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Grenke AG — Annual Report 2016
Mar 17, 2017
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Annual Report
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GRENKE AG Baden-Baden Jahres- und Konzernabschluss zum 31.12.2016 Konzern Jahresfinanzbericht 2016
GRENKE AG KENNZAHLEN GRENKE GRUPPE
| 01.01.2016 bis 31.12.2016 | Veränderung (%) | 01.01.2015 bis 31.12.2015 | Einheit | |
|---|---|---|---|---|
| Neugeschäft GRENKE Gruppe Leasing | 1.592.506 | 17,1 | 1.359.882 | TEUR |
| • davon International | 1.175.315 | 17,8 | 998.136 | TEUR |
| • davon Franchise-International | 37.525 | 60,5 | 23.381 | TEUR |
| • davon Deutschland* | 379.666 | 12,2 | 338.365 | TEUR |
| Westeuropa (ohne Deutschland)** | 499.835 | 12,8 | 443.158 | TEUR |
| Südeuropa** | 443.637 | 27,6 | 347.659 | TEUR |
| Nord- / Osteuropa** | 241.537 | 15,8 | 208.636 | TEUR |
| Übrige Regionen** | 27.831 | 26,1 | 22.064 | TEUR |
| Neugeschäft GRENKE Gruppe Factoring (inkl. Inkassodienstleistung) | 356.222 | 9,7 | 324.632 | TEUR |
| • davon Deutschland | 153.177 | 23,5 | 124.066 | TEUR |
| • davon International | 144.673 | -6,4 | 154.636 | TEUR |
| • davon Franchise-International | 58.372 | 27,1 | 45.930 | TEUR |
| GRENKE Bank Einlagevolumen | 417.088 | 19,4 | 349.304 | TEUR |
| Neugeschäft Existenzgründungsfinanzierung (inkl. Mikrokreditgeschäft) | 25.282 | 28,9 | 19.610 | TEUR |
| Deckungsbeitrag 2 (DB2) des Neugeschäfts GRENKE Gruppe Leasing | 265.942 | 8,3 | 245.493 | TEUR |
| • davon International | 211.482 | 8,9 | 194.273 | TEUR |
| • davon Franchise-International | 7.716 | 73,2 | 4.455 | TEUR |
| • davon Deutschland* | 46.744 | 0,0 | 46.765 | TEUR |
| Westeuropa (ohne Deutschland)** | 86.756 | 1,7 | 85.310 | TEUR |
| Südeuropa** | 81.111 | 15,6 | 70.175 | TEUR |
| Nord- / Osteuropa** | 45.816 | 16,9 | 39.201 | TEUR |
| Übrige Regionen** | 5.515 | 36,4 | 4.042 | TEUR |
Sonstige Angaben Leasing
| 01.01.2016 bis 31.12.2016 | Veränderung (%) | 01.01.2015 bis 31.12.2015 | Einheit | |
|---|---|---|---|---|
| Anzahl der Neuverträge | 182.655 | 14,9 | 159.000 | Stück |
| Anteil IT-Produkte am Leasingportfolio | 78 | -3,7 | 81 | Prozent |
| Anteil Geschäftskunden am Leasingportfolio | 100 | 0,0 | 100 | Prozent |
| Mittlerer Anschaffungswert | 8,7 | 1,2 | 8,6 | TEUR |
| Mittlere Vertragslaufzeit | 48 | 0,0 | 48 | Monate |
| Vermietvolumen | 4.863 | 17,2 | 4.149 | Mio. EUR |
| Anzahl der laufenden Verträge | 566.086 | 15,0 | 492.455 | Stück |
* inklusive Europa Leasing GmbH
** Regionen:
Westeuropa (ohne Deutschland): Belgien, Frankreich, Luxemburg, Niederlande, Österreich, Schweiz
Südeuropa: Italien, Kroatien, Malta, Portugal, Slowenien, Spanien
Nord- / Osteuropa: Dänemark, Finnland, Großbritannien, Irland, Norwegen, Schweden / Polen, Rumänien, Slowakei, Tschechien, Ungarn
Übrige Regionen: Brasilien, Chile, Dubai, Kanada, Singapur, Türkei
GRENKE Gruppe = GRENKE Konzern inklusive Franchisepartner
GRENKE Konzern = GRENKE AG und alle konsolidierten Tochtergesellschaften sowie strukturierte Einheiten gemäß den IFRS
KENNZAHLEN GRENKE KONZERN
| 01.01.2016 bis 31.12.2016 | Veränderung (%) | 01.01.2015 bis 31.12.2015 | Einheit | |
|---|---|---|---|---|
| Kennzahlen der Gewinn- und Verlustrechnung | ||||
| Zinsergebnis | 217.790 | 13,9 | 191.204 | TEUR |
| Schadensabwicklung und Risikovorsorge | 55.089 | -7,2 | 59.369 | TEUR |
| Ergebnis aus dem Servicegeschäft* | 59.279 | 16,7 | 50.801 | TEUR |
| Ergebnis aus dem Neugeschäft | 58.799 | 17,4 | 50.068 | TEUR |
| Verwertungsmehr-(+)/minder(-)ergebnis | -5.985 | 829,3 | -644 | TEUR |
| Sonstige betriebliche Erträge | 4.049 | -26,8 | 5.531 | TEUR |
| Kosten Neuverträge | 40.244 | 14,6 | 35.107 | TEUR |
| Kosten laufende Verträge | 12.453 | 12,9 | 11.031 | TEUR |
| Projektkosten und Basiskosten des Vertriebs | 42.193 | 2,0 | 41.357 | TEUR |
| Kosten Management | 38.971 | 24,3 | 31.343 | TEUR |
| Sonstige Kosten | 8.455 | -10,2 | 9.416 | TEUR |
| Operatives Ergebnis | 136.527 | 24,9 | 109.337 | TEUR |
| Sonstiges Finanzergebnis (Ertrag(-) / Aufwand(+)) | 1.123 | -1.159,4 | -106 | TEUR |
| Erträge / Aufwendungen aus der Marktbewertung | -868 | -4.922,2 | 18 | TEUR |
| EBT (Gewinn vor Steuern) | 134.536 | 22,9 | 109.461 | TEUR |
| Gewinn | 103.234 | 27,7 | 80.845 | TEUR |
| Ergebnis je Aktie (nach IFRS) | 6,87 | 26,5 | 5,43 | EUR |
| Sonstige Angaben | ||||
| Dividende | 1,75 | 16,7 | 1,50 | EUR |
| Embedded Value, Leasingvertragsportfolio (inkl. Eigenkapital vor Steuern) | 1.030 | 14,7 | 898 | Mio. EUR |
| Embedded Value, Leasingvertragsportfolio (inkl. Eigenkapital nach Steuern) | 948 | 15,3 | 822 | Mio. EUR |
| Cost-Income-Ratio | 51,2 | -5,2 | 54,0 | Prozent |
| Eigenkapitalrendite (ROE) nach Steuern | 15,0 | 9,5 | 13,7 | Prozent |
| Durchschnittliche Anzahl Mitarbeiter | 1.031 | 11,1 | 928 | Personen |
| Personalaufwand | 70.624 | 11,8 | 63.190 | TEUR |
| - davon Gesamtvergütung | 58.003 | 11,8 | 51.902 | TEUR |
| - davon fixe Vergütung | 43.577 | 12,8 | 38.630 | TEUR |
| - davon variable Vergütung | 14.426 | 8,7 | 13.272 | TEUR |
* Vorjahr: "Ergebnis aus dem Versicherungsgeschäft"
GRENKE Gruppe = GRENKE Konzern inklusive Franchisepartner
GRENKE Konzern = GRENKE AG und alle konsolidierten Tochtergesellschaften sowie strukturierte Einheiten gemäß den IFRS
"FÜR WEITERES PROFITABLES WACHSTUM IST UND BLEIBT GRENKE HERVORRAGEND POSITIONIERT."
BRIEF DES VORSTANDS AN DIE AKTIONÄRE
Sehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre, sehr geehrte Damen und Herren,
2016 war ein Jahr, in dem die Weltwirtschaft auf wackligen Beinen stand. Für GRENKE hingegen war es ein Jahr, das erneut von hohem Wachstum geprägt war. So konnten wir das Neugeschäft der GRENKE Gruppe in einem herausfordernden Umfeld um 16 Prozent steigern. Das akquirierte Volumen lag mit 1.974,0 Mio. EUR nur knapp unter der 2-Milliarden-Euro-Marke. Damit waren wir weiterhin in der Lage, signifikant stärker zu wachsen als unser mittelfristiges Wachstumsziel von mindestens zwölf Prozent pro Jahr. Auf diese Entwicklung sind wir stolz. Sie ist nicht zuletzt das Ergebnis unseres werthaltigen Geschäftsmodells, das sich wieder einmal glänzend bewährt hat.
Absolut im Rahmen unserer Erwartungen entwickelte sich das Neugeschäft der GRENKE Gruppe Leasing. Es nahm um 232,6 Mio. EUR auf 1.592,5 Mio. EUR zu. Dies entspricht einem Anstieg um 17 Prozent. Damit haben wir das für 2016 prognostizierte Wachstum zwischen 16 und 20 Prozent vollumfänglich erreicht. Kräftige Zuwächse realisierten wir vor allem in Südeuropa und dort insbesondere in Italien und Spanien. Sehr zufriedenstellend zeigte sich aber auch unser Heimatmarkt Deutschland, in dem wir bei einem unverändert intensiven Wettbewerb zweistellig gewachsen sind.
Klar hinter unseren Erwartungen zurück blieb das Neugeschäftswachstum in unserer Factoringsparte. Zwar wiesen alle angekauften Forderungen eine hohe Kreditqualität auf, aufgrund eines kräftigen Basiseffekts des im Vorjahr in der Schweiz akquirierten Volumens fiel das nominelle Wachstum jedoch vergleichsweise gering aus.
In Hinblick auf die Aktivitäten der GRENKE Bank konnten im abgelaufenen Geschäftsjahr insgesamt drei Kooperationen mit Förderbanken des Bundes (KfW) und der Bundesländer durch den Abschluss neuer Globaldarlehen intensiviert werden. Das Angebot richtet sich an kleine und mittlere Unternehmen sowie Freiberufler und Gründer, die betriebliche Neuanschaffungen über Leasing finanzieren. Bereits seit 2010 bietet die GRENKE Bank in Zusammenarbeit mit regionalen Förderbanken zinsgünstige Finanzierungen mittels Fördergutschein an, aus denen bisher über 21.000 Leasingverträge resultierten.
Wachstum generieren wir maßgeblich über eine stetig und bedarfsorientiert weiterentwickelte Angebotspalette - zum Teil auch weit über unser traditionelles Leasinggeschäft hinaus. Insofern ist die Entscheidung der Aktionäre, den Namen ihrer Gesellschaft in GRENKE AG zu ändern, zukunftsweisend. Im Berichtsjahr haben wir die Diversifikation auf der Produktseite mit der strategischen Investition der GRENKE BANK AG in die Finanzchef24 GmbH verbreitert. Das 2012 gegründete Unternehmen ist der erste digitale Versicherungsmakler für Unternehmer und Selbstständige und betreibt ein Online-Finanz-Portal. Außerdem haben wir eine weitere strategische Option genutzt: Mit der Übernahme der Europa Leasing GmbH verstärkten wir substanziell unsere eigene Marktposition im Small-Ticket-Leasing medizintechnischer Geräte. Da beide Geschäftsmodelle einen ähnlichen Abwicklungsprozess im Leasing aufweisen, ergeben sich hieraus hoch attraktive Wachstumschancen.
Mit weiterhin hoher Dynamik verfolgten wir im abgelaufenen Geschäftsjahr auch den Ausbau unserer internationalen Präsenz. So eröffneten wir im Rahmen unserer Zellteilungsstrategie insgesamt neun neue Standorte. Darüber hinaus profitieren unsere Kunden in Polen seit Ende 2016 auch von unserem umfassenden Factoringangebot.
Für weiteres profitables Wachstum ist und bleibt GRENKE hervorragend positioniert. Neben Zellteilungen in bestehenden Märkten werden wir im laufenden Geschäftsjahr unser Leasingangebot in Australien etablieren und damit einen weiteren attraktiven Markt für uns erschließen. Zusätzlich werden wir unser Factoringangebot in Italien ausrollen. In unserem Leasinggeschäft erwarten wir 2017 ein Neugeschäftswachstum zwischen elf und 16 Prozent, im Bereich des Factorings planen wir mit einem Anstieg zwischen zwölf und 20 Prozent.
Nachdem wir den Gewinn des GRENKE Konzerns im Berichtsjahr um 28 Prozent auf 103,2 Mio. EUR steigern und damit die zum Halbjahr angehobene Prognose sogar noch einmal übertreffen konnten, rechnen wir für das laufende Geschäftsjahr mit einem Gewinn zwischen 113 und 123 Mio. EUR. Dies entspricht einer Steigerung um mindestens neun Prozent.
Vor dem Hintergrund der überaus erfreulichen Entwicklung im Berichtsjahr und der weiterhin guten Perspektiven schlagen Aufsichtsrat und Vorstand der Hauptversammlung der GRENKE AG eine Dividende in Höhe von 1,75 EUR je Aktie vor. Im Vorjahr betrug die Ausschüttung 1,50 EUR je Aktie.
Ich möchte mich im Namen des gesamten Vorstands bei allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für ihr Engagement und ihren Beitrag zu unserer hervorragenden Geschäftsentwicklung bedanken. Mein persönlicher Dank gilt darüber hinaus dem Aufsichtsrat für die wertvolle Unterstützung sowie unseren Aktionären für ihr Vertrauen und die Verbundenheit zu unserem Unternehmen. Nicht zuletzt möchte ich meinen langjährigen und geschätzten Kollegen, Herrn Sebastian Hirsch, im Vorstand der GRENKE AG begrüßen. Herr Hirsch begann seine Karriere 2004 in unserem Hause und verantwortete seither verschiedene Funktionen im Bereich der Finanzen.# Wolfgang Grenke, Vorstandsvorsitzender
DER VORSTAND DER GRENKE AG
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| WOLFGANG GRENKE | ANTJE LEMINSKY | GILLES CHRIST |
|---|---|---|
| Vorstandsvorsitzender | Chief Executive Officer (CEO) | Stellvertretende Vorstandsvorsitzende |
| MITGLIED DES VORSTANDS | SEBASTIAN HIRSCH | MARK KINDERMANN |
| Mitglied des Vorstands | Mitglied des Vorstands |
"DIE INTERNATIONALITÄT UNSERES GESCHÄFTS BLEIBT AUCH IN ZUKUNFT EIN ENTSCHEIDENDER ERFOLGSFAKTOR."
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Mitglieder des Vorstands im Geschäftsjahr 2016 waren Wolfgang Grenke (Vorsitzender), Antje Leminsky (stellvertretende Vorsitzende), Gilles Christ, Jörg Eicker und Mark Kindermann
BERICHT DES AUFSICHTSRATS
Dieser Jahresfinanzbericht belegt erneut den nachhaltigen Erfolg des Wachstumsmodells GRENKE AG. Bei weiterhin hoher Profitabilität ist Ihr Unternehmen, verehrte Aktionärinnen und Aktionäre, abermals zweistellig gewachsen. Weder die Finanzkrise nach dem Lehman-Konkurs noch die Niedrigzinsphase der letzten Jahre konnten der seit dem Börsengang im Jahr 2000 andauernden Wachstumsgeschichte etwas anhaben. Das liegt vor allem an strategischer Konsequenz: Kunden sind ausschließlich kleine und mittlere Unternehmen, finanziert werden nur kleine Summen, durchschnittlich nicht mehr als 8.700 EUR pro Objekt, Produktangebot und Prozesse sind durchgehend digitalisiert, neben dem Leasing sind Bank- und Factoring-Produkte dazugekommen, aus dem deutschen ist ein erfolgreiches internationales Geschäftsmodell geworden. Im Folgenden geben Ihnen meine Aufsichtsratskolleginnen und -kollegen notwendige formale Informationen und interessante unternehmerische Hinweise. Lesen Sie also bitte bis zum Ende.
Der Aufsichtsrat der GRENKE AG hat die ihm nach Satzung und Gesetz obliegenden Aufgaben im Geschäftsjahr 2016 wahrgenommen. Er hat mit dem Vorstand stets gut und vertrauensvoll zusammengearbeitet, die Führung der Geschäfte überwacht und ihn regelmäßig beraten. Der Vorstand hat den Aufsichtsrat über alles Wesentliche zeitnah und umfassend in Kenntnis gesetzt sowie in alle für das Unternehmen grundlegenden Entscheidungen eingebunden.. Vorstand und Aufsichtsrat haben insbesondere die strategische Ausrichtung des GRENKE Konzerns eng miteinander abgestimmt. Der Aufsichtsrat wurde vom Vorstand außerdem detailliert über die unterjährige Entwicklung des GRENKE Konzerns informiert. Gleiches gilt für die GRENKE BANK AG sowie die GRENKEFACTORING GmbH. Die Berichte des Vorstands wurden vom Aufsichtsrat hinsichtlich ihrer Plausibilität kritisch geprüft. Dabei wurden Gegenstand und Umfang der Berichterstattung des Vorstands jederzeit und in vollem Umfang den Anforderungen des Aufsichtsrats gerecht. Zu den Berichten und Beschlussvorschlägen des Vorstands hat der Aufsichtsrat, soweit gesetzlich und satzungsgemäß erforderlich, nach gründlicher Prüfung und Beratung sein Votum abgegeben. Zustimmungspflichtige Angelegenheiten legte der Vorstand rechtzeitig vor. Als Vorsitzender des Aufsichtsrats habe ich mich auch zwischen den Sitzungen des Aufsichtsrats über den aktuellen Geschäftsgang inklusive des Bankgeschäfts und die wesentlichen Geschäftsvorfälle informiert. Außerdem wurde ich vom Vorstand ausführlich über Vorgänge besonderer Bedeutung informiert. Zu den wesentlichen Themen der persönlichen Gespräche mit dem Vorstand gehörten Überlegungen zu Übernahmen oder Beteiligungen, die Vorbereitung von Refinanzierungsentscheidungen, Compliance-Angelegenheiten, das interne Controlling sowie Personalthemen. Im Vorfeld der Hauptversammlung am 3. Mai 2016 wurde zudem die vorgesehene zukunftsweisende Umfirmierung der GRENKELEASING AG in GRENKE AG erörtert. Denn das Wachstum des Konzerns wird inzwischen mit einer Angebotspalette weit über das traditionelle Leasinggeschäft hinaus generiert. Heute steht die Marke GRENKE international für besten Service und höchste Qualität, wenn es um Finanzdienstleistungen für kleine und mittlere Unternehmen geht. Mit der neuen Firmierung wird diese Botschaft auch im Unternehmensnamen transportiert. Darüber hinaus habe ich mit dem Vorstand den Vorschlag der Verwaltung an die Aktionäre erörtert, erneut die Möglichkeit wahrzunehmen, die Dividende ausschließlich in bar oder teilweise in bar und teilweise in Form von Aktien der GRENKE AG zu erhalten. Die den Aktionären von Vorstand und Aufsichtsrat der GRENKE AG vorgeschlagenen Maßnahmen nahmen diese dann mit großer Mehrheit an.
Der Aufsichtsrat hat im Berichtsjahr das konzernweite Risikomanagementsystem, die internen Kontrollsysteme in den Bereichen Revision, Rechnungslegung und Compliance überwacht. Im Bereich Compliance umfasste dies auch die Angemessenheit des angewandten Managementverfahrens sowie die Einhaltung von relevanten Bestimmungen des Kreditwesengesetzes (KWG-Compliance). Des Weiteren hat der Aufsichtsrat das operative Risikokontrollsystem inklusive der Angemessenheit der angewandten Risikomanagementverfahren, die Risikostrategie und deren Umsetzung überwacht. Hierzu hat er Berichte des Vorstands entgegengenommen. Die jeweilige Liquiditäts- und Refinanzierungssituation des GRENKE Konzerns war regelmäßig Thema des Aufsichtsrats. Die Refinanzierung war im Geschäftsjahr 2016 jederzeit gewährleistet. Zu den regelmäßigen Themen des Aufsichtsrats gehörten die Erörterung der laufenden Geschäftsentwicklung, die Überwachung der internationalen Einheiten, die Erörterung der Vertriebsentwicklung und von Verwaltungsthemen, der Stand der Unternehmensplanung sowie Fragen zur Personalentwicklung. Bei Letzterem wurde der Besetzung von Führungspositionen mit Frauen erneut besondere Bedeutung zugemessen. Ziel ist es, im GRENKE Konzern ein Viertel der Führungspositionen mit Frauen zu besetzen. Jüngste Untersuchungen namhafter Marktbeobachter bescheinigen GRENKE diesbezüglich eine führende Position unter den großen börsennotierten Unternehmen in Deutschland.
Digitalisierung des Geschäftsmodells gehört seit der Gründung des Unternehmens zur DNA der GRENKE AG. Digitales Produktangebot und digitale Prozesse waren und sind der Schlüssel für die Maximierung des Kundennutzens, für Kostenführerschaft im Finanzdienstleistungssektor und für den erfolgreichen internationalen Rollout des Geschäftsmodells. Der Aufsichtsrat befasste sich deshalb regelmäßig mit Fragen zur IT. Im Einzelnen wurden unter anderem Status und Fortgang laufender IT-Projekte sowie die mittelfristige IT-Strategie des GRENKE Konzerns erörtert, Letzteres insbesondere unter dem Gesichtspunkt seiner fortschreitenden Internationalisierung und wachsenden Produktvielfalt. Hinsichtlich der strategischen Weiterentwicklung des GRENKE Konzerns befasste sich der Aufsichtsrat auch mit der Entwicklung der Franchiseunternehmen insgesamt und den jeweiligen Entscheidungen zu deren Übernahmen in der Türkei, in Ungarn und auf Malta. Zudem standen die Gründung einer Verwaltungs- und Finanzierungstochter in Brasilien sowie die Kooperation mit dem digitalen Versicherungsmakler und Online-Finanz-Portal Finanzchef24 GmbH sowie die Übernahme der auf Leasingfinanzierungen für medizintechnische Geräte spezialisierten Europa Leasing GmbH auf der Tagesordnung.
Herr Jörg Eicker hat den Vorstand der GRENKE AG zum 31. Dezember 2016 in gutem gegenseitigem Einvernehmen verlassen. Aufsichtsrat und Vorstand dankten Herrn Eicker für seine Beiträge zur positiven und erfolgreichen Geschäftsentwicklung und Positionierung der GRENKE AG in den letzten Jahren. Der Aufsichtsrat hat Herrn Sebastian Hirsch mit Wirkung zum 1. Januar 2017 in den Vorstand der GRENKE AG berufen. Er hat in diesem Zusammenhang die neue Geschäftsverteilung im Vorstand erörtert und verabschiedet. Herr Hirsch zeichnet für die Bereiche Controlling, M&A und Treasury verantwortlich, für Investor Relations Herr Wolfgang Grenke.
Gemeinsam mit dem Vorstand hat der Aufsichtsrat am 4. Februar 2016 die Entsprechenserklärung der GRENKELEASING AG nach § 161 Aktiengesetz abgegeben, wonach - unter Berücksichtigung der in der Erklärung genannten Ausnahmen - den Empfehlungen der "Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex" entsprochen wird. Über Corporate Governance bei der GRENKE AG berichtet der Vorstand in diesem Jahresfinanzbericht zum Geschäftsjahr 2016 zugleich auch für den Aufsichtsrat.
Im Geschäftsjahr 2016 hat der Aufsichtsrat fünfmal getagt: Die Sitzungen fanden am 4. Februar, 2. Mai, 22. Juni (außerordentlich), 9. bis 11. Juli sowie am 21. November statt. Einziger Tagesordnungspunkt der Sitzung im Juni war die Beschlussfassung zum Erwerb einer Beteiligung an der Finzchef24 GmbH. Bei den Sitzungen des Aufsichtsrats waren jeweils alle Mitglieder anwesend.
Der Aufsichtsrat der GRENKE AG besteht satzungsgemäß aus sechs Mitgliedern. Folgende Mitglieder gehörten im Geschäftsjahr 2016 dem Aufsichtsrat an:
- Prof. Dr. Ernst-Moritz Lipp, Vorsitzender
- Gerhard E. Witt, stellvertretender Vorsitzender
- Tanja Dreilich
- Dr. Ljiljana Mitic
- Florian Schulte
- Erwin Staudt
Um seine Aufgaben effizient wahrnehmen zu können, hat der Aufsichtsrat seiner Geschäftsordnung gemäß zwei Ausschüsse eingerichtet: den Prüfungs- und den Personalausschuss (Präsidialausschuss). Die Vorsitzenden der Ausschüsse haben dem Aufsichtsratsplenum in dessen Sitzungen über die Arbeit der Ausschüsse Bericht erstattet.
Der Prüfungsausschuss besteht aus den folgenden Mitgliedern:
- Gerhard E. Witt, Vorsitzender
- Prof. Dr. Ernst-Moritz Lipp
- Tanja Dreilich
Der Prüfungsausschuss befasst sich vornehmlich mit Fragen der internen und externen Rechnungslegung, der Systematik der Unternehmensplanung, des Risikomanagements des Konzerns und mit Compliance. Seine Mitglieder verfügen über besondere Kenntnisse auf diesen Gebieten. Der Prüfungsausschuss hat den Prüfungsauftrag an den Abschlussprüfer erteilt und die Prüfungsschwerpunkte bestimmt. Er hat dessen Unabhängigkeit geprüft und die Honorarvereinbarung geschlossen. Im Berichtsjahr hat der Prüfungsausschuss keine Erkenntnisse gewonnen, die die Unabhängigkeit des Prüfers infrage stellten.# DER AUFSICHTSRAT DER GRENKE AG
Der Prüfungsausschuss hat die Sitzung des Aufsichtsrats zur Feststellung des Jahresabschlusses und zur Billigung des Konzernabschlusses vorbereitet. In Anwesenheit des Wirtschaftsprüfers hat er sich mit dem Jahresabschluss 2015 intensiv befasst. Darüber hinaus hat der Prüfungsausschuss die zu veröffentlichenden Quartalsabschlüsse eingehend mit dem Vorstand diskutiert.
Der Personalausschuss (Präsidialausschuss) besteht aus den folgenden drei Mitgliedern:
* Prof. Dr. Ernst-Moritz Lipp, Vorsitzender
* Erwin Staudt
* Gerhard E. Witt
Personalentscheidungen des Aufsichtsrats stellen die wesentlichen Themen dar, mit denen sich der Personalausschuss befasst. Außerdem ist er zuständig für Vorschläge im Hinblick auf den Abschluss sowie das Ändern und Beendigen der Anstellungsverträge mit den Mitgliedern des Vorstands.
Der vom Vorstand jeweils zum 31. Dezember 2016 aufgestellte Jahresabschluss der GRENKE AG bzw. Konzernabschluss sowie die gemäß §§ 315 Abs. 3 und 298 Abs. 3 HGB in geschlossener Darstellung zusammengefassten Lageberichte der GRENKE AG und des GRENKE Konzerns für das Geschäftsjahr 2016 und der Vorschlag des Vorstands über die Verwendung des Bilanzgewinns der GRENKE AG wurden dem Aufsichtsrat rechtzeitig vorgelegt.
Die Jahresabschlüsse sowie der verkürzte Abschluss und Zwischenlagebericht für die ersten sechs Monate des Geschäftsjahres 2016 wurden von der Ernst & Young GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Stuttgart, geprüft bzw. prüferisch durchgesehen.
Die Rechnungslegung im Einzelabschluss der GRENKE AG erfolgte nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuchs (HGB) und unter Berücksichtigung der Rechnungslegungsvorschriften für Kreditinstitute. Die Prüfung des handelsrechtlichen Jahresabschlusses zum 31. Dezember 2015 wurde nach den Vorschriften des § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten Grundsätze ordnungsmäßiger Jahresabschlussprüfung vorgenommen.
Die Aufstellung des Konzernabschlusses sowie des Konzernlageberichts für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2016 erfolgte gemäß § 315 a Abs. 1 HGB auf der Grundlage der International Financial Reporting Standards, wie sie in der EU anzuwenden sind, sowie unter Anwendung des Deutschen Rechnungslegungsstandards Nr. 20. Die Prüfung des Konzernabschlusses wurde nach den Vorschriften des § 317 HGB unter Beachtung der vom IDW festgestellten Grundsätze ordnungsmäßiger Jahresabschlussprüfung (IDW PS 200) vorgenommen.
Der Jahresabschluss der GRENKE AG und der Konzernabschluss des GRENKE Konzerns sind jeweils mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen worden.
Der Aufsichtsrat hat die ihm von Vorstand und Abschlussprüfer vorgelegten Jahresabschlüsse eingehend geprüft und das Ergebnis in seiner Sitzung am 1. Februar 2017 erörtert. Der verantwortliche Wirtschaftsprüfer hat teilgenommen und über die wesentlichen Ergebnisse der Prüfung berichtet. Der Aufsichtsrat hat nach eigener Prüfung keine Einwände gegen das Ergebnis der Prüfung der Jahresabschlüsse durch den Abschlussprüfer erhoben und damit den Jahresabschluss der GRENKE AG festgestellt sowie den Konzernabschluss der GRENKE AG gebilligt. Der Aufsichtsrat hat sich dem Vorschlag des Vorstands über die Verwendung des Bilanzgewinns der GRENKE AG angeschlossen.
In der gleichen Sitzung am 1. Februar 2017 hat sich der Aufsichtsrat mit den Pflichtangaben gemäß §§ 289 Abs. 4 und 315 Abs. 4 HGB sowie mit dem diesbezüglichen Bericht befasst. Der Aufsichtsrat hat diese Angaben und Erläuterungen, die aus seiner Sicht im zusammengefassten Lagebericht vollständig sind, geprüft und macht sie sich zu eigen.
Der Aufsichtsrat dankt allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der GRENKE Gruppe und seiner Franchise-Unternehmen in den weltweit inzwischen 30 Ländern, in denen GRENKE vertreten ist, sowie den Mitgliedern des Vorstands für ihren persönlichen Einsatz und für ihre Leistungen. Sie alle haben den Unternehmenserfolg im Geschäftsjahr 2016 erzielt. Ihre Bereitschaft, den weltweiten Erfolg der Marke GRENKE mit hoher Motivation weiter zu festigen, stimmt den Aufsichtsrat in hohem Maße zuversichtlich für die Zukunft der Gesellschaft.
Baden-Baden, am 1. Februar 2017
Für den Aufsichtsrat
Prof. Dr. Ernst-Moritz Lipp, Vorsitzender
DER AUFSICHTSRAT DER GRENKE AG
| Name/Wohnort | Funktion/Beruf | Weitere Aufsichtsrats-/ Beiratsmandate |
|---|---|---|
| Prof. Dr. Ernst-Moritz Lipp Baden-Baden Jahrgang 1951 Erstmals gewählt: 2003 Gewählt bis zur Hauptversammlung 2018 |
Vorsitzender des Aufsichtsrats, Professor für internationale Finanzwirtschaft und Geschäftsführer der ODEWALD & COMPAGNIE Gesellschaft für Beteiligungen mbH | GRENKE BANK AG, Baden-Baden; Oberberg Klinik Holding GmbH, Berlin |
| Gerhard E. Witt Baden-Baden Jahrgang 1945 Erstmals gewählt: 1997 Gewählt bis zur Hauptversammlung 2018 |
Stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrats, Wirtschaftsprüfer und Steuerberater, Rechtsbeistand für Erbrecht, Gesellschaftsrecht und Recht der Insolvenzen | GRENKE Investitionen Verwaltungs KGaA, Baden-Baden |
| Tanja Dreilich München Jahrgang 1969 Erstmals gewählt: 2015 Gewählt bis zur Hauptversammlung 2019 |
Geschäftsführerin und CFO der Kirchhoff Ecotec GmbH, Geschäftsführerin und CFO der Kirchhoff Automotive Verwaltungsgesellschaft mbH | - |
| Dr. Ljiljana Mitic München Jahrgang 1969 Erstmals gewählt: 2015 Gewählt bis zur Hauptversammlung: 2019 |
Selbstständige Unternehmensberaterin mit den Schwerpunkten IT, Financial Services sowie Start-ups | - |
| Florian Schulte Baden-Baden Jahrgang 1971 Erstmals gewählt: 2010 Gewählt bis zur Hauptversammlung 2019 |
Geschäftsführer der Fines Holding GmbH, Geschäftsführer der S.K. Management- und Beteiligungs GmbH | Global Group Dialog Solutions AG, Idstein; Syntellix AG, Hannover |
| Erwin Staudt Leonberg Jahrgang 1948 Erstmals gewählt: 2005 Gewählt bis zur Hauptversammlung 2019 |
Diplom-Volkswirt | PROFI Engineering Systems AG, Darmstadt; USU Software AG, Möglingen; Hahn Verwaltungs-GmbH, Fellbach; Interstuhl Büromöbel GmbH & Co. KG, Meßstetten-Tieringen |
CORPORATE-GOVERNANCE-BERICHT
Verantwortungsbewusstsein bestimmt alles Handeln im GRENKE Konzern. Diesen verantwortungsvoll und effektiv zu führen ist wesentlicher Teil unseres Selbstverständnisses. Aufsichtsrat, Vorstand und Führungspersonen identifizieren sich mit den Grundsätzen guter Unternehmensführung, die den Ansprüchen des Deutschen Corporate Governance Kodex (DCGK) entsprechen. Sie verpflichten sich zu umfassender Compliance hinsichtlich der ethischen und gesetzlichen Verhaltensregeln und Normen sowie aller relevanten Gesetze. Sie wissen, dass gute Corporate Governance eine Grundvoraussetzung darstellt für den Erhalt und den Ausbau des Vertrauens in ihr Unternehmen. Dies gilt in besonderem Maße im Hinblick auf die für den langfristigen Unternehmenserfolg entscheidenden Stakeholder: die gegenwärtigen und künftigen Kunden, Mitarbeiter, Geschäftspartner und Kapitalgeber. Aufsichtsrat, Vorstand und die Führungspersonen bekennen sich zu wertorientierter Führung und transparenter Leitung und Kontrolle.
Die GRENKE AG entspricht den Empfehlungen des DCGK in der aktuellen Fassung vom 5. Mai 2015 mit wenigen begründeten Ausnahmen. Vorstand und Aufsichtsrat haben sich eingehend mit der Erfüllung des Kodex befasst und die am Ende dieses Corporate-Governance-Berichts aufgeführte Entsprechenserklärung verabschiedet. Die Erklärung ist auch auf der Internetseite der GRENKE AG wiedergegeben.
Konzernleitung und Konzernüberwachung
Der Vorstand der GRENKE AG setzt sich aus fünf Mitgliedern zusammen. Der Aufsichtsrat besteht aus sechs Mitgliedern. Die vom Aufsichtsrat festgelegten Zielgrößen für ihre Zusammensetzung - mindestens 20 Prozent weibliche Vorstandsmitglieder und 33 Prozent weibliche Mitglieder des Aufsichtsrats - werden eingehalten. Rund die Hälfte der Beschäftigten ist weiblich. Deshalb sieht der Aufsichtsrat in den derzeitigen Zielgrößen eine Untergrenze, die sich langfristig nach oben bewegen sollte.
Aufsichtsrat
Der Vorstand informierte im Geschäftsjahr 2016 den Aufsichtsrat regelmäßig, detailliert und umfassend über die wirtschaftliche Lage der Gesellschaft, den Stand der Unternehmensplanung sowie aktuelle Ereignisse. Wesentlicher Bestandteil der Berichte war in diesem Zusammenhang regelmäßig die Darstellung von Neugeschäft, Vertrieb, IT-Entscheidungen und der Refinanzierungssituation. Der Aufsichtsrat stimmte die strategische Entwicklung eng mit dem Vorstand ab und erörterte Fragen des Risikomanagements inklusive Compliance, der Risikovorsorge, des internen Kontrollsystems sowie des internen Revisionssystems.
Der Aufsichtsrat der GRENKE AG hat, um seine Aufgaben effizient wahrnehmen zu können, zwei Ausschüsse gebildet und seiner Geschäftsordnung entsprechend gewisse Befugnisse an die Ausschüsse übertragen. Die Ausschüsse bereiten die sie betreffenden Themen und Beschlüsse vor, die im Plenum zu behandeln sind. Die Vorsitzenden der Ausschüsse berichten dem Aufsichtsratsplenum über die Arbeit ihrer Ausschüsse.
Prüfungsausschuss
Der Prüfungsausschuss setzt sich aus drei Mitgliedern zusammen. Sie verfügen über besondere Kenntnisse auf den Gebieten der Rechnungslegung, der Unternehmensplanung, des Risikomanagements und der Compliance. Das Gremium beschäftigt sich vornehmlich mit Fragen der externen und internen Rechnungslegung sowie mit der Systematik von Unternehmensplanung und Risikomanagement. Es prüft und überwacht die Unabhängigkeit des Abschlussprüfers gemäß Ziffer 7.2.1 des DCGK. Es bestimmt die Prüfungsschwerpunkte und verantwortet und vereinbart das Honorar mit dem Abschlussprüfer. Darüber hinaus bereitet der Prüfungsausschuss die Entscheidungen des Aufsichtsrats über die Feststellung des Jahresabschlusses und die Billigung des Konzernabschlusses vor. Im Rahmen der Aufgaben des Aufsichtsrats nach dem DCGK widmet sich der Prüfungsausschuss auch Fragen zur Compliance und dem Compliance Management. Der Vorstand berichtet dem Prüfungsausschuss regelmäßig über die Compliance-Situation - inklusive der KWG-Compliance - im Unternehmen.# Personalausschuss (Präsidialausschuss)
Der Personalausschuss besteht aus drei Mitgliedern. Er bereitet insbesondere die Personalentscheidungen des Aufsichtsrats vor und unterbreitet Vorschläge für das Abschließen, Ändern und Beendigen der Anstellungsverträge mit den Mitgliedern des Vorstands.
Vorstand
Der Vorstand leitet den GRENKE Konzern eigenverantwortlich. Er verantwortet die operative Leitung und die Umsetzung der strategischen Ausrichtung des Konzerns sowie das Einhalten der Grundsätze der Unternehmenspolitik. Des Weiteren stellt er den Jahresabschluss der GRENKE AG sowie die Quartalsmitteilungen und den Halbjahres- und Jahresabschluss des Konzerns auf.
Der Vorstand informiert den Aufsichtsrat regelmäßig und umfassend durch Vorstandsberichte und Sitzungsvorlagen über das Gesamtunternehmen, Fragen zur Strategie und deren Umsetzung, Planung, Geschäftsentwicklung, Risikosituation, Compliance, zur Finanz- und Ertragslage sowie über strategische und operative Geschäftsrisiken und deren Management.
Wesentliche Vorstandsentscheidungen wie unter anderem Akquisitionen und besondere Finanzierungsmaßnahmen sind an die Zustimmung des Aufsichtsrats gebunden. Die Geschäftsordnung des Vorstands listet einen Katalog solcher zustimmungspflichtiger Geschäfte auf. Vorstand und Aufsichtsrat sind bei schuldhafter Verletzung der Sorgfaltspflicht der Gesellschaft gegenüber zu Schadenersatz verpflichtet.
Vergütungsbericht (Bestandteil des zusammengefassten Lageberichts)
Vergütung des Vorstands
| Gesamt EUR | Festvergütung und Zulagen | Nebenleistungen | Erfolgszulage | Tantieme | Aktienbasierte Vergütung |
|---|---|---|---|---|---|
| 2016 | 1.237.832,57 | 463.624,94 | 518.226,67 | 436.733,01 | -86.000 |
| 2015 | 2.474.716,77 |
| Name | Festvergütung und Zulagen | Nebenleistungen | Erfolgszulage | Tantieme | Aktienbasierte Vergütung | Gesamt 2016 | Gesamt 2015 |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Christ | 165.832,61 | 44.154,00 | 99.161,61 | 66.333,04 | 375.481,26 | 355.050,04 | |
| Eicker | 297.000,00 | 320.221,50* | 60.101,54 | 80.400,00 | -86.000 | 671.723,04 | 535.990,06 |
| Grenke | 300.000,00 | 47.194,92 | 179.407,50 | 120.000,00 | 646.602,42 | 646.120,92 | |
| Kindermann | 169.999,92 | 34.459,64 | 101.664,21 | 67.999,97 | 374.123,74 | 331.204,81 | |
| Leminsky | 305.000,04 | 17.594,88 | 77.891,81 | 102.000,00 | 502.486,73 | 606.350,94 | |
| Gesamt | 1.237.832,57 | 463.624,94 | 518.226,67 | 436.733,01 | -86.000 | 2.570.417,19 | 2.474.716,77 |
- Beinhaltet eine Abfindung über 300 TEUR zum 31. Dezember 2016.
Die Grundzüge des Vergütungssystems für den Vorstand sehen als fixe Vergütungskomponenten eine vom Geschäftserfolg unabhängige Festvergütung, Leistungszulagen und Nebenleistungen wie Dienstwagen und Versicherungszuschüsse sowie erfolgsabhängige variable Vergütungskomponenten vor. Die Struktur des Vergütungssystems fördert den langfristigen Erfolg des Konzerns und schafft Anreize, nur solche Risiken einzugehen, die statistisch gut beherrschbar sind und dem Risiko entsprechend angemessene Erträge erwirtschaften. Es werden keine Anreize für unangemessene Risiken geschaffen. Zudem wird das aufsichtsrechtliche Eigenkapital der GRENKE AG durch diese Vergütungspraxis weder gefährdet, noch schränkt sie das dauerhafte Aufrechterhalten der Eigenmittel ein.
Die Kriterien für die variablen Vergütungsbestandteile werden jährlich im Voraus festgelegt. Sie basieren auf der Steigerung des operativen Ergebnisses des GRENKE Konzerns (EBT - Earnings before Taxes) sowie auf der Entwicklung von Kennzahlen der GRENKE Balanced Scorecard (BSC). Das Erreichen des EBT-Wachstumsziels wird jährlich nachträglich gemessen. Bei Nichterreichen der Vorgaben entfällt die variable Vergütung vollständig. Die gemäß der BSC maßgeblichen Kriterien entsprechen den für den langfristigen Konzernerfolg und damit für die langfristige Erhöhung des Unternehmenswerts wesentlichen Kennzahlen. Hierzu gehören unter anderem die Entwicklung der Anzahl der Leasingverträge, des Neugeschäfts, der Deckungsbeiträge und des Schadenverlaufs. Das Erreichen der BSC-Kriterien wird quartalsweise nachträglich gemessen.
Der Aufsichtsrat der GRENKE AG hat mit mehreren Vorstandsmitgliedern eine Phantom-Stock-Vereinbarung abgeschlossen. Zum 31. Dezember 2016 bestanden mit Ausnahme von Herrn Grenke mit allen amtierenden Vorstandsmitgliedern entsprechende Vereinbarungen. Der Wert dieser Phantom-Stock-Vereinbarungen betrug zum Ende des abgelaufenen Geschäftsjahres 0 TEUR (31. Dezember 2015: 225 TEUR). Zur Auszahlung kamen im Berichtsjahr schon im Vorjahr gebuchte Aufwendungen in Höhe von 139 TEUR.
Die Vereinbarung mit Frau Leminsky bezieht sich auf die Geschäftsjahre 2015 bis 2017, die Vereinbarungen mit den Herren Christ, Eicker und Kindermann auf die Geschäftsjahre 2016 bis 2018. Im Rahmen dieser Vereinbarungen haben die Vorstandsmitglieder für die jeweiligen Geschäftsjahre jeweils einen Zahlungsanspruch (Tranche) in Höhe des Wertzuwachses von jeweils 20.000 Aktien (bei Herrn Kindermann 6.000 Aktien) der GRENKE AG im Verhältnis zu einem definierten Basiskurs. Dieser entspricht dem arithmetischen Mittel der XETRA-Schlusskurse an sämtlichen Handelstagen vom 1. bis 23. Dezember des jeweiligen Vorjahres. Der Basiskurs für das Geschäftsjahr 2016 beträgt 180,42 EUR. Der Auszahlungsanspruch ist der Höhe nach begrenzt und unterliegt den gesetzlichen Vorgaben für eine angemessene Vergütung sowie den gesetzlichen Höchstgrenzen für variable Vergütungsbestandteile, insbesondere den Regelungen des Kreditwesengesetzes. Weiterhin ist die maximale Auszahlung aufgrund dieser Vereinbarungen auf 400.000 EUR (für Herrn Kindermann auf 150.000 EUR) für die drei Tranchen begrenzt. Diese maximale Auszahlung gilt für die jeweilige Vereinbarung in ihrer Gesamtheit, das heißt, die drei Tranchen dürfen in Summe den maximalen Auszahlungsbetrag nicht überschreiten. Überschreitet eine Jahrestranche den maximalen Gesamtanspruch und gilt die Vereinbarung noch für weitere Jahre (Tranchen), können künftig keine Ansprüche mehr erworben werden.
Die Teilnehmer des Programms sind verpflichtet, den jeweiligen Nettoauszahlungsbetrag zuzüglich eines Eigeninvestments von 25 Prozent dieses Auszahlungsbetrages in Aktien der GRENKE AG zu investieren. Die Gesellschaft ist berechtigt, aber nicht verpflichtet, die Auszahlung ganz oder teilweise, für eine oder mehrere Tranchen, statt in Geld in Aktien zu erbringen. In diesem Fall entfällt das Eigeninvestment. Die Aktien unterliegen einer Sperrfrist von vier Jahren.
Aufgrund der im Jahr 2015 erreichten starken Kurssteigerung ist der maximale Auszahlungsbetrag für Frau Leminsky bereits im Geschäftsjahr 2015 erreicht worden. Im Geschäftsjahr 2016 konnte sie somit keine Ansprüche aus dieser Vereinbarung erwerben. Dies gilt entsprechend auch für das laufende Geschäftsjahr 2017. Der im Vorjahr für Herrn Eicker zum 31. Dezember 2015 zurückgestellte Betrag in Höhe von 86 TEUR für die Tranche 2016 im Rahmen seiner zum 1. Oktober 2015 beginnenden Vereinbarung kommt aufgrund der Kursentwicklung für den Bemessungszeitraum 2016 nicht zur Auszahlung. Zukünftige Ansprüche aus den Tranchen sind mit dem Ausscheiden von Herrn Eicker aus dem Vorstand zum 31. Dezember 2016 verfallen.
Ferner besteht für die Mitglieder des Vorstands eine Vermögensschaden-Haftpflichtversicherung der GRENKE AG. Diese sieht für jedes Vorstandsmitglied einen festen Selbstbehalt von zehn Prozent je Schadensfall, maximal aber das Eineinhalbfache der jährlichen festen Vergütung für alle Schadensfälle pro Jahr, vor. Für den Fall der Beendigung der Tätigkeit ist in den Vorstandsverträgen die Möglichkeit vereinbart, ein Wettbewerbsverbot auszusprechen. Diese Wettbewerbsklausel sieht eine Entschädigungszahlung für die Dauer von zwei Jahren (Cap) vor, deren Höhe auf maximal 50 Prozent des zuletzt bezogenen Jahresgehaltes (Cap) begrenzt ist. Berechnungsgrundlagen für die Entschädigungszahlung bilden die Grundvergütung sowie die im letzten Geschäftsjahr vor der Beendigung tatsächlich gezahlten variablen Vergütungen. Abfindungsvereinbarungen bestehen nicht. Darüber hinaus hat kein Mitglied des Vorstands im Berichtsjahr Leistungen oder entsprechende Zusagen von einem Dritten im Hinblick auf seine Tätigkeit als Vorstandsmitglied erhalten.
Vergütung des Aufsichtsrats
| Name | Funktion | Grundbezug | Prüfungsausschuss | Personalausschuss | Variable Vergütung | Reisekosten | Gesamt 2016 | Gesamt 2015* |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Prof. Dr. Lipp | Vorsitzender | 22.500,00 | 2.000,00 | 1.500,00 | 1.217,35 | 26.000,00 | 53.217,35 | |
| Witt | Stellv. Vorsitzender | 15.000,00 | 3.000,00 | 1.000,00 | 604,96 | 19.000,00 | 38.604,96 | |
| Dreilich | Aufsichtsrat (seit 12.05.2015) | 15.000,00 | 2.000,00 | 0,00 | 4.128,39 | 17.000,00 | 38.128,39 | |
| Dr. Mitic | Aufsichtsrat (seit 12.05.2015) | 15.000,00 | 0,00 | 0,00 | 594,00 | 15.000,00 | 30.594,00 | |
| Münch | Aufsichtsrat (bis 12.05.2015) | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 136,20 | 0,00 | 136,20 | |
| Schulte | Aufsichtsrat | 15.000,00 | 0,00 | 0,00 | 629,01 | 15.000,00 | 30.629,01 | |
| Staudt | Aufsichtsrat | 15.000,00 | 0,00 | 1.000,00 | 604,96 | 16.000,00 | 32.604,96 | |
| Prof. Dr. Wörn | Aufsichtsrat (bis 12.05.2015) | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | |
| Summe | 97.500,00 | 7.000,00 | 3.500,00 | 7.914,87 | 108.000,00 | 223.914,87 |
- Feste Bezüge (Grundbezug, Prüfungs- und Personalausschuss), variable Bezüge und Reisekosten.
Die von den Aktionären der Gesellschaft beschlossene Satzung der GRENKE AG regelt auch die Vergütung der Mitglieder des Aufsichtsrats. Im Rahmen der Hauptversammlung vom 12. Mai 2015 erfolgte eine Beschlussfassung über die Anpassung der Aufsichtsratsvergütung und die damit einhergehende Satzungsänderung. Danach erhalten die Mitglieder des Aufsichtsrats für jedes volle Geschäftsjahr ihrer Zugehörigkeit eine feste Vergütung von 15.000 EUR, der oder die Vorsitzende eine solche von 22.500 EUR. Für die Mitgliedschaft im Prüfungsausschuss erhalten sie zusätzlich 2.000 EUR, für den Vorsitz dieses Ausschusses 3.000 EUR. Für die Aufsichtsratsmitglieder, die dem Personalausschuss angehören, erhöht sich die feste Vergütung um 1.000 EUR, die des oder der Vorsitzenden um 1.500 EUR.# Bei nur zeitweiser Zugehörigkeit zum Aufsichtsrat während eines Geschäftsjahres werden der Grundbezug sowie die Vergütung für Ausschussmitgliedschaften und -vorsitze pro rata temporis berechnet. Darüber hinaus erhalten die Mitglieder des Aufsichtsrats eine variable Vergütung, sofern an die Aktionäre eine höhere Dividende als 0,70 EUR je Aktie ausgeschüttet wird. Die Vergütung erhöht sich in diesem Fall um den Prozentsatz, um den die Dividende je Aktie den Betrag von 0,70 EUR übersteigt, wobei der variable Bestandteil maximal 100 Prozent der Festvergütung beträgt. Ferner hat die GRENKE AG für die Mitglieder des Aufsichtsrats eine Vermögensschaden-Haftpflichtversicherung abgeschlossen. Diese sieht für jedes Mitglied einen festen Selbstbehalt von zehn Prozent je Schadensfall, maximal aber das Eineinhalbfache der jährlichen festen Vergütung für alle Schadensfälle pro Jahr vor. Zusätzlich erstattet die Gesellschaft den Aufsichtsratsmitgliedern deren bare Auslagen sowie die Umsatzsteuer, soweit sie berechtigt sind, die Steuer gesondert in Rechnung zu stellen, und dieses Recht ausüben.
Aktienbesitz der Organe
Ausführliche Angaben zum Aktienbesitz der Organe per 31. Dezember 2016 sind nachfolgend dargestellt. Angaben zu den Aktiengeschäften der Organe im Laufe des Berichtsjahres sind auf unserer Homepage www.grenke.de im Bereich Investor Relations/Corporate Governance einsehbar.
Aktienbesitz Vorstand
| Aktien per 31. Dezember | Stück 2016 | Stück 2015 |
|---|---|---|
| Gilles Christ | 2.912 | 5.112 |
| Jörg Eicker | 5.422 | 5.172 |
| Wolfgang Grenke* | 0 | 0 |
| Mark Kindermann | 53.172 | 53.172 |
| Antje Leminsky | 3.693 | 2.823 |
| Summe | 65.199 | 66.279 |
- Direkter Anteilsbesitz.
Aktienbesitz Aufsichtsrat
| Aktien per 31. Dezember | Stück 2016 | Stück 2015 |
|---|---|---|
| Tanja Dreilich | 1.600 | 390 |
| Prof. Dr. Ernst-Moritz Lipp | 36.118 | 34.118 |
| Dr. Ljiljana Mitic | 468 | 468 |
| Florian Schulte | 2.365 | 2.365 |
| Erwin Staudt | 2.009 | 1.009 |
| Summe | 42.560 | 38.350 |
Rechnungslegung und Abschlussprüfung sowie Finanzpublizität
Der Lagebericht des GRENKE Konzerns und der Lagebericht des Einzelabschlusses der GRENKE AG wird gemäß §§ 315 Abs. 3 und 298 Abs. 3 HGB in einer geschlossenen Darstellung zusammengefasst. Zwischen den Unternehmenseinheiten auftretende erhebliche Abweichungen werden in einem gesonderten Kapitel erläutert. Der Jahresabschluss der GRENKE AG und der Abschluss des GRENKE Konzerns für das Geschäftsjahr 2016 werden im Bundesanzeiger gemeinsam veröffentlicht. Die Konzernrechnungslegung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2016 erfolgte nach den Vorschriften der International Financial Reporting Standards, wie sie in der Europäischen Union anzuwenden sind. Die Gesellschaft hat beim Aufstellen des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts zusätzlich die handelsrechtlichen Vorschriften des § 315 a Abs. 1 HGB zu beachten und auch angewendet. Die Prüfung des Konzernabschlusses wurde nach den Vorschriften des § 317 HGB unter Beachtung der vom IDW festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Jahresabschlussprüfung (IDW PS 200) vorgenommen. Der Prüfungsausschuss achtet auf die Unabhängigkeit des Abschlussprüfers und schlägt der Hauptversammlung einen Abschlussprüfer zur Wahl vor. Die Wahl des Abschlussprüfers erfolgt gemäß den gesetzlichen Bestimmungen durch die Hauptversammlung.
Transparenz und Information der Aktionäre
GRENKE nutzt das Internet, um Aktionäre und Öffentlichkeit umfassend, gleichberechtigt und zeitnah zu informieren. Alle Pressemeldungen, Finanzberichte und Quartalsmitteilungen sowie Meldungen nach Marktmissbrauchsverordnung (MAR) und Wertpapierhandelsgesetz (WpHG) werden in deutscher und englischer Sprache veröffentlicht. Auf der Internetseite von GRENKE (www.grenke.de/de/investor-relations) sind die Entsprechenserklärungen zum DCGK wiedergegeben. Aktionäre und Öffentlichkeit können sich im Internet über den GRENKE Konzern, seine Organisationsstruktur und die Mitglieder des Managements informieren. Die Bekanntmachungen der Gesellschaft erfolgen durch Veröffentlichung im Bundesanzeiger. Während der jährlichen ordentlichen Hauptversammlung werden der Bericht des Vorstands und die Generaldebatte im Internet als Livestream angeboten. Vom Unternehmen bestellte Stimmrechtsvertreter können mit der Wahrnehmung der Stimmrechte, auch in Abwesenheit, betraut werden. Die Termine der regelmäßigen Finanzberichterstattung sind im Finanzkalender sowie auf der Internetseite von GRENKE zusammengefasst. Über die GRENKE-Aktie wird ausführlich im Kapitel "Investor Relations" berichtet.
Compliance
Compliance erstreckt sich bei GRENKE auf alle geschäftlichen Tätigkeiten und Geschäftsprozesse. Insbesondere das Handeln nach ethischen Grundsätzen, relevanten Gesetzen und aufsichtsrechtlichen sowie internen Regelungen stellt für GRENKE eine Selbstverständlichkeit dar. Der faire und respektvolle Umgang mit Kunden, Mitarbeitern und der Gesellschaft bildet für GRENKE die Basis einer gesunden Geschäftsbeziehung. GRENKE mit all seinen Mitarbeitern hat sich einem Unternehmenskodex verpflichtet, der insbesondere den Umgang mit Kunden und Mitarbeitern, die Achtung von Menschenrechten und die Einhaltung gesetzlicher Regeln achtet. Alle Organe und Mitarbeiter werden über einzuhaltende Gesetze, interne Regelungen sowie Neuerungen und Änderungen über ein systemgestütztes Intranet, per E-Mail sowie in Schulungen entsprechend informiert. Regelkonformes Verhalten im Tagesgeschäft wird bei GRENKE durch ein Compliance-Management-System (CMS) gewährleistet. Die laufende Prüfung und entsprechende Anpassung der Risiken, Gesetze und Entwicklung der Branche steigert die Effektivität unseres CMS und gestaltet dieses zugleich effizient. Jährlich analysieren die Länderorganisationen die Risiken in Bezug auf Compliance und Geldwäsche. Die hieraus resultierenden Ergebnisse werden als Grundlage zur Risikosteuerung herangezogen. Risikominimierung anhand von Due-Diligence-Prozessen werden insbesondere vor Übernahmen von Gesellschaften durchgeführt. Um dies national wie international sicherstellen zu können, achten lokale Compliance-Officer in den jeweiligen Ländern auf die Einhaltung unserer Standards. Die Sicherstellung der Einhaltung nationaler Gesetze hat für GRENKE höchste Priorität. Auf Gruppenebene überprüft GRENKE aus diesem Grund regelmäßig die Tochtergesellschaften durch ein Compliance- sowie Geldwäsche-Audit. Die lokalen Compliance-Officer berichten direkt an den Compliance-Beauftragten der GRENKE Gruppe. Der Compliance-Beauftragte der GRENKE Gruppe berichtet direkt an das für Compliance zuständige Vorstandsmitglied. Der Aufsichtsrat erhält einen ausführlichen Compliance-Jahresbericht, um die Wirksamkeit und Angemessenheit des CMS überprüfen zu können. Der Compliance-Beauftragte unterstützt ferner den Vorstand bei der Vermeidung von Gesetzesverstößen, Korruption und dolosen Handlungen sowie bei deren Aufklärung. Durch eine Vielzahl von Arbeitsanweisungen und Richtlinien wird der Thematik Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung energisch entgegengetreten. Die Ernennung nationaler Geldwäschebeauftragter bildet die Grundlage für das konzernweite rechtskonforme Handeln. Dies spiegelt sich unter anderem darin wider, dass sanktionsrechtliche Vorgaben des Gesetzgebers angemessen berücksichtigt werden. Um dies gewährleisten zu können, hat sich GRENKE für einen systemgestützten Prozess entschieden. Alle neuen Mitarbeiter erhalten zudem eine umfassende Einführung in die Thematik Compliance und Geldwäsche. Den Mitarbeitern von GRENKE stehen verschiedene Möglichkeiten und Wege zur Verfügung, um mögliche Regelverstöße melden zu können. Sensibles und faires Vorgehen mit den gemeldeten Informationen wird dabei als selbstverständlich angesehen. Verstößen gegen geltendes Recht tritt GRENKE mit adäquaten Maßnahmen gegenüber.
Controlling und Risikomanagement
Alle involvierten Beschäftigten und der Vorstand sollen in die Lage versetzt werden, Risiken bewusst zu steuern sowie Chancen zu nutzen. Das Risikomanagement im GRENKE Konzern umfasst unter anderem neben Verfahren zur Ermittlung und Sicherstellung der Risikotragfähigkeit die Festlegung von Strategien sowie ein Risikocontrolling und einen iterativen Risikomanagementprozess. Wir erachten es damit als angemessen und wirksam. Die von der Deutschen Bundesbank und der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht aufgestellten Mindestanforderungen an das Risikomanagement (MaRisk) sind einzuhalten. Entsprechend werden die jeweils aktuell geforderten Risikosteuerungs- und -controllingprozesse für die wesentlichen Risikoarten Adressausfall-, Marktpreis-, Liquiditäts- und operationelle Risiken konzernweit umgesetzt. Die Funktionalität des Risikomanagements sowie die Ergebnisse eingeleiteter Maßnahmen werden durch das Risikocontrolling und die Interne Revision überwacht. Diese Abteilungen berichten unmittelbar an den Vorstand. Einzelheiten zum Risikomanagement sind im Lagebericht dargestellt.
Entsprechenserklärung des Vorstands und Aufsichtsrats zum Deutschen Corporate Governance Kodex (DCGK) gemäß § 161 AktG
Vorstand und Aufsichtsrat der GRENKE AG haben am 1. Februar 2017 die folgende Entsprechenserklärung abgegeben: "Vorstand und Aufsichtsrat der GRENKE AG erklären nach § 161 Aktiengesetz, dass seit Abgabe der letzten Entsprechenserklärung vom 4. Februar 2016 den Empfehlungen der "Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex" in der Fassung vom 5. Mai 2015 dieser mit folgenden Ausnahmen entsprochen wurde und auch in Zukunft entsprochen wird: Der Aufsichtsrat hat bei der Festsetzung der Gesamtbezüge der einzelnen Vorstandsmitglieder jeweils dafür Sorge getragen, dass diese in einem angemessenen Verhältnis zu den Leistungen und Aufgaben des jeweiligen Vorstandsmitglieds sowie zur Lage der Gesellschaft stehen. Die Angemessenheit der Vorstandsvergütung wird vom Aufsichtsrat regelmäßig geprüft. Gleichwohl wird abweichend von der Empfehlung in Ziffer 4.2.2 Abs.# 2 des DCGK bei der Bemessung der Vorstandsvergütung derzeit nicht explizit das Verhältnis der Vorstandsvergütung zur Vergütung des oberen Führungskreises und der Belegschaft insgesamt auch nicht in der zeitlichen Entwicklung berücksichtigt. GRENKE AG ist ein mittelständisches Unternehmen, dessen Vorstandsvergütungen sich in einem moderaten Rahmen, sowohl im Verhältnis zu den Vergütungen der Belegschaft, als auch im zeitlichen Verlauf, bewegen. Die auf Großunternehmen mit hohen Vorstandsvergütungen zielende Empfehlung ist daher ungeeignet. Abweichend von der Empfehlung in Ziffer 4.2.3 Abs. 2 Satz 6 des DCGK ist keine betragsmäßige Höchstgrenze für die Vorstandsvergütung insgesamt und hinsichtlich der variablen Vergütung vorgesehen. Die Vorstandsvergütungen der GRENKE AG entsprechen einer Größenordnung, die mit ähnlich großen Unternehmen der mittelständischen Wirtschaft vergleichbar ist. Auch hier gilt, dass die Empfehlung des DCGK einer betragsmäßigen Höchstgrenze für Vorstandsvergütungen auf Großunternehmen mit hohen Vorstandsvergütungen zielt und für die GRENKE AG als mittelständisches Unternehmen ungeeignet ist. Abweichend von der Empfehlung gemäß Ziffer 4.2.3 Abs. 4 des DCGK sehen die Vorstandsverträge der amtierenden Vorstandsmitglieder kein sog. Abfindungs-Cap vor, da die Vorstandsverträge regelmäßig nur für die Dauer der Bestellungsperiode abgeschlossen und nicht ordentlich kündbar sind. Eine vorzeitige Beendigung des Vorstandsvertrages ohne wichtigen Grund kann daher nicht einseitig, sondern nur durch einvernehmliche Aufhebung erfolgen. Die Vorstandsverträge enthalten keine Abfindungsregeln, die an Unternehmensereignisse, insbesondere an einen Kontrollwechsel, geknüpft sind. Der Empfehlung in Ziffer 4.2.5 Absätze 3 und 4 DCGK wird nicht gefolgt, insbesondere werden die Mustertabellen des Deutschen Corporate Governance Kodex für die Offenlegung der Vorstandsvergütung nicht genutzt. Die Vorstandsvergütung wird den gesetzlichen Anforderungen entsprechend individualisiert für jedes Vorstandsmitglied im Vergütungsbericht als Bestandteil des zusammengefassten Lageberichts für das Geschäftsjahr 2016 in transparenter Weise veröffentlicht. Eine weitere oder hiervon abweichende Darstellung der Vergütungskomponenten der einzelnen Vorstandsmitglieder ist nach Auffassung von Vorstand und Aufsichtsrat weder im Aktionärsinteresse noch aus Transparenzgründen geboten. Sowohl bei der Zusammensetzung des Vorstands als auch bei Vorschlägen zur Wahl von Aufsichtsratsmitgliedern soll nach den Empfehlungen unter Ziffer 5.1.2 bzw. 5.4.1 des DCGK unter anderem auf eine festzulegende Altersgrenze sowie auf Vielfalt (Diversity) geachtet werden. Nach Auffassung der Gesellschaft sollen bei der Zusammensetzung des Vorstandes wie auch bei den Vorschlägen zur Aufsichtsratswahl die in dem jeweiligen Geschäfts- bzw. Verantwortungsbereich erforderlichen Kenntnisse, Fähigkeiten und Erfahrungen für die Auswahl des geeigneten Kandidaten maßgeblich sein. Die oben genannten Empfehlungen des DCGK werden bei der Zusammensetzung des Vorstands sowie bei Wahlvorschlägen von Aufsichtsratsmitgliedern beachtet. Nach Ziffer 5.3.3 des DCGK soll der Aufsichtsrat einen Nominierungsausschuss bilden, der ausschließlich mit Vertretern der Anteilseigner besetzt ist und dem Aufsichtsrat für dessen Wahlvorschläge an die Hauptversammlung geeignete Kandidaten vorschlägt. Der Aufsichtsrat der GRENKE AG besteht derzeit aus insgesamt sechs Mitgliedern, die ausschließlich von den Anteilseignern zu wählen sind. Vorstand und Aufsichtsrat halten die Bildung eines weiteren Ausschusses für nicht erforderlich. Die Gesellschaft sieht die von der Kommission mit Ziffer 5.3.3 des DCGK gewünschte Transparenz des Auswahlverfahrens auch ohne einen entsprechenden Ausschuss als gewährleistet an. Der Empfehlung der Ziffer 5.3.3 wird daher nicht gefolgt. Nach Ziffer 5.4.1 des DCGK soll ferner eine Regelgrenze für die Zugehörigkeitsdauer zum Aufsichtsrat festgelegt werden. Wie bereits ausgeführt, sind die individuellen Kenntnisse, Fähigkeiten und Erfahrungen der einzelnen Aufsichtsratsmitglieder bei der Zusammensetzung des Aufsichtsrates insgesamt maßgeblich. Diese für die ordnungsgemäße Wahrnehmung der Aufgaben des Aufsichtsrates erforderliche und für die GRENKE AG wichtige Expertise der Aufsichtsratsmitglieder soll in ihrer Gesamtheit erhalten bleiben. Auf eine Regelgrenze für die Zugehörigkeit zum Aufsichtsrat wird deshalb verzichtet. Die Gesellschaft weicht derzeit von der Empfehlung Ziffer 5.4.6 Absatz 2 Satz 2 des DCGK ab. Nach § 10 Abs. 3 der aktuell gültigen Satzung wird jedem Aufsichtsratsmitglied neben einer festen Vergütung eine variable Vergütung gewährt, sofern eine gewisse Mindestdividende an die Aktionäre ausgeschüttet wird. Der variable Vergütungsbestandteil beträgt jedoch maximal 100 % der festen Vergütung eines Aufsichtsratsmitgliedes. Die geltende Satzungsregelung mit der variablen Vergütungskomponente entspricht daher formal der Kodex-Empfehlung nicht, welche auf eine nachhaltige Unternehmensentwicklung - wie beispielsweise auf die Orientierung an der Durchschnittsdividende über mehrere Jahre - abstellt. Vorstand und Aufsichtsrat weisen darauf hin, dass EB T und Dividende der GRENKE AG, bedingt durch das Geschäftsmodell, die Ertragsfähigkeit des gesamten Leasingportfolios über alle Leasinggeschäfte, die in den vorangegangenen vier Jahren eingegangen sind, mit ihren jeweiligen Deckungsbeiträgen widerspiegeln. Die Dividende ist in so weit nicht durch etwaige kurzfristige Schwankungen des jährlichen Neugeschäfts oder der Deckungsbeiträge geprägt.
Baden-Baden, den 1. Februar 2017
GRENKE AG
Für den Vorstand
Wolfgang Grenke
Für den Aufsichtsrat
Prof. Dr. Ernst-Moritz Lipp
AKTIE UND INVESTOR RELATIONS
Kapitalmarktkommunikation
Die offene und kontinuierliche Kommunikation mit allen Kapitalmarktteilnehmern ist für die GRENKE AG sehr wichtig. Wir legen deshalb großen Wert auf den direkten Kontakt zu unseren Analysten, Investoren, Privataktionären und Medienvertretern. Institutionelle Investoren informieren wir regelmäßig im Rahmen von Telefonkonferenzen, Einzelgesprächen und Roadshows oder auch auf ausgewählten Kapitalmarktkonferenzen. Das zentrale Forum zur Kontaktpflege mit unseren Privataktionären bildet die jährlich stattfindende Hauptversammlung. Als besonderen Service bieten wir all denjenigen, die nicht persönlich an der Veranstaltung teilnehmen können, ebenso wie der breiten Öffentlichkeit die Möglichkeit, die Rede des Vorstandsvorsitzenden sowie die Generaldebatte via Livestream auf unserer Website mitzuverfolgen. Dort sind jederzeit auch alle aktuellen Investor-Relations-Nachrichten, Pressemeldungen sowie Finanzberichte abrufbar. Darüber hinaus bieten wir einen individuellen News-Service an. Qualität und Zeitnähe unserer Informationen stehen an oberster Stelle. Deshalb berichten wir seit 2016 zum ersten und dritten Quartal jeweils in Form einer Quartalsmitteilung über den Geschäftsverlauf. Damit nutzen wir die neue Freiheit, die zunächst der europäische und der nationale Gesetzgeber und im Anschluss die Deutsche Börse geschaffen haben. Unsere Kapitalmarktpartner äußerten sich durchweg positiv über diese Umstellung - denn das neue Format ist kürzer, prägnanter und damit besser verständlich als die früheren Quartalsfinanzberichte. Im abgelaufenen Geschäftsjahr haben wir an verschiedenen Roadshows und Kapitalmarktkonferenzen im In- und Ausland teilgenommen. Weiterhin haben etliche, darunter auch neue Investoren den direkten Kontakt zu unserem Unternehmen gesucht. Wir haben dieses Interesse elektronisch, über Telefonkonferenzen oder auch in Form von persönlichen Treffen adressiert. Die Anstrengungen in unserer Kapitalmarktkommunikation wurden auch im Berichtsjahr wieder honoriert. Nachdem wir im Vorjahr bereits in Deutschlands renommiertestem Investor-Relations-Wettbewerb "Der beste Geschäftsbericht" auf Platz 5 der analysierten SDAX-Unternehmen rangierten, belegten wir 2016 den vierten Platz.
Investment Case
Unsere Aktie positionieren wir am Kapitalmarkt mit den folgenden herausragenden Alleinstellungsmerkmalen unseres Geschäftsmodells:
― Wettbewerbsvorsprung und hohe Einstiegsbarrieren für potenzielle Wettbewerber durch umfassende Standardisierung mittels IT-gestützter Automatisierung und damit Schnelligkeit direkt am Point of Sale (POS),
― Internationalisierung dieser Alleinstellungsmerkmale als Erfolgsfaktor unserer Wachstumsstrategie,
― breite Diversifikation unserer Angebotspalette an Finanzlösungen für KMU,
― Marktführerschaft in unserem Kerngeschäft in Zentraleuropa,
― langjährig bewährtes, auch in wirtschaftlichen Krisenzeiten erfolgreiches Risikomanagement als wesentlicher Ertrags- und Werttreiber,
― hoher innerer Wert unserer Aktie, gemessen an Return on Equity und Embedded Value.
Unser strategisches Unternehmensziel ist es, nachhaltig zu expandieren und so eine dynamische Gewinnentwicklung zu erzielen. Wir fokussieren unser internationales Wachstum auf diejenigen Länder und Produkte, die ein für uns günstiges Wettbewerbsumfeld und somit ein attraktives Chancen-Risiko-Profil aufweisen. Entscheidend dabei ist, dass wir Risiken nicht grundsätzlich vermeiden wollen, sondern sie möglichst korrekt einschätzen und adäquate Margen durchsetzen. Die hierfür wesentliche Voraussetzung, Kosten und Risiken effizient kontrollieren zu können, stellen wir mit unserem selbst entwickelten, bewährten und fortwährend verfeinerten IT-basierten Modell zur Prognose von Zahlungsausfällen sicher. So können wir flexibel auf Marktveränderungen reagieren und gleichzeitig angemessene Risikoprämien erzielen. Den Nachweis für den Erfolg dieser Strategie haben wir in der Vergangenheit kontinuierlich und über Konjunktur- und Zinszyklen hinweg eindrucksvoll erbracht.
Kursentwicklung der GRENKE-Aktie
Quelle: Reuters
* Kursindizes; indexiert auf den Kurs der Aktie der GRENKE AG.
Mit Blick auf die großen Marktindizes begann das Börsenjahr 2016 sehr verhalten.# GRENKE AG
Management Report
Market and Economic Environment
After the German leading index DAX ended the year 2015 at 10,743 points, it dropped to its lowest point of the year at 8,753 points by mid-February. Subsequently, markets stabilized with sometimes high fluctuations. Only the so-called "Brexit" at the end of June triggered a broad recovery phase led by the American leading indices. In the second half of the year, phases of low volatility were initially followed by a rally after the presidential election in the USA. On balance, the DAX ended the year, marked by numerous historical events, at 11,451 points, thus achieving a gain of seven percent.
The share of GRENKE AG, however, showed a significant breadth of fluctuation in the past year. Starting the year at a price of EUR 184.60, it initially developed in line with its benchmarks. After reaching a new record high at the beginning of April 2016 with a price of EUR 200.80 (intraday), it corrected in the following months to a level around EUR 150 at the beginning of July. After a temporary recovery, the share declined again by the beginning of December and reached its lowest point of the year at EUR 135.55 in early December. Only at the end of the year did a clear upward trend set in again, which allowed the share to end the stock market year 2016 at a price of EUR 149. On balance, this still resulted in a price loss of around 19 percent compared to the excellent performance in 2015. Our share thus also performed worse overall than the price indices of its benchmarks SDAX (+3 percent) and DAXsector Financial Services (+2 percent).
The liquidity of our share improved further in the reporting year. On average, over 15,000 shares were traded per trading day on all German stock exchanges. In the two previous years, there were around 12,000 and 7,000 shares, respectively. Supply and demand thus meet more easily, increasing the attractiveness of the GRENKE share, especially for institutional investors.
Research and Ratings
Analyst Assessments
Following the re-inclusion of GRENKE in Commerzbank's research universe, a total of seven renowned investment banks have been observing our share since April 2016. The analysts regularly assess GRENKE's strategic and operational development, comment on price targets, and issue investment recommendations for the share. The investment recommendations reflect, not least, the future potential of the GRENKE share. At the end of the past financial year, buy recommendations clearly predominated. The significantly smaller portion of analysts issued a hold recommendation. An overview of the analyst assessments at the end of the past financial year is summarized in the table below. A constantly updated overview is also available on our website in the "Investor Relations" section.
| Institution | Analyst | Rating |
|---|---|---|
| Bankhaus Lampe | Andreas Schäfer | Buy |
| Berenberg Bank | Martin Comtesse | Buy |
| Commerzbank | Christoph Blieffert | Hold |
| Deutsche Bank | Benjamin Goy/Nizla Naizer | Hold |
| equinet Bank AG | Dr. Philipp Häßler | Buy |
| HSBC Trinkaus & Burkhardt AG | Johannes Thormann | Buy |
| Warburg Research | Andreas Wolf | Buy |
Credit Ratings
We also enjoy an excellent reputation in the debt capital market. GRENKE is regularly assessed by the internationally leading rating agency Standard & Poor's and by the Gesellschaft für Bonitätsbeurteilung ("GBB") in a rating process. We have recently received very good ratings from both agencies, attesting us an "Investment Grade" status and thus an unchanged high creditworthiness. In their analysis of May 18, 2016, Standard & Poor's confirmed the Counterparty Credit Ratings of GRENKE AG. They are "A-2" for Short-Term Debt and "BBB+" for Senior Unsecured. The outlook was again classified as "stable". The assessments of Standard & Poor's in detail are:
- Counterparty Credit Rating BBB+/Stable/A-2
- Senior Unsecured BBB+
- Short-Term Debt A-2
On December 15, 2016, S&P announced changes to the outlooks of the credit ratings for bond issues of several German banks. The background is exclusively the change in legislation in Germany effective January 1, 2017, according to which certain bond issues (non-structured senior unsecured) will be classified as subordinated in the future. S&P also includes any securities issued by GRENKE AG in this category, but not issuances by the subsidiary GRENKE Finance PLC, which are guaranteed by GRENKE AG. The outlook in this regard was set to "Negative". S&P explicitly emphasizes that no company-specific factors underlie this measure. All previously issued bonds were issued by GRENKE Finance PLC, but not by GRENKE AG itself.
In its rating of December 15, 2016, GBB also confirmed our high creditworthiness. Based on the convincing equity position, the clear strategic orientation successful for years, and the sustainably positive new business and earnings development with high profitability, it confirmed the rating result "A" with an unchanged stable outlook. The high granularity of the dealer and customer portfolios, the efficient processes, and the high level of management tools were also highlighted positively.
Dividend Policy
Continuity, earnings, and safeguarding the equity base for future expansion are the central criteria of our long-term dividend policy. The GRENKE share therefore offers an investment with attractive growth prospects. In addition, the share has a high intrinsic value and a continuous stream of current income. GRENKE traditionally maintains a good equity position to ensure a favorable refinancing base. Our strategic target is 16 percent. This, along with a high return on equity even with strong growth, forms the basis for our sustainably good rating. This allows us to maintain access to various refinancing alternatives with attractive conditions. At the end of the 2016 financial year, the equity ratio of the GRENKE Group was 17.4 percent, compared to 17.0 percent in the previous year. We actively manage our solid equity position as the most important foundation for our future growth. Within this overarching, long-term strategic objective, we shape the company's distribution policy with a focus on earnings. Regarding the continuity of distributions, we are confident, as we expect dynamic business development and correspondingly increasing earnings for the coming years.
Proposal for the Appropriation of Profits
Due to the again good business development in the past financial year, the Management Board and the Supervisory Board will propose a dividend of EUR 1.75 per share to the Annual General Meeting of GRENKE AG on May 11, 2017. The distribution per share would thus be increased for the sixth consecutive year.
GRENKE Share at a Glance
Key Figures
| Ticker | GLJ |
| Bloomberg Ticker | GLJ_GR |
| Reuters Ticker | GLJn.DE |
| ISIN | DE000A161N30 |
| Market Segment | Regulated Market (Prime Standard) |
| Index | SDAX |
| Designated Sponsors | ODDO SEYDLER BANK AG; HSBC Trinkaus und Burkhardt AG |
| Total number of outstanding and registered shares | 14,771,034 |
| Type | No-par value shares (registered shares) |
| Nominal value per share (approx.) | EUR 1.28 |
Shareholder Structure:
- Freefloat (public float) according to section 1.9 of the current "Guide to the German Stock Exchange's Share Indices"
- Grenke Beteiligung GmbH & Co. KG*
- General Partner: Grenke Vermögensverwaltung GmbH
- Limited Partners: Grenke family (Wolfgang, Anneliese, Moritz, Roland, Oliver Grenke)
| 2016 | 2015 | 2014 | 2013 | 2012 | |
|---|---|---|---|---|---|
| Stock Exchange price at year-end | EUR 149.00 | EUR 184.60 | EUR 88.99 | EUR 68.00 | EUR 50.61 |
| Highest stock exchange price | EUR 198.00 | EUR 187.55 | EUR 91.79 | EUR 76.38 | EUR 54.46 |
| Lowest stock exchange price | EUR 135.55 | EUR 90.00 | EUR 66.46 | EUR 50.25 | EUR 37.45 |
| Market capitalization | EUR 2,201 million | EUR 2,724 million | EUR 1,313 million | EUR 1,000 million | EUR 693 million |
| Earnings per share | EUR 6.87 | EUR 5.43 | EUR 4.41 | EUR 3.23 | EUR 3.10 |
| Dividend per share** | EUR 1.75 | EUR 1.50 | EUR 1.10 | EUR 1.00 | EUR 0.80 |
| Price-earnings ratio | 21.7 | 34.0 | 20.2 | 21.1 | 16.3 |
- Stock exchange prices are based on the XETRA closing price.
** 2016: Proposal to the Annual General Meeting.
CONSOLIDATED GROUP MANAGEMENT REPORT AND MANAGEMENT REPORT OF GRENKE AG
Hereinafter, we present the consolidated management report for the GRENKE Group (hereinafter also referred to as "Group") and GRENKE AG (hereinafter also referred to as "Company") for the financial year 2016 (January 1 to December 31) in a unified presentation. The Group continues to prepare its financial statements in accordance with International Financial Reporting Standards (IFRS) as applied in the European Union, and the Company in accordance with German Commercial Code (HGB). The essential explanations regarding framework conditions, strategy, and development are the same for both business units. Where significant deviations occurred between GRENKE AG and the GRENKE Group during the reporting year, these are explained in the "Management Report for GRENKE AG" chapter at the end of this consolidated management report.
GRENKE AG changed its name from the former GRENKELEASING AG to GRENKE AG with its entry in the Commercial Register on May 11, 2016. The name change, decided upon by a large majority of the shareholders at the Ordinary General Meeting on May 3, 2016, primarily reflects the now broadly diversified product offering that extends far beyond traditional leasing business, and especially the successful international establishment of the GRENKE brand.# Der Konzernabschluss sowie der Jahresabschluss der Gesellschaft für das Geschäftsjahr 2016 werden gemeinsam im Bundesanzeiger veröffentlicht. Darüber hinaus wird der Bericht über das Geschäftsjahr 2016 auch im Internet unter www.grenke.de/finanzberichte als PDF-Dokument zum Download angeboten. Der Konzern ist international tätig. Für das Erschließen neuer regionaler Märkte sowie für die Expansion mit neuen Finanzierungsprodukten nutzen wir seit vielen Jahren ein international erfolgreiches Franchisemodell. An den rechtlich selbstständigen Gesellschaften der Franchisenehmer ist die Gesellschaft nicht beteiligt. Im vorliegenden zusammengefassten Lagebericht wird daher unterschieden zwischen dem GRENKE Konzern, das heißt der Gesellschaft inklusive ihrer konsolidierten Tochtergesellschaften und den strukturierten Einheiten gemäß den IFRS, sowie der GRENKE Gruppe, das heißt dem Konzern inklusive seiner rechtlich selbstständigen Franchisepartner sowie des zukünftigen Tochterunternehmens Europa Leasing GmbH.
Grundlagen des Konzerns
Geschäftsmodell des Konzerns
Organisatorische Struktur
Die GRENKE AG übernimmt als Muttergesellschaft von ihrem Stammsitz in Baden-Baden aus steuernde Aufgaben für den Konzern, der international in zahlreichen Ländern mit eigenen Tochtergesellschaften vertreten ist. Die Tochtergesellschaften haben in ihren jeweiligen lokalen Märkten zum Teil eigene Niederlassungen gegründet. Die Leitung der Gesellschaft obliegt einem Vorstand aus fünf Personen, der am Stammsitz in Baden-Baden angesiedelt ist. Der Aufsichtsrat der Gesellschaft besteht aus insgesamt sechs Personen.
Als Finanzdienstleister sind wir auf kleine und mittlere Finanzierungsvolumina spezialisiert. Voraussetzung für die wirtschaftlich effiziente Abwicklung geringer Vertragsvolumina sind sehr niedrige Einzelkosten pro Vertrag. Unseren Markterfolg stellen wir daher mit maximaler Effizienz in den Geschäftsprozessen und durch eine schlanke Organisation sicher. Entsprechend ist das Geschäftsmodell neben den Hauptzielen - der Optimierung von Kundennutzen und Wettbewerbsvorteil - auf eine Maximierung seiner Effizienz ausgerichtet. Diese auf langjähriger operativer Erfahrung beruhende Kosteneffizienz durch Standardisierung, umfassende, IT-gestützte Automatisierung und Schnelligkeit stellt ein wesentliches Alleinstellungsmerkmal des GRENKE Konzerns dar und definiert damit eine hohe Markteintrittsbarriere für potenzielle Wettbewerber.
Im Rahmen des Franchisemodells stellt die GRENKE AG ihren Partnern vertraglich Know-how, betriebliche Infrastruktur, eine Reihe von Dienstleistungen sowie die Erlaubnis zur Nutzung der Namensrechte zur Verfügung. Zusätzlich verfügt die Gesellschaft jeweils über das Recht, die Franchisegesellschaften nach einer vorher vereinbarten Frist von üblicherweise vier bis sechs Jahren zu erwerben. Der Kaufpreis ergibt sich aus einer bereits bei Vertragsabschluss fest vereinbarten Berechnungsformel, die Marktparameter sowie die individuelle Performance der Gesellschaft berücksichtigt. Die Refinanzierung der Miet- bzw. Leasingverträge, die ein Franchisenehmer mit seinen Kunden abschließt, übernimmt in aller Regel die GRENKE AG über ihre Tochtergesellschaft in Irland.
Segmente
Die Ausrichtung der drei Geschäftssegmente Leasing, Bank und Factoring erfolgt - wie nachfolgend beschrieben - entlang der organisatorischen Struktur des Konzerns.
Unverändert bildet das Segment Leasing das für den Konzern bedeutsamste Segment. Es umfasst sämtliche Vorgänge, die mit seiner Tätigkeit als Leasinggeber zusammenhängen.
Als Finanzpartner vor allem für kleine und mittelständische Unternehmen (KMU) umfasst das Segment Bank die Aktivitäten der GRENKE BANK AG (nachfolgend auch "GRENKE Bank"), die darüber hinaus in Zusammenarbeit mit verschiedenen Förderbanken des Bundes und einzelner Bundesländer Existenzgründungen finanziert und zudem Fördermittel vergibt. Letztere richten sich an KMU sowie Freiberufler, die betriebliche Neuanschaffungen über Leasing finanzieren. Über ihren Internetauftritt bietet sie weiterhin für private und gewerbliche Kunden klar verständliche Geldanlagen wie beispielsweise Festgeldprodukte an.
Das Segment Factoring beinhaltet klassische Factoringdienstleistungen mit dem Fokus auf betragsmäßig kleinere Forderungen in Deutschland und der Schweiz.
Die GRENKE Gruppe ist europaweit nahezu flächendeckend präsent und darüber hinaus in Brasilien, Chile, Dubai, Kanada, Singapur und der Türkei tätig. Bezogen auf den Konzern, sind die wesentlichen geografischen Gebiete auf Länderebene, in denen mit externen Kunden Neugeschäft generiert wird, Deutschland, Frankreich und Italien.
Geschäftsprozesse und Dienstleistungen
Wir sind in der Lage, Leasingfinanzierungen auch für kleinere IT-Produkte mit geringem Anschaffungswert wirtschaftlich sinnvoll anzubieten. Damit haben wir einen Markt definiert und entwickelt, der bis heute von der breiten Mehrheit der Leasinganbieter nur punktuell adressiert wird. Gewerblichen Kunden finanzieren wir vor allem IT-Produkte wie Drucker oder Kopierer, nachrichtentechnische Produkte und Software ab einem Netto-Anschaffungswert von 500 EUR. Dieser Markt unterscheidet sich wesentlich vom klassischen Leasinggeschäft mit seinen in der Regel deutlich höheren Ticketpreisen. Damit ist er nur in geringem Umfang mit der gesamtwirtschaftlichen Investitionstätigkeit korreliert und somit deutlich weniger von konjunkturellen Schwankungen beeinflusst. Tatsächlich stellt die Alternative Leasing in wirtschaftlichen Abschwungphasen insbesondere für KMU und Mittelständler sogar die eher attraktivere Lösung bei Investitionsentscheidungen dar.
Bezogen auf das Neugeschäft der GRENKE Gruppe, lag der Mittelwert je Leasingvertragsabschluss im Berichtsjahr bei rund 8.719 EUR nach rund 8.553 EUR im Vorjahr. Resultierend aus Art und Umfang der Nutzung der Produkte in den Büroumgebungen des europäischen Mittelstands, hat sich auch die Struktur des finanzierten Güterportfolios nicht wesentlich verändert.
Neben verschiedenen Finanzierungs-, Anlage- und Zahlungsverkehrsprodukten der GRENKE Bank engagieren wir uns beispielsweise in dem Programm "Leasing-Bürgschaft" der deutschen Bürgschaftsbanken, mit dem vor allem jungen Unternehmen der Zugang zu größeren Leasinginvestitionen erleichtert werden soll. Im Bereich der Existenzgründungsfinanzierungen bauen wir unsere Aktivitäten weiter zügig aus. So zum Beispiel mit der Fortsetzung des Programms "Mikrokreditfonds Deutschland" des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales, das sich vor allem an Existenzgründer und junge Unternehmen mit geringer Bonität richtet. Nicht zuletzt offerieren wir über die Zusammenarbeit mit dem Portal "WeltSparen" diverse Festgeldanlagen zu attraktiven Konditionen. Zusammen mit dem Ausbau unseres Geschäfts im Bereich der Factoringdienstleistungen konnten wir die Diversifizierung auf der Produktseite damit auch im Berichtsjahr weiter vorantreiben.
Im Leasinggeschäft setzen wir aufgrund der Kleinteiligkeit der Verträge vor allem auf das sogenannte Vertriebsleasing. Hier gehen wir multiple Wege, um alle wirtschaftlich sinnvollen Vertriebskanäle abzudecken. Die Finanzierungsverträge mit den Endkunden werden überwiegend durch die Vermittlung unserer Fachhandelspartner abgeschlossen. Dazu bauen eigene Mitarbeiter in lokalen Vertriebsbüros zügig ein breites Partnernetz in den jeweiligen Zielmärkten auf. Zusätzlich vertreiben wir unser Finanzierungsangebot über die Hersteller von IT-Produkten, die wir über ein Key-Account-Management betreuen. Ferner sprechen wir ausgewählte Firmenkunden direkt an. Wir bieten ihnen attraktive Rahmenvereinbarungen, die günstigere Konditionen und einen flexiblen Abruf von Leasingfinanzierungen ermöglichen.
Über diese Kanäle hinaus stellen unsere Online-Aktivitäten einen bedeutenden und wachsenden zusätzlichen Vertriebsweg dar. Dies gilt sowohl für unser traditionelles Geschäft im Small-Ticket-IT-Leasing als auch für unsere anderen Finanzprodukte. So betreiben wir das Einlagengeschäft ausschließlich als Online-Bank und haben für die Abwicklung der Existenzgründungsfinanzierungen eine innovative Internetplattform entwickelt. Auch der Ankauf von Forderungen (Factoring) erfolgt in einem IT-gestützten, automatisierten Prozess. Im Gegensatz zu unseren anderen Aktivitäten akquirieren wir in diesem Bereich die Kunden jedoch direkt und aktiv über Mailing- und Telefonaktionen.
Sämtliche das operative Geschäft des GRENKE Konzerns betreffenden Verträge werden zentral am Stammsitz in Baden-Baden verwaltet und automatisiert abgewickelt. Risiken und Ausfallquoten der Finanzierungen messen und kalkulieren wir mit unserem intern aufgebauten und seit vielen Jahren ständig weiter optimierten IT-basierten Modell zur Prognose von Zahlungsausfällen. So begrenzen wir die Kosten von Bonitätsprüfungen und können Vertrags- und Zahlungszusagen innerhalb kürzester Zeit erteilen.
Absatzmärkte
Die GRENKE Gruppe ist international tätig. Nachhaltige und zügige geografische Expansion ist bei uns Programm. Hierzu gehört die Erschließung neuer internationaler Märkte wie Brasilien, Chile, Dubai, Kanada, Singapur oder die Türkei in den letzten Jahren. Wir bedienen unsere internationalen Märkte, die zum Teil sehr unterschiedliche Kulturen, Strukturen, Anforderungen und Rechtssysteme aufweisen, mit individuellen Finanzierungsangeboten, Vertragsgestaltungen und Deckungsbeitragsvorgaben. Für das Erschließen eines neuen Markts prüfen wir zunächst von Deutschland aus detailliert die dortigen (Markt-)Verhältnisse und gesetzlichen Rahmenbedingungen. Anschließend gründen wir entweder eine Tochtergesellschaft vor Ort oder schließen einen Vertrag mit einem unternehmerisch geprägten Franchisenehmer, der den lokalen Markt gut kennt. Unser Vertragsangebot wird fortwährend in engem Austausch zwischen dem Vertrieb vor Ort und der Konzernzentrale in Deutschland optimiert. Darüber hinaus verdichten wir im Konzern mit Zellteilungen bzw.# GRENKE Group
Business Segment
We continue to expand our network by acquiring franchise companies in existing markets, systematically shortening the paths to our customers. In the reporting year, we acquired the company of our former franchisee in Turkey and, as part of our cell division strategy, opened further locations in Belgium, Germany, Finland, Italy, Poland, and Spain. Particularly in our home market of Germany, we have been successfully expanding into smaller cities for some time, tapping into additional potential. Currently, the GRENKE Group is present in 30 countries with 122 locations, 29 of which are in Germany. In the most significant other European countries, France and Italy, we are represented at 17 and 14 locations, respectively.
External Factors Influencing the Business
The business of the GRENKE Group is relatively independent of overall economic cycles. Therefore, the key influencing factors are less about overall economic developments and more about industry-specific trends, such as the business policies of banks and financial service providers in leasing, factoring, and deposit business, or the continuously increasing regulatory requirements in this sector. In recent history, we have impressively demonstrated that we are capable of consistently expanding our new business even in economically challenging times. Other external influencing factors, such as the development of corporate insolvencies or changes in capital market and central bank interest rates affecting refinancing costs, are presented in the "Overall Economic and Industry Framework" chapter or in the risk report.
Goals and Strategies
We are one of the leading international providers of financial services for SMEs, with a focus on IT product leasing financing with average small contract volumes. As a growth company, we strategically and long-term pursue the clear goal of market leadership in this area. In Germany, Switzerland, and Italy, we are already market leaders in small-ticket IT leasing; at the pan-European level, we hold a significant position among financial services for SMEs. Outside Europe, we have entered various countries in the Middle and Far East, as well as North and South America. However, we do not necessarily strive for market leadership in every single country in which we operate. Instead, we focus our growth on markets that offer the most attractive risk-reward profile. For example, many competitors have reduced their small-ticket IT leasing offerings or even withdrawn completely after the financial and sovereign debt crisis. We are consistently leveraging these market opportunities. Furthermore, as a result of increasing regulatory requirements, banks are facing the need for higher equity backing and thus higher profitability for their business activities. To achieve satisfactory returns, small-ticket IT leasing must be operated with highly efficient processes and effective online risk assessment. This requires upfront investment and process experience. Both, under the tightened framework conditions, represent an even higher barrier to entry into this market.
In contrast, the business model of the GRENKE Group has proven to be both growth-oriented and equity-generating, particularly in terms of its internal financing capacity. Therefore, these regulatory changes offer us attractive opportunities in the medium term to consistently further expand our position as a leading provider of financial services for SMEs. To maintain high entry barriers permanently, but also to increase proximity to our customers, we are continuously densifying our network of subsidiaries and branches – for some time now, also in medium-sized and smaller cities in Germany. We rapidly enter new countries through franchisees who have a good understanding of their respective local markets. Acquisition growth opportunities mainly arise from acquiring the companies of our franchisees a few years after their founding. This ensures that we are aware of and can reliably assess the quality of a receivables portfolio at the time of acquisition. However, in the fourth quarter of 2016, we seized the opportunity to acquire Europa Leasing GmbH. The acquisition represents an ideal and substantial expansion of our medical technology equipment leasing business. Due to the economic impact of the acquisition on January 1, 2017, Europa Leasing GmbH was not yet included in the Group's consolidated financial statements as of the reporting date.
Beyond our geographic expansion, we are also continuously diversifying our product range. Examples from the previous year include participation in the "Leasing Guarantee" program or the continuation of the "Microcredit Fund Germany" program. GRENKE Bank is also expanding its various financing, investment, and payment transaction products. Following a strategic investment in Cash Payment Solutions GmbH, an innovative online payment service, in the previous year, its diversification was further advanced in the reporting year with a strategic investment in Finanzchef24 GmbH. Founded in 2012, the company is the first digital insurance broker for corporate clients in Germany and operates an online financial portal for entrepreneurs and the self-employed. In cooperation with a growing number of federal and state promotional banks, GRENKE Bank also finances start-ups and grants promotional funds for business asset acquisitions financed through leasing. Within these collaborations, over 21,000 leasing contracts have been concluded to date. Furthermore, the purchase of smaller-value receivables (factoring) in various European countries is a stable and growing component of our comprehensive product portfolio, to which we attribute high long-term potential. With factoring, we offer our small and medium-sized leasing customers, in particular, an additional financing alternative, which competitors can only offer to a very limited extent due to smaller contract volumes. In the long term, we aim to further expand this area by gaining market share and achieving adequate margins.
With a new business growth of, on average, 16 percent in the GRENKE Group since the year 2000, we underscore our ability to benefit from both economically strong and weak periods. In the reporting year as well, we were once again very successful with a new business growth of 16 percent. Further details on the GRENKE Group's new business are presented in the chapter on business performance. Our business model is as simple as it is valuable. Strategically, we focus on risk limitation through diversification. Characteristic of our business is the broadest possible spread of our portfolio across customers, industries, and countries, as well as the comparatively small average contract volumes. Thus, in fiscal year 2016, no single lessee accounted for more than one percent of the GRENKE Group's new business, and no group customer represented a total exposure of more than two percent of the Group's equity. In Germany, as well as in our international markets, we avoid cluster risks with sales partners, and we are generally independent of individual manufacturers for leased assets. We are developing our factoring business and banking services in the same way. Last but not least, we rely on the continuous expansion of our already broad range of refinancing instruments, so that we can always flexibly use various options for financing our growth. This is made possible not only by our economic success but also, in particular, by our reputation as a reliable business partner. We therefore cultivate our reputation in the equity and debt capital markets with the utmost attention.
Management System
The focus of our management is on gaining further market share wherever we operate. For the GRENKE Group, we therefore aim for long-term growth in new business – which is the sum of the acquisition costs of newly acquired leasing assets, factoring volumes, and start-up financing (incl. microcredit business) – of at least twelve percent annually. Along this growth strategy, we do not aim to avoid risks; rather, we aim to assess them as accurately as possible and achieve adequate margins. Our long-proven and continuously refined IT-based model for forecasting payment defaults plays a central role in this, contributing significantly to our track record: high growth, limited risks, attractive margins – across economic and interest rate cycles. We manage the new business of GRENKE Group Leasing in particular based on Contribution Margin 2 (DB2). This is the sum of the present values of the agreed payment stream of a contract – minus individual contract costs and forecasted risk costs, plus forecasted service and realization income. We also manage the new business of GRENKE Group Factoring on an earnings basis. Here, it is the factoring margin and the number of days over which the respective business extends.# Langfristige Orientierung und Steuerung
Langfristig orientieren wir uns aber vor allem am Factoringvolumen, mit dessen Anstieg meist auch die Gewinnung zusätzlicher Kunden einhergeht. Außerdem ergeben sich hierdurch auch Anknüpfungspunkte für zusätzliches Leasinggeschäft. Die Zusagen von Finanzierungsanfragen steuern wir gestaffelt nach Risikoklassen, sowohl hinsichtlich der absoluten Anzahl der Zusagen als auch bezüglich der risikogewichteten Marge. Hiermit wird zugleich eine stabile Rentabilität erreicht, der wir unverändert hohe Bedeutung beimessen. Als wesentliche Steuerungsgrößen für das Geschäft der GRENKE Bank haben wir das Einlagevolumen und die Eigenkapitalquote, welche mindestens acht Prozent betragen muss, entlang den regulatorischen Anforderungen definiert. Die Steuerung auf Konzernebene erfolgt wertorientiert. Zentrale Größen bilden der Gewinn und ein nachhaltig hoher Return on Equity (ROE; Gewinn in Prozent des durchschnittlichen Eigenkapitals) bei gleichzeitig solider Eigenkapitalausstattung. Während das Gewinnwachstum wesentlich vom Neugeschäft vorangegangener Geschäftsjahre ausgeht und damit gewissen Schwankungen unterliegen kann, betragen die Zielgrößen für die Nachsteuerrendite auf das Eigenkapital sowie die Eigenkapitalquote seit vielen Jahren 16 Prozent. Diese Größen betrachten wir als wesentliche Voraussetzung für das Absichern unserer guten Ratings. Trotz des hohen Wachstums in den vergangenen Jahren lag der ROE im Geschäftsjahr 2016 mit 15,0 Prozent über dem Vorjahreswert von 13,7 Prozent, jedoch weiterhin unterhalb unserer Zielmarke von 16 Prozent. Da Aufwendungen, die bei der Expansion in neue Märkte und bei Zellteilungen bzw. der Eröffnung neuer Niederlassungen in bestehenden Märkten entstehen, nicht unmittelbar, sondern meist erst nach Beendigung der Anlaufphase durch Erträge gedeckt werden, verwenden wir als zusätzlichen Indikator den Embedded Value (gemäß einer Substanzwertrechnung). Dieser stellt den Barwert sämtlicher noch ausstehender Raten nach Kosten und Risikovorsorge dar. Ist die Differenz des Embedded Value zwischen Anfang und Ende eines Geschäftsjahres positiv, so ist der Unternehmenswert der Gesellschaft gestiegen. Auch wenn sich der ROE in einem Geschäftsjahr nicht wesentlich verändern sollte, der Embedded Value aber gestiegen ist, resultiert daraus ein positiver Effekt für den Konzern. Die Kombination aus ROE und Embedded Value bildet unseren Ansatz einer wertorientierten Steuerung. Damit betreiben wir ein aktives, auf Wachstum ausgerichtetes Wertmanagement. Bei der Steuerung unserer Refinanzierung setzen wir auf eine breite Palette an Instrumenten, die wir kontinuierlich pflegen. Dabei streben wir einerseits möglichst attraktive Refinanzierungskonditionen an. Andererseits stellen wir sicher, dass auch auf der Passivseite der Bilanz keine Klumpenrisiken entstehen. Deshalb bewegen wir uns fortlaufend mit allen Instrumenten im Markt, um uns ein eigenes Bild über die jeweils aktuelle Marktverfassung machen und gegebenenfalls frühzeitig reagieren zu können.
Forschung und Entwicklung
Als Finanzdienstleister betreibt der GRENKE Konzern keine Grundlagenforschung bzw. -entwicklung. Zu seinen Kernkompetenzen zählen ein effizientes Risikomanagement und die entsprechende Leasinglogistik, basierend auf zentralisierten, standardisierten und in hohem Maße digitalisierten Prozessen. Entsprechend optimieren wir zu diesem Zweck kontinuierlich die eingesetzten Standardsoftwareprodukte sowie unsere individuell entwickelten Anwendungen. Fokus unserer Aktivitäten ist neben der Modernisierung unserer Infrastruktur die Weiterentwicklung unserer Portale, Apps und Abwicklungssysteme für Vertrieb und Verwaltung. Im Berichtsjahr wurden Entwicklungskosten in Höhe von 4,9 Mio. EUR nach 2,2 Mio. EUR im Vorjahr aktiviert und 0,7 Mio. EUR abgeschrieben (Vorjahr: 0,3 Mio. EUR). Die im Vorjahr eingeführte innovative "eSignature" hat im Berichtjahr weiter an Akzeptanz gewonnen. Als besonderen Mehrwert für Fachhandelspartner und Kunden bietet GRENKE damit als einer der ersten Anbieter einen Service zur digitalen Abwicklung eines Leasingvertrags. Der komplett papierlose Vorgang beschleunigt die Vertragsabwicklung, verkürzt dementsprechend die Zeitspanne zwischen Vertragsabschluss und Geldeingang und reduziert den Abwicklungsaufwand der Vertragspartner in erheblichem Umfang. Das im Vorjahr im Kreativpark in Karlsruhe - einem der wichtigsten Technologie-Standorte Europas - gegründete GRENKE Technology Center hat sich inzwischen als Innovationsschmiede in unmittelbarer Nähe zu Deutschlands führenden Hochschulen, Technologieinstituten und Netzwerken etabliert. Es ist ein Zentrum für hochmoderne Software- und Geschäftsprozessentwicklung, das die Systemlösungen für uns und unsere Partner auf Basis neuester technologischer Standards weiterentwickelt.
Wirtschaftsbericht
Gesamtaussage zum Geschäftsverlauf und zur Lage des Konzerns
Für den GRENKE Konzern markierte das Geschäftsjahr 2016 erneut ein Jahr profitablen Wachstums. Besonders deutlich wird dies am Konzerngewinn, der gegenüber Vorjahr kräftig zulegte und dessen Zielkorridor im Zuge der Halbjahresberichterstattung angehoben wurde. Gleichzeitig haben wir die günstigen Konditionen an den Kapitalmärkten genutzt. Dabei setzten wir auf unsere diversen Möglichkeiten zur Refinanzierung, die wir bedarfsgerecht und in vollem Umfang einsetzten. Die wesentlichen Transaktionen im Berichtsjahr werden im Kapitel zur Vermögenslage des Konzerns dargestellt. Konsequent weiter vorangetrieben wurde im abgelaufenen Geschäftsjahr auch der Ausbau unserer internationalen Präsenz in attraktiven Märkten. So eröffneten wir im Rahmen unserer Zellteilungsstrategie europaweit insgesamt neun neue Standorte. Zudem übernahmen wir die Gesellschaft unseres früheren Franchisenehmers in der Türkei. Über dieses organische Wachstum hinaus haben wir wichtige Akquisitionen getätigt: Zum einen verstärken wir durch die Übernahme der Europa Leasing GmbH substanziell unsere Marktposition im Small-Ticket-Leasing medizintechnischer Geräte. Zum anderen investierte die GRENKE Bank in die Finanzchef24 GmbH. Weiterführende Informationen zu den Zellteilungen und den Akquisitionen des Berichtsjahres sind im Kapitel zum Geschäftsverlauf des GRENKE Konzerns dargestellt. Insgesamt zeichnet sich der GRENKE Konzern zum Zeitpunkt des Aufstellens des zusammengefassten Lageberichts durch eine sehr gute Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage aus. Damit sehen wir den Konzern hervorragend aufgestellt, um künftig seine internationale Expansion fortsetzen, das Neugeschäft ausweiten und seine Gewinne weiter steigern zu können.
Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen
Laut dem Bundesverband der Deutschen Leasingunternehmen ("BDL") markierte 2016 ein neues Rekordjahr für die Leasing-Wirtschaft. Das Neugeschäft stieg um neun Prozent auf 64,2 Mrd. EUR. Treiber des Wachstums war vor allem das Fahrzeug-Leasing, aber auch andere Segmente konnten weitere Marktanteile gewinnen. Insgesamt legte das Mobilien-Leasing 2016 um sieben Prozent zu, die Leasingquote bzw. der Leasinganteil an den gesamtwirtschaftlichen Ausrüstungsinvestitionen erreichte mit 24 Prozent einen neuen Höchststand. Enttäuschend entwickelten sich nach Einschätzung des BDL die IT-Investitionen, die nach einer Stagnation im Vorjahr einen Rückgang um zehn Prozent verzeichneten. Dies spiegelt laut BDL die Investitionsentwicklung im IT-Bereich der Gesamtwirtschaft wider. Die Entwicklung der gesamten IT-Investitionen ist für das Leasing bei Small-Tickets nur eingeschränkt von Bedeutung, da dieses Marktsegment nach unserer Beobachtung noch nicht vollständig entwickelt ist. Gemäß unserer Erfahrung ist das Neugeschäft der GRENKE Gruppe relativ unabhängig von gesamtwirtschaftlichen Wirtschaftszyklen. Einen größeren Einfluss auf unser Wachstum haben allgemeine Branchentrends, wie zum Beispiel die Geschäftspolitik von Banken und Finanzdienstleistern im Leasing-, Factoring- und Einlagengeschäft, oder die steigenden regulatorischen Anforderungen in diesem Sektor. Im Berichtsjahr hat es keine wesentlichen Veränderungen des Branchenumfelds gegeben. Zwar schlägt sich der allgemeine Wirtschaftsverlauf im Kauf von Ausrüstungsgütern und in den Unternehmensinsolvenzen nieder. Insbesondere den Einfluss von Insolvenzen, die sich in der Regel zeitversetzt zur konjunkturellen Entwicklung auf die Schadenquote des Konzerns auswirken, können wir jedoch wirksam abfedern. Sichtbar wird dies am nachfolgenden Verlauf der Schadenquote.
SCHADENQUOTE GRENKE KONZERN
Bezogen auf das Geschäft der GRENKE Bank, ist ein Branchenvergleich nicht sinnvoll, da wir das Einlagengeschäft bedarfsgerecht im Rahmen der Refinanzierung des Konzerns steuern und nicht das Ziel verfolgen, in diesem Bereich essenziell zu wachsen bzw. weitere Marktanteile zu gewinnen. Etwaige Veränderungen der Kapitalmarkt- und Notenbankzinsen auf die Refinanzierungskosten geben wir über unsere Konditionen an unsere Kunden weiter. Laufende Verträge sind, aufgrund einer kongruenten Refinanzierungsstruktur, davon nicht betroffen. Allerdings kann der Zeitversatz, mit dem wir unsere Konditionen anpassen, einen vorübergehenden be- oder entlastenden Effekt auf die Profitabilität unseres Neugeschäfts haben. Da wir jedoch über eine breite Palette von Refinanzierungsinstrumenten inklusive der Möglichkeit des Einwerbens von Bankeinlagen über die GRENKE Bank verfügen, haben wir die Möglichkeit, die unterschiedlichsten Alternativen je nach erwarteter Marktlage und Zinsentwicklung flexibel zur Refinanzierung einzusetzen. Auch 2016 bestand aufgrund der breiten Diversifizierung auf der Produkt- und Investorenseite zu jeder Zeit in ausreichendem Umfang Zugang zu Refinanzierungsmitteln, die zu attraktiven Konditionen aufgenommen werden konnten.
Geschäftsverlauf
Neugeschäft der GRENKE Gruppe
Die GRENKE Gruppe ist auf profitables Wachstum ausgerichtet.# Sichtbar wird dies unter anderem an der voranschreitenden geografischen Expansion, der Diversifikation auf der Produktseite und nicht zuletzt am kontinuierlichen Wachstum des Neugeschäfts. So erreichte das Neugeschäft der GRENKE Gruppe im Berichtsjahr ein Volumen von 1.974,0 Mio. EUR nach 1.704,1 Mio. EUR im Vorjahr. Dies entspricht einem erfreulichen Anstieg um 16 Prozent. Beim Neugeschäft der GRENKE Gruppe Leasing, das ist die Summe der Anschaffungskosten neu erworbener Leasinggegenstände, erzielten wir 2016 einen Anstieg um 17 Prozent. Das Volumen erreichte damit 1.592,5 Mio. EUR nach 1.359,9 Mio. EUR im Vorjahr. Einen wesentlichen Beitrag zu dieser erfreulichen Entwicklung leisteten insbesondere unsere internationalen Märkte. In unserem Kernmarkt Frankreich und dem für uns wichtigen Land Italien konnten wir das Neugeschäft um 15 bzw. 29 Prozent steigern. Hervorzuheben ist auch die positive Entwicklung in unserem Heimatmarkt Deutschland, in dem das Wachstum in der zweiten Jahreshälfte 2016 spürbar anzog. Insgesamt übertraf es das Vorjahresvolumen um zwölf Prozent. Der internationale Anteil an unserem Neugeschäft bewegte sich mit 72 Prozent auf dem Niveau des vorangegangenen Geschäftsjahres. Bezogen auf unsere regionale Abgrenzung, legte das Neugeschäftsvolumen in Westeuropa (ohne Deutschland) im Berichtsjahr um 13 Prozent auf 499,8 Mio. EUR (Vorjahr: 443,2 Mio. EUR) zu. Das höchste Wachstum realisierten wir in Südeuropa. Dort legte das Volumen unseres Neugeschäfts um 28 Prozent zu und erreichte 443,6 Mio. EUR nach 347,7 Mio. EUR im Vorjahr. Erfreulich zeigten sich neben Italien (+29 Prozent) vor allem Spanien (+20 Prozent) und Portugal (+14 Prozent). In Nord-/Osteuropa konnten wir unser Neugeschäft im abgelaufenen Geschäftsjahr um 16 Prozent auf 241,5 Mio. EUR (Vorjahr: 208,6 Mio. EUR) steigern. Der durch den im Zuge des Brexits gesunkenen Kurs des Britischen Pfunds und unseres Ausweises in Euro bewirkte Translationseffekt hatte rechnerisch eine Reduzierung des Leasing-Neugeschäfts in Großbritannien in Höhe von 12,2 Mio. EUR zur Folge. Ein erneut hohes Wachstum verzeichneten wir in unseren übrigen Regionen, zu denen wir die für uns noch überwiegend jungen Länder zählen. Das dort akquirierte Volumen stieg im Berichtsjahr um 26 Prozent an und erreichte 27,8 Mio. EUR nach 22,1 Mio. EUR im Vorjahr. 2016 erreichten uns insgesamt 390.736 Leasinganfragen, aus denen wir 182.655 neue Leasingverträge generierten. Daraus resultierte eine Umwandlungsquote (Anfragen in Verträge) von 47 Prozent nach 45 Prozent im Vorjahr. Auf unsere internationalen Märkte entfielen davon 318.672 Anfragen, die zu 145.413 Verträgen führten. Traditionell lag die Umwandlungsquote dort mit 46 Prozent (Vorjahr: 43 Prozent) niedriger als in unserem Heimatmarkt Deutschland, wo 52 Prozent (Vorjahr: 51 Prozent) der Anfragen in Verträge umgewandelt wurden. Auch im abgelaufenen Geschäftsjahr zeichnete sich unser Neugeschäft durch seine hohe Ertragsstärke aus. So konnte der Deckungsbeitrag 2 (DB2) des Leasing-Neugeschäfts gegenüber Vorjahr um acht Prozent von 245,5 Mio. EUR auf 265,9 Mio. EUR gesteigert werden. Dies entspricht einer DB2-Marge von 16,7 Prozent nach 18,1 Prozent im Vorjahr. Die DB1-Marge betrug im Berichtsjahr 12,5 Prozent nach 13,5 Prozent. Absolut gesehen, belief sich der DB1 auf 199,1 Mio. EUR (Vorjahr: 184,2 Mio. EUR). Das unterdurchschnittliche Deckungsbeitragswachstum resultiert im Wesentlichen aus einer im Vorjahresverlauf angepassten Berechnungsmethode und einer auf hohes Wachstum ausgerichteten Vertriebssteuerung. Ein isolierter Vergleich auf Quartalsbasis zeigt eine weitgehend parallele Entwicklung. In unserem Segment Factoring konnten wir die Summe der angekauften Forderungen inklusive Inkassodienstleistungen gegenüber Vorjahr um zehn Prozent steigern. Das im Berichtsjahr akquirierte Volumen erreichte damit einen Wert von 356,2 Mio. EUR (Vorjahr: 324,6 Mio. EUR). Überaus zufriedenstellend zeigte sich dabei insbesondere der deutsche Markt, in dem wir vorwiegend das klassische Factoringgeschäft betreiben. Dort konnten wir den Vorjahreswert um 24 Prozent übertreffen. Deutlich schwächer entwickelten sich unsere internationalen Märkte, die aufgrund eines kräftigen Basiseffekts in der Schweiz lediglich um ein Prozent zulegten. Bereinigt um den zuvor beschriebenen Translationseffekt aufgrund der Pfundschwäche liegt die Wachstumsrate auf internationaler Ebene bei drei Prozent. Die Brutto-Marge des in Deutschland erzielten Neugeschäftsvolumens betrug 1,86 Prozent nach 2,08 Prozent und bewegte sich damit weiterhin auf einem hohen Niveau. In unseren internationalen Märkten entwickelte sie sich mit 1,24 Prozent (Vorjahr: 1,36 Prozent) leicht rückläufig. Die Brutto-Marge bezieht sich auf den durchschnittlichen Zeitraum eines Factoringgeschäfts von circa 26 Tagen in Deutschland (Vorjahr: 25 Tage) und ungefähr 37 Tagen (Vorjahr: 34 Tage) auf internationaler Ebene. Im Bereich der Existenzgründungsfinanzierungen inklusive Mikrokreditgeschäft konnte die GRENKE Bank das Volumen im abgelaufenen Geschäftsjahr um 29 Prozent von 19,6 Mio. EUR auf 25,3 Mio. EUR steigern. Mit dieser Entwicklung sind wir sehr zufrieden. Das Einlagevolumen belief sich zum Stichtag 31. Dezember auf 417,1 Mio. EUR. Es lag damit 19 Prozent über dem Wert von 349,3 Mio. EUR zum Ende des vorangegangenen Geschäftsjahres.
ANTEILE AM NEUGESCHÄFT DER GRENKE GRUPPE LEASING + FACTORING + EXISTENZGRÜNDUNGSFINANZIERUNG (INKL. MIKROKREDITGESCHÄFT) INKL. FRANCHISEPARTNER PER 31. DEZEMBER 2016
| Region | Anteil am Neugeschäft 2016 |
|---|---|
| Deutschland | 28,3 % |
| Westeuropa (ohne Deutschland) | 35,1 % |
| Südeuropa | 20,4 % |
| Nord- / Osteuropa | 14,9 % |
| Übrige Regionen | 1,3 % |
Neugeschäft 2016
- GRENKE Gruppe Leasing: 1.592,5 Mio. EUR (Vorjahr: 1.359,9 Mio. EUR)
- GRENKE Gruppe Factoring: 356,2 Mio. EUR (Vorjahr: 324,6 Mio. EUR)
WACHSTUMSRATEN IM NEUGESCHÄFT DER GRENKE GRUPPE LEASING PER 31. DEZEMBER 2016 (GEGENÜBER VERGLEICHSZEITRAUM 2015)
| Region | Wachstum |
|---|---|
| Deutschland | 18,3 % |
| Westeuropa (ohne Deutschland) | 13,7 % |
| Südeuropa | 31,6 % |
| Nord-/ Osteuropa | 16,2 % |
| Übrige Regionen | 69,5 % |
Regionen:
- Westeuropa (ohne Deutschland): Belgien, Frankreich, Luxemburg, Niederlande, Österreich, Schweiz
- Südeuropa: Italien, Kroatien, Malta, Portugal, Slowenien, Spanien
- Nord- / Osteuropa: Dänemark, Finnland, Großbritannien, Irland, Norwegen, Schweden / Polen, Rumänien, Slowakei, Tschechien, Ungarn
- Übrige Regionen: Brasilien, Chile, Dubai, Kanada, Singapur, Türkei
Geschäftsverlauf des GRENKE Konzerns
Mit dem Verlauf des Geschäftsjahres 2016 sind wir insgesamt sehr zufrieden. Ertragsseitig konnten wir nahtlos an den Erfolg des vorangegangenen Jahres anknüpfen und weiterhin vom hochmargigen Neugeschäft der jüngeren Vergangenheit sowie von den anhaltend günstigen Refinanzierungsbedingungen profitieren. Der Gewinn des Konzerns stieg so um 28 Prozent auf 103,2 Mio. EUR (Vorjahr: 80,8 Mio. EUR) an. In unserem Heimatmarkt Deutschland beobachteten wir im Berichtsjahr einen weiterhin intensiven Wettbewerb. Dem begegneten wir mit der Ausweitung unserer Vertriebsaktivitäten - unter anderem durch die Eröffnung zusätzlicher Standorte - und nicht zuletzt mit der Übernahme der Europa Leasing GmbH. Mit dieser strategischen Akquisition, die für den Konzern aufgrund eines ähnlichen Abwicklungsprozesses im Leasing eine ideale Ergänzung darstellt, erweitern wir substanziell das Leasinggeschäft mit medizintechnischen Geräten. Darüber hinaus sehen wir hohe Wachstumspotenziale im europäischen Markt. Aufgrund der wirtschaftlichen Wirkung der Übernahme zum 1. Januar 2017 war die Europa Leasing GmbH zum Stichtag dieses Berichts noch nicht in den Konsolidierungskreis des Konzerns einbezogen. Zusätzlich beteiligte sich die GRENKE Bank im zweiten Quartal 2016 zu 15 Prozent an der in München ansässigen Finanzchef24 GmbH. Finanzchef24 ist der erste digitale Versicherungsmakler für Gewerbekunden in Deutschland und betreibt ein Online-Finanz-Portal für Unternehmer und Selbstständige. Die Zielgruppen, die Finanzchef24 und die GRENKE Bank ansprechen, sind in hohem Maße vergleichbar. Nach der Beteiligung an der Berliner Cash Payment Solutions GmbH zum Ende des vorangegangenen Geschäftsjahres ist dies bereits die zweite strategische Investition, die die GRENKE Bank eingegangen ist. Auch geografisch sind wir im Berichtsjahr weiter gewachsen: Im Rahmen unserer Zellteilungsstrategie eröffneten wir insgesamt neun neue Standorte in Belgien, Deutschland, Finnland, Italien, Polen und Spanien. Darüber hinaus haben wir im ersten Quartal die Gesellschaft unseres früheren Franchisenehmers in der Türkei übernommen. Weltweit war die GRENKE Gruppe zum Ende des Berichtsjahres an insgesamt 122 Standorten präsent. Bezogen auf die Produkte, die wir anbieten, konnten im Berichtsjahr insgesamt drei Kooperationen mit Förderbanken des Bundes und der Bundesländer intensiviert werden. Im Einzelnen waren dies die Zusammenarbeit mit der Thüringer Aufbaubank, der NRW.BANK sowie der KfW Bankengruppe. Die bestehenden Kooperationen wurden um Globaldarlehen über 7,5, 30 bzw. 100 Mio. EUR erweitert. Weiterführende Informationen zu den bestehenden Globaldarlehensverträgen sind im Anhang zum Konzernabschluss unter Tz. 5.11.4 dargestellt. Eine überaus positive Resonanz erhielten wir auf unser innovatives Angebot der eSignature. Der Service zur vollständig digitalen Abwicklung eines Vertrages, den wir unseren Kunden in verschiedenen europäischen Ländern seit September 2015 anbieten, beschleunigt den Prozess der Vertragsabwicklung noch einmal ganz erheblich und bietet darüber hinaus Skaleneffekte, bezogen auf die Kosten pro Vertrag. Seit Einführung der eSignature wurden auf diese Weise bereits über 18.000 Verträge geschlossen. Die Mehrzahl davon entfiel auf unsere Märkte Deutschland, Frankreich und Italien.# Zur Refinanzierung unseres Neugeschäfts
Zur Refinanzierung unseres Neugeschäfts setzten wir unverändert auf eine breite Palette an Refinanzierungsinstrumenten, die wir in insgesamt vier Bereiche unterteilen: Senior Unsecured, Asset Based, zweckgebundene Förderdarlehen und die Möglichkeit des Einwerbens von Bankeinlagen über die GRENKE Bank. Letztere steuern wir bedarfsorientiert. Aufgrund unserer guten Reputation an den Kapitalmärkten konnten alle Neuemissionen innerhalb kurzer Zeitspannen erfolgreich platziert werden. So wurden die im Berichtsjahr aufgelegten Anleihen mit einem Gesamtvolumen von 401 Mio. EUR hervorragend vom Markt aufgenommen. Ausgehend von der hohen Investorennachfrage und zur Stärkung unserer Eigenkapitalbasis, haben wir das Volumen der bestehenden Additional-Tier-1-(AT1-)Hybridanleihe zum Ende des Berichtsjahres um 20 Mio. EUR erhöht. Einen wesentlichen Beitrag zu unserem Erfolg auf der Refinanzierungsseite leisteten vor allem auch unsere guten Credit Ratings, die uns eine unverändert hohe Kreditwürdigkeit bzw. Investmentgrade-Status attestieren.
Im Einzelnen sind dies seit Mai 2003 die international führende Agentur Standard & Poor's mit einem Issuer Credit Rating "BBB+" im langfristigen Bereich und einem Rating "A-2" im kurzfristigen Bereich sowie seit 2014 die Gesellschaft für Bonitätsbeurteilung mbH (GBB) mit einem "A"-Rating. In ihrer letzten Analyse vom 18. Mai 2016 bestätigte Standard & Poor's unser Counterparty Credit Rating BBB+/A-2 jeweils mit stabilem Ausblick. Zu einem ähnlichen Ergebnis kam auch die GBB. In ihrem jüngsten Rating vom 15. Dezember 2016 bestätigte sie das Ergebnis auf Basis der überzeugenden Eigenkapitalausstattung, der klaren und seit Jahren erfolgreichen strategischen Ausrichtung und der nachhaltig positiven Neugeschäfts- und Ergebnisentwicklung bei hoher Profitabilität. Der Ausblick wurde unverändert als "stabil" bewertet.
Aufgrund einer Gesetzesänderung in Deutschland (Insolvenzverordnung) hat Standard & Poor's am 15. Dezember 2016 Änderungen der Ausblicke von Credit Ratings für Bondemissionen mehrerer deutscher Banken bekannt gegeben. Die geänderte Gesetzeslage, nach der gewisse Bondemissionen (non structured senior unsecured) zukünftig als nachrangig (subordinated) eingestuft werden, tritt zum 1. Januar 2017 in Kraft. Hierzu zählt Standard & Poor's auch etwaige von der GRENKE AG emittierte Titel, nicht jedoch Emissionen der Tochtergesellschaft GRENKE FINANCE Plc, die von der GRENKE AG garantiert werden. Der diesbezügliche Ausblick wurde auf "Negativ" gestellt. Standard & Poor's betont ausdrücklich, dass dieser Maßnahme keinerlei unternehmensspezifische Faktoren zugrunde liegen. Sämtliche bisher emittierten Anleihen wurden von der GRENKE FINANCE Plc begeben, nicht jedoch von der GRENKE AG selbst.
Vergleich des tatsächlichen mit dem prognostizierten Geschäftsverlauf
Auch im Geschäftsjahr 2016 haben wir unsere wesentlichen finanziellen Ziele mindestens erreicht oder übertroffen. Die ursprüngliche Prognose eines Gewinns zwischen 93 und 98 Mio. EUR haben wir aufgrund der guten Geschäftsentwicklung im Zuge der Finanzberichterstattung zum ersten Halbjahr sogar angehoben. Sie war im Wesentlichen auf die rückläufigen Aufwendungen für Schadensabwicklung und Risikovorsorge sowie auf eine verbesserte Cost-Income-Ratio zurückzuführen. Fortan gingen wir von einem Gewinn in der Spanne von 98 und 102 Mio. EUR aus. Mit einem im Berichtsjahr erzielten Gewinn von 103,2 Mio. EUR haben wir dieses Ziel klar übertroffen.
Die Eigenkapitalquote lag zum Bilanzstichtag des Berichtsjahres mit 17,4 Prozent auf dem angestrebten Niveau und weiterhin über unserer langfristigen Zielgröße von mindestens 16 Prozent.
Zufriedenstellend entwickelte sich auch das Neugeschäft der GRENKE Gruppe Leasing. Insbesondere unsere internationalen Märkte haben dazu beigetragen, das Neugeschäftsvolumen gegenüber Vorjahr um 17 Prozent steigern zu können. Damit lag es im Rahmen unserer Erwartungen eines Wachstums zwischen 16 und 20 Prozent.
Das Neugeschäft der GRENKE Gruppe Factoring entwickelte sich bei einer hohen Kreditqualität insgesamt schwächer als erwartet. Mit einem Wachstum von zehn Prozent haben wir die zum Halbjahr nach unten angepasste Prognose, nach der wir einen Anstieg in der Spanne von 18 bis 23 Prozent (zuvor: 30 bis 35 Prozent) erwartet haben, nicht erreicht. Das nominell schwächere Wachstum resultierte im Wesentlichen aus einem im Vorjahr überproportional stark gestiegenen Neugeschäft in der Schweiz (Basiseffekt) sowie einem insgesamt anspruchsvoller gewordenen Marktumfeld dort.
Lage
Ertragslage
Ausgewählte Angaben aus der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung
| TEUR | 01.01.2016 bis 31.12.2016 | 01.01.2015 bis 31.12.2015 |
|---|---|---|
| Zinsergebnis | 217.790 | 191.204 |
| Schadensabwicklung und Risikovorsorge | 55.089 | 59.369 |
| Zinsergebnis nach Schadensabwicklung und Risikovorsorge | 162.701 | 131.835 |
| Ergebnis aus dem Servicegeschäft* | 59.279 | 50.801 |
| Ergebnis aus dem Neugeschäft | 58.799 | 50.068 |
| Verwertungsmehr-(+)/minder(-)ergebnis | -5.985 | -644 |
| Operative Erträge insgesamt | 274.794 | 232.060 |
| Personalaufwand | 70.624 | 63.190 |
| davon Gesamtvergütung | 58.003 | 51.902 |
| davon fixe Vergütung | 43.577 | 38.630 |
| davon variable Vergütung | 14.426 | 13.272 |
| Vertriebs- und Verwaltungsaufwand (ohne Personalaufwand) | 58.380 | 52.689 |
| davon IT-Projektkosten | 6.207 | 4.630 |
| Gewinn vor Steuern | 134.536 | 109.461 |
| Gewinn | 103.234 | 80.845 |
| Ergebnis je Aktie (EUR, verwässert/unverwässert) | 6,87 | 5,43 |
* Vorjahr: "Ergebnis aus dem Versicherungsgeschäft"
Ausgehend vom margenstarken Neugeschäft früherer Jahre, einem günstigen Schadensverlauf und dem anhaltend attraktiven Zinsumfeld, setzte der Konzern seine erfreuliche Geschäftsentwicklung auch im Berichtsjahr weiter fort. So erwirtschafteten wir im abgelaufenen Geschäftsjahr ein operatives Ergebnis von 136,5 Mio. EUR. Der Vorjahreswert von 109,3 Mio. EUR wurde damit um 25 Prozent übertroffen.
Der Trend steigender Zinsen und ähnlicher Erträge aus dem Finanzierungsgeschäft bei gleichzeitig rückläufigen Aufwendungen aus der Verzinsung der Refinanzierung hielt im Berichtsjahr weiter an. Dies und das gestiegene Neugeschäftsvolumen führten zu einem Anstieg des Zinsergebnisses um 14 Prozent gegenüber Vorjahr. Positiv entwickelten sich auch die Aufwendungen für Schadensabwicklung und Risikovorsorge. Als Ergebnis unserer aktiven und risikoorientierten Margensteuerung nahmen sie im Berichtsjahr um sieben Prozent ab. Damit konnten wir das Zinsergebnis nach Schadensabwicklung und Risikovorsorge gegenüber Vorjahr um erfreuliche 23 Prozent steigern. Die Schadenquote des Konzerns betrug 1,2 Prozent nach 1,5 Prozent im Vorjahr.
Erfreuliche Anstiege verzeichneten wir auch bei den Ergebnissen aus dem Service- und dem Neugeschäft. Die gute Neugeschäftsentwicklung im Berichtsjahr führte bei beiden Positionen zu einer Zunahme um jeweils 17 Prozent. Inklusive des Verwertungsergebnisses, das im Berichtsjahr negativ ausfiel (Verwertungsminderergebnis), konnten die operativen Erträge des Konzerns um 18 Prozent gesteigert werden. Das Verwertungsminderergebnis resultierte im Wesentlichen aus einer gestiegenen Anzahl auslaufender Verträge, die am Ende der Grundmietzeit zunehmend aufwandswirksame Buchwertabgänge verursachen. Dem gegenüber stehen Nachmieterlöse aus Mietverlängerungen, die entlang der angewandten Bilanzierungsvorschriften jedoch erst in späteren Perioden ratierlich im Ergebnis erfasst werden. Über die Gesamtlaufzeit wird mit den noch erzielbaren Erlösen aus Nachmieten ein ausgeglichenes Verwertungsergebnis erwartet.
Genau wie im Vorjahr, lag die Zunahme der Aufwandspositionen auch im Berichtsjahr sichtbar unter dem Wachstum auf der Ertragsseite. Als eine der wesentlichen Positionen erhöhten sich die Personalaufwendungen - ausgehend von der gegenüber Vorjahr gestiegenen Beschäftigtenzahl und höheren variablen Vergütungskomponenten - um zwölf Prozent. Als weitere wesentliche Aufwandsposition in der Gewinn- und Verlustrechnung des Konzerns stieg der Vertriebs- und Verwaltungsaufwand um elf Prozent an. Ausschlaggebend hierfür waren die wachstumsbedingt gestiegenen Kosten für Betrieb, Vertrieb und Verwaltung sowie die IT-Projektkosten, die im Zuge des kontinuierlichen Ausbaus unserer Systeme spürbar zunahmen. Konstant entwickelten sich die Beratungs- und Prüfungskosten, die auf dem Niveau des Vorjahres verharrten. Die Abschreibungen des Konzerns erhöhten sich im Berichtsjahr, ausgehend von Investitionen in das Sachanlagevermögen - im Wesentlichen für den Ausbau unseres IT-Rechenzentrums -, um 17 Prozent. Absolut betrachtet, waren sie mit 9,3 Mio. EUR nach 8,0 Mio. EUR im Vorjahr jedoch weiterhin unbedeutend für die Ergebnisentwicklung. Rückläufig entwickelten sich hingegen die Sonstigen betrieblichen Aufwendungen und Erträge. Saldiert zeigten sich die beiden Positionen im Berichtsjahr ergebnisneutral, im Vorjahr ergab sich ein positiver Beitrag von 1,1 Mio. EUR. Per Saldo stieg der Gewinn vor Steuern so um erfreuliche 23 Prozent an. Bei einer aufgrund eines Investitionsförderprogramms in Italien leicht reduzierten Steuerquote von 23,3 Prozent (Vorjahr: 26,1 Prozent) legte der Gewinn im abgelaufenen Geschäftsjahr um 28 Prozent zu. Hieraus ergab sich ein Ergebnis je Aktie von 6,87 EUR nach 5,43 EUR im Vorjahr.
Entwicklung der Segmente
Geschäftssegmente
Die Berichterstattung über die Entwicklung der Segmente folgt der organisatorischen Struktur des GRENKE Konzerns. Deshalb sind die operativen Segmente in Anlehnung an die Steuerung der Unternehmensbereiche in die Segmente Leasing, Bank und Factoring unterteilt. Weitergehende Informationen zu den Geschäftssegmenten sind in der Konzern-Segmentberichterstattung, die Teil des Konzernanhangs ist, dargestellt.
Ausgewählte Angaben zu den Geschäftssegmenten
| Segmente | Leasing | Bank | Factoring |
|---|---|---|---|
| TEUR | 2016 | 2015 | 2016 |
| Neugeschäft (Leasing)/Forderungsvolumen inkl. |
Das Segment Leasing bildet unverändert die Ertragssäule des Konzerns. Daher treffen die Erläuterungen zur Ertragslage im Wesentlichen auch auf dieses Kapitel zu. Entsprechend kräftig erhöhten sich die operativen Segmenterträge im Segment Leasing. Sie stiegen um 20 Prozent von 215,1 Mio. EUR im Vorjahr auf 258,5 Mio. EUR an. Bei - wie zuvor schon beschrieben - nur unterproportional gestiegenen Aufwendungen legte das Segmentergebnis im Berichtsjahr um 29 Prozent zu. Es erreichte damit einen Wert von 128,3 Mio. EUR nach 99,6 Mio. EUR im Vorjahr.
Im Segment Factoring nahmen die operativen Segmenterträge moderat um fünf Prozent zu. Das Segmentergebnis fiel mit -0,2 Mio. EUR nach 0,3 Mio. EUR im Vorjahr leicht negativ aus. Grund hierfür waren im Wesentlichen die im Vorjahresvergleich um 19 Prozent gestiegenen segmentbezogenen Personalaufwendungen sowie das anspruchsvolle Marktumfeld in der Schweiz.
In unserem Segment Bank blieben die operativen Segmenterträge, die vorrangig aus der konzerninternen Refinanzierung resultieren, als Ergebnis des günstigen Refinanzierungsumfelds mit 12,3 Mio. EUR rund sechs Prozent hinter dem Vorjahreswert von 13,1 Mio. EUR zurück. Insgesamt reduzierten sich hierdurch neben den durch die GRENKE Bank konzernintern erwirtschafteten Zinserträgen auch die Zinsaufwendungen der jeweiligen Leasinggesellschaften des Konzerns. Das Segmentergebnis, das mit 8,4 Mio. EUR nach 9,5 Mio. EUR zum Ergebnis des Konzerns beitrug, entwickelte sich innerhalb unserer Erwartungen.
In Hinblick auf die Regionen, in denen wir tätig sind, realisierten wir in Deutschland bei den operativen Erträgen einen Zuwachs von 17 Prozent gegenüber Vorjahr. Ein kräftiges Wachstum verzeichneten wir darüber hinaus auch in unserem Kernmarkt Frankreich sowie in Italien - dem wachstumsstärksten Markt der vergangenen Jahre. Dort nahmen die operativen Erträge um 15 bzw. 36 Prozent zu. Die operativen Erträge in unseren sonstigen Ländern übertrafen den Vorjahreswert um zwölf Prozent.
Finanzlage
Ausgewählte Angaben aus der Konzern-Kapitalflussrechnung
| TEUR | 31.12.2016 | 31.12.2015 |
|---|---|---|
| Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit | 16.779 | 145.355 |
| Netto-Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit | -16.241 | 119.827 |
| Cashflow aus Investitionstätigkeit | -14.947 | -24.241 |
| Cashflow aus Finanzierungstätigkeit | 1.943 | 13.066 |
| Summe des Cashflows | -29.245 | 108.652 |
Die Mittelzuflüsse aus der Refinanzierung und dem Einlagengeschäft der GRENKE Bank betrugen im Berichtsjahr zusammengenommen 428,8 Mio. EUR nach 391,3 Mio. EUR im Vorjahr. Mittelabflüsse resultierten im Wesentlichen aus der Veränderung der Leasingforderungen in Höhe von 409,0 Mio. EUR nach 397,8 Mio. EUR im Vorjahr sowie aus einer Zunahme der sonstigen Vermögenswerte von 90,7 Mio. EUR (Vorjahr: 21,9 Mio. EUR). Letztere Position enthielt unter anderem eine Anzahlung aus der Übernahme der Europa Leasing GmbH (8,5 Mio. EUR). Die größte Veränderung ergab sich im Bereich der abgegrenzten Mietraten, die im Vorjahr mit Zunahme von 56,0 Mio. EUR und im Berichtsjahr mit einer Abnahme um 51,1 Mio. EUR in die Kapitalflussrechnung des Konzerns eingingen. Weitere Positionen bildeten die Zunahme der Darlehen an Franchisenehmer und eine Abnahme (Vorjahr: Zunahme) der sonstigen Schulden von zusammengenommen 7,3 Mio. EUR nach 6,4 Mio. EUR im Vorjahr.
Ausgehend von einem Gewinn vor Steuern in Höhe von 134,5 Mio. EUR (Vorjahr: 109,5 Mio. EUR), ergab sich hieraus ein Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit von 16,8 Mio. EUR nach 145,4 Mio. EUR. Inklusive gezahlten/erhaltenen Steuern und Zinsen belief sich der Netto-Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit auf -16,2 Mio. EUR (Vorjahr: 119,8 Mio. EUR).
Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit summierte sich im Berichtsjahr auf -14,9 Mio. EUR (Vorjahr: -24,2 Mio. EUR). Er beinhaltete neben den Auszahlungen für den Erwerb von Betriebs- und Geschäftsausstattung die Kaufpreiszahlungen aus der Beteiligung an der Finanzchef24 GmbH und der Übernahme der früheren Franchisegesellschaft in der Türkei sowie Einzahlungen aus dem Verkauf von Sachanlagen und immateriellen Vermögensgegenständen.
Inklusive des Cashflows aus der Finanzierungstätigkeit, der neben der Aufnahme von Bankschulden über 1,6 Mio. EUR (Vorjahr: Tilgung in Höhe von 0,2 Mio. EUR) den Nettoerlös aus der Aufstockung der im Vorjahr begebenen AT1-Hybridanleihe von 21,6 Mio. EUR sowie Mittelabflüsse aus Zinszahlungen auf das Hybridkapital über 1,7 Mio. EUR und nicht zuletzt die Dividendenzahlung von 19,6 Mio. EUR (Vorjahr: 16,2 Mio. EUR) enthielt, belief sich die Summe der Cashflows im Berichtsjahr auf -29,2 Mio. EUR nach 108,7 Mio. EUR im Vorjahr.
Vermögenslage
Ausgewählte Angaben aus der Konzern-Bilanz
| TEUR | 31.12.2016 | 31.12.2015 |
|---|---|---|
| Kurzfristige Vermögenswerte | 1.608.963 | 1.427.593 |
| davon Zahlungsmittel | 156.896 | 186.453 |
| davon Leasingforderungen | 1.141.000 | 1.004.360 |
| Langfristige Vermögenswerte | 2.362.489 | 2.046.937 |
| davon Leasingforderungen | 2.129.110 | 1.849.812 |
| Summe Vermögenswerte | 3.971.452 | 3.474.530 |
| Kurzfristige Schulden | 1.328.512 | 1.199.096 |
| davon Finanzschulden | 1.227.581 | 1.061.744 |
| Langfristige Schulden | 1.952.520 | 1.684.780 |
| davon Finanzschulden | 1.894.474 | 1.630.600 |
| Eigenkapital | 690.420 | 590.654 |
| Eigenkapitalquote (in Prozent) | 17,4 | 17,0 |
| Bilanzsumme | 3.971.452 | 3.474.530 |
| Embedded Value nach Steuern | 948.322 | 821.532 |
| Eigenkapitalrendite (ROE) nach Steuern (in Prozent) | 15,0 | 13,7 |
Die gute Neugeschäfts- und Ertragsentwicklung spiegelte sich zum Stichtag 31. Dezember 2016 auch in der Bilanz des GRENKE Konzerns wider. So stieg die Bilanzsumme gegenüber Vorjahr kräftig um 14 Prozent an. Sie erreichte damit einen Wert von 4,0 Mrd. EUR nach 3,5 Mrd. EUR zum Ende des vorangegangenen Geschäftsjahres.
Überaus positiv entwickelte sich auch das Eigenkapital des Konzerns. Ausgehend vom im Berichtsjahr erzielten Gewinn, der positiven Resonanz der Aktionäre auf das erneute Angebot einer Aktiendividende sowie der im Dezember 2016 um 20 Mio. EUR aufgestockten Hybridanleihe, nahm es um 17 Prozent zu. Daraus folgte auch ein Anstieg der Eigenkapitalquote, die mit 17,4 Prozent nach 17,0 Prozent im Vorjahr unsere langfristige Zielmarke von mindestens 16 Prozent erneut klar übertroffen hat.
Als größte Einzelposition der Bilanz erhöhten sich die lang- und kurzfristigen Leasingforderungen gegenüber dem Vorjahresstichtag um 15 Prozent. Auf sie entfiel unverändert ein Anteil am Gesamtvermögen von 82 Prozent. Die Zahlungsmittel des Konzerns reduzierten sich gegenüber dem Ende des vorangegangenen Geschäftsjahres um 16 Prozent, lagen mit 156,9 Mio. EUR (Vorjahr: 186,5 Mio. EUR) aber weiterhin auf einem hohen Niveau. Mit Ausnahme der gesetzlichen und regulatorischen Auflagen (z. B. im Rahmen der Liquidity Coverage Ratio) halten wir insbesondere im derzeitigen Zinsumfeld an unserer Strategie fest, liquide Mittel nur zu operativen Zwecken und damit zur Finanzierung unseres Wachstums vorzuhalten.
Einen kräftigen Anstieg verzeichneten wir bei den Sonstigen kurz- und langfristigen finanziellen Vermögenswerten. Sie erhöhten sich gegenüber dem Ende des vorangegangenen Geschäftsjahres im Wesentlichen infolge höherer Liquiditätsreserven aus der Erhöhung eines Asset-Backed-Commercial-Paper-(ABCP-)Programms und der Ausweitung des Kreditgeschäfts der GRENKE Bank um 50 Prozent. Einen weiteren signifikanten Anstieg verzeichneten wir bei den Sonstigen kurz- und langfristigen Vermögenswerten. Sie nahmen um 26 Prozent zu und enthielten unter anderem Vermögenswerte aus der Beteiligung an der Finanzchef24 GmbH und aus einer Anzahlung im Zuge der Übernahme der Europa Leasing GmbH.
Die Ausweitung unseres Neugeschäfts zeigte sich auch auf der Passivseite der Bilanz: Die Verbindlichkeiten aus der Refinanzierung erhöhten sich im Vorjahresvergleich um 15 Prozent, die Verbindlichkeiten aus dem Einlagengeschäft stiegen um 19 Prozent (kurz- und langfristig jeweils addiert). Insgesamt nahmen die Finanzschulden des Konzerns um 16 Prozent zu. Dem gegenüber stand eine kräftige Reduzierung der abgegrenzten Mietraten, die stichtagsbedingt um 62 Prozent zurückgingen.
Unverändert setzten wir auch im abgelaufenen Geschäftsjahr auf unsere breite Palette an Refinanzierungsinstrumenten. So wurden im Berichtsjahr sechs neue Anleihen aufgelegt und zwei bestehende aufgestockt. Die Laufzeit dieser Anleihen über insgesamt 401 Mio. EUR beträgt zwischen 15 Monaten und zehn Jahren. Weitere Informationen zu den emittierten Anleihen sind auf unserer Website www.grenke.de abrufbar. Darüber hinaus haben wir, wie zu Beginn dieses Kapitels bereits erwähnt, die im Vorjahr emittierte AT1-Hybridanleihe um 20 Mio. EUR aufgestockt. Nähere Informationen zum Hybridkapital sind im Anhang zum Konzernabschluss unter Tz. 5.17.8 dargestellt.
Planmäßig getilgt wurden im Berichtsjahr Anleihen über 235 Mio. EUR. Im Bereich der Schuldscheindarlehen (SSD) haben wir 2016 insgesamt vier getilgt und neun neue begeben. Das Gesamtvolumen der zum 31. Dezember 2016 ausstehenden SSD lag bei 329,5 Mio. EUR und 68,4 Mio. CHF. Damit übertraf es das zum Stichtag des Vorjahres ausstehende Volumen um 55,7 Mio. EUR bzw. 22 Mio. CHF.
Die Ausnutzung unserer ABCP-Programme lag zum Stichtag dieses Berichts bei 617,6 Mio. EUR (Vorjahr: 437 Mio. EUR). Das Gesamtvolumen dieser Programme betrug 735,0 Mio. EUR nach 593,3 Mio. EUR zum Ende des vorangegangenen Geschäftsjahres. Die bei verschiedenen Instituten zur Verfügung stehenden Geldhandelslinien in Höhe von 40 Mio. EUR wurden zum Bilanzstichtag mit einem Volumen von 28 Mio. EUR bzw. 2,7 Mio. CHF (Vorjahr: 31,2 Mio. EUR bzw. 4 Mio.# CHF) in Anspruch genommen. Im kurzfristigen Bereich nutzten wir unverändert unser Commercial Paper-(CP-)Programm mit einem Volumen von bis zu 500 Mio. EUR. Zum Bilanzstichtag haben wir es mit 201 Mio. EUR ausgenutzt. Auch die Refinanzierung über Bankeinlagen der GRENKE Bank haben wir wieder sehr erfolgreich genutzt und die Verbindlichkeiten aus dem Einlagengeschäft auf 417,1 Mio. EUR nach 349,3 Mio. EUR um 19 Prozent deutlich erhöht. Die offenen Kreditlinien des Konzerns (d. h. Banklinien plus verfügbares Volumen aus Anleihen und Commercial Paper) betrugen zum Stichtag 688,6 Mio. EUR und 7 Mio. PLN (Vorjahr: 324,1 Mio. EUR). Im Berichtsjahr weiter ausgebaut haben wir die Zusammenarbeit mit Förderbanken des Bundes (KfW) und der Bundesländer. Weiterführende Informationen zu den bestehenden und neu hinzugekommenen Kooperationen haben wir im Kapitel zum Geschäftsverlauf des GRENKE Konzerns sowie im Anhang zum Konzernabschluss unter Tz. 5.11.4 dargestellt. Das Gesamtvolumen der Globaldarlehen, über die wir die vermittelten Förderdarlehen refinanzieren, belief sich zum Stichtag auf 237,5 Mio. EUR nach 125 Mio. EUR zum Ende des vorangegangenen Geschäftsjahres. Hiervon wurden 86,3 Mio. EUR in Anspruch genommen (Vorjahr: 66,8 Mio. EUR). Für seine Refinanzierung nutzt der GRENKE Konzern verschiedene Instrumente und staffelt deren Fälligkeiten über mehrere Perioden. Damit können wir flexibel auf Veränderungen auf den Refinanzierungsmärkten reagieren.
Die folgende Tabelle zeigt die erwarteten Mittelabflüsse, die aus vertraglichen Verpflichtungen zum 31. Dezember 2016 resultieren:
| Zahlungen, die fällig werden | TEUR | insgesamt | 1 bis 3 Monate | 4 Monate bis 1 Jahr | 1 bis 5 Jahre | nach 5 Jahren |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Finanzschulden | 2.930.753 | 311.880 | 779.258 | 1.617.062 | 222.553 | |
| Verbindlichkeiten aus ABS/ABCP | 688.963 | 73.049 | 202.216 | 412.825 | 873 | |
| Anleihen, Schuldverschreibungen, Privatplatzierungen (in EUR lautend) | 1.894.819 | 199.109 | 466.064 | 1.014.563 | 215.083 | |
| Anleihen, Schuldverschreibungen, Privatplatzierungen (nicht in EUR lautend) | 92.587 | 12.237 | 40.838 | 39.512 | 0 | |
| Forderungsverkaufsverträge (in EUR lautend) | 22.150 | 2.829 | 6.919 | 12.402 | 0 | |
| Forderungsverkaufsverträge (nicht in EUR lautend) | 107.562 | 16.628 | 36.665 | 54.269 | 0 | |
| Zahlungen in Verbindung mit Bankschulden | 124.672 | 8.028 | 26.556 | 83.491 | 6.597 | |
| Hybridanleihe | 70.625 | 4.125 | 0 | 66.500 | 0 | |
| Leasing- und Mietvereinbarungen | 40.694 | 3.376 | 9.623 | 22.946 | 4.749 | |
| Unwiderrufliche Kreditzusagen | 4.694 | 4.694 | 0 | 0 | 0 | |
| Einkaufsverpflichtungen* | 466.184 | 347.913 | 118.271 | 0 | 0 | |
| Verpflichtungen aus schwebenden Geschäften | 2.976 | 328 | 897 | 1.751 | 0 | |
| Vertragliche Vereinbarungen insgesamt | 3.515.926 | 672.316 | 908.049 | 1.708.259 | 227.302 |
- Rechtlich verbindliche Verpflichtung zur Abnahme von Waren und Dienstleistungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
Vergleiche Konzernanhang
Im laufenden Geschäftsjahr 2017 sind neben den üblichen Einkaufsverpflichtungen im Rahmen der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit insbesondere Zins- und Tilgungsleistungen für Finanzschulden fällig. Von den insgesamt 1,1 Mrd. EUR Finanzschulden, die 2017 fällig werden, entfallen auf Verbindlichkeiten aus ABS- und ABCP-Programmen insgesamt 275,3 Mio. EUR. Auf Anleihen, Schuldverschreibungen und Privatplatzierungen entfallen 718,2 Mio. EUR. Die größten Einzelpositionen bilden hierbei zwei Anleihen über zusammengenommen 225 Mio. EUR, die im Juni und Oktober 2017 zur Rückzahlung anstehen. Details zu den Fälligkeiten der einzelnen Instrumente sind im Anhang zum Konzernabschluss dargestellt.
Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren
Neben den finanziellen Kennzahlen wird der Unternehmenswert des GRENKE Konzerns maßgeblich durch nichtfinanzielle Leistungsindikatoren bestimmt. Sie betreffen die Beziehungen des Unternehmens zu Mitarbeitern, Kunden und Kapitalmarktpartnern und bilden nach unserer Überzeugung die wesentlichen Bausteine für eine zukunftsweisende Positionierung im Wettbewerb. Die im Konzern verwendeten finanziellen Leistungsindikatoren im Geschäftsjahr 2016 werden im Kapitel "Steuerungssystem" genannt.
Selbstverpflichtung zur Corporate Responsibility
Wir wollen verantwortungsvoll unternehmerisch handeln - sowohl in unserem wirtschaftlichen Umfeld als auch gegenüber unseren Mitarbeitern und in der Gesellschaft. Unser Unternehmenskodex geht über die gesetzlichen und regulatorischen Anforderungen in unseren Märkten hinaus und verpflichtet uns, unserem Handeln einen ethischen Ordnungsrahmen zu geben. Damit wollen wir sicherstellen, dass die grundsätzlichen Werte, die unser Unternehmen tragen, eingehalten und gelebt werden - bei aller Vielfalt, die unsere internationale Organisation auszeichnet, und über Ländergrenzen hinweg.
Die Rückmeldungen unserer Mitarbeiter, Lieferanten, Leasingnehmer und anderer Geschäftspartner - ihre Anregungen, Wünsche und Beschwerden - werden bereits seit vielen Jahren systematisch aufgezeichnet und ausgewertet. Die sogenannte "Interne Empfängerzufriedenheit" mit Vorgesetzten und anderen Abteilungen fließt in die Balanced-Scorecard-(BSC-)Auswertung ein, die wiederum Bestandteil der variablen Vergütung ist. Auf sie entfällt - je nach Grad der Zielerreichung - ein Anteil von höchstens vier Prozentpunkten an der variablen Vergütung, der maximal 35 Prozent des Jahresgrundgehalts betragen kann. Darüber hinaus bewerten die erste und zweite Führungsebene die Leistung der jeweiligen Führungskräfte und Teams. Auf sie entfällt ein Anteil von höchstens drei Prozentpunkten der maximal möglichen variablen Vergütung. Bei Führungskräften fließt zusätzlich auch die Fluktuationsquote der jeweiligen Abteilung in die Bewertung mit ein.
Im Rahmen der sogenannten "Externen Empfängerzufriedenheit" werden die Anregungen und Kritik unserer Finanzierungsnehmer und Fachhandelspartner ebenfalls laufend ausgewertet. So gewährleisten wir, dass die Rückmeldungen unserer Geschäftspartner von uns in einem strukturierten Prozess aufgenommen werden und wir sie bei der Weiterentwicklung unseres Produktangebots und unserer Dienstleistungen berücksichtigen können.
Zeitgemäße Personalarbeit
Der Erfolg des GRENKE Konzerns beruht auf den Fähigkeiten sowie der Einsatzbereitschaft seiner Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Die Personalstrategie ist darauf ausgerichtet, die strategische Weiterentwicklung und das internationale Wachstum bestmöglich zu unterstützen. Wir wollen auf allen Ebenen qualifizierte und engagierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigen. Attraktive Arbeitsbedingungen und Entwicklungsperspektiven in einem global agierenden Dienstleistungskonzern spielen dabei eine wichtige Rolle und bilden eine gute Grundlage, den vielfältigen Herausforderungen des demografischen Wandels erfolgreich zu begegnen. Über die gesetzlichen und regulatorischen Anforderungen hinaus nehmen wir Arbeitnehmerbelange im Sinne unseres Selbstverständnisses zur Corporate Responsibility sehr ernst.
Die Art und Weise, wie wir intern miteinander arbeiten und umgehen, haben wir daher in einem Handbuch zusammengefasst. Darin sind sowohl die Verpflichtungen der Mitarbeiter gegenüber dem Unternehmen als auch die des Konzerns ihnen gegenüber klar definiert. Insbesondere setzen wir auf gegenseitige Wertschätzung, Fairness und Respekt. Deshalb unterstützen wir Eigenverantwortung und Chancengleichheit, fördern die individuellen Stärken der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und berücksichtigen soweit möglich deren Wünsche zum Gestalten ihres Arbeitsplatzes und der individuellen Arbeitszeit.
Diversity
Hinsichtlich der gleichberechtigten Teilhabe von Frauen und Männern an Führungspositionen haben wir für die GRENKE AG einen Mindestanteil von jeweils 25 Prozent in der zweiten und dritten Führungsebene festgelegt. Diesen Anteil wollen wir bis Mitte 2017 erreichen. Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf beziehen wir auf allen Ebenen in unsere Dispositionen ein. Hierfür bieten wir unter anderem flexible Arbeitszeitmodelle an. Durch qualifizierte Aus- und Weiterbildung versetzen wir unsere Beschäftigten in die Lage, den an sie gestellten Anforderungen gerecht zu werden, und eröffnen darüber hinaus Perspektiven für ihre berufliche und persönliche Weiterentwicklung.
Entwicklung der Belegschaft
Der GRENKE Konzern beschäftigte 2016 durchschnittlich 1.031 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter nach 928 im Vorjahr. Damit erhöhte sich die Personalstärke im Zuge des Wachstums des Konzerns auch im Berichtsjahr weiter. Auf unsere deutschen Standorte entfielen davon im Jahresdurchschnitt 428 Beschäftigte (Vorjahr: 402), an unseren internationalen Standorten beschäftigten wir 603 Personen (Vorjahr: 526).
Fluktuation
Die Fluktuationsquote belief sich im Konzerndurchschnitt auf 7,3 Prozent nach 6,6 Prozent im Vorjahr. Insbesondere im Managementbereich und bei den leitenden Angestellten lag sie wie in den Vorjahren deutlich niedriger.
Aus- und Weiterbildung
Zielgerichtete und bedarfsorientierte Maßnahmen zur Aus- und Weiterbildung eröffnen unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern persönliche und professionelle Chancen. Mit der GRENKE Akademie bieten wir ihnen standortübergreifend attraktive Weiterbildungsangebote. Zusätzlich sichern regelmäßig durchgeführte Evaluationsprozesse und der Einsatz moderner E-Learning-Programme neben der Erfüllung unseres hohen Qualitätsanspruchs auch den Wissenstransfer innerhalb der GRENKE Gruppe. Unser Angebot findet regelmäßig große Resonanz. Im Berichtsjahr nahmen 87 Prozent der im GRENKE Konzern Beschäftigten an verschiedenen Schulungen teil (Vorjahr: 83 Prozent).
In Kooperation mit der IHK Karlsruhe bieten wir verschiedene kaufmännische sowie technische Ausbildungsprogramme an. So absolvieren derzeit zwei Mitarbeiter die Ausbildung zum/zur Kaufmann/-frau für Dialogmarketing und drei Mitarbeiter die Ausbildung zum/zur Kaufmann/-frau für Büromanagement. Im Bereich der Fachinformatik bilden wir aktuell vier Mitarbeiter in der Fachrichtung Systemintegration und drei weitere in der Anwendungsentwicklung aus. Ein Mitarbeiter absolviert zurzeit die Ausbildung zum Informatikkaufmann.# GRENKE Konzern - Duale Hochschule Baden-Württemberg (DHBW) Kooperation
Seit 2004 ist der GRENKE Konzern ein fester Partner der Dualen Hochschule Baden-Württemberg (DHBW). An verschiedenen Hochschulstandorten bieten wir jungen Talenten berufsbegleitende Studiengänge an. Derzeit absolvieren vier Studenten das trinationale Studium International Business Management an der DHBW Lörrach, der Fachhochschule Nordwestschweiz in Basel sowie der Université de Haute Alsace in Colmar (Frankreich). Auch die Praxisphasen verlaufen international in Kooperation mit unseren Tochtergesellschaften in der Schweiz und in Frankreich.
Neben dem zuvor genannten trinationalen Studium bieten wir in Lörrach seit 2016 auch den dualen Studiengang International Business als rein englischsprachiges Programm an. Dieses absolvieren aktuell drei Studierende. Darüber hinaus ist einer unserer Studenten im Studiengang Wirtschaftsinformatik an der DHBW Lörrach eingeschrieben.
Seit 2007 arbeiten wir mit der DHBW Karlsruhe zusammen, wo derzeit vier Studenten in der Fachrichtung Wirtschaftsinformatik immatrikuliert sind. Zusätzlich bieten wir im Rahmen dieser Kooperation auch die Fachrichtung Angewandte Informatik an, die derzeit ein Student absolviert.
Seit Oktober 2016 offeriert die DHBW Karlsruhe grenzüberschreitend agierenden Unternehmen den neu entwickelten Studiengang BWL/Deutsch-Französisches Management an. Dieses Angebot hat die GRENKE AG gerne wahrgenommen und hierfür eine Studentin eingestellt, die wechselnde Praxisphasen in unserer deutschen sowie unserer französischen Gesellschaft absolvieren wird.
Seit 2007 besteht auch die Zusammenarbeit mit der DHBW Mannheim in der Studienrichtung Accounting & Controlling, wo wir gegenwärtig mit vier Studenten vertreten sind. 2011 haben wir diese Kooperation erweitert und bieten seither auch den dualen Studiengang International Business an. Dieses Angebot nehmen aktuell vier Studenten wahr.
In Kooperation mit unseren Tochtergesellschaften GRENKE BANK AG sowie GRENKE FACTORING GmbH bilden wir seit Oktober 2016 den dualen Studiengang BWL-Finanzdienstleistung mit derzeit einer Studentin aus, die ebenfalls an der DHBW Mannheim immatrikuliert ist.
Für die Zukunft wird der GRENKE Konzern die Ausbildung auch international stärker forcieren. Im Jahr 2016 hat unsere französische Tochtergesellschaft GRENKE Location S.A.S ein größeres Ausbildungsprogramm gestartet und bietet derzeit fünf Mitarbeitern ein praxisbezogenes Aufbaustudium in den Fachrichtungen Vertrieb (drei Auszubildende), Human Resources (eine Auszubildende) und Accounting (ein Auszubildender) an.
Nicht zuletzt pflegen wir eine enge Zusammenarbeit mit der Hochschule Karlsruhe und dem Karlsruher Institut für Technologie (KIT). In Hinblick auf das 2015 neu gegründete GRENKE Technology Center in Karlsruhe - einem Zentrum für hochmoderne Software- und Geschäftsprozessentwicklung - sind diese Kooperationen für den Konzern von besonderer Bedeutung.
Im Geschäftsjahr 2016 absolvierten im GRENKE Konzern insgesamt 35 (Vorjahr: 34) junge Menschen eine Berufsausbildung bzw. ein duales Studium.
GRENKE Centre for Entrepreneurial Studies
Zur Förderung der dynamischen Berliner Start-up-Szene bietet die SRH Hochschule Berlin im Masterstudiengang Entrepreneurship Know-how, um mit einer guten Idee erfolgreich zu sein. Mit einer neuen Stiftungsprofessur werden Lehre und Forschung in diesem Fachgebiet intensiviert. Die GRENKE AG finanziert die Stiftungsprofessur einschließlich zweier Doktorandenstellen bis 2022 mit 1,0 Mio. Euro. Die Professur soll im Frühjahr 2017 besetzt werden. Ziel ist es, Unternehmensgründungen wissenschaftlich zu analysieren und praxistaugliche Erfolgsfaktoren abzuleiten. Existenzgründer können von diesem Wissen profitieren.
Die SRH Hochschule Berlin etabliert künftig ein GRENKE Centre for Entrepreneurial Studies, in dem die Stiftungsprofessur angesiedelt wird. Mit dem dort verankerten Forschungsinstitut erfüllt die Hochschule dann drei Anforderungen an das Thema Gründung: Das GRENKE Centre for Entrepreneurial Studies widmet sich der Forschung, der englischsprachige Masterstudiengang Entrepreneurship überträgt das Wissen in die Lehre, und im Gründungszentrum erhalten Start-ups praktische Unterstützung von der ersten Geschäftsidee bis zur konkreten Umsetzung.
Internationale Kundenbasis
Über Jahrzehnte hinweg haben wir uns eine breite internationale Kundenbasis geschaffen. Mit der Verbreiterung unseres Produktangebots haben wir unseren Kundenstamm darüber hinaus zusätzlich erweitert und so die Basis für das Generieren wiederkehrenden Geschäfts systematisch ausgebaut. Aus der ständig breiter werdenden Produktpalette ergeben sich zudem vielfältige Cross-Selling-Möglichkeiten, die wir ebenfalls konsequent nutzen. Zum Ende des Berichtsjahres betrug die Anzahl der laufenden Verträge in der GRENKE Gruppe 566.086 (Vorjahr: 492.455).
Unsere breite und etablierte Kundenbasis stellt einen zentralen Wettbewerbsvorteil dar. Zusätzlich bedeuten die niedrigen durchschnittlichen Vertragsvolumina eine wesentliche Markteintrittshürde für andere Anbieter. Nicht zuletzt verfügen wir aufgrund unserer internationalen Aufstellung inzwischen über umfangreiche Erfahrung in der Erschließung neuer Märkte und dem Heben der dortigen Potenziale. Mit der nachgewiesenen und laufend in die Praxis umgesetzten hohen Skalierbarkeit unseres Geschäftsmodells können wir schnell und effizient neue regionale Märkte adressieren und so unser Wachstumspotenzial weitgehend unabhängig von lokalen Marktentwicklungen erhöhen.
Business Excellence in allen Unternehmensbereichen
Unser Qualitätsanspruch ist hoch: Wir wollen unseren Fachhändlern und Kunden erstklassige Dienstleistungen bieten. Die kontinuierliche weitere Verbesserung unseres Qualitätsmanagements ist deshalb ein wesentlicher Bestandteil unserer Unternehmensphilosophie. Bereits seit 1998 wird unser Qualitätsmanagement in regelmäßigen Abständen auf den Prüfstand gestellt. Weiterführende Informationen hierzu sind im Kapitel "Zertifizierung des Qualitätsmanagements" auf Seite 78 dieses Berichts dargestellt.
Es umfasst vor allem unser Modell zur Prognose von Zahlungsausfällen, das Bewerten unserer Händlerbeziehungen, die Dokumentation unserer Geschäftsprozesse und das Erstellen von individuell auf unseren Bedarf ausgerichteter Software.
Unser selbst entwickeltes, IT-basiertes Modell zur Prognose von Zahlungsausfällen wurde 1994 eingeführt und seither kontinuierlich weiterentwickelt. Wir kombinieren Informationen aus öffentlich zugänglichen Datenbanken mit eigenen, fortwährend verfeinerten Kriterien. Auf dieser Basis klassifizieren wir Risiken und die notwendigen zugehörigen Deckungsbeiträge, um unsere Renditeziele nachhaltig erwirtschaften zu können. Dabei zielen wir nicht darauf ab, Risiken zu minimieren, sondern sie korrekt einzuschätzen. Auf diese Weise kommen die im Voraus kalkulierten Schäden in der Deckungsbeitragsrechnung der tatsächlichen Schadenquote sehr nahe. So stellen wir sicher, dass wir einerseits unsere Renditeziele erreichen und andererseits möglichst wettbewerbsfähige Konditionen bieten. Weiterführende Informationen zu unserem Qualitätsmanagement sowie der Funktionsweise unseres Modells zur Prognose von Zahlungsausfällen sind im Risikobericht, der einen Teil des Chancen-, Risiko- und Prognoseberichts bildet, dargestellt.
Reputation an den Eigen- und Fremdkapitalmärkten
Unsere Reputation an den Fremdkapitalmärkten entscheidet wesentlich über unseren Zugang zu Finanzierungsmitteln und über die Konditionen, zu denen wir sie aufnehmen können. Damit stellt sie einen der maßgeblichen Einflussfaktoren für Wettbewerbsstärke und Wachstumspotenziale der GRENKE Gruppe dar. Daher pflegen wir unseren Auftritt auf den Fremdkapitalmärkten seit vielen Jahren mit größter Aufmerksamkeit und setzen auf den kontinuierlichen Ausbau unserer bereits breit diversifizierten Refinanzierungspalette. Auf diese Weise haben wir einen weiteren wesentlichen Wettbewerbsvorteil aufgebaut. Einen wesentlichen Beitrag zu unserem Erfolg auf der Refinanzierungsseite leisten vor allem auch unsere guten Credit Ratings. Weitergehende Informationen zu den jüngsten Einschätzungen der Ratingagenturen sind im Kapitel zum Geschäftsverlauf des GRENKE Konzerns auf Seite 46 dargestellt.
Nicht zuletzt legen wir großen Wert auf unsere hohe Reputation am Aktienmarkt. Diesen Anspruch verfolgen wir strategisch und unabhängig von unserem jeweiligen Kapitalbedarf. Im Zentrum steht die Vermittlung unserer nachhaltigen und attraktiven Equity Story. Unser Auftritt zeichnet sich daher durch eine zeitnahe, transparente und regelmäßige Berichterstattung nach globalen Standards, persönliche Gespräche mit den Kapitalmarktteilnehmern auf Vorstandsebene sowie eine stetige und aktionärsfreundliche Dividendenpolitik aus.
Vergütungsbericht
Der Corporate-Governance-Bericht dieses Geschäftsberichts enthält den Vergütungsbericht, in dem die Grundzüge des Vergütungssystems von Vorstand und Aufsichtsrat mit den individualisierten Bezügen ihrer Mitglieder dargestellt werden. Der Vergütungsbericht ist Bestandteil dieses zusammengefassten Lageberichts.
Veränderung in den Organen der Gesellschaft
In seiner Sitzung vom 21. November 2016 hat der Aufsichtsrat der GRENKE AG Herrn Sebastian Hirsch mit Wirkung zum 1. Januar 2017 in den Vorstand berufen. Herr Hirsch war zuvor als Generalbevollmächtigter im Unternehmen tätig und wird in seiner neuen Funktion die Bereiche Controlling, M&A und Treasury übernehmen. Einige dieser Bereiche wurden zuvor von Herrn Jörg Eicker verantwortet, der den Vorstand zum 31. Dezember 2016 in gutem gegenseitigem Einvernehmen verlassen hat. Herr Wolfgang Grenke (Vorstandsvorsitzender) wird zusätzlich zu dem von ihm verantworteten Bereich Unternehmensstrategie den Bereich Investor Relations von Herrn Eicker übernehmen.
Nachtragsbericht
Nach Ende des Geschäftsjahres gab es keine Vorgänge von besonderer Bedeutung für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage, über die zu berichten wäre.# Chancen-, Risiko- und Prognosebericht
Chancenbericht
Die GRENKE Gruppe betreibt im Bereich des Small-Ticket-IT-Leasings ein schon seit vielen Jahren europaweit kontinuierlich ausgeweitetes und verdichtetes Netzwerk. Beginnend mit der Eröffnung einer Franchisegesellschaft in Brasilien, wurden die Geschäftsaktivitäten in den letzten Jahren auf weitere nicht-europäische Länder ausgeweitet. Im Dezember 2016 wurde mit Wirkung zum 1. Januar 2017 ein Kaufvertrag über alle Anteile an der Europa Leasing GmbH, Kieselbronn, unterzeichnet. Die Gesellschaft ist vorwiegend im Bereich des Finanzierungsleasings von Medizintechnik tätig. Die Übernahme soll die strategische Aufstellung der GRENKE Gruppe über das IT-Leasing hinaus erweitern. Derzeit ist GRENKE außerhalb Europas zusätzlich in Brasilien, Chile, Dubai, Kanada, Singapur und der Türkei vertreten. An unserem strategischen Ziel, die Marke GRENKE und unser erfolgreiches Geschäftsmodell global zu etablieren, werden wir auch zukünftig kontinuierlich weiterarbeiten. Die Umfirmierung der Gesellschaft in GRENKE AG im Berichtsjahr wurde aus diesem Grunde vollzogen: Mit dem Namen GRENKE sollen Kunden auf der ganzen Welt eine Marke verbinden, die für besten Service und höchste Qualität steht, wenn es um Finanzdienstleistungen für kleine und mittlere Unternehmen geht. Gerade auf Märkten außerhalb Europas können wir unser bewährtes Franchise-Modell einsetzen, das wir auch im Bereich des Factorings anwenden. Factoringlösungen bieten wir über Deutschland und die Schweiz hinaus gemeinsam mit unseren Partnern auch in Großbritannien, Irland, Ungarn und Polen an. Chancen ergeben sich aber auch dort, wo wir uns schon erfolgreich etabliert haben. Deshalb wollen wir mittelfristig insbesondere vom konsequenten Ausbau unserer Marktanteile in bereits erschlossenen Märkten profitieren. Chancen werden wir vor allem dort wahrnehmen, wo sich aufgrund des Rückzugs von Wettbewerbern - beispielsweise durch erhöhten Regulierungsaufwand - bzw. der teilweisen Einschränkung ihres Angebots neue Möglichkeiten ergeben. Nach unserer Einschätzung ist der Markt für Small-Ticket-Leasing längst nicht ausgeschöpft. Zusätzliches Potenzial sehen wir in neuen Online-Vertriebskanälen, bei weiteren Leasingobjekten - etwa Kleinmaschinen im Bereich Industrie 4.0 oder 3D-Druck - sowie im Ausbau bei der Medizintechnik. Durch die Erweiterung unserer Finanzlösungen können wir künftig zusätzliche Geschäfte mit etablierten Kunden generieren. Aufgrund von Skaleneffekten sollte derartiges Wachstum zumindest mittelfristig zu nur unterproportional steigenden Vertriebskosten führen. Diese Chancen nutzend, werden wir auch in den nächsten Jahren das Neugeschäft steigern und unsere Marktposition stärken. Eine erhebliche Beeinflussung der Ertragssituation des GRENKE Konzerns über die aktuellen Erwartungen hinaus ist daraus nicht zu erwarten, da uns die Erträge aus neuen Verträgen entsprechend der Natur unseres Geschäfts erst sukzessive über die gesamte Vertragslaufzeit zufließen.
Risikobericht
Risikomanagement
Das Risikomanagement des GRENKE Konzerns erfolgt in einem klar definierten und koordinierten Prozess. Dieser erfasst alle relevanten Ebenen der Konzernorganisation und ist eng auf die Tätigkeiten der einzelnen Bereiche abgestimmt. Zur Wahrnehmung der aufsichtsrechtlichen Anforderungen ist darüber hinaus ein konzernweites Risikocontrolling implementiert. Hier finden Bewertung und Beurteilung sowie die unabhängige Überwachung, Steuerung und Kommunikation der Risiken statt. Darüber hinaus stellt der Arbeitskreis Risiko (AK Risk) ein wichtiges Arbeitsgremium für das Risikomanagement dar. Ihm gehören neben dem Vorstandsvorsitzenden (fakultativ) die für die Bereiche Finanzen, IT sowie für das operative Geschäft zuständigen Vorstandsmitglieder und die Vertreter aller relevanten Bereiche an, sodass ein umfassender Informationsfluss gewährleistet ist. Der Vorstand trägt die Gesamtverantwortung für die Überwachung des Risikomanagementsystems und seine konzernweite Einhaltung. Des Weiteren haben wir die Stabsstelle des Chief Information Security Officer (CISO) in unser Risikomanagementsystem implementiert. Seine Funktion umfasst die IT-Sicherheit und damit den Schutz der immateriellen Geschäftswerte des Konzerns. Er berichtet direkt an das für den Bereich IT zuständige Vorstandsmitglied. Unser Risikomanagement haben wir schon vor vielen Jahren unternehmensintern etabliert und entwickeln es seither konsequent weiter. Risiken werden damit präzise gemessen und zu angemessenen Konditionen auch in Kauf genommen. Dabei achten wir nicht nur auf Einzelrisiken, sondern insbesondere auch auf mögliche Risikokonzentrationen und übergreifende Interdependenzen. Der strategische und risikopolitische Rahmen für das Risikomanagement wird durch die Risikostrategie des Konzerns festgelegt. Innerhalb dieses Rahmens werden die übergreifenden Risikoziele sowie der Einsatz konsistenter Standards, Methoden, Verfahren und Instrumente zu deren Erreichen definiert. Klar definierte Anforderungen dienen dazu, hohe Qualitätsstandards, Durchgängigkeit und Wiedererkennungswerte der risikostrategischen Ziele sicherzustellen. Die jederzeitige Einhaltung der regulatorisch geforderten Kapitalquoten ist ebenfalls strategisch implementiert. Die Risikostrategie ist abgeleitet aus der Geschäftsstrategie und gibt die folgenden geschäftsstrategischen Ziele vor:
- Risikodiversifizierung zur Vermeidung von Klumpenrisiken
- Komplexitätsreduktion durch Verschlankung und Standardisierung der Prozesse, um operationelle Risiken zu reduzieren
- Reduzieren von Marktpreisrisiken auf das für das operative Geschäft notwendige Minimum
- Einsatz von Technologie (IT-basiertes Modell zur Prognose von Zahlungsausfällen und Frühwarnsystem) zur Messung und Steuerung von Risiken
- Ausreichend hohe Eigenkapitalstruktur zur Einhaltung der aufsichtsrechtlichen Anforderungen nach Säule I und Säule II.
Aufgrund der breiten Diversifikation unseres Geschäfts sind wir substanziellen Einzelrisiken grundsätzlich nicht ausgesetzt. Eine Konzentration von Risiken wird hierdurch ebenso wirksam vermieden wie durch die Tatsache, dass in unserem Kerngeschäft Small-Ticket-Leasing naturgemäß vergleichsweise kleine Anschaffungswerte anfallen. Innerhalb des GRENKE Konzerns übersteigt das Gesamtobligo bei keinem einzelnen Leasingnehmer die Ein-Prozent-Marke des Konzern-Eigenkapitals. Insgesamt gab es Ende 2016 weniger als ein Dutzend Kreditnehmereinheiten im Bereich Leasing, die die Grenze von einer Million Euro überschritten. Insgesamt vereinten sie einen Anteil von deutlich weniger als einem Prozent des Gesamtobligos an Leasingverträgen. Engagements oberhalb einer gewissen Größe werden besonders intensiv überwacht. Bei unseren Vertriebspartnern verfahren wir entsprechend. So kam auf den bedeutendsten Händler, mit dem GRENKE zusammenarbeitet, 2016 ein Anteil von nur 0,7 Prozent am Gesamtneugeschäftsvolumen. Die zwanzig größten Händler vereinten einen Anteil von 5,2 Prozent des Neugeschäftes. In gleicher Weise steuern wir unser Factoringgeschäft und unsere Bankdienstleistungen. Wesentliche Restwertrisiken werden in unserem Leasinggeschäftsmodell nicht gesehen, da das Leasingportfolio vornehmlich aus wirtschaftlichen Vollamortisationsverträgen besteht. Zwar kalkulieren wir im Rahmen der IFRS-Bilanzierung gemäß IAS 17 Restwerte für den Ansatz der Leasingforderungen auf Portfoliobasis, die auf das Gesamtergebnis über mehrere Perioden zu kaum wesentlichen Ergebnisbeiträgen aus dem Verwertungsmehrergebnis führen. Das starke Wachstum früherer Perioden führte allerdings dazu, dass die auslaufenden Verträge am Ende der Grundmietzeit in Summe zunehmend aufwandswirksame Buchwertabgänge verursachen. Dem gegenüber stehen Nachmieterlöse aus Mietverlängerungen, die erst in späteren Perioden ratierlich im Ergebnis erfasst werden. Bei der Bilanzierung der entsprechenden Vermögenswerte erlauben es die derzeit geltenden IFRS Standards nicht, den ökonomischen Sachverhalt so darzustellen, dass sich entsprechende Aufwendungen und Erträge in derselben Periode gegenüberstehen. Dies führt dazu, dass das Verwertungsergebnis - wie im Berichtsjahr - negativ ausfällt (Verwertungsminderergebnis). Über die Gesamtlaufzeit wird mit den noch erzielbaren Erlösen aus Nachmieten ein ausgeglichenes Verwertungsergebnis erwartet.
Risikomanagementprozess
Der Risikomanagementprozess basiert auf der Risikostrategie und umfasst den Regelkreislauf Identifikation, Beurteilung, Steuerung, Überwachung und Berichterstattung. Mit diesem Prozess gelingt es, interne und externe Risiken und Chancen im Konzern systematisch und strukturiert zu erfassen, offenzulegen, zu bewerten und zu dokumentieren. Die Beschäftigten und der Vorstand werden damit in die Lage versetzt, mit Risiken im Rahmen der risikopolitischen Vorgaben verantwortungsvoll umzugehen sowie erkannte Chancen gezielt zu nutzen. Ein umfangreiches Qualitätsmanagement ist wesentlicher Bestandteil unseres Risikomanagementprozesses. Seine konsequente und kontinuierliche Verbesserung ist Teil der Unternehmensphilosophie. Es umfasst die Bewertung unserer Händlerbeziehungen auf Basis der Adressenausfallrisiken, die Dokumentation unserer Geschäftsprozesse und die Erstellung individuell auf unseren Bedarf ausgerichteter Software für die Abwicklung der Vertragsbeziehungen zu unseren Leasingnehmern und Franchisepartnern. Zur erneuten Zertifizierung unseres Qualitätsmanagements im Berichtsjahr verweisen wir auf das separate Kapitel auf Seite 78. Ferner stellen unsere Verfahren zur Bewertung von Bonitätsrisiken aus Leasingverträgen, Kredit- und Factoringvereinbarungen einen weiteren wesentlichen Bestandteil unseres Risikomanagementsystems dar. Im Rahmen der Risikoidentifikation wird jährlich sowie anlassbezogen eine Bewertung des Risikoinventars durch die Konzernmitarbeiter vorgenommen.# RISIKOTRAGFÄHIGKEIT
Um die Einzelrisiken sachkundiger beurteilen zu können, hat das Unternehmen Arbeitskreise für die Risikoarten Adressenausfallrisiken, Marktpreis- und Liquiditätsrisiken sowie strategische und operationelle Risiken eingerichtet, in denen diese Risiken diskutiert werden. Die Sprecher der Arbeitskreise berichten an den AK Risk. Der AK Risk trifft sich mindesteins einmal pro Jahr. Diskussionsgegenstände sind insbesondere das Ergebnis der Risikoumfrage, Berichte der Arbeitskreise für Risikoarten, Risikoinventur, Ad-hoc-Risikomeldungen und weitere Herausforderungen in Bezug auf das Risikomanagement. Das Risikocontrolling nutzt ein periodenorientiertes Risikotragfähigkeitsmodell, das der konzernweiten Steuerung und Überwachung des Gesamtrisikoprofils und des ökonomischen Kapitals dient. Es beinhaltet und beurteilt alle als wesentlich identifizierten Risiken (Marktpreisrisiken, Adressenausfallrisiken, operationelle Risiken, Liquiditätsrisiken und strategische Risiken). Die festgelegten Risikobereiche bzw. Risikoarten sind im Zuge der Risikotragfähigkeitsbetrachtungen mit Risikodeckungsmasse zu unterlegen und zu limitieren. Das Risikocontrolling erstellt vierteljährlich einen Risikobericht. Darin wird die aktuelle Risikosituation dargestellt und erläutert. Das Risikocontrolling führt jährlich und anlassbezogen die Bestandsaufnahme aller relevanten Risiken (Risikoinventur) durch. Ergänzend zum jährlichen Risikobericht, der Risikoinventur, der Risikoumfrage und der Ad-hoc-Risikoberichterstattung, dienen weitere Instrumente der Steuerung von Risiken. Es werden regelmäßig Berechnungen der Risikopositionen vorgenommen, Marktpreisrisiken und Liquiditätspositionen gegenüber dem Vorstand dargestellt und erläutert. Werden Risiken als relevant eingestuft, schlägt der für den AK Risk verantwortliche Direktor dem Vorstand - bei neuen relevanten Risiken oder wesentlichen Änderungen ad hoc - steuernde Gegenmaßnahmen vor, die dieser beschließt und erforderlichenfalls im Rahmen der Geschäfts- und Risikostrategie berücksichtigt.
Im Konzern sind zudem die unabhängigen Funktionen der Compliance-Stelle, des Geldwäschebeauftragten und des Datenschutzbeauftragten eingerichtet. Die Compliance-Stelle überwacht den Umgang mit Insiderinformationen und das Einhalten der vorgegebenen Wohlverhaltensregeln. Sie identifiziert und steuert in der gesamten GRENKE Gruppe Interessenskonflikte mit Risikopotenzialen. Der Datenschutzbeauftragte überwacht die Einhaltung und Umsetzung der Datenschutzgesetze. Der Geldwäschebeauftragte überwacht die Einhaltung der Sorgfaltspflichten gemäß Geldwäschegesetz. Er ergreift mit seiner Richtlinie entsprechend den aufsichtsrechtlichen Vorgaben mit einer aktuellen Gefährdungsanalyse des Konzerns sowie mit dem Einsatz von Monitoring- und Researchinstrumenten angemessene risikobasierte Maßnahmen gegen Rechts- und Reputationsrisiken. Die Sonderbeauftragten sind fachlich unmittelbar dem jeweiligen Vorstand unterstellt. Daher bestehen, wie aufsichtsrechtlich gefordert, aufbau- und ablauforganisatorisch adäquate sowie wirksame interne Kontrollverfahren zur Steuerung und Überwachung der genannten Risiken. Diese Risiken werden wiederum - wie bereits bei den Ausführungen zum Risikomanagement erläutert - durch das Risikocontrolling beurteilt und bewertet sowie unabhängig überwacht, gesteuert und kommuniziert.
Umsetzung aufsichtsrechtlicher Anforderungen
Gemäß § 10 a Abs. 1 Kreditwesengesetz (KWG) stellt der GRENKE Konzern eine Institutsgruppe mit der GRENKE AG als übergeordnete Gesellschaft dar. Diese hat mit der GRENKE BANK AG ein Kreditinstitut als Tochtergesellschaft. Sowohl der GRENKE Konzern als auch die GRENKE BANK AG unterliegen unter anderem den aufsichtsrechtlichen Bestimmungen der Capital Requirement Regulation (CRR) und des KWG. Der GRENKE Konzern hat die von der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) aufgestellten Mindestanforderungen an das Risikomanagement (MaRisk) einzuhalten. Sie beinhalten qualitative Anforderungen an das Risikomanagement, die von den Instituten unter Berücksichtigung ihrer Größe sowie Art, Umfang, Komplexität und Risikogehalt der Geschäfte umzusetzen sind.
Der GRENKE Konzern setzt die in den aktuellen MaRisk in der Fassung vom 14. Dezember 2012 verlangten angemessenen Steuerungs- und Controllingprozesse vollständig um. Durch den Vorstand wurde für die erwartete MaRisk-Novelle ein umfangreiches Umsetzungsprojekt initiiert. Zusätzlich unterliegen auch die Finanzdienstleistungsinstitute GRENKEFACTORING GmbH und Grenke Investitionen Verwaltungs KGaA auf Einzelinstitutsebene dem KWG und der Aufsicht durch die BaFin und die Deutsche Bundesbank. Für diese beiden Konzerngesellschaften hat die GRENKE AG die sogenannten Waiver-Regelungen gem. § 2 a Abs. 1 und 2 KWG in Verbindung mit § 2 a Abs. 5 KWG in Anspruch genommen. Die nachgeordneten Institute haben bei BaFin und Bundesbank angezeigt, dass bestimmte aufsichtsrechtliche Bestimmungen auf Gruppenebene statt auf Einzelinstitutsebene angewendet werden, da die notwendigen organisatorischen Vorkehrungen vom übergeordneten Institut vollständig erfüllt werden. Unserem Antrag bei der BaFin, den aufsichtsrechtlichen Konsolidierungskreis dem buchhalterischen der Konzernrechnungslegung gleichzusetzen, wurde bereits 2009 stattgegeben. Damit werden alle dem GRENKE Konzern zuzurechnenden Konzerngesellschaften, das heißt die Muttergesellschaft GRENKE AG und all ihre inländischen und internationalen Töchter sowie strukturierten Unternehmen, durch den aufsichtsrechtlichen Konsolidierungskreis erfasst.
Risikotragfähigkeit
| Risikoart | Beschreibung |
|---|---|
| Adressrisiken | Potenzielle Verluste, die sich aus dem Ausfall oder der Bonitätsverschlechterung von Kreditnehmern oder Schuldnern ergeben können |
| Marktpreisrisiken | Potenzielle Verluste, die sich aus der Unsicherheit über die zukünftige Entwicklung (Höhe und Volatilität) von Marktrisikofaktoren (beispielsweise Zinsen, Devisen- und Aktienkurse) ergeben können |
| Liquiditätsrisiken | Potenzielle Verluste, die dadurch entstehen können, dass liquide Geldmittel fehlen oder nur teurer als erwartet zu beschaffen sind, um Zahlungsverpflichtungen bei Fälligkeit zu erfüllen |
| Operationelle Risiken | Potenzielle Verluste, die sich aus der Unangemessenheit oder dem Versagen von internen Verfahren, Menschen und Systemen oder infolge extern getriebener Ereignisse ergeben können |
| Geschäftsrisiken | Verlustrisiko aus der allgemeinen Geschäftstätigkeit des Unternehmens |
| Strategische Risiken | Reputationsrisiken |
| Strategische Risiken | Verlustrisiko aus der möglichen Beschädigung des Rufes des Unternehmens oder der Marke (Imageschaden) |
| Sonstige Risiken | Unter anderem Restwertrisiko, Absatzrisiko, Bestandsrisiko |
Zur Überwachung der Risikotragfähigkeit und damit zur laufenden Sicherstellung der Unternehmensexistenz (Going-Concern-Ansatz bzw. Fortführungsprinzip) wendet der GRENKE Konzern ein internes Risikotragfähigkeitsmodell an, das alle als wesentlich identifizierten Risikoarten beinhaltet. Diesem Modell liegt eine in die Zukunft gerichtete rollierende Zwölfmonatsbetrachtung auf Basis von GuV- und Bilanz-Größen zugrunde. Die festgelegten Risikobereiche bzw. Risikoarten sind im Zuge der Risikotragfähigkeitsbetrachtungen mit Risikodeckungsmasse zu unterlegen und zu limitieren. Grundlegendes Ziel des Risikotragfähigkeitsmodells ist es, vorhandene Ertragsrisiken zu quantifizieren, um daraus frühzeitig potenzielle Belastungen für das Eigenkapital zu identifizieren und angemessene Maßnahmen zu ergreifen.
Das Zusammenspiel von Risikodeckungsmasse (für die Risikoabdeckung zur Verfügung gestelltes Kapital), dem Prozess der Risikolimitierung und dem quantifizierten Risikokapitalbedarf (Risiko) wird als Risikotragfähigkeitssystem bezeichnet. Es stellt einen integralen Bestandteil der Konzernstrategie, -planung und -steuerung dar. Als Risikodeckungsmasse werden die maximal zur Risikoabdeckung zur Verfügung stehenden finanziellen Mittel - im Wesentlichen das Eigenkapital - bezeichnet. Gemäß der Logik des Going-Concern-Ansatzes wird ein Teil der Risikodeckungsmasse zur Einhaltung der aufsichtsrechtlichen Mindestkapitalanforderungen sowie weiterer Abzugspositionen reserviert und steht somit nicht zur Risikoabdeckung zur Verfügung. Teil des Risikotragfähigkeitssystems ist grundsätzlich auch die angemessene Berücksichtigung von Ergebnissen aus Stresstestbetrachtungen für die Risiken aus außergewöhnlichen, jedoch plausibel möglichen Ereignissen. Das Risikocontrolling entwickelt klassische Szenarien und erarbeitet hierzu Maßnahmen, die es dem Vorstand vorschlägt.
Im Zuge der quartalsweisen Ermittlung der Risikotragfähigkeit wurden im Geschäftsjahr 2016 die folgenden Stresstestszenarien berechnet:
-
EU-Währungskrise nach Staatsbankrott: Das Szenario unterstellt einen teilweisen Zerfall des Euro-Raums nach einem Staatsbankrott in Griechenland, Portugal und Spanien. Dabei wird unter anderem unterstellt, dass Forderungen an diese Länder in großem Umfang abgeschrieben werden müssen, eine Ausweitung der Risikoprämien auf den Geld- und Kapitalmärkten erfolgt, weitere Ratingherabstufungen für Unternehmen, Banken und Staaten durchgeführt werden und sich als Folge des einhergehenden Vertrauensverlustes eine massive Abwertung des Euros sowie der Austritt der GRENKE-Märkte Spanien und Portugal aus dem Euro ergibt. Deren neue Währungen werten gegenüber dem Euro erheblich ab.
-
Schwerer konjunktureller Abschwung: Dieses Szenario unterstellt einen schweren konjunkturellen Einbruch und eine Stagnation in den Folgejahren, ausgelöst beispielsweise durch die plötzliche Insolvenz eines Staates. Dabei wird unterstellt, dass Aktienkurse aufgrund der Unsicherheit auf den Finanzmärkten einbrechen, eine Ausweitung der Risikoprämien auf den Geld- und Kapitalmärkten erfolgt, Ratingherabstufungen vorgenommen werden, Exporte und Investitionen in Deutschland einbrechen, einhergehend mit einem deutlichen Anstieg der Arbeitslosigkeit. Es kommt verstärkt zu Betrugsfällen infolge von Wut- und Verzweiflungstaten.# GRENKE Konzern - Anhang
Risikomanagement
Zudem führen die schlechten Aussichten und die zunehmende Unsicherheit zu einem Rückgang des Neugeschäfts.
- Preisverfall im IT-Bereich: Ein weltweiter Wandel in der IT-Branche führt zu einem Nachfragerückgang bzgl. IT-Produkten. Ein Preisverfall ist die Folge, was zu einem sinkenden Neugeschäft und geringen Erlösen aus Sicht der Gesellschaft führt.
- Verlust des Investmentgrade-Status: Aufgrund von stärkeren regulatorischen Anforderungen erhöhen sich die Eigenkapitalanforderungen. Anhaltender Druck auf die Länderratings der Wachstumsmärkte führt zu einer Verschlechterung der Eigenkapitalstruktur des GRENKE Konzerns. Dies kann eine Herabstufung der eigenen Ratingeinstufung zur Folge haben. Die Refinanzierungskosten erhöhen sich entsprechend.
- Inflation: Das Szenario unterstellt einen Anstieg der Inflation im Euro-Raum infolge drastischer geld- und fiskalpolitischer Maßnahmen. Dabei wird unter anderem unterstellt, dass zunehmend in Sachwerte investiert wird und es aufgrund von Inflationsängsten zu einem Rückgang der Sparquote und einem damit einhergehenden Anstieg der Konsumquote kommt. Die EZB reagiert mit einer Erhöhung der Leitzinsen, um die überschüssige Liquidität im Markt abzuschöpfen.
Zudem erfolgt jährlich zum Stichtag die inverse Stresstestbetrachtung. Sie setzt auf der Annahme der Nichtfortführbarkeit der Geschäftstätigkeit auf. Ausgehend von dieser Annahme wird zurückgerechnet, bei welchem Stressszenario-Level die Nichtfortführbarkeit gerade eintritt. Dies ist dann der Fall, wenn die Risikodeckungsmasse nicht mehr zur Abdeckung der vorhandenen Risiken ausreicht.
Die Risikotragfähigkeitsrechnung sowie die integrierten Stresstests des Konzerns gehen konform mit den Anforderungen gemäß AT 4.1 sowie AT 4.3.3 MaRisk. Den aufsichtsrechtlichen Anforderungen hinsichtlich der Integration eines zukunftsgerichteten Kapitalplanungsprozesses gemäß AT 4.1 Tz. 9 der MaRisk wird ebenfalls Rechnung getragen.
Adressenausfallrisiken
Risikodefinition
Unter Adressenausfallrisiken sind potenzielle Verluste zu verstehen, die sich aus dem Ausfall oder der Bonitätsverschlechterung von Kreditnehmern oder Schuldnern ergeben können. Ziel ist es, eine dem Risiko adäquate Risikoprämie zu erwirtschaften, damit die Risiken getragen werden können.
Adressenausfallrisiken werden innerhalb des GRENKE Konzerns als wesentlich angesehen. Sie bestehen im bilanziellen und außerbilanziellen Kunden- und Eigengeschäft, wobei das bilanzielle Leasinggeschäft dominierend ist.
Kreditvolumen - GRENKE Konzernbilanz
Das Forderungsvolumen im GRENKE Konzern setzt sich nach IFRS wie folgt zusammen:
| 31.12.2016 | 31.12.2015 | |
|---|---|---|
| Kurzfristige Forderungen | ||
| Zahlungsmittel | 156.896 | 186.453 |
| Leasingforderungen | 1.141.000 | 1.004.360 |
| Finanzinstrumente mit positivem Marktwert | 3.688 | 250 |
| Sonstige kurzfristige finanzielle Vermögenswerte | 93.090 | 63.828 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 4.474 | 4.272 |
| Summe kurzfristige Forderungen | 1.399.148 | 1.259.163 |
| Langfristige Forderungen | ||
| Leasingforderungen | 2.129.110 | 1.849.812 |
| Sonstige langfristige finanzielle Vermögenswerte | 73.643 | 47.195 |
| Finanzinstrumente mit positivem Marktwert | 29 | 27 |
| Summe langfristige Forderungen | 2.202.782 | 1.897.034 |
| Summe Forderungsvolumen | 3.601.930 | 3.156.197 |
Die Zahlungsmittel enthalten zum 31. Dezember 2016 ein Bundesbankguthaben in Höhe von 92.441 TEUR (Vorjahr: 67.398 TEUR). Die übrigen Zahlungsmittel umfassen (bis auf 16 TEUR Kasse; im Vorjahr 11 TEUR) Guthaben bei inländischen und ausländischen Banken. Die Finanzinstrumente mit positivem Marktwert stellen die zum Zeitwert bilanzierten Derivate des Konzerns zum Stichtag dar.
Leasinggeschäft
Seit 1994 bewerten wir die Bonitäten unserer Kunden, indem wir Erwartungswerte für Zahlungsausfälle bilden. Die Schadensentwicklung hat die Qualität dieses Systems inzwischen nachhaltig bestätigt, insbesondere erwies sich das System auch während der globalen Finanzmarktkrise als zuverlässig. Dies gilt für unser Inlandsgeschäft ebenso wie für die internationalen Märkte, in denen wir tätig sind.
GRENKE GRUPPE LEASING: LAUFENDE LEASINGVERTRÄGE AUF BASIS DES VERMIETVOLUMENS GEGLIEDERT NACH REGIONEN
Vorjahr:
* Deutschland: 26,5 %
* Westeuropa (ohne Deutschland): 34,3 %
* Südeuropa: 23,4 %
* Nord- /Osteuropa: 14,7%
* Übrige Regionen: 1,1 %
Laufende Leasingforderungen zum 31. Dezember 2016: 3.222,3 Mio. EUR (Vorjahr: 2.787,0 Mio. EUR)
Regionen:
* Westeuropa (ohne Deutschland): Belgien, Frankreich, Luxemburg, Niederlande, Österreich, Schweiz
* Südeuropa: Italien, Kroatien , Malta , Portugal, Slowenien, Spanien
* Nord- / Osteuropa: Dänemark, Finnland, Großbritannien, Irland, Norwegen, Schweden / Polen, Rumänien, Slowakei, Tschechien, Ungarn
* Übrige Regionen: Brasilien , Chile , Dubai , Kanada , Singapur* , Türkei
* Franchise
Konzentrationen bestehen insbesondere in den Ländern Deutschland, Frankreich, Italien und Großbritannien. Das jeweilige Euler Hermes Country Risk Rating der Länder Deutschland, Frankreich und Großbritannien beträgt "1", während Italien die Note 2 erhält. Dies verdeutlicht den hohen Stellenwert, den insbesondere die Rechtssicherheit der einzelnen Länder für das Geschäftsmodell der GRENKE Gruppe einnimmt. Nichtsdestotrotz befinden sich durch den bevorstehenden Austritt von Großbritannien aus der Europäischen Union (Brexit) sowie die Bankenkrise in Italien verstärkt die politischen Entwicklungen in der Eurozone im Fokus. Aktuell gibt es keine Anhaltspunkte dafür, dass die erwarteten Verluste in den vier größten Ländern einer erhöhten Schwankung unterliegen. Durch die Diversifikation über viele Länder hinweg wird beabsichtigt, das Länderrisiko zu reduzieren.
Die Überprüfung der Adressenausfallrisiken erfolgt jährlich aufgrund des tatsächlichen Schadensverlaufs mittels automatisierter Abfragen von Datenbanken, die sowohl öffentlich zugängliche als auch langjährig intern generierte Daten enthalten. Das Verfahren wird von eigenen Fachkräften kontinuierlich weiterentwickelt. Das Adressenausfallrisiko unserer Leasingnehmer sehen wir als das wesentliche Risiko unseres Geschäfts an. Es wird mithilfe statistischer Modelle bewertet und gesteuert. Entscheidungskompetenzen bei Neuvertragsabschlüssen sind in Form von Handlungsvollmachten stufenweise vom Vertriebsmitarbeiter bis zum Vorstand aufgebaut und begrenzen als weiteres Instrument unsere Risiken.
Im Ergebnis führen unsere statistischen Modelle zu einem Erwartungswert künftiger Ausfallschäden, die wir als kalkulatorische Risikokosten in der Deckungsbeitragskalkulation berücksichtigen. Die erwarteten Ausfallschäden lagen für das Neugeschäftsportfolio 2016 - wie schon in den Vorjahren - bei durchschnittlich 1,4 Prozent p. a., bezogen auf die Anschaffungskosten der Leasinggegenstände. Für alle Portfolien werden laufend Soll/Ist-Vergleiche durchgeführt. Hierbei werden die anfänglich erwarteten Ausfallschäden mit einer aktualisierten Schadenserwartung verglichen. Erkenntnisse aus diesem Vergleich gehen in die Struktur unserer statistischen Modelle ein und bilden somit ein Regelkreissystem.
Die Planung sieht vor, dass die laufenden Kosten des Betriebs auch dann noch erwirtschaftet werden können, wenn die tatsächlichen Schäden deutlich höher ausfallen als die erwarteten Schäden.
Alle Leasingnehmer werden hinsichtlich ihrer Bonität in Risikoklassen von 1 bis 6 eingestuft. Dabei orientieren wir uns am deutschen Schulnotensystem, wonach die Risikoklasse 1 der bestmöglichen und die Risikoklasse 6 der schlechtestmöglichen Einstufung entspricht.
GRENKE GRUPPE LEASING: LAUFENDE LEASINGVERTRÄGE AUF BASIS DES VERMIETVOLUMENS GEGLIEDERT NACH RISIKOKLASSEN
Die durchschnittliche Risikoklasse des Portfolios der Leasingverträge beträgt 1,90 (GRENKE Konzern auf Basis aller zum Stichtag 31. Dezember 2016 laufenden Verträge) nach 1,84 in den drei Vorjahren.
GRENKE GRUPPE LEASING: LAUFENDE LEASINGVERTRÄGE AUF BASIS DES VERMIETVOLUMENS GEGLIEDERT NACH GRÖSSENKLASSEN
GRENKE GRUPPE LEASING: LAUFENDE LEASINGVERTRÄGE AUF BASIS DES VERMIETVOLUMENS GEGLIEDERT NACH LAUFZEITKLASSEN
Konzernweit verfolgen wir einen Portfolio-Ansatz für das Kontrahieren von Leasingverträgen. Dessen Differenzierung erfolgt nach den folgenden Kriterien:
- Leasingnehmer: stark diversifiziertes Portfolio an Leasingnehmern aus Geschäfts- bzw. Firmenkunden
- Händler/Hersteller: keine individuellen Abhängigkeiten
- Leasinggegenstände: keine signifikanten offenen Restwerte (Vollamortisationsanspruch); Wartungs-/ Gewährleistungsrisiken werden grundsätzlich von Lieferanten/Herstellern getragen
- Leasingverträge: hohe Stückzahl an laufenden Verträgen mit einer mittleren Vertragslaufzeit von rund vier Jahren und Konzentration auf Small Tickets jeweils unter 25 TEUR (63 Prozent aller Leasingverträge)
- Vertriebskanäle: nahezu in allen Absatzkanälen vertreten
- Geografisch: Präsenz des GRENKE Konzerns in allen großen europäischen Volkswirtschaften mit Standorten in 24 Ländern (in der GRENKE Gruppe: 30)
Nahezu alle abgeschlossenen Leasingverträge sind Verträge mit Vollamortisationsanspruch. Hier übersteigen die vom Leasingnehmer während der Grundmietzeit zu entrichtenden Zahlungen einschließlich garantierter Restwerte die Anschaffungs- und die Vertragskosten.
Risiken, die aus den unterschiedlichen Rechtssystemen der jeweiligen Länder entstehen könnten, werden vor Markteintritt mit lokalen Rechts- und Steuerfachleuten erörtert und in den Leasingverträgen berücksichtigt. Das Geschäftsmodell wird, soweit notwendig, entsprechend angepasst.
Für Forderungen aus gekündigten bzw. rückständigen Leasingverträgen werden angemessene Wertberichtigungen angesetzt. Die Höhe der erforderlichen Wertberichtigungen wird grundsätzlich anhand von Prozentsätzen und Bearbeitungsklassen der Leasingverträge ermittelt. Die Ermittlung der Prozentsätze erfolgt mithilfe statistischer Verfahren. Zum Stichtag betrug der Bestand der Wertberichtigungen 129,7 Mio. EUR (Vorjahr: 126,3 Mio. EUR). Der Aufwand der Risikovorsorge für das Leasinggeschäft hat sich gegenüber dem Vorjahr um 4,8 Mio. EUR auf 53,1 Mio.# GRENKE BANK AG
Kreditgeschäft
Adressenausfallrisiken stellen das wesentliche Finanzrisiko der GRENKE BANK AG dar. Die Forderungen an Kunden setzen sich aus angekauften Leasingforderungen, Existenzgründungsfinanzierungen, Mikrokreditfinanzierungen, Projektfinanzierungen, Kontokorrentkrediten und dem sukzessive abschmelzenden Altportfolio der Privatkredite zusammen. Den Abstand größten Anteil am Kreditportfolio der GRENKE BANK AG nehmen die angekauften Leasingforderungen ein. Hierbei handelt es sich um ein breit diversifiziertes Portfolio mit kleinteiligen Forderungen an kleine und mittelständische Unternehmen aus dem europäischen Wirtschaftsraum. Das Forderungsportfolio wurde ausschließlich von Gesellschaften des Konzerns erworben. Insofern sind die Kontrahentenrisiken der Natur des Geschäfts entsprechend gering. Dem Kreditrisiko wird durch eine entsprechende Margenregelung, basierend auf dem langjährig bewährten Verfahren zur Prognose von Zahlungsausfällen des Konzerns, und teilweise auch zusätzlich durch eine Absicherung über Garantieverträge Rechnung getragen. Die angekauften Leasingforderungen werden auf Basis des Entscheidungswertverfahrens zur Ermittlung des Expected Loss der GRENKE AG bewertet.
Seit 2015 vergibt die GRENKE Bank in Zusammenarbeit mit dem Mikrokreditfonds Deutschland und ausgewählten Mikrofinanzinstituten Kleinstkredite bis maximal 20 TEUR an Existenzgründer und bestehende Unternehmen. Die Bearbeitung und Refinanzierung erfolgt im Auftrag der Bundesrepublik Deutschland. Das Adressenausfallrisiko wird komplett durch den Mikrokreditfonds Deutschland getragen. Mit Blick auf die Ausrichtung als Finanzierer kleiner und mittelständischer Unternehmen arbeitet die GRENKE BANK AG schon seit 2010 mit Förderbanken zusammen. Dies geschieht insbesondere mit dem Ziel, kleineren Existenzgründern Finanzmittel für ihr Gründungsvorhaben zur Verfügung zu stellen. Das damit verbundene Kreditrisiko für die GRENKE BANK AG wird insbesondere durch eine 80-prozentige Haftungsfreistellung durch die jeweilige Förder- bzw. Bürgschaftsbank reduziert. Ferner beschränkt sich die Finanzierung von Existenzgründungsvorhaben in der Regel auf Kreditobligos von maximal 100 TEUR je Kreditnehmereinheit, sodass die Kreditrisiken in diesem Bereich breit diversifiziert werden. Darüber hinaus erfolgte im Bereich kleinteiliger Existenzgründerfinanzierungen 2014 die Einführung einer eigenen Produktvariante (GRENKE Starterdarlehen), die sich vom Grundsatz her an den Bedingungen der Förderkredite orientiert, jedoch keine Haftungsfreistellung durch Förderbanken beinhaltet.
Das Altportfolio, das insbesondere kleinteilige Beteiligungsfinanzierungen von Privatpersonen umfasst, wird plangemäß abgewickelt. Durch laufende Tilgungen und Kreditablösungen ist dieser Kreditportfolioanteil auf mittlerweile unter 0,2 Mio. EUR gesunken (Vorjahr: 0,5 Mio. EUR). Im Rahmen der Risikovorsorge für das Kreditgeschäft der GRENKE Bank werden je nach Höhe der Bonität oder der Bearbeitungsklasse Wertberichtigungen gebildet. Zusätzlich erfolgt eine Bewertung der im Einzelfall zu stellenden Sicherheit mit ihrem wahrscheinlichen Realisationswert. Der Aufwand der Risikovorsorge der GRENKE BANK AG für das klassische Kreditgeschäft beträgt zum Stichtag 1,8 Mio. EUR (Vorjahr: 1,3 Mio. EUR).
Factoringgeschäft
Auch das Factoringgeschäft konzentriert sich auf den Small-Ticket-Bereich. Die Factoringgesellschaften, welche in Deutschland und der Schweiz ansässig sind, bieten im Wesentlichen das sogenannte "offene Factoring" an. Hierbei besteht der Vorteil sowohl für die Gesellschaft als auch für den Factoringkunden darin, dass die Rechnungsempfänger (Debitoren) über die Abtretung bestehender Forderungen informiert werden und diese im Falle eines Zahlungsverzugs – stets in Abstimmung mit dem Kunden – direkt angesprochen werden können. Dies führt zum einen zu einer Entlastung der Factoringkunden, zum anderen schafft es Transparenz hinsichtlich des Monitorings der offenen Forderungen. Unter bestimmten Voraussetzungen werden auch Verträge in Form des stillen Factorings angeboten. Im Gegensatz zum offenen Factoring erfährt der Debitor nicht, dass die bestehende Forderung an die Factoringgesellschaft abgetreten wurde. Darüber hinaus wurde 2015 damit begonnen, Inkassodienstleistungen anzubieten.
Für rückständige Factoringforderungen werden angemessene Wertberichtigungen anhand von Prozentsätzen und Bearbeitungsklassen der Debitorenforderungen ermittelt. Die Ermittlung der Prozentsätze erfolgt mithilfe statistischer Verfahren und historischer Erfahrungswerte. Die Wertberichtigung im Factoringgeschäft beträgt zum Stichtag 0,8 Mio. EUR (Vorjahr: 0,7 Mio. EUR). Der Aufwand der Risikovorsorge für das Factoringgeschäft beträgt 0,2 Mio. EUR (Vorjahr: 0,2 Mio. EUR). Zu den selektierenden Hauptkriterien im Bereich Factoring zählen die Bonität, der durchschnittliche Jahresumsatz, die Branchenzugehörigkeit sowie der Debitorenstamm des potenziellen Factoringkunden. Dessen laufendes Monitoring ermöglicht eine risikoadjustierte Preisgestaltung. Im Rahmen der Kreditentscheidung erfolgt eine Bonitätsprüfung der Debitoren des Factoringkunden anhand der Daten externer Wirtschaftsauskunfteien, die durch Unterstützung des Credit-Centers der GRENKE AG ausgewertet werden. Zum größten Teil werden Verträge mit jeweils inländischen Debitoren abgewickelt. Innerhalb der Vertragslaufzeit erfolgt zudem auf Basis des Zahlungsverhaltens eine laufende Prüfung sowie Bewertung der Debitoren und Kunden.
Beteiligungsgeschäft
Im vierten Quartal 2015 wurde über die Tochtergesellschaft GRENKE BANK AG eine Beteiligung in Höhe von 25,01 Prozent an der Cash Payment Solution GmbH in Berlin eingegangen. Als Bestandteil der Adressenausfallrisiken werden Beteiligungsrisiken daher ebenfalls im Rahmen der Risikotragfähigkeit quantifiziert. Im Berichtsjahr wurde die Diversifikation des Konzerns mit einer strategischen Investition der GRENKE BANK AG in die Finanzchef24 GmbH verbreitert.
Finanzierung der Franchiseunternehmen
Die Franchiseunternehmen der GRENKE Gruppe treten an ihren jeweiligen Leasingmärkten als Leasinggeber auf. Auch sie bewegen sich grundsätzlich im Small-Ticket-Segment. Daneben bieten wir Factoring im Rahmen unseres Franchisemodells in Großbritannien, Irland, Polen und Ungarn an. Die von den Franchisenehmern kontrahierten Leasingverträge werden in der Regel überwiegend über den Konzern refinanziert. Teilweise schließen die Franchisenehmer Verträge auch im Rahmen eines Kommissionsmodells ab, sodass der Konzern direkt als Leasinggeber auftritt. Im Berichtsjahr traf dies ausschließlich auf unseren Franchisenehmer in Malta zu. Grundlage bildet der jeweilige zwischen dem Franchisenehmer und dem Konzern abgeschlossene Refinanzierungsrahmenvertrag. Soweit Refinanzierungen ausgereicht werden, werden diese entweder in Form von Darlehen oder als Forfaitierungen bereitgestellt. Grundsätzlich werden dabei die zukünftigen Leasingraten mit dem Refinanzierungszins diskontiert. Darüber hinaus dient die GRENKE AG als Garantiegeber für einzelne Franchisegesellschaften.
Marktpreisrisiken
Risikodefinition
Unter Marktpreisrisiken sind potenzielle Verluste zu verstehen, die sich aus der Unsicherheit über die zukünftige Entwicklung (Höhe und Volatilität) von Marktpreisen ergeben können. Solche Marktpreise sind hauptsächlich Zinsen und Devisenkurse. Marktpreisrisiken werden innerhalb des GRENKE Konzerns als wesentlich angesehen. Ziel ist es, Marktpreisrisiken ausschließlich in Verbindung mit dem operativen Geschäft einzugehen und auf ein entsprechendes Mindestmaß zu reduzieren. Preisschwankungen an den Finanzmärkten können sich signifikant auf Cashflow und Gewinn des Konzerns auswirken. Von besonderer Bedeutung sind Veränderungen auf den Zinsmärkten und bei bestimmten Währungen.
Im Rahmen unseres stetigen Risikomanagements und indem wir Zins- und Währungspositionen laufend überwachen, betreiben wir eine aktive Risikosteuerung. Neben risikobehafteten, marktsensitiven Positionen wie beispielsweise einer variabel verzinsten Anleihe oder einer Forderung in einer vom Euro abweichenden Währung spielen auch Sensitivitäten und Elastizitäten der jeweiligen Marktpreise eine entscheidende Rolle im Umgang mit Zins- und Wechselkursrisiken. Ziel ist es, die Sensitivität des Gewinns in Bezug auf die Abhängigkeit der Volatilität von Marktpreisen zu begrenzen. Das heißt, unter Berücksichtigung eines angemessenen Verhältnisses von Kosten und Nutzen von Sicherungsbeziehungen soll eine möglichst hohe Unabhängigkeit des Gewinns von der Entwicklung an den Zins- und Währungsmärkten erreicht werden.
Dabei werden für eine Risikoabschätzung über die Sensitivitätsanalyse folgende Parameter unterstellt:
- eine gleichzeitige, parallele Aufwertung bzw. Abwertung des Euro gegenüber den bedeutendsten Fremdwährungen um zehn Prozent
- eine Parallelverschiebung der Zinskurven um 100 Basispunkte (ein Prozentpunkt)
Die potenziellen wirtschaftlichen Auswirkungen aus diesen Analysen stellen Abschätzungen dar. Sie haben eine künstlich unterstellte Marktpreisveränderung zur Grundlage und basieren insbesondere auf Ceteris-paribus-Annahmen. Deshalb erfolgt das Betrachten der Verschiebung der Zinskurve losgelöst von etwaigen Verbundeffekten auf andere zinsinduzierte Marktentwicklungen. Die tatsächlichen Auswirkungen auf die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung können hiervon aufgrund der tatsächlich eingetretenen Entwicklung deutlich abweichen. Die wesentlichen Marktpreisrisiken bzw. die offenen Positionen aus dem Zins- und Währungsrisiko werden mindestens einmal monatlich mit dem zuständigen Vorstand im AK Marktpreisrisiko auf der Grundlage laufend erstellter Analysen erörtert. Risiken aus der Veränderung von Aktienkursen bzw. Rohstoffpreisen ist der Konzern nicht ausgesetzt, da Positionen weder in börsennotierten Aktien noch in Rohstoffen bzw. in daraus abgeleiteten Derivaten gehalten werden.# Derivate zur Absicherung
Der Konzern nutzt derivative Finanzinstrumente ausschließlich und immer nur dann, wenn die gewöhnliche Geschäftstätigkeit Risiken mit sich bringt, die durch den Einsatz geeigneter Derivate minimiert oder eliminiert werden können. Hier kommen ausschließlich Zinsswaps und Devisentermingeschäfte zum Einsatz. Jedem derivativen Kontrakt unterliegt ein wirtschaftliches Grundgeschäft mit einer entsprechend gegenläufigen Risikoposition. Vertragspartner sind nur Kreditinstitute mit einwandfreier Bonität. Deshalb und aufgrund der Diversifikation unserer Kontraktpartner spielt das Adressenausfallrisiko durch den Kontrahenten eine untergeordnete Rolle.
Zinsänderungsrisiken
Das Zinsänderungsrisiko resultiert für den Konzern in erster Linie aus der Sensitivität der zukünftigen Zinsaufwendungen aus Finanzschulden infolge von Veränderungen des Marktzinsniveaus. Die Finanzschulden bestehen hauptsächlich aus variabel verzinsten Schuldverschreibungen und ABCP-Programmen. Einzelheiten zu diesen Risiken sowie zum Management von Zins- und Währungsrisiken werden im Konzernanhang im Kapitel "7.3 Derivative Finanzinstrumente" dargestellt.
Maßgeblich für die Identifizierung einer offenen Risikoposition, die dann eine wirtschaftlich sinnvolle Absicherung durch den Einsatz derivativer Instrumente zur Folge hat, ist deren Sensitivität hinsichtlich des wirtschaftlichen Erfolgs. Das heißt, insgesamt sind wir bestrebt, ein Zinsergebnis zu erzielen, welches eine geringe Zinssensitivität aufweist.
Eine Veränderung von 100 Basispunkten (Bp) der Zinssätze im Berichtsjahr hätte das Eigenkapital und Jahresergebnis, jeweils vor Ertragsteuer, mit den unten aufgeführten Beträgen erhöht oder vermindert. Dabei ist das Absenken des Zinsniveaus für das Jahresergebnis auf null begrenzt. Es wird unterstellt, dass alle anderen Einflussfaktoren, vor allem Wechselkurse, konstant bleiben.
| Jahresergebnis vor Ertragsteuer | Eigenkapital vor Ertragsteuer | |
|---|---|---|
| +100 Bp | -100 Bp (bis max. 0,0 % Zinsniveau) | |
| 31. Dezember 2016 | ||
| Variabel verzinsliche Instrumente | -692 | 35 |
| Marktbewertung Zinsswaps | -- | -- |
| 31. Dezember 2015 | ||
| Variabel verzinsliche Instrumente | -1.278 | 26 |
| Marktbewertung Zinsswaps | -- | -- |
Die Emission von Anleihen und das Kontrahieren von Zinsswaps stellen Bestandteile der Umsetzung einer Finanzierungsstrategie dar, bei der die Liquiditätsbeschaffung und die Zinssicherung getrennt vorgenommen werden. Hierdurch gewinnen wir hohe Flexibilität bei der Optimierung unserer Refinanzierung. Die daraus gegebenenfalls resultierenden Risiken (variable Zinszahlungsströme) werden durch geeignete Zinsderivate abgesichert. Da für alle designierten Sicherungsgeschäfte eine nahezu 100-prozentige Effektivität nachgewiesen werden konnte, wurden die Marktwertänderungen der Zinsderivate als Sicherungsgeschäfte, bezogen auf den Clean Value (ohne Berücksichtigung von Stückzinsen), im Eigenkapital erfasst.
Im Rahmen der ABCP-Programme mit der Helaba (Opusalpha Purchaser II), der DZ BANK (CORAL), der Hypo-Vereinsbank/UniCredit Bank AG (Elektra) und mit der HSBC France (Regency) obliegen die Zinssicherung und damit die Zinsrisikosteuerung dem jeweiligen strukturierten Unternehmen bzw. dem GRENKE Konzern. Die ABCP-Transaktion dient hier ebenfalls als variabel verzinstes Grundgeschäft, und das Absichern der Zahlungsströme erfolgt grundsätzlich durch den Einsatz von Zinsswaps. Im Rahmen des ABCP-Programmes mit der SEB AB (Kebnekaise Funding Limited) werden Zins-Swaps für das Begrenzen des Zinsänderungsrisikos eingesetzt. Die GRENKE AG ist hier kein Counterpart im Swap.
Beim Kontrahieren der Zinsswaps stehen stets die Parameter des Grundgeschäfts, das durch die Finanzierung (Passiva) gegeben ist, im Mittelpunkt. Deshalb entspricht die Zinsterminologie der Swaps auf der variablen Seite weitestgehend exakt derjenigen des Grundgeschäfts. Weiterhin übersteigt das in den Swaps kontrahierte Volumen zu keinem Zeitpunkt das der gesicherten Finanzierung.
Die bestehenden wie auch die geplanten Refinanzierungstransaktionen werden aktiv in das Risikomanagement eingebunden und die diesbezüglichen Hedgebeziehungen im Rahmen einer stetigen Analyse quartalsweisen Effektivitätstests mittels einer nach IFRS zulässigen Methode unterzogen. Anhand eines Zins-Tools wertet der AK Marktpreisrisiken monatlich die offenen Zinspositionen gemäß der internen Definition aus und leitet Handlungsbedarf ab. Durch den Vorstand beschlossene Sicherungsgeschäfte werden daraufhin vom Team Refinanzierung getätigt.
Das Zinsrisiko wird im Rahmen der Risikotragfähigkeit quartalsweise auf Basis eines Value-at-Risk-(VaR-)Ansatzes quantifiziert. Dabei erfolgt grundsätzlich eine Gegenüberstellung der offenen variabel und fest verzinsten Aktiva sowie der entsprechenden Passiva. Die angenommene Elastizität der variabel verzinsten Positionen beträgt 1, da nahezu alle Referenzzinsen durch den 1- bis 3- bzw. 6-Monats-Euribor reflektiert und hinreichend abgebildet sind. Neben den Bilanzpositionen und ihrem planmäßigen Amortisationsverlauf fließen jeweils aktuelle Zinsstrukturkurven, Währungskurse und sämtliche derivativen Positionen ein. Das Ausmaß des Zinsänderungsrisikos wird anhand der veränderten Zinscashflows bei Basispunkteveränderungen zum Konfidenzniveau von 99,0 Prozent und einer Haltedauer von 240 Tagen ermittelt. Bei einem Risikohorizont von einem Jahr liegt die geschätzte maximale Verlusthöhe zum Konfidenzniveau von 99,0 Prozent (entspricht einem BP-Shift von 122 Bp) bei 458 TEUR.
Währungsrisiken
Aufgrund der breiten internationalen Ausrichtung seines Geschäfts ist der Konzern Währungsrisiken ausgesetzt. Um diese Risiken zu begrenzen oder auszuschalten, kommen Derivate zum Einsatz. Diese Derivate werden zum Stichtag bilanziell mit ihren Marktwerten unter den finanziellen Vermögenswerten bzw. unter den finanziellen Schulden erfasst.
Darüber hinaus refinanzieren wir in unseren großen Märkten, wie z. B. Großbritannien, das dort akquirierte Neugeschäft in der lokalen Landeswährung, wodurch Währungsrisiken nahezu ausgeschlossen werden können. So hatte auch der im Berichtsjahr per Referendum beschlossene Brexit keine wesentliche Auswirkung auf die Refinanzierung.
Zur Risikoberechnung der offenen Währungspositionen werden die fixen Cashflows in Fremdwährung betrachtet. Für jede Währungsposition wird der VaR zu verschiedenen Konfidenzniveaus berechnet. Als Basis dienen die historischen Änderungen der jeweiligen Währungskurse innerhalb von 20 Tagen im Zeitraum von zehn Jahren. Darüber hinaus werden verschiedene Extremszenarien simuliert. Die VaR-Berechnung ergibt bei einem Konfidenzniveau von 99,0 Prozent und einem Risikohorizont von einem Jahr ein geschätztes Währungsrisiko über die verschiedenen Devisen von 1.653 TEUR.
Währungsrisiken bestehen derzeit im Bereich der Finanzierung für Konzerngesellschaften oder Franchisenehmer, die außerhalb der Eurozone agieren. Das Hedging offener Fremdwährungscashflows erfolgt auf Basis intern definierter Absicherungsgrenzen, die ab einem Bestand zum Tageskurs in Höhe von umgerechnet 500 TEUR pro Währung greifen. In Rumänien, Dänemark, Kanada, den Vereinigten Arabischen Emiraten, Großbritannien, Schweden, der Tschechischen Republik sowie in der Türkei und Ungarn wurde dieser Betrag zum ersten Mal überschritten. Nichtsdestotrotz ist der Wechselkurs für in kanadischen Dollar, Vereinigte-Arabische-Emirate-Dirham, Britischen Pfund, ungarischen Forint, rumänischen LEU, Singapur-Dollar und türkischen Lira sowie Dänischen, Schwedischen und Tschechischen Kronen bereitgestellte Finanzierungen für den Bestand der Leasingforderungen der jeweiligen Tochter- und Franchisegesellschaften überwiegend bekannt und fest kontrahiert. Es bestehen allerdings weiterhin Risiken für die jeweils offenen Tranchen.
Die Schweiz, Brasilien, Chile, Polen und Kroatien sind in der Leasingrefinanzierung nur in sehr begrenztem Umfang von Währungsrisiken betroffen, da dort Vereinbarungen zur Leasingrefinanzierung in Landeswährung bestehen. Ferner werden Zahlungsströme im Rahmen eines wirtschaftlichen Hedgings abgesichert.
Insgesamt ergeben sich Risiken durch Währungsschwankungen aus den finanziellen Vermögenswerten bzw. Forderungen und schwebenden Geschäften in Fremdwährung sowie der Fremdwährungsumrechnung des Jahresabschlusses von Konzerngesellschaften. Der Einsatz von Derivaten - im Fremdwährungsbereich kommen ausschließlich Devisentermingeschäfte zum Einsatz - wirkt der Marktsensitivität der Grundgeschäfte, das heißt den Cashflows aus den finanziellen Vermögenswerten bzw. Forderungen, entgegen. Im Idealfall stellt sich eine nahezu perfekte Kompensation ein. Auf die Bilanzierung von Sicherungsgeschäften (Hedge-Accounting) wird im Währungsbereich bis auf Weiteres verzichtet.
Fremdwährungssensitivitätsanalyse
Nach Einschätzung des Managements ist der Konzern hauptsächlich dem Wechselkursrisiko des Britischen Pfunds (GBP), des Ungarischen Forint (HUF) dem Schweizer Franken (CHF) sowie der Dänischen Krone (DKK) ausgesetzt. Die Auswirkungen auf das Jahresergebnis vor Ertragsteuern ergeben sich aufgrund der Änderungen von beizulegenden Zeitwerten der monetären Vermögenswerte und Schulden einschließlich nicht als Sicherungsgeschäfte designierten Fremdwährungsderivaten sowie aus tatsächlichen Zahlungsströmen, die im Berichtszeitraum ganz oder teilweise ergebniswirksam erfasst wurden und im Rahmen der Konsolidierung in Euro umzurechnen waren unter der Bedingung, dass alle anderen Einflussfaktoren, vor allem die Zinssätze, konstant bleiben. Eine direkte Auswirkung auf das Eigenkapital ergibt sich nicht. Dies ist damit begründet, dass Fremdwährungsderivate nicht als Sicherungsgeschäft bilanziert werden. Die Einflüsse der prognostizierten Verkaufs- und Erwerbsgeschäfte werden außer Acht gelassen.
Die folgende Tabelle zeigt aus Konzernsicht die Sensitivität einer 10-prozentigen Aufwertung oder Abwertung des Euros gegenüber den jeweiligen anderen Währungen zum 31.# Risiken und Chancen
Liquiditätsrisiken
Dem Risiko von Währungsschwankungen, die sich aus der Neubewertung von Vermögenswerten und Schulden in Fremdwährung zum 31. Dezember bzw. während der Berichtsperiode und deren Auswirkung auf das Jahresergebnis vor Ertragsteuer ergeben, ist im Wesentlichen eine geringe Relevanz für den Konzern zuzumessen. Dies ist im Wesentlichen auf die Tatsache zurückzuführen, dass die Höhe der liquiden Mittel in Fremdwährung sowie deren potenzielle Auf- und Abwertungen gering waren. Die Berücksichtigung von Währungseffekten hat somit nur einen geringen Einfluss auf das Jahresergebnis.
| 2016 | 2015 | |||
|---|---|---|---|---|
| TEUR | Aufwertung | Abwertung | Aufwertung | Abwertung |
| GBP | -1.054 | 1.060 | -1.043 | 1.051 |
| HUF | -445 | 447 | -612 | 613 |
| CHF | -362 | 362 | -322 | 322 |
| DKK | -287 | 317 | -288 | 287 |
Liquiditätsrisiken
Hinsichtlich der Liquiditätsrisiken verweisen wir zusätzlich auf die Übersicht der erwarteten Mittelabflüsse aus vertraglichen Verpflichtungen im Kapitel zur Vermögenslage des Konzerns.
Risikodefinition
Unter Liquiditätsrisiken sind potenzielle Verluste zu verstehen, die dadurch entstehen können, dass liquide Geldmittel fehlen oder nur teurer als erwartet zu beschaffen sind, um Zahlungsverpflichtungen bei Fälligkeit zu erfüllen. Liquiditätsrisiken werden in der Gruppe als wesentlich erachtet, aber aufgrund ausreichender Steuerungsmaßnahmen durch die vorhandenen Systeme und Methoden gut beherrscht.
Liquiditätssteuerung
Die Zahlungsfähigkeit des Unternehmens wird zu jedem Zeitpunkt durch die ausreichende Vorhaltung von Liquiditätslinien gewährleistet. Im Wesentlichen wird sie durch vorgehaltene Liquidität, zugesagte Kreditlinien und bewährte, am Markt etablierte Geld- und Kapitalmarktprogramme abgedeckt. Emissionen unter den bestehenden Geld- und Kapitalmarktprogrammen erfolgen ausschließlich auf liquiden Märkten und Währungen.
Die Finanzierungsbedingungen haben sich im Berichtsjahr weiterhin freundlich entwickelt. Die Liquiditätssteuerung basiert auf den drei Säulen Geld- und Kapitalmarktprogramme, Forderungsverkauf und Finanzierungen über die GRENKE Bank. Dank dieser breit diversifizierten Refinanzierungsstruktur waren wir jederzeit in der Lage, ausreichend Liquidität für den Konzern und das weltweite Geschäft zu beschaffen. Eine Herabstufung des Unternehmensratings durch Standard & Poor's oder GBB könnte die Refinanzierung von außen beeinträchtigen.
Das Marktliquiditätsrisiko spielt lediglich eine untergeordnete Rolle, da keine handelbaren Vermögensgegenstände vorgehalten werden.
Kurzfristige Liquidität
Das Management des Liquiditätsrisikos umfasst die tägliche Steuerung der Zahlungsein- und -ausgänge. Für das kurzfristige Reporting wird jeweils am ersten Arbeitstag einer Kalenderwoche eine Liquiditätsübersicht erstellt und auf Vorstandsebene behandelt. Hierin sind alle relevanten Informationen zu den kurzfristigen Cash-Entwicklungen der nächsten Wochen enthalten.
Die wöchentliche Liquiditätsübersicht liefert den aktuellen Liquiditätsstatus des Konzerns. Hierbei liegt der Fokus auf den Zahlungsströmen aus dem Leasinggeschäft. Ferner werden auch Löhne und Steuern berücksichtigt. Das Reporting unterscheidet drei Liquiditätsstufen:
- Liquidität 1 (Barliquidität): Auf allen Konten befindliches Geld zuzüglich der Überziehungsrahmen bei Banken sowie aller "unmittelbar" (Zeithorizont etwa eine Woche) fließenden Gelder.
- Liquidität 2: Liquidität 1 zuzüglich der bis auf Einmonatssicht fälligen bzw. eingehenden Gelder. Außerdem zählen die Vermögenswerte dazu, die derzeit gebunden sind, sich aber in diesem Zeithorizont ohne signifikante Wertverluste monetarisieren lassen.
- Liquidität 3: Liquidität 2 zuzüglich der nicht bis auf Einmonatssicht fälligen bzw. eingehenden Gelder. Außerdem zählen die Vermögenswerte dazu, die derzeit gebunden sind und mehr als einen Monat benötigen, um sich ohne signifikante Wertverluste monetarisieren zu lassen.
| TEUR | 31.12.2016 | 31.12.2015 |
|---|---|---|
| Liquidität 1 (Barliquidität) | 240.783 | 164.242 |
| Liquidität 2 (bis 4 Wochen) | 360.711 | 293.108 |
| Liquidität 3 (größer 4 Wochen) | 535.210 | 490.145 |
Zudem erfolgt die Steuerung der kurzfristigen Liquidität im Rahmen der seit 1. Oktober 2015 verbindlich einzuhaltenden Liquidity Coverage Ratio (LCR). Die LCR betrug zum Stichtag 31. Dezember 2016 101,07 Prozent. Die Mindestquote in Höhe von 70 Prozent im Jahr 2016 wurde seit der Pflicht zur Einhaltung einer Mindestquote jederzeit eingehalten. 2017 steigt die Mindestquote auf 80 Prozent, im Jahr 2018 wird sie auf 100 Prozent steigen.
Die wesentlichen Refinanzierungsquellen zur Sicherung der kurzfristigen Zahlungsfähigkeit stellen vorgehaltene Liquidität, EUR- und CHF-Geldhandel, Revolving Credit Facilities in EUR und CHF sowie Kontokorrentkreditlinien dar. Diese kurzfristigen Refinanzierungslinien sind teilweise fest zugesagt und unterliegen in Bezug auf die Referenzzinssätze EONIA bzw. EURIBOR/LIBOR lediglich geringen Marktschwankungen. Zusätzlich sehen die genutzten Refinanzierungsverträge keine ordentlichen vorzeitigen Kündigungsrechte vor. Die Laufzeit für Geldhandel und Kontokorrentkreditlinien ist unbefristet, während die Laufzeit für Revolving Credit Facilities 364 Tage beträgt.
Zur Überbrückung von kurzfristigen Liquiditätsengpässen stehen vertraglich zugesagte Revolving-Credit-Facility-Verträge mit verschiedenen Banken in Höhe von 150,00 Mio. EUR, 10 Mio. CHF und 50 Mio. PLN zur Verfügung.
Mittel- und langfristige Liquidität
Über das kurzfristige Steuern der Liquidität und das wöchentliche Reporting hinaus wird monatlich eine statische Liquiditätsplanung erstellt. Mindestens einmal im Quartal wird eine dynamische Liquiditätsplanung erstellt, deren Cash-Planung darauf abzielt, den Liquiditätsstatus für die nächsten Perioden abzubilden. Die verdichtete Darstellung erfolgt hierbei auf Quartalsebene. Da die Duration der Aktivseite im Portfolio ungefähr diesem Zeitraum entspricht, ist das eine bedeutende Kennzahl zur Steuerung des Gesamtkonzerns im Hinblick auf dessen Liquidität.
LIQUIDITÄTSVERLAUF PER 31. DEZEMBER 2016
in Mio. EUR
Im laufenden Geschäftsjahr 2017 werden Schuldverschreibungen in Form von Anleihen und Schuldscheindarlehen in Höhe von 364,2 Mio. EUR und 37,0 Mio. CHF fällig. Die Refinanzierung dieser Schuldverschreibungen kann zum Fälligkeitszeitpunkt einem Refinanzierungsrisiko unterliegen. Wir erwarten jedoch, dass sich dieses Refinanzierungsrisiko aufgrund unserer diversifizierten Refinanzierungsinstrumente, ausreichender Steuerungsmaßnahmen und guter Erfahrung auf den Kapitalmärkten im Jahr 2016 in engen Grenzen hält.
Als relevante Messgröße zur Steuerung der Fristigkeiten neuer Refinanzierungen und der Liquiditätsstruktur wird auf Monatsbasis die Duration für die Aktiv- und Passivseite berechnet. Zum Stichtag 31. Dezember 2016 ergab sich eine Duration für die Aktivseite von 20 Monaten (Vorjahr: 20 Monate) und für die Passivseite von 25 Monaten (Vorjahr: 22 Monate). Auf Basis dieser Daten kann durch geeignete Maßnahmen das Risiko von Fristentransformationen reduziert werden.
Grundsätzlich refinanzieren wir uns unabhängig von einzelnen Bankinstituten und verfügen zudem über einen direkten Zugang zu verschiedenen Refinanzierungsalternativen auf den Fremdkapitalmärkten. Damit sind wir in der Lage, beim Strukturieren unserer Passivseite auf breite Diversifikation zu setzen und mit mehreren Bankenpartnern zusammenzuarbeiten.
Unser Spektrum an Refinanzierungsinstrumenten ist sehr breit gefasst. Es beinhaltet zunächst klassische Bankfinanzierungen, revolvierende Darlehensfazilitäten und ABCP-Programme. Diese Finanzierungen sind jeweils für einen definierten Zeitraum fest zugesagt, sodass hier im Rahmen der jeweiligen Konditionen und Laufzeiten Risiken bezüglich ihrer Verfügbarkeit nicht bestehen.
Bei ABCP-Programmen handelt es sich um Finanzierungen, die auf definierten zugrunde liegenden Aktiva, also Leasingforderungen, basieren. Diese können wir derzeit zur Refinanzierung unseres Geschäfts in Deutschland, Frankreich und Österreich nutzen. Darüber hinaus verfügen wir für Brasilien, Chile, Deutschland, Großbritannien, Polen und die Schweiz über klassische Bankenfinanzierungen, die in der Regel ebenfalls eine solche assetbasierte Struktur aufweisen.
Wir nutzen aber auch Refinanzierungsinstrumente, die nicht assetbasiert sind und daher nach unserem Ermessen und gemäß unserer Geschäftsentwicklung eingesetzt werden. So haben wir mit dem Debt-Issuance-Programm (DIP) einen direkten Kapitalmarktzugang. Zusätzlich verfügen wir schon seit 2011 über eine Plattform zur Emission von Commercial Paper (CP). Sie ist mit einem Höchstvolumen von 500 Mio. EUR ausgestattet und kann mit Laufzeiten zwischen einem und 364 Tagen begeben werden. Damit eröffnet uns die CP-Plattform unterjährige Refinanzierungsalternativen, während die Anleihen des DIP Laufzeiten ab einem Jahr aufweisen. Darüber hinaus nutzen wir die Möglichkeiten der Finanzierung über das Einlagengeschäft der GRENKE BANK AG. Sie bietet Anlagemöglichkeiten für gewerbliche und private Kunden. Mit diesem breit gefächerten Instrumentarium können wir aus den zur Verfügung stehenden Alternativen die im Rahmen der jeweiligen Verfassung der Kapitalmärkte attraktivsten Finanzierungskanäle nutzen.
Vor dem Hintergrund der auch weiterhin nicht völlig entschärften europäischen Staatsschuldenkrise bleiben die Finanzmärkte vor allem bei Anleihen mittlerer bis längerer Laufzeiten hohen Risiken ausgesetzt. Dies gilt insbesondere für die deutschen Langfristzinsen, die sich auf historisch extrem niedrigem Niveau befinden. Hinzu kommen aktuell erhöhte Zinsänderungsrisiken aus der Ankündigung der US-Notenbank, die kurzfristigen Zinssätze in den USA im Jahresverlauf 2017 weiter anheben zu wollen. Auswirkungen auf die Zinsen in Europa sind trotz der hier nur in geringem Maße verbesserten Wirtschaftslage nicht auszuschließen. Allerdings betreiben die Nationalbanken weltweit weiterhin eine umfassende Liquiditätsversorgung der Märkte. Auf weitere Sicht ist davon auszugehen, dass diese Politik zumindest in Europa - die bisherigen zins- und geldpolitischen Signale der Europäischen Zentralbank deuten unverändert auf anhaltend niedrige Kurzfristzinsen hin - grundsätzlich beibehalten wird.
Die sehr niedrigen Renditen von Staatspapieren und die gleichzeitige Verschlechterung der Bonität vieler staatlicher Schuldner haben Anleger dazu veranlasst, nach Alternativen zu suchen.# Operationelle Risiken
Risikodefinition
Unter operationellen Risiken sind potenzielle Verluste zu verstehen, die sich aus der Unangemessenheit oder dem Versagen von internen Prozessen, Strukturen, menschlichen Fehlhandlungen und technischem Versagen oder infolge extern getriebener Ereignisse (z. B. elementare Gefährdungen, höhere Gewalt, vorsätzliche Handlungen) ergeben können. Reputationsrisiken fallen nach der internen Definition nicht darunter.
Operationelle Risiken werden innerhalb des GRENKE Konzerns als wesentlich erachtet. Die Risiken werden auf Basis des Basisindikatoransatzes nach CRR im Rahmen der Risikotragfähigkeit quantifiziert und über die Einzelerfassung in der Risikoumfrage überwacht und gesteuert.
Risikoumfrage
Mindestens jährlich wird über das intranetbasierte Risikomanagement-Tool des Konzerns eine Umfrage unter anderem zu den operationellen Risiken durchgeführt. Hierbei werden Mitarbeiter aus allen Bereichen deren Risiken befragt. Die Ergebnisse der Risikoumfrage werden zur Wesentlichkeitseinschätzung der Risiken des Unternehmens im Rahmen des Risikostrategieprozesses herangezogen. Die Gesamtergebnisse der Risikobereiche Recht und Steuern, IT, Internationalisierung und Franchise, Administration, Personal, Vertrieb und Marketing sowie Verwertung werden anhand des durchschnittlich geschätzten Schadens und der genannten Eintrittserwartung evaluiert und dementsprechend drei Risikoklassen zugeordnet. Die relevantesten Risiken werden im AK Risk analysiert. In 2016 gehörten Risiken aus dem Altportfolio, Risiken aus der Kommunikation gegenüber dem Kapitalmarkt und Risiken durch Expansion zu den am höchsten bewerteten Einzelrisiken. Auf Einzelrisikoebene werden Steuerungsmaßnahmen definiert. Darüber hinaus gab es im Berichtszeitraum keine operationellen Schäden, welche über der Schwelle von 2 Mio. EUR lagen. Der größte Teil der Schäden ist in die Kategorie des Externen Betrugs einzuordnen. Sofern einzelne Schadenshöhen nicht exakt zu bestimmen sind, beruhen die Werte auf Schätzungen.
Die Quantifizierung der operationellen Risiken für die Unternehmenssteuerung erfolgt im Rahmen der Risikotragfähigkeitsrechnung unter Verwendung des Basisindikatoransatzes gemäß Art. 315 CRR. Das geschätzte Risiko inklusive Wachstumsannahme betrug hier per 31. Dezember 2016 48.510 TEUR (Vorjahr: 37.740 TEUR).
Zertifizierung des Qualitätsmanagements
Die TÜV SÜD Management Service GmbH erteilte der GRENKE AG bereits 1998 das Zertifikat nach DIN EN ISO 9001:1994. Das Qualitätsmanagement wurde 2010 von der TÜV-Zertifizierungsstelle, der TÜV SÜD Management Service GmbH, nach der neuen Norm DIN EN ISO 9001:2008 geprüft und zertifiziert. Neben den Standorten in Deutschland, der GRENKEFACTORING GmbH (Deutschland) und der für die Verwertungen zuständigen Grenke Investitionen Verwaltungs KGaA sind auch die Tochtergesellschaften in Österreich, Frankreich, den Niederlanden, der Schweiz, Spanien, Italien, Türkei, Rumänien, Ungarn, Portugal, Finnland, der Slowakischen Republik, Luxemburg, Irland, die GRENKEFACTORING AG Schweiz, die GC Leasing d.o.o., Slowenien, dem Vereinigten Königreich sowie die Franchisenehmer GC Locação de Equipamentos LTDA Brasil, GF Faktor Zrt Hungary, GC Renting LtD Malta sowie GC Leasing Middle East FZCO Dubai zertifiziert.
Die TÜV SÜD Management Service GmbH hat das Qualitätsmanagementsystem der GRENKE AG (einschließlich der vorgenannten Tochtergesellschaften und Franchisepartner) zuletzt erneut einem Audit unterzogen und ihr mit Wirkung vom 25. Oktober 2016 zertifiziert, dass es die Forderungen der neuen Norm ISO 9001:2015 erfüllt. Das Zertifikat ist bis zum 24. Oktober 2019 gültig. Die Wirksamkeit des Managementsystems wird in regelmäßigen Abständen vom Vorstand bewertet. Eventuell erforderliche Korrekturmaßnahmen werden zeitnah veranlasst.
Die Original-Leasingverträge, die noch in Papierform geschlossen werden, werden in feuersicheren Schränken bzw. Tresoren aufbewahrt. Alle elektronisch geschlossenen Leasingverträge sowie gescannte Papierdokumente werden in einem revisionssicheren Archiv langzeitarchiviert. Das digitale Archiv wird redundant in zwei Rechenzentren gespeichert, womit für den Fall eines Elementarschadens hinreichend Vorsorge getroffen wurde.
Die Vertragsdaten werden über spezielle, IT-gestützte Systeme gespeichert und verarbeitet. IT spielt beim Abwickeln und Verwalten unseres Leasinggeschäfts eine wichtige Rolle. Daher werden die Organisation und die Abläufe der IT wiederkehrenden internen Prüfungen unterzogen.
Geschäftsprozess- und IT-Risikomanagement
Sämtliche Kerngeschäfts-, Management- und Supportprozesse sind an der Geschäftsstrategie ausgerichtet, in hohem Maße standardisiert und digitalisiert und werden im Zuge der Erneuerung von Legacy-Systemen stetig mit dem Ziel der Vereinfachung und Beschleunigung weiterentwickelt. Voraussetzung dafür ist eine technologisch moderne und in hohem Maße flexible Daten- und Softwaresystemarchitektur, deren Veränderung (Change Management) inhaltlich und methodisch systematisch dokumentiert wird und regelmäßigen internen Prüfungen unterliegt. Eine hohe betriebliche Stabilität erreichen wir durch fortgesetzte Modernisierung der Infrastruktur, basierend auf einer vollständig redundanten Rechenzentrumsarchitektur und der einhundertprozentigen Virtualisierung von Servern, Speichern und Netzwerk. Das IT-Risikomanagement umfasst eine vollständige Risikotransparenz über alle Funktionsbereiche der IT, das heißt Organisation, Prozesse, Anwendungen, Infrastrukturbetrieb inklusive IT-Sicherheit, Projekten und Compliance.
Business Continuity Management
Der Konzern hat ein Business Continuity Management etabliert. Die Maßnahmen bei Eintritt eines Notfalls und alle dazu erforderlichen Informationen sind schriftlich dokumentiert. Sie umfassen auch Geschäftsfortführungs- und Wiederanlaufpläne. Ziel ist es, das Ausmaß möglicher Schäden zu reduzieren. Ein Krisenstab, bestehend aus einem Leiter und seinem Team, fungiert als zentrales Krisenreaktionsinstrument. Die Aufgaben des Krisenstabs sind in die Bereiche Lagebeurteilung, Koordination von Maßnahmen, Kommunikation mit Beteiligten, Aktivieren von Maßnahmen zum Wiederanlauf der Prozesse und Wiederherstellen der betrieblichen Kontinuität unterteilt. Um die Angemessenheit, Effizienz und Aktualität der Notfallvorsorgeplanung und der Notfall- und Krisenbewältigung sicherzustellen, werden die Vorsorgemaßnahmen, die organisatorischen Strukturen und Prozesse mindestens einmal jährlich überprüft.
IKS und Risikomanagementsystem bezogen auf den Konzernrechnungslegungsprozess
Das interne Kontroll- und Risikomanagementsystem (IKS) stellt die Gesamtheit der vom Management im Unternehmen eingeführten Grundsätze, Verfahren und Maßnahmen dar, die auf die organisatorische Umsetzung der Entscheidungen des Managements gerichtet sind:
- Sicherung der Wirksamkeit und Wirtschaftlichkeit der Geschäftstätigkeit inklusive des Schutzes des Vermögens sowie der Verhinderung und Aufdeckung von Vermögensschädigungen
- Ordnungsmäßigkeit und Verlässlichkeit der internen und externen Rechnungslegung
- Einhaltung der für das Unternehmen maßgeblichen rechtlichen Vorschriften
Der Vorstand trägt die Gesamtverantwortung für den Rechnungslegungsprozess der Gesellschaft und des Konzerns. Über eine fest definierte Führungs- und Berichtsorganisation sind alle in den Jahresabschluss und den Konzernabschluss einbezogenen Gesellschaften eingebunden. Dabei sind Konzernrechnungslegung und Konsolidierung zentral organisiert. Buchungsvorgänge der einzelnen Länder werden entsprechend verbindlichen Ablaufplänen zur Generierung der qualitativen und quantitativen Angaben von zuständigen Sachbearbeitern zentral erfasst und bearbeitet. Es gilt das Vieraugenprinzip.
Die Grundsätze, die Aufbau- und Ablauforganisation sowie die Prozesse des rechnungslegungsbezogenen IKS sind schriftlich niedergelegt und werden kontinuierlich weiterentwickelt. Die für den Konzernrechnungslegungsprozess verwendeten elektronischen Systeme und die erforderliche IT-Infrastruktur werden regelmäßig hinsichtlich der gebotenen Sicherheitsanforderungen von der Internen Revision überprüft. Gleiches gilt für die Weiterentwicklung und Sicherstellung der Wirksamkeit der Systeme und Prozesse des Konzernrechnungslegungsprozesses, insbesondere hinsichtlich neuer Produkte, Sachverhalte und veränderter rechtlicher Regelungen. Hierzu werden bei Bedarf auch externe Berater hinzugezogen.
Zur Sicherstellung der Qualität der Rechnungslegung im Konzern werden die damit befassten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter regelmäßig bedarfsorientiert geschult. Im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess und den Konzernrechnungslegungsprozess erachten wir solche Merkmale des IKS als wesentlich, die die Bilanzierung und die Gesamtaussage des Abschlusses einschließlich Lagebericht maßgeblich beeinflussen können.# Risikobericht
Dies sind insbesondere die folgenden Elemente:
* Identifikation der wesentlichen Risikofelder und Kontrollbereiche mit Relevanz für den Rechnungslegungsprozess
* Kontrollen zur Überwachung des Rechnungslegungsprozesses und dessen Ergebnisse auf Ebene des Vorstands sowie auf Ebene der in den Abschluss einbezogenen Gesellschaften
* Präventive Kontrollmaßnahmen im Finanz- und Rechnungswesen sowie in operativen, leistungswirtschaftlichen Unternehmensprozessen, die wesentliche Informationen für die Aufstellung des Abschlusses einschließlich des Lageberichts generieren, inklusive einer Funktionstrennung und vordefinierter Genehmigungsprozesse in relevanten Bereichen
* Maßnahmen, die die ordnungsgemäße, IT-gestützte Verarbeitung von rechnungslegungsbezogenen Sachverhalten und Daten sicherstellen
* Etablierung eines internen Revisionssystems zur Überwachung des rechnungslegungsbezogenen IKS
Der Konzern hat darüber hinaus in Bezug auf den konzernweiten Rechnungslegungsprozess ein Risikomanagementsystem implementiert, das Maßnahmen zur Identifizierung und Bewertung von wesentlichen Risiken sowie entsprechende risikobegrenzende Maßnahmen enthält, um die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses sicherzustellen. In dieses System ist auch der Rechnungslegungsprozess der Gesellschaft in vollem Umfang eingebunden. Damit gewährleistet das eingerichtete Risikomanagementsystem hinsichtlich des Rechnungslegungsprozesses von Gesellschaft und Konzern die Erstellung zutreffender und verlässlicher Informationen für die Öffentlichkeit.
Risikoberichterstattung über die Verwendung von Finanzinstrumenten
Zu den Zielen und Managementmethoden hinsichtlich der Verwendung von Finanzinstrumenten sowie den einzelnen Risikoarten, die mit solchen Instrumenten behandelt werden, wird auf das Kapitel "Derivate zur Absicherung" sowie auf die Ausführungen zum Management der Zins- und Währungsrisiken in diesem Risikobericht verwiesen. Andere Finanzinstrumente als die dort erwähnten werden nicht eingesetzt.
Angaben zu den Eigenmitteln
Die Summe der Eigenmittel nach Artikel 25 ff. CRR betrug zum Bilanzstichtag des Berichtsjahres 449 Mio. EUR (Vorjahr: 374 Mio. EUR). Im Dezember 2016 wurde die 2015 emittierte Hybridanleihe (30 Mio. EUR) um 20 Mio. EUR aufgestockt. Diese Anleihe wird dem zusätzlichen Kernkapital zugerechnet. Ergänzungskapital besteht nicht.
Zusammensetzung des Kernkapitals vor Feststellung
| TEUR | 31.12.2016 | 31.12.2015 | |
|---|---|---|---|
| Eingezahlte Kapitalinstrumente | 18.881 | 18.859 | |
| Agio | 119.043 | 116.491 | |
| Einbehaltene Gewinne | 348.215 | 288.780 | |
| Sonstiges Ergebnis | 1.147 | -- | |
| Abzugsposten vom Kernkapital | -91.991 | -85.928 | |
| Übergangsbestimmungen nach Artikel 478 CRR | 3.410 | 5.923 | |
| Summe des harten Kernkapitals nach Artikel 26 CRR | 398.704 | 344.125 | |
| Summe des zusätzlichen Kernkapitals nach Artikel 51 CRR | 50.597 | 30.000 | |
| Summe des Ergänzungskapitals nach Artikel 62 CRR | -- | -- | |
| Summe der Eigenmittel nach Artikel 25 ff. CRR | 449.301 | 374.125 |
Relevante Risikopositionen
| TEUR | 31.12.2016 | 31.12.2015 | |
|---|---|---|---|
| Eigenmittelanforderungen Kreditrisiko gegenüber Zentralstaaten oder Zentralbanken | -- | -- | |
| Eigenmittelanforderungen Kreditrisiko gegenüber regionalen/lokalen Gebietskörperschaften | -- | -- | |
| Eigenmittelanforderungen Kreditrisiko gegenüber Instituten/Unternehmen mit kurzfr. Rating | 4.452 | 5.017 | |
| Eigenmittelanforderungen Kreditrisiko gegenüber Unternehmen | 124.517 | 106.503 | |
| Eigenmittelanforderungen Kreditrisiko aus dem Mengengeschäft | 75.450 | 65.430 | |
| Eigenmittelanforderungen Kreditrisiko aus sonstigen Positionen | 5.617 | 5.008 | |
| Eigenmittelanforderungen Kreditrisiko aus Beteiligungen | 976 | 644 | |
| Eigenmittelanforderungen Kreditrisiko aus ausgefallenen Positionen | 7.534 | 7.445 | |
| Summe Eigenmittelanforderungen Kreditrisiko | 218.546 | 190.047 | |
| Summe Eigenmittelanforderungen Marktrisiko | 23.174 | 16.261 | |
| Summe Eigenmittelanforderungen operationelle Risiken | 39.971 | 32.380 | |
| Summe Eigenmittelanforderungen Anpassungen der Kreditbewertung | 256 | 251 | |
| Eigenmittelanforderungen insgesamt | 281.947 | 238.939 |
Die Eigenmittel des Konzerns (regulatorisches Eigenkapital) setzen sich aus dem eingezahlten Kapital, dem Agio, den einbehaltenen Gewinnen der vergangenen Geschäftsjahre, dem sonstigen kumulierten Ergebnis sowie anrechenbaren Positionen des zusätzlichen Kernkapitals zusammen. Abzugspositionen, die vornehmlich aus den zuletzt festgestellten immateriellen Vermögenswerten und Firmenwerten bestehen, sowie Übergangsbestimmungen nach Art. 478 CRR werden entsprechend berücksichtigt.
Durch die Tatsache, dass die GRENKE AG im Sinne des § 10 a KWG übergeordnetes Unternehmen einer Institutsgruppe ist, hat sie dafür Sorge zu tragen, dass der Konzern regelmäßig die Vorgaben nach der Capital Requirement Regulation (CRR) einhält. Nach den Vorgaben des Artikels 92 Abs. 1 CRR in Verbindung mit § 10 a KWG ermittelt die GRENKE AG unter anderem die Gesamtkapitalkennziffer des Konzerns auf den Grundlagen des IFRS-Abschlusses.
Zusammenfassende Betrachtung
Das kontrollierte Eingehen von Risiken stellt für den GRENKE Konzern einen maßgeblichen Teil des Geschäftsmodells dar. Zur Steuerung der Risiken wurde ein umfassendes System zur Risikoidentifikation, -quantifizierung, -kontrolle und -steuerung implementiert. Das System erfüllt die aufsichtsrechtlichen und sonstigen gesetzlichen Anforderungen. Es ist angemessen und geeignet, wesentliche Risiken frühzeitig zu erkennen, befindet sich auf hohem Niveau und wird fortlaufend weiterentwickelt. Für identifizierte Adress-, Marktpreis-, Liquiditäts- und operationelle Risiken aus dem Leasing-, Bank-, Factoring- und Beteiligungsgeschäft ist ausreichend Vorsorge getroffen. Die dazu im Konzernabschluss berücksichtigten Abschreibungen, Wertberichtigungen und Rückstellungen wurden unter Anwendung objektiver Hinweise in angemessener Höhe gebildet.
Die Risikotragfähigkeit war im Berichtsjahr durchweg gegeben. Innerhalb des GRENKE Konzerns übersteigt das Gesamtobligo bei keinem einzelnen Leasingnehmer die Ein-Prozent-Marke des Konzern-Eigenkapitals. Die aufsichtsrechtliche Mindestkapitalquote muss nach aufsichtsrechtlichen Standards zum Berichtsstichtag 9,3 Prozent betragen. Die Gesamtkapitalquote des Konzerns lag im Jahresverlauf regelmäßig über zwölf Prozent. Zum Stichtag weist der Konzern eine Gesamtkapitalquote von 12,75 Prozent (Vorjahr: 12,53 Prozent) aus. Sie liegt damit deutlich über der von der Institutsgruppe geforderten Eigenmittelausstattung und bietet genügend Spielraum für ihre geplante Weiterentwicklung. Hinsichtlich der künftigen Entwicklung von Konzern und Gesellschaft sowie ihrer Tochtergesellschaften sind besondere, über das normale Maß hinausgehende und mit dem Geschäft verbundene Risiken nicht zu erkennen. Die Risikodeckungsmasse reicht aus, um zukünftig geplante Geschäftsaktivitäten abzubilden.
Prognosebericht
Geschäftsverlauf und künftige Ausrichtung
Neugeschäftsentwicklung der GRENKE Gruppe
Hinsichtlich des Wachstums unseres Neugeschäftsvolumens sind wir angesichts unserer Wettbewerbsstärke und unserer hervorragenden Positionierung optimistisch: In unserem Leasinggeschäft (GRENKE Gruppe Leasing) rechnen wir - bei einem weiterhin hohen Wachstum in unseren drei bedeutsamsten Märkten Deutschland, Frankreich und Italien - mit einem Neugeschäftswachstum zwischen elf und 16 Prozent. Beim Neugeschäft der GRENKE Gruppe Factoring erwarten wir einen Anstieg zwischen zwölf und 20 Prozent. Insgesamt sind wir zuversichtlich, unser Neugeschäft über unsere diversen Kapitalmarktzugänge auch 2017 zu attraktiven Konditionen refinanzieren zu können. Einen wichtigen Beitrag dazu wird erneut die GRENKE BANK AG leisten, deren Einlagengeschäft wir aktiv steuern. Auch an unserem Ziel einer unverändert profitablen und risikoadäquaten DB2-Marge halten wir konsequent fest.
Entwicklung des GRENKE Konzerns
Ausgehend von der dargestellten Chancen- und Risikolage und auf Basis unserer Planungen, rechnen wir auch für das laufende Geschäftsjahr 2017 mit einem anhaltend hohen Wachstum und einem erneuten Anstieg des Konzern-Gewinns. Wesentlich dazu beitragen werden die hohe Dynamik des Leasing-Neugeschäfts der letzten Jahre, weiter wachsende Zinserträge sowie eine stabile Cost-Income-Ratio. Darüber hinaus werden wir vom aktuellen, margenstarken Neugeschäft und nicht zuletzt vom Einlagengeschäft der GRENKE Bank und dem kontinuierlich wachsenden Factoringgeschäft profitieren. Für das laufende Geschäftsjahr 2017 erwarten wir daher einen Gewinn von 113 bis 123 Mio. EUR. Dies entspricht einer Steigerung um mindestens neun Prozent gegenüber dem im Berichtsjahr erzielten Gewinn von 103,2 Mio. EUR und stellt abermals einen neuen Rekordwert in der Geschichte des GRENKE Konzerns dar. Insgesamt sollte uns diese Entwicklung auch im laufenden Geschäftsjahr 2017 den für die Fortführung unserer attraktiven Dividendenpolitik notwendigen Spielraum geben, die unsere Aktionäre am Unternehmenserfolg beteiligt.
Die wesentlichen Risiken, die zu Abweichungen in der dargestellten Planung führen können, führen wir im Folgenden auf:
- Signifikante Trendwende an den Kapitalmärkten (Zinsänderungsrisiko): Konjunkturell bedingt steigende Kupons bei Anleihen staatlicher Schuldner insbesondere im oberen Ratingbereich könnten deren relative Attraktivität ansteigen lassen und an den Kapitalmärkten zu Spreadausweitungen und damit einhergehenden zwischenzeitlich möglichen Liquiditätsengpässen sowie entsprechenden Veränderungen der generellen Refinanzierungssituation für Unternehmen führen. Zwar können wir höhere Refinanzierungskosten in unseren Konditionen weitergeben, dies allerdings im Zweifel mit einem gewissen Zeitversatz. Das Risiko eines Zinsanstiegs in Europa schätzen wir angesichts der Wende in der US-amerikanischen Zinspolitik sowie der Ankündigung der US-Notenbank, im Jahr 2017 weitere Anhebungen der Kurzfristzinsen vorzunehmen, und vor dem Hintergrund deutlicher Hinweise auf eine expansive Wirtschaftspolitik der neuen US-Administration als hoch ein.# Zwar deuten die Signale der Europäischen Zentralbank bisher noch unverändert in die bisherige Richtung einer expansiven Geldpolitik. Ein möglicher Zinsanstieg in den USA dürfte sich aber - wenn auch abgeschwächt - auch in den Renditen längerer Laufzeiten in Europa niederschlagen. ― Signifikante Veränderungen in den Geschäftspolitiken von Banken und Finanzdienstleistungseinheiten von IT-Herstellern hin zu einer verstärkten Rückkehr ins Leasinggeschäft: Dies könnte zu verschärftem (Margen-)Wettbewerb und damit Preisdruck führen. Die Wahrscheinlichkeit einer solchen Entwicklung im Jahr 2017 ist eher gering anzusetzen, da sie vergleichsweise lange Vorlaufzeiten erfordert. Darüber hinaus dürfte der Small-Ticket-Bereich nur wenig betroffen sein, da er traditionell hohe Eintrittsbarrieren aufweist. ― Starker Anstieg der Schäden: Traditionell steigen die Schäden zeitversetzt zur konjunkturellen Entwicklung. Damit dürfte selbst ein scharfer Konjunktureinbruch im Jahr 2017 erst im Zeitverlauf zu einem spürbaren Anstieg führen. Zum einen verfügen wir über eine wirksame Steuerung, die die Schadensentwicklung effektiv in Grenzen hält. Zum anderen kann im Geschäftsjahr 2017 eher von einer weiteren Stabilisierung des globalen Wirtschaftswachstums ausgegangen werden. Daher schätzen wir die Eintrittswahrscheinlichkeit eines Konjunktureinbruchs in 2017 als sehr niedrig ein. ― Veränderung aufgrund steuerlicher Gegebenheiten: Änderungen der in den jeweiligen Ländern anzuwendenden Steuergesetze und -regelungen könnten zu höheren Steueraufwendungen und -zahlungen führen. Die im Rahmen der im Berichtsjahr abgeschlossenen deutschen Betriebsprüfung für die Jahre 2005 bis 2009 fälligen Nachzahlungen wurden geleistet. Basierend auf der Einschätzung der Unternehmensleitung sowie externer Gutachten wurde hierfür eine Steuerforderung angesetzt. Für die laufende Betriebsprüfung wurde eine Steuerrückstellung passiviert. Sollten sich neue Erkenntnisse und andere Einschätzungen im Rahmen des Einspruchsverfahrens ergeben, besteht das Risiko höherer Steueraufwendungen für den entsprechenden Betriebsprüfungszeitraum.
Finanz- und Vermögenslage
Angesichts eines weiter steigenden Zinsergebnisses, resultierend aus dem hohen Neugeschäftswachstum der vergangenen Jahre und dem aktiv gesteuerten Einlagengeschäft der GRENKE Bank, soll sich die Finanz- und Vermögenslage des Konzerns auch 2017 ertragsbedingt weiter verbessern. Ausgehend von dem erwarteten Gewinnanstieg, rechnen wir mit einem steigenden Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit, der die geplanten Investitionen vollständig innenfinanziert. Die Eigenkapitalquote soll die langfristige Zielgröße von 16 Prozent nicht unterschreiten.
Gesamtaussage zur künftigen Entwicklung
Auch in den kommenden Geschäftsjahren ist es das erklärte Ziel des GRENKE Konzerns, das profitable Wachstum der Vergangenheit weiter fortzusetzen. Die Position als einer der führenden europäischen Anbieter von Leasing-, Bank- und Factoringdienstleistungen für kleine und mittelständische Unternehmen soll dabei nachhaltig ausgebaut werden. Mit seiner soliden Finanzausstattung, der guten Positionierung auf den Kapitalmärkten und der Fähigkeit, risikoadäquate Margen durchzusetzen, ist der GRENKE Konzern dafür hervorragend gerüstet. Die Erschließung neuer Märkte zählt dabei ebenso zur Strategie wie die Ausweitung unserer Präsenz in den bestehenden Märkten. Aus heutiger Sicht sind zusammenfassend keine Faktoren zu erkennen, die einen negativen Einfluss auf die weitere Entwicklung des GRENKE Konzerns haben könnten.
Übernahmerelevante Angaben
Aktienbesitz und Aktiengeschäfte der Organe
Ausführliche Angaben zum Aktienbesitz der Organe per 31. Dezember 2016 sind im Konzernanhang im Kapitel "Angaben über Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen" dargestellt. Angaben zu den Aktiengeschäften der Organe im Laufe des Berichtsjahres sind auf unserer Homepage www.grenke.de im Bereich Investor Relations/Corporate Governance einsehbar.
Erläuternder Bericht über die Angaben nach §§ 289 Abs. 4 und 315 Abs. 4 HGB
Die Aktien der GRENKE AG sind an der Frankfurter Wertpapierbörse zum Handel im Teilbereich des regulierten Markts zugelassen mit den weiteren Zulassungsfolgepflichten, wie sie von der Deutsche Börse AG für den Prime Standard definiert sind. Die Gesellschaft verfügt über ein voll eingezahltes Gezeichnetes Kapital in Höhe von 18.880.774,47 EUR, das eingeteilt ist in 14.771.034 Namensaktien mit einem rechnerischen Nominalwert von rund 1,28 EUR. Alle Aktien sind mit gleichen Rechten ausgestattet. Entsprechend bestehen keine Stimmrechtsbeschränkungen, Vorzugsaktien oder Sonderrechte mit Kontrollbefugnissen.
Zur Wahrung der Kontinuität und Sicherung einer stabilen Aktionärsstruktur haben die Eheleute Wolfgang und Anneliese Grenke gemeinsam mit ihren Söhnen Moritz Grenke, Roland Grenke und Oliver Grenke (Familie Grenke) im Juli 2014 eine Familiengesellschaft unter der Firma Grenke Beteiligung GmbH & Co. KG gegründet. In diese Gesellschaft hat die Familie Grenke am 17. September 2014 sämtliche von ihnen gehaltenen Aktien an der GRENKE AG eingebracht. Der zwischen den Mitgliedern der Familie Grenke bestehende Poolvertrag wurde mit Einbringung der Aktien in die Grenke Beteiligung GmbH & Co. KG aufgehoben.
Zum Stichtag 31. Dezember 2016 besitzt die Familienholding Grenke Beteiligung GmbH & Co. KG 6.301.986 Stück Aktien der Gesellschaft, entsprechend rund 42,66 Prozent des Grundkapitals. Komplementär der Grenke Beteiligung GmbH & Co. KG ist die Grenke Vermögensverwaltung GmbH, ihre Kommanditisten sind die folgenden Mitglieder der Familie Grenke: Wolfgang, Anneliese, Moritz, Roland und Oliver Grenke. Die Grenke Vermögensverwaltung GmbH ist am Vermögen und Ertrag der Grenke Beteiligung GmbH & Co. KG nicht beteiligt. Jeweils einzelvertretungsberechtigte Geschäftsführer sind Herr Wolfgang Grenke und Frau Anneliese Grenke. In der Grenke Vermögensverwaltung GmbH und damit mittelbar in der Grenke Beteiligung GmbH & Co. KG hat Herr Wolfgang Grenke maßgeblichen Einfluss. Herr Wolfgang Grenke ist zugleich Vorsitzender des Vorstands der GRENKE AG.
Mit Bescheid vom 1. September 2014 hat die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht die Grenke Beteiligung GmbH & Co. KG und die Grenke Vermögensverwaltung GmbH jeweils von den Pflichten des § 35 Abs. 1 Satz 1 sowie des § 35 Abs. 2 Satz 1 WpÜG nach § 37 WpÜG befreit (Abgabe eines Pflichtangebots für Aktien der GRENKE AG).
Dem Vorstand sind keine Beschränkungen bekannt, die zwischen Gesellschaften vereinbart wurden und die Stimmrechte oder das Übertragen von Aktien betreffen.
Die Satzung der GRENKE AG sieht keine gegenüber den gesetzlichen Bestimmungen abweichenden Regelungen zur Bestellung von Mitgliedern des Vorstands durch den Aufsichtsrat vor. Danach werden die Mitglieder des Vorstands für höchstens fünf Jahre bestellt. Eine Wiederholung der Bestellung ist zulässig. Der Vorstand der GRENKE AG besteht aus mindestens zwei Personen. Der Aufsichtsrat bestimmt die Zahl der Vorstandsmitglieder. Er entscheidet über ihre Bestellung, den Widerruf ihrer Bestellung sowie Abschluss, Änderung und Kündigung der mit ihnen abzuschließenden Anstellungsverträge. Der Aufsichtsrat kann einen Vorsitzenden des Vorstands und einen stellvertretenden Vorsitzenden des Vorstands ernennen sowie stellvertretende Vorstandsmitglieder bestellen.
Änderungen der Satzung bedürfen nach den gesetzlichen Bestimmungen eines Beschlusses durch die Hauptversammlung. Deren Beschlüsse werden - soweit dem keine zwingenden gesetzlichen Vorschriften entgegenstehen - mit einfacher Mehrheit der abgegebenen Stimmen und, sofern das Gesetz außer der Stimmen- eine Kapitalmehrheit vorschreibt, mit der einfachen Mehrheit des vertretenen Grundkapitals gefasst. Der Aufsichtsrat ist befugt, Änderungen der Satzung, die nur deren Fassung betreffen, zu beschließen. Zudem wurde der Aufsichtsrat ermächtigt, die Fassung des § 4 der Satzung, in dem unter anderem Höhe und Einteilung des Grundkapitals festgelegt sind, entsprechend der jeweiligen Ausnutzung des Genehmigten Kapitals bzw. nach Ablauf der Ermächtigungsfrist anzupassen.
Für den Fall eines Übernahmeangebots bestehen keine Entschädigungsvereinbarungen mit den Mitgliedern des Vorstands oder mit Arbeitnehmern.
Weitere Angaben gemäß DRS 20 K211 (Bedingungen eines Kontrollwechsels im Falle eines Übernahmeangebots) unterbleiben, da die entsprechenden Angaben geeignet wären, dem Mutterunternehmen erheblichen Nachteil zuzufügen.
Ausführliche Angaben zu genehmigten und bedingten Kapitalien sind im Konzernanhang im Kapitel "4.17 Eigenkapital" dargestellt.
Personelle Veränderungen in Vorstand und Aufsichtsrat
Wir verweisen auf das Kapitel "Veränderungen in den Organen der Gesellschaft".
Erklärung zur Unternehmensführung nach §§ 289 a, 315 Abs. 5 HGB
Als börsennotierte Aktiengesellschaft bzw. als Mutterunternehmen haben wir gemäß §§ 289 a, 315 Abs. 5 HGB eine Erklärung zur Unternehmensführung abzugeben, die die Entsprechenserklärung gemäß § 161 AktG, die Angaben zu Unternehmensführungspraktiken sowie die Beschreibung über die Arbeitsweise von Vorstand und Aufsichtsrat enthält. Die Entsprechenserklärung gemäß § 161 AktG der GRENKE AG und die Erklärung zur Unternehmensführung sind im Internet unter dem Link www.grenke.de/de/investor-relations/corporate-governance zugänglich.
Lagebericht für die GRENKE AG
Im Folgenden erläutern wir - ergänzend zur Berichterstattung über den GRENKE Konzern - die Entwicklung der GRENKE AG (die "Gesellschaft") im Geschäftsjahr 2016. Der Abschluss der Gesellschaft wird nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuchs (HGB) erstellt. Bezüglich der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen und der Branchenentwicklung waren keine wesentlich abweichenden Entwicklungen zu verzeichnen, die ausschließlich die Gesellschaft beträfen.# Über die bereits dargestellten wesentlichen Ereignisse des Geschäftsjahres hinaus ist für die Gesellschaft weiterhin zusätzlich zu berichten, dass bei ihr im November 2010 mit einer Betriebsprüfung für die Geschäftsjahre 2005 bis 2009 begonnen und im Geschäftsjahr 2016 abgeschlossen wurde. Diesbezüglich verweisen wir auf unsere Angaben im Anhang.
Gesellschaftsrechtlicher Rahmen, Konzernzugehörigkeit
Die GRENKE AG wurde 1997 unter der damaligen Firmierung GRENKELEASING AG gegründet. Im selben Jahr wurde auch die Grenke Investitionen Verwaltungs Kommanditgesellschaft auf Aktien (die "KGaA") gegründet. Die beiden Gesellschaften stellen eine strukturelle Betriebsaufspaltung dar - mit der GRENKE AG als Betriebs- und der KGaA als Besitzgesellschaft. Im Rahmen eines Doppelstock-Modells mietet die Betriebsgesellschaft Leasinggegenstände von der Besitzgesellschaft an und vermietet sie weiter an Unterleasingnehmer. Die GRENKE AG hält direkt und indirekt 100 Prozent der KGaA, seit dem 1. Januar 2002 besteht ein Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag. Zusammen mit den gemäß IFRS konsolidierten Tochtergesellschaften und strukturierten Einheiten der GRENKE AG bildet sie den GRENKE Konzern.
Überblick über die Tochtergesellschaften und Niederlassungen
Die Gesellschaft unterhält Niederlassungen in Berlin, Bielefeld, Bremen, Dortmund, Dresden, Düsseldorf, Erfurt, Freiburg, Frankfurt am Main, Hamburg, Hannover, Heilbronn, Kassel, Kiel, Köln, Leipzig, Magdeburg, Mannheim, Mönchengladbach, München, Neu-Ulm, Nürnberg, Potsdam, Regensburg, Rostock, Saarbrücken und Stuttgart. Sie hält über die Anteile an der Grenke Investitionen Verwaltungs KGaA hinaus jeweils 100 Prozent der Geschäftsanteile an der GRENKE SERVICE AG, Baden-Baden, der GRENKEFACTORING GmbH, Baden-Baden, und der GRENKE BANK AG, Baden-Baden.
Außerhalb Deutschlands hält die GRENKE AG zum Bilanzstichtag Beteiligungen von jeweils 100 Prozent direkt an GRENKELEASING GmbH, Wien/Österreich; GRENKELEASING AG, Zürich/Schweiz; GRENKEFACTORING AG, Basel/Schweiz; GRENKELEASING s.r.o., Prag/Tschechien; GRENKE ALQUILER S.L., Barcelona/Spanien; GRENKELEASING ApS, Herlev/Dänemark; Grenkefinance N.V., Vianen/Niederlande, sowie GRENKE LIMITED und GRENKE FINANCE Plc, Dublin/Irland; GRENKE LOCATION SAS, Schiltigheim/Frankreich; GRENKE Locazione S.r.l., Mailand/Italien; GRENKELEASING AB, Stockholm/Schweden; Grenke Leasing Ltd., Guildford/Großbritannien; GRENKELEASING Sp. z o.o., Posen/Polen; GRENKELEASING Magyarorszag Kft., Budapest/Ungarn; GRENKE LEASE Sprl, Brüssel/Belgien; S.C. Grenke Renting S.R.L, Bukarest/Rumänien; GRENKE RENTING S.A., Lissabon/Portugal; GRENKELEASING Oy, Vantaa/Finnland; GRENKELEASING s.r.o., Bratislava/Slowakei; GRENKELOCATION SARL, Munsbach/Luxemburg, GRENKELEASING d.o.o., Ljubljana/Slowenien, GRENKE RENT S.L., Madrid/Spanien, GRENKE Kiralama Ltd. Sti., Istanbul/Türkei sowie indirekt 100 Prozent an FCT "GK"-Compartment "G2", Pantin/Frankreich.
Lage
Der Jahresabschluss der GRENKE AG zum 31. Dezember 2016 ist in Übereinstimmung mit den Vorschriften des Handelsgesetzbuchs und des Aktiengesetzes in Verbindung mit der Verordnung über die Rechnungslegung der Kreditinstitute aufgestellt worden.
Ausgewählte Kennzahlen aus Gewinn- und Verlustrechnung und Bilanz
| TEUR | 2016 | 2015 |
|---|---|---|
| Leasingerträge | 529.662 | 536.070 |
| Leasingaufwendungen | 392.147 | 407.579 |
| Ergebnis aus Leasinggeschäften | 137.515 | 128.491 |
| Zinsergebnis | -4.010 | -1.015 |
| Sonstige betriebliche Erträge | 26.122 | 24.609 |
| Allgemeine Verwaltungsaufwendungen | 60.348 | 51.660 |
| Personalaufwand | 28.788 | 26.708 |
| Abschreibungen und Wertminderung | 95.403 | 89.276 |
| Jahresüberschuss | 34.077 | 22.391 |
| 31.12.2016 | 31.12.2015 | |
|---|---|---|
| Anteile an verbundenen Unternehmen | 297.834 | 245.724 |
| Leasingvermögen | 267.343 | 223.312 |
| Sachanlagen | 24.687 | 25.628 |
| Sonstige Vermögensgegenstände | 52.007 | 32.199 |
| Forderungen an Kunden | 52.099 | 54.589 |
| Eigenkapital | 263.429 | 248.694 |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 4 | 403 |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kunden | 46.811 | 45.400 |
| Rechnungsabgrenzungsposten | 285.634 | 228.393 |
| Bilanzsumme | 862.284 | 692.472 |
Ertragslage
Die Leasingerlöse lagen im Berichtsjahr mit 529,7 Mio. EUR nur leicht unter dem Niveau des Vorjahres (536,1 Mio. EUR). Da die Leasingaufwendungen aber stärker abnahmen, ist das Ergebnis aus dem Leasinggeschäft um 7 Prozent auf 137,5 Mio. EUR nach 128,5 Mio. EUR gestiegen. Das Zinsergebnis beträgt -4,0 Mio. EUR nach -1,0 Mio. EUR im Vorjahr. Grund hierfür ist ein im Zuge der abgeschlossenen Betriebsprüfung gebuchter Aufwand. Einen erneut deutlich positiven Ergebnisbeitrag erbrachten die laufenden Erträge aus Anteilen an verbundenen Unternehmen. Sie resultieren aus einer Dividendenzahlung der GRENKE FINANCE Plc, Dublin/Irland, in Höhe von 45,0 Mio. EUR nach 22,0 Mio. EUR im Vorjahr. Während die sonstigen betrieblichen Erträge und Erträge aus der Gewinnabführung leicht höher ausfielen, blieben die Provisionsaufwendungen mit 5,5 Mio. EUR nach 5,4 Mio. EUR nahezu auf dem Niveau des Vorjahres. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind im Berichtsjahr zwar auf 4,9 Mio. EUR nach 0,3 Mio. EUR im Vorjahr gestiegen, machen insgesamt aber weiterhin nur einen geringen Teil der Aufwendungen aus. Die allgemeinen Verwaltungsaufwendungen, in denen auch die Aufwendungen für Personal enthalten sind, nahmen im Zuge des Wachstums der Gesellschaft sowie des fortgeführten Ausbaus und der Optimierung unserer IT im Berichtsjahr von 51,7 Mio. EUR im Vorjahr auf 60,3 Mio. EUR zu. Die Abschreibungen und Wertberichtigungen auf immaterielle Anlagewerte und Sachanlagen stiegen im Wesentlichen aufgrund des Aufwuchses des Leasingvermögens auf 95,4 Mio. EUR nach 89,3 Mio. EUR im Vorjahr. Die Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Forderungen und bestimmte Wertpapiere sowie Zuführungen zu Rückstellungen im Kreditgeschäft haben sich hingegen von 16,7 Mio. EUR im Vorjahr auf 8,9 Mio. EUR nahezu halbiert. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Beteiligungen, Anteile an verbundenen Unternehmen und wie Anlagevermögen behandelte Wertpapiere wurden im Berichtsjahr nicht vorgenommen (Vorjahr: 1,7 Mio. EUR). Insgesamt betrug das Ergebnis aus der normalen Geschäftstätigkeit im Berichtsjahr 40,1 Mio. EUR nach 22,2 Mio. EUR im Vorjahr. Nach einem Steueraufwand in Höhe von 6,0 Mio. EUR (Vorjahr: Steuerertrag 0,2 Mio. EUR) ergab sich ein Jahresüberschuss von 34,1 Mio. EUR nach 22,4 Mio. EUR im Vorjahr.
Finanz- und Vermögenslage
Die Bilanzsumme der GRENKE AG stieg im Geschäftsjahr 2016 erneut kräftig an. Sie erhöhte sich um knapp 25 Prozent auf 862,3 Mio. EUR nach 692,5 Mio. EUR zum Vorjahresstichtag. Die Zunahme resultiert aus mehreren Positionen. So waren die Barreserven aufgrund der im Vorjahr regulatorisch bedingt erstmaligen Einstellung eines Guthabens bei der Deutschen Bundesbank von 45,0 Mio. EUR auf 77,0 Mio. EUR auszuweiten, während der Kassenbestand weiterhin auf einem nicht wesentlichen Niveau beibehalten wurde. Des Weiteren sind die Forderungen an Kreditinstitute sowie die Wertansätze der Anteile an verbundenen Unternehmen um 42 Prozent auf 76,8 Mio. EUR nach 54,0 Mio. EUR bzw. um 21 Prozent auf 297,8 Mio. EUR nach 245,7 Mio. EUR gewachsen. Die Zunahme der Forderungen an Kreditinstitute resultiert aus einem weiteren, im Berichtsjahr von der GRENKE BANK AG begebenen Schuldscheindarlehen über 20,0 Mio. EUR, das in voller Höhe von der Gesellschaft gezeichnet wurde. Darüber hinaus hat das Leasingvermögen um knapp 20 Prozent auf 267,3 Mio. EUR nach 223,3 Mio. EUR zugenommen. Die Gesellschaft hat auch im Berichtsjahr in mehreren Tranchen Leasinggegenstände von der KGaA zurückerworben. Im Zuge des anhaltend hohen Wachstums des Leasinggeschäfts im Konzern stieg das Volumen dieser Transaktionen (+44 Prozent) im Vergleich zum Vorjahr ebenso weiter kräftig an wie das hierdurch aufgebaute Leasingvermögen. Dieses dient als Sicherheit für verkaufte Leasingforderungen. Die Forderungen an Kunden sind leicht gesunken, während die Sonstigen Vermögensgegenstände, darunter insbesondere die Forderungen gegen verbundene Unternehmen, von 32,2 Mio. EUR im Vorjahr auf 52,0 Mio. EUR im Berichtsjahr gestiegen sind. Den größten Posten auf der Passivseite der Bilanz stellt wie im Vorjahr der Rechnungsabgrenzungsposten dar, der um 25 Prozent auf 285,6 Mio. EUR nach 228,4 Mio. EUR zulegte. Der größte Teil dieser Position betraf unverändert die Abgrenzung aus der Forfaitierung von Raten aus Leasingverträgen. Während die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten weiter auf eine inzwischen unwesentliche Höhe gesunken sind, haben sich diejenigen gegenüber Kunden in geringem Maße um drei Prozent auf 46,8 Mio. EUR erhöht. Die Verbindlichkeiten der Gesellschaft gegenüber verbundenen Unternehmen innerhalb der Position der Sonstigen Verbindlichkeiten hat hingegen weiter stark zugenommen. Die erstmals im Vorjahr mit der GRENKE FINANCE Plc vereinbarte Kontokorrentlinie zur Finanzierung des Guthabens bei der Deutschen Bundesbank wurde im Berichtsjahr im Zuge der Erhöhung dieses Guthabens entsprechend aufgestockt. Per 31. Dezember 2016 betrug die Ausnutzung dieser Linie 77,0 Mio. EUR nach 45,0 Mio. EUR im Vorjahr. Insgesamt betragen die Sonstigen Verbindlichkeiten zum Bilanzstichtag 206,9 Mio. EUR nach 135,0 Mio. EUR im Vorjahr. Darüber hinaus wurden im Zuge der Aufstockung einer unbesicherten und nachrangigen Hybridanleihe um 20,0 Mio. EUR auf insgesamt 50,0 Mio. EUR nachrangige Verbindlichkeiten in gleicher Höhe ausgewiesen. Das Eigenkapital der Gesellschaft stieg auf 263,4 Mio. EUR an (Vorjahr: 248,7 Mio. EUR). Bezogen auf die Bilanzsumme, betrug die Eigenkapitalquote zum Stichtag dieses Berichts 30,6 Prozent (Vorjahr: 35,9 Prozent).
Liquidität und Refinanzierung
Die Finanzierung des Leasingneugeschäfts steht unverändert auf einer soliden Basis. Unmittelbarer Refinanzierungspartner der Gesellschaft ist die GRENKE BANK AG. Die GRENKE AG veräußert zu ihrer Refinanzierung regelmäßig Leasingforderungen an die GRENKE BANK AG.# Konzernabschluss FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2016
Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung
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TEUR | Erläuterung im Konzernanhang | 01.01.2016 bis 31.12.2016 | 01.01.2015 bis 31.12.2015
------- | -------- | -------- | --------
| Zinsen und ähnliche Erträge aus dem Finanzierungsgeschäft | 4.1 | 260.958 | 239.001
| Aufwendungen aus der Verzinsung der Refinanzierung und des Einlagengeschäfts | 4.1 | 43.168 | 47.797
| Zinsergebnis | | 217.790 | 191.204
| Schadensabwicklung und Risikovorsorge | 4.2 | 55.089 | 59.369
| Zinsergebnis nach Schadensabwicklung und Risikovorsorge | | 162.701 | 131.835
| Ergebnis aus dem Servicegeschäft | 4.3 | 59.279 | 50.801
| Ergebnis aus dem Neugeschäft | 4.4 | 58.799 | 50.068
| Verwertungsmehr-(+)/minder(-)ergebnis | 4.5 | -5.985 | -644
| Operative Erträge insgesamt | | 274.794 | 232.060
| Personalaufwand | 4.6 | 70.624 | 63.190
| Abschreibungen und Wertminderung | 4.7 | 9.296 | 7.969
| Vertriebs- und Verwaltungsaufwand (ohne Personalaufwand) | 4.8 | 58.380 | 52.689
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | 4.9 | 4.016 | 4.406
| Sonstige betriebliche Erträge | 4.10 | 4.049 | 5.531
| Operatives Ergebnis | | 136.527 | 109.337
| Ergebnis aus at Equity bilanzierten Unternehmen | | -235 | 0
| Aufwendungen / Erträge aus der Marktbewertung | | -868 | 18
| Sonstige Zinserträge | | 532 | 423
| Sonstige Zinsaufwendungen | | 1.420 | 317
| Gewinn vor Steuern | | 134.536 | 109.461
| Ertragsteuern | 4.11 | 31.302 | 28.616
| Gewinn | | 103.234 | 80.845*
| Davon entfallen auf: | | |
| Hybridkapitalgeber der GRENKE AG | | 1.771 | 771
| Aktionäre der GRENKE AG | | 101.463 | 80.074
| Ergebnis je Aktie (EUR, unverwässert) | 4.12 | 6,87 | 5,43
| Ergebnis je Aktie (EUR, verwässert) | 4.12 | 6,87 | 5,43
| Durchschnittliche Anzahl im Umlauf befindlicher Aktien (unverwässert) | 4.12 | 14.764.042 | 14.754.199
| Durchschnittliche Anzahl im Umlauf befindlicher Aktien (verwässert) | 4.12 | 14.764.042 | 14.754.199
- Aus Gründen der Klarheit wurde die bisherige Bezeichnung der Position von "Ergebnis aus Versicherungsgeschäft" umbenannt.
Konzern-Gesamtergebnisrechnung
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TEUR | Erläuterung im Konzernanhang | 01.01.2016 bis 31.12.2016 | 01.01.2015 bis 31.12.2015
------- | -------- | -------- | --------
| Gewinn | | 103.234 | 80.845
| Beträge, die ggf. in künftigen Perioden in die GuV umgegliedert werden | | |
| Zu- / Rückführung Hedging-Rücklage | 4.13 | 115 | -18
| Darin: Ertragsteuereffekte | | -10 | 0
| Veränderung der Währungsumrechnungsdifferenzen | | -4.281 | 3.721
| Darin: Ertragsteuereffekte | | 0 | 0
| -4.166 | 3.703 |
| Beträge, die in künftigen Perioden nicht in die GuV umgegliedert werden | | |
| Zu- / Rückführung Rücklage für versicherungsmathematische Gewinne und Verluste | 5.16 | -151 | -485
| Darin: Ertragsteuereffekte | | 58 | 138
| Sonstiges Ergebnis | | -4.317 | 3.218
| Gesamtergebnis | | 98.917 | 84.063
| Davon entfallen auf: | | |
| Hybridkapitalgeber der GRENKE AG | | 1.771 | 771
| Aktionäre der GRENKE AG | | 97.146 | 83.292
Konzern-Bilanz
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TEUR | Erläuterung im Konzernanhang | 31.12.2016 | 31.12.2015
------- | -------- | -------- | --------
Vermögenswerte | | |
Kurzfristige Vermögenswerte | | |
| Zahlungsmittel | 5.2 | 156.896 | 186.453
| Finanzinstrumente mit positivem Marktwert | 5.1 | 3.688 | 250
| Leasingforderungen | 5.3 | 1.141.000 | 1.004.360
| Sonstige kurzfristige finanzielle Vermögenswerte | 5.4 | 93.090 | 63.828
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 5.5 | 4.474 | 4.272
| Zur Verwertung bestimmte Leasinggegenstände | | 5.969 | 7.073
| Steuererstattungsansprüche | | 23.555 | 17.569
| Sonstige kurzfristige Vermögenswerte | 5.6 | 180.291 | 143.788
| Summe kurzfristige Vermögenswerte | | 1.608.963 | 1.427.593
Langfristige Vermögenswerte | | |
| Leasingforderungen | 5.3 | 2.129.110 | 1.849.812
| Finanzinstrumente mit positivem Marktwert | 5.1 | 29 | 27
| Sonstige langfristige finanzielle Vermögenswerte | 5.4 | 73.643 | 47.195
| Nach der Equity-Methode bilanzierte Beteiligungen | | 5.133 | 5.368
| Sachanlagen | 5.7 | 48.369 | 46.351
| Geschäfts- oder Firmenwerte | 5.8 | 66.515 | 62.161
| Sonstige immaterielle Vermögenswerte | 5.9 | 20.069 | 17.171
| Latente Steueransprüche | 5.10 | 17.927 | 17.649
| Sonstige langfristige Vermögenswerte | | 1.694 | 1.203
| Summe langfristige Vermögenswerte | | 2.362.489 | 2.046.937
Summe Vermögenswerte | | 3.971.452 | 3.474.530
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TEUR | Erläuterung im Konzernanhang | 31.12.2016 | 31.12.2015
------- | -------- | -------- | --------
Schulden und Eigenkapital | | |
Schulden | | |
Kurzfristige Schulden | | |
| Finanzschulden | 5.11 | 1.227.581 | 1.061.744
| Finanzinstrumente mit negativem Marktwert | 5.12 | 1.225 | 2.124
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | | 16.663 | 10.489
| Steuerschulden | | 13.117 | 10.107
| Abgegrenzte Schulden | 5.15 | 15.976 | 12.666
| Kurzfristige Rückstellungen | 5.14 | 1.646 | 1.764
| Sonstige kurzfristige Schulden | 5.13 | 20.396 | 17.294
| Abgegrenzte Mietraten | | 31.908 | 82.908
| Summe kurzfristige Schulden | | 1.328.512 | 1.199.096
Langfristige Schulden | | |
| Finanzschulden | 5.11 | 1.894.474 | 1.630.600
| Finanzinstrumente mit negativem Marktwert | 5.12 | 1.751 | 1.316
| Latente Steuerschulden | 5.10 | 51.514 | 48.619
| Pensionen | 5.16 | 4.781 | 4.245
| Summe langfristige Schulden | | 1.952.520 | 1.684.780
Eigenkapital | 5.17 | |
| Grundkapital | | 18.881 | 18.859
| Kapitalrücklage | | 119.043 | 116.491
| Gewinnrücklagen | | 498.807 | 419.068
| Sonstige Bestandteile des Eigenkapitals | | 1.148 | 5.465
| Summe Eigenkapital der Aktionäre der GRENKE AG | | 637.879 | 559.883
| Zusätzliche Eigenkapitalbestandteile | | 52.541 | 30.771
| Summe Eigenkapital | | 690.420 | 590.654
Summe Schulden und Eigenkapital | | 3.971.452 | 3.474.530*
- Beinhaltet eine AT1-Anleihe (Hybridkapital), die eine unbesicherte und nachrangige Anleihe der GRENKE AG darstellt und unter IFRS als Eigenkapital ausgewiesen wird.# Konzern-Kapitalflussrechnung
| scroll TEUR | 01.01.2016 bis 31.12.2016 | 01.01.2015 bis 31.12.2015 |
|---|---|---|
| Gewinn vor Steuern | 134.536 | 109.461 |
| Im Gewinn enthaltene zahlungsunwirksame Posten und Überleitung auf den Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit | ||
| + Abschreibungen und Wertminderung | 9.296 | 7.969 |
| - / + Gewinne / Verluste aus dem Abgang von Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerten | 72 | 69 |
| - / + Ergebnis aus Finanzanlagen | 888 | -106 |
| - / + Sonstige zahlungsunwirksame Erträge / Aufwendungen | -2.542 | 3.527 |
| + / - Zunahme / Abnahme abgegrenzter Schulden, Rückstellungen und Pensionen | 3.727 | 3.132 |
| - Zugänge Leasingforderungen | -1.598.007 | -1.392.808 |
| + Zahlungen Leasingnehmer | 1.204.226 | 1.051.872 |
| + Abgänge / Umgliederungen Leasingforderungen zu Restbuchwerten | 206.099 | 187.711 |
| - Zinsen und ähnliche Erträge aus dem Leasinggeschäft | -253.892 | -232.758 |
| + / - Abnahme / Zunahme andere Forderungen gegen Leasingnehmer | 3.511 | 6.388 |
| + / - Währungsdifferenzen | 29.084 | -18.239 |
| = Veränderung Leasingforderungen | -408.979 | -397.834 |
| + Zugang Verbindlichkeiten aus der Refinanzierung | 1.322.704 | 990.611 |
| - Zahlung Annuitäten an Refinanzierer | -959.057 | -682.625 |
| - Abgang Verbindlichkeiten aus der Refinanzierung | -31.952 | -23.896 |
| + Aufwendungen aus der Verzinsung der Refinanzierung und des Einlagengeschäfts | 43.168 | 47.797 |
| + / - Währungsdifferenzen | -13.800 | 10.509 |
| = Veränderung Verbindlichkeiten aus der Refinanzierung | 361.063 | 342.396 |
| + / - Zunahme / Abnahme Verbindlichkeiten aus dem Einlagengeschäft | 67.785 | 48.947 |
| - / + Zunahme / Abnahme Darlehen Franchisenehmer | -1.855 | -11.788 |
| Veränderung sonstige Vermögenswerte / Schulden | ||
| - / + Zunahme / Abnahme sonstige Vermögenswerte | -90.717 | -21.884 |
| + / - Zunahme / Abnahme abgegrenzte Mietraten | -51.076 | 56.036 |
| + / - Zunahme / Abnahme sonstige Schulden | -5.419 | 5.430 |
| = Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit | 16.779 | 145.355 |
| Fortsetzung auf der nächsten Seite |
Konzern-Kapitalflussrechnung
| scroll TEUR | 01.01.2016 bis 31.12.2016 | 01.01.2015 bis 31.12.2015 |
|---|---|---|
| - / + Gezahlte / erhaltene Ertragsteuern | -32.132 | -25.634 |
| - Gezahlte Zinsen | -1.420 | -317 |
| + Erhaltene Zinsen | 532 | 423 |
| = Netto-Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit | -16.241 | 119.827 |
| - Auszahlungen für den Erwerb von Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerten | -11.832 | -11.330 |
| - / + Auszahlungen / Einzahlungen aus dem Erwerb von Tochtergesellschaften/ assoziierten Unternehmen und Finanzanlagen | -3.485 | -13.077 |
| + Einzahlungen aus dem Verkauf von Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerten | 370 | 166 |
| = Cashflow aus Investitionstätigkeit | -14.947 | -24.241 |
| + / - Aufnahme / Rückzahlung von Bankschulden | 1.607 | -173 |
| + Einzahlungen aus Barkapitalerhöhung | 0 | 0 |
| + Nettoerlöse aus Hybridkapital | 21.604 | 29.469 |
| - Zinszahlungen auf Hybridkapital | -1.711 | 0 |
| - Dividendenzahlungen | -19.557 | -16.230 |
| = Cashflow aus Finanzierungstätigkeit | 1.943 | 13.066 |
| Finanzmittelfonds zu Beginn der Periode | ||
| Barmittel und Guthaben bei Kreditinstituten | 186.453 | 88.395 |
| - Bankschulden aus Kontokorrentkrediten | -875 | -10.900 |
| = Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente zu Beginn der Periode | 185.578 | 77.495 |
| + / - Veränderung aufgrund Währungsumrechnung | 432 | -569 |
| = Finanzmittelfonds nach Währungsumrechnung | 186.010 | 76.926 |
| Finanzmittelfonds zum Ende der Periode | ||
| Barmittel und Guthaben bei Kreditinstituten | 156.896 | 186.453 |
| - Bankschulden aus Kontokorrentkrediten | -131 | -875 |
| = Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente zum Ende der Periode | 156.765 | 185.578 |
| Veränderung des Finanzmittelfonds in der Periode (= Summe der Cashflows) | -29.245 | 108.652 |
| Netto-Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit | -16.241 | 119.827 |
| + Cashflow aus Investitionstätigkeit | -14.947 | -24.241 |
| + Cashflow aus Finanzierungstätigkeit | 1.943 | 13.066 |
| = Summe der Cashflows | -29.245 | 108.652 |
Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung
| scroll TEUR | Grundkapital | Kapitalrücklage | Gewinnrücklagen / Konzernergebnis | Eigenkapital |
|---|---|---|---|---|
| Eigenkapital zum 01.01.2016 | 18.859 | 116.491 | 419.068 | |
| Gesamtergebnis | 101.463 | |||
| Dividendenzahlung in 2016 für 2015 | -22.131 | |||
| Kapitalerhöhung (Ausgabe von Aktien aus Aktiendividende) | 22 | 2.552 | ||
| Emission Hybridkapital | 600 | |||
| Kosten Emission Hybridkapital | -190 | |||
| Auflösung Agio Hybridkapital | -3 | |||
| Auszahlung Zins Hybridkapital (netto) | ||||
| Eigenkapital zum 31.12.2016 | 18.881 | 119.043 | 498.807 | |
| Eigenkapital zum 01.01.2015 | 18.859 | 116.491 | 355.389 | |
| Gesamtergebnis | 80.074 | |||
| Emission Hybridkapital | ||||
| Kosten Emission Hybridkapital | -165 | |||
| Dividendenzahlung in 2015 für 2014 | -16.230 | |||
| Eigenkapital zum 31.12.2015 | 18.859 | 116.491 | 419.068 |
| scroll TEUR | Hedging-Rücklage | Rücklage für versicherungsmathematische Gewinne / Verluste | Währungsumrechnung | Eigenkapital |
|---|---|---|---|---|
| Eigenkapital zum 01.01.2016 | -25 | -1.405 | 6.895 | |
| Gesamtergebnis | 115 | -151 | -4.281 | |
| Dividendenzahlung in 2016 für 2015 | ||||
| Kapitalerhöhung (Ausgabe von Aktien aus Aktiendividende) | ||||
| Emission Hybridkapital | ||||
| Kosten Emission Hybridkapital | ||||
| Auflösung Agio Hybridkapital | ||||
| Auszahlung Zins Hybridkapital (netto) | ||||
| Eigenkapital zum 31.12.2016 | 90 | -1.556 | 2.614 | |
| Eigenkapital zum 01.01.2015 | -7 | -920 | 3.174 | |
| Gesamtergebnis | -18 | -485 | 3.721 | |
| Emission Hybridkapital | ||||
| Kosten Emission Hybridkapital | ||||
| Dividendenzahlung in 2015 für 2014 | ||||
| Eigenkapital zum 31.12.2015 | -25 | -1.405 | 6.895 |
| scroll TEUR | Summe Eigenkapital der Aktionäre der GRENKE AG | Zusätzliche Eigenkapitalbestandteile | Summe Eigenkapital |
|---|---|---|---|
| Eigenkapital zum 01.01.2016 | 559.883 | 30.771 | 590.654 |
| Gesamtergebnis | 97.146 | 1.771 | 98.917 |
| Dividendenzahlung in 2016 für 2015 | -22.131 | -22.131 | |
| Kapitalerhöhung (Ausgabe von Aktien aus Aktiendividende) | 2.574 | 2.574 | |
| Emission Hybridkapital | 600 | 21.193 | 21.793 |
| Kosten Emission Hybridkapital | -190 | -190 | |
| Auflösung Agio Hybridkapital | -3 | -3 | |
| Auszahlung Zins Hybridkapital (netto) | -1.197 | -1.197 | |
| Eigenkapital zum 31.12.2016 | 637.879 | 52.541 | 690.420 |
| Eigenkapital zum 01.01.2015 | 492.986 | 0 | 492.986 |
| Gesamtergebnis | 83.292 | 771 | 84.063 |
| Emission Hybridkapital | 30.000 | 30.000 | |
| Kosten Emission Hybridkapital | -165 | -165 | |
| Dividendenzahlung in 2015 für 2014 | -16.230 | -16.230 | |
| Eigenkapital zum 31.12.2015 | 559.883 | 30.771 | 590.654 |
Konzernanhang FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2016
1 Allgemeine Angaben
Die GRENKE AG ist eine Aktiengesellschaft mit Sitz in Baden-Baden, Neuer Markt 2, Deutschland. Die Gesellschaft ist beim Amtsgericht Mannheim im Handelsregister, Abteilung B, unter der Nummer 201836 eingetragen. In der Hauptversammlung vom 3. Mai 2016 wurde die Umfirmierung in GRENKE AG (vorher: GRENKELEASING AG) beschlossen. Die GRENKE AG ist oberstes Mutterunternehmen des GRENKE AG Konzerns (im Folgenden "GRENKE Konzern" genannt). Die GRENKE AG ist ein börsennotiertes Mutterunternehmen, das einen organisierten Markt i. S. d. § 2 (5) WpHG in Anspruch nimmt. Der GRENKE Konzern betreibt das Finanzierungsgeschäft, als Partner für schwerpunktmäßig kleine und mittlere Unternehmen, in seiner Bandbreite vom Leasing bis zum Factoring sowie diverse Zahlungsverkehrsdienstleistungen und das Einlagengeschäft mit Privatkunden.
Der Konzernabschluss der GRENKE AG (im Folgenden als "Konzernabschluss" bezeichnet) zum 31. Dezember 2016 umfasst den Abschluss der GRENKE AG sowie ihrer Tochterunternehmen und konsolidierten strukturierten Unternehmen und wurde in Übereinstimmung mit den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der Europäischen Union (EU) anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315 a HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften aufgestellt. Der Konzernabschluss wird in Euro (EUR) aufgestellt. Soweit nicht anderweitig angegeben, erfolgen sämtliche Angaben gerundet in TEUR.
Die angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden entsprechen grundsätzlich den im Vorjahr angewandten Methoden. Ausnahmen sind im Folgenden unter Tz. 2.1 dargestellt und betreffen Änderungen, die sich durch die verpflichtende Anwendung neuer beziehungsweise überarbeiteter Rechnungslegungsstandards ergeben haben.
Es ist geplant, dass der Aufsichtsrat in seiner Sitzung am 1. Februar 2017 den vorliegenden, vom Vorstand am 31. Januar 2017 aufgestellten Konzernabschluss billigt und zur Veröffentlichung freigibt.
2 Änderungen in der Rechnungslegung
2.1 In 2016 umgesetzte Rechnungslegungsstandards
Vom International Accounting Standards Board (IASB) wurden in den vergangenen Jahren verschiedene Änderungen an bestehenden IFRS vorgenommen sowie neue IFRS und Interpretationen des IFRS Interpretations Committee (IFRS IC) veröffentlicht. Des Weiteren veröffentlicht das IASB im Rahmen eines jährlichen Verfahrens Änderungen zu bestehenden Standards ("Annual Improvements Project", AIP). Primäres Ziel der Sammelstandards ist es, Inkonsistenzen zu beseitigen und Formulierungen klarzustellen.
Folgende Änderungen an Standards hatten keine Auswirkung auf den Konzernabschluss der GRENKE AG:
* Änderungen an IFRS 10, IFRS 12 und IAS 28 "Investmentgesellschaften - Anwendung der Ausnahme von der Konsolidierungspflicht"
* Änderungen an IFRS 11 "Bilanzierung von Erwerben von Anteilen an gemeinschaftlichen Tätigkeiten"
* Änderungen an IAS 16 und IAS 38 "Klarstellung akzeptabler Abschreibungsmethoden"
* Änderungen an IAS 16 und IAS 41 "Landwirtschaft: Fruchttragende Pflanzen"
* Änderungen an IAS 19 "Leistungsorientierte Pläne: Arbeitnehmerbeiträge"
* Änderungen IAS 27 "Anwendung der Equity-Methode in separaten Abschlüssen"
* Jährliche Verbesserungen der IFRS: Zyklus 2010 - 2012
* Jährliche Verbesserungen der IFRS: Zyklus 2012 - 2014
Nachstehend werden diejenigen Rechnungslegungsvorschriften erläutert, die für den GRENKE Konzern von Bedeutung sind und bei der Erstellung zur Anwendung kamen.
Änderungen an IAS 1 "Angabeninitiative"
Die Änderungen an IAS 1 "Angabeninitiative" betreffen verschiedene Ausweisfragen. Es wird klargestellt, dass Angaben im Abschluss nur notwendig sind, wenn ihr Inhalt wesentlich ist. Der Wesentlichkeitsgrundsatz im Abschluss ist anzuwenden und gilt explizit auch dann, wenn ein Standard eine Liste von Minimumangaben fordert. Zudem nimmt das IASB Klarstellungen zur Aggregation und Disaggregation von Positionen der Bilanz, der Gewinn- und Verlustrechnung und des Sonstigen Gesamtergebnisses vor. Eine weitere Klarstellung erfolgt für die Darstellung von Anteilen am Sonstigen Ergebnis at equity bewerteter Unternehmen in der Gesamtergebnisrechnung.# Anhang
Die Musterstruktur des Anhangs wurde ebenfalls gestrichen. Infolge der Änderung von IAS 1 wurden Teile des Anhangs komprimiert dargestellt. Ansonsten hatte die Änderung keine Auswirkung auf den Konzernabschluss.
2.2 Bereits veröffentlichte Rechnungslegungsstandards und Interpretationen - noch nicht umgesetzt
Neben den vorgenannten, verpflichtend anzuwendenden IFRS wurden vom IASB noch weitere geänderte IAS und IFRS veröffentlicht, die aber erst zu einem späteren Zeitpunkt verpflichtend anzuwenden sind. Verschiedene Standards davon haben die Anerkennung in europäisches Recht ("Endorsement") der EU bereits durchlaufen. Eine freiwillige vorzeitige Anwendung wird von diesen Standards ausdrücklich zugelassen bzw. empfohlen. Die GRENKE AG macht von diesem Wahlrecht keinen Gebrauch. Diese Standards werden zum Zeitpunkt der verpflichtenden Anwendung im Konzernabschluss umgesetzt.
Nachfolgend wird unterschieden, ob Standards bereits in europäisches Recht übernommen ("endorsed") wurden (in Klammern: verpflichtender Erstanwendungszeitpunkt):
-
Bereits in europäisches Recht übernommen ("endorsed")
- IFRS 9 "Finanzinstrumente" (1. Januar 2018)
- IFRS 15 "Erlöse aus Verträgen mit Kunden" (1. Januar 2018)
-
Noch nicht in europäisches Recht übernommen ("nicht endorsed") (in Klammern: lASB-Erstanwendungszeitpunkt):
- IFRS 14 "Regulatorische Abgrenzungsposten" (1. Januar 2016)
- IFRS 16 "Leasingverhältnisse" (1. Januar 2019)
- Änderungen an IAS 7 "Kapitalflussrechnung - Angabeninitiative" (1. Januar 2017)
- Änderungen an IAS 12 "Ertragsteuern - Ansatz aktiver latenter Steuern auf unrealisierte Verluste" (1. Januar 2017)
- Änderungen an IAS 40 "Als Finanzinvestitionen gehaltene Immobilien" (1. Januar 2018)
- Änderungen an IFRS 2 "Anteilsbasierte Vergütung" (1. Januar 2018)
- Änderung von IFRS 4 "Versicherungsverträge" (1. Januar 2018)
- Klarstellungen von IFRS 15 "Erlöse aus Verträgen mit Kunden" (1. Januar 2018)
- Jährliche Verbesserungen der IFRS: Zyklus 2014 - 2016 (1. Januar 2017 bzw. 1. Januar 2018)
- IFRIC Interpretation 22 "Transaktionen in fremder Währung und im Voraus gezahlte Gegenleistungen" (1. Januar 2018)
Nachfolgend werden diejenigen Rechnungslegungsvorschriften erläutert, die für den Konzern von Bedeutung sind. Für die übrigen neuen und geänderten Standards wird mit Ausnahme neuer bzw. modifizierter Anhangangaben mit keiner bedeutenden Auswirkung auf den Konzernabschluss gerechnet.
IFRS 9 "Finanzinstrumente"
Der Standard enthält Vorschriften für den Ansatz, die Bewertung und Ausbuchung von Finanzinstrumenten sowie die Bilanzierung von Sicherungsbeziehungen und ersetzt die bisher unter IAS 39 "Finanzinstrumente: Ansatz und Bewertung" vorgenommene Bilanzierung von Finanzinstrumenten sowie die vorher veröffentlichten Versionen von IFRS 9. An den bisherigen Wertmaßstäben "fortgeführte Anschaffungskosten" und "beizulegender Zeitwert" hält IFRS 9 bei der Bewertung von Finanzinstrumenten fest. Als Grundlage für die Klassifizierung und Bewertung bezieht sich der Standard dabei zukünftig auf die Kriterien der Zahlungsstromeigenschaften und das Geschäftsmodell, nach dem Finanzinstrumente gesteuert werden. Ferner sieht IFRS 9 ein neues Wertminderungsmodell vor, das auf den erwarteten Kreditausfällen basiert, während nach IAS 39 die Erfassung von Wertminderungen nur für bereits eingetretene Verluste zulässig war. IFRS 9 enthält zudem neue Regelungen zur Anwendung von Hedge-Accounting, um die Risikomanagementaktivitäten eines Unternehmens besser darzustellen, insbesondere im Hinblick auf die Steuerung von nicht finanziellen Risiken. Mit Ausnahme der Bilanzierung von Sicherungsgeschäften ist der Standard rückwirkend anzuwenden, jedoch ist die Angabe von Vergleichsinformationen nicht erforderlich. Die Vorschriften für die Bilanzierung von Sicherungsgeschäften sind im Allgemeinen bis auf wenige Ausnahmen prospektiv anzuwenden.
Der neue Standard ist für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2018 beginnen. Der GRENKE Konzern wird IFRS 9 erstmalig auf das Geschäftsjahr beginnend am 1. Januar 2018 anwenden. Der Konzern rechnet bei der Anwendung der Klassifizierungs- und Bewertungsvorschriften von IFRS 9 nicht mit erheblichen Auswirkungen auf seine Bilanz oder das Eigenkapital. Kredite und Forderungen werden gehalten, um die vertraglichen Cashflows zu vereinnahmen, hierbei ist zu prüfen, ob vertragliche Cashflows ausschließlich Tilgungs- und Zinszahlungen auf den ausstehenden Betrag darstellen (SPPI-Test). Es wird damit gerechnet, dass Kredite und Forderungen nach IFRS 9 auch weiterhin zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet werden. Für als Vermögenswerte ausgewiesene Eigenkapitalinstrumente wird voraussichtlich das Wahlrecht zur erfolgsneutralen Bewertung zum beizulegenden Zeitwert ausgeübt. Alle bisher zum beizulegenden Zeitwert gehaltenen finanziellen Vermögenswerte (Derivate) werden auch weiterhin zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden. Die Einführung des neuen Wertminderungsmodells auf den Konzernabschluss wird sich dahingegen auswirken, da es zu einer früheren Erfassung von Wertminderungen kommt. Für die Leasingforderungen ist es nicht geplant den vereinfachten Ansatz anzuwenden. Es wird mit einem leicht reduzierten Eigenkapital gerechnet, wobei noch detailliertere Analysen aller relevanten und belastbaren Informationen notwendig sind um die genaue Höhe der Auswirkung zu ermitteln. Hinsichtlich der Bilanzierung von Sicherungsgeschäften geht der GRENKE Konzern davon aus, dass alle derzeit als effektive Sicherungsbeziehungen designierten Sicherungsgeschäfte auch die nach IFRS 9 vorgesehenen Kriterien für die Bilanzierung als Sicherungsgeschäft erfüllen. Insofern wird dies voraussichtlich zu keiner Auswirkung im Konzernabschluss führen. Die genauen Auswirkungen aus den genannten Sachverhalten auf den GRENKE Konzern werden derzeit weiterhin untersucht. Die Beurteilung kann sich aufgrund weiterer detaillierter Analysen oder zusätzlicher Informationen die dem Konzern in der Zukunft zur Verfügung gestellt werden jedoch noch ändern.
IFRS 15 "Erlöse aus Verträgen mit Kunden"
Der Standard führt ein fünfstufiges Modell für die Bilanzierung von Umsatzerlösen aus Verträgen mit Kunden ein. Nach IFRS 15 werden Umsatzerlöse in Höhe der Gegenleistung erfasst, mit der ein Unternehmen im Gegenzug für die Übertragung von Gütern oder Dienstleistungen auf einen Kunden rechnen kann (der Transaktionspreis im Sinne von IFRS 15). Umsatzerlöse werden realisiert, wenn der Kunde die Verfügungsmacht über die Güter oder Dienstleistungen erhält. IFRS 15 enthält ferner Vorgaben zum Ausweis. Zudem fordert der neue Standard die Offenlegung einer Reihe quantitativer und qualitativer Informationen, um Nutzer des Konzernabschlusses in die Lage zu versetzen, die Art, die Höhe, den zeitlichen Anfall sowie die Unsicherheit von Umsatzerlösen und Zahlungsströmen aus Verträgen mit Kunden zu verstehen. Der neue Standard zu Umsatzerlösen wird alle derzeit bestehenden Vorschriften zur Umsatzrealisierung (IAS 11, "Fertigungsaufträge", und IAS 18, "Umsatzerlöse") sowie die dazugehörigen Interpretationen nach IFRS ersetzen. Für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Januar 2018 beginnen, ist entweder die vollständige retrospektive Anwendung oder eine modifizierte retrospektive Anwendung vorgeschrieben. Untersucht wird die Aufteilung des Transaktionspreises auf verschiedene Leistungsverpflichtungen. Der GRENKE Konzern prüft derzeit, welche Auswirkungen die Anwendung von IFRS 15 auf den Konzernabschluss der Gesellschaft hat. Basierend auf den ersten durchgeführten Analysen, werden keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzernabschluss erwartet, da bisher nur wenige Erlöse aus langfristigen bzw. Mehrkomponentenverträge im Konzern generiert werden. Bei den neuen Vorschriften zu den Prinzipal-Agenten-Verhältnissen wird aktuell eine Untersuchung durchgeführt zu der noch keine fundierten Ergebnisse vorliegen. Noch nicht entschieden ist, wie bei möglichen Änderungen die erstmalige Anwendung dargestellt wird (z. B. vollständig retrospektiv, Übergangsmethode oder Anwendung der Ausnahmeregelung).
IFRS 16 "Leasingverhältnisse"
Das IASB hat im Januar 2016 den neuen Standard IFRS 16 "Leasingverhältnisse" veröffentlicht. IFRS 16 ersetzt den bisherigen Standard zur Leasingbilanzierung IAS 17 sowie die Interpretationen IFRIC 4, SIC-15 und SIC-27. Der Standard ist verpflichtend ab dem 1. Januar 2019 anzuwenden. Die freiwillige vorzeitige Anwendung ist gestattet, jedoch nur, wenn zu diesem Zeitpunkt auch IFRS 15 "Erlöse aus Verträgen mit Kunden" angewendet wird. Die wesentlichen Neuerungen durch IFRS 16 betreffen die Bilanzierung beim Leasingnehmer. Die Unterscheidung in Operate Lease und Finance Lease beim Leasingnehmer entfällt. So hat beim Leasingnehmer für alle Leasingverhältnisse der Bilanzansatz von Vermögenswerten für die erlangten Nutzungsrechte (sogenannter "Right-of-Use-Approach") und von Verbindlichkeiten für die eingegangenen Zahlungsverpflichtungen zu erfolgen. Anwendungserleichterungen werden für Leasinggegenstände von niedrigem Wert (sogenannte "low value"-Leases) und für kurzfristige Leasingverhältnisse mit einer Laufzeit bis zu einem Jahr eingeräumt. Für Leasinggegenstände von niedrigem Wert gilt diese Vereinfachung sogar, wenn diese in Summe als wesentlich einzustufen sind. Die Anwendungserleichterungen bestehen in einem Wahlrecht zur Anwendung der Ansatz- und Ausweisvorschriften des IFRS 16. Die Bilanzierungsvorschriften für Leasinggeber wurden geringfügig verändert und entsprechen weitestgehend den bisherigen Regelungen des IAS 17. Dadurch, dass die Bilanzierungsvorschriften für Leasinggeber weitestgehend den bisherigen Regelungen des IAS 17 entsprechen werden, wird der neue Standard voraussichtlich keine wesentliche Auswirkung auf den Konzernabschluss der GRENKE AG als Leasinggeber haben. Die geänderte Bilanzierung bei Leasingverhältnissen, bei denen der GRENKE Konzern Leasingnehmer ist, wird sich auf den Konzernabschluss auswirken.# Allgemeine Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze
3.1 Zusammensetzung des Konzerns
Der Konzern besteht aus 33 (Vorjahr: 32) konsolidierten Unternehmen, davon sind fünf (Vorjahr: fünf) konsolidierte strukturierte Unternehmen. An 29 (Vorjahr: 28) der vom Konzern beherrschten Unternehmen hält der Konzern direkt oder indirekt eine 100-prozentige Kapitalbeteiligung. Vier (Vorjahr: vier) der konsolidierten Unternehmen werden von Dritten gehalten, dabei handelt es sich bei drei strukturierten Unternehmen um Beteiligungsunternehmensteile (Silos). Weiterhin ist ein (Vorjahr: ein) assoziiertes Unternehmen im Konzern nach der Equity-Methode bilanziert. Aufgrund der untergeordneten Bedeutung wurde für ein Unternehmen auf eine Einbeziehung in den Konzernabschluss verzichtet.
Der Konzernabschluss beinhaltet alle Vermögenswerte und Schulden sowie alle Aufwendungen und Erträge der GRENKE AG und ihrer beherrschten Konzerngesellschaften (im Folgenden auch "GRENKE Konzern" genannt) nach Eliminierung aller wesentlichen konzerninternen Transaktionen. Im Rahmen der Konzernabschlusserstellung kommen konzernweit einheitliche Rechnungslegungsgrundsätze zur Anwendung.
Beteiligungsunternehmen werden ab dem Zeitpunkt konsolidiert, an dem der GRENKE Konzern Beherrschung erlangt. Die Konsolidierung endet mit dem Zeitpunkt, zu dem keine Möglichkeit zur beherrschenden Einflussnahme mehr vorliegt.
Tochterunternehmen
Tochterunternehmen sind Unternehmen, welche aufgrund der Anteile direkt oder indirekt vom Konzern gehalten werden und über die die GRENKE AG Beherrschung ausübt. Beherrschung liegt vor, wenn die GRENKE AG aufgrund bestehender Rechte die Fähigkeit hat, die relevanten Aktivitäten des untergeordneten Unternehmens im Rahmen der Verfügungsgewalt zu bestimmen, dabei variablen Rückflüssen ausgesetzt ist und eine Verbindung zwischen Verfügungsgewalt und Höhe der variablen Rückflüsse besteht.
Strukturierte Unternehmen
Strukturierte Unternehmen sind Unternehmen, bei denen nicht die Stimmrechte oder vergleichbare Rechte der dominante Faktor bei der Festlegung der Beherrschung sind. Dies ist beispielsweise der Fall, wenn Stimmrechte sich nur auf Verwaltungsaufgaben beziehen und die relevanten Aktivitäten durch vertragliche Vereinbarungen gesteuert werden.
Assoziierte Unternehmen
Assoziierte Unternehmen werden nach der Equity-Methode in den Konzernabschluss einbezogen. Assoziierte Unternehmen sind Unternehmen, bei denen der Konzern einen maßgeblichen Einfluss in Bezug auf die Finanz- und Geschäftspolitik ausüben kann; dies geschieht in der Regel durch mittel- oder unmittelbare Stimmrechtsanteile von 20 % bis 50 %. Dabei liegt weder Beherrschung noch gemeinschaftliche Führung der Entscheidungsprozesse vor.
Assoziierte Unternehmen werden im Konzernabschluss nach der Equity-Methode bilanziert und erstmalig mit den Anschaffungskosten angesetzt. Der Anteil der GRENKE AG am Ergebnis des assoziierten Unternehmens nach Erwerb wird in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung erfasst, der Anteil an erfolgsneutralen Veränderungen des Eigenkapitals unmittelbar im Konzern-Eigenkapital.
Übersicht GRENKE Konzern - Aufstellung des Anteilsbesitzes gemäß § 313 Abs. 2 HGB
| Tochterunternehmen sowie strukturierte Unternehmen | Sitz | Kapitalanteil 31.12.2016 | Kapitalanteil 31.12.2015 |
|---|---|---|---|
| Inland | |||
| GRENKE Service AG | Baden-Baden | 100 % | 100 % |
| Grenke Investitionen Verwaltungs Kommanditgesellschaft auf Aktien (direkt 84,4 %, 15,6 % indirekt über GRENKE Service AG) | Baden-Baden | 100 % | 100 % |
| GRENKE BANK AG | Baden-Baden | 100 % | 100 % |
| GRENKEFACTORING GmbH | Baden-Baden | 100 % | 100 % |
| Ausland | |||
| GRENKELEASING s.r.o. | Prag/Tschechien | 100 % | 100 % |
| GRENKE ALQUILER S.L.1) | Barcelona/Spanien | 100 % | 100 % |
| Grenkefinance N.V. | Vianen/Niederlande | 100 % | 100 % |
| GRENKE RENT S.L.1) | Madrid/Spanien | 100 % | 100 % |
| GRENKELEASING AG | Zürich/Schweiz | 100 % | 100 % |
| GRENKELEASING GmbH | Wien/Österreich | 100 % | 100 % |
| GRENKELEASING ApS | Herlev/Dänemark | 100 % | 100 % |
| GRENKE LIMITED | Dublin/Irland | 100 % | 100 % |
| GRENKE FINANCE Plc. | Dublin/Irland | 100 % | 100 % |
| GRENKE LOCATION SAS | Schiltigheim/Frankreich | 100 % | 100 % |
| GRENKE Locazione S.r.l. | Mailand/Italien | 100 % | 100 % |
| GRENKELEASING AB | Stockholm/Schweden | 100 % | 100 % |
| GRENKE LEASE Sprl2) | Brüssel/Belgien | 100 % | 100 % |
| Grenke Leasing Ltd. | Guildford/Großbritannien | 100 % | 100 % |
| GRENKELEASING Sp. z o.o. | Posen/Polen | 100 % | 100 % |
| GRENKELEASING Magyarország Kft. | Budapest/Ungarn | 100 % | 100 % |
| S.C. Grenke Renting S.R.L | Bukarest/Rumänien | 100 % | 100 % |
| GRENKE RENTING S.A. | Lissabon/Portugal | 100 % | 100 % |
| GRENKELEASING s.r.o. | Bratislava/Slowakei | 100 % | 100 % |
| GRENKELEASING Oy | Vantaa/Finnland | 100 % | 100 % |
| GRENKELOCATION SARL | Munsbach/Luxemburg | 100 % | 100 % |
| GRENKEFACTORING AG | Basel/Schweiz | 100 % | 100 % |
| GRENKELEASING d.o.o. | Ljubljana/Slowenien | 100 % | 100 % |
| GRENKE Kiralama Ltd. Sti. | Istanbul/Türkei | 100 % | -- |
| FCT "GK"-COMPARTMENT "G2"3) | Pantin/Frankreich | 100 % | 100 % |
| FCT "GK"-COMPARTMENT "G3" | Pantin/Frankreich | 0 % | 0 % |
| Opusalpha Purchaser II Limited | Dublin/Irland | 0 % | 0 % |
| Kebnekaise Funding Limited | St. Helier/Jersey | 0 % | 0 % |
| CORAL PURCHASING Limited | St. Helier/Jersey | 0 % | 0 % |
| Assoziierte Unternehmen | |||
| Cash Payment Solution GmbH | Berlin | 25,01 % | 25,01 % |
1) Die Rechtsform der spanischen Gesellschaften GRENKE RENT und GRENKE ALQUILER wurde im Dezember 2016 von einer S.A. (Sociedad Anónima) in eine S.L (Sociedad Limitada) geändert.
2) GRENKE AG ist mit 1.749 TEUR (von insgesamt 1.750 TEUR) am Tochterunternehmen GRENKE LEASE Sprl in Brüssel/Belgien direkt und über ihr deutsches Tochterunternehmen GRENKE Service AG mit 1 TEUR indirekt beteiligt.
3) Die GRENKE AG ist indirekt über das irische Tochterunternehmen GRENKE FINANCE Plc. und das deutsche Tochterunternehmen GRENKE Service AG mit jeweils 50 % beteiligt. Für Erläuterungen hinsichtlich der Neuzugänge im Geschäftsjahr verweisen wir auf Tz. 6.1.
3.2 Währungsumrechnung
Die Einzelabschlüsse der ausländischen Konzerngesellschaften werden nach dem Konzept der funktionalen Währung in Euro umgerechnet. Die funktionale Währung sämtlicher ausländischer Geschäftsbetriebe ist die jeweilige Landeswährung.
Die Vermögenswerte und Schulden ausländischer Tochterunternehmen, deren funktionale Währung nicht der Euro ist, werden mit dem Stichtagskurs am Bilanzstichtag in Euro umgerechnet. Die Umrechnung der Erträge und Aufwendungen dieser Tochterunternehmen erfolgt zum Durchschnittskurs des Geschäftsjahres. Die bei der Umrechnung entstehenden Umrechnungsdifferenzen werden erfolgsneutral als separater Bestandteil des Eigenkapitals erfasst. Bei Veräußerung eines ausländischen Geschäftsbetriebs wird der im Eigenkapital für diesen ausländischen Geschäftsbetrieb erfasste kumulative Betrag erfolgswirksam aufgelöst.
Transaktionen, die auf eine von der funktionalen Währung eines Tochterunternehmens abweichende Währung lauten, werden zunächst zu dem am Tag des Geschäftsvorfalls gültigen Kassakurs in die funktionale Währung umgerechnet. Monetäre Vermögenswerte und Schulden in einer Fremdwährung werden zu jedem Stichtag unter der Verwendung des Stichtagskurses in die funktionale Währung umgerechnet. Daraus resultierende Währungsdifferenzen werden erfolgswirksam erfasst. Nicht monetäre Posten in Fremdwährung werden zu historischen Wechselkursen fortgeführt.
Der Währungsumrechnung lagen die folgenden wesentlichen Wechselkurse zugrunde:
| Stichtagskurs 31.12.2016 | Durchschnittskurs 2016 | Stichtagskurs 31.12.2015 | Durchschnittskurs 2015 | |
|---|---|---|---|---|
| CHF | 1,0739 | 1,0902 | 1,0835 | 1,0679 |
| GBP | 0,8562 | 0,8195 | 0,7340 | 0,7258 |
3.3 Leasingverhältnisse
Als Leasingvereinbarung gilt eine Vereinbarung, bei der der Leasinggeber dem Leasingnehmer gegen eine Zahlung oder eine Reihe von Zahlungen das Recht auf Nutzung eines Vermögenswerts für einen vereinbarten Zeitraum überträgt. Leasingverträge sind als Operatingleasing oder Finanzierungsleasing zu klassifizieren. Die Feststellung, ob eine Vereinbarung ein Leasingverhältnis ist oder enthält, erfolgt auf Grundlage des wirtschaftlichen Gehalts der Vereinbarung zu Vertragsbeginn aufgrund der Einschätzung, ob die Erfüllung der Vereinbarung von der Nutzung eines bestimmten Vermögenswerts abhängt und die Vereinbarung ein Recht auf Nutzung des Vermögenswerts überträgt.
Der Konzern als Leasinggeber
Finanzierungsleasingverhältnisse
Bei einem Finanzierungsleasingverhältnis werden alle wesentlichen mit dem rechtlichen Eigentum verbundenen Risiken und Chancen vom Leasinggeber auf den Leasingnehmer übertragen. Vermögenswerte aus Finanzierungsleasingverhältnissen werden bei erstmaligem Ansatz in der Bilanz als Leasingforderungen in Höhe des Nettoinvestitionswerts, das heißt des Barwerts der Restforderungen aller am Ende eines Geschäftsjahres bestehenden Leasingverträge, angesetzt. Die Leasingzahlungen werden so in Zinszahlungen und Tilgung aufgeteilt, dass eine konstante periodische Verzinsung der Forderung erzielt wird.
Anfängliche direkte Kosten, wie zum Beispiel Händlerprovisionen, die im Zusammenhang mit dem Vertragsabschluss entstehen, werden bei der Berechnung des Nettoinvestitionswerts berücksichtigt. Diese anfänglichen direkten Kosten werden bei Entstehen im Ergebnis aus dem Neugeschäft ergebniswirksam angesetzt. Im Ergebnis aus dem Neugeschäft werden zudem Erlöse aus Vormieten, das heißt die Vergütung für die Nutzung des Leasingobjektes durch den Leasingnehmer für den Zeitraum zwischen Übergabe des Objektes bis zur Ausstellung des Mietannahmeschreibens, ausgewiesen. Ein weiterer Bestandteil des Ergebnisses aus dem Neugeschäft sind Provisionen, die aufwandswirksam nicht in den Nettoinvestitionswert der Leasingforderungen einbezogen werden.
Operatingleasingverhältnisse
Leasingverhältnisse, bei denen nicht alle wesentlichen mit dem Eigentum verbundenen Chancen und Risiken vom GRENKE Konzern auf den Leasingnehmer übertragen werden, werden als Operatingleasingverhältnisse klassifiziert.# Anfängliche direkte Kosten, die bei den Verhandlungen und beim Abschluss eines Operatingleasingvertrags entstehen, werden dem Buchwert des Leasinggegenstands hinzugerechnet und zusammen mit diesem über die Laufzeit des Leasingvertrags auf den Restwert abgeschrieben. Bedingte Mietzahlungen werden in der Periode als Ertrag erfasst, in der sie erwirtschaftet werden. Die Gegenstände aus Operatingleasingverhältnissen sind in der Bilanz entsprechend der Art dieser Vermögenswerte in der Regel als Sachanlagen ausgewiesen (siehe Tz. 5.7). Nach Ablauf des ursprünglichen Leasingvertrages besteht die Möglichkeit der Verlängerung des Vertragsverhältnisses bzw. des Abschlusses eines Anschlussvertrags. Dies führt zu einer Neubeurteilung des Leasingverhältnisses. Für die Fälle, in denen die Kriterien eines Operatingleasingverhältnisses erfüllt sind, wird mit Beginn der Verlängerungsphase der Leasinggegenstand als Vermögenswert der Sachanlagen dargestellt.
Der Konzern als Leasingnehmer
Finanzierungsleasingverhältnisse
Finanzierungsleasingverhältnisse, bei denen alle wesentlichen mit dem Eigentum verbundenen Chancen und Risiken an dem übertragenen Vermögenswert auf den GRENKE Konzern übertragen werden, führen zur Aktivierung des Leasinggegenstands zum Zeitpunkt des Abschlusses des Leasingverhältnisses zum beizulegenden Zeitwert des Leasinggegenstands oder mit dem Barwert der Mindestleasingzahlungen, sofern dieser Wert niedriger ist. Leasingzahlungen werden so in Finanzaufwendungen und den Tilgungsanteil der Restschuld aufgeteilt, sodass über die Periode ein konstanter Zinssatz auf die verbliebene Leasingschuld entsteht. Finanzaufwendungen werden sofort erfolgswirksam erfasst. Ist der Eigentumsübergang auf den GRENKE Konzern am Ende der Laufzeit des Leasingverhältnisses nicht hinreichend sicher, so werden die aktivierten Leasingobjekte über den kürzeren der beiden Zeiträume aus erwarteter Nutzungsdauer und Laufzeit des Leasingverhältnisses vollständig abgeschrieben.
Operatingleasingverhältnisse
Leasingzahlungen für Operatingleasingverhältnisse werden linear über die Laufzeit des Leasingverhältnisses als Aufwand in der Gewinn- und Verlustrechnung unter dem Vertriebs- und Verwaltungsaufwand erfasst. Bedingte Mietzahlungen werden in der Periode als Aufwand erfasst, in der sie angefallen sind.
3.4 Bemessung der beizulegenden Zeitwerte
Der GRENKE Konzern bewertet derivative Finanzinstrumente zu beizulegenden Zeitwerten. Zudem sind die beizulegenden Zeitwerte von Finanzinstrumenten, die zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert werden, in Tz. 7.4 dargestellt. Der beizulegende Zeitwert ist der Preis, den man in einer gewöhnlichen Transaktion zwischen Marktteilnehmern am Bewertungsstichtag unter aktuellen Marktbedingungen im Rahmen eines geordneten Geschäftsvorfalls beim Verkauf des Vermögenswerts erhalten würde oder bei der Übertragung einer Schuld zu zahlen hätte. Bei der Bemessung des beizulegenden Zeitwerts wird davon ausgegangen, dass der Geschäftsvorfall, in dessen Rahmen der Verkauf des Vermögenswerts oder die Übertragung der Schuld erfolgt, entweder auf dem Hauptmarkt für den Vermögenswert oder die Übertragung der Schuld stattfindet oder auf dem vorteilhaftesten Markt für den Vermögenswert bzw. die Schuld, sofern kein Hauptmarkt vorhanden ist. Die Ermittlung des beizulegenden Zeitwertes erfolgt zeitpunktbezogen unter der Anwendung der Annahmen, die die repräsentativen Marktteilnehmer bei ihrer Preisbildung berücksichtigen würden. Bei der Preisbildung wird davon ausgegangen, dass die Marktteilnehmer in ihrem besten wirtschaftlichen Interesse handeln. Bei der Bemessung der beizulegenden Zeitwerte von nicht finanziellen Vermögenswerten wird die Fähigkeit des Marktteilnehmers berücksichtigt, durch die höchste und beste Verwendung des Vermögenswerts oder durch dessen Verkauf an einen anderen Marktteilnehmer, der für den Vermögenswert die höchste und beste Verwendung findet, wirtschaftlichen Nutzen zu erzeugen.
Bei der Bestimmung des beizulegenden Zeitwertes eines Vermögenswertes oder einer Schuld verwendet der GRENKE Konzern so weit wie möglich am Markt beobachtbare Daten. Basierend auf den in den Bewertungstechniken verwendeten Inputfaktoren, werden die beizulegenden Zeitwerte in unterschiedliche Stufen in der Bemessungshierarchie ("Fair-Value-Hierarchie") eingeordnet:
- Stufe 1: Notierte (unbereinigte) Preise auf aktiven Märkten für identische Vermögenswerte oder Schulden
- Stufe 2: Bewertungsverfahren, bei denen sämtliche Inputfaktoren, die sich wesentlich auf den erfassten beizulegenden Zeitwert auswirken, entweder direkt oder indirekt beobachtbar sind
- Stufe 3: Bewertungsverfahren, die Inputfaktoren verwenden, die sich wesentlich auf den erfassten beizulegenden Zeitwert auswirken und nicht auf beobachtbaren Marktdaten basieren
Wenn die zur Bestimmung des beizulegenden Zeitwertes eines Vermögenswertes oder einer Schuld verwendeten Inputfaktoren in unterschiedliche Stufen der Bemessungshierarchie eingeordnet werden können, wird die Bewertung zum beizulegenden Zeitwert in ihrer Gesamtheit der Stufe der Bemessungshierarchie zugeordnet, die dem niedrigsten Inputfaktor entspricht, der für die Bewertung insgesamt wesentlich ist. Der GRENKE Konzern erfasst Umgruppierungen zwischen verschiedenen Stufen der Bemessungshierarchie zum Ende der Berichtsperiode, in der die Änderung eingetreten ist. Umbuchungen zwischen den drei Stufen der Bemessungshierarchie fanden im abgelaufenen Geschäftsjahr nicht statt.
3.5 Finanzinstrumente
Klassen von Finanzinstrumenten
Finanzinstrumente im Anwendungsbereich von IFRS 7 werden in Anlehnung an die Bilanzpositionen in folgende Klassen unterteilt: Zahlungsmittel, Finanzinstrumente mit positivem beizulegendem Zeitwert ohne Sicherungsbeziehung, Leasingforderungen (performend), Leasingforderungen (nicht performend), Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, sonstige finanzielle Vermögenswerte, Verbindlichkeiten aus der Refinanzierung der Leasingforderungen, Verbindlichkeiten aus dem Einlagengeschäft, Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, Bankschulden, Finanzinstrumente mit negativem beizulegendem Zeitwert ohne Sicherungsbeziehung, Finanzinstrumente mit negativem beizulegendem Zeitwert mit Sicherungsbeziehung.
Zum Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten betreffen ausschließlich Derivate. Die weiteren finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten sind bis auf die performenden Leasingforderungen zu (fortgeführten) Anschaffungskosten bewertet.
Derivate
Die im GRENKE Konzern eingesetzten derivativen Finanzinstrumente (Derivate), sofern sie nicht als Sicherungsinstrument in einem Sicherungszusammenhang nach IAS 39 eingesetzt sind, werden als zu Handelszwecken gehaltene Vermögenswerte klassifiziert und damit zwangsweise sowohl im Rahmen der Erst- als auch der Folgebewertung erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet. Die Beurteilung, ob ein Vertrag ein eingebettetes Derivat enthält, wird zum Zeitpunkt vorgenommen, zu dem das Unternehmen erstmals Vertragspartei wird. Die eingebetteten Derivate werden vom Basisvertrag getrennt, wenn dieser nicht zum beizulegenden Zeitwert erfolgswirksam erfasst wird und eine Analyse ergibt, dass die wirtschaftlichen Merkmale und Risiken des eingebetteten Derivats nicht eng mit den wirtschaftlichen Merkmalen und Risiken des Basisvertrags verbunden sind.
Im GRENKE Konzern werden nur Zinsderivate zur Absicherung von Zahlungsströmen aus der Wertänderung von Zinsen als Bilanzierung von Sicherungsbeziehungen (Hedge-Accounting) bilanziert. Diese Zinsswap-Kontrakte werden den variablen Zahlungsströmen der Grundgeschäfte aus Anleihen und Privatplatzierungen sowie den variablen Zahlungsströmen aus den Grundgeschäften der ABCP- und ABS-Refinanzierung zugeordnet. Die Veränderung des beizulegenden Zeitwerts der Zinsswaps weist der Konzern nach Berücksichtigung von latenten Steuern im Posten Sonstiges Ergebnis (Hedging-Rücklage) aus. Ineffektivitäten werden ergebniswirksam erfasst. Die zugrunde liegende Effektivitätsmessung wird zu jedem Stichtag, zu dem Abschlüsse veröffentlicht werden, auf der Basis der "Hypothetische-Derivate-Methode" vorgenommen. Weitere Ausführungen sind unter Tz. 7.3 erläutert.
Finanzielle Vermögenswerte
Finanzielle Vermögenswerte werden in Abhängigkeit vom Einzelfall entsprechend IAS 39 als finanzielle Vermögenswerte, die erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, als Kredite und Forderungen, als bis zur Endfälligkeit gehaltene Finanzinvestitionen oder als zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte kategorisiert. Forderungen aus Finanzierungsleasing werden gemäß IAS 17 eingestuft. Wir verweisen auf Tz. 3.3.
Kategorie Kredite und Forderungen
Kredite und Forderungen sind nicht derivative finanzielle Vermögenswerte mit festen oder bestimmbaren Zahlungen, die nicht in einem aktiven Markt notiert sind. Die Kredite und Forderungen des Konzerns werden in der Bilanz unter Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, sonstige finanzielle Vermögenswerte sowie unter Zahlungsmittel ausgewiesen.
Kategorie Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte
Unter dieser Kategorie sind ausschließlich Eigenkapitalinstrumente sowie sonstige Beteiligungen enthalten, welche zu Anschaffungskosten bilanziert werden. Anlagen in Eigenkapitalinstrumente werden zum beizulegenden Zeitwert bewertet, wenn dieser verlässlich ermittelt werden kann. Unrealisierte Gewinne und Verluste werden nach Berücksichtigung von latenten Ertragsteueraufwendungen im Posten Sonstiges Ergebnis nach Steuern ausgewiesen. Sofern ein beizulegender Zeitwert nicht verlässlich ermittelbar ist, werden die zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerte zu Anschaffungskosten bewertet.# GRENKE Konzern
3.5 Finanzinstrumente
Dies ist bei Eigenkapitalinstrumenten der Fall, für die kein auf einem aktiven Markt notierter Preis vorliegt und wesentliche Parameter zur Bestimmung des beizulegenden Zeitwerts mithilfe von Bewertungsmodellen nicht mit hinreichender Sicherheit ermittelt werden können.
Andere Kategorien
Der GRENKE Konzern hält zum Stichtag keine finanziellen Vermögenswerte in der Kategorie bis zur Endfälligkeit gehaltene Finanzinstrumente sowie bis auf die Derivate keine erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Vermögenswerte.
Ansatz und Bewertung von finanziellen Vermögenswerten
Die finanziellen Vermögenswerte werden bei der erstmaligen Erfassung zum beizulegenden Zeitwert bewertet. Im Falle von anderen Finanzinvestitionen als solchen, die erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert zu bewerten sind, werden darüber hinaus Transaktionskosten berücksichtigt, die direkt dem Erwerb des Vermögenswerts zuzurechnen sind. Die Zuordnung der finanziellen Vermögenswerte in die Bewertungskategorien erfolgt nach ihrem erstmaligen Ansatz. Umwidmungen werden, sofern diese zulässig sind und erforderlich erscheinen, zum Ende eines jeden Geschäftsjahres vorgenommen. Dies ist in den Berichtszeiträumen jedoch nicht erfolgt.
Alle marktüblichen Käufe und Verkäufe von finanziellen Vermögenswerten werden am Erfüllungstag bilanziert. Marktübliche Käufe und Verkäufe sind Transaktionen von finanziellen Vermögenswerten, welche die Lieferung der Vermögenswerte innerhalb eines durch Marktvorschriften oder -konventionen festgelegten Zeitraums vorschreiben.
Nach der erstmaligen Erfassung werden die Kredite und Forderungen zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Anwendung der Effektivzinsmethode abzüglich Wertberichtigung für Wertminderungen bewertet. Fortgeführte Anschaffungskosten werden unter Berücksichtigung sämtlicher Disagien und Agien beim Erwerb berechnet und beinhalten sämtliche Gebühren, die ein integraler Teil des Effektivzinssatzes und der Transaktionskosten sind. Gewinne und Verluste werden im Periodenergebnis erfasst, wenn die Kredite und Forderungen ausgebucht oder wertgemindert sind, sowie im Rahmen von Amortisationen.
Wertminderung von finanziellen Vermögenswerten
Der GRENKE Konzern ermittelt an jedem Bilanzstichtag, ob eine Wertminderung eines finanziellen Vermögenswerts oder einer Gruppe von finanziellen Vermögenswerten vorliegt. Besteht ein objektiver Hinweis darauf, dass eine Wertminderung bei mit fortgeführten Anschaffungskosten bilanzierten Krediten und Forderungen eingetreten ist, ergibt sich die Höhe des Verlusts als Differenz zwischen dem Buchwert des Vermögenswerts und dem Barwert der erwarteten künftigen Cashflows (mit Ausnahme erwarteter künftiger noch nicht eingetretener Kreditausfälle), abgezinst mit dem ursprünglichen Effektivzinssatz des finanziellen Vermögenswerts (das heißt dem bei erstmaligem Ansatz ermittelten Effektivzinssatz). Als objektive Hinweise auf eine Wertminderung zählen Anzeichen dafür, dass der Schuldner erhebliche finanzielle Schwierigkeiten erlebt, die durch Ausfall oder Verzug von Zins- oder Tilgungszahlungen gekennzeichnet sind. Daneben werden das bisherige Zahlungsverhalten, die Altersstruktur, eine substanzielle Verschlechterung der Kreditwürdigkeit sowie eine hohe Wahrscheinlichkeit einer Insolvenz eines Schuldners berücksichtigt. Der Buchwert des Vermögenswerts wird unter Verwendung eines Wertberichtigungskontos reduziert. Der Wertminderungsaufwand wird ergebniswirksam in der Position Schadensabwicklung und Risikovorsorge erfasst. Verringert sich die Höhe der Wertberichtigung in einer der folgenden Berichtsperioden und kann diese Verringerung objektiv auf einen nach der Erfassung der Wertminderung aufgetretenen Sachverhalt zurückgeführt werden, wird die früher erfasste Wertberichtigung rückgängig gemacht. Die Wertaufholung ist der Höhe nach auf die fortgeführten Anschaffungskosten zum Zeitpunkt der Wertaufholung beschränkt. Die Wertaufholung wird ergebniswirksam in der Position Schadensabwicklung und Risikovorsorge erfasst.
Bei den Forderungen aus gekündigten Leasingverträgen bzw. aus rückständigen Zahlungen auf laufende Leasingverträge ("nicht performende Leasingforderungen") werden die Ausfallrisiken durch pauschalierte Einzelwertberichtigungen in ausreichender Höhe berücksichtigt. Im GRENKE Konzern wird ein Leasingvertrag überwiegend als "nicht performende Leasingforderung" behandelt, sobald die zweite Leasingrate ausbleibt. In den meisten Fällen wird der Vertrag dann gekündigt und der Barwert der ausstehenden Raten als Schadensersatz geltend gemacht. Dieser Betrag wird als wertgemindert angesehen. Der Ausweis in der Gewinn- und Verlustrechnung erfolgt in der Position Schadensabwicklung und Risikovorsorge.
Besteht ein objektiver Hinweis, dass eine Wertminderung bei den in der Kategorie zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerte bilanzierten Eigenkapitalinstrumenten eingetreten ist, ergibt sich die Höhe des Verlusts als Differenz zwischen dem Buchwert des Vermögenswerts und dem Barwert der erwarteten künftigen Cashflows. Nach einer erfolgten Wertminderung können keine ergebniswirksamen Zuschreibungen mehr vorgenommen werden.
Ausbuchung von finanziellen Vermögenswerten
Ein finanzieller Vermögenswert (bzw. ein Teil eines finanziellen Vermögenswerts oder ein Teil einer Gruppe ähnlicher finanzieller Vermögenswerte) wird einschließlich der damit verbundenen Wertberichtungen ausgebucht, wenn die Voraussetzungen des IAS 39 "Finanzinstrumente: Ansatz und Bewertung" erfüllt sind. Dies ist im GRENKE Konzern üblicherweise der Fall, wenn sie als uneinbringlich eingestuft werden und sämtliche Sicherheiten in Anspruch genommen und verwertet wurden. Wenn der GRENKE Konzern seine vertraglichen Rechte auf Cashflows aus einem Vermögenswert überträgt, aber im Wesentlichen alle Chancen und Risiken, die mit dem Eigentum an diesem Vermögenswert verbunden sind, weder überträgt noch zurückbehält und dabei auch die Verfügungsmacht an dem übertragenen Vermögenswert zurückbehält, erfasst er den übertragenen Vermögenswert weiter im Umfang seines anhaltenden Engagements.
Zahlungsmittel
Die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente in der Konzernbilanz bestehen aus Kassenbeständen und Guthaben bei Kreditinstituten sowie Zentralbanken mit einer Laufzeit von weniger als drei Monaten. Zahlungsmittel werden zu Anschaffungskosten bewertet. Für Zwecke der Kapitalflussrechnung werden kurzfristige Kontokorrentschulden von den Zahlungsmitteln abgezogen.
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige finanzielle Vermögenswerte
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstige finanzielle Vermögenswerte werden beim erstmaligen Ansatz zu den beizulegenden Zeitwerten erfasst, im Rahmen der Folgebewertung bewertet der GRENKE Konzern diese zu fortgeführten Anschaffungskosten.
Finanzielle Verbindlichkeiten
Finanzielle Verbindlichkeiten werden bei ihrem erstmaligen Ansatz zum beizulegenden Zeitwert und nach Abzug von Transaktionskosten angesetzt. In den Folgeperioden werden sie mit den fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert. Die in Abzug gebrachten Transaktionskosten sowie eventuell angefallene Disagien werden dabei über die Laufzeit unter Anwendung der Effektivzinsmethode über die Gewinn- und Verlustrechnung amortisiert.
Bei Verbindlichkeiten aus der Refinanzierung, die aus dem Verkauf von Leasingforderungen an den jeweiligen Refinanzierer resultieren, erfolgt der Ansatz in Höhe des Barwerts der noch an die Refinanzierer zu leistenden Zahlungen. Als Diskontierungszins wird bei fest verzinslichen Darlehen der ursprünglich vereinbarte Zinssatz verwendet. Bei der Rückzahlung sind die regelmäßigen Zahlungen in einen Zins- und einen Tilgungsanteil aufzuteilen. Die Zinsanteile werden unter den Aufwendungen aus der Verzinsung der Refinanzierung ausgewiesen.
Eine finanzielle Garantie ist ein Vertrag, bei dem der Garantiegeber zur Leistung bestimmter Zahlungen verpflichtet ist, die den Garantienehmer für einen Verlust entschädigen, der entsteht, weil ein bestimmter Schuldner seinen Zahlungsverpflichtungen nicht fristgemäß und den Bedingungen des Schuldinstruments entsprechend nachkommt. Verbindlichkeiten aus Finanzgarantien werden bei Zugang zum beizulegenden Zeitwert angesetzt. Der beizulegende Zeitwert entspricht in der Regel dem Barwert der für die Übernahme der Finanzgarantie erhaltenen Gegenleistung. Anschließend erfolgt die Bewertung der Verbindlichkeit mit der bestmöglichen Schätzung der zur Erfüllung der gegenwärtigen Verpflichtung zum Abschlussstichtag erforderlichen Ausgaben oder dem höheren angesetzten Betrag abzüglich der kumulierten Amortisationen.
Finanzielle Verbindlichkeiten werden ausgebucht, wenn die dieser Verbindlichkeit zugrunde liegende Verpflichtung erfüllt oder endgültig erloschen ist. Wird eine bestehende finanzielle Verbindlichkeit durch eine andere finanzielle Verbindlichkeit desselben Kreditgebers mit substanziell verschiedenen Vertragsbedingungen ausgetauscht oder werden die Bedingungen einer bestehenden Verbindlichkeit wesentlich geändert, wird ein solcher Austausch oder eine solche Änderung als Ausbuchung der ursprünglichen Verbindlichkeit und Ansatz einer neuen Verbindlichkeit behandelt. Die Differenz zwischen den jeweiligen Buchwerten wird erfolgswirksam erfasst.
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen werden beim erstmaligen Ansatz zu den beizulegenden Zeitwerten erfasst; im Rahmen der Folgebewertung bewertet der GRENKE Konzern diese zu fortgeführten Anschaffungskosten.
3.6 Zur Verwertung bestimmte Leasinggegenstände
Zur Verwertung bestimmte Leasinggegenstände werden mit ihren erzielbaren Erlösen angesetzt. Die Ermittlung erfolgt hierbei auf Basis von Vergangenheitswerten. Eine adäquate Bewertung ist durch die Verwendung von Laufzeitbändern gewährleistet.
3.7 Sachanlagen
Sachanlagen werden mit den Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich der kumulierten Abschreibungen und Wertminderungen bilanziert.# Finanzierungskosten werden aktiviert, sofern die notwendigen Voraussetzungen erfüllt sind.
Die Gegenstände des Sachanlagevermögens werden linear entsprechend der geschätzten wirtschaftlichen Nutzungsdauer abgeschrieben. Bei Abgängen von Gegenständen des Sachanlagevermögens werden die entsprechenden Anschaffungskosten sowie die kumulierten Abschreibungen ausgebucht; realisierte Gewinne oder Verluste aus dem Abgang werden in der Gewinn- und Verlustrechnung als sonstiger betrieblicher Ertrag/Aufwand ausgewiesen.
Die Abschreibungssätze basieren auf folgenden geschätzten wirtschaftlichen Nutzungsdauern:
- Bürogebäude: 33 Jahre
- Betriebs- und Geschäftsausstattung
- EDV-Hardware: 3 Jahre
- Mietereinbauten: 10 Jahre
- Sonstige (Büroeinrichtung): 3 - 20 Jahre
Die jeweilige Nutzungsdauer und die Abschreibungsmethode für Sachanlagen werden periodisch überprüft, um zu gewährleisten, dass die Abschreibungsmethode und der Abschreibungszeitraum mit dem erwarteten wirtschaftlichen Nutzenverlauf aus den Gegenständen des Sachanlagevermögens in Einklang stehen.
3.8 Geschäfts- oder Firmenwerte
Die aus Unternehmenskäufen resultierenden Geschäfts- oder Firmenwerte werden bei erstmaligem Ansatz zu Anschaffungskosten bewertet. Die Anschaffungskosten bemessen sich als positive Differenz zwischen dem Kaufpreis und dem beizulegenden Zeitwert der identifizierbaren Vermögenswerte, Schulden sowie Eventualschulden des erworbenen Unternehmens zum Erwerbszeitpunkt.
Geschäfts- oder Firmenwerte unterliegen keiner planmäßigen Abschreibung und werden nach dem erstmaligen Ansatz mindestens einmal jährlich einem Werthaltigkeitstest (sogenannter "Impairment-Test") unterzogen, in dessen Rahmen die Werthaltigkeit des Ansatzes nachgewiesen werden muss ("Impairment-only-Approach"). Sofern Hinweise auf eine Wertminderung vorliegen, sind unabhängig von dem verpflichtend einmal jährlich durchzuführenden Werthaltigkeitstest Überprüfungen vorzunehmen. In der Folgezeit werden Geschäfts- oder Firmenwerte zu Anschaffungskosten, abzüglich kumulierter Wertminderungen, angesetzt.
Die Überprüfung auf Wertminderung der Geschäfts- oder Firmenwerte erfolgt auf Ebene einer zahlungsmittelgenerierenden Einheit. Im Leasingsegment ist diese gleichbedeutend mit dem Geschäftsumfang, der in den jeweiligen Verkaufsregionen (Ländern) repräsentiert wird, und entspricht in der Regel den rechtlichen Einheiten. Die zahlungsmittelgenerierende Einheit stellt die unterste Ebene dar, auf der Geschäfts- oder Firmenwerte intern überwacht werden.
Der erzielbare Betrag ist der höhere Wert aus beizulegendem Zeitwert abzüglich Verkaufskosten und dem Nutzungswert der zahlungsmittelgenerierenden Einheit. Übersteigt einer dieser Beträge den Buchwert, ist es nicht immer notwendig, beide Werte zu ermitteln. Der erzielbare Betrag der jeweiligen zahlungsmittelgenerierenden Einheit wurde auf Basis der Berechnung eines Nutzungswerts unter Verwendung von Cashflow-Prognosen ermittelt, die auf von der Unternehmensleitung für einen Zeitraum von vier bzw. fünf Jahren genehmigten Finanzplänen basieren.
3.9 Sonstige immaterielle Vermögenswerte
Lizenzen, Software
Erworbene Lizenzen und Software werden zu fortgeführten Anschaffungskosten aktiviert. In die Anschaffungskosten wird der Erwerbspreis zuzüglich direkt zurechenbarer Kosten für die Vorbereitung des Vermögenswertes auf die beabsichtigte Nutzung einbezogen. Diese werden um planmäßige Abschreibungen nach der linearen Methode über die zu erwartende wirtschaftliche Nutzungsdauer vermindert, die nach individueller Beurteilung in aller Regel drei bzw. fünf Jahre beträgt.
Selbst erstellte immaterielle Vermögenswerte (Entwicklungskosten)
Ein immaterieller Vermögenswert, der aus der Entwicklung im Rahmen eines einzelnen Projekts entsteht, wird nur dann bilanziert, wenn der GRENKE Konzern die technische Realisierbarkeit der Fertigstellung des immateriellen Vermögenswerts zur internen Nutzung oder zum Verkauf sowie die Absicht, den immateriellen Vermögenswert fertigzustellen und ihn zu nutzen oder zu verkaufen, nachweisen kann. Ferner muss die Generierung eines künftigen wirtschaftlichen Nutzens durch den Vermögenswert, die Verfügbarkeit von Ressourcen zur Vollendung des Vermögenswerts und die Fähigkeit, die dem immateriellen Vermögenswert während seiner Entwicklung zurechenbaren Ausgaben zu ermitteln, gegeben sein.
Selbst erstellte immaterielle Vermögenswerte werden zu Herstellungskosten bewertet. Die Herstellungskosten umfassen alle direkt zurechenbaren Kosten, die zur Schaffung, Herstellung und Vorbereitung des Vermögenswerts erforderlich sind, damit er für den beabsichtigten Gebrauch betriebsbereit ist. Die aktivierten Beträge werden über den Zeitraum linear abgeschrieben, über den die Umsätze aus dem jeweiligen Projekt erwartet werden bzw. über den die Software wahrscheinlich abgeschrieben werden kann. Die wirtschaftliche Nutzungsdauer wird hierbei aufgrund der zu erwartenden technischen Entwicklungen in den kommenden Jahren je nach Entwicklungsprojekt mit drei bis fünf Jahren unterstellt.
Kundenbeziehungen/Händlerstamm
Ein/-e im Rahmen eines Unternehmenszusammenschlusses erworbene/-r Kundenbeziehung/Händlerstamm wird beim erstmaligen Ansatz entsprechend ihres/seines beizulegenden Zeitwerts bewertet. Die Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts der/des Kundenbeziehung/Händlerstamms erfolgte bis 2011 über ein kostenorientiertes Verfahren. Bei Unternehmenszusammenschlüssen ab 2012 erfolgte die Ermittlung mittels eines kapitalwertorientierten Verfahrens über die Residualwertmethode. Die Kundenbeziehungen bzw. Händlerstämme werden linear über die wirtschaftliche Nutzungsdauer von fünf bis sieben Jahren abgeschrieben.
Wettbewerbsverbote
Durch Unternehmenszusammenschlüsse vertraglich erworbene Wettbewerbsverbote werden entsprechend ihres beizulegenden Zeitwerts zum Zugangszeitpunkt bewertet. Die Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts erfolgt über ein kapitalwertorientiertes Verfahren, eine Mehrgewinnmethode. Die Wettbewerbsverbote werden über die vertragliche Nutzungsdauer, die in der Regel ein bis zwei Jahre beträgt, planmäßig abgeschrieben.
3.10 Wertminderung von nicht finanziellen Vermögenswerten
Nicht finanzielle Vermögenswerte werden auf eine Wertminderung hin überprüft, wenn Sachverhalte oder Änderungen der Umstände darauf hindeuten, dass der Buchwert eines Vermögenswerts nicht erzielbar sein könnte. Sobald der Buchwert eines Vermögenswerts seinen erzielbaren Betrag übersteigt, wird eine Wertminderung ergebniswirksam erfasst. Der erzielbare Betrag ist der höhere Betrag aus Nettoveräußerungspreis und Nutzungswert eines Vermögenswerts. Der Nettoveräußerungspreis ist der aus einem Verkauf eines Vermögenswerts zu marktüblichen Bedingungen erzielbare Betrag abzüglich der Veräußerungskosten. Selbst erstellte immaterielle Vermögenswerte werden während des Zeitraums, in dem sie noch nicht genutzt werden, einmal jährlich auf Werthaltigkeit hin überprüft. Der Nutzungswert ist der Barwert der geschätzten künftigen Cashflows, die aus der fortgesetzten Nutzung eines Vermögenswerts und seinem Abgang am Ende der Nutzungsdauer erwartet werden.
Der erzielbare Betrag wird für jeden Vermögenswert einzeln oder, falls dies nicht möglich ist, für die zahlungsmittelgenerierende Einheit, zu der der Vermögenswert gehört, ermittelt. Die Bilanzansätze von Geschäfts- oder Firmenwerten werden gemäß den unter Tz. 3.8 dargelegten Regelungen im Hinblick auf ihren künftigen wirtschaftlichen Nutzen geprüft. Eine ergebniswirksame Wertminderung wird erfasst, sofern der erzielbare Betrag niedriger ist als der Buchwert der jeweiligen zahlungsmittelgenerierenden Einheit. Eine Zuschreibung auf einmal wertgeminderte Vermögenswerte ist zwingend, wenn der Grund für die Wertminderung entfallen ist. Ausgenommen hiervon sind lediglich Wertminderungen auf Geschäfts- oder Firmenwerte, bei denen eine Zuschreibung ausdrücklich untersagt ist.
3.11 Eigenkapital
Die unter den zusätzlichen Eigenkapitalbestandteilen ausgewiesene von der GRENKE AG begebene Hybridanleihe ist nach IAS 32 vollständig als Eigenkapital zu klassifizieren. Der Nominalbetrag der Anleihe wurde um ein Disagio sowie Kapitalbeschaffungskosten reduziert bzw. um ein Agio erhöht und wird unter Berücksichtigung von latenten Steuern im Eigenkapital ausgewiesen. Die an die Anleiheninhaber abgegrenzten Zinsvergütungen werden, vermindert um die Ertragsteuern, direkt im Eigenkapital erfasst. Bei Fälligkeit vermindern die Zinszahlungen das Eigenkapital.
3.12 Rückstellungen
Rückstellungen werden mit ihrem voraussichtlichen Erfüllungsbetrag angesetzt, wenn für den GRENKE Konzern eine gegenwärtige (rechtliche oder faktische) Verpflichtung aufgrund eines vor dem Bilanzstichtag eingetretenen Ereignisses besteht und es wahrscheinlich ist, dass die Erfüllung der Verpflichtung zu einem Abfluss von Ressourcen führt, die wirtschaftlichen Nutzen darstellen, und wenn eine zuverlässige Schätzung der Verpflichtungshöhe vorgenommen werden kann. Rückstellungen werden zu jedem Bilanzstichtag überprüft und entsprechend der gegenwärtig besten Schätzung angepasst.
3.13 Pensionen und andere Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses
Leistungsorientierte Pläne betreffen Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses und beruhen auf unmittelbaren Versorgungszusagen, bei denen die Höhe der Versorgungsleistung festgelegt wird und von Faktoren wie Alter, Vergütung und Betriebszugehörigkeit abhängig ist. Die in der Bilanz angesetzte Rückstellung für leistungsorientierte Pläne entspricht dem Barwert der leistungsorientierten Verpflichtung am Bilanzstichtag abzüglich des beizulegenden Zeitwerts des Planvermögens. Laufende und nachzuverrechnende Dienstzeitaufwendungen für Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses werden im Personalaufwand ausgewiesen. Der Zinsaufwand aus leistungsorientierten Verpflichtungen sowie die Erträge aus der Verzinsung des Planvermögens werden als Nettozinsaufwand in den sonstigen Zinserträgen erfasst.# Nachzuverrechnende Dienstzeitaufwendungen werden unmittelbar mit der Plananpassung als Gewinn oder Verlust erfolgswirksam erfasst. Der Barwert der leistungsorientierten Verpflichtung wird jährlich von einem unabhängigen versicherungsmathematischen Sachverständigen unter Anwendung der Anwartschaftsbarwertmethode ("Projected-Unit-Credit-Method") berechnet, indem die erwarteten zukünftigen Mittelabflüsse mit dem Zinssatz von Industrieanleihen höchster Bonität abgezinst werden. Die Industrieanleihen lauten auf die Währung der Auszahlungsbeträge und weisen die Pensionsverpflichtungen entsprechende Laufzeiten auf. Dabei werden neben biometrischen Annahmen insbesondere ein aktueller Marktzins sowie künftig zu erwartende Gehalts- und Rentensteigerungsraten in die Berechnung einbezogen. Der Konzern hat aufgrund gesetzlicher Regelungen in der Schweiz einen leistungsorientierten Pensionsplan aufgelegt. Für diesen Plan sind Beiträge an gesondert verwaltete Fonds zu leisten. Die Höhe der aus den leistungsorientierten Plänen resultierenden Verpflichtung wird mithilfe der Anwartschaftsbarwertmethode ermittelt. Zudem bestehen leistungsorientierte Pensionspläne für bis zum bzw. am Stichtag ausgeschiedene Mitarbeiter der GRENKE BANK AG. Eine Fondsfinanzierung liegt hier nicht vor. Die zugrunde liegenden Pensionspläne betreffen sowohl Endgehaltspläne als auch Festbetragspläne. Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste, zum Beispiel aus der Anpassung des Abzinsungssatzes, werden erfolgsneutral im Sonstigen Ergebnis im Eigenkapital erfasst. Der als Vermögenswert oder Schuld aus einem leistungsorientierten Plan zu erfassende Betrag umfasst den Barwert der leistungsorientierten Verpflichtung abzüglich des beizulegenden Zeitwerts des zur unmittelbaren Erfüllung von Verpflichtungen vorhandenen Planvermögens. Zahlungen für beitragsorientierte Versorgungspläne werden dann als Aufwand erfasst, wenn die Arbeitnehmer die Arbeitsleistung erbracht haben. Hierunter fallen neben den Beiträgen zu den gesetzlichen Rentenversicherungen insbesondere auch Beiträge zu Direktversicherungen. Im GRENKE Konzern kommen überwiegend beitragsorientierte Versorgungspläne zur Anwendung.
3.14 Steuern
Tatsächliche Steuererstattungsansprüche und Steuerschulden
Die tatsächlichen Steuererstattungsansprüche und Steuerschulden für die laufende Periode und die früheren Perioden werden mit dem Betrag bemessen, in dessen Höhe eine Erstattung von der Steuerbehörde bzw. eine Zahlung an die Steuerbehörde erwartet wird. Der Berechnung des Betrags werden die Steuersätze und Steuergesetze zugrunde gelegt, die zum Bilanzstichtag gelten.
Latente Steuerschulden und latente Steueransprüche
Latente Steuerschulden werden nach der bilanzorientierten Verbindlichkeits-Methode ermittelt. Latente Ertragsteuern spiegeln den Nettosteuereffekt von temporären Unterschieden zwischen dem Buchwert eines Vermögenswerts oder einer Schuld in der Bilanz und dem steuerlichen Wertansatz wider. Vermögenswerte für latente Steuern für bislang nicht genutzte Verlustvorträge werden in dem Umfang gebildet, wie es wahrscheinlich ist, dass zukünftig ein zu versteuerndes Ergebnis vorhanden sein wird, um diese Vorträge zu nutzen. Der Ansatz latenter Steueransprüche und -schulden erfolgt anhand der Steuersätze, die für die Periode erwartet werden, in denen sich die temporären Differenzen umkehren werden. Dabei werden die Steuersätze zugrunde gelegt, die zum Bilanzstichtag gültig sind oder in Kürze gelten werden. Latente Steuern, die sich auf Posten beziehen, die direkt im Eigenkapital erfasst werden, werden nicht in der Gewinn- und Verlustrechnung, sondern im Eigenkapital erfasst. Die Bewertung latenter Steuerschulden und latenter Steueransprüche hat die steuerlichen Konsequenzen zu berücksichtigen, die daraus resultieren, in welcher Art und Weise ein Unternehmen am Stichtag erwartet, den Buchwert seiner Vermögenswerte zu realisieren oder seine Schulden zu erfüllen. Latente Steueransprüche und -schulden werden nicht abgezinst und sind in der Konzernbilanz als langfristige Vermögenswerte bzw. Schulden ausgewiesen.
Umsatzsteuer
Umsatzerlöse, Aufwendungen und Vermögenswerte werden nach Abzug der Umsatzsteuer erfasst, mit Ausnahme folgender Fälle:
- Wenn die beim Kauf von Vermögenswerten oder Dienstleistungen angefallene Umsatzsteuer nicht von der Steuerbehörde eingefordert werden kann, wird die Umsatzsteuer als Teil der Herstellungskosten des Vermögenswerts bzw. als Teil der Aufwendungen erfasst.
- Forderungen und Schulden werden mitsamt dem darin enthaltenen Umsatzsteuerbetrag angesetzt. Der Umsatzsteuerbetrag, der von der Steuerbehörde erstattet oder an diese abgeführt wird, wird in der Konzern-Bilanz unter sonstigen Forderungen bzw. Schulden erfasst.
Gewerbesteuer
Bei der Berechnung der Gewerbesteuerrückstellung für die deutschen Konzerngesellschaften GRENKE AG, Grenke Investitionen Verwaltungs KGaA sowie für die GRENKEFACTORING GmbH wurde § 19 GewStDV seit dem Erhebungszeitraum 2008 angewendet und Entgelte und die ihnen gleichgestellten Beträge, die unmittelbar auf Finanzdienstleistungen im Sinne des § 1 Abs. 1 a Satz 2 KWG entfallen, nicht hinzugerechnet. Bei der GRENKE BANK AG wird § 19 GewStDV in der für Banken relevanten Art angewendet.
3.15 Ertragsrealisierung
Erlöse aus der Funktion des Konzerns als Leasinggeber
Diesbezüglich wird auf die Ausführungen unter Tz. 3.3 verwiesen.
Erlöse aus dem Servicegeschäft
Im Geschäftsjahr 2016 wurde der Begriff des Versicherungsgeschäfts durch Servicegeschäft im Rahmen der Klarheit umbenannt, um auch weitere Servicegeschäfte des Konzerns zukünftig in dieser Position darstellen zu können. Dies geschieht vor dem Hintergrund, verlässliche und relevantere Informationen über die Ertragslage des Unternehmens zu vermitteln. Unter den Erlösen aus dem Servicegeschäft sind die Erträge für Versicherungen im Rahmen des Leasinggeschäfts ausgewiesen, die die Leasingnehmer über den GRENKE Konzern abschließen müssen, sofern sie die Versicherung des Leasinggegenstands nicht selbst vornehmen. Der GRENKE Konzern agiert zwischen den Leasingnehmern und dem Versicherer.
Verkauf von Leasingobjekten
Erlöse aus dem Verkauf von Leasingobjekten werden erfasst, wenn die maßgeblichen Risiken und Chancen, die mit dem Eigentum an den verkauften Gegenständen verbunden sind, auf den Kunden übertragen wurden. Üblicherweise erfolgt dies mit Übergabe der Güter an den Kunden. Erlöse aus Verkäufen nach Grundmietzeitende bzw. aus vorzeitig einvernehmlicher Vertragsauflösung werden im Verwertungsmehrergebnis, die Verkaufserlöse aufgrund schadhafter Leasingverträge in der Position Schadensabwicklung und Risikovorsorge ausgewiesen.
Zinserträge
Zinsen und ähnliche Erträge aus dem Finanzierungsgeschäft (zinsähnliche Gebühren wie beispielsweise Factoringgebühren) werden unter Anwendung der Effektivzinsmethode erfasst.
3.16 Ermessensentscheidungen
Bei der Anwendung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden hat die Unternehmensleitung folgende Ermessensentscheidungen, welche die Ansätze und Beträge im Abschluss wesentlich beeinflussen, getroffen. Nicht berücksichtigt werden dabei solche Entscheidungen, die Schätzungen beinhalten.
Grundsätze der Konsolidierung
Bei der Prüfung, ob ein Unternehmen zu konsolidieren ist, werden unter anderem folgende Kontrollfaktoren untersucht: der Zweck und die Gestaltung des Unternehmens, die relevanten Tätigkeiten und wie diese bestimmt werden, ob der Konzern durch seine Rechte die Fähigkeit hat, die relevanten Tätigkeiten zu bestimmen, ob der Konzern eine Risikobelastung durch oder Anrechte auf variable Rückflüsse hat und ob der Konzern die Fähigkeit hat, seine Verfügungsgewalt so zu nutzen, dass dadurch die Höhe der Rückflüsse beeinflusst wird. Sind Stimmrechte maßgeblich, beherrscht der Konzern ein Unternehmen, wenn er direkt oder indirekt mehr als die Hälfte der Stimmrechte an dem Unternehmen besitzt, ausgenommen es gibt Anzeichen dafür, dass ein anderer Investor über die praktische Fähigkeit verfügt, die relevanten Tätigkeiten einseitig zu bestimmen. Bei der Beurteilung der Beherrschung werden auch potenzielle Stimmrechte berücksichtigt, soweit diese als substanziell erachtet werden. Ähnlich beurteilt der Konzern das Vorliegen einer Beherrschung in Fällen, in denen er nicht die Mehrheit der Stimmrechte besitzt, aber die praktische Fähigkeit zur einseitigen Lenkung der relevanten Tätigkeiten hat. Diese Fähigkeit kann in Fällen entstehen, in denen der Konzern über die Möglichkeit zur Beherrschung der relevanten Tätigkeiten aufgrund der Größe und Verteilung des Stimmrechtsbesitzes der Anteilseigner verfügt. Zudem wird bei der Konsolidierungsprüfung eines Unternehmens auch die Möglichkeit der Beherrschung eines Teils des Beteiligungsunternehmens als fiktives separates Unternehmen, als sogenanntes Silo, berücksichtigt.
Ergeben sich aus Sachverhalten und Umständen Hinweise, dass sich ein oder mehrere Kontrollfaktoren der in IFRS 10 geführten Beherrschungselemente verändert haben, überprüft der Konzern die Angemessenheit zuvor getroffener Konsolidierungsentscheidungen. Zudem werden die getroffenen Entscheidungen jährlich überprüft. Dazu gehören Änderungen der Entscheidungsrechte, Änderungen von vertraglichen Vereinbarungen, Änderungen der Finanzierungs-, Eigentums- oder Kapitalstrukturen sowie Änderungen nach einem auslösenden Ereignis, das in den ursprünglichen Vertragsvereinbarungen vorweggenommen wurde.
Konsolidierung von Strukturierten Unternehmen
Der Konzern nutzt im Zuge der Refinanzierung verschiedene strukturierte Unternehmen in Form von Asset-Backed-Commercial-Paper-Programmen ("ABCP-Programme"). Bei den strukturierten Unternehmen bzw. ABCP-Programmen CORAL PURCHASING Limited, Kebnekaise Funding Limited sowie Opusalpha Purchaser Limited wurde eine Beherrschung eines Beteiligungsunternehmensteils als fiktives separates Unternehmen festgestellt (sogenannte Silostruktur).# Zwar handelt es sich hierbei um sogenannte Multiseller, bei denen Kreditinstitute Verbriefungsvehikel gründen, um Kunden den Zugang zu spezifischen Portfolios von Vermögenswerten zu bieten und durch die Verbriefung finanzieller Vermögenswerte Marktliquidität bereitzustellen, jedoch eröffnet diese Gestaltung der Finanzierung dem Konzern den Zutritt zu einer weiteren Refinanzierungsform und generiert damit entsprechenden Nutzen.
Eine Einflussmöglichkeit des GRENKE Konzerns auf den Trust bzw. auf die Geschäftsführung der strukturierten Unternehmen besteht nicht. Eine maßgebliche Tätigkeit während der Laufzeit dieser Programme stellt die Forderungsauswahl der zu übertragenden Forderungen dar. Weiterhin wird die initiale Auswahl der Forderungen für jedes Silo nach spezifischen Auswahlkriterien festgelegt. Bei einem Ausfall der Forderungen wird die Abwicklung vom GRENKE Konzern übernommen. Die Chancen und Risiken aus den Forderungen des Silos verbleiben im GRENKE Konzern. Mit dem revolvierenden Forderungsankauf bzw. -verkauf können die variablen Rückflüsse beeinflusst werden, sodass der Beteiligungsunternehmensteil als fiktives separates Unternehmen beherrscht wird.
Bei der FCT GK 2 werden die Anteile des Sondervermögens von zwei Tochterunternehmen gehalten und konsolidiert. Die Anteile, welche direkt und indirekt vom Konzern gehalten werden, sind ein Indiz für eine Einbeziehung in den Konsolidierungskreis, aber nicht das entscheidende Kriterium, da für eine Konsolidierung alle Prämissen gemäß IFRS 10 erfüllt sein müssen. Die Konsolidierung erfolgt, da alle Kontrollfaktoren erfüllt sind und der Konzern die Wirtschaftseinheit beherrscht, indem er die Fähigkeit besitzt, die relevanten Tätigkeiten zu bestimmen, Anrechte auf variable Rückflüsse hat und zudem über die Fähigkeit verfügt, seine Verfügungsgewalt so zu nutzen, dass er dadurch die Höhe der Rückflüsse beeinflussen kann.
Bei der FCT GK 3 besteht im Gegensatz zur FCT GK 2 keine Beteiligung bei sonst gleicher Gestaltung. Die Konsolidierung erfolgt ebenso wie beim FCT GK 2 nicht aufgrund des Beteiligungsverhältnisses, da hierbei die Stimmrechte oder vergleichbare Rechte kein dominanter Faktor bei der Festlegung der Beherrschung sind, sondern aufgrund der Kontrollfaktoren. Diese sind sowohl bei dem FCT GK 2 als auch beim FCT GK 3 zu bejahen, was eine Konsolidierungspflicht dieser beiden Unternehmen nach sich zieht.
Zum 31. Dezember 2016 und 2015, wie auch jeweils unterjährig, bestanden für den GRENKE Konzern keine Anteile ohne beherrschenden Einfluss. Folglich existieren keine erheblichen Beschränkungen aufgrund von Schutzrechten zugunsten dieser Anteilseigner.
Leasing
Der Konzern als Leasinggeber hat bei der Analyse der Vertragsbedingungen nahezu aller Leasingverträge in der Grundmietzeit festgestellt, dass alle mit dem Eigentum der betroffenen Leasinggegenstände verbundenen maßgeblichen Chancen und Risiken auf den Leasingnehmer übergehen. Entsprechend werden diese Leasingverträge vollständig als Finanzierungsleasingverhältnisse abgebildet.
3.17 Verwendung von Annahmen und Schätzungen
Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind Annahmen getroffen und Schätzungen verwendet worden, die sich auf den Ausweis und die Höhe der bilanzierten Vermögenswerte, Schulden, Erträge, Aufwendungen sowie Eventualverbindlichkeiten ausgewirkt haben. Diese Annahmen und Schätzungen beziehen sich im Wesentlichen auf die konzerneinheitliche Festlegung wirtschaftlicher Nutzungsdauern, die Bewertung von Rückstellungen, die Realisierbarkeit von Forderungen aus gekündigten Verträgen, den Ansatz von erzielbaren Restwerten im Bereich des Leasingvermögens, die Festsetzung der Parameter zur Beurteilung der Werthaltigkeit von immateriellen Vermögenswerten und anderen nicht finanziellen Vermögenswerten sowie die Realisierbarkeit zukünftiger Steuerentlastungen. Die tatsächlichen Werte können in Einzelfällen von den getroffenen Annahmen und Schätzungen abweichen. Änderungen werden zum Zeitpunkt einer besseren Erkenntnis erfolgswirksam berücksichtigt.
Wesentliche Schätzunsicherheiten und die damit verbundenen Angabepflichten bestehen in den nachfolgend dargestellten Bereichen:
Annahmen im Rahmen des Werthaltigkeitstests bei der Bewertung der bestehenden Geschäfts- oder Firmenwerte
Die der Discounted-Cashflow-Bewertung der bestehenden Geschäfts- oder Firmenwerte zugrunde liegenden Cashflows basieren auf aktuellen Geschäftsplänen und internen Planungen, wobei von einem Planungshorizont von fünf Jahren ausgegangen wurde. Hierbei werden Annahmen über die künftigen Umsatz- und Kostenentwicklungen getroffen. Dabei wurden künftige Wachstumsraten der jeweiligen zahlungsmittelgenerierenden Einheit auf Basis bisheriger Erfahrungswerte angenommen und bisher erzielte Ertragsverläufe in die Zukunft projiziert. Diese Schätzungen sowie die zugrunde liegende Methodik können einen erheblichen Einfluss auf die ermittelten Werte haben. Sollten wesentliche Annahmen von den tatsächlichen Größen abweichen, könnte dies in der Zukunft zu erfolgswirksam zu erfassenden Wertminderungen führen.
Ermittlung der Wertberichtigungen auf Forderungen aus gekündigten bzw. rückständigen Leasingverträgen (sogenannte "nicht performende Leasingforderungen") auf Basis des Werterhaltungssatzes
Die Forderungen aus gekündigten bzw. rückständigen Leasingverträgen sind zu fortgeführten Anschaffungskosten angesetzt, dabei werden angemessene Wertberichtigungen angesetzt. Die Höhe der erforderlichen Wertberichtigungen wird anhand von Prozentsätzen und Bearbeitungsklassen ermittelt. Die Ermittlung der Prozentsätze erfolgt mithilfe von statistischen Verfahren. Die Sätze werden einmal jährlich auf ihre Gültigkeit hin überprüft. Die Bearbeitungsstände sind in Bearbeitungsklassen (BA-Klassen) zusammengefasst, die unter Risikogesichtspunkten gebildet wurden.
Folgende Tabelle veranschaulicht die Bearbeitungsklassen im Leasinggeschäft:
| BA-Klasse | Bezeichnung |
|---|---|
| 0 | Laufender Vertrag ohne Rückstand |
| 1 | Laufender Vertrag mit Rückstand |
| 2 | Gekündigter Vertrag mit bedienter Teilzahlungsvereinbarung |
| 3 | Gekündigter Vertrag (gerade gekündigt oder Mahnbescheid beantragt) |
| 4 | Klageverfahren (unmittelbar oder nach Widerspruch zum Mahnbescheid) |
| 5 | Pfändungsauftrag erteilt/Inkassobüro beauftragt |
| 6 | Eidesstattliche Versicherung (beantragt oder abgegeben) und beantragtes, nicht abgeschlossenes Insolvenzverfahren |
| 7 | Ausgebucht |
| 8 | In Abwicklung (ungekündigt) |
| 9 | Erledigt (vollständig bezahlt) |
Bei den Bearbeitungsklassen 2 bis 7 ist von einer Abwertung auszugehen, da die Verträge aufgrund von Zahlungsstörungen gekündigt worden sind. Der Wertberichtigungssatz bewegt sich zwischen 5 % und 100 %. Im Geschäftsjahr 2016 erfolgte eine Anpassung der Wertberichtigungssätze. Bei Anwendung der alten Sätze hätte sich eine um 5.862 TEUR niedrigere Wertminderung ergeben.
Kalkulierte Restwerte werden im Rahmen der Ermittlung des Barwerts der Leasingforderungen berücksichtigt. Bei der Berechnung der Leasingforderungen werden nicht garantierte Restwerte gemäß der Definition aus IAS 17 berücksichtigt. Die kalkulierten Restwerte umfassen dabei neben den erwarteten Verwertungserlösen insbesondere auch die Erlöse, die im Rahmen einer Verlängerungsperiode anfallen können. Diese werden mithilfe von Erfahrungswerten aus der Vergangenheit und statistischen Verfahren berechnet.
Ermittlung der Wertberichtigungen aus rückständigen Forderungen des Factorings
Rückständige Factoringforderungen sind zu fortgeführten Anschaffungskosten angesetzt, dabei werden angemessene Wertberichtigungen angesetzt. Die Höhe der erforderlichen Wertberichtigungen wird anhand von Prozentsätzen und Bearbeitungsklassen ermittelt. Die Ermittlung der Prozentsätze erfolgt mithilfe von statistischen Verfahren. Die Bearbeitungsstände sind in Bearbeitungsklassen (BA-Klassen) zusammengefasst.
Folgende Tabelle veranschaulicht die Bearbeitungsklassen im Factoringgeschäft:
| BA-Klasse | Bezeichnung |
|---|---|
| 0 | Forderung in Warteposition |
| 1 | Nicht fällige und fällige Forderungen vor Inkassomaßnahmen |
| 2 | Fällige Forderungen in der eigenen Inkassobearbeitung |
| 3 | Fällige Forderungen in Bearbeitung durch Fremdinkasso und/oder mit bedienter Ratenzahlungsvereinbarung |
| 4 | Fällige Forderung unmittelbar vor oder nach Mahnbescheid-Beantragung |
| 5 | Fällige Forderung unmittelbar vor oder nach Klageerhebung |
| 6 | Fällige Forderung bei insolventem Debitor |
| 7 | Ausgebuchte Forderung |
| 8 | Vollständig bezahlte Forderung |
Bei den Bearbeitungsklassen 2 bis 7 ist aufgrund von Zahlungsstörungen von einer Wertminderung auszugehen. Dabei wird eine der BA-Klasse entsprechende Werthaltigkeit zugrunde gelegt, deren Wertberichtigungssatz zwischen 3 % und 100 % beträgt. Die Wertberichtigungssätze werden mithilfe von Erfahrungswerten aus der Vergangenheit und statistischen Verfahren berechnet.
Ermittlung der Wertberichtigungen (Risikovorsorge) aus dem Kreditgeschäft
Bei Forderungen aus dem Kreditgeschäft wird die Einhaltung der vertraglichen Vereinbarung zur Leistung der Zins- und Tilgungsleistung stetig überwacht. Bei Leistungsstörungen und Überziehungen werden frühzeitig geeignete Maßnahmen in Form eines strukturierten schriftlichen Mahnverfahrens eingeleitet. Bei erfolglosem Mahnverfahren oder Insolvenz des Kunden wird der Blankoanteil vollständig wertberichtigt, sofern der Kunde den offenen Kreditbetrag in Abstimmung mit der Förderbank nicht zeitnah zurückführen kann.
Ermittlung der Wertberichtigungen für Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
Bei Forderungen aus Lieferungen und Leistungen prüft der Konzern kontinuierlich, ob ein notwendiger Wertberichtigungsbedarf vorliegt. Als objektive Hinweise für eine Wertminderung gelten unter anderem Ausfall oder Verzug eines Schuldners, Hinweise auf eine Insolvenz sowie sonstige Merkmale, die auf eine merkliche Verminderung der erwarteten Zahlungen der Schuldner hinweisen. Die Höhe des Wertminderungsaufwands orientiert sich analog den BA-Klassen im Leasinggeschäft und wird einzelfallbasiert bestimmt.# Berücksichtigung von kalkulierten Restwerten am Ende der Vertragslaufzeit im Rahmen der Ermittlung des Barwerts von Leasingforderungen
Die kalkulierten Restwerte am Ende der Vertragslaufzeit ermitteln sich in Abhängigkeit von den Laufzeitgruppen des jeweiligen Leasingvertrags und betragen aufgrund historischer Erfahrungswerte für Zugänge seit dem 1. Januar 2016 zwischen 3,0 % und 21,0 % von den Anschaffungskosten. Erlöse werden dabei anhand statistischer Auswertungen im Rahmen einer bestmöglichen Schätzung angesetzt. Im Falle eines Absinkens der tatsächlich im Nachgeschäft (bestehend aus Verwertung und Nachmiete) erzielbaren Erlöse wird eine Abwertung der Leasingforderungen berücksichtigt, wohingegen ein Anstieg unberücksichtigt bleibt.
Ansatz von Leasinggegenständen in Verwertung zu kalkulierten Restwerten
Die Bewertung der Leasinggegenstände in Verwertung erfolgt auf Basis der Verwertungserlöse, die über das vergangene Geschäftsjahr im Durchschnitt je Altersklasse in Bezug auf die ursprünglichen Anschaffungskosten erzielt werden konnten. Leasinggegenstände in der Verwertung werden in Abhängigkeit von ihrer tatsächlichen Verwertbarkeit mit den aus der Vergangenheit ermittelten Restwerten bewertet. Die angesetzten Restwerte betragen zum Stichtag zwischen 2,7 % und 15,0 % (Vorjahr: zwischen 2,8 % und 17,5 %) der ursprünglichen Anschaffungskosten. Sofern eine Verwertung aufgrund des Zustands des entsprechenden Gegenstands unrealistisch erscheint, wird dieser erfolgswirksam abgeschrieben.
Beizulegender Zeitwert von Finanzinstrumenten
Die beizulegenden Zeitwerte von finanziellen Vermögenswerten und finanziellen Verbindlichkeiten, die nicht mithilfe von Daten aus aktiven Märkten abgeleitet werden können, werden unter der Verwendung von Bewertungsverfahren bestimmt. Die Input-Parameter dieser Modelle stützen sich, soweit möglich, auf beobachtbare Marktdaten. Ist dies nicht möglich, stellt die Bestimmung der beizulegenden Zeitwerte in gewissem Maße eine Ermessensentscheidung dar. Die Ermessensentscheidungen betreffen Input-Parameter wie Liquiditätsrisiko, Ausfallrisiko und Volatilität. Änderungen der Annahmen bezüglich dieser Input-Parameter können sich auf den erfassten beizulegenden Zeitwert der Finanzinstrumente auswirken. Sind beobachtbare Preise und Parameter verfügbar, werden sie für die Bestimmung des beizulegenden Zeitwerts genutzt, ohne dass Einschätzungen im großen Umfang erforderlich wären.
Ansatz und Bewertung latenter Steuern auf Verlustvorträge
Aktive latente Steuern werden für alle nicht genutzten steuerlichen Verlustvorträge in dem Maße erfasst, in dem es wahrscheinlich ist, dass hierfür zu versteuerndes Einkommen verfügbar sein wird, sodass die Verlustvorträge tatsächlich genutzt werden können. Bei der Ermittlung der Höhe der aktiven latenten Steuern ist eine wesentliche Ermessensausübung der Unternehmensleitung bezüglich des erwarteten Eintritts und der Höhe des zukünftig zu versteuernden Einkommens sowie der zukünftigen Steuerplanungsstrategien erforderlich.
Ansatz und Bewertung tatsächlicher Steuererstattungsansprüche und Steuerschulden
Aufgrund der Komplexität der Steuergesetzgebung ergeben sich möglicherweise unterschiedliche Auslegungen von Interpretationen von Steuergesetzen durch den Steuerpflichtigen und der lokalen Finanzbehörde. Dadurch kann es zu nachträglichen Steuerzahlungen für vergangene Geschäftsjahre kommen. Für den Fall, dass in den Steuererklärungen angesetzte Beträge wahrscheinlich nicht realisiert werden können (unsichere Steuerpositionen), werden Steuerrückstellungen gebildet. Der Betrag ermittelt sich aus der besten Schätzung der erwarteten Steuerzahlung. Steuerforderungen aus unsicheren Steuerpositionen werden dann bilanziert, wenn es wahrscheinlich und damit hinreichend gesichert ist, dass sie realisiert werden können. Die Annahmen basieren auf der Einschätzung der Unternehmensleitung, in welcher Höhe unsichere Steuerpositionen angesetzt werden.
Ausgewählte Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung
Zinsergebnis
Zinsen und ähnliche Erträge aus dem Finanzierungsgeschäft
Die Zinsen und ähnlichen Erträge aus dem Finanzierungsgeschäft setzen sich wie folgt zusammen:
| TEUR | 2016 | 2015 |
|---|---|---|
| Zinserträge aus dem Leasinggeschäft | 253.892 | 232.758 |
| Zinserträge aus der Refinanzierung der Franchisenehmer | 1.355 | 1.122 |
| Zinsen und ähnliche Erträge aus dem Factoringgeschäft | 4.432 | 4.221 |
| Zinserträge aus dem Kreditgeschäft der Bank | 1.279 | 900 |
| Summe | 260.958 | 239.001 |
Aufwendungen aus der Verzinsung der Refinanzierung und des Einlagengeschäfts
Die Aufwendungen aus der Verzinsung der Refinanzierung und des Einlagengeschäfts setzen sich wie folgt zusammen:
| TEUR | 2016 | 2015 |
|---|---|---|
| Zinsaufwendungen aus der Refinanzierung | 38.754 | 42.977 |
| Zinsaufwendungen aus dem Einlagengeschäft | 4.414 | 4.820 |
| Summe | 43.168 | 47.797 |
Schadensabwicklung und Risikovorsorge
Die Ermittlung der pauschalierten Einzelwertberichtigungen beruht auf Erfahrungssätzen der Vergangenheit hinsichtlich der Einbringlichkeit einer Forderung in Abhängigkeit von der zugehörigen Bearbeitungsklasse ("Percentage-of-Receivables-Approach").
| TEUR | 2016 | 2015 |
|---|---|---|
| Risikovorsorge Leasinggeschäft | 53.070 | 57.851 |
| Buchwertabgang bei performenden Leasingforderungen durch vorzeitige Schäden | 51.718 | 51.350 |
| Erlöse aus Schadensfällen | 49.504 | 49.719 |
| Ausbuchungen und Nettozuführung zu pauschalierten Einzelwertberichtigungen* | 50.693 | 56.064 |
| Aufwand aus Delkrederegebühren an Franchiser | 163 | 156 |
| Risikovorsorge Kreditgeschäft der Bank* | 1.822 | 1.347 |
| Risikovorsorge Factoringgeschäft | 197 | 171 |
| Ergebnis | 55.089 | 59.369 |
* Im Vorjahr erfolgte eine Anpassung in Höhe von 2.252 TEUR von der Position Risikovorsorge Kreditgeschäft der Bank zu den Ausbuchungen und Nettozuführung zu pauschalierten Einzelwertberichtigungen.
Ergebnis aus dem Servicegeschäft
Die bisherige Position "Ergebnis aus dem Versicherungsgeschäft" wurde in "Ergebnis aus dem Servicegeschäft" umbenannt (vergleiche Tz 3.15.). In der Position sind bisher ausschließlich Erträge und Aufwendungen aus dem Servicegeschäft im Zusammenhang mit der Abwicklung von Versicherungen im Rahmen des Leasinggeschäfts enthalten. Die Erlöse und Aufwendungen aus dem Servicegeschäft setzen sich wie folgt zusammen:
| TEUR | 2016 | 2015 |
|---|---|---|
| Erlöse aus dem Servicegeschäft | 62.503 | 53.940 |
| Aufwendungen aus dem Servicegeschäft | 3.224 | 3.139 |
| Ergebnis | 59.279 | 50.801 |
Ergebnis aus dem Neugeschäft
Die Erlöse aus dem Neugeschäft kontrahierter Leasingverträge setzen sich wie folgt zusammen:
| TEUR | 2016 | 2015 |
|---|---|---|
| Einbuchung neuer Leasingforderungen | 1.598.005 | 1.392.808 |
| Erlösanteile aus Vormieten | 7.506 | 6.796 |
| Erlöse aus Bearbeitungsgebühren | 4.586 | 4.281 |
| Erlöse aus Mietsonderzahlungen | 5.435 | 4.228 |
| Summe | 1.615.532 | 1.408.113 |
Die Aufwendungen aus dem Neugeschäft kontrahierter Leasingverträge setzen sich wie folgt zusammen:
| TEUR | 2016 | 2015 |
|---|---|---|
| Anschaffungskosten der neu erworbenen Leasinggegenstände | 1.531.318 | 1.334.652 |
| An Händler bezahlte Provisionen | 25.415 | 23.393 |
| Summe | 1.556.733 | 1.358.045 |
Ergebnis aus dem Neugeschäft 58.799 50.068
Die Anschaffungskosten der neu erworbenen Leasinggegenstände repräsentieren sämtliche mit dem Erwerb der Gegenstände angefallenen Aufwendungen. Der aus der Aktivierung der Leasingforderung resultierende Ertrag berücksichtigt den Barwert der fest kontrahierten Leasingraten sowie den Barwert eines erwarteten oder aber bereits fixierten Erlöses aus dem Nachgeschäft. Da es sich bei den kontrahierten Leasingverträgen fast ausnahmslos um Verträge mit einem Vollamortisationsanspruch handelt, entspricht bzw. übersteigt die Summe der erwarteten Zahlungsströme die Anschaffungskosten. Daneben werden die mit dem Vertragsabschluss zusammenhängenden Kosten aktiviert. Bezogen auf die leasingvertragsbezogene Kalkulation, werden im Ergebnis Neugeschäft die anfänglichen direkten Kosten und der anteilige Erlös aus Vormieten gezeigt. Ein weiterer Bestandteil des Ergebnisses aus dem Neugeschäft sind Provisionen, die aufwandswirksam nicht in den Nettoinvestitionswert der Leasingforderungen einbezogen werden.
Verwertungsmehr-(+)/-minder(-)ergebnis
| TEUR | 2016 | 2015 |
|---|---|---|
| Erlöse aus Nachmieten | 37.134 | 35.522 |
| Buchverluste aus dem Abgang nach Grundmietzeitende | -43.799 | -39.008 |
| Buchgewinne aus vorzeitig einvernehmlicher Vertragsauflösung | 1.516 | 3.624 |
| Abschreibungen auf Leasinggegenstände in der Nachmietzeit | -836 | -782 |
| Ergebnis | -5.985 | -644 |
Bei den Erlösen aus Nachmieten handelt es sich um vereinnahmte Mieterlöse nach Ende der Grundmietzeit der jeweiligen Leasingverhältnisse. Dem gegenüber stehen die Abschreibungen sowie die Buchverluste aus dem Abgang der Leasinggegenstände nach Grundmietzeitende bzw. Buchgewinne aus vorzeitig einvernehmlicher Vertragsauflösung. Das starke Wachstum früherer Perioden führte allerdings dazu, dass die auslaufenden Verträge am Ende der Grundmietzeit in Summe zunehmend aufwandswirksame Buchwertabgänge verursachen. Dem gegenüber stehen Nachmieterlöse aus Mietverlängerungen, die erst in späteren Perioden ratierlich im Ergebnis erfasst werden. Bei der Bilanzierung der entsprechenden Vermögenswerte erlauben es die derzeit geltenden IFRS Standards nicht, den ökonomischen Sachverhalt so darzustellen, dass sich entsprechende Aufwendungen und Erträge in derselben Periode gegenüberstehen. Dies führt dazu, dass das Verwertungsmehr-/minderergebnis - wie im Berichtsjahr - zu einem Verwertungsminderergebnis wird und negativ ausfällt. Über die Totalperiode wird mit den noch erzielbaren Erlösen aus Nachmieten ein ausgeglichenes Verwertungsmehrergebnis erwartet.
Personalaufwand
Die durchschnittliche Anzahl der Mitarbeiter (ohne Vorstand) während des Geschäftsjahres beläuft sich auf 1.031 (Vorjahr: 928). Teilzeitangestellte werden anteilig berücksichtigt. Weitere 28 (Vorjahr: 24) Beschäftigte befinden sich in der Ausbildung.# 4. Personalaufwand
4.7 Abschreibungen und Wertminderung
| TEUR | ||
|---|---|---|
| 2016 | 2015 | |
| Sonstige immaterielle Vermögenswerte | 4.748 | 4.337 |
| Geschäftsausstattung | 3.854 | 2.237 |
| Geschäfts- oder Firmenwerte | 0 | 703 |
| Bürogebäude | 694 | 692 |
| Summe | 9.296 | 7.969 |
Für die Aufwendungen aus Wertminderung verweisen wir auf Tz. 5.7 bis Tz. 5.9.
4.8 Vertriebs- und Verwaltungsaufwand (ohne Personalaufwand)
Die Vertriebs- und Verwaltungsaufwendungen gliedern sich in folgende Kategorien:
| TEUR | ||
|---|---|---|
| 2016 | 2015 | |
| Betriebskosten | 21.384 | 17.624 |
| Beratungs- und Prüfungskosten | 8.277 | 8.286 |
| Vertriebskosten (ohne Provisionen) | 9.389 | 8.635 |
| Verwaltungskosten | 8.453 | 8.273 |
| Sonstige Steuern | 4.439 | 5.010 |
| IT-Projektkosten | 6.207 | 4.630 |
| Vergütung der Kontrollgremien | 231 | 231 |
| Summe | 58.380 | 52.689 |
Informations-(IT-)Projektkosten, die keine Aktivierung als Entwicklungskosten begründen, entstehen insbesondere durch Projekte zur Prozessoptimierung der zentralen und standardisierten IT-Prozesse durch die Hinzuziehung von externer Expertise.
4.9 Sonstige betriebliche Aufwendungen
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen gliedern sich wie folgt:
| TEUR | ||
|---|---|---|
| 2016 | 2015 | |
| Währungsumrechnungsdifferenzen | 2.490 | 2.239 |
| Erlösschmälerungen | 613 | 772 |
| Mietaufwendungen | 182 | 548 |
| Buchverluste aus dem Verkauf von Büro- und Geschäftsausstattung | 94 | 117 |
| Übrige Posten | 637 | 730 |
| Summe | 4.016 | 4.406 |
4.10 Sonstige betriebliche Erträge
Die sonstigen betrieblichen Erträge gliedern sich wie folgt:
| TEUR | ||
|---|---|---|
| 2016 | 2015 | |
| Erträge aus Mahngebühren | 1.029 | 1.378 |
| Vereinnahmte Franchisegebühren | 777 | 592 |
| Provisionseinnahmen Bankgeschäft | 514 | 415 |
| Sonstige Gebühren an Leasingnehmer | 463 | 326 |
| Miete und Mietnebenkosten | 294 | 622 |
| Periodenfremde Erträge | 222 | 351 |
| Erlöse aus dem Verkauf von Waren | 381 | 241 |
| Bestandsveränderung | -374 | 239 |
| Versicherungsentschädigungen | 76 | 73 |
| Umrechnungsdifferenzen | 30 | 181 |
| Buchgewinne aus dem Verkauf von Anlagevermögen | 22 | 48 |
| Übrige Posten | 615 | 1.065 |
| Summe | 4.049 | 5.531 |
4.11 Ertragsteuern
| TEUR | ||
|---|---|---|
| 2016 | 2015 | |
| Laufende Steuern | 28.167 | 21.569 |
| Körperschaftsteuer und Gewerbesteuer (Deutschland) | 6.528 | -314 |
| Ausländische Ertragsteuern | 21.639 | 21.883 |
| Latente Steuern | 3.135 | 7.047 |
| Deutschland | 1.654 | 3.943 |
| Ausland | 1.481 | 3.104 |
| Summe | 31.302 | 28.616 |
Unter den laufenden Steuern sind Aufwendungen in Höhe von 5.471 TEUR (Vorjahr: Erträge in Höhe von 697 TEUR) aus Vorjahren enthalten.
Überleitungsrechnung zwischen dem durchschnittlichen effektiven und dem erwarteten Steuersatz
Die Überleitung des erwarteten anzuwendenden Steuersatzes der GRENKE AG auf den effektiven Steuersatz, bezogen auf den Vorsteuergewinn (100 %), ergibt sich wie folgt:
| Anzuwendender Steuersatz | ||
|---|---|---|
| 2016 | 2015 | |
| Gewerbesteuer | 14,19 % | 14,19 % |
| Körperschaftsteuer | 15,00 % | 15,00 % |
| Solidaritätszuschlag (5,5 % der Körperschaftsteuer) | 0,83 % | 0,83 % |
| Durchschnittlicher erwarteter Steuersatz GRENKE AG | 30,02 % | 30,02 % |
| Steuererhöhungen aufgrund nicht abzugsfähiger Aufwendungen | 0,38 % | 0,96 % |
| Veränderungen aufgrund ausländischer Steuern | -9,10 % | -9,38 % |
| 2016 | 2015 | |
| Effekte Steuersatzänderungen | -1,01 % | -0,27 % |
| Nutzung nicht aktivierter Verlustvorträge | 0,16 % | 0,00 % |
| Steuernachzahlungen und -erstattungen aus Vorjahren | 4,07 % | -0,64 % |
| Steuermehrung aufgrund steuerlich nicht wirksamer Firmenwertberichtigung | 0,00 % | 0,19 % |
| Sonstiges | -1,25 % | 5,25 % |
| Durchschnittlicher effektiver Steuersatz Konzern | 23,27 % | 26,14 % |
4.12 Ergebnis je Aktie
Der auf die Aktionäre der GRENKE AG entfallene Gewinn in Höhe von 101.463 TEUR (Vorjahr: 80.074 TEUR) liegt der Berechnung sowohl des verwässerten als auch des unverwässerten Ergebnisses zugrunde. Ein Verwässerungseffekt ergab sich weder im Geschäftsjahr 2016 noch im Vorjahr. Das Ergebnis je Aktie beträgt für das Berichtsjahr 6,87 EUR (Vorjahr: 5,43 EUR).
| Stück | ||
|---|---|---|
| 2016 | 2015 | |
| Ausgegebene Aktien zu Beginn der Periode | 14.754.199 | 14.754.199 |
| Durchschnittlich im Umlauf befindliche Aktien zum Ende der Periode | 14.764.042 | 14.754.199 |
| Ausgegebene Aktien zum Ende der Periode | 14.771.034 | 14.754.199 |
4.13 Sonstiges Ergebnis
Die erfolgswirksamen Umgliederungen realisierter Gewinne/Verluste vor Steuern stellen sich wie folgt dar:
| TEUR | ||
|---|---|---|
| 2016 | 2015 | |
| In der laufenden Periode entstandene Gewinne (Verluste) aus Zinskontrakten | 197 | 28 |
| Umgliederungsbeträge in die Gewinn- und Verlustrechnung | -72 | -46 |
| Ergebnis aus Sicherungsbeziehungen | 125 | -18 |
5 Ausgewählte Angaben zur Bilanz
5.1 Finanzinstrumente mit positivem beizulegendem Zeitwert
Unter den Finanzinstrumenten mit positivem beizulegendem Zeitwert werden ausschließlich Derivate ohne Sicherungsbeziehung ausgewiesen. Derivate mit einer Sicherungsbeziehung nach IAS 39, die einen positiven beizulegenden Zeitwert aufweisen, liegen nicht vor.
| TEUR | ||
|---|---|---|
| 31.12.2016 | 31.12.2015 | |
| Beizulegender Zeitwert | ||
| Zinsswaps | 97 | 0 |
| Fremdwährungsterminkontrakte | 3.620 | 277 |
| Summe | 3.717 | 277 |
Eine Erläuterung zu den Zins- und Währungsderivaten findet sich unter Tz. 7.3.
5.2 Zahlungsmittel
| TEUR | ||
|---|---|---|
| 31.12.2016 | 31.12.2015 | |
| Kontoguthaben bei Banken | 64.439 | 119.044 |
| Guthaben auf Zentralbankkonten | 92.441 | 67.398 |
| Kassenbestand | 16 | 11 |
| Summe | 156.896 | 186.453 |
Für Zwecke der Kapitalflussrechnung setzen sich die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente wie folgt zusammen:
| TEUR | ||
|---|---|---|
| 31.12.2016 | 31.12.2015 | |
| Zahlungsmittel laut Bilanz | 156.896 | 186.453 |
| Abzüglich Kontokorrentverbindlichkeiten | 131 | 875 |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente lt. Kapitalflussrechnung | 156.765 | 185.578 |
5.3 Leasingforderungen
| TEUR | ||
|---|---|---|
| 31.12.2016 | 31.12.2015 | |
| Ausstehende Mindestleasingzahlungen | 3.225.519 | 2.820.782 |
| + nicht garantierte Restwerte | 381.596 | 338.757 |
| Bruttoinvestition | 3.607.115 | 3.159.539 |
| - nicht realisierter (ausstehender) Finanzertrag | 431.207 | 400.879 |
| Nettoinvestition | 3.175.908 | 2.758.660 |
| - Barwert der nicht garantierten Restwerte | 296.579 | 258.496 |
| Barwert der Mindestleasingzahlungen | 2.879.329 | 2.500.164 |
| TEUR | |||
|---|---|---|---|
| bis zu 1 Jahr | 1 bis 5 Jahre | länger als 5 Jahre | |
| Bruttogesamtinvestition | 1.259.083 | 2.323.039 | 24.993 |
| Bruttogesamtinvestition (Vorjahr) | 1.105.633 | 2.031.168 | 22.738 |
| Barwert der ausstehenden Mindestleasingzahlungen | 949.044 | 1.912.148 | 18.137 |
| Barwert der ausstehenden Mindestleasingzahlungen (Vorjahr) | 823.686 | 1.660.212 | 16.266 |
Die Überleitung der Bruttoinvestition beinhaltet lediglich am Bilanzstichtag noch laufende Verträge. Um von der Nettoinvestition zum ausgewiesenen Buchwert der Leasingforderungen in der Bilanz zu gelangen, sind folgende Anpassungen durchzuführen:
| TEUR | ||
|---|---|---|
| 31.12.2016 | 31.12.2015 | |
| Entwicklung der Leasingforderungen aus laufenden Verträgen (performende Leasingforderungen) | ||
| Stand zu Periodenbeginn | 2.758.660 | 2.354.439 |
| + Veränderung in der Periode | 417.248 | 404.221 |
| Leasingforderungen (kurz- und langfristig) aus laufenden Verträgen zum Periodenende | 3.175.908 | 2.758.660 |
| Entwicklung der Leasingforderungen aus gekündigten/rückständigen Verträgen (nicht performende Leasingforderungen) | ||
| Bruttoforderungen zu Periodenbeginn | 221.847 | 223.257 |
| + Zugänge Bruttoforderungen in der Periode | 50.444 | 49.984 |
| - Abgänge Bruttoforderungen in der Periode | 48.343 | 51.394 |
| Bruttoforderungen zu Periodenende | 223.948 | 221.847 |
| Wertminderungen zu Periodenbeginn | 126.335 | 121.598 |
| + Zugang kumulierte Wertberichtigungen in der Periode | 41.924 | 46.319 |
| - Abgang kumulierte Wertberichtigungen in der Periode* | 38.513 | 41.582 |
| Wertminderungen zu Periodenende | 129.746 | 126.335 |
| Buchwert Nicht performende Leasingforderungen zu Periodenbeginn | 95.512 | 101.659 |
| Buchwert Nicht performende Leasingforderungen zu Periodenende | 94.202 | 95.512 |
| Leasingforderungen (Bilanzansatz kurz- und langfristig) zu Periodenbeginn | 2.854.172 | 2.456.098 |
| Leasingforderungen (Bilanzansatz kurz- und langfristig) zum Periodenende | 3.270.110 | 2.854.172 |
- Position enthält Währungsdifferenzen in Höhe von -1.260 TEUR (Vorjahr: 924 TEUR).
| Barwert der Mindestleasingzahlungen | Barwert der Restwerte | Andere Forderungen gegen Leasingnehmer | Bilanzansatz | |
|---|---|---|---|---|
| 2015 | ||||
| Kurzfristige Leasingforderungen | 823.686 | 85.162 | 95.512 | 1.004.360 |
| Langfristige Leasingforderungen | 1.676.478 | 173.334 | 0 | 1.849.812 |
| Summe (2015) | 2.500.164 | 258.496 | 95.512 | 2.854.172 |
| 2016 | ||||
| Kurzfristige Leasingforderungen | 949.044 | 97.754 | 94.202 | 1.141.000 |
| Langfristige Leasingforderungen | 1.930.285 | 198.825 | 0 | 2.129.110 |
| Summe (2016) | 2.879.329 | 296.579 | 94.202 | 3.270.110 |
Die Forderungen aus gekündigten bzw. rückständigen Verträgen sind in den kurzfristigen Leasingforderungen enthalten. Die folgende Tabelle gibt die Aufteilung der nicht performenden sowie die Zeitbänder der überfälligen Forderungen wieder:
| zum Stichtag in folgenden Zeitbändern überfällig | Leasingforderungen Mio. EUR (Netto- Buchwert) | davon zum Stichtag überfällig | Wertberichtigung auf Forderungen zum Stichtag | < 90 Tage | Zwischen 91 Tage und 180 Tage | Zwischen 181 Tage und 360 Tage |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Zum 31.12.2015 | ||||||
| nicht wertgemindert | 22,3 | 22,3 | 0,0 | 20,4 | 0,8 | 0,6 |
| wertgemindert | 73,2 | 199,5 | 126,3 | 15,0 | 13,8 | 25,3 |
| Summe | 95,5 | 221,8 | 126,3 | 35,4 | 14,6 | 25,9 |
| Zum 31.12.2016 | ||||||
| nicht wertgemindert | 24,0 | 24,0 | 0,0 | 21,9 | 1,1 | 0,4 |
| wertgemindert | 73,6 | 199,9 | 129,7 | 16,3 | 13,1 | 25,6 |
| Summe | 97,6 | 223,9 | 129,7 | 38,2 | 14,2 | 26,0 |
| zum Stichtag in folgenden Zeitbändern überfällig | Leasingforderungen Mio. EUR (Netto- Buchwert) | davon zum Stichtag überfällig | Zwischen 1 und 5 Jahre | >5 Jahre |
|---|---|---|---|---|
| Zum 31.12.2015 | ||||
| nicht wertgemindert | 0,5 | 0,0 | ||
| wertgemindert | 105,4 | 40,0 | ||
| Summe | 105,9 | 40,0 | ||
| Zum 31.12.2016 | ||||
| nicht wertgemindert | 0,6 | 0,0 | ||
| wertgemindert | 109,3 | 35,6 | ||
| Summe | 109,9 | 35,6 |
Zum Stichtag lagen uns keine Anhaltspunkte für eine Wertberichtigung der performenden Leasingforderungen vor. Zum Stichtag bestehen Leasingforderungen in Höhe von 3.176 Mio. EUR (Vorjahr: 2.759 Mio. EUR), welche weder überfällig noch wertgemindert sind.## 5.3 Forderungen aus Leasinggeschäft
Das maximale Ausfallrisiko ohne Berücksichtigung von Sicherheiten, Bonitätsbeurteilungssystemen und sonstigen Maßnahmen wird durch den Buchwert der Forderungen begrenzt. Bei finanziellen Vermögenswerten (insbesondere Leasingforderungen), die weder wertgemindert noch überfällig sind, lagen zum 31. Dezember 2016 keine Anhaltspunkte dafür vor, dass Zahlungsausfälle eintreten werden. Durch ein effektives Risikomanagement und ein granulares Vertrags- und Leasingnehmerportfolio weisen die Leasingforderungen eine ausgesprochen diversifizierte Risikostruktur im Hinblick auf die Kreditrisikoqualität auf. Der GRENKE Konzern bleibt in den überwiegenden Fällen (95 %) rechtlicher Eigentümer der Leasinggegenstände, durch welche die Leasingforderungen besichert sind. Zusätzlich bestehen im geringen Umfang Bankbürgschaften (9,3 Mio. EUR) sowie Bürgschaften und Garantien von Dritten für 5 % der Leasingforderungen bezogen auf den Buchwert.
Die folgende Übersicht zeigt Veränderungen der Wertberichtigungen auf den Bestand an kurzfristigen und langfristigen Forderungen:
| Wertberichtigungen | 31.12.2016 (Mio. EUR) | 31.12.2015 (Mio. EUR) |
|---|---|---|
| Wertberichtigungen zu Beginn des Geschäftsjahres | 126,3 | 121,6 |
| Zuführung zur Einzelwertberichtigung | 41,9 | 45,4 |
| Verbrauch der Einzelwertberichtigung | 30,7 | 34,2 |
| Auflösung der Einzelwertberichtigung | 6,5 | 7,4 |
| Währungsdifferenzen | -1,3 | 0,9 |
| Wertberichtigungen zum Ende des Geschäftsjahres | 129,7 | 126,3 |
Der Zinsertrag aus der Aufzinsung des Wertberichtigungsaufwands beträgt 339 TEUR (Vorjahr: 882 TEUR) und wird in der Position Schadensabwicklung und Risikovorsorge mit ausgewiesen.
5.4 Sonstige finanzielle Vermögenswerte
| Sonstige kurzfristige finanzielle Vermögenswerte | 31.12.2016 (TEUR) | 31.12.2015 (TEUR) |
|---|---|---|
| Rateneinzüge vor Monatsende | 1.261 | 908 |
| Darlehen im Zusammenhang mit ABCP | 17.160 | 10.857 |
| Forderungen Franchisenehmer (Refinanzierung) | 21.889 | 21.142 |
| Forderungen aus dem Factoringgeschäft | 24.760 | 21.702 |
| Forderungen gegen Refinanzierer | -120 | 38 |
| Forderungen aus dem Kreditgeschäft | 19.458 | 8.990 |
| Anzahlungen für Unternehmenserwerb | 8.500 | 0 |
| Sonstiges | 182 | 191 |
| Summe Sonstige kurzfristige finanzielle Vermögenswerte | 93.090 | 63.828 |
| Sonstige langfristige finanzielle Vermögenswerte | 31.12.2016 (TEUR) | 31.12.2015 (TEUR) |
|---|---|---|
| Darlehen im Zusammenhang mit ABCP | 23.280 | 12.687 |
| Forderungen aus dem Kreditgeschäft | 37.123 | 25.522 |
| Forderungen Franchisenehmer (Refinanzierung) | 9.959 | 8.852 |
| Sonstige Beteiligungen | 3.262 | 0 |
| Sonstiges | 19 | 134 |
| Summe Sonstige langfristige finanzielle Vermögenswerte | 73.643 | 47.195 |
| Summe finanzielle Vermögenswerte | 166.733 | 111.023 |
Die Darlehen im Zusammenhang mit ABCP beinhalten insbesondere Liquiditätsreserven, die aufgrund der jeweiligen Verträge als Sicherheit für das Refinanzierungsvolumen an den Sponsor des Programms gewährt werden müssen. Diese sind zum einen abhängig vom Volumen der Refinanzierung und zum anderen von der Herkunft der über die strukturierten Unternehmen refinanzierten Forderungen. Der in diesem Zusammenhang generierte Zinsertrag wird mit den Aufwendungen aus der Verzinsung der Verbindlichkeiten aus der Refinanzierung saldiert.
Die Forderungen Franchisenehmer beinhalten aus der Refinanzierung für die von den Franchisebetrieben abgeschlossenen Leasingverträge resultierende Forderungen. Als Sicherheit für die Darlehensforderungen oder im Rahmen von Forfaitierungsvereinbarungen wurden von den Franchisenehmern sowohl das Eigentum an den Leasinggegenständen als auch der Anspruch aus den Leasingforderungen abgetreten. Entsprechend werden die in diesem Zusammenhang erzielten Zinserträge in Höhe von 1.355 TEUR (Vorjahr: 1.122 TEUR) (siehe auch Tz. 4.1.1) als Zinserträge im Zinsergebnis ausgewiesen. Refinanzierungen, die in Fremdwährung gewährt wurden, werden mit dem Stichtagskurs umgerechnet.
Die Forderungen aus dem Kreditgeschäft der GRENKE BANK AG weisen zum Stichtag ein Altgeschäft der Bank betreffendes Volumen von 173 TEUR (Vorjahr: 976 TEUR) auf. Zusätzlich bestehen 42.488 TEUR (Vorjahr: 30.264 TEUR) als Forderungen an Kreditnehmer aus der Gewährung von Existenzgründungsdarlehen sowie 316 TEUR (Vorjahr: 83 TEUR) als Forderungen an Kreditnehmer aus Projektfinanzierungen. Zudem sind Forderungen aus der Vergabe von Mikrokrediten in Höhe von 8.994 TEUR (Vorjahr: 3.189 TEUR) in den gesamten Forderungen aus dem Kreditgeschäft in Höhe von 56.581 TEUR (Vorjahr: 34.512 TEUR) enthalten. Erträge aus der Verzinsung sind als Zinserträge im Rahmen des Zinsergebnisses erfasst.
Unter den kurzfristigen finanziellen Vermögenswerten ist die Anzahlung auf die Anteile der Europa Leasing GmbH in Höhe von 8.500 TEUR enthalten. Unter den langfristigen finanziellen Vermögenswerten ist in den Sonstigen Beteiligungen die Beteiligung an der Finanzchef24 GmbH in Höhe von 3.000 TEUR ausgewiesen.
Von den sonstigen finanziellen Vermögenswerten sind 12.160 TEUR (Vorjahr: 8.727 TEUR) überfällig und hiervon 6.473 TEUR (Vorjahr: 3.933 TEUR) wertgemindert. Am 31. Dezember 2016 waren sonstige finanzielle Vermögenswerte in Höhe von 5.687 TEUR (Vorjahr: 4.794 TEUR) überfällig, aber nicht wertgemindert. Die Wertminderung richtet sich nach den in Tz. 3.17 beschriebenen Verfahren. Der Wertminderungsaufwand betrug im Geschäftsjahr 773 TEUR (Vorjahr: 451 TEUR).
Die folgende Tabelle gibt die Aufteilung der überfälligen sonstigen finanziellen Vermögenswerte sowie die Zeitbänder hierzu wieder:
| Sonstige finanzielle Vermögenswerte (TEUR) | Netto- Buchwert | davon zum Stichtag überfällig | Wertberichtigung auf Forderungen zum Stichtag | < 90 Tage | Zwischen 91 Tage und 180 Tage | Zwischen 181 Tage und 360 Tage |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Zum 31.12.2015 | ||||||
| nicht wertgemindert | 4.794 | 4.794 | 0 | 4.759 | 31 | 4 |
| wertgemindert | 2.795 | 3.933 | 1.138 | 912 | 672 | 492 |
| Summe | 7.589 | 8.727 | 1.138 | 5.671 | 703 | 496 |
| Zum 31.12.2016 | ||||||
| nicht wertgemindert | 5.687 | 5.687 | 0 | 5.548 | 74 | 59 |
| wertgemindert | 4.376 | 6.473 | 2.097 | 1.083 | 495 | 1.421 |
| Summe | 10.063 | 12.160 | 2.097 | 6.631 | 569 | 1.480 |
| Sonstige finanzielle Vermögenswerte (TEUR) | Zwischen 1 und 5 Jahre | >5 Jahre |
|---|---|---|
| Zum 31.12.2015 | ||
| nicht wertgemindert | 0 | 0 |
| wertgemindert | 1.857 | 0 |
| Summe | 1.857 | 0 |
| Zum 31.12.2016 | ||
| nicht wertgemindert | 6 | 0 |
| wertgemindert | 3.467 | 7 |
| Summe | 3.473 | 7 |
Zudem wurden finanzielle Vermögenswerte, welche nicht überfällig sind, in Höhe von 507 TEUR (Vorjahr: 1.416 TEUR) um 119 TEUR (Vorjahr: 470 TEUR) wertgemindert, was zu einem Nettobuchwert von 388 TEUR (Vorjahr: 946 TEUR) führt. Es bestehen darüber hinaus finanzielle Vermögenswerte, welche weder überfällig noch wertgemindert sind, in Höhe von 156.282 TEUR (Vorjahr: 102.488 TEUR). Bei finanziellen Vermögenswerten, welche weder überfällig noch wertgemindert sind, bestehen im Rahmen der Kreditqualität keine Anzeichen für Zahlungsschwierigkeiten, und es wird von einer Rückzahlung ausgegangen. Das maximale Ausfallrisiko ohne Berücksichtigung von Sicherheiten, Bonitätsbeurteilungssystemen und sonstigen Maßnahmen wird durch den Buchwert der sonstigen finanziellen Vermögenswerte begrenzt.
Die folgende Übersicht zeigt Veränderungen der Wertberichtigungen auf den Bestand der sonstigen finanziellen Vermögenswerte:
| Wertberichtigungen | 31.12.2016 (TEUR) | 31.12.2015 (TEUR) |
|---|---|---|
| Wertberichtigungen zu Beginn des Geschäftsjahres | 1.607 | 1.315 |
| Zuführung zur Einzelwertberichtigung | 911 | 664 |
| Verbrauch der Einzelwertberichtigung | 159 | 159 |
| Auflösung der Einzelwertberichtigung | 138 | 213 |
| Währungsdifferenzen | -5 | 0 |
| Wertberichtigungen zum Ende des Geschäftsjahres | 2.216 | 1.607 |
5.5 Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
Bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 4.474 TEUR (Vorjahr: 4.272 TEUR) handelt es sich im Wesentlichen um Forderungen gegen Franchisenehmer, Händler und Dritte, die Forderungen aus der Verwertung betreffen. Davon sind 2.733 TEUR (Vorjahr: 2.951 TEUR) überfällig und hiervon 1.893 TEUR (Vorjahr: 2.377 TEUR) wertgemindert. Am 31. Dezember 2016 waren Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 840 TEUR (Vorjahr: 574 TEUR) überfällig, aber nicht wertgemindert. Die Wertminderung richtet sich nach der in Tz. 3.17 beschriebenen Vorgehensweise. Der Wertminderungsaufwand betrug im Geschäftsjahr 86 TEUR (Vorjahr: -118 TEUR). Das maximale Ausfallrisiko ohne Berücksichtigung von Sicherheiten, Bonitätsbeurteilungssystemen und sonstigen Maßnahmen wird durch den Buchwert der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen begrenzt. In den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind sonstige Forderungen gegen Franchisenehmer in Höhe von 1.144 TEUR (Vorjahr: 622 TEUR) enthalten.
Die folgende Tabelle gibt die Aufteilung der überfälligen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie die Zeitbänder hierzu wieder:
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (TEUR) | Netto- Buchwert | davon zum Stichtag überfällig | Wertberichtigung auf Forderungen zum Stichtag | < 90 Tage | Zwischen 91 Tage und 180 Tage | Zwischen 181 Tage und 360 Tage |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Zum 31.12.2015 | ||||||
| nicht wertgemindert | 574 | 574 | 0 | 574 | 0 | 0 |
| wertgemindert | 1.613 | 2.377 | 764 | 0 | 271 | 431 |
| Summe | 2.187 | 2.951 | 764 | 574 | 271 | 431 |
| Zum 31.12.2016 | ||||||
| nicht wertgemindert | 840 | 840 | 0 | 840 | 0 | 0 |
| wertgemindert | 1.043 | 1.893 | 850 | 0 | 166 | 468 |
| Summe | 1.883 | 2.733 | 850 | 840 | 166 | 468 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (TEUR) | Zwischen 1 und 5 Jahre | >5 Jahre |
|---|---|---|
| Zum 31.12.2015 | ||
| nicht wertgemindert | 0 | 0 |
| wertgemindert | 1.275 | 400 |
| Summe | 1.275 | 400 |
| Zum 31.12.2016 | ||
| nicht wertgemindert | 0 | 0 |
| wertgemindert | 1.025 | 234 |
| Summe | 1.025 | 234 |
Es bestehen darüber hinaus Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, welche weder überfällig noch wertgemindert sind, in Höhe von 2.591 TEUR (Vorjahr: 2.085 TEUR). Bei Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, welche weder überfällig noch wertgemindert sind, bestehen im Rahmen der Kreditqualität keine Anzeichen für Zahlungsschwierigkeiten, und es wird von einer Rückzahlung ausgegangen.# 5.6 Sonstige kurzfristige Vermögenswerte
| 31.12.2016 | 31.12.2015 | |
|---|---|---|
| Umsatzsteuererstattungsanspruch | 164.984 | 134.852 |
| Aktive Rechnungsabgrenzung | 2.727 | 1.998 |
| Geleistete Anzahlungen | 1.376 | 1.854 |
| Waren | 337 | 1.543 |
| Unterwegs befindliche Beträge | 7.830 | 1.091 |
| Versicherungsansprüche | 485 | 377 |
| Debitorische Kreditoren | 267 | 337 |
| In Arbeit befindliche Aufträge | 992 | 285 |
| Kurzfristige Vorschüsse | 231 | 275 |
| Übrige Posten | 1.062 | 1.176 |
| Summe | 180.291 | 143.788 |
5.7 Sachanlagen
5.7.1 Übersicht für das Geschäftsjahr 2016
| TEUR | Grundstücke und Bauten | Anlagen im Bau | Betriebs- und Geschäftsausstattung | Leasinggegenstände aus Operatingleasingverhältnissen | Summe |
|---|---|---|---|---|---|
| Anschaffungs-/Herstellungskosten 01.01.2016 | 23.877 | 0 | 27.276 | 18.266 | 69.419 |
| Währungsdifferenzen | 0 | 0 | -193 | -257 | -450 |
| Zugänge | 43 | 0 | 5.584 | 12.552 | 18.179 |
| Davon Zugänge im Rahmen eines Unternehmenserwerbs | 0 | 0 | 9 | 82 | 91 |
| Abgänge | 0 | 0 | 698 | 10.745 | 11.443 |
| Umbuchungen | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Anschaffungs-/Herstellungskosten 31.12.2016 | 23.920 | 0 | 31.969 | 19.816 | 75.705 |
| Kumulierte Abschreibungen und Wertminderung 01.01.2016 | 6.231 | 0 | 15.344 | 1.493 | 23.068 |
| Währungsdifferenzen | 0 | 0 | -96 | -19 | -115 |
| Zugänge an Abschreibungen | 694 | 0 | 3.854 | 836 | 5.384 |
| Zugänge an Wertminderung | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Abgänge an Abschreibungen | 0 | 0 | 263 | 738 | 1.001 |
| Umbuchungen | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Kumulierte Abschreibungen und Wertminderung 31.12.2016 | 6.925 | 0 | 18.839 | 1.572 | 27.336 |
| Nettobuchwerte 31.12.2016 | 16.995 | 0 | 13.130 | 18.244 | 48.369 |
5.7.2 Übersicht für das Geschäftsjahr 2015
| TEUR | Grundstücke und Bauten | Anlagen im Bau | Betriebs- und Geschäftsausstattung | Leasinggegenstände aus Operatingleasingverhältnissen | Summe |
|---|---|---|---|---|---|
| Anschaffungs-/Herstellungskosten 01.01.2015 | 23.877 | 0 | 19.669 | 17.147 | 60.693 |
| Währungsdifferenzen | 0 | 0 | 145 | 98 | 243 |
| Zugänge | 0 | 0 | 7.739 | 11.309 | 19.048 |
| Davon Zugänge im Rahmen eines Unternehmenserwerbs | 0 | 0 | 68 | 0 | 68 |
| Abgänge | 0 | 0 | 277 | 10.288 | 10.565 |
| Umbuchungen | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Anschaffungs-/Herstellungskosten 31.12.2015 | 23.877 | 0 | 27.276 | 18.266 | 69.419 |
| Kumulierte Abschreibungen und Wertminderung 01.01.2015 | 5.539 | 0 | 13.093 | 1.650 | 20.282 |
| Währungsdifferenzen | 0 | 0 | 79 | 13 | 92 |
| Zugänge an Abschreibungen | 692 | 0 | 2.237 | 782 | 3.711 |
| Zugänge an Wertminderung | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Abgänge an Abschreibungen | 0 | 0 | 65 | 952 | 1.017 |
| Umbuchungen | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Kumulierte Abschreibungen und Wertminderung 31.12.2015 | 6.231 | 0 | 15.344 | 1.493 | 23.068 |
| Nettobuchwerte 31.12.2015 | 17.646 | 0 | 11.932 | 16.773 | 46.351 |
Bei den Operatingleasingverhältnissen handelt es sich im Wesentlichen um Leasingverträge in der Nachmietphase, die jederzeit kündbar sind. Abschreibungen auf Leasinggegenstände hieraus werden im Verwertungsmehrergebnis gezeigt (siehe Tz. 4.5).
5.8 Geschäfts- oder Firmenwerte
5.8.1 Entwicklung und Übersicht
| TEUR | 2016 | 2015 | |
|---|---|---|---|
| Anschaffungskosten | Stand zum 01.01. | 63.315 | 57.736 |
| Fremdwährungsumrechnung | -1.153 | 473 | |
| Akquisitionen und Anpassungen der Erstkonsolidierung | 5.507 | 5.106 | |
| Stand am 31.12. | 67.669 | 63.315 | |
| Kumulierte Abschreibungen aus Wertminderungen | Stand zum 01.01. | 1.154 | 451 |
| Wertminderungsaufwand des Geschäftsjahres | 0 | 703 | |
| Stand am 31.12. | 1.154 | 1.154 | |
| Buchwert | Stand zum 01.01. | 62.161 | 57.285 |
| Stand zum 31.12. | 66.515 | 62.161 |
Hinsichtlich der Zugänge des Jahres 2016 verweisen wir auf die Erläuterungen zu der Akquisition der GC Leasing Ofis Donanimlari Kiralama Limited Sirketi., Istanbul/Türkei unter Tz. 6.1. Die Kaufpreisallokation des im Vorjahr erworbenen Unternehmens GRENKELEASING d.o.o., Ljubljana/Slowenien (vormals GC Leasing d.o.o.), wurde im ersten Quartal 2016 finalisiert. Gegenüber den vorläufig angesetzten beizulegenden Zeitwerten der Vermögensgegenstände und Schulden haben sich keine Änderungen ergeben. Für weitergehende Informationen zu Unternehmenszusammenschlüssen aus dem Vorjahr verweisen wir auf den Anhang zum Konzernabschluss der Gesellschaft zum 31. Dezember 2015.
Die Buchwerte der wesentlichen Geschäfts- oder Firmenwerte entfallen auf die folgenden zahlungsmittelgenerierenden Einheiten:
| TEUR | 31.12.2016 | 31.12.2015 |
|---|---|---|
| Grenke Renting S.A. (Lissabon) - Portugal | 28.472 | 28.472 |
| GRENKELEASING d.o.o. (Ljubljana) - Slowenien | 5.106 | 5.106 |
| GRENKE RENT S.L. (Madrid) - Spanien | 5.015 | 5.015 |
| GRENKELEASING Sp. z o.o. (Posen) - Polen | 4.056 | 4.195 |
| GRENKE Kiralama Ltd. Sti. (Istanbul) - Türkei¹⁾ | 4.771 | -- |
| GRENKEFACTORING AG (Basel) - Schweiz | 4.225 | 4.188 |
¹⁾ Der Geschäfts- oder Firmenwert aus dem Erwerb der GRENKE Kiralama Ltd. Sti., Istanbul, Türkei (ehemals GC Leasing Ofis Donanimlari Kiralama Limited Sti.), im Jahr 2016 ist noch vorläufig, da die Kaufpreisallokation erst im Jahr 2017 finalisiert wird (siehe Tz. 6.1). Der Geschäfts- oder Firmenwert wird der zahlungsmittelgenerierenden Einheit Türkei zugeordnet.
5.8.2 Werthaltigkeit Geschäfts- oder Firmenwert
Die GRENKE AG überprüft jährlich die Werthaltigkeit der Geschäfts- oder Firmenwerte. Wesentliche Parameter für die Bestimmung des erzielbaren Betrags auf Grundlage des Nutzungswertes sind dabei die künftigen Erwartungen hinsichtlich der Entwicklung von Neugeschäft und Rentabilität. Die grundlegenden Annahmen, die zur Ermittlung der erzielbaren Cashflows in den jeweiligen Einheiten herangezogen wurden, basieren auf Wachstumsraten im Neugeschäft in den zahlungsmittelgenerierenden Einheiten von bis zu 35 % im Leasingsegment in einzelnen Regionen für einzelne Jahre. Die landes-, kapitalstruktur- und währungsspezifischen Diskontierungsfaktoren betragen zwischen 3,2 % und 10,1 % (Vorjahr: zwischen 4,7 % und 10,1 %). Der dargestellte Abzinsungssatz reflektiert einen Eigenkapitalsatz nach Steuern. Die Berechnung der Diskontierungsfaktoren setzt auf dem CAPM (Capital-Asset-Pricing-Modell) auf, wobei ein risikofreier Zins von 0,9 % (Vorjahr: 1,0 %) und ein Betafaktor von 0,76 (Vorjahr: 0,77) für die zahlungsmittelgenerierenden Einheiten im Leasing- und Banksegment berücksichtigt wurden. Für die zahlungsmittelgenerierenden Einheiten im Factoringsegment wurde ein Betafaktor von 0,66 (Vorjahr: 0,70) herangezogen. Cashflows nach dem Zeitraum von fünf Jahren wurden unter Verwendung einer Wachstumsrate von 1,0 % (Vorjahr: 1,0 %) fortgeschrieben. Die Prognose der Neugeschäftsentwicklung hat sich in der Vergangenheit als stabil erwiesen. Die am Markt zugänglichen Prognose-Parameter bieten aufgrund der speziellen Geschäftsausrichtung im Konzern keine geeignete Prognosequalität, da diese nur auf den gesamten Leasingmarkt abstellen und der Gesamtleasingmarkt massiv durch Immobilien-, Investitionsgüter- und Kfz-Leasing beeinflusst ist. Deshalb basieren die Prognosen für die Neugeschäftsentwicklung auf konzerninternen Erfahrungen der Vergangenheit. Für die wesentliche zahlungsmittelgenerierende Einheit Portugal wurden als wesentliche Annahmen ein Diskontierungsfaktor von 9,6 % (Vorjahr: 9,6 %) sowie Neugeschäftswachstumsraten zwischen 5,0 % und 8,0 % (Vorjahr: zwischen 5,4 % und 8,0 %) in einzelnen Jahren herangezogen. Die Wachstumsrate in der ewigen Rente beträgt 1,0 % (Vorjahr: 1,0 %). Die wesentlichen Annahmen der verwendeten Parameter entsprechen dem oben erläuterten Vorgehen, welches für alle zahlungsmittelgenerierenden Einheiten Gültigkeit besitzt.
5.8.3 Sensitivität der getroffenen Annahmen
Der beizulegende Zeitwert einer zahlungsmittelgenerierenden Einheit, dessen wesentliche Werttreiber der erzielbare Cashflow und der Diskontierungszins sind, reagiert sensibel auf Veränderungen des Diskontierungssatzes. Im Wesentlichen wird der Diskontierungssatz durch einen risikofreien Zinssatz, eine Marktrisikoprämie und einen Betafaktor für das systematische Risiko determiniert. Dabei wurden landes-, kapitalstruktur- und währungsspezifische Besonderheiten beachtet. Diese Werte wurden über externe Informationsquellen herangezogen. Schwankungen der genannten Komponenten können sich somit auf den Diskontierungssatz auswirken. Im Rahmen der Validierung der für die zahlungsmittelgenerierenden Einheiten ermittelten beizulegenden Zeitwerte werden die wesentlichen Werttreiber jeder Einheit jährlich überprüft. Ferner wurden die für die Discounted-Cashflow-Modellierung herangezogenen maßgeblichen Determinanten Diskontierungszins und Wachstumsrate des Neugeschäfts einer Sensitivitätsprüfung unterzogen. Das Management ist der Auffassung, dass realistische Änderungen der wesentlichen Annahmen für die Durchführung der Werthaltigkeitstests im Konzern nicht zu einer weiteren Wertminderung wie der oben erwähnten führen. Die sich zwischen den routinemäßigen jährlichen Werterhaltungstests ergebenden Veränderungen der Parameter hatten keinen Einfluss auf die Werthaltigkeit der einzelnen zahlungsmittelgenerierenden Einheiten.
5.9 Sonstige immaterielle Vermögenswerte
5.9.1 Übersicht für das Geschäftsjahr 2016
| TEUR | Entwicklungskosten | Software-Lizenzen | Kundenbeziehungen/ Wettbewerbsverbote | Summe |
|---|---|---|---|---|
| Anschaffungskosten 01.01.2016 | 4.771 | 7.429 | 16.633 | 28.833 |
| Währungsdifferenzen | 0 | -17 | -200 | -217 |
| Zugänge | 4.850 | 1.364 | 0 | 6.214 |
| Abgänge | 0 | 56 | 0 | 56 |
| Zugänge durch Unternehmenserwerbe | 0 | 0 | 1.639 | 1.639 |
| Umbuchungen | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Anschaffungskosten 31.12.2016 | 9.621 | 8.720 | 18.072 | 36.413 |
| Kumulierte Abschreibungen 01.01.2016 | 583 | 3.970 | 7.109 | 11.662 |
| Währungsdifferenzen | 0 | -5 | -13 | -18 |
| Zugänge | 681 | 1.960 | 2.107 | 4.748 |
| Abgänge | 0 | 48 | 0 | 48 |
| Umbuchungen | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Kumulierte Abschreibungen 31.12.2016 | 1.264 | 5.877 | 9.203 | 16.344 |
| Nettobuchwerte 31.12.2016 | 8.357 | 2.843 | 8.869 | 20.069 |
5.9.2 Übersicht für das Geschäftsjahr 2015
| TEUR | Entwicklungskosten | Software-Lizenzen | Kundenbeziehungen/ Wettbewerbsverbote | Summe |
|---|---|---|---|---|
| Anschaffungskosten 01.01.2015 | 2.536 | 5.988 | 13.073 | 21.597 |
| Währungsdifferenzen | 0 | 17 | -15 | 2 |
| Zugänge | 2.235 | 1.424 | 0 | 3.659 |
| Abgänge | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Zugänge durch Unternehmenserwerbe | 0 | 0 | 3.575 | 3.575 |
| Umbuchungen | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Anschaffungskosten 31.12.2015 | 4.771 | 7.429 | 16.633 | 28.833 |
| Kumulierte Abschreibungen 01.01.2015 | 238 | 2.690 | 4.405 | 7.333 |
| Währungsdifferenzen | 0 | 2 | -10 | -8 |
| Zugänge | 345 | 1.278 | 2.714 | 4.337 |
| Abgänge | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Umbuchungen | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Kumulierte Abschreibungen 31.12.2015 | 583 | 3.970 | 7.109 | 11.662 |
| Nettobuchwerte 31.12.2015 | 4.188 | 3.459 | 9.524 | 17.171 |
Zugänge im Bereich "Kundenbeziehungen/Wettbewerbsverbote" sind ausschließlich auf die im Geschäftsjahr sowie in Vorjahren abgeschlossenen Akquisitionen zurückzuführen.# 5.10 Latente Steueransprüche und -schulden
Die latenten Steueransprüche und -schulden verteilen sich auf folgende Positionen:
| Bilanz | Gewinn- und Verlustrechnung | TEUR | 31.12.2016 | 31.12.2015 | 2016 | 2015 |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Latente Steueransprüche | ||||||
| Steuerliche Verlustvorträge | 9.671 | 9.871 | 211 | 187 | ||
| Umbewertung der Leasingforderungen | 1.128 | 689 | -253 | 246 | ||
| Umbewertung der Schulden | 6.085 | 6.134 | 156 | 3.915 | ||
| Pensionen | 1.043 | 953 | -149 | 0 | ||
| Sonstiges | 0 | 2 | 174 | -647 | ||
| Summe | 17.927 | 17.649 | 139 | 3.701 | ||
| Latente Steuerschulden | ||||||
| Umbewertung der Leasingforderungen | 34.158 | 43.687 | -9.421 | 4.858 | ||
| Immaterielle Vermögenswerte | 4.270 | 3.275 | 867 | 1.196 | ||
| Umbewertung der Schulden | 13.078 | 939 | 12.268 | -3.124 | ||
| Sonstiges | 8 | 718 | -718 | 416 | ||
| Summe | 51.514 | 48.619 | 2.996 | 3.346 | ||
| Latenter Steueraufwand/-ertrag | 3.135 | 7.047 | ||||
| Latente Steuerschulden, netto | 33.587 | 30.970 |
In der Bilanz wie folgt ausgewiesen:
- Latente Steueransprüche: 17.927 (31.12.2016) / 17.649 (31.12.2015)
- Latente Steuerschulden: 51.514 (31.12.2016) / 48.619 (31.12.2015)
Erfolgsneutral wurden im Geschäftsjahr aktive latente Steuern in Höhe von 2 TEUR aufgelöst sowie passive latente Steuern in Höhe von 8 TEUR gebildet (Vorjahr: 0 TEUR). Diese resultieren aus der erfolgsneutral gebildeten Cashflow-Hedge-Rücklage. Ferner wurden im Zusammenhang mit der erfolgsneutralen Erfassung von versicherungsmathematischen Verlusten die aktiven latenten Steuern in Höhe von 58 TEUR gebildet (Vorjahr: 138 TEUR).
5.11 Kurz- und langfristige Finanzschulden
5.11.1 Übersicht
Die Finanzschulden des GRENKE Konzerns setzen sich aus den kurzfristigen Finanzschulden und langfristigen Finanzschulden zusammen.
| TEUR | 31.12.2016 | 31.12.2015 |
|---|---|---|
| Finanzschulden | ||
| Kurzfristige Finanzschulden | ||
| Asset Based | 226.792 | 192.971 |
| Senior Unsecured | 724.236 | 637.002 |
| Zweckgebundene Förderdarlehen | 45.604 | 28.814 |
| Verbindlichkeiten aus dem Einlagengeschäft | 228.125 | 200.997 |
| Sonstige Bankschulden | 2.824 | 1.960 |
| davon Kontokorrentschulden | 131 | 875 |
| Summe kurzfristige Finanzschulden | 1.227.581 | 1.061.744 |
| TEUR | 31.12.2016 | 31.12.2015 |
|---|---|---|
| Langfristige Finanzschulden | ||
| Asset Based | 431.595 | 341.503 |
| Senior Unsecured | 1.194.928 | 1.075.495 |
| Zweckgebundene Förderdarlehen | 78.988 | 65.295 |
| Verbindlichkeiten aus dem Einlagengeschäft | 188.963 | 148.307 |
| Summe langfristige Finanzschulden | 1.894.474 | 1.630.600 |
| Summe Finanzschulden | 3.122.055 | 2.692.344 |
Der GRENKE Konzern hat die Aufteilung der Finanzschulden an die Struktur, wie bisher schon an die Anleihe- und Kapitalmarktteilnehmern berichtet wird, angepasst bzw. umbenannt mit dem Ziel, einen einheitlichen Auftritt zu vermitteln. Unter die Asset Based Finanzschulden fallen Verbindlichkeiten in Zusammenhang mit ABCP-Programmen sowie Forderungsverkäufe mit externen Kreditinstituten. Unter den Senior Unsecured Finanzschulden sind erstrangige unbesicherte Schuldtitel inkludiert. Die Verbindlichkeiten aus dem Einlagengeschäft umfassen die Verbindlichkeiten gegenüber Kunden der GRENKE BANK AG, die bei der Bank Einlagen unterhalten. Von den kurzfristigen Verbindlichkeiten über insgesamt 228.125 TEUR (Vorjahr: 200.997 TEUR) entfallen zum Stichtag 34.520 TEUR (Vorjahr: 19.154 TEUR) auf täglich fällige Einlagen. Für die übrigen Einlagen sind entsprechende Laufzeiten für die Fest- und Termingelder vereinbart. Unter den Bankschulden werden die Verbindlichkeiten aus der Inanspruchnahme von Betriebsmittellinien (Kontokorrentschulden) abgebildet. Zum Stichtag wurden diese Linien mit 131 TEUR (Vorjahr: 875 TEUR) ausgeschöpft. Zur Besicherung der Verbindlichkeiten aus der Refinanzierung des Leasinggeschäfts sind kurz- und langfristige Leasingforderungen in Höhe von insgesamt 656.136 TEUR (Vorjahr: 471.440 TEUR) an die refinanzierenden Institute abgetreten. Die Sicherheitsabtretung gilt für jede einzelne Sicherheit so lange, bis die ausstehende Forderung aus dem Leasingvertrag beglichen wurde. Danach wird die Sicherheit wieder zurückübertragen. Die Sicherheiten für abgetretene Forderungen werden so gekennzeichnet, dass sie von den nicht abgetretenen Forderungen unterschieden werden können.
Das Volumen der langfristigen Finanzschulden mit Restlaufzeiten von einem bis fünf Jahren und mehr stellt sich zum 31. Dezember 2016 wie folgt dar:
| Besicherter Betrag | Gesamtbetrag | 1 bis 5 Jahre | mehr als 5 Jahre | Art der Verbindlichkeit | 2016 |
|---|---|---|---|---|---|
| 377.490 | 431.595 | 430.611 | 984 | Asset Based | |
| (Vorjahr) | (341.503) | (340.533) | (970) | (268.470) | |
| 0 | 1.194.928 | 987.928 | 207.000 | Senior Unsecured | |
| (Vorjahr) | (1.075.495) | (1.075.495) | (0) | (0) | |
| 78.988 | 78.988 | 72.585 | 6.403 | Zweckgebundene Förderdarlehen | |
| (Vorjahr) | (65.295) | (59.605) | (5.690) | (65.295) | |
| 0 | 188.963 | 188.963 | 0 | Verbindlichkeiten aus dem Einlagengeschäft | |
| (Vorjahr) | (148.307) | (148.307) | (0) | (0) |
Im Folgenden werden die Refinanzierungsquellen und damit die wesentlichen Kategorien der Finanzschulden näher erläutert.
5.11.2 Asset Based
Strukturierte Unternehmen
Folgende konsolidierte strukturierte Unternehmen bestanden zum Stichtag: Opusalpha Purchaser II Limited (HeLaBa), Kebnekaise Funding Limited (SEB AB), CORAL PURCHASING Limited (DZ-Bank), FCT "GK"-COMPARTMENT "G 2" (UniCredit), FCT "GK"-COMPARTMENT "G 3" (HSBC).
Nachfolgend werden die konsolidierten strukturierten Unternehmen, die als Asset-Backed-Commercial-Paper-(ABCP-)Programme aufgelegt sind, weiter erläutert.
ABCP-Programme
Der GRENKE Konzern unterhält zum Stichtag mehrere Asset-Backed-Commercial-Paper-(ABCP-)Programme, die insgesamt ein Volumen in Höhe von 735.000 TEUR (Vorjahr: 593.333 TEUR) haben.
| TEUR | 31.12.2016 | 31.12.2015 |
|---|---|---|
| Programmvolumen | 735.000 | 593.333 |
| Inanspruchnahme | 624.610 | 442.373 |
| Buchwert | 531.544 | 377.331 |
| davon kurzfristig | 154.054 | 108.861 |
| davon langfristig | 377.490 | 268.470 |
Die ABCP-Programme gewähren der GRENKE FINANCE Plc. sowie der Grenke Investitionen Verwaltungs KGaA das Recht, für eine gewisse Periode Forderungen an die jeweiligen Programme zu verkaufen bzw. über diese zu refinanzieren. Die Obergrenze des Ankaufsvolumens wird durch das Programmvolumen, welches im Normalfall mit einer Liquiditätszusage der organisierenden Bank in entsprechender Höhe unterlegt ist, festgelegt. Der Buchwert wird nach der Effektivzinsmethode ermittelt, wobei anfallende Transaktionskosten somit über die Laufzeit der zugrunde liegenden Refinanzierungspakete amortisiert werden. Die strukturierten Unternehmen refinanzieren sich durch die revolvierende Ausgabe von Commercial Papers, welche in der Regel eine Laufzeit von einem Monat aufweisen. Die Verzinsung der Commercial Papers orientiert sich am 1-Monats-Euribor. Es handelt sich daher um eine variable Verzinsung. Das Zinsänderungsrisiko (festverzinsliche Leasingforderungen auf der Aktivseite versus variabel verzinsliche Refinanzierung auf der Passivseite) managen die strukturierten Unternehmen durch den Abschluss von Zinssicherungsinstrumenten (Zinscaps und Zinsswaps). Ein Währungsrisiko besteht im Rahmen der ABCP-Refinanzierung nicht, da ausschließlich Euro-Transaktionen und eurobasierte Leasingverträge Vertragsgegenstand sind.
Die Laufzeiten der einzelnen ABCP-Programme sind folgender Tabelle zu entnehmen:
| ABCP-Programm | Sponsor | Laufzeit bis |
|---|---|---|
| Opusalpha Purchaser II Limited | HeLaBa | März 2018 |
| Kebnekaise Funding Limited | SEB AB | November 2017 |
| CORAL PURCHASING Limited | DZ-Bank | August 2017 |
| FCT "GK"-COMPARTMENT "G 2" | UniCredit | April 2019 |
| FCT "GK"-COMPARTMENT "G 3" | HSBC | Juni 2019 |
Forderungsverkaufs-Verträge
Solche Verträge bestehen derzeit mit der Stadtsparkasse Baden-Baden Gaggenau, der Sparkasse Karlsruhe sowie mit der UBS AG in der Schweiz, mit der Commerzbanktochter mBank S.A. und der DZ Bank AG Niederlassung Polen sowie mit der Norddeutschen Landesbank für Forderungen in Großbritannien. In allen Fällen handelt es sich um sogenannte fristenkongruente Refinanzierungen von abgeschlossenen Leasingverträgen. Hier wird durch paketweise Zusammenfassung von einzelnen Leasingverträgen mit ähnlicher Laufzeit der Ankauf von Leasingforderungen im gleichen Laufzeitraster dargestellt. Damit ist sichergestellt, dass zu jedem gegebenen Zeitpunkt in der Zukunft die Zinsbelastung für den GRENKE Konzern über die gesamte Laufzeit fix und bekannt ist. Ein Zinsrisiko besteht daher in keinem Fall. Aus diesem Grund werden im Rahmen dieser Finanzierungen keine Derivate eingesetzt. Voraussetzungen für eine etwaige Ausbuchung liegen nicht vor, da das Ausfallrisiko verbleibt. Der Barwert der Verpflichtungen beträgt zum Bilanzstichtag 126.843 TEUR (Vorjahr: 157.143 TEUR) und stimmt mit den veräußerten Forderungen (abzüglich Abschlägen etc.) überein.
| 31.12.2016 | 31.12.2015 | |
|---|---|---|
| Programmvolumen in Landeswährung TEUR | 25.000 | 25.000 |
| TGBP | 80.000 | 80.000 |
| TPLN | 60.000 | 60.000 |
| TCHF | 50.000 | 50.000 |
| Programmvolumen in TEUR | 178.602 | 194.218 |
| Inanspruchnahme in TEUR | 126.843 | 157.143 |
| Buchwert in TEUR | 126.843 | 157.143 |
| davon kurzfristig | 72.739 | 84.110 |
| davon langfristig | 54.104 | 73.033 |
5.11.3 Senior Unsecured Finanzschulden
Folgende Tabelle gibt eine Übersicht über die Buchwerte der einzelnen Refinanzierungsinstrumente:
| TEUR | 31.12.2016 | 31.12.2015 |
|---|---|---|
| Anleihen | 1.209.998 | 1.044.164 |
| davon kurzfristig | 266.374 | 234.135 |
| davon langfristig | 943.624 | 810.029 |
| Schuldscheindarlehen | 392.941 | 361.515 |
| davon kurzfristig | 151.387 | 99.684 |
| davon langfristig | 241.554 | 261.831 |
| Commercial Paper | 201.000 | 196.000 |
| Revolving Credit Facility | 73.937 | 65.557 |
| davon kurzfristig | 64.187 | 61.922 |
| davon langfristig | 9.750 | 3.635 |
| Geldhandel | 31.692 | 34.892 |
| Zinsabgrenzung | 9.596 | 10.369 |
Folgende Tabelle zeigt den Refinanzierungsrahmen der einzelnen Instrumente:
| 31.12.2016 | 31.12.2015 | |
|---|---|---|
| Anleihen TEUR | 1.500.000 | 1.250.000 |
| Commercial Paper TEUR | 500.000 | 250.000 |
| Revolving Credit Facility TEUR | 150.000 | 125.000 |
| Revolving Credit Facility TPLN | 50.000 | 25.000 |
| Revolving Credit Facility TCHF | 10.000 | 0 |
| Geldhandel TEUR | 45.000 | 35.000 |
Anleihen
Der Referenzzins für die variabel verzinsten Anleihen, Schuldverschreibungen und Privatplatzierungen ist jeweils der 3-Monats-Euribor, wenn nichts anderes erwähnt wird. Die jeweils genannten Disagien werden ebenso wie die mit der jeweiligen Transaktion direkt korrespondierenden Anfangsaufwendungen mittels Effektivzinsmethode über die Laufzeit aufgelöst.Grundsätzlich sind alle Schuldverschreibungen endfällig und unterliegen der Voraussetzung eines konstanten Ratings. Im Falle einer Herabstufung des Ratings durch Standard & Poor's ist eine vertragliche Anpassung (Erhöhung) des vereinbarten Zinssatzes vorgesehen. Da mit einer entsprechenden Herabstufung nicht gerechnet wird, wird derzeit auch auf eine Absicherung verzichtet.
Debt-Issuance-Programm
Die Rahmendaten der über das Debt-Issuance-Programm gezogenen Anleihen können der folgenden Aufstellung entnommen werden:
| Bezeichnung | Von | Bis | Zinskupon Prozent p. a. | Buchwert 31.12.2016 TEUR | Buchwert 31.12.2015 TEUR | Nennbetrag 31.12.2016 TEUR | Nennbetrag 31.12.2015 TEUR |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| EUR-Anleihe | 30.05.2012 | 30.03.2016 | 3,75 | 0 | 99.968 | 0 | 100.000 |
| EUR-Anleihe | 23.10.2012 | 24.10.2016 | 3,125 | 0 | 124.546 | 0 | 125.000 |
| EUR-Anleihe | 13.12.2012 | 13.12.2019 | 3,75 | 40.756 | 40.675 | 41.000 | 41.000 |
| EUR-Anleihe | 07.06.2013 | 07.06.2017 | 2,00 | 99.964 | 99.876 | 100.000 | 100.000 |
| EUR-Anleihe | 09.12.2013 | 10.12.2018 | 2,25 | 124.808 | 124.708 | 125.000 | 125.000 |
| EUR-Anleihe | 21.02.2014 | 21.08.2018 | 1,90 | 29.962 | 29.939 | 30.000 | 30.000 |
| EUR-Anleihe | 04.03.2014 | 04.03.2019 | 2,17 | 29.968 | 29.953 | 30.000 | 30.000 |
| EUR-Anleihe | 17.04.2014 | 17.10.2017 | 1,625 | 124.913 | 124.808 | 125.000 | 125.000 |
| EUR-Anleihe | 06.05.2014 | 06.05.2016 | 1,37 | 0 | 9.996 | 0 | 10.000 |
| EUR-Anleihe | 27.06.2014 | 27.08.2018 | 1,50 | 9.990 | 9.984 | 10.000 | 10.000 |
| EUR-Anleihe | 07.07.2014 | 07.07.2017 | 1,25 | 9.995 | 9.984 | 10.000 | 10.000 |
| EUR-Anleihe | 26.11.2014 | 27.05.2019 | 1,50 | 124.835 | 124.767 | 125.000 | 125.000 |
| EUR-Anleihe | 06.03.2015 | 06.03.2018 | 0,884 | 23.986 | 23.974 | 24.000 | 24.000 |
| EUR-Anleihe | 26.03.2015 | 26.03.2019 | 0,80 | 29.961 | 29.943 | 30.000 | 30.000 |
| EUR-Anleihe | 27.04.2015 | 27.04.2020 | 0,73 | 29.840 | 29.792 | 30.000 | 30.000 |
| EUR-Anleihe | 21.05.2015 | 27.04.2020 | 0,93 | 19.902 | 19.873 | 20.000 | 20.000 |
| EUR-Anleihe | 07.09.2015 | 07.04.2017 | Euribor + 0,60 | 12.198 | 12.192 | 12.200 | 12.200 |
| EUR-Anleihe | 04.12.2015 | 05.10.2020 | 1,375 | 119.545 | 99.186 | 120.000 | 100.000 |
| EUR-Anleihe | 21.01.2016 | 21.01.2026 | 2,616 | 25.883 | 0 | 26.000 | 0 |
| EUR-Anleihe | 09.03.2016 | 09.04.2021 | 1,5 | 144.986 | 0 | 145.000 | 0 |
| EUR-Anleihe | 15.06.2016 | 15.06.2021 | 0,875 | 19.897 | 0 | 20.000 | 0 |
| EUR-Anleihe | 17.06.2016 | 15.09.2017 | 0,02 | 19.964 | 0 | 20.000 | 0 |
| EUR-Anleihe | 08.08.2016 | 08.08.2018 | 0,44 | 19.984 | 0 | 20.000 | 0 |
| EUR-Anleihe | 29.11.2016 | 02.02.2022 | 1,125 | 148.661 | 0 | 150.000 | 0 |
In 2016 wurden insgesamt sechs neue Anleihen mit einem Nominalvolumen von insgesamt 361.000 TEUR begeben. Die Konditionen ergeben sich aus der obigen Tabelle. Zusätzlich wurden die Anleihe vom 4. Dezember 2015 sowie die Anleihe vom 9. März 2016 um jeweils 20.000 TEUR erhöht. Die Konditionen ergeben sich aus folgender Tabelle.
| Bezeichnung | Von | Bis | Zinskupon Prozent p. a. | Agio TEUR | Nennbetrag 31.12.2016 TEUR | Nennbetrag 31.12.2015 TEUR |
|---|---|---|---|---|---|---|
| EUR-Anleihe | 01.09.2016 | 05.10.2020 | 0,738 | 482 | 20.000 | 0 |
| EUR-Anleihe | 28.10.2016 | 09.04.2021 | 0,784 | 583 | 20.000 | 0 |
Drei Anleihen mit einem Nominalvolumen von insgesamt 235.000 TEUR wurden im Geschäftsjahr planmäßig zurückgezahlt.
Schuldscheindarlehen (SSD)
Die Rahmendaten der Schuldscheindarlehen in Euro können der folgenden Aufstellung entnommen werden:
| Bezeichnung | Von | Bis | Zinskupon Prozent p. a. | Buchwert 31.12.2016 TEUR | Buchwert 31.12.2015 TEUR | Nennbetrag 31.12.2016 TEUR | Nennbetrag 31.12.2015 TEUR |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| EUR-SSD | 06.12.2010 | 30.06.2020 | 4,8500 | 3.000 | 3.750 | 3.000 | 3.750 |
| EUR-SSD | 06.12.2010 | 30.06.2020 | 4,8500 | 3.000 | 3.750 | 3.000 | 3.750 |
| EUR-SSD | 24.10.2011 | 15.12.2016 | Euribor + 3,00 | 0 | 29.964 | 0 | 30.000 |
| EUR-SSD | 16.11.2011 | 16.11.2016 | 5,0000 | 0 | 14.991 | 0 | 15.000 |
| EUR-SSD | 21.12.2012 | 21.12.2020 | 2,80 | 4.000 | 5.000 | 4.000 | 5.000 |
| EUR-SSD | 01.03.2013 | 01.03.2016 | 2,15 | 0 | 3.333 | 0 | 3.333 |
| EUR-SSD | 28.03.2013 | 05.01.2017 | 2,41 | 20.000 | 20.000 | 20.000 | 20.000 |
| EUR-SSD | 01.08.2013 | 01.08.2016 | 2,41 | 0 | 4.998 | 0 | 5.000 |
| EUR-SSD | 31.01.2014 | 31.01.2019 | 2,25 | 9.992 | 9.988 | 10.000 | 10.000 |
| EUR-SSD | 18.07.2014 | 18.07.2017 | 1,43 | 25.000 | 25.000 | 25.000 | 25.000 |
| EUR-SSD | 28.07.2014 | 28.07.2019 | 1,644 | 9.985 | 9.979 | 10.000 | 10.000 |
| EUR-SSD | 12.08.2014 | 12.08.2017 | 1,20 | 5.000 | 10.000 | 5.000 | 10.000 |
| EUR-SSD | 26.08.2014 | 26.08.2017 | 1,26 | 15.000 | 15.000 | 15.000 | 15.000 |
| EUR-SSD | 04.09.2014 | 04.09.2017 | 1,18 | 10.000 | 10.000 | 10.000 | 10.000 |
| EUR-SSD | 18.09.2014 | 18.09.2017 | 1,05 | 7.000 | 14.000 | 7.000 | 14.000 |
| EUR-SSD | 12.12.2014 | 12.12.2017 | 1,21 | 25.000 | 25.000 | 25.000 | 25.000 |
| EUR-SSD | 26.03.2015 | 26.03.2019 | 0,84 | 7.500 | 10.000 | 7.500 | 10.000 |
| EUR-SSD | 15.06.2015 | 15.06.2018 | 0,87 | 10.000 | 10.000 | 10.000 | 10.000 |
| EUR-SSD | 09.07.2015 | 09.07.2018 | 0,835 | 10.000 | 10.000 | 10.000 | 10.000 |
| EUR-SSD | 21.07.2015 | 21.07.2018 | 0,95 | 10.000 | 10.000 | 10.000 | 10.000 |
| EUR-SSD | 23.07.2015 | 23.07.2018 | 0,91 | 25.000 | 25.000 | 25.000 | 25.000 |
| EUR-SSD | 25.07.2015 | 25.07.2018 | 0,90 | 10.000 | 10.000 | 10.000 | 10.000 |
| EUR-SSD | 17.08.2015 | 17.08.2018 | 0,811 | 13.989 | 13.982 | 14.000 | 14.000 |
| EUR-SSD | 04.09.2015 | 04.09.2018 | 0,78 | 20.000 | 20.000 | 20.000 | 20.000 |
| EUR-SSD | 22.12.2015 | 22.12.2017 | 0,75 | 4.997 | 4.993 | 5.000 | 5.000 |
| EUR-SSD | 29.03.2016 | 29.03.2019 | 0,78 | 9.989 | 0 | 10.000 | 0 |
| EUR-SSD | 29.04.2016 | 29.04.2026 | 2,35 | 10.964 | 0 | 11.000 | 0 |
| EUR-SSD | 30.05.2016 | 01.04.2019 | 0,72 | 20.000 | 0 | 20.000 | 0 |
| EUR-SSD | 05.09.2016 | 05.09.2019 | 0,52 | 9.987 | 0 | 10.000 | 0 |
| EUR-SSD | 20.10.2016 | 20.10.2026 | 1,702 | 19.922 | 0 | 20.000 | 0 |
| EUR-SSD | 26.11.2016 | 26.11.2019 | 0,714 | 10.000 | 0 | 10.000 | 0 |
Die Rahmendaten der Schuldscheindarlehen in Schweizer Franken können der folgenden Aufstellung entnommen werden:
| Bezeichnung | Von | Bis | Zinskupon Prozent p. a. | Buchwert 31.12.2016 TEUR | Buchwert 31.12.2015 TEUR | Nennbetrag 31.12.2016 TCHF | Nennbetrag 31.12.2015 TCHF |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| CHF-SSD | 03.02.2014 | 10.01.2017 | 1,59 | 372 | 1.840 | 400 | 2.000 |
| CHF-SSD | 29.09.2014 | 29.09.2017 | 0,82 | 9.299 | 9.199 | 10.000 | 10.000 |
| CHF-SSD | 29.01.2015 | 10.01.2018 | 0,01 | 3.725 | 6.645 | 4.000 | 7.200 |
| CHF-SSD | 30.03.2015 | 10.01.2018 | 0,35 | 3.725 | 6.645 | 4.000 | 7.200 |
| CHF-SSD | 12.06.2015 | 12.06.2018 | 0,43 | 9.312 | 9.229 | 10.000 | 10.000 |
| CHF-SSD | 29.09.2015 | 29.09.2017 | 0,234 | 9.312 | 9.229 | 10.000 | 10.000 |
| CHF-SSD | 24.05.2016 | 10.04.2019 | 0,34 | 8.445 | 0 | 9.090 | 0 |
| CHF-SSD | 27.07.2016 | 10.07.2019 | 0,29 | 9.201 | 0 | 9.900 | 0 |
| CHF-SSD | 24.10.2016 | 10.10.2019 | 0,45 | 10.225 | 0 | 11.000 | 0 |
Alle Rückzahlungen im Geschäftsjahr erfolgten planmäßig.
Commercial Papers
Der GRENKE Konzern hat die Möglichkeit, Commercial Papers mit einem Gesamtvolumen von bis zu 500.000 TEUR und einer Laufzeit zwischen 1 und 364 Tagen zu begeben. Zum 31. Dezember 2016 ist das Commercial-Paper-Programm mit 201.000 TEUR ausgenutzt (Vorjahr: 196.000 TEUR).
Revolving Credit Facility
Der GRENKE Konzern verfügt über die Möglichkeit, im Rahmen von acht revolvierenden Darlehensfazilitäten mit einem Gesamtvolumen von 150.000 TEUR (die Inanspruchnahme kann auch teilweise in Schweizer Franken erfolgen) sowie 10.000 TCHF, welche der GRENKE FINANCE Plc., Dublin/Irland, sowie teilweise der GRENKE AG, Zürich/Schweiz, zur Verfügung stehen, jederzeit kurzfristige Gelder über eine Laufzeit von in der Regel einem Monat aufzunehmen. Diese Fazilitäten bestehen mit der Deutschen Bank AG, der DZ-Bank AG, der HSBC Trinkaus & Burkhardt AG, der Norddeutschen Landesbank, der SEB AG sowie der Commerzbank AG. Zum 31. Dezember 2016 betrug das in Anspruch genommene Volumen der revolvierenden Darlehensfazilitäten 50.000 TEUR sowie 16.500 TCHF (Vorjahr: 55.000 TEUR sowie 7.500 TCHF). Darüber hinaus besteht eine weitere Fazilität mit der SEB AB, welcher der GRENKLEASING Sp. Z.o.o. die Möglichkeit bietet, jederzeit kurzfristig Gelder mit einem Mindestbetrag von 1.000 TPLN und einer festen Laufzeit von jeweils drei Jahren aufzunehmen. Zum 31. Dezember 2016 betrug das in Anspruch genommene Volumen 43.000 TPLN (Vorjahr: 15.500 TPLN).
Geldhandel
Mit der Bayerischen Landesbank besteht eine nicht garantierte Geldhandelslinie in Höhe von insgesamt 35.000 TEUR, welche der GRENKE FINANCE Plc., Dublin/Irland, und der GRENKELEASING AG, Zürich/Schweiz, zur Verfügung steht. Eine weitere Geldhandelslinie mit einem Volumen von 10.000 TEUR besteht mit der Commerzbank AG. Zum 31. Dezember 2016 betrug das in Anspruch genommene Volumen der Kreditlinien 28.000 TEUR sowie 2.700 TCHF (Vorjahr: 31.200 TEUR sowie 4.000 TCHF).
5.11.4 Zweckgebundene Förderdarlehen
Es bestehen verschiedene Kooperationen in Form von Globaldarlehen zwischen der GRENKE AG, der GRENKE BANK AG und den Förderbanken Kreditanstalt für Wiederaufbau, NRW Bank, Thüringer Aufbaubank, Investitionsbank Berlin, LfA Förderbank Bayern sowie der ILB Investitionsbank des Landes Brandenburg. Diese ermöglichen die Einbindung öffentlicher Fördermittel in die Leasingfinanzierung. Die Förderung steht für regionale Investitionsvorhaben von Gewerbeunternehmen und Angehörigen freier Berufe mit einem Jahresumsatz von bis zu 500 Mio. EUR zur Verfügung. Des Weiteren bietet die GRENKE BANK AG in Zusammenarbeit mit der KfW das bundesweite Programm ERP-Startgeld für Existenzgründer und junge Unternehmen an. Hierbei stellt die KfW sowohl zinsgünstige Gelder als auch eine 80-prozentige Haftungsfreistellung für die Hausbank zur Verfügung. Der maximale Darlehensbetrag ist dabei limitiert auf jeweils 100 TEUR. Dazu bietet die GRENKE BANK AG neben dem Förderkreditprogramm KfW-Startgeld der KfW-Mittelstandsbank in Baden-Württemberg auch das Förderprogramm Startfinanzierung 80 an. Hierbei handelt es sich um ein Produkt für Gründer, das gemeinsam von der L-Bank und der Bürgschaftsbank Baden-Württemberg angeboten wird. Die zinsgünstigen Darlehen werden dabei von der L-Bank angeboten, während die Bürgschaftsbank eine 80-prozentige Ausfallbürgschaft zur Verfügung stellt.
Folgende Tabelle zeigt die Buchwerte der in Anspruch genommenen Förderdarlehen bei den einzelnen Förderbanken.```markdown
scroll Bezeichnung 31.12.2016 TEUR 31.12.2015 TEUR
NRW Bank 51.771 28.518
Thüringer Aufbaubank 11.068 7.520
Investitionsbank Berlin 3.040 5.473
LfA Förderbank Bayern 14.712 20.787
Investitionsbank des Landes Brandenburg 3.691 2.163
KfW 37.932 27.365
Landeskreditbank Baden-Württemberg - Förderbank 2.310 2.170
Zinsabgrenzung 68 113
5.1 Finanzinstrumente mit negativem beizulegendem Zeitwert
scroll TEUR 31.12.2016 31.12.2015
Derivate mit Sicherungsbeziehung 0 39
Derivate ohne Sicherungsbeziehung 2.976 3.401
Summe 2.976 3.440
Der GRENKE Konzern weist im laufenden Geschäftsjahr negative beizulegende Zeitwerte im Zusammenhang mit Devisentermingeschäften (siehe Tz. 7.3.4) aus. Die Devisentermingeschäfte sind als Derivate ohne Sicherungsbeziehung im Sinne des IAS 39 deklariert. Zum 31. Dezember 2016 weisen Devisentermingeschäfte, bezogen auf Britische Pfund, Kanadische Dollar, Schweizer Franken, Ungarische Forint, Dänische Kronen, Schwedische Kronen, Tschechische Kronen, Singapur Dollar und Dirham der Vereinigten Arabischen Emirate, einen negativen beizulegenden Zeitwert in Höhe von 2.976 TEUR (Vorjahr: negativer beizulegender Zeitwert, bezogen auf Britische Pfund, Schweizer Franken, teilweise Ungarische Forint, Dänische Kronen, Polnische Zloty, Kanadische Dollar, Türkische Lira und Dirham der Vereinigten Arabischen Emirate in Höhe von 3.401 TEUR) aus. Wir verweisen auf weitergehende Erläuterungen in Tz. 7.3.4.
5.13 Sonstige kurzfristige Schulden
scroll TEUR 31.12.2016 31.12.2015
Umsatzsteuer 9.395 7.856
Kreditorische Debitoren 5.732 5.962
Sozialabgaben 457 542
Gehaltsverbindlichkeiten 573 440
Lohn-/Kirchensteuer 393 309
Verbindlichkeiten sonstige Steuern 204 253
Kautionsverbindlichkeiten 233 179
Verbindlichkeiten Kfz-Leasing 301 174
Rechnungsabgrenzungsposten 219 131
scroll TEUR 31.12.2016 31.12.2015
Verrechnungskonten mit Unternehmen 137 24
Kundenzahlungen in Abwicklung 1.352 930
Übriges 1.400 494
Summe 20.396 17.294
5.14 Rückstellungen
Unter der Position sind Haftungsrisiken der GRENKE BANK AG abgebildet. Weiterhin sind Schulden für belastende Verträge im Rahmen der Sitzverlegung der GRENKE BANK AG von Hamburg nach Baden-Baden dargestellt. Die Zusammensetzung ergibt sich wie folgt:
scroll TEUR 01.01. Zuführung Inanspruchnahme Auflösung 31.12.
2016
Haftungsrisiken 1.657 0 11 0 1.646
Belastende Verträge 107 0 77 30 0
Summe 1.764 0 88 30 1.646
scroll TEUR 01.01. Zuführung Inanspruchnahme Auflösung 31.12.
2015
Haftungsrisiken 1.764 0 107 0 1.657
Belastende Verträge 183 48 124 0 107
Summe 1.947 48 231 0 1.764
Von den Haftungsrisiken entfallen 796 TEUR (Vorjahr: 796 TEUR) auf ungewisse Verbindlichkeiten, die ursprünglich in Höhe von 1.429 TEUR im Rahmen der Kaufpreisallokation beim Erwerb der GRENKE BANK AG angesetzt wurden. Da ein Abfluss der Mittel jederzeit stattfinden kann, wurde diese ungewisse Verbindlichkeit als kurzfristige Schuld klassifiziert. Erstattungsmöglichkeiten von Dritten sind nicht gegeben. Von den Rückstellungen haben 0 TEUR (Vorjahr: 0 TEUR) einen langfristigen Charakter.
5.15 Abgegrenzte Schulden
Unter der Position abgegrenzte Schulden sind folgende Sachverhalte abgebildet:
scroll TEUR 31.12.2016 31.12.2015
Beratungsleistungen 3.844 2.837
Personalleistungen 4.106 3.903
Übrige Kosten 8.026 5.926
Summe 15.976 12.666
Sämtliche abgegrenzte Schulden haben kurzfristigen Charakter.
5.16 Pensionen
5.16.1 Leistungsorientierte Pläne
Die Rückstellungen für Pensionen betreffen verpflichtend durchzuführende fondsgedeckte Altersversorgungspläne (Spar-/Risikoversicherung), für die eine Nachschusspflicht für Unternehmen besteht - in der Schweiz für die GRENKELEASING AG, Zürich, und die GRENKEFACTORING AG, Basel - sowie die Pensionsverpflichtungen aus Endgehaltsplänen und Festbetragsplänen in Deutschland für die GRENKE BANK AG, Baden-Baden. Für die bestehenden Pensionspläne wurde ein Nettopensionsaufwand für das Geschäftsjahr 2016 von insgesamt 557 TEUR (Vorjahr: 420 TEUR) erfasst. Die gewichtete durchschnittliche Duration des überwiegenden Anteils der Pensionsverpflichtungen beträgt 13,4 Jahre (Vorjahr: 13,5 Jahre).
Pensionen Deutschland
Die Pensionsverpflichtungen der GRENKE BANK AG betreffen in der Vergangenheit abgeschlossene unmittelbare und unverfallbare Versorgungszusagen überwiegend an ausgeschiedene Mitarbeiter. Die Berechnung der Pensionsrückstellungen erfolgte auf Basis folgender Parameter:
scroll 31.12.2016 31.12.2015
Abzinsungssatz 1,50 % 2,00 %
Erwartete künftige Rentenanpassungen 1,70 % 1,70 %
Angewendete Sterbetafel Richttafeln 2005 G Richttafeln 2005 G
- von Prof. Klaus Heubeck
Die Entwicklung der leistungsorientierten Verpflichtungen stellt sich wie folgt dar:
scroll TEUR 2016 2015
Entwicklung der leistungsorientierten Verpflichtungen
Leistungsorientierte Verpflichtungen zu Beginn des Berichtszeitraums 1.726 1.819
Zinsaufwand 34 31
Laufender Dienstzeitaufwand 0 0
Ausbezahlte Leistungen -56 -60
Erfolgsneutral erfasste versicherungsmathematische Gewinne/Verluste 110 -64
Nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand aus Planänderungen 0 0
Leistungsorientierte Verpflichtungen zum Ende des Berichtszeitraums 1.814 1.726
Pensionen Schweiz
Nach dem schweizerischen beruflichen Vorsorgegesetz (BVG) muss jeder Arbeitgeber Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses an anspruchsberechtigte Mitarbeiter gewähren. Der GRENKE Konzern unterhält in der Schweiz leistungsorientierte (kapitalbasierte) Pläne, welche von Stiftungen verwaltet werden, die rechtlich unabhängig vom Unternehmen sind. Dem externen Gutachten liegen folgende versicherungsmathematische Annahmen zugrunde:
scroll 31.12.2016 31.12.2015
Abzinsungssatz 0,35 % 0,70 %
Erwartete künftige Gehaltssteigerungen 2,50 % 2,50 %
Erwartete künftige Rentenanpassungen* 0,00 % 0,00 %
Angewendete Sterbetafel BVG 2015 BVG 2010
- Es wird eine Rentenanpassung von 0 % unterstellt, da derzeit keine Renten an Arbeitnehmer ausgezahlt werden.
Aufgrund des versicherungsmathematischen Gutachtens wurden folgende Aufwendungen und Erträge erfasst:
scroll TEUR 31.12.2016 31.12.2015
Dienstzeitaufwand 557 420
Zinsaufwand 38 60
Ertrag aus Verzinsung des Planvermögens 22 37
Das Vermögen ist über einen Anschlussvertrag mit der Sammelstiftung BVG (Berufliches Vorsorge Gesetz) einer Lebensversicherungsgesellschaft in einem Kollektiv-Versicherungsvertrag investiert. Die Stiftung verwaltet das Vermögen und ist verantwortlich für die Anlagestrategie innerhalb der gesetzlichen Vorgaben. Die Anlagen bestehen vollständig aus direkten Ansprüchen gegenüber der Sammelstiftung. Zum 31. Dezember 2016 beträgt die unter den langfristigen Schulden ausgewiesene Rückstellung für Pensionen 2.967 TEUR (Vorjahr: 2.519 TEUR). Diese setzt sich aus einem ermittelten Barwert der Verpflichtungen (DBO) von 6.399 TEUR (Vorjahr: 5.297 TEUR), einem Zeitwert des Planvermögens von 3.432 TEUR (Vorjahr: 2.778 TEUR) und einem versicherungsmathematischen Verlust von 95 TEUR (Vorjahr: 687 TEUR) zusammen.
scroll TEUR 2016 2015
Entwicklung der leistungsorientierten Verpflichtungen
Leistungsorientierte Verpflichtungen zu Beginn des Berichtszeitraums 5.297 3.268
Zinsaufwand 38 60
Laufender Dienstzeitaufwand 557 420
Gezahlte Leistungen 311 455
Beiträge der Teilnehmer des Plans 184 162
Erfolgsneutral erfasste versicherungsmathematische Gewinne/Verluste -50 588
Umrechnungsdifferenzen aus ausländischen Plänen 62 343
Leistungsorientierte Verpflichtungen zum Ende des Berichtszeitraums 6.399 5.297
scroll TEUR 2016 2015
Entwicklung des Vermögens
Beizulegender Zeitwert des Planvermögens zu Beginn des Berichtszeitraums 2.778 1.808
Erwartete Rendite 22 37
Beiträge des Arbeitgebers 249 222
Beiträge der Teilnehmer des Plans 184 162
Gezahlte Leistungen 311 455
Erfolgsneutral erfasste versicherungsmathematische Gewinne/Verluste -145 -99
Umrechnungsdifferenzen aus ausländischen Plänen 33 192
Beizulegender Zeitwert des Planvermögens zum Ende des Berichtszeitraums 3.432 2.778
Die in der Neubewertung der leistungsorientierten Verpflichtungen enthaltenen versicherungsmathematischen Gewinne bzw. Verluste resultieren aus:
scroll TEUR 31.12.2016 31.12.2015
Veränderungen von demografischen Annahmen -513 0
Veränderungen von finanziellen Annahmen 436 598
Erfahrungsbedingte Gewinne/Verluste 27 -10
Summe -50 588
Die erfahrungsbedingten Anpassungen an das Vermögen betragen -145 TEUR (Vorjahr: -100 TEUR). Die Arbeitgeberbeiträge werden in der folgenden Periode auf 256 TEUR geschätzt.
Sensitivitätsanalyse
Eine Veränderung der oben genannten, für die Ermittlung der DBO zum 31. Dezember 2016 und 31. Dezember 2015 verwendeten Annahmen würde die DBO folgendermaßen erhöhen beziehungsweise vermindern:
scroll 31.12.2016
Veränderung der Prämisse in %-Punkten Erhöhung der Prämisse Veränderung der DBO in TEUR Verringerung der Prämisse Veränderung der DBO in TEUR
Abzinsungssatz 0,25 -411 444
Künftige Gehaltssteigerung 0,25 76 -74
Künftige Rentenanpassungen 0,25 56 -54
scroll 31.12.2015
Veränderung der Prämisse in %-Punkten Erhöhung der Prämisse Veränderung der DBO in TEUR Verringerung der Prämisse Veränderung der DBO in TEUR
Abzinsungssatz 0,25 -343 257
Künftige Gehaltssteigerung 0,25 64 -62
Künftige Rentenanpassungen 0,25 52 -50
Bei der Berechnung der Sensitivität der DBO für die maßgeblichen versicherungsmathematischen Annahmen wurde die gleiche Methode angewandt wie für die Berechnung der bilanzierten Verpflichtung.
5.16.2 Beitragsorientierte Pläne
Ein weiterer Teil der betrieblichen Altersversorgung besteht im Konzern aus beitragsorientierten Zusagen. Bei den beitragsorientierten Zusagen zahlt das Unternehmen aufgrund gesetzlicher oder vertraglicher Bestimmungen bzw. auf freiwilliger Basis Beiträge an staatliche oder private Rentenversicherungsträger. Mit Zahlung der Beiträge bestehen für das Unternehmen keine weiteren Leistungsverpflichtungen. Die laufenden Beitragszahlungen sind als Aufwand des jeweiligen Jahres ausgewiesen.
```# 5.17 Eigenkapital
5.17.1 Grundkapital
Bezüglich der Entwicklung des Eigenkapitals verweisen wir auf die Konzerneigenkapitalveränderungsrechnung. Am 3. Mai 2016 beschloss die Hauptversammlung der GRENKE AG, im Rahmen der Aktiendividende eine Kapitalerhöhung durchzuführen. Das Grundkapital wurde daher unter teilweiser Ausnutzung des auf der Hauptversammlung vom 12. Mai 2015 beschlossenen Genehmigten Kapitals um 21.519,00 EUR auf 18.880.774,47 EUR erhöht. Insgesamt wurden 16.835 neue, auf den Namen lautende Stückaktien (Namensaktien ohne Nennwert) ausgegeben. Die neuen Aktien haben die gleiche Gewinnbeteiligung wie die alten Aktien.
Das voll eingezahlte Gezeichnete Kapital der GRENKE AG beträgt 18.881 TEUR (Vorjahr: 18.859 TEUR) und ist eingeteilt in 14.771.034 Stückaktien ohne Nennwert (Vorjahr: 14.754.199). Alle Aktien besitzen die gleichen Rechte und Pflichten. Jede Aktie gewährt in der Hauptversammlung eine Stimme und ist maßgebend für den Anteil des Aktionärs am Gewinn nach Steuern der Gesellschaft.
5.17.2 Genehmigtes Kapital
Durch Beschlussfassung der Hauptversammlung vom 12. Mai 2015 ist der Vorstand ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital der Gesellschaft bis zum 11. Mai 2020 um einen Betrag bis zu nominal 1.885 TEUR durch Ausgabe neuer Aktien gegen Bar- und/oder Sacheinlagen zu erhöhen (Genehmigtes Kapital).
5.17.3 Bedingtes Kapital
Mit Beschluss vom 3. Mai 2016 wurde die bestehende Ermächtigung zur Ausgabe von Options- und/oder Wandelschuldverschreibungen und das bestehende Bedingte Kapital (Bedingtes Kapital 2011) gemäß Beschluss der ordentlichen Hauptversammlung vom 10. Mai 2011 aufgehoben.
5.17.4 Ermächtigung zum Erwerb eigener Aktien gemäß § 71 Abs. 1 Nr. 8 AktG
Durch die Hauptversammlung vom 12. Mai 2015 wurde die Gesellschaft zum Erwerb eigener Aktien gemäß § 71 Abs.1 Nr. 8 AktG bis zum 11. Mai 2020 ermächtigt. Ein Erwerb hat bislang nicht stattgefunden.
5.17.5 Genussrechtskapital und hybride Schuldverschreibungen
Mit Beschluss der Hauptversammlung vom 3. Mai 2016 wurde der Vorstand ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats ein- oder mehrmalig Genussrechte und andere hybride Finanzinstrumente bis zu einem Gesamtwert von 150.000 TEUR für die Dauer von fünf Jahren bis zum 2. Mai 2021 ausgeben zu können. Die Ermächtigung zur Begebung von Genussrechten vom 10. Mai 2011 wurde aufgehoben.
5.17.6 Bilanzgewinn
Die Beschlussfassung über die Verwendung des Bilanzgewinns in Höhe von 22.692.046,85 EUR des Geschäftsjahres 2015 der GRENKE AG erfolgte durch die ordentliche Hauptversammlung am 3. Mai 2016. Die Hauptversammlung hat dem Vorschlag von Vorstand und Aufsichtsrat zugestimmt und die Verwendung des Bilanzgewinns wie folgt beschlossen:
| Bilanzgewinn 2015 | 22.692.046,85 EUR |
|---|---|
| Ausschüttung einer Dividende von 1,50 EUR je Namensaktie auf insgesamt 14.754.199 Namensaktien | 22.131.298,50 EUR |
| Gewinnvortrag (auf neue Rechnung) | 560.748,35 EUR |
Die Dividende wurde am 30. Mai 2016 an die Aktionäre der GRENKE AG ausbezahlt. Für das abgelaufene Geschäftsjahr 2016 wird der Vorstand der Hauptversammlung die Ausschüttung einer Dividende von 1,75 EUR je Aktie vorschlagen. Diese Ausschüttung ist zum 31. Dezember 2016 nicht als Verbindlichkeit erfasst.
5.17.7 Rücklagen
Die Kapitalrücklage in Höhe von 119.043 TEUR (Vorjahr: 116.491 TEUR) resultiert im Wesentlichen aus dem Börsengang der GRENKE AG im April 2000 und den Kapitalerhöhungen von Februar 2013, Mai 2014 und Mai 2016. Die Gewinnrücklagen umfassen neben den Gewinnrücklagen der GRENKE AG die Gewinnrücklagen und Ergebnisse der in den Konzernabschluss einbezogenen Tochterunternehmen und konsolidierten strukturierten Unternehmen.
5.17.8 Zusätzliche Eigenkapitalbestandteile
Am 22. Juli 2015 hat die GRENKE AG eine unbesicherte und nachrangige Hybridanleihe (nicht kumulative, unbefristete Additional Tier 1, sogenannte AT1-Anleihe bzw. Hybridkapital) mit einem Nominalvolumen in Höhe von 30.000 TEUR und einem Zinskupon von 8,25 % begeben. Die Zinszahlungen für diese Anleihe bemessen sich an deren Nominalbetrag und sind für den Zeitraum vom Ausgabetag bis zum ersten möglichen vorzeitigen Rückzahlungstag fix. Danach wird der Zinssatz für jeweils fünf Jahre neu festgelegt. Zinszahlungen können ganz oder teilweise entfallen, sind nicht kumulativ und liegen im Ermessen des Emittenten. Zinszahlungen in Folgejahren werden nicht höher ausfallen, um etwaige ausgefallene Zinszahlungen aus Vorjahren nachzuholen. Die Anleihen haben kein Fälligkeitsdatum und unterliegen somit keiner Laufzeitbeschränkung. Sie können von der GRENKE AG zum ersten möglichen vorzeitigen Fälligkeitsdatum gekündigt werden und danach alle fünf Jahre. Des Weiteren können sie unter bestimmten Bedingungen vorzeitig gekündigt werden. Ein Kündigungsrecht der Investoren der Anleihe ist ausgeschlossen. Die Anleihen unterliegen den im jeweiligen Prospekt ausgeführten Bedingungen, die unter anderem beinhalten, dass die GRENKE AG die Anleihen nur ganz und nicht teilweise kündigen kann, sofern dafür bestimmte aufsichtsrechtliche oder steuerliche Gründe vorliegen. Jede vorzeitige Kündigung bedarf der vorherigen Zustimmung der zuständigen Aufsichtsbehörde. Der Rückzahlungs- und der Nominalbetrag der Anleihen können bei Vorliegen eines auslösenden Sachverhalts vermindert werden. Einen solchen auslösenden Sachverhalt stellt es dar, wenn die Tier-1-Kernkapitalquote des GRENKE Konzerns unter 5,125 % fällt. Die Anleihen können bei Vorliegen eines auslösenden Sachverhalts unter bestimmten Bedingungen zugeschrieben werden.
Am 31. März 2016 hat die GRENKE AG planmäßig eine Zahlung in Höhe von 1.710.860,66 EUR an die Hybridkapitalgeber geleistet. Am 20. Dezember 2016 wurde die Anleihe bei gleichbleibendem Zinskupon von 8,25 % um weitere 20.000 TEUR nominal aufgestockt. Durch den geänderten Marktzinssatz gegenüber der Erstemission ergab sich ein zusätzliches Aufgeld von 600 TEUR.
6 Änderungen im Konsolidierungskreis
6.1 Akquisitionen
GC Leasing Ofis Donanimlari Kiralama Limited Sirketi., Istanbul/Türkei
Die GRENKE AG hat zum 31. März 2016 Beherrschung über die Anteile an der GC Leasing Ofis Donanimlari Kiralama Limited Sirketi., Istanbul/Türkei, zwischenzeitlich in GRENKE Kiralama Ltd. Sti. umfirmiert, erlangt. Der Kaufvertrag der 100 % kapital- und stimmberechtigten Anteile wurde am 27. April 2016 abgeschlossen. Die GRENKE Kiralama Ltd. Sti., Istanbul/Türkei, war zuvor im Rahmen des Franchisesystems der GRENKE AG tätig und hat sich auf den Vertrieb von Small-Ticket-Leasing mit einem starken Fokus auf EDV- und IT-Equipment spezialisiert.
Da noch nicht alle relevanten Informationen für eine endgültige Kaufpreisallokation vorliegen, sind die beizulegenden Zeitwerte der Vermögensgegenstände und Schulden vorläufig und können infolge weiterer Erkenntnisse des Akquisitionsprozesses eine Anpassung erfahren. Die folgenden Angaben beziehen sich auf die vorläufigen beizulegenden Zeitwerte der wesentlichen Hauptgruppen der identifizierbaren Vermögenswerte und Schulden zum Erwerbszeitpunkt der Gesellschaft:
- immaterielle Vermögenswerte: 1.639 TEUR
- Leasingforderungen: 6.960 TEUR
- sonstige Aktiva: 2.380 TEUR
- innerkonzernliche Verbindlichkeiten aus der Refinanzierung des Leasinggeschäfts: 11.479 TEUR
- latente Steuerschulden: 480 TEUR
- sonstige Schulden: 4.162 TEUR
Immaterielle Vermögenswerte beziehen sich im Wesentlichen auf nicht vertragliche Kundenbeziehungen von Händlern und Wettbewerbsverbote. Von den Leasingforderungen in Höhe von brutto 9.050 TEUR sind 2.090 TEUR wertberichtigt und voraussichtlich nicht einbringlich. Die Refinanzierungsverbindlichkeiten bestehen gegenüber der GRENKE FINANCE Plc. und werden infolge der Konsolidierung eliminiert und erscheinen somit nicht in der Konzernbilanz. Die latenten Steuerschulden resultieren aus der Neubewertung bzw. der Identifizierung von Vermögenswerten im Rahmen der Kaufpreisallokation.
Aus der weiterhin vorläufigen Kaufpreisallokation ergab sich ein Geschäfts- oder Firmenwert von 5.507 TEUR, der sich seit dem Erwerbsstichtag aufgrund Währungsumrechnung um 736 TEUR verringert hat und steuerlich voraussichtlich nicht abzugsfähig ist. Der Geschäfts- oder Firmenwert beinhaltet nicht separierbare immaterielle Vermögenswerte wie Mitarbeiter und erwartete Synergieeffekte.
Wegen der bisher kurzen Konzernzugehörigkeit ist der bisherige Beitrag zum Konzernergebnis einschließlich der Effekte aus der Kaufpreisallokation unwesentlich.
Im Zusammenhang mit dem Kaufpreis von 1.700 TEUR in bar wurden Darlehen eines bisherigen Gesellschafters gegenüber der erworbenen Gesellschaft in Höhe von 1.334 TEUR übernommen. Die gesamte übertragene Gegenleistung des Unternehmenszusammenschlusses beträgt somit 366 TEUR. Mit dem Erwerb wurden zudem Zahlungsmittel von 1.215 TEUR übernommen. Sämtliche Kosten der Akquisition wurden als Aufwand erfasst.
Das erworbene Unternehmen hat seit dem Erwerbszeitpunkt ein Ergebnis von -1.534 TEUR zum Periodenergebnis des Konzerns nach Konsolidierungen und erwerbsbedingten Effekten beigetragen. Hätte GRENKE das Unternehmen zum 1. Januar 2016 erworben, hätte die Tochtergesellschaft ein negatives Jahresergebnis in Höhe von -2.308 TEUR zum Jahresergebnis des Konzerns beigetragen.
6.2 Weitere Änderungen und Angaben
Die Kaufpreisallokation des im Vorjahr erworbenen Unternehmens GRENKELEASING d.o.o., Ljubljana/Slowenien (vormals GC Leasing d.o.o.), wurde im ersten Quartal 2016 finalisiert. Gegenüber den vorläufig angesetzten beizulegenden Zeitwerten der Vermögensgegenstände und Schulden haben sich keine Änderungen ergeben. Für weitergehende Informationen zu Unternehmenszusammenschlüssen aus dem Vorjahr verweisen wir auf den Anhang zum Konzernabschluss der Gesellschaft zum 31.# 7 Angaben zu Finanzinstrumenten
7.1 Zusätzliche Informationen über Finanzinstrumente
Wertansatz nach IAS 39
| Finanzielle Vermögenswerte | Bewertungskategorie | Buchwert 31.12.2016 (TEUR) | erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert | erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert | Fortgeführte Anschaffungskosten |
|---|---|---|---|---|---|
| Zahlungsmittel | L&R | 156.896 | 156.896 | ||
| Finanzinstrumente mit positivem beizulegendem Zeitwert ohne Sicherungsbeziehung | AtFVtPL | 3.620 | 3.620 | ||
| Finanzinstrumente mit positivem beizulegendem Zeitwert mit Sicherungsbeziehung | n. a. | 97 | 97 | ||
| Leasingforderungen (performend) | n. a. | 3.175.908 | 3.175.908 | ||
| Leasingforderungen (nicht performend) | L&R | 94.202 | 94.202 | ||
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | L&R | 4.474 | 4.474 | ||
| Sonstige Beteiligungen | Afs | 3.262 | 3.262 | ||
| Sonstige finanzielle Vermögenswerte | L&R | 163.471 | 163.471 | ||
| Aggregierte Kategorien | 419.043 | 3.620 | 3.262 | 3.175.908 |
Wertansatz nach IAS 17
| Finanzielle Verbindlichkeiten | Bewertungskategorie | Buchwert 31.12.2016 (TEUR) | erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert | erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert | Fortgeführte Anschaffungskosten |
|---|---|---|---|---|---|
| Verbindlichkeiten aus der Refinanzierung der Leasingforderungen | oL | 2.702.143 | 2.702.143 | ||
| Verbindlichkeiten aus dem Einlagengeschäft | oL | 417.088 | 417.088 | ||
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | oL | 16.663 | 16.663 | ||
| Bankschulden | oL | 2.824 | 2.824 | ||
| Finanzinstrumente mit negativem beizulegendem Zeitwert ohne Sicherungsbeziehung | AtFVtPL | 2.976 | 2.976 | ||
| Aggregierte Kategorien | 3.138.718 | 0 | 2.976 | 3.138.718 |
Bedeutung der Abkürzungen:
* AtFVtPL: At Fair Value through Profit and Loss/Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert (Fair Value) bewertete finanzielle Vermögenswerte und finanzielle Verbindlichkeiten.
* L&R: Loans and Receivables/Kredite und Forderungen.
* n. a.: nicht anwendbar/keine Kategorie nach IFRS 7.8.
* oL: other (financial) Liabilities/andere finanzielle Verbindlichkeiten.
* Afs: Available-for-sale financial assets/Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte.
Wertansatz nach IAS 39
| Finanzielle Vermögenswerte | Bewertungskategorie | Buchwert 31.12.2015 (TEUR) | erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert | erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert | Fortgeführte Anschaffungskosten |
|---|---|---|---|---|---|
| Zahlungsmittel | L&R | 186.453 | 186.453 | ||
| Finanzinstrumente mit positivem beizulegendem Zeitwert ohne Sicherungsbeziehung | AtFVtPL | 277 | 277 | ||
| Leasingforderungen (performend) | n. a. | 2.758.660 | 2.758.660 | ||
| Leasingforderungen (nicht performend) | L&R | 95.512 | 95.512 | ||
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | L&R | 4.272 | 4.272 | ||
| Sonstige finanzielle Vermögenswerte | L&R | 111.023 | 111.023 | ||
| Aggregierte Kategorien | 397.260 | 277 | 0 | 2.758.660 |
Wertansatz nach IAS 17
| Finanzielle Verbindlichkeiten | Bewertungskategorie | Buchwert 31.12.2015 (TEUR) | erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert | erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert | Fortgeführte Anschaffungskosten |
|---|---|---|---|---|---|
| Verbindlichkeiten aus der Refinanzierung der Leasingforderungen | oL | 2.341.080 | 2.341.080 | ||
| Verbindlichkeiten aus dem Einlagengeschäft | oL | 349.304 | 349.304 | ||
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | oL | 10.489 | 10.489 | ||
| Bankschulden | oL | 1.960 | 1.960 | ||
| Finanzinstrumente mit negativem beizulegendem Zeitwert ohne Sicherungsbeziehung | AtFVtPL | 3.401 | 3.401 | ||
| Finanzinstrumente mit negativem beizulegendem Zeitwert mit Sicherungsbeziehung | n. a. | 39 | 39 | ||
| Aggregierte Kategorien | 2.702.833 | 39 | 3.401 | 2.702.833 |
Bedeutung der Abkürzungen:
* AtFVtPL: At Fair Value through Profit and Loss/Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert (Fair Value) bewertete finanzielle Vermögenswerte und finanzielle Verbindlichkeiten.
* L&R: Loans and Receivables/Kredite und Forderungen.
* n. a.: nicht anwendbar/keine Kategorie nach IFRS 7.8.
* oL: other (financial) Liabilities/andere finanzielle Verbindlichkeiten.
* Afs: Available-for-sale financial assets/Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte.
| Nettogewinne und -Verluste | Währungsumrechnung | Wertberichtigung aus Abgang | Nettoergebnis |
|---|---|---|---|
| 31.12.2016 (TEUR) | |||
| Kredite und Forderungen | -6.074 | -4.470 | -48.278 |
| Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert | 3.771 | 0 | 0 |
| Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten | 0 | 0 | 0 |
| 31.12.2015 (TEUR) | |||
| Kredite und Forderungen | -2.425 | -6.082 | -51.535 |
| Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert | 323 | 0 | 0 |
| Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten | 0 | 0 | 0 |
Der nach der Effektivzinsmethode berechnete Gesamtzinsertrag betrug 7.599 TEUR (Vorjahr: 6.666 TEUR; angepasst um 1.122 TEUR), der Gesamtzinsaufwand 1.420 TEUR (Vorjahr: 317 TEUR) für finanzielle Vermögenswerte und finanzielle Verbindlichkeiten, die nicht erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden. Die Nettogewinne aus Leasingforderungen setzen sich aus Zinsertrag, Ergebnis aus Neugeschäft und Ergebnis aus der Verwertung zusammen. Sie betrugen 306.706 TEUR (Vorjahr: 282.182 TEUR; angepasst um -1.122 TEUR). Die Nettogewinne und -Verluste, bezogen auf Finanzinstrumente, die erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bilanziert werden, beinhalten neben den Marktwertänderungen (für Devisentermingeschäfte, dargestellt als Effekt aus der Währungsumrechnung und bei Zinssicherungsgeschäften als Effekt aus den Zinsen) die Ergebnisse aus den Zinsabgrenzungen sowie aus dem vorzeitigen Abgang im Rahmen einer frühzeitigen Veräußerung.
7.1.1 Finanzwirtschaftliche Risikostrategie
Bezogen auf die qualitativen und quantitativen Angaben bezüglich Ausfall-, Liquiditäts- sowie Marktrisiken, wird auf den zusammengefassten Konzernlagebericht und Lagebericht verwiesen.
7.2 Fälligkeit finanzieller Verpflichtungen
In der folgenden Tabelle werden die Fälligkeiten der frühestmöglichen nicht diskontierten vertraglichen Cashflows finanzieller Verpflichtungen zum Stichtag des abgelaufenen sowie des vorangegangenen Geschäftsjahres analysiert. Die Beträge stimmen teilweise nicht mit den Beträgen aus der Bilanz überein, da es sich um undiskontierte Cashflows handelt.
Zum 31.12.2016 (TEUR)
| Art der Verbindlichkeit | täglich fällig | bis zu 3 Monate | 3 bis 12 Monate | 1 bis 5 Jahre | mehr als 5 Jahre |
|---|---|---|---|---|---|
| Verbindlichkeiten aus der Refinanzierung | 0 | 303.852 | 752.702 | 1.533.571 | 215.956 |
| Verbindlichkeiten aus dem Einlagengeschäft | 34.520 | 69.245 | 124.360 | 188.963 | 0 |
| Bankschulden | 131 | 2.693 | 0 | 0 | 0 |
| Sonstige Schulden | 0 | 20.396 | 0 | 0 | 0 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 0 | 16.663 | 0 | 0 | 0 |
| Negative beizulegende Zeitwerte aus derivativen Finanzinstrumenten | 0 | 328 | 897 | 1.751 | 0 |
| Summe | 34.651 | 413.177 | 877.959 | 1.724.285 | 215.956 |
Zum 31.12.2015 (TEUR)
| Art der Verbindlichkeit | täglich fällig | bis zu 3 Monate | 3 bis 12 Monate | 1 bis 5 Jahre | mehr als 5 Jahre |
|---|---|---|---|---|---|
| Verbindlichkeiten aus der Refinanzierung | 0 | 444.350 | 471.995 | 1.518.860 | 934 |
| Verbindlichkeiten aus dem Einlagengeschäft | 19.154 | 61.870 | 119.973 | 148.307 | 0 |
| Bankschulden | 875 | 1.085 | 0 | 0 | 0 |
| Sonstige Schulden | 0 | 17.294 | 0 | 0 | 0 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 0 | 10.489 | 0 | 0 | 0 |
| Negative beizulegende Zeitwerte aus derivativen Finanzinstrumenten | 0 | 1.192 | 932 | 1.316 | 0 |
| Summe | 20.029 | 536.280 | 592.900 | 1.668.483 | 934 |
Bezüglich der Angaben zur Steuerung des Liquiditätsrisikos verweisen wir auf die Angaben im zusammengefassten Konzernlagebericht und Lagebericht.
7.3 Derivative Finanzinstrumente
7.3.1 Einsatz und Bewertung
Geschäftsmodell
Als Small-Ticket-IT-Leasinggesellschaft bietet der GRENKE Konzern B2B-Kunden am Markt Leasingverträge unter anderem für mobile Gegenstände der Informationstechnologie an. Das Leasingportfolio, das heißt die Gesamtheit aller Leasingverträge, ist über die Laufzeit jedes einzelnen Vertrags fest kontrahiert. Damit sind sowohl die periodischen Raten als auch der der Ratenberechnung zugrunde liegende Zinssatz bei Vertragsabschluss fixiert. Eine nachträgliche Anpassung ist für beide Vertragsparteien ausgeschlossen. Vorzeitige Vertragsauflösungen (Rückkauf, Austauschoption, Kündigung etc.) werden vom GRENKE Konzern nur dann vorgenommen bzw. akzeptiert, wenn der mögliche Schaden (zum Beispiel aus entgangenen Zinsen) vom Leasingnehmer getragen wird. Jedem derivativen Kontrakt unterliegt ein wirtschaftliches Grundgeschäft mit einer entsprechend gegenläufigen Risikoposition. Vertragspartner sind nur Kreditinstitute mit einwandfreier Bonität. Deshalb und aufgrund der Diversifikation unserer Kontraktpartner spielt das maximale Ausfallrisiko eine untergeordnete Rolle und wird durch den Buchwert begrenzt. Bezogen auf die qualitativen und quantitativen Angaben bezüglich Ausfall-, Liquiditäts- sowie Marktrisiken, wird auf den zusammengefassten Konzernlagebericht und Lagebericht, insbesondere auf den Risikobericht und auf den Bericht zur Finanz- und Vermögenslage, verwiesen. Zudem verweisen wir auf die entsprechenden Angaben bei den einzelnen Bilanzposten.
Absicherungsphilosophie
Der Einsatz von Derivaten erfolgt ausschließlich und immer nur dann, wenn Grundgeschäfte eine Absicherung erforderlich machen. Grundgeschäfte sind dabei die für die Erreichung der Ziele des GRENKE Konzerns notwendigen, auf vertraglicher Grundlage eingegangenen Verpflichtungen. Der Bereich Treasury ist kein eigenständiges Profit-Center. Der Einsatz von Derivaten dient ausschließlich der notwendigen Sicherung des Erfolgs des Konzerns im satzungsmäßig festgelegten Geschäftsumfang. Die abzusichernden Positionen werden hinsichtlich des Umfangs oder der Höhe weitgehend gesichert, wobei unterschiedliche Instrumente zum Einsatz kommen. Die Auswahl der einzelnen Instrumente ist immer eine Entscheidung der Geschäftsleitung unter Beachtung des Risikoprofils, das heißt der mit dem jeweiligen Risiko verbundenen Ertragschance. Zinscaps enthalten neben der Chance auf sinkende Zinsen immer auch das bis zum Erreichen des Strikes vorhandene Risiko steigender Finanzierungskosten, während Swaps ein vereinbartes Zinsniveau für die Laufzeit des Grundgeschäfts festlegen.
Bewertung
Da es sich bei den eingesetzten Derivaten nicht um börsennotierte, standardisierte Finanzinstrumente handelt, sondern um sogenannte OTC-Derivate, werden anerkannte Bewertungsmethoden und -modelle für die Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts herangezogen. Die für die Bewertung notwendigen Parameter wie Zinssätze, Zinsstrukturkurven sowie Devisenkassa- und -terminkurse sind jederzeit am Markt beobachtbar und können über externe Informationsquellen abgerufen werden.# 7.3.2 Währungsrisikomanagement
Aufgrund der europäischen Ausrichtung des Geschäfts und der wachsenden Bedeutung ausländischer Märkte ist der GRENKE Konzern Währungsrisiken ausgesetzt. Um diese Risiken zu begrenzen oder auszuschalten, kommen Derivate zum Einsatz.
Derivative Finanzinstrumente zur Währungssicherung
Zur Absicherung der Zahlungsströme aus der Refinanzierung der im Ausland gelegenen Franchisegesellschaften in Dubai, Kanada, Kroatien und Singapur sowie der britischen, tschechischen, schwedischen, ungarischen, schweizerischen (Factoring), dänischen und türkischen Tochterunternehmen werden bzw. wurden Devisentermingeschäfte eingesetzt. Der GRENKE Konzern finanziert die durch die Franchisenehmer bzw. Tochterunternehmen generierten Leasingforderungen in Fremdwährung und erhält dann über die Laufzeit der zugrunde liegenden Leasingverträge Zahlungen in den entsprechenden Landeswährungen. Auf die Anwendung von Hedge-Accounting wurde verzichtet. Die beizulegenden Zeitwerte der Devisentermingeschäfte finden sich unter den Bilanzpositionen Finanzinstrumente mit positivem beizulegendem Zeitwert bzw. Finanzinstrumente mit negativem beizulegendem Zeitwert. Zum Stichtag gab es sowohl Devisentermingeschäfte mit einem positiven als auch solche mit einem negativen beizulegendem Zeitwert, sodass ein Ausweis auf der Aktivseite (siehe Tz. 5.1) und auf der Passivseite (siehe Tz. 5.12) erfolgt.
Zum Stichtag bestanden Devisentermingeschäfte mit einem Nominalvolumen auf Eurobasis in Höhe von insgesamt 125.722 TEUR (Vorjahr: 187.452 TEUR). Diese verteilen sich wie folgt auf die einzelnen Währungen:
| EUR Kauf | Nominalvolumen per Fälligkeit der Nominalvolumina per 31.12.2016 | 31.12.2015 | 31.12.2016 | 2017 | 2018 | 2019 | später |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| TRY | 10.637 | 10.637 | 11.173 | ||||
| CZK | 7.022 | 3.210 | 3.641 | 2.653 | 1.334 | 867 | |
| GBP | 74.683 | 73.998 | 84.141 | 120 | |||
| CHF | 8.669 | 8.669 | 9.019 | ||||
| HUF | 4.072 | 2.153 | 2.956 | 1.771 | 824 | 238 | |
| CAD | 3.544 | 2.601 | 1.130 | 3.668 | 4.442 | ||
| SEK | 19.021 | 5.385 | 7.256 | 8.271 | 8.534 | ||
| DKK | 45.016 | 12.872 | 20.858 | 15.614 | 13.162 | 1.500 | |
| AED | 13.649 | 5.058 | 7.743 | 5.200 | 2.583 | 801 | |
| SGD | 1.969 | ||||||
| HRK | 1.139 | 1.139 | 530 |
| TEUR | Gesicherter Durchschnittskurs |
|---|---|
| EUR Kauf | TRY 3,58 |
| CZK | 27,17 |
| GBP | 0,87 |
| CHF | 1,08 |
| HUF | 329,39 |
| CAD | 1,51 |
| SEK | 9,51 |
| EUR Kauf | DKK 7,49 |
| AED | 4,48 |
| SGD | 1,67 |
| HRK | 7,55 |
Sensitivitäten
Bezüglich der Sensitivitäten verweisen wir auf die Ausführungen zu den Marktpreisrisiken, welche im Risikobericht des zusammengefassten Konzernlageberichts ausführlich erläutert werden.
7.3.3 Zinsrisikomanagement
Das Zinsrisiko resultiert für das Geschäft des GRENKE Konzerns in erster Linie aus der Sensitivität von Finanzschulden in Bezug auf die Veränderungen des Marktzinsniveaus. Der GRENKE Konzern ist bestrebt, insbesondere die Auswirkungen solcher Risiken auf den Zinsaufwand bzw. das Zinsergebnis durch den Einsatz geeigneter Derivate zu begrenzen.
Derivative Finanzinstrumente zur Zinssicherung
Die Emission von Anleihen und das Kontrahieren von Zinsswaps stellen Bestandteile der Umsetzung einer Finanzierungsstrategie dar, bei der der GRENKE Konzern die Liquiditätsbeschaffung und Zinssicherung getrennt vornimmt, um so möglichst viel Flexibilität zur Optimierung der Refinanzierung zu schaffen. Die hieraus gegebenenfalls resultierenden Risiken (variable Zahlungsströme) werden dann durch geeignete Zinsderivate abgesichert. Zinsswaps werden als Sicherungsinstrumente eingesetzt und als Sicherungsgeschäfte nach IAS 39 designiert, soweit die Voraussetzungen dafür gegeben sind. Da für alle Zinsderivate im Hedge-Accounting eine 100-prozentige Effektivität nachgewiesen werden konnte, wurden die Marktwertänderungen, bezogen auf den Clean Value (ohne Berücksichtigung von Stückzinsen), in der Position Sonstiges Ergebnis erfasst. Im Rahmen der ABCP-Programme sowie bei FCT "GK"-COMPARTMENT "G 2" und FCT "GK"-COMPARTMENT "G 3" obliegen die Zinssicherung und damit die Zinsrisikosteuerung dem jeweiligen strukturierten Unternehmen bzw. der GRENKE AG. Die variable Refinanzierung der ABCP-Transaktion wird durch den Einsatz von Zinsswaps ökonomisch gesichert. Dabei handelt es sich in beiden Fällen aus Sicht des GRENKE Konzerns um Receiver-Swaps. Es wird hierbei ein Festzins im Gegenzug in einen Variablen Zins getauscht. In den Geschäftsjahren 2016 und 2015 wurden, abgesehen von den ABCP-Programmen, ausschließlich Payer-Swaps kontrahiert. Bei den Payer-Swaps handelt es sich um den vereinbarten Festzins aus dem Zinsaustauschgeschäft.
Die zum Stichtag bestehenden Swaps weisen ein Nominalvolumen zum 31. Dezember 2016 von 402 Mio. EUR (Vorjahr: 402 Mio. EUR) und kontrahierte Festzinssätze über die jeweilige Laufzeit zwischen 0,238 % und 0,016 % (Vorjahr: 0,238 % und 0,016 %) auf. Die Laufzeit des am längsten kontrahierten Zinsswaps endet in 2018 (Vorjahr: in 2017). Folgende Tabelle zeigt die Entwicklung der Nominalvolumina der Payer-Swaps für die nächsten Jahre jeweils zum Bilanzstichtag. Der Durchschnittszinssatz ist hier als arithmetisches Mittel der jeweils bestehenden Swaps zu verstehen.
| TEUR | Nominalvolumen je zum 31.12. | Durchschnitts-Zinssatz |
|---|---|---|
| 2015 | 2016 | |
| vor 2016 kontrahiert | 402.000 | 12.200 |
| in 2016 kontrahiert | - | 390.000 |
| Summe | 402.000 | 402.200 |
Sensitivitäten
Bezüglich der Sensitivitäten verweisen wir auf die Ausführungen zu den Marktpreisrisiken, welche im Risikobericht des zusammengefassten Konzernlagebericht und Lagebericht der GRENKE AG ausführlich erläutert werden.
7.3.4 Effektivität der Sicherungsbeziehung
Die Bilanzierung nach IFRS erfordert eine Dokumentation und Risikobetrachtung beim Einsatz derivativer Finanzinstrumente. Besonders die Zweckbindung zwischen Grundgeschäft und Sicherungsgeschäft bildet die entscheidende Basis einer im Sinne der Effektivität erfolgreichen Sicherungsbeziehung. Mit dem Einsatz von Derivaten in der Zinssicherung bildet der GRENKE Konzern ein Hedge-Accounting nach IAS 39 ab. Die nach IFRS geforderte Effizienz der Sicherungsbeziehungen entspricht der vom GRENKE Konzern verfolgten Absicht, dass nur Risiken aus designierten Grundgeschäften derivativ besichert und Derivate zu keinem Zeitpunkt aus Gründen der Spekulation abgeschlossen werden. Die Effektivitätstests für die einzelnen Finanzderivate, sofern eine Sicherungsbeziehung nach IAS 39 bilanziert wird, wurden jeweils mit Stichtag des Quartalsendes auf Basis der Hypothetische-Derivate-Methode durchgeführt. Die Einzeldokumentation jeder einzelnen Sicherungsbeziehung beschreibt das Grundgeschäft, das besicherte Risiko, die Strategie, das Sicherungsinstrument sowie die Effektivitätseinschätzung und nennt den Kontraktpartner. Im Bereich der Währungsabsicherung wird nur unter wirtschaftlicher Betrachtungsweise eine Sicherungsbeziehung hergestellt. Zwar findet auch hier eine exakte Zuordnung der Sicherungsinstrumente statt, allerdings wird auf ein Hedge-Accounting nach IAS 39 verzichtet.
Devisentermingeschäfte
Das Grundgeschäft für jegliche Devisenterminsicherung bestimmt sich aus den Raten, die sich aus der Finanzierung des Leasinggeschäfts in dem jeweiligen Währungsgebiet ableiten. Diese Fremdwährungs-Cashflows stellen die Basis für die Termingeschäfte dar. Die Sicherungsbeziehung kann als hocheffektiv eingestuft werden, weil nur die tatsächlichen Cashflows einer Sicherung unterzogen werden, sodass zu keinem Zeitpunkt eine Übersicherung vorliegt. Es wird angestrebt, den Finanzierungszeitpunkt und den Zeitpunkt der Devisenterminsicherung möglichst anzugleichen, um eine bestmögliche Absicherung des Zahlungsstromrisikos zu gewährleisten.
Zinsswaps
Beim Kontrahieren der Zinsswaps stehen stets die Parameter des Grundgeschäfts, das durch die Finanzierung (Passiva) gegeben ist, im Mittelpunkt. Deshalb entspricht die Zinsterminologie der Swaps auf der variablen Seite grundsätzlich der des Grundgeschäfts. Weiterhin wird das in den Swaps kontrahierte Volumen zu keinem Zeitpunkt das Volumen der gesicherten Finanzierung übersteigen. Das aktive Einbinden der bestehenden wie auch der künftig geplanten Refinanzierungstransaktionen erlaubt hier ein zukunftsorientiertes Risikomanagement. Im Rahmen dieser stetigen Analyse werden fortan quartalsweise sogenannte Effektivitätstests durchgeführt. Dabei werden die Hedgebeziehungen mittels einer nach IFRS zulässigen Methode auf ihre Effektivität hin überprüft. Bislang erweisen sich die Sicherungsbeziehungen zwischen Zinsswaps und bestehenden bzw. geplanten Finanzierungen als hochwirksam. Nach der Hypothetische-Derivate-Methode ergab sich eine Effektivität von nahezu 100 %. Sowohl die retrospektive als auch die prospektive Effektivität der Sicherungsbeziehungen sind zum Stichtag für alle Derivate im Hedge-Accounting gewährleistet. Auch die Zinsderivate außerhalb des Hedge-Accountings gemäß den Vorschriften des IAS 39 weisen aus Sicht des GRENKE Konzerns und der Risikosteuerung im Konzern einen effektiven wirtschaftlichen Gehalt als Sicherungsinstrumente für Zinsänderungsrisiken auf. Die abgesicherten Zinszahlungen werden voraussichtlich im Jahr 2017 komplett erfolgswirksam und führen daher zu einer Umgliederung der in den zugehörigen Posten des Sonstigen Ergebnisses abgegrenzten Nettogewinne/-verluste in den Posten sonstiger Zinsertrag in Höhe von 97 TEUR (Vorjahr: Zinsaufwand von 39 TEUR).
7.4 Beizulegende Zeitwerte von Finanzinstrumenten
7.4.1 Beizulegende Zeitwerte originärer Finanzinstrumente
Die nachstehende Tabelle zeigt die Buchwerte und beizulegenden Zeitwerte von finanziellen Vermögenswerten und finanziellen Verbindlichkeiten je Klasse von Finanzinstrumenten, die nicht zum beizulegenden Zeitwert bemessen werden. Sie enthält keine Informationen zum beizulegenden Zeitwert für finanzielle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten, wenn der Buchwert einen angemessenen Näherungswert für den beizulegenden Zeitwert darstellt. Darunter fallen die Bilanzpositionen Zahlungsmittel, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, non-performing Leasingforderungen sowie Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen.## 7.4.1 Beizulegende Zeitwerte von Finanzinstrumenten
Sämtliche originäre Finanzinstrumente sind der Stufe 2 der Bemessungshierarchie zugeordnet, mit Ausnahme der börsennotierten Anleihen, die in den Verbindlichkeiten aus Refinanzierung enthalten und in der Stufe 1 der Bemessungshierarchie klassifiziert sind. Deren Buchwert zum Bilanzstichtag beträgt 1.209.998 TEUR (Vorjahr: 1.047.200 TEUR) und der beizulegende Zeitwert 1.236.937 TEUR (Vorjahr: 1.058.329 TEUR). Die finanziellen Vermögenswerte sind bis auf die performenden Leasingforderungen alle der Bewertungskategorie Kredite und Forderungen zugeordnet. Die finanziellen Verbindlichkeiten sind alle der Bewertungskategorie sonstige finanzielle Verbindlichkeiten zugeordnet.
| TEUR | Beizulegender Zeitwert 2016 | Buchwert 2016 | Beizulegender Zeitwert 2015 | Buchwert 2015 |
|---|---|---|---|---|
| Finanzielle Vermögenswerte | ||||
| Leasingforderungen (performend) | 3.506.128 | 3.175.908 | 3.060.507 | 2.758.660 |
| Sonstige finanzielle Vermögenswerte | 166.623 | 166.733 | 113.941 | 111.023 |
| Finanzielle Verbindlichkeiten | ||||
| Verbindlichkeiten aus der Refinanzierung | 2.732.454 | 2.702.143 | 2.370.921 | 2.341.080 |
| Verbindlichkeiten aus dem Einlagegeschäft | 420.411 | 417.088 | 353.861 | 349.304 |
| Bankschulden | 2.824 | 2.824 | 1.960 | 1.960 |
7.4.2 Beizulegende Zeitwerte von derivativen Finanzinstrumenten
Zum Stichtag sind im GRENKE Konzern alle derivativen Finanzinstrumente, welche sich aus Zinsderivaten (Zinsswaps) und Devisentermingeschäften zusammensetzen, zum beizulegenden Zeitwert bilanziert. Devisentermingeschäfte werden ohne Sicherungsbeziehung bilanziert. Sämtliche derivativen Finanzinstrumente sind der Stufe 2 der Bemessungshierarchie zugeordnet.
| TEUR | Beizulegender Zeitwert 2016 | Buchwert 2016 | Beizulegender Zeitwert 2015 | Buchwert 2015 |
|---|---|---|---|---|
| Finanzielle Vermögenswerte | ||||
| Zinsderivate mit Sicherungsbeziehung | 97 | 97 | 0 | 0 |
| Zinsderivate ohne Sicherungsbeziehung | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Devisentermingeschäfte | 3.620 | 3.620 | 277 | 277 |
| Summe | 3.717 | 3.717 | 277 | 277 |
| Finanzielle Verbindlichkeiten | ||||
| Zinsderivate mit Sicherungsbeziehung | 0 | 0 | 39 | 39 |
| Zinsderivate ohne Sicherungsbeziehung | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Devisentermingeschäfte | 2.976 | 2.976 | 3.401 | 3.401 |
| Summe | 2.976 | 2.976 | 3.440 | 3.440 |
Bei den im GRENKE Konzern verwendeten derivativen Finanzinstrumenten handelt es sich um sogenannte OTC-Derivate (Over-the-Counter). Diese werden direkt mit einer Gegenpartei, die mindestens dem Investmentgrade entspricht, abgeschlossen. Es existieren somit keine notierten Börsenpreise. Die Bestimmung der beizulegenden Zeitwerte für die Devisentermingeschäfte und Zinsderivate erfolgt anhand von Bewertungsmodellen unter Rückgriff auf beobachtbare Inputfaktoren. Bei Devisentermingeschäften wird die Bewertung anhand eines Market-to-Market-Bewertungsmodells vorgenommen. Bei Zinsderivaten wird der beizulegende Zeitwert in der Bewertung über eine Barwertmethode ermittelt. Die verwendeten Inputparameter für die Bewertungsverfahren werden aus Marktnotierungen entnommen. Dabei werden laufzeitkongruente Zinssätze in den gehandelten Währungen für Devisentermingeschäfte bzw. Zinssätze für Zinsderivate verwendet. Die ermittelten Werte werden mit einem sogenannten Add-on-Verfahren mit am Markt beobachtbaren laufzeitadäquaten Credit Default Swaps (CDS) der Gegenpartei bzw. des eigenen Ausfallrisikos multipliziert, um den beizulegenden Zeitwert dieser OTC-Derivate zu erhalten. Die überwiegenden Zahlungsströme für die genannten Sicherungsgeschäfte werden sich voraussichtlich in den nächsten zwei Jahren auf das Periodenergebnis auswirken.
7.4.3 Bewertungsmethoden und verwendete Inputfaktoren
In nachfolgender Tabelle werden die angewandten Bewertungsmethoden sowie die verwendeten Inputfaktoren und Annahmen zur Bemessung der beizulegenden Zeitwerte dargestellt:
| Art und Stufe | Bewertungsmethode | Inputfaktoren | Bemessungshierarchie |
|---|---|---|---|
| Stufe 1 Börsennotierte Anleihen | n. a. | Notierter Börsenpreis am Bewertungstag | Stufe 1 |
| Stufe 2 Sonstige finanzielle Vermögenswerte | Abgezinster Barwert der geschätzten künftigen Cashflows | Verfügbare Zinssätze zu vergleichbaren Konditionen und Restlaufzeiten unter Verwendung des Kontrahentenrisikos der Gegenpartei | Stufe 2 |
| Finanzschulden (Verbindlichkeiten aus der Refinanzierung des Leasinggeschäfts, Schuldscheindarlehen, Bankschulden) | Abgezinster Barwert der geschätzten künftigen Cashflows | Verfügbare Zinssätze zu vergleichbaren Konditionen und Restlaufzeiten unter Verwendung des eigenen Ausfallrisikos DVA (Debt Value Adjustment) | Stufe 2 |
| Devisentermingeschäfte | Market-to-Market | Abgezinster Barwert der geschätzten zukünftigen Cashflows; Verfügbare Zinssätze in den gehandelten Währungen zu Restlaufzeiten unter Verwendung des eigenen Kontrahentenrisikos DVA (Debt Value Adjustment) bzw. des Kontrahentenrisikos der Gegenpartei CVA (Credit Value Adjustment), die aus verfügbaren Credit-Default-Swap-(CDS-)Notierungen verwendet werden | Stufe 2 |
| Zinsderivate | Barwertmodell | Abgezinster Barwert der geschätzten zukünftigen Cashflows; Verfügbare Zinssätze zu vergleichbaren Konditionen und Restlaufzeiten unter Verwendung des eigenen Kontrahentenrisikos DVA (Debt Value Adjustment) bzw. des Kontrahentenrisikos der Gegenpartei CVA (Credit Value Adjustment), die aus verfügbaren Credit-Default-Swap-(CDS-)Notierungen verwendet werden | Stufe 2 |
7.5 Übertragungen finanzieller Vermögenswerte
Die folgende Tabelle zeigt übertragene, aber nicht vollständig ausgebuchte finanzielle Vermögenswerte und die dazugehörige Verbindlichkeit mit den entsprechenden Buchwerten sowie beizulegenden Zeitwerten.
| TEUR | Buchwert (Übertragene Leasingforderungen 31.12.2016) | Buchwert dazugehörige Verbindlichkeit (31.12.2016) | Beizulegender Zeitwert (Übertragene Leasingforderungen 31.12.2016) | Beizulegender Zeitwert dazugehörige Verbindlichkeit (31.12.2016) | Nettoposition (31.12.2016) |
|---|---|---|---|---|---|
| Aus Forderungsverkaufs-Verträgen | 190.402 | 126.843 | 206.363 | 138.853 | 63.559 |
| TEUR | Buchwert (Übertragene Leasingforderungen 31.12.2015) | Buchwert dazugehörige Verbindlichkeit (31.12.2015) | Beizulegender Zeitwert (Übertragene Leasingforderungen 31.12.2015) | Beizulegender Zeitwert dazugehörige Verbindlichkeit (31.12.2015) | Nettoposition (31.12.2015) |
| Aus Forderungsverkaufs-Verträgen | 198.437 | 157.142 | 217.146 | 174.413 | 41.295 |
Wir verweisen zudem auf die Ausführungen unter Tz. 5.11.2 zu Forderungsverkaufs-Verträge.
8 Segmentberichterstattung
8.1 Beschreibung der berichtspflichtigen Segmente
Die Berichterstattung des GRENKE Konzerns über die Entwicklung seiner Segmente folgt der dominierenden Organisationsstruktur innerhalb des GRENKE Konzerns. Deshalb sind die operativen Segmente in Anlehnung an die Steuerung der Unternehmensbereiche in die Segmente Leasing, Bank und Factoring unterteilt. Für die drei operativen Segmente liegen separate Finanzinformationen vor.
Leasinggeschäft
Das Segment Leasing umfasst alle Aktivitäten, die mit der Leasingtätigkeit des Konzerns zusammenhängen. Das Dienstleistungsangebot umfasst dabei die Übernahme der Finanzierung für gewerbliche Leasingnehmer, die Vermietung, Versicherungs-, Service- und Wartungsangebote und die Verwertung von Gebrauchtgeräten. Der GRENKE Konzern hat sich dabei im Wesentlichen auf das sogenannte "Small-Ticket-Leasing" von IT-Produkten wie zum Beispiel PCs, Notebooks, Server, Bildschirme und andere Peripheriegeräte, Software, Telekommunikations- und Kopiertechnik sowie sonstige IT-Produkte spezialisiert. Nahezu alle abgeschlossenen Leasingverträge sind Verträge mit Vollamortisationsanspruch.
Bankgeschäft
Das Segment Bank umfasst die Aktivitäten der GRENKE BANK AG, die sich als Finanzierungspartner vor allem für kleine und mittelständische Unternehmen (KMU) versteht und mit Förderbanken zur Finanzierung dieser Klientel auch im Rahmen der Existenzgründung zusammenarbeitet. Weiterhin werden über den Internetauftritt Festgeldanlagen angeboten. Das Geschäft der Bank erfolgt schwerpunktmäßig mit deutschen Kunden.
Factoringgeschäft
Das Segment Factoring beinhaltet klassische Factoringdienstleistungen mit der Fokussierung auf das "Small-Ticket-Factoring". Dabei wird im Rahmen des echten Factorings sowohl das offene Factoring, bei dem der Debitor über die Forderungsabtretung informiert wird, als auch das stille Factoring, bei dem der Debitor keine entsprechende Information erhält, angeboten. Daneben bietet das Segment auch Inkassodienstleistungen (unechtes Factoring) an; hier verbleibt das Delkredererisiko beim Kunden.
8.2 Messgrößen der Segmente
Die Bilanzierungsgrundsätze, die zur Gewinnung der Segmentinformationen herangezogen werden, entsprechen den angewandten Bilanzierungsregeln des Konzernabschlusses (siehe Tz. 3). Konzerninterne Transaktionen erfolgen zu marktüblichen Preisen. Für die Beurteilung des Erfolgs des GRENKE Konzerns ist der Vorstand der GRENKE AG verantwortlich. Dieser hat als wesentliche Erfolgsgrößen neben dem Neugeschäftsvolumen (Leasing- und Factoringsegment) und der Deckungsbeitrags-2-Marge für das Leasingsegment vor allem die operativen Segmenterträge, das Segmentergebnis vor dem sonstigen Finanzergebnis und die Personalaufwendungen bestimmt. Das sonstige Finanzergebnis und die Steueraufwendungen/-erträge sind die wesentlichen Bestandteile der Konzernergebnisrechnung, die nicht in die einzelnen Segmentinformationen einfließen. Die Segmentdaten wurden auf folgende Weise ermittelt:
- Die operativen Segmenterträge umfassen das Zinsergebnis nach Schadensabwicklung und Risikovorsorge, das Ergebnis aus dem Servicegeschäft, das Ergebnis aus dem Neugeschäft und das Ergebnis aus der Verwertung.
- Das Segmentergebnis wird als Operatives Ergebnis ohne Berücksichtigung von Steuern ermittelt.
- Das Segmentvermögen setzt sich aus den betriebsnotwendigen Vermögenswerten ohne Steueransprüche zusammen.
- Die Segmentschulden entsprechen den dem jeweiligen Segment zuzurechnenden Verbindlichkeiten bis auf die Steuerverbindlichkeiten.
| TEUR | Segment Leasing | Segment Bank | Segment Factoring | |||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Januar bis Dezember 2016 | 2015 | 2016 | 2015 | 2016 | 2015 | |
| Operative Segmenterträge | 258.514 | 215.128 | 12.294 | 13.143 | 3.986 | 3.789 |
| Personalaufwand | 66.177 | 59.423 | 1.826 | 1.558 | 2.621 | 2.209 |
| Segmentergebnis | 128.329 | 99.567 | 8.387 | 9.462 | -189 | 308 |
| Überleitung Konzern | ||||||
| Operatives Ergebnis | ||||||
| Sonstiges Finanzergebnis | ||||||
| Steuern | ||||||
| Gewinn lt. Konzern-Gewinn- u. Verlustrechnung zum 31. Dezember | ||||||
| Segmentvermögen | 3.880.752 | 3.383.835 | 722.402 | 600.052 | 35.908 | 31.248 |
| Überleitung Konzern | ||||||
| Steueransprüche | ||||||
| Vermögen lt. |
scroll TEUR | Summe Segmente | Konsolidierung | Konzern | | | | | | Januar bis Dezember | 2016 | 2015 | 2016 | 2015 | 2016 | 2015 | Operative Segmenterträge | 274.794 | 232.060 | 0 | 0 | 274.794 | 232.060 | Personalaufwand | 70.624 | 63.190 | 0 | 0 | 70.624 | 63.190 | Segmentergebnis | 136.527 | 109.337 | 0 | 0 | 136.527 | 109.337 | Überleitung Konzern | Operatives Ergebnis | 136.527 | 109.337 | | | | | Sonstiges Finanzergebnis | -1.991 | 124 | | | | | Steuern | 31.302 | 28.616 | | | | | Gewinn lt. Konzern-Gewinn- u. Verlustrechnung | 103.234 | 80.845 | | | | | zum 31. Dezember | Segmentvermögen | 4.639.062 | 4.015.135 | -709.092 | -575.823 | 3.929.970 | 3.439.312 | Überleitung Konzern | Steueransprüche | 41.482 | 35.218 | | | | | Vermögen lt. Konzernbilanz | 3.971.452 | 3.474.530 | | | | | Segmentschulden | 3.925.493 | 3.400.973 | -709.092 | -575.823 | 3.216.401 | 2.825.150 | Überleitung Konzern | Steuerverbindlichkeiten | 64.631 | 58.726 | | | | | Schulden lt. Konzernbilanz | 3.281.032 | 2.883.876 | | | | |
8.3 Informationen über geografische Gebiete
Die wesentlichen geografischen Gebiete auf Länderebene, in denen mit externen Kunden Umsätze generiert werden, sind Deutschland, Frankreich und Italien. Alle anderen Länder sind in "Sonstige Länder" zusammengefasst. Für die ausgewiesenen Länder werden die operativen Erträge und die langfristigen Vermögenswerte dargestellt. Je nach Länderzugehörigkeit der externen Kunden, mit denen die Umsätze erwirtschaftet werden, erfolgt die Zuordnung zu den einzelnen geografischen Gebieten. Die langfristigen Vermögenswerte sind den Ländern zugeteilt, in denen sie entstanden sind. Die operativen Erträge beinhalten dieselben Positionen, wie sie bereits oben für die operativen Segmenterträge erläutert wurden. Die langfristigen Vermögenswerte setzen sich aus den langfristigen Leasingforderungen, dem Sachanlagevermögen, den Geschäfts- oder Firmenwerten, den sonstigen immateriellen Vermögenswerten und den sonstigen langfristigen Vermögenswerten zusammen.
scroll TEUR | Deutschland | Frankreich | Italien | | | | | | 2016 | 2015 | 2016 | 2015 | 2016 | 2015 | Operative Erträge (Januar bis Dezember) | 71.562 | 61.262 | 62.015 | 53.703 | 58.627 | 43.165 | Langfristige Vermögenswerte (zum 31. Dezember) | 568.989 | 525.053 | 549.635 | 483.595 | 412.800 | 310.597 |
scroll TEUR | Sonstige Länder | Konzern | | | | | 2016 | 2015 | 2016 | 2015 | Operative Erträge (Januar bis Dezember) | 82.590 | 73.930 | 274.794 | 232.060 | Langfristige Vermögenswerte (zum 31. Dezember) | 734.333 | 657.453 | 2.265.757 | 1.976.698 |
9 Weitere Erläuterungen
9.1 Kapitalmanagement
9.1.1 Ökonomisches Kapital
Vorrangiges Ziel der Kapitalsteuerung des GRENKE Konzerns ist es, sicherzustellen, dass das zur Unterstützung seiner Geschäftstätigkeit und zur Sicherung der Liquidität bestehende Bonitätsrating aufrechterhalten werden kann und dass eine lückenlose Wahrung der Risikotragfähigkeit im Rahmen der Anforderungen an den GRENKE Konzern durch die Mindestanforderungen an das Risikomanagement gegeben ist. Der GRENKE Konzern überwacht sein Kapital unter anderem mithilfe der Eigenkapitalquote, dem Verhältnis zwischen bilanziellem Eigenkapital und Bilanzsumme. Gemäß den konzerninternen Richtlinien streben wir (wie im Vorjahr) eine Eigenkapitalquote von 16 % an. Zudem wird über die Risikotragfähigkeitsrechnung des Konzerns und das Risikobegrenzungssystem bzw. die Limitierung von Risikopositionen die Überwachung und Sicherstellung des ökonomischen Eigenkapitals gewährleistet.
9.1.2 Regulatorisches Kapital
Die GRENKE AG hat als Finanzdienstleistungsinstitut und übergeordnetes Unternehmen der Institutsgruppe die Anforderungen an die Eigenmittelausstattung von Institutsgruppen gemäß § 10 a KWG i. V. m. Artikel 25 ff. der EU-Verordnung Nr. 575/2013 (Capital Requirement Regulation, kurz: CRR) zu erfüllen. Der aufsichtsrechtliche Konsolidierungskreis der GRENKE AG bestimmt sich nach dem Konsolidierungskreis des Konzerns. Für die Solvabilität der Institutsgruppe wird ebenfalls auf die Konzernzugehörigkeit abgestellt. Die Eigenmittel gemäß Artikel 72 ff. CRR werden im Rahmen der Erstellung der COREP-Meldung (Common solvency ratio reporting) ermittelt. Für die Darstellung der Eigenmittel verweisen wir auf den zusammengefassten Konzernlagebericht und Lagebericht. Die Kapitalrendite nach § 26a KWG Abs. 1 Satz 4 beträgt 2,6 %.
9.2 Franchisesystem
Die GRENKE AG stellt im Rahmen eines Franchisevertrags ihr Know-how, ihre betriebliche Infrastruktur sowie die Mittel zur Refinanzierung der Leasingverträge zur Verfügung. An den genannten Franchisenehmern ist sie jedoch nicht beteiligt und kann auch keinen Einfluss auf die Geschäfts- und Firmenpolitik der Franchisenehmer ausüben. Neben der Franchisegebühr von insgesamt 777 TEUR (Vorjahr: 573 TEUR) hat der Konzern Erträge aus der Verzinsung der Darlehen in Höhe von 1.355 TEUR (Vorjahr: 1.122 TEUR) (siehe Tz. 4.1) sowie aus der Vermietung von Software in Höhe von 24 TEUR (Vorjahr: 19 TEUR) erwirtschaftet. Zum Stichtag bestanden neben den Darlehen in Höhe von 31.848 TEUR (Vorjahr: 29.994 TEUR) weitere Forderungen gegen die Franchisenehmer von insgesamt 1.144 TEUR (Vorjahr: 622 TEUR) (siehe Tz. 5.4 und Tz. 5.5).
9.3 Haftungsverhältnisse (Eventualverbindlichkeiten) und sonstige finanzielle Verpflichtungen
Die GRENKE AG hat als Garantiegeber für einzelne Franchisegesellschaften Finanzgarantien in Höhe von 77,3 Mio. EUR (Vorjahr: 42,2 Mio. EUR) ausgereicht, welche das maximale Ausfallrisiko darstellen. Die tatsächliche Ausnutzung vonseiten der Garantienehmer war geringer und beläuft sich auf 56,0 Mio. EUR (Vorjahr: 31,6 Mio. EUR). Unwiderrufliche Kreditzusagen betrugen 4.694 TEUR (Vorjahr 4.294 TEUR) und resultieren aus dem Kreditgeschäft; sie beinhalten nicht in Anspruch genommene befristete Kontokorrentlinien und noch nicht in Anspruch genommene Darlehenszusagen. Die Gesellschaft hat sonstige finanzielle Verpflichtungen im Zusammenhang mit Miet-, Gebäudeinstandhaltungs- und Leasingverträgen. Mietverträge für Gebäude enthalten teilweise eine Klausel, die eine Erhöhung der Mietraten entsprechend den herrschenden Marktverhältnissen erlaubt. Weiterhin bestehen für einige Mietverhältnisse Verlängerungsoptionen. Sonstige Beschränkungen sind nicht vorhanden. Die sich daraus ergebenden finanziellen Verpflichtungen sind in der nachfolgenden Darstellung berücksichtigt:
| scroll TEUR | 31.12.2016 | 31.12.2015 |
|---|---|---|
| Miet-, Instandhaltungs- und Leasingverpflichtungen | ||
| fällig im Folgejahr | 12.999 | 11.567 |
| fällig in 2 bis 5 Jahren | 22.946 | 21.693 |
| fällig nach 5 Jahren | 4.749 | 4.228 |
| Summe | 40.694 | 37.488 |
Den Mietzahlungen stehen erwartete Mieteinzahlungen aus Untermietverhältnissen in Höhe von 51 TEUR (Vorjahr: 224 TEUR) im Geschäftsjahr 2017 entgegen. In den Folgejahren entstehen weitere Mieterträge in Höhe von 92 TEUR. Für Mietverhältnisse bezüglich angemieteter Räumlichkeiten bestehen Verlängerungsoptionen zwischen ein und fünf Jahren. Im Rahmen von drei Vereinbarungen über den Verkauf von Forderungen der Grenke Investitionen Verwaltungs KGaA zur Sicherung sämtlicher Forderungen der Besitzgesellschaft (Grenke Investitionen Verwaltungs Kommanditgesellschaft auf Aktien) gegen die Betriebsgesellschaft tritt die Betriebsgesellschaft (GRENKE AG) aus Leasingverträgen mit Endleasingnehmern (Unterleasingvertrag) über Leasingobjekte, die Gegenstand eines Kaufvertrags zwischen Betriebsgesellschaft und Besitzgesellschaft sind, Folgendes an die Besitzgesellschaft ab: Sämtliche Forderungen, Ansprüche und Rechte aus diesen Unterleasingverträgen einschließlich etwaiger Ansprüche aus Verlängerungsmieten nach Ablauf der ursprünglich vereinbarten Mietzeit, etwaige Ansprüche auf Ausgleichszahlungen und auf Restwerte sowie Zahlung eines Kaufpreises aus dem Verkauf des betreffenden Leasinggegenstands. Mitabgetreten sind die Ansprüche aus Kredit- und Sachversicherungen aus dem jeweiligen Unterleasingvertrag, ferner eventuelle Ansprüche aus Rückkaufverpflichtungen von Lieferanten der Leasinggegenstände oder von Dritten. Der Käufer der Forderungen erwirbt das Sicherungseigentum an den Leasinggegenständen, die dem jeweiligen Forderungskaufvertrag zugrunde liegen. Mit Schreiben vom 27. Juli 2009 hat die GRENKE AG gegenüber dem Bundesverband deutscher Banken e. V. eine Verpflichtungserklärung gemäß § 5 Abs. 10 des Statuts des Einlagensicherungsfonds abgegeben. Damit einhergehend werden Verluste freigestellt, die dem Bundesverband zugunsten der GRENKE BANK AG entstehen würden. Die GRENKE AG trägt, abgesehen des politischen Risikos, für die konsolidierten Gesellschaften Grenke Investitionen Verwaltungs Kommanditgesellschaft auf Aktien und GRENKEFACTORING GmbH dafür Sorge, dass sie ihre vertraglichen Verbindlichkeiten erfüllen können. Hintergrund der Patronatserklärungen ist die Nutzung der Waiver-Regelung nach § 2a Abs. 1 KWG i.V.m. Art. 7 CRR sowie i.V.m. § 2a Abs. 5 KWG durch die jeweilige Tochtergesellschaft.
Aufwand aus Miet- und Leasingverhältnissen ist im Geschäftsjahr in Höhe von 9.252 TEUR (Vorjahr: 8.247 TEUR) entstanden. Der Aufwand ist in der Position Betriebskosten enthalten. Dieser betrifft im Wesentlichen die Anmietung von Büroflächen für die einzelnen Niederlassungen sowie eigenes Kfz-Leasing.
9.4 Betriebsprüfungen
Für die GRENKE AG und die Grenke Investitionen Verwaltungs KGaA wurde eine steuerliche Außenprüfung für die Geschäftsjahre 2005 bis 2009 im Berichtsjahr abgeschlossen. Gegen die Bescheide hat der GRENKE Konzern Einspruch eingelegt. Basierend auf der besten Einschätzung der Unternehmensleitung, wurde der erwartete Wert von Steuerforderungen und Steuerrückstellungen angesetzt (unsichere Steuerpositionen). Im Oktober 2015 wurden die Prüfungsanordnungen für die GRENKE AG, die Grenke Investitionen Verwaltungs KGaA, die GRENKE Service AG, die GRENKEFACTORING GmbH und die GRENKE BANK AG für die Geschäftsjahre 2010 bis 2014 erlassen. Die Außenprüfung begann im November 2016.## 9.5 Beratungs- und Prüfungskosten
Die Aufwendungen für das Honorar des Abschlussprüfers im Geschäftsjahr 2016 setzen sich wie folgt zusammen:
| TEUR | 2016 | 2015 | |
|---|---|---|---|
| Abschlussprüfungsleistungen | 586 | 600 | |
| Andere Bestätigungsleistungen | 70 | 192 | |
| Sonstige Leistungen | 103 | 44 | |
| Summe | 759 | 836 |
Von dem Gesamthonorar waren 9 TEUR (Vorjahr: 38 TEUR) periodenfremd.
9.6 Angaben über Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen
Dritte Parteien gelten als nahestehend, sofern eine Partei die GRENKE AG beherrscht oder an deren gemeinschaftlicher Führung beteiligt ist oder einen maßgeblichen Einfluss auf deren geschäftliche oder operative Entscheidungen ausüben kann. Zu den nahestehenden Unternehmen und Personen des GRENKE Konzerns gehören Personen in Schlüsselpositionen sowie deren Familienangehörige, Tochterunternehmen und assoziierte Unternehmen der GRENKE AG und Unternehmen, die einen maßgeblichen Einfluss ausüben können. Die GRENKE AG erbringt im Rahmen ihrer normalen Geschäftstätigkeit zahlreiche Leistungen für Tochterunternehmen. Umgekehrt erbringen die jeweiligen Konzerngesellschaften im Rahmen ihres Geschäftszwecks auch Leistungen innerhalb des GRENKE Konzerns. Diese umfangreichen Lieferungs- und Leistungsbeziehungen werden zu Marktkonditionen abgewickelt.
Verbindlichkeiten gegenüber nahestehenden Unternehmen
| TEUR | 31.12.2016 | 31.12.2015 | |
|---|---|---|---|
| Nicht konsolidierte Tochterunternehmen | 262 | 0 | |
| Assoziierte Unternehmen | 3.470 | 5.449 |
Die Verbindlichkeiten gegen nicht konsolidierte Tochterunternehmen bestehen aus ausstehenden Einlagen, gegen assoziierte Unternehmen resultieren die Verbindlichkeiten aus dem Einlagengeschäft der Bank. Es entstand ein Zinsaufwand von 9 TEUR (Vorjahr: 1 TEUR).
Im Rahmen ihrer gewöhnlichen Geschäftstätigkeit bietet die GRENKE BANK AG nahestehenden Personen Dienstleistungen zu marktüblichen Bedingungen an.
- Von Mitgliedern des Konzernvorstands und deren nahen Familienangehörigen hat die Bank zum Stichtag Einlagen in Höhe von 3.216 TEUR (Vorjahr: 3.829 TEUR) erhalten. Der Zinsaufwand hierfür betrug 54 TEUR (Vorjahr: 54 TEUR).
- Von Mitgliedern des Konzernaufsichtsrats einschließlich deren nahen Verwandten hat die Bank zum Stichtag Einlagen in Höhe von 1.203 TEUR (Vorjahr: 1.709 TEUR) erhalten. Der Zinsaufwand hierfür betrug 21 TEUR (Vorjahr: 34 TEUR).
- Noch nicht ausgeglichene Kreditkartenkonten zum Stichtag wiesen einen Stand von 22 TEUR (Vorjahr: 16 TEUR) gegenüber Mitgliedern des Vorstandes und deren nahen Familienangehörigen aus. Eine weitere Kreditvergabe an diesen Personenkreis ist während der Berichtsperiode nicht erfolgt.
Der Aufsichtsrat der GRENKE AG besteht satzungsgemäß aus sechs Mitgliedern. Im Geschäftsjahr 2016 gehörten dem Aufsichtsrat folgende Mitglieder an:
- Herr Prof. Dr. Ernst-Moritz Lipp, Baden-Baden, Vorsitzender, Professor für internationale Finanzwirtschaft und Geschäftsführer der ODEWALD & COMPAGNIE Gesellschaft für Beteiligungen mbH, Berlin
- Herr Gerhard E. Witt, Baden-Baden, stellvertretender Vorsitzender, Wirtschaftsprüfer und Steuerberater
- Frau Tanja Dreilich, Iserlohn, Diplom-Kauffrau, MBA, Geschäftsführerin und CFO der Kirchhoff Ecotec GmbH, Iserlohn, und der Kirchhoff Automotive Verwaltungsgesellschaft, Iserlohn
- Frau Dr. Ljiljana Mitic, München, selbstständige Unternehmensberaterin
- Herr Florian Schulte, Baden-Baden, Diplom-Kaufmann, Geschäftsführer der Fines Holding GmbH, Baden-Baden, sowie der S.K. Management- und Beteiligungs GmbH, Baden-Baden
- Herr Erwin Staudt, Leonberg, Diplom-Volkswirt
Herr Prof. Dr. Ernst-Moritz Lipp ist ferner Vorsitzender des Aufsichtsrats der GRENKE BANK AG, Baden-Baden, und Mitglied im Aufsichtsrat der Oberberg Klinik Holding GmbH, Berlin. Herr Gerhard E. Witt ist zugleich Aufsichtsratsvorsitzender bei der Grenke Investitionen Verwaltungs KGaA, Baden-Baden, ein Tochterunternehmen der GRENKE AG. Herr Erwin Staudt ist Aufsichtsratsmitglied der PROFI Engineering Systems AG, Darmstadt, der USU Software AG, Möglingen, sowie Verwaltungsratsmitglied der Hahn Verwaltungs-GmbH, Fellbach. Des Weiteren ist Herr Erwin Staudt Mitglied des Beirats bei der Interstuhl Büromöbel GmbH & Co. KG, Meßstetten-Tieringen. Herr Florian Schulte ist Vorsitzender des Aufsichtsrats der Global Group Dialog Solutions AG, Idstein, sowie Aufsichtsratsmitglied der Syntellix AG, Hannover.
Die Amtszeit von Herrn Prof. Dr. Ernst-Moritz Lipp und Herrn Gerhard E. Witt endet mit dem Ablauf der Hauptversammlung, die über ihre Entlastung für das Geschäftsjahr 2017 entscheidet. Die übrigen Aufsichtsratsmitglieder sind bis zum Ablauf der Hauptversammlung bestellt, die über ihre Entlastung für das Geschäftsjahr 2018 entscheidet.
Die Vergütung (inkl. Bezüge für Nebenleistungen) des Aufsichtsrats bei der GRENKE AG belief sich auf insgesamt 222 TEUR (Vorjahr: 219 TEUR). Die Vergütung der Aufsichtsrats Tätigkeit ist entsprechend der Regelung des § 113 Abs. 1 Satz 2, 1. Alt. AktG in § 10 der Satzung der GRENKE AG festgelegt.
Die Aufsichtsratsvergütung setzt sich wie folgt zusammen:
| TEUR | Summe | Vergütung AG | Vergütung KGaA | |
|---|---|---|---|---|
| 2016 | Vorjahr 2016 | Vorjahr 2016 | ||
| Summe | 226 | 224 | 222 | |
| 219 | 4 | 5 |
Der Vorstand der GRENKE AG setzt sich wie folgt zusammen:
- Herr Wolfgang Grenke, Kaufmann, Baden-Baden, Vorstandsvorsitzender
- Frau Antje Leminsky, Diplom-Kauffrau, Baden-Baden, stellvertretende Vorstandsvorsitzende
- Herr Gilles Christ, MBA, Wissembourg/Frankreich
- Herr Jörg Eicker, Bankkaufmann, Düsseldorf (bis 31.12.2016)
- Herr Sebastian Hirsch, Diplom-Betriebswirt (BA), Sinzheim, (ab 01.01.2017)
- Herr Mark Kindermann, Diplom-Kaufmann, Bühl
Herr Wolfgang Grenke ist einzelvertretungsberechtigt. Die übrigen Vorstände vertreten die GRENKE AG gemeinsam mit einem weiteren Vorstand oder einem Prokuristen.
Die Vorstandsvergütung für 2016 setzt sich wie folgt zusammen:
| TEUR | Gesamtbezüge | davon fix | davon variabel | |
|---|---|---|---|---|
| Summe | 2.656 | 1.701 | 955 | |
| Summe Vorjahr | 2.475 | 1.340 | 1.135 |
Der Aufsichtsrat der GRENKE AG hat mit mehreren Vorstandsmitgliedern eine Phantom-Stock-Vereinbarung abgeschlossen. Es bestehen bis auf Herrn Wolfgang Grenke mit allen zum 31. Dezember 2016 amtierenden Vorstandsmitgliedern entsprechende Vereinbarungen. Auszahlungen im Rahmen dieser Vereinbarungen fielen im abgelaufenen Geschäftsjahr in Höhe von 139 TEUR an.
Die Vereinbarung mit Frau Leminsky bezieht sich auf die Geschäftsjahre 2015 bis 2017, die Vereinbarungen mit den Herren Christ, Eicker und Kindermann auf die Geschäftsjahre 2016 bis 2018. Im Rahmen dieser Vereinbarungen haben die Vorstandsmitglieder für die jeweiligen Geschäftsjahre jeweils einen Zahlungsanspruch (Tranche) in Höhe des Wertzuwachses von jeweils 20.000 Aktien, bei Herrn Kindermann 6.000 Aktien, der GRENKE AG im Verhältnis zu einem definierten Basiskurs. Dieser entspricht dem arithmetischen Mittel der XETRA-Schlusskurse an sämtlichen Handelstagen vom 1. bis 23. Dezember des jeweiligen Vorjahres. Der Basiskurs für das Geschäftsjahr 2016 beträgt 180,42 EUR. Der Auszahlungsanspruch ist der Höhe nach begrenzt und unterliegt den gesetzlichen Vorgaben für eine angemessene Vergütung sowie den gesetzlichen Höchstgrenzen für variable Vergütungsbestandteile, insbesondere den Regelungen des Kreditwesengesetzes. Weiterhin ist die maximale Auszahlung aufgrund dieser Vereinbarungen auf 400.000 EUR, für Herrn Kindermann auf 150.000 EUR, für die drei Tranchen begrenzt. Diese maximale Auszahlung gilt für die jeweilige Vereinbarung in ihrer Gesamtheit, d.h. die drei Tranchen dürfen in Summe den maximalen Auszahlungsbetrag nicht überschreiten. Überschreitet eine Jahrestranche den maximalen Gesamtanspruch und gilt die Vereinbarung noch für weitere Jahre (Tranchen), können künftig keine Ansprüche mehr erworben werden. Die Teilnehmer des Programms sind verpflichtet, den jeweiligen Nettoauszahlungsbetrag zuzüglich eines Eigeninvestments von 25 % dieses Auszahlungsbetrages in Aktien der GRENKE AG zu investieren. Die Gesellschaft ist berechtigt, aber nicht verpflichtet, die Auszahlung ganz oder teilweise, für eine oder mehrere Tranchen, statt in Geld in Aktien zu erbringen. In diesem Fall entfällt das Eigeninvestment. Die Aktien unterliegen einer Sperrfrist von vier Jahren.
Aufgrund der im Jahr 2015 erreichten starken Kurssteigerung ist der maximale Auszahlungsbetrag für Frau Leminsky bereits im Geschäftsjahr 2015 erreicht worden. Künftig kann sie somit keine Ansprüche aufgrund dieser Vereinbarung mehr erwerben. Der im Vorjahr für Herrn Eicker zum 31. Dezember 2015 zurückgestellte Betrag von 86 TEUR für die Tranche 2016 für seine am 1. Oktober 2015 beginnende Vereinbarung kommt aufgrund der Kursentwicklung für den Bemessungszeitraum 2016 nicht zur Auszahlung. Zukünftige Ansprüche aus den Tranchen sind mit dem Ausscheiden von Herrn Eicker aus dem Vorstand zum 31. Dezember 2016 verfallen. Herr Christ und Herr Kindermann haben sich aufgrund der Kursentwicklung keinen Anspruch für die Tranche 2016 verdient.
Zum 31. Dezember 2016 betrug der Wert der Phantom-Stock-Vereinbarungen für die Tranche 2016 0 TEUR (Vorjahr: 225 TEUR). Die erfolgswirksame Erfassung in der Gewinn- und Verlustrechnung erfolgt in den Personalaufwendungen und ist unter den variablen Vergütungskomponenten ausgewiesen.
Im Zuge des Ausscheidens von Herrn Eicker wurde eine Abfindungszahlung in Höhe von 300 TEUR geleistet.
Herr Wolfgang Grenke und seine Familie ("Familie Grenke") haben im Juli 2014 eine Familiengesellschaft unter der Firma Grenke Beteiligung GmbH & Co. KG, Baden-Baden, gegründet, in welche die Familie Grenke am 17. September 2014 sämtliche von ihnen gehaltenen Aktien an der GRENKE AG, die in einem Poolvertrag gebündelt waren, eingebracht hat. Die Grenke Beteiligung GmbH & Co. KG hält zum Bilanzstichtag an der GRENKE AG insgesamt 6.301.986 Aktien. Dies entspricht einer prozentualen Beteiligung am Grundkapital der GRENKE AG von ca. 42,66 %. Zur Geschäftsführung berechtigt ist die Komplementärin, die Grenke Vermögensverwaltung GmbH, Baden-Baden, deren Geschäftsführer Herr Wolfgang Grenke und Frau Anneliese Grenke sind.# Herr Wolfgang Grenke ist Aufsichtsratsvorsitzender der GRENKE Service AG, Baden-Baden, sowie Aufsichtsratsmitglied der GRENKE BANK AG, Baden-Baden. Außerdem ist er Präsident des Verwaltungsrates der GRENKELEASING AG, Zürich/Schweiz, und der GRENKEFACTORING AG, Basel/Schweiz. Frau Antje Leminsky ist Vorstand der GRENKE Service AG, Baden-Baden, sowie im Aufsichtsrat der GRENKE BANK AG, Baden-Baden, der Testo SE & Co. KGaA, Lenzkirch, und der Testo Management SE, Lenzkirch. Herr Gilles Christ ist Vorstand der GRENKE ALQUILER S.L., Barcelona/Spanien. Er ist daneben im Aufsichtsrat der GRENKE Service AG, Baden-Baden, und Mitglied des Verwaltungsrates der GRENKELEASING AG, Zürich/Schweiz. Des Weiteren ist er Geschäftsführer der GRENKELEASING Sp. z o.o., Poznan/Polen. Herr Sebastian Hirsch ist im Aufsichtsrat der GRENKE BANK AG, Baden-Baden. Herr Mark Kindermann ist Vorstand der GRENKE LIMITED, Dublin/Irland, sowie Vorstandsvorsitzender bei der GRENKE Service AG, Baden-Baden. Er ist daneben im Aufsichtsrat der Grenkefinance N.V., Vianen/Niederlande, sowie der GRENKE BANK AG, Baden-Baden. Des Weiteren ist er Mitglied des Verwaltungsrates der GRENKELEASING AG, Zürich/Schweiz, und der GRENKEFACTORING AG, Basel/Schweiz. Herr Jörg Eicker ist bis jeweils zum 31. Dezember 2016 im Aufsichtsrat der GRENKE Service AG, Baden-Baden, und der GRENKE BANK AG, Baden-Baden.
9.7 Angaben zu Mitteilungen gemäß §§ 21 Abs. 1, 22 Wertpapierhandelsgesetz (WpHG)
Im Rahmen unserer Investor-Relations-Arbeit informieren wir umfassend über die Entwicklung im Unternehmen. GRENKE nutzt dabei zu Berichtserstattung intensiv auch das Internet; unter https://www.grenke.de/de/investor-relations/grenke-aktie/stimmrechte.html werden die Stimmrechtsmitteilungen, die mitgeteilt worden sind gemäß §§ 21 ff. Wertpapierhandelsgesetz publiziert.
Mitgeteilte Meldepflichtige Beteiligungen im Geschäftsjahr 2016
Die Ameriprise Financial, Inc., Wilmington, Delaware, Vereinigte Staaten von Amerika, hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 20. Juli 2016 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der GRENKE AG, Baden-Baden, Deutschland, am 7. Juli 2016 die Schwelle von 3 % der Stimmrechte unterschritten hat und an diesem Tag 2,35 % (das entspricht 347.357 Stimmrechten) betragen hat. 2,35 % der Stimmrechte (das entspricht 347.357 Stimmrechten) sind Ameriprise International Holdings GmbH, gemäß § 22 Abs. 1, Satz 1, Nr. 6 in Verbindung mit Satz 2 WpHG zuzurechnen.
Die Universal-Investment GmbH, Frankfurt am Main, Deutschland, hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 20. Juni 2016 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der GRENKE AG, Baden-Baden, Deutschland, am 15. Juni 2016 die Schwelle von 3 % der Stimmrechte überschritten hat und an diesem Tag 3,02 % (das entspricht 445.886 Stimmrechten) betragen hat.
9.8 Ereignisse nach dem Bilanzstichtag
Wesentliche Ereignisse nach dem Bilanzstichtag waren nicht zu verzeichnen.
9.9 Erklärung nach § 161 AktG
Der Vorstand und der Aufsichtsrat der GRENKE AG haben die nach § 161 AktG vorgeschriebene Erklärung abgegeben und den Aktionären auf den Internetseiten des Unternehmens (www.grenke.de/de/investor-relations/corporate-governance/) dauerhaft zugänglich gemacht.
Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers
Wir haben den von der GRENKE AG, Baden-Baden, aufgestellten Konzernabschluss - bestehend aus Gewinn- und Verlustrechnung, Gesamtergebnisrechnung, Bilanz, Kapitalflussrechnung, Eigenkapitalveränderungsrechnung und Anhang - und ihren Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2016 geprüft.
Die Aufstellung von Konzernabschluss und Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns nach den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315 a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften liegt in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Konzernabschluss und den Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns abzugeben.
Wir haben unsere Konzernabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Konzernabschluss unter Beachtung der anzuwendenden Rechnungslegungsvorschriften und durch den Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des Konzerns sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie die Nachweise für die Angaben im Konzernabschluss und Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, der Abgrenzung des Konsolidierungskreises, der angewandten Bilanzierungs- und Konsolidierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses und des Berichts über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns.
Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet. Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315 a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Der Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns steht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den gesetzlichen Vorschriften, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und des Konzerns und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Stuttgart, 31. Januar 2017
Ernst & Young GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Frey, Wirtschaftsprüfer
Brixner, Wirtschaftsprüferin
VERSICHERUNG DER GESETZLICHEN VERTRETER
Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Konzernabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Konzernlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns beschrieben sind.
Baden-Baden, den 31. Januar 2017
Wolfgang Grenke, Vorstandsvorsitzender
Antje Leminsky, stellvertretende Vorstandsvorsitzende
Gilles Christ, Vorstand
Sebastian Hirsch, Vorstand
Mark Kindermann, Vorstand
EINZELABSCHLUSS 2016
ABSCHLUSS DER GRENKE AG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2016
Gewinn- und Verlustrechnung
| EUR | 2016 | 2015 |
|---|---|---|
| 1. Leasingerträge | 529.662.369,18 | 536.069.980,49 |
| 2. Leasingaufwendungen | 392.147.199,58 | 407.579.399,78 |
| 3. Zinserträge aus | 5.567.995,90 | 4.568.072,11 |
| a) Kredit- und Geldmarktgeschäften | 5.567.995,90 | 4.568.072,11 |
| darunter: Negative Zinsen aus Kredit- und Geldmarktgeschäften | 142.959,52 | 816,67 |
| 4. Zinsaufwendungen | 9.577.795,38 | 5.583.155,80 |
| darunter: Positive Zinsen aus Kredit- und Geldmarktgeschäften | 142.959,52 | 816,67 |
| 5. Lautende Erträge aus | 45.000.000,00 | 26.161.272,42 |
| c) Anteilen an verbundenen Unternehmen | 45.000.000,00 | 26.161.272,42 |
| 6. Erträge aus Gewinnabführungsverträgen | 10.663.759,78 | 9.209.630,97 |
| 7. Provisionsaufwendungen | 5.496.750,61 | 5.394.841,06 |
| 8. Sonstige betriebliche Erträge | 26.122.121,88 | 24.608.936,86 |
| 9. Allgemeine Verwaltungsaufwendungen | 60.347.584,92 | 51.659.987,65 |
| a) Personalaufwand | ||
| aa) Löhne und Gehälter | 24.963.276,08 | 23.243.797,54 |
| ab) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung, darunter: für Altersversorgung 92.128,84 EUR (Vorjahr: 71.069,60 EUR) | 3.824.760,47 | 3.464.433,25 |
| b) andere Verwaltungsaufwendungen | 31.559.548,37 | 24.951.756,86 |
| 10. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf immaterielle Anlagewerte und Sachanlagen | 95.403.214,98 | 89.275.655,22 |
| 11. Sonstige betriebliche Aufwendungen | 4.880.380,73 | 258.435,94 |
| 12. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Forderungen und bestimmte Wertpapiere sowie Zuführungen zu Rückstellungen im Kreditgeschäft | 8.873.309,09 | 16.704.989,70 |
| 13. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Beteiligungen, Anteile an verbundenen Unternehmen und wie Anlagevermögen behandelte Wertpapiere | 0,00 | 1.684.371,05 |
| 14. Aufwendungen aus Verlustübernahme | 238.321,58 | 316.873,25 |
| 15. Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit | 40.051.689,87 | 22.160.183,40 |
| 16. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | 5.904.607,28 | -313.692,61 |
| 17. Sonstige Steuern | 70.446,77 | 83.121,38 |
| 18. Jahresüberschuss | 34.076.635,82 | 22.390.754,63 |
| 19. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr | 560.748,35 | 301.292,22 |
| 20. Bilanzgewinn | 34.637.384,17 | 22.692.046,85 |
Bilanz
| EUR | 31.12.2016 | 31.12.2015 |
|---|---|---|
| 1. Barreserve | 77.000.286,37 | 45.000.256,65 |
| a) Kassenbestand | 286,37 | 256,65 |
| b) Guthaben bei Zentralnotenbanken | ||
| darunter: bei der Deutschen Bundesbank 77.000.000,00 EUR (Vorjahr: 45.000.000,00 EUR) | 77.000.000,00 | 45.000.000,00 |
| 2. Forderungen an Kreditinstitute | 76.796.154,31 | 53.967.422,40 |
| a) täglich fällig | 26.796.154,31 | 23.967.422,40 |
| b) andere Forderungen | 50.000.000,00 | 30.000.000,00 |
| 3. Forderungen an Kunden | 52.098.737,88 | 54.588.855,93 |
| 4. | ||
| Anteile an verbundenen Unternehmen | 297.834.396,89 | 245.724.426,53 |
| a) an Kreditinstitute | 96.272.355,82 | 96.272.355,82 |
| b) an Finanzdienstleistungsinstitute | 7.934.042,59 | 7.934.042,59 |
| c) Übrige | 193.627.998,48 | 141.518.028,12 |
| 5. Leasingvermögen | 267.342.749,57 | 223.311.986,35 |
| 6. Immaterielle Anlagewerte | 2.395.832,00 | 2.614.976,00 |
| b) entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten | 2.395.832,00 | 2.614.976,00 |
| 7. Sachanlagen | 24.687.498,75 | 25.627.740,22 |
| 8. Sonstige Vermögensgegenstände | 52.006.621,95 | 32.198.595,03 |
| 9. Rechnungsabgrenzungsposten | 12.122.077,62 | 9.437.722,45 |
| Summe der Aktiva | 862.284.355,34 | 692.471.981,56 |
EUR | 31.12.2016 | 31.12.2015
---|---|---|
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 4.011,87 | 403.503,23
a) täglich fällig | 4.011,87 | 59.753,23
b) mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist | 0,00 | 343.750,00
2. Verbindlichkeiten gegenüber Kunden | 46.811.102,55 | 45.399.837,60
b) andere Verbindlichkeiten | |
ba) täglich fällig | 1.592.113,56 | 1.335.030,51
bb) mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist | 45.218.988,99 | 44.064.807,09
3. Sonstige Verbindlichkeiten | 206.881.587,23 | 134.971.753,15
4. Rechnungsabgrenzungsposten | 285.634.295,27 | 228.393.457,69
5. Rückstellungen | 9.524.487,61 | 4.608.984,52
c) andere Rückstellungen | 9.524.487,61 | 4.608.984,52
6. Nachrangige Verbindlichkeiten | 50.000.000,00 | 30.000.000,00
7. Eigenkapital | 263.428.870,81 | 248.694.445,37
a) Gezeichnetes Kapital | 18.880.774,47 | 18.859.255,47
b) Kapitalrücklage | 122.808.914,74 | 120.041.345,62
c) Gewinnrücklagen | |
ca) gesetzliche Rücklage | 5.089,87 | 5.089,87
cc) satzungsmäßige Rücklagen | 48.353,78 | 48.353,78
cd) andere Gewinnrücklagen | 87.048.353,78 | 87.048.353,78
d) Bilanzgewinn | 34.637.384,17 | 22.692.046,85
Summe der Passiva | 862.284.355,34 | 692.471.981,56
- Eventualverbindlichkeiten
b) Verbindlichkeiten aus Bürgschaften und Gewährleistungsverpflichtungen | 3.366.845.936,04 | 2.890.789.037,46
Entwicklung des Anlagevermögens
EUR | Software-Lizenzen | Anzahlungen auf Software | Immaterielle Anlagewerte | Grundstücke und Bauten | Anlagen im Bau | Betriebs- und Geschäftsausstattung | Anschaffungs- und Herstellungskosten
---|---|---|---|---|---|---|---|
Stand 01.01.2016 | 5.549.503,44 | 0,00 | 5.549.503,44 | 23.876.768,90 | 23.913,53 | 15.005.351,17 |
Zugänge | 1.070.594,77 | 0,00 | 1.070.594,77 | 18.995,71 | 0,00 | 2.689.125,04 |
Abgänge | 18.177,58 | 0,00 | 18.177,58 | 0,00 | 0,00 | 266.353,61 |
Umbuchungen | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 23.913,53 | 23.913,53 | 0,00 |
Umbuchungen UV | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 |
Stand 31.12.2016 | 6.601.920,63 | 0,00 | 6.601.920,63 | 23.919.678,14 | 0,00 | 17.428.122,60 |
Kumulierte Abschreibungen | | | | | | |
Stand 01.01.2016 | 2.934.527,44 | 0,00 | 2.934.527,44 | 6.231.024,21 | 0,00 | 7.047.269,17 |
Zugänge | 1.289.731,77 | 0,00 | 1.289.731,77 | 694.431,18 | 0,00 | 2.849.019,04 |
Zuschreibungen | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 |
Abgänge | 18.170,58 | 0,00 | 18.170,58 | 0,00 | 0,00 | 161.441,61 |
Umbuchungen UV | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 |
Stand 31.12.2016 | 4.206.088,63 | 0,00 | 4.206.088,63 | 6.925.455,39 | 0,00 | 9.734.846,60 |
Buchwerte | | | | | | |
Stand 31.12.2016 | 2.395.832,00 | 0,00 | 2.395.832,00 | 16.994.222,75 | 0,00 | 7.693.276,00 |
Stand 31.12.2015 | 2.614.976,00 | 0,00 | 2.614.976,00 | 17.645.744,69 | 23.913,53 | 7.958.082,00 |
EUR | Sachanlagen | Leasingvermögen | Anteile an verbundenen Unternehmen | Finanzanlagen | Anschaffungs- und Herstellungskosten
---|---|---|---|---|---|
Stand 01.01.2016 | 38.906.033,60 | 396.124.121,55 | 247.693.011,60 | 247.693.011,60 |
Zugänge | 2.708.120,75 | 153.333.241,86 | 52.109.970,36 | 52.109.970,36 |
Abgänge | 266.353,61 | 0,00 | 0,00 | 0,00 |
Umbuchungen | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 |
Umbuchungen UV | 0,00 | 103.805.418,33 | 0,00 | 0,00 |
Stand 31.12.2016 | 41.347.800,74 | 445.651.945,08 | 299.802.981,96 | 299.802.981,96 |
Kumulierte Abschreibungen | | | | |
Stand 01.01.2016 | 13.278.293,38 | 172.812.135,20 | 1.968.585,07 | 1.968.585,07 |
Zugänge | 3.543.450,22 | 90.570.032,99 | 0,00 | 0,00 |
Zuschreibungen | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 |
Abgänge | 161.441,61 | 0,00 | 0,00 | 0,00 |
Umbuchungen UV | 0,00 | 85.072.972,68 | 0,00 | 0,00 |
Stand 31.12.2016 | 16.660.301,99 | 178.309.195,51 | 1.968.585,07 | 1.968.585,07 |
Buchwerte | | | | |
Stand 31.12.2016 | 24.687.498,75 | 267.342.749,57 | 297.834.396,89 | 297.834.396,89 |
Stand 31.12.2015 | 25.627.740,22 | 223.311.986,35 | 245.724.426,53 | 245.724.426,53 |
Anhang ZUM ABSCHLUSS DER GRENKE AG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2016
Allgemeine Hinweise
Die GRENKE AG ist eine Aktiengesellschaft mit Sitz in Baden-Baden, Neuer Markt 2, Deutschland. Die Gesellschaft ist beim Amtsgericht Mannheim im Handelsregister, Abteilung B, unter der Nummer 201836 eingetragen. In der Hauptversammlung vom 3. Mai 2016 wurde die Umfirmierung in GRENKE AG (vorher: GRENKELEASING AG) beschlossen. Die GRENKE AG ist oberstes Mutterunternehmen des GRENKE AG Konzerns (im Folgenden "GRENKE Konzern" genannt). Die GRENKE AG ist ein börsennotiertes Mutterunternehmen, das einen organisierten Markt i. S. d. § 2 (5) WpHG in Anspruch nimmt.
Der Jahresabschluss der GRENKE AG zum 31. Dezember 2016 ist in Übereinstimmung mit den Vorschriften des Handelsgesetzbuchs (HGB) und des Aktiengesetzes (AktG) in Verbindung mit der Verordnung über die Rechnungslegung der Kreditinstitute (RechKredV) aufgestellt worden. Der Jahresabschluss besteht aus der Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie einem Anhang. Darüber hinaus wurde ein Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns gemäß § 310 Abs. 3 in Verbindung mit § 289 HGB und § 340 a HGB aufgestellt. Aufgrund der Anwendung der RechKredV erfolgt der Ausweis in den vorgeschriebenen Formblättern (§ 2 RechKredV).
Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden
Vermögensgegenstände und Schulden sind nach den Vorschriften der §§ 252 ff. HGB und ergänzend nach denjenigen der §§ 340 ff. HGB bewertet. Die Barreserve und die Forderungen an Kreditinstitute werden zum Nennwert angesetzt. Die Kundenforderungen sind zum Nennwert abzüglich angemessener Wertberichtigungen, die Forderungen aus Mietkaufverträgen sind mit dem Barwert angesetzt. Die Barwertberechnung der Mietkaufforderungen erfolgt mit dem internen Zinsfuß, der dem jeweiligen Mietkaufvertrag zugrunde liegt. Die Höhe der erforderlichen Wertberichtigung bei Leasingforderungen sowie bei Mietkaufforderungen wird jeweils anhand von Prozentsätzen und Bearbeitungsklassen ermittelt. Die Ermittlung der Prozentsätze erfolgt mit statistischen Verfahren. Die Sätze werden einmal jährlich auf ihre Gültigkeit geprüft und bei Bedarf angepasst.
Seit März 1995 wird zum Ende jeden Monats - gleichzeitig mit den monatlichen Einzügen - zu jedem Leasingvertrag der jeweils aktuelle Bearbeitungsstand abgelegt. Die Bearbeitungsstände sind in Bearbeitungsstands-Klassen (BA-Klassen) zusammengefasst, die unter Risikogesichtspunkten gebildet wurden.
| BA-Klasse | Bezeichnung |
|---|---|
| 0 | Laufender Vertrag ohne Rückstand |
| 1 | Laufender Vertrag mit Rückstand |
| 2 | Gekündigter Vertrag mit bedienter Teilzahlungsvereinbarung |
| 3 | Gekündigter Vertrag (gerade gekündigt oder Mahnbescheid beantragt) |
| 4 | Klageverfahren (unmittelbar oder nach Widerspruch zum Mahnbescheid) |
| 5 | Pfändungsauftrag erteilt/Inkassobüro beauftragt |
| 6 | Eidesstattliche Versicherung (beantragt oder abgegeben) und beantragtes, nicht abgeschlossenes Insolvenzverfahren |
| 7 | Ausgebucht |
| 8 | In Abwicklung (ungekündigt) |
| 9 | Erledigt (vollständig bezahlt) |
Der Erwerb der Anteile an verbundenen Unternehmen wurde zu Anschaffungskosten inkl. Anschaffungsnebenkosten als Finanzanlagen aktiviert. Entgeltlich erworbene immaterielle Anlagewerte werden mit ihren Anschaffungskosten aktiviert. Die Anschaffungskosten werden nach der linearen Methode entsprechend der voraussichtlichen Nutzungsdauer abgeschrieben. Die Grundstücke und Gebäude werden mit ihren Anschaffungskosten zuzüglich der Anschaffungsnebenkosten aktiviert. Das Bürogebäude wird nach der linearen Methode entsprechend der Nutzungsdauer abgeschrieben. Die Zugänge der Betriebs- und Geschäftsausstattung werden mit ihren Anschaffungskosten aktiviert. Die Anschaffungskosten der Zugänge ab dem 1. Januar 2000 werden nach der linearen Methode, entsprechend der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer, abgeschrieben. Zugänge von Leasinggegenständen im Leasingvermögen werden mit den Anschaffungskosten zuzüglich Anschaffungsnebenkosten aktiviert. Die Bilanzierung erfolgt zu den fortgeführten Anschaffungskosten unter Berücksichtigung von vorgenommenen Abschreibungen. Leasinggegenstände aus Verträgen, die im Rahmen von Kooperationen mit Förderbanken abgeschlossen werden, werden linear über die voraussichtliche Nutzungsdauer abgeschrieben. Bei Leasinggegenständen, die von der Grenke Investitionen Verwaltungs KGaA zurückerworben werden, wird eine lineare Abschreibung über die Vertragslaufzeit auf den individuellen kalkulierten Restwert vorgenommen. Bei den Leasinggegenständen aus Verträgen, die im Rahmen von Kooperationen mit Förderbanken abgeschlossen werden, wird bei in naher Zukunft auslaufenden Verträgen der zum Stichtag ausgewiesene handelsrechtliche Buchwert der zugrunde liegenden Leasinggegenstände mit den abgezinsten Restzahlungen (IFRS-Barwert der Forderung) aus dem jeweiligen Vertrag verglichen. Falls der IFRS-Wert geringer ist als der Buchwert, wird auf diesen eine außerplanmäßige Abschreibung vorgenommen. Sämtliche Anteile an verbundenen Unternehmen sind mit den Anschaffungskosten zuzüglich der Anschaffungsnebenkosten aktiviert. Sofern eine voraussichtlich dauerhafte Wertminderung vorliegt, wird der Beteiligungsbuchwert auf den niedrigeren beizulegenden Wert abgeschrieben. Die Ermittlung des beizulegenden Werts erfolgt auf Basis der aktuellen Unternehmensplanung, die auf von der Unternehmensleitung für einen Zeitraum von fünf Jahren genehmigten Finanzplänen basiert. Unter den sonstigen Vermögensgegenständen werden die Leasinggegenstände ausgewiesen, bei denen die Vertragslaufzeit beendet ist. Mit Vertragsablauf werden die Objekte in "Leasinggegenstände in Verwertung" mit ihrem Restbuchwert umgegliedert.
```# Bei Verträgen, die im Rahmen von Kooperationen mit Förderbanken abgeschlossen werden, werden die Leasinggegenstände bei Umbuchung, falls der Restbuchwert größer 12,5 % der historischen Anschaffungskosten ist, zunächst auf 12,5 % der historischen Anschaffungskosten wertberichtigt, was dem durchschnittlich zu erwartenden Erlös entspricht. Nachdem ein Leasinggegenstand außerplanmäßig abgeschrieben wurde, wird er, ausgehend vom neuen Buchwert, weiter planmäßig bis auf Null abgeschrieben. Bei Leasingverträgen, die aufgrund eines Zahlungsrückstands gekündigt wurden und für die daher eine Schadensersatzforderung eingebucht wurde, wird der Leasinggegenstand vollständig abgeschrieben. Die sonstigen Vermögensgegenstände sind mit ihren Nennwerten bzw. niedrigeren Marktwerten angesetzt. Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten werden Ausgaben ausgewiesen, die vor dem Abschlussstichtag entstanden sind und Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. Soweit der Rückzahlungsbetrag einer Verbindlichkeit höher ist als der Ausgabebetrag, wird der Unterschiedsbetrag in den aktiven Rechnungsabgrenzungsposten aufgenommen und durch planmäßige jährliche Abschreibung getilgt. Bei der Bildung der Steuerrückstellungen und der anderen Rückstellungen ist den erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten angemessen Rechnung getragen. Alle ungewissen Verbindlichkeiten und drohenden Verluste aus schwebenden Geschäften wurden berücksichtigt. Sie sind in Höhe des Erfüllungsbetrags bemessen, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Aufgrund der unterschiedlichen steuerrechtlichen und handelsrechtlichen Bewertung einzelner Bilanzpositionen ergeben sich latente Steuern. Die GRENKE AG als Organträgerin weist auch eventuelle latente Steuern ihrer Organgesellschaften Grenke Investitionen Verwaltungs KGaA, GRENKE Service AG, GRENKEFACTORING GmbH sowie der GRENKE BANK AG im Rahmen der körperschaftsteuerlichen und gewerbesteuerlichen Organschaft aus. Die Verbindlichkeiten sind mit ihren Erfüllungsbeträgen angesetzt. Die in den nachrangigen Verbindlichkeiten enthaltene Hybridanleihe ist mit ihrem Erfüllungsbetrag bzw. Nominalbetrag angesetzt. Der abgegrenzte Zinsaufwand wird auf Basis der erwarteten Zinszahlung in der Position sonstige Verbindlichkeiten ausgewiesen. Dem passiven Rechnungsabgrenzungsposten wurden die erhaltenen Erlöse aus der Finanzierung der Mietraten über die GRENKE BANK AG erfolgsneutral zugeführt. Zugänge ab dem Geschäftsjahr 2009 werden annuitätisch über die Laufzeit der zugrunde liegenden Leasingverträge erfolgswirksam aufgelöst. Davor erfolgte die Auflösung linear. Weiterhin werden in diesem Posten die von der Grenke Investitionen Verwaltungs KGaA erhaltenen Umlagen für die Bonitätsrisiken abgegrenzt. Die Auflösung erfolgt linear über die vereinbarte Vertragslaufzeit. Hierunter wird zudem das Agio des im Geschäftsjahr neu begebenen Schuldscheindarlehens ausgewiesen, welches über die Laufzeit bis zum 31. März 2021 aufgelöst wird. Forderungen bzw. Verbindlichkeiten, die auf fremde Währung lauten oder ursprünglich auf fremde Währung lauteten, werden gemäß § 256 a HGB i. V. m. § 340 h HGB umgerechnet. Wie im Vorjahr wird vom Wahlrecht der Überkreuzkompensation gemäß § 340f Abs. 3 HGB Gebrauch gemacht.
Erläuterungen zur Bilanz
Barreserve
Die Barreserve besteht zum überwiegenden Teil aus dem Guthaben bei der Deutschen Bundesbank (77.000 TEUR; Vorjahr: 45.000 TEUR). Hintergrund ist die Einhaltung der LCR-Kennziffer (Mindestliquiditätsquote) auf Gruppenebene.
Forderungen an Kreditinstitute
Neben den laufenden Geschäftskonten in Höhe von 18.435 TEUR (Vorjahr: 16.499 TEUR) wird in dieser Position ein Verrechnungskonto gegenüber dem verbundenen Unternehmen GRENKE BANK AG, Baden-Baden (8.362 TEUR; Vorjahr: 7.468 TEUR), sowie die Forderung aus Schuldscheindarlehen an die GRENKE BANK AG in Höhe von 50.000 TEUR (Vorjahr: 30.000 TEUR) ausgewiesen. Das bereits im Geschäftsjahr 2015 von der GRENKE BANK AG begebene Schuldscheindarlehen in Höhe von 30.000 TEUR wurde um ein weiteres Schuldscheindarlehen in Höhe von 20.000 TEUR im Dezember 2016 ergänzt und ebenfalls in voller Höhe von der GRENKE AG gezeichnet.
Forderungen an Kunden
Die in den Forderungen an Kunden enthaltenen Mietkaufforderungen (45.219 TEUR; Vorjahr: 43.975 TEUR) sind zum Barwert der künftigen Mietkaufraten angesetzt. Die Barwertberechnung der Mietkaufforderungen erfolgte mit dem internen Zinsfuß, der dem jeweiligen Mietkaufvertrag zugrunde liegt. Des Weiteren sind Forderungen gegen Leasingnehmer in Höhe von 32.800 TEUR (Vorjahr: 42.976 TEUR) enthalten, die Forderungen aus Schadensersatz, Rückstände aus Leasingraten, Bearbeitungsgebühren, Versicherungsbeiträge, Verwertungserlöse und weiterbelastete Kosten (Anwalts-, Gerichts- und Sicherstellungskosten) betreffen. Weiterhin sind Forderungen an Händler und Dritte in Höhe von 919 TEUR (Vorjahr: 857 TEUR) enthalten. Die Gesamtforderungen sind um Wertberichtigungen in Höhe von 26.839 TEUR (Vorjahr: 33.219 TEUR) gekürzt.
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| TEUR | Gesamtbetrag | Bis 3 Monate | >3 Monate bis 1 Jahr | >1 Jahr bis 5 Jahre | Über 5 Jahre |
| -------------- | ------------ | ------------ | ------------------- | ------------------ | ------------ |
| Forderungen an Kunden | 52.099 | 11.502 | 13.171 | 26.850 | 576 |
| (Vorjahr) | 54.589 | 15.330 | 12.484 | 26.213 | 562 |
Anteile an verbundenen Unternehmen
Die GRENKE AG war im Berichtsjahr an nachfolgenden Gesellschaften mittelbar oder unmittelbar beteiligt:
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| Beteiligung an | Quote % | Eigenkapital 31.12.2016 EUR | Jahresergebnis 2016 EUR |
| ------------------------- | ------- | --------------------------- | ----------------------- |
| Kreditinstituten | | | |
| GRENKE BANK AG, Baden-Baden | 100 | 100.265.010,76 | 0,00 |
| Finanzdienstleistungsinstituten | | | |
| Grenke Investitionen Verwaltungs Kommanditgesellschaft auf Aktien, Baden-Baden | 100 | 780.828,96 | 0,00 |
| GRENKEFACTORING GmbH, Baden-Baden | 100 | 1.513.662,71 | 52.162,42 |
| Sonstige | | | |
| GRENKE Service AG, Baden-Baden | 100 | 1.419.421,10 | 0,00 |
| GRENKE LOCATION SAS, Schiltigheim/Frankreich | 100 | 50.204.207,01 | 6.961.754,20 |
| GRENKELEASING AG, Zürich/Schweiz | 100 | 26.294.947,67 | 3.423.293,05 |
| GRENKELEASING GmbH, Wien/Österreich | 100 | 7.094.016,07 | 635.080,17 |
| GRENKE ALQUILER S.L., Barcelona/Spanien | 100 | 2.532.970,98 | 947.736,25 |
| GRENKE Locazione S.r.l., Mailand/Italien | 100 | 86.342.707,06 | 27.863.156,13 |
| Grenkefinance N.V., Vianen/Niederlande | 100 | 4.005.044,00 | 80.201,17 |
| GRENKELEASING ApS, Herlev/Dänemark | 100 | 3.456.406,09 | 1.458.929,54 |
| GRENKE LIMITED, Dublin/Irland | 100 | 12.383.996,24 | 3.058.695,07 |
| GRENKE FINANCE Plc., Dublin/Irland | 100 | 234.300.226,57 | 54.635.200,31 |
| GRENKELEASING AB, Stockholm/Schweden | 100 | 3.653.527,69 | 296.033,50 |
| GRENKE LEASE Sprl, Brüssel/Belgien | 100 | 6.297.514,47 | 1.354.619,39 |
| Grenke Leasing Ltd., Guildford/Großbritannien | 100 | 25.923.522,84 | 7.473.208,28 |
| GRENKELEASING Sp.z o.o., Posen/Polen | 100 | 6.072.162,57 | 38.733,72 |
| GRENKE RENTING S.R.L., Bukarest/Rumänien | 100 | 949.869,43 | -788,43 |
| GRENKE RENTING S.A., Lissabon/Portugal | 100 | 1.165.309,76 | 183.438,48 |
| GRENKE RENT S.L., Madrid/Spanien | 100 | 2.267.047,08 | 368.028,98 |
| GRENKELEASING Oy, Vantaa/Finnland | 100 | -1.013.624,82 | -415.181,45 |
| GRENKEFACTORING AG, Basel/Schweiz | 100 | -219.911,27 | -153.086,49 |
| GRENKELEASING d.o.o., Ljubljana/Slowenien | 100 | 222.908,17 | 3.255,46 |
| GRENKE Kiralama Ltd. Sti., Istanbul/Türkei* | 100 | -3.119.409,98 | -1.358.601,66 |
| FCT "GK"-COMPARTMENT "G2", Partin/Frankreich | 100 | 300,00 | 0,00 |
- Nach Ergebnisabführung.
** Unternehmensakquisition im Geschäftsjahr 2016.
*** Die Rechtsform der spanischen Gesellschaften GRENKE RENT und GRENKE ALQUILER wurden im Dezember 2016 von einer S.A. (Sociedad Anònima) in eine S.L. (Sociedad Limitada) geändert.
Die Angabe der Werte der Kredit- und Finanzdienstleistungsinstitute sowie der GRENKE Service AG erfolgte auf Basis der Einzelabschlüsse nach HGB. Bei den verbleibenden Beteiligungen beziehen sich die Angaben gemäß der Kozernzahlen nach IFRS vor Konsolidierung.
Die GRENKE AG erwarb mit Kaufvertrag vom 27. April 2016 und Erwerbszeitpunkt vom 31. März 2016 100 % der stimmberechtigten Anteile an der GRENKE Kiralama Ltd. Sti. (vormals: GC Leasing Ofis Donanimlari Kiralama Limited Şirketi, Istanbul/Türkei).
Sachanlagen
Bezüglich der Entwicklung und Gliederung des Anlagevermögens wird auf den in der Anlage zum Anhang dargestellten Anlagenspiegel verwiesen.
Bürogebäude im Bau
Der im Vorjahr ausgewiesene Betrag in Höhe von 24 TEUR betraf Abschlagszahlungen zu weiteren Anbaumaßnahmen, welche im Berichtsjahr 2016 fertiggestellt wurden. Die bisher geleisteten Anzahlungen wurden von der Position Anlagen im Bau auf Grundstücke und Bauten umgegliedert.
Betriebs- und Geschäftsausstattung
Es handelt sich um die Ausstattung der Vertriebs- und Verwaltungsräume.
Leasingvermögen
Unter den Leasinggegenständen werden zum einen Objekte aus laufenden Leasingverträgen ausgewiesen, die ursprünglich im Rahmen des Doppelstockmodells refinanziert wurden und bei der Grenke Investitionen Verwaltungs KGaA aktiviert waren. Im Geschäftsjahr 2016 hat die GRENKE AG in mehreren Tranchen Leasingobjekte zurückgekauft. Diese wurden im Anschluss über die GRENKE BANK AG refinanziert. Der von der Gesellschaft an die Grenke Investitionen Verwaltungs KGaA entrichtete Rückkaufpreis für die Objekte entspricht dem Barwert der ausstehenden Raten der entsprechenden Leasingverträge abzüglich des Barwerts der von der Grenke Investitionen Verwaltungs KGaA ersparten zukünftigen Verwaltungsgebühr. Im Berichtsjahr hat die Gesellschaft Leasinggegenstände in Höhe von 113.122 TEUR (Vorjahr: 78.415 TEUR) von Grenke Investitionen Verwaltungs KGaA zurückerworben. Des Weiteren werden unter den Leasinggegenständen Objekte aus Verträgen ausgewiesen, welche im Rahmen von Kooperationen mit Förderbanken abgeschlossen werden. Im Berichtsjahr hat die GRENKE AG Leasinggegenstände im Rahmen dieser Kooperationen in Höhe von 40.212 TEUR (Vorjahr: 51.930 TEUR) erworben. Im Geschäftsjahr 2016 wurden außerplanmäßige Abschreibungen auf den IFRS-Barwert der Forderungen in Höhe von 3.051 TEUR (Vorjahr: 1.934 TEUR) vorgenommen. Das Leasingvermögen dient zum Bilanzstichtag als Sicherheit für verkaufte Leasingforderungen mit einem Buchwert von 206.228 TEUR (Vorjahr: 158.935 TEUR).# Immaterielle Anlagewerte
Unter den immateriellen Anlagewerten werden entgeltlich erworbene Software-Lizenzen ausgewiesen.
Sonstige Vermögensgegenstände
Leasingvermögen in Verwertung
Auf die Leasinggegenstände in Verwertung (381 TEUR; Vorjahr: 497 TEUR) wurden Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert gemäß § 253 Abs. 2 HGB durchgeführt. Diese beinhalten zum einen die Wertminderungen für die Dauer zwischen Umgliederung des Leasinggegenstandes bis zum Zeitpunkt des tatsächlichen Verkaufs in Höhe von 299 TEUR (Vorjahr: 542 TEUR), und zum anderen wurden Wertberichtigungen bei gekündigten Leasingverträgen in Höhe von 1.648 TEUR (Vorjahr: 1.581 TEUR) vorgenommen. Bei Verträgen, die aufgrund von Kooperationen mit Förderbanken abgeschlossen wurden, wurde zusätzlich eine außerplanmäßige Abschreibung auf 12,5 % der historischen Anschaffungskosten in Höhe von 3.067 TEUR (Vorjahr: 2.740 TEUR) vorgenommen.
Forderungen gegen verbundene Unternehmen
Die Forderungen bestehen gegen andere Konzernunternehmen aufgrund von Verrechnungskonten (38.450 TEUR; Vorjahr: 24.877 TEUR). Darin enthalten sind Forderungen aus dem Ergebnisabführungsvertrag gegen die Grenke Investitionen Verwaltungs KGaA in Höhe von 5.462 TEUR (Vorjahr: 2.837 TEUR). Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen resultieren teilweise aus dem Finanzdienstleistungsgeschäft der Gesellschaft und sind insofern den Forderungen an Kunden mit zugehörig. Eine Trennung des Saldos ist aufgrund der fortlaufenden Verrechnung unter den verbundenen Unternehmen nicht möglich.
Weitere sonstige Vermögensgegenstände
Bei den übrigen sonstigen Vermögensgegenständen (13.176 TEUR; Vorjahr: 6.825 TEUR) handelt es sich im Wesentlichen um Steuerforderungen an Finanzbehörden (2.111 TEUR; Vorjahr: 3.555 TEUR). Darüber hinaus sind Forderungen aus Verrechnungskonten gegen Franchiseunternehmen in Höhe von 733 TEUR (Vorjahr: 548 TEUR), Erstattungsansprüche gegen Versicherer (61 TEUR; Vorjahr: 58 TEUR), debitorische Kreditoren (85 TEUR; Vorjahr: 70 TEUR) und übrige Forderungen (8.803 TEUR; Vorjahr: 769 TEUR). Unter anderem ist eine erste Zahlung für den im Jahr 2017 voraussichtlich vollzogenen Erwerb der Europa Leasing GmbH, Kieselbronn, mit 8.500 TEUR, enthalten. An Händler und sonstige Lieferanten geleistete Anzahlungen belaufen sich auf 1.383 TEUR (Vorjahr: 1.825 TEUR).
Aktive Rechnungsabgrenzungsposten
Der Ausweis beinhaltet im Voraus verausgabte Kosten für Wartung, Dienstleistungen, Versicherungen (683 TEUR; Vorjahr: 592 TEUR), entrichtete Beiträge für kulturelle Einrichtungen (0,3 TEUR; Vorjahr: 4 TEUR) sowie Kfz-Steuer (14 TEUR; Vorjahr: 13 TEUR). Des Weiteren wurde das Disagio (Vorjahr: 6 TEUR) vollständig aufgelöst, das im Zusammenhang mit der Aufnahme des Darlehens für den Büroneubau in Baden-Baden stand. Die im Rahmen der Refinanzierung mit der GRENKE BANK AG vom Kaufpreis einbehaltenen Delkredere-Abschläge belaufen sich auf 8.494 TEUR (Vorjahr: 6.399 TEUR). Im Rahmen der Kooperation mit der NRW-Bank, der Thüringer Aufbaubank (TAB), der Investitionsbank Berlin (IBB), der Förderbank Bayern (LfA) sowie der Investitionsbank des Landes Brandenburg (ILB) an Leasingnehmer ausbezahlte Förderbeträge werden dem aktiven Rechnungsabgrenzungsposten zugeführt und über die Laufzeit des jeweiligen Leasingvertrags aufgelöst (1.968 TEUR; Vorjahr: 1.997 TEUR). Die für die Übernahme von Leasingbürgschaften bezahlten Gebühren in Höhe von 31 TEUR (Vorjahr: 12 TEUR) werden über die Laufzeit des jeweiligen Leasingvertrags aufwandswirksam verteilt. Das im Rahmen der Ausgabe der Hybrid-Anleihe auszuweisende Disagio weist zum Bilanzstichtag einen Saldo in Höhe von 336 TEUR (Vorjahr: 415 TEUR) aus. Die Auflösung erfolgt bis zum Zeitpunkt der erstmöglichen Kündigung zum 31. März 2021. Die GRENKE AG hat im Geschäftsjahr ein von der GRENKE BANK AG begebenes Schuldscheindarlehen in Höhe von 20.000 TEUR gezeichnet. Das darin enthaltene Agio in Höhe von 600 TEUR wird über die Laufzeit bis zum 31. März 2021 aufwandswirksam verteilt.
Aktive latente Steuern
Für vorübergehende Unterschiede zwischen dem zu versteuernden Ergebnis und dem Handelsbilanzergebnis wird eine Steuerabgrenzung durchgeführt. Diese latenten Steuern resultieren im Wesentlichen aus der unterschiedlichen Bewertung des Leasingvermögens in der Gesellschaft (2.051 TEUR) sowie der im passiven Rechnungsabgrenzungsposten ausgewiesenen forfaitierten Beträge (9.156 TEUR; davon 6.751 TEUR in der Grenke Investitionen Verwaltungs KGaA). Der für die Berechnung verwendete Steuersatz beträgt 30,02 %. Nach Verrechnung mit den passiven latenten Steuern ergibt sich insgesamt eine Steuerentlastung. Auf den Ausweis von aktiven latenten Steuern in Höhe von 3.352 TEUR wird gemäß § 274 (1) Satz 2 HGB verzichtet.
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
| TEUR | Gesamtbetrag | Bis 3 Monate | >3 Monate bis 1 Jahr | >1 Jahr bis 5 Jahre | Über 5 Jahre |
|---|---|---|---|---|---|
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 4 | 4 | 0 | 0 | 0 |
| (Vorjahr) | 404 | 404 | 0 | 0 | 0 |
Der zur Finanzierung des Neubaus aufgenommene Kredit aus dem Jahre 2006 über 5.500 TEUR wurde in 2016 vollständig getilgt.
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden
Bei den Verbindlichkeiten gegenüber Kunden handelt es sich im Wesentlichen um die Mietkaufverbindlichkeiten gegenüber den verbundenen Unternehmen Grenke Investitionen Verwaltungs KGaA (45.219 TEUR; Vorjahr: 44.060 TEUR). Weiterhin werden in dieser Position die Verbindlichkeiten gegenüber Händlern und Vermittlern in Höhe von 1.376 TEUR (Vorjahr: 1.117 TEUR), Verbindlichkeiten gegenüber Leasingnehmer von 2 TEUR (Vorjahr: 14 TEUR), die kreditorischen Debitoren (126 TEUR; Vorjahr: 174 TEUR) sowie die im Berichtsjahr erhaltenen Geldeingänge für Verkäufe bzw. Vertragsablösungen des Folgejahres in Höhe von 68 TEUR (Vorjahr: 27 TEUR) erfasst. Die Restlaufzeiten gliedern sich wie folgt:
| TEUR | Gesamtbetrag | Bis 3 Monate | >3 Monate bis 1 Jahr | >1 Jahr bis 5 Jahre | Über 5 Jahre |
|---|---|---|---|---|---|
| Verbindlichkeiten gegenüber Kunden | 46.811 | 6.214 | 13.171 | 26.850 | 576 |
| (Vorjahr) | 45.400 | 6.141 | 12.484 | 26.213 | 562 |
Sonstige Verbindlichkeiten
Unter den sonstigen Verbindlichkeiten sind vor allem die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen aus Verrechnungskonten (122.786 TEUR; Vorjahr: 87.023 TEUR) ausgewiesen. Im Wesentlichen ist in dem Posten eine Verbindlichkeit gegenüber der GRENKE FINANCE Plc., Dublin/Irland, aus dem Cash-Pool in Höhe von 122.281 TEUR (Vorjahr: 81.197 TEUR) enthalten. Darüber hinaus besteht bei der GRENKE AG seit dem 18. Dezember 2015 eine Vereinbarung über eine Kontokorrentlinie mit der GRENKE FINANCE Plc. Diese Kontokorrentlinie dient der GRENKE AG ausschließlich zur Einhaltung der LCR-Kennziffer auf Gruppenebene und wurde als Guthaben bei der Deutschen Bundesbank angelegt. Die Kontokorrentlinie mit der GRENKE FINANCE Plc. hat keine betragsmäßige Obergrenze. Sie hat eine unbestimmte Laufzeit und kann in den ersten drei Jahren nicht gekündigt werden. Danach kann die Vereinbarung von beiden Seiten mit einer Frist von zwölf Monaten gekündigt werden. Per 31. Dezember 2016 betrug die Ausnutzung 77.000 TEUR (Vorjahr: 45.000 TEUR). Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen resultieren teilweise aus dem Finanzdienstleistungsgeschäft der Gesellschaft und sind insofern den Verbindlichkeiten gegenüber Kunden mit zugehörig. Eine Trennung des Saldos ist aufgrund der fortlaufenden Verrechnung unter den verbundenen Unternehmen nicht möglich. Weiterhin sind Verbindlichkeiten aus Beitreibungen in Höhe von 462 TEUR (Vorjahr: 566 TEUR) enthalten. Die ausgewiesenen Beträge sind allesamt innerhalb der nächsten drei Monate fällig.
Passive Rechnungsabgrenzungsposten
Der passive Rechnungsabgrenzungsposten in Höhe von 285.634 TEUR (Vorjahr: 228.394 TEUR) betrifft zum einen über die Laufzeit abzugrenzende Beträge in Höhe von 32.343 TEUR (Vorjahr: 31.731 TEUR), die von der Grenke Investitionen Verwaltungs KGaA sowie von der GRENKE FINANCE Plc., Dublin/Irland, für die Übernahme des Ausfalls von Endleasingnehmern an die GRENKE AG bezahlt wurden. Die abgegrenzten Beträge aus dieser Umlage für Bonitätsrisiko werden grundsätzlich linear über die vereinbarte Vertragslaufzeit aufgelöst. Der Anteil der abgegrenzten Gebühren von vorzeitig beendeten Verträgen wird unmittelbar im Jahr des tatsächlichen Vertragsendes aufgelöst. Der passive Rechnungsabgrenzungsposten aus abgegrenzten Beträgen aus der Forfaitierung von Raten aus Leasingverträgen beträgt 235.300 TEUR (Vorjahr: 180.727 TEUR). Das im Rahmen der Aufstockung der Hybrid-Anleihe auszuweisende Agio weist zum Bilanzstichtag einen Saldo in Höhe von 596 TEUR (Vorjahr: 0 TEUR) aus. Die Auflösung erfolgt bis zum Zeitpunkt der erstmöglichen Kündigung zum 31. März 2021.
Passive latente Steuern
Die passiven latenten Steuern betragen 42 TEUR (Vorjahr: 72 TEUR). Die Differenz resultiert im Wesentlichen aus der unterschiedlichen Bewertung des Leasingvermögens in Verwertung sowie des Leasingvermögens in der Grenke Investitionen Verwaltungs KGaA. Der für die Berechnung verwendete Steuersatz beträgt 30,02 %. Es erfolgt eine Verrechnung mit der aktiven latenten Steuer.
Rückstellungen
Andere Rückstellungen
| TEUR | 31.12.2016 | 31.12.2015 |
|---|---|---|
| Ausstehende Rechnungen und sonstige Rückstellungen* | 7.465 | 2.068 |
| Ausgleichsvereinbarung GRENKE BANK AG | 850 | 860 |
| Prüfungs-, Rechts- und Beratungskosten | 709 | 683 |
| Personalaufwendungen | 501 | 998 |
| Summe | 9.525 | 4.609 |
- Die Erhöhung der sonstigen Rückstellungen liegt im Wesentlichen in der Bildung einer Rückstellung in Höhe von 4.619 TEUR aufgrund der aktuell anhaltenden Betriebsprüfung für die Geschäftsjahre 2010 bis 2014.
Nachrangige Verbindlichkeiten
Am 22. Juli 2015 hat die GRENKE AG eine unbesicherte und nachrangige Hybridanleihe (nichtkumulative, unbefristete Additional Tier 1, sogenannte AT1-Anleihe bzw. Hybridkapital) mit einem Nominalvolumen in Höhe von 30.000 TEUR und einem Zinskupon von 8,25 % begeben.# Die Zinszahlungen für diese Anleihe bemessen sich an deren Nominalbetrag und sind für den Zeitraum vom Ausgabetag bis zum ersten möglichen vorzeitigen Rückzahlungstag fix. Danach wird der Zinssatz für jeweils fünf Jahre neu festgelegt. Zinszahlungen können ganz oder teilweise entfallen und sind nicht kumulativ. Zinszahlungen in Folgejahren werden nicht höher ausfallen, um etwaige ausgefallene Zinszahlungen aus Vorjahren nachzuholen. Die Anleihen haben kein Fälligkeitsdatum. Sie können von der GRENKE AG zum ersten möglichen vorzeitigen Kündigungsdatum zum 31. März 2021 gekündigt werden und danach alle fünf Jahre. Des Weiteren können sie unter bestimmten Bedingungen vorzeitig gekündigt werden. Die Anleihen unterliegen den im jeweiligen Prospekt ausgeführten Bedingungen, die unter anderem beinhalten, dass die GRENKE AG die Anleihen nur ganz und nicht teilweise kündigen kann, sofern dafür bestimmte aufsichtsrechtliche oder steuerliche Gründe vorliegen. Jede vorzeitige Kündigung bedarf der vorherigen Zustimmung der zuständigen Aufsichtsbehörde. Der Rückzahlungs- und der Nominalbetrag der Anleihen können bei Vorliegen eines auslösenden Sachverhalts vermindert werden. Einen solchen auslösenden Sachverhalt stellt es dar, wenn die Tier1-Kernkapitalquote des GRENKE Konzerns unter 5,125 % fällt. Die Anleihen können bei Vorliegen eines auslösenden Sachverhalts unter bestimmten Bedingungen zugeschrieben werden. Am 20. Dezember 2016 wurde die Anleihe bei gleichbleibendem Zinskupon von 8,25% um weitere 20.000 TEUR nominal aufgestockt. Durch den geänderten Marktzinssatz gegenüber der Erstemission ergab sich ein zusätzliches Aufgeld von 600 TEUR.
Eigenkapital
Gezeichnetes Kapital
| scroll | TEUR | 31.12.2016 | 31.12.2015 |
|---|---|---|---|
| Gezeichnetes Kapital | 18.881 | 18.859 |
Am 2. Juni 2016 führte die GRENKE AG im Rahmen der Aktiendividende eine Kapitalerhöhung durch. Das Grundkapital wurde unter teilweiser Ausnutzung des auf der Hauptversammlung vom 3. Mai 2016 beschlossenen Genehmigten Kapitals um 21.519,00 EUR auf 18.880.774,47 EUR erhöht. Insgesamt wurden 16.835 neue, auf den Inhaber lautende Stammaktien (Stückaktien) ausgegeben. Die neuen Aktien haben die gleiche Gewinnbeteiligung wie die alten Aktien. Somit ist das Grundkapital der Gesellschaft auf 14.771.034 auf den Inhaber lautende Aktien eingestellt.
Rücklagen
Die Rücklagen setzen sich im Geschäftsjahr 2016 folgendermaßen zusammen:
| scroll | TEUR | 31.12.2016 | 31.12.2015 |
|---|---|---|---|
| Kapitalrücklage | 122.809 | 120.041 |
Die Kapitalrücklage resultiert in Höhe von 60.084 TEUR aus dem Börsengang der Gesellschaft im Jahr 2000 sowie aus der Ausübung von Aktienoptionen in den Jahren 2004 bis 2007, wobei jeweils die Differenz zwischen Ausübungskurs und rechnerischem Nennbetrag in die Kapitalrücklage eingestellt wurde. Weiterhin wurden im Geschäftsjahr 2013 aus einer Kapitalerhöhung 53.052 TEUR in die Kapitalrücklage eingestellt. Mit der am 7. Mai 2014 durchgeführten Kapitalerhöhung aus der Aktiendividende wurden weitere 3.986 TEUR eingestellt. Aufgrund der erfolgten Kapitalerhöhung am 2. Juni 2016 aus der Aktiendividende ist ebenso die Kapitalrücklage um weitere 2.768 TEUR erhöht worden.
| scroll | TEUR | 31.12.2016 | 31.12.2015 |
|---|---|---|---|
| Gewinnrücklagen | |||
| Gesetzliche Rücklage | 5 | 5 | |
| Satzungsmäßige Rücklagen | 48 | 48 | |
| Andere Gewinnrücklagen | 87.048 | 87.048 | |
| Summe | 87.101 | 87.101 |
Haftungsverhältnisse, sonstige finanzielle Verpflichtungen
Zur Sicherung sämtlicher Forderungen der Besitzgesellschaft (Grenke Investitionen Verwaltungs Kommanditgesellschaft auf Aktien) gegen die Betriebsgesellschaft (GRENKE AG) tritt die Betriebsgesellschaft aus Leasingverträgen mit Endleasingnehmern (Unterleasingvertrag) über Leasingobjekte, die Gegenstand eines Kaufvertrages zwischen Betriebsgesellschaft und Besitzgesellschaft sind, Folgendes an die Besitzgesellschaft ab: sämtliche Forderungen, Ansprüche und Rechte aus diesen Unterleasingverträgen einschließlich etwaiger Ansprüche aus Verlängerungsmieten nach Ablauf der ursprünglich vereinbarten Mietzeit, etwaige Ansprüche auf Ausgleichszahlungen und auf Restwerte sowie Zahlung eines Kaufpreises aus dem Verkauf des betreffenden Leasinggegenstands. Mitabgetreten sind die Ansprüche aus Kredit- und Sachversicherungen aus dem jeweiligen Unterleasingvertrag, ferner eventuelle Ansprüche aus Rückkaufverpflichtungen von Lieferanten der Leasinggegenstände oder von Dritten. Die Betriebsgesellschaft (GRENKE AG) übernimmt die Haftung für den rechtlichen und einredefreien Bestand der Unterleasingverträge. Zur Sicherung der Anleihen, Schuldverschreibungen und Privatplatzierungen ihrer Tochtergesellschaften GRENKE FINANCE Plc., Dublin/Irland, sowie GRENKELEASING AG, Zürich/Schweiz, hat die Gesellschaft die unbedingte und unwiderrufliche Garantie für die ordnungsmäßige und pünktliche Zahlung von Kapital und Zinsen und sonstiger auf die Schuldverschreibung zahlbarer Beträge übernommen. Des Weiteren garantiert die GRENKE AG die Erfüllung rechtlicher Voraussetzungen und vertraglicher Verpflichtungen. Im Rahmen des Debt-Issuance-Programms sowie der Begebung von Schuldscheindarlehen wurden folgende Garantien gegenüber verbundenen Unternehmen abgegeben:
| scroll | TEUR | 31.12.2016 | 31.12.2015 |
|---|---|---|---|
| Anleihen | 1.213.200 | 1.047.200 | |
| Schuldscheindarlehen | 329.500 | 367.934 | |
| Summe | 1.542.700 | 1.415.134 |
Am 27. Oktober 2011 wurde eine Rahmenvereinbarung über ein Commercial-Paper-Programm unterzeichnet. Dadurch bietet sich GRENKE die Möglichkeit, Commercial Paper mit einem Gesamtvolumen von bis zu 500.000 TEUR und einer Laufzeit zwischen einem und 364 Tagen zu begeben. Zum 31. Dezember 2016 bestand eine Ausnutzung des Commercial-Paper-Programms in Höhe von 201.000 TEUR. Die GRENKE AG hat gegenüber der SEB AG, der DZ-Bank sowie der Portigon (vormals WestLB) eine selbstschuldnerische Bürgschaft bzw. Garantie bis zum Höchstbetrag von insgesamt 50.000 TEUR für bestehende und zukünftig abgeschlossene Devisengeschäfte und Zinssicherungsgeschäfte gemäß Rahmenvertrag für Finanztermingeschäfte mit der GRENKE FINANCE Plc., Dublin/Irland, übernommen. Zusätzlich besteht eine Garantie bis zu einem Höchstbetrag von insgesamt 30.000 TEUR für bestehende und zukünftig abgeschlossene Derivategeschäfte und Revolving-Credit-Facility-Ziehungen gemäß Rahmenvertrag für Finanztermingeschäfte und Revolving-Credit-Facility-Rahmenvertrag mit der GRENKE FINANCE Plc., Dublin/Irland, gegenüber der Deutschen Bank. Die Garantie für Finanztermingeschäfte zwischen der GRENKE FINANCE Plc., Dublin/Irland, und der Bayerischen Landesbank entspricht zu jedem Zeitpunkt der tatsächlichen Auslastung der Garantie durch die Marktwertschwankung der bestehenden Devisengeschäfte. Für die Einhaltung der Zahlungsverpflichtungen aus den Revolving Credit Facilities der GRENKE FINANCE Plc., Dublin/Irland, hat die GRENKE AG gegenüber der SEB AG und der DZ-Bank eine selbstständige Garantie von jeweils 30.000 TEUR übernommen. Gegenüber der HSBC Trinkaus & Burkhardt AG besteht eine selbstständige Garantie in Höhe von 15.000 TEUR sowie gegenüber der Norddeutschen Landesbank in Höhe von 20.000 TEUR. Gegenüber der SEB AG, Warschau/Polen, hat die GRENKE AG eine selbstständige Garantie für die Niederlassung in Poznan/Polen, in Höhe von 25.000 TPLN übernommen. Der vom Tochterunternehmen Grenke Leasing Ltd., Großbritannien, mit der Norddeutschen Landesbank abgeschlossene Forderungskaufvertrag ermöglicht Ankäufe bis zu einem Betrag von 80.000 TGBP. Für die daraus resultierenden Verpflichtungen der Grenke Leasing Ltd., Großbritannien, haftet die GRENKE AG gesamtschuldnerisch. Mit der Bayerischen Landesbank besteht eine nicht garantierte Geldhandelslinie in Höhe von 35.000 TEUR. Zum 31. Dezember 2016 wurde diese Kreditlinie mit 28.000 TEUR (Vorjahr: 31.200 TEUR) ausgenutzt. Am 17. November 2011 haben die GRENKE FINANCE Plc., Dublin/Irland, und die GRENKE AG eine weitere Geldhandelslinie mit der Commerzbank AG über ein Volumen von 10.000 TEUR vereinbart. Zum 31. Dezember 2016 wurde die Geldhandelslinie mit der Commerzbank AG mit 0 TEUR nicht in Anspruch genommen (Vorjahr: 0 TEUR).
NRW.Bank
Seit dem Jahr 2010 besteht zwischen der GRENKE AG, der GRENKE BANK AG und der NRW.Bank, der Förderbank des Landes Nordrhein-Westfalen, eine Kooperation. Diese eröffnet einen neuen Weg der Einbindung öffentlicher Fördermittel in die Leasingfinanzierung. Die Förderung steht ausschließlich für Investitionsvorhaben in NRW von Gewerbeunternehmen und Angehörigen freier Berufe mit einem Jahresumsatz von bis zu 500 Mio. EUR zur Verfügung. Für das von der NRW.Bank an die GRENKE Bank gewährte Globaldarlehen hat die GRENKE AG die Garantie übernommen.
Thüringer Aufbaubank
Am 16. Januar 2012 sowie am 27. September 2013 haben die GRENKE AG und die GRENKE BANK AG zusammen mit der Thüringer Aufbaubank (TAB), der Förderbank des Freistaats Thüringen, eine Kooperation analog der mit der NRW.Bank geschlossen. Die Förderung steht ausschließlich für Investitionsvorhaben in Thüringen von Gewerbeunternehmen und Angehörigen freier Berufe mit einem Jahresumsatz von bis zu 500 Mio. EUR zur Verfügung. Auch hier hat die GRENKE AG für das von der TAB an die GRENKE Bank gewährte Globaldarlehen die Garantie übernommen.
Investitionsbank Berlin
Am 6. Juni 2012 sowie am 30. Mai 2014 haben die GRENKE AG und die GRENKE BANK AG zusammen mit der Investitionsbank Berlin (IBB), der Förderbank Berlins, ebenfalls eine Kooperation abgeschlossen. Die Förderung steht ausschließlich für Investitionsvorhaben in Berlin von Gewerbeunternehmen und Angehörigen freier Berufe mit einem Jahresumsatz von bis zu 500 Mio. EUR zur Verfügung. Auch für dieses Globaldarlehen von der IBB an die GRENKE Bank hat die GRENKE AG die Garantie übernommen.
LfA Förderbank Bayern
Die GRENKE AG sowie die GRENKE BANK AG haben am 30. Januar 2013 mit der LfA Förderbank Bayern eine weitere Kooperation in Form eines Globaldarlehens etabliert. Durch diese Zusammenarbeit können kleine und mittlere Unternehmen sowie Freiberufler in Bayern Fördergelder in Anspruch nehmen, wenn sie betriebliche Neuanschaffungen über Leasing finanzieren.# H1
Die Förderung steht ausschließlich für Investitionsvorhaben in Bayern von Gewerbeunternehmen und Angehörigen freier Berufe mit einem Jahresumsatz von bis zu 500 Mio. EUR zur Verfügung. Für das von der LfA Förderbank Bayern an die GRENKE Bank gewährte Globaldarlehen hat die GRENKE AG die Garantie übernommen.
ILB Investitionsbank des Landes Brandenburg
Die GRENKE AG sowie die GRENKE BANK AG haben am 29. Mai 2015 mit der ILB Investitionsbank des Landes Brandenburg eine Kooperation in Form eines Globaldarlehens über 5.000 TEUR abgeschlossen. Durch diese Zusammenarbeit können kleine und mittlere Unternehmen sowie Freiberufler in Brandenburg Fördergelder in Anspruch nehmen, wenn sie betriebliche Neuanschaffungen über Leasing finanzieren. Die Förderung steht ausschließlich für Investitionsvorhaben in Brandenburg von Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft, Angehörigen freier Berufe und öffentlich-rechtlichen Zweckverbänden mit einem Jahresumsatz von bis zu 500 Mio. EUR sowie Gebietskörperschaften zur Verfügung. Die Investition muss in Brandenburg getätigt werden und darf nicht zur Arbeitsplatzverlagerung aus Brandenburg heraus führen.
Kreditanstalt für Wiederaufbau
Am 20. Dezember 2016 haben die GRENKE AG und die GRENKE BANK AG zusammen mit der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) ebenfalls eine Kooperation abgeschlossen. Förderberechtigt sind Gewerbeunternehmen und Angehörige freier Berufe mit einem Jahresumsatz von bis zu 500 Mio. EUR. Auch für dieses Globaldarlehen von der KfW an die GRENKE Bank hat die GRENKE AG die Garantie übernommen.
Für die Finanzierung des Schweizer Leasing-Portfolios über die UBS AG, Brugg/Schweiz, hat die Gesellschaft gegenüber der GRENKE AG, Zürich/Schweiz, die unbedingte und unwiderrufliche Garantie in Höhe von 50.000 TCHF (ursprünglich 40.000 TCHF) für die Rückzahlung übernommen.
Für die Finanzierung des polnischen Leasing-Portfolios der GRENKELEASING Sp. z o.o., Posen/Polen, hat die GRENKE AG gegenüber der Commerzbanktochter mBank S.A. (früher: BRE-Bank), Warschau/Polen, eine selbstständige Garantie in Höhe von 60.000 TPLN (ursprünglich 50.000 TPLN) übernommen. Weiterhin besteht eine selbstständige Garantie gegenüber der DZ Bank, Warschau/Polen, in Höhe von 50.000 TPLN.
Aus der Geschäftsbeziehung der brasilianischen Franchisegesellschaft, GC Locacao de Equipamentos Ltda., Sao Paulo, Brasilien, hat die Gesellschaft der Deutschen Bank S.A., Sao Paulo/Brasilien, Darlehensfinanzierungen bis zu einem Betrag in Höhe von 179.027 TBRL garantiert.
Für die Finanzierung des chilenischen Leasing-Portfolios über die HSBC Bank (Chile), Santiago de Chile/Chile, hat die Gesellschaft gegenüber der GC Rent Chile SpA., Santiago de Chile/Chile, die unbedingte und unwiderrufliche Garantie in Höhe von 4.000.000 TCLP übernommen.
Für die Finanzierung des englischen Factoring-Geschäftes der GC Factoring Ltd., Guildford/Großbritannien, hat die Gesellschaft eine selbstständige Garantie gegenüber der Deutschen Bank AG., London/Großbritannien, in Höhe von 4.000 TGBP übernommen.
Im Rahmen der Finanzierung des ungarischen Factoring-Geschäftes wurde ein Kreditsicherungsaval in Höhe von 1.200.000 THUF gegenüber der Commerzbank Zrt., Budapest/Ungarn, von der Gesellschaft übernommen.
Für die Finanzierung des kroatischen Leasing-Geschäftes der GC Renting Croatia d.o.o, Zagreb/Kroatien, hat die Gesellschaft der Societe Generale Splitska Banka d.d., Split/Kroatien, zwei unbedingte und unwiderrufliche Garantien in Höhe von 12.500 THRK und 18.750 THRK übernommen.
Mit Kreditsicherungsvertrag vom 3. Dezember 2012 verpflichtet sich die Gesellschaft, Leasingverträge, die gemäß Receivable Purchase Agreement (RPA) vom 1. Dezember 2012 von der GRENKE FINANCE Plc., Dublin/Irland, an die GRENKE BANK AG, Baden-Baden, verkauft wurden, im Falle der Kündigung zu erwerben.
Die GRENKE AG hat eine Garantie in Form einer Patronatserklärung in Höhe von 430 TEUR gegenüber der Banca Popolare de Milano/Italien für das Tochterunternehmen GRENKE Locazione S.r.l, Mailand/Italien, abgegeben.
Patronatserklärungen gegenüber der Grenke Investitionen Verwaltungs KGaA, Baden-Baden, sowie gegenüber der GRENKEFACTORING GmbH, Baden-Baden, bestehen weiterhin.
Für das Tochterunternehmen Grenke Leasing Ltd., Guildford/Großbritannien, wurde gegenüber der ALPHABET LIMITED Hook, Hampshire/Großbritannien, eine Garantieerklärung abgegeben.
Für die Bonitätsrisiken aus dem im Rahmen des Doppelstocks durch die GRENKE AG weitergeleiteten Leasingvermögen besteht eine Garantieerklärung in Höhe des Barwerts der ausstehenden Forderungen zum Stichtag in Höhe von 514.536 TEUR.
Die Gesellschaft sieht keinerlei Anzeichen dafür, dass das Risiko einer Inanspruchnahme der Eventualverbindlichkeiten droht.
Mit Schreiben vom 27. Juli 2009 hat die GRENKE AG gegenüber dem Bundesverband deutscher Banken e. V. eine Verpflichtungserklärung gemäß § 5 Abs. 10 des Statuts des Einlagensicherungsfonds abgegeben. Damit einhergehend werden Verluste freigestellt, die dem Bundesverband zugunsten der GRENKE BANK AG entstehen würden.
Sonstige finanzielle Verpflichtungen im Sinne von § 285 Nr. 3 a HGB, die für die Beurteilung der Vermögenslage von Bedeutung sind, bestehen in Höhe von 744.056 TEUR (Vorjahr: 672.129 TEUR), davon gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von 732.330 TEUR (Vorjahr: 660.320 TEUR) aus Ratenweiterleitung.
Die voraussichtlichen Mietverpflichtungen resultieren aus Mietverträgen für Büroräume in Höhe von 8.862 TEUR (Vorjahr: 8.571 TEUR).
Die voraussichtlichen Leasingverpflichtungen resultieren überwiegend aus Kfz-Leasingverträgen in Höhe von 1.103 TEUR (Vorjahr: 1.022 TEUR).
Verpflichtungen aus Instandhaltungsverträgen bestehen in Höhe von 1.761 TEUR (Vorjahr: 2.216 TEUR).
Unsere irische Tochtergesellschaft GRENKE FINANCE Plc., Dublin/Irland, erzielt seit 2012 Einkünfte aus innerkonzernlichem Factoring, Darlehen und Leasing. Das Bundesministerium der Finanzen hat im Hinblick auf die Auswirkungen der EUGH-Entscheidung Cadbury Schweppes mit Schreiben vom 8. Januar 2007 geregelt, dass Hinzurechnungsbeträge nach dem Außensteuergesetz nicht festgestellt werden, wenn der Steuerpflichtige nachweist, dass die Gesellschaft mit Sitz in einem Mitgliedsstaat der EU eine wirkliche wirtschaftliche Tätigkeit in diesem Staat ausübt. Die GRENKE FINANCE Plc. hat in 2008 beim Bundeszentralamt für Steuern einen Antrag nach § 50 d EStG der GRENKE FINANCE Plc. auf die Erteilung einer Freistellungsbescheinigung und/oder Erstattung von Abzugsteuern für Lizenzgebühren und ähnliche Vergütungen aufgrund des Doppelbesteuerungsabkommens zwischen der Bundesrepublik Deutschland und Irland gestellt. Das Bundeszentralamt für Steuern hat zur Bearbeitung des Antrags um ergänzende Erläuterungen und Nachweise hinsichtlich der Voraussetzungen einer wirklichen wirtschaftlichen Tätigkeit der GRENKE FINANCE Plc. in Irland gebeten. Nach eingehender Prüfung sah das Bundeszentralamt für Steuern die Voraussetzungen als erfüllt an und erteilte die Freistellungsbescheinigung.
Die im November 2010 begonnene Betriebsprüfung für die Geschäftsjahre 2005 bis 2009 wurde im Berichtsjahr abgeschlossen. Es wurde eine Nachzahlung in Höhe der erlassenen, geänderten Bescheide geleistet. Gegen die Bescheide hat GRENKE Einspruch eingelegt. Basierend auf der Erkenntnis dieser Außenprüfung, der Einschätzung der Unternehmensleitung sowie externen Gutachten wurde eine sonstige Rückstellung für die Folgejahre dieser Außenprüfung gebildet.
Im Oktober 2015 wurden die Prüfungsanordnungen für die GRENKE AG, die Grenke Investitionen Verwaltungs KGaA, die GRENKE Service AG, die GRENKEFACTORING GmbH und die GRENKE BANK AG für die Geschäftsjahre 2010 bis 2014 erlassen. Die Außenprüfung begann im November 2016.
Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung
Ergebnis aus Leasinggeschäften
Erlöse aus Leasingverträgen
| scroll | TEUR | 2016 | 2015 |
|---|---|---|---|
| Vereinnahmte Mieten aus Leasingverträgen | 384.300 | 386.225 | |
| Mietkauferlöse | 44.783 | 52.083 | |
| Erlöse nach Beendigung der Leasingverträge | 38.395 | 39.399 | |
| Erlöse aus Garantieübernahme | 14.475 | 12.007 | |
| Erlöse aus der Abwicklung des Servicegeschäfts* | 14.154 | 13.240 | |
| Erlöse aus Wartung | 12.353 | 11.189 | |
| Erlöse Nachgeschäft Grenke Investitionen Verwaltungs KGaA | 11.789 | 11.564 | |
| Erlöse aus Schadensfällen | 4.740 | 5.798 | |
| Erträge aus Vormieten | 4.674 | 4.565 | |
| Summe | 529.663 | 536.070 |
* Aus Gründen der Klarheit wurde die bisherige Bezeichnung der Position von "Erlöse aus der Abwicklung des Versicherungsgeschäftes" umbenannt.
Die Mietkauferlöse beinhalten die Einbuchung der Barwerte für im Geschäftsjahr neu abgeschlossene Mietkaufverträge sowie den Weiterverkauf der Mietkaufgegenstände in die Grenke Investitionen Verwaltungs KGaA.
Aufwendungen aus Leasingverträgen
Unter den Aufwendungen aus Leasingverträgen werden abgeführte Leasingraten, Aufwendungen aus Schadensersatz von gekündigten Verträgen und Verwertungserlöse an die Grenke Investitionen Verwaltungs KGaA sowie Aufwendungen aus Mietkaufverträgen ausgewiesen. Auch die Wertanpassungen sowie die Abgänge der Leasinggegenstände in Verwertung und bezogene Waren sind hier erfasst.
Zinsergebnis
Zinserträge
Die Zinserträge resultieren aus der Darlehensvergabe, der Verzinsung der konzerninternen Verrechnungskonten sowie den in den Mietkaufverträgen enthaltenen und im Geschäftsjahr realisierten Zinsanteilen. Des Weiteren sind in den Zinserträgen die Erträge aus dem von der GRENKE BANK AG begebenen Schuldscheindarlehen ausgewiesen. Sie belaufen sich auf 2.534 TEUR (Vorjahr: 1.102 TEUR).
Zinsaufwendungen
Die Zinsaufwendungen resultieren im Wesentlichen aus den in den Mietkaufverträgen enthaltenen Zinsanteilen der Verträge, die im Rahmen des Doppelstockverfahrens an die Grenke Investitionen Verwaltungs KGaA weitergeleitet werden müssen. Zudem enthalten sie 2.094 TEUR periodenfremde Zinsaufwendungen, die im Zusammenhang mit einer steuerlichen Außenprüfung festgesetzt wurden.# Sonstige betriebliche Erträge
Darüber hinaus sind in den Zinsaufwendungen die abgegrenzten Zinsen aus den begebenen unbesicherten und nachrangigen Hybridanleihen enthalten (2.534 TEUR; Vorjahr: 1.102 TEUR). Der Zinskupon beträgt 8,25 %.
Laufende Erträge aus Anteilen an verbundenen Unternehmen
Die Erträge aus Anteilen an verbundenen Unternehmen resultieren aus einer Dividendenzahlung der GRENKE FINANCE Plc, Dublin/Irland, in Höhe von 45.000 TEUR (Vorjahr: 22.000 TEUR). Im Vorjahr erfolgte eine Dividendenzahlung der GRENKELEASING AG, Zürich/Schweiz, in Höhe von 4.161 TEUR.
Provisionsaufwand
Die an Händler und Vermittler geleisteten Provisions- und Bonizahlungen sowie Nachmietenbeteiligungen belaufen sich auf 5.497 TEUR (Vorjahr: 5.395 TEUR).
Sonstige betriebliche Erträge
Die Sonstigen betrieblichen Erträge in Höhe von 26.122 TEUR (Vorjahr: 24.609 TEUR) beinhalten im Wesentlichen 22.967 TEUR (Vorjahr: 20.073 TEUR) konzerninterne Umlagen. Weiterhin beinhaltet der Posten 494 TEUR (Vorjahr: 481 TEUR) Bearbeitungsgebühren, die im Rahmen des Vertragsabschlusses von den Leasingnehmern zu entrichten sind, Gebühren und Umlagen von Franchiseunternehmen (571 TEUR; Vorjahr: 485 TEUR) sowie 225 TEUR (Vorjahr: 292 TEUR) aus der Auflösung von Rückstellungen. Die an die Leasingnehmer weiterbelasteten Sicherstellungskosten sowie weiterbelastete Rechtsverfolgungskosten belaufen sich auf 792 TEUR (Vorjahr: 1.035 TEUR). Gemäß Geschäftsbesorgungsvertrag vom 26. Juni 2008 verpflichtet sich die GRENKE AG gegenüber der KÄRCHER Leasing GmbH, Winnenden, die Betreuung der Bestandsverträge zu übernehmen. Die hierfür erhaltene Vergütung beläuft sich auf 7 TEUR (Vorjahr: 10 TEUR).
Die Sonstigen betrieblichen Erträge lassen sich in folgende geografische Regionen aufgliedern:
| TEUR | 2016 | 2015 |
|---|---|---|
| Deutschland | 19.375 | 19.041 |
| Nord-/Osteuropa | 2.053 | 1.848 |
| Westeuropa | 2.336 | 1.952 |
| Südeuropa | 1.944 | 1.451 |
| Übrige Regionen | 408 | 317 |
| Summe | 26.116 | 24.609 |
Regionen:
- Westeuropa (ohne Deutschland): Belgien, Frankreich, Luxemburg, Niederlande, Österreich, Schweiz
- Südeuropa: Kroatien, Italien, Malta, Portugal, Slowenien, Spanien
- Nord-/Osteuropa: Dänemark, Finnland, Großbritannien, Irland, Norwegen, Schweden, Polen, Rumänien, Slowakei, Tschechien, Ungarn
- Übrige Regionen: Brasilien, Chile, Dubai, Kanada, Singapur, Türkei
Allgemeine Verwaltungsaufwendungen
Personalaufwand
Der Personalaufwand setzt sich aus Löhnen und Gehältern (24.963 TEUR; Vorjahr: 23.244 TEUR) sowie sozialen Abgaben und Aufwendungen (3.825 TEUR; Vorjahr: 3.464 TEUR) zusammen. Der Anstieg der Personalaufwendungen im Berichtsjahr ist auf höhere Mitarbeiterzahlen zurückzuführen.
Andere Verwaltungsaufwendungen
| TEUR | 2016 | 2015 |
|---|---|---|
| Beratungs- und Prüfungsaufwendungen inkl. IT-Projektkosten | 14.454 | 10.045 |
| Wartung, Instandhaltung | 2.974 | 2.175 |
| Raumkosten | 2.849 | 2.239 |
| Werbe-/Repräsentationskosten | 1.936 | 1.937 |
| Aufwendungen für Porti, Telefon, Internet | 1.774 | 1.527 |
| Umlagen - konzernintern | 1.502 | 1.579 |
| Kfz-Kosten | 1.353 | 1.260 |
| Informationsaufwendungen | 1.197 | 1.181 |
| Sonstige Personalkosten | 1.039 | 772 |
| Reisekosten | 739 | 760 |
| Kosten des Geldverkehrs | 335 | 127 |
| Beiträge, Gebühren, Abgaben, Versicherungen | 270 | 252 |
| Aufsichtsratvergütung | 216 | 216 |
| Bürobedarf | 86 | 102 |
| Übrige Aufwendungen | 836 | 779 |
| Summe | 31.560 | 24.951 |
Der Anstieg der Beratungskosten resultiert insbesondere aus einer höheren Inanspruchnahme von EDV-Beratungsleistungen aufgrund diverser IT-Projekte. Im Bereich Wartung, Instandhaltung ist der Anstieg auf vermehrte Wartungskosten bei Hard- und Software aufgrund der Zugänge in den vergangenen Jahren zurückzuführen.
Abschreibungen auf immaterielle Anlagewerte und Sachanlagen sowie Leasingvermögen
Die Abschreibungen in Höhe von 95.403 TEUR (Vorjahr: 89.276 TEUR) betreffen im Wesentlichen die Abschreibungen auf das Leasingvermögen in Höhe von 90.570 TEUR (Vorjahr: 86.346 TEUR).
Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Forderungen
Die Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Forderungen verringern sich im Vergleich zum Vorjahr um 7.832 TEUR auf 8.873 TEUR. Die Entwicklung ist zum einen auf im Vorjahr erfolgte Ausbuchungen von Forderungen und zum anderen auf eine geringere Anzahl von gekündigten Leasingverträge zurückzuführen.
Die GRENKE AG macht wie im Vorjahr vom Wahlrecht der Überkreuzkompensation gemäß § 340f Abs. 3 HGB Gebrauch. Dabei wurden Aufwendungen in Höhe von 15.753 TEUR (Vorjahr: 17.085 TEUR) mit Erträgen in Höhe von 6.880 TEUR (Vorjahr: 380 TEUR) verrechnet.
Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Anteile an verbundenen Unternehmen
Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Anteile an verbundenen Unternehmen wurden im Geschäftsjahr nicht vorgenommen (Vorjahr: 1.684 TEUR).
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag
Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag entfallen vollständig auf das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit. Vom Gesamtbetrag betreffen 4.553 TEUR periodenfremde Aufwendungen, die im Nachgang zu einer steuerlichen Außenprüfung festgesetzt wurden.
Sonstige Steuern
Die sonstigen Steuern entfallen auf die Kfz- sowie auf die Grundsteuer.
Sonstige Angaben
Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen
Im Geschäftsjahr wurden keine wesentlichen Geschäfte zu marktunüblichen Konditionen mit nahestehenden Unternehmen, zu denen kein 100-prozentiges Beteiligungsverhältnis besteht, oder mit anderen nahestehenden Personen durchgeführt.
Mitarbeiter
Während des Geschäftsjahres wurden auf Vollzeitbasis durchschnittlich 357 Arbeitnehmer (Vorjahr: 341) beschäftigt. Weitere 28 (Vorjahr: 24) Beschäftigte befinden sich in der Ausbildung.
Vorstand und dessen Bezüge
Vorstände der GRENKE AG waren im Berichtsjahr:
- Herr Wolfgang Grenke, Kaufmann, Baden-Baden, Vorstandsvorsitzender
- Frau Antje Leminsky; Diplom-Kauffrau, Baden-Baden, stellvertretende Vorstandsvorsitzende
- Herr Gilles Christ, MBA, Wissembourg/Frankreich
- Herr Jörg Eicker, Bankkaufmann, Düsseldorf (bis 31.12.2016)
- Herr Sebastian Hirsch, Diplom-Betriebswirt (BA), Sinzheim (ab 01.01.2017)
- Herr Mark Kindermann, Diplom-Kaufmann, Bühl
Herr Wolfgang Grenke ist einzelvertretungsberechtigt. Die übrigen Vorstände vertreten die GRENKE AG gemeinsam mit einem weiteren Vorstand oder einem Prokuristen. Bezüglich der Vergütungsstruktur sowie der Vergütung wird auf die Angaben im Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns verwiesen.
Herr Wolfgang Grenke ist Aufsichtsratsvorsitzender der GRENKE Service AG, Baden-Baden, sowie Aufsichtsratsmitglied der GRENKE BANK AG, Baden-Baden. Außerdem ist er Präsident des Verwaltungsrates der GRENKELEASING AG, Zürich/Schweiz, sowie der GRENKE Factoring AG, Basel/Schweiz.
Frau Antje Leminsky ist Vorstand der GRENKE Service AG, Baden-Baden, sowie im Aufsichtsrat der GRENKE BANK AG, Baden-Baden, der Testo SE & Co. KGaA, Lenzkirch, und der Testo Management SE, Lenzkirch.
Herr Gilles Christ ist Vorstand der GRENKE ALQUILER S.A., Barcelona/Spanien. Er ist daneben im Aufsichtsrat der GRENKE Service AG, Baden-Baden, und Mitglied des Verwaltungsrates der GRENKELEASING AG, Zürich/Schweiz. Des Weiteren ist er Geschäftsführer der GRENKELEASING Sp. z o.o., Posen/Polen.
Herr Sebastian Hirsch ist im Aufsichtsrat der GRENKE BANK AG, Baden-Baden.
Herr Mark Kindermann ist Vorstand der GRENKE LIMITED, Dublin/Irland, sowie Vorstandsvorsitzender bei der GRENKE Service AG, Baden-Baden. Er ist daneben im Aufsichtsrat der Grenkefinance N.V., Vianen/Niederlande, sowie der GRENKE BANK AG, Baden-Baden. Des Weiteren ist er Mitglied des Verwaltungsrates der GRENKELEASING AG, Zürich/Schweiz, sowie der GRENKE Factoring AG, Basel/Schweiz.
Herr Jörg Eicker war jeweils bis zum 31. Dezember 2016 im Aufsichtsrat der GRENKE BANK AG, Baden-Baden, sowie der GRENKE Service AG, Baden-Baden.
Aufsichtsrat
Der Aufsichtsrat der GRENKE AG besteht satzungsgemäß aus sechs Mitgliedern. Im Geschäftsjahr 2016 gehörten dem Aufsichtsrat folgende Mitglieder an:
- Herr Prof. Dr. Ernst-Moritz Lipp, Vorsitzender, Baden-Baden, Professor für internationale Finanzwirtschaft und Geschäftsführer der ODEWALD & COMPAGNIE Gesellschaft für Beteiligungen mbH, Berlin
- Herr Gerhard E. Witt, Baden-Baden, stellvertretender Vorsitzender, Wirtschaftsprüfer und Steuerberater
- Herr Erwin Staudt, Leonberg, Diplom-Volkswirt
- Herr Florian Schulte, Baden-Baden, Diplom-Kaufmann, Geschäftsführer der Fines Holding GmbH, Baden-Baden, sowie der S.K. Management- und Beteiligungs GmbH, Baden-Baden
- Frau Tanja Dreilich, Iserlohn, Diplom-Kauffrau, MBA, Geschäftsführerin und CFO der Kirchhoff Ecotec GmbH, Iserlohn, und der Kirchhoff Automotive Verwaltungsgesellschaft GmbH, Iserlohn
- Frau Dr. Ljiljana Mitic, München, selbstständige Unternehmensberaterin
Bezüglich der Vergütung des Aufsichtsrates sowie zu den Angaben bezüglich der vom Aufsichtsrat gehaltenen Aktien wird auf den im Geschäftsbericht des Konzerns enthaltenen Vergütungsbericht verwiesen.
Angaben nach § 340 a Absatz 4 HGB
Herr Prof. Dr. Ernst-Moritz Lipp ist ferner Vorsitzender des Aufsichtsrats der GRENKE BANK AG, Baden-Baden, und Mitglied im Aufsichtsrat der Oberberg Klinik Holding GmbH, Berlin.
Herr Gerhard E. Witt ist Aufsichtsratsvorsitzender bei der Grenke Investitionen Verwaltungs KGaA, Baden-Baden.
Herr Erwin Staudt ist Aufsichtsratsmitglied der PROFI Engineering Systems AG, Darmstadt, der USU Software AG, Möglingen, sowie Verwaltungsratsmitglied der Hahn Verwaltungs-GmbH, Fellbach. Des Weiteren ist Herr Erwin Staudt Mitglied des Beirats bei der Interstuhl Büromöbel GmbH & Co. KG, Meßstetten-Tieringen.
Herr Florian Schulte ist Vorsitzender des Aufsichtsrats der Global Group Dialog Solutions AG, Idstein, sowie Aufsichtsratsmitglied der Syntellix AG, Hannover.
Die Amtszeit von Herrn Prof. Dr. Ernst-Moritz Lipp und Herrn Gerhard E. Witt endet mit dem Ablauf der Hauptversammlung, die über ihre Entlastung für das Geschäftsjahr 2017 entscheidet. Die übrigen Aufsichtsratsmitglieder sind bis zum Ablauf der Hauptversammlung bestellt, die über ihre Entlastung für das Geschäftsjahr 2018 entscheidet.# GRENKE AG
Zudem ist die Mitarbeiterin Frau Brigitte Schnur Mitglied des Aufsichtsrats der GRENKE Investitionen Verwaltungs KGaA, Baden-Baden.
Honorar des Abschlussprüfers
Die Angaben zum Honorar des Abschlussprüfers gemäß § 285 S.1 Nr. 17 HGB sind im Konzernabschluss der GRENKE AG aufgeführt.
Zahl und Nennbetrag der Aktien je Gattung
Das Gezeichnete Kapital lautet auf Euro und setzt sich wie folgt zusammen:
| Nennbetrag je Stück EUR | Anzahl Stück | Nennbetrag EUR |
|---|---|---|
| rd. 1,28 | 14.771.034 | 18.880.774,47 |
Genehmigtes Kapital
Durch Beschlussfassung der Hauptversammlung vom 12. Mai 2015 ist der Vorstand ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital der Gesellschaft bis zum 11. Mai 2020 um einen Betrag bis zu nominal 1.885 TEUR durch Ausgabe neuer Aktien gegen Bar- und/oder Sacheinlagen zu erhöhen (Genehmigtes Kapital).
Bedingtes Kapital
Mit Beschluss vom 3. Mai 2016 wurde die bestehende Ermächtigung zur Ausgabe von Options- und/oder Wandelschuldverschreibungen und das bestehende Bedingte Kapital (Bedingtes Kapital 2011) gemäß Beschluss der ordentlichen Hauptversammlung vom 10. Mai 2011 aufgehoben.
Ermächtigung zum Erwerb eigener Aktien gemäß § 71 Abs. 1 Nr. 8 AktG
Durch die Hauptversammlung vom 12. Mai 2015 wurde die Gesellschaft gemäß § 71 Abs.1 Nr. 8 AktG bis zum 11. Mai 2020 ermächtigt. Das Bezugsrecht der Aktionäre auf die erworbenen eigenen Aktien wird insoweit ausgeschlossen, wie diese Aktien gemäß den vorstehenden Ermächtigungen unter (1) und (2) verwendet werden. Darüber hinaus kann der Vorstand im Falle der Veräußerung der eigenen Aktien durch Angebot an alle Aktionäre das Bezugsrecht der Aktionäre für Spitzenbeträge ausschließen. Ein Erwerb hat bislang nicht stattgefunden.
Genussrechtskapital und hybride Schuldverschreibungen
Mit Beschluss der Hauptversammlung vom 3. Mai 2016 wurde der Vorstand ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats ein- oder mehrmalig Genussrechte und andere hybride Finanzinstrumente bis zu einem Gesamtnennbetrag von 150.000 TEUR für die Dauer von fünf Jahren bis zum 2. Mai 2021 ausgeben zu können. Die Ermächtigung zur Begebung von Genussrechten vom 10. Mai 2011 wurde aufgehoben.
Angaben zu Mitteilungen gemäß §§ 21 Abs. 1, 22 Wertpapierhandelsgesetz (WpHG)
Im Rahmen unserer Investor-Relations-Arbeit informieren wir umfassend über die Entwicklung im Unternehmen. GRENKE nutzt dabei zur Berichterstattung intensiv auch das Internet; unter https://www.grenke.de/de/investor-relations/grenke-aktie/stimmrechte.html werden die Stimmrechtsmitteilungen, die mitgeteilt worden sind, gemäß §§ 21 ff. Wertpapierhandelsgesetz publiziert.
Mitteilungen im Geschäftsjahr 2016
Übersetzung der Originalmeldung: Die Ameriprise Financial, Inc., Wilmington, Delaware, Vereinigte Staaten von Amerika, hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 20. Juli 2016 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der GRENKE AG, Baden-Baden, Deutschland, am 7. Juli 2016 die Schwelle von 3 % der Stimmrechte unterschritten hat und an diesem Tag 2,35 % (das entspricht 347.357 Stimmrechten) betragen hat. 2,35 % der Stimmrechte (das entspricht 347.357 Stimmrechten) sind Ameriprise International Holdings GmbH, gemäß § 22 Abs. 1, Satz 1, Nr. 6 in Verbindung mit Satz 2 WpHG zuzurechnen.
Die Universal-Investment GmbH, Frankfurt am Main, Deutschland, hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 20. Juni 2016 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der GRENKE AG, Baden-Baden, Deutschland, am 15. Juni 2016 die Schwelle von 3 % der Stimmrechte überschritten hat und an diesem Tag 3,02 % (das entspricht 445.886 Stimmrechten) betragen hat.
Mutterunternehmen, Konzernabschluss
Die Gesellschaft erstellt als Mutterunternehmen einen befreienden Konzernabschluss nach § 315 a HGB auf Basis der IFRS (International Financial Reporting Standards), wie sie in der EU anzuwenden sind. Der Konzernabschluss wird zum elektronischen Handelsregister eingereicht.
Erklärung nach § 161 AktG
Der Vorstand und der Aufsichtsrat der GRENKE AG haben für 2016 die nach § 161 AktG vorgeschriebene Erklärung abgegeben und den Aktionären dauerhaft auf der Internetseite der Gesellschaft zugänglich gemacht.
Verwendung des Ergebnisses
Der Vorstand wird der Hauptversammlung der GRENKE AG am 11. Mai 2017 für das Geschäftsjahr 2016 eine Dividende in Höhe von 1,75 EUR je Aktie vorschlagen. Der Bilanzgewinn in Höhe von 34.637.384,17 EUR soll wie folgt verwendet werden:
| EUR | |
|---|---|
| Ausschüttung einer Dividende in Höhe von 1,75 EUR je Stückaktie auf insgesamt 14.771.034 Stückaktien | 25.849.309,50 |
| Vortrag auf neue Rechnung | 8.788.074,67 |
Baden-Baden, den 31. Januar 2017
Wolfgang Grenke, Vorstandsvorsitzender
Antje Leminsky, stellvertretende Vorstandsvorsitzende
Gilles Christ, Vorstand
Sebastian Hirsch, Vorstand
Mark Kindermann, Vorstand
Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers
Zu dem Jahresabschluss und dem Lagebericht, der mit dem Konzernlagebericht zusammengefasst wurde, haben wir folgenden Bestätigungsvermerk erteilt:
Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung der GRENKE AG, Baden-Baden, und ihren Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2016 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns abzugeben.
Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und den Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Berichts über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns.
Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet. Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den gesetzlichen Vorschriften, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Stuttgart, 31. Januar 2017
Ernst & Young GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Frey, Wirtschaftsprüfer
Brixner, Wirtschaftsprüferin
ERKLÄRUNG NACH § 264 (2) S. 3 HGB SOWIE NACH § 289 (1) S. 5 HGB
Nach bestem Wissen versichern wir, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Jahresabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage vermittelt und im Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung beschrieben sind.
Baden-Baden, den 31. Januar 2017
Wolfgang Grenke, Vorstandsvorsitzender
Antje Leminsky, stellvertretende Vorstandsvorsitzende
Gilles Christ, Vorstand
Sebastian Hirsch, Vorstand
Mark Kindermann, Vorstand
FINANZKALENDER
- 08.02.2017 Veröffentlichung Jahresfinanzbericht 2016 - Bilanzpresse- und DVFA-Analystenkonferenz
- 03.05.2017 Veröffentlichung Quartalsmitteilung zum 1. Quartal 2017
- 11.05.2017 Hauptversammlung im Kongresshaus Baden-Baden
- 28.07.2017 Veröffentlichung Finanzbericht zum 2. Quartal und dem ersten Halbjahr 2017
- 27.10.2017 Veröffentlichung Quartalsmitteilung zum 3. Quartal und den ersten neun Monaten 2017
KONTAKT
Renate Hauss
Corporate Communications
Telefon: +49 7221 5007-204
Telefax: +49 7221 5007-4218
E-Mail: [email protected]
In diesem Geschäftsbericht erfolgt die Darstellung von Zahlen in der Regel in TEUR und in Mio. EUR. Aus den jeweiligen Rundungen können sich Differenzen einzelner Werte gegenüber der tatsächlich in EUR erzielten Zahl ergeben, die naturgemäß keinen signifikanten Charakter haben können. Aus Gründen der leichteren Lesbarkeit wird auf eine geschlechtsspezifische Differenzierung verzichtet. Entsprechende Begriffe gelten im Sinne der Gleichbehandlung für beide Geschlechter.