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KRONES AG Annual Report 2014

Jun 11, 2015

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Annual Report

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Krones AG

Neutraubling

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2014 bis zum 31.12.2014

Geschäftsbericht 2014

der KRONES AG

Der Erfolg unserer Kunden ist unser Antrieb.

Highlights 2014

KRONES hat seine für 2014 gesetzten Ziele erreicht.
Umsatz steigt um 6,9 % auf 2,41 Mrd. €.
Die Ertragskraft, gemessen an der EBT-Marge, beträgt 3,0 %.
Dividende für 2014 steigt gegenüber der »Regeldividende« des Vorjahres von 1,00 € je Aktie auf 1,25 €.

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2014 2013 Veränderung
Umsatz Mio. € 2.407,2 2.251,2 + 6,9 %
Auftragseingang Mio. € 2.480,4 2.484,5 -0,2 %
Auftragsbestand zum 31.12. Mio. € 1.394,0 1.320,8 +5,5 %
EBITDA Mio. € 130,3 121,4 + 7,3 %
EBIT Mio. € 78,5 70,9 + 10,7 %
EBT Mio. € 72,9 70,1 + 4,0 %
EBT-Marge % 3,0 3,1 -
Jahresüberschuss Mio. € 42,9 55,9 - 23,3 %
Ergebnis je Aktie (Konzern nach IFRS) 4,30 3,84 + 12,0 %
Dividende je Aktie 1,25* 2,00**
Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte Mio. € 51,3 62,5 - 11,2 Mio. €
Cashflow Mio. € 111,8 111,4 + 0,4 Mio. €
Nettoliquidität*** zum 31.12. Mio. € 165,5 113,1 + 52,4 Mio. €
Beschäftigte am 31.12. 8.995 8.876 + 119

* gemäß Gewinnverwendungsvorschlag

** inkl. 1,00 € Sonderausschüttung

*** liquide Mittel abzüglich Finanzschulden

Seit 2011 setzt KRONES das Strategieprogramm Value um.

Das Unternehmen verbesserte sich in den vergangenen Jahren in allen Bereichen. Das spiegelt sich in den Zahlen für das Geschäftsjahr 2014 wider. KRONES konnte sein profitables Wachstum fortsetzen.

Die guten Zahlen sind das Ergebnis strikter Kundenorientierung.

Der Erfolg unserer Kunden ist unser Antrieb. Dies ist auch der Titel des Geschäftsberichts 2014. Wie wir auf die speziellen Bedürfnisse unserer Kunden eingehen und welchen Mehrwert Maschinen und Anlagen von KRONES Kunden bieten, veranschaulichen wir Ihnen anhand von konkreten Projekten.

Brief des Vorstands

»KRONES ist 2014 in einem schwierigen Umfeld profitabel gewachsen. «

Volker Kronseder, Vorstandsvorsitzender

Sehr geehrte Aktionäre und Geschäftsfreunde,

die Zeiten, in denen sich weltweit agierende Unternehmen in ruhigem Fahrwasser bewegen konnten, sind längst vorbei. Unsicherheit ist mittlerweile die einzige Konstante. Im Jahr 2014 führten geopolitische Risiken zu starken gesamtwirtschaftlichen Schwankungen, die vielen Firmen das Leben schwer machten. KRONES schaffte es, in diesem schwierigen Umfeld profitabel zu wachsen. Der Umsatz der KRONES AG stieg im Vergleich zum Vorjahr um 6,9 % auf 2.407,2 Mio. €, das Ergebnis vor Steuern verbesserte sich leicht auf 72,9 Mio. €. Die Basis für diesen Erfolg war und bleibt das Strategieprogramm Value, mit dem wir uns frühzeitig auf die Herausforderungen der Märkte vorbereitet haben. Ausführliche Informationen zu Value erfahren Sie auf den Seiten 30 bis 33 von meinem Vorstandskollegen Christoph Klenk.

KRONES orientiert sich bei Innovationen an den Bedürfnissen der Kunden

Unsere Erfolge auf der »drinktec 2013« haben die Geschäfte auch im ersten Jahr nach der Messe positiv beeinflusst. KRONES präsentierte dort der internationalen Getränke- und Verpackungsindustrie viele Innovationen. Eine davon war der neue Füller »Viscofill« für die Lebensmittelindustrie. Ab Seite 54 lesen Sie, wie sich die Maschine im Praxiseinsatz bewährt und welche Vorteile sie unseren Kunden bietet.

Auch im vergangenen Jahr zeigte sich, dass es trotz wirtschaftlicher Unsicherheiten immer wieder Trends gibt, von denen KRONES profitieren kann. Ein Beispiel hierfür ist das starke Wachstum der Craft Brewer, also kleinerer, konzernunabhängiger Brauereien. Sie produzieren wesentlich weniger Bier als Großbrauereien und benötigen hierzu eine spezielle Ausrüstung. Wir haben uns mit Produkten wie dem kompakten Sudhaus CombiCube B frühzeitig auf diesem attraktiven Markt positioniert.

Ebenfalls erkannte KRONES rechtzeitig, dass der sparsame Umgang mit Ressourcen für die Kunden zunehmend wichtiger wird. Im Rahmen unseres Nachhaltigkeitsprogramms enviro bieten wir immer mehr Maschinen und Anlagen an, die weniger Energie und andere Ressourcen verbrauchen. Damit verringern sich die Total Cost of Ownership, also die Kosten, die neben dem Anschaffungspreis auch die laufenden Betriebskosten beinhalten. Ein tolles Beispiel hierfür finden Sie auf den Seiten 34 bis 43 mit der österreichischen Brauerei Murau.

Erfreulich ist, dass unsere umfangreichen Tätigkeiten im Bereich Nachhaltigkeit auch von externen Beobachtern honoriert werden. In dem weltweit anerkannten, jährlichen Nachhaltigkeits-Rating von oekom research konnten wir uns 2014 weiter verbessern. Die Ratingagentur stuft KRONES nun als »Industry Leader« ein.

Wettbewerbsfähigkeit von KOSME gestärkt

Den Bereich Prozesstechnik hat KRONES weiter ausgebaut.

KOSME, das kleinste der drei Unternehmenssegmente, produziert an Standorten in Italien und Österreich Maschinen und Anlagen für den unteren Leistungsbereich. Trotz vieler Anstrengungen schafften wir es in der Vergangenheit nicht, den Standort Italien und damit das Segment nachhaltig in die Gewinnzone zu führen. Deshalb haben wir uns 2014 entschieden, KOSME neu aufzustellen. Der Standort Roverbella wird sich künftig auf die Abfüll- und Etikettiertechnik konzentrieren. KOSME wird aber weiterhin komplette Produktionslinien anbieten und bei Bedarf Produkte von qualifizierten Zulieferern zukaufen. Aufgrund des Kapazitätsabbaus mussten wir uns in Roverbella leider von mehr als 100 Mitarbeitern trennen. Dieser schmerzhafte Schritt war nötig, um die Wettbewerbsfähigkeit von KOSME zu stärken und den italienischen Standort langfristig zu sichern.

Auch im Segment Prozesstechnik konnten wir im vergangenen Jahr einiges bewegen.

Zum einen gründeten wir die SYSKRON Holding GmbH. Unter dem Dach dieser Gesellschaft bietet KRONES künftig wieder eigene Produkte und Dienstleistungen im Bereich Intralogistik an. Zu diesem Schritt hatten wir uns entschlossen, nachdem die KLUG GmbH, an der wir eine Minderheitsbeteiligung hielten, insolvent gegangen war. Ich freue mich, dass wir Werner Frischholz als Geschäftsführer der SYSKRON Holding GmbH gewinnen konnten. Er ist am 1. September 2014 nach 40 Jahren erfolgreicher Arbeit, davon mehr als ein Jahrzehnt als Mitglied des KRONES Vorstands, aus der KRONES AG ausgeschieden. Extern wuchs die Prozesstechnik 2014 mit dem Kauf der HST Maschinenbau. Das Unternehmen aus Mecklenburg-Vorpommern entwickelt und fertigt Homogenisatoren und Kolbenpumpen für die Getränke- und Nahrungsmittelindustrie. Mit dem Zukauf stärkte KRONES das Geschäft der Prozesstechnik im nicht-alkoholischen Bereich, das sich mit der Herstellung von Saft und Milch beschäftigt. Insgesamt sind wir mit der Performance der Prozesstechnik noch nicht zufrieden. Wir werden daher weiter daran arbeiten, die Ertragskraft des Segments zu stärken.

In unserem Kerngeschäft, also dem Segment Maschinen und Anlagen für die Produktabfüllung- und -ausstattung, konnten wir 2014 durch einen Zukauf eine wichtige Innovation weiter voranbringen. KRONES erwarb die Mehrheit der Anteile an der TILL GmbH. Das Technologie-Unternehmen aus Hessen entwickelt Systeme für den digitalen Direktdruck auf Behältern. Mit der Beteiligung an TILL können wir die eigenen Kompetenzen im aussichtsreichen Bereich Direktdruck ausweiten.

Neue Konzernorganisation greift

KRONES startete mit einer neuen Konzernorganisation in das Geschäftsjahr 2014. Um die Bedürfnisse und Anforderungen unserer Kunden noch schneller und zielgenauer zu erfüllen, haben wir sie stark regional ausgerichtet. Selbstverständlich läuft noch nicht alles ganz rund. Aber bereits im ersten Jahr der Umsetzung brachte die neue Organisation in der täglichen Arbeit erhebliche Vorteile. Diese werden künftig zunehmen. Unterm Strich wird die neue Konzernorganisation einen erheblichen Beitrag dazu leisten, dass KRONES weiter erfolgreich wirtschaftet.

Das geht aber nicht ohne unsere weltweit 12.624 Mitarbeiter, bei denen ich mich an dieser Stelle im Namen des gesamten Vorstands für ihr Engagement und ihre erfolgreiche Arbeit im Geschäftsjahr 2014 herzlich bedanke. Die KRONES Mannschaft wird nicht locker lassen und weiterhin engagiert zu Werke gehen, damit wir die Chancen unserer Märkte nutzen und gemeinsam mit unseren Kunden erfolgreichen Zeiten entgegengehen.

Volker Kronseder, Vorstandsvorsitzender

Die Mitglieder des Vorstands

Volker Kronseder geb. 1953

Seit 1989 Mitglied des Vorstands,

seit 1996 Vorstandsvorsitzender;

Personal, Kommunikation und Qualität

Christoph Klenk geb. 1963

Seit 2003 Mitglied des Vorstands;

Finanzen, Controlling und Informationsmanagement

Thomas Ricker geb. 1968

Seit 2012 Mitglied des Vorstands;

Abfüll- und Verpackungstechnik

Rainulf Diepold geb. 1955

Seit 1996 Mitglied des Vorstands;

Vertrieb und Marketing

Markus Tischer geb. 1968

Seit 01.01.2014 Mitglied des Vorstands;

International Operations and Services

Ralf Goldbrunner geb. 1970

Seit 01.09.2014 Mitglied des Vorstands;

Anlagen und Komponenten

Bericht des Aufsichtsrats

Sehr geehrte Damen und Herren,

im Jahr 2014 stellte KRONES wichtige Weichen für eine erfolgreiche Zukunft. Zum einen führte der Vorstand unter Begleitung des Aufsichtsrats die neue Konzernorganisation ein. Darüber hinaus wurde das Strategieprogramm Value weiter umgesetzt. Der Aufsichtsrat diskutierte mit dem Vorstand über einzelne Value Maßnahmen. Hier ist vor allem die Optimierung des Produktprogramms von KOSME zu nennen, die leider zu einem Mitarbeiterabbau in Italien führte. Der Aufsichtsrat trägt diese für die betroffenen Mitarbeiter sehr schmerzhafte Entscheidung voll mit.

KRONES hat 2014 bewiesen, dass das Unternehmen auch in einem insgesamt schwierigen Umfeld erfolgreich wirtschaften kann. Der Aufsichtsrat sieht es als eine der zentralen Aufgaben an, seinen Beitrag für eine weiter erfolgreiche Unternehmensentwicklung zu leisten.

Beratung und Überwachung

Im Geschäftsjahr 2014 hat der Aufsichtsrat der KRONES AG den Vorstand gemäß Aktiengesetz sowie der Satzung der Gesellschaft kontinuierlich überwacht und beraten. Es fanden fünf Aufsichtsratssitzungen statt. Das Gremium ließ sich vom Vorstand in schriftlichen und mündlichen Berichten regelmäßig - auch außerhalb der Aufsichtsratssitzungen - über die geschäftliche und finanzielle Lage der Gesellschaft sowie die strategische Ausrichtung des Unternehmens und über das Risikomanagement informieren.

Am 18. März 2014 fand die erste Aufsichtsratssitzung des Berichtsjahres statt. Dort wurde zunächst die Verlängerung der Vorstandsverträge von Herrn Rainulf Diepold und Herrn Thomas Ricker beschlossen. Im Anschluss stellte der Vorstand dem Aufsichtsrat den vorläufigen Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 2013 vor und erläuterte alle wesentlichen Finanzkennzahlen des Konzerns. Im wirtschaftlichen Bericht informierte der Vorstand das Gremium über die aktuelle Geschäftslage und gab einen Statusbericht zur neuen Konzernorganisation. Zudem wurde die aktuelle Situation und verschiedene Handlungsalternativen bei der KLUG GmbH und der Tochter KOSME erläutert. Auf der Tagesordnung stand auch der Dividendenvorschlag. Es wurde entschieden, der Hauptversammlung vorzuschlagen, für das Geschäftsjahr 2013 eine »normale« Dividende von 1,00 € je Aktie und zusätzlich 1,00 € je Aktie als »Sonderdividende« aus dem Erlös durch den Verkauf der eigenen Aktien auszuschütten.

An der Aufsichtsratssitzung am 25. April 2014 nahmen als Gäste zeitweise Vertreter der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft von KRONES teil. Diese erläuterten dem Aufsichtsrat Prüfungsauftrag und Schwerpunkte der Prüfung des Jahresabschlusses 2013 und gaben einen detaillierten Überblick über die Abschlussprüfung. Danach stellte der Aufsichtsrat den Jahresabschluss 2013 sowie den Konzernabschluss mit dem Lagebericht für das Geschäftsjahr 2013 fest. Zudem wurde auf dieser Sitzung der Vorschlag zur Änderung der Aufsichtsratsvergütung angenommen und auf die Tagesordnung für die kommende Hauptversammlung gesetzt. Es wurde darüber hinaus beschlossen, Herrn Ralf Goldbrunner ab dem 1. September 2014 als ordentliches Vorstandsmitglied zu berufen. Neben der Erläuterung der wesentlichen Finanzkennzahlen des ersten Quartals gab der Vorstand einen Ausblick auf das Jahr 2014. Darüber hinaus legte das Gremium gemeinsam mit dem Vorstand die Tagesordnung für die Hauptversammlung der KRONES AG am 25. Juni 2014 fest.

Im Anschluss an die Hauptversammlung fand am 25. Juni 2014 die dritte und zugleich konstituierende Aufsichtsratssitzung statt. Der Aufsichtsratsvorsitzende verabschiedete die ausscheidenden Aufsichtsratsmitglieder Herr Dr. Klaus Heimann und Herr Dr. Jochen Klein und würdigte sie für ihre Arbeit in dem Gremium. Anschließend wurden die beiden neuen Aufsichtsratsmitglieder Frau Dr. Verena Di Pasquale, stellvertretende Vorsitzende des DGB Bayern, sowie Herr Hans-Jürgen Thaus, ehemals stellvertretender Vorstandsvorsitzender von KRONES, begrüßt. Herrn Dr. Alexander Nerz gratulierte der Aufsichtsratsvorsitzende zu seiner Wiederwahl in das Gremium.

Die vierte Aufsichtsratssitzung fand am 24. September 2014 in Flensburg statt. Dort produziert KRONES unter anderem Flaschenreinigungsmaschinen und Pasteure. Bei einer Betriebsführung wurde dem Aufsichtsrat das Produktportfolio und die Fertigung des Flensburger Werkes vorgestellt. Zu Beginn der Aufsichtsratssitzung informierte Vorstandsvorsitzender Volker Kronseder das Gremium, wie sich die Märkte von KRONES verändern und welche Herausforderungen daraus entstehen. Im Anschluss erläuterte der Vorstand den aktuellen Geschäftsverlauf und wie sich die einzelnen Unternehmenssegmente entwickeln. Aufgrund der unbefriedigenden Ertragslage bei KOSME hat sich der Vorstand entschlossen, das Produktportfolio des Segments zu optimieren. Auf der Sitzung informierte der Vorstand das Gremium über den Stand des Maßnahmenpakets bei KOSME. Darüber hinaus legte der Vorstand dem Aufsichtsrat die Eckpunkte für die Jahresplanung 2015 vor.

Am 19. November 2014 traf sich das Gremium zur fünften und letzten Sitzung im Geschäftsjahr 2014. Der Vorstand berichtete über den Aufritt und die Erfolge von KRONES auf wichtigen internationalen Messen. Schwerpunkt der Aufsichtsratssitzung war der Bericht von Graf von und zu Lerchenfeld. Der Vorsitzende des Prüfungs- und Risikomanagementausschusses des Aufsichtsrats erläuterte das Risikomanagement von KRONES und die 10 größten Einzelrisiken des Unternehmens. Als Fazit zog Graf Lerchenfeld, dass sich das Risikoprofil des Konzerns im Vergleich zum Vorjahr insgesamt nicht wesentlich verändert hat. Der aktuelle wirtschaftliche Bericht des Vorstands sowie Informationen zum Markt und Wettbewerb sowie die Jahresplanung 2015 waren ebenfalls Themen der fünften Aufsichtsratssitzung.

Arbeit des Prüfungs- und Risikomanagementausschusses

Dem Prüfungs- und Risikomanagementausschuss gehören der Vorsitzende des Aufsichtsrats Ernst Baumann, sein Stellvertreter Werner Schrödl sowie die Aufsichtsratsmitglieder Norman Kronseder, Philipp Graf von und zu Lerchenfeld, Josef Weitzer und Johann Robold an. Vorsitzender des Ausschusses ist Philipp Graf von und zu Lerchenfeld. Der Prüfungs- und Risikomanagementausschuss überwacht Rechnungslegung, Abschlussprüfung sowie Berichterstattung und fertigt entsprechende Beschlussvorlagen für den Aufsichtsrat an. Darüber hinaus bereitet er die Prüfung des Jahresabschlusses, des Lageberichts und des Prüfungsberichts des Einzel- und Konzernabschlusses durch den Aufsichtsrat vor und spricht Empfehlungen aus. Der Prüfungs- und Risikomanagementausschuss überwacht zudem die Wirksamkeit des internen Kontroll-, des Risikomanagement- sowie des Compliance-Systems.

Der Prüfungs- und Risikomanagementausschuss traf sich 2014 zu zwei Sitzungen. Am 24. April bereitete er vor der Bilanz feststellenden Aufsichtsratssitzung, die am 25. April 2014 stattfand, die Prüfung des Jahresabschlusses, des Lageberichts und des Prüfungsberichts des Einzel- und Konzernabschlusses 2013 durch den Aufsichtsrat vor. In der Sitzung am 18. November 2014 wurde auf Basis der entsprechenden Vorlagen zum internen Kontrollsystem, der internen Revision und des Compliance Managements der Bericht für die fünfte Aufsichtsratssitzung vorbereitet.

Arbeit des Ständigen Ausschusses

Dem Ständigen Ausschuss gehören Werner Schrödl, Norman Kronseder, Josef Weitzer und Ernst Baumann an. Vorsitzender des Ständigen Ausschusses ist Ernst Baumann. Der Ausschuss befasst sich mit allen sonstigen Themen, die nicht in den Zuständigkeitsbereich des Prüfungs- und Risikomanagementausschusses fallen. Im Geschäftsjahr 2014 bereitete der Ständige Ausschuss in insgesamt zwei Sitzungen Entscheidungen des Aufsichtsrats zur Durchführung einer Effizienzprüfung der Arbeit des Aufsichtsrats, zur Entgeltplanung und zu Nachfolgethemen in Aufsichtsrat und Vorstand vor.

Aufsichtsrat stimmt dem Prüfungsergebnis zu

Der vom Vorstand aufgestellte Jahresabschluss der KRONES Aktiengesellschaft und der Konzernabschluss sowie der Lagebericht der KRONES AG und der Konzernlagebericht zum 31. Dezember 2014 sind durch den von der Hauptversammlung gewählten Abschlussprüfer, der KPMG Bayerischen Treuhandgesellschaft Aktiengesellschaft Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft geprüft und jeweils mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen worden. Der geprüfte Jahresabschluss und der Konzernabschluss sowie der Lagebericht der KRONES AG und der Konzernlagebericht zum 31. Dezember 2014 lagen allen Mitgliedern des Aufsichtsrats rechtzeitig zur Prüfung vor. Die geprüften Abschlüsse und Lageberichte waren am 29. April 2015 Gegenstand der Bilanz feststellenden Aufsichtsratssitzung. An der Sitzung haben auch Vertreter des Abschlussprüfers teilgenommen und dem Aufsichtsrat über die Ergebnisse ihrer Prüfung und über ihre Prüfungsschwerpunkte berichtet.

Der Aufsichtsrat hat das Prüfungsergebnis des Abschlussprüfers zustimmend zur Kenntnis genommen. Nach dem abschließenden Ergebnis der Prüfung durch den Aufsichtsrat ergaben sich keine Einwände. Der Aufsichtsrat hat den Jahresabschluss der KRONES AG sowie den Konzernabschluss und den Vorschlag des Vorstands über die Verwendung des Bilanzgewinns gebilligt. Damit ist der Jahresabschluss 2014 der KRONES AG festgestellt.

Die Mitglieder des Aufsichtsrats danken dem Vorstand sowie allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Unternehmens für ihre hervorragende Arbeit im Jahr 2014.

Neutraubling, im April 2015

Der Aufsichtsrat

Ernst Baumann, Vorsitzender des Aufsichtsrats

Zusammensetzung des Aufsichtsrats

Gemäß § 8 Abs. 1 der Satzung werden sechs Mitglieder des Aufsichtsrats von den Aktionären nach dem Aktiengesetz (§§ 96 Abs. 1, 101 AktG) gewählt. Sechs Mitglieder sind nach § 1 Abs. 1, § 7 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 MitbestG von den Arbeitnehmern zu wählen.

Ernst Baumann

Aufsichtsratsvorsitzender

* ZF FRIEDRICHSHAFEN AG

Werner Schrödl**

Konzernbetriebsratsvorsitzender

Gesamtbetriebsratsvorsitzender

Stv. Aufsichtsratsvorsitzender

* VERWALTUNGSRAT DER BAYERISCHEN BETRIEBSKRANKENKASSEN

Klaus Gerlach**

Head of Central International

Operations and Services

Dr. Klaus Heimann**

Leiter des Ressorts Bildungs- und Qualifizierungspolitik der IG METALL

(bis 14. Juli 2014)

Dr. Jochen Klein

Geschäftsführer der I-Invest GmbH

* DÖHLER GMBH

* HOYER GMBH

* CONSORTIUM GASTRONOMIE GMBH

(bis 25. Juni 2014)

Norman Kronseder

Land- und Forstwirt

* BAYERISCHE FUTTERSAATBAU GMBH

Philipp Graf von und zu Lerchenfeld

MdB, Dipl.-Ing. agr., WP/StB

Dr. Alexander Nerz

Rechtsanwalt

Dr. Verena Di Pasquale**

Stellvertretende Vorsitzende des DGB Bayern

(seit 14. Juli 2014)

Johann Robold**

Betriebsrat

Petra Schadeberg-Herrmann

Geschäftsführende Gesellschafterin der KROMBACHER FINANCE GMBH, SCHAWEI GMBH, DIVERSUM HOLDING GMBH & CO. KG

* CHOCOLADEFABRIKEN LINDT & SPRÜNGLI AG

* COMMERZBANK AG

Jürgen Scholz**

1. Bevollmächtigter und Kassierer

IG METALL Verwaltungsstelle

Regensburg

* INFINEON TECHNOLOGIES AG

Hans-Jürgen Thaus

Vormals stellvertretender Vorstandsvorsitzender der KRONES AG

(seit 25. Juni 2014)

* MASCHINENFABRIK RHEINHAUSEN GMBH

* KURTZ HOLDING GMBH & BETEILIGUNGS KG

* SCHULER AG

Josef Weitzer**

Stellv. Konzernbetriebsratsvorsitzender

Stellv. Gesamtbetriebsratsvorsitzender

Betriebsratsvorsitzender Neutraubling

* SPARKASSE REGENSBURG

* Weitere Aufsichtsratsmandate gemäß § 125 Abs. 1 Satz 5 AktG

** Von den Mitarbeitern gewählt

Zur KRONES Aktie

»2014 war die KRONES Aktie ein klarer Outperformer im MDAX. Damit konnten wir uns in der MDAX-Rangliste weiter nach oben arbeiten.«

Olaf Scholz, Leiter Investor Relations

Weltbörsen mit leichten Pluszeichen
KRONES Aktie steigt 2014 um 29,4 %
Dividende von 1,25 € je Aktie soll ausgeschüttet werden

2014 war erneut ein gutes Jahr für KRONES Aktionäre. Unsere Papiere legten im Jahresverlauf um 29,4 % auf 80,76 € zu und ließen damit die beiden wichtigsten deutschen Aktienindizes DAX und MDAX weit hinter sich, die sich nur um wenige Prozent verbesserten.

Das Börsenjahr 2014

Größter Kurstreiber an den Weltbörsen war 2014 wieder die lockere Geldpolitik der Notenbanken. Allerdings wurden die von der hohen Liquidität gespeisten Aktienmärkte immer wieder durch verschiedene Negativmeldungen eingebremst, so dass an den meisten Weltbörsen im vergangenen Jahr nach heftigem Auf und Ab »nur« ein Plus im einstelligen Bereich zu verbuchen war. Zu Jahresbeginn belastete die Ukraine-Krise die Kurse, ehe auf die Erholung zur Jahresmitte schwächere Wirtschaftsdaten und eine drohende Eskalation des Westens mit Russland die Kurse drückten. Zudem sorgten Ängste vor einer Straffung der US-Notenbankpolitik, das tödliche Ebola-Virus und die Terrorgruppe Islamischer Staat immer wieder für Unsicherheit. Mitte Oktober notierten die meisten Indizes im Minus und markierten ihren Jahrestiefststand. Die weitere Lockerung der Geldpolitik in Europa und Japan sowie die Hoffnung auf eine spätere Straffung in den USA, sorgten ab Mitte Oktober für einen Stimmungsumschwung und stark steigende Kurse zum Jahresende.

So schloss der deutsche Aktienindex DAX mit einem Plus von 2,7 % bei 9.805 Punkten, nachdem er am 5. Dezember ein Rekordhoch von 10.093 Punkten markierte. Der Euro-Stoxx-50, mit den größten Werten aus dem Euro-Raum, schaffte es mit 1,1 % gerade noch ins positive Terrain. Besser liefen die Börsen außerhalb von Europa. Der US-Leitindex Dow Jones stieg 2014 auf ein neues Rekordhoch und stand Ende des Börsenjahres mit 17.983 Punkten um 9,0 % höher als zu Jahresbeginn. Der japanische Nikkei-Index kletterte trotz der fulminanten Vorjahresrallye nochmals um 7,1 %.

Wertentwicklung der KRONES Aktie im Vergleich zum MDAX 2014

Nahezu das komplette Jahr 2014 hat die KRONES Aktie den MDAX hinter sich gelassen. Die fulminante 80 00 € Erholung ab Mitte Oktober hat den Vorsprung unserer Aktie nochmals 75,00 € vergrößert.

KRONES deutlich besser als MDAX

Die KRONES Aktie profitierte davon, dass wir die Jahresprognosen für 2014 trotz wirtschaftlicher Herausforderungen eingehalten haben.

Der MDAX, dem auch KRONES angehört, verzeichnete 2014 ein Plus von 2,2 %, nachdem er in den beiden Vorjahren kräftig zulegte. Nach dem Rekordhoch am 10. Juni bei 17.204 Punkten bewegte sich der Index für mittelgroße Werte (in Deutschland) bis zum Jahresende unter Schwankungen seitwärts und schloss das Jahr bei 16.935 Punkten. Neben dem Roboterhersteller KUKA (+ 73 %) waren im MDAX Immobilienwerte die Top-Performer. Dass es 2014 nur zu einem leichten Plus beim MDAX reichte, lag an den hohen Verlusten bei den Indexschwergewichten BILFINGER, METRO, und AIRBUS.

Mit einem Plus von 29,4 % hat sich die KRONES Aktie deutlich besser entwickelt als der MDAX. Bei sofortiger Wiederanlage der Dividende von 2,00 € errechnet sich für 2014 eine Performance von 32,9 %. Damit legte unser Papier auch stärker als der DAX All-Industrial-Index zu. Der Branchenindex der Deutschen Börse, dem klassische Industriewerte wie Maschinenbauer angehören, kletterte vergangenes Jahr um 17 %.

Nach einem schwachen Jahresauftakt markierte die KRONES Aktie am 4. Februar bei 56,43 € den Jahrestiefstkurs. Unterstützt durch die Veröffentlichung der Geschäftszahlen und dem Dividendenvorschlag für 2013 nahm die Aktie Fahrt auf und war zur Jahresmitte mit 16 % im Plus. Bis Mitte Oktober rutschte der Titel aufgrund der allgemeinen Börsenschwäche zwar ins Minus. Die Aktie legte aber dann, unterstützt durch gute 9-Monatszahlen und der Bestätigung der Jahresprognosen, eine beeindruckende Jahresendrallye hin und schloss das Jahr bei einem Kurs von 80,76 € nahe dem Jahres- und Allzeithoch von 81,99 €.

Kennzahlen der KRONES Aktie (teilweise Konzernwerte)

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zum 31.12. 2014 2013 2012
Anzahl Aktien (Mio. Stück) 31,59 31,59 31,59
Free Cashflow je Aktie 4,82 2,12 1,01
Eigenkapital je Aktie 31,29 30,20 26,50
Ergebnis je Aktie 4,30 3,84 2,26
Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) auf Basis des Jahresendkurses 18,8 16,3 20,8
Dividende je Aktie 1,25* 2,00** 0,75
Höchstkurs 81,99 67,58 47,25
Tiefstkurs 56,43 45,02 35,75
Jahresschlusskurs 80,76 62,43 47,00

* gemäß Gewinnverwendungsvorschlag

** inkl. 1,00 € Sonderausschüttung

Langfristig ist die KRONES Aktie ebenfalls eine gute Anlage

Nicht nur 2014, sondern auch langfristig hat sich der Kurs der KRONES Aktie sehr erfreulich entwickelt. In den vergangenen zehn Jahren verdreifachte sich der Wert unserer Papiere nahezu. Der durchschnittliche jährliche Kursgewinn der KRONES Aktie in diesem Zeitraum beträgt 10,9 % und liegt damit über dem Wertzuwachs des MDAX-Kursindex (+ 9,8 %), also der MDAX ohne Dividenden. Inklusive der Dividenden und der Annahme, dass die Dividende jeweils wieder in KRONES Aktien angelegt wurde, ergibt sich für die vergangenen zehn Jahre eine durchschnittliche jährliche Performance von 12,3 % (MDAX 12,2 %).

Wertentwicklung der KRONES Aktie im Vergleich zum MDAX 2005 bis 2014

KRONES Aktie feiert 30. Börsen-Geburtstag

Die Aktie ist seit dem 29. Oktober 1984 notiert. Damit feierte das Papier in diesem Jahr seine 30-jährige Börsennotiz. Unsere Aktie ist an allen deutschen Börsen handelbar und seit Gründung des MDAX Mitglied im Index für mittelgroße Werte der Deutschen Börse. KRONES Aktien sind Stammaktien ohne Nennwert (Stückaktien). Jeder Titel hat auf der Hauptversammlung des Unternehmens eine Stimme. Es gibt insgesamt 31.593.072 Aktien.

Für die Zugehörigkeit zu den Indizes der DEUTSCHEN BÖRSE AG ist neben dem Börsenwert des Streubesitzes auch das Handelsvolumen maßgebend, das über XETRA und den Frankfurter Parketthandel abgewickelt wird. In der Rangliste, die für die MDAX-Zugehörigkeit herangezogen wird, verbesserte sich die KRONES Aktie Ende 2014 aufgrund der guten Kursentwicklung beim Börsenwert auf Rang 39 (Vorjahr: 43), beim Handelsvolumen belegten wir Rang 50 (Vorjahr: 46).

Im Gesamtjahr 2014 wurden im Durchschnitt täglich insgesamt rund 42.000 Aktien auf XETRA und an der Frankfurter Börse gehandelt (Vorjahr: rund 48.300 Aktien). In den vergangenen Jahren verringerte sich das Handelsvolumen an den offiziellen Börsen stetig, obwohl das Interesse der Anleger gestiegen ist. Grund hierfür ist, dass institutionelle Investoren zunehmend an außerbörslichen Plattformen, sogenannten »Dark Pools«, handeln. Dies ist kein KRONES spezifisches Phänomen, sondern gilt für fast alle Aktien aus dem DAX und MDAX.

Stammdaten der KRONES Aktie

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Aktienanzahl 31.593.072
Wertpapierkennnummer 633500
ISIN DE 0006335003
XETRA-Kürzel KRN

Aktionärsstruktur

Das Familie Kronseder Konsortium GbR ist mit 51,67 % weiterhin stabiler Mehrheitsaktionär der KRONES AG. Das gibt dem Unternehmen die Möglichkeit langfristig und nachhaltig zu planen und nicht in Quartalen zu denken. Der nicht von der Familie gehaltene Anteil, also der Streubesitz, liegt bei 48,33 %.

Aktionärsstruktur (Stand März 2015)

KRONES will für 2014 Dividende von 1,25 € je Aktie ausschütten

Die langfristige Dividendenpolitik des Unternehmens sieht vor, 25 bis 30 % des Konzernjahresüberschusses an die Aktionäre auszuschütten. Aufgrund der guten Ergebnisentwicklung im vergangenen Jahr werden Vorstand und Aufsichtsrat der Hauptversammlung am 17. Juni 2015 für das Geschäftsjahr 2014 eine Dividende von 1,25 € je Aktie vorschlagen. Dies liegt zwar unter den 2,00 €, die im Vorjahr ausgeschüttet wurden, als KRONES seine Anteilseigner einmalig mit 1,00 € je Aktie am Erlös aus dem Verkauf der eigenen Aktien beteiligte. Gegenüber der »normalen«, also um diesen Sondereffekt bereinigten, Dividende des Vorjahrs von 1,00 € je Aktie ergibt sich eine Steigerung von 25 %.

Dividende je Aktie in €

* inkl. 1,00 € Sonderausschüttung

** gemäß Gewinnverwendungsvorschlag

KRONES im intensiven Dialog mit Investoren

Das Analystentreffen im Werk Rosenheim zeigte den Finanzprofis die Chancen im Bereich Pack- und Palettiertechnik auf.

Als MDAX-Unternehmen wird KRONES von vielen internationalen Analysten und Investoren beobachtet. Um ihre Anlageentscheidungen treffen zu können, benötigen die Kapitalmarktteilnehmer aussagekräftige und transparente Informationen zu unserem Unternehmen. Den gestiegenen Anforderungen trugen wir unter anderem mit einem neuen Web-Auftritt des Investor-Relations-Bereichs auf unsere Homepage Rechnung, wo alle wichtigen Informationen zur KRONES Aktie zu finden sind.

Zudem führte KRONES auch 2014 regelmäßig nach Quartalszahlen einen Conference Call durch, bei dem wir Analysten und Investoren die Zahlen anhand einer Präsentation erläutern, die auf unserer Internetseite frei zugänglich ist. Ergänzend hierzu waren Finanzvorstand Christoph Klenk und der Leiter der KRONES Investor Relations Olaf Scholz 2014 wieder auf mehreren Roadshows in den internationalen Finanzzentren wie New York, London, Zürich, Stockholm und Frankfurt unterwegs. Dort besuchten und informierten sie Investoren und Analysten vor Ort.

Am 17. September 2014 veranstaltete KRONES im Werk Rosenheim ein Analystentreffen. Rund 20 Finanzprofis nahmen an der Veranstaltung teil. Themenschwerpunkt des Treffens war der Bereich Pack- und Palettiertechnik, der überdurchschnittlich stark wachsen soll. Neben dem theoretischen Teil erhielten die Analysten während eines Werkrundgangs einen Einblick in die einzelnen Produktionsschritte in der Pack- und Palettiertechnik. Zudem erläuterte Finanzvorstand Christoph Klenk die künftige Strategie und Positionierung von KRONES, bevor das Treffen mit einer ausführlichen Frage-Antwort-Runde endete.

Gute Stimmung auf der Hauptversammlung 2014

Am 25. Juni 2014 fand in Neutraubling die Hauptversammlung von KRONES statt.

Das Aktionärstreffen verlief wie immer sehr harmonisch. Für beste Stimmung sorgte der Dividendenvorschlag. Für das Geschäftsjahr 2013 zahlte KRONES eine Dividende von 2,00 € (Vorjahr: 0,75 €) je Aktie. Die Dividende enthielt 1,00 € je Aktie, mit dem wir unsere Anteilseigner am Erlös aus dem Verkauf eigener Aktien beteiligten. Insgesamt schüttete das Unternehmen für das Geschäftsjahr 2013 an die Aktionäre 63,2 Mio. € (Vorjahr: 23,7 Mio. €) aus. Die Präsenz, also der Anteil des Kapitals am gesamten Grundkapital der Gesellschaft, das auf der Hauptversammlung vertreten war, lag bei hohen 82 % (Vorjahr 80 %). Die rund 200 anwesenden Aktionäre stimmten allen zur Abstimmung vorgelegten Tagesordnungspunkten mit großer Mehrheit zu - auch der Wahl der beiden neuen Aufsichtsräte Dr. Verena Di Pasquale und Hans-Jürgen Thaus.

Lagebericht der KRONES AG

KRONES auf einen Blick

Geschäftsmodell, Geschäftsfelder und Organisationsstruktur

KRONES bietet Maschinen und Anlagen für die Abfüll- und Verpackungstechnik sowie für die Getränkeproduktion an. Kunden von KRONES sind Brauereien und Getränkehersteller sowie Unternehmen aus der Nahrungsmittel-, Chemie-, Pharma- und Kosmetikindustrie. Wichtiger Bestandteil des Geschäftsmodells von KRONES sind Service-Leistungen. Das Unternehmen unterhält rund um die Welt Servicezentren und -gesellschaften.

Wesentliche Absatzmärkte und Wettbewerbsposition

Mit einem Anteil von rund 90 % erwirtschaftet KRONES einen Großteil des Umsatzes mit Kunden aus der Getränkeindustrie. Der übrige Erlös stammt von Unternehmen aus dem Non-Beverage-Bereich (Lebensmittel, Milch, Chemie, Pharma, Kosmetik).

KRONES ist stark exportorientiert und erzielt rund 90 % des Umsatzes im Ausland. Die regionale Umsatzverteilung ist dabei insgesamt ausgewogen. In den reifen Industrieländern erwirtschaftet KRONES rund 40 %, auf den stark wachsenden Emerging Markets rund 60 % der Erlöse.

Neben wenigen großen konzerngebundenen Unternehmen konkurriert KRONES mit einer Reihe von kleineren Firmen, die nur einzelne Produkte der Abfüll- und Verpackungstechnik anbieten. Unsere wichtigsten Wettbewerber stammen hauptsächlich aus dem Euro-Raum. Chinesische Anbieter buhlen vor allem auf deren Heimatmarkt mit KRONES um Aufträge, zunehmend aber auch auf den internationalen Märkten.

KRONES setzt sich als Full-Service-Anbieter von einem Großteil des Wettbewerbs ab. Ein entscheidender Vorteil ist unser weltweites Serviceangebot, mit dem wir unsere Kunden vor Ort schnell bedienen können. Insgesamt ist KRONES führender Hersteller in der Abfüll- und Verpackungstechnik.

Die KRONES AG hat ihren Hauptsitz in Neutraubling bei Regensburg und produziert ihre Maschinen und Anlagen in den deutschen Werken in Neutraubling, Nittenau, Rosenheim, Freising und Flensburg.

KRONES mit Linienkompetenz

Als Full-Service-Anbieter liefert KRONES Kunden aus der Getränkeindustrie komplette Fertigungsstätten aus einer Hand. Eine Produktionslinie zur Herstellung, Abfüllung und Verpackung sowie Lagerung von Getränken besteht aus innovativen Einzelmaschinen und Anlagen. Maßgeschneiderte IT-Lösungen steuern und dokumentieren alle Abläufe innerhalb der Linie.

Am Beispiel einer kompletten Brauerei, die wir 2014 unserem Kunden Petrópolis lieferten, stellen wir unsere Linienkompetenz schematisch dar. Das Bier wird in Mehrweg-Glasflaschen abgefüllt. Die Leistung der Anlage beträgt 62.000 Flaschen in der Stunde.

Prozesstechnik

KRONES bietet alle Produkte an, die Brauereien brauchen, um Bier herzustellen. Hierzu zählt das Sudhaus, in dem das Getränk aus den Grundstoffen Wasser, Hopfen und Malz in mehreren Schritten gebraut wird. Das Sudhaus besteht aus verschiedenen Anlagen und Behältern wie Malzsilo, Maischpfanne, Läuterbottich, Würzepfanne, Whirlpool und Würzekühler. Danach ist das Bier aber noch nicht fertig. Vor der Abfüllung durchläuft es noch Gär- und Lagertanks sowie Filter. All das liefert KRONES aus einer Hand.

Abfüllung und Verpackung

Der Entpalettierer der Reihe Pressant hebt die Kästen, in denen sich die leeren Mehrwegflaschen befinden, schichtweise von der Palette und setzt sie auf dem Fördertisch ab.

Im nächsten Schritt entnimmt der vollautomatische Aus- und Einpacker Smartpac die Flaschen aus den Kästen und platziert sie sicher auf dem Förderband (blau). Die leeren Kästen nehmen einen anderen Weg und werden in die Kastenwaschanlage befördert.

Bevor die gebrauchten Glasflaschen abgefüllt werden, müssen sie absolut sauber sein. Diese Aufgabe übernimmt die Reinigungsmaschine Lavatec, die sehr sparsam mit Wasser und Chemikalien umgeht.

Um zu garantieren, dass keinerlei Rückstände in den gereinigten Flaschen sind, durchlaufen die Behälter einen Linatronic Leerflascheninspektor. Kameras und Sensoren erkennen geringste Verunreinigungen. Kontaminierte Flaschen werden sicher aus dem Produktionsprozess geleitet.

In die Flaschen abgefüllt wird das Bier, das über Rohre aus der Brauerei in die Abfüllhalle kommt, mit dem Modulfill HRS. Die leistungsstarke Maschine hat 176 Füllventile.

Ob die Flaschen ordnungsgemäß abgefüllt und verschlossen sind, überprüft das Kontrollsystem Checkmat FM-G.

Damit das Bier länger haltbar ist, durchlaufen die abgefüllten Flaschen einen Tunnelpasteur mit verschiedenen Temperaturzonen. Im Rückkühler wird die Temperatur wieder heruntergefahren.

Ihr Etikett erhalten die Flaschen auf der modularen Etikettiermaschine Solomodul Die flexible Maschine ermöglicht verschiedene Flaschenausstattungen.

Ob das Etikett an der richtigen Stelle und einwandfrei sitzt, überprüft eine Kontrolleinheit aus der Checkmat Baureihe.

Der Aus- und Einpacker Smartpac greift die Flaschen und stellt sie in die sauberen Kästen, die aus der Kastenwaschanlage kommen.

Ein Modulpal Roboter schichtet die abgefüllten Kästen auf Paletten. Diese werden anschließend in das Hochregallager befördert, das die KRONES Intralogistik lieferte und installierte.

Lifecycle Service (LCS)

Entscheidungskriterien der Kunden wandeln sich
Überholungsstrategie als tragende Säule für niedrigere Betriebskosten
Upgrades halten Bestandsmaschinen technisch auf dem aktuellen Niveau
Industrie 4.0 als Chance für unsere Kunden

In den für KRONES relevanten Märkten ändern sich die Beurteilungskriterien der Kunden für Maschinen und Anlagen. In der Vergangenheit waren die Anschaffungskosten und die Leistungsdaten entscheidend. Mittlerweile rückt der Wirkungsgrad, also wieviel eine Maschine oder Anlage im Verhältnis zur theoretisch möglichen Menge tatsächlich produziert, in den Fokus der Betreiber. Möglichst geringe Störungs- und Stillstandszeiten erhöhen nicht nur den Wirkungsgrad, sondern senken auch insgesamt die Betriebskosten für den Kunden.

KRONES sieht im Wandel der Marktanforderungen große Chancen für den Bereich LCS (Lifecycle Service). Wir bieten unseren Kunden ein Bündel an Produkten, mit denen sie ihren Betrieb für die Herausforderungen der Zukunft fit machen kann.

Anteil an den Total Cost of Ownership je abgefüllter 1,5 Liter PET-Wasserflasche

Instandhaltungsmaßnahmen haben einen nur geringen Anteil an den TCO, also den gesamten Kosten, die beim Kauf und Betrieb einer Abfüllanlage anfallen.

Analysen zeigen, dass der Aufwand für Instandhaltungsmaßnahmen lediglich einen Anteil von 2-5% (je nach Produkt und Verpackung) an den Gesamtkosten je abgefüllter Flasche entspricht. Mit diesem niedrigen Anteil kann der Kunde jedoch die großen Kostenblöcke Personal, Energie und Medien sowie Verpackungsmaterial reduzieren. Somit ergibt sich ein enormer Hebel für Einsparungen bei den Betriebskosten. Hierfür bieten wir unseren Kunden LCS Produkte an, die exakt auf seine Bedürfnisse zugeschnitten sind. Aus diesem Bündel an Produkten möchten wir mit der Überholung und den Upgrades zwei explizit herausgreifen.

Überholung

Regelmäßiger Service verringert teure, ungeplante Maschinenausfälle und erhöht den Wirkungsgrad der Produktionsanlage.

Die regelmäßige Wartung und Überholung von Maschinen ist die Basis für einen langfristig hohen Wirkungsgrad der Anlage. Dabei besteht ein direkter Zusammenhang zwischen der Verfügbarkeit einer Anlage und dem investierten Aufwand für geplante Instandhaltungsmaßnahmen.

Geplante Überholungen mit dem präventiven Austausch von Teilen reduzieren das Risiko von ungeplanten Ausfällen in der Anlage erheblich.

Ungeplante Ausfälle bedingen in der Regel einen längeren Produktionsausfall und haben einen negativen Einfluss auf den Wirkungsgrad der Anlage.

Investitionen in geplante Überholungen erhöhen den Wirkungsgrad und senken so die Betriebskosten für die Kunden.

Bei der Planung von Überholungen gibt es nicht die eine perfekte Lösung. Vielmehr müssen neben den Besonderheiten jeder Anlage auch die spezifischen Anforderungen unserer Kunden berücksichtigt werden. In der Kombination dieser Rahmenbedingungen kann dann gemeinsam die optimale Instandhaltungsstrategie definiert werden. KRONES bietet dabei für jede Lösung die geeigneten Tools und Kompetenz.

Upgrades

Mit einem Upgrade erhöht KRONES die Effizienz der Etikettiermaschine Contiroll HS und die Sicherheit des Bedienpersonals.

Mit unseren Upgrades bleibt das KRONES Equipment unserer Kunden technisch auf dem aktuellsten Stand. Um die Vorteile optimal aufzeigen zu können, ist für alle Upgrades der kundenorientierte Nutzen angegeben. Dies können folgende Optimierungspotenziale sein:

Effizienz

Erhöhung Wirkungsgrad
Steigerung Verfügbarkeit
Optimierung Produktionszeit
Reduzierung Störungen
Optimierung Umrüstzeiten

Umwelt

Einsparung Energie oder Medien
Reduzierung Verbrauchsmaterial
Reduzierung Hilfs- oder Verbrauchsstoffe

Material

Senkung Materialbedarf (Klebstoffe, Folien)
Höhere Toleranz für eingesetzte Materialien

Medien

Einsparung Wasser
Einsparung Strom
Einsparung Hilfsgase

Personal

Einfachere Bedienbarkeit
Flexible und schnelle Umrüstung
Erhöhung Arbeitssicherheit

Qualität

Verbesserung des Produktes
Gesteigerte Hygiene
Optimierung der Ausstattung

Aktuell stehen rund 260 Upgrades für die verschiedenen Maschinentechnologien zur Verfügung. Ein typisches Beispiel ist das Upgrade zur Isolierung des Leimwalzengehäuses der Etikettiermaschine Contiroll HS. Mit diesem Upgrade können einerseits bis zu 25 % Energie eingespart werden, andererseits schützt die Isolierung vor Verbrennungen, verringert die Leimdampfemissionen und steigert so den Wirkungsgrad der KRONES Contiroll.

Industrie 40 mit Fokus auf Kundennutzen

Industrie 4.0, also die Digitalisierung der Fertigungsindustrie, birgt große Chancen, um die Fertigungs- und Wertschöpfungsprozesse in der Industrie weiter zu optimieren. KRONES stellt sich bereits seit längerem dieser Herausforderung und arbeitet an vielen neuen Produktideen. Hierzu kooperieren wir mit einem renommierten Forschungsinstitut, um Algorithmen zu entwickeln, die unseren Kunden künftig große Vorteile bieten. Noch sind diese Produkte nicht serienreif, aber wir sehen Industrie 4.0 als großes Zukunftsthema, das unseren Kunden noch viel Nutzen bringen wird.

Strategie und Steuerungssystem

»Die neue Konzernstruktur unterstützt unser Value Programm hervorragend. Wir werden effizienter und flexibler und sind noch näher am Kunden.«

Christoph Klenk

Finanzvorstand

Stabile Absatzmärkte dank Megatrends

Insgesamt sind wir mit der Entwicklung von KRONES im Berichtsjahr zufrieden. Trotz aller wirtschaftlicher und politischer Störfeuer erreichte KRONES seine Ziele. Die Absatzmärkte waren 2014 insgesamt stabil. Konjunkturelle Schwankungen in einzelnen Regionen hielten sich die Waage. Das Unternehmen profitiert mit seinen Produkten und Dienstleistungen von drei wichtigen Megatrends:

wachsenden Mittelschichten in den aufstrebenden Ländern
Abwanderung der Menschen vom Land in die Stadt
Zahl der unterschiedlichen Verpackungsformen steigt

Trotz des guten Marktwachstums gab es im abgelaufenen Jahr bei den Absatzpreisen erneut keine Fortschritte. Nur durch niedrigere Kosten konnte das Unternehmen 2014 die Ergebnisse verbessern.

Marktposition international ausbauen

Grundlage des Erfolgs ist unser Strategieprogramm Value mit den vier Kernthemen Innovation, Qualität, Profitabilität und Wachstum. Unterstützt wird Value seit 2014 von unserer neuen Konzernstruktur. Auch wenn die Neu-Organisation noch nicht in allen Bereichen perfekt umgesetzt ist, bestätigt sich, dass wir mit der neuen Führungsstruktur noch effizienter, flexibler und näher am Kunden sind und gezielt auf seine Bedürfnisse eingehen können.

Hierzu setzen wir im Rahmen unserer Regionalisierungsstrategie auf gut ausgebildete lokale Fachkräfte, die unseren Kunden vor Ort schnell helfen. Deshalb wird die Zahl der ausländischen Mitarbeiter im Konzern in den kommenden Jahren weiter steigen während die Mitarbeiterzahl am Standort Deutschland stabil bleibt. Aber auch mit neuen Produkten und Services wollen wir bei den Kunden punkten. Diese achten verstärkt auf die Gesamtkosten und die Effizienz der Anlagen. Diesen Anforderungen werden wir durch innovative Produkte und immer neue Services gerecht. So kommt der auf der drinktec 2013 vorgestellte Aseptbloc aufgrund seiner niedrigen Betriebskosten und hoher Zuverlässigkeit gut am Markt an. Neue Services und Upgrades aus dem Lifecycle Service (LCS) helfen den Kunden ebenfalls, mehr aus seinen Anlagen rauszuholen.

Dem Ziel 7/7/20 ein gutes Stück nähergekommen

Unser mittelfristiges Ziel 7/7/20, das im Konzern für

5 bis 7 Prozent durchschnittliches Umsatzwachstum pro Jahr
7 Prozent Umsatzrendite vor Steuern
20 Prozent ROCE (Return on Capital Employed)

steht, ist durch das insgesamt gute Jahr 2014 in Reichweite. Beim Umsatzwachstum liegen wir mit 4,9 % (Konzern) leicht unter dem Zielkorridor von durchschnittlich 5 bis 7 %. Die EBT-Marge steigerten wir von 6,0 auf 6,5 % im Konzern. Der Konzern-ROCE lag mit 16,4 % innerhalb unserer Prognose für 2014. Zur Erreichung der konzernweiten Ziele wird die KRONES AG einen wichtigen Beitrag leisten.

Value-Strategie weiter umsetzen

Flexibilisierung der Kosten und Produktinnovationen bleiben wichtige Value-Themen.

Da von den Preisen für 2015 nur geringe Unterstützung zu erwarten ist, bleiben Kostensenkungen, neue Produkte und Dienstleistungen sowie weitere Qualitätsverbesserungen wichtige Value-Themen, um profitabel zu wachsen.

Im Bereich Maschinen und Anlagen zur Produktabfüllung und -ausstattung werden wir weiter das regionale LCS Geschäft ausbauen. Den Modularisierungsgrad unserer Produkte wollen wir weiter erhöhen, um schneller zu fertigen und zu montieren. Außerdem gilt es, unsere globale Einkaufsstrategie unter Berücksichtigung aller wichtiger Kosten (Logistik, Lohn, Zoll, Steuern) zu optimieren und breiter aufzustellen. In der Etikettiertechnik verstärkten wir mit der Übernahme der Mehrheit an der TILL GmbH unser Technologieportfolio im digitalen Direktdruck.

In der Prozesstechnik ist KRONES beim Umsatz hinter dem Vorjahr zurückgeblieben, da wir zwei größere Projekte nicht mehr 2014 abschließen konnten. Zu berücksichtigen ist zudem, dass der Bereich 2013 stark gewachsen ist. Unterm Strich lag der Umsatz 2014 im Rahmen unserer Planungen. Mit dem Auftragseingang sind wir auch zufrieden, so dass wir hier 2015 bei Umsatz und Ertrag wieder zulegen sollten.

Wichtiger Meilenstein in der Prozesstechnik war die Gründung der SYSKRON Holding, nachdem unser Kooperationspartner, die KLUG GmbH, im ersten Quartal 2014 in die Insolvenz rutschte und KRONES nicht einen zu hohen Preis für die insolvente KLUG GmbH zahlen wollte. Die SYSKRON Holding umfasst künftig das komplette Intralogistikgeschäft von KRONES. Mit der neu gegründeten Gesellschaft wird KRONES Unternehmen aus der Getränkeabfüll- und Verpackungsbranche weltweit ganzheitliche Lösungen für die Intralogistik anbieten. Dieser Bereich soll 2015 auf 75 Mitarbeiter aufgestockt und weiter ausgebaut werden. Dass die Intralogistik ein wichtiger Bestandteil der KRONES Konzernstrategie bleibt, zeigt auch, dass wir im Februar 2015 die TRIACOS Consulting & Engineering GmbH gekauft haben. Mit dem Erwerb von TRIACOS baut SYSKRON seine Kompetenz in der Beratung und Implementierung von SAP-Lösungen mit dem Schwerpunkt in der Produktions- und Intralogistik aus.

Das 2014 in die eigenständige EVOGUARD GmbH ausgegliederte Komponentengeschäft hat sich erfolgreich entwickelt. Die Ventiltechnik ist auch außerhalb der Getränkebranche voll akzeptiert. Als weitere wichtige Komponente hat EVOGUARD Pumpen etabliert. Mit der neuen Pumpenbaureihe werden wir 2015 auf den Markt gehen. Durch die erfolgreiche Integration der Ende 2013 erworbenen HST Maschinenbau GmbH, einem Hersteller von technologisch führenden Homogenisatoren, verbesserten wir in der Prozesstechnik unser Angebot für die Herstellung von Milch und Saft deutlich. Ziel für das Segment Prozesstechnik bleibt es, den Bereich Softdrink und Wasser in den kommenden Jahren zu stärken. Beim Ausbau der lokalen Servicestrukturen für Gesamtprojekte sind wir nicht wie gewünscht vorangekommen. Hier gilt es weiteres Potenzial auszuschöpfen.

Das Tochterunternehmen KOSME haben wir Mitte 2014 aufgrund der unbefriedigenden Geschäftsentwicklung neu aufgestellt. Betroffen von der neuen Organisation war ausschließlich KOSME Italien. Um den Standort in Roverbella zu sichern und dort nachhaltig profitabel wirtschaften zu können, wurde der Bereich Pack- und Palettiertechnik aufgegeben und die Kapazitäten entsprechend angepasst. Leider mussten wir uns hierbei von gut 100 Mitarbeitern trennen. KOSME Italien konzentriert sich seither auf seine Kernkompetenzen Abfüll- und Etikettiertechnik. Insbesondere die Etikettiertechnik werden wir in den kommenden Jahren am Standort Italien ausbauen. Die Tochtergesellschaft bleibt für KRONES weiterhin ein strategisch wichtiges Segment, um die Marktposition im wichtigen unteren und mittleren Leistungsbereich zu festigen. Trotz der Maßnahmen haben sich die Umsätze bei KOSME 2014 zufriedenstellend entwickelt. Ab 2015 sollte KOSME eine EBT-Marge von 4 bis 5 % erreichen.

Insgesamt erwarten wir, dass die Value-Maßnahmen auch 2015 wieder Wirkung zeigen und wir bei einem Umsatzwachstum von rund 4 % im Konzern die Profitabilität weiter steigern können. Die EBT-Marge soll 2015 im Konzern auf 6,8 % zulegen.

Starke finanzielle Basis ermöglicht Investitionen

Unsere Mitarbeiter sorgen täglich für den Erfolg der Value Strategie.

KRONES ist finanziell bestens aufgestellt. Der gestiegene Free Cashflow sowie die hohe Netto-Cash-Position geben uns die Flexibilität, interessante Investitionschancen schnell zu nutzen. Neben unseren »normalen« internen Investitionen werden wir verstärkt Mittel für das Thema Industrie 4.0 einsetzen. Hierbei geht es darum, aus den Daten der kompletten Wertschöpfungskette des Kunden Informationen und Zusammenhänge zu gewinnen, um die Effizienz der KRONES Maschinen und Anlagen weiter zu steigern. Hierfür werden wir geeignete Produkte und Geschäftsmodelle entwickeln.

Einen Teil der liquiden Mittel werden wir für Akquisitionen verwenden. Interessant sind für KRONES Unternehmen aus den Bereichen Prozesstechnik und Informationstechnologie. Aber auch in unserem Kerngeschäft sehen wir, wie bei TILL, Chancen für sinnvolle Ergänzungen. KRONES achtet bei Akquisitionen darauf, dass das Risiko überschaubar ist und die Zukäufe schnell zu integrieren sind. Hierfür analysiert das Unternehmen den Markt laufend. 25 bis 30 % der erwirtschafteten Gewinne wird KRONES als Dividende ausschütten.

Jede Strategie ist nur so gut, wie die Menschen, die sie umsetzen. Unsere weltweit rund 12.600 Mitarbeiter machen einen hervorragenden Job. Mit ihrem Einsatz bringen sie KRONES täglich ein Stück weit voran. Wir wollen diesen KRONES Spirit aufrechterhalten und pflegen. Das KRONES Team wird sich deshalb nicht auf den bisherigen Erfolgen der Value-Strategie ausruhen, sondern 2015 weiter daran arbeiten, das Unternehmen in eine erfolgreiche Zukunft zu führen. Nur gemeinsam können wir nachhaltig Werte schaffen.

Christoph Klenk

Finanzvorstand

Das Steuerungssystem von KRONES

Das Management von KRONES steuert die KRONES AG vorrangig anhand folgender finanzieller Leistungsindikatoren:

Umsatz
Ergebnis vor Steuern (EBT)

Um unsere Marktposition zu festigen und Größenvorteile zu nutzen, streben wir grundsätzlich ein Umsatzwachstum über dem Marktdurchschnitt an.

Das Ergebnis vor Steuern (EBT) ist eine wichtige Ertragskennziffer. Aus dem EBT muss die KRONES AG die Steuern und Dividenden zahlen sowie die Investitionen tätigen.

Rein regeneratives Bier

Bier schmeckt kühl am besten. Zum Brauen braucht man aber Hitze. Und die Wärmeerzeugung geht ins Geld. Wer sein Sudhaus energieeffizient betreibt, kann kräftig sparen. Die österreichische Brauerei Murau nutzt hierzu das EquiTherm System von KRONES und die Wärme des Biomasse-Heizkraftwerkes der Murauer Stadtwerke.

Innovation trifft Tradition

Die Brauerei Murau blickt auf eine mehr als 500-jährige Tradition zurück und ist seit 1910 eine Genossenschaft von rund 500 Wirten und Kaufleuten. Damit ist die Murau eGen die größte der insgesamt drei Genossenschaftsbrauereien Österreichs. Seit Ende April 2014 produziert die Brauerei ihr Bier zu 100 Prozent mit Wärme aus dem Biomasse-Heizkraftwerk der Murauer Stadtwerke GmbH. Hierfür setzt sie mit dem EquiTherm System innovative Brautechnik von KRONES ein.

Das Heizwerk sichert im Endausbau eine Wärmelieferung von 20 Millionen Kilowattstunden. Das Hackgut stammt aus Durchforstungsholz und Blockholzverarbeitung. Es wird ausschließlich von heimischen Forstbetrieben angeliefert.

Seit Ende April 2014 produziert die direkt an der Mur gelegene Genossenschaftsbrauerei mit einem Ausstoß von rund 280.000 Hektolitern ihr Bier zu 100 % mit Wärme aus dem Biomasse-Heizkraftwerk der Murauer Stadtwerke.

»Diese Energieschaukel wurde von KRONES zur Perfektion getrieben und es funktioniert so toll, dass jedes Technikerherz auflebt«, urteilt Stadtwerke-Direktor Kurt Woitischek über das Equitherm System von KRONES.

Bierbrauen ohne fossile Brennstoffe

Bis zu 700.000 Liter Heizöl im Jahr verbrauchte die Genossenschaftsbrauerei Murau früher zur Bierproduktion. Seit Ende April 2014 setzt die österreichische Brauerei mit einem jährlichen Ausstoß von rund 280.000 Hektolitern beim Brauen und Abfüllen des Gerstensaftes zu 100 Prozent auf Wärme aus dem Biomasse-Heizkraftwerk der Murauer Stadtwerke GmbH. Der Ölhahn bleibt seitdem zu. KRONES sorgte dafür, dass die regenerativ erzeugte und CO2 -neutrale Wärmeenergie auch im Sudhaus genutzt werden kann. Die Herausforderung bestand darin, den kompletten Brauvorgang auf Niedertemperatur-Prozesswärme, die das Biomasse-Heizkraftwerk liefert, umzustellen. EquiTherm machts möglich.

EquiTherm spart nachhaltig Energie

Das EquiTherm System besteht aus den drei Bauteilen Würzekühler, Energiespeichertank und dem Maischgefäß ShakesBeer EcoPlus, die KRONES geschickt miteinander verbunden hat. Das im technischen Detail sehr komplizierte Gebilde funktioniert vereinfacht gesagt so: Der erhitzten Würze wird Energie, die nicht mehr benötigt wird, in Form von Heißwasser entzogen und im Energiespeicher zwischengelagert. Dadurch wird auch Energie für die Würzekühlung gespart. Bei Bedarf wird das Maischgefäß vom Energiespeicher mit heißem Wasser versorgt, um die Maische zu erhitzen. Mit der so geschaffenen »Energieschaukel«, also dem intelligenten Austausch von Wärmeenergie, spart die Brauerei Murau im Sudhaus bis zu 30 Prozent an thermischer und 20 Prozent an elektrischer Energie ein.

Insgesamt spart das Unternehmen durch die energietechnische Erneuerung der Brauerei etwa 210.000 Liter Heizöläquivalent pro Jahr. Ein guter Grund, ein kühles Bier zu genießen.

100 % Wärme aus Biomasse
minus 30 % thermische Energie
minus 100 % fossile Brennstoffe
minus 20 % elektrische Energie

Energieeinsparung und Ressourceneffizienz sind Top-Themen bei unseren Kunden. Mit dem enviro Programm bieten wir Maschinen und Anlagen, die in allen Nachhaltigkeitskriterien branchenweit Standards setzen. Unser EquiTherm System trägt das enviro Siegel.

Doppelpack in Brasilien

Zwei komplett neue Brauereien mit einer Kapazität von jeweils sechs Millionen Hektolitern Bier hat die Grupo Petrópolis in Betrieb genommen. Die zweitgrößte Brauereigruppe Brasiliens setzte hierfür voll auf das Rundum-Sorglos-Paket von KRONES. So kann Petrópolis den rasanten Wachstumskurs ungehindert fortsetzen.

Kontinuierliches Wachstum

Gegründet in der Provinz Petrópolis, einer ländlichen Region im Bundesstaat Rio de Janeiro, zählt die Grupo Petrópolis zu den aufstrebenden Unternehmen am Zuckerhut. Mit zwölf Prozent Marktanteil und einem Ausstoß von 16 Millionen Hektolitern pro Jahr schaffte es die Privatbrauerei vom Getränke-Großhändler zu einem Big-Player auf dem brasilianischen Bier-Markt. In den sechs Werken der Petrópolis-Gruppe arbeiten mehr als 22.000 Menschen. KRONES begleitet seit 2001 als Lieferant den Aufstieg des Unternehmens.

Alles aus bester Hand

Petrópolis errichtete 2013 und 2014 zwei neue Braustätten mit je zwei Abfüllanlagen und einer Kapazität von jeweils sechs Millionen Hektolitern. KRONES setzte beide Projekte komplett um, von der Planung bis zur Inbetriebnahme. Die Produktionsstätte in Salvador de Bahia nahm Ende Juli 2013 nach rund einjähriger Bauzeit ihren Betrieb auf. In der zweiten Brauerei, 750 Kilometer weiter nördlich in Itapissuma bei Recife im Bundesstaat Pernambuco, wurde der erste Sud Anfang April 2014 gebraut. »Unsere Partnerschaft mit KRONES besteht schon viele Jahre, und wir entscheiden uns immer wieder neu für KRONES wegen der Innovationskraft und der Effizienz der Maschinen«, erklärt Walter Faria, Besitzer von Petrópolis, die enge Zusammenarbeit mit KRONES. »Darüber hinaus ist ein guter After-Sales-Service für uns entscheidend.«

Top-Technologie in allen Bereichen

Die Prozessbereiche der beiden Standorte wurden mit den modernsten Steinecker Lösungen zur Bierherstellung ausgestattet.

Im Kaltbereich verbaute KRONES ausschließlich Evoguard Ventiltechnik für hygienische Prozessanwendungen. Jede Brauerei erhielt eine Mehrwegglas-Linie für 62.000 Flaschen pro Stunde mit einem vereinbarten Mindest-Wirkungsgrad von 90 Prozent. Ebenfalls läuft in jeder der beiden Braustätten eine Dosenlinie für 128.000 Dosen pro Stunde mit einem Mindest-Wirkungsgrad von 92 Prozent.

Wichtig war für Petrópolis bei beiden Linien, dass der Energie- und Wasserverbrauch sowie der Einsatz von Hilfs- und Betriebsstoffen auf niedrigem Niveau gehalten und die Umrüstzeiten optimiert werden. »Wir sind sehr zufrieden mit dem Ressourcenverbrauch und der Effizienz der KRONES Abfüllanlagen. Unsere Wirkungsgrade liegen alle im Bereich der weltweiten Benchmarks«, sagt Walter Faria. Kein Wunder also, dass Petrópolis inzwischen 15 Abfülllinien von KRONES installiert hat.

12 Mio. Hektoliter Kapazität
62.000 Flaschen pro Stunde
128.000 Dosen pro Stunde
90 % Mindestwirkungsgrad

Die Biernachfrage in Brasilien steigt stetig (Angaben in Milliarden Litern)

* erwartetes Wachstum

(Quelle: Euromonitor 2014)

Der ideale Füller

Während Getränke meist problemlos in ihre Verpackung rauschen, ist die Abfüllung von Marmelade, Soßen und Milchprodukten, die oft auch Stücke enthalten, sehr knifflig. Auf der drinktec 2013 stellte KRONES den Kolbendosierer Viscofill erstmals vor. Das jüngste Mitglied unserer Füllerfamilie ist speziell auf die Bedürfnisse der Lebensmittelindustrie zugeschnitten. Er ist flexibel einsetzbar und meistert jede Herausforderung. Diese Eigenschaften haben auch die Freiburger Schwarzwaldmilch GmbH überzeugt.

Flexibler Alleskönner

Viskose, also zähflüssige Lebensmittel, in die Verpackung zu bringen, ist eine schwierige Aufgabe. Denn sie bilden beim Abfüllen Fäden oder hartnäckige Tropfen. Diese Herausforderung meistert der Viscofill. Er füllt viskose Lebensmittel präzise und schonend ab und garantiert höchste Hygiene- und Produktsicherheit. Die Freiburger Schwarzwaldmilch GmbH hat den Viscofill bereits im Einsatz.

Der Genossenschaftsbetrieb verarbeitet täglich 600.000 Liter Milch und füllt auf einer der insgesamt sechs Produktionslinien Milch, Naturjoghurt, Fruchtjoghurt, Kakao und Sahne in Mehrwegglas ab. Und das in je drei verschiedenen Glasgrößen. »Wir haben nach einem Hersteller gesucht, der das alles mit einem einzigen Füller abdecken kann« blickt Schwarzwaldmilch-Molkereimeister Andreas Haberstroh zurück. Nicht zuletzt aufgrund seiner außerordentlich hohen Flexibilität fiel die Wahl auf den KRONES Viscofill.

Viel Leistung auf wenig Raum

Ein weiteres Kaufargument für die Freiburger war, dass der innovative Füller kompakt gebaut ist und wenig Platz einnimmt. Und die Schwarzwaldmilch GmbH hat die Investition nicht bereut. »Der neue Füller läuft ruhiger als der alte und gewährleistet eine größere Produktsicherheit. Insgesamt macht der Viscofill einfach mehr Spaß. Wo früher viele Handgriffe nötig waren, gehen wir heute nur noch ins Bedienmenü und wählen die Parameter aus, die wir brauchen«, sagt Haberstroh zufrieden. Ein weiterer Pluspunkt der Viscofill Baureihe: Die Reinigung bei Sortenwechsel und nach Produktionsende erledigt der Füller automatisch. Dem Personal bleibt mehr Zeit für die wesentlichen Aufgaben im Betrieb. Denn Arbeit gibt es in dem wachstumsstarken Traditionsbetrieb genug.

»Der Viscofill macht einfach Spaß«, findet Molkermeister Andreas Haberstroh.

Viscofill arbeitet mit einem Kolben, der das Füllgut aktiv fördert. Der Füllvorgang ist dabei in zwei Schritte unterteilt. Zuerst wird die richtige Menge abgemessen, dann bewegt sich der Kolben zurück und schiebt das Füllgut aus.

Verarbeitung von drei verschiedenen Milchqualitäten: Biomilch, Weidemilch und konventionelle Milch.

Flexible Einsatzmöglichkeiten
Höchste Hygiene - und Produktsicherheit
Einfache und schnelle Bedienung
Vollautomatische Reinigung
Kompakte, platzsparende Bauweise
Die Schwarzwaldmilch GmbH Genossenschaftlicher Betrieb der Schwarzwälder Milchbauern
100 Prozent Anteilseigner aus der umliegenden Region
84 Jahre alte Traditionsmolkerei 300 Mitarbeiter
Starke Fokussierung auf regionale und saisonale Produkte
Deutschlandweiter Vertrieb
National führend bei laktosefreier Frischmilch, Platz zwei bei Bio-Frischmilch

Forschung und Entwicklung (F&E)

F&E mit schlagkräftiger neuer Organisation
Industrie 4.0 eröffnet neue Chancen
Alle Innovationen steigern den Nutzen für unsere Kunden

KRONES hat 2014 den Bereich Forschung und Entwicklung neu organisiert. Die Mitarbeiter des Zentralbereichs fokussieren sich in erster Linie auf Forschung und Vorentwicklung bis zur Prototypenreife sowie grundlegende Technologien und segmentübergreifende Automatisierungslösungen. Kern der Aktivitäten abseits des Zentralbereichs ist die eigentliche Entwicklung von speziellen Maschinen, Anlagen und Dienstleistungen für die einzelnen Segmente des Unternehmens. Insgesamt trägt die neue Organisation dazu bei, dass die konzernweit knapp 2.000 Mitarbeiter noch effizienter und zielgerichteter an Innovationen für unsere Kunden arbeiten können.

Zudem stärkt unser professionelles Innovationsmanagement, mit unternehmensweiten Ideenwettbewerben und bereichsübergreifenden Entwicklermessen, die Innovationskraft von KRONES. Die Anzahl der erteilten Patente stieg 2014 im Vergleich zum Vorjahr um knapp 20 Prozent auf 3.730. KRONES nimmt damit eine Spitzenposition unter den deutschen Maschinenbauern ein.

Im Geschäftsjahr 2014 wurden inklusive der aktivierten Entwicklungskosten 149 Mio. € (Vorjahr: 132 Mio. €) für Forschung und Entwicklung aufgewendet. Das entspricht 5,0 % des Umsatzes.

Industrie 4.0 birgt Chancen - Nachhaltigkeitsprogramm enviro stark verankert

Strategisches Ziel von KRONES ist, die Möglichkeiten des »Industrial Internet« - in Deutschland besser bekannt als Industrie 4.0 - zu nutzen. Hierfür entwickeln wir das Produktportfolio weiter und entwerfen neue Geschäftsmodelle. Industrie 4.0 wird aufgrund der umfassenden Datenerhebung und -analyse die vorausschauende Störungserkennung und Fehlerbehebung signifikant verbessern und im Ergebnis werden Stillstand- und Ausfallzeiten deutlich verkürzt. Ebenso wird die Flexibilität der Maschinen und Anlagen positiv beeinflusst, die Umstellung einer Anlage auf ein neues Getränk oder Flaschenformat kann somit deutlich beschleunigt werden. Erste Lösungen hierfür bieten wir schon heute mit Line X Press und Format X Press.

Im Rahmen des Nachhaltigkeitsprogramms enviro reduzieren wir weiter die Energie- und Medienverbräuche unserer Maschinen und sorgen für einen noch ressourcenschonenderen Einsatz beim Kunden.

Alle diese Maßnahmen führen insgesamt dazu, dass wir unseren Kunden noch wirtschaftlichere Lösungen anbieten können.

Anlagen werden an spezielle Kundenbedürfnisse angepasst

Einen weiteren Entwicklungsschwerpunkt legt KRONES darauf, den Kunden für die regional unterschiedlichen Anforderungen kostengünstige und zuverlässige Maschinen und Anlagen bereitzustellen. Beispiel hierfür ist der ErgoBloc L, den wir inzwischen mehr als 80 mal verkauft haben. Auf der kompakten Anlage werden PET-Behälter hergestellt, etikettiert, abgefüllt und verschlossen. Die erfolgreiche Modellreihe erweitern wir nun um eine Einstiegsvariante, die den Anforderungen von Kunden in Schwellenländern Rechnung trägt.

Direktbedruckung von Behältern gewinnt an Bedeutung

Die Markteinführung der Exponate der letztjährigen drinktec, auf der KRONES erneut seine Technologieführerschaft unter Beweis stellen konnte, prägte das F&E-Jahr 2014 mit. Dafür steht beispielhaft die neue DecoType, eine Maschine zur Direktbedruckung von Behältern aus Glas und Kunststoff. Im vergangenen Jahr wurde die erste Maschine bei einem Kunden installiert, der sie nun in der Praxis testet.

Darüber hinaus hat sich KRONES durch die Beteiligung an der TILL GmbH, einem Technologieunternehmen für Direktdruck, in diesem Bereich verstärkt. Gemeinsam treiben wir die Entwicklung im Direktdruck voran, um künftig Maschinen für unterschiedliche Anforderungen in allen Leistungsbereichen anbieten zu können.

Ausgewählte Innovationen

Auf den folgenden Seiten stellen wir Maschinen und Anlagen vor, die beispielhaft für erfolgreiche Innovationen stehen und den Nutzen für unsere Kunden steigern.

Füllventil - Double Fill

Die Getränkevielfalt nimmt rasant zu, das Füllventil Double Filling Valve sorgt für die notwendige Flexibilität bei der Abfüllung. Aufgrund verlässlicher Durchflussmesstechnik garantiert es höchste Dosiergenauigkeit modularer Getränke, unabhängig von Viskosität und Zusammensetzung. Beispiel: Bei der Abfüllung von Fruchtsäften mit Partikeln führt das neue Füllventil den Saft- und den Fruchtanteil des Getränks auf getrennten Wegen. So lassen sich die beiden Komponenten beim Erhitzen separat behandeln und anschließend in der Aseptikanlage zusammen abfüllen. Dieses Verfahren bietet erhebliche Vorteile. Ein wesentlicher Pluspunkt ist, dass beide Produktbestandteile in nur einem Füllventil verarbeitet werden können. Darüber hinaus können auch Aromakomponenten über das Ventil zugefügt werden.

Sleevematic Inline TS

Vor allem in der Region Asien/Pazifik und China wächst der Konsum von Milch- und Milchmischgetränken sowie RTD (Ready to drink)-Getränken, also zum Beispiel trinkfertig abgepackter Tee, stark. Im Gleichschritt legt auch die Nachfrage nach Sleeve-Etiketten, also Schlauchfolien, die auf Behälter aufgeschrumpft werden und lichtempfindliche Produkte schützen, zu. Mit der neuen Sleevematic Inline TS von KRONES können die Kunden ihre Behälter deutlich wirtschaftlicher etikettieren. Die Maschine stattet bis zu 50.000 Behälter pro Stunde mit Sleeves aus. Diese Leistung war bislang nur mit zwei Aggregaten erreichbar. Mit der Sleevematic Inline TS spart sich der Kunde also ein Aggregat. Zudem beschleunigt sie die Etikettierung erheblich. Denn anders als bei der bisherigen Sleevematic, die zum Schneiden der Sleeves einen Stopp-and-Go-Betrieb des Folienantriebs benötigt, wird der Schlauch mittels einer Vorperforierung auf die entsprechende Länge gebracht.

Contiroll ED

Mit dem neuen Contiroll ED Aggregat für Rundumetiketten von der Rolle haben wir ein weiteres Modul für Etikettiermaschinen unserer Ergo-Baureihe entwickelt. Contiroll ED ist einfach aufgebaut, gut zugänglich und ergonomisch optimiert. Darüber hinaus profitiert der Kunde von niedrigen Verbrauchs- und Betriebskosten. Der Energiebedarf des Leimwerks und der Leimverbrauch sind niedriger als bei vergleichbaren Maschinen. Kurze Umrüstzeiten tragen ebenfalls zum wirtschaftlichen Betrieb bei.

Linearer Vollflascheninspektor FBI

Ein modularer Baukasten bildet die Basis für die neue Generation von Leer (EBI)- und Vollflascheninspektoren (FBI) von KRONES. Die Maschinen in Geradläuferausführung sind kostengünstig und bieten Abfüllern optimale Produktsicherheit. Die Linatronic FBI für die Vollflascheninspektion entdeckt selbst kleinste Fremdkörper und entfernt betroffene Behälter aus der Produktion. Für die Inspektion unterschiedlicher Flaschengrößen werden keine speziellen Garniturenteile benötigt. Deshalb sind Formatwechsel schnell durchführbar. Kunden bleiben nach dem Kauf des KRONES Vollflascheninspektors flexibel, weil zusätzliche Module für künftigen Inspektionsbedarf nachrüstbar sind.

Hydronomic

Für KRONES beginnt die Getränkeherstellung bereits am Brunnen. Mit den verschiedenen Ausführungen der Membran-Wasseraufbereitungsanlage Hydronomic bietet KRONES ein breites Programm für die Aufbereitung von Wasser an. Die Anlage ist modular aufgebaut und, abhängig von der erforderlichen Wasserqualität des Abfüllbetriebs, beliebig konfigurierbar. Aufgrund der Modulbauweise kann die Kapazität der Hydronomic verändert werden, ohne die laufende Produktion zu unterbrechen. Die Anlage ist vom Brunnen bis zum Produkttank durchgängig mit Heißwasser entkeimbar. Auf Chemie kann insgesamt weitgehend verzichtet werden. Gemeinsam mit der innovativen Verfahrenstechnik erhöht dies die Lebensdauer der Membrane und senkt die Betriebskosten. Bei der Konstruktion der Anlage haben wir darüber hinaus darauf geachtet, dass sie leicht zugänglich und wartungsfreundlich ist.

Varioline

Um neue Funktionen hat KRONES die Verpackungsstraße Varioline erweitert. Die KRONES Varioline kombiniert verschiedene Einzelmodule nach individuellen Kundenanforderungen zu einer kompakten Verpackungsstraße. Sie ist auf eine Leistung von bis zu 52.000 Behältern pro Stunde ausgelegt. Geringer Platzbedarf, kurze Umstellungszeiten und hohe Funktionssicherheit machen die Varioline zur attraktiven All-in-One-Lösung für alle Verpackungstrends. Diese Lösung schätzen vor allem Kunden, wie zum Beispiel die nordamerikanischen Craft Brewers, die bei ihren Kunden mit individuellen Verpackungskonzepten punkten wollen.

Wirtschaftliches Umfeld

Weltwirtschaft wächst 2014 um 3,3 %
Stabile Inlandskonjunktur
Gute Bedingungen für Anbieter von Abfüll- und Verpackungstechnik

Internationale Krisenherde bremsen Wachstumstempo

Der Wachstumsmotor der Weltwirtschaft lief 2014 nicht auf Hochtouren.

Die globale Wirtschaft ist 2014 weniger stark gewachsen als die Experten des Internationalen Währungsfonds (IWF) zu Jahresanfang erwartet hatten. Geopolitische Krisen wie in der Ukraine und in Nahost bremsten das Wachstum der Weltwirtschaft ebenso wie die unerwartet schlechte Konjunkturentwicklung in Japan, Europa und einigen Schwellenländern. Unterm Strich wuchs die Weltwirtschaft 2014 um 3,3 %. Die ursprüngliche Wachstumsprognose des IWF lag bei 3,7 %.

Positiv wirkte sich aus, dass die weltweit größte Volkswirtschaft, also die USA, im Laufe des vergangenen Jahres an Fahrt gewonnen hat. Niedrige Energiepreise unterstützten die US-Konjunktur. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) legte im Vergleich zum Vorjahr um 2,4 % zu. Damit wuchs die US-Wirtschaft wesentlich stärker als andere Industrieländer. Laut IWF expandierte die Wirtschaft in den Industrieländern 2014 um insgesamt 1,8 %. Unterdurchschnittlich entwickelte sich das BIP im Euro-Raum (+ 0,8 %) und in Japan (+ 0,1 %). Während Teile der Euro-Zone noch unter den Auswirkungen der Finanzkrise litten, verdarb in Japan eine Mehrwertsteuererhöhung den Konsumenten die Kauflust.

In den Schwellen- und Entwicklungsländern verlangsamte sich das Wachstum im Vergleich zum Vorjahr auf 4,4 % (Vorjahr: 4,7 %). Verantwortlich hierfür war neben den schwer gebeutelten Volkswirtschaften Russland und Brasilien das schwächere Wachstum in China. Mit 7,4 % wuchs das chinesische BIP 2014 nicht so stark wie im Vorjahr (7,8 %).

Wirtschaft in Deutschland legt um 1,6 % zu

Die heimische Wirtschaft ist 2014 deutlich stärker gewachsen als im Vorjahr. Um 1,6 % verbesserte sich das deutsche Bruttoinlandsprodukt (BIP) gemäß den vorläufigen Berechnungen des Statistischen Bundesamtes. 2013 hatte es nur zu einem Miniwachstum von 0,1 % gereicht. Den größten Wachstumsbeitrag lieferten 2014 die privaten Verbraucher, die aufgrund der relativ guten Lage auf dem Arbeitsmarkt fleißig konsumierten. Trotz der zahlreichen Krisenherde investierten Unternehmen 2014 mehr, was dem Wirtschaftswachstum ebenfalls zugute kam. Auch anziehende Exporte trugen dazu bei, dass sich die deutsche Wirtschaft 2014 angesichts der schwierigen globalen Bedingungen insgesamt wacker schlug.

Wachstumsrate des Bruttoinlandsprodukts (BIP) in Prozent

Quelle: IWF, Destatis

Deutsche Maschinenbauproduktion legt leicht zu

Mit großen Hoffnungen startete der VDMA (Verband deutscher Maschinen- und Anlagenbau) ins Jahr 2014. Nach einem schwachen Vorjahr sollte die Branche wieder besser in Gang kommen und die Produktion um 3 % steigen, so die VDMA-Prognose. Doch der Bestelleingang entwickelte sich im ersten Halbjahr 2014 schwächer als erwartet. Darüber hinaus belastete der Einbruch der russischen Wirtschaft etliche Maschinenbauer hierzulande. Dem VDMA blieb im Juli 2014 nichts anderes übrig, als die Wachstumsprognose auf 1 % zu reduzieren. Laut vorläufiger Zahlen ist der Wert der produzierten Maschinen und Anlagen 2014 im Vergleich zum Vorjahr um 0,7 % gestiegen.

Besser entwickelt als die gesamte Branche hat sich 2014 der Bereich Nahrungsmittel- und Verpackungsmaschinen. In diesem Fachzweig des VDMA legte der Umsatz im Vergleich zum Vorjahr um 4 % zu.

Der Markt für Verpackungsmaschinen

Der weltweite Verpackungsmaschinenmarkt hatte 2013 laut VDMA (Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau) ein Volumen von 30,3 Mrd. €. Zahlen für 2014 lagen zum Zeitpunkt der Berichtserstellung noch nicht vor, doch der Markt dürfte weiter gewachsen sein. Gemessen an den abgepackten Produkten ist die Nahrungsmittelbranche mit einem Anteil von 40 % der größte Einzelmarkt für Verpackungsmaschinen. Rund 20 % des gesamten Umsatzes mit Verpackungsmaschinen entfallen auf die Getränkeindustrie, mit der KRONES 2014 rund 90,4 % des Konzernumsatzes erwirtschaftete.

Weltmarkt der Verpackungsmaschinenindustrie nach abgepackten Produkten

Quelle: VDMA, Schätzung für 2013

Megatrends treiben Marktwachstum an

Megatrends treiben die Nachfrage nach Verpackungsmaschinen. Langfristig wächst der Markt um 5 bis 7 % pro Jahr.

KRONES ist grundsätzlich in einem attraktiven, langfristig stabil wachsenden Markt tätig. Wir rechnen damit, dass die Nachfrage nach Verpackungsmaschinen langfristig durchschnittlich um 5 bis 7 % pro Jahr wächst. Als Wachstumstreiber erweisen sich mehrere Megatrends.

Zum einen wird in den kommenden Jahren und Jahrzehnten die Weltbevölkerung stetig steigen. All diese Menschen müssen essen und trinken. Zum anderen entkommen in den stark wachsenden Schwellen- und Entwicklungsländern immer mehr Menschen der Armut. Nach Prognosen der Vereinten Nationen wird sich allein in der Region Asien/Pazifik die Mittelschicht im Vergleich zu 2009 bis 2020 um rund 1,2 Mrd. Menschen erhöhen. Weltweit dürfte die Mittelschicht in diesem Zeitraum um 1,4 Mrd. Menschen wachsen. Mit dem steigenden Einkommen dieser Bevölkerungsschicht nimmt auch deren Konsum zu.

Die Mittelschicht wächst (Angabe in Millionen Menschen)

Viele Menschen aus den Schwellenländern klettern in den kommenden Jahren die Wohlstandsleiter hoch in die Mittelschicht.

* Der Begriff »Mittelschicht« beinhaltet Menschen, die zwischen 10 und 100 US-Dollar pro Tag verdienen oder ausgeben (bezogen auf die Kaufkraft von 2005)

Quelle: Brooking Institution 2012

Auch die zunehmende Urbanisierung, also der Zuzug der ländlichen Bevölkerung in die Städte, fördert die Nachfrage nach verpackten Getränken und Lebensmitteln. Grund hierfür ist, dass Menschen, die in Städten leben, in der Regel mehr abgepackte Produkte konsumieren als die Landbevölkerung. Während in Europa sowie in Nord- und Lateinamerika bereits heute viele Menschen in Städten wohnen, schreitet die Urbanisierung in Afrika und Asien mit großen Schritten voran. Dort strömen zunehmend mehr Menschen in die Städte und passen sich der dortigen Lebensform und dem Konsumverhalten an.

»Craft Brewer« - ein wachstumsstarker Nischenmarkt

Vor rund 30 Jahren war die Anzahl der Brauereien in den USA sehr überschaubar. Dies hat sich dramatisch geändert. 2013 gab es mehr als 2.800 US-Brauereien. Verantwortlich für das gigantische Wachstum sind alleine die »Craft Brewer«.

Anzahl der »Craft Brewer« in den USA wächst rasant

»Craft Beer« ist reine Handarbeit

Der globale Bierkonsum nimmt langsamer zu als der gesamte Verbrauch verpackter Getränke. Grund hierfür ist, dass in vielen Industriestaaten die Nachfrage nach dem Gerstensaft gesättigt ist. Mit »Craft Beer« gibt es aber eine Nische, die unabhängig vom Gesamtmarkt kräftig wächst. Zu dieser Kategorie zählen Biere von kleineren, konzernunabhängigen Brauereien, die ihre Produkte handwerklich (englisch: craft) herstellen.

Eine international einheitlich gültige Definition von »Craft Brewer« gibt es nicht. In den USA zählt eine Brauerei mit einer Jahresproduktion von weniger als sieben Millionen Hektolitern als klein und wird als »Craft Brewer« eingestuft. Solche Dimensionen erreichen nur wenige deutsche Großbrauereien. Die »Craft Brewer« selbst verstehen sich als Brauer, die großen Wert auf die Rohstoffe legen und Spezialbiere anbieten, die sich in Stil und Geschmacksrichtung vom Mainstream unterscheiden.

Die USA sind das Geburtsland von »Craft Beer«

Wie viele andere Trends hat auch »Craft Beer« seinen Ursprung in den USA. Als Folge eines massiven Verdrängungswettbewerbs gaben Anfang der 80er Jahre eine Handvoll Großbrauereien den Ton an. Die Konzerne kredenzten den Verbrauchern überwiegend leichte, schwach gehopfte Biere. Kreativen Brauern war das zu wenig. Sie setzten sich zum Ziel, Konsumenten Bierkultur und Geschmacksvielfalt wieder näher zu bringen. Die anfangs kleine Craft-Brewer-Szene breitete sich zunehmend aus.

2013 zählte die US Brewers Association unter den insgesamt 2.822 Brauereien des Landes 2.768 »Craft Brewer«. Auf sie entfielen fast 8 % der gesamten US-Bierproduktion 2013. Der Umsatzanteil der meist höherpreisigen Biere betrug rund 14 %. Beeindruckend ist das Wachstumstempo der amerikanischen »Craft Brewer«. Während der gesamte US-Bierabsatz 2013 um 1,9 % schrumpfte, verkauften sie um 17,2 % mehr Bier als im Vorjahr.

US-Bierabsatz 2013

Quelle: www.brewersassociation.org/category/insights/

Anteil der städtischen Bevölkerung an der Gesamtbevölkerung 2011 und 2050

Quelle: Vereinte Nationen

Europa und Asien sind die größten Märkte für Verpackungsmaschinen

In den vergangenen Jahren ist die Nachfrage nach Verpackungsmaschinen in den Schwellenländern überdurchschnittlich gewachsen. Daran dürfte sich künftig nichts ändern und Asien wird Europa auf absehbare Zeit als größten Einzelmarkt ablösen.

Weltmarkt Verpackungsmaschinen 2013 nach Regionen

Quelle: Schätzung VDMA, September 2014

Nachfrage nach abgefüllten Getränken legt stetig zu

Fast unabhängig von der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung nimmt die weltweite Nachfrage nach abgefüllten Getränken kontinuierlich zu. 2014 stieg der weltweite Konsum abgepackter Getränke gemäß vorläufiger Zahlen der Marktforscher von Euromonitor im Vergleich zum Vorjahr um 3,4 % auf rund 1.075 Mrd. Liter. Das Wachstum dürfte sich in den kommenden Jahren fortsetzen, denn der Durst der steigenden Weltbevölkerung muss auch in Zukunft gestillt werden. Euromonitor erwartet, dass der globale Konsum verpackter Getränke von 2014 bis 2017 im Durchschnitt um jährlich 3,6 % auf rund 1.194 Mrd. Liter klettert.

Weltweiter Konsum verpackter Getränke 2014 (in Mrd. Litern)

2014: 1.074,9 Mrd. Liter (Quelle: Euromonitor, eigene Schätzungen)

* Bier, Wein, Spirituosen

** Energie- und Sportdrinks, Fertigtee und -kaffee

Seit 2014 erfasst die Statistik von Euromonitor auch in Plastikbeutel abgefülltes Wasser. Deshalb hat das Volumen des Wassermarktes zugenommen.

Bei abgepackten Getränken ist Wasser weltweit der Durstlöscher Nummer eins.

2014 tranken die Menschen gemäß vorläufiger Zahlen von Euromonitor insgesamt 305 Mrd. Liter abgefülltes Wasser. Dies entspricht 28,4 % am gesamten Konsum verpackter Getränke. Wasser ist aber nicht nur ein großer, sondern auch ein sehr wachstumsstarker Teil des Getränkemarktes. Dies liegt zum einen daran, dass in den Schwellenländern die Nachfrage nach sauberem, verpacktem Wasser stark anzieht. Zum anderen greifen die Menschen in den Industrieländern immer öfter zur Wasserflasche, weil sie gesünder leben wollen. Unterm Strich dürfte der Konsum von abgepacktem Wasser von 2014 bis 2017 durchschnittlich um 6,1 % pro Jahr steigen.

250,5 Mrd. Liter abgefüllte alkoholische Getränke nahm die Weltbevölkerung 2014 zu sich (Anteil am Gesamtkonsum: 23,3 %). Diese Getränkeart umfasst neben Bier, das einen Anteil von rund 80 % hat, auch Wein und Spirituosen. Mit erwarteten jährlichen Steigerungsraten von durchschnittlich 2,1 % nimmt die Nachfrage nach alkoholischen Getränken unterproportional zum Gesamtmarkt zu. Die Chinesen leisten einen wesentlichen Beitrag, dass die Nachfrage nach alkoholischen Getränken überhaupt wächst. Denn während in vielen Industrieländern der Bierverzehr mehr oder weniger stagniert, boomt der Biermarkt in China.

Bierkonsum und Anzahl Mikrobrauereien in Europa (EU 28)

Quelle: The Brewers of Europe

Craft Brewer breiten sich in Europa aus

Als Vorreiter der europäischen Craft-Beer-Bewegung gilt Dänemark. Im Jahr 2000 gab es dort 19 Brauereien, 2014 bereits 150. Dies bestätigt zwei gegenläufige Trends, die in Europa zu beobachten sind: Während der Bierkonsum in den vergangenen Jahren gesunken ist, hat die Anzahl der Brauereien zugenommen. Ursache hierfür ist der starke Zuwachs von Mikrobrauereien, die zumindest teilweise klassische »Craft Brewer« sind. Gemäß den Zahlen der europäischen Branchenvereinigung »The brewers of Europe« gab es Ende 2013 in der Europäischen Union insgesamt 3.616 Mikrobrauereien. Fünf Jahre davor waren es lediglich 1.755.

Deutschland ist traditionell von kleinen und mittelständischen Brauereien geprägt. Die Anzahl der unterschiedlichen Bierstile und Geschmacksrichtungen halten Branchenkenner aber für noch relativ begrenzt. Unterm Strich steht die Craft-Beer-Bewegung hierzulande erst am Anfang.

KRONES hat für kleine Brauereien das passende Equipment

Kleine Brauereien setzen auf Vielfalt und bieten verschiedene Bierspezialitäten in geringen Mengen an. Sie benötigen Brautechnik, die häufige Sortenwechsel und unterschiedliche Produktionsmengen problemlos bewältigen. Mit der CombiCube-Produktfamilie hat KRONES seine in Großbrauereien bewährte Hochleistungstechnik den speziellen Anforderungen von »Craft Brewern« angepasst.

Das kompakte Sudhaus CombiCube B eignet sich ideal für Spezialitäten-Brauereien mit einer Produktion von bis zu 250.000 Hektolitern im Jahr. Auch für den Gär- und Filterkeller von Kleinbrauereien hat KRONES die passende Technik. Das Gärkellersystem ComiCube C bietet Brauereien, die verschiedene Biersorten mit unterschiedlichen Ausstoßmengen verarbeiten, die beste Lösung. Stark variierbar und auf große Sortenvielfalt ausgelegt ist die Leistung der Bierfilteranlage CombiCube F von KRONES.

Das drittgrößte Marktsegment sind kohlensäurehaltige Softdrinks. Im vergangenen Jahr stillten die Menschen ihren Durst mit 216,7 Mrd. Litern Cola, Limonaden und ähnlichem. Der Anteil der Softdrinks am Gesamtmarkt (2014: 20,2 %) ist seit Jahren rückläufig. Ursache hierfür ist das zunehmende Gesundheitsbewusstsein der Konsumenten, was zu Lasten zuckerhaltiger Softdrinks geht. Die Marktforscher von Euromonitor gehen davon aus, dass der Konsum von abgepackten Softdrinks bis 2017 mit durchschnittlich 1,4 % im Jahr weiter unterproportional wächst.

Weltweit verzehrten die Menschen vergangenes Jahr 161,3 Mrd. Liter (Anteil am Gesamtkonsum: 15,0 %) abgepackte Milch- und Milchmixgetränke. Dieser Markt wächst durchschnittlich um 2,4 %. Pure Milch bildet zwar das größte Segment (Anteil: 80 %) innerhalb dieser Getränkeart, beim Wachstum dominieren aber die gemischten Produkte. Während die Nachfrage nach purer Milch künftig nur unterproportional zum Getränkemarkt wachsen dürfte, erwartet Euromonitor beim Konsum von Milchmixgetränken mit Fruchtgeschmack Steigerungsraten von 6,8 % und bei Trinkjoghurt von 6,3 %.

Überproportional wächst die Nachfrage nach Frucht- und Obstsäften (Anteil 2014: 7,1 %) sowie nach sogenannten New Drinks (Anteil 2014: 6,0 %). Dies ist der Sammelbegriff für trinkfertigen Tee und Kaffee sowie Energie- und Sportgetränke. Bis 2017 soll der Konsum von New Drinks um durchschnittlich 6,2 % pro Jahr klettern. Hauptgrund hierfür ist die rasant wachsende Nachfrage nach trinkfertigem, abgepacktem Tee in Asien. Mit erwarteten jährlichen durchschnittlichen Steigerungsraten von 4,1 % dürfte der Verzehr von abgepackten Frucht- und Obstsäften in den kommenden Jahren nicht ganz so kräftig zulegen.

Starkes Wachstum in den Schwellenländern

In den Schwellen- und Entwicklungsländern steigt die Nachfrage nach verpackten Getränken stark.

Da sich die Megatrends - wachsende Weltbevölkerung und zunehmende Mittelschicht sowie die Urbanisierung - hauptsächlich in den Schwellen- und Entwicklungsländern abspielen, wächst die Nachfrage nach abgepackten Getränken in diesen Regionen überproportional. Deshalb dürften sich die regionalen Anteile am globalen Konsum abgefüllter Getränke künftig insgesamt weiter in Richtung China, Asien/ Pazifik und Afrika/Mittlerer Osten verschieben. In all diesen Regionen ist KRONES sehr gut aufgestellt.

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Verpackte Getränke Anteil am globalen Konsum 2014 2017 durchschn. jährl. Wachstum

in %
Mrd. Liter % Mrd. Liter % 2014 - 2017
--- --- --- --- --- ---
Nordamerika/Mittelamerika 188,5 17,5 189,5 15,9 0,2
China 179,9 16,7 220,2 18,4 7,0
Asien/Pazifik 169,9 15,8 198,7 16,6 5,4
Südamerika 160,1 14,9 175,8 14,7 3,2
Westeuropa 139,4 13,0 144,4 12,1 1,2
Afrika/Mittlerer Osten 99,2 9,2 122,8 10,3 7,4
Russland/GUS/Osteuropa 84,5 7,9 89,5 7,5 1,9
Mitteleuropa 53,4 5,0 53,3 4,5 - 0,1
Global 1.074,9 100,0 1.194,2 100,0 3,6

Quelle: Euromonitor, eigene Schätzungen

Verpackungen aus PET dominieren den globalen Getränkemarkt

Der Anteil der verschiedenen Verpackungsmaterialien am Gesamtmarkt lässt sich grundsätzlich auf zwei Arten ermitteln. Als Basis kann das abgefüllte Getränkevolumen oder die Anzahl der abgefüllten Einheiten, also Behälter, herangezogen werden. KRONES hat bislang an dieser Stelle stets das abgefüllte Getränkevolumen verwendet. In anderen kapitalmarktorientierten Schaubildern nehmen wir hingegen Bezug auf die abgefüllten Einheiten. Um einheitlich zu kommunizieren, wollen wir künftig auch im Geschäftsbericht auf abgefüllte Einheiten umstellen.

Dieses Mal stellen wir beide Verfahren dar und erläutern kurz die unterschiedlichen Ergebnisse. Eines vorweg: Unabhängig von der Wahl der Basis ist PET (Polyethylenterephthalat) das führende Verpackungsmaterial und wächst überproportional.

Dies liegt hauptsächlich daran, dass mit Wasser das beliebteste Getränk zum größten Teil in PET-Behälter abgefüllt wird und der Wasserkonsum neben New Drinks am stärksten steigt.

Anteil der Verpackungen am weltweiten Getränkemarkt 2014 (Basis: abgefülltes Getränkevolumen)

Rund 42 % des weltweit abgefüllten Getränkevolumens fließt in Verpackungen aus PET - Tendenz steigend.

Quelle: Euromonitor, eigene Schätzungen

2014 flossen auf Basis vorläufiger Zahlen von Euromonitor 42,3 % des weltweit abgefüllten Getränkevolumens in Verpackungen aus PET. Damit setzte sich der Trend zu den leichten, bruchsicheren und vielseitig gestaltbaren Getränkebehältern fort. Daran dürfte sich in den kommenden Jahren nichts ändern, denn das PET-Segment wächst mit dem zunehmenden Wasserkonsum überproportional. Die Marktforscher von Euromonitor rechnen damit, dass das in PET abgefüllte Getränkevolumen von 2014 bis 2017 mit durchschnittlichen jährlichen Steigerungsraten von 4,3 % zunimmt.

Bei Glas, mit einem Anteil von 21,3 % am global verpackten Getränkevolumen und somit 2014 das zweithäufigste Verpackungsmaterial, rechnet Euromonitor hingegen nur mit einer durchschnittlichen jährlichen Steigerungsrate von 1,8 %. In Glasflaschen fließen überwiegend alkoholische Getränke, bei denen die Nachfrage unterproportional zum gesamten Getränkekonsum zulegt.

In Dosen aus Metall werden häufig kohlensäurehaltige Softdrinks und Bier abgefüllt, also Getränkearten, deren Konsum ebenfalls nur unterdurchschnittlich wächst. Der Dosenanteil am gesamten Verpackungsmarkt lag 2014 bei 11,0 %. Von 2014 bis 2017 soll das Getränkevolumen, das in Dosen fließt, um durchschnittlich jährlich 2,6 % ansteigen.

Frucht- und Obstsäfte sowie Milch- und Milchmixgetränke werden oft in Kartonverpackungen abgefüllt. Bei anderen Getränkearten spielt dieses Verpackungsmaterial kaum eine Rolle. Insgesamt wurden vergangenes Jahr 9,6 % des kompletten abgefüllten Getränkevolumens in Karton abgepackt. Die Wachstumserwartungen liegen bis 2017 bei durchschnittlich 3,1 % im Jahr.

Anteil der Verpackungen am weltweiten Getränkemarkt 2014 (Basis: abgefüllte Einheiten)

Quelle: Euromonitor, eigene Schätzungen

Analysiert man den Anteil der verschiedenen Verpackungsmaterialien auf Basis der abgefüllten Einheiten, verschieben sich die Gewichte zu Lasten von PET stark in Richtung Dosen und Glas. Dies lässt sich hauptsächlich folgendermaßen erklären: Vor allem Bier und kohlensäurehaltige Softdrinks, also oft in Dosen und Glas abgefüllte Getränke, werden überwiegend in volumenmäßig kleineren Verpackungen angeboten als zum Beispiel Wasser, das meist in große PET-Behälter verpackt wird. Die gleiche Menge Wasser fließt also in weniger Behälter als Bier und Softdrinks.

Auch wenn der PET-Anteil an den gesamten Getränkeverpackungen 2014 mit 31,3 % deutlich niedriger lag als bei der Volumenbetrachtung (42,3 %), war der Kunststoff auch auf dieser Basis das führende Verpackungsmaterial. Daran dürfte sich künftig nichts ändern. Im Gegenteil: Während Euromonitor bis 2017 bei der Gesamtzahl aller abgefüllten Getränkebehälter mit durchschnittlichen jährlichen Wachstumsraten von 3,6 % rechnet, liegt die Erwartung für das PET-Segment bei 4,9 %.

Gemäß den vorläufigen Zahlen von Euromonitor waren im vergangenen Jahr 27,0 % aller Getränkeverpackungen aus Glas. Mit durchschnittlichen jährlichen Steigerungsraten von 2,1 % sind die Wachstumsaussichten aber im Vergleich zum Gesamtmarkt nur unterdurchschnittlich.

Ähnlich sieht es beim dritthäufigsten Verpackungsmaterial Dosen aus. 2014 handelte es sich bei 18,5 % aller abgefüllten Getränkeverpackungen um Metalldosen. Das Verpackungsmaterial dürfte laut Euromonitor in den kommenden Jahren bei den abgepackten Einheiten auf Zuwachsraten von durchschnittlich 2,6 % pro Jahr kommen.

Kräftiger soll laut Euromonitor die Nachfrage nach Kartonverpackungen zulegen. Karton profitiert von der stark wachsenden Nachfrage nach Frucht- und Obstsäften und Milchmixgetränken. Bis 2017 dürfte die Anzahl der Getränkebehälter aus Karton um durchschnittlich 4,9 % pro Jahr steigen. 2014 bestanden 11,3 % aller abgefüllten Getränkeverpackungen aus Karton.

KRONES AG in Zahlen

KRONES AG Umsatz mit 2.407,2 Mio. € um 6,9 % gestiegen, Betriebsleistung um 2,1 % gestiegen
Ertragskraft des Unternehmens verbessert sich wie geplant
Aktionäre erhalten für 2014 eine Dividende von 1,25 € je Aktie (Vorjahr: 1,00 € plus Sonderdividende 1,00 €)

Der Vergleich der im Geschäftsbericht 2013 der KRONES AG angegebenen Prognosen (Seite 91) mit den erreichten Werten 2014 stellt sich wie folgt dar: Das in Aussicht gestellte Umsatzwachstum (+3 bis 4 %) haben wir projektbedingt übertroffen (+6,9 %). Das prognostizierte EBT (leicht steigend) haben wir erreicht (von 70,1 Mio. € auf 72,9 Mio. €).

Die KRONES AG erfüllt die Vorgaben

Die KRONES AG blieb auch 2014 auf Wachstumskurs. Der Umsatz erhöhte sich mit 2.407,2 Mio. € um 6,9 % (Vorjahr 2.251,2 Mio. €).

Dabei profitierte KRONES auch 2014 von seiner weltweiten Präsenz und dem breit gefächerten Produkt- und Dienstleistungsportfolio. KRONES denkt in Lösungen, um den Kundennutzen insgesamt zu erhöhen. Trotz vieler regionaler Krisenherde blieben die Rahmenbedingungen für unser Geschäft in Summe planbar.

Umsatz KRONES AG in Mio. €

Der Umsatz der KRONES AG erhöhte sich um 6,9 % auf 2.407,2 Mio. € (Vorjahr 2.251,2).

Umsatz nach Regionen

Grundsätzlich sollte bei der Analyse nach Regionen berücksichtigt werden, dass sich abrechnungsbedingt im Maschinen- und Anlagenbau durch Großprojekte größere Verschiebungen zwischen den Regionen von Jahr zu Jahr ergeben können.

So stieg der Absatz im Inland von 228,7 Mio. € auf 317,8 Mio. €. Damit erzielte KRONES 13,2 % seiner Umsätze in Deutschland (Vorjahr 10,2 %).

In den übrigen europäischen Ländern erhöhte sich das Geschäft in Westeuropa um 6,3 % auf 423,9 Mio. €. Trotz der Ukrainekrise konnten die Umsätze auf niedriger Basis in Osteuropa/GUS um 26,9 % auf 209,2 Mio. € zulegen. Die übrigen mitteleuropäischen Länder steuerten 72,6 Mio. € zum Umsatz bei (+30,8 %). Insgesamt betrug der Anteil der europäischen Vertriebsregionen (ohne Deutschland) 29,3 % am Gesamtumsatz (Vorjahr 27,5 %).

KRONES profitiert grundsätzlich vom Wachstum der Weltbevölkerung und von der zunehmenden Urbanisierung in den Schwellenländern. Der Umsatzanteil der außereuropäischen Vertriebsregionen am Gesamtumsatz betrug 2014 57,5 % (Vorjahr 62,3 %).

Die Region Nahost/Afrika gehört bereits seit einigen Jahren zu unseren wichtigsten Märkten. Nach einem außerordentlich starken Jahr 2013 (427,2 Mio. €), reduzierten sich die Umsätze 2014 auf 294,1 Mio. €. Im wichtigen chinesischen Markt konnten wir gegenüber dem Vorjahr (182,6 Mio. €) um 14,7 % auf 209,4 Mio. € zulegen. Auch im übrigen asiatisch-pazifischen Raum konnten wir starkes Wachstum verzeichnen: Der Umsatz stieg um 29,1 % auf 428,2 Mio. €. Ein Teil des Umsatzanstiegs ist auf hohe Nachfrage aus Japan zurückzuführen. Im reifen nordamerikanischen Markt musste ein Umsatzrückgang von 216,7 Mio. € auf 171,3 Mio. € hingenommen werden. Ein Grund hierfür ist, dass die großen US-Getränkekonzerne stark in den Schwellenländern investieren und die heimischen Kapazitäten nur zögerlich modernisieren. Wir rechnen aber damit, dass sich das Geschäft in Nord- und Mittelamerika 2015 spürbar belebt. In Südamerika konnten wir dagegen unseren Umsatz um 14,4 % auf 280,7 Mio. € steigern.

Umsatz nach Branchen

Der Absatz von Produkten für die Verarbeitung von alkoholischen Getränken ging 2014 stark von 1.035,4 Mio. € auf 829,0 Mio. € zurück. Der Umsatzanteil belief sich 2014 auf 34,4 % (Vorjahr 46,0 %). Zu berücksichtigen ist dabei, dass 2013 internationale Brauereien Produkte der Prozesstechnik sowie der Abfüll- und Verpackungstechnik von KRONES außergewöhnlich stark nachgefragt hatten. 2014 normalisierte sich die Nachfrage lediglich.

Umsatz nach Branchen KRONES AG

Die Umsätze mit Herstellern von alkoholfreien Getränken erhöhten sich dagegen von 1.026,8 Mio. € auf 1.347,6 Mio. €. Der Umsatzanteil schnellte von 45,6 % auf 56,0 % hoch.

Der Anteil im »Non-Beverage-Bereich« (Milch, Food, Pharma und Kosmetik) erhöhte sich, wie bereits im Vorjahr, deutlich. Der Zuwachs betrug 22,0 % von 189,0 Mio. € auf 230,6 Mio. €. Damit stammten 9,6 % der Umsätze aus dieser Kundenbranche (Vorjahr 8,4 %). Damit trägt unsere Strategie Früchte, verstärkt Maschinen und Anlagen für Kunden außerhalb der Getränkeindustrie anzubieten.

Auftragseingang und Auftragsbestand

Wert der Bestellungen in der KRONES AG auf Vorjahresniveau

Insgesamt war die Investitionsbereitschaft unserer Kunden 2014 auf einem guten Niveau. KRONES profitierte von seiner globalen Ausrichtung und von seinem breiten Produkt- und Dienstleistungsangebot. Trotz mehrerer regionaler Krisenherde (Ebola, Ukrainekrise, IS) waren die Rahmenbedingungen auch 2014 kalkulierbar. Dazu kommt die enge Verbindung zur nicht konjunkturzyklischen Branche »Essen und Trinken«. Der Auftragseingang der KRONES AG bewegte sich 2014 mit 2.480,4 Mio. € auf dem hohen Niveau des Vorjahres (2.484,5 Mio. €). Anders als beim Konzern, wo ein hoher Zuwachs verzeichnet wurde (+8,2 %), konnte die KRONES AG hier kein Wachstum vermelden.

Dies ist durch Stichtagseffekte und durch teilweise lokalen Einkauf von Peripherie bzw. gesteigerte Wertschöpfung von LCS Produkten durch Tochtergesellschaften erklärt.

Überproportional stark legten die Bestellungen in der Prozesstechnik zu. Regional betrachtet erzielten wir 2014 die höchsten prozentualen Steigerungsraten beim Auftragseingang in Mittel- und Westeuropa sowie in Nordamerika.

Auftragseingang KRONES AG in Mio. €

Auftragsbestand weiter angewachsen

Ende des Geschäftsjahres 2014 hatte die KRONES AG Aufträge im Wert von 1.394,0 Mio. € in den Büchern (Vorjahr: 1.320,8 Mio. €). Das hohe Auftragspolster ist eine gute Basis, um die Fertigungskapazitäten in den kommenden Monaten ausgewogen auszulasten und das Wachstumsziel des Unternehmens für 2015 zu erreichen.

Auftragsbestand KRONES AG zum 31. Dezember in Mio. €

Ertragslage der KRONES AG

Profitabilität von KRONES steigt wie erwartet

Das Ergebnis vor Steuern stieg um 4,0 % von 70,1 Mio. € auf 72,9 Mio. €.

Trotz eines unverändert wettbewerbsintensiven Preisniveaus verbesserte KRONES 2014 seine Ertragskraft wie geplant. Neben gesteigerten Umsätzen wirkten sich die Maßnahmen unseres Strategieprogramms Value, mit denen wir die Kostenstrukturen unternehmensweit verbessern, positiv auf das Ergebnis aus.

Die KRONES AG erwirtschaftete 2014 ein Ergebnis vor Steuern, das mit 72,9 Mio. € etwas über dem Vorjahreswert (70,1 Mio. €) lag (+4,0 %).

Vorstand und Aufsichtsrat von KRONES werden der Hauptversammlung vorschlagen, für das insgesamt erfolgreiche Geschäftsjahr 2014 eine Dividende von 1,25 € je Aktie (Vorjahr: 2,00 € inkl. Sonderdividende) zu zahlen. Im Vorschlag spiegelt sich neben dem besseren Ergebnis auch die neue Ausschüttungspolitik des Unternehmens wider, 25 bis 30 % des Konzerngewinns an die Aktionäre auszuzahlen. Wenn die Hauptversammlung den Dividendenvorschlag von Vorstand und Aufsichtsrat annimmt, liegt die Ausschüttungsquote des Geschäftsjahrs 2014 bei 29,1 %, gemessen am Konzernjahresüberschuss.

Im Vorjahr wurde eine Sonderdividende von 1,00 € pro Aktie zusätzlich ausgeschüttet, um die Aktionäre am Erlös aus dem Verkauf der eigenen Aktien zu beteiligen.

Ertragsstruktur der KRONES AG

Das Ergebnis vor Steuern legte stärker zu als die Gesamtleistung, weil KRONES bei den sonstigen betrieblichen Aufwendungen einsparen konnte.

Der Personalaufwand stieg um 4,4 % auf 671,5 Mio. €.

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in Mio. € 2014 2013 Veränd.
Umsatzerlöse 2.407,2 2.251,2 +6,9 %
Bestandsveränderung fertige und unfertige Erzeugnisse +12,7 +119,6 -89,4 %
Gesamtleistung 2.419,9 2.370,8 +2,1 %
Materialaufwand -1.343,1 -1.298,9 +3,4 %
Personalaufwand -671,5 -643,4 +4,4 %
Saldo aus sonstigen betrieblichen Erträgen/Aufwendungen und aktivierten Eigenleistungen -275,0 -307,1 -10,5 %
EBITDA 130,3 121,4 +7,3 %
Abschreibungen auf Anlagevermögen -51,8 -50,5 +2,6 %
EBIT 78,5 70,9 +10,7 %
Finanzergebnis -5,6 -0,8 -
EBT 72,9 70,1 +4,0 %
Ertragsteuern -27,2 -9,7 -
Sonstige Steuern -2,8 -4,5 -37,8 %
Jahresüberschuss 42,9 55,9 -23,3 %

KRONES weitete sein Geschäftsvolumen 2014 im Vergleich zum Vorjahr erneut aus. Der Umsatz 2014 stieg mit 2.407,2 Mio. € etwas stärker als geplant. Das Vorjahr (2.251,2 Mio. €) wurde um 6,9% übertroffen. Die Gesamtleistung des Unternehmens legte um 2,1 % auf 2.419,9 Mio. € zu. Wie geplant konnte KRONES die Profitabilität steigern, weil viele Aufwandsposten im sonstigen betrieblichen Aufwand weniger stark als der Umsatz gewachsen sind, bzw. rückläufig waren (z. B. Messekosten, Qualitätskosten).

Etwas stärker als die Gesamtleistung erhöhte sich im Berichtsjahr der Materialaufwand. Mit 1.343,1 Mio. € gab KRONES im vergangenen Jahr um 3,4 % mehr für Material und bezogene Leistungen aus als 2013. Folglich erhöhte sich die Materialaufwandsquote, also der Materialaufwand im Verhältnis zur Gesamtleistung von 54,8 % im Vorjahr leicht auf 55,5 %. Dies ist durch mehrere Effekte, wie z. B. dem Produktmix und dem intensiven Wettbewerbsumfeld begründet.

Auch der Personalaufwand legte im Berichtszeitraum etwas stärker als die Gesamtleistung zu. Er stieg im Vergleich zum Vorjahr um 4,4 % auf 671,5 Mio. €. Neben dem Aufbau weiterer Mitarbeiter erhöhten sich die Personalaufwendungen auch durch Tariferhöhungen. Die Personalaufwandsquote, also der Personalaufwand im Verhältnis zur Gesamtleistung, stieg von 27,1 % im Vorjahr auf 27,7 % an.

Die Abschreibungen auf das Anlagevermögen stiegen leicht von 50,5 Mio. € auf 51,8 Mio. €. Die Abschreibungsquote, also die Abschreibungen auf das Anlagevermögen im Verhältnis zur Gesamtleistung, blieb unverändert bei 2,1 %.

Der Saldo aus den sonstigen betrieblichen Erträgen und Aufwendungen sowie den aktivierten Eigenleistungen reduzierte sich im Geschäftsjahr 2014 von minus 307,1 Mio. € im Vorjahr auf minus 275,0 Mio. € (- 10,5 %). Dabei wirkten sich neben Kosteneinsparungen auch Effekte aus dem Strategieprogramm »Value« positiv aus.

Das Finanzergebnis besteht im Wesentlichen aus Beteiligungserträgen bzw. Zinserträgen und auf der Aufwandsseite aus Abzinsungsaufwendungen und auf einer Abschreibung auf das Finanzanlagevermögen. Der Saldo ist negativ (-5,6 Mio. €). Die Verschlechterung gegenüber dem Vorjahr (Saldo -0,8 Mio. €) resultiert im Wesentlichen aus Abschreibungen im Bereich der Finanzanlagen.

Nach Abzug von Ertragsteuern (27,2 Mio. €) und sonstigen Steuern (2,8 Mio. €) verdiente die KRONES AG 2014 unter dem Strich 42,9 Mio. € (Vorjahr 55,9 Mio. €).

Finanzlage der KRONES AG

Wie bereits in den vergangenen Jahren verzeichnete auch die Bilanz zum 31.12.2014 keine Bankverbindlichkeiten. Die liquiden Mittel am Bilanzstichtag beliefen sich auf 165,5 Mio. €. Dies ist eine Steigerung zum 31.12.2013 (113,1 Mio. €) um 52,4 Mio. €. Der Aufbau des Working Capitals durch Geschäftsausweitung konnte durch eine weitere Verbesserung des Forderungsmanagements kompensiert werden.

Bestehende bilaterale Kreditlinien in Höhe von 263 Mio. € können wahlweise als Barkredit oder Avalkredit in Anspruch genommen werden. Daneben bestehen noch umfangreiche zusätzliche Avallinien.

Des Weiteren konnten wir im Oktober 2014 mit unseren Kernbanken einen Konsortialkreditvertrag über 250 Mio. € mit einer Laufzeit bis 23.10.2019 (mit Verlängerungsoption) unterzeichnen. Diese revolvierende Kreditlinie steht als Reservelinie (Back-up-Fazilität) zur Betriebsmittelfinanzierung einschließlich der Finanzierung von Investitionen zur Verfügung.

Damit sind die Hauptziele unseres Finanzmanagements, die hohe Finanzkraft und Unabhängigkeit von KRONES, weiter gestärkt.

Der Cashflow (Jahresergebnis plus Abschreibungen) betrug 2014 111,8 Mio. € (2013: 111,4 Mio. €).

Die Kapitalflussrechnung der KRONES AG stellt sich wie folgt dar:

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in Mio. € 2014 2013
Liquide Mittel am 01.01. 113,1 38,5
CF aus operativer Tätigkeit 166,8 67,3
CF aus Investitionstätigkeit -60,8 -46,7
CF aus Finanzierungstätigkeit -53,6 54,0
Liquide Mittel am 31.12. 165,5 113,1

Vermögens- und Kapitalstruktur der KRONES AG

Weitere Informationen siehe ausführliche Bilanz S. 126

Ein komfortables Liquiditätspolster sowie eine solide Eigenkapitalausstattung gewähren KRONES hohe finanzielle Flexibilität.

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in Mio. € zum 31. Dezember 2014 2013 2012
Anlagevermögen 501,7 487,6 476,2
Umlaufvermögen, RAP 919,2 901,0 711,7
davon liquide Mittel 165,5 113,1 38,5
Eigenkapital 617,5 637,8 530,6
Fremdkapital 803,4 750,8 657,3
Rückstellungen 477,0 452,2 402,0
Verbindlichkeiten 326,4 298,6 255,3
Bilanzsumme 1.420,9 1.388,6 1.187,9

Die Bilanzsumme von KRONES AG lag zum 31. Dezember 2014 mit 1.420,9 Mio. € um 2,3 % über dem Vorjahreswert. Damit ist die Bilanzsumme unterproportional zum Umsatz (+ 6,9%) gewachsen.

Das Anlagevermögen stieg dabei um 2,9 % auf 501,7 Mio. € (Vorjahr: 487,6 Mio. €). Der Großteil des Anlagevermögens entfällt auf Sachanlagen, die zum 31. Dezember 2014 mit 354,3 Mio. € um 2,2 % niedriger waren als im Vorjahr. Die wesentlichen Investitionen entfielen auf Maschinen und Betriebsausstattung, den Kauf von Standardsoftware, sowie die Errichtung von Montage- und Produktionshallen in Neutraubling und Rosenheim. Die Finanzanlagen stiegen von 100,1 Mio. € auf 119,4 Mio. €.

Die Steigerung resultiert hauptsächlich aus Unternehmenszukäufen in Deutschland und der Vergabe von Ausleihungen an verbundene Unternehmen in Deutschland.

Das Umlaufvermögen inkl. Rechnungsabgrenzungsposten lag Ende 2014 mit 919,2 Mio. € um 2,0 % über dem Vorjahreswert von 901,0 Mio. €. Die Forderungen sind trotz eines Umsatzzuwachses von 6,9 % nur leicht angestiegen, die Vorräte haben sich deutlich reduziert (von 250,9 Mio. € auf 212,0 Mio. €). Dies ist auch durch höhere erhaltene Anzahlungen bedingt, die mit den Vorräten saldiert dargestellt werden. Ein erfreulicher weiterer wichtiger Grund hierfür ist, dass 2014 die liquiden Mittel im Vergleich zum Vorjahr um 52,4 Mio. € auf 165,5 Mio. € angewachsen sind. Dies konnte auch durch ein weiter intensiviertes Forderungsmanagement erreicht werden.

Auf der Passivseite stiegen die Rückstellungen von KRONES Ende 2014 auf 477,0 Mio. € (31. Dezember 2013: 452,2 Mio. €). Dabei stiegen neben den Rückstellungen für Pensionen (im Wesentlichen durch Zinsanpassungen) und weiteren Personalrückstellungen auch die Beträge für Vorsorgen aus dem operativen Geschäft bzw. im Zusammenhang mit Projekten, auch bedingt durch Geschäftsausweitung, weiter an.

Die Verbindlichkeiten erhöhten sich im Berichtszeitraum gegenüber 2013 von 298,6 Mio. € auf 326,4 Mio. €. Hierfür waren unter anderem höhere Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen mitverantwortlich. Bankverbindlichkeiten hatte KRONES Ende 2014, wie auch in den Vorjahren, keine. Damit verfügte die KRONES AG am Bilanzstichtag 2014 über eine Nettoliquidität (liquide Mittel abzüglich Bankschulden) von 165,5 Mio. € (Vorjahr: 113,1 Mio. €).

Das Eigenkapital der KRONES AG lag am 31.12.2014 mit 617,5 Mio. € um 20,3 Mio. € unter dem Vorjahresstand (637,8 Mio. €). Der Rückgang resultiert aus der hohen Dividendenzahlung. Im Juni 2014 wurden inkl. der Sonderdividende 63,2 Mio. € an die Anteilseigner ausgeschüttet. Der Jahresüberschuss 2014 erhöhte das Eigenkapital jedoch nur um 42,9 Mio. €. Damit lag die Eigenkapitalquote Ende 2014 mit 43,5 % unter dem Vorjahreswert von 45,9 %. KRONES verfügt aber insgesamt weiterhin über eine äußerst solide Finanz- und Kapitalstruktur.

Mitarbeiter

KRONES Belegschaft wächst auch in Deutschland weiter

Um nachhaltig profitabel wachsen zu können, sind qualifizierte und motivierte Mitarbeiter von entscheidender Bedeutung. Deshalb ist das Ziel von KRONES, kontinuierlich die Qualität sowie die Performance der Mitarbeiter zu steigern. Dazu beitragen wird der Mitarbeiteraufbau, der im Konzern überwiegend im Ausland erfolgen wird. Aber auch in Deutschland ist die Belegschaft von KRONES weiter gewachsen.

Ende 2014 beschäftigte die KRONES AG 8.995 Mitarbeiter nach 8.876 im Vorjahr. Bereinigt um die Mitarbeiter, die ab 01.01.2014 in die ausgegründete EVOGUARD GmbH gewechselt sind (53), ergibt sich ein Zuwachs um 172 Mitarbeiter.

KRONES hat damit den Mitarbeiteraufbau wie geplant umsetzen können.

Mitarbeiter KRONES AG zum 31.12.

Mit attraktiven Ausbildungsangeboten will KRONES dem Fachkräftemangel in Deutschland entgegentreten.

Auch die Qualität der Mitarbeiter steigt stetig. Hierfür bietet KRONES umfangreiche Schulungs- und Weiterbildungsprogramme an. Nahezu die komplette Belegschaft in den deutschen Werken verfügt über eine qualifizierte Berufsausbildung. Knapp ein Viertel der Belegschaft sind Fachkaufleute, Techniker oder Meister. Der Anteil unserer Mitarbeiter mit abgeschlossenem Studium liegt bei 17,7 % nach 17,6 % im Vorjahr.

KRONES bildet eigene Nachwuchskräfte aus

Mit attraktiven Ausbildungsangeboten investiert KRONES in eigene Nachwuchskräfte.

Wegen der Überalterung der Gesellschaft in den entwickelten Ländern und dem Fachkräftemangel in Deutschland, ist es eine der wichtigsten Aufgaben der Personalpolitik, junge und qualifizierte Mitarbeiter für KRONES zu gewinnen. Hierfür setzt KRONES auf eine gute Nachwuchsarbeit im eigenen Haus. Das Unternehmen bietet jungen motivierten Menschen die Möglichkeit, über eine Ausbildung, Praktikum oder Studienarbeit bei KRONES ins Berufsleben zu starten.

KRONES bietet eine attraktive und anspruchsvolle Ausbildung in verschiedenen Berufen und Bachelorstudiengängen an. Im Herbst 2014 starteten 150 Berufsanfänger ihre Ausbildung bei KRONES, zehn mehr als im Vorjahr. Insgesamt bildete KRONES Ende 2014 in Deutschland 547 junge Menschen aus. 78 davon absolvieren ein duales Studium und 100 eine »Profil 21«-Ausbildung. Neben dem Facharbeiterbrief haben die »Profil 21«-Leute innerhalb von 4,5 Jahren auch zusätzlich den staatlich geprüften Service-Techniker in der Tasche.

Auszubildende und Ausbildungsanfänger KRONES AG

Um den Kontakt zu Hochschulabsolventen frühzeitig zu knüpfen, arbeitet KRONES intensiv mit Hochschulen zusammen. Das Unternehmen nimmt an Hochschulmessen teil und organisiert Veranstaltungen, auf denen Studenten über die verschiedenen Berufsbilder und Karrierechancen bei KRONES informiert werden.

Zudem werden schon während des Studiums angehende Ingenieure und Absolventen anderer Fachrichtungen an KRONES herangeführt. Im Berichtsjahr absolvierten 724 Studenten ein Praktikum und 288 schrieben ihre Master- oder Bachelorarbeit bei KRONES.

Praktikanten und Abschlussarbeiten KRONES

KRONES zählt zu den besten Arbeitgebern Deutschlands

KRONES wird von vielen Bewerbern sehr positiv wahrgenommen. Das stärkt die Arbeitgebermarke.

Sowohl die Nachwuchskräfte als auch die Professionals mit Berufserfahrung schätzen an KRONES, dass das Unternehmen die Stabilität eines Familienunternehmens mit der Gestaltungskraft eines Markt- und Technologieführers vereint.

Dies belegt auch eine Studie, nach der KRONES zu den besten Arbeitgebern Deutschlands zählt. Dies ermittelte das Nachrichtenmagazin »Focus« in Zusammenarbeit mit Xing, dem führenden beruflichen Netzwerk im deutschsprachigen Raum, sowie Kununu, dem größten deutschsprachigen Arbeitgeberbewertungsportal, auf Basis einer unabhängigen Datenerhebung. Abgefragt wurde unter anderem, wie zufrieden Mitarbeiter mit dem Führungsverhalten ihrer Vorgesetzten, ihren beruflichen Perspektiven, dem Gehalt sowie dem Image ihres Arbeitgebers sind. Es wurde zudem die Weiterempfehlungsbereitschaft für den eigenen Arbeitgeber abgefragt. Im Branchenranking »Maschinen- und Anlagenbau, Multitechnologien« belegt die KRONES AG bundesweit Platz 18, in Bayern Platz 4.

Weiterführende Informationen zum Thema Mitarbeiter entnehmen Sie bitte unserem Nachhaltigkeitsbericht. Dieser ist im Internet unter www.krones.com aufrufbar.

Nachhaltig und gesellschaftlich verantwortlich zu wirtschaften, ist schon seit jeher Teil der Unternehmensphilosophie von KRONES. Aufgrund der stabilen Aktionärsbasis, mit der Familie Kronseder Konsortium GbR als Großaktionär, kann das Unternehmen langfristige Ziele verfolgen. In unserem Leitbild, dem Verhaltenskodex, sowie zahlreichen weiteren Kodizes und Richtlinien haben wir die Grundwerte für das nachhaltige Denken und Handeln unserer Mitarbeiter verankert.

Unsere Nachhaltigkeitsaktivitäten gliedern wir in ökonomische, ökologische und soziale Aspekte. Für diese Bereiche erarbeiten wir konkrete Ziele und die dazugehörigen Maßnahmen um unserer Verantwortung als Unternehmen gegenüber allen Interessengruppen gerecht zu werden.

2014 viele wichtige Maßnahmen umgesetzt

KRONES hat 2014 viele wichtige Nachhaltigkeitsthemen umgesetzt. Von OEKOM Research erhielt KRONES erneut ein »Prime«-Ranking.

Schwerpunkte waren 2014 die Themenfelder Compliance, Work Life Balance sowie Einsparung von Ressourcen. So wurde zeitgleich mit dem Aufbau des Ressorts Compliance eine breit aufgestellte Informationskampagne durchgeführt. Ein Baustein dabei war die für alle Mitarbeiter der deutschen Standorte verpflichtende Teilnahme am Compliance-Schulungsprogramm. Der Bereich Personal wiederum bot unseren Mitarbeitern zahlreiche Angebote zur Weiterentwicklung sowie Programme zur ausgewogenen Lebensgestaltung. Im Themenfeld Ökologie haben wir die Reduzierung der CO2 -Emissionen als wichtiges Ziel definiert. In den vergangenen Jahren konnte KRONES die CO2 -Emissionswerte deutlich verringern - trotz höherer Umsätze.

KRONES ist »Industry Leader«

Die KRONES Nachhaltigkeitsleistung wird regelmäßig von OEKOM Research, einer der weltweit führenden Ratingagenturen im Themenfeld Nachhaltigkeit geprüft.

2014 wurde KRONES nun zum zweiten Mal in Folge mit »Prime« bewertet. KRONES weist damit eine im Branchenvergleich überdurchschnittliche Leistung im Bereich Corporate Social Responsibility auf und wird von OEKOM Research als »Industry Leader« in der Kategorie »Machinery« gelistet.

2015 wollen wir in allen Aufgabenbereichen unsere Nachhaltigkeitsleistung verbessern. Hierfür haben wir uns wieder ehrgeizige Ziele gesetzt und wollen diese mit den dafür notwendigen Maßnahmen erreichen. Weiterführende Informationen zum Thema Nachhaltigkeit entnehmen Sie bitte unserem Nachhaltigkeitsbericht. Dieser ist im Internet unter www.krones.com aufrufbar.

Risiko- und Chancenbericht

Risiken werden laufend identifiziert
Effiziente Kontroll- und Steuerungsinstrumente begrenzen Risiken

Das Risikomanagementsystem von KRONES

KRONES begegnet möglichen Risiken aktiv. Alle wesentlichen Geschäftsprozesse unterliegen laufend einem internen Kontroll- und Steuerungssystem.

Im Rahmen seiner internationalen Geschäftstätigkeit ist KRONES einer Vielzahl von Risiken ausgesetzt, die untrennbar mit unserem unternehmerischen Handeln verbunden sind. Um diese möglichen Risiken frühzeitig zu erkennen, ihnen aktiv zu begegnen und sie zu begrenzen, überwachen wir alle wesentlichen Geschäftsprozesse laufend. Im Rahmen unserer Unternehmensstrategie identifizieren, analysieren und erschließen wir auch Chancen. Im Gegensatz zu den Risiken erfassen wir die unternehmerischen Chancen aber nicht im Risikomanagementsystem.

Grundsätzlich sind Risiken als mögliche negative Abweichung von unserer Ergebnisprognose für das Geschäftsjahr 2015 definiert. Chancen sind als positive Abweichung von unserer Ergebnisprognose für das Geschäftsjahr 2015 zu verstehen.

Das Risikomanagementsystem von KRONES besteht aus einem internen Kontroll- und Steuerungssystem, mit dem wir alle relevanten Risiken erfassen, analysieren und bewerten. In einem detaillierten und fortlaufenden Planungs-, Informations- und Kontrollprozess überwachen wir die wesentlichen Risiken sowie bereits eingeleitete Gegenmaßnahmen.

Wir bewerten Risiken anhand von Eintrittswahrscheinlichkeiten und ihren möglichen finanziellen Auswirkungen. Maßstab für die möglichen finanziellen Auswirkungen ist das Ergebnis vor Zinsen und Steuern. Ausgehend vom Bruttorisiko ermitteln wir das Nettorisiko, das sich ergibt, nachdem wir risikominimierende Maßnahmen getroffen haben.

KRONES teilt Eintrittswahrscheinlichkeiten und finanzielle Auswirkungen in die Bewertungskategorien niedrig, mittel und hoch ein. Die Bewertungskategorien sind wie folgt definiert.

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Eintrittswahrscheinlichkeit Mögliche finanzielle Auswirkung
niedrig 0 bis 20 % niedrig 1,0 bis 10,0 Mio. €
mittel 21 bis 49 % mittel 10,1 bis 50,0 Mio. €
hoch 50 bis 100 % hoch > 50,0 Mio. €

Mehrstufiges Risikomanagementsystem

Unser Risikomanagementsystem, das wir anhand praktischer Erfahrungen permanent verbessern, besteht aus den Modulen Risikoanalyse, Risikoüberwachung sowie Risikoplanung und -steuerung.

Risikoanalyse

Um mögliche Risiken frühzeitig zu identifizieren, beobachten wir kontinuierlich sämtliche Geschäftsaktivitäten. Wesentliche projektbezogene Risiken werden vor Annahme eines Auftrags verringert bzw. vermieden. Deshalb prüfen wir die Rentabilität aller Angebote vor der Auftragsannahme. Ab einer fest definierten Ordergröße durchlaufen die Aufträge darüber hinaus eine mehrdimensionale Risikoanalyse. Neben der Rentabilität werden dabei Finanzierungsrisiken, technologische Risiken sowie Termin- und sonstige vertragliche Risiken einzeln erfasst und bewertet, bevor ein Auftrag angenommen wird.

Risiken, die sich für unser Unternehmen aus der Änderung von Markt- oder Wettbewerbsverhältnissen ergeben, begegnen wir, indem wir über alle Segmente und Bereiche hinweg regelmäßig detaillierte Markt- und Wettbewerbsanalysen erstellen.

Darüber hinaus führen wir jährlich einmal für die AG und alle wesentlichen Gesellschaften des Konzerns eine umfangreiche Risikoinventur durch. Die Ergebnisse der Risikoinventur sowie Maßnahmen zur Risikoreduzierung fließen in die jährliche Unternehmensplanung ein. Grundprinzipien sowie der Ablaufprozess sind in einer Risikorichtlinie dokumentiert. Das Risikomanagementsystem dient nicht nur dem gesetzlich vorgegebenen Zweck, existenzgefährdende Risiken frühzeitig zu erkennen, sondern erfasst darüber hinaus auch alle Risiken, die die Ertragslage des Unternehmens wesentlich beeinträchtigen können.

Risikoüberwachung

Durch verschiedene, miteinander verzahnte Controllingprozesse überwachen wir die Risiken im KRONES Konzern. Mit regelmäßigen und umfassenden Berichten aus den einzelnen Geschäftseinheiten werden der Vorstand und andere Entscheidungsträger frühzeitig über alle eventuellen Risiken und Planabweichungen sowie über den Status der Maßnahmen zur Risikominimierung informiert. Bei Projekten mit hohem Auftragswert werden Risikopotenziale in regelmäßigen Treffen untersucht und bewertet. Mitarbeiter, die Risiken identifizieren, geben ihre Informationen zeitnah über das unternehmensinterne Meldewesen weiter.

Risikoplanung und -steuerung

Für unser Kontroll- und Steuerungssystem nutzen wir im Wesentlichen folgende Instrumente, mit denen wir unsere Geschäfte planen und Risiken steuern:

Jahresplanung
Mittelfristplanung
Strategische Planung
Rollierende Prognoserechnung
Monats- und Quartalsreports
Investitionsplanung
Produktionsplanung
Kapazitätsplanung
Projektcontrolling
Debitorenmanagement
Wechselkursabsicherungsgeschäfte
Versicherungen

Organisation des Risikomanagements

Das Risikomanagement ist bei KRONES im Controlling verankert. Geprüft wird das Risikomanagementsystem durch die interne Revision.

Im Controlling laufen alle relevanten Informationen zusammen, werden dort aufbereitet und dem Vorstand als Management-Tool zur Verfügung gestellt. Darüber hinaus gibt es in den verschiedenen Segmenten und Bereichen des Unternehmens Risikobeauftragte, die für das Risikomanagement verantwortlich sind. Dies beinhaltet Risikoerkennung und -reporting sowie Einleitung und Umsetzung von Maßnahmen zur aktiven Risikosteuerung.

Organisation des Risikomanagements von KRONES

Das Risikomanagement von KRONES wird laufend überwacht und überprüft. Hierfür gibt es klare Zuständigkeiten und Verantwortungsbereiche.

Wesentliche Merkmale des internen Kontroll- und Risikomanagementsystems im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess

Das interne Kontroll- und Risikomanagementsystem stellt sicher, dass alle Geschäftsvorfälle richtig erfasst, aufbereitet, gewürdigt und in die Rechnungslegung übernommen werden.

Mit dem internen Kontroll- und Risikomanagementsystem (IKR) im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess stellt KRONES sicher, dass sämtliche Geschäftsvorfälle bilanziell stets richtig erfasst, aufbereitet, gewürdigt und in die Rechnungslegung übernommen werden. Das IKR von KRONES umfasst alle Grundsätze, Methoden und Maßnahmen, die garantieren, dass die Rechnungslegung des Unternehmens wirksam, wirtschaftlich sowie ordnungsgemäß ist und alle maßgeblichen rechtlichen Vorschriften eingehalten werden.

Die wesentlichen Merkmale des bei KRONES bestehenden internen Kontroll- und Risikomanagementsystems im Hinblick auf den (Konzern-)Rechnungslegungsprozess können wie folgt beschrieben werden:

In der KRONES AG besteht eine klare Führungs- und Unternehmensstruktur. Bereichsübergreifende Schlüsselfunktionen werden zentral gesteuert.

Die Funktionen der im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess wesentlich beteiligten Unternehmensbereiche sind klar getrennt und Verantwortungsbereiche eindeutig zugeordnet.
Innerhalb der Geschäftsbereiche werden regelmäßige Kontrollfunktionen vor allem durch das Controlling übernommen.
Im Finanz- und Rechnungswesen wird, soweit möglich, Standardsoftware eingesetzt.
Durch entsprechende Einrichtungen im IT-Bereich wird die im Finanz- und Rechnungswesen eingesetzte Unternehmenssoftware gegen unbefugte Zugriffe geschützt.
Es besteht ein adäquates Richtlinienwesen (Zahlungsrichtlinien, Reisekostenrichtlinien u. a.), das laufend aktualisiert wird.
Alle Abteilungen, die am Rechnungslegungsprozess beteiligt sind, sind qualitativ geeignet ausgestattet.
In regelmäßigen Stichproben prüfen wir laufend, ob Buchhaltungsdaten vollständig und richtig sind.
Darüber hinaus führt die eingesetzte Software programmierte Plausibilitätsprüfungen durch.
Bei allen rechnungslegungsrelevanten Vorgängen wenden wir das Vier-Augen-Prinzip an.

Übersicht und Beschreibung der wesentlichen Risiken

KRONES teilt die Eintrittswahrscheinlichkeiten und die finanziellen Auswirkungen wesentlicher Risiken in die Bewertungskategorien niedrig, mittel und hoch ein. Dabei wird das Nettorisiko nach Maßnahmen bewertet.

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Risikokategorie Eintrittswahrscheinlichkeit Finanzielle Auswirkung
Umfeld- und Branchenrisiken
Gesamtwirtschaftliche Risiken niedrig niedrig
Branchenspezifische Risiken niedrig mittel
Finanzwirtschaftliche Risiken
Ausfallrisiken niedrig mittel
Liquiditätsrisiko niedrig niedrig
Zinsänderungsrisiko niedrig niedrig
Währungsrisiko niedrig niedrig
Operative Risiken
Preisrisiko mittel mittel
Beschaffungsrisiken mittel niedrig
Kostenrisiko niedrig mittel
Personalrisiko mittel niedrig
Rechtliche Risiken mittel mittel
Umwelt- und Sicherheitsrisiken niedrig niedrig
IT-Risiken niedrig niedrig

Umfeld- und Branchenrisiken

Gesamtwirtschaftliche Risiken

KRONES ist mit seinen Produkten und Dienstleistungen für die Getränke- und Lebensmittelindustrie weniger konjunkturabhängig als andere Maschinenbauer. Komplett entziehen kann sich das Unternehmen gesamtwirtschaftlichen Einflüssen aber nicht. Sollte sich die Weltwirtschaft deutlich schwächer entwickeln als erwartet, würde sich das auch auf Umsatz und Ergebnis von KRONES negativ auswirken. Eine nicht nur vorübergehende Krise in den Schwellenländern könnte die Investitionsbereitschaft unserer Kunden dort verringern. Auch eine erneute Verschärfung der Finanzkrise könnte zu Lasten der Investitionen in Maschinen und Anlagen von KRONES gehen, weil sich die Finanzierungsmöglichkeiten allgemein verschlechtern würden. Durch die breite internationale Aufstellung des Unternehmens ist KRONES in der Lage, Geschäftseinbrüche in einzelnen Regionen zumindest abzumindern.

Auswirkung gesamtwirtschaftlicher Risiken: Mit einer als niedrig eingestuften Eintrittswahrscheinlichkeit gehen wir von niedrigen finanziellen Auswirkungen aus.

Branchenspezifische Risiken

Branchenspezifischen Risiken ist KRONES hauptsächlich durch die Entwicklung des weltweiten Verpackungsmarktes und dem Agieren seiner Wettbewerber ausgesetzt. Das Wettbewerbsumfeld könnte sich verschärfen, wenn Konkurrenten von KRONES auf Kosten der Preisqualität den Kampf um Aufträge forcieren, um ihre Kapazitäten auszulasten. Dem Risiko, Marktanteile zu verlieren, begegnen wir, indem wir unseren technologischen Vorsprung weiter ausbauen. Darüber hinaus differenziert sich KRONES mit seiner starken Serviceorientierung vom Wettbewerb.

Auswirkung branchenspezifischer Risiken: Mit einer als niedrig eingestuften Eintrittswahrscheinlichkeit gehen wir von mittleren finanziellen Auswirkungen aus.

Finanzwirtschaftliche Risiken

KRONES ist in Form von Ausfallrisiken, Liquiditätsrisiken, Zinsänderungsrisiken und Währungsrisiken finanzwirtschaftlichen Risiken ausgesetzt. Grundsätzlich bestehen durch regionale und kundenbezogene Diversifizierungen keine wesentlichen Risikokonzentrationen.

1. Ausfallrisiken

Das Ausfallrisiko beschreibt das maximale Risikopotenzial, das sich aus den einzelnen Positionen zum Berichtszeitpunkt ergibt. Etwaig vorhandene Sicherheiten werden nicht berücksichtigt.

1.1 Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

Das Kreditrisiko beschreibt die Gefahr eines ökonomischen Verlustes, der dadurch entsteht, dass ein Kunde seinen vertraglichen Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommt.

KRONES steuert Kreditrisiken aus Forderungen aus Lieferungen und Leistungen auf Basis von internen Richtlinien. Ein Großteil der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ist durch verschiedene, gegebenenfalls länderspezifische Sicherungsformen, abgesichert. Die Sicherungen umfassen zum Beispiel den Eigentumsvorbehalt sowie Garantien und Bürgschaften oder Akkreditive. Um dem Kreditrisiko vorzubeugen, werden ferner externe Bonitätsprüfungen von Kunden durchgeführt. Darüber hinaus existieren Prozesse zur laufenden Überwachung von eventuell ausfallgefährdeten Forderungen. Die, gemessen am gesamten Forderungsbestand, sehr geringen tatsächlichen Forderungsausfälle belegen die Effektivität der vorgenommenen Maßnahmen.

Das theoretisch maximale Kreditrisiko aus den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen entspricht dem Buchwert.

1.2 Derivative Finanzinstrumente

KRONES verwendet derivative Finanzinstrumente auf einzelvertraglicher Basis ausschließlich für das Risikomanagement. Ohne den Einsatz von derivativen Finanzinstrumenten wäre das Unternehmen höheren finanziellen Risiken ausgesetzt. Sie decken im Wesentlichen die Risiken ab, die aus Kursveränderungen des US-Dollars, australischen Dollars und kanadischen Dollars sowie des britischen Pfunds gegenüber dem Euro entstehen können. Die wesentlichen Vertragsspezifika (Höhe, Laufzeit) von Grund- und Sicherungsgeschäft sind weitgehend identisch.

Das Ausfallrisiko aus derivativen Finanzinstrumenten besteht maximal in der Höhe des Saldos der positiven Marktwerte bei Ausfall eines Vertragspartners.

1.3 Sonstige finanzielle Vermögenswerte

Die maximale Kreditrisikoposition aus den sonstigen finanziellen Vermögenswerten entspricht dem Buchwert dieser Instrumente. KRONES ist aus den sonstigen Vermögenswerten keinem wesentlichen Ausfallrisiko ausgesetzt. Die darin enthaltenen Vermögenswerte sind kurzfristig.

Auswirkung von Ausfallrisiken: Mit einer als niedrig eingestuften Eintrittswahrscheinlichkeit gehen wir von mittleren finanziellen Auswirkungen aus.

2. Liquiditätsrisiko

Das Liquiditätsrisiko beschreibt die Gefahr, dass ein Unternehmen seine finanziellen Verpflichtungen nicht in ausreichendem Maß erfüllen kann.

KRONES generiert finanzielle Mittel vorwiegend durch das operative Geschäft. Die Mittel dienen vorrangig der Finanzierung des Working Capital sowie von Investitionen. KRONES steuert seine Liquidität, indem das Unternehmen neben dem Zahlungsmittelzufluss aus dem operativen Geschäft ausreichend liquide Mittel vorhält und Kreditlinien bei Banken unterhält. Das operative Liquiditätsmanagement des Unternehmens besteht aus einem Cash-Managementsystem, das zum Teil auf einer monatlich rollierenden Liquiditätsplanung auf Jahresbasis beruht. Damit kann KRONES frühzeitig auf mögliche Liquiditätsengpässe reagieren. Die Zahlungsmittel von KRONES umfassen neben Kassenbeständen im Wesentlichen Guthaben bei Kreditinstituten.

Auswirkung des Liquiditätsrisikos: Mit einer als niedrig eingestuften Eintrittswahrscheinlichkeit gehen wir von niedrigen finanziellen Auswirkungen aus.

3. Zinsänderungsrisiko

KRONES ist Risiken ausgesetzt, die sich aus möglichen Schwankungen der Marktzinssätze ergeben können. Derzeit verfügt die KRONES AG über keine Bankverbindlichkeiten. Zinssicherungsgeschäfte stehen als Option zur Verfügung.

Auswirkung des Zinsänderungsrisiko: Mit einer als niedrig eingestuften Eintrittswahrscheinlichkeit gehen wir von niedrigen finanziellen Auswirkungen aus.

4. Währungsrisiko

Da unsere Exporte in Länder außerhalb der europäischen Währungsunion einen wesentlichen Anteil am Gesamtumsatz ausmachen, sind wir grundsätzlich Währungsrisiken ausgesetzt. Mit Kurssicherungsgeschäften wirken wir diesen bestmöglich entgegen. Zudem schließen wir Beschaffungs- und Absatzgeschäfte weitestgehend in Euro oder der jeweiligen funktionalen Währung ab.

Auswirkung des Währungsrisikos: Mit einer als niedrig eingestuften Eintrittswahrscheinlichkeit gehen wir von niedrigen finanziellen Auswirkungen aus.

Operative Risiken

1. Preisrisiko

KRONES ist in einem wettbewerbsintensiven Markt tätig, in dem Unternehmen Aufträge teilweise über nicht kostendeckende Preise generieren. Es ist nicht auszuschließen, dass sich die zu erzielenden Preise für unsere Produkte und Dienstleistungen weiter verschlechtern. Preisrisiken bergen auch die mit unseren Kunden geschlossenen Festpreisverträge. Das Risiko von entstehenden Mehrkosten trägt KRONES. Um dieses Risiko zu minimieren, hat KRONES eine mehrdimensionale Auftragsanalyse eingeführt. Ab einer definierten Größe wird jede Anfrage und jedes Angebot nach den finanziellen, den technisch/technologischen, den steuerlichen sowie den rechtlichen und den regionalen Risiken beurteilt.

Auswirkung des Preisrisikos: Mit einer als mittel eingestuften Eintrittswahrscheinlichkeit gehen wir von mittleren finanziellen Auswirkungen aus.

2. Beschaffungsrisiken

KRONES ist im Rahmen seiner Geschäftstätigkeit aus dem Bezug von Teilen und Rohstoffen einem Marktpreisrisiko ausgesetzt. Wesentliche Einflussfaktoren auf Rohstoffpreise sind geopolitische und gesamtwirtschaftliche Entwicklungen. Grundsätzlich besteht die Gefahr, dass sich die Rohstoffpreise zu unseren Ungunsten entwickeln. Das Unternehmen begegnet diesem Risiko durch ein gezieltes Beschaffungsmanagement bzw. durch längerfristige Lieferkontrakte, wodurch wesentliche Rohstoffpreisrisiken verringert werden. Hinsichtlich Lieferanten besteht darüber hinaus ein Produkt-, Termin- und Qualitätsrisiko. Ein speziell entwickeltes Lieferantenauswahl-, Kontroll- und Steuerungsverfahren trägt dazu bei, solche Risiken zu minimieren.

Auswirkung der Beschaffungsrisiken: Mit einer als mittel eingestuften Eintrittswahrscheinlichkeit gehen wir von niedrigen finanziellen Auswirkungen aus.

3. Kostenrisiko

Neben einem steigenden Umsatz basiert unsere Ergebnisprognose auch darauf, dass wir mit Kosteneinsparungen rechnen. Im Rahmen des Value-Programms optimieren wir die Kostenstrukturen entlang der gesamten Wertschöpfungskette nachhaltig. Dabei geht es in erster Linie darum, klassische Fixkostenbereiche möglichst stark zu flexibilisieren, um mit starken Marktveränderungen zurechtzukommen. KRONES ist dem Risiko ausgesetzt, dass die Einsparungen geringer ausfallen als erwartet. Durch permanente Kontrolle der unternehmensweiten Projekte mindern wir dieses Risiko.

Auswirkung des Kostenrisikos: Mit einer als niedrig eingestuften Eintrittswahrscheinlichkeit gehen wir von mittleren finanziellen Auswirkungen aus.

4. Personalrisiko

KRONES plant mit steigendem Geschäftsvolumen. Dafür benötigen wir hoch qualifizierte Mitarbeiter. Es besteht das Risiko, dass das Unternehmen nicht genügend geeignete Mitarbeiter findet. Frühzeitigen Zugang zu qualifizierten Mitarbeitern wollen wir uns durch eine kontinuierliche Zusammenarbeit mit Hochschulen sichern. In unserem Unternehmen beschäftigen wir laufend Bachelor-/Masterstudenten und Praktikanten. Zudem setzen wir professionelle Personalberater ein.

Auswirkung des Personalrisikos: Mit einer als mittel eingestuften Eintrittswahrscheinlichkeit gehen wir von niedrigen finanziellen Auswirkungen aus.

Rechtliche Risiken

Grundsätzlich bestehen für KRONES aus dem operativen Geschäft Risiken in Zusammenhang mit möglichen Rechtsstreitigkeiten. KRONES begegnet rechtlichen Risiken durch Verhaltensregeln, Kodizes und der internen Compliance-Struktur. Darüber hinaus hat das Unternehmen branchenübliche Versicherungen abgeschlossen.

Auswirkung von rechtlichen Risiken: Mit einer als mittel eingestuften Eintrittswahrscheinlichkeit gehen wir von mittleren finanziellen Auswirkungen aus.

Umwelt- und Sicherheitsrisiken

Als produzierendes Unternehmen ist KRONES Risiken im Bereich Umwelt und Sicherheit ausgesetzt, die zu möglichen Schäden an Menschen, Gütern und der Reputation des Unternehmens führen können. Schäden, die durch technisches oder menschliches Versagen in der Produktion ausgelöst werden, könnten sich direkt finanziell auswirken. Darüber hinaus können sich im Schadensfall Strafen, Schadensersatzforderungen und Reputationsschäden indirekt finanziell auswirken. KRONES vermindert Umwelt- und Sicherheitsrisiken durch hohe technische Standards in der Produktion, Schulungen, Verhaltensregeln sowie branchenübliche Versicherungen.

Auswirkung von Umwelt- und Sicherheitsrisiken: Mit einer als niedrig eingestuften Eintrittswahrscheinlichkeit gehen wir von niedrigen finanziellen Auswirkungen aus.

IT-Risiken

Alle wesentlichen Geschäftsprozesse von KRONES basieren auf funktionierenden IT-Systemen. Risiken bestehen darin, dass wichtige Systeme ausfallen, gestört oder von unberechtigten Dritten auf diese zugegriffen werden. Dies könnte den Verlust von wichtigen vertraulichen Daten zur Folge haben. KRONES wappnet sich gegen diesen Risiken mit international anerkannten IT-Sicherheitsmaßnahmen. Für kritische Geschäftsprozesse haben wir redundante IT-Systeme angelegt.

Auswirkung von IT-Risiken: Mit einer als niedrig eingestuften Eintrittswahrscheinlichkeit gehen wir von niedrigen finanziellen Auswirkungen aus.

Übersicht und Beschreibung der wesentlichen Chancen

Die wesentlichen Chancen

Unternehmerische Chancen erfasst KRONES nicht im Risikomanagementsystem.

Wir teilen ihnen daher keine Eintrittswahrscheinlichkeiten und mögliche finanzielle Auswirkungen zu. Im Folgenden beschreiben wir die Chancen allgemein.

Gesamtwirtschaftliche Chancen

Gesamtwirtschaftliche Chancen bieten sich für KRONES durch die gute internationale Positionierung des Unternehmens. Vor allem in den aufstrebenden Volkswirtschaften in Asien/Pazifik sowie in Afrika und dem Mittleren Osten hat KRONES seine Marktstellung in den vergangenen Jahren deutlich gestärkt. Von einem beschleunigten Wachstum in den Schwellenländern würden wir überproportional profitieren. Auch eine schnelle und kräftige Erholung der Wirtschaft im Euro-Raum könnte zu einem über unserer Prognose liegendem Ergebnis führen.

Branchenspezifische Chancen

Die Hersteller von Getränken und Lebensmitteln achten zunehmend darauf, Energie und andere Ressourcen sparsam einzusetzen. Es besteht die Chance, dass sich dieser Trend verstärkt. Daraus eröffnen sich für KRONES aufgrund seiner Wettbewerbsvorteile in diesem Bereich zusätzliche Absatzchancen. Mit dem zertifizierten Managementsystem enviro haben wir die Basis dafür geschaffen, dass Maschinen und Anlagen von KRONES besonders niedrige Energie- und Medienverbräuche aufweisen. Damit hat sich das Unternehmen auch einen Wettbewerbsvorteil erarbeitet.

Akquisitionen

Aufgrund der soliden Finanz- und Kapitalausstattung des Unternehmens ist KRONES grundsätzlich in der Lage, mögliche Chancen für externes Wachstum zu nutzen. Im Rahmen unserer Strategie halten wir gezielt Ausschau nach geeigneten Zukäufen. Unsere Ergebnisplanungen beinhalten keinerlei Zukäufe. Durch externes Wachstum könnten sich Chancen für KRONES eröffnen.

Operative Chancen

1. Absatzpreise

KRONES will die angestrebte Ergebnisverbesserung durch eine günstigere Kostenbasis realisieren. Mit positiven Preiseffekten rechnen wir nicht. Sollten sich die Marktpreise besser als erwartet entwickeln, ergäben sich für das Unternehmen Chancen.

2. Beschaffungspreise

Das Unternehmen kauft zunehmend Gleichteile und komplette Baugruppen bei Lieferanten. Darüber hinaus beschafft KRONES verstärkt Material lokal, also an den internationalen Standorten des Unternehmens, ein. Es besteht die Chance, dass wir dadurch mehr einsparen als geplant. Zusätzliche Chancen ergeben sich durch allgemein niedrigere Rohstoffpreise als erwartet.

3. Kosten

Im Rahmen des Strategieprogramms Value optimiert das Unternehmen seine Kostenstrukturen. Sollten einzelne Maßnahmen stärker oder schneller greifen als geplant, ergeben sich daraus Chancen für KRONES.

Zusammenfassende Beurteilung der Risiko- und Chancenlage

Aus heutiger Sicht sind für KRONES keine Risiken ersichtlich, die den Fortbestand des Unternehmens gefährden könnten. Im Vergleich zum Vorjahr hat sich die Einschätzung zu Risiken und Chancen nicht wesentlich geändert. Der Schwerpunkt der Risiken liegt unverändert auf den Umfeld- und Branchenrisiken sowie den finanzwirtschaftlichen Risiken.

Nach Ablauf des Geschäftsjahres

Veränderungen im Vorstand der KRONES AG

Volker Kronseder, Vorstandsvorsitzender der KRONES AG, hat sich entsprechend den internen Regeln des Unternehmens entschlossen, seinen am 31.12.2015 endenden Vorstandsvertrag nicht zu verlängern. Hierüber hat er den Aufsichtsrat der KRONES AG informiert.

Volker Kronseder will auch künftig seinen Beitrag zur positiven Entwicklung des Unternehmens leisten und weiterhin Verantwortung in der KRONES AG übernehmen. Er teilte dem Aufsichtsrat deshalb mit, dass er sich auf der ordentlichen Hauptversammlung 2016 für die Wahl in den Aufsichtsrat der KRONES AG zur Verfügung stellt.

Der Aufsichtsrat ernannte Christoph Klenk mit Wirkung zum 01.01.2016 zum Vorstandsvorsitzenden der KRONES AG. Christoph Klenk ist seit 2003 Vorstandsmitglied und seit 2012 Finanzvorstand der KRONES AG. Als Nachfolger von Christoph Klenk im Amt des Finanzvorstands bestellte der Aufsichtsrat einen externen Kandidaten, der in einem internationalen Konzern seine Eignung erfolgreich bewiesen hat und über langjährige Erfahrung in der Verpackungsindustrie verfügt.

Der neue Finanzvorstand hat heute gegenüber dem Aufsichtsrat die Annahme der Bestellung erklärt. Name und Eintrittsdatum werden bekannt gegeben, sobald er mit seinem gegenwärtigen Arbeitgeber Einvernehmen über den Zeitpunkt seines Ausscheidens erzielt hat.

KRONES Tochter SYSKRON erwirbt Anbieter von SAP-Lösungen

Mit Wirkung zum 02.02.2015 hat die SYSKRON Holding GmbH, das im Bereich Intralogistik tätige Tochterunternehmen von KRONES, die TRIACOS Consulting & Engineering GmbH komplett gekauft. Mit dem Erwerb von TRIACOS baute SYSKRON seine Kompetenz in der Beratung und Implementierung von SAP-Lösungen mit dem Schwerpunkt in der Produktions- und Intralogistik aus. Neben den eigenen Softwareprodukten kann SYSKRON nun auch SAP-Standardlösungen für die Getränkeindustrie anbieten. Die Integration von SAP-Softwarelösungen ist für die künftige Entwicklung von Geschäftsmodellen im Bereich »Industrie 4.0« wichtig.

Die TRIACOS GmbH mit Sitz in Altenstadt an der Waldnaab (Oberpfalz) erwirtschaftete 2014 einen Umsatz von rund 2 Mio. € und beschäftigt 22 SAP-Spezialisten, die schwerpunktmäßig Projekte für mittelständische Kunden in Deutschland realisieren. Der Kaufpreis liegt im mittleren einstelligen Millionen-Euro-Bereich.

KRONES AG erwirbt SCHAEFER Förderanlagen- und Maschinenbau GmbH

Mit Wirkung zum 05.03.2015 hat die KRONES AG die SCHAEFER Förderanlagen- und Maschinenbau GmbH komplett erworben. Das Unternehmen fokussiert sich seit 2014 auf Ingenieurdienstleistungen und Service für Palettierlösungen für die Getränkeindustrie.

Prognosebericht

Weltwirtschaft soll 2015 um 3,5 % zulegen
Gute Bedingungen für Anbieter von Getränkeabfüll- und Verpackungsanlagen
KRONES will 2015 profitabel wachsen

Globale Konjunktur mit Licht und Schatten

Die Aussichten für die Weltwirtschaft sind 2015 insgesamt gut.

Im »World Economic Outlook« vom Januar 2015 beurteilte der Internationale Währungsfonds (IWF) die Weltwirtschaft weniger optimistisch als zuvor. Grund hierfür ist vor allem die Investitionsschwäche in vielen Industrie- und Schwellenländern. Auch die schlechte Wirtschaftslage in Japan und im Euro-Raum bremsen die globale Konjunktur. Andererseits erhält die Weltwirtschaft vom niedrigen Ölpreis einen Wachstumsschub. Unterm Strich rechnet der IWF damit, dass die Weltwirtschaft 2015 um 3,5 % wächst. Im Oktober 2014 lag die Prognose noch bei 3,8 %.

Zur globalen Konjunkturlokomotive entwickelt sich zunehmend die USA. Günstige Öl- und Energiepreise pushen dort den Konsum. Darüber hinaus profitiert die weltweit größte Volkswirtschaft von niedrigen Zinsen. Der IWF erwartet, dass das Bruttoinlandsprodukt (BIP) in den USA 2015 im Vergleich zum Vorjahr um 3,6 % steigt. Weniger zuversichtlich ist der IWF für andere Industriestaaten. Japan traut der IWF trotz staatlicher Konjunkturprogramme und sehr expansiver Geldpolitik gerade mal eine BIP-Zuwachsrate von 0,6 % zu. In Europa gibt es noch eine Reihe ungelöster Probleme. Um 1,2 % soll das BIP laut IWF in der Euro-Zone zulegen. Für Deutschland erwarten die IWF-Experten mit 1,3 % einen nur geringfügig höheren BIP-Anstieg.

In den Schwellen- und Entwicklungsländern dürfte sich das Wachstum 2015 ein wenig verlangsamen. Einige Länder, vor allem Russland, leiden als Exporteur unter dem niedrigen Ölpreis. Negativ schlägt sich auch die nachlassende Wachstumsdynamik in China nieder. Das chinesische BIP wird laut IWF 2015 mit 6,8 % deutlich schwächer zulegen als in den Vorjahren. Die IWF-Wachstumsprognose für Indien liegt bei 6,3 %. Für die Region Mittlerer Osten/Afrika rechnen die Experten mit einem BIP-Anstieg von 3,3 %. Insgesamt prognostiziert der IWF für die Schwellen- und Entwicklungsländer 2015 ein Wirtschaftswachstum von 4,3 % (Vorjahr: 4,4 %).

Wachstum des Bruttoinlandsprodukts 2015 in Prozent (Prognose)

Quelle: IWF

Niedrige Inflationsraten und gute Arbeitsmarktbedingungen

Als Anbieter von Getränkeabfüll- und Verpackungsanlagen ist KRONES mit seinen Produkten nah am Konsum. Deshalb beeinflussen die Arbeitslosenquote und die Inflation in den einzelnen Absatzregionen die Geschäftstätigkeit des Unternehmens. Eine niedrige Arbeitslosenquote wirkt sich auf den privaten Konsum und damit auch auf die Nachfrage nach abgepackten Getränken und Lebensmitteln positiv aus. Geringe Inflationsraten stützen die Kaufkraft der Konsumenten. Wir rechnen insgesamt damit, dass 2015 beide Faktoren keine negativen Effekte auf die Geschäfte von KRONES haben werden.

Nachfrage nach Nahrungsmittel- und Verpackungsmaschinen steigt

Der Verband deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) erwartet, dass sich das Wachstum der Branche 2015 im Vergleich zu 2014 beschleunigt. Die niedrigen Rohstoffpreise stimulieren die Weltwirtschaft und der schwache Euro hilft den deutschen Anbietern zusätzlich, so das Kalkül des VDMA. Risiken bergen dagegen die Russland/Ukraine-Krise sowie unzureichende Reformen in Europa. Insgesamt geht der VDMA davon aus, dass der Produktionswert der Branche 2015 im Vergleich zum Vorjahr um 2 % steigt. 2014 lag das Produktionsplus bei 0,7 %.

Bei den einzelnen Fachzweigen erwartet der Verband teilweise starke Abweichungen von der Gesamtprognose. Die Nachfrage im für KRONES wichtigen Teilbereich Nahrungsmittel- und Verpackungsmaschinen dürfte sich überdurchschnittlich verbessern.

Reale Veränderung der deutschen Maschinenbauproduktion im Vergleich zum Vorjahr in Prozent

* Prognose

Quelle: Statistisches Bundesamt, VDMA

Attraktiver Markt stimmt KRONES für 2015 verhalten optimistisch

Trotz vieler politischer und wirtschaftlicher Unsicherheiten sieht KRONES die Geschäftsaussichten für 2015 verhalten optimistisch. Der Verpackungsmaschinenmarkt wächst stärker und stabiler als die globale Wirtschaft. Denn die wichtigsten Wachstumstreiber sind nahezu konjunkturunabhängige Megatrends. Stetig wachsende Mittelschichten in den aufstrebenden Volkswirtschaften und die zunehmende Abwanderung der Menschen in den Emerging Markets vom Land in die Stadt führen zu einer höheren Nachfrage nach abgepackten Lebensmitteln und Getränken. Da sich darüber hinaus die Lebensmittel- und Getränkehersteller verstärkt über innovative Verpackungslösungen von den Wettbewerbern abheben müssen, bleiben die Voraussetzungen für eine stabil wachsende Nachfrage nach Produkten und Dienstleistungen von KRONES 2015 insgesamt gut.

Dies gilt insbesondere für die Emerging Markets in Asien und Afrika. Auch die Aussichten für den Mittleren Osten bleiben gut, so lange sich dort die Sicherheitslage nicht verschlechtert. Die Nachfrage in China dürfte 2015 weiter stabil bleiben.

In den etablierten Märkten erwarten wir vor allem in Nordamerika eine Belebung des Geschäfts. Der Umsatz in Europa sollte sich insgesamt auf einem guten Niveau entwickeln. Wenn sich die politische Lage im Russland-Ukraine-Konflikt nicht weiter verschärft, erwarten wir für die Region zwar 2015 eine rückläufige Geschäftsentwicklung, die wir jedoch auf Konzernebene kompensieren können.

KRONES will 2015 Ertragskraft weiter stärken

KRONES setzt auch 2015 auf die Value-Säulen Profitabilität, Wachstum, Innovation und Qualität.

Die KRONES AG will 2015 Umsatz und Ergebnis steigern.

Von den Absatzpreisen für 2015 erwartet KRONES nur geringe Unterstützung. Daher bleiben Kostensenkungen, neue Produkte und Dienstleistungen sowie weitere Qualitätsverbesserungen wichtige Value-Themen, um profitabel zu wachsen und damit die Ziele der KRONES AG zu erreichen.

Im Kerngeschäft »Maschinen und Anlagen zur Produktabfüllung und -ausstattung« werden wir 2015 die Kostenstrukturen weiter verbessern und flexibilisieren sowie neue Umsatzpotenziale erschließen. KRONES wird im laufenden Geschäftsjahr verstärkt lokale Produkte anbieten, die auch lokal eingekauft werden. Parallel bauen wir unsere internationalen Servicestrukturen und LCS Center aus. So können wir unsere Kunden schnell mit unseren Dienstleistungen und Produkten bedienen und die Kundenbindung erhöhen. Vor allem in den Emerging Markets will KRONES seine starke Marktposition nutzen, um im profitablen After-Sales-Geschäft weiter zu wachsen. Hierfür wird KRONES 2015 das Personal in den Tochtergesellschaften in den jeweiligen Regionen mit qualifizierten Fachkräften weiter ausbauen.

Im Bereich »Prozesstechnik« wollen wir in allen Produktbereichen Fortschritte erzielen. Damit wir im attraktiven Markt für kleinere Projekte vorankommen, baut KRONES die lokalen Strukturen vor Ort weiter aus. Auch in diesem Segment wollen wir 2015 erste Produkte »lokalisiert« haben, also die Wertschöpfung vor Ort stärken.

Auf Basis der derzeitigen gesamtwirtschaftlichen Aussichten und der Entwicklung der für KRONES relevanten Märkte erwarten wir für 2015 in der KRONES AG ein Umsatzwachstum von rund 3 %.

Die Ertragskraft des Unternehmens soll im laufenden Jahr erneut steigen. So prognostiziert die KRONES AG, dass 2015 die EBT-Marge, also das Ergebnis vor Steuern im Verhältnis zum Umsatz, auf rund 3,5 % zulegen wird. Damit rechnen wir mit einem EBT zwischen 80 und 90 Mio. €.

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Prognose für 2015 Ist-Wert 2014
Umsatz + 3 % 2.407,2 Mio. €
EBT 80 - 90 Mio. € 72,9 Mio. €

Angaben gemäß § 289 Abs. 4 HGB

Das Grundkapital der Gesellschaft beträgt gemäß § 4 Abs. 1 der Satzung der KRONES Aktiengesellschaft 40.000.000,00 Euro und ist eingeteilt in 31.593.072 auf den Inhaber lautende Stückaktien.

In der Hauptversammlung gewährt gemäß § 20 Abs. 1 der Satzung je eine Aktie eine Stimme. Die Beschlüsse der Hauptversammlung werden, soweit nicht zwingende gesetzliche Vorschriften entgegenstehen, mit einfacher Mehrheit der abgegebenen Stimmen und, sofern das Gesetz außer der Stimmenmehrheit eine Kapitalmehrheit vorschreibt, mit der einfachen Mehrheit des bei der Beschlussfassung vertretenen Grundkapitals gefasst.

Zur Teilnahme an der Hauptversammlung und zur Ausübung des Stimmrechts sind gemäß § 18 Abs. 1 der Satzung nur diejenigen Aktionäre berechtigt, die sich vor der Hauptversammlung bei der Gesellschaft in Textform in deutscher oder englischer Sprache anmelden und ihren Anteilsbesitz nachweisen. Als Nachweis genügt ein in Textform erstellter besonderer Nachweis des Anteilsbesitzes durch das depotführende Institut in deutscher oder englischer Sprache. Der Nachweis hat sich auf den Beginn des einundzwanzigsten Tages vor der Hauptversammlung zu beziehen.

Das Stimmrecht kann gemäß § 18 Abs. 2 der Satzung durch einen Bevollmächtigten ausgeübt werden. Die Erteilung der Vollmacht, ihr Widerruf und der Nachweis der Bevollmächtigung gegenüber der Gesellschaft bedürfen der Textform. In der Einberufung kann eine Erleichterung der Textform bestimmt werden. § 135 AktG bleibt unberührt.

In der Hauptversammlung kann der Versammlungsleiter das Frage- und Rederecht der Aktionäre zeitlich angemessen beschränken (§ 19 Abs. 3 der Satzung).

Dem Vorstand der Gesellschaft sind darüber hinaus keine Beschränkungen bekannt, die Stimmrechte oder die Übertragung von Aktien betreffen.

Nach Kenntnis der Gesellschaft bestehen folgende direkte und indirekte Beteiligungen am Grundkapital, die 10 % der Stimmrechte überschreiten:

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Bezeichnung des jeweiligen Aktionärs Gesamtstimmrechtsanteile Davon zuzurechnen nach § 22 Abs. 2 WpHG indirekte Stimmrechtsanteile
Familie Kronseder Konsortium GbR, Deutschland 51,67 % 51,67 %

Gesellschafter dieser GbR sind: Beteiligungsgesellschaft Kronseder mbH, Harald Kronseder Holding GmbH, VMAX Familienstiftung, Harald Kronseder, Gunter Kronseder, Nora Kronseder, Leopold Kronseder

Bei den genannten Beteiligungen können sich nach dem angegebenen Zeitpunkt (März 2015) Veränderungen ergeben haben, die der Gesellschaft gegenüber nicht meldepflichtig waren. Da die Aktien der Gesellschaft Inhaberaktien sind, werden der Gesellschaft Veränderungen beim Aktienbesitz grundsätzlich nur bekannt, soweit sie Meldepflichten unterliegen.

Die Ernennung und Abberufung der Mitglieder des Vorstandes richtet sich nach den §§ 84, 85 AktG. Gemäß § 6 Abs. 1 der Satzung besteht der Vorstand aus mindestens zwei Personen. Die Bestimmungen der Anzahl der Vorstandsmitglieder, die Bestellung der ordentlichen Vorstandsmitglieder und der stellvertretenden Vorstandsmitglieder, der Abschluss der Anstellungsverträge sowie der Widerruf der Bestellung erfolgen durch den Aufsichtsrat (§ 6 Abs. 2 der Satzung).

Bei Satzungsänderungen sind die §§ 179ff. AktG zu beachten. Über Satzungsänderungen hat die Hauptversammlung zu entscheiden (§ 119 Abs. 1 Nr. 5, § 179 Abs. 1 AktG). Der Aufsichtsrat kann Änderungen der Satzung beschließen, die nur die Fassung betreffen (§ 13 der Satzung).

Gemäß § 4 Abs. 4 der Satzung ist der Vorstand ermächtigt, das Grundkapital der Gesellschaft bis zum Ablauf des 15. Juni 2016 mit Zustimmung des Aufsichtsrats durch Ausgabe neuer auf den Inhaber lautender Stückaktien einmalig oder mehrfach gegen Bareinlagen um bis zu 10 Mio. € zu erhöhen (genehmigtes Kapital).

Dabei ist den Aktionären ein Bezugsrecht einzuräumen. Der Vorstand kann das Bezugsrecht der Aktionäre für eventuell entstehende Spitzenbeträge ausschließen.

Durch Beschluss der Hauptversammlung vom 25. Juni 2014 ist die Gesellschaft ermächtigt, bis zum Ablauf des 24. Juni 2019 eigene Aktien der Gesellschaft bis zu insgesamt 10 % des bei Wirksamwerden oder - sollte dieses geringer sein - bei Ausübung der Ermächtigung bestehenden Grundkapitals unter Einhaltung der gesetzlichen Vorgaben und der Vorgaben des Hauptversammlungsbeschlusses zu erwerben.

Durch Beschluss der Hauptversammlung vom 25. Juni 2014 ist der Vorstand ermächtigt, eigene Aktien der KRONES Aktiengesellschaft einzuziehen, die aufgrund vorstehender Ermächtigung erworben werden, ohne dass die Einziehung oder ihre Durchführung eines weiteren Hauptversammlungsbeschlusses bedarf.

Die KRONES AG hat keine wesentlichen Vereinbarungen getroffen, die besondere Regelungen für den Fall des Kontrollwechsels bzw. Kontrollerwerbs enthalten, der infolge eines Übernahmeangebotes entstehen kann.

Entschädigungsvereinbarungen mit den Mitgliedern des Vorstands oder Arbeitnehmern für den Fall eines Übernahmeangebots hat die Gesellschaft nicht getroffen.

Vergütungsbericht

Vergütung des Vorstands

Die Struktur des Vergütungssystems für den Vorstand für das laufende Geschäftsjahr und die Vorjahre wurde aufgrund der Vergütungsempfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex vom Aufsichtsrat ausführlich beraten und entschieden.

Diese Vergütungsempfehlungen für Vorstandsmitglieder von börsennotierten Aktiengesellschaften beinhalten nachstehende Vergütungsbestandteile:

Fixe Bestandteile
Variable Bestandteile, die jährlich wiederkehren und an dem geschäftlichen Erfolg orientiert sind und
Variable Bestandteile mit mittelfristiger Anreizwirkung (Mid Term Incentive) mit Risikofaktor
Variable Bestandteile mit langfristiger Anreizwirkung (Long Term Incentive) mit Risikofaktor

Die Kriterien für die Angemessenheit der Vergütung bilden insbesondere die Aufgaben des jeweiligen Vorstandsmitglieds, dessen Verantwortung, seine persönliche Leistung und die Erfahrung sowie die wirtschaftliche Lage, der Erfolg und die Zukunftsaussichten des Unternehmens im Rahmen seines Vergleichsumfeldes.

Für das Geschäftsjahr 2014 betrug die direkte fixe Vergütung der sieben im Geschäftsjahr 2014 tätigen Vorstandsmitglieder T€ 3.028 (Vorjahr: T€ 2.591). Dieses Fixum ist die vertraglich festgelegte Grundvergütung und wird monatlich in gleichen Beträgen als Gehalt ausgezahlt. Eine Überprüfung findet in der Regel im Rahmen der Verhandlung über die Vertragsverlängerung statt. Zusätzlich erhielten die Vorstandsmitglieder Nebenleistungen in Form von geldwerten Vorteilen aus Sachbezügen (Firmen-Pkw) in Höhe von T€ 85 (Vorjahr: T€ 75).

Auf Grund geänderter gesetzlicher Rahmenbedingungen und eines durchgeführten Benchmarks wurde das Vergütungssystem für den Vorstand überarbeitet. Der Aufsichtsrat stimmte in seiner Sitzung am 25. September 2013 der neuen Vergütungsstruktur zu. Diese Neuordnung wurde der Hauptversammlung am 25. Juni 2014 zur Billigung vorgelegt.

Die Eckpunkte dieser Neuregelung sind ein reduzierter Anteil des Fixgehalts an der Gesamtvergütung, eine Verkürzung der langfristigen Erfolgskomponente von zehn auf fünf Jahre und die Einführung einer mittelfristigen Erfolgskomponente zu Lasten der kurzfristigen Zielvereinbarung.

Die Angemessenheit wurde und wird vom Aufsichtsrat durch externe Benchmarks, sowie durch einen Vergleich mit dem oberen Führungskreis bzw. der Gesamtbelegschaft regelmäßig überprüft.

Das Incentive Paket des Vorstands setzt sich seit 2014 wie folgt zusammen:

Short Term Incentive (STI, Berechnungszeitraum 1 Jahr)

Jährliche Auslobung
Zielwert: 3 Monatsgehälter p.a. (= 100 % Zielerreichung)
Bezugsgrößen: EBT-Marge (Schwerpunkt), Auftragseingang, Konzernumsatz, ROCE
Cap bei 200 % (max. 6 Monatsgehälter)
Auszahlung entfällt, wenn EBT negativ ist

Die variable Vergütung hat Risikocharakter, so dass es sich hierbei um eine nicht gesicherte Vergütung handelt. Die variable Vergütung für das Geschäftsjahr 2014 betrug T€ 892 (Vorjahr: T€ 1.346).

Mid Term Incentive (MTI, Berechnungszeitraum 3 Jahre)

Jährliche Auslobung (revolvierend)
Zielwert: 3 Monatsgehälter p. a. (= 100 % Zielerreichung)
Bezugsgrößen: ROCE (Schwerpunkt), Umsatz, EBIT und Qualitätskosten
Cap bei 200 % (max. 6 Monatsgehälter)
Auszahlung entfällt, wenn EBT im Durchschnitt negativ ist

Die Mid Term Incentive-Rückstellung betrug zum Geschäftsjahresende T€ 1.480 (Vorjahr: T€ 0), davon entfallen T€ 774 als Vergütung auf das Jahr 2014.

Long Term Incentive (LTI, Berechnungszeitraum 5 Jahre)

Auslobung alle 5 Jahre (sequenziell)
Rechnerisch 1/5 der Festbezüge p. a. bei 100 %, Auszahlung erst ab 110 % (Entwicklung des Unternehmenswerts zwischen Start und Ende)
Bezugsgrößen: Steigerung des Unternehmenswertes anhand Durchschnitt der Multiples: EBT mal 9, EBITDA mal 7, Umsatz mal 1 (jeweils 5-Jahresdurchschnitt)
Cap bei 250 % des Fixgehalts
Auszahlung nur, wenn der Unternehmenswert um mindestens 10 % gesteigert wurde

Die Long Term Incentive-Rückstellung betrug zum Geschäftsjahresende T€ 1.754 (Vorjahr: T€ 942).

Insgesamt besteht die neue Vergütungsstruktur zu 59 % aus fixer (alt: 63 %) und zu 41 % (alt: 37 %) aus variabler Vergütung.

Ergänzend kann der Aufsichtsrat nach Ermessen eine Sondertantieme ausgeben, wenn außergewöhnliche Ereignisse es als angemessen erscheinen lassen.

In Summe ist das Vergütungssystem darauf ausgerichtet, einen Anreiz für eine nachhaltig erfolgreiche Unternehmensführung zu setzen. Dabei bestehen Höchstgrenzen und Auszahlungshürden bezüglich der variablen Vergütung.

Bei der KRONES AG bestehen und bestanden keine Aktienoptionsprogramme oder vergleichbare, wertpapierorientierte Vergütungskomponenten mit langfristiger Anreizwirkung für Vorstandsmitglieder.

Für aktive Vorstandsmitglieder wurden Pensionsrückstellungen in Höhe von T€ 1.024 (Vorjahr: T€ 2.357) gebildet.

Darüber hinaus wurden für beitragsorientierte Zusagen Aufwendungen in Höhe von T€ 561 im Geschäftsjahr 2014 geleistet.

Die gem. Ziffer 4.2.4 des Deutschen CG-Kodex und gemäß §§ 285 S.1 Nr. 9a S. 5 - 9; 314 Abs. 1, S.1 Nr. 6a S. 5 - 9 HGB geforderte individualisierte Offenlegung der Bezüge wird dagegen nicht umgesetzt. Nach Überzeugung der KRONES AG widerspräche eine derartige Offenlegung dem Schutz von Persönlichkeitsrechten.

Laut Beschluss der Hauptversammlung vom 16. Juni 2010 unterbleiben deshalb die detaillierten Angaben für jedes einzelne Vorstandsmitglied gem. § 286 Abs. 5 HGB bis einschließlich des Jahres- und Konzernabschlusses für das Geschäftsjahr 2014.

Die Angaben zur Struktur der Vergütung sind dagegen wesentlich für die Beurteilung, ob eine solchermaßen aufgeteilte Vergütung angemessen ist und ob von ihr eine Anreizwirkung für den Vorstand ausgeht.

An ehemalige Vorstandsmitglieder und deren Hinterbliebene wurden T€ 820 (Vorjahr: T€ 797) ausbezahlt und ein die Schulden übersteigender Aktivbetrag in Höhe von T€ 779 (Vorjahr T€ 456) gebildet.

Vergütung des Aufsichtsrats

Die Vergütung für die Mitglieder des Aufsichtsrats ist in der Satzung geregelt und wird durch die Hauptversammlung bestimmt. Für das Geschäftsjahr 2014 gilt die zuletzt in der Hauptversammlung vom 25. Juni 2014 geänderte Satzung.

Die Aufsichtsratsvergütung besteht aus einer jährlich festen Vergütung in Höhe von € 35.000. Die feste Vergütung beträgt für den Vorsitzenden das Zweieinhalbfache und für den stellvertretenden Vorsitzenden das Eineinhalbfache. Ferner erhalten die Aufsichtsratsmitglieder einen pauschalen Auslagenersatz von € 1.500 pro Sitzung, sofern sie keine höheren Auslagen nachweisen.

Soweit Mitglieder des Aufsichtsrats besonderen Ausschüssen innerhalb des Aufsichtsrats angehören, erhalten sie eine zusätzliche Vergütung von jährlich € 7.000 und einen pauschalen Auslagensatz von € 1.500 pro Sitzung.

Aufsichtsratsmitglieder, die dem Aufsichtsrat nur während eines Teils des Geschäftsjahres angehört haben, erhalten eine zeitanteilige Vergütung.

Die Gesamtbezüge der Mitglieder des Aufsichtsrats betrugen somit T€ 628 (Vorjahr: T€ 553).

Es bestehen keine Aktienoptionsprogramme und ähnliche wertpapierorientierte Anreizsysteme der Gesellschaft. Somit bestehen auch keine Aktienoptionsprogramme oder vergleichbare Vergütungskomponenten mit langfristiger Anreizwirkung für Aufsichtsratsmitglieder.

Entsprechenserklärung gemäß § 161 Aktiengesetz

»Vorstand und Aufsichtsrat der KRONES AG erklären, dass den Verhaltensempfehlungen der von der deutschen Bundesregierung eingesetzten »Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex« zur Leitung und Überwachung deutscher börsennotierter Gesellschaften in der Fassung vom 24. Juni 2014 entsprechend dem im Internet der KRONES AG veröffentlichten Deutschen Corporate Governance Kodex (DCGK) entsprochen wurde und wird, mit folgenden Abweichungen:

Ein Selbstbehalt bei einer für den Aufsichtsrat abgeschlossenen D&O-Versicherung besteht nicht (Tz. 3.8 DCGK).

Ein spezifischer Selbstbehalt der Versicherten wurde nicht vereinbart, da der Aufsichtsrat unabhängig von einem Selbstbehalt seinen Pflichten jederzeit ordnungsgemäß nachkommt.

Der Vorstand soll aus mehreren Personen bestehen und einen Vorsitzenden oder Sprecher haben. Eine Geschäftsordnung soll die Arbeit des Vorstands, insbesondere die Ressortzuständigkeiten einzelner Vorstandsmitglieder, die dem Gesamtvorstand vorbehaltenen Angelegenheiten sowie die erforderliche Beschlussmehrheit bei Vorstandsbeschlüssen (Einstimmigkeit oder Mehrheitsbeschluss) regeln (Tz. 4.2.1 DCGK).

Die Geschäftsordnung für den Vorstand ergibt sich aus der Satzung der KRONES AG. Diese enthält bereits detaillierte Anweisungen für die Arbeit des Vorstands. Deshalb wurde bislang auf eine gesonderte schriftliche Geschäftsordnung verzichtet.

Die Gesamtvergütung jedes Vorstandsmitglieds, aufgeteilt nach erfolgsunabhängigen, erfolgsbezogenen und Komponenten mit langfristiger Anreizwirkung, unter Namensnennung, wird entsprechend dem Beschluss der Hauptversammlung nicht individualisiert ausgewiesen (Tz. 4.2.4 DCGK) und in Tabellenform veröffentlicht (Tz. 4.2.5 DCGK).

KRONES gibt die Struktur der Vergütung des Vorstands an. Die Angaben zu fixen und variablen, erfolgsabhängigen Vergütungsanteilen sind wesentlich für die Beurteilung, ob eine solchermaßen aufgeteilte Vergütung angemessen ist und ob von ihr eine Anreizwirkung für den Vorstand ausgeht.

Wir sind davon überzeugt, dass die individualisierte Offenlegung der Bezüge dem Schutz der Persönlichkeitsrechte widerspräche. Laut Beschluss der Hauptversammlung vom 16. Juni 2010 unterbleiben deshalb die detaillierten Angaben für jedes einzelne Vorstandsmitglied gem. § 286 Abs. 5 HGB bis einschließlich des Jahresabschlusses und des Konzernabschlusses für das Geschäftsjahr 2014.

Der Aufsichtsrat soll sich eine Geschäftsordnung geben (Tz. 5.1.3 DCGK).

Die Geschäftsordnung für den Aufsichtsrat ergibt sich aus der Satzung der KRONES AG. Diese enthält bereits detaillierte Anweisungen für die Arbeit des Aufsichtsrats. Deshalb wurde bislang auf eine gesonderte schriftliche Geschäftsordnung verzichtet.

Ein Nominierungsausschuss wird bei der KRONES AG derzeit nicht gebildet (Tz. 5.3.3 DCGK).

Ausschüsse sind vor allem sinnvoll, wenn aufgrund der Größe eines Gremiums dessen Arbeit dadurch effizienter wird. Im Aufsichtsrat der KRONES AG vertreten sechs Mitglieder die Anteilseigner, die Vorschläge machen. Nach unserer Ansicht ist es daher nicht nötig, einen Nominierungsausschuss zu bilden. Die Aufgaben werden vom Ständigen Ausschuss übernommen.

Der Vorsitz in Aufsichtsratsausschüssen wird bei der Vergütung nicht gesondert berücksichtigt. Zudem werden die Vergütungen der Aufsichtsratsmitglieder derzeit nicht individualisiert ausgewiesen. Sonstige Vergütungen für persönlich erbrachte Leistungen, insbesondere Beratungs- und Vermittlungsleistungen, werden derzeit nicht ausgewiesen (Tz. 5.4.6 DCGK).

Der Aufsichtsrat ist der Auffassung, dass die derzeitige zusätzliche Vergütung für Mitglieder von Ausschüssen aufgrund der Größe der Gremien auch für den Vorsitzenden von Ausschüssen angemessen ist. Die Summe der gezahlten Aufsichtsratsvergütungen ist im Vergütungsbericht dargestellt. Ein individualisierter Ausweis der Vergütung führt nach unserer Ansicht zu keinerlei kapitalmarktrelevanten Zusatzinformationen. Das gilt auch für persönlich erbrachte Leistungen von Mitgliedern des Aufsichtsrats.

Der Aktienbesitz der Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats der KRONES AG wird nicht angegeben (Tz. 6.3 DCGK).

Um die schutzwürdigen Interessen und die Privatsphäre der Organmitglieder zu wahren, verzichten wir auf den Ausweis.

Die Frist zur Veröffentlichung des Konzernabschlusses der KRONES AG binnen 90 Tagen nach Geschäftsjahresende wird derzeit noch nicht gewahrt (Tz. 7.1.2 DCGK).

Der Jahresabschluss der KRONES AG wird im Rahmen der gesetzlichen Fristen veröffentlicht. Wichtige kapitalmarktrelevante Eckdaten zum abgelaufenen Geschäftsjahr veröffentlichen wir innerhalb der 90-Tage-Frist.«

Neutraubling, den 25. März 2015

Für den Vorstand

Für den Aufsichtsrat

Volker Kronseder, Vorsitzender

Ernst Baumann, Vorsitzender

Versicherung der gesetzlichen Vertreter

Erklärung gemäß § 264 Abs. 2 Satz 3 HGB und § 289 Abs. 1 Satz 5 HGB

»Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Jahresabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt und im Lagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage der Gesellschaft so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung der KRONES AG beschrieben sind.«

Neutraubling, den 31. März 2015

KRONES AG

Der Vorstand

Volker Kronseder, Vorsitzender

Christoph Klenk

Rainulf Diepold

Ralf Goldbrunner

Thomas Ricker

Markus Tischer

Corporate Governance

Erklärung zur Unternehmensführung

Die Erklärung zur Unternehmensführung ist auch im Internet unter www.krones.com zugänglich.

KRONES bekennt sich zu seiner Verantwortung

Für KRONES ist der Deutsche Corporate Governance Kodex ein fester Bestandteil der Unternehmensführung.

Der Kodex stellt wesentliche gesetzliche Vorschriften zur Leitung und Überwachung deutscher börsennotierter Gesellschaften dar und enthält international und national anerkannte Standards guter und verantwortungsvoller Unternehmensführung. Das Management von KRONES berücksichtigt die Grundsätze und Regeln der Corporate Governance bei allen Geschäftsaktivitäten.

Zusammensetzung des Aufsichtsrats

Gemäß Tz. 5.4.1 DCGK soll der Aufsichtsrat für seine Zusammensetzung konkrete Ziele benennen, die unter Beachtung der unternehmensspezifischen Situation die internationale Tätigkeit des Unternehmens, potentielle Interessenkonflikte, eine festzulegende Altersgrenze für Aufsichtsratsmitglieder und Vielfalt (Diversity) berücksichtigen. Diese konkreten Ziele sollen insbesondere eine angemessene Beteiligung von Frauen vorsehen.

In Übereinstimmung mit oben genannter Teilziffer hat der Aufsichtsrat von KRONES folgende Ziele benannt:

a) Zusammensetzung nach geeigneten Kenntnissen, Fähigkeiten, Erfahrungen

Der Aufsichtsrat der KRONES AG soll so zusammengesetzt sein, dass seine Mitglieder über die erforderlichen Kenntnisse, Fähigkeiten und fachlichen Erfahrungen verfügen, die zur Erfüllung der Aufgaben eines Aufsichtsratsmitglieds in einem international tätigen Konzern nötig und zur Wahrung des Ansehens der KRONES AG in der Öffentlichkeit erforderlich sind.

Bei den zur Wahl stehenden Personen soll darüber hinaus auf Leistungsbereitschaft, Integrität, Persönlichkeit, Professionalität und Unabhängigkeit geachtet werden.

b) Potenzielle Interessenkonflikte (Unabhängigkeit der Mitglieder)

Um Interessenkonflikte zu vermeiden, wird auf die Unabhängigkeit der Mitglieder des Aufsichtsrats geachtet. Mögliche Kandidaten und Kandidatinnen sollen weder Beratungsfunktionen bei wesentlichen Wettbewerbern der KRONES AG noch Managementfunktionen bei Kunden, Lieferanten oder Konzernunternehmen der KRONES AG ausüben. Dem Aufsichtsrat sollen nicht mehr als zwei ehemalige Mitglieder des Vorstands angehören.

Darüber hinaus sollen die Mitglieder des Aufsichtsrats die Unabhängigkeitskriterien nach Ziffer 5.4.2. des Kodex erfüllen. Unter der Voraussetzung, dass die Ausübung des Aufsichtsratsmandats als Arbeitnehmervertreter keine Zweifel an der Erfüllung der Unabhängigkeitskriterien nach Ziffer 5.4.2. des Kodex begründen kann, soll die Mehrzahl der Aufsichtsratsmitglieder unabhängig i. S. v. Tz. 5.4.2. DCGK sein.

Bei Bestehen etwaiger Interessenkonflikte verpflichtet sich jedes Aufsichtsratsmitglied, eine Erklärung gegenüber dem Aufsichtsratsvorsitzenden abzugeben. Bestehen diese Interessenkonflikte über einen längeren Zeitraum oder sind von wesentlicher Natur, so hat das betreffende Aufsichtsratsmitglied sein Amt niederzulegen.

c) Altersgrenze

Die Altersgrenze für die Mitglieder des Aufsichtsrats liegt bei 70 Jahren. Vollendet ein Mitglied das 70. Lebensjahr, so endet seine Amtszeit mit Ablauf der darauf folgenden ordentlichen Hauptversammlung. Wird von dieser Regelung abgewichen, so ist der Umstand zu begründen.

d) Internationalität

Die KRONES AG ist ein international tätiges Unternehmen und unterhält in vielen Ländern der Welt Niederlassungen und Vertretungen. Deshalb sollen bei der Zusammensetzung des Aufsichtsrats die internationalen Erfahrungen der Mitglieder berücksichtigt werden.

Diese beziehen sich nicht nur auf Kenntnisse der englischen Sprache, sondern auch auf Beschäftigungen in anderen international tätigen Unternehmen.

e) Vielfalt (Diversity)

Der Aufsichtsrat der KRONES AG achtet bei der Auswahl seiner Mitglieder auf Vielfalt (Diversity) und strebt dabei eine angemessene Beteiligung von Frauen an. Die Kandidatur von Frauen ist erwünscht und soll bei der Wahl der Vertreter der Anteilseigner- und Arbeitnehmerseite in den Aufsichtsrat angemessen berücksichtigt werden.

Der Aufsichtsrat von KRONES hat im Geschäftsjahr 2014 alle unter a) bis e) genannten Ziele umgesetzt.

Angaben zu Unternehmensführungspraktiken

Die Unternehmensführung von KRONES basiert auf Fairness und Transparenz. Dieser Grundsatz gilt für die Zusammenarbeit von Vorstand und Aufsichtsrat ebenso wie für den Umgang mit unseren Mitarbeitern, Kunden, Lieferanten und der Öffentlichkeit.

Wir prüfen alle strategischen Entscheidungen auf ihre langfristige Erfolgswahrscheinlichkeit. Wir verfolgen eine nachhaltige Gewinn- und Cashflowoptimierung.

Zur langfristigen Existenzsicherung prüfen wir alle Aktivitäten auf ihre Nachhaltigkeit. Dabei berücksichtigen wir neben unserer sozialen und wirtschaftlichen Verantwortung insbesondere die ökologischen Rahmenbedingungen und Folgen, die mit der Fertigung und Nutzung unserer Produkte verbunden sind. Wir produzieren umweltverträglich und halten die gesetzlichen Vorschriften nicht nur ein, sondern setzen alles daran, die geforderten Grenzwerte so weit wie möglich zu unterschreiten.

Unsere Führungsprinzipien lassen in keinem Fall zu, den Schutz derjenigen Menschen, die zu unserem Erfolg beitragen, den geschäftlichen Interessen unterzuordnen. Um Arbeitsunfälle und Berufserkrankungen zu vermeiden, schaffen wir für alle Beschäftigten eine sichere und gesundheitsfördernde Arbeitsumgebung. Wir gestalten sämtliche Arbeitsabläufe sowohl sicherheits- als auch gesundheitsgerecht und sorgen für gefahrenfreie, ergonomische Arbeitsplätze.

Bei der Auswahl von Lieferanten berücksichtigen wir deren nachhaltiges und gesellschaftlich verantwortliches Wirtschaften. Hierfür hat KRONES einen Lieferantenkodex entwickelt. Er umfasst die Themen Sicherheit, Gesundheit, Umwelt, Qualität, Menschenrechte, Mitarbeiterstandards sowie Antikorruption.

Arbeitsweise von Vorstand und Aufsichtsrat

Der Vorstand der KRONES AG bestand im Geschäftsjahr 2013 aus fünf Mitgliedern. Seit 1. Januar 2014 setzt sich der Vorstand aus sechs Mitgliedern zusammen. Diese tragen die Verantwortung für ihre jeweiligen Ressorts (siehe Seite 8 - 9 und 146). Der Vorstand leitet die Gesellschaft und führt deren Geschäfte. Die Mitglieder des Vorstands treffen sich täglich zu einer Vorstandssitzung. Dort bespricht der Vorstand aktuelle und strategische Themen und fasst Beschlüsse. Bei strategisch wichtigen Entscheidungen bindet der Vorstand den Aufsichtsrat frühzeitig in den Entscheidungsprozess ein.

Der Aufsichtsrat überwacht den Vorstand. Er besteht satzungsgemäß aus zwölf Mitgliedern. Vorstand und Aufsichtsrat stehen in regelmäßigem Kontakt. Der Vorstand informiert den Aufsichtsrat zeitnah über den Geschäftsverlauf, die finanzielle Lage, das Risikomanagement, die Unternehmensplanung sowie die Strategie. Neben regelmäßigen mündlichen Auskünften erhalten die Aufsichtsratsmitglieder vom Vorstand jeden Monat einen schriftlichen Bericht zur Ergebnis- und Finanzlage.

Die Arbeit des Aufsichtsrats (Mitglieder siehe Seite 13 und 146) koordiniert der Aufsichtsratsvorsitzende. Er oder sein Stellvertreter leiten die Aufsichtsratssitzungen. Beschlüsse fasst das Gremium in den Sitzungen oder in Ausnahmefällen im Umlaufverfahren. An den Aufsichtsratssitzungen nehmen die Mitglieder des Vorstands auf Einladung des Aufsichtsratsvorsitzenden oder seines Stellvertreters teil. Sie berichten mündlich oder schriftlich zu den einzelnen Tagesordnungspunkten und beantworten die Fragen der Aufsichtsräte.

Der Vorsitzende des Aufsichtsrats erläutert jedes Jahr die Tätigkeit des Aufsichtsrats in seinem Bericht an die Aktionäre im Geschäftsbericht sowie auf der Hauptversammlung.

Um die Arbeit des Aufsichtsrats effizient zu gestalten, bildete das Gremium einen »Prüfungs- und Risikomanagementausschuss« sowie einen »Ständigen Ausschuss«.

Zusammensetzung und Arbeitsweise des Prüfungs- und Risikomanagementausschusses

Dem Prüfungs- und Risikomanagementausschuss gehören der Vorsitzende des Aufsichtsrats Ernst Baumann, sein Stellvertreter Werner Schrödl sowie die Aufsichtsratsmitglieder Norman Kronseder, Philipp Graf von und zu Lerchenfeld, Josef Weitzer und Johann Robold an. Vorsitzender des Ausschusses ist Philipp Graf von und zu Lerchenfeld.

Der Prüfungs- und Risikomanagementausschuss trifft sich regelmäßig und überwacht Rechnungslegung, Abschlussprüfung sowie Berichterstattung und fertigt entsprechende Beschlussvorlagen für den Aufsichtsrat an. Darüber hinaus bereitet er die Prüfung des Jahresabschlusses, des Lageberichts und des Prüfungsberichts des Einzel- und Konzernabschlusses durch den Aufsichtsrat vor und spricht Empfehlungen aus. Der Prüfungs- und Risikomanagementausschuss überwacht zudem die Wirksamkeit des internen Kontroll-, des Risikomanagement- sowie des Compliance-Systems.

Zusammensetzung und Arbeitsweise des Ständigen Ausschusses

Dem Ständigen Ausschuss gehören Werner Schrödl, Norman Kronseder, Josef Weitzer und Ernst Baumann an. Vorsitzender des Ausschusses ist Ernst Baumann.

Der Ständige Ausschuss befasst sich in regelmäßigen Sitzungen mit allen sonstigen Themen, die nicht in den Zuständigkeitsbereich des Prüfungs- und Risikomanagementausschusses fallen. Dazu zählen Unternehmensstrategie, Personalstrategie, Aufsichtsratsvergütung und Vorstandsvergütung.

Jahresabschluss und Anhang

der KRONES AG

Gewinn-und-Verlust-Rechnung

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2014 2013
Anhang T€ T€ T€ T€
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1. Umsatzerlöse 13 2.407.163 2.251.165
2. Erhöhung des Bestandes an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 12.702 119.631
3. Andere aktivierte Eigenleistungen 7.848 9.310
4. sonstige betriebliche Erträge 14 79.222 62.402
2.506.935 2.442.508
5. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren -1.056.427 -1.006.714
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen -286.629 -292.176
-1.343.057 -1.298.890
6. Personalaufwand 15
a) Löhne und Gehälter -568.083 -545.266
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -103.392 -98.117
-671.475 -643.383
7. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 16 -51.818 -50.512
8. sonstige betriebliche Aufwendungen 17 -362.113 -378.839
9. Erträge aus Beteiligungen 18 14.851 13.332
10. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 18 453 191
11. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 18 5.669 1.758
12. Abschreibungen auf Finanzanlagen 18 -17.108 -5.036
13. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 18 -9.447 -11.007
-2.434.046 -2.372.386
14. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 72.890 70.123
15. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 19 -27.204 -9.715
16. sonstige Steuern 19 -2.799 -4.476
17. Jahresüberschuss 42.887 55.931
18. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 43.090 50.345
19. Bilanzgewinn 85.977 106.276

Bilanz

Aktiva

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31.12.2014 31.12.2013
Anhang T€ T€ T€ T€
--- --- --- --- --- ---
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 1
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 27.927 25.145
II. Sachanlagen 2
1. Grundstücke einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 235.570 237.012
2. technische Anlagen und Maschinen 62.751 70.999
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 45.257 46.175
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 10.731 8.141
354.309 362.327
III. Finanzanlagen 3
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 95.957 91.065
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 22.815 8.252
3. Wertpapiere des Anlagevermögens 0 41
4. sonstige Ausleihungen 657 756
119.429 100.114
501.665 487.586
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte 4
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 163.679 154.955
2. unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 180.198 208.268
3. fertige Erzeugnisse und Waren 410.671 379.947
4. geleistete Anzahlungen 7.929 7.490
5. erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen -550.511 -499.764
211.965 250.896
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 5
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 383.127 368.449
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 113.573 104.603
3. Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 0 5.869
4. sonstige Vermögensgegenstände 43.178 56.172
539.878 535.093
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 6 165.516 113.097
917.359 899.086
C. Rechnungsabgrenzungsposten 1.917 1.943
Bilanzsumme 1.420.941 1.388.615
Passiva
31.12.2014 31.12.2013
Anhang T€ T€ T€ T€
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 7
Stammaktien 40.000 40.000
II. Kapitalrücklage 141.551 141.551
III. Gewinnrücklagen
1. gesetzliche Rücklage 51 51
2. andere Gewinnrücklagen 349.888 349.888
349.939 349.939
IV. Gewinnvortrag 8 43.090 50.345
V. Jahresüberschuss 8 42.887 55.931
617.467 637.766
B. Rückstellungen 9
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 112.376 103.013
2. Steuerrückstellungen 10.288 4.739
3. sonstige Rückstellungen 354.386 344.419
477.050 452.171
C. Verbindlichkeiten 10
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 155.430 147.787
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 126.396 112.066
3. Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 1.576 772
4. sonstige Verbindlichkeiten 42.994 38.053
326.396 298.678
D. Rechnungsabgrenzungsposten 28 0
Bilanzsumme 1.420.941 1.388.615

Entwicklung des Anlagevermögens

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T€ Anschaffungs- und Herstellungskosten
Stand 01.01.14

T€
U Umbuchung Zugang

T€
Nachaktivierung

T€
U Umbuchung Abgang

T€
Stand 31.12.14

T€
--- --- --- --- --- ---
Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 109.715 12.115 101 3.494 118.437
Sachanlagen
1. Grundstücke einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken U 2.519
371.617 5.720 103 597 379.362
2. technische Anlagen und Maschinen U 150
246.587 10.368 0 11.454 245.651
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung U 145
161.754 17.684 0 13.355 166.228
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau U 2.814
8.141 5.404 0 0 10.731
U 2.814 U 2.814
788.099 39.176 103 25.406 801.972
Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 175.774 21.492 0 0 197.266
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 8.252 17.533 0 2.970 22.815
3. Beteiligungen 5.036 0 0 0 5.036
4. Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 0 508 0 0 508
5. Wertpapiere des Anlagevermögens 41 0 0 41 0
6. sonstige Ausleihungen 756 1 0 100 657
189.859 39.534 0 3.111 226.282
U 2.814 U 2.814
1.087.673 90.825 204 32.011 1.146.691

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T€ Abschreibungen Buch-/Bilanzwerte
Stand 31.12.14

T€
Stand 31.12.14

T€
Stand 31.12.13

T€
--- --- --- ---
Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 90.510 27.927 25.145
Sachanlagen
1. Grundstücke einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken
143.792 235.570 237.012
2. technische Anlagen und Maschinen
182.900 62.751 70.999
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung
120.971 45.257 46.175
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau
0 10.731 8.141
447.663 354.309 362.327
Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 101.309 95.957 91.065
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 0 22.815 8.252
3. Beteiligungen 5.036 0 0
4. Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 508 0 0
5. Wertpapiere des Anlagevermögens 0 0 41
6. sonstige Ausleihungen 0 657 756
106.853 119.429 100.114
645.026 501.665 487.586

Anhang

der KRONES AG

Allgemeine Angaben

Gesetzliche Grundlagen

Der Jahresabschluss der KRONES AG ist nach den Vorschriften des Dritten Buches des HGB und den ergänzenden Vorschriften des AktG aufgestellt.

Die KRONES AG erstellt die Gewinn- und Verlustrechnung nach dem Gesamtkostenverfahren.

Währungsumrechnung

Forderungen und Verbindlichkeiten in Fremdwährung, deren Restlaufzeit nicht mehr als ein Jahr beträgt, werden mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet.

Zur Absicherung zukünftiger Währungsrisiken hat die KRONES AG Devisentermingeschäfte abgeschlossen. Sofern die Voraussetzungen erfüllt sind, werden diese mit dem abgesicherten Grundgeschäft zu einer Bewertungseinheit zusammengefasst. Dabei werden die Wertänderungen aus den Grund- und Sicherungsgeschäften einander gegenübergestellt.

Wir weisen darauf hin, dass Rundungsdifferenzen zu den sich mathematisch genau ergebenden Werten (Geldeinheiten, Prozentangaben usw.) auftreten können.

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Bilanzierung und Bewertung erfolgen nach den für Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften. Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurden gegenüber dem Vorjahr beibehalten.

Aktiva

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens sind zu den aktivierungspflichtigen Anschaffungskosten erfasst und werden planmäßig linear entsprechend ihrer voraussichtlichen Nutzungsdauer von drei bis 20 Jahren abgeschrieben. Für selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens wird das Aktivierungswahlrecht nicht in Anspruch genommen. Entwicklungskosten werden daher sofort in voller Höhe als Aufwand behandelt. Außerplanmäßige Abschreibungen werden, soweit erforderlich, vorgenommen.

Sachanlagen werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen und erforderlicher außerplanmäßiger Abschreibungen bewertet. In die Herstellungskosten der selbsterstellten Anlagen werden neben den direkt zurechenbaren Kosten auch aktivierungspflichtige Gemeinkosten einbezogen.

Abschreibungen des Sachanlagevermögens erfolgen nach den geltenden rechtlichen Höchstsätzen. Bauten und bewegliche Gegenstände des Anlagevermögens der KRONES AG werden, soweit zulässig, degressiv, alle übrigen Anlagegüter linear abgeschrieben. Bei degressiv abgeschriebenen beweglichen Anlagegütern wird auf die lineare Abschreibung übergegangen, wenn diese zu höheren Abschreibungen führt. Da die degressive Abschreibung mit den Regelungen des BilMoG nicht mehr vereinbar ist, werden Sachanlagen, die ab dem 01.01.2010 angeschafft worden sind, ausschließlich linear abgeschrieben. Bei voraussichtlich dauerhaften Wertminderungen werden außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen.

Die planmäßigen Abschreibungen für Anlagegegenstände werden auf der Grundlage folgender gruppeneinheitlicher Nutzungsdauern ermittelt:

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Nutzungsdauer in Jahren
Gebäude 25 bis 50
Maschinen 5 bis 20
Technische Anlagen 5 bis 25
Betriebs- und Geschäftsausstattung 3 bis 20
EDV-Programme/sonstige Rechte 3 bis 20

Bewegliche Gegenstände des Anlagevermögens, die selbstständig nutzbar sind und der Abnutzung unterliegen, werden bei Anschaffungs- oder Herstellungskosten bis 150 € sofort aufwandswirksam verbucht. Vermögensgegenstände, deren Anschaffungs- oder Herstellungskosten mehr als 150 € und nicht mehr als 1.000 € betragen, werden zu einem Pool zusammengefasst und über eine Nutzungsdauer von 5 Jahren linear abgeschrieben.

Anteile an verbundenen Unternehmen und Beteiligungen sind zu Anschaffungskosten abzüglich der erforderlichen Abschreibungen bilanziert.

Wertpapiere und Ausleihungen sind mit dem Nominalwert oder niedrigerem Zeitwert angesetzt. Wertaufholungen sind in erforderlichem Umfang erfolgt.

Vorräte werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten oder zu niedrigeren Tageswerten angesetzt.

Herstellungskosten der fertigen und unfertigen Erzeugnisse sowie der unfertigen Leistungen umfassen Fertigungsmaterial und -löhne sowie Material- und Fertigungsgemeinkosten. Unter Beachtung des Niederstwertprinzips erfolgen Abschläge auf den niedrigeren beizulegenden Wert. Dieser Abschlag berücksichtigt alle bei der Aufstellung des Abschlusses erkennbaren Bestandsrisiken, die sich durch eingeschränkte Verwertbarkeit oder aus der Lagerdauer ergeben.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind mit den Anschaffungskosten bewertet. Erkennbare Risiken sind durch Einzelwertberichtigungen berücksichtigt, dem allgemeinen Kredit- und Finanzierungsrisiko wird durch pauschale Wertberichtigung Rechnung getragen. Für Forderungen und unverzinsliche Außenstände mit längeren Laufzeiten werden grundsätzlich entsprechend dem erwarteten Zahlungseingang Abzinsungen vorgenommen. Exportforderungen in fremder Währung sind grundsätzlich mit dem Devisenkassamittelkurs des Tages der Verbuchung bzw. dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bilanziert.

Für Vermögensgegenstände, die ausschließlich der Erfüllung von Verpflichtungen aus Pensionszusagen dienen und dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen sind, erfolgt die Bewertung zum beizulegenden Zeitwert. Erträge und Aufwendungen aus diesen Vermögensgegenständen werden mit dem Aufwand aus der Aufzinsung der entsprechenden Verpflichtungen saldiert und im Finanzergebnis ausgewiesen. Weiterhin werden diese Vermögensgegenstände mit der jeweils zugrunde liegenden Verpflichtung verrechnet. Ergibt sich ein Verpflichtungsüberhang, wird dieser unter den Rückstellungen erfasst. Übersteigt der Wert der Vermögensgegenstände die Verpflichtungen, erfolgt der Ausweis als aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung.

Die Bildung des aktivischen Rechnungsabgrenzungspostens erfolgt in handelsrechtlich zulässigem Umfang.

Passiva

Die ausgewiesenen Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen sind auf den nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag abgestellt. Bei der Bewertung sind somit zukünftige Preis- und Kostensteigerungen berücksichtigt. Die Pensionsrückstellungen für Versorgungsverpflichtungen, deren Restlaufzeit ein Jahr übersteigen, werden unter Verwendung eines durchschnittlichen Marktzinssatzes, welcher von der Deutschen Bundesbank ermittelt worden ist, fristenkongruent abgezinst. Anstelle der Ermittlung individueller Abzinsungssätze für jede einzelne Verpflichtung wird eine gemäß § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB zulässige, pauschale Restlaufzeit aller Verpflichtungen von 15 Jahren angenommen.

Sonstige Rückstellungen werden für Verpflichtungen gegenüber Dritten gebildet, die eine Vermögensbelastung darstellen und über deren Höhe oder Zeitpunkt des Eintretens Ungewissheit besteht. Sie sind nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung für alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen gebildet. Die Bewertung erfolgt auf der Grundlage des Erfüllungsbetrages. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit einem durchschnittlichen Marktzinssatz, wie er von der Deutschen Bundesbank ermittelt worden ist, fristenkongruent abgezinst.

Rückstellungen für Jubiläumszuwendungen werden gemäß § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB pauschal mit dem von der Deutschen Bundesbank ermittelten durchschnittlichen Marktzinssatz abgezinst, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt.

Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag bilanziert. Nicht kursgesicherte Fremdwährungsverbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind mit dem Devisenkassamittelkurs des Bilanzstichtags passiviert.

Werte für Verbindlichkeiten aus Wechselobligo, Bürgschaften und Gewährleistungsverträgen entsprechen den valutierten Beträgen am Bilanzstichtag.

Die Bildung des passivischen Rechnungsabgrenzungspostens erfolgt in handelsrechtlich zulässigem Umfang.

Erläuterung der Bilanz und der Gewinn-und-Verlust-Rechnung

Aktiva

Anlagevermögen

Die in den Bilanzen aufgeführten Posten des Anlagevermögens sind im Anlagespiegel dargestellt. Dabei werden die Buch-/Bilanzwerte, ausgehend von den Anschaffungs- oder Herstellungskosten, nach dem Bruttoprinzip entwickelt.

1 Immaterielle Vermögensgegenstände

Der Zugangsbetrag betrifft im Wesentlichen Lizenzen an EDV-Software (T€ 12.115).

2 Sachanlagen

Der Zugang bei den Grundstücken und Gebäuden resultiert im Wesentlichen aus Erweiterungen an den Standorten Rosenheim (T€ 2.807), Neutraubling (T€ 1.865) und Nittenau (T€ 976). Die Investitionen in die übrigen Sachanlagen in Höhe von T€ 33.456 betreffen vor allem Kapazitätserweiterungen und Modernisierungen an den Produktionsstandorten.

3 Finanzanlagen

Die Zugänge bei den Finanzanlagen betreffen im Wesentlichen die Erhöhung des Buchwertes der Beteiligung an der KOSME S.r.l., Roverbella, den Erwerb von Anteilen an der HST Maschinenbau GmbH, Dassow und der TILL GmbH, Hofheim sowie Ausleihungen an die EVOGUARD GmbH, Nittenau, an die SYSKRON Holding GmbH, Wackersdorf und an die TILL GmbH, Hofheim. Die Aufstellung des Anteilsbesitzes wird durch den elektronischen Bundesanzeiger bekanntgemacht.

4 Vorräte

Der Wert des Vorratsvermögens ist im Vergleich zum Vorjahr, vor Verrechnung mit den erhaltenen Anzahlungen, um 1,6 % gestiegen. Es wurde zu rund 72,2 % durch Kundenanzahlungen vorfinanziert.

5 Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

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T€ 31.12.2014 davon Restlaufzeit bis 1 Jahr 31.12.2013 davon Restlaufzeit bis 1 Jahr
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 383.127 10.381 368.449 8.410
Forderungen gegen verbundene Unternehmen 113.573 104.603
Forderungen gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 0 5.869
sonstige Vermögensgegenstände 43.178 3.641 56.172 5.509
539.878 14.022 535.093 13.919

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen bestehen zu 20,1 % gegen inländische und zu 79,9 % gegen ausländische Kunden. Dem allgemeinen Kreditrisiko wird durch eine pauschale Wertberichtigung in Höhe von 1 % der risikobehafteten Forderungen ausreichend Rechnung getragen. Die Abzinsung von Altforderungen und unverzinslichen Außenstände mit längeren Laufzeiten erfolgt mit einem Zinssatz von 2,90 %.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen resultieren in Höhe von T€ 113.300 aus dem konzerninternen Liefer- und Leistungsverkehr und in Höhe von T€ 272 aus sonstigen Verrechnungen.

6 Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten

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T€ 31.12.2014 31.12.2013
Kassenbestand 9 12
Guthaben Kreditinstitut 165.507 113.085
165.516 113.097

7 Gezeichnetes Kapital

Das Gezeichnete Kapital der KRONES AG beträgt € 40.000.000,00.

Am Bilanzstichtag waren 31.593.072 Stück auf den Inhaber lautende Stammaktien ausgegeben.

Durch Beschluss der Hauptversammlung vom 15. Juni 2011 besteht ein genehmigtes Kapital. Mit dem genehmigten Kapital ist der Vorstand ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital bis zum 15. Juni 2016 durch Ausgabe neuer auf den Inhaber lautende Stückaktien einmal oder mehrfach gegen Bareinlagen um bis zu € 10.000.000,00 zu erhöhen. Dabei ist den Aktionären ein Bezugsrecht einzuräumen.

Nach § 71 Abs. 1 Nr. 8 AktG kann die Gesellschaft ermächtigt werden, eigene Aktien bis zu 10 % des derzeitigen Grundkapitals für diese zu erwerben. Die in der Hauptversammlung am 16. Juni 2010 (Tagesordnungspunkt 6) beschlossene Ermächtigung zum Erwerb eigener Aktien wäre zum Ablauf des 15. Juni 2015 und damit vor der nächsten ordentlichen Hauptversammlung abgelaufen. Um auch nach Ablauf des 15. Juni 2015 diesbezüglich handlungsfähig zu sein, ist die Gesellschaft durch Beschluss der Hauptversammlung vom 25. Juni 2014 erneut zum Erwerb und zur Verwendung eigener Aktien ermächtigt worden. Die Ermächtigung gilt bis zum Ablauf des 24. Juni 2019. Die in der Hauptversammlung am 16. Juni 2010 beschlossene Ermächtigung ist durch die erneute Ermächtigung aufgehoben worden.

Der Bestand der zu diesem Zweck erworbenen Aktien darf zusammen mit anderen Aktien der Gesellschaft, welche diese bereits erworben hat und noch besitzt, 10 % des Grundkapitals der KRONES Aktiengesellschaft nicht übersteigen. Der Erwerb erfolgt nach Wahl des Vorstands über die Börse oder mittels eines öffentlichen Kaufangebots bzw. mittels einer öffentlichen Aufforderung zur Abgabe eines solchen Angebots.

Erfolgt der Erwerb der Aktien über die Börse, darf der gezahlte Gegenwert je Aktie den am Börsenhandelstag ermittelten Eröffnungskurs im XETRA-Handel an der Frankfurter Wertpapierbörse um nicht mehr als 10 % überschreiten und um nicht mehr als 10 % unterschreiten.

Erfolgt der Erwerb über ein öffentliches Kaufangebot bzw. eine öffentliche Aufforderung zur Abgabe eines Kaufangebots, dürfen der gebotene Kaufpreis oder die Grenzwerte der Kaufpreisspanne je Aktie den Eröffnungskurs im XETRA-Handel an der Frankfurter Wertpapierbörse am dritten Börsenhandelstag vor dem Tag der öffentlichen Ankündigung des Angebots bzw. der öffentlichen Aufforderung zur Abgabe eines Kaufangebots um nicht mehr als 10 % überschreiten und um nicht mehr als 20 % unterschreiten.

Durch Beschluss der Hauptversammlung vom 25. Juni 2014 ist der Vorstand ermächtigt, eigene Aktien der KRONES Aktiengesellschaft zu allen gesetzlich zugelassenen Zwecken zu verwenden.

Die Ermächtigung kann einmalig oder mehrmals, ganz oder in Teilen ausgeübt werden.

8 Bilanzgewinn

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T€ 31.12.2014 31.12.2013
Gewinnvortrag 43.090 50.345
Jahresüberschuss 42.887 55.931
85.977 106.276

Der Bilanzgewinn 2013 in Höhe von T€ 106.276 wurde in Höhe von T€ 63.186 als Dividende ausgeschüttet und zu T€ 43.090 auf neue Rechnung vorgetragen.

9 Rückstellungen

Aufgrund einer Pensionsordnung ist den bis zum Geschäftsjahr 1999 in die KRONES AG eingetretenen Mitarbeitern eine Alters-, Invaliden- und Witwenrente zugesagt. Der Ansatz der Pensionsrückstellungen beruht auf versicherungsmathematischen Gutachten. Hierbei sind folgende Prämissen in den versicherungsmathematischen Berechnungen berücksichtigt:

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2014 2013
Bewertungsstandard Projected Unit Credit Method Projected Unit Credit Method
Berechnungsgrundlagen »Richttafeln 2005G« von Klaus Heubeck »Richttafeln 2005G« von Klaus Heubeck
Abzinsungssatz 4,53 % 4,88 %
Gehaltsdynamik allgemeine VO 0,00 % 0,00 %
Gehaltsdynamik individuelle Zusage 3,00 % 3,00 %
Rentendynamik 2,00 % 2,00 %
Fluktuation 2,00 % p. a. 2,00 % p. a.

Da die abgeschlossenen Pensionszusagen im Rahmen der allgemeinen Versorgungsordnung unabhängig von zukünftigen Gehaltssteigerungen sind, wurde für die Ermittlung der entsprechenden Pensionsrückstellung keine Gehaltsdynamik berücksichtigt.

Der Erfüllungsbetrag der mit dem Planvermögen verrechneten Pensionsverpflichtung betrug T€ 132.154. Der Zeitwert des verrechneten Planvermögens, das ausschließlich der Deckung von Altersversorgungsverpflichtungen dient und dem Zugriff anderer Gläubiger entzogen ist, belief sich auf T€ 19.778, die Anschaffungskosten des verrechneten Planvermögens auf T€ 18.394. Der Saldo der verrechneten Aufwendungen und Erträge betrug T€ 5.348.

Mittelbare Pensionsverpflichtungen, die nicht durch Vermögen des KRONES Unterstützungsfonds e.V. gedeckt sind, bestehen in Höhe von T€ 7.656.

Steuerrückstellungen berücksichtigen die zu erwartenden Steuernachzahlungen.

Die sonstigen Rückstellungen decken alle erkennbaren Risiken und sonstigen ungewissen Verpflichtungen ab. Die Bewertung der langfristigen Rückstellungen erfolgte fristenkongruent mit Abzinsungssätzen von 2,80 % - 4,53 %.

Die Bewertung der Rückstellungen für Jubiläumszuwendungen erfolgte mit einem Abzinsungssatz von 4,53 %.

Es sind im Wesentlichen Rückstellungen für Personal inkl. Altersteilzeit (T€ 100.459), sowie auftragsbezogene Rückstellungen (T€ 234.679) enthalten, die insbesondere noch zu erbringende Montageleistungen, Gewährleistungen, Schadenersatz, drohende Verluste und ausstehende Lieferantenrechnungen beinhalten.

10 Verbindlichkeiten

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T€ 31.12.2014 davon Restlaufzeit bis 1 Jahr 31.12.2013 davon Restlaufzeit bis 1 Jahr
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 155.430 155.430 147.787 147.787
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 126.396 126.396 112.066 112.066
Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 1.576 1.576 772 772
sonstige Verbindlichkeiten 42.994 42.265 38.053 37.357
326.396 325.667 298.678 297.982

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen resultieren in Höhe von T€ -2.962 aus dem konzerninternen Liefer- und Leistungsverkehr.

Die sonstigen Verbindlichkeiten enthalten Verbindlichkeiten aus Steuern in Höhe von T€ 14.415 (Vorjahr T€ 10.536) sowie Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit in Höhe von T€ 3.133 (Vorjahr T€ 3.724).

11 Haftungsverhältnisse

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T€ 31.12.2014 31.12.2013
Wechselobligo 15.366 10.942
Verbindlichkeiten aus Bürgschaften und Gewährleistungsverträgen 11.631 10.350
Gesamt 26.997 21.292

Das Wechselobligo resultiert aus der Begebung und Übertragung von Handelswechseln. Bei den Bürgschafts- und Gewährleistungsrisiken, hiervon gegenüber verbundenen Unternehmen T€ 11.631, handelt es sich um harte Patronatserklärungen in Höhe von T€ 2.000 sowie um Bürgschaften in Höhe von T€ 9.631.

Die KRONES AG geht unter Berücksichtigung der Erkenntnisse bis zum Aufstellungszeitpunkt davon aus, dass die Verpflichtungen, die den Haftungsverhältnissen zugrunde liegen, von den jeweiligen Hauptschuldnern erfüllt werden können und schätzt somit das Risiko einer Inanspruchnahme als nicht wahrscheinlich ein.

12 Sonstige finanzielle Verpflichtungen

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T€ 31.12.2014 davon fällig im 2.-5. Folgejahr davon fällig nach dem 5. Folgejahr 31.12.2013 davon fällig im 2.-5. Folgejahr davon fällig nach dem 5. Folgejahr
Miet- und Leasingverträge 23.930 10.583 0 26.127 13.327 0
Wartungsverträge 19.206 10.665 0 11.815 714 0
Gesamt 43.136 21.248 0 37.942 14.041 0

Leasingverpflichtungen resultieren hauptsächlich aus dem Leasing des Fuhrparks sowie aus dem Leasing von Datenspeichersystemen.

Verpflichtungen aus Wartungsverträgen sind den Bereichen EDV (Hard- und Software) sowie Bürokommunikationsgeräte zuzuordnen.

13 Umsatzerlöse

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Aufgliederung nach Vertriebsregionen 2014 2013
Deutschland 13,2 % 10,2 %
übriges Mitteleuropa 3,0 % 2,5 %
Westeuropa 17,6 % 17,7 %
Osteuropa/GUS 8,7 % 7,3 %
Asien/Pazifik 17,8 % 14,7 %
Südamerika 11,7 % 10,9 %
Nord-/Zentralamerika 7,1 % 9,6 %
China 8,7 % 8,1 %
Nahost/Afrika 12,2 % 19,0 %

14 Sonstige betriebliche Erträge

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T€ 2014 2013
Erträge aus Währungsumrechnung 10.869 21.493
Periodenfremde Erträge 18.655 16.623
davon Erträge aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens 967 804
davon Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen 11.551 12.999
davon Erträge aus der Herabsetzung von Einzel- und Pauschalwertberichtigungen zu Forderungen 5.084 2.370
davon Erträge aus der Auflösung von Verbindlichkeiten 306 263
davon Erträge aus Zuschreibungen und Nachaktivierungen 170 0
davon sonstige periodenfremde Erträge 577 187

15 Personalaufwand

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T€ 2014 2013
Löhne und Gehälter 568.083 545.266
Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 103.392 98.117
davon für Altersversorgung 9.589 6.961
Gesamt 671.475 643.383

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Mitarbeiter im Jahresdurchschnitt (ohne Auszubildende) 2014 2013
Tarifmitarbeiter 6.342 6.285
Außertarifliche Mitarbeiter 2.112 2.130
Gesamt 8.454 8.415

Es befanden sich 2014 durchschnittlich 509 Mitarbeiter (Vorjahr: 490) in Ausbildung.

16 Abschreibungen

Planmäßige Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens sind in Höhe von T€ 8.864 auf entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Werten vorgenommen worden.

Planmäßige Abschreibungen auf Sachanlagen in Höhe von T€ 41.989 entfallen auf Grundstücke und Bauten (T€ 9.535), Technische Anlagen und Maschinen (T€ 14.614) und andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung (T€ 17.840). Außerplanmäßigen Abschreibungen sind auf immaterielle Vermögensgegenstände in Höhe von T€ 518, auf Gebäude in Höhe von T€ 192 sowie auf Betriebs- und Geschäftsausstattung in Höhe von T€ 255 vorgenommen worden.

17 Sonstige betriebliche Aufwendungen

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T€ 2014 2013
Betriebsaufwendungen 108.640 115.288
Verwaltungsaufwendungen 45.135 43.717
davon aus Verlusten aus Währungsumrechnung 13.981 10.592
Vertriebsaufwendungen 206.935 219.226
Periodenfremde Aufwendungen 1.403 608
davon aus Verlusten aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens 58 505
davon aus Forderungsverlusten 1.306 46

18 Finanzergebnis

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T€ 2014 2013
Ergebnis aus Beteiligungen
Erträge aus Beteiligungen an verbundenen Unternehmen 14.851 13.332
Zinsergebnis
Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 453 191
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge
aus verbundenen Unternehmen 19 10
aus übrigen Unternehmen 5.142 1.013
aus Abzinsungen 508 735
Zinsen und ähnliche Aufwendungen
an verbundene Unternehmen -926 -709
an übrige Unternehmen -1.426 -3.322
aus Abzinsungen -7.095 -6.976
Summe Zinsergebnis -3.325 -9.058
Abschreibungen auf Finanzanlagen -17.108 -5.036
Finanzergebnis -5.582 -762

Abschreibungen auf Finanzanlagen sind in Höhe von T€ 16.600 auf Anteile an verbundenen Unternehmen sowie in Höhe von T€ 508 auf Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, vorgenommen worden.

Die Zinserträge aus der Abzinsung von langfristigen Rückstellungen resultieren im Wesentlichen aus der Abzinsung der verpfändeten Rückdeckungsversicherung (T€ 500).

Die Zinsaufwendungen aus der Abzinsung von langfristigen Rückstellungen resultieren im Wesentlichen aus der Abzinsung der Rückstellung für Pensionen und ähnlichen Verpflichtungen (T€ 5.848), der Abzinsung der Rückstellung für Altersteilzeit (T€ 670), der Abzinsung der Rückstellung für Jubiläumszuwendungen (T€ 228) und der Abzinsung der Rückstellung für Gewährleistungen (T€ 149).

19 Steuern vom Einkommen und vom Ertrag und sonstige Steuern

Unter der Position »Steuern vom Einkommen und vom Ertrag« sind die Steuerbelastungen des Geschäftsjahres erfasst. Der Ertragssteueraufwand enthält periodenfremde Steuererträge in Höhe von T€ 526.

Unter den sonstigen Steuern sind Grund-, Kraftfahrzeugsteuer etc. ausgewiesen.

20 Latente Steuern

Im Jahresabschluss der KRONES AG würden sich zum 31. Dezember 2014 aktive latente Steuern in Höhe von insgesamt T€ 31.648 ergeben.

Aufgrund temporärer Bewertungsunterschiede der Vermögensgegenstände, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten resultieren aktive latente Steuern in Höhe von T€ 31.648. Diese betreffen Unterschiede bei den Grundstücken und Bauten, den Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen, den Rückstellungen für Pensionen und ähnlichen Verpflichtungen sowie den sonstigen Rückstellungen.

Die Steuern werden auf Basis der in Deutschland derzeit gültigen Steuersätze, d.h. des Körperschaftsteuersatzes von 15,0 % zuzüglich des Solidaritätszuschlages von 5,5 % und des für die KRONES AG durchschnittlichen Gewerbesteuerhebesatzes von 328 % ermittelt. Insgesamt ergibt sich so ein Ertragsteuersatz von 27,3 %.

Aufgrund des Aktivüberhangs von latenten Steuern wird von dem nach § 274 Abs.1 S.2 HGB bestehenden Ansatzwahlrecht kein Gebrauch gemacht.

Sonstige Angaben

21 Corporate Governance Kodex

Die Erklärung des Vorstands und Aufsichtsrats vom 25. März 2015 gem. § 161 AktG zum Corporate Governance-Kodex in der Fassung vom 24. Juni 2014 ist auf der Webseite der KRONES AG den Aktionären zugänglich. Dort sind auch die Abweichungen aufgeführt.

22 Mitteilungen

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Bezeichnung des jeweiligen Aktionärs Gesamtstimmrechtsanteile Davon zuzurechnen nach § 22 Abs. 2 WpHG indirekte Stimmrechtsanteile
Familie Kronseder Konsortium GbR, Deutschland 51,67 % 51,67 %

Gesellschafter dieser GbR sind: Beteiligungsgesellschaft Kronseder mbH, Harald Kronseder Holding GmbH, VMAX Familienstiftung, Harald Kronseder, Gunter Kronseder, Nora Kronseder, Leopold Kronseder

Beziehungen zu nahestehenden Personen:

Die in der Meldung nach § 21ff WpHG genannten Personen und Unternehmen üben auf Grund eines bestehenden Stimmrechtspool-Vertrages einen beherrschenden Einfluss auf die KRONES AG aus.

23 Honorar des Abschlussprüfers

Die Angabe erfolgt im Konzernabschluss der KRONES AG.

24 Derivative Finanzinstrumente

Die KRONES AG nutzt derivative Finanzinstrumente ausschließlich zur Sicherung von Währungsrisiken im operativen Geschäft und praktiziert somit reines Micro-Hedging. Die Wertänderungen des Grund- und des Sicherungsgeschäfts gleichen sich über die Laufzeit weitgehend aus, da wesentliche Vertragsspezifika wie Laufzeit und Betrag von Grund- und Sicherungsgeschäft weitgehend identisch sind. Eine Nutzung zu spekulativen Zwecken erfolgt nicht. Die derivativen Finanzinstrumente mit einem beizulegenden Zeitwert von T€ 134 (Vorjahr T€ 2.759) decken im Wesentlichen die Währungskursrisiken des Britischen Pfund, des Kanada-Dollars, des japanischen Yen und des US-Dollars ab. Der beizulegende Zeitwert beinhaltet neben der Differenz zwischen dem von der jeweiligen Geschäftsbank erhaltenen Terminkurs und dem Kurs zum Bilanzstichtag angemessene Auf- bzw. Abschläge für die erwartete Kursentwicklung bis zum Fälligkeitstermin. Die Finanzinstrumente setzen sich im Wesentlichen aus Devisenterminkontrakten in einem gesicherten Volumen von T€ 89.867 (Vorjahr T€ 90.149) zusammen.

Vergütung des Vorstands und des Aufsichtsrats

Vergütung des Vorstands

Die Struktur des Vergütungssystems für den Vorstand für das laufende Geschäftsjahr und die Vorjahre wurde aufgrund der Vergütungsempfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex vom Aufsichtsrat ausführlich beraten und entschieden.

Diese Vergütungsempfehlungen für Vorstandsmitglieder von börsennotierten Aktiengesellschaften beinhalten nachstehende Vergütungsbestandteile:

Fixe Bestandteile
Variable Bestandteile, die jährlich wiederkehren und an dem geschäftlichen Erfolg orientiert sind und
Variable Bestandteile mit mittelfristiger Anreizwirkung (Mid Term Incentive) mit Risikofaktor
Variable Bestandteile mit langfristiger Anreizwirkung (Long Term Incentive) mit Risikofaktor

Die Kriterien für die Angemessenheit der Vergütung bilden insbesondere die Aufgaben des jeweiligen Vorstandsmitglieds, dessen Verantwortung, seine persönliche Leistung und die Erfahrung sowie die wirtschaftliche Lage, der Erfolg und die Zukunftsaussichten des Unternehmens im Rahmen seines Vergleichsumfeldes.

Für das Geschäftsjahr 2014 betrug die direkte fixe Vergütung der sieben im Geschäftsjahr 2014 tätigen Vorstandsmitglieder T€ 3.028 (Vorjahr: T€ 2.591). Dieses Fixum ist die vertraglich festgelegte Grundvergütung und wird monatlich in gleichen Beträgen als Gehalt ausgezahlt. Eine Überprüfung findet in der Regel im Rahmen der Verhandlung über die Vertragsverlängerung statt. Zusätzlich erhielten die Vorstandsmitglieder Nebenleistungen in Form von geldwerten Vorteilen aus Sachbezügen (Firmen-Pkw) in Höhe von T€ 85 (Vorjahr: T€ 75).

Auf Grund geänderter gesetzlicher Rahmenbedingungen und eines durchgeführten Benchmarks wurde das Vergütungssystem für den Vorstand überarbeitet. Der Aufsichtsrat stimmte in seiner Sitzung am 25. September 2013 der neuen Vergütungsstruktur zu. Diese Neuordnung wurde der Hauptversammlung am 25. Juni 2014 zur Billigung vorgelegt.

Die Eckpunkte dieser Neuregelung sind ein reduzierter Anteil des Fixgehalts an der Gesamtvergütung, eine Verkürzung der langfristigen Erfolgskomponente von zehn auf fünf Jahre und die Einführung einer mittelfristigen Erfolgskomponente zu Lasten der kurzfristigen Zielvereinbarung.

Die Angemessenheit wurde und wird vom Aufsichtsrat durch externe Benchmarks, sowie durch einen Vergleich mit dem oberen Führungskreis bzw. der Gesamtbelegschaft regelmäßig überprüft.

Das Incentive Paket des Vorstands setzt sich seit 2014 wie folgt zusammen:

Short Term Incentive (STI, Berechnungszeitraum 1 Jahr)

Jährliche Auslobung
Zielwert: 3 Monatsgehälter p.a. (= 100 % Zielerreichung)
Bezugsgrößen: EBT-Marge (Schwerpunkt), Auftragseingang, Konzernumsatz, ROCE
Cap bei 200 % (max. 6 Monatsgehälter)
Auszahlung entfällt, wenn EBT negativ ist

Die variable Vergütung hat Risikocharakter, so dass es sich hierbei um eine nicht gesicherte Vergütung handelt. Die variable Vergütung für das Geschäftsjahr 2014 betrug T€ 892 (Vorjahr: T€ 1.346).

Mid Term Incentive (MTI, Berechnungszeitraum 3 Jahre)

Jährliche Auslobung (revolvierend)
Zielwert: 3 Monatsgehälter p. a. (= 100 % Zielerreichung)
Bezugsgrößen: ROCE (Schwerpunkt), Umsatz, EBIT und Qualitätskosten
Cap bei 200 % (max. 6 Monatsgehälter)
Auszahlung entfällt, wenn EBT im Durchschnitt negativ ist

Die Mid Term Incentive-Rückstellung betrug zum Geschäftsjahresende T€ 1.480 (Vorjahr: T€ 0), davon entfallen T€ 774 als Vergütung auf das Jahr 2014.

Long Term Incentive (LTI, Berechnungszeitraum 5 Jahre)

Auslobung alle 5 Jahre (sequenziell)
Rechnerisch 1/5 der Festbezüge p. a. bei 100 %, Auszahlung erst ab 110 % (Entwicklung des Unternehmenswerts zwischen Start und Ende)
Bezugsgrößen: Steigerung des Unternehmenswertes anhand Durchschnitt der Multiples: EBT mal 9, EBITDA mal 7, Umsatz mal 1 (jeweils 5-Jahresdurchschnitt)
Cap bei 250 % des Fixgehalts
Auszahlung nur, wenn der Unternehmenswert um mindestens 10% gesteigert wurde

Die Long Term Incentive-Rückstellung betrug zum Geschäftsjahresende T€ 1.754 (Vorjahr: T€ 942).

Insgesamt besteht die neue Vergütungsstruktur zu 59 % aus fixer (alt: 63 %) und zu 41 % (alt: 37 %) aus variabler Vergütung.

Ergänzend kann der Aufsichtsrat nach Ermessen eine Sondertantieme ausgeben, wenn außergewöhnliche Ereignisse es als angemessen erscheinen lassen.

In Summe ist das Vergütungssystem darauf ausgerichtet, einen Anreiz für eine nachhaltig erfolgreiche Unternehmensführung zu setzen. Dabei bestehen Höchstgrenzen und Auszahlungshürden bezüglich der variablen Vergütung.

Bei der KRONES AG bestehen und bestanden keine Aktienoptionsprogramme oder vergleichbare, wertpapierorientierte Vergütungskomponenten mit langfristiger Anreizwirkung für Vorstandsmitglieder.

Für aktive Vorstandsmitglieder wurden Pensionsrückstellungen in Höhe von T€ 1.024 (Vorjahr: T€ 2.357) gebildet.

Darüber hinaus wurden für beitragsorientierte Zusagen Aufwendungen in Höhe von T€ 561 im Geschäftsjahr 2014 geleistet.

Die gem. Ziffer 4.2.4 des Deutschen CG-Kodex und gemäß §§ 285 S.1 Nr. 9a S. 5 - 9; 314 Abs. 1, S.1 Nr. 6a S. 5 - 9 HGB geforderte individualisierte Offenlegung der Bezüge wird dagegen nicht umgesetzt. Nach Überzeugung der KRONES AG widerspräche eine derartige Offenlegung dem Schutz von Persönlichkeitsrechten.

Laut Beschluss der Hauptversammlung vom 16. Juni 2010 unterbleiben deshalb die detaillierten Angaben für jedes einzelne Vorstandsmitglied gem. § 286 Abs. 5 HGB bis einschließlich des Jahres- und Konzernabschlusses für das Geschäftsjahr 2014.

Die Angaben zur Struktur der Vergütung sind dagegen wesentlich für die Beurteilung, ob eine solchermaßen aufgeteilte Vergütung angemessen ist und ob von ihr eine Anreizwirkung für den Vorstand ausgeht.

An ehemalige Vorstandsmitglieder und deren Hinterbliebene wurden T€ 820 (Vorjahr: T€ 797) ausbezahlt und ein die Schulden übersteigender Aktivbetrag in Höhe von T€ 779 (Vorjahr T€ 456) gebildet.

Vergütung des Aufsichtsrats

Die Vergütung für die Mitglieder des Aufsichtsrats ist in der Satzung geregelt und wird durch die Hauptversammlung bestimmt. Für das Geschäftsjahr 2014 gilt die zuletzt in der Hauptversammlung vom 25. Juni 2014 geänderte Satzung.

Die Aufsichtsratsvergütung besteht aus einer jährlich festen Vergütung in Höhe von € 35.000. Die feste Vergütung beträgt für den Vorsitzenden das Zweieinhalbfache und für den stellvertretenden Vorsitzenden das Eineinhalbfache. Ferner erhalten die Aufsichtsratsmitglieder einen pauschalen Auslagenersatz von € 1.500 pro Sitzung, sofern sie keine höheren Auslagen nachweisen.

Soweit Mitglieder des Aufsichtsrats besonderen Ausschüssen innerhalb des Aufsichtsrats angehören, erhalten sie eine zusätzliche Vergütung von jährlich € 7.000 und einen pauschalen Auslagensatz von € 1.500 pro Sitzung.

Aufsichtsratsmitglieder, die dem Aufsichtsrat nur während eines Teils des Geschäftsjahres angehört haben, erhalten eine zeitanteilige Vergütung.

Die Gesamtbezüge der Mitglieder des Aufsichtsrats betrugen somit T€ 628 (Vorjahr: T€ 553).

Es bestehen keine Aktienoptionsprogramme und ähnliche wertpapierorientierte Anreizsysteme der Gesellschaft. Somit bestehen auch keine Aktienoptionsprogramme oder vergleichbare Vergütungskomponenten mit langfristiger Anreizwirkung für Aufsichtsratsmitglieder.

Vorschlag für die Verwendung des Bilanzgewinns der KRONES AG

Der Bilanzgewinn der KRONES AG beträgt zum 31. Dezember 2014 € 85.976.831,43. Wir schlagen der ordentlichen Hauptversammlung am 17. Juni 2015 vor, von diesem Betrag folgende Verwendung zu beschließen:

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Vorschlag für die Verwendung des Bilanzgewinns
Dividende € 1,25 für 31.593.072 Stammstückaktien 39.491.340,00
Vortrag auf neue Rechnung 46.485.491,43

Neutraubling, 31. März 2015

KRONES AG

Der Vorstand

Volker Kronseder, Vorsitzender

Christoph Klenk

Rainulf Diepold

Ralf Goldbrunner

Thomas Ricker

Markus Tischer

Organe der Gesellschaft

Gemäß § 8 Abs. 1 der Satzung werden sechs Mitglieder des Aufsichtsrats von den Aktionären nach dem Aktiengesetz (§§ 96 Abs. 1, 101 AktG) gewählt. Sechs Mitglieder sind nach § 1 Abs. 1, § 7 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 MitbestG von den Arbeitnehmern zu wählen.

Aufsichtsrat

Ernst Baumann

Aufsichtsratsvorsitzender

* ZF FRIEDRICHSHAFEN AG

Werner Schrödl**

Konzernbetriebsratsvorsitzender

Gesamtbetriebsratsvorsitzender

Stv. Aufsichtsratsvorsitzender

* VERWALTUNGSRAT DER BAYERISCHEN BETRIEBSKRANKENKASSEN

Klaus Gerlach**

Head of Central International

Operations and Services

Dr. Klaus Heimann**

Leiter des Ressorts Bildungs- und Qualifizierungspolitik der IG METALL

(bis 14. Juli 2014)

Dr. Jochen Klein

Geschäftsführer der I-Invest GmbH

* DÖHLER GMBH

* HOYER GMBH

* CONSORTIUM GASTRONOMIE GMBH

(bis 25. Juni 2014)

Norman Kronseder

Land- und Forstwirt

* BAYERISCHE FUTTERSAATBAU GMBH

Philipp Graf von und zu Lerchenfeld

MdB, Dipl.-Ing. agr., WP/StB

Dr. Alexander Nerz

Rechtsanwalt

Dr. Verena Di Pasquale**

Stellvertretende Vorsitzende des DGB Bayern

(seit 14. Juli 2014)

Johann Robold**

Betriebsrat

Petra Schadeberg-Herrmann

Geschäftsführende Gesellschafterin der KROMBACHER FINANCE GMBH, SCHAWEI GMBH, DIVERSUM HOLDING GMBH & CO. KG

* CHOCOLADEFABRIKEN LINDT & SPRÜNGLI AG

* COMMERZBANK AG

Jürgen Scholz**

1. Bevollmächtigter und Kassierer

IG Metall Verwaltungsstelle

Regensburg

* INFINEON TECHNOLOGIES AG

Hans-Jürgen Thaus

Vormals stellvertretender Vorstandsvorsitzender der KRONES AG

(seit 25. Juni 2014)

* MASCHINENFABRIK RHEINHAUSEN GMBH

* KURTZ HOLDING GMBH & BETEILIGUNGS KG

* SCHULER AG

Josef Weitzer**

Stellv. Konzernbetriebsratsvorsitzender

Stellv. Gesamtbetriebsratsvorsitzender

Betriebsratsvorsitzender Neutraubling

* SPARKASSE REGENSBURG

Vorstand

Volker Kronseder

Vorsitzender Personal, Kommunikation und Qualität

Christoph Klenk

Finanzen, Controlling und Informationsmanagement

Rainulf Diepold

Vertrieb und Marketing

Werner Frischholz

Anlagen und Komponenten (bis 31. August 2014)

Thomas Ricker

Abfüll- und Verpackungstechnik

Markus Tischer

International Operations and Services (seit 1. Januar 2014)

Ralf Goldbrunner

Anlagen und Komponenten (seit 1. September 2014)

* Weitere Aufsichtsratsmandate gemäß § 125 Abs. 1 Satz 5 AktG

** Von der Belegschaft gewählt

Außerdem sind die Konzerngesellschaften dem Verantwortungsbereich von jeweils zwei Vorstandsmitgliedern zugeordnet.

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der KRONES Aktiengesellschaft, Neutraubling, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2014 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung des Vorstands der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen des Vorstands sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung auf Grund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Regensburg, den 31. März 2015

**KPMG Bayerische Treuhandgesellschaft

Aktiengesellschaft

Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Steuerberatungsgesellschaft**

Braun, Wirtschaftsprüfer

Herr, Wirtschaftsprüfer

Weitere Informationen

Kaufmännisches Glossar

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Cashflow Gesamtheit von Zu- und Abflüssen von Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten in einer Periode.
Corporate Governance Rahmen für eine verantwortungsvolle und auf Nachhaltigkeit ausgerichtete Unternehmensleitung und -kontrolle.
DAX Deutscher Aktienindex (DAX). Der Index umfasst die 30 größten (gemessen an Börsenwert und Börsenumsatz) deutschen Unternehmen.
EBITDA Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Earnings before interest, taxes, depreciation and amortisation).
EBIT Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Earnings before interest and taxes).
EBT Ergebnis vor Steuern (Earnings before taxes).
EBT-Marge Verhältnis Ergebnis vor Steuern zum Umsatz.
Eigenkapital Mittel, die dem Unternehmen von den Eigentümern durch Einzahlung und/oder Einlage bzw. aus einbehaltenen Gewinnen zur Verfügung gestellt werden.
Eigenkapitalrendite vor Steuern Verhältnis Ergebnis vor Steuern zu durchschnittlichem Eigenkapital.
Free Cashflow Der frei verfügbare Cashflow, der zur Dividendenausschüttung, Schuldentilgung oder Thesaurierung zur Verfügung steht. Der Free Cashflow berechnet sich, in dem man von der Mittelveränderung aus der laufenden Geschäftstätigkeit die Mittelveränderung aus der Investitionstätigkeit abzieht.
Free Float Streubesitz, also der Teil des Aktienkapitals, der sich nicht in festen Händen von Großaktionären befindet.
Fremdkapital Zusammenfassende Bezeichnung für die auf der Passivseite der Bilanz auszuweisenden Rückstellungen, Verbindlichkeiten und passivischen Rechnungsabgrenzungsposten.
Kapitalflussrechnung Betrachtung der Zahlungsströme unter Berücksichtigung der Mittelherkunft- und Mittelverwendungseffekte innerhalb des Geschäftsjahres.
Marktkapitalisierung Börsenwert eines Unternehmens. Dieser berechnet sich aus dem Aktienkurs multipliziert mit der Anzahl der Aktien.
MDAX Index, der die 50 größten (gemessen an Börsenwert und Börsenumsatz) deutschen und ausländischen Unternehmen der klassischen Sektoren unterhalb des DAX umfasst.
Nettoliquidität Zahlungsmittel und Wertpapiere des kurzfristigen Vermögens abzüglich der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten.
ROCE (passivisch) Verhältnis EBIT zur durchschnittlichen Nettokapitalbindung (Bilanzsumme abzüglich zinsfreie Verbindlichkeiten und zinsfreie sonstige Rückstellungen).
ROCE (aktivisch) Verhältnis EBIT zur durchschnittlichen Summe aus Anlagevermögen und Working Capital.
Total Cost of Ownership (TCO) Bezeichnet die Gesamtkosten einer Investition während der kompletten Nutzungsdauer. Sie setzt sich aus den Anschaffungskosten und den Betriebskosten der Maschine oder Anlage zusammen.
Working Capital Das betriebsnotwendige Kapital errechnet sich wie folgt: (Forderungen aus Lieferungen und Leistungen + Vorräte + geleistete Anzahlungen) - (Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen + erhaltene Anzahlungen)
XETRA-Handelssystem Elektronisches Börsenhandelssystem der DEUTSCHEN BÖRSE AG.

Technisches Glossar

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Aseptische Getränkeabfüllung Keimfreie Abfüllung von Getränken bei Umgebungstemperatur.
Block-Lösungen Es werden mindestens zwei Einzelmaschinen, zum Beispiel eine Streckblasmaschine und ein Füller, direkt miteinander verbunden. Der Nassteilblock ErgoBloc L besteht aus einer Streckblasmaschine, einer Etikettiermaschine und einem Füller.
Craft Brewer/Craft Beer Kleinere konzernunabhängige Brauereien (Craft Brewer), die handwerklich gebrautes Spezialbier (Craft Beer) anbieten.
Digitaldruck Druckverfahren, bei dem die Daten direkt vom Computer auf das zu bedruckende Objekt übertragen werden, ohne dass eine Druckvorlage erzeugt wird. Digitaldruck ist deutlich flexibler und bei kleineren Auflagen erheblich wirtschaftlicher als herkömmliche Druck- und Etikettierverfahren.
Energy Drink Getränk, das eine anregende Wirkung auf den Organismus hat. Hierfür sorgen hauptsächlich die Inhaltsstoffe Zucker und Koffein.
enviro Das Nachhaltigkeitsprogramm von KRONES. enviro wurde 2009 von TÜV SÜD zertifiziert. Damit hat KRONES die Kompetenzzertifizierung erhalten, um das enviro-Siegel für Energie- und Medieneffizienz sowie Umweltverträglichkeit für die eigenen Maschinen und Anlagen zu verleihen. KRONES richtet alle Neuentwicklungen an den Kriterien des Nachhaltigkeitsprogramms enviro aus.
Füller Als Füller werden Maschinen und Anlagen bezeichnet, mit denen das fertige Produkt in die Verpackung dosiert wird.
Inspektionsmaschine Maschine, die überprüft, ob leere oder volle Flaschen bzw. andere Behälter beschädigt oder verschmutzt sind.
Intralogistik Kompletter innerbetrieblicher Material- und Warenfluss. Dazu zählen beispielsweise Lager-, Kommissionierungs- und Fördersysteme.
Linie Als Linie wird eine komplette Anlage bezeichnet, die aus mehreren Einzelmaschinen und Modulen besteht. Mit einer kompletten KRONES Linie werden fertige Getränke gemischt, Flaschen produziert, abgefüllt, etikettiert, transportiert und verpackt.
Pasteurisation Kurzzeitige Erwärmung von flüssigen Lebensmitteln auf Temperaturen bis 100 Grad Celsius. Dadurch werden Mikroorganismen abgetötet und Getränke wie Milch sowie Frucht- und Gemüsesäfte haltbar gemacht.
PET Polyethylenterephthalat, ein thermoplastischer Kunststoff aus der Familie der Polyester, der u. a. zur Herstellung von Getränkeflaschen eingesetzt wird.
Preforms Rohlinge aus PET, die in Form und Größe Reagenzgläsern ähneln. Aus den Preforms werden in einer Streckblasmaschine PET-Flaschen hergestellt.
Sleeve Folienetiketten für Behälter, die entweder als Stretch-Variante gedehnt und aufgebracht oder durch Erwärmung aufgeschrumpft werden.
Streckblasmaschine Mit Streckblasmaschinen werden Behälter aus Polyethylenterephthalat (PET) hergestellt. Die PET-Rohlinge (Preforms) werden erwärmt und danach in einer Blasform mit Druckluft zu fertigen Behältern aufgeblasen.
Sudhaus Im Sudhaus wird aus den Grundstoffen Malz, Hopfen und Wasser in mehreren Schritten Bier gebraut.
Wirkungsgrad Der Wirkungsgrad ist ein Maß für die Effizienz. Er beschreibt das Verhältnis von genutzter Leistung zu zugeführter Leistung und wird meistens in Prozent (0 bis 100 %) angegeben. Im Maschinen- und Anlagenbau wird diese Kennzahl verwendet, um den tatsächlichen Output ins Verhältnis zur nominalen bzw. theoretisch möglichen Leistung zu setzen. Beispiel: Auf einer Abfüllanlage mit einer Nennleistung von 50.000 Flaschen/ Stunde werden tatsächlich aufgrund von Störungen/Schwankungen durchschnittlich nur 45.000 Flaschen/ Stunde abgefüllt. So errechnet sich ein Wirkungsgrad von 90 % (45.000/50.000).

Kontakt

KRONES AG

Investor Relations

Olaf Scholz

Telefon +49 9401 70-1169

Telefax +49 9401 70-3205

Böhmerwaldstraße 5

93073 Neutraubling

Deutschland

Impressum

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Herausgeber KRONES AG Böhmerwaldstraße 5 93073 Neutraubling
Projektleitung Roland Pokorny, Leiter Unternehmenskommunikation
Gestaltung Büro Benseler
Text KRONES AG, InvestorPress GmbH
Fotos KRONES AG

Hinweis zum Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz (AGG)

Zum Zwecke der besseren Lesbarkeit haben wir, die Redaktion, bei Begriffen allgemein die männliche Form gewählt. Dies ist selbstverständlich nicht als diskriminierend zu verstehen und soll in keinem Falle Leser verunsichern oder ihre Gefühle verletzen. Bitte haben Sie hierfür Verständnis.

Der Geschäftsbericht liegt auch in englischer Sprache vor und wird auf Anfrage gerne zugesandt. Sie finden ihn außerdem auf unserer Website unter der Rubrik Investor Relations.

Bestandteil des Anhangs

Zusammensetzung des Anteilbesitz am Bilanzstichtag 31.12.2014

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Name und Sitz der Gesellschaft Eigenkapital Anteil am Gesellschaftskapital Ergebnis
T€ T€ % T€
--- --- --- --- ---
Inland
ecomac Gebrauchtmaschinen GmbH, Neutraubling 3.628 3.628 100,0 1.315
EVOGUARD GmbH, Nittenau 135 135 100,0 88
HST Maschinenbau GmbH, Dassow 1.420 1.420 100,0 328
KIC KRONES Internationale Cooperations-Gesellschaft mbH, Neutraubling 11.513 11.513 100,0 2.933
KLUG GmbH integrierte Systeme, Teunz ( i. I. )* -6.018 -1.565 26,0 -10.489
MAINTEC Service GmbH, Collenberg/Main 3.276 3.276 100,0 462
neusped Neutraublinger Speditions-GmbH, Neutraubling 1.119 1.119 100,0 53
SYSKRON GmbH, Wackersdorf** 2.209 2.209 100,0 -291
SYSKRON Holding GmbH, Wackersdorf 947 947 100,0 -53
TILL GmbH, Hofheim -1.105 -1.105 100,0 -1.446
17.124 21.577 -7.100
Ausland
KRONES Angola - Representacoes, Comercio e Industria, Lda., Luanda/Angola 2.442 2.442 100,0 1.278
KRONES Surlatina S.A., Buenos Aires/Argentinien 1.075 1.075 100,0 395
S.A. KRONES N.V., Louvain-La-Neuve/Belgien 3.039 3.039 100,0 538
KRONES do Brazil Ltda., São Paulo/Brasilien 46.708 46.708 100,0 9.481
KRONES S.A., São Paulo/Brasilien 175 175 100,0 5
MAINTEC Service eood, Sofia/Bulgarien** 409 409 100,0 123
KRONES Asia Ltd., Hongkong/China -973 -973 100,0 -717
KRONES Machinery (Taicang) Co. Ltd., Taicang/China 43.915 43.915 100,0 6.720
KRONES Trading (Taicang) Co. Ltd., Taicang/China 37.445 37.445 100,0 10.598
KRONES Nordic ApS, Holte/Dänemark 19.653 19.653 100,0 1.382
KRONES S.A.R.L., Viviers du Lac/Frankreich 1.819 1.819 100,0 321
KRONES UK Ltd., Westhouton, Bolton/Großbritannien 13.295 13.295 100,0 4.253
KRONES India Pvt. Ltd., Bangalore/Indien 5.732 5.732 100,0 837
PT KRONES Machinery Indonesia, Jakarta/Indonesien 1.415 1.415 100,0 414
KOSME S.R.L., Roverbella/Italien 1.957 1.957 100,0 -9.513
KRONES S.R.L., Garda (VR)/Italien 3.844 3.844 100,0 461
KRONES Japan Co. Ltd., Tokio/Japan 2.713 2.713 100,0 2.173
KRONES Machinery Co. Ltd., Mississauga, Ontario/Kanada 977 977 100,0 1.871
TOO KRONES Kazakhstan, s. Raiymbek/Kasachstan 11 11 100,0 -10
KRONES LCS Center East Africa Ltd., Nairobi/Kenia 5.392 5.392 100,0 1.061
KRONES Andina Ltda., Bogotá/Kolumbien 2.251 2.251 100,0 1.336
KRONES Mex S.A. de C.V., Mexiko D.F./Mexiko 5.154 5.154 100,0 1.880
KRONES Nederland B.V., Bodegraven/Niederlande 1.921 1.921 100,0 381
KRONES LCS Center West Africa Ltd., Lagos/Nigeria 7.334 7.334 100,0 1.610
KOSME Gesellschaft mbH, Sollenau/Österreich 29.630 29.630 100,0 3.741
KRONES Spólka z.o.o., Warschau/Polen 1.346 1.346 100,0 522
KRONES Portugal Equipamentos Industriais Lda., Barcarena/Portugal 49 49 100,0 5
KRONES Romania Prod. S.R.L., Bukarest/Rumänien 1.628 1.628 100,0 462
KRONES o.o.o., Moskau/Russische Föderation 7.702 7.702 100,0 1.988
KRONES AG, Buttwil/Schweiz 4.133 4.133 100,0 547
KRONES Iberica S.A., Barcelona/Spanien 7.616 7.616 100,0 136
KRONES Southern Africa (Prop.) Ltd., Johannesburg/Südafrika 9.695 9.695 100,0 2.344
KRONES Korea Ltd., Seoul/Südkorea 5.963 5.963 100,0 1.368
KRONES (Thailand) Co. Ltd., Bangkok/Thailand 19.823 19.823 100,0 4.679
KONPLAN S.R.O., Pilsen/Tschechische Republik 678 678 100,0 215
KRONES S.R.O., Prag/Tschechische Republik 763 763 100,0 89
KRONES Makina San. ve Tic. Ltd. , Istanbul/Türkei -16 -16 100,0 -83
KRONES Ukraine LLC., Kiew/Ukraine 1.205 1.205 100,0 -162
KRONES Inc., Franklin, Wisconsin/USA 41.469 41.469 100,0 15.570
Maquinarias KRONES de Venezuela S.A., Caracas/Venezuela -118 -118 100,0 -648
339.269 339.269 67.651
356.393 360.846 60.551

* letzter Jahresabschluss zum 31. Dezember 2013 verfügbar. Im Geschäftsjahr 2014 sind der KRONES AG aus der Beteiligung an der KLUG GmbH Integrierte Systeme, Teunz ( i. I. ) keine wesentlichen Verluste entstanden.

** mittelbare Beteiligung