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Francotyp-Postalia Holding AG Interim / Quarterly Report 2012

Sep 3, 2012

162_10-q_2012-09-03_806d49d6-9f80-480d-ab47-604200cc2475.pdf

Interim / Quarterly Report

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HALBJAHRESFINANZBERICHT 2012

briefKommuniKation der zuKunft

kennzahlen zum 1. halbJahr 2012

Werte gemäß Konzernabschluss in Mio. Euro 1.1. – 30.6.2012 1.1. – 30.6.2011 Veränderung in %
umsatz 82,7 80,9 2,2 %
Umsatzzuwachs in Prozent 2,2 %
Wiederkehrende umsätze 65,8 62,5 5,3 %
ebitda 8,6 3,9 120,5 %
in Prozent vom Umsatz 10,4 % 4,8 %
betriebsergebnis ebit 4,0 -3,6 n/a
in Prozent vom Umsatz 4,8 % n/a
Jahresüberschuss / -verlust 1,7 -4,2 n/a
in Prozent vom Umsatz 2,1 % -5,2 %
free cashflow -6,0 0,7 n/a
in Prozent vom Umsatz -7,3 % 0,9 %
Grundkapital 16,2 14,7 9,9 %
eigenkapital 21,6 15,9 36,1 %
in Prozent der Bilanzsumme 15,2 11,9
Eigenkapitalrendite in Prozent 7,9 % -26,4 %
fremdkapital 120,5 117,2 2,8 %
nettoschulden 32,3 30,0 7,7 %
Nettoverschuldungsgrad in Prozent 150 % 189 % -20,6 %
bilanzsumme 142,1 133,1 6,8 %
Gewinn je aktie in euro 0,11 -0,27 140,7 %
mitarbeiter (stichtag) 1.095 1.151 -4,9 %

inhaltsVerzeichnis

2 Vorstandsbrief

3 Mitglieder des Vorstands

4 Konzern-Zwischenlagebericht

  • 4 Geschäft und Rahmenbedingungen
  • 6 Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage
  • 14 Nachtragsbericht
  • 14 Risiko- und Chancenbericht
  • 14 Prognosebericht

16 Konzern-Zwischenabschluss

  • 17 Konzern-Gesamtergebnisrechnung
  • 18 Konzernbilanz
  • 20 Konzern-Kapitalflussrechnung
  • 21 Konzern-Eigenkapitalveränderungs rechnung
  • 22 Konzernanhang
  • 31 Bilanzeid
  • 32 Finanzkalender / Impressum

»FP will bis zum Jahr 2015 richtungsweisender, globaler Experte in der physischen und elektronischen Briefkommunikation sein.«

Vorstandsbrief

im ersten Halbjahr 2012 konnte der FP-Konzern alle wesentlichen Umsatz- und Ergebniskennzahlen steigern; unter dem Strich stand ein Konzerngewinn von 1,7 Mio. Euro gegenüber -4,2 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum. Doch unsere selbst gesteckten Ziele haben wir nicht vollumfänglich erreicht – aus zwei zeitlich begrenzten wesentlichen Gründen: in der Produktion hatten wir unerwartete Verzögerungen in der Prozess- und Lieferkette und im deutschen Vertrieb temporäre Schwierigkeiten mit einem schwächeren Frankiermaschinengeschäft.

Seit Anfang April 2012 fertigt der FP-Konzern seine Frankiersysteme in Wittenberge. Die Produktion am bisherigen Standort Birkenwerder ist seit Ende März 2012 geschlossen. Noch zu Beginn des laufenden Geschäftsjahres waren wir sehr optimistisch, den Aufbau der neuen Produktion in Wittenberge nur mit wenig Reibungsverlusten realisieren zu können. Dabei war uns selbstverständlich immer bewusst, dass es sich bei dem von uns initiierten Projekt um eine große aber notwendige Herausforderung handelt. Doch anders als erwartet lösten sich die Herausforderungen in der Prozess- und Lieferkette in den alten und neuen Produktionsstätten langsamer als noch im Frühjahr 2012 gedacht. Diese Herausforderungen in der Produktion verzögerten im zweiten Quartal 2012 das Aufholen der Lieferrückstände, die auch schon vor der Schließung der Fertigung in Birkenwerder entstanden waren. Es bedurfte Nachschulungen und des Einsatzes von erfahrenen Mitarbeitern, bevor die Produktion in Wittenberge im Sommer 2012 den eingeschwungenen Zustand erreichte. Die ausländischen Tochtergesellschaften konnten die Lieferrückstände zum Teil noch abfangen. Im größten Markt Deutschland, in dem die Kunden direkt vom Werk beliefert werden, trafen die Lieferengpässe den FP-Konzern dagegen unmittelbar und mitten in einer Umbruchsituation.

Mit der Ausrichtung des FP-Konzerns zum Multi-Channel-Anbieter haben wir im vergangenen Herbst die Struktur des deutschen Vertriebes umgebaut. Es galt, den Vertrieb an die Marktanforderungen eines verstärkten Lösungsangebots für die Briefdienstleistungen anzupassen. Das bedeutete, den Direktvertrieb in die Kundenberatung zu bringen und den Telesales auf den Vertrieb von Frankiersystemen zu fokussieren. Während der Direktvertrieb im Bereich der Kundenberatung erfolgreich agiert hat und im ersten Halbjahr 2012 insbesondere die Software- und Mail-Services-Umsätze steigern konnte – allein der Konsolidierungsumsatz stieg im Vergleich zur Vorjahresperiode um gut 15 Prozent – blieb die Reaktion der Kunden auf die Ansprache per Telefon in Deutschland vorerst verhalten.

Seit Juli verstärkt der Vertrieb in Deutschland daher wieder die persönliche Ansprache und verzeichnet seitdem steigende Absatzzahlen, was auch durch das Aufholen der Lieferrückstände befördert wird. Hingegen blieb das zweite Standbein der deutschen Vertriebsorganisation, der Händlervertrieb, in der ersten Hälfte des Jahres hinter seinen ursprünglichen Zielen zurück.

Das Minus im margenstarken Frankiermaschinengeschäft gepaart mit dem Margendruck auf dem Konsolidierungsgeschäft schmälerte im Saldo das EBITDA-Ergebnis der deutschen Organisation im ersten Halbjahr 2012 stärker als geplant. Die Produktion befindet sich seit Sommer 2012 im eingeschwungenen Zustand und wird weiterhin optimiert. Doch die Einbußen aus dem zweiten Quartal 2012 werden wir nicht mehr kompensieren können. Vor diesem Hintergrund haben wir

unsere Prognose für das Gesamtjahr am 23. August 2012 angepasst. Der FP-Konzern erwartet jetzt für das Gesamtjahr 2012 zwar unverändert einen Umsatz von mindestens 161 Mio. Euro, reduziert aber die EBITDA-Prognose auf 19–21 Mio. Euro und die EBIT-Prognose auf 8–10 Mio. Euro.

Diese Anpassung der Prognose ist bedauerlich, da der FP-Konzern strategisch auf dem richtigen Weg ist. Nach Ende der Restrukturierung profitiert das Unternehmen von erheblichen Kostenvorteilen und kann jetzt mit einer schlanken Organisation effizienter am Markt agieren. Das neue, innovative Frankiersystem PostBase kommt am Markt gut an und das Interesse an der De-Mail-Lösung ist hoch. Bei der Vermarktung dieser Technologie zur rechtsicheren Übertragung von elektronischen Briefen konzentrieren wir uns zunächst auf Unternehmen und Behörden. Darüber hinaus haben wir als Projektpartner die De-Mail in die EU-weite Kommunikationsplattform SPOCS (Simple Procedures Online for Cross-border Services) eingebunden. Das Ziel dieses Projekts ist der sichere Austausch und Empfang elektronischer Informationen und die Entwicklung eines grenzüberschreitenden E-Government-Angebot für Unternehmen. Diese Entwicklung zeigt zukünftige Potenziale auf.

Angesichts dieser Fakten sowie der Steigerung des Ergebnisses im Vergleich zum Vorjahreshalbjahr sind wir unverändert von einer nachhaltigen Stärkung der Ertragskraft des FP-Konzerns in den kommenden Jahren überzeugt. Es würde uns freuen, wenn Sie den FP-Konzern weiter auf seinem Weg begleiten würden und danken Ihnen, sehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre, ebenso wie unseren Kunden und Partnern herzlich für Ihr fortwährendes Vertrauen.

Andreas Drechsler (Vorstand)

Mit freundlichen Grüßen

Hans Szymanski (Vorstandssprecher)

die Vorstände

Andreas Drechsler (links) Vorstand der Francotyp-Postalia Holding AG, CSO

Jahrgang 1968, Diplom-Kaufmann und Bankkaufmann, verantwortlich für die Bereiche Vertrieb International und Deutschland, Geschäftsentwicklung und Produktmanagement, interne Revision, Marketing und Corporate Communications.

Hans Szymanski (rechts) Vorstandssprecher der Francotyp-Postalia Holding AG, CEO und CFO

Jahrgang 1963, Diplom-Ökonom, verantwortlich für die Bereiche Finanzen, Rechnungswesen, Controlling, Personal und Recht, Compliance, Informationstechnik, Forschung und Entwicklung, Qualitätsmanagement, Produktion, Einkauf, Logistik und strategische Geschäftsentwicklung.

Konzern-zwischenlagebericht für das 1. Halbjahr 2012

Geschäft und Rahmenbedingungen

Geschäftstätigkeit

Die Francotyp-Postalia Holding AG (FP-Konzern oder das Unternehmen) mit Hauptsitz in Birkenwerder bei Berlin ist ein Komplettdienstleister für die Briefkommunikation. Angesichts der sich wandelnden Postmärkte hat sich das Unternehmen von einem Hersteller von Frankiermaschinen zu einem Multi-Channel-Anbieter entwickelt. Der FP-Konzern kann damit alle Versandkanäle rund um den Brief bedienen – vom Frankieren und Kuvertieren eines physischen Briefs über die Konsolidierung bis hin zur Hybrid-Mail und dem vollelektronischen Versand über De-Mail. Zielgruppe sind insbesondere Unternehmenskunden jeder Größenordnung, die bei Francotyp-Postalia sämtliche Produkte sowie Dienstleistungen für eine einfache und kostengünstige Briefkommunikation finden.

Seine Geschäftstätigkeit unterteilt das Unternehmen in drei Produktbereiche: Frankieren und Kuvertieren, Mail Services sowie Softwarelösungen.

In seinem Produktbereich Frankieren und Kuvertieren konzentriert sich der FP-Konzern auf die Entwicklung, die Fertigung, den Vertrieb sowie die Vermietung von Frankier- und Kuvertiermaschinen. Wichtigster Umsatzträger im Bereich Frankiermaschinen ist das sogenannte After-Sales-Geschäft mit seinen wiederkehrenden Umsätzen. Dazu zählen neben Mieterlösen das Teleportogeschäft, der Verkauf von Verbrauchsmaterialien, die Erstellung von Klischees, Servicedienstleistungen und Softwarelösungen für die Kostenstellenverwaltung.

Bei den innovativen Softwarelösungen des FP-Konzerns gibt es für die Kunden grundsätzlich zwei Varianten: die Hybrid-Mail und die vollelektronische Lösung über De-Mail. Der Spezialist für Hybrid-Mail ist das FP-Tochterunternehmen iab, an dem der FP-Konzern bereits Ende 2006 eine Mehrheitsbeteiligung erwarb. Den Einstieg in die vollelektronische Kommunikation sicherte sich der FP-Konzern im Frühjahr 2011 durch die mehrheitliche Übernahme von der Mentana-Claimsoft GmbH. Im März 2012 erhielt Mentana-Claimsoft auf der CeBIT als erstes Unternehmen die De-Mail-Akkreditierung.

Der Produktbereich Mail Services umfasst die Konsolidierung von Geschäftspost, die durch die Liberalisierung des Postmarktes möglich geworden ist. Nach dem Börsengang erwarb das Unternehmen Ende 2006 die freesort GmbH. freesort zählt mit neun Niederlassungen im Bundesgebiet zu den führenden unabhängigen Konsolidierern von Geschäftspost am deutschen Markt. Die Dienstleistung der Konsolidierung umfasst die Abholung von Briefen in den Unternehmen, die Sortierung der Briefe nach Postleitzahlen und die Auslieferung bei einem Briefzentrum der Deutschen Post oder alternativen Postzustellern.

Mitarbeiter

Zum 30. Juni 2012 beschäftigte der FP-Konzern weltweit 1.095 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Vergleich zu 1.151 Arbeitnehmern ein Jahr zuvor. Dieser Rückgang ist auf die Schließung der Produktion in Birkenwerder Ende März 2012 zurückzuführen. Danach waren zum 30. Juni 2012 insgesamt 699 Mitarbeiter (Vorjahr 749) bei den deutschen Gesellschaften und 396 Beschäftigte (Vorjahr 402) bei den ausländischen Tochtergesellschaften angestellt.

In Deutschland zählten 443 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zum Bereich Frankieren und Kuvertieren (Vorjahr 478) und 256 zum Bereich Softwarelösungen und Mail Services (Vorjahr 271). Zum 30. Juni 2012 waren bei freesort 172 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigt im Vergleich zu 195 Mitarbeiter ein Jahr zuvor. Bei der iab stieg die Zahl der Beschäftigten leicht von 54 auf 56 Personen. Mentana-Claimsoft beschäftigte 28 Mitarbeiter zum 30. Juni 2012, während es ein Jahr zuvor 22 Mitarbeiter waren. Der Personalaufbau in diesem Bereich unterstreicht die wachsende Bedeutung des Softwaregeschäfts für das Unternehmen.

Forschung und Entwicklung

Im ersten Quartal 2012 beliefen sich die Forschungs- und Entwicklungskosten auf insgesamt 4,9 Mio. Euro und lagen damit genau auf dem Niveau des Vorjahres. Hiervon wurden 2,6 Mio. Euro nach IAS 38 aktiviert im Vergleich zu 2,3 Mio. Euro im Vorjahr. 2,3 Mio. Euro flossen in den Aufwand gegenüber 2,6 Mio. Euro im Jahr zuvor. Die Forschungsund Entwicklungsquote, gemessen am Umsatz, sank dadurch im zweiten Quartal 2012 auf 5,9% (Vorjahr 6,0%).

Der Schwerpunkt der Forschungs- und Entwicklungstätigkeit lag in den vergangenen Quartalen auf der Entwicklung der innovativen Frankiersystem-Plattform PostBase. Der Start der Nullserienproduktion erfolgte im zweiten Quartal 2012.

Die FP-Tochter Mentana-Claimsoft konzentriert sich in der Forschung und Entwicklung auf das De-Mail-System, das aus Hardware, Software und einem Sicherheitskonzept besteht. Mentana-Claimsoft hat das Sicherheitskonzept und die entsprechende Software entwickelt und gemäß De-Mail-Gesetz (De-MailG) und den technischen Richtlinien des Bundesamts für Sicherheit in der Informationstechnik zertifiziert. Der Start des Produktivsystems erfolgte auf der CeBIT 2012.

Rahmenbedingungen

2012 wird sich das Wachstum der Konjunktur weltweit etwas abschwächen. Der IWF prognostiziert eine Zunahme der wirtschaftlichen Aktivität von 3,5% für das Jahr 2012. Dies entspricht einem Rückgang von 0,3 Prozentpunkten im Vergleich zum vergangenen Jahr.

In den USA, dem größten Exportmarkt des FP-Konzerns, ist die Wirtschaft im zweiten Quartal spürbar langsamer gewachsen. Aktuell beträgt die Zunahme des Bruttoinlandsprodukts rund 1,5%, berechnet auf Jahresbasis. Im ersten Quartal hatte das Wachstum noch revidiert zwei Prozent betragen.

Die Wirtschaft der Eurozone ist in den vergangenen drei Monaten jeweils geschrumpft und befindet sich damit definitionsgemäß in einer Rezession. Nach Angaben des Statistikamts Eurostat ist das BIP im Vergleich zum Jahresbeginn um 0,2% gesunken. Die Europäische Zentralbank prognostiziert darüber hinaus ein weiteres Schrumpfen der Wirtschaft in der Eurozone um 0,5% für das laufende Jahr. Erst 2013 soll wieder ein Wachstum des BIP eintreten.

In Deutschland legte das Bruttoinlandsprodukt von April bis Juni im Vergleich zum ersten Quartal um 0,3% zu. Laut Angaben des statistischen Bundesamtes verringerte sich jedoch die Rate des Wirtschaftswachstums. In den ersten drei Monaten hatte die Zunahme des BIP noch 0,5% betragen. Auch die Aussichten für das Wirtschaftswachstum in Deutschland haben sich eingetrübt. Der ifo-Geschäftsklimaindex, einer der wichtigsten Indikatoren der deutschen Konjunktur, sank im Juli 2012 zum dritten Mal in Folge.

Für den Export des FP-Konzerns spielt das Wechselkursverhältnis zwischen Euro und US-Dollar eine wichtige Rolle. Insgesamt hat der Euro im zweiten Quartal erheblich abgewertet. Dem Höchststand von 1,33 US-Dollar zu Quartalsbeginn folgte ein kontinuierlicher Wertverlust bis zum Tiefstand von 1,24 US-Dollar Anfang Juni. Bis zum Monatsende konnte der Euro wieder leicht zulegen und kostete 1,27 US-Dollar zum Quartalsabschluss.

Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage

Ertragslage

Umsatzentwicklung

Im zweiten Quartal 2012 steigerte der FP-Konzern den Gesamtumsatz auf 40,9 Mio. Euro nach 39,1 Mio. Euro im Vorjahresquartal. Im ersten Halbjahr verbesserte sich der Umsatz auf 82,7 Mio. Euro gegenüber 80,9 Mio. Euro in den ersten sechs Monaten 2012. Der größte Markt des FP-Konzerns war erneut Deutschland: Der Umsatz stieg hier auf 45,4 Mio. Euro nach 44,4 Mio. Euro im ersten Halbjahr 2012; die ausländischen Umsätze verbesserten sich auch infolge von Wechselkurseffekten leicht auf 39,2 Mio. Euro nach 36,2 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum.

Konzernumsatz in Mio. Euro

In Deutschland stieg vor allem der Umsatz im Bereich Mail-Services um 2,6 Mio. Euro auf 19,5 Mio. Euro. Der direkte Vertrieb in Deutschland hatte vor allem im zweiten Quartal verstärkte die Multi-Channel-Angebote des FP-Konzerns vermarktet. Insbesondere die Konsolidierungsservices von freesort stießen auf hohes Interesse.

Dagegen lagen die Produktverkäufe aufgrund der Tatsache, dass sich die Herausforderungen in der Prozess- und Lieferkette am neuen Produktionsstandort Wittenberge langsamer lösten als noch zu Beginn des Frühjahres erwartet, unter dem Vorjahresniveau. Da diese Lieferschwierigkeiten die deutsche Vertriebsorganisation in einer Umbruchsituation trafen, blieb insbesondere der Absatz in Deutschland hinter den Erwartungen zurück. Der Umsatz lag weltweit im ersten Halbjahr 2012 bei 16,9 Mio. Euro nach 18,3 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum.

Die wiederkehrenden Umsätze, die aus dem Mail Servicesund Softwaregeschäft sowie den Serviceverträgen, dem Mietgeschäft, dem Teleporto und dem Verkauf von Verbrauchsmaterialien für die weltweit rund 250.000 Frankiermaschinen stammen, erhöhten sich im ersten Halbjahr 2012 auf 65,8 Mio. Euro nach 62,5 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum.

Konzern-Zwischenlagebericht

Geschäft und Rahmenbedingungen // Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage Nachtragsbericht Risiko- und Chancenbericht Prognosebericht

Umsatzerlöse nach Produkten und Dienstleistungen*

in Mio. Euro 1. Halbjahr 2012 1. Halbjahr 2011 1. Quartal 2012 1. Quartal 2011
Wiederkehrende Erträge 65,8 62,5 33,8 32,3
Vermietung 11,6 10,6 5,7 5,4
Service/Kundendienst 12,9 14,0 7,0 7,2
Verbrauchsmaterial 10,2 10,3 5,3 5,3
Teleporto 5,9 5,9 2,9 3,0
Mail Services 19,5 16,9 9,8 8,8
Software 5,7 4,8 3,0 2,6
Erträge aus Produktverkäufen 16,9 18,3 8,0 9,5
Frankieren 12,5 14,2 5,9 7,4
Kuvertieren 3,4 3,7 1,7 1,8
Sonstige 1,0 0,4 0,4 0,3
Gesamt 82,7 80,9 41,8 41,8
Wiederkehrende Umsatzerlöse 79,6% 77,3% 80,9% 77,2%
Nicht wiederkehrende Umsatzerlöse 20,4% 22,7% 19,1% 22,8%
Gesamt 82,7 80,9 41,8 41,8

*Umsätze nach IFRS ohne Intersegmentumsätze

Ergebnisentwicklung

Im ersten Quartal des laufenden Jahres hatte das Unternehmen den Neuaufbau der Produktion in Wittenberge und die Schließung der Produktion in Birkenwerder zum 31. März 2012 abgeschlossen. Nachdem der Parallelbetrieb der beiden Standorte beendet war, musste das Unternehmen noch Herausforderungen in der Liefer- und Prozesskette meistern; deren Lösung nahm mehr Zeit in Anspruch als ursprünglich erwartet. Es bedurfte Nachschulungen und des Einsatzes erfahrener Mitarbeiter, bevor die Produktion im Sommer 2012 den eingeschwungenen Zustand erreichte.

Das EBITDA, das operative Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen, erreichte daher nicht die ursprünglich erwartete Höhe. Ungeachtet dessen lag es im zweiten Quartal 2012 mit 4,5 Mio. Euro deutlich über dem Niveau des Vorjahresquartals von 0,1 Mio. Euro. In den ersten sechs Monaten des laufenden Geschäftsjahres lag es mit 8,6 Mio. Euro doppelt so hoch wie im vergleichbaren Vorjahreszeitraum.

Eine ähnliche Entwicklung gab es beim EBIT: Im zweiten Quartal 2012 verbesserte sich das EBIT von -3,6 Mio. Euro auf 2,3 Mio. Euro. Nach sechs Monaten lag es bei 4,0 Mio. Euro (im Vorjahr -3,5 Mio. Euro).

Wie schon im ersten Quartal 2012 erwirtschaftete der FP-Konzern auch im zweiten Quartal 2012 ein positives Konzernergebnis: Es belief sich auf 1,0 Mio. Euro nach -3,3 Mio. Euro im Vorjahresquartal. Nach sechs Monaten summiert sich der Konzerngewinn auf 1,7 Mio. Euro gegenüber -4,2 Mio. Euro im entsprechenden Vorjahreszeitraum.

Materialaufwand

Im zweiten Quartal 2012 erhöhte sich der Materialaufwand auf 18,2 Mio. Euro im Vergleich zu 15,5 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum. In der Folge stieg die Materialaufwandsquote auf 44,5% nach 39,6% im Vorjahresquartal. Im ersten Halbjahr lag der Materialaufwand bei 35,4 Mio. Euro gegenüber 31,9 Mio. Euro im Jahr zuvor.

Die Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sanken hierbei auf 6,0 Mio. Euro im Vergleich zu 6,9 Mio. Euro im zweiten Quartal 2011. Die Aufwendungen für bezogene Leistungen erhöhten sich demgegenüber aufgrund des gestiegenen Umsatzes im Konsolidierungsgeschäfts auf 12,2 Mio. Euro gegenüber 8,6 Mio. Euro im Vorjahresquartal. Auf Halbjahressicht lag der Aufwand für die bezogenen Leistungen bei 20,1 Mio. Euro im Vergleich zu 17,4 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum.

Entwicklung wesentlicher Posten der Konzern-Gesamtergebnisrechnung

in Mio. Euro 1. Halbjahr 2012 1. Halbjahr 2011 2. Quartal 2012 2. Quartal 2011
Angaben zur Konzern-Gesamtergebnisrechnung
Umsatzerlöse 82,7 80,7 40,9 39,1
Bestandsveränderungen -0,1 1,0 0,5 0,6
Andere aktivierte Eigenleistungen 5,5 4,2 3,0 2,2
Gesamtleistung 88,1 86,0 44,5 41,8
Sonstige betriebliche Erträge 1,6 2,6 0,8 1,9
Materialaufwand 35,4 31,9 18,2 15,5
Personalaufwand 28,4 34,4 13,6 19,1
Abschreibungen und Wertberichtigungen 4,6 7,4 2,2 3,7
Sonstige betriebliche Aufwendungen 17,5 18,4 9,0 9,1
Betriebsergebnis vor besonderen Erträgen und Aufwendungen 4,0 -3,5 2,3 -3,6
Zinsergebnis -1,1 -1,4 -0,5 -0,7
Sonstiges Finanzergebnis -0,6 0,7 -0,8 0,2
Steuerergebnis -0,6 0,1 0,1 0,8
Jahresergebnis 1,7 -4,2 1,0 -3,3
EBIT 4,0 -3,6 2,3 -3,6
EBITDA 8,6 3,9 4,5 0,1

Personalaufwand

Der Personalaufwand verminderte sich im zweiten Quartal 2012 auf 13,6 Mio. Euro im Vergleich zu 19,1 Mio. Euro im Vorjahr – eine Folge der Einsparungen nach der Schließung der Produktion in Birkenwerder zum Ende des ersten Quartals 2012. Im Jahr zuvor hatten Restrukturierungsmaßnahmen in Deutschland und den Niederlanden noch zu einmaligen Belastungen geführt. Die Personalaufwandsquote sank dementsprechend auf 33,2% gegenüber 48,8% im Vorjahreszeitraum. Auf Halbjahressicht fiel der Personalaufwand von 34,4 Mio. Euro auf 28,4 Mio. Euro.

Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen blieben im zweiten Quartal 2012 nahezu unverändert bei 9,0 Mio. Euro. In den ersten sechs Monaten 2012 lagen diese Aufwendungen bei 17,4 Mio. gegenüber 18,4 Mio. Euro. im Vorjahreszeitraum, wobei es im Vorjahr noch Belastungen aus Restrukturierungsmaßnahmen gab.

EBITDA

Im zweiten Quartal 2012 erzielte der FP-Konzern ein EBITDA, also einen Gewinn vor Zinsen, Steuern, Finanzergebnis und Abschreibungen, in Höhe von 4,5 Mio. Euro gegenüber 0,1 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum. Auf Halbjahressicht liegt das EBITDA bei 8,6 Mio. Euro im Vergleich zu 3,9 Mio. Euro im Jahr zuvor. Damit ist das Ergebnis zwar deutlich gestiegen, aber geringer als ursprünglich geplant. Gründe hierfür sind die Herausforderungen in der Prozess- und Lieferkette in den alten und neuen Produktionsstätten Birkenwerder und Wittenberge, die sich langsamer als gedacht lösten; die dadurch entstandenen Lieferrückstände ließen sich nicht schnell genug beheben und wirkten sich insbesondere im deutschen Geschäft negativ aus. Auf der Umsatzseite führte dies zu einer temporären Verschiebung der Umsatzstruktur in Richtung des wachstumsstarken, aber margenschwachen Konsolidierungsgeschäfts.

Abschreibungen und Wertminderungen

Im zweiten Quartal 2012 verringerten sich die Abschreibungen und Wertminderungen planmäßig auf 2,2 Mio. Euro gegenüber 3,7 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum. Hierbei machte sich der Wegfall der Abschreibungen auf Vermögenswerte, die im Rahmen des Erwerbs der iab und der freesort aktiviert wurden und in der Vergleichsperiode des Vorjahrs noch 0,7 Mio. Euro betrugen, bemerkbar. Auf Halbjahressicht verminderten sich die Abschreibungen und Wertminderungen von 7,4 Mio. Euro auf 4,6 Mio. Euro.

Zinsergebnis

Das Zinsergebnis betrug im zweiten Quartal des laufenden Jahres -0,5 Mio. Euro gegenüber -0,7 Mio. Euro im Jahr zuvor. Die Zinseinnahmen lagen unverändert bei 0,3 Mio. Euro. Dem gegenüber steht eine Senkung der Zinsaufwendungen auf 0,8 Mio. Euro gegenüber 1,0 Mio. Euro ein Jahr zuvor. Auf Halbjahressicht lag das Zinsergebnis bei -1,1 Mio. Euro gegenüber -1,4 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum.

Finanzergebnis

Der FP-Konzern erzielte im zweiten Quartal 2012 insbesondere aufgrund gestiegener Finanzaufwendungen ein Finanzergebnis in Höhe von -0,8 Mio. Euro. In der Vorjahresperiode war noch ein Finanzergebnis von 0,2 Mio. Euro angefallen. Auf Halbjahressicht lag das Finanzergebnis bei -0,6 Mio. Euro gegenüber 0,7 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum.

Steuerergebnis

Das Steuerergebnis setzt sich im zweiten Quartal 2012 aus einem Steuerertrag von 1,4 Mio. Euro sowie laufenden Steueraufwendungen in Höhe von -1,4 Mio. Euro zusammen. In Summe beläuft sich das Steuerergebnis auf 0,1 Mio. Euro gegenüber 0,8 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum. Auf Halbjahressicht betrug das Steuerergebnis -0,6 Mio. Euro gegenüber 0,1 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum.

Konzernergebnis

Der FP-Konzern verbesserte im zweiten Quartal 2012 das Konzernergebnis vor Anteilen anderer Gesellschafter auf 1,0 Mio. Euro. Im Vorjahreszeitraum wies das Unternehmen aufgrund der Restrukturierung noch ein Konzernergebnis von -3,3 Mio. Euro aus. Auf Halbjahressicht stieg das Konzernergebnis von -4,2 Mio. Euro auf 1,7 Mio. Euro. Das Ergebnis pro Aktie lag in den ersten sechs Monaten 2012 bei 0,11 Euro im Vergleich zu -0,27 Euro in den ersten sechs Monaten 2011.

Geschäftsverlauf nach Segmenten

Das Unternehmen ist in die vier Segmente Produktion, Vertrieb Inland, Vertrieb International sowie zentrale Funktionen aufgeteilt. Die Segmentierung entspricht dem internen Berichtswesen des FP-Konzerns.

Da die Segmente nach lokalen Rechnungslegungsvorschriften berichten, werden in der Überleitung auf den Konzernabschluss sowohl die Anpassungsbuchungen nach IFRS als auch die Konzern-Konsolidierungsbuchungen aufgenommen. Die Konzern-Konsolidierungsbuchungen umfassen die Konsolidierungen von Geschäftsbeziehungen zwischen den Segmenten. Konzerninterne Transaktionen erfolgen zu Marktpreisen. Da die Zahlen aus den Einzelabschlüssen zu einem Gesamtsegmentergebnis aufsummiert werden, enthalten die Segmentgesamtbeträge auch Intrasegmentzahlen sowie Zwischengewinne.

Die in diesem Abschnitt dargestellten Umsatzwerte entsprechen jeweils den Umsatzerlösen mit externen Dritten des Segmentberichts.

Segment Vertrieb Deutschland

Mit einem Marktanteil von 42,4% ist der FP-Konzern in Deutschland Marktführer im Frankiermaschinengeschäft.

Im ersten Halbjahr 2012 erzielte der FP-Konzern in seinem deutschen Heimatmarkt einen Umsatz von 43,5 Mio. Euro mit externen Dritten im Vergleich zu 43,3 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum.

Allein im Bereich Mail Services, der die Umsätze des Konsolidierungsspezialisten freesort enthält, erhöhte sich der Umsatz auf 19,5 Mio. Euro gegenüber 16,9 Mio. Euro im Jahr zuvor. Im Bereich Softwarelösungen verbesserte sich der Umsatz auf 5,7 Mio. Euro im Vergleich zu 4,6 Mio. Euro im ersten Halbjahr 2011.

Die Francotyp-Postalia Vertrieb und Service Gruppe (VSG), die für den Bereich Frankieren und Kuvertieren verantwortlich ist, erzielte einen Umsatz von 18,3 Mio. Euro nach 21,6 Mio. Euro im Jahr zuvor. Die Schwierigkeiten in der Prozessund Lieferkette in der Produktion trafen den FP-Konzern im größten Markt Deutschland, in dem die Kunden direkt vom Werk beliefert werden, unmittelbar und mitten in einer Umbruchsituation. Das Unternehmen setzte beim Vertrieb der Frankiersysteme verstärkt auf TeleSales und den Händlervertrieb. Doch anders als in den USA und Großbritannien blieb die Reaktion der Kunden auf die Ansprache per Telefon in Deutschland verhalten. Auch der Händlerkanal erreichte seine ursprünglichen Ziele nicht.

Der FP-Konzern erzielte im ersten Halbjahr 2012 im Segment Vertrieb Deutschland ein EBITDA-Ergebnis von 1,9 Mio. Euro gegenüber 3,0 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum.

Segment Vertrieb International

In seinem Segment International, in dem sämtliche Aktivitäten der ausländischen Tochtergesellschaften zusammengefasst werden, erwirtschaftete der FP-Konzern im ersten Halbjahr 2012 einen Umsatz von 38,1 Mio. Euro mit externen Dritten im Vergleich zu 36,1 Mio. Euro in der Vorjahresperiode. Den Umsatzanstieg begünstigt ein positiver Wechselkurseffekt in Höhe von 1,9 Mio. Euro.

Im Segment Vertrieb International erwirtschaftete der FP-Konzern im ersten Halbjahr 2012 ein EBITDA-Ergebnis von 8,3 Mio. Euro gegenüber 7,5 Mio. Euro ein Jahr zuvor.

Segment Produktion

Im Segment Produktion fasst der FP-Konzern seine Aktivitäten im Rahmen der Produktion in Deutschland zusammen. Der Umsatz in diesem Segment lag im ersten Halbjahr 2012 bei 2,2 Mio. Euro gegenüber 2,6 Mio. im Vorjahreszeitraum.

2011 baute das Unternehmen eine neue Produktionsstätte im brandenburgischen Wittenberge auf. Seit Anfang April 2012 produziert der FP-Konzern seine Frankiermaschinensysteme am neuen Standort. Entgegen dem Plan dauerte es aber länger, bis sich die Prozess- und Lieferkette dort eingespielt hatte.

Während in der Produktion im ersten Halbjahr 2011 noch ein EBITDA von -5,9 Mio. Euro erzielt worden war, wies das Unternehmen im ersten Halbjahr 2012 für dieses Segment ein EBITDA von 0,5 Mio. Euro aus. Im Vorjahr waren noch Aufwendungen für Restrukturierungen angefallen, während in 2012 der Parallelbetrieb der beiden Standorte zu Mehrbelastungen führte.

in Mio. Euro Umsatz 1) EBITDA
2. Quartal 2012 2. Quartal 2011 Veränderung
in%
2. Quartal 2012 2. Quartal 2011 Veränderung
in%
Vertrieb Deutschland 21,4 20,7 3,4 1,1 1,0 6,2
Vertrieb International 18,8 17,3 8,4 3,8 3,0 26,3
Produktion 1,3 1,5 -16,3 1,4 -3,8 -136,4
FP-Konzern2) 40,9 39,1 2,0 4,5 0,1 n/ a

Zusammenfassung der Ergebnisse pro Segment

1. Halbjahr 2012 1. Halbjahr 2011 Veränderung
in%
1. Halbjahr 2012 1. Halbjahr 2011 Veränderung
in%
Vertrieb Deutschland 43,5 43,3 0,4 1,9 3,0 -34,7
Vertrieb International 38,1 36,1 5,4 8,3 7,5 10,7
Produktion 2,2 2,6 -12,0 0,5 -5,9 n/ a
FP-Konzern2) 82,7 80,9 2,3 8,6 3,9 122,4

1) Umsatzerlöse mit externen Dritten

2) In der Segmentberichterstattung wird das Segment "Zentrale Funktionen" zusätzlich ausgewiesen. Das Segment erzielt keine Umsätze mit externen Dritten. Umsatzerlöse wurden aus Dienstleistungen für Tochtergesellschaften generiert. Weitere Informationen zu diesem Segment und zur Konzernüberleitung finden sich im Konzernanhang.

Finanzlage

Finanzierungsanalyse

Zum Ende des ersten Halbjahres 2012 stiegen die Finanzverbindlichkeiten auf 41,2 Mio. Euro gegenüber 38,2 Mio. Euro zum 31. Dezember 2011. Der Bestand an liquiden Mitteln erhöhte sich zum ersten Halbjahr 2012 auf 27,6 Mio. Euro im Vergleich zu 25,9 Mio. Euro zum 31. Dezember 2011.

Zu den Schulden zählen die Kreditverbindlichkeiten in Höhe von 40,0 Mio. Euro sowie die Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing in Höhe von 1,2 Mio. Euro. In die Finanzmittel werden neben den liquiden Mitteln auch die eigenen Anteile in Höhe von 1,8 Mio. Euro und die Wertpapiere in Höhe von 0,7 Mio. Euro einbezogen, wobei die Portoguthaben in Höhe von 21,2 Mio. Euro, die vom FP-Konzern verwaltet werden, herausgerechnet werden.

Der daraus resultierende Nettoverschuldungsgrad wird laufend überprüft. Er stellt sich zum Ende des ersten Halbjahres 2012 wie folgt dar:

Entwicklung der Nettoschulden

in Mio. Euro 30.6.2012 31.12.2011
Schulden 41,2 38,2
Finanzmittel -8,9 -8,2
Nettoschulden 32,3 30,0
Eigenkapital 21,6 15,9
Nettoverschuldungsgrad 150% 189%

In Ergänzung zum Konsortialdarlehensvertrag vom 21. Februar 2011 wurde am 14. März 2012 eine weitere Vereinbarung getroffen; diese dient der Finanzierung der Ansprüche von (ehemaligen) Arbeitnehmern aus dem Sozialplan aufgrund der Schließung der Produktion am Standort Birkenwerder zum 31. März 2012. Über das bisher vereinbarte Kreditvolumen hinaus erhielt der FP-Konzern ein weiteres Darlehen in Höhe von 4,1 Mio. Euro. Die Inanspruchnahme des Darlehens ist in zehn monatlichen Raten erstmals am 31. März 2013 zurückzuzahlen.

Zusätzlich wurde von der am 30. Juni 2012 fälligen Tilgungsrate für das Darlehen A1 in Höhe von 1,0 Mio. Euro ein Teilbetrag über 0,3 Mio. Euro gestundet. Dieser Teilbetrag ist in zehn gleich hohen monatlichen Raten erstmals am 31. März 2013 zurückzuzahlen. Darüber hinaus wurde von der am 30. Juni 2012 fälligen Tilgungsrate für das Darlehen A2 in Höhe von 1,9 Mio. US-Dollar ein Teilbetrag über 0,6 Mio. US-Dollar gestundet. Dieser Teilbetrag wird ebenfalls in zehn gleich hohen monatlichen Raten erstmals ab 31. März 2013 zurückgezahlt.

Im März 2012 beschloss der Vorstand der Francotyp-Postalia Holding AG mit Zustimmung des Aufsichtsrats, das Grundkapital der Gesellschaft um 1,46 Mio. Euro zu erhöhen. Hierzu gab das Unternehmen neue, auf den Inhaber lautende Stückaktien mit einem anteiligen Betrag am Grundkapital von 1 Euro je Aktie aus. Das Grundkapital der Gesellschaft beträgt nun 16,16 Mio. Euro. Die neuen Aktien wurden unmittelbar nach Zustimmung des Aufsichtsrates im Rahmen eines Private Placement gezeichnet. Damit wurde die Kapitalerhöhung erfolgreich platziert.

Investitionsanalyse

Der FP-Konzern verfolgt eine fokussierte Investitionsstrategie und konzentriert sich hierbei insbesondere auf Investitionen, die der Weiterentwicklung des Unternehmens zu einem Multi-Channel-Anbieter für die Briefkommunikation dienen. Die Investitionen lagen im ersten Halbjahr 2012 bei 7,1 Mio. Euro nach 7,8 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum. Dabei stiegen die aktivierten Entwicklungskosten im ersten Halbjahr 2012 aus zwei Gründen auf 2,6 Mio. Euro gegenüber 2,3 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum: Erstens erhöhte der FP-Konzern seine Entwicklungsleistung für das Projekt Phoenix, in dessen Rahmen das neue und innovative Frankiersystem PostBase entwickelt wurde, und zweitens aktivierte das Unternehmen Leistungen im Rahmen der Entwicklung der De-Mail.

Die Investitionen in sonstige immaterielle Vermögenswerte stiegen im ersten Halbjahr 2012 auf 0,5 Mio. Euro im Vergleich zu 0,2 Mio. Euro ein Jahr zuvor. Bei den Investitionen in Sachanlagen ohne vermietete Erzeugnisse gab es im ersten Halbjahr 2012 eine Abnahme auf 1,2 Mio. Euro nach 2,5 Mio. Euro im ersten Halbjahr 2011. Investitionen in vermietete Erzeugnisse lagen bei 3,0 Mio. Euro im Vergleich zu 1,8 Mio. Euro ein Jahr zuvor.

Konzern-Zwischenlagebericht

Investitionen

in Mio. Euro 1.1.–30.6.2012 1.1.–30.6.2011
Aktivierung von Entwicklungskosten 2,6 2,3
Investitionen in sonstige
immaterielle Vermögenswerte
0,5 0,2
Investitionen in Sachanlagen
(ohne vermietete Erzeugnisse)
1,2 2,5
Investitionen in vermietete
Erzeugnisse
3,0 1,8
Investitionen in
Unternehmenserwerbe
0,0 1,0
Einzahlungen aus Abgängen
des Anlagevermögens
0,2 0,1
Investitionen 7,1 7,8

Liquiditätsanalyse

Der Cashflow aus betrieblicher Geschäftstätigkeit verminderte sich im ersten Halbjahr 2012 auf 1,1 Mio. Euro gegenüber 8,5 Mio. Euro im Jahr zuvor. Ursächlich für den Rückgang sind vor allem ein geringeres um die Restrukturierungskosten bereinigtes EBITDA -3,7 Mio. Euro, die Auszahlung für die Inanspruchnahme von Restrukturierungsrückstellung 3,9 Mio. Euro und der Aufbau von Beständen -2,1 Mio. Euro. Das Net Working Capital, also die Vorräte zuzüglich Forderungen aus Lieferungen und Leistungen abzüglich Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, erhöhte sich auf 21,9 Mio. Euro nach 17,4 Mio. Euro im Vorjahr.

Der Mittelabfluss aus Investitionstätigkeit belief sich im ersten Halbjahr 2012 auf 7,1 Mio. Euro nach 7,8 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum.

Der Free Cashflow, der Saldo von Mittelzufluss aus der Geschäftstätigkeit und dem Mittelabfluss aus der Investitionstätigkeit, lag damit bei -6,0 Mio. Euro gegenüber 0,8 Mio. Euro in der Vorjahresperiode.

Im ersten Halbjahr 2012 lag der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit bei 6,7 Mio. Euro nach -7,9 Mio. Euro im Jahr zuvor. Dieser resultiert aus Einzahlungen durch die Kapitalerhöhung in Höhe von 3,7 Mio. Euro sowie aus der Aufnahme von Bankkrediten in Höhe von 4,6 Mio. Euro.

Der dargestellte Finanzmittelfonds ergibt sich aus den Bilanzpositionen "Liquide Mittel" zuzüglich "Wertpapiere" abzüglich "Teleportogelder".

Liquiditätsanalyse

Mio. Euro 1.1.–30.6.2012 1.1.–30.6.2011
1. Mittelzuflüsse und -abflüsse aus
laufender Geschäftstätigkeit
Cashflow aus laufender
Geschäftstätigkeit
1,1 8,5
2. Mittelzuflüsse und -abflüsse
aus Investitionstätigkeit
Cashflow aus Investitionstätigkeit -7,1 -7,8
3. Mittelzuflüsse und -abflüsse
aus Finanzierungstätigkeit
Cashflow aus Finanzierungstätigkeit 6,7 -7,9
Finanzmittelbestand
Zahlungswirksame Veränderung
des Finanzmittelfonds
0,7 -7,2
Wechselkursbedingte Änderungen
des Finanzmittelfonds
0,1 -0,1
Finanzmittelfonds am Anfang
der Periode
6,3 13,4
Finanzmittelfonds am Ende
der Periode
7,1 6,1

Vermögenslage

Im Vergleich zum 31. Dezember 2011 erhöhte sich die Bilanzsumme um 9,1 Mio. Euro auf 142,1 Mio. Euro. Der Anteil der langfristigen Vermögenswerte an der Bilanzsumme verminderte sich dabei von 46,8% auf 46,1%. Die kurzfristigen Vermögenswerte deckten die kurzfristigen Schulden zum 30. Juni 2012 zu 103,3% im Vergleich zu 99,8% zum 31. Dezember 2011.

Innerhalb der langfristigen Vermögenswerte erhöhten sich die immateriellen Vermögenswerte von 31,3 Mio. Euro auf 33,1 Mio. Euro. Hierin enthaltene Positionen sind Firmenwerte, immaterielle Vermögenswerte einschließlich Kundenlisten und noch nicht abgeschlossene Entwicklungsprojekte.

Zum 30. Juni 2012 erhöhten sich die Sachanlagen auf 20,6 Mio. Euro gegenüber 19,8 Mio. Euro am Jahresende 2011. Grund hierfür ist die Zunahme der Grundstücke, grundstücksgleichen Rechten und Bauten, der anderen Anlagen und Betriebs-und Geschäftsausstattung und der vermieteten Erzeugnisse. Im Gegenzug verringerten sich die geleisteten Anzahlungen und Anlagen im Bau. Die aktiven latenten Steuern erhöhten sich leicht von 9,3 Mio. Euro auf 10,0 Mio. Euro. Bei den kurzfristigen Vermögenswerten erhöhten sich die Vorräte deutlich von 11,0 Mio. Euro auf 14,5 Mio. Euro. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen stiegen leicht auf 16,8 Mio. Euro im Vergleich zu 16,6 Mio. Euro ein Jahr zuvor. Die Wertpapiere in Höhe von 0,7 Mio. Euro dienen der freesort GmbH als Barhinterlegung eines Avals gegenüber der Deutschen Post AG. Die liquiden Mittel erhöhten sich von 25,9 Mio. Euro auf 27,6 Mio. Euro.

Aufgrund der Erhöhung des gezeichneten Kapitals sowie des positiven Konzernergebnisses und gesteigerter Kapitalrücklage verbesserte sich das Eigenkapital zum 30. Juni 2012 deutlich auf 21,6 Mio. Euro gegenüber 15,9 Mio. Euro Ende 2011.

Im Vergleich zum 31. Dezember 2011 erhöhte sich das Grundkapital der Francotyp-Postalia Holding AG von 14,7 Mio. Euro auf 16,16 Mio. Euro, eingeteilt in 16.160.000 auf den Inhaber lautende Stückaktien ohne Nennbetrag. Es wurden keine Aktien mit Sonderrechten ausgegeben. Zum 30. Juni 2012 hielt das Unternehmen insgesamt 370.444 Stück eigene Aktien; dies entspricht 2,29% des Grundkapitals.

Die kurzfristigen Schulden erhöhten sich zum 30. Juni 2012 auf 74,2 Mio. Euro im Vergleich zu 70,9 Mio. Euro Ende 2011. Dabei stiegen die kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten auf 10,7 Mio. Euro gegenüber 7,8 Mio. Euro Ende 2011. Die Rückstellungen verminderten sich von 11,0 Mio. Euro auf 6,6 Mio. Euro, ebenso die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, von 10,2 Mio. Euro auf 9,5 Mio. Euro. Hingegen stiegen die sonstigen kurzfristigen Schulden von 40,4 Mio. Euro auf 45,4 Mio. Euro.

Die langfristigen Schulden blieben mit 46,4 Mio. Euro zum 30. Juni 2012 im Wesentlichen unverändert im Vergleich zum Jahresende 2011.

Nachtragsbericht

Wesentliche Ereignisse nach dem Zwischenberichtsstichtag (30. Juni 2012) sind nicht eingetreten.

Risiko- und Chancenbericht

Im Konzernabschluss zum 31. Dezember 2011 hat die Gesellschaft Risiken und Chancen ausführlich erläutert. Darüber hinaus sind derzeit keine weiteren Risiken und Chancen erkennbar.

Prognosebericht

Der FP-Konzern konnte im ersten Halbjahr 2012 alle wesentlichen Kennzahlen steigern. Doch das Wachstum im Konsolidierungsgeschäft in einer Zeit wachsenden Preiswettbewerbs und die gleichzeitigen Schwierigkeiten im margenstarken Frankiermaschinengeschäft bei Produktion und Vertrieb schmälerten das EBITDA-Ergebnis im ersten Halbjahr 2012 wesentlich stärker als erwartet.

Vor diesem Hintergrund passt das Unternehmen seine Prognose für das Gesamtjahr an. Der FP-Konzern erwartet jetzt für das Gesamtjahr 2012 zwar unverändert einen Umsatz von mindestens 161 Mio. Euro, reduziert aber die Ergebnisprognose. Das Unternehmen prognostiziert ein EBITDA von 19–21 Mio. Euro statt bislang mindestens 25 Mio. Euro und erwartet ein EBIT von 8–10 Mio. Euro nach bisher mindestens 12 Mio. Euro.

Zwar ist die Produktion im Sommer 2012 in den eingeschwungenen Zustand gekommen. Und auch die deutsche Vertriebsorganisation meldet wieder steigende Absatzzahlen, wobei der Händlerkanal seine Ziele noch erreichen muss. Doch die Einbußen aus dem zweiten Quartal 2012 wird der FP-Konzern nicht mehr kompensieren können.

Der FP-Konzern ist strategisch auf dem richtigen Weg. Das neue, innovative Frankiersystem PostBase kommt am Markt gut an und das Interesse an der De-Mail-Lösung ist hoch. Nach Ende der Restrukturierung profitiert das Unternehmen zudem von erheblichen Kostenvorteilen und kann jetzt mit einer schlanken Organisation effizienter am Markt agieren. Nicht zuletzt aufgrund der Ergebnissteigerung im ersten Halbjahr 2012 ist das Unternehmen von einer nachhaltigen Stärkung der Ertragskraft in den kommenden Jahren überzeugt und versteht die aufgetretenen Probleme als temporäre Herausforderungen.

Die Märkte, in denen der FP-Konzern tätig ist, werden sich in den kommenden Jahren weiter verändern, da zum einen die Liberalisierung der Postmärkte voranschreitet und zum anderen der technologische Fortschritt anhält. Daher hat das Unternehmen die strategische Ausrichtung zu einem Komplettanbieter für die Briefkommunikation konsequent vorangetrieben. Hierbei verzahnt der FP-Konzern zunehmend seine Bereiche Frankieren und Kuvertieren mit den Bereichen Softwarelösungen und Mail Services, sodass die Kunden Produkte und Dienstleistungen aus einer Hand erhalten können.

In den nächsten beiden Jahren dürfte das Unternehmen von seiner Weiterentwicklung zu einem Komplettanbieter rund um die Briefkommunikation profitieren. Für den Produktbereich Frankieren und Kuvertieren geht das Unternehmen von einer stabilen Entwicklung in den angestammten Märkten und von positiven Wachstumsimpulsen in den neuen Märkten aus.

Die Ausführungen basieren auf dem Kenntnisstand zum Ende des zweiten Quartals 2012. Wir weisen darauf hin, dass die angegebenen Plandaten von den später tatsächlich erreichten Werten abweichen können.

Konzern-Zwischenabschluss für das 1. Halbjahr 2012

  • Konzern-Gesamtergebnisrechnung
  • Konzernbilanz
  • Konzern-Kapitalflussrechnung
  • Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung
  • Konzernanhang
  • Allgemeine Grundlagen
  • Entwicklung im Berichtszeitraum
  • 25 Erläuternde Angaben
  • 26 Segmentinformationen
  • Versicherung der gesetzlichen Vertreter

Konzern-Zwischenabschluss

// Konzern-Gesamtergebnisrechnung Konzernbilanz Konzern-Kapitalflussrechnung Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung Konzernanhang Bilanzeid

KONZERN-GESAMTERGEBNISRECHNUNG FÜR DEN ZEITRAUM VOM 1. JANUAR bis 30. Juni 2012

in TEUR 1.1.–30.6.2012 1.1.–30.6.2011 1.4.–30.6.2012 1.4.–30.6.2011
Umsatzerlöse 82,702 80,863 40.932 39.056
Erhöhung/Minderung des Bestandes an unfertigen und
fertigen Erzeugnissen und Leistungen
-91 968 530 614
82,611 81,831 41.462 39.670
Andere aktivierte Eigenleistungen 5.459 4,158 3.038 2.153
Sonstige Erträge 1,643 2,586 799 1.944
Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 15,266 14,506 5.997 6.890
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 20,106 17,421 12.217 8.564
35,372 31,927 18.214 15.454
Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 23,839 29,628 11.420 16.637
b) Soziale Abgaben 4,201 4,084 2.005 2.021
c) Aufwendungen für Altersversorgung und Unterstützung 349 655 163 408
28,389 34,367 13.588 19.066
Abschreibungen und Wertminderungen 4.587 7,423 2.223 3.747
Andere Aufwendungen 17,352 18,414 9.018 9.129
Zinsergebnis
a) Zinsen und ähnliche Erträge 587 624 340 329
b) Zinsen und ähnliche Aufwendungen 1,656 2,032 834 1.009
-1,069 -1,408 -494 -680
Sonstiges Finanzergebnis
a) Sonstige Finanzerträge 992 892 351 367
b) Sonstige Finanzaufwendungen 1,584 225 1.125 137
-592 667 -774 230
Steuerergebnis
a) Steuererträge 2,115 2,769 1.443 2.040
b) Steueraufwand 2,740 2,679 1.385 1.268
-625 90 58 772
Konzernergebnis 1,727 -4,207 1.046 -3.307
Sonstiges Ergebnis
Fremdwährungsumrechnung von Abschlüssen ausländischer Teileinheiten 207 -1,554 1.096 -495
davon Steuern -47 101 -27 56
davon umgegliedert in das Konzernergebnis 167 0 167 0
Absicherung von Zahlungsströmen 0 21 0 0
davon Steuern 0 0 0 0
davon umgegliedert in das Konzernergebnis 0 21 0 0
Sonstiges Ergebnis nach Steuern 207 -1,533 1.096 -495
Gesamtergebnis 1,934 -5,740 2.142 -3.802
Konzernergebnis, davon: 1,727 -4,207 1.046 -3.307
– auf die Anteilseigner der FP Holding entfallendes Konzernergebnis 1.684 -3.886 1.056 -3.110
– auf nicht beherrschende Anteile entfallendes Konzernergebnis 43 -321 -10 -197
Gesamtergebnis, davon: 1,934 -5,740 2.142 -3.802
– auf die Anteilseigner der FP Holding entfallendes Gesamtergebnis 1.891 -5.419 2.152 -3.605
– auf nicht beherrschende Anteile entfallendes Gesamtergebnis 43 -321 -10 -197
Ergebnis je Aktie (in Euro; unverwässert und verwässert): 0,11 -0,27 0,07 -0,22

Konzernbilanz zum 30. Juni 2012

Aktiva

in TEUR 30.6.2012 31.12.2011
Langfristige Vermögenswerte
Immaterielle Vermögenswerte
Immaterielle Vermögenswerte einschließlich Kundenlisten 17.600 10.419
Geschäfts- oder Firmenwert 9.980 10.016
Noch nicht abgeschlossene Entwicklungsprojekte 5.553 10.882
33.133 31.317
Sachanlagen
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten 2.208 1.058
Technische Anlagen und Maschinen 972 1.145
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 4.568 2.562
Vermietete Erzeugnisse 9.154 8.525
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 190 2.706
Anlagen in Finanzierungsleasingverhältnissen 3.547 3.753
20.639 19.749
Sonstige Vermögenswerte
Assoziierte Unternehmen 59 59
Sonstige Beteiligungen 163 163
Forderungen aus Finanzierungsleasing 1.353 1.585
Sonstige langfristige Vermögenswerte 193 160
1.768 1.967
Latente Steueransprüche 9.982 9.270
65.522 62.303
Kurzfristige Vermögenswerte
Vorratsvermögen
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 7.598 4.021
Unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 1.232 996
Fertige Erzeugnisse und Handelswaren 5.662 5.988
14.492 11.005
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 16.840 16.627
Sonstige Vermögenswerte
Forderungen aus Finanzierungsleasing 1.591 1.762
Erstattungsansprüche aus Ertragsteuern 5.550 5.587
Derivative Finanzinstrumente 16 59
Sonstige kurzfristige Vermögenswerte 9.845 9.169
17.001 16.577
Wertpapiere 679 678
Liquide Mittel 27.590 25.867
76.602 70.754
142.124 133.057

Konzern-Zwischenabschluss

Konzern-Gesamtergebnisrechnung // Konzernbilanz Konzern-Kapitalflussrechnung Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung Konzernanhang Bilanzeid

Passiva

in TEUR 30.6.2012 31.12.2011
Eigenkapital
Den Gesellschaftern des Mutterunternehmens zurechenbarer Anteil am Eigenkapital
Gezeichnetes Kapital 16.160 14.700
Kapitalrücklage 35.384 33.181
Stock-Options-Rücklage 476 346
Eigene Anteile -1.829 -1.829
Verlustvortrag -31.171 -27.333
Konzernergebnis nach Anteilen anderer Gesellschafter 1.684 -3.838
Kumuliertes übriges Eigenkapital 237 26
20.941 15.253
Nicht beherrschende Anteile 677 634
21.618 15.887
Langfristige Schulden
Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 12.202 12.146
Sonstige Rückstellungen 2.131 2.188
Finanzverbindlichkeiten 30.561 30.410
Sonstige Verbindlichkeiten 441 441
Latente Steuerverbindlichkeiten 1.014 1.097
46.349 46.282
Kurzfristige Schulden
Steuerschulden 1.987 1.459
Rückstellungen 6.617 11.040
Finanzverbindlichkeiten 10.699 7.753
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 9.452 10.226
Sonstige Verbindlichkeiten 45.402 40.410
74.157 70.888

142.124 133.057

Konzern-Kapitalflussrechnung für den Zeitraum vom 1. Januar bis 30. Juni 2012

in TEUR 1.1.–30.6.2012 1.1.–30.6.2011
Mittelzuflüsse und -abflüsse aus betrieblicher Geschäftstätigkeit
Konzernergebnis 1.727 -4.207
Erfolgswirksam erfasstes Ertragsteuerergebnis 476 -90
Erfolgswirksam erfasstes Zinsergebnis 1.069 1.408
Abschreibungen auf Vermögenswerte des Anlagevermögens 4.587 7.423
Abnahme (-) / Zunahme (+) der Rückstellungen sowie Steuerschulden -3.764 6.076
Veränderungen der aktiven und passiven latenten Steuern -795 0
Verluste (+) / Gewinn (-) aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens -17 591
Abnahme (+) / Zunahme (-) der Vorräte, der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie
anderer Aktiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind
-3.783 24
Zunahme (+) von Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva*,
die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind
3.304 1.189
Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen und Erträge 323 -1.144
Noch nicht erhaltene öffentliche Zuwendungen -814 -550
Erhaltene Zinsen 587 625
Gezahlte Zinsen -946 -1.241
Gezahlte Ertragsteuer -878 -1.594
Cashflow aus betrieblicher Geschäftstätigkeit 1.076 8.510
Mittelzuflüsse und -abflüsse aus Investitionstätigkeit
Auszahlungen für selbst erstellte immaterielle Vermögenswerte 0 -73
Auszahlungen für die Aktivierung von Entwicklungskosten -2.566 -2.344
Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Anlagevermögens 175 76
Auszahlungen für Investitionen in immaterielle Vermögenswerte -453 -158
Auszahlungen für Investitionen in Sachanlagen -4.215 -4.262
Auszahlungen für Investitionen in Finanzanlagen 0 -28
Auszahlungen für Unternehmenserwerbe 0 -999
Cashflow aus Investitionstätigkeit -7.059 -7.788
Mittelzuflüsse und -abflüsse aus Finanzierungstätigkeit
Auszahlungen aus unechten Pensionsgeschäften 109 0
Auszahlungen aus der Tilgung von Bankkrediten -1.176 -7.464
Auszahlung zu der Tilgung von Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing -486 -485
Einzahlungen aufgrund Aktienemission 3.663 0
Einzahlungen aus der Aufnahme von Bankkrediten 4.629 0
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit 6.739 -7.949
Finanzmittelbestand*
Zahlungswirksame Veränderung der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 756 -7.227
Wechselkursbedingte Änderungen der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 54 -99
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente am Anfang der Periode 6.307 13.423
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente am Ende der Periode 7.117 6.097

* Aus den Liquiden Mitteln sowie den Sonstigen Verbindlichkeiten sind die Portoguthaben, die vom FP-Konzern verwaltet werden (TEUR 21.152; in Q2/2011 TEUR 17.504), herausgerechnet. In die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente einbezogen werden die Wertpapiere des Umlaufvermögens in Höhe von TEUR 679 (in Q2/2011 TEUR 674).

Konzern-Zwischenabschluss Konzern-Gesamtergebnisrechnung Konzernbilanz // Konzern-Kapitalflussrechnung // Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung Konzernanhang Bilanzeid

Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung für den Zeitraum vom 1. Januar bis 30. Juni 2012

Kumuliertes übriges Eigenkapital
in TEUR Ge
zeich
netes
Kapital
Kapital
rücklage
Stock
Options
Rücklage
Eigene
Anteile
Bilanz
ergebnis
Unter
schieds
betrag aus
der Wäh
rungsum
rechnung
Nettoinves
titionen in
ausländische
Geschäfts
betriebe
Derivative
Finanz
instru
mente
FP Holding
zuzurech
nendes
Eigen
kapital
Nicht
beherr
schende
Anteile
Summe
Stand am
1. Januar 2011
14.700 45.708 89 -1.829 -39.860 -1.306 673 -21 18.154 1.431 19.585
Konzernergebnis
1.1.–30.6.2011
0 0 0 0 -3.886 0 0 0 -3.886 -321 -4.207
Fremdwährungs
umrechnung
von Abschlüssen
ausländischer
Teileinheiten
0 0 0 0 0 -1.285 -269 0 -1.554 0 -1.554
Absicherung von
Zahlungsströmen
0 0 0 0 0 0 0 21 21 0 21
Sonstiges Ergeb
nis 1.1.–30.6.2011
0 0 0 0 0 -1.285 -269 21 -1.533 0 -1.533
Gesamtergebnis
1.1.–30.6.2011
0 0 0 0 -3.886 -1.285 -269 21 -5.419 -321 -5.740
Kapitalerhöhung
aus Stock-Options
0 0 133 0 0 0 0 0 133 0 133
Veränderungen
im Konsoli
dierungskreis
0 0 0 0 0 0 0 0 0 129 129
Stand am
30. Juni 2011
14.700 45.708 222 -1.829 -43.746 -2.591 404 0 12.868 1.239 14.107
Stand am
1. Januar 2012
14.700 33.181 346 -1.829 -31.171 -607 633 0 15.253 634 15.887
Konzernergebnis
1.1.–30.6.2012
0 0 0 0 1.684 0 0 0 1.684 43 1.727
Fremdwährungs
umrechnung
von Abschlüssen
ausländischer
Teileinheiten
0 0 0 0 0 91 120 0 211 0 211
Sonstiges Ergeb
nis 1.1.–30.6.2012
0 0 0 0 0 91 120 0 211 0 211
Gesamtergebnis
1.1.–30.6.2012
0 0 0 0 1.684 91 120 0 1.895 43 1.938
Kapitalerhöhung 1.460 2.203 0 0 0 0 0 0 3.663 0 3.663
Kapitalerhöhung
aus Stock-Options
0 0 130 0 0 0 0 0 130 0 130
Stand am
30. Juni 2012
16.160 35.384 476 -1.829 -29.487 -516 753 0 20.941 677 21.618

KonzernAnhang für den Zeitraum vom 1. Januar bis 30. Juni 2012

I. ALLGEMEINE Grundlagen

Allgemeine Angaben

Die Francotyp-Postalia Holding AG, Birkenwerder (nachfolgend auch "FP Holding" genannt), besteht in der Rechtsform der Aktiengesellschaft und ist im Handelsregister des Amtsgerichts Neuruppin unter HRB 7649 eingetragen. Der Sitz der Gesellschaft ist Triftweg 21–26, 16547 Birkenwerder, Deutschland. Der Konzern-Zwischenabschluss der FP Holding für den zum 30. Juni 2012 endenden Berichtszeitraum umfasst die FP Holding und ihre Tochtergesellschaften (nachfolgend auch "FP-Konzern" oder "FP-Gruppe" genannt).

Der FP-Konzern ist ein international tätiges Unternehmen im Bereich der Postausgangsverarbeitung mit einer über 85-jährigen Geschichte. Der Schwerpunkt der Geschäftstätigkeit liegt in dem traditionellen Produktgeschäft, welches aus der Entwicklung, Herstellung und dem Vertrieb von insbesondere Frankiermaschinen aber auch Kuvertiermaschinen und dem After-Sales-Geschäft besteht. Durch ihre Tochtergesellschaft freesort GmbH und ihre Mehrheitsbeteiligungen an der iab GmbH und der Mentana-Claimsoft GmbH (vormals Mentana-Claimsoft AG) bietet die FP-Gruppe ihren Kunden in Deutschland zudem auch Sortier- und Konsolidierungsdienstleistungen sowie Hybrid-Mail-Produkte und Produkte zur vollelektronischen Kommunikation an.

Der Vorstand der Francotyp-Postalia Holding AG hat den Konzernabschluss und Konzernlagebericht 2011 zum 30. März 2012 aufgestellt und dem Aufsichtsrat vorgelegt. Der Aufsichtsrat hat den Konzernabschluss und Konzernlagebericht geprüft und am 30. März 2012 gebilligt. Am 19. April 2012 wurde der Konzernabschluss und Konzernlagebericht 2011 der Francotyp-Postalia Holding AG veröffentlicht.

Der Konzern-Halbjahresabschluss wurde am 30. August 2012 vom Vorstand der FP Holding zur Veröffentlichung freigegeben.

Grundlagen der Rechnungslegung

Grundlagen zur Aufstellung des Abschlusses

Der Konzern-Zwischenabschluss – bestehend aus Bilanz, Gesamtergebnisrechnung, Kapitalflussrechnung, Eigenkapitalveränderungsrechnung und ausgewählten erläuternden Anhangangaben – der FP Holding für den Zeitraum 1. Januar bis 30. Juni 2012 wurde nach den am Abschlussstichtag in der EU gültigen, verpflichtend anzuwendenden International Financial Reporting Standards (IFRS) erstellt. Es handelt sich um einen verkürzten Konzern-Zwischenabschluss in Übereinstimmung mit IAS 34 (Zwischenberichterstattung) für die Zwischenberichtsperiode 1. Januar bis 30. Juni 2012. Bei der Aufstellung dieses Zwischenabschlusses kamen die gleichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden zur Anwendung wie bei der Aufstellung des Konzernabschlusses 2011. Der Zwischenabschluss sollte zusammen mit dem geprüften Abschluss gelesen werden.

Der Konzern-Zwischenabschluss ist in Euro aufgestellt. Alle Beträge werden – soweit nicht anders dargestellt – zum Zwecke der Übersichtlichkeit und Vergleichbarkeit grundsätzlich in Tausend Euro (TEUR) angegeben. Aufgrund kaufmännischer Rundungen kann es zu geringfügigen Rechendifferenzen kommen.

Die Gliederung der Konzernbilanz erfolgt in Anwendung von IAS 1 nach dem Prinzip der Fristigkeit. Die Bilanzposten werden deshalb in langfristige und kurzfristige Vermögenswerte bzw. Schulden aufgeteilt. Vermögenswerte und Schulden werden grundsätzlich dann als kurzfristig eingestuft, wenn sie eine Restlaufzeit oder einen Umschlag im Rahmen der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit von weniger als einem Jahr haben. Entsprechend werden Vermögenswerte und Schulden dann als langfristig klassifiziert, wenn sie länger als ein Jahr im Unternehmen verbleiben.

Die Konzern-Gesamtergebnisrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

Der Konzern-Zwischenabschluss und der Konzern-Zwischenlagebericht sind weder einer prüferischen Durchsicht noch einer Prüfung entsprechend § 317 HGB unterzogen worden.

Die Anforderungen aller zum 30. Juni 2012 geltenden IFRS wurden ausnahmslos erfüllt und führen zur Vermittlung eines den tatsächlichen Verhältnissen entsprechenden Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns.

Konzernkreis

Die Francotyp-Postalia Holding AG fungiert als Konzernobergesellschaft, unter der die FP-Gruppe konsolidiert wird. In den Konzern-Zwischenabschluss der FP Holding werden alle Unternehmen einbezogen, bei denen die Möglichkeit besteht, die Finanz- und Geschäftspolitik zu beherrschen (Tochterunternehmen). Tochterunternehmen werden ab dem Zeitpunkt in den Konzernabschluss einbezogen, ab dem die FP Holding die Möglichkeit der Beherrschung erlangt. Endet diese Möglichkeit, scheiden die entsprechenden Gesellschaften aus dem Konsolidierungskreis aus.

Gegenüber dem Konzernabschluss zum 31. Dezember 2011 kam es im Berichtszeitraum zu keiner Veränderung des Konzernkreises.

Währungsumrechnung

Der Währungsumrechnung liegen die nachfolgenden Wechselkurse zugrunde:

Stichtagskurs Durchschnittskurs
1 EURO= 30.6.2012 31.12.2011 30.6.2011 H1/2012 H1/2011
US-Dollar
(USD)
1,2579 1,2937 1,4477 1,2966 1,4041
Britische
Pfund (GBP)
0,8063 0,8369 0,9040 0,8226 0,8684
Kanadische
Dollar (CAD)
1,2876 1,3197 1,4000 1,3042 1,3707
Schwedische
Kronen (SEK)
8,7740 8,9210 9,1650 8,8823 8,9408
Singapur
Dollar (SGD)
1,5960 1,6816 1,7786 1,6388 1,7664

H1 steht für den Zeitraum 1.1. bis 30.6. des jeweiligen Jahres.

Schätzungen und Ermessensspielräume des Managements

Bei der Aufstellung des Konzern-Zwischenabschlusses sind zu einem gewissen Grad Annahmen zu treffen und Schätzungen vorzunehmen, die sich auf die Höhe und den Ausweis der bilanzierten Vermögenswerte und Schulden sowie der Erträge und Aufwendungen der Berichtsperiode auswirken. Den Annahmen und Schätzungen liegen Prämissen zugrunde, die auf dem jeweils aktuellen Kenntnisstand beruhen. Insbesondere wurden bezüglich der erwarteten künftigen Geschäftsentwicklung die zum Zeitpunkt der Aufstellung des Konzern-Zwischenabschlusses vorliegenden Umstände ebenso wie die als realistisch unterstellte zukünftige Entwicklung des globalen und branchenbezogenen Umfelds zu Grunde gelegt. Durch von den Annahmen abweichende und außerhalb des Einflussbereichs des Managements liegende Entwicklungen dieser Rahmenbedingungen können die sich einstellenden Beträge von den ursprünglich erwarteten Schätzwerten abweichen. Wenn die tatsächliche Entwicklung von der erwarteten abweicht, werden die Prämissen und, falls erforderlich, die Buchwerte der betreffenden Vermögenswerte und Schulden entsprechend angepasst.

II. ENTWICKLUNGEN IM BERICHTSZEITRAUM

Die Geschäftstätigkeit des FP-Konzerns ist grundsätzlich nicht durch saisonale Einflüsse geprägt.

In Bezug auf für die Geschäftstätigkeit des FP-Konzerns in der Zwischenberichtsperiode erhebliche Konjunktureinflüsse verweisen wir auf unsere Ausführungen im Konzern-Zwischenlagebericht.

Stand Restrukturierungen/Aufbau Produktion am Standort Wittenberge

2011 hat der FP-Konzern eine neue Produktionsstätte im brandenburgischen Wittenberge aufgebaut. Die FP Produktionsgesellschaft mbH begann im Oktober 2011 am neuen Standort mit der Produktion. Als erstes Produkt fertigt das Unternehmen die Frankiermaschine mymail. In den darauf folgenden Wochen startete die Produktion der ersten Maschinen des neuen Frankiersystems PostBase; im zweiten Quartal 2012 lief die Nullserienproduktion an. Die Schließung der Produktion in Birkenwerder erfolgte Ende des ersten Quartals 2012.

Im Zusammenhang mit den im Berichtsjahr durchgeführten Restrukturierungsmaßnahmen entfallen im Teilbetrieb Produktion Birkenwerder 120 Arbeitsplätze. Bis auf vier Fälle konnten alle arbeitsrechtlichen Sachverhalte zum 30. Juni 2012 abgeschlossen werden. In der Regel wurden hier gerichtliche Vergleiche geschlossen.

Zusätzliche Kreditlinie

In Ergänzung zum Konsortialdarlehensvertrag vom 21. Februar 2011 wurde am 14. März 2012 eine Ergänzungsvereinbarung getroffen, die der Finanzierung der Ansprüche von (ehemaligen) Arbeitnehmern aus dem Sozialplan dient, der für die im Zusammenhang mit der Schließung der Produktion am Standort Birkenwerder durchgeführten Maßnahmen gilt.

Über das bisher vereinbarte Kreditvolumen hinaus erhielt FP ein weiteres Darlehen C in Höhe von TEUR 4.107. Die Inanspruchnahme des Darlehen ist in 10 monatlichen Raten über je TEUR 411 erstmals am 31. März 2013 zurückzuzahlen.

Zusätzlich wird von der am 30. Juni 2012 fälligen Tilgungsrate für das Darlehen A1 in Höhe von TEUR 1.000 ein Teilbetrag über TEUR 308 gestundet. Dieser Teilbetrag ist in 10 gleichhohen monatlichen Raten erstmals am 31. März 2013 zurückgezahlt.

Darüber hinaus wird von der am 30. Juni 2012 fälligen Tilgungsrate für das Darlehen A2 in Höhe von TUSD 1.875 ein Teilbetrag über TUSD 578 gestundet. Dieser Teilbetrag wird in 10 gleichhohen monatlichen Raten erstmals am 31. März 2013 zurückgezahlt.

Im Zusammenhang mit dem geänderten Kreditvolumen und den geänderten Rückzahlungsbedingungen wurde als zusätzliche Sicherheit der FP Holding AG eine erstrangige Grundschuld auf das Betriebsobjekt in Wittenberge, in Höhe von TEUR 1.000 vereinbart. Zudem übereignete die FP Produktionsgesellschaft mbH als Sicherheit ihr Umlaufund Anlagevermögen, verpfändete alle Bankguthaben und trat alle Kundenforderungen ab.

Kapitalerhöhung

Der Vorstand der Francotyp-Postalia Holding AG hat am 23. März 2012 mit Zustimmung des Aufsichtsrats beschlossen, das Grundkapital der Gesellschaft um 1,46 Mio. Euro zu erhöhen. Hierzu gab das Unternehmen neue, auf den Inhaber lautende Stückaktien mit einem anteiligen Betrag am Grundkapital von 1 Euro je Aktie aus. Das Grundkapital der Gesellschaft beträgt nun 16,16 Mio. Euro.

Die neuen Aktien wurden unmittelbar nach Zustimmung des Aufsichtsrates im Rahmen eines Private Placement durch die 3R Investments Ltd., Zypern, gezeichnet. Damit ist die Kapitalerhöhung erfolgreich platziert. Der Ausgabebetrag lag bei 2,66 Euro je Aktie; der Gesellschaft floss ein Bruttoemissionserlös in Höhe von 3,9 Mio. Euro zu.

Zulassung des neuen Frankiersystems PostBase

Auf der CeBIT im März 2012 wurde das neue Frankiersystem PostBase erstmals vorgestellt. Die Markteinführung in Deutschland begann Ende des ersten Quartals 2012. Die PostBase verbindet – aufgrund zahlreicher Innovationen im Bereich der Mechatronik und Softwaresteuerung – die analoge mit der digitalen Postwelt. Über einen Touchdisplay kann der Nutzer die PostBase sehr einfach und intuitiv handhaben. Mit dem FP Navigator – einer Softwarelösung zur Bedienung des Frankiersystems – gibt es die Möglichkeit, das Gerät auch direkt über einen PC zu steuern. Der FP Navigator bietet den Anwendern zudem weitere Funktionalitäten wie das Anlegen und die Kontrolle von Kostenstellen.

In Zukunft wird der FP-Konzern die PostBase außerdem an das FP Portal anbinden – einer Onlineplattform, über die die Kunden sämtliche Daten rund um ihre Briefkommunikation abrufen und gleichzeitig weitere Dienstleistungen nutzen können. So können sie über das Portal künftig direkt Konsolidierungsservices beauftragen sowie Hybridmails oder De-Mails verschicken.

mentana-claimsoft GmbH erhält die De-Mail-Akkreditierung

Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) erteilte der Mentana-Claimsoft GmbH am 6. März 2012 die Akkreditierung als erster De-Mail-Provider. Das De-Mail-Gesetz definiert die Sicherheitsanforderungen und schafft so die rechtliche Grundlage dafür, dass die De-Mail die gleiche Rechtswirkung hat wie ein klassischer Brief. Nachdem die internen Abläufe und die technische Infrastruktur der Mentana-Claimsoft überprüft wurden, wird das De-Mail-Angebot nun auf den Markt angeboten.

Sonstige Entwicklung

Im Hinblick auf die sonstigen Entwicklungen bei der FP-Gruppe verweisen wir an dieser Stelle auf unsere Ausführungen im Konzern-Zwischenlagebericht.

III. ERLÄUTERNDE ANGABEn

Erläuterungen zur Kapitalflussrechnung

Die Kapitalflussrechnung des FP-Konzerns weist die Mittelzuflüsse und Mittelabflüsse aus der laufenden Geschäfts, Investitions und Finanzierungstätigkeit aus.

Der Finanzmittelfonds ermittelt sich wie folgt:

in TEUR 30.6.2012 30.6.2011
Liquide Mittel 27.590 22.927
zuzüglich Wertpapiere 679 674
Kurzfristige Verbindlichkeiten
aus verwalteten Portoguthaben
-21.152 -17.504
Zahlungsmittel und
Zahlungsmitteläquivalente
7.117 6.097

Das Portoguthaben wird bei der Ermittlung des Finanzmittelfonds in Abzug gebracht, weil die betreffenden Gelder jederzeit von den Kunden abgerufen werden können. Ein korrespondierender Betrag ist in den kurzfristigen sonstigen Verbindlichkeiten enthalten.

Mitarbeiter

Die Mitarbeiter der FP-Gruppe verteilen sich regional und funktional wie folgt:

Regionale Verteilung

30.6.2012 30.6.2011
Deutschland 699 749
USA 114 120
Großbritannien 94 95
Niederlande 53 55
Kanada 37 37
Belgien 23 27
Italien 23 20
Schweden 20 16
Österreich 20 21
Singapur 8 9
Frankreich 4 2
Gesamt 1.095 1.151

Funktionale Verteilung

30.6.2012 30.6.2011
Produktion 198 255
Vertrieb Deutschland 493 493
Vertrieb International 388 393
Zentrale Funktionen 16 10
Gesamt 1.095 1.151

Eventualschulden

Francotyp-Postalia führt als Marktteilnehmer auf einem umkämpften Markt naturgemäß eine Reihe von Rechtsstreitigkeiten. Betroffen ist insbesondere die Francotyp-Postalia Vertrieb und Service GmbH, die mehrere außergerichtliche und gerichtliche Wettbewerbsstreitigkeiten mit Konkurrenzunternehmen führt und dabei sowohl als Anspruchsteller als auch als Anspruchsgegner auftritt. Inhalt dieser Streitigkeiten sind Werbemethoden gegenüber Kunden sowie das Auftreten am Markt. Diese Verfahren sind auf das Unterlassen von wettbewerbswidrigen Verhalten gerichtet und haben keine wesentliche wirtschaftliche Bedeutung. Im Fall des Unterliegens kann auf andere Werbemaßnahmen ausgewichen werden.

Wesentlich könnte allerdings die Klage der SBW Vermögensverwaltungs GmbH vom 9. März 2011 sein, in der sie Ansprüche gegenüber der Francotyp-Postalia Holding AG geltend gemacht hat. Die angeblichen Ansprüche resultieren aus dem von der Francotyp-Postalia Holding AG geschlossenen Kaufvertrag über Anteile an der iab-Gruppe. Eingeklagt werden 1.518.750 Euro. Die Forderung wird mit Ansprüchen auf den erhöhten Kaufpreis aus dem Unternehmenskaufvertrag sowie der angeblichen Unzulässigkeit der teilweisen Zahlung mit Aktien der Beklagten begründet. Das Prozessrisiko wird seitens des Konzerns als gering eingeschätzt.

Wesentliche Ereignisse nach dem Stichtag

Wesentliche Ereignisse nach dem Abschlussstichtag 30. Juni 2012, die sich nicht im Abschluss der Zwischenberichtsperiode widerspiegeln, liegen nicht vor.

IV. SEGMENTINFORMATIONEN

Da die Segmente nach lokalen Rechnungslegungsvorschriften (HB-I-Abschlüsse) berichten, werden in der Überleitung auf den Konzern-Zwischenabschluss sowohl die Anpassungsbuchungen nach IFRS als auch die Konzern-Konsolidierungsbuchungen aufgenommen. Die Konzern-Konsolidierungsbuchungen betreffen Geschäftsbeziehungen zwischen den Segmenten. Da die Zahlen aus den HB-I-Abschlüssen zu einem Gesamtsegmentergebnis aufsummiert werden, enthalten die Segmentgesamtbeträge auch Intrasegmentzahlen sowie Zwischengewinne. Die Konsolidierung erfolgt in der Überleitungsspalte.

1.1.–30.6.2012 A B C D
in TEUR Produktion Vertrieb
Deutschland
Vertrieb
International
Zentrale
Funktionen
Überleitung
Konzern
Gesamt
Umsatzerlöse 29.544 45.430 39.201 1.857 -33.330 82.702
- mit externen Dritten 2.248 43.485 38.089 0 -1.120 82.702
- Intersegment-Umsätze 27.296 1.945 1.112 1.857 -32.210 0
EBITDA 473 1.943 8.346 -1.423 -739 8.600
Abschreibungen und
Wertminderungen
555 1.413 4.151 26 -1.557 4.587
Zinsergebnis -544 -164 -193 -389 222 -1.067
- davon Zinsaufwand 1.383 496 443 1.452 -2.117 1.656
- davon Zinsertrag 839 332 250 1.062 -1.895 588
Sonstiges Finanzergebnis -342 0 43 -249 -45 -594
Steuerergebnis -39 30 -1.309 683 10 -625
Nettoeinkommen -1.007 396 2.735 -1.404 1.005 1.726
Segmentvermögen (30.6.) 140.724 81.962 83.771 128.984 -293.317 142.124
Investitionen 1.147 449 4.959 35 876 7.467
Segmentschulden (30.6.) 141.125 73.220 59.601 69.474 -222.914 120.506

Konzern-Zwischenabschluss

Konzern-Gesamtergebnisrechnung Konzernbilanz Konzern-Kapitalflussrechnung Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung // Konzernanhang Bilanzeid

1.1.–30.6.2011 A B C D
in TEUR Produktion Vertrieb
Deutschland
Vertrieb
International
Zentrale
Funktionen
Überleitung
Konzern
Gesamt
Umsatzerlöse 28.192 44.381 36.183 1.700 -29.593 80.863
- mit externen Dritten 2.554 43.293 36.137 0 -1.121 80.863
- Intersegment-Umsätze 25.638 1.088 46 1.700 -28.472 0
EBITDA -5.914 2.977 7.540 -931 195 3.867
Abschreibungen und
Wertminderungen
474 1.747 4.362 16 824 7.423
Zinsergebnis -2.213 594 -135 111 235 -1.408
- davon Zinsaufwand 3.185 518 553 522 -2.746 2.032
- davon Zinsertrag 972 1.113 417 633 -2.511 624
Sonstiges Finanzergebnis 697 1 0 -40 10 667
Steuerergebnis -23 -70 -1.880 1.831 233 90
Nettoeinkommen -7.927 1.753 1.161 955 -148 -4.207
Segmentvermögen (30.6.) 117.624 73.817 77.685 115.282 -255.073 129.336
Investitionen 1.786 1.063 3.196 453 2.747 9.245
Segmentschulden (30.6.) 124.723 63.253 56.643 50.098 -179.489 115.229
in TEUR Produktion Vertrieb
Deutschland
Vertrieb
International
Zentrale
Funktionen
Überleitung
Konzern
Gesamt
1.1.–30.6.2012
Rückstellungen für
Restrukturierung
-3.309 -635 0 0 0 -3.944
Erträge aus der Auflösung
von Rückstellungen
319 37 0 0 0 356
1.1.–30.6.2011
Rückstellungen für
Restrukturierung
6.997 814 -28 0 0 7.783
Erträge aus der Auflösung
von Rückstellungen
0 48 0 0 0 48

Überleitung in TEUR

Umsatzerlöse 1.1.–30.6.
2012 2011
Umsatzerlöse der Segmente A–C 114.164 108.756
Umsatzerlöse des Segments
Zentrale Funktionen
1.857 1.700
Effekte aus der Anpassung
Finanzierungsleasing
-1.120 -1.121
114.913 109.335
Abzüglich Intersegmentumsätze 32.210 28.472
Umsatzerlöse laut Abschluss 82.702 80.863
EBITDA 1.1.–30.6.
2012 2011
EBITDA der Segmente A–C 10.762 4.604
EBITDA des Segments
Zentrale Funktionen
-1.423 -931
9.339 3.673
Bewertungseffekte aus der
Überleitung IFRS
-2.112 -728
Effekte auf Konsolidierungsebene 1.374 922
EBITDA
Konzern
8.600 3.867
Abschreibungen und
Wertminderungen
-4.587 -7.423
Zinsergebnis -1.067 -1.408
Sonstiges Finanzergebnis -594 667
Konzernergebnis vor Steuern 2.352 -4.297
Steuerergebnis -625 90
Konzernergebnis 1.727 -4.207
Vermögen 30.6.2012 30.6.2011
Vermögen der Segmente A–C 306.457 269.128
Vermögen des Segments
Zentrale Funktionen 128.984 115.282
435.441 384.410
Aktivierung Entwicklungskosten
nach IFRS 16.099 13.265
Effekte aus der Umbewertung
Firmenwerte 5.665 4.830
Effekte aus Abschreibung von
Kundenlisten 123 -928
Effekte aus Abschreibung selbst
erstellter Software -15 -984
Übrige Überleitungen auf IFRS 4.691 33
461.004 400.626
Effekte auf Konsolidierungsebene
(u.a. Schuldenkonsolidierung) -319.880 -271.290
Vermögen laut Abschluss 142.124 129.336
Vermögen nach Regionen 30.6.2012 30.6.2011
Deutschland 351.671 296.059
USA und Kanada 38.016 33.637
Europa (ohne Deutschland) 44.006 44.048
Übrige Regionen 1.748 10.666
435.441 384.410
Effekte aus Umbewertung nach IFRS 26.455 18.128
Effekte aus Abschreibung von
Kundenlisten
123 -928
Effekte aus Abschreibung selbst
erstellter Software
-15 -984
461.004 400.626
Effekte auf Konsolidierungsebene
(u.a. Schuldenkonsolidierung)
-319.880 -271.290
Vermögen laut Abschluss 142.124 129.336

Konzern-Zwischenabschluss

Konzern-Gesamtergebnisrechnung Konzernbilanz Konzern-Kapitalflussrechnung Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung // Konzernanhang Bilanzeid

1.4.–30.6.2012 A B C D
in TEUR Produktion Vertrieb
Deutschland
Vertrieb
International
Zentrale
Funktionen
Überleitung
Konzern
Gesamt
Umsatzerlöse 18.364 22.503 19.441 1.078 -20.453 40.932
- mit externen Dritten 1.291 21.409 18.789 0 -556 40.932
- Intersegment-Umsätze 17.073 1.094 652 1.078 -19.897 0
EBITDA 1.391 1.098 3.753 -740 -1.022 4.479
Abschreibungen und
Wertminderungen
241 664 2.058 13 -752 2.224
Zinsergebnis -60 -107 -68 -387 129 -492
- davon Zinsaufwand 473 247 220 721 -827 833
- davon Zinsertrag 414 139 152 334 -698 341
Sonstiges Finanzergebnis -804 0 100 -249 179 -775
Steuerergebnis 128 -2 -550 685 -203 58
Nettoeinkommen 414 325 1.176 -704 -165 1.046
Segmentvermögen (30.6.) 140.724 81.771 83.771 128.984 -293.317 124.124
Investitionen 548 186 3.014 1 126 3.875
Segmentschulden (30.6.) 141.125 73.220 59.601 69.474 -222.914 120.506
1.4.–30.6.2011 A B C D
in TEUR Produktion Vertrieb
Deutschland
Vertrieb
International
Zentrale
Funktionen
Überleitung
Konzern
Gesamt
Umsatzerlöse 14.561 21.495 17.342 884 -15.225 39.056
- mit externen Dritten 1.542 20.698 17.328 0 -511 39.056
- Intersegment-Umsätze 13.019 797 14 884 -14.714 0
EBITDA -3.817 1.033 2.971 -556 487 118
Abschreibungen und
Wertminderungen
217 869 2.148 8 505 3.748
Zinsergebnis -953 299 -65 -100 139 -680
- davon Zinsaufwand 1.557 262 274 417 -1.501 1.009
- davon Zinsertrag 604 564 208 317 -1.362 329
Sonstiges Finanzergebnis 106 0 0 -40 164 230
Steuerergebnis -12 -30 -776 1.725 -135 772
Nettoeinkommen -4.893 434 -18 1.020 149 -3.307
Segmentvermögen (30.6.) 117.624 73.817 77.685 115.282 -255.073 129.336
Investitionen 945 -1.398 1.747 -19 2.452 3.728
Segmentschulden (30.6.) 124.723 63.253 56.643 50.098 -179.489 115.229

Überleitung in TEUR

Umsatzerlöse 1.4.–30.6.
2012 2011
Umsatzerlöse der Segmente A–C 60.308 53.398
Umsatzerlöse des Segments
Zentrale Funktionen
1.078 884
Effekte aus der Anpassung
Finanzierungsleasing
-556 -511
60.830 53.771
Abzüglich Intersegmentumsätze 19.897 14.714
Umsatzerlöse laut Abschluss 40.932 39.056
EBITDA 1.4.–30.6.
2012 2011
EBITDA der Segmente A–C 6.241 187
EBITDA des Segments
Zentrale Funktionen
-740 -556
5.201 -369
Bewertungseffekte aus der
Überleitung IFRS
369 589
Effekte auf Konsolidierungsebene 1.418 -101
EBITDA
Konzern
4.479 118
Abschreibungen und
Wertminderungen
-2.224 -3.747
Zinsergebnis -492 -680
Sonstiges Finanzergebnis -775 230
Konzernergebnis vor Steuern 998 -4.079
Steuerergebnis 58 772
Konzernergebnis 1.046 -3.307

Der in der Konzernbilanz ausgewiesene Geschäfts- oder Firmenwert in Höhe von TEUR 9.980 (im Vorjahr TEUR 10.016) ist ausschließlich dem Segment Vertrieb Deutschland zugeordnet.

Versicherung der gesetzlichen Vertreter (Bilanzeid)

Nach bestem Wissen versichern wir, dass gemäß den anzuwendenden Grundsätzen ordnungsmäßiger Konzernzwischenberichterstattung der Konzern-Zwischenabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt, der Konzern-Zwischenlagebericht den Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und der Lage des Konzerns so darstellt, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird und dass die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns im verbleibenden Geschäftsjahr beschrieben sind.

Birkenwerder, 30. August 2012

Vorstand der Francotyp-Postalia Holding AG

Hans Szymanski (Vorstandssprecher)

Andreas Drechsler (Vorstand)

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Konzeption und Layout

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Übersetzung

EVS Translations GmbH, Offenbach www.evs-translations.com

Zukunftsbezogene Aussagen

Dieser Halbjahresfinanzbericht enthält in die Zukunft gerichtete Aussagen, die auf Annahmen und Schätzungen der Unternehmensleitung der Francotyp-Postalia Holding AG beruhen. Auch wenn die Unternehmensleitung der Ansicht ist, dass diese Annahmen und Schätzungen zutreffend sind, können die künftige tatsächliche Entwicklung und die künftigen tatsächlichen Ergebnisse von diesen Annahmen und Schätzungen aufgrund vielfältiger Faktoren erheblich abweichen. Zu diesen Faktoren können beispielsweise die Veränderung der gesamtwirtschaftlichen Lage, der gesetzlichen und regulatorischen Rahmenbedingungen in Deutschland und der EU sowie Veränderungen in der Branche gehören. Die Francotyp-Postalia Holding AG übernimmt keine Gewährleistung und keine Haftung dafür, dass die künftige Entwicklung und die künftig erzielten tatsächlichen Ergebnisse mit den in diesem Halbjahresfinanzbericht geäußerten Annahmen und Schätzungen übereinstimmen werden. Es ist von der Francotyp-Postalia Holding AG weder beabsichtigt noch übernimmt die Francotyp-Postalia Holding AG eine gesonderte Verpflichtung, zukunftsbezogene Aussagen zu aktualisieren, um sie an Ereignisse oder Entwicklungen nach dem Datum dieses Berichts anzupassen.

Der Halbjahresfinanzbericht liegt ebenfalls in englischer Übersetzung vor und steht in beiden Sprachen im Internet unter http://www.francotyp.com zum Download bereit. Bei Abweichungen hat die deutsche Fassung des Quartalsberichts Vorrang gegenüber der englischen Übersetzung.

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