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HOFTEX GROUP — Management Reports 2011
Dec 5, 2012
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Management Reports
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Publication
Duisburger Verkehrsgesellschaft AG
Duisburg
Jahresabschluss zum 31. Dezember 2011
Lagebericht für das Geschäftsjahr 2011
1. Geschäftsverlauf
1.1. Wirtschaftliche Rahmenbedingungen
1.1.1. Gesamtwirtschaftliche Entwicklung
Die deutsche Wirtschaft ist im Jahr 2011 wieder kräftig gewachsen: Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) war um 3,0 % höher als im Vorjahr. Dies ergaben erste Berechnungen des Statistischen Bundesamtes (Destatis). Damit setzte sich der konjunkturelle Aufholprozess der deutschen Wirtschaft auch im zweiten Jahr nach der Wirtschaftskrise fort Im Jahresverlauf 2011 wurde auch das Vorkrisenniveau beim preisbereinigten BIP wieder überschritten. Der wirtschaftliche Aufschwung fand dabei hauptsächlich in der ersten Jahreshälfte statt. Im Jahr 2009 hatte Deutschland die stärkste Rezession der Nachkriegszeit mit einem historischen Rückgang des BIP von -5,1 % erlebt; das Jahr 2010 war durch einen rasanten Aufschwung gekennzeichnet gewesen (+ 3,7 %).
Bei kalenderbereinigter Betrachtung ergab sich im Jahr 2011 ebenfalls eine Wachstumsrate von 3,0 %, da annähernd gleich viele Arbeitstage zur Verfügung standen wie im Jahr 2010.
Die Wachstumsimpulse kamen 2011 vor allem aus dem Inland. Insbesondere die privaten Konsumausgaben erwiesen sich als Stütze der wirtschaftlichen Entwicklung: Sie legten preisbereinigt mit + 1,5 % so stark zu wie zuletzt vor fünf Jahren. Daneben war das Jahr 2011 wiederum geprägt von einer kräftigten Investitionsdynamik. Es wurde deutlich mehr in Ausrüstungen (preisbereinigt + 8,3 %) - darunter fallen hauptsächlich Maschinen und Geräte sowie Fahrzeuge - und Bauten (preisbereinigt + 5,4 %) investiert als ein Jahr zuvor.
Der Außenhandel hatte zwar einen geringeren Anteil am BIP-Wachstum als die Binnennachfrage, zeigte sich aber weiterhin dynamisch: Deutschland exportierte im Jahr 2011 preisbereinigt 8,2 % mehr Waren und Dienstleistungen als ein Jahr zuvor. Gleichzeitig stiegen die Importe etwas weniger stark (+ 7,2 %). Die Differenz zwischen Exporten und Importen - der Außenbeitrag - steuerte 0,8 Prozentpunkte zum BIP-Wachstum 2011 bei.
Die Entstehungsseite des Bruttoinlandsprodukts war im Jahr 2011 noch immer von Aufholeffekten in nahezu allen Wirtschaftsbereichen geprägt Insgesamt stieg die preisbereinigte Bruttowertschöpfung aller Wirtschaftsbereiche im Jahr 2011 um 3,0 % gegenüber dem Vorjahr.
Die Arbeitsproduktivität ist im abgelaufenen Jahr im Zuge des Aufschwungs gestiegen: Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt je Erwerbstätigen erhöhte sich 2011 im Vergleich zum Vorjahr um 1,6 %. Je geleisteter Erwerbstätigenstunde gerechnet nahm die Arbeitsproduktivität 2011 nur um 1,2 % zu, weil die geleisteten Arbeitsstunden der Erwerbstätigen etwas stärker anstiegen als die Anzahl der Erwerbstätigen. Der Staatssektor wies im Jahr 2011 nach noch vorläufigen Berechnungen ein moderates Finanzierungsdefizit in Höhe von 26,7 Milliarden Euro auf. Gemessen am Bruttoinlandsprodukt in jeweiligen Preisen errechnet sich daraus eine Defizitquote von 1,0 %. Damit wird der im Maastricht Vertrag genannte Referenzwert von 3 % deutlich unterschritten. In 2009 und 2010 war der Referenzwert jeweils überschritten worden.
Die Verbraucherpreise in Deutschland stiegen im Jahresdurchschnitt 2011 gegenüber 2010 um 2,3 %. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt, lag die Jahresteuerungsrate damit deutlich höher als in den beiden Vorjahren (2010: + 1,1 %; 2009: + 0,4 %). Eine noch höhere Teuerung im Jahresdurchschnitt gab es zuletzt 2008 (+2,6 % gegenüber 2007). Für 2011 wurden somit sowohl im Jahr als auch in allen einzelnen Monaten Inflationsraten von 2 % und mehr ermittelt.
1.1.2. Branchenentwicklung
Der öffentliche Personenverkehr in Deutschland ist im Jahr 2011 gewachsen. Die Zahl der beförderten Personen ist in den ersten drei Quartalen des Berichtsjahres im Vergleich zum Vorjahreszeitraum gemäß den Angaben des Statistischen Bundesamtes um ca. 2,3 % gestiegen. Hierbei wurden die beförderten Personen im Liniennahverkehr mit Eisenbahnen, Straßenbahnen und Omnibussen berücksichtigt Die Entwicklung in Nordrhein-Westfalen wies sogar einen Anstieg von ca. 3,2 % aus. Die Zahl der Fahrgäste im Linienverkehr der DVG lag mit ca. 56 Mio. (Januar bis einschl. November 2011) etwa auf Vorjahresniveau.
Die Fahrtenentwicklung im VRR zeigte für den Zeitraum Januar bis einschließlich Oktober 2011 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum einen leichten Anstieg von ca. 0,4 %, was rd. 3,8 Mio. Fahrten entspricht.
Die Beförderungsleistung (Personenkilometer) in Deutschland entwickelte sich positiv mit einer Steigerung bezogen auf die ersten drei Quartale der Jahre 2011 zu 2010 von ca. 3,4 %. Hierbei war jedoch zu erkennen, das der Anstieg der Personenkilometer im Liniennahverkehr mit Omnibussen mit 746.230 weit über der Personenkilometersteigerung im Liniennahverkehr mit Straßenbahnen (54.265) lag.
Während die Veränderungen der Abonnentenzahlen (ohne SemesterTicket) im VRR für den Zeitraum bis einschließlich Oktober der Jahre 2010 und 2011 negativ war (-0,1 %), konnte die DVG einen Anstieg in Höhe von 6.907 Abonnenten (1,4 %) verzeichnen.
1.2. Absatz
Fahrgäste
Die Zahl der Fahrgäste bei der Duisburger Verkehrsgesellschaft hatte sich in 2011 um 2,2 % erhöht Lag die Zahl der Fahrgäste in 2010 noch bei 60,494 Mio., nutzten in 2011 61,797 Mio. Fahrgäste das Angebot der DVG. Das waren insgesamt 1,303 Mio. Personen mehr.

| Mio. | Veränderung ggü. Vj. in % | |
|---|---|---|
| VRR | 57,564 | +1,6 |
| VGN, Sonderverkehr | 0,046 | -31,3 |
| Schwerbehinderte | 4,187 | +11,0 |
Der Anteil der beförderten Schwerbehinderten wird statistisch durch Zählungen als Vomhundertsatz an der Gesamtzahl aller Fahrgäste ermittelt Für 2011 wurde ein unternehmensindividuelle Erstattungssatz von 7,27 % angesetzt, in 2010 lag der Satz noch bei 6,65 %.
Im Barverkehr wurden im Berichtsjahr 5.280.786 (i. Vj. 5.590.324) Fahrgäste befördert Im Vergleich zum Vorjahr war das ein Rückgang von 309.538 Fahrgästen oder 5,5 %. Im Zeitkarten-verkehr betrug 2011 die Zahl der Fahrgäste 51.437.675 (i. Vj. 51.012.462). Damit ergab sich im Vergleich zu 2010 ein Anstieg um 425.213 Fahrgästen oder 0,8 %. Die Monatskarten im Abonnement verzeichneten eine Steigerung von 2,5 % oder 333.494 Fahrgästen auf 13.161.984 Fahrgäste.
1.3. Investitionen
Die aus den operativen Investitionsaktivitäten der DVG resultierenden Anlagenzugänge in das immaterielle Anlagevermögen und in die Sachanlagen beliefen sich im Berichtsjahr auf 4,510 Mio. C. Dies entsprach einem Rückgang gegenüber dem Vorjahr von 0,346 Mio. €. Abzüglich der verrechneten Investitionszuschüsse von 0,632 Mio. € ergaben sich Anlagenzugänge von 3,878 Mio. €.
Ferner erhöhten sich im Berichtsjahr die Finanzanlagen um 5,155 Mio. €, darin enthalten war eine Sacheinlage in Höhe von 4,392 Mio. € in die Via Verkehrsgesellschaft mbH. In der Summe addierten sich die Brutto-Investitionen auf 9,665 Mio. €. Abzüglich der verrechneten Investitionszuschüsse ergab sich ein Netto-Anlagenzugang in Höhe von 9,033 Mio. €.
Nach Investitionsbereichen gegliedert lag der Schwerpunkt der Brutto-Investitionen mit 1,563 Mio. € im Bereich Betriebsgrundstücke und Gebäude. 0,843 Mio. € wurden im Bereich Betriebstechnische Betriebs- und Geschäftsausstattung und 0,811 Mio. € in die Streckenausrüstung und Sicherungsanlagen investiert 1,305 Mio. € der Investitionsausgaben entfielen auf geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau. Die Investitionsverpflichtung aus Obligo bestand zum Stichtag in Höhe von ca. 3,894 Mio. €.


2. Geschäftslage
Die Duisburger Verkehrsgesellschaft AG (DVG) ist ein Unternehmen im Konzernverbund des Multi-Dienstleistungskonzerns Duisburger Versorgungs- und Verkehrsgesellschaft mbH (im folgenden: DVV). Die Duisburger Verkehrsgesellschaft AG erbringt für die Stadt Duisburg auf Basis des Nahverkehrsplanes die Verkehrsleistungen für Duisburg und bedient gleichzeitig Teilstrecken in Nachbarkommunen.
Die Kooperationsgesellschaft Via Verkehrsgesellschaft mbH, eine gemeinsame Tochtergesellschaft der Essener Verkehrs-AG (EVAG), der Mülheimer VerkehrsGesellschaft mbH (MVG) und der Duisburger Verkehrsgellschaft AG, hat den Produktivbetrieb aufgenommen. Die Inkraftsetzung der Verträge zur Übertragung der operativen Nahverkehrsdienstleistung von der DVG an Via erfolgte in der zweiten Jahreshälfte des Berichtsjahres. Die damit verbundene Verrechnungssystematik startete mit der Ingangsetzung von Via-SAP zum 01.11.2011. Aus diesem Grund sind die Ist-Werte 2011 weder mit den Planwerten 2011 noch mit den Vorjahreswerten vergleichbar. Die Planwerte 2011 und die Ist-Werte 2010 bildeten das DVG-Geschäftsjahr ohne Verrechnung an Via ab.
Grundsätzlich fallen in Via alle mit dem Erbringen der operativen Verkehrsleistung im Zusammenhang stehenden Aufwendungen, u. a. Materialaufwand für die Instandhaltung der Streckeninfrastruktur, an. Mit diesen Aufwendungen wird die DVG über die Linienbündelrechnung (Fremdleistungen) belastet Die Einbeziehung des Personalaufwandes der DVG in Via erfolgt nach Maßgabe der Verrechnungssystematik des Personaleinsatz- und Verrechnungsvertrages (Sonstige betriebliche Erträge). Die Einnahmeverantwortung und damit die Verkehrserträge verbleiben bei der DVG. Zudem stellt die DVG Via zur Erbringung der operativen Verkehrsleistung die notwendige Infrastruktur sowie die Linienfahrzeuge unentgeltlich bei. Die daraus resultierenden Kapitalkosten verbleiben daher bei der DVG.
2.1. Ertragslage
Einnahmen
Die unter den Umsatzerlösen ausgewiesenen Verkehrseinnahmen der DVG haben sich gegenüber dem Vorjahr um 0,710 Mio. € auf 43,020 Mio. € verbessert.
Insgesamt stiegen gegenüber 2010 die VRR-Verkehrseinnahmen um 0,817 Mio. € auf 42,377 Mio. €. Die Einnahmen im Bar- und Zeitkartenverkehr im Bereich des VRR erhöhten sich dabei insgesamt um 1,638 Mio. € auf 45,765 Mio. €. Aus dem in 2009 eingeführten Firmenticket flossen der DVG in 2011 3,041 Mio. € zusätzliche Verkehrseinnahmen zu. Diesen Einnahmen standen jedoch gleich hohe Aufwendungen bei den Sonstigen betrieblichen Aufwendungen gegenüber. Auf das seit November 2011 angebotene Sozialticket entfielen 0,212 Mio. € der Verkehrseinnahmen.
Die Verkehrseinnahmen im Bereich der Verkehrsgemeinschaft Niederrhein (VGN) nahmen um 0,107 Mio. € zu und lagen bei 0,304 Mio. C. Die sonstigen Verkehrseinnahmen der DVG sanken auf 0,339 Mio. C. Aufgrund des Elektronischen Einstiegkontrollsystems verminderte sich die Schwarzfahrerquote und damit auch die Einnahme aus dem Erhöhten Beförderungsentgelt innerhalb der sonstigen Verkehrseinnahmen der DVG.
Erstattungs- und Ausgleichsbeträge
Im Geschäftsjahr 2011 stiegen die Abgeltungszahlungen für Schwerbehinderten- und Schülerbeförderung inklusive der Berücksichtigung von Nachzahlungen für Vorjahre und Rückstellungen um 1,050 Mio. € auf 4,220 Mio. €. Die von der DVG zu leistenden Abgeltungszahlungen für die Deutsche Bahn und Übersteiger fielen mit 7,541 Mio. € in 2011, inklusive Nachzahlungen für Vorjahre und Rückstellungen, um 1,830 Mio. € deutlich höher aus als in 2010.
Sonstige Umsatzerlöse
Die Position sonstige Umsalzerlöse umfasst insbesondere Erlöse aus Nebengeschäften und Gleisnutzung sowie den Auftragsverkehr Mülheim. Den Nebengeschäftserträgen, der Abrechnung Stadtbahn und dem Auftragsverkehr Mülheim standen entsprechende Aufwendungen in den Bereichen Materialaufwand und Fremdleistungen gegenüber. Eine erst in 2011 abgerechnete Sondermaßnahme für die Instandhaltung Stadtbahn führte zu der positiven Planabweichung. Die sonstigen Umsatzerlöse stiegen von 3,665 Mio. € in 2010 auf 4,983 Mio. € im Ist 2011.
Sonstige betriebliche Erträge
Die Sonstigen betrieblichen Erträge erhöhten sich bisher in 2011 gegenüber dem Plan 2010 und dem Vorjahr. Sie lagen im Geschäftsjahr 2011 bei 17,471 Mio. € (Plan 10,911 Mio. €). Gegenüber dem gleichen Zeitraum in 2010 stiegen sie um 35,4 % oder 4,572 Mio. €. Seit der Ingangsetzung von Via-SAP erfolgte die Verrechnung des Personals von DVG an Via (6,041 Mio. €). Zudem wurde in 2011 ein Straßenbahnschaden abgerechnet (0,338 Mio. €). In 2010 wurden 1,091 Mio. € der in 2008, aus den Erträgen aus Wohnhausverkauf, gebildeten Rücklage mit Sonderpostenanteil aufgelöst Des Weiteren fielen in 2010 1,033 Mio. € periodenfremde Erträge aus dem Dynamischen Fahrgastinformationssystem an. Bereinigt man die Sonstigen betrieblichen Erträge 2010 und 2011 um die genannten Sondereffekte zeigten sich nahezu gleich hohe Sonstige betriebliche Erträge.
Materialaufwand
Der Materialaufwand umfasst Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie für Fremdleistungen. Er nahm in 2011 im Vergleich zu 2010 um 8,639 Mio. € zu und lag bei 38,654 Mio. €. Auch die Veränderungen beim Materialaufwand haben ihre Ursache in der Ingangsetzung von Via-SAP. Bei der DVG fiel seit November 2011 fast nur noch der Energiebezug an. Alle anderen Roh-, Ms- und Betriebsstoffe wurden seit November bei Via gebucht Die Fremdleistungen erhöhten sich mit 30,517 Mio. € gegenüber dem geplanten Wert um 52,3 %. Mit Ingangsetzung von Via-SAP wurden hier im Berichtsjahr erstmals die Aufwendungen für die Linienbündel erfasst (8,539 Mio. €).
Personalaufwand
Die Aufwendungen für Löhne, Gehälter und Entgelte sowie die sozialen Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und Unterstützung haben sich im Vergleich zum Vorjahr um 0,703 Mio. € vermindert und lagen bei 39,670 Mio. €. Die Zahl der Mitarbeiter (Beschäftigte, Auszubildende und Praktikanten) lag 2011 im Durchschnitt bei 766 Personen nach 796 Personen in 2010. Dabei sind die Teilzeitbeschäftigten entsprechend ihrer wöchentlichen Arbeitszeit auf Vollzeitbeschäftigte umgerechnet.
Sonstige betriebliche Aufwendungen
Die Sonstigen betrieblichen Aufwendungen betrugen 21,127 Mio. € und lagen um 2,7 % unter dem Plan von 21,717 Mio. €. Geringere Aufwendungen für den Rückbau von Gleisanlagen sowie für Personalüberlassung sind die Hauptursachen der Plan-Ist-Abweichung. Der Vorjahreswert wurde um 4,4 % überschritten.
Gesamtleistung und Rohergebnis
Die Gesamtleistung der Duisburger Verkehrsgesellschaft AG stieg gegenüber dem Vorjahr von 59,011 Mio. € um 6,514 Mio. € oder 11,0 % auf 65,525 Mio. € in 2011 an. Das Rohergebnis (Gesamtleistung vermindert um Materialaufwand) hat sich von 28,996 Mio. € auf 26,871 Mio. € verschlechtert
Betriebsergebnis
Das Betriebsergebnis verschlechterte sich im Jahresvergleich 2010 zu 2011 von - 40,010 Mio. € um 1,800 Mio. € auf - 41,810 Mio. €.
Finanzergebnis und Außerordentliches Ergebnis
Das Finanzergebnis lag bei -1,325 Mio. €. Es verschlechterte sich gegenüber dem Plan, verbesserte sich jedoch gegenüber dem Vorjahr. Auslöser für die Verschlechterung gegenüber dem Plan war die Verzinsung von Rückstellungen nach BilMoG für die Altersteilzeit Die Verbesserung gegenüber dem Vorjahr resultierte aus der in 2010 erstmaligen Verzinsung von Rückstellungen nach BilMoG.
Das außerordentliche Ergebnis wies aufgrund der Ausbuchung von Lagermaterial (im Zusammenhang mit der Übernahme des Lagers durch Via) ein Ergebnis von +0,636 Mio. € aus. In 2010 war das außerordentliche Ergebnis durch den negativen Saldo aus den Rückstellungsbewertungen nach BilMoG und dem Verschmelzungsgewinn der VSD auf die DVG geprägt und betrug -0,433 Mio. €.
Jahresfehlbetrag
Das Jahresergebnis weist für 2011 einen Verlust von 42,572 Mio. € nach 42,737 Mio. € im Vorjahr aus. Das Gesamtergebnis der DVG hat sich damit absolut um 0,165 Mio. € oder 0,4 % verbessert Der im Wirtschaftsplan 2011 ausgewiesene Jahresfehlbetrag von 43,498 Mio. € wurde um 0,926 Mio. € oder 2,1 % unterschritten. Der Geschäftsverlauf hat die Erwartungen übererfüllt.
2.2. Vermögenslage
In der nachstehenden Übersicht sind die Bilanzzahlen gruppenweise zusammengefasst:
Bilanzstruktur
Aktiva
| 31.12.2011 | 31.12.2010 | |||
|---|---|---|---|---|
| Mio. € | % | Mio. € | % | |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Anlagevermögen | ||||
| Immaterielle Vermögensgegenstände | 0,027 | 0,0 | 0,270 | 0,2 |
| Sachanlagevermögen | 65,396 | 51,9 | 70,226 | 55,8 |
| Finanzanlagen | 5,742 | 4,5 | 0,633 | 0,5 |
| 71,165 | 56,4 | 71,129 | 56,5 | |
| Umlaufvermögen | ||||
| Vorräte | 0,233 | 0,2 | 2,281 | 1,8 |
| Forderungen | 50,927 | 40,4 | 48,524 | 33,2 |
| Flüssige Mittel | 0,851 | 0,7 | 0,452 | 0,4 |
| 52,011 | 41,3 | 51,257 | 40,7 | |
| Rechnungsabgrenzungsposten | 2,912 | 2,3 | 3,511 | 2,8 |
| Betriebsvermögen | 126,088 | 100,0 | 125,897 | 100,0 |
| Passiva | ||||
| Eigenkapital | 35,465 | 28,1 | 35,465 | 28,2 |
| Sonderposten mit Rücklagenanteil | 1,643 | 1,3 | 1,643 | 1,3 |
| Langfristiges Fremdkapital | ||||
| Rückstellungen | 21,647 | 17,2 | 23,282 | 18,5 |
| Verbindlichkeiten | 49,444 | 39,2 | 50,359 | 40,0 |
| 71,091 | 56,4 | 73,641 | 58,5 | |
| Kurzfristiges Fremdkapital | ||||
| Rückstellungen | 13,256 | 10,5 | 9,073 | 7,2 |
| Verbindlichkeiten | 4,471 | 3,6 | 5,873 | 4,1 |
| Rechnungsabgrenzungsposten | 162 | 0,1 | 0,202 | 0,2 |
| 17,889 | 14,2 | 15,148 | 12,0 | |
| Betriebs kapital | 126,088 | 100,0 | 125,897 | 100,0 |
Die Bilanzsumme hatte sich im Berichtsjahr von 125,897 Mio. € auf 126,088 Mio. € geringfügig erhöht
Die Eigenkapitalquote lag bei rd. 28 % (unter Einbeziehung des Sonderpostens anteil zu 70%).
Die Deckung des Anlagevermögens durch lang- und mittelfristiges gebundenes 152,0 % ( i. Vj. 155,7 % ).

Das Eigenkapital bestand unverändert zum Vorjahr.
In den Rückstellungen waren im Berichtsjahr wie in den Vorjahren Rückstellungen für Restrukturierungsmaßnahmen und Altersteilzeit enthalten.
Die kurzfristigen Schulden erhöhten sich um 2,741 Mio. € auf 17,889 Mio. €. Sie lagen damit bei 14,2 % der Bilanzsumme.
2.3. Finanzlage
Einen detaillierten Einblick in die Finanzlage gibt die Kapitalflussrechnung in Anlehnung an die Richtlinie 2 des Deutschen Rechnungslegungs-Standards Comitee (DRSC).
| 2011 | 2010 | |
|---|---|---|
| T€ | T€ | |
| --- | --- | --- |
| Jahresfehlbetrag vor Verlustübernahme | -42.572 | -42,737 |
| Abschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögen | 7.884 | 8.388 |
| Veränderung der Rückstellungen, | 2.548 | -1.442 |
| Sonstige zahlungsunwirksame Erträge/ Aufwendungen | -201 | -191 |
| Verlust/Gewinn als Abgang von Sachanlagevermögen | -391 | -527 |
| Zunahme (i. Vj. Abnahme) der Vorräte, der Forderungen als Lieferungen und Leistungen sowie anderer Aktiva | -2.434 | 934 |
| Zunahme der Verbindlichkeiten aus Lieferung und Leistungen sowie anderer Passiva | 63 | 1.063 |
| Cash Flow aus laufender Geschäftstätigkeit | -35.103 | -34.512 |
| Auszahlung für immaterielle Vermögensgegenst. | -2 | -13 |
| Einzahlungen aus Abgängen Sachanlagen | 676 | 539 |
| Auszahlungen Investitionen Sachanl. vor Zuschussverr. | -4.508 | -4.844 |
| Einzahlungen als Abgängen Finanzanlagen | 46 | 10 |
| Auszahlungen für Finanzanlagen | -763 | -34 |
| Einzahlungen aus erhaltenen Investitionszuschüssen | 632 | 633 |
| Cash Flow aus Finanzierungstätigkeit | -3.919 | -3.709 |
| Einzahlungen durch DW auf Grad Verlustübernahme | 40.872 | 41.904 |
| Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen | 0 | 0 |
| Veränderung Kassenkredite zw. Konzernunternehmen | 929 | -1.366 |
| Auszahlungen a. Tilgung v. Krediten u. RZVK-Darlehen | -2.380 | -2.325 |
| Cash Flow aus Finanzierungstätigkeit | 39.421 | 38.213 |
| Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelfonds | 399 | -8 |
| Zuzüglich Finanzmittelfonds aus Anfang der Periode | 452 | 441 |
| Zuzüglich durch Verschmelzung von der VSD übernommener Finanzmittlelfonds an Periodenende | 0 | 19 |
| Finanzmittelfonds am Periodenende | 851 | 452 |
Der Finanzmittelfonds setzte sich aus dem Kassenbestand und den Guthaben bei den Kreditinstituten zusammen.
Die Finanzierung der Investitionen des abgelaufenen Geschäftsjahres erfolgte durch Eigenmittel- und Abschreibungen und die Verlustübernahme durch die DVV.
Cash und Liquiditätsmanagement:
Zwischen der Duisburger Verkehrsgesellschaft AG und der Duisburger Versorgungs- und Verkehrsgesellschaft mbH besteht eine Cash-Pooling Vereinbarung. Die Duisburger Verkehrsgesellschaft AG führt Zahlungsmittelüberschüsse an die Duisburger Versorgungs- und Verkehrsgesellschaft mbH ab. Auf der Gegenseite stellt die Duisburger Versorgungs- und Verkehrsgesellschaft mbH der Duisburger Verkehrsgesellschaft AG liquide Mittel zwecks Regulierung ihrer kurzfristigen finanziellen Verpflichtungen zur Verfügung. Die Zahlungsmittel werden zwischen den Gesellschaften marktüblich verzinst.
Finanzierungsmanagement:
Langfristige Finanzierungen nahm die Duisburger Verkehrsgesellschaft AG in eigenem Namen auf.
Management von Marktpreisrisiken:
Das Management von Marktpreisrisiken begrenzt die möglichen Schwankungen bei Zinssätzen und Commodities Die dabei eingesetzten Absicherungsgeschäfte (Termin- und Optionsgeschäfte, Swaps, Caps, etc.) werden stets mit Bezug zum Grundgeschäft abgeschlossen und weisen einen hohen Sicherheitszusammenhang auf. Für die entsprechenden Grund- und Absicherungsgeschäfte wurden i. d. R. Bewertungseinheiten gebildet, aus denen kein Verlust zu erwarten ist Die Anwendung von Absicherungsgeschäften wird durch Richtlinien im DW-Konzern reglementiert.
Alle Geschäfte sind im Geschäftsjahr ausgelaufen. Neue wurden nicht abgeschlossen.
Unter den derzeitigen Rahmenbedingungen lässt sich keine negative Veränderung der Liquiditätssituation erkennen, so dass die Fähigkeit zur Erfüllung der Zahlungsverpflichtungen jederzeit vorhanden ist.
3. Risikobericht
Für die Duisburger Verkehrsgesellschaft AG (DVG) bildet das Risikomanagement einen Baustein des Managementsystems, der dazu beiträgt, das Unternehmen angemessen auf mögliche zukünftige Planabweichungen vorzubereiten. Als Risiken werden alle Abweichungen definiert, die das Unternehmen daran hindern, die strategischen und/oder wirtschaftlichen Ziele zu erreichen und deren Auswirkungen nicht vollständig im Wirtschafts- oder Mittelfristplan berücksichtigt sind.
Risikomanagementsystem
Grundlage des Risikomanagements bildet die „Geschäftsordnung für das Risikomanagement des DVV-Konzerns" (GORM). Sie regelt in Grundzügen die Aufbauorganisation des Risikomanagements und wird in Kürze vom Risikomanagementhandbuch abgelöst, das die Aufbauorganisation detailliert und die Ablauforganisation konkretisiert.
Im Rahmen des Risikomanagementprozess der DVG übernehmen fünf Ebenen Verantwortung:
| • | Der Aufsichtsrat prüft auf Basis von § 107 Abs. 3 Satz 2 Aktiengesetz die Wirksamkeit des Risikomanagementsystems und die Risikolage des Unternehmens. |
| • | Der Vorstand trägt die Verantwortung für Risikolage und Risikomanagement der DVG. Zur Ausprägung der Verantwortung entwickelt er eine Risikostrategie. |
| • | Das Konzernrisikomanagement setzt die Risikostrategie des Vorstands für die DVG um, insbesondere durch Steuerung und Koordination des unternehmensweiten Risikomanagementprozesses. |
| • | Der Leiter einer Stabs-/Hauptabteilung der DVG trägt als Risikoverantwortlicher für die Risiken seines Organisationsbereichs die Verantwortung. |
| • | Der dezentrale Risikomanager unterstützt den Risikoverantwortlichen bei der Umsetzung des geschäftsfeldspezifischen Risikomanagements. |
Auf Basis dieser Rollenverteilung wurden die Risiken der DVG quartalsweise aktualisiert Gegenstand der Aktualisierung bildete die Prüfung des Risikokatalogs auf Vollständigkeit sowie die Höhe der Risikobewertung der identifizierten Risiken. Über das Ergebnis berichtete der DVG-Vorstand dem Aufsichtsrat.
Der Risikomanagementprozess (Identifikation - Analyse - Bewertung - Steuerung - Kommunikation) wird mit Hilfe des Risikomanagement-Informationssystems „Risk2Chance" gesteuert und umgesetzt Durch die lückenlose Dokumentation der Entwicklung der Risikolage wurden die Anforderungen an die Rechnungslegung in Bezug auf die Nachvollziehbarkeit und Unveränderbarkeit der Risikobewertung durch die DVG erfüllt.
In 2012 ist vorgesehen, das Risikomanagementsystem von DVG sowie EVAG, MVG und Via zu harmonisieren. Ziel ist eine Via-weit standardisierte Erfassung der Risiken sowie eine abgestimmte Kommunikation zwischen den zentralen Risikomanagern der Unternehmen auf der einen mit den Risikoverantwortlichen auf der anderen Seite. Damit können die Risiken der Verkehrsgesellschaften im Rahmen der Kooperation erfolgreicher gesteuert werden.
Auswirkungen von Entwicklungen des Marktes und politisch-/rechtlicher Rahmenbedingungen auf die DVG
Die Anforderungen des Marktes für Nahverkehrsleistungen in Duisburg zu erfüllen, stellt die Hauptaufgabe der Duisburger Verkehrsgesellschaft AG dar. Um Mobilität in Duisburg zu gewährleisten, erbringt die DVG Verkehrsleistungen mit Kraftomnibussen und Schienenfahrzeugen. Eine hohe Nachfrage nach Nahverkehrsleistungen kann dazu beitragen, die Wirtschaftlichkeit der DVG zu fördern. Ein Verkehrsangebot, das den Bedürfnissen der Fahrgäste nicht in ausreichendem Maße gerecht wird, stelltfür die DVG ein großes Risiko dar.
Ein wesentlicher Faktor stellt der Fahrplan mit den Hauptbestandteilen Linienführung und Abfahrtszeiten dar. Er ist zum einen historisch gewachsen, muss sich aber auch auf zukünftige Entwicklungen einstellen. Um die Stadtentwicklung in Duisburg frühzeitig in die Gestaltung des Verkehrsangebots einfließen zu lassen - und damit das Risiko eines Einnahmenrückgangs durch Fahrgastabwanderung zu reduzieren -, stimmt sich die DVG intensiv mit der Stadt Duisburg ab. Zusammen wird derzeit die Grundsatzplanung für die DVG erarbeitet Ziel ist die langfristige Anpassung des Verkehrsangebots (Zielhorizont 2027).
Zur Sicherung der aktuellen Qualität des Verkehrsangebots führte die Duisburger Verkehrsgesellschaft AG ein Qualitätsmanagementsystem ein. Stand in der jüngeren Vergangenheit die Sicherung der Qualität bei gleichzeitiger Kostensenkung im Mittelpunkt, so strebt die DVG nun an, im Rahmen von Via ein Qualitätsmanagement in enger Abstimmung mit dem Aufgabenträger und den Beschlüssen in den VRR-Gremien zur Qualitätssicherung zu etablieren.
Zur Erbringung der Verkehrsleistungen mit Kraftomnibussen benötigt die DVG Dieselkraftstoff. Im Rahmen der Wirtschafts- und Mittelfristplanung ist zwar die derzeit absehbare Preisentwicklung berücksichtigt Bei der Volatilität des Ölpreises kann es jedoch zu einer überplanmäßigen Steigerung des Dieselpreises kommen. Diesem Risiko begegnet die DVG mit dem Abschluss von Festpreisverträgen und Warentermingeschäften. Der verstärkte Einsatz von Hybrid-Bussen - der derzeit getestet wird - könnte langfristig zu einer Reduzierung der Abhängigkeit von Diesel als Kraftstoff und der damit verbundenen Abhängigkeit von der Ölpreisentwicklung führen. Das Ergebnis des Testeinsatzes muss jedoch zunächst abgewartet werden.
Die politisch-/rechtlichen Rahmenbedingungen prägen die Entwicklung der DVG entscheidend mit. Existenzgrundlage bildet die Betrauung der DVG mit der Erbringung der Verkehrsleistung durch den Aufgabenträger (Stadt Duisburg). Die Stadt hat mit der Direktvergabe der Verkehrsleistung bis 2019, die abgestimmt mit den Via-Kooperationspartnern EVAG und MVG erfolgte, der DVG eine langfristige Perspektive eröffnet Die Ausschreibung von Linien stellt somit zum gegenwärtigen Zeitpunkt kaum ein Risiko dar.
Das aktuelle Urteils des Bundesgerichtshofs zum Verkehrsvertrag des VRR mit der Deutschen Bahn AG hat keine Auswirkung auf die aktuelle Vergabepraxis im ÖPNV. 2011 wurden wichtige Rahmenbedingungen für die Erbringung von Verkehrsleistungen in das Gesetzgebungsverfahren eingebracht:
Mit der Änderung des Personenbeförderungsgesetzes (PBefG) wird das bisherige Personenbeforderungsrecht an die novellierte Marktzugangsverordnung EU-VO 1370/2007 angepasst Die Bundesregierung hat Anfang 2012 einen überarbeiteten Gesetzentwurf vorgelegt. Die DVG wirkt über die Verbände an der Reform mit.
Der Landtag hat in seiner Dezembersitzung das Tariftreue- und Vergabegesetz NRW beschlossen. Öffentliche Aufträge dürfen künftig nur noch an Firmen vergeben werden, die ihren Beschäftigten einen einschlägigen, repräsentativen und mit einer tariffähigen Gewerkschaft vereinbarten Tariflohn zahlen. Inhaltlich fehlt aktuell noch die Anwendungsverordnung hinsichtlich des zu verwendenden Tarifvertrages, was zu einer Unsicherheit hinsichtlich des finanziellen Ausmaßes des TVgG führt Darüber hinaus sollen bei der Vergabe ökologische und soziale Kriterien berücksichtigt werden. Durch das Gesetz werden für die DVG erhebliche Mehrkosten verursacht Zum einen erhöhen sich die Kosten der Fremdvergabe, wenn der anzuwendende Tariflohn für private Dienstleister sich praktisch als eine Tariferhöhung darstellen sollte. Zum anderen erhöht sich der administrative Aufwand einer Auftragsvergabe, da sowohl die erhöhten gesetzlichen Anforderungen berücksichtigt als auch deren Einhaltung bei den Auftragnehmern verstärkt überprüft werden müssen.
Finanzrisiken
Zur Finanzierung von Investitionen benötigt die Duisburger Verkehrsgesellschaft AG Zuwendungen, hauptsächlich basierend auf dem ÖPNVG des Landes Nordrhein-Westfalen sowie auf dem GVFG bzw. Entflechtungsgesetz. Der Stadt Duisburg kommt als Eigentümerin der Stadtbahn-Infrastruktur die Verantwortung zu, die Finanzierbarkeit der Erneuerung zu sichern.
Eine der größten geplanten gemeinsamen Investitionen von Stadt und DVG stellen die Beschleunigungsmaßnahmen der Straßenbahnlinien 901 und 903 dar. Hierzu zählt insbesondere der Ausbau des OB-Karl-Lehr-Brückenzuges. Zur Sicherung der Gesamtfinanzierung des Projekts erfolgt eine enge Abstimmung zwischen der DVG und der Stadt Duisburg, vor allem beim Zuwendungsmanagement.
Wie bereits aus der Presse zu entnehmen war, wurde der Stadt Duisburg am 09.12.2011 der Zuwendungsbescheid Nr. 1 für den 1. Bauabschnitt zugeteilt Grundlage für diesen Zuwendungsbescheid war die Erstellung bzw. Einreichung der Finanzierungsanträge für den Individualverkehr für den 1. und 2. Bauabschnitt einschließlich der Brückenbauwerke.
Sowohl der Finanzierungsantrag für den 1. Bauabschnitt als auch der Finanzierungsantrag für den 2. Bauabschnitt wurde fristgerecht gemäß den Vorgaben bei der Bezirksregierung Düsseldorf eingereicht.
Parallel hierzu hat die DVG ihren Finanzierungsantrag für den öffentlichen Verkehr (2. Änderungsantrag) bei der Bewilligungsbehörde VRR eingereicht Er umfasst die Betriebsanlagen einschließlich der anteiligen Brückenbaukosten für den besonderen Bahnkörper.
Mit Erteilung des Zuwendungsbescheides für die Stadt Duisburg für den 1. Bauabschnitt sowie mit Einreichung der Finanzierungsanträge (für den öffentlichen und den Individualverkehr) für den 2. Bauabschnitt, ist aus DVG Sicht ein wesentlicher Schritt zur Sicherstellung der Gesamtfinanzierung der Gesamtmaßnahme erzielt worden. Die DVG und die Stadt Duisburg erwarten für das 1. Halbjahr 2012 eine Bewilligung für den 2. Bauabschnitt.
Auf Grund des fortgeschrittenen Alters der Zugsicherungstechnik entsteht hier ein Ausfallrisiko. Durch einen Ausfall der Zugsicherungstechnik käme der gesamte Straßenbahnverkehr in Duisburg zum Erliegen. Neben den Kosten für die technische Instandsetzung oder Erneuerung wären die Kosten für die Bereitstellung von Schienenersatzverkehr zu tragen. Zur Vermeidung dieses Risikos bereitet die DVG Maßnahmen vor, die die Instandhaltbarkeit des Zugsicherungssystems bis zum Jahr 2024 sichern.
Die Planungen für die Ablösung des Zugsicherungssystems sehen die Ausschreibung der notwendigen Maßnahmen im Jahr 2013 vor, nur so kann sichergestellt werden, dass die Ablösung des Altsystems bis zum Jahr 2024 abgeschlossen wird.
Der überwiegende Anteil der Kosten ist durch die Stadt Duisburg als Eigentümerin der Stadt bahnanlagen zu tragen.
4. Derivate Finanzinstrumente
Die Duisburger Verkehrsgesellschaft verfolgt eine konservative Risikopolitik mit einer geringen Risikobereitschaft So werden Marktpreisrisiken aktiv gemanagt und eine hohe Planungssicherheit angestrebt Das Management von Marktpreisrisiken begrenzt die Auswirkungen von Kursschwankungen im Zins- und Commodity-Bereich.
Für die Duisburger Verkehrsgesellschaft wurden Marktpreisrisiken für Dieselkraftstoff im Busbetrieb identifiziert Um im Einklang mit eingeleiteten Rationalisierungsmaßnahmen eine verbesserte Kalkulationsgrundlage zu erreichen, wird darauf abgezielt Preisschwankungen der Rohstoffmärkte durch den selektiven Abschluss von Absicherungsgeschäften für Dieselkraftstoff abzumildern.
Auf Grund der in Vorjahren abgeschlossenen Geschäfte für die Jahre 2009 - 2011 wurden im Jahr 2011 keine neuen Absicherungsgeschäfte abgeschlossen. Die bestehenden Preissicherungen sind zum Ende 2011 ausgelaufen. Für den künftigen Kraftstoffbedarf, auch im Hinblick auf die fortschreitende Kooperation im Rahmen der Via, erfolgt eine Neuausrichtung der Absicherungsstrategie.
Die Absicherung erfolgte über ein handelbares Dieselkraftstoff-Äquivalent, welches eine hohe Korrelation zum tatsächlichen Beschaffungspreis aufweist. Den mit der Absicherung einhergehenden Festpreisrisiken durch fallende Rohstoffpreise wurde entgegengewirkt, in dem für die entsprechenden Planungsjahre ausschließlich Teilbedarfe abgesichert wurden.
Die eingesetzten Absicherungsgeschäfte (Termin- und Optionsgeschäfte, Swaps, Caps, etc.) werden stets mit Bezug zum erwarteten Kraftstoffverbrauch abgeschlossen und weisen einen hohen Sicherheitszusammenhang auf. Die Anwendung von Hedge-Beziehungen wird durch Richtlinien im DW-Konzern reglementiert und setzt eine hohe Eintrittswahrscheinlichkeit des Grundgeschäfts voraus.
5. Nachtragsbericht
Die nach Abschluss des Geschäftsjahres aufgetretenen Vorgänge von besonderer Bedeutung werden unter 6. Ausblick dargestellt.
6. Ausblick
Wirtschaftliche Situation und Kooperation Via
Die Duisburger Verkehrsgesellschaft AG ist der führende Mobilitätsanbieter in Duisburg mit eigener ÖPNV-Infrastruktur. Sie ist als Organgesellschaft im kommunalen Querverbund voll integriert in die Strukturen des DVV-Konzerns. Die DVG ist Inhaber der Linienkonzessionen, ist der Vertragspartner der Kunden und stellt den Betriebsleiter.
Im Jahr 2011 haben sich die Leistungsbeziehungen innerhalb des DVV-Konzerngeschäftsfeldes Mobilität, das im Wesentlichen durch die Duisburger Verkehrsgesellschaft AG (DVG) und deren Tochtergesellschaft aus dem Kooperationsprojekt Via, der Via Verkehrsgesellschaft mbH (Via) geprägt ist und an der die DVG einen Gesellschaftsanteil von 34% hält, grundlegend verändert.
Seit dem 01.11.2011 werden die Vertrags- und Leistungsbeziehungen zwischen der DVG und Via als Verkehrsdienstleister operativ umgesetzt Via erbringt ab diesem Zeitpunkt sämtliche operative Tätigkeiten für den Betrieb der Verkehrsunternehmen EVAG, MVG und DVG im Rahmen mehrerer Verträge. Jedoch behalten die Verkehrsunternehmen EVAG, MVG und DVG die Letztentscheidungsbefugnis.
Im Entwicklungsprozess der Kooperationsgesellschaft Via sollen im weiteren Verlauf mit Priorität die Kerngeschäftsfelder (Fahrbetrieb, Technik, Verkehrsmanagement, Kundenmanagement) in die Via-Strukturen funktionsfähig integriert werden. Außerdem sind die Shared-Service-Bereiche unter den gegebenen Rahmenbedingungen der unterschiedlichen Konzemvorgaben von EVV, DVV und BHM funktionsfähig aufzustellen, d.h. Prozesse sind klar zu identifizieren, strukturieren und Schwachstellen zu beseitigen.
Die Via-Kooperation ermöglicht es durch Größen- und andere Kooperationseffekte, die durch die Eigentümerin Stadt Duisburg verlangte weitere wirtschaftliche Verbesserung zu erbringen (zusammen für DVG, EVAG und MVG: 10 Mio. Euro in zehn Jahren). Dadurch wird auch eine Konsolidierung und Stabilisierung des Wirtschaftsergebnisses der DVG angestrebt Darüber hinaus ermöglicht das Zusammengehen die Aufrechterhaltung und in manchen Bereichen, trotz enger finanzieller Grenzen, sogar die Verbesserung von Angebots- und Leistungsqualität.
Für das Geschäftsjahr 2012 plant die DVG mit einer Gesamtleistung in Höhe von 95,225 Mio. € und einem Fehlbetrag von 41,570 Mio. €. Die Gesamtleistung steigt dabei gegenüber dem Berichtsjahr deutlich an, da sich in 2012 die Verrechnungen mit Via erstmals ganzjährig auswirken werden. Im Geschäftsjahr 2013 sind annähernd eine Gesamtleistung und ein Fehlbetrag auf Vorjahresniveau geplant.
Der DVG-Wirtschaftsplan für das Geschäftsjahr 2012 als auch die Mittelfristplanung 2013-2016 enthalten im Spannungsfeld der angespannten Haushaltslage der Stadt Duisburg einerseits sowie der DVV-Konzernvorgaben andererseits ambitionierte Zielvorgaben. Risiken, die aus Gesetzesänderungen oder sonstigen sich verändernden Rahmenbedingungen von außen entstehen, können sich negativ auf die Zielerreichung auswirken. Eine umfangreiche Baumaßnahme der DVG aus Zeitraum 1999 bis 2008, welche mit einem Aufwand von rund 13 Mio. € (davon mit ca. 11 Mio. € Fördermitteln) durchgeführt wurde, ist im Jahr 2011 vom Landesrechnungshof geprüft worden. Die Risiken (z. B. Rückforderungen von Fördermitteln), die für die DVG aus der Prüfung resultieren könnten, sind mit Hinweis auf das noch laufende Verfahren zurzeit nur schwer bewertbar. Zudem werden Infrastrukturinvestitionen, sofern sie keine Innovation darstellen, nach dem ÖPNVG als reine Ersatzinvestitionen nach wie vor nicht als förderfähig eingestuft Es ist auch in 2012 daran zu arbeiten, neue öffentliche Förderungsmöglichkeiten zu erschließen. Hierzu ist eine enge Zusammenarbeit aller beteiligten Gremien (Aufgabenträgern, Verkehrsunternehmen, Mitbestimmung, politischen Gremien auf kommunaler, Landes- und Bundesebene und Verbänden usw.) erforderlich.
DVG Grundsatzplanung
Sowohl soziodemografische als auch stadtstrukturelle Entwicklungen müssen in der Planung des ÖPNV-Angebotes Berücksichtigung finden, um wichtige strategische Investitionsentscheidungen in die Duisburger Infrastruktur des Öffentlichen Personennahverkehrs treffen zu können. Die Stadt Duisburg hat u. a. mit dem Masterplan Innenstadt, einem dazugehörigen Innenstadtverkehrskonzept sowie einem Entwurf "Strategie für Wohnen und Arbeiten bis 2027" einen Rahmen gesetzt, der auch entsprechend bei der Überarbeitung des aktuellen Nahverkehrsplanes verankert werden soll.
Mit den Beteiligten innerhalb der Stadt Duisburg und einem externen Gutachter wird eine ÖV-Entwicklungsstrategie bis 2027 in einem vierstufigen Konzept erarbeitet.
| 1. | Darstellung der Entwicklung der maßgebenden verkehrlichen Rahmenbedingungen und deren Auswirkung auf den ÖPNV in Duisburg |
| 2. | Erarbeitung eines Zielkonzeptes sowie eines Entwicklungskonzeptes DVG mit mittel- und langfristigen Maßnahmenvorschlägen |
| 3. | Kurzfristig umzusetzende Maßnahmen bei der DVG |
| 4. | Verkehrliche Bewertung des Entwicklungskonzeptes DVG (optional) |
Die Ergebnisse des Projektes werden im Jahr 2012 vorgestellt.
Kundenzufriedenheit / Qualität
In den Jahren 2008 und 2009 wurden Kundenzufriedenheitsmessungen durchgeführt, um den Status vor und nach Beginn der Qualitätsoffensive bzw. Einführung des neuen Betriebskonzeptes zu erfassen. Danach sind regelmäßige Messungen im 2-Jahres-Rhythmus vorgesehen, so dass im Mai 2011 eine erneute repräsentative Befragung durchgeführt wurde. Im Ergebnis ist eine leichte Verbesserung bzw. Stabilisierung der Globalzufriedenheit mit den Leistungen der DVG festzustellen. Die DVG hebt sich somit vom insgesamt negativen Trend des bundesweiten ÖPNV-Kundenbarometer 2011, welches jährlich vom Meinungsforschungsinstitut TNS infratest im Auftrag des VDV durchgeführt wird, positiv ab.
Für die DVG sind die Befragungsergebnisse Hinweis und Ansporn, die Maßnahmen und Investitionen in Qualität, Sicherheit, Sauberkeit, Pünktlichkeit, Kundeninformation und Service konsequent weiter fortzusetzen und zu intensivieren.
Die Haltestellen und U-Bahnstationen der DVG werden bereits durch mehrere hundert Videokameras überwacht In den folgenden Jahren werden zusätzlich auch die Fahrzeuge mit einer Videoschutzausrüstung versehen. Die DVG wird ihre Null-Toleranz-Kampagne (u. a. Sicherheit, Sauberkeit, Ordnung), deren Start in 2011 bundesweite Beachtung fand, weiterführen. Es ist zudem vorgesehen, die digitalen Informationsanzeiger an den Haltestellen kontinuierlich auszubauen. Damit sollen die Fahrgäste noch besser mit Informationen, z. B. im Falle von Störungen, versorgt werden.
Neue Vertriebswege und Abrechnungssysteme im ÖPNV
Als eines der ersten Verkehrsunternehmen in Deutschland hat die DVG das ElektronischeKontroll-System (EKS) im Jahr 2010 eingesetzt Mit Hilfe spezieller Lesegeräte kann bereits beim Einstieg der Fahrgäste die Gültigkeit der Tickets festgestellt werden. Nicht nur bei der Kontrolle von Tickets setzt die DVG auf modernste Technologie. Die DVG setzt beispielsweise mit dem OnlineTicket und HandyTicket mit Anwendungen für die gängigen Mobiltelefone und Smartphones (iPhone, Android, Blackberry) auf neue Vertriebswege und Kundenwünsche. Die Kunden der DVG können alle VRR-Tickets in den Preisstufen A bis D mobil oder im Internet erwerben. In den Bereichen Internetverkauf und Handyticket konnten im Jahr 2011 im Vergleich zum Vorjahr deutliche, zweistellige Einnahmezuwächse erzielt werden. Dieser Vertriebsweg wird mit zunehmender Durchdringung von Smartphones weiter an Bedeutung zunehmen.
In Zukunft wird die automatisierte Fahrpreisfindung (und automatische Fahrpreisberechnung) durch Nutzung von e-tickets im ÖPNV eine große Rolle spielen. Bei jeder Fahrt muss erfasst werden, wo der Kunde ein- und aussteigt. Der Fahrpreis wird dann automatisch berechnet Dafür stehen zwei unterschiedliche technische Varianten zur Verfügung. Bei dem Check-in / Check-out Verfahren melden sich die Kunden beim Einsteigen mit ihrer Karte am gekennzeichneten e-Ticket Terminal an (Check-in) und beim Aussteigen wieder ab (Check-out). Die Variante ,,automatische Ticketerfassung" bietet den Kunden maximalen Komfort bei minimalem Aufwand. Das System erfasst automatisch, wo der Kunde ein- und aussteigt Lediglich eine geeignete e-Ticket-Karte ist mitzuführen. Die berührungslose Erfassung der Daten über Funk ist technisch sehr anspruchsvoll. Die DVG wird sich aktiv an diesem Entwicklungsprozess beteiligen und die Nutzbarkeit der Anwendungen in Duisburg bzw. im Via-Bedienungsgebiet prüfen.
Duisburg den 28. März 2012
Duisburger Verkehrsgesellschaft AG
Wittig
Dr. Zierold
Wandelenus
Bilanz
Aktiva
| Anhang Nr. | 31.12.2011 | 31.12.2010 | |
|---|---|---|---|
| € | € | ||
| --- | --- | --- | --- |
| A. Anlagevermögen | 1 | ||
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände | |||
| 1. Entgeltlicherworbene Konzessionen, gezerbliche Schutzrechte und ähnliche Redete und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten | 26.670,00 | 270.244,00 | |
| 26.670,00 | 270.244,00 | ||
| II. Sachanlagen | |||
| 1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Baten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken | 13.125.273,90 | 11.962.291,50 | |
| 2. Umspannungs- und Umformungsanlagen | 800.827,00 | 904.658,00 | |
| 3. Gleisanlagen, Streckenausrüstung und Sicherungsanlagen | 34.498.421,00 | 33.554.975,00 | |
| 4. Fahrzeuge für Personenverkehr | 12.528.890,00 | 15.933.493,00 | |
| 5. Maschinen und maschinelle Anlagen | 297.846,00 | 373.666,00 | |
| 6. Betriebs- und Geschäftsausstattung | 1.609.100,00 | 2.388.563,00 | |
| 7. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | 2.536.079,63 | 5.448.397,74 | |
| 65.396.437,53 | 70.226.044,24 | ||
| III. Finanzanlagen | |||
| 1. Anteile an verbundenen Unternehmen | 25.564,59 | 25.564,59 | |
| 2. Beteiligungen | 2 | 5.201.491,50 | 46.383,51 |
| 3. Sonstige Ausleihungen | 514.787,78 | 560.848,49 | |
| 4. Sonstige Finanzanlagen | 150,00 | 0,00 | |
| 5.741.993,87 | 632.796,59 | ||
| 71.165.101,40 | 71.129.084,83 | ||
| B. Umlaufvermögen | |||
| I. Vorräte | |||
| 1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe | 3 | 232.748,67 | 2.281.152,84 |
| II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände | 4 | ||
| 1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 1.977.047,24 | 2.270.513,07 | |
| 2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen | 46.738.770,85 | 45.428.821,63 | |
| 3. Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht | 1.002.580,44 | 0,00 | |
| 4. Sonstige Vermögensgegenstände | 1.208.412,05 | 823.994,29 | |
| 50.926.810,58 | 48.523.328,99 | ||
| III. Wertpapiere | |||
| 1. Sonstige Wertpapiere | 0,51 | 0,51 | |
| IV. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten | 850.604,91 | 452.210,78 | |
| 52.010.164:67 | 51.256.693,12 | ||
| C. Rechnungsabgrenzungsposten | 5 | 2.912.483,38 | 3.511.157,82 |
| 126.087.749,45 | 125.896.935,77 | ||
| Passiva | |||
| Anhang Nr. | 31.12.2011 | 31.12.2010 | |
| € | € | ||
| A. Eigenkapital | |||
| I. Gezeichnetes Kapital | 6 | 7.158.086,34 | 7.158.086,34 |
| II. Kapitalrücklage | 7 | 26.900.000,00 | 26.900.000,00 |
| III. Gewinnrücklagen | |||
| 1. Gesetzliche Rücklage | 715.808,63 | 715.808,63 | |
| 2. Andere Gewinnrücklagen | 690.769,06 | 690.769,06 | |
| 1.406.577,69 | 1.406.577,69 | ||
| 35.464.664,03 | 35.464.664,03 | ||
| B. Sonderposten mit Rücklageanteil | 8 | 1.643.182,75 | 1.643.182,75 |
| C. Rückstellungen | |||
| 1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen | 4.815.787,00 | 4.931.844,00 | |
| 2. Sonstige Rückstellungen | 9 | 30.087.026,91 | 27.423.535,14 |
| 34.902.813,91 | 32.355.379,14 | ||
| D. Verbindlichkeiten | 10 | ||
| 1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 36.434.907,62 | 38.520.389,22 | |
| 2. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen | 0,00 | 720.000,01 | |
| 3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 1.366.388,58 | 2.235.059,96 | |
| 4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen | 1.618.862,33 | 1.258.162,79 | |
| 5. Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht | 0,00 | 25.228,00 | |
| 6. Sonstige Verbindlichkeiten | 14.494.913,80 | 13.473.054,25 | |
| 53.915.072,33 | 56.231,89423 | ||
| E. Rechnungsabgrenzungsposten | 162.016,43 | 201.815,62 | |
| 126.087.749,45 | 125.896.935,77 |
Gewinn- und Verlustrechnung
| Anhang Nr. | 2011 | 2010 | |
|---|---|---|---|
| € | € | ||
| --- | --- | --- | --- |
| 1. Umsatzerlöse | 11 | 48.002.252,85 | 45.975.162,84 |
| 2. Andere aktivierte Eigenleistungen | 52.118,44 | 137.129,25 | |
| 3. Sonstige betriebliche Erträge | 12 | 17.471.331,46 | 12.899.423,41 |
| 4. Materialaufwand | 13 | ||
| a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren | -8.137.046,13 | -9.201.479,06 | |
| b) Aufwendungen für bezogene Leistungen | -30.517.184,61 | -20.814.039,48 | |
| -38.654.230,74 | -30.015.518,54 | ||
| 5. Personalaufwand | 14 | ||
| a) Löhne und Gehälter | -28.511.434,23 | -27.953.400,37 | |
| b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung | -11.158.876,47 | -12.419.676,22 | |
| -39.670.310,70 | -40.373.076,59 | ||
| 6. Abschreibungen ad immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen | -7.883.746,07 | -8.387.704,60 | |
| 7. Sonstige betriebliche Aufwendungen | 15 | -21.126.789,71 | -20.244.794,81 |
| 8. Erträge aus Beteiligungen | 16.000,00 | 17.462,39 | |
| 9. Erträge aus Ausleihungen des Finanzanlagevermögens | 32.004,25 | 29.166,24 | |
| 10. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge | 16 | 1.421.460,66 | 909.035,11 |
| 11. Abschreibungen ad Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens | -1.934,59 | -8.974,89 | |
| 12. Aufwendungen aus Verlustübernahme | -1.996,64 | 0,00 | |
| 13. Zinsen und ähnliche Aufwendungen | 16 | -2.790.676,30 | -3.173.586,22 |
| 14. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit | -43.134.517,09 | -42.236.276,41 | |
| 15. Außerordentliche Erträge | 17 | 635.654,61 | 331.060,32 |
| 16. Außerordentliche Aufwendungen | 17 | 0,00 | -764.245,00 |
| 17. Außerordentliches Ergebnis | 635.654,61 | -433.184,68 | |
| 18. Sonstige Steuern | -73.372,08 | -67.238,92 | |
| 19. Erträge aus Verlustübernahme | 42.572.234,56 | 42.736.700,01 | |
| 20. Jahresüberschuss | 0,00 | 0,00 |
Anhang für das Geschäftsjahr 2011
Allgemeine Angaben
Der Jahresabschluss der Duisburger Verkehrsgesellschaft AG wird nach den maßgeblichen Vorschriften des Handelsgesetzbuches und den ergänzenden Bestimmungen des Aktiengesetzes sowie nach der Verordnung über die Gliederung des Jahresabschlusses von Verkehrsunternehmen aufgestellt.
Aufgrund des Inkrafttretens der Verträge zur Übertragung der operativen Nahverkehrsdienstleistungen von der DVG an die Via Verkehrsgesellschaft mbH (nachfolgend Via genannt) zum 01.08.2011 sind die Werte des Jahres 2011 nicht mit den Vorjahreswerten vergleichbar.
Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze
Die immateriellen Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten erfasst und – sofern zulässig – planmäßig abgeschrieben.
Die Sachanlagen werden zu Anschaffungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen nach der linearen Abschreibungsmethode bewertet.
Den Abschreibungen liegen grundsätzlich die amtlichen AfA-Tabellen vom Bundesministerium der Finanzen zugrunde. Die Gesellschaft behält sich vor eine kürzere oder längere Nutzungsdauer für einzelne Vermögensgegenstände zu wählen, sofern dies den Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung (GoB) und dem tatsächlichen Wertverzehr entspricht Die Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten werden linear abgeschrieben. Geringwertige Vermögensgegenstände werden unter den Gesichtspunkten der Wesentlichkeit im Zugangsjahr in einem Sammelposten eingestellt und linear über 5 Jahre abgeschrieben.
Die Gesellschaft setzt erhaltene Investitionszuschüsse gemäß der Stellungnahme des Hauptfachausschusses des IDW 1/1984 i. d. F. 1990 von den Anschaffungs- oder Herstellungskosten des bezuschussten Vermögengensgegenstandes ab.
Die Anteile an verbundenen Unternehmen und Beteiligungsgesellschaften sind zu Anschaffungskosten bilanziert
Die sonstigen Ausleihungen, bei denen es sich um niedrig verzinsliche Dalehen handelt, sind mit dem Barwert ausgewiesen.
Die Vorräte sind zu Anschaffungskosten unter Beachtung des Niederstwertprinzipes bewertet.
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt Allen risikobehafteten Posten ist durch die Bildung von Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen.
Bei dem Sonderposten mit Rücklageanteil gemäß § 247 Abs. 3 und § 273 HGB a. F. handelt es sich um eine Reinvestitionsrücklage nach § 6 b Abs. 3 EStG, die die Übertragung von aufgedeckten stillen Reserven auf ein Ersatzwirtschaftsgut ermöglicht. Das Wahlrecht zur Beibehaltung nach Art 67 Abs. 3 EGHGB wurde wahrgenommen.
Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen sind nach der versicherungsmathematischen Projected-Unit-Credit-Methode (PUC-Methode) gebildet Als Rechnungszinsfuß werden 5,14% (i. Vj. 5,15%) und eine Leistungsdynamik von 2,00 % zu Grunde gelegt Die Sterbetafeln von Prof. Heubeck 2005 G wurden angewendet.
Die Gesellschaft hat Aufwandsrückstellungen auf Grund des Ansatzwahlrechtes nach § 249 Abs. 2 HGB a. F. passiviert und das Wahlrecht nach Art 67 Abs. 3 EGHGB wahrgenommen.
Mittelbare Pensionsverpflichtungen nach Art. 28 Abs. 1 Satz 2 EGHGB wurden nicht passiviert.
Die übrigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken sowie der Höhe nach noch nichtfeststehende Verbindlichkeiten.
Die Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.
Latente Steuern gemäß § 285 Nr. 29 HGB werden bei der DVG weder ausgewiesen noch erläutert, da die DVG Teil des ertragsteuerlichen Organkreises der Duisburger Versorgungs- und Verkehrsgesellschaft mbH (DVV) ist Entsprechende Erläuterungen zu den latenten Steuern erfolgen im Anhang der Duisburger Versorgungs- und Verkehrsgesellschaft mbH.
Erläuterungen zur Bilanz
1. Anlagevermögen
Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel dargestellt.
2. Beteiligungen
Die Erhöhung der Beteiligung um 5.155 T€ auf 5.201 T€ (i.Vj. 46 T€) resultiert aus der Sacheinlagenübertragung im Anlage- und Umlaufvermögensbereich in Höhe von 4.392 T€ und einer Ausgleichszahlung in Höhe von 763 T€ an die Via Verkehrsgesellschaft mbH.
3. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe
Durch die Übertragung des Zentrallagers auf die Via Verkehrsgesellschaft mbH zum 01.11.2011 verringert sich der Bestand im Wesentlichen um 2.048 T€ auf 233 T€ (i.Vj. 2.281 T€).
4. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
| 31.12.2011 | davon RLZ* > 1 Jahr | 31.12.2010 | davon RLZ* > 1 Jahr | |
|---|---|---|---|---|
| € | € | € | € | |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Forderungen aus Lieferrangen und Leistungen | 1.977.047,24 | 583.423,09 | 2.270.513,07 | 409.519,51 |
| Forderungen gegen verbundene Unternehmen | 46.738.770,85 | 0,00 | 45.428.821,63 | 0,00 |
| Forderungen gegen Beteiligungsunternehmen | 1.002.580,44 | 0,00 | 0,00 | 0,00 |
| Sonstige Vermögensgegenstände | 1.208.412,05 | 0,00 | 823.994,29 | 0,00 |
| 50.926.810,58 | 583.423,09 | 48.523.328,99 | 409.519,51 |
* RLZ= Restlaufzeit
Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen setzen sich im Wesentlichen aus der Abrechnung des Schwerbehindertenausgleichs in Höhe von 1.047 T€ und aus dem geleisteten Auftragsverkehr des Streckenabschnitts der Linie 901 in Höhe von 148 T€ zusammen. Hinzu kommen Forderungen aus dem Jahresabonnement mit 115 T€ und Forderungen aus der Einnahmeaufteilung VGN mit 93 T€.
Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen weisen im Wesentlichen Ansprüche aus der Verlustübernahme von 38.786 T€ und aus einem Kassenkredit i. H. v. 8.683 T€ gegen die Duisburger Versorgungs- und Verkehrsgesellschaft mbH aus. Dem stehen die Verrechnungen von gegenseitigen Lieferungen und Leistungen in Höhe von 1.122 T€ entgegen.
Die Forderungen gegen Beteiligungsunternehmen erhöhen sich durch die Spitzabrechnung der Via Verkehrsgesellschaft mbH aus der Linienbündelabrechnung in Höhe von 1.142 T€.
Die sonstigen Vermögensgegenstände betreffen überwiegend Forderungen aus Schadenersatzansprüchen in Höhe von 570 T€; aus dem Verkauf von Fahrausweisen der Verkaufsstellen von 275 T€ sowie aus dem Energiesteuererstathingsanspruch von 138 T€ und aus der Sterbegeldkasse von 58 T€.
5. Rechnungsabgrenzungsposten
Der Posten beinhaltet im Wesentlichen die Abgrenzung für eine Einmalzahlung an die Rheinische Zusatzversorgungskasse.
6. Gezeichnetes Kapital
Das gezeichnete Kapital ist voll eingezahlt und aufgeteilt in 14.000 Namensaktien im Nennwert von 1.000,00 DM (511,29 €) je Aktie. Die Duisburger Versorgungs- und Verkehrsgesellschaft mbH, mit der ein Beherrschungsvertrag mit Ergebnisabführungsvereinbarung besteht, ist mit 74,0 %, die Stadt Duisburg mit 25,8 %, der Kreis Wesel und die Stadt Dinslaken sind mit je 0,1 % am gezeichneten Kapital beteiligt.
7. Kapitalrücklage
Die eingestellte Kapitalrücklage in Höhe von 26,9 Mio. € bleibt unverändert.
8. Sonderposten mit Rücklageanteil
Der in 2008 gebildete Sonderposten mit Rücklageanteil nach § 6 b EStG bleibt mit 1.643 T€ bestehen.
9. Sonstige Rückstellungen
Die sonstigen Rückstellungen betreffen im Wesentlichen mit 15.562 T€ Verpflichtungen im Personalbereich einschl. Restrukturierung, mit 1.587 T€ aus dem Gleisrückbau und mit 3.949 T€ aus dem Ausgleich für Obersteiger/fremdgenutzter Fahrausweise. Hinzu kommen Rückstellungen für die Verpflichtungen aus der Erstattung von Fahrgeldausfällen aus unentgeltlicher Beförderung schwerbehinderter Menschen gemäß § 148 SGB IX in Höhe von 1.121 T€.
10. Verbindlichkeiten
| Gesamt | davon Restlaufzeit | Gesamt | davon RLZ* < 1 Jahr | ||
|---|---|---|---|---|---|
| 31.12.2011 | < 1 Jahr | > 5 Jahre | 31.12.2010 | ||
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| € | € | € | € | € | |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 36.434.907,62 | 1.939.397,04 | 25.817.290,50 | 38.520.389,22 | 2.163.749,41 |
| Erhaltene Anzahlungen auf Bestallungen | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 720.000,01 | 720.000,01 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 1.366.388,58 | 1.366.388,58 | 0,00 | 2.235.059,96 | 2.235.059,96 |
| Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen | 1.618.862,33 | 1.618.862,33 | 0,00 | 1.258.162,79 | 1.258.162,79 |
| Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 25.228,00 | 25.228,00 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 14.494.913,80 | 1.407.890,75 | 13.087.023,05 | 13.473.054,25 | 1.332.805,20 |
| davon aus Steuern | (264.319,96) | (264.319,96) | (0,00) | (299.409,41) | (299.409,41) |
| davon im Rahmen der sozialen Sicherheit | (15.802,14) | (15.802,14) | (0,00) | (17.274,47) | (17.274,47) |
| 53.915.072,33 | 6.332.538,70 | 38.904.313,55 | 56.231.894,23 | 7.735.005,37 |
* RLZ= Restlaufzeit
Von den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind 36.435 T€ durch Bürgschaften der Stadt Duisburg gesichert.
Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen enthalten überwiegend Liefer- und Leistungsverrechnungen.
Die sonstigen Verbindlichkeiten beinhalten u. a. lang- und mittelfristige Darlehen der Rheinischen Zusatzversorgungskasse von 4.431 T€ und Zuschüsse des Bundes und des Landes auf unfertige Anlagen mit 8.656 T€.
Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung
11. Umsatzerlöse
| 2011 | 2010 | |||
|---|---|---|---|---|
| € | % | € | % | |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Einnahmen aus VRR | 42.377.080,42 | 88,3 | 41.559.444,77 | 90,4 |
| Einnahmen aus VGN | 303.746,83 | 0,6 | 197.320,48 | 0,4 |
| Sonstige Einnahmen | 338.869,26 | 0,7 | 552.938,40 | 1,2 |
| Verkehrseinnahmen gesamt | 43.019.696,51 | 89,6 | 42.309.703,65 | 92,0 |
| Sonstige Umsatzerlöse | 4.982.556,34 | 10,4 | 3.665.459,19 | 8,0 |
| Umsatzerlöse gesamt | 48.002.252,85 | 100,0 | 45.975.162,84 | 100,0 |
Die Umsatzerlöse betreffen neben den kassentechnischen Einnahmen auch Abgeltungsleistungen für die Schülerbeförderung gemäß § 11 a ÖPNV NRW und Ausgleichszahlungen nach §148 SGB IX sowie für die Deutsche Bahn AG und Übersteiger. In den Umsatzerlösen sind Erlöse aus Vorjahren in Höhe 716 T€ enthalten.
12. Sonstige betriebliche Erträge
Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten im Wesentlichen Erträge aus Arbeiten für Fremde in Höhe von 9.756 T€ (i. Vj. 4.702 T€), wovon 9.153 T€ (i. Vj. 3.869 T€) aus der Personalüberlassung entfallen. Die Erhöhung resultiert aus dem mit der Via abgeschlossenen Personaleinsatz und Verrechnungsvertrag. Darüber hinaus sind in diesem Posten Erträge aus der Auflösung von Rückstelllungen (2.450 T€), abgerechnete Schadenersatzleistungen (1.089 T€), Erträge aus dem Abgang von Vermögensgegenständen des Anlagevermögens (391 T€) sowie Provisionserträge auf Ausgleichsbeträge für Übersteiger (473 T€) und Erträge aus der konzerninternen Produktverrechnung (844 T€) ausgewiesen. Die periodenfremden Erträge in Höhe von 292 T€ beinhalten überwiegend Zuschüsse für Investitionsmaßnahmen (200 T€).
13. Materialaufwand
Die deutliche Erhöhung des Materialaufwandes in dem Posten Aufwendungen für bezogene Leistungen resultiert hauptsächlich aus dem Verkehrs- und Infrastrukturnutzungsvertrag mit der Via im Bereich der Linienbündelrechnung in Höhe von 8.539 T€, korrespondierend mit der Erhöhung der sonstigen betrieblichen Erträge.
14. Personalaufwand
| Mitarbeiter im Jahresdurchschnitt | 2011 | 2010 |
|---|---|---|
| Beschäftigte | 728 | 751 |
| Auszubildende und Praktikanten | 38 | 45 |
| 766 | 796 |
In obiger Tabelle sind die Teilzeitbeschäftigten entsprechend ihrer wöchentlichen Arbeitszeit auf Vollzeitbeschäftigte umgerechnet.
Die Aufwendungen für Altersversorgung betragen 5.413 T€ (i.Vj. 6.692 T€). Die Verringerung zum Vorjahr mit 1.279 T€ resultiert im Wesentlichen aus einer niedrigeren Zuführung der Altersteilzeitrückstellung in Höhe von 2.168 T€ (i.Vj. 2.819 T€).
Die Duisburger Verkehrsgesellschaft AG ist Mitglied in der Rheinischen Zusatzversorgungskasse. Der Umlagesatz für das Jahr 2010 beträgt unverändert 4,25 %. Die Summe der umlagepflichtigen Entgelte belief sich für das Geschäftsjahr 2010 auf 27.102 T€. Ein Fehlbetrag gemäß Artikel 28 EGHGB ist nicht ausgewiesen.
15. Sonstige betriebliche Aufwendungen
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten mit 8.264 T€ den Aufwand aus Produktverrechnung und Konzernumlage. Die sonstigen Dienst- und Fremdleistungen weisen einen Betrag von 5.659 T€ aus. Außerdem sind freiwillige Sozialaufwendungen, in der Hauptsache Aufwendungen für das Firmenticket, in Höhe von 1.477 T€ erfasst.
16. Zinsen
Von den sonstigen Zinsen und ähnlichen Erträgen entfallen 1.348 T€ (i. Vj. 905 T€) auf verbundene Unternehmen. Aus der Abzinsung der Rückstellungsbewertung sind 73 T€ enthalten.
Die Zinsen und ähnliche Aufwendungen beinhalten 56 T€ (i. Vj. 140 T€) aus verbundenen Unternehmen. Aus der Aufzinsung der Rückstellungsbewertung ergibt sich eine Belastung von 751 T€.
17. Außerordentliches Ergebnis
Das außerordentliche Ergebnis in Höhe von 636 T€ beinhaltet die Ausbuchung der Abschreibung des übertragenen Lagerbestandes an die Via.
Sonstige Angaben
1. Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen
Das Bestellobligo aus bereits erteilten Aufträgen beträgt zum 31.12.2011 6.740 T€, davon entfallen 219 T€ auf verbundene Unternehmen.
Aus Leasing-, Miet , Wartungs- und sonstigen Dienstleistungsbezugsverträgen resultieren Verpflichtungen von rund 317.768 T€ (p. a. 75.477 T€). Für verbundene Unternehmen sind 17.890 T€ (p. a. 12.146 T€) enthalten.
Mit nahestehenden Personen haben im abgelaufenen Geschäftsjahr 2011 folgende wesentliche Geschäfte bestanden:
| Geschäftspartner | Art des Geschäfts | Wert des Geschäfts |
|---|---|---|
| Erbrachte Leistungen: | ||
| --- | --- | --- |
| Via Verkehrsgesellschaft mbH | Personalüberlassung | 6.041.000 € |
| Via Verkehrsgesellschaft mbH | Rahmenvertrag Leistungen | 527.800 € |
| vectio Ges. f. Flottenmanagement u. Service mbH | Personalüberlassung | 1.530.300 € |
| admito GmbH | Personalüberlassung | 795.000 € |
| admito GmbH | Produktverrechnung | 103.700 € |
| Duisburger Versorgungs- und Verkehrsgesellschaft mbH | Personalüberlassung | 245.600 € |
| Duisburger Versorgungs- und Verkehrsgesellschaft mbH | Produktverrechnung | 135.200 € |
| Duisburger Versorgungs- und Verkehrsgesellschaft mbH | Sonstige Umlagen | 130.200 € |
| octeo MULTISERVICES GmbH | Personalüberlassung | 287.800 € |
| octeo MULTISERVICES GmbH | Gewerbliche Vermietung | 109.400 € |
| rrp Ges. für Energiehandel GmbH | Personalüberlassung | 90.000 € |
| Bezogene Leistungen: | ||
| Duisburger Versorgungs- und Verkehrsgesellschaft mbH | Produktverrechnung | 8.257.900 € |
| Duisburger Versorgungs- und Verkehrsgesellschaft mbH | Bezug von Dienstleistungen | 6.479.300 € |
| Via Verkehrsgesellschaft mbH | Bezug von Dienstleistungen | 8.741.200 € |
| Stadtwerke Duisburg AG | Personalüberlassung | 197.500 € |
| Stadtwerke Duisburg AG | Strom/Wasser/Fernwärme | 3.090.100 € |
| Stadtwerke Duisburg AG | Bezug von Dienstleistungen | 798.200 € |
| vectio Ges. f. Flottenmanagement u. Service mbH | Bezug von Dienstleistungen | 3.106.000 € |
| BVD BusVerkehr Duisburg GmbH | Personalüberlassung | 512.700 € |
| BVD BusVerkehr Duisburg GmbH | Bezug von Dienstleistungen | 3.736.000 € |
| octeo MULTISERVICES GmbH | Bezug von Dienstleistungen | 2.914.000 € |
| Stadtwerke Netzgesellschaft mbH | Bezug von Dienstleistungen | 59.400 € |
| admito GmbH | Bezug von Dienstleistungen | 78.100 € |
| Wirtschaftsbetriebe Duisburg aöR | Bezug von Dienstleistungen | 94.800 € |
Die Bereitstellung von Liquidität erfolgt für die DVG über das konzernweite Cash-Pooling der DW.
Auf die Angabe des Honorars des Abschlussprüfers wird gemäß § 285 Nr. 17 HGB verzichtet Die Angabe erfolgt im Konzernabschluss der DW GmbH.
2. Derivate Finanzinstrumente
Für die Duisburger Verkehrsgesellschaft AG wurden Marktpreisrisiken im Busbetrieb für den Bedarf von Dieselkraftstoff identifiziert Alle aktiven Geschäfte sind im Geschäftsjahr 2011 ausgelaufen. Neue Geschäfte wurden nicht abgeschlossen.
3. Mitglieder des Aufsichtsrates
| Herbert Mettler, Ratsherr Vorsitzender | Ruhestand |
| Dieter Lieske, Ratsherr, Stellv. Vorsitzender | Gewerkschaftssekretär, IG Metall |
| Karl-Heinz Staniewski, Stellv. Vorsitzender | Freigestelltes Betriebsratsmitglied, Duisburger Verkehrsgesellschaft AG |
| Betül Cerrah, Ratsfrau | Dipl.-Wirtschaftsjuristin |
| Martin Dittrich | Verwaltungsjurist |
| Jürgen Edel, Ratsherr | Assessor des Markscheidefaches |
| Georg Fromm | Freigestelltes Betriebsratsmitglied, Duisburger Verkehrsgesellschaft AG |
| Frank Heidenreich, Ratsherr | Selbständiger Kaufmann, Heidenreich Personengesellschaft |
| Michael Hickmann | Sachbearbeiter, Betriebsratsmitglied Duisburger Verkehrsgesellschaft AG |
| Thomas Keuer | Gewerkschaftssekretär, ver.di |
| Elmar Klein, Ratsherr, ab 01.09.2011 | Vorruhestand |
| Claudia E. Leiße, Ratsfrau | Lehrerin im Ruhestand |
| Volker Mosblech, Ratsherr, bis 31.08.2011 | Selbständiger Versicherungskaufmann, D.A.S. Versicherung, Wirtschaftsberatung |
| Volker Rayen | Stabsstellenleiter Zuwendungsmanagement Duisburger Verkehrsgesellschaft AG |
| Volker Richter | Sachbearbeiter, Betriebsratsmitglied Duisburger Verkehrsgesellschaft AG |
| Michael Scharping | Freigestelltes Betriebsratsmitglied Duisburger Verkehrsgesellschaft AG |
4. Gesamtbezüge nach Maßgabe von § 108 Abs. 1 Nr. 9 GO NRW
Den einzelnen Mitgliedern des Aufsichtsrats wurden für Ihre Tätigkeit im Berichtsjahr nach Maßgabe von § 109 Abs. 1 Nr. 9 GO NRW folgende Gesamtbezüge im Sinne des § 285 Nr.9 HGB gewährt:
| Mitglied | Gesamtbezüge | |
|---|---|---|
| Herbert Mettler | EUR | 10.000,00 |
| Dieter Lieske | EUR | 7.500,00 |
| Karl-Heinz Staniewski | EUR | 7.500,00 |
| Betül Cerrah | EUR | 6.250,00 |
| Martin Dittrich | EUR | 6.250,00 |
| Jürgen Edel | EUR | 6.250,00 |
| Georg Fromm | EUR | 6.250,00 |
| Frank Heidenreich | EUR | 6.250,00 |
| Michael Hickmann | EUR | 6.250,00 |
| Thomas Keuer | EUR | 5.000,00 |
| Elmar Klein | EUR | 2.083,33 |
| Claudia E. Leiße | EUR | 6.250,00 |
| Volker Mosblech | EUR | 6.250,00 |
| Volker Rayen | EUR | 6.250,00 |
| Volker Richter | EUR | 5.000,00 |
| Michael Scharping | EUR | 6.250,00 |
| Gesamt | EUR | 99.583,33 |
Eine Aufteilung nach Komponenten im Sinne des § 285 Nr. 9a Satz 5 HGB ist nicht erforderlich, da es sich jeweils um erfolgsunabhängige Komponenten handelt.
5. Mitglieder des Vorstandes
| Vorsitzender Direktor Betriebswirt (VWA) Klaus Siewior (bis 05.07.2011) Mitglied des Vorstandes (Personal, Fahrbetrieb und Verkehrsmanagement) |
|
| Vorsitzender Direktor Dipl. Betriebswirt Marcus Oliver Wittig (ab 06.07.2011) Mitglied des Vorstandes (Finanzen) |
|
| Direktor Dipl.-Ing. Klaus-Peter Wandelenus Mitglied des Vorstandes (Technik) |
|
| Direktor Dr. Horst Zierold Mitglied des Vorstandes (Kunden und Markt) |
6. Angaben gemäß § 285 Ziffer 9 HGB
Die Bezüge ehemaliger Vorstandsmitglieder und deren Hinterbliebener für das Geschäftsjahr 2011 betrugen 285 T€. Für Pensionsverpflichtungen gegenüber diesem Personenkreis wurden 2.055 T€ zurückgestellt. Die Bezüge eines Vorstandsmitgliedes werden bei der Muttergesellschaft DVV ausgewiesen und die beiden verbleibenden Vorstandsmitglieder erhalten von der Gesellschaft keine Bezüge.
Die Aufwandsentschädigungen für die Aufsichtsratsmitglieder für das Geschäftsjahr 2011 beliefen sich auf 104 T€.
Anteile an verbundenen Unternehmen und Beteiligungen
| Anteil am Kapital | Eigenkapital | Ergebnis 2011 | |
|---|---|---|---|
| % | € | € | |
| --- | --- | --- | --- |
| Duisburger Park- und Garagengesellschaft mbH, Duisburg | 100 | 95.195,23 | -1.996,64* |
| Via Verkehrsgesellschaft mbH, Essen | 34 | 15.262.082,33 | -42.525,67 |
| Stadtbahnbetriebsführungsgesellschaft Rhein mbH, Düsseldorf | 40 | 61.358,88 | 16.000,00 |
* vor Ergebnisübernahme
Das Eigenkapital und das Ergebnis der Stadtbahnbetriebsführungsgesellschaft Rhein mbH und der Via betreffen das Jahr 2010.
Die Gesellschaft ist von der Verpflichtung, einen Konzernabschluss und einen Konzernlagebericht aufzustellen, nach § 291 Abs. 1 HGB befreit.
7. Mutterunternehmen
Mutterunternehmen der DVG ist die Duisburger Versorgungs- und Verkehrsgesellschaft mbH, Duisburg (DVV). Der Jahresabschluss der DVG ist in den Konzernabschluss der DVV einbezogen. Der Konzernabschluss der DVV wird im elektronischen Bundesanzeiger bekannt gemacht.
Der Verlust von 42.572 T€ wird im Rahmen des bestehenden Beherrschungsvertrages mit Ergebnisabführungsvereinbarung von der DVV übernommen.
Duisburg, den 28.03.2012
DUISBURGER VERKEHRSGESELLSCHAFT AG
Wittig
Dr. Zierold
Wandelenus
Entwicklung des Anlagevermögens
| Anschaffungs- und Herstellungskosten | |||||
|---|---|---|---|---|---|
| Stand 01.01.2011 | Zugänge | Abgänge | Umbuchung/ Umgliederungen | Stand 31.12.2011 | |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| EUR | EUR | EUR | EUR | EUR | |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände | |||||
| 1. entgeltlich erwerbene Konzessionen, gewerbliche Schulrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten | 1.939.274,67 | 2.265,00 | 924.257,09 | 4.500,00 | 1.021.782,58 |
| Immaterielle Vermögensgegenstände gesamt | 1.939.274,67 | 2.265,00 | 924.257,09 | 4.500,00 | 1.021.782,58 |
| II. Sachanlagen | |||||
| 1. Grundetücke und Bauten einschl. der Bauten auf fremden Grundstücken | 25.751.240,28 | 1.365.925,69 | 76.581,30 | 447.657,47 | 27.488.242,14 |
| 2. Umspannung- und Umformungsanlagen* | 3.346.086,86 | - | - | - | 3.346.086,86 |
| 3. Gleisanlagen, Streckenausrüstung und Sicherungsanlagen* | 60.138.915,92 | 952.135,31 | 527.514,26 | 2.467.093,89 | 63.030.630,86 |
| 4. Fahrzeuge für Personenverkehr | 96.505.627,90 | -187.677,72 | 1.787.554,31 | 1.154.066,03 | 95.684.461,90 |
| 5. Maschinen und maschinelle Anlagen | 1.840.518,85 | - | 447.144,74 | - | 1.393.374,11 |
| 6. Betriebs- und Geschäftsausstattung | 21.162.774,91 | 439.825,56 | 5.181.227,57 | 144.422,34 | 16.565.795,24 |
| 7. geleisteten Anzahlungen und Anlagen im Bau | 5.448.397,74 | 1.305.421,62 | - | - 4217.739,73 | 2.536.079,63 |
| Sachanlagen gesamt | 214.193.562,46 | 3.875.630,46 | 8.020.022,18 | - 4.500,00 | 210.044.670,74 |
| Summe I. und II. | 216.132.837,13 | 3.877.895,46 | 8.944.279,27 | - | 211.066.453,32 |
| III. Finanzanlagen | |||||
| 1. Anteile an verbundenen Unternehmen | 25.564,59 | - | - | - | 25.564,59 |
| 2. Beteiligungen | 46.383,51 | 5.155.107,99 | - | 5.201.491,50 | |
| 3. Sonstige Ausleihungen | 768.192,52 | 63.345,00 | - | 702.847,52 | |
| 4. Sonstige FA/Genossenschaften | - | 150,00 | - | 150,00 | |
| Finanzanlagen gesamt | 838.140,62 | 5.155.257,99 | 63.345,00 | - | 5.930.053,61 |
| Anlagevermögen gesamt | 216.970.977,75 | 9.033.153,45 | 9.007.624,27 | - | 216.996.506,93 |
| Abschreibungen | ||||
|---|---|---|---|---|
| Stand 01.01.2011 | Zugänge | Abgänge | Stand 31.12.2011 | |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| EUR | EUR | EUR | EUR | |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände | ||||
| 1. entgeltlich erwerbene Konzessionen, gewerbliche Schulrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten | 1.669.030,67 | 25.522,00 | 699.440,09 | 995.112,58 |
| Immaterielle Vermögensgegenstände gesamt | 1.669.030,67 | 25.522,00 | 699.440,09 | 995.112,58 |
| II. Sachanlagen | ||||
| 1. Grundetücke und Bauten einschl. der Bauten auf fremden Grundstücken | 13.788.948,78 | 647.768,16 | 73.746,70 | 14.362.968,24 |
| 2. Umspannung- und Umformungsanlagen* | 2.441.428,86 | 103.831,00 | - | 2.545.259,86 |
| 3. Gleisanlagen, Streckenausrüstung und Sicherungsanlagen* | 26.583.940,92 | 2.442.865,20 | 494.596,26 | 28.532.209,86 |
| 4. Fahrzeuge für Personenverkehr | 80.912.134,90 | 4.020.427,31 | 1.776.990,31 | 83.155.571,90 |
| 5. Maschinen und maschinelle Anlagen | 1.486.852,85 | 57.680,00 | 429.004,74 | 1.095.528,11 |
| 6. Betriebs- und Geschäftsausstattung | 18.774.211,91 | 585.654,40 | 4.403.171,07 | 14.956.695,24 |
| 7. geleisteten Anzahlungen und Anlagen im Bau | - | - | - | - |
| Sachanlagen gesamt | 143.967.518,22 | 7.858.224,07 | 7.177.509,08 | 144.648.233,21 |
| Summe I. und II. | 145.636.548,89 | 7.883.746,07 | 7.876.949,17 | 145.643.345,79 |
| III. Finanzanlagen | ||||
| 1. Anteile an verbundenen Unternehmen | - | - | - | - |
| 2. Beteiligungen | - | - | - | - |
| 3. Sonstige Ausleihungen | 205.344,03 | 1.934,59 | 19.218,88 | 188.059,74 |
| 4. Sonstige FA/Genossenschaften | - | - | - | - |
| Finanzanlagen gesamt | 205.344,03 | 1.934,59 | 19.218,88 | 188.059,74 |
| Anlagevermögen gesamt | 145.841.892,92 | 7.885.680,66 | 7.896.168,05 | 145.831.405,53 |
| Buchwerte | ||
|---|---|---|
| Stand 31.12.2011 | Stand 31.12.2010 | |
| --- | --- | --- |
| EUR | EUR | |
| --- | --- | --- |
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände | ||
| 1. entgeltlich erwerbene Konzessionen, gewerbliche Schulrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten | 26.670,00 | 270.244,00 |
| Immaterielle Vermögensgegenstände gesamt | 26.670,00 | 270.244,00 |
| II. Sachanlagen | ||
| 1. Grundetücke und Bauten einschl. der Bauten auf fremden Grundstücken | 13.125.273,90 | 11.962.291,50 |
| 2. Umspannung- und Umformungsanlagen* | 800.827,00 | 904.658,00 |
| 3. Gleisanlagen, Streckenausrüstung und Sicherungsanlagen* | 34.498.421,00 | 33.554.975,00 |
| 4. Fahrzeuge für Personenverkehr | 12.528.890,00 | 15.593.493,00 |
| 5. Maschinen und maschinelle Anlagen | 297.846,00 | 373.666,00 |
| 6. Betriebs- und Geschäftsausstattung | 1.609.100,00 | 2.388.563,00 |
| 7. geleisteten Anzahlungen und Anlagen im Bau | 2.536.079,63 | 5.448.397,74 |
| Sachanlagen gesamt | 65.396.437,53 | 70.226.044,24 |
| Summe I. und II. | 65.423.107,53 | 70.496.288,24 |
| III. Finanzanlagen | ||
| 1. Anteile an verbundenen Unternehmen | 25.564,59 | 25.564,59 |
| 2. Beteiligungen | 5.201.491,50 | 46.383,51 |
| 3. Sonstige Ausleihungen | 514.787,78 | 560.848,49 |
| 4. Sonstige FA/Genossenschaften | 150,00 | - |
| Finanzanlagen gesamt | 5.741.993,87 | 632.796,59 |
| Anlagevermögen gesamt | 71.165.101,40 | 71.129.084,83 |
* Infolge aktivischer Absetzung von Zuschüssen werden in einigen Bereichen negative Zugänge ausgewiesen.I
| Kto. 766.510 265.190,20 | Geleistete Anzahlungen auf Sachanlagen |
| Kto. 766.511 - 42.341,29 | Vorsteuer-Verrechnungskonto für geleistete Anzahlungen auf Sachanlagen |
Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers
Wir haben den Jahresabschluss bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der Duisburger Verkehrsgesellschaft Aktiengesellschaft, Duisburg, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2011 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen der Satzung liegen in der Verantwortung des Vorstands der Gesellschaft Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.
Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen des Vorstands sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.
Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen der Satzung und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Duisburger Verkehrsgesellschaft Aktiengesellschaft, Duisburg. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Köln, den 28. März 2012
**KPMG Hartkopf + Rentrop Treuhand KG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft**
Hillesheim, Wirtschaftsprüfer
Brandt, Wirtschaftsprüfer
Bericht des Aufsichtsrates
Der Aufsichtsrat der Duisburger Verkehrsgesellschaft AG hat sich während des Geschäftsjahres in regelmäßigen Vollsitzungen und in Sitzungen seines Arbeitsausschusses vom Vorstand über den Geschäftsverlauf unterrichten lassen.
Lage und Entwicklung der Gesellschaft sowie alle wesentlichen Geschäftsvorfälle wurden eingehend beraten.
Der vom Vorstand aufgestellte Jahresabschluss für das Jahr 2011 und der Lagebericht sind von der durch die Hauptversammlung am 4. Juli 2011 als Abschlussprüfer gewählten KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Köln, geprüft und mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen worden.
Der Jahresabschluss und der Lagebericht haben dem Aufsichtsrat vorgelegen. Von dem Ergebnis der Prüfung durch den Abschlussprüfer hat er zustimmend Kenntnis genommen. Auch eigene Prüfungen des Aufsichtsrates ergaben keine Einwendungen.
Der Aufsichtsrat billigt den Lagebericht und den Jahresabschluss zum 31. Dezember 2011. Damit ist dieser in der vorliegenden Form festgestellt.
Der Aufsichtsrat spricht dem Vorstand, dem Betriebsrat und allen Mitarbeitern für die erfolgreiche Arbeit seinen Dank aus.
Duisburg, im April 2012
Der Aufsichtsrat
Herbert Mettler, Vorsitzender
Der vom Aufsichtsrat der Duisburger Verkehrsgesellschaft AG am 26. April 2012 festgestellte Jahresabschluss zum 31. Dezember 2011 ist der Hauptversammlung am 3. Juli 2012 vorgelegt worden.
Das Jahresergebnis weist für 2011 einen Verlust von 42,572 Mio. e nach 42,737 Mio. € im Vorjahr aus. Das Gesamtergebnis der DVG hat sich damit absolut um 0,165 Mio. EUR oder 0,4 % verbessert Der im Wirtschaftsplan 2011 ausgewiesene Jahresfehlbetrag von 43,498 Mio. € wurde um 0,926 Mio. € oder 2,1 % unterschritten. Der Geschäftsverlauf hat die Erwartungen übererfüllt.