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KRONES AG Annual Report 2015

Jul 12, 2016

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Annual Report

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KRONES Aktiengesellschaft

Neutraubling

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2015 bis zum 31.12.2015

Geschäftsbericht 2015

der KRONES AG

Highlights 2015

KRONES hat seine für 2015 gesetzten Ziele erreicht.
Umsatz steigt um 4,4 % auf 2,51 Mrd. €.
Dividende für 2015 soll gegenüber der Dividende des Vorjahres von 1,25 € je Aktie auf 1,45 € steigen.

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2015 2014 Veränderung

in %
Umsatz Mio. € 2.513,2 2.407,2 + 4,4
Auftragseingang Mio. € 2.658,2 2.480,4 + 7,2
Auftragsbestand zum 31.12. Mio. € 1.539,0 1.394,0 + 10,4
EBITDA Mio. € 137,4 130,3 +5,4
EBIT Mio. € 86,8 78,5 + 10,6
EBT Mio. € 79,1 72,9 + 8,5
Jahresüberschuss Mio. € 59,0 42,9 + 37,5
Ergebnis je Aktie (Konzern nach IFRS) 4,98 4,30 + 15,8
Dividende je Aktie 1,45* 1,25 + 16,0
Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte Mio. € 53,0 51,3 + 3,3
Cashflow Mio. € 109,6 111,8 - 2,0
Nettoliquidität** zum 31.12. Mio. € 125,7 165,5 - 23,7
Beschäftigte am 31.12. 9.283 9.088 + 2,1

* gemäß Gewinnverwendungsvorschlag

** liquide Mittel abzüglich Finanzschulden

Ein Ziel von KRONES ist es, profitabel zu wachsen. Das ist uns 2015 gelungen. Doch für uns bedeutet Erfolg mehr als steigende Umsätze und Gewinne. Auch im vergangenen Jahr konnten wir wieder viele innovative Produkte und Dienstleistungen mit Mehrwert anbieten. Damit sichern wir den Erfolg unserer Kunden langfristig.

Als KRONES Team stehen wir dafür, die Zufriedenheit unserer Kunden stetig zu erhöhen. Jeder einzelne Mitarbeiter trägt seinen Teil dazu bei. Deshalb lautet der Titel des Geschäftsberichts: »Erfolg ist eine Teamleistung«.

Brief des Vorstands

»Durch den Wechsel an der Unternehmensspitze wird sich nichts an der grundsätzlichen Ausrichtung des Unternehmens ändern.« Christoph Klenk Vorstandsvorsitzender

Sehr geehrte Aktionäre und Geschäftsfreunde,

Ende 2015 ist unser langjähriger Vorstandsvorsitzender Volker Kronseder aus dem Vorstand ausgeschieden. Weggefährten, die Volker Kronseder kennen, wissen, dass er kein großes Aufsehen um seine Person wünscht. Einen kleinen Rückblick auf sein Wirken im Unternehmen (Seiten 10 bis 13) wollen wir aber dennoch geben. Volker Kronseder kam 1989 in den Vorstand und war seit 1996 Vorstandsvorsitzender. Seitdem hat sich KRONES prächtig entwickelt. Hierzu trug Volker Kronseder maßgeblich bei. Meine Vorstandskollegen und ich freuen uns, dass Herr Kronseder weiter Verantwortung für das Unternehmen übernehmen will und sich der kommenden Hauptversammlung zur Wahl in den Aufsichtsrat stellt.

Kontinuität ist gewährleistet

Seit 1. Januar 2016 bin ich Vorstandsvorsitzender von KRONES. Die Antwort auf die Frage, ob sich mit dem Wechsel an der Unternehmensspitze etwas an der grundsätzlichen Ausrichtung des Unternehmens ändert, lautet eindeutig »Nein«. Für einen Strategieschwenk gibt es keinen Grund. Wir verfügen über ein robustes Geschäftsmodell, das sich auch in wirtschaftlich schwierigen Zeiten bewährt hat. Darüber hinaus profitieren wir von unseren langfristig gewachsenen Kundenbeziehungen. Der Kunde stand bei KRONES schon immer im Mittelpunkt. Daran wird sich künftig nichts ändern.

2015 war KRONES insgesamt erfolgreich. Trotz herausfordernden gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen stieg der Konzern-Umsatz um 7,5 % auf 3,17 Mrd. €. Das Konzern-Ergebnis vor Steuern (EBT) verbesserte sich um 16,4 % auf 223,3 Mio. €. Damit haben wir unser EBT-Margenziel von 7,0 %, das wir uns im Zuge des Strategieprogramms Value gesetzt hatten, erreicht. Tragende Säulen des Value-Programms sind Qualität und Innovationen. Hier spiegelt sich unser Ziel wider, die Kundenzufriedenheit kontinuierlich zu steigern.

Und wie in der Vergangenheit, wird dies auch künftig nur im Team, also gemeinsam mit allen Mitarbeitern, gelingen. Nicht umsonst lautet der Titel des vorliegenden Geschäftsberichts »Erfolg ist eine Teamleistung«. Neu in der KRONES Mannschaft ist seit 1. Januar 2016 unser Finanzvorstand Michael Andersen. Meine Vorstandskollegen und ich freuen uns auf eine gute Zusammenarbeit mit Herrn Andersen. Er wird sicher dazu beitragen, dass wir die Aufgaben der Zukunft meistern. Und davon gibt es einige, denn der Wettbewerb ist intensiv und die gesamtwirtschaftliche Entwicklung bleibt volatil.

Nur nachhaltiger Erfolg zählt

2015 haben wir wichtige Weichen gestellt, um künftige Erfolge zu sichern. In unserem Kernsegment »Maschinen und Anlagen zur Produktabfüllung und -ausstattung« brachten wir die Internationalisierung voran. Das zunehmende Angebot von modularen Maschinen unterstützte uns dabei, die Kosten im Kernsegment zu senken. Darüber hinaus konnten wir unseren Kunden in der Abfüll- und Verpackungstechnik auch im Berichtsjahr wieder zahlreiche innovative Produkte mit Mehrwert bieten. Beispiel hierfür ist die sehr flexible Verpackungsstraße Varioline. Trotz starker Konkurrenz, auch aus China, wollen wir in unserem Kernsegment die gute Marktstellung halten. Im Segment »Prozesstechnik« starteten wir ein Maßnahmenpaket, mit dem KRONES die Wettbewerbsfähigkeit und Ertragskraft des Segments nachhaltig verbessern will. Mehr hierzu lesen Sie ab Seite 32 im Strategieteil des Konzern-Geschäftsberichts. Deutliche Fortschritte machten wir 2015 bei KOSME. Die KRONES Tochter ist Kern des kleinsten Unternehmenssegments »Maschinen und Anlagen für die Compact Class«. Wir haben den italienischen Standort von KOSME neu aufgestellt und das Produktprogramm optimiert. Die Anstrengungen lohnten sich. 2015 schrieb das Segment schwarze Zahlen und aus heutiger Sicht können wir sagen, dass die Ergebniswende auch nachhaltig ist.

Dies ist wichtig, denn wir wollen stets mehr als nur kurzfristige Erfolge erreichen. Ziel ist es, bleibende Werte zu schaffen - für unsere Kunden und uns. Deshalb entwickelt sich KRONES als Unternehmen selbst genau so weiter, wie wir unsere Produkte und Dienstleistungen ständig verbessern. Beharrlichkeit ist ein wichtiger Erfolgsfaktor von KRONES. Wir setzen nicht auf kurzfristigen Aktionismus, sondern denken und handeln stets langfristig. Ein gutes Beispiel hierfür ist unser Nachhaltigkeitsprogramm enviro. Maschinen und Anlagen mit dem enviro-Siegel gehen besonders sparsam mit Energie und anderen Ressourcen um. In den vergangenen Jahren haben wir das Angebot an enviro-Maschinen kontinuierlich erweitert.

Internationalisierung sichert Arbeitsplätze

Wir investierten in den vergangenen Jahren im Ausland viel in Personal und Informationstechnologie, um die internationale Präsenz von KRONES auszubauen. Nur deshalb besitzen wir heute in den Schwellen- und Entwicklungsländern eine führende Marktstellung. Gemeinsam mit der positiven Entwicklung auf den reifen Märkten führte dies zu der international sehr ausgewogenen Umsatzverteilung des Unternehmens. Wir werden auch künftig die Internationalisierung vorantreiben, um noch näher am Kunden zu sein. Darüber hinaus bieten wir zunehmend Serviceleistungen in lokaler Währung und lokale, marktspezifisch entwickelte Produkte an. Dies ist auch mit einem Personalaufbau im Ausland verbunden. 2015 stieg der Anteil der ausländischen Mitarbeiter an der Konzern-Gesamtbelegschaft an. Dieser Trend wird sich in den kommenden Jahren fortsetzen. Das bedeutet aber nicht, dass inländische Arbeitsplätze bedroht sind. Denn die Internationalisierung und die damit verbundenen Erfolge in den Märkten fernab der Heimat sichern auch Arbeitsplätze im Inland. Zudem werden wir auch künftig kräftig in unsere deutschen Standorte investieren. Ein Beispiel hierfür ist unsere Tochter SYSKRON Holding, in der die kompletten Intralogistikaktivitäten und alle Themen rund um die Digitalisierung gebündelt sind. Die Digitalisierung, also die intelligente Verknüpfung von Daten, mit der wir die Produktionsprozesse unserer Kunden weiter verbessern, wird ein wesentlicher Bestandteil unseres Geschäftes.

Abschließend bedanke ich mich im Namen des kompletten Vorstands herzlich bei der gesamten KRONES Mannschaft für die hohe Motivation und das außerordentliche Engagement im Geschäftsjahr 2015. Jeder einzelne unserer mittlerweile 13.346 Mitarbeiter im Konzern hat zum Erfolg des Unternehmens beigetragen. Ich bin fest davon überzeugt, dass wir auch die Zukunft gemeinsam erfolgreich gestalten. Bei KRONES ist und bleibt Erfolg eine Teamleistung.

Christoph Klenk, CEO

Die Mitglieder des Vorstands

Rainulf Diepold

Vertrieb und Marketing

Michael Andersen CFO

Finanzen, Controlling, Strategischer Einkauf

Christoph Klenk CEO

Personal, Kommunikation, Qualität, Informationsmanagement

Markus Tischer

International Operations and Services

Thomas Ricker

Abfüll- und Verpackungstechnik

Ralf Goldbrunner

Anlagen und Komponenten

DER VORSTAND

Liebe Aktionäre, liebe Geschäftspartner, liebe Freunde der KRONES AG,

zum Ende des Jahres 2015 ist für mich die Zeit gekommen, um aus dem Vorstand der KRONES AG auszuscheiden. Damit halte ich mich an unsere interne Altersobergrenze für Vorstandsmitglieder. Nach zwei Jahrzehnten als Vorstandsvorsitzender gebe ich die Verantwortung für das Unternehmen in jüngere Hände.

Der Übergang wird fließend sein. Denn die operative Verantwortung geht auf ein Ihnen bekanntes, bewährtes und eingespieltes Team über. Mein Nachfolger, Christoph Klenk hat seit 20 Jahren im Unternehmen seine Fähigkeiten eindrucksvoll unter Beweis gestellt und unsere Unternehmensphilosophie mitgeprägt. Damit bleibt die ganz besondere KRONES Kultur erhalten. Ich habe vollstes Vertrauen in unsere Vorstandsmannschaft sowie alle unsere Mitarbeiter und bin sicher, dass die KRONES Erfolgsgeschichte weitergeht.

Ich werde mich natürlich nicht komplett aus dem Unternehmen zurückziehen, sondern will auch künftig Verantwortung übernehmen und Teil der motivierten KRONES Mannschaft bleiben. Im Juni 2016 stelle ich mich auf der Hauptversammlung zur Wahl in den Aufsichtsrat der KRONES AG.

Meine Familie und ich bleiben dem Unternehmen - auch ohne den Namen »Kronseder« im Vorstand - als Mehrheitsaktionäre langfristig verbunden.

Das verleiht dem Unternehmen zusätzliche Stabilität.

Nun möchte ich mich in meiner Funktion als Vorstandsvorsitzender bei all den Menschen bedanken, die KRONES in meiner Schaffenszeit unterstützt und zu der erfolgreichen Entwicklung von KRONES beigetragen haben - bei unseren Kunden, Lieferanten, Aktionären, aber vor allem bei unseren Mitarbeitern.

Ihnen allen kann ich versprechen: KRONES wird der von Ihnen geschätzte verlässliche Partner bleiben.

Neutraubling, im Dezember 2015

Ihr Volker Kronseder

Vors. des Aufsichtsrats

Ernst Baumann

Vorstand

Volker Kronseder (Vors.)

Christoph Klenk

Rainulf Diepold

Thomas Ricker

Markus Tischer

Ralf Goldbrunner

scroll

Telefon +49 9401 70-2210
Telefax +49 9401 70-2762
E-Mail [email protected]
Internet www.krones.com

Sitz Neutraubling

Registergericht

Regensburg HRB 2344

USt-IdNr. DE 133695999

Steuer-Nr. 244/117/10005

KRONES AG

Böhmerwaldstraße 5

93073 Neutraubling

Deutschland

Volker Kronseders Zeit bei KRONES

1973 - 1989

1973 Karrierestart - Volker Kronseder lernte das Geschäft von der Pike auf und startete seine Karriere bei KRONES als technischer Zeichner.

1976 Erster Bloc - Volker Kronseder vor dem ersten KRONES Bloc (miteinander verbundene Einzelmaschinen). Seither sind Bloc-Lösungen ein wichtiger Teil der KRONES Erfolgsgeschichte.

1984 Japan-Connection - Schon Anfang der 60er-Jahre war Japan einer der ersten Auslandsmärkte von KRONES. 1984 überzeugte sich eine Delegation der japanischen Botschaft in Neutraubling von der Qualität der KRONES Maschinen.

1987 »Klonsedel« - Volker Kronseder hat ein besonderes Faible für China. Dem Besuch chinesischer Kunden im Jahr 1987 folgten viele erfolgreiche China-Geschäfte.

1987 Sport verbindet - Der Betriebssport hat bei KRONES einen hohen Stellenwert. Volker Kronseder ließ es sich oft nicht nehmen, Siegerpokale persönlich zu überreichen.

1988 Pfaff war baff - Jean-Marie Pfaff, einer der weltbesten Fußball-Torhüter der 80er-Jahre, besuchte KRONES als Markenbotschafter der belgischen Brauerei Alken Maes. Pfaffwar von der modernen Produktion begeistert.

1989 Etikettiertechnik ausgezeichnet - KRONES erhielt von Mobil Oil den oppack Award für die Etikettiermaschine Contiroll. Grund: Die hervorragende Verarbeitung der Folien von Mobil Oil.

1984 Runde Sache - Am 3. Oktober 1984 feierte Volker Kronseder mit seinem Vater Hermann Kronseder dessen 60. Geburtstag.

1990 - 1999

1990 - Interesse Ost-West - Hier folgte eine Delegation des russischen Wirtschaftsministeriums den Ausführungen von Volker Kronseder.

1991 Reif für die Insel - Zur Einweihung des Standortes in England bekam Volker Kronseder von den Mitarbeitern eine KRONES Maschine im Miniformat.

1993 Liebe zum Detail - Auf der drinktec Interbrau erklärte Volker Kronseder einem interessierten Messebesucher anhand der Flaschenzeile die Flaschenreinigungsmaschine Spiragrip.

1994 5.000. Mitarbeiterin - Volker Kronseder begrüßte die 5.000. Mitarbeiterin Monika Adlhoch persönlich. Für ihn war der direkte Draht zur Belegschaft immer sehr wichtig.

1995 TÜV-geprüft - Seit 1995 ist KRONES DIN ISO 9001 zertifiziert. Stolz übernahm Volker Kronseder gemeinsam mit seinem Vater Hermann Kronseder das TÜV-Zertifikat.

1996 5.000. Akademie-Teilnehmer - Die KRONES Akademie, in der Kunden für unsere Maschinen und Anlagen geschult werden, entwickelte sich zu einer Erfolgsstory. Nachdem Volker Kronseder 1996 den 5.000. Akademie-Absolventen begrüßte, werden inzwischen 15.000 Teilnehmer pro Jahr in Management- und Technikkursen aus- und weitergebildet.

1996 Vorstandsvorsitzender - Volker Kronseder übernahm vor 20 Jahren von seinem Vater das Amt des Vorstandsvorsitzenden. Die künftige Strategie erläuterte er der Belegschaft auf der Betriebsversammlung.

1999 Höchstleistung - Das Brauhaus Leikeim aus Altenkunstadt in Oberfranken orderte 1999 bei KRONES die damals leistungsstärkste Abfüllanlage für Flaschen mit Bügelverschluss. Darüber freute sich Volker Kronseder gemeinsam mit den Geschäftsführern der Familienbrauerei.

2000 - 2009

2000 Prosit der Gemütlichkeit - Nach einem harten Arbeitstag genoss Volker Kronseder eine kühle Halbe mit KRONES Mitarbeitern im Grünen auf dem KRONES Gelände.

2001 KRONES wird 50 - Zum Firmenjubiläum stieg ein großes Fest, auf dem auch Volker Kronseder gemeinsam mit Frau Caroline ausgelassen feierte. Für fetzige Live-Musik sorgte die 70er-Kultband »Middle of the Road«. Chirpy Chirpy Cheep Cheep!

2002 Schöne Bilanz - Auf der Bilanzpressekonferenz und der anschließenden Analystenkonferenz 2002 konnten Vorstandschef Volker Kronseder und sein Stellvertreter Hans-Jürgen Thaus das dritte Rekordergebnis in Folge vorlegen. Es sollte nicht der letzte Rekord bleiben.

2002 Bier-Orden - Andreas Stöttner vom Verband der bayerischen Privatbrauer übergab 2002 Volker Kronseder auf der »Brau« den Bayerischen Bierorden - für seine besonderen Verdienste um das bayerische Bier.

2005 Vollgas Richtung Osten - Gemeinsam mit Freunden machte sich Volker Kronseder 2005 zu einer langen Motorradtour auf, die die Truppe bis nach China führte.

2006 Wachstumsmarkt China - Volker Kronseder freute sich gemeinsam mit chinesischen Kunden über einen Vertragsabschluss in Neutraubling. KRONES erzielt mittlerweile rund 10 % der Umsatzerlöse in China.

2009 Schönes Paar - Caroline Kronseder und Ehemann Volker setzen auf der drinktec 2009 die Verpackungsstraße Varioline gut in Szene. Heute ist die Varioline besonders bei Craft Brewern begehrt.

Familie Kronseder - Volker Kronseder im Kreise seiner Eltern und Geschwister. Vater Hermann Kronseder verstarb im Jahr 2010 im Alter von 85 Jahren.

2010 - 2015

2010 Inbetriebnahme BHKW - KRONES setzt auf regenerative Energie. Seit 2010 bezieht KRONES aus dem Blockheizkraftwerk in Neutraubling Energie und Wärme.

2011 Feste feiern - Die KRONES Betriebsfeste zählen an allen Standorten zu den Highlights des Jahres. Hier genoss Volker Kronseder mit seiner langjährigen Assistentin Christina Resch das Betriebsfest.

2012 Selbst ist der Mann - Auf einer längeren Tour mit einer Harley Davidson machten sich beim Motorrad im hohen Norden technische Probleme bemerkbar. Volker Kronseder steuerte das KRONES Werk in Flensburg an und reparierte den Schaden mit dem passenden Werkzeug höchstpersönlich.

2013 Hauptversammlung - Auf den Aktionärstreffen von KRONES herrschte immer gute Stimmung. Volker Kronseder hatte gemeinsam mit Nachfolger Christoph Klenk meist nur Positives zu vermelden.

2014 Nah am Mitarbeiter - Die Nähe zu seinen Mitarbeitern und zur Technik war Volker Kronseder immer wichtig. Seine fast täglichen Betriebsrundgänge bereiteten ihm viel Spaß.

2014 Werksführung - In den Werkshallen fühlte sich Volker Kronseder sichtlich wohl. Ausführlich erklärte er den Besuchern bei seinen Werksführungen alle Produktionsschritte und ließ keine Frage unbeantwortet.

2015 Ein starkes Team - Anlässlich der Verabschiedung von Volker Kronseder versammelten sich die aktuellen und einige ehemalige Vorstandskollegen zum Gruppenfoto. Im Anschluss sorgten noch einige Anekdoten aus früheren Vorstandssitzungen für gute Stimmung.

Bericht des Aufsichtsrats

Ernst Baumann Vorsitzender des Aufsichtsrats

Sehr geehrte Damen und Herren,

2015 traf der Aufsichtsrat wichtige Personalentscheidungen und regelte frühzeitig die neue Zusammensetzung des Vorstands. Damit wurde sichergestellt, dass KRONES nach dem Ausscheiden des langjährigen Vorstandsvorsitzenden Volker Kronseder weiterhin eine exzellente Führungsmannschaft besitzt. Im Namen des kompletten Aufsichtsrats möchte ich mich an dieser Stelle bei Herrn Kronseder für seine erfolgreiche Arbeit im Vorstand bedanken.

Neben wichtigen personellen Weichenstellungen befasste sich der Aufsichtsrat 2015 eingehend mit der Strategie des Unternehmens. Hierzu zählt beispielsweise die neue Ausrichtung des Segments »Prozesstechnik«. Der Aufsichtsrat wird auch künftig eng und vertrauensvoll mit dem Vorstand zusammenarbeiten und seinen Beitrag leisten, damit sich die Erfolgsstory von KRONES fortsetzt.

Beratung und Überwachung

Im Geschäftsjahr 2015 hat der Aufsichtsrat der KRONES AG den Vorstand gemäß Aktiengesetz sowie der Satzung der Gesellschaft kontinuierlich überwacht und beraten. Es fanden vier ordentliche Aufsichtsratssitzungen und eine außerordentliche Aufsichtsratssitzung statt. Das Gremium ließ sich vom Vorstand in schriftlichen und mündlichen Berichten regelmäßig - auch außerhalb der Aufsichtsratssitzungen - über die geschäftliche und finanzielle Lage der Gesellschaft sowie die strategische Ausrichtung des Unternehmens und über das Risikomanagement informieren.

Am 29. Januar traf sich der Aufsichtsrat zu einer außerordentlichen Sitzung, um mögliche Personalveränderungen im Vorstand zu besprechen. Der Vorstandsvorsitzende Volker Kronseder hatte dem Aufsichtsrat mitgeteilt, dass er beabsichtige, seinen Anstellungsvertrag mit Ablauf des 31. Dezember 2015 nicht zu verlängern und aus dem Vorstand ausscheiden werde, wenn eine geeignete Nachfolgelösung gefunden wird.

Der Aufsichtsrat erörterte die Nachfolge und kam zu der Überzeugung, dass Christoph Klenk, Vorstand der KRONES AG für Finanzen, Controlling und Informationsmanagement, für den Fall, dass Herr Kronseder seinen Vertrag nicht verlängert, zum 1. Januar 2016 Vorstandsvorsitzender werden soll. Gleichzeitig plante der Aufsichtsrat, Michael Andersen als Nachfolger von Herrn Klenk zu bestellen. Da Herr Andersen zum Zeitpunkt der Aufsichtsratssitzung noch in einem Dienstverhältnis mit einem anderen Unternehmen stand, wurde ihm eine Bedenkzeit bis zum Ablauf des 18. März 2015 eingeräumt.

Die erste ordentliche Aufsichtsratssitzung fand am 17. und 18. März statt. Sie wurde für zwei Tage angesetzt, da es am 17. März ausführlich um die künftige Strategie von KRONES ging. Hierzu erläuterte der Vorstand zunächst die Marktentwicklungen und die Wettbewerbssituation in den kommenden Jahren. Darauf basierend stellte er anschließend die Ableitungen und Handlungsfelder für KRONES dar. Nach einer ausführlichen Diskussion billigte der Aufsichtsrat die Strategie des Vorstands. Am 18. März standen zunächst Vorstandsthemen auf der Tagesordnung. Der Vorstandsvorsitzende Volker Kronseder erklärte gegenüber dem Aufsichtsrat, dass er seinen Anstellungsvertrag nicht verlängern und somit mit Ablauf des 31. Dezember 2015 aus dem Vorstand ausscheiden werde. Hierdurch wurde die Ernennung von Herrn Christoph Klenk zum Vorstandsvorsitzenden zum 1. Januar 2016 wirksam. Zudem erklärte Michael Andersen gegenüber dem Aufsichtsrat die Annahme der Bestellung zum Finanzvorstand.

Nachdem der Bundestag am 6. März 2015 das Gesetz zur Frauenquote beschlossen hatte, befasste sich das Gremium aus aktuellem Anlass mit dieser Thematik. Im Anschluss präsentierte der Vorstand dem Aufsichtsrat den vorläufigen Konzernabschluss mit allen wichtigen Finanzkennzahlen für das Geschäftsjahr 2014. Außerdem wurde von Vorstand und Aufsichtsrat beschlossen, der Hauptversammlung eine Dividendenausschüttung von 1,25 Euro je Aktie vorzuschlagen.

An der Aufsichtsratssitzung am 29. April 2015 nahmen als Gäste zeitweise Vertreter der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft von KRONES teil. Diese erläuterten dem Aufsichtsrat den Prüfungsauftrag und die Schwerpunkte der Prüfung des Jahresabschlusses 2014 und gaben einen detaillierten Überblick über die Abschlussprüfung. Der Vorsitzende des Prüfungs- und Risikomanagementausschusses Graf Philipp von und zu Lerchenfeld berichtete dem Gremium, dass der Prüfungsbericht der Wirtschaftsprüfer in der Ausschusssitzung am 28. April 2015 detailliert erörtert wurde und der Ausschuss dem Aufsichtsrat empfiehlt, den Jahresabschluss und den Konzernabschluss mit den Lageberichten der KRONES AG und des Konzerns für das Geschäftsjahr 2014 festzustellen bzw. zu billigen. Dieser Empfehlung kam der Aufsichtsrat nach. Weiteres Thema der Sitzung war der Wirtschaftsbericht des Vorstands. Die einzelnen Vorstandsmitglieder informierten den Aufsichtsrat über den Geschäftsverlauf des ersten Quartals 2015, die Auslastung in den einzelnen Bereichen sowie über Produktinnovationen des Unternehmens. Abschließend legten Aufsichtsrat und Vorstand gemeinsam die Tagesordnung für die Hauptversammlung der KRONES AG am 17. Juni 2015 fest.

Die dritte ordentliche Aufsichtsratssitzung 2015 fand am 30. September in der KRONES Niederlassung Brüssel statt. Nach der Begrüßung informierte der Aufsichtsratsvorsitzende Ernst Baumann das Gremium zum Thema »Frauenquote bzw. Geschlechterquote bei KRONES«. Das Gesetz sieht vor, dass künftig 30 % der Aufsichtsratsmandate auf Frauen entfallen müssen. Diese Regel gilt für Aufsichtsratswahlen ab 2016. Darüber hinaus muss der Aufsichtsrat eine Zielgröße für den Frauenanteil im Vorstand des Unternehmens festlegen. Für den Vorstand konnte bislang keine geeignete Kandidatin gefunden werden. Dies dürfte auch in naher Zukunft schwierig bleiben. Der Aufsichtsrat beschloss daher einstimmig, die Zielgröße des Frauenanteils im Vorstand auf 0 % zu setzen. Anschließend berichtete der Vorstand über den aktuellen Geschäftsverlauf. Neben den Halbjahreszahlen 2015 stand die Lage bei KOSME und in der Prozesstechnik im Fokus des Wirtschaftsberichts. Auch die Eckpunkte für die Jahresplanung 2016 legte der Vorstand dem Aufsichtsrat vor.

Am 18. November kam das Gremium zur vierten und letzten Sitzung im Geschäftsjahr 2015 zusammen. Schwerpunkt der Aufsichtsratssitzung war das Risikomanagement von KRONES. Graf von und zu Lerchenfeld, Vorsitzender des Prüfungs- und Risikomanagementausschusses des Aufsichtsrats, erläuterte die zehn größten Einzelrisiken des Unternehmens. Als Fazit zog Graf Lerchenfeld, dass sich das Risikoprofil von KRONES im Vergleich zum Vorjahr insgesamt nicht wesentlich verändert hat. Weitere Themen der Sitzung waren die Berichte des Vorstands zu Messeauftritten sowie der aktuellen wirtschaftlichen Entwicklung des Unternehmens. Darüber hinaus bewilligte der Aufsichtsrat die Jahresplanung 2016.

Arbeit des Prüfungs- und Risikomanagementausschusses

Dem Prüfungs- und Risikomanagementausschuss gehören der Vorsitzende des Aufsichtsrats Ernst Baumann, sein Stellvertreter Werner Schrödl sowie die Aufsichtsratsmitglieder Norman Kronseder, Graf Philipp von und zu Lerchenfeld, Josef Weitzer und Johann Robold an. Vorsitzender des Ausschusses ist Graf Philipp von und zu Lerchenfeld. Der Prüfungs- und Risikomanagementausschuss überwacht Rechnungslegung, Abschlussprüfung sowie Berichterstattung und fertigt entsprechende Beschlussvorlagen für den Aufsichtsrat an. Darüber hinaus bereitet er die Prüfung des Jahresabschlusses, des Lageberichts und des Prüfungsberichts des Jahres- und Konzernabschlusses durch den Aufsichtsrat vor und spricht Empfehlungen aus. Der Prüfungs- und Risikomanagementausschuss überwacht zudem die Wirksamkeit des internen Kontroll-, des Risikomanagement- sowie des Compliance-Systems.

Der Prüfungs- und Risikomanagementausschuss traf sich 2015 zu zwei Sitzungen. Am 28. April bereitete er vor der Bilanz feststellenden Aufsichtsratssitzung, die am 29. April 2015 stattfand, die Prüfung des Jahresabschlusses, des Lageberichts und des Prüfungsberichts des Jahres- und Konzernabschlusses 2014 durch den Aufsichtsrat vor. Er beschäftigte sich in dieser Sitzung ausführlich mit der Berichterstattung der Wirtschaftsprüfer über die Prüfung des Jahres- und Konzernabschlusses zum 31. Dezember 2014. In der Sitzung am 17. November 2015 wurde auf Basis der entsprechenden Vorlagen zum internen Kontrollsystem, der internen Revision und des Compliance Managements der Bericht für die vierte ordentlich Aufsichtsratssitzung vorbereitet.

Arbeit des Ständigen Ausschusses

Dem Ständigen Ausschuss gehören Werner Schrödl, Norman Kronseder, Josef Weitzer und Ernst Baumann an. Vorsitzender des Ständigen Ausschusses ist Ernst Baumann.

Der Ausschuss befasst sich mit allen sonstigen Themen, die nicht in den Zuständigkeitsbereich des Prüfungs- und Risikomanagementausschusses fallen. Zum Beispiel bereitete der Ständige Ausschuss die Entscheidungen des Aufsichtsrats zu Nachfolgethemen im Vorstand vor.

Aufsichtsrat stimmt dem Prüfungsergebnis zu

Der vom Vorstand aufgestellte Jahresabschluss der KRONES Aktiengesellschaft und der Konzernabschluss sowie der Lagebericht der KRONES AG und der Konzernlagebericht zum 31. Dezember 2015 sind durch den von der Hauptversammlung gewählten Abschlussprüfer, der KPMG Bayerischen Treuhandgesellschaft Aktiengesellschaft Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft geprüft und jeweils mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen worden. Der geprüfte Jahresabschluss und der Konzernabschluss sowie der Lagebericht der KRONES AG und der Konzernlagebericht zum 31. Dezember 2015 lagen allen Mitgliedern des Aufsichtsrats rechtzeitig zur Prüfung vor. Die geprüften Abschlüsse und Lageberichte waren am 27. April 2016 Gegenstand der Bilanz feststellenden Aufsichtsratssitzung. An der Sitzung haben auch Vertreter des Abschlussprüfers teilgenommen und dem Aufsichtsrat über die Ergebnisse ihrer Prüfung und über ihre Prüfungsschwerpunkte berichtet.

Der Aufsichtsrat hat das Prüfungsergebnis des Abschlussprüfers zustimmend zur Kenntnis genommen. Nach dem abschließenden Ergebnis der Prüfung durch den Aufsichtsrat ergaben sich keine Einwände. Der Aufsichtsrat hat den Jahresabschluss der KRONES AG sowie den Konzernabschluss und den Vorschlag des Vorstands über die Verwendung des Bilanzgewinns festgestellt bzw. gebilligt.

Die Mitglieder des Aufsichtsrats danken dem Vorstand sowie allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Unternehmens für ihre hervorragende Arbeit im Geschäftsjahr 2015.

Neutraubling, im April 2016

Der Aufsichtsrat

Ernst Baumann, Vorsitzender des Aufsichtsrats

Zusammensetzung des Aufsichtsrats

Gemäß § 8 Abs. 1 der Satzung werden sechs Mitglieder des Aufsichtsrats von den Aktionären nach dem Aktiengesetz (§§ 96 Abs. 1, 101 AktG) gewählt. Sechs Mitglieder sind nach § 1 Abs. 1, § 7 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 MitbestG von den Arbeitnehmern zu wählen.

Ernst Baumann

Aufsichtsratsvorsitzender

* ZF FRIEDRICHSHAFEN AG

Werner Schrödl**

Konzernbetriebsratsvorsitzender

Gesamtbetriebsratsvorsitzender

Stv. Aufsichtsratsvorsitzender

* VERWALTUNGSRAT DER BAYERISCHEN BETRIEBSKRANKENKASSEN

Klaus Gerlach**

Head of Central International Operations and Services

Norman Kronseder

Land- und Forstwirt

* BAYERISCHE FUTTERSAATBAU GMBH

Graf Philipp von und zu Lerchenfeld

MdB, Dipl.-Ing. agr., WP/StB

Dr. Alexander Nerz

Rechtsanwalt

Dr. Verena Di Pasquale**

Stellvertretende Vorsitzende des DGB Bayern

Johann Robold**

Betriebsrat

Petra Schadeberg-Herrmann

Geschäftsführende Gesellschafterin der KROMBACHER FINANCE GMBH, SCHAWEI GMBH, DIVERSUM HOLDING GMBH & CO. KG

* CHOCOLADEFABRIKEN LINDT & SPRÜNGLI AG

* COMMERZBANK AG (bis 30. April 2015)

Jürgen Scholz**

1. Bevollmächtigter und Kassierer IG Metall Verwaltungsstelle Regensburg

* INFINEON TECHNOLOGIES AG

Hans-Jürgen Thaus

Vormals stellvertretender Vorstandsvorsitzender der KRONES AG

* HAWE HYDRAULIK SE (seit 1. Juli 2015)

* MASCHINENFABRIK REINHAUSEN GMBH

* KURTZ HOLDING GMBH & BETEILIGUNGS KG

* SCHULER AG

Josef Weitzer**

Stellv. Konzernbetriebsratsvorsitzender

Stellv. Gesamtbetriebsratsvorsitzender

Betriebsratsvorsitzender Neutraubling

* SPARKASSE REGENSBURG

* Weitere Aufsichtsratsmandate gemäß § 125 Abs. 1 Satz 5 AktG

** Von den Mitarbeitern gewählt

Zur KRONES Aktie

»2015 hat sich die KRONES Aktie erneut deutlich besser entwickelt als der MDAX. Damit konnten wir unsere Position im MDAX weiter stärken.« Olaf Scholz Leiter Investor Relations

Weltbörsen waren 2015 sehr volatil
KRONES Aktie steigt überdurchschnittlich stark um 36,6 %
Für 2015 soll eine Dividende von 1,45 € je Aktie ausgeschüttet werden

KRONES Aktionäre konnten 2015 mit der Entwicklung ihrer Papiere sehr zufrieden sein. Unsere Aktie legte im Jahresverlauf um 36,6 % auf 110,30 € zu. Sie stieg damit deutlich stärker als die beiden wichtigsten deutschen Aktienindizes DAX und MDAX. In der MDAX-Rangliste konnte sich KRONES weiter nach oben arbeiten und die Position als Index-Mitglied stärken.

Das Börsenjahr 2015 war insgesamt positiv

Nach einem ausgeprägten Auf und Ab gingen die meisten Weltbörsen zum Jahresende mit einem Plus aus dem Rennen. Zunächst starteten die Aktienmärkte überwiegend mit satten Kursgewinnen in das Jahr 2015. Getrieben wurde die fulminante Jahresanfangsrallye von der lockeren Geldpolitik vieler Zentralbanken. Die Entscheidung der Europäischen Zentralbank (ezb) ein großes Anleihekaufprogramm zu starten, sorgte vor allem an Europas Börsen für höhere Kurse. Bis Mitte August tendierten die Märkte unter Schwankungen seitwärts. Dann setzte eine zweiwöchige Verkaufswelle ein, die nahezu alle Indizes weltweit in die Tiefe riss. Grund hierfür waren hauptsächlich schlechte Nachrichten aus China. Dort brachen die Kurse nach dem kräftigen Anstieg seit Jahresbeginn innerhalb kürzester Zeit um rund die Hälfte ein. Verstärkte Konjunktursorgen ließen die »Spekulationsblase« in China platzen. Zudem stieg die Angst vor einer Zinswende in den USA. Nach dem verlustreichen dritten Quartal sorgte die weitere Lockerung der Geldpolitik in Europa im vierten Quartal aber wieder für steigende Kurse zum Jahresende, so dass die meisten Weltbörsen mit einem leichten Plus auf Jahresbasis schlossen.

Wertentwicklung der KRONES Aktie im Vergleich zum MDAX 2015

Nach einem verhaltenen Jahresauftakt hat die KRONES Aktie den MDAX ab dem zweiten Quartal hinter sich gelassen und den Vorsprung bis Jahresende ausgebaut.

Der deutsche Aktienindex DAX beendete 2015 mit einem Plus von 9,6 % bei 10.743 Punkten, nachdem er Mitte April bei knapp 12.400 Punkten ein Rekordhoch markierte. Der Euro-Stoxx-50, mit den größten Werten aus dem Euro-Raum, schaffte ein Plus von 4,2 %. In den USA liefen die Börsen wegen der Angst vor steigenden Zinsen nicht so gut. Der US-Leitindex Dow Jones verlor 2015 leicht um 3,1 % auf 17.425 Punkte. Der japanische Nikkei-Index profitierte von der weiterhin sehr lockeren Geldpolitik in Nippon und kletterte 2015 um 9,1 %.

KRONES Aktie erneut stärker als der MDAX

Die KRONES Aktie profitierte davon, dass wir die zu Jahresbeginn aufgestellten Prognosen für das Gesamtjahr 2015 trotz wirtschaftlicher Herausforderungen eingehalten haben.

Der MDAX, der Index für mittelgroße Aktiengesellschaften, legte 2015 mit einem Plus von 22,7 % deutlich stärker zu als der »große Bruder« DAX und schloss das Börsenjahr bei 20.775 Punkten. Top-Performer im MDAX, dem auch KRONES angehört, war das Werbeunternehmen Stroer (+ 131 %) und der Rüstungskonzern Rheinmetall (+ 69 %). Die Automobilzulieferer Leoni und ElringKlinger zählten auf Jahressicht zu den großen Verlierern.

Die KRONES Aktie entwickelte sich mit einem Plus von 36,6 % deutlich besser als der MDAX. Inklusive der Dividende von 1,25 € errechnet sich für 2015 eine Rendite von 38,4 %. Damit legte unser Papier auch stärker als der DAX All-Industrial-Index zu. Der Branchenindex der Deutschen Börse, dem klassische Industriewerte wie Maschinenbauer angehören, kletterte vergangenes Jahr um 16 %.

Nach einem verhaltenen Jahresauftakt markierte die KRONES Aktie am 22. Januar bei 78,44 € den Jahrestiefstkurs. Im Anschluss kletterten die Papiere, unterstützt von der Veröffentlichung der Geschäftszahlen und dem Dividendenvorschlag für 2014, bis zum Ende des ersten Quartals um 20 %. Ab dem zweiten Quartal war unser Titel im Vergleich zum MDAX relativ stabil und baute den Performance-Vorsprung bis Jahresende kontinuierlich aus. Zwar blieb unsere Aktie im dritten Quartal von den Einbrüchen an den Weltbörsen nicht verschont. Untermauert durch gute 9-Monatszahlen und der Bestätigung der Jahresprognosen, legten die Papiere nochmals kräftig zu und schlossen das Jahr bei einem Kurs von 110,30 €. Das Jahreshoch markierte die KRONES Aktie am 3. Dezember mit einem Kurs von 117,10 €.

Kennzahlen der KRONES Aktie (teilweise Konzernwerte)

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zum 31.12. 2015 2014 2013
Anzahl Aktien (Mio. Stück) 31,59 31,59 31,59
Free Cashflow je Aktie 2,04 4,82 2,12
Eigenkapital je Aktie 35,19 31,29 30,20
Ergebnis je Aktie 4,98 4,30 3,84
Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) auf Basis des Jahresendkurses 22,1 18,8 16,3
Dividende je Aktie 1,45* 1,25 2,00**
Höchstkurs 117,10 81,99 67,58
Tiefstkurs 78,44 56,43 45,02
Jahresschlusskurs 110,30 80,76 62,43

* gemäß Gewinnverwendungsvorschlag

** inkl. 1,00 € Sonderausschüttung

KRONES Aktie langfristig mit hoher Rendite

Die KRONES Aktie hat sich auch langfristig sehr gut entwickelt. In den vergangenen zehn Jahren stieg der Wert unserer Papiere um 288 %. Der durchschnittliche jährliche Kursgewinn der KRONES Aktie in diesem Zeitraum beträgt 14,5 % und liegt damit deutlich über dem Wertzuwachs des MDAX Kursindex (+ 8,5 %), also dem MDAX ohne Dividenden. Inklusive der Dividenden und der Annahme, dass die Dividende jeweils wieder in KRONES Aktien angelegt wurde, ergibt sich für die vergangenen zehn Jahre eine durchschnittliche jährliche Rendite von 16,1 %. Der vergleichbare MDAX Performance-Index legte um 11,0 % jährlich zu.

Wertentwicklung der KRONES Aktie im Vergleich zum MDAX 2006 bis 2015

Position im MDAX gefestigt

Unsere Aktie ist seit dem 29. Oktober 1984 an der Börse notiert. Sie ist an allen deutschen Börsen handelbar und seit Gründung des MDAX Mitglied im Index für mittelgroße Werte der Deutschen Börse. KRONES Papiere sind Stammaktien ohne Nennwert (Stückaktien). Jeder Titel hat auf der Hauptversammlung des Unternehmens eine Stimme. Es gibt insgesamt 31.593.072 Aktien.

Entscheidend für die Mitgliedschaft in den renommierten Indizes der Deutschen Börse ist neben dem Börsenwert der im Streubesitz befindlichen Aktien auch das Handelsvolumen, das über XETRA und den Frankfurter Parketthandel abgewickelt wird. In der Rangliste, die für die Zusammensetzung des 50 Werte umfassenden MDAX herangezogen wird, kletterte die KRONES Aktie Ende 2015 wegen der überdurchschnittlichen Kursentwicklung beim Börsenwert auf Rang 31 (Vorjahr: 39).

Beim Handelsvolumen verbesserten wir uns auf Rang 44 (Vorjahr: 50) nachdem im Gesamtjahr 2015 im Durchschnitt täglich insgesamt rund 53.000 Aktien (Vorjahr: rund 42.000 Aktien) auf XETRA und an der Frankfurter Börse gehandelt wurden. Damit legte das Handelsvolumen in unserer Aktie an den offiziellen Börsen wieder zu, obwohl institutionelle Investoren zunehmend auf außerbörslichen Plattformen handeln.

Stammdaten der KRONES Aktie

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Aktienanzahl 31.593.072
Wertpapierkennnummer 633500
ISIN DE 0006335003
XETRA-Kürzel KRN

Aktionärsstruktur

Im Aktionärskreis von KRONES gab es im Berichtsjahr kaum Veränderungen. Das Familie Kronseder Konsortium bleibt mit 51,55 % stabiler Mehrheitsaktionär der KRONES AG. Das gibt dem Unternehmen die Möglichkeit langfristig und nachhaltig zu handeln. Der nicht von der Familie gehaltene Anteil, also der Streubesitz, liegt bei 48,45 %.

Aktionärsstruktur (Stand Dezember 2015)

KRONES will für 2015 Dividende von 1,45 € ausschütten

Aufgrund der guten Ergebnisentwicklung im Berichtsjahr werden Vorstand und Aufsichtsrat der Hauptversammlung am 15. Juni 2016 für das Geschäftsjahr 2015 eine Dividende von 1,45 € je Aktie vorschlagen. Gegenüber der Dividende des Vorjahrs entspricht das einer Steigerung von 16 %. Die langfristige Dividendenpolitik des Unternehmens sieht vor, 25 % bis 30 % des Konzernergebnisses an die Aktionäre auszuschütten. Die Dividende für 2015 entspricht 29,1 % des Konzernergebnisses.

Dividende je Aktie in €

* inkl. 1,00 € Sonderausschüttung

** gemäß Gewinnverwendungsvorschlag

Intensiver Informationsaustausch mit Investoren

Beim Analystentreffen im Stammhaus der traditionsreichen Augustiner-Brauerei konnten sich die Finanzprofis viele Produkte von KRONES zur Getränkeproduktion und -abfüllung im Alltagsbetrieb ansehen.

KRONES wird als MDAX-Unternehmen von vielen internationalen Kapitalmarktexperten aufmerksam beobachtet. Um fundierte Anlageentscheidungen zu treffen, benötigen die Analysten und Investoren aussagekräftige und transparente Informationen zu unserem Unternehmen. Eine wichtige Informationsquelle für alle Interessenten ist der Investor-Relations-Bereich auf unsere Homepage, wo alle wichtigen Informationen zur KRONES Aktie zu finden sind.

Darüber hinaus führte KRONES auch 2015 zu den Jahres- und Quartalszahlen eine Telefonkonferenz durch, bei der wir Analysten und Investoren die Zahlen anhand einer Präsentation erläutern, die auf unserer Internetseite für alle Aktionäre frei zugänglich ist. Zudem informierten Finanzvorstand Christoph Klenk und der Leiter der KRONES Investor Relations Olaf Scholz viele Investoren und Analysten auf mehreren Roadshows in den internationalen Finanzzentren.

Am 25. November 2015 veranstalte KRONES im Stammhaus der Augustiner Brauerei in München ein Analystentreffen. Rund 20 Finanzprofis nahmen an der Veranstaltung in der ältesten Münchner Brauerei teil. Themenschwerpunkt war die künftige Ausrichtung des Segments Prozesstechnik. Die beiden KRONES Vorstände Christoph Klenk und Ralf Goldbrunner erläuterten die künftige Strategie und Positionierung von KRONES. Der theoretische Teil der Veranstaltung endete mit einer ausführlichen Frage-Antwort-Runde. Im anschließenden Brauerei-Rundgang erhielten die Analysten tiefen Einblick in die Brauereikunst und konnten sich KRONES Produkte im täglichen Einsatz bei einem namhaften Kunden ansehen.

Positive Stimmung auf der Hauptversammlung 2015

Am 17. Juni 2015 fand in Neutraubling die 35. Ordentliche Hauptversammlung von KRONES statt. Die Präsenz, also der Anteil des Kapitals am gesamten Grundkapital der Gesellschaft, das auf der Hauptversammlung vertreten war, lag bei hohen 83 % (Vorjahr 82 %). Die rund 200 anwesenden Aktionäre stimmten allen zur Abstimmung vorgelegten Tagesordnungspunkten mit großer Mehrheit zu. Für gute Stimmung sorgte der Dividendenvorschlag. Für das Geschäftsjahr 2014 zahlte KRONES eine Dividende von 1,25 €. Die Ausschüttung entspricht 29 % des Konzernergebnisses 2014. Damit bewegt sich die Ausschüttungsquote am oberen Rand des Zielkorridors von 25 % bis 30 %, den sich KRONES im Rahmen der langfristigen Dividendenpolitik gesetzt hat.

Volker Kronseder nahm letztmals als Vorstandschef von KRONES an einer Hauptversammlung des Unternehmens teil. Der Aufsichtsratsvorsitzende Ernst Baumann dankte Volker Kronseder im Namen des kompletten Aufsichtsrats für seine langjährige und vor allem sehr erfolgreiche Arbeit. Die anwesenden Aktionäre schlossen sich dem Dank mit großem Applaus an.

Lagebericht

der KRONES AG

Grundlagen der KRONES AG

KRONES auf einen Blick

Wesentliche Absatzmärkte und Wettbewerbsposition

Mit einem Anteil von rund 90 % erwirtschaftet KRONES einen Großteil des Umsatzes mit Kunden aus der Getränkeindustrie. Der übrige Erlös stammt von Unternehmen aus dem Non-Beverage-Bereich (Lebensmittel, Milch, Chemie, Pharma, Kosmetik).

KRONES ist stark exportorientiert und erzielt rund 90 % des Umsatzes im Ausland. Die regionale Umsatzverteilung ist dabei insgesamt ausgewogen. In den reifen Industrieländern erwirtschaftet KRONES rund 45 %, auf den stark wachsenden Emerging Markets rund 55 % der Erlöse.

Neben wenigen großen konzerngebundenen Unternehmen konkurriert KRONES mit einer Reihe von kleineren Firmen, die nur einzelne Produkte der Abfüll- und Verpackungstechnik anbieten. Unsere wichtigsten Wettbewerber stammen hauptsächlich aus dem Euro-Raum.

Chinesische Anbieter buhlen vor allem auf deren Heimatmarkt mit KRONES um Aufträge, zunehmend aber auch auf den internationalen Märkten.

KRONES setzt sich als Full-Service-Anbieter von einem Großteil des Wettbewerbs ab. Ein entscheidender Vorteil ist unser weltweites Serviceangebot, mit dem wir unsere Kunden vor Ort schnell bedienen können. Insgesamt ist KRONES führender Hersteller in der Abfüll- und Verpackungstechnik.

Standorte des KRONES Konzerns

KRONES hat seinen Hauptsitz in Neutraubling und produziert den Großteil seiner Maschinen und Anlagen in Deutschland. Die Tochter KOSME fertigt in Österreich und Italien. In den Lifecycle Service (LCS) Centern in Franklin (USA), Taicang (China) und São Paulo (Brasilien) stellt KRONES Ersatzteile her. Neben insgesamt 7 LCS Centern an strategisch wichtigen Punkten verfügt das Unternehmen darüber hinaus über ein weltweites Netz an Service- und Vertriebsniederlassungen.

KRONES mit Fabrikkompetenz

KRONES liefert Kunden aus der Getränkeindustrie komplette Fabriken aus einer Hand. Mit unserem einzigartigen Knowhow halten wir die Investitions- und Betriebskosten der Kunden niedrig. Ebenso wichtig ist, dass sie ihre Produkte sicher und in höchster Qualität herstellen können.

Wir liefern nicht nur alle Maschinen und Anlagen, die nötig sind, um Getränke herzustellen, abzufüllen und zu verpacken. Darüber hinaus sorgen wir für die komplette Logistik, für Ver- und Entsorgungseinrichtungen sowie moderne IT-Lösungen, die alle Abläufe innerhalb der Produktion steuern und dokumentieren. Wir achten stets darauf, dass alle Gebäude optimal auf die speziellen Produktionsanforderungen zugeschnitten sind.

Anhand des Schaubildes einer kompletten Getränkefabrik stellen wir unsere Leistungen kurz vor.

KRONES bietet alles an, was nötig ist, um Getränke herzustellen. Bei Brauereien ist das Herzstück das Sudhaus (1), in dem aus Wasser, Hopfen und Malz in mehreren Schritten Bier gebraut wird. Das Sudhaus besteht aus verschiedenen Anlagen wie Malzsilo, Maischpfanne, Läuterbottich, Würzepfanne, Whirlpool und Würzekühler. Anschließend durchläuft das Bier noch Gär- und Lagertanks (2) sowie Filter von KRONES.

Herstellern von Softdrinks bietet KRONES zum Beispiel Anlagen zur Wasseraufbereitung, den Sirupraum sowie Mischer und Karbonisierer an.

Alle Lager- und Produktionsbehälter (3) von KRONES sind präzise gefertigt und fügen sich perfekt in die komplette Fertigung ein.

In der umfangreichen Planungsphase klügelt KRONES nicht nur für die Produktionshallen das perfekte Layout aus. Auch Gebäude wie Verwaltung (4) und Labor (5) müssen auf die speziellen Anforderungen des Kunden zugeschnitten sein.

In der Abfüllhalle (6) stehen viele leistungsstarke Maschinen und Anlagen von KRONES. Dies sind zum Beispiel Streckblasmaschinen, die PET-Rohlinge zu Flaschen aufblasen, Füller für Glas-, Kunststoffflaschen und Dosen, Etikettiermaschinen, Inspektionsanlagen und Flaschenreinigungsmaschinen.

Die abgefüllten Behälter werden auf Pack- und Palettieranlagen (7) von KRONES zu Gebinden zusammengestellt und nach individuellen Kundenwünschen verpackt. Das Angebot von KRONES reicht von einzelnen Palettier-Robotern bis zu kompletten Verpackungsstraßen.

Die KRONES Tochter SYSKRON bietet vollautomatische Hochregallager,(8) an, die hocheffiziente Materialflüsse gewährleisten. Jede unnötige Materialbewegung kostet Zeit und Geld.

Im Einzelfall kann aber auch ein halbautomatisches oder manuelles Lager (9) die beste Lösung sein. Auch hierfür ist SYSKRON der ideale Partner.

In der Getränkeindustrie nimmt die Produktvielfalt zu und die Bestellmengen pro Artikel schrumpfen. Darauf müssen Kommissionierung und Versand (10) ausgerichtet sein. KRONES bietet Lösungen, die exakt auf diese Anforderungen zugeschnitten sind.

Wir erstellen für jede einzelne Fabrik das passende Konzept für die Versorgung mit Wärme, Kühlung, Druckluft sowie Energie und kalkulieren die optimalen Kapazitäten (11).

Alle Entsorgungseinrichtungen für zum Beispiel Müll und Abwasser legt KRONES passend aus und hilft dabei, dass alle Umweltauflagen erfüllt werden.

Strategie und Steuerungssystem

»Das Value-Programm trägt weiterhin Früchte. Um künftig weiter erfolgreich zu sein, werden wir näher am Kunden sein - in allen Bereichen.« Christoph Klenk CEO

KRONES positioniert sich als Komplettanbieter für den Markt Liquid Food. Die Nachfrage nach abgepackten Getränken wird in Zukunft weiter zunehmen. Dafür sprechen Megatrends wie der zunehmende Wohlstand in den aufstrebenden Ländern, die Abwanderung vieler Menschen vom Land in die Stadt sowie einer deutlichen Zunahme der Verpackungsformen. Deshalb wächst der Markt, auf dem sich KRONES bewegt, relativ stabil mit Wachstumsraten zwischen 4 und 5 % jährlich. Wir wollen dem Kunden alles aus einer Hand anbieten, von der Getränkeproduktion über die Abfüllung bis hin zum Versand - und das von einfach bis höchst anspruchsvoll.

Um die Chancen in unserem Markt zu nutzen, setzen wir seit 2011 das Strategie-Programm Value mit den vier Kernthemen Innovation, Qualität, Profitabilität und Wachstum um. 2015 machten wir bei der Umsetzung der Value-Strategie erneut gute Fortschritte. So konnten wir im Jahresverlauf die Gewinnprognose erhöhen und haben im Gesamtjahr 2015 unser mittelfristiges Konzern-Ergebnisziel von 7 % Gewinn vor Steuern im Verhältnis zum Umsatz erreicht. Positiv beigetragen hat hierzu der nachhaltige Turnaround der Tochtergesellschaft KOSME in Italien. Im Gegensatz hierzu sind wir mit der Entwicklung des zweitgrößten Segments Prozesstechnik weniger zufrieden. Wir haben Ende 2015 Maßnahmen festgelegt, um die Profitabilität des Konzernsegments langfristig zu stärken.

Trotz der Erfolge unsere Value-Strategie müssen wir weiter hart arbeiten. Neben zahlreicher Chancen gibt es genauso viele Herausforderungen zu bewältigen. Starke Schwankungen der Weltwirtschaft und teils heftige Krisen in einzelnen Ländern und Regionen werden nahezu Standard. Die Zahl der Wettbewerber in unserem attraktiven Markt wird nicht kleiner, während auf der anderen Seite unsere Kunden, die Getränkehersteller, durch Übernahmen immer größer werden. Wir erwarten daher kurzfristig keine Verbesserung bei den Absatzpreisen. Außerdem wird die fortschreitende Digitalisierung und Vernetzung der Produktion unserer Kunden den Markt und seine Geschäftsmodelle nachhaltig verändern. Dies alles zwingt uns flexibler, schneller und regionaler zu werden. Hierbei unterstützt uns neben dem Value-Programm auch unsere neue Konzernstruktur, die nahezu vollständig greift.

7/7/20 bleibt unser Ziel im Konzern

Das KRONES Team stellt sich den Herausforderungen und will die Chancen des attraktiven Marktes nutzen. Deshalb bleibt unser mittelfristiges Ziel 7/7/20 bestehen, das für

5 bis 7 Prozent durchschnittliches Umsatzwachstum pro Jahr
7 Prozent Umsatzrendite vor Steuern
20 Prozent ROCE (Return on Capital Employed)

steht. Bei der Umsatzrendite vor Steuern (EBT-Marge) haben wir 2015 unsere Zielgröße von 7,0 % erreicht. Beim Umsatzwachstum liegen wir mit 7,5 % über dem Zielkorridor von durchschnittlich 5 bis 7 %. Der ROCE übertraf zwar mit 17,7 % unsere Prognose für 2015. Um die angepeilten 20 % zu erreichen, liegt aber noch ein gutes Stück Arbeit vor uns (alle Daten beziehen sich auf den Konzern).

Internationalisierung bringt Wachstum

Der Aufbau qualifizierter Mitarbeiter in den Regionen ist ein wichtiger Wachstumsfaktor für KRONES.

Kundennähe ist ein wichtiger Erfolgsfaktor für KRONES. Daher verstärkt KRONES die internationale Service-Mannschaft, um die Märkte direkter, schneller und preiswerter mit Maschinen, Anlagen und Dienstleistungen zu bedienen. Hochwertiger Service ist der Schlüssel für gutes Neumaschinen- und After-Sales-Geschäft. Um in den stark wachsenden Schwellenländern einen qualifizierten Service anbieten zu können, benötigen wir dort gut geschulte Mitarbeiter. Die Weiterbildung der Mitarbeiter vor Ort ist für uns ein wesentlicher Wachstumsfaktor. Dies erreichen wir beispielsweise durch unsere Ausbildungscenter in China und Afrika oder auch neue Trainingscenter wie in Brasilien. So bauen wir Kompetenz und Know-how im internationalen Wertschöpfungsverbund auf. Insgesamt bringt uns diese Nähe ein besseres Verständnis für Kunde, Markt, Trends und Entwicklungen und steigert die Kundenzufriedenheit.

Unsere Innovationsstrategie ist stark auf den Kundennutzen ausgerichtet. Unsere Lösungen müssen einen Wertbeitrag für die Wertschöpfungskette unserer Kunden bringen. Hierzu entwickeln wir nicht nur neue Maschinen und Anlagen, sondern unterstützen die Kunden auch mit innovativen Upgrades und Services. Zudem wollen wir die Zeitspanne von der Idee bis zur Markteinführung deutlich verkürzen.

Je schneller die Innovationen beim Kunden sind, desto besser - für beide Seiten.

Alle drei Konzernsegmente müssen Hausaufgaben erledigen

Um mittelfristig weiter profitabel zu wachsen, müssen wir in allen drei Konzern-Segmenten hart am Ertrag und Umsatz arbeiten und die eingeleiteten Value-Maßnahmen weiter umsetzen.

Im Kernsegment Maschinen und Anlagen zur Produktabfüllung und -ausstattung werden wir die Kosten weiter flexibilisieren, Durchlaufzeiten verkürzen sowie die Material- und Qualitätskosten verringern. Hierzu beitragen sollen mehr modularisierte Maschinen und ein niedrigerer Komplexitätsgrad. Zudem werden wir die Service-Mannschaft in den Regionen stark ausbauen, auch um den Service-Anteil bei den eigenen Maschinen zu erhöhen.

In der Prozesstechnik werden wir mit einem Maßnahmenpaket die Ertragskraft deutlich stärken. Ziel ist es, regionenspezifische Produkte zu wettbewerbsfähigen Preisen anzubieten. Hierfür verbessern wir zum einen wichtige Abläufe wie Angebotserstellung, Auftragsbearbeitung sowie Projektmanagement. Zum anderen reduziert KRONES die Wertschöpfungstiefe deutlich und nutzt dazu seine internationale Lieferantenstruktur. Außerdem sollen internationale »Hubs« aufgebaut werden. Dadurch sind wir näher am Kunden und können schneller und kostengünstiger auf seine Wünsche reagieren. Außerdem können wir von den internationalen Hubs aus das After-Sales-Geschäft ausbauen und verstärkt auch kleinere Projekte umsetzen, also bestehende Anlagen erweitern oder aufrüsten. Das Maßnahmenpaket wird bis 2017 umgesetzt, wobei die ersten Schritte bereits Ende 2015 eingeleitet wurden. Ab 2017 wollen wir im Konzern-Segment Prozesstechnik mindestens eine EBT-Marge von 4 % erzielen.

Das Komponentengeschäft, das auch im Segment Prozesstechnik angesiedelt ist, werden wir weiter ausbauen. Unsere EVOGUARD Ventile haben sich bereits am Markt etabliert. 2016 gilt es, unsere noch junge Pumpenreihe ebenfalls zügig voranzubringen.

Die Digitalisierung der Produktionsprozesse, auch Industrial Internet oder Industrie 4.0 genannt, birgt großes Potenzial. Hier muss und wird sich KRONES frühzeitig und passend positionieren. Nur wer die Material- und Datenströme in den Produktionsbetrieben kennt und beherrscht, wird zukünftig Maschinen und Anlagen verkaufen. KRONES wird hierzu Geschäftsmodelle basierend auf IT-Lösungen entwickeln, um dem Kunden Mehrwert aus der Datenerfassung und -anlayse zu bieten. Deshalb werden wir unsere Software-Kompetenz weiter verstärken. Die Tochtergesellschaft SYSKRON Holding, in der das komplette Intralogistikgeschäft gebündelt ist, wird dabei eine wichtige Rolle spielen.

Unser kleinstes Segment im Konzern haben wir im dritten Quartal 2015 von »Maschinen und Anlagen für den unteren Leistungsbereich (KOSME)« in »Maschinen und Anlagen für die Compact Class« umbenannt. Der neue Name spiegelt wider, dass wir hier nicht mehr nur KOSME, sondern auch unseren Zukauf GERNEP ausweisen. Nach der Neuaufstellung von KOSME Italien Ende 2014 sind wir bereits 2015 in die Erfolgsspur zurückgekehrt. 2016 liegt der Fokus auf dem weiteren Ausbau der Vertriebsstrukturen. Wir sind zuversichtlich, dass das Segment Compact Class mittelfristig um rund 5 % wächst, bei einer EBT-Marge von 5 %.

Äußerst solide Finanz- und Kapitalstruktur gibt Flexibilität

Nach dem erfolgreichen Geschäftsjahr 2015 ist KRONES finanziell weiterhin bestens aufgestellt. Finanzmittel von mehr als 360 Mio. € im Konzern stehen keine Bankschulden gegenüber. Das gibt uns große Flexibilität, um Investitionsentscheidungen schnell treffen zu können. Wir werden uns aber nicht dazu verleiten lassen, das Geld überhastet und undiszipliniert auszugeben. Vielmehr muss bei uns jede Investition eine vorgegebene Rendite auf das eingesetzte Kapital erwirtschaften.

Neben internen Investitionen werden wir einen Teil der Finanzmittel für Akquisitionen verwenden. Wir beobachten den Markt laufend. Ergänzungen in den Bereichen Prozesstechnik, Intralogistik und Informationstechnologie sind weiterhin interessant für KRONES. In den anderen Geschäftsfeldern können Übernahmen ebenfalls sinnvoll sein. Bei Zukäufen legen wir harte Qualitätskriterien an und werden keine unnötigen Risiken eingehen. Daher muss neben der strategischen Logik auch der Preis und der Integrationsaufwand passen. 25 % bis 30 % des erzielten Konzerngewinns wird KRONES weiterhin seinen Anteilseignern als Dividende ausschütten.

Mitarbeiter bleiben das Herzstück von KRONES

KRONES positioniert sich im In- und Ausland als attraktive Arbeitgebermarke.

Der Erfolg von KRONES ist eine Teamleistung. Daher werden wir auch künftig weiter in unsere Mitarbeiter investieren und sie qualifizieren und motivieren, so dass sie unser Unternehmen weiter voranbringen. Es gibt aber mittlerweile einen harten Wettbewerb um die besten Mitarbeiter. Deshalb positioniert sich KRONES im In- und Ausland als hochattraktiver Arbeitgeber um Mitarbeiter zu gewinnen und zu binden. Unser Ziel ist es, die richtigen Mitarbeiter in schlanken Strukturen am richtigen Ort zu haben. Wir sind zuversichtlich, dass die KRONES Belegschaft trotz der zunehmenden Internationalisierung weiter zusammenwachsen wird. Am Ende ist immer das Team entscheidend.

Christoph Klenk

CEO

Das Steuerungssystem der KRONES AG

Das Management steuert die KRONES AG vorrangig anhand folgender finanzieller Leistungsindikatoren:

Umsatzwachstum
Ergebnis vor Steuern (EBT)

Um unsere Marktposition zu festigen und Größenvorteile zu nutzen, streben wir grundsätzlich ein Umsatzwachstum über dem Marktdurchschnitt an.

Das Ergebnis vor Steuern (EBT) ist eine wichtige Ertragskennziffer. Aus dem EBT muss die KRONES AG die Steuern und Dividenden zahlen sowie die Investitionen tätigen.

TEAMGEIST

Obwohl KRONES mittlerweile ein großer Konzern mit mehr als 13.000 Mitarbeitern ist, herrscht bei uns noch immer die Arbeitsatmosphäre eines Familienunternehmens. Der Zusammenhalt innerhalb der Belegschaft ist sehr ausgeprägt. Alle ziehen an einem Strang. Jeder einzelne Mitarbeiter bereichert unser Team und verdient Wertschätzung. Unsere Belegschaft zahlt uns das tagtäglich mit motivierter Leistung zurück. Das zeichnet KRONES seit jeher aus. Das Team ist für den Erfolg entscheidend.

SERVICETEAM

Unsere Kunden wollen, dass ihre Produktionsanlagen fehlerfrei laufen. Um die Stillstandszeiten so gering wie möglich zu halten, ist ein perfekter Service nötig. KRONES beschäftigt weltweit 3.000 hoch qualifizierte Servicemitarbeiter. Wir haben rund um den Globus Servicecenter und Niederlassungen. Die passenden Mitarbeiter und Ersatzteile sind so immer nah am Kunden.

INTERNATIONALES TEAM

Bei KRONES arbeiten mehr als 13.000 Menschen aus 54 Nationen an 36 internationalen Standorten/Niederlassungen. Unsere Mitarbeiter sprechen nicht alle die gleiche Sprache, haben aber alle das gleiche Ziel: Den Kunden immer die besten Produkte und Dienstleistungen zu bieten und zum Erfolg von KRONES beizutragen.

VERTRIEBSTEAM

Um die Kunden bestens betreuen zu können, nutzt unser Vertriebsteam nicht nur modernste Kommunikations- und IT-Lösungen, sondern tauscht Erfahrungen und Wissen untereinander aus. KRONES Vertriebsmitarbeiter hören den Kunden genau zu, gehen auf individuelle Bedürfnisse ein und raten Kunden zu den Produkten und Dienstleistungen, die ihnen einen nachhaltigen Mehrwert bringen. Das gilt vom kleinsten Ersatzteil bis zur kompletten Fabrik.

ENTWICKLUNGSTEAM

Die Wurzeln von KRONES wurden von Tüftlern gelegt, die Produkte mit immer besserer Performance auf den Markt brachten. Diese Besessenheit ist tief in der »DNA« des Unternehmens verankert.

Auch heute entwickeln unsere Ingenieure ständig Maschinen und Anlagen, die neue Branchenstandards setzen und die Kunden zufriedenstellen. Der Einzelne kann dabei wenig bewegen. Nur eine gut zusammengestellte Mannschaft mit herausragenden Spezialisten, klaren Denkern und kühlen Kostenrechnern führt zum Erfolg.

FÜHRUNGSTEAM

Verantwortung und Kompetenzen müssen auf mehrere Schultern verteilt werden. Und auch für den Erfolg steht nicht der Vorstand allein, sondern er ist das Ergebnis einer guten und vertrauensvollen Teamarbeit. Fachliche hohe Kompetenzen und ausgeprägter Zusammenhalt zeichnen das KRONES Führungsteam aus.

FINANZTEAM

Solide Finanzen sind ein wesentlicher Baustein für nachhaltigen Erfolg. Nur wer über ausreichend Eigenkapital verfügt und unabhängig von Krediten ist, hat genügend Spielraum für unternehmerisches Handeln. Unser Finanzteam geht traditionell konservativ mit Geld um und meidet große Risiken. Basis hierfür sind unser Risikomanagementsystem und unsere Controllinginstrumente, mit denen wir das Unternehmen steuern. Das gute Zusammenspiel zahlt sich aus: KRONES verfügt über eine exzellente Finanz- und Kapitalkraft.

PRODUKTIONSTEAM

Die Produkte von KRONES haben in der Branche einen hervorragenden Ruf. Unsere Kunden können sich darauf verlassen, dass wir Top-Qualität liefern. Dies gilt nicht nur für die Maschinen und Anlagen »Made in Germany«, sondern auch für die lokalen Produkte von KRONES. Wesentlicher Garant für Qualität sind unsere gut ausgebildeten und hoch motivierten Produktionsmitarbeiter - vom Einkauf bis zur Produktabnahme. Sie sind nicht nur mit Verstand, sondern auch mit Herz bei der Sache, egal wo auf der Welt.

Forschung und Entwicklung (F&E)

Innovation ist eine wichtige Säule des Strategieprogramms Value
Digitalisierung und Nachhaltigkeit im Fokus
Innovationen bieten Kunden immer Mehrwert

Unsere Innovationskraft und die Fähigkeit, globale Zukunftstrends zu erkennen und zu nutzen, sind Basis für nachhaltiges und profitables Wachstum. Deshalb ist Innovation auch eine der vier Säulen der KRONES Value-Strategie. Unsere Maschinen und Anlagen müssen immer schneller, flexibler und mit mehr Funktionen ausgestattet sein. Nur so können wir unsere Position als Technologieführer stärken.

Kundennutzen im Fokus

Mit unseren Forschungs- und Entwicklungsarbeiten verfolgen wir grundsätzlich das Ziel, den Kundennutzen zu verbessern. Alle Neuentwicklungen müssen hohe Ansprüche erfüllen:

Senkung der Gesamtbetriebskosten beim Kunden
hohe Verfügbarkeit
schnelle Umrüst- und Anlaufzeiten
leichte Bedienbarkeit
höchste Produktionssicherheit

Unsere Kunden erwarten zudem flexible und modular erweiterbare Anlagen, um schnell auf die sich verändernden Gewohnheiten der Endverbraucher reagieren zu können.

Rund 1.880 Mitarbeiter entwickeln kontinuierlich neue Maschinen, Anlagen und Dienstleistungen, die sich strikt an den Anforderungen der Kunden und des Marktes orientieren. Wir sind ständig in Kontakt mit den Kunden, um genau zu wissen, wie wir ihnen am besten weiterhelfen können. Durch die Nähe zum Kunden erhöhen wir außerdem die Geschwindigkeit, mit der wir Produktinnovationen vermarkten können.

KRONES investiert seit Jahren rund 5 Prozent des Konzernumsatzes in Forschung und Entwicklung.

Know-how ist ein wesentlicher Erfolgsfaktor für KRONES. Daher schützen wir unsere Innovationen durch Patente. Zum 31. Dezember 2015 hielten wir 4.450 Patente und Gebrauchsmuster. Das entspricht einem Anstieg von knapp 20 % gegenüber dem Vorjahr. Damit nimmt KRONES im deutschen Maschinenbau eine Spitzenposition ein.

Regionalisierung, Digitalisierung und Nachhaltigkeit bleiben wichtige Themen

Um den Anforderungen der Kunden aus den Schwellen- und Entwicklungsländern Rechnung zu tragen, liegt ein weiterer Entwicklungsschwerpunkt darin, unsere erfolgreichen Modellreihen um regional angepasste Einstiegsvarianten zu erweitern. Um von der zunehmenden Digitalisierung der Produktionsprozesse (Industrial Internet) zu profitieren, arbeiten wir verstärkt an neuen IT-basierten Geschäftsmodellen. Ziel ist, mit vernetzten Informationen dem Kunden Mehrwert zu bieten. Alle Neuentwicklungen müssen außerdem die strengen Kriterien unseres Nachhaltigkeitsprogramms enviro erfüllen. Durch geringere Energie- und Medienverbräuche sparen unsere Kunden wertvolle Ressourcen und damit auch Kosten beim Betrieb ihrer Anlagen und leisten einen wertvollen ökologischen Beitrag.

Direktdruckmaschine DecoType besteht Praxistest

Nach intensiver Testphase hat ein führender Hersteller von Aromen und Konzentraten die erste von KRONES installierte Maschine zur digitalen Direktbedruckung von Flaschen abgenommen. Unser Kunde bedruckt mit der »DecoType C« Flaschen aus Glas und PET mit individuell gestalteten Bildern und Texten, die das Marketing direkt an die Digitaldruckmaschine sendet. Mit der DecoType kann der Kunde aus jeder Flasche einen einzigartigen, individuell gestalteten Behälter machen.

Ausgewählte Innovationen

Craftmate

Einen kostengünstigen Dosenfüller für den kleinen Leistungsbereich haben wir mit dem Craftmate entwickelt. Er ist speziell auf die Bedürfnisse und Ansprüche von kleineren Brauereien zugeschnitten und eignet sich daher auch bestens für den boomenden Craft-Brewer-Markt. Die Leistung beträgt je nach Behältergröße und Getränk 6.000 bis 18.000 Dosen je Stunde. Der Craftmate verfügt über 24 Füllventile und ist in einigen Punkten bewusst einfacher gestaltet als die Hochleistungs-Dosenfüller von KRONES. Der Craftmate ist sehr flexibel. Auf der Maschine lassen sich nicht nur verschiedene Dosengrößen und -formate abfüllen, sondern neben Bier auch karbonisierte Getränke. In Sachen Zuverlässigkeit, Bedienfreundlichkeit und Abfüllqualität steht der Craftmate den leistungsstärkeren Dosenfüllern von KRONES in nichts nach.

DosaFlex

DosaFlex revolutioniert die keimfreie Dosierung. Mit der Innovation aus dem Segment Prozesstechnik lassen sich feste Bestandteile von Getränken wie Fruchtstücke, Fasern oder Cerealien schonend, präzise und kostengünstig in das flüssige Hauptprodukt dosieren. Bislang wurden die empfindlichen Partikel gemeinsam mit dem flüssigen Getränk zur Entkeimung durch den Kurzzeiterhitzer geschickt. DosaFlex führt die unter aseptischen Bedingungen hergestellten festen Bestandteile dem flüssigen Produkt erst kurz vor dem Füllen zu und erspart den Partikeln damit den Hitze-Stress. Das verringert die Schädigungsrate der Partikel und steigert die Produktqualität. Aufgrund der hohen Dosiergenauigkeit senkt das System zudem die Kosten. Bislang war es üblich, die teuren Feststoffe zu überdosieren, um die erforderliche Konzentration im abgefüllten Produkt zu gewährleisten. Das ist mit dem DosaFlex nicht mehr nötig.

Contiform 3 Pro

Weiter verbessert hat KRONES die Streckblasmaschine Contiform, die PET-Rohlinge zu Kunststoffbehälter (PET-Flaschen) aufbläst. Als äußeres Zeichen hierfür ändert sich der Name der Maschine von Contiform 3 zu Contiform 3 Pro. »Pro« steht für Progress, also Fortschritt. Dieser spiegelt sich zum Beispiel in den um bis zu 8 % niedrigeren Energiekosten wider. Auf der Contiform 3 Pro lassen sich die Bodenreflektoren im Heizmodul auf die Länge der Preforms einstellen. Dies verringert den Strahlungsraum und damit den Energiebedarf. Der automatische Blasprozessassistent der Maschine sorgt dafür, dass im Blasmodul nur so viel Druckluft verbraucht wird, wie unbedingt nötig. Dadurch kann bis zu 30 % der Blasluft eingespart werden. Die Leistung der Maschine hat auf bis zu 2.300 Behälter je Stunde und Blasstation zugelegt. Schnellere Wechsel der Blasformen, einfachere Bedienung sowie leichtere Reinigung sind weitere Vorteile, die die Contiform 3 Pro unseren Kunden bietet.

One2Brew

One2Brew ist eine schlüsselfertige Kompaktbrauerei, mit der Kunden bereits elf Monate nach der Investitionsentscheidung den ersten Sud ansetzen können. Normalerweise dauern vergleichbare Projekte 18 Monate. Die einzelnen Bereiche der Brauanlage sind in funktionelle Einheiten unterteilt. Sie werden vorgefertigt angeliefert und vor Ort im Plug-and-play-Verfahren zur Gesamtanlage zusammengefügt. Alle Anlagen und Komponenten sind standardisiert und das Brauerei-Layout vereinheitlicht. Dies reduziert die kosten- und zeitintensiven Faktoren Engineering, Fertigung und Montage beträchtlich. Darüber hinaus benötigt die kompakte Brauerei mit einer Kapazität von 300.000 Hektoliter/Jahr nur wenig Fläche. Der besondere Clou: Durch das Plug-and-Play-Prinzip lässt sich die komplette Brauerei problemlos abbauen, verladen und an einem neuen Produktionsort wieder aufbauen.

LavaClassic Plus

Die Flaschenreinigungs-Maschine LavaClassic Plus entfernt bei stärker verunreinigten Flaschen, wie sie häufig in den Emerging Markets zurückgegeben werden, größere Schmutzmengen frühzeitig aus dem Reinigungsprozess. Gegenüber der »normalen« LavaClassic besitzt die Plus-Variante eine leistungsstarke Vorbehandlungszone für jede Schmutzart. Leichter Schmutz wird über ein Band, schwerer Schmutz, der zu Boden sinkt, über eine Schmutzschleuse ausgetragen. Sand wird über ein separates Modul von der Flüssigkeit getrennt und entfernt. Die Vorteile für den Kunden: Der Hauptteil der Reinigungsmaschine wird geschont und der manuelle Reinigungsaufwand wird verringert.

LinaFlex Pro

Um unsere LinaFlex-Tunnelpasteure vollautomatisch bei laufendem Betrieb zu reinigen, haben wir den LinaFlex Pro mit CLEAR System (Cleaning, Long-life, Efficient, Automated, Regenerative) entwickelt. Das System erspart Kunden nicht nur Stillstandszeiten, sondern auch Ressourcen und Energie. Es werden keine Biozide eingesetzt und der Wasserverbrauch sinkt durch ständige Wiederverwendung. Auch das bisher übliche energieintensive Auskochen der Maschine mit manueller Reinigung fällt weg. Da das System bei der Innenreinigung Partikel und Scherben aus dem Wasser entfernt, halten alle Verschleißteile länger. Der LinaFlex Pro mit CLEAR System senkt die laufenden Betriebskosten bei höchster Qualität der Pasteurisation.

Lifecycle Service (LCS)

10 Jahre KRONES LCS
Neues Servicekonzept »Partner for Performance«
Digitalisierung als Innovationstreiber

Vor zehn Jahren fasste KRONES seine gesamten After-Sales-Aktivitäten im Bereich LCS (Lifecycle Service) zusammen. LCS steht seither für innovative Lösungen, die den Kundennutzen im Fokus haben. Um die Kunden auch künftig mit Top-Leistungen zu unterstützen, entwickelte KRONES das Servicekonzept »Partner for Performance«, das wir im November 2015 auf der Messe »BrauBeviale« erstmals vorstellten.

»Partner for Performance« steht für den Anspruch von KRONES, jedem Kunden bei der Umsetzung seiner Ziele zu unterstützen. Mit Profitable Performance, Tailor-made Performance, Efficient Performance, Cost-saving Performance und Secure Performance gehen wir auf die unterschiedlichen Bedürfnisse unserer Kunden ein. Mit einem breit gefächerten LCS Produktportfolio stellen wir sicher, dass die Maschinen und Anlagen von KRONES hohe Leistung bringen.

Digitalisierung als Innovationstreiber im Lifecycle Service

Mit Anlagen, die sparsam mit Ressourcen umgehen und geringe Stillstandszeiten haben, also hoch verfügbar sind, können sich unsere Kunden einen Vorsprung gegenüber dem Wettbewerb erarbeiten. Die bisher angewandten Methoden und Werkzeuge reichen künftig aber nicht mehr, um die steigenden Anforderungen an die Verfügbarkeit von Anlagen zu erfüllen. Die industrielle Digitalisierung eröffnet KRONES ganz neue Chancen und Strategien, um die Kunden noch besser zu unterstützen. »Industrie 4.0«, »Industrial Internet«, »Connectivity«, »Internet of Things« - die industrielle Digitalisierung hat viele Namen.

KRONES beschäftigt sich schon lange mit der intelligenten Verknüpfung von Daten und dem sich daraus ergebenden Nutzen für unsere Kunden. Bereits heute gibt es in unserem LCS Portfolio viele Produkte und Tools, die auf einem hohen Integrationsgrad von Daten beruhen und mit denen sich erhebliche Vorteile im täglichen Betrieb der KRONES Maschinen und Anlagen erzielen lassen. LCS entwickelt die bestehenden Produkte weiter und generiert darüber hinaus völlig neue Lösungen für unsere Kunden.

LCS Lösungen heute und morgen - wie KRONES LCS Angebote weiterentwickelt

e-Shop → Individualisierte Informationsplattform

Mit dem KRONES e-Shop bieten wir unseren Kunden eine moderne Einkaufsplattform.

KRONES stellt seinen Kunden bereits heute einen umfangreichen e-Shop zur Verfügung. Er bietet alles, was zu einer modernen Einkaufsplattform gehört. Dies beinhaltet neben den heute üblichen Zahlungsarten und einer personalisierten Suche auch den Rückblick auf Angebote oder Bestellungen. Darüber hinaus bietet die Plattform weitere Funktionen wie die Suche nach Ersatzteilen basierend auf dem konkreten Maschinenbestand des Kunden, ein internationales Gebrauchtmaschinenportal und ein breit gefächertes Sortiment an Teilen, die für den täglichen Betrieb unserer Maschinen und Anlagen wichtig sind. Abgerundet wird das Angebot mit einer Auswahl an gebrauchten Teilen, die - da sie sofort verfügbar sind - schon manches kurzfristiges Problem bei Kunden gelöst haben. Alle Funktionen stellt KRONES den Kunden in länderspezifischen e-Shops zur Verfügung.

Im Zuge der zunehmenden Digitalisierung wird der e-Shop von heute in Zukunft zu einer individualisierten Informationsplattform ausgebaut. Der Kunde muss sich nicht mehr aktiv im Shop bewegen, sondern er bekommt automatisch die passenden Produkte angezeigt, die für ihn attraktiv sind. So planen wir zum Beispiel eine individuelle Informationsplattform für Teile und Upgrades. Künftig soll ein Großteil der KRONES Töchter an den e-shop angebunden werden.

Inspektionstool (OSAT) → Mobiles Maintenance device

Mobile Anwendungen im Service beschleunigen die Prozesse der Kunden.

Die Instandhaltungsstrategie hat wesentlichen Einfluss auf die Betriebskosten einer KRONES Anlage. Dabei stellt die zustandsorientierte Instandhaltung den besten Kompromiss zwischen technischer Verfügbarkeit und finanziellem Aufwand dar. Basis einer qualitativ hochwertigen Überholung ist eine professionelle Inspektion. Hierfür hat KRONES mit OSAT (On Site Assessment Tool) ein Werkzeug entwickelt, das eine technisch hochwertige Inspektion und in Folge eine erfolgreiche Überholung inklusive der Dokumentation der Tätigkeiten ermöglicht. Als Ergebnis erhält der Kunde einen Inspektionsbericht und einen Überholungsbericht, in dem einerseits der Zustand der Maschine dokumentiert ist und andererseits konkrete Überholungsmaßnahmen aufgeführt werden.

Dieses Tool bauen wir zu einer mobilen Anwendung aus. Dann können die Ergebnisse von Inspektion und Überholung vor Ort online ins KRONES System übermittelt und dort direkt weiterverarbeitet werden. Das beschleunigt die Prozesse für den Kunden enorm. Zudem wird durch die Bearbeitung der Daten in nur einem System die Qualität von Inspektion und Überholung erhöht und somit die Performance unserer Kunden verbessert.

Preventive Maintenance → Predictive Maintenance

KRONES optimiert die Ersatzteillager der Kunden, um Ausfallzeiten zu verringern. Künftig trägt auch Predictive Maintenance, also die »vorausschauende« Instandhaltung, zu höheren Wirkungsgraden der Anlagen bei.

Eine gut geplante Überholung ist die Grundlage für einen nachhaltig hohen Wirkungsgrad einer Anlage. KRONES unterstützt seine Kunden mit entsprechenden Werkzeugen für eine perfekte Instandhaltungsplanung. Neben einem Software-Tool zur Planung der Instandhaltung liefert KRONES die entsprechenden maschinenspezifischen Daten, mit deren Hilfe unsere Kunden den Austausch der exakt richtigen Teile zum exakt richtigen Zeitpunkt planen können. Damit wird die Leistungsfähigkeit der Anlage gesichert.

Getrieben von der zunehmenden Digitalisierung werden wir in Zukunft den nächsten Schritt gehen. Durch die permanente Erfassung der Maschinendaten vor Ort und die Auswertung durch Algorithmen, sind wir künftig in der Lage, viele Störungen zu erkennen und zu beheben, bevor diese zu einem ungeplanten Maschinenstillstand führen. Diese sogenannte Predictive Maintenance reduziert mit anderen LCS Produkten wie Training oder Lagerhaltungspaketen die Ausfallzeiten zwischen den Überholungen erheblich. Dies steigert die Performance der Anlagen unserer Kunden.

Upgrades → automatisierte Upgrade-Empfehlungen

Die Digitalisierung des Servicegeschäfts nimmt rasant zu. Das ändert aber nichts daran, dass unsere motivierten Mitarbeiter ein entscheidender Erfolgsfaktor bleiben.

KRONES liefert seinen Kunden Neumaschinen auf höchstem technischen Niveau. Im Laufe des Betriebs der Anlagen geht aber der technische Fortschritt voran und neue Lösungen werden entwickelt. Viele dieser Innovationen lassen sich in bestehende Anlagen als sogenannte Upgrades einbauen. KRONES bietet seinen Kunden schon heute umfangreiche Upgrades an.

Durch die steigende Datenvernetzung wird KRONES künftig in der Lage sein, seine Kunden noch aktiver und zielorientierter über mögliche Upgrades zu informieren. So können wir dann zum Beispiel technische Neuerungen im Rahmen von Überholungen automatisch anbieten. Damit sparen sich Kunden den Aufwand einer separaten Installation und sind unmittelbar nach einer Überholung wieder auf dem technisch aktuellsten Stand. Zudem werden wir künftig die Kunden über den e-Shop über die für sie passenden Upgrades informieren. Unser Ziel ist dabei - wie immer - die Performance der Anlagen unserer Kunden zu steigern.

WIRTSCHAFTSBERICHT

Wirtschaftliches Umfeld

Globale Wirtschaft wächst 2015 um 3,1 %
Starker Konsum belebt Konjunktur in Deutschland
Weltweite Nachfrage nach Verpackungsmaschinen steigt

Wachstum der Weltwirtschaft verliert an Fahrt

Mit 3,1 % ist die Weltwirtschaft 2015 insgesamt schwächer gewachsen als erwartet.

Laut Zahlen des Internationalen Währungsfonds (IWF) vom Januar 2016 ist die weltweite Wirtschaft 2015 im Vergleich zum Vorjahr um 3,1 % gewachsen. Damit schwächte sich das Expansionstempo ab, denn 2014 lag die Steigerungsrate noch bei 3,4 %. Dies liegt hauptsächlich daran, dass sich das Wachstum in den Schwellen- und Entwicklungsländern 2015 deutlich verlangsamte. Grund hierfür waren die niedrigen Rohstoffpreise sowie die nachlassende Dynamik in China. Dort verringerte sich das Wirtschaftswachstum 2015 von 7,3 % im Vorjahr auf 6,9 %.

Insgesamt legte das Bruttoinlandsprodukt (BIP) in den Schwellen- und Entwicklungsländern 2015 um 4,0 % (2014: plus 4,6 %) zu. Anders als in China blieb dabei das Wachstumstempo der indischen Wirtschaft mit einem BIP-Zuwachs von 7,3 % im Vergleich zum Vorjahr unverändert hoch. Relativ stabil entwickelten sich die Volkswirtschaften der Region Mittlerer Osten/Nordafrika (BIP 2015: plus 2,5 %). Eingebrochen ist hingegen 2015 das BIP in Russland (minus 3,7 %) und Brasilien (minus 3,8 %).

In den Industrieländern wuchs die Wirtschaft 2015 um insgesamt 1,9 % (Vorjahr: plus 1,8 %). Unterstützt wurde die positive Entwicklung von anhaltend niedrigen Zinsen. Mit einem Plus von 2,5 % verbesserte sich das BIP in den USA überproportional. In Japan reichte es nur zu einem vergleichsweise bescheidenen Wachstum von 0,6 %. Deutlich zugelegt hat das Wachstumstempo in der Euro-Zone. Das BIP des gemeinsamen Währungsraums stieg 2015 um 1,5 % (Vorjahr: plus 0,9 %).

Wirtschaftswachstum in Deutschland beschleunigt sich leicht

Die Wirtschaft in Deutschland ist 2015 nach vorläufigen Zahlen des Statistischen Bundesamtes stärker gewachsen als in der Euro-Zone. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) erhöhte sich demnach im Vergleich zum Vorjahr um 1,7 %. 2014 war das BIP in Deutschland um 1,6 % gewachsen. Angeschoben wurde die deutsche Wirtschaft 2015 von den staatlichen und privaten Ausgaben. Der private Konsum profitierte von der hohen Beschäftigungsquote, steigenden Löhnen und den niedrigen Zinsen.

Wachstumsrate des Bruttoinlandsprodukts (BIP) in Prozent

Quelle: IWF, Destatis

Deutsche Maschinenbauproduktion stagniert insgesamt

Die deutsche Maschinenbaubranche hatte 2015 mit zunehmend schwierigen Bedingungen zu kämpfen. Neben der Russland-Krise litten viele deutsche Maschinen- und Anlagenbauer auch unter der nachlassenden Wachstumsdynamik in China. Nach vorläufigen Zahlen geht der Verband deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) davon aus, dass der Produktionswert der heimischen Maschinenbauer 2015 mit 199 Mrd. € im Vergleich zum Vorjahr insgesamt stagnierte. Das ursprüngliche Wachstumsziel für 2015 von plus 2 % verfehlte die Branche damit.

Besser als die gesamte Branche entwickelte sich der für KRONES relevante Teilbereich Nahrungsmittel- und Verpackungsmaschinen. Dieses Segment ist grundsätzlich weniger stark von politischen und wirtschaftlichen Krisen betroffen als der gesamte Maschinenbau. Laut Schätzung des VDMA dürfte der Umsatz mit Nahrungsmittel- und Verpackungsmaschinen 2015 im Vergleich zum Vorjahr um rund 5 % gestiegen sein.

Der Weltmarkt für Verpackungsmaschinen wächst

Der weltweite Verpackungsmaschinenmarkt hatte 2014 laut VDMA (Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau) ein Volumen von 31,3 Mrd. € (2013: 30,3 Mrd. €). Zahlen für 2015 lagen zum Zeitpunkt der Erstellung des Geschäftsberichts noch nicht vor, doch laut Prognosen des VDMA dürfte die weltweite Nachfrage für Verpackungsmaschinen weiter gewachsen sein. Gemessen an den abgepackten Produkten ist die Nahrungsmittelbranche mit einem Anteil von 40 % der größte Einzelmarkt für Verpackungsmaschinen. 20 % des gesamten Umsatzes mit Verpackungsmaschinen entfallen auf die Getränkeindustrie, mit der KRONES 2015 rund 90 % des Umsatzes erwirtschaftete.

Weltmarkt der Verpackungsmaschinenindustrie nach abgepackten Produkten

Quelle: VDMA, Schätzung für 2014

Megatrends sorgen für stabiles Marktwachstum

Der Markt für Verpackungsmaschinen ist attraktiv. Unterstützt von Megatrends wächst die Nachfrage stabil.

KRONES ist in einem langfristig stabil wachsenden Markt tätig. Die durchschnittliche jährliche Wachstumsrate ist höher als das durchschnittliche Wachstum der Weltwirtschaft. Mehrere Megatrends führen dazu, dass die Nachfrage nach Verpackungsmaschinen für Getränke und Nahrungsmittel überproportional steigt.

Zum einen wird in den kommenden Jahren und Jahrzehnten die Weltbevölkerung insgesamt größer. Vor allem in Afrika und Asien wächst die Bevölkerung stark.

All diese Menschen müssen essen und trinken. Zum anderen entkommen in den Schwellen- und Entwicklungsländern immer mehr Menschen der Armut. Nach Prognosen der Vereinten Nationen wird sich allein in der Region Asien/Pazifik die Mittelschicht bis 2020 im Vergleich zu 2009 um rund 1,2 Mrd. Menschen erhöhen. Weltweit dürfte die Mittelschicht in diesem Zeitraum um 1,4 Mrd. Menschen wachsen. Mit dem steigenden Einkommen dieser Bevölkerungsschicht nimmt auch deren Konsum zu.

Die Mittelschicht wächst (Angabe in Millionen Menschen)

In den kommenden Jahren steigen besonders in Asien viele Menschen in die Mittelschicht auf.

* Der Begriff »Mittelschicht« beinhaltet Menschen, die zwischen 10 und 100 US-Dollar pro Tag verdienen oder ausgeben (bezogen auf die Kaufkraft von 2005)

Quelle: Brooking Institution 2012

Auch die zunehmende Urbanisierung, also der Zuzug der ländlichen Bevölkerung in die Städte, fördert die Nachfrage nach abgepackten Getränken und Lebensmitteln. Grund hierfür ist, dass Menschen, die in Städten leben, in der Regel mehr abgepackte Produkte konsumieren als die Landbevölkerung. Während in Europa sowie in Nord- und Lateinamerika bereits heute viele Menschen in Städten wohnen, schreitet die Urbanisierung in Afrika und Asien mit großen Schritten voran.

ErgoBloc L - von der Idee zu 100 Erfolgen

PET-Behälter auf einer Maschine produzieren, etikettieren und füllen. Mit dem ErgoBloc L verblüffte KRONES die internationale Getränkeindustrie auf der drinktec 2009. Damals konnte man sich noch nicht sicher sein, ob die Idee vom Markt angenommen wird. Heute steht fest: Die Blockung von Blasmaschine, Etikettierer und Füller, also der komplette Nassteil in einer Maschine, ist eine Erfolgsgeschichte. KRONES hat 2015 den 100. ErgoBloc L verkauft. Die Maschine ist flexibel und aufgrund kurzer Umrüstzeiten und niedriger Medienverbräuche sehr wirtschaftlich. Sie produziert und befüllt - je nach Flaschengröße und Getränk - zwischen 27.000 und 82.000 Behälter je Stunde. Nicht zu unterschätzen ist, dass der ErgoBloc L rund 30 Prozent weniger Platz benötigt als vergleichbare Anlagen. KRONES ruht sich auf dem Erfolg des ErgoBloc L nicht aus, sondern verbessert die Maschine ständig weiter. Im Fokus stehen dabei nachhaltige Ressourceneinsparungen für den Kunden.

Ein Prosit der Einfachheit

Ein pfiffiges Verpackungskonzept hat KRONES mit BEVkeg, einer Komplettlösung für die Anwendung von PET-Einwegfässern, entwickelt. Der Clou: Die Fässer brauchen kein Druckgas und dank der Einweg-Getränkeleitung sind Hygieneprobleme beim Ausschank kein Thema. Das einfache System ist das Ergebnis der Zusammenarbeit zwischen KRONES und dem Schankanlagenspezialisten Micro Matic.

BEVkeg garantiert eine hohe Getränkequalität, von der Behälterherstellung bis ins Glas. Es schützt das Getränk vor Temperaturschwankungen und CO2 -Verlusten. Die Gäste erhalten immer ein kühles, frisches und perfekt gezapftes Bier. Das freut den Biertrinker und begeistert die Fachwelt. Das Deutsche Verpackungsinstitut zeichnete BEVkeg mit dem Deutschen Verpackungspreis 2015 aus.

Anteil der städtischen Bevölkerung an der Gesamtbevölkerung 2014 und 2050

Quelle: Vereinte Nationen, 2014

Globale Verteilung der Nachfrage nach Verpackungsmaschinen

In den vergangenen Jahren ist die Nachfrage nach Verpackungsmaschinen in den Schwellen- und Entwicklungsländern stark gewachsen. Der regional größte Einzelmarkt ist Europa.

Weltmarkt Verpackungsmaschinen 2014 nach Regionen

Quelle: Nationale Statistiken, Schätzung VDMA, November 2015

Weltbevölkerung stillt ihren Durst zunehmend mit abgefüllten Getränken

Die weltweite Nachfrage nach abgefüllten Getränken wächst seit Jahren stetig. 2015 konsumierten die Menschen gemäß vorläufiger Zahlen der Marktforscher von Euromonitor weltweit 1.105 Mrd. Liter abgepackte Getränke. Im Vergleich zum Vorjahr legte die Nachfrage um 2,8 % zu. Der stabile Wachstumstrend dürfte sich künftig fortsetzen. Euromonitor rechnet damit, dass der globale Konsum von abgefüllten Getränken von 2015 bis 2018 mit jährlichen Steigerungsraten von durchschnittlich 3,3 % auf 1.219,2 Mrd. Liter zulegt.

Weltweiter Konsum verpackter Getränke 2015 (in Mrd. Litern)

Durchschnittliches jährliches Wachstum des Konsums der Getränkearten von 2015 bis 2018

2015: 1.105,0 Mrd. Liter

* Bier, Wein, Spirituosen

** Energie- und Sportdrinks, Fertigtee und -kaffee

Quelle: Euromonitor, eigene Schätzungen

Am stärksten wächst die Nachfrage nach abgefülltem Wasser, dem mit einem Anteil von 28,9 % größten Segment des globalen Getränkemarkts 2015. Fast 320 Mrd. Liter abgepacktes Wasser tranken die Konsumenten 2015 rund um den Erdball. Damit legte der Konsum im Vergleich zum Vorjahr um rund 5 % zu. Auch in den kommenden Jahren sollte die Wasser-Nachfrage überproportional zum gesamten Getränkemarkt wachsen. Euromonitor rechnet von 2015 bis 2018 mit einem durchschnittlichen Nachfrageplus von 5,9 % im Jahr. Getrieben wird das starke Wachstum hauptsächlich vom zunehmenden Bedarf an sauberem und abgefülltem Trinkwasser in den Schwellenländern. In den Industrieländern unterstützt der anhaltende Trend zu gesunder Ernährung die Wasser-Nachfrage.

Rund 253 Mrd. Liter abgefüllte alkoholische Getränke flossen 2015 durch die Kehlen der Weltbevölkerung. Diese Getränkeart umfasst hauptsächlich Bier (Anteil: 80 %), aber auch Wein und Spirituosen. Während sich Bier in China steigender Beliebtheit erfreut, ist die Nachfrage nach dem Gerstensaft in den meisten Industrieländern gesättigt. Deshalb wächst der volumenmäßig zweitgrößte Teilbereich des Weltmarktes abgefüllter Getränke (Anteil am gesamten Getränkekonsum 2015: 22,9 %) insgesamt nur unterproportional. Für die kommenden drei Jahre erwarten die Marktforscher Steigerungsraten von durchschnittlich 1,8 %.

Noch geringere Zuwachsraten erwartet Euromonitor beim Konsum von Carbonated Softdrinks (CSD) wie zum Beispiel Cola, Limonaden und Ähnliches. Von solchen kohlensäurehaltigen Getränken verbrauchten die Menschen vergangenes Jahr 226 Mrd. Liter (Anteil am gesamten Getränkekonsum: 20,4 %). Gezügelt wird die Nachfrage nach Carbonated Softdrinks vom zunehmenden Gesundheitsbewusstsein der Verbraucher, die auf zuckerhaltige CSD verzichten. Von 2015 bis 2018 dürfte der Verbrauch von Softdrinks im Durchschnitt deshalb lediglich um 1,7 % im Jahr steigen.

Abnehmen lohnt sich

Auf das Verpackungsmaterial entfällt ein beträchtlicher Teil der Produktionskosten von Getränken. Je leichter die Flasche, desto mehr spart der Getränkehersteller. Das KRONES Lightweighting-Team ist darauf spezialisiert, besonders leichte PET-Flaschen zu entwickeln. Bestes Beispiel ist die »PET lite 9.9 carbonated«. Die 0,5-Liter-Flasche eignet sich für die Abfüllung von karbonisierten Getränken. Mit einem Eigengewicht von gerade einmal 9,9 Gramm ist die Flasche um 30 bis 45 Prozent leichter als vergleichbare PET-Behälter.

Wie hat KRONES diese enorme Gewichts- und damit Kostenersparnis erreicht? Unsere Experten haben die Wandstärke und damit die benötigte PET-Menge an den jeweiligen Funktionsbereich angepasst. Das meiste PET-Material befindet sich dort, wo die Flasche gehalten und geöffnet wird. In den übrigen Flaschenregionen ist nur halb so viel Kunststoff verarbeitet.

Digitale Revolution in der Etikettiertechnik

Das digitale Direktdrucksystem DecoType von KRONES eröffnet Getränkeherstellern völlig neue Möglichkeiten, Behälter attraktiv zu gestalten. Beim Direktdruck wird über einen Druckkopf Tinte direkt auf die Behälter aufgebracht. Das System ist äußerst flexibel. Im Prinzip lässt sich jede einzelne Flasche, egal ob aus Kunststoff oder Glas, ohne Umrüstzeiten individuell bedrucken. Damit können auch kleinere Chargen bis Losgröße 1 günstig produziert werden. Digitaldruck eignet sich daher besonders gut für kurzfristige Marketingkampagnen und Produkteinführungen.

Welche Vorteile bietet der digitale Direktdruck von KRONES noch? Mit DecoType lassen sich auch unebene Behälterstrukturen bedrucken, was mit der bestehenden Etikettiertechnik unmöglich ist. Und nicht zu vergessen: Etiketten und Klebstoffe sind beim Digitaldruck überflüssig.

Das Segment der abgepackten Milch- und Milchmixgetränke entwickelt sich sehr differenziert. Insgesamt fragten die Verbraucher 2015 rund 163 Mrd. Liter (Anteil am gesamten Getränkekonsum: 14,8 %) nach. Auf pure Milch entfiel mit rund 80 % zwar der weitaus größte Teil, doch die höchsten Zuwachsraten verzeichnen seit Jahren die verschiedenen Milchmixgetränke. Daran wird sich nach Meinung von Euromonitor auch künftig nichts ändern. Während die Nachfrage nach Milch von 2015 bis 2018 im Durchschnitt jährlich nur um 1,7 % zulegen dürfte, liegt die erwartete Steigerungsrate für Milchmixgetränke mit Fruchtgeschmack bei 4,4 % und bei Trinkjoghurt sogar bei 6,6 %. Unterm Strich rechnet Euromonitor bei Milch- und Milchmixgetränken von 2015 bis 2018 mit einer durchschnittlichen jährlichen Wachstumsrate von 2,4 %.

Frucht- und Obstsäfte (Anteil am gesamten Getränkekonsum 2015: 6,6 %) sowie die sogenannten New Drinks (Anteil: 6,4 %) sind die beiden kleineren Bereiche des globalen Getränkemarkts. Zu den New Drinks zählen trinkfertiger Tee und Kaffee sowie Sport- und Energiegetränke. Bis 2018 soll der Konsum von New Drinks um durchschnittlich 4,6 % im Jahr auf rund 81 Mrd. Liter steigen. Einen wesentlichen Wachstumsbeitrag leistet die stark steigende Nachfrage nach abgepacktem, trinkfertigem Tee in Asien. Insgesamt dürfte der Verbrauch von New Drinks bald höher sein als von Frucht- und Obstsäften. Denn für den Konsum von Frucht- und Obstsäften erwarten die Marktforscher bis 2018 jährliche Zuwachsraten von durchschnittlich nur 2,6 %.

Starke Nachfrage nach abgepackten Getränken in den Schwellenländern

Da sich die Megatrends - wachsende Weltbevölkerung, zunehmende Mittelschicht sowie Urbanisierung - hauptsächlich in den Schwellen- und Entwicklungsländern abspielen, wächst die Nachfrage nach abgepackten Getränken in diesen Regionen überproportional. KRONES ist in den Wachstumsregionen gut aufgestellt.

Weltweiter Konsum abgepackter Getränke

In den Schwellen- und Entwicklungsländern steigt die Nachfrage nach verpackten Getränken stark.

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2015 2018 durchschn. jährl. Wachstum

in %
Mrd. Liter %* Mrd. Liter %* 2015 - 2018
--- --- --- --- --- ---
Nordamerika/Mittelamerika 190,8 17,3 194,2 15,9 0,6
China 188,5 17,1 221,3 18,2 5,5
Asien/Pazifik 178,1 16,1 209,5 17,2 5,6
Südamerika 158,9 14,4 170,8 14,0 2,4
Westeuropa 138,7 12,5 141,7 11,6 0,7
Afrika/Mittlerer Osten 113,3 10,2 141,3 11,6 7,6
Russland/GUS/Osteuropa 83,6 7,6 88,0 7,2 1,7
Mitteleuropa 53,1 4,8 52,4 4,3 - 0,4
Global 1.105,0 100,0 1.219,2 100,0 3,3

* Anteil am globalen Konsum

Quelle: Euromonitor, eigene Schätzungen

Top-Leistung auf die Straße bringen

Die Verpackungsstraße Varioline ist ein gutes Beispiel dafür, wie KRONES eine bereits sehr gute Anlage noch besser macht. Erstmals vorgestellt wurde die Varioline auf der drinktec 2009. Seitdem haben wir die Anlage um neue Funktionen erweitert.

Die Varioline erlaubt unseren Kunden, alle möglichen Arten von Primär- und Sekundärverpackungen miteinander zu kombinieren. So können zum Beispiel Glasflaschen, PET-Behälter oder Dosen zu Sixpacks in Karton-Faltschachteln - primär - abgepackt werden. Anschließend werden jeweils mehrere Sixpacks in die Sekundärverpackung, also etwa in Kunststoffkästen oder Kartons verpackt. All dies geschieht sehr schnell und völlig automatisch.

In Sachen Flexibilität ist die Varioline unübertrefflich. Da die Anlage modular aufgebaut ist, kann der Kunde die Verpackungsart frei wählen. Weiterer Vorteil: Die kompakte Maschine braucht deutlich weniger Platz als vergleichbare Anlagen.

Bereits in den vergangenen Jahren haben sich die regionalen Anteile am globalen Konsum abgefüllter Getränke weg von den reifen Industrieländern in Richtung China, Asien/Pazifik und Afrika/Mittlerer Osten verschoben. So wurden 2015 in China schon fast so viele abgefüllte Getränke verbraucht wie in Nord- und Mittelamerika, dem lange Zeit mit Abstand größten Einzelmarkt. Bis 2018 dürfte nicht nur in China, sondern auch in der Region Asien/Pazifik mehr abgefüllte Getränke verkauft werden als in Nord- und Mittelamerika.

PET ist und bleibt das bevorzugte Verpackungsmaterial für Getränke

2015 wurden laut Euromonitor weltweit 1.600 Mrd. Behälter mit Getränken abgefüllt. Bis 2018 soll sich die Anzahl um durchschnittlich 3,3 % im Jahr auf 1.766 Mrd. erhöhen. Von diesem Wachstum werden aber nicht alle Verpackungsmaterialien in gleichem Umfang profitieren.

Anteil der Verpackungen am weltweiten Getränkemarkt 2015 (Basis: abgefüllte Einheiten)

Weltweit sind fast ein Drittel aller Getränkeverpackungen aus dem Kunststoff PET. Die Nachfrage nach PET-Behältern dürfte künftig weiter stark wachsen.

Durchschnittliches jährliches Wachstum der Verpackungsarten 2015 bis 2018

Quelle: Euromonitor, eigene Schätzungen

Weiter zulegen dürfte der Anteil von Getränkeverpackungen aus dem Kunststoff PET (Polyethylenterephthalat). Dies liegt hauptsächlich an der stark steigenden Nachfrage nach Wasser, das meistens in PET-Flaschen abgefüllt wird. 2015 waren 31,6 % aller Getränkebehälter aus PET. Bis 2018 soll sich der Anteil auf 32,6 % erhöhen. Dies entspricht einer durchschnittlichen jährlichen Wachstumsrate von 4,4 %.

Deutlich geringer sind die Wachstumserwartungen für Getränkebehälter aus Glas, dem zweithäufigsten Verpackungsmaterial. Vergangenes Jahr waren 26,9 % der weltweit abgefüllten Getränkeflaschen aus Glas. In Glas fließen hauptsächlich Bier und andere alkoholische Getränke, bei denen die Nachfrage insgesamt nur unterproportional wächst. Deshalb dürfte die durchschnittliche jährliche Steigerungsrate für Getränkeverpackungen aus Glas von 2015 bis 2018 bei lediglich 2,1 % liegen.

Genauso hoch liegt das erwartete Wachstum für das dritthäufigste Verpackungsmaterial, also Dosen aus Metall. 2015 waren 18,6 % aller Getränkeverpackungen Dosen. Darin abgefüllt werden meist Bier und Softdrinks.

Das vierte bedeutende Verpackungsmaterial für Getränke ist Karton (Anteil 2015: 12,0 %). In Kartonverpackungen werden hauptsächlich Milch- und Milchmixgetränke sowie Frucht- und Obstsäfte abgefüllt. Bis 2018 dürfte die Anzahl der Getränkebehälter aus Karton um durchschnittlich 4,4 % pro Jahr steigen.

KRONES AG in Zahlen

KRONES AG Umsatz mit 2.513,2 Mio. € um 4,4 % gestiegen,
Betriebsleistung um 8,1 % über Vorjahr
Die Ertragskraft des Unternehmens hat sich verbessert
Die Aktionäre sollen für 2015 eine Dividende von 1,45 € je Aktie (Vorjahr: 1,25 €) erhalten

Der Vergleich der im Geschäftsbericht 2014 der KRONES AG angegebenen Prognosen (Seite 109) mit den erreichten Werten 2015 stellt sich wie folgt dar:

Das in Aussicht gestellte Umsatzwachstum (+3 %) haben wir übertroffen (+4,4 %).

Das prognostizierte EBT (80 - 90 Mio. €) haben wir fast erreicht (79,1 Mio. €).

Die KRONES AG blieb auch 2015 auf Wachstumskurs

Der Umsatz erhöhte sich mit 2.513,2 Mio. € um 4,4 % (Vorjahr 2.407,2 Mio. €). Die Betriebsleistung ist mit 2.617,0 Mio. € noch stärker gewachsen (+8,1 %).

Erfolgsfaktoren sind dabei weiterhin die weltweite Ausrichtung, das breit gefächerte Produkt- und Dienstleistungsportfolio und die hohe Lösungskompetenz und Kundenorientierung. Trotz vieler regionaler Krisenherde blieben die Rahmenbedingungen für unser Geschäft in Summe planbar.

Umsatz KRONES AG in Mio. €

Der Umsatz der KRONES AG erhöhte sich um 4,4 % auf 2.513,2 Mio. € (Vorjahr 2.407,2 Mio. €).

Umsatz nach Regionen

Grundsätzlich sollte bei der Analyse nach Regionen berücksichtigt werden, dass sich abrechnungsbedingt im Maschinen- und Anlagenbau durch Großprojekte größere Verschiebungen zwischen den Regionen von Jahr zu Jahr ergeben können.

Nach starkem Anstieg der inländischen Umsätze in 2014 konnte diese Basis nochmals leicht übertroffen werden. So stieg der Absatz im Inland von 317,8 Mio. € auf 324,3 Mio. € Damit erzielte die KRONES AG 12,9 % ihrer Umsätze in Deutschland (Vorjahr 13,2 %).

In den übrigen europäischen Ländern konnten wir besonders starke Zuwächse in Westeuropa verzeichnen. Hier stiegen die Umsätze um 21,9 % von 423,9 Mio. € auf 517,0 Mio. €. In der Region Osteuropa/GUS blieb das Geschäft, natürlich auch beeinflusst von den politischen Umständen, dem Ölpreisverfall und der einhergehenden Rubel-Schwäche, schwierig. Die Umsätze gingen hier deshalb um 29,2 % auf 148,2 Mio. € zurück. Die übrigen mitteleuropäischen Länder wuchsen dagegen sehr stark und steuerten 111,9 Mio. € zum Umsatz bei (+54,1 %). Insgesamt betrug der Anteil der europäischen Vertriebsregionen (ohne Deutschland) am Gesamtumsatz mit 777,1 Mio. € 30,9 % (Vorjahr 29,3 %).

KRONES profitiert grundsätzlich vom Wachstum der Weltbevölkerung und von der zunehmenden Urbanisierung in den Schwellenländern. Der Umsatzanteil der außereuropäischen Vertriebsregionen am Gesamtumsatz betrug 2015 56,2 % (Vorjahr 57,5 %).

Die Region Nahost/Afrika gehört bereits seit einigen Jahren zu unseren wichtigsten Märkten. Nach einer etwas ruhigeren Phase in 2014 (Umsatz 294,1 Mio. €) belebten sich die Umsätze, trotz der Währungsschwächen in den wichtigen ölpreisabhängigen Ländern Afrikas, um +35,1 % auf 397,3 Mio. €.

Im wichtigen chinesischen Markt verzeichneten wir gegenüber dem Vorjahr (209,4 Mio. €) einen Rückgang um 12,9 % auf 182,3 Mio. €. Im übrigen asiatischpazifischen Raum konnten wir den starken Wert des Vorjahres dagegen wieder erreichen: Der Umsatz dort blieb praktisch unverändert (- 0,1 %) bei 427,9 Mio. €.

Im reifen nordamerikanischen Markt konnten die bereits prognostizierten Umsatzsteigerungen realisiert werden. Nach 171,3 Mio. € im Vorjahr konnten sie Umsätze 2015 um ein Drittel (+33,4 %) auf 228,5 Mio. € gesteigert werden. Ein belebendes Element waren hier auch die Bestellungen der angesagten Craft-Brewer. In Südamerika trübte sich die Konjunktur in wichtigen Märkten wie Brasilien ein. Entsprechend ging der Umsatz von 280,7 Mio. € um 37,4 % auf nur noch 175,7 Mio. € zurück.

Umsatz nach Branchen

Umsatz nach Branchen KRONES AG

Der Absatz von Produkten für die Verarbeitung von alkoholischen und nichtalkoholischen Getränken veränderte sich 2015 wenig, während der Anteil im »Non-Beverage-Bereich« deutlich zulegte.

Umsatz 2015: 2.513,2 Mio. €

Umsatz 2014: 2.407,2 Mio. €

Der Absatz von Produkten für die Verarbeitung von alkoholischen Getränken veränderte sich um 5,5 %. Er erhöhte sich von 829,0 Mio. € auf 874,3 Mio. €. Der Umsatzanteil belief sich 2015 auf 34,8 % (Vorjahr 34,4 %).

Die Umsätze mit Herstellern von alkoholfreien Getränken erhöhten sich, nach starkem Anstieg 2014, in 2015 nur moderat von 1.347,6 Mio. € auf 1.365,0 Mio. €. Der Umsatzanteil änderte sich von 56,0 % auf 54,3 %.

Der Anteil im »Non-Beverage-Bereich« (Milch, Food, Pharma und Kosmetik) erhöhte sich nochmals deutlich. Der Zuwachs betrug 18,8 % von 230,6 Mio. € auf 273,9 Mio. €. Damit stammten 10,9 % der Umsätze aus dieser Kundenbranche (Vorjahr 9,6 %).

Auftragseingang und Auftragsbestand

Wert der Bestellungen in der KRONES AG um 7,2 % gestiegen

Insgesamt war die Investitionsbereitschaft unserer Kunden 2015 auf einem guten Niveau. KRONES profitierte von seiner globalen Ausrichtung und von seinem breiten Produkt- und Dienstleistungsangebot und seiner hohen Kundenorientierung. Dazu kommt die enge Verbindung zur nicht konjunkturzyklischen Branche »Essen und Trinken«. Der Auftragseingang der KRONES AG übertraf 2015 mit 2.658,2 Mio. € das Vorjahr (2.480,4 Mio. €) um 7,2 %.

Die höchsten prozentualen Steigerungsraten beim Auftragseingang erzielten wir in China, gefolgt von den Regionen Nord-/Zentralamerika, Asien/Pazifik und Mitteleuropa. In Osteuropa/GUS bleibt das Geschäft weiterhin schwierig.

Auftragseingang KRONES AG in Mio. €

Auftragsbestand weiter angewachsen

Ende des Geschäftsjahres 2015 hatte die KRONES AG Aufträge im Wert von 1.539,0 Mio. € in den Büchern (Vorjahr: 1.394,0 Mio. €). Das hohe Auftragspolster ist eine gute Basis, um die Fertigungskapazitäten in den kommenden Monaten stetig auszulasten und das Wachstumsziel des Unternehmens für 2016 zu erreichen.

Auftragsbestand KRONES AG zum 31. Dezember in Mio. €

Ertragslage der KRONES AG

Ergebnis der KRONES AG steigt

Das Ergebnis vor Steuern stieg um 8,5 % von 72,9 Mio. € auf 79,1 Mio. €.

Trotz eines unverändert wettbewerbsintensiven Preisniveaus verbesserte die KRONES AG 2015 ihr Ergebnis. Die Verbesserung resultiert zu großen Teilen aus einer stark erhöhten Betriebsleistung (+8,1 %), während der Personalaufwand nur um 3,6 % anstieg.

Die KRONES AG erwirtschaftete 2015 ein Ergebnis vor Steuern, dass mit 79,1 Mio. € um 8,5 % über dem Vorjahreswert (72,9 Mio. €) lag.

Vorstand und Aufsichtsrat von KRONES werden der Hauptversammlung vorschlagen, für das Geschäftsjahr 2015 eine Dividende von 1,45 € je Aktie (Vorjahr: 1,25 €) zu zahlen. Wenn die Hauptversammlung den Dividendenvorschlag von Vorstand und Aufsichtsrat annimmt, liegt die Ausschüttungsquote des Geschäftsjahrs 2015 bei 29,1 %, gemessen am Konzernjahresüberschuss.

Ertragsstruktur der KRONES AG

Der Personalaufwand legte im Berichtszeitraum unterproportional zur Gesamtleistung um 3,6 % auf 695,9 Mio. € zu (Vorjahr: 671,5 Mio. €).

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in Mio.€ 2015 2014 Veränd.
Umsatzerlöse 2.513,2 2.407,2 +4,4 %
Bestandsveränderung fertige und unfertige Erzeugnisse + 103,8 + 12,7 -
Gesamtleistung 2.617,0 2.419,9 + 8,1 %
Materialaufwand - 1.484,9 - 1.343,1 + 10,6 %
Personalaufwand - 695,9 - 671,5 + 3,6 %
Saldo aus sonstigen betrieblichen Erträgen/Aufwendungen und aktivierten Eigenleistungen - 298,8 - 275,0 + 8,7 %
EBITDA 137,4 130,3 + 5,4 %
Abschreibungen auf Anlagevermögen - 50,6 - 51,8 - 2,3 %
EBIT 86,8 78,5 + 10,6 %
Finanzergebnis - 7,7 - 5,6 -
EBT 79,1 72,9 + 8,5 %
Ertragsteuern - 19,0 - 27,2 -
Sonstige Steuern - 1,1 - 2,8 -
Jahresüberschuss 59,0 42,9 + 37,5 %

KRONES weitete sein Geschäftsvolumen 2015 im Vergleich zum Vorjahr deutlich aus. Der Umsatz 2015 stieg mit 2.513,2 Mio. € etwas stärker als geplant. Das Vorjahr (2.407,2 Mio. €) wurde um 4,4 % übertroffen. Die Gesamtleistung des Unternehmens (Umsatz + Bestandsveränderung) legte um 8,1 % auf 2.617,0 Mio. € zu. Damit wurde die Basis gelegt, um das Ergebnis des Vorjahres zu übertreffen.

Etwas stärker als die Gesamtleistung erhöhte sich im Berichtsjahr der Materialaufwand. Mit 1.484,9 Mio. € gab KRONES im vergangenen Jahr um 10,6 % mehr für Material und bezogene Leistungen aus als 2014 (1.343,1 Mio. €). Folglich erhöhte sich die Materialaufwandsquote, also der Materialaufwand im Verhältnis zur Gesamtleistung von 55,5 % im Vorjahr auf 56,7 %. Dies ist durch mehrere Effekte, wie z. B. dem Produktmix und dem intensiven Wettbewerbsumfeld begründet.

Der Personalaufwand legte im Berichtszeitraum unterproportional zur Gesamtleistung zu. Er stieg im Vergleich zum Vorjahr um 3,6 % auf 695,9 Mio. €. Neben dem Aufbau weiterer Mitarbeiter erhöhten sich die Personalaufwendungen auch durch Tariferhöhungen. Die Personalaufwandsquote, also der Personalaufwand im Verhältnis zur Gesamtleistung, ging von 27,7 % im Vorjahr auf 26,6 % zurück.

Die Abschreibungen auf das Anlagevermögen reduzierten sich von 51,8 Mio. € auf 50,6 Mio. €. Die Abschreibungsquote, also die Abschreibungen auf das Anlagevermögen im Verhältnis zur Gesamtleistung, beträgt 1,9 %.

Der Saldo aus den sonstigen betrieblichen Erträgen und Aufwendungen sowie den aktivierten Eigenleistungen erhöhte sich im Geschäftsjahr 2015 von minus 275,0 Mio. € im Vorjahr auf minus 298,8 Mio. € (+8,7 %). In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind viele operative Posten enthalten (z.B. Ausgangsfrachten, Reisekosten), die sich ähnlich wie die gesteigerte Betriebsleistung entwickelt haben.

Das Finanzergebnis besteht im Wesentlichen aus Beteiligungserträgen bzw. Zinserträgen und auf der Aufwandsseite aus Abzinsungsaufwendungen aus der Verwendung der gesetzlich vorgeschriebenen Abzinsungssätze für die Pensionsrückstellung. Durch den Rückgang dieses Abzinsungszinssatzes (Durchschnitt der letzten sieben Jahre) ergab sich eine erhebliche, nicht operative Belastung des Ergebnisses vor Steuern (15,9 Mio. €). Das Finanzergebnis beläuft sich insgesamt auf minus 7,7 Mio. €.

Nach Abzug von Ertragsteuern (19,0 Mio. €, Steuerquote 24,1 %) und sonstigen Steuern (1,1 Mio. €) verdiente die KRONES AG 2015 unter dem Strich 59,0 Mio. € (Vorjahr 42,9 Mio. €). Das ist ein Plus von 37,5 %.

Finanzlage der KRONES AG

Wie bereits in den vergangenen Jahren verzeichnete auch die Bilanz zum 31.12.2015 keine Bankverbindlichkeiten. Die liquiden Mittel am Bilanzstichtag beliefen sich auf 125,7 Mio. €. Der Aufbau des Working Capitals durch Geschäftsausweitung konnte durch eine weitere Verbesserung des Forderungsmanagements kompensiert werden.

Bestehende bilaterale Kreditlinien in Höhe von 263 Mio. € können wahlweise als Barkredit oder Avalkredit in Anspruch genommen werden. Daneben bestehen noch umfangreiche reine Aval-Linien.

Der zusätzlich im Oktober 2014 mit unseren Kernbanken abgeschlossene Konsortialkreditvertrag über 250 Mio. € mit einer Laufzeit bis 23.10.2020 (mit nochmaliger Verlängerungsoption um ein Jahr) steht als Reservelinie (Back-up-Fazilität) zur Betriebsmittelfinanzierung einschließlich der Finanzierung von Investitionen zur Verfügung.

Damit sind die Hauptziele unseres Finanzmanagements, die hohe Finanzkraft und Unabhängigkeit von KRONES, weiter gestärkt.

Der Cashflow (Jahresergebnis plus Abschreibungen) betrug 2015 109,6 Mio. € (2014: 111,8 Mio. €).

Die Kapitalflussrechnung der KRONES AG stellt sich wie folgt dar:

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in Mio. € 2015 2014
Liquide Mittel am 01.01. 165,5 113,1
CF aus operativer Tätigkeit 45,0 166,8
CF aus Investitionstätigkeit - 48,4 - 60,8
CF aus Finanzierungstätigkeit - 36,4 - 53,6
Liquide Mittel am 31.12. 125,7 165,5

Vermögens- und Kapitalstruktur der KRONES AG

Weitere Informationen siehe ausführliche Bilanz S. 140

Ein komfortables Liquiditätspolster sowie eine solide Eigenkapitalausstattung gewähren KRONES hohe finanzielle Flexibilität.

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in Mio. € zum 31. Dezember 2015 2014 2013
Anlagevermögen 514,1 501,7 487,6
Umlaufvermögen, RAP 1.006,6 919,2 901,0
davon liquide Mittel 125,7 165,5 113,1
Eigenkapital 636,9 617,5 637,8
Fremdkapital 883,8 803,4 750,8
Rückstellungen 488,4 477,0 452,2
Verbindlichkeiten 395,4 326,4 298,6
Bilanzsumme 1.520,7 1.420,9 1.388,6

Die Bilanzsumme der KRONES AG lag zum 31. Dezember 2015 mit 1.520,7 Mio. € um rund 100 Mio. € oder 7,0 % über dem Vorjahreswert (1.420,9 Mio. €). Damit ist die Bilanzsumme unterproportional zur Gesamtleistung (+ 8,1 %) gewachsen.

Das Anlagevermögen stieg dabei um 2,5 % auf 514,1 Mio. € (Vorjahr: 501,7 Mio. €). Der Großteil des Anlagevermögens entfällt auf Sachanlagen, die zum 31. Dezember 2015 mit 348,4 Mio. € um 1,7 % niedriger waren als im Vorjahr (354,3 Mio. €). Die wesentlichen Investitionen entfielen auf Maschinen und Betriebsausstattung, den Kauf von Standardsoftware, sowie auf Grundstücks- und Gebäudeaktivitäten in Neutraubling. Die Finanzanlagen stiegen von 119,4 Mio. € auf 136,1 Mio. €. Die Steigerung resultiert hauptsächlich aus Unternehmenszukäufen in Deutschland.

Das Umlaufvermögen inkl. Rechnungsabgrenzungsposten lag am 31.12.2015 mit 1.006,6 Mio. € um 9,5 % über dem Vorjahreswert von 919,2 Mio. €. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind trotz des Umsatzzuwachses um 12,4 % auf 335,6 Mio. € zurückgegangen. Hier zahlten sich die zusätzlichen Aktivitäten im Forderungsmanagement aus. Angestiegen sind dagegen die Forderungen an verbundene Unternehmen und die sonstigen Forderungen. Die Vorräte haben sich deutlich erhöht (von 212,0 Mio. € auf 299,9 Mio. €). Dies ist auch durch die erhöhte Betriebsleistung bedingt. Bedingt durch Unternehmenszukäufe und das ausgeweitete Geschäft gingen die liquiden Mittel zum Bilanzstichtag von 165,5 Mio. € auf 125,7 Mio. € zurück.

Auf der Passivseite stiegen die Rückstellungen der KRONES AG Ende 2015 auf 488,4 Mio. € (31. Dezember 2014: 477,0 Mio. €). Dabei stiegen neben den Rückstellungen für Pensionen (alleine + 15,9 Mio. € durch Anpassungen des Abzinsungszinssatzes) auch die weiteren Personalrückstellungen. Vorsorgen aus dem operativen Geschäft bzw. im Zusammenhang mit Projekten konnten erfreulicherweise leicht gesenkt werden.

Die Verbindlichkeiten erhöhten sich im Berichtszeitraum gegenüber 2014 von 326,4 Mio. € auf 395,4 Mio. €. Hierfür waren unter anderem höhere Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen mitverantwortlich. Bankverbindlichkeiten hatte KRONES Ende 2015, wie auch in den Vorjahren, keine. Damit verfügte die KRONES AG am Bilanzstichtag 2015 über eine Nettoliquidität (liquide Mittel abzüglich Bankschulden) von 125,7 Mio. € (Vorjahr: 165,5 Mio. €).

Das Eigenkapital der KRONES AG lag am 31.12.2015 mit 636,9 Mio. € um 19,4 Mio. € über dem Vorjahresstand (617,5 Mio. €). Durch den Abfluss der Dividendenzahlungen im Juni 2015 (39,5 Mio. €) verringerte sich das Eigenkapital. Der Jahresüberschuss 2015 erhöhte es um 59,0 Mio. €. Die Eigenkapitalquote war Ende 2015 mit 41,9 % unter dem Vorjahreswert von 43,5 %.

Die KRONES AG verfügt insgesamt weiterhin über eine äußerst solide Finanz- und Kapitalstruktur.

Mitarbeiter

KRONES Belegschaft wächst auch in Deutschland weiter

Mit attraktiven Ausbildungsangeboten will KRONES dem Fachkräftemangel in Deutschland entgegentreten.

Das Unternehmen kann seine Value-Ziele nur mit einer qualifizierten und motivierten Belegschaft erreichen. Hierfür investiert KRONES weltweit in die Aus- und Weiterbildung seiner Mitarbeiter. Um die Wachstumschancen unseres Marktes zu nutzen, müssen wir die Belegschaft, vor allem international bei unseren Kunden vor Ort, weiter aufstocken. Entscheidend für den nachhaltigen Erfolg von KRONES ist, dass die richtigen Mitarbeiter am richtigen Ort eingesetzt werden.

Mitarbeiter KRONES AG zum 31.12. in Deutschland

Auch in Deutschland wurde die Belegschaft weiter aufgestockt. So erhöhte sich die Anzahl der Mitarbeiter in der KRONES AG in Deutschland 2015 von 8.995 im Vorjahr auf 9.179 Mitarbeiter. Weitere 104 Mitarbeiter sind bei unseren internationalen Repräsentanzen beschäftigt.

Als Technologieführer lebt KRONES von den Fähigkeiten und Wissen seiner Mitarbeiter. Nahezu die komplette Belegschaft in den deutschen Werken verfügt über eine qualifizierte Berufsausbildung. Ein Viertel der Belegschaft sind Fachkaufleute, Techniker oder Meister. Der Anteil unserer Mitarbeiter mit abgeschlossenem Studium liegt bei 19,0 % nach 17,7 % im Vorjahr. Wir bieten unserer Belegschaft umfangreiche Schulungs- und Weiterbildungsmöglichkeiten an, um ihr Wissen in allen relevanten Bereichen auf den neuesten Stand zu bringen.

Qualifikationsstruktur Mitarbeiter in Deutschland

2015

2014

KRONES setzt auf eigene Nachwuchskräfte

Eine der wichtigsten Aufgaben der Personalpolitik ist, junge und qualifizierte Mitarbeiter für KRONES zu gewinnen. Hierfür setzt KRONES auf eine hochwertige Nachwuchsarbeit im eigenen Haus sowie eine gute Zusammenarbeit mit den Hochschulen.

Auszubildende und Ausbildungsanfänger KRONES AG

Im Inland wollen wir die Mitarbeiter, die aus Altersgründen ausscheiden, durch eigene Nachwuchskräfte ersetzen.

Im Herbst 2015 starteten 130 Berufsanfänger ihre Ausbildung bei KRONES, 20 weniger als im Vorjahr. KRONES strebt an, die Mitarbeiter, die im Inland aus Altersgründen ausscheiden, durch eigene Nachwuchskräfte zu ersetzen. Da sich die altersbedingten Austritte auf sehr niedrigem Niveau bewegen, haben wir die Zahl der Ausbildungsanfänger angepasst. Insgesamt bildete KRONES Ende 2015 in Deutschland 534 junge Menschen aus. 76 davon absolvieren ein duales Studium und 92 eine »Profil 21«-Ausbildung. Mit dieser Ausbildung erhalten sie neben dem Facharbeiterbrief auch einen Abschluss als staatlich geprüfter Service-Techniker.

Damit KRONES Hochschulabsolventen als künftige Arbeitnehmer gewinnen kann, arbeitet das Unternehmen eng mit Hochschulen zusammen. KRONES bietet Studenten verschiedenster Fachrichtungen die Möglichkeit, über Praktika erste Erfahrungen zu sammeln oder ihre Abschlussarbeiten bei KRONES zu schreiben. Im Berichtsjahr absolvierten 634 Studenten ein Praktikum und 269 schrieben ihre Master- oder Bachelorarbeit bei KRONES.

Praktikanten und Abschlussarbeiten KRONES

Weiterführende Informationen zum Thema Mitarbeiter entnehmen Sie bitte unserem Nachhaltigkeitsbericht. Dieser ist im Internet unter www.krones.com aufrufbar.

Nachhaltiges Wirtschaften

Verantwortung übernehmen und langfristig Denken ist schon immer Teil der Unternehmensphilosophie und -strategie von KRONES. In unserem Leitbild, dem Verhaltenskodex sowie zahlreichen weiteren Kodizes und Richtlinien haben wir die Grundwerte des Unternehmens verankert.

Wir sind seit 2012 Mitglied des UN-Global-Compact und verfolgen die zehn international anerkannten Nachhaltigkeits-Prinzipien nach innen und außen. Wir wollen unsere Verantwortung als Unternehmen gegenüber allen unseren Interessengruppen (Stakeholdern) gerecht werden. Hierfür setzen wir auf einen aktiven Dialog mit unseren Mitarbeitern, Kunden, Lieferanten, Aktionären, Politik und anderen gesellschaftlichen Gruppen. Unsere Nachhaltigkeitsaktivitäten gliedern wir in die Bereiche Ökonomie, Ökologie, Mitarbeiter und Soziales sowie Gesellschaft.

2015 wichtige Nachhaltigkeits-Meilensteine erreicht

KRONES hat 2015 eine Zielgröße für die CO2-Emissionen festgelegt. Sie sollen bis zum Jahr 2020 um 30 bis 40 Prozent sinken.

Im Berichtsjahr haben wir eine Zielgröße für die CO2-Emissionen festgelegt und damit im Bereich Ökologie einen wichtigen Meilenstein erreicht. Bis zum Jahr 2020 wollen wir unsere CO2-Emissionen - gegenüber dem Basis-Jahr 2010 - um 30 bis 40 % senken. Hierzu haben wir einen ausführlichen Maßnahmenkatalog festgelegt. Zudem erfassen wir seit dem Berichtsjahr auch die Emissionen, die durch die Transportlogistik erzeugt werden. Um den Nachhaltigkeitsgedanken noch fester im Unternehmen zu verankern und die Expertise unserer Mitarbeiter umfassend zu nutzen, führten wir 2015 mehrere Workshops zu den Themen Mitarbeiter und Soziales, Ökologie und Gesellschaft durch.

Bei unserem Nachhaltigkeitsprogramm enviro haben wir im Berichtszeitraum erneut gute Fortschritte erzielt. Mit enviro vermindern wir die Energie- und Medienverbräuche unserer Maschinen und sorgen für einen ressourcenschonenden Einsatz beim Kunden. Neben der Zertifizierung weiterer Maschinen, verkauften wir 2015 erstmals eine komplette Linie, anstatt bislang Einzelmaschinen, in enviro Ausführung.

KRONES weiterhin »Prime«

Die KRONES Nachhaltigkeitsleistung wird regelmäßig von oekom research, einer der weltweit führenden Nachhaltigkeits-Ratingagenturen geprüft. 2015 wurde KRONES zum dritten Mal in Folge mit »Prime« bewertet. KRONES weist damit weiterhin eine im Branchenvergleich überdurchschnittliche Leistung im Bereich Corporate Social Responsibility (CSR) auf.

2016 wollen wir unsere Nachhaltigkeitsleistung weiter verbessern und mittelfristig die CSR-Themen auch auf die internationalen Standorte übertragen. Weiterführende Informationen zum Thema Nachhaltigkeit sowie unsere konkreten Ziele und Maßnahmen entnehmen Sie bitte unserem Nachhaltigkeitsbericht. Dieser ist im Internet unter www.krones.com aufrufbar.

Risiko- und Chancenbericht

Risiken werden laufend identifiziert
Effiziente Kontroll- und Steuerungsinstrumente begrenzen Risiken

Das Risikomanagementsystem von KRONES

KRONES begegnet möglichen Risiken aktiv. Alle wesentlichen Geschäftsprozesse unterliegen laufend einem internen Kontroll- und Steuerungssystem.

Im Rahmen seiner internationalen Geschäftstätigkeit ist KRONES einer Vielzahl von Risiken ausgesetzt, die untrennbar mit unserem unternehmerischen Handeln verbunden sind. Um diese möglichen Risiken frühzeitig zu erkennen, ihnen aktiv zu begegnen und sie zu begrenzen, überwachen wir alle wesentlichen Geschäftsprozesse laufend. Im Rahmen unserer Unternehmensstrategie identifizieren, analysieren und erschließen wir auch Chancen. Im Gegensatz zu den Risiken erfassen wir die unternehmerischen Chancen aber nicht im Risikomanagementsystem.

Grundsätzlich sind Risiken als mögliche negative Abweichung von unserer Ergebnisprognose für das Geschäftsjahr 2016 definiert. Chancen sind als positive Abweichung von unserer Ergebnisprognose für das Geschäftsjahr 2016 zu verstehen.

Das Risikomanagementsystem von KRONES besteht aus einem internen Kontroll- und Steuerungssystem, mit dem wir alle relevanten Risiken erfassen, analysieren und bewerten. In einem detaillierten und fortlaufenden Planungs-, Informations- und Kontrollprozess überwachen wir die wesentlichen Risiken sowie bereits eingeleitete Gegenmaßnahmen.

Wir bewerten Risiken anhand von Eintrittswahrscheinlichkeiten und ihren möglichen finanziellen Auswirkungen. Maßstab für die möglichen finanziellen Auswirkungen ist das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT). Ausgehend vom Bruttorisiko ermitteln wir das Nettorisiko, das sich ergibt, nachdem wir risikominimierende Maßnahmen getroffen haben.

KRONES teilt Eintrittswahrscheinlichkeiten und finanzielle Auswirkungen in die Bewertungskategorien niedrig, mittel und hoch ein. Die Bewertungskategorien sind wie folgt definiert:

Eintrittswahrscheinlichkeit

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niedrig 0 bis 20 %
mittel 21 bis 49 %
hoch 50 bis 100 %

Mögliche finanzielle Auswirkung

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niedrig 1,0 bis 10,0 Mio. €
mittel 10,1 bis 50,0 Mio. €
hoch > 50,0 Mio. €

Mehrstufiges Risikomanagementsystem

Unser Risikomanagementsystem, das wir anhand praktischer Erfahrungen permanent verbessern, besteht aus den Modulen Risikoanalyse, Risikoüberwachung sowie Risikoplanung und -steuerung.

Risikoanalyse

Um mögliche Risiken frühzeitig zu identifizieren, beobachten wir kontinuierlich sämtliche Geschäftsaktivitäten. Wesentliche projektbezogene Risiken werden vor Annahme eines Auftrags verringert bzw. vermieden. Deshalb prüfen wir die Rentabilität aller Angebote vor der Auftragsannahme. Ab einer fest definierten Ordergröße durchlaufen die Aufträge darüber hinaus eine mehrdimensionale Risikoanalyse. Neben der Rentabilität werden dabei Finanzierungsrisiken, technologische Risiken und steuerliche sowie Termin- und sonstige vertragliche Risiken einzeln erfasst und bewertet, bevor ein Auftrag angenommen wird.

Risiken, die sich für unser Unternehmen aus der Änderung von Markt- oder Wettbewerbsverhältnissen ergeben, begegnen wir, indem wir über alle Segmente und Bereiche hinweg regelmäßig detaillierte Markt- und Wettbewerbsanalysen erstellen.

Darüber hinaus führen wir jährlich einmal für die AG und alle wesentlichen Gesellschaften des Konzerns eine umfangreiche Risikoinventur durch. Die Ergebnisse der Risikoinventur sowie Maßnahmen zur Risikoreduzierung fließen in die jährliche Unternehmensplanung ein. Grundprinzipien sowie der Ablaufprozess sind in einer Risikorichtlinie dokumentiert. Das Risikomanagementsystem dient nicht nur dem gesetzlich vorgegebenen Zweck, existenzgefährdende Risiken frühzeitig zu erkennen, sondern erfasst darüber hinaus auch alle Risiken, die die Ertragslage des Unternehmens wesentlich beeinträchtigen können.

Risikoüberwachung

Durch verschiedene, miteinander verzahnte Controllingprozesse überwachen wir die Risiken für KRONES. Mit regelmäßigen und umfassenden Berichten aus den einzelnen Geschäftseinheiten werden der Vorstand und andere Entscheidungsträger frühzeitig über alle eventuellen Risiken und Planabweichungen sowie über den Status der Maßnahmen zur Risikominimierung informiert. Bei Projekten mit hohem Auftragswert werden Risikopotenziale in regelmäßigen Treffen untersucht und bewertet. Mitarbeiter, die Risiken identifizieren, geben ihre Informationen zeitnah über das unternehmensinterne Meldewesen weiter.

Risikoplanung und -steuerung

Für unser Kontroll- und Steuerungssystem nutzen wir im Wesentlichen folgende Instrumente, mit denen wir unsere Geschäfte planen und Risiken steuern.

Jahresplanung
Mittelfristplanung
Strategische Planung
Rollierende Prognoserechnung
Monats- und Quartalsreports
Investitionsplanung
Produktionsplanung
Kapazitätsplanung
Projektcontrolling
Debitorenmanagement
Wechselkursabsicherungsgeschäfte
Versicherungen

Organisation des Risikomanagements

Das Risikomanagement ist bei KRONES im Controlling verankert. Geprüft wird das Risikomanagementsystem durch die interne Revision.

Im Controlling laufen alle relevanten Informationen zusammen, werden dort aufbereitet und dem Vorstand als Management-Tool zur Verfügung gestellt. Darüber hinaus gibt es in den verschiedenen Segmenten und Bereichen des Unternehmens Risikobeauftragte, die für das Risikomanagement verantwortlich sind. Dies beinhaltet Risikoerkennung und -reporting sowie Einleitung und Umsetzung von Maßnahmen zur aktiven Risikosteuerung.

Organisation des Risikomanagements von KRONES

Das Risikomanagement von KRONES wird laufend überwacht und überprüft. Hierfür gibt es klare Zuständigkeiten und Verantwortungsbereiche.

Wesentliche Merkmale des internen Kontroll- und Risikomanagementsystems im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess

Das interne Kontroll- und Risikomanagementsystem stellt sicher, dass alle Geschäftsvorfälle richtig erfasst, aufbereitet, gewürdigt und in die Rechnungslegung übernommen werden.

Mit dem internen Kontroll- und Risikomanagementsystem (IKR) im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess stellt KRONES sicher, dass sämtliche Geschäftsvorfälle bilanziell stets richtig erfasst, aufbereitet, gewürdigt und in die Rechnungslegung übernommen werden. Das ikr von KRONES umfasst alle Grundsätze, Methoden und Maßnahmen, die garantieren, dass die Rechnungslegung des Unternehmens wirksam, wirtschaftlich sowie ordnungsgemäß ist und alle maßgeblichen rechtlichen Vorschriften eingehalten werden.

Die wesentlichen Merkmale des bei KRONES bestehenden internen Kontroll- und Risikomanagementsystems im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess können wie folgt beschrieben werden:

In der KRONES AG besteht eine klare Führungs- und Unternehmensstruktur. Bereichsübergreifende Schlüsselfunktionen werden zentral gesteuert.

Die Funktionen der im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess wesentlich beteiligten Unternehmensbereiche sind klar getrennt und Verantwortungsbereiche eindeutig zugeordnet.
Innerhalb der Geschäftsbereiche werden regelmäßige Kontrollfunktionen, vor allem durch das Controlling, übernommen.
Im Finanz- und Rechnungswesen wird, soweit möglich, Standardsoftware eingesetzt.
Durch entsprechende Einrichtungen im IT-Bereich wird die im Finanz- und Rechnungswesen eingesetzte Unternehmenssoftware gegen unbefugte Zugriffe geschützt.
Es besteht ein adäquates Richtlinienwesen (Zahlungsrichtlinien, Reisekostenrichtlinien u. a.), das laufend aktualisiert wird.
Alle Abteilungen, die am Rechnungslegungsprozess beteiligt sind, sind qualitativ geeignet ausgestattet.
In regelmäßigen Stichproben prüfen wir laufend, ob Buchhaltungsdaten vollständig und richtig sind.
Die in der Buchhaltung eingesetzte Software führt programmierte Plausibilitätsprüfungen durch.
Bei allen rechnungslegungsrelevanten Vorgängen wenden wir das Vier-Augen-Prinzip an.

Übersicht und Beschreibung der wesentlichen Risiken

KRONES teilt die Eintrittswahrscheinlichkeiten und die finanziellen Auswirkungen wesentlicher Risiken in die Bewertungskategorien niedrig, mittel und hoch ein.

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Risikokategorie Eintrittswahrscheinlichkeit Finanzielle Auswirkung
Umfeld- und Branchenrisiken
■ Gesamtwirtschaftliche Risiken niedrig niedrig
■ Branchenspezifische Risiken niedrig mittel
Finanzwirtschaftliche Risiken
■ Ausfallrisiken niedrig mittel
■ Liquiditätsrisiko niedrig niedrig
■ Zinsänderungsrisiko niedrig niedrig
■ Währungsrisiko niedrig niedrig
Operative Risiken
■ Preisrisiko mittel mittel
■ Beschaffungsrisiken niedrig niedrig
■ Kostenrisiko mittel mittel
■ Personalrisiko niedrig niedrig
Rechtliche Risiken mittel mittel
Umwelt- und Sicherheitsrisiken niedrig niedrig
IT-Risiken niedrig niedrig

Umfeld- und Branchenrisiken

Gesamtwirtschaftliche Risiken

KRONES ist mit seinen Produkten und Dienstleistungen für die Getränke- und Lebensmittelindustrie weniger konjunkturabhängig als andere Maschinenbauer. Komplett entziehen kann sich das Unternehmen gesamtwirtschaftlichen Einflüssen aber nicht. Sollte sich die Weltwirtschaft deutlich schwächer entwickeln als erwartet, würde sich das auch auf Umsatz und Ergebnis von KRONES negativ auswirken. Eine nicht nur vorübergehende Krise in den Schwellenländern könnte die Investitionsbereitschaft unserer Kunden dort verringern. Auch eine erneute Verschärfung der Finanzkrise könnte zulasten der Investitionen in Maschinen und Anlagen von KRONES gehen, weil sich die Finanzierungsmöglichkeiten allgemein verschlechtern würden. Durch die breite internationale Aufstellung des Unternehmens ist KRONES in der Lage, Geschäftseinbrüche in einzelnen Regionen zumindest abzumindern.

Auswirkung gesamtwirtschaftlicher Risiken: Mit einer als niedrig eingestuften Eintrittswahrscheinlichkeit gehen wir von niedrigen finanziellen Auswirkungen aus.

Branchenspezifische Risiken

Branchenspezifischen Risiken ist KRONES hauptsächlich durch die Entwicklung des weltweiten Verpackungsmarktes und dem Agieren seiner Wettbewerber ausgesetzt. Das Wettbewerbsumfeld könnte sich verschärfen, wenn Konkurrenten von KRONES auf Kosten der Preisqualität den Kampf um Aufträge forcieren, um ihre Kapazitäten auszulasten. Dem Risiko, Marktanteile zu verlieren, begegnen wir, indem wir unseren technologischen Vorsprung weiter ausbauen. Darüber hinaus differenziert sich KRONES mit seiner starken Serviceorientierung vom Wettbewerb.

Auswirkung branchenspezifischer Risiken: Mit einer als niedrig eingestuften Eintrittswahrscheinlichkeit gehen wir von mittleren finanziellen Auswirkungen aus.

Finanzwirtschaftliche Risiken

KRONES ist in Form von Ausfallrisiken, Liquiditätsrisiken, Zinsänderungsrisiken und Währungsrisiken finanzwirtschaftlichen Risiken ausgesetzt. Grundsätzlich bestehen durch regionale und kundenbezogene Diversifizierungen keine wesentlichen Risikokonzentrationen.

1. Ausfallrisiken

Das Ausfallrisiko beschreibt das maximale Risikopotenzial, das sich aus den einzelnen Positionen zum Berichtszeitpunkt ergibt. Etwaige vorhandene Sicherheiten werden nicht berücksichtigt.

1.1 Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

Das Kreditrisiko beschreibt die Gefahr eines ökonomischen Verlustes, der dadurch entsteht, dass ein Kunde seinen vertraglichen Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommt.

KRONES steuert Kreditrisiken aus Forderungen aus Lieferungen und Leistungen auf Basis von internen Richtlinien. Ein Großteil der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ist durch verschiedene, gegebenenfalls länderspezifische Sicherungsformen, abgesichert. Die Sicherungen umfassen zum Beispiel den Eigentumsvorbehalt sowie Garantien und Bürgschaften oder Akkreditive. Um dem Kreditrisiko vorzubeugen, werden ferner externe Bonitätsprüfungen von Kunden durchgeführt. Darüber hinaus existieren Prozesse zur laufenden Überwachung von eventuell ausfallgefährdeten Forderungen. Die, gemessen am gesamten Forderungsbestand, sehr geringen tatsächlichen Forderungsausfälle belegen die Effektivität der vorgenommenen Maßnahmen.

Das theoretisch maximale Kreditrisiko aus den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen entspricht dem Buchwert.

1.2 Derivative Finanzinstrumente

KRONES verwendet derivative Finanzinstrumente auf einzelvertraglicher Basis ausschließlich für das Risikomanagement. Ohne den Einsatz von derivativen Finanzinstrumenten wäre das Unternehmen höheren finanziellen Risiken ausgesetzt. Sie decken im Wesentlichen die Risiken ab, die aus Kursveränderungen des US-Dollars und kanadischen Dollars sowie des japanischen Yen und des britischen Pfunds gegenüber dem Euro entstehen können. Die wesentlichen Vertragsspezifika (Höhe, Laufzeit) von Grund- und Sicherungsgeschäft sind weitgehend identisch. Das Ausfallrisiko aus derivativen Finanzinstrumenten besteht maximal in der Höhe des Saldos der positiven Marktwerte bei Ausfall eines Vertragspartners.

1.3 Sonstige finanzielle Vermögenswerte

Die maximale Kreditrisikoposition aus den sonstigen finanziellen Vermögenswerten entspricht dem Buchwert dieser Instrumente. KRONES ist aus den sonstigen Vermögenswerten keinem wesentlichen Ausfallrisiko ausgesetzt. Die darin enthaltenen Vermögenswerte sind kurzfristig.

Auswirkung von Ausfallrisiken: Mit einer als niedrig eingestuften Eintrittswahrscheinlichkeit gehen wir von mittleren finanziellen Auswirkungen aus.

2. Liquiditätsrisiko

Das Liquiditätsrisiko beschreibt die Gefahr, dass ein Unternehmen seine finanziellen Verpflichtungen nicht in ausreichendem Maß erfüllen kann.

KRONES generiert finanzielle Mittel vorwiegend durch das operative Geschäft. Die Mittel dienen vorrangig der Finanzierung des Working Capital sowie von Investitionen. KRONES steuert seine Liquidität, indem das Unternehmen neben dem Zahlungsmittelzufluss aus dem operativen Geschäft ausreichend liquide Mittel vorhält und Kreditlinien bei Banken unterhält. Das operative Liquiditätsmanagement des Unternehmens besteht aus einem Cash-Managementsystem, das zum Teil auf einer monatlich rollierenden Liquiditätsplanung auf Jahresbasis beruht. Damit kann KRONES frühzeitig auf mögliche Liquiditätsengpässe reagieren.

Auswirkung des Liquiditätsrisikos: Mit einer als niedrig eingestuften Eintrittswahrscheinlichkeit gehen wir von niedrigen finanziellen Auswirkungen aus.

3. Zinsänderungsrisiko

KRONES ist Risiken ausgesetzt, die sich aus möglichen Schwankungen der Marktzinssätze ergeben können. KRONES nahm zum Bilanzstichtag 2015 keine Bankkredite in Anspruch.

Auswirkung des Zinsänderungsrisikos: Mit einer als niedrig eingestuften Eintrittswahrscheinlichkeit gehen wir von niedrigen finanziellen Auswirkungen aus.

4. Währungsrisiko

Da unsere Exporte in Länder außerhalb der europäischen Währungsunion einen wesentlichen Anteil am Gesamtumsatz ausmachen, sind wir grundsätzlich Währungsrisiken ausgesetzt. Mit Kurssicherungsgeschäften wirken wir diesen bestmöglich entgegen. Zudem schließen wir Beschaffungs- und Absatzgeschäfte weitestgehend in Euro oder der jeweiligen funktionalen Währung ab.

Auswirkung des Währungsrisikos: Mit einer als niedrig eingestuften Eintrittswahrscheinlichkeit gehen wir von niedrigen finanziellen Auswirkungen aus.

Operative Risiken

1. Preisrisiko

KRONES ist in einem wettbewerbsintensiven Markt tätig, in dem Unternehmen Aufträge teilweise über nicht kostendeckende Preise generieren. Es ist nicht auszuschließen, dass sich die zu erzielenden Preise für unsere Produkte und Dienstleistungen weiter verschlechtern. Preisrisiken bergen auch die mit unseren Kunden geschlossenen Festpreisverträge. Das Risiko von entstehenden Mehrkosten trägt KRONES. Um dieses Risiko zu minimieren, hat KRONES eine mehrdimensionale Auftragsanalyse eingeführt. Ab einer definierten Größe wird jede Anfrage und jedes Angebot nach den finanziellen, den technisch/technologischen, den steuerlichen sowie den rechtlichen und den regionalen Risiken beurteilt.

Auswirkung des Preisrisikos: Mit einer als mittel eingestuften Eintrittswahrscheinlichkeit gehen wir von mittleren finanziellen Auswirkungen aus.

2. Beschaffungsrisiken

KRONES ist im Rahmen seiner Geschäftstätigkeit aus dem Bezug von Teilen und Rohstoffen einem Marktpreisrisiko ausgesetzt. Wesentliche Einflussfaktoren auf Rohstoffpreise sind geopolitische und gesamtwirtschaftliche Entwicklungen. Grundsätzlich besteht die Gefahr, dass sich die Rohstoffpreise zu unseren Ungunsten entwickeln. Das Unternehmen begegnet diesem Risiko durch ein gezieltes Beschaffungsmanagement bzw. durch längerfristige Lieferkontrakte, wodurch wesentliche Rohstoffpreisrisiken verringert werden. Hinsichtlich Lieferanten besteht darüber hinaus ein Produkt-, Termin- und Qualitätsrisiko. Ein speziell entwickeltes Lieferantenauswahl-, Kontroll- und Steuerungsverfahren trägt dazu bei, solche Risiken zu minimieren.

Auswirkung der Beschaffungsrisiken: Mit einer als niedrig eingestuften Eintrittswahrscheinlichkeit gehen wir von niedrigen finanziellen Auswirkungen aus.

3. Kostenrisiko

Neben einem steigenden Umsatz basiert unsere Ergebnisprognose auch darauf, dass wir mit Kosteneinsparungen rechnen. Im Rahmen des Value-Programms optimieren wir die Kostenstrukturen entlang der gesamten Wertschöpfungskette nachhaltig. Dabei geht es in erster Linie darum, klassische Fixkostenbereiche möglichst stark zu flexibilisieren, um mit starken Marktveränderungen zurechtzukommen. KRONES ist dem Risiko ausgesetzt, dass die Einsparungen geringer ausfallen als erwartet. Durch permanente Kontrolle der unternehmensweiten Projekte mindern wir dieses Risiko.

Auswirkung des Kostenrisikos: Mit einer als mittel eingestuften Eintrittswahrscheinlichkeit gehen wir von mittleren finanziellen Auswirkungen aus.

4. Personalrisiko

KRONES plant mit steigendem Geschäftsvolumen und will im Servicebereich verstärkt wachsen. Dafür benötigen wir hoch qualifizierte Mitarbeiter im In- und Ausland. Es besteht das Risiko, dass das Unternehmen nicht genügend geeignete Mitarbeiter findet. Frühzeitigen Zugang zu qualifizierten Mitarbeitern wollen wir uns durch eine kontinuierliche Zusammenarbeit mit Hochschulen sichern. In unserem Unternehmen beschäftigen wir laufend Bachelor-/Masterstudenten. Zudem setzen wir professionelle Personalberater ein.

Auswirkung des Personalrisikos: Mit einer als niedrig eingestuften Eintrittswahrscheinlichkeit gehen wir von niedrigen finanziellen Auswirkungen aus.

Rechtliche Risiken

Grundsätzlich bestehen für KRONES aus dem operativen Geschäft Risiken im Zusammenhang mit möglichen Rechtsstreitigkeiten. KRONES begegnet rechtlichen Risiken durch Verhaltensregeln, Kodizes und der internen Compliance-Struktur. Darüber hinaus hat das Unternehmen branchenübliche Versicherungen abgeschlossen.

Auswirkung von rechtlichen Risiken: Mit einer als mittel eingestuften Eintrittswahrscheinlichkeit gehen wir von mittleren finanziellen Auswirkungen aus.

Umwelt- und Sicherheitsrisiken

Als produzierendes Unternehmen ist KRONES Risiken im Bereich Umwelt und Sicherheit ausgesetzt, die zu möglichen Schäden an Menschen, Gütern und der Reputation des Unternehmens führen können. Schäden, die durch technisches oder menschliches Versagen in der Produktion ausgelöst werden, könnten sich direkt finanziell auswirken. Darüber hinaus können sich im Schadensfall Strafen, Schadensersatzforderungen und Reputationsschäden indirekt finanziell auswirken. KRONES vermindert Umwelt- und Sicherheitsrisiken durch hohe technische Standards in der Produktion, Schulungen, Verhaltensregeln sowie branchenübliche Versicherungen.

Auswirkung von Umwelt- und Sicherheitsrisiken: Mit einer als niedrig eingestuften Eintrittswahrscheinlichkeit gehen wir von niedrigen finanziellen Auswirkungen aus.

IT-Risiken

Alle wesentlichen Geschäftsprozesse von KRONES basieren auf funktionierenden IT-Systemen. Risiken bestehen darin, dass wichtige Systeme ausfallen, gestört oder von unberechtigten Dritten auf diese zugegriffen werden. Dies könnte den Verlust von wichtigen vertraulichen Daten zur Folge haben. KRONES wappnet sich gegen diese Risiken mit international anerkannten IT-Sicherheitsmaßnahmen. Für kritische Geschäftsprozesse haben wir redundante IT-Systeme angelegt.

Auswirkung von IT-Risiken: Mit einer als niedrig eingestuften Eintrittswahrscheinlichkeit gehen wir von niedrigen finanziellen Auswirkungen aus.

Die wesentlichen Chancen

Unternehmerische Chancen erfasst KRONES nicht im Risikomanagementsystem.

Wir teilen ihnen daher keine Eintrittswahrscheinlichkeiten und mögliche finanzielle Auswirkungen zu. Im Folgenden beschreiben wir die Chancen allgemein.

Gesamtwirtschaftliche Chancen

Gesamtwirtschaftliche Chancen bieten sich für KRONES durch die gute internationale Positionierung des Unternehmens. Vor allem in den aufstrebenden Volkswirtschaften in Asien/Pazifik sowie in Afrika und dem Mittleren Osten hat KRONES seine Marktstellung in den vergangenen Jahren deutlich gestärkt. Von einem beschleunigten Wachstum in den Schwellenländern würden wir überproportional profitieren. Auch eine schnelle und kräftige Erholung der Wirtschaft im Euro-Raum könnte zu einem über unserer Prognose liegendem Ergebnis führen.

Branchenspezifische Chancen

Die Hersteller von Getränken und Lebensmitteln achten zunehmend darauf, Energie und andere Ressourcen sparsam einzusetzen. Es besteht die Chance, dass sich dieser Trend verstärkt. Daraus eröffnen sich für KRONES aufgrund seiner Wettbewerbsvorteile in diesem Bereich zusätzliche Absatzchancen. Mit dem zertifizierten Managementsystem enviro haben wir die Basis dafür geschaffen, dass Maschinen und Anlagen von KRONES besonders niedrige Energie- und Medienverbräuche aufweisen. Damit hat sich das Unternehmen auch einen Wettbewerbsvorteil erarbeitet.

Chancen durch Akquisitionen

Aufgrund der soliden Finanz- und Kapitalausstattung des Unternehmens ist KRONES grundsätzlich in der Lage, mögliche Chancen für externes Wachstum zu nutzen. Im Rahmen unserer Strategie halten wir gezielt Ausschau nach geeigneten Zukäufen. Unsere Ergebnisplanungen beinhalten keinerlei Zukäufe. Durch externes Wachstum könnten sich Chancen für KRONES eröffnen.

Operative Chancen

1. Absatzpreise

KRONES will die angestrebte Ergebnisverbesserung durch eine günstigere Kostenbasis realisieren. Mit wesentlichen positiven Preiseffekten rechnen wir nicht. Sollten sich die Marktpreise besser als erwartet entwickeln, ergäben sich für das Unternehmen Chancen.

2. Beschaffungspreise

Das Unternehmen kauft zunehmend Gleichteile und komplette Baugruppen bei Lieferanten. Darüber hinaus beschafft KRONES verstärkt Material lokal, also an den internationalen Standorten des Unternehmens. Es besteht die Chance, dass wir dadurch mehr einsparen als geplant. Zusätzliche Chancen ergeben sich durch allgemein niedrigere Rohstoffpreise als erwartet.

3. Kosten

Im Rahmen des Strategieprogramms Value optimiert das Unternehmen seine Kostenstrukturen. Sollten einzelne Maßnahmen stärker oder schneller greifen als geplant, ergeben sich daraus Chancen für KRONES.

Zusammenfassende Beurteilung der Risiko- und Chancenlage

Aus heutiger Sicht sind für KRONES keine Risiken ersichtlich, die den Fortbestand des Unternehmens gefährden könnten. Im Vergleich zum Vorjahr hat sich die Einschätzung zu Risiken und Chancen nicht wesentlich geändert. Der Schwerpunkt der Risiken liegt unverändert auf den Umfeld- und Branchenrisiken sowie den finanzwirtschaftlichen Risiken.

Nach Ablauf des Geschäftsjahres

Beschluss des Aufsichtsrats zum Vorschlag von Aktionären

Der Aufsichtsrat der KRONES Aktiengesellschaft hat in seiner Sitzung am 16. März 2016 beschlossen, dass er den Vorschlag von Aktionären, die zusammen mehr als 25 % der Stimmrechte an der KRONES Aktiengesellschaft halten, unterstützt und der ordentlichen Hauptversammlung 2016 entsprechend vorschlagen wird, den ehemaligen Vorstandsvorsitzenden, Herrn Volker Kronseder, in den Aufsichtsrat zu wählen. Im Fall seiner Wahl in den Aufsichtsrat wird Volker Kronseder für den Aufsichtsratsvorsitz kandidieren und der Aufsichtsrat diese Kandidatur unterstützen. Die ordentliche Hauptversammlung ist für den 15. Juni 2016 geplant.

Prognosebericht

IWF hat Wachstumsraten für 2016 leicht nach unten korrigiert
Markt für Getränkeabfüll- und Verpackungsanlagen bleibt stabil
KRONES will 2016 Umsatz und Ergebnis vor Steuern weiter verbessern

Weltwirtschaft soll 2016 um 3,4 % wachsen

Unter den Industrienationen wird 2016 laut IWF die USA das größte Wachstum ausweisen.

Im Januar 2016 nahm der Internationale Währungsfonds (IWF) seine Prognosen für 2016 leicht zurück. Der IWF erwartet nunmehr, dass die Weltwirtschaft 2016 um 3,4 % wächst. Im Oktober 2015 lag die Prognose noch bei 3,6 %. Der Grund hierfür ist, dass sich die Wirtschaft in den Emerging Markets, vor allem in den Öl exportierenden Ländern und Regionen wie Brasilien, Russland und dem Mittleren Osten, weniger stark erholen dürfte als erwartet. Als zusätzliche Risiken für die globale Konjunktur sehen die Experten beim IWF mögliche Zinsanhebungen in den USA, die niedrigen Rohstoff- und Energiepreise sowie die labile konjunkturelle Lage in China.

Für die entwickelten Industrienationen ist der IWF weiterhin optimistisch. Hier soll das Bruttoinlandsprodukt (BIP) 2016 um 2,1 % steigen, nach 1,9 % im Vorjahr. Spitzenreiter mit einem Wachstum von 2,6 % (Vorjahr: 2,5 %) ist die USA. Hier tragen vor allem ein guter Arbeits- und Immobilienmarkt die Konjunktur. Europa profitiert von der weiterhin extrem lockeren Geldpolitik und den niedrigen Öl- und Energiepreisen, die den Konsum deutlich stützen. Insgesamt soll in der Euro-Zone das BIP um 1,7 % (Vorjahr: 1,5 %) zulegen, genau so stark wie in Deutschland. Für Japan erwarten die Experten eine um 1,0 % (Vorjahr: 0,6 %) höhere Wirtschaftsleistung, ebenfalls unterstützt durch eine sehr lockere Geldpolitik und niedrige Rohstoffpreise.

In den Schwellen- und Entwicklungsländern sollte das Wachstum 2016 bei 4,3 % liegen, nach 4,0 % im Jahr 2015. Für China rechnet der IWF mit einer Abschwächung von 6,9 % auf 6,3 %. Die Transformation der chinesischen Wirtschaft hin zu mehr Konsum und weniger Investitionen werde noch einige Zeit in Anspruch nehmen und bis dahin das Wachstum bremsen, so der IWF. Die größten Zuwachsraten weltweit erwartet der IWF für Indien. Dort soll das BIP im laufenden Jahr um 7,5 % (Vorjahr: 7,3 %) steigen. Für die Region Mittlerer Osten/Afrika prognostizieren die Experten ein Wachstum von 3,6 % (Vorjahr: 2,5 %).

Wachstum des Bruttoinlandsprodukts 2016 in Prozent (Prognose)

Quelle: IWF

Niedrige Arbeitslosenzahlen und Inflationsraten stärken Kaufkraft und Konsum

Die Investitionsbereitschaft der KRONES Kunden und damit die Nachfrage nach Getränkeabfüll- und Verpackungsanlagen ist abhängig von der Ausgabefreudigkeit der Konsumenten. Eine niedrige Arbeitslosenquote und geringe Inflationsraten wirken sich positiv auf die Kaufkraft der Konsumenten aus und stützen damit die Nachfrage nach abgepackten Getränken und Lebensmitteln. Arbeitslosenquote und Inflation beeinflussen somit indirekt die Nachfrage nach KRONES Produkten. Für 2016 erwarten wir, dass beide Faktoren keine negativen Effekte auf die Geschäfte von KRONES haben.

Nahrungsmittel- und Verpackungsmaschinen mit stabiler Nachfrage

Der Verband deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) ist wegen der vielen wirtschaftlichen und politischen Krisen nicht mehr so optimistisch wie in den Vorjahren. Der VDMA geht für 2016 von einem Nullwachstum aus, nachdem auch die Schätzungen für 2015 bereits auf ein Nullwachstum nach unten genommen werden mussten. Neben der Russland-Krise leidet die Branche unter der Abkühlung in China. Stabile Geschäfte in Europa und Nordamerika können diese Rückgänge jedoch ausgleichen.

Einzelne Bereiche werden von der Gesamtprognose für den deutschen Maschinenbau aber deutlich abweichen. In dem für KRONES wichtigen Segment Nahrungsmittel- und Verpackungsmaschinen sollte sich die Nachfrage überdurchschnittlich zur Gesamtbranche entwickeln.

Reale Veränderung der deutschen Maschinenbauproduktion im Vergleich zum Vorjahr in Prozent

* Prognose

Quelle: Statistisches Bundesamt, VDMA

KRONES schätzt Aussichten für 2016 verhalten optimistisch ein

KRONES ist für das Geschäftsjahr 2016, trotz vieler wirtschaftlicher und politischer Unsicherheiten, verhalten optimistisch. Grund hierfür ist, dass der Markt für Verpackungsmaschinen stärker und stabiler wächst als die Weltwirtschaft. Wachstumstreiber sind nahezu konjunkturunabhängige Megatrends, wie die stetig wachsende Mittelschichten in den aufstrebenden Volkswirtschaften und die zunehmende Abwanderung der Menschen in den Emerging Markets vom Land in die Stadt. Beides führt zu einer höheren Nachfrage nach abgepackten Lebensmitteln und Getränken. Da sich darüber hinaus die Lebensmittel- und Getränkehersteller verstärkt über innovative Verpackungslösungen von den Wettbewerbern abheben müssen, bleiben die Voraussetzungen für eine stabil wachsende Nachfrage nach Produkten und Dienstleistungen von KRONES 2016 insgesamt gut.

Die regionale Umsatzaufteilung dürfte 2016 nicht stark vom Vorjahr abweichen.

In Nord- und Mittelamerika erwarten wir weiterhin gute Geschäfte. Ein veralteter Maschinenpark und viele neue Getränkesorten sorgen für gute Nachfrage. Auch Europa sollte sich wieder positiv entwickeln. Hier werden ebenfalls bestehende Anlagen modernisiert, mit klarem Fokus auf niedrige Gesamtbetriebskosten. In Asien und Afrika kommt das Wachstum von steigenden Bevölkerungszahlen und neuen Getränkearten. Für den chinesischen Markt erwarten wir eine stabile Entwicklung.

In Brasilien und Russland rechnen wir mit einer Stabilisierung auf niedrigem Niveau.

KRONES will 2016 das Ergebnis verbessern

Die KRONES AG will 2016 Umsatz und Ergebnis steigern.

Von den Absatzpreisen erwartet KRONES für 2016 keine Unterstützung. Kostensenkungen, neue Produkte und Services sowie weitere Qualitätsverbesserungen bleiben daher wichtige Value-Themen um 2016 weiter zu wachsen und das Ergebnis vor Steuern zu steigern.

Im Kerngeschäft »Maschinen und Anlagen zur Produktabfüllung und -ausstattung« werden wir 2016 unsere internationalen Servicestrukturen und LCS Center ausbauen. Hierfür wird KRONES 2016 das Personal in den jeweiligen Regionen mit qualifizierten Fachkräften aufstocken. Zudem wird das Unternehmen im laufenden Geschäftsjahr noch mehr lokale Produkte anbieten, die auch lokal eingekauft, gefertigt und montiert werden. Hierzu baut die Gesellschaft beispielsweise die Kapazitäten in China deutlich aus. Zudem müssen wir die Effizienz weiter erhöhen, um Kostensteigerungen bei Material und Personal entgegenzuwirken. Neue Umsatzpotenziale werden wir durch innovative Produkte und Services erschließen.

In der »Prozesstechnik« liegt 2016 der Fokus auf der Umsetzung des Ende 2015 beschlossenen Maßnahmenpakets. Damit wollen wir die Ertragskraft des Segments nachhaltig stärken. Das kann nur gelingen, wenn wir für die verschiedenen Regionen spezifische Produkte zu wettbewerbsfähigen Preisen anbieten. Das Maßnahmenpaket (s. Strategie) wird bis 2017 umgesetzt, wobei ein großer Teil bereits 2016 abgearbeitet werden soll.

Auf Grundlage der derzeitigen gesamtwirtschaftlichen Aussichten und der erwarteten Entwicklung der für KRONES relevanten Märkte streben wir in der KRONES AG für 2016 ein Umsatzwachstum von 4 % an.

Die Ertragskraft des Unternehmens soll im laufenden Jahr erneut steigen.

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Prognose für 2016 Ist-Wert 2015
Umsatz +4 % 2.513,2 Mio. €
EBT 90 - 100 Mio. € 79,1 Mio. €

Angaben gemäß § 289 Abs. 4 HGB

Das Grundkapital der Gesellschaft beträgt gemäß § 4 Abs. 1 der Satzung der KRONES Aktiengesellschaft 40.000.000,00 Euro und ist eingeteilt in 31.593.072 auf den Inhaber lautende Stückaktien.

In der Hauptversammlung gewährt gemäß § 20 Abs. 1 der Satzung je eine Aktie eine Stimme. Die Beschlüsse der Hauptversammlung werden, soweit nicht zwingende gesetzliche Vorschriften entgegenstehen, mit einfacher Mehrheit der abgegebenen Stimmen und, sofern das Gesetz außer der Stimmenmehrheit eine Kapitalmehrheit vorschreibt, mit der einfachen Mehrheit des bei der Beschlussfassung vertretenen Grundkapitals gefasst.

Zur Teilnahme an der Hauptversammlung und zur Ausübung des Stimmrechts sind gemäß § 18 Abs. 1 der Satzung nur diejenigen Aktionäre berechtigt, die sich vor der Hauptversammlung bei der Gesellschaft in Textform in deutscher oder englischer Sprache anmelden und ihren Anteilsbesitz nachweisen. Als Nachweis genügt ein in Textform erstellter besonderer Nachweis des Anteilsbesitzes durch das depotführende Institut in deutscher oder englischer Sprache. Der Nachweis hat sich auf den Beginn des einundzwanzigsten Tages vor der Hauptversammlung zu beziehen.

Das Stimmrecht kann gemäß § 18 Abs. 2 der Satzung durch einen Bevollmächtigten ausgeübt werden. Die Erteilung der Vollmacht, ihr Widerruf und der Nachweis der Bevollmächtigung gegenüber der Gesellschaft bedürfen der Textform. In der Einberufung kann eine Erleichterung der Textform bestimmt werden. § 135 AktG bleibt unberührt.

In der Hauptversammlung kann der Versammlungsleiter das Frage- und Rederecht der Aktionäre zeitlich angemessen beschränken (§ 19 Abs. 3 der Satzung).

Dem Vorstand der Gesellschaft sind darüber hinaus keine Beschränkungen bekannt, die Stimmrechte oder die Übertragung von Aktien betreffen.

Nach Kenntnis der Gesellschaft bestehen folgende direkte und indirekte Beteiligungen am Grundkapital, die 10 % der Stimmrechte überschreiten:

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Bezeichnung des jeweiligen Aktionärs Gesamtstimmrechtsanteile Davon zuzurechnen nach § 22 Abs. 2 WpHG indirekte Stimmrechtsanteile
Familie Kronseder Konsortium GbR, Neutraubling, Deutschland 51,55 % 51,55 %

Gesellschafter dieser GbR sind: Beteiligungsgesellschaft Kronseder mbH, Harald Kronseder Holding GmbH, VMAX Familienstiftung, Harald Kronseder, Gunter Kronseder, Nora Kronseder, Leopold Kronseder

Bei den genannten Beteiligungen können sich nach dem angegebenen Zeitpunkt (März 2016) Veränderungen ergeben haben, die der Gesellschaft gegenüber nicht meldepflichtig waren. Da die Aktien der Gesellschaft Inhaberaktien sind, werden der Gesellschaft Veränderungen beim Aktienbesitz grundsätzlich nur bekannt, soweit sie Meldepflichten unterliegen.

Die Ernennung und Abberufung der Mitglieder des Vorstandes richtet sich nach den §§ 84, 85 AktG. Gemäß § 6 Abs. 1 der Satzung besteht der Vorstand aus mindestens zwei Personen. Die Bestimmungen der Anzahl der Vorstandsmitglieder, die Bestellung der ordentlichen Vorstandsmitglieder und der stellvertretenden Vorstandsmitglieder, der Abschluss der Anstellungsverträge sowie der Widerruf der Bestellung erfolgen durch den Aufsichtsrat (§ 6 Abs. 2 der Satzung).

Bei Satzungsänderungen sind die §§ 179ff. AktG zu beachten. Über Satzungsänderungen hat die Hauptversammlung zu entscheiden (§ 119 Abs. 1 Nr. 5, § 179 Abs. 1 AktG). Der Aufsichtsrat kann Änderungen der Satzung beschließen, die nur die Fassung betreffen (§ 13 der Satzung).

Gemäß § 4 Abs. 4 der Satzung ist der Vorstand ermächtigt, das Grundkapital der Gesellschaft bis zum Ablauf des 15. Juni 2016 mit Zustimmung des Aufsichtsrats durch Ausgabe neuer auf den Inhaber lautender Stückaktien einmalig oder mehrfach gegen Bareinlagen um bis zu 10 Mio. € zu erhöhen (genehmigtes Kapital).

Dabei ist den Aktionären ein Bezugsrecht einzuräumen. Der Vorstand kann das Bezugsrecht der Aktionäre für eventuell entstehende Spitzenbeträge ausschließen.

Durch Beschluss der Hauptversammlung vom 25. Juni 2014 ist die Gesellschaft ermächtigt, bis zum Ablauf des 24. Juni 2019 eigene Aktien der Gesellschaft bis zu insgesamt 10 % des bei Wirksamwerden oder - sollte dieses geringer sein - bei Ausübung der Ermächtigung bestehenden Grundkapitals unter Einhaltung der gesetzlichen Vorgaben und der Vorgaben des Hauptversammlungsbeschlusses zu erwerben.

Durch Beschluss der Hauptversammlung vom 25. Juni 2014 ist der Vorstand ermächtigt, eigene Aktien der KRONES Aktiengesellschaft einzuziehen, die aufgrund vorstehender Ermächtigung erworben werden, ohne dass die Einziehung oder ihre Durchführung eines weiteren Hauptversammlungsbeschlusses bedarf.

Die KRONES AG hat keine wesentlichen Vereinbarungen getroffen, die besondere Regelungen für den Fall des Kontrollwechsels bzw. Kontrollerwerbs enthalten, der infolge eines Übernahmeangebotes entstehen kann.

Entschädigungsvereinbarungen mit den Mitgliedern des Vorstands oder Arbeitnehmern für den Fall eines Übernahmeangebots hat die Gesellschaft nicht getroffen.

Vergütungsbericht

Der Vergütungsbericht stellt die Grundzüge, die Struktur und die Höhe der Vorstands- und Aufsichtsratsvergütung der KRONES AG dar. Im Interesse der Klarheit und Übersichtlichkeit werden die Angaben zur individualisierten Vergütung und die Beschreibung der Grundzüge des Vergütungssystems im nachfolgenden Vergütungsbericht als Teil des Lageberichts zusammengefasst. Er umfasst somit die gesetzlichen Vorschriften der §§ 314 Abs. 1 Nr. 6a, 315 Abs. 2 Nr. 4 HGB.

Vorstandsvergütung

Grundsätze der Vorstandsvergütung

Für die Festsetzung der Gesamtbezüge der einzelnen Vorstandsmitglieder ist das Aufsichtsratsplenum zuständig. Der Ständige Ausschuss bereitet dazu die vergütungsrelevanten Beschlussfassungen des Aufsichtsrats vor und spricht Empfehlungen aus.

Die Kriterien für die Angemessenheit der Vergütung bilden insbesondere die Aufgaben des jeweiligen Vorstandsmitglieds, dessen Verantwortung, seine persönliche Leistung und die Erfahrung sowie die wirtschaftliche Lage, der Erfolg und die Zukunftsaussichten des Unternehmens im Rahmen seines Vergleichsumfeldes.

Die Angemessenheit wird vom Aufsichtsrat durch externe Benchmarks sowie durch einen Vergleich mit dem oberen Führungskreis bzw. der Gesamtbelegschaft regelmäßig überprüft.

Das aktuelle Vergütungssystem für den Vorstand wurde zuletzt im Jahr 2013 überarbeitet. Diese Neuordnung wurde von der Hauptversammlung am 25. Juni 2014 gebilligt.

Vergütungsbestandteile

Das Vergütungssystem für den Vorstand umfasst nachstehende Vergütungsbestandteile:

Fixe Bestandteile (Grundvergütung und Nebenleistungen)
Variable Bestandteile, die jährlich wiederkehren und an dem geschäftlichen Erfolg orientiert sind (Short Term Incentive) mit Risikofaktor
Variable Bestandteile mit mittelfristiger Anreizwirkung (Mid Term Incentive) mit Risikofaktor und einem Berechnungszeitraum von 3 Jahren
Variable Bestandteile mit langfristiger Anreizwirkung (Long Term Incentive) mit Risikofaktor und einem Berechnungszeitraum von 5 Jahren
Zusagen zur betrieblichen Altersversorgung

Insgesamt besteht die Vergütungsstruktur zu 59 % aus fixer und zu 41 % aus variabler Vergütung. In Summe ist das Vergütungssystem darauf ausgerichtet, einen Anreiz für eine nachhaltig erfolgreiche Unternehmensführung zu setzen. So entsprechen die mittel- und langfristigen variablen Bestandteile 64 % der gesamten variablen Bestandteile. Des Weiteren bestehen Höchstgrenzen und Auszahlungshürden bezüglich der variablen Vergütung.

Fixe Bestandteile (Grundvergütung und Nebenleistungen)

Das Fixum ist die vertraglich festgelegte Grundvergütung und wird monatlich in gleichen Beträgen als Gehalt ausgezahlt. Eine Überprüfung findet regelmäßig statt. Für das Geschäftsjahr 2015 betrug die Grundvergütung der sechs im Geschäftsjahr 2015 tätigen Vorstandsmitglieder T€ 2.890 (Vorjahr: T€ 3.028).

Zusätzlich werden Nebenleistungen gewährt, die im Wesentlichen die Kosten für bzw. den geldwerten Vorteil von üblichen Versicherungsleistungen und der Bereitstellung eines Firmen-Pkw enthalten und die nach den jeweils geltenden steuerlichen Richtlinien versteuert werden. Für das Geschäftsjahr 2015 erhielten die Vorstandsmitglieder Nebenleistungen in Höhe von T€ 125 (Vorjahr: T€ 85).

Variable Vergütungsbestandteile

Die variable Vergütung hat Risikocharakter, so dass es sich hierbei um eine nicht gesicherte Vergütung handelt. Das Incentive Paket des Vorstands setzt sich seit 2015 aus folgenden Komponenten zusammen:

Short Term Incentive (STI, Berechnungszeitraum 1 Jahr)

Jährliche Auslobung
Zielwert: 3 Monatsgehälter p. a. (= 100 % Zielerreichung)
Bezugsgrößen: EBT-Marge (Schwerpunkt), Auftragseingang,
Konzernumsatz, ROCE
Cap bei 200 % (max. 6 Monatsgehälter)
Auszahlung entfällt, wenn EBT negativ ist

Die STI-Auszahlung für das Geschäftsjahr 2015 beträgt in 2016 T€ 1.085 (Vorjahr: T€ 892). Ergänzend kann der Aufsichtsrat nach billigem Ermessen eine Sondertantieme ausgeben, sofern außergewöhnliche Ereignisse oder besondere Leistungen es als angemessen erscheinen lassen. Für das Geschäftsjahr 2015 wurde eine Sondertantieme in Höhe von T€ 100 ausgezahlt.

Mid Term Incentive (MTI, Berechnungszeitraum 3 Jahre)

Jährliche Auslobung (revolvierend)
Zielwert: 3 Monatsgehälter p. a. (= 100 % Zielerreichung)
Bezugsgrößen: ROCE (Schwerpunkt), Umsatz, EBIT und Qualitätskosten
Cap bei 200 % (max. 6 Monatsgehälter)
Auszahlung entfällt, wenn EBT im Durchschnitt negativ ist

Die Mid Term Incentive-Rückstellung betrug zum Geschäftsjahresende T€ 1.246 (Vorjahr: T€ 1.480), davon entfallen T€ 617 als Vergütung auf das Jahr 2015.

Long Term Incentive (LTI, Berechnungszeitraum 5 Jahre)

Auslobung alle 5 Jahre (sequenziell)
Rechnerisch 1/5 der Festbezüge p. a. bei 100 %
Bezugsgrößen: Steigerung des Unternehmenswertes anhand Durchschnitt der Multiples: EBT mal 9, EBITDA mal 7, Umsatz mal 1 (jeweils 5-Jahresdurchschnitt)
Cap bei 250 % des Fixgehalts
Auszahlung nur, wenn der Unternehmenswert um mindestens 10 % gesteigert wurde.

Die Long Term Incentive-Rückstellung betrug zum Geschäftsjahresende T€ 2.847 (Vorjahr: T€ 1.754). Zu einer Auszahlung aus dem LTI kann es grundsätzlich erstmals nach Ablauf des Geschäftsjahres 2018 kommen, sofern die Bezugsgrößen entsprechend erreicht oder übertroffen werden. Im Falle eines vorzeitigen Ausscheidens eines Vorstandsmitglieds erfolgt eine anteilige Auszahlung.

Somit betrug die Gesamtvergütung des Vorstands T€ 5.573 (Vorjahr: T€ 4.957).

Bei der KRONES AG bestehen und bestanden darüber hinaus keine Aktienoptionsprogramme oder vergleichbare, aktienorientierte Vergütungskomponenten mit langfristiger Anreizwirkung für Vorstandsmitglieder.

Zusagen zur betrieblichen Altersversorgung

Für die Mitglieder des Vorstands bestehen des Weiteren Zusagen zur betrieblichen Altersversorgung.

Für Vorstandsmitglieder, die dem Vorstand erst seit 2012 oder später angehören, handelt es sich hierbei um beitragsorientierte Zusagen auf Altersrente. Hierzu werden jährlich Beiträge in Höhe von 40 % der jeweiligen Jahresgrundvergütung in eine externe Rückdeckungsversicherung mit Sicherungsverpfändung eingezahlt und bis zum Eintritt des Versorgungsfalls entsprechend dem jeweils gültigen Garantiezins zum Zeitpunkt des Abschlusses zzgl. der jeweiligen Überschussbeteiligung p. a. verzinst. Eine Altersrente wird ab der Vollendung des 62. Lebensjahres und erst mit tatsächlichem Ausscheiden aus dem Vorstandsgremium gewährt. Neben der Auszahlungsform Rente kann das Vorstandsmitglied die Auszahlung eines einmaligen Alterskapitals wählen. Für Versorgungsanwartschaften des berechtigten Vorstandsmitgliedes, die aus Beträgen der KRONES AG resultieren, tritt eine sofortige Unverfallbarkeit ein. Das Vorstandsmitglied kann ergänzend eine monatliche Berufsunfähigkeitsrente und/oder eine monatliche Witwen-/Witwerrente hinzuwählen.

Mitgliedern des Vorstands, die bereits vor 2012 erstmals bestellt wurden, erhielten leistungsbezogene Zusagen. Der Prozentsatz beträgt grundsätzlich 30 % der zuletzt gezahlten Grundvergütung (Durchschnitt der letzten 12 Monate). Die Zusagen umfassen Alters-, Invaliditäts- und Hinterbliebenenleistungen. Eine Altersleistung wird auch hier ab Vollendung des 62. Lebensjahres und nach tatsächlichem Ausscheiden aus dem Vorstandsgremium gewährt. Scheidet das Vorstandsmitglied vor Vollendung seines 62. Lebensjahres aus den Diensten der Gesellschaft wegen Berufsunfähigkeit oder aber dadurch aus, dass der Dienstvertrag aufgehoben oder nicht verlängert wird, so vermindert sich der Ruhegeldanspruch gegen die Gesellschaft für jedes nicht vollendete Kalenderjahr bis zum 62. Lebensjahr um einen einzelvertraglich vereinbarten Prozentsatz pro Jahr. Der Ehepartner erhält in den ersten 6 Monaten nach dem Ableben des Vorstandsmitglieds die Versorgungsleistung in der vollen Höhe, wie sie dem Vorstandsmitglied zugestanden hätte; danach verringert sich die Witwenrente auf 70 % dieser Versorgungsleistung. Die Unverfallbarkeit richtet sich nach den zum Zeitpunkt des Vertragsschlusses geltenden gesetzlichen Unverfallbarkeitsfristen.

Sowohl bei den beitragsorientierten, als auch bei den leistungsorientierten Zusagen finden sich Klauseln im Anstellungsvertrag, die bei Eintreten besonders schwerwiegender Veränderungen entsprechend der gesetzlichen Regelungen des Aktiengesetzes eine Absetzung der Leistung bzw. die Möglichkeit der Kürzung bzw. Einstellung der Versorgungsleistungen (bzw. soweit vereinbart der Witwenleistung) regeln.

Für aktive Vorstandsmitglieder wurden Pensionsrückstellungen in Höhe von T€ 1.352 (Vorjahr: T€ 1.024) gebildet. Darüber hinaus wurden für beitragsorientierte Zusagen Aufwendungen in Höhe von T€ 652 (Vorjahr: T€ 561) im Geschäftsjahr 2015 geleistet. Die korrespondierenden Barwerte betrugen zum Geschäftsjahresende 2015 für Herrn Kronseder T€ 8.527, für Herrn Klenk, T€ 1.424, für Herrn Diepold, T€ 3.751, für Herrn Ricker T€ 23, für Herrn Tischer T€ 25 und für Herrn Goldbrunner T€ 16. Die Versorgungsaufwendungen, bzw. der bAV-Beitrag betrugen im Geschäftsjahr 2015 für Herrn Kronseder T€ 244, für Herrn Klenk T€ 220, für Herrn Diepold T€ 143, für Herrn Ricker T€ 160, für Herrn Tischer T€ 136 und für Herrn Goldbrunner T€ 136.

Weitere Leistungen für den Fall der Beendigung der Tätigkeit

In den Anstellungsverträgen wurde ein Wettbewerbsverbot mit angemessener Karenzentschädigung vereinbart. Weitere Leistungen für den Fall der Beendigung der Tätigkeit wurden nicht vereinbart.

Vorschüsse und Kredite

Im Geschäftsjahr 2015 bestanden keine Vorschüsse oder Kredite an Mitglieder des Vorstands.

Gesamtbezüge der früheren Mitglieder des Vorstands

An ehemalige Vorstandsmitglieder und deren Hinterbliebene wurden T€ 988 (Vorjahr: T€ 820) ausbezahlt und Pensionsrückstellungen in Höhe von T€ 238 (Vorjahr: ein die Schulden übersteigender Aktivbetrag in Höhe von T€ 799) gebildet.

Gesamtbezüge des Vorstands für das Geschäftsjahr 2015

Vergütung 2015 gemäß Rechnungslegungsstandard DRS 17

Vergütung gemäß DRS 17 (in T€)

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Name Funktion Festvergütung Nebenleistungen Summe
Volker Kronseder Vorstandsvorsitzender seit 1989 660 16 676
Christoph Klenk Finanzen, Controlling und Informationsmanagement seit 2003 550 27 577
Rainulf Diepold Vertrieb und Marketing seit 1996 600 28 628
Thomas Ricker Abfüll- und Verpackungstechnik seit 2012 400 20 420
Markus Tischer International Operations and Services seit 2014 340 15 355
Ralf Goldbrunner Anlagen und Komponenten seit 2014 340 19 359

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Name Short Term Incentive Mid Term Incentive Long Term Incentive Summe (Gesamtvergütung)
Volker Kronseder 248 184 755 1.863
Christoph Klenk 306 154 0 1.037
Rainulf Diepold 225 168 0 1.021
Thomas Ricker 150 112 0 682
Markus Tischer 128 0 0 483
Ralf Goldbrunner 128 0 0 487

Aufsichtsratsvergütung

Die Vergütung für die Mitglieder des Aufsichtsrats ist in § 15 der Satzung geregelt und wird durch die Hauptversammlung bestimmt. Für das Geschäftsjahr 2015 gilt die zuletzt in der Hauptversammlung vom 25. Juni 2014 geänderte Satzung.

Die Mitglieder des Aufsichtsrats erhalten eine Vergütung, die in einem angemessenen Verhältnis zu ihren Aufgaben und der Lage der Gesellschaft steht. Entsprechend den Empfehlungen des DCGK werden der Vorsitz und der stellvertretende Vorsitz im Aufsichtsrat sowie der Vorsitz und die Mitgliedschaft in den Ausschüssen berücksichtigt.

Die Aufsichtsratsvergütung besteht aus einer festen jährlichen Vergütung in Höhe von € 35.000. Die feste Vergütung beträgt für den Vorsitzenden das Zweieinhalbfache und für den stellvertretenden Vorsitzenden das Eineinhalbfache. Ferner erhalten die Aufsichtsratsmitglieder einen pauschalen Auslagenersatz von € 1.500 pro Sitzung, sofern sie keine höheren Auslagen nachweisen.

Soweit Mitglieder des Aufsichtsrats besonderen Ausschüssen innerhalb des Aufsichtsrats angehören, erhalten sie eine zusätzliche Vergütung von jährlich € 7.000 und einen pauschalen Auslagensatz von € 1.500 pro Sitzung.

Aufsichtsratsmitglieder, die dem Aufsichtsrat nur während eines Teils des Geschäftsjahres angehört haben, erhalten eine zeitanteilige Vergütung.

Die Gesamtbezüge der Mitglieder des Aufsichtsrats betrugen für das Geschäftsjahr 2015 T€ 642 (Vorjahr: T€ 628) und sind nachfolgender Tabelle auf individueller Basis zu entnehmen (in €):

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Name Funktion Festvergütung Ausschussvergütung Sitzungsgeld Gesamtvergütung Geschäftsjahr 2015
Ernst Baumann Aufsichtsratsvorsitzender 87.500 7.000 13.500 108.000
Werner Schrödl* Stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender 52.500 7.000 13.500 73.000
Klaus Gerlach* Ordentliches Aufsichtsratsmitglied 35.000 7.500 42.500
Norman Kronseder Ordentliches Aufsichtsratsmitglied 35.000 7.000 12.000 54.000
Philipp Graf von und zu Lerchenfeld Ordentliches Aufsichtsratsmitglied 35.000 7.000 9.000 51.000
Dr. Alexander Nerz Ordentliches Aufsichtsratsmitglied 35.000 6.000 41.000
Dr. phil. Verena Di Pasquale* Ordentliches Aufsichtsratsmitglied 35.000 7.500 42.500
Johann Robold* Ordentliches Aufsichtsratsmitglied 35.000 7.000 6.000 48.000
Petra Schadeberg-Herrmann Ordentliches Aufsichtsratsmitglied 35.000 6.000 41.000
Jürgen Scholz* Ordentliches Aufsichtsratsmitglied 35.000 7.500 42.500
Hans-Jürgen Thaus Ordentliches Aufsichtsratsmitglied 35.000 7.500 42.500
Josef Weitzer* Ordentliches Aufsichtsratsmitglied 35.000 7.000 13.500 55.500

* Arbeitnehmervertreter

Entsprechenserklärung gemäß § 161 Aktiengesetz

»Vorstand und Aufsichtsrat der KRONES AG erklären, dass den Verhaltensempfehlungen der von der deutschen Bundesregierung eingesetzten »Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex« zur Leitung und Überwachung deutscher börsennotierter Gesellschaften in der Fassung vom 5. Mai 2015 entsprechend dem im Internet der KRONES AG veröffentlichten Deutschen Corporate Governance Kodex entsprochen wurde und wird mit folgenden Abweichungen:

Ein Selbstbehalt bei einer für den Aufsichtsrat abgeschlossenen D&O-Versicherung besteht nicht. (Tz. 3.8 DCGK).

Ein spezifischer Selbstbehalt der Versicherten wurde nicht vereinbart, da der Aufsichtsrat unabhängig von einem Selbstbehalt seinen Pflichten jederzeit ordnungsgemäß nachkommt.
Der Vorstand soll aus mehreren Personen bestehen und einen Vorsitzenden oder Sprecher haben. Eine Geschäftsordnung soll die Arbeit des Vorstands, insbesondere die Ressortzuständigkeiten einzelner Vorstandsmitglieder, die dem Gesamtvorstand vorbehaltenen Angelegenheiten sowie die erforderliche Beschlussmehrheit bei Vorstandsbeschlüssen (Einstimmigkeit oder Mehrheitsbeschluss) regeln. (Tz. 4.2.1 DCGK).

Die Geschäftsordnung für den Vorstand ergibt sich aus der Satzung der KRONES AG. Diese enthält bereits detaillierte Anweisungen für die Arbeit des Vorstands. Deshalb wurde bislang auf eine gesonderte schriftliche Geschäftsordnung verzichtet
Im Vergütungsbericht sollen bestimmte Informationen zur Vorstandsvergütung in vorgegebenen Mustertabellen angegeben werden. (Tz. 4.2.5 Satz 5 und Satz 6 DCGK).

Neben Unklarheiten in der Auslegung bestehen auch Zweifel, ob die zusätzliche Verwendung der Mustertabellen die vom Unternehmen unter Beachtung der Anforderungen der Rechnungslegung angestrebte Übersichtlichkeit und Allgemeinverständlichkeit des Vergütungsberichts (vgl. Ziffer 4.2.5 Satz 3 des Kodex) fördert.
Der Aufsichtsrat soll sich eine Geschäftsordnung geben. (Tz. 5.1.3 DCGK).

Die Geschäftsordnung für den Aufsichtsrat ergibt sich aus der Satzung der KRONES AG. Diese enthält bereits detaillierte Anweisungen für die Arbeit des Aufsichtsrats. Deshalb wurde bislang auf eine gesonderte schriftliche Geschäftsordnung verzichtet.
Ein Nominierungsausschuss wird bei der KRONES AG derzeit nicht gebildet. (Tz. 5.3.3 DCGK).

Ausschüsse sind vor allem sinnvoll, wenn aufgrund der Größe eines Gremiums dessen Arbeit dadurch effizienter wird. Im Aufsichtsrat der KRONES AG vertreten sechs Mitglieder die Anteilseigner, die Vorschläge machen. Nach unserer Ansicht ist es daher nicht nötig, einen Nominierungsausschuss zu bilden. Die Aufgaben werden vom Ständigen Ausschuss übernommen.
Der Vorsitz in Aufsichtsratsausschüssen wird bei der Vergütung nicht gesondert berücksichtigt. (Tz. 5.4.6 DCGK).

Der Aufsichtsrat ist der Auffassung, dass die derzeitige zusätzliche Vergütung für Mitglieder von Ausschüssen aufgrund der Größe der Gremien auch für den Vorsitzenden von Ausschüssen angemessen ist.
Der Aktienbesitz der Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats der KRONES AG wird nicht angegeben (Tz. 6.2 DCGK).

Um die schutzwürdigen Interessen und die Privatsphäre der Organmitglieder zu wahren, verzichten wir auf den Ausweis.
Die Frist zur Veröffentlichung des Konzernabschlusses der KRONES AG binnen 90 Tagen nach Geschäftsjahresende wird derzeit noch nicht gewahrt (Tz. 7.1.2. DCGK).

Der Jahresabschluss der KRONES AG wird im Rahmen der gesetzlichen Fristen veröffentlicht. Wichtige kapitalmarktrelevante Eckdaten zum abgelaufenen Geschäftsjahr veröffentlichen wir innerhalb der 90-Tage-Frist.«

Neutraubling, den 16. März 2016

Für den Vorstand

Für den Aufsichtsrat

Christoph Klenk, CEO

Ernst Baumann, Vorsitzender

Versicherung der gesetzlichen Vertreter

Erklärung gemäß § 264 Abs. 2 Satz 3 HGB und § 289 Abs. 1 Satz 5 HGB

»Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Jahresabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt und im Lagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage der Gesellschaft so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung der KRONES AG beschrieben sind.«

Neutraubling, den 22. März 2016

KRONES AG

Der Vorstand

Christoph Klenk, CEO

Michael Andersen, CFO

Rainulf Diepold

Thomas Ricker

Markus Tischer

Ralf Goldbrunner

Corporate Governance

Erklärung zur Unternehmensführung

Die Erklärung zur Unternehmensführung ist auch im Internet unter www.KRONES.com zugänglich.

KRONES bekennt sich zu seiner Verantwortung

Für KRONES ist der Deutsche Corporate Governance Kodex (DCGK) ein fester Bestandteil der Unternehmensführung. Vorstand und Aufsichtsrat berichten hiermit nach Tz. 3.10 DCGK über die Corporate Governance.

Der Kodex stellt wesentliche gesetzliche Vorschriften zur Leitung und Überwachung deutscher börsennotierter Gesellschaften dar und enthält international und national anerkannte Standards guter und verantwortungsvoller Unternehmensführung. Das Management von KRONES berücksichtigt die Grundsätze und Regeln der Corporate Governance bei allen Geschäftsaktivitäten.

Zusammensetzung des Aufsichtsrats

Gemäß Tz. 5.4.1 DCGK soll der Aufsichtsrat für seine Zusammensetzung konkrete Ziele benennen, die unter Beachtung der unternehmensspezifischen Situation die internationale Tätigkeit des Unternehmens, potenzielle Interessenkonflikte, die Anzahl der unabhängigen Aufsichtsratsmitglieder in Sinne von Tz. 5.4.2, eine festzulegende Altersgrenze für Aufsichtsratsmitglieder und eine festzulegende Regelgrenze für die Zugehörigkeitsdauer zum Aufsichtsrat sowie Vielfalt (Diversity) berücksichtigen.

In Übereinstimmung mit oben genannter Teilziffer hat der Aufsichtsrat von KRONES folgende Ziele benannt:

a) Zusammensetzung nach geeigneten Kenntnissen, Fähigkeiten, Erfahrungen

Der Aufsichtsrat der KRONES AG soll so zusammengesetzt sein, dass seine Mitglieder über die erforderlichen Kenntnisse, Fähigkeiten und fachlichen Erfahrungen verfügen, die zur Erfüllung der Aufgaben eines Aufsichtsratsmitglieds in einem international tätigen Konzern nötig und zur Wahrung des Ansehens der KRONES AG in der Öffentlichkeit erforderlich sind.

Bei den zur Wahl stehenden Personen soll darüber hinaus auf Leistungsbereitschaft, Integrität, Persönlichkeit, Professionalität und Unabhängigkeit geachtet werden.

b) Potenzielle Interessenkonflikte (Unabhängigkeit der Mitglieder)

Um Interessenkonflikte zu vermeiden, wird auf die Unabhängigkeit der Mitglieder des Aufsichtsrats geachtet. Mögliche Kandidaten und Kandidatinnen sollen weder Beratungsfunktionen bei wesentlichen Wettbewerbern der KRONES AG noch Managementfunktionen bei Kunden, Lieferanten oder Konzernunternehmen der KRONES AG ausüben. Dem Aufsichtsrat sollen nicht mehr als zwei ehemalige Mitglieder des Vorstands angehören.

Darüber hinaus sollen die Mitglieder des Aufsichtsrats die Unabhängigkeitskriterien nach Ziffer 5.4.2. des Kodex erfüllen. Unter der Voraussetzung, dass die Ausübung des Aufsichtsratsmandats als Arbeitnehmervertreter keine Zweifel an der Erfüllung der Unabhängigkeitskriterien nach Ziffer 5.4.2. des Kodex begründen kann, soll die Mehrzahl der Aufsichtsratsmitglieder unabhängig i. S. v. Tz. 5.4.2. DCGK sein.

Bei Bestehen etwaiger Interessenkonflikte verpflichtet sich jedes Aufsichtsratsmitglied, eine Erklärung gegenüber dem Aufsichtsratsvorsitzenden abzugeben. Bestehen diese Interessenkonflikte über einen längeren Zeitraum oder sind von wesentlicher Natur, so hat das betreffende Aufsichtsratsmitglied sein Amt niederzulegen.

c) Altersgrenze

Die Altersgrenze für die Mitglieder des Aufsichtsrats liegt bei 70 Jahren. Vollendet ein Mitglied das 70. Lebensjahr, so endet seine Amtszeit mit Ablauf der darauf folgenden ordentlichen Hauptversammlung. Wird von dieser Regelung abgewichen, so ist der Umstand zu begründen.

d) Regelgrenze für die Zugehörigkeitsdauer

Der Aufsichtsrat hat keine Regelgrenze für die Zugehörigkeitsdauer zum Aufsichtsrat festgelegt. Wir halten eine Regelgrenze nicht für sinnvoll, weil dem Unternehmen auch die Expertise von erfahrenen Aufsichtratsmitgliedern zur Verfügung stehen soll. Der Aufsichtsrat von KRONES wird die Eignung eines Aufsichtsratsmitglieds weiterhin - unabhängig von der Zugehörigkeitsdauer - individuell betrachten. Da wir uns kein Ziel für die Regelgrenze gesetzt haben, ist auch nicht über den Stand der Umsetzung zu berichten.

e) Internationalität

Die KRONES AG ist ein international tätiges Unternehmen und unterhält in vielen Ländern der Welt Niederlassungen und Vertretungen. Deshalb sollen bei der Zusammensetzung des Aufsichtsrats die internationalen Erfahrungen der Mitglieder berücksichtigt werden.

Diese beziehen sich nicht nur auf Kenntnisse der englischen Sprache, sondern auch auf Beschäftigungen in anderen international tätigen Unternehmen.

f) Vielfalt (Diversity)

Der Aufsichtsrat der KRONES AG achtet bei der Auswahl seiner Mitglieder auf Vielfalt (Diversity). Gemäß dem am 1. Mai 2015 in Kraft getretenen Gesetz zur gleichberechtigten Teilhabe von Frauen und Männern in der Privatwirtschaft und im öffentlichen Dienst gilt für KRONES eine 30-Prozent-Mindestquote für Frauen und Männer im Aufsichtsrat. Von diesem Gesetz betroffen sind Aufsichtsratswahlen ab 2016. Die Vertreter der Arbeitnehmer und der Anteilseigner im Aufsichtsrat der KRONES AG haben übereinstimmend entschieden, die Geschlechterquote jeweils getrennt zu erfüllen. Der Aufsichtsrat der KRONES AG setzt sich gemäß den gesetzlichen Bestimmungen und der Satzung des Unternehmens aus sechs Vertretern der Anteilseigner und sechs Vertretern der Arbeitnehmer zusammen. Dem Aufsichtsrat sollen also künftig jeweils zwei Frauen auf der Seite der Arbeitnehmer und der Anteilseigner angehören.

Der Aufsichtsrat von KRONES hat im Geschäftsjahr 2015 alle genannten Ziele umgesetzt.

Angaben zu Unternehmensführungspraktiken

Die Unternehmensführung von KRONES basiert auf Fairness und Transparenz. Dieser Grundsatz gilt für die Zusammenarbeit von Vorstand und Aufsichtsrat ebenso wie für den Umgang mit unseren Mitarbeitern, Kunden, Lieferanten und der Öffentlichkeit.

Wir prüfen alle strategischen Entscheidungen auf ihre langfristige Erfolgswahrscheinlichkeit. Wir verfolgen eine nachhaltige Gewinn- und Cashflowoptimierung.

Zur langfristigen Existenzsicherung prüfen wir alle Aktivitäten auf ihre Nachhaltigkeit. Dabei berücksichtigen wir neben unserer sozialen und wirtschaftlichen Verantwortung insbesondere die ökologischen Rahmenbedingungen und Folgen, die mit der Fertigung und Nutzung unserer Produkte verbunden sind. Wir produzieren umweltverträglich und halten die gesetzlichen Vorschriften nicht nur ein, sondern setzen alles daran, die geforderten Grenzwerte so weit wie möglich zu unterschreiten.

Unsere Führungsprinzipien lassen in keinem Fall zu, den Schutz derjenigen Menschen, die zu unserem Erfolg beitragen, den geschäftlichen Interessen unterzuordnen. Um Arbeitsunfälle und Berufserkrankungen zu vermeiden, schaffen wir für alle Beschäftigten eine sichere und gesundheitsfördernde Arbeitsumgebung. Wir gestalten sämtliche Arbeitsabläufe sowohl sicherheits- als auch gesundheitsgerecht und sorgen für gefahrenfreie, ergonomische Arbeitsplätze.

Bei der Auswahl von Lieferanten berücksichtigen wir deren nachhaltiges und gesellschaftlich verantwortliches Wirtschaften. Hierfür hat KRONES einen Lieferantenkodex entwickelt. Er umfasst die Themen Sicherheit, Gesundheit, Umwelt, Qualität, Menschenrechte, Mitarbeiterstandards sowie Antikorruption.

Arbeitsweise von Vorstand und Aufsichtsrat

Der Vorstand der KRONES AG bestand im Geschäftsjahr 2015 aus sechs Mitgliedern. Diese tragen die Verantwortung für ihre jeweiligen Ressorts (siehe Seite 8 bis 9 und 163). Der Vorstand leitet die Gesellschaft und führt deren Geschäfte. Die Mitglieder des Vorstands treffen sich täglich zu einer Vorstandssitzung. Dort bespricht der Vorstand aktuelle und strategische Themen und fasst Beschlüsse. Bei strategisch wichtigen Entscheidungen bindet der Vorstand den Aufsichtsrat frühzeitig in den Entscheidungsprozess ein.

Der Aufsichtsrat überwacht den Vorstand. Er besteht satzungsgemäß aus zwölf Mitgliedern. Vorstand und Aufsichtsrat stehen in regelmäßigem Kontakt. Der Vorstand informiert den Aufsichtsrat zeitnah über den Geschäftsverlauf, die finanzielle Lage, das Risikomanagement, die Unternehmensplanung sowie die Strategie. Neben regelmäßigen mündlichen Auskünften erhalten die Aufsichtsratsmitglieder vom Vorstand jeden Monat einen schriftlichen Bericht zur Ergebnis- und Finanzlage.

Die Arbeit des Aufsichtsrats (Mitglieder siehe Seite 19 und 163) koordiniert der Aufsichtsratsvorsitzende. Er oder sein Stellvertreter leiten die Aufsichtsratssitzungen. Beschlüsse fasst das Gremium in den Sitzungen oder in Ausnahmefällen im Umlaufverfahren. An den Aufsichtsratssitzungen nehmen die Mitglieder des Vorstands auf Einladung des Aufsichtsratsvorsitzenden oder seines Stellvertreters teil. Sie berichten mündlich oder schriftlich zu den einzelnen Tagesordnungspunkten und beantworten die Fragen der Aufsichtsräte.

Der Vorsitzende des Aufsichtsrats erläutert jedes Jahr die Tätigkeit des Aufsichtsrats in seinem Bericht an die Aktionäre im Geschäftsbericht sowie auf der Hauptversammlung.

Um die Arbeit des Aufsichtsrats effizient zu gestalten, bildete das Gremium einen »Prüfungs- und Risikomanagementausschuss« sowie einen »Ständigen Ausschuss«.

Zusammensetzung und Arbeitsweise des Prüfungs- und Risikomanagementausschusses

Dem Prüfungs- und Risikomanagementausschuss gehören der Vorsitzende des Aufsichtsrats Ernst Baumann, sein Stellvertreter Werner Schrödl sowie die Aufsichtsratsmitglieder Norman Kronseder, Philipp Graf von und zu Lerchenfeld, Josef Weitzer und Johann Robold an. Vorsitzender des Ausschusses ist Philipp Graf von und zu Lerchenfeld.

Der Prüfungs- und Risikomanagementausschuss trifft sich regelmäßig und überwacht Rechnungslegung, Abschlussprüfung sowie Berichterstattung und fertigt entsprechende Beschlussvorlagen für den Aufsichtsrat an. Darüber hinaus bereitet er die Prüfung des Jahresabschlusses, des Lageberichts und des Prüfungsberichts des Jahres- und Konzernabschlusses durch den Aufsichtsrat vor und spricht Empfehlungen aus. Der Prüfungs- und Risikomanagementausschuss überwacht zudem die Wirksamkeit des internen Kontroll-, des Risikomanagement- sowie des Compliance-Systems.

Zusammensetzung und Arbeitsweise des Ständigen Ausschusses

Dem Ständigen Ausschuss gehören Werner Schrödl, Norman Kronseder, Josef Weitzer und Ernst Baumann an. Vorsitzender des Ausschusses ist Ernst Baumann. Der Ständige Ausschuss befasst sich in regelmäßigen Sitzungen mit allen sonstigen Themen, die nicht in den Zuständigkeitsbereich des Prüfungs- und Risikomanagementausschusses fallen. Dazu zählen Unternehmensstrategie, Personalstrategie, Aufsichtsratsvergütung und Vorstandsvergütung.

Festlegungen nach § 76 (4) Aktiengesetz und § 111 (5) Aktiengesetz

Gemäß § 76 (4) Aktiengesetz hat der Vorstand Zielgrößen für den Frauenanteil in den beiden Führungsebenen unterhalb des Vorstands festzusetzen. Gleichzeitig muss er Fristen für die Erreichung der Zielgrößen festlegen. Der Vorstand der KRONES AG hat sich zum Ziel gesetzt, dass der Frauenanteil in den beiden Führungsebenen unterhalb des Vorstands bis spätestens zum Ablauf des 30. Juni 2017 jeweils 10 % erreicht. Ende des Geschäftsjahres 2015 lag der Frauenanteil in den beiden Führungsebenen unterhalb des Vorstands jeweils bei 8,5 %.

Nach § 111 (5) Aktiengesetz hat der Aufsichtsrat eine Zielgröße für den Anteil von Frauen im Vorstand festzusetzen. Gleichzeitig muss er eine Frist für die Erreichung der Zielgröße festlegen. Bislang konnte der Aufsichtsrat keine geeignete Kandidatin für den Vorstand finden. Der Aufsichtsrat geht davon aus, dass dies auch in naher Zukunft schwierig bleibt. Deshalb legte der Aufsichtsrat die Zielgröße für den Frauenanteil im Vorstand der KRONES AG auf 0 % fest. Eine Frist für die Umsetzung ist damit nicht zu setzen.

Jahresabschluss und Anhang

der KRONES AG

Gewinn-und-Verlust-Rechnung

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2015 2014
Anhang T€ T€ T€ T€
--- --- --- --- --- ---
1. Umsatzerlöse 13 2.513.223 2.407.163
2. Erhöhung des Bestandes an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 103.813 12.702
3. Andere aktivierte Eigenleistungen 5.814 7.848
4. sonstige betriebliche Erträge 14 93.246 79.222
5. Materialaufwand 2.716.096 2.506.935
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren -1.166.802 -1.056.427
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen -318.141 -1.484.943 -286.629 -1.343.057
6. Personalaufwand 15
a) Löhne und Gehälter -592.094 -568.083
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -103.863 -695.957 -103.392 -671.475
7. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 16 -50.597 -51.818
8. sonstige betriebliche Aufwendungen 17 -397.833 -362.113
9. Erträge aus Beteiligungen 18 14.181 14.851
10. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 18 581 452
11. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 18 3.247 5.669
12. Abschreibungen auf Finanzanlagen 18 0 -17.108
13. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 18 -25.706 -9.447
-2.637.027 -2.434.045
14. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 79.069 72.890
15. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 19 -19.028 -27.204
16. sonstige Steuern 19 -1.069 -2.799
17. Jahresüberschuss 58.972 42.887
18. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 46.485 43.090
19. Bilanzgewinn 105.457 85.977

Bilanz

Aktiva

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31.12.2015 31.12.2014
Anhang T€ T€ T€ T€
--- --- --- --- --- ---
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 1
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 29.609 27.927
II. Sachanlagen 2
1. Grundstücke einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 236.278 235.570
2. technische Anlagen und Maschinen 57.535 62.751
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 45.512 45.257
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 9.111 10.731
348.436 354.309
III. Finanzanlagen 3
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 111.843 95.957
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 23.689 22.815
3. sonstige Ausleihungen 519 657
136.051 119.429
514.096 501.665
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte 4
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 135.384 163.679
2. unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 240.537 180.198
3. fertige Erzeugnisse und Waren 487.936 410.671
4. geleistete Anzahlungen 12.563 7.929
5. erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen -576.535 -550.511
299.885 211.965
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 5
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 335.575 383.127
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 174.928 113.573
3. sonstige Vermögensgegenstände 68.348 43.178
578.851 539.878
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 6 125.725 165.516
1.004.461 917.359
C. Rechnungsabgrenzungsposten 2.182 1.917
Bilanzsumme 1.520.739 1.420.941
Passiva
31.12.2015 31.12.2014
Anhang T€ T€ T€ T€
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 7
Stammaktien 40.000 40.000
II. Kapitalrücklage 141.551 141.551
III. Gewinnrücklagen
1. gesetzliche Rücklage 51 51
2. andere Gewinnrücklagen 349.888 349.888
349.939 349.939
IV. Gewinnvortrag 8 46.485 43.090
V. Jahresüberschuss 8 58.972 42.887
636.947 617.467
B. Rückstellungen 9
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 128.229 112.376
2. Steuerrückstellungen 4.636 10.288
3. sonstige Rückstellungen 355.527 354.386
488.392 477.050
C. Verbindlichkeiten 10
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 182.145 155.430
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 154.617 126.396
3. Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 810 1.576
4. sonstige Verbindlichkeiten 57.803 42.994
395.375 326.396
D. Rechnungsabgrenzungsposten 25 28
Bilanzsumme 1.520.739 1.420.941

Entwicklung des Anlagevermögens

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T€ Anschaffungs- und Herstellungskosten
Stand 01.01.2015

T€
U Umbuchung Zugang

T€
U Umbuchung Abgang

T€
Stand 31.12.2015

T€
--- --- --- --- ---
Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 118.437 11.369 9.098 120.708
Sachanlagen
U 910
1. Grundstücke einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 379.362 10.285 634 389.923
U 826
2. technische Anlagen und Maschinen 246.651 7.882 4.025 250.334
U 6.316
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 166.228 17.011 22.602 166.953
U 8.052
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 10.731 6.432 0 9.111
U 8.052 U 8.052
801.972 41.610 27.261 816.321
Finanzanlagen
U 1.925
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 197.266 13.961 0 213.152
U 1.925
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 22.815 9.650 6.851 23.689
3. Beteiligungen 5.036 0 0 5.036
4. Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 508 0 0 508
5. sonstige Ausleihungen 657 2 140 519
U 1.925 U 1.925
226.282 23.613 6.991 242.904
U 9.977 U 9.977
1.146.691 76.592 43.350 1.179.933

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T€ Abschreibungen Buch-/Bilanzwerte Buch-/Bilanzwerte
Stand 31.12.2015

T€
Stand 31.12.2015

T€
Stand 31.12.2014

T€
--- --- --- ---
Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 91.099 29.609 27.927
Sachanlagen
1. Grundstücke einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 153.645 236.278 235.570
2. technische Anlagen und Maschinen 192.799 57.535 62.751
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 121.441 45.512 45.257
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0 9.111 10.731
467.885 348.436 354.309
Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 101.309 111.843 95.957
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 0 23.689 22.815
3. Beteiligungen 5.036 0 0
4. Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 508 0 0
5. sonstige Ausleihungen 0 519 657
106.853 136.051 119.429
665.837 514.096 501.665

Anhang

der KRONES AG

Allgemeine Angaben

■ Gesetzliche Grundlagen

Der Jahresabschluss der KRONES AG ist nach den Vorschriften des Dritten Buches des HGB und den ergänzenden Vorschriften des AktG aufgestellt.

Die KRONES AG erstellt die Gewinn-und-Verlust-Rechnung nach dem Gesamtkostenverfahren.

■ Währungsumrechnung

Forderungen und Verbindlichkeiten in Fremdwährung, deren Restlaufzeit nicht mehr als ein Jahr beträgt, werden mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet.

Zur Absicherung zukünftiger Währungsrisiken hat die KRONES AG Devisentermingeschäfte abgeschlossen. Sofern die Voraussetzungen erfüllt sind, werden diese mit dem abgesicherten Grundgeschäft zu einer Bewertungseinheit zusammengefasst. Dabei werden die Wertänderungen aus den Grund- und Sicherungsgeschäften einander gegenübergestellt.

Wir weisen darauf hin, dass Rundungsdifferenzen zu den sich mathematisch genau ergebenden Werten (Geldeinheiten, Prozentangaben usw.) auftreten können.

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Bilanzierung und Bewertung erfolgen nach den für Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften. Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurden gegenüber dem Vorjahr beibehalten.

Aktiva

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens sind zu den aktivierungspflichtigen Anschaffungskosten erfasst und werden planmäßig linear entsprechend ihrer voraussichtlichen Nutzungsdauer von drei bis 20 Jahren abgeschrieben. Für selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens wird das Aktivierungswahlrecht nicht in Anspruch genommen. Entwicklungskosten werden daher sofort in voller Höhe als Aufwand behandelt. Außerplanmäßige Abschreibungen werden, soweit erforderlich, vorgenommen.

Sachanlagen werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen und erforderlicher außerplanmäßiger Abschreibungen bewertet. In die Herstellungskosten der selbsterstellten Anlagen werden neben den direkt zurechenbaren Kosten auch aktivierungspflichtige Gemeinkosten einbezogen.

Abschreibungen des Sachanlagevermögens erfolgen nach den geltenden rechtlichen Höchstsätzen. Bauten und bewegliche Gegenstände des Anlagevermögens der KRONES AG werden, soweit zulässig, degressiv, alle übrigen Anlagegüter linear abgeschrieben. Bei degressiv abgeschriebenen beweglichen Anlagegütern wird auf die lineare Abschreibung übergegangen, wenn diese zu höheren Abschreibungen führt. Da die degressive Abschreibung mit den Regelungen des BilMoG nicht mehr vereinbar ist, werden Sachanlagen, die ab dem 01.01.2010 angeschafft worden sind, ausschließlich linear abgeschrieben. Bei voraussichtlich dauerhaften Wertminderungen werden außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen.

Die planmäßigen Abschreibungen für Anlagegegenstände werden auf der Grundlage folgender gruppeneinheitlicher Nutzungsdauern ermittelt:

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Nutzungsdauer in Jahren
Gebäude 25 bis 50
Maschinen 5 bis 20
Technische Anlagen 5 bis 25
Betriebs- und Geschäftsausstattung 3 bis 20
EDV-Programme/sonstige Rechte 3 bis 20

Bewegliche Gegenstände des Anlagevermögens, die selbstständig nutzbar sind und der Abnutzung unterliegen, werden bei Anschaffungs- oder Herstellungskosten bis 150 € sofort aufwandswirksam verbucht. Vermögensgegenstände, deren Anschaffungs- oder Herstellungskosten mehr als 150 € und nicht mehr als 1.000 € betragen, werden zu einem Pool zusammengefasst und über eine Nutzungsdauer von 5 Jahren linear abgeschrieben.

Anteile an verbundenen Unternehmen und Beteiligungen sind zu Anschaffungskosten abzüglich der erforderlichen Abschreibungen bilanziert.

Wertpapiere und Ausleihungen sind mit dem Nominalwert oder niedrigerem Zeitwert angesetzt. Wertaufholungen sind in erforderlichem Umfang erfolgt.

Vorräte werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten oder zu niedrigeren Tageswerten angesetzt.

Herstellungskosten der fertigen und unfertigen Erzeugnisse sowie der unfertigen Leistungen umfassen Fertigungsmaterial und -löhne sowie Material- und Fertigungsgemeinkosten. Unter Beachtung des Niederstwertprinzips erfolgen Abschläge auf den niedrigeren beizulegenden Wert. Dieser Abschlag berücksichtigt alle bei der Aufstellung des Abschlusses erkennbaren Bestandsrisiken, die sich durch eingeschränkte Verwertbarkeit oder aus der Lagerdauer ergeben.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind mit den Anschaffungskosten bewertet. Erkennbare Risiken sind durch Einzelwertberichtigungen berücksichtigt, dem allgemeinen Kredit- und Finanzierungsrisiko wird durch pauschale Wertberichtigung Rechnung getragen. Für Forderungen und unverzinsliche Außenstände mit längeren Laufzeiten werden grundsätzlich entsprechend dem erwarteten Zahlungseingang Abzinsungen vorgenommen. Exportforderungen in fremder Währung sind grundsätzlich mit dem Devisenkassamittelkurs des Tages der Verbuchung bzw. dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bilanziert.

Für Vermögensgegenstände, die ausschließlich der Erfüllung von Verpflichtungen aus Pensionszusagen dienen und dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen sind, erfolgt die Bewertung zum beizulegenden Zeitwert. Erträge und Aufwendungen aus diesen Vermögensgegenständen werden mit dem Aufwand aus der Aufzinsung der entsprechenden Verpflichtungen saldiert und im Finanzergebnis ausgewiesen. Weiterhin werden diese Vermögensgegenstände mit der jeweils zugrunde liegenden Verpflichtung verrechnet. Ergibt sich ein Verpflichtungsüberhang, wird dieser unter den Rückstellungen erfasst. Übersteigt der Wert der Vermögensgegenstände die Verpflichtungen, erfolgt der Ausweis als aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung.

Die Bildung des aktivischen Rechnungsabgrenzungspostens erfolgt in handelsrechtlich zulässigem Umfang.

Passiva

Die ausgewiesenen Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen sind auf den nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag abgestellt. Bei der Bewertung sind somit zukünftige Preis- und Kostensteigerungen berücksichtigt. Die Pensionsrückstellungen für Versorgungsverpflichtungen, deren Restlaufzeit ein Jahr übersteigen, werden unter Verwendung eines durchschnittlichen Marktzinssatzes, welcher von der Deutschen Bundesbank ermittelt worden ist, fristenkongruent abgezinst. Anstelle der Ermittlung individueller Abzinsungssätze für jede einzelne Verpflichtung wird eine gemäß § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB zulässige, pauschale Restlaufzeit aller Verpflichtungen von 15 Jahren angenommen.

Sonstige Rückstellungen werden für Verpflichtungen gegenüber Dritten gebildet, die eine Vermögensbelastung darstellen und über deren Höhe oder Zeitpunkt des Eintretens Ungewissheit besteht. Sie sind nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung für alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen gebildet. Die Bewertung erfolgt auf der Grundlage des Erfüllungsbetrages. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit einem durchschnittlichen Marktzinssatz, wie er von der Deutschen Bundesbank ermittelt worden ist, fristenkongruent abgezinst.

Rückstellungen für Jubiläumszuwendungen werden gemäß § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB pauschal mit dem von der Deutschen Bundesbank ermittelten durchschnittlichen Marktzinssatz abgezinst, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt.

Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag bilanziert. Nicht kursgesicherte Fremdwährungsverbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind mit dem Devisenkassamittelkurs des Bilanzstichtags passiviert.

Werte für Verbindlichkeiten aus Wechselobligo, Bürgschaften und Gewährleistungsverträgen entsprechen den valutierten Beträgen am Bilanzstichtag.

Die Bildung des passivischen Rechnungsabgrenzungspostens erfolgt in handelsrechtlich zulässigem Umfang.

Erläuterung der Bilanz und der Gewinn-und-Verlust-Rechnung

Aktiva

■ Anlagevermögen

Die in den Bilanzen aufgeführten Posten des Anlagevermögens sind im Anlagespiegel dargestellt. Dabei werden die Buch-/Bilanzwerte, ausgehend von den Anschaffungs- oder Herstellungskosten, nach dem Bruttoprinzip entwickelt.

1 Immaterielle Vermögensgegenstände

Der Zugangsbetrag betrifft: im Wesentlichen Lizenzen an EDV-Software (T€ 11.369).

2 Sachanlagen

Der Zugang bei den Grundstücken und Gebäuden resultiert im Wesentlichen aus Erweiterungen an den Standorten Neutraubling (T€ 3.596), Rosenheim (T€ 630) und Raubling (T€ 493) sowie aus der Anwachsung der GERNEP Immobilien GmbH und Co. KG (T€ 5.377). Die Investitionen in die übrigen Sachanlagen in Höhe von T€ 31.325 betreffen vor allem Kapazitätserweiterungen und Modernisierungen an den Produktionsstandorten.

3 Finanzanlagen

Die Zugänge bei den Finanzanlagen betreffen im Wesentlichen den Erwerb der GERNEP Etikettiertechnik GmbH, Barbing, den Erwerb der SCHAEFER Föderanlagen- und Maschinenbau GmbH, Rosenheim, die Erhöhung der Buchwerte der Beteiligungen an der SYSKRON Holding GmbH, Wackersdorf, der TILL GmbH, Hoffteim und der TOO KRONES Kazakhstan, s. Raiymbek/Kasachstan sowie Ausleihungen an die SYSKRON Holding GmbH, Wackersdorf, an die TILL GmbH, Hoffteim, an die HST Maschinenbau GmbH, Dassow und die TOO KRONES Kazakhstan, s. Raiymbek/Kasachstan.

Die Abgänge bei den Finanzanlagen resultieren aus der teilweisen Rückführung von Ausleihungen an die Evoguard GmbH, Nittenau, an die KRONES West Africa Ltd, Lagos/Nigeria und an die KRONES East Africa Ltd., Nairobi/Kenia. Die Aufstellung des Anteilsbesitzes wird durch den elektronischen Bundesanzeiger bekanntgemacht.

4 Vorräte

Der Wert des Vorratsvermögens ist im Vergleich zum Vorjahr um 14,9 % gestiegen. Es wurde zu rund 65,8 % durch Kundenanzahlungen vorfinanziert.

5 Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

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T€ 31.12.2015 davon Restlaufzeit über 1 Jahr 31.12.2014 davon Restlaufzeit über 1 Jahr
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 335.575 7.712 383.127 10.381
Forderungen gegen verbundene Unternehmen 174.928 113.573
sonstige Vermögensgegenstände 68.348 2.130 43.178 3.641
578.851 9.842 539.878 14.022

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen bestehen zu 21,2 % gegen inländische und zu 78,8 % gegen ausländische Kunden. Dem allgemeinen Kreditrisiko wird durch eine pauschale Wertberichtigung in Höhe von 1 % der risikobehafteten Forderungen ausreichend Rechnung getragen. Die Abzinsung von Altforderungen und unverzinslichen Außenstände mit längeren Laufzeiten erfolgt mit einem Zinssatz von 2,16 %.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen resultieren in Höhe von T€ 186.895 aus dem konzerninternen Liefer- und Leistungsverkehr und in Höhe von T€ -11.967 aus sonstigen Verrechnungen.

6 Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten

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T€ 31.12.2015 31.12.2014
Kassenbestand 5 9
Guthaben Kreditinstitut 125.720 165.507
125.725 165.516

7 Gezeichnetes Kapital

Das Gezeichnete Kapital der KRONES AG beträgt € 40.000.000,00.

Am Bilanzstichtag waren 31.593.072 Stück auf den Inhaber lautende Stammaktien ausgegeben.

Durch Beschluss der Hauptversammlung vom 15. Juni 2011 besteht ein genehmigtes Kapital. Mit dem genehmigten Kapital ist der Vorstand ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital bis zum 15. Juni 2016 durch Ausgabe neuer auf den Inhaber lautende Stückaktien einmal oder mehrfach gegen Bareinlagen um bis zu € 10.000.000,00 zu erhöhen. Dabei ist den Aktionären ein Bezugsrecht einzuräumen.

Nach § 71 Abs. 1 Nr. 8 AktG kann die Gesellschaft ermächtigt werden, eigene Aktien bis zu 10 % des derzeitigen Grundkapitals für diese zu erwerben. Die in der Hauptversammlung am 16. Juni 2010 (Tagesordnungspunkt 6) beschlossene Ermächtigung zum Erwerb eigener Aktien wäre zum Ablauf des 15. Juni 2015 und damit vor der nächsten ordentlichen Hauptversammlung abgelaufen. Um auch nach Ablauf des 15. Juni 2015 diesbezüglich handlungsfähig zu sein, ist die Gesellschaft durch Beschluss der Hauptversammlung vom 25. Juni 2014 erneut zum Erwerb und zur Verwendung eigener Aktien ermächtigt worden. Die Ermächtigung gilt bis zum Ablauf des 24. Juni 2019. Die in der Hauptversammlung am 16. Juni 2010 beschlossene Ermächtigung ist durch die erneute Ermächtigung aufgehoben worden.

Der Bestand der zu diesem Zweck erworbenen Aktien darf zusammen mit anderen Aktien der Gesellschaft, welche diese bereits erworben hat und noch besitzt, 10 % des Grundkapitals der KRONES Aktiengesellschaft nicht übersteigen. Der Erwerb erfolgt nach Wahl des Vorstands über die Börse oder mittels eines öffentlichen Kaufangebots bzw. mittels einer öffentlichen Aufforderung zur Abgabe eines solchen Angebots.

Erfolgt der Erwerb der Aktien über die Börse, darf der gezahlte Gegenwert je Aktie den am Börsenhandelstag ermittelten Eröffnungskurs im XETRA-Handel an der Frankfurter Wertpapierbörse um nicht mehr als 10 % überschreiten und um nicht mehr als 10 % unterschreiten.

Erfolgt der Erwerb über ein öffentliches Kaufangebot bzw. eine öffentliche Aufforderung zur Abgabe eines Kaufangebots, dürfen der gebotene Kaufpreis oder die Grenzwerte der Kaufpreisspanne je Aktie den Eröffnungskurs im XETRA-Handel an der Frankfurter Wertpapierbörse am dritten Börsenhandelstag vor dem Tag der öffentlichen Ankündigung des Angebots bzw. der öffentlichen Aufforderung zur Abgabe eines Kaufangebots um nicht mehr als 10 % überschreiten und um nicht mehr als 20 % unterschreiten.

Durch Beschluss der Hauptversammlung vom 25. Juni 2014 ist der Vorstand ermächtigt, eigene Aktien der KRONES Aktiengesellschaft zu allen gesetzlich zugelassenen Zwecken zu verwenden.

Die Ermächtigung kann einmalig oder mehrmals, ganz oder in Teilen ausgeübt werden.

8 Bilanzgewinn

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T€ 31.12.2015 31.12.2014
Gewinnvortrag 46.485 43.090
Jahresüberschuss 58.972 42.887
105.457 85.977

Der Bilanzgewinn 2014 in Höhe von T€ 85.977 wurde auf neue Rechnung vorgetragen.

9 Rückstellungen

Aufgrund einer Pensionsordnung ist den bis zum Geschäftsjahr 1999 in die KRONES AG eingetretenen Mitarbeitern eine Alters-, Invaliden- und Witwenrente zugesagt. Der Ansatz der Pensionsrückstellungen beruht auf versicherungsmathematischen Gutachten. Hierbei sind folgende Prämissen in den versicherungsmathematischen Berechnungen berücksichtigt:

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2015 2014
Bewertungsstandard Projected Unit Credit Method Projected Unit Credit Method
Berechnungsgrundlagen »Richttafeln 2005G« von Klaus Heubeck »Richttafeln 2005G« von Klaus Heubeck
Abzinsungssatz 3,89 % 4,53 %
Gehaltsdynamik allgemeine VO 0,00 % 0,00 %
Gehaltsdynamik individuelle Zusage 3,00 % 3,00 %
Rentendynamik 2,00 % 2,00 %
Fluktuation 2,00 % p. a. 2,00 % p. a.

Da die abgeschlossenen Pensionszusagen im Rahmen der allgemeinen Versorgungsordnung unabhängig von zukünftigen Gehaltssteigerungen sind, wurde für die Ermittlung der entsprechenden Pensionsrückstellung keine Gehaltsdynamik berücksichtigt.

Der Erfüllungsbetrag der mit dem Planvermögen verrechneten Pensionsverpflichtung betrug T€ 149.757. Der Zeitwert des verrechneten Planvermögens, das ausschließlich der Deckung von Altersversorgungsverpflichtungen dient und dem Zugriff anderer Gläubiger entzogen ist, belief sich auf T€ 21.528, die Anschaffungskosten des verrechneten Planvermögens auf T€ 20.003. Die Differenz aus Zeitwert und Anschaffungskosten des Deckungsvermögens in Höhe von T€ 1.525 ist gemäß § 268 Abs. 8 HGB zur Ausschüttung gesperrt. Der Saldo der verrechneten Aufwendungen und Erträge betrug T€ 21.274.

Mittelbare Pensionsverpflichtungen, die nicht durch Vermögen des KRONES Unterstützungsfonds e. V. gedeckt sind, bestehen in Höhe von T€ 9.044.

Steuerrückstellungen berücksichtigen die zu erwartenden Steuernachzahlungen.

Die sonstigen Rückstellungen decken alle erkennbaren Risiken und sonstigen ungewissen Verpflichtungen ab. Die Bewertung der langfristigen Rückstellungen erfolgte fristenkongruent mit Abzinsungssätzen von 2,16 % - 3,89 %.

Die Bewertung der Rückstellungen für Jubiläumszuwendungen erfolgte mit einem Abzinsungssatz von 3,89 %.

Es sind im Wesentlichen Rückstellungen für Personal inkl. Altersteilzeit (T€ 111.179), sowie auftragsbezogene Rückstellungen (T€ 224.468) enthalten, die insbesondere noch zu erbringende Montageleistungen, Gewährleistungen, Schadenersatz, drohende Verluste und ausstehende Lieferantenrechnungen beinhalten.

10 Verbindlichkeiten

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T€ 31.12.2015 davon Restlaufzeit bis 1 Jahr 31.12.2014 davon Restlaufzeit bis 1 Jahr
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 182.145 182.145 155.430 155.430
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 154.617 154.617 126.396 126.396
Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 810 810 1.576 1.576
sonstige Verbindlichkeiten 57.803 57.003 42.994 42.265
395.375 394.575 326.396 325.667

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen resultieren in Höhe von T€ 11.598 aus dem konzerninternen Liefer- und Leistungsverkehr.

Die sonstigen Verbindlichkeiten enthalten Verbindlichkeiten aus Steuern in Höhe von T€ 20.578 (Vorjahr T€ 14.415), sowie Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit in Höhe von T€ 3.519 (Vorjahr T€ 3.133).

11 Haftungsverhältnisse

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T€ 31.12.2015 31.12.2014
Wechselobligo 33.394 15.366
Verbindlichkeiten aus Bürgschaften und Gewährleistungsverträgen 11.775 11.631
Unechtes Pensionsgeschäft 30.290 0
Gesamt 75.459 26.997

Das Wechselobligo resultiert aus der Begebung und Übertragung von Handelswechseln. Bei den Bürgschafts- und Gewährleistungsrisiken, hiervon gegenüber verbundenen Unternehmen T€ 11.775, handelt es sich um harte Patronatserklärungen in Höhe von T€ 2.000 sowie um Bürgschaften in Höhe von T€ 9.775.

Die KRONES AG geht unter Berücksichtigung der Erkenntnisse bis zum Aufstellungszeitpunkt davon aus, dass die Verpflichtungen, die den Haftungsverhältnissen zugrunde liegen, von den jeweiligen Hauptschuldnern erfüllt werden können und schätzt somit das Risiko einer Inanspruchnahme als nicht wahrscheinlich ein.

12 Sonstige finanzielle Verpflichtungen

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T€ 31.12.2015 davon fällig Im 2.-5. Folgejahr davon fällig nach dem 5. Folgejahr 31.12.2014 davon fällig im 2.-5. Folgejahr davon fällig nach dem 5. Folgejahr
Miet- und Leasingverträge 26.970 13.244 0 23.930 10.583 0
Wartungsverträge 18.626 7.611 0 19.206 10.665 0
Gesamt 45.596 20.855 0 43.136 21.248 0

Leasingverpflichtungen resultieren hauptsächlich aus dem Leasing des Fuhrparks sowie aus dem Leasing von Datenspeichersystemen.

Verpflichtungen aus Wartungsverträgen sind den Bereichen EDV (Hard- und Software) sowie Bürokommunikationsgeräte zuzuordnen.

13 Umsatzerlöse

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Aufgliederung nach Vertriebsregionen 2015 2014
Deutschland 12,9 % 13,2 %
übriges Mitteleuropa 4,5 % 3,0 %
Westeuropa 20,6 % 17,6 %
Osteuropa/GUS 5,9 % 8,7 %
Asien/Pazifik 17,0 % 17,8 %
Südamerika 7,0 % 11,7 %
Nord-/Zentralamerika 9,1 % 7,1 %
China 7,2 % 8,7 %
Nahost/Afrika 15,8 % 12,2 %

14 Sonstige betriebliche Erträge

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T€ 2015 2014
Erträge aus Währungsumrechnung 21.459 10.869
Periodenfremde Erträge 21.790 18.655
davon Erträge aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens 196 967
davon Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen 14.153 11.551
davon Erträge aus der Herabsetzung von Einzel- und Pauschalwertberichtigungen zu Forderungen 5.394 5.084
davon Erträge aus der Auflösung von Verbindlichkeiten 1.869 306
davon Erträge aus Zuschreibungen und Nachaktivierungen 0 170
davon sonstige periodenfremde Erträge 178 577

15 Personalaufwand

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T€ 2015 2014
Löhne und Gehälter 592.094 568.083
Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 103.863 103.392
davon für Altersversorgung 5.312 9.589
Gesamt 695.957 671.475

Im Berichtsjahr wurde die Änderung des Abzinsungssatzes in Höhe von T€ 21.839 im Finanzergebnis ausgewiesen. Im Vorjahr erfolgte ein Ausweis des Zinsaufwands des Geschäftsjahres in Höhe von T€ 5.848 im Finanzergebnis und die Erhöhung der Rückstellung für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen in Höhe von T€ 5.402 im Personalaufwand.

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Mitarbeiter im Jahresdurchschnitt (ohne Auszubildende) 2015 2014
Tarifmitarbeiter 6.536 6.342
Außertarifliche Mitarbeiter 2.086 2.112
Gesamt 8.622 8.454

Es befanden sich 2015 durchschnittlich 497 Mitarbeiter (Vorjahr: 509) in Ausbildung.

16 Abschreibungen

Planmäßige Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens sind in Höhe von T€ 9.625 auf entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten vorgenommen worden.

Planmäßige Abschreibungen auf Sachanlagen in Höhe von T€ 40.909 entfallen auf Grundstücke und Bauten (T€ 9.852), Technische Anlagen und Maschinen (T€ 13.909) und andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung (T€ 17.148). Außerplanmäßige Abschreibungen sind auf Immaterielle Vermögensgegenstände in Höhe von T€ 63 vorgenommen worden.

17 Sonstige betriebliche Aufwendungen

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T€ 2015 2014
Betriebsaufwendungen 107.184 108.640
Verwaltungsaufwendungen 58.051 45.135
davon aus Verlusten aus Währungsumrechnung 26.902 13.981
Vertriebsaufwendungen 227.831 206.935
Periodenfremde Aufwendungen 4.767 1.403

18 Finanzergebnis

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T€ 2015 2014
Ergebnis aus Beteiligungen
Erträge aus Beteiligungen an verbundenen Unternehmen 14.181 14.851
Zinsergebnis
Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 581 453
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge
aus verbundenen Unternehmen 49 19
aus übrigen Unternehmen 2.536 5.142
aus Abzinsungen 662 508
Zinsen und ähnliche Aufwendungen
an verbundene Unternehmen - 644 - 926
an übrige Unternehmen - 1.048 - 1.426
aus Abzinsungen - 24.014 - 7.095
Summe Zinsergebnis - 21.878 - 3.325
Abschreibungen auf Finanzanlagen 0 - 17.108
Finanzergebnis -7.697 - 5.582

Die Zinserträge aus der Abzinsung von langfristigen Rückstellungen resultieren im Wesentlichen aus der Abzinsung der verpfändeten Rückdeckungsversicherung (T€ 565).

Die Zinsaufwendungen aus der Abzinsung von langfristigen Rückstellungen resultieren im Wesentlichen aus der Abzinsung der Rückstellung für Pensionen und ähnlichen Verpflichtungen (T€ 21.839), der Abzinsung der Rückstellung für Altersteilzeit (T€ 881), der Abzinsung der Rückstellung für Jubiläumszuwendungen (T€ 487) und der Abzinsung der Rückstellung für Gewährleistungen (T€ 595).

Im Berichtsjahr wurde die Änderung des Abzinsungssatzes der Rückstellung für Pensionen und ähnlichen Verpflichtungen in voller Höhe im Finanzergebnis ausgewiesen. Im Vorjahr erfolgte ein Ausweis des Zinsaufwands des Geschäftsjahres in Höhe von T€ 5.848 im Finanzergebnis und die Erhöhung der Rückstellung für Pensionen und ähnlich Verpflichtungen in Höhe von T€ 5.402 im Personalaufwand.

19 Steuern vom Einkommen und vom Ertrag und sonstige Steuern

Unter der Position »Steuern vom Einkommen und vom Ertrag« sind die Steuerbelastungen des Geschäftsjahres erfasst. Der Ertragssteueraufwand enthält periodenfremde Steuererträge in Höhe von T€ 2.244 sowie periodenfremde Steueraufwendungen in Höhe von T€ 6.649.

Unter den sonstigen Steuern sind Grund-, Kraftfahrzeugsteuer etc. ausgewiesen.

20 Latente Steuern

Im Jahresabschluss der KRONES AG würden sich zum 31. Dezember 2015 aktive latente Steuern in Höhe von insgesamt T€ 28.201 ergeben.

Aufgrund temporärer Bewertungsunterschiede der Vermögensgegenstände, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten resultieren aktive latente Steuern in Höhe von T€ 28.201. Diese betreffen Unterschiede bei den Grundstücke und Bauten, den Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen, den Rückstellungen für Pensionen und ähnlichen Verpflichtungen sowie den sonstigen Rückstellungen.

Die Steuern werden auf Basis der in Deutschland derzeit gültigen Steuersätze, d. h. des Körperschaftsteuersatzes von 15,0 % zuzüglich des Solidaritätszuschlages von 5,5 % und des für die KRONES AG durchschnittlichen Gewerbesteuerhebesatzes von 328 % ermittelt. Insgesamt ergibt sich so ein Ertragsteuersatz von 27,3 %.

Aufgrund des Aktivüberhangs von latenten Steuern wird von dem nach § 274 Abs.1 S.2 HGB bestehenden Ansatzwahlrecht kein Gebrauch gemacht.

Sonstige Angaben

21 Corporate Governance Kodex

Die Erklärung des Vorstands und Aufsichtsrats vom 16. März 2016 gem. § 161 AktG zum Corporate Governance Kodex in der Fassung vom 5. Mai 2015 ist auf der Webseite der KRONES AG den Aktionären zugänglich. Dort sind auch die Abweichungen aufgeführt.

22 Mitteilungen

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Bezeichnung des jeweiligen Aktionärs Gesamtstimmrechtsanteile Davon zuzurechnen nach § 22 Abs. 2 WpHG indirekte Stimmrechtsanteile
Familie Kronseder Konsortium GbR, Neutraubling, Deutschland 51,55 % 51,55 %

Gesellschafter dieser GbR sind: Beteiligungsgesellschaft Kronseder mbH, Harald Kronseder Holding GmbH, VMAX Familienstiftung, Harald Kronseder, Gunter Kronseder, Nora Kronseder, Leopold Kronseder

Beziehungen zu nahestehenden Personen:

Die in der Meldung nach § 21ff WpHG genannten Personen und Unternehmen üben auf Grund eines bestehenden Stimmrechtspool-Vertrages einen beherrschenden Einfluss auf die KRONES AG aus.

23 Honorar des Abschlussprüfers

Die Angabe erfolgt im Konzernabschluss der KRONES AG.

24 Derivative Finanzinstrumente

Die KRONES AG nutzt derivative Finanzinstrumente ausschließlich zur Sicherung von Währungsrisiken im operativen Geschäft und praktiziert somit reines Micro-Hedging. Die Wertänderungen des Grund- und des Sicherungsgeschäfts gleichen sich über die Laufzeit weitgehend aus, da wesentliche Vertragsspezifika wie Laufzeit und Betrag von Grund- und Sicherungsgeschäft weitgehend identisch sind. Eine Nutzung zu spekulativen Zwecken erfolgt nicht. Die derivativen Finanzinstrumente mit einem beizulegenden Zeitwert von T€ -113 (Vorjahr T€ 134) decken im Wesentlichen die Währungskursrisiken des Britischen Pfund, des Kanada-Dollars, des japanischen Yen und des US-Dollars ab. Der beizulegende Zeitwert beinhaltet neben der Differenz zwischen dem von der jeweiligen Geschäftsbank erhaltenen Terminkurs und dem Kurs zum Bilanzstichtag angemessene Auf- bzw. Abschläge für die erwartete Kursentwicklung bis zum Fälligkeitstermin. Die Finanzinstrumente setzen sich im Wesentlichen aus Devisenterminkontrakten in einem gesicherten Volumen von T€ 178.283 (Vorjahr T€ 89.867) zusammen.

Vergütung des Vorstands und des Aufsichtsrats

Der Vergütungsbericht stellt die Grundzüge, die Struktur und die Höhe der Vorstands- und Aufsichtsratsvergütung der KRONES AG dar. Im Interesse der Klarheit und Übersichtlichkeit werden die Angaben zur individualisierten Vergütung und die Beschreibung der Grundzüge des Vergütungssystems im nachfolgenden Vergütungsbericht zusammengefasst. Er umfasst somit die gesetzlichen Vorschriften der §§ 314 Abs. 1 Nr. 6a, 315 Abs. 2 Nr. 4 HGB.

Vorstandsvergütung

Grundsätze der Vorstandsvergütung

Für die Festsetzung der Gesamtbezüge der einzelnen Vorstandsmitglieder ist das Aufsichtsratsplenum zuständig. Der Ständige Ausschuss bereitet dazu die vergütungsrelevanten Beschlussfassungen des Aufsichtsrats vor und spricht Empfehlungen aus.

Die Kriterien für die Angemessenheit der Vergütung bilden insbesondere die Aufgaben des jeweiligen Vorstandsmitglieds, dessen Verantwortung, seine persönliche Leistung und die Erfahrung sowie die wirtschaftliche Lage, der Erfolg und die Zukunftsaussichten des Unternehmens im Rahmen seines Vergleichsumfeldes.

Die Angemessenheit wird vom Aufsichtsrat durch externe Benchmarks sowie durch einen Vergleich mit dem oberen Führungskreis bzw. der Gesamtbelegschaft regelmäßig überprüft.

Das aktuelle Vergütungssystem für den Vorstand wurde zuletzt im Jahr 2013 überarbeitet. Diese Neuordnung wurde von der Hauptversammlung am 25. Juni 2014 gebilligt.

Vergütungsbestandteile

Das Vergütungssystem für den Vorstand umfasst nachstehende Vergütungsbestandteile:

Fixe Bestandteile (Grundvergütung und Nebenleistungen)
Variable Bestandteile, die jährlich wiederkehren und an dem geschäftlichen Erfolg orientiert sind (Short Term Incentive) mit Risikofaktor
Variable Bestandteile mit mittelfristiger Anreizwirkung (Mid Term Incentive) mit Risikofaktor und einem Berechnungszeitraum von 3 Jahren
Variable Bestandteile mit langfristiger Anreizwirkung (Long Term Incentive) mit Risikofaktor und einem Berechnungszeitraum von 5 Jahren
Zusagen zur betrieblichen Altersversorgung

Insgesamt besteht die Vergütungsstruktur zu 59 % aus fixer und zu 41 % aus variabler Vergütung. In Summe ist das Vergütungssystem darauf ausgerichtet, einen Anreiz für eine nachhaltig erfolgreiche Unternehmensführung zu setzen. So entsprechen die mittel- und langfristigen variablen Bestandteile 64 % der gesamten variablen Bestandteile. Des Weiteren bestehen Höchstgrenzen und Auszahlungshürden bezüglich der variablen Vergütung.

Fixe Bestandteile (Grundvergütung und Nebenleistungen)

Das Fixum ist die vertraglich festgelegte Grundvergütung und wird monatlich in gleichen Beträgen als Gehalt ausgezahlt. Eine Überprüfung findet regelmäßig statt. Für das Geschäftsjahr 2015 betrug die Grundvergütung der sechs im Geschäftsjahr 2015 tätigen Vorstandsmitglieder T€ 2.890 (Vorjahr: T€ 3.028).

Zusätzlich werden Nebenleistungen gewährt, die im Wesentlichen die Kosten für bzw. den geldwerten Vorteil von üblichen Versicherungsleistungen und der Bereitstellung eines Firmen-Pkw enthalten und die nach den jeweils geltenden steuerlichen Richtlinien versteuert werden. Für das Geschäftsjahr 2015 erhielten die Vorstandsmitglieder Nebenleistungen in Höhe von T€ 125 (Vorjahr: T€ 85).

Variable Vergütungsbestandteile

Die variable Vergütung hat Risikocharakter, so dass es sich hierbei um eine nicht gesicherte Vergütung handelt. Das Incentive Paket des Vorstands setzt sich seit 2015 aus folgenden Komponenten zusammen:

Short Term Incentive (STI, Berechnungszeitraum 1 Jahr)

Jährliche Auslobung
Zielwert: 3 Monatsgehälter p.a. (= 100 % Zielerreichung)
Bezugsgrößen: EBT-Marge (Schwerpunkt), Auftragseingang, Konzernumsatz, ROCE
Cap bei 200 % (max. 6 Monatsgehälter)
Auszahlung entfällt, wenn EBT negativ ist

Die STI-Auszahlung für das Geschäftsjahr 2015 beträgt in 2016 T€ 1.085 (Vorjahr: T€ 892). Ergänzend kann der Aufsichtsrat nach billigem Ermessen eine Sondertantieme ausgeben, sofern außergewöhnliche Ereignisse oder besondere Leistungen es als angemessen erscheinen lassen. Für das Geschäftsjahr 2015 wurde eine Sondertantieme in Höhe von T€ 100 ausgezahlt.

Mid Term Incentive (MTI, Berechnungszeitraum 3 Jahre)

Jährliche Auslobung (revolvierend)
Zielwert: 3 Monatsgehälter p. a. (= 100 % Zielerreichung)
Bezugsgrößen: ROCE (Schwerpunkt), Umsatz, EBIT und Qualitätskosten
Cap bei 200 % (max. 6 Monatsgehälter)
Auszahlung entfällt, wenn EBT im Durchschnitt negativ ist

Die Mid Term Incentive-Rückstellung betrug zum Geschäftsjahresende T€ 1.246 (Vorjahr: T€ 1.480), davon entfallen T€ 617 als Vergütung auf das Jahr 2015.

Long Term Incentive (LTI, Berechnungszeitraum 5 Jahre)

Auslobung alle 5 Jahre (sequenziell)
Rechnerisch 1/5 der Festbezüge p. a. bei 100 %
Bezugsgrößen: Steigerung des Unternehmenswertes anhand Durchschnitt der Multiples: EBT mal 9, EBITDA mal 7, Umsatz mal 1 (jeweils 5-Jahresdurchschnitt)
Cap bei 250 % des Fixgehalts
Auszahlung nur, wenn der Unternehmenswert um mindestens 10 % gesteigert wurde.

Die Long Term Incentive-Rückstellung betrug zum Geschäftsjahresende T€ 2.847 (Vorjahr: T€ 1.754). Zu einer Auszahlung aus dem LTI kann es grundsätzlich erstmals nach Ablauf des Geschäftsjahres 2018 kommen, sofern die Bezugsgrößen entsprechend erreicht oder übertroffen werden. Im Falle eines vorzeitigen Ausscheidens eines Vorstandsmitglieds erfolgt eine anteilige Auszahlung.

Somit betrug die Gesamtvergütung des Vorstands T€ 5.573 (Vorjahr: T€ 4.957).

Bei der KRONES AG bestehen und bestanden darüber hinaus keine Aktienoptionsprogramme oder vergleichbare, aktienorientierte Vergütungskomponenten mit langfristiger Anreizwirkung für Vorstandsmitglieder.

Zusagen zur betrieblichen Altersversorgung

Für die Mitglieder des Vorstands bestehen des Weiteren Zusagen zur betrieblichen Altersversorgung.

Für Vorstandsmitglieder, die dem Vorstand erst seit 2012 oder später angehören, handelt es sich hierbei um beitragsorientierte Zusagen auf Altersrente. Hierzu werden jährlich Beiträge in Höhe von 40 % der jeweiligen Jahresgrundvergütung in eine externe Rückdeckungsversicherung mit Sicherungsverpfändung eingezahlt und bis zum Eintritt des Versorgungsfalls entsprechend dem jeweils gültigen Garantiezins zum Zeitpunkt des Abschlusses zzgl. der jeweiligen Überschussbeteiligung p. a. verzinst. Eine Altersrente wird ab der Vollendung des 62. Lebensjahres und erst mit tatsächlichem Ausscheiden aus dem Vorstandsgremium gewährt. Neben der Auszahlungsform Rente kann das Vorstandsmitglied die Auszahlung eines einmaligen Alterskapitals wählen. Für Versorgungsanwartschaften des berechtigten Vorstandsmitgliedes, die aus Beträgen der KRONES AG resultieren, tritt eine sofortige Unverfallbarkeit ein. Das Vorstandsmitglied kann ergänzend eine monatliche Berufsunfähigkeitsrente und/ oder eine monatliche Witwen-/Witwerrente hinzuwählen.

Mitgliedern des Vorstands, die bereits vor 2012 erstmals bestellt wurden, erhielten leistungsbezogene Zusagen. Der Prozentsatz beträgt grundsätzlich 30 % der zuletzt gezahlten Grundvergütung (Durchschnitt der letzten 12 Monate). Die Zusagen umfassen Alters-, Invaliditäts- und Hinterbliebenenleistungen. Eine Altersleistung wird auch hier ab Vollendung des 62. Lebensjahres und nach tatsächlichem Ausscheiden aus dem Vorstandsgremium gewährt. Scheidet das Vorstandsmitglied vor Vollendung seines 62. Lebensjahres aus den Diensten der Gesellschaft wegen Berufsunfähigkeit oder aber dadurch aus, dass der Dienstvertrag aufgehoben oder nicht verlängert wird, so vermindert sich der Ruhegeldanspruch gegen die Gesellschaft für jedes nicht vollendete Kalenderjahr bis zum 62. Lebensjahr um einen einzelvertraglich vereinbarten Prozentsatz pro Jahr. Der Ehepartner erhält in den ersten 6 Monaten nach dem Ableben des Vorstandsmitglieds die Versorgungsleistung in der vollen Höhe, wie sie dem Vorstandsmitglied zugestanden hätte; danach verringert sich die Witwenrente auf 70 % dieser Versorgungsleistung. Die Unverfallbarkeit richtet sich nach den zum Zeitpunkt des Vertragsschlusses geltenden gesetzlichen Unverfallbarkeitsfristen.

Sowohl bei den beitragsorientierten, als auch bei den leistungsorientierten Zusagen finden sich Klauseln im Anstellungsvertrag, die bei Eintreten besonders schwerwiegender Veränderungen entsprechend der gesetzlichen Regelungen des Aktiengesetzes eine Absetzung der Leistung bzw. die Möglichkeit der Kürzung bzw. Einstellung der Versorgungsleistungen (bzw. soweit vereinbart der Witwenleistung) regeln.

Für aktive Vorstandsmitglieder wurden Pensionsrückstellungen in Höhe von T€ 1.352 (Vorjahr: T€ 1.024) gebildet. Darüber hinaus wurden für beitragsorientierte Zusagen Aufwendungen in Höhe von T€ 652 (Vorjahr: T€ 561) im Geschäftsjahr 2015 geleistet. Die korrespondierenden Barwerte betrugen zum Geschäftsjahresende 2015 für Herrn Kronseder T€ 8.527, für Herrn Klenk T€ 1.424, für Herrn Diepold T€ 3.751, für Herrn Ricker T€ 23, für Herrn Tischer T€ 25 und für Herrn Goldbrunner T€ 16. Die Versorgungsaufwendungen, bzw. der bAV-Beitrag betrugen im Geschäftsjahr 2015 für Herrn Kronseder T€ 244, für Herrn Klenk T€ 220, für Herrn Diepold T€ 143, für Herrn Ricker T€ 160, für Herrn Tischer T€ 136 und für Herrn Goldbrunner T€ 136.

Weitere Leistungen für den Fall der Beendigung der Tätigkeit

In den Anstellungsverträgen wurde ein Wettbewerbsverbot mit angemessener Karenzentschädigung vereinbart. Weitere Leistungen für den Fall der Beendigung der Tätigkeit wurden nicht vereinbart.

Vorschüsse und Kredite

Im Geschäftsjahr 2015 bestanden keine Vorschüsse oder Kredite an Mitglieder des Vorstands.

Gesamtbezüge der früheren Mitglieder des Vorstands

An ehemalige Vorstandsmitglieder und deren Hinterbliebene wurden T€ 988 (Vorjahr: T€ 820) ausbezahlt und Pensionsrückstellungen in Höhe von T€ 238 (Vorjahr: ein die Schulden übersteigender Aktivbetrag in Höhe von T€ 799) gebildet.

Gesamtbezüge des Vorstands für das Geschäftsjahr 2015

Vergütung 2015 gemäß Rechnungslegungsstandard DRS 17

Vergütung gemäß DRS 17 (in T€)

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Name Funktion Festvergütung Nebenleistungen Summe
Volker Kronseder Vorstandsvorsitzender seit 1989 660 16 676
Christoph Klenk Finanzen, Controlling und Informationsmanagement seit 2003 550 27 577
Rainulf Diepold Vertrieb und Marketing seit 1996 600 28 628
Thomas Ricker Abfüll- und Verpackungstechnik seit 2012 400 20 420
Markus Tischer International Operations and Services seit 2014 340 15 355
Ralf Goldbrunner Anlagen und Komponenten seit 2014 340 19 359

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Name Short Term Incentive Mid Term Incentive Long Term Incentive Summe (Gesamtvergütung)
Volker Kronseder 248 184 755 1.863
Christoph Klenk 306 154 0 1.037
Rainulf Diepold 225 168 0 1.021
Thomas Ricker 150 112 0 682
Markus Tischer 128 0 0 483
Ralf Goldbrunner 128 0 0 487

Aufsichtsratsvergütung

Die Vergütung für die Mitglieder des Aufsichtsrats ist in § 15 der Satzung geregelt und wird durch die Hauptversammlung bestimmt. Für das Geschäftsjahr 2015 gilt die zuletzt in der Hauptversammlung vom 25. Juni 2014 geänderte Satzung.

Die Mitglieder des Aufsichtsrats erhalten eine Vergütung, die in einem angemessenen Verhältnis zu ihren Aufgaben und der Lage der Gesellschaft steht. Entsprechend den Empfehlungen des DCGK werden der Vorsitz und der stellvertretende Vorsitz im Aufsichtsrat sowie der Vorsitz und die Mitgliedschaft in den Ausschüssen berücksichtigt.

Die Aufsichtsratsvergütung besteht aus einer festen jährlichen Vergütung in Höhe von € 35.000. Die feste Vergütung beträgt für den Vorsitzenden das Zweieinhalbfache und für den stellvertretenden Vorsitzenden das Eineinhalbfache. Ferner erhalten die Aufsichtsratsmitglieder einen pauschalen Auslagenersatz von € 1.500 pro Sitzung, sofern sie keine höheren Auslagen nachweisen.

Soweit Mitglieder des Aufsichtsrats besonderen Ausschüssen innerhalb des Aufsichtsrats angehören, erhalten sie eine zusätzliche Vergütung von jährlich € 7.000 und einen pauschalen Auslagensatz von € 1.500 pro Sitzung.

Aufsichtsratsmitglieder, die dem Aufsichtsrat nur während eines Teils des Geschäftsjahres angehört haben, erhalten eine zeitanteilige Vergütung.

Die Gesamtbezüge der Mitglieder des Aufsichtsrats betrugen für das Geschäftsjahr 2015 T€ 642 (Vorjahr: T€ 628) und sind nachfolgender Tabelle auf individueller Basis zu entnehmen (in €):

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Name Funktion Festvergütung Ausschussvergütung Sitzungsgeld Gesamtvergütung Geschäftsjahr 2015
Ernst Baumann Aufsichtsratsvorsitzender 87.500 7.000 13.500 108.000
Werner Schrödl* Stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender 52.500 7.000 13.500 73.000
Klaus Gerlach* Ordentliches Aufsichtsratsmitglied 35.000 7.500 42.500
Norman Kronseder Ordentliches Aufsichtsratsmitglied 35.000 7.000 12.000 54.000
Philipp Graf von und zu Lerchenfeld Ordentliches Aufsichtsratsmitglied 35.000 7.000 9.000 51.000
Dr. Alexander Nerz Ordentliches Aufsichtsratsmitglied 35.000 6.000 41.000
Dr. phil. Verena Di Pasquale* Ordentliches Aufsichtsratsmitglied 35.000 7.500 42.500
Johann Robold* Ordentliches Aufsichtsratsmitglied 35.000 7.000 6.000 48.000
Petra Schadeberg-Herrmann Ordentliches Aufsichtsratsmitglied 35.000 6.000 41.000
Jürgen Scholz* Ordentliches Aufsichtsratsmitglied 35.000 7.500 42.500
Hans-Jürgen Thaus Ordentliches Aufsichtsratsmitglied 35.000 7.500 42.500
Josef Weitzer* Ordentliches Aufsichtsratsmitglied 35.000 7.000 13.500 55.500

* Arbeitnehmervertreter

Vorschlag für die Verwendung des Bilanzgewinns der KRONES AG

Der Bilanzgewinn der KRONES AG beträgt zum 31. Dezember 2015 € 105.457.679,58. Wir schlagen der ordentlichen Hauptversammlung am 15. Juni 2016 vor, von diesem Betrag folgende Verwendung zu beschließen:

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Vorschlag für die Verwendung des Bilanzgewinns
Dividende € 1,45 für 31.593.072 Stammstückaktien 45.809.954,40
Vortrag auf neue Rechnung 59.647.725,18

Neutraubling, 24. März 2016

KRONES AG

Der Vorstand

Christoph Klenk, CEO

Michael Andersen, CFO

Rainulf Diepold

Thomas Ricker

Markus Tischer

Ralf Goldbrunner

Organe der Gesellschaft

Gemäß § 8 Abs. 1 der Satzung werden sechs Mitglieder des Aufsichtsrats von den Aktionären nach dem Aktiengesetz (§§ 96 Abs. 1, 101 AktG) gewählt. Sechs Mitglieder sind nach § 1 Abs. 1, § 7 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 MitbestG von den Arbeitnehmern zu wählen.

Aufsichtsrat

Ernst Baumann

Aufsichtsratsvorsitzender

* ZF FRIEDRICHSHAFEN AG

Werner Schrödl**

Konzernbetriebsratsvorsitzender

Gesamtbetriebsratsvorsitzender

Stv. Aufsichtsratsvorsitzender

* VERWALTUNGSRAT DER BAYERISCHEN BETRIEBSKRANKENKASSEN

Klaus Gerlach**

Head of Central International

Operations and Services

Norman Kronseder

Land- und Forstwirt

* BAYERISCHE FUTTERSAATBAU GMBH

Philipp Graf von und zu Lerchenfeld

MdB, Dipl.-Ing. agr., WP/StB

Dr. Alexander Nerz

Rechtsanwalt

Dr. Verena Di Pasquale**

Stellvertretende Vorsitzende des DGB Bayern

Johann Robold**

Betriebsrat

Petra Schadeberg-Herrmann

Geschäftsführende Gesellschafterin der KROMBACHER FINANCE GMBH, SCHAWEI GMBH, DIVERSUM HOLDING GMBH & CO. KG

* CHOCOLADEFABRIKEN LINDT & SPRÜNGLI AG

* COMMERZBANK AG (bis 30.04.2015)

Jürgen Scholz**

1. Bevollmächtigter und Kassierer IG METALL Verwaltungsstelle Regensburg

* INFINEON TECHNOLOGIES AG

Hans-Jürgen Thaus

Vormals stellvertretender Vorstandsvorsitzender der KRONES AG

* HAWE HYDRAULIK SE (seit 01.07.2015)

* MASCHINENFABRIK REINHAUSEN GMBH

* KURTZ HOLDING GMBH & BETEILIGUNGS KG

* SCHULER AG

Josef Weitzer**

Stellv. Konzernbetriebsratsvorsitzender

Stellv. Gesamtbetriebsratsvorsitzender

Betriebsratsvorsitzender Neutraubling

* SPARKASSE REGENSBURG

Vorstand

Christoph Klenk

CEO

Personal, Kommunikation, Qualität, Informationsmanagement

Volker Kronseder

CEO

Personal, Kommunikation und Qualität (bis 31.12.2015)

Michael Andersen

CFO

Finanzen, Controlling, Strategischer Einkauf (seit 01.01.2016)

Rainulf Diepold

Vertrieb und Marketing

Thomas Ricker

Abfüll- und Verpackungstechnik

Markus Tischer

International Operations and Services

Ralf Goldbrunner

Anlagen und Komponenten

* Weitere Aufsichtsratsmandate gemäß § 125 Abs. 1 Satz 5 AktG

** Von der Belegschaft gewählt

Außerdem sind die Konzerngesellschaften dem Verantwortungsbereich von jeweils zwei Vorstandsmitgliedern zugeordnet.

Weitere Informationen

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der KRONES Aktiengesellschaft, Neutraubling, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2015 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung des Vorstands der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen des Vorstands sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung auf Grund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Regensburg, den 24. März 2016

**KPMG

Bayerische Treuhandgesellschaft

Aktiengesellschaft

Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Steuerberatungsgesellschaft**

Braun, Wirtschaftsprüfer

Herr, Wirtschaftsprüfer

Kaufmännisches Glossar

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Cashflow Gesamtheit von Zu- und Abflüssen von Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten in einer Periode.
Corporate Governance Rahmen für eine verantwortungsvolle und auf Nachhaltigkeit ausgerichtete Unternehmensleitung und -kontrolle.
EBITDA Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Earnings before interest, taxes, depreciation and amortisation).
EBIT Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Earnings before interest and taxes).
EBT Ergebnis vor Steuern (Earnings before taxes).
EBT-Marge Verhältnis Ergebnis vor Steuern zum Umsatz.
Eigenkapital Mittel, die dem Unternehmen von den Eigentümern durch Einzahlung und/oder Einlage bzw. aus einbehaltenen Gewinnen zur Verfügung gestellt werden.
Eigenkapitalrendite vor Steuern Verhältnis Ergebnis vor Steuern zu durchschnittlichem Eigenkapital.
Free Cashflow Der frei verfügbare Cashflow, der zur Dividendenausschüttung, Schuldentilgung oder Thesaurierung zur Verfügung steht. Der Free Cashflow berechnet sich, in dem man von der Mittelveränderung aus der laufenden Geschäftstätigkeit die Mittelveränderung aus der Investitionstätigkeit abzieht.
Fremdkapital Zusammenfassende Bezeichnung für die auf der Passivseite der Bilanz auszuweisenden Rückstellungen, Verbindlichkeiten und passivischen Rechnungsabgrenzungsposten.
Kapitalflussrechnung Betrachtung der Zahlungsströme unter Berücksichtigung der Mittelherkunft- und Mittelverwendungseffekte innerhalb des Geschäftsjahres.
Nettoliquidität Zahlungsmittel und Wertpapiere des kurzfristigen Vermögens abzüglich der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten.
ROCE (passivisch) Verhältnis EBIT zur durchschnittlichen Nettokapitalbindung (Bilanzsumme abzüglich zinsfreie Verbindlichkeiten und zinsfreie sonstige Rückstellungen).
ROCE (aktivisch) Verhältnis EBIT zur durchschnittlichen Summe aus Anlagevermögen und Working Capital.
Working Capital Das betriebsnotwendige Kapital errechnet sich wie folgt: (Forderungen aus Lieferungen und Leistungen + Vorräte + geleistete Anzahlungen) - (Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen + erhaltene Anzahlungen)

Technisches Glossar

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Aseptische Getränkeabfüllung Keimfreie Abfüllung von Getränken bei Umgebungstemperatur.
Craft Brewer/Craft Beer Kleinere konzernunabhängige Brauereien (Craft Brewer), die handwerklich gebrautes Spezialbier (Craft Beer) anbieten.
Digitaldruck Druckverfahren, bei dem die Daten direkt vom Computer auf das zu bedruckende Objekt übertragen werden, ohne dass eine Druckvorlage erzeugt wird. Digitaldruck ist deutlich flexibler und bei kleineren Auflagen erheblich wirtschaftlicher als herkömmliche Druck- und Etikettierverfahren.
Energy Drink Getränk, das eine anregende Wirkung auf den Organismus hat. Hierfür sorgen hauptsächlich die Inhaltsstoffe Zucker und Koffein.
enviro Das Nachhaltigkeitsprogramm von KRONES. enviro wurde 2009 von TÜV SÜD zertifiziert. Damit hat KRONES die Kompetenzzertifizierung erhalten, um das enviro-Siegel für Energie- und Medieneffizienz sowie Umweltverträglichkeit für die eigenen Maschinen und Anlagen zu verleihen. KRONES richtet alle Neuentwicklungen an den Kriterien des Nachhaltigkeitsprogramms enviro aus.
Intralogistik Kompletter innerbetrieblicher Material- und Warenfluss. Dazu zählen beispielsweise Lager-, Kommissionierungs- und Fördersysteme.
Pasteurisation Kurzzeitige Erwärmung von flüssigen Lebensmitteln auf Temperaturen bis 100 Grad Celsius. Dadurch werden Mikroorganismen abgetötet und Getränke wie Milch sowie Frucht- und Gemüsesäfte haltbar gemacht.
PET Polyethylenterephthalat, ein thermoplastischer Kunststoff aus der Familie der Polyester, der u. a. zur Herstellung von Getränkeflaschen eingesetzt wird.
Predictive Maintenance IT-basierte Verfahren, mit denen technische Mängel bereits erkannt werden, bevor sie zu einer Störung bei Maschinen und Anlagen führen. Durch diese »vorausschauende« (predictive) Instandhaltung können lange Stillstandzeiten vermieden werden.
Preforms Rohlinge aus PET, die in Form und Größe Reagenzgläsern ähneln. Aus den Preforms werden in einer Streckblasmaschine PET-Flaschen hergestellt.
Softdrinks Alkoholfreie und meist kohlensäurehaltige Erfrischungsgetränke.
Streckblasmaschine Mit Streckblasmaschinen werden Behälter aus Polyethylenterephthalat (PET) hergestellt. Die PET-Rohlinge (Preforms) werden erwärmt und danach in einer Blasform mit Druckluft zu fertigen Behältern aufgeblasen.
Sudhaus Im Sudhaus wird aus den Grundstoffen Malz, Hopfen und Wasser in mehreren Schritten Bier gebraut.
Wirkungsgrad Der Wirkungsgrad ist ein Maß für die Effizienz. Er beschreibt das Verhältnis von genutzter Leistung zu zugeführter Leistung und wird meistens in Prozent (0 bis 100 %) angegeben. Im Maschinen- und Anlagenbau wird diese Kennzahl verwendet, um den tatsächlichen Output ins Verhältnis zur nominalen bzw. theoretisch möglichen Leistung zu setzen. Beispiel: Auf einer Abfüllanlage mit einer Nennleistung von 50.000 Flaschen/Stunde werden tatsächlich aufgrund von Störungen/Schwankungen durchschnittlich nur 45.000 Flaschen/Stunde abgefüllt. So errechnet sich ein Wirkungsgrad von 90 % (45.000/50.000).

Hinweis zum Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz (AGG)

Zum Zwecke der besseren Lesbarkeit haben wir, die Redaktion, bei Begriffen allgemein die männliche Form gewählt. Dies ist selbstverständlich nicht als diskriminierend zu verstehen und soll in keinem Falle Leser verunsichern oder ihre Gefühle verletzen. Bitte haben Sie hierfür Verständnis.

Der Geschäftsbericht liegt auch in englischer Sprache vor und wird auf Anfrage gerne zugesandt. Sie finden ihn außerdem auf unserer Website unter der Rubrik Investor Relations.

Impressum

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Herausgeber KRONES AG Böhmerwaldstraße 5 93073 Neutraubling
Projektleitung Roland Pokorny, Leiter Unternehmenskommunikation
Gestaltung Büro Benseler
Text KRONES AG, InvestorPress GmbH
Fotos KRONES AG

Bestandteil des Anhangs

Zusammensetzung des Anteilbesitz am Bilanzstichtag 31.12.2015

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Name und Sitz der Gesellschaft Eigenkapital Anteil am Gesellschaftskapital Ergebnis
T€ T€ % T€
--- --- --- --- ---
Inland
ecomac Gebrauchtmaschinen GmbH, Neutraubling 3.773 3.773 100,00 1.245
EVOGUARD GmbH, Nittenau 2.526 2.526 100,00 2.391
GERNEP GmbH Etikettiertechnik, Barbing 7.978 7.978 100,00 1.087
HST Maschinenbau GmbH, Dassow 1.778 1.778 100,00 358
KIC KRONES Internationale Cooperations-Gesellschaft mbH, Neutraubling 12.363 12.363 100,00 2.849
KLUG GmbH Integrierte Systeme, Teunz (i. I.)* - - 26,00 -
MAINTEC Service GmbH, Collenberg/Main 3.667 3.667 100,00 641
neusped Neutraublinger Speditions-GmbH, Neutraubling 1.172 1.172 100,00 53
SCHAEFER Förderanlagen- und Maschinenbau GmbH, Rosenheim 1.504 1.504 100,00 - 30
SYSKRON GmbH, Wackersdorf** 1.296 1.296 100,00 - 1.913
SYSKRON Holding GmbH, Wackersdorf 4.724 4.724 100,00 - 223
TILL GmbH, Hofheim - 3.332 - 1.698 50,97 - 2.228
TRIACOS Consulting & Engineering GmbH, Altenstadt an der Waldnaab** 678 678 100,00 490
38.127 39.761 4.720
Ausland
KRONES Angola - Representacoes, Comercio e Industria, Lda., Luanda/Angola 2.324 2.324 100,00 276
KRONES Surlatina S.A., Buenos Aires/Argentinien 385 385 100,00 - 596
S.A. KRONES N.V., Louvain-La-Neuve/Belgien 3.632 3.632 100,00 1.092
KRONES do Brazil Ltda., São Paulo/Brasilien 41.840 41.840 100,00 8.019
KRONES S.A., São Paulo/Brasilien 136 136 100,00 6
MAINTEC Service eood, Sofia/Bulgarien** 587 587 100,00 178
KRONES Asia Ltd., Hongkong/VR China - 695 - 695 100,00 383
KRONES Machinery (Taicang) Co. Ltd., Taicang/VR China 52.088 52.088 100,00 6.044
KRONES Trading (Taicang) Co. Ltd., Taicang/VR China 52.440 52.440 100,00 13.360
KRONES Nordic ApS, Holte/Dänemark 19.798 19.798 100,00 1.531
KRONES S.A.R.L., Viviers du Lac/Frankreich 2.069 2.069 100,00 550
KRONES UK Ltd., Westhouton, Bolton/Großbritannien 18.567 18.567 100,00 5.225
KRONES India Pvt. Ltd., Bangalore/Indien 8.175 8.175 100,00 2.036
PT KRONES Machinery Indonesia, Jakarta/Indonesien 2.033 2.033 100,00 733
KOSME S.R.L., Roverbella/Italien 3.826 3.826 100,00 1.870
KRONES S.R.L., Garda (VR)/Italien 3.967 3.967 100,00 574
KRONES Japan Co. Ltd., Tokio/Japan 4.240 4.240 100,00 1.753
KRONES Machinery Co. Ltd., Mississauga, Ontario/Kanada 1.241 1.241 100,00 354
KRONES Kazakhstan Too, s. Raiymbek/Kasachstan - 195 - 195 100,00 - 323
KRONES LCS Center East Africa Ltd., Nairobi/Kenia 6.580 6.580 100,00 1.269
KRONES Andina Ltda., Bogotá/Kolumbien 2.998 2.998 100,00 1.678
KRONES Mex S.A. DE C.V., Mexiko D.F./Mexiko 5.084 5.084 100,00 1.643
KRONES Nederland B.V., Bodegraven/Niederlande 1.850 1.850 100,00 253
KRONES LCS Center West Africa Ltd., Lagos/Nigeria 11.550 11.550 100,00 4.494
KOSME Gesellschaft mbH, Sollenau/Österreich 31.184 31.184 100,00 3.055
KRONES Spölka z.o.o., Warschau/Polen 1.461 1.461 100,00 589
KRONES Portugal Equipamentos Industriais Lda., Barcarena/Portugal 100 100 100,00 50
KRONES Romania Prod. S.R.L., Bukarest/Rumänien 2.079 2.079 100,00 928
KRONES o.o.o., Moskau/Russische Föderation 10.760 10.760 100,00 4.435
KRONES AG, Buttwil/Schweiz 5.280 5.280 100,00 973
KRONES Iberica S.A.U., Barcelona/Spanien 8.704 8.704 100,00 709
KRONES Southern Africa (Prop.) Ltd., Johannesburg/Südafrika 10.663 10.663 100,00 3.177
KRONES Korea Ltd., Seoul/Südkorea 8.173 8.173 100,00 2.047
KRONES (Thailand) Co. Ltd., Bangkok/Thailand 33.117 33.117 100,00 13.352
KONPLAN S.R.O., Pilsen/Tschechische Republik 923 923 100,00 225
KRONES S.R.O., Prag/Tschechische Republik 1.028 1.028 100,00 316
KRONES Makina Sanayi ve Tikaret Ltd. Sirketi, Istanbul/Türkei - 632 - 632 100,00 -651
KRONES Ukraine LLC., Kiew/Ukraine 1.443 1.443 100,00 604
KRONES Inc., Franklin, Wisconsin/USA 62.660 62.660 100,00 17.423
Maquinarias KRONES de Venezuela S.A., Caracas/Venezuela - 372 - 372 100,00 - 247
421.091 421.091 99.387
459.218 460.852 104.107

* in Insolvenz: letzter Jahresabschluss zum 31. Dezember 2013 verfügbar. Im Geschäftsjahr 2015 sind der KRONES AG aus der Beteiligung an der KLUG GmbH Integrierte Systeme, Teunz (i. I.) keine Verluste entstanden.

** mittelbare Beteiligung