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Josef Manner & Comp. AG Annual Report 2020

Apr 30, 2021

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Josef Manner & Comp. Aktiengesellschaft

GESCHÄFTSBERICHT 2020

Originallithographie der Schutzmarke von 1898

GESCHÄFTSBERICHT 2020

JOSEF MANNER & COMP. AG
A-1170 Wien, Wilhelminenstraße 6
Telefon: +43 (0)1-488 22-0
Telefax: +43 (0)1-486 21 55
josef.manner.com

Dieses Produkt entspricht dem Österreichischen Umweltzeichen für schadstoffarme Druckprodukte (UZ 24), UW-Nr. 715
Grasl FairPrint, Bad Vöslau, www.grasl.eu

INHALT

  • Organe der Gesellschaft 3
  • Lagebericht 2020 4
  • Jahresabschluss 2020
    • Unternehmenskennzahlen 2016 - 2020 35
    • Bilanz zum 31. Dezember 2020 36
    • Gewinn- und Verlustrechnung vom 1. Jänner bis 31. Dezember 2020 38
    • Anhang zum Jahresabschluss 40
    • Anlagenspiegel 46
  • Bestätigungsvermerk gem. § 274 UGB 48
  • Erklärung des Vorstands 54
  • Bericht des Aufsichtsrates 55

ORGANE DER GESELLSCHAFT GESCHÄFTSJAHR 2020

VORSTAND

  • Mag. Andreas KUTIL (CEO, Marketing & Verkauf) (ab 1. März 2021)
  • Dr. Hans Peter ANDRES (Einkauf, Materialwirtschaft & Logistik)
  • Thomas GRATZER (Produktion & Technik)
  • Mag. Albin HAHN (Finanzen, Personal & IT)
  • Dr. Alfred SCHROTT (Marketing & Verkauf) (bis 28. Februar 2021)

AUFSICHTSRAT

VON DER HAUPTVERSAMMLUNG GEWÄHLTE MITGLIEDER

  • Dr. Ernst BURGER, Vorsitzender
  • Dipl. Ing. Markus SPIEGELFELD, Vorsitzender-Stellvertreter
  • Dr. Martina ANDRES
  • Mag. Dr. Wolfgang HÖTSCHL
  • Mag. Florian JONAK
  • Prof. Dr. Sita Monica MAZUMDER
  • Mag. Dipl. Ing. Robert OTTEL, MBA
  • Dipl. Ing. Mag. Markus WIESNER

VOM BETRIEBSRAT DELEGIERTE MITGLIEDER

  • Gerda CLEMENTI (vom Betriebsrat der Arbeiter, Wolkersdorf)
  • Peter FREUDENSCHUSS (vom Betriebsrat der Angestellten, Wien)
  • Peter HABEL (vom Betriebsrat der Angestellten, Wien)
  • Christian HACKL (vom Betriebsrat der Arbeiter, Wien)

Wien, am 30. März 2021

LAGEBERICHT DER JOSEF MANNER & COMP. AKTIENGESELLSCHAFT | GESCHÄFTSJAHR 2020

WESENTLICHE ENTWICKLUNGEN 2020

  • Umsatz mit € 217,2 Mio. gegenüber 2019 um -2,2% gesunken
  • Exportquote von 62,5% (Vorjahr: 58,1%)
  • Rohstoffpreise im Vergleich zum Vorjahr merklich gestiegen
  • Eigenkapitalquote von 39,7% (Vorjahr: 39,2%)
  • EBT von € 2,6 Mio. (Vorjahr: 7,1 Mio.)
  • Die negativen Folgen aus COVID-19 sind maßgeblicher Einflussfaktor

UMSATZERLÖSE 2020 NACH REGIONEN (TE)

Region Umsatz Anteil
Österreich 81.550 37,5%
EU 130.138 59,9%
Drittland 5.534 2,6%
Gesamt 217.222 100%

POSITIVES EBT

€2,6 Mio.

WIRTSCHAFTLICHES UMFELD

Die pandemische Ausbreitung von COVID-19 hat die Weltwirtschaft in eine Rezession gestürzt. Österreich gewärtigt den tiefsten wirtschaftlichen Einbruch zu Friedenszeiten seit der großen Depression in 1929. Der ökonomische Schaden, gemessen als entgangene Wirtschaftsleistung, beläuft sich im Jahr 2020 für Österreich auf insgesamt € 32,5 Milliarden (Quelle: Industriellen- vereinigung 2021). Dies entspricht einem Rückgang der realen Bruttowertschöpfung im Ausmaß von 8,1% im Vergleich zum Vorjahr. Der COVID-19 bedingte Rückgang der österreichischen Wirtschafts- leistung fällt damit rund doppelt so groß aus wie jener im Gefolge der Insolvenz der Lehmann Brothers, welcher 3,8% ausmachte.

In diesem Umfeld hat sich in Österreich gezeigt, dass sich die Corona- Kurzarbeit als wichtigstes und wirksamstes Kriseninstrument für Mitarbeiter und Unternehmen erwiesen hat. Es konnten so mehr als eine Million an Arbeitsplätzen gesichert werden. Damit ist das Knowhow der Mitarbeiter durch ihre Weiterbeschäftigung im Unternehmen erhalten geblieben und die Kaufkraft der Gesamt- bevölkerung konnte, wenn auch eingeschränkt, abgesichert werden. Eine Verlängerung dieses Instruments durch die Sozialpartner bis Ende Q1/2021 erhöht die Planbarkeit für das folgende Jahr. Eine Verlängerung ab dem 31.03.2021 wird entsprechend den aktuellen Wirtschaftsprognosen notwendig sein.

Der erhoffte Aufschwung der Wirtschaft inklusive des Städte- tourismus hat die Nahrungs- und Genussmittelindustrie nach dem zweiten Quartal 2020 zusehends optimistisch gestimmt. Der Dämpfer folgte jedoch mit dem Ausbleiben des Sommertourismus und dem Anstieg der Erkrankungen ab September. Die noch im Juni erhoffte Schadensbegrenzung rückte in weite Ferne. Die letzten Monate des Jahres 2020 standen wieder ganz im Zeichen von verschärften COVID- Maßnahmen mit einer Vielzahl an krisenbedingten Herausforderungen für die Branche am Heimmarkt sowie im Rahmen der Export- bemühungen.

Die im November erschienene Herbstprognose der Europäischen Union wagt, trotz aller Unsicherheiten, bereits einen Blick in das Jahr 2022. Die Länder der Europäischen Union werden auch 2022 die Wirtschaftsleistung des Jahres 2019 noch nicht wieder erreicht haben. Die OeNB erwartet für Österreich in 2022 eine Wachstumsrate von 4,0%, womit Österreichs Wirtschaftsleistung Ende 2022 wieder das Vorkrisenniveau erreicht haben sollte.

Die negativen Folgen aus COVID-19 werden sich zumindest bis weit ins erste Quartal 2021 negativ niederschlagen. Wenn die Corona- Schutzimpfungen wie vorgesehen wirken, erwartet man trotz eines fordernden Jahresbeginns eine positive Entwicklung für 2021. Nach einem BIP-Rückgang um 7,1% in 2020 rechnet die OeNB für 2021 mit einem BIP-Plus von 3,6%. Die seit Oktober veröffentlichten Prognosen sehen vor allem für 2021 eine geringere Erholung als ursprünglich erwartet, da sich die neuerlichen notwendigen politischen Eingriffe in die Wirtschaft

LAGEBERICHT DER JOSEF MANNER & COMP. AKTIENGESELLSCHAFT | GESCHÄFTSJAHR 2020

UMSATZENTWICKLUNG

Im Geschäftsjahr 2020 ist der Umsatz gegenüber dem Vorjahr um -2,2% von T€ 222.056 auf T€ 217.222 gesunken. Die sehr erfreuliche Steigerung im EU-Ausland konnte die Rückgänge am Heimatmarkt und jene der Drittländer nicht kompensieren. Die Folge ist eine auf 62,5% gesteigerte Exportquote, verglichen zum Wert des Vorjahres von 58,1%.

EXPORTQUOTE

62,5 %

ERTRAGSLAGE

Die Stärkung der Unternehmensmarken durch Werbung und Verkaufs- förderungen wird als langfristiges, strategisches Engagement erachtet. Insofern wurde der dafür vorgesehene Etat in unveränderter Höhe veranschlagt und auch umgesetzt.

2020 ergaben sich sowohl das EBT mit T€ 2.630 (Vorjahr: T€ 7.118) als auch das EBIT (Ergebnis vor Zinsen und Steuern) mit T€ 3.050 (Vorjahr: T€ 7.363) reduziert in Relation zu den Werten aus 2019. Wie erwähnt, ist es vorrangig COVID-19, das die Entwicklung in 2020 begründet. Den zweifellos schwierigen Marktbedingungen geschuldet, ergaben sich sowohl im laufenden Betrieb während des Jahres als auch zum Jahresultimo etwas erhöhte Bankverbindlichkeiten, wodurch im Vergleich zum Vorjahr auch die dafür aufgewendeten Zinsen leicht angestiegen sind.

Durch den Umsatzrückgang ist auch die Betriebsleistung im Vergleich zum Vorjahr um -1,1% gesunken. Nachfragebedingt haben sich die Warenbestände zum Ende des Jahres 2020 stärker erhöht. Die staatlichen Zuschüsse betreffend der COVID-19-Kurzarbeit führen zu gesteigerten sonstigen betrieblichen Erträgen.

Die Veränderung des Personalaufwands von -2,9% (Vorjahr: 5,5%) ergibt sich aus der niedrigeren Betriebsleistung. Die gegenläufigen Kollektivvertragserhöhungen konnten daher entsprechend kompensiert werden.

FINANZLAGE

Der „Free“ Cash-Flow (= Summe aus Netto-Geldfluss aus laufender Geschäftstätigkeit und Netto-Geldfluss aus Investitionstätigkeit, nach Schema „KFS/BW II“) ergab sich mit T€ -1.773, um T€ 3.007 unter dem vergleichbaren Wert des Vorjahres. Sowohl der Beitrag aus dem Ergebnis als auch die Veränderungen der Vorräte wirken sich negativ aus. Die Veränderung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen konnten positiv beeinflusst werden. Zudem wurde die Investitionstätigkeit, verglichen zu 2019, etwas reduziert.

Nach Ausschüttung der Dividende für das Wirtschaftsjahr 2019 war es notwendig, die Bankverbindlichkeiten im Stichtagsvergleich zu erhöhen. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten wurden demnach von letztjährigen T€ 40.600 auf T€ 43.546 zum aktuellen Bilanzstichtag erhöht.

WICHTIGSTE ROHSTOFFE 2020 (TE)

Rohstoff Betrag Anteil
Kakaobohnen 21.709 29,4%
Kakaoprodukte 14.0 19,0%
Zucker 8.638 11,7%
Haselnüsse 13.001 17,6%
Haselnussprodukte 4.8 6,5%
Milchprodukte 6.702 9,1%
Fette 9.962 13,5%
Mehl 3.581 4,8%
Sonstige 10.358 14,0%
Summe 73.951 100%

MANNER NEUPRODUKT 2020

Schoko Brownie Törtchen 400g

LAGEBERICHT DER JOSEF MANNER & COMP. AKTIENGESELLSCHAFT | GESCHÄFTSJAHR 2020

Folglich ergibt sich, dass die Nettoverschuldung (Net Debt), der Saldo der Bankschulden und flüssigen Mittel von T€ 39.862 zum 31.12.2019 auf T€ 42.535 zum aktuellen Bilanzstichtag ansteigt. Aus diesem Anstieg ergibt sich, trotz gleichzeitiger Steigerung des Eigenkapitals, der Nettoverschuldungsgrad (Gearing), dass sich das Verhältnis der Nettoverschuldung zum Eigenkapital gem. § 23 URG, von letztjährigen 69,9% auf 73,1% wieder geringfügig verschlechtert.

NETTOVERSCHULDUNG (NET DEBT)

Jahr Net Debt (in TEUR) Gearing
2015 40.660 90%
2016 48.734 106%
2017 49.174 102%
2018 39.365 74%
2019 39.862 70%
2020 42.535 73%

VERMÖGENS- UND KAPITALSTRUKTUR

Die leichte Steigerung des gesamten Anlagevermögens von T€ 615 (+0,7%) ist primär auf eine Steigerung der Finanzanlagen zurückzuführen. Die Darlehen der Manner Azerbaijan Limited Liability Company und auch der Geblergasse 116 GmbH & Co KG wurden weiter ausgedehnt. Ziel der Manner Azerbaijan Limited Liability Company ist es, die künftige Versorgungssituation betreffend Haselnüssen zu verbessern.

Der Anstieg bei den immateriellen Vermögensgegenständen steht im Zusammenhang mit einer geleisteten Anzahlung für eine ERP-Software (Enterprise-Resource-Planning). Durch einen Überhang der laufenden Abschreibungen hat sich der Buchwert der Sachanlagen entsprechend verringert. Das Nettoumlaufvermögen, die Differenz des kurzfristigen Umlauf- vermögens und des kurzfristigen Fremdkapitals wurde von T€ 525 (2019) auf T€ 4.285 (2020) erhöht, da das Umlaufvermögen nahezu unverändert blieb, während das kurzfristige Fremdkapital gesenkt wurde.# LAGEBERICHT DER JOSEF MANNER & COMP. AKTIENGESELLSCHAFT | GESCHÄFTSJAHR 2020

MITARBEITER

In herausfordernden Zeiten gilt es umso mehr, dass qualifizierte, engagierte Mitarbeiter die Erfolge des Unternehmens ermöglichen. MANNER fördert die eigenen Mitarbeiter und ist bestrebt, ein motivierendes und leistungsorientiertes Arbeitsumfeld anzubieten. Bei der Auswahl von neuen Mitarbeitern wird neben hoher fachlicher Qualifikation auch insbesondere die soziale Kompetenz berücksichtigt. Bei Personalentscheidungen gelten ausschließlich fachliche Fähigkeiten und persönliche Kompetenz. Auf Gleichbehandlung wird zudem hohes Augenmerk gelegt.

Mit entsprechenden Fortbildungsmaßnahmen wird den geänderten Anforderungen der Arbeitswelt Rechnung getragen. Schulungen waren entsprechend den eingeschränkten Möglichkeiten gegenüber der Vorperiode nur in reduziertem Umfang möglich. Um gewährleisten zu können, dass die Mitarbeiter über das notwendige Fachwissen und die erforderlichen Kompetenzen verfügen, wird auf die gezielte Weiterbildung auch in den nächsten Jahren ein Fokus gelegt.

Zusätzlich hat die Lehrlingsausbildung bei MANNER einen hohen Stellenwert. Im Jahr 2020 gab es im Unternehmen 11 Ausbildungsplätze (Vorjahr 9) mit unterschiedlichen Berufsbildern. Auch im Jahr 2021 wird man, zur Sicherstellung der notwendigen Fachkräfte, die Lehrlingsausbildung entsprechend fortsetzen.

Der durchschnittliche Mitarbeiterstand im Jahr 2020 betrug 415,0 Arbeiter (2019: 407,5) und 349,9 Angestellte (2019: 354,7). Mit Stichtag 31.12.2020 hat MANNER um 11 Mitarbeiter mehr beschäftigt als zum 31.12.2019. Dies entspricht einer Steigerung von 1,4%.

Die Betriebsleistung pro Beschäftigten ergibt sich im Vergleich zum Vorjahr um -1,5% exkl. Leihpersonal reduziert, während sie bei Betrachtung inklusive Leihpersonal um 2,3% gesteigert werden konnte. Durch die Reduktion des Leihpersonals bei gleichzeitiger Steigerung des Eigenpersonals ergibt sich ein entsprechend verzerrtes Bild in Relation zur Vorperiode.

Durch flexible interne und externe Abläufe war es möglich, sich auf die veränderten Bedürfnisse rasch einzustellen. Innerhalb von wenigen Tagen nach dem Lockdown im März 2020 wurde ein DANKE-TV-Spot geschaltet. Ziel des Spots war es, sich bei den MANNER Mitarbeitern zu bedanken und diese Dankbarkeit auch nach außen zu kommunizieren.

MARKETING

Das Jahr hat mit einem Wachstum der Marken über alle Länder in den ersten beiden Monaten sehr vielversprechend begonnen. Durch den ersten Lockdown veränderten sich allerdings die Rahmenbedingungen für die Marken. Vor allem die temporäre Schließung der MANNER Shops, das Ausbleiben der Touristen sowie die bis zum Jahresende andauernden Einschränkungen im Gastronomie- und Hotellerie-Bereich haben die Markenumsätze nachhaltig beeinflußt.

Weniger Touristen, aber auch weniger soziale Kontakte im Inland, hatten zur Folge, dass bei Geschenkartikel und Mitbringsel, wie etwa bei Bonbonnieren, die Nachfrage zurückging. Besonders hat das die Marke Victor Schmidt Mozartkugeln negativ zu spüren bekommen. Die Nachfrage bei Produkten des Backsortiments hingegen stieg.

Konsumenten haben 2020 ihr Einkaufsverhalten verändert. Sie frequentierten die Einzelhandelsgeschäfte weniger häufig. Eine Veränderung, die für Süßwaren als Impulsartikel nicht von Vorteil ist, denn weniger Einkaufsanlässe führen zu weniger Möglichkeiten bei Promotion-Platzierungen zuzugreifen. Auch die Einschränkungen bei Mobilität hat zu einer Abnahme der Konsumanlässe für „on the go“ Produkte wie der klassischen Mannerschnitte geführt.

Vertrauen, Herkunft und Nachhaltigkeit sind Werte, die in diesem Jahr deutlich an Bedeutung gewonnen haben. Deshalb ist es umso erfreulicher, dass die Marke Manner 2020 zur vertrauenswürdigsten Marke der Österreicher aller Marken im Lebensmittelhandel gewählt worden ist (Quelle: Brand2Trust). Eine andere Untersuchung von marketagent.com hat die Marke Manner zur „authentischsten“ Marke von über 1.000 erhobenen Marken ausgewiesen. Eine Summe aus den Werten Sympathie, Tradition und Glaubwürdigkeit.

Schwerpunkte Marken Casali, Napoli

Das erfolgreiche Konzept „Sorte des Jahres“ wurde gleich bei beiden Marken fortgesetzt: Shot of the Year Rum-Kokos Orange sorgte 2020 für Abwechslung. Fruchtiger Orangengeschmack und echter Rum aus Zuckerrohr machten diese limitierte Köstlichkeit zum exotischen Geschmackserlebnis.

Für Familien, die einen exotischen Start in den Tag möchten oder am Morgen schon mit Keksis „nicht aufhör’n können“ gibt es seit 2020 Neu im Müsliregal: das Casali Schoko-Bananen Knusper Müsli und Napoli Dragee Keksi Knusper Müsli.

MANNER | NAPOLI | CASALI Knusper Müsli Range

Schwerpunkte Marke Manner

Begonnen hat das Jahr mit der großen Manner Promotion „Fan Zone“. Kern war ein Gewinnspiel rund ums Schispringen und es galt den Weitenkaiser digital zu ermitteln. Zahlreiche POS Platzierungen sowie 7 VIP Familien Urlaubsreisen regten zum Kauf an. Und das Dragee Keksi Honig Mandel wurde als Drageekeksi des Jahres gemeinsam mit den klassischen Sorten in über 350 Hörfunkspots bekannt gemacht.

Im Frühjahr wurde die Trendsorte Schoko Brownie Törtchen im 400g Beutel auf den Markt gebracht. Ein Ziel war bei diesem Neuprodukt auch, weitere jüngere Konsumenten zu gewinnen.

Dem Ziel „Ausweitung Parallelverwendung“ wurde mit der neuen TV Kampagne „Manner Vielfalt“ Rechnung getragen. So wurden erstmals auch Sorten wie Zitrone oder Cocos vor den Vorhang geholt. Diese Kampagne wurde im Sommer zum TV-Spot Imagesieger von Focus gewählt.

Mit Jahresbeginn wurde die neue Website von Manner online gestellt und bietet jetzt neben „state of the art“ Technologie und Design vor allem eine nutzerfreundlichere Bedienung auf allen Endgeräten. Besonderes Augenmerk wurde auf die optimale Darstellung der Marke Manner und die Werbelinie „Rosa macht glücklich“ gelegt. So vermittelt die neue Website über das Storytelling zu allen Inhalten die passenden Glücksmomente und soll vor allem dazu anregen, sie immer wieder zu besuchen. Sie ist auch immer wieder Anlaufstelle für den neu ins Leben gerufenen Manner Kundenclub. Damit wird eine engere Bindung an die Marke mit Start in Österreich und Deutschland mit zahlreichen Gewinnspielen, Gratisproben usw. auch in Zukunft erreicht werden.

Victor Schmidt

Victor Schmidt Fairtrade ist seit 2015 Partner des Hauses MANNER – es wurden bereits einige Produkte wie die Casali Schokobanane auf Fairtrade- zertifizierten, nachhaltigen Kakao umgestellt. Die Umstellung der Victor Schmidt Mozartkugel war 2020 der nächste Schritt hin zu 100% nachhaltigem Kakao und trägt damit dem Trend nach Nachhaltigkeit Rechnung.

Auszeichnungen

  • Effies in Gold und Bronze für Manner Snack Minis
  • Gold Out Of Home Award für die Kampagne „Sag’s mit Manner“
  • Platz 3 Innovation des Jahres für Dragee Keksi Müsli (Cash, Cerealien & Frühstück)
  • Top Produkt in Silber für Manner Snack Minis und Dragee Keksi Zartbitter Himbeere (Regal)
  • Beliebtester Slogan Österreichs: Manner mag man eben (marketagent, aus 550 getesteten)
  • Superbrand Austria 2020 für Manner
  • Silber Werbepreis für Außenwerbung „VAMP“ für Manner/ÖBB „rosa Linie“

Skisprung Sponsoring

MANNER und Skisprung passt zusammen wie Schnitten und Rosa. Die Athleten sind Teil der MANNER-Familie und schaffen es, die Emotionen des Sports auf die Marke zu übertragen. Mit den markant rosa Helmen auf den Schanzen der Welt oder mit der aufblasbaren Schnitte bei ausgewählten Skisprungevents war die Sichtbarkeit der Marke auch 2020 im Skisprungsport garantiert.

Beim Weltcupspringen in Val di Fiemme im Jänner, Ruka im November, Nizhny Tagil im Dezember und bei der Skiflugweltmeisterschaft, die von März auf Dezember verschoben wurde, war MANNER als Sponsor vertreten.

Sportliche Highlights gab es 2020 ebenfalls zahlreiche, wie etwa der Sieg der Vierschanzentournee des polnischen Athleten Dawid Kubacki oder der Gesamtweltcupsieg von Stefan Kraft. Insgesamt erzielten die MANNER-Athleten 12 Siege im Weltcup. Das MANNER-Team schaffte es im Gesamtweltcup auf folgende Platzierung:

  1. Stefan Kraft
  2. Karl Geiger
  3. Dawid Kubacki
  4. Daniel Huber
  5. Pius Paschke
  6. Jan Hörl.

MANNER Shops

Starteten die MANNER Shops zu Beginn 2020 hoch erfolgreich mit einem Umsatzplus von 15% zum Vorjahr, war das weitere Jahr massiv durch die Pandemie geprägt. Im ersten Lockdown mussten sämtliche MANNER Shops geschlossen bleiben, in den darauffolgenden Lockdowns durften diese betrieben werden. Die Kurzarbeitsregelung wurde umgehend für die Shopmitarbeiter in Anspruch genommen. Sämtliche Kosten wurden auf ein Minimum reduziert und nur die notwendigen Investitionen getätigt.

EIGENKAPITALRENTABILITÄT (ROE)

Jahr EBT ROE
2015 3.649 8,1%
2016 1.078 2,3%
2017 4.072 8,4%
2018 7.636 14,3%
2019 7.118 12,5%
2020 2.630 4,5%

Die Eigenkapitalquote (gem. § 23 URG) ist mit 39,7% nahezu unverändert zu den 39,2% des Vorjahres. Eine Eigenkapitalquote von eindeutig über 40% ist weiterhin ein Fixpunkt der Unternehmensplanung und des Risikomanagements von MANNER. Dies insbesondere, um die finanzielle Stabilität des Unternehmens zu gewährleisten und wirtschaftlich schwierige Perioden unbeschadet überbrücken zu können.

Die Steigerung der Vorräte erklärt sich vorrangig durch Anforderungen aus dem laufenden Geschäftsgang und ist begründet in höheren Beständen bei Rohstoffen und fertigen Erzeugnissen. Gleichzeitig sind zum Stichtag insbesondere die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen deutlich reduziert, wodurch letztlich lediglich eine geringe Steigerung des Umlaufvermögens von T€ 607 (+1,0%) resultiert.

ZWEIGNIEDERLASSUNGEN# LAGEBERICHT DER JOSEF MANNER & COMP. AKTIENGESELLSCHAFT | GESCHÄFTSJAHR 2020

Um die Kaufakte während der Lockdowns zu steigern, wurde „click & collect“ implementiert und spezielle Angebote z.B. Back-Box forciert. MANNER weist folgende wesentliche Zweigniederlassung auf:

 Josef Manner & Comp. AG Zweigniederlassung Deutschland, Köln

Im Vergleich zum Vorjahr gab es bei der Zweigniederlassung keine Veränderungen. MANNER Vertrauenswürdigste Marke Österreichs

FORSCHUNG UND ENTWICKLUNG

Das entspricht etwa 10% des gesamten Strombedarfs des Werkes 2 Wolkersdorf und reduziert den jährlichen CO Ausstoß in einer Die Schwerpunkte des Bereichs lagen 2020 in der Neuproduktentwicklung und der Umsetzung von Innovations- und Rohstoffprojekten. Größenordnung von 240.000 kg.

Im Zuge des Manner Produktionssystems wurde weiter in die Mitarbeiterqualifikation investiert um insbesondere den Schwerpunkt auf Produkt- und Prozessqualität zu legen. So konnten mittlerweile insgesamt über 110 Mitarbeiter erfolgreich das Manner Qualifikationsprogramm durchlaufen.

Mit den Schoko-Brownie Törtchen wurde das beliebte Manner Törtchen Sortiment um eine neue Waffelkreation, zusammengesetzt aus knusprigen, schokobraunen Kakao-Waffeln und extra viel (84%) schokoladiger Creme, erweitert.

Für die Marken Casali und Napoli wurden die neuen Jahressorten Shot of the Year Rum Kokos Orange und Drageekeksi Honig Mandel entwickelt und gelauncht.

Für beide Marken wurden auch Innovationen im Müslisortiment vorgestellt: das Casali Schokobananen Knuspermüsli mit knusprigem Kokos-Granola, getrockneten Bananenstückchen und kleinen Schokobananen-Drops, sowie das Napoli Dragee Keksi Knuspermüsli mit knusprigem Kakao-Granola und Mini Drageekeksi. Beide Sorten haben einen hohen Vollkorn- und Ballaststoffanteil und enthalten Kakao aus nachhaltigem Ursprung.

PRODUKTIONSSTANDORTE

Um die Produkt- und Prozessqualität laufend zu verbessern, wurde im Jahr 2020 intensiv an definierten Maßnahmen und Projekten gearbeitet. Gesamt konnten über 70 technische Projekte am Standort Wien umgesetzt werden. Hervorzuheben ist die termingerechte und reibungslos umgesetzte Inbetriebnahme eines neuen Waffelofens.

Am Standort Wolkersdorf wurden zu Jahresbeginn neu angeschaffte Verpackungsroboter erfolgreich in Betrieb genommen.

Wie auch in den Vorjahren, wurde im berichteten Geschäftsjahr großes Augenmerk auf die Steigerung der Energieeffizienz gelegt. In Kooperation mit Wien Energie wurden am Standort Wolkersdorf auf einer Dachfläche von ca. 2.600m² insgesamt 1.600 Photovoltaik-Module installiert, welche eine jährliche elektrische Leistung von ca. 1.000 kWh erzeugen.

RISIKOBERICHT

Die Geschäftstätigkeit von MANNER ist unvermeidlich mit Risiken verbunden, die sich trotz aller Sorgfalt nicht gänzlich ausschließen lassen. Das Handeln der am Risikomanagementprozess beteiligten Personen ist von der festgelegten Risikopolitik bestimmt. Die verfolgte Strategie basiert auf einer nachhaltigen Sicherung von Erfolg und Eigenständigkeit von MANNER als börsennotiertes, österreichisches Familienunternehmen. Dabei ist der Unternehmenswert die zentrale Steuerungs- und Messgröße des Unternehmenserfolgs. Dies bedeutet für die Risikopolitik, dass MANNER bereit ist, unternehmerische Risiken einzugehen, sofern durch die damit eingeleiteten Geschäftsaktivitäten und den daraus resultierenden zusätzlichen Ertragschancen eine Steigerung des Unternehmenswertes zu erwarten ist.

Im Rahmen des Risikomanagementprozesses werden somit unternehmerische Risiken durch ein Gegenüberstellen von Chancen und Gefahren abgewogen. Die bewusste Auseinandersetzung mit Chancen und Risiken ist daher ein essenzieller Teil der Unternehmensführung. Ziel ist es, Chancen und Risiken frühzeitig zu erkennen, sie zu bewerten und Maßnahmen einzuleiten. Die regelmäßige Sensibilisierung der Mitarbeiter resultiert in einer verantwortungsbewussten Risikokultur des Unternehmens. MANNER versteht damit Risikomanagement als integrierten Teil aller Prozesse und Abläufe.

Für das Risikomanagement besteht daher keine eigene Aufbauorganisation, denn Risiko- & Krisenmanagement ist eine wesentliche Aufgabe aller Führungskräfte. Die Koordination erfolgt durch ein Risiko-Krisen-Management Team.

Durch den Einsatz einer integrierten Unternehmenssoftware (ERP) bestehen für das Unternehmen Risiken in Zusammenhang mit dem Ausfall des Systems (Verfügbarkeit, Datensicherheit), Performance des Systems sowie der Richtigkeit der Daten (Fehleingaben). Um die Verfügbarkeit des Systems und die Datensicherheit zu gewährleisten, sind entsprechende Notfallsysteme implementiert. Das Risiko von Fehleingaben wird durch Schulung von Mitarbeitern und durch Plausibilitätsüberprüfungen eingeschränkt. Hinsichtlich der Performance von Systemen besteht ein permanenter Verbesserungsprozess, der gemeinsam mit externen EDV Partnern betrieben wird.

Unternehmerische Kernrisiken, insbesondere also die Risiken von Seiten des Marktes (z.B. Nachfrageschwankungen) trägt das Unternehmen selbst. Ebenso zu den Kernrisiken gehören die Risiken aus der Entwicklung neuer Produkte oder Märkte. Alle nicht zu diesen Kerntätigkeitsfeldern des Unternehmens gehörenden Risiken, wie z.B. Zinsänderungs-, Währungs-, Haftpflicht- oder Sachschadenrisiken, werden tendenziell auf Dritte (z.B. Versicherungen) übertragen.

Es besteht generell das Risiko von Kostensteigerungen bei Rohstoffen, Materialien und Energie, das nicht zeitgerecht oder im vollen Umfang an die Abnehmer weitergegeben werden kann. Diese Kostensteigerungen werden sich immer wieder auf Grund von Währungsschwankungen, Angebotsengpässen (Ernteausfälle oder erhöhte Nachfrage) oder Preisspitzen bei Rohöl und Erdgas ergeben. MANNER ist hier bestrebt, mit Vorkontrakten und rechtzeitiger Eindeckung gegenzusteuern.

Das Personalrisiko ist durch die geringe Personalfluktuation und die lange Firmenzugehörigkeit von Mitarbeitern als gering einzustufen. Augenmerk wird auf das Übertragen von Unternehmenswissen und professionelle Aus- und Weiterbildung von Mitarbeitern gelegt. Nur mit qualifizierten und motivierten Mitarbeitern sind die Herausforderungen der nächsten Jahre erfolgreich zu bewältigen.

Die fortgesetzte Konzentration im Bereich des Handels führt zu einem erhöhten Druck auf die Abgabepreise. Gleichzeitig ist aber auf Grund der Bonität aller großen Handelspartner das Ausfallsrisiko als gering einzustufen, überdies wird diesem durch entsprechendes Debitorenmanagement und marktübliche Absicherungen Rechnung getragen.

Gegen Elementarrisiken (z.B. Feuer, Wasser) besteht Versicherungsschutz, dasselbe gilt auch für Produktrisiken (Produkthaftpflicht). Gegen Finanzrisiken wird laufend Vorsorge getroffen, etwa gegen das Risiko von Zinsänderungen durch entsprechende Vereinbarungen mit den finanzierenden Bankinstituten und durch eine hohe Eigenkapitalquote. Ein Fremdwährungsrisiko besteht derzeit nur in einem sehr geringen Ausmaß. Größere Fremdwährungsverbindlichkeiten werden durch Kurssicherungsgeschäfte abgesichert.

KRISENMANAGEMENT

Schon im Februar 2020 wurde ein nach wie vor tätiges Krisenteam betreffend COVID-19 eingesetzt. Unter Berücksichtigung der sich laufend verändernden Gegebenheiten wurden Maßnahmenpläne entwickelt und entsprechend in allen Unternehmensbereichen zur Umsetzung gebracht. Wie in allen Gesellschaftsbereichen sind natürlich auch Mitarbeiter von MANNER an Corona im Laufe der Monate erkrankt. Dennoch hat man es geschafft, bei permanent laufendem Betrieb, die Übertragung der Krankheit im Unternehmensbereich zu verhindern.

BÖRSEZAHLEN 2020

Den Beginn mit dem beliebten Fairtrade Logo machen die neuen Manner Snack Minis im Beutel 300g in den Sorten Milch Haselnuss und Milch Schoko. Diese beiden Produkte sind eine konsequente Fortführung des sehr erfolgreichen Launches der Snack Minis im 3er Pack und liegen durch das Beutelformat gerade im Trend des steigenden „in home“ Konsums.

Das Unternehmen besitzt keine eigenen Aktien und hat auch keine eigenen Aktien erworben oder verkauft. Die dem Unternehmen bekannten Directors Dealing des Jahres 2020 wurden auf der Homepage der Gesellschaft sowie über ein elektronisches Informationsverbreitungssystem veröffentlicht.

Das Konzept „Sorte des Jahres“ bringt sowohl bei Napoli Dragee Keksi wie auch bei Casali Rum Kokos Shot of the Year neue Abwechslung für die Konsumenten ins Regal. 2021 sind das die Sorten Dragee Keksi Cranberry und Casali Rum Kokos Ananas.

Für neue Impulse bei Victor Schmidt Mozartkugeln wird der Launch der „White Edition“ mit weißer Schokoladenhülle, hohem Marzipananteil und feinstem Nougatkern ab KW 16 im Jahr 2021 sorgen.

2018 2019 2020
Kapitalisierung 132.300.000 185.220.000 206.010.000
Ultimo Preis 70,000 98,000 109,000
Umsatz Stück 8.144 7.486 8.072
Umsatz in E 520.687 647.166 803.897

CORPORATE GOVERNANCE BERICHT

Die Medienwelt verändert sich kontinuierlich, damit steigen auch die Marketingherausforderungen vor allem im digitalen Bereich. Der neue digitale Manner Kundenclub hat bereits über 25.000 Mitglieder in Österreich und Deutschland und wird 2021 mit zahlreichen Aktivitäten, wie z.B. einem neuen Online Shop für einen weiteren Ausbau sorgen. Ziel ist es, neben E-Commerce, mit attraktiven Aktionen die Aufmerksamkeit für die rosa Markenwelt von Manner, die Waffel- und Schnitten Produkte sowie mit Botschafteraktionen und einer Vielzahl an zusätzlichen Aktivitäten wie Befragungen, Gewinnspielen und Tipps eine langfristige Kundenbindung aufzubauen.

Das Unternehmen hat gemäß § 243c UGB einen Corporate Governance Bericht erstellt, der auf der Homepage des Unternehmens veröffentlicht wurde. In diesem Bericht bekennen sich Vorstand und Aufsichtsrat zum Regelungsziel des Österreichischen Corporate Governance Kodex. Die im Kodex definierten Grundsätze sind Bestandteil der Unternehmenskultur.# LAGEBERICHT DER JOSEF MANNER & COMP. AKTIENGESELLSCHAFT | GESCHÄFTSJAHR 2020

Die Erläuterungen und die Abweichungen zu den C-Regeln sind im Bericht dargestellt. Der Corporate Governance Bericht ist auf der Website des Unternehmens (josef.manner.com) veröffentlicht.

AUSBLICK AUF DAS GESCHÄFTSJAHR 2021

Das Wintersporthighlight ist sicherlich die FIS NORDISCHE SKI WELTMEISTERSCHAFT in Oberstdorf im Allgäu vom 23.2.-7.3.2021, bei dem die Weltmeisterinnen und Weltmeister im Skispringen, Langlauf und der Nordischen Kombination gekürt werden. Manner bringt dabei als Hauptsponsor viel Rosa auf die Schanzen dieses Events und ist mit dem Oberstdorfer Manner-Adler Karl Geiger sogar mit einem der WM Botschafter am Start.

Eine gemeinsame Pressekampagne mit Fairtrade läutete Anfang des Jahres einen großen Schritt in Richtung noch mehr Nachhaltigkeit für die Marke MANNER ein. Ab dem ersten Halbjahr werden alle Manner Waffel- und Schnittenprodukte auf Fairtrade zertifizierten Kakao umgestellt. Die Umstellung sollte mit Ende des Jahres abgeschlossen sein.

Wie immer sind die Rohstoffpreise stark durch Ernteerwartungen und Nachfrageverschiebungen beeinflusst. Mit den Unsicherheiten bezüglich COVID-19 ist ein zusätzlicher Einflussfaktor hinzu- gekommen. Einzelne Rohstoffe haben aktuell das Potential in den nächsten Monaten eine Preissenkung zu erfahren, andere wiederum zeigen die Tendenz steigender Preise. Die Gesamtsituation 2021 wird aktuell mit tendenziell steigendem Preisniveau gesehen.

Die Ergebnisplanung für 2021 hat, soweit dies unter den gegebenen Umständen möglich ist, die Rahmenbedingungen berücksichtigt. Aktuell geht man davon aus, sämtliche Ergebnis- und Kennzahlen in Relation zu 2020 wieder verbessern zu können.

Am 23.11.2020 hat die Privatstiftung Manner einen Aktienkaufvertrag mit ÖZW Österreichische Zuckerwaren GmbH über den Erwerb von 115.452 Stück Aktien abgeschlossen. Der Kaufvertrag war mit der Zahlung des Kaufpreises am 12.02.2021 aufschiebend bedingt. Die kaufgegenständlichen Aktien wurden nicht Teil des sogenannten Manner-Syndikats. Die Privatstiftung Manner hält daher weiterhin 803.458 Aktien (=42,51%), die Teil des Manner-Syndikats sind und darüber hinaus ab 12.02.2021 116.442 nicht syndizierte Aktien. In Summe damit 919.900 Stück Aktien (= 48,67%).

Die Finanzierung der Tochterunternehmen, wie insbesondere der Geblergasse 116 GmbH & Co KG und der Manner Azerbaijan LLC werden zusätzlich zu den laufend für den Betrieb notwendigen Investitionen den Cash Flow entsprechend beeinflussen.

Im Rahmen des bestehenden „Risiko- & Krisenmanagements“ wurde bereits in einem Frühstadium des Auftretens von COVID-19 in 2020 ein Krisenteam eingesetzt. Dieses Team hat nach wie vor die Aufgabe die aktuelle Lage laufend zu beurteilen. Zahlreiche Maßnahmenpläne wurden erarbeitet und umgesetzt, stets mit dem Ziel das Risiko für das Unternehmen und seine Mitarbeiter zu reduzieren. Die Auswirkungen dieser Pandemie werden auch noch 2021 merklichen Einfluss auf den Geschäftsgang von MANNER haben.

OFFENLEGUNG gemäß §243a UGB

Das Grundkapital der Gesellschaft beträgt wie im Vorjahr € 13.740.300 und ist in 1.890.000 nennbeitragslose Stückaktien zerlegt. Die Aktien der Gesellschaft lauten auf Inhaber (360.319 Stück; Vorjahr: 360.319 Stück) oder auf Namen (1.529.681 Stück; Vorjahr: 1.529.681 Stück). Die Inhaberaktien notieren an der Wiener Börse (amtlicher Handel im Marktsegment Standard Market Auction). Zu den weiteren Punkten des § 243a Abs. 1 (2 bis 9) UGB bestehen keine Offenlegungsnotwendigkeiten.

Folgende direkte Beteiligungen am Kapital, die zumindest 4% betragen, sind dem Unternehmen mit Stichtag 31.12.2020 bekannt:

Stück Prozent Vorjahr Prozent
Privatstiftung Manner 804.448 Stück 42,56 % 803.148
Andres Holding Gesellschaft m.b.H. 453.533 Stück 24,00 % 453.533
ÖZW Österreichische Zuckerwaren Ges.m.b.H 115.452 Stück 6,11 % 110.876

Die Privatstiftung Manner mit 803.458 Stück Aktien (Vorjahr: 802.458) und die Andres Holding Gesellschaft m.b.H. gehören dem „Manner“- Syndikat an. In Summe hat dieses Syndikat 1.670.870 (Vorjahr: 1.670.870) Stammaktien (=88,41%). Bei diesem Syndikat handelt es sich um ein 2-stufiges Syndikat, bestehend aus dem Manner/Riedl-Syndikat (=57,41%; wie im Vorjahr) und der Andres-Gruppe (=31,00%; wie im Vorjahr). Entsprechend den Syndikatsverträgen unterliegen diese Aktien Beschränkungen, die das Stimmrecht und die Übertragung von Aktien betreffen.

Das weitere nicht syndizierte Aktienkapital von 11,59% (= 219.130 Stück; wie im Vorjahr) verteilt sich, soweit dem Unternehmen bekannt, auf ÖZW Österreichische Zuckerwaren GmbH (siehe oben), auf die Privatstiftung Manner mit 990 Stammaktien (= 0,05%; Vorjahr: 690) und eine Vielzahl von Kleinaktionären mit 102.688 Stammaktien (=5,43%).

NICHTFINANZIELLE ERKLÄRUNG 2020

Nichtfinanzielle Erklärung gem. § 243b UGB der Josef MANNER & Comp. AG für das Geschäftsjahr 2020

Josef MANNER & Comp. AG produziert und vertreibt als österreichisches Familienunternehmen fünf der bekanntesten und beliebtesten Süßwarenmarken Österreichs (Manner, Casali, Victor Schmidt, Ildefonso und Napoli). MANNER ist ein starkes Markenartikelunternehmen für Süßwaren und die Marken verbinden beste Qualität mit höchstem Genuss.

MANNER veröffentlicht für das Geschäftsjahr 2020 eine nichtfinanzielle Erklärung gemäß § 243b UGB, die für das Verständnis des Geschäfts- verlaufs, des Geschäftsergebnisses, der Lage der Gesellschaft sowie der Auswirkungen der Tätigkeiten erforderlich und wesentlich ist.

Die Produktion findet ausschließlich an österreichischen Standorten statt, am Standort Wien im 17. Wiener Gemeindebezirk und am Standort Wolkersdorf in Niederösterreich. Ausgehend vom Stammmarkt Österreich erfolgt der Ausbau des internationalen Geschäfts in ausgewählten Märkten, vorwiegend in Zentral- und Osteuropa. Mit dieser nichtfinanziellen Erklärung erläutert MANNER die wesentlichen Aspekte gemäß § 243b UGB sowie darüberhinausgehend die Themen Produktverantwortung und Lieferkette als wesentliche Bestandteile der Wertschöpfungskette.

Das Management nichtfinanzieller Themen ist bei MANNER integraler Bestandteil des Managementverständnisses und Basis für eine ertragreiche Zukunft, denn die finanzielle Gebarung zeigt in der Regel die Ergebnisauswirkungen nichtfinanzieller Entscheidungen. MANNER gibt einen Einblick in die Unternehmensfassung (Governance), indem der Managementansatz, die Geschäftsprozesse und Risiken, sowie die wesentlichen damit zusammenhängenden nichtfinanziellen Kennzahlen, beschrieben werden. Umso wichtiger ist es deshalb als Unternehmen die internen und externen Auswirkungen des unternehmerischen Handelns zu beschreiben und zu dokumentieren.

Risiko- & Krisenmanagement sind wesentliche Aufgaben aller Führungskräfte. Die Koordination erfolgt durch ein Risiko- Krisenmanagement Team. Risiken werden durch diese nichtfinanzielle Erklärung sowie den Risikobericht im Geschäftsbericht erläutert.

ORGANISATION MANNER

Als Familienunternehmen handelt MANNER stets im Einklang mit den Unternehmenswerten und der definierten Strategie „MANNER 2025“:

  • Bei MANNER steht der Mensch im Zentrum erfolgreichen Handelns
  • MANNER ist ein internationales, weltoffenes und innovatives Unternehmen
  • MANNER hat eine umsetzungsstarke Organisation mit Streben nach Exzellenz und Freude an der Arbeit

Die MANNER Organisation hält sich intern und extern an Zusagen und stellt Qualität an oberste Stelle. MANNER legt Wert auf einen verantwortungsvollen und nachhaltigen Umgang mit allen Ressourcen.

Als Organisation wird MANNER von vier gleichberechtigten Vorständen geführt. Die Berichtsebene darunter umfasst 16 Bereichsleiter, auf der nächsten Ebene finden sich die Abteilungsleiter, dann Sachbearbeiter und das Fachpersonal. Mit Stichtag 31.12.2020 waren bei MANNER 790 Mitarbeiter beschäftigt, davon 308 Frauen und 482 Männer. Alle Mitarbeiter sind in Kollektivvertragsvereinbarungen (Kollektivvertrag der Nahrungs- und Genussmittel/Bereich Süßwaren sowie Kollektivvertrag für Angestellte und Lehrlinge in Handelsbetrieben) erfasst. In der Regel werden bei MANNER unbefristete Verträge ausgestellt.

Für den Aufsichtsrat wie auch für den Vorstand gelten bei Personal- entscheidungen und bei der Entlohnung ausschließlich fachliche Fähigkeiten und persönliche Kompetenzen. Hohes Augenmerk wird auf die strenge Gleichbehandlung der Geschlechter gelegt. In zahlreichen Bereichen konnten sich Frauen für Führungsaufgaben in der ersten und zweiten Berichtsebene qualifizieren.

Im Rahmen der unternehmensweit einheitlichen Personalpolitik, die für alle Mitarbeiter gleiche Chancen und Rechte sicherstellt, bemüht sich die Gesellschaft um die Entwicklung und Weiterbildung von Frauen. Die Gesellschaft verfolgt das Ziel, den Anteil der Frauen in leitenden Stellungen mittelfristig auf ein ausgewogenes Niveau zu heben. Derzeit sind drei Mitglieder der Organe Vorstand und Aufsichtsrat weiblich.

Zusammensetzung der Kontrollorgane und MitarbeiterInnen (FTE) nach Geschlecht 2020 2019 2018
Frauen Männer Frauen
Vorstand 2 2 2
Aufsichtsrat 2 2 2
Führungskräfte 4 53 4
sonstige Mitarbeiter 302 478 305
Gesamt 310 535 313

(FTE: Full-Time Equivalents = Vollzeitäquivalente)
*ohne Arbeitnehmervertreter

Zusammensetzung der Kontrollorgane und MitarbeiterInnen (FTE) nach Alter 2020 2019 2018
unter 30 Jahre 30 bis 50 Jahre über 50 Jahre
Vorstand 0 3 1
Aufsichtsrat 0 4 0
Führungskräfte 3 54 3
sonstige Mitarbeiter 116 395 126
Gesamt 119 456 130

Sowohl bei der Entwicklung von Neuprodukten, wie auch bei der MANNER STEHT ZUR GESELLSCHAFTLICHEN VERANTWORTUNG Optimierung von bestehenden Produkten hat MANNER es sich für Schnitten- und Waffelprodukte der Marke Manner zum Ziel gesetzt, den Zuckergehalt um 10% – bezogen auf das Benchmark-Produkt Manner Original Neapolitaner Schnitten – zu senken. 2020 schafft das Neuprodukt Manner Törtchen Brownies mit einem um 17% niedrigeren Zuckergehalt als bei den Manner Original Neapolitaner Schnitten dieses Ziel.

Die „Wahrnehmung der Produktverantwortung gegenüber Kunden durch Berücksichtigung von Ernährungstrends“ als auch die „Reduktion des Zuckeranteils in Produkten“ stehen im Zentrum des Innovationsprozesses.

Für den wichtigen Rohstoff Waffelmehl hat MANNER im Jahr 2020 erstmals auch Weizen aus österreichischem Vertragsanbau eingesetzt. Durch den Vertragsanbau mit ausgewählten heimischen Landwirten kann das Unternehmen sicherstellen, dass die für Manner-Waffeln optimale Weizensorte für die Herstellung des Waffelmehls verarbeitet wird und gleichzeitig der Österreichbezug gewährleistet ist.

MANNER integriert aktuelle Ernährungstrends in die Produkt- entwicklung, um die Gesundheits- und Ernährungsbedürfnisse der Verbraucher zu berücksichtigen und in neuen, marktreifen Produkten umzusetzen. Produkte, die daraus entwickelt wurden, sind bereits am Markt erhältlich, wie etwa die Manner Vollkorn Schnitten, Vollkorn Biskotten, Milch Haselnuss Vollkornflakes und das Knusper Müsli. All diese Produkte bieten den gesundheitsbewussten Konsumenten einen Mehrwert.

Weiters beschäftigt sich MANNER im Rahmen eines externen Forschungsprojekts zusammen mit anderen Unternehmen auch mit alternativen Getreidesorten, die regional in Österreich angebaut und für die Backwarenherstellung bislang kaum eingesetzt werden. Hier könnten sich interessante Ansätze für neue Innovationen und Alternativen zu konventionellen Rohstoffen ergeben.

„Bewusste Linie“

Manner Menge
Manner Neapolitaner Vollkorn 14%
Manner Biskotten Vollkorn 12%
Manner Knusper Müsli 10%
Manner Milch Haselnuss Vollkornflakes 8%

SOS Kinderdorf

„Gemeinsam Kindern das Leben versüßen“ lautet das Motto der Kooperation von MANNER mit dem SOS Kinderdorf. Manner hat unter anderem ein Haus für eine Kinderdorf-Familie im SOS Kinderdorf Abobo Gare an der Elfenbeinküste finanziert und übernimmt die jährlichen Kosten für die dort lebende Familie sowie die Ausbildung und Versorgung der Kinder seit 2013.

6%
4%
2%
0% 2017 2018 2019

Seit Begin der Kooperation gibt es immer wieder Nachrichten aus dem Manner-Haus, so auch 2020. Seit Beginn des Hauses war Christine Mahou die „Hausmutter“, im Jänner 2020 wurde die SOS Kinderdorf Mutter Germaine Kouassi den Kindern offiziell vorgestellt, da Mama Mahou in Pension ging. Die neue Haus-Mutter Kouassi schrieb:

2020 erhielten alle Kinder in SOS-Kinderdörfern zum Nikolofest eine süße Überraschung von MANNER. Auch nach außen wurde die Partnerschaft sichtbar gemacht. Mit einer gemeinsamen Plakataktion mit dem Sujet „Du wirst Pate und ich werde Konditorin“ wurde im Oktober 2020 die Kooperation auf zahlreichen Plakatstellen kommuniziert.

Liebe Firma Manner!

Der Abgang von Maman Mahou fiel mit dem Beginn der Pandemie zusammen. Obwohl die Situation schwierig war, ist der positive Aspekt des Lock-Downs, dass sich die Kinder sehr schnell an mich gewöhnt haben. Ich sah sie rund um die Uhr, beruhigte sie bei Bedarf und verdiente ihr Vertrauen.

Ich denke, unsere Bindung wird von Tag zu Tag stärker. Es ist nicht immer einfach mit den Teenagern, aber ich denke, ich passe mich ziemlich gut an. Ich bin eine glückliche SOS-Kinderdorf-Mutter. Unsere Familie besteht jetzt aus acht Kindern im Alter von fünf bis siebzehn Jahren. Die älteste Tochter Yvette, 17, ist immer noch Präsidentin der Kinderversammlung des Dorfes. Sie arbeitet hart an ihren Zielen, ist gut in der Schule und setzt sich aktiv für die Rechte der Kinder ein.

Obwohl die Pandemie das Schuljahr mit der Schließung der Schule für mehrere Monate unterbrochen hat, sind die Noten der Kinder konstant zufriedenstellend.

Wie der Rest ihrer Freunde nahmen auch Kinder aus dem Familienhaus Manner an verschiedenen Schulungen teil. Sie wurden über die COVID-19 Pandemie informiert und lernten, wie man sich schützt und die Ausbreitung verhindert. Während des Lock-Downs lernten die Kinder gemeinsam und spielten in ihren Familien Brettspiele oder schauten Zeichentrickfilme im Fernsehen.

Ich danke der Firma Manner im Namen des ganzen Hauses und aller Kinder!

LAGEBERICHT DER JOSEF MANNER & COMP. AKTIENGESELLSCHAFT | GESCHÄFTSJAHR 2020 19

MANNER ÜBERNIMMT eine gute Herstellungspraxis gewährleisten. Eine regelmäßige VERANTWORTUNG FÜR SICHERE PRODUKTE Verifizierung des Systems deckt Verbesserungspotenziale auf und trägt zur ständigen Weiterentwicklung sowie zur Erfüllung der Anforderungen für die Erzeugnis-Sicherheit bei.

Qualität bedeutet, dass MANNER Konsumenten zu jeder Zeit Produkte aus dem Hause MANNER in der konstant hohen Qualität genießen können. Jedes Genussmittel ist aber nur so gut, wie die Summe seiner Einzelteile. Aus diesem Grund legt MANNER höchsten Wert auf ausgewählte, hochqualitative Zutaten. Alle Rohstoffe werden nach der Anlieferung im hauseigenen Betriebslabor entsprechend eines risikobasierten Prüfplans bemustert, analysiert und nur nach Übereinstimmung mit der Spezifikation zur Verarbeitung in der Produktion freigegeben.

Stark getrieben von der kontinuierlichen Verbesserung und dem in der Strategie verankerten „Streben nach Exzellenz“ setzt MANNER seit 2018 eine neue Technologie zur Fremdkörperdetektion ein und bleibt damit zur Einhaltung der Lebensmittelsicherheit am Stand der Technik. Insgesamt sind nun 9 Röntgengeräte (2020 wurden drei neue Geräte in Betrieb genommen) zur Sicherstellung der Lebensmittelsicherheit und Steigerung unserer Kundenzufriedenheit im Einsatz, denn mit den zum Einsatz kommenden Röntgengeräten können nicht nur kleinere Fremd- körper, sondern auch ausgewählte Qualitätsmerkmale erkannt werden.

Das MANNER-Labor wurde 2014 unter Berücksichtigung aller gängiger Standards errichtet, und wird laufend mit „state of the art“- Technologien ausgestattet. Die MANNER Philosophie ist es, mit den Rohstofflieferanten eine langfristige partnerschaftliche Geschäftsbeziehung einzugehen und die Qualität der Produkte auch während der laufenden Herstellung zu kontrollieren: So werden zum Beispiel täglich von jeder Produktions-Charge Muster gezogen und von einem Team geschulter Sensoriker verkostet und bewertet. Die kontinuierliche Verbesserung der Qualitätsstandards gehört zu den Grundpfeilern des Unternehmenserfolges.

In Wien sind derartige Geräte für Taschenpackungen, Schnittenblöcke und auch für Standbeutel installiert. Dort wo der Einsatz von Metall- detektoren weiterhin sinnvoll ist, wurden die Geräte mit geringster Empfindlichkeit gegen Detektoren der neuesten Generation getauscht. Ausgebaut wurde auch der strategische Einsatz von Sieben und Magneten zur Absicherung von Produktionsstufen und zusätzlicher Steigerung der Lebensmittelsicherheit.

Seit Dezember 2004 ist MANNER nach dem Standard „IFS Food“ (International Featured Standards) zertifiziert und seit 2019 nimmt MANNER freiwillig am Programm zur unangekündigten Auditierung teil. Gerade dieser Ansatz verdeutlicht das Streben nach nachhaltigen Lebensmittelsicherheitsstandards. Die Erfüllung der Standardvorgaben wird nach wie vor von externen, zertifizierten Auditoren überprüft. Bei der Verlängerung des Zertifikates im Jahr 2020 konnte MANNER so wie in den Vorjahren wieder ein Ergebnis auf hohem Niveau (Higher Level) für alle Produktionsstandorte erreichen.

MANNER hat durch die Einführung von HACCP-gestützten Verfahren ein System zur Eigenkontrolle für die Erfassung, Bewertung und Reduktion von Gefahren implementiert. Dieses nach den Forderungen der VO(EG) Nr. 852/2004 ausgerichtete Verfahren zur Gefahrenanalyse und Ableitung geeigneter Kontrollpunkte und deren Beherrschung entlang der Wertschöpfungskette - von der Entwicklung über die Produktion bis zum Versand -, trägt wesentlich zur Erhöhung der Lebensmittelsicherheit bei.

Manner & McDonald’s Österreich starteten Charity-Aktion für Ronald McDonald Kinderhilfe

„Glücksmomente to go“ - Gemeinsam mit McDonald‘s Österreich startete Manner 2020 eine Verkaufsaktion für den guten Zweck: McDonald’s Gäste konnten die klassischen Mannerschnitten-Packungen in allen heimischen Restaurants um einen Euro erwerben. 50% des Reinerlöses gingen an die Ronald McDonald Kinderhilfe. Mit dem Kauf einer Packung trugen somit alle Gäste dazu bei, Familien schwer kranker Kinder ein „Zuhause auf Zeit“ in Kliniknähe zu ermöglichen.

MANNER als langjähriger Partner der Sporthilfe

Seit der Gründung von MANNER im Jahr 1890 nimmt auch soziales Engagement eine zentrale Rolle ein. Nachhaltige Partnerschaften im Sportsponsoring sind MANNER als Unternehmen mit hohen Wertevorstellungen wichtig. Mit den Athleten und Markenbotschaftern verbindet MANNER eine langjährige Zusammenarbeit, genauso wie mit der Österreichischen Sporthilfe.

Die Österreichische Sporthilfe ist eine gemeinnützige und unabhängige Organisation. Sie leistet durch ihre finanzielle und ideelle Unterstützung einen wichtigen Beitrag zur sozialen Absicherung von Spitzensportlern mit und ohne körperliche Behinderung. Die Finanzierung erfolgt ausschließlich durch nachhaltige Partnerschaften mit der Wirtschaft, Benefizveranstaltungen oder Fundraising-Aktivitäten.

Auch 2020 gab es zahlreiche gemeinsame Aktionen, wie etwa Manner Ware in Paketen an Athleten, während des Lockdowns sowie die finanzielle Unterstützung des jährlichen Sporthilfe Charity Kalenders.

20 LAGEBERICHT DER JOSEF MANNER & COMP. AKTIENGESELLSCHAFT | GESCHÄFTSJAHR 2020# LAGEBERICHT DER JOSEF MANNER & COMP. AKTIENGESELLSCHAFT | GESCHÄFTSJAHR 2020

Die Deklaration der MANNER Produkte basiert auf der Lebensmittelinformationsverordnung (LMIV) und diese sieht detaillierte Sorgfaltspflichten für alle Zutaten vor. Sowohl die gesetzlichen Anforderungen, als auch das Bestreben, die Sorgfaltspflicht in Bezug auf das Inverkehrbringen von sicheren Lebensmitteln zu erfüllen, haben dazu geführt, dass Präventionsvor- kehrungen implementiert wurden, die eine gute Hygienepraxis und Deklarationspflichten umfassen. Das heißt, alle Bestandteile, die rezepturmäßig enthalten sind, werden in der Zutatenliste aufgelistet. Alle anderen Bestandteile, die nicht als Zutat einzustufen sind, jedoch in Spuren, bspw. durch Überschneidung von Produktionsprozessen vorhanden sein können, werden durch eine freiwillige „Kann-Kennzeichnung“ (z.B.: „Kann Spuren von Milchbestandteilen enthalten“) abgedeckt. Sollten gesetzliche Anforderungen an herkunfts- oder gesundheitsbezogene Angaben zutreffen, werden die gesetzlichen Vorgaben umgesetzt. Es gab im Jahr 2020 keine behördlichen Beanstandungen hinsichtlich Produktsicherheit bzw. Deklaration.

(Handel) sowie die internen Reklamationen (Kennzahl: Quarantäne-Setzungen). Die Visualisierung der Reklamationsstatistik am Shopfloor schafft bei den Mitarbeitern Bewusstsein für dieses Thema, verstärkt wird das durch das tägliche Besprechen aktueller Cases in den Daily Morning Meetings. Alle eingehenden Reklamationen werden einer Risikozahl zugeordnet, entsprechend intern eskaliert und bearbeitet.

Im Oktober 2020 hat sich Manner entschlossen einen öffentlichen Rückruf für die Manner Powidl Knöpfe 180g zu starten. Im Zuge von internen Qualitätssicherungsmaßnahmen wurde festgestellt, dass es in diesen Chargen zu einem Fehler im Produktionsprozess gekommen ist, aufgrund dessen eine Schimmelbildung im Produkt nicht ausgeschlossen werden konnte. Im Sinne des vorsorglichen Verbraucherschutzes wurden die Knöpfe mit oben erwähnten Haltbarkeitsdatum daher zurückgerufen. Die Rückruf-Abwicklung erfolgte entsprechend dem im Unternehmen verankerten „Krise managen-Prozess“. Die schnelle und transparente Abwicklung wurde von Seiten Kunde und Handel positiv hervorgehoben, im Sinne des gelebten kontinuierlichen Verbesserungsgedankens wurden in „lessons learned“ workshops aber auch Verbesserungs- potentiale identifiziert und in den Prozess eingearbeitet.

Auf Basis der Reklamationsstatistik werden laufend Optimierungsmaßnahmen im Sinne eines kontinuierlichen Verbesserungsprozesses gestartet und mit Hilfe der PDCA-Systematik umgesetzt. Zur nachhaltigen Absicherung der Produktsicherheit wurden 2020 über 280 KVPs eingeleitet und einmal pro Quartal die besten gewählt und prämiert. Auch im Jahr 2020 wurden Trainings zur Vertiefung der Lean-Philosophie in der Belegschaft angeboten und so weitere 20 Lean Produktion Green Belts ausgebildet und mit dem universitären Zertifikat der Donau Uni Krems ausgezeichnet. In einem abteilungsübergreifenden Expertenteam wurde eine detaillierte systematische Ursachenanalyse durchgeführt und entsprechende Korrekturmaßnahmen abgeleitet. Korrigierende und vorbeugende Maßnahmen wurden standardisiert und in der Organisation verankert. Die positive Auswirkung einzelner KVPs und Verbesserungsprojekte auf die Reklamationsstatistik - insbesondere auf die Fremdkörpervermeidung - konnte 2020 beobachtet werden. Dennoch erreicht der Reklamationsfaktor unternehmensweit betrachtet weiterhin nicht den Zielwert und die intensive Fokussierung auf die Sicherstellung der Produktqualität wird auch 2021 fortgeführt. Die Fokussierung auf hygienisch einwandfreie Prozesse sowie qualitativ hochwertige Produkte steht im Zentrum des Handelns und wird durch regelmäßige Audits abgesichert. Das zur Aufrechterhaltung der Produktsicherheit und zur Minimierung der Reklamationen erarbeitete Konzept wurde auch 2020 fortgeführt und erweitert. Im Zuge eines IFS+5S-Schwerpunktbegehung wurden insgesamt unternehmensweit 75 Audits durchgeführt.

Alle Konsumenten- reklamationen sowie Feedback vom Handel werden statistisch erfasst und monatlich bewertet. Unter Berücksichtigung der im Vergleichszeitraum verkauften Menge ergibt sich ein sogenannter Reklamationsfaktor. Das Prinzip 1. Sicherheit (vor) 2. Qualität (vor) 3. Leistung nach dem jetzt schon die Kennzahlen am Shopfloor aufgebaut sind, muss in das Bewusstsein aller Mitarbeiter dringen und deren Handeln leiten.

QUALITÄTSICHERUNG ENTLANG DER GESAMTEN LIEFERKETTE HAT HÖCHSTE PRIORITÄT

Im Bereich der Rohstoffe gibt es seit einigen Jahren einen Schwerpunkt in puncto Nachhaltigkeit. Das betrifft auch das Palmöl, das MANNER bezieht. Bezüglich der Herkunft der gekauften Mengen an Palmöl bestätigt MANNER, dass das Palmöl direkt von europäischen Herstellern, die alle zertifizierte RSPO (Roundtable on Sustainable Palm Oil) Mitglieder sind, ohne Zwischenhändler angekauft wird. Ab 1.1.2018 war ein Umstieg des gesamten Einkaufs von Palm/ Palmkern-Fett auf „Segregation“ geplant. Dieses Ziel wurde 2018 auch zu 99,83% erreicht. Im Jahr 2019 wurde auch noch das letzte Fett auf „Segregation“ umgestellt. Damit ist das Ziel von 100% auch 2020 erreicht.

Auf dem Weg hin zu 100% nachhaltigen Kakao bis 2020 gab es zahlreiche Meilensteine:
* 2012 wurden alle Waffel- und Schnittenprodukte der Marke Manner auf nachhaltigen, UTZ zertifizierten Kakao umgestellt.
* 2015 wurde die Schokobananen-Range auf FAIRTRADE umgestellt – mit dem all-that-can-be Siegel, da sowohl Zucker als auch Banane sowie der Kakao aus FAIRTRADE Anbau sind.
* 2020 erhielt die gesamte Victor Schmidt Mozartkugel-Range das FAIRTRADE Siegel.

2020 wurde in einer Projektgruppe das Thema Nachhaltigkeit für den Rohstoff Kakao erneut behandelt. Konsumentenpräferenzen, Marktstudien und die Aussagekraft von Nachhaltigkeitssiegeln wurden analysiert und die Entscheidung getroffen, alle Manner Waffel- und Schnittenprodukte auf das FAIRTRADE Logo umzustellen. Die Umstellung ist für das Jahr 2021 geplant und wird schrittweise vonstattengehen, je nach Reichweite des Verpackungsmaterials. In den folgenden Berichten der kommenden Jahre wird daher die Darstellung des zertifiziert nachhaltig eingekauften Kakaos entfallen und der Einsatz dieses Kakaos in den Produkten wird abgebildet, da dies die für den Konsumenten relevante Zahl darstellt.

Als einer der ersten der Branche hat MANNER 2020 alle Marken- produkte auf 100% zertifiziert nachhaltigen Kakao umgestellt. Dieses Ziel wurde 2012 gesetzt und gemeinsam mit den Partnern UTZ und FAIRTRADE erreicht. 2020 lag der Anteil des eingekauften zertifizierten Kakaos bei 89,87%. Lagerbestände und ein Überschuss von Zertifikaten aus den letzten Jahren erlauben einen 100%igen Einsatz von zertifiziertem Kakao in der Produktion in den Marken- produkten.

Die Einhaltung der nationalen und internationalen Standards wird durch interne und externe Audits inkl. unangekündigter Kundenaudits laufend überprüft. Um den hohen Qualitätsstandard über die gesamte Supply Chain zu garantieren, werden in einem definierten Intervall risikobasiert Lieferantenaudits (Rohstoff, Verpackung, Logistikpartner, Copacker) durchgeführt. Die zuständigen Fachabteilungen vergewissern sich in regelmäßigen Abständen bei den Lieferanten vor Ort über die Einhaltung aller wesentlichen GMP (good manufactoring practice) Anforderungen.

Rückwärtsintegration Haselnüsse

Das Haselnuss Anbauprojekt in Aserbaidschan war 2020 sehr stark durch die Coronakrise und den Berg-Karabach Konflikt betroffen. Ab März war keine Einreise nach Aserbaidschan mehr möglich, was die Koordinierung des Farmaufbaues sehr behindert hat. Dennoch konnten wichtige Arbeiten, wie der Bau eines Farmhauses, Garagen und Lagerräume, sowie Wasser- Strom- und Gasversorgung zum größten Teil abgeschlossen und erste landwirtschaftliche Geräte (Traktoren, Anhänger, Bodenlockerungsgeräte, usw.) angeschafft werden.

Aufgrund des anhaltenden Einreiseverbotes war es unmöglich, den Aufbau der Bewässerungsanlage und Bau des Wasserspeichers wie geplant im Sommer durchzuführen. Dadurch wird sich auch das Aussetzen der ersten Jungbäume verschieben. Geplant ist, dass ein Baubeginn der Bewässerungsprojekte im 2. Quartal 2021 nach Aufhebung der Einreisebeschränkungen möglich wird und bis Jahreswechsel 2021/22 ein Drittel der insgesamt geplanten 200.000 Haselnussbäume eingepflanzt werden können.

CO2 Reduktion durch Umstieg auf Mehrwegpaletten

2020 wurde in einer Projektgruppe das Thema Einwegpaletten und Mehrwegsysteme bei MANNER behandelt. In einem vorgelagerten Schritt wurden bereits die Holz-Einwegpaletten auf Mehrweg bzw. auf Pressholz umgestellt. In einem weiteren Schritt wurde zum Ziel gesetzt, one way Pressholzpaletten stark zu reduzieren. Gemeinsam mit CHEP, einem der größten Anbieter von Mehrweg- paletten, wurden 2020 nahezu alle neuen Display Artikel nur mehr auf CHEP Mehrwegpalette umgesetzt. Die CHEP Mehrwegpalette ist CO2 neutral hergestellt und wird nach einer Lebensdauer von bis zu 10 Jahren im Recycling-Prozess wieder aufbereitet.

Audits

  • iUTZ (internes UTZ Audit)
  • UTZ (externes UTZ Audit)
  • iRSPO (internes RSPO Audit)
  • RSPO (Roundtable on Sustainable Palm Oil – externes Audit)
  • HG Audit (Herkunftssicherung für Ei und Eiprodukte)
  • Bio (zur Aufrechterhaltung des Zertifikats, zurzeit keine Produktionen)
  • Kosher
  • Vegan

"Die „Sicherstellung geringer gesellschaftlicher und ökologischer Auswirkung der Lieferkette“ ist für MANNER ein zentrales Anliegen. „Wir streben eine Balance von Ökonomie, Ökologie und gesellschaftlicher Verantwortung an“ – so ist es im MANNER Verhaltenskodex festgehalten.# LAGEBERICHT DER JOSEF MANNER & COMP. AKTIENGESELLSCHAFT | GESCHÄFTSJAHR 2020

Non-GMO

Darüber hinaus finden auf Basis der Kundenverträge auch unangekündigte Kundenaudits sowie zur Erfüllung konkreter Kundenanforderungen auch Audits, die sich am Zielmarkt orientieren (z.B.: FDA), statt. Des Weiteren werden auch Rohstofflieferanten risikobasiert bzw. anlassbezogen auditiert. Auslöser und Ziele von Lieferantenaudit sind neben der Überprüfung der Erfüllung der Standardanforderungen Damit schafft es das Unternehmen, CO2 einzusparen und gleichzeitig wird das Handling und die Abwicklung vereinfacht. Mit Ende 2020 wurde begonnen, auch die weiteren Artikel umzustellen, das wird sich auf die Zahlen 2021 deutlich und vermutlich im Jahr 2022 sehr deutlich auswirken. Ziel ist es ab spätestens 2023 nur mehr die notwendigsten Mengen für Displays auf Einwegpaletten zu fertigen. (bspw. IFS) auch die Potentialerhebung hinsichtlich Entwicklungs- möglichkeiten aber auch der Versorgungssicherheit. Erweiterung des Rohstoff know-how’s und das Schaffen bzw. Fördern einer gemeinsamen Vertrauensbasis sind weitere Eckpfeiler einer stetigen Verbesserung der Lebensmittelsicherheit und Qualität. Zur Lenkung fehlerhafter Produkte wurde bereits 2018 ein Nachstehend ein Überblick über interne und externe Audits, Produkt-, Beschaffungsrisiken und Kundenakzeptanzrisken: automatisierter Workflow installiert, der sicherstellt, dass Produkte, die aufgrund eines Fehlers nicht in den Verkauf gelangen dürfen, schnellstmöglich einem alternativen Verwendungszweck zugeordnet werden. Zum Beispiel werden die Produkte je nach Art und Ausprägung des Fehlers als B-Ware im Shop, „Rework“, Wertstoff, verschenken/Spenden etc. weiterverwendet. Ziel dieses workflow- geführten Prozesses ist es, dass ein hoher Anteil der investierten Wertschöpfung erhalten beziehungsweise rückgewonnen wird.

  • Interne Systemaudits
  • Interne Prozess- und Produktaudits
  • IFS (externes Audit)
  • 5S (internes Audit)
  • TPM (internes Audit)
2017 2018 2019 2020
Anteil zertifizierter Kakao 76,4% 78,45% 60,55% 89,87%
% Einweg am Gesamtvolumen 37% 29%
% Mehrweg am Gesamtvolumen 63% 71%

MASSNAHMEN ZUR REDUKTION DER UMWELTAUSWIRKUNGEN

MANNER ist auf Energie als primären Input für die Produktion angewiesen. Der Stromverbrauch und der Wassereinsatz sind wesentliche Ressourcen, deren Einsatz MANNER laufend optimiert. Das Thema Umweltbelange wird bei MANNER auf Vorstandsebene wahrgenommen. Dabei fokussiert sich MANNER auf Prozesse und Systeme, die wirtschaftlich sinnvoll sind und gleichzeitig mit einer geringen Umweltbelastung und einem geringen Energie- sowie Ressourceneinsatz einhergehen. Regelmäßig gibt es in der Vorstandssitzung Vorgaben und Updates zu umweltrelevanten Themen. Zwei für das Unternehmen maßgebende Bereiche stehen dabei bei MANNER im Fokus: Energieeffizienz sind:

Energiemanagementsystem

Das MANNER-Energiemanagementsystem führt zur Transparenz der Energieströme und des Energieeinsatzes, ermöglicht das Erkennen von signifikanten Änderungen im Energiebedarf und ist Basis für die Optimierung der Anlagentechnik. Zusätzlich können CO²-Emissionen verringert und Energiekosteneinsparungen erzielt werden. Durch kontinuierliche Verbesserungen im Bereich Energieeffizienz können langfristig Wettbewerbsvorteile durch energetisch optimierte Produktion geschaffen, die Wertschätzung des Bereiches Energie erhöht und die Umsetzbarkeit von Effizienzmaßnahmen gefördert werden. Aktuell umgesetzte Maßnahmen zur Vermeidung von Compliance und operativen Risiken und Steigerung der Energieeffizienz sind:

  • Energieverbrauch, d.h. die Nutzung der Energie, die aus dem Produktionsprozess entsteht
  • KVP (Kontinuierlicher-Verbesserungs-Prozess), bei dem es unter anderem um die kontinuierliche Energieversorgung geht

Bei den Maßnahmen zur Prozessoptimierung werden unzählige technische und organisatorische Optimierungen durchgeführt, die zur Steigerung der Energieeffizienz führen. Es werden nach wie vor Maßnahmen zur Verbesserung der Produktionsprozesse gesetzt. Durch die Bewertung der Produktion vor und nach der Maßnahmen- umsetzung ist eine Effizienzmaßnahme plausibel nachzuweisen. Die Feststellung der Größe der Einsparung erfolgt durch genaue Aufzeichnung der Produktionsmengen und der dafür erforderlichen Endenergie. Hierfür wird ein Energieleistungskennzahlenmodell zur energetischen Bewertung herangezogen.

Planung für Erweiterung Fernwärme Projekt Wien Energie

Die Wien Energie GmbH nutzt Abwärme aus industriellen Prozessen von MANNER und speist diese seit 1. Oktober 2016 in das Fernwärme Sekundärnetz ein, um Fernwärmekunden mit Abwärme zu versorgen. Es waren zu Beginn des Projekts mindestens 3.600 MWh pro Jahr an Abwärme Einspeisung vorgesehen. Im Rahmen dieses Projektes wurden Verbindungsleitungen zwischen dem Pufferspeicher und dem Wärmetauscher von Wien Energie, inklusive Pumpenstation, sowie der dazu notwendigen Elektrik für zwei Temperaturebenen errichtet. Nach Behebung aller im Jahr 2018 aufgetretenen Startschwierigkeiten, konnte 2019 erstmals die geplante Abnahmemenge von 3.600 MWh erreicht werden. Aufgrund der bisherigen Erfahrungswerte war eine Erweiterung der Einspeisemöglichkeiten seitens Fernwärme für 2020 geplant, um auch in den Sommermonaten dementsprechend zur Verfügung stehende Wärmemengen abnehmen zu können. Es ist gelungen, auch ohne dieser geplanten Maßnahme die jährliche Liefermenge 2020 auf einen Höchstwert von ca. 4.300 MWh zu erhöhen. Die geplante Erweiterung konnte 2020 aufgrund von COVID-19 nicht umgesetzt werden und ist für 2021 vorgesehen.

Wärmerückgewinnungsanlagen

2020 konnte eine Wärmerückgewinnungsanlage wie geplant in Betrieb genommen werden.

Ofenanlagen

Der SL04-Ofen wurde nachträglich mit einer bestmöglich abgestimmten Ofenzuluftanlage ausgestattet, um einerseits perfekte Backergebnisse zu erreichen und andererseits optimale Bedingungen - und daraus resultierend geringeren Gasverbrauch - für den Backprozess zu schaffen.

Management Savingteam

Ein Energieeinsparungs-Team prüft Potenziale und setzt konkrete Maßnahmen um. Dieses Team wird kontinuierlich erweitert.

Druckluft (DL)

  • Ziel waren Verbesserungen im Bereich Leckagen, der Reinigungsluft und des Leitungsnetzes. Es wurden alle Anlagengruppen mittels eines eigenen Schalters komplett vom DL-Netz getrennt. Damit sollte eine massive Verbesserung im Bereich der Leckagen während des Produktionsstillstandes erreicht werden. Mit dieser Maßnahme soll auch die Laufzeit der Kompressoren, speziell im Zeitraum von Produktionsstillständen, reduziert werden. Ziel ist es, bis 2021 mit einem weiteren ölfreien Kompressor den gesamten Druckluftbedarf auf höchstem Niveau der Sauberkeit bereitzustellen. Die Energiesaving-Gruppe wird auch in weiterer Zukunft großes Augenmerk auf das Thema „Druckluftverbrauch“ legen.
  • Seit 2014 finden spezielle Audits im Bereich Druckluft statt, um hier dementsprechend Potenziale zu lokalisieren und im Zuge des Energieeffizienzgesetzes gab es 2018 Audits im Bereich Energieeinsparungspotenziale. 2019 wurde das gesetzliche geforderte Energieeffizienz-Audit durch externe Auditoren durchgeführt. Weitere Energieeffizienzpotenziale werden aus dem Maßnahmenkatalog erarbeitet und schrittweise umgesetzt.

Schulungen

Es haben 2020 COVID-konforme Schulungen, sowohl im fachlichen als auch im Bereich Bewusstseinsbildung stattgefunden, z.B. Nutzung von Druckluft, Greenbelt, 5S, MPS etc.

Sonnenstrom am laufenden Band: Photovoltaik Wolkersdorf

Seit vielen Jahren arbeiten Wien Energie und MANNER bereits erfolgreich im Sinne des Klimaschutzes zusammen. 2020 ging die Kooperation der beiden Wiener Traditionsunternehmen in die nächste Runde: Am Dach der MANNER Produktionsstätte Wolkersdorf errichtete Wien Energie auf 6.000 Quadratmetern ein riesiges Solarkraftwerk. Die Errichtung der Anlage konnte noch Ende 2020 vonstattengehen. Das neue Solarkaftwerk erstreckt sich über die gesamte Dachfläche des Manner-Standorts. Künftig liefert die Photovoltaikanlage mit 500 Kilowattpeak Leistung etwa 500.000 Kilowattstunden Ökostrom jährlich und liefert so den Strombedarf, mit dem zum Beispiel die gesamte Produktion der beliebten Napoli Drageekeksi erfolgen kann. Manner reduziert dadurch seine CO₂-Emissionen um über 170 Tonnen pro Jahr.

Strom Beleuchtung

Im Zuge der fortlaufenden Bestandssanierung wurden auch 2020 weitere Produktionsflächen mit energieeffizienten LED-Beleuchtungen samt Lichtsteuerung ausgestattet. Sowohl im Objekt 1 als auch im Objekt 2 am Produktionsstandort Wien wurden die betroffenen Bereiche auf neusten Stand der Technik gebracht und die Beleuchtung in LED Technik ausgeführt, beziehungsweise umgerüstet.

Ofenzuluftanlagen

Audits

Planung / Vorbereitung BHKW Wolkersdorf

2020 wurden sämtliche Bewilligungen seitens Behörde und eine Förderzusage seitens Ömag für eine etwaige Installation eines Blockheizkraftwerkes samt Absorptionskälteanlage erwirkt. Die Detailplanung ist für 2022, die Umsetzung für 2023 geplant.

Projekt Zero Waste

2020 wurden weiterhin die im Projekt „Zero Waste“ erarbeiteten Vorgaben umgesetzt und optimiert. Ziel des Projektes war es, Wertstoffe, die in der Produktion anfallen, aber im Produktionsprozess nicht mehr eingesetzt werden können, möglichst effizient zu verwerten. Dies beinhaltete unter anderem die sorgfältige Trennung der Wertstoffe vor Ort, Weiterführung von Wertstoffen zur Aufbereitung, sowie die jährlich wiederkehrende Schulung der Mitarbeiter. Im ersten Teil des Projektes wurde die bestehende Situation – mit Fokus auf das Werk Wien -analysiert und alle relevanten internen und externen Daten erhoben. Im zweiten Teil des Projektes wurden interne und externe Optimierungspotenziale erhoben und umgesetzt.# LAGEBERICHT DER JOSEF MANNER & COMP. AKTIENGESELLSCHAFT | GESCHÄFTSJAHR 2020

ARBEITNEHMER SIND DIE BASIS ERFOLGREICHEN WIRTSCHAFTS

MANNER versteht, dass Menschen unterschiedlich sind, schätzt unterschiedliche Meinungen und bezieht diese in den Arbeitsalltag ein. Alles fängt mit den Menschen an: Menschen mit Freude an der Arbeit stehen im Mittelpunkt der Strategie „MANNER 2025“ und stellen damit einen wesentlichen Erfolgsfaktor dar. Daher bildet auch der MENSCH die Basis in der MANNER Wertepyramide. Fairness & Toleranz, Vertrauen & Integrität sowie Wertschätzung sind wesentliche Bestandteile der gelebten Unternehmenskultur.

Die 2017 von MANNER begonnene Kooperation mit REiNTEGRA, einer Organisation, die sich seit über 30 Jahren für die berufliche Rehabilitation psychisch erkrankter Menschen engagiert, wurde auch 2020 erfolgreich weitergeführt. Dabei wurden von REiNTEGRA Fertigungsarbeiten für MANNER durchgeführt. Auch im vergangenen Jahr waren durchschnittlich mehr als 40 Mitarbeiter für MANNER tätig.

Die Menschen bei MANNER sind der Schlüssel, um Unternehmensziele zu erreichen. Sie machen Erfolg erst möglich, denn sie prägen das Unternehmen nach innen wie nach außen. Der tägliche Einsatz der Mitarbeiter ist damit der entscheidende Beitrag zum Geschäftserfolg. Menschen und Erfolg gehören bei MANNER untrennbar zusammen.

MANNER hat im Jahr 2010 die HAY Stellenbewertung eingeführt. Dieses international anerkannte und bei zahlreichen Unternehmen angewandte System unterteilt Stellen in verschiedene Funktionsgruppen.

Für das Jahr 2020 wurde weiterhin geplant, Aus- und Weiterbildung verstärkt anzubieten. Aufgrund von COVID musste dann jedoch der Großteil der geplanten Schulungen abgesagt werden. Die im Jahr 2018 begonnenen Führungskräfteschulungen für operative Mitarbeiter sollten mit einem dritten Durchgang beendet werden. Dieser Durchgang startete mit 9 Mitarbeitern verspätet im Sommer unter strengen Hygiene- und Abstandsregeln und wurde auch zum Teil, wo es möglich war, online durchgeführt.

Volles Engagement ist nur möglich, wenn der Umgang miteinander wertschätzend ist. Wertebasierte Führung und Zusammenarbeit sowie transparente Kommunikation haben deshalb einen hohen Stellenwert im Geschäftsalltag und zeichnen die Unternehmenskultur von MANNER aus. Die Werte sind niedergeschrieben und in der MANNER Wertepyramide verankert. Der Mensch steht bei MANNER im Zentrum und bildet die Basis der Wertepyramide. Die Beschreibung der Kompetenzen wird regelmäßig bei Mitarbeitergesprächen verwendet, um fundiertes Feedback dahingehend zu geben.

Ein weiterer Schwerpunkt bei Schulungen wurde im Jahr 2020 auf das Thema IT Awareness gelegt. Dies ist nicht nur ein wichtiges Thema im Unternehmen, sondern nützt auch jedem einzelnen Mitarbeiter, um nicht privat aufgrund von gefälschten e-mails Schaden zu nehmen. Sämtliche Mitarbeiter, die über einen e-mail Zugang bei Manner verfügen, absolvierten eine online Schulung, wo auch ein Test zu bestehen war. Neu eintretenden Mitarbeiter werden innerhalb der ersten 3 Monate zu dieser Schulung eingeladen.

MANNER ist bestrebt ein Umfeld zu schaffen, in dem Mitarbeiter ihr volles Potential entwickeln und in den Job einbringen können, in dem die Arbeit von Vertrauen geprägt ist und jeder in seinem Job Akzeptanz, Wertschätzung und Respekt erfährt. Als Familienunternehmen sind diese Werte sozusagen in unserer DNA und darin sieht MANNER auch einen Wettbewerbsvorteil. Auch Dr. Carl Manner (†) hat die respektvolle Zusammenarbeit für ein gemeinsames Ziel zum Wohle des Unternehmens in den Mittelpunkt gestellt. Dies bedeutet ein höfliches, offenes und faires Verhalten bei dem der Mensch nie Mittel zum Zweck ist.

Ende 2019 initialisiert, wurde Anfang 2020 mit dem Thema Employer Branding gestartet. Hier wurde eine Steuergruppe gebildet und gemeinsam mit den Führungskräften im Februar 2020 erste Themenschwerpunkte identifiziert. Leider konnte auch hier aufgrund von COVID das Projekt nicht in vollem Umfang weiterverfolgt werden.

Fit2work wurde in Wolkersdorf durch die Steuergruppe verfolgt und weitere Verbesserungsmaßnahmen bei Arbeitsbedingungen gesetzt. MANNER legt großen Wert auf Arbeitnehmerschutz. Dies beginnt bei Sicherheitsunterweisungen bei Eintritt, regelmäßigen Schulungen zum sowie Mitarbeitern Unterstützung durch Arbeitsmedizin oder Coaching angeboten. Das Gütesiegel für betriebliche Gesundheitsförderung, welches Manner aufgrund von Fit2work erhalten hat, ist bis 2021 gültig. Thema Arbeitssicherheit und vertieft sich durch regelmäßige Jour Fixe der Führungskräfte sowie Meetings und Begehungen mit Arbeitsmedizinern und Betriebsrat. Wichtig ist für MANNER auch der Erhalt der Gesundheit und der Arbeitsfähigkeit im Alter. In Wien war der Start von Fit2work geplant, musste jedoch aufgrund von COVID bis auf weiteres verschoben werden. Dazu wurden Maßnahmen der betrieblichen Gesundheitsförderung gesetzt und in Wolkersdorf das Projekt Fit2 Work gestartet. Es wurden Rahmenbedingungen geschaffen, die Arbeitsbedingungen optimieren und den Mitarbeitern die Arbeit erleichtern.

Der Schwerpunkt bei MANNER bzgl. der Ausbildung der Mitarbeiter im MPS (MANNER Produktions System) wurde weiter verfolgt. Im Rahmen dieser Ausbildung wurden im Sinne des Lean Gedankens weitere 20 Green Belts ausgebildet. Mit Ende 2020 hat MANNER bereits 100 ausgebildete Green Belts, die nun eigenständig weiter interne Verbesserungsprojekte durchführen und vorantreiben.

Die Lehrlingsausbildung wurde im Jahr 2020 fortgesetzt. 11 Lehrlinge waren in 2020 in Ausbildung (Mechatronik bzw. Lebensmitteltechnik). MANNER sieht hierin eine Chance, dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken. Es werden nach Lehrzeitende daher auch alle Lehrlinge in ein Dienstverhältnis übernommen. Die Schulungskosten haben sich generell im Jahr 2020 nicht erhöht.

Folgende Prozesse wurden zur Qualitätssicherung implementiert:

  • Interne Kontrollprozesse: Im Rahmen von IFS Food (International Featured Standards) werden Personalthemen wie Schulungen und Stellenbeschreibungen kontrolliert. Abgesichert ist diese Vorgehensweise durch einen workflow-gestützten Onboarding- Prozess. Dieser startet schon vor Dienstantritt und stellt sicher, dass der Mitarbeiter an seinem 1. Arbeitstag alle notwendigen Arbeitsmittel vorfindet und ein spezifischer Schulungsplan vorliegt. Dieser wird während der Einschulungsphase konsequent verfolgt, die Ausbildungsziele durch Tests und persönliche Gespräche abgefragt und der Workflow erst abgeschlossen, wenn der Mitarbeiter selbst bestätigt, fit für die ihm zugewiesenen Aufgaben zu sein.
  • Externe Überprüfungen (Überprüfungsroutinen): Es werden regelmäßig externe Audits in Zusammenarbeit mit einer Wirtschaftsprüfungsgesellschaft veranlasst. Diese überprüft die internen Prozesse und Kontrollmaßnahmen.
  • Gesundheit am Arbeitsplatz: An jedem Standort sind Betriebsärzte im Einsatz, die sowohl bei der ergonomischen und sicheren Arbeitsplatzgestaltung unterstützen als auch gemeinsam mit der Geschäftsleitung und Personalabteilung Gesundheitsprogramme erarbeiten.

Die MANNER Werte spielen eine entscheidende Rolle im Umgang miteinander. Aufbauend auf den Werten wurden im Jahr 2019 die Führungskompetenzen überarbeitet und in 2019 begonnen, diese im Rahmen von Workshops mit den Führungskräften durchzuarbeiten. Alle Führungskräfte wurden im Herbst 2020 in online Workshops geschult, die Kompetenzen auch in den Mitarbeitergesprächen zu verwenden. Gerade in diesen herausfordernden Zeiten sieht Manner Mitarbeiterführung als zentrales Element, um gut durch die COVID Krise zu kommen.

Um die Zusammenarbeit und Kommunikation in der Produktion weiter zu verbessern wurden in 2019 Arbeitsgruppen gebildet, die sich dieser Themenbereiche annehmen. MANNER ist überzeugt, dass durch eine gut funktionierende Kommunikations-und Konfliktkultur unter den Mitarbeitern ein wesentlicher Beitrag zur Effizienz geleistet wird. Aufgrund von COVID wurden diese Arbeitsgruppen ausgesetzt, sollen aber sobald es möglich ist, wieder weitergeführt werden.

COVID

Das Jahr 2020 war auch für MANNER geprägt von der COVID Pandemie und den begleitenden Maßnahmen. Die Coronakrise hat den Arbeitsalltag bei MANNER von einem Tag auf den anderen verändert. Es waren ab dem ersten Tag zahlreiche Maßnahmen notwendig, um für einen auf die neuen Herausforderungen adaptierten, sicheren Produktionsablauf zu sorgen. Zahlreiche Sicherheits- und Hygienemaßnahmen wurden gesetzt, um eine innerbetriebliche Ansteckung zu vermeiden und ein umfangreiches Testkonzept wurde zusammen mit einem externen Institut implementiert. Produktionsmitarbeiter mussten auf diese neuen Maßnahmen und Sicherheitsbestimmungen zu Beginn wie z.B. Fiebermessen und Schichtentkopplung geschult werden. Über 150 Manner Mitarbeiter arbeiteten von einem Tag am anderen von zu Hause - Meetings fanden auf digitalen Plattformen statt - dafür wurde von heute auf morgen Infrastruktur bereitgestellt.

Die Arbeit des COVID Krisenteams 2020 in Zahlen:

  • 22 Meetings des Krisenteams
  • 5 Infoveranstaltungen für Führungskräfte
  • 19 Sonder-Newsletter für alle Mitarbeiter
  • 907 ausgefüllte Besucher-Formulare
  • Version 19 (19 Adaptierungen) des Konzept COVID-19
  • keine bestätigte Übertragung der Infektion auf Kontaktpersonen Kategorie I
  • Anzahl der Tests ca.

2020 wurden die beschlossenen Maßnahmen evaluiert und als wirksam bewertet, sodass sie als neuer Standard in das Managementsystem eingeführt werden konnten. Diese Überwachung aus dem Projekt- status wurde in ein regelmäßiges Reporting übergeführt und daher ab 2020 in kommenden Berichten nicht mehr gesondert ausgewiesen.

Produktionsmengen und Gesamtenergieverbrauch

2017 2018 2019 2020
Gesamtenergieverbrauch (kWh)
Manner Produktionsmengen (kg)

Diagram showing production quantities and total energy consumption from 2017 to 2020. (Note: This is a placeholder for the actual image if it were available in the input. The text describes a graph, so a descriptive placeholder is used here.)

DRAGEE KEKSI DES JAHRES 2020 Honig-Mandel 28# LAGEBERICHT DER JOSEF MANNER & COMP. AKTIENGESELLSCHAFT | GESCHÄFTSJAHR 2020

2.500 Lean als ganzheitlicher Ansatz

Zur Absicherung einer nachhaltigen Wertschöpfung sowie zur Erfüllung der jährlichen Vorgaben bzgl. Effizienzsteigerung wurde 2015 ein Projekt gestartet mit dem Ziel, das MANNER Produktions-System (MPS) durch den Einsatz von Leanmethoden zu integrieren. Zur Erreichung der Projektziele, wie zum Beispiel die Optimierung der Arbeitsplätze hinsichtlich Sicherheit und Ergonomie und die Gestaltung von effizienteren Prozessen, oder die Reduktion von Fehlchargen wurden Leanmanagement Tools, wie 5S, TPM, SFM, usw. implementiert und laufend weiterentwickelt. Dies bedarf intensiver Schulungen und Trainings aller Mitarbeiter. Insgesamt wurden bisher rund 110 Führungskräfte zu Lean Production Green Belts ausgebildet und mit einem Zertifikat der Donau Universität Krems ausgezeichnet. Für das Training aller Mitarbeiter aus den produzierenden Bereichen wurde ein eigenes MANNER Planspiel entwickelt. Bisher haben rund 400 Personen dieses Training absolviert. Unter Einhaltung der Coronamaßnahmen konnten im Jahr 2020 nur 48 Personen dieses eintägige Schulungsprogramm absolvieren.

Seit Juli 2020 gibt es an beiden Standorten jeden Montag die Möglichkeit, an einem COVID Test teilzunehmen, der von einem externen Institut vorgenommen wird. Die Mitarbeiter wurden aufgefordert, diese Testmöglichkeit insbesondere nach Urlaub und anderen kritischen Situationen in Anspruch zu nehmen. Zusätzlich fanden Random Tests statt, also Stichproben, um mögliche Infektionen frühzeitig zu erkennen. Jede Woche werden dazu zwischen 40 und 60 Personen für die Testung ausgewählt, die Auswahl der Mitarbeiter erfolgte nach dem Zufallsprinzip durch die Personal-abteilung. Personengruppen wurden außerdem nach spezifischem Risiko gewichtet (z.B.: besonders hohe Fallzahlen im Wohngebiet), die Tests erfolgten im Zuge der standardisierten Testungen. Zusätzlich fanden noch bei Bedarf Testungen unter der Woche statt.

Das COVID Krisenteam bestehend aus Vorstand, Leitung QSU, HR, Betriebsrat, Kommunikation, Werksleitern sowie Vertretern aus anderen Abteilungen arbeitete an Maßnahmen sowie deren Umsetzung und Adaption je nach den Vorgaben der Regierung und Entwicklungen im Unternehmen, sowie an der umfangreichen Kommunikation via Newsletter, Info-Screen, Handzettel, Plakate, Videos etc. Aber auch die Koordination der Tests sowie die Kommunikation mit den Behörden fiel in die Verantwortung des COVID Krisenteams.

Besonders zu erwähnen ist die Leanmethode „Muda Walk“. Diese Methode vermittelt allen Mitarbeitern die Bedeutung und Auswirkung von Verschwendungen und wie diese konsequent erkannt und beseitigt werden können.

Arbeitssicherheits-Jour Fixe (ASJF)

Das Arbeitssicherheits-Jour Fixe (ASJF) ist ein Gremium bestehend aus dem Vorstand Produktion & Technik, den Produktionsleitern, der Leiterin Personal, der Leiterin „Qualität, Sicherheit, Umwelt“, dem Leiter „Integriertes Management System“, dem Leiter Technik des Verunfallten sowie der Sicherheitsfachkraft und dem Brandschutzbeauftragten, das alle 6 Wochen zusammenkommt. Seit 2019 nehmen auch die Betriebsräte regelmäßig teil.

Im ASJF werden alle aktuellen Themen des Arbeitnehmerschutzes und auch des Brandschutzes besprochen, Maßnahmen präsentiert und freigegeben sowie die grundsätzlichen Zielsetzungen und Schwerpunkte des Arbeitnehmerschutzes festgelegt. Täglich gibt es am Shopfloor ein Daily Morning Meeting, bei dem unter anderem auch Sicherheitskennzahlen und konkrete Maßnahmen zur Verbesserung besprochen werden. Darüber hinaus werden alle Mitarbeiter aus Produktion/Technik/Materialwirtschaft einmal pro Jahr geschult. Inhalte sind: Hygiene, Arbeitssicherheit und Brandschutz. Die Wirksamkeitsüberprüfung der Schulung erfolgt per Test: Die Mindestanforderung von 60% richtigen Antworten wurde auch 2020 in allen Bereichen im Durchschnitt erreicht.

Darüber hinaus finden jährlich in den Werken Wien und Wolkersdorf Arbeitsschutzausschuss (ASA) Sitzungen gemäß §88 ASchG statt. Zusätzlich findet einmal im Jahr eine Zentrale Arbeitsschutzausschuss (ZASA) Sitzung am Unternehmenssitz in Wien gemäß §88a ASchG statt. Zusätzlich zum ASFJ ist der Vorstand bei der ASA und ZASA anwesend.

Alle Mitarbeiter aus den Bereichen Produktion/Technik/Materialwirt-schaft erhalten einen individuell angepassten Gehörschutz. Hierbei wird ein Abdruck des äußeren Gehörganges genommen und der Gehörschutz individuell an den Mitarbeiter angepasst. Dies ermöglicht einen deutlich verbesserten Tragekomfort sowie durch den Einsatz spezieller Filter die Anpassung der Dämpfungsleitung an den Umgebungslärm.

Das im Jahr 2017 eingeführte Meldesystem für Unfälle erfasst auch „Beinahe-Unfälle“ und „unsichere Zustände“. Damit soll die Sicherheitskultur im Unternehmen weiter positiv entwickelt werden. Alle Maßnahmen gemeinsam haben das Ziel, zur Reduktion des Abwesenheitsprozentsatzes beizutragen. Mit dem Ende des Jahres 2020 zeigt sich eine deutliche Verbesserung der Meldekultur auch in Bezug auf Beinahe-Unfälle.

Arbeitssicherheit ist nicht nur Aufgabe des Managements, sondern auch Teil der täglichen Arbeit des Schichtleiters und in der Stellenbeschreibung verankert. Über das gesetzlich geforderte Maß hinaus wurden Schichtleiter und andere Personen des Produktions- und Instandhaltungs–bereiches als Sicherheitsvertrauensperson ausgebildet.

Der verantwortliche der Unfallstelle adressiert werden und sofort eine Aufforderung zur Behebung der Gefahrenstelle und Nachschulung erhalten.

Zusammenarbeit mit externen Behörden.

  • Präventivarbeit mittels regelmäßiger Schulungen inklusive abschließender Prüfungen, Begehungen vor Ort, etc.
  • Statistische Auswertungen der Vorfälle und dadurch Fokus-Setzung auf richtige Schwerpunkte.

Im Jahr 2020 wurde ein Verbesserungs- projekt zur Reduzierung des Explosionsrisikos in der Puderauf-bereitung in Wolkersdorf umgesetzt. Durch eine neu konzipierte Explosionsunterdrückungsanlage kann dauerhaft das Risiko im Brandfall reduziert werden.

  • Aufstellung von Zielen zur Verringerung von Arbeitsunfällen, die entsprechend kommuniziert und evaluiert werden.
  • Das Unfallmeldesystem wird über einen webbasierten Workflow abgewickelt. Es stellt sicher, dass sowohl der direkte Vorgesetzte

Die folgenden Maßnahmen wurden gesetzt, um finanzielle Risiken (Betrugsrisiken) und Reputationsschäden zu vermeiden:

2017 2018 2019 2020
Prozentsatz der ungeplanten Abwesenheit von Mitarbeitern 5,4 % 5,8 % 5,9 % 5,9 %

Gesamtzahl der Mitarbeiter EOP nach Geschlecht

2020 2019 2018
Frauen 308 FTE 290 FTE 35%
Männer 482 FTE 471 FTE 456 FTE
Gesamt 790 761 746
  • 2020:
    • Frauen: 308 FTE (39%)
    • Männer: 482 FTE (61%)
  • 2019:
    • Frauen: 290 FTE (35%)
    • Männer: 471 FTE (65%)
  • 2018:
    • Frauen: 35%
    • Männer: 43%

Neu eingestellte Mitarbeiter nach Geschlecht und Alter

  • 2020:
    • Unter 30 Jahre: 63 FTE (38% Frauen, 44% Männer)
    • 30 bis 50 Jahre: 54 FTE (51% Frauen, 52% Männer)
    • Über 50 Jahre: 11 FTE (11% Frauen, 4% Männer)
  • 2019:
    • Frauen: 53 FTE (54%)
    • Männer: 59 FTE (46%)
  • 2018:
    • Frauen: 45 FTE (59%)
    • Männer: 32 FTE (41%)

Personalfluktuation nach Geschlecht und Alter

  • 2020:
    • Frauen: 57 FTE (53% der Fluktuation)
    • Männer: 53 FTE (47% der Fluktuation)
  • 2019:
    • Frauen: 70 FTE (59% der Fluktuation)
    • Männer: 49 FTE (41% der Fluktuation)
  • 2018:
    • Frauen: 45 FTE (55% der Fluktuation)
    • Männer: 36 FTE (45% der Fluktuation)

(FTE: Full-Time Equivalents = Vollzeitäquivalente)

BESTECHUNG UND KORRUPTION HABEN BEI MANNER KEINEN PLATZ

MANNER spricht sich strikt gegen Korruption und unsaubere Geschäfte aus und begegnet diesen Risiken mit mehreren Vor-kehrungen: Interne Kontrollsysteme, Richtlinien und Berechtigungs-systeme wurden aufgesetzt, um gesetzwidrige Handlungen zu vermeiden. So ist beispielsweise ab einer gewissen Rechnungs-summe das 4-Augen-Prinzip vorgesehen und in der 2014 eingeführten „Anti-Korruptionsrichtlinie“ wurden intern höhere Standards als gesetzlich vorgeschrieben gesetzt. In dieser Richtlinie werden rechtlich unlautere Handlungen definiert, untersagt und für alle Bereichsleiter Meldepflichten verankert, sodass jährlich über Zuwendungen, Geschenke und Einladungen Bericht zu erstatten ist.

MANNER bekennt sich darüber hinaus allumfassend zu den Arbeitnehmerrechten. Als wesentliches Instrument zur Meldung von Verstößen gegen diese Rechte existiert bei MANNER eine etablierte Arbeitnehmervertretung. Diese fungiert als zentrales Bindeglied zwischen Unternehmensführung und Arbeitnehmern. Es sind der Gesellschaft keine Verstöße gegen die Menschenrechte bekannt. Österreich schützt Menschenrechte in der Verfassung und in zahlreichen einfachen Gesetzen. Die Europäische Menschen-rechtskonvention, die das maßgebende Instrument für den Menschenrechtsschutz in Europa darstellt, hat Verfassungsrang. Neben den Hauptübereinkommen des internationalen Menschen-rechtssystems bestehen auch zahlreiche Übereinkommen zu speziellen Menschenrechtsfragen. Der Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte, der Europarats-Kommissar für Menschenrechte, die OSZE sowie die Agentur der EU für Grundrechte wachen unter anderem über die Einhaltung der Menschenrechte in der EU.

Unsere Maßnahmen sind:

  • MANNER Code of Conduct (Verhaltensregeln)
  • Einkaufs- und Rechnungsprozess-Richtlinie
  • Anti-Korruptionsrichtlinie
  • Interne Revision (mit Schwerpunkt Vertrieb und Einkauf)
  • Berechtigungssysteme des ERP Programms
  • Mitarbeiterschulungen

Durch die oben genannten Prozesse, Richtlinien und Maßnahmen sind alle Mitarbeiter der Gesellschaft dazu verpflichtet, Korruption und andere unlautere Handlungen zu unterlassen.

  • Sicherstellung geringer gesellschaftlicher und ökologischer Auswirkung der Lieferkette (z.B. Kakao aus nachhaltig zertifizierten Quellen)
  • Verantwortungsvolles Marketing

HINWEIS
Dieser Lagebericht enthält unter anderem Aussagen über mögliche zukünftige Entwicklungen, die basierend auf derzeit zur Verfügung stehenden Informationen erstellt wurden.# JOSEF MANNER & COMP. AKTIENGESELLSCHAFT | UNTERNEHMENS-KENNZAHLEN | GESCHÄFTSJAHR 2020

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UNTERNEHMENS-KENNZAHLEN 2020

KENNZAHLEN ZUR ERTRAGSLAGE 2020 (T€) 2019 (T€) 2018 (T€) 2017 (T€) 2016 (T€)
Umsatzerlöse 217.222 222.056 209.882 203.530 199.536
Exportquote 62,5% 58,1% 58,4% 57,5% 58,3%
Betriebsleistung 221.525 224.069 211.890 199.821 203.460
EBITDA 11.842 16.130 16.186 12.296 8.490
EBIT 3.050 7.363 8.127 4.998 1.394
EBT 2.630 7.118 8.127 4.072 1.078
Jahresüberschuss 1.912 5.708 1.508 3.206 756
Jahresgewinn 1.512 1.508 756 3.206 755
ROS (Umsatzrentabilität) 1,4% 4,5% 2,1% 3,3% 12,5%
ROE (Eigenkapitalrentabilität) 5,1% 3,9% 14,3% 5,8% 2,5%
ROI (Gesamtkapitalrentabilität) 8,4% 3,5% 0,7% 2,3% 1,0%
KENNZAHLEN ZUR VERMÖGENS- UND FINANZLAGE 2020 (T€) 2019 (T€) 2018 (T€) 2017 (T€) 2016 (T€)
Bilanzsumme 146.604 145.427 139.971 143.430 143.498
Anlagevermögen 83.535 82.919 80.629 80.228 80.986
Umlaufvermögen 60.121 59.515 56.905 61.338 60.968
Eigenkapital nach § 23 URG 58.154 56.998 53.273 48.321 45.871
Verbindlichkeiten 72.305 70.317 68.438 78.163 82.160
Cash Flow aus laufender Geschäftstätigkeit 7.793 12.245 1.235 15.598 10.992
Free Cash Flow -1.773 -6.563 10.643 317 5.882
Net Debt / Nettoverschuldung 42.535 39.862 39.365 49.174 48.734
Working Capital / Nettoumlaufvemögen 4.285 525 1.283 1.713 -5.643
Equity Ratio (Eigenkapitalquote) 32,0% 39,7% 38,1% 33,7% 101,8%
Gearing (Nettoverschuldungsgrad) 106,2% 73,1% 69,9% 73,9% 101,8%
  • Saldo der Bankschulden und der flüssigen Mittel

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JOSEF MANNER & COMP. AKTIENGESELLSCHAFT | BILANZ | zum 31. Dezember 2020

PASSIVA

A. ANLAGEVERMÖGEN

31.12.2020 31.12.2019
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Vorteile sowie Lizenzen 1.089.438,48 1.427.920,54
2. geleistete Anzahlungen 338.482,06 392.267,74
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten 36.944.732,16 30.009.064,85
2. technische Anlagen und Maschinen 38.316.666,95 29.746.637,45
3. Betriebs- und Geschäftsausstattung 4.482.389,66 2.912.144,79
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen in Bau 75.457.838,85 71.422.532,10
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 933.146,32 933.146,32
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 6.440.967,17 2.151.010,49
3. Wertpapiere des Anlagevermögens 3.310.054,50 3.297.684,57
SUMME ANLAGEVERMÖGEN 83.534.620,63 82.919.427,46

B. UMLAUFVERMÖGEN

31.12.2020 31.12.2019
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 10.765.997,59 8.730.922,96
2. unfertige Erzeugnisse 4.740.698,25 4.093.257,92
3. fertige Erzeugnisse und Waren 16.682.889,99 14.497.089,24
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 24.420.121,72 28.361.176,33
davon Restlaufzeit mehr als 1 Jahr 0,00 0,00
2. Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen 268.304,34 685.041,60
davon Restlaufzeit mehr als 1 Jahr 0,00 339.134,16
3. sonstige Forderungen und Vermögensgegenstände 2.211.604,45 1.011.740,96
davon Restlaufzeit mehr als 1 Jahr 775.561,06 775.561,06
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 31.435.439,16 30.438.259,08
SUMME UMLAUFVERMÖGEN 60.101.357,30 56.905.378,19

C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN

31.12.2020 31.12.2019
1.645.914,90 1.367.086,97

D. AKTIVE LATENTE STEUERN

31.12.2020 31.12.2019
1.358.590,23 1.358.590,23

SUMME AKTIVA

31.12.2020 31.12.2019
146.604.009,15 145.427.273,53

37

JOSEF MANNER & COMP. AKTIENGESELLSCHAFT | BILANZ | zum 31. Dezember 2020

PASSIVA

A. EIGENKAPITAL

31.12.2020 31.12.2019
I. eingefordertes und einbezahltes Grundkapital 13.740.300,00 13.740.300,00
II. Kapitalrücklagen
1. gebundene 675,00 675,00
III. Gewinnrücklagen
1. gesetzliche Rücklagen 1.374.030,00 1.374.030,00
2. andere Rücklagen (freie Rücklagen) 41.525.816,06 40.370.816,06
IV. Bilanzgewinn (davon Gewinnvortrag) 58.154.187,03 56.997.937,28
SUMME EIGENKAPITAL 114.800.008,09 112.483.758,34

B. RÜCKSTELLUNGEN

31.12.2020 31.12.2019
1. Rückstellungen für Abfertigungen 5.956.323,00 6.027.616,00
2. Rückstellungen für Pensionen 2.836.197,00 3.243.302,00
3. Steuerrückstellungen 698.185,00 240.503,00
4. sonstige Rückstellungen 6.491.301,11 8.417.803,69
SUMME RÜCKSTELLUNGEN 15.982.006,11 17.929.224,69

C. VERBINDLICHKEITEN

31.12.2020 31.12.2019
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 43.546.310,20 40.600.230,82
davon Restlaufzeit mehr als 1 Jahr 19.546.029,34 15.850.230,82
davon Restlaufzeit bis 1 Jahr 24.000.280,86 24.750.000,00
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 13.742.520,86 14.388.118,39
davon Restlaufzeit mehr als 1 Jahr 2.090.452,49 2.234.206,93
davon Restlaufzeit bis 1 Jahr 1.845.851,20 1.991.643,84
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 12.925.776,46 13.094.454,92
davon Restlaufzeit mehr als 1 Jahr 0,00 0,00
davon Restlaufzeit bis 1 Jahr 12.925.776,46 13.094.454,92
4. sonstige Verbindlichkeiten 323.382,39 522.784,43
davon aus Steuern 1.558.107,80 162.756,00
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit 72.305.060,01 70.317.011,06
davon Restlaufzeit mehr als 1 Jahr 21.391.880,54 17.841.874,66
davon Restlaufzeit bis 1 Jahr 50.913.179,47 52.475.136,40
SUMME VERBINDLICHKEITEN 70.537.989,92 68.605.515,56

D. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN

31.12.2020 31.12.2019
1.265.911,12 1.216.162,94

SUMME PASSIVA

31.12.2020 31.12.2019
146.604.009,15 145.427.273,53

38

JOSEF MANNER & COMP. AKTIENGESELLSCHAFT | GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG | für die Zeit vom 1. Jänner bis 31. Dezember 2020

GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

2020 2019
1. UMSATZERLÖSE 217.221.680,68 222.055.505,14
2. VERÄNDERUNG DES BESTANDES AN FERTIGEN UND UNFERTIGEN ERZEUGNISSEN 2.245.999,09 842.331,91
3. ANDERE AKTIVIERTE EIGENLEISTUNGEN 50.818,06 71.318,60
4. SONSTIGE BETRIEBLICHE ERTRÄGE
a) Erträge aus dem Abgang vom Anlagevermögen mit Ausnahme der Finanzanlagen 50.957,72 121.281,40
b) Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen 244.992,30 224.197,31
c) übrige 754.760,24 1.100.238,95
5. AUFWENDUNGEN FÜR MATERIAL UND SONSTIGE BEZOGENE HERSTELLUNGSLEISTUNGEN
a) Materialaufwand -113.340.185,65 -110.473.026,40
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen -21.656.252,27 -25.841.342,43
6. PERSONALAUFWAND
a) Löhne -13.441.826,68 -11.644.123,65
b) Gehälter -20.973.367,39 -13.349.578,33
c) soziale Aufwendungen -46.059.317,72 -47.416.157,16
davon Aufwendungen für Altersversorgung
aa) Aufwendungen für Abfertigungen und Leistungen an betriebliche Mitarbeitervorsorgekassen -1.141.192,99 -1.243.835,35
bb) Aufwendungen für gesetzlich vorgeschriebene Sozialabgaben sowie vom Entgelt abhängige Abgaben und Pflichtbeiträge -9.857.535,05 -9.983.505,13
7. ABSCHREIBUNGEN
a) auf immaterielle Gegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -8.791.585,04 -8.766.939,80
8. SONSTIGE BETRIEBLICHE AUFWENDUNGEN
a) Steuern, soweit sie nicht unter Z18 fallen -121.444,90 -96.066,78
9. ZWISCHENSUMME aus Z1 bis 8 (Betriebsergebnis) 3.050.394,79 7.363.014,10

39

GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

2020 2019
10. ERTRÄGE AUS BETEILIGUNGEN 0,00 378.649,93
davon betreffend verbundene Unternehmen 0,00 96.290,35
11. ERTRÄGE AUS ANDEREN WERTPAPIEREN UND AUSLEIHUNGEN DES FINANZANLAGEVERMÖGENS 378.649,93 73.549,04
davon betreffend verbundene Unternehmen 358.065,44 24.814,23
12. SONSTIGE ZINSEN UND ÄHNLICHE ERTRÄGE 5.207,02 0,00
davon betreffend verbundene Unternehmen 0,00 0,00
13. ERTRÄGE AUS DEM ABGANG VON UND DER ZUSCHREIBUNG ZU FINANZANLAGEN UND WERTPAPIEREN DES UMLAUFVERMÖGENS 12.369,93 32.898,75
14. ZINSEN UND ÄHNLICHE AUFWENDUNGEN -831.095,61 -778.004,84
davon betreffend verbundene Unternehmen 0,00 0,00
15. ZWISCHENSUMME aus Z10 bis 14 (Finanzergebnis) -420.130,57 -245.351,58
16. ERGEBNIS VOR STEUERN (Zwischensumme aus Z9 und Z15) 2.630.264,22 7.117.662,52
17. STEUERN VOM EINKOMMEN UND VOM ERTRAG -718.014,47 -1.880.570,83
davon latente Steuern -8.496,74 -157.108,33
18. JAHRESÜBERSCHUSS 1.912.249,75 5.237.091,69
19. ZUWEISUNG ZU GEWINNRÜCKLAGEN -1.155.000,00 -3.725.000,00
20. GEWINNVORTRAG AUS DEM VORJAHR 756.116,22 24,53
21. BILANZGEWINN 1.513.365,97 1.512.116,22

40

ANHANG | I. BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSMETHODEN JAHRESABSCHLUSS ZUM 31. DEZEMBER 2020

I. BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSMETHODEN

1. ALLGEMEINE ANGABEN ZU DEN BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSMETHODEN

Der Jahresabschluss wurde entsprechend den Grundsätzen ordnungsgemäßer Buchführung sowie der Generalnorm, ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft zu vermitteln, aufgestellt.

Sachanlagevermögen

Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich planmäßiger linearer Abschreibung bewertet. Den immateriellen Vermögensgegenständen wurde eine Nutzungsdauer von 3 bis 5 Jahren zugrunde gelegt. Geringwertige Wirtschaftsgüter werden im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben.# ANHANG

I. BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSMETHODEN

Bei voraussichtlich dauernder Wertminderung werden außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen. Bei Wegfall der Gründe für außerplanmäßige Abschreibungen werden gem. § 208 Abs. 1 UGB entsprechende Zuschreibungen vorgenommen. Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden blieben gegenüber dem Vorjahr im Wesentlichen unverändert. Bei der Erstellung des Jahresabschlusses wurde der Grundsatz der Vollständigkeit eingehalten. Folgende Nutzungsdauer wurde der planmäßigen Abschreibung zugrunde gelegt:

  • Bauten: 33 bis 40 Jahre
  • Maschinen: 10 Jahre
  • Betriebs- und Geschäftsausstattung: 5 Jahre

Bei der Bewertung der einzelnen Vermögensgegenstände und Schulden wurde der Grundsatz der Einzelbewertung beachtet und eine Fortführung des Unternehmens unterstellt. Dem Vorsichtsgrundsatz wurde entsprochen, indem insbesondere nur die am Bilanzstichtag verwirklichten Gewinne ausgewiesen werden. Alle erkennbaren Risiken und drohenden Verluste, die im Geschäftsjahr oder in einem früheren Geschäftsjahr entstanden sind, wurden berücksichtigt. Geringwertige Wirtschaftsgüter werden im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben.

Finanzanlagevermögen
Das Finanzanlagevermögen wurde zu Anschaffungskosten bewertet. Wertpapiere des Anlagevermögens wurden zu den Anschaffungskosten bzw. niedrigeren Börsenkursen zum Bilanzstichtag bewertet.

2. ANLAGEVERMÖGEN

Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände
Die entgeltlich erworbenen Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten abzüglich planmäßiger linearer Abschreibung bewertet. Bei voraussichtlich dauernder Wertminderung werden außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen. Bei Wegfall der Gründe für außerplanmäßige Abschreibungen werden gem. § 208 Abs. 1 UGB entsprechende Zuschreibungen vorgenommen. Bei voraussichtlich dauernder Wertminderung werden außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen. Bei Wegfall der Gründe für außerplanmäßige Abschreibungen werden gem. § 208 Abs. 1 UGB entsprechende Zuschreibungen vorgenommen.

3. UMLAUFVERMÖGEN

Vorräte
Die Bewertung der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe erfolgt zu Anschaffungskosten unter Anwendung des gewogenen Durchschnittspreisverfahrens, wobei nach Maßgabe die niedrigeren Marktwerte zum Bilanzstichtag und nötige Abwertungen, die durch Überbestände bedingt sind, angemessen berücksichtigt werden. Die Bewertung der unfertigen und fertigen Erzeugnisse erfolgt zu Herstellungskosten auf Basis der Einzelkosten zuzüglich angemessener Material- und Fertigungsgemeinkosten unter Bedachtnahme auf eine verlustfreie Bewertung zum Jahresende. Nötige Abwertungen, die durch Überbestände bedingt sind, wurden in angemessener Höhe vorgenommen.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
Die Forderungen wurden mit dem Nennwert, die sonstigen Vermögensgegenstände mit den Anschaffungskosten angesetzt. Im Falle erkennbarer Einzelrisiken wurde der niedrigere beizulegende Wert angesetzt. Pauschalwertberichtigungen wurden keine angesetzt.

Rückstellungen für Sozialkapital
Die Rückstellungen für Abfertigungen und Jubiläumsgeldverpflichtungen wurden nach versicherungsmathematischen Grundsätzen, nach dem Verfahren der laufenden Einmalprämien (PUC-Methode) auf Basis einer durchschnittlichen Bezugserhöhung von 1,5% (Vorjahr: 1,5%) und des gesetzlichen Pensionsantrittsalters errechnet. Der verwendete Rechnungszinssatz ist jeweils ein 7-Jahres Durchschnittszinssatz von hochwertig verzinsten Unternehmensanleihen mit einer Laufzeit von 10 Jahren in Höhe von 1,26% (Vorjahr: 1,59%). Für die Rückstellungen für Abfertigungen wurde wie im Vorjahr kein Fluktuationsabschlag berücksichtigt. Für die Jubiläumsgeldverpflichtungen wurde ein Fluktuationsabschlag, abhängig vom Dienstalter zwischen 2,0 und 16,3% (Vorjahr: 2,2 – 18,4%) berücksichtigt.

Die Rückstellungen für Pensionen
Die Rückstellungen für Pensionen wurden nach versicherungsmathematischen Grundsätzen in Höhe des unternehmensrechtlichen Erfordernisses nach dem Teilwertverfahren unter Verwendung der Generationentafeln „AVÖ 2018-P - Rechnungsgrundlagen für die Pensionsversicherung“ und eines Rechnungszinssatzes von 0,85% (Vorjahr: 1,11%), errechnet. Das Pensionsantrittsalter wurde ab 2003 den Regelungen der Pensionsreform bzw. dem Pensionsharmonisierungsgesetz 2004 angepasst.

Übrige Rückstellungen
Bei Berechnung der sonstigen Rückstellungen wurden unter Beachtung des Vorsichtsprinzips alle im Zeitpunkt der Bilanzerstellung erkennbaren Risiken und der Höhe oder dem Grunde nach ungewissen Verbindlichkeiten mit den Beträgen berücksichtigt, die nach bestmöglicher Schätzung zur Erfüllung der Verpflichtung aufgewendet werden müssen.

Latente Steuern
Latente Steuern werden gemäß § 198 Abs 9 und 10 UGB nach dem bilanzorientierten Konzept gebildet und resultieren aus Differenzen zwischen unternehmensrechtlichen und steuerrechtlichen Wertansätzen. Analog werden künftige Steuerentlastungen als aktive latente Steuern in der Bilanz berücksichtigt. Die Berechnung erfolgt auf Basis des aktuellen Körpersteuersatzes von 25%.

Verbindlichkeiten
Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Währungsumrechnungen
Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten sind zu Anschaffungskosten oder zum niedrigeren bzw. höheren Kurs am Bilanzstichtag bewertet.

II. ERLÄUTERUNG DER BILANZ UND DER GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

LATENTE STEUERN

Zwischen den unternehmensrechtlichen und steuerrechtlichen Wertansätzen bestehen folgende Unterschiedsbeträge bzw. Steuerlatenzen (siehe Tabelle Seite 43).

1. ERLÄUTERUNGEN ZUR BILANZ

ANLAGEVERMÖGEN
Bezüglich der Entwicklung des Anlagevermögens verweisen wir auf den Anlagenspiegel (siehe Seite 46).

EIGENKAPITAL
Das Grundkapital beträgt wie im Vorjahr € 13.740.300,- und ist in 1.890.000 nennbetragslose Stückaktien mit Stimmrecht zerlegt. Die Aktien der Gesellschaft lauten auf Inhaber oder auf Namen. Die gesetzliche Rücklage ist in gefordertem Ausmaß dotiert.

IMMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE UND SACHANLAGEN
Der Grundwert in der Position Grundstücke und Bauten beträgt zum Stichtag T€ 3.168 (Vorjahr: T€ 3.168).

SONSTIGE RÜCKSTELLUNGEN
Für nicht konsumierte Urlaube, Jubiläumsgelder und Zeitguthaben sind T€ 5.114 (Vorjahr: T€ 5.770) rückgestellt. Wesentliche sonstige Rückstellungen sind auch jene für variable Bezüge in Höhe von T€ 187 (Vorjahr: T€ 1.338). Schließung von Verkaufsstandorten T€ 205 (Vorjahr: T€ 0), Rechts- und Beratungskosten T€ 182 (Vorjahr: T€ 225) und am Bilanzstichtag noch ausständige Eingangsrechnungen T€ 306 (Vorjahr: T€ 484) getroffen.

FINANZANLAGEN
Die Wertpapiere des Anlagevermögens dienen zur Deckung der Rückstellungen für Pensionen (§ 14 EStG) und zur Nutzung von Ertragspotenzialen.

ANGABEN ZU VERBUNDENEN UNTERNEHMEN BZW. BETEILIGUNGSUNTERNEHMEN
(siehe Tabelle Seite 43).

VERBINDLICHKEITEN
(siehe Tabelle Seite 43). Gegenüber Kreditinstituten bestehen wie im Vorjahr keine Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen mit einer Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren betragen T€ 1.018 (Vorjahr: T€ 1.064). Von den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen beziehen sich so wie im Vorjahr keine auf Lieferungen und Leistungen, sämtliche T€ 2.090 (Vorjahr: T€ 2.234) sind sonstige Verbindlichkeiten.

FORDERUNGEN UND SONSTIGE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
Von den Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen T€ 252 (Vorjahr: T€ 265) Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und T€ 16 (Vorjahr: T€ 420) sonstige Forderungen. Im Posten sonstige Forderungen sind Erträge in Höhe von T€ 1.097 (Vorjahr: T€ 735) enthalten, die erst nach dem Abschlussstichtag zahlungswirksam werden. Die sonstigen Verbindlichkeiten umfassen im Wesentlichen Umsatzprämien und sonstige Vergütungen an Kunden mit T€ 9.886 (Vorjahr: T€ 10.715) sowie Verbindlichkeiten aus Personalverrechnung von T€ 152 (Vorjahr: T€ 208) und Sozialversicherungsbeiträge in Höhe von T€ 982 (Vorjahr: T€ 971). Im Posten sonstige Verbindlichkeiten sind Aufwendungen in Höhe von T€ 12.743 (Vorjahr: T€ 12.964) enthalten, die erst nach dem Abschlussstichtag zahlungswirksam werden.

Anteile an verbundenen Unternehmen Eigenkapital z. 31.12.2020 Jahresergebnis 2020 Beteiligungs- quote (%) Sitz
Unterstützungseinrichtung der Josef Manner & Comp. Aktiengesellschaft, Gesellschaft m.b.H. *) 0 (0) 7 (9) 100 (100) Wien, A
Manner Management GmbH *) -1.472 (-1.310) 361 (278) 100 (100) Wien, A
Geblergasse 116 GmbH & Co KG *) -162 (-1.255) 83 (78) 100 (100) Wolkersdorf, A
Josef Manner, marketinske storitve, d.o.o. *) -1.600 (-399) 14 (17) 100 (100) Ljubljana, SLO
Manner Azerbaijan LLC *) -1.234 (-314) -3 (-4) 100 (100) Khudat City, AZ
Compliment Süsswaren Vertriebs Gesellschaft m.b.H. 259 (148) 115 (141) 100 (100) Brno, CZ

*) vorläufiige Werte
31.12.2020: 1 EUR = 26,245 CZK; 31.12.2019: 1 EUR = 25,41 CZK
31.12.2020: 1 EUR = 2,0763 AZN; 31.12.2019: 1 EUR = 1,9051 AZN

Latente Steuern in Te 12/2020 Aktiv 12/2020 Passiv 12/2019 Aktiv 12/2019 Passiv 1-12/2020 Bewegungen
Anlagevermögen 1.094 918 865 1.091 402
Abfertigungsrückstellung -192 -64
Pensionsrückstellung 2.181 689 2.373 753
Sonstige Rückstellungen 1.051 2.253 650 1.015 2.402
Verbindlichkeiten -149 -68
Verlustanteil verb. Unt. 1.566 2.484 621 1.454 2.545
Summe aktive/passive Unterschiedsbeträge 7.918 1.980 1.359 8.014 2.004
Aktive(+)/passive(-) latente Steuerabgrenzung 25% 1.367
Aktive/passive Saldogröße -35

HAFTUNGSVERHÄLTNISSE, VERPFLICHTUNGEN AUS DER

Aufgrund der gebildeten Bewertungseinheit war zum Bilanzstichtag keine Drohverlustrückstellung erforderlich.# NUTZUNG NICHT IN DER BILANZ AUSGEWIESENER SACHANLAGEN

Verpflichtungen aus nicht in der Bilanz ausgewiesenem Sachanlagevermögen

Zur Absicherung gegen Währungsrisiken im Zusammenhang mit Rohstoffeinkäufen wurden Kaufoptionen auf britische Pfund abgeschlossen, wovon zum Bilanzstichtag noch Kaufoptionen mit einem Nominalwert in Höhe von TGBP 8.050 (Vorjahr: TGBP 14.090) vorhanden waren. Für diese Sicherungsgeschäfte wurden keine Bewertungseinheiten gebildet. In diesem Bestand waren Kaufoptionen mit einem positiven Marktwert in Höhe von T€ 92 (Vorjahr: T€ 798) und Kaufoptionen mit einem negativen Marktwert in Höhe von T€ -2 (Vorher: T€ 0) enthalten. Aus Gründen der Wesentlichkeit wurde für die Optionen mit negativem Marktwert keine Drohverlustrückstellung angesetzt.

Die Verpflichtungen aus nicht in der Bilanz ausgewiesenem Sachanlagevermögen (Mietverträge) betragen für das kommende Geschäftsjahr T€ 2.093 (Vorjahr: T€ 2.175) und für die nächsten fünf Geschäftsjahre T€ 10.179 (Vorjahr: T€ 10.778).

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Aus bestehenden Sponsorenverträgen ergeben sich Verpflichtungen in Höhe von T€ 1.410 (Vorjahr: T€ 2.105), die die Wirtschaftsjahre 2021 bis 2023 betreffen. Darüber hinaus bestehen analog zum Vorjahr keine Haftungsverhältnisse nach § 199 UGB.

2. ERLÄUTERUNGEN ZUR GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

umsatzerlöse

2020 2019 2018 2017
Österreich 81.550 93.039 87.297 86.445
EU 130.138 122.743 117.089 111.873
Drittländer 5.534 6.273 5.496 5.212
217.222 222.056 209.882 203.530

DERIVATIVE FINANZINSTRUMENTE

Im Geschäftsjahr 2013 bzw. 2014 wurden variabel verzinste Kredite in Höhe von T€ 20.000 aufgenommen. Zur Absicherung gegen aus diesem Kredit resultierende Zinsänderungsrisiken wurde zeitnahe ein Zinsswap mit einem Nominalwert in Höhe von T€ 20.000 abgeschlossen.

Die variabel verzinsten Kredite sowie der Zinsswap stehen in einer effektiven Sicherungsbeziehung zueinander und bilden bilanziell eine Bewertungseinheit. Der Nachweis der Bewertungseinheit wird durch eine entsprechende Hedging-Dokumentation erbracht. Zum Designationszeitpunkt wurde der Effektivitätstest mittels der Critical Terms Match Methode durchgeführt. Die wesentlichen Vertragsbestandteile wie Nominale, Laufzeit, Referenzzinssatz und Währung des gesicherten Grundgeschäfts stimmen mit jenen des Sicherungsgeschäfts überein.

Zum Bilanzstichtag bestehen aus dieser Absicherung Interest Rate Swaps mit einem Nominalwert von T€ 5.000 (Vorjahr: T€ 9.000) und einem negativen Marktwert in Höhe von T€ -61 (Vorjahr: T€ -166) und einer Laufzeit bis Dezember 2021 (Vorjahr: Dezember 2021).

STEUERN VOM EINKOMMEN UND VOM ERTRAG

Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag setzen sich wie folgt zusammen:

Österreich Deutschland
Körperschaftsteueraufwand 2020 411.623,00 7.574,48
Solidaritätszuschlag 2020 0,00 152.617,25
Gewerbesteuer 2020 137.703,00 297.894,73
Zwischenergebnis 411.623,00 8.496,74
Bewegung latente Steuern 420.119,74

ANHANG | III. SONSTIGE ANGABEN 45

AUFWENDUNGEN FÜR ABFERTIGUNGEN UND PENSIONEN

Betreffend der Bezüge ehemaliger Vorstandsmitglieder wird die Schutzklausel gemäß § 239 Abs. 1 Ziffer 4 UGB in Verbindung mit § 242 Abs. 4 UGB angewendet.

Aufwendungen für Abfertigungen und Pensionen 2020 Te 2019 Te 2018 Te
Vorstand und ehemalige Vorstände 514 433 489
Angestellte und Arbeiter 670 1.149 957
1.184 1.582 1.446

In den Aufwendungen für Abfertigungen und Leistungen an betriebliche Mitarbeitervorsorgekassen sind Aufwendungen für Abfertigungen (Abfertigungszahlungen zuzüglich Veränderung der Abfertigungsrückstellung) in Höhe von T€ 732 (Vorjahr: T€ 854) enthalten.

Die Mitglieder des Aufsichtsrates bezogen im Geschäftsjahr 2020 Sitzungsgelder für das laufende Jahr in Höhe von T€ 92 (Vorjahr: T€ 53). Für das Jahr 2020 wurden Vergütungen in Höhe von T€ 57 (Vorjahr: T€ 91) rückgestellt.

BESCHÄFTIGTE

Im Geschäftsjahr waren im Durchschnitt 765 Dienstnehmer (Vorjahr: 762), davon 350 Angestellte (Vorjahr: 355) und 415 Arbeiter (Vorjahr: 407) beschäftigt.

AUFWENDUNGEN FÜR DEN ABSCHLUSSPRÜFER

Die Aufwendungen im Geschäftsjahr 2020 für die Prüfung des Jahresabschlusses 2020 belaufen sich auf T€ 66 (Vorjahr: T€ 78) sowie für andere Bestätigungsleistungen T€ 0 (Vorjahr: T€ 37) und sonstige Leistungen T€ 0 (Vorjahr: T€ 1).

VORSCHLAG ZUR VERWENDUNG DES ERGEBNISSES

Es wird vorgeschlagen, vom Bilanzgewinn des Geschäftsjahres 2020 in Höhe von € 1.513.365,97 eine Dividende in Höhe von € 1.512.000,00 auszuschütten und den Restbetrag von € 1.365,97 auf neue Rechnung vorzutragen.

III. SONSTIGE ANGABEN

EREIGNISSE NACH DEM BILANZSTICHTAG

Es gab keine wesentlichen Ereignisse nach dem Bilanzstichtag.

AUSWIRKUNGEN COVID-19

Der Rückgang des Umsatzes sowie des Ergebnisses ist im Wesentlichen auf die Auswirkungen der Corona Krise zurückzuführen. Wir verweisen hinsichtlich der Geschäftsentwicklung 2020 auf die Ausführungen im Lagebericht.

KONZERNVERHÄLTNISSE

Die Josef Manner & Comp. Aktiengesellschaft hat zum 31.12.2020 aufgrund der Bestimmungen des § 249 Abs. 2 UGB keinen Konzernabschluss erstellt.

ORGANE DER GESELLSCHAFT (siehe Seite 3)

BEZÜGE DES VORSTANDS SOWIE DES AUFSICHTSRATS

Die Bezüge des Vorstands betrugen T€ 927 (Vorjahr: T€ 895). Weiters wurden variable Gehaltsbestandteile in Höhe von T€ 66 (Vorjahr: T€ 355) als Rückstellung berücksichtigt.

46 JOSEF MANNER & COMP. AKTIENGESELLSCHAFT | ANLAGENSPIEGEL | zum 31. Dezember 2020

ANLAGENSPIEGEL ENTWICKLUNG ZU ANSCHAFFUNGS- UND HERSTELLUNGSKOSTEN

€ Stand 01.01.2020 € Zugang € Umbuchung € Abgang € Stand 31.12.2020
A. ANLAGEVERMÖGEN
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Vorteile sowie Lizenzen 9.203.044,51 72.594,54 98.210,45 114.401,57 9.259.447,93
2. geleistete Anzahlungen und Anlagen in Bau 392.267,74 795.381,19 867.975,73 -98.210,45 1.089.438,48
9.595.312,25 867.975,73 98.210,45 16.191,12 10.348.886,41
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten 62.047.397,54 19.773.915,01 24.893,04 38.159,20 62.110.449,78
2. Maschinen 152.703.172,51 2.912.144,79 578.998,36 4.845.888,51 158.091.365,92
3. Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.035.703,72 4.303.264,88 237.436,62 1.921.302,15 1.884.608,69
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen in Bau 237.436.629,85 1.089.438,48 0,00 0,00 239.818.592,58
253.440.577,64 24.078.763,16 841.328,02 6.805.350,00 260.866.071,21
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 940.288,96 0,00 0,00 0,00 940.288,96
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 2.151.010,49 4.289.956,68 0,00 0,00 6.440.967,17
3. Wertpapiere (Wertrechte) des Anlagevermögens 3.317.336,09 0,00 0,00 0,00 3.317.336,09
6.408.635,54 4.289.956,68 0,00 0,00 10.698.592,22
SUMME ANLAGENSPIEGEL 269.444.525,43 29.236.719,84 841.328,02 6.821.541,12 274.913.550,00

JOSEF MANNER & COMP. AKTIENGESELLSCHAFT | ANLAGENSPIEGEL | zum 31. Dezember 2020 47

ENTWICKLUNG DER ABSCHREIBUNGEN BUCHWERTE

€ Stand 01.01.2020 € Zugang € Abgang € Zuschreibung € Stand 31.12.2020 € Stand 31.12.2019 € Stand 31.12.2020
A. ANLAGEVERMÖGEN
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Vorteile sowie Lizenzen 687.479,49 338.482,06 0,00 0,00 1.025.961,55 687.479,49 1.025.961,55
2. geleistete Anzahlungen und Anlagen in Bau 392.267,74 0,00 0,00 0,00 392.267,74 392.267,74 392.267,74
1.079.747,23 338.482,06 0,00 0,00 1.418.229,29 1.079.747,23 1.418.229,29
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten 23.730.730,59 122.956,54 0,00 0,00 23.853.687,13 23.730.730,59 23.853.687,13
2. Maschinen 122.956.535,06 15.291.525,36 0,00 0,00 138.248.060,42 122.956.535,06 138.248.060,42
3. Betriebs- und Geschäftsausstattung 4.482.389,65 3.813.035,74 0,00 0,00 8.295.425,39 4.482.389,65 8.295.425,39
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen in Bau 237.436,63 0,00 0,00 0,00 237.436,63 237.436,63 237.436,63
151.407.091,93 19.104.591,64 0,00 0,00 170.634.609,57 151.407.091,93 170.634.609,57
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 2.151.010,49 6.440.967,17 0,00 0,00 8.591.977,66 2.151.010,49 8.591.977,66
3. Wertpapiere (Wertrechte) des Anlagevermögens 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
2.151.010,49 6.440.967,17 0,00 0,00 8.591.977,66 2.151.010,49 8.591.977,66
SUMME BUCHWERTE 154.637.849,65 25.883.030,87 0,00 0,00 179.544.816,52 154.637.849,65 179.544.816,52

48 BESTÄTIGUNGSVERMERK

BESTÄTIGUNGSVERMERK

Wir sind von der Gesellschaft unabhängig in Übereinstimmung mit den österreichischen unternehmensrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften, und wir haben unsere sonstigen beruflichen Pflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns bis zum Datum des Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unser Prüfungsurteil zu diesem Datum zu dienen.

Bericht zum Jahresabschluss

PRÜFUNGSURTEIL

Wir haben den Jahresabschluss der Josef Manner & Comp. Aktiengesellschaft, Wien, für das am 31. Dezember 2020 endende Geschäftsjahr, bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2020, der Gewinn- und Verlustrechnung für das an diesem Stichtag endende Geschäftsjahr und dem Anhang, geprüft.

Nach unserer Beurteilung entspricht der beigefügte Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt ein möglichst getreues Bild der Vermögens- und Finanzlage zum 31. Dezember 2020 sowie der Ertragslage der Gesellschaft für das an diesem Stichtag endende Geschäftsjahr in Übereinstimmung mit den österreichischen unternehmensrechtlichen Vorschriften.

HINWEIS AUF EINEN SONSTIGEN SACHVERHALT

Der Jahresabschluss der Josef Manner & Comp. Aktiengesellschaft, Wien, für das am 31. Dezember 2019 endende Geschäftsjahr wurde von einem anderen Abschlussprüfer geprüft, der am 31. März 2020 ein nicht modifiziertes Prüfungsurteil zu diesem Abschluss abgegeben hat.

GRUNDLAGE FÜR DAS PRÜFUNGSURTEIL

Wir haben unsere Abschlussprüfung in Übereinstimmung mit der EU-Verordnung Nr. 537/2014 (im Folgenden EU-VO) und mit den österreichischen Grundsätzen ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften ist im Abschnitt „Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses“ weiter ausgeführt.

SACHVERHALT UND RISIKEN

Die im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2020 eingetretene COVID-19 Krise hat zu umfassenden Beeinträchtigungen der Arbeits-, Absatz- und Beschaffungsmärkte geführt. Die Produktionskapazitäten sind aufgrund behördlicher Auflagen potenziell eingeschränkt, die unternehmenseigenen Shops teilweise geschlossen.

AUSWIRKUNGEN DER WELTWEITEN COVID-19 PANDEMIE

Nach unserer Beurteilung ist es unwahrscheinlich, dass die COVID-19-Pandemie wesentliche Risiken für die Fähigkeit der Gesellschaft birgt, ihre Geschäftstätigkeit fortzusetzen. Wir weisen jedoch darauf hin, dass die Pandemie und die damit verbundenen staatlichen Maßnahmen auch weiterhin erhebliche Unsicherheiten im Hinblick auf die zukünftige Entwicklung mit sich bringen.# BESTÄTIGUNGSVERMERK

Diese Grundsätze erfordern die Anwendung der International Standards on Auditing (ISA). Unsere Verantwortlichkeiten nach diesen Vorschriften und Standards sind im Abschnitt „Verantwortlichkeiten des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses“ unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben.

Die Auswirkung der COVID-19 Krise auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens ist wesentlich. Es bestehen im Zusammenhang mit der Bewertung wesentlicher Bilanzposten Schätzunsicherheiten. Es besteht das Risiko, dass die Einschätzung des Vorstands hinsichtlich Dauer und Auswirkung der Krise nicht zutrifft und in Folge wesentliche Bilanzposten nicht ordnungsgemäß ausgewiesen werden. Betreffend Auswirkungen der COVID-19 Pandemie verweisen wir auf die Ausführungen des Managements im Anhang sowie im Lagebericht.

Unser Vorgehen bei der Prüfung

Im Zusammenhang mit den Angaben der Gesellschaft zum Vorratsvermögen verweisen wir auf die Ausführungen im Anhang unter Abschnitt I/3. Im Rahmen unserer Abschlussprüfung haben wir unter anderem die folgenden Prüfungshandlungen gesetzt:

  • Besprechung mit dem Management
  • Erhebung und Beurteilung die der Schätzung zugrundeliegenden Prozesse und Kontrollen
  • Plausibilisierung der von der Geschäftsleitung zur Verfügung gestellten Annahmen.

Zusätzlich haben wir unter anderem folgende Prüfungshandlungen gesetzt:

VORHANDENSEIN UND BEWERTUNG DER VORRÄTE EINSCHLIESSLICH BEWERTUNG DER EINKAUFSKONTRAKTE

Sachverhalt und Risiken

Die Gesellschaft weist im Jahresabschluss zum 31. Dezember 2020 einen Vorratsbestand in Höhe von T€ 32.190 aus. Die Vorräte stellen einen wesentlichen Teil des Umlaufvermögens sowie der Aktiva der Gesellschaft dar. Es besteht das Risiko, dass Teile des Vorratsbestands nicht werthaltig sind. Die in der Bilanz angesetzten Herstellungskosten für fertige und unfertige Erzeugnisse werden aus der Kostenrechnung abgeleitet. Aufgrund der Komplexität der Bewertung besteht das Risiko von Fehlbewertungen. Die Qualität sowie die Versorgungssicherheit der im Produktionsprozess eingesetzten Rohstoffe erfordern den Abschluss wesentlicher langfristiger Kontrakte. Es besteht das Risiko, dass Wertschwankungen der Einkaufspreise den Ansatz wesentlicher Drohverlustrückstellungen erfordern.

Unser Prüfungsvorgehen

Im Rahmen unserer Abschlussprüfung haben wir ein Verständnis über den Einkaufsprozess sowie der Materialwirtschaft sowie den relevanten internen Kontrollen erlangt.

  • Inventurbeobachtungen
  • Nachvollzug der Bewertungen
  • Preistests anhand von Belegprüfungen
  • Einsichtnahme in die wesentlichen Einkaufskontrakte und Beurteilung der Auswirkungen auf den Jahresabschluss.

Die Vorräte werden nach dem strengen Niederstwertprinzip bewertet. Für die Bewertung werden als Zeitwerte Marktpreise zum Bilanzstichtag oder zu den letzten diesem Stichtag vorausgehenden Tagen herangezogen.

VORHANDENSEIN UND BEWERTUNG DER FORDERUNGEN AUS LIEFERUNGEN UND LEISTUNGEN EINSCHLIESSLICH PERIODENRICHTIGKEIT DER UMSATZERLÖSE

Sachverhalt und Risiken

Die Gesellschaft weist im Jahresabschluss zum 31. Dezember 2020 Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von T€ 24.420 aus. Die Forderungen stellen einen wesentlichen Teil des Umlaufvermögens sowie der Aktiva der Gesellschaft dar. Die sachgerechte Umsatzrealisation ist aufgrund von individuell verhandelten Bonifikationsvereinbarungen komplex. Es besteht das Risiko von Abgrenzungsfehler und damit von nicht periodengerecht ausgewiesenen Umsatzerlösen.

Unser Prüfungsvorgehen

Im Zusammenhang mit den Angaben zu Forderungen aus Lieferungen und Leistungen verweisen wir auf die Ausführungen im Anhang unter Abschnitt I/3.

Im Rahmen unserer Abschlussprüfung haben wir ein Verständnis über den Verkaufsprozess einschließlich dem Abrechnungsprozess für Boni sowie den relevanten internen Kontrollen erlangt.

Zusätzlich haben wir unter anderem folgende Prüfungshandlungen gesetzt:

  • Saldenbestätigungsaktion
  • Einsichtnahme in wesentliche Rahmenverträge
  • Belegstichproben einschließlich wesentlicher Zahlungseingänge.

VERANTWORTLICHKEITEN DER GESETZLICHEN VERTRETER UND DES PRÜFUNGSAUSSCHUSSES FÜR DEN JAHRESABSCHLUSS

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses und dafür, dass dieser in Übereinstimmung mit den österreichischen unternehmensrechtlichen Vorschriften ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie als notwendig erachten, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen, Sachverhalte im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit – sofern einschlägig – anzugeben, sowie dafür, den Rechnungslegungsgrundsatz der Fortführung der Unternehmenstätigkeit anzuwenden, es sei denn, die gesetzlichen Vertreter beabsichtigen, entweder die Gesellschaft zu liquidieren oder die Unternehmenstätigkeit einzustellen, oder haben keine realistische Alternative dazu.

Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen beinhalten alle Informationen im Geschäftsbericht, ausgenommen den Jahresabschluss, den Lagebericht und den Bestätigungsvermerk. Der Geschäftsbericht wird uns voraussichtlich nach dem Datum des Bestätigungsvermerks zur Verfügung gestellt. Unser Prüfungsurteil zum Jahresabschluss deckt diese sonstigen Informationen nicht ab und wir werden keine Art der Zusicherung darauf geben.

Der Prüfungsausschuss ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft. In Verbindung mit unserer Prüfung des Jahresabschlusses ist es unsere Verantwortung, diese sonstigen Informationen zu lesen, sobald diese vorhanden sind und abzuwägen, ob sie angesichts des bei der Prüfung gewonnen Verständnisses wesentlich in Widerspruch zum Jahresabschluss stehen, oder sonst wesentlich falsch dargestellt erscheinen.

VERANTWORTLICHKEITEN DES ABSCHLUSSPRÜFERS FÜR DIE PRÜFUNG DES JAHRESABSCHLUSSES

Unsere Ziele sind, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unser Prüfungsurteil beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit der EU-VO und mit den österreichischen Grundsätzen ordnungsmäßiger Abschlussprüfung, die die Anwendung der ISA erfordern, durchgeführte Abschlussprüfung eine wesentliche falsche Darstellung, falls eine solche vorliegt, stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn von ihnen einzeln oder insgesamt vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Nutzern beeinflussen.

Als Teil einer Abschlussprüfung in Übereinstimmung mit der EU-VO und mit den österreichischen Grundsätzen ordnungsmäßiger Abschlussprüfung, die die Anwendung der ISA erfordern, üben wir während der gesamten Abschlussprüfung pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus gilt:

  • Wir identifizieren und beurteilen die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern im Abschluss, planen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken, führen sie durch und erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unser Prüfungsurteil zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als ein aus Irrtümern resultierendes, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen oder das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.
  • Wir gewinnen ein Verständnis von dem für die Abschlussprüfung relevanten internen Kontrollsystem, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit des internen Kontrollsystems der Gesellschaft abzugeben.
  • Wir ziehen Schlussfolgerungen über die Angemessenheit der Anwendung des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit durch die gesetzlichen Vertreter sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die erhebliche Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir die Schlussfolgerung ziehen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, in unserem Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch die Abkehr der Gesellschaft von der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zur Folge haben.
  • Wir beurteilen die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrundeliegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse in einer Weise wiedergibt, dass ein möglichst getreues Bild erreicht wird.# BESTÄTIGUNGSVERMERK

Wir tauschen uns mit dem Prüfungsausschuss unter anderem über den geplanten Umfang und die geplante zeitliche Einteilung der Abschlussprüfung sowie über bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Abschlussprüfung erkennen, aus. Wir geben dem Prüfungsausschuss auch eine Erklärung ab, dass wir die relevanten beruflichen Verhaltensanforderungen zur Unabhängigkeit eingehalten haben, und tauschen uns mit ihm über alle Beziehungen und sonstigen Sachverhalte aus, von denen vernünftigerweise angenommen werden kann, dass sie sich auf unsere Unabhängigkeit und – sofern einschlägig – damit zusammenhängende Schutzmaßnahmen auswirken. Wir beurteilen die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte in der Rechnungslegung und damit zusammenhängende Angaben.

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53

Wir bestimmen von den Sachverhalten, über die wir uns mit dem Prüfungsausschuss ausgetauscht haben, diejenigen Sachverhalte, die am bedeutsamsten für die Prüfung des Jahresabschlusses des Geschäftsjahres waren und daher die besonders wichtigen Prüfungs- sachverhalte sind. Wir beschreiben diese Sachverhalte in unserem Bestätigungsvermerk, es sei denn, Gesetze oder andere Rechtsvorschriften schließen die öffentliche Angabe des Sachverhalts aus oder wir bestimmen in äußerst seltenen Fällen, dass ein Sachverhalt nicht in unserem Bestätigungsvermerk mitgeteilt werden sollte, weil vernünftigerweise erwartet wird, dass die negativen Folgen einer solchen Mitteilung deren Vorteile für das öffentliche Interesse übersteigen würden.

Urteil

Nach unserer Beurteilung ist der Lagebericht nach den geltenden rechtlichen Anforderungen aufgestellt worden, enthält zutreffende Angaben nach § 243a UGB und steht in Einklang mit dem Jahresabschluss.

Erklärung

Angesichts der bei der Prüfung des Jahresabschlusses gewonnenen Erkenntnisse und des gewonnenen Verständnisses über die Gesellschaft und ihr Umfeld wurden wesentliche fehlerhafte Angaben im Lagebericht nicht festgestellt.

Zusätzliche Angaben nach Artikel 10 der EU-VO

Sonstige gesetzliche und andere rechtliche Anforderungen

Wir wurden von der Hauptversammlung am 3. August 2020 als Abschlussprüfer gewählt. Wir wurden am 15. September 2020 vom Aufsichtsrat beauftragt. Wir sind seit dem Jahresabschluss 31. Dezember 2020 Abschlussprüfer.

BERICHT ZUM LAGEBERICHT

Der Lagebericht ist aufgrund der österreichischen unternehmens- rechtlichen Vorschriften darauf zu prüfen, ob er mit dem Jahres- abschluss in Einklang steht und ob er nach den geltenden rechtlichen Anforderungen aufgestellt wurde. Zu der im Lagebericht enthaltenen nichtfinanziellen Erklärung ist es unsere Verantwortlichkeit zu prüfen, ob sie aufgestellt wurde, sie zu lesen und dabei zu würdigen, ob diese sonstigen Informationen wesentliche Unstimmigkeiten zum Jahresabschluss oder zu unseren bei der Abschlussprüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder anderweitig falsch dargestellt erscheinen.

Wir erklären, dass das Prüfungsurteil im Abschnitt „Bericht zum Jahresabschluss“ mit dem zusätzlichen Bericht an den Prüfungsaus- schuss nach Artikel 11 der EU-VO in Einklang steht. Wir erklären, dass wir keine verbotenen Nichtprüfungsleistungen (Artikel 5 Abs. 1 der EU-VO) erbracht haben und dass wir bei der Durchführung der Abschlussprüfung unsere Unabhängigkeit von der geprüften Gesellschaft gewahrt haben.

Auftragsverantwortlicher Wirtschaftsprüfer

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts in Übereinstimmung mit den österreichischen unternehmensrechtlichen Vorschriften.

Die für die Abschlussprüfung auftragsverantwortlichen Wirtschafts- prüfer sind Dr. Andreas Staribacher und Mag. Mario Zagiczek

Wien, am 30. März 2021

Wir haben unsere Prüfung in Übereinstimmung mit den Berufsgrund- sätzen zur Prüfung des Lageberichts durchgeführt.

PKF CENTURION Wirtschaftsprüfungsgesellschaft mbH

54

ERKLÄRUNG DER GESETZLICHEN VERTRETER

ERKLÄRUNG DES VORSTANDES gemäß § 124 Börsegesetz

Wir bestätigen nach bestem Wissen, dass der im Einklang mit den maßgebenden Rechnungslegungsstandards aufgestellte Jahresabschluss ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens vermittelt, dass der Lagebericht den Geschäftsverlauf, das Geschäftsergebnis und die Lage des Unternehmens so darstellt, dass ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens entsteht und dass der Lagebericht die wesentlichen Risiken und Ungewissheiten beschreibt, denen das Unternehmen ausgesetzt ist.

Wien, am 30. März 2021

DER VORSTAND

Dr. Hans Peter Andres
CEO, Vorstand
Marketing und Vertrieb

Mag. Andreas Kutil
Einkauf, Materialwirtschaft & Logistik

Mag. Albin Hahn
Finanzen & Personal

Thomas Gratzer
Produktion und Technik

BERICHT DES AUFSICHTSRATES

55

BERICHT DES AUFSICHTSRATES ÜBER DAS GESCHÄFTSJAHR 2020

Der Aufsichtsrat hat im Geschäftsjahr 2020 die ihm nach dem Gesetz und Satzung zukommenden Aufgaben im Rahmen von vier Plenarsitzungen, drei Sitzungen des Prüfungsausschusses, zwei Sitzungen des Vergütungs- und Nominierungsausschusses und drei Sitzungen des Digitalisierungsausschusses wahrgenommen. Er hat sich dabei vom Vorstand über den Gang der Geschäfte und die Lage der Gesellschaft schriftlich und mündlich umfassend Auskunft geben lassen.

Der Jahresabschluss wurde vom Prüfungsausschuss des Aufsichts- rates in seiner Sitzung am 30.03.2021 behandelt und dem Aufsichtsrat zur Genehmigung vorgeschlagen. Der Aufsichtsrat hat in seiner Sitzung am 06.04.2021 den Jahresabschluss sowie den Lagebericht und den Vorschlag für die Gewinnverteilung geprüft und gebilligt. Der Jahresabschluss ist damit gemäß § 96 Abs. 4 AktG festgestellt.

Festgestellt wird, dass das Geschäftsjahr mit einem Bilanzgewinn von € 1.513.365,97 schließt. Es wird vorgeschlagen eine Dividende von € 0,80 je Aktie an die Aktionäre auszuschütten und den verbleibenden Betrag auf neue Rechnung vorzutragen.

Der Jahresabschluss zum 31.12.2020 wurde von dem nach § 270 UGB gewählten Abschlussprüfer, der PKF CENTURION Wirtschaftsprüfungsgesellschaft mbH, Wien geprüft. Die Prüfung ergab, dass die Buchführung und der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften entsprechen und die Bestimmungen des § 269 UGB in vollem Umfang entsprochen wurde, sodass der Abschlussprüfer den uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erteilt hat.

Wien, am 6. April 2021

DER AUFSICHTSRAT

Dr. Ernst Burger (Vorsitzender)

Manner Produktionsbetriebe in Wien, Wolkersdorf (NÖ)

MEDIENINHABER (VERLEGER)

Josef MANNER & Comp. AG
Manner
A-1170 Wien, Wilhelminenstraße 6

FOTOS

Winkler Edgar

GESTALTUNG PRODUKTION

Grafik Design | Andreas Spindler
Grafik Leitung | Michael Schwarz

Print Alliance HAV Produktions GmbH
2540 Bad Vöslau
www.grasl.eu