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Grenke AG Annual Report 2011

Feb 8, 2012

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Annual Report

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GRENKELEASING AG Konzern Jahresfinanzbericht 2011

Kennzahlen GRENKE Gruppe

01.01.2011 Veränderung 01.01.2010
bis 31.12.2011 (%) bis 31.12.2010 Einheit
Neugeschäft
GRENKE Gruppe inklusive Franchisepartner und Factoring 857.514 23,7 692.979 TEUR
– davon Deutschland 330.189 14,5 288.437 TEUR
– davon International 442.835 23,6 358.294 TEUR
– davon Franchise-International 84.490 82,7 46.248 TEUR
Leasingsparte 770.133 18,5 649.892 TEUR
– davon Deutschland 267.090 8,4 246.497 TEUR
– davon International 442.835 23,6 358.294 TEUR
– davon Franchise-International 60.208 33,5 45.101 TEUR
Factoring 87.381 102,8 43.087 TEUR
– davon Deutschland 63.099 50,5 41.940 TEUR
– davon Franchise-International (CH) 24.282 n.a. 1.147 TEUR
Deckungsbeitrag 2 (DB2) des Neugeschäfts
GRENKE Gruppe inklusive Franchisepartner und Factoring 124.748 21,4 102.796 TEUR
– davon Deutschland 37.109 9,8 33.799 TEUR
– davon International 76.116 26,1 60.362 TEUR
– davon Franchise-International 11.524 33,5 8.635 TEUR
Leasingsparte 123.023 21,1 101.594 TEUR
– davon Deutschland 35.877 10,1 32.597 TEUR
– davon International 76.116 26,1 60.362 TEUR
– davon Franchise-International 11.030 27,7 8.635 TEUR
Sonstige Angaben Leasingsparte
Anzahl der Neuverträge 94.176 11,5 84.482 Stück
Anteil der IT-Produkte am Leasingportfolio 87 –1,1 88 Prozent
Anteil Geschäftskunden am Leasingportfolio 100 0,0 100 Prozent
Mittlerer Anschaffungswert 8,2 7,9 7,7 TEUR
Mittlere Vertragslaufzeit 47 2,2 46 Monate
Vermietvolumen 2.209 15,0 1.921 Mio. EUR
Anzahl der laufenden Verträge 283.051 12,7 251.265 Stück
GRENKE Bank
Einlagevolumen 155.127 26,9 122.239 TEUR
Volumen Existenzgründungsfinanzierung 1.506 439,8 279 TEUR

Kennzahlen GRENKE Konzern

01.01.2011 Veränderung 01.01.2010
bis 31.12.2011 (%) bis 31.12.2010 Einheit
Kennzahlen der Gewinn- und Verlustrechnung
Zinsergebnis 92.691 15,8 80.029 TEUR
Schadensabwicklung und Risikovorsorge 34.415 2,0 33.724 TEUR
Ergebnis aus dem Versicherungsgeschäft 25.703 15,6 22.236 TEUR
Ergebnis aus dem Neugeschäft 31.021 18,1 26.263 TEUR
Ergebnis aus der Verwertung (der den kalkulierten Restwert übersteigende Erlös) 1.653 –18,4 2.026 TEUR
Sonstige betriebliche Erträge 3.755 11,1 3.381 TEUR
Kosten Neuverträge 21.660 14,8 18.864 TEUR
Kosten laufende Verträge 6.646 10,0 6.043 TEUR
Projektkosten und Basiskosten des Vertriebs 19.812 11,1 17.831 TEUR
Kosten Management 17.069 1,1 16.875 TEUR
Sonstige Kosten 4.498 25,8 3.575 TEUR
Operatives Ergebnis 50.723 37,0 37.023 TEUR
Sonstiges Zinsergebnis –389 –49,7 –773 TEUR
Erträge / Aufwendungen aus der Marktbewertung 98 –64,4 275 TEUR
EBT (Gewinn vor Steuern) 50.432 38,1 36.525 TEUR
Gewinn 39.251 41,0 27.836 TEUR
Ergebnis je Aktie (nach IFRS) 2,87 41,4 2,03 EUR
Sonstige Angaben
Dividende 0,75 7,1 0,70 EUR
Embedded Value, Leasingvertragsportfolio (inkl. Eigenkapital vor Steuern) 472 16,3 406 Mio. EUR
Embedded Value, Leasingvertragsportfolio (inkl. Eigenkapital nach Steuern) 428 15,1 372 Mio. EUR
Cost-Income-Ratio 58,1 –8,5 63,5 Prozent
Eigenkapitalrendite (RoE) nach Steuern 12,4 27,8 9,7 Prozent
Durchschnittliche Anzahl Mitarbeiter 585 8,7 538 Personen
Personalaufwand 36.695 12,3 32.673 TEUR
– davon Gesamtvergütung 30.545 11,8 27.327 TEUR
– davon Fixe Vergütung 23.515 8,5 21.673 TEUR
– davon Variable Vergütung 7.030 24,3 5.654 TEUR

UnsereErfolgeim Geschäftsjahr2011:

WachstumdesNeugeschäftsmehralsdoppeltso hochwieunserelangfristigeZielmarke.

GewinnübertrifftdieimJahresverlaufnachoben genommenePrognose.

Inhaltsverzeichnis

Brief des Vorstands an die Aktionäre 2
Bericht des Aufsichtsrats 4
Der Vorstand der GRENKELEASING AG 9
Der Aufsichtsrat der GRENKELEASING AG 10
Corporate-Governance-Bericht 11
Aktie und Investor Relations 17
Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2011
Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 2011
Konzernanhang für das Geschäftsjahr 2011
Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers
Erklärung nach § 297 (2) S. 4 HGB und § 315 (1) S. 6 HGB
21
62
69
148
149
Termine 2012 und Kontakt 150

Brief des Vorstands an die Aktionäre

Sehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre, sehr geehrte Damen und Herren,

mit Freude und Stolz berichten wir Ihnen über das vergangene Geschäftsjahr 2011. In diesem Jahr ist die Kraft und Stärke der GRENKE Gruppe in besonderer Weise sichtbar geworden:

Unser Ziel, ein Wachstum des Neugeschäfts von mehr als 20 Prozent zu erreichen, haben wir deutlich überschritten. Der erreichte Anstieg von 24 Prozent beträgt sogar mehr als das Doppelte unserer langfristigen Zielmarke von mindestens zehn Prozent pro Jahr. Wir profitieren derzeit ganz besonders von unserer in den letzten Jahren aufgebauten internationalen Präsenz: Europaweit sind wir inzwischen gut aufgestellt und regional fest etabliert. Gleichzeitig sind viele europäische Banken nicht nur durch die Finanzmarktkrise 2008 und die aktuelle Staatsschuldenkrise belastet, sondern sehen sich zusätzlich noch steigenden regulatorischen Anforderungen gegenüber.

Daraus ergeben sich in der ganzen Breite unseres Netzwerks Marktchancen, die wir konsequent nutzen. Die GRENKE Gruppe ist dazu mit ihrer Vertriebskraft sowie mit der präzisen Steuerung von Volumen und Deckungsbeitrag-2 ("DB2") hervorragend gerüstet. So sichern wir attraktive und risikoadäquate Margen und die langfristige Ertragskraft der Gruppe.

Die GRENKE Gruppe kann sich vor allem deshalb ausschließlich an den Chancen auf ihren Märkten ausrichten, weil sie über umfangreiche finanzielle Ressourcen verfügt. Mit unserer hohen Reputation hatten wir schon in den vergangenen Jahren jederzeit die Möglichkeit, unter verschiedenen Finanzierungsalternativen zu wählen: unsere Programme mit Banken, unseren Direktzugang zum Kapitalmarkt oder das aktiv gesteuerte Einlagengeschäft der GRENKE BANK AG. Im Oktober 2011 haben wir dann unser Instrumentarium mit einem neuen Commercial-Paper-Programm und einem Volumen von 250 Mio. EUR erweitert.

2012 und 2013 werden insgesamt nur unterdurchschnittliche Volumina zur Rückzahlung fällig. Mit der nach Ende des Berichtsjahres im Januar 2012 erfolgreich begebenen Anleihe in Höhe von 100 Mio. EUR haben wir umso mehr Spielraum gewonnen.

Auch über den kräftigen Gewinnanstieg des GRENKE Konzerns im Geschäftsjahr 2011 berichten wir gerne. Sukzessive profitiert unsere Ertragsrechnung von dem margenstarken Neugeschäft der vergangenen Jahre. Gleichzeitig hat sich die Schadenquote gegenüber 2010 ermäßigt. Dies bestätigt unsere Erwartungen und damit erneut die Qualität unseres Scoring-Modells.

EntsprechendwurdendieoperativenErträgeinderSummedeutlichausgeweitet,währenddieAufwandspositioneneineflachere Zunahme aufwiesen. Hier beginnen sich die Vorlaufkosten der vergangenen Jahre für unsere internationale Expansion zu amortisieren. Gleichzeitig geht aufgrund der inzwischen erreichten Größe die relative Belastung aus dem unverminderten Aufbau neuer Standorte zurück.

In der Folge ist es uns 2011 gelungen, die Ertragskraft des GRENKE Konzerns mit einem Gewinnanstieg um 41 Prozent auf 39,3 Mio. EUR in eine neue Dimension zu heben. Nicht zuletzt haben wir unsere im August 2011 heraufgenommene Prognose für den Gewinn des Berichtsjahres übertroffen.

Für die Zukunft haben wir die Weichen gestellt: Im Berichtsjahr sind insgesamt sieben neue Standorte des GRENKE Konzerns in Dänemark, Frankreich, Großbritannien, Irland und Italien sowie zwei neue Standorte unserer Franchisepartner in Spanien und Portugal hinzugekommen.

Mit dem Abschluss eines neuen Franchisevertrags für die Türkei – dem wachstumsstärksten Land in Europa – haben wir den Eintritt in diesen hoch attraktiven Markt realisiert. Zusätzlich denken und planen wir bereits über Europa hinaus und bereiten intensiv den Markteintritt in Brasilien vor – dem bevölkerungsreichsten Staat Südamerikas und der sechstgrößten Volkswirtschaft der Welt.

Wir sind überzeugt davon, dass die gute Entwicklung der GRENKE Gruppe auch künftig anhalten wird. Für 2012 erwarten wir ein weiteres Wachstum des Neugeschäfts um rund 15 Prozent. Der Gewinn des GRENKE Konzerns soll auf 41 bis 44 Mio. EUR zulegen. Deshalb schlagen Aufsichtsrat und Vorstand der Hauptversammlung der GRENKELEASING AG zum zweiten Mal in Folge eine Erhöhung der Ausschüttung vor. Sie soll auf 0,75 EUR je Aktie steigen nach 0,70 EUR je Aktie im Vorjahr.

Bei unseren Aktionären bedanken wir uns für ihre Begleitung in Zeiten hoher Volatilität an den Kapitalmärkten. Wir fühlen uns verpflichtet, in ihrem Sinne die Chancen, die für die GRENKE Gruppe bestehen, zu nutzen und daraus eine Steigerung des Unternehmenswerts zu realisieren. Besonders bedanken wir uns bei unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die durch ihren Einsatz die jüngste Entwicklung der GRENKE Gruppe erst möglich gemacht haben.

Wolfgang Grenke Vorstandsvorsitzender

Bericht des Aufsichtsrats

Der Aufsichtsrat der GRENKELEASING AG hat die ihm nach Gesetz und Satzung obliegenden Aufgaben im Geschäftsjahr 2011 wahrgenommen. Er hat eine kontinuierliche Zusammenarbeit mit dem Vorstand gepflegt, ihn regelmäßig beraten und die Führung der Geschäfte überwacht. Vorstand und Aufsichtsrat stimmten die strategische Ausrichtung des GRENKE Konzerns eng miteinander ab. Der Aufsichtsrat wurde vom Vorstand in alle unmittelbar für das Unternehmen grundlegenden Entscheidungen eingebunden.

Er wurde darüber hinaus regelmäßig, zeitnah und umfassend mündlich und schriftlich, unter anderem auf der Basis von Vorstandsvorlagen und Sitzungsprotokollen, über alles Wesentliche in Kenntnis gesetzt. Insbesondere hat der Vorstand den Aufsichtsrat detailliert über die strategische Entwicklung des GRENKE Konzerns, seine wirtschaftliche Lage, den Geschäftsgang inklusive des Geschäfts der GRENKE BANK AG und über aktuelle Ereignisse, den Stand der Unternehmensplanung sowie über die Personalsituation informiert.

Der Aufsichtsrat hat das konzernweite Risikomanagementsystem, die internen Kontrollsysteme in den Bereichen Revision, Rechnungslegung und Compliance – inklusive Kreditwesengesetz-("KWG"-)Compliance – sowie das operative Risikokontrollsystem überwacht. Hierzu hat er regelmäßig Berichte des Vorstands über das Risikomanagementsystem des GRENKE Konzerns und dessen Weiterentwicklung, über die aktuelle Risikolage sowie über die Steuerung des Vertriebs entgegengenommen. Die aktuelle Refinanzierungssituation des GRENKE Konzerns war regelmäßiges Thema der Sitzungen des Aufsichtsrats. Auch im Geschäftsjahr 2011 war die Refinanzierung des GRENKE Konzerns aufgrund seiner diversifizierten Refinanzierungsquellen sowie seiner gezielten Liquiditätssteuerung jederzeit gewährleistet.

Die Berichte des Vorstands wurden vom Aufsichtsrat hinsichtlich ihrer Plausibilität kritisch überprüft. Gegenstand und Umfang der Berichterstattung des Vorstands wurden den Anforderungen des Aufsichtsrats in vollem Umfang gerecht. Zu den Berichten und Beschlussvorschlägen des Vorstands hat der Aufsichtsrat, soweit gesetzlich und satzungsgemäß erforderlich, nach gründlicher Prüfung und Beratung sein Votum abgegeben. Der Vorstand legte zustimmungspflichtige Angelegenheiten rechtzeitig vor.

Zu wesentlichen Themen der Sitzungen des Aufsichtsrats gehörten die Beratung der laufenden Geschäftsentwicklung, die Überwachung derinternationalenEinheiten,dieRisikostrategie und derenUmsetzung, dieEffizienzprüfung derArbeitdesAufsichtsrats unddas FeststellendesJahresabschlussesderGRENKELEASINGAGsowiedieBilligungdesKonzernabschlusses zum31.Dezember2010.

Im Berichtsjahr hat sich der Aufsichtsrat eingehend mit dem Deutschen Corporate Governance Kodex in seinen jeweils gültigen Fassungen befasst. In diesem Zusammenhang hat er auch geprüft und festgestellt, dass die Anforderungen für Aufsichtsräte von Gesellschaften, die dem Kreditwesengesetz unterliegen, erfüllt wurden. Er hat gemeinsam mit dem Vorstand am 3. Mai 2011 die Entsprechenserklärung der GRENKELEASING AG nach § 161 Aktiengesetz zu den Empfehlungen der "Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex" – zunächst in deren Fassung vom 18. Juni 2009 bzw., seit deren Geltung, in der ergänzten Fassung vom 26. Mai 2010 – abgegeben.

Über Corporate Governance bei der GRENKELEASING AG berichtet der Vorstand in diesem Jahresfinanzbericht zum Geschäftsjahr 2011 zugleich auch für den Aufsichtsrat. Alle Mitglieder des Aufsichtsrats haben sich durch Selbstverpflichtung zur Einhaltung der im Berichtsjahr gültigen Corporate-Governance-Grundsätze verpflichtet.

Im Geschäftsjahr 2011 hat der Aufsichtsrat viermal getagt: Die Sitzungen fanden am 4. Februar, 9. Mai, 31. Juli und am 7. November 2011 statt. Zusätzlich hat der Aufsichtsrat am 27. Mai 2011 telefonisch den Erwerb des ungarischen Franchiseunternehmens erörtert und diesen genehmigt.

In seiner Sitzung am 4. Februar 2011 hat der Aufsichtsrat den Jahresabschluss der GRENKELEASING AG zum 31. Dezember 2010, den Lagebericht für das Geschäftsjahr 2010, den Konzernabschluss zum 31. Dezember 2010 sowie den Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2010 eingehend geprüft, erörtert und festgestellt bzw. gebilligt. Ferner hat er den Beschluss über den Vorschlag zur Verwendung des Bilanzgewinns gefasst. An der Beratung hat der verantwortliche Wirtschaftsprüfer, die Ernst & Young GmbH, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Eschborn / Frankfurt am Main, teilgenommen und über die wesentlichen Ergebnisse seiner vorangegangenen Prüfung berichtet.

Den Prüfungsauftrag erteilte der Aufsichtsrat in seiner Sitzung am 9. Mai 2011. Am 31. Juli 2011 hat das Gremium unter anderem schwerpunktmäßig die Entwicklung der internationalen Gesellschaften und hier insbesondere den Markteintritt in die Türkei erörtert.

Der Aufsichtsratsvorsitzende wurde vom Vorstand auch zwischen den Sitzungen des Aufsichtsrats ausführlich über Vorgänge besonderer Bedeutung informiert. Als Vorsitzender des Aufsichtsrats habe ich mich über den aktuellen Geschäftsgang inklusive des Bankgeschäfts und die wesentlichen Geschäftsvorfälle informiert. Themen der persönlichen Gespräche mit dem Vorstand waren zudem die Vorbereitung von Refinanzierungsentscheidungen, Compliance-Angelegenheiten, das interne Controlling, das Risikomanagement und Personalthemen.

Der Aufsichtsrat der GRENKELEASING AG besteht satzungsgemäß aus sechs Mitgliedern. Im Berichtsjahr gab es keine Veränderungen in der Zusammensetzung des Aufsichtsrats. Im Geschäftsjahr 2011 gehörten dem Aufsichtsrat die folgenden Mitglieder an:

  • Herr Prof. Dr. Ernst-Moritz Lipp, Vorsitzender
  • Herr Gerhard E. Witt, Stellvertretender Vorsitzender
  • Herr Dieter Münch
  • Herr Florian Schulte
  • Herr Erwin Staudt
  • Herr Prof. Dr. Thilo Wörn

Gemäß seiner Geschäftsordnung hat der Aufsichtsrat zwei Ausschüsse eingerichtet, um seine Aufgaben effizient wahrnehmen zu können: den Prüfungs- und den Personalausschuss (Präsidialausschuss). Die Vorsitzenden der Ausschüsse haben dem Aufsichtsratsplenum in dessen Sitzungen ausführlich über die Arbeit der Ausschüsse Bericht erstattet.

Der Prüfungsausschuss besteht aus den folgenden drei Mitgliedern:

  • Herr Gerhard E. Witt (Vorsitzender)
  • Herr Prof. Dr. Ernst-Moritz Lipp
  • Herr Dieter Münch

Der Prüfungsausschuss befasst sich vornehmlich mit Fragen der internen und externen Rechnungslegung, der Systematik der Unternehmensplanung, des Risikomanagements der Gesellschaft und Compliance. Seine Mitglieder verfügen über besondere Kenntnisse auf den Gebieten der Rechnungslegung, der Unternehmensplanung und des Risikomanagements. Der Prüfungsausschuss hat den Prüfungsauftrag an den Abschlussprüfer erteilt, die Prüfungsschwerpunkte bestimmt und die Honorarvereinbarung mit dem Abschlussprüfer geschlossen. Im Berichtsjahr hat der Prüfungsausschuss keine Erkenntnisse gewonnen, die die Unabhängigkeit des Prüfers in Frage stellten.

Der Prüfungsausschuss hat die Sitzung des Aufsichtsrats zur Feststellung des Jahresabschlusses und zur Billigung des Konzernabschlusses vorbereitet. In Anwesenheit des Wirtschaftsprüfers hat er sich mit dem Jahresabschluss 2011 befasst und diesen eingehend diskutiert. Darüber hinaus hat der Prüfungsausschuss die zu veröffentlichenden Quartalsabschlüsse mit dem Vorstand eingehend diskutiert.

Der Personalausschuss (Präsidialausschuss) besteht aus den folgenden drei Mitgliedern:

  • Herr Prof. Dr. Ernst-Moritz Lipp (Vorsitzender)
  • Herr Erwin Staudt
  • Herr Gerhard E. Witt

Personalentscheidungen des Aufsichtsrats stellen die wesentlichen Themen dar, mit denen sich der Personalausschuss befasst. Außerdem ist er zuständig für den Abschluss, das Ändern und Beendigen der Anstellungsverträge mit den Mitgliedern des Vorstands.

Der vom Vorstand aufgestellte Jahresabschluss der GRENKELEASING AG zum 31. Dezember 2011, der Lagebericht der Gesellschaft für das Geschäftsjahr 2011, der Konzernabschluss zum 31. Dezember 2011 sowie der Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2011 und der Vorschlag des Vorstands über die Verwendung des Bilanzgewinns der GRENKELEASING AG wurden dem Aufsichtsrat rechtzeitig vorgelegt. Die Jahresabschlüsse wurden von der Ernst & Young GmbH, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Eschborn / Frankfurt am Main, geprüft.

Die Rechnungslegung im Einzelabschluss der GRENKELEASING AG erfolgte nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuchs ("HGB") und unter Berücksichtigung der Rechnungslegungsvorschriften für Kreditinstitute. Die Prüfung des handelsrechtlichen Jahresabschlusses zum 31. Dezember 2011 wurde nach den Vorschriften des § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer ("IDW") festgestellten Grundsätze ordnungsmäßiger Jahresabschlussprüfung vorgenommen.

Die Aufstellung des Konzernabschlusses sowie des Konzernlageberichts für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2011 erfolgte gemäß § 315a Abs. 1 HGB auf der Grundlage der International Financial Reporting Standards, wie sie in der EU anzuwenden sind. Die Prüfung des Konzernabschlusses wurde nach den Vorschriften des § 317 HGB unter Beachtung der vom IDW festgestellten Grundsätze ordnungsmäßiger Jahresabschlussprüfung (IDW PS 200) vorgenommen. Der Jahresabschluss der GRENKELEASING AG und der Konzernabschluss des GRENKELEASING AG Konzerns sind jeweils mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen worden.

Der Aufsichtsrat hat die ihm von Vorstand und Abschlussprüfer vorgelegten Jahresabschlüsse eingehend geprüft und das Ergebnis in seiner Sitzung am 3. Februar 2012 erörtert. Der verantwortliche Wirtschaftsprüfer hat teilgenommen und über die wesentlichen Ergebnisse der Prüfung berichtet. Der Aufsichtsrat hat nach eigener Prüfung keine Einwände gegen das Ergebnis der Prüfung der Jahresabschlüsse durch den Abschlussprüfer erhoben und damit den Jahresabschluss der GRENKELEASING AG festgestellt sowie den Konzernabschluss der GRENKELEASING AG gebilligt. Der Aufsichtsrat hat sich dem Vorschlag des Vorstands über die Verwendung des Bilanzgewinns der GRENKELEASING AG angeschlossen.

Zum Abhängigkeitsbericht erteilte der Abschlussprüfer Ernst & Young GmbH am 30. Januar 2012 folgenden Bestätigungsvermerk:

"Nach unserer pflichtgemäßen Prüfung und Beurteilung bestätigen wir, dass

    1. die tatsächlichen Angaben des Berichts richtig sind,
    1. bei den im Bericht aufgeführten Rechtsgeschäften die Leistung der Gesellschaft nicht unangemessen hoch war oder Nachteile ausgeglichen worden sind,
    1. bei den im Bericht aufgeführten Maßnahmen keine Umstände für eine wesentlich andere Beurteilung als die durch den Vorstand sprechen."

Der Prüfungsausschuss befasste sich in seiner Sitzung am 3. Februar 2012 eingehend mit dem Abhängigkeitsbericht und nahm den Bericht des Abschlussprüfers entgegen. Nach sorgfältiger eigener Prüfung erhob der Prüfungsausschuss gegen den Abhängigkeitsbericht keine Einwendungen. Der Vorsitzende des Prüfungsausschusses berichtete in der Aufsichtsratssitzung am 3. Februar 2012 über die Prüfung des Abhängigkeitsberichts durch den Prüfungsausschuss. Der Aufsichtsrat billigte das Prüfungsergebnis des Abschlussprüfers und kam zu dem Ergebnis, dass keine Einwendungen gegen die vom Vorstand am Schluss des Berichts abgegebene Erklärung über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen zu erheben sind.

In der gleichen Sitzung hat sich der Aufsichtsrat mit den Pflichtangaben gemäß §§ 289 Abs. 4 und 315 Abs. 4 HGB sowie mit dem diesbezüglichen Bericht befasst. Auf die entsprechenden Erläuterungen im Lagebericht der GRENKELEASING AG bzw. im Konzernlagebericht wird Bezug genommen. Der Aufsichtsrat hat diese Angaben und Erläuterungen, die aus der Sicht des Aufsichtsrats vollständig sind, geprüft und macht sie sich zu eigen. Darüber hinaus hat der Aufsichtsrat in dieser Sitzung beschlossen, im Rahmen der Hauptversammlung 2012 die Rede des Vorstands und die Generaldebatte im Internet zu übertragen. Auch hat der Aufsichtsrat in dieser Sitzung den vorliegenden Bericht eingehend erörtert und verabschiedet.

Die GRENKE-Aktie ist – nach plus 29 Prozent im Vorjahr und plus 50 Prozent im Jahr 2009 – im Geschäftsjahr 2011 per Saldo leicht um 2,7 Prozent gestiegen. DAX und SDAX sind hingegen, im Wesentlichen aufgrund der scharfen Korrektur im Zusammenhang mit der ausufernden Verschuldungskrise in Europa, um 15 Prozent zurückgefallen.

Zwar konnte sich die GRENKE-Aktie von diesem Rückschlag im Sommer nicht abkoppeln. Dennoch hat der Kapitalmarkt auch im insgesamt sehr schwierigen Börsenjahr 2011 das robuste Inlandsgeschäft und die erfolgreiche internationale Wachstumsstrategie des GRENKE Konzerns honoriert. Denn die bessere Performance der GRENKE-Aktie ist klar auf den guten Geschäftsverlauf zurückzuführen: Im Zuge der Bekanntgabe des Neugeschäftswachstums im ersten Halbjahr und der entsprechend angehobenen Prognosen für das Geschäftsjahr 2011 hat die Aktie Anfang Juli einen kräftigen Kursanstieg vollzogen. Dies, nachdem sie sich auch zuvor schon besser als der Markt entwickelt hatte.

Der Aufsichtsrat dankt allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in den 15 europäischen Ländern, in denen der GRENKE Konzern inzwischen vertreten ist, sowie den Mitgliedern des Vorstands für ihre hohe Einsatzbereitschaft und für die von ihnen erbrachten Leistungen. Ihr ganz persönlicher Einsatz hat es möglich gemacht, den GRENKE Konzern erfolgreich weiterzuentwickeln und auch das Jahr 2011 wieder zu einem Erfolgsjahr zu machen.

Baden-Baden, am 3. Februar 2012 Für den Aufsichtsrat

Prof. Dr. Ernst-Moritz Lipp Vorsitzender

Der Vorstand der GRENKELEASING AG

Der Aufsichtsrat der GRENKELEASING AG

Name / Wohnort Funktion / Beruf Weitere Aufsichtsrats-/
Beiratsmandate
Prof. Dr. Ernst-Moritz Lipp
Baden-Baden
Jahrgang 1951
Erstmals gewählt: 2003
Gewählt bis zur Hauptversammlung 2013
Vorsitzender des Aufsichtsrats,
Professor für internationale Finanz-
wirtschaft und Geschäftsführer der
ODEWALD & COMPAGNIE Gesellschaft
für Beteiligungen mbH
OYSTAR Holding GmbH.
Karlsruhe; Winter Holding
Verwaltungs GmbH, Nußloch;
Sodexo Beteiligungs B. V. & Co. KG,
Heidelberg; GRENKE BANK AG,
Baden-Baden
▶ Gerhard E. Witt
Baden-Baden
Jahrgang 1945
Erstmals gewählt: 1997
Gewählt bis zur Hauptversammlung 2013
Stellvertretender Vorsitzender des
Aufsichtsrats,
Wirtschaftsprüfer und Steuerberater
Grenke Investitionen Verwaltungs
KGaA, Baden-Baden
Dieter Münch
Weinheim
Jahrgang 1943
Erstmals gewählt: 2000
Gewählt bis zur Hauptversammlung 2015
Mitglied des Aufsichtsrats,
Bankkaufmann a.D.,
Stiftungsvorstand
Grenke Investitionen Verwaltungs
KGaA, Baden-Baden;
Weisenburger Bau + Grund AG,
Halle/Saale
▶ Florian Schulte
Baden-Baden
Jahrgang 1971
Erstmals gewählt: 2010
Gewählt bis zur Hauptversammlung 2015
Mitglied des Aufsichtsrats,
Geschäftsführer der Deltavista GmbH
Erwin Staudt
Leonberg
Jahrgang 1948
Erstmals gewählt: 2005
Gewählt bis zur Hauptversammlung 2015
Mitglied des Aufsichtsrats,
Diplom-Volkswirt
PROFI Engineering Systems AG,
Darmstadt; USU Software AG,
Möglingen; Hahn Verwaltungs-
GmbH, Fellbach
▶ Prof. Dr. Thilo Wörn
Essen
Jahrgang 1968
Erstmals gewählt: 2010
Gewählt bis zur Hauptversammlung 2015
Mitglied des Aufsichtsrats,
Hochschullehrer an der Fachhochschule
für öffentliche Verwaltung NRW
Tiemeyer Automobile AG, Bochum;
agathon GmbH & Co. KG, Bottrop

Corporate-Governance-Bericht

Verantwortungsbewusstsein bestimmt das Handeln im GRENKE Konzern. Eine wirkungsvolle, den relevanten Gesetzen und den Ansprüchen des Deutschen Corporate Governance Kodex entsprechende Corporate Governance ist daher ein wesentlicher Teil unseres Selbstverständnisses. Vorstand, Aufsichtsrat und die leitenden Mitarbeiter identifizieren sich mit den Grundsätzen guter Corporate Governance und Compliance. Sie verpflichten sich, den GRENKE Konzern wertorientiert und transparent zu leiten und zu kontrollieren. Sie sind sich der besonderen Bedeutsamkeit dieser Grundsätze bewusst hinsichtlich der Einschätzung des Unternehmens bei Aktionären und Fremdkapitalgebern am Kapitalmarkt. Sie wissen, dass gute Corporate Governance eine wesentliche Grundlage darstellt für Erhalt und Ausbau des Vertrauens von gegenwärtigen und künftigen Kunden, Mitarbeitern und Geschäftspartnern. Für uns sind zum Vertrauen schaffenden Umgang mit der Öffentlichkeit eine transparente Rechnungslegung und frühzeitiges Berichterstatten unabdingbar.

Die GRENKELEASING AG entspricht den Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex in der Fassung vom 18. Juni 2009 bzw. seit dessen Geltung in der ergänzten Fassung vom 26. Mai 2010 mit wenigen Ausnahmen. Vorstand und Aufsichtsrat haben sich im Rahmen ihrer Sitzungen mit der Erfüllung des Kodex befasst und die am Ende dieses Berichts aufgeführte Entsprechenserklärung zum Kodex verabschiedet. Die Erklärung ist auch auf der Internetseite der GRENKELEASING AG wiedergegeben.

Konzernleitung und Konzernüberwachung

Der Vorstand der GRENKELEASING AG setzt sich aus vier Mitgliedern zusammen, der Aufsichtsrat aus sechs Mitgliedern.

Aufsichtsrat

Der Vorstand informierte im Geschäftsjahr 2011 den Aufsichtsrat regelmäßig, detailliert und umfassend über die wirtschaftliche Lage der Gesellschaft, den Stand der Unternehmensplanung und aktuelle Ereignisse. Wesentlicher Fokus war in diesem Zusammenhang auch immer der Refinanzierungs- und Liquiditätsstatus. Der Aufsichtsrat stimmte die strategische Entwicklung mit dem Vorstand ab und erörterte Fragen der Risikovorsorge, des Risikomanagements, des internen Kontrollsystems sowie des internen Revisionssystems.

Zu den weiteren Aufgaben des Aufsichtsrats gehören die Bestellung und Überwachung von Vorstandsmitgliedern sowie die Prüfung und Feststellung des Jahresabschlusses der GRENKELEASING AG und die Prüfung und Billigung des Konzernabschlusses der Gesellschaft unter Berücksichtigung der Prüfungsberichte des Abschlussprüfers und des Ergebnisses der Prüfungen durch den Prüfungsausschuss (siehe "Bericht des Aufsichtsrats"). Eine weitere wesentliche Aufgabe ist die Prüfung und Genehmigung von Unternehmenskäufen.

Der Aufsichtsrat der GRENKELEASING AG hat, um seine Aufgaben effizient wahrnehmen zu können, zwei Ausschüsse gebildet und seiner Geschäftsordnung entsprechend gewisse Befugnisse an die Ausschüsse übertragen. Die Ausschüsse bereiten die sie betreffenden Themen und Beschlüsse vor, die im Plenum zu behandeln sind. Die Vorsitzenden der Ausschüsse berichten dem Aufsichtsratsplenum in dessen Sitzungen über die Arbeit ihrer Ausschüsse.

Prüfungsausschuss

Der Prüfungsausschuss setzt sich aus drei Mitgliedern zusammen, die über besondere Kenntnisse auf den Gebieten der Rechnungslegung, der Unternehmensplanung, des Risikomanagements und der Compliance verfügen. Er beschäftigt sich vornehmlich mit Fragen der externen und internen Rechnungslegung sowie mit solchen der Systematik der Unternehmensplanung und des Risikomanagements der Gesellschaft. Er prüft und überwacht die Unabhängigkeit des Abschlussprüfers gemäß Ziffer 7.2.1 des Deutschen Corporate Governance Kodex, bestimmt die Prüfungsschwerpunkte und verantwortet und vereinbart das Honorar mit dem Abschlussprüfer.

Darüber hinaus bereitet der Prüfungsausschuss die Entscheidung des Aufsichtsrats über die Feststellung des Jahresabschlusses und die Billigung des Konzernabschlusses vor. Im Rahmen der Aufgaben des Aufsichtsrats nach dem Deutschen Corporate Governance Kodex widmet sich der Prüfungsausschuss auch Fragen zur Compliance. Der Vorstand berichtet dem Prüfungsausschuss regelmäßig über die Compliance-Situation – inklusive der KWG-Compliance – im Unternehmen.

Personalausschuss (Präsidialausschuss)

Der Personalausschuss besteht aus drei Mitgliedern. Er bereitet insbesondere die Personalentscheidungen des Aufsichtsrats vor und macht Vorschläge für das Abschließen, Ändern und Beendigen der Anstellungsverträge mit den Mitgliedern des Vorstands.

Vorstand

Der Vorstand leitet den GRENKE Konzern eigenverantwortlich und ist für die strategische Ausrichtung des Unternehmens und das Einhalten der Grundsätze der Unternehmenspolitik verantwortlich. Des Weiteren stellt er die Quartalsabschlüsse, den Jahresabschluss der GRENKELEASING AG und den Konzernabschluss auf. Der Vorstand informiert den Aufsichtsrat regelmäßig und umfassend durch Vorstandsberichte und Sitzungsvorlagen über das Gesamtunternehmen, Fragen zur Strategie und deren Umsetzung, Planung, Geschäftsentwicklung, Finanz- und Ertragslage sowie über strategische und operative Geschäftsrisiken und deren Management. In der Geschäftsordnung des Vorstands ist ein Katalog zustimmungspflichtiger Geschäfte festgelegt. Wesentliche Vorstandsentscheidungen – zum Beispiel Akquisitionen und Finanzmaßnahmen – sind an die Zustimmung des Aufsichtsrats gebunden. Vorstand und Aufsichtsrat sind bei schuldhafter Verletzung der Sorgfaltspflicht der Gesellschaft gegenüber zu Schadenersatz verpflichtet.

Vergütungsstruktur und Vergütung von Vorstand und Aufsichtsrat

Vergütung des Vorstands

Gesamt Gesamt
EUR Christ Grenke Dr. Hack Kindermann 2011 2010
Bruttogehalt 182.500,68 331.241,47 269.112,51 148.541,83 931.396,49 942.119,73
Erfolgszulage 87.093,25 174.186,50 149.800,39 76.642,06 487.722,20 402.712,64
Tantieme* 60.000,00 120.000,00 103.200,00 52.800,00 336.000,00 343.200,00
Phantom Stocks 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 373.550,00
Altersvorsorge 0,00 0,00 21.000,00 0,00 21.000,00 21.000,00
Gesamtkosten 329.593,93 625.427,97 543.112,90 277.983,89 1.776.118,69 2.082.582,37

*Im Geschäftsjahr 2011 ist die Tantieme nach dem Verursachungsprinzip dargestellt. Der im Vorjahr ausgewiesene Betrag in Höhe von 0,00 EUR wurde entsprechend angepasst.

Die Grundzüge des Vergütungssystems für den Vorstand sehen als Bruttogehalt eine fixe, vom Erfolg unabhängige Jahresgrundvergütung und als Erfolgszulage eine variable Vergütungskomponente vor. Darüber hinaus erhalten die Vorstände teilweise Phantom Stocks. Die Struktur des Vergütungssystems inklusive der Phantom Stocks fördert den langfristigen Erfolg des Unternehmens und schafft Anreize, nur solche Risiken einzugehen, die statistisch gut beherrschbar sind und eine dem Risiko angemessene Vergütung beinhalten. Es werden keine Anreize geschaffen, unangemessene Risiken einzugehen. Zudem ist das aufsichtsrechtliche Eigenkapital der GRENKELEASING AG durch die Vergütungspraxis weder gefährdet noch schränkt diese das dauerhafte Aufrechterhalten der Eigenmittel ein.

Die Gesamtbezüge der Mitglieder des Vorstands betrugen im Berichtsjahr 1.776 TEUR (Vorjahr: 2.083 TEUR). Davon entfielen 931 TEUR(Vorjahr: 942 TEUR) aufBruttogehälter und 488 TEUR(Vorjahr: 403 TEUR) aufErfolgszulagen. FürHerrnDr. UweHackwird zudem ein Jahresbeitrag zur Altersvorsorge an eine überbetriebliche Unterstützungskasse in Höhe von 21 TEUR (Vorjahr: 21 TEUR) entrichtet.

Die Kriterien für die variablen Vergütungsbestandteile werden jährlich im Voraus festgelegt. Sie basieren auf der Steigerung des operativen Ergebnisses ("EBIT" – Earnings before Interest and Taxes) sowie auf der Entwicklung von Kennzahlen der GRENKE Balanced Scorecard ("BSC"). Das Erreichen des EBIT-Wachstumsziels wird jährlich nachträglich gemessen. Bei Nichterreichen der Vorgaben entfällt die Zahlung vollständig. Die gemäß BSC maßgeblichen Kriterien entsprechen den für den langfristigen Konzernerfolg und damit für die langfristige Erhöhung des Unternehmenswerts wesentlichen Kennzahlen. Hierzu gehören unter anderemdie Entwicklung der Anzahl der Leasingverträge und des Neugeschäfts. DasErreichender BSC-Kriterien wird quartalsweisenachträglichgemessen.

Mit Unterschriftsdatum vom 29. Juni 2010 bzw. 13. Juli 2010 hatte der Aufsichtsrat der GRENKELEASING AG mit den Vorstandsmitgliedern Herrn Dr. Uwe Hack bzw. Herrn Gilles Christ Phantom-Stock-Vereinbarungen abgeschlossen. Im Rahmen dieser Vereinbarungen erhalten Herr Dr. Uwe Hack bzw. Herr Gilles Christ für die Geschäftsjahre 2010, 2011 und 2012 jeweils einen Zahlungsanspruch in Höhe des Wertzuwachses von 30.000 bzw. 15.000 Aktien der GRENKELEASING AG im Verhältnis zu einem definierten Basiskurs. Dieser entspricht dem arithmetischen Mittel der XETRA-Schlusskurse an sämtlichen Handelstagen vom 1. bis 23. Dezember des jeweiligen Vorjahres. Der Basiskurs für das Jahr 2010 betrug 28,68 EUR. Für das Jahr 2011 liegt der Basiskurs bei 37,72 EUR. Die maximale Auszahlung aufgrund dieser Vereinbarung ist auf 600.000 EUR bzw. 300.000 EUR für den Zeitraum von drei Jahren begrenzt.

Herr Dr. Uwe Hack und Herr Gilles Christ sind unter dem Programm verpflichtet, den jeweiligen Nettoauszahlungsbetrag zuzüglich eines Eigeninvestments von 25 Prozent dieses Auszahlungsbetrags in Aktien der GRENKELEASING AG zu investieren. Bei Herrn Gilles Christ wurde im Geschäftsjahr 2010, dem ersten Jahr der Vorstandszugehörigkeit, eine zeitanteilige Berechnung angewendet.

Per 31. Dezember 2011 betrug der Wert der gewährten Phantom-Stock-Vereinbarungen 0 EUR. Für 2010 wurden aus den Phantom-Stock-Vereinbarungen für Herrn Dr. Uwe Hack und Herrn Gilles Christ insgesamt 374 TEUR ausbezahlt.

Ferner besteht eine Vermögensschaden-Haftpflichtversicherung der GRENKELEASING AG für die Mitglieder des Vorstands. Diese sieht für jedes Vorstandsmitglied einen festen Selbstbehalt von 10 Prozent je Schadensfall, maximal aber das Eineinhalbfache der jährlichen festen Vergütung für alle Schadensfälle pro Jahr, vor. Weitere Leistungen für den Fall des Beendigens der Tätigkeit sind keinem Vorstandsmitglied zugesagt worden. Darüber hinaus hat kein Mitglied des Vorstands im vergangenen Geschäftsjahr Leistungen oder entsprechende Zusagen von einem Dritten im Hinblick auf seine Tätigkeit als Vorstandsmitglied erhalten.

Grundbezug Prüfungs Personal Variable Reise Gesamt Gesamt
Name Funktion 2011 ausschuss ausschuss Vergütung kosten 2011* 2010*
EUR
Prof. Dr. Lipp Vorsitzender 11.250,00 600,00 900,00 12.750,00 573,35 26.073,35 18.936,08
Stellv.
Witt Vorsitzender 7.500,00 900,00 600,00 9.000,00 0,00 18.000,00 13.361,40
Münch Aufsichtsrat 7.500,00 600,00 0,00 8.100,00 333,00 16.533,00 12.033,90
Dr. Nass
(bis 11.05.2010) Aufsichtsrat 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 6.389,57
Schulte
(ab 11.05.2010) Aufsichtsrat 7.500,00 0,00 0,00 7.500,00 0,00 15.000,00 4.791,67
Staudt Aufsichtsrat 7.500,00 0,00 600,00 8.100,00 0,00 16.200,00 11.524,00
Dr. Sträter
(bis 11.05.2010) Aufsichtsrat 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 6.186,37
Prof. Dr. Wörn
(ab 11.05.2010) Aufsichtsrat 7.500,00 0,00 0,00 7.500,00 1.167,72 16.167,72 6.123,23
Summe 48.750,00 2.100,00 2.100,00 52.950,00 2.074,07 107.974,07 79.346,22

Vergütung des Aufsichtsrats

* feste Bezüge (Grundbezug, Prüfungs- und Personalausschuss), variable Bezüge und Reisekosten

Im Geschäftsjahr 2011 wurden den Mitgliedern des Aufsichtsrats für ihre Tätigkeit Bezüge in Höhe von 108 TEUR (Vorjahr: 79 TEUR) inklusive Reisekosten gewährt. Diese Bezüge sind in der obenstehenden Tabelle für jedes Mitglied einzeln dargestellt.

Die Vergütung der Mitglieder des Aufsichtsrats ist in der Satzung der GRENKELEASING AG geregelt und wird durch die Hauptversammlung festgelegt. Entsprechend der Neufassung der Satzung nach dem Hauptversammlungsbeschluss vom 11. Mai 2010 erhalten die Aufsichtsratsmitglieder für jedes volle Geschäftsjahr ihrer Zugehörigkeit zum Aufsichtsrat eine feste Vergütung von 7.500 EUR, der Vorsitzende eine solche von 11.250 EUR, sowie für jede Mitgliedschaft in einem Ausschuss 600 EUR und für jeden Vorsitz in einem Ausschuss 900 EUR.

Bei nur zeitweiser Zugehörigkeit zum Aufsichtsrat während eines Geschäftsjahres werden der Grundbezug sowie die Vergütung für Ausschussmitgliedschaften und -vorsitze pro rata temporis berechnet. Darüber hinaus erhalten die Mitglieder des Aufsichtsrats eine variable Vergütung, sofern an die Aktionäre eine höhere Dividende als 0,20 EUR je Aktie ausgeschüttet wird. Die Vergütung erhöht sich in diesem Fall um die Hälfte des Prozentsatzes, um den die Dividende je Aktie den Betrag von 0,20 EUR übersteigt, wobei der variable Bestandteil maximal 100 Prozent der Festvergütung beträgt.

Ferner besteht eine Vermögensschaden-Haftpflichtversicherung der GRENKELEASING AG für die Mitglieder des Aufsichtsrats. Diese sieht für jedes Aufsichtsratsmitglied einen festen Selbstbehalt von 10 Prozent je Schadensfall, maximal aber das Eineinhalbfache der jährlichen festen Vergütung für alle Schadensfälle pro Jahr, vor. Zusätzlich erstattet die Gesellschaft den Aufsichtsratsmitgliedern deren bare Auslagen sowie die Umsatzsteuer, soweit sie berechtigt sind, die Steuer gesondert in Rechnung zu stellen, und dieses Recht ausüben.

Rechnungslegung und Abschlussprüfung sowie Finanzpublizität

Die Konzernrechnungslegung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2011 erfolgte nach den Vorschriften der International Financial Reporting Standards, wie sie in der Europäischen Union anzuwenden sind. Die Gesellschaft hat beim Aufstellen des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts zusätzlich die handelsrechtlichen Vorschriften des § 315a Abs. 1 HGB zu beachten und auch angewendet. Die Prüfung des Konzernabschlusses wurde nach den Vorschriften des § 317 HGB unter Beachtung der vom IDW festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Jahresabschlussprüfung (IDW PS 200) vorgenommen. Der Prüfungsausschuss achtet auf die Unabhängigkeit des Abschlussprüfers und schlägt der Hauptversammlung einen Abschlussprüfer zur Wahl vor. Die Wahl des Abschlussprüfers erfolgt gemäß den gesetzlichen Bestimmungen durch die Hauptversammlung.

Transparenz und Information der Aktionäre

GRENKE nutzt das Internet, um Aktionäre, alle Kapitalmarktteilnehmer und die Medien umfassend, gleichberechtigt und zeitnah zu informieren. Alle Ad-hoc- und Pressemeldungen, Geschäfts- und Quartalsberichte sowie Meldungen nach § 15 Wertpapierhandelsgesetz werden in deutscher und englischer Sprache veröffentlicht. Auf der Internetseite von GRENKE (www.grenke.de/de/investor-relations) sind die Entsprechenserklärungen zum Deutschen Corporate Governance Kodex verfügbar.

Die Aktionäre können sich im Internet über den GRENKE Konzern, das Management und die Organisationsstruktur informieren. Die Bekanntmachungen der Gesellschaft erfolgen durch Veröffentlichung im elektronischen Bundesanzeiger. Während der jährlichen ordentlichen Hauptversammlung können die Aktionäre den Bericht des Vorstands und die Generaldebatte im Internet verfolgen. Vom Unternehmen bestellte Stimmrechtsvertreter können mit der Wahrnehmung der Stimmrechte, auch in Abwesenheit, betraut werden. Die Termine der regelmäßigen Finanzberichterstattung sind im Finanzkalender sowie auf der Internetseite von GRENKE zusammengefasst. Über die GRENKE-Aktie wird ausführlich im Kapitel "Investor Relations – GRENKELEASING Aktie" berichtet.

Controlling und Risikomanagement

Aufgabe des Risikomanagements des GRENKE Konzerns ist es, Risiken für die Muttergesellschaft und die Tochtergesellschaften strukturiert zu erfassen, zu bewerten, zu dokumentieren und offenzulegen. Mitarbeiter und Geschäftsleitung sollen in die Lage versetzt werden, mit Risiken verantwortungsvoll umzugehen sowie Chancen gezielt zu nutzen. Das Risikomanagement-System der GRENKELEASING AG wird kontinuierlich weiter ausgebaut und über ein Risikomanagement-Tool im Intranet des GRENKE Konzerns betrieben.

Seit Inkrafttreten des Jahressteuergesetzes 2009 sind die von der Deutschen Bundesbank und der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht aufgestellten Mindestanforderungen an das Risikomanagement ("MaRisk") auch von Leasingunternehmen einzuhalten. Die von den MaRisk verlangten angemessenen Risikosteuerungs- und -controllingprozesse für die wesentlichen Risikoarten Adressausfall-, Marktpreis-, Liquiditäts- und operationelle Risiken werden im GRENKE Konzern umgesetzt. Die Funktionalität des Risikomanagements sowie die Ergebnisse eingeleiteter Maßnahmen werden durch die Innenrevision überprüft. Die Innenrevision berichtet unmittelbar an den Vorstand. Einzelheiten zum Risikomanagement-System sind im Lagebericht dargestellt.

Entsprechenserklärung des Vorstands und Aufsichtsrats zum Deutschen Corporate Governance Kodex (DCGK) gemäß § 161 AktG

Vorstand und Aufsichtsrat der GRENKELEASING AG haben am 3. Mai 2011 die folgende Entsprechenserklärung abgegeben:

"Vorstand und Aufsichtsrat der GRENKELEASING AG erklären nach § 161 Aktiengesetz, dass seit Abgabe der letzten Entsprechenserklärung vom 26. April 2010 den Empfehlungen der "Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex" zunächst in der Fassung vom 18. Juni 2009 bzw. seit dessen Geltung in der ergänzten Fassung vom 26. Mai 2010 mit folgenden Ausnahmen entsprochen wurde und auch in Zukunft entsprochen wird:

Die Satzung der Gesellschaft sieht in ihrer derzeit gültigen Fassung weder die Möglichkeit einer Briefwahl der Aktionäre noch eine entsprechende Ermächtigung des Vorstandes vor. Die Gesellschaft beabsichtigt derzeit nicht, vor und in der Hauptversammlung zusätzlich zur Stimmrechtsvertretung durch weisungsgebundene Stimmrechtsvertreter eine Stimmabgabe durch Briefwahl vorzusehen. Die Einführung der Möglichkeit einer Briefwahl geht mit rechtlichen Risiken, aber auch mit zusätzlichem administrativem Aufwand einher und bietet gegenüber der von der Gesellschaft praktizierten Stimmrechtsvertretung durch weisungsgebundene Stimmrechtsvertreter keinen erheblichen Mehrwert. Von daher wird den Empfehlungen in Ziffer 2.3.1 und 2.3.3 des DCGK bzgl. der Durchführung einer Briefwahl nicht gefolgt.

Abweichend von der Empfehlung gemäß Ziffer 4.2.3 des DCGK sehen die Vorstandsverträge der amtierenden Vorstandsmitglieder kein sog. Abfindungs-Cap vor. Grund hierfür ist, dass manche Vorstandsverträge vor der Aufnahme der entsprechenden Empfehlung in den DCGK abgeschlossen wurden und somit Bestandsschutz genießen. Aber auch bei neu abgeschlossenen Vorstandsverträgen wurde ein Abfindungs-Cap nicht vereinbart, da die Vorstandsverträge regelmäßig nur für die Dauer der Bestellungsperiode abgeschlossen und nicht ordentlich kündbar sind. Eine vorzeitige Beendigung des Vorstandsvertrages ohne wichtigen Grund kann daher nur durch einvernehmliche Aufhebung erfolgen. Bei den diesbezüglichen Verhandlungen wird der Aufsichtsrat bemüht sein, der Empfehlung in Ziffer 4.2.3 des DCGK Rechnung zu tragen.

Sowohl bei der Zusammensetzung des Vorstands als auch bei Vorschlägen zur Wahl von Aufsichtsratsmitgliedern soll nach den Empfehlungen unter Ziffer 5.1.2 bzw. 5.4.1 des DCGK unter anderem auf eine festzulegende Altersgrenze sowie auf Vielfalt (Diversity) geachtet werden. Beiden Vorschlägen folgt die Gesellschaft nicht, da nach Auffassung der Gesellschaft keines dieser beiden Kriterien geeignet ist, für die Bestellung von Vorständen bzw. die Wahl von Aufsichtsratsmitgliedern den Ausschlag zu geben. Unter Berücksichtigung der im Übrigen zu beachtenden Aspekte sollten nach Auffassung der Gesellschaft bei der Zusammensetzung des Vorstandes wie auch bei den Vorschlägen zur Aufsichtsratswahl vielmehr die in dem jeweiligen Geschäfts- bzw. Verantwortungsbereich erforderlichen Kenntnisse, Fähigkeiten und Erfahrungen für die Auswahl des geeigneten Kandidaten maßgeblich sein.

Baden-Baden, den 3. Mai 2011

GRENKELEASING AG

Der Aufsichtsrat Der Vorstand"

Aktie und Investor Relations

Der Kurs der GRENKE-Aktie verbesserte sich im Geschäftsjahr 2011 per Saldo um 2,7 Prozent. Nach einem Jahresschlusskurs 2010 von 37,99 EUR beendete sie das Geschäftsjahr 2011 mit 39,00 EUR (XETRA-Schlusskurse, auch im Folgenden). Die Aktie entwickelte sich nahezu das gesamte Jahr über besser als ihre Benchmarkindizes, die Preisindizes des SDAX und des Branchensektors DAXsector Financial Services. Bis Jahresmitte war sie um 15 Prozent gestiegen, der SDAX-Preisindex hingegen nur um 6,7 Prozent. Die deutschen Finanzdienstleister wiesen per Saldo ein insgesamt gehaltenes Niveau auf. Im Zuge der Bekanntgabe des Neugeschäftsverlaufs des ersten Halbjahrs 2011 und des Hochstufens unserer Gesamtjahresprognose legte die GRENKE-Aktie zunächst kräftig zu und erreichte am 7. Juli mit 45,83 EUR ihren Jahreshöchststand.

Dieser sehr positive Kursverlauf wurde jedoch jäh unterbrochen, als die europäische Verschuldungskrise eskalierte. Die Kapitalmärkte gerieten daraufhin in Turbulenzen. Der allgemeinen Marktkorrektur konnte sich auch die GRENKE-Aktie nicht entziehen. Die Aktie, der SDAX und der DAXsector Financial Services büßten circa 25 Prozent von ihren jeweiligen Spitzenniveaus ein. Der Einbruch führte die GRENKE-Aktie am 19. August, demvorläufigen Ende der Korrektur, auf den bis dahin niedrigsten Kurs des Jahres bei 34,06 EUR.

Im weiteren Jahresverlauf wurde dieses Niveau noch zweimal getestet: am 13. September – hier wurde mit 33,98 EUR der Jahrestiefstkurs markiert – und am 1. Dezember bei 34,00 EUR. Die Indizes konnten sich nach der scharfen Korrektur im Sommer nicht mehr wesentlich erholen und bewegten sich auf den ermäßigten Niveaus bis Jahresende per Saldo seitwärts. Die GRENKE-Aktie legte hingegen im Dezember wieder deutlich zu. Von ihrem Tiefpunkt im September ist sie damit um knapp 15 Prozent gestiegen und hat das Jahr 2011 insgesamt mit einem leichten Kursgewinn abgeschlossen.

Dividendenpolitik

Die Dividendenpolitik der GRENKELEASING AG orientiert sich unverändert an den Kriterien Kontinuität, Ertrag und Sicherung der Eigenkapitalbasis für die künftige Expansion. Daher bietet sich die GRENKE-Aktie Investoren als Anlage mit laufendem Einkommen bei gleichzeitig attraktiven Wachstumsperspektiven und hohem innerem Wert an.

Der GRENKE Konzern weist traditionell eine gute Eigenkapitalausstattung auf. Unsere strategische Zielgröße liegt bei 16 Prozent. Diese stellt die Basis für unser hohes Rating dar und gewährt uns entsprechend attraktive Zugangsmöglichkeiten zu unterschiedlichen Refinanzierungsquellen. Während der für die internationale Finanzbranche sehr schwierigen Krisenjahre wurde die Eigenkapitalquote aus Risikoerwägungen gezielt über dieses Niveau hinaus ausgeweitet. Im Zuge der wieder deutlich stärkeren Wachstumsorientierung unseres Geschäfts ab dem zweiten Halbjahr 2009 wurde die Quote sukzessive wieder an die Zielmarke herangeführt. Ende 2010 lag sie bei 17,2 Prozent, zum Bilanzstichtag des Berichtsjahres bei 16,1 Prozent.

Die solide, aktiv gesteuerte Eigenkapitalausstattung des GRENKE Konzerns bleibt die wichtigste Grundlage für unsere weitere schnelle Expansion in der Zukunft. Im Rahmen dieser langfristigen strategischen Vorgabe gestalten wir die Ausschüttungspolitik ertragsorientiert. Entsprechend wurde die Dividende im letzten Jahr angehoben. Dies auch, weil wir davon überzeugt waren, die erhöhte Ausschüttung künftig mindestens beibehalten zu können. Die Ertragsentwicklung im Berichtsjahr hat diese Einschätzung eindrucksvoll bestätigt. In den nächsten Jahren erwarten wir unverändert eine weitere zügige Geschäftsausweitung bei steigenden Erträgen. Vorstand und Aufsichtsrat werden der Hauptversammlung der GRENKELEASING AG am 10. Mai 2012 daher für das Geschäftsjahr 2011 eine Dividende in Höhe von 0,75 EUR je Aktie vorschlagen. Im Vorjahr wurden 0,70 EUR je Aktie ausgeschüttet.

Investment Case

Unsere Aktie positionieren wir am Kapitalmarkt mit vier herausragenden Kriterien:

  • unsere nachhaltig erfolgreiche Wachstumsstrategie,
  • die Marktführerschaft in unserem Kerngeschäft,
  • unser langjährig bewährtes Risikomanagement inklusive der MaRisk-Anforderungen
  • sowie den hohen inneren Wert unserer Aktie gemessen an Return on Equity und Embedded Value.

Wir konzentrieren unser Geschäft auf margenstarke Marktbereiche und steuern es konsequent nach dem Deckungsbeitrag 2 (operative Erträge der Leasingverträge abzüglich Risiko- und variable Verwaltungskosten). Unser Ziel bleibt, schnell zu expandieren und daraus Gewinndynamik zu erzielen. Die wesentliche Voraussetzung hierfür, nämlich die effiziente Kontrolle von Kosten und Risiko, stellen wir mit unserer ausgereiften Risikomanagementstrategie sicher. Darüber hinaus sind wir in der Lage, auf Marktveränderungen flexibel zu reagieren und gleichzeitig angemessene Risikoprämien zu erzielen. Dies hat sich während der Finanzmarktkrise in hohem Maße bewährt.

Die Refinanzierungskosten konnten wir 2011 wie schon in den Vorjahren voll am Markt weitergeben und das Zinsergebnis deutlich ausbauen. Hierdurch haben wir den im Nachgang der Rezession unvermeidlichen Anstieg der Schadenquote wirksam abgefedert. Eine weitere, sehr wesentliche Qualität unseres Kosten- und Risikomanagements stellt seine Funktion als Markteintrittsbarriere für potenzielle Wettbewerber dar. Zusammen mit unserem ausgefeilten Vertriebssystem bleiben wir damit für künftiges Wachstum gut gerüstet.

Investor Relations

Im Rahmen unserer Investor-Relations-Aktivitäten pflegen wir einen offenen und kontinuierlichen Informationsaustausch mit Anlegern, Analysten und Medienvertretern. Mit zahlreichen Roadshows und bei Investorenkonferenzen in den wichtigen Finanzzentren Europas hat der Vorstand auch im Geschäftsjahr 2011 den Kapitalmarktteilnehmern das Geschäftsmodell der GRENKE Gruppe erläutert und zur Unternehmensentwicklung berichtet. Zusätzlich stehen wir Marktteilnehmern und Medienvertretern regelmäßig in Einzelgesprächen sowie in Telefonkonferenzen zur Verfügung. Mit dieser aktiven Kommunikationspolitik haben wir unsere Investorenbasis in den letzten Jahren kontinuierlich ausgeweitet.

Darüber hinaus betrachten wir die Hauptversammlung als zentrales Forum zur Pflege unserer Kontakte zu den Aktionären. Die breite Öffentlichkeit kann über unsere Internetseite daran teilnehmen: Wir übertragen die Hauptversammlungsrede des Vorstands sowie die Generaldebatte als Live-Stream. Selbstverständlich sind stets alle aktuellen Investor-Relations-Nachrichten, Pressemeldungen sowie Geschäfts- und Quartalsberichte auf der Internetseite abrufbar. Interessierte können außerdem unseren News-Service nutzen.

Auch hinsichtlich der Qualität und Zeitnähe unserer Informationen wollen wir zu den führenden Unternehmen gehören. Bereits am zweiten Arbeitstag des folgenden Quartals veröffentlichen wir für das abgelaufene Quartal die Zahlen zum Neugeschäft sowie dessen Deckungsbeiträge. Der geprüfte Konzernabschluss des Geschäftsjahres wird bereits Anfang Februar des darauf folgenden Jahres veröffentlicht. Unsere Internetseite www.grenke.de bietet zudem einen benutzerfreundlichen interaktiven Jahresfinanzbericht. Und im Sinne einer hohen Transparenz geht unsere Berichterstattung deutlich über das geforderte Mindestmaß hinaus.

Rating

In einer Analyse vom 8. Dezember 2011 hat die Agentur Standard & Poor's das Rating der GRENKELEASING AG mit stabilem Ausblick erneut bestätigt. Als wesentliche Faktoren wurde eine breite Diversifikation unseres Forderungsportfolios, ein starkes Risikomanagement, eine sehr solide Kapitalisierung und angemessene Liquidität sowie eine sehr hohe Profitabilität hervorgehoben. Mit dieser sehr positiven Einstufung bleibt unser Standing auf den Kapitalmärkten unverändert gut. Die Einschätzungen von Standard & Poor's lauten im Einzelnen:

Issuer Credit Rating


Counterparty Credit Rating
BBB+ Stable/A-2
--------------------------------- -- -----------------
  • Senior Unsecured BBB
  • Short-Term Debt A-3

Die GRENKE-Aktie auf einen Blick

Kürzel GLJ
Kürzel Bloomberg GLJ_GR
Kürzel Reuters GKLG.DE
ISIN DE0005865901
Marktsegment Prime Standard
Index SDAX
Designated Sponsors Close Brothers Seydler Bank AG;
WestLB
Gesamtzahl ausstehender und eingetragener Aktien 13.684.099
Gattung Stückaktien
Nennwert je Stück (rund) 1,28 EUR
Aktionärsstruktur:
Freefloat (Streubesitz) nach Ziffer 1.7 des aktuellen "Leitfaden zu den Aktienindizes der Deutschen Börse" 54,90%
Poolvertrag Familie Grenke (Wolfgang, Anneliese, Moritz, Roland, Oliver Grenke) 45,10%
2011 2010 2009 2008 2007
Schlusskurs letzter Handelstag
(XETRA) 39,00 EUR 37,99 EUR 29,50 EUR 17,82 EUR 22,90 EUR
Höchster variabler Kurs 46,00 EUR 38,50 EUR 30,22 EUR 28,20 EUR 42,00 EUR
Tiefster variabler Kurs 32,55 EUR 28,70 EUR 17,82 EUR 17,40 EUR 19,60 EUR
Börsenkapitalisierung Schlusskurs 534 Mio. EUR 520 Mio. EUR 404 Mio. EUR 243 Mio. EUR 313 Mio. EUR
Ergebnis je Aktie 2,87 EUR 2,03 EUR 1,80 EUR 2,42 EUR 2,35 EUR
Kurs-Gewinn-Verhältnis
(Basis: Schlusskurs) 13,6 18,7 16,4 7,4 9,8
Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2011 22
Gesellschaftsrechtlicher Rahmen 22
Unternehmensprofil 22
Geschäftsmodell 22
Entwicklung und Struktur der Dienstleistungen 23
Internationale Präsenz 24
Wachstumsstrategie der GRENKE Gruppe 24
Unternehmenssteuerung 25
Geschäftsjahr 2011 27
Wirtschaftliche Rahmenbedingungen und Branchenentwicklung 27
Wesentliche Entwicklungen des Geschäftsjahres 28
Bericht zur Ertragslage 30
Bericht zur Finanz- und Vermögenslage 32
Gesamtaussage zur wirtschaftlichen Lage des GRENKE Konzerns 34
Weitere Informationen 34
Struktur des Kunden- und Lieferantenportfolios sowie des Vertriebs 34
Forschung und Entwicklung 35
Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren 35
Personal
Veränderungen in den Organen
37
38
Vergütungsbericht 38
Aktienbesitz und Aktiengeschäfte der Organe 40
Abhängigkeitsbericht 40
Angaben nach § 315 Abs. 4 HGB 41
Corporate Governance 42
Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289 a HGB 44
Risikomanagementbericht 46
Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Ende des Geschäftsjahres 2011 59
Bericht zu Prognosen und sonstigen Aussagen zur voraussichtlichen Entwicklung 59
Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 2011 62
Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung 62
Konzern-Gesamtergebnisrechnung 63
Konzern-Bilanz 64
Konzern-Kapitalflussrechnung 66
Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung 68
Konzernanhang für das Geschäftsjahr 2011 69
Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers 148
Erklärung nach § 297 (2) S. 4 HGB und § 315 (1) S. 6 HGB 149

Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2011

Gesellschaftsrechtlicher Rahmen

DerGRENKELEASINGAGKonzern (imFolgenden: "GRENKE Konzern") geht zurück auf ein Einzelunternehmen, das 1978 gegründet wurde. Die GRENKELEASING AG wurde 1997 gegründet. Sie stellt eine Betriebsaufspaltung mit der Grenke Investitionen Verwaltungs KGaA dar, wobei die GRENKELEASING AG Betriebs- und die Grenke Investitionen Verwaltungs KGaA Besitzgesellschaft ist. Die Unternehmen wurden ursprünglich gegründet, um die Aktivitäten verschiedener Gesellschaften zu bündeln, auf die Wolfgang Grenke einen beherrschenden Einfluss ausübte.

Der GRENKE Konzern ist international tätig und dehnt seine Präsenz kontinuierlich aus. Hierfür werden zwei Expansionsmodelle genutzt: Zum einen sind wir in vielen Ländern mit eigenen Tochtergesellschaften vertreten, die zum Teil in ihren jeweiligen lokalen Märkten eigene Niederlassungen gegründet haben. Zum anderen haben wir für das Erschließen neuer regionaler Märkte sowie für die Expansion mit neuen Finanzierungsprodukten ein Franchisemodell etabliert.

An den rechtlich selbstständigen Gesellschaften der Franchisenehmer sind wir nicht beteiligt. Die GRENKELEASING AG besitzt aber jeweils das Recht, die Gesellschaft nach einer vorher vereinbarten Frist von mehreren Jahren zu erwerben. Der Kaufpreis ergibt sich dabei aus einer bereits bei Vertragsabschluss fest vereinbarten Berechnungsformel, die Marktparameter sowie die individuelle Performance der Gesellschaft berücksichtigt.

In der Regel erfolgt eine Übernahme nach vier bis sechs Jahren. Im Rahmen des Franchisevertrags stellt die GRENKELEASING AG ihren Franchisepartnern Know-how, betriebliche Infrastruktur, eine Reihe von Dienstleistungen sowie die Erlaubnis zur Nutzung der Namensrechte zur Verfügung. Im Berichtsjahr haben wir die Gesellschaft unseres früheren ungarischen Franchisenehmers übernommen. Diese Transaktion hat die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage des GRENKE Konzerns nicht wesentlich beeinflusst. In weiteren Ländern besteht die Option der Übernahme der jeweiligen Gesellschaften mit Wirkung für das Geschäftsjahr 2012.

Im Regelfall übernimmt der GRENKE Konzern über seine Tochtergesellschaft in Irland die Refinanzierung der Finanzierungsverträge, die der Franchisenehmer mit seinen Kunden abschließt, über den Ankauf der Forderungen der Franchisenehmer oder durch Saleand-lease-back-Vereinbarungen. Durch diese Refinanzierung generiert der GRENKE Konzern einen Teil seines eigenen Neugeschäfts. Teilweise schließen die Franchisenehmer Leasingverträge auch im Rahmen eines Kommissionsmodells ab, sodass der GRENKE Konzern direkt als Leasinggeber auftritt.

In diesem Lagebericht wird daher unterschieden zwischen dem GRENKE Konzern, das heißt der GRENKELEASING AG und aller ihrer konsolidierten Tochter- und Zweckgesellschaften gemäß den IFRS, sowie der GRENKE Gruppe, das heißt dem GRENKE Konzern inklusive Franchisepartner.

Unternehmensprofil

Geschäftsmodell

Der Ursprung der GRENKE Gruppe geht auf die Geschäftsidee zurück, Leasingfinanzierungen mit IT-basierten Prozessen zu standardisieren und auf diese Weise auch für kleine IT-Produkte wirtschaftlich sinnvoll anbieten zu können. Damit haben wir einen Markt definiert und entwickelt, den es damals nicht gab und der bis heute von der breiten Mehrheit der Leasinganbieter nicht adressiert wird. Wir finanzieren IT-Produkte ab einem Netto-Anschaffungswert von 500 EUR. Im Geschäftsjahr 2011 lag der Mittelwert je Leasingvertragsabschluss bei rund 8.178 EUR nach rund 7.693 EUR im Vorjahr.

Um Finanzierungen mit einem derart niedrigen Volumen wirtschaftlich effizient realisieren zu können, müssen diese Verträge zu sehr niedrigen Kosten pro Vertrag abgewickelt werden können. Entsprechend ist das Geschäftsmodell der GRENKE Gruppe auf die Maximierung seiner Effizienz ausgerichtet. Standardisierung, umfassende IT-gestützte Automatisierung und Schnelligkeit stellen wesentliche Alleinstellungsmerkmale dar und definieren wichtige Markteintrittshürden in unseren Markt.

Unser breit gefächertes Finanzierungsangebot entwickeln wir fortlaufend weiter. Die einzelnen Alternativen sind jedoch jeweils hoch standardisiert und die kundenindividuell wählbaren Parameter begrenzt. Sämtliche Leasingverträge des GRENKE Konzerns werden zentral am Stammsitz in Baden-Baden verwaltet und automatisiert abgewickelt. Risiken und Ausfallquoten der Finanzierungen messen und kalkulieren wir mit unserem intern aufgebauten und ständig weiter optimierten IT-basierten Scoring-Verfahren. So begrenzen wir die Kosten von Bonitätsprüfungen und können Vertrags- und Zahlungszusagen innerhalb kürzester Zeit erteilen. Unser Forderungsbestand ist nicht nur aufgrund des niedrigen Volumens der Einzelverträge diversifiziert; unser Schwerpunkt bei IT-Produkten für den kaufmännischen Einsatz in Büros ermöglicht darüber hinaus eine breite Verteilung über die unterschiedlichsten Branchen.

Auch im Vertrieb stehen Diversifikation, Schnelligkeit und Kostenbegrenzung im Mittelpunkt unseres Geschäftsmodells. Wir setzen daher auf den indirekten Vertrieb über unabhängige Fachhandelspartner. Diese bieten ihren Kunden – kleinen und mittelständischen Unternehmen ("KMU") – am Point of Sale unterschiedliche Finanzierungsalternativen an. Entscheidend für die Wahl der GRENKE Gruppe als Finanzierungspartner ist, neben einem marktgerechten Preis, das Unterstützen des Fachhandels bei einem Abschluss seines eigenen Geschäfts durch möglichst zeitnahe Zusagen.

Mit unserem webbasierten Online-Tool können wir diese in der Regel innerhalb von zehn Minuten geben. Über dieses Tool werden inzwischen 74 Prozent aller Finanzierungsanfragen der GRENKE Gruppe generiert, in Deutschland sogar 79 Prozent. Zusätzlich unterstützt unsere eigene Vertriebsmannschaft unsere Fachhandelspartner aktiv bei allen Fragen rund um das Thema Leasing. Auf diese Weise machen wir ein im Small-Ticket-Bereich einzigartiges Angebot, mit dem wir uns im Wettbewerb klar differenzieren.

Risikobegrenzung durch Diversifikation ist unsere Philosophie: Nicht nur bei Leasingnehmern und Vertriebspartnern zielen wir darauf ab, Klumpenrisiken zu vermeiden. Bei den IT-Produkten sind wir gleichfalls herstellerunabhängig aufgestellt. Und nicht zuletzt bauen wir unsere ohnehin breite Palette an Refinanzierungsinstrumenten konsequent weiter aus.

Dieses Geschäftsmodell haben wir im Markt für Small-Ticket-IT-Leasing entwickelt und etabliert. Sukzessive haben wir zudem die Finanzierung anderer Güter übernommen und bauen zusätzliche Finanzprodukte sowohl auf der Aktiv- als auch auf der Passivseite unser Bilanz auf. IT-unterstützte Standardisierung der Geschäftsprozesse, indirekter oder reiner Online-Vertrieb und breite Diversifikation zum Begrenzen von Risiken werden dabei weiterhin unser Geschäftsmodell auszeichnen.

Entwicklung und Struktur der Dienstleistungen

Der Schwerpunkt unseres Finanzierungsbestands liegt unverändert im Bereich Small-Ticket-IT-Leasing. Hier finanzieren wir ein breites Portfolio an Gütern hauptsächlich der Informationstechnologie, darunter insbesondere IT-Geräte und -Anlagen, Drucker, Kopierer und nachrichtentechnische Produkte sowie Software. Die Struktur des finanzierten Güterportfolios hat sich im Berichtsjahr nicht wesentlich verändert. Sie resultiert aus Art und Umfang der Nutzung der Produkte in den Büroumgebungen des europäischen Mittelstands.

Wir sind dabei, in der GRENKE Gruppe unsere Angebotspalette für KMU zielgerichtet um weitere Finanzprodukte zu erweitern. Zu diesen gehören neben dem Ankauf betragsmäßig kleinerer Forderungen (Factoring) sowie dem Autoleasing verschiedene Finanzierungen der GRENKE BANK AG, die sie in Kooperation mit der NRW.Bank – der Förderbank des Landes Nordrhein-Westfalen –, derKfW-Mittelstandsbankbzw.derL-BankinBaden-Württemberganbietet.ImJanuar2012wurdezudemeinevergleichbareKooperation mit der Thüringer Aufbaubank – der Förderbank des Freistaats Thüringen – etabliert.

Die GRENKE BANK AG bietet zudem inzwischen diverse weitere Produkte wie Zahlungsverkehrskonten in Euro oder in Fremdwährung und einfache Anlageprodukte wie Festgelder oder Sparbriefe für unsere gewerblichen Kunden an. Mit unseren Tages- und Festgeldangeboten sprechen wir darüber hinaus auch Privatkunden an.

Internationale Präsenz

Die GRENKE Gruppe ist ein europäischer Anbieter von Finanzdienstleistungen für KMU. Im vergangenen Geschäftsjahr haben wir 62 Prozent unseres Neugeschäfts außerhalb Deutschlands generiert. Wesentliche Einzelmärkte sind insbesondere Frankreich sowie Italien, wo wir schon seit mehreren Jahren unser Geschäft schnell ausweiten. Auch in Großbritannien steigern wir unseren Marktanteil gegenwärtig zügig, sodass dies inzwischen unser viertgrößter internationaler Markt ist. In der Schweiz sind wir genauso wie in Deutschland klarer Marktführer im Small-Ticket-IT-Leasing.

Wir fokussieren uns aktuell darauf, unser Netzwerk zu verdichten und die Nähe zu unseren Kunden zu erhöhen. Dazu hat der GRENKE Konzern im Berichtsjahr insgesamt sieben neue Standorte in Dänemark, Frankreich, Großbritannien, Irland und Italien eröffnet. Ferner ist bei unseren Franchisepartnern in Spanien und in Portugal je ein weiterer Standort hinzugekommen. Und nicht zuletzt konnten wir mit dem Abschluss eines neuen Franchisevertrags für die Türkei – dem wachstumsstärksten Land in Europa – den Eintritt in diesen hoch attraktiven Markt realisieren. Zusätzlich denken und planen wir bereits über Europa hinaus und bereiten intensiv den Markteintritt in Brasilien vor – dem bevölkerungsreichsten Staat Südamerikas und der sechstgrößten Volkswirtschaft der Welt.

Wachstumsstrategie der GRENKE Gruppe

Die GRENKE Gruppe ist auf Wachstum ausgerichtet. In den vergangenen fünf Jahren haben wir das Neugeschäft um durchschnittlich 13 Prozent pro Jahr ausgeweitet. Wir können mit unserem etablierten Geschäftsmodell, unseren ausgereiften Geschäftsprozessen und unserem ausgefeilten IT-basierten Scoring-Modell genauso in gesamtwirtschaftlich starken wie während rezessiven Perioden profitieren. Dies haben wir in den vergangenen Jahren unter Beweis gestellt. Mit unserer internationalen Präsenz, dem 2011 erfolgten Markteintritt in der Türkei und dem Vorbereiten unserer Expansion nach Brasilien wird es künftig sogar noch leichter, sich gezielt auf die jeweils bestehenden Chancen in den einzelnen Absatzmärkten zu konzentrieren.

Derzeit ist die GRENKE Gruppe in 23 europäischen Ländern mit 23 Standorten in Deutschland sowie mit 52 Standorten international präsent. Wir setzen darauf, durch zusätzliche Standorte auch künftig unsere Marktanteile weiter auszubauen. Im Zuge der Finanzmarktkrise 2008 sowie der aktuellen Staatsschuldenkrise haben viele Wettbewerber ihr Angebot im Small-Ticket-IT-Leasing reduziert oder sich sogar ganz aus dem Markt zurückgezogen.

Anbieter aus der Bankenbranche sind zudem häufig durch Verluste in anderen Geschäftsfeldern belastet und sehen sich deutlich steigenden regulatorischen Anforderungen ausgesetzt. Dies verbessert unsere Perspektiven zusätzlich. Für das Beschleunigen des Eintritts in neue Länder gründen wir dort in einem ersten Schritt häufig keine eigene Tochtergesellschaft, sondern schließen einen Vertrag mit einem unternehmerisch geprägten Franchisenehmer, der unseren Zielmarkt gut kennt. Er übernimmt die Aufbauarbeit der ersten Jahre und positioniert die Marke GRENKE im Markt.

Jenseits unseres regionalen Wachstums fächern wir unsere Produktpalette und unser Angebot an Finanzierungslösungen kontinuierlich weiter auf. Dabei konzentrieren wir uns auf indirekte und Online-Vertriebswege sowie auf eine automatisierte Vertragsabwicklung. Zur Begrenzung von Risiken steuern wir unsere Expansion so, dass eine breite Diversifikation unseres Portfolios über Kunden und Branchen hinweg sowie kleine durchschnittliche Volumina gewährleistet bleiben. Darüber hinaus konzentrieren wir uns bei unseren Finanzierungsangeboten auf gewerbliche Kunden. Kompromisse hinsichtlich unserer strategischen Zielgrößen bei Eigenkapitalausstattung und Profitabilität gehen wir nicht ein. Abstriche bei einem angemessenen Risk-Return-Profil machen wir ebenfalls weiterhin nicht.

Zu unseren neueren Produkten gehören seit Frühjahr 2010 bzw. 2011 zusätzliche Angebote der GRENKE BANK AG im Bereich der Existenzgründungsfinanzierungen. Dieses Geschäft entwickelt sich erfreulich. Das insgesamt von uns vermittelte Volumen belief sich im Berichtsjahr auf 1,5 Mio. EUR nach 0,3 Mio. EUR im Vorjahr.

In Kooperation mit der NRW.Bank, der Förderbank des Landes Nordrhein-Westfalen, vermitteln wir an kleine und mittlere Unternehmen sowie an Freiberufler in Nordrhein-Westfalen Fördergelder für die Leasingfinanzierung betrieblicher Neuanschaffungen. Die Kooperation wurde im Berichtsjahr ausgebaut und von der NRW.Bank im Sommer 2011 ein weiteres Globaldarlehen in Höhe von insgesamt 15,0 Mio. EUR an uns vergeben. Bis Jahresende 2011 konnten bereits 3.319 Verträge (im Vorjahr: 1.805) generiert werden. ImJanuar 2012 wurde auchmit der Thüringer Aufbaubank – der Förderbank des Freistaats Thüringen – eine vergleichbare Kooperation etabliert. In diesem Rahmen hat sie uns ein erstes Globaldarlehen über 5,0 Mio. EUR gewährt.

Zudem konnte die GRENKE BANK AG im Frühjahr 2011 auf das erste Jahr ihrer Akkreditierung durch die KfW-Mittelstandsbank für deren Existenzgründungsprogramm "KfW-StartGeld" zurückblicken. Mit diesem Programm fördert sie Existenzgründer, Freiberufler und kleine Unternehmen, die noch nicht länger als drei Jahre bestehen. Unsere Banktochter hat auf der Basis unserer langjährigen und umfassenden Erfahrungen im Bereich IT-gestützter Vertragsabwicklungen eine innovative Internetplattform aufgebaut, die einen einfachen und schnellen Zugang zum "KfW-StartGeld" ermöglicht.

Seit Anfang des Jahres 2011 können Existenzgründer über die GRENKE BANK AG auch Mittel des Förderprogramms "Startfinanzierung 80" der L-Bank in Baden-Württemberg in Anspruch nehmen. Hier stellt die Bürgschaftsbank des Landes Baden-Württemberg eine 80-prozentige Haftungsfreistellung gegenüber der GRENKE BANK AG für jede bewilligte Finanzierung.

Das maximal geförderte Kreditvolumen der KfW-Mittelstandsbank wurde kürzlich von 50.000 EUR auf 100.000 EUR je Antrag angehoben, sodass nun sowohl das Programm der L-Bank als auch das der KfW einen Fremdfinanzierungsrahmen für Existenzgründer von 100.000 EUR aufweist. Der KfW-Gründerkredit "StartGeld" ist bundesweit einsetzbar, die "Startfinanzierung 80" der L-Bank beschränkt sich auf das Land Baden-Württemberg.

Unternehmenssteuerung

Eigenkapitalquote und Return on Equity sind unverändert die maßgeblichen Zielgrößen

Das Erzielen eines nachhaltig hohen Return on Equity bei gleichzeitig solider Eigenkapitalausstattung steht im Mittelpunkt unserer Unternehmenssteuerung. Die Zielgrößen betragen sowohl bei der Eigenkapitalquote als auch bei der Nachsteuerrendite auf das Eigenkapital seit vielen Jahren jeweils 16 Prozent. Beide Größen betrachten wir als wesentliche Voraussetzungen für das Absichern unseres guten Ratings. Ferner stellen sie die Eckpfeiler einer attraktiven Bewertung unserer Aktie dar.

Aufgrund unserer hohen Ertragsstärke blieb die Eigenkapitalquote im Geschäftsjahr 2011 trotz der anhaltend zügigen Expansion weiterhin auf einem soliden Niveau. Mit 16,1 Prozent am Ende des Berichtsjahres lag sie nur wenig unter dem Stand von 17,2 Prozent zum Ende des Geschäftsjahres 2010 und unverändert über unserer Zielmarke von 16 Prozent. Wir haben damit gleichzeitig die leichte Überkapitalisierung, die wir in der letzten Rezession zur Risikoabsicherung gezielt aufgebaut hatten, moderat zurückgeführt und die Mittel in das laufende Geschäft investiert.

Die Eigenkapitalrendite nach Steuern haben wir im Geschäftsjahr 2011 kräftig auf 12,4 Prozent nach 9,7 Prozent ausgeweitet. Die bei uns geschäftstypisch mit einem Zeitversatz in den Schäden sichtbar gewordenen Belastungen der Finanzmarktkrise 2008 sind dabei abzuklingen. Wir sind damit auf gutem Weg zurück zu unserer Zielgröße von 16 Prozent. Besondere Bedeutung messen wir darüber hinaus der Stabilität der Rentabilität bei. Diese steuern wir über unser ausgefeiltes Scoring-Modell zur Risikomessung. Wir zielen dabei darauf ab, in allen unseren Märkten Risiken präzise zu messen, um ein attraktives Risk-Return-Profil erreichen zu können. Zudem sind wir inzwischen europaweit breit genug aufgestellt, um unser Wachstum auf Märkte mit überdurchschnittlichen Perspektiven konzentrieren zu können. Nicht zuletzt haben wir in den vergangenen Jahren sehr erfolgreich unsere zinsunabhängigen Ertragsquellen ausgebaut. Auf sie entfielen im Berichtsjahr die Hälfte der operativen Erträge insgesamt.

Auf der Aufwandsseite verfügen wir inzwischen über ein derart großes internationales Netzwerk, dass die relative Bedeutung neuer Standorte und die mit ihnen einhergehenden Vorlaufkosten deutlich geringer als in der Vergangenheit geworden sind. Entsprechend blieb der Anstieg der operativen Aufwendungen im Geschäftsjahr 2011 signifikant unter dem der operativen Erträge insgesamt.

Breite Palette an Instrumenten zum Optimieren der Refinanzierung des GRENKE Konzerns

Der GRENKE Konzern nutzt bereits seit vielen Jahren eine breite Palette an Refinanzierungsinstrumenten. Damit sichern wir nicht nur unsere jederzeit ausreichende Refinanzierung ab, sondern können auch unterschiedliche Entwicklungen auf den jeweiligen Teilmärkten der einzelnen Instrumente zumStärken unserer Wettbewerbskraft nutzen.

Wir pflegen alle unsere Instrumente durch einen kontinuierlichen Marktauftritt, um jederzeit über eine eigene, marktnahe Einschätzung bezüglich der Entwicklung der Märkte und ihrer Aufnahmebereitschaft hinsichtlich unserer Emissionen zu verfügen. Angesichts absehbar steigender regulatorischer Anforderungen an kreditgebende Banken rechnen wir künftig mit einem zunehmenden Wettbewerb um Kapital an den Fremdkapitalmärkten. Wir sind überzeugt davon, mit unserer langjährig etablierten Reputation an diesen Märkten über einen strategischen Wettbewerbsvorteil zu verfügen.

Deshalb fühlen wir uns traditionell gerade bei der Darstellung unserer Aktivitäten auf den Refinanzierungsmärkten zu umfassender Transparenz verpflichtet. Nicht zuletzt im Interesse eines nachvollziehbaren, wettbewerbsfähigen Ratings haben wir immer alle Instrumente in einer Form strukturiert, die von Anfang an und in vollem Umfang eine bilanzielle Erfassung erforderte. Off-Balance-Strukturen wurden bewusst nicht eingesetzt. Diese Politik werden wir fortsetzen, sodass jederzeit eine volle Transparenz hinsichtlich der Verpflichtungen des GRENKE Konzerns gewährleistet ist.

Über Zweckgesellschaften nutzen wir Asset-Backed-Commercial-Paper-("ABCP"-)Programme. Ferner haben wir im Rahmen eines Debt-Issuance-Programms ("DIP") Schuldscheindarlehen, Schuldverschreibungen und Anleihen emittiert. Zudem konnten wir im Februar 2010 zum zweiten Mal einen ABS-Bond platzieren. Im Oktober 2011 haben wir erfolgreich ein Programm zur Finanzierung über Commercial Papers aufgelegt und damit unsere Finanzierungsalternativen im Bereich von Emissionen mit Laufzeiten bis zu einem Jahr erweitert. Die von uns vermittelten Förderdarlehen refinanzieren wir über Globaldarlehen der jeweiligen Förderinstitute.

Nicht zuletzt refinanzieren wir uns zu einem substanziellen Anteil durch Bankeinlagen über die Online-Plattform www.grenkebank.de der GRENKE BANK AG. Zusammen mit der soliden Eigenkapitalausstattung des GRENKE Konzerns haben wir die Instrumente zur Verfügung, um auch hohe Wachstumschancen kurzfristig wahrnehmen zu können. Dies haben wir im Berichtsjahr erneut unter Beweis gestellt.

Im Tagesgeschäft steht das Sichern der permanenten Zahlungsfähigkeit des GRENKE Konzerns im Vordergrund. Hierfür werden in der GRENKELEASING AG jederzeit ausreichende Mittel zur Refinanzierung der eigenen Leasingforderungen wie die der Tochtergesellschaften vorgehalten. Die liquiden Mittel des GRENKE Konzerns werden von der in Irland ansässigen Tochtergesellschaft GRENKE FINANCE Plc. in einem Cashpool-Verfahren für die Konzerngesellschaften verwaltet. Für die Finanzierung unserer internationalen Expansion bemühen wir uns darüber hinaus teilweise um die Finanzierung vor Ort bzw. in lokaler Währung. Rahmenverträge bestehen derzeit insbesondere in Großbritannien, Polen und in der Schweiz.

Geschäftsjahr 2011

Wirtschaftliche Rahmenbedingungen und Branchenentwicklung

Das Geschäft der GRENKE Gruppe weist insgesamt nur eine geringe Abhängigkeit vom Verlauf der Gesamtwirtschaft auf. Wir haben gerade in der jüngeren Vergangenheit gezeigt, dass wir nicht zuletzt in wirtschaftlich schwierigen Zeiten wachsen können. Dies trifft insbesondere auf unser Neugeschäft zu, das wir aktiv gestalten. Hier kommt den wesentlichen Branchentrends – wie zum Beispiel der Geschäftspolitik der Banken im Leasinggeschäft oder den steigenden regulatorischen Anforderungen in diesem Sektor – eine deutlich größere Bedeutung zu.

Hinsichtlich des allgemeinen Wirtschaftsverlaufs übt zum einen das konjunkturbedingte Auf und Ab der Insolvenzen einen gewissen Einfluss auf die Schadenquote im GRENKE Konzern aus. Dies zeigt deren Entwicklung im Vergleich mit dem EULER HERMES Insolvenzindex (siehe Grafik). Zum anderen hat der generelle Zinstrend Rückwirkungen auf die Refinanzierungskosten der GRENKE Gruppe. Diese Einflussfaktoren werden jedoch wirkungsvoll abgefedert.

So können wir die Zusagen von Leasinganfragen mit unserem langjährig erprobten Scoring-Verfahren sehr kurzfristig entsprechend unserer eigenen Risikoeinschätzungen steuern. Diese Steuerung nehmen wir, gestaffelt nach Risikoklassen, sowohl hinsichtlich der absoluten Anzahl der Zusagen als auch die risikogewichtete Marge betreffend vor. Beides haben wir nach Ausbruch der Finanzmarktkrise im Vorgriff des zu erwartenden Anstiegs der Schadenquote getan: Die Zusagen wurden restriktiver gehandhabt und die Margen erhöht. Damit hat der Anstieg der Schadenquote auch in der jüngsten Krise die während eines wirtschaftlichen Abschwungs übliche Größenordnung nicht überschritten.

Der Einfluss der Markt- und Notenbankzinsen auf unsere Refinanzierungskosten ist ebenfalls begrenzt. Die GRENKE Gruppe verfügt über eine breite Palette von Refinanzierungsinstrumenten, die wir je nach Marktlage und erwarteter Zinsentwicklung flexibel einsetzen. Mit unserem guten Credit-Rating hatten wir auch während der Finanzkrise jederzeit Zugang zu Finanzierungsmitteln, sei es über Programme mit Banken, über unseren Direktzugang zum Kapitalmarkt oder über das aktiv gesteuerte Einlagengeschäft mit der GRENKE BANK AG.

Wesentliche Entwicklungen des Geschäftsjahres

Hohes Wachstum von Neugeschäft und Profitabilität bei weiterhin konsequenter Risikosteuerung

Die herausragenden Entwicklungen des Geschäftsjahres 2011 waren ein anhaltend starkes Wachstum in unseren wichtigstenMärkten bei gleichzeitig verbesserten Deckungsbeitrag-2-("DB2"-)Margen des Neugeschäfts und konsequenter Risikosteuerung sowie eine kräftig erhöhte Profitabilität.

Unsere breite internationale Präsenz ermöglicht die Konzentration auf regional besonders attraktive Chancen in Zielmärkten, in denen die Wettbewerbsintensität unterdurchschnittlich ist. So können wir unser Geschäft schnell und bei steigenden DB2-Margen ausweiten. Gleichzeitig behalten wir unsere aktive Risikosteuerung bei und setzen risikoadäquate Margen durch. Im Berichtsjahr legte das Neugeschäft der GRENKE Gruppe um 24 Prozent auf 857,5 Mio. EUR nach 693,0 Mio. EUR im Vorjahr zu. Unsere angestrebte Zielmarke von mehr als 20 Prozent haben wir damit deutlich übertroffen. Die DB2-Marge des Leasinggeschäfts haben wir auf 16,0 Prozent gegenüber 15,6 Prozent im Vorjahr ausgeweitet.

Sehr erfreulich entwickelte sich unser größter internationaler Markt Frankreich mit einer Zunahme des Neugeschäfts um 19 Prozent. In Italien haben wir mit einem Anstieg um 43 Prozent erstmals den wichtigen Schwellenwert eines Neugeschäfts von 100 Mio. EUR überschritten. Auch in Großbritannien, Portugal und Spanien erzielten wir Zuwächse zwischen 30 und 40 Prozent. In unserem Heimatmarkt Deutschland, wo wir klarer Marktführer im Small-Ticket-IT-Leasing sind, sind die Expansionsraten aufgrund unserer Marktposition geringer. Dennoch konnten wir im Neugeschäft um 15 Prozent auf 330,2 Mio. EUR nach 288,4 Mio. EUR zulegen.

Die Leasinganfragen in der GRENKE Gruppe nahmen im Geschäftsjahr 2011 insgesamt auf 217.129 nach 194.913 im Vorjahr zu. Insbesondere aus unseren internationalen Märkten haben wir mit 156.399 erheblich mehr als die 133.086 Anfragen des Vorjahres erhalten. Aus diesen wurden 94.176 neue Leasingverträge nach 84.482 im Vorjahr, davon in unseren internationalen Märkten 64.909 neue Verträge nach 55.333 im Vorjahr generiert.

Die Umwandlungsquote (Umwandlung von Leasinganfragen in Verträge) blieb im Berichtsjahr mit 43 Prozent auf dem Vorjahreswert und damit weiterhin unter unserer Zielmarke. Dies resultierte jedoch teilweise aus der überdurchschnittlichen Expansion unserer internationalen Märkte, wo die Umwandlungsquote mit 42 Prozent aufgrund unserer aktiven Risikopolitik unter derjenigen im deutschen Markt von 48 Prozent liegt.

Wir haben im Geschäftsjahr 2011 nicht nur das Neugeschäft, sondern auch den Gewinn des GRENKE Konzerns um 41 Prozent auf 39,3 Mio. EUR nach 27,8 Mio. EUR signifikant gesteigert. Hier wirkt sich das hohe und vor allem margenstarke Neugeschäft des vergangenen Geschäftsjahres aus, das über die Laufzeit der Verträge die Ertragslage sukzessive positiv beeinflusst. Die Schäden erhöhten sich gegenüber dem Vorjahr, wie erwartet, nur wenig und trugen so zu der sehr guten Ertragsentwicklung des GRENKE Konzerns bei.

Darüber hinaus profitieren wir inzwischen deutlich von positiven Skaleneffekten: Zum einen ist die relative Bedeutung von Vorlaufkosten neuer Standorte bei unserer inzwischen erreichten Unternehmensgröße geringer als in der Vergangenheit. Zum anderen sind wir mittlerweile in vielen internationalen Märkten präsent. Zellteilungen dort sind weniger kostenintensiv und beanspruchen kürzere Vorlaufzeiten als der Markteintritt in ein neues Land.

Erneut erfolgreicher Auftritt an den Refinanzierungsmärkten

Mit dem Ausklingen der Finanzmarktkrise konnten wir 2010 bereits sehr frühzeitig und bei einigen Instrumenten als eines der ersten Unternehmen der Leasingbranche erfolgreich Refinanzierungsmittel am Kapitalmarkt aufnehmen. 2011 standen hingegen keine wesentlichen Fälligkeiten an. Im ersten Quartal 2011 haben wir als größte Einzelplatzierung des Geschäftsjahres eine neue Anleihe mit einem Volumen von 75 Mio. EUR mit rückläufiger Finanzierungsmarge gegenüber 2010 begeben. Damit wurde ein wesentlicher Beitrag zur Refinanzierung geleistet. Ferner wurden erstmals französische Leasingforderungen an die von der UniCredit Bank AG schon im Geschäftsjahr 2010 initiierte Zweckgesellschaft Elektra Purchase No. 25 Limited verkauft. Das ABCP-Programm Elektra hat ein Programmvolumen von 100 Mio. EUR.

Seit Oktober 2011 verfügen wir zusätzlich über eine Plattform zur Emission von Commercial Paper ("CP"). Sie ist mit einem Höchstvolumen von 250 Mio. EUR ausgestattet und eröffnet uns weitere unterjährige Refinanzierungsalternativen. Das CP-Programm wurde von Standard & Poor's, vergleichbar dem Langfrist-Rating "BBB" unserer Anleihen unter dem DIP-Programm, mit einem kurzfristigen "A-3" Rating versehen. Die erste Emission mit einem Volumen von 5 Mio. EUR erfolgte im Dezember 2011. Auch unsere übrigen Instrumente haben wir im Berichtsjahr erfolgreich genutzt und durch einen kontinuierlichen Marktauftritt gepflegt. Insgesamt wurde die Fälligkeitsstruktur unserer Refinanzierungsinstrumente unverändert analog der Duration unseres Forderungsportfolios ausgerichtet.

Für das Wachstum in den Folgejahren sind wir erstklassig aufgestellt: Das nächste größere Volumen in Höhe von 100 Mio. EUR steht erst im August 2012 zur Refinanzierung an. In den Jahren 2012 und 2013 werden Instrumente mit einem nur unterdurchschnittlichen Volumen zur Rückzahlung und Refinanzierung fällig. Wir können deshalb die weitere Entwicklung der GRENKE Gruppe konzentriert auf unsere strategischen Zielsetzungen und weitgehend unabhängig von möglichen Volatilitäten an den Kapitalmärkten vorantreiben.

Dazu trägt ebenfalls unsere inzwischen mehrjährig bewährte Refinanzierung durch die GRENKE BANK AG bei. Den Bestand an Bankeinlagen haben wir per 31. Dezember 2011 auf 155,1 Mio. EUR nach 122,2 Mio. EUR im Vorjahr ausgeweitet. Sie stellen einen wesentlichen Bestandteil unserer Refinanzierung dar, mit dem wir uns auf der Passivseite unserer Bilanz über die gewerblichen Kunden hinaus bei privaten Kunden positioniert haben.

Zudem ist diese Finanzierungsform sowohl banken- als auch kapitalmarktunabhängig, sodass wir von den Zyklen an diesen Märkten weniger tangiert werden. Unser Auftritt an diesem Markt orientiert sich daher einerseits an der kontinuierlichen Pflege dieser Anlegerbasis. Andererseits zielen wir darauf ab, den Zufluss von Bankeinlagen über eine entsprechende Zinspolitik in Abstimmung mit Mittelzu- und -abflüssen unserer anderen Instrumente sowie mit dem Ziel einer fristenkongruenten Refinanzierung unserer Finanzierungsforderungen zu steuern.

Ratings von GRENKELEASING bestätigt

Seit Mai 2003 werden wir von Standard & Poor's mit einem Issuer Credit Rating BBB+ und stabilem Ausblick im langfristigen Bereich sowie einem Rating A-2 im kurzfristigen Bereich bewertet. Diese Einstufung wurde am 8. Dezember 2011 erneut bestätigt. Als wesentliche Faktoren werden eine breite Diversifikation unseres Forderungsportfolios, ein starkes Risikomanagement, eine sehr solide Kapitalisierung und angemessene Liquidität sowie eine sehr hohe Profitabilität hervorgehoben. Mit dieser sehr positiven Beurteilung bleibt unser Standing auf den Kapitalmärkten unverändert gut.

Bericht zur Ertragslage

Der GRENKE Konzern verzeichnete im Geschäftsjahr 2011 eine überaus erfreuliche Geschäftsentwicklung und steigerte den Gewinn um 41 Prozent auf 39,3 Mio. EUR. Die erstmalige Konsolidierung der Gesellschaft des früheren ungarischen Franchisenehmers hat dabei die Ertragsrechnung nicht wesentlich beeinflusst.

Der Erfolg des Berichtsjahres ist das Resultat des hohen und margenstarken Neugeschäfts der vergangenen Jahre, dessen Erträge uns mit der fortschreitenden Laufzeit der Verträge nun sukzessive zufließen. Gleichzeitig nahmen die Aufwendungen nur unterproportional zu. So konnten wir das Zinsergebnis im Berichtsjahr gegenüber Vorjahr um 16 Prozent auf 92,7 Mio. EUR ausweiten. Für die Zukunft ist zwar ein moderates Abflachen der Zuwachsraten zu erwarten – zum einen aus Basiseffekten und zum anderen, da wir mit dem Verlassen der letzten Rezession unsere Vorgaben für die DB2-Margen gezielt zurückgenommen hatten –, derzeit ist hiervon jedoch erst sehr wenig zu spüren. Der Aufwand aus Schadensabwicklung und Risikovorsorge war im Wesentlichen unverändert und bestätigte damit erneut den Erfolg unserer Steuerung über unser langjährig bewährtes Scoring-Modell.

Die Ergebnisse aus dem Versicherungs- und dem Neugeschäft legten ähnlich wie das Zinsergebnis um 16 Prozent auf 25,7 Mio. EUR bzw. um 18 Prozent auf 31,0 Mio. EUR zu. Das Ergebnis aus der Verwertung zeigt das über dem kalkulierten Wert liegende Verwertungsergebnis. Als saldierte Größe liefert es zumeist nur einen geringen Beitrag zum Ergebnis und ist darüber hinaus tendenziell volatil. Im Berichtsjahr ermäßigte es sich gegenüber Vorjahr und betrug 1,7 Mio. EUR. In der Summe erhöhten sich die operativen Erträge insgesamt um 20 Prozent auf 116,7Mio. EUR.

Der Personalaufwand stieg im Berichtsjahr um 12 Prozent auf 36,7 Mio. EUR und somit stärker als die Anzahl unserer Mitarbeiter, die um 9 Prozent zulegte. Dies resultiert neben üblichen jährlichen Gehaltserhöhungen insbesondere aus der Zahlung von Erfolgsvergütungen. Um die Entwicklung unserer Fixkostenbasis einerseits und die der variablen Vergütungen andererseits transparent zu machen, weisen wir die beiden Komponenten mit dem Berichtsjahr erstmals separat aus. So erhöhte sich die fixe Vergütung auf 23,5 Mio. EUR nach 21,7 Mio. EUR im Vorjahr und die variable Vergütung auf 7,0 Mio. EUR nach 5,7 Mio. EUR.

Die Zunahme des Vertriebs- und Verwaltungsaufwands blieb, wie bereits erwähnt, mit 9 Prozent auf 26,4 Mio. EUR erheblich unter der der operativen Erträge insgesamt. Dabei standen einer wachstumsbedingt durchaus deutlichen Ausweitung des Betriebsund des Verwaltungsaufwands Entlastungen bei den Aufwendungen in anderen Bereichen gegenüber. Auch die sonstigen betrieblichen Aufwendungen waren niedriger als im Vorjahr. Bei den sonstigen betrieblichen Erträgen war hingegen ein Anstieg zu verzeichnen, der zu einem wesentlichen Teil aus höheren Franchisegebühren im Zuge des hohen Neugeschäfts vieler unserer Franchisepartner resultierte.

Per Saldo wurde der Gewinn vor Steuern im Geschäftsjahr 2011 gegenüber Vorjahr um 38 Prozent auf 50,4 Mio. EUR gesteigert. Der Gewinn erhöhte sich um 41 Prozent auf 39,3 Mio. EUR. Das Ergebnis je Aktie belief sich auf 2,87 EUR nach 2,03 EUR im Vorjahr.

Bericht zur Entwicklung der Segmente

Der GRENKE Konzern gliedert seine Aktivitäten in die Segmente Leasing-, Bank- und Factoringgeschäft. Dem Segment Leasinggeschäft sind alle Aktivitäten zuzurechnen, die bis zur Übernahme der GRENKE BANK AG und der GRENKEFACTORING GmbH von der GRENKELEASING AG und ihren Tochtergesellschaften getätigt wurden. In der Steuerung des Leasinggeschäfts stellt der GRENKE Konzern grundsätzlich auf einzelne Länder bzw. Regionen ab. Das Segment Leasinggeschäft stellt entsprechend die Zusammenfassungmehrerer operativer Segmente dar, die sich nach Ländern bzw. Ländergruppen definieren und das berichtspflichtige Segment Leasinggeschäft ergeben.

Das Segment Bankgeschäft umfasst die Aktivitäten der GRENKE BANK AG, die sich schwerpunktmäßig auf deutsche Kunden fokussiert. Das Segment Factoring beinhaltet die Aktivitäten der GRENKEFACTORING GmbH, die klassische Factoringdienstleistungen in Deutschland erbringt und ein Finanzdienstleistungsinstitut ist. Die wesentlichen Erfolgsgrößen für die Entwicklung der Segmente sind neben dem Neugeschäftsvolumen und dem DB2 für das Leasingsegment vor allem die operativen Segmenterträge, das Segmentergebnis vor dem sonstigen Finanzergebnis und der Personalaufwand. Die Erläuterungen des vorangegangenen Kapitels zu den einzelnen Positionen im GRENKE Konzern betreffen in gleicher Weise die Segmente – und dies insbesondere im Leasinggeschäft, auf das der größte Anteil unseres Geschäfts entfällt.

In unseren internationalen Märkten stiegen die operativen Segmenterträge im Berichtsjahr zum Teil sehr kräftig infolge des hohen und margenstarken Wachstums des Neugeschäfts der vergangenen Jahre. Dies trifft insbesondere auch auf unseren deutschen Markt zu, der sich in der Vergangenheit häufig etwas verhaltener als die übrigen Regionen entwickelt hatte. Eine Ausnahme bildete die Region Frankreich. Hier blieben die operativen Segmenterträge im Geschäftsjahr 2011 unter dem Vorjahr.

Der Personalaufwand legte in allen Regionen zu. Dabei waren die Anstiege überwiegend deutlich flacher als die der operativen Segmenterträge. In der Region Schweiz war zwar eine überproportionale Zunahme zu verzeichnen, absolut blieb dieser aber in einem begrenzten Rahmen. In der Region Italien erhöhte sich der Personalaufwand sichtbar. Hier wirken sich zum einen Erfolgsvergütungen aus, die sich unsere Mitarbeiter mit dem erheblichen Wachstum im Geschäftsjahr 2011 erarbeitet haben. Zum anderen haben wir im Hinblick auf die weiterhin bestehenden Potenziale in diesem Markt zusätzliche Mitarbeiter eingestellt.

Aufgrund des ausgeprägten Wachstums der operativen Segmenterträge verbesserten sich die Segmentergebnisse in den Regionen Deutschland, Italien und Sonstige signifikant. In der Region Frankreich lag das Segmentergebnis analog zu den operativen Segmenterträgen hingegen unter Vorjahr. In der Region Schweiz unterschritt es den Vorjahreswert leicht.

Im Geschäftsjahr 2011 haben wir das Neugeschäft der GRENKE Gruppe deutlich ausgeweitet. Mit einer Zunahme um 24 Prozent auf 857,5 Mio. EUR nach 693,0 Mio. EUR im Vorjahr übertrafen wir klar unsere für 2011 angestrebte Zielmarke eines Anstiegs um mehr als 20 Prozent. Unverändert können wir unsere schnelle Expansion erfolgreich mit attraktiven und risikoadäquaten DB2-Margen verbinden. Im Berichtsjahr haben wir die DB2-Marge in der Leasingsparte sogar auf 16,0 Prozent nach 15,6 Prozent im Vorjahr gesteigert.

Unser internationales Geschäft war 2011 erneut der Wachstumstreiber der GRENKE Gruppe. Im Geschäftsjahr 2011 hat es mit einem Anteil von 62 Prozent nach 58 Prozent im Vorjahr zum Neugeschäftsvolumen beigetragen. Erfreulich stellte sich jedoch auch die Entwicklung in unserem Heimatmarkt Deutschland dar, wo die Expansionsraten aufgrund der hohen regionalen Dichte unseres Netzwerks und unserer Position als Marktführer im Small-Ticket-IT-Leasing naturgemäß geringer sind. Im Geschäftsjahr 2011 konnten wir hier das Neugeschäft in der GRENKE Gruppe um 15 Prozent auf 330,2 Mio. EUR und in der Leasingsparte um 8 Prozent auf 267,1 Mio. EUR erhöhen. Die DB2-Marge der Leasingsparte in Deutschland verbesserte sich leicht auf 13,4 Prozent.

In der Schweiz sind wir wie in Deutschland klarer Marktführer im Small-Ticket-IT-Leasing. Das Neugeschäft legte hier um 4 Prozent auf 18,3 Mio. EUR zu. Die DB2-Marge war gegenüber Vorjahr etwas schwächer, mit knapp 20 Prozent aber nach wie vor sehr gut. In unserem größten internationalen Markt Frankreich haben wir unser Geschäft um weitere 19 Prozent auf 176,2 Mio. EUR ausgeweitet. Die DB2-Marge lag weiterhin über 17 Prozent, wenngleich sie sich leicht ermäßigte.

Die in den letzten Jahren sehr wachstumsstarke Region Italien hat sich im Berichtsjahr erneut ausgesprochen erfreulich entwickelt. Das Neugeschäft erhöhte sich um 43 Prozent auf 102,4 Mio. EUR, die DB2-Marge konnten wir mit 15,1 Prozent deutlich steigern. In Großbritannien, Portugal und Spanien erzielten wir Expansionsraten zwischen 30 und 40 Prozent bei im Wesentlichen unveränderten DB2-Margen. In Polen ist die Integration des Geschäfts nach der Übernahme der Gesellschaft des früheren Franchisepartners inzwischen abgeschlossen. In der Folge nahm das Neugeschäft bei leicht reduzierter Marge um 24 Prozent zu.

Die operativen Segmenterträge des Segments Bankgeschäft lagen im Geschäftsjahr 2011 im Wesentlichen auf Vorjahresniveau. Das Segmentergebnis stieg hingegen im zweiten vollen Jahr nach dem Erwerb der GRENKE BANK AG auf 3,3 Mio. EUR nach 0,4 Mio. EUR im Vorjahr sichtbar an. Hierzu hat der Wegfall der Umzugskosten von Hamburg nach Baden-Baden im Berichtsjahr beigetragen. Darüber hinaus haben wir inzwischen vor allem eine Reihe am Markt erfolgreicher Produkte entwickelt. Hier deutet sich bereits zeitnah nach der Akquisition der GRENKE BANK AG der Erfolg der Expansion in das Bankgeschäft an.

Das Factoringgeschäft stellt derzeit noch einen relativ kleinen Bereich dar, wenngleich auch dieses Geschäft inzwischen stark wächst. So legte das Neugeschäft der GRENKE Gruppe im Berichtsjahr um 103 Prozent auf 87,4 Mio. EUR zu. Wir steuern das Geschäft aktuell wesentlich unter den Gesichtspunkten der Risiko- und Aufwandsbegrenzung. Die Ertragsmarge bezogen auf das Factoringvolumen betrug 2,28 Prozent nach 2,30 Prozent im Vorjahr. Diese Marge bezieht sich auf den durchschnittlichen Zeitraum eines Factoringgeschäfts von circa 37 Tagen nach 31 Tagen im Vorjahr. Das Segmentergebnis war im Geschäftsjahr 2011 ausgeglichen nach einem leicht negativen Wert im Vorjahr.

Bericht zur Finanz- und Vermögenslage

Aufgrund unseres hohen Neugeschäfts stiegen die Leasingforderungen des GRENKE Konzerns im Geschäftsjahr 2011 um 18 Prozent auf 1.568,8 Mio. EUR nach 1.328,2 Mio. EUR im Vorjahr. Die Bilanzsumme weitete sich analog um 18 Prozent auf 1.969,0 Mio. EUR nach 1.671,0Mio. EUR aus. Die Zahlungsmittel haben wir auf 104,2 Mio. EUR nach 78,3 Mio. EUR erhöht.

Das Eigenkapital nahm ertragsbedingt um 10 Prozent auf 317,7 Mio. EUR zu. Die Eigenkapitalquote blieb trotz des erneut kräftigen Wachstums im Berichtsjahr mit 16,1 Prozent auf dem Niveau unserer langfristigen Zielgröße von mindestens 16 Prozent. Wir haben damit gleichzeitig die leichte Überkapitalisierung, die wir in der letzten Rezession zur Risikoabsicherung gezielt aufgebaut hatten, zurückgeführt und die Mittel in das laufende Geschäft investiert.

Zur Finanzierung der Leasingforderungen haben wir unsere breite Palette an Refinanzierungsquellen genutzt. Im Geschäftsjahr 2011 wurden alle vier ABCP-Programme im Volumen von insgesamt 400,0 Mio. EUR und alle vier bestehenden revolvierenden Darlehensfazilitäten über ein Volumen von zusammen 120,0 Mio. EUR verlängert und zum Stichtag mit 55,0 Mio. EUR ausgenutzt. Ferner wurden vier neue Anleihen mit einem Nominalvolumen von in der Summe 107,5 Mio. EUR begeben, elf neue Schuldscheindarlehen aufgenommen sowie eine Schuldverschreibung zunächst mit einem relativ kleinen Betrag begeben und kurz darauf aufgestockt. Darüber hinaus haben wir mit der Norddeutschen Landesbank einen Forderungskaufvertrag für Forderungen in Großbritannien abgeschlossen. Bei den Geldhandelslinien konnten eine bestehende Linie aufgestockt sowie zwei weitere neu vereinbart werden. In Summe stehen somit Geldhandelslinien in Höhe von 50,0 Mio. EUR zur Verfügung, welche zum Bilanzstichtag mit einem Volumen von 45,0 Mio. EUR in Anspruch genommen wurden.

Im Rahmen des im Oktober 2011 neu aufgelegten CP-Programms mit einem Volumen von bis zu 250,0 Mio. EUR wurde im Dezember 2011 die erste Emission von 5,0 Mio. EUR begeben. Auch die Refinanzierung über Bankeinlagen der GRENKE BANK AG haben wir wieder sehr erfolgreich genutzt und die Verbindlichkeiten aus dem Einlagengeschäft auf 155,1 Mio. EUR nach 122,2 Mio. EUR erhöht.

Für seine Refinanzierung nutzt der GRENKE Konzern verschiedene Instrumente und staffelt deren Fälligkeiten über mehrere Perioden. Damit können wir flexibel auf Veränderungen auf den Refinanzierungsmärkten reagieren. Die folgende Tabelle zeigt die erwarteten Mittelabflüsse, die aus vertraglichen Verpflichtungen zum 31. Dezember 2011 resultieren.

Zahlungen, die fällig werden
innerhalb 3 Monate 1 – 5 nach
TEUR insgesamt 3 Monate bis 1 Jahr Jahre 5 Jahren
Finanzschulden 1.663.505 234.230 412.778 1.008.601 7.896
Leasing- und Mietverhältnisse 19.823 1.630 4.392 10.645 3.156
Einkaufsverpflichtungen* 170.899 170.899 0 0 0
Verpflichtungen aus schwebenden Geschäften** 7.029 7.029 0 0 0
Vertragliche Vereinbarungen insgesamt 1.861.256 413.788 417.170 1.019.246 11.052

* Rechtlich verbindliche Verpflichtung zur Abnahme von Waren und Dienstleistungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen

** Hier sind die Barwerte aller künftigen Cashflows dargestellt. Der GRENKE Konzern hält dies für die geeignete Darstellung der Cashflows, die zur Zahlung anstünden, wenn diese Positionen geschlossen werden müssten. Derivatebestände werden der Kategorie täglich fällig zugeordnet, da in dieser Darstellung der früheste mögliche Liquiditätsabfluss abgebildet wird. Die tatsächliche Vertragslaufzeit der Kontrakte kann sich auf deutlich längere Perioden ausdehnen.

Vergleiche Konzernanhang

Für die Erweiterung eines Bürogebäudes bestehen zum 31. Dezember 2011 Verpflichtungen in Höhe von 5,5 Mio. EUR. Innerhalb des laufenden Geschäftsjahres 2012 sind neben üblichen Einkaufsverpflichtungen im Rahmen der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit insbesondere Zins- und Tilgungsleistungen für Finanzschulden fällig. Die 2012 fällig werdenden Finanzschulden weisen ein vergleichsweise geringes Volumen auf. Von den 647 Mio. EUR Finanzschulden, die 2012 fällig werden, entfallen auf Verbindlichkeiten aus ABS- und ABCP-Programmen 552 Mio. EUR. Sie bestehen grundsätzlich aus einzelnen Tranchen mit kurzfristiger Laufzeit, sind generell für einen Zeitraum von 12 Monaten fest zugesagt und können in diesem Zeitraum revolvierend in Anspruch genommen werden.

Durch Rückzahlung der Leasingforderungen frei werdende Beträge können also erneut genutzt werden. Größte sonstige Einzelpositionen unter den 2012 fälligen Finanzschulden sind eine Anleihe über 100 Mio. EUR, deren Tilgung im Juli anfällt, sowie zwei Schuldscheindarlehen in Höhe von insgesamt 36,5 Mio. EUR, die im Mai bzw. August fällig werden. Die Rückzahlung wird aus dem operativen Cashflow, den vorhandenen Refinanzierungsfazilitäten sowie aus der möglichen Inanspruchnahme weiterer Refinanzierungen erfolgen. Der GRENKE Konzern steuert die Inanspruchnahme von Refinanzierungsmitteln entlang der Entwicklung des Neugeschäfts und des Mittelflusses aus dem Forderungsbestand. Im Hinblick auf das hohe Wachstum im Berichtsjahr und die für 2012 absehbaren weiteren Perspektiven haben wir 2011 die Mittelzuflüsse aus der Refinanzierung auf 258,5 Mio. EUR ausgeweitet. Sie übertrafen damit nicht nur den Vorjahreswert von 126,4 Mio. EUR sehr deutlich, sondern lagen zudem leicht über dem Anstieg der Leasingforderungen von 238,1Mio. EUR in 2011.

Auch die Refinanzierung über das Einlagengeschäft der GRENKE BANK AG wurde, wie bereits erwähnt, stärker als im Vorjahr genutzt, sodass sich der Mittelzugang aus diesem Bereich im Berichtsjahr auf 32,9 Mio. EUR nach 15,9 Mio. EUR im Vorjahr etwas mehr als verdoppelte. Zu einem Mittelabfluss führte hingegen die Zunahme der sonstigen Vermögensgegenstände um 45,2 Mio. EUR nach 16,8 Mio. EUR im Vorjahr. Insgesamt legte der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit im Berichtsjahr auf 71,9 Mio. EUR nach 1,6 Mio. EUR im Vorjahr zu. Abzüglich gezahlter Steuern sowie des Zinssaldos verbesserte sich der Netto-Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit auf 41,6 Mio. EUR nach –13,6 Mio. EUR im Vorjahr.

Der Cashflow aus Investitionstätigkeit belief sich auf –5,8 Mio. EUR nach –4,0 Mio. EUR im Vorjahr. Er beinhaltete im Berichtszeitraum neben den Auszahlungen für den jährlich üblichen Erwerb von Betriebs- und Geschäftsausstattung und immateriellen Vermögenswerten Auszahlungen für den Erwerb von Tochterunternehmen von 2,3 Mio. EUR. Sie betrafen die Übernahme der Gesellschaft des früheren ungarischen Franchisenehmers. Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit in Höhe von –10,2 Mio. EUR nach –12,3 Mio. EUR im Vorjahr resultiert im Wesentlichen aus der Dividendenausschüttung im Berichtszeitraum. Die Summe der Cashflows erhöhte sich im Geschäftsjahr 2011 kräftig auf 25,5 Mio. EUR nach –29,9 Mio. EUR in 2010.

Gesamtaussage zur wirtschaftlichen Lage des GRENKE Konzerns

Den Erfolg unseres Geschäftsmodells und unserer internationalen Wachstumsstrategie haben wir über viele Jahre hinweg nachhaltig unter Beweis gestellt. Im Geschäftsjahr 2011 haben wir zudem unsere bisher schon gute Ertragskraft nochmals eindrucksvoll gesteigert und den Gewinn um 41 Prozent ausgeweitet. Wir verfügen heute über die internationale Präsenz, die Erfahrung und die Profitabilität, um auch künftig Chancen gezielt erkennen und erfolgreich wahrnehmen zu können.

Aus den jüngsten Volatilitäten der Finanzmärkte sind wir gestärkt hervorgegangen. Wir haben unsere Fähigkeit unterstrichen, in solchen Phasen fortwährend unsere gesamte Refinanzierungspalette nutzen zu können. Im Oktober 2011 haben wir unser Instrumentarium mit einem neuen CP-Programm zusätzlich erweitert. 2012 und 2013 werden insgesamt nur unterdurchschnittliche Volumina zur Rückzahlung fällig. Mit der nach Ende des Berichtsjahres im Januar 2012 erfolgreich begebenen Anleihe in Höhe von 100 Mio. EUR haben wir umso mehr den Spielraum gewonnen, unser Geschäft ausschließlich entlang der Chancen auf unseren Märkten zu steuern.

Der GRENKE Konzern ist damit zum Zeitpunkt der Fertigstellung dieses Jahresfinanzberichts erstklassig aufgestellt, um seine internationale Expansion fortsetzen und seine Gewinne weiter steigern zu können. Er ist in der Lage, mit den in den letzten Jahren größer gewordenen Risiken auf den Kapitalmärkten erfolgreich umzugehen, soweit sie sich in dem üblich gewordenen Rahmen bewegen und sich nicht zu einer systemischen Krise entwickeln. Davon gehen wir jedoch derzeit nicht aus.

Weitere Informationen

Struktur des Kunden- und Lieferantenportfolios sowie des Vertriebs

Diversifikation steht im Mittelpunkt des Geschäftsmodells der GRENKE Gruppe. Entsprechend steuern wir unser Kunden- und Lieferantenportfolio. Wir finanzieren kleinvolumige Forderungen insbesondere im IT-Leasing sowie im Factoring. Damit sind wir in den Büroumgebungen fast aller Branchen der Wirtschaft vertreten. Darüber hinaus bieten wir im Einlagengeschäft Geldanlagemöglichkeiten für private und gewerbliche Kunden an. Klumpenrisiken bei Kunden und Branchen vermeiden wir gezielt. Weiterhin erreicht kein Kunde des GRENKE Konzerns ein Gesamtobligo von mehr als zwei Prozent des Konzern-Eigenkapitals.

Auch unsere vertriebliche Aufstellung unterstützt eine breite Diversifikation unseres Kundenportfolios: Wegen der geringen Größe der individuellen Verträge ergibt der Direktvertrieb von einzelnen Verträgen wirtschaftlich keinen Sinn. Wir setzen daher im Leasinggeschäft vor allem auf das sogenannte "Vertriebsleasing". Die Finanzierungsverträge mit den Endkunden werden überwiegend durch die Vermittlung unserer Fachhandelspartner abgeschlossen.

Dazu bauen eigene Mitarbeiter in lokalen Vertriebsbüros zügig ein breites Netz an Partnern in unseren jeweiligen Zielmärkten auf. Die Fachhändler erleichtern ihren Kunden Neuanschaffungen mittels unserer Finanzierungen. Zusätzlich vertreiben wir unser Finanzierungsangebot über die Hersteller von IT-Produkten, die wir über ein Key-Account-Management betreuen. Ausgewählte Firmenkunden sprechen wir ferner im Rahmen eines Direktvertriebsmodells an.

Über diese Kanäle hinaus stellen unsere Online-Aktivitäten einen bedeutenden und wachsenden zusätzlichen Vertriebsweg dar. Dies gilt sowohl für unser traditionelles Geschäft im Small-Ticket-IT-Leasing also auch für unsere anderen Finanzprodukte. So betreiben wir das Einlagengeschäft ausschließlich als Online-Bank und haben für die Abwicklung der Existenzgründungsfinanzierungen eine innovative Internetplattform entwickelt.

Da unsere Leasingfinanzierungen herstellerunabhängig sind, spiegelt die Struktur unseres Lieferantenportfolios bzw. der einzelnen Hersteller im Wesentlichen die Nachfragestruktur von KMUs nach IT-Produkten wider. Sie verändert sich mit dem Angebot an IT-Produkten, der Produktpolitik der Hersteller und mit dem Nutzungsverhalten der Anwender, ohne dass wir darauf aktiven Einfluss nehmen. Im Ergebnis bleibt damit die Lieferantenstruktur des GRENKE Konzerns ebenfalls breit gefächert. Risiken aufgrund obsolet gewordener Technik vermeiden wir, indem unsere Leasingverträge typischerweise Vollamortisationsverträge sind, die Verwertungsrisiken weitestgehend ausschließen.

Forschung und Entwicklung

Der GRENKE Konzern ist ein Finanzdienstleistungsunternehmen und aus diesem Grund nicht in der Grundlagenforschung bzw. -entwicklung tätig. Kernkompetenz des GRENKE Konzerns ist jedoch das Bereitstellen einer effizienten Leasing-Logistik durch den Einsatz zentralisierter und hoch standardisierter IT-Prozesse. Dafür werden marktgängige Produkte mit individuell programmierten Anwendungen für unseren Bedarf optimiert. In begrenztem Umfang fallen daher IT-Entwicklungsleistungen im Rahmen des Aufbaus von Online-Plattformen für die besonderen Anforderungen unserer einzelnen Märkte an.

Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

Jenseits der finanziellen und organisatorischen Steuerung des GRENKE Konzerns resultiert unser Erfolg zu einem wesentlichen Teil aus nichtfinanziellen Leistungen. In diesem Zusammenhang haben wir die folgenden Leistungsindikatoren definiert:

Zeitgemäße Personalarbeit

GRENKE ist ein Dienstleistungskonzern. Unsere Mitarbeiter tragen daher in besonderer Weise zur Profilierung des GRENKE Konzerns in unseren Zielmärkten bei. Zeitgemäße Personalarbeit ist uns ein Anliegen und eine Verpflichtung, damit wir langfristig erfolgreich bleiben. Dies gilt umso mehr, als durch den demographischen Wandel in vielen unserer Zielmärkte der Wettbewerb um qualifizierte Mitarbeiter künftig tendenziell steigen wird.

Die Art und Weise, wie wir intern miteinander arbeiten und umgehen, haben wir in einem Handbuch zusammengefasst. Darin sind sowohl die Verpflichtungen der Mitarbeiter gegenüber dem Unternehmen als auch die des GRENKE Konzerns ihnen gegenüber dargelegt. Wir setzen auf Wertschätzung, Fairness und Respekt im Umgang miteinander. Dabei unterstützen wir Eigenverantwortung und Chancengleichheit, fördern die individuellen Stärken der Mitarbeiter und berücksichtigen soweit möglich Wünsche zum Gestalten des Arbeitsplatzes und der Arbeitszeit. Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf beziehen wir in unsere Dispositionen ein. Durch Ausund Weiterbildung versetzen wir unsere Mitarbeiter in die Lage, den an sie gestellten Anforderungen gerecht zu werden, und eröffnen Perspektiven für ihre berufliche und persönliche Weiterentwicklung.

Integrität in den Beziehungen zu Geschäftspartnern

Integrität ist ein Schlüssel für den langjährigen Erfolg des GRENKE Konzerns. Der verbindliche GRENKE-Unternehmenskodex stellt den ethischen Ordnungsrahmen unserer Handlungen und Entscheidungen dar. So wollen wir sicherstellen, dass die Werte unseres Unternehmens bei aller Vielfalt, die unsere internationale Organisation inzwischen auszeichnet, über Ländergrenzen hinweg eingehalten werden.

Die Rückmeldungen unserer Mitarbeiter, Lieferanten, Leasingnehmer und anderer Geschäftspartner – ihre Anregungen, Wünsche und Beschwerden – werden systematisch aufgezeichnet und ausgewertet. Die sogenannte "Interne Empfängerzufriedenheit" mit Vorgesetzten und anderen Abteilungen wird quartalsweise gemessen. Sie fließt in die Balanced-Scorecard-Auswertung und damit in die Erfolgszulage der bewerteten Vorgesetzten und Abteilungen ein. Im Rahmen der sogenannten "Externen Empfängerzufriedenheit" werden schriftlich eingehende Anregungen und Kritik unserer Finanzierungsnehmer und Fachhandelspartner laufend ausgewertet. TelefonischeGespräche werden vierteljährlich wiederkehrend über einen definierten Zeitraumdetailliert dokumentiert und analysiert. So wollen wir gewährleisten, dass die Rückmeldungen unserer Geschäftspartner von uns in einem strukturierten Prozess aufgenommen werden und wir sie bei der Weiterentwicklung unseres Produktangebots und unserer Dienstleistungen berücksichtigen können.

Kenntnis der Märkte und Individualität des Produktangebots

Die GRENKE Gruppe ist international in einer Vielzahl von Ländern mit zum Teil sehr unterschiedlichen Kulturen, Strukturen und Anforderungen tätig. Wir bedienen unsere Märkte mit individuellen Finanzierungsangeboten, Vertragsgestaltungen und Deckungsbeitragsvorgaben. Jenseits einer einfachen, standardisierten Finanzierung bieten wir eine breite Palette an Vertragsoptionen, die dem unterschiedlichen Bedarf unserer Kunden Rechnung trägt. Dies unterstützt unseren Erfolg maßgeblich.

Für das Erschließen eines neuen Markts prüfen wir zunächst im Detail aus Deutschland heraus die Verhältnisse und gesetzlichen Rahmenbedingungen und gründen dann entweder eine Tochtergesellschaft vor Ort oder schließen einen Vertrag mit einem unternehmerisch geprägten Franchisenehmer, der den lokalen Markt gut kennt. Unser Vertragsangebot wird in engem Austausch zwischen dem Vertrieb vor Ort und der Zentrale des GRENKE Konzerns in Deutschland fortwährend optimiert. Das Feinsteuern der Deckungsbeitragsvorgaben der lokalen Einheiten erfolgt in einem laufenden standardisierten Verfahren, das immer stärker auch online abgewickelt wird.

Qualität der Forderungen

Seit 1994 bewerten wir die Bonitäten unserer Kunden mit Hilfe eines intern entwickelten IT-basierten Scoring-Verfahrens. Auf Basis der Kombination von Informationen aus öffentlich zugänglichen Datenbanken sowie eigenen, fortwährend verfeinerten Kriterien klassifizieren wir Risiken und die notwendigen zugehörigen Deckungsbeiträge, um unsere Renditeziele nachhaltig erwirtschaften zu können. Dies bildet die Grundlage unserer Vertrags- und Zahlungszusagen, die wir auf Finanzierungsanfragen in der Regel innerhalb von zehn Minuten geben können.

Ziel unseres Scoring-Verfahrens ist nicht die Minimierung, sondern die korrekte Einschätzung von Risiken. Hierdurch kommen die im Voraus kalkulierten Schäden der Deckungsbeitragsrechnung der tatsächlichen Schadenquote möglichst nahe. So stellen wir sicher, dass wir einerseits unsere Renditeziele erreichen und andererseits möglichst wettbewerbsfähige Konditionen bieten.

Reputation an den Eigen- und Fremdkapitalmärkten

Unsere Reputation an den Fremdkapitalmärkten entscheidet wesentlich über unseren Zugang zu Finanzierungsmitteln und damit über Wettbewerbsstärke und Wachstumspotenziale der GRENKE Gruppe. Im Mittelpunkt unserer Strategie stehen hierbei die Pflege und der weitere Ausbau unserer bereits breit diversifizierten Refinanzierungen.

Seit vielen Jahren pflegen wir unseren Auftritt auf den Fremdkapitalmärkten. Hierdurch konnten wir unsere Refinanzierungsmöglichkeiten kontinuierlich ausweiten. Wir sind davon überzeugt, auf diese Weise einen wesentlichen Wettbewerbsvorteil aufgebaut zu haben. Dies gilt umso mehr, als angesichts der jüngsten Finanz- und Staatsschuldenkrisen für die Zukunft steigende regulatorische Anforderungen absehbar sind, die die Refinanzierung von Unternehmen aller Branchen verteuern werden. Der Wettbewerb um Finanzierungsmöglichkeiten wird zunehmen.

Bei unsererPositionierung auf denFremdkapitalmärkten setzenwirauf volleTransparenz hinsichtlich derDarstellung derVerpflichtungen des GRENKE Konzerns und auf eine operative Steuerung, die durch eine solide Eigenkapitalausstattung und -rendite den Erhalt unseres guten lang- und kurzfristigen Ratings begünstigt. Damit sichern wir im Tagesgeschäft die jederzeit ausreichende Refinanzierung des GRENKE Konzerns ab. Über die GRENKE BANK AG haben wir uns zusätzlich die Refinanzierung über Bankeinlagen privater und gewerblicher Kunden erschlossen. Auch diesen Markt pflegen wir durch ein attraktives und nachhaltiges Angebot.

Nicht zuletzt legen wir großen Wert auf unsere hohe Reputation am Aktienmarkt. Diesen Anspruch verfolgen wir strategisch und unabhängig von unserem Kapitalbedarf. Angesichts unserer derzeitigen Eigenkapitalausstattung und -rentabilität ist die Außenfinanzierung durch Eigenkapital aktuell nicht notwendig und nicht geplant. Unser Auftritt zeichnet sich durch eine zeitnahe, transparente und regelmäßige Berichterstattung, persönliche Gespräche mit den Kapitalmarktteilnehmern auf Vorstandsebene sowie eine stetige und aktionärsfreundliche Dividendenpolitik aus.

Personal

Der GRENKE Konzern hat im Berichtsjahr die Anzahl seiner Mitarbeiter (ohne Vorstand) auf durchschnittlich 585 (Vorjahr: 538) erhöht, um das kräftige Wachstum realisieren und die weiteren Expansionschancen nutzen zu können. Der Zuwachs blieb mit 8,7 Prozent aber weiterhin erheblich unter dem unseres Neugeschäfts. Dies trägt unverändert zur Stärkung unserer Profitabilität bei.

Die Fluktuationsquote belief sich im Konzerndurchschnitt auf 10,8 Prozent nach 12,0 Prozent im Vorjahr. Insbesondere im Managementbereich und unter den leitenden Angestellten lag sie wie in den Vorjahren deutlich niedriger.

Das Fördern der Aus- und Weiterbildung unserer Mitarbeiter und damit das Eröffnen persönlicher und professioneller Chancen ist uns eine Verpflichtung, der wir jenseits eines kurzfristigen unternehmensinternen Interesses gerne nachkommen. Wir offerieren daher zahlreiche und umfangreiche Angebote. Im Geschäftsjahr 2011 waren 26 junge Menschen bei uns in Ausbildung. Dabei unterstützen wir regelmäßig neuere Ausbildungsgänge wie im Dialogmarketing mit derzeit vier Auszubildenden. In der Fachinformatik bilden wir aktuell zwei Mitarbeiter in der Fachrichtung Anwendungsentwicklung und einen in der Fachrichtung Systemintegration aus.

Zusätzlich absolvieren gegenwärtig sieben Studenten das berufsbegleitende trinationale Studium International Business Management an der Dualen Hochschule Lörrach, der Fachhochschule Nordwestschweiz in Basel sowie der Université de Haute Alsace in Colmar. Sowohl die GRENKELEASING AG als auch unsere Tochtergesellschaften in der Schweiz und in Frankreich bieten jungen Menschen ein solches Angebot.

Mit der Dualen Hochschule Lörrach kooperieren wir schon seit 2004. Seit 2007 arbeiten wir mit der Dualen Hochschule Karlsruhe zusammen, wo derzeit in der Fachrichtung Wirtschaftsinformatik drei Studenten und in der Fachrichtung Angewandte Informatik ein Student immatrikuliert sind. Ebenfalls seit 2007 besteht die Zusammenarbeit mit der Dualen Hochschule Baden-Württemberg ("DHBW") Mannheim in der Studienrichtung Accounting und Controlling, wo wir gegenwärtig mit drei Studenten vertreten sind. Im Oktober 2011 haben wir diese Kooperation erweitert und bieten nun auch den dualen Studiengang International Business an. Dieses Angebot nehmen aktuell vier Studenten wahr.

Veränderungen in den Organen

Im Geschäftsjahr 2011 blieb die Zusammensetzung des Vorstands bzw. des Aufsichtsrats unverändert.

Vergütungsbericht

Vergütung des Vorstands

Gesamt Gesamt
EUR Christ Grenke Dr. Hack Kindermann 2011 2010
Bruttogehalt 182.500,68 331.241,47 269.112,51 148.541,83 931.396,49 942.119,73
Erfolgszulage 87.093,25 174.186,50 149.800,39 76.642,06 487.722,20 402.712,64
Tantieme* 60.000,00 120.000,00 103.200,00 52.800,00 336.000,00 343.200,00
Phantom Stocks 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 373.550,00
Altersvorsorge 0,00 0,00 21.000,00 0,00 21.000,00 21.000,00
Gesamtkosten 329.593,93 625.427,97 543.112,90 277.983,89 1.776.118,69 2.082.582,37

*Im Geschäftsjahr 2011 ist die Tantieme nach dem Verursachungsprinzip dargestellt. Der im Vorjahr ausgewiesene Betrag in Höhe von 0,00 EUR wurde entsprechend angepasst.

Die Grundzüge des Vergütungssystems für den Vorstand sehen als Bruttogehalt eine fixe, vom Erfolg unabhängige Jahresgrundvergütung und als Erfolgszulage eine variable Vergütungskomponente vor. Darüber hinaus erhalten die Vorstände teilweise Phantom Stocks. Die Struktur des Vergütungssystems inklusive der Phantom Stocks fördert den langfristigen Erfolg des Unternehmens und schafft Anreize, nur solche Risiken einzugehen, die statistisch gut beherrschbar sind und eine dem Risiko angemessene Vergütung beinhalten. Es werden keine Anreize geschaffen, unangemessene Risiken einzugehen. Zudem ist das aufsichtsrechtliche Eigenkapital der GRENKELEASING AG durch die Vergütungspraxis weder gefährdet noch schränkt diese das dauerhafte Aufrechterhalten der Eigenmittel ein.

Die Gesamtbezüge der Mitglieder des Vorstands betrugen im Berichtsjahr 1.776 TEUR (Vorjahr: 2.083 TEUR). Davon entfielen 931 TEUR (Vorjahr: 942 TEUR) auf Bruttogehälter und 488 TEUR (Vorjahr: 403 TEUR) auf Erfolgszulagen. Für Herrn Dr. Uwe Hack wird zudem ein Jahresbeitrag zur Altersvorsorge an eine überbetriebliche Unterstützungskasse in Höhe von 21 TEUR (Vorjahr: 21 TEUR) entrichtet.

Die Kriterien für die variablen Vergütungsbestandteile werden jährlich im Voraus festgelegt. Sie basieren auf der Steigerung des operativen Ergebnisses ("EBIT" – Earnings before Interest and Taxes) sowie auf der Entwicklung von Kennzahlen der GRENKE Balanced Scorecard ("BSC"). Das Erreichen des EBIT-Wachstumsziels wird jährlich nachträglich gemessen. Bei Nichterreichen der Vorgaben entfällt die Zahlung vollständig. Die gemäß BSC maßgeblichen Kriterien entsprechen den für den langfristigen Konzernerfolg und damit für die langfristige Erhöhung des Unternehmenswerts wesentlichen Kennzahlen. Hierzu gehören unter anderemdie EntwicklungderAnzahlderLeasingverträgeunddesNeugeschäfts.DasErreichenderBSC-Kriterienwirdquartalsweisenachträglichgemessen.

Mit Unterschriftsdatum vom 29. Juni 2010 bzw. 13. Juli 2010 hatte der Aufsichtsrat der GRENKELEASING AG mit den Vorstandsmitgliedern Herrn Dr. Uwe Hack bzw. Herrn Gilles Christ Phantom-Stock-Vereinbarungen abgeschlossen. Im Rahmen dieser Vereinbarungen erhalten Herr Dr. Uwe Hack bzw. Herr Gilles Christ für die Geschäftsjahre 2010, 2011 und 2012 jeweils einen Zahlungsanspruch in Höhe des Wertzuwachses von 30.000 bzw. 15.000 Aktien der GRENKELEASING AG im Verhältnis zu einem definierten Basiskurs. Dieser entspricht dem arithmetischen Mittel der XETRA-Schlusskurse an sämtlichen Handelstagen vom 1. bis 23. Dezember des jeweiligen Vorjahres. Der Basiskurs für das Jahr 2010 betrug 28,68 EUR. Für das Jahr 2011 liegt der Basiskurs bei 37,72 EUR. Die maximale Auszahlung aufgrund dieser Vereinbarung ist auf 600.000 EUR bzw. 300.000 EUR für den Zeitraum von drei Jahren begrenzt.

Herr Dr. Uwe Hack und Herr Gilles Christ sind unter dem Programm verpflichtet, den jeweiligen Nettoauszahlungsbetrag zuzüglich eines Eigeninvestments von 25 Prozent dieses Auszahlungsbetrags in Aktien der GRENKELEASING AG zu investieren. Bei Herrn Gilles Christ wurde im Geschäftsjahr 2010, dem ersten Jahr der Vorstandszugehörigkeit, eine zeitanteilige Berechnung angewendet.

Per 31. Dezember 2011 betrug der Wert der gewährten Phantom-Stock-Vereinbarungen 0 EUR. Für 2010 wurden aus den Phantom-Stock-Vereinbarungen für Herrn Dr. Uwe Hack und Herrn Gilles Christ insgesamt 374 TEUR ausbezahlt.

Ferner besteht eine Vermögensschaden-Haftpflichtversicherung der GRENKELEASING AG für die Mitglieder des Vorstands. Diese sieht für jedes Vorstandsmitglied einen festen Selbstbehalt von 10 Prozent je Schadensfall, maximal aber das Eineinhalbfache der jährlichen festenVergütung füralleSchadensfälle pro Jahr, vor.Weitere Leistungen fürdenFall desBeendigens derTätigkeit sind keinem Vorstandsmitglied zugesagt worden. Darüber hinaus hat kein Mitglied des Vorstands im vergangenen Geschäftsjahr Leistungen oder entsprechende Zusagen von einem Dritten im Hinblick auf seine Tätigkeit als Vorstandsmitglied erhalten.

Name Funktion Grundbezug
2011
Prüfungs
ausschuss
Personal
ausschuss
Variable
Vergütung
Reise
kosten
Gesamt
2011*
Gesamt
2010*
EUR
Prof. Dr. Lipp Vorsitzender 11.250,00 600,00 900,00 12.750,00 573,35 26.073,35 18.936,08
Stellv.
Witt Vorsitzender 7.500,00 900,00 600,00 9.000,00 0,00 18.000,00 13.361,40
Münch Aufsichtsrat 7.500,00 600,00 0,00 8.100,00 333,00 16.533,00 12.033,90
Dr. Nass
(bis 11.05.2010) Aufsichtsrat 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 6.389,57
Schulte
(ab 11.05.2010) Aufsichtsrat 7.500,00 0,00 0,00 7.500,00 0,00 15.000,00 4.791,67
Staudt Aufsichtsrat 7.500,00 0,00 600,00 8.100,00 0,00 16.200,00 11.524,00
Dr. Sträter
(bis 11.05.2010) Aufsichtsrat 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 6.186,37
Prof. Dr. Wörn
(ab 11.05.2010) Aufsichtsrat 7.500,00 0,00 0,00 7.500,00 1.167,72 16.167,72 6.123,23
Summe 48.750,00 2.100,00 2.100,00 52.950,00 2.074,07 107.974,07 79.346,22

Vergütung des Aufsichtsrats

* feste Bezüge (Grundbezug, Prüfungs- und Personalausschuss), variable Bezüge und Reisekosten

Im Geschäftsjahr 2011 wurden den Mitgliedern des Aufsichtsrats für ihre Tätigkeit Bezüge in Höhe von 108 TEUR (Vorjahr: 79 TEUR) inklusive Reisekosten gewährt. Diese Bezüge sind in der obenstehenden Tabelle für jedes Mitglied einzeln dargestellt.

Die Vergütung der Mitglieder des Aufsichtsrats ist in der Satzung der GRENKELEASING AG geregelt und wird durch die Hauptversammlung festgelegt. Entsprechend der Neufassung der Satzung nach dem Hauptversammlungsbeschluss vom 11. Mai 2010 erhalten die Aufsichtsratsmitglieder für jedes volle Geschäftsjahr ihrer Zugehörigkeit zum Aufsichtsrat eine feste Vergütung von 7.500 EUR, der Vorsitzende eine solche von 11.250 EUR, sowie für jede Mitgliedschaft in einem Ausschuss 600 EUR und für jeden Vorsitz in einem Ausschuss 900 EUR.

Bei nur zeitweiser Zugehörigkeit zum Aufsichtsrat während eines Geschäftsjahres werden der Grundbezug sowie die Vergütung für Ausschussmitgliedschaften und -vorsitze pro rata temporis berechnet. Darüber hinaus erhalten die Mitglieder des Aufsichtsrats eine variable Vergütung, sofern an die Aktionäre eine höhere Dividende als 0,20 EUR je Aktie ausgeschüttet wird. Die Vergütung erhöht sich in diesem Fall um die Hälfte des Prozentsatzes, um den die Dividende je Aktie den Betrag von 0,20 EUR übersteigt, wobei der variable Bestandteil maximal 100 Prozent der Festvergütung beträgt.

Ferner besteht eine Vermögensschaden-Haftpflichtversicherung der GRENKELEASING AG für die Mitglieder des Aufsichtsrats. Diese sieht für jedes Aufsichtsratsmitglied einen festen Selbstbehalt von 10 Prozent je Schadensfall, maximal aber das Eineinhalbfache der jährlichen festen Vergütung für alle Schadensfälle pro Jahr, vor. Zusätzlich erstattet die Gesellschaft den Aufsichtsratsmitgliedern deren bare Auslagen sowie die Umsatzsteuer, soweit sie berechtigt sind, die Steuer gesondert in Rechnung zu stellen, und dieses Recht ausüben.

Aktienbesitz und Aktiengeschäfte der Organe

Der Aktienbesitz (Directors' Holdings) der Organe zum Stichtag 31. Dezember 2011 ist in der folgenden Tabelle zusammengefasst. Die Vorstandsmitglieder halten derzeit keine Optionen auf Aktien der GRENKELEASING AG, für die Mitglieder des Aufsichtsrats war und ist keine Gewährung von Aktienoptionen vorgesehen.

Aktien per 31. Dez. 2011
(in Stück)
Aktien per 31. Dez. 2011
(in Stück)
Vorstand Aufsichtsrat
Gilles Christ 1.600 Prof. Dr. Ernst-Moritz Lipp 28.300
Wolfgang Grenke* 4.925.619 Dieter Münch 75
Dr. Uwe Hack 9.500 Erwin Staudt 1.000
Mark Kindermann 52.053
Summe 4.988.772 Summe 29.375

*ohne Stimmrechte aus dem Poolvertrag der Familie GRENKE – siehe untenstehende Angaben nach § 315 Abs. 4 HGB

Im Geschäftsjahr 2011 fanden folgende Transaktionen von Mitgliedern des Vorstands bzw. des Aufsichtsrats in Aktien der GRENKELEASING AG statt: Herr Gilles Christ kaufte im Februar 1.600 Aktien über die Börse (XETRA), Herr Dr. Uwe Hack kaufte im Mai 2.500 Aktien über die Börse (XETRA), Herr Wolfgang Grenke kaufte ebenfalls im Mai 9.000 Aktien über die Börse (Frankfurt), Herr Prof. Dr. Ernst-Moritz Lipp kaufte im Juli 2.000 Aktien über die Börse (Frankfurt) sowie im Dezember 2.500 Aktien außerbörslich.

Abhängigkeitsbericht

Herr Wolfgang Grenke werden mit Wirksamwerden des Poolvertrags zwischen ihm und Anneliese Grenke, Moritz Grenke, RolandGrenkesowie Oliver Grenke am 6. November 2011 45,10 Prozent der Stimmrechte des zum 31. Dezember 2010 bestehenden Grundkapitals derGRENKELEASINGAGzugerechnet(davor36Prozent), da innerhalb desStimmrechtspoolvertrages nachMehrheiten abgestimmt wird. Unter Berücksichtigung der durchschnittlichen Hauptversammlungspräsenzen der GRENKELEASING AG der vergangenen drei Jahre von circa 80,89 Prozent verfügt Herr Wolfgang Grenke somit ab diesem Zeitpunkt über die faktische Stimmenmehrheit an der GRENKELEASING AG. Da der Vorstand aktuell von keinen zukünftigen Änderungen der vorliegenden Verhältnisse ausgeht, wurde aufgrund dieses Sachverhalts ein Abhängigkeitsbericht gemäß § 312 AktG aufgestellt.

Zusammenfassend erklären wir gemäß § 312 AktG Folgendes:

Unsere Gesellschaft hat bei den im Bericht über Beziehungen zu verbundenen Unternehmen aufgeführten Rechtsgeschäften und Maßnahmen nach den Umständen, die uns zu dem Zeitpunkt bekannt waren, in dem das Rechtsgeschäft vorgenommen oder die Maßnahme getroffen oder unterlassen wurde, bei jedem Rechtsgeschäft eine angemessene Gegenleistung erhalten oder ist dadurch, dass die Maßnahme getroffen oder unterlassen wurde, nicht benachteiligt worden.

Angaben nach § 315 Abs. 4 HGB

Die Aktien der GRENKELEASING AG sind an der Frankfurter Wertpapierbörse zugelassen zum Handel im Teilbereich des regulierten Markts mit weiteren Zulassungsfolgepflichten (Prime Standard). Die Gesellschaft verfügt über ein voll eingezahltes gezeichnetes Kapital in Höhe von 17.491.421,86 EUR, das eingeteilt ist in 13.684.099 Inhaber-Stückaktien mit einem rechnerischen Nominalwert von rund 1,28 EUR. Alle Aktien sind mit gleichen Rechten ausgestattet – Stimmrechtsbeschränkungen, Vorzugsaktien oder Sonderrechte mit Kontrollbefugnissen bestehen nicht.

Zum Stichtag 31. Dezember 2011 besitzt der Vorstandsvorsitzende der GRENKELEASING AG, Wolfgang Grenke, 4.925.619 Stück Aktien der Gesellschaft, entsprechend 36,00 Prozent des Grundkapitals. Dem Poolvertrag der Familie Grenke sind inklusive der zuvor genannten Aktien von Wolfgang Grenke zu diesem Stichtag 45,10 Prozent des Grundkapitals, entsprechend 6.170.947 Stück Aktien, zuzurechnen. Darüber hinaus sind dem Vorstand keine Beschränkungen bekannt, die zwischen Gesellschaften vereinbart wurden und die Stimmrechte oder das Übertragen von Aktien betreffen.

Die Satzung sieht keine gegenüber den gesetzlichen Bestimmungen abweichenden Regelungen zur Bestellung von Mitgliedern des Vorstands durch den Aufsichtsrat vor. Danach werden die Mitglieder des Vorstands für höchstens fünf Jahre bestellt. Eine Wiederholung der Bestellung ist zulässig.

Der Vorstand der GRENKELEASING AG besteht aus mindestens zwei Personen. Der Aufsichtsrat bestimmt die Zahl der Vorstandsmitglieder. Er entscheidet über ihre Bestellung, den Widerruf ihrer Bestellung sowie Abschluss, Änderung und Kündigung der mit ihnen abzuschließenden Anstellungsverträge. Der Aufsichtsrat kann einen Vorsitzenden des Vorstands und einen stellvertretenden Vorsitzenden des Vorstands ernennen sowie stellvertretende Vorstandsmitglieder bestellen.

Änderungen der Satzung bedürfen nach den gesetzlichen Bestimmungen eines Hauptversammlungsbeschlusses. Beschlüsse der Hauptversammlung werden – soweit dem keine zwingenden gesetzlichen Vorschriften entgegenstehen – mit einfacher Mehrheit der abgegebenen Stimmen und, sofern das Gesetz außer der Stimmen- eine Kapitalmehrheit vorschreibt, mit der einfachen Mehrheit des vertretenen Grundkapitals gefasst. Der Aufsichtsrat ist befugt, Änderungen der Satzung, die nur deren Fassung betreffen, zu beschließen. Zudem wurde der Aufsichtsrat ermächtigt, die Fassung des § 4 der Satzung, in dem unter anderem Höhe und Einteilung des Grundkapitals festgelegt sind, entsprechend der jeweiligen Ausnutzung des Genehmigten Kapitals bzw. nach Ablauf der Ermächtigungsfrist anzupassen.

Für den Fall eines Übernahmeangebots bestehen keine Entschädigungsvereinbarungen mit den Mitgliedern des Vorstands oder mit Arbeitnehmern. Weitere Angaben gemäß DRS 15a.27 (Change-of-Control-Klauseln) unterbleiben, da die entsprechenden Angaben geeignet wären, dem Mutterunternehmen erheblichen Nachteil zuzufügen.

Gemäß des Beschlusses der Hauptversammlung vom 12. Mai 2009 ist der Vorstand ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital der Gesellschaft einmalig oder mehrmals bis zum 11. Mai 2014 um einen Betrag bis zu nominal 8.500.000 EUR durch Ausgabe neuer, auf Inhaber lautender Stückaktien gegen Bar- und/oder Sacheinlagen zu erhöhen (Genehmigtes Kapital). Dabei ist den Aktionären ein Bezugsrecht einzuräumen.

Der Vorstand ist jedoch bei Barkapitalerhöhungen ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Bezugsrecht der Aktionäre in Höhe von bis zu 10 Prozent des Grundkapitals der Gesellschaft ganz oder teilweise auszuschließen, wenn der Ausgabebetrag der neuen Aktien den Börsenkurs nicht wesentlich unterschreitet. Darüber hinaus kann das Bezugsrecht der Aktionäre bei Sachkapitalerhöhungen im Rahmen des Erwerbs von Unternehmen, Unternehmensteilen oder -beteiligungen ganz oder teilweise ausgeschlossen werden.

Mit Beschluss der Hauptversammlung vom 10. Mai 2011 wurde das Grundkapital der Gesellschaft ferner um bis zu 3.000.000 neue auf den Inhaber lautende Stückaktien bzw. um bis zu 3.834.690 EUR bedingt erhöht (Bedingtes Kapital 2011). Das Bedingte Kapital dient der Absicherung von Options- und/oder Wandelschuldverschreibungen, die der Vorstand mit Zustimmung des Aufsichtsrats bis zum 9. Mai 2016 einmalig oder mehrmals im Gesamtnennbetrag von bis zu 150.000.000 EUR mit einer Laufzeit von längstens 10 Jahren begeben kann. Der Ausschluss des Bezugsrechts für Altaktionäre ist dabei möglich. Seit Bestehen der Ermächtigung wurden noch keine Options- oder Wandelschuldverschreibungen begeben.

Zudem wurde die Gesellschaft mit Beschluss der Hauptversammlung vom 11. Mai 2010 nach § 71 Abs. 1 Nr. 8 AktG ermächtigt, eigene auf den Inhaber lautende Stückaktien bis zu insgesamt 10 Prozent des zum Zeitpunkt der Beschlussfassung bestehenden Grundkapitals zu erwerben. Die Ermächtigung kann ganz oder in Teilbeträgen, einmalig oder mehrmals durch die Gesellschaft selbst oder durch von der Gesellschaft beauftragte Dritte ausgeübt werden.

Die Aktien können eingezogen werden, ohne dass die Einziehung oder die Durchführung der Einziehung eines weiteren Hauptversammlungsbeschlusses bedarf. Sie können gegen Sachleistung veräußert werden. Und sie können gegen Barzahlung an Dritte auch in anderer Weise als über die Börse oder durch ein Angebot an alle Aktionäre veräußert werden, wenn der Veräußerungspreis den Börsenkurs zum Zeitpunkt der Transaktion nicht wesentlich unterschreitet.

Die Ausnutzung verschiedener Ermächtigungen zur Ausgabe neuer Aktien unter Ausschluss des Bezugsrechts darf dabei in der Summe 10 Prozent des zum Zeitpunkt der Beschlussfassung der Hauptversammlung vorhandenen Grundkapitals der Gesellschaft nicht überschreiten. Die Ermächtigung gilt bis 10. Mai 2015. Bisher wurden keine eigenen Aktien erworben.

Corporate Governance

In Deutschland sind börsennotierte Unternehmen, die dort auch ihren rechtlichen Sitz haben, nach dem Transparenz- und Publizitätsgesetz (TransPuG) verpflichtet, die Übereinstimmung ihrer Corporate Governance mit den Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex ("DCGK") zu erklären und eventuelle Abweichungen zu erläutern.

Gute Corporate Governance, die sich in einer wertorientierten und transparenten Unternehmensführung und -kontrolle ausdrückt, gehört zum Selbstverständnis der GRENKELEASING AG – ihres Vorstands, Aufsichtsrats und ihrer leitenden Mitarbeiter. Die GRENKELEASING AG sowie der GRENKE Konzern identifizieren sich in hohem Maße mit den Grundsätzen des DCGK und betrachten deren Umsetzung als wichtigen Beitrag zur Vertrauensbildung bei allen gegenwärtigen und künftigen Stakeholdern – Kunden, Aktionären, Fremdkapitalgebern, Mitarbeitern, Geschäftspartnern und der Öffentlichkeit. Dies trägt damit wesentlich zur Wertsteigerung des Unternehmens sowie zur Sicherung und zum Ausbau des Zugangs zu den Kapitalmärkten bei.

Die GRENKELEASING AG erklärt nur wenige Abweichungen zu ausgewählten Empfehlungen. Sie sind in der nachstehend wiedergegebenen Entsprechenserklärung ausgeführt. Vorstand und Aufsichtsrat der Gesellschaft haben die Entsprechenserklärung zum DCGK zunächst in seiner Fassung vom 18. Juni 2009 bzw. seit dessen Geltung in der ergänzten Fassung vom 26. Mai 2010 am 3. Mai 2011 unterzeichnet.

Die aktuelle Entsprechenserklärung der Gesellschaft ist im Folgenden als Teil der Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289 a HGB wiedergegeben sowie auf der Internetseite von GRENKE unter www.grenke.de in deutscher und englischer Sprache veröffentlicht. Dort kann auch der DCGK eingesehen werden.

Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289 a HGB

Als börsennotierte Aktiengesellschaft haben wir gemäß § 289a HGB eine Erklärung zur Unternehmensführung abzugeben, die die Entsprechenserklärung gemäß § 161 AktG, die Angaben zu Unternehmensführungspraktiken sowie die Beschreibung über die Arbeitsweise von Vorstand und Aufsichtsrat enthält.

Entsprechenserklärung des Vorstands und Aufsichtsrats

zum Deutschen Corporate Governance Kodex (DCGK) gemäß § 161 AktG

"Vorstand und Aufsichtsrat der GRENKELEASING AG erklären nach § 161 Aktiengesetz, dass seit Abgabe der letzten Entsprechenserklärung vom 26. April 2010 den Empfehlungen der "Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex" zunächst in der Fassung vom 18. Juni 2009 bzw. seit dessen Geltung in der ergänzten Fassung vom 26. Mai 2010 mit folgenden Ausnahmen entsprochen wurde und auch in Zukunft entsprochen wird:

Die Satzung der Gesellschaft sieht in ihrer derzeit gültigen Fassung weder die Möglichkeit einer Briefwahl der Aktionäre noch eine entsprechende Ermächtigung des Vorstandes vor. Die Gesellschaft beabsichtigt derzeit nicht, vor und in der Hauptversammlung zusätzlich zur Stimmrechtsvertretung durch weisungsgebundene Stimmrechtsvertreter eine Stimmabgabe durch Briefwahl vorzusehen. Die Einführung der Möglichkeit einer Briefwahl geht mit rechtlichen Risiken, aber auch mit zusätzlichem administrativem Aufwand einher und bietet gegenüber der von der Gesellschaft praktizierten Stimmrechtsvertretung durch weisungsgebundene Stimmrechtsvertreter keinen erheblichen Mehrwert. Von daher wird den Empfehlungen in Ziffer 2.3.1 und 2.3.3 des DCGK bzgl. der Durchführung einer Briefwahl nicht gefolgt.

Abweichend von der Empfehlung gemäß Ziffer 4.2.3 des DCGK sehen die Vorstandsverträge der amtierenden Vorstandsmitglieder kein sog. Abfindungs-Cap vor. Grund hierfür ist, dass manche Vorstandsverträge vor der Aufnahme der entsprechenden Empfehlung in den DCGK abgeschlossen wurden und somit Bestandsschutz genießen. Aber auch bei neu abgeschlossenen Vorstandsverträgen wurde ein Abfindungs-Cap nicht vereinbart, da die Vorstandsverträge regelmäßig nur für die Dauer der Bestellungsperiode abgeschlossen und nicht ordentlich kündbar sind. Eine vorzeitige Beendigung des Vorstandsvertrages ohne wichtigen Grund kann daher nur durch einvernehmliche Aufhebung erfolgen. Bei den diesbezüglichen Verhandlungen wird der Aufsichtsrat bemüht sein, der Empfehlung in Ziffer 4.2.3 des DCGK Rechnung zu tragen.

Sowohl bei der Zusammensetzung des Vorstands als auch bei Vorschlägen zur Wahl von Aufsichtsratsmitgliedern soll nach den Empfehlungen unter Ziffer 5.1.2 bzw. 5.4.1 des DCGK unter anderem auf eine festzulegende Altersgrenze sowie auf Vielfalt (Diversity) geachtet werden. Beiden Vorschlägen folgt die Gesellschaft nicht, da nach Auffassung der Gesellschaft keines dieser beiden Kriterien geeignet ist, für die Bestellung von Vorständen bzw. die Wahl von Aufsichtsratsmitgliedern den Ausschlag zu geben. Unter Berücksichtigung der im Übrigen zu beachtenden Aspekte sollten nach Auffassung der Gesellschaft bei der Zusammensetzung des Vorstandes wie auch bei den Vorschlägen zur Aufsichtsratswahl vielmehr die in dem jeweiligen Geschäfts- bzw. Verantwortungsbereich erforderlichen Kenntnisse, Fähigkeiten und Erfahrungen für die Auswahl des geeigneten Kandidaten maßgeblich sein.

Baden-Baden, den 3. Mai 2011

GRENKELEASING AG

Der Aufsichtsrat Der Vorstand"

Unternehmensführungspraktiken

Die Strukturen der Unternehmensleitung und Überwachung der GRENKELEASING AG stellen sich wie folgt dar:

Aktionäre und Hauptversammlung

Die Hauptversammlung entscheidet über alle ihr durch das Gesetz zugewiesenen Aufgaben. Dazu gehören insbesondere die Wahl der Vertreter der Kapitaleigner im Aufsichtsrat, die Entlastung von Vorstand und Aufsichtsrat, die Änderung der Satzung, die Gewinnverwendung sowie Kapitalmaßnahmen.

Aufsichtsrat

Der Aufsichtsrat berät und überwacht den Vorstand. Er besteht aus sechs fachlich qualifizierten Mitgliedern, die die Kapitaleigner der GRENKELEASING AG vertreten. Die Mitglieder des Aufsichtsrats werden von der Hauptversammlung gewählt.

Vorstand

Der Vorstand ist Leitungsorgan der Gesellschaft. Er führt die Geschäfte des Unternehmens im Rahmen der aktienrechtlichen Vorschriften und der von den Aktionären beschlossenen Satzung. Er ist damit den Interessen der Gesellschaft verpflichtet und an die geschäftspolitischen Grundsätze gebunden.

Anteilsbesitz von Vorstand und Aufsichtsrat

Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats halten Aktien der GRENKELEASING AG. Im Laufe des Geschäftsjahres 2011 haben folgende meldepflichtige Wertpapiergeschäfte gem. § 15a WpHG stattgefunden: Herr Gilles Christ kaufte im Februar 1.600 Aktien über die Börse (XETRA), Herr Dr. Uwe Hack kaufte im Mai 2.500 Aktien über die Börse (XETRA), Herr Wolfgang Grenke kaufte ebenfalls im Mai 9.000 Aktien über die Börse (Frankfurt), Herr Prof. Dr. Ernst-Moritz Lipp kaufte im Juli 2.000 Aktien über die Börse (Frankfurt) sowie im Dezember 2.500 Aktien außerbörslich.

Transparenz

Die Berichterstattung über die Geschäftslage und die Ergebnisse des GRENKE Konzerns erfolgt im Geschäftsbericht, in den Quartalsfinanzberichten und im Halbjahresfinanzbericht. Des Weiteren werden Informationen über Ad-hoc- und Pressemeldungen veröffentlicht. Alle Meldungen und Berichte sind im Internet unter Investor Relations einsehbar.

Die GRENKELEASING AG hat das vorgeschriebene Insiderverzeichnis gemäß § 15 b WpHG angelegt. Die betreffenden Personen wurden über die gesetzlichen Pflichten und Sanktionen informiert.

Rechnungslegung und Abschlussprüfung

Der Jahresabschluss derGRENKELEASINGAGwird vomVorstand nach denGrundsätzen des Handelsgesetzbuchs aufgestellt.Nach Prüfung durch den Aufsichtsrat wird der festgestellte Jahresabschluss innerhalb von vier Monaten nach Ende des Geschäftsjahres veröffentlicht. Für das Geschäftsjahr 2011 wählte die Hauptversammlung die Ernst & Young GmbH, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Eschborn / Frankfurt a. M. zum Abschlussprüfer. Dieser nimmt auch die prüferische Durchsicht des Halbjahresfinanzberichts für das Geschäftsjahr vor, soweit diese erfolgt.

Arbeitsweise von Vorstand und Aufsichtsrat

Vorstand und Aufsichtsrat arbeiten zum Wohle des Unternehmens eng zusammen.

Der Vorstand informiert den Aufsichtsrat regelmäßig, zeitnah und umfassend über alle für das Gesamtunternehmen relevanten Fragen der Unternehmensstrategie, der Planung, der Geschäftsentwicklung, der Finanz- und Ertragslage sowie über besondere unternehmerische Risiken und Chancen. Wesentliche Entscheidungen erfordern die Zustimmung des Aufsichtsrats. Gemäß der Satzung der GRENKELEASING AG wird der Vorstand durch den Aufsichtsrat bestellt und abberufen.

Die zentrale Aufgabe des Aufsichtsrats besteht in der Beratung und Überwachung des Vorstands. Der Aufsichtsrat der GRENKELEASING AG kommt vierteljährlich zusammen, bei Bedarf werden darüber hinaus außerordentliche Sitzungen und Telefonkonferenzen abgehalten. Der Aufsichtsrat hat einen Prüfungs- und einen Personalausschuss eingerichtet.

Prüfungsausschuss

Die zentrale Aufgabe des Prüfungsausschusses besteht in der Unterstützung des Aufsichtsrats bei der Erfüllung seiner Kontrollpflicht in Bezug auf die Richtigkeit des Einzel- und Konzernabschlusses der GRENKELEASING AG, auf die Einhaltung der rechtlichen und gesetzlichen Vorschriften im GRENKE Konzern, auf die Qualifikation und Leistung des externen Abschlussprüfers sowie auf die internen Kontrollfunktionen. Zudem ist er für die Honorarvereinbarung mit dem Abschlussprüfer verantwortlich. Mitglieder des Prüfungsausschusses waren im Geschäftsjahr 2011 unverändert Herr Gerhard E. Witt (Vorsitzender), Herr Prof. Dr. Ernst-Moritz Lipp und Herr Dieter Münch. Die Mitglieder verfügen alle über besondere Kenntnisse auf den Gebieten der Rechnungslegung sowie der Compliance.

Personalausschuss

Der Personalausschuss ist zuständig für die Vorbereitung und jährliche Überprüfung des Vorstandsvergütungssystems vor dessen abschließender Genehmigung. Ferner überwacht der Ausschuss die Suche nach geeigneten Kandidaten für die Bestellung als Vorstandsmitglied und unterbreitet dem Aufsichtsrat diesbezügliche Vorschläge. Der Ausschuss bereitet die Genehmigung der Verträge mit Vorstandsmitgliedern, insbesondere hinsichtlich deren Vergütung, für den Aufsichtsrat vor. Mitglieder des Personalausschusses waren im Geschäftsjahr 2011 unverändert Herr Prof. Dr. Ernst-Moritz Lipp (Vorsitzender), Herr Erwin Staudt und Herr Gerhard E. Witt.

Risikomanagementbericht

Allgemeine Angaben

Das Risikomanagement-System des GRENKE Konzerns legt die Risiken der Muttergesellschaft und ihrer Tochtergesellschaften offen, erfasst und dokumentiert sie. Zusätzlich werden die Risiken strukturiert, klassifiziert und präzise bewertet. Mitarbeiter und Geschäftsleitung sollen damit in die Lage versetzt werden, mit ihnen verantwortungsvoll umzugehen. Chancen, die sich aus der Risikoeinschätzung ergeben, sollen darüber hinaus gezielt genutzt werden. Das Risikomanagement des GRENKE Konzerns folgt einem koordinierten, klar definierten und dokumentierten Prozess auf allen relevanten Ebenen der Konzernorganisation und ist eng auf die Tätigkeiten der Konzernbereiche abgestimmt. Seine Funktionsfähigkeit sowie Stand und Ergebnisse eingeleiteter Maßnahmen werden durch die Innenrevision regelmäßig überprüft. Sie berichtet unmittelbar an den Vorstand. Dieser trägt die Gesamtverantwortung für das Überwachen und Einhalten des Risikomanagements im GRENKE Konzern.

Das im Jahr 2003 eingeführte Risikomanagement-System wurde seither organisch weiterentwickelt. Es wird über ein Tool im Intranet des GRENKE Konzerns betrieben. Über dieses werden regelmäßig Risikoumfragen durchgeführt, bei denen die Mitarbeiter angehalten sind, sowohl bestehende als auch potenzielle Risiken zu bewerten. Sind Risiken als relevant einzustufen, werden Maßnahmen zu ihrer Steuerung beschlossen.

Flankierend zu den turnusmäßigen Umfragen und der Ad-Hoc-Risikoberichterstattung werden insbesondere im Finanz- und Risikocontrolling umfassende Instrumente für den Umgang mit Risiken eingesetzt. Hierzu zählen die monatlichen Berechnungen der Finanzmarkt-Risikopositionen sowie die regelmäßige Darstellung und Erörterung der Zinsrisiko- und der Liquiditätsposition. Regelmäßig und mindestens dreimal im Jahr trifft sich der konzernübergreifende Arbeitskreis Risiko ("AK Risk"). Dem AK Risk gehören neben dem Vorstandsvorsitzenden, dem Finanz- und Personalvorstand die Verantwortlichen für Accounting, Verwaltung, Innenrevision, Marktfolge, Vertrieb und Controlling sowie die GRENKE BANK AG an.

Eine Risikoinventur, das heißt eine Bestandsaufnahme aller relevanten und bedeutenden Risiken, erfolgt mindestens einmal jährlich im Rahmen des Risikocontrollings. Hierfür werden insbesondere die aktuellen Umfragen und Meldungen der jüngsten Vergangenheit analysiert. Änderungen bzw. neue Risiken werden umgehend kommuniziert.

MaRisk

Seit Inkrafttreten des Jahressteuergesetzes 2009 haben auch Leasingunternehmen die von der Deutschen Bundesbank und der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht ("BaFin") aufgestellten Mindestanforderungen an das Risikomanagement ("MaRisk") einzuhalten. Sie beinhalten qualitative Anforderungen an das Risikomanagement, die von den Instituten unter Berücksichtigung der Größe sowie Art, Umfang, Komplexität und Risikogehalt ihrer Geschäfte umzusetzen sind. Der GRENKE Konzern setzt die in den MaRisk verlangten angemessenen Steuerungs- und Controlling-Prozesse für die wesentlichen Risikoarten Adressausfall-, Marktpreis-, Liquiditäts- und operationelle Risiken vollständig um.

Die GRENKELEASING AG mit Sitz in Baden-Baden ist unter anderem übergeordnetes Institut der GRENKE BANK AG, ebenfalls mit Sitz in Baden-Baden, die den aufsichtsrechtlichen Bestimmungen des Kreditwesengesetzes ("KWG") und der Solvabilitätsverordnung (SolvV) unterliegt. Neben dem Mutterunternehmen GRENKELEASING AG und der GRENKE BANK AG unterliegen zudem die Finanzdienstleistungsinstitute GRENKEFACTORING GmbH und Grenke Investitionen Verwaltungs KGaA dem KWG und der Aufsicht durch die BaFin und der Bundesbank.

Die beiden letztgenannten Institute haben im Berichtsjahr weiterhin die Waiver-Regelung gem. § 2a Abs. 1 KWG in Anspruch genommen. Hiernach können nachgeordnete Institute bei BaFin und Bundesbank anzeigen, dass bestimmte aufsichtsrechtliche Bestimmungen auf Gruppenebene angewendet und miteinbezogen werden, statt diese auf Einzelinstitutsebene anzuwenden, sofern die notwendigen organisatorischen Vorkehrungen vom übergeordneten Institut vollständig erfüllt werden.

Unserem Antrag bei der BaFin, den aufsichtsrechtlichen Konsolidierungskreis dem buchhalterischen der Konzernrechnungslegung gleichzusetzen, wurde bereits 2009 stattgegeben. Damit werden alle dem GRENKE Konzern zuzurechnenden Konzerngesellschaften, das heißt die Muttergesellschaft GRENKELEASING AG und all ihre inländischen und internationalen Töchter, durch den aufsichtsrechtlichen Konsolidierungskreis erfasst.

Die Risikopolitik des GRENKE Konzerns

Unsere Risikopolitik ist darauf ausgerichtet, Risiken des operativen Geschäfts präzise zu messen, um sie zu übernehmen und aktiv managen zu können. Dabei achten wir nicht nur auf Einzelrisiken, sondern insbesondere auch auf mögliche Risikocluster und übergreifende Interdependenzen. Unser Risikomanagement profitiert von einem langjährig positiven Verlauf.

Wir sind in der Lage, die Ausfallrisiken unseres Geschäfts sehr präzise zu messen. Unsere diesbezügliche Strategie zielt auf die breite Diversifikation unserer Forderungen ab, die sich bereits aus unserem Geschäftsmodell ergibt: Aufgrund unserer Fokussierung auf das Small-Ticket-Geschäft (Leasing, Bank, Factoring) haben wir beispielsweise keine Klumpenrisiken in unserem Leasingbestand bzw. -neugeschäft – weder auf Kunden- noch auf Branchenebene. Ferner sind wir herstellerunabhängig und haben unsere Refinanzierung über verschiedene Banken und eigene Refinanzierungsquellen diversifiziert. Nicht zuletzt führt unsere internationale Wachstumsstrategie zu einer noch breiteren Diversifikation unseres Forderungsportfolios.

Vermögens- und Ertragsrisiken, die aus offenen Restwerten resultieren, werden in unserem Leasinggeschäftsmodell weitgehend vermieden. Vertragsrisiken werden dadurch begrenzt, dass wir prinzipiell nur wirtschaftliche Vollamortisationsverträge in unserem Leasingportfolio halten und keine Wartungs- oder Gewährleistungsrisiken übernehmen. Zwar kalkulieren wir im Rahmen der IFRS-Bilanzierung Restwerte für den Ansatz der Leasingforderungen gemäß IAS 17. Unser in einem normalen konjunkturellen Umfeld positives Ergebnis aus der Verwertung zeigt jedoch, dass wir mit diesen kalkulatorischen Größen regelmäßig keine überhöhten Portfoliorestwerte ansetzen.

Einen wesentlichen Bestandteil unseres Risikomanagement-Systems stellt ein umfangreiches Qualitätsmanagement dar. Dessen zusätzlicher Nutzen besteht in einem hohen Maß an Servicequalität und Zufriedenheit bei Kunden und Geschäftspartnern. Die konsequente und kontinuierliche Verbesserung unseres Qualitätsmanagements ist Bestandteil der Unternehmensphilosophie. Es umfasst vor allem unser Scoring-Verfahren zum Bewerten von Bonitäts-Risiken aus den Leasingverträgen, das Bewerten unserer Händlerbeziehungen auf Basis der Adressausfallrisiken, die Dokumentation unserer Geschäftsprozesse und das Erstellen von individuell auf unseren Bedarf ausgerichteten EDV-Programmen für das Abwickeln der Vertragsbeziehungen zu unseren Leasingnehmern und Franchisepartnern. Ferner wird die Korrektheit der Finanzierung (Vermeiden von Doppelfinanzierung, tatsächlicher Erwerb der Leasingobjekte) durch externe Berater halbjährlich überprüft und dokumentiert.

Die Risikosteuerung hat nicht das vollständige Vermeiden von Risiken zum Ziel, sie wird vielmehr als systematischer Umgang mit Risiken verstanden. Hierbei sind die folgenden Grundsätze maßgebend:

  • Verzicht auf Geschäfte, die mit der Risikostrategie des GRENKE Konzerns nicht vereinbar sind
  • Ertragschancen und Risiken müssen in einem angemessenen Verhältnis stehen
  • Risikokonzentrationen sind weitgehend zu vermeiden
  • Derivate werden ausschließlich für die Besicherung, das heißt zumBegrenzen einer Risikoposition abgeschlossen; hierbei spielen Ertragsgesichtspunkte prinzipiell keine Rolle
  • Management aufgetretener Schadensfälle mit dem Ziel der Schadensbegrenzung
  • Formulare und Verträge mit Dritten sind generell rechtlich geprüft

Risikotragfähigkeit

Der GRENKE Konzern hat im Berichtsjahr seine Risikotragfähigkeitsrechnung auf der Grundlage des Rundschreibens 51/11 des Bankenfachverbands vom 19. Juli 2011 neu definiert. Danach hat die GRENKELEASING AG für ihr Risikotragfähigkeits-Konzept den Going-Concern-Ansatz gewählt – bei einem GuV- bzw. bilanzorientierten Ableiten der Risikodeckungsmasse ("RDM"). Im Hinblick auf ihre Haftungsfunktion werden neben dem Jahresplanergebnis nach Bewertungen und Ausschüttungen (es wird das Niveau des laufenden Jahres angenommen) sämtliche bilanziellen Eigenkapitalpositionen als RDM angesetzt. Als Mindesteigenkapital wird hierbei die Eigenmittelanforderung gemäß Solvabilitätsverordnung von der RDM abgezogen, sofern diese höher ist als das Mindesteigenkapital gemäß Aktiengesetz.

Zuvor war die Risikotragfähigkeit grundsätzlich gegeben, wenn die wesentlichen Risiken laufend nicht höher zu bewerten waren als die vorhandene RDM. Sie setzte sich im Wesentlichen aus dem IFRS-Eigenkapital des Konzerns zusammen. Sie war im Rahmen des Value-at-Risk-Modells in mehrere Stufen gegliedert, denen einzelne Risikopositionen zugeordnet wurden. Dabei sollten das Gesamtrisikopotenzial und die einzelnen Risiken im Normalbelastungsfall nicht über die Risikodeckungsmasse der Stufe 1 hinausgehen, die sich aus Vorsteuergewinn und Risikovorsorge zusammensetzte. Das Neuausrichten der Risikotragfähigkeitsrechnung hat zu keinen wesentlichen Veränderungen der Ergebnisse geführt.

Notfallkonzept

Das Notfallkonzept ist in Form eines Notfallplans festgehalten, in welchem alle Maßnahmen bei Eintritt eines Notfalls und alle dazu erforderlichen Informationen dokumentiert sind. Es ist darauf ausgelegt, das Ausmaß möglicher Schäden zu reduzieren, und umfasst sowohl Geschäftsfortführungs- als auch Wiederanlaufpläne. Das Konzept ist den betroffenen Mitarbeitern nicht nur in digitaler, sondern zudeman mehreren Aufbewahrungsorten in Papierform zugänglich.

Ein Krisenstab, bestehend aus einem Leiter und seinem Team, dient als zentrales Krisenreaktionsinstrument. Die Aufgaben des Krisenstabs lassen sich in die Bereiche Lagebeurteilung, Koordination von Maßnahmen, Kommunikation mit Beteiligten, Aktivieren von Maßnahmen zum Wiederanlauf der Prozesse und Wiederherstellen der betrieblichen Kontinuität unterteilen.

Um die Angemessenheit, Effizienz und Aktualität der Notfallvorsorgeplanung und der Notfall- und Krisenbewältigung sicherzustellen, werden die Vorsorgemaßnahmen, die organisatorischen Strukturen und die unterschiedlichen Pläne regelmäßig in Tests, Übungen und Simulationen überprüft. Die Tests finden mindestens einmal jährlich statt und umfassen alle relevanten Punkte.

Adressausfall- / Bonitäts- / Kreditrisiken

Forderungsvolumen

Das Forderungsvolumen im GRENKE Konzern setzt sich nach IFRS wie folgt zusammen:

TEUR 31.12.2011 31.12.2010
Kurzfristige Forderungen
Zahlungsmittel 104.234 78.297
Leasingforderungen 568.799 508.325
Finanzinstrumente mit positivem Marktwert (kurzfristiger Teil) 1.883 1.255
Sonstige kurzfristige finanzielle Vermögenswerte 89.976 77.434
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 4.560 3.845
Summe kurzfristige Forderungen 769.452 669.156
Langfristige Forderungen
Leasingforderungen 999.955 819.899
Sonstige langfristige finanzielle Vermögenswerte 34.576 43.831
Finanzinstrumente mit positivem Marktwert (langfristiger Teil) 2.516 1.115
Summe langfristige Forderungen 1.037.047 864.845
Summe Forderungsvolumen 1.806.499 1.534.001

Die Zahlungsmittel enthalten zum 31. Dezember 2011 ein Bundesbankguthaben in Höhe von 19.063 TEUR. Die übrigen Zahlungsmittel umfassen (bis auf 15 TEUR Kasse) Guthaben bei inländischen und ausländischen Banken. Die Finanzinstrumente mit positivem Marktwert stellen die zum Zeitwert bilanzierten Derivate des GRENKE Konzerns zum Stichtag dar.

Leasinggeschäft

Adressausfallrisiken werden im GRENKE Konzern als mögliche Verluste aus Forderungsansprüchen gegenüber Geschäftspartnern definiert. Seit 1994 bewerten wir die Bonitäten unserer Leasingnehmer mit Hilfe eines Scoring-Verfahrens. Die Schadensentwicklung hat die Qualität dieses Systems inzwischen nachhaltig und hinreichend bestätigt, insbesondere während der globalen Finanzmarktkrise. Dies gilt sowohl für unser etabliertes Inlandsgeschäft wie auch für die internationalenMärkte, die wir uns sukzessive erschließen.

Eine Überprüfung erfolgt jährlich aufgrund des tatsächlichen Schadensverlaufs mittels automatisierter Abfragen von Datenbanken, die sowohl öffentlich zugängliche als auch langjährig intern generierte Daten enthalten. Das Scoring-Verfahren wird von eigenen Fachkräften kontinuierlich weiterentwickelt. Zum Begrenzen des Risikos trägt ferner bei, dass in einem Geschäftsjahr kein einzelner Leasingnehmer einen Anteil am Neugeschäft von mehr als einem Prozent erreicht.

Auch in Jahren, die sehr niedrige tatsächliche Schadenquoten aufwiesen, haben wir weiterhin kalkulatorisch die durchschnittliche Schadenquote der davorliegenden Rezession in unserer DB2-Steuerung berücksichtigt. Zudem ist der GRENKE Konzern so aufgestellt, dass die laufenden Kosten des Betriebs auch dann noch erwirtschaftet werden können, falls die Schadenquote erheblich darüber hinaus steigen sollte. Die Quoten werden kontinuierlich und konzernweit gemessen.

Hierbei werden das Vermietvolumen zu ursprünglichen Anschaffungswerten und die Anschaffungswerte der zu Schäden gewordenen Verträge über einen definierten Zeitraum ins Verhältnis gesetzt. Im Zeitverlauf dient diese Auswertung als Frühindikator zu erwartender Adressausfälle und somit der Qualität des Portfolios. Dabei wird angestrebt, dass die im Voraus kalkulierten Schäden der Deckungsbeitragsrechnung der tatsächlichen Schadenquote möglichst nahe kommen. Den wesentlichen Risiken im Leasinggeschäft wird mit dem Scoring-Verfahren begegnet. Dieses ist kombiniert mit je nach Volumen stufenweise aufgebauten Handlungsvollmachten vom Vertriebsmitarbeiter bis zum Vorstand.

Im GRENKE Konzern wird ein Portfolio-Ansatz für das Kontrahieren von Leasingverträgen verfolgt. Die Differenzierung erfolgt folgendermaßen:

  • Leasingnehmer: stark diversifiziertes Portfolio an Leasingnehmern, zu nahezu 100 Prozent Geschäfts- bzw. Firmenkunden
  • Händler/Hersteller: keine individuellen Abhängigkeiten
  • Leasinggegenstände:keinesignifikantenoffenenRestwerte(Vollamortisationsanspruch);Wartungs-/Gewährleistungsrisikenwerden grundsätzlich von Lieferanten/Herstellern getragen
  • Leasingverträge: hohe Stückzahl an laufenden Verträgen mit einer Portfolioduration unter 2 Jahren und Konzentration auf Small-Tickets unter 25 TEUR (95 Prozent aller Leasingverträge)
  • Vertriebskanäle: nahezu in allen Absatzkanälen vertreten
  • Geografisch: Präsenz des GRENKE Konzerns in allen großen europäischen Volkswirtschaften mit Standorten in 15 Ländern (in der GRENKE Gruppe: 23)

Risiken, die aus den unterschiedlichen Rechtssystemen der jeweiligen Länder entstehen könnten, werden bereits vor Markteintritt mit lokalen Rechts- und Steuerberatern erörtert und in den Leasingverträgen berücksichtigt. Das Geschäftsmodell wird, soweit notwendig, entsprechend angepasst.

Kreditgeschäft GRENKE BANK AG

Wesentlichstes Finanzrisiko der GRENKE BANK AG stellten in der Vergangenheit die Kreditrisiken aus ihrer Geschäftstätigkeit vor ihrer Übernahme dar. Dieses Altgeschäft wurde inzwischen deutlich zurückgeführt – per 31. Dezember 2011 betrug das Kreditvolumen der GRENKE BANK AG (Kreditbegriff nach § 19 Abs. 1 KWG) 3,6 Mio. EUR (Vorjahr: 6 Mio. EUR). Entsprechend nehmen die daraus noch resultierenden Risiken für den GRENKE Konzern kontinuierlich ab. Das neue Geschäftsmodell der Bank orientiert sich an der Konzernstrategie: Das Aktivgeschäft konzentriert sich derzeit noch auf den Ankauf von Leasingforderungen aus dem GRENKE Konzern. Darüber hinaus vermittelt die GRENKE BANK AG Existenzgründern einen einfachen und schnellen Zugang zu verschiedenen Förderdarlehen. Ferner biete die GRENKE Bank seit 2011 auch eine Zwischenfinanzierung für IT-Projekte an.

Factoringgeschäft GRENKEFACTORING GmbH

Wir bieten Small-Ticket-Factoring aus Risikoerwägungen im Wesentlichen als sogenanntes "offenes Factoring" an. Dies bedeutet im Gegensatz zum stillen Factoring eine zusätzliche Absicherung, da mit befreiender Wirkung ausschließlich an uns gezahlt werden kann. Im Falle des stillen Factorings kann in der Regel nur auf ein an uns verpfändetes Bankkonto schuldbefreiend gezahlt werden. In beiden Fällen übernimmt die GRENKEFACTORING GmbH jedoch das Ausfallrisiko der angekauften Forderungen.

Finanzierung der Franchiseunternehmen

Die Franchiseunternehmen der GRENKE Gruppe treten am jeweiligen Leasingmarkt als Leasinggeber auf. Sie bewegen sich grundsätzlich im Segment Small-Ticket-IT, daneben bieten wir im Rahmen unseres Franchisemodells Autoleasing und in der Schweiz Factoring an. Die von den Franchisenehmern kontrahierten Leasingverträge werden in der Regel überwiegend über den GRENKE Konzern refinanziert. Teilweise schließen die Franchisenehmer Verträge auch im Rahmen eines Kommissionsmodells ab, sodass der GRENKE Konzern direkt als Leasinggeber auftritt. Grundlage bildet der jeweilige zwischen dem Franchisenehmer und dem GRENKE Konzern abgeschlossene Refinanzierungsrahmenvertrag. Soweit Refinanzierungen ausgereicht werden, werden diese entweder in Form von Darlehen oder als Forfaitierungen bereitgestellt. Grundsätzlich werden dabei die zukünftigen Leasingraten mit dem Refinanzierungszins diskontiert.

Derivate

Der GRENKE Konzern nutzt derivative Finanzinstrumente ausschließlich und immer nur dann, wenn die gewöhnliche Geschäftstätigkeit Risiken mit sich bringt, die durch den Einsatz geeigneter Derivate minimiert oder eliminiert werden können. Im GRENKE Konzern kommen Zins-Swaps, Zins-Caps und Devisentermingeschäfte zum Einsatz. Jedem derivativen Kontrakt unterliegt ein wirtschaftliches Grundgeschäft mit einer entsprechend gegenläufigen Risikoposition. Vertragspartner sind nur Kreditinstitute mit einwandfreier Bonität. Deshalb und aufgrund der Diversifikation unserer Kontraktpartner spielt das Adressausfallrisiko durch den Kontrahenten eine untergeordnete Rolle.

Finanzmarktrisiken

Schwankungen der Marktpreise an den Finanzmärkten können sich signifikant auf Cashflow und Gewinn auswirken. Insbesondere Veränderungen auf den Zinsmärkten und bei bestimmten Währungen wirken sich auf den GRENKE Konzern aus. Im Rahmen unseres stetigen Risikomanagements und indem wir Zins- und Währungspositionen laufend überwachen, steuern wir diese Risiken aktiv.

Neben dem Betrachten von risikobehafteten, marktsensitiven Positionen, wie beispielsweise einer variabel verzinsten Anleihe oder einer Forderung in einer vom Euro abweichenden Währung, spielen auch Sensitivitäten und Elastizitäten eine entscheidende Rolle im Umgang mit Finanzmarktrisiken. Ziel ist es, die Sensitivität des Gewinns auf die Volatilität von Marktpreisen zu begrenzen. Das heißt, unter Berücksichtigung eines angemessenen Verhältnisses von Kosten und Nutzen von Hedge-Beziehungen soll eine möglichst geringe Abhängigkeit des Gewinns von der Entwicklung an den Zins- und Währungsmärkten erreicht werden. Dabei werden folgende Parameter für eine Risikoabschätzung unterstellt:

  • eine gleichzeitige, parallele Aufwertung bzw. Abwertung des Euro gegenüber allen Fremdwährungen um 10 Prozent
  • eine Parallel-Verschiebung der Zinskurven um 100 Basispunkte (1 Prozentpunkt)

Die potenziellen wirtschaftlichen Auswirkungen aus den Analysen stellen Abschätzungen dar. Sie haben eine künstlich unterstellte Marktbedingung zur Grundlage und basieren insbesondere auf Ceteris-paribus-Annahmen. Das heißt, das Betrachten der Verschiebung der Zinskurve erfolgt losgelöst von etwaigen Verbundeffekten auf andere zinsinduzierte Marktentwicklungen. Die tatsächlichen Auswirkungen auf die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung können hiervon aufgrund der tatsächlich eingetretenen Entwicklung deutlich abweichen.

Die wesentlichen Marktpreisrisiken bzw. die offenen Positionen aus dem Zins- und Währungsrisiko werden mindestens einmal monatlich auf Vorstandsebene bzw. im Controlling auf der Grundlage laufend erstellter Berichte erörtert. Risiken aus der Veränderung von Aktienkursen ist der GRENKE Konzern nicht ausgesetzt, da keine börsennotierten Aktien gehalten werden. Die Veränderungen der Preise von Rohstoffen haben ebenfalls keine Auswirkung auf die Risikoposition, da keine Positionen in entsprechenden Kategorien vorhanden sind.

Zinsrisiken

Identifikation

Das Zinsrisiko resultiert für das Geschäft des GRENKE Konzerns in erster Linie aus der Sensitivität von Finanzschulden in Bezug auf die Veränderungen des Marktzinsniveaus (Zinsänderungsrisiko). Wir sind bestrebt, insbesondere die Auswirkungen dieser Risiken auf Zinsaufwand und Zinsergebnis durch den Einsatz geeigneter Derivate zu begrenzen. Die Finanzschulden bestehen hauptsächlich aus variabel verzinsten Schuldverschreibungen, ABCP-Programmen und dem ABS-Bond. Einzelheiten zu diesen Risiken werden im Konzernanhang im Kapitel "Finanzwirtschaftliche Risikostrategie" dargestellt.

Maßgeblich für die Identifizierung einer offenen Risikoposition, die dann eine entsprechende Absicherung durch den Einsatz derivativer Instrumente zur Folge hat, ist die Sensitivität auf den wirtschaftlichen Erfolg. Das heißt, insgesamt sind wir bestrebt, ein Zinsergebnis zu erzielen, welches eine geringe Zinssensitivität aufweist. Eine Parallel-Verschiebung der Zinskurve um plus 100 Basispunkte für das vergangene Geschäftsjahr hätte nach den Abschätzungen aus der Sensitivitätsanalyse ein um 896 TEUR (Vorjahr: 631 TEUR) niedrigeres Vorsteuerergebnis zur Folge gehabt. Dies entspricht circa 1,0 Prozent (Vorjahr: 0,8 Prozent) des Zinsergebnisses.

Instrumente

Die Emission von Anleihen und das Kontrahieren von Zins-Swaps stellen Bestandteile der Umsetzung einer Finanzierungsstrategie dar, bei der die Liquiditätsbeschaffung und Zinssicherung getrennt vorgenommen werden. Dies schafft eine hohe Flexibilität bei der Optimierung der Refinanzierung. Die hieraus gegebenenfalls resultierenden Risiken (variable Zahlungsströme) werden durch geeignete Zinsderivate abgesichert. Zins-Swaps werden als Sicherungsinstrumente eingesetzt und als Sicherungsgeschäfte nach IAS 39 erfasst. Da für alle Zins-Derivate im Hedge-Accounting eine nahezu 100-prozentige Effektivität nachgewiesen werden konnte, wurden die Marktwertänderungen bezogen auf den Clean Value (ohne Berücksichtigung von Stückzinsen) nahezu vollständig im Eigenkapital erfasst.

Im Rahmen der ABCP-Programme mit der DZ-Bank (CORAL) und mit der HypoVereinsbank / UniCredit Bank AG (Elektra) obliegen die Zinssicherung und damit die Zinsrisikosteuerung der GRENKELEASING AG. Die ABCP-Transaktion dient hier ebenfalls als variabel verzinstes Grundgeschäft, und das Absichern der Zahlungsströme erfolgt grundsätzlich durch den Einsatz von Zins-Swaps. Im Rahmen der übrigen ABCP-Programme werden sowohl Zins-Caps als auch Zins-Swaps für das Begrenzen des Zinsänderungsrisikos eingesetzt. Kontraktpartner sind hier allerdings die jeweiligen Zweckgesellschaften der Programme. Daher findet keine Bilanzierung der Derivate bei uns statt, und Hedge-Accounting wird gleichfalls nicht angewendet.

Beim Kontrahieren der Zins-Swaps stehen stets die Parameter des Grundgeschäfts, das durch die Finanzierung (Passiva) gegeben ist, im Mittelpunkt. Deshalb entspricht die Zinsterminologie der Swaps auf der variablen Seite weitestgehend exakt der des Grundgeschäfts. Weiterhin übersteigt das in den Swaps kontrahierte Volumen zu keinem Zeitpunkt das der gesicherten Finanzierung. Die bestehenden wie auch die geplanten Refinanzierungstransaktionen werden aktiv in das Risikomanagement eingebunden und die diesbezüglichen Hedge-Beziehungen im Rahmen einer stetigen Analyse quartalsweisen Effektivitätstests mittels einer nach IFRS zulässigen Methode unterzogen. Diese Tests haben sich in der Vergangenheit als hochwirksam herausgestellt.

Der Marktwert der im Rahmen des Hedge-Accounting nach IAS 39 bilanzierten Zins-Swaps, die zum Stichtag einen negativen Marktwert von 265 TEUR (Vorjahr: negativer Marktwert 1.172 TEUR) aufwiesen, hätte zum Stichtag unter Annahme des oben genannten Szenarios (Parallel-Verschiebung der Zinskurve um plus 100 Basispunkte) einem positiven Marktwert von 886 TEUR (Vorjahr: negativer Marktwert 951 TEUR) entsprochen. Die damit einhergehende Veränderung würde sich aufgrund des Hedge-Accounting nach IAS 39 weitestgehend im Eigenkapital respektive in der Hedge-Rücklage niederschlagen.

Eine entsprechende Abwärtsverschiebung der Zinskurve würde zu einem Anstieg um 1.004 TEUR (Vorjahr: Anstieg um 889 TEUR) im Vorsteuerergebnis führen. Auf die Marktbewertung der Zins-Swaps im Hedge-Accounting würde sich das Zinsszenario mit einem um 1.133 TEUR niedrigeren (Vorjahr: 223 TEUR) Marktwert und damit weitestgehend erfolgsneutral im Eigenkapital auswirken.

Das Zinsrisiko wird in der Regel einmal im Monat als offene Position ermittelt. Dabei erfolgt grundsätzlich eine Gegenüberstellung der variabel und fest verzinsten Aktiva sowie der entsprechenden Passiva. Die Elastizität der variabel verzinsten Positionen beträgt 1, da nahezu alle Referenzzinsen durch den 1- bis 3- bzw. 6-Monats-Euribor reflektiert und hinreichend abgebildet sind. Neben den Bilanzpositionen und ihrem planmäßigen Amortisationsverlauf fließen aktuelle Zinsstrukturkurven, Währungskurse und sämtliche derivativen Positionen ein. Das Ergebnis wird turnusmäßig auf Vorstandsebene analysiert.

Währungsrisiken

Aufgrund der europäischen Ausrichtung seines Geschäfts und der wachsenden Bedeutung internationaler Märkte ist der GRENKE Konzern Währungsrisiken ausgesetzt. Um diese Risiken zu begrenzen oder auszuschalten, kommen Derivate zum Einsatz. Diese Derivate werden zum Stichtag mit ihren Marktwerten unter den finanziellen Vermögenswerten bzw. unter den finanziellen Schulden erfasst. Wertveränderungen, die sich aus der Fremdwährungsumrechnung des Jahresüberschusses von Konzerngesellschaften in Nicht-Euro-Ländern ergeben, sind bisher aufgrund der geringen Bedeutung noch nicht notwendig gewesen.

Währungsrisiken bestehen derzeit im Bereich der Finanzierung für Konzerngesellschaften oder Franchisenehmer außerhalb der Eurozone. Eine Absicherung ist vorgesehen, sobald das jeweilige Finanzierungsvolumen einen ausstehenden Betrag von circa 1.000 TEUR erreicht. In Polen, Dänemark, Großbritannien, Norwegen, Schweden sowie in der Tschechischen Republik und Ungarn wurde dieser Betrag überschritten. Damit ist der Wechselkurs für in Polnischen Zloty, Britischen Pfund, Ungarischen Forint, Schweizer Franken (ausschließlich im Rahmen der Refinanzierung ungarischer Leasingverträge, die in Schweizer Franken kontrahiert sind) sowie Dänischen, Norwegischen, Schwedischen und Tschechischen Kronen bereitgestellte Finanzierungen für den Bestand der Leasingforderungen der jeweiligen Tochtergesellschaften bekannt und überwiegend fest kontrahiert.

Im Zuge des Wachstums der Gesellschaften bestehen jedoch weiterhin Risiken für die jeweils offenen Tranchen unterhalb der Mindestgrenze. Die Finanzierung des Franchisepartners in Rumänien hat unverändert ein aus Konzernsicht noch unbedeutendes ausstehendes Volumen, sodass hier bislang noch keine Währungsabsicherung vorgenommen wurde.

Die Schweiz und Großbritannien sind nur in sehr begrenztem Umfang von Währungsrisiken betroffen, da dort eine Vereinbarung zur Leasingrefinanzierung in Landeswährung besteht. Ferner werden im Rahmen eines wirtschaftlichen Hedgings Zahlungsströme abgesichert.

Insgesamt ergeben sich Risiken durch Währungsschwankungen aus den finanziellen Vermögenswerten bzw. Forderungen und schwebenden Geschäften in Fremdwährung sowie der Fremdwährungsumrechnung des Jahresabschlusses von Konzerngesellschaften. Der Einsatz von Derivaten, wobei im Fremdwährungsbereich ausschließlich Devisentermingeschäfte zum Einsatz gekommen sind, wirkt der Marktsensitivität der Grundgeschäfte, das heißt der Cashflows aus den finanziellen Vermögenswerten bzw. Forderungen, entgegen. Im Idealfall stellt sich eine nahezu perfekte Kompensation ein. Auf Hedge-Accounting wird im Währungsbereich bis auf weiteres verzichtet.

Value at Risk

Zum Identifizieren offener Positionen, die einem Fremdwährungsrisiko unterliegen, werden Cashflows in Fremdwährung den abgeschlossenen Devisentermingeschäften gegenübergestellt. Für das Ermitteln der offenen Risikopositionen sind die Cashflows aus der Refinanzierung der Franchisebetriebe in Fremdwährungen, die Cashflows bzw. Refinanzierungen der Konzernunternehmen in Fremdwährungen und die Cashflows aus den Devisenterminkontrakten relevant.

Werden offene Cashflows identifiziert, die in ihrer Gesamtheit umgerechnet zum Tageskurs 500 TEUR pro Währung überschreiten, so werden diese abgesichert. Für das Berechnen des Risikos der offenen Währungspositionen wird dieMethode des Value at Risk (VaR) angewandt. Hierbei wird berechnet, welchen Wert der Verlust einer bestimmten Risikoposition mit einer gegebenen Wahrscheinlichkeit und in einem gegebenen Zeithorizont nicht überschreitet. Dieser Wert muss mit der Risikodeckungsmasse abgedeckt sein. Für jede Währung wird die Standardabweichung und der Mittelwert aus historischen Zeitreihen der letzten zwei Jahre berechnet, mit Hilfe derer der Value at Risk für die Währungen bestimmt werden kann.

Zu berücksichtigen ist darüber hinaus, dass jeweils der vertraglich vereinbarte Ablauf eines Leasingvertrags abgesichert wird. Bei Leasingforderungen außerhalb der Eurozone von 187,3 Mio. EUR zum Berichtsstichtag können sich jedoch in Zeiten überdurchschnittlicher Währungsvolatilitäten bereits geringe Abweichungen wie Sondertilgungen oder -kündigungen sowie Verzögerungen von Ratenzahlungen beispielsweise allein durch ungünstige Banklaufzeiten über das gesamte Portfolio hinweg negativ kumulieren.

Im Rahmen unserer Sensitivitätsanalyse im Fremdwährungsbereich unterstellen wir eine Abwertung bzw. Aufwertung des Euro gegenüber allen für den GRENKE Konzern relevanten Währungen. Zum 31. Dezember 2011 hätte eine Aufwertung des Euro um 10 Prozent den Vorsteuergewinn des GRENKE Konzerns um 1.031 TEUR (Vorjahr: 1.200 TEUR) erhöht. Eine entsprechende Abwertung würde nach den Abschätzungen und Prämissen der Sensitivitätsanalyse zu einer Belastung des Vorsteuergewinns um 1.015 TEUR (Vorjahr: 1.171 TEUR) führen. Insgesamt belaufen sich die fremdwährungsbelasteten Aktiva zum Stichtag auf circa 217 Mio. EUR (Vorjahr: 175 Mio. EUR). Das Britische Pfund, der Polnische Zloty und der Schweizer Franken stellen vom Nominalvolumen und auch gemessen am Leasingneugeschäft den bedeutendsten Anteil.

Eine isolierte Betrachtung der Aufwertung des Euro gegenüber dem Britischen Pfund hätte einen positiven Ergebniseffekt von 336 TEUR nach sich gezogen. Eine Abwertung von 10 Prozent ginge mit einer Ergebnisbelastung von 325 TEUR für Positionen im Britischen Pfund einher. Positionen in Schweizer Franken bzw. Polnische Zloty würden bei entsprechender Aufwertung des Euro eine

Erhöhung des Vorsteuergewinns um 163 TEUR bzw. 77 TEUR und bei einer Abwertung eine Verringerung um 164 TEUR bzw. 70 TEUR nach sich ziehen.

Refinanzierungsrisiken

Wir refinanzieren uns unabhängig von einzelnen Bankinstituten und verfügen zudem über einen direkten Zugang zu den Fremdkapitalmärkten. Damit sind wir in der Lage, beim Strukturieren unserer Passivseite auf breite Diversifikation zu setzen und mit mehreren Bankenpartnern zusammenzuarbeiten.

Unser Spektrum von Refinanzierungsinstrumenten ist sehr breit gefasst. Es beinhaltet zunächst klassische Finanzierungen über Banken, revolvierende Darlehens-Fazilitäten und ABCP-Programme. Diese Finanzierungen sind jeweils für einen definierten Zeitraum fest zugesagt, sodass hier im Rahmen der jeweiligen Konditionen und Laufzeiten keine Risiken bezüglich ihrer Verfügbarkeit bestehen.

Bei ABCP-Programmen handelt es sich um Finanzierungen, die auf definierten zugrunde liegenden Aktiva, also Leasingforderungen, basieren. Diese können wir derzeit zur Refinanzierung unseres Geschäfts in Deutschland, Frankreich und Österreich nutzen. Darüber hinaus verfügen wir für Großbritannien, Polen und die Schweiz über klassische Bankenfinanzierungen, die ebenfalls eine solche Assetorientierte Struktur aufweisen.

Wir nutzen aber auch Refinanzierungsinstrumente, die nicht Asset-orientiert sind und daher nach unserem Ermessen und gemäß unserer Geschäftsentwicklung eingesetzt werden. So haben wir mit dem Debt-Issuance-Programm ("DIP") einen direkten Kapitalmarktzugang. Seit Oktober 2011 verfügen wir zusätzlich über eine Plattform zur Emission von Commercial Paper ("CP"). Sie ist mit einem Höchstvolumen von 250 Mio. EUR ausgestattet. Während die Anleihen des DIP Laufzeiten ab einem Jahr aufweisen, eröffnet uns die CP-Plattform unterjährige Refinanzierungsalternativen. Das CP-Programm wurde von Standard & Poor's, vergleichbar dem Langfrist-Rating "BBB" unserer Anleihen unter dem DIP, mit demkurzfristigen Rating "A-3" versehen.

Darüber hinaus nutzen wir die Möglichkeiten der Finanzierung über das Einlagengeschäft der GRENKE BANK AG. Mit diesem Instrumentarium können wir die im Rahmen der jeweiligen Verfassung der Kapitalmärkte attraktivsten Finanzierungskanäle nutzen.

Im Zuge der allgemeinen Wirtschaftserholung hat sich ab 2010 die Versorgung mit Refinanzierungsmitteln wieder verbessert. Allerdings blieben die Finanzmärkte hohen Risiken ausgesetzt. Diese Risiken kulminierten im Berichtsjahr 2011 vor allem wegen der zur Jahresmitte eskalierenden Verschuldungskrise mehrerer europäischer Staaten. Die Zins-Spreads zwischen Benchmark-Staatsanleihen, beispielsweise Bundesanleihen, und den Krisenländern stiegen auf Rekordhöhen. Von diesen Turbulenzen blieben Unternehmensanleihen nicht verschont. Die Refinanzierung des GRENKE Konzerns war hierdurch jedoch unverändert nicht wesentlich tangiert. Der ohnehin unterdurchschnittliche Refinanzierungsbedarf konnte auch im Berichtsjahr vollständig, zügig und zu attraktiven Konditionen gedeckt werden.

Liquiditätsrisiken

Das Management der Liquiditätsrisiken stellt sicher, dass der GRENKE Konzern stets in der Lage ist, seine Zahlungsverpflichtungen fristgerecht zu erfüllen.

Kurzfristige Liquidität

Das Liquiditätsrisikomanagement umfasst das tägliche Steuern der Zahlungsein- und -ausgänge. Für das kurzfristige Reporting wird wöchentlich, das heißt am ersten Arbeitstag einer jeden Kalenderwoche, eine "Liquiditätsübersicht" erstellt und auf Vorstandsebene behandelt. Hierin sind alle relevanten Informationen zu den kurzfristigen Cash-Entwicklungen der nächsten Wochen enthalten. Die wöchentliche Liquiditätsübersicht liefert den aktuellen Liquiditätsstatus des GRENKE Konzerns. Hierbei liegt der Fokus auf den Zahlungsströmen aus dem Leasinggeschäft.

Das Reporting unterscheidet vier Liquiditätsstufen:

  • Barliquidität: auf allen Bankkonten befindliche Guthaben zuzüglich Überziehungsrahmen sowie alle "unmittelbar" (eine Woche) fließenden Gelder.
  • Liquidität 1: Barliquidität zuzüglich der bis auf Einmonatssicht fälligen bzw. zufließenden Gelder. Hinzu kommen gebundene Vermögenswerte, die sich in diesem Zeitraum monetarisieren lassen.
  • Liquidität 2: Liquidität 1 zuzüglich der bis auf Dreimonatssicht fälligen bzw. zufließenden Gelder. Hinzu kommen gebundene Vermögenswerte, die sich in diesem Zeitraum monetarisieren lassen.
  • Liquidität 3: Liquidität 2 zuzüglich der nicht mindestens in drei Monaten fälligen bzw. zufließenden Gelder. Hinzu kommen gebundene Vermögenswerte, die sich erst in einem Zeitraum von mehr als drei Monaten monetarisieren lassen.

Mittel- und langfristige Liquidität

Neben dem kurzfristigen Steuern der Liquidität und dem wöchentlichen Reporting wird in der Regel einmal monatlich, mindestens aber einmal im Quartal, eine dynamische Liquiditätsplanung erstellt. Hier besteht das Ziel der Cash-Planung darin, den Liquiditätsstatus für die nächsten Perioden abzubilden. Die verdichtete Darstellung erfolgt hierbei auf Quartalsebene und für vier Quartale.

Operationelle Risiken

Der GRENKE Konzern definiert als operationelles Risiko den möglichen Eintritt von Verlusten im Zusammenhang mit vertraglichen Vereinbarungen, Mitarbeitern, Technologie und EDV, Versagen oder Zusammenbruch der Infrastruktur, Kundenbeziehungen und Kooperationen, Projekten und anderen externen Einflüssen. Das allgemeine Geschäfts- und Reputationsrisiko wird hierunter nicht subsumiert. Die operationellen Risiken werden im Wesentlichen mit dem Risikoprofilmanagement des GRENKE Konzerns gesteuert. Es wird ergänzt durch regelmäßige Befragungen der Mitarbeiter über das Risikomanagement-Tool im Intranet des GRENKE Konzerns. Deren Bewertungen der operationellen Risiken fließen damit kontinuierlich in das Risikoprofil-Management ein.

Zertifizierung

Die TÜV Management Service GmbH erteilte der GRENKELEASING AG bereits 1998 das Zertifikat nach DIN EN ISO 9001:1994. Das Qualitätsmanagement wurde 2010 von der TÜV-Zertifizierungsstelle der TÜV Management Service GmbH nach der neuen Norm DIN EN ISO 9001:2008 aktuell geprüft und zertifiziert. Neben den Standorten in Deutschland, der GRENKEFACTORING GmbH (Deutschland) und der für die Verwertungen zuständige Grenke Investitionen Verwaltungs KGaA sind auch die Tochtergesellschaften in Österreich, Frankreich, den Niederlanden, der Schweiz, Spanien, Italien, sowie die Franchisenehmer in Rumänien (GRENKELEASING SRL), Ungarn (Grenkeleasing kft), Finnland (GC Leasing s.r.o), der Slowakei (GC Leasing s.r.o.) und Portugal (Grenke Renting S.A.) zertifiziert.

Die Wirksamkeit des Managementsystems wird in regelmäßigen Abständen vom Vorstand bewertet. Eventuell erforderliche Korrekturmaßnahmen werden zeitnah veranlasst. Im aktuellen Auditbericht ISO 9001 vom 16. September 2011 wird bestätigt, dass die GRENKELEASING AG (einschließlich der vorgenannten Tochtergesellschaften und Franchisepartner) über ein sehr gut funktionierendes und wirksames Managementsystem verfügt. Die Anforderungen der Norm ISO 9001:2008 werden laut Bericht erfüllt.

Die Original-Leasingverträge werden, soweit sie nicht eingescannt sind, in feuersicheren Schränken bzw. Tresoren aufbewahrt. Damit ist zudem für den Fall eines Elementarschadens hinreichende Vorsorge getroffen. Die Vertragsdaten werden in unserem EDV-System überwiegend mit speziell hierfür entwickelten Programmen gespeichert und aktualisiert. Die ursprünglichen Vertragsdaten werden sowohl in den Standorten als auch in der zentralen Vertragsverwaltung in Baden-Baden vorgehalten. Automatische Sicherungsprogramme und Stromunterbrechungseinrichtungen sichern die Datenhaltung ab. Die EDV spielt beim Abwickeln und Verwalten unseres Leasinggeschäfts eine wichtige Rolle. Daher werden die Organisation und die Abläufe der EDV wiederkehrenden internen Prüfungen unterzogen.

Absatzrisiko

Dem Absatzrisiko wird mittels kontinuierlicher Maßnahmen des Marketings entgegengewirkt. Hierzu zählen:

  • Informationserhebung
  • Produktentwicklung
  • Verfahrensverbesserungen
  • Entwicklung der Absatzkanäle

Im Laufe der mehr als dreißigjährigen Geschichte unseres Unternehmens haben wir bei der Entwicklung und Pflege unserer Absatzkanäle umfassende Erfahrungen gewonnen, die uns nicht nur ein nachweislich dauerhaft hohes Wachstum ermöglicht haben. Inzwischen betrachten wir diese Erfahrungen sowie unsere dabei aufgebaute Reputation als eine wichtige Markteintrittsbarriere für potenzielle Wettbewerber.

Der in der Leasing-Branche heftig diskutierte Entwurf zur Internationalen Rechnungslegung IFRS (Leasing-Bilanzierung), wonach grundsätzlich jeder Leasinggegenstand beim Leasingnehmer bilanziert werden muss (entweder als Gegenstand oder als Nutzungsrecht auf der Aktivseite und der entsprechenden Zahlungsverpflichtung auf der Passivseite), könnte das Investitionsverhalten der betroffenen Unternehmen dahingehend beeinflussen, dass die Alternative Leasing bei der Entscheidungsfindung negativ tangiert wird.

Nach derzeitigem Kenntnisstand betrifft die IFRS-Regelung jedoch nur wenige der GRENKE-Kunden. Zu einer Bilanzierung nach IFRS sind typischerweise nur Leasingnehmer verpflichtet, welche über Aktien oder Anleihen Zugang zur Börse haben. Unsere Kunden sind als KMUs börsenunabhängig und bilanzieren üblicherweise nach den lokalen Rechnungslegungsvorschriften. Die Risiken aus dem Umsetzen des Entwurfs des Standardsetzers dürften daher sowohl auf der Kundenseite als auch hinsichtlich der Bilanzierungsanforderungen imGRENKE Konzern begrenzt bleiben.

Wir sind im Gegenteil überzeugt davon, dass der Leasinganteil an den IT-Investitionen in unserem Zielmarkt mittel- bis langfristig sogar weiter steigen wird. Zum einen vergeben Banken im Lichte der verschärften Eigenkapitalerfordernisse unter dem Basel-III-Regime ohnehin Refinanzierungen tendenziell eher restriktiv. Zum anderen ziehen sie sich aus Kostengründen sogar zunehmend ganz aus dem Leasing-Geschäft zurück. Auch diese Entwicklung stützt unsere Marktposition.

Wesentliche Merkmale des internen Kontrollsystems und des Risikomanagement-Systems des GRENKE Konzerns hinsichtlich des Rechnungslegungsprozesses

Als kapitalmarktorientierte Kapitalgesellschaft im Sinne des § 264d HGB sind wir gemäß § 289 Abs. 5 HGB verpflichtet, die wesentlichen Merkmale des internen Kontroll- und Risikomanagementsystems im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess und den Konzernrechnungslegungsprozess zu beschreiben.

Das System ist gesetzlich nicht definiert. Wir verstehen das interne Kontroll- und Risikomanagementsystem als umfassendes System und lehnen uns an die Definitionen des Instituts der Wirtschaftsprüfer in Deutschland e. V., Düsseldorf, ("IDW") zum rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystem (IDW PS 261 Tz. 19 f.) und zum Risikomanagementsystem (IDW PS 340, Tz. 4) an. Unter einem internen Kontrollsystem werden danach die von dem Management im Unternehmen eingeführten Grundsätze, Verfahren und Maßnahmen verstanden, die auf die organisatorische Umsetzung der Entscheidungen des Managements gerichtet sind:

  • zur Sicherung der Wirksamkeit und Wirtschaftlichkeit der Geschäftstätigkeit (hierzu gehört auch der Schutz des Vermögens, einschließlich der Verhinderung und Aufdeckung von Vermögensschädigungen),
  • zur Ordnungsmäßigkeit und Verlässlichkeit der internen und externen Rechnungslegung sowie
  • zur Einhaltung der für das Unternehmen maßgeblichen rechtlichen Vorschriften.

Das Risikomanagementsystem beinhaltet die Gesamtheit aller organisatorischen Regelungen und Maßnahmen zum Erkennen und zum Umgang mit den Risiken unternehmerischer Betätigung. Im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess und den Konzernrechnungslegungsprozess sind folgende Strukturen und Prozesse implementiert:

Der Vorstand trägt die Gesamtverantwortung. Über eine fest definierte Führungs- und Berichtsorganisation sind alle in den Konzernabschluss einbezogenen Gesellschaften eingebunden.

Die Grundsätze, die Aufbau- und Ablauforganisation sowie die Prozesse des rechnungslegungsbezogenen internen Kontroll- und Risikomanagementsystems sind konzernweit in einem Handbuch niedergelegt, das in regelmäßigen Abständen an aktuelle externe und interne Entwicklungen angepasst wird.

Im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess und den Konzernrechnungslegungsprozess erachten wir solche Merkmale des internen Kontroll- und Risikomanagementsystems als wesentlich, die die Konzernbilanzierung und die Gesamtaussage des Konzernabschlusses einschließlich Konzernlagebericht maßgeblich beeinflussen können. Dies sind insbesondere die folgenden Elemente:

  • Identifikation der wesentlichen Risikofelder und Kontrollbereiche mit Relevanz für den konzernweiten Rechnungslegungsprozess
  • Kontrollen zur Überwachung des konzernweiten Rechnungslegungsprozesses und von dessen Ergebnissen auf Ebene des Vorstands sowie auf Ebene der in den Konzernabschluss einbezogenen Gesellschaften
  • Präventive Kontrollmaßnahmen im Finanz- und Rechnungswesen des GRENKE Konzerns und der in den Konzernabschluss einbezogenenGesellschaftensowieinoperativen,leistungswirtschaftlichenUnternehmensprozessen,diewesentlicheInformationen für die Aufstellung des Konzernabschlusses einschließlich des Konzernlageberichts generieren, inklusive einer Funktionstrennung und von vordefinierten Genehmigungsprozessen in relevanten Bereichen
  • Maßnahmen, die die ordnungsgemäße EDV-gestützte Verarbeitung von konzernrechnungslegungsbezogenen Sachverhalten und Daten sicherstellen
  • Etablierung eines internen Revisionssystems zur Überwachung des konzernrechnungslegungsbezogenen internen Kontroll- und Risikomanagementsystems

Der GRENKE Konzern hat darüber hinaus in Bezug auf den konzernweiten Rechnungslegungsprozess ein Risikomanagementsystem implementiert, das Maßnahmen zur Identifizierung und Bewertung von wesentlichen Risiken sowie entsprechende risikobegrenzende Maßnahmen enthält, um die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses sicherzustellen. Für die Öffentlichkeit gewährleistet das konzernweit eingerichtete Risikomanagement-System hinsichtlich des Rechnungslegungsprozesses damit die Erstellung zutreffender und verlässlicher Informationen.

Zusammenfassende Betrachtung

Die von der Deutschen Bundesbank und der BaFin aufgestellten MaRisk hat der GRENKE Konzern bereits in 2009 weitgehend umgesetzt und 2010 vollständig implementiert. Für identifizierte Adressausfall-, Bonitäts- und ähnliche Risiken aus dem Leasinggeschäft ist ausreichend Vorsorge getroffen. Die dazu im Jahresabschluss berücksichtigten Abschreibungen, Wertberichtigungen und Rückstellungen wurden unter Anwendung vorsichtiger Maßstäbe in angemessener Höhe gebildet. Hinsichtlich der künftigen Entwicklung der GRENKELEASING AG und ihrer Tochtergesellschaften sind besondere, über das normale Maß hinausgehende und mit dem Geschäft verbundene Risiken nicht zu erkennen.

Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Ende des Geschäftsjahres 2011

Die GRENKE FINANCE Plc. hat am 17. Januar 2012 erfolgreich eine neue Anleihe mit einem Volumen von 100 Mio. EUR und einer Laufzeit von 3,5 Jahren am Markt platziert. Innerhalb kürzester Zeit war das Angebot um die Hälfte überzeichnet. Damit haben wir uns bereits sehr früh im neuen Geschäftsjahr umfangreiche Mittel für weiteres hohes Wachstum gesichert.

Bericht zu Prognosen und sonstigen Aussagen zur voraussichtlichen Entwicklung

Chancen- und Risikobericht

Der folgende Bericht erläutert die Chancen und Risiken der Prognosen, zusammengefasst für den GRENKE Konzern und seine Segmente Leasing-, Bank- und Factoringgeschäft. Die grundsätzlichen Aussagen bezüglich des Leasinggeschäfts im Inland haben dabei jeweils auch für die nach Auslandsmärkten gegliederten berichtspflichtigen Regionalsegmente des Leasinggeschäfts Gültigkeit.

Hinsichtlich der Wirtschaftserwartungen gehen die Prognosen für Europa im laufenden Geschäftsjahr 2012 allgemein von einer spürbar schwächeren Entwicklung als im Berichtsjahr aus. In manchen Ländern, insbesondere im europäischen Süden, wird sogar wieder eine Rezession erwartet, während Deutschland, von einer robusten Binnennachfrage profitierend, 2012 noch Wachstum verzeichnen soll. Die Bundesregierung erwartet eine reale Zunahme des Bruttoinlandsprodukts um 0,7 Prozent. In die gleiche Richtung wies schon die vierteljährliche Umfrage der Europäischen Zentralbank vom November letzten Jahres, wo die befragten Konjunkturexperten mit 0,8 Prozent für 2012 nach 1,6 Prozent in 2011 eine Halbierung des realen BIP-Wachstums in der Eurozone erwarteten.

Der Kreditversicherer EULER HERMES S.A. erwartet, dass sich der seit 2010 beobachtete Trend abnehmender Unternehmensinsolvenzen in den meisten Regionen der Welt bis 2012 fortsetzen wird. Allerdings wird auf einige Risikofaktoren hingewiesen. Hierzu werden insbesondere die nachlassenden weltwirtschaftlichen Auftriebskräfte, höhere Rohstoff- und Produktionskosten, vermehrte restriktive geldpolitische Maßnahmen und – in einigen Ländern – Verluste der Wettbewerbsfähigkeit aufgrund von Wechselkursveränderungen gezählt. Der Kreditversicherer geht, nach einem für 2011 erwarteten Rückgang des globalen Insolvenzrisikos um sieben Prozent, für 2012 noch von einem Rückgang um fünf Prozent aus. Als konjunkturbedingte Ausnahmen mit höheren Ausfallrisiken werden in Europa Griechenland und Portugal genannt.

Aber auch für Deutschland werden, nach einemRückgang um4,7 Prozent imVorjahr, 2012 nur noch 0,7 Prozent weniger Insolvenzen, und damit nahezu ein Stillstand der Entwicklung erwartet. Die massiven Anstiege zu Zeiten der internationalen Finanzmarktkrise können somit weltweit auch 2012 nicht kompensiert werden, sodass das Insolvenzrisiko in vielen Ländern immer noch über dem Vorkrisenniveau von 2007 liegen wird.

Da der GRENKE Konzern mit seiner branchenübergreifenden Kundenstruktur den gesamten Mittelstand abdeckt, werden mögliche Klumpenrisiken mit deutlich höheren Insolvenzwahrscheinlichkeiten, wie sie von EULER HERMES im Dienstleistungsbereich erkannt werden, wirkungsvoll geglättet. Darüber hinaus tragen wir solchen Risiken mit unserer scoringbasierten, aktiven Neugeschäftssteuerung Rechnung.

Wie schon im Vorjahr überwiegen die Chancen für zusätzliches Wachstum klar die mit ihm verbundenen Risiken. Die Schadenquote hat ihren zyklischen Höhepunkt im letzten Geschäftsjahr überschritten, für das laufende Geschäftsjahr gehen wir von einem stabilen Niveau aus. Was die Zinsperspektiven anbelangt, dürften sich die Refinanzierungsrisiken 2012 nicht ausweiten. Angesichts der anhaltenden Probleme an den Finanzmärkten ist von einem nachhaltigen Anstieg der Zinsen im laufenden Geschäftsjahr kaum auszugehen. Der GRENKE Konzern hat nach der Emission einer Anleihe in Höhe von 100 Mio. EUR im Januar 2012 den Großteil seiner für das laufende Geschäftsjahr zu erwartenden Refinanzierungserfordernisse frühzeitig abgedeckt. Das für 2012 geplante Wachstum ist auf der Refinanzierungsseite also gesichert.

Generell entstehen dem GRENKE Konzern hinsichtlich der Refinanzierung des Bestands an Leasingforderungen ohnehin nur in geringem Umfang Zinsrisiken, da diese – soweit überhaupt variabel gestellt – über Derivate abgesichert sind. Risiken aus Zins- und Spreadveränderungen können jedoch im Neugeschäft entstehen. Insbesondere durch den Zeitversatz, mit dem wir Zinsänderungen an Kunden weitergeben, kann sich ein vorübergehender Einfluss auf die Profitabilität des Neugeschäfts ergeben. Wir gehen aber unverändert davon aus, künftige Fluktuationen bei den Refinanzierungskosten in unseren Konditionen berücksichtigen und so Ertragsrisiken begrenzen zu können.

Aufgrund des sehr kräftigen Wachstums in unseren internationalen Märkten, inklusive Nicht-Euroländern, spielen zunehmend Währungsveränderungen für unser Geschäft eine Rolle. Sie können zum einen die Umrechnung von Eigenkapital der Tochtergesellschaften in Nicht-Euroländern tangieren und sich dann im konsolidierten Eigenkapital niederschlagen. Zum anderen können sich Währungseffekte aus der Tatsache ergeben, dass die Refinanzierung des GRENKE Konzerns vorwiegend in Euro erfolgt und damit ein Auseinanderfallen zwischen der Refinanzierung des GRENKE Konzerns einerseits und den Forderungen gegenüber Leasingnehmern andererseits (indirekt über die konzerninterne Refinanzierung) besteht.

Wenngleich wir auch bezüglich der Währungsrisiken unsere konservative Risikopolitik fortführen und alle Währungsrisiken, soweit wirtschaftlich sinnvoll, absichern, lassen sich insbesondere temporäre Effekte nicht völlig ausschließen. Diese entstehen beispielsweise dadurch, dass die abgesicherten Fremdwährungs-Cashflows aufgrund von Zahlungsverzögerungen, vorzeitigen Ablösungen und Kündigungen von den realisierten Cashflows abweichen und dadurch die Hedgegeschäfte angepasst oder aufgelöst werden müssen. Bei starken Schwankungen der jeweiligen Währungen kann dies spürbare Ergebniseffekte erzeugen.

Erwartete Geschäftsentwicklung

Geschäftsjahr 2012

Wir wollen unsere im letzten Jahr sehr erfreuliche Geschäftsentwicklung 2012 fortsetzen und unsere langfristige Zielmarke von mindestens zehn Prozent Neugeschäftswachstum erneut übertreffen: In der GRENKE Gruppe erwarten wir einen Anstieg des Neugeschäfts um rund 15 Prozent bei weiterhin attraktiven und risikoadäquaten DB2-Margen. Dazu wird zum einen unsere breite internationale Aufstellung beitragen. Sie macht es möglich, dass wir gezielt Chancen in einzelnen Regionen wahrnehmen können. Zum anderen werden wir aber vor allem europaweit deutlich davon profitieren, dass sich die regulatorischen Anforderungen an den Bankensektor eher noch weiter verstärken und sie ihre Kreditvergabe entsprechend restriktiv auslegen werden.

Auch der Gewinn des GRENKE Konzerns soll sich sichtbar verbessern und 41 bis 44 Mio. EUR erreichen. Hierzu trägt bei, dass uns die Erträge aus dem hochmargigen Neugeschäft der vergangenen Jahre mit der fortschreitenden Laufzeit dieser Verträge zufließen und sukzessive immer stärker die Ertragsrechnung positiv beeinflussen. Gleichzeitig erwarten wir eine Schadenquote auf dem Niveau des Geschäftsjahres 2011. Unverändert werden wir in unsere zügige internationale Expansion investieren. Bei der inzwischen erreichten Größe des GRENKE Konzerns belasten die damit verbundenen Vorlaufkosten die Ertragskraft jedoch weniger stark als in der Vergangenheit. Der Anstieg der Aufwendungen soll daher flacher als der der Erträge ausfallen, sodass wir insgesamt, wie dargestellt, eine deutliche Zunahme des Gewinns prognostizieren.

Folgejahre

Die wesentlichen Einflussfaktoren auf die Geschäftsentwicklung des Jahres 2012 haben prinzipiell auch für die Folgejahre Gültigkeit. An unserem Ziel eines Wachstums des Neugeschäfts von mehr als zehn Prozent pro Jahr werden wir festhalten. Unser internationales Geschäft wird dazu maßgeblich beitragen. Mit dem im laufenden Geschäftsjahr geplanten Markteintritt in Brasilien richten wir zudem erstmals den Blick über die Grenzen Europas hinaus und eröffnen uns für die Folgejahre erhebliche zusätzliche Perspektiven.

Ferner gehen wir davon aus, dass unser Geschäft auch in der nahen Zukunft von dem aktuell zu beobachtenden Nachlassen der Wettbewerbsintensität profitieren wird. Die Banken sind nach den jüngsten Finanzmarkt- und Staatsschuldenkrisen nachhaltig geschwächt. Ihre Rolle als Finanzierungsgeber für unsere Ziel-Kunden KMUs können sie nicht mehr im gleichen Umfang wie vor 2008 wahrnehmen. Diese für uns günstige Veränderung des Marktumfelds dürfte auf absehbare Zeit Bestand haben. Sie wird mit dazu beitragen, dass wir unser Neugeschäft auch künftig entlang eines hohen DB2 steuern und so die Ertragskraft des GRENKE Konzerns und einen nachhaltigen Return on Equity von 16 Prozent sichern können.

Baden-Baden, den 31. Januar 2012

Der Vorstand

Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 2011

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

TEUR Erläuterung im 01.01.2011 01.01.2010
Konzernanhang bis 31.12.2011 bis 31.12.2010
Zinsen und ähnliche Erträge aus dem Finanzierungsgeschäft
Aufwendungen aus der Verzinsung
3.1 144.547 124.549
der Refinanzierung und des Einlagengeschäfts 3.1 51.856 44.520
Zinsergebnis 92.691 80.029
Schadensabwicklung und Risikovorsorge 3.2 34.415 33.724
Zinsergebnis nach Schadensabwicklung und Risikovorsorge 58.276 46.305
Ergebnis aus dem Versicherungsgeschäft 3.3 25.703 22.236
Ergebnis aus dem Neugeschäft 3.4 31.021 26.263
Ergebnis aus der Verwertung 3.5 1.653 2.026
Operative Erträge insgesamt 116.653 96.830
Personalaufwand 3.6 36.695 32.673
Abschreibungen und Wertminderung 3.7 3.225 2.674
Vertriebs- und Verwaltungsaufwand (ohne Personalaufwand) 3.8 26.373 24.275
Sonstige betriebliche Aufwendungen 3.392 3.566
Sonstige betriebliche Erträge 3.9 3.755 3.381
Operatives Ergebnis 50.723 37.023
Aufwendungen / Erträge aus der Marktbewertung 98 275
Sonstige Zinserträge 489 414
Sonstige Zinsaufwendungen 878 1.187
Gewinn vor Steuern 50.432 36.525
Ertragsteuern 3.10 11.181 8.689
Gewinn 39.251 27.836
Ergebnis je Aktie (EUR, unverwässert) 3.11 2,87 2,03
Ergebnis je Aktie (EUR, verwässert) 3.11 2,87 2,03
Durchschnittliche Anzahl im Umlauf befindlicher Aktien (unverwässert) 3.11 13.684.099 13.684.099
Durchschnittliche Anzahl im Umlauf befindlicher Aktien (verwässert) 3.11 13.684.099 13.684.099

Konzern-Gesamtergebnisrechnung

Erläuterung im 01.01.2011 01.01.2010
TEUR Konzernanhang bis 31.12.2011 bis 31.12.2010
Gewinn 39.251 27.836
Zu- / Rückführung Hedging-Rücklage (vor Steuern) 4.19.6 856 2.087
Ertragsteuern –99 –151
Zu- / Rückführung Hedging-Rücklage (nach Steuern) 757 1.936
Zu- / Rückführung Rücklage für versicherungsmathematische Gewinne
und Verluste (vor Steuern) 4.17 91 –88
Ertragsteuern –24 28
Zu- / Rückführung Rücklage für versicherungsmathematische Gewinne
und Verluste (nach Steuern) 67 –60
Veränderung der Währungsumrechnungsdifferenzen –612 3.387
Sonstiges Ergebnis 212 5.263
Gesamtergebnis 39.463 33.099

Konzern-Bilanz

Erläuterung im
TEUR Konzernanhang 31.12.2011 31.12.2010
Vermögenswerte
Kurzfristige Vermögenswerte
Zahlungsmittel 4.1 104.234 78.297
Finanzinstrumente mit positivem Marktwert (kurzfristiger Teil) 4.2 1.883 1.255
Leasingforderungen 4.3 568.799 508.325
Sonstige kurzfristige finanzielle Vermögenswerte 4.4 89.976 77.434
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 4.5 4.560 3.845
Zur Verwertung bestimmte Leasinggegenstände 8.115 8.159
Steuererstattungsansprüche 4.6 1.298 572
Sonstige kurzfristige Vermögenswerte 4.7 83.817 54.913
Summe kurzfristige Vermögenswerte 862.682 732.800
Langfristige Vermögenswerte
Leasingforderungen 4.3 999.955 819.899
Finanzinstrumente mit positivem Marktwert (langfristiger Teil) 4.2 2.516 1.115
Sonstige langfristige finanzielle Vermögenswerte 4.4 34.576 43.831
Sachanlagen 4.8 35.653 35.645
Geschäfts- und Firmenwerte 4.9 13.441 12.985
Sonstige immaterielle Vermögenswerte 4.10 2.176 1.660
Latente Steueransprüche 4.11 17.280 22.575
Sonstige langfristige Vermögenswerte 689 483
Summe langfristige Vermögenswerte 1.106.286 938.193
Summe Vermögenswerte 1.968.968 1.670.993

Konzern-Bilanz

Erläuterung im
TEUR Konzernanhang 31.12.2011 31.12.2010
Schulden und Eigenkapital
Schulden
Kurzfristige Schulden
Verbindlichkeiten aus der Refinanzierung 4.12 438.624 320.582
Verbindlichkeiten aus dem Einlagengeschäft 4.12 93.897 87.624
Kurzfristige Bankschulden 4.12 1.073 684
Finanzinstrumente mit negativem Marktwert (kurzfristiger Teil) 4.13 3.547 5.449
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 7.031 6.194
Steuerschulden 4.14 1.847 14.795
Abgegrenzte Schulden 4.16 4.309 4.713
Kurzfristige Rückstellungen 4.15 2.807 3.452
Sonstige kurzfristige Schulden 4.686 7.411
Abgegrenzte Mietraten 69.241 67.300
Summe kurzfristige Schulden 627.062 518.204
Langfristige Schulden
Verbindlichkeiten aus der Refinanzierung 4.12 929.008 786.961
Verbindlichkeiten aus dem Einlagengeschäft 4.12 61.230 34.615
Langfristige Bankschulden 4.12 2.406 3.094
Finanzinstrumente mit negativem Marktwert (langfristiger Teil) 4.13 3.481 1.583
Latente Steuerschulden 4.11 26.078 36.361
Pensionen 4.17 1.590 1.566
Langfristige Rückstellungen 4.15 328 0
Sonstige langfristige Schulden 4.18 128 836
Summe langfristige Schulden 1.024.249 865.016
Eigenkapital 4.19
Grundkapital 17.491 17.491
Kapitalrücklage 60.166 60.166
Gewinnrücklagen 148.917 89.054
Sonstige Bestandteile des Eigenkapitals 1.386 1.175
Bilanzgewinn 89.697 119.887
Summe Eigenkapital 317.657 287.773
Summe Schulden und Eigenkapital 1.968.968 1.670.993

Konzern-Kapitalflussrechnung

01.01.2011 01.01.2010
TEUR bis 31.12.2011 bis 31.12.2010
Gewinn vor Steuern 50.432 36.525
Im Gewinn enthaltene zahlungsunwirksame Posten und
Überleitung auf den Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit
+ / – Abschreibungen und Wertminderung 3.225 2.674
Gewinne / Verluste aus dem Abgang von Betriebs- und Geschäftsausstattung
– / + und immateriellen Vermögenswerten –20 –15
– / + Ergebnis aus Finanzanlagen 389 773
– / + Nicht zahlungswirksame Eigenkapitalveränderungen 931 5.892
+ / – Zunahme / Abnahme abgegrenzter Schulden, Rückstellungen und Pensionen –713 4.489
Zugänge Leasingforderungen –796.313 –669.807
+ Zahlungen Leasingnehmer 581.521 506.004
+ Abgänge / Umgliederungen Leasingforderungen zu Restbuchwerten 118.629 105.456
Zinsen und ähnliche Erträge aus dem Finanzierungsgeschäft –144.547 –124.549
+ / – Abnahme / Zunahme andere Forderungen gegen Leasingnehmer 3.425 –521
+ / – Währungsdifferenzen –847 –9.928
= Veränderung Leasingforderungen –238.132 –193.345
+ Zugang Verbindlichkeiten aus der Refinanzierung 1.257.601 1.290.465
Zahlung Annuitäten an Refinanzierer –253.935 –257.596
Abgang Verbindlichkeiten aus der Refinanzierung –798.992 –955.919
+ Aufwendungen aus der Verzinsung der Refinanzierung und des Einlagengeschäfts 51.856 44.520
+ / – Währungsdifferenzen 1.920 4.908
= Veränderung Verbindlichkeiten aus der Refinanzierung 258.450 126.378
+ / – Zunahme / Abnahme Verbindlichkeiten aus dem Einlagengeschäft 32.888 15.861
– / + Zunahme / Abnahme Darlehen Franchisenehmer 11.145 17.330
Veränderung sonstige Vermögenswerte / Schulden
– / + Zunahme / Abnahme sonstige Vermögenswerte –45.215 –16.750
+ / – Zunahme / Abnahme abgegrenzte Mietraten 1.941 –411
+ / – Zunahme / Abnahme sonstige Schulden –3.389 2.157
= Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit 71.932 1.558

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GRENKE Konzern 67 Jahresfinanzbericht 2011

Konzern-Kapitalflussrechnung

01.01.2011 01.01.2010
TEUR bis 31.12.2011 bis 31.12.2010
– / + Gezahlte / erhaltene Steuern –29.959 –14.387
Gezahlte Zinsen –878 –1.187
+ Erhaltene Zinsen 489 414
= Netto-Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit 41.584 –13.602
Auszahlungen für den Erwerb von Betriebs- und Geschäftsausstattung
und immateriellen Vermögenswerten –3.586 –4.094
– / + Auszahlungen / Einzahlungen aus dem Erwerb von Tochtergesellschaften –2.343 0
Einzahlungen aus dem Verkauf von Betriebs- und Geschäftsausstattung
+ und immateriellen Vermögenswerten 126 51
= Cashflow aus Investitionstätigkeit –5.803 –4.043
+ / – Aufnahme / Rückzahlung von Bankschulden –668 –4.066
Dividendenzahlungen –9.579 –8.210
= Cashflow aus Finanzierungstätigkeit –10.247 –12.276
Finanzmittelfonds zu Beginn der Periode
Barmittel und Guthaben bei Kreditinstituten 78.297 109.865
Bankschulden aus Kontokorrentkrediten –113 –1.131
= Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente zu Beginn der Periode 78.184 108.734
+ / – Veränderung aufgrund Währungsumrechnung 34 –629
= Finanzmittelfonds nach Währungsumrechnung 78.218 108.105
Finanzmittelfonds zum Ende der Periode
Barmittel und Guthaben bei Kreditinstituten 104.234 78.297
Bankschulden aus Kontokorrentkrediten –482 –113
= Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente zum Ende der Periode 103.752 78.184
Veränderung des Finanzmittelfonds in der Periode (= Summe der Cashflows) 25.534 –29.921
Netto-Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit 41.584 –13.602
+ Cashflow aus Investitionstätigkeit –5.803 –4.043
+ Cashflow aus Finanzierungstätigkeit –10.247 –12.276
= Summe der Cashflows 25.534 –29.921

Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung

Rücklage für
versicherungs
Grund Kapital Gewinnrücklagen Hedging mathem. Gewinne/ Währungs
TEUR kapital rücklage und Bilanzgewinn Rücklage Verluste umrechnung Eigenkapital
Eigenkapital
zum 01.01.2011 17.491 60.166 208.941 –1.005 –172 2.352 287.773
Gesamtergebnis 39.251 757 67 –612 39.463
Dividendenzahlung
in 2011 für 2010 –9.579 –9.579
Eigenkapital
zum 31.12.2011 17.491 60.166 238.613 –248 –105 1.740 317.657
Eigenkapital
zum 01.01.2010 17.491 60.166 189.315 –2.941 –112 –1.035 262.884
Gesamtergebnis 27.836 1.936 –60 3.387 33.099
Dividendenzahlung
in 2010 für 2009 –8.210 –8.210
Eigenkapital
zum 31.12.2010 17.491 60.166 208.941 –1.005 –172 2.352 287.773

Konzernanhang für das Geschäftsjahr 2011

1 Gegenstand des Unternehmens

Die GRENKELEASING AG ist eine Aktiengesellschaft mit Sitz in Baden-Baden, Neuer Markt 2, Deutschland. Die Gesellschaft ist beim Amtsgericht Mannheim im Handelsregister, Abteilung B, unter der Nummer 201836 eingetragen. Die GRENKELEASING AG ist oberstes Mutterunternehmen des GRENKELEASING AG Konzerns (im Folgenden GRENKE Konzern genannt).

Der GRENKEKonzern betreibt dasFinanzierungsgeschäft, alsPartnerfür schwerpunktmäßig kleine undmittlereUnternehmen, in seiner BandbreitevomLeasingbis zumFactoringsowiediverseZahlungsverkehrsdienstleistungenunddasEinlagengeschäft mit Privatkunden. Die Durchführung von Leasinggeschäften über bewegliche Wirtschaftsgüter aller Art, die Verwaltung von Leasingverträgen für Dritte, die Vermittlung von Sachversicherungen für Leasinggüter, der Forderungsankauf und die Forderungsverwaltung von bzw. für Drittunternehmen (Factoring), das Betreiben von Bankgeschäften sowie die Vornahme aller sonstigen hiermit zusammenhängenden Geschäfte bilden die Geschäftsfelder des GRENKE Konzerns.

Dabei konzentriert sich das Leasinggeschäft im Wesentlichen auf das sogenannte "Small-Ticket-Leasing" von IT-Produkten wie zum Beispiel PCs, Notebooks, Server, Bildschirme und andere Peripheriegeräte, Software, Telekommunikations- und Kopiertechnik sowie sonstige IT-Produkte. Nahezu alle abgeschlossenen Leasingverträge sind Verträge mit Vollamortisationsanspruch. Dies beinhaltet, dass die vom Leasingnehmer während der Grundmietzeit zu entrichtenden Zahlungen einschließlich garantierter Restwerte die Anschaffungs- und die Vertragskosten übersteigen.

2 Grundlagen des Konzernabschlusses

2.1 Grundlagen der Erstellung

Die GRENKELEASING AG hat als börsennotiertes Mutterunternehmen, das einen organisierten Markt i. S. d. § 2 (5) WpHG in Anspruch nimmt, wie im Vorjahr gemäß § 315a HGB den Konzernabschluss auf Basis der International Financial Reporting Standards (IFRS) aufgestellt. Der Konzernabschluss der GRENKELEASING AG (im Folgenden als "Konzernabschluss" bezeichnet) entspricht den IFRS, wie sie vom International Accounting Standards Board (IASB) veröffentlicht wurden und zum 31. Dezember 2011 in der EU anzuwenden sind.

Alle für das Geschäftsjahr 2011 verpflichtend anzuwendenden International Financial Reporting Standards (IFRS) − vormals International Accounting Standards (IAS) − sowie die Auslegungen des International Financial Reporting Interpretations Committee (IFRIC) − vormals Standing Interpretations Committee (SIC) − wurden im vorliegenden Abschluss berücksichtigt.

Der Konzernabschluss für das am 31. Dezember 2011 beendete Geschäftsjahr umfasst die GRENKELEASING AG sowie alle von ihr kontrollierten bzw. beherrschten Unternehmen. Die Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen basieren auf einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen. Die Jahresabschlüsse nach lokalem Handelsrecht sind auf den Stichtag des Konzernabschlusses aufgestellt und von unabhängigen Abschlussprüfern geprüft worden, soweit es die jeweiligen landesrechtlichen Vorschriften erfordern. Im Rahmen der Prüfung des Konzernabschlusses wurde die Überleitung der Abschlüsse aller Tochtergesellschaften auf IFRS geprüft.

Der Konzernabschluss wird in Euro (EUR) aufgestellt. Soweit nicht anderweitig angegeben, erfolgen sämtliche Angaben gerundet in TEUR. Die angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden entsprechen grundsätzlich den im Vorjahr angewandten Methoden. Ausnahmen sind im Folgenden unter Tz. 2.2 dargestellt.

Dem Konzernabschluss liegt das Anschaffungskostenprinzip zugrunde. Falls nichts anderes vermerkt ist, sind die Vermögenswerte und Schulden zum Nominalwert abzüglich notwendiger Wertberichtigungen angesetzt. Hiervon abweichend ist lediglich der Ansatz der im Konzern eingesetzten derivativen Finanzinstrumente, die grundsätzlich zu Marktwerten bilanziert sind.

Es ist geplant, dass der Aufsichtsrat in seiner Sitzung am 3. Februar 2012 den vorliegenden, vom Vorstand aufgestellten Konzernabschluss billigt und zur Veröffentlichung freigibt.

2.2 Auswirkungen neuer bzw. geänderter IFRS

2.2.1 In 2011 umgesetzte Rechnungslegungsstandards

Vom IASB wurden in den vergangenen Jahren verschiedene Änderungen an bestehenden IFRS vorgenommen sowie neue IFRS und Interpretationen des International Financial Reporting Interpretation Committee (IFRIC) veröffentlicht.

Des Weiteren veröffentlicht das IASB im Rahmen eines jährlichen Verfahrens Änderungen zu bestehenden Standards. Primäres Ziel des Sammelstandards ist es, Inkonsistenzen zu beseitigen und Formulierungen klarzustellen.

Nachfolgend aufgelistete neue und überarbeitete IFRS traten mit Wirkung für das abgelaufene Geschäftsjahr in Kraft:

  • IAS 24 "Angaben über Beziehungen zu nahe stehenden Unternehmen und Personen" (1. Januar 2011)
  • IAS 32 "Finanzinstrumente: Einstufung von Bezugsrechten" (1. Februar 2010)
  • IFRS 1 "Begrenzte Befreiung von Vergleichsangaben nach IFRS 7 für erstmalige Anwender" (1. Juli 2010)
  • IFRIC 14 "IAS 19 − Vorauszahlungen im Rahmen von Mindestfinanzierungsvorschriften" (1. Januar 2011)
  • IFRIC 19 "Tilgung finanzieller Verbindlichkeiten durch Eigenkapitalinstrumente" (1. Juli 2010)

Die aufgeführten Standards ergaben keine Auswirkung auf die Bilanzierung und Bewertung des Konzernabschlusses.

Die im Rahmen des Annual-Improvements-Process-(AIP-)Projekts veröffentlichten geänderten Standards "Improvement to IFRSs" (2010) haben bzw. hatten keine Relevanz für die Bilanzierung und Bewertung des Abschlusses, sodass sich aus der erstmaligen Anwendung − bis auf zusätzliche bzw. geänderte Angaben und Ausweise − keine Auswirkungen auf den Konzernabschluss ergaben.

2.2.2 Bereits veröffentlichte Rechnungslegungsstandards − noch nicht umgesetzt

Neben den vorgenannten, verpflichtend anzuwendenden IFRS wurden vom IASB noch weitere IFRS und IFRIC veröffentlicht, die das Endorsement der EU bereits teilweise durchlaufen haben, aber erst zu einem späteren Zeitpunkt verpflichtend anzuwenden sind. Eine freiwillige vorzeitige Anwendung wird von diesen Standards ausdrücklich zugelassen bzw. empfohlen. Die GRENKELEASING AG macht von diesem Wahlrecht keinen Gebrauch. Diese Standards werden zum Zeitpunkt der verpflichtenden Anwendung im Konzernabschluss umgesetzt.

Das IASB hat des Weiteren die folgenden Standards bzw. Interpretationen geändert bzw. neu herausgegeben:

  • IAS 1 "Darstellung des Abschlusses" (1. Juli 2012)
  • IAS 12 "Ertragsteuern" (1. Januar 2012)
  • IAS 19 "Leistungen an Arbeitnehmer" (1. Januar 2013)
  • IAS 27 "Einzelabschlüsse" (1. Januar 2013)

  • IAS 28 "Anteile an assoziierten Unternehmen" (1. Januar 2013)

  • IAS 32 und
  • IFRS 7 "Saldierung von finanziellen Vermögenswerten und finanziellen Schulden" (1. Januar 2013)
  • IFRS 1 "Erstmalige Anwendung der International Financial Reporting Standards" (1. Juli 2011)
  • IFRS 7 "Finanzinstrumente: Angaben" (1. Juli 2011)
  • IFRS 9 "Finanzinstrumente" (1. Januar 2015)
  • IFRS 10 "Konzernabschlüsse" (1. Januar 2013)
  • IFRS 11 "Gemeinsame Vereinbarungen" (1. Januar 2013)
  • IFRS 12 "Angaben zu Beteiligungen an anderen Unternehmen" (1. Januar 2013)
  • IFRS 13 "Bewertung zumbeizulegenden Zeitwert" (1. Januar 2013)
  • IFRIC 20 "Abraumkosten in der Produktionsphase einer über Tagebau erschlossenen Mine" (1. Januar 2013)

Das IASB hat im November 2009 im Rahmen eines Projekts zur Überarbeitung der Rechnungslegung für Finanzinstrumente IFRS 9 "Finanzinstrumente" veröffentlicht, der sich nur auf finanzielle Vermögenswerte bezog. Im Oktober 2010 wurden Regelungen für finanzielle Verbindlichkeiten inklusive der Neuregelungen zur Berücksichtigung des eigenen Kreditrisikos bei Ausübung der Fair-Value-Option eingefügt. Der neue Standard regelt die Bilanzierung von finanziellen Vermögenswerten und finanziellen Verbindlichkeiten im Hinblick auf Klassifizierung und Bewertung und bildet die erste Phase des Projekts zur Überarbeitung der in IAS 39 definierten Finanzinstrumente. Weitere Phasen dieses Projekts verzögerten sich und werden im Jahr 2012 erwartet. Der verpflichtende Erstanwendungszeitpunkt von IFRS 9 wurde vom IASB am 16. Dezember 2011 um zwei Jahre verschoben. Die Bestimmungen treten grundsätzlich prospektiv für Geschäftsjahre in Kraft, die am oder nach dem 1. Januar 2015 beginnen. Die Kategorisierungsvorschriften sind jedoch retrospektiv anzuwenden. Eine vorzeitige Anwendung ist zulässig. Die Erleichterung für eine generelle prospektive Anwendung führt zu zusätzlichen Anhangangaben im Übergangszeitpunkt. Die GRENKELEASING AG prüft derzeit die Auswirkungen der Anwendung auf den Konzernabschluss.

ImMai2011hatdas IASBdreineueStandardsherausgegeben,diedieBilanzierungvonBeteiligungeneinesberichtendenUnternehmens im Konzernabschluss regeln. IFRS 10 "Konzernabschlüsse" führt ein einheitliches Konsolidierungsmodell für alle Unternehmen auf der Grundlage von Beherrschung ein und ersetzt die Regelungen von IAS 27 "Konzern- und Einzelabschlüsse" und SIC-12 "Konsolidierung − Zweckgesellschaften". IFRS 11 "Gemeinsame Vereinbarungen" behandelt die Bilanzierung von gemeinschaftlichen Vereinbarungen. Diese entstehen, wenn zwei oder mehr Vertragsparteien gemeinschaftliche Kontrolle haben. IFRS 10 und 11 sind mit retrospektiver Wirkung verpflichtend auf Abschlüsse für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2013 beginnen. Eine vorzeitige Anwendung ist zulässig.

IFRS 12 "Angaben zu Beteiligungen an anderen Unternehmen" erweitert die Anhangangaben für Beteiligungen an anderen Gesellschaften. Dazu werden unter anderem bestehende Angaben aus mehreren bereits veröffentlichten Standards in IFRS 12 zusammengeführt. IFRS 12 ist mit prospektiver Wirkung verpflichtend auf Abschlüsse für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2013 beginnen. Eine vorzeitige Anwendung ist zulässig. Der geänderte IAS 27 "Einzelabschlüsse" enthält nach der Änderung lediglich Regelungen für Einzelabschlüsse und ist somit nicht von Relevanz für den Konzernabschluss.

IFRS 11 hat keine Auswirkungen auf den Konzernabschluss der GRENKELEASING AG, da keine der Gesellschaften des GRENKE Konzerns eine Beteiligung an gemeinsamen Vereinbarungen hält. Die GRENKELEASING AG untersucht derzeit die Auswirkungen von IFRS 10 und die erweiterten Angaben von IFRS 11 auf den Konzernabschluss.

Mit der Änderung der zuvor genannten Standards wurde auch IAS 28 "Anteile an assoziierten Unternehmen" vom IASB geändert. Dieser Standard hat für den GRENKE Konzern keine Relevanz, da keine Anteile an assoziierten Unternehmen gehalten werden.

Ebenso veröffentlichte das IASB im Mai 2011 IFRS 13 "Bewertung zum beizulegenden Zeitwert", der die Regelungen über die Bewertung zum beizulegenden Zeitwert, die bisher in den einzelnen IFRS enthalten sind, in einem einzigen Standard zusammenführt und durch eine einheitliche Regelung ersetzt. IFRS 13 ist erstmalig für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2013 beginnen. Eine vorzeitige Anwendung ist ebenfalls zulässig. Die GRENKELEASING AG prüft derzeit die Auswirkungen auf den Konzernabschluss. Es werden jedoch nur geringfügige Auswirkungen erwartet, da einige Änderungen bereits infolge von Änderungen von IFRS 7 "Finanzinstrumente: Angaben" eingeführt wurden.

Im Juni 2011 hat das IASB Änderungen an IAS 19 "Leistungen an Arbeitnehmer" veröffentlicht, die eine Abschaffung der Korridormethode nach sich ziehen. Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste sind zukünftig unmittelbar erfolgsneutral im Eigenkapital zu erfassen. Außerdem darf ein Ertrag aufgrund der erwarteten Verzinsung des Planvermögens lediglich in Höhe des Diskontierungszinssatzes, der für die Ermittlung der leistungsorientierten Verpflichtung verwendet wird, erfasst werden. Die Änderungen an IAS 19 sind mit einigen Ausnahmen grundsätzlich mit retrospektiver Wirkung verpflichtend auf Abschlüsse für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2013 beginnen. Eine vorzeitige Anwendung ist zulässig. Die Abschaffung der Korridormethode hat keine Auswirkungen auf den Konzernabschluss der GRENKELEASING AG, da im GRENKE Konzern die Korridormethode nicht anwendet wird und versicherungsmathematische Gewinne und Verluste bereits im sonstigen Ergebnis erfasst sind. Es wird erwartet, dass die Anwendung einer einheitlichen Nettozinskomponente für Erträge aus Planvermögen und dem Zinsaufwand aus der Pensionsverpflichtung keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzernabschluss der GRENKELEASING AG haben wird. Ebenso werden Änderungen hinsichtlich der Vorgaben für Leistungen aus Anlass der Beendigung des Arbeitsverhältnisses keinen wesentlichen Einfluss auf den Konzernabschluss der GRENKELEASING AG haben.

Der IASB hat im Juni 2011 Änderungen an IAS 1 "Darstellung des Abschlusses" herausgegeben. Die Darstellung des sonstigen Gesamtergebnisses wurde dahingehend geändert, dass die Posten des sonstigen Gesamtergebnisses danach zu gruppieren sind, ob sie recycelt werden können (beispielsweise Cashflow-Hedges, Fremdwährungsumrechnungen) oder ob sie nicht recycelt werden können (beispielsweise versicherungsmathematischeGewinne und Verluste bei leistungsorientierten Versorgungsplänen nach IAS 19). Des Weiteren sind für die zuvor genannten Gruppen Zwischensummen einzufügen. Die Änderungen sind erstmalig verpflichtend anzuwenden für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Juli 2012 beginnen. Eine vorzeitige Anwendung ist zulässig. Die GRENKELEASING AG prüft derzeit die geänderten Offenlegungsvorschriften. Es werden nur geringfügige Änderungen in der Darstellung erwartet.

Im Dezember 2010 hat der IASB eine Änderung von IAS 12 "Ertragsteuern", die Realisierung von zugrunde liegenden Vermögenswerten, veröffentlicht. Zugleich wurde SIC-21 "Income Taxes − recovery of revalued non-depreciable assets" zurückgezogen. Die Änderungen sind erstmalig verpflichtend anzuwenden für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Januar 2012 beginnen. Eine vorzeitige Anwendung ist zulässig. Die GRENKELEASING AG erwartet hinsichtlich dieser Änderung keine Auswirkung auf den Konzernabschluss.

Das IASB veröffentlichte am 7. Oktober 2010 eine Änderung von IFRS 7 "Finanzinstrumente: Angaben". Diese Ergänzung erweitert die Offenlegungsangaben für Übertragungen von finanziellen Vermögenswerten. Die Änderungen sind erstmalig verpflichtend anzuwenden für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Juli 2011 beginnen. Eine vorzeitige Anwendung ist zulässig. Die GRENKELEASING AG prüft derzeit die geänderten Offenlegungsvorschriften.

Die geänderten Verlautbarungen des IFRS 1 "Erstmalige Anwendung der International Financial Reporting Standards" und IFRIC 20 "Abraumkosten in der Produktionsphase einer über Tagebau erschlossenen Mine" haben keine Auswirkung auf den Konzernabschluss der GRENKELEASING AG.

Die Änderung von IAS 32 und IFRS 7 wurde im Dezember 2011 veröffentlicht und ist erstmals im Geschäftsjahr anzuwenden, das am oder nach dem 1. Januar 2013 beginnt. Mit den Änderungen sollen bestehende Inkonsistenzen über eine Ergänzung der Anwendungsleitlinien beseitigt werden. Die bestehenden grundlegenden Bestimmungen zur Saldierung von Finanzinstrumenten werden jedoch beibehalten. Mit der Änderung werden darüber hinaus ergänzende Angaben definiert. Die GRENKELEASING AG erwartet hinsichtlich dieser Änderung keine Auswirkung auf den Konzernabschluss.

2.3 Konsolidierungsgrundsätze

2.3.1 Konsolidierungskreis

Der Konzernabschluss beinhaltet alle Vermögenswerte und Schulden sowie alle Aufwendungen und Erträge der GRENKELEASING AG und ihrer beherrschten Tochtergesellschaften (im Folgenden auch "GRENKE Konzern" genannt) nach Eliminierung aller wesentlichen konzerninternen Transaktionen. Die Tochtergesellschaften werden so lange in den Konsolidierungskreis einbezogen, wie die Muttergesellschaft einen beherrschenden Einfluss auf sie ausüben kann. Diese Beherrschung ist gewöhnlich nachgewiesen, wenn der Konzern direkt oder indirekt über 50% (oder mehr) der Stimmrechte oder des gezeichneten Kapitals eines Unternehmens verfügt und / oder die Finanz- und Geschäftspolitik eines Unternehmens derart lenken kann, dass er von dessen Aktivitäten profitiert.

Neben der GRENKELEASING AG sind die folgenden Tochterunternehmen und Zweckgesellschaften in den Konzernabschluss einbezogen:

Name Sitz Beteiligung 2011 Beteiligung 2010
Inland
GRENKE SERVICE AG Baden-Baden 100% 100%
Grenke Investitionen Verwaltungs Kommanditgesellschaft auf Aktien
(direkt 84,4%, 15,6% indirekt über GRENKE SERVICE AG) Baden-Baden 100% 100%
GRENKE BANK AG Baden-Baden 100% 100%
GRENKEFACTORING GmbH Baden-Baden 100% 100%
Ausland
GRENKELEASING s.r.o. Prag/Tschechien 100% 100%
GRENKE ALQUILER S.A. Barcelona/Spanien 100% 100%
Grenkefinance N.V. Vianen/Niederlande 100% 100%
GRENKELEASING AG Zürich/Schweiz 100% 100%
GRENKELEASING AG Wien/Österreich 100% 100%
GRENKELEASING ApS Herlev/Dänemark 100% 100%
GRENKE LIMITED Dublin/Irland 100% 100%
GRENKE FINANCE Plc. Dublin/Irland 100% 100%
GRENKE LOCATION SAS Schiltigheim/Frankreich 100% 100%
GRENKE Locazione S.r.l. Mailand/Italien 100% 100%
GRENKELEASING S.r.l. Mailand/Italien 100% 100%
GRENKELEASING AB Stockholm/Schweden 100% 100%
Name Sitz Beteiligung 2011 Beteiligung 2010
Ausland
GRENKE LEASE Sprl 1) Brüssel/Belgien 100% 100%
Guildford/
Grenke Leasing Ltd. Großbritannien 100% 100%
GRENKELEASING Sp. z o.o. Posen/Polen 100% 100%
GRENKELEASING Magyarország Kft. Budapest/Ungarn 100% --
FCT "GK"-COMPARTMENT "G1" 2) Pantin/Frankreich -- 100%
FCT "GK"-COMPARTMENT "G2" 3) Pantin/Frankreich 100% --
GOALS FINANCING 2009 LIMITED 4) Dublin/Irland -- --

1) GRENKELEASING AG ist mit 1.499 TEUR (von insgesamt 1.500 TEUR) am Tochterunternehmen GRENKE LEASE Sprl in Brüssel/Belgien direkt und über ihre deutsche Tochtergesellschaft GRENKE SERVICE AG mit 1 TEUR indirekt beteiligt.

2) Gründung in 2009 im Rahmen des ABCP-Programms CORAL Purchasing Limited für französische Leasingforderungen. Die GRENKELEASING AG ist indirekt über die irische Tochtergesellschaft GRENKE FINANCE Plc. mit 150 EUR und die deutsche Tochtergesellschaft GRENKE SERVICE AG mit 150 EUR beteiligt. Dieses Compartment wurde Anfang des Jahres 2011 durch das FCT "GK"-Compartment "G2" abgelöst.

3) Konsolidierung ab demJahr 2011 durchAufnahme derRefinanzierungstätigkeitdiesesCompartments imRahmen desABCP-ProgrammsElektraPurchaseNo.25 Limited fürfranzösische Leasingforderungen. Die GRENKELEASING AG ist indirekt über die irische Tochtergesellschaft GRENKE FINANCE Plc. und die deutsche Tochtergesellschaft GRENKE SERVICE AG mit jeweils 150 EUR beteiligt.

4) Gründung in 2009 im Zusammenhang mit der Emission des ABS-Bonds. Mit der Emission des ABS-Bonds in 2010 hat die GRENKELEASING AG Beherrschung gem. SIC-12 an der Zweckgesellschaft GOALS FINANCING 2009 LIMITED erlangt. Es besteht kein Beteiligungsverhältnis.

2.3.2 Fremdwährungsumrechnung

Fremdwährungsgeschäfte

Fremdwährungsgeschäfte werden grundsätzlich mit dem Stichtagskurs zum Zeitpunkt der Transaktion umgerechnet. Monetäre Posten in fremder Währung (zum Beispiel flüssige Mittel, Forderungen, Verbindlichkeiten) werden in der Folge mit dem jeweiligen Stichtagskurs umgerechnet und sich ggf. ergebende Umrechnungsdifferenzen werden erfolgswirksam erfasst. Nichtmonetäre Posten, die zu historischen Anschaffungskosten bewertet wurden, werden in der Folge nicht mehr umgerechnet. Maßgeblich bleibt der Kurs der Erstverbuchung.

Ausländische Einheiten

Jedes Unternehmen innerhalb des GRENKE Konzerns legt seine eigene funktionale Währung fest. Die im Abschluss des jeweiligen Unternehmens enthaltenen Posten werden unter Verwendung dieser funktionalen Währung bewertet. Fremdwährungstransaktionen werden zunächst zu dem am Tag des Geschäftsvorfalls gültigen Kassakurs in die funktionale Währung umgerechnet. Monetäre Vermögenswerte und Schulden in einer Fremdwährung werden zu jedem Stichtag unter Verwendung des Stichtagskurses in die funktionale Währung umgerechnet. Alle Währungsdifferenzen werden erfolgswirksam erfasst.

Nicht-monetäre Posten, die zu historischen Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten in einer Fremdwährung bewertet wurden, werden mit dem Kurs am Tag des Geschäftsvorfalls umgerechnet. Jegliche im Zusammenhang mit dem Erwerb eines ausländischen Geschäftsbetriebs entstehenden Geschäfts- oder Firmenwerte und jegliche am beizulegenden Zeitwert ausgerichteten Anpassungen der Buchwerte der Vermögenswerte und Schulden, die aus dem Erwerb dieses ausländischen Geschäftsbetriebs resultieren, werden als Vermögenswerte und Schulden des ausländischen Geschäftsbetriebs bilanziert und zum Stichtagskurs umgerechnet.

Die funktionale Währung sämtlicher ausländischer Geschäftsbetriebe ist die jeweilige Landeswährung. Zum Bilanzstichtag werden die Vermögenswerte und Schulden dieser Tochterunternehmen in Euro zum Stichtagskurs umgerechnet. Die Umrechnung der Erträge und Aufwendungen dieser Tochterunternehmen erfolgt zum Durchschnittskurs (arithmetisches Mittel der festgestellten Tageskurse eines Geschäftsjahres) des Geschäftsjahres. Die bei der Umrechnung entstehenden Umrechnungsdifferenzen werden als separater

2010

Bestandteil des Eigenkapitals erfasst. Bei Veräußerung eines ausländischen Geschäftsbetriebs wird der im Eigenkapital für diesen ausländischen Geschäftsbetrieb erfasste kumulative Betrag erfolgswirksam aufgelöst.

Stichtagskurs 31.12.2011 Durchschnittskurs 2011 Stichtagskurs 31.12.2010 Durchschnittskurs CHF 1,2156 1,2326 1,2504 1,3803 CZK 25,7870 24,5900 25,0610 25,2840 DKK 7,4342 7,4506 7,4535 7,4473 GBP 0,8353 0,8679 0,8608 0,8578 HUF 3) 314,5800 289,2050 277,9500 275,4800 NOK 1) 7,7540 7,7934 7,8000 8,0043 PLN 4,4580 4,1206 3,9750 3,9947 RON 1) 4,3233 4,2391 4,2620 4,2122 SEK 8,9120 9,0298 8,9655 9,5373 USD 2) 1,2939 -- 1,3362 -- CAD 2) 1,3215 -- 1,3322 -- JPY 2) 100,20 -- 108,6500 --

Die im GRENKE Konzern verwendeten Wechselkurse haben sich in Relation zum Euro wie folgt entwickelt:

1) Währung der Franchisegesellschaften, Refinanzierung erfolgt teilweise in Fremdwährung.

2) Fremdwährungen, die ausschließlich im Rahmen von Beständen im Kredit- und Einlagenbereich der GRENKE BANK AG relevant sind.

3) Erwerb der Tochtergesellschaft in Ungarn zum 21.06.2011, daher ist im Jahr 2010 die Währung der Franchisegesellschaft und der Durchschnittskurs im Jahr 2011 ab Erwerbszeitpunkt dargestellt.

2.4 Allgemeine Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

2.4.1 Leasingverhältnisse

Feststellung, ob eine Vereinbarung ein Leasingverhältnis enthält

Die Feststellung, ob eine Vereinbarung ein Leasingverhältnis ist oder enthält, erfolgt auf Grundlage des wirtschaftlichen Gehalts der Vereinbarung zu Beginn aufgrund der Einschätzung, ob die Erfüllung der Vereinbarung von der Nutzung eines bestimmten Vermögenswerts abhängt und die Vereinbarung ein Recht auf Nutzung des Vermögenswerts überträgt.Eine erneute Beurteilung, ob eine Vereinbarung ein Leasingverhältnis beinhaltet, ist nach dem Beginn des Leasingverhältnisses nur dann vorzunehmen, wenn eine der folgenden Bedingungen erfüllt ist:

  • a. Es erfolgt eine Änderung der Vertragsbedingungen, sofern sich die Änderung nicht nur auf eine Erneuerung oder Verlängerung der Vereinbarung bezieht;
  • b. eine Erneuerungsoption wird ausgeübt oder eine Verlängerung gewährt, es sei denn, die Erneuerungs- oder Verlängerungsbestimmungen wurden bereits ursprünglich in der Laufzeit des Leasingverhältnisses berücksichtigt;
  • c. es erfolgt eine Änderung der Feststellung, ob die Erfüllung von einem spezifischen Vermögenswert abhängt; oder
  • d. es erfolgt eine wesentliche Änderung des Vermögenswerts.

Der Konzern als Leasinggeber

Finanzierungsleasingverhältnisse

Bei einem Finanzierungsleasing werden alle wesentlichen mit dem rechtlichen Eigentum verbundenen Risiken und Chancen vom Leasinggeber auf den Leasingnehmer übertragen. Daher werden die ausstehenden Leasingzahlungen vom Leasinggeber als Kapitalrückzahlung und Finanzertrag behandelt. Die Leasingzahlungen dienen dazu, dem Leasinggeber seine Finanzinvestition zurückzuerstatten und ihn für seine Dienstleistungen zu entlohnen.

Vermögenswerte aus einem Finanzierungsleasing werden in der Bilanz als Forderungen in Höhe des Nettoinvestitionswerts, das heißt des Barwerts der Restforderungen aller am Ende eines Geschäftsjahres bestehenden Leasingverträge, angesetzt. Ausgangspunkt für die Berechnung des Nettoinvestitionswerts bilden die Nettoanschaffungskosten des Leasingobjekts, vermindert um eine vom Leasingnehmer geleistete Mietsonderzahlung. Anfängliche direkte Kosten, die im Zusammenhang mit dem Vertragsabschluss entstehen, werden gegen die Erträge über die Gesamtlaufzeit des Leasingvertrags verrechnet, indem die nicht realisierten Finanzerträge anteilig um den Betrag dieser anfänglichen Kosten gekürzt werden. Finanzerträge werden derart erfasst, dass eine konstante periodische Verzinsung der ausstehenden Restforderung erzielt wird.

Operatingleasingverhältnisse

Leasingverhältnisse, bei denen nicht alle wesentlichen mit dem Eigentum verbundenen Chancen und Risiken vom GRENKE Konzern auf den Leasingnehmer übertragen werden, werden als Operatingleasingverhältnisse klassifiziert. Anfängliche direkte Kosten, die bei den Verhandlungen und beim Abschluss eines Operatingleasingvertrags entstehen, werden dem Buchwert des Leasinggegenstands hinzugerechnet und zusammen mit diesem über die Laufzeit des Leasingvertrags auf den Restwert abgeschrieben. Bedingte Mietzahlungen werden in der Periode als Ertrag erfasst, in der sie erwirtschaftet werden. Die Gegenstände aus Operatingleasingverhältnissen sind in der Bilanz entsprechend der Art dieser Vermögenswerte ausgewiesen (siehe Tz. 4.8).

Nach Ablauf des ursprünglichen Leasingvertrages besteht die Möglichkeit der Verlängerung des Vertragsverhältnisses bzw. des Abschlusses eines Anschlussvertrags. Dies führt zu einer Neubeurteilung des Leasingverhältnisses. Für die Fälle, in denen die Kriterien eines Operatingleasingverhältnisses erfüllt sind, wird mit Beginn der Verlängerungsphase der Leasinggegenstand als Vermögenswert der Sachanlagen dargestellt. Dieser wird mit dem beizulegenden Zeitwert bewertet.

Der Konzern als Leasingnehmer

Finanzierungsleasingverhältnisse, bei denen alle wesentlichen mit dem Eigentum verbundenen Chancen und Risiken an dem übertragenen Vermögenswert auf den GRENKE Konzern übertragen werden, führen zur Aktivierung des Leasinggegenstands zum Zeitpunkt des Abschlusses des Leasingverhältnisses zum beizulegenden Zeitwert des Leasinggegenstands oder mit dem Barwert der Mindestleasingzahlungen, sofern dieser Wert niedriger ist. Leasingzahlungen werden so in Finanzaufwendungen und den Tilgungsanteil der Restschuld aufgeteilt, dass über die Periode ein konstanter Zinssatz auf die verbliebene Leasingschuld entsteht. Finanzaufwendungen werden sofort erfolgswirksam erfasst.

Ist der Eigentumsübergang auf den GRENKE Konzern am Ende der Laufzeit des Leasingverhältnisses nicht hinreichend sicher, so werden die aktivierten Leasingobjekte über den kürzeren der beiden Zeiträume aus erwarteter Nutzungsdauer und Laufzeit des Leasingverhältnisses vollständig abgeschrieben. Leasingzahlungen für Operatingleasingverhältnisse werden linear über die Laufzeit des Leasingverhältnisses als Aufwand in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Bedingte Mietzahlungen werden in der Periode als Aufwand erfasst, in der sie angefallen sind.

2.4.2 Zahlungsmittel

Die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente in der Konzernbilanz bestehen aus Kassenbeständen und Guthaben bei Kreditinstituten sowie Zentralbanken mit einer Laufzeit von weniger als drei Monaten. Für Zwecke der Kapitalflussrechnung werden kurzfristige Kontokorrentschulden von den Zahlungsmitteln abgezogen.

2.4.3 Fremdkapitalkosten

Fremdkapitalkosten, die direkt dem Erwerb, dem Bau oder der Herstellung eines Vermögenswerts zugeordnet werden können, für den ein beträchtlicher Zeitraum erforderlich ist, um ihn in seinen beabsichtigten gebrauchs- oder verkaufsfähigen Zustand zu versetzen, werden als Teil der Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten des entsprechenden Vermögenswerts aktiviert. Alle sonstigen Fremdkapitalkosten werden in der Periode als Aufwand erfasst, in der sie angefallen sind. Fremdkapitalkosten sind Zinsen und sonstige Kosten, die einem Unternehmen im Zusammenhang mit der Aufnahme von Fremdkapital entstehen. Im GRENKE Konzern wurden alle im Geschäftsjahr 2011 entstandenen Fremdkapitalkosten als Aufwand erfasst.

2.4.4 Finanzielle Vermögenswerte und finanzielle Schulden

Finanzielle Vermögenswerte im Sinne von IAS 39 werden in Abhängigkeit des Einzelfalls entweder als finanzielle Vermögenswerte, die erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, als Darlehen und Forderungen, als bis zur Endfälligkeit gehaltene Finanzinvestitionen oder als zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte klassifiziert. Die finanziellen Vermögenswerte werden bei der erstmaligen Erfassung zum beizulegenden Zeitwert bewertet.

Im Falle von anderen Finanzinvestitionen als solchen, die erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert zu bewerten sind, werden darüber hinaus Transaktionskosten berücksichtigt, die direkt dem Erwerb des Vermögenswerts zuzurechnen sind.

Die Zuordnung der finanziellen Vermögenswerte in die Bewertungskategorien erfolgt nach ihrem erstmaligen Ansatz. Umwidmungen werden, sofern diese zulässig sind und erforderlich erscheinen, zum Ende eines jeden Geschäftsjahres vorgenommen. Dies ist in den Berichtszeiträumen jedoch nicht erfolgt. Alle marktüblichen Käufe und Verkäufe von finanziellen Vermögenswerten werden am Erfüllungstag bilanziert. Marktübliche Käufe und Verkäufe sind Käufe oder Verkäufe von finanziellen Vermögenswerten, welche die Lieferung der Vermögenswerte innerhalb eines durch Marktvorschriften oder -konventionen festgelegten Zeitraums vorschreiben.

Die im GRENKE Konzern eingesetzten Derivate, sofern sie nicht als Sicherungsinstrument in einem Sicherungszusammenhang nach IAS 39 eingesetzt sind, werden grundsätzlich als zu Handelszwecken gehaltene Vermögenswerte klassifiziert und damit zwangsweise erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet.

Finanzielle Vermögenswerte, die zu Handelszwecken gehalten werden, werden mit ihren Anschaffungskosten zuzüglich anfallender Transaktionskosten aktiviert und an Folgestichtagen zu Marktwerten bilanziert. Die Bewertung der im Unternehmen eingesetzten derivativen Finanzinstrumente erfolgt zum Teil mittels Bloomberg (Zins-Swaps und -Caps) und zum Teil auf Basis der von den Banken zur Verfügung gestellten Berechnungsgrundlagen (Devisentermingeschäfte).

Die Beurteilung, ob ein Vertrag ein eingebettetes Derivat enthält, wird zumZeitpunkt vorgenommen, zu demdas Unternehmen erstmals Vertragspartei wird. Die eingebetteten Derivate werden vom Basisvertrag getrennt, wenn dieser nicht zum beizulegenden Zeitwert erfolgswirksam erfasst wird und eine Analyse ergibt, dass die wirtschaftlichen Merkmale und Risiken des eingebetteten Derivats nicht eng mit den wirtschaftlichen Merkmalen und Risiken des Basisvertrags verbunden sind.

Kredite und Forderungen sind nicht-derivative finanzielle Vermögenswerte mit festen oder bestimmbaren Zahlungen, die nicht in einem aktiven Markt notiert sind. Nach der erstmaligen Erfassung werden die Kredite und Forderungen zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Anwendung der Effektivzinsmethode abzüglich Wertberichtigung für Wertminderungen bewertet.

Fortgeführte Anschaffungskosten werden unter Berücksichtigung sämtlicher Disagien und Agien beim Erwerb berechnet und beinhalten sämtliche Gebühren, die ein integraler Teil des Effektivzinssatzes und der Transaktionskosten sind. Gewinne und Verluste werden im Periodenergebnis erfasst, wenn die Kredite und Forderungen ausgebucht oder wertgemindert sind, sowie im Rahmen von Amortisationen.

Der GRENKE Konzern hält zum Stichtag keine zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerte und keine bis zur Endfälligkeit gehaltenen Finanzinstrumente.

Von der Möglichkeit, finanzielle Vermögenswerte oder finanzielle Schulden bei ihrem erstmaligen Ansatz als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert zu bewertende Vermögenswerte oder Schulden zu klassifizieren ("Fair-Value-Option"), wurde kein Gebrauch gemacht.

Finanzielle Schulden werden grundsätzlich mit ihren Anschaffungskosten passiviert und in den Folgeperioden mit den fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert. Die Verbindlichkeiten aus der Refinanzierung werden, soweit es sich um eine nicht fristenkongruente Refinanzierung über Darlehen, Anleihen oder Schuldverschreibungen handelt, zum Nominalwert abzüglich mit der Kreditaufnahme verbundener Transaktionskosten bilanziert. Die in Abzug gebrachten Transaktionskosten sowie eventuell angefallene Disagien werden dabei über die Laufzeit mittels der Effektivzinsmethode amortisiert.

Die Verbindlichkeiten aus dem Einlagengeschäft werden ebenfalls zum Nominalwert zuzüglich abgegrenzter Zinsanteile bilanziert. Die Zinsaufwendungen werden als Aufwendungen aus der Verzinsung des Einlagengeschäfts im Zinsergebnis dargestellt.

Bei Verbindlichkeiten aus der Refinanzierung, die aus dem Verkauf von Leasingforderungen an den jeweiligen Refinanzierer resultieren, erfolgt der Ansatz in Höhe des Barwerts der noch zu leistenden Zahlungen an die Refinanzierer. Als Diskontierungszins wird bei fest verzinslichen Darlehen der ursprünglich vereinbarte Zinssatz verwendet. Bei der Rückzahlung sind die regelmäßigen Zahlungen in einen Zins- und einen Tilgungsanteil aufzuteilen. Die Zinsanteile werden unter den Aufwendungen aus der Verzinsung der Refinanzierung ausgewiesen.

2.4.5 Wertminderungen von finanziellen Vermögenswerten

Der GRENKE Konzern ermittelt an jedem Bilanzstichtag, ob eine Wertminderung eines finanziellen Vermögenswerts oder einer Gruppe von finanziellen Vermögenswerten vorliegt. Besteht ein objektiver Hinweis, dass eine Wertminderung bei mit fortgeführten Anschaffungskosten bilanzierten Krediten und Forderungen eingetreten ist, ergibt sich die Höhe des Verlusts als Differenz zwischen dem Buchwert des Vermögenswerts und dem Barwert der erwarteten künftigen Cashflows (mit Ausnahme erwarteter künftiger, noch nicht eingetretener Kreditausfälle), abgezinst mit dem ursprünglichen Effektivzinssatz des finanziellen Vermögenswerts (das heißt, dem bei erstmaligem Ansatz ermittelten Effektivzinssatz). Als objektive Hinweise auf eine Wertminderung zählen Anzeichen, dass der Schuldner erhebliche finanzielle Schwierigkeiten erlebt, die durch Ausfall oder Verzug von Zins-oder Tilgungszahlungen gekennzeichnet sind. Daneben wird das bisherige Zahlungsverhalten, die Altersstruktur, eine substanziellen Verschlechterung der Kreditwürdigkeit sowie eine hohen Wahrscheinlichkeit einer Insolvenz eines Schuldners berücksichtigt. Der Buchwert des Vermögenswerts wird unter Verwendung eines Wertberichtigungskontos reduziert. Der Wertminderungsverlust wird ergebniswirksam erfasst.

Verringert sich die Höhe der Wertberichtigung in einer der folgenden Berichtsperioden und kann diese Verringerung objektiv auf einen nach der Erfassung der Wertminderung aufgetretenen Sachverhalt zurückgeführt werden, wird die früher erfasste Wertberichtigung rückgängig gemacht. Die Wertaufholung ist der Höhe nach auf die fortgeführten Anschaffungskosten zum Zeitpunkt der Wertaufholung beschränkt. Die Wertaufholung wird ergebniswirksam erfasst.

2.4.6 Bilanzierung von Sicherungsbeziehungen

Beim Eingehen von Sicherungsgeschäften zur Absicherung der Risiken aus Schwankungen der Cashflows, die durch veränderliche Marktpreise (beispielsweise Zinsen) determiniert sind, werden bestimmte Derivate bestimmten Grundgeschäften zugeordnet, welche einem bestimmten mit einem erfassten Vermögenswert oder einer Schuld verbundenen Risiko oder dem mit einer vorgesehenen Transaktion verbundenen Risiko zugeordnet werden können (Cashflow-Hedge). Im Rahmen eines Sicherungszusammenhangs (Hedge) werden die Sicherungsinstrumente ebenfalls zu Marktwerten bilanziert.

Allerdings erfolgt die Erfassung der Wertänderungen bezogen auf den effektiven Teil erfolgsneutral in der Cashflow-Hedge-Rücklage, die einen separaten Posten innerhalb des Eigenkapitals ("Hedging-Rücklage") darstellt. Ineffektivitäten werden ergebniswirksam erfasst. Die zugrunde liegende Effektivitätsmessung wird zu jedem Stichtag, zu dem Abschlüsse veröffentlicht werden, auf der Basis der "Hypothetische-Derivate-Methode" vorgenommen.

2.4.7 Ausbuchung finanzieller Vermögenswerte und finanzieller Schulden

Ein finanzieller Vermögenswert (bzw. ein Teil eines finanziellen Vermögenswerts oder ein Teil einer Gruppe ähnlicher finanzieller Vermögenswerte) wird ausgebucht, wenn eine der drei folgenden Voraussetzungen erfüllt ist:

  • Die vertraglichen Rechte auf den Bezug von Cashflows aus einem finanziellen Vermögenswert sind erloschen.
  • Der Konzern behält zwar die Rechte auf den Bezug von Cashflows aus finanziellen Vermögenswerten zurück, übernimmt jedoch eine vertragliche Verpflichtung zur sofortigen Zahlung der Cashflows an eine dritte Partei im Rahmen einer Vereinbarung, die die Bedingungen von IAS 39.19 erfüllt ("Pass-Through Arrangement").
  • Der Konzern hat seine vertraglichen Rechte auf den Bezug von Cashflows aus einem finanziellen Vermögenswert übertragen und dabei entweder (a) im Wesentlichen alle Chancen und Risiken, die mit dem Eigentum am finanziellen Vermögenswert verbunden sind, übertragen, oder (b) zwar im Wesentlichen alle Chancen und Risiken, die mit dem Eigentum am finanziellen Vermögenswert verbunden sind, weder übertragen noch zurückbehalten, jedoch die Verfügungsmacht über den Vermögenswert übertragen.

Wenn der GRENKE Konzern seine vertraglichen Rechte auf Cashflows aus einem Vermögenswert überträgt, aber im Wesentlichen alle Chancen und Risiken, die mit dem Eigentum an diesem Vermögenswert verbunden sind, weder überträgt noch zurückbehält und dabei auch die Verfügungsmacht an dem übertragenen Vermögenswert zurückbehält, erfasst er den übertragenen Vermögenswert weiter im Umfang seines anhaltenden Engagements.

Finanzielle Schulden werden ausgebucht, wenn die dieser Verbindlichkeit zugrunde liegende Verpflichtung erfüllt oder endgültig erloschen ist. Wird eine bestehende finanzielle Schuld durch eine andere finanzielle Verbindlichkeit desselben Kreditgebers mit substanziell verschiedenen Vertragsbedingungen ausgetauscht oder werden die Bedingungen einer bestehenden Verbindlichkeit wesentlich geändert, wird ein solcher Austausch oder eine solche Änderung als Ausbuchung der ursprünglichen Verbindlichkeit und Ansatz einer neuen Verbindlichkeit behandelt. Die Differenz zwischen den jeweiligen Buchwerten wird erfolgswirksam erfasst.

2.4.8 Forderungen und sonstige Vermögenswerte

Forderungen und sonstige Vermögenswerte werden in Höhe ihres Nennwerts bilanziert. Bei den Forderungen aus gekündigten Leasingverträgen bzw. aus rückständigen Zahlungen auf laufende Leasingverträge ("Nicht-performende Leasingforderungen") werden die Ausfallrisiken durch pauschalierte Einzelwertberichtigungen in ausreichender Höhe berücksichtigt.

Im GRENKE Konzern wird ein Leasingvertrag überwiegend als "Nicht-performende Leasingforderung" behandelt, sobald die zweite Leasingrate ausbleibt. In den meisten Fällen wird der Vertrag dann gekündigt. Der Barwert der ausstehenden Raten wird als Schadensersatz geltend gemacht. Dieser Betrag wird als wertgemindert angesehen.

2.4.9 Sachanlagen

Sachanlagen werden mit den Anschaffungs- oder Herstellungskosten zuzüglich direkt zurechenbarer Kosten abzüglich der kumulierten Abschreibungen und kumulierten Wertminderungsaufwendungen bilanziert. Finanzierungskosten werden seit Beginn des Geschäftsjahres 2008 aktiviert, sofern die notwendigen Voraussetzungen erfüllt sind. In den Vorperioden wurden diese als Aufwand der Periode behandelt. Die Gegenstände des Sachanlagevermögens werden linear entsprechend der geschätzten wirtschaftlichen Nutzungsdauer abgeschrieben. Bei Abgängen von Gegenständen des Sachanlagevermögens werden die entsprechenden Anschaffungskosten sowie die kumulierten Abschreibungen ausgebucht; ein realisierter Gewinn oder Verlust aus dem Abgang wird in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesen.

Die Abschreibungssätze basieren auf folgenden geschätzten wirtschaftlichen Nutzungsdauern:

Bürogebäude 33 Jahre
Betriebs- und Geschäftsausstattung
EDV-Hardware 3 Jahre
Fuhrpark 4 − 5 Jahre
Mietereinbauten 10 Jahre
Sonstige (Büroeinrichtung) 3 − 20 Jahre

Die jeweilige Nutzungsdauer und die Abschreibungsmethode für Sachanlagen werden periodisch überprüft, um zu gewährleisten, dass die Abschreibungsmethode und der Abschreibungszeitraum mit dem erwarteten wirtschaftlichen Nutzenverlauf aus den Gegenständen des Sachanlagevermögens in Einklang stehen.

2.4.10 Geschäfts- oder Firmenwert

Der aus Unternehmenskäufen resultierende Geschäfts- oder Firmenwert wird bei erstmaligem Ansatz zu Anschaffungskosten bewertet. Die Anschaffungskosten bemessen sich als positive Differenz zwischen dem Kaufpreis und dem beizulegenden Zeitwert der identifizierbaren Vermögenswerte, Schulden sowie Eventualschulden des erworbenen Unternehmens zum Erwerbszeitpunkt zuzüglich der direkt zurechenbaren Akquisitionskosten. Die Geschäftswerte wurden bis zum 31. Dezember 2004 über die wirtschaftliche Nutzungsdauer erfolgswirksam linear abgeschrieben. Aufgrund der Implementierung des IFRS 3 wurden die bestehenden Geschäftsund Firmenwerte mit dem Wert zum 31. Dezember 2004 festgesetzt und die planmäßige Abschreibung ab diesem Zeitpunkt ausgesetzt. Dieser festgesetzte Wert wird nunmehr als neuer Anschaffungswert angesehen.

Anstelle einer planmäßigen linearen Abschreibung bzw. nach dem erstmaligen Ansatz wird der Geschäfts- oder Firmenwert mindestens einmal jährlich einem Werthaltigkeitstest (sogenannter "Impairment-Test") nach IAS 36 unterzogen, in dessen Rahmen die Werthaltigkeit des Ansatzes nachgewiesen werden muss ("Impairment-Only-Approach"). Dieser planmäßige Werthaltigkeitstest wird immer im dritten Quartal auf Basis der Halbjahreszahlen durchgeführt. Sofern Hinweise auf eine Wertminderung vorliegen, sind unabhängig von dem verpflichtend einmal jährlich durchzuführenden Werthaltigkeitstest erneute Überprüfungen vorzunehmen.

2.4.11 Immaterielle Vermögenswerte

Lizenzen, Software

Lizenzen werden zu Anschaffungskosten zuzüglich Anschaffungsnebenkosten bewertet. Die Anschaffungskosten für Software werden aktiviert und als immaterieller Vermögenswert behandelt, sofern diese Kosten kein integraler Bestandteil der zugehörigen Hardware sind. Da Lizenzen und Software eine begrenzte Nutzungsdauer haben, werden sie um planmäßige Abschreibungen nach der linearen Methode über die zu erwartende wirtschaftliche Nutzungsdauer, die in aller Regel drei Jahre beträgt, vermindert.

Selbsterstellte immaterielle Vermögenswerte

Ein immaterieller Vermögenswert, der aus der Entwicklung im Rahmen eines einzelnen Projekts entsteht, wird nur dann bilanziert, wenn der GRENKE Konzern die technische Realisierbarkeit der Fertigstellung des immateriellen Vermögenswerts zur internen Nutzung oder zum Verkauf sowie die Absicht, den immateriellen Vermögenswert fertigzustellen und ihn zu nutzen oder zu verkaufen, nachweisen kann. Ferner muss die Generierung eines künftigen wirtschaftlichen Nutzens durch den Vermögenswert, die Verfügbarkeit von Ressourcen zur Vollendung des Vermögenswerts und die Fähigkeit, die dem immateriellen Vermögenswert während seiner Entwicklung zurechenbaren Ausgaben zu ermitteln, gegeben sein.

Selbsterstellte immaterielle Vermögenswerte werden zu Herstellungskosten bewertet. Die Herstellungskosten umfassen alle direkt zurechenbaren Kosten, die zur Schaffung, Herstellung und Vorbereitung des Vermögenswerts erforderlich sind, damit er für den beabsichtigten Gebrauch betriebsbereit ist. Die aktivierten Beträge werden über den Zeitraum linear abgeschrieben, über den die Umsätze aus dem jeweiligen Projekt erwartet werden bzw. über den die Software wahrscheinlich abgeschrieben werden kann. Die wirtschaftliche Nutzungsdauer wird hierbei aufgrund der zu erwartenden technischen Entwicklungen in den kommenden Jahren mit drei Jahren unterstellt. Während des Zeitraums, in dem der selbsterstellte immaterielle Vermögenswert noch nicht genutzt wird, wird dieser einmal jährlich auf Werthaltigkeit überprüft.

Händler- / Kundenstamm

Im Rahmen der Akquisition der GRENKELEASING Sp. z o.o. Posen/Polen, und der GRENKE Leasing Ltd., Guildford/Großbritannien, aus dem Geschäftsjahr 2008 erwarb die GRENKELEASING AG einen Händlerstamm in Höhe von 4.779 TPLN bzw. 453 TGBP (Gegenwert in Euro zusammen 1.948 TEUR). Durch die Akquisition der GRENKELEASING Magyarország Kft., Budapest/Ungarn, im Geschäftsjahr 2011 erwarb die GRENKELEASING AG einen weiteren Händlerstamm in Höhe von 96.332 THUF (362 TEUR).

DieHändlerstämmewerden über diewirtschaftlicheNutzungsdauer von 6 Jahren linear abgeschrieben.DieErstbewertung desHändlerstamms erfolgte über das Cost-Approach-Verfahren. Hierbei wurden kalkulierte Akquisitionskosten für das Händlerportfolio der jeweiligen Länder angesetzt. Zusätzlich haben wir den Wertansatz über unsere Deckungsbeitragsrechnung überprüft. Der aus der Akquisition der GRENKE BANK AG in 2009 resultierende Kundenstamm im Wert von anfänglich 656 TEUR wird über eine voraussichtliche Nutzungsdauer von 5 Jahren abgeschrieben. Die Erstbewertung erfolgte hier über die Prognose und Diskontierung zukünftiger Cashflows.

2.4.12 Wertminderung von nichtfinanziellen Vermögenswerten

Vermögenswerte im Sinne von IAS 36.1 werden auf eine Wertminderung hin überprüft, wenn Sachverhalte oder Änderungen der Umstände darauf hindeuten, dass der Buchwert eines Vermögenswerts nicht erzielbar sein könnte. Sobald der Buchwert eines Vermögenswerts seinen erzielbaren Betrag übersteigt, wird eine Wertminderung ergebniswirksam erfasst. Der erzielbare Betrag ist der höhere Betrag aus Nettoveräußerungspreis und Nutzungswert eines Vermögenswerts. Der Nettoveräußerungspreis ist der aus einem Verkauf eines Vermögenswerts zu marktüblichen Bedingungen erzielbare Betrag abzüglich der Veräußerungskosten.

Der Nutzungswert ist der Barwert der geschätzten künftigen Cashflows, die aus der fortgesetzten Nutzung eines Vermögenswerts und seinem Abgang am Ende der Nutzungsdauer erwartet werden. Der erzielbare Betrag wird für jeden Vermögenswert einzeln oder, falls dies nicht möglich ist, für die zahlungsmittelgenerierende Einheit, zu der der Vermögenswert gehört, ermittelt.

Die Bilanzansätze von Geschäfts- und Firmenwerten werden gemäß den unter Tz. 2.4.10 dargelegten Regelungen im Hinblick auf ihren künftigen wirtschaftlichen Nutzen geprüft. Eine ergebniswirksame Wertminderung wird erfasst, sofern der Nutzungswert niedriger ist als der Buchwert der jeweiligen zahlungsmittelgenerierenden Einheit. Eine Zuschreibung auf einmal wertgeminderte Vermögenswerte ist zwingend, wenn der Grund für die Wertminderung entfallen ist. Ausgenommen hiervon sind lediglich Wertminderungen auf Geschäfts- oder Firmenwerte, bei denen eine Zuschreibung ausdrücklich verboten ist.

2.4.13 Rückstellungen

Rückstellungen werden mit ihrem voraussichtlichen Erfüllungsbetrag angesetzt, wenn für den GRENKE Konzern eine gegenwärtige (rechtliche oder faktische) Verpflichtung aufgrund eines vor dem Bilanzstichtag eingetretenen Ereignisses besteht und es wahrscheinlich ist, dass die Erfüllung der Verpflichtung zu einem Abfluss von Ressourcen führt, die wirtschaftlichen Nutzen darstellen, und wenn eine zuverlässige Schätzung der Verpflichtungshöhe vorgenommen werden kann. Rückstellungen werden zu jedem Bilanzstichtag überprüft und entsprechend der gegenwärtig besten Schätzung angepasst.

2.4.14 Pensionen und andere Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses

Leistungsorientierte Pläne betreffen Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses und beruhen auf unmittelbaren Versorgungszusagen, bei denen die Höhe der Versorgungsleistung festgelegt wird und von Faktoren wie Alter, Vergütung und Betriebszugehörigkeit abhängig ist. Die in der Bilanz angesetzte Rückstellung für leistungsorientierte Pläne entspricht dem Barwert der leistungsorientierten Verpflichtung am Bilanzstichtag abzüglich des beizulegenden Zeitwerts des Planvermögens, angepasst um den nicht entsprechend erfolgswirksam erfassten nachzuverrechnenden Dienstzeitaufwand. Der nachzuverrechnende Dienstzeitaufwand wird linear über den durchschnittlichen Zeitraum bis zum Eintritt der Unverfallbarkeit der Anwartschaften verteilt.

Der Barwert der leistungsorientierten Verpflichtung wird jährlich von einem unabhängigen versicherungsmathematischen Sachverständigen unter Anwendung der Anwartschaftsbarwertmethode berechnet, indem die erwarteten zukünftigen Mittelabflüsse mit dem Zinssatz von Industrieanleihen höchster Bonität abgezinst werden. Die Industrieanleihen lauten auf die Währung der Auszahlungsbeträge und weisen den Pensionsverpflichtungen entsprechende Laufzeiten auf. Dabei werden neben biometrischen Annahmen insbesondere ein aktueller Marktzins sowie künftig zu erwartende Gehalts- und Rentensteigerungsraten in die Berechnung einbezogen.

Der Konzern hat aufgrund gesetzlicher Regelungen in der Schweiz einen leistungsorientierten Pensionsplan aufgelegt. Für diesen Plan sind Beiträge an gesondert verwaltete Fonds zu leisten. Die Höhe der aus den leistungsorientierten Plänen resultierenden Verpflichtung wird unter Anwendung der Methode der laufenden Einmalprämien ("Projected-Unit-Credit-Method") ermittelt. Zudem bestehen leistungsorientierte Pensionspläne für bis zum bzw. am Stichtag ausgeschiedene Mitarbeiter der im Geschäftsjahr 2009 erworbenen GRENKE BANK AG. Eine Fondfinanzierung liegt hier nicht vor. Die zugrunde liegenden Pensionspläne betreffen sowohl Endgehaltspläne als auch Festbetragspläne. Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste werden gemäß IAS 19.93A erfolgsneutral im Eigenkapital erfasst.

Der als Vermögenswert oder Schuld aus einem leistungsorientierten Plan zu erfassende Betrag umfasst den Barwert der leistungsorientierten Verpflichtung abzüglich des beizulegenden Zeitwerts des zur unmittelbaren Erfüllung von Verpflichtungen vorhandenen Planvermögens.

Zahlungen für beitragsorientierte Versorgungspläne werden dann als Aufwand erfasst, wenn die Arbeitnehmer die Arbeitsleistung erbracht haben. Hierunter fallen neben den Beiträgen zu den gesetzlichen Rentenversicherungen insbesondere auch Beiträge zu Direktversicherungen.

2.4.15 Steuern

Tatsächliche Steuererstattungsansprüche und Steuerschulden

Die tatsächlichen Steuererstattungsansprüche und Steuerschulden für die laufende Periode und die früheren Perioden werden mit dem Betrag bemessen, in dessen Höhe eine Erstattung von der Steuerbehörde bzw. eine Zahlung an die Steuerbehörde erwartet wird. Der Berechnung des Betrags werden die Steuersätze und Steuergesetze zugrunde gelegt, die zum Bilanzstichtag gelten.

Latente Steuerschulden und latente Steueransprüche

Latente Steuerschulden werden nach der bilanzorientierten Verbindlichkeits-Methode gemäß IAS 12 ermittelt. Latente Ertragsteuern spiegeln den Nettosteuereffekt von temporären Unterschieden zwischen dem Buchwert eines Vermögenswerts oder einer Schuld in der Bilanz und dem steuerlichen Wertansatz wider.

Vermögenswerte für latente Steuern für bislang nicht genutzte Verlustvorträge werden in dem Umfang gebildet, wie es wahrscheinlich ist, dass zukünftig ein zu versteuerndes Ergebnis vorhanden sein wird, um diese Vorträge zu nutzen. Der Ansatz latenter Steueransprüche und -schulden erfolgt anhand der Steuersätze, die für die Periode erwartet werden, in denen sich die temporären Differenzen umkehren werden. Dabei werden die Steuersätze zugrunde gelegt, die zum Bilanzstichtag gültig sind oder in Kürze gelten werden.

Latente Steuern, die sich auf Posten beziehen, die direkt im Eigenkapital erfasst werden, werden nicht in der Gewinn- und Verlustrechnung, sondern im Eigenkapital erfasst. Die Bewertung latenter Steuerschulden und latenter Steueransprüche hat die steuerlichen Konsequenzen zu berücksichtigen, die daraus resultieren, in welcher Art und Weise ein Unternehmen am Stichtag erwartet, den Buchwert seiner Vermögenswerte zu realisieren oder seine Schulden zu erfüllen. Latente Steueransprüche und -schulden werden nicht abgezinst und sind in der Konzernbilanz als langfristige Vermögenswerte bzw. Schulden ausgewiesen.

Umsatzsteuer

Umsatzerlöse, Aufwendungen und Vermögenswerte werden nach Abzug der Umsatzsteuer erfasst, mit Ausnahme folgender Fälle:

  • Wenn die beim Kauf von Vermögenswerten oder Dienstleistungen angefallene Umsatzsteuer nicht von der Steuerbehörde eingefordert werden kann, wird die Umsatzsteuer als Teil der Herstellungskosten des Vermögenswerts bzw. als Teil der Aufwendungen erfasst.
  • Forderungen und Schulden werden mitsamt dem darin enthaltenen Umsatzsteuerbetrag angesetzt.

Der Umsatzsteuerbetrag, der von der Steuerbehörde erstattet oder an diese abgeführt wird, wird in der Konzern-Bilanz unter sonstigen Forderungen bzw. Schulden erfasst.

Gewerbesteuer

Leasing- und Factoringgesellschaften sind grundsätzlich Finanzdienstleistungsinstitute im Sinne des § 1 Abs. 1a Satz 2 Nr. 9 und 10 Kreditwesengesetz (KWG). Diese Unternehmen wurden einerseits bereits ab 2008 in das sogenannte gewerbesteuerliche Bankenprivileg gemäß § 19 der Gewerbesteuer-Durchführungsverordnung (GewStDV) einbezogen, andererseits unterliegen sie seit Inkrafttreten des Jahressteuergesetzes 2009 am 25. Dezember 2008 der originären Aufsicht durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) und die Deutsche Bundesbank.

Die Einbeziehung in § 19 GewStDV führt dazu, dass ein Wettbewerbsnachteil der Leasing- und Factoringunternehmen im Vergleich zu Banken, der mit dem Jahressteuergesetz 2008 entstanden war, wieder zurückgenommen wird. Voraussetzung für die Anwendung von § 19 GewStDV ist, dass die Leasinggesellschaft nachweislich ausschließlich Finanzdienstleistungen im Sinne des § 1 Abs. 1a Satz 2 Nr. 10 des Kreditwesengesetzes tätigt. Dies sind der Abschluss von Finanzierungsleasingverträgen und die Verwaltung von Leasingobjektgesellschaften. Das Bundesministerium der Finanzen hat mit Schreiben vom 27. November 2009 zur Klärung von Auslegungsfragen Stellung genommen. Zur Auslegung des Ausschließlichkeitsgebots gilt nach dem Ergebnis einer Erörterung der obersten Finanzbehörden, dass Hilfs- und Nebengeschäfte zu Finanzdienstleistungen dem Ausschließlichkeitsgebot nicht entgegenstehen.

Derartige Geschäfte liegen vor, wenn sie für die Durchführung der jeweiligen Finanzdienstleistungen zwingend erforderlich sind. Gemäß der im BMF-Schreiben enthaltenen Übergangsregelung gilt für Unternehmen, die schon vor dem 24. Dezember 2008 neben Factoring und Finanzierungsleasing auch andere Geschäfte betrieben haben, dass diese dem Ausschließlichkeitsgebot erstmals für den Erhebungszeitraum 2011 entgegenstehen.

Durch Gesetzesbeschluss des Bundestags vom 5. März 2010 sowie die Zustimmung des Bundesrats vom 26. März 2010 zum "Gesetz zur Umsetzung steuerlicher EU-Vorgaben sowie zur Änderung steuerlicher Vorschriften" wurde auch § 19 GewStDV − teilweise rückwirkend zum Erhebungszeitraum 2008 − geändert. Demnach unterbleibt bei Finanzdienstleistungsinstituten im Sinne des § 1 Abs. 1a KWG − Finanzierungsleasing und Factoring inbegriffen − rückwirkend ab dem Erhebungszeitraum 2008 eine Hinzurechnung von Entgelten für Schulden und ihnen gleichgestellten Beträgen, soweit diese unmittelbar auf Finanzdienstleistungen im Sinne des § 1 Abs. 1a Satz 2 KWG entfallen. Solche Finanzdienstleistungen betreffen insbesondere auch Factoring und Finanzierungsleasing. Ab Erhebungszeitraum 2011 gilt eine 50%-Grenze. Sofern die erzielten Umsätze nicht zu mindestens 50% auf o. g. Finanzdienstleistungen entfallen, sind die Zinsaufwendungen in voller Höhe hinzuzurechnen.

Für die Erhebungszeiträume 2008 bis 2010 ist die 50%-Grenze noch nicht anwendbar. Folglich gilt, dass "Entgelte und die ihnen gleichgestellten Beträge, die unmittelbar auf Finanzdienstleistungen im Sinne des § 1 Abs. 1a Satz 2 KWG entfallen, nicht hinzuzurechnen sind". Da die Umsätze gemäß § 19 Abs. 4 Satz 2 GewStDV zu mindestens 50% auf Finanzdienstleistungen entfallen, wurde bei der Berechnung der Gewerbesteuerrückstellung für die deutschen Konzerngesellschaften GRENKELEASING AG, Grenke Investitionen Verwaltungs KGaA sowie für die GRENKEFACTORING GmbH § 19 GewStDV für die Erhebungszeiträume 2008 bis 2011 angewendet und Entgelte und die ihnen gleichgestellten Beträge, die unmittelbar auf Finanzdienstleistungen im Sinne des § 1 Abs. 1a Satz 2 KWG entfallen, nicht hinzugerechnet. Bei der GRENKE BANK AG wird § 19 GewStDV in der für Banken relevanten Art angewendet.

2.4.16 Ertragsrealisierung

Erlöse aus der Funktion des Konzerns als Leasinggeber Diesbezüglich wird auf die Ausführungen unter Tz. 2.4.1 verwiesen.

Erlöse aus dem Versicherungsgeschäft

Unter den Erlösen aus dem Versicherungsgeschäft sind die Prämien für Versicherungen im Rahmen des Leasinggeschäfts ausgewiesen, die die Leasingnehmer über den GRENKE Konzern abschließen müssen, sofern sie die Versicherung des Leasinggegenstands nicht selbst vornehmen. Die Versicherungsbeiträge werden jährlich eingezogen und anteilig abgegrenzt.

Verkauf von Leasingobjekten

Erlöse aus dem Verkauf werden im Zeitpunkt des Übergangs von Nutzen und Lasten erfasst.

Zinserträge

Zinsen und ähnliche Erträge aus dem Finanzierungsgeschäft werden erfasst, wenn die Zinsen oder zinsähnliche Gebühren (beispielsweise Factoringgebühren) unter Verwendung der Effektivzinsmethode entstanden sind.

2.4.17 Ermessensentscheidungen

Bei der Anwendung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden hat die Unternehmensleitung folgende Ermessensentscheidungen, welche die Ansätze und Beträge im Abschluss wesentlich beeinflussen, getroffen. Nicht berücksichtigt werden dabei solche Entscheidungen, die Schätzungen beinhalten.

Leasing

Der Konzern als Leasinggeber hat bei der Analyse der Vertragsbedingungen nahezu aller Leasingverträge in der Grundmietzeit festgestellt, dass alle mit dem Eigentum der betroffenen Leasinggegenstände verbundenen maßgeblichen Chancen und Risiken auf den Leasingnehmer übergehen. Entsprechend werden diese Leasingverträge vollständig als Finanzierungsleasingverhältnisse abgebildet.

Asset-Backed-Commercial-Paper-Programme ("ABCP-Programme") und ABS-Bond

Der Konzern nutzt im Zuge der Refinanzierung verschiedene ABCP-Programme. Sofern es sich hierbei um von verschiedenen Kreditinstituten aufgesetzte Zweckgesellschaften handelt, die Leasingforderungen von GRENKE-Konzerngesellschaften ankaufen, diese bündeln und dann zur eigenen Refinanzierung kurzfristige Commercial Papers ausgeben, erfolgt keine Einbeziehung in den Konsolidierungskreis. Im Rahmen einer Analyse der Vertragsbedingungen der einzelnen Programme hat der Konzern eine eventuelle Konsolidierungspflicht nach SIC-12 "Konsolidierung − Zweckgesellschaften" geprüft.

Zwar eröffnet diese Gestaltung der Finanzierung dem Konzern den Zutritt zu einer weiteren Refinanzierungsform und damit entsprechenden Nutzen. Allerdings tragen die organisierenden Banken aufgrund der von ihnen gegebenen Liquiditätszusage entsprechende und wesentliche Risiken. Aus der hieraus resultierenden Abwägung zwischen dem für den GRENKE Konzern gewährten Nutzen und den getragenen Risiken im Zusammenhang mit der Beurteilung nach SIC-12 ist eine Einbeziehung in den GRENKE Konzern ("Konsolidierung") zu verneinen.

Ferner wurde bei der Beurteilung der Konsolidierungspflicht berücksichtigt, dass rechtlicher Eigentümer der oben genannten einzelnen Zweckgesellschaften jeweils ein Trust ist. Dieser bedient sich verschiedener Rechtsanwaltskanzleien, die mit der entsprechenden Geschäftsführung im Namen des Trusts betraut sind. Eine Einflussmöglichkeit des GRENKE Konzerns auf den Trust bzw. auf die Geschäftsführung der Zweckgesellschaften besteht nicht.

Die Refinanzierung über die ABCP-Programme basiert auf dem vertraglichen Verkauf von zukünftigen Leasingzahlungen. Bei der Beurteilung nach IAS 39.17 ff., ob eine Ausbuchung der zugrunde liegenden finanziellen Vermögenswerte vorzunehmen ist, hat der Konzern abzuwägen, inwieweit er Chancen und Risiken aus den zugrunde liegenden finanziellen Vermögenswerten an das ankaufende Vehikel überträgt. Eine Ausbuchung im Rahmen des Verkaufs wird aufgrund des Chancen-Risiko-Verhältnisses im Zusammenhang mit den Leasingforderungen komplett verneint. Deshalb wird die Nutzung der Refinanzierung über ABCP-Programme im Konzernabschluss der GRENKELEASING AG analog einer Refinanzierung über eine Darlehensaufnahme bilanziert. Eine Off-Balance-Sheet-Bilanzierung findet nicht statt.

Bei der FCT werden die Anteile des Sondervermögens von zwei Tochterunternehmen gehalten und werden entsprechend konsolidiert. GOALS 2009 ist die Zweckgesellschaft im Rahmen eines ABS-Bonds (Tz. 4.12.1). Da hier keine Liquiditätsgarantien bestehen und dem GRENKE Konzern die Mehrheit der Chancen und Risiken zustehen, wurde GOALS 2009 in 2010 und 2011 konsolidiert.

2.4.18 Verwendung von Annahmen und Schätzungen

Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind Annahmen getroffen und Schätzungen verwendet worden, die sich auf den Ausweis und die Höhe der bilanzierten Vermögenswerte, Schulden, Erträge, Aufwendungen sowie Eventualverbindlichkeiten ausgewirkt haben.

Diese Annahmen und Schätzungen beziehen sich im Wesentlichen auf die konzerneinheitliche Festlegung wirtschaftlicher Nutzungsdauern, die Bewertung von Rückstellungen, die Realisierbarkeit von Forderungen aus gekündigten Verträgen, den Ansatz von erzielbaren Restwerten im Bereich des Leasingvermögens, die Festsetzung der Parameter zur Beurteilung der Werthaltigkeit von immateriellen Vermögenswerten und anderen nicht finanziellen Vermögenswerten sowie die Realisierbarkeit zukünftiger Steuerentlastungen. Die tatsächlichen Werte können in Einzelfällen von den getroffenen Annahmen und Schätzungen abweichen. Änderungen werden zum Zeitpunkt einer besseren Erkenntnis erfolgswirksam berücksichtigt.

Wesentliche Schätzunsicherheiten und die damit verbundenen Angabepflichten bestehen in den nachfolgend dargestellten Bereichen:

  • Annahmen im Rahmen des Werthaltigkeitstests bei der Bewertung der bestehenden Geschäfts- oder Firmenwerte
  • Ermittlung der Wertberichtigungen auf Forderungen aus gekündigten bzw. rückständigen Leasingverträgen (sogenannte "Nichtperformende Leasingforderungen") auf Basis des Werterhaltungssatzes
  • Berücksichtigung von kalkulierten Restwerten am Ende der Vertragslaufzeit im Rahmen der Ermittlung des Barwerts von Leasingforderungen
  • Ansatz von Leasinggegenständen in Verwertung zu kalkulierten Restwerten
  • Ansatz und Bewertung latenter Steuern auf Verlustvorträge

Die der Discounted-Cashflow-Bewertung der bestehenden Geschäfts- oder Firmenwerte zugrunde liegenden Cashflows basieren auf aktuellen Geschäftsplänen und internen Planungen, wobei von einem Planungshorizont von fünf Jahren ausgegangen wurde. Hierbei werden Annahmen über die künftigen Umsatz- und Kostenentwicklungen getroffen. Dabei wurden künftige Investitionen in das operative Geschäft der jeweiligen Gesellschaft auf Basis bisheriger Erfahrungswerte angenommen und bisher erzielte Ertragsverläufe in die Zukunft projiziert. Sollten wesentliche Annahmen von den tatsächlichen Größen abweichen, könnte dies in der Zukunft zu erfolgswirksam zu erfassenden Wertminderungen führen. Zur Diskontierung der Cashflows kamen je nach Land und Währung Eigenkapitalkosten zwischen 7,1% (EUR) und 11,0% (PLN) (Vorjahr ungewichteter Durchschnitt: 7,3%) zur Anwendung.

Die Forderungen aus gekündigten bzw. rückständigen Leasingverträgen sind zum Nennwert abzüglich angemessener Wertberichtigungen angesetzt. Die Höhe der erforderlichen Wertberichtigungen wird anhand von Prozentsätzen und Bearbeitungsklassen ermittelt. Die Ermittlung der Prozentsätze erfolgt mit Hilfe von statistischen Verfahren. Die Sätze werden einmal jährlich auf ihre Gültigkeit hin überprüft. Die Bearbeitungsstände sind in Bearbeitungsklassen (BA-Klassen) zusammengefasst, die unter Risikogesichtspunkten gebildet wurden.

Folgende Tabelle veranschaulicht die Bearbeitungsklassen:

BA-Klasse Bezeichnung
0 Laufender Vertrag ohne Rückstand
1 Laufender Vertrag mit Rückstand
2 Gekündigter Vertrag mit bedienter Teilzahlungsvereinbarung
3 Gekündigter Vertrag (gerade gekündigt oder Mahnbescheid beantragt)
4 Klageverfahren (unmittelbar oder nach Widerspruch zum Mahnbescheid)
5 Pfändungsauftrag erteilt / Inkassobüro beauftragt
6 Eidesstattliche Versicherung (beantragt oder abgegeben) und beantragtes, nicht abgeschlossenes Insolvenzverfahren
7 Ausgebucht
8 In Abwicklung (ungekündigt)
9 Erledigt (vollständig bezahlt)

Bei den Bearbeitungsklassen 2 bis 7 ist von einer Abwertung auszugehen, da die Verträge aufgrund von Zahlungsstörungen gekündigt worden sind. Der Wertberichtigungssatz bewegt sich zwischen 5 und 100%. Kalkulierte Restwerte werden im Rahmen der Ermittlung des Barwerts der Leasingforderungen berücksichtigt. Bei der Berechnung der Leasingforderungen werden nicht garantierte Restwerte gemäß der Definition aus IAS 17 berücksichtigt.

Die kalkulierten Restwerte umfassen dabei neben den erwarteten Verwertungserlösen insbesondere auch die Erlöse, die im Rahmen einer Verlängerungsperiode anfallen können. Diese werden mit Hilfe von Erfahrungswerten aus der Vergangenheit und statistischen Verfahren berechnet. Die Restwerte der Zugänge bis einschließlich des Geschäftsjahres 2006 liegen in Abhängigkeit von der Laufzeit des Leasingvertrags erfahrungsgemäß zwischen 11% und 15% der ursprünglichen Anschaffungskosten. Im Geschäftsjahr 2007 wurde diese Zuordnung auch aufgrund der gestiegenen Prognosekraft in der statistischen Grundgesamtheit in mehrere Laufzeitgruppen weiter detailliert.

Für Zugänge von 2007 bis 2008 liegen die Restwerte in Abhängigkeit der Laufzeit des Leasingvertrags zwischen 7,7% und 28,4% der ursprünglichen Anschaffungskosten. Für Zugänge in 2009 und 2010 wurden Restwertsätze zwischen 6,5% und 28,4% in Ansatz gebracht. Für Zugänge ab 1. April 2011 wurden Restwertsätze zwischen 6,5% und 23,5% angesetzt. Die Auswirkung der Änderung auf die Berichtsperiode wurde wegen des unverhältnismäßigen Aufwandes nicht nachvollzogen. Die Auswirkungen der Änderungen auf zukünftigen Perioden sind wegen der Abhängigkeit vom zukünftigen Neugeschäft undurchführbar.

Erlöse werden dabei anhand statistischer Auswertungen im Rahmen einer bestmöglichen Schätzung angesetzt. Im Falle eines Absinkens der tatsächlich im Nachgeschäft (bestehend aus Verwertung und Nachmiete) erzielbaren Erlöse wird eine Abwertung der Leasingforderungen berücksichtigt, wohingegen ein Anstieg unberücksichtigt bleibt.

Die Bewertung der Leasinggegenstände in Verwertung erfolgt auf Basis der Verwertungserlöse, die über das vergangene Geschäftsjahr im Durchschnitt je Altersklasse in Bezug auf die ursprünglichen Anschaffungskosten erzielt werden konnten. Leasinggegenstände in der Verwertung werden in Abhängigkeit von ihrer tatsächlichen Verwertbarkeit mit den aus der Vergangenheit ermittelten Restwerten bewertet. Die angesetzten Restwerte betrugen zum Stichtag zwischen 3,0% und 18,3% (Vorjahr: zwischen 3,3% und 17,0%) der ursprünglichen Anschaffungskosten. Sofern eine Verwertung aufgrund des Zustands des entsprechenden Gegenstands unrealistisch erscheint, wird dieser sofort erfolgswirksam abgeschrieben.

Aktive latente Steuern werden für alle nicht genutzten steuerlichen Verlustvorträge in dem Maße erfasst, in dem es wahrscheinlich ist, dass hierfür zu versteuerndes Einkommen verfügbar sein wird, sodass die Verlustvorträge tatsächlich genutzt werden können. Bei der Ermittlung der Höhe der aktiven latenten Steuern ist eine wesentliche Ermessensausübung der Unternehmensleitung bezüglich des erwarteten Eintritts und der Höhe des zukünftig zu versteuernden Einkommens sowie der zukünftigen Steuerplanungsstrategien erforderlich.

Am 22. Juli 2009 wurde das Bürgerentlastungsgesetz Krankenversicherung vom 16. Juli 2009 im Bundesgesetzblatt veröffentlicht. Zu den darin enthaltenen Steuererleichterungen zur Bekämpfung der Finanz- und Wirtschaftskrise gehört ein zeitlich befristetes Sanierungsprivileg, mit dem die Verlustabzugsbeschränkung des § 8c KStG für bestimmte Sanierungsfälle entschärft wurde.

Demnach ist ein Beteiligungserwerb, der nach dem 31. Dezember 2007 und vor dem 1. Januar 2010 erfolgte, dann unschädlich mit Blick auf die Verlustnutzungsbeschränkung des § 8c Abs. 1 KStG, wenn er zum Zweck der Sanierung des Geschäftsbetriebs der Verlustgesellschaft erfolgt. Als begünstigte Sanierung wird eine Maßnahme definiert, die darauf gerichtet ist, die Zahlungsunfähigkeit oder Überschuldung zu verhindern oder zu beseitigen und zugleich die wesentlichen Betriebsstrukturen zu erhalten.

Mit Schreiben vom 30. April 2010 hat das Bundesfinanzministerium bekannt gegeben, dass die EU-Kommission mit Beschluss vom 24. Februar 2010 gegen die Sanierungsklausel der Regelung zur Verlustverrechnungsbeschränkung bei Körperschaften (§ 8c Abs. 1a KStG) das förmliche Prüfverfahren nach Artikel 108 Abs. 2 AEUV eröffnet hat. Die EU-Kommission hat Zweifel an der Vereinbarkeit der Regelung zur Sanierungsklausel des § 8c Abs. 1a KStG mit dem gemeinsamen Markt.

Am 26. Januar 2011 hat die EU-Kommission entschieden, dass die in § 8c Abs. 1a enthaltene und ab dem 1. Januar 2008 anwendbare Sanierungsklausel eine europarechtswidrige staatliche Beihilfe darstellt. Damit hat das am 24. Februar 2010 eingeleitete förmliche Prüfverfahren gem. Art. 108 Abs. 2 AEUV seinen offiziellen Abschluss gefunden. Die Bundesrepublik Deutschland hat gegen den Beschluss der Europäischen Kommission Nichtigkeitsklage bei dem Gericht der Europäischen Union (EuG) erhoben. Da der Ausgang des Verfahrens noch ungewiss ist, wird die Sanierungsklausel nicht berücksichtigt.

3 Ausgewählte Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

3.1 Zinsergebnis

3.1.1 Zinsen und ähnliche Erträge aus dem Finanzierungsgeschäft

Die Zinsen und ähnlichen Erträge aus dem Finanzierungsgeschäft setzen sich wie folgt zusammen:

TEUR 2011 2010
Zinserträge aus dem Leasinggeschäft 140.211 119.701
Zinserträge aus dem Kreditgeschäft der Bank 358 571
Zinsen und ähnliche Erträge aus dem Factoringgeschäft 1.443 953
Zinserträge aus der Refinanzierung der Franchisenehmer 2.535 3.324
Summe 144.547 124.549

3.1.2 Aufwendungen aus der Verzinsung der Refinanzierung und des Einlagengeschäfts

Die Aufwendungen aus der Verzinsung der Verbindlichkeiten aus der Refinanzierung und des Einlagengeschäfts betragen 51.856 TEUR (Vorjahr: 44.520 TEUR). Auf das Einlagengeschäft entfallen dabei Zinsen für 2011 in Höhe von 3.417 TEUR (Vorjahr: 2.894 TEUR). In der Position werden auch die aus der Verzinsung der im Rahmen der ABCP-Programme sowie im Rahmen des ABS-Bonds (Asset Backed Securities) ausgegebenen Darlehen (siehe Tz. 4.4) erzielten Zinserträge in Höhe von 2.114 TEUR (Vorjahr: 1.888 TEUR) ausgewiesen.

3.2 Schadensabwicklung und Risikovorsorge

Die Ermittlung der pauschalierten Einzelwertberichtigungen beruht auf Erfahrungssätzen der Vergangenheit hinsichtlich der Einbringlichkeit einer Forderung in Abhängigkeit von der zugehörigen Bearbeitungsklasse ("Percentage-of-Receivables Approach").

TEUR 2011 2010
Erlöse aus Schadensfällen 36.442 24.113
Ausbuchungen und Nettozuführung zu pauschalierten Einzelwertberichtigungen 31.382 25.502
Aufwendungen aus der Ausbuchung von performenden Leasingforderungen 37.016 32.149
Risikovorsorge Kreditgeschäft der Bank 1.150 −263
Risikovorsorge Factoringgeschäft 10 103
Aufwand aus Delkrederegebühren an Franchiser 1.299 346
Summe 34.415 33.724

3.3 Ergebnis aus dem Versicherungsgeschäft

Die Erlöse und Aufwendungen aus dem Versicherungsgeschäft im Rahmen des Leasinggeschäfts setzen sich wie folgt zusammen:

TEUR 2011 2010
Erlöse aus dem Versicherungsgeschäft 27.586 24.132
Aufwendungen aus dem Versicherungsgeschäft 1.883 1.896
Ergebnis aus dem Versicherungsgeschäft 25.703 22.236

3.4 Ergebnis aus dem Neugeschäft

Die Erlöse aus dem Neugeschäft kontrahierter Leasingverträge setzen sich wie folgt zusammen:

TEUR 2011 2010
Einbuchung neuer Leasingforderungen 796.313 669.807
Erlösanteile aus Vormieten 4.540 3.850
Erlöse aus Bearbeitungsgebühren 2.490 2.212
Erlöse aus Mietsonderzahlungen 1.715 1.589
Summe 805.058 677.458

Die Aufwendungen aus dem Neugeschäft kontrahierter Leasingverträge setzen sich wie folgt zusammen:

TEUR 2011 2010
Anschaffungskosten der neu erworbenen Leasinggegenstände 759.594 638.735
An Händler bezahlte Provisionen 14.443 12.460
Summe 774.037 651.195
Ergebnis aus dem Neugeschäft 31.021 26.263

Die Anschaffungskosten der neu erworbenen Leasinggegenstände repräsentieren sämtliche mit dem Erwerb der Gegenstände angefallenen Aufwendungen. Der aus der Aktivierung der Leasingforderung resultierende Ertrag berücksichtigt den Barwert der fest kontrahierten Leasingraten sowie den Barwert eines erwarteten oder aber bereits fixierten Erlöses aus dem Nachgeschäft. Da es sich bei den kontrahierten Leasingverträgen fast ausnahmslos um Verträge mit einem Vollamortisationsanspruch handelt, entspricht bzw. übersteigt die Summe der erwarteten Zahlungsströme die Anschaffungskosten. Daneben werden die mit dem Vertragsabschluss zusammenhängenden Kosten aktiviert.

3.5 Ergebnis aus der Verwertung

TEUR 2011 2010
Erlöse aus Nachmieten 24.212 22.273
Abschreibungen auf Leasinggegenstände in der Nachmietzeit –1.323 −1.185
Buchverluste aus dem Abgang nach Grundmietzeitende –21.844 −18.947
Buchgewinne / -verluste aus vorzeitig einvernehmlicher Vertragsauflösung 608 −115
Summe 1.653 2.026

Bei den Erlösen aus Nachmieten handelt es sich um vereinnahmte Mieterlöse nach Ende der Grundmietzeit der jeweiligen Leasingverhältnisse. Diese kompensieren die Abschreibungen sowie die Buchverluste aus dem Abgang der Leasinggegenstände nach Grundmietzeitende bzw. aus vorzeitig einvernehmlicher Vertragsauflösung.

3.6 Personalaufwand

Die durchschnittliche Anzahl der Mitarbeiter während des Geschäftsjahres beläuft sich auf 585 (Vorjahr: 538). Teilzeitangestellte wurden anteilig berücksichtigt.

TEUR 2011 2010
Gehälter 30.545 26.953
Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung 6.150 5.346
Phantom-Stock-Vereinbarung des Vorstands (Tz. 8.6) 0 374
Summe 36.695 32.673

Für die betriebliche Altersversorgung bestehen im Konzern fast ausschließlich beitragsorientierte Zusagen. Bei den beitragsorientierten Zusagen ("Defined Contribution Plans") zahlt das Unternehmen aufgrund gesetzlicher oder vertraglicher Bestimmungen bzw. auf freiwilliger Basis Beiträge an staatliche oder private Rentenversicherungsträger. Mit Zahlung der Beiträge bestehen für das Unternehmen keine weiteren Leistungsverpflichtungen.

Die laufenden Beitragszahlungen sind als Aufwand des jeweiligen Jahres ausgewiesen. Sie beliefen sich in 2011 auf insgesamt 1.422 TEUR (Vorjahr: 1.231 TEUR) und betrafen überwiegend die in Deutschland für die gesetzliche Rentenversicherung geleisteten Beiträge.

Für die bestehenden Pensionspläne wurde ein Nettopensionsaufwand in den Personalkosten für das Geschäftsjahr 2011 von insgesamt 142 TEUR (Vorjahr: 70 TEUR) erfasst. Des Weiteren sind im Personalaufwand 354 TEUR (Vorjahr: 370 TEUR) für das Mitarbeiterbeteiligungsprogramm der französischen Tochtergesellschaft erfasst.

3.7 Abschreibungen und Wertminderung

TEUR 2011 2010
Geschäftsausstattung 1.850 1.331
Bürogebäude 477 477
Sonstige immaterielle Vermögenswerte 898 866
Summe 3.225 2.674

Aufwendungen für Wertminderung waren im Geschäftsjahr für Geschäftsausstattung in Höhe von 467 TEUR (Vorjahr: 0 TEUR) zu verzeichnen.

3.8 Vertriebs- und Verwaltungsaufwand (ohne Personalaufwand)

Die Vertriebs- und Verwaltungsaufwendungen gliedern sich in folgende Kategorien:

TEUR 2011 2010
Betriebskosten 11.237 9.203
Verwaltungskosten 4.441 3.753
Beratungs- und Prüfungskosten 4.753 4.884
Vertriebskosten (ohne Provisionen) 4.711 4.716
Sonstige Steuern 1.106 1.604
Vergütung der Kontrollgremien 125 115
Summe Vertriebs- und Verwaltungsaufwand (exkl. Personalaufwand) 26.373 24.275

Beratungs- und Prüfungskosten

In den Beratungs- und Prüfungskosten in Höhe von 4.753 TEUR (Vorjahr: 4.884 TEUR) sind Aufwendungen für das Honorar (inklusive Auslagen) des Abschlussprüfers der GRENKELEASING AG in Höhe von insgesamt 545 TEUR (Vorjahr: 594 TEUR) enthalten.

Die Aufwendungen für das Honorar des Abschlussprüfers im Geschäftsjahr 2011 setzen sich wie folgt zusammen:

TEUR 2011 2010
Aufwendungen für die Abschlussprüfung 435 461
Aufwendungen für sonstige Bestätigungs- und Bewertungsleistungen 99 92
Aufwendungen für sonstige Leistungen 11 41
Summe 545 594

Von dem Gesamthonorar waren 117 TEUR (Vorjahr: 163 TEUR) periodenfremd.

Aufwand aus Miet- und Leasingverhältnissen

Aufwand aus Miet- und Leasingverhältnissen ist im Geschäftsjahr in Höhe von 5.925 TEUR (Vorjahr: 5.484 TEUR) entstanden. Der Aufwand ist in der Linie Betriebskosten enthalten. Dieser betrifft im Wesentlichen die Anmietung von Büroflächen für die einzelnen Niederlassungen sowie eigenes Kfz-Leasing.

3.9 Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge gliedern sich wie folgt:

TEUR 2011 2010
Vereinnahmte Franchisegebühren 1.144 805
Miete und Mietnebenkosten 598 501
Periodenfremde Erträge 315 168
Auflösung von Rückstellungen 288 0
Erlöse aus dem Verkauf von Waren 267 154
Provisionseinnahmen Bankgeschäft 242 304
Vereinnahmte Verwaltungsgebühren 198 367
Erträge aus abgeschriebenen Forderungen 165 19*
Auflösung von abgegrenzten Schulden 106 478
Weiterbelastete Gerichtskosten an Leasingnehmer 77 103
Versicherungsentschädigungen 49 36
Buchgewinne aus dem Verkauf von Anlagevermögen 46 29
Ausbuchung von Verbindlichkeiten 0 2
Übrige Posten 260 415
Summe 3.755 3.381

* Im Vorjahr unter "Übrige Posten" ausgewiesen.

3.10 Ertragsteuern

TEUR 2011 2010
Laufende Steuern 16.155 18.350
Latente Steuern –4.974 −9.661
Summe 11.181 8.689

Unter den laufenden Steuern sind Erträge in Höhe von 73 TEUR aus Vorjahren enthalten.

Unter den laufenden Steuern des Vergleichszeitraums 2010 waren Aufwendungen in Höhe von 1.834 TEUR enthalten, die zu niedrig dotierte Ertragsteuern der GRENKELEASING AG des Vorjahres betrafen. Aufgrund von gegenläufigen Effekten in den anderen Leasinggesellschaften ergaben sich echte Netto-Steueraufwendungen in Höhe von 1.584 TEUR.

Im Gegenzug konnten zusätzliche aktive latente Steuern in identischer Höhe gebildet werden, sodass sich im Konzernergebnis keine Auswirkungen ergaben.

Überleitungsrechnung zwischen dem durchschnittlichen effektiven und dem erwarteten Steuersatz

Die Überleitung des erwarteten anzuwendenden Steuersatzes der GRENKELEASING AG auf den effektiven Steuersatz bezogen auf den Vorsteuergewinn (100%) ergibt sich wie folgt:

Anzuwendender Steuersatz 2011 2010
Gewerbesteuer 14,19% 14,19%
Körperschaftsteuer 15,00% 15,00%
Solidaritätszuschlag (5,5% der Körperschaftsteuer) 0,83% 0,83%
Durchschnittlicher erwarteter Steuersatz GRENKELEASING AG 30,02% 30,02%
Sonstiges 2,13% 1,15%
Durchschnittlicher effektiver Steuersatz Konzern 22,17% 23,80%
Anzuwendender Steuersatz 2011 2010
Durchschnittlicher erwarteter Steuersatz GRENKELEASING AG 30,02% 30,02%
Steuererhöhungen aufgrund nicht abzugsfähiger Aufwendungen 0,06% 0,02%
Veränderungen aufgrund ausländischer Steuern –9,46% −11,29%
Saldo aus Steuerminderungen und -erhöhungen aufgrund Veränderungen
in den Steuersätzen 0,00% 0,11%
Nutzung nicht aktivierter Verlustvorträge –0,44% −0,55%
Steuernachzahlungen und -erstattungen aus Vorjahren 1) –0,14% 4,34%
Sonstiges 2,13% 1,15%
Durchschnittlicher effektiver Steuersatz Konzern 22,17% 23,80%

1) Steuererstattungen für Vorjahre beliefen sich in 2011 auf 73 TEUR (Vorjahr: Steuernachzahlungen abzüglich Steuererstattungen 1.584 TEUR).

3.11 Ergebnis je Aktie

Das jeweilige Periodenergebnis liegt der Berechnung sowohl des verwässerten als auch des unverwässerten Ergebnisses zugrunde. Ein Verwässerungseffekt ergab sich weder im Geschäftsjahr 2011 noch im Vorjahr. Das Ergebnis je Aktie beträgt für das Berichtsjahr 2,87 EUR (Vorjahr: 2,03 EUR).

Stück 2011 2010
Ausgegebene Aktien zu Beginn der Periode 13.684.099 13.684.099
Durchschnittlich im Umlauf befindliche Aktien zum Ende der Periode (unverwässert) 13.684.099 13.684.099
Durchschnittlich im Umlauf befindliche Aktien zum Ende der Periode (verwässert) 13.684.099 13.684.099
Ausgegebene Aktien zum Ende der Periode 13.684.099 13.684.099

4 Ausgewählte Angaben zur Bilanz

4.1 Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente

TEUR 31.12.2011 31.12.2010
Kassenbestand 15 7
Guthaben auf Zentralbankkonten 19.063 15.157
Kontoguthaben bei Banken 85.156 63.133
Summe 104.234 78.297

Für Zwecke der Cashflow-Rechnung setzen sich die Zahlungsmittel wie folgt zusammen:

TEUR 31.12.2011 31.12.2010
Zahlungsmittel lt. Bilanz 104.234 78.297
Abzüglich Kontokorrentverbindlichkeiten 482 113
Zahlungsmittel lt. Cashflow-Rechnung 103.752 78.184

4.2 Finanzinstrumente mit positivem Marktwert

Unter den Finanzinstrumenten mit positivem Marktwert in Höhe von 4.399 TEUR (Vorjahr: 2.370 TEUR) werden in 2011 ausschließlich Derivate ohne Sicherungsbeziehung ausgewiesen. Wesentlicher Posten ist hier der Marktwert eines Zins-Swaps, der im Rahmen des ABS-Bonds abgeschlossen wurde (3.183 TEUR, Vorjahr: 2.302 TEUR). Daneben werden noch Zins-Caps und Fremdwährungsterminkontrakte ausgewiesen. Eine Erläuterung zu den Zins- und Währungsderivaten findet sich unter Tz. 5.2.

4.3 Leasingforderungen

TEUR 31.12.2011 31.12.2010
Ausstehende Mindestleasingzahlungen 1.550.324 1.285.922
+ nicht garantierte Restwerte 189.114 168.414
Bruttoinvestition 1.739.438 1.454.336
− nicht realisierter (ausstehender) Finanzertrag 254.504 212.962
Nettoinvestition 1.484.934 1.241.374
− Barwert der nicht garantierten Restwerte 138.271 124.446
Barwerte der Mindestleasingzahlungen 1.346.663 1.116.928
TEUR bis zu 1 Jahr 1 bis 5 Jahre länger als 5 Jahre
Bruttogesamtinvestition 606.437 1.121.425 11.576
Bruttogesamtinvestition (Vorjahr) 523.122 922.620 8.594
Barwert der ausstehenden Mindestleasingzahlungen 439.820 899.943 6.900
Barwert der ausstehenden Mindestleasingzahlungen (Vorjahr) 364.753 746.973 5.202

Die Überleitung der Bruttoinvestition beinhaltet lediglich am Bilanzstichtag noch laufende Verträge. Um von der Nettoinvestition zum ausgewiesenen Buchwert der Leasingforderungen in der Bilanz zu gelangen, sind folgende Anpassungen durchzuführen:

TEUR 31.12.2011 31.12.2010
Entwicklung der Leasingforderungen aus laufenden Verträgen
(performende Leasingforderungen)
Stand zu Periodenbeginn 1.241.374 1.048.550
+ Veränderung in der Periode 243.560 192.824
Leasingforderungen (kurz- und langfristig) aus laufenden Verträgen
zum Periodenende
1.484.934 1.241.374
Entwicklung der Leasingforderungen aus gekündigten / rückständigen Verträgen
(Nicht-performende Leasingforderungen)
Bruttoforderungen zu Periodenbeginn 170.346 169.389
− kumulierte Wertberichtigungen zu Periodenbeginn 83.496 −83.060
= Nicht-performende Leasingforderungen zu Periodenbeginn 86.850 86.329
+ Zugänge Bruttoforderungen in der Periode 31.443 26.911
− Abgänge Bruttoforderungen in der Periode 33.396 25.954
+ Abgang kumulierte Wertberichtigungen in der Periode 18.275 11.727
− Zugang kumulierte Wertberichtigungen in der Periode* 19.352 12.163
Nicht-performende Leasingforderungen zum Periodenende 83.820 86.850
Leasingforderungen (Bilanzansatz kurz- und langfristig) zu Periodenbeginn 1.328.224 1.134.879
Leasingforderungen (Bilanzansatz kurz- und langfristig) zum Periodenende 1.568.754 1.328.224

* Position enthält Währungsdifferenzen in Höhe von 400 TEUR (Vorjahr: 500 TEUR).

Barwert der Mindest Barwert der Andere Forderungen
TEUR leasingzahlungen Restwerte gegen Leasingnehmer Bilanzansatz
2010
Kurzfristige Leasingforderungen 364.753 56.722 86.850 508.325
Langfristige Leasingforderungen 752.175 67.724 0 819.899
Summe (2010) 1.116.928 124.446 86.850 1.328.224
2011
Kurzfristige Leasingforderungen 439.820 45.159 83.820 568.799
Langfristige Leasingforderungen 906.843 93.112 0 999.955
Summe (2011) 1.346.663 138.271 83.820 1.568.754

Die Forderungen aus gekündigten bzw. rückständigen Verträgen sind in den kurzfristigen Leasingforderungen enthalten.

zum Stichtag in folgenden Zeitbändern überfällig
Zwischen
davon zum Wertberichtigung Zwischen 181 Tage
Leasingforderungen Netto Stichtag auf Forderungen 91 Tage und und Zwischen 1
Mio. EUR Buchwert überfällig zum Stichtag < 90 Tage 180 Tage 360 Tage und 5 Jahre > 5 Jahre
Zum 31.12.2010
nicht
wertgemindert 14,4 14,4 0,0 13,1 0,6 0,3 0,4 0,0
wertgemindert 72,4 155,8 83,4 9,1 8,7 12,7 72,3 53,0
Summe 86,8 170,2 83,4 22,2 9,3 13,0 72,7 53,0
Zum 31.12.2011
nicht
wertgemindert 16,0 16,0 0,0 14,6 0,7 0,4 0,3 0,0
wertgemindert 67,8 152,6 84,8 10,0 8,1 15,8 68,3 50,4
Summe 83,8 168,6 84,8 24,6 8,8 16,2 68,6 50,4

Die folgende Tabelle gibt die Aufteilung der nicht-performenden sowie die Zeitbänder der überfälligen Forderungen wieder:

Zum Stichtag lagen uns keine Anhaltspunkte für eine Wertberichtigung der performenden Leasingforderungen vor.

Das maximale Ausfallrisiko ohne Berücksichtigung von Sicherheiten, Bonitätsbeurteilungssystemen und sonstigen Maßnahmen wird durch den Buchwert der Forderungen begrenzt.

Bei finanziellen Vermögenswerten (insbesondere Leasingforderungen), die weder wertgemindert noch überfällig sind, lagen zum 31. Dezember 2011 keine Anhaltspunkte vor, dass Zahlungsausfälle eintreten werden. Durch ein effektives Risikomanagement und ein granulares Vertrags- und Leasingnehmerportfolio weisen die Leasingforderungen eine ausgesprochen diversifizierte Risikostruktur im Hinblick auf die Kreditrisikoqualität auf. Der GRENKE Konzern bleibt in den überwiegenden Fällen rechtlicher Eigentümer der Leasinggegenstände, durch welche die Leasingforderungen besichert sind.

Die folgende Übersicht zeigt Veränderungen der Wertberichtigungen auf den Bestand an kurzfristigen und langfristigen Forderungen:

Mio. EUR 31.12.2011 31.12.2010
Wertberichtigungen zu Beginn des Geschäftsjahres 83,4 83,0
Zuführung zur Einzelwertberichtigung 22,6 18,0
Verbrauch der Einzelwertberichtigung 15,8 14,2
Auflösung der Einzelwertberichtigung 5,8 3,9
Währungsdifferenzen 0,4 0,5
Wertberichtigungen zum Ende des Geschäftsjahres 84,8 83,4

4.4 Sonstige finanzielle Vermögenswerte

TEUR 31.12.2011 31.12.2010
Sonstige kurzfristige finanzielle Vermögenswerte
Forderungen Franchisenehmer (Refinanzierung) 26.158 20.141
Darlehen ABCP 19.829 13.710
Rateneinzüge Monatsende 23.890 23.198
Darlehen (Bank) 1.622 2.137
Forderungen gegen Refinanzierer 4.116 3.045
Forderungen aus dem Factoringgeschäft 7.206 3.972
Restricted Cash 7.155 11.231
Summe Sonstige kurzfristige finanzielle Vermögenswerte 89.976 77.434
Sonstige langfristige finanzielle Vermögenswerte
Darlehen ABCP 18.197 9.270
Forderungen Franchisenehmer (Refinanzierung) 13.305 30.467
Darlehen (Bank) 3.074 4.094
Summe Sonstige langfristige finanzielle Vermögenswerte 34.576 43.831
Summe finanzielle Vermögenswerte 124.552 121.265

Als "Restricted Cash" wird der Bestand an liquiden Mitteln dargestellt, der auf Bankkonten von GOALS 2009 steht. Diese liquiden Mittel stellen die Liquiditätsreserve der Zweckgesellschaft dar. Der GRENKE Konzern hat auf diese Mittel keinen Zugriff. Im Vorjahr erfolgte in der Position "Restricted Cash" auch der Ausweis der für GOALS 2009 eingezogenen Raten in Höhe von 22.681 TEUR.

Die Forderungen Franchisenehmer (siehe auch Tz. 2.4.4) beinhalten aus der Refinanzierung für die von den Franchisebetrieben abgeschlossenen Leasingverträge resultierende Forderungen. Als Sicherheit für die Darlehensforderungen oder im Rahmen von Forfaitierungsvereinbarungen wurden von den Franchisenehmern sowohl das Eigentum an den Leasinggegenständen als auch der Anspruch aus den Leasingforderungen abgetreten. Entsprechend werden die in diesem Zusammenhang erzielten Zinserträge in Höhe von 2.535 TEUR (Vorjahr: 3.324 TEUR) (siehe auch Tz. 3.1.1) als Zinserträge im Zinsergebnis ausgewiesen. Refinanzierungen, die in Fremdwährung gewährt wurden, werden mit dem Stichtagskurs umgerechnet. Keine der Forderungen ist überfällig und wertgemindert.

Zudem entfallen 5.894 TEUR (45.700 TNOK) auf Darlehensforderungen gegenüber der Gesellschaft in Norwegen mit einer Laufzeit bis zum 29. Februar 2012. Für diese Forderungen liegt eine Patronatserklärung des Gesellschafters des Schuldners mit Datum vom 17. Januar 2012 vor. Der Ausweis betrifft außerdem ein Darlehen an den Franchisenehmer GC Autoleasing GmbH, Karlsruhe, in Höhe von 595 TEUR mit einer Laufzeit bis 29. Februar 2012. Auch für diese Forderung liegt eine Patronatserklärung des Gesellschafters mit Datum vom 17. Januar 2012 vor.

Die Darlehen ABCP und ABS-Bond beinhalten neben der Liquiditätsreserve, die je nach Herkunftsland und verwendetem Vehikel zwischen 8,0% und 35,0% bezogen auf das Volumen der zum Zwecke der Refinanzierung veräußerten Leasingforderungen beträgt, insbesondere Darlehen an die entsprechenden Zweckgesellschaften, die aufgrund der jeweiligen Verträge als Sicherheit für das Refinanzierungsvolumen gewährt werden müssen. Diese sind zum einen abhängig vom Volumen der Refinanzierung und zum anderen aber auch von der Herkunft der über die Zweckgesellschaften refinanzierten Forderungen. Der in diesem Zusammenhang generierte Zinsertrag wird mit den Aufwendungen aus der Verzinsung der Verbindlichkeiten aus der Refinanzierung saldiert. Keine der Forderungen ist überfällig und wertgemindert.

Die Forderungen aus dem Kreditgeschäft der GRENKE BANK AG weisen zum Stichtag ein das Altgeschäft der Bank betreffendes Volumen von 3.565 TEUR (Vorjahr: 6.020 TEUR) auf. Zusätzlich sind 948 TEUR (Vorjahr: 148 TEUR) als Forderungen an Kreditnehmer aus der Gewährung von Existenzgründungsdarlehen sowie 163 TEUR (Vorjahr: 0 TEUR) als Forderungen an Kreditnehmer aus Projektfinanzierungen in den gesamten Forderungen aus dem Kreditgeschäft in Höhe von 4.697 TEUR (Vorjahr: 6.232 TEUR) enthalten. Erträge aus der Verzinsung sind als Zinserträge im Rahmen des Zinsergebnisses erfasst.

Sämtliche sonstigen finanziellen Vermögenswerte sind zum Stichtag weder überfällig noch wertgemindert.

4.5 Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

Bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 4.560 TEUR (Vorjahr: 3.845 TEUR) handelt es sich im Wesentlichen um Forderungen gegen Händler und Dritte, die Forderungen aus der Verwertung betreffen. Davon sind 1.082 TEUR (Vorjahr: 946 TEUR) überfällig und hiervon 545 TEUR (Vorjahr: 425 TEUR) wertgemindert.

In den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind sonstige Forderungen gegen Franchisenehmer in Höhe von 2.627 TEUR (Vorjahr: 2.116 TEUR) enthalten.

4.6 Steuererstattungsansprüche

TEUR 31.12.2011 31.12.2010
Steuererstattungsanspruch aus Körperschaftsteuer 765 48
Steuererstattungsanspruch aus Gewerbesteuer 492 398
Übrige Posten 41 126
Summe 1.298 572

Die Erstattungsansprüche aus Körperschaftsteuer und Gewerbesteuer resultieren aus zu hoch festgesetzten Vorauszahlungen.

4.7 Sonstige kurzfristige Vermögenswerte

TEUR 31.12.2011 31.12.2010
Umsatzsteuererstattungsanspruch 74.879 48.098
Aktive Rechnungsabgrenzung 6.071 3.496
Versicherungsansprüche 363 1.105
In Arbeit befindliche Aufträge 232 0
Waren 218 165
Unterwegsbefindliche Beträge 144 726
Debitorische Kreditoren 63 141
Übrige Posten 1.847 1.182
Summe 83.817 54.913

4.8 Sachanlagen

4.8.1 Übersicht für das Geschäftsjahr 2010

Leasinggegenstände
Grundstücke Anlagen Betriebs aus Operating
und im und Geschäfts leasing
TEUR Bauten Bau ausstattung verhältnissen Summe
Anschaffungs- / Herstellungskosten
01.01.2010 16.686 0 12.628 17.521 46.835
Währungsdifferenzen 0 0 95 172 267
Zugänge 0 0 1.357 37.630 38.987
Davon Zugänge im Rahmen eines
Unternehmenserwerbs 0 0 0 0 0
Abgänge 0 0 215 36.793 37.008
Umbuchungen 0 0 0 0 0
Anschaffungs- / Herstellungskosten
31.12.2010 16.686 0 13.865 18.530 49.081
Kumulierte Abschreibungen und
Wertminderung 01.01.2010 2.755 0 7.963 723 11.441
Währungsdifferenzen 0 0 64 9 74
Zugänge an Abschreibungen 477 0 1.331 1.185 2.993
Zugänge an Wertminderung 0 0 0 0 0
Abgänge an Abschreibungen 0 0 180 891 1.072
Umbuchungen 0 0 0 0 0
Kumulierte Abschreibungen und
Wertminderung 31.12.2010 3.232 0 9.178 1.026 13.436
Nettobuchwerte 31.12.2010 13.454 0 4.687 17.504 35.645
Leasinggegenstände
Grundstücke Anlagen Betriebs aus Operating
und im und Geschäfts leasing
TEUR Bauten Bau ausstattung verhältnissen Summe
Anschaffungs- / Herstellungskosten
01.01.2011 16.686 0 13.865 18.530 49.081
Währungsdifferenzen 0 0 –45 24 –21
Zugänge 0 866 1.618 12.150 14.634
Davon Zugänge im Rahmen eines
Unternehmenserwerbs 0 0 50 164 214
Abgänge 0 0 296 11.994 12.290
Umbuchungen 0 0 0 0 0
Anschaffungs- / Herstellungskosten
31.12.2011 16.686 866 15.142 18.710 51.404
Kumulierte Abschreibungen und
Wertminderung 01.01.2011 3.232 0 9.178 1.026 13.436
Währungsdifferenzen 0 0 –23 2 –21
Zugänge an Abschreibungen 477 0 1.383 1.323 3.183
Zugänge an Wertminderung 0 0 467 0 467
Abgänge an Abschreibungen 0 0 190 1.124 1.314
Umbuchungen 0 0 0 0 0
Kumulierte Abschreibungen und
Wertminderung 31.12.2011 3.709 0 10.815 1.227 15.751
Nettobuchwerte 31.12.2011 12.977 866 4.327 17.483 35.653

4.8.2 Übersicht für das Geschäftsjahr 2011

Bei den Operatingleasingverhältnissen handelt es sich im Wesentlichen um Leasingverträge in der Nachmietphase, die jederzeit kündbar sind. Abschreibungen auf Leasinggegenstände hieraus werden im Ergebnis aus der Verwertung gezeigt (siehe Tz. 3.5).

Die Ausgaben für Anlagen im Bau betreffen die Erweiterung eines Bürogebäudes und werden nach der Fertigstellung unter "Grundstücke und Bauten" erfasst.

4.9 Geschäfts- und Firmenwerte

TEUR 2011 2010
Anschaffungskosten zum 01.01. 12.985 11.178
Währungsdifferenzen −633 275
Zugänge im Rahmen eines Unternehmenserwerbs 1.089 1.532
Abgänge 0 0
Anschaffungskosten zum 31.12. 13.441 12.985
Kumulierte Abschreibungen zum 01.01. 0 0
Währungsdifferenzen 0 0
Zugänge 0 0
Abgänge 0 0
Kumulierte Abschreibungen zum 31.12. 0 0
Nettobuchwerte 31.12.2011 13.441
Nettobuchwerte 01.01.2011 12.985
Nettobuchwerte 31.12.2010 12.985
Nettobuchwerte 01.01.2010 11.178

HinsichtlichderZugängedes Jahres2011verweisenwirauf dieErläuterungen zurAkquisitionderGRENKELEASINGMagyarországKft., Ungarn, unter Tz. 6.1.

4.9.1 Werthaltigkeit Geschäfts- oder Firmenwert

Auf Basis der Halbjahreszahlen 2011 wurden planmäßig zum 30. September 2011 die im Rahmen von Unternehmenszusammenschlüssen erworbenen Geschäfts- oder Firmenwerte einer Überprüfung der Werthaltigkeit ("Impairment-Test") gemäß IAS 36 unterzogen. Die GRENKELEASING AG überprüft mindestens einmal jährlich die Werthaltigkeit der Geschäfts- und Firmenwerte. Die grundlegenden Annahmen, die zur Ermittlung der erzielbaren Cashflows in den jeweiligen Einheiten herangezogen wurden, basieren auf Wachstumsraten im Neugeschäft von bis zu 40% in einzelnen Einheiten und landes- und währungsspezifischen Diskontierungsfaktoren zwischen 7,1% und 11,0% (Vorjahr: zwischen 6,41% und 11,18%).

Die Berechnung der Diskontierungsfaktoren setzt auf dem CAPM (Capital-Asset-Pricing-Modell) auf, wobei ein risikofreier Euro-Zins von 3,0% (Vorjahr: 2,6%) und ein Betafaktor von 0,80 (Vorjahr: 0,86) für das Leasingsegment sowie 0,81 für das Segment Bank und Factoring berücksichtigt wurden. Die Prognose der Neugeschäftsentwicklung hat sich in der Vergangenheit als stabil erwiesen. Die am Markt zugänglichen Prognose-Parameter bieten aufgrund der speziellen Geschäftsausrichtung im Konzern keine geeignete Prognosequalität, da diese nur auf den gesamten Leasingmarkt abstellen und der Gesamtleasingmarkt massiv durch Immobilien-, Investitionsgüter- und Kfz-Leasing beeinflusst ist. Deshalb basieren die Prognosen für die Neugeschäftsentwicklung auf konzerninternen Erfahrungen der Vergangenheit.

Der erzielbare Betrag der jeweiligen zahlungsmittelgenerierenden Einheit wurde auf Basis der Berechnung eines Nutzungswerts unter Verwendung von Cashflow-Prognosen ermittelt, die auf von der Unternehmensleitung für einen Zeitraum von 5 Jahren genehmigten Finanzplänen basieren. Ein beizulegender Zeitwert abzüglich Vorlaufkosten ist derzeit nicht verfügbar. Cashflows nach dem Zeitraum von 5 Jahren wurden ohne Verwendung einer Wachstumsrate fortgeschrieben.

Die zahlungsmittelgenerierenden Einheiten, die die Grundlage für die Impairment-Tests der Geschäftswerte darstellen, entsprechen im Wesentlichen den rechtlichen Einheiten. Wesentliche Parameter für die Bestimmung des Werts sind dabei die künftigen Erwartungen hinsichtlich der Entwicklung von Neugeschäft und Rentabilität.

Eine Wertminderung konnte in keinem Fall festgestellt werden.

Die Buchwerte der Geschäfts- oder Firmenwerte entfallen auf die folgenden zahlungsmittelgenerierenden Einheiten:

TEUR 31.12.2011 31.12.2010
GRENKE SERVICE AG (Baden-Baden) 379 379
GRENKELEASING s.r.o. (Prag) − Tschechische Republik 1.315 1.353
GRENKE LEASING S.r.l. und GRENKE Locazione S.r.l. (Mailand) − Italien 504 504
Grenke Leasing Ltd. (Guildford) − Großbritannien 2.028 1.969
GRENKELEASING Sp. z o.o. (Posen) − Polen 4.013 4.500
GRENKE BANK AG (Hamburg) 1.582 1.582
GRENKEFACTORING GmbH (Baden-Baden) 2.698 2.698
GRENKELEASING Magyarország Kft. (Budapest) − Ungarn 922 --
Summe 13.441 12.985

Der Geschäft- und Firmenwert aus dem Erwerb der GRENKELEASING Magyarország Kft. (Budapest), Ungarn, im Jahr 2011 ist noch vorläufig, da die Kaufpreisallokation erst im Jahr 2012 finalisiert wird (siehe Tz. 6.1). DerGeschäfts- und Firmenwert wird der zahlungsmittelgenerierenden Einheit Ungarn zugeordnet.

4.9.2 Sensitivität der getroffenen Annahmen

Der Fair Value einer zahlungsmittelgenerierenden Einheit, dessen wesentliche Werttreiber der erzielbare Cashflow und der Diskontierungszins sind, reagiert sensibel auf Veränderungen des Diskontierungssatzes. Im Wesentlichen wird der Diskontierungssatz durch einen risikofreien Zinssatz, eine Marktrisikoprämie und einen Betafaktor für das systematische Risiko determiniert. Diese Werte wurden über externe Informationsquellen herangezogen. Schwankungen der genannten Komponenten können sich somit auf den Diskontierungssatz auswirken.

Im Rahmen der Validierung der für die zahlungsmittelgenerierenden Einheiten ermittelten Fair Values werden die wesentlichen Werttreiber jeder Einheit jährlich überprüft. Ferner wurden die für die Discounted-Cashflow-Modellierung herangezogenen maßgeblichen Determinanten Diskontierungszins und Wachstumsrate des Neugeschäfts einer Sensitivitätsprüfung unterzogen, um die Belastbarkeit der Fair Values zu testen.

Vor diesem Hintergrund ist das Management der Auffassung, dass realistische Änderungen der wesentlichen Annahmen für die Durchführung der Werthaltigkeitstests im Konzern nicht zu einer Wertminderung führen. Die sich zwischen dem routinemäßigen Werterhaltungstest zum 30. September 2011 auf Basis der Halbjahreszahlen und dem Stichtag ergebenden Veränderungen der Parameter hatten keinen Einfluss auf die Werthaltigkeit der einzelnen zahlungsmittelgenerierenden Einheiten.

4.10 Sonstige immaterielle Vermögenswerte

4.10.1 Übersicht für das Geschäftsjahr 2010

TEUR Entwicklungskosten Software-Lizenzen Händlerstamm Summe
Anschaffungskosten 01.01.2010 201 2.584 2.330 5.115
Währungsdifferenzen 0 37 55 92
Zugänge 0 157 0 157
Abgänge 0 1 0 1
Zugänge Tochtergesellschaften 0 0 0 0
Umbuchungen 0 0 0 0
Anschaffungskosten 31.12.2010 201 2.779 2.385 5.365
Kumulierte Abschreibungen 01.01.2010 157 1.957 668 2.782
Währungsdifferenzen 0 40 17 57
Zugänge 31 416 419 866
Abgänge 0 0 0 0
Umbuchungen 0 0 0 0
Kumulierte Abschreibungen 31.12.2010 188 2.413 1.104 3.705
Nettobuchwerte 31.12.2010 13 366 1.281 1.660

4.10.2 Übersicht für das Geschäftsjahr 2011

TEUR Entwicklungskosten Software-Lizenzen Händlerstamm Summe
Anschaffungskosten 01.01.2011 201 2.779 2.385 5.365
Währungsdifferenzen 0 0 −170 −170
Zugänge 0 1.152 0 1.152
Abgänge 24 2 0 26
Zugänge Tochtergesellschaften 0 0 362 362
Umbuchungen 0 0 0 0
Anschaffungskosten 31.12.2011 177 3.929 2.577 6.683
Kumulierte Abschreibungen 01.01.2011 188 2.413 1.104 3.705
Währungsdifferenzen 0 0 −71 −71
Zugänge 13 446 439 898
Abgänge 24 1 0 25
Umbuchungen 0 0 0 0
Kumulierte Abschreibungen 31.12.2011 177 2.858 1.472 4.507
Nettobuchwerte 31.12.2011 0 1.071 1.105 2.176

Die Entwicklungskosten betreffen im Wesentlichen eine selbst erstellte Factoring-Software und Webshop-Programmierung. Zugänge im Bereich "Händlerstamm" sind ausschließlich auf die im Geschäftsjahr abgeschlossene Akquisition zurückzuführen.

4.11 Latente Steueransprüche und -schulden

Die latenten Steueransprüche und -schulden verteilen sich auf folgende Positionen:

Bilanz Gewinn- und Verlustrechnung
TEUR 31.12.2011 31.12.2010 2011 2010
Latente Steueransprüche
Steuerliche Verlustvorträge 12.370 11.984 –386 −950
Umbewertung der Leasingverbindlichkeiten 4.217 9.669 5.452 −7.645
Umbewertung der Leasingforderungen 43 31 243 1.153
Pensionen 475 671 0 0
Sonstige Umbewertungen (Derivate) 175 220 0 0
Summe 17.280 22.575 5.309 −7.442
Latente Steuerschulden
Umbewertung der Leasingforderungen 24.472 35.022 –10.550 −98
Umbewertung der Leasingverbindlichkeiten 1.578 1.297 281 −2.127
Sonstige Umbewertungen 28 42 –14 6
Summe 26.078 36.361 –10.283 −2.219
Latenter Steueraufwand / (-ertrag) – 4.974 −9.661
Latente Steuerschulden, netto 8.798 13.786
In der Bilanz wie folgt ausgewiesen:
Latente Steueransprüche 17.280 22.575
Latente Steuerschulden 26.078 36.361

Von den latenten Steuern auf Verlustvorträge beziehen sich insgesamt 520 TEUR auf die Tochtergesellschaft in Belgien. Bei dieser Gesellschaft übersteigen die aktiven latenten Steuern auf Verlustvorträge die zu bildenden passiven latenten Steuern auf temporäre Differenzen um insgesamt 78 TEUR.

Auf Basis der Planung für die belgische Landesgesellschaft gehen wir jedoch davon aus, dass genügend zu versteuernde Ergebnisse erzielt werden, sodass die Verlustvorträge genutzt werden können. Bei der dänischen Gesellschaft wurden die aktiven latenten Steuern auf steuerliche Verlustvorträge auf die Höhe der passiven latenten Steuern von 586 TEUR (Vorjahr: 363 TEUR) begrenzt.

Erfolgsneutral wurden im Geschäftsjahr aktive latente Steuern in Höhe von 99 TEUR aufgelöst (Vorjahr: Auflösung aktiver latenter Steuern 151 TEUR). Diese resultieren aus der erfolgsneutral aufgelösten Cashflow-Hedge-Rücklage. Ferner wurden im Zusammenhang mit der erfolgsneutralen Erfassung von versicherungsmathematischen Gewinnen die aktiven latenten Steuern um 24 TEUR aufgelöst (Vorjahr: Erhöhung der aktiven latenten Steuern um 28 TEUR). Gemäß IAS 12 sind im Konzernabschluss latente Steuern auf Unterschiedsbeträge zwischen dem in der Konzernbilanz erfassten anteiligen Eigenkapital einer Tochtergesellschaft und dem Beteiligungsbuchwert für diese Tochtergesellschaft in der Steuerbilanz der Muttergesellschaft zu bilden (sogenannte "Outside Basis Differences"), wenn mit der Realisierung dieses Unterschiedsbetrags gerechnet werden kann.

Da es sich sowohl bei der GRENKELEASING AG als auch bei den betroffenen Tochtergesellschaften um Kapitalgesellschaften handelt, sind diese Differenzen bei ihrer Realisierung ganz überwiegend gemäß § 8b KStG steuerfrei und damit permanenter Natur.

Auch für etwaige temporäre Differenzen (z. B. resultierend aus der 5%igen Pauschalzurechnung des § 8b KStG) soll nach IAS 12.39 der Ansatz einer passiven Steuerlatenz unterbleiben, wenn bei gegebener Kontrolle durch die Muttergesellschaft nicht wahrscheinlich ist, dass diese Differenzen sich in der vorhersehbaren Zukunft umdrehen.

Da diese Umkehrung derzeit nur in Bezug auf einen Teilbetrag für die Tochtergesellschaft in der Schweiz zu erwarten ist, wurden nur die betreffenden Steuerlatenzen in Höhe von 26 TEUR (Vorjahr: 42 TEUR) bilanziell berücksichtigt. Für die verbleibenden Differenzen in Höhe von 617 TEUR (Vorjahr: 551 TEUR) wurden keine Latenzen angesetzt.

4.12 Kurz- und langfristige Finanzschulden

Die Finanzschulden des GRENKE Konzerns setzen sich aus den Verbindlichkeiten aus der Refinanzierung des Leasinggeschäfts, Bankschulden und Verbindlichkeiten aus dem Einlagengeschäft zusammen.

TEUR 31.12.2011 31.12.2010
Finanzschulden
Kurzfristige Finanzschulden
Verbindlichkeiten aus der Refinanzierung des Leasinggeschäfts 438.624 320.582
Verbindlichkeiten im Zusammenhang mit ABS / ABCP 95.269 70.362
Anleihen, Revolving Facilities, Schuldverschreibungen und Privatplatzierungen 301.393 219.635
Zweckgebundene Förderdarlehen 164 187
Forderungsverkaufs-Verträge 41.798 30.398
Kurzfristige Verbindlichkeiten aus dem Einlagengeschäft 93.897 87.624
Kurzfristige Bankschulden 1.073 684
davon Kontokorrentschulden 482 113
Summe kurzfristige Finanzschulden 533.594 408.890
Langfristige Finanzschulden
Verbindlichkeiten aus der Refinanzierung des Leasinggeschäfts 929.008 786.961
Verbindlichkeiten im Zusammenhang mit ABS / ABCP 254.768 214.602
Anleihen, Schuldverschreibungen und Privatplatzierungen 606.955 528.689
Zweckgebundene Förderdarlehen 23.384 15.000
Forderungsverkaufs-Verträge 43.901 28.670
Langfristige Verbindlichkeiten aus dem Einlagengeschäft 61.230 34.615
Langfristige Bankschulden 2.406 3.094
Summe langfristige Finanzschulden 992.644 824.670
Summe Finanzschulden 1.526.238 1.233.560

Das Volumen der langfristigen Finanzschulden mit Restlaufzeiten von einem bis fünf Jahren und mehr stellt sich zum 31. Dezember 2011 wie folgt dar:

TEUR Gesamtbetrag 1 bis 5 Jahre mehr als 5 Jahre Besicherter Betrag
Art der Verbindlichkeit
Verbindlichkeiten aus der Refinanzierung 2011 929.008 922.097 6.911 322.053
des Leasinggeschäfts (Vorjahr) 786.961 786.614 347 258.272
Verbindlichkeiten aus dem 2011 61.230 61.230 0 0
Einlagengeschäft (Vorjahr) 34.615 34.615 0 0
2011 2.406 2.406 0 10.800
Bankschulden (Vorjahr) 3.094 2.750 344 10.800

Das unter den Bankschulden ausgewiesene Fremdwährungsdarlehen (in CHF) wurde Ende Dezember 2010 vollständig zurückgezahlt. Die in diesem Zusammenhang eingetragene Grundschuld (Grundbuch Oos Nr. 6080) auf das Bürogebäude zugunsten der Commerzbank Aktiengesellschaft, Baden-Baden, in Höhe von 8.000 TEUR bleibt weiterhin bestehen.

Zur Finanzierung des Neubaus eines Bürogebäudes wurde ein Kredit in Höhe von 5.500 TEUR mit einer Laufzeit von 10 Jahren und einer Verzinsung von 3,1% aufgenommen. Die Zinszahlungstermine sind vierteljährlich nachschüssig. Das Darlehen wird seit 30. September 2008 halbjährlich getilgt. Die Auszahlung erfolgte in Höhe von 96% des Darlehensbetrags. Als Sicherheit besteht eine weitere, am 11. Oktober 2006 eingetragene Grundschuld in Höhe von 2.800 TEUR.

Außerdem werden unter den Bankschulden die Verbindlichkeiten aus der Inanspruchnahme von Betriebsmittellinien (Kontokorrentschulden) abgebildet. Zum Stichtag wurden diese Linien mit 482 TEUR (Vorjahr: 113 TEUR) ausgeschöpft.

Die Verbindlichkeiten aus dem Einlagengeschäft umfassen die Verbindlichkeiten gegenüber Kunden der GRENKE BANK AG, die bei der Bank Einlagen unterhalten. Von den kurzfristigen Verbindlichkeiten über insgesamt 93.897 TEUR (Vorjahr: 87.624 TEUR) entfallen zum Stichtag 13.874 TEUR (Vorjahr: 18.282 TEUR) auf täglich fällige Einlagen. Für die übrigen Einlagen sind entsprechende Laufzeiten für die Fest- und Termingelder vereinbart.

Zur Besicherung der Verbindlichkeiten aus der Refinanzierung des Leasinggeschäfts sind kurz- und langfristige Leasingforderungen in Höhe von insgesamt 459.284 TEUR (Vorjahr: 359.219 TEUR) an die refinanzierenden Institute abgetreten. Die Sicherheitsabtretung gilt für jede einzelne Sicherheit so lange, bis die ausstehende Forderung aus dem Leasingvertrag beglichen wurde. Danach wird die Sicherheit wieder zurück übertragen. Die Sicherheiten für abgetretene Forderungen werden so gekennzeichnet, dass sie von den nicht abgetretenen Forderungen unterschieden werden können.

Im Folgenden werden die Refinanzierungsquellen und damit die wesentlichen Kategorien der Finanzschulden näher erläutert.

4.12.1 ABS-Bond

Am 4. Februar 2010 wurde ein ABS-Bond in Höhe von 160.000 TEUR über die Zweckgesellschaft GOALS FINANCING 2009 LIMITED (GOALS 2009-1) platziert. Die Verträge mit GOALS FINANCING 2009 LIMITED erlauben der GRENKELEASING AG einen revolvierenden Verkauf weiterer Leasingforderungen in den auf den erstmaligen Verkauf folgenden 3 Jahren bis zu einem maximalen Betrag von 300.000 TEUR. Die Verzinsung erfolgt variabel mit dem 3-Monats-Euribor zuzüglich eines Spreads, der je nach ausgegebener Tranche zwischen 1,25% und 3,5% liegt.

Durch die Zweckgesellschaft wurden drei Tranchen von Anleihen mit unterschiedlichen Ratings (Risikoklassen) ausgegeben. Der Anteil der am besten beurteilten Tranche ist ein Spiegelbild der Qualität des Leasingportfolios sowie des internen Risikomanagements und wirkt sich unmittelbar auf die Kosten dieser Finanzierungsart aus. Ein Anteil von 76,5% (122.400 TEUR) der Anleihe wurde mit dem höchsten Rating von Standard & Poor's (AAA) und FITCH (AAA) ausgezeichnet. Die 100%ige Tochter der GRENKELEASING AG, die GRENKE FINANCE Plc., Dublin/Irland, hat die zweite Tranche anteilig und die letzte Tranche des ABS-Bonds vollständig mit einem Nominalwert von 24.200 TEUR gezeichnet, sodass im Konzern letztendlich nur ein Geldzufluss von 135.800 TEUR zu verzeichnen war. Der Buchwert des Gesamtvolumens der Verpflichtung beträgt zum Stichtag 135.961 TEUR (Vorjahr: 135.800 TEUR).

4.12.2 ABCP-Programme

Der GRENKE Konzern unterhält zum Stichtag mehrere Asset-Backed-Commercial-Paper-(ABCP-)Programme, die insgesamt ein Volumen in Höhe von 400.000 TEUR (Vorjahr: 400.000 TEUR) haben. Die Übersicht der zum Stichtag bestehenden Programme gestaltet sich wie folgt:

Initiierende Refinanzierbare Programmvolumen TEUR Programmvolumen TEUR
ABCP-Programm / SPV Bank Leasingforderungen zum 31.12.2011 zum 31.12.2010
Deutsche und österreichische
Compass Variety Funding Limited WestLB Leasingforderungen 40.000 40.000
Deutsche und französische
Kebnekaise Funding Limited SEB AB Leasingforderungen 110.000 110.000
Deutsche
CORAL PURCHASING Limited DZ-Bank Leasingforderungen 150.000 150.000
Französische
Elektra Purchase No. 25 Limited UniCredit Leasingforderungen 100.000 100.000
Gesamt 400.000 400.000

Die ABCP-Programme gewähren der GRENKE FINANCE Plc. sowie der Grenke Investitionen Verwaltungs KGaA das Recht, für eine gewisse Periode Forderungen an die jeweiligen Programme zu verkaufen bzw. über diese zu refinanzieren. Die Obergrenze des Ankaufsvolumens wird durch das Programmvolumen, welches im Normalfall mit einer Liquiditätszusage der organisierenden Bank in entsprechender Höhe unterlegt ist, festgelegt.

Das ABCP-Programm Compass Variety Funding Limited mit der WestLB wurde auf 40.000 TEUR fixiert und am 19. Januar 2012 um weitere zwei Jahre bis 19. Januar 2014 verlängert. Die Programmzusage für das ABCP-Programm Kebnekaise Funding Limited wurde verlängert und läuft bis zum 30. November 2012. Die Programmzusage für das ABCP-Programm CORAL Purchasing Limited läuft bis zum 5. September 2012 und die für das ABCP-Programm Elektra Purchase No. 25 Limited bis zum 30. Juli 2012.

Um bei der Verbriefung französischer Leasingforderungen den aktuellen juristischen Rahmenbedingungen in Frankreich (eigenes französisches Verbriefungsgesetz) Rechnung zu tragen, wurde ein französisches Verbriefungsvehikel (FCT = Fonds Commun de Titrisation à Compartments / French Issuer) im Jahr 2009 gegründet. Das FCT bestand zunächst nur aus einem sogenannten Compartment ("FCT GK 1"). Am 18. Januar 2011 wurde ein zweites Compartment ("FCT GK 2") gegründet. Die einzelnen Compartments unter dem FCT sind juristisch streng voneinander getrennt ("ring-fenced"). Es ist möglich, dass zu einem späteren Zeitpunkt unter dem FCT weitere Compartments − zur Finanzierung weiterer bzw. anderer ABCP-Transaktionen − vom GRENKE Konzern gegründet werden.

Das "FCT GK 2" refinanziert sich durch die Emission von FCT-Notes, die zu 100% durch das SPV Elektra Purchase No. 25 Limited gezeichnet werden. Das Compartment "FCT GK 2" dient somit ausschließlich der Verbriefung französischer Leasingforderungen im Rahmen des ABCP-Programms über Elektra Purchase No. 25 Limited.

Am Ende des Geschäftsjahres 2011 waren 53,52% (Vorjahr: 37,29%) des Refinanzierungsrahmens der ABCP-Programme in Anspruch genommen.

Die Zweckgesellschaften (SPV) refinanzieren sich durch die revolvierende Ausgabe von Commercial Papers, welche in der Regel eine Laufzeit von einem Monat aufweisen. Die Verzinsung der Commercial Papers orientiert sich am 1-Monats-Euribor. Es handelt sich daher um eine variable Verzinsung. Das Zinsänderungsrisiko (festverzinsliche Leasingforderungen auf der Aktivseite versus variabel verzinsliche Refinanzierung auf der Passivseite) managen die Zweckgesellschaften (SPV) durch den Abschluss von Zinssicherungsinstrumenten (Zins-Caps und Zins-Swaps). Sofern hierbei Kosten anfallen, werden diese den entsprechenden Gesellschaften des GRENKE Konzerns weiterbelastet.

Im Gegenzug partizipieren diese Gesellschaften an der entsprechenden Zinssicherung, da der an das ABCP-Programm ausgezahlte Vorteil aus dem entsprechenden Sicherungsgeschäft an die Gesellschaften des GRENKE Konzerns über den Excess Spread weitergereicht wird. Die im GRENKE Konzern anfallenden Kosten werden als Transaktionskosten gemäß IAS 39 klassifiziert und über die Laufzeit der zugrunde liegenden Refinanzierungspakete amortisiert.

Im Gegensatz zu den unter Tz. 4.12.3 dargestellten Forderungsverkäufen besteht bei den ABCP-Programmen keine Zinskongruenz zwischen Aktiv- und Passivseite.

Ein Währungsrisiko besteht im Rahmen der ABCP-Refinanzierung nicht, da ausschließlich Euro-Transaktionen und eurobasierte Leasingverträge Vertragsgegenstand sind. Der Barwert des Gesamtvolumens der Programme beträgt zum Stichtag 214.076 TEUR (Vorjahr: 149.164 TEUR). Da die Höhe der bereitgestellten Finanzierung immer exakt dem Bestand an verkauften Forderungen (abzüglich Abschläge etc.) entspricht, muss sich eine Absicherungsstrategie am verkauften Forderungsbestand orientieren.

Der GRENKE Konzern nimmt keine Ausbuchung der im Rahmen der ABCP-Programme veräußerten zukünftigen Leasingforderungen vor. Zwar werden rechtlich gesehen alle Rechte auf den Erhalt der Zahlungsströme auf die entsprechenden Zweckgesellschaften übertragen, aus wirtschaftlicher Sicht verbleiben aber alle Chancen und Risiken bei der veräußernden Gesellschaft bzw. im Konzern. Hierdurch wird sichergestellt, dass das Rating und damit auch zusammenhängend die Verzinsung der Refinanzierung konstant gehalten wird.

Der Verkauf der zukünftigen Leasingforderungen wird in sämtlichen Fällen als Darlehensaufnahme behandelt und als solche auch bilanziell dargestellt. Der GRENKE Konzern konsolidiert, mit Ausnahme der FCT-Compartments, in seinem Abschluss keine der im Rahmen der ABCP-Programme eingesetzten Zweckgesellschaften (SPV). Eine Off-Balance-Sheet-Bilanzierung findet nicht statt (siehe Tz. 2.4.17).

4.12.3 Forderungsverkaufs-Verträge

Solche Verträge bestehen derzeit mit der Stadtsparkasse Baden-Baden Gaggenau, der Sparkasse Karlsruhe, der Commerzbank AG sowie mit der UBS AG in der Schweiz, mit der Commerzbanktochter BRE-Bank SA in Polen sowie mit der Norddeutschen Landesbank für Forderungen in Großbritannien. Die Vereinbarungen mit der Commerzbank AG und der BRE-Bank SA in Polen wurden im Jahr 2009 beendet und es wurde seitdem keine neue Refinanzierung mehr vorgenommen. Die bis dahin kontrahierten Portfolien werden aber planmäßig getilgt.

In allen Fällen handelt es sich um sogenannte fristenkongruente Refinanzierungen von abgeschlossenen Leasingverträgen. Hier wird, durch paketweise Zusammenfassung von einzelnen Leasingverträgen mit ähnlicher Laufzeit, der Ankauf von Leasingforderungen im gleichen Laufzeitraster dargestellt.

Damit ist sichergestellt, dass zu jedem gegebenen Zeitpunkt in der Zukunft die Zinsbelastung für den GRENKE Konzern über die gesamte Laufzeit fix und bekannt ist. Ein Zinsrisiko besteht daher in keinem Fall. Aus diesem Grund werden im Rahmen dieser Finanzierungen keine Derivate eingesetzt. Voraussetzungen für eine etwaige Ausbuchung liegen nicht vor. Der Barwert der Verpflichtungen beträgt zum Bilanzstichtag 85.699 TEUR (Vorjahr: 59.068 TEUR) und stimmt mit den veräußerten Forderungen (abzüglich Abschläge etc.) überein.

4.12.4 Anleihen, Schuldverschreibungen und Privatplatzierungen

Der Referenzzins für die variabel verzinsten Anleihen, Schuldverschreibungen und Privatplatzierungen ist jeweils der 3-Monats-Euribor, wenn nichts anderes erwähnt wird. Die jeweils genannten Disagien werden ebenso wie die mit der jeweiligen Transaktion direkt korrespondierenden Anfangsaufwendungen mittels Effektivzinsmethode über die Laufzeit aufgelöst.

Grundsätzlich sind alle Schuldverschreibungen endfällig und unterliegen der Voraussetzung eines konstanten Ratings. Im Falle einer Herabstufung des Ratings durch Standard & Poor's ist eine vertragliche Anpassung (Erhöhung) des vereinbarten Zinssatzes vorgesehen. Da mit einer entsprechenden Herabstufung nicht gerechnet wird, wird derzeit auch auf eine Absicherung verzichtet. Zwei Schuldverschreibungen (Startdatum 4. Juli 2011 und 24. Oktober 2011) enthalten unabhängig vom Rating eine Kündigungsoption seitens des Investors.

Debt-Issuance-Programm

Die Rahmendaten der über das Debt-Issuance-Programm gezogenen Anleihen können der folgenden Aufstellung entnommen werden:

Nennbetrag Nennbetrag
Laufzeit Zinskupon Disagio 31.12.2011 31.12.2010
Bezeichnung von bis Prozent p. a. TEUR TEUR TEUR
EUR-Anleihe 20.04.2009 20.04.2011 Euribor + 2,80 25 0 10.000
Euribor + 0,75
EUR-Anleihe 18.05.2009 04.07.2011 (stufenweise + 0,50) 252 0 11.750
EUR-Anleihe 13.08.2009 13.08.2012 6,125 757 100.000 100.000
EUR-Anleihe 04.03.2010 04.03.2013 4,25 389 75.000 75.000
EUR-Anleihe 21.06.2010 21.01.2014 4,50 797 100.000 100.000
EUR-Anleihe 18.10.2010 22.04.2014 4,00 779 100.000 100.000
EUR-Anleihe 09.03.2011 09.03.2015 4,00 440 75.000 --
EUR-Anleihe 20.04.2011 21.07.2014 Euribor + 1,15 135 10.000 --
Euribor + 0,50
EUR-Anleihe 04.07.2011 04.07.2013 (stufenweise + 0,10) 82 6.800 --
Euribor + 0,75
EUR-Anleihe 24.10.2011 04.10.2014 (stufenweise + 0,20) 452 15.650 --

In 2011 wurden insgesamt vier neue Anleihen mit einem Nominalvolumen von insgesamt 107.450 TEUR begeben. Die Konditionen ergeben sich aus der obigen Tabelle. Sowohl die am 4. Juli 2011 als auch die am 24. Oktober 2011 begebene Anleihe beinhaltet eine vierteljährige Kündigungsoption seitens des Investors. Aus diesem Grund wurden am 4. Oktober 2011 100 TEUR der Anleihe vom 4. Juli 2011 über ursprünglich 6.900 TEUR zurückgeführt. Am 4. Januar 2012 erfolgte eine weitere Rückführung der selbigen Anleihe über 1.000 TEUR.

Bei der am 13. August 2009 begebenen Anleihe von 100.000 TEUR wurde die GRENKELEASING AG als Anleiheschuldnerin durch die GRENKE FINANCE Plc., Dublin/Irland, ersetzt. Sonstige Änderungen gingen mit dieser Ersetzung nicht einher, insbesondere blieben alle Rechte der Anleihegläubiger für die Anleihe inhaltlich unberührt und die GRENKELEASING AG hat eine Garantie für sämtliche Verpflichtungen der GRENKE FINANCE Plc. hinsichtlich der Anleihe übernommen. Nach dem Bilanzstichtag hat die GRENKE FINANCE Plc., Dublin/Irland, am 24. Januar 2012 selbst 8.000 TEUR von dieser Anleihe erworben.

Am 20. April 2011 wurde die variabel verzinste Schuldverschreibung über 10.000 TEUR planmäßig zurückgezahlt. Des Weiteren wurde am 4. Juli 2011 die, vom 18. Mai 2009 bis 4. Juli 2011 laufende, kündbare Schuldverschreibung über 11.750 TEUR zurückgezahlt.

Die am 24. Oktober 2011 begebene, kündbare und variabel verzinsliche Schuldverschreibung über einen Nominalbetrag von 7.000 TEUR wurde am 7. Dezember 2011 um 8.650 TEUR aufgestockt. Die Schuldverschreibung weist zum Bilanzstichtag somit ein Nominalvolumen von 15.650 TEUR auf. Die Rückzahlung der Schuldverschreibung erfolgt bei Endfälligkeit am 4. Oktober 2014. Gegebenenfalls können auch vorzeitige Rückzahlungen erfolgen, wenn einzelne Gläubiger ihr Putrecht geltend machen.

Schuldscheindarlehen (SSD)

Die Rahmendaten der Schuldscheindarlehen können der folgenden Aufstellung entnommen werden:

Nennbetrag Nennbetrag
Laufzeit Zinskupon Disagio 31.12.2011 31.12.2010
Bezeichnung von bis Prozent p. a. TEUR TEUR TEUR
EUR-SSD 10.03.2008 10.03.2011 4,7190 57 0 2.500
EUR-SSD 10.03.2008 10.03.2011 Euribor + 0,85 86 0 35.500
EUR-SSD 30.04.2008 30.04.2011 4,6905 -- 0 40.000
EUR-SSD 30.07.2008 30.07.2011 6,0500 -- 0 7.000
EUR-SSD 10.03.2009 10.03.2014 5,8900 50 10.000 10.000
EUR-SSD 10.03.2009 11.03.2013 5,1680 24 4.000 4.000
EUR-SSD 19.03.2009 10.03.2014 5,1374 45 10.000 10.000
EUR-SSD 30.03.2009 10.03.2014 5,8800 15 14.500 14.500
EUR-SSD 30.03.2009 28.03.2013 5,7610 45 10.000 10.000
EUR-SSD 30.03.2009 28.03.2013 5,7610 45 10.000 10.000
EUR-SSD 25.05.2009 25.05.2012 5,5400 133 26.500 26.500
EUR-SSD* 15.06.2009 15.06.2012 Euribor + 3,75 -- 0 10.000
EUR-SSD* 24.03.2010 15.06.2012 Euribor + 3,75 -- 0 10.000
EUR-SSD 29.10.2010 29.10.2013 4,1620 50 10.000 10.000
EUR-SSD 06.12.2010 30.06.2020 4,8500 -- 6.750 7.500
EUR-SSD 06.12.2010 30.06.2020 4,8500 -- 6.750 7.500
EUR-SSD 16.12.2010 16.12.2013 Euribor + 2,10 -- 15.000 15.000
EUR-SSD 16.12.2010 16.12.2013 4,0800 145 10.500 10.500
EUR-SSD 11.02.2011 13.08.2012 3,7170 -- 10.000 --
EUR-SSD 30.04.2011 30.04.2014 Euribor + 1,70 -- 33.333 --
Nennbetrag Nennbetrag
Laufzeit Zinskupon Disagio 31.12.2011 31.12.2010
Bezeichnung von bis Prozent p. a. TEUR TEUR TEUR
EUR-SSD 08.06.2011 08.06.2014 4,0000 -- 25.000 --
EUR-SSD 08.06.2011 06.06.2014 3,8000 -- 8.333 --
EUR-SSD 04.07.2011 04.07.2014 3,6900 62,5 12.500 --
EUR-SSD 28.07.2011 28.01.2015 3,8900 20 5.000 --
EUR-SSD 28.07.2011 28.01.2015 3,9400 20 5.000 --
EUR-SSD 26.08.2011 26.08.2014 3,8500 22,5 15.000 --
EUR-SSD 24.10.2011 15.12.2016 Euribor + 3,00 185 30.000 --
EUR-SSD 16.11.2011 16.11.2016 5,0000 60 15.000 --
EUR-SSD 09.12.2011 09.12.2014 3,7300 -- 10.000 --

*Diese Schuldscheindarlehen wurden am 24.10.2011 vorzeitig beendet.

Im dritten Quartal 2008 wurde ein festverzinsliches Schuldscheindarlehen mit einem Zinssatz in Höhe von 6,05% und einem Nennbetrag von 21.000 TEUR abgeschlossen. Über die Laufzeit von 3 Jahren wurde jährlich eine Tilgungszahlung in Höhe von 7.000 TEUR geleistet. Die letzte Tilgung erfolgte planmäßig im dritten Quartal 2011.

Bei den am 6. Dezember 2010 abgeschlossenen zwei festverzinslichen Schuldscheindarlehen in Höhe von jeweils 7.500 TEUR mit einer Laufzeit von 10 Jahren fand im 2. Quartal 2011 die erste Tilgung über jeweils 750 TEUR statt.

Zwei Schuldscheindarlehen mit einem Gesamtnominalvolumen von 38.000 TEUR wurden zur Endfälligkeit am 10.März 2011 getilgt.

Bei den drei Schuldscheindarlehen, die die GRENKELEASING AG am 15. Juni 2009 bzw. 24. März 2010 über insgesamt 35.000 TEUR abgeschlossen hatte, wurden am 15. April 2010 im Zuge eines Schuldnerwechsels auf die GRENKE FINANCE Plc. übertragen. Während die GRENKE FINANCE Plc. als neuer Schuldner das Schuldscheindarlehen über 15.000 TEUR bereits am 15. Juli 2010 zurückführte, wurden die beiden anderen Schuldscheindarlehen über jeweils 10.000 TEUR am 24. Oktober 2011 beendet. In diesem Zusammenhang wurde ein neues Schuldscheindarlehen über 30.000 TEUR mit einer Laufzeit vom 24. Oktober 2011 bis 15. Dezember 2016 abgeschlossen. Die Verzinsung des Schuldscheindarlehens erfolgt variabel, basierend auf dem 6-Monats-Euribor. Der am 24. Oktober 2011 bei der GRENKE FINANCE Plc. erfolgte Netto-Cashzufluss (exkl. Kosten) betrug somit 10.000 TEUR.

Ein festverzinsliches Schuldscheindarlehen in Höhe von 40.000 TEUR mit Fälligkeit 30. April 2011 wurde durch ein neues variables Schuldscheindarlehen in gleicher Höhe mit Fälligkeit zum 30. April 2014 ersetzt. Die Tilgungen in gleichbleibenden Raten von 6.667 TEUR erfolgen jeweils zum 30. Oktober bzw. 30. April eines jeden Jahres.

Am 8. Juni wurde ein festverzinsliches endfälliges Schuldscheindarlehen mit einem Volumen von 25.000 TEUR und einer Laufzeit bis zum 6. Juni 2014 sowie ein weiteres festverzinsliches Schuldscheindarlehen mit einem Volumen von 10.000 TEUR und einer Laufzeit bis zum 8. Juni 2014 aufgenommen. Die Tilgung des Schuldscheindarlehens in Höhe von 10.000 TEUR erfolgt in gleichbleibenden Raten von 1.667 TEUR jeweils zum 8. Juni und 8. Dezember. Das am 9. Dezember abgeschlossene festverzinsliche Schuldscheindarlehen mit einem Volumen von 10.000 TEUR wird ebenfalls in gleichbleibenden Raten von 1.667 TEUR über einen Zeitraum von 3 Jahren jeweils halbjährlich getilgt.

Insgesamt wurden im Geschäftsjahr 2011 elf neue Schuldscheindarlehen mit einem Nominalvolumen von insgesamt 177.500 TEUR abgeschlossen. Die Einzelheiten sind der obigen Tabelle zu entnehmen.

4.12.5 Kreditvertrag

Mit der Banque Populaire d'Alsace hat die französische Tochtergesellschaft der GRENKELEASING AG am 29. Juni 2009 einen Kreditvertrag über ein nominales Volumen von 5.000 TEUR mit einer Laufzeit vom 1. Juli 2009 bis zum 1. Juli 2011 geschlossen. Die Ausnutzung des Kreditvolumens konnte über diese Laufzeit variabel gestaltet werden. In den Geschäftsjahren 2010 und 2011 erfolgte keine Inanspruchnahme.

4.12.6 Förderdarlehen

Am 18. Februar 2010 haben die GRENKELEASING AG und die GRENKE BANK AG zusammen mit der NRW.Bank, der Förderbank des Landes Nordrhein-Westfalen, eine Kooperation geschlossen. Diese eröffnet einen neuen Weg der Einbindung öffentlicher Fördermittel in die Leasingfinanzierungen.

DieRefinanzierungderLeasingverträge, dieausschließlichfürInvestitionsvorhabeninNRWvonGewerbeunternehmen undAngehörigen freier Berufe mit einem Jahresumsatz von bis zu 500.000 TEUR zur Verfügung stehen, erfolgt hierbei über den Forderungsankauf durch die GRENKE BANK AG.

Der GRENKE BANK AG wurde ein Globaldarlehen über 15.000 TEUR für genau diesen Zweck durch die NRW.Bank gewährt. Der erste Abruf über 7.500 TEUR erfolgte am 22. März 2010, wobei sich die Verzinsung auf den 6-Monats-Euribor zzgl. einer Marge von 0,21% bezieht und die Laufzeit drei Jahre beträgt. Der zweite Abruf über weitere 7.500 TEUR vom 25. November 2010 hat als Referenzzins ebenfalls den 6-Monats-Euribor und eine endfällige Laufzeit von drei Jahren. Die Marge beträgt hier 0,19%. Das erste Globaldarlehen ist somit bis zur vorgesehenen Höhe von 15.000 TEUR ausgenutzt.

Am 28. Juli 2011 konnten die GRENKELEASING AG und die GRENKE BANK AG zusammen mit der NRW.Bank, der Förderbank des Landes Nordrhein-Westfalen, durch die Vereinbarung eines weiteren Globaldarlehens in Höhe von insgesamt 15.000 TEUR, die am 18. Februar 2010 geschlossene Kooperation fortsetzen und ausbauen. Die erste Ziehung des zweiten Darlehens erfolgte am 29. August 2011 über 7.500 TEUR mit einer endfälligen Laufzeit von drei Jahren. Die Verzinsung ist an den 6-Monats-Euribor gekoppelt zzgl. einer Marge von 0,07%.

4.12.7 Revolving Credit Facility

Der GRENKE Konzern verfügt über die Möglichkeit, im Rahmen revolvierender Darlehensfazilitäten mit einem Gesamtvolumen von 120.000 TEUR, welche der GRENKE FINANCE Plc., Dublin/Irland, zur Verfügung stehen, jederzeit kurzfristige Gelder mit Mindestbeträgen von 5.000 TEUR über eine Laufzeit von in der Regel einem Monat aufzunehmen. Die revolvierenden Darlehensfazilitäten von insgesamt 120.000 TEUR bestehen mit vier Banken mit einem jeweils zugesagten Ziehungsrahmen von 30.000 TEUR.

Alle vier bestehenden Darlehensfazilitäten über ein Volumen von insgesamt 120.000 TEUR wurden wie in den Vorjahren wiederumfür ein Jahr verlängert. Die Facility mit der SEB wurde bis März 2012, die Facility mit der WestLB bis April 2012, die Facility mit der Deutschen Bank bis September 2012 und die Facility mit der DZ-Bank wurde bis Oktober 2012 verlängert. Zum 31. Dezember 2011 betrug das in Anspruch genommene Volumen der revolvierenden Darlehensfazilitäten 55.000 TEUR.

4.12.8 Geldhandel

Mit der Bayerischen Landesbank besteht eine nicht garantierte Geldhandelslinie in Höhe von 20.000 TEUR, welche der GRENKE FINANCE Plc., Dublin/Irland, bis zum 4. April 2012 zur Verfügung steht. Im April 2011 wurde diese nicht garantierte Geldhandelslinie um 5.000 TEUR auf insgesamt 25.000 TEUR erhöht. Zum 31. Dezember 2011 wurde diese Kreditlinie mit 25.000 TEUR (Vorjahr: 10.000 TEUR) ausgenutzt.

Eine weitere Geldhandelslinie mit einem Volumen von 15.000 TEUR wurde am 25. August 2011 mit der Norddeutschen Landesbank vereinbart. Auch diese Linie war zum 31. Dezember 2011 zu 100% ausgenutzt.

Am 17. November 2011 haben die GRENKE FINANCE Plc. und die GRENKELEASING AG eine weitere Geldhandelslinie mit der Commerzbank AG über ein Volumen von 10.000 TEUR vereinbart. Zum 31. Dezember 2011 waren 5.000 TEUR der Geldhandelslinie in Anspruch genommen.

Der Ausweis der Inanspruchnahme erfolgt unter den kurzfristigen Verbindlichkeiten aus der Refinanzierung des Leasinggeschäfts.

4.12.9 Commercial Papers

Am 27. Oktober 2011 wurde eine Rahmenvereinbarung über ein Commercial-Paper-Programm unterzeichnet. Dadurch bietet sich dem GRENKE Konzern die Möglichkeit, Commercial Paper mit einem Gesamtvolumen von bis zu 250.000 TEUR und einer Laufzeit zwischen 1 und 364 Tagen zu begeben. Am 20. Dezember 2011 erfolgte die erste Emission eines Commercial Paper unter dem Commercial Paper Programm mit einem Volumen von 5.000 TEUR. Zum 31. Dezember 2011 bestand somit eine Ausnutzung des Commercial Paper Programms in Höhe von 5.000 TEUR. Die Rückzahlung des Commercial Paper erfolgte am 13. Januar 2012.

4.13 Finanzinstrumente mit negativem Marktwert

TEUR 31.12.2011 31.12.2010
Derivate mit Sicherungsbeziehung nach IAS 39 265 1.172
Derivate ohne Sicherungsbeziehung nach IAS 39 6.763 5.860
Summe 7.028 7.032

Der GRENKE Konzern weist im laufenden Geschäftsjahr negative Marktwerte im Zusammenhang mit Zinstauschgeschäften (siehe Tz. 5.2.3) und Devisentermingeschäften (siehe Tz. 5.2.2) aus.

Die Devisentermingeschäfte sind als Derivate ohne Sicherungsbeziehung im Sinne des IAS 39 deklariert. Zum 31. Dezember 2011 weisen Devisentermingeschäfte bezogen auf Schweizer Franken, Tschechische Krone, Polnische Zloty, Britische Pfund, Ungarische Forint, Türkische Lira, Schwedische, Norwegische und Dänische Kronen einen negativen Marktwert in Höhe von 3.200 TEUR (Vorjahr: negativer Marktwert bezogen auf Schweizer Franken, Tschechische Krone, Polnische Zloty, Britische Pfund, Ungarische Forint, Schwedische, Norwegische und Dänische Kronen in Höhe von 3.100 TEUR) aus. Diese Devisentermingeschäfte betreffen ein Gesamtvolumen von 130.367 TEUR (Vorjahr: 76.953 TEUR) und haben Restlaufzeiten zwischen 1 und 77Monaten (siehe Tz. 5.2.2).

Neben den Devisenterminkontrakten in Höhe von 3.200 TEUR (Vorjahr: 3.100 TEUR) stellen Zins-Swaps in Höhe von 3.563 TEUR (Vorjahr: 2.760 TEUR) Derivate ohne Sicherungsbeziehungen nach IAS 39 dar. Alle übrigen kontrahierten Zins-Swaps, die sich ohne Ausnahme im Hedge-Accounting nach IAS 39 befinden, weisen zum Stichtag einen negativen Marktwert in Höhe von 265 TEUR (Vorjahr: 1.172 TEUR) und eine hoch effektive Sicherungsbeziehung nach IAS 39 auf.

4.14 Steuerschulden

TEUR 31.12.2011 31.12.2010
Körperschaftsteuer 1.147 7.832
Gewerbesteuer 700 6.963
Summe 1.847 14.795

4.15 Rückstellungen

Unter der Position sind Haftungsrisiken der GRENKE BANK AG dargestellt. Weiterhin sind Schulden für belastende Verträge im Rahmen der Sitzverlegung der GRENKE BANK AG von Hamburg nach Baden-Baden dargestellt. Die Zusammensetzung ergibt sich wie folgt:

TEUR 01.01. Zuführung Inanspruchnahme Auflösung 31.12.
2011
Haftungsrisiken 3.029 0 199 214 2.616
Belastende Verträge 423 319 149 74 519
Summe 3.452 319 348 288 3.135

Von den Haftungsrisiken entfallen 1.215 TEUR auf ungewisse Verbindlichkeiten, die ursprünglich in Höhe von 1.429 TEUR im Rahmen der Kaufpreisallokation beim Erwerb der GRENKE BANK AG angesetzt wurden. 214 TEUR wurden im Geschäftsjahr aufgelöst, da das Risiko dieser ungewissen Verbindlichkeiten geringer eingeschätzt wurde. Da ein Abfluss der Mittel jederzeit stattfinden kann, wurde diese ungewisse Verbindlichkeit als kurzfristige Schuld klassifiziert. Mit einer vollständigen Inanspruchnahme im kommenden Geschäftsjahr wird dennoch nicht gerechnet. Erstattungsmöglichkeiten von Dritten sind nicht gegeben.

Von den Rückstellungen haben 328 TEUR einen langfristigen Charakter.

4.16 Abgegrenzte Schulden

Unter der Position abgegrenzte Schulden sind folgende Sachverhalte abgebildet:

Währungs Zu Inanspruch Auf
TEUR 01.01. differenzen führung nahme lösung 31.12.
2011
Beratungsleistungen 1.017 3 1.159 958 21 1.200
Personalleistungen 1.818 0 1.662 1.630 21 1.829
Übrige Kosten 1.878 2 632 1.168 64 1.280
Summe 4.713 5 3.453 3.756 106 4.309
2010
Beratungsleistungen 561 10 1.038 522 70 1.017
Personalleistungen 1.138 1 1.724 999 46 1.818
Übrige Kosten 2.184 30 1.480 1.454 362 1.878
Summe 3.883 41 4.242 2.975 478 4.713

Sämtliche abgegrenzten Schulden haben kurzfristigen Charakter.

4.17 Pensionen

Die Rückstellungen für Pensionen betreffen verpflichtend durchzuführende fondsgedeckte Altersversorgungspläne (Spar- / Risikoversicherung), für die eine Nachschusspflicht für Unternehmen besteht, in der Schweiz für die GRENKELEASING AG, Zürich, sowie die Pensionsverpflichtungen aus Endgehaltsplänen und Festbetragsplänen in Deutschland für die GRENKE BANK AG, Baden-Baden. Für die bestehenden Pensionspläne wurde ein Nettopensionsaufwand in den Personalaufwendungen für das Geschäftsjahr 2011 von insgesamt 142 TEUR (Vorjahr: 70 TEUR) erfasst.

4.17.1 Pensionen Deutschland

Die Pensionsverpflichtungen der GRENKE BANK AG betreffen in der Vergangenheit abgeschlossene unmittelbare und unverfallbare Versorgungszusagen ausschließlich an ausgeschiedene Mitarbeiter. Für diese Versorgungszusagen werden die Rechnungslegungsvorschriften für leistungsorientierte Pläne angewendet.

Die Berechnung der Pensionsrückstellungen erfolgte auf Basis folgender Parameter:

31.12.2011 31.12.2010
Abzinsungssatz 4,50% 4,66%
erwartete künftige Rentenanpassungen 1,70% 1,70%

Als Rechnungsgrundlagen zur Bewertung wurden die "Richttafeln 2005 G" von Prof. Klaus Heubeck herangezogen.

Die Entwicklung der leistungsorientierten Verpflichtungen stellt sich wie folgt dar:

TEUR 2011 2010
Entwicklung der leistungsorientierten Verpflichtungen
Leistungsorientierte Verpflichtungen zu Beginn des Berichtszeitraums 1.333 1.173
Zinsaufwand 61 66
Laufender Dienstzeitaufwand 0 0
Ausbezahlte Leistungen −61 55
Erfolgsneutral erfasste versicherungsmathematische Gewinne / Verluste 0 −109
Erhöhung durch Planänderung im Wirtschaftsjahr 0 258
Leistungsorientierte Verpflichtungen zum Ende des Berichtszeitraums 1.333 1.333

Die in der Bilanz erfassten Beträge ermitteln sich wie folgt:

TEUR 2011 2010 2009
Barwert der leistungsorientierten Verpflichtungen 1.333 1.442 1.205
Nicht erfasste versicherungsmathematische Gewinne und Verluste 0 −109 −32
Barwert der leistungsorientierten Verpflichtungen 1.333 1.333 1.173

4.17.2 Pensionen Schweiz

Zum 1. Januar 2011 betrug der Barwert der Verpflichtungen (DBO) aus den leistungsorientierten Altersversorgungsplänen für die Schweiz 600 TEUR. Abzüglich des beizulegenden Zeitwerts des Planvermögens von 366 TEUR ergaben sich Verpflichtungen von 234 TEUR. Dem externen Gutachten liegen folgende versicherungsmathematischen Annahmen zugrunde:

31.12.2011 31.12.2010
Abzinsungssatz 2,25% 2,75%
erwartete künftige Gehaltssteigerungen 3,50% 3,50%
erwartete künftige Rentenanpassungen* 0,00% 0,00%
erwartete Rendite des Planvermögens 2,00% 2,00%

* Es wird eine Rentenanpassung von 0% unterstellt, da derzeit keine Renten an Arbeitnehmer ausgezahlt werden.

31.12.2011 31.12.2010
Sterblichkeit BVG 2010 BVG 2005
Invalidierungswahrscheinlichkeit BVG 2010 BVG 2005
Austrittswahrscheinlichkeit BVG 2010 BVG 2005

Aufgrund des versicherungsmathematischen Gutachtens wurden folgende Aufwendungen und Erträge im Geschäftsjahr 2011 erfasst:

Dienstzeitaufwand 142 TEUR
Zinsaufwand 15 TEUR
Ertrag aus der Verzinsung des Planvermögens 7 TEUR

Der Dienstzeitaufwand wird als Personalaufwand erfasst, während der Zinsaufwand sowie die Erträge aus der Verzinsung des Planvermögens in den sonstigen Zinserträgen bzw. -aufwendungen gezeigt werden. Die erwartete Rendite des Planvermögens orientiert sich an den Erfahrungen aus der Vergangenheit. Das Vermögen ist über einen Anschlussvertrag mit der Sammelstiftung BVG (Berufliches Vorsorge Gesetz) einer Lebensversicherungsgesellschaft in einem Kollektiv-Versicherungsvertrag investiert.

Zum 31. Dezember 2011 beträgt die unter den langfristigen Schulden ausgewiesene Rückstellung für Pensionen 258 TEUR. Diese setzt sich aus einem ermittelten Barwert der Verpflichtungen (DBO) von 590 TEUR, einem Zeitwert des Planvermögens von 332 TEUR und einem versicherungsmathematischen Gewinn von 94 TEUR zusammen. Der versicherungsmathematische Gewinn wurde gemäß den Regelungen des IAS 19 erfolgsneutral in einer separaten Linie imsonstigen Ergebnis erfasst.

TEUR 2011 2010 2009 2008 2007
Barwert der Verpflichtungen (DBO) 590 600 636 532 373
Barwert des Planvermögens 332 366 452 442 285
Verpflichtungen 258 234 184 90 88

Die erfahrungsbedingten Anpassungen auf die Verpflichtungen betragen –71 TEUR und auf das Vermögen 3 TEUR. Die Arbeitgeberbeiträge werden in der folgenden Periode auf 39 TEUR geschätzt.

TEUR 2011 2010
Entwicklung der leistungsorientierten Verpflichtungen
Leistungsorientierte Verpflichtungen zu Beginn des Berichtszeitraums 600 636
Zinsaufwand 15 20
Laufender Dienstzeitaufwand 142 70
Gezahlte Leistungen (Beiträge) 26 35
Ausbezahlte Leistungen –119 −228
Erfolgsneutral erfasste versicherungsmathematische Gewinne / Verluste –92 −55
Umrechnungsdifferenzen aus ausländischen Plänen 18 123
Leistungsorientierte Verpflichtungen zum Ende des Berichtszeitraums 590 600
TEUR 2011 2010
Entwicklung des Vermögens
Beizulegender Zeitwert des Planvermögens zu Beginn des Berichtszeitraums 366 452
Erwartete Rendite 7 9
Arbeitgeberbeiträge 65 87
Gezahlte Leistungen –119 −228
Erfolgsneutral erfasste versicherungsmathematische Gewinne / Verluste 2 −35
Umrechnungsdifferenzen aus ausländischen Plänen 11 81
Beizulegender Zeitwert des Planvermögens zum Ende des Berichtszeitraums 332 366

4.18 Sonstige langfristige Schulden

Die Gliederung der sonstigen langfristigen Schulden, welche hauptsächlich Verbindlichkeiten aus Kautionen und Rechnungsabgrenzungsposten umfassen, nach Restlaufzeiten ergibt sich aus dem nachfolgend dargestellten Verbindlichkeitenspiegel:

TEUR Gesamtbetrag 1 bis 5 Jahre mehr als 5 Jahre Besicherter Betrag
Sonstige langfristige Schulden 128 128 0 0
(Vorjahr) 836 835 1 0

4.19 Eigenkapital

Bezüglich der Entwicklung des Eigenkapitals verweisen wir auf die Konzerneigenkapitalveränderungsrechnung.

Das voll eingezahlte gezeichnete Kapital der GRENKELEASING AG beträgt 17.491 TEUR (Vorjahr: 17.491 TEUR). Es ist eingeteilt in 13.684.099 (Vorjahr: 13.684.099) auf den Inhaber lautende Stückaktien.

Durch Beschlussfassung der Hauptversammlung vom 11. Mai 2010 ist der Vorstand ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital der Gesellschaft bis zum 11. Mai 2014 um einen Betrag bis zu nominal 8.500 TEUR durch Ausgabe neuer, auf Inhaber lautende Stückaktien gegen Bar- und / oder Sacheinlagen zu erhöhen (Genehmigtes Kapital).

Die Ermächtigung kann in Teilbeträgen ausgenutzt werden. Den Aktionären ist ein Bezugsrecht einzuräumen. Der Vorstand ist jedoch unter bestimmten Bedingungen ermächtigt, bei Kapitalerhöhungen gegen Bareinlagen mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Bezugsrecht der Aktionäre ganz oder teilweise auszuschließen.

Die Möglichkeit der Erhöhung des Grundkapitals durch Ausgabe neuer Stückaktien wurde bis zum 31. Dezember 2011 nicht in Anspruch genommen.

4.19.1 Bedingtes Kapital

Die Hauptversammlung der GRENKELEASING AG vom 9. Mai 2006 hatte beschlossen, das Kapital durch die Ausgabe von bis zu 3.000.000 neuen auf den Inhaber lautenden Stückaktien um nominal bis zu 3.834.690 EUR bedingt zu erhöhen (Bedingtes Kapital III). Da diese Ermächtigung bis zum 8. Mai 2011 befristet war, hat die Hauptversammlung am 10. Mai 2011 die Aufhebung des Bedingten Kapitals III beschlossen und der Schaffung eines neuen bedingten Kapitals ("Bedingtes Kapital 2011") zugestimmt.

An die Schaffung des Bedingten Kapitals 2011 von bis zu 3.834.690 EUR ist das Recht des Vorstands gekoppelt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats bis zum 9. Mai 2016 einmalig oder mehrmals insgesamt bis zu 3.000.000 auf den Inhaber und / oder Namen lautende Options- und / oder Wandelschuldverschreibungen im Gesamtnennbetrag von bis zu 150.000.000 EUR mit einer Laufzeit von längstens 10 Jahren zu begeben.

Bei der Ausgabe der Schuldverschreibungen wird den Aktionären das gesetzliche Bezugsrecht eingeräumt. Dennoch ist der Vorstand ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Bezugsrecht bei Vorliegen bestimmter Voraussetzungen auszuschließen. Dies umfasst den Ausschluss des Bezugsrechts für Spitzenbeträge, welche sich aus dem Betrag des jeweiligen Emissionsvolumens und der Darstellung eines praktikablen Bezugsverhältnisses ergeben können, sowie den Ausschluss des Bezugsrechts zugunsten der Inhaber von bereits ausgegebenen Options- und / oder Wandlungsrechten. Im zuletzt genannten Fall kann stattdessen ein Bezugsrecht als Verwässerungsschutz gewährt werden. Des Weiteren ist der Vorstand ermächtigt, das Bezugsrecht der Aktionäre dann auszuschließen, wenn die jeweilige Ausgabe der Options- und / oder Wandelschuldverschreibungen gegen Barzahlung und zu einem Preis erfolgt, der den hypothetischen Marktwert dieser Schuldverschreibungen nicht wesentlich unterschreitet. Aus dem Bedingten Kapital 2011 wurden bislang keine Options- und / oder Wandelschuldverschreibungen begeben.

4.19.2 Ermächtigung zum Erwerb eigener Aktien gemäß § 71 Abs. I Nr. 8 AktG

Durch die Hauptversammlung vom 11. Mai 2010 wurde die Gesellschaft zum Erwerb eigener Aktien ermächtigt. Nach dem durch das Gesetz zur Umsetzung der Aktionärsrichtlinie vom 30. Juli 2009 (ARUG) geänderten § 71 Absatz 1 Nr. 8 AktG wird die Ermächtigung nunmehr für die Dauer von fünf Jahren bis zum 10. Mai 2015 erteilt.

Die Gesellschaft wird ermächtigt, eigene, auf den Inhaber lautende Stückaktien bis zu insgesamt 10% des zum Zeitpunkt der Beschlussfassung bestehendenGrundkapitals zu erwerben.Die Ermächtigung kann ganz oder in Teilbeträgen, einmalig odermehrmals durch die Gesellschaft selbst oder durch von der Gesellschaft beauftragte Dritte ausgeübt werden.

Der Erwerb der Aktien erfolgt nach Wahl des Vorstands (1) über die Börse oder (2) mittels eines an alle Aktionäre der GRENKELEASING AG gerichteten öffentlichen Kaufangebots bzw. über eine an alle Aktionäre der Gesellschaft gerichtete öffentliche Aufforderung zur Abgabe von Verkaufsangeboten.

(1) Erfolgt der Erwerb der Aktien über die Börse, darf der von der Gesellschaft gezahlte Gegenwert je Aktie (ohne Erwerbsnebenkosten) den durchschnittlichen Schlusskurs der Aktien der GRENKELEASING AG im XETRA-Handel der Frankfurter Wertpapierbörse (oder einem entsprechenden Nachfolgesystem) an den letzten drei Börsentagen vor Eingehung der Verpflichtung zum Erwerb eigener Aktien um nicht mehr als 10% über- oder unterschreiten.

(2) Erfolgt der Erwerb der Aktien über ein öffentliches Kaufangebot an alle Aktionäre der Gesellschaft oder über eine an alle Aktionäre der Gesellschaft gerichtete öffentliche Aufforderung zur Abgabe von Verkaufsangeboten, dürfen der gebotene Kauf- bzw. Verkaufspreis oder die Grenzwerte der gebotenen Kauf- bzw. Verkaufsspanne je Aktie (ohne Erwerbsnebenkosten) den durchschnittlichen Schlusskurs der Aktien der GRENKELEASING AG im XETRA-Handel der Frankfurter Wertpapierbörse (oder einem entsprechenden Nachfolgesystem) an den letzten drei Börsentagen vor dem Tag der Veröffentlichung des Angebots oder der öffentlichen Aufforderung zur Abgabe von Verkaufsangeboten um nicht mehr als 20% über- oder unterschreiten.

Ergeben sich nach der Veröffentlichung eines formellen Angebots bzw. einer formellen Aufforderung zur Abgabe von Verkaufsangeboten erhebliche Kursbewegungen, kann das Angebot bzw. die Aufforderung zur Abgabe von Verkaufsangeboten angepasst werden. In diesem Fall wird auf den Durchschnittskurs der letzten drei Börsentage vor der öffentlichen Ankündigung einer etwaigen Anpassung abgestellt; die 20%-Grenze für das Über- oder Unterschreiten ist auf diesen Betrag ebenfalls anzuwenden.

Das Angebot bzw. die Aufforderung an die Aktionäre zur Abgabe von Verkaufsangeboten kann weitere Bedingungen sowie die Möglichkeit der Präzisierung des Kaufpreises oder der Kaufpreisspanne während der Angebotsfrist vorsehen.

Sofern die von den Aktionären zum Erwerb angebotenen Aktien das vorgesehene Rückkaufvolumen der Gesellschaft übersteigen, erfolgt der Erwerb im Verhältnis der jeweils angebotenen Aktien. Ein bevorrechtigter Erwerb bzw. eine bevorrechtigte Annahme geringer Stückzahlen bis zu 50 Stück zum Erwerb angebotener Aktien der Gesellschaft je Aktionär kann vorgesehen werden.

Die Vorschriften des Wertpapiererwerbs- und Übernahmegesetzes sind zu beachten, sofern und soweit diese Anwendung finden.

Der Vorstand wird ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats Aktien der Gesellschaft, die aufgrund der vorstehenden Ermächtigung erworben wurden, wie folgt zu verwenden:

(1) Die Aktien können gegen Sachleistung veräußert werden, vor allem, um sie Dritten im Rahmen von Unternehmenszusammenschlüssen oder zum Erwerb von Unternehmen, Beteiligungen an Unternehmen oder Unternehmensteilen anzubieten.

(2) Die Aktien können gegen Barzahlung an Dritte auch in anderer Weise als über die Börse oder durch ein Angebot an alle Aktionäre veräußert werden, wenn die erworbenen eigenen Aktien gegen Barzahlung zu einem Preis veräußert werden, der den Börsenkurs von Aktien der Gesellschaft zum Zeitpunkt der Veräußerung nicht wesentlich unterschreitet. Diese Ermächtigung beschränkt sich unter Einbeziehung sonstiger Ermächtigungen zur Ausgabe neuer Aktien unter Ausschluss des Bezugsrechts gemäß § 186 Abs. 3 Satz 4 AktG und unter Berücksichtigung solcher Aktien, die bei Optionsausübung oder Wandlung aus Options- und / oder Wandelschuldverschreibungen unter Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre nach dem § 221 Abs. 4 Satz 2 i. V. m. § 186 Abs. 3 Satz 4 AktG begeben werden, auf insgesamt höchstens 10% des zum Zeitpunkt der Beschlussfassung der Hauptversammlung vorhandenen Grundkapitals der Gesellschaft.

(3) Die Aktien können eingezogen werden, ohne dass die Einziehung oder die Durchführung der Einziehung eines weiteren Hauptversammlungsbeschlusses bedarf.

Die vorstehend unter (1), (2) und (3) genannten Ermächtigungen können ganz oder in Teilbeträgen, einmal oder mehrmals, einzeln oder gemeinsam ausgenutzt werden.

Das Bezugsrecht der Aktionäre auf die erworbenen eigenen Aktien wird insoweit ausgeschlossen, wie diese Aktien gemäß den vorstehenden Ermächtigungen unter (1) und (2) verwendet werden.

Ein Erwerb hat bislang nicht stattgefunden.

4.19.3 Genussrechtskapital

Mit Beschluss der Hauptversammlung vom 9. Mai 2006 wurde der Vorstand ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats Genussrechte in einer Höhe von bis zu 150.000 TEUR mit unbegrenzter Laufzeit ausgeben zu können. Diese Ermächtigung endete mit Fristablauf am 8. Mai 2011. Die Hauptversammlung vom 10. Mai 2011 hat die bestehende Ermächtigung durch eine neue ersetzt, im Rahmen welcher der Vorstand mit Zustimmung des Aufsichtsrats bis zum 9. Mai 2016 ein- oder mehrmalig Genussrechte bis zu einem Gesamtnennbetrag von 150.000 TEUR ausgeben darf.

Das Bezugsrecht der Aktionäre ist dabei ausgeschlossen. Durch die Ausgabe von Genussrechten soll kein Gesellschaftsverhältnis begründet, sondern es sollen nur Gläubigerrechte auf schuldrechtlicher Grundlage gewährt werden. Ein Wandlungs- oder Optionsrecht auf Aktien der Gesellschaft ist explizit ausgeschlossen. Eine Ausgabe von Genussrechten ist bisher nicht erfolgt.

4.19.4 Bilanzgewinn

Die Beschlussfassung über die Verwendung des Bilanzgewinns in Höhe von 41.832.253,42 EUR des Geschäftsjahres 2010 der GRENKELEASING AG erfolgte durch die ordentliche Hauptversammlung am 10. Mai 2011.

Die Hauptversammlung hat dem Vorschlag von Vorstand und Aufsichtsrat zugestimmt und die Verwendung des Bilanzgewinns 2010 wie folgt beschlossen:

Bilanzgewinn 2010 41.832.253,42 EUR
Ausschüttung einer Dividende von 0,70 EUR je Stückaktie auf insgesamt
13.684.099 Stückaktien 9.578.869,30 EUR
Einstellung in Gewinnrücklagen 29.000.000,00 EUR
Gewinnvortrag (auf neue Rechnung) 3.253.384,12 EUR

Die Dividende wurde am 11. Mai 2011 an die Aktionäre der GRENKELEASING AG ausbezahlt.

Im Vorjahr wurde von der Hauptversammlung der Vorschlag von Vorstand und Aufsichtsrat angenommen und die Verwendung des Bilanzgewinns 2009 wie folgt beschlossen und vorgenommen:

Bilanzgewinn 2009 23.263.815,44 EUR
Ausschüttung einer Dividende von 0,60 EUR je Stückaktie auf insgesamt
13.684.099 Stückaktien 8.210.459,40 EUR
Einstellung in Gewinnrücklagen 0,00 EUR
Gewinnvortrag (auf neue Rechnung) 15.053.356,04 EUR

Die Dividende wurde am 12. Mai 2010 an die Aktionäre der GRENKELEASING AG ausbezahlt.

Für das abgelaufene Geschäftsjahr 2011 wird die Geschäftsführung der Hauptversammlung die Ausschüttung einer Dividende von 0,75 EUR je Aktie vorschlagen. Diese Ausschüttung ist zum 31. Dezember 2011 nicht als Verbindlichkeit erfasst.

4.19.5 Rücklagen

Die Kapitalrücklage in Höhe von 60.166 TEUR (Vorjahr: 60.166 TEUR) resultiert im Wesentlichen aus dem Börsengang der GRENKELEASING AG im April 2000.

Die Gewinnrücklagen umfassen neben den Gewinnrücklagen der GRENKELEASING AG die Gewinnrücklagen und Ergebnisse der in den Konzernabschluss einbezogenen Tochtergesellschaften. Mit Beschlussfassung der Hauptversammlung vom 10. Mai 2011 wurden 29.000 TEUR in die Gewinnrücklagen der GRENKELEASING AG eingestellt.

31.12.2011 31.12.2010
Name Sitz TEUR TEUR
GRENKE LOCATION SAS Schiltigheim/Frankreich 4.037 2.967
GRENKELEASING AG Zürich/Schweiz 2.084 965
GRENKELEASING Sp. z o.o. Posen/Polen 409 397
GRENKE Locazione S.r.l. Mailand/Italien 565 593
GRENKE ALQUILER S.A. Barcelona/Spanien 0 229
GRENKELEASING AG Wien/Österreich 7 2
GRENKE FINANCE Plc. Dublin/Irland 23.760 --
GRENKE BANK AG Baden-Baden/Deutschland -- 247
GRENKELEASING AG Baden-Baden/Deutschland 29.000 --
Summe 59.862 5.400

In 2011 wurden bei folgenden Tochterunternehmen Zuführungen zur Gewinnrücklage vorgenommen:

4.19.6 Sonstige Bestandteile des Eigenkapitals

Wertänderungen von Derivaten, die als Sicherungsinstrument im Rahmen eines Cashflow-Hedges eingesetzt werden, sind erfolgsneutral im Eigenkapital erfasst, sofern eine entsprechende Effektivität im Sinne von IAS 39 nachgewiesen werden kann.

Die im Geschäftsjahr erfolgte Wertänderung beläuft sich auf 856 TEUR (Vorjahr: 2.087 TEUR) zuzüglich latenter Steuern in Höhe von −99 TEUR (Vorjahr: −151 TEUR).

Aufgrund der Bilanzierung von Pensionsrückstellungen unter Berücksichtigung der Regelungen des IAS 19 wurde ferner ein Betrag von 91 TEUR (Vorjahr: −88 TEUR) resultierend aus der Erfassung von versicherungsmathematischen Gewinnen / Verlusten und latenten Steuern in Höhe von −24 TEUR (Vorjahr: TEUR 28) erfolgsneutral im Eigenkapital erfasst.

5 Angaben zu Finanzinstrumenten

5.1 Zusätzliche Informationen über Finanzinstrumente

Wertansatz
Wertansatz nach IAS 39 nach IAS 17
Fair Value Fair Value Fortgeführte
31.12.2010 Bewertungs Buchwert erfolgs erfolgs Anschaffungs
TEUR kategorie 31.12.2010 neutral wirksam kosten
Finanzielle Vermögenswerte
Zahlungsmittel L&R 78.297 78.297
Finanzinstrumente mit
positivem Marktwert AtFVtPL / n.a. 2.370 2.370
Leasingforderungen L&R / n.a. 1.328.224 86.849 1.241.375
Forderungen aus
Lieferungen und Leistungen L&R 3.845 3.845
Sonstige finanzielle Vermögenswerte L&R 121.265 121.265
Aggregierte Kategorien
L&R 290.256
AtFVtPL / n.a. 2.370
Finanzschulden
Verbindlichkeiten aus der Refinanzierung
der Leasingforderungen oL 1.107.543 1.107.543
Verbindlichkeiten aus dem
Einlagengeschäft oL 122.239 122.239
Verbindlichkeiten aus
Lieferungen und Leistungen oL 6.194 6.194
Bankschulden oL 3.778 3.778
Finanzinstrumente mit
negativem Marktwert AtFVtPL / n.a. 7.032 1.172 5.860
Aggregierte Kategorien
oL 1.239.754
AtFVtPL / n.a. 1.172 5.860

Bedeutung der Abkürzungen:

AtFVtPL: At Fair Value through Profit and Loss / Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert (Fair Value) bewertete finanzielle Vermögenswerte und finanzielle Verbindlichkeiten

L&R: Loans and Receivables /Darlehen und Forderungen

n.a. nicht anwendbar

oL other Liabilities / andere Verbindlichkeiten

Nettogewinne und -verluste aus Währungs Wert aus Netto
31.12.2010 (TEUR) Zinsen umrechnung berichtigung Abgang ergebnis
Loans and Receivables 414 2.855 –5.467 –24.915 –27.113
At Fair Value through Profit and Loss −3.875 −3.875
Other Liabilities −1.187 −292 −1.479
Wertansatz
Wertansatz nach IAS 39 nach IAS 17
Fair Value Fair Value Fortgeführte
31.12.2011 Bewertungs Buchwert erfolgs erfolgs Anschaffungs
TEUR kategorie 31.12.2011 neutral wirksam kosten
Finanzielle Vermögenswerte
Zahlungsmittel L&R 104.234 104.234
Finanzinstrumente mit
positivem Marktwert AtFVtPL / n.a. 4.399 4.399
Leasingforderungen L&R / n.a. 1.568.754 83.820 1.484.934
Forderungen aus
Lieferungen und Leistungen L&R 4.560 4.560
Sonstige finanzielle Vermögenswerte L&R 124.552 124.552
Aggregierte Kategorien
L&R 317.166
AtFVtPL / n.a. 4.399 1.484.934
Finanzschulden
Verbindlichkeiten aus der Refinanzierung
der Leasingforderungen oL 1.367.632 1.367.632
Verbindlichkeiten aus dem
Einlagengeschäft oL 155.127 155.127
Verbindlichkeiten aus
Lieferungen und Leistungen oL 7.031 7.031
Bankschulden oL 3.479 3.479
Finanzinstrumente mit
negativem Marktwert AtFVtPL / n.a. 7.028 265 6.763
Aggregierte Kategorien
oL 1.533.269
AtFVtPL / n.a. 265 6.763

Bedeutung der Abkürzungen:

AtFVtPL: At Fair Value through Profit and Loss / Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert (Fair Value) bewertete finanzielle Vermögenswerte und finanzielle Verbindlichkeiten

L&R: Loans and Receivables /Darlehen und Forderungen

n.a. nicht anwendbar

oL other Liabilities / andere Verbindlichkeiten

Nettogewinne und -verluste aus Währungs Wert aus Netto
31.12.2011(TEUR) Zinsen umrechnung berichtigung Abgang ergebnis
Loans and Receivables 489 –2.358 –1.336 –32.527 –35.732
At Fair Value through Profit and Loss 0 1.048 0 0 1.048
Other Liabilities –878 0 0 0 –878

Die Zinsen sind entsprechend der Effektivzinsmethode berechnet.

Die Nettogewinne aus Leasingforderungen setzen sich aus Zinsertrag, Ergebnis aus Neugeschäft und Ergebnis aus der Verwertung zusammen. Sie betrugen 177.221 TEUR (Vorjahr: 152.838 TEUR). Die Nettogewinne und -verluste bezogen auf Finanzinstrumente beinhalten neben den Marktwertänderungen (für Devisentermingeschäfte dargestellt als Effekt aus der Währungsumrechnung und bei Zinssicherungsgeschäften als Effekt aus den Zinsen) die Ergebnisse aus den Zinsabgrenzungen sowie aus dem vorzeitigen Abgang im Rahmen einer frühzeitigen Veräußerung.

5.2 Derivative Finanzinstrumente

5.2.1 Finanzwirtschaftliche Risikostrategie

Geschäftsmodell

Als Small-Ticket-IT-Leasinggesellschaft bietet der GRENKE Konzern B2B-Kunden am Markt Leasingverträge unter anderem für mobile Gegenstände der Informationstechnologie an. Das Leasingportfolio, das heißt die Gesamtheit aller Leasingverträge, ist bislang über die Laufzeit jedes einzelnen Vertrags fest kontrahiert. Damit sind sowohl die periodischen Raten als auch der der Ratenberechnung zugrunde liegende Zinssatz bei Vertragsabschluss fixiert. Eine nachträgliche Anpassung ist für beide Vertragsparteien ausgeschlossen. Vorzeitige Vertragsauflösungen (Rückkauf, Austauschoption, Kündigung etc.) werden vom GRENKE Konzern nur dann vorgenommen bzw. akzeptiert, wenn der mögliche Schaden (zum Beispiel aus entgangenen Zinsen) vom Leasingnehmer getragen wird. Bezogen auf die qualitativen und quantitativen Angaben bezüglich Ausfall-, Liquiditäts- sowie Marktrisiken wird auf den Lagebericht, insbesondere auf den Risikobericht und auf den Bericht zur Finanz- und Vermögenslage, verwiesen. Zudem verweisen wir auf die entsprechenden Angaben bei den einzelnen Bilanzposten.

Absicherungsphilosophie

Der Einsatz von Derivaten erfolgt ausschließlich und immer nur dann, wenn Grundgeschäfte eine Absicherung erforderlich machen. Grundgeschäfte sind dabei die für die Erreichung der Ziele der GRENKELEASING AG notwendigen, auf vertraglicher Grundlage eingegangenen Verpflichtungen. Der Bereich Treasury ist kein eigenständiges Profit-Center. Der Einsatz von Derivaten dient ausschließlich der notwendigen Sicherung des Erfolgs der GRENKELEASING AG im satzungsmäßig festgelegten Geschäftsumfang.

Die abzusichernden Positionen werden hinsichtlich des Umfangs oder der Höhe weitgehend gesichert, wobei unterschiedliche Instrumente zum Einsatz kommen. Die Auswahl der einzelnen Instrumente ist immer eine Entscheidung der Geschäftsleitung unter Beachtung des Risikoprofils, das heißt der mit dem jeweiligen Risiko verbundenen Ertrags-Chance. So enthalten zum Beispiel Zins-Caps neben der Chance auf sinkende Zinsen immer auch das bis zum Erreichen des Strikes vorhandene Risiko steigender Finanzierungskosten, während Swaps ein vereinbartes Zinsniveau für die Laufzeit des Swaps festlegen.

Bewertung

Da es sich bei den eingesetztenDerivaten nicht um börsennotierte, standardisierte Finanzinstrumente handelt, sondern um sogenannte OTC-Derivate, werden anerkannte Bewertungsmethoden und -modelle für die Ermittlung der Fair Values herangezogen. Die für die Bewertung notwendigen Parameter wie Zinssätze, Zinsstrukturkurven sowie Devisenkassa- und -terminkurse sind jederzeit am Markt beobachtbar und können über externe Informationsquellen abgerufen werden.

Für jedes kontrahierte derivative Finanzinstrument erhält der GRENKE Konzern zu jedem Stichtag eine Bewertungsübersicht bzw. eine aktuelle Marktbewertung aus Sicht der jeweils kontrahierenden Bank. Für den Bereich der Zins-Swaps rechnet der GRENKE Konzern die entsprechenden Fair Values parallel über Bloomberg.

5.2.2 Währungsrisikomanagement

Aufgrund der europäischen Ausrichtung des Geschäfts und der wachsenden Bedeutung ausländischer Märkte ist der GRENKE Konzern Währungsrisiken ausgesetzt. Um diese Risiken zu begrenzen oder auszuschalten, kommen Derivate zum Einsatz.

Derivative Finanzinstrumente zur Währungssicherung

Zur Absicherung der Zahlungsströme aus der Refinanzierung der im Ausland gelegenen Franchisegesellschaften in Norwegen, der Schweiz (Factoring) und in der Türkei sowie der britischen, polnischen, tschechischen, schwedischen, ungarischen und dänischen Tochtergesellschaften werden bzw. wurden Devisentermingeschäfte eingesetzt. Die GRENKELEASING AG finanziert die durch die Franchisenehmer bzw. Tochtergesellschaften generierten Leasingforderungen in Fremdwährung und erhält dann über die Laufzeit der zugrunde liegenden Leasingverträge Zahlungen in den entsprechenden Landeswährungen.

Auf die Anwendung von Hedge-Accounting wurde verzichtet. Die Fair Values der Devisentermingeschäfte finden sich unter den Bilanzpositionen Finanzinstrumente mit positivem Marktwert bzw. Finanzinstrumente mit negativem Marktwert und werden der Kategorie nach IAS 39 At Fair Value through Profit or Loss zugeordnet (siehe Tz. 5.1). Zum Stichtag gab es sowohl Devisentermingeschäfte mit einem positiven als auch solche mit einem negativen Marktwert, sodass ein Ausweis auf der Aktivseite (siehe Tz. 4.2) und auf der Passivseite (siehe Tz. 4.13) erfolgt. Zum Stichtag bestanden Devisentermingeschäfte mit einem Nominalvolumen auf Eurobasis in Höhe von insgesamt 130.368 TEUR (Vorjahr: 102.334 TEUR).

TEUR Nominalvolumen per Fälligkeit der Nominalvolumina per 31.12.2011 Gesicherter
31.12.2010 31.12.2011 2012 2013 2014 später Durchschnittskurs
EUR Kauf
TRY 0 1.235 1.235 2,50
CZK 7.253 11.189 4.421 3.436. 2.055 1.277 25,51
GBP 46.031 50.544 23.777 9.698 8.063 9.006 0,87
CHF 1) 1.304 2.562 2.526 36 1,44
HUF 3.712 3.921 2.014 1.331 546 30 317,37
NOK 4.229 5.475 5.475 8,20
SEK 12.828 12.301 6.687 5.325 289 0 10,05
DKK 14.659 21.806 5.353 9.328 4.057 3.068 7,50
PLN 11.952 15.234 8.700 4.502 1.772 260 4,41
EUR Verkauf
GBP 0 6.101 6.101 0,83
PLN 366 0 0

Diese verteilen sich wie folgt auf die einzelnen Währungen:

1) Die in Schweizer Franken ausstehenden Devisentermingeschäfte resultieren aus der Refinanzierung der in Ungarn ansässigen Tochtergesellschaft, die aufgrund der lokalen Marktgegebenheiten u.a. Leasingverträge auf Basis von Schweizer Franken anbietet, und der Refinanzierung des in der Schweiz ansässigen Franchisenehmers.

5.2.3 Zinsrisikomanagement

Das Zinsrisiko resultiert für das Geschäft des GRENKE Konzerns in erster Linie aus der Sensitivität von Finanzschulden in Bezug auf die Veränderungen des Marktzinsniveaus. Der GRENKE Konzern ist bestrebt, insbesondere die Auswirkungen solcher Risiken auf den Zinsaufwand bzw. das Zinsergebnis durch den Einsatz geeigneter Derivate zu begrenzen.

Derivative Finanzinstrumente zur Zinssicherung

Die Emission von Anleihen und das Kontrahieren von Zins-Swaps stellen Bestandteile der Umsetzung einer Finanzierungsstrategie dar, bei der der GRENKE Konzern die Liquiditätsbeschaffung und Zinssicherung getrennt vornimmt, um so möglichst viel Flexibilität zur Optimierung der Refinanzierung zu schaffen. Die hieraus gegebenenfalls resultierenden Risiken (variable Zahlungsströme) werden dann durch geeignete Zinsderivate abgesichert.

Zins-Swaps werden als Sicherungsinstrumente eingesetzt und in der Regel als Sicherungsgeschäfte nach IAS 39 designiert, soweit die Voraussetzungen dafür gegeben sind. Da für alle Zins-Derivate im Hedge-Accounting eine nahezu 100%ige Effektivität nachgewiesen werden konnte, wurden die Marktwertänderungen bezogen auf den Clean Value (ohne Berücksichtigung von Stückzinsen) bis auf einen Betrag von 210 EUR (Vorjahr: 1 TEUR) für Derivate mit Sicherungsbeziehung nach IAS 39 im Eigenkapital erfasst.

Im Rahmen des ABCP-Programms mit der DZ-Bank (CORAL) und die Refinanzierung über das FCT "GK"-COMPARTMENT "G2" obliegen die Zinssicherung und damit die Zinsrisikosteuerung bei der jeweiligen Zweckgesellschaft. Die ABCP-Transaktion dient hier ebenfalls als variabel verzinstes Grundgeschäft und die Absicherung der Zahlungsströme erfolgt grundsätzlich durch den Einsatz von Zins-Swaps. Gleiches gilt für die Refinanzierung GOALS Financing 2009 Ltd., bei der jedoch der GRENKE Konzern die Zinssicherung vornimmt. Dabei handelt es sich in allen drei Fällen um Receiver-Swaps. Es wird hierbei ein variabler Zins im Gegenzug in einen Festzins getauscht. Im Rahmen der übrigen ABCP-Programme werden sowohl Zins-Caps als auch Zins-Swaps für die Begrenzung des Zinsänderungsrisikos eingesetzt. Kontraktpartner der Forderungskäufer (Zweckgesellschaften der einzelnen Programme) ist hier jeweils die initiierende Bank. Daher findet keine Bilanzierung der Derivate im GRENKE Konzern statt und Hedge-Accounting kommt nicht zur Anwendung.

Erläuterungen zu den Vorjahresvergleichszahlen

Im Geschäftsjahr 2010 wurden sowohl Payer-Swaps als auch ein Receiver-Swap aus Sicht des GRENKE Konzerns kontrahiert. Bei den Payer-Swaps handelt es sich um den vereinbarten Festzins aus dem Zinstauschgeschäft. Die Verzinsung des einzigen im Rahmen des zweiten ABS-Bonds kontrahierten Receiver-Swaps erfolgt variabel. Der in 2010 gezahlte Festzins über alle bestehenden Swaps betrug zwischen 1,87% und 4,04%. Die variable Seite der Swaps lag in einer Spanne zwischen 0,402% und 1,043%. Die zum Stichtag bestehenden Swaps wiesen ein Nominalvolumen zum 31. Dezember 2010 von 97 Mio. EUR auf und kontrahierte Festzinssätze über die jeweilige Laufzeit zwischen 1,87% und 3,78%. Die Laufzeit des am längsten kontrahierten Zins-Swaps endet im April 2012.

Geschäftsjahr 2011

Im Geschäftsjahr 2011 wurden, abgesehen von den ABCP-Programmen, ausschließlich Payer-Swaps kontrahiert. Bei den Payer-Swaps handelt es sich um den vereinbarten Festzins aus dem Zinsaustauschgeschäft. Die zum Stichtag bestehenden Swaps weisen ein Nominalvolumen zum 31. Dezember 2011 von 212 Mio. EUR und kontrahierte Festzinssätze über die jeweilige Laufzeit zwischen 0,932% und 3,78% auf. Die Laufzeit des am längsten kontrahierten Zins-Swaps endet im Juni 2013. Folgende Tabelle zeigt die Entwicklung der Nominalvolumina der Payer-Swaps für die nächsten Jahre jeweils zum Bilanzstichtag. Der Durchschnittszinssatz ist hier als arithmetisches Mittel der jeweils bestehenden Swaps zu verstehen.

TEUR Nominalvolumen je zum 31.12.
2010 2011
2012
2013
2014
vor 2011 kontrahiert 97.000 18.500 0 0 0 2,65%
in 2011 kontrahiert 0 193.333 50.000 0 0 1,38%
Summe 97.000 211.833 50.000 0 0

5.2.4 Effektivität der Sicherungsbeziehung

Die Bilanzierung nach IFRS erfordert eine Dokumentation und Risikobetrachtung beim Einsatz derivativer Finanzinstrumente. Besonders die Zweckbindung zwischen Grundgeschäft und Sicherungsgeschäft bildet die entscheidende Basis einer im Sinne der Effektivität erfolgreichen Sicherungsbeziehung. Mit dem Einsatz von Derivaten in der Zinssicherung bildet der GRENKE Konzern ein Hedge-Accounting nach IAS 39 ab. Die nach IFRS geforderte Effizienz der Sicherungsbeziehungen entspricht der vom GRENKE Konzern verfolgten Absicht, dass nur Risiken aus designierten Grundgeschäften derivativ besichert und Derivate zu keinem Zeitpunkt aus Gründen der Spekulation abgeschlossen werden.

Die Effektivitätstests für die einzelnen Finanzderivate, sofern eine Sicherungsbeziehung nach IAS 39 bilanziert wird, wurden jeweils mit Stichtag des Quartalsendes auf Basis der "Hypothetische-Derivate-Methode" durchgeführt. Die Einzeldokumentation jeder einzelnen Sicherungsbeziehung beschreibt das Grundgeschäft, das besicherte Risiko, die Strategie, das Sicherungsinstrument, die Effektivitätseinschätzung und nennt den Kontraktpartner. Im Bereich der Währungsabsicherung wird nur unter wirtschaftlicher Betrachtungsweise eine Sicherungsbeziehung hergestellt. Zwar findet auch hier eine exakte Zuordnung der Sicherungsinstrumente statt, allerdings wird auf ein Hedge-Accounting nach IAS 39 verzichtet.

Devisentermingeschäfte

Das Grundgeschäft für jegliche Devisenterminsicherung bestimmt sich aus den Raten, die sich aus der Finanzierung des Leasinggeschäfts in dem jeweiligen Währungsgebiet ableiten. Diese Fremdwährungs-Cashflows stellen die Basis für die Termingeschäfte dar. Die Sicherungsbeziehung kann als hocheffektiv eingestuft werden, weil nur die tatsächlichen Cashflows einer Sicherung unterzogen werden, sodass zu keinem Zeitpunkt eine Übersicherung vorliegt. Es wird angestrebt, den Finanzierungszeitpunkt und den Zeitpunkt der Devisenterminsicherung möglichst anzugleichen, um eine bestmögliche Absicherung des Zahlungsstromrisikos zu gewährleisten.

Zins-Swaps

Beim Kontrahieren der Zins-Swaps stehen stets die Parameter des Grundgeschäfts, das durch die Finanzierung (Passiva) gegeben ist, im Mittelpunkt. Deshalb entspricht die Zinsterminologie der Swaps auf der variablen Seite grundsätzlich der des Grundgeschäfts. Weiterhin wird das in den Swaps kontrahierte Volumen zu keinem Zeitpunkt das Volumen der gesicherten Finanzierung übersteigen. Das aktive Einbinden der bestehendenwie auch der künftig geplantenRefinanzierungstransaktionen erlaubt hier ein zukunftsorientiertes Risikomanagement. Im Rahmen dieser stetigen Analyse werden fortan quartalsweise sogenannte Effektivitätstests durchgeführt. Dabei werden die Hedgebeziehungen mittels einer nach IFRS zulässigen Methode auf ihre Effektivität hin überprüft.

Bislang erweisen sich die Sicherungsbeziehungen zwischen Zins-Swaps und bestehenden bzw. geplanten Finanzierungen als hochwirksam. Nach der "Hypothetische-Derivate-Methode" ergab sich eine Effektivität von nahezu 100%. Sowohl die retrospektive als auch die prospektive Effektivität der Sicherungsbeziehungen sind zum Stichtag für alle Derivate im Hedge-Accounting gewährleistet. Auch die Zinsderivate außerhalb des Hedge-Accountings gemäß den Vorschriften des IAS 39 weisen aus Sicht des GRENKE Konzerns und der Risikosteuerung im Konzern einen effektiven wirtschaftlichen Gehalt als Sicherungsinstrumente für Zinsänderungsrisiken auf.

5.3 Marktwert von Finanzinstrumenten

5.3.1 Beizulegender Zeitwert

Zum Stichtag sind im GRENKE Konzern alle derivativen Finanzinstrumente, welche sich aus Zins-Swaps, Zins-Caps und Devisentermingeschäften zusammensetzen, zum beizulegenden Zeitwert bilanziert. Alle übrigen Positionen werden nicht zum beizulegenden Zeitwert bilanziert (siehe Tz. 2.4.4). Gemäß der Hierarchie der Bewertung von Finanzinstrumenten zum beizulegenden Zeitwert des IAS 39, welche sich wie folgt zusammensetzt:

  • Stufe 1: notierte (unangepasste) Preise auf aktiven Märkten für gleichartige Vermögenswerte oder Verbindlichkeiten,
  • Stufe 2: Verfahren, bei denen sämtliche Input-Parameter, die sich wesentlich auf den erfassten beizulegenden Zeitwert auswirken, entweder direkt oder indirekt beobachtbar sind,
  • Stufe 3: Verfahren, die Input-Parameter verwenden, die sich wesentlich auf den erfassten beizulegenden Zeitwert auswirken und nicht auf beobachtbaren Marktdaten basieren,

werden die meisten Finanzinstrumente, die zum beizulegenden Zeitwert bilanziert sind, der Stufe 2 zugeordnet (siehe Tz. 2.4.4). Ausnahme bilden die Call-Optionen bezogen auf die Franchiseunternehmen. Diese sind der Stufe 3 zugeordnet und weisen sämtlich einen Wert von "Null" aus. Der sich aus den Optionen ergebende Kaufpreis basiert auf dem jeweiligen Jahresergebnis der Franchisegesellschaft, multipliziert mit einem KGV-Multiple, der vom Markt zum Zeitpunkt des Erwerbs abgeleitet wird. Umbuchungen zwischen den drei Stufen der Bewertungshierarchie fanden im abgelaufenen Geschäftsjahr nicht statt.

5.3.2 Marktwert derivativer Finanzinstrumente

Die abgeschlossenen Zins-Swaps in einer wirksamen Sicherungsbeziehung haben zum Stichtag einen negativen Marktwert von insgesamt 265 TEUR (Vorjahr: negativer Marktwert in Höhe von 1.173 TEUR). Die Zins-Swaps ohne wirksame Sicherungsbeziehung haben zum Stichtag einen negativen Marktwert von 3.563 TEUR bzw. einen positiven Marktwert von 3.183 TEUR. Die Zahlungsströme für die genannten Sicherungsgeschäfte werden sich voraussichtlich in den nächsten zwei Jahren auf das Periodenergebnis auswirken. Die Devisentermingeschäfte weisen für die einzelnen kontrahierten Währungen zum Stichtag folgende Marktwerte auf:

TEUR Fair Value 2011 Fair Value 2010
EUR Kauf
TRY −23 0
CZK 134 −172
GBP −1.577 13
CHF −84 −182
HUF 275 −94
NOK −44 −493
SEK −1.188 −1.407
DKK −234 −80
PLN) 803 −549
EUR Verkauf
GBP –44 0
PLN 0 –46

5.3.3 Marktwert originärer Finanzinstrumente

DerFairValue ist derBetrag, zu demFinanzinstrumente amBilanzstichtag zwischen sachverständigen, vertragswilligen und voneinander unabhängigen Vertragsparteien getauscht, ver- oder gekauft bzw. beglichen würden. Der Marktwert der Leasingforderungen wird geschätzt, indemanstatt des internen Zinses ein Zinssatz verwendetwird, der bei einer vollständigenRefinanzierung erhältlichwäre. Bei den Verbindlichkeiten aus der Refinanzierung der Leasingforderungen wird ein marktüblicher Zins am 31. Dezember 2011 zur Mittelaufnahmezugrundegelegt.Finanzinstrumente,derenMarktwert vonderenBuchwertabweicht,werdeninfolgenderTabelleaufgeführt:

TEUR Marktwert 2011 Buchwert 2011 Marktwert 2010 Buchwert 2010
Leasingforderungen 1.713.194 1.568.815 1.436.841 1.328.224
Verbindlichkeiten aus der Refinanzierung 1.370.284 1.367.632 1.109.139 1.107.543

5.4 Fälligkeit finanzieller Verpflichtungen

In der folgenden Tabelle werden die Fälligkeiten der frühestmöglichen nicht diskontierten vertraglichen Cashflows finanzieller Verpflichtungen zum Stichtag des abgelaufenen sowie des vorangegangenen Geschäftsjahres analysiert. Die Beträge stimmen teilweise nicht mit den Beträgen aus der Bilanz überein, da es sich grundsätzlich um undiskontierte Cashflows handelt.

Zum 31.12.2011
Täglich Bis zu 3 bis 12 1 bis 5 mehr als
TEUR fällig 3 Monate Monate Jahre 5 Jahre
Art der Verbindlichkeit
Verbindlichkeiten aus der Refinanzierung 1 185.717 366.137 944.834 7.896
Verbindlichkeiten aus dem
Einlagengeschäft 13.874 33.787 46.236 61.230 0
Bankschulden 483 368 405 2.537 0
Sonstige Schulden 0 4.099 587 128 0
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und
Leistungen 1) 0 7.031 0 0 0
Negative Marktwerte aus derivativen
Finanzinstrumenten 2) 0 984 3.259 2.881 35
Summe 14.358 231.986 416.624 1.011.610 7.931

1) Hier sind die Buchwerte auf die einzelnen Fälligkeitsklassen verteilt, sofern dies in einem sinnvollen Rahmen für möglich erachtet wird.

Zum 31.12.2010

Täglich Bis zu 3 bis 12 1 bis 5 mehr als
TEUR fällig 3 Monate Monate Jahre 5 Jahre
Art der Verbindlichkeit
Verbindlichkeiten aus der Refinanzierung 0 203.726 221.154 783.386 9.614
Verbindlichkeiten aus dem
Einlagengeschäft 18.282 37.749 31.593 34.615 0
Bankschulden 113 227 344 2.750 344
Sonstige Schulden 0 7.134 277 835 1
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und
Leistungen 1) 0 6.194 0 0 0
Negative Marktwerte aus derivativen
Finanzinstrumenten 2) 7.032 0 0 0 0
Summe 25.427 255.030 253.368 821.586 9.959

1) Hier sind die Buchwerte auf die einzelnen Fälligkeitsklassen verteilt, sofern dies in einem sinnvollen Rahmen für möglich erachtet wird.

2) Hier sind die Barwerte aller künftigen Cashflows dargestellt. Der Konzern hält dies für die geeignete Darstellung der Cashflows, die zur Zahlung anständen, wenn diese Positionen geschlossen werden müssten. Derivatebestände werden der Kategorie täglich fällig zugeordnet, da in dieser Darstellung der früheste mögliche Liquiditätsabfluss abgebildet wird. Die tatsächliche Vertragslaufzeit der Kontrakte kann sich auf deutlich längere Perioden ausdehnen.

Bezüglich der Angaben zur Steuerung des Liquiditätsrisikos verweisen wir auf die Angaben im Lagebericht.

6 Änderungen im Konsolidierungskreis

6.1 Akquisitionen im Geschäftsjahr 2011

Die GRENKELEASING AG erwarb mit Kaufvertrag vom 6. Juni 2011 100% der stimmberechtigten Anteile an der GRENKELEASING Magyarország Kft., Budapest/Ungarn. Der Erwerbszeitpunkt, an dem die Beherrschung über das erworbene Unternehmen erlangt wurde, war am 21. Juni 2011.

Das erworbene Unternehmen war vor dem Erwerb im Rahmen des Franchisesystems der GRENKELEASING AG tätig und hat sich auf den Vertrieb von Small-Ticket-Leasing mit einem starken Fokus auf EDV- und IT-Equipment spezialisiert. Da weiterhin noch nicht alle relevanten Informationen für eine endgültige Kaufpreisallokation vorlagen, sind die beizulegenden Zeitwerte der Vermögensgegenstände und Schulden weiterhin vorläufig und können in Folge weiterer Erkenntnisse des Akquisitionsprozesses eine Anpassung erfahren.

Im Folgenden werden die vorläufigen beizulegenden Zeitwerte der identifizierbaren Vermögenswerte und Schulden zum Erwerbszeitpunkt der Gesellschaft dargestellt:

Beizulegender
TEUR Zeitwert
Immaterielle Vermögenswerte 362
Sachanlagen 214
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 784
Leasingforderungen 2.398
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 57
Aktive latente Steuern 67
Sonstige Vermögenswerte 74
Summe Vermögenswerte 3.956
Beizulegender
TEUR Zeitwert
Verbindlichkeiten aus der Refinanzierung der Leasingforderungen 1.641
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 224
Passive latente Steuern 200
Sonstige Schulden 178
Rückstellungen 402
Summe Schulden 2.645
Summe des identifizierten Nettovermögens 1.311
Geschäfts- oder Firmenwert aus Unternehmenserwerb 1.089
Gesamte Gegenleistung 2.400

Die gesamte Gegenleistung des Unternehmenszusammenschlusses mit der GRENKELEASING Magyarország Kft. belief sich auf 2.400 TEUR und beinhaltet ausschließlich Zahlungsmittel.

TEUR
Gegenleistung
Kaufpreis in Zahlungsmittel 2.400
Gesamte Gegenleistung 2.400
TEUR
Zahlungsmittelabfluss aufgrund Unternehmenserwerb
Mit dem Tochterunternehmen erworbene Zahlungsmittel 57
Abfluss von Zahlungsmitteln 2.400
Tatsächlicher Zahlungsmittelabfluss 2.343

Die immateriellen Vermögenswerte entfallen vollständig auf die bewerteten Händlerbeziehungen. Dieser Händlerstamm wird ab dem Erwerbszeitpunkt voraussichtlich über eine planmäßige Nutzungsdauer von sechs Jahren abgeschrieben. Der vorläufig beizulegende Zeitwert der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen beläuft sich auf 784 TEUR, dieser entspricht dem Bruttobetrag. Der gesamte Betrag ist voraussichtlich einbringlich. Der vorläufig beizulegende Zeitwert der Leasingforderungen beläuft sich auf 2.398 TEUR. Der Bruttobetrag dieser Forderungen beträgt 2.656 TEUR. Aus den Leasingforderungen sind 258 TEUR wertberichtigt und voraussichtlich nicht einbringlich.

Die GRENKELEASING Magyarország Kft. weist unter den Verbindlichkeiten aus der Refinanzierung der Leasingforderungen vollständig Darlehen gegenüber der GRENKE FINANCE Plc., Dublin/Irland, aus. Diese wurden der ehemaligen Franchisegesellschaft zur Refinanzierung der Leasingforderungen gewährt.

Die teilweise in Fremdwährung gewährten Darlehen werden bei beiden Gesellschaften zu Stichtagskursen bewertet und infolge der Konsolidierung eliminiert und erscheinen somit nicht in der Konzernbilanz. Wegen der kurzen Duration und des kaum geänderten Zinsniveaus der Verbindlichkeiten ergab sich keine relevante Abweichung zwischen der Stichtagsbewertung und einem beizulegenden Zeitwert. Der Geschäfts- und Firmenwert aus dem Unternehmenserwerb resultiert aus dem erwarteten Geschäftswachstum in Ungarn sowie sonstigen Vorteilen aus der vollständigen Integration der Vermögenswerte und Aktivitäten in den GRENKE Konzern. Der erfasste Geschäfts- und Firmenwert ist steuerlich nicht abzugsfähig.

Seit dem Erwerbszeitpunkt hat sich der Geschäfts- und Firmenwert aufgrund Währungsumrechnung um 168 TEUR vermindert. Das erworbene Unternehmen hat seit dem Erwerbszeitpunkt ein Zinsergebnis von 68 TEUR sowie ein negatives Ergebnis von 181 TEUR zum Periodenergebnis des Konzerns beigetragen. Der Beitrag der GRENKELEASING Magyarország Kft. zum Zinsergebnis des Konzerns hätte bei einem Erwerb zum 1. Januar 2011 195 TEUR betragen. Des Weiteren hätte die Tochtergesellschaft unter zuvor genannter Bedingung ein negatives Jahresergebnis in Höhe von 187 TEUR zum Jahresergebnis des Konzerns beigetragen. Der geringe Anteil des Zinsergebnisses in der zweiten Jahreshälfte im Vergleich zum Gesamtjahr 2011 ist auf den kontinuierlichen Abbau des Altbestands an Leasingforderungen zurückzuführen, da seit dem Jahr 2010 ausschließlich Leasingverträge im Rahmen des Kommissionsmodells mit der GRENKE FINANCE Plc. abgeschlossen werden.

6.2 Weitere Änderungen im Konsolidierungskreis im Geschäftsjahr 2011

Am 18. Januar 2011 wurde vom GRENKE Konzern zur Verbriefung französischer Leasingforderungen im Rahmen des ABCP-Programms Elektra Purchase No. 25 Limited das FCT "GK"-COMPARTMENT "G2" gegründet. Da die GRENKELEASING AG indirekt über die GRENKE FINANCE Plc. und die GRENKE SERVICE AG mit jeweils 150 EUR beteiligt ist, wurde das FCT "GK"- COMPARTMENT "G2" im Geschäftsjahr 2011 erstmalig konsolidiert.

Das im Jahr 2009 gegründete FCT "GK"-Compartment "G1" im Rahmen des ABCP-Programms CORAL für französische Leasingforderungen, bei dem die GRENKELEASING AG indirekt über die irische Tochtergesellschaft GRENKE FINANCE Plc. und die deutsche Tochtergesellschaft GRENKE SERVICE AG mit je 150 EUR beteiligt war, wurde am 25. Januar 2011 zurückgeführt. Dementsprechend wird diese Beteiligung zum Abschlussstichtag nicht mehr im Konsolidierungskreis geführt, wobei sich keine Ergebnisauswirkung aus der Entkonsolidierung ergab.

6.3 Erstkonsolidierungen im Geschäftsjahr 2010

Mit Emission des ABS-Bonds hat die GRENKELEASING AG Beherrschung gemäß SIC-12 an der Zweckgesellschaft ("Special Purpose Entity", SPE) GOALS FINANCING 2009 LIMITED, Dublin, erlangt. SPE unterliegen oft rechtlichen Vereinbarungen, die ihrer Geschäftsführung Beschränkungen bezüglich der Entscheidungsmacht ("Autopilot") auferlegen. Diese Bestimmung legt fest, dass die Geschäftspolitik über die laufende Tätigkeit der SPE nicht geändert werden darf. Aufgrund der hier gewählten Struktur verbleiben zudem die wesentlichen Chancen und Risiken im GRENKE Konzern.

Die GOALS FINANCING 2009 LIMITED wurde am 15. September 2009 mit einem Eigenkapital in Höhe von 3 EUR nach irischem Recht gegründet. Die GRENKELEASING AG ist nicht beteiligt. Aufgrund der erstmaligen Einbeziehung der GOALS FINANCING 2009 LIMITED in den Konzernabschluss der GRENKELEASING AG ergaben sich keine wesentlichen Auswirkungen. Zum Zeitpunkt der Einbeziehung bilanzierte die GOALS FINANCING 2009 LIMITED Anleiheverbindlichkeiten in Höhe von 160.000 TEUR, die sie mit den angekauften Leasingforderungen (Ausweis Aktiva) unterlegt hat (siehe hierzu den Abschnitt zu den Finanzschulden), die sich aber im Gegensatz zu den sonstigen ABCP-Refinanzierungen anfänglich nicht tilgen.

6.4 Akquisitionen im Geschäftsjahr 2009

Aus dem Erwerb der GRENKE BANK AG im Geschäftsjahr 2009 besteht zum Stichtag eine Eventualverbindlichkeit in Höhe von 1.215 TEUR. Wir verweisen auf die Ausführungen unter Tz. 4.15.

7 Segmentberichterstattung

Der Konzern steuert seit der Übernahme der Bank die berichtspflichtigen Segmente Leasing-, Bank- und Factoringgeschäft aufgrund vorliegender Finanzinformationen.

7.1 Beschreibung der berichtspflichtigen Segmente

Leasinggeschäft

Dem Segment Leasinggeschäft sind alle Aktivitäten zuzurechnen, die von der GRENKELEASING AG und ihren Tochtergesellschaften getätigt wurden, mit Ausnahme der GRENKE BANK AG sowie der GRENKEFACTORING GmbH, welche separate Segmente bilden. In der Steuerung des Leasinggeschäfts stellt der GRENKE Konzern grundsätzlich auf die einzelnen Regionen bzw. Länder ab. Das Segment Leasinggeschäft ist dementsprechend die Zusammenfassung mehrerer operativer Segmente, die sich nach Ländern bzw. Ländergruppen definieren und das berichtspflichtige Segment Leasinggeschäft ergeben.

Bankgeschäft

Das Segment Bankgeschäft umfasst die Aktivitäten der GRENKE BANK AG, die sich vor allem auf ihren Internetauftritt und damit verbundene Vertriebsaktivitäten fokussiert. Das Geschäft der Bank erfolgt schwerpunktmäßig mit deutschen Kunden.

Factoringgeschäft

Das Segment Factoring beinhaltet die Aktivitäten der GRENKEFACTORING GmbH, welche klassische Factoringdienstleistungen in Deutschland erbringt und ein Finanzdienstleistungsinstitut ist.

7.2 Messgrößen der Segmente

Die Bilanzierungsgrundsätze, die zur Gewinnung der Segmentinformationen herangezogen werden, entsprechen grundsätzlich den angewandten Bilanzierungsregeln des Konzernabschlusses (siehe Tz. 2.4). Konzerninterne Transaktionen erfolgen grundsätzlich zu marktüblichen Preisen.

Für die Beurteilung des Erfolgs des GRENKE Konzerns ist grundsätzlich der Vorstand der GRENKELEASING AG verantwortlich. Dieser hat als wesentliche Erfolgsgrößen neben dem Neugeschäftsvolumen und dem Deckungsbeitrag 2 für das Leasingsegment vor allem die operativen Segmenterträge, das Segmentergebnis vor dem sonstigen Finanzergebnis und die Personalaufwendungen bestimmt. Das sonstige Finanzergebnis und die Steueraufwendungen / -erträge sind die wesentlichen Bestandteile der Konzernergebnisrechnung, die nicht in die einzelnen Segmentinformationen einfließen.

Die Segmentdaten wurden auf folgende Weise ermittelt:

  • Die operativen Segmenterträge umfassen das Zinsergebnis nach Schadensabwicklung und Risikovorsorge, das Ergebnis aus dem Versicherungsgeschäft, das Ergebnis aus dem Neugeschäft und das Ergebnis aus der Verwertung der Segmente.
  • Das Segmentergebnis wird als Operatives Ergebnis ohne Berücksichtigung von Steuern ermittelt.
  • Das Segmentvermögen setzt sich aus den betriebsnotwendigen Vermögenswerten ohne Steueransprüche zusammen.
  • Die Segmentschulden entsprechen den dem jeweiligen Segment zuzurechnenden Verbindlichkeiten bis auf die Steuerverbindlichkeiten.
Segment
Leasing
geschäft
Segment
Bank
geschäft
Segment
Factoring
geschäft
Summe
Segmente
Konsoli
dierung
Konzern
Region Region Region Region Region
Zum 31.12.2010 (TEUR) Deutschland Frankreich Schweiz Italien Sonstige Summe
Operative Segmenterträge 39.275 22.554 4.340 9.749 16.682 92.600 3.499 731 96.830 0 96.830
Personalaufwand 17.715 4.164 1.139 1.881 5.593 30.492 1.408 773 32.673 0 32.673
Segmentergebnis 9.577 15.106 1.897 5.479 5.058 37.117 421 −515 37.023 0 37.023
Überleitung Konzern
Operatives Ergebnis 37.023
Sonstiges Finanzergebnis −498
Steuern 8.689
Gewinn lt. Konzern
Gewinn- und
Verlustrechnung 27.836
Segmentvermögen 657.898 347.967 47.440 110.520 455.459 1.619.285 171.392 4.183 1.794.860 −147.014 1.647.846
Überleitung Konzern
Nicht zurechenbare Posten 23.147
Vermögen lt. Konzernbilanz 1.670.993
Segmentschulden 503.576 276.439 27.595 90.892 435.820 1.334.322 137.234 7.522 1.479.078 −147.014 1.332.064
Überleitung Konzern
Nicht zurechenbare Posten 51.156
Schulden lt. Konzernbilanz 1.383.220
Segment Segment Segment
Leasing Bank Factoring Summe Konsoli
geschäft geschäft geschäft Segmente dierung Konzern
Region Region Region Region Region
Zum 31.12.2011 (TEUR) Deutschland Frankreich Schweiz Italien Sonstige Summe
Operative Segmenterträge 45.324 20.953 4.661 12.322 27.862 111.122 4.262 1.269 116.653 0 116.653
Personalaufwand 18.993 4.684 1.535 3.043 6.555 34.810 1.126 759 36.695 0 36.695
Segmentergebnis 10.773 13.071 1.790 7.063 14.559 47.256 3.314 153 50.723 0 50.723
Überleitung Konzern
Operatives Ergebnis 50.723
Sonstiges Finanzergebnis –291
Steuern 11.181
Gewinn lt. Konzern
Gewinn- und
Verlustrechnung 39.251
Segmentvermögen 661.491 402.776 47.659 176.685 616.315 1.904.926 218.419 10.703 2.134.048 –183.658 1.950.390
Überleitung Konzern
Steueransprüche 18.578
Vermögen lt. Konzernbilanz 1.968.968
Segmentschulden 523.236 339.361 27.227 152.444 568.574 1.610.842 182.389 13.813 1.807.044 –183.658 1.623.386
Überleitung Konzern
Steuerverbindlichkeiten 27.925
Schulden lt. Konzernbilanz 1.651.311

8 Weitere Erläuterungen

8.1 Kapitalmanagement

8.1.1 Ökonomisches Kapital

Vorrangiges Ziel der Kapitalsteuerung des GRENKE Konzerns ist es, sicherzustellen, dass das zur Unterstützung seiner Geschäftstätigkeit und zur Sicherung der Liquidität bestehende Bonitätsrating aufrechterhalten werden kann sowie eine lückenlose Wahrung der Risikotragfähigkeit im Rahmen der Anforderungen an den GRENKE Konzern durch die Mindestanforderungen an das Risikomanagement gegeben ist.

Der GRENKE Konzern überwacht sein Kapital unter anderem mit Hilfe der Eigenkapitalquote, dem Verhältnis zwischen Eigenkapital und Bilanzsumme. Gemäß den konzerninternen Richtlinien streben wir (wie im Vorjahr) eine Eigenkapitalquote von 16% an. Zudem wird über die Risikotragfähigkeitsrechnung des Konzerns und das Risikobegrenzungssystem bzw. die Limitierung von Risikopositionen die Überwachung und Sicherstellung des ökonomischen Eigenkapitals gewährleistet.

8.1.2 Regulatorisches Kapital

Durch die Akquisition der GRENKE BANK AG und die Tatsache, dass die GRENKELEASING AG seit Ende 2008 im Sinne des KWG (Kreditwesengesetzes) ein Finanzdienstleistungsinstitut ist, hat der GRENKE Konzern regelmäßig die Vorgaben nach der Solvabilitätsverordnung auf Konzernebene einzuhalten. Die GRENKELEASING AG als übergeordnetes Institut meldet zudem die Gesamtkennziffer des Konzerns nach den Vorgaben von § 3 SolvV (Solvabilitätsverordnung) in Verbindung mit § 10a KWG.

Die Ermittlung der Gesamtkennziffer erfolgt gemäß den Grundlagen des IFRS-Abschlusses. Die Eigenmittel setzen sich hierbei für den Konzern aus den sogenannten Kernkapitalkomponenten Grundkapital 17.491 TEUR (Vorjahr: 17.491 TEUR), Kapitalrücklagen 60.166 TEUR (Vorjahr: 60.166 TEUR) und Gewinnrücklagen 148.917 TEUR (Vorjahr: 89.054 TEUR) zusammen.

Zudem sind die sonstigen Rücklagen von 1.386 TEUR (Vorjahr: 1.175 TEUR) zu berücksichtigen, und es gibt Abzugspositionen in Höhe von 15.617 TEUR (Vorjahr: 14.644 TEUR), die durch immaterielle Vermögensgegenstände gekennzeichnet sind. Weitere Eigenmittel fließen nicht in die Berechnung des regulatorischen Eigenkapitals ein. Zum Stichtag betragen die Gesamteigenmittel der Gruppe 212.343 TEUR (Vorjahr: 153.242 TEUR).

8.2 Franchisesystem

Die GRENKELEASING AG stellt im Rahmen eines Franchisevertrags ihr Know-how, ihre betriebliche Infrastruktur sowie die Mittel zur Refinanzierung der Leasingverträge zur Verfügung. An den genannten Franchisenehmern ist sie jedoch nicht beteiligt und kann auch keinen Einfluss auf die Geschäfts- und Firmenpolitik der Franchisenehmer ausüben. Neben der Franchisegebühr von insgesamt 1.144 TEUR (Vorjahr: 805 TEUR) hat der Konzern Erträge aus der Verzinsung der Darlehen in Höhe von 2.535 TEUR (Vorjahr: 3.324 TEUR) (siehe Tz. 3.1) erwirtschaftet. Zum Stichtag bestanden neben den Darlehen in Höhe von 39.463 TEUR (Vorjahr: 50.608 TEUR) weitere Forderungen gegen die Franchisenehmer von insgesamt 2.627 TEUR (Vorjahr: 2.116 TEUR) (siehe Tz. 4.4 und Tz. 4.5).

8.3 Haftungsverhältnisse (Eventualverbindlichkeiten) und sonstige finanzielle Verpflichtungen

Am Bilanzstichtag bestanden keine in der Bilanz zu vermerkenden oder im Anhang anzugebenden Haftungsverhältnisse. Die Gesellschaft hat sonstige finanzielle Verpflichtungen im Zusammenhang mit Miet-, Gebäudeinstandhaltungs- und Leasingverträgen. Die sich daraus ergebenden finanziellen Verpflichtungen sind in der nachfolgenden Darstellung berücksichtigt:

TEUR 31.12.2011 31.12.2010
Miet-, Instandhaltungs- und Leasingverpflichtungen
fällig im Folgejahr 6.022 5.346
fällig in 2 bis 5 Jahren 10.645 11.599
fällig nach 5 Jahren 3.156 1.212
Summe 19.823 18.157

Den Mietzahlungen stehen erwartete Mieteinzahlungen aus Untermietverhältnissen in Höhe von 388 TEUR (Vorjahr 358 TEUR) entgegen. FürMietverhältnisse bezüglich angemieteter Räumlichkeiten bestehen Verlängerungsoptionen zwischen ein und fünf Jahren. Für die Erweiterung eines Bürogebäudes bestehen zum 31. Dezember 2011 Verpflichtungen in Höhe von 5.538 TEUR.

Im Rahmen von drei Vereinbarungen über den Verkauf von Forderungen der Grenke Investitionen Verwaltungs KGaA zur Sicherung sämtlicher Forderungen der Besitzgesellschaft (Grenke Investitionen Verwaltungs Kommanditgesellschaft auf Aktien) gegen die Betriebsgesellschaft, tritt die Betriebsgesellschaft (GRENKELEASING AG) aus Leasingverträgen mit Endleasingnehmern (Unterleasingvertrag) über Leasingobjekte, die Gegenstand eines Kaufvertrags zwischen Betriebsgesellschaft und Besitzgesellschaft sind, Folgendes an die Besitzgesellschaft ab:

Sämtliche Forderungen, Ansprüche und Rechte aus diesen Unterleasingverträgen einschließlich etwaiger Ansprüche aus Verlängerungsmieten nach Ablauf der ursprünglich vereinbarten Mietzeit, etwaige Ansprüche auf Ausgleichszahlungen und auf Restwerte sowie Zahlung eines Kaufpreises aus dem Verkauf des betreffenden Leasinggegenstands. Mit abgetreten sind die Ansprüche aus Kredit- und Sachversicherungen aus dem jeweiligen Unterleasingvertrag, ferner eventuelle Ansprüche aus Rückkaufverpflichtungen von Lieferanten der Leasinggegenstände oder von Dritten. Der Käufer der Forderungen erwirbt das Sicherungseigentum an den Leasinggegenständen, die dem jeweiligen Forderungskaufvertrag zugrunde liegen.

Unsere irische Tochtergesellschaft GRENKE FINANCE Plc., Dublin/Irland, erzielte in 2010 und 2011 Einkünfte aus innerkonzernlichem Factoring, Darlehen und Leasing. Die GRENKE FINANCE Plc. unterliegt in 2010 und 2011 mit ihren oben genannten Einkünften in Irland einer nominalen Ertragsteuerbelastung von 12,5% und damit einer niedrigen Besteuerung im Sinne des AStG. Eine Hinzurechnungsbesteuerung der Einkünfte der GRENKE FINANCE Plc. erfolgt nach geltender Rechtslage − unter Zugrundelegung des EuGH-Urteils "Cadbury Schweppes" sowie unter Berücksichtigung des BMF-Schreibens vom 8. Januar 2007 − nicht, wenn die GRENKE FINANCE Plc. eine wirtschaftliche Tätigkeit ausübt.

Die GRENKE FINANCE Plc. hat in 2008 beim Bundeszentralamt für Steuern einen Antrag nach § 50d EStG auf die Erteilung einer Freistellungsbescheinigung und / oder Erstattung von Abzugsteuern für Lizenzgebühren und ähnliche Vergütungen aufgrund des Doppelbesteuerungsabkommens zwischen der Bundesrepublik Deutschland und Irland gestellt. Das Bundeszentralamt für Steuern hat zur Bearbeitung des Antrags um ergänzende Erläuterungen und Nachweise hinsichtlich der Voraussetzungen einer wirtschaftlichen Tätigkeit der GRENKE FINANCE Plc. in Irland ersucht. Nach eingehender Prüfung sah das Bundeszentralamt für Steuern die Voraussetzungen als erfüllt an und erteilte die Freistellungsbescheinigung. Nach unserer Auffassung sind somit die Voraussetzungen für eine wirtschaftliche Tätigkeit der GRENKE FINANCE Plc. in 2010 und 2011 erfüllt. Daher bestehen zum Stichtag keine Eventualverbindlichkeiten oder sonstigen Verpflichtungen mehr aus diesem Sachverhalt.

8.4 Betriebsprüfung in Deutschland

Im November 2010 wurde mit der Betriebsprüfung bei der GRENKELEASING AG, der Grenke Investitionen Verwaltungs KGaA, der GRENKE Service AG und der GRENKEFACTORING GmbH für die Geschäftsjahre 2005 bis 2009 begonnen. Zum Stichtag lagen noch keine abschließenden Prüfungsergebnisse vor.

8.5 Betriebsprüfungen im Ausland

Im Mai 2009 wurde die Betriebsprüfung bei der GRENKELEASING s.r.o., Tschechien, für die Geschäftsjahre 2005 und 2006 begonnen. Zum Stichtag lagen noch keine abschließenden Prüfungsergebnisse vor.

8.6 Angaben über Beziehungen zu nahe stehenden Unternehmen und Personen

Dritte Parteien gelten als nahe stehend, sofern eine Partei die andere mittelbar oder unmittelbar kontrolliert oder maßgeblichen Einfluss auf deren geschäftliche oder operative Entscheidungen ausüben kann. Zu den nahe stehenden Unternehmen und Personen des GRENKE Konzerns gehören Personen in Schlüsselpositionen sowie deren Familienangehörige und Tochtergesellschaften der GRENKELEASING AG. Die GRENKELEASING AG erbringt im Rahmen ihrer normalen Geschäftstätigkeit zahlreiche Leistungen für Tochterunternehmen. Umgekehrt erbringen die jeweiligen Konzerngesellschaften im Rahmen ihres Geschäftszwecks auch Leistungen innerhalb des GRENKE Konzerns. Diese umfangreichen Lieferungs- und Leistungsbeziehungen werden zu Marktkonditionen abgewickelt.

Im Rahmen ihrer gewöhnlichen Geschäftstätigkeit bietet die GRENKE BANK AG nahe stehenden Personen Dienstleistungen zu marktüblichen Bedingungen an. Von Mitgliedern des Konzernvorstands und deren nahen Familienangehörigen hat die Bank zum Stichtag Einlagen in Höhe von 6.049 TEUR (Vorjahr: 5.537 TEUR) erhalten. Von Mitgliedern des Konzernaufsichtsrats einschließlich deren nahen Verwandten hat die Bank zum Stichtag Einlagen in Höhe von 1.010 TEUR (Vorjahr: 0 TEUR) erhalten. Eine Kreditvergabe an diesen Personenkreis ist während der Berichtsperiode nicht erfolgt.

Der Aufsichtsrat der GRENKELEASING AG besteht satzungsgemäß aus sechs Mitgliedern. Im Geschäftsjahr 2011 gehörten dem Aufsichtsrat folgende Mitglieder an:

  • Herr Prof. Dr. Ernst-Moritz Lipp, Baden-Baden, Vorsitzender, Professor für internationale Finanzwirtschaft und Geschäftsführer der ODEWALD & COMPAGNIE Gesellschaft für Beteiligungen mbH
  • Herr Gerhard E. Witt, Baden-Baden, Stellvertretender Vorsitzender, Wirtschaftsprüfer und Steuerberater
  • Herr Dieter Münch, Weinheim, Bankkaufmann a.D. und Stiftungsvorstand
  • Herr Florian Schulte, Baden-Baden, Geschäftsführer der Deltavista GmbH
  • Herr Erwin Staudt, Leonberg, Diplom-Volkswirt
  • Herr Prof. Dr. Thilo Wörn, Essen, Hochschullehrer an der Fachhochschule für öffentliche Verwaltung NRW

In der folgenden Tabelle ist der Aktienbestand der Aufsichtsräte dargestellt:

Aktien per 31. Dezember
Stück 2011 2010
Dieter Münch 75 75
Prof. Dr. Ernst-Moritz Lipp 28.300 23.800
Erwin Staudt 1.000 1.000
Summe 29.375 24.875

Herr Prof. Dr. Ernst-Moritz Lipp ist ferner Vorsitzender des Aufsichtsrats der GRENKE BANK AG, Baden-Baden, Mitglied im Aufsichtsrat der OYSTAR Holding GmbH, Karlsruhe Stutensee, und der Sodexo Beteiligungs B.V. & Co. KG, Heidelberg. Des Weiteren ist Herr Prof. Dr. Ernst-Moritz Lipp Beiratsmitglied bei der Winter Holding Verwaltungs GmbH, Nußloch.

Herr Gerhard E. Witt ist des zugleich Aufsichtsratsvorsitzender bei der Grenke Investitionen Verwaltungs KGaA, Baden-Baden, einer Tochtergesellschaft der GRENKELEASING AG.

Herr Dieter Münch ist stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender bei der Grenke Investitionen Verwaltungs KGaA, Baden-Baden. Des Weiteren ist Herr Dieter Münch Vorsitzender des Aufsichtsrats der Firma Weisenburger Bau + Grund AG, Halle/Saale.

Herr Erwin Staudt ist Aufsichtsratsmitglied der PROFI Engineering Systems AG, Darmstadt, der USU Software AG, Möglingen, sowie Verwaltungsratsmitglied der Hahn Verwaltungs-GmbH, Fellbach.

Herr Florian Schulte gehört keinen anderen Aufsichtsräten oder vergleichbaren Kontrollgremien bei in- und ausländischen Wirtschaftsunternehmen im Sinne des § 125 Abs.1 Satz 5 des Aktiengesetzes an.

Herr Prof. Dr. Thilo Wörn ist Vorsitzender des Aufsichtsrats der Tiemeyer Automobile AG, Bochum sowie Beiratsvorsitzender bei der agathon GmbH & Co. KG, Bottrop.

Die Amtszeit von Herrn Prof. Dr. Ernst-Moritz Lipp und Herrn Gerhard E. Witt endet mit dem Ablauf der Hauptversammlung, die über ihre Entlastung für das Geschäftsjahr 2012 entscheidet.

Die übrigen Aufsichtsratsmitglieder sind bis zum Ablauf der Hauptversammlung bestellt, die über ihre Entlastung für das Geschäftsjahr 2014 entscheidet.

Die Vergütung (inkl. Bezüge für Nebenleistungen) des Aufsichtsrats bei der GRENKELEASING AG belief sich auf insgesamt 108 TEUR (Vorjahr: 83 TEUR). Die Vergütung der Aufsichtsratstätigkeit ist entsprechend der Regelung des § 113 Abs. 1 Satz 2, 1. Alt. AktG in § 10 der Satzung der GRENKELEASING AG festgelegt. Diese Regelung sieht keine Einbeziehung des Aufsichtsrats in eines der Mitarbeiterbeteiligungsprogramme vor. Die Aufsichtsratsvergütung setzt sich wie folgt zusammen:

TEUR Summe Vergütung AG Vergütung KGaA Nebenleistungen
2011 Vorjahr 2011 Vorjahr 2011 Vorjahr 2011 Vorjahr
Summe 117 92 108 79 9 9 0 4

Der Vorstand der GRENKELEASING AG setzt sich wie folgt zusammen:

  • Herr Wolfgang Grenke, Kaufmann, Baden-Baden (Vorstandsvorsitzender), CEO
  • Herr Dr. Uwe Hack, Dipl.-Kaufmann, Metzingen (Stellvertretender Vorstandsvorsitzender), CFO
  • HerrMark Kindermann, Dipl.-Kaufmann, Bühl, COO
  • Herr Gilles Christ, MBA, Souffelweyersheim/Frankreich, CSO

Herr Wolfgang Grenke ist einzelvertretungsberechtigt. Die übrigen Vorstände vertreten die GRENKELEASING AG gemeinsam mit einem weiteren Vorstand oder einem Prokuristen.

Die Vorstandsvergütung für 2011 setzt sich wie folgt zusammen:

TEUR Gesamtbezüge davon fix davon variabel
Summe 1.776 952 824
Summe Vorjahr 2.083 963 1.120

Für Herrn Dr. Uwe Hack ist ein Jahresbeitrag zur Altersvorsorge an eine überbetriebliche Unterstützungskasse in Höhe von 21 TEUR (Vorjahr: 21 TEUR) enthalten.

Mit Unterschriftsdatum vom 29. Juni 2010 bzw. 13. Juli 2010 hat der Aufsichtsrat der GRENKELEASING AG mit den Vorstandsmitgliedern Herrn Dr. Uwe Hack bzw. Herrn Gilles Christ Phantom-Stock-Vereinbarungen abgeschlossen.

ImRahmendieserVereinbarungenerhaltenHerrDr.UweHackbzw.HerrGillesChristfürdieGeschäftsjahre2010,2011und2012jeweils einen Zahlungsanspruch in Höhe des Wertzuwachses von 30.000 bzw. 15.000 Aktien der GRENKELEASING AG im Verhältnis zu einem definierten Basiskurs. Dieser entspricht dem arithmetischen Mittel der XETRA-Schlusskurse an sämtlichen Handelstagen vom 1. bis 23. Dezember des jeweiligen Vorjahres.

Der Basiskurs für das Jahr 2010 betrug 28,68 EUR. Für das Jahr 2011 liegt der Basiskurs bei 37,72 EUR. Die maximale Auszahlung aufgrund dieserVereinbarung ist auf 600.000EURbzw. 300.000EURfür den Zeitraumvon drei Jahren begrenzt.HerrDr.UweHack und Herr Gilles Christ sind unter dem Programm verpflichtet, den jeweiligen Nettoauszahlungsbetrag zuzüglich eines Eigeninvestments von 25% dieses Auszahlungsbetrags in Aktien der GRENKELEASING AG zu investieren. Bei Herrn Gilles Christ wurde im ersten Jahr der Vorstandszugehörigkeit eine zeitanteilige Berechnung angewendet.

Per 31. Dezember 2011 betrug der Wert der gewährten Phantom-Stock-Vereinbarungen 0 TEUR (Vorjahr: 374 TEUR). Die erfolgswirksame Erfassung in der Gewinn- und Verlustrechnung des Vorjahres erfolgte dementsprechend in den Personalaufwendungen.

Im Mai 2011 erwarb Herr Wolfgang Grenke über die Börse (Frankfurt) insgesamt 9.000 Aktien. Herr Dr. Uwe Hack kaufte im Mai 2011 insgesamt 2.500 Aktien über die Börse (XETRA) und Herr Gilles Christ im Februar 2011 ebenfalls über die Börse (XETRA) insgesamt 1.600 Aktien.

Der Bestand an Aktien lässt sich aus der folgenden Tabelle ersehen:

Aktien per 31. Dezember
Stück 2011 2010
Wolfgang Grenke* 4.925.619 4.916.619
Dr. Uwe Hack 9.500 7.000
Mark Kindermann 52.053 52.053
Gilles Christ 1.600 0
Summe 4.988.772 4.975.672

* ohne Stimmrechte aus dem Poolvertrag der Familie GRENKE – siehe hierzu den Corporate-Governance-Bericht.

Herr Wolfgang Grenke ist zusätzlich Aufsichtsratsvorsitzender der GRENKELEASING AG, Wien/Österreich, und Mitglied des Aufsichtsrats der GRENKE SERVICE AG, Baden-Baden, sowie der GRENKE BANK AG, Baden-Baden. Außerdem ist er im Beirat der Deutsche Bank AG, Region Freiburg.

Herr Dr. Uwe Hack ist zusätzlich Vorstandsvorsitzender der GRENKE BANK AG, Baden-Baden, und Aufsichtsratsmitglied bei der GRENKE SERVICE AG, Baden-Baden.

Herr Mark Kindermann ist zusätzlich Vorstand der GRENKE LIMITED, Dublin/Irland, sowie Vorstandsvorsitzender bei der GRENKE SERVICE AG, Baden-Baden. Er ist daneben im Aufsichtsrat der GRENKELEASING AG, Wien/Österreich, der GRENKELEASING AB, Stockholm/Schweden, der Grenkefinance N.V., Vianen/Niederlande, und der GRENKE BANK AG, Baden-Baden.

Herr Gilles Christ ist zugleich Vorstand der GRENKE ALQUILER S.A., Barcelona/Spanien, und der GRENKELEASING AB, Stockholm/Schweden. Er ist daneben im Aufsichtsrat der GRENKE SERVICE AG, Baden-Baden, der GRENKELEASING AG, Wien/Österreich, und Präsident des Verwaltungsrats der GRENKELEASING AG, Zürich. Des Weiteren ist er Geschäftsführer der GRENKELEASING ApS, Herlev, Dänemark, sowie der GRENKELEASING Sp. z o.o., Poznan, Polen.

8.7 Angaben zu Mitteilungen gemäß §§ 21 Abs. 1, 22 Wertpapierhandelsgesetz (WpHG)

Mitteilungen vor 2011

Mit Schreiben vom 7. August 2002 haben wir eine Mitteilung nach § 21 WpHG erhalten, wonach sich die Stimmrechte an der GRENKELEASINGAGaufgrund derAufhebung des bisher bestehendenPoolvertragesmitWirkung zum31. Juli 2002 geändert haben. Die Anzahl der Stimmrechte aus eigenen Aktien und solche, welche jeweils nach § 22 Abs. 1 Nr. 6 WpHG zugerechnet werden, wurde uns wie folgt mitgeteilt. Wolfgang Grenke (Deutschland), Eigene Aktien: 44,20% – Zurechnung gem. § 22 Abs. 1 Nr. 6: 8,64%.

Übersetzung der Originalmeldung:

T. Rowe Price Associates, Inc. möchte die folgenden Mitteilungen in deren Namen und im Namen und Auftrag der folgenden Gesellschaften bekanntgeben: T.Rowe Price International, Inc., TRP Finance, Inc., T.Rowe PriceGroup, Inc.Wir geben hiermit bekannt, dass gem.§21Abs. 1WpHGam18.Dezember2007 derStimmrechtsanteilderT.RowePriceInternational,Inc.inGRENKELEASINGAG,die Schwelle von 3% überschritten hat und seitdem 3,58% (dies entspricht 490.000 Stimmrechten) beträgt. 3,58% dieser Stimmrechte (diesentspricht490.000)sindderT.RowePriceInternational,Inc.gem.§22Abs.1Satz1Nr.6WpHGzuzurechnen.

Wir geben hiermit bekannt, dass gem. § 21 Abs. 1 WpHG am 18. Dezember 2007 der Stimmrechtsanteil der TRP Finance, Inc. in GRENKELEASING AG, die Schwelle von 3% überschritten hat und seitdem 3,58% (dies entspricht 490.000 Stimmrechten) beträgt. 3,58% dieser Stimmrechte (dies entspricht 490.000) sind der TRP Finance, Inc. gem. § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 und Satz 2 WpHG zuzurechnen.

Wir geben hiermit bekannt, dass gem. § 21 Abs. 1 WpHG am 18. Dezember 2007 der Stimmrechtsanteil der T. Rowe Price Associates, Inc. in GRENKELEASING AG, die Schwelle von 3% überschritten hat und seitdem 3,58% (dies entspricht 490.000 Stimmrechten) beträgt. 3,58% dieser Stimmrechte (dies entspricht 490.000) sind der T. Rowe Price Associates, Inc. gem. § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 und Satz 2 WpHG zuzurechnen.

Wir geben hiermit bekannt, dass gem. § 21 Abs. 1 WpHG am 18. Dezember 2007 der Stimmrechtsanteil der T. Rowe Price Group, Inc. in GRENKELEASING AG, die Schwelle von 3% überschritten hat und seitdem 3,58% (dies entspricht 490.000 Stimmrechten) beträgt. 3,58% dieser Stimmrechte (dies entspricht 490.000) sind der T. Rowe Price Group, Inc. gem. § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 und Satz 2 WpHG zuzurechnen.

Übersetzung der Originalmeldung:

Am 19. August 2010 wurden wir von Threadneedle Asset Management Holding Limited, Swindon, Großbritannien, per Fax darüber informiert, dass gemäß § 21 Abs. 1 Wertpapierhandelsgesetz (WpHG) der Stimmrechtsanteil der Threadneedle Investment Funds ICVC, London, Großbritannien, in GRENKELEASING AG, Baden-Baden, am 12. August 2010 die Schwelle von 5% überschritten hat und seitdem 5,01% (dies entspricht 685.478 Stimmrechten) beträgt.

Am 19. August 2010 wurden wir von Threadneedle Asset Management Holding Limited, Swindon, Großbritannien, per Fax darüber informiert, dass gemäß § 21 Abs. 1 Wertpapierhandelsgesetz (WpHG) der Stimmrechtsanteil der Threadneedle Investment Services Limited, London, Großbritannien, in GRENKELEASING AG, Baden-Baden, am 12. August 2010 die Schwelle von 5% überschritten hat und seitdem 5,01% (dies entspricht 685.478 Stimmrechten) beträgt. Diese Stimmrechte sind vollständig der Threadneedle Investment Services Limited, London, Großbritannien gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 Wertpapierhandelsgesetz (WpHG) zuzurechnen. Diese Stimmrechte werden von Threadneedle Investment Funds ICVC gehalten.

Übersetzung der Originalmeldung:

  1. Am 23. September 2010 wurden wir von Jupiter Asset Management Limited, London, Großbritannien, darüber informiert, dass ihr Stimmrechtsanteil in GRENKELEASING AG, Baden-Baden, am 20. September 2010 die Schwelle von 5% überschritten hat und seitdem 5,022% (dies entspricht 687.213 Stimmrechten) beträgt. Diese Stimmrechte in Höhe von 5,022% (dies entspricht 687.213 Stimmrechten) sind der Jupiter Asset Management Limited gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 Wertpapierhandelsgesetz (WpHG) zuzurechnen. Von diesen Stimmrechten ist ein Stimmrechtsanteil in Höhe von 2,570% (dies entspricht 351.942 Stimmrechten) der Jupiter Asset Management Limited gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 Wertpapierhandelsgesetz (WpHG) zuzurechnen.

  2. Am23. September 2010 wurden wir von Jupiter InvestmentManagementGroup Limited, London,Großbritannien, darüber informiert, dass ihrStimmrechtsanteil inGRENKELEASINGAG,Baden-Baden, am20.September 2010 dieSchwelle von 5%überschritten hat und seitdem5,022%(diesentspricht687.213Stimmrechten)beträgt.DieseStimmrechteinHöhevon 5,022%(diesentspricht687.213Stimmrechten) sind der Jupiter InvestmentManagement Group Limited gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 und Satz 2 Wertpapierhandelsgesetz (WpHG) zuzurechnen. Von diesen Stimmrechten ist ein Stimmrechtsanteil in Höhe von 2,570% (dies entspricht 351.942 Stimmrechten) der Jupiter Investment Management Group Limited gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 Wertpapierhandelsgesetz (WpHG) zuzurechnen.

  3. Am 23. September 2010 wurden wir von Comasman Limited, London, Großbritannien, darüber informiert, dass ihr Stimmrechtsanteil in GRENKELEASING AG, Baden-Baden, am 20. September 2010 die Schwelle von 5% überschritten hat und seitdem 5,022% (dies entspricht 687.213 Stimmrechten) beträgt. Diese Stimmrechte in Höhe von 5,022% (dies entspricht 687.213 Stimmrechten) sind der Comasman Limited gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 und Satz 2 Wertpapierhandelsgesetz (WpHG) zuzurechnen. Von diesen Stimmrechten ist ein Stimmrechtsanteil in Höhe von 2,570% (dies entspricht 351.942 Stimmrechten) der Comasman Limited gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 Wertpapierhandelsgesetz (WpHG) zuzurechnen.

4.Am23.September2010wurdenwirvonJupiterAssetManagementGroupLimited,London,Großbritannien,darüberinformiert,dass ihr Stimmrechtsanteil inGRENKELEASINGAG,Baden-Baden, am20.September 2010 dieSchwelle von 5%überschritten hat und seitdem 5,022%(dies entspricht 687.213Stimmrechten) beträgt.DieseStimmrechte inHöhe von 5,022%(dies entspricht 687.213Stimmrechten) sind der Jupiter Asset Management Group Limited gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 und Satz 2 Wertpapierhandelsgesetz (WpHG) zuzurechnen. Von diesen Stimmrechten ist ein Stimmrechtsanteil in Höhe von 2,570% (dies entspricht 351.942 Stimmrechten) der Jupiter Asset Management Group Limited gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 Wertpapierhandelsgesetz (WpHG) zuzurechnen.

5.Am23.September2010wurdenwir vonJupiterFundManagementGroup Limited,London,Großbritannien, darüberinformiert,dass ihr Stimmrechtsanteil inGRENKELEASINGAG,Baden-Baden, am20.September 2010 dieSchwelle von 5%überschritten hat und seitdem 5,022%(dies entspricht 687.213Stimmrechten) beträgt.DieseStimmrechte inHöhe von 5,022%(dies entspricht 687.213Stimmrechten) sind der Jupiter Fund Management Group Limited gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 und Satz 2 Wertpapierhandelsgesetz (WpHG) zuzurechnen. Von diesen Stimmrechten ist ein Stimmrechtsanteil in Höhe von 2,570% (dies entspricht 351.942 Stimmrechten) der Jupiter Fund Management Group Limited gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 Wertpapierhandelsgesetz (WpHG) zuzurechnen.

  1. Am 23. September 2010 wurden wir von Jupiter Fund Management PLC (vormals Jupiter Investment Management Holdings Limited), London, Großbritannien, darüber informiert, dass ihr Stimmrechtsanteil in GRENKELEASING AG, Baden-Baden, am 20. September 2010 die Schwelle von 5% überschritten hat und seitdem 5,022% (dies entspricht 687.213 Stimmrechten) beträgt. Diese Stimmrechte in Höhe von 5,022% (dies entspricht 687.213 Stimmrechten) sind der Jupiter Fund Management PLC (vormals Jupiter Investment Management Holdings Limited) gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 und Satz 2 Wertpapierhandelsgesetz (WpHG) zuzurechnen. Von diesen Stimmrechten ist ein Stimmrechtsanteil in Höhe von 2,570% (dies entspricht 351.942 Stimmrechten) der Jupiter Fund Management PLC gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 Wertpapierhandelsgesetz (WpHG) zuzurechnen.

Mitteilungen des Geschäftsjahres 2011

Die PricewaterhouseCoopers Legal Aktiengesellschaft Rechtsanwaltsgesellschaft, Karlsruhe, hat uns am 10. November 2011 folgende Mitteilungen gemäß § 21 Abs. 1 WpHG übersandt: "

  1. Frau Anneliese Grenke (Deutschland): Hiermit teilen wir Ihnen namens und in Vollmacht unsererMandantin, Frau Anneliese Grenke (Deutschland), gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mit, dass der Stimmrechtsanteil von Frau Anneliese Grenke an der GRENKELEASING AG am6.November2011 dieSchwellenvon 3%, 5%, 10%,15%,20%, 25%und 30%überschrittenhat und 45,10%(6.170.947Stimmrechte) beträgt. Davon werden Frau Anneliese Grenke 42,82% (5.859.615 Stimmrechte) nach § 22 Abs. 2 WpHG zugerechnet. Von folgendem Aktionär, dessen Stimmrechtsanteil an der GRENKELEASING AG jeweils 3% oder mehr beträgt, werden Frau Anneliese Grenke dabei Stimmrechte zugerechnet: Herr Wolfgang Grenke.

  2. Herr Moritz Grenke (Deutschland): Hiermit teilen wir Ihnen namens und in Vollmacht unseres Mandanten, Herrn Moritz Grenke (Deutschland), gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mit, dass der Stimmrechtsanteil von Herrn Moritz Grenke an der GRENKELEASING AG am 6. November 2011 die Schwellen von 3%, 5%, 10%, 15%, 20%, 25% und 30% überschritten hat und 45,10% (6.170.947 Stimmrechte) beträgt. Davon werden Herrn Moritz Grenke 42,82% (5.859.615 Stimmrechte) nach § 22 Abs. 2 WpHG zugerechnet. Von folgendem Aktionär, dessen Stimmrechtsanteil an der GRENKELEASING AG jeweils 3% oder mehr beträgt, werden Herrn Moritz Grenke dabei Stimmrechte zugerechnet: Herr Wolfgang Grenke.

  3. Herr Roland Grenke (Deutschland): Hiermit teilen wir Ihnen namens und in Vollmacht unseres Mandanten, Herrn Roland Grenke (Deutschland), gemäß § 21 Abs. 1 WpHGmit, dass der Stimmrechtsanteil von Herrn RolandGrenke an derGRENKELEASING AG am 6. November 2011 die Schwellen von 3%, 5%, 10%, 15%, 20%, 25% und 30% überschritten hat und 45,10% (6.170.947 Stimmrechte) beträgt. Davon werden Herrn Roland Grenke 42,82% (5.859.615 Stimmrechte) nach § 22 Abs. 2 WpHG zugerechnet. Von folgendem Aktionär, dessen Stimmrechtsanteil an der GRENKELEASING AG jeweils 3% oder mehr beträgt, werden Herrn Roland Grenke dabei Stimmrechte zugerechnet: Herr Wolfgang Grenke.

  4. Herr Oliver Grenke (Deutschland): Hiermit teilen wir Ihnen namens und in Vollmacht unseres Mandanten, Herrn Oliver Grenke (Deutschland), gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mit, dass der Stimmrechtsanteil von Herrn Oliver Grenke an der GRENKELEASING AG am 6. November 2011 die Schwellen von 3%, 5%, 10%, 15%, 20%, 25% und 30% überschritten hat und 45,10% (6.170.947 Stimmrechte) beträgt. Davon werden Herrn Oliver Grenke 42,82% (5.859.615 Stimmrechte) nach § 22 Abs. 2 WpHG zugerechnet. Von folgendem Aktionär, dessen Stimmrechtsanteil an der GRENKELEASING AG jeweils 3% oder mehr beträgt, werden Herrn Oliver Grenke dabei Stimmrechte zugerechnet: Herr Wolfgang Grenke."

Die PricewaterhouseCoopers Legal Aktiengesellschaft Rechtsanwaltsgesellschaft, Karlsruhe, hat uns am 28. November 2011 Namens und im Auftrag Ihrer Mandantin, Frau Anneliese Grenke, (Deutschland), folgende Mitteilungen gemäß § 21 Abs. 1 WpHG übersandt: "Der Stimmrechtsanteil von Frau AnnelieseGrenke an derGRENKELEASINGAG, Baden-Baden, hat am23. August 2006 die Schwelle von 5% unterschritten und beträgt 4,55% (622.664 Stimmrechte). Davon werden Frau AnnelieseGrenke 2,28% (311.332 Stimmrechte) nach§22Abs.1Satz1Nr.6WpHGzugerechnet."

Die PricewaterhouseCoopers Legal Aktiengesellschaft Rechtsanwaltsgesellschaft, Karlsruhe, hat uns am 28. November 2011 Namens und im Auftrag Ihrer Mandantin, Frau Anneliese Grenke, (Deutschland), folgende Mitteilungen gemäß § 21 Abs. 1 WpHG übersandt: "Der Stimmrechtsanteil von Frau Anneliese Grenke an der GRENKELEASING AG, Baden-Baden, hat am 12. September 2009 die Schwelle von 3% unterschritten und beträgt 2,28% (311.332 Stimmrechte)."

8.8 Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Am 5. Januar 2012 wurden für 3.000 TEUR Commercial Papers unter dem Commercial-Paper-Programm emittiert. Diese Commercial Paper haben eine Laufzeit bis zum 5. April 2012.

Das ABCP-Programm Compass Variety Funding Limited mit der WestLB über 40.000 TEUR wurde mit Datum vom 19. Januar 2012 bis zum 19. Januar 2014 verlängert.

Des Weiteren wurde die zum 4. Januar 2012 befristete Geldhandelslinie der GRENKE FINANCE Plc. mit der Bayerischen Landesbank in Höhe von 25.000 TEUR um 3 Monate bis zum 4. April 2012 prolongiert.

Am 16. Januar 2012 haben die GRENKELEASING AG sowie die GRENKE BANK AG mit der Thüringer Aufbaubank eine Kooperation in einem Förderprogramm geschlossen. Im Rahmen des Förderprogramms können kleine und mittlere Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft sowie Angehörige freier Berufe, die ihren Sitz in Thüringen haben und einen Jahresumsatz bis zu 500 Mio. EUR erwirtschaften, Fördergelder in Anspruch nehmen, wenn sie betriebliche Neuanschaffungen über die GRENKELEASING AG finanzieren.

Die Refinanzierung der im Rahmen des Förderprogramms abgeschlossenen Leasingverträge erfolgt über den Forderungsankauf durch die GRENKE BANK AG, welcher hierfür ein Globaldarlehen über 5 Mio. EUR von der Thüringer Aufbaubank zur Verfügung gestellt wird. Eine Ziehung des Globaldarlehens hat bisher noch nicht stattgefunden. Das Förderprogramm ist bis zum 31. Dezember 2012 befristet.

Des Weiteren hat die GRENKE FINANCE Plc. am 17. Januar 2012 eine neue Anleihe unter dem DIP über 100 Mio. EUR am Markt platziert. Die Anleihe hat eine Laufzeit von 3,5 Jahren und ist mit einem Kuponzins von 4,5% p.a. ausgestattet.

Am 24. Januar 2012 hat die GRENKE FINANCE Plc. 8 Mio. EUR der von ihr am 13. August 2009 emittierten Anleihe über 100 Mio. EUR mit einer Verzinsung von 6,125% erworben. Die Anleihe ist Bestandteil des Debt-Issuance-Programms, welches unter Tz. 4.12.4 dargestellt ist. Die Laufzeit der Anleihe endet am 13. August 2012. Die Nettobelastung im Rahmen der Tilgungsleistungen wird für den GRENKE Konzern somit 92 Mio. EUR betragen.

8.9 Erklärung nach § 161 AktG

Der Vorstand und der Aufsichtsrat der GRENKELEASING AG haben die nach § 161 AktG vorgeschriebene Erklärung abgegeben und den Aktionären auf den Internetseiten des Unternehmens (www.grenke.de/de/investor-relations/corporate-governance/) dauerhaft zugänglich gemacht.

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

"Wir haben den von der GRENKELEASING AG, Baden-Baden, aufgestellten Konzernabschluss − bestehend aus Gewinn- und Verlustrechnung, Gesamtergebnisrechnung, Bilanz, Eigenkapitalveränderungsrechnung, Kapitalflussrechnung und Anhang − sowie den Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2011 geprüft. Die Aufstellung von Konzernabschluss und Konzernlagebericht nach den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften liegt in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Konzernabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Konzernabschluss unter Beachtung der anzuwendenden Rechnungslegungsvorschriften und durch den Konzernlagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des Konzerns sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie die Nachweise für die Angaben im Konzernabschluss überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt.

Die Prüfung umfasst die Beurteilung der Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, der Abgrenzung des Konsolidierungskreises, der angewandten Bilanzierungs- und Konsolidierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Der Konzernlagebericht steht in Einklang mit dem Konzernabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar."

Eschborn/Frankfurt am Main, den 31. Januar 2012

Ernst & Young GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Frey Werner Wirtschaftsprüfer Wirtschaftsprüfer

Erklärung nach § 297 (2) S. 4 HGB und § 315 (1) S. 6 HGB

Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Konzernabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Konzernlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns beschrieben sind.

Baden-Baden, den 31. Januar 2012

Der Vorstand

Termine

08.02.2012 Veröffentlichung Konzernabschluss 2011 − Bilanzpresse- und DVFA-Analystenkonferenz
26.04.2012 Veröffentlichung Quartalsfinanzbericht zum 31.03.2012
10.05.2012 Hauptversammlung (Kongresshaus Baden-Baden)
26.07.2012 Veröffentlichung Quartalsfinanzbericht zum 30.06.2012
25.10.2012 Veröffentlichung Quartalsfinanzbericht zum 30.09.2012

Kontakt

Renate Hauss Corporate Communications

Telefon: +49 7221 5007-204 Telefax: +49 7221 5007-112

E-Mail: [email protected]

In diesem Geschäftsbericht erfolgt die Darstellung von Zahlen in der Regel in TEUR und in Mio. EUR. Aus den jeweiligen Rundungen können sich Differenzen einzelner Werte gegenüber der tatsächlich in EUR erzielten Zahl ergeben, die naturgemäß keinen signifikanten Charakter haben können.

Stammhaus GRENKELEASING AG Neuer Markt 2 76532 Baden-Baden

Telefon: +49 7221 5007-204 Telefax: +49 7221 5007-112 E-Mail: [email protected]

www.grenke.de www.grenkebank.de www.grenkefactoring.de