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KRONES AG — Annual Report 2015
Jul 14, 2016
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Annual Report
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KRONES Aktiengesellschaft
Neutraubling
Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2015 bis zum 31.12.2015
Geschäftsbericht 2015
Highlights 2015
| ― | KRONES hat seine für 2015 gesetzten Ziele erreicht. |
| ― | Umsatz legt um 7,5 % auf 3,17 Mrd. € zu. |
| ― | Die EBT-Marge verbessert sich von 6,5 % im Vorjahr auf 7,0 %. |
| ― | Dividende für 2015 soll auf 1,45 € je Aktie (Vorjahr: 1,25 €) steigen. |
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| 2015 | 2014 | Veränderung | ||
|---|---|---|---|---|
| Umsatz | Mio. € | 3.173,5 | 2.953,4 | + 7,5 % |
| Auftragseingang | Mio. € | 3.189,0 | 3.040,0 | + 4,9 % |
| Auftragsbestand zum 31.12. | Mio. € | 1.094,6 | 1.079,1 | + 1,4 % |
| EBITDA | Mio. € | 305,3 | 276,3 | + 10,5 % |
| EBIT | Mio. € | 216,9 | 185,1 | + 17,2 % |
| EBT | Mio. € | 223,3 | 191,8 | + 16,4 % |
| EBT-Marge | % | 7,0 | 6,5 | - |
| Konzernergebnis | Mio. € | 156,3 | 135,7 | + 15,2 % |
| Ergebnis je Aktie | € | 4,98 | 4,30 | + 15,8 % |
| Dividende je Aktie | € | 1,45* | 1,25 | + 16,0 % |
| Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte | Mio. € | 102,6 | 94,6 | + 8,0 Mio. € |
| Free Cashflow | Mio. € | 70,7 | 152,1 | - 81,4 Mio. € |
| Nettoliquidität** zum 31.12. | Mio. € | 364,6 | 336,4 | + 28,2 Mio. € |
| Beschäftigte am 31.12. | ||||
| Weltweit | 13.346 | 12.624 | + 722 | |
| Inland | 9.767 | 9.344 | + 423 | |
| Ausland | 3.579 | 3.280 | + 299 |
* gemäß Gewinnverwendungsvorschlag
** liquide Mittel abzüglich Finanzschulden
Ein Ziel von KRONES ist es, profitabel zu wachsen. Das ist uns 2015 gelungen. Doch für uns bedeutet Erfolg mehr als steigende Umsätze und Gewinne. Auch im vergangenen Jahr konnten wir wieder viele innovative Produkte und Dienstleistungen mit Mehrwert anbieten. Damit sichern wir den Erfolg unserer Kunden langfristig.
Als KRONES Team stehen wir dafür, die Zufriedenheit unserer Kunden stetig zu erhöhen. Jeder einzelne Mitarbeiter trägt seinen Teil dazu bei. Deshalb lautet der Titel des Geschäftsberichts: »Erfolg ist eine Teamleistung«.
Brief des Vorstands
»Durch den Wechsel an der Unternehmensspitze wird sich nichts an der grundsätzlichen Ausrichtung des Unternehmens ändern.« Christoph Klenk Vorstandsvorsitzender
Sehr geehrte Aktionäre und Geschäftsfreunde,
Ende 2015 ist unser langjähriger Vorstandsvorsitzender Volker Kronseder aus dem Vorstand ausgeschieden. Weggefährten, die Volker Kronseder kennen, wissen, dass er kein großes Aufsehen um seine Person wünscht. Einen kleinen Rückblick auf sein Wirken im Unternehmen (Seiten 10 bis 13) wollen wir aber dennoch geben. Volker Kronseder kam 1989 in den Vorstand und war seit 1996 Vorstandsvorsitzender. Seitdem hat sich KRONES prächtig entwickelt. Hierzu trug Volker Kronseder maßgeblich bei. Meine Vorstandskollegen und ich freuen uns, dass Herr Kronseder weiter Verantwortung für das Unternehmen übernehmen will und sich der kommenden Hauptversammlung zur Wahl in den Aufsichtsrat stellt.
Kontinuität ist gewährleistet
Seit 1. Januar 2016 bin ich Vorstandsvorsitzender von KRONES. Die Antwort auf die Frage, ob sich mit dem Wechsel an der Unternehmensspitze etwas an der grundsätzlichen Ausrichtung des Unternehmens ändert, lautet eindeutig »Nein«. Für einen Strategieschwenk gibt es keinen Grund. Wir verfügen über ein robustes Geschäftsmodell, das sich auch in wirtschaftlich schwierigen Zeiten bewährt hat. Darüber hinaus profitieren wir von unseren langfristig gewachsenen Kundenbeziehungen. Der Kunde stand bei KRONES schon immer im Mittelpunkt. Daran wird sich auch künftig nichts ändern.
2015 war KRONES insgesamt erfolgreich. Trotz herausfordernden gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen stieg der Umsatz um 7,5 % auf 3,17 Mrd. €. Das Ergebnis vor Steuern (EBT) verbesserte sich um 16,4 % auf 223,3 Mio. €. Damit haben wir unser EBT-Margenziel von 7,0 %, das wir uns im Zuge des Strategieprogramms Value gesetzt hatten, erreicht. Tragende Säulen des Value-Programms sind Qualität und Innovationen. Hier spiegelt sich unser Ziel wider, die Kundenzufriedenheit kontinuierlich zu steigern.
Und wie in der Vergangenheit wird dies auch künftig nur im Team, also gemeinsam mit allen Mitarbeitern, gelingen. Nicht umsonst lautet der Titel des vorliegenden Geschäftsberichts »Erfolg ist eine Teamleistung«. Neu in der KRONES Mannschaft ist seit 1. Januar 2016 unser Finanzvorstand Michael Andersen. Meine Vorstandskollegen und ich freuen uns auf eine gute Zusammenarbeit mit Herrn Andersen. Er wird sicher dazu beitragen, dass wir die Aufgaben der Zukunft meistern. Und davon gibt es einige, denn der Wettbewerb ist intensiv und die gesamtwirtschaftliche Entwicklung bleibt volatil.
Nur nachhaltiger Erfolg zählt
2015 haben wir wichtige Weichen gestellt, um künftige Erfolge zu sichern. In unserem Kernsegment »Maschinen und Anlagen zur Produktabfüllung und -ausstattung« brachten wir die Internationalisierung voran. Das zunehmende Angebot von modularen Maschinen unterstützte uns dabei, die Kosten im Kernsegment zu senken. Darüber hinaus konnten wir unseren Kunden in der Abfüll- und Verpackungstechnik auch im Berichtsjahr wieder zahlreiche innovative Produkte mit Mehrwert bieten. Beispiel hierfür ist die sehr flexible Verpackungsstraße Varioline. Trotz starker Konkurrenz, auch aus China, wollen wir in unserem Kernsegment die gute Marktstellung halten. Im Segment »Prozesstechnik« starteten wir ein Maßnahmenpaket, mit dem KRONES die Wettbewerbsfähigkeit und Ertragskraft des Segments nachhaltig verbessern will. Mehr hierzu lesen Sie ab Seite 32 im Strategieteil. Deutliche Fortschritte machten wir 2015 bei KOSME.
Die KRONES Tochter ist Kern des kleinsten Unternehmenssegments »Maschinen und Anlagen für die Compact Class«. Wir haben den italienischen Standort von KOSME neu aufgestellt und das Produktprogramm optimiert. Die Anstrengungen lohnten sich.
2015 schrieb das Segment schwarze Zahlen und aus heutiger Sicht können wir sagen, dass die Ergebniswende auch nachhaltig ist.
Dies ist wichtig, denn wir wollen stets mehr als nur kurzfristige Erfolge erreichen. Ziel ist es, bleibende Werte zu schaffen - für unsere Kunden und uns. Deshalb entwickelt sich KRONES als Unternehmen selbst genau so weiter, wie wir unsere Produkte und Dienstleistungen ständig verbessern. Beharrlichkeit ist ein wichtiger Erfolgsfaktor von KRONES. Wir setzen nicht auf kurzfristigen Aktionismus, sondern denken und handeln stets langfristig. Ein gutes Beispiel hierfür ist unser Nachhaltigkeitsprogramm enviro. Maschinen und Anlagen mit dem enviro-Siegel gehen besonders sparsam mit Energie und anderen Ressourcen um. In den vergangenen Jahren haben wir das Angebot an enviro-Maschinen kontinuierlich erweitert.
Internationalisierung sichert Arbeitsplätze
Wir investierten in den vergangenen Jahren im Ausland viel in Personal und Informationstechnologie, um die internationale Präsenz von KRONES auszubauen. Nur deshalb besitzen wir heute in den Schwellen- und Entwicklungsländern eine führende Marktstellung. Gemeinsam mit der positiven Entwicklung auf den reifen Märkten führte dies zu der international sehr ausgewogenen Umsatzverteilung des Unternehmens. Wir werden auch künftig die Internationalisierung vorantreiben, um noch näher am Kunden zu sein. Darüber hinaus bieten wir zunehmend Serviceleistungen in lokaler Währung und lokale, marktspezifisch entwickelte Produkte an. Dies ist auch mit einem Personalaufbau im Ausland verbunden. 2015 stieg der Anteil der ausländischen Mitarbeiter an der Gesamtbelegschaft an. Dieser Trend wird sich in den kommenden Jahren fortsetzen. Das bedeutet aber nicht, dass inländische Arbeitsplätze bedroht sind. Denn die Internationalisierung und die damit verbundenen Erfolge in den Märkten fernab der Heimat sichern auch Arbeitsplätze im Inland. Zudem werden wir auch künftig kräftig in unsere deutschen Standorte investieren. Ein Beispiel hierfür ist unsere Tochter SYSKRON Holding, in der die kompletten Intralogistikaktivitäten und alle Themen rund um die Digitalisierung gebündelt sind. Die Digitalisierung, also die intelligente Verknüpfung von Daten, mit der wir die Produktionsprozesse unserer Kunden weiter verbessern, wird ein wesentlicher Bestandteil unseres Geschäftes.
Abschließend bedanke ich mich im Namen des kompletten Vorstands herzlich bei der gesamten KRONES Mannschaft für die hohe Motivation und das außerordentliche Engagement im Geschäftsjahr 2015. Jeder einzelne unserer mittlerweile 13.346 Mitarbeiter hat zum Erfolg des Unternehmens beigetragen. Ich bin fest davon überzeugt, dass wir auch die Zukunft gemeinsam erfolgreich gestalten. Bei KRONES ist und bleibt Erfolg eine Teamleistung.
Christoph Klenk, CEO
Die Mitglieder des Vorstands
Rainulf Diepold Vertrieb und Marketing
Michael Andersen CFO
Finanzen, Controlling, Strategischer Einkauf
Christoph Klenk CEO
Personal, Kommunikation, Qualität, Informationsmanagement
Markus Tischer
International Operations and Services
Thomas Ricker
Abfüll- und Verpackungstechnik
Ralf Goldbrunner
Anlagen und Komponenten
DER VORSTAND
Liebe Aktionäre, liebe Geschäftspartner, liebe Freunde der KRONES AG,
zum Ende des Jahres 2015 ist für mich die Zeit gekommen, um aus dem Vorstand der KRONES AG auszuscheiden. Damit halte ich mich an unsere interne Altersobergrenze für Vorstandsmitglieder. Nach zwei Jahrzehnten als Vorstandsvorsitzender gebe ich die Verantwortung für das Unternehmen in jüngere Hände.
Der Übergang wird fließend sein. Denn die operative Verantwortung geht auf ein Ihnen bekanntes, bewährtes und eingespieltes Team über. Mein Nachfolger Christoph Klenk hat seit 20 Jahren im Unternehmen seine Fähigkeiten eindrucksvoll unter Beweis gestellt und unsere Unternehmensphilosophie mitgeprägt. Damit bleibt die ganz besondere KRONES Kultur erhalten. Ich habe vollstes Vertrauen in unsere Vorstandsmannschaft sowie alle unsere Mitarbeiter und bin sicher, dass die KRONES Erfolgsgeschichte weitergeht.
Ich werde mich natürlich nicht komplett aus dem Unternehmen zurückziehen, sondern will auch künftig Verantwortung übernehmen und Teil der motivierten KRONES Mannschaft bleiben. Im Juni 2016 stelle ich mich auf der Hauptversammlung zur Wahl in den Aufsichtsrat der KRONES AG.
Meine Familie und ich bleiben dem Unternehmen - auch ohne den Namen »Kronseder« im Vorstand - als Mehrheitsaktionäre langfristig verbunden.
Das verleiht dem Unternehmen zusätzliche Stabilität.
Nun möchte ich mich in meiner Funktion als Vorstandsvorsitzender bei all den Menschen bedanken, die KRONES in meiner Schaffenszeit unterstützt und zu der erfolgreichen Entwicklung von KRONES beigetragen haben - bei unseren Kunden, Lieferanten, Aktionären, aber vor allem bei unseren Mitarbeitern.
Ihnen allen kann ich versprechen: KRONES wird der von Ihnen geschätzte verlässliche Partner bleiben.
Neutraubling, im Dezember 2015
Ihr Volker Kronseder
Vors. des Aufsichtsrats
Ernst Baumann
Vorstand
Volker Kronseder (Vors.)
Christoph Klenk
Rainulf Diepold
Thomas Ricker
Markus Tischer
Ralf Goldbrunner
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| Telefon | +49 9401 70-2210 |
| Telefax | +49 9401 70-2762 |
| [email protected] | |
| Internet | www.krones.com |
Sitz Neutraubling
Registergericht
Regensburg HRB 2344
USt-IdNr. DE 133695999
Steuer-Nr. 244/117/10005
KRONES AG
Böhmerwaldstraße 5
93073 Neutraubling
Deutschland
Volker Kronseders Zeit bei KRONES
1973 - 1989
1973 Karrierestart - Volker Kronseder lernte das Geschäft von der Pike auf und startete seine Karriere bei KRONES als technischer Zeichner.
1976 Erster Bloc - Volker Kronseder vor dem ersten KRONES Bloc (miteinander verbundene Einzelmaschinen). Seither sind Bloc-Lösungen ein wichtiger Teil der KRONES Erfolgsgeschichte.
1984 Japan-Connection - Schon Anfang der 60er-Jahre war Japan einer der ersten Auslandsmärkte von KRONES. 1984 überzeugte sich eine Delegation der japanischen Botschaft in Neutraubling von der Qualität der KRONES Maschinen.
1987 »Klonsedel« - Volker Kronseder hat ein besonderes Faible für China. Dem Besuch chinesischer Kunden im Jahr 1987 folgten viele erfolgreiche China-Geschäfte.
1987 Sport verbindet - Der Betriebssport hat bei KRONES einen hohen Stellenwert. Volker Kronseder ließ es sich oft nicht nehmen, Siegerpokale persönlich zu überreichen.
1988 Pfaffwar baff- Jean-Marie Pfaff, einer der weltbesten Fußball-Torhüter der 80er-Jahre, besuchte KRONES als Markenbotschafter der belgischen Brauerei Alken Maes. Pfaffwar von der modernen Produktion begeistert.
1989 Etikettiertechnik ausgezeichnet - KRONES erhielt von Mobil Oil den oppack Award für die Etikettiermaschine Contiroll. Grund: Die hervorragende Verarbeitung der Folien von Mobil Oil.
1984 Runde Sache - Am 3. Oktober 1984 feierte Volker Kronseder mit seinem Vater Hermann Kronseder dessen 60. Geburtstag.
1990 - 1999
1990 - Interesse Ost-West - Hier folgte eine Delegation des russischen Wirtschaftsministeriums den Ausführungen von Volker Kronseder.
1991 Reif für die Insel - Zur Einweihung des Standorts in England bekam Volker Kronseder von den Mitarbeitern eine KRONES Maschine im Miniformat.
1993 Liebe zum Detail - Auf der drinktec Interbrau erklärte Volker Kronseder einem interessierten Messebesucher anhand der Flaschenzeile die Flaschenreinigungsmaschine Spiragrip.
1994 5.000. Mitarbeiterin - Volker Kronseder begrüßte die 5.000. Mitarbeiterin Monika Adlhoch persönlich. Für ihn war der direkte Draht zur Belegschaft immer sehr wichtig.
1995 TÜV-geprüft - Seit 1995 ist KRONES DIN ISO 9001-zertifiziert. Stolz übernahm Volker Kronseder gemeinsam mit seinem Vater Hermann Kronseder das TÜV-Zertifikat.
1996 5.000. Akademie-Teilnehmer - Die KRONES Akademie, in der Kunden für unsere Maschinen und Anlagen geschult werden, entwickelte sich zu einer Erfolgsstory. Nachdem Volker Kronseder 1996 den 5.000. Akademie-Absolventen begrüßte, werden inzwischen 15.000 Teilnehmer pro Jahr in Management- und Technikkursen aus - und weitergebildet.
1996 Vorstandsvorsitzender - Volker Kronseder übernahm vor 20 Jahren von seinem Vater das Amt des Vorstandsvorsitzenden. Die künftige Strategie erläuterte er der Belegschaft auf der Betriebsversammlung.
1999 Höchstleistung - Das Brauhaus Leikeim aus Altenkunstadt in Oberfranken orderte 1999 bei KRONES die damals leistungsstärkste Abfüllanlage für Flaschen mit Bügelverschluss. Darüber freute sich Volker Kronseder gemeinsam mit den Geschäftsführern der Familienbrauerei.
2000 - 2009
2000 Ein Prosit der Gemütlichkeit -Nach einem harten Arbeitstag genoss Volker Kronseder eine kühle Halbe mit KRONES Mitarbeitern im Grünen auf dem KRONES Gelände.
2001 KRONES wird 50 - Zum Firmenjubiläum stieg ein großes Fest, auf dem auch Volker Kronseder gemeinsam mit Frau Caroline ausgelassen feierte. Für fetzige Live-Musik sorgte die 70er-Kultband »Middle of the Road«. Chirpy Chirpy Cheep Cheep!
2002 Schöne Bilanz - Auf der Bilanzpressekonferenz und der anschließenden Analystenkonferenz 2002 konnten Vorstandschef Volker Kronseder und sein Stellvertreter Hans-Jürgen Thaus das dritte Rekordergebnis in Folge vorlegen. Es sollte nicht der letzte Rekord bleiben ...
2002 Bier-Orden - Andreas Stöttner vom Verband der bayerischen Privatbrauer übergab 2002 Volker Kronseder auf der »Brau« den Bayerischen Bierorden - für seine besonderen Verdienste um das bayerische Bier.
2005 Vollgas Richtung Osten - Gemeinsam mit Freunden machte sich Volker Kronseder 2005 zu einer langen Motorradtour auf, die die Truppe bis nach China führte.
2006 Wachstumsmarkt China - Volker Kronseder freute sich gemeinsam mit chinesischen Kunden über einen Vertragsabschluss in Neutraubling. KRONES erzielt mittlerweile rund 10 % der Umsatzerlöse in China.
2009 Schönes Paar - Caroline Kronseder und Ehemann Volker setzen auf der drinktec 2009 die Verpackungsstraße Varioline gut in Szene. Heute ist die Varioline besonders bei Craft Brewern begehrt.
Familie Kronseder - Volker Kronseder im Kreise seiner Eltern und Geschwister. Vater Hermann Kronseder verstarb im Jahr 2010 im Alter von 85 Jahren.
2010 - 2015
2010 Inbetriebnahme BHKW - KRONES setzt auf regenerative Energie. Seit 2010 bezieht KRONES aus dem Blockheizkraftwerk in Neutraubling Energie und Wärme.
2011 Feste feiern - Die KRONES Betriebsfeste zählen an allen Standorten zu den Highlights des Jahres. Hier genoss Volker Kronseder mit seiner langjährigen Assistentin Christina Resch das Betriebsfest.
2012 Selbst ist der Mann - Auf einer längeren Tour mit einer Harley Davidson machten sich beim Motorrad im hohen Norden technische Probleme bemerkbar. Volker Kronseder steuerte das KRONES Werk in Flensburg an und reparierte den Schaden mit dem passenden Werkzeug höchstpersönlich.
2013 Hauptversammlung - Auf den Aktionärstreffen von KRONES herrschte immer gute Stimmung. Volker Kronseder hatte gemeinsam mit Nachfolger Christoph Klenk meist nur Positives zu vermelden.
2014 Nah am Mitarbeiter - Die Nähe zu seinen Mitarbeitern und zur Technik war Volker Kronseder immer wichtig. Seine fast täglichen Betriebsrundgänge bereiteten ihm viel Spaß.
2014 Werksführung - In den Werkshallen fühlte sich Volker Kronseder sichtlich wohl. Ausführlich erklärte er den Besuchern bei seinen Werksführungen alle Produktionsschritte und ließ keine Frage unbeantwortet.
2015 Ein starkes Team - Anlässlich der Verabschiedung von Volker Kronseder versammelten sich die aktuellen und einige ehemalige Vorstandskollegen zum Gruppenfoto. Im Anschluss sorgten noch einige Anekdoten aus früheren Vorstandssitzungen für gute Stimmung.
Bericht des Aufsichtsrats
Ernst Baumann Vorsitzender des Aufsichtsrats
Sehr geehrte Damen und Herren,
2015 traf der Aufsichtsrat wichtige Personalentscheidungen und regelte frühzeitig die neue Zusammensetzung des Vorstands. Damit wurde sichergestellt, dass KRONES nach dem Ausscheiden des langjährigen Vorstandsvorsitzenden Volker Kronseder weiterhin eine exzellente Führungsmannschaft besitzt. Im Namen des kompletten Aufsichtsrats möchte ich mich an dieser Stelle bei Herrn Kronseder für seine erfolgreiche Arbeit im Vorstand bedanken.
Neben wichtigen personellen Weichenstellungen befasste sich der Aufsichtsrat 2015 eingehend mit der Strategie des Unternehmens. Hierzu zählt beispielsweise die neue Ausrichtung des Segments »Prozesstechnik«. Der Aufsichtsrat wird auch künftig eng und vertrauensvoll mit dem Vorstand zusammenarbeiten und seinen Beitrag leisten, damit sich die Erfolgsstory von KRONES fortsetzt.
Beratung und Überwachung
Im Geschäftsjahr 2015 hat der Aufsichtsrat der KRONES AG den Vorstand gemäß Aktiengesetz sowie der Satzung der Gesellschaft kontinuierlich überwacht und beraten. Es fanden vier ordentliche Aufsichtsratssitzungen und eine außerordentliche Aufsichtsratssitzung statt. Das Gremium ließ sich vom Vorstand in schriftlichen und mündlichen Berichten regelmäßig - auch außerhalb der Aufsichtsratssitzungen - über die geschäftliche und finanzielle Lage der Gesellschaft sowie die strategische Ausrichtung des Unternehmens und über das Risikomanagement informieren.
Am 29. Januar traf sich der Aufsichtsrat zu einer außerordentlichen Sitzung, um mögliche Personalveränderungen im Vorstand zu besprechen. Der Vorstandsvorsitzende Volker Kronseder hatte dem Aufsichtsrat mitgeteilt, dass er beabsichtige, seinen Anstellungsvertrag mit Ablauf des 31. Dezember 2015 nicht zu verlängern und aus dem Vorstand ausscheiden werde, wenn eine geeignete Nachfolgelösung gefunden wird.
Der Aufsichtsrat erörterte die Nachfolge und kam zu der Überzeugung, dass Christoph Klenk, Vorstand der KRONES AG für Finanzen, Controlling und Informationsmanagement, für den Fall, dass Herr Kronseder seinen Vertrag nicht verlängert, zum 1. Januar 2016 Vorstandsvorsitzender werden soll. Gleichzeitig plante der Aufsichtsrat, Michael Andersen als Nachfolger von Herrn Klenk zu bestellen. Da Herr Andersen zum Zeitpunkt der Aufsichtsratssitzung noch in einem Dienstverhältnis mit einem anderen Unternehmen stand, wurde ihm eine Bedenkzeit bis zum Ablauf des 18. März 2015 eingeräumt.
Die erste ordentliche Aufsichtsratssitzung fand am 17. und 18. März statt. Sie wurde für zwei Tage angesetzt, da es am 17. März ausführlich um die künftige Strategie von KRONES ging. Hierzu erläuterte der Vorstand zunächst die Marktentwicklungen und die Wettbewerbssituation in den kommenden Jahren. Darauf basierend stellte er anschließend die Ableitungen und Handlungsfelder für KRONES dar. Nach einer ausführlichen Diskussion billigte der Aufsichtsrat die Strategie des Vorstands. Am 18. März standen zunächst Vorstandsthemen auf der Tagesordnung. Der Vorstandsvorsitzende Volker Kronseder erklärte gegenüber dem Aufsichtsrat, dass er seinen Anstellungsvertrag nicht verlängern und somit mit Ablauf des 31. Dezember 2015 aus dem Vorstand ausscheiden werde. Hierdurch wurde die Ernennung von Herrn Christoph Klenk zum Vorstandsvorsitzenden zum 1. Januar 2016 wirksam. Zudem erklärte Michael Andersen gegenüber dem Aufsichtsrat die Annahme der Bestellung zum Finanzvorstand.
Nachdem der Bundestag am 6. März 2015 das Gesetz zur Frauenquote beschlossen hatte, befasste sich das Gremium aus aktuellem Anlass mit dieser Thematik. Im Anschluss präsentierte der Vorstand dem Aufsichtsrat den vorläufigen Konzernabschluss mit allen wichtigen Finanzkennzahlen für das Geschäftsjahr 2014. Außerdem wurde von Vorstand und Aufsichtsrat beschlossen, der Hauptversammlung eine Dividendenausschüttung von 1,25 Euro je Aktie vorzuschlagen.
An der Aufsichtsratssitzung am 29. April 2015 nahmen als Gäste zeitweise Vertreter der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft von KRONES teil. Diese erläuterten dem Aufsichtsrat den Prüfungsauftrag und die Schwerpunkte der Prüfung des Jahresabschlusses 2014 und gaben einen detaillierten Überblick über die Abschlussprüfung. Der Vorsitzende des Prüfungs- und Risikomanagementausschusses Graf Philipp von und zu Lerchenfeld berichtete dem Gremium, dass der Prüfungsbericht der Wirtschaftsprüfer in der Ausschusssitzung am 28. April 2015 detailliert erörtert wurde und der Ausschuss dem Aufsichtsrat empfiehlt, den Jahresabschluss und den Konzernabschluss mit den Lageberichten der KRONES AG und des Konzerns für das Geschäftsjahr 2014 festzustellen bzw. zu billigen. Dieser Empfehlung kam der Aufsichtsrat nach. Weiteres Thema der Sitzung war der Wirtschaftsbericht des Vorstands. Die einzelnen Vorstandsmitglieder informierten den Aufsichtsrat über den Geschäftsverlauf des ersten Quartals 2015, die Auslastung in den einzelnen Bereichen sowie über Produktinnovationen des Unternehmens. Abschließend legten Aufsichtsrat und Vorstand gemeinsam die Tagesordnung für die Hauptversammlung der KRONES AG am 17. Juni 2015 fest.
Die dritte ordentliche Aufsichtsratssitzung 2015 fand am 30. September in der KRONES Niederlassung Brüssel statt. Nach der Begrüßung informierte der Aufsichtsratsvorsitzende Ernst Baumann das Gremium zum Thema »Frauenquote bzw. Geschlechterquote bei KRONES«. Das Gesetz sieht vor, dass künftig 30 % der Aufsichtsratsmandate auf Frauen entfallen müssen. Diese Regel gilt für Aufsichtsratswahlen ab 2016. Darüber hinaus muss der Aufsichtsrat eine Zielgröße für den Frauenanteil im Vorstand des Unternehmens festlegen. Für den Vorstand konnte bislang keine geeignete Kandidatin gefunden werden. Dies dürfte auch in naher Zukunft schwierig bleiben. Der Aufsichtsrat beschloss daher einstimmig, die Zielgröße des Frauenanteils im Vorstand auf 0 % zu setzen. Anschließend berichtete der Vorstand über den aktuellen Geschäftsverlauf. Neben den Halbjahreszahlen 2015 stand die Lage bei KOSME und in der Prozesstechnik im Fokus des Wirtschaftsberichts. Auch die Eckpunkte für die Jahresplanung 2016 legte der Vorstand dem Aufsichtsrat vor.
Am 18. November kam das Gremium zur vierten und letzten Sitzung im Geschäftsjahr 2015 zusammen. Schwerpunkt der Aufsichtsratssitzung war das Risikomanagement von KRONES. Graf Philipp von und zu Lerchenfeld, Vorsitzender des Prüfungs- und Risikomanagementausschusses des Aufsichtsrats, erläuterte die zehn größten Einzelrisiken des Unternehmens. Als Fazit zog Graf Lerchenfeld, dass sich das Risikoprofil des Konzerns im Vergleich zum Vorjahr insgesamt nicht wesentlich verändert hat. Weitere Themen der Sitzung waren die Berichte des Vorstands zu Messeauftritten sowie der aktuellen wirtschaftlichen Entwicklung des Unternehmens. Darüber hinaus bewilligte der Aufsichtsrat die Jahresplanung 2016.
Arbeit des Prüfungs- und Risikomanagementausschusses
Dem Prüfungs- und Risikomanagementausschuss gehören der Vorsitzende des Aufsichtsrats Ernst Baumann, sein Stellvertreter Werner Schrödl sowie die Aufsichtsratsmitglieder Norman Kronseder, Graf Philipp von und zu Lerchenfeld, Josef Weitzer und Johann Robold an. Vorsitzender des Ausschusses ist Graf Philipp von und zu Lerchenfeld. Der Prüfungs- und Risikomanagementausschuss überwacht Rechnungslegung, Abschlussprüfung sowie Berichterstattung und fertigt entsprechende Beschlussvorlagen für den Aufsichtsrat an. Darüber hinaus bereitet er die Prüfung des Jahresabschlusses, des Lageberichts und des Prüfungsberichts des Einzel- und Konzernabschlusses durch den Aufsichtsrat vor und spricht Empfehlungen aus. Der Prüfungs- und Risikomanagementausschuss überwacht zudem die Wirksamkeit des internen Kontroll-, des Risikomanagement- sowie des Compliance-Systems.
Der Prüfungs- und Risikomanagementausschuss traf sich 2015 zu zwei Sitzungen. Am 28. April bereitete er vor der Bilanz feststellenden Aufsichtsratssitzung, die am 29. April 2015 stattfand, die Prüfung des Jahresabschlusses, des Lageberichts und des Prüfungsberichts des Einzel- und Konzernabschlusses 2014 durch den Aufsichtsrat vor. Er beschäftigte sich in dieser Sitzung ausführlich mit der Berichterstattung der Wirtschaftsprüfer über die Prüfung des Jahres- und Konzernabschlusses zum 31. Dezember 2014. In der Sitzung am 17. November 2015 wurde auf Basis der entsprechenden Vorlagen zum internen Kontrollsystem, der internen Revision und des Compliance Managements der Bericht für die vierte ordentlich Aufsichtsratssitzung vorbereitet.
Arbeit des Ständigen Ausschusses
Dem Ständigen Ausschuss gehören Werner Schrödl, Norman Kronseder, Josef Weitzer und Ernst Baumann an. Vorsitzender des Ständigen Ausschusses ist Ernst Baumann.
Der Ausschuss befasst sich mit allen sonstigen Themen, die nicht in den Zuständigkeitsbereich des Prüfungs- und Risikomanagementausschusses fallen. Zum Beispiel bereitete der Ständige Ausschuss die Entscheidungen des Aufsichtsrats zu Nachfolgethemen im Vorstand vor.
Aufsichtsrat stimmt dem Prüfungsergebnis zu
Der vom Vorstand aufgestellte Jahresabschluss der KRONES Aktiengesellschaft und der Konzernabschluss sowie der Lagebericht der KRONES AG und der Konzernlagebericht zum 31. Dezember 2015 sind durch den von der Hauptversammlung gewählten Abschlussprüfer, der KPMG Bayerischen Treuhandgesellschaft Aktiengesellschaft Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft geprüft und jeweils mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen worden. Der geprüfte Jahresabschluss und der Konzernabschluss sowie der Lagebericht der KRONES AG und der Konzernlagebericht zum 31. Dezember 2015 lagen allen Mitgliedern des Aufsichtsrats rechtzeitig zur Prüfung vor. Die geprüften Abschlüsse und Lageberichte waren am 27. April 2016 Gegenstand der Bilanz feststellenden Aufsichtsratssitzung. An der Sitzung haben auch Vertreter des Abschlussprüfers teilgenommen und dem Aufsichtsrat über die Ergebnisse ihrer Prüfung und über ihre Prüfungsschwerpunkte berichtet.
Der Aufsichtsrat hat das Prüfungsergebnis des Abschlussprüfers zustimmend zur Kenntnis genommen. Nach dem abschließenden Ergebnis der Prüfung durch den Aufsichtsrat ergaben sich keine Einwände. Der Aufsichtsrat hat den Jahresabschluss der KRONES AG sowie den Konzernabschluss und den Vorschlag des Vorstands über die Verwendung des Bilanzgewinns festgestellt bzw. gebilligt.
Die Mitglieder des Aufsichtsrats danken dem Vorstand sowie allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Unternehmens für ihre hervorragende Arbeit im Geschäftsjahr 2015.
Neutraubling, im April 2016
Der Aufsichtsrat
Ernst Baumann, Vorsitzender des Aufsichtsrats
Zusammensetzung des Aufsichtsrats
Gemäß § 8 Abs. 1 der Satzung werden sechs Mitglieder des Aufsichtsrats von den Aktionären nach dem Aktiengesetz (§§ 96 Abs. 1, 101 AktG) gewählt. Sechs Mitglieder sind nach § 1 Abs. 1, § 7 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 MitbestG von den Arbeitnehmern zu wählen.
Ernst Baumann
Aufsichtsratsvorsitzender
* ZF FRIEDRICHSHAFEN AG
Werner Schrödl**
Konzernbetriebsratsvorsitzender
Gesamtbetriebsratsvorsitzender
Stv. Aufsichtsratsvorsitzender
* VERWALTUNGSRAT DER BAYERISCHEN BETRIEBSKRANKENKASSEN
Klaus Gerlach**
Head of Central International
Operations and Services
Norman Kronseder
Land- und Forstwirt
* BAYERISCHE FUTTERSAATBAU GMBH
Graf Philipp von und zu Lerchenfeld
MdB, Dipl.-Ing. agr., WP/StB
Dr. Alexander Nerz
Rechtsanwalt
Dr. Verena Di Pasquale**
Stellvertretende Vorsitzende des DGB Bayern
Johann Robold**
Betriebsrat
Petra Schadeberg-Herrmann
Geschäftsführende Gesellschafterin der KROMBACHER FINANCE GMBH, SCHAWEI GMBH, DIVERSUM HOLDING GMBH & CO. KG
* CHOCOLADEFABRIKEN LINDT & SPRÜNGLI AG
* COMMERZBANK AG (bis 30. April 2015)
Jürgen Scholz**
1. Bevollmächtigter und Kassierer
IG Metall Verwaltungsstelle Regensburg
* INFINEON TECHNOLOGIES AG
Hans-Jürgen Thaus
Vormals stellvertretender
Vorstandsvorsitzender der KRONES AG
* HAWE HYDRAULIK SE (seit 1. Juli 2015)
* MASCHINENFABRIK REINHAUSEN GMBH
* KURTZ HOLDING GMBH & BETEILIGUNGS KG
* SCHULER AG
Josef Weitzer**
Stellv. Konzernbetriebsratsvorsitzender
Stellv. Gesamtbetriebsratsvorsitzender
Betriebsratsvorsitzender Neutraubling
* SPARKASSE REGENSBURG
* Weitere Aufsichtsratsmandate gemäß § 125 Abs. 1 Satz 5 AktG
** Von den Mitarbeitern gewählt
Zur KRONES Aktie
»2015 hat sich die KRONES Aktie erneut deutlich besser entwickelt als der MDAX. Damit konnten wir unsere Position im MDAX weiter stärken.« Olaf Scholz Leiter Investor Relations
| ― | Weltbörsen waren 2015 sehr volatil |
| ― | KRONES Aktie steigt überdurchschnittlich stark um 36,6 % |
| ― | Für 2015 soll eine Dividende von 1,45 € je Aktie ausgeschüttet werden |
KRONES Aktionäre konnten 2015 mit der Entwicklung ihrer Papiere sehr zufrieden sein. Unsere Aktie legte im Jahresverlauf um 36,6 % auf 110,30 € zu. Sie stieg damit deutlich stärker als die beiden wichtigsten deutschen Aktienindizes DAX und MDAX. In der MDAX-Rangliste konnte sich KRONES weiter nach oben arbeiten und die Position als Index-Mitglied stärken.
Das Börsenjahr 2015 war insgesamt positiv
Nach einem ausgeprägten Auf und Ab gingen die meisten Weltbörsen zum Jahresende mit einem Plus aus dem Rennen. Zunächst starteten die Aktienmärkte überwiegend mit satten Kursgewinnen in das Jahr 2015. Getrieben wurde die fulminante Jahresanfangsrallye von der lockeren Geldpolitik vieler Zentralbanken. Die Entscheidung der Europäischen Zentralbank (ezb), ein großes Anleihekaufprogramm zu starten, sorgte vor allem an Europas Börsen für höhere Kurse. Bis Mitte August tendierten die Märkte unter Schwankungen seitwärts. Dann setzte eine zweiwöchige Verkaufswelle ein, die nahezu alle Indizes weltweit in die Tiefe riss. Grund hierfür waren hauptsächlich schlechte Nachrichten aus China. Dort brachen die Kurse nach dem kräftigen Anstieg seit Jahresbeginn innerhalb kürzester Zeit um rund die Hälfte ein. Verstärkte Konjunktursorgen ließen die »Spekulationsblase« in China platzen. Zudem stieg die Angst vor einer Zinswende in den USA. Nach dem verlustreichen dritten Quartal sorgte die weitere Lockerung der Geldpolitik in Europa im vierten Quartal aber wieder für steigende Kurse zum Jahresende, so dass die meisten Weltbörsen mit einem leichten Plus auf Jahresbasis schlossen.
Wertentwicklung der KRONES Aktie im Vergleich zum MDAX 2015
Nach einem verhaltenen Jahresauftakt hat die KRONES Aktie den MDAX ab dem zweiten Quartal hinter sich gelassen und den Vorsprung bis Jahresende ausgebaut.

Der Deutsche Aktienindex DAX beendete 2015 mit einem Plus von 9,6 % bei 10.743 Punkten, nachdem er Mitte April bei knapp 12.400 Punkten ein Rekordhoch markierte. Der Euro-Stoxx-50, mit den größten Werten aus dem Euro-Raum, schaffte ein Plus von 4,2 %. In den USA liefen die Börsen wegen der Angst vor steigenden Zinsen nicht so gut. Der US-Leitindex Dow Jones verlor 2015 leicht um 3,1 % auf 17.425 Punkte. Der japanische Nikkei-Index profitierte von der weiterhin sehr lockeren Geldpolitik in Nippon und kletterte 2015 um 9,1 %.
KRONES Aktie erneut stärker als der MDAX
Die KRONES Aktie profitierte davon, dass wir die zu Jahresbeginn aufgestellten Prognosen für das Gesamtjahr 2015 trotz wirtschaftlicher Herausforderungen eingehalten haben.
Der MDAX, der Index für mittelgroße Aktiengesellschaften, legte 2015 mit einem Plus von 22,7 % deutlich stärker zu als der »große Bruder« DAX und schloss das Börsenjahr bei 20.775 Punkten. Top-Performer im MDAX, dem auch KRONES angehört, war das Werbeunternehmen Stroer (+ 131 %) und der Rüstungskonzern Rheinmetall (+ 69 %). Die Automobilzulieferer Leoni und ElringKlinger zählten auf Jahressicht zu den großen Verlierern.
Die KRONES Aktie entwickelte sich mit einem Plus von 36,6 % deutlich besser als der MDAX. Inklusive der Dividende von 1,25 € errechnet sich für 2015 eine Rendite von 38,4 %. Damit legte unser Papier auch stärker als der DAX All-Industrial-Index zu. Der Branchenindex der Deutschen Börse, dem klassische Industriewerte wie Maschinenbauer angehören, kletterte vergangenes Jahr um 16 %.
Nach einem verhaltenen Jahresauftakt markierte die KRONES Aktie am 22. Januar bei 78,44 € den Jahrestiefstkurs. Im Anschluss kletterten die Papiere, unterstützt von der Veröffentlichung der Geschäftszahlen und dem Dividendenvorschlag für 2014, bis zum Ende des ersten Quartals um 20 %. Ab dem zweiten Quartal war unser Titel im Vergleich zum MDAX relativ stabil und baute den Performance-Vorsprung bis Jahresende kontinuierlich aus. Zwar blieb unsere Aktie im dritten Quartal von den Einbrüchen an den Weltbörsen nicht verschont. Untermauert durch gute 9-Monats-zahlen und der Bestätigung der Jahresprognosen, legten die Papiere nochmals kräftig zu und schlossen das Jahr bei einem Kurs von 110,30 €. Das Jahreshoch markierte die KRONES Aktie am 3. Dezember mit einem Kurs von 117,10 €.
Kennzahlen der KRONES Aktie
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| zum 31.12. | 2015 | 2014 | 2013 | |
|---|---|---|---|---|
| Anzahl Aktien | (Mio. Stück) | 31,59 | 31,59 | 31,59 |
| Free Cashflow je Aktie | € | 2,04 | 4,82 | 2,12 |
| Eigenkapital je Aktie | € | 35,19 | 31,29 | 30,20 |
| Ergebnis je Aktie | € | 4,98 | 4,30 | 3,84 |
| Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) auf Basis des Jahresendkurses | 22,1 | 18,8 | 16,3 | |
| Dividende je Aktie | € | 1,45* | 1,25 | 2,00** |
| Höchstkurs | € | 117,10 | 81,99 | 67,58 |
| Tiefstkurs | € | 78,44 | 56,43 | 45,02 |
| Jahresschlusskurs | € | 110,30 | 80,76 | 62,43 |
* gemäß Gewinnverwendungsvorschlag
** inkl. 1,00 € Sonderausschüttung
KRONES Aktie langfristig mit hoher Rendite
Die KRONES Aktie hat sich auch langfristig sehr gut entwickelt. In den vergangenen zehn Jahren stieg der Wert unserer Papiere um 288 %. Der durchschnittliche jährliche Kursgewinn der KRONES Aktie in diesem Zeitraum beträgt 14,5 % und liegt damit deutlich über dem Wertzuwachs des MDAX Kursindex (+ 8,5 %), also dem MDAX ohne Dividenden. Inklusive der Dividenden und der Annahme, dass die Dividende jeweils wieder in KRONES Aktien angelegt wurde, ergibt sich für die vergangenen zehn Jahre eine durchschnittliche jährliche Rendite von 16,1 %. Der vergleichbare MDAX Performance-Index legte um 11,0 % jährlich zu.
Wertentwicklung der KRONES Aktie im Vergleich zum MDAX 2006 bis 2015

Position im MDAX gefestigt
Unsere Aktie ist seit dem 29. Oktober 1984 an der Börse notiert. Sie ist an allen deutschen Börsen handelbar und seit Gründung des MDAX Mitglied im Index für mittelgroße Werte der Deutschen Börse. KRONES Papiere sind Stammaktien ohne Nennwert (Stückaktien). Jeder Titel hat auf der Hauptversammlung des Unternehmens eine Stimme. Es gibt insgesamt 31.593.072 Aktien.
Entscheidend für die Mitgliedschaft in den renommierten Indizes der Deutschen Börse ist neben dem Börsenwert der im Streubesitz befindlichen Aktien auch das Handelsvolumen, das über XETRA und den Frankfurter Parketthandel abgewickelt wird. In der Rangliste, die für die Zusammensetzung des 50 Werte umfassenden MDAX herangezogen wird, kletterte die KRONES Aktie Ende 2015 wegen der überdurchschnittlichen Kursentwicklung beim Börsenwert auf Rang 31 (Vorjahr: 39).
Beim Handelsvolumen verbesserten wir uns auf Rang 44 (Vorjahr: 50), nachdem im Gesamtjahr 2015 im Durchschnitt täglich insgesamt rund 53.000 Aktien (Vorjahr: rund 42.000 Aktien) auf XETRA und an der Frankfurter Börse gehandelt wurden. Damit legte das Handelsvolumen in unserer Aktie an den offiziellen Börsen wieder zu, obwohl institutionelle Investoren zunehmend auf außerbörslichen Plattformen handeln.
Stammdaten der KRONES Aktie
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| Aktienanzahl | 31.593.072 |
| Wertpapierkennnummer | 633500 |
| ISIN | DE 0006335003 |
| XETRA-Kürzel | KRN |
Aktionärsstruktur
Im Aktionärskreis von KRONES gab es im Berichtsjahr kaum Veränderungen. Das Familie Kronseder Konsortium bleibt mit 51,55 % stabiler Mehrheitsaktionär der KRONES AG. Das gibt dem Unternehmen die Möglichkeit langfristig und nachhaltig zu handeln. Der nicht von der Familie gehaltene Anteil, also der Streubesitz, liegt bei 48,45 %.
Aktionärsstruktur (Stand Dezember 2015)

KRONES will für 2015 Dividende von 1,45 € ausschütten
Aufgrund der guten Ergebnisentwicklung im Berichtsjahr werden Vorstand und Aufsichtsrat der Hauptversammlung am 15. Juni 2016 für das Geschäftsjahr 2015 eine Dividende von 1,45 € je Aktie vorschlagen. Gegenüber der Dividende des Vorjahrs entspricht das einer Steigerung von 16 %. Die langfristige Dividendenpolitik des Unternehmens sieht vor, 25 % bis 30 % des Konzernergebnisses an die Aktionäre auszuschütten. Die Dividende für 2015 entspricht 29,1 % des Konzernergebnisses.
Dividende je Aktie in €

* inkl. 1,00 € Sonderausschüttung
** gemäß Gewinnverwendungsvorschlag
Intensiver Informationsaustausch mit Investoren
Beim Analystentreffen im Stammhaus der traditionsreichen Augustiner-Brauerei konnten sich die Finanzprofis viele Produkte von KRONES zur Getränkeproduktion und -abfüllung im Alltagsbetrieb ansehen.
KRONES wird als MDAX-Unternehmen von vielen internationalen Kapitalmarktexperten aufmerksam beobachtet. Um fundierte Anlageentscheidungen zu treffen, benötigen die Analysten und Investoren aussagekräftige und transparente Informationen zu unserem Unternehmen. Eine wichtige Informationsquelle für alle Interessenten ist der Investor-Relations-Bereich auf unserer Homepage, wo alle wichtigen Informationen zur KRONES Aktie zu finden sind.
Darüber hinaus führte KRONES auch 2015 zu den Jahres- und Quartalszahlen eine Telefonkonferenz durch, bei der wir Analysten und Investoren die Zahlen anhand einer Präsentation erläutern, die auf unserer Internetseite für alle Aktionäre frei zugänglich ist. Zudem informierten Finanzvorstand Christoph Klenk und der Leiter der KRONES Investor Relations Olaf Scholz viele Investoren und Analysten auf mehreren Roadshows in den internationalen Finanzzentren.
Am 25. November 2015 veranstalte KRONES im Stammhaus der Augustiner Brauerei in München ein Analystentreffen. Rund 20 Finanzprofis nahmen an der Veranstaltung in der ältesten Münchner Brauerei teil. Themenschwerpunkt war die künftige Ausrichtung des Segments Prozesstechnik. Die beiden KRONES Vorstände Christoph Klenk und Ralf Goldbrunner erläuterten die künftige Strategie und Positionierung von KRONES. Der theoretische Teil der Veranstaltung endete mit einer ausführlichen Frage-Antwort-Runde. Im anschließenden Brauerei-Rundgang erhielten die Analysten tiefen Einblick in die Brauereikunst und konnten sich KRONES Produkte im täglichen Einsatz bei einem namhaften Kunden ansehen.
Positive Stimmung auf der Hauptversammlung 2015
Am 17. Juni 2015 fand in Neutraubling die 35. Ordentliche Hauptversammlung von KRONES statt. Die Präsenz, also der Anteil des Kapitals am gesamten Grundkapital der Gesellschaft, das auf der Hauptversammlung vertreten war, lag bei hohen 83 % (Vorjahr 82 %). Die rund 200 anwesenden Aktionäre stimmten allen zur Abstimmung vorgelegten Tagesordnungspunkten mit großer Mehrheit zu. Für gute Stimmung sorgte der Dividendenvorschlag. Für das Geschäftsjahr 2014 zahlte KRONES eine Dividende von 1,25 €. Die Ausschüttung entspricht 29 % des Konzernergebnisses 2014. Damit bewegt sich die Ausschüttungsquote am oberen Rand des Zielkorridors von 25 % bis 30 %, den sich KRONES im Rahmen der langfristigen Dividendenpolitik gesetzt hat.
Volker Kronseder nahm letztmals als Vorstandschef von KRONES an einer Hauptversammlung des Unternehmens teil. Der Aufsichtsratsvorsitzende Ernst Baumann dankte Volker Kronseder im Namen des kompletten Aufsichtsrats für seine langjährige und vor allem sehr erfolgreiche Arbeit. Die anwesenden Aktionäre schlossen sich dem Dank mit großem Applaus an.
Das KRONES Jahr 2015
1. Quartal

Mit zwei kleineren Zukäufen ergänzten wir im ersten Quartal unser Produkt- und Dienstleistungsportfolio. Über die SYSKRON Holding, die im Bereich Intralogistik tätige Tochter von KRONES, erwarben wir die TRIACOS GmbH. Der Fokus von TRIACOS liegt auf der Beratung und Implementierung von SAP-Lösungen mit dem Schwerpunkt in der Produktions- und Intralogistik. Den Bereich Palettiertechnik stärkte KRONES mit dem Kauf der SCHAEFER Förderanlagen- und Maschinenbau GmbH.
Im März meldete KRONES, dass der langjährige Vorstandsvorsitzende Volker Kronseder seinen am 31. Dezember 2015 endenden Vorstandsvertrag nicht verlängern werde. Als Nachfolger von Volker Kronseder bestellte der Aufsichtsrat Christoph Klenk, bislang Finanzvorstand von KRONES.
Deutlich nach oben ging es mit der KRONES Aktie von Januar bis März. Unterstützt wurde die positive Entwicklung von den vorläufigen Umsatz- und Ergebniszahlen für das Geschäftsjahr 2014. Mit einem Kurs von 96,93 € schloss die Aktie die ersten drei Monate 2015 mit einem Plus von 20,0 % ab.
Die Geschäfte von KRONES liefen im ersten Quartal ebenfalls 2015 gut. Der Umsatz legte im Vergleich zum Vorjahr um 5,1 % auf 738,9 Mio. € zu, der Auftragseingang kletterte um 6,5 % auf 787,0 Mio. €. Mit 50,2 Mio. € überstieg das Ergebnis vor Steuern den Vorjahreswert um 16,5 %.
2. Quartal

Im April erwarb KRONES das Barbinger Unternehmen GERNEP, einen internationalen Anbieter von Etikettiermaschinen für den unteren und mittleren Leistungsbereich. Neben der Getränkeindustrie sind die Märkte Lebensmittel, Kosmetik und Pharma Schwerpunkte von GERNEP.
Am 17. Juni fand in Neutraubling die Hauptversammlung statt. Volker Kronseder nahm daran letztmals als Vorstandschef von KRONES teil. Der Aufsichtsratsvorsitzende Ernst Baumann dankte Volker Kronseder im Namen des kompletten Aufsichtsrats für seine langjährige und vor allem sehr erfolgreiche Arbeit. Die anwesenden Aktionäre schlossen sich dem Dank mit großem Applaus an. Für das Geschäftsjahr 2014 schüttete KRONES eine Dividende von 1,25 € je Aktie aus.
Im zweiten Quartal setzte KRONES sein profitables Wachstum fort. Um 4,4 % auf 764,8 Mio. € erhöhte sich der Umsatz im Vergleich zum Vorjahr. Das Ergebnis vor Steuern kletterte überproportional um 16,4 %. Insgesamt lag das Ergebnis für das erste Halbjahr über unseren Erwartungen. Deshalb erhöhten wir mit Vorlage der Zahlen unsere Prognose für die EBT-Marge für das Gesamtjahr 2015 von 6,8 % auf 7,0 %. Der Wert der KRONES Aktie lag Ende Juni 2015 mit 93,76 € um 16,1 % höher als zu Jahresanfang.
3. Quartal

Trotz zunehmend schwieriger gesamtwirtschaftlicher Rahmenbedingungen blieb KRONES auch im dritten Quartal 2015 auf Erfolgskurs. Von Juli bis September kletterte der Umsatz im Vergleich zum Vorjahr um 5,2 % auf 767,0 Mio. €. Um 9,9 % verbesserte sich das Ergebnis vor Steuern. Insgesamt konnten wir nach den ersten neun Monaten unsere Ziele für das Gesamtjahr 2015 bestätigen.
Ende Juli 2015 gab KRONES den Namen des künftigen Finanzvorstands bekannt. Michael Andersen wird Christoph Klenk nachfolgen. Michael Andersen verfügt über langjährige Erfahrung in der Verpackungsindustrie und war zuletzt als Mitglied der Geschäftsführung der GEA Heat Exchangers für den Bereich Finanzen, IT und Einkauf verantwortlich.
An der Börse ging es im dritten Quartal sehr turbulent zu. Schlechte Konjunkturnachrichten aus China und Unsicherheiten über die Zinspolitik der US-Notenbank rissen die Aktienkurse nach unten. Umso bemerkenswerter ist es, dass die KRONES Aktie im dritten Quartal leicht zulegen konnte. Unterm Strich stand der Kurs Ende September mit 94,10 € um 16,5 % höher als zu Jahresbeginn. Inklusive der Dividende von 1,25 € je Aktie betrug die Performance sogar 18,1 %.
4. Quartal

Im vierten Quartal präsentierte KRONES seine innovative Produkt- und Dienstleistungspalette auf einer Reihe internationaler Messen. So nahmen wir vom 27. bis 29. Oktober in Dubai an der Gulfood Manufacturing, der wichtigsten Messe im arabischen Raum, teil. Von 10. bis 12. November fand in Nürnberg die Brau Beviale statt. Auf der Investitionsgütermesse für die Getränkeindustrie stellten wir beispielsweise unseren Dosenfüller Craftmate für den unteren Leistungsbereich offiziell vor.
Am 25. November veranstaltete KRONES eine Analystenkonferenz. Themenschwerpunkt war die Prozesstechnik. Um die Veranstaltung möglichst praxisnah zu gestalten, luden wir die Finanzprofis in die Augustiner-Brauerei in München ein. In einem Rundgang durch die älteste Brauerei Münchens erfuhren die rund 20 Teilnehmer alles rund ums Bierbrauen und konnten vor Ort Produkte von KRONES im Einsatz beobachten.
Zum letzten Mal in »alter« Besetzung führte der Vorstand die Geschäfte im vierten Quartal. Der Umsatz kletterte im Vergleich zum Vorjahr um 14,4 %, das EBT erhöhte sich um 21,9 %. Die KRONES Aktie markierte am 3. Dezember mit einem Kurs von 117,10 € das Jahreshoch. Am Jahresende notierte die Aktie bei 110,30 €.
Damit stieg unser Aktienkurs 2015 um 36,6 %.
Konzernlagebericht
Grundlagen des Konzerns
KRONES auf einen Blick
Geschäftsmodell, Geschäftsfelder und Organisationsstruktur
KRONES bietet Maschinen und Anlagen für die Abfüll- und Verpackungstechnik sowie für die Getränkeproduktion an. Kunden von KRONES sind Brauereien und Getränkehersteller sowie Unternehmen aus der Nahrungsmittel-, Chemie-, Pharma- und Kosmetikindustrie. Wichtiger Bestandteil des Geschäftsmodells von KRONES sind Service-Leistungen. Das Unternehmen unterhält rund um die Welt Servicezentren und -niederlassungen.
KRONES berichtet über die drei Segmente »Maschinen und Anlagen zur Produktabfüllung und -ausstattung«, »Maschinen und Anlagen zur Getränkeproduktion/Prozesstechnik« sowie »Maschinen und Anlagen für die Compact Class«.
Maschinen und Anlagen zur Produktabfüllung und -ausstattung
In dem mit Abstand größten und ertragsstärksten Segment bietet KRONES Maschinen und Anlagen an, mit denen Kunden ihre Produkte abfüllen, etikettieren, verpacken und transportieren. Teil des Segments sind auch Maschinen und Anlagen, auf denen PET-Behälter hergestellt sowie gebrauchte Kunststoffflaschen zu lebensmitteltauglichem Rezyklat verarbeitet werden (PET-Recycling).
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| 2015 | 2014 | |
|---|---|---|
| EBT (Mio. €) | 220,5 | 193,2 |
| EBT-Marge (%) | 8,1 | 7,7 |
| Mitarbeiter* | 11.502 | 11.148 |
Umsatz in Mio. €

Maschinen und Anlagen zur Getränkeproduktion/Prozesstechnik
Dieses Segment umfasst zum einen die Sudhaus- und Kellertechnologie, also Produkte für Brauereien. Zum anderen gehören Anlagen, mit denen sensible Getränke wie Milch behandelt und Milchmischgetränke und Fruchtsäfte produziert werden, zu diesem KRONES Segment. Das Komponentengeschäft, also die Ventile und Pumpen der Marke EVOGUARD, ist ebenfalls in der »Getränkeproduktion/Prozesstechnik« angesiedelt.
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| 2015 | 2014 | |
|---|---|---|
| EBT (Mio. €) | - 2,1 | 3,3 |
| EBT-Marge (%) | - 0,6 | 0,9 |
| Mitarbeiter* | 944 | 822 |
Umsatz in Mio. €

Maschinen und Anlagen für die Compact Class
Im Segment Compact Class bieten die KRONES Töchter KOSME und GERNEP in der Abfüll- und Etikettiertechnik ein ähnliches Produktspektrum wie das Segment »Maschinen und Anlagen zur Produktabfüllung und -ausstattung« an, aber für den niedrigeren Leistungsbereich. Mit KOSME und GERNEP erreichen wir auch kleinere und mittelständische Kunden, die keine Hochleistungsmaschinen benötigen, aber trotzdem auf Qualität setzen.
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| 2015 | 2014 | |
|---|---|---|
| EBT (Mio. €) | 4,9 | - 4,7 |
| EBT-Marge (%) | 4,5 | - 4,6 |
| Mitarbeiter* | 495 | 400 |
* Konsolidierungskreis
Umsatz in Mio. €

Wesentliche Absatzmärkte und Wettbewerbsposition
Mit einem Anteil von rund 90 % erwirtschaftet KRONES einen Großteil des Umsatzes mit Kunden aus der Getränkeindustrie. Der übrige Erlös stammt von Unternehmen aus dem Non-Beverage-Bereich (Lebensmittel, Milch, Chemie, Pharma, Kosmetik).
KRONES ist stark exportorientiert und erzielt rund 90 % des Konzernumsatzes im Ausland. Die regionale Umsatzverteilung ist dabei insgesamt ausgewogen. In den reifen Industrieländern erwirtschaftet KRONES rund 45 %, auf den stark wachsenden Emerging Markets rund 55 % der Erlöse.
Neben wenigen großen konzerngebundenen Unternehmen konkurriert KRONES mit einer Reihe von kleineren Firmen, die nur einzelne Produkte der Abfüll- und Verpackungstechnik anbieten. Unsere wichtigsten Wettbewerber stammen hauptsächlich aus dem Euro-Raum. Chinesische Anbieter buhlen vor allem auf deren Heimatmarkt mit KRONES um Aufträge, zunehmend aber auch auf den internationalen Märkten.
KRONES setzt sich als Full-Service-Anbieter von einem Großteil des Wettbewerbs ab. Ein entscheidender Vorteil ist unser weltweites Serviceangebot, mit dem wir unsere Kunden vor Ort schnell bedienen können. Insgesamt ist KRONES führender Hersteller in der Abfüll- und Verpackungstechnik.
Standorte des KRONES Konzerns

KRONES hat seinen Hauptsitz in Neutraubling und produziert den Großteil seiner Maschinen und Anlagen in Deutschland. Die Tochter KOSME fertigt in Österreich und Italien. In den Lifecycle Service (LCS) Centern in Franklin (USA), Taicang (China) und São Paulo (Brasilien) stellt KRONES Ersatzteile her. Neben insgesamt 7 LCS Centern an strategisch wichtigen Punkten verfügt das Unternehmen darüber hinaus über ein weltweites Netz an Service- und Vertriebsniederlassungen.
KRONES mit Fabrikkompetenz
KRONES liefert Kunden aus der Getränkeindustrie komplette Fabriken aus einer Hand. Mit unserem einzigartigen Knowhow halten wir die Investitions- und Betriebskosten der Kunden niedrig. Ebenso wichtig ist, dass sie ihre Produkte sicher und in höchster Qualität herstellen können.
Wir liefern nicht nur alle Maschinen und Anlagen, die nötig sind, um Getränke herzustellen, abzufüllen und zu verpacken. Darüber hinaus sorgen wir für die komplette Logistik, für Ver- und Entsorgungseinrichtungen sowie moderne IT-Lösungen, die alle Abläufe innerhalb der Produktion steuern und dokumentieren. Wir achten stets darauf, dass alle Gebäude optimal auf die speziellen Produktionsanforderungen zugeschnitten sind.
Anhand des Schaubildes einer kompletten Getränkefabrik stellen wir unsere Leistungen kurz vor.
KRONES bietet alles an, was nötig ist, um Getränke herzustellen. Bei Brauereien ist das Herzstück das Sudhaus (1), in dem aus Wasser, Hopfen und Malz in mehreren Schritten Bier gebraut wird. Das Sudhaus besteht aus verschiedenen Anlagen wie Malzsilo, Maischpfanne, Läuterbottich, Würzepfanne, Whirlpool und Würzekühler. Anschließend durchläuft das Bier noch Gär- und Lagertanks (2) sowie Filter von KRONES.
Herstellern von Softdrinks bietet KRONES zum Beispiel Anlagen zur Wasseraufbereitung, den Sirupraum sowie Mischer und Karbonisierer an.
Alle Lager- und Produktionsbehälter (3) von KRONES sind präzise gefertigt und fügen sich perfekt in die komplette Fertigung ein.
In der umfangreichen Planungsphase klügelt KRONES nicht nur für die Produktionshallen das perfekte Layout aus. Auch Gebäude wie Verwaltung (5) und Labor müssen auf die speziellen Anforderungen des Kunden zugeschnitten sein.
In der Abfüllhalle (6) stehen viele leistungsstarke Maschinen und Anlagen von KRONES. Dies sind zum Beispiel Streckblasmaschinen, die PET-Rohlinge zu Flaschen aufblasen, Füller für Glas-, Kunststoffflaschen und Dosen, Etikettiermaschinen, Inspektionsanlagen und Flaschenreinigungsmaschinen.
Die abgefüllten Behälter werden auf Pack- und Palettieranlagen (7) von KRONES zu Gebinden zusammengestellt und nach individuellen Kundenwünschen verpackt. Das Angebot von KRONES reicht von einzelnen Palettier-Robotern bis zu kompletten Verpackungsstraßen.
Die KRONES Tochter SYSKRON bietet vollautomatische Hochregallager,(8) an, die hocheffiziente Materialflüsse gewährleisten. Jede unnötige Materialbewegung kostet Zeit und Geld.
Im Einzelfall kann aber auch ein halbautomatisches oder manuelles Lager (9) die beste Lösung sein. Auch hierfür ist SYSKRON der ideale Partner.
In der Getränkeindustrie nimmt die Produktvielfalt zu und die Bestellmengen pro Artikel schrumpfen. Darauf müssen Kommissionierung und Versand (10) ausgerichtet sein. KRONES bietet Lösungen, die exakt auf diese Anforderungen zugeschnitten sind.
Wir erstellen für jede einzelne Fabrik das passende Konzept für die Versorgung mit Wärme, Kühlung, Druckluft sowie Energie und kalkulieren die optimalen Kapazitäten (11).
Alle Entsorgungseinrichtungen (12) für zum Beispiel Müll und Abwasser legt KRONES passend aus und hilft dabei, dass alle Umweltauflagen erfüllt werden.
Strategie und Steuerungssystem
»Das Value-Programm trägt weiterhin Früchte. Um künftig weiter erfolgreich zu sein, werden wir näher am Kunden sein - in allen Bereichen.« Christoph Klenk CEO
KRONES positioniert sich als Komplettanbieter für den Markt Liquid Food. Die Nachfrage nach abgepackten Getränken wird in Zukunft weiter zunehmen. Dafür sprechen Megatrends wie der zunehmende Wohlstand in den aufstrebenden Ländern, die Abwanderung vieler Menschen vom Land in die Stadt sowie einer deutlichen Zunahme der Verpackungsformen. Deshalb wächst der Markt, auf dem sich KRONES bewegt, relativ stabil mit Wachstumsraten zwischen 4 % und 5 % jährlich. Wir wollen dem Kunden alles aus einer Hand anbieten, von der Getränkeproduktion über die Abfüllung bis hin zum Versand - und das von einfach bis höchst anspruchsvoll.
Um die Chancen in unserem Markt zu nutzen, setzen wir seit 2011 das Strategie-Programm Value mit den vier Kernthemen Innovation, Qualität, Profitabilität und Wachstum um. 2015 machten wir bei der Umsetzung der Value-Strategie erneut gute Fortschritte. So konnten wir im Jahresverlauf die Gewinnprognose erhöhen und haben im Gesamtjahr 2015 unser mittelfristiges Ergebnisziel von 7 % Gewinn vor Steuern im Verhältnis zum Umsatz erreicht. Positiv beigetragen hat hierzu der nachhaltige Turnaround von KOSME in Italien nach der Restrukturierung Ende 2014. Im Gegensatz hierzu sind wir mit der Entwicklung des zweitgrößten Segments Prozesstechnik weniger zufrieden. Wir haben Ende 2015 Maßnahmen festgelegt, um die Profitabilität des Segments langfristig zu stärken.
Trotz der Erfolge unsere Value-Strategie müssen wir weiter hart arbeiten. Neben zahlreicher Chancen gibt es genauso viele Herausforderungen zu bewältigen. Starke Schwankungen der Weltwirtschaft und teils heftige Krisen in einzelnen Ländern und Regionen werden nahezu Standard. Die Zahl der Wettbewerber in unserem attraktiven Markt wird nicht kleiner, während auf der anderen Seite unsere Kunden, die Getränkehersteller, durch Übernahmen immer größer werden. Wir erwarten daher kurzfristig keine Verbesserung bei den Absatzpreisen. Außerdem wird die fortschreitende Digitalisierung und Vernetzung der Produktion unserer Kunden den Markt und seine Geschäftsmodelle nachhaltig verändern. Dies alles zwingt uns, flexibler, schneller und regionaler zu werden. Hierbei unterstützt uns neben dem Value-Programm auch unsere neue Konzernstruktur, die nahezu vollständig greift.
7/7/20 bleibt unser Ziel
Das KRONES Team stellt sich den Herausforderungen und will die Chancen des attraktiven Marktes nutzen. Deshalb bleibt unser mittelfristiges Ziel 7/7/20 bestehen, das für
| ― | 5 bis 7 Prozent durchschnittliches Umsatzwachstum pro Jahr |
| ― | 7 Prozent Umsatzrendite vor Steuern |
| ― | 20 Prozent ROCE (Return on Capital Employed) |
steht. Bei der Umsatzrendite vor Steuern (EBT-Marge) haben wir 2015 unsere Zielgröße von 7,0 % erreicht. Beim Umsatzwachstum liegen wir mit 7,5 % über dem Zielkorridor von durchschnittlich 5 bis 7 %. Der ROCE übertraf zwar mit 17,7 % unsere Prognose für 2015. Um die angepeilten 20 % zu erreichen, liegt aber noch ein gutes Stück Arbeit vor uns.
Internationalisierung bringt Wachstum
Der Aufbau qualifizierter Mitarbeiter in den Regionen ist ein wichtiger Wachstumsfaktor für KRONES.
Kundennähe ist ein wichtiger Erfolgsfaktor für KRONES. Daher verstärkt KRONES die internationale Service-Mannschaft, um die Märkte direkter, schneller und preiswerter mit Maschinen, Anlagen und Dienstleistungen zu bedienen. Hochwertiger Service ist der Schlüssel für gutes Neumaschinen- und After-Sales-Geschäft. Um in den stark wachsenden Schwellenländern einen qualifizierten Service anbieten zu können, benötigen wir dort gut geschulte Mitarbeiter. Die Weiterbildung der Mitarbeiter vor Ort ist für uns ein wesentlicher Wachstumsfaktor. Dies erreichen wir beispielsweise durch unsere Ausbildungscenter in China und Afrika oder auch neue Trainingscenter wie in Brasilien. So bauen wir Kompetenz und Know-how im internationalen Wertschöpfungsverbund auf. Insgesamt bringt uns diese Nähe ein besseres Verständnis für Kunde, Markt, Trends und Entwicklungen und steigert die Kundenzufriedenheit.
Unsere Innovationsstrategie ist stark auf den Kundennutzen ausgerichtet. Unsere Lösungen müssen einen Wertbeitrag für die Wertschöpfungskette unserer Kunden bringen. Hierzu entwickeln wir nicht nur neue Maschinen und Anlagen, sondern unterstützen die Kunden auch mit innovativen Upgrades und Services. Zudem wollen wir die Zeitspanne von der Idee bis zur Markteinführung deutlich verkürzen.
Je schneller die Innovationen beim Kunden sind, desto besser - für beide Seiten.
Alle drei Segmente müssen Hausaufgaben erledigen
Um mittelfristig weiter profitabel zu wachsen, müssen wir in allen drei Segmenten hart am Ertrag und Umsatz arbeiten und die eingeleiteten Value-Maßnahmen weiter umsetzen.
Im Kernsegment Maschinen und Anlagen zur Produktabfüllung und -ausstattung werden wir die Kosten weiter flexibilisieren, Durchlaufzeiten verkürzen sowie die Material- und Qualitätskosten verringern. Hierzu beitragen sollen mehr modularisierte Maschinen und ein niedrigerer Komplexitätsgrad. Zudem werden wir die Service-Mannschaft in den Regionen stark ausbauen, auch um den Service-Anteil bei den eigenen Maschinen zu erhöhen.
In der Prozesstechnik werden wir mit einem Maßnahmenpaket die Ertragskraft deutlich stärken. Ziel ist es, regionenspezifische Produkte zu wettbewerbsfähigen Preisen anzubieten. Hierfür verbessern wir zum einen wichtige Abläufe wie Angebotserstellung, Auftragsbearbeitung sowie Projektmanagement. Zum anderen reduziert KRONES die Wertschöpfungstiefe deutlich und nutzt dazu seine internationale Lieferantenstruktur. Außerdem sollen internationale »Hubs« aufgebaut werden. Dadurch sind wir näher am Kunden und können schneller und kostengünstiger auf seine Wünsche reagieren. Außerdem können wir von den internationalen Hubs aus das After-Sales-Geschäft ausbauen und verstärkt auch kleinere Projekte umsetzen; also bestehende Anlagen erweitern oder aufrüsten. Das Maßnahmenpaket wird bis 2017 umgesetzt, wobei die ersten Schritte bereits Ende 2015 eingeleitet wurden. Ab 2017 wollen wir im Segment Prozesstechnik mindestens eine EBT-Marge von 4 % erzielen.
Das Komponentengeschäft, das auch im Segment Prozesstechnik angesiedelt ist, werden wir weiter ausbauen. Unsere EVOGUARD Ventile haben sich bereits am Markt etabliert. 2016 gilt es, unsere noch junge Pumpenreihe ebenfalls zügig voranzubringen.
Die Digitalisierung der Produktionsprozesse, auch Industrial Internet oder Industrie 4.0 genannt, birgt großes Potenzial. Hier muss und wird sich KRONES frühzeitig und passend positionieren. Nur wer die Material- und Datenströme in den Produktionsbetrieben kennt und beherrscht, wird zukünftig Maschinen und Anlagen verkaufen. KRONES wird hierzu Geschäftsmodelle basierend auf IT-Lösungen entwickeln, um dem Kunden Mehrwert aus der Datenerfassung und -analyse zu bieten. Deshalb werden wir unsere Software-Kompetenz weiter verstärken. Die SYSKRON Holding, in der das komplette Intralogistikgeschäft gebündelt ist, wird hierbei eine wichtige Rolle spielen.
Unser kleinstes Segment haben wir im dritten Quartal 2015 von »Maschinen und Anlagen für den unteren Leistungsbereich (KOSME)« in »Maschinen und Anlagen für die Compact Class« umbenannt. Der neue Name spiegelt wider, dass wir hier nicht mehr nur KOSME, sondern auch unseren Zukauf GERNEP ausweisen. Nach der Neuaufstellung von KOSME Italien Ende 2014 sind wir bereits 2015 in die Erfolgsspur zurückgekehrt. 2016 liegt der Fokus auf dem weiteren Ausbau der Vertriebsstrukturen. Wir sind zuversichtlich, dass das Segment Compact Class mittelfristig um rund 5 % wächst, bei einer EBT-Marge von 5 %.
Äußerst solide Finanz- und Kapitalstruktur gibt Flexibilität
Nach dem erfolgreichen Geschäftsjahr 2015 ist KRONES finanziell weiterhin bestens aufgestellt. Finanzmittel von mehr als 360 Mio. € stehen keine Bankschulden gegenüber. Das gibt uns große Flexibilität, um Investitionsentscheidungen schnell treffen zu können. Wir werden uns aber nicht dazu verleiten lassen, das Geld überhastet und undiszipliniert auszugeben. Vielmehr muss bei uns jede Investition eine vorgegebene Rendite auf das eingesetzte Kapital erwirtschaften.
Neben internen Investitionen werden wir einen Teil der Finanzmittel für Akquisitionen verwenden. Wir beobachten den Markt laufend. Ergänzungen in den Bereichen Prozesstechnik, Intralogistik und Informationstechnologie sind weiterhin interessant für KRONES. In den anderen Geschäftsfeldern können Übernahmen ebenfalls sinnvoll sein. Bei Zukäufen legen wir harte Qualitätskriterien an und werden keine unnötigen Risiken eingehen. Daher müssen neben der strategischen Logik auch der Preis und der Integrationsaufwand passen. 25 % bis 30 % des erzielten Gewinns wird KRONES weiterhin seinen Anteilseignern als Dividende ausschütten.
Mitarbeiter bleiben das Herzstück von KRONES
KRONES positioniert sich im In- und Ausland als attraktive Arbeitgebermarke.
Der Erfolg von KRONES ist eine Teamleistung. Daher werden wir auch künftig weiter in unsere Mitarbeiter investieren und sie qualifizieren und motivieren, so dass sie unser Unternehmen weiter voranbringen. Es gibt aber mittlerweile einen harten Wettbewerb um die besten Mitarbeiter. Deshalb positioniert sich KRONES im In- und Ausland als hochattraktiver Arbeitgeber, um Mitarbeiter zu gewinnen und zu binden. Unser Ziel ist es, die richtigen Mitarbeiter in schlanken Strukturen am richtigen Ort zu haben. Wir sind zuversichtlich, dass die KRONES Belegschaft trotz der zunehmenden Internationalisierung weiter zusammenwachsen wird. Am Ende ist immer das Team entscheidend.
Christoph Klenk
CEO
Das Steuerungssystem von KRONES
Das Management von KRONES steuert den Konzern und die drei Segmente vorrangig anhand folgender finanzieller Leistungsindikatoren:
| ― | Umsatzwachstum |
| ― | Ergebnis vor Steuern (EBT) |
| ― | EBT-Marge (Ergebnis vor Steuern im Verhältnis zum Umsatz) |
| ― | ROCE (Return on Capital Employed) |
Um unsere Marktposition zu festigen und Größenvorteile zu nutzen, streben wir grundsätzlich ein Umsatzwachstum über dem Marktdurchschnitt an.
Das Ergebnis vor Steuern (EBT) ist eine wichtige Ertragskennziffer. Aus dem EBT muss der Konzern die Steuern und Dividenden zahlen sowie die Investitionen tätigen.
Die Profitabilität, gemessen an der EBT-Marge, ist eine der zentralen Ziel- und Messgrößen. Sie gibt an, wie hoch die Ertragskraft des Unternehmens bezogen auf den Umsatz ist. Für den Konzern ermitteln wir die Zielmarge als gewichteten Durchschnitt der drei Segmente.
Eine weitere wichtige Steuerungsgröße ist der ROCE (Return on Capital Employed).
Er gibt an, wie hoch die Rendite auf das eingesetzte Kapital ist und berechnet sich aus dem EBIT (Ergebnis vor Zinsen und Steuern) im Verhältnis zum durchschnittlichen betriebsnotwendigen Kapital (Capital Employed).
Zusätzlich zu den Steuerungsgrößen orientieren wir uns darüber hinaus an der Entwicklung des Working Capital (Vorräte und Forderungen aus Lieferungen und Leistungen abzüglich Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und Anzahlungen) sowie dem Free Cashflow (Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit abzüglich Cashflow aus der Investitionstätigkeit).
2015 haben wir die wichtigen Parameter Kundenzufriedenheit und Qualität kategorisiert. Ab 2016 werden wir sie als nichtfinanzielle Messgrößen im Konzern verankern.
TEAMGEIST
Obwohl KRONES mittlerweile ein großer Konzern mit mehr als 13.000 Mitarbeitern ist, herrscht bei uns noch immer die Arbeitsatmosphäre eines Familienunternehmens. Der Zusammenhalt innerhalb der Belegschaft ist sehr ausgeprägt. Alle ziehen an einem Strang. Jeder einzelne Mitarbeiter bereichert unser Team und verdient Wertschätzung. Unsere Belegschaft zahlt uns das tagtäglich mit motivierter Leistung zurück. Das zeichnet KRONES seit jeher aus. Das Team ist für den Erfolg entscheidend.
SERVICETEAM
Unsere Kunden wollen, dass ihre Produktionsanlagen fehlerfrei laufen. Um die Stillstandszeiten so gering wie möglich zu halten, ist ein perfekter Service nötig. KRONES beschäftigt weltweit 3.000 hoch qualifizierte Servicemitarbeiter. Wir haben rund um den Globus Servicecenter und Niederlassungen. Die passenden Mitarbeiter und Ersatzteile sind so immer nah am Kunden.
INTERNATIONALES TEAM
Bei KRONES arbeiten mehr als 13.000 Menschen aus 54 Nationen an 36 internationalen Standorten/Niederlassungen. Unsere Mitarbeiter sprechen nicht alle die gleiche Sprache, haben aber alle das gleiche Ziel: Den Kunden immer die besten Produkte und Dienstleistungen zu bieten und zum Erfolg von KRONES beizutragen.
VERTRIEBSTEAM
Um die Kunden bestens betreuen zu können, nutzt unser Vertriebsteam nicht nur modernste Kommunikations- und IT-Lösungen, sondern tauscht Erfahrungen und Wissen untereinander aus. KRONES Vertriebsmitarbeiter hören den Kunden genau zu, gehen auf individuelle Bedürfnisse ein und raten Kunden zu den Produkten und Dienstleistungen, die ihnen einen nachhaltigen Mehrwert bringen. Das gilt vom kleinsten Ersatzteil bis zur kompletten Fabrik.
ENTWICKLUNGSTEAM
Die Wurzeln von KRONES wurden von Tüftlern gelegt, die Produkte mit immer besserer Performance auf den Markt brachten. Diese Besessenheit ist tief in der »DNA« des Unternehmens verankert.
Auch heute entwickeln unsere Ingenieure ständig Maschinen und Anlagen, die neue Branchenstandards setzen und die Kunden zufriedenstellen. Der Einzelne kann dabei wenig bewegen. Nur eine gut zusammengestellte Mannschaft mit herausragenden Spezialisten, klaren Denkern und kühlen Kostenrechnern führt zum Erfolg.
FÜHRUNGSTEAM
Verantwortung und Kompetenzen müssen auf mehrere Schultern verteilt werden. Und auch für den Erfolg steht nicht der Vorstand allein, sondern er ist das Ergebnis einer guten und vertrauensvollen Teamarbeit. Fachliche hohe Kompetenzen und ausgeprägter Zusammenhalt zeichnen das KRONES Führungsteam aus.
FINANZTEAM
Solide Finanzen sind ein wesentlicher Baustein für nachhaltigen Erfolg. Nur wer über ausreichend Eigenkapital verfügt und unabhängig von Krediten ist, hat genügend Spielraum für unternehmerisches Handeln. Unser Finanzteam geht traditionell konservativ mit Geld um und meidet große Risiken. Basis hierfür sind unser Risikomanagementsystem und unsere Controllinginstrumente, mit denen wir das Unternehmen steuern. Das gute Zusammenspiel zahlt sich aus: KRONES verfügt über eine exzellente Finanz- und Kapitalkraft.
PRODUKTIONSTEAM
Die Produkte von KRONES haben in der Branche einen hervorragenden Ruf. Unsere Kunden können sich darauf verlassen, dass wir Top-Qualität liefern. Dies gilt nicht nur für die Maschinen und Anlagen »Made in Germany«, sondern auch für die lokalen Produkte von KRONES. Wesentlicher Garant für Qualität sind unsere gut ausgebildeten und hoch motivierten Produktionsmitarbeiter - vom Einkauf bis zur Produktabnahme. Sie sind nicht nur mit Verstand, sondern auch mit Herz bei der Sache, egal wo auf der Welt.
Forschung und Entwicklung (F&E)
| ― | Innovation ist eine wichtige Säule des Strategieprogramms Value |
| ― | Digitalisierung und Nachhaltigkeit im Fokus |
| ― | Innovationen bieten Kunden immer Mehrwert |
Unsere Innovationskraft und die Fähigkeit, globale Zukunftstrends zu erkennen und zu nutzen, sind Basis für nachhaltiges und profitables Wachstum. Deshalb ist Innovation auch eine der vier Säulen der KRONES Value-Strategie. Unsere Maschinen und Anlagen müssen immer schneller, flexibler und mit mehr Funktionen ausgestattet sein. Nur so können wir unsere Position als Technologieführer stärken.
Kundennutzen im Fokus
Mit unseren Forschungs- und Entwicklungsarbeiten verfolgen wir grundsätzlich das Ziel, den Kundennutzen zu verbessern. Alle Neuentwicklungen müssen hohe Ansprüche erfüllen:
| ― | Senkung der Gesamtbetriebskosten beim Kunden |
| ― | hohe Verfügbarkeit |
| ― | schnelle Umrüst- und Anlaufzeiten |
| ― | leichte Bedienbarkeit |
| ― | höchste Produktionssicherheit |
Unsere Kunden erwarten zudem flexible und modular erweiterbare Anlagen, um schnell auf die sich verändernden Gewohnheiten der Endverbraucher reagieren zu können.
Rund 2.100 Mitarbeiter entwickeln kontinuierlich neue Maschinen, Anlagen und Dienstleistungen, die sich strikt an den Anforderungen der Kunden und des Marktes orientieren. Wir sind ständig in Kontakt mit den Kunden, um genau zu wissen, wie wir ihnen am besten weiterhelfen können. Durch die Nähe zum Kunden erhöhen wir außerdem die Geschwindigkeit, mit der wir Produktinnovationen vermarkten können.
KRONES investiert seit Jahren rund 5 Prozent des Konzernumsatzes in Forschung und Entwicklung. Im Geschäftsjahr 2015 wendeten wir hierfür - inklusive der aktivierten Entwicklungskosten - 164 Mio. € (Vorjahr: 149 Mio. €) auf.
Know-how ist ein wesentlicher Erfolgsfaktor für KRONES. Daher schützen wir unsere Innovationen durch Patente. Zum 31. Dezember 2015 hielten wir 4.450 Patente und Gebrauchsmuster. Das entspricht einem Anstieg von knapp 20 % gegenüber dem Vorjahr. Damit nimmt KRONES im deutschen Maschinenbau eine Spitzenposition ein.
Erteilte Patente und Gebrauchsmuster KRONES Konzern

Regionalisierung, Digitalisierung und Nachhaltigkeit bleiben wichtige Themen
Um den Anforderungen der Kunden aus den Schwellen- und Entwicklungsländern Rechnung zu tragen, liegt ein weiterer Entwicklungsschwerpunkt darin, unsere erfolgreichen Modellreihen um regional angepasste Einstiegsvarianten zu erweitern. Um von der zunehmenden Digitalisierung der Produktionsprozesse (Industrial Internet) zu profitieren, arbeiten wir verstärkt an neuen IT-basierten Geschäftsmodellen. Ziel ist, mit vernetzten Informationen dem Kunden Mehrwert zu bieten. Alle Neuentwicklungen müssen außerdem die strengen Kriterien unseres Nachhaltigkeitsprogramms enviro erfüllen. Durch geringere Energie- und Medienverbräuche sparen unsere Kunden wertvolle Ressourcen und damit auch Kosten beim Betrieb ihrer Anlagen und leisten einen wertvollen ökologischen Beitrag.
Direktdruckmaschine DecoType besteht Praxistest
Nach intensiver Testphase hat ein führender Hersteller von Aromen und Konzentraten die erste von KRONES installierte Maschine zur digitalen Direktbedruckung von Flaschen abgenommen. Unser Kunde bedruckt mit der »DecoType C« Flaschen aus Glas und PET mit individuell gestalteten Bildern und Texten, die das Marketing direkt an die Digitaldruckmaschine sendet. Mit der DecoType kann der Kunde aus jeder Flasche einen einzigartigen, individuell gestalteten Behälter machen.
Ausgewählte Innovationen
Craftmate
Einen kostengünstigen Dosenfüller für den kleinen Leistungsbereich haben wir mit dem Craftmate entwickelt. Er ist speziell auf die Bedürfnisse und Ansprüche von kleineren Brauereien zugeschnitten und eignet sich daher auch bestens für den boomenden Craft-Brewer-Markt. Die Leistung beträgt je nach Behältergröße und Getränk 6.000 bis 18.000 Dosen je Stunde. Der Craftmate verfügt über 24 Füllventile und ist in einigen Punkten bewusst einfacher gestaltet als die Hochleistungs-Dosenfüller von KRONES. Der Craftmate ist sehr flexibel. Auf der Maschine lassen sich nicht nur verschiedene Dosengrößen und -formate abfüllen, sondern neben Bier auch karbonisierte Getränke. In Sachen Zuverlässigkeit, Bedienfreundlichkeit und Abfüllqualität steht der Craftmate den leistungsstärkeren Dosenfüllern von KRONES in nichts nach.
DosaFlex
DosaFlex revolutioniert die keimfreie Dosierung. Mit der Innovation aus dem Segment Prozesstechnik lassen sich feste Bestandteile von Getränken wie Fruchtstücke, Fasern oder Cerealien schonend, präzise und kostengünstig in das flüssige Hauptprodukt dosieren. Bislang wurden die empfindlichen Partikel gemeinsam mit dem flüssigen Getränk zur Entkeimung durch den Kurzzeiterhitzer geschickt. DosaFlex führt die unter aseptischen Bedingungen hergestellten festen Bestandteile dem flüssigen Produkt erst kurz vor dem Füllen zu und erspart den Partikeln damit den Hitze-Stress. Das verringert die Schädigungsrate der Partikel und steigert die Produktqualität. Aufgrund der hohen Dosiergenauigkeit senkt das System zudem die Kosten. Bislang war es üblich, die teuren Feststoffe zu überdosieren, um die erforderliche Konzentration im abgefüllten Produkt zu gewährleisten. Das ist mit dem DosaFlex nicht mehr nötig.
Contiform 3 Pro
Weiter verbessert hat KRONES die Streckblasmaschine Contiform, die PET-Rohlinge zu Kunststoffbehältern (PET-Flaschen) aufbläst. Als äußeres Zeichen hierfür ändert sich der Name der Maschine von Contiform 3 zu Contiform 3 Pro. »Pro« steht für Progress, also Fortschritt. Dieser spiegelt sich zum Beispiel in den um bis zu 8 % niedrigeren Energiekosten wider. Auf der Contiform 3 Pro lassen sich die Bodenreflektoren im Heizmodul auf die Länge der Preforms einstellen. Dies verringert den Strahlungsraum und damit den Energiebedarf. Der automatische Blasprozessassistent der Maschine sorgt dafür, dass im Blasmodul nur so viel Druckluft verbraucht wird, wie unbedingt nötig. Dadurch kann bis zu 30 % der Blasluft eingespart werden. Die Leistung der Maschine hat auf bis zu 2.300 Behälter je Stunde und Blasstation zugelegt. Schnellere Wechsel der Blasformen, einfachere Bedienung sowie leichtere Reinigung sind weitere Vorteile, die die Contiform 3 Pro unseren Kunden bietet.
One2Brew
One2Brew ist eine schlüsselfertige Kompaktbrauerei, mit der Kunden bereits elf Monate nach der Investitionsentscheidung den ersten Sud ansetzen können. Normalerweise dauern vergleichbare Projekte 18 Monate. Die einzelnen Bereiche der Brau-anlage sind in funktionelle Einheiten unterteilt. Sie werden vorgefertigt angeliefert und vor Ort im Plug-and-play-Verfahren zur Gesamtanlage zusammengefügt. Alle Anlagen und Komponenten sind standardisiert und das Brauerei-Layout vereinheitlicht. Dies reduziert die kosten- und zeitintensiven Faktoren Engineering, Fertigung und Montage beträchtlich. Darüber hinaus benötigt die kompakte Brauerei mit einer Kapazität von 300.000 Hektoliter/Jahr nur wenig Fläche. Der besondere Clou: Durch das Plug-and-play-Prinzip lässt sich die komplette Brauerei problemlos abbauen, verladen und an einem neuen Produktionsort wieder aufbauen.
LavaClassic Plus
Die Flaschenreinigungs-Maschine LavaClassic Plus entfernt bei stärker verunreinigten Flaschen, wie sie häufig in den Emerging Markets zurückgegeben werden, größere Schmutzmengen frühzeitig aus dem Reinigungsprozess. Gegenüber der »normalen« LavaClassic besitzt die Plus-Variante eine leistungsstarke Vorbehandlungszone für jede Schmutzart. Leichter Schmutz wird über ein Band, schwerer Schmutz, der zu Boden sinkt, über eine Schmutzschleuse ausgetragen. Sand wird über ein separates Modul von der Flüssigkeit getrennt und entfernt. Die Vorteile für den Kunden: Der Hauptteil der Reinigungsmaschine wird geschont und der manuelle Reinigungsaufwand entsprechend verringert.
LinaFlex Pro
Um unsere LinaFlex-Tunnelpasteure vollautomatisch bei laufendem Betrieb zu reinigen, haben wir den LinaFlex Pro mit clear System (Cleaning, Long-life, Efficient, Automated, Regenerative) entwickelt. Das System erspart Kunden nicht nur Stillstandszeiten, sondern auch Ressourcen und Energie. Es werden keine Biozide eingesetzt und der Wasserverbrauch sinkt durch ständige Wiederverwendung. Auch das bisher übliche energieintensive Auskochen der Maschine mit manueller Reinigung fällt weg. Da das System bei der Innenreinigung Partikel und Scherben aus dem Wasser entfernt, halten alle Verschleißteile länger. Der LinaFlex Pro mit CLEAR System senkt die laufenden Betriebskosten bei höchster Qualität der Pasteurisation.
Lifecycle Service (LCS)
| ― | 10 Jahre KRONES LCS |
| ― | Neues Servicekonzept »Partner for Performance« |
| ― | Digitalisierung als Innovationstreiber |
Vor zehn Jahren fasste KRONES seine gesamten After-Sales-Aktivitäten im Bereich LCS (Lifecycle Service) zusammen. LCS steht seither für innovative Lösungen, die den Kundennutzen im Fokus haben. Um die Kunden auch künftig mit Top-Leistungen zu unterstützen, entwickelte KRONES das Servicekonzept »Partner for Performance«, das wir im November 2015 auf der Messe »BrauBeviale« erstmals vorstellten.
»Partner for Performance« steht für den Anspruch von KRONES, jedem Kunden bei der Umsetzung seiner Ziele zu unterstützen. Mit Profitable Performance, Tailor-made Performance, Efficient Performance, Cost-saving Performance und Secure Performance gehen wir auf die unterschiedlichen Bedürfnisse unserer Kunden ein. Mit einem breit gefächerten LCS Produktportfolio stellen wir sicher, dass die Maschinen und Anlagen von KRONES hohe Leistung bringen.

Digitalisierung als Innovationstreiber im Lifecycle Service
Mit Anlagen, die sparsam mit Ressourcen umgehen und geringe Stillstandszeiten haben, also hoch verfügbar sind, können sich unsere Kunden einen Vorsprung gegenüber dem Wettbewerb erarbeiten. Die bisher angewandten Methoden und Werkzeuge reichen künftig aber nicht mehr, um die steigenden Anforderungen an die Verfügbarkeit von Anlagen zu erfüllen. Die industrielle Digitalisierung eröffnet KRONES ganz neue Chancen und Strategien, um die Kunden noch besser zu unterstützen. »Industrie 4.0«, »Industrial Internet«, »Connectivity«, »Internet of Things« - die industrielle Digitalisierung hat viele Namen.
KRONES beschäftigt sich schon lange mit der intelligenten Verknüpfung von Daten und dem sich daraus ergebenden Nutzen für unsere Kunden. Bereits heute gibt es in unserem LCS Portfolio viele Produkte und Tools, die auf einem hohen Integrationsgrad von Daten beruhen und mit denen sich erhebliche Vorteile im täglichen Betrieb der KRONES Maschinen und Anlagen erzielen lassen. LCS entwickelt die bestehenden Produkte weiter und generiert darüber hinaus völlig neue Lösungen für unsere Kunden.

LCS Lösungen heute und morgen - wie KRONES LCS Angebote weiterentwickelt
e-Shop → Individualisierte Informationsplattform
Mit dem KRONES e-Shop bieten wir unseren Kunden eine moderne Einkaufsplattform.
KRONES stellt seinen Kunden bereits heute einen umfangreichen e-Shop zur Verfügung. Er bietet alles, was zu einer modernen Einkaufsplattform gehört. Dies beinhaltet neben den heute üblichen Zahlungsarten und einer personalisierten Suche auch den Rückblick auf Angebote oder Bestellungen. Darüber hinaus bietet die Plattform weitere Funktionen wie die Suche nach Ersatzteilen, basierend auf dem konkreten Maschinenbestand des Kunden, ein internationales Gebrauchtmaschinenportal und ein breit gefächertes Sortiment an Teilen, die für den täglichen Betrieb unserer Maschinen und Anlagen wichtig sind. Abgerundet wird das Angebot mit einer Auswahl an gebrauchten Teilen, die - da sie sofort verfügbar sind - schon manches kurzfristiges Problem bei Kunden gelöst haben. Alle Funktionen stellt KRONES den Kunden in länderspezifischen e-Shops zur Verfügung.
Im Zuge der zunehmenden Digitalisierung wird der e-Shop von heute in Zukunft zu einer individualisierten Informationsplattform ausgebaut. Der Kunde muss sich nicht mehr aktiv im Shop bewegen, sondern er bekommt automatisch die passenden Produkte angezeigt, die für ihn attraktiv sind. So planen wir zum Beispiel eine individuelle Informationsplattform für Teile und Upgrades. Künftig soll ein Großteil der KRONES Töchter an den e-shop angebunden werden.
Inspektionstool (OSAT) → Mobiles Maintenance device
Mobile Anwendungen im Service beschleunigen die Prozesse der Kunden.
Die Instandhaltungsstrategie hat wesentlichen Einfluss auf die Betriebskosten einer KRONES Anlage. Dabei stellt die zustandsorientierte Instandhaltung den besten Kompromiss zwischen technischer Verfügbarkeit und finanziellem Aufwand dar. Basis einer qualitativ hochwertigen Überholung ist eine professionelle Inspektion. Hierfür hat KRONES mit OSAT (On Site Assessment Tool) ein Werkzeug entwickelt, das eine technisch hochwertige Inspektion und in Folge eine erfolgreiche Überholung inklusive der Dokumentation der Tätigkeiten ermöglicht. Als Ergebnis erhält der Kunde einen Inspektionsbericht und einen Überholungsbericht, in dem einerseits der Zustand der Maschine dokumentiert ist und andererseits konkrete Überholungsmaßnahmen aufgeführt werden.
Dieses Tool bauen wir zu einer mobilen Anwendung aus. Dann können die Ergebnisse von Inspektion und Überholung vor Ort online ins KRONES System übermittelt und dort direkt weiterverarbeitet werden. Das beschleunigt die Prozesse für den Kunden enorm. Zudem wird durch die Bearbeitung der Daten in nur einem System die Qualität von Inspektion und Überholung erhöht und somit die Performance unserer Kunden verbessert.
Preventive Maintenance → Predictive Maintenance
KRONES optimiert die Ersatzteillager der Kunden, um Ausfallzeiten zu verringern. Künftig trägt auch Predictive Maintenance, also die »vorausschauende« Instandhaltung, zu höheren Wirkungsgraden der Anlagen bei.
Eine gut geplante Überholung ist die Grundlage für einen nachhaltig hohen Wirkungsgrad einer Anlage. KRONES unterstützt seine Kunden mit entsprechenden Werkzeugen für eine perfekte Instandhaltungsplanung. Neben einem Software-Tool zur Planung der Instandhaltung liefert KRONES die entsprechenden maschinenspezifischen Daten, mit deren Hilfe unsere Kunden den Austausch der exakt richtigen Teile zum exakt richtigen Zeitpunkt planen können. Damit wird die Leistungsfähigkeit der Anlage gesichert.
Getrieben von der zunehmenden Digitalisierung werden wir in Zukunft den nächsten Schritt gehen. Durch die permanente Erfassung der Maschinendaten vor Ort und die Auswertung durch Algorithmen sind wir künftig in der Lage, viele Störungen zu erkennen und zu beheben, bevor diese zu einem ungeplanten Maschinenstillstand führen. Diese sogenannte Predictive Maintenance reduziert mit anderen LCS Produkten wie Training oder Lagerhaltungspaketen die Ausfallzeiten zwischen den Überholungen erheblich. Dies steigert die Performance der Anlagen unserer Kunden.
Upgrades → automatisierte Upgrade-Empfehlungen
Die Digitalisierung des Servicegeschäfts nimmt rasant zu. Das ändert aber nichts daran, dass unsere motivierten Mitarbeiter ein entscheidender Erfolgsfaktor bleiben.
KRONES liefert seinen Kunden Neumaschinen auf höchstem technischen Niveau.
Im Laufe des Betriebs der Anlagen geht aber der technische Fortschritt voran und neue Lösungen werden entwickelt. Viele dieser Innovationen lassen sich in bestehende Anlagen als sogenannte Upgrades einbauen. KRONES bietet seinen Kunden schon heute umfangreiche Upgrades an.
Durch die steigende Datenvernetzung wird KRONES künftig in der Lage sein, seine Kunden noch aktiver und zielorientierter über mögliche Upgrades zu informieren. So können wir dann zum Beispiel technische Neuerungen im Rahmen von Überholungen automatisch anbieten. Damit sparen sich Kunden den Aufwand einer separaten Installation und sind unmittelbar nach einer Überholung wieder auf dem technisch aktuellsten Stand. Zudem werden wir künftig die Kunden über den e-Shop über die für sie passenden Upgrades informieren. Unser Ziel ist dabei - wie immer -die Performance der Anlagen unserer Kunden zu steigern.
Wirtschaftsbericht
Wirtschaftliches Umfeld
| ― | Globale Wirtschaft wächst 2015 um 3,1 % |
| ― | Starker Konsum belebt Konjunktur in Deutschland |
| ― | Weltweite Nachfrage nach Verpackungsmaschinen steigt |
Wachstum der Weltwirtschaft verliert an Fahrt
Mit 3,1 % ist die Weltwirtschaft 2015 insgesamt schwächer gewachsen als erwartet.
Laut Zahlen des Internationalen Währungsfonds (IWF) vom Januar 2016 ist die weltweite Wirtschaft 2015 im Vergleich zum Vorjahr um 3,1 % gewachsen. Damit schwächte sich das Expansionstempo ab, denn 2014 lag die Steigerungsrate noch bei 3,4 %. Dies liegt hauptsächlich daran, dass sich das Wachstum in den Schwellen- und Entwicklungsländern 2015 deutlich verlangsamte. Grund hierfür waren die niedrigen Rohstoffpreise sowie die nachlassende Dynamik in China. Dort verringerte sich das Wirtschaftswachstum 2015 von 7,3 % im Vorjahr auf 6,9 %.
Insgesamt legte das Bruttoinlandsprodukt (BIP) in den Schwellen- und Entwicklungsländern 2015 um 4,0 % (2014: plus 4,6 %) zu. Anders als in China blieb dabei das Wachstumstempo der indischen Wirtschaft mit einem BIP-Zuwachs von 7,3 % im Vergleich zum Vorjahr unverändert hoch. Relativ stabil entwickelten sich die Volkswirtschaften der Region Mittlerer Osten/Nordafrika (BIP 2015: plus 2,5 %). Eingebrochen ist hingegen 2015 das BIP in Russland (minus 3,7 %) und Brasilien (minus 3,8 %).
In den Industrieländern wuchs die Wirtschaft 2015 um insgesamt 1,9 % (Vorjahr: plus 1,8 %). Unterstützt wurde die positive Entwicklung von anhaltend niedrigen Zinsen. Mit einem Plus von 2,5 % verbesserte sich das BIP in den USA überproportional. In Japan reichte es nur zu einem vergleichsweise bescheidenen Wachstum von 0,6 %. Deutlich zugelegt hat das Wachstumstempo in der Euro-Zone. Das BIP des gemeinsamen Währungsraums stieg 2015 um 1,5 % (Vorjahr: plus 0,9 %).
Wirtschaftswachstum in Deutschland beschleunigt sich leicht
Die Wirtschaft in Deutschland ist 2015 nach vorläufigen Zahlen des Statistischen Bundesamtes stärker gewachsen als in der Euro-Zone. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) erhöhte sich demnach im Vergleich zum Vorjahr um 1,7 %. 2014 war das BIP in Deutschland um 1,6 % gewachsen. Angeschoben wurde die deutsche Wirtschaft 2015 von den staatlichen und privaten Ausgaben. Der private Konsum profitierte von der hohen Beschäftigungsquote, steigenden Löhnen und den niedrigen Zinsen.
Wachstumsrate des Bruttoinlandsprodukts (BIP) in Prozent

Quelle: IWF, Destatis
Deutsche Maschinenbauproduktion stagniert insgesamt
Die deutsche Maschinenbaubranche hatte 2015 mit zunehmend schwierigen Bedingungen zu kämpfen. Neben der Russland-Krise litten viele deutsche Maschinen- und Anlagenbauer auch unter der nachlassenden Wachstumsdynamik in China. Nach vorläufigen Zahlen geht der Verband deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) davon aus, dass der Produktionswert der heimischen Maschinenbauer 2015 mit 199 Mrd. € im Vergleich zum Vorjahr insgesamt stagnierte. Das ursprüngliche Wachstumsziel für 2015 von plus 2 % verfehlte die Branche damit.
Besser als die gesamte Branche entwickelte sich der für KRONES relevante Teilbereich Nahrungsmittel- und Verpackungsmaschinen. Dieses Segment ist grundsätzlich weniger stark von politischen und wirtschaftlichen Krisen betroffen als der gesamte Maschinenbau. Laut Schätzung des VDMA dürfte der Umsatz mit Nahrungsmittel- und Verpackungsmaschinen 2015 im Vergleich zum Vorjahr um rund 5 % gestiegen sein.
Der Weltmarkt für Verpackungsmaschinen wächst
Der weltweite Verpackungsmaschinenmarkt hatte 2014 laut VDMA (Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau) ein Volumen von 31,3 Mrd. € (2013: 30,3 Mrd. €). Zahlen für 2015 lagen zum Zeitpunkt der Erstellung des Geschäftsberichts noch nicht vor, doch laut Prognosen des VDMA dürfte die weltweite Nachfrage für Verpackungsmaschinen weiter gewachsen sein. Gemessen an den abgepackten Produkten ist die Nahrungsmittelbranche mit einem Anteil von 40 % der größte Einzelmarkt für Verpackungsmaschinen. 20 % des gesamten Umsatzes mit Verpackungsmaschinen entfallen auf die Getränkeindustrie, mit der KRONES 2015 rund 89,1 % des Konzernumsatzes erwirtschaftete.
Weltmarkt der Verpackungsmaschinenindustrie nach abgepackten Produkten

Quelle: VDMA, Schätzung für 2014
Megatrends sorgen für stabiles Marktwachstum
Der Markt für Verpackungsmaschinen ist attraktiv. Unterstützt von Megatrends wächst die Nachfrage stabil.
KRONES ist in einem langfristig stabil wachsenden Markt tätig. Die durchschnittliche jährliche Wachstumsrate ist höher als das durchschnittliche Wachstum der Weltwirtschaft. Mehrere Megatrends führen dazu, dass die Nachfrage nach Verpackungsmaschinen für Getränke und Nahrungsmittel überproportional steigt.
Zum einen wird in den kommenden Jahren und Jahrzehnten die Weltbevölkerung insgesamt größer. Vor allem in Afrika und Asien wächst die Bevölkerung stark.
All diese Menschen müssen essen und trinken. Zum anderen entkommen in den Schwellen- und Entwicklungsländern immer mehr Menschen der Armut. Nach Prognosen der Vereinten Nationen wird sich allein in der Region Asien/Pazifik die Mittelschicht bis 2020 im Vergleich zu 2009 um rund 1,2 Mrd. Menschen erhöhen. Weltweit dürfte die Mittelschicht in diesem Zeitraum um 1,4 Mrd. Menschen wachsen. Mit dem steigenden Einkommen dieser Bevölkerungsschicht nimmt auch deren Konsum zu.
Die Mittelschicht wächst (Angabe in Millionen Menschen)
In den kommenden Jahren steigen besonders in Asien viele Menschen in die Mittelschicht auf.

* Der Begriff »Mittelschicht« beinhaltet Menschen, die zwischen 10 und 100 US-Dollar pro Tag verdienen oder ausgeben (bezogen auf die Kaufkraft von 2005)
Quelle: Brooking Institution 2012
Auch die zunehmende Urbanisierung, also der Zuzug der ländlichen Bevölkerung in die Städte, fördert die Nachfrage nach abgepackten Getränken und Lebensmitteln. Grund hierfür ist, dass Menschen, die in Städten leben, in der Regel mehr abgepackte Produkte konsumieren als die Landbevölkerung. Während in Europa sowie in Nord- und Lateinamerika bereits heute viele Menschen in Städten wohnen, schreitet die Urbanisierung in Afrika und Asien mit großen Schritten voran.
ErgoBloc L - von der Idee zu 100 Erfolgen
PET-Behälter auf einer Maschine produzieren, etikettieren und füllen. Mit dem ErgoBloc L verblüffte KRONES die internationale Getränkeindustrie auf der drinktec 2009. Damals konnte man sich noch nicht sicher sein, ob die Idee vom Markt angenommen wird. Heute steht fest: Die Blockung von Blasmaschine, Etikettierer und Füller, also der komplette Nassteil in einer Maschine, ist eine Erfolgsgeschichte. KRONES hat 2015 den 100. ErgoBloc L verkauft. Die Maschine ist flexibel und aufgrund kurzer Umrüstzeiten und niedriger Medienver-bräuche sehr wirtschaftlich. Sie produziert und befüllt - je nach Flaschengröße und Getränk - zwischen 27.000 und 82.000 Behälter je Stunde. Nicht zu unterschätzen ist, dass der ErgoBloc L rund 30 Prozent weniger Platz benötigt als vergleichbare Anlagen. KRONES ruht sich auf dem Erfolg des ErgoBloc L nicht aus, sondern verbessert die Maschine ständig weiter. Im Fokus stehen dabei nachhaltige Ressourceneinsparungen für den Kunden.
Ein Prosit der Einfachheit
Ein pfiffiges Verpackungskonzept hat KRONES mit BEVkeg, einer Komplettlösung für die Anwendung von PET-Einwegfässern, entwickelt. Der Clou: Die Fässer brauchen kein Druckgas und dank der Einweg-Getränkeleitung sind Hygieneprobleme beim Ausschank kein Thema. Das einfache System ist das Ergebnis der Zusammenarbeit zwischen KRONES und dem Schankanlagenspezialisten Micro Matic.
BEVkeg garantiert eine hohe Getränkequalität, von der Behälterherstellung bis ins Glas. Es schützt das Getränk vor Temperaturschwankungen und CO2 -Verlusten. Die Gäste erhalten immer ein kühles, frisches und perfekt gezapftes Bier. Das freut den Biertrinker und begeistert die Fachwelt. Das Deutsche Verpackungsinstitut zeichnete BEVkeg mit dem Deutschen Verpackungspreis 2015 aus.
Anteil der städtischen Bevölkerung an der Gesamtbevölkerung 2014 und 2050

Quelle: Vereinte Nationen, 2014
Globale Verteilung der Nachfrage nach Verpackungsmaschinen
In den vergangenen Jahren ist die Nachfrage nach Verpackungsmaschinen in den Schwellen- und Entwicklungsländern stark gewachsen. Der regional größte Einzelmarkt ist Europa.
Weltmarkt Verpackungsmaschinen 2014 nach Regionen

Quelle: Nationale Statistiken, Schätzung VDMA, November 2015
Weltbevölkerung stillt ihren Durst zunehmend mit abgefüllten Getränken
Die weltweite Nachfrage nach abgefüllten Getränken wächst seit Jahren stetig. 2015 konsumierten die Menschen gemäß vorläufiger Zahlen der Marktforscher von Euromonitor weltweit 1.105 Mrd. Liter abgepackte Getränke. Im Vergleich zum Vorjahr legte die Nachfrage um 2,8 % zu. Der stabile Wachstumstrend dürfte sich künftig fortsetzen. Euromonitor rechnet damit, dass der globale Konsum von abgefüllten Getränken von 2015 bis 2018 mit jährlichen Steigerungsraten von durchschnittlich 3,3 % auf 1.219,2 Mrd. Liter zulegt.
Weltweiter Konsum verpackter Getränke 2015 (in Mrd. Litern)

Durchschnittliches jährliches Wachstum des Konsums der Getränkearten von 2015 bis 2018

2015: 1.105,0 Mrd. Liter
* Bier, Wein, Spirituosen
** Energie- und Sportdrinks, Fertigtee und -kaffee
Quelle: Euromonitor, eigene Schätzungen
Am stärksten wächst die Nachfrage nach abgefülltem Wasser, dem mit einem Anteil von 28,9 % größten Segment des globalen Getränkemarkts 2015. Fast 320 Mrd. Liter abgepacktes Wasser tranken die Konsumenten 2015 rund um den Erdball. Damit legte der Konsum im Vergleich zum Vorjahr um rund 5 % zu. Auch in den kommenden Jahren sollte die Wasser-Nachfrage überproportional zum gesamten Getränkemarkt wachsen. Euromonitor rechnet von 2015 bis 2018 mit einem durchschnittlichen Nachfrageplus von 5,9 % im Jahr. Getrieben wird das starke Wachstum hauptsächlich vom zunehmenden Bedarf an sauberem und abgefülltem Trinkwasser in den Schwellenländern. In den Industrieländern unterstützt der anhaltende Trend zu gesunder Ernährung die Wasser-Nachfrage.
Rund 253 Mrd. Liter abgefüllte alkoholische Getränke flossen 2015 durch die Kehlen der Weltbevölkerung. Diese Getränkeart umfasst hauptsächlich Bier (Anteil: 80 %), aber auch Wein und Spirituosen. Während sich Bier in China steigender Beliebtheit erfreut, ist die Nachfrage nach dem Gerstensaft in den meisten Industrieländern gesättigt. Deshalb wächst der volumenmäßig zweitgrößte Teilbereich des Weltmarktes abgefüllter Getränke (Anteil am gesamten Getränkekonsum 2015: 22,9 %) insgesamt nur unterproportional. Für die kommenden drei Jahre erwarten die Marktforscher Steigerungsraten von durchschnittlich 1,8 %.
Noch geringere Zuwachsraten erwartet Euromonitor beim Konsum von Carbonated Softdrinks (CSD), wie zum Beispiel Cola, Limonaden und Ähnliches. Von solchen kohlensäurehaltigen Getränken verbrauchten die Menschen vergangenes Jahr 226 Mrd. Liter (Anteil am gesamten Getränkekonsum: 20,4 %). Gezügelt wird die Nachfrage nach Carbonated Softdrinks vom zunehmenden Gesundheitsbewusstsein der Verbraucher, die auf zuckerhaltige CSD verzichten. Von 2015 bis 2018 dürfte der Verbrauch von Softdrinks im Durchschnitt deshalb lediglich um 1,7 % im Jahr steigen.
Abnehmen lohnt sich
Auf das Verpackungsmaterial entfällt ein beträchtlicher Teil der Produktionskosten von Getränken. Je leichter die Flasche, desto mehr spart der Getränkehersteller. Das KRONES Lightweighting-Team ist darauf spezialisiert, besonders leichte PET-Flaschen zu entwickeln. Bestes Beispiel ist die »PET lite 9.9 carbonated«. Die 0,5-Liter-Flasche eignet sich für die Abfüllung von karbonisierten Getränken. Mit einem Eigengewicht von gerade einmal 9,9 Gramm ist die Flasche um 30 bis 45 Prozent leichter als vergleichbare PET-Behälter.
Wie hat KRONES diese enorme Gewichts- und damit Kostenersparnis erreicht? Unsere Experten haben die Wandstärke und damit die benötigte PET-Menge an den jeweiligen Funktionsbereich angepasst. Das meiste PET-Material befindet sich dort, wo die Flasche gehalten und geöffnet wird. In den übrigen Flaschenregionen ist nur halb so viel Kunststoff verarbeitet.
Digitale Revolution in der Etikettiertechnik
Das digitale Direktdrucksystem DecoType von KRONES eröffnet Getränkeherstellern völlig neue Möglichkeiten, Behälter attraktiv zu gestalten. Beim Direktdruck wird über einen Druckkopf Tinte direkt auf die Behälter aufgebracht. Das System ist äußerst flexibel. Im Prinzip lässt sich jede einzelne Flasche, egal ob aus Kunststoff oder Glas, ohne Umrüstzeiten individuell bedrucken. Damit können auch kleinere Chargen bis Losgröße 1 günstig produziert werden. Digitaldruck eignet sich daher besonders gut für kurzfristige Marketingkampagnen und Produkteinführungen.
Welche Vorteile bietet der digitale Direktdruck von KRONES noch? Mit DecoType lassen sich auch unebene Behälterstrukturen bedrucken, was mit der bestehenden Etikettiertechnik unmöglich ist. Und nicht zu vergessen: Etiketten und Klebstoffe sind beim Digitaldruck überflüssig.
Das Segment der abgepackten Milch und Milchmixgetränke entwickelt sich sehr differenziert. Insgesamt fragten die Verbraucher 2015 rund 163 Mrd. Liter (Anteil am gesamten Getränkekonsum: 14,8 %) nach. Auf pure Milch entfiel mit rund 80 % zwar der weitaus größte Teil, doch die höchsten Zuwachsraten verzeichnen seit Jahren die verschiedenen Milchmixgetränke. Daran wird sich nach Meinung von Euromonitor auch künftig nichts ändern. Während die Nachfrage nach Milch von 2015 bis 2018 im Durchschnitt jährlich nur um 1,7 % zulegen dürfte, liegt die erwartete Steigerungsrate für Milchmixgetränke mit Fruchtgeschmack bei 4,4 % und bei Trinkjoghurt sogar bei 6,6 %. Unterm Strich rechnet Euromonitor bei Milch und Milchmixgetränken von 2015 bis 2018 mit einer durchschnittlichen jährlichen Wachstumsrate von 2,4 %.
Frucht- und Obstsäfte (Anteil am gesamten Getränkekonsum 2015: 6,6 %) sowie die sogenannten New Drinks (Anteil: 6,4 %) sind die beiden kleineren Bereiche des globalen Getränkemarkts. Zu den New Drinks zählen trinkfertiger Tee und Kaffee sowie Sport- und Energiegetränke. Bis 2018 soll der Konsum von New Drinks um durchschnittlich 4,6 % im Jahr auf rund 81 Mrd. Liter steigen. Einen wesentlichen Wachstumsbeitrag leistet die stark steigende Nachfrage nach abgepacktem, trinkfertigem Tee in Asien. Insgesamt dürfte der Verbrauch von New Drinks bald höher sein als von Frucht- und Obstsäften. Denn für den Konsum von Frucht- und Obstsäften erwarten die Marktforscher bis 2018 jährliche Zuwachsraten von durchschnittlich nur 2,6 %.
Starke Nachfrage nach abgepackten Getränken in den Schwellenländern
Da sich die Megatrends - wachsende Weltbevölkerung, zunehmende Mittelschicht sowie Urbanisierung - hauptsächlich in den Schwellen- und Entwicklungsländern abspielen, wächst die Nachfrage nach abgepackten Getränken in diesen Regionen überproportional. KRONES ist in den Wachstumsregionen gut aufgestellt.
Weltweiter Konsum abgepackter Getränke
In den Schwellen- und Entwicklungsländern steigt die Nachfrage nach verpackten Getränken stark.
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| 2015 | 2018 | durchschn. jährl. Wachstum in % |
|||
|---|---|---|---|---|---|
| Mrd. Liter | %* | Mrd. Liter | %* | 2015-2018 | |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Nordamerika/Mittelamerika | 190,8 | 17,3 | 194,2 | 15,9 | 0,6 |
| China | 188,5 | 17,1 | 221,3 | 18,2 | 5,5 |
| Asien/Pazifik | 178,1 | 16,1 | 209,5 | 17,2 | 5,6 |
| Südamerika | 158,9 | 14,4 | 170,8 | 14,0 | 2,4 |
| Westeuropa | 138,7 | 12,5 | 141,7 | 11,6 | 0,7 |
| Afrika/Mittlerer Osten | 113,3 | 10,2 | 141,3 | 11,6 | 7,6 |
| Russland/GUS/Osteuropa | 83,6 | 7,6 | 88,0 | 7,2 | 1,7 |
| Mitteleuropa | 53,1 | 4,8 | 52,4 | 4,3 | - 0,4 |
| Global | 1.105,0 | 100,0 | 1.219,2 | 100,0 | 3,3 |
* Anteil am globalen Konsum
Quelle: Euromonitor, eigene Schätzungen
Top-Leistung auf die Straße bringen
Die Verpackungsstraße Varioline ist ein gutes Beispiel dafür, wie KRONES eine bereits sehr gute Anlage noch besser macht. Erstmals vorgestellt wurde die Varioline auf der drinktec 2009. Seitdem haben wir die Anlage um neue Funktionen erweitert.
Die Varioline erlaubt unseren Kunden, alle möglichen Arten von Primär- und Sekundärverpackungen miteinander zu kombinieren. So können zum Beispiel Glasflaschen, PET-Behälter oder Dosen zu Sixpacks in Karton-Faltschachteln - primär - abgepackt werden. Anschließend werden jeweils mehrere Sixpacks in die Sekundärverpackung, also etwa in Kunststoffkästen oder Kartons verpackt. All dies geschieht sehr schnell und völlig automatisch.
In Sachen Flexibilität ist die Varioline unübertrefflich. Da die Anlage modular aufgebaut ist, kann der Kunde die Verpackungsart frei wählen. Weiterer Vorteil: Die kompakte Maschine braucht deutlich weniger Platz als vergleichbare Anlagen.
Bereits in den vergangenen Jahren haben sich die regionalen Anteile am globalen Konsum abgefüllter Getränke weg von den reifen Industrieländern in Richtung China, Asien/Pazifik und Afrika/Mittlerer Osten verschoben. So wurden 2015 in China schon fast so viele abgefüllte Getränke verbraucht wie in Nord- und Mittelamerika, dem lange Zeit mit Abstand größten Einzelmarkt. Bis 2018 dürfte nicht nur in China, sondern auch in der Region Asien/Pazifik mehr abgefüllte Getränke verkauft werden als in Nord- und Mittelamerika.
PET ist und bleibt das bevorzugte Verpackungsmaterial für Getränke
2015 wurden laut Euromonitor weltweit 1.600 Mrd. Behälter mit Getränken abgefüllt. Bis 2018 soll sich die Anzahl um durchschnittlich 3,3 % im Jahr auf 1.766 Mrd. erhöhen. Von diesem Wachstum werden aber nicht alle Verpackungsmaterialien in gleichem Umfang profitieren.
Anteil der Verpackungen am weltweiten Getränkemarkt 2015 (Basis: abgefüllte Einheiten)
Weltweit sind fast ein Drittel aller Getränkeverpackungen aus dem Kunststoff PET. Die Nachfrage nach PET-Behältern dürfte künftig weiter stark wachsen.

Durchschnittliches jährliches Wachstum der Verpackungsarten 2015 bis 2018

Quelle: Euromonitor, eigene Schätzungen
Weiter zulegen dürfte der Anteil von Getränkeverpackungen aus dem Kunststoff PET (Polyethylenterephthalat). Dies liegt hauptsächlich an der stark steigenden Nachfrage nach Wasser, das meistens in PET-Flaschen abgefüllt wird. 2015 waren 31,6 % aller Getränkebehälter aus PET. Bis 2018 soll sich der Anteil auf 32,6 % erhöhen. Dies entspricht einer durchschnittlichen jährlichen Wachstumsrate von 4,4 %.
Deutlich geringer sind die Wachstumserwartungen für Getränkebehälter aus Glas, dem zweithäufigsten Verpackungsmaterial. Vergangenes Jahr waren 26,9 % der weltweit abgefüllten Getränkeflaschen aus Glas. In Glas fließen hauptsächlich Bier und andere alkoholische Getränke, bei denen die Nachfrage insgesamt nur unterproportional wächst. Deshalb dürfte die durchschnittliche jährliche Steigerungsrate für Getränkeverpackungen aus Glas von 2015 bis 2018 bei lediglich 2,1 % liegen.
Genauso hoch liegt das erwartete Wachstum für das dritthäufigste Verpackungsmaterial, also Dosen aus Metall. 2015 waren 18,6 % aller Getränkeverpackungen Dosen. Darin abgefüllt werden meist Bier und Softdrinks.
Das vierte bedeutende Verpackungsmaterial für Getränke ist Karton (Anteil 2015: 12,0 %). In Kartonverpackungen werden hauptsächlich Milch- und Milchmixgetränke sowie Frucht- und Obstsäfte abgefüllt. Bis 2018 dürfte die Anzahl der Getränkebehälter aus Karton um durchschnittlich 4,4 % pro Jahr steigen.
KRONES in Zahlen
| ― | KRONES setzt profitables Wachstum 2015 fort |
| ― | Strategieprogramm Value greift, Ertragskraft steigt wie geplant |
| ― | Dividende je Aktie soll auf 1,45 € (Vorjahr: 1,25 €) zulegen |
KRONES hat 2015 alle Ziele für wichtige Finanzkennzahlen erreicht bzw. übertroffen
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| Ursprüngliche Prognose April 2015 | Aktualisierte Prognose Juli 2015 | Ist-Wert 2015 | |
|---|---|---|---|
| Umsatzwachstum | +4 % | +4 % | + 7,5 % |
| EBT-Marge | 6,8 % | 7,0 % | 7,0 % |
| ROCE (passivisch) | 17 % | 17 % | 17,7 % |
Umsatz von KRONES legt um 7,5 % auf 3.173,5 Mio. € zu
KRONES ist grundsätzlich auf stabil wachsenden und wenig konjunkturabhängigen Märkten tätig. Aufgrund des breiten Produkt- und Dienstleistungsangebots und der global starken Präsenz konnte das Unternehmen 2015 die guten Marktbedingungen nutzen und die Geschäfte kräftig ausweiten. Der Umsatz legte somit im Vergleich zum Vorjahr um 7,5 % von 2.953,4 Mio. € auf 3.173,5 Mio. € zu. Damit haben wir unser Wachstumsziel für 2015 von 4 % übertroffen.
Die Erlöse zogen in weiten Teilen unseres Produkt- und Serviceangebots an. Sowohl der Umsatz mit einzelnen Maschinen als auch mit kompletten Abfüll- und Verpackungslinien verbesserte sich 2015 im Vergleich zum Vorjahr. Weiter stabil legte das Servicegeschäft von KRONES zu. Dort wirkte sich im Berichtsjahr der zunehmende Ausbau des internationalen LCS-Geschäfts positiv aus. Überproportional legte der Konzernumsatz in Nord- und Mittelamerika, Westeuropa und China zu. In Russland und Südamerika schrumpfte das Geschäft wegen der sehr schwachen Gesamtwirtschaft in diesen Regionen wie erwartet.
Umsatz KRONES Konzern in Mio. €
Der Umsatz von KRONES hat 2015 die Marke von drei Mrd. € überschritten.

Umsatz nach Segmenten
Anteil am KRONES Konzernumsatz
Der Anteil des Kernsegments am Konzernumsatz betrug im Berichtsjahr 85,3 %.

Umsatz 2015: 3.173,5 Mio. €

Umsatz 2014: 2.953,4 Mio. €
Unser Kernsegment »Maschinen und Anlagen zur Produktabfüllung und Produktausstattung« verzeichnete 2015 die größten Umsatzzuwächse. Die Erlöse kletterten im Vergleich zum Vorjahr um 8,6 % auf 2.705,9 Mio. €. Der Anteil des Segments am Konzernumsatz lag bei 85,3 % (Vorjahr: 84,4 %).
Das Segment »Maschinen und Anlagen zur Getränkeproduktion/Prozesstechnik« erfüllte im Berichtsjahr nicht unsere Erwartungen und stagnierte beim Umsatz. Mit 358,7 Mio. € (Vorjahr: 358,7 Mio. €) steuerte das Segment 11,3 % (Vorjahr: 12,1 %) zum Gesamtumsatz bei.
Im kleinsten Segment »Maschinen und Anlagen für die Compact Class«, das neben KOSME auch den Zukauf GERNEP umfasst, stiegen die Erlöse um 6,8 % von 102,0 Mio. € im Vorjahr auf 108,9 Mio. €. Der Anteil am Gesamtumsatz blieb mit 3,4 % (Vorjahr: 3,5 %) nahezu konstant.
Weitere Erläuterungen finden Sie unter »Bericht aus den Segmenten« ab Seite 104 sowie in der Segmentberichterstattung im Konzernanhang auf Seite 160/161.
Umsatzverteilung von KRONES ist international sehr ausgewogen
KRONES erwirtschaftete 2015 jeweils rund die Hälfte des Konzernumsatzes in den Emerging Markets und in den reifen Märken.
Die Investitionsbereitschaft der inländischen Getränke- und Lebensmittelunternehmen war 2015 hoch. Davon konnte KRONES mit dem passenden Produkt- und Dienstleistungsangebot profitieren. Um 35,6 % auf 382,3 Mio. € kletterte der Umsatz, den das Unternehmen 2015 auf dem Heimatmarkt erzielte, im Vergleich zum Vorjahr.
Der Anteil des Inlandsgeschäfts am Konzernumsatz stieg von 9,6 % im Vorjahr auf 12,0 %.
In Europa (ohne Deutschland) entwickelte sich der Umsatz 2015 trotz des wie erwartet schwachen Geschäfts in der Region Russland/GUS (Umsatz: - 24,2 %) gut. Insgesamt legten die Erlöse von KRONES in Europa (ohne Deutschland) 2015 im Vergleich zum Vorjahr um 3,5 % auf 838,8 Mio. € zu. Den größten Anteil zum Wachstum trug die Absatzregion Westeuropa bei. Hier stieg der Umsatz von KRONES im Berichtsjahr im Vergleich zu 2014 um 13,9 % auf 513,3 Mio. €. Auch in Osteuropa konnten wir 2015 zulegen. Dort kletterten die Erlöse gegenüber dem Vorjahr um 3,2 % auf 90,5 Mio. €. Das Geschäft in Mitteleuropa (Österreich, Schweiz, Niederlande) beruhigte sich 2015 nach sehr starken Zuwächsen im Vorjahr ein wenig. Der Umsatz verringerte sich um 6,4 % auf 152,8 Mio. € . Insgesamt ging der Anteil des gesamten Europa-Umsatzes (ohne Deutschland) am Konzernumsatz 2015 von 27,4 % im Vorjahr auf 26,5 % zurück.
Regionale Umsatzverteilung des KRONES Konzerns
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| Anteil am Konzernumsatz | 2015 | 2014 | Veränd. | ||
|---|---|---|---|---|---|
| in Mio. € | % | in Mio. € | % | % | |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Deutschland | 382,3 | 12,0 | 282,1 | 9,6 | + 35,6 |
| Mitteleuropa (ohne Deutschland) | 152,8 | 4,8 | 163,3 | 5,5 | - 6,4 |
| Westeuropa | 513,3 | 16,2 | 450,8 | 15,2 | + 13,9 |
| Osteuropa | 90,5 | 2,9 | 87,7 | 3,0 | + 3,2 |
| Russland, Zentralasien (GUS) | 82,2 | 2,6 | 108,5 | 3,7 | - 24,2 |
| Mittlerer Osten/Afrika | 431,8 | 13,6 | 422,8 | 14,3 | + 2,1 |
| Asien/Pazifik | 489,9 | 15,4 | 532,7 | 18,0 | - 8,1 |
| China | 289,1 | 9,1 | 258,6 | 8,8 | + 11,8 |
| Nord- und Mittelamerika | 437,5 | 13,8 | 274,0 | 9,3 | + 59,7 |
| Südamerika/Mexiko | 304,1 | 9,6 | 372,9 | 12,6 | - 18,4 |
| Gesamt | 3.173,5 | 100,0 | 2.953,4 | 100,0 | + 7,5 |
Wie prognostiziert verbesserten sich die Erlöse von KRONES 2015 in der Region Mittlerer Osten/Afrika leicht. Um 2,1 % auf 431,8 Mio. € kletterte dort der Umsatz im Berichtsjahr. Der Mittlere Osten/Afrika bleibt auch künftig eine wichtige Wachstumsregion für KRONES. Dies gilt, unabhängig von kurzfristigen Schwankungen, ebenso für China. Aufgrund eines starken Jahresendgeschäfts stieg unser Umsatz in China 2015 im Vergleich zum Vorjahr um 11,8 % auf 289,1 Mio. €. Im übrigen asiatisch/pazifischen Raum gingen die Erlöse 2015 aufgrund des von Großaufträgen beeinflussten sehr hohen Vorjahreswertes wie erwartet um 8,1 % auf 489,9 Mio. € zurück.
Kräftig angezogen hat 2015 das Geschäft von KRONES in Nord- und Mittelamerika. Dort hielten sich unsere Kunden in den vergangenen Jahren mit Investitionen stark zurück. Dieser Stau scheint sich nun aufzulösen. Mit 437,5 Mio. € verbesserte sich der Umsatz in Nord- und Mittelamerika im Vergleich zum Vorjahr um 59,7 %. In unserer Absatzregion Südamerika/Mexiko bremsten die gesamtwirtschaftlichen Probleme in Brasilien und anderen südamerikanischen Ländern das Geschäft. Der Umsatz verringerte sich 2015 im Vergleich zum Vorjahr um 18,4 % auf 304,1 Mio. €. Trotz des insgesamt schlechten Abschneidens in der Region gab es auch Länder, in denen sich unser Umsatz relativ gut entwickelte.
Unterm Strich verfügt KRONES weiterhin über eine international sehr ausgewogene Umsatzverteilung. 53,2 % (Vorjahr: 60,4 %) des Konzernumsatzes erwirtschafteten wir im Berichtszeitraum auf den Emerging Markets. Die reifen Märkte (Deutschland, West- und Mitteleuropa, Nord- und Mittelamerika) steuerten 46,8 % (Vorjahr: 39,6 %) zum Konzernumsatz 2015 bei.
KRONES steigert Umsatz mit allen Kundengruppen
Nach sehr starken Zuwächsen im Vorjahr stieg der Umsatz von KRONES mit Produzenten alkoholfreier Getränke wie Wasser, Softdrinks und Säfte 2015 nur unterproportional. Um 4,3 % von 1.653,2 Mio. € im Vorjahr auf 1.723,6 Mio. € kletterten die Erlöse mit dieser Kundengruppe. Ihr Anteil am Konzernumsatz verringerte sich leicht auf 54,3 % (Vorjahr: 56,0 %).
Die Erlöse mit Herstellern alkoholischer Getränke legten 2015 im Vergleich zum Vorjahr um 8,5 % von 1.017,2 Mio. € auf 1.104,1 Mio. € zu. Der Anteil am Konzernumsatz, den KRONES mit Herstellern alkoholischer Getränke erwirtschaftete, betrug im Berichtsjahr 34,8 % (Vorjahr: 34,4 %).
Weiter an Gewicht gewann 2015 der Umsatzanteil von Kunden aus dem Non-Beverage-Bereich (Milch, Lebensmittel, Chemie, Pharma, Kosmetik). Der Umsatz mit dieser Kundengruppe stieg im Vergleich zu 2014 um 22,2 % auf 345,8 Mio. €. Damit sind wir mit der Strategie, verstärkt Maschinen und Anlagen für Kunden außerhalb der Getränkeindustrie anzubieten, gut vorangekommen. Der Anteil des Non-Beverage-Bereichs am Konzernumsatz erhöhte sich auf 10,9 % (Vorjahr: 9,6 %).
Umsatz nach Branchen KRONES Konzern

Umsatz 2015: 3.173,5 Mio. €

Umsatz 2014: 2.953,4 Mio. €
Auftragseingang und Auftragsbestand
Hohe Nachfrage nach Produkten und Dienstleistungen von KRONES
Der Wert der Bestellungen erhöhte sich 2015 im Vergleich zum Vorjahr um 4,9 %.
Der Auftragseingang von KRONES entwickelte sich trotz der zunehmend schlechten gesamtwirtschaftlichen Bedingungen positiv. Die Investitionsbereitschaft unserer Kunden bewegte sich über das komplette Jahr hinweg auf einem guten Niveau. Insgesamt erhöhte sich der Wert der Bestellungen 2015 im Vergleich zum Vorjahr um 4,9 % von 3.040,0 Mio. € auf 3.189,0 Mio. €.
Grund hierfür war vor allem, dass wir den schwachen Auftragseingang aus Krisenregionen wie Russland/GUS und Teilen Südamerikas durch das starke Neugeschäft in Nord- und Mittelamerika, Westeuropa und dem Mittleren Osten/Afrika deutlich überkompensieren konnten.
Auftragseingang KRONES Konzern in Mio. €

KRONES geht mit hohem Auftragsbestand ins Geschäftsjahr 2016
Ende 2015 verfügte KRONES über Aufträge im Wert von 1.094,6 Mio. €. Damit stieg der Auftragsbestand im Vergleich zum hohen Vorjahresniveau um 1,4 %. Das komfortable Auftragspolster erhöht die Planungssicherheit des Unternehmens und ist eine gute Basis, um das Wachstumsziel 2016 zu erreichen.
Auftragsbestand KRONES Konzern in Mio. € zum 31. Dezember

Ertragslage des KRONES Konzerns
KRONES stärkt die Ertragskraft
Das Ergebniswachstum von KRONES setzte sich 2015 fort. Mit 223,3 Mio. € überstieg das Ergebnis vor Steuern den Vorjahreswert von 191,8 Mio. € um 16,4 %. Die EBT-Marge, also das Ergebnis vor Steuern im Verhältnis zum Umsatz, verbesserte sich von 6,5 % im Vorjahr auf 7,0 %. Damit hat KRONES das EBT-Margenziel für 2015 erreicht. Gleichzeitig schaffte das Unternehmen das im Rahmen des Strategieprogramms Value ausgegebene mittelfristige Ziel für die EBT-Marge.
EBT KRONES Konzern in Mio. €
KRONES verbesserte die EBT-Marge 2015 auf 7,0 %.

KRONES konnte 2015 die Ertragskraft wie geplant stärken, weil die Produktionskapazitäten gut ausgelastet waren und die Maßnahmen des Strategieprogramms Value die Effizienz des Unternehmens insgesamt erhöhte. Von den Preisen gingen auf wettbewerbsintensiven Märkten 2015 wie erwartet keine positiven Effekte aus.
Konzernergebnis KRONES in Mio. €

Die Steuerquote des Unternehmens stieg 2015 im Vergleich zum Vorjahr leicht von 29,3 % auf 30,0 % an. Deshalb legte das Konzernergebnis nicht ganz so stark zu wie das Ergebnis vor Steuern. Unterm Strich kletterte das Ergebnis von KRONES 2015 um 15,2 % von 135,7 Mio. € im Vorjahr auf 156,3 Mio. €. Das Ergebnis je Aktie legte von 4,30 € im Vorjahr auf 4,98 € zu.
Ergebnis je Aktie KRONES Konzern in €

Aktionäre von KRONES profitieren vom Unternehmenserfolg
Um die Aktionäre angemessen am Unternehmenserfolg zu beteiligen, schüttet KRONES grundsätzlich 25 % bis 30 % des Konzerngewinns an die Aktionäre aus. Vorstand und Aufsichtsrat werden der Hauptversammlung für das Geschäftsjahr 2015 eine Dividende von 1,45 € je Aktie (Vorjahr: 1,25 €) vorschlagen. Die geplante Ausschüttung befindet sich mit 29,1 % des Konzerngewinns am oberen Rand des Zielkorridors.
Ertragsstruktur des KRONES Konzerns
Weitere Informationen siehe ausführliche Gewinn-und-Verlust-Rechnung auf S. 154.
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| in Mio.€ | 2015 | 2014 | Veränd. |
|---|---|---|---|
| Umsatzerlöse | 3.173,5 | 2.953,4 | + 7,5 % |
| Bestandsveränderung fertige und unfertige Erzeugnisse | 25,6 | - 23,4 | - |
| Gesamtleistung | 3.199,1 | 2.930,0 | + 9,2 % |
| Materialaufwand | - 1.589,3 | - 1.440,8 | + 10,3 % |
| Personalaufwand | - 919,1 | - 853,3 | + 7,7 % |
| Saldo aus sonstigen betrieblichen Erträgen/Aufwendungen und aktivierten Eigenleistungen | - 385,4 | - 359,7 | + 7,2 % |
| EBITDA | 305,3 | 276,3 | + 10,5 % |
| Abschreibungen auf Anlagevermögen | - 88,4 | - 91,2 | - 3,1 % |
| EBIT | 216,9 | 185,1 | + 17,2 % |
| Finanzergebnis | + 6,4 | + 6,7 | - 4,5 % |
| EBT | 223,3 | 191,8 | + 16,4 % |
| Ertragsteuern | - 67,0 | - 56,2 | + 19,4 % |
| Konzernergebnis | 156,3 | 135,7 | + 15,2 % |
KRONES steigerte 2015 die Gesamtleistung im Vergleich zum Vorjahr um 9,2 % auf 3.199,1 Mio. €. Die Gesamtleistung legte noch stärker zu als der Umsatz (plus 7,5 %), weil der Bestand an fertigen und unfertigen Erzeugnissen im Berichtszeitraum um 25,6 Mio. € kletterte (Vorjahr: minus 23,4 Mio. €).
Die Ertragskraft hat das Unternehmen wie geplant weiter gesteigert. Einen großen Beitrag hierzu leisteten die vielen erfolgreichen Maßnahmen des Strategieprogramms Value. So konnten wir beim Materialaufwand die höheren Kosten für viele Bauteile nahezu kompensieren. Der Posten erhöhte sich im Berichtsjahr um 10,3 % auf 1.589,3 Mio. € und legte damit nur geringfügig stärker zu als die Gesamtleistung. Die Materialaufwandsquote, also der Materialaufwand im Verhältnis zur Gesamtleistung, lag nahezu stabil bei 49,7 % (Vorjahr: 49,2 %).
EBITDA KRONES Konzern in Mio. €
Dank erfolgreicher Value-Maßnahmen konnte KRONES die Ertragskraft im Geschäftsjahr 2015 wie geplant verbessern.
KRONES hat 2015 alle operativen Ergebnisgrößen verbessert.

Der Personalaufwand stieg im Berichtszeitraum trotz Tariferhöhungen sogar unterproportional zum Geschäftsvolumen. Er kletterte im Vergleich zum Vorjahr um 7,7 % auf 919,1 Mio. €. Die Personalaufwandsquote, also der Personalaufwand im Verhältnis zur Gesamtleistung, fiel von 29,1 % im Vorjahr auf 28,7 %.
Ebenfalls unterproportional zum Geschäftsvolumen entwickelte sich der Saldo aus den sonstigen betrieblichen Erträgen und Aufwendungen sowie den aktivierten Eigenleistungen. Er veränderte sich 2015 um 7,2 % von minus 359,7 Mio. € im Vorjahr auf minus 385,4 Mio. €. Bei nahezu unveränderten aktivierten Eigenleistungen (plus 2,4 Mio. €) war der Saldo aus sonstigen betrieblichen Erträgen und Aufwendungen (plus 7,2 %) ausschlaggebend für diese Entwicklung. In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind viele operative Posten enthalten (z. B. Ausgangsfrachten, Reisekosten), die sich ähnlich wie die gesteigerte Betriebsleistung entwickelt haben.
Das EBIT, also das Ergebnis vor Zinsen und Steuern, erhöhte sich um 17,2 % auf 216,9 Mio. €. Weil das Finanzergebnis mit plus 6,4 Mio. € leicht niedriger war als im Vorjahr (plus 6,7 Mio. €), kletterte das Ergebnis vor Steuern (EBT) mit 16,4 % auf 223,3 Mio. € weniger stark als das EBIT. Die EBT-Marge, also das Ergebnis vor Steuern im Verhältnis zum Umsatz, verbesserte KRONES im Geschäftsjahr 2015 von 6,5 % im Vorjahr auf 7,0 %. Die Steuerquote von KRONES stieg 2015 gegenüber dem Vorjahr von 29,3 % auf 30,0 % an. Unterm Strich legte das Konzernergebnis 2015 um 15,2 % auf 156,3 Mio. € (Vorjahr: 135,7 Mio €) zu.
EBIT KRONES Konzern in Mio. €

Kapitalflussrechnung
Weitere Informationen siehe ausführliche Kapitalflussrechnung S. 158
KRONES erwirtschaftete 2015 einen operativen Cashflow von 174,4 Mio. € nach 248,8 Mio. € im Vorjahr. Ein Grund für den Rückgang war der starke Aufbau von Working Capital.
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| in Mio.€ | 2015 | 2014 |
|---|---|---|
| Ergebnis vor Steuern | 223,3 | 191,8 |
| zahlungsunwirksame Aufwendungen und Erträge | + 91,5 | + 137,2 |
| Veränderung Working Capital | - 86,6 | - 38,9 |
| Sonstiges (hauptsächlich Ertragsteuern) | - 53,8 | - 41,3 |
| Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit | 174,4 | 248,8 |
| Investitionen in immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen | - 102,6 | - 94,6 |
| Sonstiges | - 1,1 | - 2,1 |
| Free Cashflow | 70,7 | 152,1 |
| Mittelveränderung aus der Finanzierungstätigkeit | - 39,5 | - 63,2 |
| wechselkursbedingte Veränderung der Finanzmittel | - 3,0 | + 7,4 |
| konsolidierungskreisbedingte Veränderungen der Finanzmittel | 0 | + 0,2 |
| Gesamte Änderung der Liquidität | + 28,2 | + 96,5 |
| Liquidität am Ende des Jahres | 364,6 | 336,4 |
Bei KRONES verringerte sich der operative Cashflow (Mittelveränderung aus laufender Geschäftstätigkeit) trotz höheren Ergebnisses im Berichtsjahr von 248,8 Mio. € auf 174,4 Mio. €. Im Wesentlichen verantwortlich für den Rückgang war ein im Vergleich zum Vorjahr stärkerer Aufbau von Working Capital, also betriebsnotwendigem Kapital. Dies reduzierte den operativen Cashflow 2015 um 86,6 Mio. € (Vorjahr: 38,9 Mio. €). Das durchschnittliche Working Capital der vergangenen vier Quartale im Verhältnis zum Umsatz verharrte auf dem Vorjahresniveau von 24,6 %. Damit liegen wir leicht über der Zielgröße für diese Kennzahl von 24 %. Wir wollen uns im laufenden Jahr durch intensiveres Working-Capital-Management der Zielgröße annähern.
Mittelveränderung aus laufender Geschäftstätigkeit KRONES Konzern in Mio. €

Working Capital zu Umsatz KRONES Konzern in Prozent (Durchschnitt der 4 Quartale)
Das Verhältnis von Investitionen zu Abschreibungen hat sich von 1,04 im Vorjahr auf 1,16 erhöht.

Im vergangenen Jahr investierte das Unternehmen insgesamt 102,6 Mio. € (Vorjahr: 94,6 Mio. €) in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte. Sowohl die Investitionen in immaterielle Vermögenswerte (43,0 Mio. €) als auch in Sachanlagen (59,6 Mio. €) haben wir 2015 planmäßig gegenüber dem Vorjahr erhöht. Im Berichtsjahr investierte KRONES stark in Informationstechnologie und neue Produktionsanlagen. Die Investitionen der jeweiligen Segmente sind in der Segmentberichterstattung auf S. 160 bis 161 aufgeführt. Der Free Cashflow, also der aus der Geschäftstätigkeit erzielte Nettozufluss liquider Mittel, lag mit 70,7 Mio. € unter dem hohen Vorjahreswert von 152,1 Mio. €.
Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte KRONES Konzern in Mio. €

Free Cashflow KRONES Konzern in Mio. €

Ausschüttungssumme KRONES Konzern in Mio. €

In der Mittelveränderung aus der Finanzierungstätigkeit schlägt sich wie im Vorjahr nur die Dividendenzahlung nieder. 2015 schüttete das Unternehmen 39,5 Mio. € an die Aktionäre aus, nach 63,2 Mio. € (inklusive »Sonderdividende«) im Jahr 2014. Damit war der Mittelabfluss aus der Finanzierungstätigkeit im Berichtsjahr dementsprechend geringer. Wechselkursbedingte Veränderungen verringerten die Liquidität 2015 aufgrund der Kursentwicklung der lokalen Währungen bei den Tochtergesellschaften um 3,0 Mio. € (Vorjahr: plus 7,4 Mio. €). Insgesamt stiegen die liquiden Mittel von KRONES 2015 um 28,2 Mio. € von 336,4 Mio. € im Vorjahr auf 364,6 Mio. €.
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente KRONES Konzern in Mio. € zum 31. Dezember

Vermögens- und Kapitalstruktur
Weitere Informationen siehe ausführliche Bilanz S. 156 bis 157.
KRONES hatte Ende 2015 keine Bankschulden, ein komfortables Liquiditätspolster sowie eine solide Eigenkapitalausstattung. Das gibt dem Unternehmen hohe finanzielle Flexibilität.
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| in Mio. € zum 31. Dezember | 2015 | 2014 | 2013 |
|---|---|---|---|
| Langfristige Vermögenswerte | 697 | 672 | 642 |
| davon Anlagevermögen | 646 | 624 | 605 |
| Kurzfristige Vermögenswerte | 2.010 | 1.756 | 1.596 |
| davon Zahlungsmittel | 365 | 336 | 240 |
| Eigenkapital | 1.111 | 989 | 954 |
| Fremdkapital | 1.596 | 1.439 | 1.284 |
| langfristige Verpflichtungen | 278 | 275 | 213 |
| kurzfristige Verpflichtungen | 1.318 | 1.164 | 1.071 |
| Bilanzsumme | 2.707 | 2.428 | 2.238 |
Die Bilanzsumme von KRONES vergrößerte sich wegen des stark gestiegenen Geschäftsvolumens zum 31. Dezember 2015 gegenüber dem Wert vom Jahresende 2014 um 11,5 Prozent auf 2.706,6 Mio. €.
Zum Ende des Geschäftsjahres 2015 hatte das Unternehmen langfristige Vermögenswerte von 697,3 Mio. € (Vorjahr: 672,0 Mio. €) in der Bilanz. Das Anlagevermögen stieg um 3,5 % auf 646,2 Mio. € (Vorjahr: 624,2 Mio. €). Der Großteil hiervon entfällt auf Sachanlagen, die zum 31. Dezember 2015 mit 481,5 Mio. € um 0,5 % höher waren als im Vorjahr. Die immateriellen Vermögenswerte von KRONES, bei denen es sich im Wesentlichen um aktivierungspflichtige Entwicklungsaufwendungen handelt, stiegen um 19,9 Mio. € von 143,3 Mio. € im Vorjahr auf 163,2 Mio. €.
Die kurzfristigen Vermögenswerte des Unternehmens lagen Ende 2015 mit 2.009,3 Mio. € um 14,5 % über dem Vorjahreswert von 1.755,5 Mio. €. Der Grund hierfür war hauptsächlich, dass im Berichtsjahr aufgrund des stark ausgeweiteten Geschäftsvolumens die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen um 105,1 Mio. € auf 796,8 Mio. € und die Vorräte, im Wesentlichen wegen des gestiegenen Bestandes an unfertigen Erzeugnissen und Handelswaren, um 74,5 Mio. € auf 724,5 Mio. € stiegen. Zudem erhöhten sich die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente, also die liquiden Mittel, im Vergleich zum Vorjahr um 28,2 Mio. € auf 364,6 Mio. €.
Auf der Passivseite stiegen die langfristigen Verpflichtungen von KRONES im Berichtsjahr geringfügig auf 278,5 Mio. € (31. Dezember 2014: 274,9 Mio. €). Hierfür waren im Wesentlichen höhere passive latente Steuern verantwortlich. Die Rückstellungen für Pensionen verringerten sich hauptsächlich aufgrund der Erhöhung des Diskontierungssatzes auf 2,3 % von 211,3 Mio. € auf 196,9 Mio. €. Ende 2015 hatte KRONES keine langfristigen Bankschulden.
Die kurzfristigen Schulden kletterten im Berichtszeitraum gegenüber 2014 von 1.164,1 Mio. € auf 1.317,4 Mio. €. Hierfür verantwortlich waren höhere erhaltene Anzahlungen und gestiegene Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, die auf die Ausweitung des Geschäftsvolumens zurückzuführen sind. Kurzfristige Bankverbindlichkeiten hatte KRONES Ende 2015 ebenfalls keine. Damit verfügte KRONES unter dem Strich am Bilanzstichtag 2015 über eine Nettoliquidität von 364,6 Mio. € (Vorjahr: 336,4 Mio. €). Zudem bestehen im Konzern nicht genutzte Kreditlinien in Höhe von rund 279 Mio. €.
Des Weiteren steht eine Reservelinie (Back-up-Fazilität) von 250 Mio. € zur Verfügung. Damit sind die Hauptziele unseres Finanzmanagements, die hohe Finanzkraft und Unabhängigkeit von KRONES, weiter gestärkt.
Wegen des hohen Konzernergebnisses stieg das Eigenkapital 2015 von 988,5 Mio. € auf 1.110,7 Mio. €. Ende 2015 lag die Eigenkapitalquote mit 41,0 % über dem Vorjahreswert von 40,7 %. KRONES weist somit weiterhin eine äußerst solide Finanz- und Kapitalstruktur aus.
Kapitalrendite (ROCE) steigt von 16,4 % auf 17,7 %
KRONES hat 2015 mit einem ROCE von 17,7 % das Ziel für die wichtige finanzielle Steuerungsgröße übertroffen.
2015 verbesserte KRONES den Return on Capital Employed (ROCE), also das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) im Verhältnis zum durchschnittlich gebundenen Nettokapital, von 16,4 % im Vorjahr auf 17,7 %. Damit haben wir unser Ziel für 2015 von 17 % übertroffen. Mittelfristig wollen wir die Kapitalrendite weiter in Richtung 20 % verbessern.
ROCE KRONES Konzern in Prozent

Bericht aus den Segmenten
Maschinen und Anlagen zur Produktabfüllung und -ausstattung
Segmentumsatz
Die Nachfrage nach Produkten und Dienstleistungen des Kernsegments von KRONES war 2015 hoch.
Bild rechte Seite: Abfüllanlagen gehören zum Kernsegment von KRONES.
Im Segment »Maschinen und Anlagen zur Produktabfüllung und -ausstattung« kletterte der Umsatz 2015 im Vergleich zum Vorjahr um 8,6 % auf 2.705,9 Mio. €. Damit wuchs unser Kernsegment im Berichtsjahr stärker als prognostiziert. Ein Grund hierfür war die hohe Nachfrage nach kompletten Abfüll- und Verpackungslinien. Insgesamt profitierte das Kernsegment von KRONES vom breiten Angebot innovativer Produkte und Dienstleistungen. Der Anteil des Segments am Konzernumsatz legte 2015 von 84,4 % im Vorjahr auf 85,3 % zu.
Segmentumsatz nach Regionen

Umsatz 2015: 2.705,9 Mio. €

Umsatz 2014: 2.492,7 Mio. €
* Veränderung gegenüber dem Vorjahr
Segmentergebnis
Die EBT-Marge des Kernsegments verbesserte sich 2015 von 7,7 % im Vorjahr auf 8,1 %.
KRONES konnte die Ertragskraft des größten Segments 2015 weiter stärken. Das Ergebnis vor Steuern (EBT) stieg um 14,2 % von 193,2 Mio. € im Vorjahr auf 220,5 Mio. €. Damit verbesserte sich die EBT-Marge, also das Segmentergebnis vor Steuern im Verhältnis zum Segmentumsatz, von 7,7 % im Vorjahr auf 8,1 %. Hierin spiegeln sich die erfolgreichen Maßnahmen des Strategieprogramms Value wider. Wir haben zum Beispiel den Modularisierungsgrad unserer Produkte im Kernsegment weiter erhöht und das regionale Servicegeschäft ausgebaut.
Segmentergebnis (Ergebnis vor Steuern) in Mio. €

Maschinen und Anlagen zur Getränkeproduktion/Prozesstechnik
Segmentumsatz
In der Prozesstechnik stagnierte der Umsatz 2015
Bild rechte Seite: Das Sudhaus ist das Herzstück einer Brauerei.
Aufgrund eines schwachen Jahresendgeschäfts erreichte KRONES 2015 das Wachstumsziel von plus 7 % im Segment »Maschinen und Anlagen zur Getränkeproduktion/Prozesstechnik« nicht. Mit 358,7 Mio. € stagnierte der Umsatz auf dem Vorjahresniveau. Dabei ist aber zu berücksichtigen, dass es in der Prozesstechnik wegen langer Projektlaufzeiten abrechnungsbedingt zu Umsatzverschiebungen kommen kann. Zum Konzernumsatz trug das Segment im Berichtsjahr 11,3 % (Vorjahr: 12,1 %) bei.
Segmentumsatz nach Regionen

Umsatz 2015: 358,7 Mio. €

Umsatz 2014: 358,7 Mio. €
* Veränderung gegenüber dem Vorjahr
Segmentergebnis
Mit einem Maßnahmenpaket will KRONES die Ertragskraft des Segments nachhaltig stärken.
Um die Ertragskraft des Segments nachhaltig zu verbessern, hat KRONES 2015 ein Maßnahmenpaket erarbeitet. Der Fokus liegt darauf, wichtige Abläufe zu verbessern, regionale Strukturen aufzubauen und die Kosten insgesamt zu senken. Für einen Teil dieser Maßnahmen bildeten wir im vierten Quartal 2015 Rückstellungen in Höhe von 2,0 Mio. €, die das Segmentergebnis belasteten. Insgesamt weist die Prozesstechnik für 2015 ein Ergebnis vor Steuern von minus 2,1 Mio. € (Vorjahr: plus 3,3 Mio. €) aus. Bereinigt um den einmaligen Aufwand war das Segmentergebnis 2015 ausgeglichen.
Segmentergebnis (Ergebnis vor Steuern) in Mio. €

Maschinen und Anlagen für die Compact Class
Segmentumsatz
Um 6,8 % legte der Umsatz 2015 im Segment »Maschinen und Anlagen für die Compact Class« zu.
Bild rechte Seite: Preforms, also PET-Rohlinge, bevor sie in der Streckblasmaschine zu Flaschen geformt werden.
Der Umsatz im kleinsten Segment »Maschinen und Anlagen für die Compact Class« stieg 2015 im Vergleich zum Vorjahr um 6,8 % von 102,0 Mio. € auf 108,9 Mio. €. Zum Wachstum trug mit 11,0 Mio. € das erstmals konsolidierte Unternehmen GERNEP bei. Den Anbieter von Etikettiertechnik für den unteren Leistungsbereich hatte KRONES im zweiten Quartal 2015 erworben. Der Anteil am Konzernumsatz des Segments verringerte sich 2015 leicht von 3,5 % im Vorjahr auf 3,4 %.
Segmentumsatz nach Regionen

Umsatz 2015: 108,9 Mio. €

Umsatz 2014: 102,0 Mio. €
* Veränderung gegenüber dem Vorjahr
Segmentergebnis
Das kleinste Segment von KRONES erwirtschaftete 2015 eine EBT-Marge von 4,5 %.
Nach der erfolgreichen Restrukturierung des italienischen Standorts von KOSME verbesserte sich die Ertragslage des Segments 2015 insgesamt deutlich. Das Ergebnis vor Steuern (EBT) stieg von minus 4,7 Mio. € im Vorjahr auf plus 4,9 Mio. €. Hierzu trug GERNEP 1,6 Mio. € bei. Auch bei Berücksichtigung des einmaligen Aufwands 2014 von rund 5 Mio. € für die Restrukturierung von KOSME Italien legte die operative Ertragskraft des Segments 2015 stark zu. Mit einer EBT-Marge, also dem Ergebnis im Verhältnis zum Umsatz, von 4,5 % erreichte das Segment das für 2015 angestrebte Margenziel.
Segmentergebnis (Ergebnis vor Steuern) in Mio. €

Gesamtaussage zur wirtschaftlichen Lage
Die Geschäfte von KRONES haben sich nach Auffassung des Vorstands bis zum Zeitpunkt der Veröffentlichung des Geschäftsberichts günstig entwickelt. KRONES profitierte 2015 von seiner breiten internationalen Aufstellung und des kompletten Produkt- und Dienstleistungsangebots. Aufgrund der erfolgreichen Maßnahmen des Strategieprogramms Value ist die Effizienz und die Ertragsstärke des Unternehmens wie geplant gestiegen. Mit einem Umsatzwachstum von 7,5 % im Geschäftsjahr 2015 haben wir unser Ziel von 4 % Wachstum übertroffen. Den größten Teil zum Wachstum trug das Kernsegment »Maschinen und Anlagen zur Produktabfüllung und -ausstattung« bei. Insgesamt kletterte der Konzernumsatz 2015 von 2.953,4 Mio. € im Vorjahr auf 3.173,5 Mio. €. Überproportional legte das Ergebnis vor Steuern (EBT) 2015 zu. Mit 223,3 Mio. € übertraf es den Vorjahreswert um 16,4 %. Die EBT-Marge, also das Ergebnis vor Steuern im Verhältnis zum Umsatz, verbesserte sich von 6,5 % im Vorjahr auf 7,0 %. Damit hat KRONES das Margenziel für 2015 erreicht.
Aufgrund der günstigen Ergebnisentwicklung hat sich das eingesetzte Kapital gut verzinst. Der Return on Capital Employed (ROCE), also das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) im Verhältnis zum durchschnittlich gebundenen Nettokapital, legte 2015 von 16,4 % im Vorjahr auf 17,7 % zu. Damit haben wir unser Ziel für 2015 von 17 % übertroffen. Die Finanz- und Kapitalstruktur von KRONES ist weiterhin sehr solide. Ende 2015 hatte das Unternehmen keinerlei Bankschulden und verfügte über liquide Mittel von 364,6 Mio. €. Die Eigenkapitalquote lag bei 41,0 %. Das komfortable Liquiditätspolster sowie die solide Eigenkapitalausstattung gibt KRONES eine hohe finanzielle Flexibilität. Insgesamt besitzt das Unternehmen eine gute Basis, um den profitablen Wachstumskurs fortzusetzen.
Mitarbeiter
KRONES Team wächst um 5,7 %
KRONES baute im In- und Ausland seine Belegschaft aus. Der Anteil der im Ausland beschäftigten Mitarbeiter stieg von 26,0 % auf 26,8 %.
Das Unternehmen kann seine Value-Ziele nur mit einer qualifizierten und motivierten Belegschaft erreichen. Hierfür investiert KRONES weltweit in die Aus- und Weiterbildung seiner Mitarbeiter. Um die Wachstumschancen unseres Marktes zu nutzen, müssen wir die Belegschaft, vor allem international bei unseren Kunden vor Ort, weiter aufstocken. Entscheidend für den nachhaltigen Erfolg von KRONES ist, dass die richtigen Mitarbeiter am richtigen Ort eingesetzt werden.
Mitarbeiter nach Regionen

Mit 13.346 Mitarbeitern beschäftigte das Unternehmen Ende 2015 weltweit 722 Mitarbeiter mehr als im Vorjahr. Im Inland stieg die Zahl der Beschäftigten von 9.344 auf 9.767. Die internationale Belegschaft wurde von 3.280 auf 3.579 aufgestockt. Der Anteil der im Ausland beschäftigten Mitarbeiter stieg zum Ende des Geschäftsjahres von 26,0 % auf 26,8 %.
Mitarbeiterentwicklung in den Emerging Markets 2011 - 2015
In den Emerging Markets hat KRONES 2015 die Mitarbeiterzahl um 157 auf 1.995 aufgestockt.
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| Jahr | Südamerika | Afrika | Asien | GUS/Osteuropa | China | Gesamt |
|---|---|---|---|---|---|---|
| 2011 | 406 | 225 | 198 | 109 | 258 | 1.196 |
| 2012 | 438 | 285 | 293 | 121 | 298 | 1.435 |
| 2013 | 485 | 339 | 400 | 132 | 325 | 1.681 |
| 2014 | 501 | 363 | 453 | 136 | 385 | 1.838 |
| 2015 | 519 | 376 | 502 | 147 | 451 | 1.995 |
In den Emerging Markets, in denen KRONES seit Jahren mehr als die Hälfte des Konzernumsatzes erwirtschaftet, hat das Unternehmen die Zahl der Mitarbeiter um 157 Personen auf 1.995 aufgestockt. Da die Fluktuationsraten dort höher sind, wollen wir nicht nur neue Mitarbeiter gewinnen, sondern diese auch durch geeignete Maßnahmen stärker ans Unternehmen binden.
Als Technologieführer lebt KRONES von den Fähigkeiten und Wissen seiner Mitarbeiter. Nahezu die komplette Belegschaft in den deutschen Werken verfügt über eine qualifizierte Berufsausbildung. Ein Viertel der Belegschaft sind Fachkaufleute, Techniker oder Meister. Der Anteil unserer Mitarbeiter mit abgeschlossenem Studium liegt bei 19,0 % nach 17,7 % im Vorjahr. Wir bieten unserer Belegschaft umfangreiche Schulungs- und Weiterbildungsmöglichkeiten an, um ihr Wissen in allen relevanten Bereichen auf den neuesten Stand zu bringen.
Qualifikationsstruktur Mitarbeiter in Deutschland

2015

2014
KRONES setzt auf eigene Nachwuchskräfte
Eine der wichtigsten Aufgaben der Personalpolitik ist, junge und qualifizierte Mitarbeiter für KRONES zu gewinnen. Hierfür setzt KRONES auf eine hochwertige Nachwuchsarbeit im eigenen Haus sowie eine gute Zusammenarbeit mit den Hochschulen.
Auszubildende und Ausbildungsanfänger KRONES AG
Im Inland wollen wir die Mitarbeiter, die aus Altersgründen ausscheiden, durch eigene Nachwuchskräfte ersetzen.

Im Herbst 2015 starteten 130 Berufsanfänger ihre Ausbildung bei KRONES, 20 weniger als im Vorjahr. KRONES strebt an, die Mitarbeiter, die im Inland aus Altersgründen ausscheiden, durch eigene Nachwuchskräfte zu ersetzen. Da sich die altersbedingten Austritte auf sehr niedrigem Niveau bewegen, haben wir die Zahl der Ausbildungsanfänger angepasst. Insgesamt bildete KRONES Ende 2015 in Deutschland 534 junge Menschen aus. 76 davon absolvieren ein duales Studium und 92 eine »Profil 21«-Ausbildung. Mit dieser Ausbildung erhalten sie neben dem Facharbeiterbrief auch einen Abschluss als staatlich geprüfter Service-Techniker.
Damit KRONES Hochschulabsolventen als künftige Arbeitnehmer gewinnen kann, arbeitet das Unternehmen eng mit Hochschulen zusammen. KRONES bietet Studenten verschiedenster Fachrichtungen die Möglichkeit, über Praktika erste Erfahrungen zu sammeln oder ihre Abschlussarbeiten bei KRONES zu schreiben. Im Berichtsjahr absolvierten 634 Studenten ein Praktikum und 269 schrieben ihre Master- oder Bachelorarbeit bei KRONES.
Praktikanten und Abschlussarbeiten KRONES

Weiterführende Informationen zum Thema Mitarbeiter entnehmen Sie bitte unserem Nachhaltigkeitsbericht. Dieser ist im Internet unter www.KRONES.com aufrufbar.
Nachhaltiges Wirtschaften
Verantwortung übernehmen und langfristiges Denken ist schon immer Teil der Unternehmensphilosophie und -strategie von KRONES. In unserem Leitbild, dem Verhaltenskodex sowie zahlreichen weiteren Kodizes und Richtlinien haben wir die Grundwerte des Unternehmens verankert.
Wir sind seit 2012 Mitglied des UN-Global-Compact und verfolgen die zehn international anerkannten Nachhaltigkeits-Prinzipien nach innen und außen. Wir wollen unserer Verantwortung als Unternehmen gegenüber allen unseren Interessengruppen (Stakeholdern) gerecht werden. Hierfür setzen wir auf einen aktiven Dialog mit unseren Mitarbeitern, Kunden, Lieferanten, Aktionären, Politik und anderen gesellschaftlichen Gruppen. Unsere Nachhaltigkeitsaktivitäten gliedern wir in die Bereiche Ökonomie, Ökologie, Mitarbeiter und Soziales sowie Gesellschaft.
2015 wichtige Nachhaltigkeits-Meilensteine erreicht
KRONES hat 2015 eine Zielgröße für die CO2-Emissionen festgelegt. Sie sollen bis zum Jahr 2020 um 30 bis 40 Prozent sinken.
Im Berichtsjahr haben wir eine Zielgröße für die CO2 -Emissionen festgelegt und damit im Bereich Ökologie einen wichtigen Meilenstein erreicht. Bis zum Jahr 2020 wollen wir unsere CO2 -Emissionen - gegenüber dem Basis-Jahr 2010 - um 30 bis 40 % senken. Hierzu haben wir einen ausführlichen Maßnahmenkatalog festgelegt. Zudem erfassen wir seit dem Berichtsjahr auch die Emissionen, die durch die Transportlogistik erzeugt werden. Um den Nachhaltigkeitsgedanken noch fester im Unternehmen zu verankern und die Expertise unserer Mitarbeiter umfassend zu nutzen, führten wir 2015 mehrere Workshops zu den Themen Mitarbeiter und Soziales, Ökologie und Gesellschaft durch.
Bei unserem Nachhaltigkeitsprogramm enviro haben wir im Berichtszeitraum erneut gute Fortschritte erzielt. Mit enviro vermindern wir die Energie- und Medienverbräuche unserer Maschinen und sorgen für einen ressourcenschonenden Einsatz beim Kunden. Neben der Zertifizierung weiterer Maschinen verkauften wir 2015 erstmals eine komplette Linie, anstatt bislang Einzelmaschinen, in enviro Ausführung.
KRONES weiterhin »Prime«
Die KRONES Nachhaltigkeitsleistung wird regelmäßig von oekom research, einer der weltweit führenden Nachhaltigkeits-Ratingagenturen geprüft. 2015 wurde KRONES zum dritten Mal in Folge mit »Prime« bewertet. KRONES weist damit weiterhin eine im Branchenvergleich überdurchschnittliche Leistung im Bereich Corporate Social Responsibility (CSR) auf.
2016 wollen wir unsere Nachhaltigkeitsleistung weiter verbessern und mittelfristig die CSR-Themen auch auf die internationalen Standorte übertragen. Weiterführende Informationen zum Thema Nachhaltigkeit sowie unsere konkreten Ziele und Maßnahmen entnehmen Sie bitte unserem Nachhaltigkeitsbericht. Dieser ist im Internet unter www.KRONES.com aufrufbar.
Risiko- und Chancenbericht
| ― | Risiken werden laufend identifiziert |
| ― | Effiziente Kontroll- und Steuerungsinstrumente begrenzen Risiken |
Das Risikomanagementsystem von KRONES
KRONES begegnet möglichen Risiken aktiv. Alle wesentlichen Geschäftsprozesse unterliegen laufend einem internen Kontroll- und Steuerungssystem.
Im Rahmen seiner internationalen Geschäftstätigkeit ist KRONES einer Vielzahl von Risiken ausgesetzt, die untrennbar mit unserem unternehmerischen Handeln verbunden sind. Um diese möglichen Risiken frühzeitig zu erkennen, ihnen aktiv zu begegnen und sie zu begrenzen, überwachen wir alle wesentlichen Geschäftsprozesse laufend. Im Rahmen unserer Unternehmensstrategie identifizieren, analysieren und erschließen wir auch Chancen. Im Gegensatz zu den Risiken erfassen wir die unternehmerischen Chancen aber nicht im Risikomanagementsystem.
Grundsätzlich sind Risiken als mögliche negative Abweichung von unserer Ergebnisprognose für das Geschäftsjahr 2016 definiert. Chancen sind als positive Abweichung von unserer Ergebnisprognose für das Geschäftsjahr 2016 zu verstehen. Innerhalb der drei Segmente des KRONES Konzerns bestehen aufgrund derselben Absatz- und Beschaffungsmärkte auch die gleichen Risiken und Chancen.
Das Risikomanagementsystem von KRONES besteht aus einem internen Kontroll- und Steuerungssystem, mit dem wir alle relevanten Risiken erfassen, analysieren und bewerten. In einem detaillierten und fortlaufenden Planungs-, Informations- und Kontrollprozess überwachen wir die wesentlichen Risiken sowie bereits eingeleitete Gegenmaßnahmen.
Wir bewerten Risiken anhand von Eintrittswahrscheinlichkeiten und ihren möglichen finanziellen Auswirkungen. Maßstab für die möglichen finanziellen Auswirkungen ist das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT). Ausgehend vom Bruttorisiko ermitteln wir das Nettorisiko, das sich ergibt, nachdem wir risikominimierende Maßnahmen getroffen haben.
KRONES teilt Eintrittswahrscheinlichkeiten und finanzielle Auswirkungen in die Bewertungskategorien niedrig, mittel und hoch ein. Die Bewertungskategorien sind wie folgt definiert:
Eintrittswahrscheinlichkeit
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| niedrig | 0 bis 20 % |
| mittel | 21 bis 49 % |
| hoch | 50 bis 100 % |
Mögliche finanzielle Auswirkung*
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| niedrig | 1,0 bis 10,0 Mio. € |
| mittel | 10,1 bis 50,0 Mio. € |
| hoch | > 50,0 Mio. € |
* gemessen am EBIT
Mehrstufiges Risikomanagementsystem
Unser Risikomanagementsystem, das wir anhand praktischer Erfahrungen permanent verbessern, besteht aus den Modulen Risikoanalyse, Risikoüberwachung sowie Risikoplanung und -steuerung.
Risikoanalyse
Um mögliche Risiken frühzeitig zu identifizieren, beobachten wir kontinuierlich sämtliche Geschäftsaktivitäten. Wesentliche projektbezogene Risiken werden vor Annahme eines Auftrags verringert bzw. vermieden. Deshalb prüfen wir die Rentabilität aller Angebote vor der Auftragsannahme. Ab einer fest definierten Ordergröße durchlaufen die Aufträge darüber hinaus eine mehrdimensionale Risikoanalyse. Neben der Rentabilität werden dabei Finanzierungsrisiken, technologische Risiken und steuerliche sowie Termin- und sonstige vertragliche Risiken einzeln erfasst und bewertet, bevor ein Auftrag angenommen wird.
Risiken, die sich für unser Unternehmen aus der Änderung von Markt- oder Wettbewerbsverhältnissen ergeben, begegnen wir, indem wir über alle Segmente und Bereiche hinweg regelmäßig detaillierte Markt- und Wettbewerbsanalysen erstellen.
Darüber hinaus führen wir jährlich einmal für die AG und alle wesentlichen Gesellschaften des Konzerns eine umfangreiche Risikoinventur durch. Die Ergebnisse der Risikoinventur sowie Maßnahmen zur Risikoreduzierung fließen in die jährliche Unternehmensplanung ein. Grundprinzipien sowie der Ablaufprozess sind in einer Risikorichtlinie dokumentiert. Das Risikomanagementsystem dient nicht nur dem gesetzlich vorgegebenen Zweck, existenzgefährdende Risiken frühzeitig zu erkennen, sondern erfasst darüber hinaus auch alle Risiken, die die Ertragslage des Unternehmens wesentlich beeinträchtigen können.
Risikoüberwachung
Durch verschiedene, miteinander verzahnte Controllingprozesse überwachen wir die Risiken im KRONES Konzern. Mit regelmäßigen und umfassenden Berichten aus den einzelnen Geschäftseinheiten werden der Vorstand und andere Entscheidungsträger frühzeitig über alle eventuellen Risiken und Planabweichungen sowie über den Status der Maßnahmen zur Risikominimierung informiert. Bei Projekten mit hohem Auftragswert werden Risikopotenziale in regelmäßigen Treffen untersucht und bewertet. Mitarbeiter, die Risiken identifizieren, geben ihre Informationen zeitnah über das unternehmensinterne Meldewesen weiter.
Risikoplanung und -steuerung
Für unser Kontroll- und Steuerungssystem nutzen wir im Wesentlichen folgende Instrumente, mit denen wir unsere Geschäfte planen und Risiken steuern.
| ― | Jahresplanung |
| ― | Mittelfristplanung |
| ― | Strategische Planung |
| ― | Rollierende Prognoserechnung |
| ― | Monats- und Quartalsreports |
| ― | Investitionsplanung |
| ― | Produktionsplanung |
| ― | Kapazitätsplanung |
| ― | Projektcontrolling |
| ― | Debitorenmanagement |
| ― | Wechselkursabsicherungsgeschäfte |
| ― | Versicherungen |
Organisation des Risikomanagements
Das Risikomanagement ist bei KRONES im Controlling verankert. Geprüft wird das Risikomanagementsystem durch die interne Revision.
Im Controlling laufen alle relevanten Informationen zusammen, werden dort aufbereitet und dem Vorstand als Management-Tool zur Verfügung gestellt. Darüber hinaus gibt es in den verschiedenen Segmenten und Bereichen des Unternehmens Risikobeauftragte, die für das Risikomanagement verantwortlich sind. Dies beinhaltet Risikoerkennung und -reporting sowie Einleitung und Umsetzung von Maßnahmen zur aktiven Risikosteuerung.
Organisation des Risikomanagements von KRONES
Das Risikomanagement von KRONES wird laufend überwacht und überprüft. Hierfür gibt es klare Zuständigkeiten und Verantwortungsbereiche.

Wesentliche Merkmale des internen Kontroll- und Risikomanagementsystems im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess
Das interne Kontroll- und Risikomanagementsystem stellt sicher, dass alle Geschäftsvorfälle richtig erfasst, aufbereitet, gewürdigt und in die Rechnungslegung übernommen werden.
Mit dem internen Kontroll- und Risikomanagementsystem (ikr) im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess stellt KRONES sicher, dass sämtliche Geschäftsvorfälle bilanziell stets richtig erfasst, aufbereitet, gewürdigt und in die Rechnungslegung übernommen werden. Das ikr von KRONES umfasst alle Grundsätze, Methoden und Maßnahmen, die garantieren, dass die Rechnungslegung des Unternehmens wirksam, wirtschaftlich sowie ordnungsgemäß ist und alle maßgeblichen rechtlichen Vorschriften eingehalten werden.
Die wesentlichen Merkmale des bei KRONES bestehenden internen Kontroll- und Risikomanagementsystems im Hinblick auf den (Konzern-)Rechnungslegungsprozess können wie folgt beschrieben werden:
Im KRONES Konzern besteht eine klare Führungs- und Unternehmensstruktur. Bereichsübergreifende Schlüsselfunktionen werden zentral gesteuert.
| ― | Die Funktionen der im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess wesentlich beteiligten Unternehmensbereiche sind klar getrennt und Verantwortungsbereiche eindeutig zugeordnet. |
| ― | Innerhalb der Geschäftsbereiche werden regelmäßige Kontrollfunktionen, vor allem durch das Controlling, übernommen. |
| ― | Im Finanz- und Rechnungswesen wird, soweit möglich, Standardsoftware eingesetzt. |
| ― | Durch entsprechende Einrichtungen im IT-Bereich wird die im Finanz- und Rechnungswesen eingesetzte Unternehmenssoftware gegen unbefugte Zugriffe geschützt. |
| ― | Es besteht ein adäquates Richtlinienwesen (Zahlungsrichtlinien, Reisekostenrichtlinien u. a.), das laufend aktualisiert wird. |
| ― | Alle Abteilungen, die am Rechnungslegungsprozess beteiligt sind, sind qualitativ geeignet ausgestattet. |
| ― | In regelmäßigen Stichproben prüfen wir laufend, ob Buchhaltungsdaten vollständig und richtig sind. |
| ― | Die in der Buchhaltung eingesetzte Software führt programmierte Plausibilitätsprüfungen durch. |
| ― | Bei allen rechnungslegungsrelevanten Vorgängen wenden wir das Vier-Augen-Prinzip an. |
Übersicht und Beschreibung der wesentlichen Risiken
KRONES teilt die Eintrittswahrscheinlichkeiten und die finanziellen Auswirkungen wesentlicher Risiken in die Bewertungskategorien niedrig, mittel und hoch ein.
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| Risikokategorie | Eintrittswahrscheinlichkeit | Finanzielle Auswirkung |
|---|---|---|
| Umfeld- und Branchenrisiken | ||
| Gesamtwirtschaftliche Risiken | niedrig | niedrig |
| Branchenspezifische Risiken | niedrig | mittel |
| Finanzwirtschaftliche Risiken | ||
| Ausfallrisiken | niedrig | mittel |
| Liquiditätsrisiko | niedrig | niedrig |
| Zinsänderungsrisiko | niedrig | niedrig |
| Währungsrisiko | niedrig | niedrig |
| Operative Risiken | ||
| Preisrisiko | mittel | mittel |
| Beschaffungsrisiken | niedrig | niedrig |
| Kostenrisiko | mittel | mittel |
| Personalrisiko | niedrig | niedrig |
| Rechtliche Risiken | mittel | mittel |
| Umwelt- und Sicherheitsrisiken | niedrig | niedrig |
| IT-Risiken | niedrig | niedrig |
Umfeld- und Branchenrisiken
Gesamtwirtschaftliche Risiken
KRONES ist mit seinen Produkten und Dienstleistungen für die Getränke- und Lebensmittelindustrie weniger konjunkturabhängig als andere Maschinenbauer. Komplett entziehen kann sich das Unternehmen gesamtwirtschaftlichen Einflüssen aber nicht. Sollte sich die Weltwirtschaft deutlich schwächer entwickeln als erwartet, würde sich das auch auf Umsatz und Ergebnis von KRONES negativ auswirken. Eine nicht nur vorübergehende Krise in den Schwellenländern könnte die Investitionsbereitschaft unserer Kunden dort verringern. Auch eine erneute Verschärfung der Finanzkrise könnte zulasten der Investitionen in Maschinen und Anlagen von KRONES gehen, weil sich die Finanzierungsmöglichkeiten allgemein verschlechtern würden. Durch die breite internationale Aufstellung des Unternehmens ist KRONES in der Lage, Geschäftseinbrüche in einzelnen Regionen zumindest abzumindern.
Auswirkung gesamtwirtschaftlicher Risiken: Mit einer als niedrig eingestuften Eintrittswahrscheinlichkeit gehen wir von niedrigen finanziellen Auswirkungen aus.
Branchenspezifische Risiken
Branchenspezifischen Risiken ist KRONES hauptsächlich durch die Entwicklung des weltweiten Verpackungsmarktes und dem Agieren seiner Wettbewerber ausgesetzt. Das Wettbewerbsumfeld könnte sich verschärfen, wenn Konkurrenten von KRONES auf Kosten der Preisqualität den Kampf um Aufträge forcieren, um ihre Kapazitäten auszulasten. Dem Risiko, Marktanteile zu verlieren, begegnen wir, indem wir unseren technologischen Vorsprung weiter ausbauen. Darüber hinaus differenziert sich KRONES mit seiner starken Serviceorientierung vom Wettbewerb.
Auswirkung branchenspezifischer Risiken: Mit einer als niedrig eingestuften Eintrittswahrscheinlichkeit gehen wir von mittleren finanziellen Auswirkungen aus.
Finanzwirtschaftliche Risiken
KRONES ist in Form von Ausfallrisiken, Liquiditätsrisiken, Zinsänderungsrisiken und Währungsrisiken finanzwirtschaftlichen Risiken ausgesetzt. Wir beschreiben diese Risiken und geeignete Maßnahmen im Folgenden auch in Einklang mit den Angaben nach IFRS 7 zur Risikoberichterstattung zu Finanzinstrumenten. Grundsätzlich bestehen durch regionale und kundenbezogene Diversifizierungen keine wesentlichen Risikokonzentrationen.
1. Ausfallrisiken
Das Ausfallrisiko beschreibt das maximale Risikopotenzial, das sich aus den einzelnen Positionen zum Berichtszeitpunkt ergibt. Etwaige vorhandene Sicherheiten werden nicht berücksichtigt.
1.1 Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
Das Kreditrisiko beschreibt die Gefahr eines ökonomischen Verlustes, der dadurch entsteht, dass ein Kunde seinen vertraglichen Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommt.
KRONES steuert Kreditrisiken aus Forderungen aus Lieferungen und Leistungen auf Basis von internen Richtlinien. Ein Großteil der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ist durch verschiedene, gegebenenfalls länderspezifische Sicherungsformen, abgesichert. Die Sicherungen umfassen zum Beispiel den Eigentumsvorbehalt sowie Garantien und Bürgschaften oder Akkreditive. Um dem Kreditrisiko vorzubeugen, werden ferner externe Bonitätsprüfungen von Kunden durchgeführt. Darüber hinaus existieren Prozesse zur laufenden Überwachung von eventuell ausfallgefährdeten Forderungen. Die, gemessen am gesamten Forderungsbestand, sehr geringen tatsächlichen Forderungsausfälle belegen die Effektivität der vorgenommenen Maßnahmen.
Das theoretisch maximale Kreditrisiko aus den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen entspricht dem Buchwert.
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| in T€ | Buchwert | davon: zum Abschlussstichtag nicht überfällig | davon: zum Abschlussstichtag in den folgenden Zeitbändern überfällig | |||
|---|---|---|---|---|---|---|
| bis zu 90 Tagen | zwischen 90 und 180 Tagen | zwischen 180 und 360 Tagen | über 360 Tagen | |||
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| 31.12.2015 Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 820.612 | 582.286 | 136.757 | 49.895 | 25.766 | 25.908 |
| 31.12.2014 Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 711.719 | 542.315 | 97.716 | 27.242 | 28.510 | 15.936 |
1.2 Derivative Finanzinstrumente
KRONES verwendet derivative Finanzinstrumente auf einzelvertraglicher Basis ausschließlich für das Risikomanagement. Ohne den Einsatz von derivativen Finanzinstrumenten wäre das Unternehmen höheren finanziellen Risiken ausgesetzt. Sie decken im Wesentlichen die Risiken ab, die aus Kursveränderungen des US-Dollars, australischen Dollars und kanadischen Dollars sowie des britischen Pfunds gegenüber dem Euro entstehen können. Die wesentlichen Vertragsspezifika (Höhe, Laufzeit) von Grund- und Sicherungsgeschäft sind weitgehend identisch.
Das Ausfallrisiko aus derivativen Finanzinstrumenten besteht maximal in der Höhe des Saldos der positiven Marktwerte bei Ausfall eines Vertragspartners. Hierzu verweisen wir auf den Konzernanhang.
1.3 Sonstige finanzielle Vermögenswerte
Die maximale Kreditrisikoposition aus den sonstigen finanziellen Vermögenswerten entspricht dem Buchwert dieser Instrumente. KRONES ist aus den sonstigen Vermögenswerten keinem wesentlichen Ausfallrisiko ausgesetzt. Die darin enthaltenen Vermögenswerte sind kurzfristig.
Auswirkung von Ausfallrisiken: Mit einer als niedrig eingestuften Eintrittswahrscheinlichkeit gehen wir von mittleren finanziellen Auswirkungen aus.
2. Liquiditätsrisiko
Das Liquiditätsrisiko beschreibt die Gefahr, dass ein Unternehmen seine finanziellen Verpflichtungen nicht in ausreichendem Maß erfüllen kann.
KRONES generiert finanzielle Mittel vorwiegend durch das operative Geschäft. Die Mittel dienen vorrangig der Finanzierung des Working Capital sowie von Investitionen. KRONES steuert seine Liquidität, indem das Unternehmen neben dem Zahlungsmittelzufluss aus dem operativen Geschäft ausreichend liquide Mittel vorhält und Kreditlinien bei Banken unterhält. Das operative Liquiditätsmanagement des Unternehmens besteht aus einem Cash-Managementsystem, das zum Teil auf einer monatlich rollierenden Liquiditätsplanung auf Jahresbasis beruht. Damit kann KRONES frühzeitig auf mögliche Liquiditätsengpässe reagieren. Die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente von KRONES umfassen neben Kassenbeständen im Wesentlichen Guthaben bei Kreditinstituten. Die folgende Fälligkeitsübersicht zeigt, wie die undiskontierten Cashflows der Verbindlichkeiten zum 31. Dezember 2015 die Liquiditätssituation des Unternehmens beeinflussen.
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| in T€ | Buchwert | Cashflow 2016 | Cashflow 2017 - 2020 | Cashflow nach 2020 | Cashflow nach 2020 | ||
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 31.12.2015 | Zinsen | Tilgung | Zinsen | Tilgung | Zinsen | Tilgung | |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Derivate Finanzinstrumente | 2.540 | 0 | 2.540 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Verbindlichkeiten aus Leasingverhältnissen | 367 | 17 | 107 | 22 | 260 | 0 | 0 |
| Diskontierte Kundenwechsel | 68.916 | 0 | 56.325 | 0 | 12.591 | 0 | 0 |
| Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten | 18.088 | 0 | 16.712 | 153 | 1.376 | 0 | 0 |
| 89.911 | 17 | 75.684 | 175 | 14.227 | 0 | 0 |
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| in T€ | Buchwert | Cashflow 2015 | Cashflow 2016 - 2019 | Cashflow nach 2019 | Cashflow nach 2019 | ||
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 31.12.2014 | Zinsen | Tilgung | Zinsen | Tilgung | Zinsen | Tilgung | |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Derivate Finanzinstrumente | 5.860 | 0 | 5.860 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Verbindlichkeiten aus Leasingverhältnissen | 523 | 22 | 252 | 22 | 271 | 0 | 0 |
| Diskontierte Kundenwechsel | 21.720 | 0 | 12.021 | 0 | 9.699 | 0 | 0 |
| Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten | 12.032 | 0 | 11.303 | 146 | 729 | 0 | 0 |
| 40.135 | 22 | 29.436 | 168 | 10.699 | 0 | 0 |
Auswirkung des Liquiditätsrisikos: Mit einer als niedrig eingestuften Eintrittswahrscheinlichkeit gehen wir von niedrigen finanziellen Auswirkungen aus.
3. Zinsänderungsrisiko
KRONES ist Risiken ausgesetzt, die sich aus möglichen Schwankungen der Marktzinssätze ergeben können. KRONES nahm zum Bilanzstichtag 2015 keine Bankkredite in Anspruch.
Auswirkung des Zinsänderungsrisikos: Mit einer als niedrig eingestuften Eintrittswahrscheinlichkeit gehen wir von niedrigen finanziellen Auswirkungen aus.
4. Währungsrisiko
Da unsere Exporte in Länder außerhalb der europäischen Währungsunion einen wesentlichen Anteil am Gesamtumsatz ausmachen, sind wir grundsätzlich Währungsrisiken ausgesetzt. Mit Kurssicherungsgeschäften wirken wir diesen bestmöglich entgegen. Zudem schließen wir Beschaffungs- und Absatzgeschäfte weitestgehend in Euro oder der jeweiligen funktionalen Währung ab.
Wesentliche Fremdwährungspositionen nach Klassen des IFRS 7:
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| in T€ | Währung USD | Währung CAD | Währung AUD | Währung GBP |
|---|---|---|---|---|
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 572 | 679 | 0 | 0 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 2.010 | 5.903 | 189 | 0 |
| Sonstige Finanzforderungen | 155 | 35 | 6 | 0 |
| Derivate mit positiven Marktwerten | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Ausleihungen | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Summe Aktiva | 2.737 | 6.617 | 195 | 0 |
| Verbindlichkeiten | ||||
| Lieferungen und Leistungen | -5.965 | -1.708 | -126 | -170 |
| gegenüber Kreditinstituten | 0 | 0 | 0 | 0 |
| aus Finanzierungsleasingverhältnissen | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | -4.334 | -5.716 | 0 | 0 |
| Derivate mit negativen Marktwerten | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Finanzielle Verbindlichkeiten zu fortgeführten Anschaffungskosten | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Summe Passiva | -10.299 | -7.424 | -126 | -170 |
| Saldo Aktiva und Passiva | -7.562 | -807 | 69 | -170 |
| Wirtschaftlich durch Derivate abgesicherte Positionen | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Netto-Exposure per 31.12.2015 | -7.562 | -807 | 69 | -170 |
Eine Veränderung des Stichtagskurses von 10 % würde im Ergebnis folgende Auswirkungen verursachen:
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| in T€ | Währung USD | Währung CAD | Währung AUD | Währung GBP |
|---|---|---|---|---|
| (+) Fremdwährungsgewinn/ (-) -aufwand | 687 | 73 | - 6 | 15 |
Auswirkung des Währungsrisikos: Mit einer als niedrig eingestuften Eintrittswahrscheinlichkeit gehen wir von niedrigen finanziellen Auswirkungen aus.
Operative Risiken
1. Preisrisiko
KRONES ist in einem wettbewerbsintensiven Markt tätig, in dem Unternehmen Aufträge teilweise über nicht kostendeckende Preise generieren. Es ist nicht auszuschließen, dass sich die zu erzielenden Preise für unsere Produkte und Dienstleistungen weiter verschlechtern. Preisrisiken bergen auch die mit unseren Kunden geschlossenen Festpreisverträge. Das Risiko von entstehenden Mehrkosten trägt KRONES. Um dieses Risiko zu minimieren, hat KRONES eine mehrdimensionale Auftragsanalyse eingeführt. Ab einer definierten Größe wird jede Anfrage und jedes Angebot nach den finanziellen, den technisch/technologischen, den steuerlichen sowie den rechtlichen und den regionalen Risiken beurteilt.
Auswirkung des Preisrisikos: Mit einer als mittel eingestuften Eintrittswahrscheinlichkeit gehen wir von mittleren finanziellen Auswirkungen aus.
2. Beschaffungsrisiken
KRONES ist im Rahmen seiner Geschäftstätigkeit aus dem Bezug von Teilen und Rohstoffen einem Marktpreisrisiko ausgesetzt. Wesentliche Einflussfaktoren auf Rohstoffpreise sind geopolitische und gesamtwirtschaftliche Entwicklungen. Grundsätzlich besteht die Gefahr, dass sich die Rohstoffpreise zu unseren Ungunsten entwickeln. Das Unternehmen begegnet diesem Risiko durch ein gezieltes Beschaffungsmanagement bzw. durch längerfristige Lieferkontrakte, wodurch wesentliche Rohstoffpreisrisiken verringert werden. Hinsichtlich Lieferanten besteht darüber hinaus ein Produkt-, Termin- und Qualitätsrisiko. Ein speziell entwickeltes Lieferantenauswahl-, Kontroll- und Steuerungsverfahren trägt dazu bei, solche Risiken zu minimieren.
Auswirkung der Beschaffungsrisiken: Mit einer als niedrig eingestuften Eintrittswahrscheinlichkeit gehen wir von niedrigen finanziellen Auswirkungen aus.
3. Kostenrisiko
Neben einem steigenden Umsatz basiert unsere Ergebnisprognose auch darauf, dass wir mit Kosteneinsparungen rechnen. Im Rahmen des Value-Programms optimieren wir die Kostenstrukturen entlang der gesamten Wertschöpfungskette nachhaltig. Dabei geht es in erster Linie darum, klassische Fixkostenbereiche möglichst stark zu flexibilisieren, um mit starken Marktveränderungen zurechtzukommen. KRONES ist dem Risiko ausgesetzt, dass die Einsparungen geringer ausfallen als erwartet. Durch permanente Kontrolle der unternehmensweiten Projekte mindern wir dieses Risiko.
Auswirkung des Kostenrisikos: Mit einer als mittel eingestuften Eintrittswahrscheinlichkeit gehen wir von mittleren finanziellen Auswirkungen aus.
4. Personalrisiko
KRONES plant mit steigendem Geschäftsvolumen und will im Servicebereich verstärkt wachsen. Dafür benötigen wir hoch qualifizierte Mitarbeiter im In- und Ausland. Es besteht das Risiko, dass das Unternehmen nicht genügend geeignete Mitarbeiter findet. Frühzeitigen Zugang zu qualifizierten Mitarbeitern wollen wir uns durch eine kontinuierliche Zusammenarbeit mit Hochschulen sichern. In unserem Unternehmen beschäftigen wir laufend Bachelor-/Masterstudenten. Zudem setzen wir professionelle Personalberater ein.
Auswirkung des Personalrisikos: Mit einer als niedrig eingestuften Eintrittswahrscheinlichkeit gehen wir von niedrigen finanziellen Auswirkungen aus.
Rechtliche Risiken
Grundsätzlich bestehen für KRONES aus dem operativen Geschäft Risiken im Zusammenhang mit möglichen Rechtsstreitigkeiten. KRONES begegnet rechtlichen Risiken durch Verhaltensregeln, Kodizes und der internen Compliance-Struktur. Darüber hinaus hat das Unternehmen branchenübliche Versicherungen abgeschlossen.
Auswirkung von rechtlichen Risiken: Mit einer als mittel eingestuften Eintrittswahrscheinlichkeit gehen wir von mittleren finanziellen Auswirkungen aus.
Umwelt- und Sicherheitsrisiken
Als produzierendes Unternehmen ist KRONES Risiken im Bereich Umwelt und Sicherheit ausgesetzt, die zu möglichen Schäden an Menschen, Gütern und der Reputation des Unternehmens führen können. Schäden, die durch technisches oder menschliches Versagen in der Produktion ausgelöst werden, könnten sich direkt finanziell auswirken. Darüber hinaus können sich im Schadensfall Strafen, Schadensersatzforderungen und Reputationsschäden indirekt finanziell auswirken. KRONES vermindert Umwelt- und Sicherheitsrisiken durch hohe technische Standards in der Produktion, Schulungen, Verhaltensregeln sowie branchenübliche Versicherungen.
Auswirkung von Umwelt- und Sicherheitsrisiken: Mit einer als niedrig eingestuften Eintrittswahrscheinlichkeit gehen wir von niedrigen finanziellen Auswirkungen aus.
IT-Risiken
Alle wesentlichen Geschäftsprozesse von KRONES basieren auf funktionierenden IT-Systemen. Risiken bestehen darin, dass wichtige Systeme ausfallen, gestört oder von unberechtigten Dritten auf diese zugegriffen werden. Dies könnte den Verlust von wichtigen vertraulichen Daten zur Folge haben. KRONES wappnet sich gegen diese Risiken mit international anerkannten IT-Sicherheitsmaßnahmen. Für kritische Geschäftsprozesse haben wir redundante IT-Systeme angelegt.
Auswirkung von IT-Risiken: Mit einer als niedrig eingestuften Eintrittswahrscheinlichkeit gehen wir von niedrigen finanziellen Auswirkungen aus.
Übersicht und Beschreibung der wesentlichen Chancen
Die wesentlichen Chancen
Unternehmerische Chancen erfasst KRONES nicht im Risikomanagementsystem.
Wir teilen ihnen daher keine Eintrittswahrscheinlichkeiten und mögliche finanzielle Auswirkungen zu. Im Folgenden beschreiben wir die Chancen allgemein.
Gesamtwirtschaftliche Chancen
Gesamtwirtschaftliche Chancen bieten sich für KRONES durch die gute internationale Positionierung des Unternehmens. Vor allem in den aufstrebenden Volkswirtschaften in Asien/Pazifik sowie in Afrika und dem Mittleren Osten hat KRONES seine Marktstellung in den vergangenen Jahren deutlich gestärkt. Von einem beschleunigten Wachstum in den Schwellenländern würden wir überproportional profitieren. Auch eine schnelle und kräftige Erholung der Wirtschaft im Euro-Raum könnte zu einem über unserer Prognose liegendem Ergebnis führen.
Branchenspezifische Chancen
Die Hersteller von Getränken und Lebensmitteln achten zunehmend darauf, Energie und andere Ressourcen sparsam einzusetzen. Es besteht die Chance, dass sich dieser Trend verstärkt. Daraus eröffnen sich für KRONES aufgrund seiner Wettbewerbsvorteile in diesem Bereich zusätzliche Absatzchancen. Mit dem zertifizierten Managementsystem enviro haben wir die Basis dafür geschaffen, dass Maschinen und Anlagen von KRONES besonders niedrige Energie- und Medienverbräuche aufweisen. Damit hat sich das Unternehmen auch einen Wettbewerbsvorteil erarbeitet.
Chancen durch Akquisitionen
Aufgrund der soliden Finanz- und Kapitalausstattung des Unternehmens ist KRONES grundsätzlich in der Lage, mögliche Chancen für externes Wachstum zu nutzen. Im Rahmen unserer Strategie halten wir gezielt Ausschau nach geeigneten Zukäufen. Unsere Ergebnisplanungen beinhalten keinerlei Zukäufe. Durch externes Wachstum könnten sich Chancen für KRONES eröffnen.
Operative Chancen
1. Absatzpreise
KRONES will die angestrebte Ergebnisverbesserung durch eine günstigere Kostenbasis realisieren. Mit wesentlichen positiven Preiseffekten rechnen wir nicht. Sollten sich die Marktpreise besser als erwartet entwickeln, ergäben sich für das Unternehmen Chancen.
2. Beschaffungspreise
Das Unternehmen kauft zunehmend Gleichteile und komplette Baugruppen bei Lieferanten. Darüber hinaus beschafft KRONES verstärkt Material lokal, also an den internationalen Standorten des Unternehmens. Es besteht die Chance, dass wir dadurch mehr einsparen als geplant. Zusätzliche Chancen ergeben sich durch allgemein niedrigere Rohstoffpreise als erwartet.
3. Kosten
Im Rahmen des Strategieprogramms Value optimiert das Unternehmen seine Kostenstrukturen. Sollten einzelne Maßnahmen stärker oder schneller greifen als geplant, ergeben sich daraus Chancen für KRONES.
Zusammenfassende Beurteilung der Risiko- und Chancenlage
Aus heutiger Sicht sind für KRONES keine Risiken ersichtlich, die den Fortbestand des Unternehmens gefährden könnten. Im Vergleich zum Vorjahr hat sich die Einschätzung zu Risiken und Chancen nicht wesentlich geändert. Der Schwerpunkt der Risiken liegt unverändert auf den Umfeld- und Branchenrisiken sowie den finanzwirtschaftlichen Risiken.
Nach Ablauf des Geschäftsjahres
Beschluss des Aufsichtsrats zum Vorschlag von Aktionären
Der Aufsichtsrat der KRONES Aktiengesellschaft hat in seiner Sitzung am 16. März 2016 beschlossen, dass er den Vorschlag von Aktionären, die zusammen mehr als 25 % der Stimmrechte an der KRONES Aktiengesellschaft halten, unterstützt und der ordentlichen Hauptversammlung 2016 entsprechend vorschlagen wird, den ehemaligen Vorstandsvorsitzenden, Herrn Volker Kronseder, in den Aufsichtsrat zu wählen. Im Fall seiner Wahl in den Aufsichtsrat wird Volker Kronseder für den Aufsichtsratsvorsitz kandidieren und der Aufsichtsrat diese Kandidatur unterstützen. Die ordentliche Hauptversammlung ist für den 15.06.2016 geplant.
Prognosebericht
| ― | IWF hat Wachstumsraten für 2016 leicht nach unten korrigiert |
| ― | Markt für Getränkeabfüll- und Verpackungsanlagen bleibt stabil |
| ― | KRONES will 2016 Umsatz und Ergebnis vor Steuern weiter verbessern |
Weltwirtschaft soll 2016 um 3,4 % wachsen
Unter den Industrienationen wird 2016 laut IWF die USA das größte Wachstum ausweisen.
Im Januar 2016 nahm der Internationale Währungsfonds (IWF) seine Prognosen für 2016 leicht zurück. Der IWF erwartet nunmehr, dass die Weltwirtschaft 2016 um 3,4 % wächst. Im Oktober 2015 lag die Prognose noch bei 3,6 %. Der Grund hierfür ist, dass sich die Wirtschaft in den Emerging Markets, vor allem in den Öl exportierenden Ländern und Regionen wie Brasilien, Russland und dem Mittleren Osten, weniger stark erholen dürfte als erwartet. Als zusätzliche Risiken für die globale Konjunktur sehen die Experten beim IWF mögliche Zinsanhebungen in den USA, die niedrigen Rohstoff- und Energiepreise sowie die labile konjunkturelle Lage in China.
Für die entwickelten Industrienationen ist der IWF weiterhin optimistisch. Hier soll das Bruttoinlandsprodukt (BIP) 2016 um 2,1 % steigen, nach 1,9 % im Vorjahr. Spitzenreiter mit einem Wachstum von 2,6 % (Vorjahr: 2,5 %) ist die USA. Hier tragen vor allem ein guter Arbeits- und Immobilienmarkt die Konjunktur. Europa profitiert von der weiterhin extrem lockeren Geldpolitik und den niedrigen Öl- und Energiepreisen, die den Konsum deutlich stützen. Insgesamt soll in der Euro-Zone das BIP um 1,7 % (Vorjahr: 1,5 %) zulegen, genau so stark wie in Deutschland. Für Japan erwarten die Experten eine um 1,0 % (Vorjahr: 0,6 %) höhere Wirtschaftsleistung, ebenfalls unterstützt durch eine sehr lockere Geldpolitik und niedrige Rohstoffpreise.
In den Schwellen- und Entwicklungsländern sollte das Wachstum 2016 bei 4,3 % liegen, nach 4,0 % im Jahr 2015. Für China rechnet der IWF mit einer Abschwächung von 6,9 % auf 6,3 %. Die Transformation der chinesischen Wirtschaft hin zu mehr Konsum und weniger Investitionen werde noch einige Zeit in Anspruch nehmen und bis dahin das Wachstum bremsen, so der IWF. Die größten Zuwachsraten weltweit erwartet der IWF für Indien. Dort soll das BIP im laufenden Jahr um 7,5 % (Vorjahr: 7,3 %) steigen. Für die Region Mittlerer Osten/Afrika prognostizieren die Experten ein Wachstum von 3,6 % (Vorjahr: 2,5 %).
Wachstum des Bruttoinlandsprodukts 2016 in Prozent (Prognose)

Quelle: IWF
Niedrige Arbeitslosenzahlen und Inflationsraten stärken Kaufkraft und Konsum
Die Investitionsbereitschaft der KRONES Kunden und damit die Nachfrage nach Getränkeabfüll- und Verpackungsanlagen ist abhängig von der Ausgabefreudigkeit der Konsumenten. Eine niedrige Arbeitslosenquote und geringe Inflationsraten wirken sich positiv auf die Kaufkraft der Konsumenten aus und stützen damit die Nachfrage nach abgepackten Getränken und Lebensmitteln. Arbeitslosenquote und Inflation beeinflussen somit indirekt die Nachfrage nach KRONES Produkten. Für 2016 erwarten wir, dass beide Faktoren keine negativen Effekte auf die Geschäfte von KRONES haben.
Nahrungsmittel- und Verpackungsmaschinen mit stabiler Nachfrage
Der Verband deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) ist wegen der vielen wirtschaftlichen und politischen Krisen nicht mehr so optimistisch wie in den Vorjahren. Der VDMA geht für 2016 von einem Nullwachstum aus, nachdem auch die Schätzungen für 2015 bereits auf ein Nullwachstum nach unten genommen werden mussten. Neben der Russland-Krise leidet die Branche unter der Abkühlung in China. Stabile Geschäfte in Europa und Nordamerika können diese Rückgänge jedoch ausgleichen.
Einzelne Bereiche werden von der Gesamtprognose für den deutschen Maschinenbau aber deutlich abweichen. In dem für KRONES wichtigen Segment Nahrungsmittel- und Verpackungsmaschinen sollte sich die Nachfrage überdurchschnittlich zur Gesamtbranche entwickeln.
Reale Veränderung der deutschen Maschinenbauproduktion im Vergleich zum Vorjahr in Prozent

* Prognose
Quelle: Statistisches Bundesamt, VDMA
KRONES schätzt Aussichten für 2016 verhalten optimistisch ein
KRONES ist für das Geschäftsjahr 2016, trotz vieler wirtschaftlicher und politischer Unsicherheiten, verhalten optimistisch. Grund hierfür ist, dass der Markt für Verpackungsmaschinen stärker und stabiler wächst als die Weltwirtschaft. Wachstumstreiber sind nahezu konjunkturunabhängige Megatrends, wie die stetig wachsende Mittelschichten in den aufstrebenden Volkswirtschaften und die zunehmende Abwanderung der Menschen in den Emerging Markets vom Land in die Stadt. Beides führt zu einer höheren Nachfrage nach abgepackten Lebensmitteln und Getränken. Da sich darüber hinaus die Lebensmittel- und Getränkehersteller verstärkt über innovative Verpackungslösungen von den Wettbewerbern abheben müssen, bleiben die Voraussetzungen für eine stabil wachsende Nachfrage nach Produkten und Dienstleistungen von KRONES 2016 insgesamt gut.
Die regionale Umsatzaufteilung dürfte 2016 nicht stark vom Vorjahr abweichen. In Nord- und Mittelamerika erwarten wir weiterhin gute Geschäfte. Ein veralteter Maschinenpark und viele neue Getränkesorten sorgen für gute Nachfrage. Auch Europa sollte sich wieder positiv entwickeln. Hier werden ebenfalls bestehende Anlagen modernisiert, mit klarem Fokus auf niedrige Gesamtbetriebskosten. In Asien und Afrika kommt das Wachstum von steigenden Bevölkerungszahlen und neuen Getränkearten. Für den chinesischen Markt erwarten wir eine stabile Entwicklung.
In Brasilien und Russland rechnen wir mit einer Stabilisierung auf niedrigem Niveau.
KRONES will 2016 das Ergebnis in allen drei Segmenten verbessern
Das Segment Prozesstechnik soll 2016 nachhaltig den Sprung in die Profitabilität schaffen.
KRONES will 2016 Umsatz, Ergebnis und ROCE steigern.
Von den Absatzpreisen erwartet KRONES für 2016 keine Unterstützung. Kostensenkungen, neue Produkte und Services sowie weitere Qualitätsverbesserungen bleiben daher wichtige Value-Themen, um 2016 in allen drei Segmenten weiter zu wachsen und das Ergebnis vor Steuern zu steigern.
Im Kernsegment »Maschinen und Anlagen zur Produktabfüllung und -ausstattung« werden wir 2016 unsere internationalen Servicestrukturen und LCS Center ausbauen. Hierfür wird KRONES 2016 das Personal in den jeweiligen Regionen mit qualifizierten Fachkräften aufstocken. Zudem wird das Unternehmen im laufenden Geschäftsjahr noch mehr lokale Produkte anbieten, die auch lokal eingekauft, gefertigt und montiert werden. Hierzu baut die Gesellschaft beispielsweise die Kapazitäten in China deutlich aus. Zudem müssen wir die Effizienz weiter erhöhen, um Kostensteigerungen bei Material und Personal entgegenzuwirken. Neue Umsatzpotenziale werden wir durch innovative Produkte und Services erschließen.
Für das Kernsegment plant KRONES für 2016 einen leicht unterdurchschnittlichen Umsatzanstieg von 3 %, nachdem das Segment in den beiden Vorjahren überproportional zulegen konnte. Die EBT-Marge, also das Ergebnis vor Steuern, soll mit etwa 8 % das hohe Niveau des Vorjahres erreichen.
Im Segment »Prozesstechnik« liegt 2016 der Fokus auf der Umsetzung des Ende 2015 beschlossenen Maßnahmenpakets. Damit wollen wir die Ertragskraft des Segments nachhaltig stärken. Das kann nur gelingen, wenn wir für die verschiedenen Regionen spezifische Produkte zu wettbewerbsfähigen Preisen anbieten. Das Maßnahmenpaket (s. Strategie) wird bis 2017 umgesetzt, wobei ein großer Teil bereits 2016 abgearbeitet werden soll.
Das Komponentengeschäft (EVOGUARD) und die Intralogistik (SYSKRON), die beide auch im Segment Prozesstechnik angesiedelt sind, werden wir 2016 weiter ausbauen.
Insgesamt prognostizieren wir für das Segment Prozesstechnik für 2016 einen um rund 10 % höheren Umsatz sowie ein leicht positives Ergebnis (EBT-Marge: 1 %). Mittelfristig wollen wir in der Prozesstechnik eine EBT-Marge von mindestens 4 % erzielen.
Im kleinsten Segment »Maschinen und Anlagen für die Compact Class« haben wir die Aktivitäten von KOSME und GERNEP gebündelt. Nach der Trendwende bei KOSME im vergangenen Jahr erwarten wir für das laufende Geschäftsjahr, dass das Segment Compact Class mit einem stabilen Umsatz eine EBT-Marge von 4 - 5 % erzielt. Mittelfristig sind wir zuversichtlich, dass dieser Bereich ein Wachstum von jährlich 5 % und eine EBT-Marge von 5 % erwirtschaften kann.
Auf Grundlage der derzeitigen gesamtwirtschaftlichen Aussichten und der erwarteten Entwicklung der für KRONES relevanten Märkte streben wir für 2016 im Konzern ein Umsatzwachstum von 3 % an.
Das Ergebnis des Unternehmens soll im laufenden Jahr erneut steigen. KRONES prognostiziert, dass 2016 die EBT-Marge, also das Ergebnis vor Steuern im Verhältnis zum Umsatz, bei 7,o % liegen wird. Unsere dritte Zielgröße, den ROCE, wollen wir im laufenden Jahr auf 18 % steigern. Mittelfristig streben wir einen ROCE von 20 % an.
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| Prognose für 2016 | Ist-Wert 2015 | |
|---|---|---|
| Umsatzwachstum | + 3 % | + 7,5 % |
| EBT-Marge | 7,0 % | 7,0 % |
| ROCE | 18 % | 17,7 % |
Angaben gemäß § 315 Abs. 4 HGB
Das Grundkapital der Gesellschaft beträgt gemäß § 4 Abs. 1 der Satzung der KRONES Aktiengesellschaft 40.000.000,00 Euro und ist eingeteilt in 31.593.072 auf den Inhaber lautende Stückaktien.
In der Hauptversammlung gewährt gemäß § 20 Abs. 1 der Satzung je eine Aktie eine Stimme. Die Beschlüsse der Hauptversammlung werden, soweit nicht zwingende gesetzliche Vorschriften entgegenstehen, mit einfacher Mehrheit der abgegebenen Stimmen und, sofern das Gesetz außer der Stimmenmehrheit eine Kapitalmehrheit vorschreibt, mit der einfachen Mehrheit des bei der Beschlussfassung vertretenen Grundkapitals gefasst.
Zur Teilnahme an der Hauptversammlung und zur Ausübung des Stimmrechts sind gemäß § 18 Abs. 1 der Satzung nur diejenigen Aktionäre berechtigt, die sich vor der Hauptversammlung bei der Gesellschaft in Textform in deutscher oder englischer Sprache anmelden und ihren Anteilsbesitz nachweisen. Als Nachweis genügt ein in Textform erstellter besonderer Nachweis des Anteilsbesitzes durch das depotführende Institut in deutscher oder englischer Sprache. Der Nachweis hat sich auf den Beginn des einundzwanzigsten Tages vor der Hauptversammlung zu beziehen.
Das Stimmrecht kann gemäß § 18 Abs. 2 der Satzung durch einen Bevollmächtigten ausgeübt werden. Die Erteilung der Vollmacht, ihr Widerruf und der Nachweis der Bevollmächtigung gegenüber der Gesellschaft bedürfen der Textform. In der Einberufung kann eine Erleichterung der Textform bestimmt werden. § 135 AktG bleibt unberührt.
In der Hauptversammlung kann der Versammlungsleiter das Frage- und Rederecht der Aktionäre zeitlich angemessen beschränken (§ 19 Abs. 3 der Satzung).
Dem Vorstand der Gesellschaft sind darüber hinaus keine Beschränkungen bekannt, die Stimmrechte oder die Übertragung von Aktien betreffen.
Nach Kenntnis der Gesellschaft bestehen folgende direkte und indirekte Beteiligungen am Grundkapital, die 10 % der Stimmrechte überschreiten:
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| Bezeichnung des jeweiligen Aktionärs | Gesamtstimmrechtsanteile | Davon zuzurechnen nach § 22 Abs. 2 WpHG indirekte Stimmrechtsanteile |
|---|---|---|
| Familie Kronseder Konsortium GbR, Neutraubling, Deutschland | 51,55 % | 51,55 % |
Gesellschafter dieser GbR sind: Beteiligungsgesellschaft Kronseder mbH, Harald Kronseder Holding GmbH, VMAX Familienstiftung, Harald Kronseder, Gunter Kronseder, Nora Kronseder, Leopold Kronseder
Bei den genannten Beteiligungen können sich nach dem angegebenen Zeitpunkt (März 2016) Veränderungen ergeben haben, die der Gesellschaft gegenüber nicht meldepflichtig waren. Da die Aktien der Gesellschaft Inhaberaktien sind, werden der Gesellschaft Veränderungen beim Aktienbesitz grundsätzlich nur bekannt, soweit sie Meldepflichten unterliegen.
Die Ernennung und Abberufung der Mitglieder des Vorstandes richtet sich nach den §§ 84, 85 AktG. Gemäß § 6 Abs. 1 der Satzung besteht der Vorstand aus mindestens zwei Personen. Die Bestimmungen der Anzahl der Vorstandsmitglieder, die Bestellung der ordentlichen Vorstandsmitglieder und der stellvertretenden Vorstandsmitglieder, der Abschluss der Anstellungsverträge sowie der Widerruf der Bestellung erfolgen durch den Aufsichtsrat (§ 6 Abs. 2 der Satzung).
Bei Satzungsänderungen sind die §§ 179ff. AktG zu beachten. Über Satzungsänderungen hat die Hauptversammlung zu entscheiden (§ 119 Abs. 1 Nr. 5, § 179 Abs. 1 AktG). Der Aufsichtsrat kann Änderungen der Satzung beschließen, die nur die Fassung betreffen (§ 13 der Satzung).
Gemäß § 4 Abs. 4 der Satzung ist der Vorstand ermächtigt, das Grundkapital der Gesellschaft bis zum Ablauf des 15. Juni 2016 mit Zustimmung des Aufsichtsrats durch Ausgabe neuer auf den Inhaber lautender Stückaktien einmalig oder mehrfach gegen Bareinlagen um bis zu 10 Mio. € zu erhöhen (genehmigtes Kapital).
Dabei ist den Aktionären ein Bezugsrecht einzuräumen. Der Vorstand kann das Bezugsrecht der Aktionäre für eventuell entstehende Spitzenbeträge ausschließen.
Durch Beschluss der Hauptversammlung vom 25. Juni 2014 ist die Gesellschaft ermächtigt, bis zum Ablauf des 24. Juni 2019 eigene Aktien der Gesellschaft bis zu insgesamt 10 % des bei Wirksamwerden oder - sollte dieses geringer sein - bei Ausübung der Ermächtigung bestehenden Grundkapitals unter Einhaltung der gesetzlichen Vorgaben und der Vorgaben des Hauptversammlungsbeschlusses zu erwerben.
Durch Beschluss der Hauptversammlung vom 25. Juni 2014 ist der Vorstand ermächtigt, eigene Aktien der KRONES Aktiengesellschaft einzuziehen, die aufgrund vorstehender Ermächtigung erworben werden, ohne dass die Einziehung oder ihre Durchführung eines weiteren Hauptversammlungsbeschlusses bedarf.
Die KRONES AG hat keine wesentlichen Vereinbarungen getroffen, die besondere Regelungen für den Fall des Kontrollwechsels bzw. Kontrollerwerbs enthalten, der infolge eines Übernahmeangebotes entstehen kann.
Entschädigungsvereinbarungen mit den Mitgliedern des Vorstands oder Arbeitnehmern für den Fall eines Übernahmeangebots hat die Gesellschaft nicht getroffen.
Vergütungsbericht
Der Vergütungsbericht stellt die Grundzüge, die Struktur und die Höhe der Vorstands- und Aufsichtsratsvergütung der KRONES AG dar. Im Interesse der Klarheit und Übersichtlichkeit werden die Angaben zur individualisierten Vergütung und die Beschreibung der Grundzüge des Vergütungssystems im nachfolgenden Vergütungsbericht als Teil des Konzernlageberichts zusammengefasst. Er umfasst somit die gesetzlichen Vorschriften der §§ 314 Abs. 1 Nr. 6a, 315 Abs. 2 Nr. 4 HGB.
Vorstandsvergütung
Grundsätze der Vorstandsvergütung
Für die Festsetzung der Gesamtbezüge der einzelnen Vorstandsmitglieder ist das Aufsichtsratsplenum zuständig. Der Ständige Ausschuss bereitet dazu die vergütungsrelevanten Beschlussfassungen des Aufsichtsrats vor und spricht Empfehlungen aus.
Die Kriterien für die Angemessenheit der Vergütung bilden insbesondere die Aufgaben des jeweiligen Vorstandsmitglieds, dessen Verantwortung, seine persönliche Leistung und die Erfahrung sowie die wirtschaftliche Lage, der Erfolg und die Zukunftsaussichten des Unternehmens im Rahmen seines Vergleichsumfeldes.
Die Angemessenheit wird vom Aufsichtsrat durch externe Benchmarks sowie durch einen Vergleich mit dem oberen Führungskreis bzw. der Gesamtbelegschaft regelmäßig überprüft.
Das aktuelle Vergütungssystem für den Vorstand wurde zuletzt im Jahr 2013 überarbeitet. Diese Neuordnung wurde von der Hauptversammlung am 25. Juni 2014 gebilligt.
Vergütungsbestandteile
Das Vergütungssystem für den Vorstand umfasst nachstehende Vergütungsbestandteile:
| ― | Fixe Bestandteile (Grundvergütung und Nebenleistungen) |
| ― | Variable Bestandteile, die jährlich wiederkehren und an dem geschäftlichen Erfolg orientiert sind (Short Term Incentive) mit Risikofaktor |
| ― | Variable Bestandteile mit mittelfristiger Anreizwirkung (Mid Term Incentive) mit Risikofaktor und einem Berechnungszeitraum von 3 Jahren |
| ― | Variable Bestandteile mit langfristiger Anreizwirkung (Long Term Incentive) mit Risikofaktor und einem Berechnungszeitraum von 5 Jahren |
| ― | Zusagen zur betrieblichen Altersversorgung |
Insgesamt besteht die Vergütungsstruktur zu 59 % aus fixer und zu 41 % aus variabler Vergütung. In Summe ist das Vergütungssystem darauf ausgerichtet, einen Anreiz für eine nachhaltig erfolgreiche Unternehmensführung zu setzen. So entsprechen die mittel- und langfristigen variablen Bestandteile 64 % der gesamten variablen Bestandteile. Des Weiteren bestehen Höchstgrenzen und Auszahlungshürden bezüglich der variablen Vergütung.
Fixe Bestandteile (Grundvergütung und Nebenleistungen)
Das Fixum ist die vertraglich festgelegte Grundvergütung und wird monatlich in gleichen Beträgen als Gehalt ausgezahlt. Eine Überprüfung findet regelmäßig statt. Für das Geschäftsjahr 2015 betrug die Grundvergütung der sechs im Geschäftsjahr 2015 tätigen Vorstandsmitglieder T€ 2.890 (Vorjahr: T€ 3.028).
Zusätzlich werden Nebenleistungen gewährt, die im Wesentlichen die Kosten für bzw. den geldwerten Vorteil von üblichen Versicherungsleistungen und der Bereitstellung eines Firmen-Pkw enthalten und die nach den jeweils geltenden steuerlichen Richtlinien versteuert werden. Für das Geschäftsjahr 2015 erhielten die Vorstandsmitglieder Nebenleistungen in Höhe von T€ 125 (Vorjahr: T€ 85).
Variable Vergütungsbestandteile
Die variable Vergütung hat Risikocharakter, so dass es sich hierbei um eine nicht gesicherte Vergütung handelt. Das Incentive-Paket des Vorstands setzt sich seit 2015 aus folgenden Komponenten zusammen:
―
Short Term Incentive (STI, Berechnungszeitraum 1 Jahr)
| ― | Jährliche Auslobung |
| ― | Zielwert: 3 Monatsgehälter p. a. (= 100 % Zielerreichung) |
| ― | Bezugsgrößen: EBT-Marge (Schwerpunkt), Auftragseingang, Konzernumsatz, ROCE |
| ― | Cap bei 200 % (max. 6 Monatsgehälter) |
| ― | Auszahlung entfällt, wenn EBT negativ ist |
Die STI-Auszahlung für das Geschäftsjahr 2015 beträgt in 2016 T€ 1.085 (Vorjahr: T€ 892). Ergänzend kann der Aufsichtsrat nach billigem Ermessen eine Sondertantieme ausgeben, sofern außergewöhnliche Ereignisse oder besondere Leistungen es als angemessen erscheinen lassen. Für das Geschäftsjahr 2015 wurde eine Sondertantieme in Höhe von T€ 100 ausgezahlt.
―
Mid Term Incentive (MTI, Berechnungszeitraum 3 Jahre)
| ― | Jährliche Auslobung (revolvierend) |
| ― | Zielwert: 3 Monatsgehälter p. a. (= 100 % Zielerreichung) |
| ― | Bezugsgrößen: ROCE (Schwerpunkt), Umsatz, EBIT und Qualitätskosten |
| ― | Cap bei 200 % (max. 6 Monatsgehälter) |
| ― | Auszahlung entfällt, wenn EBT im Durchschnitt negativ ist |
Die Mid Term Incentive-Rückstellung betrug zum Geschäftsjahresende T€ 1.246 (Vorjahr: T€ 1.480), davon entfallen T€ 617 als Vergütung auf das Jahr 2015.
―
Long Term Incentive (LTI, Berechnungszeitraum 5 Jahre)
| ― | Auslobung alle 5 Jahre (sequenziell) |
| ― | Rechnerisch 1/5 der Grundvergütung p. a. bei 100 % |
| ― | Bezugsgrößen: Steigerung des Unternehmenswertes anhand Durchschnitt der Multiples: EBT mal 9, EBITDA mal 7, Umsatz mal 1 (jeweils 5-Jahresdurchschnitt) |
| ― | Cap bei 250 % des Fixgehalts |
| ― | Auszahlung nur, wenn der Unternehmenswert um mindestens 10 % gesteigert wurde |
Die Long Term Incentive-Rückstellung betrug zum Geschäftsjahresende T€ 2.946 (Vorjahr: T€ 1.897). Zu einer Auszahlung aus dem LTI kann es grundsätzlich erstmals nach Ablauf des Geschäftsjahres 2018 kommen, sofern die Bezugsgrößen entsprechend erreicht oder übertroffen werden. Im Falle eines vorzeitigen Ausscheidens eines Vorstandsmitglieds erfolgt eine anteilige Auszahlung.
Somit betrug die Gesamtvergütung des Vorstands T€ 5.573 (Vorjahr: T€ 4.957).
Bei der KRONES AG bestehen und bestanden darüber hinaus keine Aktienoptionsprogramme oder vergleichbare, aktienorientierte Vergütungskomponenten mit langfristiger Anreizwirkung für Vorstandsmitglieder.
Zusagen zur betrieblichen Altersversorgung
Für die Mitglieder des Vorstands bestehen des Weiteren Zusagen zur betrieblichen Altersversorgung.
Für Vorstandsmitglieder, die dem Vorstand erst seit 2012 oder später angehören, handelt es sich hierbei um beitragsorientierte Zusagen auf Altersrente. Hierzu werden jährlich Beiträge in Höhe von 40 % der jeweiligen Jahresgrundvergütung in eine externe Rückdeckungsversicherung mit Sicherungsverpfändung eingezahlt und bis zum Eintritt des Versorgungsfalls entsprechend dem jeweils gültigen Garantiezins zum Zeitpunkt des Abschlusses zzgl. der jeweiligen Überschussbeteiligung p. a. verzinst. Eine Altersrente wird ab der Vollendung des 62. Lebensjahres und erst mit tatsächlichem Ausscheiden aus dem Vorstandsgremium gewährt. Neben der Auszahlungsform Rente kann das Vorstandsmitglied die Auszahlung eines einmaligen Alterskapitals wählen. Für Versorgungsanwartschaften des berechtigten Vorstandsmitgliedes, die aus Beträgen der KRONES AG resultieren, tritt eine sofortige Unverfallbarkeit ein. Das Vorstandsmitglied kann ergänzend eine monatliche Berufsunfähigkeitsrente und/oder eine monatliche Witwen-/Witwerrente hinzuwählen.
Mitgliedern des Vorstands, die bereits vor 2012 erstmals bestellt wurden, erhielten leistungsbezogene Zusagen. Der Prozentsatz beträgt grundsätzlich 30 % der zuletzt gezahlten Grundvergütung (Durchschnitt der letzten 12 Monate). Die Zusagen umfassen Alters-, Invaliditäts- und Hinterbliebenenleistungen. Eine Altersleistung wird auch hier ab Vollendung des 62. Lebensjahres und nach tatsächlichem Ausscheiden aus dem Vorstandsgremium gewährt. Scheidet das Vorstandsmitglied vor Vollendung seines 62. Lebensjahres aus den Diensten der Gesellschaft wegen Berufsunfähigkeit oder aber dadurch aus, dass der Dienstvertrag aufgehoben oder nicht verlängert wird, so vermindert sich der Ruhegeldanspruch gegen die Gesellschaft für jedes nicht vollendete Kalenderjahr bis zum 62. Lebensjahr um einen einzelvertraglich vereinbarten Prozentsatz pro Jahr. Der Ehepartner erhält in den ersten 6 Monaten nach dem Ableben des Vorstandsmitglieds die Versorgungsleistung in der vollen Höhe, wie sie dem Vorstandsmitglied zugestanden hätte; danach verringert sich die Witwenrente auf 70 % dieser Versorgungsleistung. Die Unverfallbarkeit richtet sich nach den zum Zeitpunkt des Vertragsschlusses geltenden gesetzlichen Unverfallbarkeitsfristen.
Sowohl bei den beitragsorientierten als auch bei den leistungsorientierten Zusagen finden sich Klauseln im Anstellungsvertrag, die bei Eintreten besonders schwerwiegender Veränderungen entsprechend der gesetzlichen Regelungen des Aktiengesetzes eine Absetzung der Leistung bzw. die Möglichkeit der Kürzung bzw. Einstellung der Versorgungsleistungen (bzw. soweit vereinbart der Witwenleistung) regeln.
Für aktive Vorstandsmitglieder wurden Pensionsrückstellungen in Höhe von T€ 5.536 (Vorjahr: T€ 7.420) gebildet. Darüber hinaus wurden für beitragsorientierte Zusagen Aufwendungen in Höhe von T€ 652 (Vorjahr: T€ 561) im Geschäftsjahr 2015 geleistet. Die korrespondierenden Defined Benefit Obligation (DBO) betrugen zum Geschäftsjahresende 2015 für Herrn Kronseder T€ 10.979, für Herrn Klenk T€ 2.083, für Herrn Diepold T€ 4.787, für Herrn Ricker T€ 35, für Herrn Tischer T€ 39 und für Herrn Goldbrunner T€ 26. Die Versorgungsaufwendungen, bzw. der bAV-Beitrag betrugen im Geschäftsjahr 2015 für Herrn Kronseder T€ 244, für Herrn Klenk T€ 220, für Herrn Diepold T€ 143, für Herrn Ricker T€ 160, für Herrn Tischer T€ 136 und für Herrn Goldbrunner T€ 136.
Weitere Leistungen für den Fall der Beendigung der Tätigkeit
In den Anstellungsverträgen wurde ein Wettbewerbsverbot mit angemessener Karenzentschädigung vereinbart. Weitere Leistungen für den Fall der Beendigung der Tätigkeit wurden nicht vereinbart.
Vorschüsse und Kredite
Im Geschäftsjahr 2015 bestanden keine Vorschüsse oder Kredite an Mitglieder des Vorstands.
Gesamtbezüge der früheren Mitglieder des Vorstands
An ehemalige Vorstandsmitglieder und deren Hinterbliebene wurden T€ 988 (Vorjahr: T€ 820) ausbezahlt und Pensionsrückstellungen in Höhe von T€ 2.282 (Vorjahr: T€ 2.428) gebildet.
Gesamtbezüge des Vorstands für das Geschäftsjahr 2015
Vergütung 2015 gemäß Rechnungslegungsstandard DRS 17
Vergütung gemäß DRS 17 (in T€)
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| Name | Funktion | Fest- vergütung |
Neben- leistungen |
Summe | Short Term Incentive | Mid Term Incentive | Long Term Incentive | Summe (Gesamt- vergütung) |
|
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Volker Kronseder | Vorstandsvorsitzender | seit 1989 | 660 | 16 | 676 | 248 | 184 | 755 | 1.863 |
| Christoph Klenk | Finanzen, Controlling und Informationsmanagement | seit 2003 | 550 | 27 | 577 | 306 | 154 | 0 | 1.037 |
| Rainulf Diepold | Vertrieb und Marketing | seit 1996 | 600 | 28 | 628 | 225 | 168 | 0 | 1.021 |
| Thomas Ricker | Abfüll- und Verpackungstechnik | seit 2012 | 400 | 20 | 420 | 150 | 112 | 0 | 682 |
| Markus Tischer | International Operations and Services | seit 2014 | 340 | 15 | 355 | 128 | 0 | 0 | 483 |
| Ralf Goldbrunner | Anlagen und Komponenten | seit 2014 | 340 | 19 | 359 | 128 | 0 | 0 | 487 |
Aufsichtsratsvergütung
Die Vergütung für die Mitglieder des Aufsichtsrats ist in § 15 der Satzung geregelt und wird durch die Hauptversammlung bestimmt. Für das Geschäftsjahr 2015 gilt die zuletzt in der Hauptversammlung vom 25. Juni 2014 geänderte Satzung.
Die Mitglieder des Aufsichtsrats erhalten eine Vergütung, die in einem angemessenen Verhältnis zu ihren Aufgaben und der Lage der Gesellschaft steht. Entsprechend den Empfehlungen des DCGK werden der Vorsitz und der stellvertretende Vorsitz im Aufsichtsrat sowie der Vorsitz und die Mitgliedschaft in den Ausschüssen berücksichtigt.
Die Aufsichtsratsvergütung besteht aus einer festen jährlichen Vergütung in Höhe von € 35.000. Die feste Vergütung beträgt für den Vorsitzenden das Zweieinhalbfache und für den stellvertretenden Vorsitzenden das Eineinhalbfache. Ferner erhalten die Aufsichtsratsmitglieder einen pauschalen Auslagenersatz von € 1.500 pro Sitzung, sofern sie keine höheren Auslagen nachweisen.
Soweit Mitglieder des Aufsichtsrats besonderen Ausschüssen innerhalb des Aufsichtsrats angehören, erhalten sie eine zusätzliche Vergütung von jährlich € 7.000 und einen pauschalen Auslagensatz von € 1.500 pro Sitzung.
Aufsichtsratsmitglieder, die dem Aufsichtsrat nur während eines Teils des Geschäftsjahres angehört haben, erhalten eine zeitanteilige Vergütung.
Die Gesamtbezüge der Mitglieder des Aufsichtsrats betrugen für das Geschäftsjahr 2015 T€ 642 (Vorjahr: T€ 628) und sind nachfolgender Tabelle auf individueller Basis zu entnehmen:
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| Name | Funktion | Festvergütung | Ausschuss- vergütung |
Sitzungsgeld | Gesamtvergütung Geschäftsjahr 2015 |
|---|---|---|---|---|---|
| Ernst Baumann | Aufsichtsratsvorsitzender | 87.500 | 7.000 | 13.500 | 108.000 |
| Werner Schrödl* | Stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender | 52.500 | 7.000 | 13.500 | 73.000 |
| Klaus Gerlach* | Ordentliches Aufsichtsratsmitglied | 35.000 | 7.500 | 42.500 | |
| Norman Kronseder | Ordentliches Aufsichtsratsmitglied | 35.000 | 7.000 | 12.000 | 54.000 |
| Graf Philipp von und zu Lerchenfeld | Ordentliches Aufsichtsratsmitglied | 35.000 | 7.000 | 9.000 | 51.000 |
| Dr. Alexander Nerz | Ordentliches Aufsichtsratsmitglied | 35.000 | 6.000 | 41.000 | |
| Dr. phil. Verena Di Pasquale* | Ordentliches Aufsichtsratsmitglied | 35.000 | 7.500 | 42.500 | |
| Johann Robold* | Ordentliches Aufsichtsratsmitglied | 35.000 | 7.000 | 6.000 | 48.000 |
| Petra Schadeberg-Herrmann | Ordentliches Aufsichtsratsmitglied | 35.000 | 6.000 | 41.000 | |
| Jürgen Scholz* | Ordentliches Aufsichtsratsmitglied | 35.000 | 7.500 | 42.500 | |
| Hans-Jürgen Thaus | Ordentliches Aufsichtsratsmitglied | 35.000 | 7.500 | 42.500 | |
| Josef Weitzer* | Ordentliches Aufsichtsratsmitglied | 35.000 | 7.000 | 13.500 | 55.500 |
* Arbeitnehmervertreter
Versicherung der gesetzlichen Vertreter
Erklärung gemäß § 37y Nr. 1 WpHG i. V. m. §§ 297 Abs. 2 Satz 3 und 315 Abs. 1 Satz 6 HGB
»Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Konzernabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Konzernlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns beschrieben sind.«
Neutraubling, den 22. März 20l6
KRONES AG
Der Vorstand
Christoph Klenk, CEO
Michael Andersen, CFO
Rainulf Diepold
Thomas Ricker
Markus Tischer
Ralf Goldbrunner
Corporate Governance
Erklärung zur Unternehmensführung
Die Erklärung zur Unternehmensführung ist auch im Internet unter www.KRONES.com zugänglich.
KRONES bekennt sich zu seiner Verantwortung
Für KRONES ist der Deutsche Corporate Governance Kodex (DCGK) ein fester Bestandteil der Unternehmensführung. Vorstand und Aufsichtsrat berichten hiermit nach Tz. 3.10 DCGK über die Corporate Governance.
Der Kodex stellt wesentliche gesetzliche Vorschriften zur Leitung und Überwachung deutscher börsennotierter Gesellschaften dar und enthält international und national anerkannte Standards guter und verantwortungsvoller Unternehmensführung. Das Management von KRONES berücksichtigt die Grundsätze und Regeln der Corporate Governance bei allen Geschäftsaktivitäten.
Entsprechenserklärung gemäß § 161 Aktiengesetz
»Vorstand und Aufsichtsrat der KRONES AG erklären, dass den Verhaltensempfehlungen der von der deutschen Bundesregierung eingesetzten »Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex« zur Leitung und Überwachung deutscher börsennotierter Gesellschaften in der Fassung vom 5. Mai 2015 entsprechend dem im Internet der KRONES AG veröffentlichten Deutschen Corporate Governance Kodex entsprochen wurde und wird mit folgenden Abweichungen:
| ― | Ein Selbstbehalt bei einer für den Aufsichtsrat abgeschlossenen D&O-Versicherung besteht nicht. (Tz. 3.8 DCGK). Ein spezifischer Selbstbehalt der Versicherten wurde nicht vereinbart, da der Aufsichtsrat unabhängig von einem Selbstbehalt seinen Pflichten jederzeit ordnungsgemäß nachkommt. |
| ― | Der Vorstand soll aus mehreren Personen bestehen und einen Vorsitzenden oder Sprecher haben. Eine Geschäftsordnung soll die Arbeit des Vorstands, insbesondere die Ressortzuständigkeiten einzelner Vorstandsmitglieder, die dem Gesamtvorstand vorbehaltenen Angelegenheiten sowie die erforderliche Beschlussmehrheit bei Vorstandsbeschlüssen (Einstimmigkeit oder Mehrheitsbeschluss) regeln. (Tz. 4.2.1 DCGK). Die Geschäftsordnung für den Vorstand ergibt sich aus der Satzung der KRONES AG. Diese enthält bereits detaillierte Anweisungen für die Arbeit des Vorstands. Deshalb wurde bislang auf eine gesonderte schriftliche Geschäftsordnung verzichtet. |
| ― | Im Vergütungsbericht sollen bestimmte Informationen zur Vorstandsvergütung in vorgegebenen Mustertabellen angegeben werden. (Tz. 4.2.5 Satz 5 und Satz 6 DCGK). Neben Unklarheiten in der Auslegung bestehen auch Zweifel, ob die zusätzliche Verwendung der Mustertabellen die vom Unternehmen unter Beachtung der Anforderungen der Rechnungslegung angestrebte Übersichtlichkeit und Allgemeinverständlichkeit des Vergütungsberichts (vgl. Ziffer 4.2.5 Satz 3 des Kodex) fördert. |
| ― | Der Aufsichtsrat soll sich eine Geschäftsordnung geben. (Tz. 5.1.3 DCGK). Die Geschäftsordnung für den Aufsichtsrat ergibt sich aus der Satzung der KRONES AG. Diese enthält bereits detaillierte Anweisungen für die Arbeit des Aufsichtsrats. Deshalb wurde bislang auf eine gesonderte schriftliche Geschäftsordnung verzichtet. |
| ― | Ein Nominierungsausschuss wird bei der KRONES AG derzeit nicht gebildet. (Tz. 5.3.3 DCGK). Ausschüsse sind vor allem sinnvoll, wenn aufgrund der Größe eines Gremiums dessen Arbeit dadurch effizienter wird. Im Aufsichtsrat der KRONES AG vertreten sechs Mitglieder die Anteilseigner, die Vorschläge machen. Nach unserer Ansicht ist es daher nicht nötig, einen Nominierungsausschuss zu bilden. Die Aufgaben werden vom Ständigen Ausschuss übernommen. |
| ― | Der Vorsitz in Aufsichtsratsausschüssen wird bei der Vergütung nicht gesondert berücksichtigt. (Tz. 5.4.6 DCGK). Der Aufsichtsrat ist der Auffassung, dass die derzeitige zusätzliche Vergütung für Mitglieder von Ausschüssen aufgrund der Größe der Gremien auch für den Vorsitzenden von Ausschüssen angemessen ist. |
| ― | Der Aktienbesitz der Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats der KRONES AG wird nicht angegeben (Tz. 6.2 DCGK). Um die schutzwürdigen Interessen und die Privatsphäre der Organmitglieder zu wahren, verzichten wir auf den Ausweis. |
| ― | Die Frist zur Veröffentlichung des Konzernabschlusses der KRONES AG binnen 90 Tagen nach Geschäftsjahresende wird derzeit noch nicht gewahrt (Tz. 7.1.2 DCGK). Der Jahresabschluss der KRONES AG wird im Rahmen der gesetzlichen Fristen veröffentlicht. Wichtige kapitalmarktrelevante Eckdaten zum abgelaufenen Geschäftsjahr veröffentlichen wir innerhalb der 90-Tage-Frist.« |
Neutraubling, den 16. März 2016
Für den Vorstand
Christoph Klenk, CEO
Für den Aufsichtsrat
Ernst Baumann, Vorsitzender
Zusammensetzung des Aufsichtsrats
Gemäß Tz. 5.4.1 DCGK soll der Aufsichtsrat für seine Zusammensetzung konkrete Ziele benennen, die unter Beachtung der unternehmensspezifischen Situation die internationale Tätigkeit des Unternehmens, potenzielle Interessenkonflikte, die Anzahl der unabhängigen Aufsichtsratsmitglieder in Sinne von Tz. 5.4.2, eine festzulegende Altersgrenze für Aufsichtsratsmitglieder und eine festzulegende Regelgrenze für die Zugehörigkeitsdauer zum Aufsichtsrat sowie Vielfalt (Diversity) berücksichtigen.
In Übereinstimmung mit oben genannter Teilziffer hat der Aufsichtsrat von KRONES folgende Ziele benannt:
a) Zusammensetzung nach geeigneten Kenntnissen, Fähigkeiten, Erfahrungen
Der Aufsichtsrat der KRONES AG soll so zusammengesetzt sein, dass seine Mitglieder über die erforderlichen Kenntnisse, Fähigkeiten und fachlichen Erfahrungen verfügen, die zur Erfüllung der Aufgaben eines Aufsichtsratsmitglieds in einem international tätigen Konzern nötig und zur Wahrung des Ansehens der KRONES AG in der Öffentlichkeit erforderlich sind.
Bei den zur Wahl stehenden Personen soll darüber hinaus auf Leistungsbereitschaft, Integrität, Persönlichkeit, Professionalität und Unabhängigkeit geachtet werden.
b) Potenzielle Interessenkonflikte (Unabhängigkeit der Mitglieder)
Um Interessenkonflikte zu vermeiden, wird auf die Unabhängigkeit der Mitglieder des Aufsichtsrats geachtet. Mögliche Kandidaten und Kandidatinnen sollen weder Beratungsfunktionen bei wesentlichen Wettbewerbern der KRONES AG noch Managementfunktionen bei Kunden, Lieferanten oder Konzernunternehmen der KRONES AG ausüben. Dem Aufsichtsrat sollen nicht mehr als zwei ehemalige Mitglieder des Vorstands angehören.
Darüber hinaus sollen die Mitglieder des Aufsichtsrats die Unabhängigkeitskriterien nach Ziffer 5.4.2 des Kodex erfüllen. Unter der Voraussetzung, dass die Ausübung des Aufsichtsratsmandats als Arbeitnehmervertreter keine Zweifel an der Erfüllung der Unabhängigkeitskriterien nach Ziffer 5.4.2 des Kodex begründen kann, soll die Mehrzahl der Aufsichtsratsmitglieder unabhängig i. S. v. Tz. 5.4.2 DCGK sein.
Bei Bestehen etwaiger Interessenkonflikte verpflichtet sich jedes Aufsichtsratsmitglied, eine Erklärung gegenüber dem Aufsichtsratsvorsitzenden abzugeben. Bestehen diese Interessenkonflikte über einen längeren Zeitraum oder sind von wesentlicher Natur, so hat das betreffende Aufsichtsratsmitglied sein Amt niederzulegen.
c) Altersgrenze
Die Altersgrenze für die Mitglieder des Aufsichtsrats liegt bei 70 Jahren. Vollendet ein Mitglied das 70. Lebensjahr, so endet seine Amtszeit mit Ablauf der darauf folgenden ordentlichen Hauptversammlung. Wird von dieser Regelung abgewichen, so ist der Umstand zu begründen.
d) Regelgrenze für die Zugehörigkeitsdauer
Der Aufsichtsrat hat keine Regelgrenze für die Zugehörigkeitsdauer zum Aufsichtsrat festgelegt. Wir halten eine Regelgrenze nicht für sinnvoll, weil dem Unternehmen auch die Expertise von erfahrenen Aufsichtratsmitgliedern zur Verfügung stehen soll. Der Aufsichtsrat von KRONES wird die Eignung eines Aufsichtsratsmitglieds weiterhin - unabhängig von der Zugehörigkeitsdauer - individuell betrachten. Da wir uns kein Ziel für die Regelgrenze gesetzt haben, ist auch nicht über den Stand der Umsetzung zu berichten.
e) Internationalität
Die KRONES AG ist ein international tätiges Unternehmen und unterhält in vielen Ländern der Welt Niederlassungen und Vertretungen. Deshalb sollen bei der Zusammensetzung des Aufsichtsrats die internationalen Erfahrungen der Mitglieder berücksichtigt werden.
Diese beziehen sich nicht nur auf Kenntnisse der englischen Sprache, sondern auch auf Beschäftigungen in anderen international tätigen Unternehmen.
f) Vielfalt (Diversity)
Der Aufsichtsrat der KRONES AG achtet bei der Auswahl seiner Mitglieder auf Vielfalt (Diversity). Gemäß dem am 1. Mai 2015 in Kraft getretenen Gesetz zur gleichberechtigten Teilhabe von Frauen und Männern in der Privatwirtschaft und im öffentlichen Dienst gilt für KRONES eine 30-Prozent-Mindestquote für Frauen und Männer im Aufsichtsrat. Von diesem Gesetz betroffen sind Aufsichtsratswahlen ab 2016. Die Vertreter der Arbeitnehmer und der Anteilseigner im Aufsichtsrat der KRONES AG haben übereinstimmend entschieden, die Geschlechterquote jeweils getrennt zu erfüllen. Der Aufsichtsrat der KRONES AG setzt sich gemäß den gesetzlichen Bestimmungen und der Satzung des Unternehmens aus sechs Vertretern der Anteilseigner und sechs Vertretern der Arbeitnehmer zusammen. Dem Aufsichtsrat sollen also künftig jeweils zwei Frauen auf der Seite der Arbeitnehmer und der Anteilseigner angehören.
Der Aufsichtsrat von KRONES hat im Geschäftsjahr 2015 alle genannten Ziele umgesetzt.
Angaben zu Unternehmensführungspraktiken
Die Unternehmensführung von KRONES basiert auf Fairness und Transparenz.
Dieser Grundsatz gilt für die Zusammenarbeit von Vorstand und Aufsichtsrat ebenso wie für den Umgang mit unseren Mitarbeitern, Kunden, Lieferanten und der Öffentlichkeit.
Wir prüfen alle strategischen Entscheidungen auf ihre langfristige Erfolgswahrscheinlichkeit. Wir verfolgen eine nachhaltige Gewinn- und Cashflowoptimierung.
Zur langfristigen Existenzsicherung prüfen wir alle Aktivitäten auf ihre Nachhaltigkeit. Dabei berücksichtigen wir neben unserer sozialen und wirtschaftlichen Verantwortung insbesondere die ökologischen Rahmenbedingungen und Folgen, die mit der Fertigung und Nutzung unserer Produkte verbunden sind. Wir produzieren umweltverträglich und halten die gesetzlichen Vorschriften nicht nur ein, sondern setzen alles daran, die geforderten Grenzwerte so weit wie möglich zu unterschreiten.
Unsere Führungsprinzipien lassen in keinem Fall zu, den Schutz derjenigen Menschen, die zu unserem Erfolg beitragen, den geschäftlichen Interessen unterzuordnen. Um Arbeitsunfälle und Berufserkrankungen zu vermeiden, schaffen wir für alle Beschäftigten eine sichere und gesundheitsfördernde Arbeitsumgebung. Wir gestalten sämtliche Arbeitsabläufe sowohl sicherheits- als auch gesundheitsgerecht und sorgen für gefahrenfreie, ergonomische Arbeitsplätze.
Bei der Auswahl von Lieferanten berücksichtigen wir deren nachhaltiges und gesellschaftlich verantwortliches Wirtschaften. Hierfür hat KRONES einen Lieferantenkodex entwickelt. Er umfasst die Themen Sicherheit, Gesundheit, Umwelt, Qualität, Menschenrechte, Mitarbeiterstandards sowie Antikorruption.
Arbeitsweise von Vorstand und Aufsichtsrat
Der Vorstand der KRONES AG bestand im Geschäftsjahr 2015 aus sechs Mitgliedern. Diese tragen die Verantwortung für ihre jeweiligen Ressorts (siehe Seite 6 bis 7 und 196). Der Vorstand leitet die Gesellschaft und führt deren Geschäfte. Die Mitglieder des Vorstands treffen sich täglich zu einer Vorstandssitzung. Dort bespricht der Vorstand aktuelle und strategische Themen und fasst Beschlüsse. Bei strategisch wichtigen Entscheidungen bindet der Vorstand den Aufsichtsrat frühzeitig in den Entscheidungsprozess ein.
Der Aufsichtsrat überwacht den Vorstand. Er besteht satzungsgemäß aus zwölf Mitgliedern. Vorstand und Aufsichtsrat stehen in regelmäßigem Kontakt. Der Vorstand informiert den Aufsichtsrat zeitnah über den Geschäftsverlauf, die finanzielle Lage, das Risikomanagement, die Unternehmensplanung sowie die Strategie. Neben regelmäßigen mündlichen Auskünften erhalten die Aufsichtsratsmitglieder vom Vorstand jeden Monat einen schriftlichen Bericht zur Ergebnis- und Finanzlage.
Die Arbeit des Aufsichtsrats (Mitglieder siehe Seite 17 und 19 6) koordiniert der Aufsichtsratsvorsitzende. Er oder sein Stellvertreter leiten die Aufsichtsratssitzungen. Beschlüsse fasst das Gremium in den Sitzungen oder in Ausnahmefällen im Umlaufverfahren. An den Aufsichtsratssitzungen nehmen die Mitglieder des Vorstands auf Einladung des Aufsichtsratsvorsitzenden oder seines Stellvertreters teil. Sie berichten mündlich oder schriftlich zu den einzelnen Tagesordnungspunkten und beantworten die Fragen der Aufsichtsräte.
Der Vorsitzende des Aufsichtsrats erläutert jedes Jahr die Tätigkeit des Aufsichtsrats in seinem Bericht an die Aktionäre im Geschäftsbericht sowie auf der Hauptversammlung.
Um die Arbeit des Aufsichtsrats effizient zu gestalten, bildete das Gremium einen »Prüfungs- und Risikomanagementausschuss« sowie einen »Ständigen Ausschuss«.
Zusammensetzung und Arbeitsweise des Prüfungs- und Risikomanagementausschusses
Dem Prüfungs- und Risikomanagementausschuss gehören der Vorsitzende des Aufsichtsrats Ernst Baumann, sein Stellvertreter Werner Schrödl sowie die Aufsichtsratsmitglieder Norman Kronseder, Graf Philipp von und zu Lerchenfeld, Josef Weitzer und Johann Robold an. Vorsitzender des Ausschusses ist Graf Philipp von und zu Lerchenfeld.
Der Prüfungs- und Risikomanagementausschuss trifft sich regelmäßig und überwacht Rechnungslegung, Abschlussprüfung sowie Berichterstattung und fertigt entsprechende Beschlussvorlagen für den Aufsichtsrat an. Darüber hinaus bereitet er die Prüfung des Jahresabschlusses, des Lageberichts und des Prüfungsberichts des Einzel- und Konzernabschlusses durch den Aufsichtsrat vor und spricht Empfehlungen aus. Der Prüfungs- und Risikomanagementausschuss überwacht zudem die Wirksamkeit des internen Kontroll-, des Risikomanagement- sowie des Compliance-Systems.
Zusammensetzung und Arbeitsweise des Ständigen Ausschusses
Dem Ständigen Ausschuss gehören Werner Schrödl, Norman Kronseder, Josef Weitzer und Ernst Baumann an. Vorsitzender des Ausschusses ist Ernst Baumann. Der Ständige Ausschuss befasst sich in regelmäßigen Sitzungen mit allen sonstigen Themen, die nicht in den Zuständigkeitsbereich des Prüfungs- und Risikomanagementausschusses fallen. Dazu zählen Unternehmensstrategie, Personalstrategie, Aufsichtsratsvergütung und Vorstandsvergütung.
Festlegungen nach § 76 (Abs. 4) Aktiengesetz und § 111 (Abs. 5) Aktiengesetz
Gemäß § 76 (Abs. 4) Aktiengesetz hat der Vorstand Zielgrößen für den Frauenanteil in den beiden Führungsebenen unterhalb des Vorstands festzusetzen. Gleichzeitig muss er Fristen für die Erreichung der Zielgrößen festlegen. Der Vorstand der KRONES AG hat sich zum Ziel gesetzt, dass der Frauenanteil in den beiden Führungsebenen unterhalb des Vorstands bis spätestens zum Ablauf des 30. Juni 2017 jeweils 10 % erreicht. Ende des Geschäftsjahres 2015 lag der Frauenanteil in den beiden Führungsebenen unterhalb des Vorstands jeweils bei 8,5 %.
Nach § 111 (Abs. 5) Aktiengesetz hat der Aufsichtsrat eine Zielgröße für den Anteil von Frauen im Vorstand festzusetzen. Gleichzeitig muss er eine Frist für die Erreichung der Zielgröße festlegen. Bislang konnte der Aufsichtsrat keine geeignete Kandidatin für den Vorstand finden. Der Aufsichtsrat geht davon aus, dass dies auch in naher Zukunft schwierig bleibt. Deshalb legte der Aufsichtsrat die Zielgröße für den Frauenanteil im Vorstand der KRONES AG auf 0 % fest. Eine Frist für die Umsetzung ist damit nicht zu setzen.
Konzernabschluss Gewinn-und-Verlust-Rechnung
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| 2015 | 2014 | ||||
|---|---|---|---|---|---|
| Anhang | T€ | T€ | T€ | T€ | |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Umsatzerlöse | 19 | 3.173.509 | 2.953.405 | ||
| Erhöhung (Vj. Verminderung) des Bestandes an fertigen und unfertigen Erzeugnissen | 25.572 | - 23.392 | |||
| Andere aktivierte Eigenleistungen | 20 | 38.332 | 35.917 | ||
| Sonstige betriebliche Erträge | 21 | 140.847 | 3.378.260 | 95.319 | 3.061.249 |
| Materialaufwand | 22 | ||||
| Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren | - 1.290.815 | - 1.172.746 | |||
| Aufwendungen für bezogene Leistungen | - 298.435 | - 1.589.250 | - 268.036 | - 1.440.782 | |
| Personalaufwand | 23 | ||||
| Löhne und Gehälter | - 767.350 | - 714.603 | |||
| Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und Unterstützung | - 151.775 | - 919.125 | - 138.680 | - 853.283 | |
| Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen | 1/2 | - 88.361 | - 91.167 | ||
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | 24 | - 564.617 | - 490.892 | ||
| EBIT | 216.907 | 185.125 | |||
| Erträge aus Beteiligungen | 25 | 2.141 | 2.221 | ||
| Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens | 25 | 13 | 36 | ||
| Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge | 25 | 6.212 | 7.914 | ||
| Abschreibungen auf Finanzanlagen | 25 | 0 | - 508 | ||
| Zinsen und ähnliche Aufwendungen | 25 | - 1.948 | - 2.948 | ||
| Finanzergebnis | 6.418 | 6.715 | |||
| Ergebnis vor Steuern | 223.325 | 191.840 | |||
| Ertragsteuern | 7/26 | - 67.070 | - 56.188 | ||
| Konzernergebnis | 156.255 | 135.652 | |||
| Ergebnisanteil anderer Gesellschafter | - 1.174 | - 228 | |||
| Ergebnisanteil KRONES Konzern | 157.429 | 135.880 | |||
| Ergebnis je Aktie (verwässert/unverwässert) in € | 27 | 4,98 | 4,30 |
Aufstellung der im Konzern-Eigenkapital erfassten Erträge und Aufwendungen
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| Anhang | 2015 T€ |
2014 T€ |
|
|---|---|---|---|
| Konzernergebnis | 156.255 | 135.652 | |
| Posten, die nicht in die Gewinn-und-Verlust-Rechnung umgegliedert werden | |||
| Versicherungsmathematische Gewinne/Verluste aus Pensionen und ähnlichen Verpflichtungen | 11 | 12.306 | -45.852 |
| 12.306 | -45.852 | ||
| Posten, die anschließend möglicherweise in die Gewinn-und-Verlust-Rechnung umgegliedert werden | |||
| Unterschied aus Währungsumrechnung | - 6.670 | 10.968 | |
| Derivative Finanzinstrumente | 11 | - 183 | - 4.250 |
| - 6.853 | 6.718 | ||
| Summe der direkt im Eigenkapital erfassten Erträge und Aufwendungen | 8 | 5.453 | - 39.134 |
| Summe der im Eigenkapital erfassten Erträge und Aufwendungen | 8 | 161.708 | 96.518 |
| davon Anteile anderer Gesellschafter | - 1.174 | - 228 | |
| davon Anteile KRONES Konzern | 162.882 | 96.746 |
Bilanz
Aktiva
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| 31.12.2015 | 31.12.2014 | ||||
|---|---|---|---|---|---|
| Anhang | T€ | T€ | T€ | T€ | |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Immaterielle Vermögenswerte | 1 | 163.189 | 143.343 | ||
| Sachanlagen | 2 | 481.459 | 479.208 | ||
| Finanzanlagen | 3 | 1.567 | 1.686 | ||
| Anlagevermögen | 646.215 | 624.237 | |||
| Aktive latente Steuern | 7 | 21.974 | 22.337 | ||
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 5 | 23.820 | 20.016 | ||
| Tatsächliche Steuerforderungen | 1.712 | 3.408 | |||
| Sonstige Vermögenswerte | 5 | 3.537 | 2.021 | ||
| Langfristige Vermögenswerte | 697.258 | 672.019 | |||
| Vorräte | 4 | 724.502 | 650.021 | ||
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 5 | 796.792 | 691.703 | ||
| Tatsächliche Steuerforderungen | 15.027 | 3.743 | |||
| Sonstige Vermögenswerte | 5 | 108.469 | 73.607 | ||
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 6 | 364.585 | 336.444 | ||
| Kurzfristige Vermögenswerte | 2.009.375 | 1.755.518 | |||
| Bilanzsumme | 2.706.633 | 2.427.537 | |||
| Passiva | |||||
| 31.12.2015 | 31.12.2014 | ||||
| Anhang | T€ T€ |
T€ | T€ | ||
| Gezeichnetes Kapital | 8 | 40.000 | 40.000 | ||
| Kapitalrücklage | 9 | 141.724 | 141.724 | ||
| Gewinnrücklagen | 10 | 357.341 | 363.703 | ||
| Sonstige Rücklagen | 11 | - 77.360 | - 89.483 | ||
| Konzernbilanzgewinn | 649.428 | 531.798 | |||
| Konzerneigenkapital des Mutterunternehmens | 1.111.133 | 987.742 | |||
| Anteile anderer Gesellschafter | 12 | - 417 | 757 | ||
| Eigenkapital | 1.110.716 | 988.499 | |||
| Rückstellungen für Pensionen | 13 | 196.910 | 211.321 | ||
| Passive latente Steuern | 7 | 17.261 | 2.539 | ||
| Sonstige Rückstellungen | 14 | 47.196 | 47.136 | ||
| Steuerrückstellungen | 14 | 2.899 | 2.638 | ||
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 0 | 0 | |||
| Sonstige Finanzverpflichtungen | 15 | 12.591 | 9.699 | ||
| Sonstige Verpflichtungen | 15 | 1.636 | 1.571 | ||
| Langfristige Schulden | 278.493 | 274.904 | |||
| Sonstige Rückstellungen | 14 | 147.004 | 162.839 | ||
| Steuerrückstellungen | 14 | 9.480 | 14.713 | ||
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 0 | 0 | |||
| Erhaltene Anzahlungen | 15 | 545.664 | 493.725 | ||
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 15 | 247.906 | 214.855 | ||
| Tatsächliche Steuerverbindlichkeiten | 7 | 17.413 | 6.466 | ||
| Sonstige Finanzverpflichtungen | 15 | 56.325 | 12.021 | ||
| Sonstige Verpflichtungen und Rückstellungen mit Verbindlichkeitscharakter | 15 | 293.632 | 259.515 | ||
| Kurzfristige Schulden | 1.317.424 | 1.164.134 | |||
| Bilanzsumme | 2.706.633 | 2.427.537 |
Kapitalflussrechnung
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| Anhang | 2015 T€ |
2014 T€ |
|
|---|---|---|---|
| Ergebnis vor Steuern | 223.325 | 191.840 | |
| Abschreibungen | 1, 2 | 88.361 | 91.167 |
| Erhöhung der Rückstellungen und abgegrenzte Schulden | 14, 15 | 16.253 | 48.077 |
| ergebniswirksame Veränderung der latenten Steuern | 7 | - 7.758 | 6.147 |
| Zinsaufwendungen und Zinserträge | 25 | - 4.264 | - 4.966 |
| Gewinne und Verluste aus dem Abgang von Anlagevermögen | 21, 24 | 335 | - 15 |
| sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen und Erträge | - 1.510 | - 3.183 | |
| Erhöhung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstigen Vermögenswerten, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind | - 144.034 | - 65.002 | |
| Erhöhung der Vorräte | 4 | - 71.569 | - 5.549 |
| Erhöhung der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstigen Verbindlichkeiten, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind | 129.086 | 31.662 | |
| aus laufender Geschäftstätigkeit erwirtschaftete Zahlungsmittel | 228.225 | 290.178 | |
| gezahlte Zinsen | - 1.417 | - 1.119 | |
| gezahlte und erhaltene Ertragsteuern | - 52.377 | - 40.218 | |
| Mittelveränderung aus laufender Geschäftstätigkeit | 174.431 | 248.841 | |
| Auszahlungen für Investitionen in immaterielle Vermögenswerte | 1 | - 43.055 | - 40.198 |
| Einzahlungen aus Abgang von immateriellen Vermögenswerten | 1 | 63 | 69 |
| Auszahlungen für Investitionen in Sachanlagen | 2 | - 59.569 | - 54.392 |
| Einzahlungen aus Abgang von Sachanlagen | 2 | 6.933 | 1.541 |
| Auszahlungen für Investitionen in Finanzanlagen | - 10 | - 128 | |
| Einzahlungen aus Abgang von Finanzanlagen | 25 | 142 | 275 |
| Auszahlungen für den Erwerb von Anteilen an verbundenen Unternehmen | - 12.126 | - 10.280 | |
| erhaltene Zinsen | 1.725 | 4.188 | |
| erhaltene Dividenden | 2.141 | 2.221 | |
| Mittelveränderung aus der Investitionstätigkeit | - 103.756 | - 96.704 | |
| Auszahlungen an Unternehmenseigner | - 39.491 | - 63.186 | |
| Mittelveränderung aus der Finanzierungstätigkeit | - 39.491 | - 63.186 | |
| zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelfonds | 25.083 | 88.951 | |
| wechselkursbedingte Änderungen des Finanzmittelfonds | - 3.043 | 7.423 | |
| konsolidierungskreisbedingte Änderungen des Finanzmittelfonds | 0 | 190 | |
| Finanzmittelfonds zu Beginn der Periode | 336.444 | 239.880 | |
| Finanzmittelfonds am Ende der Periode | 6 | 364.585 | 336.444 |
Entwicklung des Eigenkapitals
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| Mutterunternehmen | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Anhang | Gezeichnetes Kapital T€ 8 | Kapitalrücklage T€ 9 | Gewinnrücklagen T€ 10 | Währungs- differenzen d. Eigenkapitals T€ 10 |
Sonstige Rücklagen T€ 11 | Konzern- bilanzgewinn T€ |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Stand 1. Januar 2014 | 40.000 | 141.724 | 364.259 | -11.531 | -39.381 | 459.111 |
| Dividendenzahlung (2,00 € je Aktie) | - 63.186 | |||||
| Konzernjahresüberschuss 2014 | 135.880 | |||||
| Einstellung in Gewinnrücklagen | 7 | -7 | ||||
| Währungsdifferenzen | 10.968 | |||||
| Änderung im Konsolidierungskreis | ||||||
| Neubewertung von leistungsorientierten Plänen | - 45.852 | |||||
| Hedge Accounting inkl. AfS | - 4.250 | |||||
| Stand 31. Dezember 2014 | 40.000 | 141.724 | 364.266 | - 563 | - 89.483 | 531.798 |
| Dividendenzahlung (1,25 € je Aktie) | - 39.491 | |||||
| Konzernjahresüberschuss 2015 | 157.429 | |||||
| Einstellung in Gewinnrücklagen | 308 | - 308 | ||||
| Währungsdifferenzen | - 6.670 | |||||
| Neubewertung von leistungsorientierten Plänen | 12.306 | |||||
| Hedge Accounting inkl. AfS | - 183 | |||||
| Stand 31. Dezember 2015 | 40.000 | 141.724 | 364.574 | -7.233 | -77.360 | 649.428 |
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| Mutterunternehmen | Anteile anderer Gesellschafter | Konzerneigenkapital | |
|---|---|---|---|
| Anhang | Eigenkapital T€ | T€ 12 | T€ |
| --- | --- | --- | --- |
| Stand 1. Januar 2014 | 954.182 | 0 | 954.182 |
| Dividendenzahlung (2,00 € je Aktie) | - 63.186 | - 63.186 | |
| Konzernjahresüberschuss 2014 | 135.880 | - 228 | 135.652 |
| Einstellung in Gewinnrücklagen | 0 | 0 | |
| Währungsdifferenzen | 10.968 | 10.968 | |
| Änderung im Konsolidierungskreis | 0 | 985 | 985 |
| Neubewertung von leistungsorientierten Plänen | - 45.852 | - 45.852 | |
| Hedge Accounting inkl. AfS | - 4.250 | - 4.250 | |
| Stand 31. Dezember 2014 | 987.742 | 757 | 988.499 |
| Dividendenzahlung (1,25 € je Aktie) | - 39.491 | - 39.491 | |
| Konzernjahresüberschuss 2015 | 157.429 | - 1.174 | 156.255 |
| Einstellung in Gewinnrücklagen | 0 | 0 | |
| Währungsdifferenzen | - 6.670 | - 6.670 | |
| Neubewertung von leistungsorientierten Plänen | 12.306 | 12.306 | |
| Hedge Accounting inkl. AfS | - 183 | - 183 | |
| Stand 31. Dezember 2015 | 1.111.133 | -417 | 1.110.716 |
Konzernanhang
für die KRONES AG
Segmentberichterstattung
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| Maschinen und Anlagen zur Produktabfüllung und -ausstattung | Maschinen und Anlagen zur Getränkeproduktion/Prozesstechnik | |||
|---|---|---|---|---|
| 2015 T€ |
2014 T€ |
2015 T€ |
2014 T€ |
|
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Umsatzerlöse | 2.705.894 | 2.492.690 | 358.683 | 358.723 |
| davon Deutschland | 294.018 | 234.622 | 76.438 | 46.718 |
| davon übriges Europa | 698.394 | 664.138 | 77.758 | 88.122 |
| davon sonstige Gebiete | 1.713.482 | 1.593.930 | 204.487 | 223.883 |
| Abschreibungen | 77.273 | 80.067 | 8.821 | 8.993 |
| Außerplanmäßige Abschreibung | 175 | 5.278 | 0 | 0 |
| Zinserträge | ||||
| Zinsaufwendungen | ||||
| EBT | 220.524 | 193.158 | - 2.055 | 3.345 |
| übrige wesentliche nicht zahlungswirksame Erträge/Aufwendungen | - 9.690 | - 48.242 | - 1.347 | 446 |
| Vermögen | 2.308.734 | 2.081.224 | 293.451 | 278.109 |
| davon Deutschland | 1.464.015 | 1.441.794 | 293.451 | 278.109 |
| davon übriges Europa | 194.408 | 107.352 | 0 | 0 |
| davon sonstige Gebiete | 650.311 | 532.078 | 0 | 0 |
| Schulden | 1.395.059 | 1.292.185 | 124.851 | 115.738 |
| Investitionen in immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen | 90.521 | 82.540 | 7.701 | 9.455 |
| davon Deutschland | 83.420 | 72.868 | 7.701 | 9.455 |
| davon übriges Europa | 734 | 729 | 0 | 0 |
| davon sonstige Gebiete | 6.367 | 8.944 | 0 | 0 |
| Umsatzrendite (EBT zu Umsatz) | 8,1 % | 7,7 % | - 0,6 % | 0,9 % |
scroll
| Maschinen und Anlagen für die Compact Class | Summe der Segmente | Konsolidierung | ||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| 2015 T€ |
2014 T€ |
2015 T€ |
2014 T€ |
2015 T€ |
2014 T€ |
|
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Umsatzerlöse | 108.932 | 101.992 | ||||
| davon Deutschland | 11.930 | 769 | ||||
| davon übriges Europa | 62.615 | 58.027 | ||||
| davon sonstige Gebiete | 34.387 | 43.196 | ||||
| Abschreibungen | 2.267 | 2.107 | ||||
| Außerplanmäßige Abschreibung | 0 | 0 | ||||
| Zinserträge | 18 | 39 | ||||
| Zinsaufwendungen | 42 | 44 | ||||
| EBT | 4.856 | - 4.663 | ||||
| übrige wesentliche nicht zahlungswirksame Erträge/Aufwendungen | - 3.706 | 2.903 | ||||
| Vermögen | 81.094 | 67.051 | 2.683.279 | 2.426.384 | - 16.078 | - 29.054 |
| davon Deutschland | 12.430 | 0 | 1.769.896 | 1.719.903 | - 7.700 | - 14.365 |
| davon übriges Europa | 68.664 | 67.051 | 263.072 | 174.403 | - 7.320 | - 14.289 |
| davon sonstige Gebiete | 0 | 0 | 650.311 | 532.078 | - 1.058 | - 400 |
| Schulden | 47.932 | 36.451 | 1.566.840 | 1.444.374 | - 16.078 | - 29.054 |
| Investitionen in immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen | 6.006 | 2.594 | ||||
| davon Deutschland | 0 | 0 | ||||
| davon übriges Europa | 6.006 | 2.594 | ||||
| davon sonstige Gebiete | 0 | 0 | ||||
| Umsatzrendite (EBT zu Umsatz) | 4,5 % | - 4,6 % |
scroll
| Sonstiges | KRONES Konzern | |||
|---|---|---|---|---|
| 2015 T€ |
2014 T€ |
2015 T€ |
2014 T€ |
|
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Umsatzerlöse | 3.173.509 | 2.953.405 | ||
| davon Deutschland | 382.386 | 282.109 | ||
| davon übriges Europa | 838.767 | 810.287 | ||
| davon sonstige Gebiete | 1.952.356 | 1.861.009 | ||
| Abschreibungen | 88.361 | 91.167 | ||
| Außerplanmäßige Abschreibung | 175 | 5.278 | ||
| Zinserträge | 6.194 | 7.875 | 6.212 | 7.914 |
| Zinsaufwendungen | 1.906 | 2.904 | 1.948 | 2.948 |
| EBT | 223.325 | 191.840 | ||
| übrige wesentliche nicht zahlungswirksame Erträge/Aufwendungen | - 14.743 | - 44.894 | ||
| Vermögen | 39.432 | 30.207 | 2.706.633 | 2.427.537 |
| davon Deutschland | 39.432 | 30.207 | 1.801.628 | 1.735.745 |
| davon übriges Europa | 0 | 0 | 255.752 | 160.114 |
| davon sonstige Gebiete | 0 | 0 | 649.253 | 531.678 |
| Schulden | 44.154 | 23.718 | 1.595.917 | 1.439.038 |
| Investitionen in immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen | 104.228 | 94.590 | ||
| davon Deutschland | 91.121 | 82.323 | ||
| davon übriges Europa | 6.740 | 3.323 | ||
| davon sonstige Gebiete | 6.367 | 8.944 | ||
| Umsatzrendite (EBT zu Umsatz) | 7,0 % | 6,5 % |
Allgemeine Angaben
■ Gesetzliche Grundlagen
Der Konzernabschluss der KRONES AG (»KRONES Konzern«) zum 31. Dezember 2015 ist in Übereinstimmung mit den am Abschlussstichtag gültigen International Financial Reporting Standards (IFRS) des International Accounting Standards Board (IASB), London, unter Beachtung der Interpretationen des International Financial Reporting Interpretation Committee (IFRIC) - wie von der Europäischen Union verabschiedet - erstellt. Eine frühzeitige Anwendung noch nicht in Kraft getretener IFRS oder deren Interpretationen wurde nicht durchgeführt. Eine Auflistung dieser Standards und Interpretationen sowie die erstmalig angewendeten Standards befinden sich auf Seite 194. Am 24. März 2016 wurde die Freigabe zur Veröffentlichung des Konzernabschlusses vom Vorstand erteilt.
Die Anteile der Minderheitsgesellschafter am Konzerneigenkapital werden gegebenenfalls in der Bilanz als gesonderter Posten innerhalb des Eigenkapitals ausgewiesen. In der Gewinn-und-Verlust-Rechnung sind die Gewinn- und Verlustanteile der Minderheitsgesellschafter gegebenenfalls Bestandteil des Konzernergebnisses. Die Zuordnung des Konzernergebnisses auf die Anteilseigner des Mutterunternehmens und die Minderheitsgesellschafter wird gegebenenfalls gesondert dargestellt.
Die Darstellung der Veränderung des Eigenkapitals ist gegebenenfalls um die Minderheitsanteile erweitert. Die folgenden Erläuterungen umfassen Angaben und Bemerkungen, die nach den IFRS neben der Bilanz, der Gewinn-und-Verlust-Rechnung, der Aufstellung der im Konzern-Eigenkapital erfassten Erträge und Aufwendungen, der Entwicklung des Eigenkapitals und der Kapitalflussrechnung als Konzernanhang in den Konzernabschluss aufzunehmen sind.
Für die Gewinn-und-Verlust-Rechnung wurde das Gesamtkostenverfahren angewendet. Die Konzernwährung ist der Euro.
■ Konsolidierungskreis
In den Konzernabschluss der KRONES AG zum 31. Dezember 2015 sind neben der KRONES AG alle wesentlichen in- und ausländischen Tochterunternehmen einbezogen, welche durch die KRONES AG unmittelbar und mittelbar beherrscht werden.
Im Geschäftsjahr 2015 wurden die TRIACOS Consulting & Engineering GmbH, Altenstadt an der Waldnaab, Deutschland, die GERNEP GmbH Etikettiertechnik, Barbing, Deutschland, die GERNEP Verwaltungs GmbH, Barbing, Deutschland sowie die GERNEP Immobilien GmbH & Co. KG, Barbing, Deutschland und die SCHAEFER Förderanlagen- und Maschinenbau GmbH, Unterföhring, Deutschland erworben.
Die Erstkonsolidierung der TRIACOS Consulting & Engineering GmbH, Altenstadt an der Waldnaab, Deutschland und der GERNEP GmbH Etikettiertechnik, Barbing, Deutschland wurde auf den Erwerbszeitpunkt vorgenommen. Die GERNEP Verwaltungs GmbH, Barbing, Deutschland, sowie die GERNEP Immobilien GmbH & Co. KG, Barbing, Deutschland wurden auf die KRONES AG, Neutraubling, Deutschland verschmolzen, bzw. angewachsen.
Mit dem Erwerb von 100 % der Anteile an der TRIACOS Consulting & Engineering GmbH, Altenstadt an der Waldnaab, Deutschland am 2. Februar 2015 erwirbt KRONES Kompetenz in der Beratung und Implementierung von SAP-Lösungen mit dem Schwerpunkt in der Produktions- und Intralogistik. Am 21. Mai 2015 hat KRONES 100 % der Anteile an der GERNEP GmbH, Barbing, Deutschland, erworben. Mit dieser Akquisition verstärkt KRONES in der Etikettiertechnik für den unteren und mittleren Leistungsbereich seine Aktivitäten.
Die folgende Übersicht stellt zusammenfassend die für die Unternehmenserwerbe übertragenen Gegenleistungen sowie die Werte der jeweils zum Erwerbszeitpunkt identifizierten Vermögenswerte und übernommenen Schulden dar.
Beizulegender Zeitwert in T€
scroll
| Geschäfts- oder Firmenwerte | 6.721 |
| Langfristige Vermögenswerte | 5.378 |
| Kurzfristige Vermögenswerte (davon Forderungen T€ 1.469) | 5.386 |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 6.101 |
| Insgesamt erworbene Vermögenswerte | 23.586 |
| Schulden | - 6.964 |
| Insgesamt erworbene Schulden | - 6.964 |
| Erworbenes Reinvermögen | 16.622 |
| Kaufpreise | 16.622 |
| davon durch Zahlungsmittel beglichen | 16.622 |
Die direkt den Akquisitionen zurechenbaren Kosten betragen T€ 50, sie wurden als Aufwand erfasst.
Unter der Berücksichtigung der Effekte aus den Kaufpreisallokationen haben die erworbenen Gesellschaften bei KRONES bis zum 31. Dezember 2015 einen Nettogewinn von T€ 1.181 und Umsatzerlöse in Höhe von T€ 13.667 beigetragen. Wären die Gesellschaften schon zum 1. Januar 2015 konsolidiert worden, wären in der Gewinn-und-Verlust-Rechnung des Konzerns Umsatzerlöse in Höhe von T€ 16.512 ausgewiesen worden und der Nettogewinn hätte T€ 1.059 betragen.
■ Konsolidierungsgrundsätze
Die Einzelabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen werden grundsätzlich nach einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden aufgestellt. Sie sind alle auf den Stichtag des Konzernabschlusses aufgestellt.
Die Kapitalkonsolidierung erfolgt für Unternehmen nach IFRS 3 (»Business Combinations«), wonach sämtliche Unternehmenszusammenschlüsse nach der Erwerbsmethode (»acquisition method«) zu bilanzieren sind. Hierbei sind die erworbenen Vermögenswerte und Schulden zum beizulegenden Zeitwert (»fair value«) anzusetzen.
Geschäfts- oder Firmenwerte, die vor dem 1. Januar 2004 entstanden sind, bleiben mit den Rücklagen verrechnet.
Die nicht dem Mutterunternehmen zustehenden Anteile am Eigenkapital der Tochtergesellschaft werden als »Anteile anderer Gesellschafter« ausgewiesen.
Unternehmen, bei denen KRONES die Möglichkeit hat, maßgeblichen Einfluss auf die Geschäfts- und Finanzpolitik auszuüben (in der Regel durch mittel- oder unmittelbare Stimmrechtsanteile von 20 % bis 50 %), werden im Konzernabschluss nach der Equity-Methode bilanziert und erstmalig mit den Anschaffungskosten angesetzt. Die den Anteil am Reinvermögen des assoziierten Unternehmens übersteigenden Anschaffungskosten werden bestimmten am beizulegenden Zeitwert ausgerichteten Anpassungen unterworfen und der verbleibende Betrag als Geschäfts- oder Firmenwert erfasst. Der Geschäfts- oder Firmenwert, der aus der Anschaffung eines assoziierten Unternehmens resultiert, ist im Buchwert des assoziierten Unternehmens enthalten und wird nicht planmäßig abgeschrieben, sondern als Bestandteil der gesamten Beteiligung an dem assoziierten Unternehmen auf Wertminderung überprüft. Der Anteil von KRONES am Ergebnis des assoziierten Unternehmens nach Erwerb wird in der Konzern-Gewinn-und-Verlust-Rechnung erfasst. Die kumulierten Veränderungen nach dem Erwerbszeitpunkt erhöhen beziehungsweise vermindern den Beteiligungsbuchwert des assoziierten Unternehmens. Ergebnisse aus Geschäftsvorfällen zwischen KRONES und seinen assoziierten Unternehmen werden gemäß dem Anteil von KRONES an dem assoziierten Unternehmen eliminiert.
Forderungen, Verbindlichkeiten, Rückstellungen, Erträge und Aufwendungen zwischen einbezogenen Unternehmen werden im Rahmen der Konsolidierung eliminiert.
Dies gilt auch für Zwischenergebnisse aus konzerninternen Lieferungen und Leistungen, sofern die Bestände aus diesen Lieferungen zum Stichtag noch im Bestand des Konzerns sind.
■ Währungsumrechnung
Die funktionale Währung der KRONES AG ist der Euro.
Die Umrechnung der in fremder Währung aufgestellten Abschlüsse der einbezogenen Konzernunternehmen erfolgt auf der Grundlage des Konzepts der funktionalen Währung gemäß IAS 21 nach der modifizierten Stichtagskursmethode. Da die Tochtergesellschaften primär ihre Geschäfte im Wirtschaftsumfeld ihres jeweiligen Landes selbstständig betreiben, ist die funktionale Währung grundsätzlich identisch mit der jeweiligen Landeswährung der Gesellschaft. Im Konzernabschluss werden folglich Vermögenswerte und Schulden zum Stichtagskurs, die Aufwendungen und Erträge aus Abschlüssen von Tochterunternehmen zum Jahresdurchschnittskurs umgerechnet.
Umrechnungsdifferenzen, die aus diesen abweichenden Umrechnungskursen in Bilanz und Gewinn-und-Verlust-Rechnung resultieren, werden erfolgsneutral behandelt. Kursdifferenzen aus der Umrechnung des Eigenkapitals mit historischen Wechselkursen werden ebenfalls erfolgsneutral verrechnet.
In den Jahresabschlüssen der KRONES AG und der Tochterunternehmen werden Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten mit dem Umrechnungskurs zum Zeitpunkt des Geschäftsvorfalls umgerechnet und Umrechnungsdifferenzen zum Stichtagskurs am Bilanzstichtag erfolgswirksam erfasst. Nicht-monetäre Posten in fremder Währung sind mit den historischen Werten angesetzt.
Kursunterschiede gegenüber dem Vorjahr aus der Kapitalkonsolidierung werden grundsätzlich erfolgsneutral mit den anderen Gewinnrücklagen verrechnet.
Die Wechselkurse wesentlicher Währungen betragen zum Euro:
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| Stichtagskurs | Durchschnittskurs | ||||
|---|---|---|---|---|---|
| 31.12.2015 | 31.12.2014 | 2015 | 2014 | ||
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| US-DOLLAR | USD | 1,089 | 1,216 | 1,111 | 1,329 |
| Britisches Pfund | GBP | 0,735 | 0,779 | 0,727 | 0,806 |
| Schweizer Franken | CHF | 1,082 | 1,202 | 1,068 | 1,215 |
| Dänische Kronen | DKK | 7,462 | 7,445 | 7,459 | 7,455 |
| Kanadischer Dollar | CAD | 1,513 | 1,407 | 1,419 | 1,467 |
| Japanischer Yen | JPY | 131,120 | 145,030 | 134,408 | 140,406 |
| Brasilianischer Real | BRL | 4,314 | 3,230 | 3,695 | 3,120 |
| Chinesischer Renminbi Yuan | CNY | 7,073 | 7,437 | 6,916 | 8,168 |
| Mexikanischer Peso | MXN | 18,923 | 17,864 | 17,612 | 17,664 |
| Ukrainischer Griwna | UAH | 26,171 | 19,226 | 24,172 | 15,835 |
| Südafrikanischer Rand | ZAR | 16,988 | 14,043 | 14,161 | 14,401 |
| Kenianischer Schilling | KES | 111,424 | 110,302 | 109,035 | 116,810 |
| Nigerianischer Naira | NGN | 216,690 | 222,430 | 219,682 | 219,178 |
| Russischer Rubel | RUB | 80,536 | 72,700 | 67,924 | 50,927 |
| Thailändischer Baht | THB | 39,254 | 39,967 | 38,023 | 43,166 |
| Indonesische Rupiah | IDR | 15.017,200 | 15.053,300 | 14.869,088 | 15.736,344 |
| Angolanischer Kwanza | AOA | 147,384 | 125,027 | 132,871 | 130,472 |
| Türkische Lira | TRY | 3,183 | 2,829 | 3,022 | 2,905 |
| Kasachische Tenge | KZT | 370,980 | 222,260 | 246,637 | 238,164 |
■ Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden
Die Jahresabschlüsse der KRONES AG sowie der in- und ausländischen Tochterunternehmen werden gemäß IFRS 10 nach einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen aufgestellt.
Der Konzernabschluss enthält einige Ermessensspielräume; insbesondere im Bereich der Bewertung des Anlagevermögens, der Vorräte, der Forderungen, der Pensionsrückstellungen und Rückstellungen, die auf die Notwendigkeit von Schätzungen und Prognosen zurückzuführen sind.
■ Immaterielle Vermögenswerte
Erworbene und selbst geschaffene immaterielle Vermögenswerte, mit Ausnahme von Geschäfts- oder Firmenwerten, werden gemäß IAS 38 aktiviert, wenn es hinreichend wahrscheinlich ist, dass mit der Nutzung des Vermögenswertes ein zukünftiger wirtschaftlicher Nutzen verbunden sein wird und die Anschaffungs- und Herstellungskosten des Vermögenswertes zuverlässig bestimmt werden können. Sie werden zu Anschaffungskosten bzw. Herstellungskosten angesetzt und entsprechend ihrer Nutzungsdauer planmäßig linear abgeschrieben. Die Abschreibung immaterieller Vermögenswerte erfolgt grundsätzlich über eine Nutzungsdauer zwischen drei und fünf Jahren und wird unter dem Posten »Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen« ausgewiesen.
■ Forschungs- und Entwicklungskosten
Entwicklungskosten des KRONES Konzerns werden mit den Herstellungskosten aktiviert, sofern eine eindeutige Aufwandszuordnung möglich ist und neben der technischen Realisierbarkeit durch die Nutzung ein zukünftiger wirtschaftlicher Vorteil wahrscheinlich ist. Forschungskosten sind entsprechend IAS 38 nicht aktivierungsfähig und werden somit unmittelbar als Aufwand in der Gewinn-und-Verlust-Rechnung erfasst. Fremdkapitalkosten werden als Anschaffungs- oder Herstellungskosten mit einem Fremdkapitalkostensatz in Höhe von 0,25 % aktiviert.
■ Geschäfts- oder Firmenwerte
Geschäfts- oder Firmenwerte unterliegen keiner planmäßigen Abschreibung, sondern werden einmal jährlich auf Wertminderung überprüft. Eine Überprüfung erfolgt auch, wenn Ereignisse oder Umstände eintreten, die darauf hindeuten, dass der Buchwert möglicherweise nicht wiedererlangt werden kann. Die Geschäfts- oder Firmenwerte werden zu Anschaffungskosten, abzüglich kumulierter Abschreibungen aus Wertminderungen, angesetzt.
Die Überprüfung auf Wertminderung der Geschäfts- oder Firmenwerte erfolgt auf der Ebene einer zahlungsmittelgenerierenden Einheit oder einer Gruppe von zahlungsmittelgenerierenden Einheiten, die durch eine Division (oder entsprechende Einheit) repräsentiert wird. Die zahlungsmittelgenerierende Einheit oder Gruppe von zahlungsmittelgenerierenden Einheiten stellt die unterste Ebene dar, auf der Geschäfts- oder Firmenwerte für interne Zwecke der Unternehmensleitung überwacht werden.
Für die Überprüfung auf Wertminderung wird der im Rahmen eines Unternehmenszusammenschlusses erworbene Geschäfts- oder Firmenwert jener zahlungsmittelgenerierenden Einheit oder jener Gruppe von zahlungsmittelgenerierenden Einheiten zugeordnet, die erwartungsgemäß Nutzen aus den Synergien des Unternehmenszusammenschlusses ziehen soll. Übersteigt der Buchwert der zahlungsmittelgenerierenden Einheit oder Gruppe von zahlungsmittelgenerierenden Einheiten, der der Geschäfts- oder Firmenwert zugeordnet wurde, deren erzielbaren Betrag, wird ein Wertminderungsaufwand für den Geschäfts- oder Firmenwert erfasst, der dieser zahlungsmittelgenerierenden Einheit oder Gruppe von zahlungsmittelgenerierenden Einheiten zugeordnet ist. Der erzielbare Betrag ist der höhere Wert aus beizulegendem Zeitwert, abzüglich Veräußerungskosten, und dem Nutzungswert der zahlungsmittelgenerierenden Einheit oder Gruppe von zahlungsmittelgenerierenden Einheiten. Übersteigt einer dieser Beträge den Buchwert, ist es nicht immer notwendig, beide Werte zu ermitteln. Diese Werte beruhen grundsätzlich auf der Ermittlung abgezinster Zahlungsströme (Discounted-Cashflow-Bewertungen). Auch wenn der erzielbare Betrag den Buchwert der zahlungsmittelgenerierenden Einheit oder Gruppe von zahlungsmittelgenerierenden Einheiten, der der Geschäfts- oder Firmenwert zugeordnet ist, in künftigen Perioden übersteigt, werden keine Wertaufholungen auf abgeschriebene Geschäfts- oder Firmenwerte vorgenommen.
■ Sachanlagen
Sachanlagen des KRONES Konzerns werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um planmäßige, nutzungsbedingte, lineare Abschreibungen bewertet. In die Herstellungskosten der selbst erstellten Anlagen werden neben den direkt zurechenbaren Kosten auch anteilige Gemeinkosten einbezogen.
Eine Neubewertung des Sachanlagevermögens nach IAS 16 erfolgte nicht.
Den planmäßigen Abschreibungen liegen konzerneinheitlich folgende Nutzungsdauern zugrunde:
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| Nutzungsdauer | in Jahren |
|---|---|
| Betriebs- und Geschäftsgebäude | 14 bis 50 |
| Technische Anlagen und Maschinen | 5 bis 18 |
| Betriebs- und Geschäftsausstattung | 3 bis 15 |
Bei den Nutzungsdauern wurden die unterschiedlichen Komponenten eines Anlagegegenstandes mit bedeutsamen Anschaffungswertunterschieden berücksichtigt.
Zuwendungen der öffentlichen Hand werden nur erfasst, wenn eine angemessene Sicherheit dafür besteht, dass die damit verbundenen Bedingungen erfüllt und die Zuwendungen gewährt werden.
Zuwendungen der öffentlichen Hand für Vermögenswerte werden von den Anschaffungskosten des Vermögenswertes abgesetzt und in den Folgeperioden ertragswirksam aufgelöst.
■ Leasing
Leasingverträge, bei denen der KRONES Konzern als Leasingnehmer im Wesentlichen die Chancen und Risiken trägt, welche mit dem wirtschaftlichen Eigentum verbunden sind, werden nach IAS 17 mit Abschluss des Leasingvertrages als Finance Lease behandelt. Der Ansatz des Leasingobjektes im Anlagevermögen erfolgt mit dem beizulegenden Zeitwert oder dem niedrigeren Barwert der Mindestleasingzahlungen. Planmäßige Abschreibungen werden linear über den jeweils kürzeren der beiden Zeiträume »Vertragslaufzeit« oder »Nutzungsdauer« des Leasingobjekts vorgenommen. Die aus künftigen Leasingraten resultierenden Zahlungsverpflichtungen werden unter den sonstigen Verpflichtungen passiviert.
Bei Operating Leasing-Verträgen werden die Leasinggegenstände wirtschaftlich dem Leasinggeber zugeordnet, da die Risiken und Chancen beim Leasinggeber liegen.
■ Finanzinstrumente
Die Finanzinstrumente nach IAS 39, die bei KRONES eingesetzt werden, setzen sich aus
| ― | Finanzanlagen |
| ― | zu Handelszwecken gehaltenen Finanzinstrumenten (derivative Finanzinstrumente) |
| ― | zur Veräußerung verfügbaren Finanzinstrumenten |
| ― | finanziellen Forderungen und Verbindlichkeiten |
zusammen.
Bei den Bewertungskategorien entsprechen die Buchwerte grundsätzlich den Marktwerten, die von den jeweiligen Kreditinstituten zum Bilanzstichtag bereitgestellt werden.
Die Finanzanlagen beinhalten im Wesentlichen Ausleihungen; diese werden zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert. Die Werthaltigkeit wird jährlich beurteilt.
Der beizulegende Zeitwert von finanziellen Vermögenswerten und Schulden basiert auf finanzmathematischen Berechnungsmodellen mit zum Bilanzstichtag am Markt beobachtbaren Inputfaktoren (Stufe 2 i. S. d. IFRS 13.72). Vermögenswerte und Schulden der Stufe 2 sind im Wesentlichen Derivate mit und ohne bilanziellen Sicherungszusammenhang.
Bei finanziellen Vermögenswerten der Stufe 3 i. S. d. IFRS 13.72 entspricht der Buchwert jeweils dem Zeitwert. Die Bewertung basiert auf Schätzungen der Prognosen der künftigen Entwicklung.
Die Kassageschäfte werden zum Erfüllungstag bilanziert, die derivativen Finanzinstrumente zum Handelstag.
Die Nettogewinne und -verluste enthalten Wertminderungen und Bewertungsänderungen bei derivativen Finanzinstrumenten und sind den Erläuterungen zu den jeweiligen Bewertungskategorien zu entnehmen.
Die Klassen nach IFRS 7 setzen sich neben den oben genannten Bewertungskategorien nach IAS 39 aus Zahlungsmitteln, Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing sowie Fertigungsaufträgen mit aktivischem Saldo und Derivate im Hedge Accounting zusammen.
Die Angaben zur Risikoberichterstattung nach IFRS 7 sind dem Risikobericht im Konzernlagebericht zu entnehmen.
■ Finanzanlagen
Finanzanlagen werden, abgesehen von Wertpapieren, zu Anschaffungskosten, vermindert um Wertberichtigungen, angesetzt. Wertpapiere des Anlagevermögens werden als »zur Veräußerung verfügbar« eingestuft und erfolgsneutral zum fair value bewertet. Eine Einstufung als »bis zur Endfälligkeit gehalten« findet nicht statt.
Darüber hinaus wird im KRONES Konzern bei keiner Bilanzposition die »fair value Option« nach IAS 39 angewendet.
■ Derivative Finanzinstrumente
Die im KRONES Konzern verwendeten derivativen Finanzinstrumente werden zur Sicherung von Währungskursrisiken aus dem operativen Geschäft eingesetzt.
Die Kategorien des Währungsrisikos bei KRONES bestehen im Wesentlichen in Transaktionsrisiken, die in Wechselkursen und deren Zahlungsflüssen in Fremdwährungen begründet sind. Hiervon betroffen sind im Wesentlichen die Währungen US-Dollar, kanadischer Dollar, japanischer Yen, britisches Pfund sowie Euro.
Grundsätzlich werden innerhalb der Sicherungsstrategie 100 % der Fremdwährungspositionen abgesichert. Hierbei werden im Wesentlichen Devisentermingeschäfte und vereinzelt Swapgeschäfte und Währungsswaps verwendet.
Ziel der Strategie ist die Minimierung des Währungsrisikos durch den Einsatz der als hochwirksam eingeschätzten Sicherungsinstrumente. Hierdurch soll sowohl die Kurssicherung als auch Planungssicherheit erreicht werden.
Die Bewertung der derivativen Finanzinstrumente zum Bilanzstichtag erfolgt mit den beizulegenden Zeitwerten. Diese ermitteln sich aus Input-Faktoren der Stufe 2 i. S. d. IFRS 13.72. Gewinne und Verluste aus der Bewertung werden erfolgswirksam in der Gewinn-und-Verlust-Rechnung erfasst; es sei denn, die Voraussetzungen des Hedge Accounting sind erfüllt.
Die derivativen Finanzinstrumente, bei denen Hedge Accounting angewendet wird, setzen sich aus Devisenterminkontrakten und Devisenswaps zusammen, deren Marktwertänderung entweder im Ergebnis oder als Bestandteil des Eigenkapitals ausgewiesen wird. Beim Cashflow Hedge werden zur Absicherung von Währungsrisiken aus bestehenden Grundgeschäften die Marktwertänderungen zunächst erfolgsneutral im Eigenkapital erfasst und bei Ergebniswirkung des abgesicherten Grundgeschäftes in die Gewinn-und-Verlust-Rechnung umgebucht. Die Bewertung dieser derivativen Finanzinstrumente erfolgt auf Basis der Terminbewertungskurse der jeweiligen Geschäftsbank.
Sie werden ausgebucht, wenn im Wesentlichen alle Chancen und Risiken übertragen worden sind.
■ Forderungen und sonstige Vermögenswerte
Bei den Forderungen und sonstigen Vermögenswerten, mit Ausnahme der derivativen Finanzinstrumente, handelt es sich um Vermögenswerte, die nicht zu Handelszwecken gehalten werden. Sie werden zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert. Unverzinsliche oder niedrig verzinsliche Forderungen mit Laufzeiten von über einem Jahr werden abgezinst. Allen erkennbaren Risiken wird durch Wertminderung Rechnung getragen. Die hierfür verwendeten Indikatoren sind die Altersstruktur der Forderungen und die wirtschaftliche Situation der Kunden.
■ Vorräte
Die Vorräte werden grundsätzlich mit ihren Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten unter Beachtung der verlustfreien Bewertung angesetzt. Die Herstellungskosten umfassen die direkt zurechenbaren Produktionskosten und anteilig zurechenbare fixe und variable Produktionsgemeinkosten. Die Gemeinkostenanteile sind auf Basis der Normalbeschäftigung ermittelt.
Vertriebskosten und Kosten der allgemeinen Verwaltung werden nicht aktiviert. Für Bestandsrisiken, die sich aus erhöhter Lagerdauer oder geminderter Verwertbarkeit ergeben, werden Wertberichtigungen auf Vorräte vorgenommen.
Als Bewertungsvereinfachungsverfahren für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe wurden die FiFo-Methode sowie die Durchschnittsmethode verwendet.
■ Kundenspezifische Fertigungsaufträge
Kundenspezifische Fertigungsaufträge werden gemäß IAS 11 nach dem Fertigungsfortschritt (»Percentage-of-Completion-Method«) bilanziert. Dabei werden Umsatzerlöse für den Anlagen- und Maschinenteil, entsprechend der physischen Vollendung der Anlagen und Maschinen, am Bilanzstichtag realisiert. Der Fertigstellungsgrad für den Montageanteil entspricht dem Verhältnis der bis zum Bilanzstichtag angefallenen auftragsbezogenen Kosten zu den insgesamt kalkulierten Kosten des Montageanteils. Der Bilanzausweis für am Bilanzstichtag laufende Fertigungsaufträge erfolgt in den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen.
■ Latente Steuern
Die aktiven und passiven latenten Steuern werden gemäß dem Konzept der bilanzorientierten Verbindlichkeitsmethode (»Liability Method«) angesetzt und für sämtliche temporären Differenzen zwischen den steuerlichen und den bilanziellen Wertansätzen nach IFRS und für ergebniswirksame Konsolidierungsmaßnahmen gebildet.
Die latenten Steuern werden auf Basis der in den einzelnen Ländern zum Realisationszeitpunkt geltenden Ertragsteuersätze ermittelt. Steuersatzänderungen werden berücksichtigt, sofern deren Änderung mit ausreichender Sicherheit feststeht. Soweit eine gesetzliche Aufrechnung möglich ist, wurden aktive und passive latente Steuern saldiert.
■ Rückstellungen für Pensionen
Die Rückstellungen für Pensionen werden nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (»Projected Unit Credit Method«) gemäß IAS 19 ermittelt. Bei diesem Verfahren werden neben den am Bilanzstichtag bekannten Renten und erworbenen Anwartschaften auch künftig zu erwartende Steigerungen von Renten und Gehältern bei vorsichtiger Einschätzung der relevanten Einflussgrößen berücksichtigt. Die Berechnung beruht auf versicherungsmathematischen Gutachten unter Berücksichtigung biometrischer Rechnungsgrundlagen.
Die versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste wirken sich unmittelbar in der Konzernbilanz aus und führen zu einer Erhöhung bzw. Verminderung der Rückstellungen für Pensionen und ähnlichen Verpflichtungen sowie zu einer Verringerung bzw. Erhöhung des Eigenkapitals. Die Konzern-Gewinn-und-Verlust-Rechnung bleibt frei von Effekten aus versicherungsmathematischen Gewinnen und Verlusten, da diese im sonstigen Ergebnis zu erfassen sind. Zudem wird der Nettozinsansatz eingeführt. Damit wird die Nettopensionsverpflichtung mit dem Diskontierungszinssatz verzinst, der der Bewertung der Bruttopensionsverpflichtung zugrunde liegt. Da die Nettopensionsverpflichtung um etwaiges Planvermögen gekürzt ist, wird durch diese Berechnung für das Planvermögen eine Verzinsung in Höhe des Diskontierungszinssatzes angenommen.
■ Verpflichtungen aus Altersteilzeit
Nach der Definition in IAS 19 für Leistungen aus Anlass der Beendigung des Arbeitsverhältnisses stellen die im Rahmen von Altersteilzeitvereinbarungen zugesagten Aufstockungsbeträge andere langfristig fällige Leistungen an Arbeitnehmer dar. Aufstockungsbeträge sind damit nicht vollständig mit ihrem Barwert zu passivieren, sondern es erfolgt eine ratierliche Ansammlung der Aufstockungsbeträge über die betreffenden aktiven Dienstjahre der altersteilzeitbegünstigten Arbeitnehmer.
■ Sonstige Rückstellungen
Die sonstigen Rückstellungen werden insoweit berücksichtigt, als sich aus einem vergangenen Ereignis eine gegenwärtige Verpflichtung gegenüber Dritten ergibt, die Inanspruchnahme wahrscheinlich ist und die voraussichtliche Höhe des notwendigen Rückstellungsbetrags zuverlässig geschätzt werden kann. Die Bewertung dieser Rückstellungen erfolgt zu Vollkosten bzw. auf der Grundlage des Erfüllungsbetrags mit der höchsten Eintrittswahrscheinlichkeit.
Langfristige Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit ihrem auf den Bilanzstichtag abgezinsten Erfüllungsbetrag angesetzt.
■ Finanzielle Verbindlichkeiten
Die finanziellen Verbindlichkeiten werden nach IAS 39 bei der erstmaligen Erfassung mit den Anschaffungskosten angesetzt, die dem beizulegenden Zeitwert der erhaltenen Gegenleistung entsprechen. Bei der erstmaligen Bewertung von finanziellen Verbindlichkeiten sind Transaktionskosten mit einzubeziehen. Nach dem erstmaligen Ansatz sind alle finanziellen Verbindlichkeiten mit den fortgeführten Anschaffungskosten bewertet.
■ Umsatzerlöse
Umsatzerlöse werden entsprechend den Kriterien des IAS 18, mit Ausnahme von den nach IAS 11 bewerteten Aufträgen, mit der Übertragung der wesentlichen Chancen und Risiken realisiert, wenn ein Preis vereinbart oder bestimmbar ist und ein wirtschaftlicher Nutzenzufluss aus dem Verkauf von Gütern hinreichend wahrscheinlich ist.
Die Umsatzerlöse werden, vermindert um Erlösschmälerungen, ausgewiesen.
■ Segmentberichterstattung
KRONES berichtet über drei Geschäftssegmente, die die strategischen Geschäftseinheiten darstellen. Diese werden nach Produktsparten und Services aufgeteilt und aufgrund der verschiedenen Technologien separat gesteuert. Der Vorstand als Entscheidungsträger steuert auf Basis der monatlichen Berichterstattung danach das Unternehmen.
Das Segment 1 beinhaltet Maschinen und Anlagen zur Produktabfüllung und Produktausstattung. Das Segment 2 beinhaltet Maschinen und Anlagen zur Getränkeproduktion/Prozesstechnik und Segment 3 Maschinen und Anlagen für die Compact Class.
Die zugrunde liegenden Bilanzierungs- und Bewertungsregeln sind dieselben wie unter den »Allgemeinen Angaben« beschrieben.
Die Segmentleistung wird auf Basis der internen Berichterstattung an den Vorstand vor allem durch die Segment-Umsatzerlöse und das Segment-EBT gemessen.
Intrasegmentäre Transfers erfolgen zu Konditionen wie unter fremden Dritten. Intersegmentäre Umsätze sind nicht nennenswert.
Erläuterung der Bilanz
1 Immaterielle Vermögenswerte
Der Buchwert der immateriellen Vermögenswerte hat sich wie folgt entwickelt:
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| in T€ | Gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen | Geschäfts- oder Firmenwert | Aktivierte Entwicklungskosten | Geleistete Anzahlungen | Summe |
|---|---|---|---|---|---|
| 01.01.2014 | |||||
| Anschaffungs- und Herstellungskosten | 114.859 | 0 | 246.058 | 0 | 360.917 |
| Kumulierte Abschreibungen | 89.129 | 0 | 143.572 | 0 | 232.701 |
| Nettobuchwert | 25.730 | 0 | 102.486 | 0 | 128.216 |
| Veränderungen in 2014 | |||||
| Anschaffungs- und Herstellungskosten | |||||
| Konsolidierte Zugänge | 5.273 | 7.881 | 0 | 0 | 13.154 |
| Zugänge | 12.457 | 0 | 27.678 | 63 | 40.198 |
| Abgänge | 3.450 | 0 | 0 | 0 | 3.450 |
| Währungsdifferenzen | 76 | 0 | 0 | 0 | 76 |
| Abschreibungen | |||||
| Konsolidierte Zugänge | 42 | 0 | 0 | 0 | 42 |
| Zugänge | 9.877 | 0 | 28.243 | 0 | 38.120 |
| Abgänge | 3.381 | 0 | 0 | 0 | 3.381 |
| Währungsdifferenzen | 70 | 0 | 0 | 0 | 70 |
| Nettobuchwert 31.12.2014 | 33.478 | 7.881 | 101.921 | 63 | 143.343 |
| 01.01.2015 | |||||
| Anschaffungs- und Herstellungskosten | 129.215 | 7.881 | 273.736 | 63 | 410.895 |
| Kumulierte Abschreibungen | 95.737 | 0 | 171.815 | 0 | 267.552 |
| Nettobuchwert | 33.478 | 7.881 | 101.921 | 63 | 143.343 |
| Veränderungen in 2015 | |||||
| Anschaffungs- und Herstellungskosten | |||||
| Konsolidierte Zugänge | 4.497 | 6.721 | 0 | 0 | 11.218 |
| Zugänge | 11.959 | 0 | 31.069 | 27 | 43.055 |
| Abgänge | 9.171 | 0 | 0 | 63 | 9.234 |
| Umbuchungen | 17 | 0 | 0 | - 17 | 0 |
| Währungsdifferenzen | - 171 | 0 | 0 | 0 | - 171 |
| Abschreibungen | |||||
| Konsolidierte Zugänge | 41 | 0 | 0 | 0 | 41 |
| Zugänge | 11.245 | 0 | 23.076 | 0 | 34.321 |
| Abgänge | 9.171 | 0 | 0 | 0 | 9.171 |
| Währungsdifferenzen | - 169 | 0 | 0 | 0 | - 169 |
| Nettobuchwert 31.12.2015 | 38.663 | 14.602 | 109.914 | 10 | 163.189 |
| 31.12.2015 | |||||
| Anschaffungs- und Herstellungskosten | 136.346 | 14.602 | 304.805 | 10 | 455.763 |
| Kumulierte Abschreibungen | 97.683 | 0 | 194.891 | 0 | 292.574 |
| Nettobuchwert | 38.663 | 14.602 | 109.914 | 10 | 163.189 |
Der Zugang bei den Schutzrechten und Lizenzen betrifft: im Wesentlichen Lizenzen an EDV-Software.
Die Geschäfts- oder Firmenwerte resultieren aus den erwarteten Synergien aus der Eingliederung der Unternehmen und der Belegschaften für den Etikettierbereich im unteren Leistungsbereich bzw. in der Intralogistik für SAP-Lösungen. Sämtliche Geschäfts- oder Firmenwerte wurden im Geschäftsjahr 2015 einem regelmäßigen Werthaltigkeitstest nach IAS 36 unterzogen. Wie im Vorjahr wurden keine Wertminderungen auf die Geschäfts- oder Firmenwerte vorgenommen.
Die Werthaltigkeitsprüfung wird auf Ebene der kleinsten zahlungsmittelgenerierenden Einheit (CGU) oder Gruppen von zahlungsmittelgenerierenden Einheiten auf Basis des Nutzungswerts durchgeführt.
Die dem Werthaltigkeitstest zugrunde liegenden Cashflow-Prognosen basieren auf der genehmigten Umsatzplanung. Die Planungen basieren unter anderem auf extern veröffentlichten Quellen. Sie berücksichtigen weiterhin die auf Erfahrungswerten beruhenden Preisvereinbarungen und erwartete Effizienzsteigerungen sowie eine auf Basis der strategischen Ausrichtung abgeleitete Umsatzentwicklung.
Die folgenden Tabelle gibt einen Überblick über die getesteten Geschäfts- oder Firmenwerte und die in die jeweiligen Werthaltigkeitstests eingeflossenen Annahmen für die jeweilige kleinste zahlungsmittelgenerierende Einheit:
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| Bezeichnung der CGU | TILL | HST | TRIACOS | GERNEP |
|---|---|---|---|---|
| Buchwert Geschäftswert | 3.623 | 4.258 | 4.631 | 2.090 |
| Dauer des Planungszeitraums | 5 Jahre | 3 Jahre | 3 Jahre | 3 Jahre |
| Umsatzwachstum p. a. am Ende des Planungszeitraums | 3,0 % | 1,0 % | 1,0 % | 1,0 % |
| Diskontierungszinssatz vor Steuern | 6,6 % | 9,4 % | 10,3 % | 11,7 % |
Als Basis für die Abzinsungssätze vor Steuern dienen risikofreie Zinssätze, die auf Grundlage der Renditen langlaufender Staatsanleihen ermittelt werden. Dieser Abzinsungssatz wird bereinigt um einen Risikozuschlag, der das allgemeine Risiko einer Eigenkapitalinvestition und das spezifische Risiko der CGU widerspiegelt. Unter Zugrundelegung der in der Tabelle beschriebenen Annahme eines nachhaltigen Umsatzwachstums der CGU TILL von am Ende des Planungszeitraums 3,0 %, bedingt durch die Innovativität dieses Industriezweiges, liegt der erzielbare Betrag mit T€ 6.075 über dem Buchwert. Bei einem Anstieg des Diskontierungszinssatzes vor Steuern auf 7,9 % oder einer deutlichen, nicht zu erwartenden Reduzierung der Annahmen zur nachhaltigen Umsatzentwicklung um 41,3 % würde der erzielbare Betrag dem Buchwert entsprechen.
Im Vorjahr wurde der Geschäfts- oder Firmenwert der HST GmbH einem Werthaltigkeitstest unterzogen. Dabei wurde ein Umsatzwachstum nach Ende des Planungszeitraums von 1,0 % p. a. unterstellt. Der verwendete Abzinsungssatz vor Steuern betrug 9,4 %. Aufgrund der zeitlichen Nähe der Akquisition der TILL GmbH zum Bilanzstichtag wurde im Vorjahr auf einen Werthaltigkeitstest verzichtet.
Die aktivierten Entwicklungskosten betreffen neue Maschinenprojekte der KRONES AG. Die im Geschäftsjahr aktivierten Entwicklungskosten belaufen sich auf T€ 31.069 (Vorjahr: T€ 27.678). Darin enthalten sind Fremdkapitalkosten in Höhe von T€ 116 (Vorjahr: T€ 33). Im Geschäftsjahr 2015 wurden inklusive der aktivierten Entwicklungskosten für Forschung und Entwicklung T€ 163.686 (Vorjahr: T€ 148.693) aufgewendet. Im Berichtsjahr ergab sich eine Wertminderung auf immaterielle Vermögenswerte innerhalb der Abschreibungen in Höhe von T€ 175 (Vorjahr: T€ 4.831) und betrifft wie im Vorjahr das Segment Maschinen und Anlagen zur Produktabfüllung und -ausstattung. Hierbei handelt es sich um aktivierte Entwicklungsprojekte, denen kein weiterer Nutzen zugeordnet werden kann.
Im Berichtsjahr erfolgten aufgrund von Unternehmenszusammenschlüssen Zugänge der Nettobuchwerte bei den immateriellen Vermögenswerten in Höhe von T€ 11.177 (Vorjahr: T€ 13.112), darin enthalten sind Geschäfts- oder Firmenwerte in Höhe von T€ 6.721 (Vorjahr: T€ 7.881).
2 Sachanlagen
In den Sachanlagen im Geschäftsjahr 2015 waren keine Wertminderungen gemäß IAS 36 in den Abschreibungen erforderlich (Vorjahr: T€ 447). Der Zugang bei den Grundstücken und Gebäuden resultiert im Wesentlichen aus Erweiterungen an den Standorten Neutraubling (T€ 3.596), Rosenheim (T€ 630) und Raubling (T€ 493). Die Investitionen in die übrigen Sachanlagen in Höhe von T€ 32.842 betreffen vor allem Kapazitätserweiterungen und Modernisierungen an den Produktionsstandorten.
Im Geschäftsjahr 2015 waren Zuwendungen in Höhe von T€ 66 (Vorjahr: T€ 112) in den Buchwerten der Sachanlagen enthalten. Die Zuwendungen wurden im Geschäftsjahr 2015 in Höhe von T€ 46 (Vorjahr: T€ 50) ertragswirksam aufgelöst. In den Abschreibungen sind wie im Vorjahr keine Zuschreibungen enthalten.
Für die ausgewiesenen Sachanlagen bestehen keine Eigentums- oder Verfügungsbeschränkungen.
Im Sachanlagenvermögen sind geleaste Vermögenswerte in Höhe von T€ 4.354 (Vorjahr: T€ 4.961) enthalten, die wegen der Gestaltung der zugrunde liegenden Leasingverträge der jeweiligen Konzerngesellschaft als wirtschaftliches Eigentum (Finanzierungsleasing) zuzurechnen sind.
Die Buchwerte der aktivierten Leasinggegenstände stellen sich wie folgt dar:
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| T€ | 31.12.2015 | 31.12.2014 |
|---|---|---|
| Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten | 4.064 | 4.174 |
| Technische Anlagen und Maschinen | 83 | 156 |
| Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 207 | 631 |
| Gesamt | 4.354 | 4.961 |
Im Berichtsjahr erfolgten aufgrund von Unternehmenszusammenschlüssen Zugänge von Buchwerten der Sachanlagen in Höhe von T€ 744 (Vorjahr: T€ 1.056).
Die Sachanlagen haben sich wie folgt entwickelt:
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| in T€ | Grundstücke und Bauten | Technische Anlagen und Maschinen | Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | Anlagen im Bau | Geleistete Anzahlungen | Summe |
|---|---|---|---|---|---|---|
| 01.01.2014 | ||||||
| Anschaffungs- und Herstellungskosten | 442.716 | 290.081 | 201.818 | 8.800 | 0 | 943.415 |
| Kumulierte Abschreibungen | 153.348 | 174.940 | 140.049 | 0 | 0 | 468.337 |
| Nettobuchwert | 289.368 | 115.141 | 61.769 | 8.800 | 0 | 475.078 |
| Veränderungen in 2014 | ||||||
| Anschaffungs- und Herstellungskosten | ||||||
| Konsolidierte Zugänge | 672 | 627 | 747 | 0 | 0 | 2.046 |
| Zugänge | 9.967 | 12.701 | 22.105 | 6.391 | 3.228 | 54.392 |
| Abgänge | 482 | 6.584 | 15.826 | 0 | 0 | 22.892 |
| Umbuchungen | 4.030 | 1.264 | 1.323 | - 6.514 | - 103 | 0 |
| Währungsdifferenzen | 2.899 | 3.585 | 2.422 | 16 | 0 | 8.922 |
| Abschreibungen | ||||||
| Konsolidierte Zugänge | 135 | 470 | 385 | 0 | 0 | 990 |
| Zugänge | 13.259 | 16.434 | 23.354 | 0 | 0 | 53.047 |
| Abgänge | 476 | 6.462 | 14.428 | 0 | 0 | 21.366 |
| Währungsdifferenzen | 1.441 | 2.314 | 1.912 | 0 | 0 | 5.667 |
| Nettobuchwert 31.12.2014 | 292.095 | 113.978 | 61.317 | 8.693 | 3.125 | 479.208 |
| 01.01.2015 | ||||||
| Anschaffungs- und Herstellungskosten | 459.802 | 301.674 | 212.589 | 8.693 | 3.125 | 985.883 |
| Kumulierte Abschreibungen | 167.707 | 187.696 | 151.272 | 0 | 0 | 506.675 |
| Nettobuchwert | 292.095 | 113.978 | 61.317 | 8.693 | 3.125 | 479.208 |
| Veränderungen in 2015 | ||||||
| Anschaffungs- und Herstellungskosten | ||||||
| Konsolidierte Zugänge | 0 | 2.062 | 646 | 0 | 0 | 2.708 |
| Zugänge | 12.670 | 9.525 | 23.317 | 10.610 | 5.051 | 61.173 |
| Abgänge | 668 | 4.556 | 24.842 | 0 | 0 | 30.066 |
| Umbuchungen | 3.929 | 2.894 | 7.083 | - 12.070 | - 1.836 | 0 |
| Währungsdifferenzen | 2.776 | 2.289 | 605 | - 11 | - 1 | 5.658 |
| Abschreibungen | ||||||
| Konsolidierte Zugänge | 0 | 1.590 | 374 | 0 | 0 | 1.964 |
| Zugänge | 13.171 | 17.979 | 22.890 | 0 | 0 | 54.040 |
| Abgänge | 22 | 4.556 | 18.220 | 0 | 0 | 22.798 |
| Währungsdifferenzen | 1.443 | 1.863 | 710 | 0 | 0 | 4.016 |
| Nettobuchwert 31.12.2015 | 296.210 | 109.316 | 62.372 | 7.222 | 6.339 | 481.459 |
| 31.12.2015 | ||||||
| Anschaffungs- und Herstellungskosten | 478.509 | 313.888 | 219.398 | 7.222 | 6.339 | 1.025.356 |
| Kumulierte Abschreibungen | 182.299 | 204.572 | 157.026 | 0 | 0 | 543.897 |
| Nettobuchwert | 296.210 | 109.316 | 62.372 | 7.222 | 6.339 | 481.459 |
3 Finanzanlagen
Die Finanzanlagen bestehen im Wesentlichen aus Ausleihungen.
4 Vorräte
Die Vorräte des KRONES Konzerns setzen sich wie folgt zusammen:
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| T€ | 31.12.2015 | 31.12.2014 |
|---|---|---|
| Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe | 163.594 | 195.530 |
| Unfertige Erzeugnisse | 263.601 | 197.863 |
| Fertige Erzeugnisse | 116.187 | 154.551 |
| Handelswaren | 173.751 | 95.177 |
| Sonstiges | 7.369 | 6.900 |
| Gesamt | 724.502 | 650.021 |
Die Vorräte sind zu Anschaffungs- und Herstellungskosten oder zu niedrigeren Zeitwerten abzüglich Vertriebsaufwendungen angesetzt.
Die Wertminderungen der Vorräte wurden 2015 in Höhe von T€ 37.309 (Vorjahr: T€ 37.192) als Aufwand erfasst und beruhen im Wesentlichen auf den üblichen verlustfreien Bewertungen und Gängigkeitsabschlägen. Erfolgswirksame Wertaufholungen wurden aufgrund verbesserter Marktbedingungen in unwesentlicher Höhe realisiert. Der Buchwert der zum beizulegenden Zeitwert abzüglich Vertriebsaufwendungen angesetzten Vorräte beträgt im Berichtsjahr T€ 59.232 (Vorjahr: T€ 81.019).
5 Forderungen und sonstige Vermögenswerte
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| T€ | 31.12.2015 | 31.12.2014 |
|---|---|---|
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 820.612 | 711.719 |
| (davon mit einer Restlaufzeit von mehr als 1 Jahr) | 23.820 | 20.016 |
| Sonstige Vermögenswerte | 112.006 | 75.628 |
| (davon mit einer Restlaufzeit von mehr als 1 Jahr) | 3.537 | 2.021 |
Bei den Kundenforderungen entsprechen die Marktwerte den bilanzierten Werten. Das Wertberichtigungskonto entwickelte sich wie folgt:
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| T€ | |
|---|---|
| Stand 01.01.2015 | 23.310 |
| Veränderung Konsolidierungskreis und Währungseffekte | - 672 |
| Zuführungen | 8.151 |
| Auflösungen | 8.994 |
| Stand 31.12.2015 | 21.795 |
In den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen zum 31. Dezember 2015 sind Fertigungsaufträge gegenüber Kunden mit aktivischem Saldo in Höhe von T€ 91.917 (Vorjahr: T€ 75.963) enthalten. Diese beziehen sich auf Fertigungsaufträge, bei denen die angefallenen Kosten plus ausgewiesene Gewinne abzüglich der Summe der ausgewiesenen Verluste, die Teilabrechnungen und erhaltenen Anzahlungen übersteigen. Fertigungsaufträge gegenüber Kunden mit passivischem Saldo sind nicht vorhanden.
Die sonstigen Vermögenswerte beinhalten im Wesentlichen geleistete Anzahlungen (T€ 23.586; Vorjahr: T€ 15.932), Steuererstattungsansprüche (T€ 49.973; Vorjahr: T€ 39.714), aktive Rechnungsabgrenzung (T€ 4.163; Vorjahr: T€ 3.646) und debitorische Kreditoren (T€ 1.784; Vorjahr: T€ 1.866).
Die zu Marktwerten bewerteten derivativen Finanzinstrumente, welche für zukünftige Zahlungseingänge abgeschlossen wurden und die Voraussetzungen des Hedge Accountings erfüllen oder als freistehende Sicherungsgeschäfte abgeschlossen wurden, betrugen zum Stichtag T€ 718 (Vorjahr: T€ 660).
6 Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente
Die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente in Höhe von T€ 364.585 (Vorjahr: T€ 336.444) bestehen neben Kassenbeständen in Höhe von T€ 296 (Vorjahr: T€ 262) im Wesentlichen aus Guthaben bei Kreditinstituten. Die Entwicklung der Zahlungsmittel, die den Finanzmittelfonds gemäß IAS 7 »Kapitalflussrechnung« bilden, ist in der Kapitalflussrechnung auf Seite 158 dargestellt.
7 Ertragsteuern
Die tatsächlichen Steuerforderungen und -verbindlichkeiten resultieren ausschließlich aus Ertragsteuern nach IAS 12.
Die Steuern vom Einkommen und Ertrag setzen sich wie folgt zusammen:
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| T€ | 2015 | 2014 |
|---|---|---|
| Latente Steueraufwendungen/Steuererträge (-) | 7.758 | - 6.147 |
| Laufende Steueraufwendungen | 59.312 | 62.335 |
| Gesamt | 67.070 | 56.188 |
Die latenten Steuern werden auf Basis der Steuersätze ermittelt, die nach der derzeitigen Rechtslage in den einzelnen Ländern zum Realisierungszeitpunkt gelten bzw. erwartet werden. In Deutschland gilt ein Körperschaftsteuersatz von 15,0 % zuzüglich des Solidaritätszuschlages von 5,5 % und für die KRONES AG ein durchschnittlicher Gewerbesteuerhebesatz von 328 %.
Insgesamt ermittelt sich so für die inländischen Unternehmen ein Ertragsteuersatz von 27,3 %. Im Ausland liegen die Steuersätze zwischen 15 % und 42 %. Für die Berechnung der latenten Steuern wurde der Ertragsteuersatz von 27,3 % berücksichtigt.
Der Bestand an aktiven und passiven latenten Steuern nach Bilanzpositionen zum 31. Dezember 2015 gliedert sich wie folgt:
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| T€ | Aktive latente Steuern | Passive latente Steuern | ||
|---|---|---|---|---|
| 31.12.2015 | 31.12.2014 | 31.12.2015 | 31.12.2014 | |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Immaterielle Vermögenswerte | 20 | 23 | 30.937 | 28.667 |
| Sachanlagen | 63 | 88 | 11.504 | 11.916 |
| Finanzanlagen | 1.883 | 72 | 158 | 57 |
| Sonstige langfristige Vermögenswerte | 357 | 427 | 2.800 | 8.360 |
| Vorräte | 1.844 | 2.782 | 1.227 | 871 |
| Sonstige kurzfristige Vermögenswerte | 4.299 | 5.596 | 22.478 | 15.865 |
| steuerliche Verlustvorträge | 968 | 71 | 0 | 0 |
| Rückstellungen, langfristig | 8.632 | 13.188 | 32 | 83 |
| Sonstige langfristige Verbindlichkeiten | 357 | 2.499 | 856 | 755 |
| Rückstellungen, kurzfristig | 26.299 | 33.904 | 7.486 | 27.616 |
| Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten | 8.729 | 26.235 | 784 | 5.916 |
| Erfolgsneutral gebildete latente Steuern | 29.089 | 34.008 | 100 | 180 |
| Konsolidierung | 535 | 1.191 | 0 | 0 |
| Zwischensumme | 83.075 | 120.084 | 78.362 | 100.286 |
| Saldierung (-) | - 61.101 | - 97.747 | - 61.101 | - 97.747 |
| Gesamt | 21.974 | 22.337 | 17.261 | 2.539 |
Die erfolgsneutral über das Eigenkapital gebildeten aktiven und passiven latenten Steuern belaufen sich zum Bilanzstichtag auf T€ 28.959 (Vorjahr: T€ 35.055). In diesem Betrag ist die erfolgsneutrale Erfassung der versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste nach IAS 19 in Höhe von T€ 28.336 (Vorjahr: T€ 33.042) enthalten. Der Betrag in Höhe von T€ 623 (Vorjahr: T€ 2.013) resultiert aus Sicherungsgeschäften. Die latenten Steuern auf vortragsfähige Verluste betreffen die KRONES AG. Nach der Ergebnisplanung ist zukünftig mit positiven steuerlichen Ergebnissen zu rechnen. Latente Steuern auf steuerliche Verlustvorträge in Höhe von T€ 45.864 (Vorjahr: T€ 50.676) sowie latente Steuern auf abzugsfähige temporäre Differenzen in Höhe von T€ 2.460 (Vorjahr: T€ 2.030) wurden nicht gebildet.
Der ausgewiesene Steueraufwand im Geschäftsjahr 2015 in Höhe von T€ 67.070 ist um T€ 6.102 höher als der erwartete Steueraufwand, der sich theoretisch bei Anwendung des inländischen Steuersatzes von 27,3 % auf Konzernebene ergeben würde. Der Unterschied ist auf folgende Ursachen zurückzuführen:
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| T€ | 2015 | 2014 |
|---|---|---|
| Ergebnis vor Steuern | 223.325 | 191.840 |
| Steuersatz der Muttergesellschaft KRONES AG | 27,30 % | 27,30 % |
| Erwarteter (theoretischer) Steueraufwand | 60.968 | 52.373 |
| Anpassung aufgrund abweichenden Steuersatzes | 890 | 2.582 |
| Steuerminderungen aufgrund von steuerfreien Erträgen | - 4.088 | - 7.347 |
| Steuerliche Verlustvorträge | - 424 | 230 |
| Steueraufwanderhöhungen aufgrund nicht abzugsfähiger Aufwendungen | 9.694 | 12.395 |
| Steuerertrag (-)/Steueraufwand (+) für Vorjahre | - 2.315 | - 1.834 |
| Sonstiges | 2.345 | - 2.211 |
| Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | 67.070 | 56.188 |
Die Differenz zwischen Steuerminderungen und Steuermehrungen ergibt für das Geschäftsjahr 2015 Steuererhöhungen. Diese sind vor allem auf steuerlich nicht abzugsfähige Betriebsausgaben zurückzuführen. Steuerzinsen werden unter den Steueraufwendungen dargestellt.
8 Eigenkapital
Das gezeichnete Kapital der KRONES AG beträgt zum 31. Dezember 2015 wie im Vorjahr € 40.000.000,00. Es ist eingeteilt in 31.593.072 Stück zu einem rechnerischen Nennwert von je € 1,27 auf den Inhaber lautende Stammaktien. Zum Stichtag befanden sich 31.593.072 Aktien im Umlauf (Vorjahr: 31.593.072). Zum 31. Dezember 2015 befanden sich wie im Vorjahr keine eigenen Anteile im Bestand.
Die Gesellschaft wird gem. § 71 Abs. 1 Nr. 8 AktG ermächtigt, eigene Aktien bis zu insgesamt 10 % des derzeitigen Grundkapitals unter Einhaltung der gesetzlichen Vorgaben und der Vorgaben des Beschlusses zu erwerben.
Die Ermächtigung kann ganz oder in Teilbeträgen, einmalig oder mehrmals, in Verfolgung eines oder mehrerer Zwecke durch die Gesellschaft, durch ihre Konzernunternehmen oder für ihre oder deren Rechnung durch Dritte ausgeübt werden.
Die Ermächtigung wurde mit Beschlussfassung durch die Hauptversammlung vom 25. Juni 2014 wirksam und gilt bis zum Ablauf des 24. Juni 2019. Die in der Hauptversammlung der Gesellschaft vom 16. Juni 2010 (Tagesordnungspunkt 6) beschlossene Ermächtigung endete mit Wirksamkeit dieser neuen Ermächtigung.
Die aufgrund dieser Ermächtigung erworbenen eigenen Aktien dürfen zusammen mit anderen Aktien der Gesellschaft, welche die Gesellschaft bereits erworben hat oder noch besitzt, oder die ihr nach den §§ 71 d und 71e AktG zuzurechnen sind, zu keinem Zeitpunkt 10 % des Grundkapitals der Gesellschaft übersteigen. Die Ermächtigung darf nicht zum Zwecke des Handels in eigenen Aktien ausgenutzt werden.
Der Erwerb erfolgt nach Wahl des Vorstands (1) über die Börse oder (2) mittels eines öffentlichen Kaufangebots bzw. mittels einer öffentlichen Aufforderung zur Abgabe eines solchen Angebots.
Erfolgt der Erwerb der Aktien direkt über die Börse, darf der gezahlte Gegenwert je Aktie (ohne Erwerbsnebenkosten) den am Börsenhandelstag ermittelten Eröffnungskurs im XETRA-Handel (oder einem vergleichbaren Nachfolgesystem) an der Frankfurter Wertpapierbörse um nicht mehr als 10 % überschreiten und um nicht mehr als 10 % unterschreiten. Maßgeblich ist der Tag, an dem die Verpflichtung zum Erwerb eingegangen wird.
Erfolgt der Erwerb über ein öffentliches Kaufangebot bzw. eine öffentliche Aufforderung zur Abgabe eines Kaufangebots, dürfen der gebotene Kaufpreis oder die Grenzwerte der Kaufpreisspanne je Aktie (ohne Erwerbsnebenkosten) den Eröffnungskurs im XETRA-Handel (oder einem vergleichbaren Nachfolgesystem) an der Frankfurter Wertpapierbörse am dritten Börsenhandelstag vor dem Tag der öffentlichen Ankündigung des Angebots bzw. der öffentlichen Aufforderung zur Abgabe eines Kaufangebots (der »maßgebliche Kurs«) um nicht mehr als 10 % überschreiten und um nicht mehr als 20 % unterschreiten. Ergeben sich nach der Veröffentlichung eines öffentlichen Kaufangebots bzw. der öffentlichen Aufforderung zur Abgabe eines Kaufangebots erhebliche Abweichungen vom maßgeblichen Kurs, so kann das Angebot bzw. die Aufforderung zur Abgabe eines solchen Angebots angepasst werden. In diesem Fall wird der maßgebliche Kurs nach dem entsprechenden Kurs am letzten Börsenhandelstag vor der öffentlichen Ankündigung einer etwaigen Anpassung bestimmt. Das Kaufangebot bzw. die Aufforderung zur Abgabe eines solchen Angebots kann weitere Bedingungen vorsehen. Sofern das Kaufangebot überzeichnet ist bzw. im Falle einer Aufforderung zur Abgabe eines Angebots von mehreren gleichwertigen Angeboten nicht sämtliche angenommen werden, muss die Annahme nach Quoten erfolgen. Zur Vermeidung rechnerischer Bruchteile können kaufmännische Rundungen und eine bevorrechtigte Annahme geringer Stückzahlen bis zu 100 Stück zum Erwerb angebotener Aktien je Aktionär unter insoweit partiellem Ausschluss eines etwaigen Rechts der Aktionäre zur Andienung ihrer Aktien vorgesehen werden.
Der Vorstand wird ermächtigt, Aktien der Gesellschaft, die aufgrund dieser Ermächtigung erworben werden, zu allen gesetzlich zugelassenen Zwecken, insbesondere auch wie folgt zu verwenden:
Die Aktien können gegen Sachleistung veräußert werden, insbesondere im Zusammenhang mit Unternehmenszusammenschlüssen oder dem Erwerb von Unternehmen, Unternehmensteilen oder Unternehmensbeteiligungen.
Die Aktien können in anderer Weise als über die Börse oder durch ein an alle Aktionäre gerichtetes Angebot veräußert werden, wenn die Aktien gegen Barzahlung zu einem Preis veräußert werden, der den Börsenkurs der Aktie der Gesellschaft zum Zeitpunkt der Veräußerung nicht wesentlich unterschreitet. Der anteilige Betrag des Grundkapitals, der auf die Aktien entfällt, für die das Bezugsrecht ausgeschlossen wird, darf in diesem Fall auch bei mehreren Veräußerungsvorgängen insgesamt 10 % des Grundkapitals nicht übersteigen, und zwar weder im Zeitpunkt des Wirksamwerdens noch im Zeitpunkt der Ausübung der Ermächtigung. Auf diese Höchstgrenze ist der anteilige Betrag des Grundkapitals anzurechnen, der auf Aktien entfällt, die während der Laufzeit dieser Ermächtigung in unmittelbarer oder sinngemäßer Anwendung des § 186 Abs. 3 Satz 4 AktG unter Ausschluss des Bezugsrechts ausgegeben werden. Auf die Höchstgrenze von 10 % des Grundkapitals ist ferner der anteilige Betrag des Grundkapitals anzurechnen, der auf Aktien entfällt, die zur Erfüllung von Verpflichtungen aus Schuldverschreibungen auszugeben sind, soweit die Schuldverschreibungen während der Laufzeit dieser Ermächtigung unter Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre gemäß §§ 221 Abs. 4 Satz 2, 186 Abs. 3 Satz 4 AktG ausgegeben werden.
Die Aktien können eingezogen werden, ohne dass die Einziehung oder die Durchführung der Einziehung eines weiteren Hauptversammlungsbeschlusses bedarf.
Die Aktien können zur Bedienung von Options- oder Wandlungsrechten oder entsprechenden Pflichten aus Options- oder Wandelschuldverschreibungen verwendet werden, die von der Gesellschaft oder einer Konzerngesellschaft ausgegeben worden sind oder werden.
Die Aktien können im Falle eines an alle Aktionäre gerichteten Angebots oder bei einer Kapitalerhöhung mit Bezugsrecht den Inhabern von Options- oder Wandelschuldverschreibungen der Gesellschaft oder einer Konzerngesellschaft in dem Umfang gewährt werden, in dem diese Inhaber nach Ausübung des Options- oder Wandlungsrechts oder der Erfüllung der entsprechenden Pflicht ein Bezugsrecht auf Aktien der Gesellschaft hätten.
Diese Ermächtigungen zur Verwendung eigener Aktien können einmalig oder mehrmals, einzeln oder gemeinsam, ganz oder in Teilen ausgenutzt werden.
Ein Bezugsrecht der Aktionäre auf diese eigenen Aktien wird insoweit ausgeschlossen, wie diese Aktien gemäß der vorstehenden Ermächtigung gegen Sachleistungen veräußert, in einer anderen Weise als über die Börse veräußert oder zur Bedienung von Options- oder Wandlungsrechten sowie eines an alle Aktionäre gerichtetes Angebot gewährt werden.
Auf die eigenen Aktien, die die Gesellschaft aufgrund der Ermächtigungen der vorangegangenen Hauptversammlungen bereits erworben hat, finden die Ermächtigungen zur Verwendung eigener Aktien und bzgl. des Bezugsrechts der Aktionäre Anwendung.
Durch Beschluss der Hauptversammlung vom 15. Juni 2011 wurde der Vorstand ermächtigt, das Grundkapital der Gesellschaft bis zum Ablauf des 15. Juni 2016 mit Zustimmung des Aufsichtsrats durch Ausgabe neuer, auf den Inhaber lautender Stückaktien einmalig oder mehrfach gegen Bareinlagen um insgesamt bis zu Euro 10 Millionen zu erhöhen (genehmigtes Kapital). Dabei ist den Aktionären ein Bezugsrecht einzuräumen. Der Vorstand kann das Bezugsrecht der Aktionäre jedoch für eventuell entstehende Spitzenbeträge ausschließen. Der Vorstand wurde ferner ermächtigt, jeweils mit Zustimmung des Aufsichtsrats die weiteren Einzelheiten der Kapitalerhöhung und ihrer Durchführung festzusetzen. Der Aufsichtsrat wurde ermächtigt, die Fassung der Satzung entsprechend dem Umfang der Kapitalerhöhung aus genehmigten Kapital oder nach Ablauf der Frist für die Ausnutzung des genehmigten Kapitals entsprechend anzupassen.
Die Summe der ergebnisneutralen Eigenkapitalveränderungen (ohne Dividende) beträgt im Berichtsjahr T€ 5.453 (Vorjahr: T€ - 39.134) und setzt sich neben den Veränderungen der Währungsdifferenzen und des Hedge Accountings aus der Erfassung der versicherungsmathematischen Verluste aus Pensionen in den sonstigen Rücklagen zusammen. Zusätzlich veränderte sich das Eigenkapital durch die Ergebniszuweisung an Anteile anderer Gesellschafter um T€ - 1.174 (Vorjahr: T€ 757). Die Summe der ergebnisneutralen und wirksamen Veränderungen beträgt T€ 161.708 (Vorjahr: T€ 96.518).
Angaben zum Kapitalmanagement
Eine starke Eigenkapitalausstattung ist für KRONES eine wichtige Voraussetzung, um den dauerhaften Fortbestand des Unternehmens zu sichern. Hierfür wird das Kapital regelmäßig auf Basis der Kennzahlen Eigenkapitalquote, ROCE und Eigenkapitalrendite überwacht und gesteuert.
9 Kapitalrücklage
Die Kapitalrücklage beträgt T€ 141.724 (Vorjahr T€ 141.724). In der Kapitalrücklage sind neben den Zuzahlungen gem. § 272 Abs. 2 Nr. 4 HGB auch Zahlungen nach § 272 Abs. 2 Nr. 1 HGB in Höhe von T€ 37.848 enthalten.
10 Gewinnrücklagen
Die gesetzliche Rücklage beträgt unverändert zum Vorjahr T€ 51.
Die anderen Gewinnrücklagen enthalten unter anderem die Verrechnung passiver Unterschiedsbeträge aus der Kapitalkonsolidierung der vor dem 1. Januar 2004 konsolidierten Tochtergesellschaften sowie die erfolgsneutralen Anpassungen im Rahmen der erstmaligen Anwendung von IFRS zum 1. Januar 2004.
Die unter den Gewinnrücklagen ausgewiesenen Währungsdifferenzen enthalten neben der erfolgsneutralen Währungsumrechnung von Abschlüssen ausländischer Tochtergesellschaften auch die Kursdifferenzen aus der Umrechnung des Eigenkapitals mit historischen Wechselkursen.
11 Sonstige Rücklagen
Die unter den sonstigen Rücklagen dargestellte Rücklage für Pensionsverpflichtungen, Cashflow Hedges sowie die Rücklage für Marktbewertung von Wertpapieren entwickelten sich wie folgt:
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| T€ | Rücklage für Pensionsverpflichtungen | Rücklage für Cashflow Hedges | Rücklage für Marktbewertung Wertpapiere | Summe |
|---|---|---|---|---|
| Stand 01.01.2014 | - 42.156 | 2.773 | 2 | - 39.381 |
| Erfolgsneutrale Bewertungsänderung | - 63.596 | - 6.215 | 2 | - 69.809 |
| Mit dem Eigenkapital verrechnete Steuerposition | 17.744 | 2.089 | 0 | 19.833 |
| Währungsdifferenz | - 126 | - 126 | ||
| Stand 31.12.2014 | - 88.008 | - 1.479 | 4 | - 89.483 |
| Erfolgsneutrale Bewertungsänderung | 16.873 | 626 | - 6 | 17.493 |
| Mit dem Eigenkapital verrechnete Steuerposition | - 4.584 | - 631 | 1 | - 5.214 |
| Währungsdifferenz | 17 | - 173 | - 156 | |
| Stand 31.12.2015 | - 75.702 | - 1.657 | - 1 | - 77.360 |
12 Anteile anderer Gesellschafter
Im Geschäftsjahr 2015 waren Anteile anderer Gesellschafter in Höhe von T€ - 417 (Vorjahr: T€ 757) vorhanden.
Eine detaillierte Übersicht zur Zusammensetzung bzw. der Veränderung der einzelnen Eigenkapitalkomponenten des KRONES Konzerns im Geschäftsjahr 2015 sowie im Vorjahr ist in der Eigenkapitalentwicklung auf Seite 159 dargestellt.
13 Rückstellungen für Pensionen
Die Pensionsrückstellungen werden für Verpflichtungen aus Anwartschaften und aus laufenden Leistungen an berechtigte aktive und ehemalige Mitarbeiter der Gesellschaften des KRONES Konzerns sowie deren Hinterbliebene gebildet. Je nach rechtlichen, wirtschaftlichen und steuerlichen Gegebenheiten des jeweiligen Landes bestehen unterschiedliche Formen der Alterssicherung, die in der Regel auf Beschäftigungsdauer und Höhe des Entgeltes der Mitarbeiter basieren.
Für die betriebliche Altersversorgung wird grundsätzlich zwischen beitrags- und leistungsorientierten Versorgungssystemen unterschieden.
Bei beitragsorientierten Versorgungsplänen (»Defined Contribution Plans«) geht das jeweilige Unternehmen über die Entrichtung von Beitragszahlungen an zweckgebundene Fonds keine weiteren Verpflichtungen ein. Beitragszahlungen sind als Personalaufwand im laufenden Jahr erfasst.
Bei leistungsorientierten Versorgungsplänen (»Defined Benefit Plans«) besteht die Verpflichtung des Unternehmens darin, die zugesagten Leistungen an aktive und frühere Mitarbeiter zu erfüllen, wobei zwischen rückstellungs- und fondsfinanzierten Versorgungssystemen unterschieden wird. Die Höhe der Pensionsverpflichtung (Anwartschaftsbarwert der Versorgungszusagen, sog. »Defined Benefit Obligation«) wurde nach versicherungsmathematischen Methoden berechnet. Hierbei sind neben den Annahmen zur Lebenserwartung, basierend auf der Heubeck'schen Richttafel 2005, folgende Konzerndurchschnittswerte als Prämissen in den versicherungsmathematischen Berechnungen berücksichtigt:
Grundlage für die Pensionsrückstellung in Deutschland ist die Versorgungsordnung vom 31. Dezember 1982, welche mittlerweile geschlossen ist. Diese sieht für alle Mitarbeiter einen Anspruch auf Alters-, Invaliden- und Witwenrenten vor. Altersgrenze ist bei Männern das vollendete 63., bei Frauen das vollendete 60. Lebensjahr. Die Altersrente beträgt für jedes rentenfähige Dienstjahr 1 % (ab 1. Januar 1983 0,5 %) des rentenfähigen Arbeitsverdienstes, maximal aber 25 %. Zu beachten ist weiterhin eine Besitzstandsregelung zum Neuordnungszeitpunkt 31. Dezember 1982. Bemessungsgrundlage für die Invaliden- bzw. Witwenrente (50 % der Altersrente) ist die bis zur Altersgrenze erreichbare Altersrente, wobei als Invalidenrente nur der Teil gewährt wird, der dem Verhältnis der erreichten zur erreichbaren Dienstzeit entspricht. Feststellungszeitpunkt für den rentenfähigen Arbeitsverdienst ist der 31. Dezember 1982. Für Neuzugänge nach diesem Datum gilt eine feststehende Tabelle. Die einzelnen Regelungen basieren auf individuellen vertraglichen Vereinbarungen.
Sowohl die Verpflichtungen aus leistungsorientierten Pensionszusagen als auch das Planvermögen können im Zeitablauf Schwankungen unterliegen. Dadurch kann der Finanzierungsstatus negativ oder positiv beeinflusst werden. Die Schwankungen bei den leistungsorientierten Pensionsverpflichtungen resultieren im KRONES Konzern insbesondere aus der Änderung von finanziellen Annahmen wie den Abzinsungsfaktoren und dem Anstieg der Lebenshaltungskosten; aber auch aus der Änderung demografischer Annahmen wie einer veränderten Lebenserwartung.
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| in % | Konzerndurchschnitt | |
|---|---|---|
| 2015 | 2014 | |
| --- | --- | --- |
| Abzinsungsfaktor | 2,3 | 2,0 |
| Gehaltstrend | 0,0 | 0,0 |
| Rententrend | 2,0 | 2,0 |
Zur Ableitung der jeweiligen Diskontierungssätze wird auf die für das Ende des Wirtschaftsjahres von der Heubeck AG, der Mercer Deutschland GmbH, TowersWatson und AON Hewitt veröffentlichten Zinsempfehlungen für Zinssätze zur Bewertung von Pensionsverpflichtungen zurückgegriffen. Basierend auf diesen Werten, welche auf der Grundlage von Renditen für erstrangige, festverzinsliche Industrieanleihen erstellt wurden, wird ein Zinssatz ermittelt, der die voraussichtlichen Auszahlungen der Leistungen widerspiegelt.
Die durchschnittliche Restlaufzeit der Altersversorgungsverpflichtung beträgt 20 Jahre (Vorjahr: 20 Jahre).
Der Gehaltstrend umfasst erwartete zukünftige Gehaltssteigerungen, die unter anderem in Abhängigkeit von der Inflation und der Dauer der Zugehörigkeit zum Unternehmen jährlich geschätzt werden. Da die abgeschlossenen Pensionszusagen bei den inländischen Gesellschaften unabhängig von zukünftigen Gehaltssteigerungen sind, wurde für die Ermittlung der entsprechenden Pensionsrückstellung kein Gehaltstrend berücksichtigt.
Aus Erhöhungen oder Verminderungen entweder des Barwertes der leistungsorientierten Verpflichtungen oder des beizulegenden Zeitwerts des Fondsvermögens können versicherungsmathematische Gewinne und Verluste entstehen, deren Ursachen unter anderem Änderungen der Berechnungsparameter, Schätzungsänderungen bezüglich des Risikoverlaufs der Pensionsverpflichtungen und Abweichungen zwischen dem tatsächlichen und dem erwarteten Ertrag aus dem Fondsvermögen sein können. Der Nettowert der Pensionsrückstellungen stellt sich wie folgt dar:
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| T€ | 31.12.2015 | 31.12.2014 | 31.12.2013 |
|---|---|---|---|
| Barwert der rückstellungsfinanzierten Versorgungszusagen | 178.675 | 189.991 | 130.342 |
| Barwert der fondsfinanzierten Versorgungszusagen | 49.184 | 50.869 | 44.206 |
| Barwert der Versorgungszusagen (Bruttoverpflichtungen) | 227.859 | 240.860 | 174.550 |
| Zeitwert des Planvermögens | - 30.949 | - 29.539 | - 28.654 |
| Bilanzwert zum 31. Dezember (Nettoverpflichtungen) | 196.910 | 211.321 | 145.896 |
Die Pensionsrückstellungen zum Stichtag entfallen mit T€ 193.330 (Vorjahr: T€ 209.210) zum überwiegenden Teil auf die KRONES AG. Die versicherungsmathematischen Gewinne/Verluste aus Änderung der finanziellen Annahmen betrugen T€ 13.667 (Vorjahr T€ - 63.089), die erfahrungsbedingten Anpassungen betrugen T€ 2.680 (Vorjahr T€ - 52).
Die Zusammensetzung der Aufwendungen aus Pensionsverpflichtungen in Höhe von T€ 6.350 (Vorjahr: T€ 6.005) stellt sich wie folgt dar:
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| T€ | 31.12.2015 | 31.12.2014 | 31.12.2013 |
|---|---|---|---|
| Dienstzeitaufwand der Periode | 2.105 | 4.182 | 4.068 |
| Zinsaufwand | 4.850 | 6.210 | 6.009 |
| erwarteter Ertrag aus dem Planvermögen | - 605 | - 1.022 | - 1.007 |
| nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand und Plankürzungen | 0 | - 3.365 | 0 |
| Aufwendungen für Pensionsverpflichtungen | 6.350 | 6.005 | 9.069 |
Die Überleitungen des Barwertes leistungsorientierter Verpflichtungen mit T€ 227.859 (Vorjahr: T€ 240.860) und der beizulegende Zeitwert des Planvermögens mit T€ 30.949 (Vorjahr: T€ 29.539), sowie deren Saldo stellen sich wie folgt dar:
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| T€ | Barwert der Verpflichtung | Beizulegender Zeitwert des Planvermögens | Gesamt |
|---|---|---|---|
| Stand 1. Januar 2014 | 174.550 | - 28.654 | 145.896 |
| Dienstzeitaufwand der Periode | 4.182 | 4.182 | |
| Zinsaufwand (+) / Zinsertrag (-) | 6.210 | - 1.022 | 5.188 |
| Versicherungsmathematische Gewinne/Verluste | 63.787 | - 191 | 63.596 |
| Einzahlungen des Arbeitgebers | - 1.954 | - 1.954 | |
| Gezahlte Versorgungsleistungen | - 4.543 | 2.286 | - 2.257 |
| Erfasster nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand | - 3.365 | - 3.365 | |
| Währungsdifferenzen | 39 | - 4 | 35 |
| Stand 31. Dezember 2014 | 240.860 | - 29.539 | 211.321 |
| Konsolidierter Zugang | 1.541 | - 1.152 | 389 |
| Dienstzeitaufwand der Periode | 2.105 | 2.105 | |
| Zinsaufwand (+) / Zinsertrag (-) | 4.850 | - 605 | 4.245 |
| Versicherungsmathematische Gewinne/Verluste | - 16.603 | - 85 | - 16.688 |
| Einzahlungen des Arbeitgebers | - 1.906 | - 1.906 | |
| Gezahlte Versorgungsleistungen | - 4.955 | 2.364 | - 2.591 |
| Währungsdifferenzen | 61 | - 26 | 35 |
| Stand 31. Dezember 2015 | 227.859 | - 30.949 | 196.910 |
Die versicherungsmathematischen Gewinne/Verluste bestehen im Wesentlichen aus Änderungen der finanziellen Annahmen. Für die Verwaltung und Steuerung eines Teils des Planvermögens ist der KRONES Unterstützungs-Fonds e. V. verantwortlich. Die KRONES AG ist das Trägerunternehmen dieses Vereins. Für die Verwaltung und Steuerung eines anderen Teils des Planvermögens ist die Allianz Global Investor als Rückdeckungsversicherer verantwortlich.
Der Zeitwert des Planvermögens betrug am 31. Dezember 2015 30,9 Mio. € (Vorjahr: 29,5 Mio. €). Dabei entfallen 22,7 Mio. € (Vorjahr: 20,1 Mio. €) auf Rückdeckungsversicherungen. Das restliche Planvermögen entfällt auf den KRONES Unterstützungs-Fonds e. V. mit Sitz in Neutraubling. Das Fondsvermögen ist in einem von der Allianz GI verwalteten Spezialfonds angelegt und wird aktiv gemanagt. Die zulässigen Instrumente sind in den Anlagerichtlinien erfasst. Die Anlagestrategie ist defensiv ausgerichtet. Am 31. Dezember 2015 war der AGI-Fonds zu 33,7 % in Staatsanleihen, zu 25,3 % in Pfandbriefen und zu 14,2 % in Unternehmensanleihen Investment Grade investiert. 0,8 % wurden als Kasse gehalten. Zusätzlich waren Aktienfonds in Höhe von 21,0 % und Rentenfonds in Höhe von 5,0 % enthalten. Die aktive Steuerung des Zinsänderungsrisikos erfolgt durch den Einsatz von Zinsfutures; die Duration des Investitionsvolumens liegt bei 2,16 Jahren. Steuerung des Währungsrisikos: es werden keine direkten Währungsanlagen getätigt. Das Gesamtrating des Fondsvermögens ist A+. Das Planvermögen der KRONES AG ist zu 73 % aus der Rückdeckungsversicherung der Allianz abgesichert und zu 27 % aus dem KRONES Unterstützungs-Fonds.
Die erwarteten Beiträge in das Planvermögen in 2016 betragen T€ 1.847. Die erwarteten Rentenzahlungen in 2016, die nicht aus dem Planvermögen vorgenommen werden, betragen T€ 2.507.
Für beitragsorientierte Versorgungspläne (Beiträge zur Rentenversicherung) wurde im Geschäftsjahr 2015 ein Arbeitgeberanteil von T€ 48.527 (Vorjahr: T€ 46.368) aufgewendet.
Die Sensitivitäten der Gesamtpensionsverpflichtung auf Änderungen in den gewichteten Hauptannahmen betragen:
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| Auswirkung auf die Verpflichtung | |||
|---|---|---|---|
| Veränderung der Annahme | Erhöhung der Annahme | Verminderung der Annahme | |
| --- | --- | --- | --- |
| Rechnungszins | 0,50 % | Verminderung um 9,4 % | Erhöhung um 9,4 % |
| Rententrend | 0,50 % | Erhöhung um 6,7 % | Verminderung um 6,7 % |
| Lebenserwartung | 1 Jahr | Erhöhung um 4,3 % | Verminderung um 4,3 % |
Die obige Sensitivitätsanalyse basiert auf der Änderung einer Annahme, während alle anderen Annahmen konstant gehalten werden. Es ist unwahrscheinlich, dass sich dieses in der Realität ereignet und Veränderungen in einigen Annahmen könnten korrelieren. Bei der Berechnung der Sensitivität der leistungsorientierten Verpflichtung zu versicherungsmathematischen Annahmen wurde dieselbe Methode verwendet, mit der Pensionsrückstellungen in der Bilanz ermittelt werden.
14 Steuerrückstellungen und sonstige Rückstellungen
Die Steuerrückstellungen und sonstigen Rückstellungen in Höhe von T€ 206.579 (Vorjahr: T€ 227.326) sind in einer Höhe von T€ 156.484 (Vorjahr: T€ 177.552) innerhalb eines Jahres fällig. Diese sonstigen Rückstellungen entfallen auf folgende Posten:
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| T€ | 01.01.2015 | Konsolidierter Zugang | Verbrauch | Auflösung |
|---|---|---|---|---|
| Steuerverpflichtungen | 17.351 | 57 | 11.121 | 1.375 |
| Verpflichtungen aus dem Personalbereich | 34.591 | 57 | 1.388 | 163 |
| Verpflichtungen aus dem Verwaltungsbereich | 4.184 | 1.704 | 811 | |
| Sonstige übrige Rückstellungen | 171.200 | 155 | 63.980 | 6.847 |
| Gesamt | 227.326 | 269 | 78.193 | 9.196 |
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| T€ | Zuführung | Währungsdifferenzen | 31.12.2015 | fällig innerhalb 1 Jahr |
|---|---|---|---|---|
| Steuerverpflichtungen | 8.133 | - 666 | 12.379 | 9.480 |
| Verpflichtungen aus dem Personalbereich | 4.178 | - 123 | 37.152 | 811 |
| Verpflichtungen aus dem Verwaltungsbereich | 1.104 | - 504 | 2.269 | 1.103 |
| Sonstige übrige Rückstellungen | 56.438 | - 2.187 | 154.779 | 145.090 |
| Gesamt | 69.853 | - 3.480 | 206.579 | 156.484 |
In den Rückstellungen aus dem Personalbereich sind im Wesentlichen langfristige Verpflichtungen für die Altersteilzeit (T€ 25.393; Vorjahr: T€ 23.487) enthalten. Die sonstigen übrigen Rückstellungen enthalten im Wesentlichen Vorsorgen für Garantieverpflichtungen und für Drohverluste. Schätzungen beruhen auf den üblichen Erfahrungswerten. Die langfristigen Rückstellungen wurden mit Zinssätzen zwischen 2,0 % und 3,6 % abgezinst.
15 Verpflichtungen
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| T€ | Restlaufzeit bis ein Jahr | Restlaufzeit über 1 bis 5 Jahre | Restlaufzeit über 5 Jahre | Gesamt zum 31.12.2015 |
|---|---|---|---|---|
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Erhaltene Anzahlungen | 545.664 | 0 | 0 | 545.664 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 247.906 | 0 | 0 | 247.906 |
| Sonstige Finanzverpflichtungen | 56.325 | 12.591 | 0 | 68.916 |
| Sonstige Verpflichtungen | 293.632 | 1.636 | 0 | 295.268 |
| Gesamt | 1.143.527 | 14.227 | 0 | 1.157.754 |
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| T€ | Restlaufzeit bis ein Jahr | Restlaufzeit über 1 bis 5 Jahre | Restlaufzeit über 5 Jahre | Gesamt zum 31.12.2014 |
|---|---|---|---|---|
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Erhaltene Anzahlungen | 493.725 | 0 | 0 | 493.725 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 214.855 | 0 | 0 | 214.855 |
| Sonstige Finanzverpflichtungen | 12.021 | 9.699 | 0 | 21.720 |
| Sonstige Verpflichtungen | 259.515 | 1.571 | 0 | 261.086 |
| Gesamt | 980.116 | 11.270 | 0 | 991.386 |
Die sonstigen Finanzverpflichtungen sind Verpflichtungen aus Wechseln. Diese stellen nach IAS 39 mögliche Verpflichtungen aus veräußerten Wechseln dar und werden in Höhe von T€ 62.893 (Vorjahr: T€ 14.399) auch als Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ausgewiesen.
Die sonstigen Verpflichtungen bestehen neben den sonstigen übrigen Verpflichtungen (T€ 291.747; Vorjahr: T€ 250.339) aus passiver Rechnungsabgrenzung (T€ 3.521; Vorjahr: T€ 10.747).
Die sonstigen übrigen Verpflichtungen setzen sich wie folgt zusammen:
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| T€ | Restlaufzeit bis ein Jahr | Restlaufzeit über 1 bis 5 Jahre | Restlaufzeit über 5 Jahre | Gesamt zum 31.12.2015 |
|---|---|---|---|---|
| Verbindlichkeiten aus Steuern | 29.497 | 29.497 | ||
| Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit | 7.574 | 7.574 | ||
| Verbindlichkeiten aus Lohn- und Gehaltsverrechnung | 20.299 | 20.299 | ||
| Kreditorische Debitoren | 16.711 | 16.711 | ||
| Abgegrenzte Schulden | 206.054 | 206.054 | ||
| Sonstige | 9.976 | 1.636 | 11.612 | |
| Gesamt | 290.111 | 1.636 | 291.747 |
Die abgegrenzten Schulden in Höhe von T€ 206.054 (Vorjahr: T€ 174.363) stellen Verpflichtungen dar, die eine höhere Wahrscheinlichkeit bzgl. ihrer Höhe und Fälligkeit besitzen, als dies bei Rückstellungen der Fall ist. Sie beinhalten als wesentliche Positionen ausstehende Lieferantenrechnungen, Verpflichtungen für Gleitzeitguthaben und Urlaubsrückstände sowie für Erfolgsbeteiligungen.
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| T€ | Restlaufzeit bis ein Jahr | Restlaufzeit über 1 bis 5 Jahre | Restlaufzeit über 5 Jahre | Gesamt zum 31.12.2014 |
|---|---|---|---|---|
| Verbindlichkeiten aus Steuern | 24.908 | 24.908 | ||
| Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit | 7.133 | 7.133 | ||
| Verbindlichkeiten aus Lohn- und Gehaltsverrechnung | 20.448 | 20.448 | ||
| Kreditorische Debitoren | 11.303 | 11.303 | ||
| Abgegrenzte Schulden | 174.363 | 174.363 | ||
| Sonstige | 10.613 | 1.571 | 12.184 | |
| Gesamt | 248.768 | 1.571 | 250.339 |
Die Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing werden ohne Berücksichtigung des zukünftigen Zinsaufwands unter den sonstigen Verbindlichkeiten ausgewiesen. Die Restlaufzeiten der einzelnen Leasingverträge liegen zwischen 2 und 4 Jahren. Die Verträge beinhalten zum Teil Verlängerungs- bzw. Kaufoptionen.
Der unter den sonstigen übrigen Verpflichtungen ausgewiesene Barwert der Mindestleasingzahlungen aus Finance Lease-Verhältnissen setzt sich nach Fälligkeiten getrennt wie folgt zusammen:
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| T€ | 31.12.2015 | 31.12.2014 |
|---|---|---|
| künftige Mindestleasingzahlungen | ||
| bis 1 Jahr | 108 | 252 |
| von 1 bis 5 Jahre | 260 | 270 |
| 368 | 522 | |
| In künftigen Mindestleasingzahlungen enthaltener Zinsanteil | ||
| bis 1 Jahr | 17 | 22 |
| von 1 bis 5 Jahre | 22 | 22 |
| 39 | 44 | |
| Barwert der künftigen Mindestleasingzahlungen | ||
| bis 1 Jahr | 91 | 230 |
| von 1 bis 5 Jahre | 238 | 248 |
| 329 | 478 |
16 Haftungsverhältnisse
Für Eventualverbindlichkeiten wurden keine Rückstellungen gebildet, weil das Risiko der Inanspruchnahme als wenig wahrscheinlich eingeschätzt wird.
Es bestehen im Geschäftsjahr wie im Vorjahr keine Haftungsverhältnisse.
17 Sonstige finanzielle Verpflichtungen
Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen bestehen im Wesentlichen aus Operating Leasing und langfristigen Mietverhältnissen für Grundstücke und Gebäude, Fahrzeuge, Computer und Telekommunikationsgeräte.
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| T€ | 31.12.2015 | 31.12.2014 |
|---|---|---|
| künftige Mindestleasingzahlungen | ||
| bis 1 Jahr | 14.874 | 15.237 |
| von 1 bis 5 Jahre | 15.355 | 12.687 |
| 30.229 | 27.924 | |
| künftige Wartungen | ||
| bis 1 Jahr | 11.201 | 8.694 |
| von 1 bis 5 Jahre | 8.294 | 11.215 |
| Mehr als 5 Jahre | 170 | 137 |
| 19.665 | 20.046 |
Im Rahmen dieser Miet- und Leasingverträge wurden 2015 Zahlungen in Höhe von T€ 22.540 (Vorjahr: T€ 23.036) geleistet.
Bei Operating Leasing-Verträgen werden die Leasinggegenstände wirtschaftlich dem Leasinggeber zugeordnet, weil die Risiken und Chancen beim Leasinggeber liegen.
18 Derivative Finanzinstrumente
Die derivativen Finanzinstrumente des KRONES Konzerns mit positiven und negativen Zeitwerten mit einem beizulegenden Zeitwert von T€ - 1.821 (Vorjahr: T€ - 5.200) - hiervon kurzfristig: T€ - 1.858 (Vorjahr: T€ - 5.200) - decken im Wesentlichen die Währungskursrisiken des US-Dollars, des kanadischen Dollars und des britischen Pfunds sowie des japanischen Yen und des Euro ab. Der beizulegende Zeitwert beinhaltet neben der Differenz zwischen dem von der jeweiligen Geschäftsbank erhaltenen Terminkurs und dem Kurs zum Bilanzstichtag angemessene Auf- bzw. Abschläge unter Verwendung anerkannter finanzmathematischer Verfahren. Diese Finanzinstrumente werden grundsätzlich zum Handelstag bilanziert.
Die derivativen Finanzinstrumente setzen sich im Wesentlichen aus Devisenterminkontrakten in einem gesicherten Volumen von 344,9 Mio. € (Vorjahr: 198,4 Mio. €) - hiervon kurzfristig: 338,0 Mio. € (Vorjahr: 198,4 Mio. €) - zusammen. In diesem Volumen ist ein Nominalvolumen für kurzfristige Cashflow Hedges von 199,5 Mio. € (Vorjahr: 59,4 Mio. €) enthalten und mit einem Nominalvolumen zzgl. Fair Value von 198,2 Mio. € (Vorjahr: 59,1 Mio. €) bewertet. Das Ausfallrisiko aus derivativen Finanzinstrumenten besteht maximal in der Höhe des Saldos der positiven Marktwerte bei Ausfall eines Vertragspartners. Die dargestellten Cashflow Hedges sind grundsätzlich effektiv. Der Nettoverlust aus freistehenden Derivaten beträgt im Berichtsjahr T€ 112 (Vorjahr: Nettogewinn T€ 211).
Es erfolgen keine Saldierungen von finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten gemäß IAS 32.42. Die deutschen Rahmenverträge und ISDA-Vereinbarungen erfüllen nicht die Kriterien für eine Saldierungspflicht in der Konzernbilanz. Dies liegt daran, dass zum gegenwärtigen Zeitpunkt kein Rechtsanspruch auf die Saldierung der erfassten Beträge besteht.
Das Recht auf Saldierung ist nur bei Eintritt künftiger Ereignisse, wie z. B. die Insolvenz einer Vertragspartei, durchsetzbar. Dieser Globalnettingvereinbarung unterliegen Derivate, die als finanzielle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten in der Konzernbilanz erfasst sind in Höhe von T€ 218.
Erläuterung der Gewinn-und-Verlust-Rechnung
19 Umsatzerlöse
Die Umsatzerlöse des KRONES Konzerns in Höhe von T€ 3.173.509 (Vorjahr: T€ 2.953.405) stellen an Kunden berechnete Lieferungen und Leistungen abzüglich Erlösschmälerungen dar. In der Segmentberichterstattung werden die Umsatzerlöse nach Geschäftsbereichen aufgeteilt und nach geografischen Märkten detailliert dargestellt. Im Geschäftsjahr 2015 sind aus Fertigungsaufträgen Erlöse in Höhe von T€ 1.683.713 (Vorjahr: T€ 1.481.454) entstanden. Aus laufenden Projekten sind Kosten und Gewinne (abzüglich etwaiger ausgewiesener Verluste) in Höhe von T€ 1.019.485 (Vorjahr: T€ 797.599) angefallen. Hierauf sind erhaltene Anzahlungen von T€ 295.481 (Vorjahr: T€ 246.844) angefallen.
20 Andere aktivierte Eigenleistungen
Die anderen aktivierten Eigenleistungen beinhalten aktivierte Entwicklungskosten und aktivierte Eigenleistungen des Sachanlagevermögens.
Bzgl. der nach IAS 38 aktivierten Entwicklungskosten sei auf die Anmerkungen bei den immateriellen Vermögenswerten verwiesen.
21 Sonstige betriebliche Erträge
Die sonstigen betrieblichen Erträge in Höhe von T€ 140.847 (Vorjahr: T€ 95.319) bestehen neben den als periodenfremd zu bezeichnenden Erträgen aus der Auflösung von Rückstellungen und Rückstellungen mit Verbindlichkeitscharakter (T€ 12.869; Vorjahr: T€ 15.793), Gewinne aus Anlagenabgang (T€ 228; Vorjahr: T€ 308) und aus der Auflösung von Wertberichtigungen (T€ 8.042; Vorjahr: T€ 7.248) im Wesentlichen aus Fremdwährungsgewinnen in Höhe von T€ 64.414 (Vorjahr: T€ 26.856). Dem standen im sonstigen betrieblichen Aufwand Zuführungen zu Wertberichtigungen (T€ 6.532; Vorjahr: T€ 4.066) und Kursverluste in Höhe von T€ 90.454 (Vorjahr: T€ 36.307) gegenüber.
22 Materialaufwand
Der Materialaufwand teilt sich in Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren in Höhe von T€ 1.290.815 (Vorjahr: T€ 1.172.746) und Aufwendungen für bezogene Leistungen in Höhe von T€ 298.435 (Vorjahr: T€ 268.036) auf.
23 Personalaufwand
Innerhalb des KRONES Konzerns waren im Jahresdurchschnitt 12.651 Mitarbeiter (Vorjahr: 12.147) inkl. Auszubildende (538; Vorjahr: 532) beschäftigt. Die Mitarbeiter im KRONES Konzern setzen sich im Jahresdurchschnitt wie folgt zusammen:
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| 2015 | 2014 | |
|---|---|---|
| Außertarifliche Mitarbeiter | 2.330 | 2.414 |
| Tarifmitarbeiter | 10.321 | 9.733 |
| Gesamt | 12.651 | 12.147 |
24 Sonstige betriebliche Aufwendungen
In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind unter anderem neben den periodenfremden Verlusten aus Anlagenabgang in Höhe von T€ 563 (Vorjahr: T€ 293), Zuführungen zu Wertberichtigungen auf Forderungen (T€ 6.532; Vorjahr: T€ 4.066) sowie sonstige Steuern in Höhe von T€ 5.236 (Vorjahr: T€ 5.626) vor allem Frachtkosten (T€ 96.542; Vorjahr: T€ 87.284) und Miete und Reinigungskosten (T€ 30.847; Vorjahr: T€ 33.780) enthalten.
25 Finanzergebnis
Das Finanzergebnis in Höhe von T€ 6.418 (Vorjahr: T€ 6.715) setzt sich wie folgt zusammen:
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| T€ | 2015 | 2014 |
|---|---|---|
| Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens | 13 | 36 |
| Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge | 6.212 | 7.914 |
| Zinsen und ähnliche Aufwendungen | - 1.948 | - 2.948 |
| Zinsergebnis | 4.264 | 4.966 |
| Abschreibungen auf Finanzanlagen | 0 | - 508 |
| Erträge aus Beteiligungen | 2.141 | 2.221 |
| Finanzergebnis | 6.418 | 6.715 |
Das Finanzergebnis ist im Wesentlichen durch Zinserträge in Höhe von T€ 6.212 (Vorjahr: T€ 7.914) geprägt, denen verminderte Zinsaufwendungen in Höhe von T€ 1.948 (Vorjahr: T€ 2.948) gegenüberstehen. Ein Ergebnis aus nach der Equity Methode bilanzierten Beteiligung an der klug GmbH war 2015 nicht vorhanden, da sich die Gesellschaft in Liquidation befindet. Aus diesem Grund ergeben sich keine Auswirkungen aus etwaigen nicht angesetzten Verlusten auf dem Konzernabschluss der KRONES AG.
26 Ertragsteuern
Die Ertragsteuern betrugen im Geschäftsjahr 2015 T€ - 67.070 (Vorjahr: T€ - 56.188). Weitere Informationen sind unter der Position 7 »Ertragsteuern« (Seite 177 bis 179) dargestellt.
27 Ergebnis je Aktie
Nach IAS 33 »Earnings per Share« ergibt sich das unverwässerte Ergebnis je Aktie durch Division des Konzernergebnisses - ohne Ergebnisanteil anderer Gesellschafter - durch die durchschnittlich gewichtete Anzahl der im Umlauf befindlichen Stammaktien wie folgt:
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| 2015 | 2014 | |
|---|---|---|
| Konzernergebnis nach Anteilen anderer Gesellschafter (in T€) | 157.429 | 135.880 |
| Durchschnittliche Anzahl der in Umlauf befindlichen Stammaktien (Stück) | 31.593.072 | 31.593.072 |
| Ergebnis je Aktie (in €) | 4,98 | 4,30 |
Wie im Vorjahr entspricht das verwässerte Ergebnis je Aktie dem unverwässerten Ergebnis.
Sonstige Erläuterungen
■ Prüfhonorar des Konzernprüfers
Für die Abschlussprüfungsleistungen des KRONES Konzerns sowie der Muttergesellschaft durch den Konzernabschlussprüfer sind im Geschäftsjahr 2015 Aufwendungen in Höhe von T€ 520 (Vorjahr: T€ 466) angefallen. Zuzüglich sind für die Muttergesellschaft T€ 115 (Vorjahr: T€ 66) Steuerberatungsleistungen angefallen. Für die deutschen Tochtergesellschaften wurden für die Abschlussprüfungsleistungen T€ 82 (Vorjahr: T€ 44) aufgewendet. Des Weiteren sind sonstige Leistungen in Höhe von T€ 14 (Vorjahr: T€ 27) und andere Bestätigungsleistungen in Höhe von T€ 0 (Vorjahr: T€ 25) erbracht worden.
■ Ereignisse nach dem Bilanzstichtag
Der Aufsichtsrat der KRONES Aktiengesellschaft hat in seiner Sitzung am 16. März 2016 beschlossen, dass er den Vorschlag von Aktionären, die zusammen mehr als 25 % der Stimmrechte an der KRONES Aktiengesellschaft halten, unterstützt und der ordentlichen Hauptversammlung 2016 entsprechend vorschlagen wird, den ehemaligen Vorstandsvorsitzenden, Herrn Volker Kronseder, in den Aufsichtsrat zu wählen. Im Fall seiner Wahl in den Aufsichtsrat wird Volker Kronseder für den Aufsichtsratsvorsitz kandidieren und der Aufsichtsrat diese Kandidatur unterstützen. Die ordentliche Hauptversammlung ist für den 15. Juni 2016 geplant.
■ Angaben über Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen
Als nahestehende Unternehmen oder Personen im Sinne des IAS 24 »Angaben über Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen« kommen grundsätzlich die Mitglieder des Aufsichtsrats und des Vorstands der KRONES AG sowie der Unternehmen des KRONES Konzerns einschließlich nichtkonsolidierter Tochtergesellschaften in Betracht. Verkäufe und Erlöse zwischen den nahestehenden Gesellschaften werden zu marktüblichen Preisen (»at arm's length«) getätigt. Aus Verkäufen an nichtkonsolidierte Gesellschaften aus dem Liefer- und Leistungsverkehr sind im Geschäftsjahr 2015 T€ 38.423 (Vorjahr: T€ 39.110) angefallen. Aus dem Liefer- und Leistungsverkehr sowie sonstigem Zahlungsverkehr resultiert ein aktivischer Saldo in Höhe von T€ 12.894 (Vorjahr: aktivischer Saldo T€ 8.081). Aus Bürgschaften besteht ein Haftungsverhältnis von T€ 2.775 (Vorjahr: T€ 2.631).
■ Vergütung des Vorstands und des Aufsichtsrats
Der Vergütungsbericht fasst die Grundsätze zusammen, die auf die Festlegung der Vergütung des Vorstands der KRONES AG Anwendung finden, und erläutert Höhe sowie Struktur der Vorstandseinkommen. Außerdem werden Grundsätze und Höhe der Vergütung des Aufsichtsrats beschrieben. Der Vergütungsbericht findet sich auf den Seiten 136 bis 141 des Geschäftsberichts für das Geschäftsjahr 2015.
■ Corporate Governance
Die Erklärung des Vorstands und Aufsichtsrats vom 16. März 2016 gem. § 161 AktG zum Corporate Governance-Kodex in der Fassung vom 5. Mai 2015 ist auf der Webseite der KRONES AG den Aktionären zugänglich. Dort sind auch die Abweichungen aufgeführt.
■ Risikobericht
Die Risikoberichterstattung erfolgt im Lagebericht auf den Seiten 116 bis 127.
Standards/Interpretationen
Nicht vorzeitig angewandte Standards/Interpretationen
Nachfolgende vom IASB herausgegebene und von der Europäischen Union übernommene Standards, Interpretationen und Änderungen zu bestehenden Standards und Interpretationen, deren Anwendung am 1. Januar 2015 noch nicht verpflichtend war, wurden von der KRONES AG auch nicht vorzeitig angewandt:
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| IFRS 11 | »Bilanzierung von Erwerben von Anteilen an einer gemeinschaftlichen Tätigkeit« |
| IAS 1 | »Angabeninitiative« |
| IAS 16 | »Fruchttragende Pflanzen« |
| IAS 19 | »Arbeitnehmerbeiträge« |
| IAS 16 | »Klarstellung akzeptabler Abschreibungsmethoden« |
| IAS 27 | »Equity Methode in Einzelabschlüssen« |
| IAS 38 | »Klarstellung akzeptabler Abschreibungsmethoden« |
| IAS 41 | »Fruchtragende Pflanzen« |
| Improvements IFRS 2010 - 2012 | »Änderungen zu IFRS 2, IFRS 3 , IFRS 8, IFRS 13, IAS 16, IAS 24, IAS 38« |
| Improvements IFRS 2012 - 2014 | »Änderungen zu IFRS 5, IFRS 7, IAS 19, IAS 34« |
Aus diesen Standards und Interpretationen werden sich für den Konzernabschluss der KRONES AG in der Periode ihrer erstmaligen Anwendung voraussichtlich keine wesentlichen Änderungen ergeben.
Neu anzuwendende Standards/Interpretationen
Von der Europäischen Union übernommene Änderungen aufgrund eines neuen Standards oder einer neuen Interpretation bzw. Änderungen von bestehenden Standards und Interpretationen (erstmalig anzuwenden für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 17. Juni 2014 beginnen):
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| IFRIC 21 | »Abgaben« |
| Improvements IFRS 2011 - 2013 | »Änderungen zu IFRS 1, IFRS 3, IFRS 13, IAS 40« |
Diese Änderungen sind bei KRONES nicht anwendbar oder führten zu keinen wesentlichen Auswirkungen in der Berichtsperiode.
Aufstellung des Anteilsbesitzes
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| Name und Sitz der Gesellschaft | Höhe der Beteiligung der KRONES AG in %* |
|---|---|
| ■ neusped Neutraublinger Speditions-GmbH, Neutraubling | 100,00 |
| ■ KIC KRONES Internationale Cooperations-Gesellschaft mbH, Neutraubling | 100,00 |
| ■ ecomac Gebrauchtmaschinen GmbH, Neutraubling | 100,00 |
| ■ EVOGUARD GmbH, Nittenau | 100,00 |
| ■ MAINTEC Service GmbH, Collenberg/Main | 100,00 |
| ■ KLUG GmbH Integrierte Systeme, Teunz | 26,00 |
| ■ SYSKRON Holding GmbH, Wackersdorf | 100,00 |
| ■ SYSKRON GmbH, Wackersdorf | 100,00 |
| ■ TRIACOS Consulting & Engineering GmbH, Altenstadt an der Waldnaab | 100,00 |
| ■ HST Maschinenbau GmbH, Dassow | 100,00 |
| ■ SCHAEFER Förderanlagen- und Maschinenbau GmbH, Rosenheim | 100,00 |
| ■ TILL GmbH, Hoffeim | 50,97 |
| ■ GERNEP GmbH Etikettiertechnik, Barbing | 100,00 |
| ■ S.A. KRONES N.V., Louvain-la-Neuve, Belgien | 100,00 |
| ■ MAINTEC Service eood, Sofia, Bulgarien | 100,00 |
| ■ KRONES Nordic ApS, Holte, Dänemark | 100,00 |
| ■ KRONES S.A.R.L., Viviers-du-Lac, Frankreich | 100,00 |
| ■ KRONES UK Ltd., Bolton, Großbritannien | 100,00 |
| ■ KRONES S.R.L., Garda (VR), Italien | 100,00 |
| ■ KOSME S.R.L., Roverbella, Italien | 100,00 |
| ■ KRONES Kazakhstan Too, Almaty, Kasachstan | 100,00 |
| ■ KRONES Nederland B.V., Bodegraven, Niederlande | 100,00 |
| ■ KOSME Gesellschaft mbH, Sollenau, Österreich | 100,00 |
| ■ KRONES Spólka z.o.o., Warschau, Polen | 100,00 |
| ■ KRONES Portugal Equipamentos Industriais Lda., Barcarena, Portugal | 100,00 |
| ■ KRONES o.o.o., Moskau, Russische Föderation | 100,00 |
| ■ KRONES Romania Prod. s.r.l., Bukarest, Rumänien | 100,00 |
| ■ KRONES AG, Buttwil, Schweiz | 100,00 |
| ■ KRONES Iberica, S.A.U., Barcelona, Spanien | 100,00 |
| ■ KRONES S.R.O., Prag, Tschechische Republik | 100,00 |
| ■ KONPLAN S.R.O., Pilsen, Tschechische Republik | 100,00 |
| ■ KRONES Makina Sanayi ve Tikaret Ltd. Sirketi, Istanbul, Türkei | 100,00 |
| ■ KRONES Ukraine LLC, Kiew, Ukraine | 100,00 |
| ■ KRONES Angola - Representacoes, Comercio e Industria, Lda., Luanda, Angola | 100,00 |
| ■ KRONES Surlatina S. A., Buenos Aires, Argentinien | 100,00 |
| ■ KRONES do Brazil Ltda., São Paulo, Brasilien | 100,00 |
| ■ KRONES S. A., São Paulo, Brasilien | 100,00 |
| ■ KRONES Machinery (Taicang) Co. Ltd., Taicang, VR China | 100,00 |
| ■ KRONES Trading (Taicang) Co. Ltd., Taicang, VR China | 100,00 |
| ■ KRONES Asia Ltd., Hongkong, VR China | 100,00 |
| ■ KRONES India Pvt. Ltd., Bangalore, Indien | 100,00 |
| ■ PT. KRONES Machinery Indonesia, Jakarta, Indonesien | 100,00 |
| ■ KRONES Japan Co. Ltd., Tokio, Japan | 100,00 |
| ■ KRONES Machinery Co. Ltd., Mississauga, Ontario, Kanada | 100,00 |
| ■ KRONES LCS Center East Africa Ltd., Nairobi, Kenia | 100,00 |
| ■ KRONES Andina Ltda., Bogotá, Kolumbien | 100,00 |
| ■ KRONES Korea Ltd., Seoul, Korea | 100,00 |
| ■ KRONES Mex S. A. DE C. V., Mexiko D. F., Mexiko | 100,00 |
| ■ KRONES LCS Center West Africa Ltd., Lagos, Nigeria | 100,00 |
| ■ KRONES Southern Africa (Prop.) Ltd., Johannesburg, Südafrika | 100,00 |
| ■ KRONES (Thailand) Co. Ltd., Bangkok, Thailand | 100,00 |
| ■ KRONES, Inc., Franklin, Wisconsin, USA | 100,00 |
| ■ Maquinarias KRONES de Venezuela S. A., Caracas, Venezuela | 100,00 |
* unmittelbare und mittelbare Beteiligung.
Aufsichtsrat und Vorstand
Gemäß § 8 Abs. 1 der Satzung werden sechs Mitglieder des Aufsichtsrats von den Aktionären nach dem Aktiengesetz (§§ 96 Abs. 1, 101 AktG) gewählt. Sechs Mitglieder sind nach § 1 Abs. 1, § 7 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 MitbestG von den Arbeitnehmern zu wählen.
Aufsichtsrat
Ernst Baumann
Aufsichtsratsvorsitzender
* ZF FRIEDRICHSHAFEN AG
Werner Schrödl**
Konzernbetriebsratsvorsitzender
Gesamtbetriebsratsvorsitzender
Stv. Aufsichtsratsvorsitzender
* VERWALTUNGSRAT DER BAYERISCHEN BETRIEBSKRAN KEN KASSEN
Klaus Gerlach**
Head of Central International Operations and Services
Norman Kronseder
Land- und Forstwirt
* BAYERISCHE FUTTERSAATBAU GMBH
Graf Philipp von und zu Lerchenfeld
MdB, Dipl.-Ing. agr., WP/StB
Dr. Alexander Nerz
Rechtsanwalt
Dr. Verena Di Pasquale**
Stellvertretende Vorsitzende des DGB Bayern
Johann Robold**
Betriebsrat
Petra Schadeberg-Herrmann
Geschäftsführende Gesellschafterin der KROMBACHER FINANCE GMBH, SCHAWEI GMBH, DIVERSUM HOLDING GMBH & CO. KG
* CHOCOLADEFABRIKEN LINDT & SPRÜNGLI AG
* COMMERZBANK AG (bis 30. April 2015)
Jürgen Scholz**
1. Bevollmächtigter und Kassierer
IG Metall Verwaltungsstelle Regensburg
* INFINEON TECHNOLOGIES AG
Hans-Jürgen Thaus
Vormals stellvertretender Vorstandsvorsitzender der KRONES AG
* HAWE HYDRAULIK SE (seit 1. Juli 2015)
* MASCHINENFABRIK REINHAUSEN GMBH
* KURTZ HOLDING GMBH & BETEILIGUNGS KG
* SCHULER AG
Josef Weitzer**
Stellv. Konzernbetriebsratsvorsitzender
Stellv. Gesamtbetriebsratsvorsitzender
Betriebsratsvorsitzender Neutraubling
* SPARKASSE REGENSBURG
Vorstand
Christoph Klenk
CEO
Personal, Kommunikation, Qualität, Informationsmanagement
Volker Kronseder
CEO
Personal, Kommunikation und Qualität
(bis 31. Dezember 2015)
Michael Andersen
CFO
Finanzen, Controlling, Strategischer Einkauf
(seit 1. Januar 2016)
Rainulf Diepold
Vertrieb und Marketing
Thomas Ricker
Abfüll- und Verpackungstechnik
Markus Tischer
International Operations and Services
Ralf Goldbrunner
Anlagen und Komponenten
* Weitere Aufsichtsratsmandate gemäß § 125 Abs. 1 Satz 5 AktG
** Von der Belegschaft gewählt
Außerdem sind die Konzerngesellschaften dem Verantwortungsbereich von jeweils zwei Vorstandsmitgliedern zugeordnet.
Vorschlag für die Verwendung des Bilanzgewinns der KRONES AG
Der Bilanzgewinn der KRONES AG beträgt zum 31. Dezember 2015 € 105.457.679,58.
Wir schlagen der ordentlichen Hauptversammlung am 15. Juni 2016 vor, von diesem Betrag folgende Verwendung zu beschließen:
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| Vorschlag für die Verwendung des Bilanzgewinns | € |
|---|---|
| Dividende € 1,45 | 45.809.954,40 |
| Vortrag auf neue Rechnung | 59.647.725,18 |
Neutraubling, 24. März 2016
KRONES AG
Der Vorstand
Christoph Klenk, CEO
Michael Andersen, CFO
Rainulf Diepold
Thomas Ricker
Markus Tischer
Ralf Goldbrunner
Weitere Informationen
Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers
Wir haben den von der KRONES Aktiengesellschaft, Neutraubling, aufgestellten Konzernabschluss - bestehend aus Gewinn-und-Verlust-Rechnung, Aufstellung der im Konzern-Eigenkapital erfassten Erträge und Aufwendungen, Bilanz, Kapitalflussrechnung, Entwicklung des Eigenkapitals und Konzernanhang - sowie den Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2015 geprüft. Die Aufstellung von Konzernabschluss und Konzernlagebericht nach den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften liegt in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht abzugeben.
Wir haben unsere Konzernabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Konzernabschluss unter Beachtung der anzuwendenden Rechnungslegungsvorschriften und durch den Konzernlagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des Konzerns sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben im Konzernabschluss und Konzernlagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, der Abgrenzung des Konsolidierungskreises, der angewandten Bilanzierungs- und Konsolidierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.
Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Der Konzernlagebericht steht in Einklang mit dem Konzernabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Regensburg, den 24. März 2016
**KPMG
Bayerische Treuhandgesellschaft
Aktiengesellschaft
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft**
Braun, Wirtschaftsprüfer
Herr, Wirtschaftsprüfer
Kaufmännisches Glossar
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| Cashflow | Gesamtheit von Zu- und Abflüssen von Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten in einer Periode. |
| Corporate Governance | Rahmen für eine verantwortungsvolle und auf Nachhaltigkeit ausgerichtete Unternehmensleitung und -kontrolle. |
| EBITDA | Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Earnings before interest, taxes, depreciation and amortisation). |
| EBIT | Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Earnings before interest and taxes). |
| EBT | Ergebnis vor Steuern (Earnings before taxes). |
| EBT-Marge | Verhältnis Ergebnis vor Steuern zum Umsatz. |
| Eigenkapital | Mittel, die dem Unternehmen von den Eigentümern durch Einzahlung und/oder Einlage bzw. aus einbehaltenen Gewinnen zur Verfügung gestellt werden. |
| Eigenkapitalrendite vor Steuern | Verhältnis Ergebnis vor Steuern zu durchschnittlichem Eigenkapital. |
| Free Cashflow | Der frei verfügbare Cashflow, der zur Dividendenausschüttung, Schuldentilgung oder Thesaurierung zur Verfügung steht. Der Free Cashflow berechnet sich, in dem man von der Mittelveränderung aus der laufenden Geschäftstätigkeit die Mittelveränderung aus der Investitionstätigkeit abzieht. |
| Fremdkapital | Zusammenfassende Bezeichnung für die auf der Passivseite der Bilanz auszuweisenden Rückstellungen, Verbindlichkeiten und passivischen Rechnungsabgrenzungsposten. |
| IFRS | International Financial Reporting Standards. Vom International Accounting Standards Board (IASB) erarbeitete, international harmonisierte und angewandte Rechnungslegungsgrundsätze. |
| Kapitalflussrechnung | Betrachtung der Zahlungsströme unter Berücksichtigung der Mittelherkunft- und Mittelverwendungseffekte innerhalb des Geschäftsjahres. |
| Nettoliquidität | Zahlungsmittel und Wertpapiere des kurzfristigen Vermögens abzüglich der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten. |
| ROCE (passivisch) | Verhältnis EBIT zur durchschnittlichen Nettokapitalbindung (Bilanzsumme abzüglich zinsfreie Verbindlichkeiten und zinsfreie sonstige Rückstellungen). |
| ROCE (aktivisch) | Verhältnis EBIT zur durchschnittlichen Summe aus Anlagevermögen und Working Capital. |
| Working Capital | Das betriebsnotwendige Kapital errechnet sich wie folgt: (Forderungen aus Lieferungen und Leistungen + Vorräte + geleistete Anzahlungen) - (Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen + erhaltene Anzahlungen) |
Technisches Glossar
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| Aseptische Getränkeabfüllung | Keimfreie Abfüllung von Getränken bei Umgebungstemperatur. |
| Craft Brewer/Craft Beer | Kleinere konzernunabhängige Brauereien (Craft Brewer), die handwerklich gebrautes Spezialbier (Craft Beer) anbieten. |
| Digitaldruck | Druckverfahren, bei dem die Daten direkt vom Computer auf das zu bedruckende Objekt übertragen werden, ohne dass eine Druckvorlage erzeugt wird. Digitaldruck ist deutlich flexibler und bei kleineren Auflagen erheblich wirtschaftlicher als herkömmliche Druck- und Etikettierverfahren. |
| Energy Drink | Getränk, das eine anregende Wirkung auf den Organismus hat. Hierfür sorgen hauptsächlich die Inhaltsstoffe Zucker und Koffein. |
| enviro | Das Nachhaltigkeitsprogramm von KRONES. enviro wurde 2009 von TÜV SÜD zertifiziert. Damit hat KRONES die Kompetenzzertifizierung erhalten, um das enviro-Siegel für Energie- und Medieneffizienz sowie Umweltverträglichkeit für die eigenen Maschinen und Anlagen zu verleihen. KRONES richtet alle Neuentwicklungen an den Kriterien des Nachhaltigkeitsprogramms enviro aus. |
| Intralogistik | Kompletter innerbetrieblicher Material- und Warenfluss. Dazu zählen beispielsweise Lager-, Kommissionierungs- und Fördersysteme. |
| Pasteurisation | Kurzzeitige Erwärmung von flüssigen Lebensmitteln auf Temperaturen bis 100 Grad Celsius. Dadurch werden Mikroorganismen abgetötet und Getränke wie Milch sowie Frucht- und Gemüsesäfte haltbar gemacht. |
| PET | Polyethylenterephthalat, ein thermoplastischer Kunststoff aus der Familie der Polyester, der u. a. zur Herstellung von Getränkeflaschen eingesetzt wird. |
| Predictive Maintenance | IT-basierte Verfahren, mit denen technische Mängel bereits erkannt werden, bevor sie zu einer Störung bei Maschinen und Anlagen führen. Durch diese »vorausschauende« (predictive) Instandhaltung können lange Stillstandzeiten vermieden werden. |
| Preforms | Rohlinge aus PET, die in Form und Größe Reagenzgläsern ähneln. Aus den Preforms werden in einer Streckblasmaschine PET-Flaschen hergestellt. |
| Softdrinks | Alkoholfreie und meist kohlensäurehaltige Erfrischungsgetränke. |
| Streckblasmaschine | Mit Streckblasmaschinen werden Behälter aus Polyethylenterephthalat (PET) hergestellt. Die PET-Rohlinge (Preforms) werden erwärmt und danach in einer Blasform mit Druckluft zu fertigen Behältern aufgeblasen. |
| Sudhaus | Im Sudhaus wird aus den Grundstoffen Malz, Hopfen und Wasser in mehreren Schritten Bier gebraut. |
| Wirkungsgrad | Der Wirkungsgrad ist ein Maß für die Effizienz. Er beschreibt das Verhältnis von genutzter Leistung zu zugeführter Leistung und wird meistens in Prozent (0 bis 100 %) angegeben. Im Maschinen- und Anlagenbau wird diese Kennzahl verwendet, um den tatsächlichen Output ins Verhältnis zur nominalen bzw. theoretisch möglichen Leistung zu setzen. Beispiel: Auf einer Abfüllanlage mit einer Nennleistung von 50.000 Flaschen/Stunde werden tatsächlich aufgrund von Störungen/Schwankungen durchschnittlich nur 45.000 Flaschen/Stunde abgefüllt. So errechnet sich ein Wirkungsgrad von 90 % (45.000/50.000). |
Hinweis zum Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz (AGG)
Zum Zwecke der besseren Lesbarkeit haben wir, die Redaktion, bei Begriffen allgemein die männliche Form gewählt. Dies ist selbstverständlich nicht als diskriminierend zu verstehen und soll in keinem Falle Leser verunsichern oder ihre Gefühle verletzen. Bitte haben Sie hierfür Verständnis.
Der Geschäftsbericht liegt auch in englischer Sprache vor und wird auf Anfrage gerne zugesandt. Sie finden ihn außerdem auf unserer Website unter der Rubrik Investor Relations.
Die Herstellung und das Papier des Geschäftsberichts 2015 des KRONES Konzerns sind zertifiziert nach den Kriterien des Forest Stewardship Councils (FSC). Der FSC schreibt strenge Kriterien bei der Waldbewirtschaftung vor und vermeidet damit unkontrollierte Abholzung, Verletzung der Menschenrechte und Belastung der Umwelt. Da die Produkte mit FSC-Siegel verschiedene Stufen des Handels und der Verarbeitung durchlaufen, werden auch Verarbeitungsbetriebe von Papier, z. B. Druckereien, nach den Regeln des FSC zertifiziert.
Impressum
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| Herausgeber | KRONES AG Böhmerwaldstraße 5 93073 Neutraubling |
| Projektleitung | Roland Pokorny, Leiter Unternehmenskommunikation |
| Gestaltung | Büro Benseler |
| Text | KRONES AG, InvestorPress GmbH |
| Fotos | KRONES AG |
| Druck, Litho | Peschke Druck |
| Papier | Metapaper Smooth/Rough |
| Auflage | 1.600 in deutscher Sprache 1.400 in englischer Sprache |
Auf einen Blick: Umsatz, Ergebnis, Mitarbeiter, Dividende
Umsatz KRONES Konzern in Mio. €

Ergebnis vor Steuern KRONES Konzern in Mio. €

* angepasst gemäß IAS 19R
Mitarbeiterentwicklung KRONES

Dividende je Aktie in €

* inkl. 1,00 € Sonderausschüttung
** gemäß Gewinnverwendungsvorschlag
Konzernzahlen 2011 - 2015
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| 2015 | 2014 | 2013 | 2012* | 2011* | ||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Umsatz | ||||||
| Umsatzerlöse | in Mio. € | 3.174 | 2.953 | 2.816 | 2.664 | 2.480 |
| davon Inland | in Mio. € | 382 | 284 | 292 | 224 | 253 |
| davon Ausland | in Mio. € | 2.792 | 2.669 | 2.524 | 2.440 | 2.227 |
| Exportanteil | in % | 88 | 90 | 90 | 92 | 90 |
| Ertragslage | ||||||
| Ergebnis vor Steuern | in Mio. € | 223 | 192 | 170 | 99 | 75 |
| Konzernergebnis | in Mio. € | 156 | 136 | 119 | 68 | 44 |
| Ergebnis je Aktie | in € | 4,98 | 4,30 | 3,84 | 2,26 | 1,45 |
| Vermögens- und Kapitalstruktur | ||||||
| Langfristige Vermögenswerte | in Mio. € | 697 | 672 | 642 | 625 | 603 |
| davon Anlagevermögen | in Mio. € | 646 | 624 | 605 | 587 | 555 |
| Kurzfristige Vermögenswerte | in Mio. € | 2.010 | 1.756 | 1.596 | 1.445 | 1.443 |
| davon Zahlungsmittel | in Mio. € | 365 | 336 | 240 | 133 | 125 |
| Eigenkapital | in Mio. € | 1.111 | 989 | 954 | 798 | 763 |
| Fremdkapital | in Mio. € | 1.596 | 1.439 | 1.284 | 1.272 | 1.283 |
| langfristige Verpflichtungen | in Mio. € | 278 | 275 | 213 | 193 | 162 |
| kurzfristige Verpflichtungen | in Mio. € | 1.318 | 1.164 | 1.071 | 1.079 | 1.121 |
| Bilanzsumme | in Mio. € | 2.707 | 2.428 | 2.238 | 2.070 | 2.046 |
| Cashflow/Investitionen | ||||||
| Free Cashflow | in Mio. € | 65 | 152 | 67 | 31 | -7 |
| Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte | in Mio. € | 103 | 95 | 108 | 111 | 106 |
| Abschreibungen | in Mio. € | 88 | 91 | 85 | 77 | 70 |
| Nettofinanzposition (Zahlungsmittel abzgl. Finanzverbindlichkeiten) | in Mio. € | 365 | 336 | 240 | 133 | 125 |
| Kennziffern/Rentabilitätskennzahlen | ||||||
| EBT-Marge | in % | 7,0 | 6,5 | 6,0 | 3,7 | 3,0 |
| Eigenkapitalrendite vor Steuern | in % | 21,3 | 19,7 | 19,4 | 12,2 | 9,8 |
| ROCE (passivisch) | in % | 17,7 | 16,4 | 16,7 | 10,0 | 7,9 |
| ROCE (aktivisch) | in % | 15,6 | 14,1 | 13,8 | 7,8 | 6,2 |
| Mitarbeiter (per 31.12.) | 13.346 | 12.624 | 12.285 | 11.963 | 11.389 | |
| davon Inland | 9.767 | 9.344 | 9.098 | 9.076 | 8.887 | |
| davon Ausland | 3.579 | 3.280 | 3.187 | 2.887 | 2.502 | |
| Ausschüttung | ||||||
| Dividende je Aktie | in € | 145** | 1,25 | 2,00*** | 0,75 | 0,60 |
* angepasst gemäß IAS 19R
** gemäß Gewinnverwendungsvorschlag
*** inkl. 1,00 € Sonderausschüttung
Segmente und Produktsparten des KRONES Konzerns
Maschinen und Anlagen zur Produktabfüllung und -ausstattung
| ― | Produktbehandlungstechnik |
| ― | Systemtechnik |
| ― | Etikettiertechnik |
| ― | Inspektionstechnik |
| ― | Fülltechnik |
| ― | Reinigungstechnik |
| ― | Kunststofftechnik |
| ― | Pack- und Palettiertechnik |
| ― | Transporttechnik |
Maschinen und Anlagen zur Getränkeproduktion/ Prozesstechnik
| ― | Sudhaus- und Filtrationstechnik |
| ― | Informationstechnologie |
| ― | Intralogistik |
| ― | Materialflusstechnik |
Maschinen und Anlagen für die Compact Class
| ― | Etikettiertechnik |
| ― | Fülltechnik |
| ― | Kunststofftechnik |
| ― | Pack- und Palettiertechnik |
| ― | Transporttechnik |
Kontakt
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Telefax +49 9401 70-911169
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Böhmerwaldstraße 5
93073 Neutraubling
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Finanzkalender
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| 28.04.2016 | Geschäftsbericht 2015 Zwischenbericht zum 31. März 2016 Bilanzpressekonferenz |
| 15.06.2016 | Hauptversammlung |
| 21.07.2016 | Zwischenbericht zum 30. Juni 2016 |
| 26.10.2016 | Zwischenbericht zum 30. September 2016 |