REGION WESTEUROPA

Westeuropa zählt zu den etablierten und - gemessen am Umsatz - größten Absatzregionen von KRONES. In den vergangenen Jahren zogen die Erlöse dort insgesamt stark an. Und das, obwohl der Getränkekonsum in der Region nur unterproportional wächst. Dafür steigt aber die Produkt- und Verpackungsvielfalt zunehmend. Unsere westeuropäischen Kunden legen daher besonders großen Wert auf hochflexible Abfüll- und Verpackungsanlagen.

Umsatz- und Mitarbeiterentwicklung Region Westeuropa

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2012 2013 2014 2015 2016
Umsatz in Mio. € 358,2 459,3 450,8 513,3 513,5
Mitarbeiter 308 322 342 409 429

Allein schon aufgrund der hohen installierten Basis ist das Servicegeschäft in Westeuropa anspruchsvoll. Zuständig für die Koordination aller Serviceaktivitäten in der Region ist das LCS Center Neutraubling. Von dort erhalten unsere Kunden auch schnell Ersatzteile, die an den Niederlassungen der einzelnen Länder gerade nicht vorrätig sind.

Leckerer Fruchtsaft - ganz sicher

Fruchtsäfte wurden in der Vergangenheit überwiegend aseptisch, also keimfrei, in Weichkarton abgefüllt. Aber auch in diesem Bereich wird PET als Verpackungsmaterial immer beliebter. Der französische Hersteller von Frucht- und Gemüsesäften Jus de Fruits d'Alsace (JFA) hat sich daher für die technologisch führende aseptische Abfüllanlage, den Contiform AseptBloc von KRONES, entschieden. Mit der vollaseptischen Abfüllanlage verpackt JFA die Handelsmarken-Fruchtsäfte für große französische Einzelhandels-Ketten, füllt aber auch bekannte Fruchtsaftmarken in Lizenz ab. Mit der aseptischen PET-Linie im elsässischen Werk in Sarre-Union kann JFA bis zu 15 verschiedene Produkte pro Woche abfüllen.

Sensible Getränke müssen schonend behandelt werden. KRONES bietet hierfür ein technologisch führendes Produktportfolio an.

»Die Trockensterilisation der Preforms mit Wasserstoffperoxid in Kombination mit der aseptischen Blasmaschine hat einfach Charme«, sagt Jérôme Buhler, Werkleiter von JFA. Neben der mikrobiologischen Sicherheit überzeugt die Anlage auch durch ihre Wirtschaftlichkeit. Das System spart Wasser, Energie und Chemie. »Trockenaseptik ist für uns das Verfahren der Zukunft«, so Buhler.

Forschung und Entwicklung (F&E)

KRONES investierte 2016 rund 5,0 % des Konzernumsatzes in Forschung und Entwicklung.

Kundennutzen stets im Fokus von F&E
KRONES orientiert sich bei Neuentwicklungen an Megatrends
Neue Produkte belegen Innovationskraft von KRONES

Investitionen in die Innovationskraft bedeuten Zukunftssicherung. Die sich stetig weiterentwickelnden Marktanforderungen und Bedürfnisse spezieller Kundengruppen werden durch zielgerichtete Neu- und Weiterentwicklungen beantwortet. Die Bandbreite der Innovationen deckt sowohl das Maschinenportfolio als auch Dienstleitungen und Software ab. Darüberhinaus ist es ein Schwerpunkt unserer Aktivitäten, sich mit Megatrends auseinanderzusetzen und die zukünftigen Marktbedürfnisse in der Getränkeindustrie abzuleiten. In Verbindung mit dem Einsatz neuer Technologien, wie etwa der zunehmenden Digitalisierung im industriellen Umfeld, dem 3D-Druck oder auch der digital angesteuerten Direktbedruckung von Getränkeverpackungen werden innovative Lösungen für die Zukunft entwickelt. Der Anstieg der erteilten Patente und Gebrauchsmuster von 4.450 im Vorjahr auf 5.028 zum Jahresende 2016 dokumentiert unsere Innovationskraft.

Um dies zu erreichen, wurden 171 Mio. € (Vorjahr: 164 Mio. €) in Forschung und Entwicklung investiert, das entspricht 5,0 % des Konzernumsatzes. Im Geschäftsjahr wurden T€ 32.989 (Vorjahr: T€ 31.069) Entwicklungskosten aktiviert. Die Abschreibung auf Entwicklungsprojekte betrug T€ 22.280 (Vorjahr: T€ 23.076).

Erteilte Patente und Gebrauchsmuster KRONES Konzern

Innovationen erhöhen den Nutzen für unsere Kunden

Rund 2.100 Mitarbeiter entwickeln kontinuierlich neue Maschinen, Anlagen und Dienstleistungen, die sich strikt an den Anforderungen der Kunden und des Marktes orientieren. Durch intensiven Kontakt mit unseren Kunden kennen wir deren Bedürfnisse und leiten daraus Kriterien ab, denen unsere Produktinnovationen folgen:

Senkung der Betriebskosten der Maschinen und Anlagen
robuste Lösungen mit hoher Verfügbarkeit
schnelle Inbetriebnahmen
hohe Flexibilität verbunden mit schnellen Umrüstvorgängen
leichte und sichere Bedienung der Maschinen
hohe Produktionssicherheit

Mit geeigneten Entwicklungen auf Megatrends reagieren

Die Kundenbedürfnisse werden maßgeblich von verschiedenen Megatrends beeinflusst. Ein starker Trend in der Branche ist die zunehmende Vielfalt an abgefüllten Produkten und Verpackungsformen. Dies erfordert Maschinen und Anlagen, die flexibel einsetzbar sind - ein weiterer Entwicklungsschwerpunkt von KRONES.

Aufgrund des zunehmenden Wohlstands in den Schwellen- und Entwicklungsländern sind diese Märkte für KRONES sehr bedeutend. Aber die Ansprüche der Kunden aus diesen Regionen sind anders als in den etablierten Märkten. Daher passen wir unsere erfolgreichen Modellreihen technologisch an die regionalen Bedürfnisse der Kunden an. Ein gutes Beispiel hierfür ist der ErgoBloc LC.

Auf den Megatrend Nachhaltigkeit hat KRONES frühzeitig mit dem Nachhaltigkeitsprogramms enviro reagiert. Ziel aller KRONES Innovationen ist es, die Energie- und Medienverbräuche unserer Maschinen und Anlagen zu senken. So sparen die Kunden wertvolle Ressourcen ein. Mit enviro 2.0 sind wir in der Lage, nicht mehr nur Einzelmaschinen zu bewerten, sondern ganze Systeme.

Die Digitalisierung der Produktionsprozesse bietet langfristig gute Wachstumschancen. KRONES stellt seinen Kunden bereits heute Produkte zur Verfügung, die auf einem hohen Integrationsgrad von Daten beruhen und arbeitet verstärkt an neuen digitalen Geschäftsmodellen. Eine wichtige Rolle spielt hierbei auch SYSKRON. Unsere Konzerntochter hat 2016 zum Beispiel die neue App Share2Act entwickelt. Share2Act bringt die Vorteile zeitgemäßer Social-Media-Kommunikation in den Produktionsalltag. Die mobile App ist die gemeinsame Plattform, auf der die Mitarbeiter in der Produktion ihre Erfahrungen sowie ihr Wissen über die Maschinen in der Anlage intuitiv und in Echtzeit miteinander teilen.

Insgesamt haben wir derzeit viele aussichtsreiche Entwicklungsprojekte in Bearbeitung. Einige davon wird KRONES erstmalig auf der drinktec 2017 vorstellen. Eine kleine Auswahl unsere Innovationen, die schon in der Praxis erfolgreich eingesetzt werden, stellen wir etwas genauer vor.

Ausgewählte Innovationen

ErgoBloc LC

Im ErgoBloc L hat KRONES den kompletten Nassteil vereint. Auf der Anlage in Blockbauweise werden Rohlinge zu PET-Flaschen aufgeblasen und danach befüllt sowie etikettiert. Um den speziellen Anforderungen unserer Kunden in China Rechnung zu tragen, haben wir die erfolgreiche Modellreihe um die Einstiegsvariante ErgoBloc LC erweitert. Auf diesem Nassteilblock kann stilles Wasser in PET-Flaschen mit einem Fassungsvermögen zwischen 0,25 und 2,0 Liter abgefüllt werden. Die komplette Anlage ist mit ihrer Leistung und vereinfachter Bedienung auf die Anforderungen unserer Kundengruppe in China ausgerichtet. Darüber hinaus bietet sie eine Reihe von Vorteilen: Die kompakte Anlage benötigt wenig Platz. Zusatzelemente wie Transporteure und Flaschentrockner konnten entfallen. Der ErgoBloc LC geht wie sein »großer Bruder« sehr sparsam mit Energie und anderen Ressourcen um. Je nach Flaschengröße beträgt die Leistung der Anlage bis zu 48.000 Behälter pro Stunde.

Proportional Flow Regulator

Konventionelle Füllventile kennen nur zwei Fließgeschwindigkeiten: langsam und schnell. Mit dem Proportional Flow Regulator (PFR) hat KRONES eine neue Komponente für Füllventile entwickelt, die die Fließgeschwindigkeit stufenlos regelt. Dies bietet maximale Flexibilität für Produkte mit unterschiedlichen Eigenschaften und für verschiedenste Behältergeometrien. Im Vergleich zu konventionellen Füllsystemen wird die Behandlungszeit verkürzt und damit sowohl die Maschinenleistung als auch die Robustheit des Abfüllprozesses erhöht. Die Abfüllanlage erzielt mit weniger Füllventilen die gleiche Produktionsleistung. Dies bedeutet geringere Kosten und kleineren Footprint. Allein bei der Wartung der Füllventile lassen sich bis zu 20 % einsparen. Der Proportional Flow Regulator wurde bereits bei der Abfüllung von kohlensäurehaltigen Softdrinks, Essig, Eistee, Milch, Saft, Sojasauce und Wein erfolgreich in der Praxis getestet.

Contiroll Leimaggregat

Die Etikettiermaschine Contiroll stattet Flaschen und andere Behälter mit Etiketten aus, die von der Rolle gespendet werden. Ein wichtiges Modul der Contiroll ist die Beleimungsstation. Sie muss stets die richtige Leimmenge exakt auf das Etikett übertragen. Dieses Modul haben wir komplett neu entwickelt. Das Beleimungsmodul funktioniert jetzt nach dem Prinzip des Tiefdrucks, wobei die Leimwalze die Aufgabe des Druckzylinders übernimmt. Mittels einer Gravur, Näpfchen mit Stegen, erhält die Walze eine Rasterung, die einen kontrollierten Leimabriss erlaubt und gleichzeitig eine genau definierte Leimmenge an das Etikett übergibt. Geometrische Ausprägung und Tiefe der Näpfchen, in Verbindung mit den Stegbreiten auf der Leimwalze, bestimmen die Leimmenge am Etikett. Überschüssiges Leimmaterial wird durch ein neu entwickeltes, bedienerfreundliches Kammerschabersystem von der Leimwalze abgestreift. Ein Vakuumzylinder presst das auf Länge geschnittene Etikett gegen die Leimwalze und der in den Näpfchen gespeicherte Heißleim wird im Kontaktbereich an das Etikett abgegeben - durch den Anpressdruck wird der Heißleim aus den Näpfchen herausgesaugt. Mit der neuen Technologie sparen die Kunden nicht nur Leim, sondern sie vermindert auch den Reinigungsbedarf der Maschine erheblich, da es mit der Rasterstruktur zu keiner unerwünschten Leimfadenbildung kommen kann.

Dynamische Fermentation »Poseidon«

Brauereien entsteht echter Mehrwert, wenn sich die Gär- und Lagerzeiten verkürzen und sich dadurch die Kapazitäten im Keller erhöhen. Hier setzt das Entwicklungsprojekt »Dynamische Fermentation« Poseidon an. Bei diesem Verfahren wird ein Rohr-in Rohr-Mischsystem am Tankkonus installiert, das je nach Prozessphase verschiedene Konvektionen im Tank erzeugt oder unterstützt. Traditionelle Methoden wälzen den kompletten Tankinhalt um. Bei Poseidon wird zum Sedimentieren von Heferesten und anderen Trübstoffen nur im oberen Teilbereich des Tanks umgewälzt, weshalb die Sedimente besser und schneller abgeführt werden können. Zudem ist die Kühlrate deutlich höher. Insgesamt wird durch die dynamische Fermentation der gesamte Gär- und Lagerprozess für den Brauer wirtschaftlicher. Die Konstruktion lässt sich problemlos und schnell auch nachträglich in bestehende Tanks einbauen. Darüber hinaus ist die Einheit leicht zu reinigen.

Lifecycle Service (LCS)

Durch weiteren Ausbau internationaler Standorte näher am Kunden
KRONES ist der ideale »Partner for Performance«
LCS Produkte schaffen Mehrwert beim Kunden

Unsere Kunden fordern Produktionsanlagen, die über die komplette Lebensdauer zuverlässig und wirtschaftlich arbeiten. Neben den Maschinen muss auch der Service perfekt sein, damit die Anlagen möglichst störungsfrei laufen. KRONES hat die kompletten After-Sales-Aktivitäten unter dem Namen Lifecycle Service (LCS) gebündelt. KRONES LCS bietet seinen Kunden ein umfangreiches Produkt- und Dienstleistungsangebot und verfügt weltweit über hochqualifizierte Techniker. Insgesamt kümmern sich rund 2.400 Mitarbeiter im Außendienst um den Service beim Kunden.

Wesentliches Erfolgskriterium im Servicegeschäft sind kurze Reaktionszeiten. Deshalb rücken wir immer näher an unsere Kunden heran und führen LCS Projekte zunehmend mit lokalen Mitarbeitern durch. Wichtige Ersatzteile sind in regionalen Lägern vorrätig. Basis für die internationalen Service-Aktivitäten sind die sieben LCS-Center, die wir an strategisch wichtigen Punkten betreiben. Jeder dieser »Service-Knotenpunkte« ist für ein Bündel von Ländern und Niederlassungen zuständig.

KRONES LCS ist der ideale »Partner for Performance«

Um unsere Kunden optimal zu unterstützen, entwickelte KRONES das Servicekonzept »Partner for Performance«. Erstmals vorgestellt haben wir es Ende 2015 auf der Messe »Brau Beviale«. Ob Kosteneffizienz, Sicherheit im täglichen Betrieb oder eine auf Nachhaltigkeit ausgelegte Produktion: Mit »Partner for Performance« setzen wir die Anforderungen und Wünsche der Kunden in exakt auf sie zugeschnittene Lösungen um.

Hinter Profitable Performance, Tailor-made Performance, Efficient Performance, Cost-saving Performance und Secure Performance stehen LCS Produkte, mit denen wir auf die unterschiedlichen Bedürfnisse unserer Kunden eingehen.

LCS arbeitet an noch besseren Produkten

KRONES treibt eine Reihe von Maßnahmen voran, die alle das selbe Ziel haben: Unseren Kunden künftig noch schneller und präziser die geeigneten LCS Produkte anzubieten. Ein wichtiger Bereich sind Upgrades. Mit ihnen bringen wir ältere Maschinen auf den neuesten Stand der Technik. Die Kunden können so Technologien der neuesten Maschinengeneration auch in Vorgängermodellen nutzen.

KRONES entwickelt ein Tool, das es ermöglicht, die Ist-Situation der Anlagen und Maschinen des Kunden vor Ort aufzunehmen und laufend zu aktualisieren. Diese Informationen wollen wir unter anderem nutzen, um zum Beispiel mögliche Upgrades anbieten zu können. Alle relevanten Maschineninformationen sollen dabei nicht nur KRONES intern zur Verfügung stehen, sondern auch unseren Kunden.

LCS Lösungen von KRONES schaffen Mehrwert beim Kunden

Produkte von KRONES LCS sollen unseren Kunden helfen, den Betrieb der Produktionsanlage zu optimieren. Hierzu einige Beispiele.

KRONES.shop

Mit dem KRONES.shop bieten wir unseren Kunden eine moderne Einkaufsplattform.

Der KRONES.shop bietet alles, was zu einer modernen Online-Einkaufsplattform gehört. Hierzu zählt ein personalisiertes Sortiment, das auf den Maschinenbestand des Kunden abgestimmt ist. Über eine »Order-Again-Funktion«, mit der per Mausklick der gleiche Warenkorb wie bei früheren Orders bestellt werden kann, verfügt der Shop ebenfalls. Darüber hinaus beinhaltet die Plattform ein Gebrauchtmaschinenportal sowie Angebote zu Trainings und Serviceleistungen.

Seit 2016 können KRONES Kunden zusätzlich zu einer Bestellung via KRONES.shop eine unverbindliche Servicemonteur-Anfrage stellen. Umgehend erhält er von uns den schnellstmöglichen Einsatztermin. An den KRONES.shop angebunden ist der elektronische Teilekatalog KRONES eCat. Dieser beinhaltet beispielsweise Zeichnungen, Schaltpläne, Stücklisten und Dokumentationen. Durch die Schnittstelle zum e-shop können unsere Kunden Teile direkt aus dem KRONES eCat in den Warenkorb legen. Der gesamte Bestellvorgang ist für den Kunden dadurch schnell und komfortabel.

KRONES will den Kunden weltweit länderspezifische e-Shops anbieten. Gestartet wurde die Plattform 2015 in Europa. Dort steht der Shop den Kunden bereits flächendeckend zur Verfügung. 2016 gingen die Versionen für die meisten Länder in Asien/ Pazifik sowie für China online. Derzeit ist der KRONES.shop in mehr als 60 Ländern verfügbar. 2017 sollen die USA und weitere Länder hinzukommen.

Support

Mit KRONES Support stellen wir unseren Kunden rund um die Uhr kompetente Ansprechpartner zur Seite.

Mit dem Produkt »Support« bietet KRONES seinen Kunden eine zentrale Anlaufstelle für alle Fragen zu ihren Anlagen und Maschinen. Und das rund um die Uhr, sieben Tage die Woche. Via Support vermitteln wir dem Kunden stets schnell den richtigen Ansprechpartner für sein spezielles Problem. Damit helfen wir, teure Stillstandzeiten zu minimieren.

Der KRONES Support beinhaltet die Dienstleistungen telefonischer Support, E-Mail Support und Remote Service. Beim Remote Service greifen wir zur Fehlersuche und Fehlerbehebung über eine Datenleitung direkt auf die defekte Maschine zu. Selbstverständlich muss der Kunde diesem Prozedere vorher zustimmen. Der KRONES Servicetechniker kann dann über einen streng gesicherten Internetzugang die Maschinendaten sichten und Fehler beheben.

Bislang betreibt KRONES den weltweiten Remote Service von der Unternehmenszentrale in Neutraubling aus. Künftig wollen wir diese Dienstleistung in die internationalen LCS Center in den jeweiligen Regionen verlagern. Den Anfang soll 2017 das LCS Center in Nordamerika machen.

Anlagenversetzung

Wir kümmern uns darum, dass die komplette Anlage schnell und sicher an den neuen Standort transportiert wird.

Eine besonderes Produkt von KRONES LCS ist die Anlagenversetzung. Sie bietet viel Potential, weil immer mehr unserer Kunden bereits vorhandene Anlagen und Maschinen an neuen Standorten nutzen wollen. Wir sorgen dafür, dass der gesamte Umzug reibungslos abläuft. KRONES erstellt einen individuellen Projektplan und begleitet das gesamte Projekt von der ersten bis zur letzten Minute. Wir analysieren vorab, ob die zu versetzende Anlage für den neuen Einsatzbereich geeignet ist oder ob Anpassungen nötig sind. Für das Layout der neuen Produktionsstätte bieten wir eine 3D-Visualisierung an.

Demontage, Verpackung und der Wiederaufbau der Anlage müssen fachgerecht ausgeführt werden. Nur dann übersteht die Anlage den Umzug schadenfrei. Je nach Kundenwunsch können wir die Anlage vor der Wiederinbetriebnahme mit Upgrades aus dem KRONES LCS Portfolio auf den neuesten Stand der Technik bringen. Ebenso möglich ist, die Anlage mit neuen oder gebrauchten KRONES Maschinen zu erweitern. Ein konkretes Beispiel für eine Anlagenversetzung finden Sie auf S. 53 des Geschäftsberichts.

Konzernlagebericht

Wirtschaftliches Umfeld

Das Wachtstumstempo der Weltwirtschaft hat 2016 leicht abgenommen.

Weltwirtschaft legt 2016 um 3,1 % zu
Expansionstempo in den reifen Industriestaaten nimmt ab
Markt für Verpackungsmaschinen wächst solide

Globale Wirtschaft kommt nur langsam voran

Gemäß den Zahlen des Internationalen Währungsfonds (IWF) von Januar 2017 ist die Weltwirtschaft 2016 um 3,1 % gewachsen (Vorjahr: plus 3,2 %). Die ursprüngliche IWF-Prognose, die die Experten im Jahresverlauf zweimal nach unten revidieren mussten, betrug 3,4 %. Grund für das schwächer als erwartete Wachstum waren hauptsächlich zunehmende Unsicherheiten aufgrund des »Brexits«, vorübergehende Turbulenzen an den Finanzmärkten sowie Probleme in einzelnen Schwellen- und Entwicklungsländern.

Insgesamt legte das Bruttoinlandsprodukt (BIP) in den Emerging Markets 2016 im Vergleich zum Vorjahr um 4,1 % zu. Während in China die Wirtschaft dank staatlicher Stimulierung mit plus 6,7 % ein wenig stärker als erwartet expandierte, verlangsamte sich in Indien das BIP-Wachstum auf 6,6 % (Vorjahr: plus 7,6 %). Deutlich belebt hat sich 2016 die Wirtschaftstätigkeit in der Region Mittlerer Osten/Nordafrika. Dort wuchs das BIP um 3,8 % (Vorjahr: plus 2,5 %). Die Wirtschaft Lateinamerikas entwickelte sich 2016 hingegen sehr schwach (BIP: minus 0,7 %). Schuld daran war hauptsächlich die tiefe Rezession in Brasilien, wo das BIP 2016 um 3,5 % einbrach.

In den reifen Industriestaaten stieg das BIP 2016 mit insgesamt plus 1,6 % deutlich langsamer als im Vorjahr (plus 2,1 %). Die US-Wirtschaft blieb mit einem BIP-Wachstum von 1,6 % hinter den Erwartungen. Grund hierfür war die geringe Investitionsneigung der Unternehmen. Das BIP in Japan legte vergangenes Jahr dagegen mit plus 0,9 % stärker zu als prognostiziert. Im Euro-Raum wuchs die Wirtschaft 2016 um 1,7 % (Vorjahr: plus 2,0 %).

Deutsche Wirtschaft beschleunigt Wachstum

Nach vorläufigen Zahlen des Statistischen Bundesamtes lag das deutsche Bruttoinlandsprodukt (BIP) 2016 um 1,9 % höher als im Vorjahr. Damit beschleunigte sich das Wachstum im Vergleich zu 2015. Damals betrug die BIP-Steigerungsrate 1,7 %. Stärkste Wachstumstreiber 2016 waren der staatliche und private Konsum. Auch von den Investitionen gingen positive Wachstumsimpulse aus.

Wachstumsrate des Bruttoinlandsprodukts (BIP) in Prozent

Quelle: IWF, Statistisches Bundesamt

Deutsche Maschinenbauproduktion stagniert

Wie erwartet kam die deutsche Maschinenbaubranche 2016 insgesamt nicht vom Fleck. Im Januar 2017 bestätigte der Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) die Prognose, dass der Produktionswert der heimischen Branche 2016 stagniert haben dürfte. Konkrete Zahlen lagen zum Zeitpunkt der Erstellung des Geschäftsberichts noch nicht vor. Die Branche litt 2016 unter den allgemeinen konjunkturellen Unsicherheiten sowie sinkenden Orders aus China.

Der für KRONES relevante Teilbereich Nahrungsmittel- und Verpackungsmaschinen ist grundsätzlich weniger stark von politischen und wirtschaftlichen Krisen betroffen als der gesamte Maschinenbau. Laut Schätzung des VDMA dürfte sich das Segment 2016 besser entwickelt haben als die gesamte Branche. Konkrete Zahlen für das vergangene Jahr lagen auch für den Teilbereich Nahrungsmittel- und Verpackungsmaschinen noch nicht vor.

Nachfrage nach Verpackungsmaschinen nimmt zu

Der weltweite Markt für Verpackungsmaschinen ist in den vergangenen Jahren solide gewachsen. Daran dürfte sich künftig nichts ändern.

Weltmarkt der Verpackungsmaschinenindustrie nach abgepackten Produkten

Quelle: VDMA, Schätzung für 2015

Der weltweite Verpackungsmaschinenmarkt hatte 2015 gemäß VDMA ein Volumen von 34,0 Mrd. € (2014: 31,6 Mrd. €). Zahlen für 2016 lagen zum Zeitpunkt der Erstellung des Geschäftsberichts noch nicht vor, doch laut Prognosen des VDMA dürfte die weltweite Nachfrage für Verpackungsmaschinen weiter gewachsen sein. Gemessen an den abgepackten Produkten ist die Nahrungsmittelbranche mit einem Anteil von 40 % der größte Einzelmarkt für Verpackungsmaschinen. 20 % des gesamten Umsatzes mit Verpackungsmaschinen entfallen auf die Getränkeindustrie, mit der KRONES 2016 rund 92 % des Konzernumsatzes erwirtschaftete.

KRONES profitiert von Megatrends

KRONES ist in einem langfristig stabil wachsenden Markt tätig. Die durchschnittliche jährliche Wachstumsrate ist höher als das durchschnittliche Wachstum der Weltwirtschaft. Mehrere Megatrends führen dazu, dass die Nachfrage nach Verpackungsmaschinen für Getränke und Nahrungsmittel überproportional steigt.

Der übergeordnete Megatrend ist, dass die Weltbevölkerung in den kommenden Jahren und Jahrzehnten insgesamt größer wird. Ende 2016 lebten rund 7,4 Mrd. Menschen auf der Erde. Diese Zahl steigt jährlich um mehr als 80 Millionen an. Vor allem in Afrika und Asien wächst die Bevölkerung stark. 2030 dürfte die Weltbevölkerung bereits bei etwa 8,5 Mrd. Menschen liegen. All diese Menschen müssen essen und trinken. Dabei werden sie zunehmend zu abgepackten Getränken und Lebensmitteln greifen. Dies liegt an zwei weiteren Megatrends.

Wachsende Mittelschicht gibt mehr für den Konsum aus

In den Schwellen- und Entwicklungsländern entkommen immer mehr Menschen der Armut und steigen in die Mittelschicht auf. Nach Prognosen der Vereinten Nationen wird die Mittelschicht bis 2020 im Vergleich zu 2009 um 1,4 Mrd. Menschen auf 3,2 Mrd. anwachsen. Allein in der Region Asien/Pazifik dürfte sich die Mittelschicht in diesem Zeitraum um rund 1,2 Mrd. Menschen erhöhen.

Konsumausgaben der Mittelschicht 2009 und 2030 in Billionen Dollar

Die Anzahl der Menschen, die in die Mittelschicht aufsteigen, nimmt besonders in der Region Asien/Pazifik stark zu. Bis 2030 dürften deshalb die Konsumausgaben der asiatischen Mittelschicht massiv ansteigen.

Konsumausgaben 2030 in Billionen US-Dollar (erwartet)

Konsumausgaben 2009 in Billionen US-Dollar (gestrichelte Linie innen)

Quelle: East Asia Bureau of Economic Research und eigene Berechnungen

GERNEP - einfach gut etikettieren

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Kauf April 2015
Mitarbeiter 2016 96

Kurzprofil

Das Unternehmen mit Sitz in Barbing (Bayern) stellt mit rund 100 Mitarbeitern Etikettiermaschinen für den unteren und mittleren Leistungsbereich her. GERNEP bietet seinen Kunden in mehr als 110 Ländern individuelle Lösungen an. Das Unternehmen bildet gemeinsam mit KOSME das Segment Maschinen und Anlagen für die Compact Class.

Strategischer Hintergrund

Neben der Getränkeindustrie sind insbesondere die Märkte Lebensmittel, Kosmetik und Pharma Schwerpunkte von GERNEP. Durch den Zukauf nutzt KRONES auch die Wachstumschancen in Marktsegmenten außerhalb der Getränkebranche. Zudem ergänzt KRONES mit GERNEP die Produktpalette für den strategisch wichtigen unteren und mittleren Leistungsbereich ideal.

HST stärkt KRONES Prozesstechnik

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Kauf HST Dezember 2013
Mitarbeiter 2016 46

Kurzprofil

Ende 2013 kaufte KRONES die HST Maschinenbau GmbH mit Sitz in Dassow (Mecklenburg-Vorpommern). Das Unternehmen fertigt Homogenisatoren und Kolbenpumpen für die Getränke- und Nahrungsmittelindustrie.

Strategischer Hintergrund

Mit HST stärkt KRONES den nicht-alkoholischen Bereich der Prozesstechnik. Dieser umfasst alle Produkte und Dienstleistungen, die zur Herstellung und Verarbeitung von Saft und Milch benötigt werden. Langfristig will KRONES auch im Milchsegment ein großer globaler Anbieter werden. Dieser Bereich bietet im Ersatzteil- und Servicegeschäft attraktive Wachstumschancen.

Mit dem steigenden Einkommen der Menschen nimmt deren Konsum - auch von abgepackten Getränken und Lebensmitteln - zu. Nach Prognosen des »East Asia Bureau of Economic Research« dürften sich die Konsumausgaben der Mittelschicht bis 2030 im Vergleich zu 2009 weltweit insgesamt kräftig erhöhen. Vor allem in China, Indien und Indonesien sollen die Konsumausgaben in hohem Tempo zulegen. In der gesamten Region Asien/Pazifik werden die Menschen der Mittelschicht im Jahr 2030 knapp 33 Billionen US-Dollar für den Konsum ausgeben. 2009 waren es gerade mal 4,9 Billionen US-Dollar.

Bevölkerung drängt in die Städte

Auch die zunehmende Urbanisierung, also der Zuzug der ländlichen Bevölkerung in die Städte, fördert die Nachfrage nach abgepackten Getränken und Lebensmitteln. Grund hierfür ist, dass Menschen, die in Städten leben, in der Regel mehr abgepackte Produkte konsumieren als die Landbevölkerung.

Laut einer Prognose der Vereinten Nationen werden 2050 zwei von drei Erdenbürgern in Städten leben. Zurzeit wohnt gut die Hälfte der weltweiten Bevölkerung in städtischen Gebieten. Den stärksten Zustrom in die Städte wird es laut Vereinten Nationen in den Entwicklungs- und Schwellenländern Afrikas und Asiens geben.

Anteil der städtischen Bevölkerung an der Gesamtbevölkerung 2014 und 2050

In Afrika und Asien leben heute noch die meisten Menschen in ländlichen Gebieten. In den kommenden Jahren und Jahrzehnten werden dort aber immer mehr Menschen in die Städte drängen.

Quelle: Vereinte Nationen, 2014

Während in Europa sowie in Nord- und Lateinamerika bereits heute viele Menschen in Städten wohnen, schreitet die Urbanisierung in Afrika und Asien mit großen Schritten voran.

Weltweiter Konsum von abgefüllten Getränken nimmt stetig zu

2016 konsumierten die Menschen laut vorläufiger Zahlen der Marktforscher von Euromonitor weltweit 1.102 Mrd. Liter abgepackte Getränke. Damit stieg die Nachfrage im Vergleich zum Vorjahr um knapp 3 %. Das Wachstum ist seit vielen Jahren stabil und dürfte sich auch künftig fortsetzen. Euromonitor rechnet damit, dass der globale Konsum von abgefüllten Getränken von 2016 bis 2019 mit jährlichen Steigerungsraten von durchschnittlich 2,9 % auf rund 1.200 Mrd. Liter zunimmt.

Weltweiter Konsum verpackter Getränke 2016 (in Mrd. Litern)

Abgefülltes Wasser ist das am stärksten wachsende Segment. Marktforschern zufolge wächst es in den kommenden Jahren im Durchschnitt um jährlich 5 %.

Durchschnittliches jährliches Wachstum des Konsums der Getränkearten von 2016 bis 2019

2016: 1.101,9 Mrd. Liter (e)

Quelle: Euromonitor, eigene Schätzungen

* Bier, Wein, Spirituosen

** Energie- und Sportdrinks, Fertigtee und -kaffee

Das größte und auch am stärksten wachsende Marktsegment ist abgefülltes Wasser. Hiervon trank die Weltbevölkerung 2016 gut 326 Mrd. Liter. Der Anteil von Wasser am kompletten Konsum abgepackter Getränke lag bei 29,6 %. Bis 2019 soll der Verbrauch von abgefülltem Wasser laut Euromonitor um durchschnittlich 5,0 % im Jahr zunehmen. Der Wasserkonsum steigt also deutlich überproportional zum gesamten Getränkemarkt. Wachstumstreiber sind der zunehmende Bedarf an sauberem und abgefülltem Trinkwasser in den Schwellenländern sowie der Trend zu gesunder Ernährung in den Industrieländern.

247 Mrd. Liter abgefüllte alkoholische Getränke konsumierten die Menschen 2016. Der Großteil davon war Bier (Anteil: rund 80 %), gefolgt von Wein und Spirituosen. Während in China der Bierkonsum stark steigt, ist die Nachfrage in den meisten Industrieländern gesättigt. Deshalb wächst der Konsum abgefüllter alkoholischer Getränke, mit einem Anteil von 22,4 % der volumenmäßig zweitgrößte Teilbereich des Weltmarktes, insgesamt nur unterproportional. Für die Jahre 2016 bis 2019 rechnen die Marktforscher mit Steigerungsraten von durchschnittlich 1,7 %.

Mit einem Anteil von 19,9 % am gesamten Getränkekonsum bilden Carbonated Softdrinks (CSD) das drittgrößte Marktsegment. Es beinhaltet kohlensäurehaltige Getränke wie zum Beispiel Cola und Limonaden. Die Nachfrage nach solchen Getränken steigt nur unterproportional. Gezügelt wird der Verbrauch vom zunehmenden Gesundheitsbewusstsein der Verbraucher, die zu Gunsten von Wasser auf zuckerhaltige CSD verzichten. Von 2016 bis 2019 dürfte der Verbrauch von Softdrinks im Durchschnitt deshalb lediglich um 1,3 % pro Jahr steigen.

SYSKRON GMBH - immer die passende Lösung

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Gründung Juli 2014
Mitarbeiter 2016 100

Kurzprofil

Die SYSKRON GMBH mit Sitz im »Logistik Valley« in Wackersdorf (Bayern) gründete KRONES Mitte 2014. Als System- und Beratungshaus bietet das Unternehmen Kunden aus der Getränke- und Lebensmittelindustrie komplette Intralogistik-Lösungen an. Der Schwerpunkt liegt dabei auf der IT-Seite. Die meisten der 100 Mitarbeiter der SYSKRON GMBH sind Softwareingenieure.

Strategischer Hintergrund

Der Intralogistik-Markt für die Getränkeindustrie wächst überproportional. Darüber hinaus spielt der Bereich eine entscheidende Rolle, wenn es darum geht, die kompletten Material- und Datenströme in Produktionsbetrieben zu erfassen und zu beherrschen. Mit der SYSKRON GMBH hat KRONES seine Softwarekompetenz bei Intralogistiklösungen stark ausgebaut.

TRIACOS GMBH - SAP-Spezialist in der Intralogistik

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Kauf Februar 2015
Mitarbeiter 2016 33

Kurzprofil

Die TRIACOS CONSULTING & ENGINEERING GMBH erwarb KRONES Anfang 2015. Das Familienunternehmen mit Sitz in Altenstadt an der Waldnaab (Bayern) installiert SAP-Lösungen in der Produktions- und Intralogistik. TRIACOS beschäftigt 33 SAP-Spezialisten und hat überwiegend mittelständische Kunden. Gemeinsam mit der SYSKRON GMBH ist die TRIACOS GMBH unter dem Dach der SYSKRON holding angesiedelt, die zum Segment »Prozesstechnik« gehört.

Strategischer Hintergrund

TRIACOS und SYSKRON ergänzen sich perfekt. Denn durch den Zukauf von TRIACOS kann KRONES neben den eigenen Softwareprodukten auch SAP-Standardlösungen für die Getränkeindustrie anbieten. Die Integration von SAP-Softwarelösungen ist für die Entwicklung neuer Geschäftsmodelle im Bereich »Industrie 4.0« von großer Bedeutung.

Der Konsum von Milch und Milchmixgetränken entwickelt sich sehr differenziert. Insgesamt vertilgten die Verbraucher 2016 knapp 167 Mrd. Liter (Anteil am weltweiten Getränkekonsum: 15,1 %). Auf pure Milch entfällt mit rund 80 % zwar der weitaus größte Teil des gesamten Segments. Doch die höchsten Zuwachsraten verzeichnen die verschiedenen Milchmixgetränke. Während die Nachfrage nach Milch von 2016 bis 2019 im Durchschnitt jährlich um 1,8 % zulegen dürfte, liegt die erwartete Steigerungsrate für Milchmixgetränke mit Fruchtgeschmack bei 4,2 %, bei Trinkjoghurt sogar bei 6,6 %. Unterm Strich rechnet Euromonitor für das gesamte Segment Milch und Milchmixgetränke von 2016 bis 2019 mit durchschnittlichen jährlichen Zuwachsraten von 2,4 %.

Frucht- und Obstsäfte (Anteil am gesamten Getränkekonsum 2016: 6,5 %) sowie New Drinks (Anteil: 6,5 %) sind die beiden kleineren Segmente des globalen Getränkemarkts. Zu den New Drinks zählen trinkfertiger Tee und Kaffee sowie Sport- und Energiegetränke. Während die Nachfrage nach Frucht- und Obstsäften bis 2019 um durchschnittlich 1,9 % im Jahr klettern soll, erwartet Euromonitor bei den New Drinks deutlich überproportionale Steigerungsraten von durchschnittlich 4,1 % jährlich. Einen wesentlichen Wachstumsbeitrag leistet dabei die stetig steigende Nachfrage nach abgepacktem trinkfertigem Tee in Asien.

Bevölkerungswachstum treibt die Nachfrage nach abgepackten Getränken in den Schwellenländern an

Weltweiter Konsum abgepackter Getränke

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2016 (e) 2019 (e) durchschn. jährl. Wachstum

in %
Mrd. Liter %* Mrd. Liter %* 2016-2019
--- --- --- --- --- ---
Nordamerika/Mittelamerika 193,7 17,6 197,3 16,4 0,6
China 178,6 16,2 199,9 16,7 3,8
Asien/Pazifik 173,3 15,8 199,3 16,6 4,8
Südamerika 161,2 14,7 172,9 14,4 2,4
Westeuropa 142,3 12,9 147,7 12,3 1,2
Afrika/Mittlerer Osten 120,3 10,9 148,4 12,4 7,2
Russland/GUS/Osteuropa 78,5 7,1 82,3 6,9 1,6
Mitteleuropa 52,6 4,8 51,8 4,3 - 0,5
Global 1.100,5 100,0 1.199,6 100,0 2,9

Quelle: Euromonitor, eigene Schätzungen

* Anteil am globalen Konsum

Die höchsten Zuwachsraten dürfte die Region Afrika/Mittlerer Osten verzeichnen. Dort soll die Nachfrage von 2016 bis 2019 um durchschnittlich 7,2 % im Jahr klettern. Auch in Asien/Pazifik und in China steigt die Nachfrage nach abgefüllten Getränken deutlich überproportional zum Gesamtmarkt. In den reifen Absatzmärkten wie Europa und Nord- und Mittelamerika wächst die Bevölkerungszahl und damit auch die Getränkenachfrage nur leicht. In diesen Märkten profitiert KRONES aber von der steigenden Getränkevielfalt und zunehmend verschiedenen Verpackungsvarianten.

SYSTEM LOGISTICS - Intralogistik vom Feinsten

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Kauf März 2016
Mitarbeiter 2016 387

Kurzprofil

Mitte 2016 erwarb KRONES 60 % der Anteile an der SYSTEM LOGISTICS S.P.A. Das Unternehmen aus Fiorano, Italien, ist ein führender, international breit aufgestellter Lieferant von innovativen Lösungen für die Intralogistik, Materialflusstechnik sowie Lagerhaltung. Ein Großteil der Kunden von SYSTEM LOGISTICS stammt aus der Getränke- und Nahrungsmittelindustrie.

Strategischer Hintergrund

SYSTEM LOGISTICS entwickelt nahezu alle Systemlösungen einschließlich der Software selbst. So ist das komplette Prozess-Know-how im Unternehmen verankert. Mit dem Erwerb macht KRONES einen großen Schritt, um die wichtigen Material- und Datenströme entlang der kompletten Wertschöpfungskette der Kunden zu erfassen. Durch die Analyse der Daten kann KRONES neue Geschäftsmodelle entwickeln und für die Kunden zusätzlichen Mehrwert schaffen.

Umsatz und Ergebnis von SYSTEM LOGISTICS erfasst KRONES im Segment Maschinen und Anlagen zur Getränkeproduktion/Prozesstechnik.

Weltweiter Konsum abgefüllter Getränke nach Regionen - jährliches Wachstum in Prozent*

Weltweiter Konsum abgefüllter Getränke nach Regionen in Mrd. Litern*

Der Region Afrika/Mittlerer Osten wird von 2016 bis 2019 ein jährliches Wachstum von 7,2 % prognostiziert. In absoluten Zahlen entspricht das einem Plus von 28,1 Milliarden Litern.

* Prognose

Quelle: Euromonitor, eigene Schätzungen

TRANS-MARKET - wichtiges US-Standbein für die Prozesstechnik

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Kauf August 2016
Mitarbeiter 2016 61

Kurzprofil

TRANS-MARKET SALES & EQUIPMENT Inc. ist ein etablierter und führender Anbieter von Prozess-Engineering- und Servicedienstleistungen sowie Automatisierungs-Lösungen für die Nahrungsmittel- und Getränkeindustrie (Liquid Food). Das US-amerikanische Unternehmen aus Tampa, Florida, beschäftigte Ende 2016 rund 60 Mitarbeiter.

KRONES hat 80 % des Geschäfts des Unternehmens erworben. Umsatz und Ergebnis von TRANS-MARKET erfasst KRONES im Segment »Maschinen und Anlagen zur Getränkeproduktion/Prozesstechnik«.

Strategischer Hintergrund

Mit der Akquisition setzt KRONES seine Strategie um, die lokalen Kapazitäten für das Engineering und den Einkauf auszubauen. Durch die mehrheitliche Übernahme des Geschäfts von TRANS-MARKET stärkt KRONES das Prozesstechnik-Geschäft in den USA und erweitert die Präsenz in Nordamerika. Gemeinsam mit TRANS-MARKET kann KRONES den nordamerikanischen Kunden aus der Liquid-Food-Branche das komplette Produktportfolio für ihre Fabriken anbieten, von Prozesstechnik-Lösungen über die Abfüll- und Verpackungstechnik bis hin zu Logistik-Systemen.

Die meisten Getränkeverpackungen sind aus PET

Gemäß vorläufiger Zahlen von Euromonitor wurden 2016 weltweit 1.612 Mrd. Behälter mit Getränken abgefüllt. Die Anzahl wächst in etwa im Gleichschritt mit dem Getränkekonsum und soll bis 2019 um durchschnittlich 3,0 % im Jahr auf 1.761 Mrd. zunehmen. Als Behältermaterial dienen im Wesentlichen Kunststoff, Glas, Metall sowie Karton.

Anteil der Verpackungen am weltweiten Getränkemarkt 2016 (Basis: abgefüllte Einheiten)

Rund ein Drittel aller Getränkeverpackungen sind weltweit aus PET. Der Abstand zu den Verfolgern Glas und Dosen wird sich in den kommenden Jahren noch vergrößern.

Durchschnittliches jährliches Wachstum der Verpackungsarten 2016 bis 2019

Quelle: Euromonitor, eigene Schätzungen

Die mit Abstand meisten Getränkeverpackungen bestehen aus dem Kunststoff Polyethylenterephthalat (PET). 2016 waren 32,4 % aller Getränkebehälter aus PET. Das überproportionale Wachstum in der Vergangenheit dürfte sich fortsetzen. Wichtiger Wachstumstreiber ist der steigende Konsum von Wasser, das weltweit meist in PET abgefüllt wird. Bis 2019 soll die Anzahl der PET-Getränkeverpackungen um durchschnittlich 3,6 % pro Jahr steigen. Als führender Anbieter von Maschinen und Anlagen zur Produktion, Abfüllung und Verpackung von PET-Behältern profitiert KRONES von diesem Trend.

Nur halb so hoch wie bei PET sind die erwarteten Steigerungsraten für Getränkebehälter aus Glas, dem zweithäufigsten Verpackungsmaterial. 2016 waren 25,7 % der weltweit abgefüllten Getränkeflaschen aus Glas. In ihnen werden hauptsächlich Bier und andere Alkoholika abgefüllt, also Getränkearten, bei denen die Nachfrage nur unterproportional wächst.

Dosen aus Metall sind das dritthäufigste Verpackungsmaterial (Anteil 2016: 19,1 %). Darin werden meist Bier und kohlensäurehaltige Softdrinks (CSD) abgepackt. Bis 2019 soll die Anzahl der Getränkebehälter aus Dosen um durchschnittlich 2,5 % pro Jahr steigen. Damit dürfte der Anteil von Dosen an den Getränkeverpackungen in den kommenden Jahren leicht abnehmen.

Das vierte bedeutende Verpackungsmaterial für Getränke ist Karton (Anteil an den Getränkeverpackungen 2016: 11,7 %). In Kartonverpackungen werden hauptsächlich Milch- und Milchmixgetränke sowie Frucht- und Obstsäfte abgefüllt. Bis 2019 soll die Anzahl der Getränkebehälter aus Karton um durchschnittlich 3,8 % pro Jahr steigen.

KRONES in Zahlen

KRONES steigert Ergebnis wie geplant, Umsatz übertrifft Erwartungen
Alle drei Unternehmenssegmente wachsen profitabel
KRONES will für 2016 eine Dividende je Aktie von 1,55 € (Vorjahr: 1,45 €) ausschütten

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Prognose 2016 Ist-Wert 2016
Umsatzwachstum +3 % +6,9 %
EBT-Marge 7,0 % 7,0 %
ROCE (passivisch) 18 % 17,0 %

Umsatz von KRONES wächst um 6,9 % auf 3.391,3 Mio. €

KRONES setzte 2016 seinen stabilen Wachstumskurs weiter fort. Der Umsatz erhöhte sich im Vergleich zum Vorjahr um 6,9 % von 3.173,5 Mio. € auf 3.391,3 Mio. €. Dieser Anstieg ist zum Teil akquisitionsbedingt. Das Unternehmen erwarb 2016 die Mehrheit an dem Unternehmen SYSTEM LOGISTICS und am Geschäft von TRANS-MARKET. Bereinigt um die Zukäufe lag das Umsatzwachstum bei 4,2 %. Damit hat KRONES das Wachstumziel von 3 % für 2016 leicht übertroffen. Neben dem umfangreichen Produkt- und Serviceangebot unterstützte hauptsächlich die gute internationale Präsenz das Unternehmenswachstum. KRONES ist nicht nur auf den Emerging Markets sehr gut positioniert, sondern auch in den reifen Industrieländern.

Zum Umsatzanstieg 2016 trugen sowohl das Neumaschinen- als auch das Servicegeschäft bei. Im Neumaschinengeschäft profitierte KRONES hauptsächlich vom anhaltenden Trend zu Getränkeverpackungen aus dem Kunststoff PET. In diesem Bereich ist das Unternehmen weltweit führend. Die hohe installierte Maschinenbasis sowie der Ausbau des internationalen Servicegeschäfts und die damit zunehmende Kundennähe sorgten für steigende Serviceumsätze.

Umsatz KRONES Konzern in Mio. €

Das stabile Wachstum von KRONES setzte sich 2016 fort.

Umsatz nach Segmenten

Anteil am KRONES Konzernumsatz

Alle drei Segmente von KRONES legten 2016 beim Umsatz zu.

Der Umsatz des Kernsegments »Maschinen und Anlagen zur Produktabfüllung und -ausstattung« stieg 2016 im Vergleich zum Vorjahr um 4,0 % auf 2.815,3 Mio. €. Der Anteil des Segments am Konzernumsatz verringerte sich von 85,3 % im Vorjahr auf 83,0 %.

Im Segment »Maschinen und Anlagen zur Getränkeproduktion/Prozesstechnik« erhöhte sich der Umsatz hauptsächlich akquisitionsbedingt um 26,6 % auf 454,1 Mio. €. Der Anteil, den das Segment zum Konzernumsatz beisteuerte, betrug 13,4 % (Vorjahr: 11,3 %).

Im kleinsten Segment »Maschinen und Anlagen für die Compact Class« legte der Umsatz im Vergleich zum Vorjahr um 11,9 % auf 121,9 Mio. € zu. Zum Konzernumsatz trug das Segment 3,6 % (Vorjahr: 3,4 %) bei.

Weitere Erläuterungen finden Sie unter »Bericht aus den Segmenten« ab Seite 106 sowie in der Segmentberichterstattung im Konzernanhang auf Seite 162/163.

Umsatz von KRONES legt in den meisten Regionen zu

KRONES erzielte im Berichtsjahr 53 % der Umsatzerlöse in den Emerging Markets, 47 % in den reifen Märkten.

Die Investitionstätigkeit unserer Kunden in Deutschland beruhigte sich nach einem starken ersten Halbjahr im weiteren Jahresverlauf 2016. Insgesamt ging der Inlandsumsatz von KRONES um 7,4 % von 382,3 Mio. € im Vorjahr auf 354,2 Mio. € zurück. Dabei ist zu berücksichtigen, dass das Inlandsgeschäft 2015 um mehr als ein Drittel zugelegt hatte. Deshalb sind wir mit der Entwicklung in Deutschland 2016 zufrieden. Der Anteil des Inlandsgeschäfts am Konzernumsatz verringerte sich auf 10,4 % (Vorjahr: 12,0%).

Insgesamt gut entwickelten sich die Geschäfte von KRONES in Europa (ohne Deutschland) 2016. In der Region Westeuropa blieb der Umsatz nach einem starken Jahresabschlussquartal mit 513,5 Mio. € stabil auf dem hohen Vorjahreswert (513,3 Mio. €). Deutlich wuchs das Unternehmen in Mitteleuropa (Österreich, Schweiz, Niederlande). Dort legte der Umsatz 2016 im Vergleich zum Vorjahr leistungsbedingt um 40,3 % auf 214,4 Mio. € zu. Mit einer Steigerungsrate von 34,1 % auf 121,4 Mio. € nahmen die Erlöse in Osteuropa im Berichtsjahr ebenfalls kräftig zu. KRONES profitierte dort hauptsächlich von der allgemeinen Wirtschaftserholung. In Russland herrschte 2016 hingegen weiter Rezession. Dies spiegelt sich auch in dem um 12,0 % auf 72,3 Mio. € rückläufigen Umsatz von KRONES in der Region Russland/GUS wider.

Regionale Umsatzverteilung des KRONES Konzerns

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Anteil am Konzernumsatz 2016 2015 Veränd.
in Mio. € % in Mio. € % %
--- --- --- --- --- ---
Deutschland 354,2 10,4 382,3 12,0 - 7,4
Mitteleuropa (ohne Deutschland) 214,4 6,3 152,8 4,8 + 40,3
Westeuropa 513,5 15,1 513,3 16,2 0,0
Osteuropa 121,4 3,6 90,5 2,9 + 34,1
Russland, Zentralasien (GUS) 72,3 2,1 82,2 2,6 - 12,0
Mittlerer Osten/Afrika 570,4 16,8 431,8 13,6 + 32,1
Asien/Pazifik 402,3 11,9 489,9 15,4 - 17,9
China 323,5 9,5 289,1 9,1 + 11,9
Nord- und Mittelamerika 504,9 15,0 437,5 13,8 + 15,4
Südamerika/Mexiko 314,4 9,3 304,1 9,6 + 3,4
Gesamt 3.391,3 100,0 3.173,5 100,0 + 6,9

In der für KRONES sehr wichtigen und großen Absatzregion Mittlerer Osten/Afrika beschleunigte sich das Wachstum im vierten Quartal 2016. Dies war teilweise abrechnungsbedingt. Insgesamt kletterte der Umsatz im Berichtsjahr im Vergleich zu 2015 um 32,1 % von 431,8 Mio. € auf 570,4 Mio. €. Damit war der Mittlere Osten/Afrika 2016 die Absatzregion von KRONES mit dem höchsten Umsatz. Fortgesetzt hat sich auch der Aufwärtstrend unseres China-Geschäfts. Der Umsatz legte um 11,9 % auf 323,5 Mio. € zu. Rückläufig waren hingegen die Erlöse im übrigen asiatisch/pazifischen Raum. Um 17,9 % auf 402,3 Mio. € verringerte sich dort der Umsatz 2016 im Vergleich zu 2015.

Nach einem bereits guten Vorjahr verbesserte KRONES den Umsatz in Nord- und Mittelamerika 2016 um 15,4 % auf 504,9 Mio. €. In der Region hat sich die Investitionsbereitschaft der Kunden nach einigen schwachen Jahren wieder belebt. Stabilisiert haben sich die Umsätze 2016 in Südamerika/Mexiko, obwohl einige südamerikanische Länder weiter unter gesamtwirtschaftlichen Problemen litten. Wir konnten dies aber mit guten Geschäften in Mexiko kompensieren. Unterm Strich stiegen die Erlöse in Südamerika/Mexiko leicht um 3,4 % auf 314,4 Mio. €.

Insgesamt verfügt KRONES weiterhin über eine international sehr ausgewogene Umsatzverteilung. Wie 2015 erwirtschaftete KRONES im Berichtsjahr 53,2 % des Konzernumsatzes auf den Emerging Markets. Unverändert 46,8 % trugen die reifen Märkte (Deutschland, West- und Mitteleuropa, Nord- und Mittelamerika) zum Umsatz bei.

KRONES erzielt den Großteil des Umsatzes mit Kunden aus der Getränkeindustrie

Die Nachfrage von Produzenten alkoholfreier Getränke wie Wasser, Softdrinks und Säfte nach Produkten und Dienstleistungen von KRONES war 2016 hoch. Mit 2.044,9 Mio. € übertraf der Umsatz mit dieser Kundengruppe den Vorjahreswert von 1.723,6 Mio. € um 18,6 %. Der Anteil am Konzernumsatz stieg von 54,3 % im Vorjahr auf 60,3 %.

Die Erlöse mit Herstellern alkoholischer Getränke gingen 2016 im Vergleich zum Vorjahr leicht um 1,3 % von 1.104,1 Mio. € auf 1.090,2 Mio. € zurück. Der Anteil am Konzernumsatz, den KRONES im Berichtsjahr mit Herstellern alkoholischer Getränke erwirtschaftete, verringerte sich auf 32,1 % (Vorjahr: 34,8 %).

Nach sehr starken Zuwächsen in den vergangenen Jahren reichte der Umsatz 2016 mit Kunden aus dem Non-Beverage-Bereich (Milch, Lebensmittel, Chemie, Pharma, Kosmetik) nicht an das hohe Vorjahresniveau heran. Um 25,9 % von 345,8 Mio. € im Jahr 2015 auf 256,1 Mio. € verminderte sich der Umsatz mit dieser Kundengruppe im Berichtsjahr. Der Anteil des Non-Beverage-Bereichs am Konzernumsatz betrug 7,6 % (Vorjahr: 10,9 %).

Umsatz nach Branchen KRONES Konzern

Auftragseingang und Auftragsbestand

Nachfrage nach Produkten und Dienstleistungen von KRONES zieht an

Der Auftragseingang von KRONES legte 2016 mit 7,9 % noch stärker zu als der Umsatz.

Die Investitionsbereitschaft unserer Kunden aus der internationalen Getränke- und Nahrungsmittelindustrie war 2016 insgesamt zufriedenstellend. Während des Berichtsjahres schwankte das Orderverhalten. Nach einer vorübergehenden Nachfrageschwäche im zweiten Quartal zogen die Bestellungen wieder an. Unterm Strich erhöhte sich der Auftragseingang von KRONES 2016 im Vergleich zum Vorjahr um 7,9 % von 3.189,0 Mio. € auf 3.441,3 Mio. €.

Prozentual am stärksten legte der Auftragseingang in Nordamerika und Osteuropa/ GUS zu. Der Wert der Bestellungen in den Regionen Südamerika und Europa übertraf den Vorjahreswert ebenfalls. Der Ordereingang in Asien, China und Afrika war hingegen rückläufig.

Auftragseingang KRONES Konzern in Mio. €

Auftragsbestand wächst auf 1,14 Mrd. € an

Die gute Nachfrage nach Produkten und Dienstleistungen von KRONES spiegelt sich auch im Auftragsbestand wider. Ende 2016 hatte das Unternehmen Aufträge im Wert von 1.144,7 Mio. € in den Büchern. Damit übertraf der Auftragsbestand den Vorjahreswert von 1.094,6 Mio. € um 4,6 %. KRONES geht mit einem komfortablen Auftragspolster und hoher Planungssicherheit ins Geschäftsjahr 2017.

Auftragsbestand KRONES Konzern in Mio. € zum 31. Dezember

Ertragslage des KRONES Konzerns

EBT-Marge trotz starken Wettbewerbs stabil

Bei einer stabilen EBT-Marge erreichte das Ergebnis vor Steuern 2016 einen neuen Höchstwert.

KRONES hat sich 2016 auf wettbewerbsintensiven Märkten gut behauptet und das Ergebnis weiter gesteigert. Das Ergebnis vor Steuern (EBT) kletterte 2016 gegenüber dem Vorjahr um 6,4 % von 223,3 Mio. € auf 237,6 Mio. €. Die EBT-Marge blieb im Vergleich zum Vorjahr unverändert bei 7,0 %. Damit hat KRONES das EBT-Margenziel 2016 erreicht. Von den Marktpreisen erhielten wir wie erwartet keine Unterstützung.

EBT KRONES Konzern in Mio. €

Hauptsächlich aufgrund der positiven Effekte des Strategieprogramms Value gelang es KRONES, die EBT-Marge im Berichtszeitraum stabil zu halten. Beispiele für Value-Erfolge 2016 sind der zunehmende Modularisierungsgrad unserer Maschinen und Anlagen sowie Einsparungen durch lokale Beschaffung von Material und Leistungen. Darüber hinaus trugen zusätzliche Kosteneinsparungen aus dem Value-Programm zum besseren Ergebnis bei.

EBT-Marge KRONES Konzern in %

Konzernergebnis KRONES in Mio. €

Das Konzernergebnis legte 2016 um 8,2 % von 156,3 Mio. € im Vorjahr auf 169,1 Mio. € zu. Damit stieg es ein wenig stärker als das Ergebnis vor Steuern. Grund hierfür ist, dass sich die Steuerquote des Unternehmens im Vergleich zum Vorjahr von 30,0 % auf 28,8 % verringerte. Um 8,4 % von 4,98 € im Vorjahr auf 5,40 € verbesserte sich das Ergebnis je Aktie im Berichtsjahr.

Ergebnis je Aktie KRONES Konzern in €

Das Ergebnis je Aktie verbesserte sich 2016 auf 5,40 €.

KRONES will für 2016 eine Dividende von 1,55 € zahlen

Um die Aktionäre angemessen am Unternehmenserfolg zu beteiligen, schüttet KRONES grundsätzlich 25 % bis 30 % des Konzerngewinns an die Aktionäre aus. Vorstand und Aufsichtsrat werden der Hauptversammlung am 20. Juni 2017 für das Geschäftsjahr 2016 eine Dividende von 1,55 € je Aktie (Vorjahr: 1,45 €) vorschlagen. Die geplante Ausschüttung befindet sich mit 29,0 % des Konzerngewinns am oberen Rand des Zielkorridors.

Ertragsstruktur des KRONES Konzerns

Weitere Informationen siehe ausführliche Gewinn- und-Verlust-Rechnung auf S. 156.

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in Mio.€ 2016 2015 Veränd.
Umsatzerlöse 3.391,3 3.173,5 + 6,9 %
Bestandsveränderung fertige und unfertige Erzeugnisse - 135,5 + 25,6 -
Gesamtleistung 3.255,8 3.199,1 + 1,8 %
Materialaufwand - 1.609,7 - 1.589,3 + 1,3 %
Personalaufwand -974,3 - 919,1 + 6,0 %
Saldo aus sonstigen betrieblichen Erträgen/Aufwendungen und aktivierten Eigenleistungen - 351,0 - 385,4 - 8,9 %
EBITDA 320,8 305,3 + 5,1 %
Abschreibungen auf Anlagevermögen - 92,8 - 88,4 + 5,0 %
EBIT 228,0 216,9 + 5,1 %
Finanzergebnis +9,6 + 6,4 + 49,3 %
EBT 237,6 223,3 + 6,4 %
Ertragsteuern - 68,5 - 67,0 + 2,1 %
Konzernergebnis 169,1 156,3 + 8,2 %

KRONES steigerte 2016 die Gesamtleistung im Vergleich zum Vorjahr um 1,8 % auf 3.255,8 Mio. €. Die Gesamtleistung legte weniger stark zu als der Umsatz (plus 6,9 %), weil der Bestand an fertigen und unfertigen Erzeugnissen im Berichtszeitraum um 135,5 Mio. € aufgrund einer unterjährig geringeren Auslastung abgebaut wurde (Vorjahr: plus 25,6 Mio. €).

Die Ertragskraft hat das Unternehmen trotz Kostensteigerungen bei Personal und Material wie geplant stabil gehalten. Einen großen Beitrag hierzu leisteten die Maßnahmen des Strategieprogramms Value. So erhöhte sich der Materialaufwand im Berichtsjahr nur um 1,3 % auf 1.609,7 Mio. € und legte damit u. a. wegen Effekten aus der Modulariserung leicht unterproportional zur Gesamtleistung zu. Die Materialaufwandsquote, also der Materialaufwand im Verhältnis zur Gesamtleistung, ging von 49,7 % auf 49,4 % zurück.

EBITDA KRONES Konzern in Mio. €

Höhere Kosten bei Material und Personal konnte KRONES 2016 durch Value-Maßnahmen kompensieren. Die Ertragskraft blieb wie geplant stabil.

Der zweitgrößte Kostenblock, der Personalaufwand, stieg im Berichtszeitraum im Vergleich zum Vorjahr um 6,0 % auf 974,3 Mio. €. Die Personalaufwandsquote, also der Personalaufwand im Verhältnis zur Gesamtleistung, kletterte von 28,7 % im Vorjahr auf 29,9 %. Verantwortlich für den überproportionalen Anstieg des Personalaufwands sind neben den Tariferhöhungen der starke, auch akquisitionsbedingte Mitarbeiteraufbau im Konzern (+ 8,0 %).

Einen wesentlichen Beitrag zur positiven Ergebnisentwicklung steuerte der Saldo aus den sonstigen betrieblichen Erträgen und Aufwendungen sowie den aktivierten Eigenleistungen bei. Er veränderte sich 2016 um 8,9 % von minus 385,4 Mio. € im Vorjahr auf minus 351,0 Mio. €. Bei nahezu unveränderten sonstigen betrieblichen Erträgen trugen hierzu wesentlich die aufgrund von Einsparungsmaßnahmen aus dem Value-Programm um 30,9 Mio. € niedrigeren sonstigen betrieblichen Aufwendungen bei.

Als Zwischenergebnis ergibt sich ein Plus beim EBITDA von 5,1 % auf 320,8 Mio. €. Abzüglich der Abschreibungen von 92,8 Mio. € (Vorjahr: 88,4 Mio. €) verbleibt ein EBIT von 228,0 Mio. € (+ 5,1 %). Aufgrund höherer Beteiligungserträge und eines besseren Zinsergebnisses, war das Finanzergebnis mit plus 9,6 Mio. € höher als im Vorjahr (plus 6,4 Mio. €). Somit kletterte das Ergebnis vor Steuern (EBT) um 6,4 % auf 237,6 Mio. €, wodurch die EBT-Marge wie im Vorjahr bei 7,0 % lag. Die Steuerquote von KRONES ging 2016 gegenüber dem Vorjahr von 30,0 % auf 28,8 % zurück, so dass unterm Strich das Konzernergebnis 2016 um 8,2 % auf 169,1 Mio. € (Vorjahr: 156,3 Mio. €) zulegte.

EBIT KRONES Konzern in Mio. €

Kapitalflussrechnung

Weitere Informationen siehe ausführliche Kapitalflussrechnung S. 160.

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in Mio.€ 2016 2015
Ergebnis vor Steuern 237,6 223,3
zahlungsunwirksame Aufwendungen und Erträge + 158,6 + 91,5
Veränderung Working Capital - 96,4 - 42,2
Veränderung sonstige Aktiva und Passiva -105,1 - 98,1
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit 194,7 174,4
Investitionen in immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen - 111,3 - 102,6
Sonstiges -34,2 - 1,1
Free Cashflow 49,2 70,7
Mittelveränderung aus der Finanzierungstätigkeit -45,8 - 39,5
Sonstiges + 0,9 - 3,0
Gesamte Änderung der Liquidität +4,3 + 28,2
Liquidität am Ende des Jahres 368,9 364,6

KRONES verbesserte 2016 den operativen Cashflow von 174,4 Mio. € im Vorjahr auf 194,7 Mio. €.

KRONES steigerte im Berichtsjahr den operativen Cashflow (Mittelveränderung aus laufender Geschäftstätigkeit) von 174,4 Mio. € auf 194,7 Mio. €. Neben dem besseren Ergebnis vor Steuern trugen auch die höheren zahlungsunwirksamen Erträge und Aufwendungen hierzu bei. Sie stiegen von 91,5 Mio. € im Vorjahr auf 158,6 Mio. €. Der im Vergleich zum Vorjahr stärkere Aufbau von Working Capital, also betriebsnotwendigem Kapital, reduzierte den operativen Cashflow 2016 um 96,4 Mio. € (Vorjahr: 42,2 Mio. €). Das durchschnittliche Working Capital der vergangenen vier Quartale im Verhältnis zum Umsatz kletterte von 24,6 % auf 26,7 %. Diese Kennzahl wird 2017 den ROCE als dritte finanzielle Steuerungsgröße ablösen und damit an Bedeutung gewinnen. Wir wollen im laufenden Jahr durch intensiveres Working-Capital-Management diese Zielgröße bei 27 % halten.

Mittelveränderung aus laufender Geschäftstätigkeit KRONES Konzern in Mio. €

Working Capital zu Umsatz KRONES Konzern in Prozent (Durchschnitt der 4 Quartale)

KRONES gab im vergangenen Jahr insgesamt 111,3 Mio. € (Vorjahr: 102,6 Mio. €) für Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte aus. Im Berichtsjahr investierte das Unternehmen stark in Informationstechnologie und neue Produktionsanlagen. Das Verhältnis von Investitionen zu Abschreibungen hat sich von 1,16 im Vorjahr auf 1,20 erhöht. Zudem flossen im Berichtsjahr 39,7 Mio. € (Vorjahr: 12,1 Mio. €) für den Erwerb von Anteilen an verbundenen Unternehmen aus eigenen Mitteln ab. Die Investitionen der jeweiligen Segmente sind in der Segmentberichterstattung auf S. 162 bis 163 aufgeführt. Der Free Cashflow, also der aus der Geschäftstätigkeit erzielte Nettozufluss liquider Mittel, lag mit 49,2 Mio. € unter dem Vorjahreswert von 70,7 Mio. €.

Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte KRONES Konzern in Mio. €

Free Cashflow KRONES Konzern in Mio. €

Der Free Cashflow verringerte sich 2016 aufgrund der beiden Zukäufe SYSTEM LOGISTICS und TRANS-MARKET von 70,7 Mio. € auf 49,2 Mio. €.

Ausschüttungssumme KRONES Konzern in Mio. €

In der Mittelveränderung aus der Finanzierungstätigkeit schlägt sich wie im Vorjahr nur die Dividendenzahlung nieder. 2016 schüttete das Unternehmen 45,8 Mio. € an die Aktionäre aus, nach 39,5 Mio. € im Jahr 2015. Damit war der Mittelabfluss aus der Finanzierungstätigkeit im Berichtsjahr dementsprechend höher. Wechselkursbedingte Veränderungen erhöhten die Liquidität 2016 aufgrund der Kursentwicklung der lokalen Währungen bei den Tochtergesellschaften um 0,9 Mio. € (Vorjahr: minus 3,0 Mio. €). Insgesamt stiegen die liquiden Mittel von KRONES 2016 um 4,3 Mio. € von 364,6 Mio. € im Vorjahr auf 368,9 Mio. €.

Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente KRONES Konzern in Mio. € zum 31. Dezember

Vermögens- und Kapitalstruktur

Weitere Informationen siehe ausführliche Bilanz S. 158 bis 159.

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in Mio. € zum 31. Dezember 2016 2015 2014
Langfristige Vermögenswerte 799 697 672
davon Anlagevermögen 725 646 624
Kurzfristige Vermögenswerte 2.272 2.010 1.756
davon Zahlungsmittel 369 365 336
Eigenkapital 1.226 1.111 989
Fremdkapital 1.845 1.596 1.439
langfristige Verpflichtungen 308 278 275
kurzfristige Verpflichtungen 1.537 1.318 1.164
Bilanzsumme 3.071 2.707 2.428

Ein komfortables Liquiditätspolster, keine Bankschulden sowie eine solide Eigenkapitalausstattung geben KRONES ausreichend finanziellen Spielraum für Investitionen.

Die Bilanzsumme von KRONES vergrößerte sich hauptsächlich wegen der Akquisitionen und des gestiegenen Working Capitals zum 31. Dezember 2016 gegenüber dem Wert vom Jahresende 2015 um 13,5 % auf 3.070,8 Mio €.

Die langfristigen Vermögenswerte des Unternehmens lagen Ende 2016 mit 798,5 Mio. € um 14,5 % über dem Vorjahreswert von 697,3 Mio. €. Das Anlagevermögen stieg um 12,3 % auf 725,5 Mio. € (Vorjahr: 646,2 Mio. €). Hiervon entfallen auf Sachanlagen, die zum 31. Dezember 2016 nahezu unverändert waren, 481,3 Mio. €. Die immateriellen Vermögenswerte von KRONES, bei denen es sich zum großen Teil um aktivierungspflichtige Entwicklungsaufwendungen handelt, stiegen hingegen von 163,2 Mio. € im Vorjahr auf 238,3 Mio. €. Zu diesem deutlichen Anstieg haben auch die aus den Akquisitionen von SYSTEM LOGISTICS und TRANS-MARKET resultierenden immateriellen Vermögenswerte beigetragen.

Kurzfristige Vermögenswerte standen zum Ende des Geschäftsjahres 2016 mit 2.272,3 Mio. € in der Bilanz. Dies ist ein Anstieg um 13,1 % oder 262,9 Mio. € gegenüber Ende 2015. Hauptgrund für den signifikanten Zuwachs war, dass im Berichtsjahr die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen auch leistungsbedingt um 240,1 Mio. € auf 1.036,9 Mio. € zulegten. Die Vorräte kletterten lediglich um 0,5 % auf 728,4 Mio. €. Ebenfalls leicht erhöhten sich die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente, also die liquiden Mittel, im Vergleich zum Vorjahr um 4,3 Mio. € auf 368,9 Mio. €.

Auf der Passivseite stiegen die langfristigen Verpflichtungen von KRONES im Berichtsjahr auf 308,0 Mio. € (31. Dezember 2015: 278,5 Mio. €). Hierfür waren im Wesentlichen höhere Rückstellungen für Pensionen verantwortlich. Sie stiegen von 196,9 Mio. € auf 219,1 Mio. €. KRONES hatte Ende 2016 keine langfristigen Bankschulden.

Die kurzfristigen Schulden kletterten im Berichtszeitraum gegenüber 2015 von 1.317,4 Mio. € auf 1.537,3 Mio. €. Hierzu haben höhere erhaltene Anzahlungen und gestiegene Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen beigetragen. Beide Positionen legten jeweils um rund 70 Mio. € zu. Kurzfristige Bankverbindlichkeiten hatte KRONES Ende 2016 keine. Insgesamt verfügte KRONES unter dem Strich am Bilanzstichtag 2016 über eine Nettoliquidität (liquide Mittel abzüglich Bankschulden) von 368,9 Mio. € (Vorjahr: 364,6 Mio. €). Darüber hinaus bestehen im Konzern nicht genutzte Kreditlinien in Höhe von rund 263 Mio. €.

Des Weiteren steht eine Reservelinie (Back-up-Fazilität) von 250 Mio. € zur Verfügung. Damit sind die Hauptziele unseres Finanzmanagements, hohe Finanzkraft und Unabhängigkeit von KRONES, weiter gestärkt.

Aufgrund des positiven Konzernergebnisses stieg das Eigenkapital 2016 von 1.110,7 Mio. € auf 1.225,5 Mio. €. Dennoch lag die Eigenkapitalquote wegen der stark gestiegenen Bilanzsumme Ende 2016 mit 39,9% leicht unter dem Vorjahreswert von 41,0 %. Insgesamt weist KRONES weiterhin eine äußerst solide Finanz- und Kapitalstruktur aus.

KRONES Konzern Eigenkapitalquote in Prozent

Kapitalrendite (ROCE) geht von 17,7 % auf 17,0 % zurück

KRONES hat 2016 mit einem ROCE von 17,0 % das Ziel von 18 % verfehlt.

Im Berichtsjahr verringerte sich der Return on Capital Employed (ROCE), also das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) im Verhältnis zum durchschnittlich gebundenen Nettokapital, von 17,7 % im Vorjahr auf 17,0 %. Damit haben wir unser Ziel für 2016 von 18 % nicht erreicht. Grund hierfür war der gegenüber dem EBIT überproportionale Anstieg des gebundenen Nettokapitals. Ab dem Geschäftsjahr 2017 wird der ROCE als finanzielle Steuerungsgröße durch die Kennzahl »Working Capital im Verhältnis zum Umsatz« ersetzt.

ROCE KRONES Konzern in Prozent

Bericht aus den Segmenten

Maschinen und Anlagen zur Produktabfüllung und -ausstattung

Segmentumsatz

Der Umsatz des Kernsegments stieg 2016 ein wenig stärker als prognostiziert.

Bild rechte Seite: Maschinen zum Etikettieren von Flaschen gehören zum Segment Maschinen und Anlagen zur Produktabfüllung und -ausstattung.

Der Umsatz des KRONES Kernsegments »Maschinen und Anlagen zur Produktabfüllung und -ausstattung« erhöhte sich 2016 im Vergleich zum Vorjahr um 4,0 % von 2.705,9 Mio. € auf 2.815,3 Mio. €. Damit wuchs das Segment ein wenig stärker als erwartet (Prognose: +3 %). KRONES profitierte von der hohen Nachfrage nach Einzelmaschinen sowie kompletten Abfüll- und Verpackungslinien. Steigende Serviceumsätze trugen ebenfalls zum Wachstum bei. Der Anteil des Segments am Konzernumsatz verringerte sich 2016 von 85,3 % im Vorjahr auf 83,0 %.

Segmentumsatz nach Regionen

* Veränderung gegenüber dem Vorjahr

Segmentergebnis

Trotz wettbewerbsintensiver Märkte legte die Ertragskraft des Segments leicht zu.

Trotz der insgesamt unveränderten Preissituation und steigenden Personalkosten blieb die Ertragskraft des Kernsegments 2016 in etwa auf dem hohen Vorjahresniveau. Das Ergebnis vor Steuern (EBT) legte im Vergleich zu 2015 um 4,1 % von 220,5 Mio. € auf 229,6 Mio. € zu. Die EBT-Marge verbesserte sich leicht von 8,1 % im Vorjahr auf 8,2 %. Hierin spiegeln sich die erfolgreichen Maßnahmen des Strategieprogramms Value wider. Zudem wirkten sich zusätzliche Kostensenkungen im Berichtsjahr positiv auf die Performance des Kernsegments aus.

Segmentergebnis (Ergebnis vor Steuern) in Mio. €

Maschinen und Anlagen zur Getränkeproduktion/Prozesstechnik

Segmentumsatz

KRONES baute das Segment im Berichtsjahr mit Zukäufen aus.

Bild rechte Seite: Gär- und Lagertanks gehören zum breiten Produktangebot der KRONES Prozesstechnik für Brauereien.

KRONES erwarb 2016 die Mehrheit an dem Unternehmen SYSTEM LOGISTICS und am Geschäft der TRANS-MARKET. Hauptsächlich aufgrund der erstmaligen Konsolidierung der Zukäufe stieg der Umsatz des Segments »Maschinen und Anlagen zur Getränkeproduktion/Prozesstechnik« im Vergleich zum Vorjahr um 26,6 % von 358,7 Mio. € auf 454,1 Mio. €. Bereinigt um die Zukäufe legte der Umsatz um 2,9 % zu. Damit verfehlte das Segment aufgrund von Projektverschiebungen das Ziel für das interne Wachstum von rund 10 %. Der Anteil, den das Segment zum Konzernumsatz beisteuerte, erhöhte sich von 11,3 % im Vorjahr auf 13,4 %.

Segmentumsatz nach Regionen

* Veränderung gegenüber dem Vorjahr

Segmentergebnis

Nach einem Verlust im Vorjahr schrieb die »Prozesstechnik« 2016 wieder schwarze Zahlen.

Wie prognostiziert schrieb das Segment 2016 wieder schwarze Zahlen. Das Ergebnis vor Steuern (EBT) verbesserte sich von minus 2,1 Mio. € im Vorjahr auf plus 1,5 Mio. €. Die Zukäufe leisteten einen positiven Beitrag zur EBT-Marge. Insgesamt entwickelte sich die Ertragskraft des Segments mit einer EBT-Marge von 0,3 % nicht ganz so gut wie erwartet (Prognose: rund 1 %). Ein Grund hierfür waren die zu geringen Umsätze. Das Maßnahmenpaket, mit dem wir die Profitabilität des Segments nachhaltig steigern wollen, setzte KRONES 2016 zunehmend um.

Segmentergebnis (Ergebnis vor Steuern) in Mio. €

Maschinen und Anlagen für die Compact Class

Segmentumsatz

Den Umsatz im Segment »Maschinen und Anlagen für die Compact Class« steigerte KRONES 2016 um 11,9 %.

Bild rechte Seite: Abfüllanlagen für den unteren Leistungsbereich sind ein Teil des Produktportfolios der »Compact Class«.

Im kleinsten Unternehmenssegment »Maschinen und Anlagen für die Compact Class« deckt KRONES mit den Töchtern GERNEP und KOSME die Kundenbedürfnisse für den unteren Leistungsbereich ab. Der Segmentumsatz entwickelte sich 2016 insgesamt besser als erwartet und kletterte im Vergleich zum Vorjahr um 11,9 % von 108,9 Mio. € auf 121,9 Mio. €. Deutlich überproportional legten dabei die außereuropäischen Erlöse zu. Zum Konzernumsatz 2016 trug das Segment 3,6 % (Vorjahr: 3,4 %) bei.

Segmentumsatz nach Regionen

* Veränderung gegenüber dem Vorjahr

Segmentergebnis

Die EBT-Marge des Segments ist nahezu stabil geblieben.

Hauptsächlich aufgrund des Umsatzwachstums und daraus resultierender Skaleneffekte, ist die EBT-Marge 2016 nahezu stabil geblieben. Darüber hinaus wirkte sich die erfolgreiche Restrukturierung von KOSME Italien positiv auf das Ergebnis aus. Unterm Strich erhöhte sich das Ergebnis vor Steuern (EBT) im Vergleich zu 2015 von 4,9 Mio. € auf 6,4 Mio. €. Sowohl GERNEP als auch KOSME trugen zum Ergebnisanstieg bei. Die EBT-Marge legte 2016 von 4,5 % im Vorjahr auf 5,2 % zu.

Segmentergebnis (Ergebnis vor Steuern) in Mio. €

Gesamtaussage zur wirtschaftlichen Lage

Die wirtschaftliche Lage von KRONES ist nach Auffassung des Vorstands zum Zeitpunkt der Veröffentlichung des Geschäftsberichts insgesamt günstig. KRONES behauptete sich 2016 auf wettbewerbsintensiven Märkten und setzte seinen stabilen Wachstumskurs fort. Das Unternehmen profitierte dabei von der breiten internationalen Aufstellung und dem kompletten Produkt- und Dienstleistungsangebot. Aufgrund der erfolgreichen Maßnahmen des Strategieprogramms Value sowie zusätzlichen Kosteneinsparungen blieb die Ertragskraft von KRONES auch ohne Unterstützung von den Marktpreisen stabil.

Das Umsatzwachstum des Unternehmens lag im Berichtsjahr bei 6,9 %. Einen Teil zum Konzernumsatz 2016 von 3.391,3 Mio. € (Vorjahr: 3.173,5 Mio. €) trugen Akquisitionen bei. Bereinigt um die Zukäufe ergibt sich ein Umsatzplus von 4,2 %. Damit hat KRONES das Ziel für das interne Wachstum von 3 % für 2016 übertroffen. Aufgrund der Zukäufe im Berichtsjahr war die Steigerungsrate des Umsatzes im Segment »Maschinen und Anlagen für die Getränkeproduktion/Prozesstechnik« mit 26,6 % am höchsten. Umsatz und Ergebnis stiegen in allen drei Unternehmenssegmenten. Insgesamt legte das Ergebnis vor Steuern (EBT) 2016 im Vergleich zum Vorjahr um 6,4 % von 223,3 Mio. € auf 237,6 Mio. € zu. Die EBT-Marge blieb stabil auf dem Vorjahreswert von 7,0 %. Damit hat KRONES das Margenziel für 2016 erreicht.

Aufgrund der günstigen Ergebnisentwicklung verzinste sich das eingesetzte Kapital gut. Der Return on Capital Employed (ROCE), also das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) im Verhältnis zum durchschnittlich gebundenen Nettokapital, verringerte sich 2016 aber leicht von 17,7 % im Vorjahr auf 17,0 %. Damit haben wir unser ROCE-Ziel für 2016 von 18 % nicht erreicht. Die Finanz- und Kapitalstruktur von KRONES ist weiterhin sehr solide. Ende 2016 hatte das Unternehmen keinerlei Bankschulden und verfügte über liquide Mittel von 368,9 Mio. €. Die Eigenkapitalquote lag bei 39,9 %. Das komfortable Liquiditätspolster sowie die solide Eigenkapitalausstattung gibt KRONES eine hohe finanzielle Flexibilität. Insgesamt besitzt das Unternehmen eine gute Basis, um den profitablen Wachstumskurs fortzusetzen.

Mitarbeiter

Mitarbeiterzahl steigt 2016 weltweit um 8,2 %

KRONES vergrößerte 2016 im In- und Ausland seine Belegschaft. Der Anteil der im Ausland beschäftigten Mitarbeiter stieg von 26,8 % auf 30,3 %.

Um die Wachstumschancen unseres Marktes zu nutzen, erhöhen wir die Belegschaft, vor allem international bei unseren Kunden vor Ort. Mit 14.443 Mitarbeitern beschäftigte das Unternehmen Ende 2016 weltweit 1.097 Mitarbeiter oder 8,2 % mehr als im Vorjahr. Im Inland stieg die Zahl der Beschäftigten von 9.767 auf 10.061. Die internationale Belegschaft wurde um 803 auf 4.382 Mitarbeiter erweitert. Hiervon kamen 448 über die Akquisitionen SYSTEM LOGISTICS und TRANS-MARKET im Berichtsjahr hinzu. Der Anteil der im Ausland beschäftigten Mitarbeiter stieg zum Ende des Geschäftsjahres von 26,8 % auf 30,3 %.

Mitarbeiter nach Regionen

In den Emerging Markets, in denen KRONES seit Jahren mehr als die Hälfte des Konzernumsatzes erwirtschaftet, will das Unternehmen auch künftig überproportional wachsen. Hierfür hat KRONES im Berichtsjahr die Mitarbeiterzahl in den aufstrebenden Märkten um 205 Personen oder 10,3 % auf 2.200 aufgestockt.

Mitarbeiterentwicklung in den Emerging Markets 2012 - 2016

In den Emerging Markets erhöhte KRONES 2016 die Belegschaft um 10,3 % auf 2.200 Mitarbeiter.

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Jahr Südamerika Afrika Asien GUS/ Osteuropa China Gesamt
2012 438 285 293 121 298 1.435
2013 485 339 400 132 325 1.681
2014 501 363 453 136 385 1.838
2015 519 376 502 147 451 1.995
2016 549 386 602 155 508 2.200

Die anspruchsvollen Wachstumsziele sind nur mit einer qualifizierten und motivierten Belegschaft zu erreichen. Hierfür investiert KRONES weltweit in die Aus- und Weiterbildung seiner Mitarbeiter. Dabei werden nicht nur die Fachkompetenzen, sondern auch die überfachlichen Kompetenzen gestärkt.

In den Emerging Markets, wo die Fluktuationsraten generell höher sind, will KRONES die Mitarbeiter durch geeignete Maßnahmen stärker ans Unternehmen binden. So bilden wir beispielsweise in Nairobi, Kenia und im chinesischen Wuhan eigene Mitarbeiter vor Ort aus. 2016 starteten wir zudem an unserem chinesischen Standort Taicang ein Trainee-Programm, um die Hochschulabsolventen langfristig an KRONES zu binden.

Qualifikationsstruktur Mitarbeiter im Inland

KRONES setzt auf eigene Ausbildung

Im Inland wollen wir die Mitarbeiter, die aus Altersgründen ausscheiden, durch eigene Nachwuchskräfte ersetzen.

Ein wichtiges Ziel unserer Personalpolitik ist es, junge und qualifizierte Mitarbeiter für KRONES zu gewinnen, um der Überalterung in den entwickelten Ländern entgegenzuwirken. KRONES strebt an, die Mitarbeiter, die im Inland aus Altersgründen ausscheiden, durch eigene Nachwuchskräfte zu ersetzen. Hierfür setzt KRONES auf eine hochwertige Ausbildung im eigenen Haus. Im Herbst 2016 starteten 145 Berufsanfänger ihre Ausbildung bei KRONES, 15 mehr als im Vorjahr. Insgesamt bildete KRONES Ende 2016 in Deutschland 529 junge Menschen in mehr als 20 verschiedenen Ausbildungs- und Studiengängen aus.

Auszubildende und Ausbildungsanfänger KRONES Konzern im Inland

2016 stellte KRONES 770 Studenten einen Praktikumsplatz zur Verfügung. Zudem schrieben 280 Hochschulabsolventen ihre Master- oder Diplomarbeit in unserem Unternehmen.

Davon absolvieren 76 Studenten ein duales Studium. Mit einer »Profil 21«-Ausbildung erhalten 105 Mitarbeiter neben dem Facharbeiterbrief auch einen Abschluss als staatlich geprüfter Service-Techniker. 2016 haben wir 124 Auszubildende nach Beendigung ihrer Ausbildung in ein festes Arbeitsverhältnis übernommen (Vorjahr: 127).

KRONES arbeitet eng mit Hochschulen zusammen, um Hochschulabsolventen als Arbeitnehmer zu gewinnen. Das Unternehmen bietet Studenten verschiedenster Fachrichtungen Praktikantenstellen an und gibt ihnen die Möglichkeit, ihre Abschlussarbeiten bei KRONES zu schreiben. Auf diesem Weg können sich beide Seiten ein gutes Bild voneinander machen. Es ist oftmals der erste Schritt in ein dauerhaftes Beschäftigungsverhältnis. Im Berichtsjahr absolvierten 770 Studenten ein Praktikum und 280 schrieben ihre Bachelor- oder Masterarbeit bei KRONES.

Praktikanten und Abschlussarbeiten KRONES

Weiterführende Informationen zum Thema Mitarbeiter entnehmen Sie bitte unserem Nachhaltigkeitsbericht. Dieser ist im Internet unter www.krones.com aufrufbar.

Nachhaltiges Wirtschaften

Nachhaltig wirtschaften und gesellschaftliche Verantwortung übernehmen sind fest in der DNA von KRONES verankert. In unserem Leitbild, dem Verhaltenskodex sowie zahlreichen weiteren Kodizes und Richtlinien haben wir die Grundwerte des Unternehmens festgeschrieben.

KRONES ist Mitglied des UN-Global-Compact und bekennt sich zu den zehn international anerkannten Nachhaltigkeits-Prinzipien in den Bereichen Menschenrechte, Arbeitsnormen, Umweltschutz und Korruptionsbekämpfung. Um unserer Verantwortung als Teil der Gesellschaft gerecht zu werden, setzen wir auf einen aktiven Dialog mit unseren Kunden, Mitarbeitern, Aktionären, Lieferanten sowie anderen gesellschaftlichen Gruppen.

2016 viele Nachhaltigkeits-Maßnahmen umgesetzt

KRONES hat 2016 einige Maßnahmen umgesetzt, um den CO2-Ausstoß langfristig zu verringern.

Bei unserem Nachhaltigkeitsprogramm enviro haben wir im Berichtszeitraum gute Fortschritte erzielt. Mit der Systembewertung nach enviro 2.0 ist KRONES nun in der Lage, nicht nur Einzelmaschinen auf Energie- und Medieneffizienz zu bewerten, sondern ganze Maschinensysteme.

Nachdem wir 2015 eine Zielgröße für die CO2 -Emissionen bis zum Jahr 2020 festgelegt hatten, hat KRONES im Berichtsjahr bereits verschiedene Maßnahmen umgesetzt, die den CO2 -Ausstoß verringern. So haben wir beispielsweise Gebäude energetisch optimiert und einen eigenen Gleisanschluss im Werk Neutraubling umgesetzt. Damit werden die Produkte durchgängig auf dem Gleis von Neutraubling in unser Logistik-Hub nach Hamburg transportiert. Für 2016 errechneten wir eine Einsparung von 1.600 Lkw-Fahrten.

Ausführliche Informationen zu den Nachhaltigkeitsleistungen von KRONES im Berichtsjahr entnehmen Sie bitte unserem Nachhaltigkeitsbericht. Er enthält auch unsere konkreten Ziele und Maßnahmen für die kommenden Jahre in den Bereichen Ökonomie, Ökologie, Mitarbeiter und Soziales sowie Gesellschaft. Der Nachhaltigkeitsbericht ist im Internet unter www.KRONES.com aufrufbar.

KRONES bleibt »Prime«

KRONES wird jährlich von oekom Research, einer der weltweit führenden Nachhaltigkeits-Ratingagenturen, geprüft. 2016 wurde KRONES zum vierten Mal in Folge mit »Prime« bewertet. KRONES weist damit weiterhin eine im Branchenvergleich überdurchschnittliche Leistung im Bereich Corporate Social Responsibility (CSR) auf.

Risiko- und Chancenbericht

Risiken werden laufend identifiziert
Effiziente Kontroll- und Steuerungsinstrumente begrenzen Risiken

Das Risikomanagementsystem von KRONES

KRONES begegnet möglichen Risiken aktiv. Alle wesentlichen Geschäftsprozesse unterliegen laufend einem internen Kontroll- und Steuerungssystem.

Im Rahmen seiner internationalen Geschäftstätigkeit ist KRONES einer Vielzahl von Risiken ausgesetzt, die untrennbar mit unserem unternehmerischen Handeln verbunden sind. Um diese möglichen Risiken frühzeitig zu erkennen, ihnen aktiv zu begegnen und sie zu begrenzen, überwachen wir alle wesentlichen Geschäftsprozesse laufend. Im Rahmen unserer Unternehmensstrategie identifizieren, analysieren und erschließen wir auch Chancen. Im Gegensatz zu den Risiken erfassen wir die unternehmerischen Chancen aber nicht im Risikomanagementsystem.

Grundsätzlich sind Risiken als mögliche negative Abweichung von unserer Ergebnisprognose für das Geschäftsjahr 2017 definiert. Chancen sind als positive Abweichung von unserer Ergebnisprognose für das Geschäftsjahr 2017 zu verstehen. Innerhalb der drei Segmente des KRONES Konzerns bestehen aufgrund derselben Absatz- und Beschaffungsmärkte auch die gleichen Risiken und Chancen.

Das Risikomanagementsystem von KRONES besteht aus einem internen Kontroll- und Steuerungssystem, mit dem wir alle relevanten Risiken erfassen, analysieren und bewerten. In einem detaillierten und fortlaufenden Planungs-, Informations- und Kontrollprozess überwachen wir die wesentlichen Risiken sowie bereits eingeleitete Gegenmaßnahmen.

Wir bewerten Risiken anhand von Eintrittswahrscheinlichkeiten und ihren möglichen finanziellen Auswirkungen. Maßstab für die möglichen finanziellen Auswirkungen ist das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT). Ausgehend vom Bruttorisiko ermitteln wir das Nettorisiko, das sich ergibt, nachdem wir risikominimierende Maßnahmen getroffen haben.

KRONES teilt Eintrittswahrscheinlichkeiten und finanzielle Auswirkungen in die Bewertungskategorien niedrig, mittel und hoch ein. Die Bewertungskategorien sind wie folgt definiert:

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Eintrittswahrscheinlichkeit Mögliche finanzielle Auswirkung*
niedrig 0 bis 20 % niedrig 1,0 bis 10,0 Mio. €
mittel 21 bis 49 % mittel 10,1 bis 50,0 Mio. €
hoch 50 bis 100 % hoch > 50,0 Mio. €

* gemessen am EBIT

Mehrstufiges Risikomanagementsystem

Unser Risikomanagementsystem, das wir anhand praktischer Erfahrungen permanent verbessern, besteht aus den Modulen Risikoanalyse, Risikoüberwachung sowie Risikoplanung und -steuerung.

Risikoanalyse

Um mögliche Risiken frühzeitig zu identifizieren, beobachten wir kontinuierlich sämtliche Geschäftsaktivitäten. Wesentliche projektbezogene Risiken werden vor Annahme eines Auftrags verringert bzw. vermieden. Deshalb prüfen wir die Rentabilität aller Angebote vor der Auftragsannahme. Ab einer fest definierten Ordergröße durchlaufen die Aufträge darüber hinaus eine mehrdimensionale Risikoanalyse. Neben der Rentabilität werden dabei Finanzierungsrisiken, technologische Risiken und steuerliche sowie Termin- und sonstige vertragliche Risiken einzeln erfasst und bewertet, bevor ein Auftrag angenommen wird.

Risiken, die sich für unser Unternehmen aus der Änderung von Markt- oder Wettbewerbsverhältnissen ergeben, begegnen wir, indem wir über alle Segmente und Bereiche hinweg regelmäßig detaillierte Markt- und Wettbewerbsanalysen erstellen.

Darüber hinaus führen wir jährlich einmal für die AG und alle wesentlichen Gesellschaften des Konzerns eine umfangreiche Risikoinventur durch. Die Ergebnisse der Risikoinventur sowie Maßnahmen zur Risikoreduzierung fließen in die jährliche Unternehmensplanung ein. Grundprinzipien sowie der Ablaufprozess sind in einer Risikorichtlinie dokumentiert. Das Risikomanagementsystem dient nicht nur dem gesetzlich vorgegebenen Zweck, existenzgefährdende Risiken frühzeitig zu erkennen, sondern erfasst darüber hinaus auch alle Risiken, die die Ertragslage des Unternehmens wesentlich beeinträchtigen können.

Risikoüberwachung

Durch verschiedene, miteinander verzahnte Controllingprozesse überwachen wir die Risiken im KRONES Konzern. Mit regelmäßigen und umfassenden Berichten aus den einzelnen Geschäftseinheiten werden der Vorstand und andere Entscheidungsträger frühzeitig über alle eventuellen Risiken und Planabweichungen sowie über den Status der Maßnahmen zur Risikominimierung informiert. Bei Projekten mit hohem Auftragswert werden Risikopotenziale in regelmäßigen Treffen untersucht und bewertet. Mitarbeiter, die Risiken identifizieren, geben ihre Informationen zeitnah über das unternehmensinterne Meldewesen weiter.

Risikoplanung und -steuerung

Für unser Kontroll- und Steuerungssystem nutzen wir im Wesentlichen folgende Instrumente, mit denen wir unsere Geschäfte planen und Risiken steuern.

Jahresplanung
Mittelfristplanung
Strategische Planung
Rollierende Prognoserechnung
Monats- und Quartalsreports
Investitionsplanung
Produktionsplanung
Kapazitätsplanung
Projektcontrolling
Debitorenmanagement
Wechselkursabsicherungsgeschäfte
Versicherungen

Organisation des Risikomanagements

Das Risikomanagement ist bei KRONES im Controlling verankert. Geprüft wird das Risikomanagementsystem durch die interne Revision.

Im Controlling laufen alle relevanten Informationen zusammen, werden dort aufbereitet und dem Vorstand als Management-Tool zur Verfügung gestellt. Darüber hinaus gibt es in den verschiedenen Segmenten und Bereichen des Unternehmens Risikobeauftragte, die für das Risikomanagement verantwortlich sind. Dies beinhaltet Risikoerkennung und -reporting sowie Einleitung und Umsetzung von Maßnahmen zur aktiven Risikosteuerung.

Organisation des Risikomanagements von KRONES

Das Risikomanagement von KRONES wird laufend überwacht und überprüft. Hierfür gibt es klare Zuständigkeiten und Verantwortungsbereiche.

Wesentliche Merkmale des internen Kontroll- und Risikomanagementsystems im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess

Das interne Kontroll- und Risikomanagementsystem stellt sicher, dass alle Geschäftsvorfälle richtig erfasst, aufbereitet, gewürdigt und in die Rechnungslegung übernommen werden.

Mit dem internen Kontroll- und Risikomanagementsystem (IKR) im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess stellt KRONES sicher, dass sämtliche Geschäftsvorfälle bilanziell stets richtig erfasst, aufbereitet, gewürdigt und in die Rechnungslegung übernommen werden. Das IKR von KRONES umfasst alle Grundsätze, Methoden und Maßnahmen, die garantieren, dass die Rechnungslegung des Unternehmens wirksam, wirtschaftlich sowie ordnungsgemäß ist und alle maßgeblichen rechtlichen Vorschriften eingehalten werden.

Die wesentlichen Merkmale des bei KRONES bestehenden internen Kontroll- und Risikomanagementsystems im Hinblick auf den (Konzern-)Rechnungslegungsprozess können wie folgt beschrieben werden:

Im KRONES Konzern besteht eine klare Führungs- und Unternehmensstruktur. Bereichsübergreifende Schlüsselfunktionen werden zentral gesteuert.

Die Funktionen der im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess wesentlich beteiligten Unternehmensbereiche sind klar getrennt und Verantwortungsbereiche eindeutig zugeordnet.
Innerhalb der Geschäftsbereiche werden regelmäßige Kontrollfunktionen, vor allem durch das Controlling, übernommen.
Im Finanz- und Rechnungswesen wird, soweit möglich, Standardsoftware eingesetzt.
Durch entsprechende Einrichtungen im IT-Bereich wird die im Finanz- und Rechnungswesen eingesetzte Unternehmenssoftware gegen unbefugte Zugriffe geschützt.
Es besteht ein adäquates Richtlinienwesen (Zahlungsrichtlinien, Reisekostenrichtlinien u. a.), das laufend aktualisiert wird.
Alle Abteilungen, die am Rechnungslegungsprozess beteiligt sind, sind qualitativ geeignet ausgestattet.
In regelmäßigen Stichproben prüfen wir laufend, ob Buchhaltungsdaten vollständig und richtig sind.
Die in der Buchhaltung eingesetzte Software führt programmierte Plausibilitätsprüfungen durch.
Bei allen rechnungslegungsrelevanten Vorgängen wenden wir das Vier-Augen-Prinzip an.

Übersicht und Beschreibung der wesentlichen Risiken

KRONES teilt die Eintrittswahrscheinlichkeiten und die finanziellen Auswirkungen wesentlicher Risiken in die Bewertungskategorien niedrig, mittel und hoch ein.

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Risikokategorie Eintrittswahrscheinlichkeit Finanzielle Auswirkung
Umfeld- und Branchenrisiken
Gesamtwirtschaftliche Risiken niedrig niedrig
Branchenspezifische Risiken niedrig mittel
Finanzwirtschaftliche Risiken
Ausfallrisiken niedrig mittel
Liquiditätsrisiko niedrig niedrig
Zinsänderungsrisiko niedrig niedrig
Währungsrisiko niedrig niedrig
Operative Risiken
Preisrisiko mittel mittel
Beschaffungsrisiken niedrig niedrig
Kostenrisiko niedrig mittel
Personalrisiko niedrig niedrig
Rechtliche Risiken mittel mittel
Umwelt- und Sicherheitsrisiken niedrig niedrig
IT-Risiken niedrig niedrig

Umfeld- und Branchenrisiken

Gesamtwirtschaftliche Risiken

KRONES ist mit seinen Produkten und Dienstleistungen für die Getränke- und Lebensmittelindustrie weniger konjunkturabhängig als andere Maschinenbauer. Komplett entziehen kann sich das Unternehmen gesamtwirtschaftlichen Einflüssen aber nicht. Sollte sich die Weltwirtschaft deutlich schwächer entwickeln als erwartet, würde sich das auch auf Umsatz und Ergebnis von KRONES negativ auswirken. Eine nicht nur vorübergehende Krise in den Schwellenländern könnte die Investitionsbereitschaft unserer Kunden dort verringern. Auch eine globale Finanzkrise könnte zulasten der Investitionen in Maschinen und Anlagen von KRONES gehen, weil sich die Finanzierungsmöglichkeiten allgemein verschlechtern würden. Durch die breite internationale Aufstellung des Unternehmens ist KRONES in der Lage, Geschäftseinbrüche in einzelnen Regionen zumindest abzumindern.

Auswirkung gesamtwirtschaftlicher Risiken: Mit einer als niedrig eingestuften Eintrittswahrscheinlichkeit gehen wir von niedrigen finanziellen Auswirkungen aus.

Branchenspezifische Risiken

Branchenspezifischen Risiken ist KRONES hauptsächlich durch die Entwicklung des weltweiten Verpackungsmarktes und dem Agieren seiner Wettbewerber ausgesetzt. Das Wettbewerbsumfeld könnte sich verschärfen, wenn Konkurrenten von KRONES auf Kosten der Preisqualität den Kampf um Aufträge forcieren, um ihre Kapazitäten auszulasten. Dem Risiko, Marktanteile zu verlieren, begegnen wir, indem wir unseren technologischen Vorsprung weiter ausbauen. Darüber hinaus differenziert sich KRONES mit seiner starken Serviceorientierung vom Wettbewerb.

Auswirkung branchenspezifischer Risiken: Mit einer als niedrig eingestuften Eintrittswahrscheinlichkeit gehen wir von mittleren finanziellen Auswirkungen aus.

Finanzwirtschaftliche Risiken

KRONES ist finanzwirtschaftlichen Risiken in Form von Ausfallrisiken, Liquiditätsrisiken, Zinsänderungsrisiken und Währungsrisiken ausgesetzt. Wir beschreiben diese Risiken und geeignete Maßnahmen im Folgenden auch in Einklang mit den Angaben nach IFRS 7 zur Risikoberichterstattung zu Finanzinstrumenten. Grundsätzlich bestehen durch regionale und kundenbezogene Diversifizierungen keine wesentlichen Risikokonzentrationen.

1. Ausfallrisiken

Das Ausfallrisiko beschreibt das maximale Risikopotenzial, das sich aus den einzelnen Positionen zum Berichtszeitpunkt ergibt. Etwaige vorhandene Sicherheiten werden nicht berücksichtigt.

1.1 Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

Das Kreditrisiko beschreibt die Gefahr eines ökonomischen Verlustes, der dadurch entsteht, dass ein Kunde seinen vertraglichen Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommt.

KRONES steuert Kreditrisiken aus Forderungen aus Lieferungen und Leistungen auf Basis von internen Richtlinien. Ein Großteil der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ist durch verschiedene, gegebenenfalls länderspezifische Sicherungsformen, abgesichert. Die Sicherungen umfassen zum Beispiel den Eigentumsvorbehalt sowie Garantien und Bürgschaften oder Akkreditive. Um dem Kreditrisiko vorzubeugen, werden ferner externe Bonitätsprüfungen von Kunden durchgeführt. Darüber hinaus existieren Prozesse zur laufenden Überwachung von eventuell ausfallgefährdeten Forderungen. Wertberichtigungen auf uneinbringliche Forderungen aus Lieferungen und Leistungen erfolgen auf individueller Basis. Die, gemessen am gesamten Forderungsbestand, sehr geringen tatsächlichen Forderungsausfälle belegen die Effektivität der vorgenommenen Maßnahmen.

Das theoretisch maximale Kreditrisiko aus den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen entspricht dem Buchwert.

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in T€ davon: zum Abschlussstichtag nicht überfällig davon: zum Abschlussstichtag in den folgenden Zeitbändern überfällig
Buchwert bis zu 90 Tagen zwischen 90 und 180 Tagen zwischen 180 und 360 Tagen über 360 Tagen
--- --- --- --- --- --- ---
31.12.2016 Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 1.081.003 833.327 138.817 26.304 46.415 36.140
31.12.2015 Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 820.612 582.286 136.757 49.895 25.766 25.908

1.2 Derivative Finanzinstrumente

KRONES verwendet derivative Finanzinstrumente auf einzelvertraglicher Basis ausschließlich für das Risikomanagement. Ohne den Einsatz von derivativen Finanzinstrumenten wäre das Unternehmen höheren finanziellen Risiken ausgesetzt. Sie decken im Wesentlichen die Risiken ab, die aus Kursveränderungen des US-Dollars, australischen Dollars und kanadischen Dollars sowie des britischen Pfunds gegenüber dem Euro entstehen können. Die wesentlichen Vertragsspezifika (Höhe, Laufzeit) von Grund- und Sicherungsgeschäft sind weitgehend identisch. Das Ausfallrisiko aus derivativen Finanzinstrumenten besteht maximal in der Höhe des Saldos der positiven Marktwerte bei Ausfall eines Vertragspartners. Hierzu verweisen wir auf den Konzernanhang.

1.3 Sonstige finanzielle Vermögenswerte

Die maximale Kreditrisikoposition aus den sonstigen finanziellen Vermögenswerten entspricht dem Buchwert dieser Instrumente. KRONES ist aus den sonstigen Vermögenswerten keinem wesentlichen Ausfallrisiko ausgesetzt. Die darin enthaltenen Vermögenswerte sind kurzfristig.

Auswirkung von Ausfallrisiken: Mit einer als niedrig eingestuften Eintrittswahrscheinlichkeit gehen wir von mittleren finanziellen Auswirkungen aus.

2. Liquiditätsrisiko

Das Liquiditätsrisiko beschreibt die Gefahr, dass ein Unternehmen seine finanziellen Verpflichtungen nicht in ausreichendem Maß erfüllen kann.

KRONES generiert finanzielle Mittel vorwiegend durch das operative Geschäft. Die Mittel dienen vorrangig der Finanzierung des Working Capital sowie von Investitionen. KRONES steuert seine Liquidität, indem das Unternehmen neben dem Zahlungsmittelzufluss aus dem operativen Geschäft ausreichend liquide Mittel vorhält und Kreditlinien bei Banken unterhält. Das operative Liquiditätsmanagement des Unternehmens besteht aus einem Cash-Managementsystem, das zum Teil auf einer monatlich rollierenden Liquiditätsplanung auf Jahresbasis beruht. Damit kann KRONES frühzeitig auf mögliche Liquiditätsengpässe reagieren. Die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente von KRONES umfassen neben Kassenbeständen im Wesentlichen Guthaben bei Kreditinstituten. Die folgende Fälligkeitsübersicht zeigt, wie die undiskontierten Cashflows der Verbindlichkeiten zum 31. Dezember 2016 die Liquiditätssituation des Unternehmens beeinflussen.

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in T€ Buchwert Cashflow 2017 Cashflow 2018 -2021 Cashflow nach 2021
31.12.2016 Zinsen Tilgung Zinsen Tilgung Zinsen
--- --- --- --- --- --- ---
Derivate Finanzinstrumente 9.612 0 9.513 0 99 0
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 0 0 0 0 0 0
Verbindlichkeiten aus Leasingverhältnissen 283 15 117 11 166 0
Diskontierte Kundenwechsel 63.011 0 56.032 0 6.979 0
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 32.157 0 10.527 123 21.630 0
105.063 15 76.189 134 28.874 0

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in T€ Cashflow nach 2021
Tilgung
--- ---
Derivate Finanzinstrumente 0
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 0
Verbindlichkeiten aus Leasingverhältnissen 0
Diskontierte Kundenwechsel 0
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 0
0

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in T€ Buchwert Cashflow 2016 Cashflow 2017 - 2020 Cashflow nach 2020
31.12.2015 Zinsen Tilgung Zinsen Tilgung Zinsen
--- --- --- --- --- --- ---
Derivate Finanzinstrumente 2.540 0 2.540 0 0 0
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 0 0 0 0 0 0
Verbindlichkeiten aus Leasingverhältnissen 367 17 107 22 260 0
Diskontierte Kundenwechsel 68.916 0 56.325 0 12.591 0
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 18.088 0 16.712 153 1.376 0
89.911 17 75.684 175 14.227 0

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in T€ Cashflow nach 2020
Tilgung
--- ---
Derivate Finanzinstrumente 0
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 0
Verbindlichkeiten aus Leasingverhältnissen 0
Diskontierte Kundenwechsel 0
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 0
0

Auswirkung des Liquiditätsrisikos: Mit einer als niedrig eingestuften Eintrittswahrscheinlichkeit gehen wir von niedrigen finanziellen Auswirkungen aus.

3. Zinsänderungsrisiko

KRONES ist Risiken ausgesetzt, die sich aus möglichen Schwankungen der Marktzinssätze ergeben können. KRONES nahm zum Bilanzstichtag 2016 keine Bankkredite in Anspruch.

Auswirkung des Zinsänderungsrisikos: Mit einer als niedrig eingestuften Eintrittswahrscheinlichkeit gehen wir von niedrigen finanziellen Auswirkungen aus.

4. Währungsrisiko

Da unsere Exporte in Länder außerhalb der europäischen Währungsunion einen wesentlichen Anteil am Gesamtumsatz ausmachen, sind wir grundsätzlich Währungsrisiken ausgesetzt. Mit Kurssicherungsgeschäften wirken wir diesen bestmöglich entgegen. Zudem schließen wir Beschaffungs- und Absatzgeschäfte weitestgehend in Euro oder der jeweiligen funktionalen Währung ab.

Wesentliche Fremdwährungspositionen nach Klassen des IFRS 7:

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in T€ Währung USD Währung CAD Währung CNY Währung GBP
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 386 154 0 0
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 1.316 3.360 0 84
Sonstige Finanzforderungen 393 35 717 20
Derivate mit positiven Marktwerten 0 0 0 170
Ausleihungen 0 0 0 0
Summe Aktiva 2.095 3.549 717 274
Verbindlichkeiten
Lieferungen und Leistungen - 5.585 - 1 0 - 17
gegenüber Kreditinstituten 0 0 0 0
aus Finanzierungsleasingverhältnissen 0 0 0 0
Sonstige Verbindlichkeiten - 5.561 - 1.050 - 200 0
Derivate mit negativen Marktwerten - 8.953 - 486 - 220 0
Finanzielle Verbindlichkeiten zu fortgeführten Anschaffungskosten 0 0 0 0
Summe Passiva - 20.099 - 1.537 - 420 - 17
Saldo Aktiva und Passiva - 18.004 2.012 297 257
Wirtschaftlich durch Derivate abgesicherte Positionen 0 0 0 0
Netto-Exposure per 31.12.2016 - 18.004 2.012 297 257

Eine Veränderung des Stichtagskurses von 10 % würde folgende Auswirkungen im Ergebnis nach Steuern verursachen:

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in T€ Währung USD Währung CAD Währung CNY Währung GBP
Konzern-Gewinn-und-Verlust-Rechnung - 3.075 - 545 - 1.001 29
Konzerneigenkapital 8.340 - 328 - 178 444

Auswirkung des Währungsrisikos: Mit einer als niedrig eingestuften Eintrittswahrscheinlichkeit gehen wir von niedrigen finanziellen Auswirkungen aus.

Operative Risiken

1. Preisrisiko

KRONES ist in einem wettbewerbsintensiven Markt tätig, in dem Unternehmen Aufträge teilweise über nicht kostendeckende Preise generieren. Es ist nicht auszuschließen, dass sich die zu erzielenden Preise für unsere Produkte und Dienstleistungen weiter verschlechtern. Preisrisiken bergen auch die mit unseren Kunden geschlossenen Festpreisverträge. Das Risiko von entstehenden Mehrkosten trägt KRONES. Um dieses Risiko zu minimieren, hat KRONES eine mehrdimensionale Auftragsanalyse eingeführt. Ab einer definierten Größe wird jede Anfrage und jedes Angebot nach den finanziellen, den technisch/technologischen, den steuerlichen sowie den rechtlichen und den regionalen Risiken beurteilt.

Auswirkung des Preisrisikos: Mit einer als mittel eingestuften Eintrittswahrscheinlichkeit gehen wir von mittleren finanziellen Auswirkungen aus.

2. Beschaffungsrisiken

KRONES ist im Rahmen seiner Geschäftstätigkeit aus dem Bezug von Teilen und Rohstoffen einem Marktpreisrisiko ausgesetzt. Wesentliche Einflussfaktoren auf Rohstoffpreise sind geopolitische und gesamtwirtschaftliche Entwicklungen. Grundsätzlich besteht die Gefahr, dass sich die Rohstoffpreise zu unseren Ungunsten entwickeln. Das Unternehmen begegnet diesem Risiko durch ein gezieltes Beschaffungsmanagement bzw. durch längerfristige Lieferkontrakte, wodurch wesentliche Rohstoffpreisrisiken verringert werden. Hinsichtlich Lieferanten besteht darüber hinaus ein Produkt-, Termin- und Qualitätsrisiko. Ein speziell entwickeltes Lieferantenauswahl-, Kontroll- und Steuerungsverfahren trägt dazu bei, solche Risiken zu minimieren.

Auswirkung der Beschaffungsrisiken: Mit einer als niedrig eingestuften Eintrittswahrscheinlichkeit gehen wir von niedrigen finanziellen Auswirkungen aus.

3. Kostenrisiko

Neben einem steigenden Umsatz basiert unsere Ergebnisprognose auch darauf, dass wir mit Kosteneinsparungen rechnen. Im Rahmen des Value-Programms optimieren wir die Kostenstrukturen entlang der gesamten Wertschöpfungskette nachhaltig. Dabei geht es in erster Linie darum, klassische Fixkostenbereiche möglichst stark zu flexibilisieren, um mit starken Marktveränderungen zurechtzukommen. KRONES ist dem Risiko ausgesetzt, dass die Einsparungen geringer ausfallen als erwartet. Durch permanente Kontrolle der unternehmensweiten Projekte mindern wir dieses Risiko.

Auswirkung des Kostenrisikos: Mit einer als niedrig eingestuften Eintrittswahrscheinlichkeit gehen wir von mittleren finanziellen Auswirkungen aus.

4. Personalrisiko

KRONES plant mit steigendem Geschäftsvolumen und will im Servicebereich verstärkt wachsen. Dafür benötigen wir hoch qualifizierte Mitarbeiter im In- und Ausland. Es besteht das Risiko, dass das Unternehmen nicht genügend geeignete Mitarbeiter findet. Frühzeitigen Zugang zu qualifizierten Mitarbeitern wollen wir uns durch eine kontinuierliche Zusammenarbeit mit Hochschulen sichern. In unserem Unternehmen beschäftigen wir laufend Bachelor-/Masterstudenten. Zudem setzen wir professionelle Personalberater ein.

Auswirkung des Personalrisikos: Mit einer als niedrig eingestuften Eintrittswahrscheinlichkeit gehen wir von niedrigen finanziellen Auswirkungen aus.

Rechtliche Risiken

Grundsätzlich bestehen für KRONES aus dem operativen Geschäft Risiken im Zusammenhang mit möglichen Rechtsstreitigkeiten. KRONES begegnet rechtlichen Risiken durch Verhaltensregeln, Kodizes und der internen Compliance-Struktur. Darüber hinaus hat das Unternehmen branchenübliche Versicherungen abgeschlossen.

Auswirkung von rechtlichen Risiken: Mit einer als mittel eingestuften Eintrittswahrscheinlichkeit gehen wir von mittleren finanziellen Auswirkungen aus.

Umwelt- und Sicherheitsrisiken

Als produzierendes Unternehmen ist KRONES Risiken im Bereich Umwelt und Sicherheit ausgesetzt, die zu möglichen Schäden an Menschen, Gütern und der Reputation des Unternehmens führen können. Schäden, die durch technisches oder menschliches Versagen in der Produktion ausgelöst werden, könnten sich direkt finanziell auswirken. Darüber hinaus können sich im Schadensfall Strafen, Schadensersatzforderungen und Reputationsschäden indirekt finanziell auswirken. KRONES vermindert Umwelt- und Sicherheitsrisiken durch hohe technische Standards in der Produktion, Schulungen, Verhaltensregeln sowie branchenübliche Versicherungen.

Auswirkung von Umwelt- und Sicherheitsrisiken: Mit einer als niedrig eingestuften Eintrittswahrscheinlichkeit gehen wir von niedrigen finanziellen Auswirkungen aus.

IT-Risiken

Alle wesentlichen Geschäftsprozesse von KRONES basieren auf funktionierenden IT-Systemen. Risiken bestehen darin, dass wichtige Systeme ausfallen, gestört oder von unberechtigten Dritten auf diese zugegriffen werden. Dies könnte den Verlust von wichtigen vertraulichen Daten zur Folge haben. KRONES wappnet sich gegen diese Risiken mit international anerkannten IT-Sicherheitsmaßnahmen. Für kritische Geschäftsprozesse haben wir redundante IT-Systeme angelegt.

Auswirkung von IT-Risiken: Mit einer als niedrig eingestuften Eintrittswahrscheinlichkeit gehen wir von niedrigen finanziellen Auswirkungen aus.

Übersicht und Beschreibung der wesentlichen Chancen

Die wesentlichen Chancen

Unternehmerische Chancen erfasst KRONES nicht im Risikomanagementsystem. Wir teilen ihnen daher keine Eintrittswahrscheinlichkeiten und mögliche finanzielle Auswirkungen zu. Im Folgenden beschreiben wir die Chancen allgemein.

Gesamtwirtschaftliche Chancen

Gesamtwirtschaftliche Chancen bieten sich für KRONES durch die gute internationale Positionierung des Unternehmens. Vor allem in den aufstrebenden Volkswirtschaften in Asien/Pazifik sowie in Afrika und dem Mittleren Osten hat KRONES seine Marktstellung in den vergangenen Jahren deutlich gestärkt. Von einem beschleunigten Wachstum in den Schwellenländern würden wir überproportional profitieren. Auch eine kräftige Erholung der Wirtschaft im Euro-Raum sowie zusätzliche Wachstumsimpulse in den USA könnten zu einem über unserer Prognose liegenden Ergebnis führen.

Branchenspezifische Chancen

Die Hersteller von Getränken und Lebensmitteln achten zunehmend darauf, Energie und andere Ressourcen sparsam einzusetzen. Es besteht die Chance, dass sich dieser Trend verstärkt. Daraus eröffnen sich für KRONES aufgrund seiner Wettbewerbsvorteile in diesem Bereich zusätzliche Absatzchancen. Mit dem zertifizierten Managementsystem enviro haben wir die Basis dafür geschaffen, dass Maschinen und Anlagen von KRONES besonders niedrige Energie- und Medienverbräuche aufweisen. Damit hat sich das Unternehmen auch einen Wettbewerbsvorteil erarbeitet.

Chancen durch Akquisitionen

Aufgrund der soliden Finanz- und Kapitalausstattung des Unternehmens ist KRONES grundsätzlich in der Lage, mögliche Chancen für externes Wachstum zu nutzen. Im Rahmen unserer Strategie halten wir gezielt Ausschau nach geeigneten Zukäufen. Unsere Ergebnisplanungen beinhalten keinerlei Zukäufe. Durch externes Wachstum könnten sich Chancen für KRONES eröffnen.

Operative Chancen

1. Absatzpreise

KRONES will die angestrebte Ergebnisverbesserung durch eine günstigere Kostenbasis realisieren. Mit wesentlichen positiven Preiseffekten rechnen wir nicht. Sollten sich die Marktpreise besser als erwartet entwickeln, ergäben sich daraus für das Unternehmen Chancen.

2. Beschaffungspreise

Das Unternehmen kauft zunehmend Gleichteile und komplette Baugruppen bei Lieferanten. Darüber hinaus beschafft KRONES verstärkt Material lokal, also an den internationalen Standorten des Unternehmens. Es besteht die Chance, dass wir dadurch mehr einsparen als geplant. Zusätzliche Chancen ergeben sich durch allgemein niedrigere Rohstoffpreise als erwartet.

3. Kosten

Im Rahmen des Strategieprogramms Value optimiert das Unternehmen seine Kostenstrukturen. Sollten einzelne Maßnahmen stärker oder schneller greifen als geplant, ergeben sich daraus Chancen für KRONES.

Zusammenfassende Beurteilung der Risiko- und Chancenlage

Aus heutiger Sicht sind für KRONES keine Risiken ersichtlich, die den Fortbestand des Unternehmens gefährden könnten. Im Vergleich zum Vorjahr hat sich die Einschätzung zu Risiken und Chancen nicht wesentlich geändert. Der Schwerpunkt der Risiken liegt unverändert auf den Umfeld- und Branchenrisiken sowie den finanzwirtschaftlichen Risiken.

Nach Ablauf des Geschäftsjahres

Erwerb von Anteilen an Gesellschaften

Die KRONES AG, Neutraubling, Deutschland erwarb im Januar 2017 mittel- und unmittelbar 40 % Anteile an der INTEGRATED PACKAGING SOLUTIONS, Dubai, Vereinigte Arabische Emirate. Die Gesellschaft erwirtschaftet ca. 20 Mio. € Umsatz und beschäftigt ca. 200 Mitarbeiter. Die Gesellschaft wird at-equity konsolidiert. Die Transaktion steht unter dem Vorbehalt kartellrechtlicher Genehmigungen.

Die KRONES INC., Franklin, USA erwarb im Februar 2017 100 % des Geschäfts der PROCESS AND DATA AUTOMATION INC., Erie, USA. Die Gesellschaft erwirtschaftet ca. 5 Mio. € Umsatz und beschäftigt ca. 40 Mitarbeiter.

Prognosebericht

Wachstum der Weltwirtschaft soll sich 2017 beschleunigen
Insgesamt gute gesamtwirtschaftliche Bedingungen für KRONES
KRONES prognostiziert bei Umsatz und Ergebnis Zuwächse für 2017

IWF erwartet für 2017 ein globales Wachstum von 3,4 %

Der Internationale Währungsfonds erwartet, dass das Wachstum in den Schwellen- und Entwicklungsländern 2017 deutlich anzieht.

Der Internationale Währungsfonds (IWF) hat im Januar 2017 seine Prognosen für das weltweite Wirtschaftswachstum aktualisiert. Sowohl in den reifen Industriestaaten als auch in den Schwellen- und Entwicklungsländern soll die Wirtschaft dieses Jahr stärker wachsen als 2016. Unterm Strich prognostiziert der IWF für 2017 ein globales Wachstum von 3,4 % (2016: 3,1 %). Die Konjunkturexperten weisen aber darauf hin, dass diese Prognose mit Unsicherheiten behaftet ist. So könnte zum Beispiel die neue Wirtschaftspolitik der Trump-Regierung zu Protektionismus führen.

Kräftig beleben soll sich die Wirtschaftstätigkeit 2017 in den Schwellen- und Entwicklungsländern. Insgesamt rechnet der IWF für die Emerging Markets mit einem Wachstum von 4,5 % (Vorjahr: 4,1 %). Die großen Volkswirtschaften Russland und Brasilien sollen 2017 aus der Rezession kommen. In China hat sich die wirtschaftliche Lage nach Ansicht des IWF stabilisiert. Für zusätzlichen Rückenwind sorgen dort politische Impulse. 2017 dürfte das Bruttoinlandsprodukt (BIP) in China um 6,5 % (Vorjahr: 6,7 %) wachsen. Die IWF-Wachstumsprognose 2017 für die indische Wirtschaft liegt bei 7,2 % (Vorjahr: 6,6 %). Leicht zurückgenommen haben die Konjunkturexperten im Januar ihre Erwartungen für die Region Naher Osten/Afrika. Dies liegt hauptsächlich an der Kürzung der Ölförderquoten, was sich negativ auf die Wirtschaft in Saudi-Arabien auswirken dürfte. Der IWF rechnet damit, dass das BIP in der Region Naher Osten/Afrika 2017 um 3,1 % (Vorjahr: 3,8 %) steigt.

Die Wachstumsaussichten für die entwickelten Industrienationen beurteilte der IWF im Januar 2017 ein wenig optimistischer als zuvor und erhöhte die Gesamtprognose von 1,8 % auf 1,9 % (2016: 1,6 %). Um 2,3 % (Vorjahr: 1,6 %) soll dabei das BIP 2017 in den USA zulegen. Der IWF geht davon aus, dass die US-Wirtschaft von staatlichen Konjunkturprogrammen der neuen Regierung profitiert. Für den Euro-Raum prognostiziert der IWF ein Wachstum von 1,6 % (Vorjahr: 1,7 %). Die deutsche Wirtschaft dürfte dabei leicht unterproportional um 1,5 % expandieren (Vorjahr: 1,7 %). Für Japan liegt die IWF-Wachstumsprognose 2017 bei 0,8 % (Vorjahr: 0,9 %).

Wachstum des Bruttoinlandsprodukts 2017 in Prozent (Prognose)

Quelle: IWF

Niedrige Arbeitslosenzahlen und Inflationsraten stärken Kaufkraft und Konsum

Die Investitionsbereitschaft der KRONES Kunden und damit die Nachfrage nach Getränkeabfüll- und Verpackungsanlagen ist abhängig von der Ausgabefreudigkeit der Konsumenten. Eine niedrige Arbeitslosenquote und geringe Inflationsraten wirken sich positiv auf die Kaufkraft der Konsumenten aus und stützen damit die Nachfrage nach abgepackten Getränken und Lebensmitteln. Arbeitslosenquote und Inflation beeinflussen somit indirekt die Nachfrage nach KRONES Produkten. Für 2017 erwarten wir, dass beide Faktoren insgesamt keine negativen Effekte auf die Geschäfte von KRONES haben.

Deutsche Maschinenbaubranche blickt verhalten optimistisch auf 2017

Trotz einer Reihe ungelöster geopolitischer Krisen rechnet der VDMA (Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau) für 2017 mit leichten Zuwächsen für die Branche. Der Verband geht davon aus, dass die Talsohle in den Krisenländern Russland und Brasilien erreicht ist und die Nachfrage aus China wieder anzieht. Nach einem Nullwachstum 2016 soll der Wert der produzierten Maschinen und Anlagen 2017 im Vergleich zum Vorjahr um real 1 % steigen.

Besser sind die Aussichten für den Fachbereich Nahrungsmittel- und Verpackungsmaschinen, dem auch KRONES angehört. Der VDMA rechnet damit, dass dieses Segment 2017 um 3 % bis 4 % wächst.

Reale Veränderung der deutschen Maschinenbauproduktion im Vergleich zum Vorjahr in Prozent

* Prognose

Quelle: Statistisches Bundesamt, VDMA

KRONES startet zuversichtlich in das Jahr 2017

Für das Geschäftsjahr 2017 ist KRONES, trotz vieler politischer und wirtschaftlicher Unsicherheiten, optimistisch. Der Markt für Verpackungsmaschinen wächst relativ stabil. Wachstumstreiber sind Megatrends, wie die stetig wachsende Mittelschichten in den aufstrebenden Volkswirtschaften und die zunehmende Abwanderung der Menschen in den Emerging Markets vom Land in die Stadt. Beides führt zu einer höheren Nachfrage nach abgepackten Lebensmitteln und Getränken. Zudem müssen sich die Lebensmittel- und Getränkehersteller verstärkt über innovative Verpackungslösungen von den Wettbewerbern differenzieren. Somit sind die Voraussetzungen für eine stabil wachsende Nachfrage nach Produkten und Dienstleistungen von KRONES 2017 insgesamt gut.

KRONES will 2017 Ergebnis und Umsatz in allen drei Segmenten verbessern

Das Segment Prozesstechnik soll 2017 nachhaltig den Sprung in die Profitabilität schaffen.

Neben den Chancen bringt der Markt aber auch Herausforderungen mit sich. Die Einkaufsmacht der Kunden nimmt durch Übernahmen zu. Wettbewerber sorgen dafür, dass der Kampf um Aufträge intensiv bleibt. Für die Absatzpreise erwartet KRONES 2017 daher keine Besserung.

Neue Produkte und Services sowie weitere Kostensenkungen bleiben wichtige Themen, um 2017 in allen drei Segmenten weiter zu wachsen und das Ergebnis vor Steuern zu steigern. Außerdem will KRONES die weltweite Präsenz deutlich ausbauen und noch näher an die Kunden rücken. Künftig sollen größere Teile des Einkaufs, des Engineerings und Teile der Produktion in den Regionen aufgebaut werden, in denen unsere Kunden ihre Fabriken betreiben. So können wir sie schneller mit regionen-spezifischen Produkten zu wettbewerbsfähigen Preisen beliefern.

Im Kernsegment »Maschinen und Anlagen zur Produktabfüllung und -ausstattung« wird KRONES 2017 darüber hinaus die Modularisierung weiter vorantreiben. In der nächsten Stufe werden wir die Bauweise der Module stark vereinfachen, so dass wir bessere Einkaufskonditionen erzielen. Um weiter zu wachsen, werden wir zudem unsere internationalen Servicestrukturen und LCS Center ausbauen. Außerdem stärken wir das Mid-Range-Geschäft, also weniger komplexe Anlagen mit hoher Leistung. Hierfür gibt es vor allem in den Schwellenländern starke Nachfrage.

KRONES erwartet für das Kernsegment 2017 einen leicht unterdurchschnittlichen Umsatzanstieg von 3 %, da wir bewusst auf margenschwache Aufträge verzichten. Die EBT-Marge sollte erneut bei etwa 8 % liegen.

Im Segment »Prozesstechnik« werden wir das Ende 2015 beschlossene Maßnahmenpaket weiter umsetzen und 2017 zu großen Teilen abschließen. Damit wollen wir die Ertragskraft des Segments und das Wachstum nachhaltig stärken. Nach dem Kauf der Mehrheit des Geschäfts von TRANS-MARKET werden wir 2017 auf dem nordamerikanischen Markt deutlich mehr Projekte realisieren.

Im Bereich Intralogistik, der auch im Segment Prozesstechnik angesiedelt ist, wollen wir im laufenden Geschäftsjahr die hohen Wachstumschancen nutzen. Durch die Übernahme der Mehrheit von SYSTEM LOGISTICS und dem Ausbau von SYSKRON sind wir für unsere Kunden der ideale Partner für Intralogistik-Lösungen. Diese Position werden wir mittelfristig regional als auch produkttechnisch weiter stärken.

Insgesamt prognostizieren wir für das Segment Prozesstechnik für 2017 einen um rund 10 % höheren Umsatz bei einer EBT-Marge von 2 bis 3 Prozent.

Im kleinsten Segment »Maschinen und Anlagen für die Compact Class«, in dem wir das Geschäft von KOSME und GERNEP gebündelt haben, wollen wir weiterhin von der guten Nachfrage nach Maschinen und Anlagen für den unteren Leistungsbereich profitieren. Wir prognostizieren für das laufende Geschäftsjahr ein Umsatzwachstum von etwa 5 % bei einer EBT-Marge von mindestens 5 %.

Auf Grundlage der derzeitigen gesamtwirtschaftlichen Aussichten und der erwarteten Entwicklung der für KRONES relevanten Märkte streben wir für 2017 im Konzern ein Umsatzwachstum - ohne Akquisitionen - von 4 % an. Die regionale Umsatzaufteilung dürfte 2017 nicht stark vom Vorjahr abweichen.

Die Ertragskraft des Unternehmens soll im laufenden Jahr stabil bleiben. KRONES prognostiziert, dass 2017 die EBT-Marge bei 7,0 % liegen wird. Unsere Prognose für die dritte Zielgröße, das Working Capital im Verhältnis zum Umsatz, für das laufende Jahr beträgt 27 %. Mittelfristig streben wir für unsere neue Zielgröße einen Wert von 22 % an.

KRONES will 2017 den Umsatz steigern und die EBT-Marge stabil halten.

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Prognose für 2017* Ist-Wert 2016
Umsatzwachstum + 4 % + 6,9 %
EBT-Marge 7,0 % 7,0 %
Working Capital/Umsatz 27 % 26,7 %

* ohne Akquisitionen

Angaben gemäß § 315 Abs. 4 und § 289 a Abs. 1 HGB

Das Grundkapital der Gesellschaft beträgt gemäß § 4 Abs. 1 der Satzung der KRONES Aktiengesellschaft 40.000.000,00 Euro und ist eingeteilt in 31.593.072 auf den Inhaber lautende Stückaktien.

In der Hauptversammlung gewährt gemäß § 20 Abs. 1 der Satzung je eine Aktie eine Stimme. Die Beschlüsse der Hauptversammlung werden, soweit nicht zwingende gesetzliche Vorschriften entgegenstehen, mit einfacher Mehrheit der abgegebenen Stimmen und, sofern das Gesetz außer der Stimmenmehrheit eine Kapitalmehrheit vorschreibt, mit der einfachen Mehrheit des bei der Beschlussfassung vertretenen Grundkapitals gefasst.

Zur Teilnahme an der Hauptversammlung und zur Ausübung des Stimmrechts sind gemäß § 18 Abs. 1 der Satzung nur diejenigen Aktionäre berechtigt, die sich vor der Hauptversammlung bei der Gesellschaft in Textform in deutscher oder englischer Sprache anmelden und ihren Anteilsbesitz nachweisen. Als Nachweis genügt ein in Textform erstellter besonderer Nachweis des Anteilsbesitzes durch das depotführende Institut in deutscher oder englischer Sprache. Der Nachweis hat sich auf den Beginn des einundzwanzigsten Tages vor der Hauptversammlung zu beziehen.

Das Stimmrecht kann gemäß § 18 Abs. 2 der Satzung durch einen Bevollmächtigten ausgeübt werden. Die Erteilung der Vollmacht, ihr Widerruf und der Nachweis der Bevollmächtigung gegenüber der Gesellschaft bedürfen der Textform. In der Einberufung kann eine Erleichterung der Textform bestimmt werden. § 135 AktG bleibt unberührt.

In der Hauptversammlung kann der Versammlungsleiter das Frage- und Rederecht der Aktionäre zeitlich angemessen beschränken (§ 19 Abs. 3 der Satzung).

Dem Vorstand der Gesellschaft sind darüber hinaus keine Beschränkungen bekannt, die Stimmrechte oder die Übertragung von Aktien betreffen.

Nach Kenntnis der Gesellschaft bestehen folgende direkte und indirekte Beteiligungen am Grundkapital, die 10 % der Stimmrechte überschreiten:

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Bezeichnung des jeweiligen Aktionärs Gesamtstimmrechtsanteile Davon zuzurechnen nach § 22 Abs. 2 WpHG indirekte Stimmrechtsanteile
Familie Kronseder Konsortium GbR, Neutraubling, Deutschland 51,58 % 51,58 %

Gesellschafter dieser GbR sind: Beteiligungsgesellschaft Kronseder mbH, Harald Kronseder Holding GmbH, VMAX Familienstiftung, Harald Kronseder, Gunter Kronseder, Nora Kronseder, Leopold Kronseder

Bei den genannten Beteiligungen können sich nach dem angegebenen Zeitpunkt (Februar 2017) Veränderungen ergeben haben, die der Gesellschaft gegenüber nicht meldepflichtig waren. Da die Aktien der Gesellschaft Inhaberaktien sind, werden der Gesellschaft Veränderungen beim Aktienbesitz grundsätzlich nur bekannt, soweit sie Meldepflichten unterliegen.

Die Ernennung und Abberufung der Mitglieder des Vorstandes richtet sich nach den §§ 84, 85 AktG. Gemäß § 6 Abs. 1 der Satzung besteht der Vorstand aus mindestens zwei Personen. Die Bestimmungen der Anzahl der Vorstandsmitglieder, die Bestellung der ordentlichen Vorstandsmitglieder und der stellvertretenden Vorstandsmitglieder, der Abschluss der Anstellungsverträge sowie der Widerruf der Bestellung erfolgen durch den Aufsichtsrat (§ 6 Abs. 2 der Satzung).

Bei Satzungsänderungen sind die §§ 179ff. AktG zu beachten. Über Satzungsänderungen hat die Hauptversammlung zu entscheiden (§ 119 Abs. 1 Nr. 5, § 179 Abs. 1 AktG). Der Aufsichtsrat kann Änderungen der Satzung beschließen, die nur die Fassung betreffen (§ 13 der Satzung).

Gemäß § 4 Abs. 4 der Satzung ist der Vorstand ermächtigt, das Grundkapital der Gesellschaft bis zum Ablauf des 15. Juni 2021 mit Zustimmung des Aufsichtsrats durch Ausgabe neuer auf den Inhaber lautender Stückaktien einmalig oder mehrfach gegen Bareinlagen um bis zu 10 Mio. € zu erhöhen (genehmigtes Kapital).

Dabei ist den Aktionären ein Bezugsrecht einzuräumen. Der Vorstand kann das Bezugsrecht der Aktionäre für eventuell entstehende Spitzenbeträge ausschließen.

Durch Beschluss der Hauptversammlung vom 25. Juni 2014 ist die Gesellschaft ermächtigt, bis zum Ablauf des 24. Juni 2019 eigene Aktien der Gesellschaft bis zu insgesamt 10 % des bei Wirksamwerden oder - sollte dieses geringer sein - bei Ausübung der Ermächtigung bestehenden Grundkapitals unter Einhaltung der gesetzlichen Vorgaben und der Vorgaben des Hauptversammlungsbeschlusses zu erwerben.

Durch Beschluss der Hauptversammlung vom 25. Juni 2014 ist der Vorstand ermächtigt, eigene Aktien der KRONES Aktiengesellschaft einzuziehen, die aufgrund vorstehender Ermächtigung erworben werden, ohne dass die Einziehung oder ihre Durchführung eines weiteren Hauptversammlungsbeschlusses bedarf.

Die KRONES AG hat keine wesentlichen Vereinbarungen getroffen, die besondere Regelungen für den Fall des Kontrollwechsels bzw. Kontrollerwerbs enthalten, der infolge eines Übernahmeangebotes entstehen kann.

Entschädigungsvereinbarungen mit den Mitgliedern des Vorstands oder Arbeitnehmern für den Fall eines Übernahmeangebots hat die Gesellschaft nicht getroffen.

Die Erklärung zur Unternehmensführung ist auch im Internet unter www.krones.com abrufbar.

Vergütungsbericht

Der Vergütungsbericht stellt die Grundzüge, die Struktur und die Höhe der Vorstands- und Aufsichtsratsvergütung der KRONES AG dar. Im Interesse der Klarheit und Übersichtlichkeit werden die Angaben zur individualisierten Vergütung und die Beschreibung der Grundzüge des Vergütungssystems im nachfolgenden Vergütungsbericht als Teil des Konzernlageberichts zusammengefasst. Er umfasst somit die gesetzlichen Vorschriften der §§ 314 Abs. 1 Nr. 6a, 315 Abs. 2 Nr. 4 HGB.

Vorstandsvergütung

Grundsätze der Vorstandsvergütung

Für die Festsetzung der Gesamtbezüge der einzelnen Vorstandsmitglieder ist das Aufsichtsratsplenum zuständig. Der Ständige Ausschuss bereitet dazu die vergütungsrelevanten Beschlussfassungen des Aufsichtsrats vor und spricht Empfehlungen aus.

Die Kriterien für die Angemessenheit der Vergütung bilden insbesondere die Aufgaben des jeweiligen Vorstandsmitglieds, dessen Verantwortung, seine persönliche Leistung und die Erfahrung sowie die wirtschaftliche Lage, der Erfolg und die Zukunftsaussichten des Unternehmens im Rahmen seines Vergleichsumfeldes.

Die Angemessenheit wird vom Aufsichtsrat durch externe Benchmarks sowie durch einen Vergleich mit dem oberen Führungskreis bzw. der Gesamtbelegschaft regelmäßig überprüft.

Das aktuelle Vergütungssystem für den Vorstand wurde zuletzt im Jahr 2013 überarbeitet. Diese Neuordnung wurde von der Hauptversammlung am 25. Juni 2014 gebilligt.

Vergütungsbestandteile

Das Vergütungssystem für den Vorstand umfasst nachstehende Vergütungsbestandteile:

Fixe Bestandteile (Grundvergütung und Nebenleistungen)
Variable Bestandteile, die jährlich wiederkehren und an dem geschäftlichen Erfolg orientiert sind (Short Term Incentive) mit Risikofaktor
Variable Bestandteile mit mittelfristiger Anreizwirkung (Mid Term Incentive) mit Risikofaktor und einem Berechnungszeitraum von 3 Jahren
Variable Bestandteile mit langfristiger Anreizwirkung (Long Term Incentive) mit Risikofaktor und einem Berechnungszeitraum von 5 Jahren
Zusagen zur betrieblichen Altersversorgung

Insgesamt besteht die Vergütungsstruktur zu 59 % aus fixer und zu 41 % aus variabler Vergütung. In Summe ist das Vergütungssystem darauf ausgerichtet, einen Anreiz für eine nachhaltig erfolgreiche Unternehmensführung zu setzen. So entsprechen die mittel- und langfristigen variablen Bestandteile 64 % der gesamten variablen Bestandteile. Des Weiteren bestehen Höchstgrenzen und Auszahlungshürden bezüglich der variablen Vergütung.

Fixe Bestandteile (Grundvergütung und Nebenleistungen)

Das Fixum ist die vertraglich festgelegte Grundvergütung und wird monatlich in gleichen Beträgen als Gehalt ausgezahlt. Eine Überprüfung findet regelmäßig statt. Für das Geschäftsjahr 2016 betrug die Grundvergütung der sechs im Geschäftsjahr 2016 tätigen Vorstandsmitglieder T€ 2.990 (Vorjahr: T€ 2.890).

Zusätzlich werden Nebenleistungen gewährt, die im Wesentlichen die Kosten für bzw. den geldwerten Vorteil von üblichen Versicherungsleistungen, Wohnungskosten, Schulgeld und der Bereitstellung eines Firmen-Pkw enthalten und die nach den jeweils geltenden steuerlichen Richtlinien versteuert werden. Für das Geschäftsjahr 2016 erhielten die Vorstandsmitglieder Nebenleistungen in Höhe von T€ 319 (Vorjahr: T€ 125).

Variable Vergütungsbestandteile

Die variable Vergütung hat Risikocharakter, so dass es sich hierbei um eine nicht gesicherte Vergütung handelt. Das Incentive Paket des Vorstands setzt sich seit 2014 aus folgenden Komponenten zusammen:

Short Term Incentive (STI, Berechnungszeitraum 1 Jahr)

Jährliche Auslobung
Zielwert: 3 Monatsgehälter p. a. (= 100 % Zielerreichung)
Bezugsgrößen: EBT-Marge (Schwerpunkt), Auftragseingang, Konzernumsatz, ROCE
Cap bei 200 % (max. 6 Monatsgehälter)
Auszahlung entfällt, wenn EBT negativ ist

Die STI-Auszahlung für das Geschäftsjahr 2016 beträgt in 2017 T€ 673 (Vorjahr: T€ 1.085). Ergänzend kann der Aufsichtsrat nach billigem Ermessen eine Sondertantieme ausgeben, sofern außergewöhnliche Ereignisse oder besondere Leistungen es als angemessen erscheinen lassen. Für das Geschäftsjahr 2016 wurde keine Sondertantieme ausgezahlt.

Mid Term Incentive (MTI, Berechnungszeitraum 3 Jahre)

Jährliche Auslobung (revolvierend)
Zielwert: 3 Monatsgehälter p. a. (= 100 % Zielerreichung)
Bezugsgrößen: ROCE (Schwerpunkt), Umsatz, EBT-Marge und Qualitätskosten
Cap bei 200 % (max. 6 Monatsgehälter)
Auszahlung entfällt, wenn EBT im Durchschnitt negativ ist

Die Mid Term Incentive-Rückstellung betrug zum Geschäftsjahresende T€ 1.169 (Vorjahr: T€ 1.246), davon entfallen T€ 576 als Vergütung auf das Jahr 2016.

Long Term Incentive (LTI, Berechnungszeitraum 5 Jahre)

Auslobung alle 5 Jahre (sequenziell)
Rechnerisch 1/5 der Grundvergütung p. a. bei 100 %
Bezugsgrößen: Steigerung des Unternehmenswertes anhand Durchschnitt der Multiples: EBT mal 9, EBITDA mal 7, Umsatz mal 1 (jeweils 5-Jahresdurchschnitt)
Cap bei 250 % des Fixgehalts
Auszahlung nur, wenn der Unternehmenswert um mindestens 10 % gesteigert wurde

Die Long Term Incentive-Rückstellung betrug zum Geschäftsjahresende T€ 3.252 (Vorjahr: T€ 2.946). Zu einer Auszahlung aus dem LTI kann es grundsätzlich erstmals nach Ablauf des Geschäftsjahres 2017 kommen, sofern die Bezugsgrößen entsprechend erreicht oder übertroffen werden. Im Falle eines vorzeitigen Ausscheidens eines Vorstandsmitglieds erfolgt eine anteilige Auszahlung.

Somit betrug die Gesamtvergütung des Vorstands T€ 4.558 (Vorjahr: T€ 5.573).

Bei der KRONES AG bestehen und bestanden darüber hinaus keine Aktienoptionsprogramme oder vergleichbare, aktienorientierte Vergütungskomponenten mit langfristiger Anreizwirkung für Vorstandsmitglieder.

Zusagen zur betrieblichen Altersversorgung

Für die Mitglieder des Vorstands bestehen des Weiteren Zusagen zur betrieblichen Altersversorgung.

Für Vorstandsmitglieder, die dem Vorstand erst seit 2012 oder später angehören, handelt es sich hierbei um beitragsorientierte Zusagen auf Altersrente. Hierzu werden jährlich Beiträge in Höhe von 40 % der jeweiligen Jahresgrundvergütung in eine externe Rückdeckungsversicherung mit Sicherungsverpfändung eingezahlt und bis zum Eintritt des Versorgungsfalls entsprechend dem jeweils gültigen Garantiezins zum Zeitpunkt des Abschlusses zzgl. der jeweiligen Überschussbeteiligung p. a. verzinst. Eine Altersrente wird ab der Vollendung des 62. Lebensjahres und erst mit tatsächlichem Ausscheiden aus dem Vorstandsgremium gewährt. Neben der Auszahlungsform Rente kann das Vorstandsmitglied die Auszahlung eines einmaligen Alterskapitals wählen. Für Versorgungsanwartschaften des berechtigten Vorstandsmitgliedes, die aus Beträgen der KRONES AG resultieren, tritt eine sofortige Unverfallbarkeit ein. Das Vorstandsmitglied kann ergänzend eine monatliche Berufsunfähigkeitsrente und/ oder eine monatliche Witwen-/Witwerrente hinzuwählen.

Mitgliedern des Vorstands, die bereits vor 2012 erstmals bestellt wurden, erhielten leistungsbezogene Zusagen. Der Prozentsatz beträgt grundsätzlich 30 % der zuletzt gezahlten Grundvergütung (Durchschnitt der letzten 12 Monate). Die Zusagen umfassen Alters-, Invaliditäts- und Hinterbliebenenleistungen. Eine Altersleistung wird auch hier ab Vollendung des 62. Lebensjahres und nach tatsächlichem Ausscheiden aus dem Vorstandsgremium gewährt. Scheidet das Vorstandsmitglied vor Vollendung seines 62. Lebensjahres aus den Diensten der Gesellschaft wegen Berufsunfähigkeit oder aber dadurch aus, dass der Dienstvertrag aufgehoben oder nicht verlängert wird, so vermindert sich der Ruhegeldanspruch gegen die Gesellschaft für jedes nicht vollendete Kalenderjahr bis zum 62. Lebensjahr um einen einzelvertraglich vereinbarten Prozentsatz pro Jahr. Der Ehepartner erhält in den ersten 6 Monaten nach dem Ableben des Vorstandsmitglieds die Versorgungsleistung in der vollen Höhe, wie sie dem Vorstandsmitglied zugestanden hätte; danach verringert sich die Witwenrente auf 70 % dieser Versorgungsleistung. Die Unverfallbarkeit richtet sich nach den zum Zeitpunkt des Vertragsschlusses geltenden gesetzlichen Unverfallbarkeitsfristen.

Sowohl bei den beitragsorientierten, als auch bei den leistungsorientierten Zusagen finden sich Klauseln im Anstellungsvertrag, die bei Eintreten besonders schwerwiegender Veränderungen entsprechend der gesetzlichen Regelungen des Aktiengesetzes eine Absetzung der Leistung bzw. die Möglichkeit der Kürzung bzw. Einstellung der Versorgungsleistungen (bzw. soweit vereinbart der Witwenleistung) regeln.

Für aktive Vorstandsmitglieder wurden Pensionsrückstellungen in Höhe von T€ 2.913 (Vorjahr: T€ 5.536) gebildet. Die korrespondierenden Defined Benefit Obligation (DBO) betrugen zum Geschäftsjahresende 2016 für Herrn Klenk T€ 2.403, für Herrn Diepold T€ 5.834, für Herrn Ricker T€ 42, für Herrn Tischer T€ 46 und für Herrn Goldbrunner T€ 31. Die Versorgungsaufwendungen, bzw. der bAV-Beitrag betrugen im Geschäftsjahr 2016 für Herrn Klenk T€ 320, für Herrn Andersen T€ 204, für Herrn Diepold T€ 2, für Herrn Ricker T€ 160, für Herrn Tischer T€ 136 und für Herrn Goldbrunner T€ 136. Darüber hinaus wurden für beitragsorientierte Zusagen Aufwendungen in Hohe von T€ 956 (Vorjahr: T€ 652) im Geschäftsjahr 2016 geleistet.

Weitere Leistungen für den Fall der Beendigung der Tätigkeit

In den Anstellungsverträgen wurde ein Wettbewerbsverbot mit angemessener Karenzentschädigung vereinbart. Weitere Leistungen für den Fall der Beendigung der Tätigkeit wurden nicht vereinbart.

Vorschüsse und Kredite

Im Geschäftsjahr 2016 bestanden keine Vorschüsse oder Kredite an Mitglieder des Vorstands.

Gesamtbezüge der früheren Mitglieder des Vorstands

An ehemalige Vorstandsmitglieder und deren Hinterbliebene wurden T€ 1.451 (Vorjahr: T€ 988) ausbezahlt. Pensionsrückstellungen in Höhe von T€ 7.236 (Vorjahr: T€ 2.282) sind zurückgestellt.

Gesamtbezüge des Vorstands für das Geschäftsjahr 2016

Vergütung 2016 gemäß Rechnungslegungsstandard DRS 17

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Vergütung gemäß DRS 17

(in T€)
Name Funktion Festvergütung Nebenleistungen Summe Short Term Incentive
--- --- --- --- --- --- ---
Christoph Klenk CEO Personal, Kommunikation, Qualität, Informationsmanagement seit 2003 800 27 827 180
Michael Andersen CFO Finanzen, Controlling, Strategischer Einkauf seit 2016 510 199 709 115
Rainulf Diepold Vertrieb und Marketing seit 1996 600 28 628 135
Thomas Ricker Abfüll- und Verpackungstechnik seit 2012 400 20 420 90
Markus Tischer International Operations and Services seit 2014 340 16 356 77
Ralf Goldbrunner Anlagen und Komponenten seit 2014 340 29 369 77

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Vergütung gemäß DRS 17

(in T€)
Name Mid Term Incentive Long Term Incentive Summe (Gesamtvergütung)
--- --- --- ---
Christoph Klenk 147 0 1.154
Michael Andersen 0 0 824
Rainulf Diepold 160 0 923
Thomas Ricker 107 0 617
Markus Tischer 91 0 524
Ralf Goldbrunner 71 0 517

Aufsichtsratsvergütung

Die Vergütung für die Mitglieder des Aufsichtsrats ist in § 15 der Satzung geregelt und wird durch die Hauptversammlung bestimmt. Für das Geschäftsjahr 2016 gilt die zuletzt in der Hauptversammlung vom 25. Juni 2014 geänderte Satzung.

Die Mitglieder des Aufsichtsrats erhalten eine Vergütung, die in einem angemessenen Verhältnis zu ihren Aufgaben und der Lage der Gesellschaft steht. Entsprechend den Empfehlungen des DCGK werden der Vorsitz und der stellvertretende Vorsitz im Aufsichtsrat sowie der Vorsitz und die Mitgliedschaft in den Ausschüssen berücksichtigt.

Die Aufsichtsratsvergütung besteht aus einer festen jährlichen Vergütung in Höhe von € 35.000. Die feste Vergütung beträgt für den Vorsitzenden das Zweieinhalbfache und für den stellvertretenden Vorsitzenden das Eineinhalbfache. Ferner erhalten die Aufsichtsratsmitglieder einen pauschalen Auslagenersatz von € 1.500 pro Sitzung, sofern sie keine höheren Auslagen nachweisen.

Soweit Mitglieder des Aufsichtsrats besonderen Ausschüssen innerhalb des Aufsichtsrats angehören, erhalten sie eine zusätzliche Vergütung von jährlich € 7.000 und einen pauschalen Auslagensatz von € 1.500 pro Sitzung.

Aufsichtsratsmitglieder, die dem Aufsichtsrat nur während eines Teils des Geschäftsjahres angehört haben, erhalten eine zeitanteilige Vergütung.

Die Gesamtbezüge der Mitglieder des Aufsichtsrats betrugen für das Geschäftsjahr 2016 T€ 633 (Vorjahr: 642) und sind nach folgender Tabelle auf individueller Basis zu entnehmen:

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Name Funktion Festvergütung Ausschussvergütung Sitzungsgeld Gesamtvergütung Geschäftsjahr 2016
Volker Kronseder Aufsichtsratsvorsitzender 43.750 3.500 7.500 54.750
Ernst Baumann ehemaliger Aufsichtsratsvorsitzender 43.750 3.500 6.000 53.250
Werner Schrödl*** Stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender 52.500 7.000 13.500 73.000
Klaus Gerlach* Ordentliches Aufsichtsratsmitglied 35.000 6.000 41.000
Norman Kronseder Ordentliches Aufsichtsratsmitglied 35.000 7.000 13.500 55.500
Philipp Graf von und zu Lerchenfeld Ordentliches Aufsichtsratsmitglied 35.000 7.000 7.500 49.500
Dr. Alexander Nerz ehemaliges ordentliches Aufsichtsratsmitglied 17.500 0 17.500
Prof. Dr. jur. Susanne Nonnast Ordentliches Aufsichtsratsmitglied 17.500 3.000 20.500
Dr. phil. Verena Di Pasquale*** Ordentliches Aufsichtsratsmitglied 35.000 6.000 41.000
Johann Robold*** Ordentliches Aufsichtsratsmitglied 35.000 7.000 6.000 48.000
Petra Schadeberg-Herrmann Ordentliches Aufsichtsratsmitglied 35.000 6.000 41.000
Jürgen Scholz*** Ordentliches Aufsichtsratsmitglied 35.000 6.000 41.000
Hans-Jürgen Thaus Ordentliches Aufsichtsratsmitglied 35.000 6.000 41.000
Josef Weitzer*** Ordentliches Aufsichtsratsmitglied 35.000 7.000 13.500 55.500

* Arbeitnehmervertreter

** Die Vergütung wird nach den aktuell gültigen Bestimmungen der Hans-Böckler-Stiftung anteilig abgeführt

Versicherung der gesetzlichen Vertreter

Erklärung gemäß § 37y Nr. 1 WpHG i. V. m. §§ 297 Abs. 2 Satz 4 und 315 Abs. 1 Satz 6 HGB

»Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Konzernabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Konzernlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns beschrieben sind.«

Neutraubling, den 10. März 2017

KRONES AG

Der Vorstand

Christoph Klenk CEO

Michael Andersen CFO

Rainulf Diepold

Thomas Ricker

Markus Tischer

Ralf Goldbrunner

Corporate Governance

Erklärung zur Unternehmensführung

KRONES bekennt sich zu seiner Verantwortung

Für KRONES ist der Deutsche Corporate Governance Kodex (DCGK) ein fester Bestandteil der Unternehmensführung. Vorstand und Aufsichtsrat berichten hiermit nach Tz. 3.10 DCGK über die Corporate Governance bei KRONES.

Der Kodex stellt wesentliche gesetzliche Vorschriften zur Leitung und Überwachung deutscher börsennotierter Gesellschaften dar und enthält international und national anerkannte Standards guter und verantwortungsvoller Unternehmensführung. Das Management von KRONES berücksichtigt die Grundsätze und Regeln der Corporate Governance bei allen Geschäftsaktivitäten.

Entsprechenserklärung gemäß § 161 Aktiengesetz

»Vorstand und Aufsichtsrat der KRONES AG erklären, dass den Verhaltensempfehlungen der von der deutschen Bundesregierung eingesetzten >Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex< zur Leitung und Überwachung deutscher börsennotierter Gesellschaften in der Fassung vom 5. Mai 2015 entsprechend dem im Internet der KRONES AG veröffentlichten Deutschen Corporate Governance Kodex entsprochen wurde und wird, mit folgenden Abweichungen:

Ein Selbstbehalt bei einer für den Aufsichtsrat abgeschlossenen D&O-Versicherung besteht nicht (Tz. 3.8 DCGK).

Ein spezifischer Selbstbehalt der Versicherten wurde nicht vereinbart, da der Aufsichtsrat unabhängig von einem Selbstbehalt seinen Pflichten jederzeit ordnungsgemäß nachkommt.
Der Vorstand soll aus mehreren Personen bestehen und einen Vorsitzenden oder Sprecher haben. Eine Geschäftsordnung soll die Arbeit des Vorstands, insbesondere die Ressortzuständigkeiten einzelner Vorstandsmitglieder, die dem Gesamtvorstand vorbehaltenen Angelegenheiten sowie die erforderliche Beschlussmehrheit bei Vorstandsbeschlüssen (Einstimmigkeit oder Mehrheitsbeschluss) regeln (Tz. 4.2.1 DCGK).

Die Geschäftsordnung für den Vorstand ergibt sich aus der Satzung der KRONES AG. Diese enthält bereits detaillierte Anweisungen für die Arbeit des Vorstands. Deshalb wurde bislang auf eine gesonderte schriftliche Geschäftsordnung verzichtet.
Im Vergütungsbericht sollen bestimmte Informationen zur Vorstandsvergütung in vorgegebenen Mustertabellen angegeben werden (Tz. 4.2.5 Satz 5 und Satz 6 DCGK).

Neben Unklarheiten in der Auslegung bestehen auch Zweifel, ob die zusätzliche Verwendung der Mustertabellen die vom Unternehmen unter Beachtung der Anforderungen der Rechnungslegung angestrebte Übersichtlichkeit und Allgemeinverständlichkeit des Vergütungsberichts (vgl. Ziffer 4.2.5 Satz 3 des Kodex) fördert.

Der Aufsichtsrat soll sich eine Geschäftsordnung geben (Tz. 5.1.3 DCGK).

Die Geschäftsordnung für den Aufsichtsrat ergibt sich aus der Satzung der KRONES AG. Diese enthält bereits detaillierte Anweisungen für die Arbeit des Aufsichtsrats. Deshalb wurde bislang auf eine gesonderte schriftliche Geschäftsordnung verzichtet.
Ein Nominierungsausschuss wird bei der KRONES AG derzeit nicht gebildet (Tz. 5.3.3 DCGK).

Ausschüsse sind vor allem sinnvoll, wenn aufgrund der Größe eines Gremiums dessen Arbeit dadurch effizienter wird. Im Aufsichtsrat der KRONES AG vertreten sechs Mitglieder die Anteilseigner, die Vorschläge machen. Nach unserer Ansicht ist es daher nicht nötig, einen Nominierungsausschuss zu bilden. Die Aufgaben werden vom Ständigen Ausschuss übernommen.
Eine Offenlegung der persönlichen und geschäftlichen Beziehungen eines jeden Kandidaten bei Wahlvorschlägen an die Hauptversammlung zum Unternehmen, den Organen der Gesellschaft oder einem wesentlich an der Gesellschaft beteiligten Aktionär erfolgt derzeit nicht (Tz. 5.4.1 Absätze 5 und 6 DCGK).

Der Aufsichtsrat ist der Auffassung, dass die Anforderungen der Absätze 5 und 6 unklar und im Detail unbestimmt sind, sowie die Privatsphäre der Betroffenen verletzen können.
Der Vorsitz in Aufsichtsratsausschüssen wird bei der Vergütung nicht gesondert berücksichtigt (Tz. 5.4.6 DCGK).

Der Aufsichtsrat ist der Auffassung, dass die derzeitige zusätzliche Vergütung für Mitglieder von Ausschüssen aufgrund der Größe der Gremien auch für den Vorsitzenden von Ausschüssen angemessen ist.
Der Aktienbesitz der Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats der KRONES AG wird nicht angegeben (Tz. 6.2 DCGK).

Um die schutzwürdigen Interessen und die Privatsphäre der Organmitglieder zu wahren, verzichten wir auf den Ausweis.«

Neutraubling, den 17. Februar 2017

Für den Vorstand

Christoph Klenk CEO

Für den Aufsichtsrat

Volker Kronseder, Vorsitzender

Zusammensetzung des Aufsichtsrats

Gemäß Tz. 5.4.1 DCGK soll der Aufsichtsrat für seine Zusammensetzung konkrete Ziele benennen, die unter Beachtung der unternehmensspezifischen Situation die internationale Tätigkeit des Unternehmens, potenzielle Interessenkonflikte, die Anzahl der unabhängigen Aufsichtsratsmitglieder in Sinne von Tz. 5.4.2, eine festzulegende Altersgrenze für Aufsichtsratsmitglieder und eine festzulegende Regelgrenze für die Zugehörigkeitsdauer zum Aufsichtsrat sowie Vielfalt (Diversity) berücksichtigen.

In Übereinstimmung mit oben genannter Teilziffer hat der Aufsichtsrat von KRONES folgende Ziele benannt:

a) Zusammensetzung nach geeigneten Kenntnissen, Fähigkeiten, Erfahrungen

Der Aufsichtsrat der KRONES AG soll so zusammengesetzt sein, dass seine Mitglieder über die erforderlichen Kenntnisse, Fähigkeiten und fachlichen Erfahrungen verfügen, die zur Erfüllung der Aufgaben eines Aufsichtsratsmitglieds in einem international tätigen Konzern nötig und zur Wahrung des Ansehens der KRONES AG in der Öffentlichkeit erforderlich sind.

Bei den zur Wahl stehenden Personen soll darüber hinaus auf Leistungsbereitschaft, Integrität, Persönlichkeit, Professionalität und Unabhängigkeit geachtet werden.

b) Potenzielle Interessenkonflikte (Unabhängigkeit der Mitglieder)

Um Interessenkonflikte zu vermeiden, wird auf die Unabhängigkeit der Mitglieder des Aufsichtsrats geachtet. Mögliche Kandidaten und Kandidatinnen sollen weder Beratungs- oder Organfunktionen bei wesentlichen Wettbewerbern der KRONES AG, noch Managementfunktionen bei Kunden, Lieferanten oder Konzernunternehmen der KRONES AG ausüben. Dem Aufsichtsrat sollen nicht mehr als zwei ehemalige Mitglieder des Vorstands angehören.

Darüber hinaus sollen die Mitglieder des Aufsichtsrats die Unabhängigkeitskriterien nach Ziffer 5.4.2 des Kodex erfüllen. Unter der Voraussetzung, dass die Ausübung des Aufsichtsratsmandats als Arbeitnehmervertreter keine Zweifel an der Erfüllung der Unabhängigkeitskriterien nach Ziffer 5.4.2 des Kodex begründen kann, soll die Mehrzahl der Aufsichtsratsmitglieder unabhängig i. S. v. Tz. 5.4.2 DCGK sein.

Bei Bestehen etwaiger Interessenkonflikte verpflichtet sich jedes Aufsichtsratsmitglied eine Erklärung gegenüber dem Aufsichtsratsvorsitzenden abzugeben. Bestehen diese Interessenkonflikte über einen längeren Zeitraum oder sind von wesentlicher Natur, so hat das betreffende Aufsichtsratsmitglied sein Amt niederzulegen.

c) Altersgrenze

Die Altersgrenze für die Mitglieder des Aufsichtsrats liegt bei 70 Jahren. Vollendet ein Mitglied das 70. Lebensjahr, so endet seine Amtszeit mit Ablauf der darauf folgenden ordentlichen Hauptversammlung. Wird von dieser Regelung abgewichen, so ist der Umstand zu begründen.

d) Regelgrenze für die Zugehörigkeitsdauer

Der Aufsichtsrat hat keine Regelgrenze für die Zugehörigkeitsdauer zum Aufsichtsrat festgelegt. Wir halten eine Regelgrenze nicht für sinnvoll, weil dem Unternehmen auch die Expertise von erfahrenen Aufsichtratsmitgliedern zur Verfügung stehen soll. Der Aufsichtsrat von KRONES wird die Eignung eines Aufsichtsratsmitglieds weiterhin - unabhängig von der Zugehörigkeitsdauer - individuell betrachten. Da wir uns kein Ziel für die Regelgrenze gesetzt haben, ist auch nicht über den Stand der Umsetzung zu berichten.

e) Internationalität

Die KRONES AG ist ein international tätiges Unternehmen und unterhält in vielen Ländern der Welt Niederlassungen und Vertretungen. Deshalb sollen bei der Zusammensetzung des Aufsichtsrats die internationalen Erfahrungen der Mitglieder berücksichtigt werden.

Diese beziehen sich nicht nur auf Fremdsprachenkenntnisse, sondern auch auf Beschäftigungen in anderen international tätigen Unternehmen.

f) Vielfalt (Diversity)

Der Aufsichtsrat der KRONES AG achtet bei der Auswahl seiner Mitglieder auf Vielfalt (Diversity). Gemäß dem am 1. Mai 2015 in Kraft getretenen Gesetz zur gleichberechtigten Teilhabe von Frauen und Männern in der Privatwirtschaft und im öffentlichen Dienst gilt für KRONES eine 30-Prozent-Mindestquote für Frauen und Männer im Aufsichtsrat. Von diesem Gesetz betroffen sind Aufsichtsratswahlen ab 2016. Die Vertreter der Arbeitnehmer und der Anteilseigner im Aufsichtsrat der KRONES AG haben übereinstimmend entschieden, die Geschlechterquote jeweils getrennt zu erfüllen. Der Aufsichtsrat der KRONES AG setzt sich gemäß den gesetzlichen Bestimmungen und der Satzung des Unternehmens aus sechs Vertretern der Anteilseigner und sechs Vertretern der Arbeitnehmer zusammen. Dem Aufsichtsrat sollen also jeweils zwei Frauen auf der Seite der Arbeitnehmer und der Anteilseigner angehören. Auf Seite der Anteilseigner gehören mit Petra Schadeberg-Herrmann und Prof. Dr. Susanne Nonnast bereits zwei Frauen dem Aufsichtsrat an. Auf der Arbeitnehmerseite ist die gesetzliche Mindestquote noch nicht erfüllt. Mit Dr. Verena Di Pasquale vertritt erst eine Frau die Arbeitnehmer im Aufsichtsrat. Bei der nächsten Aufsichtsratswahl der Arbeitnehmerseite, die 2017 stattfindet, soll eine zweite Frau von den Mitarbeitern in den Aufsichtsrat gewählt werden.

Der Aufsichtsrat von KRONES hat im Geschäftsjahr 2016 alle unter a) bis f) genannten Ziele umgesetzt.

Angaben zu Unternehmensführungspraktiken

Die Unternehmensführung von KRONES basiert auf Fairness und Transparenz. Dieser Grundsatz gilt für die Zusammenarbeit von Vorstand und Aufsichtsrat ebenso wie für den Umgang mit unseren Mitarbeitern, Kunden, Lieferanten und der Öffentlichkeit.

Wir prüfen alle strategischen Entscheidungen auf ihre langfristige Erfolgswahrscheinlichkeit. Wir verfolgen eine nachhaltige Gewinn- und Cashflowoptimierung.

Zur langfristigen Existenzsicherung prüfen wir alle Aktivitäten auf ihre Nachhaltigkeit. Dabei berücksichtigen wir neben unserer sozialen und wirtschaftlichen Verantwortung insbesondere die ökologischen Folgen, die mit der Fertigung und Nutzung unserer Produkte verbunden sind. KRONES produziert umweltverträglich und hält die gesetzlichen Vorschriften nicht nur ein, sondern setzt alles daran, die geforderten Grenzwerte so weit wie möglich zu unterschreiten.

Unsere Führungsprinzipien lassen in keinem Fall zu, den Schutz derjenigen Menschen, die zu unserem Erfolg beitragen, den geschäftlichen Interessen unterzuordnen. Um Arbeitsunfälle und Berufserkrankungen zu vermeiden, schafft KRONES für alle Beschäftigten eine sichere und gesundheitsfördernde Arbeitsumgebung. Wir gestalten sämtliche Arbeitsabläufe sicherheits- und gesundheitsgerecht und sorgen für ergonomische Arbeitsplätze.

Bei der Auswahl von Lieferanten berücksichtigen wir deren nachhaltiges und gesellschaftlich verantwortliches Handeln. Hierfür hat KRONES einen Lieferantenkodex entwickelt. Er umfasst die Themen Sicherheit und Gesundheit, Umwelt, Arbeitsbedingungen sowie Compliance.

Arbeitsweise von Vorstand und Aufsichtsrat

Der Vorstand der KRONES AG bestand im Geschäftsjahr 2016 aus sechs Mitgliedern. Diese tragen die Verantwortung für ihre jeweiligen Ressorts (siehe Seite 8 bis 9 und 204). Der Vorstand leitet die Gesellschaft und führt deren Geschäfte. Die Mitglieder des Vorstands treffen sich täglich zu einer Vorstandssitzung. Dort bespricht der Vorstand aktuelle und strategische Themen und fasst Beschlüsse. Bei strategisch wichtigen Entscheidungen bindet der Vorstand den Aufsichtsrat frühzeitig in den Entscheidungsprozess ein.

Der Aufsichtsrat überwacht den Vorstand. Er besteht satzungsgemäß aus zwölf Mitgliedern. Vorstand und Aufsichtsrat stehen in regelmäßigem Kontakt. Der Vorstand informiert den Aufsichtsrat zeitnah über den Geschäftsverlauf, die finanzielle Lage, das Risikomanagement, die Unternehmensplanung sowie die Strategie. Neben regelmäßigen mündlichen Auskünften erhalten die Aufsichtsratsmitglieder vom Vorstand jeden Monat einen schriftlichen Bericht zur Ergebnis- und Finanzlage.

Die Arbeit des Aufsichtsrats (Mitglieder siehe Seite 15 und 204) koordiniert der Aufsichtsratsvorsitzende. Er oder sein Stellvertreter leiten die Aufsichtsratssitzungen. Beschlüsse fasst das Gremium in den Sitzungen oder in Ausnahmefällen im Umlaufverfahren. An den Aufsichtsratssitzungen nehmen die Mitglieder des Vorstands auf Einladung des Aufsichtsratsvorsitzenden oder seines Stellvertreters teil. Sie berichten mündlich oder schriftlich zu den einzelnen Tagesordnungspunkten und beantworten die Fragen der Aufsichtsräte.

Der Vorsitzende des Aufsichtsrats erläutert jedes Jahr die Tätigkeit des Aufsichtsrats in seinem Bericht an die Aktionäre im Geschäftsbericht sowie auf der Hauptversammlung.

Um die Arbeit des Aufsichtsrats effizient zu gestalten, bildete das Gremium einen »Prüfungs- und Risikomanagementausschuss« sowie einen »Ständigen Ausschuss«.

Zusammensetzung und Arbeitsweise des Prüfungs- und Risikomanagementausschusses

Dem Prüfungs- und Risikomanagementausschuss gehören der Vorsitzende des Aufsichtsrats Volker Kronseder, sein Stellvertreter Werner Schrödl sowie die Aufsichtsratsmitglieder Norman Kronseder, Graf Philipp von und zu Lerchenfeld, Josef Weitzer und Johann Robold an. Vorsitzender des Ausschusses ist Graf Philipp von und zu Lerchenfeld.

Der Prüfungs- und Risikomanagementausschuss trifft sich regelmäßig und überwacht Rechnungslegung, Abschlussprüfung sowie Berichterstattung und fertigt entsprechende Beschlussvorlagen für den Aufsichtsrat an. Darüber hinaus bereitet er die Prüfung des Jahresabschlusses, des Lageberichts und des Prüfungsberichts des Einzel- und Konzernabschlusses durch den Aufsichtsrat vor und spricht Empfehlungen aus. Der Prüfungs- und Risikomanagementausschuss überwacht zudem die Wirksamkeit des internen Kontroll-, Risikomanagement- und Compliance-Systems.

Zusammensetzung und Arbeitsweise des Ständigen Ausschusses

Dem Ständigen Ausschuss gehören Werner Schrödl, Norman Kronseder, Josef Weitzer und Volker Kronseder an. Vorsitzender des Ausschusses ist Volker Kronseder. Der Ständige Ausschuss befasst sich in regelmäßigen Sitzungen mit allen sonstigen Themen, die nicht in den Zuständigkeitsbereich des Prüfungs- und Risikomanagementausschusses fallen. Dazu zählen Unternehmensstrategie, Personalstrategie, Aufsichtsratsvergütung und Vorstandsvergütung.

Festlegungen nach § 76 (Abs. 4) Aktiengesetz und § 111 (Abs. 5) Aktiengesetz

Gemäß § 76 (Abs. 4) Aktiengesetz hat der Vorstand Zielgrößen für den Frauenanteil in den beiden Führungsebenen unterhalb des Vorstands festzusetzen. Gleichzeitig muss er Fristen für die Erreichung der Zielgrößen festlegen. Der Vorstand der KRONES AG hat sich zum Ziel gesetzt, dass der Frauenanteil in den beiden Führungsebenen unterhalb des Vorstands bis spätestens zum Ablauf des 30. Juni 2017 10 % erreicht. Ende des Geschäftsjahres 2016 lag der Frauenanteil in den beiden Führungsebenen unterhalb des Vorstands bei 9,8 %.

Nach § 111 (Abs. 5) Aktiengesetz hat der Aufsichtsrat eine Zielgröße für den Anteil von Frauen im Vorstand festzusetzen. Gleichzeitig muss er eine Frist für die Erreichung der Zielgröße festlegen. Bislang konnte der Aufsichtsrat keine geeignete Kandidatin für den Vorstand finden. Der Aufsichtsrat geht davon aus, dass dies auch in naher Zukunft schwierig bleibt. Deshalb legte der Aufsichtsrat die Zielgröße für den Frauenanteil im Vorstand der KRONES AG auf 0 % fest. Eine Frist für die Umsetzung ist damit nicht zu setzen.

Konzernabschluss

Gewinn-und-Verlust-Rechnung

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2016 2015
Anhang T€ T€ T€ T€
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Umsatzerlöse 19 3.391.253 3.173.509
Verminderung (Vj: Erhöhung) des Bestandes an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 4 - 135.443 25.572
Andere aktivierte Eigenleistungen 20 42.158 38.332
Sonstige betriebliche Erträge 21 140.606 3.438.574 140.847 3.378.260
Materialaufwand 22
Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren - 1.229.695 - 1.290.815
Aufwendungen für bezogene Leistungen - 379.957 - 1.609.652 - 298.435 - 1.589.250
Personalaufwand 23
Löhne und Gehälter - 809.349 - 767.350
Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und Unterstützung - 164.993 - 974.342 - 151.775 - 919.125
Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen 1/2 - 92.843 - 88.361
Sonstige betriebliche Aufwendungen 24 - 533.753 - 564.617
EBIT 227.984 216.907
Erträge aus Beteiligungen 25 3.658 2.141
Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 25 4 13
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 25 8.376 6.212
Zinsen und ähnliche Aufwendungen 25 - 2.458 - 1.948
Finanzergebnis 25 9.580 6.418
Ergebnis vor Steuern 237.564 223.325
Ertragsteuern 7/26 - 68.462 - 67.070
Konzernergebnis 169.102 156.255
Ergebnisanteil anderer Gesellschafter -1.652 - 1.174
Ergebnisanteil KRONES Konzern 170.754 157.429
Ergebnis je Aktie (verwässert/unverwässert) in € 27 5,40 4,98

Aufstellung der im Konzern-Eigenkapital erfassten Erträge und Aufwendungen

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Anhang 2016

T€
2015

T€
Konzernergebnis 169.102 156.255
Posten, die nicht in die Gewinn-und-Verlust-Rechnung umgegliedert werden
Putable Instruments - 804 0
Versicherungsmathematische Gewinne/Verluste aus Pensionen und ähnlichen Verpflichtungen 11 - 15.502 12.306
- 16.306 12.306
Posten, die anschließend möglicherweise in die Gewinn-und-Verlust-Rechnung umgegliedert werden
Unterschied aus Währungsumrechnung 9.989 - 6.670
Derivative Finanzinstrumente 11 - 2.161 - 183
7.828 - 6.853
Summe der direkt im Eigenkapital erfassten Erträge und Aufwendungen 8 - 8.478 5.453
Summe der im Eigenkapital erfassten Erträge und Aufwendungen 8 160.624 161.708
davon Anteile anderer Gesellschafter - 1.652 - 1.174
davon Anteile KRONES Konzern 162.276 162.882

Bilanz

Aktiva

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31.12.2016 31.12.2015
Anhang T€ T€ T€ T€
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Immaterielle Vermögenswerte 1 238.321 163.189
Sachanlagen 2 481.300 481.459
Finanzanlagen 3 5.852 1.567
Anlagevermögen 725.473 646.215
Aktive latente Steuern 7 24.701 21.974
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 5 44.131 23.820
Tatsächliche Steuerforderungen 7 1.103 1.712
Sonstige Vermögenswerte 5 3.107 3.537
Langfristige Vermögenswerte 798.515 697.258
Vorräte 4 728.350 724.502
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 5 1.036.872 796.792
Tatsächliche Steuerforderungen 7 3.799 15.027
Sonstige Vermögenswerte 5 134.406 108.469
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 6 368.889 364.585
Kurzfristige Vermögenswerte 2.272.316 2.009.375
Bilanzsumme 3.070.831 2.706.633
Passiva
31.12.2016 31.12.2015
Anhang T€ T€ T€ T€
Gezeichnetes Kapital 8 40.000 40.000
Kapitalrücklage 9 141.724 141.724
Gewinnrücklagen 10 367.837 357.341
Sonstige Rücklagen 11 - 95.827 - 77.360
Konzernbilanzgewinn 773.865 649.428
Konzerneigenkapital des Mutterunternehmens 1.227.599 1.111.133
Anteile anderer Gesellschafter 12 - 2.069 - 417
Eigenkapital 1.225.530 1.110.716
Rückstellungen für Pensionen 13 219.148 196.910
Passive latente Steuern 7 2.940 17.261
Sonstige Rückstellungen 14 51.712 47.196
Steuerrückstellungen 14 5.322 2.899
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 0 0
Tatsächliche Steuerverbindlichkeiten 7 49 0
Sonstige Finanzverpflichtungen 15 26.070 12.591
Sonstige Verpflichtungen 15 2.761 1.636
Langfristige Schulden 308.002 278.493
Sonstige Rückstellungen 14 157.834 147.004
Steuerrückstellungen 14 21.241 9.480
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 0 0
Erhaltene Anzahlungen 15 615.221 545.664
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 15 323.791 247.906
Tatsächliche Steuerverbindlichkeiten 7 5.274 17.413
Sonstige Finanzverpflichtungen 15 56.032 56.325
Sonstige Verpflichtungen und Rückstellungen mit Verbindlichkeitscharakter 15 357.906 293.632
Kurzfristige Schulden 1.537.299 1.317.424
Bilanzsumme 3.070.831 2.706.633

Kapitalflussrechnung

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Anhang 2016

T€
2015

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Ergebnis vor Steuern 237.564 223.325
Abschreibungen und Zuschreibungen 1,2 92.843 88.361
Erhöhung der Rückstellungen und abgegrenzte Schulden 14,15 56.184 16.253
ergebniswirksame Veränderung der latenten Steuern 7 10.798 - 7.758
Zinsaufwendungen und Zinserträge 25 - 5.918 - 4.264
Gewinne und Verluste aus dem Abgang von Anlagevermögen 21,24 201 335
sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen und Erträge 4.466 - 1.510
Erhöhung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstigen Vermögenswerten, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind - 244.450 - 144.034
Verminderung (Vj: Erhöhung) der Vorräte 4 17.451 - 71.569
Erhöhung der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstigen Verbindlichkeiten, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind 70.974 129.086
aus laufender Geschäftstätigkeit erwirtschaftete Zahlungsmittel 240.113 228.225
gezahlte Zinsen - 2.937 - 1.417
gezahlte und erhaltene Ertragsteuern -42.505 - 52.377
Mittelveränderung aus laufender Geschäftstätigkeit 194.671 174.431
Auszahlungen für Investitionen in immaterielle Vermögenswerte 1 - 54.903 -43.055
Einzahlungen aus Abgang von immateriellen Vermögenswerten 1 15 63
Auszahlungen für Investitionen in Sachanlagen 2 - 56.413 - 59.569
Einzahlungen aus Abgang von Sachanlagen 2 2.741 6.933
Auszahlungen für Investitionen in Finanzanlagen - 4.331 - 10
Einzahlungen aus Abgang von Finanzanlagen 46 142
Auszahlungen für Zugänge zum Konsolidierungskreis - 39.676 - 12.126
erhaltene Zinsen 3.374 1.725
erhaltene Dividenden 3.658 2.141
Mittelveränderung aus der Investitionstätigkeit - 145.489 - 103.756
Auszahlungen an Unternehmenseigner - 45.810 - 39.491
Mittelveränderung aus der Finanzierungstätigkeit - 45.810 - 39.491
zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelfonds 3.372 31.184
wechselkursbedingte Änderungen des Finanzmittelfonds 932 - 3.043
konsolidierungskreisbedingte Änderungen des Finanzmittelfonds 0 0
Finanzmittelfonds zu Beginn der Periode 364.585 336.444
Finanzmittelfonds am Ende der Periode 6 368.889 364.585

Entwicklung des Eigenkapitals

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Mutterunternehmen
Gezeichnetes Kapital

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Kapitalrücklage

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Gewinnrücklagen

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Währungsdifferenzen d. Eigenkapitals

T€
Sonstige Rücklagen

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Konzernbilanzgewinn

T€
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Anhang 8 9 10 10 11
Stand 1. Januar 2015 40.000 141.724 364.266 - 563 - 89.483 531.798
Dividendenzahlung (1,25 € je Aktie) - 39.491
Konzernjahresüberschuss 2015 157.429
Einstellung in Gewinnrücklagen 308 - 308
Währungsdifferenzen - 6.670
Änderung im Konsolidierungskreis
Neubewertung von leistungsorientierten Plänen 12.306
Hedge Accounting inkl. AfS - 183
Stand 31. Dezember 2015 40.000 141.724 364.574 - 7.233 - 77.360 649.428
Dividendenzahlung (1,45 € je Aktie) - 45.810
Konzernjahresüberschuss 2016 170.754
Einstellung in Gewinnrücklagen 507 - 507
Währungsdifferenzen 9.989
Änderung im Konsolidierungskreis
Neubewertung von leistungsorientierten Plänen - 15.502
Putable Instruments - 804
Hedge Accounting inkl. AfS - 2.161
Stand 31. Dezember 2016 40.000 141.724 365.081 2.756 - 95.827 773.865

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Mutterunternehmen Eigenkapital

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Anteile anderer Gesellschafter Eigenkapital

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Konzerneigenkapital

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Anhang 12
Stand 1. Januar 2015 987.742 757 988.499
Dividendenzahlung (1,25 € je Aktie) - 39.491 - 39.491
Konzernjahresüberschuss 2015 157.429 - 1.174 156.255
Einstellung in Gewinnrücklagen 0 0
Währungsdifferenzen - 6.670 - 6.670
Änderung im Konsolidierungskreis 0 0
Neubewertung von leistungsorientierten Plänen 12.306 12.306
Hedge Accounting inkl. AfS - 183 - 183
Stand 31. Dezember 2015 1.111.133 - 417 1.110.716
Dividendenzahlung (1,45 € je Aktie) - 45.810 - 45.810
Konzernjahresüberschuss 2016 170.754 - 1.652 169.102
Einstellung in Gewinnrücklagen 0 0
Währungsdifferenzen 9.989 9.989
Änderung im Konsolidierungskreis 0 0
Neubewertung von leistungsorientierten Plänen - 15.502 - 15.502
Putable Instruments - 804 - 804
Hedge Accounting inkl. AfS - 2.161 - 2.161
Stand 31. Dezember 2016 1.227.599 - 2.069 1.225.530

Konzernanhang Segmentberichterstattung

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Maschinen und Anlagen zur Produktabfüllung und -ausstattung Maschinen und Anlagen zur Getränkeproduktion/ Prozesstechnik Maschinen und Anlagen für die Compact Class
2016

T€
2015

T€
2016

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2015

T€
2016

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2015

T€
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Umsatzerlöse 2.815.300 2.705.894 454.066 358.683 121.887 108.932
davon Deutschland 276.834 294.018 62.076 76.438 15.294 11.930
davon übriges Europa 748.732 698.394 125.528 77.758 47.309 62.615
davon sonstige Gebiete 1.789.735 1.713.482 266.462 204.487 59.283 34.387
Abschreibungen 79.856 77.273 10.848 8.821 2.139 2.267
davon außerplanmäßige Abschreibung 0 175 126 0 0 0
Zinserträge 16 18
Zinsaufwendungen 34 42
EBT 229.618 220.524 1.549 - 2.055 6.397 4.856
übrige wesentliche nicht zahlungswirksame Erträge/ Aufwendungen - 35.522 - 9.690 - 14.200 - 1.347 - 130 - 3.706
Vermögen 2.459.967 2.308.734 518.400 293.451 115.304 81.094
davon Deutschland 1.325.375 1.464.015 352.677 293.451 12.568 12.430
davon übriges Europa 279.430 194.408 136.014 0 102.736 68.664
davon sonstige Gebiete 855.162 650.311 29.709 0 0 0
Schulden 1.541.727 1.395.059 279.289 124.851 44.472 47.932
Investitionen in immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen 88.082 90.520 14.305 7.701 8.929 6.006
davon Deutschland 77.981 83.420 12.734 7.701 386 0
davon übriges Europa 512 734 1.491 0 8.543 6.006
davon sonstige Gebiete 9.589 6.367 80 0 0 0
Umsatzrendite (EBT zu Umsatz) 8,2 % 8,1 % 0,3 % - 0,6 % 5,2 % 4,5 %

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Summe der Segmente Konsolidierung Sonstiges
2016

T€
2015

T€
2016

T€
2015

T€
2016

T€
2015

T€
--- --- --- --- --- --- ---
Umsatzerlöse
davon Deutschland
davon übriges Europa
davon sonstige Gebiete
Abschreibungen
davon außerplanmäßige Abschreibung
Zinserträge 8.360 6.194
Zinsaufwendungen 2.424 1.906
EBT
übrige wesentliche nicht zahlungswirksame Erträge/ Aufwendungen
Vermögen 3.093.671 2.683.279 - 55.013 - 16.078 32.173 39.432
davon Deutschland 1.690.620 1.769.896 - 44.180 - 7.700 32.173 39.432
davon übriges Europa 518.180 263.072 - 8.407 - 7.320 0 0
davon sonstige Gebiete 884.871 650.311 - 2.426 - 1.058 0 0
Schulden 1.865.488 1.566.841 - 55.013 - 16.078 34.826 44.154
Investitionen in immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen
davon Deutschland
davon übriges Europa
davon sonstige Gebiete
Umsatzrendite (EBT zu Umsatz)

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KRONES Konzern
2016

T€
2015

T€
--- --- ---
Umsatzerlöse 3.391.253 3.173.509
davon Deutschland 354.204 382.386
davon übriges Europa 921.569 838.767
davon sonstige Gebiete 2.115.480 1.952.356
Abschreibungen 92.843 88.361
davon außerplanmäßige Abschreibung 126 175
Zinserträge 8.376 6.212
Zinsaufwendungen 2.458 1.948
EBT 237.564 223.325
übrige wesentliche nicht zahlungswirksame Erträge/ Aufwendungen -49.852 - 14.743
Vermögen 3.070.831 2.706.633
davon Deutschland 1.678.613 1.801.628
davon übriges Europa 509.773 255.752
davon sonstige Gebiete 882.445 649.253
Schulden 1.845.301 1.595.917
Investitionen in immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen 111.316 104.228
davon Deutschland 91.101 91.121
davon übriges Europa 10.546 6.740
davon sonstige Gebiete 9.669 6.367
Umsatzrendite (EBT zu Umsatz) 7,0 % 7,0 %

Allgemeine Angaben

Gesetzliche Grundlagen

Der Konzernabschluss der KRONES AG (»KRONES Konzern«) zum 31. Dezember 2016 ist in Übereinstimmung mit den am Abschlussstichtag gültigen International Financial Reporting Standards (IFRS) des International Accounting Standards Board (IASB), London, unter Beachtung der Interpretationen des International Financial Reporting Interpretation Committee (IFRIC) - wie von der Europäischen Union verabschiedet - erstellt. Eine frühzeitige Anwendung noch nicht in Kraft getretener IFRS oder deren Interpretationen wurde nicht durchgeführt. Eine Auflistung dieser Standards und Interpretationen sowie die erstmalig angewendeten Standards befindet sich auf Seite 200. Am 10. März 2017 wurde die Freigabe zur Veröffentlichung des Konzernabschlusses vom Vorstand erteilt.

Die Anteile der Minderheitsgesellschafter am Konzerneigenkapital werden gegebenenfalls in der Bilanz als gesonderter Posten innerhalb des Eigenkapitals ausgewiesen. In der Gewinn-und-Verlust-Rechnung sind die Gewinn- und Verlustanteile der Minderheitsgesellschafter gegebenenfalls Bestandteil des Konzernergebnisses. Die Zuordnung des Konzernergebnisses auf die Anteilseigner des Mutterunternehmens und die Minderheitsgesellschafter wird gegebenenfalls gesondert dargestellt.

Die Darstellung der Veränderung des Eigenkapitals ist gegebenenfalls um die Minderheitsanteile erweitert. Die folgenden Erläuterungen umfassen Angaben und Bemerkungen, die nach den IFRS neben der Bilanz, der Gewinn-und-Verlust-Rechnung, der Aufstellung der im Konzern-Eigenkapital erfassten Erträge und Aufwendungen, der Entwicklung des Eigenkapital und der Kapitalflussrechnung als Konzernanhang in den Konzernabschluss aufzunehmen sind.

Für die Gewinn-und-Verlust-Rechnung wurde das Gesamtkostenverfahren angewendet. Die Konzernwährung ist der Euro.

Konsolidierungskreis

In den Konzernabschluss der KRONES AG zum 31. Dezember 2016 sind neben der KRONES AG alle wesentlichen in- und ausländischen Tochterunternehmen einbezogen, welche durch die KRONES AG unmittelbar und mittelbar beherrscht werden.

Im Geschäftsjahr 2016 wurde die SYSTEM LOGISTICS S.P.A., Fiorano, Italien, die SYSTEM LTD., London, Großbritannien, die SYSTEM NORTHERN EUROPE AB, Malmö, Schweden, die SYSTEM LOGISTICS SPAIN SL, Castellon, Spanien, sowie die systemlog de Mexico S.A. DE C.V., Nuevo Leon, Mexiko, die SYSTEM LOGISTICS CORPORATION, Delaware, USA und die SYSTEM LOGISTICS ASIA CO. LTD., Bangkok, Thailand erworben.

Des Weiteren wurde die KRONES Sales (Beijing) Co. Ltd., Beijing, China, die KRONES PACIFIC PTY limited, Sydney, Australien, die KRONES New Zealand Limited, Aukland, Neuseeland, sowie die KRONES Vietnam Co. Ltd., Ho Chi Minh City, Vietnam, die KRONES Filipinas Inc., Taguig City, Philippinen, die KRONES Beteiligungsgesellschaft mbH, Neutraubling, Deutschland und die TRANS-MARKET LLC, Tampa, USA gegründet und in den Konsolidierungskreis aufgenommen.

Auch wurden die KPC-PROCESSING GMBH, Neutraubling, Deutschland und die KRONES CHILE SPA., Santiago de Chile, Chile, gegründet.

Die KRONES AG ist an den Gesellschaften der SYSTEM LOGISTICS Gruppe zu 60 % und an der Gesellschaft TRANS-MARKET LLC zu 80 % beteiligt. An den anderen genannten Gesellschaften ist KRONES zu 100 % beteiligt. Die Erstkonsolidierung der erworbenen Anteile wurde auf den Erwerbszeitpunkt vorgenommen. Mit dem Erwerb von 60 % der Anteile an der SYSTEM LOGISTIC S.P.A, Fiorano, Italien am 31. Mai 2016 ergänzt KRONES seine Kompetenzen in der Intralogistik, insbesondere im Bereich der automatischen Kommissioniersysteme. Am 31. August 2016 hat KRONES im Rahmen eines Asset Deals 80 % des Geschäfts der TRANS-MARKET SALES & EQUIPMENT INC., Tampa, USA erworben. Mit dieser Akquisition baut KRONES die lokalen Kapazitäten für das Engineering und den Einkauf aus. Die folgende Übersicht stellt zusammenfassend die für die Unternehmenserwerbe übertragenen Gegenleistungen sowie die Werte der jeweils zum Erwerbszeitpunkt identifizierten Vermögenswerte und übernommenen Schulden dar.

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TRANS-MARKET Beizulegender Zeitwert

T€
SYSTEM LOGISTICS Beizulegender Zeitwert

T€
Summe Beizulegender Zeitwerte

T€
Geschäfts- oder Firmenwerte 11.767 30.906 42.673
Langfristige Vermögenswerte 9.161 8.611 17.772
Kurzfristige Vermögenswerte 4.629 69.627 74.256
(davon Forderungen LuL) 2.859 47.493 50.352
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 0 4.343 4.343
Insgesamt erworbene Vermögenswerte 25.557 113.487 139.044
Schulden 3.224 73.598 76.822
Insgesamt erworbene Schulden 3.224 73.598 76.822
Erworbenes Reinvermögen 22.333 39.889 62.222
Kaufpreise 22.333 39.889 62.222
davon durch Zahlungsmittel beglichen 20.755 23.265 44.020
davon Putable Instruments 1.578 16.624 18.202

Beide Kaufverträge beinhalten Put-Optionen, welche nicht beherrschenden Gesellschaftern für ihre Anteile an Konzerngesellschaften eingeräumt wurden. Die Optionsausübung wurde daher antizipiert (anticipated-acquisition method) und jeweils eine mit ihrem beizulegenden Zeitwert bewertete Verbindlichkeit anstelle nicht beherrschender Anteile ausgewiesen. Die Verbindlichkeiten werden erfolgsneutral dotiert (»double credit approach«). Der beizulegende Zeitwert der Put-Option der TRANS-MARKET wurde anhand einer Monte Carlo Simulation bewertet. Inputfaktoren sind insbesondere die Mittelfristplanung sowie der Diskontierungszins. Die geschätzte Bandbreite der nicht diskontierten Ausübungspreise beträgt zum Erwerbszeitpunkt zwischen null und T€ 2.650. Zum Stichtag ergeben sich keine wesentlichen Veränderungen der geschätzten Bandbreite. Ausgehend davon beträgt der beizulegende Zeitwert zum Bilanzstichtag T€ 1.664. Der beizulegende Zeitwert der Put-Option der SYSTEMS logistics wurde anhand der Discounted Cashflow-Methode bewertet. Inputfaktoren sind insbesondere die Mittelfristplanung sowie der Diskontierungszins. Die geschätzte Bandbreite der nicht diskontierten Ausübungspreise beträgt zum Erwerbszeitpunkt zwischen T€ 13.290 und T€ 26.782. Zum Stichtag ergeben sich keine wesentlichen Veränderungen der geschätzten Bandbreite. Ausgehend davon beträgt der beizulegende Zeitwert zum Bilanzstichtag T€ 17.429. Weiterhin hat die KRONES AG eine bedingte Gegenleistung vereinbart, die abhängig von den Inputfaktoren EBITDA und EBITDA-Marge ist. Die potentiell zu leistende, nicht diskontierte Zahlung liegt dabei zwischen null und T€ 12.000. Der beizulegende Zeitwert dieser bedingten Gegenleistung beträgt bei Berücksichtigung der geschätzten Inputfaktoren unverändert zum Erwerbszeitpunkt T€ 0.

Die Geschäfts- oder Firmenwerte resultieren aus den erwarteten Synergien aus der Eingliederung der Unternehmen und der Belegschaften in der Intralogistik, bzw. für Engineeringdienstleistungen in der Prozesstechnik sowie aus dem Ergebnispotenzial der Gesellschaften, welches gemäß IFRS nicht individuell aktivierungsfähigen Positionen zuzuordnen ist.

Die direkt den Akquisitionen zurechenbaren Kosten betragen T€ 1.270; sie wurden als Aufwand erfasst. Die Gesamtsumme des Geschäfts- oder Firmenwerts, der erwartungsgemäß für Steuerzwecke abzugsfähig ist, beträgt T€ 11.767.

Die beizulegenden Zeitwerte der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen entsprechen dem Bruttobetrag, keine der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen war wertgemindert und die gesamten vertraglichen festgelegten Beträge sind voraussichtlich einbringlich.

Unter Berücksichtigung der Effekte aus der Kaufpreisallokation hat die TRANS-MARKET bei KRONES bis zum 31. Dezember 2016 einen Nettogewinn von T€ 363 und Umsatzerlöse von T€ 6.134 beigetragen. Wäre die Gesellschaft schon zum 1. Januar 2016 konsolidiert worden, wären in der Gewinn-und-Verlust-Rechnung des Konzerns Umsatzerlöse in Höhe T€ 18.402 ausgewiesen und der Nettogewinn hätte T€ 1.090 betragen.

Unter Berücksichtigung der Effekte aus der Kaufpreisallokation hat die SYSTEM LOGISTICS bei KRONES bis zum 31. Dezember 2016 einen Nettogewinn von T€ 29 und Umsatzerlöse von T€ 78.906 beigetragen. Wäre die Gesellschaft schon zum 1. Januar 2016 konsolidiert worden, wäre in der Gewinn-und-Verlust-Rechnung des Konzerns Umsatzerlöse in Höhe T€ 135.267 ausgewiesen und der Nettogewinn hätte T€ 49 betragen.

Bei der Ermittlung der Beträge wurde angenommen, dass die vorläufig ermittelten Anpassungen der beizulegenden Zeitwerte, die zum Erwerbspunkt vorgenommen wurden, auch im Falle eines Erwerbs am 1. Januar 2016 gültig gewesen wären. Die Beträge für das ganze Geschäftsjahr 2016 wurden linear ermittelt.

Konsolidierungsgrundsätze

Die Einzelabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen werden grundsätzlich nach einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden aufgestellt. Sie sind alle auf den Stichtag des Konzernabschlusses aufgestellt.

Die Kapitalkonsolidierung erfolgt für Unternehmen nach IFRS 3 (»Business Combinations«), wonach sämtliche Unternehmenszusammenschlüsse nach der Erwerbsmethode (»acquisition method«) zu bilanzieren sind. Hierbei sind die erworbenen Vermögenswerte und Schulden zum beizulegenden Zeitwert (»fair value«) anzusetzen.

Geschäfts- oder Firmenwerte, die vor dem 1. Januar 2004 entstanden sind, bleiben mit den Rücklagen verrechnet.

Die nicht dem Mutterunternehmen zustehenden Anteile am Eigenkapital der Tochtergesellschaft werden als »Anteile anderer Gesellschafter« ausgewiesen.

Unternehmen, bei denen KRONES die Möglichkeit hat, maßgeblichen Einfluss auf die Geschäfts- und Finanzpolitik auszuüben (in der Regel durch mittel- oder unmittelbare Stimmrechtsanteile von 20 % bis 50 %), werden im Konzernabschluss nach der Equity-Methode bilanziert und erstmalig mit den Anschaffungskosten angesetzt. Die den Anteil am Reinvermögen des assoziierten Unternehmens übersteigenden Anschaffungskosten werden bestimmten am beizulegenden Zeitwert ausgerichteten Anpassungen unterworfen und der verbleibende Betrag als Geschäfts- oder Firmenwert erfasst. Der Geschäfts- oder Firmenwert, der aus der Anschaffung eines assoziierten Unternehmens resultiert, ist im Buchwert des assoziierten Unternehmens enthalten und wird nicht planmäßig abgeschrieben, sondern als Bestandteil der gesamten Beteiligung an dem assoziierten Unternehmen auf Wertminderung überprüft. Der Anteil von KRONES am Ergebnis des assoziierten Unternehmens nach Erwerb wird in der Konzern-Gewinn-und-Verlust-Rechnung erfasst. Die kumulierten Veränderungen nach dem Erwerbszeitpunkt erhöhen beziehungsweise vermindern den Beteiligungsbuchwert des assoziierten Unternehmens. Ergebnisse aus Geschäftsvorfällen zwischen KRONES und seinen assoziierten Unternehmen werden gemäß dem Anteil von KRONES an dem assoziierten Unternehmen eliminiert.

Forderungen, Verbindlichkeiten, Rückstellungen, Erträge und Aufwendungen zwischen einbezogenen Unternehmen werden im Rahmen der Konsolidierung eliminiert.

Dies gilt auch für Zwischenergebnisse aus konzerninternen Lieferungen und Leistungen, sofern die Bestände aus diesen Lieferungen zum Stichtag noch im Bestand des Konzerns sind.

Währungsumrechnung

Die funktionale Währung der KRONES AG ist der Euro.

Die Umrechnung der in fremder Währung aufgestellten Abschlüsse der einbezogenen Konzernunternehmen erfolgt auf der Grundlage des Konzepts der funktionalen Währung gemäß IAS 21 nach der modifizierten Stichtagskursmethode. Da die Tochtergesellschaften primär ihre Geschäfte im Wirtschaftsumfeld ihres jeweiligen Landes selbstständig betreiben, ist die funktionale Währung grundsätzlich identisch mit der jeweiligen Landeswährung der Gesellschaft. Im Konzernabschluss werden folglich Vermögenswerte und Schulden zum Stichtagskurs, die Aufwendungen und Erträge aus Abschlüssen von Tochterunternehmen zum Jahresdurchschnittskurs umgerechnet.

Umrechnungsdifferenzen, die aus diesen abweichenden Umrechnungskursen in Bilanz und Gewinn-und-Verlust-Rechnung resultieren, werden erfolgsneutral behandelt. Kursdifferenzen aus der Umrechnung des Eigenkapitals mit historischen Wechselkursen werden ebenfalls erfolgsneutral verrechnet.

In den Jahresabschlüssen der KRONES AG und der Tochterunternehmen werden Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten mit dem Umrechnungskurs zum Zeitpunkt des Geschäftsvorfalls umgerechnet und Umrechnungsdifferenzen zum Stichtagskurs am Bilanzstichtag erfolgswirksam erfasst. Nicht-monetäre Posten in fremder Währung sind mit den historischen Werten angesetzt.

Kursunterschiede gegenüber dem Vorjahr aus der Kapitalkonsolidierung werden grundsätzlich erfolgsneutral mit den anderen Gewinnrücklagen verrechnet.

Die Wechselkurse wesentlicher Währungen betragen zum Euro:

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Stichtagskurs Durchschnittskurs
31.12.2016 31.12.2015 2016 2015
--- --- --- --- --- ---
US-Dollar USD 1,056 1,089 1,107 1,111
Britisches Pfund GBP 0,859 0,735 0,819 0,727
Schweizer Franken CHF 1,075 1,082 1,090 1,068
Dänische Kronen DKK 7,435 7,462 7,445 7,459
Kanadischer Dollar CAD 1,422 1,513 1,467 1,419
Japanischer Yen JPY 123,510 131,120 120,324 134,408
Brasilianischer Real BRL 3,437 4,314 3,862 3,695
Chinesischer Renminbi Yuan CNY 7,325 7,073 7,351 6,916
Mexikanischer Peso MXN 21,842 18,923 20,660 17,612
Ukrainischer Griwna UAH 28,617 26,171 28,281 24,172
Südafrikanischer Rand ZAR 14,469 16,988 16,290 14,161
Kenianischer Schilling KES 108,289 111,424 112,364 109,035
Nigerianischer Naira NGN 321,750 216,690 284,776 219,682
Russischer Rubel RUB 64,682 80,536 74,141 67,924
Thailändischer Baht THB 37,797 39,254 39,054 38,023
Indonesische Rupiah IDR 14.226,500 15.017,200 14.728,709 14.869,088
Angolanischer Kwanza AOA 175,028 147,384 180,514 132,871
Türkische Lira TRY 3,727 3,183 3,342 3,022
Kasachische Tenge KZT 352,360 370,980 378,667 246,637
Australischer Dollar AUD 1,461 1,489 1,489 1,478
Neuseeländischer Dollar NZD 1,516 1,592 1,590 1,591
Schwedische Krone SEK 9,567 9,182 9,468 9,359
Vietnameischer Dong VND 24.045,000 24.490,000 24.772,655 24.331,273
Philippinischer Peso PHP 52,272 51,047 52,544 50,546

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die Jahresabschlüsse der KRONES AG sowie der in- und ausländischen Tochterunternehmen werden gemäß IFRS 10 nach einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen aufgestellt.

Der Konzernabschluss enthält einige Ermessensspielräume; insbesondere im Bereich der Bewertung des Anlagevermögens, der Vorräte, der Forderungen, der Pensionsrückstellungen und Rückstellungen, die auf die Notwendigkeit von Schätzungen und Prognosen zurückzuführen sind.

Immaterielle Vermögenswerte

Erworbene und selbst geschaffene immaterielle Vermögenswerte, mit Ausnahme von Geschäfts- oder Firmenwerten, werden gemäß IAS 38 aktiviert, wenn es hinreichend wahrscheinlich ist, dass mit der Nutzung des Vermögenswertes ein zukünftiger wirtschaftlicher Nutzen verbunden sein wird und die Anschaffungs- und Herstellungskosten des Vermögenswertes zuverlässig bestimmt werden können. Sie werden zu Anschaffungskosten bzw. Herstellungskosten angesetzt und entsprechend ihrer Nutzungsdauer planmäßig linear abgeschrieben. Die Abschreibung immaterieller Vermögenswerte erfolgt grundsätzlich über eine Nutzungsdauer zwischen drei und fünf Jahren und wird unter dem Posten »Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen« ausgewiesen.

Forschungs- und Entwicklungskosten

Entwicklungskosten des KRONES Konzerns werden mit den Herstellungskosten aktiviert, sofern eine eindeutige Aufwandszuordnung möglich ist und neben der technischen Realisierbarkeit durch die Nutzung ein zukünftiger wirtschaftlicher Vorteil wahrscheinlich ist. Forschungskosten sind entsprechend IAS 38 nicht aktivierungsfähig und werden somit unmittelbar als Aufwand in der Gewinn-und-Verlust-Rechnung erfasst. Fremdkapitalkosten werden als Anschaffungs- oder Herstellungskosten mit einem Fremdkapitalkostensatz in Höhe von 0,35 % aktiviert.

Geschäfts- oder Firmenwerte

Geschäfts- oder Firmenwerte unterliegen keiner planmäßigen Abschreibung, sondern werden einmal jährlich auf Wertminderung überprüft. Eine Überprüfung erfolgt auch, wenn Ereignisse oder Umstände eintreten, die darauf hindeuten, dass der Buchwert möglicherweise nicht wiedererlangt werden kann. Die Geschäfts- oder Firmenwerte werden zu Anschaffungskosten, abzüglich kumulierter Abschreibungen aus Wertminderungen, angesetzt.

Die Überprüfung auf Wertminderung der Geschäfts- oder Firmenwerte erfolgt auf der Ebene einer zahlungsmittelgenerierenden Einheit oder einer Gruppe von zahlungsmittelgenerierenden Einheiten, die durch eine Division (oder entsprechende Einheit) repräsentiert wird. Die zahlungsmittelgenerierende Einheit oder Gruppe von zahlungsmittelgenerierenden Einheiten stellt die unterste Ebene dar, auf der Geschäfts- oder Firmenwerte für interne Zwecke der Unternehmensleitung überwacht werden.

Für die Überprüfung auf Wertminderung wird der im Rahmen eines Unternehmenszusammenschlusses erworbene Geschäfts- oder Firmenwert jener zahlungsmittelgenerierenden Einheit oder jener Gruppe von zahlungsmittelgenerierenden Einheiten zugeordnet, die erwartungsgemäß Nutzen aus den Synergien des Unternehmenszusammenschlusses ziehen soll. Übersteigt der Buchwert der zahlungsmittelgenerierenden Einheit oder Gruppe von zahlungsmittelgenerierenden Einheiten, der der Geschäfts- oder Firmenwert zugeordnet wurde, deren erzielbaren Betrag, wird ein Wertminderungsaufwand für den Geschäfts- oder Firmenwert erfasst, der dieser zahlungsmittelgenerierenden Einheit oder Gruppe von zahlungsmittelgenerierenden Einheiten zugeordnet ist. Der erzielbare Betrag ist der höhere Wert aus beizulegendem Zeitwert, abzüglich Veräußerungskosten, und dem Nutzungswert der zahlungsmittelgenerierenden Einheit oder Gruppe von zahlungsmittelgenerierenden Einheiten. Übersteigt einer dieser Beträge den Buchwert, ist es nicht immer notwendig, beide Werte zu ermitteln. Diese Werte beruhen grundsätzlich auf der Ermittlung abgezinster Zahlungsströme (Discounted-Cashflow-Bewertungen). Auch wenn der erzielbare Betrag den Buchwert der zahlungsmittelgenerierenden Einheit oder Gruppe von zahlungsmittelgenerierenden Einheiten, der der Geschäfts- oder Firmenwert zugeordnet ist, in künftigen Perioden übersteigt, werden keine Wertaufholungen auf abgeschriebene Geschäfts- oder Firmenwerte vorgenommen.

Sachanlagen

Sachanlagen des KRONES Konzerns werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um planmäßige, nutzungsbedingte, lineare Abschreibungen, bewertet. In die Herstellungskosten der selbst erstellten Anlagen werden neben den direkt zurechenbaren Kosten auch anteilige Gemeinkosten einbezogen.

Eine Neubewertung des Sachanlagevermögens nach IAS 16 erfolgte nicht.

Den planmäßigen Abschreibungen liegen konzerneinheitlich folgende Nutzungsdauern zugrunde:

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Nutzungsdauer in Jahren
Betriebs- und Geschäftsgebäude 14 bis 50
Technische Anlagen und Maschinen 5 bis 18
Betriebs- und Geschäftsausstattung 3 bis 15

Bei den Nutzungsdauern wurden die unterschiedlichen Komponenten eines Anlagegegenstandes mit bedeutsamen Anschaffungswertunterschieden berücksichtigt.

Zuwendungen der öffentlichen Hand werden nur erfasst, wenn eine angemessene Sicherheit dafür besteht, dass die damit verbundenen Bedingungen erfüllt und die Zuwendungen gewährt werden.

Zuwendungen der öffentlichen Hand für Vermögenswerte werden von den Anschaffungskosten des Vermögenswertes abgesetzt und in den Folgeperioden ertragswirksam aufgelöst.

Leasing

Leasingverträge, bei denen der KRONES Konzern als Leasingnehmer im Wesentlichen die Chancen und Risiken trägt, welche mit dem wirtschaftlichen Eigentum verbunden sind, werden nach IAS 17 mit Abschluss des Leasingvertrages als Finance Lease behandelt. Der Ansatz des Leasingobjektes im Anlagevermögen erfolgt mit dem beizulegenden Zeitwert oder dem niedrigeren Barwert der Mindestleasingzahlungen. Planmäßige Abschreibungen werden linear über den jeweils kürzeren der beiden Zeiträume »Vertragslaufzeit« oder »Nutzungsdauer« des Leasingobjekts vorgenommen. Die aus künftigen Leasingraten resultierenden Zahlungsverpflichtungen werden unter den sonstigen Verpflichtungen passiviert.

Bei Operating Leasing-Verträgen werden die Leasinggegenstände wirtschaftlich dem Leasinggeber zugeordnet, da die Risiken und Chancen beim Leasinggeber liegen.

Finanzinstrumente

Die Finanzinstrumente nach IAS 39, die bei KRONES eingesetzt werden, setzen sich aus

Finanzanlagen
zu Handelszwecken gehaltenen Finanzinstrumenten (derivative Finanzinstrumente)
zur Veräußerung verfügbaren Finanzinstrumenten
finanziellen Forderungen und Verbindlichkeiten

zusammen.

Bei den Bewertungskategorien entsprechen die Buchwerte grundsätzlich den Marktwerten, die von den jeweiligen Kreditinstituten zum Bilanzstichtag bereitgestellt werden.

Die Finanzanlagen beinhalten im Wesentlichen Ausleihungen; diese werden zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert. Die Werthaltigkeit wird jährlich beurteilt.

Der beizulegende Zeitwert von finanziellen Vermögenswerten und Schulden basiert auf finanzmathematischen Berechnungsmodellen mit zum Bilanzstichtag am Markt beobachtbaren Inputfaktoren (Stufe 2 i. S. d. IFRS 13.72). Vermögenswerte und Schulden der Stufe 2 sind im Wesentlichen Derivate mit und ohne bilanziellen Sicherungszusammenhang.

Der beizulegende Zeitwert von finanziellen Vermögenswerten und Schulden der Stufe 1 basiert auf auf aktiven Märkten gehandelten Finanzinstrumenten, deren Preise unverändert für die Bewertung übernommen wurden. Bei finanziellen Vermögenswerten der Stufe 3 i. S. d. IFRS 13.72 entspricht der Buchwert jeweils dem Zeitwert. Die Bewertung basiert auf Schätzungen der Prognosen der künftigen Entwicklung.

Die Kassageschäfte werden zum Erfüllungstag bilanziert, die derivativen Finanzinstrumente zum Handelstag.

Die Nettogewinne und -verluste enthalten Wertminderungen und Bewertungsänderungen bei derivativen Finanzinstrumenten und sind den Erläuterungen zu den jeweiligen Bewertungskategorien zu entnehmen.

Die Klassen nach IFRS 7 setzen sich neben den oben genannten Bewertungskategorien nach IAS 39 aus Zahlungsmitteln, Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing sowie Fertigungsaufträgen mit aktivischem Saldo und Derivaten im Hedge Accounting zusammen.

Die Angaben zur Risikoberichterstattung nach IFRS 7 sind dem Risikobericht im Konzernlagebericht zu entnehmen.

Finanzanlagen

Finanzanlagen werden, abgesehen von Wertpapieren, zu Anschaffungskosten, vermindert um Wertberichtigungen, angesetzt. Wertpapiere des Anlagevermögens werden als »zur Veräußerung verfügbar« eingestuft und erfolgsneutral zum fair value bewertet. Eine Einstufung als »bis zur Endfälligkeit gehalten« findet nicht statt.

Darüber hinaus wird im KRONES Konzern bei keiner Bilanzposition die »fair value Option« nach IAS 39 angewendet.

Derivative Finanzinstrumente

Die im KRONES Konzern verwendeten derivativen Finanzinstrumente werden zur Sicherung von Währungskursrisiken aus dem operativen Geschäft eingesetzt.

Die Kategorien des Währungsrisikos bei KRONES bestehen im Wesentlichen in Transaktionsrisiken, die in Wechselkursen und deren Zahlungsflüssen in Fremdwährungen begründet sind. Hiervon betroffen sind im Wesentlichen die Währungen US-Dollar, kanadischer Dollar, japanischer Yen, britisches Pfund sowie Euro.

Grundsätzlich werden innerhalb der Sicherungsstrategie 100 % der Fremdwährungspositionen abgesichert. Hierbei werden im Wesentlichen Devisentermingeschäfte und vereinzelt Swapgeschäfte und Währungsswaps verwendet.

Ziel der Strategie ist die Minimierung des Währungsrisikos durch den Einsatz der als hochwirksam eingeschätzten Sicherungsinstrumente. Hierdurch soll sowohl die Kurssicherung als auch Planungssicherheit erreicht werden.

Die Bewertung der derivativen Finanzinstrumente zum Bilanzstichtag erfolgt mit den beizulegenden Zeitwerten. Diese ermitteln sich aus Input-Faktoren der Stufe 2 i. S. d. IFRS 13.72. Gewinne und Verluste aus der Bewertung werden erfolgswirksam in der Gewinn-und-Verlust-Rechnung erfasst; es sei denn, die Voraussetzungen des Hedge Accounting sind erfüllt.

Die derivativen Finanzinstrumente, bei denen Hedge Accounting angewendet wird, setzen sich aus Devisenterminkontrakten und Devisenswaps zusammen, deren Marktwertänderung entweder im Ergebnis oder als Bestandteil des Eigenkapitals ausgewiesen wird. Beim Cashflow Hedge werden zur Absicherung von Währungsrisiken aus bestehenden Grundgeschäften die Marktwertänderungen zunächst erfolgsneutral im Eigenkapital erfasst und bei Ergebniswirkung des abgesicherten Grundgeschäftes in die Gewinn-und-Verlust-Rechnung umgebucht. Die Bewertung dieser derivativen Finanzinstrumente erfolgt auf Basis der Terminbewertungskurse der jeweiligen Geschäftsbank.

Sie werden ausgebucht/reklassifiziert, wenn die entsprechenden Grundgeschäfte bilanzwirksam eingebucht werden.

Forderungen und sonstige Vermögenswerte

Bei den Forderungen und sonstigen Vermögenswerten, mit Ausnahme der derivativen Finanzinstrumente, handelt es sich um Vermögenswerte, die nicht zu Handelszwecken gehalten werden. Sie werden zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert. Unverzinsliche oder niedrig verzinsliche Forderungen mit Laufzeiten von über einem Jahr werden abgezinst. Allen erkennbaren Risiken wird durch Wertminderung Rechnung getragen. Die hierfür verwendeten Indikatoren sind die Altersstruktur der Forderungen und die wirtschaftliche Situation der Kunden.

Vorräte

Die Vorräte werden grundsätzlich mit ihren Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten unter Beachtung der verlustfreien Bewertung angesetzt. Die Herstellungskosten umfassen die direkt zurechenbaren Produktionskosten und anteilig zurechenbare fixe und variable Produktionsgemeinkosten. Die Gemeinkostenanteile sind auf Basis der Normalbeschäftigung ermittelt.

Vertriebskosten und Kosten der allgemeinen Verwaltung werden nicht aktiviert. Für Bestandsrisiken, die sich aus erhöhter Lagerdauer oder geminderter Verwertbarkeit ergeben, werden Wertberichtigungen auf Vorräte vorgenommen.

Als Bewertungsvereinfachungsverfahren für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe wurden die FiFo-Methode sowie die Durchschnittsmethode verwendet.

Kundenspezifische Fertigungsaufträge

Kundenspezifische Fertigungsaufträge werden gemäß IAS 11 nach dem Fertigungsfortschritt (»Percentage-of-Completion-Method«) bilanziert. Dabei werden Umsatzerlöse für den Anlagen- und Maschinenteil, entsprechend der physischen Vollendung der Anlagen und Maschinen, am Bilanzstichtag realisiert. Der Fertigstellungsgrad für den Montageanteil und von Software-Projekten entspricht dem Verhältnis der bis zum Bilanzstichtag angefallenen auftragsbezogenen Kosten zu den insgesamt kalkulierten Kosten des Montageanteils bzw. des Software-Projekts. Der Bilanzausweis für am Bilanzstichtag laufende Fertigungsaufträge erfolgt in den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen.

Latente Steuern

Die aktiven und passiven latenten Steuern werden gemäß dem Konzept der bilanzorientierten Verbindlichkeitsmethode (»Liability Method«) angesetzt und für sämtliche temporären Differenzen zwischen den steuerlichen und den bilanziellen Wertansätzen nach IFRS und für ergebniswirksame Konsolidierungsmaßnahmen gebildet.

Die latenten Steuern werden auf Basis der in den einzelnen Ländern zum Realisationszeitpunkt geltenden Ertragsteuersätze ermittelt. Steuersatzänderungen werden berücksichtigt, sofern deren Änderung mit ausreichender Sicherheit feststeht. Soweit eine gesetzliche Aufrechnung möglich ist, wurden aktive und passive latente Steuern saldiert.

Rückstellungen für Pensionen

Die Rückstellungen für Pensionen werden nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (»Projected Unit Credit Method«) gemäß IAS 19 ermittelt. Bei diesem Verfahren werden neben den am Bilanzstichtag bekannten Renten und erworbenen Anwartschaften auch künftig zu erwartende Steigerungen von Renten und Gehältern bei vorsichtiger Einschätzung der relevanten Einflussgrößen berücksichtigt. Die Berechnung beruht auf versicherungsmathematischen Gutachten unter Berücksichtigung biometrischer Rechnungsgrundlagen.

Die versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste wirken sich unmittelbar in der Konzernbilanz aus und führen zu einer Erhöhung bzw. Verminderung der Rückstellungen für Pensionen und ähnlichen Verpflichtungen sowie zu einer Verringerung bzw. Erhöhung des Eigenkapitals. Die Konzern-Gewinn-und-Verlust-Rechnung bleibt frei von Effekten aus versicherungsmathematischen Gewinnen und Verlusten, da diese im sonstigen Ergebnis zu erfassen sind. Zudem wird der Nettozinsansatz eingeführt. Damit wird die Nettopensionsverpflichtung mit dem Diskontierungszinssatz verzinst, der der Bewertung der Bruttopensionsverpflichtung zugrunde liegt. Da die Nettopensionsverpflichtung um etwaiges Planvermögen gekürzt ist, wird durch diese Berechnung für das Planvermögen eine Verzinsung in Höhe des Diskontierungszinssatzes angenommen.

Verpflichtungen aus Altersteilzeit

Nach der Definition in IAS 19 für Leistungen aus Anlass der Beendigung des Arbeitsverhältnisses stellen die im Rahmen von Altersteilzeitvereinbarungen zugesagten Aufstockungsbeträge andere langfristig fällige Leistungen an Arbeitnehmer dar. Aufstockungsbeträge sind damit nicht vollständig mit ihrem Barwert zu passivieren, sondern es erfolgt eine ratierliche Ansammlung der Aufstockungsbeträge über die betreffenden aktiven Dienstjahre der altersteilzeitbegünstigten Arbeitnehmer.

Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen werden insoweit berücksichtigt, als sich aus einem vergangenen Ereignis eine gegenwärtige Verpflichtung gegenüber Dritten ergibt, die Inanspruchnahme wahrscheinlich ist und die voraussichtliche Höhe des notwendigen Rückstellungsbetrags zuverlässig geschätzt werden kann. Die Bewertung dieser Rückstellungen erfolgt zu Vollkosten, bzw. auf der Grundlage des Erfüllungsbetrags mit der höchsten Eintrittswahrscheinlichkeit.

Langfristige Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit ihrem auf den Bilanzstichtag abgezinsten Erfüllungsbetrag angesetzt.

Finanzielle Verbindlichkeiten

Die finanziellen Verbindlichkeiten werden nach IAS 39 bei der erstmaligen Erfassung mit den Anschaffungskosten angesetzt, die dem beizulegenden Zeitwert der erhaltenen Gegenleistung entsprechen. Bei der erstmaligen Bewertung von finanziellen Verbindlichkeiten sind Transaktionskosten mit einzubeziehen. Nach dem erstmaligen Ansatz sind alle finanziellen Verbindlichkeiten mit den fortgeführten Anschaffungskosten bewertet.

Umsatzerlöse

Umsatzerlöse werden entsprechend den Kriterien des IAS 18, mit Ausnahme von den nach IAS 11 bewerteten Aufträgen, mit der Übertragung der wesentlichen Chancen und Risiken realisiert, wenn ein Preis vereinbart oder bestimmbar ist und ein wirtschaftlicher Nutzenzufluss aus dem Verkauf von Gütern hinreichend wahrscheinlich ist.

Die Umsatzerlöse werden vermindert um Erlösschmälerungen ausgewiesen.

Segmentberichterstattung

KRONES berichtet über drei Geschäftssegmente, die die strategischen Geschäftseinheiten darstellen. Diese werden nach Produktsparten und Services aufgeteilt und aufgrund der verschiedenen Technologien separat gesteuert. Der Vorstand als Entscheidungsträger steuert auf Basis der monatlichen Berichterstattung danach das Unternehmen.

Das Segment 1 beinhaltet Maschinen und Anlagen zur Produktabfüllung und Produktausstattung. Das Segment 2 beinhaltet Maschinen und Anlagen zur Getränkeproduktion/Prozesstechnik und Segment 3 Maschinen und Anlagen für die Compact Class.

Die zugrunde liegenden Bilanzierungs- und Bewertungsregeln sind dieselben wie unter den »Allgemeinen Angaben« beschrieben.

Die Segmentleistung wird auf Basis der internen Berichterstattung an den Vorstand vor allem durch die Segment-Umsatzerlöse und das Segment-EBT gemessen.

Intrasegmentäre Transfers erfolgen zu Konditionen wie unter fremden Dritten. Intersegmentäre Umsätze sind nicht nennenswert.

Erläuterung der Bilanz

1 Immaterielle Vermögenswerte

Der Buchwert der immateriellen Vermögenswerte hat sich wie folgt entwickelt:

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in T€ Gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen Geschäfts- oder Firmenwert Aktivierte Entwicklungskosten Geleistete Anzahlungen Summe
31.12.2014
Anschaffungs- und Herstellungskosten 129.215 7.881 273.736 63 410.895
Kumulierte Abschreibungen 95.737 0 171.815 0 267.552
Nettobuchwert 33.478 7.881 101.921 63 143.343
Veränderungen in 2015
Anschaffungs- und Herstellungskosten
Konsolidierte Zugänge 4.497 6.721 0 0 11.218
Zugänge 11.959 0 31.069 27 43.055
Abgänge 9.171 0 0 63 9.234
Umbuchungen 17 0 0 - 17 0
Währungsdifferenzen - 171 0 0 0 - 171
Abschreibungen
Konsolidierte Zugänge 41 0 0 0 41
Zugänge 11.245 0 23.076 0 34.321
Abgänge 9.171 0 0 0 9.171
Währungsdifferenzen - 169 0 0 0 - 169
Nettobuchwert 31.12.2015 38.663 14.602 109.914 10 163.189
31.12.2015
Anschaffungs- und Herstellungskosten 136.346 14.602 304.805 10 455.763
Kumulierte Abschreibungen 97.683 0 194.891 0 292.574
Nettobuchwert 38.663 14.602 109.914 10 163.189
Veränderungen in 2016
Anschaffungs- und Herstellungskosten
Konsolidierte Zugänge 17.078 42.673 0 0 59.751
Zugänge 21.914 0 32.989 0 54.903
Abgänge 6.496 0 0 0 6.496
Umbuchungen 10 0 0 - 10 0
Währungsdifferenzen 187 644 0 0 831
Abschreibungen
Konsolidierte Zugänge 2.305 0 0 0 2.305
Zugänge 15.588 0 22.280 0 37.868
Abgänge 6.481 0 0 0 6.481
Währungsdifferenzen 165 0 0 0 165
Nettobuchwert 31.12.2016 59.779 57.919 120.623 0 238.321
31.12.2016
Anschaffungs- und Herstellungskosten 169.039 57.919 337.794 0 564.752
Kumulierte Abschreibungen 109.260 0 217.171 0 326.431
Nettobuchwert 59.779 57.919 120.623 0 238.321

Der Zugang bei den Schutzrechten und Lizenzen betrifft im Wesentlichen Lizenzen an EDV-Software.

Sämtliche Geschäfts- oder Firmenwerte wurden wie im Vorjahr einem regelmäßigen Werthaltigkeitstest nach IAS 36 unterzogen. Wie im Vorjahr wurden keine Wertminderungen auf die Geschäfts- oder Firmenwerte vorgenommen. Die Werthaltigkeitsprüfung wird auf Ebene der kleinsten zahlungsmittelgenerierenden Einheit (CGU) oder Gruppen von zahlungsmittelgenerierenden Einheiten auf Basis des Nutzungswerts durchgeführt. Die dem Werthaltigkeitstest zugrundeliegenden Cashflow-Prognosen basieren auf der genehmigten Unternehmensplanung. Die Planungen basieren unter anderem auf extern veröffentlichten Quellen. Sie berücksichtigen weiterhin die auf Erfahrungswerten beruhenden Preisvereinbarungen und erwartete Effizienzsteigerungen sowie eine auf Basis der strategischen Ausrichtung abgeleitete Umsatzentwicklung.

Die folgende Tabelle gibt einen Überblick über die getesteten Geschäfts- oder Firmenwerte und die in die jeweiligen Werthaltigkeitstests eingeflossenen Annahmen für die jeweilige kleinste zahlungsmittelgenerierende Einheit:

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Bezeichnung der CGU Buchwert Geschäftswert

in T€
Dauer des Planungszeitraums in Jahren Umsatzwachstum p. a. am Ende des Planungszeitraums Diskontierungszinssatz vor Steuern
TRANS-MARKET 2016 12.410 7 2,9 % 9,8 %
SYSTEM LOGISTICS 2016 30.906 4 1,0 % 8,3 %
TILL 2015 3.623 5 3,0°% 6,6 %
2016 3.623 5 3,0 % 6,9 %
HST 2015 4.258 3 1,0 % 9,4 %
2016 4.258 3 1,0 % 8,6 %
TRIACOS 2015 4.631 3 1,0 % 10,3 %
2016 4.631 3 1,0 % 8,3 %
GERNEP 2015 2.090 3 1,0 % 11,7 %
2016 2.090 3 1,0% 8,6 %

Der Planungszeitraum der TRANS-MARKET beträgt aufgrund eines abweichenden Planungsprozesses sieben Jahre. Als Basis für die Abzinsungssätze vor Steuern dienen risikofreie Zinssätze, die auf Grundlage der Renditen langlaufender Staatsanleihen ermittelt werden. Dieser Abzinsungssatz wird bereinigt um einen Risikozuschlag, der das allgemeine Risiko einer Eigenkapitalinvestition und das spezifische Risiko der CGU widerspiegelt. Das Umsatzwachstum am Ende des Planungszeitraums entspricht der langfristigen durchschnittlichen Wachstumsrate der jeweiligen Industriezweige und Länder, in welchen die zahlungsmittelgenerierenden Einheiten tätig sind. Unter Zugrundelegung der in der Tabelle beschriebenen Annahme eines nachhaltigen Umsatzwachstums der CGU TILL von am Ende des Planungszeitraums von 3,0 %, bedingt durch die Innovativität dieses Industriezweiges, liegt der erzielbare Betrag mit T€ 922 (Vorjahr T€ 6.075) über dem Buchwert. Bei einem Anstieg des Diskontierungszinssatzes vor Steuern auf 7,1% (Vorjahr: 7,9 %) oder einer deutlichen, nicht zu erwartenden Reduzierung der Annahmen zur nachhaltigen Umsatzentwicklung um 6,0 % (Vorjahr: 41,3 %) würde der erzielbare Betrag dem Buchwert entsprechen. Die KRONES AG ist ansonsten der Auffassung, dass keine nach vernünftigem Ermessen möglich gehaltene Änderung einer zur Bestimmung des Nutzungswerts der zahlungsmittelgenerierenden Einheiten, denen Geschäfts- oder Firmenwerte zugeordnet wurden, getroffenen wesentlichen Grundannahme dazu führen könnte, dass der Buchwert ihren erzielbaren Betrag übersteigt.

Die aktivierten Entwicklungskosten betreffen neue Maschinenprojekte der KRONES AG. Die im Geschäftsjahr aktivierten Entwicklungskosten belaufen sich auf T€ 32.989 (Vorjahr: T€ 31.069). Darin enthalten sind Fremdkapitalkosten in Höhe von T€ 81 (Vorjahr: T€ 116). Im Geschäftsjahr 2016 wurden inklusive der aktivierten Entwicklungskosten für Forschung und Entwicklung T€ 170.803 (Vorjahr: T€ 163.686) aufgewendet. Im Berichtsjahr ergab sich eine Wertminderung auf immaterielle Vermögenswerte innerhalb der Abschreibungen in Höhe von T€ 126 (Vorjahr: T€ 175) und betrifft das Segment Maschinen und Anlagen zur Getränkeproduktion/Prozesstechnik (Vorjahr: Segment Maschinen und Anlagen zur Produktabfüllung und -ausstattung). Hierbei handelt es sich um aktivierte Entwicklungsprojekte, denen kein weiterer Nutzen zugeordnet werden kann.

Im Berichtsjahr erfolgten aufgrund von Unternehmenszusammenschlüssen Zugänge der Nettobuchwerte bei den immateriellen Vermögenswerten in Höhe von T€ 57.446 (Vorjahr: T€ 11.177), darin enthalten sind Geschäfts- oder Firmenwerte in Höhe von T€ 42.673 (Vorjahr: T€ 6.721).

2 Sachanlagen

In den Sachanlagen im Geschäftsjahr 2016 waren wie im Vorjahr keine Wertminderungen gemäß IAS 36 in den Abschreibungen erforderlich. Der Zugang bei den Grundstücken und Gebäuden resultiert im Wesentlichen aus Erweiterungen am Standort Neutraubling. Die Investitionen in die übrigen Sachanlagen in Höhe von T€ 39.063 betreffen vor allem Kapazitätserweiterungen und Modernisierungen an den Produktionsstandorten.

Im Geschäftsjahr 2016 waren Zuwendungen in Höhe von T€ 40 (Vorjahr: T€ 66) in den Buchwerten der Sachanlagen enthalten. Die Zuwendungen wurden im Geschäftsjahr 2016 in Höhe von T€ 26 (Vorjahr: T€ 46) ertragswirksam aufgelöst. In den Abschreibungen sind wie im Vorjahr keine Zuschreibungen enthalten.

Für die ausgewiesenen Sachanlagen bestehen keine Eigentums- oder Verfügungsbeschränkungen.

Im Sachanlagenvermögen sind geleaste Vermögenswerte in Höhe von T€ 810 (Vorjahr: T€ 4.354) enthalten, die wegen der Gestaltung der zugrundeliegenden Leasingverträge der jeweiligen Konzerngesellschaft als wirtschaftliches Eigentum (Finanzierungsleasing) zuzurechnen sind.

Die Buchwerte der aktivierten Leasinggegenstände stellen sich wie folgt dar:

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T€ 31.12.2016 31.12.2015
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten 788 4.064
Technische Anlagen und Maschinen 22 83
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 0 207
Gesamt 810 4.354

Im Berichtsjahr erfolgten aufgrund von Unternehmenszusammenschlüssen Zugänge von Buchwerten der Sachanlagen in Höhe von T€ 2.854 (Vorjahr: T€ 744).

Die Sachanlagen haben sich wie folgt entwickelt:

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in T€ Grundstücke und Bauten Technische Anlagen und Maschinen Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung Anlagen im Bau Geleistete Anzahlungen Summe
31.12.2014
Anschaffungs- und Herstellungskosten 459.802 301.674 212.589 8.693 3.125 985.883
Kumulierte Abschreibungen 167.707 187.696 151.272 0 0 506.675
Nettobuchwert 292.095 113.978 61.317 8.693 3.125 479.208
Veränderungen in 2015
Anschaffungs- und Herstellungskosten
Konsolidierte Zugänge 0 2.062 646 0 0 2.708
Zugänge 12.670 9.525 23.317 10.610 5.051 61.173
Abgänge 668 4.556 24.842 0 0 30.066
Umbuchungen 3.929 2.894 7.083 - 12.070 - 1.836 0
Währungsdifferenzen 2.776 2.289 605 - 11 - 1 5.658
Abschreibungen
Konsolidierte Zugänge 0 1.590 374 0 0 1.964
Zugänge 13.171 17.979 22.890 0 0 54.040
Abgänge 22 4.556 18.220 0 0 22.798
Währungsdifferenzen 1.443 1.863 710 0 0 4.016
Nettobuchwert 31.12.2015 296.210 109.316 62.372 7.222 6.339 481.459
31.12.2015
Anschaffungs- und Herstellungskosten 478.509 313.888 219.398 7.222 6.339 1.025.356
Kumulierte Abschreibungen 182.299 204.572 157.026 0 0 543.897
Nettobuchwert 296.210 109.316 62.372 7.222 6.339 481.459
Veränderungen in 2016
Anschaffungs- und Herstellungskosten
Konsolidierte Zugänge 1.203 1.827 4.039 0 0 7.069
Zugänge 5.227 15.145 23.918 12.103 20 56.413
Abgänge 1.745 9.977 16.852 1.895 0 30.469
Umbuchungen 12.413 7.179 681 - 13.973 - 6.300 0
Währungsdifferenzen - 1.779 885 105 - 43 0 - 832
Abschreibungen
Konsolidierte Zugänge 0 1.157 3.058 0 0 4.215
Zugänge 14.994 18.887 21.094 0 0 54.975
Abgänge 1.079 9.669 16.779 0 0 27.527
Währungsdifferenzen - 209 826 60 0 0 677
Nettobuchwert 31.12.2016 297.823 113.174 66.830 3.414 59 481.300
31.12.2016
Anschaffungs- und Herstellungskosten 493.828 328.947 231.289 3.414 59 1.057.537
Kumulierte Abschreibungen 196.005 215.773 164.459 0 0 576.237
Nettobuchwert 297.823 113.174 66.830 3.414 59 481.300

3 Finanzanlagen

Die Finanzanlagen bestehen im Wesentlichen aus Ausleihungen.

4 Vorräte

Die Vorräte des KRONES Konzerns setzen sich wie folgt zusammen:

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T€ 31.12.2016 31.12.2015
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 174.617 163.594
Unfertige Erzeugnisse 173.525 263.601
Fertige Erzeugnisse 70.820 116.187
Handelswaren 293.880 173.751
Sonstiges 15.508 7.369
Gesamt 728.350 724.502

Die Vorräte sind zu Anschaffungs- und Herstellungskosten oder zu niedrigeren Zeitwerten abzüglich Vertriebsaufwendungen angesetzt.

Die Wertminderungen der Vorräte wurden 2016 in Höhe von T€ 52.419 (Vorjahr: T€ 37.309) als Aufwand erfasst und beruhen im Wesentlichen auf den üblichen verlustfreien Bewertungen und Gängigkeitsabschlägen. Erfolgswirksame Wertaufholungen wurden aufgrund verbesserter Marktbedingungen in unwesentlicher Höhe realisiert. Der Buchwert der zum beizulegenden Zeitwert abzüglich Vertriebsaufwendungen angesetzten Vorräte beträgt im Berichtsjahr T€ 85.079 (Vorjahr: T€ 59.232).

5 Forderungen und sonstige Vermögenswerte

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T€ 31.12.2016 31.12.2015
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 1.081.003 820.612
(davon mit einer Restlaufzeit von mehr als 1 Jahr) 44.131 23.820
Sonstige Vermögenswerte 137.513 112.006
(davon mit einer Restlaufzeit von mehr als 1 Jahr) 3.107 3.537

Bei den Kundenforderungen entsprechen die Marktwerte den bilanzierten Werten. Das Wertberichtigungskonto entwickelte sich wie folgt:

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T€
Stand 01.01.2016 21.795
Veränderung Konsolidierungskreis und Währungseffekte 623
Zuführungen 9.837
Auflösungen 3.214
Stand 31.12.2016 29.041

In den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen zum 31. Dezember 2016 sind Fertigungsaufträge gegenüber Kunden mit aktivischem Saldo in Höhe von T€ 110.437 (Vorjahr: T€ 91.917) enthalten. Diese beziehen sich auf Fertigungsaufträge, bei denen die angefallenen Kosten plus ausgewiesene Gewinne abzüglich der Summe der ausgewiesenen Verluste, die Teilabrechnungen und erhaltenen Anzahlungen übersteigen. Fertigungsaufträge gegenüber Kunden mit passivischem Saldo sind nicht vorhanden.

Die sonstigen Vermögenswerte beinhalten im Wesentlichen geleistete Anzahlungen (T€ 14.773; Vorjahr: T€ 23.586), Steuererstattungsansprüche (T€ 52.132; Vorjahr: T€ 49.973) und aktive Rechnungsabgrenzung (T€ 8.698; Vorjahr: T€ 4.163).

Als zu Marktwerten bewertete derivative Finanzinstrumente, welche für zukünftige Zahlungseingänge abgeschlossen wurden und die Voraussetzungen des Hedge Accountings erfüllen oder als freistehende Sicherungsgeschäfte abgeschlossen wurden, waren zum Stichtag keine vorhanden (Vorjahr: T€ 718).

6 Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente

Die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente in Höhe von T€ 368.889 (Vorjahr: T€ 364.585) bestehen neben Kassenbeständen in Höhe von T€ 191 (Vorjahr: T€ 296) im Wesentlichen aus Guthaben bei Kreditinstituten. Die Entwicklung der Zahlungsmittel, die den Finanzmittelfonds gemäß IAS 7 »Kapitalflussrechnung« bilden, ist in der Kapitalflussrechnung auf Seite 160 dargestellt.

7 Ertragsteuern

Die tatsächlichen Steuerforderungen und -verbindlichkeiten resultieren ausschließlich aus Ertragsteuern nach IAS 12.

Die Steuern vom Einkommen und Ertrag setzen sich wie folgt zusammen:

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T€ 2016 2015
Latente Steueraufwendungen/Steuererträge (-) - 10.798 7.758
Laufende Steueraufwendungen 79.260 59.312
Gesamt 68.462 67.070

Die latenten Steuern werden auf Basis der Steuersätze ermittelt, die nach der derzeitigen Rechtslage in den einzelnen Ländern zum Realisierungszeitpunkt gelten bzw. erwartet werden. In Deutschland gilt ein Körperschaftsteuersatz von 15,0 % zuzüglich des Solidaritätszuschlages von 5,5 % und für die KRONES AG ein durchschnittlicher Gewerbesteuerhebesatz von 328 %.

Insgesamt ermittelt sich so für die inländischen Unternehmen ein Ertragsteuersatz von 27,3 %. Im Ausland liegen die Steuersätze zwischen 18 % und 36 %. Für die Berechnung der latenten Steuern wurde der Ertragsteuersatz von 27,3 % berücksichtigt.

Der Bestand an aktiven und passiven latenten Steuern nach Bilanzpositionen zum 31. Dezember gliedert sich wie folgt:

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T€ Aktive latente Steuern Passive latente Steuern
31.12.2016 31.12.2015 31.12.2016 31.12.2015
--- --- --- --- ---
Immaterielle Vermögenswerte 16 20 33.885 30.937
Sachanlagen 81 63 11.085 11.504
Finanzanlagen 6.468 1.883 65 158
Sonstige langfristige Vermögenswerte 354 357 9.755 2.800
Vorräte 2.704 1.844 1.639 1.227
Sonstige kurzfristige Vermögenswerte 2.850 4.299 28.469 22.478
steuerliche Verlustvorträge 2.509 968 0 0
Rückstellungen, langfristig 8.111 8.632 267 32
Sonstige langfristige Verbindlichkeiten 476 357 423 856
Rückstellungen, kurzfristig 14.015 26.299 40.555 7.486
Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten 75.282 8.729 800 784
Erfolgsneutral gebildete latente Steuern 37.013 29.089 5 100
Konsolidierung 0 535 1.170 0
Zwischensumme 149.879 83.075 128.118 78.362
Saldierung (-) - 125.178 - 61.101 - 125.178 - 61.101
Gesamt 24.701 21.974 2.940 17.261

Die erfolgsneutral über das Eigenkapital gebildeten aktiven und passiven latenten Steuern belaufen sich zum Bilanzstichtag auf T€ 37.325 (Vorjahr: T€ 28.959). In diesem Betrag ist die erfolgsneutrale Erfassung der versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste nach IAS 19 in Höhe von T€ 34.183 (Vorjahr: T€ 28.336) enthalten. Der Betrag in Höhe von T€ 3.142 (Vorjahr: T€ 623) resultiert aus Sicherungsgeschäften. Latente Steuern auf steuerliche Verlustvorträge in Höhe von T€ 34.799 (Vorjahr: T€ 45.864) sowie latente Steuern auf abzugsfähige temporäre Differenzen in Höhe von T€ 77 (Vorjahr: T€ 2.460) wurden nicht gebildet. Die temporären Differenzen zwischen den Buchwerten von Anteilen an Tochterunternehmen und der steuerlichen Basis dieser Anteile (sog. Outside Basis Differences) belaufen sich zum Bilanzstichtag auf T€ 22.301 (Vorjahr: T€ 17.243) und sind nicht Grundlage für die Bildung latenter Steuern.

Der ausgewiesene Steueraufwand im Geschäftsjahr 2016 in Höhe von T€ 68.462 ist um T€ 3.607 niedriger als der erwartete Steueraufwand, der sich theoretisch bei Anwendung des inländischen Steuersatzes von 27,3 % auf Konzernebene ergeben würde. Der Unterschied ist auf folgende Ursachen zurückzuführen:

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T€ 2016 2015
Ergebnis vor Steuern 237.564 223.325
Steuersatz der Muttergesellschaft KRONES AG 27,30 % 27,30 %
Erwarteter (theoretischer) Steueraufwand 64.855 60.968
Anpassung aufgrund abweichenden Steuersatzes 1.975 890
Steuerminderungen aufgrund von steuerfreien Erträgen - 9.481 - 4.088
Steuerliche Verlustvorträge - 2.190 - 424
Steueraufwanderhöhungen aufgrund nicht abzugsfähiger Aufwendungen 13.028 9.694
Steuerertrag (-)/Steueraufwand (+) für Vorjahre - 1.140 - 2.315
Sonstiges 1.415 2.345
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 68.462 67.070

Die Differenz zwischen Steuerminderungen und Steuermehrungen ergibt für das Geschäftsjahr 2016 Steuererhöhungen. Diese sind vor allem auf steuerlich nicht abzugsfähige Betriebsausgaben zurückzuführen. Steuerzinsen werden unter den Steueraufwendungen dargestellt.

8 Eigenkapital

Das gezeichnete Kapital der KRONES AG beträgt zum 31. Dezember 2016 wie im Vorjahr € 40.000.000,00. Es ist eingeteilt in 31.593.072 Stück zu einem rechnerischen Nennwert von je € 1,27 auf den Inhaber lautende Stammaktien. Zum Stichtag befanden sich 31.593.072 Aktien im Umlauf (Vorjahr: 31.593.072). Zum 31. Dezember 2016 befanden sich wie im Vorjahr keine eigenen Anteile im Bestand.

Die Gesellschaft wird gem. § 71 Abs. 1 Nr. 8 AktG ermächtigt, eigene Aktien bis zu insgesamt 10 % des derzeitigen Grundkapitals unter Einhaltung der gesetzlichen Vorgaben und der Vorgaben des Beschlusses zu erwerben.

Die Ermächtigung kann ganz oder in Teilbeträgen, einmalig oder mehrmals, in Verfolgung eines oder mehrerer Zwecke durch die Gesellschaft, durch ihre Konzernunternehmen oder für ihre oder deren Rechnung durch Dritte ausgeübt werden.

Die Ermächtigung wurde mit Beschlussfassung durch die Hauptversammlung vom 25. Juni 2014 wirksam und gilt bis zum Ablauf des 24. Juni 2019. Die in der Hauptversammlung der Gesellschaft vom 16. Juni 2010 (Tagesordnungspunkt 6) beschlossene Ermächtigung endete mit Wirksamkeit dieser neuen Ermächtigung.

Die aufgrund dieser Ermächtigung erworbenen eigenen Aktien dürfen zusammen mit anderen Aktien der Gesellschaft, welche die Gesellschaft bereits erworben hat oder noch besitzt, oder die ihr nach den §§ 71 d und 71e AktG zuzurechnen sind, zu keinem Zeitpunkt 10 % des Grundkapitals der Gesellschaft übersteigen. Die Ermächtigung darf nicht zum Zwecke des Handels in eigenen Aktien ausgenutzt werden.

Der Erwerb erfolgt nach Wahl des Vorstands (1) über die Börse oder (2) mittels eines öffentlichen Kaufangebots bzw. mittels einer öffentlichen Aufforderung zur Abgabe eines solchen Angebots.

Erfolgt der Erwerb der Aktien direkt über die Börse, darf der gezahlte Gegenwert je Aktie (ohne Erwerbsnebenkosten) den am Börsenhandelstag ermittelten Eröffnungskurs im XETRA-Handel (oder einem vergleichbaren Nachfolgesystem) an der Frankfurter Wertpapierbörse um nicht mehr als 10 % überschreiten und um nicht mehr als 10 % unterschreiten. Maßgeblich ist der Tag, an dem die Verpflichtung zum Erwerb eingegangen wird.

Erfolgt der Erwerb über ein öffentliches Kaufangebot bzw. eine öffentliche Aufforderung zur Abgabe eines Kaufangebots, dürfen der gebotene Kaufpreis oder die Grenzwerte der Kaufpreisspanne je Aktie (ohne Erwerbsnebenkosten) den Eröffnungskurs im XETRA-Handel (oder einem vergleichbaren Nachfolgesystem) an der Frankfurter Wertpapierbörse am dritten Börsenhandelstag vor dem Tag der öffentlichen Ankündigung des Angebots bzw. der öffentlichen Aufforderung zur Abgabe eines Kaufangebots (der »maßgebliche Kurs«) um nicht mehr als 10 % überschreiten und um nicht mehr als 20 % unterschreiten. Ergeben sich nach der Veröffentlichung eines öffentlichen Kaufangebots bzw. der öffentlichen Aufforderung zur Abgabe eines Kaufangebots erhebliche Abweichungen vom maßgeblichen Kurs, so kann das Angebot bzw. die Aufforderung zur Abgabe eines solchen Angebots angepasst werden. In diesem Fall wird der maßgebliche Kurs nach dem entsprechenden Kurs am letzten Börsenhandelstag vor der öffentlichen Ankündigung einer etwaigen Anpassung bestimmt. Das Kaufangebot bzw. die Aufforderung zur Abgabe eines solchen Angebots kann weitere Bedingungen vorsehen. Sofern das Kaufangebot überzeichnet ist bzw. im Falle einer Aufforderung zur Abgabe eines Angebots von mehreren gleichwertigen Angeboten nicht sämtliche angenommen werden, muss die Annahme nach Quoten erfolgen. Zur Vermeidung rechnerischer Bruchteile können kaufmännische Rundungen und eine bevorrechtigte Annahme geringer Stückzahlen bis zu 100 Stück zum Erwerb angebotener Aktien je Aktionär unter insoweit partiellem Ausschluss eines etwaigen Rechts der Aktionäre zur Andienung ihrer Aktien vorgesehen werden.

Der Vorstand wird ermächtigt, Aktien der Gesellschaft, die aufgrund dieser Ermächtigung erworben werden, zu allen gesetzlich zugelassenen Zwecken, insbesondere auch wie folgt zu verwenden:

Die Aktien können gegen Sachleistung veräußert werden, insbesondere im Zusammenhang mit Unternehmenszusammenschlüssen oder dem Erwerb von Unternehmen, Unternehmensteilen oder Unternehmensbeteiligungen.

Die Aktien können in anderer Weise als über die Börse oder durch ein an alle Aktionäre gerichtetes Angebot veräußert werden, wenn die Aktien gegen Barzahlung zu einem Preis veräußert werden, der den Börsenkurs der Aktie der Gesellschaft zum Zeitpunkt der Veräußerung nicht wesentlich unterschreitet. Der anteilige Betrag des Grundkapitals, der auf die Aktien entfällt, für die das Bezugsrecht ausgeschlossen wird, darf in diesem Fall auch bei mehreren Veräußerungsvorgängen insgesamt 10 % des Grundkapitals nicht übersteigen, und zwar weder im Zeitpunkt des Wirksamwerdens noch im Zeitpunkt der Ausübung der Ermächtigung. Auf diese Höchstgrenze ist der anteilige Betrag des Grundkapitals anzurechnen, der auf Aktien entfällt, die während der Laufzeit dieser Ermächtigung in unmittelbarer oder sinngemäßer Anwendung des § 186 Abs. 3 Satz 4 AktG unter Ausschluss des Bezugsrechts ausgegeben werden. Auf die Höchstgrenze von 10 % des Grundkapitals ist ferner der anteilige Betrag des Grundkapitals anzurechnen, der auf Aktien entfällt, die zur Erfüllung von Verpflichtungen aus Schuldverschreibungen auszugeben sind, soweit die Schuldverschreibungen während der Laufzeit dieser Ermächtigung unter Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre gemäß §§ 221 Abs. 4 Satz 2, 186 Abs. 3 Satz 4 AktG ausgegeben werden.

Die Aktien können eingezogen werden, ohne dass die Einziehung oder die Durchführung der Einziehung eines weiteren Hauptversammlungsbeschlusses bedarf.

Die Aktien können zur Bedienung von Options- oder Wandlungsrechten oder entsprechenden Pflichten aus Options- oder Wandelschuldverschreibungen verwendet werden, die von der Gesellschaft oder einer Konzerngesellschaft ausgegeben worden sind oder werden.

Die Aktien können im Falle eines an alle Aktionäre gerichteten Angebots oder bei einer Kapitalerhöhung mit Bezugsrecht den Inhabern von Options- oder Wandelschuldverschreibungen der Gesellschaft oder einer Konzerngesellschaft in dem Umfang gewährt werden, in dem diese Inhaber nach Ausübung des Options- oder Wandlungsrechts oder der Erfüllung der entsprechenden Pflicht ein Bezugsrecht auf Aktien der Gesellschaft hätten.

Diese Ermächtigungen zur Verwendung eigener Aktien können einmalig oder mehrmals, einzeln oder gemeinsam, ganz oder in Teilen ausgenutzt werden.

Ein Bezugsrecht der Aktionäre auf diese eigenen Aktien wird insoweit ausgeschlossen, wie diese Aktien gemäß der vorstehenden Ermächtigung gegen Sachleistungen veräußert, in einer anderen Weise als über die Börse veräußert oder zur Bedienung von Options- oder Wandlungsrechten sowie eines an alle Aktionäre gerichtetes Angebot gewährt werden.

Auf die eigenen Aktien, die die Gesellschaft aufgrund der Ermächtigungen der vorangegangenen Hauptversammlungen bereits erworben hat, finden die Ermächtigungen zur Verwendung eigener Aktien und bzgl. des Bezugsrechts der Aktionäre Anwendung.

Durch Beschluss der Hauptversammlung vom 15. Juni 2016 wurde der Vorstand ermächtigt, das Grundkapital der Gesellschaft bis zum Ablauf des 15. Juni 2021 mit Zustimmung des Aufsichtsrats durch Ausgabe neuer, auf den Inhaber lautender Stückaktien einmalig oder mehrfach gegen Bareinlagen um insgesamt bis zu Euro 10 Millionen zu erhöhen (genehmigtes Kapital). Dabei ist den Aktionären ein Bezugsrecht einzuräumen. Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Bezugsrecht der Aktionäre für eventuell entstehende Spitzenbeträge auszuschließen. Der Vorstand wurde ferner ermächtigt, jeweils mit Zustimmung des Aufsichtsrats die weiteren Einzelheiten der Kapitalerhöhung und ihrer Durchführung festzusetzen. Der Aufsichtsrat wurde ermächtigt, die Fassung der Satzung entsprechend dem Umfang der Kapitalerhöhung aus genehmigten Kapital oder nach Ablauf der Frist für die Ausnutzung des genehmigten Kapitals entsprechend anzupassen.

Die Summe der ergebnisneutralen Eigenkapitalveränderungen (ohne Dividende) beträgt im Berichtsjahr T€ - 8.478 (Vorjahr: T€ 5.453) und setzt sich neben den Veränderungen der Währungsdifferenzen und des Hedge Accountings aus der Erfassung der versicherungsmathematischen Verluste aus Pensionen in den sonstigen Rücklagen und Putable Instruments zusammen. Zusätzlich veränderte sich das Eigenkapital durch die Ergebniszuweisung an Anteile anderer Gesellschafter um T€ - 1.652 (Vorjahr: T€ - 1.174). Die Summe der ergebnisneutralen und wirksamen Veränderungen beträgt T€ 160.624 (Vorjahr: T€ 161.708).

Angaben zum Kapitalmanagement

Eine starke Eigenkapitalausstattung ist für KRONES eine wichtige Voraussetzung, um den dauerhaften Fortbestand des Unternehmens zu sichern. Hierfür wird das Kapital regelmäßig auf Basis der Kennzahlen Eigenkapitalquote, ROCE und Eigenkapitalrendite überwacht und gesteuert. Um die Aktionäre angemessen am Unternehmenserfolg zu beteiligen, schüttet KRONES grundsätzlich 25 % bis 30 % des Konzerngewinns an die Aktionäre aus.

9 Kapitalrücklage

Die Kapitalrücklage beträgt T€ 141.724 (Vorjahr T€ 141.724). In der Kapitalrücklage sind neben den Zuzahlungen gem. § 272 Abs. 2 Nr. 4 HGB auch Zahlungen nach § 272 Abs. 2 Nr. 1 HGB in Höhe von T€ 37.848 enthalten.

10 Gewinnrücklagen

Die gesetzliche Rücklage beträgt unverändert zum Vorjahr T€ 51.

Die anderen Gewinnrücklagen enthalten unter anderem die Verrechnung passiver Unterschiedsbeträge aus der Kapitalkonsolidierung der vor dem 1. Januar 2004 konsolidierten Tochtergesellschaften sowie die erfolgsneutralen Anpassungen im Rahmen der erstmaligen Anwendung von IFRS zum 1. Januar 2004.

Die unter den Gewinnrücklagen ausgewiesenen Währungsdifferenzen enthalten neben der erfolgsneutralen Währungsumrechnung von Abschlüssen ausländischer Tochtergesellschaften auch die Kursdifferenzen aus der Umrechnung des Eigenkapitals mit historischen Wechselkursen.

11 Sonstige Rücklagen

Die unter den sonstigen Rücklagen dargestellte Rücklage für Pensionsverpflichtungen, Cashflow Hedges, Putable Instruments sowie die Rücklage für Marktbewertung von Wertpapieren entwickelten sich wie folgt:

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T€ Rücklage für Pensionsverpflichtungen Rücklage für Cashflow Hedges Putable Instruments Rücklage für Marktbewertung Wertpapiere Summe
Stand 01.01.2015 - 88.008 - 1.479 4 - 89.483
Bewertungsänderung 16.873 626 - 6 17.493
Mit dem Eigenkapital verrechnete Steuerposition - 4.584 - 631 1 - 5.214
Währungsdifferenz 17 - 173 - 156
Stand 31.12.2015 - 75.702 - 1.657 0 - 1 - 77.360
Bewertungsänderung - 20.946 - 3.600 - 804 1 - 25.350
Mit dem Eigenkapital verrechnete Steuerposition 5.684 1.782 0 7.466
Währungsdifferenz - 240 -343 - 583
Stand 31.12.2016 - 91.204 - 3.818 - 804 0 - 95.827

In den Bewertungsänderungen sind erfolgswirksame Reklassifizierungen in Höhe von T€ 496 enthalten (Vorjahr: T€ 35).

12 Anteile anderer Gesellschafter

Im Geschäftsjahr 2016 waren Anteile anderer Gesellschafter in Höhe von T€ - 2.069 (Vorjahr: T€ - 417) vorhanden.

Eine detaillierte Übersicht zur Zusammensetzung bzw. der Veränderung der einzelnen Eigenkapitalkomponenten des KRONES Konzerns im Geschäftsjahr 2016 sowie im Vorjahr ist in der Eigenkapitalentwicklung auf Seite 161 dargestellt.

13 Rückstellungen für Pensionen

Die Pensionsrückstellungen werden für Verpflichtungen aus Anwartschaften und aus laufenden Leistungen an berechtigte aktive und ehemalige Mitarbeiter der Gesellschaften des KRONES Konzerns sowie deren Hinterbliebene gebildet. Je nach rechtlichen, wirtschaftlichen und steuerlichen Gegebenheiten des jeweiligen Landes bestehen unterschiedliche Formen der Alterssicherung, die in der Regel auf Beschäftigungsdauer und Höhe des Entgeltes der Mitarbeiter basieren.

Für die betriebliche Altersversorgung wird grundsätzlich zwischen beitrags- und leistungsorientierten Versorgungssystemen unterschieden.

Bei beitragsorientierten Versorgungsplänen (»Defined Contribution Plans«) geht das jeweilige Unternehmen über die Entrichtung von Beitragszahlungen an zweckgebundene Fonds keine weiteren Verpflichtungen ein. Beitragszahlungen sind als Personalaufwand im laufenden Jahr erfasst.

Bei leistungsorientierten Versorgungsplänen (»Defined Benefit Plans«) besteht die Verpflichtung des Unternehmens darin, die zugesagten Leistungen an aktive und frühere Mitarbeiter zu erfüllen, wobei zwischen rückstellungs- und fondsfinanzierten Versorgungssystemen unterschieden wird. Die Höhe der Pensionsverpflichtung (Anwartschaftsbarwert der Versorgungszusagen, sog. »Defined Benefit Obligation«) wurde nach versicherungsmathematischen Methoden berechnet. Hierbei sind neben den Annahmen zur Lebenserwartung, basierend auf der Heubeck'schen Richttafel 2005, folgende Konzerndurchschnittswerte als Prämissen in den versicherungsmathematischen Berechnungen berücksichtigt:

Grundlage für die Pensionsrückstellung in Deutschland ist die Versorgungsordnung vom 31. Dezember 1982, welche mittlerweile geschlossen ist. Diese sieht für alle Mitarbeiter einen Anspruch auf Alters-, Invaliden- und Witwenrenten vor. Altersgrenze ist bei Männern das vollendete 63., bei Frauen das vollendete 60. Lebensjahr. Die Altersrente beträgt für jedes rentenfähige Dienstjahr 1 % (ab 1. Januar 1983 0,5 %) des rentenfähigen Arbeitsverdienstes, maximal aber 25 %. Zu beachten ist weiterhin eine Besitzstandsregelung zum Neuordnungszeitpunkt 31. Dezember 1982. Bemessungsgrundlage für die Invaliden- bzw. Witwenrente (50 % der Altersrente) ist die bis zur Altersgrenze erreichbare Altersrente, wobei als Invalidenrente nur der Teil gewährt wird, der dem Verhältnis der erreichten zur erreichbaren Dienstzeit entspricht. Feststellungszeitpunkt für den rentenfähigen Arbeitsverdienst ist der 31. Dezember 1982. Für Neuzugänge nach diesem Datum gilt eine feststehende Tabelle. Die einzelnen Regelungen basieren auf individuellen vertraglichen Vereinbarungen.

Sowohl die Verpflichtungen aus leistungsorientierten Pensionszusagen als auch das Planvermögen können im Zeitablauf Schwankungen unterliegen. Dadurch kann der Finanzierungsstatus negativ oder positiv beeinflusst werden. Die Schwankungen bei den leistungsorientierten Pensionsverpflichtungen resultieren im KRONES Konzern insbesondere aus der Änderung von finanziellen Annahmen wie den Abzinsungsfaktoren und dem Anstieg der Lebenshaltungskosten; aber auch aus der Änderung demografischer Annahmen wie einer veränderten Lebenserwartung.

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in % Konzerndurchschnitt
2016 2015
--- --- ---
Abzinsungsfaktor 1,8 2,3
Gehaltstrend 0,0 0,0
Rententrend 2,0 2,0

Zur Ableitung der jeweiligen Diskontierungssätze wird auf die für das Ende des Wirtschaftsjahres von der Heubeck AG, der Mercer Deutschland GmbH, TowersWatson und AON Hewitt veröffentlichten Zinsempfehlungen für Zinssätze zur Bewertung von Pensionsverpflichtungen zurückgegriffen. Basierend auf diesen Werten, welche auf der Grundlage von Renditen für erstrangige, festverzinsliche Industrieanleihen erstellt wurden, wird ein Zinssatz ermittelt, der die voraussichtlichen Auszahlungen der Leistungen widerspiegelt.

Die durchschnittliche Restlaufzeit der Altersversorgungsverpflichtung beträgt 20 Jahre (Vorjahr: 20 Jahre).

Der Gehaltstrend umfasst erwartete zukünftige Gehaltssteigerungen, die unter anderem in Abhängigkeit von der Inflation und der Dauer der Zugehörigkeit zum Unternehmen jährlich geschätzt werden. Da die abgeschlossenen Pensionszusagen bei den inländischen Gesellschaften unabhängig von zukünftigen Gehaltssteigerungen sind, wurde für die Ermittlung der entsprechenden Pensionsrückstellung kein Gehaltstrend berücksichtigt.

Aus Erhöhungen oder Verminderungen entweder des Barwertes der leistungsorientierten Verpflichtungen oder des beizulegenden Zeitwerts des Fondsvermögens können versicherungsmathematische Gewinne und Verluste entstehen, deren Ursachen unter anderem Änderungen der Berechnungsparameter, Schätzungsänderungen bezüglich des Risikoverlaufs der Pensionsverpflichtungen und Abweichungen zwischen dem tatsächlichen und dem erwarteten Ertrag aus dem Fondsvermögen sein können. Der Nettowert der Pensionsrückstellungen stellt sich wie folgt dar:

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T€ 31.12.2016 31.12.2015 31.12.2014
Barwert der rückstellungsfinanzierten Versorgungszusagen 198.381 178.675 189.991
Barwert der fondsfinanzierten Versorgungszusagen 52.221 49.184 50.869
Barwert der Versorgungszusagen (Bruttoverpflichtungen) 250.602 227.859 240.860
Zeitwert des Planvermögens - 31.454 - 30.949 - 29.539
Bilanzwert zum 31. Dezember (Nettoverpflichtungen) 219.148 196.910 211.321

Die Pensionsrückstellungen zum Stichtag entfallen mit T€ 215.402 (Vorjahr: T€ 193.330) zum überwiegenden Teil auf die KRONES AG. Die versicherungsmathematischen Gewinne/ Verluste aus Änderung der finanziellen Annahmen betrugen T€ - 22.679 (Vorjahr T€ 13.667), die erfahrungsbedingten Anpassungen betrugen T€ 815 (Vorjahr T€ 2.680).

Die Zusammensetzung der Aufwendungen aus Pensionsverpflichtungen in Höhe von T€ 5.707 (Vorjahr: T€ 6.350) stellt sich wie folgt dar:

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T€ 31.12.2016 31.12.2015 31.12.2014
Dienstzeitaufwand der Periode 1.060 2.105 4.182
Zinsaufwand 5.188 4.850 6.210
erwarteter Ertrag aus dem Planvermögen - 703 - 605 - 1.022
nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand und Plankürzungen 162 0 - 3.365
Aufwendungen für Pensionsverpflichtungen 5.707 6.350 6.005

Die Überleitungen des Barwertes leistungsorientierter Verpflichtungen mit T€ 250.602 (Vorjahr: T€ 227.859) und der beizulegende Zeitwert des Planvermögens mit T€ 31.454 (Vorjahr: T€ 30.949), sowie deren Saldo stellen sich wie folgt dar:

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T€ Barwert der Verpflichtung Beizulegender Zeitwert des Planvermögens Gesamt
Stand 1. Januar 2015 240.860 - 29.539 211.321
Dienstzeitaufwand der Periode 1.541 - 1.152 389
Zinsaufwand (+) / Zinsertrag (-) 2.105 2.105
Versicherungsmathematische Gewinne/Verluste 4.850 - 605 4.245
Einzahlungen des Arbeitgebers - 16.603 - 85 - 16.688
Gezahlte Versorgungsleistungen - 1.906 - 1.906
Erfasster nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand - 4.955 2.364 - 2.591
Währungsdifferenzen 61 - 26 35
Stand 31. Dezember 2015 227.859 - 30.949 196.910
Dienstzeitaufwand der Periode 1.060 1.060
Zinsaufwand (+) / Zinsertrag (-) 5.188 - 703 4.485
Versicherungsmathematische Gewinne/Verluste 22.578 -1.262 21.316
Einzahlungen des Arbeitgebers - 728 -728
Gezahlte Versorgungsleistungen - 6.335 2.207 - 4.128
Erfasster nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand 162 162
Währungsdifferenzen 90 -19 71
Stand 31. Dezember 2016 250.602 - 31.454 219.148

Die versicherungsmathematischen Gewinne/Verluste bestehen im Wesentlichen aus Änderungen der finanziellen Annahmen. Für die Verwaltung und Steuerung eines Teils des Planvermögens ist der KRONES Unterstützungs-Fonds e. V. verantwortlich. Die KRONES AG ist das Trägerunternehmen dieses Vereins. Für die Verwaltung und Steuerung eines anderen Teils des Planvermögens ist die Allianz Global Investor als Rückdeckungsversicherer verantwortlich.

Der Zeitwert des Planvermögens betrug am 31. Dezember 2016 31,4 Mio. € (Vorjahr: 30,9 Mio. €). Dabei entfallen 24,2 Mio. € (Vorjahr: 22,7 Mio. €) auf Rückdeckungsversicherungen. Das restliche Planvermögen entfällt auf den KRONES Unterstützungs-Fonds e. V. mit Sitz in Neutraubling. Das Fondsvermögen ist in einem von der Allianz Gl verwalteten Spezialfonds angelegt und wird aktiv gemanagt. Die zulässigen Instrumente sind in den Anlagerichtlinien erfasst. Die Anlagestrategie ist defensiv ausgerichtet. Am 31. Dezember 2016 war der AGI-Fonds zu 34,9 % in Staatsanleihen, zu 25,3 % in Pfandbriefen und zu 15,8 % in Unternehmensanleihen Investment Grade investiert. 0,1 % wurden als Kasse gehalten. Zusätzlich waren im Wesentlichen Aktienfonds enthalten. Die aktive Steuerung des Zinsänderungsrisikos erfolgt durch den Einsatz von Zinsfutures; die Duration des Investitionsvolumens liegt bei 2,24 Jahren. Steuerung des Währungsrisikos: es werden keine direkten Währungsanlagen getätigt. Das Gesamtrating des Fondsvermögens ist A+. Das Planvermögen der KRONES AG ist zu 77 % aus der Rückdeckungsversicherung der Allianz abgesichert und zu 23 % aus dem KRONES Unterstützungs-Fonds.

Die erwarteten Beiträge in das Planvermögen in 2017 betragen T€ 660. Die erwarteten Rentenzahlungen in 2017, die aus dem Planvermögen vorgenommen werden, betragen T€ 2.267.

Für beitragsorientierte Versorgungspläne (Beiträge zur Rentenversicherung) wurde im Geschäftsjahr2016 ein Arbeitgeberanteil von T€ 50.218 (Vorjahr:T€ 48.527) aufgewendet.

Die Sensitivitäten der Gesamtpensionsverpflichtung auf Änderungen in den gewichteten Hauptannahmen betragen:

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Auswirkung auf die Verpflichtung
Veränderung der Annahme Erhöhung der Annahme Verminderung der Annahme
--- --- --- ---
Rechnungszins 0,50 % Verminderung um 9,0 % Erhöhung um 9,4 %
Rententrend 0,50 % Erhöhung um 7,3 % Verminderung um 7,3 %
Lebenserwartung 1 Jahr Erhöhung um 4,3 % Verminderung um 4,3 %

Die obige Sensitivitätsanalyse basiert auf der Änderung einer Annahme, während alle anderen Annahmen konstant gehalten werden. Es ist unwahrscheinlich, dass sich dieses in der Realität ereignet und Veränderungen in einigen Annahmen könnten korrelieren. Bei der Berechnung der Sensitivität der leistungsorientierten Verpflichtung zu versicherungsmathematischen Annahmen wurde dieselbe Methode verwendet, mit der Pensionsrückstellungen in der Bilanz ermittelt werden.

14 Steuerrückstellungen und sonstige Rückstellungen

Die Steuerrückstellungen und sonstigen Rückstellungen in Höhe von T€ 236.109 (Vorjahr: T€ 206.579) sind in einer Höhe von T€ 179.075 (Vorjahr: T€ 156.484) innerhalb eines Jahres fällig. Diese sonstigen Rückstellungen entfallen auf folgende Posten:

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T€ 01.01.2016 Konsolidierter Zugang Verbrauch Auflösung Zuführung Währungsdifferenzen
Steuerverpflichtungen 12.379 5.901 2.483 22.449 119
Verpflichtungen aus dem Personalbereich 37.152 547 302 1.817 78
Verpflichtungen aus dem Verwaltungsbereich 2.269 0 1.176 2.166 276
Sonstige übrige Rückstellungen 154.779 2.704 212.423 36.977 257.054 2.676
Gesamt 206.579 2.704 218.871 40.938 283.486 3.149

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T€ 31.12.2016 fällig innerhalb 1 Jahr
Steuerverpflichtungen 26.563 21.241
Verpflichtungen aus dem Personalbereich 38.198 1.398
Verpflichtungen aus dem Verwaltungsbereich 3.535 2.055
Sonstige übrige Rückstellungen 167.813 154.381
Gesamt 236.109 179.075

In den Rückstellungen aus dem Personalbereich sind im Wesentlichen langfristige Verpflichtungen für die Altersteilzeit (T€ 24.797; Vorjahr: T€ 25.393) enthalten. Die sonstigen übrigen Rückstellungen enthalten im Wesentlichen Vorsorgen für Garantieverpflichtungen und für Drohverluste. Schätzungen beruhen auf den üblichen Erfahrungswerten. Die langfristigen Rückstellungen wurden mit Zinssätzen zwischen 1,6 % und 3,0 % abgezinst.

15 Verpflichtungen

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T€ Restlaufzeit bis ein Jahr Restlaufzeit über 1 bis 5 Jahre Restlaufzeit über 5 Jahre Gesamt zum 31.12.2016
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 0 0 0 0
Erhaltene Anzahlungen 615.221 0 0 615.221
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 323.791 0 0 323.791
Sonstige Finanzverpflichtungen 56.032 26.070 0 82.102
Sonstige Verpflichtungen 357.906 2.761 0 360.667
Gesamt 1.352.950 28.831 0 1.381.781

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T€ Restlaufzeit bis ein Jahr Restlaufzeit über 1 bis 5 Jahre Restlaufzeit über 5 Jahre Gesamt zum 31.12.2015
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 0 0 0 0
Erhaltene Anzahlungen 545.664 0 0 545.664
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 247.906 0 0 247.906
Sonstige Finanzverpflichtungen 56.325 12.591 0 68.916
Sonstige Verpflichtungen 293.632 1.636 0 295.268
Gesamt 1.143.527 14.227 0 1.157.754

Die sonstigen Finanzverpflichtungen sind Verpflichtungen aus Wechseln und Putable Instruments. Die Verpflichtungen aus Wechseln stellen nach IAS 39 mögliche Verpflichtungen aus veräußerten Wechseln dar und werden in Höhe von T€ 62.096 (Vorjahr: T€ 62.893) auch als Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ausgewiesen.

Die sonstigen Verpflichtungen bestehen neben den sonstigen übrigen Verpflichtungen (T€ 346.203; Vorjahr: T€ 291.747) aus passiver Rechnungsabgrenzung (T€ 14.464; Vorjahr: T€ 3.521).

Die sonstigen übrigen Verpflichtungen setzen sich wie folgt zusammen:

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T€ Restlaufzeit bis ein Jahr Restlaufzeit über 1 bis 5 Jahre Restlaufzeit über 5 Jahre Gesamt zum 31.12.2016
Verbindlichkeiten aus Steuern 31.551 31.551
Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit 8.542 8.542
Verbindlichkeiten aus Lohn- und Gehaltsverrechnung 25.154 25.154
Abgegrenzte Schulden 251.119 251.119
Sonstige 27.076 2.761 29.837
Gesamt 343.442 2.761 346.203

Die abgegrenzten Schulden in Höhe von T€ 251.119 (Vorjahr: T€ 206.054) stellen Verpflichtungen dar, die eine höhere Wahrscheinlichkeit bzgl. ihrer Höhe und Fälligkeit besitzen, als dies bei Rückstellungen der Fall ist. Sie beinhalten als wesentliche Positionen ausstehende Lieferantenrechnungen, Verpflichtungen für Gleitzeitguthaben und Urlaubsrückstände sowie für Erfolgsbeteiligungen.

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T€ Restlaufzeit bis ein Jahr Restlaufzeit über 1 bis 5 Jahre Restlaufzeit über 5 Jahre Gesamt zum 31.12.2015
Verbindlichkeiten aus Steuern 29.497 29.497
Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit 7.574 7.574
Verbindlichkeiten aus Lohn- und Gehaltsverrechnung 20.299 20.299
Kreditorische Debitoren 16.711 16.711
Abgegrenzte Schulden 206.054 206.054
Sonstige 9.976 1.636 11.612
Gesamt 290.111 1.636 291.747

Die Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing werden ohne Berücksichtigung des zukünftigen Zinsaufwands unter den sonstigen Verbindlichkeiten ausgewiesen. Die Restlaufzeiten der einzelnen Leasingverträge liegen zwischen 2 und 4 Jahren. Die Verträge beinhalten zum Teil Verlängerungs- bzw. Kaufoptionen.

Der unter den sonstigen übrigen Verpflichtungen ausgewiesene Barwert der Mindestleasingzahlungen aus Finance Lease-Verhältnissen setzt sich nach Fälligkeiten getrennt wie folgt zusammen:

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T€ 31.12.2016 31.12.2015
künftige Mindestleasingzahlungen
bis 1 Jahr 132 108
von 1 bis 5 Jahre 177 260
309 368
In künftigen Mindestleasingzahlungen enthaltener Zinsanteil
bis 1 Jahr 15 17
von 1 bis 5 Jahre 11 22
26 39
Barwert der künftigen Mindestleasingzahlungen
bis 1 Jahr 117 91
von 1 bis 5 Jahre 166 238
283 329

16 Haftungsverhältnisse

Für Eventualverbindlichkeiten wurden keine Rückstellungen gebildet, weil das Risiko der Inanspruchnahme als wenig wahrscheinlich eingeschätzt wird.

Es bestehen im Geschäftsjahr wie im Vorjahr keine Haftungsverhältnisse.

17 Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen bestehen im Wesentlichen aus Operating Leasing und langfristigen Mietverhältnissen für Grundstücke und Gebäude, Fahrzeuge, Computer und Telekommunikationsgeräte.

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T€ 31.12.2016 31.12.2015
künftige Mindestleasingzahlungen
bis 1 Jahr 21.209 14.874
von 1 bis 5 Jahre 24.714 15.355
Mehr als 5 Jahre 21 0
45.944 30.229
künftige Wartungen
bis 1 Jahr 11.745 11.201
von 1 bis 5 Jahre 5.388 8.294
Mehr als 5 Jahre 0 170
17.133 19.665

Im Rahmen dieser Miet- und Leasingverträge wurden 2016 Zahlungen in Höhe von T€ 24.369 (Vorjahr: T€ 22.540) geleistet.

Bei Operating Leasing-Verträgen werden die Leasinggegenstände wirtschaftlich dem Leasinggeber zugeordnet, weil die Risiken und Chancen beim Leasinggeber liegen.

18 Sonstige Angaben zu Finanzinstrumenten

Die derivativen Finanzinstrumente des KRONES Konzerns mit positiven und negativen Zeitwerten mit einem beizulegenden Zeitwert von T€ - 9.612 (Vorjahr: T€ - 1.821) - hiervon kurzfristig: T€ - 9.513 (Vorjahr: T€ - 1.858) - decken im Wesentlichen die Währungskursrisiken des US-Dollars, des kanadischen Dollars und des britischen Pfunds sowie des japanischen Yen und des Euro ab. Der beizulegende Zeitwert beinhaltet neben der Differenz zwischen dem von der jeweiligen Geschäftsbank erhaltenen Terminkurs und dem Kurs zum Bilanzstichtag angemessene Auf- bzw. Abschläge unter Verwendung anerkannter finanzmathematischer Verfahren. Diese Finanzinstrumente werden grundsätzlich zum Handelstag bilanziert.

Die derivativen Finanzinstrumente setzen sich im Wesentlichen aus Devisenterminkontrakten in einem gesicherten Volumen von 364,6 Mio. € (Vorjahr: 344,9 Mio. €) - hiervon kurzfristig: 361,7 Mio. € (Vorjahr: 338,0 Mio. €) zusammen. In diesem Volumen ist ein Nominalvolumen für kurzfristige Cashflow Hedges nach IAS 39 von 173,2 Mio. € (Vorjahr: 199,5 Mio. €) enthalten und mit einem Nominalvolumen mit einem Fair Value von - 5,8 Mio. € (Vorjahr: - 1,3 Mio. €) bewertet. Das Ausfallrisiko aus derivativen Finanzinstrumenten besteht maximal in der Höhe des Saldos der positiven Marktwerte bei Ausfall eines Vertragspartners. Die dargestellten Cashflow Hedges sind grundsätzlich effektiv. Der Nettoverlust aus freistehenden Derivaten beträgt im Berichtsjahr T€ 2.527 (Vorjahr: Nettoverlust T€ 112).

Es erfolgen keine Saldierungen von Vermögenswerten und Verbindlichkeiten gemäß IAS 32.42. Die deutschen Rahmenverträge und ISDA-Vereinbarungen erfüllen nicht die Kriterien für eine Saldierungspflicht in der Konzernbilanz. Dies liegt daran, dass zum gegenwärtigen Zeitpunkt kein Rechtsanspruch auf die Saldierung der erfassten Beträge besteht. Das Recht auf Saldierung ist nur bei Eintritt künftiger Ereignisse, wie z. B. die Insolvenz einer Vertragspartei, durchsetzbar. Dieser Globalnettingvereinbarung unterliegen Derivate, die als Vermögenswerte und Verbindlichkeiten in der Konzernbilanz erfasst sind in Höhe von T€ 1.150 (Vorjahr: T€ 218).

In der nachfolgenden Tabelle sind die Finanzinstrumente nach Bewertungskategorien und Klassen dargestellt und Finanzinstrumente, die zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, in die Bewertungshierarchie eingeordnet.

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31.12.2016 Bewertung nach IAS 39
in T€ Buchwert 31.12.2016 Davon im Anwendungsbereich des IFRS 7 Kredite und Forderungen Finanzielle Vermögenswerte und Schulden erfolgswirksam zum beilegenden Zeitwert bewertet Finanzielle Vermögenswerte und Schulden erfolgsneutral zum beilegenden Zeitwert bewertet Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte
--- --- --- --- --- --- ---
Vermögenswerte
Finanzanlagen*) 5.852 5.852 2.580 3.272
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 1.081.003 1.081.003 1.081.003
Sonstige Vermögenswerte 137.513 33.042 33.042 0 0
davon Derivate 0 0 0 0
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 368.889 368.889 368.889
Schulden
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 0
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 323.791 323.791
Sonstige Finanzverpflichtungen 82.102 82.102 19.091
Sonstige Verpflichtungen und Rückstellungen mit Verbindlichkeitscharakter 360.667 75.125 4.513 5.766
davon Derivate 9.612 9.612 3.846 5.766

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31.12.2016 Bewertungshierarchie
in T€ Finanzielle Verbindlichkeiten zu fortgeführten Anschaffungskosten Bewertung nach IAS 17 Level 1 Level 2 Level 3
--- --- --- --- --- ---
Vermögenswerte
Finanzanlagen*) 703
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
Sonstige Vermögenswerte 0
davon Derivate 0
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente
Schulden
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 323.791
Sonstige Finanzverpflichtungen 63.011 19.091
Sonstige Verpflichtungen und Rückstellungen mit Verbindlichkeitscharakter 64.563 283 9.612 667
davon Derivate 0 9.612

*) Beteiligungen bewertet at cost gem. IAS 39.46c

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31.12.2015 Bewertung nach IAS 39
in T€ Buchwert 31.12.2015
--- --- --- --- --- --- ---
Vermögenswerte
Finanzanlagen*) 1.567 1.567 587 980
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 820.612 820.612 820.612
Sonstige Vermögenswerte 112.006 24.454 23.735 353 366
davon Derivate 719 719 353 366
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 364.585 364.585 364.585
Schulden
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 0
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 247.906 247.906
Sonstige Finanzverpflichtungen 68.916 68.916
Sonstige Verpflichtungen und Rückstellungen mit Verbindlichkeitscharakter 295.268 72.802 813 2.394
davon Derivate 2.540 2.540 146 2.394

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31.12.2015 Bewertung nach IAS 39 Bewertungshierarchie
in T€
--- --- --- --- ---
Vermögenswerte
Finanzanlagen*) 97
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
Sonstige Vermögenswerte 719
davon Derivate 719
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente
Schulden
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 247.906
Sonstige Finanzverpflichtungen 68.916
Sonstige Verpflichtungen und Rückstellungen mit Verbindlichkeitscharakter 69.266 329 2.540 667
davon Derivate 0 2.540

*) Beteiligungen bewertet at cost gem. IAS 39.46c

Die Entwicklung der in Level 3 eingestuften und zum beilegenden Zeitwert bewerteten Finanzinstrumente stellt sich wie folgt dar:

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T€ 2016 2015
Nettobuchwert am 01.01. 667 667
Zugänge durch Akquisition 18.202 0
Veränderungen 889 0
(davon Währungseffekte) 85 0
Nettobuchwert am 31.12. 19.758 667

Sonstige Veränderungen fanden nicht statt. Die auf individuellen Bewertungsparametern basierenden und zum beizulegenden Zeitwert bilanzierten finanziellen Verbindlichkeiten beinhalten neben bedingten Kaufpreisbestandteilen kombinierte Put-Call-Optionen aus Unternehmenserwerben des Geschäftsjahres. Diese werden unter den sonstigen Finanzverpflichtungen ausgewiesen und wurden unter Berücksichtigung vertraglicher Vereinbarungen auf Basis anerkannter finanzmathematischer Modelle sowie unter Berücksichtigung der zum Bilanzstichtag vorliegenden Markt- und Unternehmensdaten bewertet.

Die folgende Fälligkeitsübersicht zeigt, wie die undiskontierten Cashflows der Verbindlichkeiten zum 31. Dezember 2016 die Liquiditätssituation des Unternehmens beeinflussen.

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in T€ Buchwert Cashflow 2017 Cashflow 2018 - 2021 Cashflow nach 2021
31.12.2016 Zinsen Tilgung Zinsen Tilgung Zinsen
--- --- --- --- --- --- ---
Derivate Finanzinstrumente 9.612 0 9.513 0 99 0
Verbindlichkeiten ggü. Kreditinstituten 0 0 0 0 0 0
Verbindlichkeiten aus Leasingverhältnissen 283 15 117 11 166 0
Diskontierte Kundenwechsel 63.011 0 56.032 0 6.979 0
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 32.157 0 10.527 123 21.630 0
105.063 15 76.189 134 28.874 0

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in T€ Cashflow nach 2021
Tilgung
--- ---
Derivate Finanzinstrumente 0
Verbindlichkeiten ggü. Kreditinstituten 0
Verbindlichkeiten aus Leasingverhältnissen 0
Diskontierte Kundenwechsel 0
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 0
0

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n

T€
Buchwert Cashflow 2016 Cashflow 2017 -2020 Cashflow nach 2020
31.12.2015 Zinsen Tilgung Zinsen Tilgung Zinsen
--- --- --- --- --- --- ---
Derivate Finanzinstrumente 2.540 0 2.540 0 0 0
Verbindlichkeiten ggü. Kreditinstituten 0 0 0 0 0 0
Verbindlichkeiten aus Leasingverhältnissen 367 17 107 22 260 0
Diskontierte Kundenwechsel 68.916 0 56.325 0 12.591 0
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 18.088 0 16.712 153 1.376 0
89.911 17 75.684 175 14.227 0

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in T€ Cashflow nach 2020
Tilgung
--- ---
Derivate Finanzinstrumente 0
Verbindlichkeiten ggü. Kreditinstituten 0
Verbindlichkeiten aus Leasingverhältnissen 0
Diskontierte Kundenwechsel 0
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 0
0

Wesentliche Fremdwährungspositionen nach Klassen des IFRS 7:

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in T€ Währung USD Währung CAD Währung CNY Währung GBP
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 386 154 0 0
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 1.316 3.360 0 84
Sonstige Finanzforderungen 393 35 717 20
Derivate mit positiven Marktwerten 0 0 0 170
Ausleihungen 0 0 0 0
Summe Aktiva 2.095 3.549 717 274
Verbindlichkeiten
Lieferungen und Leistungen - 5.585 - 1 0 - 17
gegenüber Kreditinstituten 0 0 0 0
aus Finanzierungsleasingverhältnissen 0 0 0 0
Sonstige Verbindlichkeiten - 5.561 - 1.050 - 200 0
Derivate mit negativen Marktwerten - 8.953 -486 - 220 0
Finanzielle Verbindlichkeiten zu fortgeführten Anschaffungskosten 0 0 0 0
Summe Passiva - 20.099 - 1.537 - 420 - 17
Saldo Aktiva und Passiva - 18.004 2.012 297 257
Wirtschaftlich durch Derivate
abgesicherte Positionen 0 0 0 0
Netto-Exposure per 31.12.2016 - 18.004 2.012 297 257

Eine Veränderung des Stichtagskurses von 10 % würde folgende Auswirkungen im Ergebnis nach Steuern verursachen:

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in T€ Währung USD Währung CAD Währung CNY Währung GBP
Konzern-Gewinn-und-Verlust-Rechnung - 3.075 - 545 - 1.001 29
Konzerneigenkapital 8.340 - 328 - 178 444

Erläuterung der Gewinn-und-Verlust-Rechnung

19 Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse des KRONES Konzerns in Höhe von T€ 3.391.253 (Vorjahr: T€ 3.173.509) stellen an Kunden berechnete Lieferungen und Leistungen abzüglich Erlösschmälerungen dar. In der Segmentberichterstattung werden die Umsatzerlöse nach Geschäftsbereichen aufgeteilt und nach geografischen Märkten detailliert dargestellt. Im Geschäftsjahr 2016 sind aus Fertigungsaufträgen Erlöse in Höhe von T€ 1.683.587 (Vorjahr: T€ 1.683.713) entstanden. Aus laufenden Projekten sind Kosten und Gewinne (abzüglich etwaiger ausgewiesener Verluste) in Höhe von T€ 924.102 (Vorjahr: T€ 1.019.485) angefallen. Hierauf sind erhaltene Anzahlungen von T€ 338.399 (Vorjahr: T€ 295.481) angefallen.

20 Andere aktivierte Eigenleistungen

Die anderen aktivierten Eigenleistungen beinhalten aktivierte Entwicklungskosten und aktivierte Eigenleistungen des Sachanlagevermögens.

Bzgl. der nach IAS 38 aktivierten Entwicklungskosten sei auf die Anmerkungen bei den immateriellen Vermögenswerten verwiesen.

21 Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge in Höhe von T€ 140.606 (Vorjahr: T€ 140.847) bestehen neben den als periodenfremd zu bezeichnenden Erträgen aus der Auflösung von Rückstellungen und Rückstellungen mit Verbindlichkeitscharakter (T€ 33.105; Vorjahr: T€ 12.869), Gewinne aus Anlagenabgang (T€ 421; Vorjahr: T€ 228) und aus der Auflösung von Wertberichtigungen (T€ 3.891; Vorjahr: T€ 8.042) im Wesentlichen aus Fremdwährungsgewinnen in Höhe von T€ 59.655 (Vorjahr: T€ 64.414). Dem standen im sonstigen betrieblichen Aufwand Zuführungen zu Wertberichtigungen (T€ 8.357; Vorjahr: T€ 6.532) und Kursverluste in Höhe von T€ 62.864 (Vorjahr: T€ 90.454) gegenüber.

22 Materialaufwand

Der Materialaufwand teilt sich in Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren in Höhe von T€ 1.229.695 (Vorjahr: T€ 1.290.815) und Aufwendungen für bezogene Leistungen in Höhe von T€ 379.957 (Vorjahr: T€ 298.435) auf.

23 Personalaufwand

Innerhalb des KRONES Konzerns waren im Jahresdurchschnitt 13.490 Mitarbeiter (Vorjahr: 12.651) inkl. Auszubildende (535; Vorjahr: 538) beschäftigt. Die Mitarbeiter im KRONES Konzern setzen sich im Jahresdurchschnitt wie folgt zusammen:

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2016 2015
Außertarifliche Mitarbeiter 2.421 2.330
Tarifmitarbeiter 11.069 10.321
Gesamt 13.490 12.651

24 Sonstige betriebliche Aufwendungen

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind unter anderem neben den periodenfremden Verlusten aus Anlagenabgang in Höhe von T€ 622 (Vorjahr: T€ 563), Zuführungen zu Wertberichtigungen auf Forderungen (T€ 8.357; Vorjahr: T€ 6.532) sowie sonstige Steuern in Höhe von T€ 5.765 (Vorjahr: T€ 5.236) vor allem Frachtkosten (T€ 103.119; Vorjahr: T€ 96.542), Reisekosten (T€ 98.899; Vorjahr: T€ 96.408) und Miete und Reinigungskosten (T€ 28.114; Vorjahr: T€ 30.847) enthalten.

25 Finanzergebnis

Das Finanzergebnis in Höhe von T€ 9.580 (Vorjahr: T€ 6.418) setzt sich wie folgt zusammen:

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T€ 2016 2015
Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 4 13
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 8.376 6.212
Zinsen und ähnliche Aufwendungen - 2.458 - 1.948
Zinsergebnis 5.918 4.264
Erträge aus Beteiligungen 3.658 2.141
Finanzergebnis 9.580 6.418

Das Finanzergebnis ist im Wesentlichen durch Zinserträge in Höhe von T€ 8.376 (Vorjahr: T€ 6.212) geprägt, denen Zinsaufwendungen in Höhe von T€ 2.458 (Vorjahr: T€ 1.948) gegenüberstehen. Das Zinsergebnis und die Erträge aus Beteiligungen resultieren aus Finanzinstrumenten at cost. Ein Ergebnis aus nach der Equity Methode bilanzierten Beteiligung an der KLUG GmbH war 2016 wie im Vorjahr nicht vorhanden, da sich die Gesellschaft in Liquidation befindet. Aus diesem Grund ergeben sich keine Auswirkungen aus etwaigen nicht angesetzten Verlusten auf dem Konzernabschluss der KRONES AG.

26 Ertragsteuern

Die Ertragsteuern betrugen im Geschäftsjahr 2016 T€ - 68.462 (Vorjahr: T€ - 67.070). Weitere Informationen sind unter der Position 7 »Ertragsteuern« (Seite 180 bis 182) dargestellt.

27 Ergebnis je Aktie

Nach IAS 33 »Earnings per Share« ergibt sich das unverwässerte Ergebnis je Aktie durch Division des Konzernergebnisses - ohne Ergebnisanteil anderer Gesellschafter - durch die durchschnittlich gewichtete Anzahl der im Umlauf befindlichen Stammaktien wie folgt:

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2016 2015
Konzernergebnis nach Anteilen anderer Gesellschafter (in T€) 170.754 157.429
Durchschnittliche Anzahl der in Umlauf befindlichen Stammaktien (Stück) 31.593.072 31.593.072
Ergebnis je Aktie (in €) 5,40 4,98

Wie im Vorjahr entspricht das verwässerte Ergebnis je Aktie dem unverwässerten Ergebnis.

Sonstige Erläuterungen

Risikobericht Die Risikoberichterstattung erfolgt im Lagebericht auf den Seiten 118 bis 129.

Prüfhonorar des Konzernprüfers

Für die Abschlussprüfungsleistungen des KRONES Konzerns sowie der Muttergesellschaft durch den Konzernabschlussprüfer sind im Geschäftsjahr 2016 Aufwendungen in Höhe von T€ 520 (Vorjahr: T€ 520) angefallen. Zuzüglich sind für die Muttergesellschaft T€ 171 (Vorjahr: T€ 115) Steuerberatungsleistungen angefallen. Für die deutschen Tochtergesellschaften wurden für die Abschlussprüfungsleistungen T€ 102 (Vorjahr: T€ 82) aufgewendet. Des Weiteren sind sonstige Leistungen in Höhe von T€ 42 (Vorjahr: T€ 14) und andere Bestätigungsleistungen in Höhe von T€ 17 (Vorjahr: T€ 0) erbracht worden.

Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Die KRONES AG, Neutraubling, Deutschland erwarb im Januar 2017 mittel- und unmittelbar 40 % Anteile an der INTEGRATED PACKAGING SOLUTIONS, Dubai, Vereinigte Arabische Emirate. Die Gesellschaft erwirtschaftet ca. 20 Mio. € Umsatz und beschäftigt ca. 200 Mitarbeiter. Die Gesellschaft wird at-equity konsolidiert. Die Transaktion steht unter dem Vorbehalt kartellrechtlicher Genehmigungen.

Die KRONES INC., Franklin, USA erwarb im Februar 2017 100 % des Geschäfts der process and data AUTOMATION INC., Erie, USA. Die Gesellschaft erwirtschaftet ca. 5 Mio. € Umsatz und beschäftigt ca. 40 Mitarbeiter.

Angaben über Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen

Als nahestehende Unternehmen oder Personen im Sinne des IAS 24 »Angaben über Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen« kommen grundsätzlich die Mitglieder des Aufsichtsrats und des Vorstands der KRONES AG sowie der Unternehmen des KRONES Konzerns einschließlich nicht konsolidierter Tochtergesellschaften in Betracht. Verkäufe und Erlöse zwischen den nahestehenden Gesellschaften werden zu marktüblichen Preisen (»at arm's length«) getätigt. Aus Verkäufen an nichtkonsolidierte Tochtergesellschaften aus dem Liefer- und Leistungsverkehr sind im Geschäftsjahr 2016 T€ 36.111 (Vorjahr: T€ 38.423) angefallen. Aus dem Liefer- und Leistungsverkehr sowie sonstigem Zahlungsverkehr resultiert ein aktivischer Saldo in Höhe von T€ 12.064 (Vorjahr: aktivischer Saldo T€ 12.894). Aus Bürgschaften besteht ein Haftungsverhältnis von T€ 2.792 (Vorjahr: T€ 2.775).

Vorstandsvergütung und Gesamtbezüge der früheren Mitglieder des Vorstands

Die Gesamtvergütung des Vorstands betrug für das Geschäftsjahr T€ 4.558 (Vorjahr: T€ 5.573). Für aktive Vorstandsmitglieder wurden Pensionsrückstellungen in Höhe von T€ 2.913 (Vorjahr: T€ 5.536) gebildet. Darüber hinaus wurden für beitragsorientierte Zusagen Aufwendungen in Höhe von T€ 956 (Vorjahr: T€ 652) im Geschäftsjahr 2016 geleistet.

An ehemalige Vorstandsmitglieder und deren Hinterbliebene wurden T€ 1.451 (Vorjahr: T€ 988) ausbezahlt. Pensionsrückstellungen in Höhe von T€ 7.236 (Vorjahr: T€ 2.282) sind zurückgestellt.

Aufsichtsratsvergütung

Die Gesamtbezüge der Mitglieder des Aufsichtsrats betrugen für das Geschäftsjahr 2016 T€ 633 (Vorjahr: 642).

Corporate Governance

Die Erklärung des Vorstands und Aufsichtsrats vom 17. Februar 2017 gem. § 161 AktG zum Corporate Governance-Kodex in der Fassung vom 5. Mai 2015 ist auf der Webseite der KRONES AG den Aktionären zugänglich. Dort sind auch die Abweichungen aufgeführt.

Standards/Interpretationen

Die im Konzernabschluss angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden entsprechen den zum 31. Dezember 2016 verpflichtend anzuwendenden Standards und Interpretationen. Folgende neue bzw. geänderte Standards und Interpretationen fanden im Geschäftsjahr 2016 ihre Anwendung.

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Standard bzw. Interpretation Endorsement Pflicht zur Anwendung ab
IFRS 10 Änderungen an: Konsolidierungsausnahme erfolgt 01.01.2016
IFRS 11 Änderungen an: Bilanzierung von Erwerben von Anteilen an einer gemeinsamen Geschäftstätigkeit erfolgt 01.01.2016
IFRS 12 Änderungen an: Konsolidierungsausnahme erfolgt 01.01.2016
IAS 1 Änderungen an: Angabeninitiative erfolgt 01.01.2016
IAS 16 Änderungen an: Fruchtragende Pflanzen erfolgt 01.01.2016
IAS 16 Änderungen an: Klarstellung akzeptabler Abschreibungsmethoden erfolgt 01.01.2016
IAS 19 Änderungen an: Arbeitnehmerbeiträge erfolgt 01.02.2015
IAS 27 Änderungen an: Equity-Methode in Einzelabschlüssen erfolgt 01.01.2016
IAS 28 Änderungen an: Konsolidierungsausnahme erfolgt 01.01.2016
IAS 38 Änderungen an: Klarstellung akzeptabler Abschreibungsmethoden erfolgt 01.01.2016
IAS 41 Änderungen an: Fruchtragende Pflanzen erfolgt 01.01.2016
Jährliche Verbesserungen an den IFRS - Zyklus 2010 - 2012 erfolgt 01.02.2015
Jährliche Verbesserungen an den IFRS - Zyklus 2012 - 2014 erfolgt 01.01.2016

Die in der vorstehenden Tabelle genannten neuen oder geänderten Standards und Interpretationen haben keine wesentliche Relevanz für die die KRONES AG. Nachfolgend sind die vom IASB bereits veröffentlichten, aber erst nach dem 31. Dezember 2016 verpflichtend anzuwendenden Standards und Interpretationen dargestellt.

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Standard bzw. Interpretation Endorsement Pflicht zur Anwendung ab
IAS 7 Änderungen an: Zusätzliche Anhangsangaben offen 01.01.2017
IAS 12 Änderungen an: Klarstellungen zur Frage des Ansatzes latenter Steuern auf temponäre Differenzen aus unrealisierten Verlusten offen 01.01.2017
IAS 28 Änderungen an: Veräußerungen oder Einbringung von Vermögenswerten zwischen einem Investor und einem assoziierten Unternehmen oder Joint Venture offen unbestimmt
IAS 40 Änderungen an: Klarstellung in Bezug auf Übertragungen offen 01.01.2018
IFRS 2 Anteilbasierte Vergütung offen 01.01.2018
IFRS 4 Versicherungsverträge offen 01.01.2018
IFRS 9 Finanzinstrumente erfolgt 01.01.2018
IFRS 10 Änderungen an: Veräußerungen oder Einbringung von Vermögenswerten zwischen einem Investor und einem assoziierten Unternehmen oder Joint Venture offen unbestimmt
IFRS 14 Regulatorische Abgrenzungsposten offen 01.01.2016
IFRS 15 Erlöse aus Verträgen mit Kunden erfolgt 01.01.2018
IFRS 15 Änderungen an: Klarstellungen und Übergangserleichterungen erfolgt 01.01.2018
IFRIC 22 Transaktionen in fremder Währung und im Voraus gezahlte Gegenleistungen offen 01.01.2018
IFRS 16 Leasingverhältnisse offen 01.01.2019
Jährliche Verbesserungen an den IFRS - Zyklus 2014 - 2016 offen 01.01.2017

Im Juli 2014 veröffentlichte das IASB den neuen Standard IFRS 9 (»Finanzinstrumente«). IFRS 9 führt einen einheitlichen Ansatz zur Klassifizierung und Bewertung von finanziellen Vermögenswerten ein. Zusätzlich basiert das neue Wertminderungsmodell auf den erwarteten Kreditausfällen. IFRS 9 enthält zudem neue Regelungen zur Anwendung von Hedge Accounting, um die Risikomanagementaktivitäten eines Unternehmens besser darzustellen, insbesondere im Hinblick auf die Steuerung von nicht finanziellen Risiken. Der neue Standard ist auf Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2018 beginnen; eine vorzeitige Anwendung ist zulässig. KRONES wird IFRS 9 erstmalig auf das Geschäftsjahr beginnend am 1. Januar 2018 anwenden. Der Konzern kann derzeit noch nicht beurteilen, welche Auswirkungen die Erstanwendung des Standards haben wird.

Im Mai 2014 veröffentlichte das IASB mit dem Standard IFRS 15, ein einziges und umfassendes Rahmenwerk zur Bestimmung des Zeitpunkts und der Höhe von Umsätzen. IFSR 15 ersetzt die bisherigen Umsatzrealisierungsstandards IAS 18 (»Umsatzerlöse«) und IAS 11 (»Fertigungsaufträge«) und die damit zusammenhängenden Interpretationen. Gemäß IFRS 15 ist der Umsatz zu realisieren, wenn die Kontrolle des jeweiligen Gutes oder der Dienstleistung auf den Kunden übergegangen ist. Zukünftig wird das Prinzip des Kontrollübergangs das Prinzip des Chancen-Risikoübergangs ersetzen. Durch die im September 2015 veröffentlichte Änderung des IFRS 15 wurde der verpflichtende Erstanwendungszeitpunkt vom 1. Januar 2017 verschoben auf Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Januar 2018 beginnen. Der Standard wurde im Oktober 2016 von der Europäischen Union übernommen. Die qualitativen Analysen sind noch nicht abgeschlossen. Daher lässt sich derzeit noch keine quantitative Aussage hinsichtlich möglicher Umstellungseffekte treffen. KRONES wird den Standard erstmalig im Geschäftsjahr 2018 anwenden. KRONES hat noch nicht entschieden, welcher der zur Verfügung stehenden Übergangsmethoden und Vereinfachungen in Anspruch genommen werden soll

Im Mai 2014 veröffentlichte der IASB den neuen Standard IFRS 16 (»Leasingverhältnisse«). Ziel des IFRS 16 ist es, ein einziges Bilanzierungsmodell einzuführen, indem sämtliche Vermögenswerte und Verbindlichkeiten aus Leasingvereinbarungen in der Bilanz erfasst werden, es sei denn, die Laufzeit beträgt 12 Monate oder weniger oder es handelt sich um einen geringwertigen Vermögenswert. Damit werden bisher nicht bilanzierte Leasingverhältnisse künftig - weitgehend vergleichbar mit der heutigen Bilanzierung von Finance-Leasing-Verhältnissen - bilanziell erfasst. IFRS 16 wird IAS 17 (»Leasingverhältnisse«), sowie die dazugehörigen Interpretationen, ersetzen und mit ihm die Klassifizierung für den Leasingnehmer in Operating- und Finance-Leasing. IFRS 16 ist für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2019 beginnen; eine vorzeitige Anwendung ist zulässig, wenn IFRS 15 bereits angewendet wird. KRONES wird IFRS 16 erstmalig auf das Geschäftsjahr beginnend am 1. Januar 2019 anwenden. Der Konzern kann derzeit noch nicht beurteilen, welche Auswirkungen die Erstanwendung des Standards haben wird.

Die übrigen in der vorstehenden Tabelle genannten neuen oder geänderten Standards und Interpretationen haben keine wesentliche Relevanz für die KRONES AG.

Die KRONES AG hat keine der genannten neuen oder geänderten Vorschriften freiwillig vorzeitig angewandt.

Aufstellung des Anteilsbesitzes

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Name und Sitz der Gesellschaft Höhe der Beteiligung der KRONES AG in %*
neusped Neutraublinger Speditions-GmbH, Neutraubling 100,00
KIC KRONES Internationale Cooperations-Gesellschaft mbH, Neutraubling 100,00
ecomac Gebrauchtmaschinen GmbH, Neutraubling 100,00
EVOGUARD GmbH, Nittenau 100,00
MAINTEC Service GmbH, Collenberg/Main 100,00
KLUG GmbH Integrierte Systeme, Teunz 26,00
SYSKRON Holding GmbH, Wackersdorf 100,00
SYSKRON GmbH, Wackersdorf 100,00
TRIACOS Consulting & Engineering GmbH, Altenstadt an der Waldnaab 100,00
HST Maschinenbau GmbH, Dassow 100,00
TILL GmbH, Hofheim 50,97
GERNEP GmbH Etikettiertechnik, Barbing 100,00
MILKRON GmbH, Laatzen (vormals KPC-PROCESSING GMBH, Neutraubling) 100,00
KRONES Beteiligungsgesellschaft mbH, Neutraubling 100,00
S.A. KRONES N.V., Louvain-la-Neuve, Belgien 100,00
MAINTEC Service eood, Sofia, Bulgarien 100,00
KRONES Nordic ApS, Holte, Dänemark 100,00
KRONES S.A.R.L., Viviers-du-Lac, Frankreich 100,00
KRONES UK Ltd., Bolton, Großbritannien 100,00
SYSTEM Ltd., London, Großbritannien 60,00
KRONES S.R.L., Garda (vr), Italien 100,00
KOSME S.R.L., Roverbella, Italien 100,00
SYSTEM LOGISTICS, Fiorano, Italien 60,00
KRONES Kazakhstan Too, Almaty, Kasachstan 100,00
KRONES Nederland B.V., Bodegraven, Niederlande 100,00
KOSME Gesellschaft mbH, Sollenau, Österreich 100,00
KRONES Spolka z.o.o., Warschau, Polen 100,00
KRONES Portugal Equipamentos Industriais Lda., Barcarena, Portugal 100,00
KRONES O.O.O., Moskau, Russische Föderation 100,00
KRONES Romania Prod. s.r.l., Bukarest, Rumänien 100,00
SYSTEM NORTHERN EUROPE AB, Malmö, Schweden 60,00
KRONES AG, Buttwil, Schweiz 100,00
KRONES Iberica, S.A.U., Barcelona, Spanien 100,00
SYSTEM LOGISTICS SPAIN SL, Castellon, Spanien 60,00
KRONES S.R.O., Prag, Tschechische Republik 100,00
KONPLAN Immobiliengesellschaft s.r.o., Pilsen, Tschechische Republik 100,00
KONPLAN S.R.O., Pilsen, Tschechische Republik 100,00
KRONES Makina Sanayi ve Tikaret Ltd. Sirketi, Istanbul, Türkei 100,00
KRONES Ukraine LLC, Kiew, Ukraine 100,00
KRONES Angola - Representacoes, Comercio e Industria, Lda., Luanda, Angola 100,00
KRONES Surlatina S. A., Buenos Aires, Argentinien 100,00
KRONES PACIFIC PTY LIMITED, Sydney, Australien 100,00
KRONES do Brazil Ltda., São Paulo, Brasilien 100,00
KRONES S. A., São Paulo, Brasilien 100,00
KRONES CHILE SpA., Santiago de Chile, Chile 100,00
KRONES Sales (Beijing) Co. Ltd., Beijing, VR China 100,00
KRONES Machinery (Taicang) Co. Ltd., Taicang, vr China 100,00
KRONES Trading (Taicang) Co. Ltd., Taicang, vr China 100,00
KRONES Asia Ltd., Hongkong, vr China 100,00
KRONES India Pvt. Ltd., Bangalore, Indien 100,00
PT. KRONES Machinery Indonesia, Jakarta, Indonesien 100,00
KRONES Japan Co. Ltd., Tokio, Japan 100,00
KRONES Machinery Co. Ltd., Mississauga, Ontario, Kanada 100,00
KRONES LCS Center East Africa Ltd., Nairobi, Kenia 100,00
KRONES Andina Ltda., Bogota, Kolumbien 100,00
KRONES Korea Ltd., Seoul, Korea 100,00
KRONES Mex S. A. DE C. V., Mexiko D. F., Mexiko 100,00
SYSTEMLOG DE MEXICO S.A. DE C.V., Nuevo Leon, Mexiko 60,00
KRONES New Zealand Limited, Auckland, Neuseeland 100,00
KRONES LCS Center West Africa Ltd., Lagos, Nigeria 100,00
KRONES Filipinas Inc., Taguig City, Philippinen 100,00
KRONES Southern Africa (Prop.) Ltd., Johannesburg, Südafrika 100,00
KRONES (Thailand) Co. Ltd., Bangkok, Thailand 100,00
SYSTEM LOGISTICS ASIA Co. Ltd., Bangkok. Thailand 60,00
KRONES Inc., Franklin, Wisconsin, USA 100,00
SYSTEM LOGISTICS CORPORATION, Delaware, USA 60,00
TRANS-MARKET LLC, Tampa, USA 80,00
MAQUINARIAS KRONES de Venezuela S. A., Caracas, Venezuela 100,00
KRONES Vietnam Co. Ltd., Ho Chi Minh City, Vietnam 100,00

* unmittelbare und mittelbare Beteiligung.

Die KRONES AG, Neutraubling als Mutterunternehmen ist im Handelsregister B des Amtsgerichts Regensburg unter der Nummer HRB 2344 eingetragen.

Aufsichtsrat und Vorstand

Gemäß § 8 Abs. 1 der Satzung werden sechs Mitglieder des Aufsichtsrats von den Aktionären nach dem Aktiengesetz (§§ 96 Abs. 1, 101 AktG) gewählt. Sechs Mitglieder sind nach § 1 Abs. 1, § 7 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 MitbestG von den Arbeitnehmern zu wählen.

Aufsichtsrat

Ernst Baumann

Aufsichtsratsvorsitzender bis 15.06.2016

* ZF FRIEDRICHSHAFEN AG

Volker Kronseder

Aufsichtsratsvorsitzender seit 15.06.2016

* UNIVERSITÄTSKLINIKUM REGENSBURG

* WIRTSCHAFTSBEIRAT BAYERISCHE LANDESBANK

Werner Schrödl**

Konzernbetriebsratsvorsitzender

Gesamtbetriebsratsvorsitzender

Stv. Aufsichtsratsvorsitzender

* VERWALTUNGSRAT DER BAYERISCHEN BETRIEBSKRANKENKASSEN

Klaus Gerlach**

Head of Central International

Operations and Services

Norman Kronseder

Land- und Forstwirt

* BAYERISCHE FUTTERSAATBAU GMBH

Philipp Graf von und zu Lerchenfeld

MdB, Dipl.-Ing. agr., WP/StB

Dr. Alexander Nerz

Rechtsanwalt bis 30.05.2016

Professor Dr. jur. Susanne Nonnast

Professorin an der OTH Regensburg seit 15.06.2016

Dr. Verena Di Pasquale**

Stellvertretende Vorsitzende des DGB Bayern

Johann Robold**

Betriebsrat

Petra Schadeberg-Herrmann

Geschäftsführende Gesellschafterin

der KROMBACHER FINANCE GMBH,

SCHAWEI GMBH, DIVERSUM HOLDING GMBH & CO. KG

* CHOCOLADEFABRIKEN LINDT & SPRÜNGLI AG

Jürgen Scholz**

1. Bevollmächtigter IG METALL

Geschäftsstelle Regensburg

* INFINEON TECHNOLOGIES AG

Hans-Jürgen Thaus

* HAWE HYDRAULIK SE

* MASCHINENFABRIK REINHAUSEN GMBH

* KURTZ HOLDING GMBH & BETEILIGUNGS KG

* SCHULER AG

Josef Weitzer**

Stellv. Konzernbetriebsratsvorsitzender

Stellv. Gesamtbetriebsratsvorsitzender

Betriebsratsvorsitzender Neutraubling

* SPARKASSE REGENSBURG

Vorstand

Christoph Klenk

CEO

Personal, Kommunikation, Qualität, Informationsmanagement

Michael Andersen

CFO

Finanzen, Controlling, Strategischer Einkauf

Rainulf Diepold

Vertrieb und Marketing

Thomas Ricker

Abfüll- und Verpackungstechnik

Markus Tischer

International Operations and Services

Ralf Goldbrunner

Anlagen und Komponenten

* Weitere Aufsichtsratsmandate gemäß § 125 Abs. 1 Satz 5 AktG

** Von der Belegschaft gewählt

Außerdem sind die Konzerngesellschaften dem Verantwortungsbereich von jeweils zwei Vorstandsmitgliedern zugeordnet.

Vorschlag für die Verwendung des Bilanzgewinns der KRONES AG

Der Bilanzgewinn der KRONES AG beträgt zum 31. Dezember 2016 € 170.724.029,96.

Wir schlagen der ordentlichen Hauptversammlung am 20. Juni 2017 vor, von diesem Betrag folgende Verwendung zu beschließen:

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Vorschlag für die Verwendung des Bilanzgewinns
Dividende € 1,55 48.969.261,60
Vortrag auf neue Rechnung 121.754.768,36

Neutraubling, 10. März 2017

KRONES AG

Der Vorstand

Christoph Klenk CEO

Michael Andersen CFO

Rainulf Diepold

Thomas Ricker

Markus Tischer

Ralf Goldbrunner

Weitere Informationen

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Wir haben den von der KRONES Aktiengesellschaft, Neutraubling, aufgestellten Konzernabschluss - bestehend aus Gewinn-und-Verlust-Rechnung, Aufstellung der im Konzern-Eigenkapital erfassten Erträge und Aufwendungen, Bilanz, Kapitalflussrechnung, Entwicklung des Eigenkapitals und Konzernanhang - sowie den Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2016 geprüft. Die Aufstellung von Konzernabschluss und Konzernlagebericht nach den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften liegt in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Konzernabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Konzernabschluss unter Beachtung der anzuwendenden Rechnungslegungsvorschriften und durch den Konzernlagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des Konzerns sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben im Konzernabschluss und Konzernlagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, der Abgrenzung des Konsolidierungskreises, der angewandten Bilanzierungs- und Konsolidierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Der Konzernlagebericht steht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den gesetzlichen Vorschriften, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Regensburg, den 10. März 2017

**KPMG Bayerische Treuhandgesellschaft Aktiengesellschaft

Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Steuerberatungsgesellschaft**

Renner, Wirtschaftsprüfer

Feege, Wirtschaftsprüfer

Kaufmännisches Glossar

Cashflow

Gesamtheit von Zu- und Abflüssen von Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten in einer Periode.

Corporate Governance

Rahmen für eine verantwortungsvolle und auf Nachhaltigkeit ausgerichtete Unternehmensleitung und -kontrolle.

EBITDA

Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Earnings before interest, taxes, depreciation and amortisation).

EBIT

Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Earnings before interest and taxes).

EBT

Ergebnis vor Steuern (Earnings before taxes).

EBT-Marge

Verhältnis Ergebnis vor Steuern zum Umsatz.

Eigenkapital

Mittel, die dem Unternehmen von den Eigentümern durch Einzahlung und/oder Einlage bzw. aus einbehaltenen Gewinnen zur Verfügung gestellt werden.

Eigenkapitalrendite vor Steuern

Verhältnis Ergebnis vor Steuern zu durchschnittlichem Eigenkapital.

Free Cashflow

Der frei verfügbare Cashflow, der zur Dividendenausschüttung, Schuldentilgung oder Thesaurierung zur Verfügung steht. Der Free Cashflow berechnet sich, in dem man von der Mittelveränderung aus der laufenden Geschäftstätigkeit die Mittelveränderung aus der Investitionstätigkeit abzieht.

Fremdkapital

Zusammenfassende Bezeichnung für die auf der Passivseite der Bilanz auszuweisenden Rückstellungen, Verbindlichkeiten und passivischen Rechnungsabgrenzungsposten.

IFRS

International Financial Reporting Standards. Vom International Accounting Standards Board (IASB) erarbeitete, international harmonisierte und angewandte Rechnungslegungsgrundsätze.

Kapitalflussrechnung

Betrachtung der Zahlungsströme unter Berücksichtigung der Mittelherkunft- und Mittelverwendungseffekte innerhalb des Geschäftsjahres.

Nettoliquidität

Zahlungsmittel und Wertpapiere des kurzfristigen Vermögens abzüglich der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten.

ROCE (passivisch)

Verhältnis EBIT zur durchschnittlichen Nettokapitalbindung (Bilanzsumme abzüglich zinsfreie Verbindlichkeiten und zinsfreie sonstige Rückstellungen).

ROCE (aktivisch)

Verhältnis EBIT zur durchschnittlichen Summe aus Anlagevermögen und Working Capital.

Working Capital

Das betriebsnotwendige Kapital errechnet sich wie folgt: (Forderungen aus Lieferungen und Leistungen + Vorräte + geleistete Anzahlungen) - (Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen + erhaltene Anzahlungen)

Technisches Glossar

3D-Druck

Verschiedene Druckverfahren, bei denen auf Basis von digitalen 3D-Konstruktionsdaten Bauteile schichtweise erstellt werden.

Aseptische Getränkeabfüllung

Keimfreie Abfüllung von Getränken bei Umgebungstemperatur.

Block

Mindestens zwei direkt miteinander verbundene Einzelmaschinen. Der Nassteilblock ErgoBloc L besteht aus einer Streckblasmaschine, einer Etikettiermaschine und einem Füller.

Craft Brewer/Craft Beer

Kleinere konzernunabhängige Brauereien (Craft Brewer), die handwerklich gebrautes Spezialbier (Craft Beer) anbieten.

Digitaldruck

Druckverfahren, bei dem die Daten direkt vom Computer auf das zu bedruckende Objekt übertragen werden, ohne dass eine Druckvorlage erzeugt wird. Digitaldruck ist deutlich flexibler und bei kleineren Auflagen erheblich wirtschaftlicher als herkömmliche Druck- und Etikettierverfahren.

Energy Drink

Getränk, das eine anregende Wirkung auf den Organismus hat. Hierfür sorgen hauptsächlich die Inhaltsstoffe Zucker und Koffein.

enviro

Das Nachhaltigkeitsprogramm von KRONES. enviro wurde 2009 von TÜV SÜD zertifiziert. Damit hat KRONES die Kompetenzzertifizierung erhalten, um das enviro-Siegel für Energie- und Medieneffizienz sowie Umweltverträglichkeit für die eigenen Maschinen und Anlagen zu verleihen. KRONES richtet alle Neuentwicklungen an den Kriterien des Nachhaltigkeitsprogramms enviro aus.

Intralogistik

Kompletter innerbetrieblicher Material- und Warenfluss. Dazu zählen beispielsweise Lager-, Kommissionierungs- und Fördersysteme.

PET

Polyethylenterephthalat, ein thermoplastischer Kunststoff aus der Familie der Polyester, der u. a. zur Herstellung von Getränkeflaschen eingesetzt wird.

PET-Rohlinge

Ähneln in Form und Größe Reagenzgläsern. Aus den Rohlingen (Preforms) werden in einer Streckblasmaschine PET-Flaschen hergestellt.

Softdrinks

Alkoholfreie und meist kohlensäurehaltige Erfrischungsgetränke.

Streckblasmaschine

Mit Streckblasmaschinen werden Behälter aus Polyethylenterephthalat (PET) hergestellt. Die PET-Rohlinge (Preforms) werden erwärmt und danach in einer Blasform mit Druckluft zu fertigen Behältern aufgeblasen.

Sudhaus

Im Sudhaus wird aus den Grundstoffen Malz, Hopfen und Wasser in mehreren Schritten Bier gebraut.

Hinweis zum Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz (AGG)

Zum Zwecke der besseren Lesbarkeit haben wir, die Redaktion, bei Begriffen allgemein die männliche Form gewählt. Dies ist selbstverständlich nicht als diskriminierend zu verstehen und soll in keinem Falle Leser verunsichern oder ihre Gefühle verletzen. Bitte haben Sie hierfür Verständnis.

Der Geschäftsbericht liegt auch in englischer Sprache vor und wird auf Anfrage gerne zugesandt. Sie finden ihn außerdem auf unserer Website unter der Rubrik Investor Relations.

Impressum

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Herausgeber KRONES AG
Böhmerwaldstraße 5
93073 Neutraubling
Projektleitung Roland Pokorny,
Leiter Unternehmenskommunikation
Gestaltung Büro Benseler
Text KRONES AG,
InvestorPress GmbH
Fotos KRONES AG
Druck, Litho Eberl Print GmbH
Papier Metapaper Smooth/Rough
Auflage 1.100 in deutscher Sprache
1.000 in englischer Sprache

Auf einen Blick: Umsatz, Ergebnis, Mitarbeiter, Dividende

Umsatz KRONES Konzern in Mio. €

Ergebnis vor Steuern KRONES Konzern in Mio. €

* angepasst gemäß IAS 19R

Mitarbeiterentwicklung KRONES

Dividende je Aktie in €

* inkl. 1,00 € Sonderausschüttung

** gemäß Gewinnverwendungsvorschlag

Konzernzahlen 2012 - 2016

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2016 2015 2014 2013 2012*
Umsatz
Umsatzerlöse in Mio. € 3.391 3.174 2.953 2.816 2.664
davon Inland in Mio. € 354 382 284 292 224
davon Ausland in Mio. € 3.037 2.792 2.669 2.524 2.440
Exportanteil in % 90 88 90 90 92
Ertragslage
Ergebnis vor Steuern in Mio. € 238 223 192 170 99
Konzernergebnis in Mio. € 169 156 136 119 68
Ergebnis je Aktie in € 5,40 4,98 4,30 3,84 2,26
Vermögens- und Kapitalstruktur
Langfristige Vermögenswerte in Mio. € 799 697 672 642 625
davon Anlagevermögen in Mio. € 725 646 624 605 587
Kurzfristige Vermögenswerte in Mio. € 2.272 2.010 1.756 1.596 1.445
davon Zahlungsmittel in Mio. € 369 365 336 240 133
Eigenkapital in Mio. € 1.226 1.111 989 954 798
Fremdkapital in Mio. € 1.845 1.596 1.439 1.284 1.272
langfristige Verpflichtungen in Mio. € 308 278 275 213 193
kurzfristige Verpflichtungen in Mio. € 1.537 1.318 1.164 1.071 1.079
Bilanzsumme in Mio. € 3.071 2.707 2.428 2.238 2.070
Cashflow/Investitionen
Free Cashflow in Mio. € 49 71 152 67 31
Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte in Mio. € 111 103 95 108 111
Abschreibungen in Mio. € 93 88 91 85 77
Nettofinanzposition (Zahlungsmittel abzgl. Finanzverbindlichkeiten) in Mio. € 369 365 336 240 133
Kennziffern/Rentabilitätskennzahlen
EBT-Marge in % 7,0 7,0 6,5 6,0 3,7
Eigenkapitalrendite vor Steuern in % 20,3 21,3 19,7 19,4 12,2
ROCE (passivisch) in % 17,0 17,7 16,4 16,7 10,0
ROCE (aktivisch) in % 14,7 15,6 14,1 13,8 7,8
Mitarbeiter (per 31.12.) 14.443 13.346 12.624 12.285 11.963
davon Inland 10.061 9.767 9.344 9.098 9.076
davon Ausland 4.382 3.579 3.280 3.187 2.887
Ausschüttung
Dividende je Aktie in € 1,55** 1,45 1,25 2,00*** 0,75

* angepasst gemäß IAS 19R

** gemäß Gewinnverwendungsvorschlag

*** inkl. 1,00 € Sonderausschüttung

Segmente und Produktsparten des KRONES Konzerns

Maschinen und Anlagen zur Produktabfüllung und -ausstattung

Produktbehandlungstechnik
Systemtechnik
Etikettiertechnik
Inspektionstechnik
Fülltechnik
Reinigungstechnik
Kunststofftechnik
Pack- und Palettiertechnik
Transporttechnik

Maschinen und Anlagen zur Getränkeproduktion/ Prozesstechnik

Sudhaus- und Filtrationstechnik
Informationstechnologie
Intralogistik
Materialflusstechnik

Maschinen und Anlagen für die Compact Class

Etikettiertechnik
Fülltechnik
Kunststofftechnik
Pack- und Palettiertechnik
Transporttechnik

Kontakt

KRONES AG

Investor Relations

Olaf Scholz

Telefon +49 9401 70-1169

Telefax +49 9401 70-911169

E-Mail [email protected]

Böhmerwaldstraße 5

93073 Neutraubling

Deutschland

Finanzkalender

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23.03.2017 Geschäftsbericht 2016
27.04.2017 Quartalsmitteilung zum 31. März 2017
20.06.2017 Hauptversammlung
20.07.2017 Zwischenbericht zum 30. Juni 2017
26.10.2017 Quartalsmitteilung zum 30. September 2017