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Intertainment AG Earnings Release 2005

Feb 9, 2007

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Earnings Release

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News Details

Ad-hoc | 9 February 2007 20:24

Intertainment AG: Intertainment reduziert im Geschäftsjahr 2005 den Verlust trotz Umsatzrückgangs

Intertainment AG / Jahresergebnis/Jahresergebnis

Ad-hoc-Meldung nach § 15 WpHG übermittelt durch die DGAP - ein Unternehmen
der EquityStory AG.
Für den Inhalt der Mitteilung ist der Emittent verantwortlich.


Intertainment reduziert im Geschäftsjahr 2005 den Verlust trotz
Umsatzrückgangs

München, 09. Februar 2007 – Das Medienunternehmen Intertainment AG,
München, hat im Geschäftsjahr 2005 seinen Verlust deutlich reduziert. Die
Ergebnisverbesserung gelang, obwohl der Umsatz deutlich gesunken ist. Der
Konzern erwirtschaftete einen Umsatz von 1,3 Mio. Euro nach 17,9 Mio. Euro
im Geschäftsjahr 2004. Im Vorjahr hatte insbesondere die Auswertung des
Films 'Twisted' zu bedeutenden Umsatzerlösen geführt. Aufgrund der
angespannten Liquiditätslage konnten im Berichtsjahr keine weiteren
Filmtitel erworben werden.

Trotz des gesunkenen Umsatzes verringerte Intertainment das Ergebnis der
gewöhnlichen Geschäftstätigkeit (Ergebnis vor Steuern) auf -3,0 Mio. Euro
nach -21,3 Mio. Euro im Vorjahr. Dies entspricht zugleich auch den Werten
für das EBIT. Der Konzernjahresfehlbetrag beläuft auf -10,3 Mio. Euro. Im
Vorjahr hatte er noch –22,2 Mio. Euro betragen. Belastet wurde das Ergebnis
im Geschäftsjahr 2005 insbesondere durch einem Steueraufwand in Höhe von
7,3 Mio. Euro. Dieser resultierte im Wesentlichen aus latenten Steuern,
die im Zusammenhang mit Bewertungsunterschieden zwischen Handels- und
Steuerbilanz sowie Unterschiedsbeträgen aus der konzernein­heit­lichen
Bewertung und Konsolidierung stehen. Darüber hinaus wurden im Rahmen der
latenten Steuern erwartete Steuerer­sparnisse aus der Nutzung von als
realisierbar eingeschätzten Verlustvorträgen in veränderter Höhe
berücksichtigt.

Grund für die Ergebnisverbesserung gegenüber 2004 war, dass Intertainment
trotz des gesunkenen Umsatzes auch bedeutende Aufwandspositionen verringert
hat.
So reduzierte sich der Materialaufwand, insbesondere wegen gesunkener
Filmrechteabschreibungen von 17,1 auf 2,7 Mio. Euro. Der Personalaufwand
des Konzerns sank auf 1,5 (i.V. 2,2) Mio. Euro. Die sonstigen Aufwendungen
fielen auf 4,4 Mio. Euro nach 9,3 Mio. Euro im Jahr 2004.

Die Bilanz von Intertainment enthält nach wie vor als bedeutendsten
Aktivposten die Schadensersatzforderungen gegen Franchise Pictures und
andere Parteien in Höhe von 57,9 (i.V. 59,1) Mio. Euro. Zum Bilanzstichtag
war die Liquiditätslage des Konzerns sehr angespannt. Die liquiden Mittel
beliefen sich auf 0,1 Mio. Euro nach 1,7 Mio. Euro Ende 2004. Die
kurzfristigen Schulden betrugen 25,8 (i.V. 28,2 Mio. Euro). Sie umfassen
insbesondere die sonstigen Rückstellungen – etwa für
Prozesserlösbeteiligungen und Vertragsstreitigkeiten – in Höhe von 24,1
Mio. Euro. Die Mittelabflüsse aus den Verpflichtungen der
Prozesserlösbeteiligungen erfolgen mit dem entsprechenden Mittelzufluss
ausn den Schadensersatzforderungen.

Die langfristigen Schulden in Höhe von 19,2 (i.V. 18,2) Mio. Euro betreffen
ausschließlich latente Steuern.

Das Eigenkapital des Konzerns verringerte sich um 10,2 Mio. Euro auf 27,7
Mio. Euro. Die Eigenkapitalquote betrug 38,1 % (i.V. 45,0 %).

Wesentlicher Grund für die sehr angespannte Lage waren die Belastungen von
Intertainment aus dem Betrug des ehemaligen Filmproduzenten Franchise
Pictures. Dieser war der Hauptfilmlieferant von Intertainment gewesen.
Intertainment hatte den Betrug im Jahr 2000 aufgedeckt. In den Jahren
danach konnte Intertainment lediglich noch einen großen Kinofilm neu
auswerten. Dabei handelte es sich um den Thriller 'Twisted'.

Im Dezember 2005 hatte das Landgericht München I Intertainment nach einem
Urkundenprozess zur Zahlung eines Betrags von 10 Mio. Euro aus einem Kredit
der INTERTAINMENT Licensing GmbH bei der HypoVereinsbank verurteilt.
Aufgrund dieses Urteils musste Intertainment im Januar 2006 Insolvenz
anmelden. In den Monaten danach erwarb die Albis Finance AG, Hamburg, die
Forderung der HVB. Nachdem es Intertainment gelungen war, mit Albis eine
Vereinbarung über die Rückzahlungsmodalitäten abzuschließen und die
Kinowelt-Gruppe, Leipzig, zudem eine Kapitalerhöhung im Volumen von rund
1,5 Mio. Euro zeichnete, konnte Intertainment Ende Juni 2006 den
Insolvenzantrag zurücknehmen.

Nach Aktienverkäufen des ehemaligen Intertainment-Großaktionärs Rüdiger
Baeres an die Kinowelt-Gruppe, hat diese im November 2006 einen Anteil von
53,61 % an Intertainment gemeldet. Im Rahmen des Mehrheitserwerbs erteilte
die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) der
Kinowelt-Gruppe im Dezember 2006 ein Sanierungsprivileg. Dadurch muss sie
den freien Aktionären von Intertainment kein Abfindungsangebot erteilen.
Die BaFin hat die Erteilung des Sanierungsprivilegs allerdings unter
anderem an die Auflage gebunden, dass die Kinowelt-Gruppe die Epsilon
Motion Pictures GmbH, Leipzig, bis zum 30. September 2007 im Rahmen einer
Kapitalerhöhung in die Intertainment AG einbringt. Aktuell werden u.a. die
für die Einbringung nötigen Bewertungsgutachten erarbeitet.

Das in den USA anhängige Schiedsgerichtsverfahren gegen die Comerica Bank
befindet sich nach wie vor in der Beweiserhebungsphase. Diese hatte sich
unter anderem durch die vorläufige Insolvenz von Intertainment verzögert.
Der ursprünglich von den Schiedsrichtern genannte Termin für den Start der
mündlichen Verhandlung musste verschoben werden. Ein neuer Termin steht zur
Zeit noch nicht fest.

Die Erstellung des Jahresabschlusses für 2005 hatte sich unter anderem
wegen der zwischenzeitlichen vorläufigen Insolvenz von Intertainment im
Jahr 2006 verzögert.

Ende der Ad-hoc-Mitteilung

DGAP 09.02.2007

Sprache: Deutsch
Emittent: Intertainment AG
Frauenplatz 7
80331 München Deutschland
Telefon: +49 (0)89 21699- 0
Fax: +49 (0)89 21699-11
E-mail: [email protected]
WWW: [email protected]
ISIN: DE0006223605
WKN: 622360
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in Berlin-Bremen, München, Hamburg, Düsseldorf, Stuttgart

Ende der Mitteilung DGAP News-Service