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Haemato AG — Audit Report / Information 2019
Sep 9, 2021
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Audit Report / Information
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Finanzbericht: 28870983
HAEMATO AG
Berlin
Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2019 bis zum 31.12.2019
3. BERICHT DES AUFSICHTSRATES
3.1 Überwachung der Geschäftsführung und Zusammenarbeit mit dem Vorstand
Der Aufsichtsrat der HAEMATO AG nahm im Geschäftsjahr 2019 die ihm nach Gesetz und Satzung zukommenden Aufgaben mit großer Sorgfalt wahr. Die Geschäftsführung der Gesellschaft wurde vom Aufsichtsrat überwacht. Der Vorstand wurde bei seiner Tätigkeit vom Aufsichtsrat im Rahmen der Wahrnehmung der Kontrollrechte beraten. Der Aufsichtsrat wurde vom Vorstand in alle Entscheidungen, die für das Unternehmen von grundlegender Bedeutung waren, einbezogen. Der Vorstand informierte den Aufsichtsrat regelmäßig mündlich, telefonisch und schriftlich zeitnah über die wesentlichen Vorkommnisse des Geschäftsverlaufs, die wirtschaftliche Lage der Gesellschaft und des Konzerns, die Unternehmensplanung sowie die Investitionsmaßnahmen. Der Aufsichtsrat konnte sich von der Ordnungsmäßigkeit der Geschäftsführung überzeugen.
3.2 Sitzungen, Beratungen und Beschlussfassungen
Der Aufsichtsrat hielt im Geschäftsjahr 2019 fünf ordentliche Sitzungen ab (26. Februar, 30. April, 9. Juli, 10. Oktober, 17. Dezember). Alle Sitzungen waren beschlussfähig.
Folgende Themen standen in den Sitzungen unter anderem im Mittelpunkt:
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| • | die Lage des Unternehmens |
| • | die strategische Entwicklung und deren operative Umsetzung |
| • | die aktuelle Wettbewerbs-, Organisations- und Personalsituation |
| • | die kurz- und mittelfristige Investitionsplanung |
| • | der Geschäftsbericht sowie der Zwischenbericht des Konzerns vor deren jeweiliger Publikation |
| • | Status von Entwicklungsprojekten |
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| • | Politische Situation des Parallelimports |
| • | Status von Finanzierungsverhandlungen |
Zwischen dem Aufsichtsrat und dem Vorstand fanden weitere informelle Treffen bzw. Telefonkonferenzen statt, um neue wesentliche geschäftspolitische Entwicklungen zu diskutieren.
3.3 Jahresabschluss
Der Aufsichtsrat überzeugte sich von der Ordnungsmäßigkeit der Geschäftsführung. Der vom Vorstand aufgestellte Jahresabschluss, der Konzernabschluss sowie der zusammengefasste Lagebericht der HAEMATO AG und des Konzerns für das Geschäftsjahr zum 31.12.2019 sind unter Einbeziehung der Buchführung von dem durch die Hauptversammlung zum Abschlussprüfer gewählten Wirtschaftsprüfer Harry Haseloff, Berlin, geprüft und mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen worden.
Der aufgestellte Jahresabschluss, der Konzernabschluss, der zusammengefasste Lagebericht der HAEMATO AG und des Konzerns, der Vorschlag für die Verwendung des Bilanzgewinns und die Prüfungsberichte des Abschlussprüfers wurden jedem Aufsichtsratsmitglied rechtzeitig vor der Bilanzsitzung am 21. April 2020 ausgehändigt. In der Bilanzsitzung am 21. April 2020 berichtete der Abschlussprüfer über die wesentlichen Ergebnisse seiner Prüfung und stand für Fragen der Aufsichtsratsmitglieder zur Verfügung. Wir haben den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss sowie den Konzernabschluss unsererseits geprüft. Wir haben in der Aufsichtsratssitzung vom 21. April 2020 den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss und den Konzernabschluss aufgrund eigener Prüfung gebilligt. Der Jahresabschluss ist damit festgestellt.
Das Ergebnis der Prüfung des Abschlussprüfers haben wir auf der Aufsichtsratssitzung am 21. April 2020 zustimmend zur Kenntnis genommen und erheben nach unserer eigenen Prüfung des Jahresabschlusses, des Konzernabschlusses und des Vorschlags für die Verwendung des Bilanzgewinns keine Einwendungen.
3.4 Abhängigkeitsbericht
Die HAEMATO AG erstellte für ihr am 31.12.2019 beendetes Geschäftsjahr einen Abhängigkeitsbericht gemäß §312 AktG.
Der Abhängigkeitsbericht wurde von dem durch die Hauptversammlung zum Abschlussprüfer gewählten Wirtschaftsprüfer Harry Haseloff, Berlin, gemäß § 313 Abs. 1 AktG geprüft. Über das Ergebnis der Prüfung hat der Wirtschaftsprüfer Harry Haseloff, Berlin, einen gesonderten schriftlichen Bericht erstattet. Da Einwendungen gegen den Bericht des Vorstands nicht zu erheben waren, wurde gemäß § 313 Abs. 3 AktG der Bestätigungsvermerk erteilt.
In der Bilanzsitzung am 21. April 2020 berichtete der Abschlussprüfer über die Ergebnisse seiner Prüfung und bestätigte, dass die tatsächlichen Angaben des Abhängigkeitsberichtes richtig sind, bei den im Bericht aufgeführten Rechtsgeschäften die Leistung der Gesellschaft nicht unangemessen hoch war oder Nachteile ausgeglichen worden sind und bei den im Bericht aufgeführten Maßnahmen keine Umstände für eine wesentlich andere Beurteilung als die durch den Vorstand sprechen.
Der Abhängigkeitsbericht wurde dem Aufsichtsrat gemäß § 314 AktG rechtzeitig vor der Bilanzsitzung am 21. April 2020 zur Prüfung vorgelegt. Der Aufsichtsrat hat in seiner Sitzung am 21. April 2020 den Abhängigkeitsbericht umfassend auf Vollständigkeit und Richtigkeit geprüft. Der Aufsichtsrat hat im Ergebnis festgestellt, dass Einwendungen gegen die Erklärung des Vorstands am Schluss des Berichts über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen nicht zu erheben sind und den Abhängigkeitsbericht gebilligt.
3.5 Besetzung des Aufsichtsrates
Der Aufsichtsrat setzte sich in der Zeit vom 01.01.2019 bis 31.12.2019 aus den Aufsichtsratsmitgliedern Andrea Grosse (Vorsitzende), Prof. Dr. Dr. Sabine Meck (Stellvertretene Vorsitzende) und Dr. Marion Braun (Mitglied) zusammen.
3.6 Sonstiges
Der Aufsichtsrat dankt den Vorständen Herrn Uwe Zimdars und Herrn Daniel Kracht für die erfolgreiche Leitung der HAEMATO-Gruppe und die angenehme, konstruktive und erfolgreiche Zusammenarbeit im Jahr 2019.
Allen Mitarbeitern der HAEMATO-Gruppe dankt der Aufsichtsrat für das Engagement und die erzielten Leistungen im abgelaufenen Geschäftsjahr.
Berlin, den 30. April 2020
Andrea Grosse, Vorsitzende des Aufsichtsrates
4. KONZERNLAGEBERICHT
4.1 Grundlagen des Unternehmens
4.1.1 Geschäftsmodell des Unternehmens
Die HAEMATO-Gruppe ist im Pharmabereich tätig. Der Fokus der Geschäftsaktivitäten liegt auf den Wachstumsmärkten patentfreier und patentgeschützter Arzneimittel im versicherungsfinanzierten Markt. Schwerpunkte bilden Therapien bei Krebs, HIV, Rheumatologie und anderen chronischen Krankheiten. Ergänzt wird das Portfolio um Produkte für den privat finanzierten Markt für ästhetische Behandlungen. Kunden sind insbesondere Apotheken und Großhändler sowie Ärzte und Kliniken.
4.1.2 Forschung und Entwicklung
Wir führen keine Forschung und Entwicklung durch.
4.2 Wirtschaftsbericht
4.2.1 Gesamtwirtschaftliche, branchenbezogene Rahmenbedingungen
4.2.1.1 Gesamtwirtschaft
Die Expansion der Weltwirtschaft hat im Jahr 2019 weiter an Fahrt verloren. 1 Die Auswirkungen des Brexits und die handelspolitischen Spannungen zwischen den USA und China und Europa haben auch die Euro-Wirtschaft gedämpft. 2
Für die deutsche Wirtschaft stand das Jahr 2019 im Zeichen des Abschwungs. Maßgeblich ist dafür die deutlich rückläufige Industrieproduktion, die von dem eingetrübten weltwirtschaftlichen Umfeld in besonderem Maße belastet wird. 3
Nach der regen Expansion zum Jahresanfang hat die deutsche Wirtschaft im Sommerhalbjahr nahezu stagniert, und auch im Abschlussquartal zeichnete sich keine nennenswerte Dynamik ab. Trotzdem legten im dritten Quartal die Ausfuhren spürbar zu und expandierten im gleichen Tempo bis zum Ende des Jahres. 4
Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) hat im Jahresdurchschnitt ein Plus von nur 0,5 % verzeichnet (BIP Euroraum: 1,1%). Die maßgeblichen Konjunkturmotoren waren die Konsumausgaben des Staates mit einem Zuwachs von 2,1% (2018: 1,4%), die Wohnungsbauinvestitionen mit einem Zuwachs von 4,1 % (2018:2,5 %) sowie der Konsu m der privaten Haushalte, der um 1,5% gestiegen ist (2018: 1,3%). Die erneute Steigerung der Löhne und die gleichzeitige, obwohl verlangsamte, Beschäftigungszunahme führten zu deutlich erhöhten Reallohnzuwächsen. Die nominalen verfügbaren Einkommen stiegen im Vergleich zum Vorjahr um 2,9%. Die Arbeitslosenzahl sank um rund 700.000 Personen und die Arbeitslosenquote betrug 5,0 % (2018: 5,2 %). 5

4.2.1.2 Pharmamarkt
Der deutsche Pharmamarkt ist ein großer Bestandteil der Gesundheitsbranche. Der Wirtschaftszweig "Pharma" beschäftigt knapp 130.900 Mitarbeiter und setzt über Mrd. EUR 40 jährlich um. 6
In der Bundesrepublik Deutschland sind laut der Kostenstrukturstatistik des Statistischen Bundesamtes 521 pharmazeutische Unternehmen für das Jahr 2017 gemeldet. Fast 91% der Arzneimittel herstellenden Unternehmen beschäftigen weniger als 500 Mitarbeiter. 7
Kein Industriezweig investiert mehr in Forschung und Entwicklung (F&E) als die Pharma-Branche. Nach Angaben des jüngsten Berichtes der Expertenkommission für Forschung und Innovation (EFI) reinvestierte die Pharmaindustrie 14% ihres Umsatzes aus eigenen Erzeugnissen für interne F&E-Projekte und liegt, wie in den vergangenen Jahren, vor dem Automobil-, Luft-/Raumfahrzeug- und Maschinenbau sowie der chemischen Industrie. 8
Rund 33,6 Mio. Menschen waren im Oktober 2019 in der Bundesrepublik Deutschland sozialversicherungspflichtig beschäftigt. 9 Seit vielen Jahren liegen die Leistungsausgaben der GKV als Anteil am BIP unter 1,2%. 10 Die GKV-Arzneimittelausgaben liegen ebenfalls auf einem vergleichbaren Niveau von rund 15% bis 16% der GKV-Gesamtausgaben, und zwar seit rund 30 Jahren. Die Finanzreserven der GKV liegen aktuell bei rund Mrd. EUR 21. 11
Trotzdem gerät die Pharmabranche weiter unter Druck. Allein durch Rabattverträge erzielen die Krankenkassen beträchtliche jährliche Ersparungen (Mrd. EUR 4,4 in 2018). 12 Seit der Einführung des AMNOG sparen die Krankenkassen auch durch die Verhandlung von Erstattungsbeträgen. Die jährlichen Einsparungen stiegen von Mio. EUR 144 in 2013 auf voraussichtlich über Mrd. EUR 3 in 2019. 13 Die kontinuierliche Bildung von Restbeträgen führt jährlich zu Einsparungen der GKV in Höhe von Mrd. EUR 8,2. 14 Das weiterhin fortgeführte Preismoratorium und die bereits seit 2003 durchgehend entrichteten Zwangsabschläge belasten zusätzlich die gesamte Branche.
Die Arzneimittelhersteller in Deutschland erhalten rund 50% des Apothekenabgabepreises eines Medikaments. Die andere Hälfte verteilt sich auf den Großhandel und die Apotheken sowie die Umsatzsteuer und die gewährten Rabatte. 15
Über die Hälfte aller im GKV-Markt abgegebenen Arzneimittel ist rabattgeregelt (2018: 59,0%). Im Juni 2019 hatten 109 Krankenkassen mit 227 pharmazeutischen Unternehmen 15.823 Verträge über 18.560 Handelsformen abgeschlossen. Ein Jahr vorher, im Juni 2018, waren es 111 Krankenkassen mit 209 Herstellern. Die Zahl der Verträge belief sich auf 16.182 verteilt auf 17.547 Handelsformen. 16
In den ersten neun Monaten 2019 wuchs der Umsatz mit Arzneimitteln im Pharma-Gesamtmarkt (Apotheke und Klinik) um 7 % auf Mrd. EUR 34. Der Verbrauch belief sich auf rund 73 Mrd. Zähleinheiten und stieg damit um knapp 1%. 17 Das größte Umsatz- und Absatzwachstum im Gesamtmarkt verbuchte der stationäre Sektor mit einer Steigerung von 9% auf Mrd. EUR 4,9. 18 Der ambulante Bereich verbuchte im ersten Quartal drei Prozentpunkte mehr Umsatzwachstum als der Apothekenmarkt, bedingt durch den Einsatz neuer Spezialtherapien gegen Krebserkrankungen und schwere Autoimmun- und Erberkrankungen. Die führenden zehn Präparategruppen im Klinikmarkt verbuchen in den ersten neun Monaten 2019 in Summe ein Wachstum von +13%. 19
Der Umsatz mit Arzneimitteln in der Apotheke ist in den ersten neun Monaten 2019 um 6% gegenüber dem Vorjahr gestiegen. Demnach verkauften Offizinen und Versender insgesamt 1,2 Mrd. Packungen im Wert von Mrd. EUR 28. 20 Sechs der zehn führenden Arzneimittelgruppen im Apothekenmarkt verbuchten in den ersten neun Monaten 2019 ein zweistelliges Wachstum. In Summe legten die zehn Gruppen um 11% zu. 21
Der Auswertung zufolge zählen zu den absatzstärksten Produktgruppen in dem Zeitraum von Januar bis September 2019 etwa Schmerzmittel, topische Schnupfenmittel, Beta-Blocker, Ulkustherapeutika und Antirheumatika.22 Der Umsatz mit verschreibungspflichtigen Präparaten ist um 7% auf rund Mrd. EUR 24 gestiegen. Das Marktvolumen belief sich auf 559 Mio. Packungen (+1 %). 23
In den ersten drei Quartalen 2019 lagen die GKV-Arznei- mittelausgaben abzüglich Abschlägen von Herstellern und Apotheken (ohne Berücksichtigung von Einsparungen aus Rabattverträgen) um 5% über dem Vorjahreswert und beliefen sich auf Mrd. EUR 31. 24 Die Mehrausgaben gegenüber dem Vorjahresvergleichszeitraum betrugen Mrd. EUR 1,37. Gut 40% davon entfielen auf verschiedene innovative Krebstherapien, Präparate zur Prophylaxe von Schlaganfällen, Interleukin-Inhibitoren, Antirheumatika und neue Therapien zur Behandlung der Cystischen Fibrose. 25
4.2.2 Geschäftsverlauf
Die HAEMATO-Gruppe vertreibt als pharmazeutischer Hersteller eigene generische Arzneimittel sowie europäische Importarzneimittel. Ergänzend werden in Deutschland zugelassene Arzneimittel anderer Hersteller von der HAEMATO-Gruppe im Rahmen der Großhandelserlaubnis angeboten.
Der Konzernumsatz ging im Jahr 2019 zurück auf Mio. EUR 197,83 (Vorjahr Mio. EUR 274,12) und sank somit um 27,8%.
Begründet ist dieser Effekt insbesondere durch die anhaltend angespannte und preisaggressive Wettbewerbssituation, von medial erzeugter und politischer Unruhe im Parallelimportgeschäft und damit einhergehender Unsicherheit im Gesundheitswesen. Geprägt war das Kalenderjahr auch von der Verpflichtung zur Umsetzung der Richtlinie 2011/62/EU zur Schaffung eines Gemeinschaftskodexes für Humanarzneimittel hinsichtlich der Verhinderung des Eindringens von gefälschten Arzneimitteln in die legale Lieferkette in Verbindung mit der Delegierten Verordnung (EU) 2016/161 zur Ergänzung der Richtlinie 2001/83/EG. Die HAEMATO-Gruppe konnte erfolgreich die Systeme zur Ausstattung der Arzneimittel mit den geforderten Sicherheitsmerkmalen umsetzen. Leider gab es technische Herausforderungen mit den europaweit etablierten Datenbanksystemen der Pharmahersteller, welche Verzögerungen bei der Marktfreigabe von Arzneimitteln zur Folge hatten.
Der Jahresfehlbetrag betrug im Jahr 2019 Mio. EUR 1,17 nach einem Jahresüberschuss im Vorjahr in Höhe von Mio. EUR 6,28.
Die HAEMATO-Gruppe und alle Mitarbeiter orientieren sich in der täglichen Arbeit in erster Linie an den Bedürfnissen der Kunden. Service, Qualität und Verlässlichkeit sind wesentliche Inhalte unserer Kundenorientierung und gleichzeitig Treiber des weiteren Wachstums.
4.2.3 Lage
4.2.3.1 Ertragslage des HAEMATO-Konzerns (IFRS)
Die Umsätze des Unternehmens sind im Wesentlichen mit Parallelimporten und Originalarzneimitteln erzielt worden. Unsere Umsätze hängen hier stark von der Sortimentspolitik der Apotheker und Großhändler ab.
Der Materialaufwand im Verhältnis zum Umsatz der Unternehmensgruppe erhöhte sich leicht von 92,3% in 2018 auf 93,1% im Jahr 2019.
Die Personalkostenquote stieg im Vergleich zum Vorjahr leicht und liegt in 2019 bei 3,2%. Dies bedeutet eine Erhöhung um 0,9% im Vergleich zu 2018. Nominal sind die Personalkosten im Vergleich zum Vorjahr nahezu konstant. Unsere Beschäftigungslage ist als gut zu bezeichnen.
4.2.3.2 Finanzlage des HAEMATO-Konzerns (IFRS)
Unsere Finanzlage ist als stabil zu bezeichnen. Unser Finanzmanagement ist darauf ausgerichtet, Verbindlichkeiten stets innerhalb der Zahlungsfrist zu begleichen und Forderungen innerhalb der Zahlungsziele zu vereinnahmen.
Unsere Kapitalstruktur ist stabil. Das Eigenkapital verringerte sich im Vergleich zu 2018 von TEUR 75.676 auf TEUR 72.219. Maßgeblicher Grund hierfür ist das Jahresergebnis der HAEMATO AG aus 2019.
Die Eigenkapitalquote ging in 2019 auf 56,17% zurück, in 2018 lag dieser Wert bei 64,95%. Die Dividendenzahlung betrug TEUR 2.285. Dies entspricht EUR 0,10 je dividendenberechtigter Stückaktie zum 31.12.2018.
Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten entsprechen 19,57% (Vorjahr: 18,59%) der Bilanzsumme. Die langfristigen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten aus dem Vorjahr werden vollständig in den kurzfristigen Verbindlichkeiten gezeigt. Die Veränderung der Fristigkeit der Verbindlichkeiten gegenüber den Kreditinstituten ist zum Einen begründet in der Optimierung der Liquiditätssteuerung im abgelaufenen Kalenderjahr. So konnten, durch geringere Ausnutzung der Kreditlinien die Finanzierungskosten deutlich gesenkt werden.
Zum Anderen laufen Kreditlinien in 2020 aus. Hierzu befinden wir uns bereits seit einiger Zeit in Verhandlungen, um eine langfristige Finanzierung zu gewährleisten.
Zwecks Finanzierung unserer Absatzgeschäfte bedienen wir uns der eingeräumten Kreditlinien unserer Banken. Wir verfügen über höhere Kreditlinien als wir durchschnittlich in Anspruch nehmen.
Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen betragen 15,26 % der Bilanzsumme. Sämtliche Verbindlichkeiten können stets innerhalb der Zahlungsziele beglichen werden.
Unsere Investitionstätigkeiten in Sachanlagen sind gering. Der Schwerpunkt der Investitionstätigkeit wird weiterhin in der Erlangung von Lizenzen liegen.
Daneben werden Investitionen in neue Geschäftsfelder weiter vorangetrieben, welche aus dem laufenden Cash Flow geleistet werden können.
Langfristige Anlagen sind durch unser Eigenkapital gedeckt.
Die Liquiditätslage ist zufriedenstellend.
Die finanzielle Entwicklung des HAEMATO-Konzerns stellt sich im Berichtszeitraum anhand der Kapitalflussrechnung bei indirekter Ermittlung der Cash Flows aus laufender Geschäftstätigkeit wir folgt dar:
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| 2019 | 2018 | |
|---|---|---|
| Cash Flow aus | TEUR | TEUR |
| --- | --- | --- |
| laufender Geschäftstätigkeit | -2.763,3 | 557,9 |
| der Investitionstätigkeit | -701,3 | 6.208,2 |
| der Finanzierungstätigkeit | 48,5 | -7.636,3 |
| -3.416,1 | -870,2 |
4.2.3.3 Vermögenslage des HAEMATO-Konzerns (IFRS)
Die Vermögenslage des HAEMATO-Konzerns ist verglichen mit dem Bilanzstichtag vom Vorjahr weiterhin als gut zu bezeichnen.
Die Vorräte stiegen im Vergleich zum Vorjahresstichtag auf TEUR 55.441 (Vergleich Vorjahr: TEUR 44.377).
Das Anlagevermögen bleibt in Bezug auf das Vorjahr in Summe konstant bei TEUR 55.625 (Vorjahr: TEUR 55.697). Forderungen aus Lieferungen und Leistungen stiegen von TEUR 7.320 in 2018 auf TEUR 10.944 im Geschäftsjahr 2019.
Die Liquiditätslage ist nach wie vor zufriedenstellend. Der HAEMATO-Konzern verfügte in 2019 über Mio. EUR 2,10 (Vergleich Vorjahr: Mio. EUR 5,60) liquide Mittel. Unsere wirtschaftliche Lage kann insgesamt als gut bezeichnet werden.
4.2.3.4 Ertragslage der HAEMATO AG (HGB)
Die HAEMATO AG konnte im Geschäftsjahr 2019 einen Jahresüberschuss in Höhe von TEUR 3.991 (Vorjahr: TEUR 8.974) erzielen.
Die Umsatzerlöse beliefen sich im Geschäftsjahr 2019 auf TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 7.343).
4.2.3.5 Finanzlage der HAEMATO AG (HGB)
Die Finanzierung der HAEMATO AG erfolgt grundsätzlich durch Eigenkapital in Höhe von TEUR 57.906 (Vorjahr: TEUR 56.200).
Zum 31. Dezember 2019 verfügte die HAEMATO AG über liquide Mittel in Höhe von TEUR 413 (Vorjahr: TEUR 128). Die HAEMATO AG verfügte zum Ende des Geschäftsjahres 2018 über eine Eigenkapitalquote von 99,83 %. Die Eigenkapitalquote ist im Geschäftsjahr 2019 mit 99,86 % konstant geblieben.
Die Rückstellungen der HAEMATO AG beliefen sich per 31. Dezember 2019 auf insgesamt TEUR 62 (Vorjahr: TEUR 50).
4.2.3.6 Vermögenslage der HAEMATO AG (HGB)
Die Vermögenslage ist im Wesentlichen geprägt durch die Erhöhung an den Beteiligungen. Bestanden die Finanzanlagen 2018 noch in Höhe von TEUR 55.994, konnten durch Zugänge die Beteiligungen auf TEUR 57.544 erhöht werden.
4.2.3.7 Finanzielle Leistungsindikatoren des HAEMATO-Konzerns (IFRS)
Wir ziehen für unsere interne Unternehmenssteuerung die Kennzahlen Eigenkapitalrendite und EBIT heran.
Die Eigenkapitalrentabilität vor Steuern liegt im Geschäftsjahr bei -1,6 % (Vorjahr: 10,3 %).
Das EBIT beträgt TEUR -18,7 (Vorjahr: TEUR 6.559,9), das EBITDA beträgt TEUR 1.896,6 (Vorjahr: TEUR 8.015,9).
Der HAEMATO-Konzern arbeitet weiterhin erfolgreich, und die wirtschaftliche Lage kann insgesamt als gut bezeichnet werden.
4.3 Prognosebericht
4.3.1 Gesamtwirtschaftlicher Ausblick
Handelspolitische Unsicherheiten belasten weiterhin den Ausblick und bleiben ein Risiko für Prognosen. Die Weltwirtschaft dürfte nicht mehr an Fahrt verlieren, doch der Produktionsanstieg bleibt verhalten. 26
Der Austritt des Vereinigten Königreichs aus der EU rückt näher, ohne dass die Ausgestaltung der zukünftigen Regelungen ausgehandelt ist. Der kurze Verhandlungszeitraum muss daher ausreichen, um ein Freihandelsabkommen mit den EU-27 Staaten zu verankern und einen ungestörten Handel zu ermöglichen. 27
Gegen Ende des Jahres haben sich Anzeichen einer Stabilisierung gezeigt. Im Euro-Raum dürfte das BIP in den Jahren 2019 und 2020 um 1,2% beziehungsweise 1,1% zunehmen. 28
Der deutsche Industrieabschwung dürfte im Laufe des kommenden Jahres überwunden sein. Für das Jahr 2020 wird eine Stabilisierung der gesamtwirtschaftlichen Produktion erwartet. Die entscheidende Kraft bleibt dabei, wie in den Vorjahren, die Binnenwirtschaft. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) dürfte im Jahresdurchschnitt um 0,8% zu nehmen. 29
Der demografische Wandel ist in vollem Gange und der Anteil älterer Menschen an der Gesamtbevölkerung wächst kontinuierlich. Diese Entwicklung stellt das Gesundheitswesen vor enorme Herausforderungen. Der Arzneimittelmarkt in Deutschland ist in den vergangenen Jahren beständig gewachsen. 30
Pharmazeutische Unternehmen liefern Jahr für Jahr neue Medikamente für die Gesundheitsversorgung und sind immer stärker in der Lage, patientenindividuelle medikamentöse Therapiemöglichkeiten zu entwickeln. Es ist zu erwarten, dass im kommenden Jahr über 30 Medikamente mit neuem Wirkstoff in Deutschland eingeführt werden; 2019 waren es 25. 31
Der Fokus in Sachen Arzneimittelinnovationen wird 2020 auf der Onkologie liegen. Zum zweiten Mal nach 2019 hat ein Krebsmedikament die Zulassung organübergreifend für jegliche Tumore erhalten, die eine bestimmte Genmutation aufweisen. 32
Hoffnung machen auch zwei Gentherapien, die bei bestimmten seltenen Erkrankungen (sog. Orphan Diseases) zum Einsatz kommen. Von diesen Leiden gibt es rund 7.000 und sie betreffen nach der Definition der Europäischen Arzneimittelagentur (EMA) höchstens fünf von 10.000 Menschen (in Deutschland ca. 4 Mio. Patienten). 33
Es wird prognostiziert, dass der weltweite Umsatz mit Orphan Drugs von 2019 bis 2024 um 12,3 % steigen wird. Bis 2024 wird der Umsatz voraussichtlich Mrd. USD 242 und somit ein Fünftel des weltweiten Umsatzes mit verschreibungspflichtigen Medikamenten erreichen. Medikamente für onkologische Indikationen dominieren die Orphan-Drug-Pipeline-Landschaft, ebenso wie zell- und genbasierte Therapeutika. 34
Zudem eröffnen sich neue Perspektiven im Bereich der "Biosimilars". Ein Biosimilar ist ein Folgeprodukt eines ehemals patentgeschützten Biopharmazeutikums. Biosimilars sind in der EU bereits seit 13 Jahren verfügbar. Ende 2018 waren 56 Biosimilars zu 13 verschiedenen Wirkstoffen zugelassen. 35
Das Potenzial auf diesem Sektor wird durch eine hohe Wachstumsrate und Dynamik als sehr groß eingeschätzt. 36 Die Patentabläufe der Blockbuster-Therapien haben eine historische Bedeutung für die Branche. Nachfolgeprodukte der Originalmedikamente fassen schnell Fuß auf dem Markt und gelangen gut in die Versorgung. Diese Entwicklung entlastet massiv das Gesundheitssystem. Denn günstigere Alternativen bei gleich hoher Qualität sind elementar für die medizinische Patientenversorgung. 37
Mit dem im August 2019 in Kraft getretenen Gesetz für mehr Sicherheit in der Arzneimittelversorgung (GSAV) wird die Marktdurchdringung mit Biosimilars gefördert. 38 Die Umstellung auf Biosimilars könnte den Kassen Einsparungen in Milliardenhöhe bringen. 39
Pharmakotherapie ist die wichtigste therapeutische Maßnahme vor allem bei alten, multimorbiden Patienten und stellt bei chronischen Erkrankungen häufig eine Dauertherapie dar. Sie wird zukünftig durch den medizinischen Fortschritt und das Älterwerden unserer Gesellschaft an Bedeutung gewinnen. 40
Nach einer Prognose von IQVIA wird der Pharmamarkt in Deutschland bis 2023 zwischen 3% und 6% wachsen. Das Wachstum wird weiterhin hauptsächlich aus Spezialtherapeutika resultieren, z. B. Medikamenten zur Behandlung von Krebs- und Autoimmunerkrankungen, Immunschwächekrankheiten, HIV-Infektion und multipler Sklerose. 41
Vor dem Hintergrund der demographischen Veränderungen, die die steigende Nachfrage nach kostengünstigen Arzneimitteln mit sich ziehen und Einsparbemühungen der Krankenkassen in den Vordergrund stellen, sieht sich die HAEMATO-Gruppe mit ihrem Fokus auf Generika, EU-Originalarzneimitteln und kostengünstigen Spezialmedikamenten in einer stabilen Basis für zukünftiges Wachstum. Dabei soll sich der zukünftige Schwerpunkt der HAEMATO von den Generika hin zu den Spezialmedikamenten verlagern.
Dieser Arzneimittel-Bereich hat sich in den letzten Jahren vom Nischenprodukt zum Megatrend entwickelt und wächst überproportional. Die HAEMATO-Gruppe ist in diesem Segment bereits sehr gut aufgestellt. Mit unserem direkten Zugang zu 5.000 Apotheken allein in Deutschland können wir in diesem Segment noch deutlich wachsen.
Darüber hinaus werden künftig unter der HAEMATO Med pharmazeutische, medizinische und medizintechnische Produkte für die ästhetische Chirurgie und kosmetische Dermatologie entwickelt. Wir erwarten, dass sich diese Sortimentserweiterung in den kommenden Monaten positiv auf die Umsatz- und Margenentwicklung auswirkt. Die o.a. Einschätzungen gehen von einer relativ ungestörten gesamtwirtschaftlichen Entwicklung aus. Die im ersten Quartal 2020 beginnende Corona Pandemie ist geeignet, die gesamtwirtschaftliche Entwicklung massiv negativ zu beeinflussen. Dabei sind die Dauer und die Intensität der Erholung entscheidende Faktoren, die aber aktuell nicht abschließend eingeschätzt werden können. Zudem ist damit zu rechnen, dass sich die wirtschaftliche Gesamtsituation nach der Pandemie nicht mehr mit der vor der Pandemie vergleichen lässt.
2020
Über 30 neue Medikamente
Arzneimittelinnovationen im Bereich Onkologie
Große Potenziale für Biosimilars
2 neue Gentherapien
Wachstum im Bereich der Spezialpharmazeutika
Pharmakotherapie wird an Bedeutung gewinnen
Weltweiter Umsatz mit Orphan Drugs steigt bis 2024 vorraussichtlich um 12,3%
4.3.2 Unternehmerischer Ausblick
Wir beurteilen die voraussichtliche Entwicklung des Unternehmens positiv. Die Pharmabranche bietet weiterhin ein großes Wachstumspotenzial, wenn Service, Preis und Qualität streng an den Kundenanforderungen ausgerichtet werden und Potenziale innerhalb der Wertschöpfungskette konsequent genutzt werden. Den möglichen Ausbau unseres Marktanteils im Parallelimportgeschäft sowie die Erschließung neuer Geschäftsfelder sehen wir als größten Wachstumsmotor für die künftige Entwicklung der HAEMATO-Gruppe.
Den Risiken von Lieferengpässen begegnen wir durch die Diversifizierung im Bereich Beschaffung für die Mehrzahl der Produkte. Die Umsetzung der Richtlinie 2011/62/EU mit Start am 9. Februar 2019 bringt Sicherheit im Bereich der Beschaffung und wird eine stabilere Geschäftsgrundlage für die kommenden Geschäftsjahre bilden.
Wir erwarten im Geschäftsjahr 2020 durch konsequente Umsetzung der eingeleiteten Maßnahmen eine Steigerung des Umsatzvolumens von mehr als 10%, welche zu einer deutlichen Verbesserung des EBIT durch Erhöhung des Rohgewinnes beitragen wird. Dies wird folglich auch zu einer Verbesserung der Finanzlage führen und zu einem positiven operativen Cash Flow beitragen.
Den weiteren Ausbau der Kooperationen mit den gesetzlichen Versicherungsträgern werden wir mit einer optimierten Einkaufspolitik durch effizientere Nutzung der vorhandenen Datenbasis unterstützen. Durch die Erschließung neuer Absatzmärkte werden wir versuchen, das Ertragspotenzial für zukünftige Berichtsperioden ebenfalls nachhaltig zu erhöhen.
Änderungen an der im Sozialgesetzbuch verankerten Importförderklausel könnten Auswirkungen auf unser Geschäftsmodell haben. Die teils divergierenden Bestrebungen in der Politik, der Gesundheitswirtschaft und bei den Versicherungsunternehmen lassen jedoch keine Prognose zu den Chancen und Risiken zu.
Die o.a. Prognosen basieren auf einer schnellen Beendigung (V-Verlauf) der wirtschaftlichen Einschränkungen durch die Corona Pandemie. Sollten die Einschränkungen über mehrere Monate bestehen, sind die daraus entstehenden Effekte nicht seriös zu prognostizieren.
Wir werden auch zukünftig in der Lage sein, unseren Zahlungsverpflichtungen fristgerecht nachzukommen.
4.4 Risikobericht
4.4.1.1 Branchenspezifische Risiken
Gesetzliche Regulierungsmaßnahmen innerhalb der gesamten europäischen Union, ein starker Margendruck im Pharmamarkt sowie der permanente Wandel des Parallelimportmarktes durch Wechselkursrisiko und Preisunterschiede bei der Beschaffung der Arzneimittel können einen negativen Einfluss auf unsere Umsatz- und Ergebnissituation haben. Die Originalhersteller versuchen nach wie vor, die einzelnen europäischen Märkte zu kontingentieren oder Single-Channel-Distributoren zu nutzen, um Exporte zu erschweren.
Des Weiteren versuchen die Originalhersteller durch Erhalt von hohen Listenpreisen, unter Abschluss von nachträglichen Rabattvereinbarungen Exporte zu erschweren. Außerdem besteht grundsätzlich die Gefahr, dass sich die Abgabepreise in den verschiedenen Ländern der EU sukzessive angleichen oder in einzelnen Ländern beziehungsweise für einzelne Präparate Exportverbote erlassen werden.
Rechtliche Risiken ergeben sich vor allem aus dem Vertrieb unserer Produkte und insbesondere aus marken- und patentrechtlichen Fragestellungen.
Als Importeur gelten wir arzneimittelrechtlich als pharmazeutischer Unternehmer. Wir tragen daher das Risiko von Marktrücknahmen.
Aus dem Ausbruch des Coronavirus können sich gesamtwirtschaftliche Risiken ergeben, die zu signifikanten Rückgängen des Wirtschaftswachstums weltweit führen können. Risiken für die HAEMATO-Gruppe können dabei nicht nur die Absatzentwicklung betreffen, sondern auch zu erheblichen Beeinträchtigungen der Produktion, des Beschaffungsmarkts und der Zulieferkette führen.
4.4.1.2 Ertragsorientierte Risiken
Die Wettbewerbsrisiken haben aufgrund von neuen Mitbewerbern in der Branche zugenommen. Wir gehen davon aus, unsere Marktanteile mittelfristig aufgrund unseres starken Direktvertriebes weiter ausdehnen zu können. Möglicherweise sind jedoch im Zuge weiterer Organisationsoptimierungen zusätzliche Kosten oder Investitionen zu erwarten.
4.4.1.3 Finanzwirtschaftliche Risiken
Aufgrund der stabilen Liquiditäts- und Eigenkapitalsituation unseres Unternehmens sind Liquiditätsrisiken derzeit nicht erkennbar.
Wesentliche Währungsrisiken, die die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft beeinflussen könnten, bestehen nicht. Warenlieferungen aus Fremdwährungsländern werden innerhalb sehr kurzer Fristen abgewickelt.
Wir bedienen uns eingeräumter Kreditlinien eines Bankenkonsortiums für die Finanzierung der Betriebsmittel. In diesen Vereinbarungen sind Finanzkennzahlen definiert, deren Nichteinhaltung grundsätzlich zu Kündigungsmöglichkeiten einzelner Kreditgeber führen können. Die zur Verfügung gestellten Kreditlinien werden regelmäßig nicht in voller Höhe ausgenutzt.
Durch ein rollierendes Unternehmens- und Finanzplanungssystem sind wir jederzeit in der Lage, auf Veränderungen im Finanzmittelbedarf kurzfristig zu reagieren. Daneben finanzieren wir uns über ein Kundenfactoring. Die langfristigen Tranchen der Betriebsmittellinien stehen im kommenden Kalenderjahr zur Refinanzierung an. Die Gespräche mit den bestehenden aber auch potentiell neuen Banken sind bereits Ende 2019 gestartet worden.
Auf Grund der seit Ende Februar verstärkt zunehmenden Corona Pandemie sind finanzwirtschaftliche Risiken für die HAEMATO-Gruppe kaum vorhersehbar. Die langfristig gehaltenen, börsennotierten Beteiligungen können hierbei, im Zuge einer vorübergehenden Wertminderung, zu einer nicht unwesentlichen Beeinflussung des Finanzergebnisses führen und somit auch das Gesamtergebnis des Konzerns maßgeblich beeinflussen.
Die Liquiditätslage ist zufriedenstellend; es sind keine Engpässe zu erwarten.
4.4.1.4 Risikomanagementsystem
Der HAEMATO-Konzern nutzt ein Risikomanagementsystem zur systematischen Identifizierung signifikanter und bestandsgefährdender Risiken, um deren Auswirkungen zu bewerten und geeignete Maßnahmen zu erarbeiten. Das Ziel des Risikomanagementsystems besteht im Wesentlichen darin, finanzielle Verluste, Ausfälle oder Störungen zu vermeiden oder geeignete Gegenmaßnahmen unverzüglich umzusetzen. Im Rahmen dieses Systems werden Vorstand und Aufsichtsrat frühzeitig über Risiken informiert. Wichtige Mechanismen der Früherkennung bilden dabei die Überwachung der Liquidität und der Ergebnisentwicklung. Die Überwachung der operativen Entwicklung und die Ermittlung rechtzeitiger Planabweichungen ist Aufgabe des Controllings. Falls notwendig entscheiden die jeweiligen Verantwortlichen der Fachabteilungen gemeinsam mit dem Vorstand über die angemessene Strategie und Maßnahmen bei der Steuerung der Risiken.
4.4.2 Chancenbericht
Der Gesundheitsmarkt ist und bleibt ein Wachstumsmarkt. Durch unsere Spezialisierung in den Therapiegebieten Onkologie, HIV und anderen chronischen Krankheiten werden wir an diesem Wachstum partizipieren. Durch die Erschließung von neuen Geschäftsfeldern können ebenfalls wachstumsunterstützende Effekte erwartet werden.
Auf der Beschaffungsseite können wir auf eine breite Palette von Liefermöglichkeiten zurückgreifen. Zur Minimierung der geschäftlichen Risiken diversifizieren wir unsere Bezugsquellen europaweit. Unsere hohen Qualitätsansprüche sichern wir durch eine sorgfältige Lieferantenqualifikation und -auswahl sowie ein aktives Lieferantenmanagement ab.
Dem Wettbewerb am Markt werden wir, vor allem durch die zunehmende Konkurrenz der Anbieter in unserem Segment, weiterhin durch Erfahrung, Innovationen, Zuverlässigkeit und durch ein hohes Maß an Qualität begegnen.
4.4.3 Gesamtaussage
Risiken der künftigen Entwicklung sehen wir weiterhin in der Unsicherheit hinsichtlich des Verlaufs der Corona Pandemie, einem schwierigen Wettbewerbsumfeld, steigenden Einkaufspreisen und dem stagnierenden Verkaufspreisniveau. Daneben können regulatorische Maßnahmen Risiken für die Entwicklung sein.
Vor dem Hintergrund unserer finanziellen Stabilität sehen wir uns für die Bewältigung der künftigen Risiken aber gut gerüstet.
4.5 Risikoberichterstattung über die Verwendung von Finanzinstrumenten
Zu den im Unternehmen bestehenden Finanzinstrumenten zählen im Wesentlichen Wertpapiere, Forderungen, Verbindlichkeiten und Guthaben bei Kreditinstituten.
Die Gesellschaft verfügt über einen solventen Kundenstamm. Forderungsausfälle sind die absolute Ausnahme. Zudem besteht eine Kreditversicherung für potentielle Forderungsausfälle.
Verbindlichkeiten werden innerhalb der vereinbarten Zahlungsfristen gezahlt.
Im kurzfristigen Bereich finanziert sich die Gesellschaft überwiegend mittels Lieferantenkrediten und über Kreditlinien verschiedener Banken.
Beim Management der Finanzpositionen verfolgt das Unternehmen eine konservative Risikopolitik.
Soweit bei finanziellen Vermögenswerten Ausfall- und Bonitätsrisiken erkennbar sind, werden entsprechende Wertberichtigungen vorgenommen. Zur Minimierung von Ausfallrisiken verfügt das Unternehmen über ein adäquates Debitorenmanagement. Zudem besteht eine Warenkreditversicherung. Darüber hinaus informieren wir uns vor Eingehung einer neuen Geschäftsbeziehung stets über die Bonität unserer Kunden.
4.6 Bericht über Zweigniederlassungen
Zweigniederlassungen werden von der Gesellschaft nicht unterhalten.
4.7 Schlusserklärung nach § 312 Ziffer 3 Absatz 3 AktG
Der Vorstand hat gemäß § 312 AktG einen Bericht über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen erstellt, der folgende Schlusserklärung enthält: "Unsere Gesellschaft sowie die Tochtergesellschaften haben nach den Umständen, die uns zu dem Zeitpunkt bekannt waren, in dem mit dem herrschenden sowie sonstigen verbundenen Unternehmen Rechtsgeschäfte vorgenommen wurden, bei jedem Rechtsgeschäft eine angemessene Gegenleistung erhalten."
Schönefeld, 26.02.2020
HAEMATO AG
Uwe Zimdars, Vorstand
Daniel Kracht, Vorstand
5. KONZERNABSCHLUSS
5.1 Konzernbilanz - Aktiva
Bilanzierung nach IFRS
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| Anhangangabe | 31.12.2019 | 31.12.2018 | |
|---|---|---|---|
| EUR | EUR | ||
| --- | --- | --- | --- |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 6.2.1 | 2.100.938 | 5.599.318 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 6.2.2 | 10.943.633 | 7.320.190 |
| Vorräte | 6.2.3 | 55.440.878 | 44.376.931 |
| Sonstige kurzfristige finanzielle Vermögensgegenstände | 6.2.4 | 2.761.363 | 2.889.402 |
| Sonstige kurzfristige Vermögensgegenstände | 6.2.5 | 666.284 | 456.907 |
| Forderungen aus Ertragssteuern | 6.2.6 | 856.331 | 41.607 |
| Kurzfristige Vermögensgegenstände | 72.769.426 | 60.684.356 | |
| Immaterielle Vermögensgegenstände | 6.2.7 | 38.249.018 | 38.677.024 |
| Sachanlagen | 6.2.8 | 2.166.462 | 1.046.831 |
| Sonstige langfristige finanzielle Vermögensgegenstände | 6.2.9 | 15.246.994 | 15.972.700 |
| Sonstige langfristige Vermögensgegenstände | 6.2.10 | 135.268 | 135.490 |
| Langfristige Vermögensgegenstände | 55.797.743 | 55.832.045 | |
| SUMME AKTIVA | 128.567.169 | 116.516.401 |
Passiva
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| Anhangangabe | 31.12.2019 | 31.12.2018 | |
|---|---|---|---|
| EUR | EUR | ||
| --- | --- | --- | --- |
| Kurzfristige Rückstellungen | 6.3.1 | 1.356.755 | 360.474 |
| Verbindlichkeiten aus Ertragssteuern | 6.3.2 | 661.469 | 683.057 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 6.3.3 | 19.621.836 | 8.469.399 |
| Kurzfristige Leasingverbindlichkeiten | 6.3.4 | 518.236 | 0 |
| Sonstige kurzfristige finanzielle Verbindlichkeiten | 6.3.5 | 28.897.171 | 7.679.875 |
| Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten | 6.3.6 | 97.348 | 335.734 |
| Vertrags- und Rückerstattungsverbindlichkeiten | 6.3.7 | 4.377.622 | 7.954.140 |
| Kurzfristige Schulden | 55.530.437 | 25.482.678 | |
| Langfristige Rückstellungen | 6.3.8 | 52.554 | 25.579 |
| Langfristige Leasingverbindlichkeiten | 6.3.4 | 562.610 | 0 |
| Sonstige langfristige finanzielle Verbindlichkeiten | 6.3.9 | 0 | 15.000.000 |
| Passive latente Steuern | 6.3.10 | 202.861 | 331.801 |
| Langfristige Schulden | 818.025 | 15.357.380 | |
| Gezeichnetes Kapital | 6.3.11 | 22.867.154 | 22.867.154 |
| Erworbene eigene Anteile | 6.3.11 | -17.201 | -17.201 |
| Kapitalrücklage | 6.3.11 | 22.367.791 | 22.367.791 |
| Kapitalrücklage für eigene Anteile | 6.3.11 | -85.799 | -85.799 |
| Gewinnrücklagen | 6.3.11 | 27.086.762 | 30.544.398 |
| Eigenkapital | 72.218.707 | 75.676.343 | |
| SUMME PASSIVA | 128.567.169 | 116.516.401 |
5.3 Konzerngesamtergebnisrechnung
Bilanzierung nach IFRS
Gewinn- und Verlustrechnung
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| Anhangangabe | 31.12.2019 | 31.12.2018 | |
|---|---|---|---|
| Gewinn- und Verlustrechnung | EUR | EUR | |
| --- | --- | --- | --- |
| Umsatzerlöse | 6.4.1 | 197.834.803 | 274.120.538 |
| Erhöhung oder Verminderung des Bestands an fertigen u. unfertigen Erzeugnissen | 6.4.2 | 0 | -984 |
| Sonstige betriebliche Erträge | 6.4.3 | 1.459.897 | 1.733.524 |
| Aufwendungen für bezogene Waren und Leistungen | 6.4.4 | -184.236.272 | -252.994.712 |
| Personalaufwand | 6.4.5 | -6.307.752 | -6.322.109 |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | 6.4.6 | -6.854.104 | -8.520.316 |
| Ergebnis aus der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit | EBITDA | 1.896.572 | 8.015.942 | |
| Abschreibungen | 6.4.7 | -1.915.252 | -1.456.052 |
| Operatives Ergebnis | EBIT | -18.680 | 6.559.889 | |
| Erträge aus Beteiligungen | 6.4.8 | 319.961 | 319.662 |
| Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge | 6.4.9 | 8.239 | 16.217 |
| Zinsen und ähnliche Aufwendungen | 6.4.10 | -771.887 | -1.075.141 |
| Zuschreibungen aus der Bewertung von finanziellen Vermögenswerten | 18.777 | 1.943.288 | |
| Abschreibungen aus der Bewertung von finanziellen Vermögenswerten | -744.483 | 0 | |
| Finanzergebnis | -1.169.393 | 1.204.027 | |
| Ergebnis vor Steuern | EBT | -1.188.073 | 7.763.916 | |
| Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | 6.4.11 | 19.307 | -1.484.679 |
| Sonstige Steuern | 6.4.12 | -3.875 | -2.777 |
| Jahresüberschuss/-fehlbetrag | -1.172.641 | 6.276.460 | |
| Unverwässertes Ergebnis je Aktie (in EUR) | 6.4.13 | -0,05 | 0,27 |
5.4 Konzerneigenkapitalveränderungsrechnung
Bilanzierung nach IFRS
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| Gezeichnetes Kapital | Erworbene eigene Anteile | Kapitalrücklage | |
|---|---|---|---|
| EUR | EUR | EUR | |
| --- | --- | --- | --- |
| 1. Januar 2018 | 21.980.000 | 0 | 17.954.030 |
| Jahresüberschuss | 0 | 0 | 0 |
| Kapitalerhöhung | 887.154 | -17.201 | 0 |
| Transaktionskosten Eigenkapitalinstrumente | 0 | 0 | -11.385 |
| Einstellung in die Rücklagen | 0 | 0 | 4.425.146 |
| Ausschüttungen | 0 | 0 | 0 |
| 31. Dezember 2018 | 22.867.154 | -17.201 | 22.367.791 |
| 1. Januar 2019 | 22.867.154 | -17.201 | 22.367.791 |
| Jahresüberschuss | 0 | 0 | 0 |
| Ausschüttungen | 0 | 0 | 0 |
| 31. Dezember 2019 | 22.867.154 | -17.201 | 22.367.791 |
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| Kapitalrücklage für eigene Anteile | Gewinnrücklagen | Eigenkapital | |
|---|---|---|---|
| EUR | EUR | EUR | |
| --- | --- | --- | --- |
| 1. Januar 2018 | 0 | 30.861.938 | 70.795.969 |
| Jahresüberschuss | 0 | 6.276.460 | 6.276.460 |
| Kapitalerhöhung | 0 | 0 | 869.953 |
| Transaktionskosten Eigenkapitalinstrumente | 0 | 0 | -11.385 |
| Einstellung in die Rücklagen | -85.799 | 0 | 4.339.347 |
| Ausschüttungen | 0 | -6.594.000 | -6.594.000 |
| 31. Dezember 2018 | -85.799 | 30.544.398 | 75.676.343 |
| 1. Januar 2019 | -85.799 | 30.544.398 | 75.676.343 |
| Jahresüberschuss | 0 | -1.172.641 | -1.172.641 |
| Ausschüttungen | 0 | -2.284.995 | -2.284.995 |
| 31. Dezember 2019 | -85.799 | 27.086.762 | 72.218.707 |
5.5 Konzernkapitalflussrechnung
Bilanzierung nach IFRS
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| 31.12.2019 | 31.12.2018 | |
|---|---|---|
| EUR | EUR | |
| --- | --- | --- |
| Cash Flow aus laufender Geschäftstätigkeit | -2.763.338 | 557.870 |
| Periodenergebnis | -1.172.641 | 6.276.460 |
| Abschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens | 1.915.252 | 1.456.052 |
| Zu-/Abnahme der langfristigen Rückstellungen | 26.975 | 12.230 |
| Zu-/Abnahme der kurzfristigen Rückstellungen | 996.281 | -12.241 |
| Zu-/Abnahme durch Zeitwertbewertung | 725.706 | -1.943.288 |
| Zu-/Abnahme der Vorräte | -11.063.947 | 524.969 |
| Zu-/Abnahme der Forderungen aus Lieferungen u. Leistungen sowie andere Aktiva | -3.704.443 | 1.064.384 |
| Zu-/Abnahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen u. Leistungen sowie andere Passiva | 10.054.040 | -7.467.512 |
| Gewinn/Verlust aus dem Abgang von Anlagevermögen | 0 | -546.348 |
| Zinsaufwendungen/-erträge | 744.651 | 1.058.923 |
| Sonstige Beteiligungserträge | -319.961 | -319.662 |
| Ertragssteueraufwand/-ertrag | -19.307 | 1.484.679 |
| Ertragssteuerzahlungen | -945.944 | -1.030.776 |
| Cash Flow aus Investitionstätigkeit | -701.339 | 6.208.166 |
| Einzahlungen aus Abgängen des immateriellen Anlagevermögens | 7.011 | 1.617 |
| Auszahlungen für Investitionen in das immaterielle Anlagevermögen | -748.509 | -990.244 |
| Einzahlungen aus Abgängen des Sachanlagevermögens | 56.211 | 7.407 |
| Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen | -344.253 | -151.043 |
| Einzahlungen aus Abgängen des Finanzanlagevermögens | 0 | 7.004.550 |
| Zinserträge | 8.239 | 16.217 |
| Beteiligungserträge | 319.961 | 319.662 |
| Cash Flow aus Finanzierungstätigkeit | 48.531 | -11.612.279 |
| Einzahlung aus Eigenkapitalzuführungen | 0 | 5.197.915 |
| Veränderung des Genussscheinkapitals | 0 | -5.209.300 |
| Veränderungen der Bankverbindlichkeiten | 3.583.024 | -3.931.753 |
| Zinsaufwendungen | -713.835 | -1.075.141 |
| Auszahlungen an Unternehmenseigner und Minderheitengesellschafter | -2.284.995 | -6.594.000 |
| Tilgung Nutzungsrechte | -535.663 | 0 |
| Netto-Cash Flow | -3.416.146 | -4.846.243 |
| Finanzmittelfonds am Anfang der Periode | 1.623.323 | 6.469.565 |
| jederzeit fällige Verbindlichkeiten am Anfang der Periode | 3.975.995 | 0 |
| Zahlungsmittelbestand am Anfang der Periode | 5.599.318 | 6.469.565 |
| Finanzmittelfonds am Ende der Periode | -1.792.823 | 1.623.323 |
| jederzeit fällige Verbindlichkeiten am Ende der Periode | 3.893.760 | 3.975.995 |
| Zahlungsmittelbestand am Ende der Periode | 2.100.938 | 5.599.318 |
| Veränderung Zahlungsmittelbestand | -3.498.380 | -870.247 |
6. ANHANG ZUM KONZERNABSCHLUSS
6.1 Grundlagen der Abschlusserstellung
6.1.1 Berichtendes Unternehmen
Die HAEMATO AG wurde am 10. Mai 1993 gegründet. Die Gesellschaft ist im Handelsregister des Amtsgerichts Berlin-Charlottenburg unter HRB 88633 eingetragen und hat ihren Sitz in Berlin. Die Geschäftsadresse befindet sich in der Lilienthalstr. 5c, 12529 Schönefeld. Ihr Mutterunternehmen ist die MPH Health Care AG. Die HAEMATO- Gruppe ist im Pharmabereich mit Fokus auf die Wachstumsmärkte der hochpreisigen Spezialpharmazeutika aus den Indikationsbereichen Onkologie und HIV sowie in den Bereichen Rheuma, Neurologie und Herz-Kreislauf-Erkrankungen tätig.
6.1.2 Grundlagen der Rechnungslegung
Der Konzernabschluss der HAEMATO AG für die Zeit vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2019 wurde nach den International Financial Reporting Standards (IFRS) des International Accounting Standards Board (IASB), wie sie in der Europäischen Union anzuwenden sind, freiwillig aufgestellt. Er wurde vom Vorstand am 20. März 2020 zur Veröffentlichung genehmigt.
Die Bilanzierung und Bewertung wurde unter der Annahme der Unternehmensfortführung vorgenommen. Der Konzernabschluss ist auf den Stichtag des Jahresabschlusses des Mutterunternehmens aufgestellt, der zugleich auch der Abschlussstichtag aller einbezogenen Tochterunternehmen ist.
Die Bilanz des HAEMATO-Konzerns ist nach Fristigkeitsgesichtspunkten aufgestellt worden, wobei Vermögenswerte und Schulden, deren Realisation bzw. Tilgung innerhalb von zwölf Monaten nach dem Bilanzstichtag erwartet wird, als kurzfristig eingestuft wurden. Latente Steueransprüche und latente Steuerschulden sind jeweils vollständig unter den langfristigen Vermögenswerten bzw. langfristigen Schulden ausgewiesen.
Die Gewinn- und Verlustrechnung wird als Teil der Gesamtergebnisrechnung nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.
6.1.3 Funktionale- und Darstellungswährung
Dieser Konzernabschluss wird in Euro, der funktionalen Währung des Unternehmens, dargestellt. Alle in Euro dargestellten Finanzinformationen wurden, soweit nicht anders angegeben, auf den nächsten Euro gerundet.
6.1.4 Änderungen wesentlicher Rechnungslegungsmethoden
Die vom IASB verabschiedeten neuen Standards wurden ab dem Zeitpunkt des Inkrafttretens beachtet.
Der IFRS 16 ersetzt erstmalig für die Berichtsperiode, beginnend ab dem 1. Januar 2019, die Anforderungen des IAS 17 Leasingverhältnisse sowie die damit verbundenen Interpretationen.
Die folgenden Standards und Interpretationen sowie Änderungen bestehender Standards sind erstmals für Berichtsperioden verpflichtend anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2019 beginnen:
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| • | IFRS 16 Leasingverhältnisse |
| • | IFRIC 23 Unsicherheit bezüglich der ertragssteuerlichen Behandlung |
| • | Änderungen an IAS 28 Langfristige Beteiligungen an assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen |
| • | Änderungen an IFRS 19 Planänderungen, -kürzungen und Abgeltungen |
| • | Jährliche Verbesserungen an den IFRS-Standards Zyklus 2015-2017 (Änderungen an IFRS 3, IFRS 11, IAS 12 und IAS 23) |
Anwendung Leasingverhältnisse IFRS 16
Der Konzern hat IFRS 16 nach der modifiziert retrospektiven Methode angewendet, wonach der kumulierte Effekt der erstmaligen Anwendung zum 1. Januar 2019 in den Gewinnrücklagen erfasst wird. Daher wurden die Vergleichsinformationen für 2018 nicht angepasst, das heißt wie zuvor gemäß IAS 17 und den damit verbundenen Interpretationen dargestellt. Die Einzelheiten zu den Änderungen der Rechnungslegungsmethoden sind nachstehend aufgeführt. Darüber hinaus wurden die Angabepflichten in IFRS 16 nicht generell auf die Vergleichsinformationen angewendet.
Beim Übergang auf IFRS 16 entschied sich der Konzern, die Erleichterungsvorschrift zur Beibehaltung der Beurteilung, welche Transaktionen Leasingverhältnisse sind, anzuwenden. Der Konzern wendete IFRS 16 nur auf Verträge an, die zuvor als Leasingverhältnisse identifiziert wurden. Verträge, die nach IAS 17 und IFRIC 4 nicht als Leasingverhältnisse identifiziert wurden, wurden nicht daraufhin überprüft, ob ein Leasingverhältnis nach IFRS 16 vorliegt. Daher wurde die Definition eines Leasingverhältnisses nach IFRS 16 nur auf Verträge angewendet, die am oder nach dem 1. Januar 2019 abgeschlossen oder geändert wurden.
Als Leasingnehmer least die HAEMATO AG viele Vermögenswerte, einschließlich Immobilien, Fahrzeuge und Büro-Ausstattung. Der Konzern hat Leasingverhältnisse bisher als Operating-Leasingverhältnis oder Finanzierungsleasing eingestuft, basierend auf seiner Einschätzung, ob das Leasingverhältnis im Wesentlichen alle mit dem Eigentum des zugrunde liegenden Vermögenswertes verbundenen Risiken und Chancen auf den Konzern übertragen hat. Gemäß IFRS 16 bilanziert der Konzern für die meisten dieser Leasingverträge Nutzungsrechte und Leasingverbindlichkeiten, das heißt, diese Leasingverträge sind in der Bilanz ausgewiesen.
Der Konzern hat seine Nutzungsrechte zum Zeitpunkt des Übergangs auf Wertminderung geprüft und ist zu dem Schluss gekommen, dass keine Anhaltspunkte für eine Wertminderung der Nutzungsrechte vorliegen.
Im Konzernabschluss wurden Erleichterungsvorschriften bei der Anwendung des IFRS 16 auf Leasingverhältnisse genutzt, die nach IAS 17 als Operating-Leasingverhältnisse eingestuft wurden. Im Einzelnen wurden:
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| • | bei Leasingverhältnissen, deren Laufzeit innerhalb von 12 Monaten nach dem Zeitpunkt der erstmaligen Anwendung endet, weder Nutzungsrechte noch Leasingverbindlichkeiten angesetzt |
| • | bei Leasingverhältnissen, bei denen der zugrunde liegende Vermögenswert von geringem Wert ist, weder Nutzungsrechte noch Leasingverbindlichkeiten angesetzt |
| • | bei der Bewertung des Nutzungsrechtes zum Zeitpunkt der erstmaligen Anwendung die anfänglichen direkten Kosten unberücksichtigt gelassen |
Beim Übergang auf IFRS 16 hat der Konzern Nutzungsrechte und die Differenz in den Gewinnrücklagen erfasst.
Die Auswirkungen im Zeitpunkt des Übergangs werden im Folgenden zusammengefasst:
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| 1. Januar 2019 | in EUR |
|---|---|
| Zugang Nutzungsrechte | 1.411.264 |
| Kurzfristige Leasingverbindlichkeiten | -469.853 |
| Langfristige Leasingverbindlichkeiten | -936.726 |
| Gewinnauswirkung | 4.684 |
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| Überleitungsrechnung Leasingverbindlichkeiten | in EUR |
|---|---|
| Operative Leasingverbindlichkeiten zum 31.12.2018 | 1.509.481 |
| Anwendungserleichterung für kurzfristige Leasingverhältnisse | -51.135 |
| Bruttoleasingverbindlichkeit zum 01.01.2019 | 1.458.346 |
| Abzinsung zum Grenzkapitalzinssatz | -51.767 |
| Barwert der Leasingverbindlichkeit | 1.406.578 |
Der gewichtete durchschnittliche Grenzfremdkapitalzinssatz, zu dem die Bruttoleasingverbindlichkeiten zum 1. Januar 2019 abgezinst wurden, betrug 3,55 %.
Die HAEMATO AG weist die Tilgungszahlungen der Leasingverbindlichkeiten im Cash Flow der Finanzierungstätigkeit aus. Leasingzahlungen für kurzfristige Leasingverhältnisse werden im Cash Flow der betrieblichen Tätigkeit ausgewiesen.
Zukünftig sind die folgenden Standards und Interpretationen sowie Änderungen bestehender Standards anzuwenden:
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| • | Änderungen der Verweise auf das Rahmenkonzept in den IFRS-Standards (ab 01.01.2020) |
| • | Änderungen an IFRS 3 Definition eines Geschäftsbetriebs |
| • | Änderungen an IAS 1 und IAS 8 Definition von "wesentlich" |
| • | IFRS 17 Versicherungsverträge (ab 01.01.2021) |
| • | Änderungen an IFRS 10 und IAS 28: Verkauf oder Einlage von Vermögenswerten zwischen einem Anleger und einem assoziierten Unternehmen oder Gemeinschaftsunternehmen (noch offen) |
Die Erträge und Aufwendungen durch Bewertung der Finanzanlagen mit dem beizulegenden Zeitwert in Höhe von TEUR -725,7 (Vorjahr: TEUR 1.943) werden im Berichtszeitraum und der Vergleichsperiode nicht in den sonstigen betrieblichen Erträgen/Aufwendungen ausgewiesen. Der Ausweis in separaten Posten im Finanzergebnis führt zu einer geeigneteren Darstellung.
6.1.5 Konsolidierungskreis
Der Konzernabschluss beinhaltet den Abschluss des Mutterunternehmens und seiner Tochterunternehmen. Tochterunternehmen sind vom Konzern beherrschte Unternehmen. Der Konzern beherrscht ein Unternehmen, wenn er schwankenden Renditen aus seinem Engagement bei dem Unternehmen ausgesetzt ist bzw. Anrechte auf diese besitzt und die Fähigkeit hat, diese Renditen mittels seiner Verfügungsgewalt über das Unternehmen zu beeinflussen. Die Abschlüsse von Tochterunternehmen sind im Konzernabschluss ab dem Zeitpunkt enthalten, an dem die Beherrschung beginnt, bis zu dem Zeitpunkt, an dem die Beherrschung endet.
Die erfolgten Konsolidierungen stellen sich wie folgt dar:
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| • | HAEMATO PHARM GmbH (ab dem 01.04.2013, Stichtag der Erstkonsolidierung) |
| • | HAEMATO MED GmbH (ab dem 22.05.2013, Stichtag der Erstkonsolidierung) |
| • | Sanate GmbH (ab dem 24.09.2013, Stichtag der Erstkonsolidierung) |
Im Zusammenhang mit einer bei der HAEMATO AG durchgeführten Kapitalerhöhung hat die HAEMATO AG sämtliche Aktien der ehemaligen HAEMATO PHARM AG, die nunmehr als HAEMATO PHARM GmbH firmiert, übernommen. Die HAEMATO PHARM GmbH wurde von der Muttergesellschaft erworben. Die HAEMATO PHARM GmbH ist im Pharmabereich tätig.
Das Stammkapital der HAEMATO PHARM GmbH beläuft sich auf EUR 500.000,00. Die HAEMATO PHARM GmbH verfügt über einen eigenen Geschäftsbetrieb im Sinne des IFRS 3. Nach Abzug des identifizierbaren Nettovermögens (Vermögenswerte abzüglich Verbindlichkeiten) hat sich ein Geschäfts- oder Firmenwert in Höhe von TEUR 34.584 ergeben. Die übertragene Gegenleistung beinhaltet u.a. Vorteile aus erwarteten Synergien, Umsatzwachstum und künftigen Marktentwicklungen. Diese Vorteile, die nicht getrennt vom Geschäfts- oder Firmenwert bilanziert werden können, ergeben in ihrer Summe den o.g. Geschäfts- oder Firmenwert.
Die HAEMATO MED GmbH wurde am 22. Mai 2013 durch die HAEMATO AG gegründet. Im Rahmen der Erstkonsolidierungen ergaben sich keine Unterschiedsbeträge. Das Stammkapital beläuft sich auf EUR 25.000,00.
Die HAEMATO PHARM GmbH hat am 24. September 2013 die Sanate GmbH gegründet. Im Rahmen der Erstkonsolidierung ergab sich kein Unterschiedsbetrag.
Das Stammkapital beläuft sich auf EUR 25.000,00.
Die Beteiligungsquoten der HAEMATO AG an den Tochtergesellschaften stellen sich zum Stichtag 31.12.2019 wie folgt dar:
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| Name und Sitz der Gesellschaft | Anteilsquote in% |
|---|---|
| HAEMATO PHARM GmbH * , Schönefeld | 100,00 |
| HAEMATO MED GmbH ** , Schönefeld | 100,00 |
| Sanate GmbH *** , Schönefeld | 100,00 |
* Die HAEMATO AG hält sämtliche Anteile an der HAEMATO PHARM GmbH.
** Die HAEMATO AG hält sämtliche Anteile an der HAEMATO MED GmbH.
*** Die HAEMATO PHARM GmbH hält sämtliche Anteile an der Sanate GmbH.
6.1.6 Konsolidierungsgrundsätze
Die Jahresabschlüsse aller Konzernunternehmen sind auf Basis einheitlicher Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden auf den Stichtag der HAEMATO AG (Mutterunternehmen) aufgestellt.
Der Erwerb von Geschäftsbetrieben wird nach der Erwerbsmethode bilanziert, wenn der Konzern Beherrschung erlangt hat. Die bei einem Unternehmenszusammenschluss übertragene Gegenleistung sowie das erworbene identifizierbare Nettovermögen werden grundsätzlich zum beizulegenden Zeitwert bewertet.
Mit dem Unternehmenserwerb verbundene Kosten wurden bei Anfall grundsätzlich erfolgswirksam erfasst. Die erworbenen identifizierbaren Vermögenswerte und Schulden wurden - mit Ausnahme von latenten Steueransprüchen bzw. latenten Steuerschulden - mit ihren beizulegenden Zeitwerten bewertet. Der Geschäfts- oder Firmenwert entspricht dem Überschuss aus der Summe der übertragenen Gegenleistung, dem Betrag aller nicht beherrschenden Anteile an dem erworbenen Unternehmen und dem Saldo der zum Erwerbszeitpunkt bestehenden Beträge der erworbenen identifizierbaren Vermögenswerte und der übernommenen Schulden.
Verliert der Konzern die Beherrschung über ein Tochterunternehmen, bucht er die Vermögenswerte und Schulden des Tochterunternehmens und alle zugehörigen, nicht beherrschenden Anteile und anderen Bestandteile am Eigenkapital aus. Jeder entstehende Gewinn oder Verlust wird in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.
Jeder zurückbehaltene Anteil an dem ehemaligen Tochterunternehmen wird zum beizulegenden Zeitwert zum Zeitpunkt des Verlustes der Beherrschung bewertet.
Alle konzerninternen Vermögenswerte, Schulden, Eigenkapital, Erträge, Aufwendungen und Cash Flows im Zusammenhang mit Geschäftsvorfällen zwischen Konzernunternehmen werden im Rahmen der Konsolidierung vollständig eliminiert.
Auf ergebniswirksame Konsolidierungsvorgänge wurden Steuerabgrenzungen insoweit vorgenommen, als sich der abweichende Steueraufwand in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich wieder ausgleicht.
6.1.7 Schätzungen und Annahmen
Die Erstellung des Konzernabschlusses erfordert Schätzungen und Annahmen, die die Beträge der Vermögenswerte, Schulden und finanziellen Verpflichtungen zum Bilanzstichtag sowie die Erträge und Aufwendungen des Berichtsjahres beeinflussen können. Die tatsächlichen Beträge können von diesen Schätzungen und Annahmen abweichen. Schätzungen und zugrunde liegende Annahmen werden laufend überprüft. Überarbeitungen von Schätzungen werden prospektiv erfasst.
Bei der Anwendung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden übt der Vorstand Ermessensentscheidungen aus. Zudem erforderte der Erwerb der Anteile an der HAEMATO PHARM GmbH den Test der Werthaltigkeit des erworbenen Geschäfts- oder Firmenwerts zum Bilanzstichtag. Für den Test der Werthaltigkeit des Geschäfts oder Firmenwerts ist es erforderlich, den Nutzungswert der Zahlungsmittel generierenden Einheit, welcher der Geschäfts- oder Firmenwert zugeordnet worden ist, zu ermitteln. Die Berechnung des Nutzungswerts bedarf der Schätzung künftiger Cash Flows aus der Zahlungsmittel generierenden Einheit sowie eines geeigneten Abzinsungssatzes für die Barwertberechnung.
Eine Reihe von Rechnungslegungsmethoden und Angaben des Konzerns verlangen die Bestimmung der beizulegenden Zeitwerte für finanzielle und nicht finanzielle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten. Bei der Bestimmung des beizulegenden Zeitwertes eines Vermögenswertes oder einer Schuld verwendet der Konzern, soweit wie möglich, am Markt beobachtbare Daten.
Basierend auf den in den Bewertungstechniken verwendeten Inputfaktoren werden die beizulegenden Zeitwerte in unterschiedliche Stufen in der Fair Value-Hierarchie eingeordnet:
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| Stufe 1: Notierte Preise (unbereinigt) auf aktiven Märkten für identische Vermögenswerte und Schulden | |
| Stufe 2: Bewertungsparameter, bei denen es sich nicht um die in Stufe 1 berücksichtigten, notierten Preise handelt, die sich aber für den Vermögenswert oder die Schuld entweder direkt (das heißt als Preis) oder indirekt (das heißt als Ableitung von Preisen) beobachten lassen. | |
| Stufe 3: Bewertungsparameter für Vermögenswerte oder Schulden, die nicht auf beobachtbaren Marktdaten beruhen. |
Wenn die zur Bestimmung des beizulegenden Zeitwertes eines Vermögenswertes oder einer Schuld verwendeten Inputfaktoren in unterschiedliche Stufen der Fair Value-Hierarchie eingeordnet werden können, wird die Bewertung zum beizulegenden Zeitwert in ihrer Gesamtheit der Stufe der Fair Value-Hierarchie zugeordnet, die dem niedrigsten Inputfaktor entspricht, der für die Bewertung insgesamt wesentlich ist.
Der Konzern erfasst Umgruppierungen zwischen verschiedenen Stufen der Fair Value-Hierarchie zum Ende der Berichtsperiode, in der die Änderung eingetreten ist.
Die vom Management verwendeten Grundlagen für die Beurteilung der Angemessenheit der Wertberichtigungen auf Forderungen sind die Fälligkeitsstruktur der Forderungssalden, die Bonität der Kunden sowie Veränderungen der Zahlungsbedingungen. Bei einer Verschlechterung der Finanzlage der Kunden kann der Umfang der tatsächlich vorzunehmenden Ausbuchungen den Umfang der erwarteten Ausbuchungen übersteigen.
Für jedes Besteuerungssubjekt ist die erwartete tatsächliche Ertragssteuer zu berechnen, und die temporären Differenzen aus der unterschiedlichen Behandlung bestimmter Bilanzposten zwischen dem IFRS-Konzernabschluss und dem steuerrechtlichen Abschluss sind zu beurteilen. Soweit temporäre Differenzen vorliegen, führen diese Differenzen grundsätzlich zum Ansatz von aktiven und passiven latenten Steuern im Konzernabschluss. Das Management muss bei der Berechnung tatsächlicher und latenter Steuern Beurteilungen treffen. Aktive latente Steuern werden in dem Maße angesetzt, in dem es wahrscheinlich ist, dass sie genutzt werden können. Die Nutzung aktiver latenter Steuern hängt von der Möglichkeit ab, im Rahmen der jeweiligen Steuerart ausreichendes zu versteuerndes Einkommen zu erzielen. Zur Beurteilung der Wahrscheinlichkeit der künftigen Nutzbarkeit von aktiven latenten Steuern sind verschiedene Faktoren heranzuziehen, wie z. B. Ertragslage der Vergangenheit, operative Planungen und Steuerplanungsstrategien. Weichen die tatsächlichen Ergebnisse von diesen Schätzungen ab oder sind diese Schätzungen in künftigen Perioden anzupassen, könnten diese nachteilige Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben. Kommt es zu einer Änderung der Werthaltigkeitsbeurteilung bei aktiven latenten Steuern, sind die angesetzten aktiven latenten Steuern erfolgswirksam abzuwerten.
6.2 Angaben zur Konzernbilanz - Aktiva
Bei der Aufstellung der Abschlüsse der zugehörigen Konzernunternehmen werden Geschäftsvorfälle, die auf andere Währungen als die funktionale Währung (EUR) des Konzernunternehmens lauten, mit den am Tag der Transaktion gültigen Kursen umgerechnet. Zum Bilanzstichtag werden sämtliche monetären Posten in Fremdwährung zum gültigen Stichtagskurs umgerechnet.
Nicht monetäre Posten in Fremdwährung, die zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, sind mit den Kursen umzurechnen, die zum Zeitpunkt der Bewertung mit dem beizulegenden Zeitwert Gültigkeit hatten.
6.2.1 Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente werden zu Anschaffungskosten bewertet. Sie umfassen Barbestände und andere kurzfristige hochliquide finanzielle Vermögenswerte, die zum Zeitpunkt der Anschaffung eine Laufzeit von maximal drei Monaten aufweisen.
6.2.2 Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, die sich insgesamt auf TEUR 10.944 (Vorjahr: TEUR 7.320) belaufen, werden mit dem Transaktionspreis gemäß IFRS 15 bewertet. Unsere Forderungen aus Lieferungen und Leistungen enthalten keine signifikante Finanzierungskomponente. Wertminderungen werden erfasst, wenn infolge eines oder mehrerer Ereignisse, die nach dem erstmaligen Ansatz des Vermögenswertes eintraten, ein objektiver Hinweis dafür vorliegt, dass sich die erwarteten künftigen Cash Flows negativ verändert haben. Die Kriterien, die zu einer Wertminderung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen führen, orientieren sich an der Ausfallwahrscheinlichkeit der Forderung und der erwarteten Bonität der Kunden.
6.2.3 Vorräte
Vorräte werden zum niedrigeren Wert aus historischen Anschaffungs- oder Herstellungskosten und Nettoveräußerungswert angesetzt. Der Nettoveräußerungswert ergibt sich aus dem erwarteten Verkaufserlös abzüglich noch anfallender Kosten. Die Anschaffungs- oder Herstellungskosten von Vorräten werden grundsätzlich nach der Einzelzuordnungsmethode ermittelt und beinhalten die Kosten des Erwerbs sowie diejenigen Kosten, die dafür angefallen sind, die Vorräte an ihren derzeitigen Ort und in ihren derzeitigen Zustand zu versetzen. Bei gleichartigen Vorräten, die in einer größeren Stückzahl vorliegen und untereinander austauschbar sind, erfolgt die Zuordnung der Anschaffungs- oder Herstellungskosten nach der Durchschnittsmethode. Bei selbst erstellten unfertigen und fertigen Erzeugnissen beinhalten die Herstellungskosten auch produktionsbezogene Gemeinkosten basierend auf einer Normalauslastung.
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| 31.12.2019 | 31.12.2018 | |
|---|---|---|
| EUR | EUR | |
| --- | --- | --- |
| Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe | 611.021 | 506.308 |
| Fertige Erzeugnisse und Waren | 53.555.670 | 42.618.122 |
| Anspruch auf Rückholung von Produkten | 1.090.120 | 1.246.661 |
| Geleistete Anzahlungen auf Vorräte | 184.067 | 5.840 |
| Vorräte | 55.440.878 | 44.376.931 |
6.2.4 Sonstige kurzfristige finanzielle Vermögenswerte
Ein Finanzinstrument ist ein Vertrag, der gleichzeitig bei einem Unternehmen zu einem finanziellen Vermögenswert und bei einem anderen Unternehmen zu einer finanziellen Verbindlichkeit oder einem Eigenkapitalinstrument führt. Finanzinstrumente werden erfasst, sobald HAEMATO Vertragspartei des Finanzinstruments wird. Bei marktüblichen Käufen oder Verkäufen von finanziellen Vermögenswerten wählt HAEMATO den Handelstag sowohl für die erstmalige bilanzielle Erfassung als auch für den bilanziellen Abgang.
Der erstmalige Ansatz von Finanzinstrumenten erfolgt zum beizulegenden Zeitwert. Für die Folgebewertung werden die Finanzinstrumente einer der in IFRS 9 Finanzinstrumente aufgeführten Bewertungskategorien (finanzielle Vermögenswerte, die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet werden, finanzielle Vermögenswerte, die erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden und finanzielle Vermögenswerte, die erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden) zugeordnet.
Dem Erwerb oder der Emission direkt zurechenbare Transaktionskosten werden bei der Ermittlung des Buchwerts berücksichtigt, wenn die Finanzinstrumente nicht erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden.
Die sonstigen kurzfristigen finanziellen Vermögenswerte beinhalten ausschließlich Kredite und Forderungen. Kredite und Forderungen sind nicht derivative finanzielle Vermögenswerte mit festen oder bestimmbaren Zahlungen, beinhalten nur Tilgungen und Zinsen und werden zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet.
6.2.5 Sonstige kurzfristige Vermögenswerte
Bei den sonstigen kurzfristigen Vermögenswerten handelt es sich im Wesentlichen um Forderungen aus Umsatzsteuerguthaben, Rechnungsabgrenzungsposten sowie um debitorische Kreditoren.
6.2.6 Forderungen aus Ertragssteuern
Die Forderungen aus Ertragssteuern beinhalten Anpassungsbeträge für eventuell anfallende Ertragssteuererstattungen für noch nicht endgültig veranlagte Jahre, allerdings ohne Zinserstattungen. Der Betrag ermittelt sich aus der bestmöglichen Schätzung der erwarteten Steuerzahlung (Erwartungswert bzw. wahrscheinlichster Wert der Steuerunsicherheit). Steuerforderungen aus unsicheren Steuerpositionen werden dann bilanziert, wenn es überwiegend wahrscheinlich und damit hinreichend gesichert ist, dass sie realisiert werden können.
6.2.7 Immaterielle Vermögensgegenstände
Immaterielle Vermögenswerte werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich kumulierter Abschreibungen bewertet. Sofern erforderlich, werden kumulierte Wertminderungen berücksichtigt.
Immaterielle Vermögenswerte mit unbegrenzter Nutzungsdauer werden jährlich dahingehend überprüft, ob die Einschätzung einer unbegrenzten Nutzungsdauer aufrechterhalten werden kann. Eine Änderung von einer unbegrenzten auf eine begrenzte Nutzungsdauer wird prospektiv vorgenommen. Immaterielle Vermögenswerte mit begrenzter Nutzungsdauer werden grundsätzlich linear über ihre Nutzungsdauer abgeschrieben (drei bis zehn Jahre). Die Abschreibungsdauer für immaterielle Vermögenswerte mit begrenzter Nutzungsdauer wird mindestens zum Ende eines jeden Geschäftsjahres überprüft. Änderungen bezüglich der erwarteten Nutzungsdauer werden als Schätzungsänderung behandelt. Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte mit begrenzter Nutzungsdauer werden in den Funktionskosten berücksichtigt.
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| EUR | Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen | Geschäfts- oder Firmenwert | Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände | Geleistete Anzahlungen auf immaterielle Vermögensgegenstände | Immaterielle Vermögensgegenstände |
|---|---|---|---|---|---|
| Anschaffungs- und Herstellungskosten | |||||
| 1. Januar 2018 | 6.144.307 | 34.583.689 | 9.912.944 | 664.132 | 51.305.071 |
| Zugänge | 326.168 | 0 | 0 | 664.076 | 990.244 |
| Abgänge | 0 | 0 | 0 | -1.617 | -1.617 |
| Umbuchungen | 176.628 | 0 | 0 | -246.828 | -70.200 |
| 31. Dezember 2018 | 6.647.103 | 34.583.689 | 9.912.944 | 1.079.763 | 52.223.498 |
| 1. Januar 2019 | 6.647.103 | 34.583.689 | 9.912.944 | 1.079.763 | 52.223.498 |
| Zugänge | 521.308 | 0 | 0 | 227.201 | 748.509 |
| Abgänge | 0 | 0 | 0 | -7.011 | -7.011 |
| 31. Dezember 2019 | 7.168.411 | 34.583.689 | 9.912.944 | 1.299.953 | 52.964.996 |
| Abschreibungen / Zuschreibungen | |||||
| 1. Januar 2018 | -3.999.734 | 0 | -8.364.058 | 0 | -12.363.791 |
| Abschreibungen | -680.705 | 0 | -501.977 | 0 | -1.182.682 |
| 31. Dezember 2018 | -4.680.439 | 0 | -8.866.035 | 0 | -13.546.473 |
| 1. Januar 2019 | -4.680.439 | 0 | -8.866.035 | 0 | -13.546.473 |
| Abschreibungen | -669.774 | 0 | -499.730 | 0 | -1.169.504 |
| 31. Dezember 2019 | -5.350.213 | 0 | -9.365.765 | 0 | -14.715.977 |
| Buchwerte | |||||
| 31. Dezember 2018 | 1.966.664 | 34.583.689 | 1.046.909 | 1.079.763 | 38.677.024 |
| 31. Dezember 2019 | 1.818.198 | 34.583.689 | 547.179 | 1.299.953 | 38.249.018 |
6.2.8 Sachanlagen
Sachanlagen werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich kumulierter Abschreibungen angesetzt. Sofern erforderlich, werden kumulierte Wertminderungen berücksichtigt. Soweit relevant, beinhalten die Anschaffungs- oder Herstellungskosten die geschätzten Kosten für Abbruch und Beseitigung des Vermögenswerts und die Wiederherstellung des Standorts.
Die planmäßigen Abschreibungen erfolgen linear. Die Abschreibungen entsprechen dem Verlauf des Verbrauchs des künftigen wirtschaftlichen Nutzens. Die Sachanlagen werden linear über unterschiedliche Nutzungsdauern (drei bis 15 Jahre) abgeschrieben.
Im Falle, dass der Buchwert den voraussichtlich erzielbaren Betrag übersteigt, wird eine Wertminderung auf diesen Wert vorgenommen. Der erzielbare Betrag bestimmt sich aus dem Nettoverkaufserlös oder - falls höher - dem Barwert des geschätzten zukünftigen Cash Flows aus der Nutzung des Vermögensgegenstands.
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| EUR | Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken | Technische Anlagen und Maschinen |
|---|---|---|
| Anschaffungs- und Herstellungskosten | ||
| 1. Januar 2018 | 38.880 | 564.046 |
| Zugänge | 8.479 | 12.510 |
| Abgänge | 0 | 0 |
| Umbuchungen | 0 | 70.200 |
| 31. Dezember 2018 | 47.359 | 646.756 |
| 1. Januar 2019 | 47.359 | 646.756 |
| Zugänge | 0 | 5.305 |
| Abgänge | 0 | 0 |
| 31. Dezember 2019 | 47.359 | 652.061 |
| Abschreibungen / Zuschreibungen | ||
| 1. Januar 2018 | -29.107 | -148.568 |
| Abschreibungen | -5.551 | -52.043 |
| Abgänge | 0 | 0 |
| 31. Dezember 2018 | -34.658 | -200.611 |
| 1. Januar 2019 | -34.658 | -200.611 |
| Abschreibungen | -5.207 | -66.149 |
| Zuschreibungen | 0 | 0 |
| Abgänge | 0 | 0 |
| 31. Dezember 2019 | -39.865 | -266.760 |
| Buchwerte | ||
| 31. Dezember 2018 | 12.701 | 446.145 |
| 31. Dezember 2019 | 7.494 | 385.301 |
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| EUR | Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | Nutzungsrechte | Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | Sachanlagen |
|---|---|---|---|---|
| Anschaffungs- und Herstellungskosten | ||||
| 1. Januar 2018 | 1.705.117 | 0 | 0 | 2.308.042 |
| Zugänge | 130.054 | 0 | 0 | 151.043 |
| Abgänge | -16.160 | 0 | 0 | -16.160 |
| Umbuchungen | 0 | 0 | 0 | 70.200 |
| 31. Dezember 2018 | 1.819.011 | 0 | 0 | 2.513.126 |
| 1. Januar 2019 | 1.819.011 | 0 | 0 | 2.513.126 |
| Zugänge | 184.369 | 1.577.338 | 154.579 | 1.921.591 |
| Abgänge | -89.647 | -11.537 | 0 | -101.184 |
| 31. Dezember 2019 | 1.913.733 | 1.565.801 | 154.579 | 4.333.533 |
| Abschreibungen / Zuschreibungen | ||||
| 1. Januar 2018 | -1.024.002 | 0 | 0 | -1.201.676 |
| Abschreibungen | -215.776 | 0 | 0 | -273.370 |
| Abgänge | 8.752 | 0 | 0 | 8.752 |
| 31. Dezember 2018 | -1.231.026 | 0 | 0 | -1.466.295 |
| 1. Januar 2019 | -1.231.026 | 0 | 0 | -1.466.295 |
| Abschreibungen | -162.582 | -511.810 | 0 | -745.748 |
| Zuschreibungen | 0 | 11.537 | 0 | 11.537 |
| Abgänge | 33.435 | 0 | 0 | 33.435 |
| 31. Dezember 2019 | -1.360.172 | -500.274 | 0 | -2.167.071 |
| Buchwerte | ||||
| 31. Dezember 2018 | 587.985 | 0 | 0 | 1.046.831 |
| 31. Dezember 2019 | 553.561 | 1.065.527 | 154.579 | 2.166.462 |
6.2.9 Sonstige langfristige finanzielle Vermögenswerte
Unter den sonstigen langfristigen finanziellen Vermögenswerten werden Eigenkapitalinstrumente börsennotierter Gesellschaften bilanziert. Die Aktien wurden der Kategorie "erfolgswirksam zum beizulegenden Wert" zugeordnet. Die Folgebewertung der Eigenkapitalinstrumente erfolgt zum Kurswert des jeweiligen Stichtags.
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| Finanzielle Vermögenswerte | |
|---|---|
| EUR | |
| --- | --- |
| Anschaffungs- und Herstellungskosten | |
| 1. Januar 2018 | 3.054.091 |
| Zugänge | 5.991.813 |
| Abgänge | -2.163.855 |
| 31. Dezember 2018 | 6.882.048 |
| 1. Januar 2019 | 6.882.048 |
| Zugänge | 0 |
| Abgänge | 0 |
| 31. Dezember 2019 | 6.882.048 |
| Abschreibungen / Zuschreibungen | |
| 1. Januar 2018 | 11.441.709 |
| Zuschreibungen | 1.943.288 |
| Abgänge | -4.294.346 |
| 31. Dezember 2018 | 9.090.652 |
| 1. Januar 2019 | 9.090.652 |
| Abschreibungen | -744.483 |
| Zuschreibungen | 18.777 |
| 31. Dezember 2019 | 8.364.946 |
| Buchwerte | |
| 31. Dezember 2018 | 15.972.700 |
| 31. Dezember 2019 | 15.246.994 |
6.2.10 Sonstige langfristige Vermögenswerte
Bei den sonstigen langfristigen Vermögenswerten handelt es sich um Kautionen, die zum Nominalwert der hinterlegten Beträge bewertet sind.
6.3 Angaben zur Konzernbilanz - Passiva
6.3.1 Kurzfristige Rückstellungen
Rückstellungen werden gebildet, wenn der Konzern eine gegenwärtige Verpflichtung (rechtlicher oder faktischer Natur) aus einem vergangenen Ereignis hat und es wahrscheinlich ist, dass die Erfüllung der Verpflichtung mit dem Abfluss von Ressourcen einhergeht und eine verlässliche Schätzung des Betrages der Rückstellung möglich ist.
Der angesetzte Rückstellungsbetrag ist der beste Schätzwert, der sich am Abschlussstichtag für die hinzugebende Leistung ergibt, um die gegenwärtige Verpflichtung zu erfüllen. Dabei sind die der Verpflichtung inhärente Risiken und Unsicherheiten zu berücksichtigen. Wird eine Rückstellung auf Basis der für die Erfüllung der Verpflichtung geschätzten Zahlungsströme bewertet, sind diese Zahlungsströme abzuzinsen, sofern der Zinseffekt wesentlich ist.
Der Rückstellungsspiegel (in TEUR) stellt sich wie folgt dar:
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| Rückstellungen | 01.01.2019 | Verbrauch | Auflösung | Zuführung | 31.12.2019 |
|---|---|---|---|---|---|
| Prüfungs- und Jahresabschlusskosten | 52 | 52 | 0 | 52 | 52 |
| Personal / Urlaubsansprüche | 129 | 106 | 3 | 107 | 127 |
| Aufsichtsratsvergütungen | 20 | 20 | 0 | 30 | 30 |
| Sonstige | 159 | 77 | 9 | 1.075 | 1.148 |
| 360 | 1.357 |
6.3.2 Verbindlichkeiten aus Ertragssteuern
Die tatsächlichen Ertragssteuern werden basierend auf den jeweiligen nationalen steuerlichen Ergebnissen und Vorschriften des Jahres berechnet. Darüber hinaus beinhalten die im Geschäftsjahr ausgewiesenen tatsächlichen Steuern auch Anpassungsbeträge für eventuell anfallende Steuerzahlungen für noch nicht endgültig veranlagte Jahre, allerdings ohne Zinszahlungen und Strafen auf Steuernachzahlungen. Für den Fall, dass in den Steuererklärungen angesetzte Beträge wahrscheinlich nicht realisiert werden können (unsichere Steuerpositionen), werden Steuerrückstellungen gebildet. Der Betrag ermittelt sich aus der bestmöglichen Schätzung der erwarteten Steuerzahlung (Erwartungswert bzw. wahrscheinlichster Wert der Steuerunsicherheit).
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| 01.01.2019 | Verbrauch | Auflösung | Zuführung | 31.12.2019 | |
|---|---|---|---|---|---|
| Verbindlichkeiten aus Ertragssteuern | 683 | 22 | 0 | 0 | 661 |
Als Ergebnis einer laufenden steuerlichen Betriebsprüfung für die Jahre 2001 bis 2005 beabsichtigte die Finanzverwaltung, die bis zum 2. August 2005 entstandenen steuerlichen Verlustvorträge aufgrund eines Verlustes der wirtschaftlichen Identität zu diesem Zeitpunkt gemäß §8 Abs. 4 KStG/§ 10a GewStG nicht anzuerkennen.
Die uns von der Finanzverwaltung mitgeteilte Rechtsauffassung teilen wir nicht, und auch der Bundesfinanzhof hat in einem ähnlichen Fall anders entschieden. Aus diesem Grund haben wir für die betreffenden Geschäftsjahre keine Steuerrückstellungen gebildet. Das Klageverfahren ist zu unseren Gunsten ausgegangen. Jedoch versucht das Finanzamt nunmehr über das Veranlagungsjahr 2003 die Verlustvorträge abzuerkennen. Diesbezüglich befinden wir uns im Klageverfahren; gegebenenfalls würden wir sämtliche Rechtsmittel ausschöpfen.
Aufgrund geänderter Rechtsprechung wurde durch das Finanzamt im März 2009 ein Teil der bisher nicht anerkannten Verluste berücksichtigt. Das maximale Risiko beträgt nunmehr TEUR 154.
6.3.3 Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Anwendung der Effektivzinsmethode bilanziert. Es wird angenommen, dass die beizulegenden Zeitwerte aufgrund der kurzen Laufzeiten den Buchwerten dieser Finanzinstrumente entsprechen.
6.3.4 Leasingverbindlichkeiten
Die HAEMATO-Gruppe aktiviert nach IFRS 16 Leasingverträge aus dem Operate Leasing als Nutzungsrechte und schreibt diese über die Laufzeit der Verträge ab. Aus den Leasingzahlungen entstehen Verbindlichkeiten, die abhängig von der Laufzeit in kurz- und langfristige Verbindlichkeiten zu unterscheiden sind und abgezinst werden. Für Weiteres wird auf Punkt 6.1.4 verwiesen.
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| 31.12.2019 | |
|---|---|
| EUR | |
| --- | --- |
| Nutzungsrecht | 1.065.527 |
| Aktive Rechnungsabgrenzung | 116 |
| Σ Aktivseite | 1.065.643 |
| Verbindlichkeiten | 1.080.852 |
| Kurzfristige Leasingverbindlichkeiten | 518.236 |
| Langfristige Leasingverbindlichkeiten | 562.616 |
| Passive Rechnungsabgrenzung | -6 |
| Σ Passivseite | 1.080.845 |
| Abschreibung | -511.810 |
| Zinsaufwand | -39.055 |
| Σ Gewinn- und Verlustrechnung | -550.865 |
| Leasingaufwand | 535.663 |
| Σ Korrektur Leasingaufwand | 535.663 |
6.3.5 Sonstige kurzfristige finanzielle Verbindlichkeiten
Die kurzfristigen finanziellen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sowie die sonstigen finanziellen Verbindlichkeiten sind zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Anwendung der Effektivzinsmethode bilanziert. Bei den sonstigen finanziellen Verbindlichkeiten handelt es sich im Wesentlichen um kurzfristige Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten aus Krediten und Kontokorrentkrediten, erhaltenen Darlehen und kreditorische Debitoren. Der Vorstand befindet sich derzeit in Verhandlungen mit Kreditinstituten zur Refinanzierung der Betriebsmittellinien.
6.3.6 Kurzfristige Verbindlichkeiten
Die sonstigen kurzfristigen Verbindlichkeiten sind zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Anwendung der Effektivzinsmethode bilanziert. Es handelt sich dabei im Wesentlichen um Verbindlichkeiten aus Lohnsteuern sowie Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit.
6.3.7 Vertrags- und Rückerstattungsverbindlichkeiten
Rückerstattungsverbindlichkeiten enthalten Verpflichtungen aus Verkaufsgeschäften, die Finanzinstrumente darstellen. Eine Rückerstattungsverbindlichkeit ergibt sich, wenn HAEMATO von einem Kunden eine Gegenleistung erhält und erwartet, dass dem Kunden diese Gegenleistung ganz oder teilweise zurückerstattet wird. Eine Rückerstattungsverbindlichkeit wird in Höhe der Gegenleistung bewertet, die dem Unternehmen voraussichtlich nicht zusteht und somit nicht im Transaktionspreis berücksichtigt wird.
Für die Verkäufe mit Rückgaberecht wird eine Verbindlichkeit für Rückerstattung passiviert.
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| 31.12.2019 | 31.12.2018 | |
|---|---|---|
| EUR | EUR | |
| --- | --- | --- |
| Rücklieferungsrechte | 1.179.018 | 1.350.661 |
| Rabattverträge/ Herstellerrabatte | 3.198.603 | 6.603.478 |
| Vertrags- und Rückerstattungsverbindlichkeiten | 4.377.622 | 7.954.140 |
6.3.8 Langfristige Rückstellungen
Die langfristigen Rückstellungen betreffen die Rückstellung für Aufbewahrungspflichten mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr.
6.3.9 Langfristige finanzielle Verbindlichkeiten
Die langfristigen finanziellen Verbindlichkeiten beinhalten Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und wurden zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Anwendung der Effektivzinsmethode angesetzt.
6.3.10 Latente Steueransprüche und latente Steuerschulden
Aktive und passive latente Steuern werden auf temporäre Unterschiede zwischen den steuerlichen und den bilanziellen Wertansätzen einschließlich der Unterschiede aus der Konsolidierung sowie für noch nicht genutzte steuerliche Verlustvorträge und Steuergutschriften ermittelt. Die Bewertung erfolgt anhand der Steuersätze, deren Gültigkeit für die Periode, in der ein Vermögenswert realisiert oder eine Schuld erfüllt wird, zu erwarten ist. Dabei werden die Steuersätze und - vorschriften zugrunde gelegt, die zum Bilanzstichtag gültig sind oder in Kürze gelten werden. HAEMATO nimmt eine Wertberichtigung auf aktive latente Steuern vor, wenn es nicht wahrscheinlich ist, dass zukünftiges zu versteuerndes Ergebnis in ausreichendem Umfang zur Verfügung stehen wird, gegen das die abzugsfähigen temporären Differenzen, steuerlichen Verlustvorträge und Steuergutschriften verrechnet werden können.
Bei steuerlich abziehbaren temporären Differenzen in Verbindung mit Anteilen an Tochterunternehmen wird ein latenter Steueranspruch nur insoweit bilanziert, als es wahrscheinlich ist, dass die Umkehrung der temporären Differenz in der vorhersehbaren Zukunft eintritt und entsprechendes zu versteuerndes Einkommen zu erwarten ist.
Eine Verrechnung aktiver und passiver latenter Steuern wird nur vorgenommen, wenn ein Rechtsanspruch zur Aufrechnung tatsächlicher Steuererstattungsansprüche und tatsächlicher Steuerschulden besteht und sich die latenten Steueransprüche und -schulden auf Ertragssteuern beziehen, die von der gleichen Behörde für dasselbe Steuersubjekt erhoben werden.
Zum Stichtag wurden keine aktiven latenten Steuern ausgewiesen.
Für alle zu versteuernden temporären Differenzen wird eine latente Steuerschuld bilanziert, es sei denn, die latente Steuerschuld erwächst aus
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| • | einem Geschäfts- oder Firmenwert, für den eine Abschreibung steuerlich nicht absetzbar ist, oder |
| • | dem erstmaligen Ansatz eines Vermögenswertes oder einer Schuld bei einem Geschäftsvorfall, der kein Unternehmenszusammenschluss ist und zum Zeitpunkt des Geschäftsvorfalles weder das handelsrechtliche Periodenergebnis noch das zu versteuernde Ergebnis beeinflusst. |
Bei zu versteuernden temporären Differenzen in Verbindung mit Anteilen an Tochterunternehmen wird jedoch eine latente Steuerschuld bilanziert, es sei denn, der Zeitpunkt der Umkehrung der temporären Differenz kann von der Gesellschaft kontrolliert werden und es ist wahrscheinlich, dass dies nicht in der vorhersehbaren Zukunft eintritt. Die latenten Steuern zum 31. Dezember 2019 beziehen sich auf folgende Sachverhalte:
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| Temporäre Differenzen | 31.12.2018 | ergebniswirksam erfasst | erfolgsneutral erfasst | 31.12.2019 |
|---|---|---|---|---|
| in TEUR | ||||
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Bewertung der immateriellen Vermögenswerte | 254 | -121 | 0 | 133 |
| Fair Value Bewertung vorhandener Finanzinstrumente | 75 | -9 | 0 | 66 |
| Sonstige Bewertungsdifferenzen | 3 | 1 | 0 | 4 |
| Passive latente Steuern | 332 | 203 |
Im Zusammenhang mit der Fair Value Bewertung vorhandener Finanzinstrumente war es erforderlich, latente Steuern zu passivieren. Der Betrag, um den die nach Fair Value bewerteten IFRS-Wertansätze die Steuerbilanzwerte übersteigen, beträgt TEUR 273 (Vorjahr: TEUR 310). Unter Anwendung des Effektivsteuersatzes von 24,225 % und anderer Komponenten ergibt sich eine zu passivierende latente Steuerschuld in Höhe von TEUR 66 (Vorjahr: TEUR 75).
Die unterschiedlichen gesetzlichen Bewertungsmethoden nach Steuerrecht und Handelsrecht als auch beim Ansatz nach IFRS führen bei der Ermittlung der Rückstellungen zu Abweichungen. Zusammen mit der Bewertung der auf fremde Währung lautenden Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten zum Devisenkassamittel- kurs am Abschlussstichtag führen diese unterschiedlichen Wertansätze zu passiven latenten Steuern in Höhe von TEUR 4 (Vorjahr: TEUR 3).
Die verbleibenden latenten Steuern (Effektivsteuersatz von 24,225%), die sich zum Stichtag auf TEUR 133 (Vorjahr: TEUR 254) belaufen, resultieren aus der Erstkonsolidierung eines in 2009 bzw. 2013 erworbenen Tochterunternehmens. Bei der Erstkonsolidierung wurden immaterielle Vermögensgegenstände aufgedeckt, deren Buchwerte zum 31. Dezember 2019 TEUR 547 (Vorjahr: TEUR 1.046) betragen.
6.3.11 Eigenkapital
Zur Entwicklung und Zusammensetzung wird auf die Eigenkapitalveränderungsrechnung verwiesen.
Gezeichnetes Kapital
Das Grundkapital der Gesellschaft in Höhe von EUR 22.867.154,00 ist eingeteilt in 22.867.154 Stückaktien mit einem rechnerischen Nennwert von je EUR 1,00.
2005 wurde eine Kapitalerhöhung in Höhe von Mio. EUR 6,75 durch die Umwandlung von Rücklagen, die zu Mio. EUR 2,0 aus Einlagen der Anteilseigner (Entnahme aus der Kapitalrücklage) und zu Mio. EUR 4,75 aus bereits versteuerten Gewinnen der Gesellschaft stammten, durchgeführt. Im 1. Quartal 2007 wurden 235.066 neue Aktien herausgegeben; es wird insofern auf den Beschluss der Hauptversammlung vom 18. Juli 2005 verwiesen, in dem der Vorstand ermächtigt wurde, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital zu erhöhen.
Der Bezugs- (für die Altaktionäre) bzw. der Ausgabepreis belief sich dabei jeweils auf EUR 6,00 je Aktie. Die Differenz aus Bezugs- bzw. Ausgabepreis und Nennwert von EUR 5,00 je Aktie wurde in die Kapitalrücklage eingestellt. 2011 wurde eine weitere Kapitalerhöhung in Höhe von Mio. EUR 4,6 durch die Umwandlung von Rücklagen, die zu Mio. EUR 1,1 aus Einlagen der Anteilseigner (Entnahme aus der Kapitalrücklage) und zu Mio. EUR 3,5 aus bereits versteuerten Gewinnen der Gesellschaft stammten (Entnahme aus den Gewinnrücklagen), durchgeführt.
Der Vorstand der Gesellschaft fasste im 1. Quartal 2013 unter Ausnutzung des Genehmigten Kapitals 2012 und im Hinblick auf § 4 Abs. 6 der Satzung den Beschluss, das Grundkapital der Gesellschaft gegen Sacheinlage von EUR 13.852.599,00 um EUR 6.926.299 auf EUR 20.778.898 durch Ausgabe von 6.926.299 neuen, auf den Inhaber lautenden Stammaktien als Stückaktien zu erhöhen.
Im 2. Quartal 2017 wurde durch Ausgabe von 1.201.102 neuer Stückaktien im Nennwert von EUR 1,00 das Grundkapital auf EUR 21.980.000 erhöht.
Die neuen Aktien wurden zu einem Bezugspreis von EUR 6,20 ausgegeben. Das Agio wurde in Höhe von Mio. EUR 6,25 vollständig in Kapitalrücklage eingestellt.
Die HAEMATO AG hat mit Veröffentlichung im Bundesanzeiger am 26.09.2017 alle von der Gesellschaft ausgegebenen Genussscheine (ISIN: DE000A0EQVT2/WKN: AOEQVT) gem. §03 Abs. 1 der Genussscheinbedingungen in der Fassung der Beschlussfassung der Gläubigerversammlung vom 21. Dezember 2009 zum 31. Dezember 2017 gekündigt. Die Gesellschaft machte gemäß § 03 Abs. (2) der Genussscheinbedingungen von ihrem Wahlrecht Gebrauch, den Genussscheininhabern anstelle des Rückzahlungsbetrags Aktien der HAEMATO AG zu gewähren. Dazu wurden im Rahmen einer bedingten Kapitalerhöhung vom 09.06.2016 (Bedingtes Kapital 2016/1) im Geschäftsjahr 2018 Bezugsaktien im Nennwert von EUR 887.154,00 ausgegeben. Das Grundkapital beträgt jetzt EUR 22.867.154,00.
Genehmigtes Kapital
Gemäß Beschluss der Hauptversammlung vom 4. Juli 2018 wurde der Vorstand ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats bis zum 3. Juli 2023 das Grundkapital der Gesellschaft durch Ausgabe von insgesamt bis zu 10.990.000 neuen, auf den Inhaber lautenden Stückaktien gegen Bar- oder Sacheinlagen einmalig oder mehrmalig, insgesamt jedoch höchstens um bis zu EUR 10.990.000,00 zu erhöhen (Genehmigtes Kapital 2018/1).
Bedingtes Kapital
Das Grundkapital der Gesellschaft wird durch Beschluss der Hauptversammlung vom 09.06.2016 um bis zu EUR 10.389.449,00 durch Ausgabe von insgesamt bis zu 10.389.449 neuen, auf den Inhaber lautenden Stückaktien bedingt erhöht (Bedingtes Kapital 2016/I).
Im Rahmen einer bedingten Kapitalerhöhung vom 09.06.2016 (Bedingtes Kapital 2016/I) wurden im Geschäftsjahr 2018 Bezugsaktien im Nennwert von EUR 887.154,00 ausgegeben.
Erworbene eigene Anteile
Die Gesellschaft hielt zum Zeitpunkt der Rückzahlung in 2018 1.030 Stück der gekündigten Genussscheine. Durch Rückzahlung in Form von Aktien erhielt die HAEMATO AG 17.201 eigene Aktien. Das Agio in Höhe von TEUR 85,8 aus der Wandlung der Genussscheine wurde in die Kapitalrücklage für eigene Anteile eingestellt.
Gewinnrücklagen
Die Gewinnrücklagen enthalten die in der Vergangenheit erzielten Ergebnisse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, soweit sie nicht ausgeschüttet wurden, sowie Erträge aus dem Verkauf von eigenen Aktien in den Jahren 2006 bis 2007 bzw. 2013, die nicht in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, sondern direkt im Eigenkapital erfasst wurden.
6.3.12 Eventualverbindlichkeiten
Gegenüber der HYPO NOE Gruppe Bank AG haftet die HAEMATO AG als gemeinsamer Darlehensnehmer mit der MPH Health Care AG im Zusammenhang mit einem Schuldscheindarlehen über Mio. EUR 7. Dieses Darlehen wurde an die MPH Health Care AG ausgezahlt. Dieses Darlehen wurde zum Stichtag vollständig von der MPH Health Care AG in Anspruch genommen.
Gegenüber der HYPO NOE Gruppe Bank AG haftet die HAEMATO AG als gemeinsamer Darlehensnehmer mit der MPH Health Care AG im Zusammenhang mit einem Schuldscheindarlehen über Mio. EUR 3. Dieses Darlehen wurde an die MPH Health Care AG ausgezahlt. Dieses Darlehen wurde zum Stichtag vollständig von der MPH Health Care AG in Anspruch genommen.
Gegenüber der Raiffeisenlandesbank Niederösterreich-Wien AG haftet die HAEMATO AG als gemeinsamer Darlehensnehmer mit der MPH Health Care AG im Zusammenhang mit einem weiteren Schuldscheindarlehen über Mio. EUR 4. Dieses Darlehen wurde an die MPH Health Care AG ausgezahlt. Dieses Darlehen wurde zum Stichtag vollständig von der MPH Health Care AG in Anspruch genommen.
Die Inanspruchnahme aus Haftungsverhältnissen schätzen wir aufgrund der gegenwärtigen Bonität und des bisherigen Zahlungsverhaltens der Begünstigten als gering ein. Erkennbare Anhaltspunkte, die eine andere Beurteilung erforderlich machen würden, liegen uns nicht vor.
Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen liegen im Rahmen des üblichen Geschäftsverkehrs.
6.4 Angaben zur Gesamtergebnisrechnung
Grundsätze der Ertragsrealisierung
Umsatzerlöse aus dem Verkauf von Arzneimitteln werden erfasst, wenn der Kunde die Verfügungsgewalt über diese erlangt. Dies ist grundsätzlich dann gegeben, wenn der Kunde Besitz an den Produkten erlangt. In der Regel erfolgt der Übergang der Verfügungsgewalt im Zeitpunkt der Übergabe der Ware an das Versandunternehmen.
Grundsätzlich erfolgt die Zahlung aus dem Verkauf von Arzneimitteln durch den Kunden, wenn dieser die Verfügungsgewalt über diese erlangt.
Segmentberichterstattung nach IFRS 8
IFRS 8 erfordert von Unternehmen die Berichterstattung von finanziellen und beschreibenden Informationen bezüglich seiner berichtspflichtigen Segmente. Berichtspflichtige Segmente stellen Geschäftssegmente dar, die bestimmte Kriterien erfüllen. Bei Geschäftssegmenten handelt es sich um Unternehmensbestandteile, für die getrennte Finanzinformationen vorhanden sind.
Die Segmentberichterstattung muss sich somit zwangsläufig am internen Berichtswesen des Unternehmens orientieren (management approach). Die interne Steuerung des Unternehmens stellt damit die Grundlage für die Segmentberichterstattung dar.
Der HAEMATO-Konzern ist im Wesentlichen in einem zusammenfassenden Geschäftssegment (Pharma) und hauptsächlich in einem regionalen Segment (Deutschland) tätig, so dass sich eine weitgehende faktische Befreiung von der Segmentberichtspflicht ergibt.
Nach IFRS 8.31 sind jedoch auch Ein-Segment-Konzerne zur Angabe bestimmter disaggregierter Finanzdaten verpflichtet. Dabei handelt es sich um Ausweiserfordernisse, die nach folgenden Kriterien darzustellen sind.
Produkte und Dienstleistungen
Sämtliche Produkte (diverse Arzneimittel) wurden zu einer Gruppe vergleichbarer Produkte zusammengefasst. Die Darstellung von produktbezogenen Umsatzerlösen ist aufgrund der Vielzahl der vorhandenen Arzneimittel nicht sinnvoll und mangels Informationen auch nicht möglich. Sämtliche in der Gewinn- und Verlustrechnung dargestellten Umsätze beziehen sich im Wesentlichen auf die oben beschriebene Produktgruppe.
Geografische Informationen
Im Wesentlichen ist die HAEMATO-Gruppe im geografischen Segment Deutschland tätig.
Wesentliche Kunden
Kein einziger externer Kunde hat im Geschäftsjahr 2019 jeweils 10% oder mehr zum Konzernumsatz beigetragen.
Gewinn- und Verlustrechnung
Aufwendungen und Erträge des Geschäftsjahres werden - unabhängig vom Zeitpunkt der Zahlung - berücksichtigt, wenn sie realisiert sind. Erlöse aus dem Verkauf von Vermögensgegenständen und Erlöse aus Dienstleistungen sind realisiert, wenn die maßgeblichen Chancen und Risiken übergegangen sind und der Betrag der erwarteten Gegenleistung zuverlässig geschätzt werden kann.
6.4.1 Umsatzerlöse
Bei den Umsatzerlösen handelt es sich im Wesentlichen um Umsatzerlöse aus dem Verkauf von Arzneimitteln.
6.4.2 Bestandsveränderung
Die Bestandsveränderung enthält Minderungen von ausstehenden Betriebskostenabrechnungen.
6.4.3 Sonstige betriebliche Erträge
Die sonstigen betrieblichen Erträge belaufen sich insgesamt auf TEUR 1.460 (Vorjahr: TEUR 1.734). Sie beinhalten im Wesentlichen Erträge aus Währungsumrechnung, Auflösung von Rückstellungen, Versicherungsentschädigungen und Schadensersatzleistungen sowie Sachbezüge von Arbeitnehmern.
6.4.4 Materialaufwand
Die Position Materialaufwand enthält sämtliche Aufwendungen, die im Zusammenhang mit dem Einkauf von Arzneimitteln entstanden sind.
6.4.5 Personalaufwand
Der in der Gewinn- und Verlustrechnung für das Jahr 2019 enthaltene Personalaufwand beträgt TEUR 6.307,8 (Vorjahr: TEUR 6.322,1).
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| 31.12.2019 | 31.12.2018 | |
|---|---|---|
| EUR | EUR | |
| --- | --- | --- |
| Löhne und Gehälter | -5.284.668 | -5.322.571 |
| Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung | -1.023.084 | -999.538 |
| Personalaufwand | -6.307.752 | -6.322.109 |
6.4.6 Sonstige betriebliche Aufwendungen
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen, die sich insgesamt auf TEUR 6.854,0 (Vorjahr: TEUR 8.520,3) belaufen, beinhalten eine Vielzahl von Einzelpositionen. Dazu zählen insbesondere die Raumkosten, Versicherungen und Beiträge, Reparaturen und Instandhaltungen, Werbe- und Reisekosten, Rechts- und Beratungskosten und sonstige verschiedene betriebliche Kosten.
6.4.7 Abschreibungen
Die Abschreibungen enthalten planmäßige Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte in Höhe von TEUR 1.915 (Vorjahr: TEUR 1.456). Die Sachanlagen und die immateriellen Vermögenswerte werden linear über unterschiedliche Nutzungsdauern (drei bis 15 Jahre) abgeschrieben.
6.4.8 Erträge aus Beteiligungen
Bei den Beteiligungserträgen handelt es sich im Wesentlichen um vereinnahmte Dividenden.
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| Erträge aus sonstigen finanziellen Vermögenswerten in TEUR | 2019 | 2018 |
|---|---|---|
| erhaltene Dividendenerträge | 320 | 320 |
6.4.9 Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge
Die Zinsen resultieren aus der Vergabe von Darlehen bzw. aus Zinsen für Steuererstattungen.
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| TEUR | Zinserträge 2019 | Zinserträge 2018 |
|---|---|---|
| Erträge aus gewährten Krediten und Forderungen | 5 | 16 |
| Erträge aus Zinsen für Steuererstattungen | 3 | 0 |
6.4.10 Zinsen und ähnliche Aufwendungen
Bei den Zinsen handelt es sich um Aufwendungen für die Verzinsung aufgenommener Darlehen bzw. um die Abzinsung der Nutzungsrechte von Leasingverbindlichkeiten. Von sämtlichen Aufwendungen, die sich insgesamt auf TEUR 772 (Vorjahr: TEUR 1.075) belaufen, entfallen TEUR 39 (Vorjahr: TEUR 0) auf die Abzinsung der Leasingverbindlichkeiten. Zinsen auf ausgegebene Genussscheine wurden letztmalig in 2018 gezahlt.
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| TEUR | 2019 | 2018 |
|---|---|---|
| Genussscheinzinsen | 0 | -240 |
| Zinsen aus Nutzungsrechten | -39 | 0 |
| Zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanzierte finanzielle Verbindlichkeiten | -733 | -835 |
| Nettoergebnis | -772 | -1.075 |
6.4.11 Steuern vom Einkommen und vom Ertrag
Die Ertragssteuern umfassen sowohl die tatsächlichen Steuern vom Einkommen und Ertrag als auch die latenten Steuern. Die tatsächlichen Ertragssteuern werden basierend auf den jeweiligen nationalen steuerlichen Ergebnissen und Vorschriften des Jahres berechnet.
Aktive und passive latente Steuern werden auf temporäre Unterschiede zwischen den steuerlichen und den bilanziellen Wertansätzen einschließlich der Unterschiede aus der Konsolidierung sowie für noch nicht genutzte steuerliche Verlustvorträge und Steuergutschriften ermittelt.
Die Position lässt sich wie folgt aufgliedern:
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| TEUR | 2019 | 2018 |
|---|---|---|
| Steueraufwand der laufenden Periode | -109,6 | -1.667,5 |
| Latenter Steueraufwand aus Bewertungsunterschieden | -0,9 | -3,2 |
| Latenter Steuerertrag aus Bewertungsunterschieden | 129,8 | 186,0 |
| 19,3 | -1.484,7 |
Die Berechnung der latenten Steuern erfolgt gesellschaftsbezogen unter Verwendung des anzuwendenden Effektivsteuersatzes in Höhe von derzeit 24,225%.
Der ausgewiesene Effektivsteuersatz beinhaltet die Körperschaftsteuer und den Solidaritätszuschlag (Effektivsatz: 15,825 %) sowie die Gewerbesteuer (Effektivsatz: 8,400 %) unter Anwendung des aktuell gültigen Gewerbesteuerhebesatzes für die Gemeinde Schönefeld.
6.4.12 Sonstige Steuern
Bei den sonstigen Steuern handelt es sich im Wesentlichen um die Kfz-Steuer.
6.4.13 Ergebnis je Aktie
Das Ergebnis je Aktie errechnet sich aus der Division des Jahresüberschusses durch die Anzahl der ausgegebenen Aktien. Nach IAS 33.19 ist bei der Ermittlung des unverwässerten Ergebnisses je Aktie die Anzahl der Stammaktien der gewichteten durchschnittlichen Anzahl der während der Periode im Umlauf gewesenen Stammaktien zu verwenden. Verwässerungseffekte sind nicht zu berücksichtigen.
Der gewichtete Durchschnitt der während der Periode im Umlauf gewesenen Stammaktien ermittelt sich wie folgt:
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| Zeitraum | Anzahl Stammaktien | Gewichtung | Gewichteter Anteil |
|---|---|---|---|
| 01.01. - 03.07.2018 | 21.980.000 | 184/365 | 11.080.329 |
| 04.07. - 31.12.2018 | 22.867.154 | 181/365 | 11.339.602 |
| 01.01. - 31.12.2019 | 22.867.154 | 365/365 | 22.867.154 |
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| EUR | 2019 | 2018 |
|---|---|---|
| Den Anteilseignern des Mutterunternehmens zurechenbarer Anteil am Jahresüberschuss | -1.172.566,91 | 6.276.459,92 |
| Anzahl der Aktien (gewichteter Durchschnitt) | 22.867.154 | 22.419.931 |
| Ergebnis je Aktie | -0,05 | 0,27 |
6.5 Angaben zur Konzernkapitalflussrechnung
Die Kapitalflussrechnung zeigt, wie sich die Zahlungsmittel der HAEMATO-Gruppe im Laufe der Berichtsjahre durch Mittelzu- und -abflüsse verändert haben. In dieser Kapitalflussrechnung sind die Zahlungsströme nach Geschäfts-, Investitions- und Finanzierungstätigkeit gegliedert.
Der Zahlungsmittelbestand enthält kurzfristig verfügbare liquide Mittel in Höhe von TEUR 2.101 (Vorjahr: TEUR 5.599).
6.6 Sonstige Angaben
6.6.1 Angaben über Mitglieder der Unternehmensorgane
Vorstand
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| Familienname | Vorname | Funktion | Vertretungsbefugnis | Beruf |
|---|---|---|---|---|
| Zimdars | Uwe | Vorstand | Gemeinsam vertretungsberechtigt | Kaufmann |
| Kracht | Daniel | Vorstand | Gemeinsam vertretungsberechtigt | Kaufmann |
Aufsichtsrat
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| Familienname | Vorname | Funktion | Beruf |
|---|---|---|---|
| Grosse | Andrea | Vorsitzende | Rechtsanwältin |
| Prof. Dr. Dr. Meck | Sabine | Stellvertretende Vorsitzende | Hochschullehrerin und Wissenschaftsjournalistin |
| Dr. Braun | Marion | Mitglied | Ärztin |
Die Gesamtbezüge des Aufsichtsrates betrugen im Geschäftsjahr 2019 TEUR 45 (Vorjahr: TEUR 45).
6.6.2 Mitarbeiterzahl
In der HAEMATO-Gruppe wurden im Berichtszeitraum durchschnittlich 166 Arbeitnehmer (Vorjahr: 194 Arbeitnehmer) beschäftigt.
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| Gewerbliche Mitarbeiter | Angestellte | davon leitende Angestellte | Summe |
|---|---|---|---|
| 82 | 84 | 13 | 166 |
6.6.3 Finanzinstrumente
Die Buchwerte entsprechen den beizulegenden Zeitwerten von Finanzinstrumenten für die jeweiligen Klassen der Finanzinstrumente des Konzerns zum 31. Dezember 2019 nach IFRS 9.
Der beizulegende Zeitwert eines Finanzinstruments ist der Preis, der in einem geordneten Geschäftsvorfall zwischen Marktteilnehmern am Bemessungsstichtag für den Verkauf eines Vermögenswerts eingenommen bzw. für die Übertragung einer Schuld gezahlt würde. Angesichts variierender Einflussfaktoren können die dargestellten beizulegenden Zeitwerte nur als Indikatoren für tatsächlich am Markt realisierbare Werte angesehen werden.
Die beizulegenden Zeitwerte der Finanzinstrumente wurden auf Basis der am Bilanzstichtag zur Verfügung stehenden Marktinformationen ermittelt. Nachfolgende Methoden und Prämissen wurden dabei zugrunde gelegt.
Aufgrund der kurzen Laufzeiten der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente sowie der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wird angenommen, dass die beizulegenden Zeitwerte den Buchwerten entsprechen.
Die sonstigen kurzfristigen finanziellen Vermögenswerte werden zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Aufgrund der überwiegend kurzen Laufzeiten dieser Finanzinstrumente wird unterstellt, dass die beizulegenden Zeitwerte den Buchwerten entsprechen.
Die Marktwertermittlung der sonstigen langfristigen finanziellen Vermögenswerte erfolgte auf Basis notierter, unangepasster Preise auf aktiven Märkten für diese oder identische Vermögenswerte.
Die sonstigen finanziellen Verbindlichkeiten werden zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Aufgrund der überwiegend kurzen Laufzeiten dieser Finanzinstrumente wird ebenfalls unterstellt, dass die beizulegenden Zeitwerte den Buchwerten entsprechen.
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| 31.12.2019 | 31.12.2019 | |
|---|---|---|
| EUR | EUR | |
| --- | --- | --- |
| Finanzinstrumente | Buchwert | Beizulegender Zeitwert |
| --- | --- | --- |
| Finanzielle Vermögenswerte | 31.052.927 | 31.052.927 |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 2.100.938 | 2.100.938 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 10.943.633 | 10.943.633 |
| Sonstige kurzfristige finanzielle Vermögensgegenstände | 2.761.363 | 2.761.363 |
| Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete kurzfristige finanzielle Vermögenswerte | 2.761.363 | 2.761.363 |
| Sonstige langfristige finanzielle Vermögensgegenstände | 15.246.994 | 15.246.994 |
| Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete langfristige finanzielle Vermögenswerte | 15.246.994 | 15.246.994 |
| Finanzielle Verbindlichkeiten | -48.519.007 | -48.519.007 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | -19.621.836 | -19.621.836 |
| Sonstige kurzfristige finanzielle Verbindlichkeiten | -28.897.171 | -28.897.171 |
| Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete kurzfristige finanzielle Verbindlichkeiten | -28.897.171 | -28.897.171 |
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| 31.12.2018 | 31.12.2018 | |
|---|---|---|
| EUR | EUR | |
| --- | --- | --- |
| Finanzinstrumente | Buchwert | Beizulegender Zeitwert |
| --- | --- | --- |
| Finanzielle Vermögenswerte | 31.781.610 | 31.781.610 |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 5.599.318 | 5.599.318 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 7.320.190 | 7.320.190 |
| Sonstige kurzfristige finanzielle Vermögensgegenstände | 2.889.402 | 2.889.402 |
| Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete kurzfristige finanzielle Vermögenswerte | 2.889.402 | 2.889.402 |
| Sonstige langfristige finanzielle Vermögensgegenstände | 15.972.700 | 15.972.700 |
| Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete langfristige finanzielle Vermögenswerte | 15.972.700 | 15.972.700 |
| Finanzielle Verbindlichkeiten | -31.149.274 | -31.149.274 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | -8.469.399 | -8.469.399 |
| Sonstige kurzfristige finanzielle Verbindlichkeiten | -7.679.875 | -7.679.875 |
| Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete kurzfristige finanzielle Verbindlichkeiten | -7.679.875 | -7.679.875 |
| Sonstige langfristige finanzielle Verbindlichkeiten | -15.000.000 | -15.000.000 |
| Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete langfristige finanzielle Verbindlichkeiten | -15.000.000 | -15.000.000 |
Nachstehend erfolgt eine Analyse von nach Bewertungskategorien aufgegliederten Nettoerträgen/-verlusten aus Finanzinvestitionen in finanzielle Vermögenswerte:
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| Erträge Kategorie | 2019 | 2018 |
|---|---|---|
| in TEUR | ||
| --- | --- | --- |
| Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Vermögenswerte | 8 | 16 |
| Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte | -726 | 1.943 |
| Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Verbindlichkeiten | -772 | -1.075 |
Die Erträge aus zu fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten finanziellen Vermögenswerten betreffen im Wesentlichen erhaltene Zinsen.
Die Nettogewinne bzw. -verluste der erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Eigen- und Fremdkapitalinstrumente beinhalten im Wesentlichen Erträge aus der Bewertung dieser Instrumente.
Die Aufwendungen aus zu fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten Verbindlichkeiten betreffen Zinsaufwendungen für die kurz- und langfristigen Betriebsmittelkredite.
6.6.4 Management von Finanzrisiken
Die HAEMATO-Gruppe ist allgemein Risiken ausgesetzt, die sich aus der Veränderung von Rahmenbedingungen durch die Gesetzgebung oder aus anderen Vorschriften ergeben. Da die Unternehmenstätigkeit der HAEMATO-Gruppe im Wesentlichen auf Deutschland beschränkt ist und derartige Veränderungen in den meisten Fällen nicht plötzlich und überraschend auftreten, besteht i.d.R. ausreichend Reaktionszeit, um auf Veränderungen zu reagieren.
Daneben ist die HAEMATO-Gruppe Marktpreisrisiken durch Veränderungen von Wechselkursen und Zinssätzen ausgesetzt. Des Weiteren ergeben sich Risiken aus den Investitionen in Finanzanlagen; hier können sich Schwankungen in Abhängigkeit von den jeweils zum Stichtag greifenden Börsenkursen ergeben.
Der Konzern unterliegt darüber hinaus Kreditrisiken, die vor allem aus dem operativen Geschäft (Forderungen aus Lieferungen und Leistungen) resultieren. Ferner bestehen Liquiditätsrisiken, die im Zusammenhang mit den Kredit- und Marktpreisrisiken stehen oder mit einer Verschlechterung des operativen Geschäfts einhergehen. Sofern diese Finanzrisiken eintreten, wird die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage des Konzerns negativ beeinflusst.
Die Leitlinien, die den Risikomanagementprozessen für die Finanzrisiken des Konzerns zugrunde liegen, sind darauf ausgerichtet, dass die Risiken konzernweit identifiziert und analysiert werden. Ferner zielen sie auf eine geeignete Begrenzung und Kontrolle der Risiken ab sowie auf deren Überwachung mithilfe verlässlicher und moderner Verwaltungs- und Informationssysteme.
Die Leitlinien sowie die Systeme werden regelmäßig überprüft und an aktuelle Markt- und Produktentwicklungen angepasst. Im Wesentlichen handelt es sich um ein Früherkennungssystem durch Überwachung der Liquidität und der Ergebnisentwicklung.
Kreditrisiko
Das Kreditrisiko beschreibt das Risiko eines ökonomischen Verlustes, der dadurch entsteht, dass ein Kontrahent seinen vertraglichen Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommt. Das Kreditrisiko umfasst dabei sowohl das unmittelbare Ausfallrisiko als auch das Risiko einer Bonitätsverschlechterung sowie Konzentrationsrisiken.
Die maximalen Risikopositionen aus finanziellen Vermögenswerten, die grundsätzlich einem Kreditrisiko unterliegen, entsprechen deren Buchwerten (ohne Berücksichtigung gegebenenfalls vorhandener Kreditsicherheiten). Die maximale Risikoposition entspricht in diesen Fällen den erwarteten künftigen Auszahlungen.
Liquide Mittel
Die liquiden Mittel des Konzerns umfassen Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente. Die liquiden Mittel werden vorwiegend bei Finanzinstituten mit hoher Bonität innerhalb Deutschlands gehalten. Die Limits und ihre Ausnutzungen werden laufend überprüft. Damit unterliegen die liquiden Mittel keinem wesentlichen Kreditrisiko.
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen resultieren hauptsächlich aus den Verkaufsaktivitäten von Arzneimitteln. Das Kreditrisiko beinhaltet das Ausfallrisiko der Kunden, zu denen unter anderem pharmazeutische Großhändler, Hersteller, Apotheken sowie Klinikapotheken gehören. Um Kreditrisiken zu identifizieren, prüft HAEMATO die Bonität von Kunden. Darüber hinaus wurde eine Warenkreditversicherung abgeschlossen, die dem Schutz von Forderungsausfällen dient.
Ein Großteil der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind durch verschiedene Sicherungsformen abgesichert. Die Sicherungen umfassen z. B. den Eigentumsvorbehalt sowie Kundenanzahlungen. Das maximale Ausfallrisiko der finanziellen Vermögenswerte ist durch die Höhe der Buchwerte begrenzt.
Liquiditätsrisiko
Das Liquiditätsrisiko beschreibt das Risiko, dass ein Unternehmen seine finanziellen Verpflichtungen nicht in ausreichendem Maß erfüllen kann.
Der Konzern steuert Liquiditätsrisiken durch ständiges Überwachen der prognostizierten und tatsächlichen Cash Flows und Abstimmungen der Fälligkeitsprofile von finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten. Zudem erfolgt eine Steuerung ergänzend durch eine Vorhaltung von ausreichend liquiden Mitteln und Kreditlinien bei Banken.
In den folgenden Tabellen sind die erwarteten zukünftigen Cash Flows der finanziellen Verbindlichkeiten (nicht diskontierte Tilgungszahlungen) zum 31. Dezember 2019 und zum 31. Dezember 2018 dargestellt. Die Zinszahlungen wurden dabei nicht berücksichtigt.
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| Finanzielle Verbindlichkeiten, die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet werden | Buchwert 31.12.2019 | Cash Flow bis 1 Jahr | Cash Flow > 1 Jahr bis 5 Jahre | Cash Flow >5 Jahre |
|---|---|---|---|---|
| TEUR | TEUR | TEUR | TEUR | |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Verzinsliche finanzielle Verbindlichkeiten | 28.557 | 28.557 | 0 | 0 |
| Unverzinsliche finanzielle Verbindlichkeiten | 19.962 | 19.962 | 0 | 0 |
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| Finanzielle Verbindlichkeiten, die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet werden | Buchwert 31.12.2018 | Cash Flow bis 1 Jahr | Cash Flow > 1 Jahr bis 5 Jahre | Cash Flow >5 Jahre |
|---|---|---|---|---|
| TEUR | TEUR | TEUR | TEUR | |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Verzinsliche finanzielle Verbindlichkeiten | 21.656 | 6.656 | 15.000 | 0 |
| Unverzinsliche finanzielle Verbindlichkeiten | 9.492 | 9.492 | 0 | 0 |
Die unverzinslichen finanziellen Verbindlichkeiten entfallen mit TEUR 19.622 (Vorjahr: TEUR 8.469) auf die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie mit TEUR340 (Vorjahr: TEUR 1.023) auf die sonstigen kurzfristigen finanziellen Verbindlichkeiten.
Die verzinslichen finanziellen Verbindlichkeiten enthalten im Geschäftsjahr 2019 die in Anspruch genommenen Betriebsmittellinien sowie erhaltene Darlehen.
Zinsänderungsrisiko
Der Konzern hat zur operativen Umsetzung seines Geschäftsmodells Fremdkapital aufgenommen. 2019 beliefen sich die Bankverbindlichkeiten der HAEMATO-Gruppe auf insgesamt TEUR 25.157 (Vorjahr: TEUR 21.656). Aufgrund des geringen Zinsniveaus bestehen derzeit nur in begrenztem Umfang Zinsänderungsrisiken.
Bei den kurzfristigen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten handelt es sich um Darlehen, welche zu folgenden Konditionen abgeschlossen wurden:
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| Inanspruchnahme | Konditionen | |
|---|---|---|
| in TEUR | ||
| --- | --- | --- |
| Darlehen über TEUR 8.000 | 6.263 | 3-Monats-EURIBOR zuzüglich 1,50% p.a. |
| Darlehen über TEUR 5.000 | 3.894 | 2,9% p.a. auf EONIA |
| Darlehen über TEUR 10.000 | 10.000 | Nach Vereinbarung Anpassung entspr. EURIBOR |
| Darlehen über TEUR 5.000 | 5.000 | 2,95% p.a. |
Eine Erhöhung der Verzinsung der variabel verzinslichen Bankverbindlichkeiten der HAEMATO-Gruppe in Höhe von insgesamt TEUR 20.157 um 1 %-Punkt führt zu einem Anstieg der Zinsaufwendungen um TEUR 202.
Eine Verminderung der Verzinsung der variabel verzinslichen Bankverbindlichkeiten der HAEMATO-Gruppe um 1%-Punkt führt zu einer Verminderung der Zinsaufwendungen um TEUR 202.
Die übrigen Finanzverbindlichkeiten unterliegen keinem Zinsänderungsrisiko, da die Konditionen bis Laufzeitende fest vereinbart sind.
Wechselkursrisiko
Wechselkursrisiken treten bei Finanzinstrumenten auf, die auf fremde Währung lauten, d.h. auf eine andere Währung als die funktionale Währung (EUR). Bestimmte Geschäftsvorfälle (Wareneinkauf) im Konzern lauten auf fremde Währungen, daher entstehen Risiken aus Wechselkursschwankungen. Der Buchwert der auf fremde Währung lautenden monetären Vermögenswerte und Verbindlichkeiten des Konzerns am Stichtag lautet wie nachfolgend tabellarisch dargestellt (siehe Tabelle 1).
Sonstige Preisrisiken
Sonstige Preisrisiken können sich aus steigenden Einkaufspreisen ergeben. Langfristige Lieferverträge und ähnliche Maßnahmen, die diese Risiken eingrenzen könnten, bestehen derzeit nicht. Der Abschluss solcher Verträge würde die erforderliche Flexibilität des Managements bei der Zusammenstellung der zu verkaufenden Arzneimittel, die nachfragebezogen geordert werden, negativ beeinflussen.
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| Vermögenswerte | Verbindlichkeiten | |||
|---|---|---|---|---|
| 31.12.2019 | 31.12.2018 | 31.12.2019 | 31.12.2018 | |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Währungen der Länder | TEUR | TEUR | TEUR | TEUR |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Norwegen (NOK) | 0,0 | 0,0 | 1.029,8 | 568,3 |
| Großbritannien (GBP) | 0,2 | 0,8 | 157,5 | 282,0 |
| Polen (PLN) | 0,l | 0,0 | 0,0 | 0,0 |
| Rumänien (RON) | 0,0 | 0,2 | 0,0 | 0,0 |
| Dänemark (DKK) | 0,0 | 2,9 | 2,8 | 2,8 |
Tabelle 1: Vermögenswerte und Verbindlichkeiten des Konzerns am Stichtag
6.6.5 Honorare des Abschlussprüfers
Die Aktionäre der HAEMATO AG haben in der Hauptversammlung am 10. Juli 2019 den Wirtschaftsprüfer Harry Haseloff zum Abschlussprüfer gewählt.
Die Abschlussprüfungsleistungen betreffen die Prüfung des Konzernabschlusses und der Jahresabschlüsse sowie alle für die Abschlussprüfung erforderlichen Leistungen, der Prüfung des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie der projektbegleitenden rechnungslegungsbezogenen IT- und Prozessprüfungen.
Steuerberatungsleistungen wurden durch den Wirtschaftsprüfer nicht erbracht.
Für das voraussichtliche Honorar des Wirtschaftsprüfers Harry Haseloff wurden für Abschlussprüfungen, die das Geschäftsjahr 2019 und den Konzern betreffen, Rückstellungen in Höhe von insgesamt TEUR 50 gebildet.
6.6.6 Beziehungen zu nahestehenden Personen und Unternehmen
Als nahestehende Unternehmen und Personen im Sinne von IAS 24 "Related Party Disclosures" kommen grundsätzlich Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats, deren nahe Familienangehörige, nicht vollkonsolidierte Tochtergesellschaften sowie alle Gesellschaften, die zum Investmentkreis der MPH Health Care AG gehören, in Betracht. Zu Vorstand und Aufsichtsrat verweisen wir auf Abschnitt (47). Diese nahestehenden Unternehmen und Personen waren an keinen in ihrer Art oder Beschaffenheit unüblichen Transaktionen mit Gesellschaften des HAEMATO-Konzerns beteiligt. Alle Transaktionen zwischen den nahestehenden Unternehmen sind zu marktüblichen Bedingungen, wie unter fremden Dritten, abgeschlossen worden.
Resultieren aus Transaktionen mit diesen Gesellschaften Vermögenswerte oder Schuldposten, so werden diese unter den Sonstigen Vermögenswerten und Sonstigen Verbindlichkeiten geführt.
Folgende Geschäfte wurden mit nahestehenden Unternehmen und Personen getätigt:
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| Forderungen / Verbindlichkeiten an / gegenüber nahestehenden Unternehmen und Personen | 31.12.2019 | 31.12.2018 |
|---|---|---|
| TEUR | TEUR | |
| --- | --- | --- |
| Verbindlichkeiten gegenüber nahestehenden Rechtspersonen | 7.516 | 32 |
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| Transaktionen mit nahestehenden Unternehmen und Personen | 31.12.2019 | 31.12.2018 |
|---|---|---|
| TEUR | TEUR | |
| --- | --- | --- |
| Erbrachte Lieferungen und Leistungen | 2.823 | 6.562 |
| Empfangene Lieferungen und Leistungen | 15.596 | 14.680 |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | 0 | 12 |
6.6.7 Ereignisse nach dem Bilanzstichtag
Bis zum 28. Februar 2020 sind keine weiteren wesentlichen Ereignisse nach dem Bilanzstichtag eingetreten.
Schönefeld, den 28. Februar 2020
HAEMATO AG
Uwe Zimdars, Vorstand
Daniel Kracht, Vorstand
6.6.8 Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers
Prüfungsurteile
Ich habe den nach IFRS aufgestellten Konzern-Jahresabschluss der HAEMATO AG - bestehend aus Konzernbilanz zum 31.12.2019, Konzern-Gesamtergebnisrechnung für die Zeit vom 01.01.2019 bis 31.12.2019, Konzernkapitalflussrechnung für die Zeit vom 01.01.2019 bis 31.12.2019, Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung für die Zeit vom 01.01.2019 bis 31.12.2019, Konzernanhang (notes) für die Zeit vom 01.01.2019 bis 31.12.2019 sowie dem Konzernlagebericht geprüft.
Nach meiner Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
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| • | entspricht der beigefügte Konzern-Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den IFRS sowie den deutschen für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31.12.2019 sowie seiner Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 01.01.2019 bis zum 31.12.2019 und |
| • | vermittelt der beigefügte Konzern-Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Konzern- Lagebericht in Einklang mit dem Konzern-Jahresabschluss, entspricht den IFRS bzw. den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. |
| • | Gemäß § 322 III 1 HGB erkläre ich, dass meine Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzern-Jahresabschlusses und des Konzern- Lageberichts geführt hat. |
Grundlage für die Prüfungsurteile
Ich habe meine Prüfung des Konzern-Jahresabschlusses und des Konzern-Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt.
Meine Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" meines Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben.
Ich bin von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und habe meine sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Ich bin der Auffassung, dass die von mir erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für meine Prüfungsurteile zum Konzern-Jahresabschluss und zum Konzern-Lagebericht zu dienen.
Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzern-Jahresabschluss und den Konzern-Lagebericht
Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzern-Jahresabschlusses, der den IFRS sowie den deutschen für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzern-Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzern-Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.
Bei der Aufstellung des Konzern-Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen.
Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.
Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzern-Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzern-Jahresabschluss in Einklang steht, den IFRS bzw. den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzern-Lageberichts in Übereinstimmung mit den IFRS bzw. den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzern-Lagebericht erbringen zu können.
Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts
Meine Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Konzern-Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzern-Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der meine Prüfungsurteile zum Konzern-Jahresabschluss und zum Konzern-Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt.
Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzern-Jahresabschlusses und Konzern-Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.
Während der Prüfung übe ich pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahre meine kritische Grundhaltung.
Darüber hinaus:
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| • | identifiziere und beurteile ich die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Konzern-Jahresabschluss und im Konzern-Lagebericht, plane und führe Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlange Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für mein Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. |
| • | gewinne ich ein Verständnis von dem für die Prüfung des Konzern-Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Konzern-Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben. |
| • | beurteile ich die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. |
| • | ziehe ich Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. |
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| Falls ich zu dem Schluss komme, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, bin ich verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Konzern-Jahresabschluss und im Konzern-Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, mein jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Ich ziehe meine Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum meines Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. |
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| • | beurteile ich die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Konzern-Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Konzern-Jahresabschluss die zugrundeliegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Konzern-Jahresabschluss unter Beachtung der IFRS sowie der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. |
| • | beurteile ich den Einklang des Konzern-Lageberichts mit dem Konzern-Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Konzerns. |
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| • | führe ich Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Konzern-Lagebericht durch. |
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| Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehe ich dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteile die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. | |
| Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen gebe ich nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. |
Ich erörtere mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die ich während meiner Prüfung feststelle.
Berlin, den 16. April 2020
Dipl.-Kfm. Harry Haseloff, Wirtschaftsprüfer