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ifa systems AG Management Reports 2016

Mar 8, 2018

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Management Reports

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Publication

ifa systems AG

Frechen

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2016 bis zum 31.12.2016

Lagebericht

Konzernstruktur und Geschäftstätigkeit

Der ifa systems Konzern (im Folgenden auch „die ifa-Gruppe“) besteht aus der Muttergesellschaft ifa systems AG mit Sitz in Frechen-Königsdorf und vier Tochtergesellschaften, an denen die AG jeweils 100% der Anteile hält. Die Beteiligung an der MedKaizen AG (22,9% der Anteile) ist wirtschaftlich von untergeordneter Bedeutung. Eine Übersicht der Konzerngesellschaften findet sich im Anhang unter „Konsolidierungskreis“.

Geschäftsmodell

Die ifa systems Gruppe entwickelt, vertreibt und installiert im Wachstumsmarkt Health-IT

Softwarelösungen und Komponenten speziell für Augenärzte und Augenkliniken. Sie sind damit in der Lage, Patienten besonders effizient und sicher zu diagnostizieren und zu behandeln. Kernstück ist die auf Ophthalmologie, also die Augenheilkunde, spezialisierte elektronische Patientenakte, in der alle Einzelheiten der Untersuchungen und Behandlungen gespeichert werden. Dafür werden die Daten aus mehr als 450 unterschiedlichen Geräten genutzt, die von verschiedenen Herstellern weltweit im Einsatz sind. Aufgrund der Auswertung dieser Daten können Ärzte Hinweise zu den jeweiligen Richtlinien, den Behandlungsmethoden und auch eventuellen Risiken bekommen. Verschiedene spezialisierte Datenbanklösungen ermöglichen zusätzlich die Archivierung und Auswertung von Bildern, Dokumenten und Daten. Sie sind damit häufig auch Bestandteil des Qualitätsmanagements oder werden für die Forschung genutzt. Rund die Hälfte der Umsätze entfällt auf Runtime-Lizenzen, die Kunden über die Dauer zahlen, die die Software bei ihnen im Einsatz ist.

Die ifa-Gruppe arbeitet mit ca. 20 Vertriebspartnern weltweit, in mehr als 30 Ländern wurden die Lösungen bereits installiert. Um die internationale Präsenz weiter auszubauen und technologische Synergien zu erschließen, wurden Kooperationen mit namhaften Marktteilnehmern vereinbart, weitere sollen folgen. Aktuell konzentrieren sich die Entwicklungsaktivitäten auf die Anpassung und Erweiterung des bestehenden Produktportfolios. Darüber hinaus ist das Unternehmen bereits gut positioniert, um auch an den Trends von morgen zu partizipieren, wie beispielsweise „Cognitive Computing“ und „Big Data“, wo cloudbasierte Health-Informationssysteme Daten auswerten und verknüpfen.

Segmente

In der ifa-Gruppe wird keine Segmentierung genutzt, um den Konzern zu steuern.

Standorte

Der Hauptsitz der Gruppe befindet sich in Frechen bei Köln (Deutschland). Hier sind ein Großteil der

Entwicklungsabteilung und der Vertrieb ansässig, der die Produkte weltweit vermarktet. Weitere Entwicklungskapazitäten befinden sich in Fort Lauderdale und Oklahoma (USA), hier werden landesspezifische Anforderungen umgesetzt und spezielle Produkte entwickelt, die dann wiederum vom ifa-Vertriebsnetz weltweit angeboten werden. Der hier ebenfalls ansässige US-amerikanische Vertrieb betreut neben den USA auch die Märkte in Kanada und Lateinamerika.

Produkte, Dienstleistungen und Geschäftsprozesse

Die ifa systems Gruppe entwickelt, vertreibt und installiert im Wachstumsmarkt Health-IT

Softwarelösungen und Komponenten speziell für Augenärzte und Augenkliniken. Die wichtigsten Produktbereiche sind die EPA (elektronische Patientenakte) und das Connectivity Business. In der Mehrzahl der Projekte kommt eine Kombination verschiedener Produkte zum Einsatz:

EMR-Software: Die elektronische Patientenakte, spezialisiert in der Ophthalmologie, als umfassendeLösung für den Einsatz weltweit
ecPACS: Ein Bildarchivierungssystem als proprietäre Lösung, das auf Daten aller Art aus der Ophthalmologie spezialisiert ist, und/oder VNA (Vendor Neutral Archive), ein System zur Speicherung von Bildern, Dokumenten und Daten, die von Systemen unterschiedlicher Hersteller stammen
MDI (Medical Device Interface): Schnittstellen zur Integration eines Großteils der verschiedenen ophthalmologischen Geräte, die weltweit im Einsatz sind
CDSS (Clinical Decision Support System): Software zur direkten Auswertung von klinischen Patientendaten, um auf die jeweiligen Leitlinien, Behandlungsmethoden, Risiken usw. hinzuweisen
WFM-Software (Workflow-Management) zur effizienten Steuerung von Behandlungsabläufen (Voruntersuchung, Befunderhebung, Administration, Spezialuntersuchungen usw.) innerhalb der Klinik oder Praxis
Spezialsoftware zum Screening (Telemedizin) und für Prognosen, basierend auf bildgebenden Ge-räten, und EDC (Electronic Data Capturing), überwiegend für computergestützte wissenschaftliche Forschung

Darüber hinaus hat ifa verschiedene spezialisierte Datenbanklösungen entwickelt, die die Archivierung und Auswertung von Bildern, Dokumenten und Daten ermöglichen. Sie sind damit häufig auch Bestandteil des Qualitätsmanagements oder werden für die Forschung genutzt.

Zu den Dienstleistungen der ifa-Gruppe gehört neben der Installation der Software auch die Schulung der Anwender wie der Ärzte und des medizinischen Fachpersonals. Die wesentlichen Geschäftsprozesse sind folglich die Entwicklung, der Vertrieb sowie die Installation und Schulung.

Die Entwicklung konzentriert sich auf die Weiterentwicklung und Ergänzung des aktuellen ifaProduktportfolios. So wird sichergestellt, dass unsere Lösungen den Anforderungen von Augenkliniken und Augenärzten nicht nur heute, sondern auch morgen gerecht werden. Außerdem wird so gewährleistet, dass die Innovationen in der Augenheilkunde – zum Beispiel neue Geräte zur Diagnostik – sich stets auch in den Produkten von ifa wiederfinden. Darüber hinaus ist die Lokalisierung ein Entwicklungsschwerpunkt. Hier finden die individuellen Anforderungen der regionalen Märkte Berücksichtigung, zum Beispiel bestimmte Zertifizierungen, und die Terminologie muss in der richtigen Sprache zur Verfügung steht.

Der Vertrieb weltweit erfolgt mit eigenen Mitarbeitern und mit Vertriebspartnern. Sie sind der Schlüssel zu den Augenkliniken und den Facharztpraxen in den lokalen Märkten und die Basis für die führende Position, die ifa systems in diesem Nischenmarkt erreicht hat: Weltweit werden täglich die Daten von mehr als 200.000 Patienten in unseren Systemen bearbeitet. Besonderes Augenmerk legen wir auf Kooperationen mit namhaften Herstellern. Die Vereinbarungen mit führenden Adressen der Industrie unterstreichen die herausragende Rolle von ifa ebenso wie die Kooperation mit Topcon, einem japanischen Konzern, der die Zusammenarbeit mit ifa darüber hinaus noch durch die Beteiligung in Höhe von 50,1% an unserem Unternehmen untermauert hat.

Die Installation und die Schulung der Anwender ist der dritte wesentliche Geschäftsprozess. Bei der Implementierung wird nicht nur der Grundstein für die reibungslose Arbeit unserer Lösungen gelegt, sondern häufig auch eine Vielzahl von Geräten unterschiedlichster Hersteller eingebunden. Dieses Knowhow ist ein wesentliches Alleinstellungsmerkmal für die Softwarelösungen von ifa. Obgleich die Installation und die Schulung die wesentlichen Voraussetzungen schaffen, dass die Kunden schnell und reibungslos mit den neuen Instrumenten arbeiten, muss dies häufig parallel zum Tagesgeschäft erledigt werden; ein Engpass ist dementsprechend oft die Kapazität seitens der Kunden.

Absatzmärkte

Im Wachstumsmarkt Health-IT konzentriert sich ifa systems auf Softwarelösungen und Komponenten für die Augenheilkunde, die Ophthalmologie. Die Kunden sind demzufolge spezialisierte Augenkliniken, sowohl staatliche als auch private, die entsprechenden Fachabteilungen großer Kliniken, sowie die Praxen der niedergelassenen Augenärzte. Experten erwarten, dass dieser Nischenmarkt bis zum Jahr 2020 auf ein Volumen von über 6,2 Mrd. US-Dollar anwachsen wird.

Der wichtigste regionale Absatzmarkt war im abgelaufenen Geschäftsjahr Deutschland mit 45,6% der Umsätze (Vorjahr 46%), auf das restliche Europa entfielen 12,8% (Vorjahr 11,9%). 26,4% der Umsätze wurden in Amerika einschließlich Kanada und Lateinamerika erwirtschaftet (Vorjahr 28,6%). In Asien und dem Mittleren Osten betrug der Umsatzanteil 6,8% (Vorjahr 11,2%). Die verbleibenden Umsätze wurden im Rest der Welt oder mit verbundenen Unternehmen erwirtschaftet. Größere Projekte können erheblichen Einfluss auf die Verschiebung der Anteile zwischen den Regionen haben.

Externe Einflussfaktoren

Technologische Weiterentwicklungen eröffnen neue Anwendungsmöglichkeiten und erweitern damit die Einsatzmöglichkeiten aktueller und zukünftiger Lösungen von ifa. Bereits heute können Patientendaten mit großen Datenbanken abgeglichen werden. Auf diese Weise kann der Arzt auf ein immenses Wissen zugreifen. Durch die Erweiterung um Genom-Informationen werden künftig noch ganz neue Erkenntnisse ermöglicht. Auch Trends wie der Einsatz von künstlicher Intelligenz oder die Nutzung mobiler Geräte eröffnet neue und weitere Nutzungsmöglichkeiten für ifa-Lösungen. Wir erwarten dass diese Entwicklungen insgesamt einen positiven Einfluss auf die zukünftige Geschäftstätigkeit haben werden.

Zwei Faktoren haben sich in der Vergangenheit hingegen als hinderlich erwiesen und es ist davon auszugehen, dass dies auch in der Zukunft nicht ausgeschlossen sein wird. Zum einen gibt es in verschiedenen Regionen Bemühungen, den Einsatz solcher Softwarelösungen sehr stark zu regulieren bzw. zu standardisieren. Vor dem erfolgreichen Markteintritt sind in diesem Fall unter Umständen langwierigere Zertifizierungsverfahren abzuschließen. Sie haben bisher aber lediglich eine Verzögerung des Markteintritts verursacht. Auf der anderen Seite hat die Attraktivität dieser Nische auch verschiedene Unternehmen neu in den Markt gebracht, die häufig gut kapitalisiert sind, aber über geringe Erfahrung und unausgereifte Produkte verfügen. In diesem Wettbewerb leidet die Preisqualität, so dass die ifaGruppe sich hier bewusst zurückhaltend verhält.

Ziele und Strategien ifa systems hat sich in den vergangenen Jahren erfolgreich eine führende Position im Bereich HealthIT für Ophthalmologie erarbeitet. Ziel ist es, diese Position zu sichern und weiter auszubauen. Um dieses Ziel zu erreichen, fokussieren wir uns auf die vorhandene Produktpalette und stellen durch gezielte Entwicklungsprojekte sicher, dass die Lösungen von ifa „best in class“ bleiben. Daneben werden wir die Internationalisierung der Gruppe weiter vorantreiben. Eine Schlüsselrolle spielen hier Kooperationen mit Vertriebspartnern und mit Technologiepartnern. Letztere binden die Lösungen von ifa in ihre eigenen, größeren Projekte ein und ermöglichen uns so den Zugang zu Projekten, die aufgrund ihrer Komplexität besonders anspruchsvoll sind. Technologiepartner sind außerdem wichtige Impulsgeber für unsere Entwicklungsarbeit, denn sie können Aufschluss darüber geben, welche Lösungen der Markt zukünftig von uns erwartet. Die Strategien richten sich insgesamt auf ein langfristig nachhaltiges Geschäftsmodell, das Wachstum und Profitabilität in Einklang bringt.

Strategische Finanzierungsmaßnahmen

In der ifa-Gruppe werden bisher keine strategischen Finanzierungsmaßnahmen getätigt. Das operative Geschäft soll weitestgehend aus dem Cash-Flow finanziert werden. Darüber hinaus bestehen die üblichen Möglichkeiten, um Fremdkapital aufzunehmen. Der ifa systems AG als börsennotierter Gesellschaft steht es außerdem frei, den Kapitalmarkt in Anspruch zu nehmen. Diesbezüglich gibt es zum Zeitpunkt der Berichterstellung allerdings keine Pläne.

Unternehmensinternes Steuerungssystem

Das operative Geschäft der ifa- Gruppe wird durch den Vorstand geleitet, er besteht aus drei Personen und seine Mitglieder werden vom Aufsichtsrat bestellt. Gemäß Gesetz und Satzung wird der Vorstand vom Aufsichtsrat überwacht.

Der Vorstand entwickelt die Unternehmensstrategie und setzt diese in Abstimmung mit dem Aufsichtsrat und unter bestmöglicher Berücksichtigung der Interessen aller Stakeholder um. Abgeleitet aus den strategischen Zielen wird einmal jährlich eine Grobplanung für einen 10-Jahreszeitraum erstellt. Die auf dieser Grundlage erstellte Jahresplanung wird mit dem Aufsichtsrat abgestimmt und umgesetzt. Die Steuerung der Unternehmensgruppe dient in erster Linie der Kontrolle dieser Umsetzung, um Abweichungen möglichst frühzeitig zu erkennen und gegebenenfalls zeitnah geeignete Maßnahmen einzuleiten. Im Einklang mit der Entwicklung des Unternehmens werden die Instrumente und Prozesse zur Unternehmenssteuerung laufend weiterentwickelt und angepasst.

Verwendete Steuerungskennzahlen

Die ifa systems AG und ihre Tochtergesellschaften werden nach den Zielgrößen Umsatz und EBIT (EBIT = Ergebnis vor Zinsen und Steuern laut Gewinn- und Verlustrechnung) gesteuert. Darüber hinaus existiert eine Cash-flow-orientierte Unternehmensplanung. Das Ziel ist es, eine nachhaltige Profitabilität sicherzustellen, die die Ausschüttung einer Dividende ermöglicht.

Vergütungssystem des Vorstands

Das Vergütungssystem des Vorstands der ifa systems AG wird vom Aufsichtsrat festgelegt. Die Elemente des Vergütungssystems umfassen einen fixen und einen variablen Bestandteil als Barkomponente. Der feste Bestandteil beträgt rund 90 Prozent der Gesamtvergütung und wird in 12 gleichen Teilen monatlich ausgezahlt. Der variable Vergütungsbestandteil ist basierend auf der rollierenden 3-

Jahres-Planung an die Erreichung von Ergebniszielen gekoppelt. Die Höhe der individuellen Vergütung der jeweiligen Vorstandsmitglieder bemisst sich nach ihrem Aufgaben- und Verantwortungsbereich.

Des Weiteren haben die Mitglieder des Vorstands vertraglich vereinbarten Anspruch auf Nebenleistungen wie die Nutzung eines Firmenfahrzeugs. Die Gesellschaft hat im eigenen Interesse eine D&OVersicherung abgeschlossen und entrichtet die Prämie. Die Höhe der Versicherung deckt Schäden bis zu 2 Mio. € pro Ereignis mit einer Selbstbeteiligung von mindestens 10% des Schadens bis zur Höhe des Eineinhalbfachen der festen jährlichen Vergütung des Vorstandsmitglieds. Diese Selbstbeteiligung wird über eine Vermögensschaden-Haftpflichtversicherung abgedeckt, die die Vorstandsmitglieder zu 25% selbst tragen.

Die Vorstandsverträge sehen eine Entschädigung für die vorzeitige Beendigung seitens der Gesellschaft vor. Die Höhe der Entschädigung beläuft sich auf die vertragsgemäße Vergütung für die Restlaufzeit des Vertrages, jedoch maximal für die Dauer von 24 Monaten.

Die Übersicht über die im Geschäftsjahr 2016 gezahlte Vorstandsvergütung findet sich unter Ziffer 35 des Anhangs.

Vergütungssystem des Aufsichtsrats

Gemäß der Satzung erhält der Aufsichtsrat für seine Tätigkeit keine Vergütung.

Forschung und Entwicklung

In dem dynamischen Health-IT-Markt ist Forschung und Entwicklung für den Unternehmenserfolg von großer Bedeutung. Dies betrifft sowohl die kontinuierliche Weiterentwicklung der vorhandenen Lösungen, beispielsweise durch das Ergänzen weiterer Funktionalitäten. Daneben werden Applikationen entwickelt, für die erst zukünftig Absatzmärkte entstehen werden, zum Beispiel im Bereich „Cognitive Computing“, Telemedizin und „Big Data“. Die Priorisierung erfolgt hier auf der Basis von externen Marktdaten, die Aufschluss über zukünftige Potenziale geben. Damit die Entwicklungsprojekte im Rahmen der vereinbarten Zeit und zu den geplanten Kosten abgeschlossen werden, müssen die Ressourcen und Kompetenzen, oft auch standortübergreifend, sorgfältig gesteuert werden. Dazu zählen auch externe Dienstleister, die aus Kapazitätsgründen oder aufgrund ihres spezifischen Know-hows hinzugezogen werden.

Die ifa sytems AG unterhält langjährige Geschäftsbeziehungen zu einer Reihe von renommierten Augenkliniken und Praxen weltweit. Mit den Inhabern, Chef- und Oberärzten bestehen sehr gute

Kontakte. Diese Kontakte werden genutzt, um immer wieder auch die nötigen Anpassungen an der Software zu verifizieren und zu bestimmen, aber auch, um insgesamt den Markt, die Markterfordernisse und die Trends zu erkennen und zu bestimmen.

F&E Kennzahlen in TEUR, sofern nicht anders angegeben 2014 2015 2016
Neue Aktivierung von Entwicklungsleistungen 2.341 2.395 1.596
Buchwerte der Aktivierungen 12.453 14.705 15.119
Abschreibungen auf aktivierte Entwicklungsleistungen 464 419 1.294

Eine Aktivierung der Entwicklungsleistungen erfolgt nur, wenn die Kriterien nach IAS 38 erfüllt sind.

Im Geschäftsjahr 2016 wurde aufgrund der geänderten Einschätzungen bezüglich der potenziellen Nutzungsdauer die Abschreibungsdauer einzelner Produkte angepasst. Diese Anpassung führte im Geschäftsjahr 2016 zu erhöhten Abschreibungen auf aktivierte Eigenleistungen.

Im Geschäftsjahr 2016 war der Start für diverse Projekte in der Entwicklungsabteilung, die zum Großteil auf dem Großauftrag der ifa united-i-tech inc. mit Topcon basierten.

Es wurden die ersten Produkte im Bereich Congnitive Computing vorgestellt. Bei diesen Modulen werden direkt strukturierte Behandlungsdaten, die beim Patienten erfasst wurden, an eine zentrale InternetPlattform geschickt, die diese in Sekundenbruchteilen auswerten kann und Ergebnisse wie Behandlungsvorschläge usw. zurückschickt.

Die Zusammenarbeit von Ärzten, Kliniken, Operateuren und dem Patienten selbst wird immer wichtiger. Dazu wurde die Entwicklung einer Plattform gestartet, die es ermöglicht, Daten auszutauschen und damit die Kommunikation zu beschleunigen und zu vereinfachen. Bisher wird noch ein Großteil der Kommunikation per Mail, Post und Fax durchgeführt. Die erste Installation bei einem großen Zentrum mit vielen Außenstellen in Deutschland soll Ende 2017 erfolgen.

Außerdem wurde ein Produkt aus der bestehenden EMR Software entwickelt, das sich speziell an große Kliniken richtet, die hohe Research-Anforderungen haben. Mit dieser speziellen Version, die auch die o.g. Schnittstellen zu entsprechenden Internet-Plattformen beinhaltet, ist es möglich, Patientendaten standardisiert zu erfassen. Die Auswertung der Daten kann danach mit führenden Analytics Tools (z.B. KNIME) erfolgen. Damit ist gewährleistet, dass Daten, die hohen Standardisierungsanforderungen entsprechen, in unterschiedlichen Kliniken vergleichbar gemacht werden. Die Vorteile ergeben sich direkt aus der Transparenz und Eindeutigkeit der Daten.

Wirtschaftsbericht

Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Entwicklungen der Gesamtwirtschaft

Entgegen der skeptischen Erwartungen für 2016, die einen leichten Rückgang der Weltwirtschaft in Aussicht stellten, verlief das Jahr etwas besser. Nach Analysen des IfW (Institut für Weltwirtschaft Kiel) war die Expansion der Weltwirtschaft im Jahr 2016 zwar schwach, hatte sich aber nach der Jahresmitte merklich beschleunigt. Wesentlich war hierfür ein Anziehen der Produktion in den Vereinigten Staaten, aber auch in den Schwellenländern verbesserte sich die Lage. So wuchs beispielsweise die chinesische Wirtschaft im Sommerhalbjahr wieder deutlich kräftiger als zuvor. Für das Jahr 2016 insgesamt betrug der Zuwachs der Weltproduktion 3,1 Prozent, das lag leicht über den Erwartungen, aber nochmals unter dem Vorjahreswert.

Die deutsche Wirtschaft ist im abgelaufenen Jahr deutlich überdurchschnittlich gewachsen. Nach Angaben des statistischen Bundesamts haben insbesondere höhere staatliche Ausgaben und die niedrigen Zinsen zu einer Steigerung des Wachstums auf 1,9 Prozent verholfen, dem höchsten Wert seit 2011. Damit hat die deutsche Konjunktur das dritte Jahr des Aufschwungs erlebt, stellt der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) fest.

Entwicklungen des Marktes für Health-IT Eye Care

Health-IT Lösungen ersetzen die papierbasierenden Prozesse im Gesundheitswesen durch digitale Produkte. Dadurch werden Abläufe beschleunigt, Kosten reduziert, Behandlungen effizienter und die Sicherheit für die Patienten steigt. Die Vorteile einer höheren Automatisierung führen zu einem raschen ROI (Return on investment). Schätzungen des Marktforschungsinstituts Markets and Markets zufolge betrug das weltweite Marktvolumen 2014 rund 110 Mrd. USD und das Wachstum in den folgenden fünf Jahren wird mit 13 bis 14 Prozent erwartet. Alleine die Nischenanwendung PACS (Picture Archiving and Communication Systems) und VNA (Vendor Neutral Archives) hatte 2015 ein Marktvolumen von 4 Mrd. USD mit Wachstumsraten von 11,2 Prozent in den nächsten Jahren. Nach unseren Schätzungen entfallen rund 4 bis 5 Prozent des Gesamtmarktes auf Anwendungen in der Ophthalmologie.

Der Anteil der Medizintechnik am deutschen Bruttoinlandsprodukt liegt laut Bundesverband Medizintechnologie bei 11 Prozent und das Exportvolumen bei mehr als 100 Mrd. Euro, das ist die Hälfte der Automobilindustrie. Der Markt wächst– je nach Studie – zwischen 2,3 und 3,5 Prozent jährlich. Der Bruttowertschöpfungsanteil der Gesundheitswirtschaft lag 2015 bei 324,3 Mrd. Euro, der Anteil an der Gesamtwirtschaft bei 12 Prozent. Der Wertschöpfungsbeitrag der Gesundheitswirtschaft ist seit 15 Jahren kontinuierlich steigend. Auch die Exporte der Gesundheitswirtschaft wuchsen von 2004 bis 2015 stetig, und zwar um durchschnittlich 7 Prozent im Jahr.

Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage

Geschäftsverlauf 2016 und Vergleich mit der prognostizierten Entwicklung

Das operative Geschäft entwickelte sich im Geschäftsjahr 2016 weitgehend planmäßig. Gegenüber dem

Vorjahr (8,3 Mio. €) stieg der Umsatz um 7,2 Prozent auf knapp 8,9 Mio. €. Dieser Anstieg war auch positiv beeinflusst durch die Zusammenarbeit mit Topcon, allerdings blieb die Größenordnung 2016 noch hinter den optimistischen Erwartungen zurück. Auf der Ergebnisseite konnten die Ziele nicht erreicht werden.

Sondereffekte in einer Größenordnung von insgesamt 6,3 Mio. € belasteten dabei die Ergebnisseite. Ursächlich hierfür waren geänderte Markterwartungen für einzelne Produkte der ifa-Gruppe und Änderungen in der Marktstrategie des Kooperationspartners und Mehrheitsaktionärs Topcon, die sich erst im Jahresverlauf 2017 abzeichneten. Das bedingte höhere Abschreibungen auf aktivierte Entwicklungsaufwendungen und auf Buchwerte von Beteiligungsunternehmen zum Bilanzstichtag. In diesem Zusammenhang wurden zusätzlich Rückstellungen für Restrukturierungsaufwendungen gebildet.

Zielwerte der Steuerungskennzahlen für das Geschäftsjahr 2016

Das Geschäftsjahr 2016 war Bestandteil des Planungszeitraums 2015 bis 2017. Der Vorstand hatte für diesen Zeitraum geplant, den Umsatz jährlich um rund 5 Prozent zu steigern und das EBIT um 5 bis 10 Prozent zu erhöhen.

Vergleich von Ziel- und Ist-Werten 2016

Die folgende Tabelle stellt jeweils den erreichten Vorjahreswert, die Prognosezahl, ggf. eine im Jahresverlauf revidierte Prognosezahl sowie den erreichten Wert im abgelaufenen Geschäftsjahr dar:

2015 2016 Prognose I 2016 Prognose II 2016
Umsatz [TEUR] 8.267 8.680 8.874 8.864
EBIT [TEUR] 2.686 >2.820 -2.200 -2.216

Die Guidance für die Geschäftsjahre 2015 bis 2017 wurde am 25.06.2015 auf der ordentlichen Hauptversammlung im Rahmen der Präsentation des Vorstands bekanntgegeben. Die Prognoseänderung bezüglich des Ergebnisses erfolgte am 09.08.2017.

Die ursprüngliche Prognose wurde hinsichtlich des Umsatzvolumens um rund 200 TEUR übertroffen. Auf der Ergebnisseite wurde das Ziel wegen der oben genannten Sondereffekte nicht erreicht. Dies führte schließlich dazu, dass das Ergebnis deutlich schlechter ausfiel als zunächst geplant.

Ertragslage

Umsatz und Ergebnis

Im Geschäftsjahr 2016 wurde ein Umsatz von knapp 8,9 Mio. € erreicht, das entspricht einem Anstieg um 7,2 Prozent (Vorjahr 8,3 Mio. €).

Umsatz nach Produktgruppen in TEUR, sofern nicht anders angegeben 2016 2015
Clinical information Systems 1.642 1.333
Interfaces/Middleware 152 817
Telemedicine 375 271
Registries/EDC 135 195
Third party Revenue 760 670
Runtime Licenses 4.170 4.080
Topcon 1.630 901
Gesamt 8.864 8.267

Die positive Umsatzentwicklung ist auch auf erste Erfolge in der Zusammenarbeit mit Topcon zurückzuführen. Der Umsatzanteil, der mit dem Kooperationspartner Topcon erzielt wurde und in der oben dargestellten Tabelle erstmals separat ausgewiesen wird, ist der Grund dafür, dass die Umsätze in den anderen Produktbereichen teilweise nicht mehr mit den Zahlen der Vorjahre vergleichbar sind. Unverändert steuern die Runtime-Lizenzen den größten Umsatzanteil bei, er liegt bei 47 Prozent vom Gesamtumsatz.

Der wichtigste regionale Absatzmarkt war auch im abgelaufenen Geschäftsjahr Deutschland mit 4,0 Mio. €, das entspricht einem Umsatzanteil von 45,6% (Vorjahr 46%). Auf das restliche Europa entfielen Umsätze in Höhe von 1,1 Mio. € oder 12,8% (Vorjahr 11,9%). 26,4% der Umsätze, nämlich 2,2 Mio. €, wurden in Amerika einschließlich Kanada und Lateinamerika erwirtschaftet (Vorjahr 28,6%). In Asien und dem Mittleren Osten betrug der Umsatz 0,6 Mio. €, das entspricht einem Anteil von 6,8% (Vorjahr 11,2%). Die verbleibenden Umsätze wurden im Rest der Welt oder mit verbundenen Unternehmen erwirtschaftet.

Auftragslage

Zum Jahresende 2016 belief sich der Auftragsbestand in der ifa systems AG auf ca. 420 TEUR, das entspricht etwa der Auslastung für einen Zeitraum von drei bis vier Monaten. Auftragseingänge pro Monat liegen in der Regel in einer Größenordnung zwischen 100 und 300 TEUR, die Runtime-Lizenzen werden dabei nicht erfasst. Bei der ifa united i-tech inc. lag der Topcon Entwicklungsvertrag vor, der die Auslastung in den ersten Monaten des Jahres sicherte.

Ergebnis

Ausgehend von einem Umsatz in Höhe von 8,9 Mio. € trugen sonstige Erträge (1,0 Mio. €), Bestandsveränderungen (0,4 Mio. €) und aktivierte Entwicklungsaufwendungen (1,6 Mio. €) dazu bei, dass sich die Gesamtleistung im Konzern auf 11,9 Mio. € erhöhte. Das entspricht gegenüber dem Vorjahr (11,7 Mio. €) einem Zuwachs um nur 1,4 Prozent. Ursächlich hierfür ist der um ein Drittel niedrigere Beitrag der aktivierten Eigenleistungen, sie hatten im Vorjahr noch 2,4 Mio. € betragen. Der Rückgang ist eine Folge der geänderten Markterwartungen für einzelne Produkte der ifa-Gruppe und die Änderung der Marktstrategie des Kooperationspartners und Mehrheitsaktionärs Topcon.

Die Aufwendungen für bezogene Waren und Dienstleistungen erhöhten sich deutlich, sie stiegen von 0,6 auf 0,9 Mio. € (+53,8 Prozent. Hierfür war in erster Linie die geänderte Aktivierungspraxis verantwortlich, in den Vorjahren wurden diese Aufwendungen teilweise aktiviert und nicht dem Aufwand zugeordnet.

Der Personalaufwand erhöhte sich ebenfalls, nach 4,1 Mio. € im Vorjahr stieg er auf 4,6 Mio. € (+12,9 Prozent), insbesondere aufgrund der Bildung von Rückstellungen für das Restrukturierungsprogramm. Direkt dem Aufwand zugeordnete Fremdentwicklungskosten sowie zusätzliche Rückstellungen für im Rahmen der Restrukturierung gestiegene Rechts- und Beratungskosten führten zu einem Anstieg der sonstigen betrieblichen Aufwendungen von 3,6 auf 5,4 Mio. €. Das Betriebs ergebnis (EBITDA) erreichte deshalb nur 1,0 Mio. € nach 3,4 Mio. € im Vorjahr.

Abschreibungen auf aktivierte Entwicklungsaufwendungen aufgrund geänderter Markterwartungen für einzelne Produkte der ifa-Gruppe und Änderungen in der Marktstrategie des Kooperationspartners und

Mehrheitsaktionärs Topcon erhöhten diese Position der Gewinn- und Verlustrechnung signifikant. Nach

0,7 Mio. € im Vorjahr betrugen die Abschreibungen nun 3,2 Mio. €. Hiervon entfallen ca. 2,3 Mio. € auf die einmalige Berichtigung aufgrund der Strategieanpassung. Weitere Einzelheiten hierzu sind dem Anhang unter „Entwicklung der immateriellen Vermögenswerte und Sachanlagen“ zu entnehmen. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) betrug deshalb nur -2,2 Mio. € (Vorjahr 2,7 Mio. €).

Das Finanzergebnis änderte sich gegenüber dem Vorjahr nicht. Aufwendungen und Erträge ergaben saldiert -26 TEUR.

Aufgrund der Ergebnissituation reduzierte sich der Steueraufwand deutlich und betrug -18 TEUR (Vorjahr 0,6 Mio. €). Das Konzernergebnis für das Geschäftsjahr 2016 beläuft sich folglich -2,2 Mio. € (Vorjahr 2,1 Mio. €). Das entspricht einem Ergebnis je im Umlauf befindlicher Aktie von -0,81 € (Vorjahr 0,75 €).

Angesichts der Sondereffekte, die die Ergebnissituation im angelaufenen Geschäftsjahr belastet haben, schlägt der Vorstand dem Aufsichtsrat vor, für das Jahr 2016 keine Dividende auszuschütten. Ziel ist es aber, unter anderem durch die geplanten Restrukturierungsmaßnahmen die zukünftige Profitabilität zu sichern und so wieder die Voraussetzungen für weitere Dividendenausschüttungen zu schaffen.

Finanzlage

Grundsätze und Ziele des Finanzmanagements

Ziel des Finanzmanagements von ifa systems ist die jederzeitige liquiditätsseitige Sicherstellung des operativen Geschäfts, der Entwicklungsprozesse und des Wachstums. Die Steuerung erfolgt zentral durch die ifa systems AG. Sie umfasst primär die Liquiditätssteuerung, die Beschaffung von Fremdkapital sowie bei Bedarf das Management von Zins- und Währungsrisiken.

Derivative Finanzinstrumente werden nicht eingesetzt.

Kapitalstruktur

Am Stichtag 31.12.2016 betrug das Eigenkapital der ifa-Gruppe 15,8 Mio. €, es reduzierte sich im

Jahresverlauf also um 22,0 Prozent oder 4,5 Mio. €. Ursächlich hierfür war der Bilanzverlust für die Periode und direkt im Eigenkapital verrechnete Aufwendungen für zur Veräußerung gehaltene Beteiligungen.

Lang- und kurzfristige Schulden summierten sich auf 7,2 Mio. € (Vorjahr 6,2 Mio. €). Die Eigenkapitalquote änderte sich daher von 76,6 Prozent im Vorjahr auf nunmehr 68,8 Prozent.

Die Netto-Cashposition von 2015 hat sich 2016 zu einer geringfügigen Nettoverschuldung (als Finanzverbindlichkeiten – liquide Mittel) geändert, sie ist in der folgenden Tabelle dargestellt:

in TEUR 2015 2016 Δ absolut

in %
Langfristige Finanzverbindlichkeiten 31 0 -31 100,0
Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten 113 472 359 317,7
Liquide Mittel 823 218 -605 -73,5
Nettoverschuldung -679 254 933 –

Zum Bilanzstichtag 2016 verfügte ifa systems außerdem über nicht in Anspruch genommene Kreditlinien in Höhe von800 TEUR (Vorjahr 800 TEUR).

2016 gab es keine Beschränkungen bei der Verfügbarkeit der gewährten Darlehen. Die langjährigen Geschäftsbeziehungen mit unseren Banken haben sich erneut als stabil erwiesen. Das aktuelle Umfeld bietet jedoch keine Gewähr, dass sie ihrer Rolle als Finanzierungspartner auch zukünftig im gewohnten Umfang gerecht werden wollen oder können. Darüber hinaus stehen der ifa systems AG als börsennotierter Gesellschaft die Instrumente des Kapitalmarktes zur Verfügung.

Zum Ende des Geschäftsjahres hat der Vorstand ein Finanzierungskonzept erarbeitet. Im Geschäftsjahr 2017 wurde das Konzept, unter anderem mittels eines Darlehens seitens des Mehrheitsgesellschafters Topcon, erfolgreich umgesetzt. Dieses Darlehen ermöglicht die notwendigen Anpassungsmaßnahmen und wird den Spielraum für das Unternehmen erweitern, bei größeren Projekten die Vorleistungen zur

Implementierung abzudecken, da die Rückflüsse über Runtime-Lizenzen stets erst mit Zeitverzug einsetzen.

Auch für die Zukunft ist davon auszugehen, dass die ifa-Gruppe in der Lage sein wird, das operative Geschäft und das geplante Wachstum aus den zur Verfügung stehenden Mitteln zu finanzieren. Eine Inanspruchnahme des Kapitalmarkts ist in absehbarer Zeit nicht geplant.

Außerbilanzielle Finanzierungsinstrumente werden von ifa nicht eingesetzt.

Investitionen

Die Sachanlagen erhöhten sich im Verlauf des Geschäftsjahres von 184 auf 191 TEUR (3,8 Prozent). Der Anstieg ist zurückzuführen auf die Erweiterung der Hard- und Softwareausstattung.

Den Investitionen in immaterielle Vermögenswerte standen Wertminderungen auf aktivierte

Entwicklungsaufwendungen in Höhe von 4,5 Mio. € aufgrund geänderter Markterwartungen für einzelne Produkte der ifa-Gruppe und Änderungen in der Marktstrategie des Kooperationspartners und Mehrheitsaktionärs Topcon gegenüber.

Liquidität

Ausgehend von einem Konzernergebnis von -2,2 Mio. € (Vorjahr 2,1 Mio. €) ist der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit (Mittelzufluss) im Geschäftsjahr 2016 auf 1,2 Mio. € zurückgegangen (Vorjahr 1,7 Mio. €). Ausschlaggebend für diesen Swing in den positiven Bereich waren die Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte in Höhe von 3,2 Mio. € (Vorjahr 0,7 Mio. €).

Der Cashflow aus Investitionstätigkeit reduzierte sich auf 1,7 Mio. €, im Vorjahr betrug er noch 2,8 Mio. €. Der Grund für diesen Unterschied ist eine geänderte Aktivierungspraxis.

Der Free Cashflow ist mit -474 TEUR folglich negativ, verbesserte sich jedoch gegenüber dem Vorjahreswert von -1,1 Mio. €. Die Zahlung der Dividende erhöhte sich im Geschäftsjahr 2016 auf 412 TEUR (Vorjahr 330 TEUR). Während im Vorjahr 326 TEUR an Finanzverbindlichkeiten getilgt wurden, wurden 2016 Darlehen in Höhe von 329 TEUR in Anspruch genommen. Mit -83 TEUR ist der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit fast ausgeglichen (Vorjahr -656 TEUR).

Die liquiden Mittel betrugen zum Jahresende 218 TEUR und lagen damit unter dem Vorjahrwert (823

TEUR). Zusammen mit den Darlehen, die ifa systems seit 2017 zur Verfügung stehen, ist die Liquiditätsausstattung komfortabel. Auch 2017 wird das Unternehmen damit in der Lage sein, seine Zahlungsverpflichtungen aus dem operativen Geschäft jederzeit zu erfüllen.

Vermögenslage

Die Bilanzsumme reduzierte sich im Geschäftsjahr 2016 auf 23,0 Mio. € (VJ: 26,4 Mio. €). Die Eigenkapitalquote sank folglich von 76,7 auf 68,8 Prozent.

1. Aktiva

Die langfristigen Vermögenswerte fielen im Jahresverlauf um 14,3 Prozent auf 19,6 Mio. € (Vorjahr 22,9 Mio. €), dies in erster Linie aufgrund der Wertberichtigungen auf immaterielle Vermögenswerte.

Wesentliche Veränderungen der kurzfristigen Vermögenswerte betrafen die Vorräte (+ 421 TEUR), während die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen stichtagsbezogen 331 TEUR niedriger als im Vorjahr ausfielen. Der Bestand an liquiden Mitteln am Jahresende betrug 218 TEUR nach 823 TEUR im Vorjahr, die Ausstattung ist damit als „noch befriedigend“ zu bezeichnen. Insgesamt resultierte aus den Veränderungen ein Rückgang der kurzfristigen Vermögenswerte um 5,7 Prozent auf 3,4 Mio. € (Vorjahr 3,6 Mio. €).

2. Passiva

Auf der Passivseite reduzierte sich das Eigenkapital zum 31.12.2016 auf 15,8 Mio. €, nach 20,3 Mio. € im Vorjahr. Ursächlich hierfür war der Bilanzverlust für die Periode und direkt im Eigenkapital verrechnete Verluste aus Zeitwertänderungen der zur Veräußerung gehaltenen Beteiligung (MedKaizen Corp., USA).

Die langfristigen Schulden, im Wesentlichen latente Steuerverbindlichkeiten, veränderten sich nur unwesentlich, sie betrugen 4,3 Mio. €.

Die kurzfristigen Schulden wuchsen deutlich auf 2,9 Mio. € nach 1,8 Mio. € im Vorjahr. Wesentliche Veränderungen betrafen den Anstieg der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (von 372 auf

803 TEUR), die kurzfristigen Rückstellungen wurden durch zusätzliche Rückstellungen im Rahmen der

Restrukturierung von 1,0 auf 1,4 Mio. € erhöhte. Die Finanzverbindlichkeiten erhöhten sich von 113 auf 472 TEUR.

Das Working Capital (als Verhältnis des Vorratsbestands plus der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen abzüglich der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen) konnte trotz der Umsatzausweitung deutlich reduziert werden und belief sich am Jahresende 2016 auf 1,7 Mio. Euro (Vorjahr 2,1 Mio. Euro, -16,5 Prozent). Das Capital employed war ebenfalls rückläufig von 22,2 auf 20,6

Mio. €. Aufgrund des negativen Ergebnisses auf der EBIT-Ebene ergibt sich ein negativer ROCE (Return on Capital employed).

Die Netto-Cashposition (als Finanzverbindlichkeiten - liquide Mittel) von 2015 in Höhe von 680 TEUR hat sich 2016 zu einer geringfügigen Nettoverschuldung in Höhe von 254 TEUR geändert. Das Verhältnis von Nettoverschuldung zum Eigenkapital (Gearing) beträgt zum Bilanzstichtag 1,6 Prozent (Vorjahr -3,4 Prozent).

Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der ifa systems AG (HGB)

Gewinn- und Verlustrechnung

ifa systems AG Einzelabschluss (HGB)

TEUR
2016 2015
Umsatzerlöse Sonstige Erträge 6.161 5.770
Aktivierte Eigenleistungen 601 156
Gesamtleistung 550 572
7.312 6.498
Materialaufwand 1.199 970
Personalaufwand 2.723 2.330
sonstige Aufwendungen 2.855 2.065
Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) 535 1.133
Abschreibungen Ergebnis vor Steuern und Zinsen (EBIT) 880 388745
-345
Finanzerträge 7 2
Finanzaufwendungen 46 28
Abschreibungen auf Finanzanlagen 703 0
Ergebnis vor Steuern -1.087 719
Steuern -116 301
Jahresgewinn /-fehlbetrag -971 635

[Diese verkürzte Darstellung der Gewinn- und Verlustrechnung des Einzelunternehmens ifa systems AG soll als Hilfe für den Leser verstanden werden. Sie ersetzt nicht die ausführliche Darstellung im Einzelabschluss.]

Die Umsatzerlöse der ifa systems AG stiegen im Geschäftsjahr 2016 um 6,8 Prozent auf 6,2 Mio. € (Vorjahr 5,8 Mio. €). Die sonstigen Erträge erhöhten sich durch die Auflösung von Rückstellungen deutlich, sie erreichten 601 TEUR (Vorjahr 156 T€). Die Aktivierung von Eigenleistungen was gegenüber dem Vorjahr um 3,8 Prozent rückläufig und betrug noch 550 TEUR. Insgesamt stieg die Gesamtleistung um 12,5 Prozent auf 7,3 Mio. € (Vorjahr 6,5 Mio. €).

Der Materialaufwand (+ 23,6 Prozent) und der Personalaufwand (+16,9 Prozent) erhöhten sich jeweils signifikant. Dies ist auch ein Resultat der geänderten Aktivierungspraxis, da in den früheren Jahren diese Aufwendungen in höherem Maße kapitalisiert wurden. Die sonstigen Aufwendungen erhöhten sich ebenfalls überdurchschnittlich. Für den Anstieg von 2,1 auf 2,9 Mio. € sind einerseits erhöhte Rechts- und Beratungskosten sowie Kosten für die Abschlusserstellung und -prüfung ursächlich, aber auch Kosten externer Entwicklungspartner, die entsprechend der neuen Aktivierungspraxis nun in höherem Maße in den Kosten ausgewiesen werden. Das operative Ergebnis als EBITDA (Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen) halbierte sich deshalb gegenüber dem Vorjahr und erreicht nur 0,5 Mio. € (Vorjahr 1,1 Mio. €).

Aufgrund geänderter Markteinschätzungen zu den erzielbaren Erlösen und der Nutzungsdauer verschiedener Produkte wurden auch bei der ifa systems AG gegenüber den Vorjahren deutlich erhöhte Abschreibungen vorgenommen. Im Geschäftsjahr 2016 erreichte das Volumen der Wertberichtigungen auf immaterielle Vermögenswerte des Anlagevermögens 0,9 Mio. € nach 0,4 Mio. € im Vorjahr. Das Ergebnis auf der Ebene des EBITs (Ergebnis vor Zinsen und Steuern) wurde durch diese Belastung auf -0,3 Mio. € reduziert, im Vorjahr betrug es noch 0,7 Mio. €.

Von untergeordneter Bedeutung waren die Finanzerträge und -aufwendungen, die saldiert mit -39 TEUR belasteten (Vorjahr -26 TEUR). Die Abschreibungen auf Finanzanlagen beliefen sich auf 0,7 Mio. € für die Inoveon, also auf Beteiligungsbuchwerte von Tochtergesellschaften. Das Vorsteuer- ergebnis ist deshalb negativ mit -1,1 Mio. €.

Nach Steueraufwendungen von 0,3 Mio. € im Vorjahr ergibt sich für das Geschäftsjahr 2016 ein Steuerguthaben in Höhe von 116 TEUR. Der Jahresfehlbetrag für 2016 beläuft sich insgesamt auf knapp 1,0 Mio. € (Vorjahr Überschuss 0,6 Mio. €).

Das Eigenkapital reduzierte sich im Geschäftsjahr 2016 aufgrund des Bilanzverlustes um 11,2 Prozent von 12,3 auf 10,9 Mio. €. Die Eigenkapitalquote zum Stichtag beträgt 79,3 Prozent nach 85,5 Prozent im Vorjahr.

Die liquiden Mittel betrugen stichtagsbedingt 28 TEUR. Im Geschäftsjahr 2017 wurde ein Darlehen von

Topcon ausgezahlt (4,0 Mio. €) sowie eine Kreditlinie der Mizuho Bank (2 Mio. €) zur Verfügung gestellt. Die Ausstattung mit liquiden Mitteln ist also gewährleistet.

Im Jahresdurchschnitt waren bei der Gesellschaft 54 Mitarbeiter (Vorjahr 54) beschäftigt , davon 52 Angestellte und 2 Auszubildende. Vorstände sind dabei nicht mitgezählt.

Für das Geschäftsjahr 2017 plant der Vorstand, in der ifa systems AG einen Umsatz von 6,5 bis 7,0 Mio. € zu erwirtschaften. In Abhängigkeit von der Geschwindigkeit der Umsetzung der

Restrukturierungsmaßnahmen kann 2017 ein positives operatives Ergebnis (EBIT) erwirtschaftet werden, für 2018 soll dieses Ziel auf jeden Fall erreicht werden.

Bilanz

ifa systems AG

Einzelabschluss (HGB) TEUR

AKTIVA

2016 2015
Langfristige Vermögenswerte 7.083 7.380
Immaterielle Vermögenswerte 67 54
Sachanlagen 3.909 4.613
Finanzanlagen 11.059 12.047
Kurzfristige Vermögenswerte 41 141
Vorräte 1.534 1.532
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 489 310
Forderungen gegen verbundene Unternehmen 332 89
sonstige kurzfristige Forderungen 28 204
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 2.424 2.276
Rechnungsabgrenzungsposten 104 73
Aktive latente Steuern 197 0
Bilanzsumme 13.784 14.396
Passiva
2016 2015
Eigenkapital 2.750 2.750
Gezeichnetes Kapital 7.652 7.652
Kapitalrücklage 1.499 1.276
Gewinnrücklagen -971 635
Bilanzgewinn/-verlust 10.930 12.313
Rückstellungen 793 992
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 457 113
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 530 192
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 240 142
sonstige Verbindlichkeiten 143 88
1.370 535
Passive latente Steuern 691 556
Bilanzsumme 13.784 14.396

[Diese verkürzte Darstellung der Bilanz des Einzelunternehmens ifa systems AG soll als Hilfe für den Leser verstanden werden. Sie ersetzt nicht die ausführliche Darstellung im Einzelabschluss.]

Gesamtaussage

Das Geschäftsjahr 2016 war das erste Jahr unter dem Vorzeichen der Kooperation mit Topcon, unserem neuen Großaktionär. Erste Ergebnisse unserer gemeinsamen Produkt- und Vertriebsstrategien konnten wir verzeichnen, jedoch dauern die Fortschritte deutlich länger als erwartet. Eine Veränderung der Marktstrategie in 2017 hat dazu geführt, dass bereits zum Bilanzstichtag 31.12.2016 die Markterwartungen für einzelne Produkte der ifa-Gruppe geändert werden mussten. Die entsprechenden Abschreibungen haben als Sondereffekte das Ergebnis stark belastet. Das Unternehmen an sich wandelnde Rahmenbedingungen anzupassen und mit unserer Strategie auf diese Änderungen flexibel zu reagieren, ist Teil unseres Restrukturierungsprogramms, das wir schnell beschlossen und im Geschäftsjahr 2017 begonnen haben. Insofern sind wir zuversichtlich, dass die ifa systems AG und ihre Tochtergesellschaften bald wieder auf ihren profitablen Wachstumspfad zurückkehren.

Entwicklung nichtfinanzieller Leistungsindikatoren

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter

Qualifizierte und motivierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind für den Unternehmenserfolg unverzichtbar. Dabei kommt es oft auf die richtige Mischung an: rund 54 Prozent der Belegschaft sind jünger und 46 Prozent sind älter als 40 Jahre. Diese ausgewogene Zusammensetzung findet sich auch bei der Geschlechterverteilung wieder: 48 Prozent der Mitarbeiter sind männlich, 52 Prozent sind weiblich. Und während ein Viertel der Mitarbeiter erst im Verlauf der letzten zwei Jahre neu zum Unternehmen hinzugekommen sind, arbeitet ein Viertel der Belegschaft schon 15 Jahre oder länger bei ifa. Insgesamt sind 91 (Vorjahr 87) Mitarbeiter in der ifa-Gruppe beschäftigt.

Qualitätsmanagement

Das Qualitätsmanagement der ifa systems bildet die Basis für den kontinuierlichen Verbesserungsprozess des unternehmensinternen Qualitätsmanagementsystems (QMS). So wird nicht nur sichergestellt, dass die Kundenanforderungen erfüllt, sondern auch die Transparenz der betrieblichen Abläufe erhöht wird und im Gegenzug die Fehlerquote und damit die Kosten gesenkt werden. Die regelmäßige Überprüfung des ISO 9001 Zertifikats ermöglicht dem Unternehmen eine kontinuierliche Qualitätssicherung und Verbesserung des Qualitätsmanagements. Die letzte Re-Zertifizierung erfolgte im Herbst 2016.

Nachtragsbericht

Im Folgenden wird über Vorgänge von besonderer Bedeutung berichtet, die nach dem Schluss des

Geschäftsjahrs 2016 eingetreten sind und Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage hatten.

Auf der Basis von Vereinbarungen, die Ende 2015 und Mitte 2016 mit dem Kooperationspartner Topcon geschlossen wurden, wurden Entwicklungsleistungen erbracht, deren wirtschaftliche Bedeutung für die ifa-Gruppe im Verlauf des ersten Halbjahrs 2017 neu zu beurteilen waren. Auslöser war ein Strategiewechsel von Topcon, der das Management veranlasste, die wirtschaftliche Verwertbarkeit der entwickelten Produkte in dem ursprünglich erwarteten Zeitraum zu überprüfen. Die diesbezüglich geänderte Einschätzung des Managements hatte Wertberichtigungen auf immaterielle Vermögenswerte und auf Beteiligungsbuchwerte von Beteiligungsunternehmen zur Folge, die mit ihren Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage bereits in dem vorliegenden Abschluss berücksichtigt sind.

Als Folge dieser Tatbestände wurden nach dem Ende des Berichtszeitraums

Restrukturierungsmaßnahmen geplant, die in 2017 und 2018 umgesetzt werden und insbesondere die Tochterunternehmen united i-tech und INOVEON, aber auch die ifa systems AG betreffen. Sofern der Umfang der hierfür erforderlichen Aufwendungen mittels Rückstellungen in angemessener Höhe bereits berücksichtigt wurde, werden hieraus keine weiteren Belastungen für das Geschäftsjahr 2017 erwartet.

Die Gesellschaft geht davon aus, dass der im Juli 2016 mit Topcon eingegangene Entwicklungs- und Projektvertrag in 2017 abgeschlossen wird. Weitere Großprojekte mit dem Mehrheitsgesellschafter, über die bestehenden Kooperationen hinaus, sind nicht in der Planung.

Ferner wurden die Gespräche über ein Finanzierungskonzept erfolgreich beendet. Im Geschäftsjahr 2017 wurde das Intercompany-Darlehen von Topcon Corp. als Mehrheitsaktionär ausgezahlt (4,0 Mio.

€) sowie eine Kreditlinie der Mizuho Bank (2 Mio. €) zur Verfügung gestellt.

Abhängigkeitsbericht

Seit 17.12.2015 hält die Topcon Europe B.V., eine hundertprozentige Tochtergesellschaft der Topcon Corporation, mit 1.377.750 Stückaktien (50,1%) die Mehrheit der Aktien der an der Frankfurter Wertpapierbörse notierten ifa systems AG.

Demzufolge ist die ifa systems AG seit dem 17.12.2015 ein abhängiges Unternehmen im Sinne des § 17 AktG Abs. 2. Der Vorstand der ifa systems AG erstellt daher gem. § 312 AktG einen Abhängigkeitsbericht über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen. Am Ende des Berichts hat der Vorstand folgende Erklärung abgegeben: „Der Vorstand der ifa systems AG erklärt, dass die Gesellschaft nach den Umständen, die ihm in dem Zeitpunkt bekannt waren, in dem das Rechtsgeschäft vorgenommen wurde oder die Maßnahme getroffen oder unterlassen wurde, bei jedem Rechtsgeschäft eine angemessene Gegenleistung erhalten hat, und dadurch, dass die Maßnahme getroffen oder unterlassen wurde, nicht benachteiligt wurde.“

Prognosebericht

Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Entwicklungen der Gesamtwirtschaft

Die Experten des IfW (Institut für Wirtschaft Kiel) rechnen mit einem Anstieg der Weltproduktion von 3,1 Prozent 2016 auf 3,5 Prozent bzw. 3,6 Prozent in den Jahren 2017 und 2018. Verschiedene Stellen, so auch der Bundesverband der Deutschen Industrie, betonen allerdings in ihren Prognosen, dass sich die Unsicherheit durch den Regierungswechsel in den USA erhöht hat, da es sich voraussichtlich nicht um einen normalen Übergang, sondern um einen Paradigmenwechsel handelt.

Nach Angaben des Deutschen Industrie- und Handelskammertags (DIHK) ist die deutsche Wirtschaft besser als erwartet in das neue Jahr gestartet. Er hebt deshalb seine Wachstumsprognose für das Bruttoinlandsprodukt um ein Drittel an. Statt eines Zuwachses von 1,2 Prozent rechne man nun mit einem Plus von 1,6 Prozent. Damit bleibe die Wachstumsdynamik auf dem Niveau des Vorjahres.

Entwicklung des Marktes für Health-IT Eye Care

Treiber für den Markt von Health-IT-Anwendungen sind laut Markets and Markets der steigende Anspruch, regulatorischen Anforderungen zu genügen, die staatliche Unterstützung für den Einsatz von IT-Lösungen in diesem Sektor (dies dürfte besonders für den US-amerikanischen Markt gelten), der Druck, die Kosten im Gesundheitswesen ohne Qualitätseinbußen stärker zu steuern und ein hoher Return on Invest für Health-IT-Lösungen.

Als limitierende Faktoren haben sich die vergleichsweise hohen Kosten für den Einsatz und die Zurückhaltung der Mediziner gegenüber fortschrittlichen IT-Tools erwiesen.

Der globale Markt für Heath-IT Lösungen betrug 2015 rund 122 Mrd. US-Dollar. Den Schätzungen zufolge wird der Markt bis 2020 mit jährlichen Raten zwischen 13 und 14% auf ein Volumen von ca. 230 Mrd. USDollar wachsen. Der Anteil der klinischen Anwendungen beläuft sich auf ca. 47 Prozent des Gesamtvolumens, dieser Markt soll sogar mit durchschnittlichen Wachstumsraten von 19,8 Prozent bis 2020 auf insgesamt 35 Mrd. US-Dollar wachsen. Als Gründe für diese Annahme wird die steigende Nachfrage nach verbesserter Patientensicherheit und Patientenversorgung genannt, die wachsenden regulatorischen Vorgaben und die zunehmende Nachfrage nach integrierten Systemen. Großes Potenzial bieten trotz der bereits vorhandenen installierten Basis die entwickelten Märkte wie die USA (Anstieg des Marktes von 46,5 Mrd. US$ in 2015 auf 87,0 Mrd. US$ in 2020) oder Deutschland (von 12,8 Mrd. US$ in 2015 auf 23,7 Mrd. US$ in 2020).

Eigenen Schätzungen nach entfallen ca. 4 bis 5 Prozent des Marktes auf Anwendungen im Bereich Ophthalmologie. In dieser Nische ist die ifa-Gruppe einer der führenden Anbieter.

Markt und Wettbewerb

Die Produkte der ifa-Gruppe sind Software-Lösungen, die in vielen Bereichen eingesetzt werden können. Die stärksten Produkte sind die EMR-Software sowie alle Connectivity-Module zu den diversen Geräten, anderen Kliniksystemen usw. In den letzten Jahrzehnten wurde hier ein sehr hoher Entwicklungsstand erreicht, der die ifa-Gruppe zu einem der größten, wenn nicht gar zu dem größten Player in der Augenheilkunde international werden ließ. Diese Bereiche soll mit neuen und verbesserten Modulen weiter ausgebaut werden. Großes Potenzial bietet auch der Bereich „Software as a Service“. Entsprechende Entwicklungen sollen ab 2019 verfügbar sein.

Prognose für den Geschäftsverlauf 2017

Umsatz

Für das Geschäftsjahr 2017 erwarten wir für die Ifa Gruppe ein Umsatzniveau in der Größenordnung des Vorjahres zwischen 8,5 und 9 Mio. €. Erheblichen Anteil daran werden entsprechende Vereinbarungen mit Topcon haben, so dass die Planungssicherheit für dieses Geschäftsjahr vergleichsweise hoch ist.

Regionale Schwerpunkte unserer Vertriebsaktivitäten werden neben der DACH-Region Frankreich und Spanien – hier in Zusammenarbeit mit der Vertriebsorganisation von Topcon – sowie Polen und Lateinamerika sein, wo wir erste Erfolge mit Referenzprojekten erzielen konnten und unsere Marktpräsenz weiter ausbauen wollen. Das Geschäft in den USA werden wir hingegen auf die aktuell zurückhaltende Nachfrage anpassen, ohne jedoch Kompromisse bei der Betreuung der vorhandenen Kunden zu machen.

Die Konzentration auf das Kerngeschäft wird 2017 im Mittelpunkt stehen. Wir werden uns darauf fokussieren, die Potenziale der elektronischen Patentenakte (EMR) systematisch zu erschließen. Um dieses Basisgeschäft weiter zu stärken, werden wir neue Funktionen integrieren, die den Kunden zusätzlichen Nutzen bringen.

TEUR 2016 Prognose 2017
Umsatz 8.864 8.500 – 9.000
EBIT -2.216 0

Ergebnis

Unser Ziel ist es, das Wachstum des Unternehmens mit einer angemessenen Profitabilität in Einklang zu bringen. Dabei sollen positive Cashflows erwirtschaftet werden. Das Jahr 2017 ist insofern ein Übergangsjahr, weil die Anpassungen des Unternehmens an die aktuellen Marktbedingungen zunächst die Umsetzung des Restrukturierungsprogramms zur Folge haben. Entsprechende Rückstellungen wurden im vorliegenden Jahresabschluss gebildet. Von der Geschwindigkeit der Umsetzung wird es abhängen, ob die Ergebnisseite 2017 bereits entsprechende Kostenreduktionen zeigen wird. Unser Ziel ist es, das Geschäftsjahr mit einer schwarzen Null abzuschließen, aber die Zielerreichung ist noch mit einer größeren Unsicherheit verbunden. Spätestens 2018 sollten die Effekte der Restrukturierung jedoch wirksam werden.

Finanz- und Vermögenslage

Unser Ziel ist es, dass die ifa-Gruppe positive Cashflows generiert. In Abhängigkeit von der Verbesserung der Profitabilität werden wir diesem Ziel im Verlauf des Geschäftsjahres 2017 näher kommen. Durch die Darlehen von Topcon und die Kreditlinie der Mizuho Bank verfügen wir über ausreichend Spielraum, um auch die Vorleistungen für größere Projekte finanzieren zu können. Die Änderung in der Aktivierungspraxis wird dazu führen, dass den planmäßigen Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte ein geringeres Aktivierungsvolumen gegenübersteht. Dies reduziert für die Zukunft das Risiko von Sondereffekten durch Impairments.

Gesamtaussage

Das gesamt- und branchenspezifische Umfeld 2017 erscheint vorteilhaft, um die Ziele für das Geschäftsjahr zu erreichen. Der Vorstand der ifa systems AG plant, in der Gruppe einen Umsatz ungefähr auf Vorjahresniveau zu erwirtschaften, das heißt 8,5 bis 9 Mio. €. Diese Planung berücksichtigt die bereits im Haus vorhandenen Aufträge und Umsätze, unter anderem von Topcon. Das Ergebnis sollte sich im Vergleich zum Vorjahr verbessern, hier ist in Anhängigkeit vom Fortschritt der Restrukturierungsmaßnahmen auf der EBIT-Ebene eine „schwarze Null“ das Ziel. Wir werden das Jahr 2017 nutzen, um die Unternehmensgruppe für eine erfolgreiche Zukunft auszurichten.

Chancen- und Risikobericht

Als Chancen und Risiken in diesem Berichtsteil sind Einflüsse oder Ereignisse zu verstehen, die dazu beitragen können, dass die Erwartungen des Managements an die kurz- und mittelfristige Unternehmensentwicklung übertroffen oder verfehlt werden.

Risikomanagementsystem

Ziele

Die ifa-Gruppe ist im Rahmen ihrer Geschäftstätigkeit einer Vielzahl von Risiken ausgesetzt, die untrennbar mit unternehmerischem Handeln verbunden sind. Ziel des Risikomanagements ist es, dabei sicherzustellen, dass Risiken nicht nur rechtzeitig erkannt werden, sondern zeitnah eventuelle Gegenmaßnahmen ergriffen werden, um den Einfluss auf die Gesellschaft zu kontrollieren und zu minimieren. Ziel des Risikomanagement ist es also nicht, sämtliche Risiken zu vermeiden, da diese auch stets mit Chancen in Verbindung stehen. Vielmehr soll ein zur Strategie passendes Chance-Risiko-Profil dabei helfen, die Ziele des Unternehmens zu erreichen.

Strategie

Risiken werden entsprechend ihrer Bewertung unterschiedlich behandelt. Wenn sie erhebliche Nachteile für die Unternehmensentwicklung haben können oder sogar den Bestand gefährden würden, werden sie konsequent vermieden. Um die Auswirkungen von Risiken zu begrenzen, existieren entsprechende Kontrollen, beispielweise durch das Qualitätsmanagement. Bestimmte Risiken können auch eingegrenzt werden, indem fallweise Maximal- oder Minimalwerte angesetzt werden. Und falls wirtschaftlich sinnvoll und möglich, werden Risiken zum Beispiel auf Versicherer ausgelagert.

Struktur und Prozesse

Die Strukturen und Prozesse des Risikomanagements laufen im Vorstand zusammen, wo Risiken kategorisiert und bewertet werden, sowohl hinsichtlich ihrer Eintrittswahrscheinlichkeit wie auch ihrer möglichen Auswirkungen auf die Finanz-, Vermögens- und Ertragslage. Anschließend werden gegebenenfalls Maßnahmen zur Steuerung der identifizierten Risiken definiert.

Wesentliche Risiken

Die folgenden Risiken können voraussichtlich Einfluss auf die Erreichung der Unternehmensziele haben und sind damit für den verständigen Adressaten entscheidungsrelevant.

Marktrisiken

Im Wachstumsmarkt Health-IT und hier in der Nische von Lösungen für den Fachbereich Ophthalmologie bestehen verschiedene Risiken. So kann ifa technologische Trends übersehen oder zu spät erkennen mit dem Ergebnis, dass die eigenen Produkte den Anforderungen der Kunden nicht oder nicht mehr entsprechen. Dieses Risiko wird durch den engen Austausch mit Fachleuten auf der Anwenderseite reduziert. Des Weiteren könnten neue Marktbegleiter Lösungen auf den Markt bringen, die die führende Rolle von ifa bedrohen. Aufgrund unserer intensiven Entwicklungsaktivitäten, jahrzehntelangen Erfahrungen und der großen Zahl an Referenzkunden halten wir dieses Risiko für beherrschbar. Dies gilt ebenso für die Wirtschaftlichkeit unserer Lösungen, die sich mit nachvollziehbaren ROI-Rechnungen gegenüber Billigprodukten differenzieren können.

Insgesamt schätzen wir die Marktrisiken „mittel“ ein, wenngleich die Auswirkungen auf die Umsatzsituation im Einzelnen erheblich sein könnten.

Technologische Risiken

Als Unternehmen, das erhebliche Ressourcen in die Entwicklung seiner Produkte investiert, ist ifa dem Risiko ausgesetzt, bei der Auswahl der Projekte die falschen Schwerpunkte zu setzen. Dies kann auf unzutreffenden Annahmen über die Entwicklung der Märkte, über die Bedürfnisse der Kunden oder über die zukünftige Wettbewerbssituation beruhen. Da die Entwicklungsaufwendungen nach den Kriterien von IAS 38 aktiviert werden, kann eine fehlerhafte Entscheidung zu Wertminderungen in der Zukunft führen. Diesem Risiko wird nicht nur durch einen intensiven Austausch mit Schlüsselanwendern in den Märkten weltweit begegnet, sondern auch mit unseren internationalen Kooperationspartnern. Beides gewährleistet jedoch nicht zwingend, dass aus diesem Austausch auch die richtigen Schlüsse gezogen werden oder dass sich die Schlussfolgerungen nicht im Zeitverlauf ändern können.

Dieses Risiko ist von herausgehobener Bedeutung, da ifa im Bereich der immateriellen Vermögenswerte aktivierte Entwicklungsleistungen von 15,1 Mio. € auf Konzernebene sowie Firmenwerte in Höhe von 3,9 Mio. € bei der ifa systems AG ausweist. Risiken bestehen hier in erster Linie darin, dass Entwicklungsprojekte nicht die Markreife erreichen oder die Umsatzerwartungen korrigiert werden müssen, weil dann die prognostizierten Erträge nicht erwirtschaftet werden. Durch regelmäßige Impairmenttests wird die Werthaltigkeit überprüft. Würde sich außerdem das wirtschaftliche Umfeld deutlich abschwächen, könnte sich auch das Risiko von Wertberichtigungen auf die Firmenwerte tendenziell erhöhen. Hierfür gibt es aktuell keine Anzeichen.

Bei neuen Produkten muss häufig zwischen der Produktqualität und den Erwartungen der Kunden abgewogen werden. „Time to market“ ist ein wichtiges Kriterium, andererseits kann die Belastbarkeit von Kundenbeziehungen unter zu frühen Produkteinführungen leiden. Dieses Risiko wird durch sorgfältige Vorbereitung und Implementierungspläne minimiert.

Insgesamt schätzen wir die technologischen Risiken als „mittel“ ein, wenngleich die Auswirkungen insbesondere auf die Ergebnissituation im Einzelnen erheblich sein könnten. Vertriebsrisiken ifa systems nutzt in zunehmendem Maße Vertriebskooperationen, um die geografische Reichweite im Markt zu erhöhen. Der Erfolg dieser Zusammenarbeiten hängt in wesentlichem Umfang von dem Knowhow der Vertriebsmitarbeiter bei Dritten ab, auf das ifa häufig keinen unmittelbaren Einfluss hat. Außerdem kann nicht ausgeschlossen werden, dass sich Potenziale und Ziele dieser Kooperationen im Zeitverlauf ändern. Das Management von ifa steht deshalb laufend persönlich in engem Kontakt zu wesentlichen Kooperationspartnern, um eine möglichst hohe Kongruenz der Interessen und Ziele sicherzustellen.

Ein signifikanter Anteil des Umsatzes von ifa resultiert aus der Realisierung von größeren Projekten. Eine Verschiebung der Auftragserteilung seitens des Kunden oder eine Verzögerung der Fertigstellung solch eines großen Projekts kann ganz erheblichen Einfluss auf die geplanten Zielgrößen von Umsatz und Ergebnis haben. Wir reduzieren dieses Risiko durch eine realistisch-konservative Unternehmensplanung. Insbesondere in den amerikanischen Gesellschaften, die auf den Märkten in den USA, Kanada und Lateinamerika tätig sind, sehen wir im Geschäftsjahr 2017 das Erfordernis einer Neuausrichtung der Aktivitäten hin zu einer Konzentration auf das Kerngeschäft EMR und Connectivity. Hier besteht das

Risiko, dass die Vertriebsaktivitäten in diesem Bereich nicht in der geplanten Geschwindigkeit und

Volumen zu Neuumsätzen führen. Dies kann zu weiteren Wertberichtigungen und

Restrukturierungsaufwendungen führen, als zum Bilanzstichtag abgebildet.

Insgesamt schätzen wir die Vertriebsrisiken als „mittel“ ein.

Personalrisiken

Facharbeitermangel und demografischer Wandel sind zwei Einflüsse, denen sich auch ifa nicht vollständig entziehen kann. Damit das Unternehmen seine kurz- und mittelfristigen Ziele erreichen kann, ist es auf hochqualifizierte Mitarbeiter angewiesen, die die Teams möglichst auch dauerhaft verstärken. Bisher konnten offene Stellen in angemessener Zeit besetzt werden, aber es ist nicht gewährleistet, dass dies auch in Zukunft stets der Fall sein wird. Gleiches gilt selbstverständlich auch für den möglichen unvorhergesehenen Verlust von Schlüsselpersonen mit Spezial-Know-how. Hier besteht das Risiko, dass das ungeplante Ausscheiden eines solchen Wissensträgers kurzfristig nur schwer zu kompensieren wäre. ifa nutzt aber auch bereits heute Lieferanten, die von Fall zu Fall bestimmte definierte Aufgabenbereiche übernehmen. Das Ziel muss es aber sein, bestimmtes Kern-Know-how im Unternehmen selbst vorzuhalten.

Die eingeleiteten Restrukturierungsmaßnahmen können dazu führen, dass Know How-Träger das Unternehmen auf eigenen Wunsch verlassen. Dies kann zu Mehrkosten bei der Einstellung und Qualifizierung von neuen Mitarbeiter führen. Die Gesellschaft versucht dem durch gezielte Ansprache von Leistungsträgern entgegen zu wirken.

Aktuell schätzen wir die Personalrisiken als „mittel“ ein.

Liquiditätsrisiken

Im Absatzmarkt gibt es einen Trend zum “pay per use”. Dabei wird der Erwerb von Basislizenzen bei Einführung der Systeme durch eine “Anmietung” ersetzt. Dem Vorteil langfristig planbarer Cashflows aus den Projekten (SaaS, pay per use) steht das Risiko gegenüber, dass ifa zu Beginn der Projekte in der Lage sein muss, die entstehenden Kosten vorzufinanzieren. Ein langfristiges Finanzierungskonzept soll dieses Risiko minimieren.

Wir schätzen die Liquiditätsrisiken bis zum Abschluss dieses Finanzierungskonzepts als „mittel“ ein.

Zins- und Wechselkursrisiken

Da ifa derzeit keine Fremdverschuldung in nennenswertem Umfang aufweist, spielen Risiken bezüglich der zukünftig vielleicht steigenden Basis zur Berechnung der variablen Zinsen eine untergeordnete Rolle. Die Entwicklung der Währungskurse ist hinsichtlich ihres Einflusses auf das Gesamtergebnis, sowohl auf der Umsatz- und Ergebnisseite als auch in Bezug auf die Bilanz, ebenfalls zu vernachlässigen.

Deshalb schätzen wir die Zins- und Wechselkursrisiken als „gering“ ein.

Forderungsrisiken

Ausfälle von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, die zu entsprechenden Wertberichtigungen führten, waren auch 2016 von untergeordneter Bedeutung (78 TEUR, Vorjahr 72 TEUR). Die Solvenz und das bisherige Zahlungsverhalten der Kunden aus dem Gesundheitsbereich lassen auch für die Zukunft keine bedeutenden Risiken erkennen. In bestimmten Fällen werden mit den Kunden spezielle Vereinbarungen getroffen, die diese Effekte minimieren.

Das Risiko aus Forderungsrisiken schätzen wir insgesamt als „gering“ ein.

Sonstige Risiken

Regulatorische Risiken

Zertifizierungen sind in vielen Regionen die Voraussetzung, um im Markt erfolgreich tätig zu sein. Sollten diese Zertifizierungen nicht in dem benötigten Umfang oder nicht termingerecht abgeschlossen werden, hätte dies möglicherweise signifikanten Einfluss auf das operative Geschäft. Da der Zertifizierungsprozess von ifa nicht vollumfänglich gesteuert werden kann, weil beispielsweise die entsprechenden Vorgaben erst sehr spät gemacht werden oder die Behörden überdurchschnittlich ausgelastet sind, ist dieses Risiko besonders für Deutschland die USA und Österreich von Relevanz.

Wir schätzen das Risiko aus regulatorischen Rahmenbedingungen daher als „gering“ bis „mittel“ ein.

Zusammengefasste Risikolage

Nach Einschätzung des Vorstands sind die Risiken, denen die ifa systems AG zum Zeitpunkt der Berichterstellung und für die aktuelle Planungsperiode ausgesetzt ist, beherrschbar und der Fortbestand der Unternehmensgruppe ist in keiner Weise gefährdet. Trotz der umfassenden Analyse von Risiken kann deren Eintreten aber nicht systematisch ausgeschlossen werden.

Chancenmanagementsystem

Ebenso wie die Risiken werden die Chancen im Konzern transparent aufbereitet und systematisch in die unternehmerischen Entscheidungen einbezogen. Sie repräsentieren künftige Entwicklungen oder Ereignisse, die zu einer für das Unternehmen positiven Prognose- bzw. Zielabweichung führen können.

Ziel des Chancenmanagements ist es, diese Opportunitäten frühzeitig zu erkennen und zu ergreifen Chancenkategorien ifa systems unterscheidet Chancen danach, ob sie in erster Linie zu einer positiven Zielabweichung bei den Umsätzen oder im Ergebnis beitragen können.

Umsatzrelevante Chancen

Es besteht die Chance, dass Produkte schneller als geplant am Markt eingeführt werden können und dass die Nachfrage die ursprünglichen Erwartungen übertrifft. Potenziale eröffnen sich auch durch Produkte, die für bestimmte neue Anwendungen entwickelt wurden, aber auch bei bestehenden Kunden eingesetzt werden können. Große Chancen sehen wir in der intersektoralen Vernetzung und bei Arzt-zu-Arzt-Netzen oder anderen Lösungen, die in den nächsten 12 bis 24 Monaten im Focus stehen können. Trends wie Cloud-Lösungen sowie Wearables und das Internet der Dinge (IOT) werden neue Segmente auch in der Augenheilkunde begründen. Des Weiteren treiben wir die Internationalisierung weiter voran und erschließen uns Märkte, auch über Kooperationen, in denen ifa bisher nicht prominent präsent war. Schon ein großes neues Projekt könnte möglicherweise ausreichen, dass die Planungen übertroffen werden.

Ergebnisrelevante Chancen

Selbstverständlich hätte eine ungeplante Erhöhung der Umsätze auch positiven Einfluss auf das Ergebnis. Daneben arbeiten wir an der Optimierung der Kosten, Prozesse und Strukturen. Sollten diese Projekte schneller als geplant Effekte zeigen oder sollte das Ausmaß der geplanten Optimierungen deutlich übertroffen werden, könnten die Ergebniserwartungen sich als zu niedrig erweisen.

Zusammengefasste Chancenlage

Die ifa-Gruppe ist gut positioniert, um mit ihren Lösungen in dem Nischenmarkt Health-IT für Ophthalmologie die Chancen für die Unternehmensgruppe systematisch zu nutzen. Während wir einerseits gezielt daran arbeiten, uns diese Chancen zu erschließen, ist es andererseits eher unwahrscheinlich, dass wir hier kurzfristig unerwartete Fortschritte erzielen. Nicht zuletzt deshalb ist unsere Strategie auf Wachstum ausgerichtet, das mit einer angemessenen Profitabilität einhergeht.

Disclaimer: Der Konzernlagebericht enthält zukunftsbezogene Aussagen. Die tatsächlichen Ergebnisse können wesentlich von den Erwartungen hinsichtlich der voraussichtlichen Entwicklung abweichen, wenn eine der genannten oder andere Unsicherheiten eintreten oder sich die den Aussagen zugrunde liegenden Annahmen, auch bezüglich der erwarteten konjunkturellen Entwicklung, als unzutreffend erweisen.

Bilanz

Aktiva

31.12.2016

EUR
31.12.2015

EUR
A. Anlagevermögen 11.059.537,06 12.047.028,56
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 7.083.024,00 7.379.928,00
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 2.188.926,00 1.761.716,49
2. sonstige immaterielle Vermögensgegenstände 4.894.098,00 5.618.211,51
II. Sachanlagen 67.300,00 54.499,00
1. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 67.300,00 54.499,00
III. Finanzanlagen 3.909.213,06 4.612.601,56
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 3.825.903,65 4.529.292,15
2. Beteiligungen 83.309,41 83.309,41
B. Umlaufvermögen 2.423.643,12 2.275.611,07
I. Vorräte 40.702,83 140.762,56
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 2.354.714,01 1.931.177,09
1. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 488.635,90 310.411,38
2. sonstige Vermögensgegenstände 1.866.078,11 1.620.765,71
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 28.226,28 203.671,42
C. Rechnungsabgrenzungsposten 103.709,36 73.306,47
D. Aktive latente Steuern 197.138,49 0,00
Bilanzsumme, Summe Aktiva 13.784.028,03 14.395.946,10
Passiva
31.12.2016

EUR
31.12.2015

EUR
A. Eigenkapital 10.929.863,19 12.313.279,20
I. gezeichnetes Kapital 2.750.000,00 2.750.000,00
II. Kapitalrücklage 7.652.240,00 7.652.240,00
III. Gewinnrücklagen 1.498.539,20 1.275.880,07
IV. Bilanzverlust 970.916,01 -635.159,13
B. Rückstellungen 792.804,93 992.185,08
C. Verbindlichkeiten 1.370.206,51 534.219,83
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 457.557,63 112.805,65
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 239.842,73 141.767,12
3. sonstige Verbindlichkeiten 672.806,15 279.647,06
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 20,00 260,00
D. Passive latente Steuern 691.153,40 556.261,99
Bilanzsumme, Summe Passiva 13.784.028,03 14.395.946,10

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2016 - 31.12.2016

EUR
1.1.2015 - 31.12.2015

EUR
1. Rohergebnis 6.113.993,39 5.745.319,02
2. Personalaufwand 2.722.699,62 2.329.827,94
a) Löhne und Gehälter 2.279.158,66 1.913.846,28
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 443.540,96 415.981,66
davon für Altersversorgung 2.337,11 2.946,15
3. Abschreibungen 879.822,81 388.262,87
a) Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 879.822,81 388.262,87
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 2.855.225,06 2.065.205,58
davon Aufwendungen aus Währungsumrechnung 19.623,80 14.420,94
5. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 7.028,88 2.305,33
davon aus verbundenen Unternehmen 6.855,25 0,00
6. Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens 703.388,50 0,00
7. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 45.862,37 27.553,20
davon an verbundene Unternehmen 4.099,96 0,00
8. Steuern vom Einkommen und Ertrag -119.502,08 295.473,78
a) Ertrag aus der Veränderung latenter Steuern 197.138,49 0,00
b) Aufwand aus der Veränderung latenter Steuern 134.891,41 180.593,22
9. Ergebnis nach Steuern -966.474,01 641.300,98
10. sonstige Steuern 4.442,00 6.141,85
11. Jahresfehlbetrag 970.916,01 -635.159,13

Ergebnisverwendung

1.1.2016 - 31.12.2016

EUR
1.1.2015 - 31.12.2015

EUR
11. Jahresfehlbetrag 970.916,01 -635.159,13
12. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 635.159,13 612.584,52
13. Einstellungen in Gewinnrücklagen 222.659,13 282.584,52
a) in andere Gewinnrücklagen 222.659,13 282.584,52
14. Vorabausschüttung / beschlossene Ausschüttung GJ 412.500,00 330.000,00
15. Bilanzverlust 970.916,01 -635.159,13

Ergebnisverwendungsvorschlag des Vorstands / der Geschäftsleitung

Die ordentliche Hauptversammlung der ifa systems AG in Köln hat am 24. Oktober 2017 keinerlei Beschlüsse zum Ergebnis getroffen. Entsprechend dem Vorschlag von Vorstand und Aufsichtsrat wird daher das Ergebnis auf neue Rechnung vorgetragen.

Anhang zum 31.12.2016

Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Auf Grund der erstmaligen Anwendung des Bilanzrichtlinien-Umsetzungsgesetzes (BilRUG) war keine Anpassung der Vorjahreswerte erforderlich. Ein Vergleich mit dem Jahresabschluss des Vorjahres ist damit möglich.

Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht

Firmenname laut Registergericht: ifa systems AG

Firmensitz laut Registergericht: Frechen

Registereintrag: Handelsregister

Registergericht: Köln

Register-Nr.: HRB 42943

Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Erworbene immaterielle Anlagewerte wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Die selbstgeschaffenen immateriellen Vermögensgegenstände wurden mit den Entwicklungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear und degressiv vorgenommen.

Der Übergang von der degressiven zur linearen Abschreibung erfolgt in den Fällen, in denen dies zu einer höheren Jahresabschreibung führt.

Die Finanzanlagen wurden wie folgt angesetzt und bewertet:

- Beteiligungen zu Anschaffungskosten

- Anteile an verbundenen Unternehmen zu Anschaffungskosten, soweit erforderlich zum niedrigeren beizumessenden Wert

- Ausleihungen zum Nennwert

Die Vorräte wurden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt. Sofern die Tageswerte am Bilanzstichtag niedriger waren, wurden diese angesetzt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände wurden unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken bewertet.

Die Steuerrückstellungen beinhalten die das Geschäftsjahr und das Vorjahr betreffenden, noch nicht veranlagten Steuern.

Die sonstigen Rückstellungen wurden für alle weiteren ungewissen Verbindlichkeiten gebildet. Dabei wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt.

Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Der Jahresabschluss enthält auf fremde Währung lautende Sachverhalte, die in Euro umgerechnet wurden.

Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder Währung sind mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. Soweit der Kurs am Tage des Geschäftsvorfalles bei Forderungen darunter bzw. bei Verbindlichkeiten darüber lag, ist dieser angesetzt.

Gegenüber dem Vorjahr abweichende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Beim Jahresabschluss konnten die bisher angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden im Wesentlichen übernommen werden.

Ein grundlegender Wechsel von Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden gegenüber dem Vorjahr fand nicht statt.

Angaben zur Bilanz

Anlagespiegel für die einzelnen Posten des Anlagevermögens

Die Geschäftsjahresabschreibung je Posten der Bilanz ist aus dem Anlagenspiegel zu entnehmen.

Die Sofortabschreibung geringwertiger Wirtschaftsgüter wird als Zugang und Abgang ausgewiesen. Die Geschäftsjahresabschreibung enthält damit diese Beträge nicht.

Der Betrag der in den kumulierten Abschreibungsbeträgen nicht enthaltenen Sofortabschreibungen beläuft sich auf: EUR 7.711,53.

Forschungs- und Entwicklungskosten

Die selbst geschaffenen immateriellen Vermögensgegenstände des Anlagevermögens wurden aktiviert.

Der Gesamtbetrag der Forschungs- und Entwicklungskosten betrugen im Geschäftsjahr 1.250.000,00 EUR.

Davon entfallen 550.159,00 EUR auf die selbst geschaffenen immateriellen Vermögensgegenstände des Anlagevermögens.

Angaben über die Gattung der Aktien

Das Grundkapital von EUR 2.750.000,00 ist eingeteilt in 2.750.000 auf den Inhaber lautende Aktien mit einem Nennwert von jeweils 1,00 Euro.

Entwicklung der Kapitalrücklagen

Es gab im Geschäftsjahr keinerlei Einstellungen in oder Entnahmen aus der Kapitalrücklage. Diese beträgt unverändert EUR 7.652.240,00.

Zusätzliche Angaben zu den Gewinnrücklagen

Entwicklung des Postens Gewinnrücklagen:

Posten Betrag

EUR
Andere Gewinnrücklagen zum 1.1. des Geschäftsjahres 1.241.480,07
Entnahmen aus/Einstellungen in andere Gewinnrücklagen 222.659,13
Andere Gewinnrücklagen zum 31.12. des Geschäftsjahres 1.464.139,20

Ausschüttungssperre

Der Gesamtbetrag, der gem. § 268 Abs. 8 HGB der Ausschüttungssperre unterliegt, beträgt EUR 1.694.911,09.

Im Einzelnen gliedert sich der Gesamtbetrag wie folgt:

Gesamtbetrag gemäß Ausschüttungssperre EUR
Aktivierung selbst geschaffener immaterieller Vermögensgegenstände des Anlagevermögens 2.188.926,00
Aktivierung latenter Steuern 197.138,49
Passivierung latenter Steuern -691.153,40
Gesamtbetrag 1.694.911,09

Die Bewertung der latenten Steuern erfolgte mit einem Steuersatz von 31,58%

Betrag der Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit > 5 Jahre und der Sicherungsrechte

Der Gesamtbetrag der bilanzierten Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als 5 Jahren beträgt EUR 0,00 (Vorjahr: EUR 0,00).

Der Gesamtbetrag der bilanzierten Verbindlichkeiten, die durch Pfandrechte oder ähnliche Rechte gesichert sind, beträgt EUR 0,00.

Haftungsverhältnisse aus nicht bilanzierten sonstigen finanziellen Verpflichtungen

Der Mietaufwand beläuft sich im Geschäftsjahr auf EUR 141.810,10.

Der Leasingaufwand beläuft sich im Geschäftsjahr auf EUR 123.262,00

Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

Angaben in Fortführung des Jahresergebnisses

In Fortführung des Jahresergebnisses erfolgt die nachfolgende Darstellung:

Posten der Ergebnisverwendung Betrag

EUR
+ Jahresfehlbetrag 970.916,01
+ Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 635.159,13
- Gewinnausschüttungen im Geschäftsjahr -412.500,00
Einstellungen in Gewinnrücklagen
- Einstellungen in die anderen Gewinnrücklagen -222.659,13
\= Bilanzverlust 970.916,01

Sonstige Angaben

Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahrs beschäftigten Arbeitnehmer

Die nachfolgenden Arbeitnehmergruppen waren während des Geschäftsjahres im Unternehmen beschäftigt:

Arbeitnehmergruppen Zahl
Arbeiter 0
Angestellte 52
Auszubildende 2
Die Gesamtzahl der durchschnittlich beschäftigten Arbeitnehmer beträgt damit 54

Namen der Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats

Während des abgelaufenen Geschäftsjahrs gehörten die folgenden Personen dem Vorstand an:

Herr Jörg Polis, Düren

Herr Christoph Reinartz, Pulheim

Herr Guido Niemann, Hilden (bis 31.10.2016)

Herr Kaoru Nihei, Frechen (ab 08.07.2016)

Dem Aufsichtsrat gehörten folgende Personen an:

bis 08.07.2016

Herr Rainer Waedlich, Frechen

Frau Susanne Post-Schenke, Frechen

Frau Claudia Wente-Waedlich, Frechen

ab 08.07.2016

Herr Matthias Maus, Köln

Herr Takayuki Yamazaki, Tokyo

Herr Shigehiro Ogino, Tokyo

Vergütungen der Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats

Die Gesamtbezüge des Vorstands beliefen sich auf EUR 489.133,54.

Der Aufsichtsrat hat im Geschäftsjahr keine Vergütung erhalten.

Angaben über den Anteilsbesitz an anderen Unternehmen von mind. 20 Prozent der Anteile

Gemäß § 285 Nr. 11 HGB wird über nachstehende Unternehmen berichtet:

Firmenname / Sitz Anteilshöhe Jahresergebnis

EUR
Eigenkapital

EUR
ifa informationssysteme für Augenärzte GmbH, Wien 100,00% 5.021,72 274.447,73
MedKaizen AG, Frechen 22,92% -66.445,71 24.276,65
Integration AG, Frechen 100,00% 17.049,02 193.909,31
ifa united i-tech, inc., Fort Lauderdale (Florida) 100,00% -2.692.769,84 5.424.577,20
Inoveon Corp., Oklahoma City 100,00% -261.186,08 -506.554,08

Konzernzugehörigkeit

Die ifa systems AG wurde in den Konzernabschluss der Topcon Europe B.V., Capelle a.d. IJssel/Niederlande einbezogen.

Der offen gelegte Konzernabschluss ist Rotterdam/Niederlande erhältlich.

Vorgänge von besonderer Bedeutung

Im Folgenden wird über Vorgänge von besonderer Bedeutung berichtet, die nach dem Schluss des Geschäftsjahrs 2016 eingetreten sind und Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage hatten.

Auf der Basis von Vereinbarungen, die Ende 2015 und Mitte 2016 mit dem Kooperationspartner Topcon geschlossen wurden, wurden Entwicklungsleistungen erbracht, deren wirtschaftliche Bedeutung für die ifa-Gruppe im Verlauf des ersten Halbjahrs 2017 neu zu beurteilen waren. Auslöser war ein Strategiewechsel von Topcon, der das Management veranlasste, die wirtschaftliche Verwertbarkeit der entwickelten Produkte in dem ursprünglich erwarteten Zeitraum zu überprüfen. Die diesbezüglich geänderte Einschätzung des Managements hatte Wertberichtigungen auf immaterielle Vermögenswerte und auf Beteiligungsbuchwerte von Beteiligungsunternehmen zur Folge, die mit ihren Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage bereits in dem vorliegenden Abschluss berücksichtigt sind.

Als Folge dieser Tatbestände wurden nach dem Ende des Berichtszeitraums Restrukturierungsmaßnahmen geplant, die in 2017 und 2018 umgesetzt werden und insbesondere die Tochterunternehmen united i-tech und INOVEON, aber auch die ifa systems AG betreffen. Sofern der Umfang der hierfür erforderlichen Aufwendungen mittels Rückstellungen in angemessener Höhe bereits berücksichtigt wurde, werden hieraus keine weiteren Belastungen für das Geschäftsjahr 2017 erwartet.

Die Gesellschaft geht davon aus, dass der in Juli 2016 mit Topcon eingegangene Entwicklungs- und Projektvertrag in 2017 abgeschlossen wird. Weitere Großprojekte mit dem Mehrheitsgesellschafter, über die bestehende Kooperation hinaus, sind nicht in der Planung.

Ferner wurden Gespräche über ein Finanzierungskonzept erfolgreich beendet. Im Geschäftsjahr 2017 wurde ein Intercompany-Darlehen von Topcon Corp. als Mehrheitsaktionär ausgezahlt (4,0 Mio. Euro) sowie eine Kreditlinie der Mizuho Bank (2 Mio. Euro) zur Verfügung gestellt.

Vorschlag bzw. Beschluss zur Ergebnisverwendung

Der Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2016 weist einen Jahresfehlbetrag von EUR 970.916,01 aus. Unter Einbeziehung eines Gewinnvortrags von EUR 635.159,13, einer Ausschüttung von EUR 412.500,00 und der Einstellung in die Rücklagen von EUR 222.659,13 ergibt sich ein Bilanzverlust von EUR 970.916,01.

Der Vorstand schlägt der Hauptversammlung vor, das Ergebnis auf neue Rechnung vorzutragen.

Frechen, den 25.08.2017

gez.

Jörg Polis, Vorstand

Kaoru Nihei, Vorstand

Christoph Reinartz, Vorstand

Anlagespiegel

Anschaffungs-, Herstellungskosten
01.01.2016

EUR
Zugänge

EUR
Abgänge

EUR
31.12.2016

EUR
--- --- --- --- ---
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 1.761.716,49 550.159,00 0,00 2.311.875,49
2. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 6.642.721,10 0,00 1.050,95 6.641.670,15
Summe immaterielle Vermögensgegenstände 8.404.437,59 550.159,00 1.050,95 8.953.545,64
II. Sachanlagen
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 243.532,25 45.576,81 51.488,24 237.620,82
Summe Sachanlagen 243.532,25 45.576,81 51.488,24 237.620,82
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 4.529.292,15 0,00 0,00 4.529.292,15
2. Beteiligungen 83.309,41 0,00 0,00 83.309,41
Summe Finanzanlagen 4.612.601,56 0,00 0,00 4.612.601,56
Summe Anlagevermögen 13.260.571,40 595.735,81 52.539,19 13.803.768,02
Abschreibungen
kumulierte 01.01.2016

EUR
Geschäftsjahr

EUR
Zugänge

EUR
Abgänge

EUR
kumulierte 31.12.2016

EUR
--- --- --- --- --- ---
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 0,00 122.949,49 0,00 0,00 122.949,49
2. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.024.509,59 724.113,51 0,00 1.050,95 1.747.572,15
Summe immaterielle Vermögensgegenstände 1.024.509,59 847.063,00 0,00 1.050,95 1.870.521,64
II. Sachanlagen
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 189.033,25 32.759,81 0,00 51.472,24 170.320,82
Summe Sachanlagen 189.033,25 32.759,81 0,00 51.472,24 170.320,82
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 703.388,50 0,00 0,00 703.388,50
2. Beteiligungen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe Finanzanlagen 0,00 703.388,50 0,00 0,00 703.388,50
Summe Anlagevermögen 1.213.542,84 1.583.211,31 0,00 52.523,19 2.744.230,96
Zuschreibungen Buchwert
Geschäftsjahr

EUR
31.12.2016

EUR
--- --- ---
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 0,00 2.188.926,00
2. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 0,00 4.894.098,00
Summe immaterielle Vermögensgegenstände 0,00 7.083.024,00
II. Sachanlagen
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 0,00 67.300,00
Summe Sachanlagen 0,00 67.300,00
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 3.825.903,65
2. Beteiligungen 0,00 83.309,41
Summe Finanzanlagen 0,00 3.909.213,06
Summe Anlagevermögen 0,00 11.059.537,06

Bericht des Aufsichtsrats

Auch im abgelaufenen Geschäftsjahr hat der Aufsichtsrat die ihm nach Gesetz, Satzung und Geschäftsordnung obliegenden Aufgaben uneingeschränkt wahrgenommen. Er hat den Vorstand bei der Leitung des Unternehmens regelmäßig beraten und dessen Tätigkeit kontinuierlich überprüft und überwacht. Der Aufsichtsrat war in alle Entscheidungen von grundlegender Bedeutung für das Unternehmen unmittelbar und frühzeitig eingebunden.

Der Aufsichtsrat bestand seit der Hauptversammlung vom 3. Juli 2014 aus folgenden Mitgliedern: Rainer Waedlich (Vorsitzender), Susanne Post-Schenke und Claudia Wente-Waedlich sowie Dr. Jay Wisnicki als Ersatzmitglied. Die Aufsichtsratsmitglieder hatten gegenüber der Gesellschaft mit Wirkung zum Zeitpunkt der Beendigung der ordentlichen Hauptversammlung am 8. Juli 2016 ihr jeweiliges Aufsichtsratsmandat niedergelegt. Deshalb wählte die Hauptversammlung auf Vorschlag des Aufsichtsrats Matthias Maus (Köln), Takayuki Yamazaki (Tokio) und Shigehiro Ogino (Tokio) für die Dauer bis zur Hauptversammlung im Jahr 2021 zu Mitgliedern des Aufsichtsrats.

In seiner Sitzung konstituierenden Sitzung am 8. Juli 2016 wählte der Aufsichtsrat Matthias Maus zu seinem Vorsitzenden und Takayuki Yamazaki zu seinem stellvertretenden Vorsitzenden.

Die Mitglieder des Aufsichtsrates sind teilweise aufgrund ihrer Eigenschaft als Mitarbeiter der Topcon Corporation im engeren Sinne nicht als unabhängig zu bezeichnen. Die Topcon Corporation hält mittelbar über die Tochtergesellschaft, Topcon Europe B.V., 50,1% der Aktien der ifa systems AG. Dies begründet jedoch keine potentiellen Interessenskonflikte, die dem Aufsichtsrat gegenüber offenzulegen sind und über die in der Hauptversammlung berichtet werden müsste. Alle Mitglieder des Aufsichtsrats verfügen über genügend Zeit zur Wahrnehmung ihrer Mandate. Sie hatten stets ausreichend Gelegenheit, sich im Vorfeld der Sitzungen und im Plenum mit den seitens des Vorstandes vorgelegten Berichten und Beschlussvorlagen auseinanderzusetzen und sie zu diskutieren.

Der Vorstand unterrichtete den Aufsichtsrat im Geschäftsjahr 2016 und nach dessen Ablauf weiterhin regelmäßig, zeitnah und umfassend, sowohl schriftlich als auch mündlich, entsprechend seinen Pflichten gem. § 90 AktG über den aktuellen Stand der Geschäfte, die Geschäftsentwicklung und die wirtschaftliche Lage, die Risikolage, das Risikomanagement sowie relevante Fragen der Compliance, der Startegie und der Planung. Bedeutende Geschäftsvorfälle wurden auf Basis der Berichterstattung des Vorstandes in den Sitzungen ausführlich erörtert. Abweichungen des Geschäftsverlaufs von den aufgestellten Plänen und Zielen wurden dem Aufsichtsrat im Einzelnen erläutert und im Aufsichtsrat intensiv behandelt.

Der Aufsichtsrat hat zustimmungspflichtigen Geschäften nach gründlicher Prüfung und Beratung seine Zustimmung erteilt. Der Aufsichtsratsvorsitzende stand darüber hinaus mit dem Vorstand in regelmäßigem Kontakt. Über wichtige Ereignisse, die für die Beurteilung der Lage und Entwicklung sowie für die Leitung des Unternehmens von wesentlicher Bedeutung sind, wurde der Aufsichtsratsvorsitzende von dem Vorsitzenden des Vorstands zeitnah informiert.

Insgesamt trat der Aufsichtsrat im Geschäftsjahr 2016 zu 4 planmäßigen Sitzungen im Beisein des Vorstandes zusammen, die am 11. Januar 2016, 13. April 2016, 2. Juni 2016 und am 8. Juli 2016 stattfanden. Darüber hinaus fand am 16. Oktober 2016 eine gemeinsame Sitzung mit dem Advisory Board statt. Gegenstand dieser Sitzungen waren die schriftliche und mündliche Berichterstattung des Vorstandes über die Geschäftslage der ifa systems AG und ihrer Tochtergesellschaften, insbesondere die aktuelle Umsatz- und Ergebnisentwicklung sowie die Finanz- und Vermögenslage. Über bedeutsame Geschäftsvorfälle, die Strategie und deren Umsetzung sowie über das Risikomanagement des Unternehmens hat sich der Aufsichtsrat eingehend unterrichten lassen und darüber beraten. Die Mitglieder von Aufsichtsrat und Vorstand waren bei den Sitzungen 11. Januar 2016, 13. April 2016, 2. Juni 2016 und am 8. Juli 2016 vollzählig anwesend. An der Sitzung am 16. Oktober 2016 nahmen die Mitglieder von Aufsichtsrat und Advisory Board vollzählig teil. Sofern erforderlich, wurden in diesen Sitzungen auch Beschlüsse gefasst.

Der Aufsichtsrat ließ sich zudem durch regelmäßige Telefonkonferenzen mit dem Vorstand über die aktuelle Geschäftslage, einzelne Geschäftsvorfälle und die Umsetzung der Produkt- und Vertriebsstrategie in den verschiedenen Märkten informieren.

Wesentliche Inhalte der Sitzungen des Aufsichtsrats im Berichtszeitraum waren:

der Jahresabschluss und Konzernabschluss 2015
die Verabschiedung der Tagesordnung für die ordentliche Hauptversammlung am 12. Mai 2016 mitsamt den dort niedergelegten Beschlussvorschlägen.
die Unabhängigkeitserklärung und die Bestellung der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft HLB Treumerkur, Dr. Schmidt und Partner KG, Wuppertal, zum Abschlussprüfer und Konzernabschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2016 entsprechend dem Beschluss der Hauptversammlung am 8. Juli 2016
die Planung des Vorstands hinsichtlich Umsatz-, Kosten-, Ergebnis-, Investitions- und Personal, der aktuelle Forecast für das laufende Geschäftsjahr und die Budgetierung für das Geschäftsjahr 2017 einschließlich einer Grobplanung für die nächsten Jahre
Fragen der Unternehmensfinanzierung
die Prüfung der eigenen Effizienz hinsichtlich der Gestaltung und des Ablaufs der Aufsichtsratssitzungen sowie der Optimierung der Berichterstattung durch den Vorstand in Bezug auf die Darstellung der Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft und der Situation der Tochtergesellschaften
die Überprüfung und Besprechung wesentlicher größerer Projekte
die Fortschritte hinsichtlich der Entwicklung von neuen Produktangeboten mit und für Topcon Corp. in den Bereichen Life Science und Health-IT
die Überwachung und Weiterentwicklung des internen Kontrollsystems (Risikoüberwachungs- und Frühwarnsystem gemäß § 91 Abs. 2 Aktiengesetz) und der daraus gewonnenen Informationen
Bestellung von Kaoru Nihei zum weiteren Vorstandsmitglied
das Ausscheiden von Guido Niemann aus dem Vorstand (Vorsitzender) und die Ernennung von Jörg Polis zum neuen Vorstandsvorsitzenden

Der Aufsichtsrat tagte auch in Anwesenheit des Abschlussprüfers sowie der Vorstände, um sich mit Fragen des Jahresabschlusses, der Rechnungslegung, des Controllings sowie des Risikomanagements zu befassen. Weitere Aspekte waren steuerliche Themen, Compliance sowie die Bestimmung der Prüfungsschwerpunkte und der Honorarvereinbarung mit dem Wirtschaftsprüfer.

In der Vorbereitung der Abschlussunterlagen für das Geschäftsjahr 2016 hat der Aufsichtsrat seine Überwachungstätigkeit intensiviert und den Prozess der Fertigstellung intensiv begleitet. In diesem Zusammenhang trat der Aufsichtsrat zu drei Sitzungen in Anwesenheit des Vorstands und des Abschlussprüfers zusammen und erörterte die Entwürfe der Abschlussunterlagen für das Geschäftsjahr 2016, die Folgen des Strategiewechsels des Mehrheitsaktionärs sowie die Geschäfts- und Liquiditätsplanung des Unternehmens. Der Vorstand und der Abschlussprüfer beantworteten die Fragen des Aufsichtsrats umfassend und berieten sich in allen wesentlichen Fragen mit dem Aufsichtsrat.

Die Prüfberichte sowie die Abschlussunterlagen für das Geschäftsjahr 2016 wurden allen Aufsichtsratsmitgliedern rechtzeitig zugesandt. Sie wurden vom Aufsichtsrat in der Sitzung vom 29./30. August 2017 intensiv und ausführlich erörtert. In dieser Sitzung berichtete der verantwortliche Abschlussprüfer auch persönlich über die wesentlichen Ergebnisse seiner Prüfungen und stand für ergänzende Fragen und Auskünfte zur Verfügung. Sowohl der vom Vorstand nach den Regeln des HGB aufgestellte Jahresabschluss der ifa systems AG für das Geschäftsjahr 2016 als auch der Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 2016, welcher nach § 315a HGB auf der Grundlage der International Financial Reporting Standards (IFRS) aufgestellt wurde, sowie der zusammengefasste Lagebericht wurden vom Abschlussprüfer geprüft und jeweils mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen.

Nach dem abschließenden Ergebnis der eigenen Prüfung des Jahresabschlusses, des Konzernabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts hat der Aufsichtsrat keine Einwendungen gegen die Ergebnisse der Abschlussprüfung erhoben und hat den vom Vorstand aufgestellten Jahres- und Konzernabschluss gebilligt. Der Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2016 ist damit festgestellt.

Der Vorstand hat außerdem den von ihm aufgestellten Bericht über Beziehungen zu verbundenen Unternehmen im Geschäftsjahr 2016 dem Aufsichtsrat vorgelegt. Der Abschlussprüfer HLB Treumerkur Dr. Schmidt & Partner KG, Wuppertal, hat den Abhängigkeitsbericht geprüft und folgenden Bestätigungsvermerk erteilt: "Nach unserer pflichtmäßigen Prüfung und Beurteilung bestätigen wir, dass 1. die tatsächlichen Angaben des Berichts richtig sind, 2. bei den im Bericht aufgeführten Rechtsgeschäften die Leistung der Gesellschaft nicht unangemessen hoch war." Den Prüfungsbericht hat der Abschlussprüfer dem Aufsichtsrat vorgelegt. Der Abhängigkeitsbericht und der Prüfungsbericht wurden allen Aufsichtsratsmitgliedern rechtzeitig übermittelt.

Der Aufsichtsrat unterzog den Abhängigkeitsbericht unter Einbeziehung der Ergebnisse des Abschlussprüfers einer eingehenden Prüfung im Hinblick auf seine Vollständigkeit und Richtigkeit. Der Aufsichtsrat machte keine Beanstandungen in Bezug auf das Prüfungsergebnis des Abschlussprüfers und erhob keine Einwendungen gegen die vom Vorstand am Schluss des Berichts abgegebene Erklärung über die Beziehung zu verbundenen Unternehmen.

Der Aufsichtsrat dankt Guido Niemann für seine langjährige erfolgreiche Tätigkeit im Interesse des Unternehmens als Vorsitzender des Vorstands. Wir sind überzeugt, dass sein Beitrag im opreativen Geschäft zukünftig ebenso wertvoll für ifa sein wird. Außerdem dankt der Aufsichtsrat den langjährigen Aufsichtsratsmitgliedern Rainer Waedlich als Vorsitzendem sowie Susanne Post-Schenke und Claudia Wente-Waedlich für ihr großes Engagement und ihre konstruktive Begleitung der Unternehmensentwicklung in den vergangenen Jahren.

Und nicht zuletzt dankt der Aufsichtsrat dem Vorstand und allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Unternehmensgruppe für ihren engagierten Einsatz. Gemeinsam haben sie mit großem Engagement die Entwicklung der Gesellschaft im Geschäftsjahr 2016 gestaltet.

Frechen, den 30. August 2017

Für den Aufsichtsrat

gez. Matthias Maus, Vorsitzender des Aufsichtsrats

sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 30.08.2017 festgestellt.

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der ifa Systems AG, Frechen, der mit dem Konzernlagebericht zusammengefasst ist, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2016 bis 31. Dezember 2016 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und zusammengefasstem Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den zusammengefassten Lagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung entspricht der Jahresabschluss aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der zusammengefasste Lagebericht steht im Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den gesetzlichen Vorschriften, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der künftigen Entwicklungen zutreffend dar.

Wuppertal, den 28. August 2017

**TREUMERKUR Dr. Schmidt und Partner KG

Wirtschaftsprüfungsgesellschaft**

gez.

Dipl.-Oec. Andreas F. Wildoer, Wirtschaftsprüfer

Dipl.-Kfm. Arvid Feuerstack, Wirtschaftsprüfer