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Formycon AG Annual Report 2016

May 24, 2017

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Annual Report

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Geschäftsbericht 2016

Formycon AG Inhalt

Meilensteine 2016

Abschluss Formycon AG

Meilensteine 2016

Jan Feb Mrz Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez

Im Januar 2016 gab Formycon die Anmeldung mehrerer Patente zur pharmazeutischen Formulierung und Verabreichung von intraokularen VEGFAntagonisten bekannt.

Im Juni wurde FormyconCEO Dr. Carsten Brockmeyer erneut unter die weltweit einflussreichsten Persönlichkeiten in der Arzneimittelbranche gewählt. Die Auszeichnung wurde vom renommierten Magazin "The Medicine Maker" auf Basis von erbrachten Leistungen in der Arzneimittelforschung und entwicklung verliehen.

Im Februar berief Formycon den Biotechexperten Prof. Johannes Buchner in sein Advisory Board.

Im Juli vermeldete Formycon die Erweiterung des Vorstands und bestellte den Pharmamanager Dr. Stefan Glombitza zum 1. Oktober zum Chief Operating Officer.

Im November wurde Formycon vom Magazin Focus zum Wachstumschampion 2017 gekürt. In der Kategorie "Chemie und Pharma" landete das Unternehmen auf Platz 1, im Gesamtranking schaffte es Formycon auf Platz 2 von insgesamt 500 bewerteten Unternehmen.

Ebenfalls im Februar schlossen Formycon und sein Lizenzpartner den ersten Patienten in die konfirmatorische PhaseIII-Zulassungsstudie mit dem Lucentis®1Biosimilar (FYB201) ein.

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Im Oktober wurde Formycon für seine innovative Forschungs und Entwicklungsarbeit vom Stifterverband mit dem Forschungssiegel ausgezeichnet. Damit würdigte der Verband das besondere Engagement des Unternehmens bei der Entwicklung von Biosimilars.

² Eylea ist eine eingetragene Marke von Regeneron Pharmaceuticals Inc

Ende Februar veröffentlichte Formycon Details zu seinem weiterem Pipelineprodukt FYB203. Dabei handelt es sich um einen Biosimilar-Kandidaten für Eylea®2 (Aflibercept).

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wir haben diesen Geschäftsbericht unter die Überschrift "Ausgezeichnetes Wachstum" gestellt. Nicht, weil wir uns künstlich mit Federn schmücken wollen, sondern weil "Ausgezeichnetes Wachstum" unsere Entwicklung im Jahr 2016 treffend umschreibt. So sind wir nachweislich gewachsen, das lässt sich am höheren Umsatz, der gestiegenen Zahl unserer Mitarbeiter und dem Ausbau sowie der Weiterentwicklung unserer Projekte ablesen. Zudem verstärkte uns auf Vorstandsebene im Spätsommer 2016 Dr. Stefan Glombitza als Chief Operating Officer. Mit ihm konnte Formycon einen ausgewiesenen und erfahrenen Experten auf dem Gebiet der pharmazeutischen Entwicklung gewinnen. Er kümmert sich seitdem erfolgreich um unser operatives Geschäft und bringt Formycon weiter voran.

Für diese Entwicklungen wurden wir ausgezeichnet. Das Magazin "FOCUS SPEZIAL" hat Formycon zum Wachstumschampion 2017 im Bereich Chemie und Pharma gewählt. Zudem belegten wir unter insgesamt 500 stark wachsenden deutschen Unternehmen über alle Branchen hinweg Platz 2. Auf dieses Ergebnis können wir stolz sein.

Auch darüber hinaus konnte Formycon punkten. So hat das renommierte Magazin "The Medicine Maker" Formycon-CEO Dr. Carsten Brockmeyer bereits zum zweiten Mal unter die weltweit einflussreichsten Persönlichkeiten in der Medizin gewählt. Zudem wurden wir vom Stifterverband für unsere Innovationskraft ausgezeichnet.

Entscheidend war für uns im Jahr 2016 selbstverständlich die Weiterentwicklung unserer Biosimilarprojekte. Mit unserem an die Bioeq IP AG verpartnerten Lucentis®1-Biosimilar FYB201 befinden wir uns in der zulassungsrelevanten klinischen Phase III. Gemeinsam mit unserem Partner ist es unsere Absicht, nach dem US-Patentablauf von Lucentis® im Jahr 2020 als Erste ein entsprechendes Biosimilar auf den Markt zu bringen. Dafür wenden wir all unsere Kraft auf.

Gleiches gilt für unser Eylea®2-Biosimilar FYB203, das wir an die Santo Holding auslizenziert haben. Auch bei diesem Projekt haben wir im abgelaufenen Geschäftsjahr deutliche Fortschritte gemacht und sind zuversichtlich, den Entwicklungszeitplan einhalten zu können, um so zu den Ersten zu gehören, die ein Biosimilar für Eylea® ver-

markten können.

1 Lucentis ist eine eingetragene Marke von Genentech Inc.

Sehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre,

Brief an die Aktionäre

Dr. Carsten Brockmeyer CEO

Dr. Nicolas Combé CFO

² Eylea ist eine eingetragene Marke von Regeneron Pharmaceuticals Inc

Parallel dazu hat das Formycon-Team den Produktkandidaten FYB202 signifikant vorangebracht und mit FYB205 ein weiteres Entwicklungsprojekt initiiert. Unser Ziel bleibt es, durch den Aufbau einer qualitativ hochwertigen und robusten Pipeline ab 2020 in verschiedenen Regionen der Welt regelmäßig Biosimilars einführen zu können. 2016 sind wir dem ein gutes Stück näher gekommen.

Trotz dieser erfreulichen Entwicklungen befinden wir uns erst am Anfang unserer Wachstumsphase. Derzeit investieren wir erhebliche Beträge in die Entwicklung unserer Biosimilars und damit in die Zukunft des Unternehmens. Erfreulicherweise generieren wir durch die bestehenden Lizenzverträge bereits nennenswerte Umsätze – für ein forschungsintensives Unternehmen, das zudem über erhebliche finanzielle Rücklagen verfügt, sind wir damit auch finanziell in einer guten Position. Dennoch liegt der Hauptfokus des Unternehmens in dieser Phase nicht zwangsläufig darauf, Jahresüberschüsse zu erzielen. Vielmehr geht es darum, den Wert unserer Projekte und damit des Unternehmens durch gut geplante Investitionen weiter zu erhöhen und Formycon fit für die Zukunft zu machen.

Nennenswerte Zuwächse bei Umsatz und Ergebnis sind ab dem Jahr 2020 zu erwarten, wenn, sofern die Entwicklung wie geplant verläuft, unsere Biosimilars sukzessive in die Vermarktungsphase kommen und wir in signifikantem Umfang an den Umsätzen beteiligt sein werden. Ab diesem Zeitpunkt, so der Plan, wollen wir gemeinsam mit unseren Partnern damit beginnen, die Früchte unserer jahrelangen Entwicklungsarbeit zu ernten.

Diese Strategie wird zu großen Teilen auch von unseren Aktionären und der Finanzwelt mitgetragen. Wir haben 2016 auf zahlreichen Investorenveranstaltungen unser Geschäftsmodell erklärt und in Europa wie auch den USA immer wieder den direkten Kontakt zu unseren Aktionären gesucht. Wir beobachten, dass das Interesse an der Formycon-Aktie im vergangenen Jahr deutlich zugenommen hat. Wir stellen außerdem fest, dass viele Aktionäre ihre Investition in Formycon nicht als kurzfristige Spekulation, sondern als aussichtsreiche, langfristige Anlage sehen.

Natürlich verschließen wir nicht die Augen vor den Herausforderungen, die das Pharmageschäft mit sich bringt. Auf dem Weg zum Markt sind zahlreiche regulatorische Fragen zu klären und aufwändige Zulassungsverfahren zu absolvieren. Gegenüber den Behörden werden wir gemeinsam mit unseren Partnern die uneingeschränkte Qualität, Sicherheit und Wirksamkeit unserer Biosimilars nachweisen müssen. Schließlich wird es darum gehen, dass unsere Produkte ihren Platz im Markt finden und einen angemessenen Preis erzielen. Da kommt es uns zugute, dass wir über ausgesprochen erfahrene und zuverlässige Partner verfügen.

Auch die Veränderungen der politischen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen stellen eine Herausforderung dar. Vor allem ausgehend von den USA werden die globalen Gewichte derzeit neu austariert. Inwieweit sich das auf die Pharma- und Biotechindustrie auswirkt, bleibt abzuwarten.

Wir sind dennoch – beziehungsweise gerade aufgrund dieser Veränderungen – überzeugt, dass die Aussichten für Biosimilars unverändert gut sind. Diese Produkte belegen im Zulassungsverfahren, dass sie hinsichtlich Wirksamkeit und Sicherheit vergleichbar mit ihren jeweiligen Referenzprodukten sind und können gleichzeitig erhebliche Einsparpotenziale bieten. Damit können diese Nachfolgearzneien einen wichtigen Beitrag zur Stabilität der globalen Gesundheitssysteme leisten und parallel dazu beitragen, dass wesentlich mehr Patienten Zugang zu qualitativ hochwertigen Arzneimitteln erhalten.

Danke, dass Sie uns im zurückliegenden Jahr Ihr Vertrauen geschenkt haben. Sie können sicher sein, dass wir auch im Geschäftsjahr 2017 unser Bestes tun werden, durch Expertise, Beharrlichkeit und Qualität ausgezeichnet zu wachsen. Begleiten Sie

uns auch dabei.

Dr. Carsten Brockmeyer

Dr. Nicolas Combé

Dr. Stefan Glombitza

Vielmehr geht es darum, den Wert unserer Projekte und damit des Unternehmens durch gut geplante Investitionen weiter zu erhöhen und Formycon fit für die Zukunft zu machen.

Der Aufsichtsrat hat im Geschäftsjahr 2016 die ihm nach Gesetz und Satzung obliegenden Aufgaben ordnungsgemäß wahrgenommen und den Vorstand bei der Leitung des Unternehmens fortlaufend überwacht und beratend begleitet. In alle Entscheidungen von grundlegender Bedeutung war der Aufsichtsrat unmittelbar eingebunden und wurde durch schriftliche und mündliche Berichte regelmäßig über den Gang der Geschäfte, die strategische Weiterentwicklung sowie die Ertragslage des Konzerns unterrichtet.

Darüber hinaus stand der Vorsitzende des Aufsichtsrates in ständigem Kontakt mit dem Vorstand. Dabei wurden aktuelle Entwicklungen und wesentliche Geschäftsvorfälle besprochen. Zudem erfolgten regelmäßige Abstimmungen mit dem Vorstand zu Fragen der Strategie, der Planung, der Geschäftsentwicklung, der Risikolage und des Risikomanagements sowie der Regelkonformität des Unternehmens.

In vier Sitzungen wurden alle Geschäftsvorfälle und anstehenden Entscheidungen, die nach Gesetz und der Satzung der Zustimmung des Aufsichtsrates bedürfen, ausführlich behandelt. An diesen Sitzungen haben sämtliche Mitglieder des Aufsichtsra-

tes teilgenommen.

Schwerpunktmäßig wurden in den Sitzungen des Aufsichtsrates die Sicherung der finanziellen Ausstattung der Gesellschaft und die gegenwärtige und künftige Entwicklung der Geschäftsbereiche erörtert, insbesondere im Hinblick auf den Stand der Entwicklungen sowie den Bemühungen um den Start der vorklinischen und klinischen Studien und den damit verbundenen Personalfragen. Außerdem hat der Aufsichtsrat mit dem Vorstand wichtige strategische Projekte erörtert.

Ein weiterer Schwerpunkt der Sitzungen waren die Sicherung und der Ausbau der Wettbewerbsfähigkeit und Konzepte für das zukünftige Wachstum des Unternehmens.

Die Entwicklung und die Unternehmensplanung waren jeweils quartalsmäßig Gegenstand der Erörterung von Vorstand und Aufsichtsrat. Im Zusammenhang mit der Aufstellung des Jahresabschlusses wurden insbesondere konkrete Wertansätze im Einzelnen diskutiert sowie die daraus folgenden Konsequenzen für die Kapitalstruktur

des Unternehmens.

Der Jahresabschluss und der Konzernjahresabschluss zum 31. Dezember 2016 inklusive der Lageberichte sind unter Einbeziehung der Buchführung von dem durch die Hauptversammlung für das Geschäftsjahr 2016 bestellten Abschlussprüfer Pan-Tax Audit GmbH, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Düsseldorf, geprüft worden. Der Abschlussprüfer hat festgestellt, dass alle gesetzlichen Vorschriften eingehalten worden sind und den uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erteilt. Weiterhin hat der Abschlussprüfer festgestellt, dass der Vorstand die ihm gemäß § 91 Abs. 2 AktG obliegenden Maßnahmen zur Einrichtung eines Risikoüberwachungssystems in geeigneter Form getroffen hat, und dass dieses geeignet ist, Entwicklungen, die den Fortbestand der Gesellschaft gefährden, frühzeitig zu erkennen.

Die zu prüfenden Jahresabschlussunterlagen und die Prüfungsberichte des Abschlussprüfers wurden dem Aufsichtsrat vorab zur umfassenden Information übermittelt. Der Aufsichtsrat hat zudem von seinem Recht Gebrauch gemacht, Einsicht in die Bücher und Schriften der Gesellschaft zu nehmen, insbesondere durch Vorlage von bedeutenden Einzelverträgen, auch unabhängig von ihrer Zustimmungsbedürftigkeit. Geschäfte, die aufgrund gesetzlicher oder satzungsmäßiger Bestimmung der Genehmigung des Aufsichtsrates bedürfen, hat der Aufsichtsrat geprüft und über seine Zustimmung entschieden.

Am 27. April 2017 hat ein Vertreter des Abschlussprüfers an der Bilanzsitzung des Aufsichtsrates teilgenommen und über die wesentlichen Ergebnisse der Prüfung Bericht erstattet. Der Aufsichtsrat hat dieses Ergebnis des Abschlussprüfers zustimmend zur Kenntnis genommen.

Im Ergebnis seiner Prüfung hat der Aufsichtsrat keinen Anlass, Einwendungen gegen die geprüften Jahresabschlussunterlagen einschließlich der Schlusserklärung des Vorstandes zu erheben. Der Aufsichtsrat billigt somit den ihm vorgelegten Jahresabschluss der Formycon AG und den Konzernabschluss der Formycon-Gruppe. Der Jahresabschluss der Formycon AG ist damit festgestellt.

Der Aufsichtsrat hat keine Ausschüsse gebildet.

Der Aufsichtsrat dankt dem Vorstand sowie allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für ihren großen persönlichen Einsatz und die im Geschäftsjahr 2016 geleistete Arbeit.

München, im April 2017

Dr. Olaf Stiller Vorsitzender des Aufsichtsrats

Auf den folgenden Seiten möchten wir Sie über einige grundlegende Themen in der Biosimilarentwicklung informieren. Dabei wollen wir verdeutlichen, wie diese Produkte entwickelt werden, warum Sie von besonderer gesundheitspolitischer Relevanz sind und wie sich Formycon den Anforderungen an die Entwicklung stellt, um einen langfristigen Mehrwert für seine Aktionäre zu generieren.

Wachstum

Viele der heute wichtigen Arzneimittel sind biologische Produkte. Sie werden aus lebenden Organismen hergestellt. Das Material, aus dem diese Arzneimittel gemacht sind, kann aus verschiedenen Quellen kommen einschließlich Menschen, Tieren und Mikroorganismen wie Bakterien oder Hefe. Biologische Produkte werden mit Hilfe der Biotechnologie hergestellt und sind natürlichen Ursprungs. In einigen Fällen werden sie aber auch synthetisch hergestellt.

Die meisten biologischen Produkte weisen eine komplexere Struktur beziehungsweise Zusammensetzung auf und bestehen aus größeren Molekülen als konventionelle Arzneimittel (diese werden auch Small Molecules genannt). Herkömmliche Arzneimittel werden aus rein chemischen Substanzen hergestellt und ihre Struktur kann identifiziert werden. Die meisten Biopharmazeutika weisen dagegen komplexe Strukturen auf und sind daher schwieriger zu identifizieren oder zu charakterisieren.

Was sind biologische Produkte?

FDA, Information for Consumers, 2017

Formycon AG Geschäftsbericht 2016

Biologische Arzneimittel sind Medikamente, die Patienten mit schweren Krankheiten wie Krebs oder Entzündungskrankheiten helfen können. Sie sind jedoch komplex und ihre Entwicklung kann sehr teuer und zeitaufwendig sein. Dadurch kann der Zugang zu diesen Arzneimitteln für Patienten eingeschränkt sein; sie sind möglicherweise für das Gesundheitssystem zu teuer. Biosimilars können den Zugang für Patienten zu solchen Behandlungen verbessern; außerdem wird erwartet, dass sie für die Gesundheitssysteme der Europäischen Union kostengünstiger sind.

Biosimilars sind jedoch nicht einfach nur 'billige Kopien' der Referenzarzneimittel. Biosimilars werden nach strengen Qualitätsanforderungen und mit modernsten Methoden hergestellt, und die Produktionsanlagen werden wie bei allen anderen Medikamenten kontrolliert. Biosimilars stellen in der EU seit 2006 sichere Alternativen zu Referenzarznei-

mitteln dar.

Warum werden Biosimilars entwickelt und zugelassen?

Da die Sicherheit und die Wirksamkeit des Referenzarzneimittels bereits hinlänglich bekannt sind, ist es nicht notwendig, alle klinischen Studien zu wiederholen, da das Biosimilar eine sehr ähnliche Struktur aufweist und die gleiche biologische Wirkung hat. Stattdessen sollen die Studien belegen, dass es keine wesentlichen klinischen Unterschiede zwischen dem Biosimilar und dem Referenzarzneimittel gibt.

Europäische Kommission, Patienteninformationen zu Biosimilars, 2016

Warum werden nicht alle Studien des Referenzarzneimittels auch mit dem Biosimilar durchgeführt?

Formycon AG Geschäftsbericht 2016

Wie werden Biosimilars in der EU und den USA zugelassen?

Für die Zulassung von Biosimilars in der EU sind andere Daten erforderlich als für die Zulassung von Referenzarzneimitteln. Es werden jedoch die gleichen hohen Anforderungen an Qualität, Sicherheit und Wirksamkeit gestellt. Wie bei allen Medikamenten muss auch bei Biosimilars belegt werden, dass der Nutzen größer ist als die Risiken, bevor eine Marktzulassung erteilt wird. Dafür sind große Datenmengen erforderlich, einschließlich Daten über die Reinheit und die Herstellung sowie die Wirksamkeit des Biosimilars. Außerdem muss es ausführlich mit dem Referenzarzneimittel verglichen werden.

Der Biologicals Price Competition and Innovation Act (BCPI) von 2009 hat einen verkürzten Zulassungsweg für biologische Produkte geschaffen, die nachweislich biosimilar oder austauschbar sind zu einem von der FDA zugelassenen biologischen Produkt. Nach diesem Gesetz gilt ein Produkt als biosimilar, wenn es anhand der Datenlage in hohem Maße ähnlich zu einem bereits zugelassenen biologischen Produkt (Referenzprodukt) ist und wenn es keine wesentlichen Unterschiede hinsichtlich Sicherheit, Reinheit und

Wirksamkeit zum Referenzprodukt zeigt.

Patienteninformationen zu Biosimilars, 2016

FDA, Information for consumers, 2017

Biosimilars werden in den nächsten Jahren eine immer wichtigere Rolle bei der Behandlung von schweren Erkrankungen wie Rheuma, Multiple Sklerose oder Krebs und für die Finanzierbarkeit des Gesundheitssystems einnehmen. Daher sind Rahmenbedingungen für eine nachhaltige und sichere Versorgung mit generischen Arzneimitteln und Biosimilars fortzuentwickeln.

Der Einsatz von Biosimilars wird die Gesundheitsausgaben in acht europäischen Ländern zwischen 2007 und 2020 voraussichtlich um 11,8 bis zu 33,4 Milliarden € senken.

Kostenersparnis durch Biosimilars

Bundesministerium für Gesundheit, Bericht zu den Ergebnissen des Pharmadialogs, 2016

IGES Study, 2012

Der Markt ist gut positioniert, um im kommenden Jahrzehnt ein robustes Wachstum zu erzielen. Dazu trägt zum einen eine steigende Zahl von Patentabläufen bei. Zum anderen sind die rechtlichen und regulatorischen Unklarheiten weitgehend beseitigt. Basierend auf einer umfassenden Analyse erwarten wir, dass der weltweite Markt bis 2025 auf 32 Milliarden \$ wächst.

Wachstum im Biosimilars-Markt

Research and Markets, Global Biosimilars Market Report, 2015 – 2025

München – Das Biosimilar-Unternehmen Formycon ist vom Nachrichtenmagazin FOCUS zum Wachstumschampion 2017 in der Kategorie 'Chemie und Pharma' ernannt worden.

Aufgrund seines signifikanten Umsatzwachstums in den vergangenen Jahren belegt Formycon in dem aktuellen Rating der 500 Unternehmen in Deutschland mit dem größten Umsatzwachstum im Zeitraum 2012 bis 2015 in diesem Segment Platz 1. Im Gesamtranking schaffte es Formycon auf Platz 2.

Magazin Focus listet Formycon als Wachstumschampion 2017

Formycon AG, Pressemitteilung 30. November 2016

  • COLUMBUS-AMD-Studie untersucht Vergleichbarkeit von FYB201, Formycons Ranibizumab-Biosimilar, und Lucentis®* bei Patienten mit neovaskulärer altersbedingter Makuladegeneration (nAMD)
  • Studie umfasst 650 Teilnehmer in weltweit rund 80 klinischen Zentren
  • Partner Formycon und bioeq kommen damit in der Entwicklung von FYB201 deutlich voran

München – Die Formycon AG und die bioeq GmbH haben heute bekanntgegeben, dass sie den ersten Patienten in ihre klinische Phase-III-Studie mit FYB201 eingeschlossen haben. […]

Formycon und bioeq schließen ersten Patienten in pivotale Phase-III-Studie mit FYB201 ein

Formycon AG, Pressemitteilung, 23. Februar 2016

Dr. Carsten Brockmeyer unter die weltweit einflussreichsten Persönlichkeiten in der Arzneimittelbranche gewählt

Das renommierte Magazin "The Medicine Maker" zeichnet Formycon-Chef zum zweiten Mal hintereinander aus

Wahl auf Basis erbrachter Leistungen in der Arzneimittelentwicklung

München – Dr. Carsten Brockmeyer, Vorstand des Biosimilarunternehmens Formycon AG, ist von dem renommierten Fachmagazin "The Medicine Maker" erneut unter die weltweit 100 einflussreichsten Persönlichkeiten im Pharmabereich gewählt worden. […]

Formycon AG, Pressemitteilung, 14. Juni 2016

Das renommierte britische Fachmedium "The Medicine Maker" berichtet über Neuigkeiten und Trends in der pharmazeutischen Industrie. Einmal jährlich kürt die Redaktion bedeutende Persönlichkeiten für besondere Leistungen in der Forschung und Entwicklung von Arzneimitteln und Therapien.

Wirtschaftsbericht Kapitalflussrechnung Nachtragsbericht

Grundlagen des Konzerns und der Formycon AG 34
Wirtschaftsbericht 35
Kapitalflussrechnung 41
Nachtragsbericht 44
Prognosebericht 44
Chancen- und Risikobericht 45
Risikoberichterstattung über die Verwendung von
Finanzinstrumenten 48
Bericht über Zweigniederlassungen 48

Das Geschäftsmodell von Formycon basiert auf der Entwicklung von biopharmazeutischen Nachfolgeprodukten, sogenannten Biosimilars. Ziel ist die spätere Auslizenzierung der Biosimilarkandidaten, wobei die weitere Produktentwicklung durch die zukünftigen Lizenzpartner übernommen oder begleitet wird. Formycon kann die pharmazeutische Entwicklungskette von der Analytik und Zelllinienentwicklung über Präklinik und Klinik bis hin zur Zulassung vollständig abdecken und so auch nach einer Verpartnerung Teile der Entwicklung in Zusammenarbeit mit dem Partner übernehmen.

Die Struktur der Unternehmensgruppe folgt diesem Geschäftsmodell. Die eigentliche Forschungs- und Entwicklungstätigkeit erfolgt durch die Formycon AG, die diese Tätigkeiten für eigene Projekte oder das produktspezifisch ausgelagerte Tochterunternehmen Formycon Project 201 GmbH erbringt. Daneben existiert mit der Formycon Services GmbH eine Tochtergesellschaft, die gesonderte Serviceleistungen auf Fee-for-Service Basis für Pharma- und Biotechunternehmen erbringt.

Im abgelaufenen Jahr ergab sich demzufolge folgende Konzernstruktur:

Die Formycon Project 201 GmbH wurde im Geschäftsjahr 2014 als erstes Unternehmen ausgegründet. In diese Gesellschaft wurden mittlerweile die Projektaktivitäten der ersten beiden auslizenzierten Biosimilars eingebracht. Die Formycon AG besitzt jeweils 100 Prozent der Anteile an den Tochtergesellschaften und unterhält neben dem Sitz in Martinsried bei München keine weiteren Standorte.

Die Unternehmensgruppe Formycon beschränkt sich derzeit im Wesentlichen auf Forschungs- und Entwicklungstätigkeiten. Darüber hinausgehende Geschäftsprozesse sind unwesentlich und betreffen das Erbringen von Serviceleistungen.

Der künftige Absatzmarkt von Formycon ist der Pharmamarkt. Als wesentlicher externer Einflussfaktor sind deshalb gesundheitspolitische Maßnahmen zu nennen.

Die deutsche Wirtschaft ist nach Angaben der Bundesbank im Jahr 2016 solide und stetig gewachsen. Nach Berechnungen des Statistischen Bundesamtes stieg das reale Bruttoinlandsprodukt gegenüber 2015 um 1,9% und verzeichnete damit das stärkste Wachstum seit fünf Jahren. Ausschlaggebend für die positive Entwicklung war der Konsum. So stiegen die privaten Konsumausgaben preisbereinigt um 2,0% gegenüber dem Vorjahr. Die staatlichen Konsumausgaben stiegen mit +4,2% sogar noch deutlich stärker.

Ungeachtet dieser positiven Entwicklungen machten sich in breiten Teilen der Bevölkerung und der Wirtschaft Sorgen breit. So löste das Brexit-Votum Großbritanniens Verunsicherung über die weitere Entwicklung der Europäischen Union aus. Auch die schwache wirtschaftliche Entwicklung Italiens, verbunden mit einem Regierungswechsel, dämpfte die Stimmung in der Gemeinschaft. Auf internationaler Ebene dominierte die Themenlage neben dem anhaltenden Konflikt in Syrien und der damit teilweise zusammenhängenden Flüchtlingskrise vor allem der US-Präsidentschaftswahlkampf und schließlich die Wahl Donald Trumps.

Schwache Konjunkturdaten aus China und der Ölpreisverfall lösten Anfang des Jahres 2016 rund um den Globus Schocks aus. Die Angst um die Weltwirtschaft ließ auch die Aktienmärkte einbrechen. Der Dax, das wichtigste deutsche Börsenbarometer, rauschte im Februar bis auf 8.752,87 Punkte nach unten. Im Juni vernichtete der Kurssturz nach dem unerwarteten Nein der Briten zur Europäischen Union an einem Tag Milliarden an den weltweiten Börsen. Die überraschende Wahl von Donald Trump zum US-Präsidenten sorgte dagegen nur kurz für einen Kursknick. Immerhin schaffte der deutsche Leitindex Dax auf Jahressicht gegenüber dem Vorjahr ein kleines Plus.

Angetrieben wurden die weltweiten Aktienkurse dabei vor allem von der Geldschwemme großer Notenbanken. Zwar zog die US-Notenbank die geldpolitischen Zügel 2016 wieder an. Sie hob den Leitzins leicht um 0,25 Prozentpunkte an und signalisierte weitere Schritte. In Japan und im Euroraum war Geld dagegen weiter extrem billig. Die Europäische Zentralbank (EZB) verlängerte Anfang Dezember 2016 ihre milliardenschweren Käufe von Staatsanleihen und anderen Wertpapieren bis Ende 2017.

Für die Pharma- und Biotechbranche stellte 2016 eine Herausforderung dar. So zeichnete sich ab, dass es bei den beiden großen Arzneimittel-Zulassungsbehörden FDA (USA) und EMA (Europa) zu einschneidenden Änderungen kommen könnte. Während der neue US-Präsident Trump andeutete, die Aufgaben der FDA möglicherweise neu zu definieren, steht für die bislang in London ansässige EMA mit dem Brexit voraussichtlich ein Umzug auf das europäische Festland an.

Geprägt war 2016 zudem insbesondere durch wiederkehrende Kritik an hohen Arzneimittelpreisen, vor allem während des US-Präsidentschaftswahlkampfes. Die beiden Kandidaten Hillary Clinton und Donald Trump machten deutlich, die Arzneimittelpreise stärker regulieren zu wollen.

Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Geschäftsmodell

I Grundlagen des Konzerns und der Formycon AG II Wirtschaftsbericht

Formycon Project 201 GmbH

Forschung und Entwicklung

Auslizenzierung Verpartnerungsunternehmen

Fee-for-Service Aktivitäten

Formycon AG
------------- -- -- -- -- --

Formycon Services GmbH

Viele, wenn nicht nahezu alle Gesundheitssysteme der Welt haben mit steigenden Ausgaben zu kämpfen. Zahlreiche europäische Länder haben deshalb Kostensenkungsprogramme aufgelegt. Zudem dürften die Gesetzlichen Krankenversicherungen (GKV) ihre Anstrengungen weiter intensivieren, um wie in den Vorjahren Einsparungen zu realisieren.

Insbesondere moderne biopharmazeutisch hergestellte Arzneimittel stellen einen erheblichen Kostenfaktor dar. Sie sind zwar einerseits meist hoch effektiv und haben bei der Behandlung von schweren Erkrankungen wie Multipler Sklerose, Krebs, Rheuma und Augenerkrankungen entscheidende Fortschritte gebracht. Aufgrund ihrer hohen Behandlungskosten sind sie aber auch ein wesentlicher Ausgabentreiber für die Krankenkassen.

Bemerkenswert ist, dass der Umsatzanteil der Patentabläufe biopharmazeutischer Arzneimittel mittlerweile größer ist als der chemisch-synthetisch hergestellter Arzneimittel. Mit dem zunehmenden Patentablauf dieser modernen Biopharmazeutika öffnet sich ein aussichtsreiches Fenster für biopharmazeutische Nachfolgeprodukte, die nicht nur eine qualitativ hochwertige therapeutische Versorgung gewährleisten, sondern auch einen signifikanten Kostenvorteil bieten können. Dieser Faktor dürfte in Zukunft weiter an Bedeutung gewinnen und den Biosimilarentwicklern und -herstellern – auch Formycon – zugutekommen. Aktuell liegt der weltweite Umsatz mit Biosimilars bei zirka drei Milliarden \$. Nach Hochrechnungen von Branchenkennern könnte er sich bis 2025 auf rund 30 Milliarden \$ verzehnfachen. Aufgrund seiner gut aufgestellten Pipeline, der Expertise seiner Mitarbeiter und der soliden finanziellen Lage befindet sich Formycon dabei in einer guten Wettbewerbssituation.

In Europa konnte die Biosimilars-Branche 2016 ein rundes Jubiläum begehen - seit nunmehr zehn Jahren waren Biosimilars auf dem Markt. Dass die Branche weiterhin eine wichtige und zunehmend bedeutende Rolle im Gesundheitssystem spielt, machte auch der in Deutschland von der Bundesregierung initiierte und 2016 zu Ende gegangene Pharmadialog deutlich. Dieser kam zum Ergebnis, dass die Position von Biosimilars als qualitativ hochwertige, aber kostengünstigere Alternative weiter gestärkt werden solle.

Der Geschäftsverlauf des Formycon-Konzerns sowie der Formycon AG war in der Berichtszeit planmäßig. Bei einem Umsatz von 19.533 T€ schloss der Konzern mit einem Verlust von 4.066 T€ ab. Die AG setzte 13.862 T€ um und erzielte einen Fehlbetrag von 4.182 T€. Konzern und Muttergesellschaft sind frei von Finanzschulden.

Nachdem Formycon Ende 2015 mit seinem am weitesten fortgeschrittenen Biosimilar-Projekt FYB201 die klinische Phase III initiiert hatte, konnte das Unternehmen auch 2016 weitere unternehmerische Meilensteine setzen.

Im Januar 2016 gab Formycon die Anmeldung mehrerer Patente zur pharmazeutischen Formulierung und Verabreichung von intraokularen VEGF-Antagonisten bekannt.

Im Februar berief das Unternehmen den Biotechexperten Prof. Johannes Buchner in sein Advisory Board.

Ebenfalls im Februar schlossen Formycon und sein Lizenzpartner den ersten Patienten in die konfirmatorische Phase-III-Zulassungsstudie mit dem Lucentis®1-Biosimilar (FYB201) ein.

Ende Februar veröffentlichte Formycon Details zu seinem weiterem Pipelineprodukt FYB203. Dabei handelt es sich um einen Biosimilar-Kandidaten für Eylea®2 (Aflibercept).

Im Juni wurde Formycon-CEO Dr. Carsten Brockmeyer erneut unter die weltweit einflussreichsten Persönlichkeiten in der Arzneimittelbranche gewählt. Die Auszeichnung wurde vom renommierten Magazin "The Medicine Maker" auf Basis von erbrachten Leistungen in der Arzneimittelforschung und -entwicklung verliehen.

Im Juli vermeldete Formycon die Erweiterung des Vorstands und bestellte den Pharmamanager Dr. Stefan Glombitza zum 1. Oktober zum Chief Operating Officer.

Im Oktober wurde Formycon für seine innovative Forschungs- und Entwicklungsarbeit vom Stifterverband mit dem Forschungssiegel ausgezeichnet. Damit würdigte der Verband das besondere Engagement des Unternehmens bei der Entwicklung von Biosimilars.

Im November wurde Formycon vom Magazin Focus zum Wachstumschampion 2017 gekürt. In der Kategorie "Chemie und Pharma" landete das Unternehmen auf Platz 1, im Gesamtranking schaffte es Formycon auf Platz 2 von insgesamt 500 bewerteten Unternehmen.

Geschäftsverlauf

1 Lucentis ist eine eingetragene Marke von Genentech Inc.

² Eylea ist eine eingetragene Marke von Regeneron Pharmaceuticals Inc

Strategisch positioniert sich Formycon unverändert als ein führendes unabhängiges Unternehmen zur Entwicklung von hoch qualitativen Biosimilars. Dabei fokussiert sich Formycon insbesondere auf die hoch regulierten Märkte in Europa und den USA. Die Stärke des Unternehmens liegt in der Expertise seiner Wissenschaftler, des Managements und des Aufsichtsrates. Außerdem führen ausgefeilte Entwicklungsprozesse zu schnellen und zuverlässigen Ergebnissen. Im Bereich des Partnering strebt Formycon an, ein bevorzugter Partner für führende Pharmakonzerne sowie Generikaunternehmen zu sein.

Die Aktien der Formycon AG sind zu rund 50% im Besitz von Family Offices und institutionellen Investoren. Weitere rund 20% befinden sich in den Händen der Gründer und des Managements. Zirka 30% der Anteilsscheine sind im Streubesitz. Die Aktien der Formycon AG waren bis Ende Februar 2017 im Entry Standard der Frankfurter Wertpapierbörse notiert. Seit 1. März 2017 notieren die Anteilsscheine im neuen Börsensegment "Scale" für kleine und mittlere Unternehmen.

Seit Anfang Juli 2016 unterliegt Formycon zudem den Anforderungen der Marktmissbrauchsverordnung (MAR). Demnach ist das Unternehmen verpflichtet, kursrelevante Ad-Hoc-Meldungen zu veröffentlichen, Wertpapiergeschäfte von Führungskräften zu melden (Director´s Dealings) und sogenannte Insiderlisten zu führen. Formycon hat diese Anforderungen fristgerecht umgesetzt und, wo erforderlich, entsprechende Prozesse in das bestehende Risikomanagementsystem integriert.

Die Aktie der Formycon AG notierte zum Jahresbeginn 2016 bei einem Kurs von 23,11 € und lag am 30. Dezember leicht höher bei 23,78 €.

Die wachsende Zahl an Biosimilarprojekten und die Fortschritte in deren Entwicklung hatten zur Folge, dass Formycon im Jahr 2016 auch personell weiter gewachsen ist. In der Berichtsperiode stieg die Zahl der Mitarbeiter um 17 auf 70 zum Ende des Geschäftsjahres.

Die Tätigkeit des Konzerns beschränkte sich 2016 wie in den Vorjahren wesentlich auf die Forschungs- und Entwicklungstätigkeit der Muttergesellschaft. Im Einzelnen sind folgende Kostenblöcke zu verzeichnen:

In der Forschung und Entwicklung waren Ende 2016 59 Mitarbeiter tätig. Die gesamten Aufwendungen in Höhe von 23.735.438,69 € wurden als Aufwand verbucht. Die Forschungsaufwendungen überstiegen die Umsatzerlöse. Forschungs- und Entwicklungskosten wurden nicht aktiviert. Zugehörige Patente wurden angemeldet, die Produktentwicklungen schreiten voran, so dass unverändert mit einem planmäßigen Entwicklungsverlauf gerechnet werden kann.

Der im Folgenden als Geschäftsjahr 2016 bezeichnete Zeitraum bezieht sich auf den 1. Januar 2016 bis zum 31. Dezember 2016. Aufgrund von Rundungen ist es möglich, dass sich einzelne Zahlen in diesem Lagebericht nicht exakt zur angegebenen Summe aufaddieren und dass Prozentangaben nicht genau die absoluten Werte widerspiegeln, auf die sie sich beziehen.

a. Ertragslage

Der Formycon-Konzern erwirtschaftete in der Berichtszeit einen Umsatz von 19.533 T€ gegenüber 16.925 T€ 2015 und erzielte einen Jahresfehlbetrag von 4.066 T€. Der Materialaufwand stieg auf 15.388 T€, was einen Rückgang des Rohergebnisses von 8.273 T€ auf 4.276 T€ implizierte.

Die Formycon AG hat im Geschäftsjahr 2016 planmäßig die Entwicklung der vier Biosimilar-Projekte vorangetrieben. Infolge der ersten beiden Auslizenzierungen von FYB201 Ende 2013 und FYB203 im Jahr 2015 hat das Unternehmen wie schon im Vorjahr nennenswerte Umsatzerlöse erwirtschaftet. Dabei erhielt die AG eine laufende Vergütung für die Produktentwicklung.

Der Umsatz der AG lag 2016 bei 13.862 T€, das Ergebnis bei −4.182 T€. Das Unternehmen rechnet aufgrund geplanter weiterer Auslizenzierungen künftig mit steigenden Deckungsgraden.

Aktie

Mitarbeiter

Forschung und Entwicklung

Lage

in € Geschäftsjahr
Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 6.921.588,72
Fremdleistungen 8.466.187,51
Personal 5.117.152,80
Abschreibungen 698.880,00
Sonstige 2.531.629,66
23.735.438,69

b. Finanzlage

Die Finanzlage sowohl des Formycon-Konzerns als auch der AG ist stabil. Die wesentlichen Liquiditätsindikatoren weisen wie in der Vergangenheit überdurchschnittlich gute Werte aus. Dem kurzfristig gebundenen Vermögen in Höhe von 20.672 T€ stehen kurzfristige Verbindlichkeiten in Höhe von 4.289 T€ gegenüber. Kreditfinanzierungen über Kreditinstitute und langfristige Darlehensfinanzierungen erfolgten in der Berichtszeit nicht.

Die liquiden Mittel betrugen zum Stichtag 2.995 T€, der liquiditätsnahe Wertpapierbestand lag bei 10.972 T€. Auf die Kapitalflussrechnung wird verwiesen. Die Umsatzrendite (Jahresüberschuss/Umsatz) belief sich auf −20,8%, das EBIT (Betriebsergebnis) betrug −4.072 T€, das EBITDA (Betriebsergebnis plus Abschreibungen) lag bei 3.373 T€.

Die Gesellschaft hat keine Finanzschulden. Die Darstellung der Kapitalflüsse kann den folgenden Kapitalflussrechnungen entnommen werden.

Kapitalflussrechnung Konzern

Deutscher Rechnungslegungsstandard № 21

+ / − Abschreibungen/Zuschreibungen auf Gegenstände des − / + Gewinn/Verlust aus dem Abgang von Gegenständen des − / + Zunahme/Abnahme der Vorräte, Forderungen aus LuL sowie + / − Zunahme/Abnahme der Verbindlichkeiten aus LuL sowie anderer − Auszahlungen für Investitionen in das imm. AV −61,9 0,0 −61,9 + Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des

in T€ 2016 2015 Delta
T€ %
Jahresfehlbetrag −4.066,1 577,5 −4.643,6 −804,1
+ / − Abschreibungen/Zuschreibungen auf Gegenstände des
Anlagevermögens
698,9 934,8 −235,9 −25,2
− / + Gewinn/Verlust aus dem Abgang von Gegenständen des
Anlagevermögens
28,9 23,1 5,8 25,3
= Brutto-Cashflow vor Veränderung des Working Capitals −3.338,3 1.535,4 −4.873,7 −317,4
+ / − Zunahme/Abnahme der mittel- und kurzfristigen Rückstellungen 56,1 133,7 −77,5 −58,0
− / + Zunahme/Abnahme der Vorräte, Forderungen aus LuL sowie
anderer Aktiva
−3.710,2 541,7 −4.252,0 −784,9
+ / − Zunahme/Abnahme der Verbindlichkeiten aus LuL sowie anderer
Passiva
1.962,5 −1.652,6 3.615,0 −218,8
+ / − Zinsaufwendungen/Zinserträge −8,5 −41,3 32,8 −79,5
= Cashflow aus der lfd. Geschäftstätigkeit −5.038,4 517,0 −5.555,5 −1.074,5
− Auszahlungen für Investitionen in das imm. AV −61,9 0,0 −61,9
+ Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des
Sachanlagevermögens
0,3 2,6 −2,3 −88,5
− Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen −1.325,3 −669,9 −655,4 97,8
+ erhaltene Zinsen 33,2 71,5 −38,3 −53,6
= Cashflow aus der Investitionstätigkeit −1.353,7 −595,8 −757,9 127,2
+ Einzahlungen aus EK-Zuführungen von Gesellschaftern 86,5 11.182,4 −11.095,9 −99,2
− gezahlte Zinsen −24,7 −30,2 5,5 −18,2
= Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit 61,8 11.152,2 −11.090,4 −99,4
Zahlungswirksame Veränderungen des Finanzmittelfonds −6.330,4 11.073,4 −17.403,7 −157,2
+ Finanzmittelfonds am Anfang der Periode 20.297,2 9.223,9 11.073,4 120,1
= Finanzmittelfonds am Ende der Periode 13.966,9 20.297,2 −6.330,4 −31,2

c. Vermögenslage

Die Eigenkapitalquote des Konzerns ist in der Berichtszeit von 91,6% auf 82,9% gesunken und damit nach wie vor überdurchschnittlich hoch. Das langfristig gebundene Vermögen ist investitionsbedingt gestiegen und wie bisher durch das Eigenkapital gedeckt, was sehr gesunde Bilanzstrukturdaten impliziert.

Das Umlaufvermögen besteht weitgehend aus Liquidität und liquiditätsnahen Werten, so dass der bilanzierte Vermögensbestand kaum risikobelastet ist.

Da sich das Unternehmen nach wie vor in der Produktentwicklungsphase befindet, ist die Aussagekraft üblicher finanzieller Leistungsindikatoren mitunter beschränkt. Für den Konzern sind solche Leistungsindikatoren wesentlich, die die nachhaltige Finanzkraft messen.

Das Working-Capital, gemessen als Differenz zwischen kurzfristigem Vermögen und kurzfristigen Verbindlichkeiten, belief sich zum Stichtag auf 16.383 T€. Der Cash-Flow (Jahresüberschuss +Abschreibungen und Veränderung der langfristigen Rückstellungen) lag bei −3.338 T€ und war damit, wie prognostiziert, negativ. Der Cash-Flow aus der Investitionstätigkeit lag mit − 1.354 T€ über den Abschreibungen, was zu entsprechenden Cash-Abflüssen führte.

Die Eigenkapitalrendite lag bei − 17,8%, die Gesamtkapitalrendite bei − 15,6%. Zu den nicht finanziellen Leistungsindikatoren wird auch auf den Forschungs- und Entwick-

lungsbericht verwiesen.

Formycon entwickelt für ausgewählte Kunden, die sich als Partner des Konzerns verstehen. Der vergleichsweise geringe Kundenstamm impliziert ein geringes Konfliktpotential. Gleichzeitig zeichnet sich die Geschäftstätigkeit durch eine hohe Kundenzufriedenheit aus. Der Konzern beschäftigt überwiegend Forschungs- und Entwicklungspersonal. Die Mitarbeiterfluktuation ist aufgrund hoher Mitarbeiterzu-

friedenheit sehr gering.

Kapitalflussrechnung (Mutter)

Finanzielle und nicht finanzielle Leistungsindikatoren

Deutscher Rechnungslegungsstandard № 21

in T€ 2016 2015 Delta
T€ %
Jahresfehlbetrag −4.182,1 600,3 −4.782,4 −796,6
+ / − Abschreibungen/Zuschreibungen auf Gegenstände des
Anlagevermögens
698,9 934,8 −235,9 −25,2
− / + Gewinn/Verlust aus dem Abgang von Gegenständen des
Anlagevermögens
29,2 143,7 −114,5 −79,7
= Brutto-Cashflow vor Veränderung des Working Capitals −3.454,0 1.678,9 −5.132,8 −305,7
+ / − Zunahme/Abnahme der mittel- und kurzfristigen Rückstellungen 56,1 134,1 −78,0 −58,1
− / + Zunahme/Abnahme der Vorräte, Forderungen aus LuL sowie
anderer Aktiva
−2.589,0 −302,5 −2.286,5 756,0
+ / − Zunahme/Abnahme der Verbindlichkeiten aus LuL sowie anderer
Passiva
770,0 −1.067,1 1.837,1 −172,2
+ / − Zinsaufwendungen/Zinserträge −8,5 −46,3 37,8 −81,7
= Cashflow aus der lfd. Geschäftstätigkeit −5.225,3 380,3 −5.605,5 −1.474,1
+ Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des imm. AV 0,0 2,6 −2,6 −100,0
− Auszahlungen für Investitionen in das imm. AV −61,9 −669,9 608,0 −90,8
− Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen −1.325,3 0,0 −1.325,3
− Auszahlungen für Investitionen in das Finanzanlagevermögen −9,7 0,0 −9,7
+ erhaltene Zinsen 33,2 71,5 −38,3 −53,6
= Cashflow aus der Investitionstätigkeit −1.363,7 −595,8 −767,8 128,9
+ Einzahlungen aus EK-Zuführungen von Gesellschaftern des MU 86,5 11.182,4 −11.095,9 −99,2
− gezahlte Zinsen −24,7 −25,2 0,5 −1,9
= Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit 61,8 11.157,2 −11.095,4 −99,4
Zahlungswirksame Veränderungen des Finanzmittelfonds −6.527,1 10.941,7 −17.468,8 −159,7
+ Finanzmittelfonds am Anfang der Periode 20.137,7 9.196,0 10.941,7 119,0
= Finanzmittelfonds am Ende der Periode 13.610,6 20.137,7 −6.527,1 −32,4

Nach Ende des Berichtszeitraums sind bilanziell keine besonderen Ereignisse bei Formycon eingetreten. Anfang März 2017 wechselte das Unternehmen das Börsensegment: Während die Aktien bislang im Entry Standard notiert wurden, sind diese nun im neuen Segment "Scale" der Deutsche Börse AG für kleine und mittlere Unternehmen gelistet.

In den vergangenen Jahren hat Formycon seine erste Entwicklungsphase erfolgreich durchlaufen und mit der Kapitalisierung des Unternehmens, der Initiierung mehrerer Biosimilarprojekte sowie der Auslizenzierung von zwei Biosimilarkandidaten erfolgreich abgeschlossen. Insbesondere mit dem Start der klinischen Testphase III für FYB201 (Ranibizumab), der Auslizenzierung von FYB203 und der Bearbeitung von zwei weiteren Projekten hat Formycon eine gute Grundlage für die weitere Entwicklung gelegt.

Mittlerweile befindet sich das Unternehmen in der nächsten Phase der Entwicklung. Im Mittelpunkt stehen dabei die Umsetzung der Strategie, die operative Optimierung der Prozesse und Strukturen, der kontinuierliche Ausbau der Pipeline sowie weitere Auslizenzierungen von Biosimilarkandidaten.

Der Konzern ist mit seinem Finanzprofil und seinem Leistungsportfolio gut im Markt aufgestellt, die Entwicklung der Biosimilars verläuft planmäßig. Der Markteintritt von FYB201 ist in den USA bei weiter positivem Entwicklungsverlauf ab 2020 möglich, sobald dort das Patent für das Original-Produkt abgelaufen sein wird. Der Markteintritt in Europa ist für das Jahr 2022 geplant.

Wie in der Vergangenheit wird Formycon einen großen Teil der Ressourcen in die Entwicklung neuer Biosimilars investieren. Die Tochtergesellschaft "Formycon Services GmbH" wird auch künftig in überschaubarer Größenordnung Entwicklungsdienstleistungen für Pharma- und Biotechnologieunternehmen anbieten.

Bedingt durch die beiden auslizenzierten Projekte FYB201 und FYB203 wird im Geschäftsjahr 2017 mit einem Umsatz im Bereich von 25 Mio.€ gerechnet. Das Jahresergebnis für 2017 wird wiederum stark von einer potenziellen Verpartnerung von FYB202 abhängen.

Nach einem starken Anstieg der Mitarbeiterzahl in den vergangenen beiden Jahren rechnet das Unternehmen 2017 mit einer weiteren moderaten Zunahme der Beschäftigtenzahl. Damit dürfte auch das Kostengefüge insgesamt leicht ansteigend sein, was strukturell gleichbleibende Geschäftsergebnisse indiziert.

Wechselkurseinflüsse und Inflationsgefahren sind nicht zu sehen, auch werden keine anderen Sondereinflüsse erwartet.

Für die Zukunft sieht Formycon die Entwicklung der Gesundheitswirtschaft weiterhin positiv. Hierfür gibt es verschiedene Ursachen:

Der medizinisch-technische Fortschritt ermöglicht die Behandlung von Krankheiten, die vor zehn bis 20 Jahren nicht oder nur unzureichend behandelt werden

Aufgrund der demographischen Entwicklung gibt es in Deutschland wie auch weltweit immer mehr ältere Menschen, die auf intensive medizinische Betreuung an-

  • konnten.
  • gewiesen sind.

Formycon hat mit der Entwicklung von Biosimilars einen zukunftsträchtigen Markt frühzeitig besetzt und kann aufgrund seiner Expertise das gesamte Potenzial dieses Marktes nutzen. Die positive Entwicklung zeigt, dass das Unternehmen mit seiner Strategie auf dem richtigen Weg ist.

Chancen für weiteres organisches Wachstum liegen insbesondere in der künftigen

Produktentwicklung sowie in Auslizenzierungen.

Dem Wettbewerb am Markt wird Formycon weiterhin durch Erfahrung, Innovation, Zuverlässigkeit und ein hohes Maß an Qualität und Kundenzufriedenheit begegnen.

Biosimilars haben gegenüber den Referenzprodukten den Vorteil, dass ihre Entwicklung weniger kostet. Auch fällt der Wettbewerb bei Biosimilars aufgrund der relativ hohen Markteintrittshürden in der Regel geringer aus als bei Generika. Hinzu kommt, dass die Ähnlichkeit und Vergleichbarkeit von Biosimilars zu den Referenzprodukten bereits in aufwändigen präklinischen Untersuchungen nachgewiesen werden muss. Damit ist in den anschließenden klinischen Testphasen die Wahrscheinlichkeit eines Scheiterns geringer als bei innovativen Pharmazeutika.

Branchenspezifische Risiken

Sollten sich weltweite wirtschaftliche Turbulenzen sowie geopolitische Risiken verstärken und damit die Konjunktur schwächen, kann dies die gesamtwirtschaftliche Situation und letztlich auch die Nachfrage nach Biosimilars negativ beeinflussen, soweit hiervon auch der internationale wie auch der nationale Gesundheitsmarkt betroffen ist. Daraus können für Formycon Umsatz- und Ergebnisrisiken entstehen.

Biosimilar-Hersteller stehen zudem vor einigen Herausforderungen, die Produzenten bisheriger Generika, die auf Small Molecules basieren, nicht kannten. So sind die Kosten für die Entwicklung, Produktion und das Marketing von Biosimilars deutlich höher. Außerdem müssen sich Ärzte, Patienten und Krankenkassen an diese noch junge Medikamentenklasse gewöhnen und diese akzeptieren.

Eine, wenn auch geringe, Gefahr besteht darin, dass die Originalhersteller versuchen,

IV Prognosebericht

Chancen

V Chancen- und Risikobericht

Risiken

ihre bestehenden Produkte durch neue Darreichungsformen oder die Patentierung neuer Behandlungszyklen länger zu schützen. Überdies besteht die Möglichkeit, dass es zu Auseinandersetzungen über Schutzrechtssituationen kommen kann. Die Vermeidung von Schutzrechtsverletzungen oder die Verteidigung gegen Klagen auf Grund von Verletzung von Schutzrechten kann zu einer finanziellen Belastung des Unternehmens führen. Im ungünstigsten Fall können derartige Auseinandersetzungen in einer Einschränkung oder einem Verbot der Vermarktung der Produkte resultieren, die Zahlung von Strafen nach sich ziehen oder die Einstellung der Entwicklung oder Vermarktung der Produkte bedingen.

Darüber hinaus ist in Betracht zu ziehen, dass die Originalhersteller zum Ende der Patentlaufzeit ihre Produkte selbst zu niedrigeren Preisen vertreiben, um sich Marktanteile zu sichern und damit in Konkurrenz zu Biosimilars zu treten.

Möglich wäre auch, dass Arzneimittelbehörden die regulatorischen Bedingungen verändern und damit den Markteintritt von Biosimilars erschweren oder verhindern. Sollten sich die politischen Rahmenbedingungen, insbesondere in der Europäischen Union, dahingehend verändern, dass der Off-Label-Use von Arzneimitteln rein aus Kostengründen gefordert oder vorgeschrieben wird, so könnte dies die Marktchancen für Biosimilars in den vom Off-Label-Use betroffenen Indikationen deutlich verringern.

Auch wenn das Risiko deutlich geringer ist als in der innovativen biotechnologischen Entwicklung, besteht grundsätzlich auch für Biosimilars immer die Möglichkeit, dass ein Projekt aus wissenschaftlichen, technologischen, regulatorischen oder wirtschaftlichen Gründen gänzlich scheitert. Dies insbesondere auch, weil Formycon in bestimmten Bereichen mit externen Partnern und Dienstleistern zusammenarbeitet. Potenzielle Risiken können hier sowohl vertraglich als auch technologisch-inhaltlich bestehen.

Grundsätzlich ist zu berücksichtigen, dass es eine Vielzahl an bekannten, aber auch unbekannten Risiken und Unsicherheiten gibt. Diese umfassen unter anderem die Forschung und Entwicklung, den Zulassungsprozess, die Vorgehensweise von regulatorischen und anderen Behörden, klinische Studienergebnisse, Änderungen in Gesetzen und Vorschriften, die Produktqualität, Patientensicherheit und Patentstreitigkeiten. Bezüglich der Pipeline-Projekte werden von der Formycon AG keine Zusicherungen, Gewährleistungen oder andere Garantien übernommen, dass diese die notwendigen regulatorischen und zulassungsrelevanten Zustimmungen erhalten oder wirtschaftlich verwertbar und/oder erfolgreich sein werden.

Ertragsorientierte Risiken

Ein unmittelbares Ertragsrisiko wird für den Konzern derzeit nicht gesehen. Mittel- beziehungsweise langfristig besteht das Risiko, dass Forschungs- und Entwicklungstätigkeiten nicht erfolgreich sind, die von Formycon entwickelten Produkte am Markt keine Akzeptanz finden oder nicht verpartnert werden können. Rückschläge, Verzögerungen oder ein gänzliches Scheitern bei Produktentwicklungen können zudem nie gänzlich ausgeschlossen werden.

Finanzwirtschaftliche Risiken

Aufgrund der stabilen Liquiditäts- und Eigenkapitalsituation des Konzerns sind Liquiditätsrisiken derzeit nicht erkennbar. Die Liquiditätslage von Formycon ist für ein Unternehmen, das sich in der Entwicklung von Produkten befindet, ausgesprochen zu-

friedenstellend.

Risiken für die künftige Entwicklung werden weiterhin im labilen Umfeld in einigen Regionen der Weltwirtschaft gesehen. Vor dem Hintergrund der finanziellen Stabilität des Unternehmens ist dieses für die Bewältigung künftiger Risiken aber gut gerüstet.

Risiken, die den Fortbestand des Unternehmens gefährden könnten, sind nicht erkennbar. Im Vergleich zum Vorjahr ergibt sich keine grundlegende Änderung der Risikolage. Durch den Einsatz interner Kontrollmechanismen ist das Unternehmen in der Lage, Veränderungen der Risikolage frühzeitig zu erkennen und entsprechend

zu handeln.

Gesamtaussage

Zu den bestehenden Finanzinstrumenten zählen im Wesentlichen Forderungen, Verbindlichkeiten und Guthaben bei Kreditinstituten. Verbindlichkeiten werden innerhalb der vereinbarten Zahlungsfristen gezahlt. Potenzielle Währungsrisiken, die die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens beeinflussen könnten, werden kompensiert, indem der Aufbau wesentlicher Fremdwährungspositionen in der Bilanz vermieden wird.

Die größte Währungsposition entsteht durch Einkäufe von Fremdleistungen in Schweizer Franken, die zeitnah gezahlt werden, wodurch nicht absehbare Währungsrisiken weitgehend eliminiert werden.

Ziel des Finanz-Risikomanagements ist die Sicherung des Unternehmenserfolges gegen finanzielle Risiken jeglicher Art.

Beim Management der Finanzpositionen verfolgt der Konzern eine konservative Risikopolitik. Soweit bei finanziellen Vermögenswerten Ausfall und Bonitätsrisiken erkennbar sind, werden entsprechende Wertberichtigungen vorgenommen.

Bestandsgefährdende Risiken werden derzeit nicht gesehen.

Zweigniederlassungen werden von der Gesellschaft nicht unterhalten.

Martinsried/Planegg, den 31. März 2017

Dr. Carsten Brockmeyer

Dr. Nicolas Combé

Dr. Stefan Glombitza

VI Risikoberichterstattung über die Verwendung von Finanzinstrumenten

VII Bericht über Zweigniederlassungen

Abschluss

Bilanz Gewinn- und Verlustrechnung Anhang Anlagenspiegel Forderungenspiegel

Bilanz 52
Gewinn- und Verlustrechnung 54
Anhang 56
Anlagenspiegel 64
Forderungenspiegel 64
Verbindlichkeitenspiegel 66
Eigenkapitalspiegel 66
Kapitalflussrechnung 68
Anteilsbesitz und Konsolidierungskreis 69
Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers 70
Rechtliche Verhältnisse 71

Formycon AG Geschäftsbericht 2016

Konzernbilanz Aktiva Konzernbilanz Passiva

1 Bedingtes Kapital (1) 154.000,00 € Bedingtes Kapital (2) 715.260,00 €

zum 31. Dezember 2016

in € Geschäftsjahr Vorjahr
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte
und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 83.289,88 69.830,13
2. Geschäfts- oder Firmenwert 906.315,00 1.063.935,00
989.604,88 1.133.765,13
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten (auch auf fremden Grundstücken) 193.784,52 221.938,28
2. technische Anlagen und Maschinen 2.353.165,58 1.795.741,37
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 502.437,58 535.599,84
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 360.000,00 52.858,29
3.409.387,68 2.606.137,78
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 248.604,95 232.190,88
2. geleistete Anzahlungen 383.449,05 0,00
632.054,00 232.190,88
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 5.208.887,66 2.756.867,56
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr
0,00 € (Vorjahr: 0,0 T€)
2. sonstige Vermögensgegenstände 864.053,45 21.199,16
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr
0,00 € (Vorjahr: 0,0 T€)
6.072.941,11 2.778.066,72
III. Wertpapiere
1. sonstige Wertpapiere 10.972.156,57 19.674.750,65
10.972.156,57 19.674.750,65
IV. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 2.994.728,58 622.487,18
C. Rechnungsabrenzungsposten 115.441,54 99.931,81
davon Disagio
0,00 € (Vorjahr: 0,0 T€)
25.186.314,36 27.147.330,15
zum 31. Dezember 2016
in € Geschäftsjahr Vorjahr
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 1 9.099.603,00 9.079.603,00
II. Kapitalrücklage 29.043.554,34 28.977.034,34
III. Verlustvortrag −13.185.620,05 −13.763.138,18
IV. Jahresfehlbetrag −4.066.130,88 577.518,13
20.891.406,41 24.871.017,29
B. Rückstellungen
1. sonstige Rückstellungen 720.029,00 663.895,00
720.029,00 663.895,00
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 2.309.134,70 649.182,22
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr
2.309.134,70 € (Vorjahr: 649,2 T€)
2. sonstige Verbindlichkeiten 1.260.097,15 955.706,22
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr
1.209.097,15 € (Vorjahr: 686,4 T€)
davon aus Steuern
218.716,47 € (Vorjahr: 564,6 T€)
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit
0,00 € (Vorjahr: 0,0 T€)
3.569.231,85 1.604.888,44
D. Rechnungsabgrenzungsposten 5.647,10 7.529,42
25.186.314,36 27.147.330,15
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr
1.209.097,15 € (Vorjahr: 686,4 T€)
davon aus Steuern

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

für die Zeit vom 1. Januar 2016 bis 31. Dezember 2016

in € Geschäftsjahr Vorjahr
1. Umsatzerlöse 19.532.995,62 16.924.987,86
Gesamtleistung 19.532.995,62 16.924.987,86
2. sonstige betriebliche Erträge 130.680,27 229.153,19
davon Erträge aus der Währungsumrechnung
66.111,44 € (Vorjahr: 154 T€)
3. Materialaufwand
a. Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und bezogene Waren 6.921.588,72 2.716.144,97
b. Aufwendungen für bezogene Leistungen 8.466.187,51 6.164.911,84
15.387.776,23 8.881.056,81
Rohergebnis 4.275.899,66 8.273.084,24
4. Personalaufwand
a. Löhne und Gehälter 4.329.413,26 3.357.462,43
b. soziale Abgaben & Aufwendungen für Altersversorgung und Unterstützung 787.739,54 503.501,96
davon für Altersversorgung
89.007,14 € (Vorjahr: 50,9 T€)
5.117.152,80 3.860.964,39
5. Abschreibungen
auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und
Sachanlagen 698.880,00 934.812,51
davon außerplanmäßige Abschreibungen
0,00 € (Vorjahr: 0,0 T€)
6. sonstige betriebliche Aufwendungen
davon Aufwendungen aus der Währungsumrechnung
2.531.629,66 2.939.603,42
96.954,67 € (Vorjahr: 282,7 T€)
Betriebsergebnis −4.071.762,80 537.703,92
7. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 33.196,36 71.492,58
davon Erträge aus der Abzinsung
0,00 € (Vorjahr: 0,0 T€)
davon aus verbundenen Unternehmen
0,00 € (Vorjahr: 0,0 T€)
8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 24.718,44 25.199,37
davon Aufwendungen aus der Abzinsung
0,00 € (Vorjahr: 0,0 T€)
davon an verbundene Unternehmen
0,00 € (Vorjahr: 0,0 T€)
Finanzergebnis 8.477,92 41.258,21
9. Ergebnis nach Steuern −4.063.284,88 578.962,13
10. sonstige Steuern 2.846,00 1.444,00
11. Jahresfehlbetrag −4.066.130,88 577.518,13
12. Verlustvortrag aus dem Vorjahr 13.185.620,05 13.763.138,18
13. Bilanzgewinn −17.251.750,93 −13.185.620,05

Die Formycon Aktiengesellschaft hat Ihren Sitz in Martinsried/Planegg. Sie ist im Handelsregister des Amtsgerichts München unter HR B 200801 eingetragen.

Posten der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung, die weder im Geschäftsjahr noch im Vorjahr einen Betrag ausweisen, werden gemäß §§ 298 Abs. 1, 265 Abs. 8 HGB nicht angegeben.

Der Konzernjahresabschluss und der Konzernlagebericht sind nach den gesetzlichen Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) und den ergänzenden Vorschriften des Aktiengesetzes (AktG) aufgestellt worden.

Der Konzernabschluss ist nach den für große Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen gemäß §§ 297, 298 HGB aufgestellt worden.

Die Konzernbilanz entspricht der gemäß §§ 298 Abs. 1, 266 Abs. 2, 3 HGB vorgeschriebenen Gliederung.

Für die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung wurde das bisher angewandte Gesamtkostenverfahren gemäß §§ 298 Abs. 1, 275 Abs. 2 HGB fortgeführt. Es ist der Struktur des Konzerns angemessen.

Der vorliegende Konzernabschluss ist grundsätzlich unter Beibehaltung der für den Vorjahresabschluss angewandten Gliederungsgrundsätzen aufgestellt (§ 298 i.V.m. §§ 265; 266; 275; 276 HGB).

Abweichend wurde auf das Gliederungsschema der Gewinn- und Verlustrechnung sowie die Neudefinition der Umsatzerlöse nach BilRUG umgestellt. Die umgegliederten Vorjahreswerte wurden entsprechend angepasst. Die Umstellung hatte keinen berichtenswerten Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns.

Im Zuge der Umstellung des Anlagenspiegels nach BilRUG § 284 Abs. 3 HGB wurden Umgliederungen im Sachanlagevermögen vorgenommen. Labortechnik, die bisher unter der sonstigen Betriebs- und Geschäftsausstattung erfasst war, wird nunmehr unter den technischen Anlagen ausgewiesen, was wegen des Forschungszwecks der Gesellschaft eine transparentere Darstellung ermöglicht. Sowohl im Anlagenspiegel als auch in der Bilanz sind die Vorjahreswerte angepasst. Die geänderte Darstellung hat keinen Einfluss auf die Darstellung der Finanz- und Ertragslage und ist lediglich eine Vermögensumgliederung.

Gegenüber dem Vorjahr wurde, bezogen auf die Buchwerte, wie folgt umgegliedert:

Die Umsatzerlöse sind aufgrund der Neudefinition gemäß § 277 I HGB nur geringfügig in ihrer Vergleichbarkeit eingeschränkt. Bei Anwendung des § 277 I HGB in der Fassung des BilRUG bereits im Jahre 2015 wären die Vorjahresumsätze um 60.910,14 € höher auszuweisen gewesen.

Der Konzernabschluss ist auf den Bilanzstichtag des Mutterunternehmens Formycon AG, den 31. Dezember 2016, aufgestellt.

Für die im Konzern einbezogenen Unternehmen, die ebenfalls zu diesem Stichtag bilanzieren, wurden die testierten Jahresabschlüsse zugrunde gelegt.

In den Konzernabschluss der Formycon AG werden neben der Formycon AG zwei Unternehmen einbezogen, auf die die Formycon AG unmittelbar oder mittelbar einen beherrschenden Einfluss ausübt.

Eine Übersicht über den Anteilsbesitz und den Konsolidierungskreis ergibt sich aus

Anlage 4 zum Anhang.

Für Tochterunternehmen, welche im Wege der Vollkonsolidierung (§ 301 HGB) in den Konzernabschluss einbezogen werden, erfolgte die Kapitalkonsolidierung nach der Neubewertungsmethode, bei der die Vermögensgegenstände und Schulden zum vollen Zeitwert angesetzt werden und der Anschaffungswert der Beteiligung mit dem anteiligen Zeitwert des Eigenkapitals zum Zeitpunkt des Erwerbs verrechnet wird. Ein nach der Verrechnung auf der Aktivseite verbleibender Unterschiedsbetrag wird als Geschäfts- oder Firmenwert ausgewiesen. Ein auf der Passivseite verbleibender Unterschiedsbetrag wird als Ausgleichsposten aus Kapitalkonsolidierung ausgewiesen. Entsprechende Posten waren nicht zu bilden.

Umsätze, Aufwendungen und Erträge, sowie Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen vollkonsolidierten Gesellschaften werden gemäß §§ 303, 305 HGB eliminiert.

Allgemeine Angaben zum Unternehmen

Allgemeine Angaben zu Inhalt und Gliederung des Jahresabschlusses

Geschäftsjahr und

Konsolidierungszeitraum

in € Vorjahr neu Vorjahr alt
Grundstück 221.938,28 189.548,30
technische Anlagen 1.795.741,37 0,00
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 535.599,84 2.363.731,19
2.553.279,49 2.553.279,49

Konsolidierungskreis und assoziierte Unternehmen

Konsolidierungsgrundsätze

Auf die Eliminierung von Zwischenergebnissen wurde gemäß § 304 Abs. 2 HGB verzichtet, da der Einfluss der innerkonzernlichen Lieferungen und Leistungen im Geschäftsjahr von untergeordneter Bedeutung für die Darstellung eines den tatsächlichen Verhältnissen entsprechenden Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns waren.

Auf die ergebniswirksamen Konsolidierungsvorgänge werden Steuerabgrenzungen gemäß § 306 HGB vorgenommen, soweit sich der abweichende Steueraufwand in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich ausgleicht.

Es wurden keine Unternehmen mit abweichender Währung in den Konzernabschluss einbezogen.

Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten, deren Besicherung durch Pfandrechte oder ähnliche Rechte sowie deren Mitzugehörigkeit zu anderen Bilanzposten werden in zum Anhang in einem Verbindlichkeitenspiegel dargestellt.

Zum 31.12.2016 bestehen keine derivativen Finanzinstrumente.

Die Bilanz enthält sämtliche Vermögensgegenstände, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten. Sämtliche bilanzierten Vermögenswerte und Schulden werden

einzeln bewertet.

Die Bewertung der Vermögensgegenstände und Schulden trägt allen erkennbaren Risiken nach den Grundsätzen vorsichtiger kaufmännischer Beurteilung Rechnung.

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände (u.a. Software) werden aktiviert und nach ihrer voraussichtlichen wirtschaftlichen Nutzungsdauer abgeschrieben. Erworbene Software, deren Anschaffungskosten 410,00 € nicht übersteigt, wird in Entsprechung mit den steuerlichen Vorschriften ("Trivialprogramme", R. 5.5 Abs. 1 S. 2, 3 EStR) als beweglicher Gegenstand des Anlagevermögens behandelt.

Das Wahlrecht gemäß § 248 Abs. 2 HGB zur Aktivierung originärer immaterieller Vermögensgegenstände des Anlagevermögens wird im Formycon AG Konzern nicht ausgeübt.

Die "alten" Geschäfts- oder Firmenwerte werden wie bisher weiter linear pro rata temporis über eine betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer von 10 Jahren abgeschrieben (Anhangstetigkeit).

Die lange Nutzungsdauer wurde gewählt, weil der Firmenwert u.a. langlaufende Lizenzierungschancen repräsentiert. Die Restnutzungsdauer beträgt 5 Jahre.

Sachanlagen werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen bewertet. Bewegliche Anlagegegenstände werden ausschließlich linear pro rata temporis abgeschrieben.

Geringwertige Wirtschaftsgüter bis zu Anschaffungskosten von 150,00 € werden im Jahr der Anschaffung in voller Höhe aufwandswirksam berücksichtigt.

Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten von 150,00 € bis 410,00 € werden im Jahr der Anschaffung in voller Höhe abgeschrieben.

Die Vorräte werden mit rollierenden gleitenden Durchschnittspreisen bewertet. Die Bewertung von fertigen und unfertigen Erzeugnissen erfolgt zu Herstellungskosten gemäß §§ 298 Abs. 1, 255 Abs. 2 S. 2 HGB.

Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwendbarkeit etc. ergeben, werden durch angemessene Abwertungen berücksichtigt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden zu Nennwerten bzw. dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Zur Berücksichtigung des allgemeinen Delkredererisikos werden Pauschalwertberichtigungen gebildet. Bei zweifelhaft einbringlichen Forderungen werden Einzelwertberichtigungen vorgenommen.

Die Wertpapiere werden zu Anschaffungskosten bzw. dem niedrigeren beizulegenden Wert (Börsenkurs) am Bilanzstichtag angesetzt.

Transitorische Rechnungsabgrenzungsposten werden nach den Vorschriften der §§ 298 Abs. 1, 250 HGB gebildet.

Latente Steuern ergeben sich aufgrund von Bewertungsunterschieden in Handelsund Steuerbilanz, steuerlichen Verlustvorträgen sowie Konsolidierungsmaßnahmen, sofern sich die Differenzen in Zukunft ausgleichen. Aktive und passive Steuerlatenzen werden gemäß §§ 298 Abs. 1, 274 Abs. 1 HGB saldiert.

Aufgrund des bestehenden Wahlrechts wurde der Aktivüberhang nicht bilanziert.

Die Steuerrückstellungen und sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verpflichtungen und alle erkennbaren Risiken. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages einschließlich zukünftiger Preis- und Kostensteigerungen angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst.

Alle Verbindlichkeiten sind mit ihren Erfüllungsbeträgen passiviert.

Währungsumrechnung

Derivate

Grundsätze zur Bilanzierung und Bewertung

In der Konzernbilanz enthaltene Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten, die auf fremde Währung lauten, werden zu dem am Entstehungstag maßgeblichen Wechselkurs umgerechnet und zum Bilanzstichtag gemäß §§ 298 Abs. 1, 256a HGB an den Devisenkassamittelkurs angepasst.

Die Entwicklung des Anlagevermögens sowie die Abschreibungen sind in Anlage 1 zum Anhang dargestellt.

Die sonstigen Rückstellungen setzen sich wie folgt zusammen:

Die Umsatzerlöse geordnet nach Leistungsspektrum:

Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten Erträge aus der Währungsumrechnung in Höhe von 66.111,44 € (VJ: 153.925,17 €).

In den Personalaufwendungen sind Aufwendungen für Altersversorgung in Höhe von 89.007,14 € (Vorjahr 50,9 T€) enthalten.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten Aufwendungen aus der Währungsumrechnung in Höhe von 96.954,67 € (VJ: 282.674,03 €).

Im Geschäftsjahr betrugen die gesamten Forschungs- und Entwicklungskosten 23.735 T€.

Die gemäß § 313 Abs. 2 № 1–14 HGB erforderlichen Angaben über Tochterunternehmen, assoziierte Unternehmen und Beteiligungen erfolgen in Anlage 6 zum Anhang.

Mitglieder des Vorstands:
Angaben zu Mitgliedern
des Vorstands/ — Dr. Carsten Brockmeyer, Marzling
Aufsichtsrats gemäß — Dr. Nicolas Combé, Marburg
§ 314 Abs. 1 № 6 HGB — Dr. Stefan Glombitza, Holzkirchen
Mitglieder des Aufsichtsrats:
— Dr. Olaf Stiller, Marburg (Vorsitzender)
— Hermann Vogt, Dieburg (stellv. Vorsitzender)
— Peter Wendeln, Oldenburg
Bezüge Die Gesamtbezüge des Aufsichtsrats betrugen im Geschäftsjahr 22.500 €; die Ge
samtbezüge des Vorstands 880.413 €, (davon 375.000 € erfolgsabhängig).
Folgende Aufsichtsratsmitglieder sind Mitglieder in anderen Aufsichtsgremien:
— Dr. Olaf Stiller: Bodenwert Immobilien AG, Nano Repro AG
— Hermann Vogt: Cumerius AG
Angaben zu Abschluss — Abschlussprüferleistungen: 30.000,00€
prüferhonoraren gemäß — Steuerberatungsleistungen: 5.000,00€
§ 314 Abs. 1 № 9 HGB
Folgende Angaben über die durchschnittliche Mitarbeiteranzahl (ohne Vorstand) sind
Mitarbeiterzahl im Geschäftsjahr zu machen:
Gemäß § 314 Abs. 1 № 4 HGB
Personen Geschäftsjahr
Verwaltung 6
Forschung 59
Gesamt 65

Im abgelaufenen Jahr wurden aus dem genehmigten Kapital 20.000 Stück Inhaberaktien zu einem rechnerischen Wert von 1 € je Stück, bezogen auf den Nennwert,

ausgegeben.

Erläuterungen zur

Konzernbilanz

gemäß § 285 № 12 HGB

in € Geschäftsjahr
Urlaubsrückstellungen 83.784,00
Tantiemen 497.465,00
Nebenkosten 15.000,00
Prüfung und Beratung 46.000,00
Aufbewahrung 48.500,00
Berufsgenossenschaft und sonstige soziale Abgaben 29.280,00
Auslizenzierung/Forschung Dienstleistungen
Absolut (in €) 19.475.425,51 57.570,11
Relativ (in %) 99,7 0,3

Erläuterungen zur Konzern-Gewinn- und

Verlustrechnung

Sonstige Angaben

Anteilsbesitz

Kapitalerhöhung

Der Vorstand ist durch Beschluss der Hauptversammlung vom 30. Juni 2015 ermächtigt, das Grundkapital der Gesellschaft mit Zustimmung des Aufsichtsrats bis einschließlich zum 29. Juni 2020 einmalig oder mehrmals um bis zu insgesamt 4.531.301,00 € gegen Bar- und/oder Sacheinlagen durch Ausgabe von bis 4.531.301 neuen, auf den Inhaber lautenden Stammaktien zu erhöhen (Genehmigtes Kapital 2015). Die neuen Aktien nehmen von Beginn des Geschäftsjahres an, für das zum Zeitpunkt der Ausgabe der neuen Aktien noch kein Beschluss der Hauptversammlung über die Verwendung des Bilanzgewinns gefasst worden ist, am Gewinn teil. Den Aktionären ist grundsätzlich ein Bezugsrecht einzuräumen. Die Aktien können auch von einem oder mehreren Kreditinstituten mit der Verpflichtung übernommen werden, sie den Aktionären zum Bezug anzubieten (mittelbares Bezugsrecht).

Zum Abschlussstichtag bestanden folgende Haftungsverhältnisse:
Haftungsverhältnisse — Mietbürgschaften i.H.v.: 117.802,00€
— Avalbürgschaften i.H.v.: 30.646,02€
Sonstige finanzielle
Verpflichtungen
Der Gesamtbetrag der sonstigen finanziellen Verpflichtungen i.S.d. § 314 Nr. 2a HGB
resultiert aus Dauerschuldverhältnissen. Der Jahresbetrag der Verpflichtungen bis 5
Jahre beläuft sich auf 347.524,36 €.
Ergebnisverwendung Der Vorstand des Mutterunternehmens schlägt vor, den Verlust auf neue Rechnung
vorzutragen.
Angaben nach Zahl der Aktien
§ 160 AktG Das Grundkapital der Gesellschaft beträgt 9.099.603,00 € und ist eingeteilt in
9.099.603 Stückaktien (Inhaberaktien).
Genehmigtes Kapital

Zahl der Bezugsrechte gemäß § 192 Abs. 2 Nr. 3 AktG

Der Vorstand der Gesellschaft wird ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats bis einschließlich zum 29. Juni 2020 einmalig oder mehrmals Bezugsrechte auf Aktien der Gesellschaft auszugeben, die zum Bezug von bis zu 715.260 auf den Inhaber lautenden Stückaktien der Gesellschaft nach Maßgabe der vereinbarten Bestimmungen berechtigen.

Das für Bezugsrechte gemäß § 192 Abs. 2 Nr. 3 AktG gebildete bedingte Kapital 2010 wurde reduziert und beträgt jetzt 148.750,00 € und berechtigt zum Bezug von 148.750 auf den Inhaber lautende Stückaktien.

Martinsried/Planegg, den 31. März 2017

Dr. Carsten Brockmeyer

Dr. Nicolas Combé

Dr. Stefan Glombitza

Formycon AG Geschäftsbericht 2016

Konzern-Anlagenspiegel

Konzern-Forderungenspiegel

davon gegen
Gesellschafter
davon gegen
gesetzliche Vertreter1
davon gegen
Aufsichtsrat2
in € (VJ in T€) 31.12.2016 davon mit einer
Restlaufzeit von mehr
als einem Jahr
davon aus
Lieferungen und
Leistungen
davon sonstige
Vermögens
gegenstände
davon gegen
verbundene
Unternehmen
davon gegen
Unternehmen mit denen
ein Beteiligungsverhältnis
besteht
davon gegen
Gesellschafter
gesetzliche Vertreter1
Forderungen aus Lieferungen und
Leistungen 5.208.887,66 0,00 -.- -.- 0,00 (VJ: 0,0) 0,00 (VJ: 0,0) 0,00 (VJ: 0,0)
sonstige Vermögensgegenstände 864.053,45 0,00 -.- -.- 0,00 (VJ: 0,0) 0,00 (VJ: 0,0) 0,00 (VJ: 0,0)
Summe 6.072.941,11 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Entwicklung der Anschaffungskosten Entwicklung der Abschreibungen Entwicklung der Buchwerte
Historische AHK
Beginn GJ
Zugänge Umbuchungen Abgänge zu
historischen
AHK
Historische AHK
Ende GJ
kumulierte
Abschreibungen
Beginn GJ
Abschreibungen
GJ
Abgänge
Abschreibungen
GJ
kumulierte
Abschreibungen
Ende GJ
Restbuchwert
Vorjahr
Abgänge zum
Buchwert Restbuchwert GJ
Immaterielle Vermögensgegenstände
Konzessionen, gew. Schutzrechte und ähnliche
Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen
Rechten und Werten 254.062,19 61.920,03 0,00 0,00 315.982,22 184.232,06 48.460,28 0,00 232.692,34 69.830,13 0,00
Geschäfts- oder Firmenwert 1.576.200,00 0,00 0,00 0,00 1.576.200,00 512.265,00 157.620,00 0,00 669.885,00 1.063.935,00 0,00
Sachanlagen
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und
Bauten einschließlich der Bauten auf fremden
Grundstücken 414.074,91 10.799,54 20.935,58 0,00 445.810,03 192.136,63 59.888,88 0,00 252.025,51 221.938,28 0,00
technische Anlagen und Maschinen 3.917.445,38 789.551,67 106.987,08 505.047,19 4.308.936,94 2.121.704,01 312.861,48 478.794,13 1.955.771,36 1.795.741,37 26.253,06
andere Anlagen, Betriebs- und
Geschäftsausstattung 879.401,84 89.871,06 0,00 13.348,61 955.924,29 343.802,00 120.049,36 10.364,65 453.486,71 535.599,84 2.983,96
geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 52.858,29 435.064,37 −127.922,66 0,00 360.000,00 0,00 0,00 0,00 0,00 52.858,29 0,00
Summe 7.094.042,61 1.387.206,67 0,00 518.395,80 7.962.853,48 3.354.139,70 698.880,00 489.158,78 3.563.860,92 3.739.902,91 29.237,02 4.398.992,56

Anlage ❶

Anlage ❷

Konzern-Eigenkapitalspiegel

in T€ Gezeichnetes
Kapital
Kapitalrücklagen Gewinnrücklagen Gewinn-/
Verlustvortrag
Ausgleichsposten
Kapitalkonsolidierung
Ausgleichsposten Fremd
währungsumrechnung
Konzernjahres
überschuss
Fremdanteile am
Konzerneigenkapital
Stand per 31.12.2015 9.080,0 28.977,0 0,0 −13.763,0 0,0 0,0 577,0 0,0
Einzahlungen Eigenkapital 20,0 67,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0
Ergebnisvortrag Vorjahr 0,0 0,0 0,0 577,0 0,0 0,0 −577,0 0,0
Konzernjahresüberschuss 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 −4.066,0 0,0
Stand per 31.12.2016 9.100,0 29.044,0 0,0 −13.186,0 0,0 0,0 −4.066,0 0,0

davon gegenüber Beteiligungsunternehmen davon aus sonstigen Verbindlichkeiten davon gegenüber Gesellschaftern

in € (VJ in T€) 31.12.2016 davon mit einer
Restlaufzeit von bis
zu einem Jahr
davon mit einer
Restlaufzeit von 1–5
Jahren
davon mit einer
Restlaufzeit von mehr
als fünf Jahren
davon gesichert davon aus
Lieferungen und
Leistungen
davon gegenüber
verbundenen
Unternehmen
davon gegenüber
Beteiligungs
unternehmen
davon aus sonstigen
Verbindlichkeiten
davon gegenüber
Gesellschaftern
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und
Leistungen 2.309.134,70 2.309.134,70 0,00 0,00 0,00 -.- 0,00 (VJ: 0,0) 0,00 (VJ: 0,0) -.- 0,00 (VJ: 0,0)
sonstige Verbindlichkeiten 1.260.097,15 1.209.097,15 0,00 0,00 616,79 -.- 0,00 (VJ: 0,0) 0,00 (VJ: 0,0) -.- 0,00 (VJ: 0,0)
Summe 3.569.231,85 3.518.231,85 0,00 0,00 616,79 0,00 0,00 0,00 0,00

Konzern-Verbindlichkeitenspiegel

Abweichungen in der Summenbildung sind auf Rundungsdifferenzen zurückzuführen.

Anlage ❸

Anlage ❹

Deutscher Rechnungslegungsstandard № 21

in T€ 2016 2015 Delta
T€ %
Jahresfehlbetrag −4.066,1 577,5 −4.643,6 −804,1
+ / − Abschreibungen/Zuschreibungen auf Gegenstände des
Anlagevermögens
698,9 934,8 −235,9 −25,2
− / + Gewinn/Verlust aus dem Abgang von Gegenständen des
Anlagevermögens
28,9 23,1 5,8 25,3
= Brutto-Cashflow vor Veränderung des Working Capitals −3.338,3 1.535,4 −4.873,7 −317,4
+ / − Zunahme/Abnahme der mittel- und kurzfristigen Rückstellungen 56,1 133,7 −77,5 −58,0
− / + Zunahme/Abnahme der Vorräte, Forderungen aus LuL sowie
anderer Aktiva
−3.710,2 541,7 −4.252,0 −784,9
+ / − Zunahme/Abnahme der Verbindlichkeiten aus LuL sowie anderer
Passiva
1.962,5 −1.652,6 3.615,0 −218,8
+ / − Zinsaufwendungen/Zinserträge −8,5 −41,3 32,8 −79,5
= Cashflow aus der lfd. Geschäftstätigkeit −5.038,4 517,0 −5.555,5 −1.074,5
− Auszahlungen für Investitionen in das immaterielle Anlagevermögen −61,9 0,0 −61,9
+ Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des
Sachanlagevermögens
0,3 2,6 −2,3 −88,5
− Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen −1.325,3 −669,9 −655,4 97,8
+ erhaltene Zinsen 33,2 71,5 −38,3 −53,6
= Cashflow aus der Investitionstätigkeit −1.353,7 −595,8 −757,9 127,2
+ Einzahlungen aus EK-Zuführungen von Gesellschaftern 86,5 11.182,4 −11.095,9 −99,2
− gezahlte Zinsen −24,7 −30,2 5,5 −18,2
= Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit 61,8 11.152,2 −11.090,4 −99,4
Zahlungswirksame Veränderungen des Finanzmittelfonds −6.330,4 11.073,4 −17.403,7 −157,2
+ Finanzmittelfonds am Anfang der Periode 20.297,2 9.223,9 11.073,4 120,1
= Finanzmittelfonds am Ende der Periode 13.966,9 20.297,2 −6.330,4 −31,2
ORMYCON Project 201 GmbH
ORMYCON Services GmbH

Kapitalflussrechnung Konzern Anteilsbesitz und Konsolidierungskreis Anlage ❺ Anlage ❻

Kapitalanteil
(in %)
Eigenkapital
(in €)
Jahresüberschuss
(in €)
Formycon Project 201 GmbH 100 20.463,39 9.939,43
Formycon Services GmbH 100 −1.564.135,97 106.010,98

Wir haben den von der Formycon AG aufgestellten Konzernabschluss – bestehend aus Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung, Anhang, Kapitalflussrechnung und Eigenkapitalspiegel – und den Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2016 bis 31. Dezember 2016 geprüft. Die Aufstellung von Konzernabschluss und Konzernlagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen des Gesellschaftsvertrags liegt in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Konzernabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Konzernabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Konzernlagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des Konzerns sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben im Konzernabschluss und Konzernlagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, der Abgrenzung des Konsolidierungskreises, der angewandten Bilanzierungs- und Konsolidierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss den gesetzlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen des Gesellschaftsvertrags und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Der Konzernlagebericht steht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den gesetztlichen Vorgaben, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Firma Formycon AG Anschrift

Firma Formycon AG
Rechtsform Aktiengesellschaft
Sitz Martinsried/Planegg
Anschrift 82152 Martinsried/Planegg
Fraunhoferstraße 15
Eintragung in das Handelsregister Die Eintragungen in das Handelsregister sind beim
Amtsgericht München unter HR B 200801 erfolgt.
Gegenstand des Unternehmens Gegenstand des Unternehmens ist die Entwicklung von
pharmazeutischen und biopharmazeutischen Produkten,
Entwicklung von Medikamententransportsystemen,
die Durchführung diagnostischer Laborleistungen
und -arbeiten für Dritte sowie die Durchführung
diagnostischer Laborleistungen.
Geschäftsjahr Kalenderjahr
Grundkapital 9.099.603,00 €
Vorstand Dr. Carsten Brockmeyer, Marzling
Dr. Nicolas Combé, Marburg
Dr. Stefan Glombitza, Holzkirchen
Aufsichtsrat Dr. Olaf Stiller, Vorsitzender, Marburg
Hermann Vogt, stellv. Vorsitzender, Dieburg
Peter Wendeln, Oldenburg
Vorjahresabschluss Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2016 wurde
von uns geprüft und mit einem uneingeschränkten
Bestätigungsvermerk versehen.

PanTaxAudit GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Dr. Rudolf Schmitz Wirtschaftsprüfer

Doris Wolff Wirtschaftsprüferin

Abschluss

Bilanz Gewinn- und Verlustrechnung Anhang Anlagenspiegel

Bilanz 74
Gewinn- und Verlustrechnung 76
Anhang 78
Anlagenspiegel 86
Forderungenspiegel 86
Verbindlichkeitenspiegel 88
Eigenkapitalveränderungsrechnung 88
Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers 90
Rechtliche Verhältnisse 91

zum 31. Dezember 2016

in € Geschäftsjahr Vorjahr
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte
und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 83.289,88 69.830,13
2. Geschäfts- oder Firmenwert 906.315,00 1.063.935,00
989.604,88 1.133.765,13
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten (auch auf fremden Grundstücken) 193.784,52 221.938,28
2. technische Anlagen und Maschinen 2.353.165,58 1.795.741,37
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 502.437,58 535.599,84
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 360.000,00 52.858,29
3.409.387,68 2.606.137,78
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 50.000,00 50.000,00
2. Ausleihungen an verbundenen Unternehmen 1.557.000,00 1.547.349,12
1.607.000,00 1.597.349,12
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 248.604,95 232.190,88
2. geleistete Anzahlungen 362.397,50 0,00
611.002,45 232.190,88
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 4.114.007,73 2.755.972,62
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr
0,00 € (Vorjahr: 120,6 T€)
2. sonstige Vermögensgegenstände 857.794,69 21.199,16
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr
0,00 € (Vorjahr: 21,2 T€)
4.971.802,42 2.777.171,78
III. Wertpapiere
1. sonstige Wertpapiere 10.972.156,57 19.674.750,65
10.972.156,57 19.674.750,65
IV. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 2.638.437,20 462.959,92
C. Rechnungsabrenzungsposten 115.441,54 99.931,81
davon Disagio
0,00 € (Vorjahr: 0,0 T€)
25.314.832,74 28.584.257,07
A. Eigenkapital
B. Rückstellungen
C. Verbindlichkeiten
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr
854.780,50 € (Vorjahr: 387,3 T€)
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr
303.427,95 € (Vorjahr: 955,7 T€)
in € Geschäftsjahr Vorjahr
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 1 9.099.603,00 9.079.603,00
II. Kapitalrücklage 29.043.554,34 28.977.034,34
III. Verlustvortrag −11.475.997,06 −12.076.346,07
IV. Jahresfehlbetrag −4.182.081,29 600.349,01
22.485.078,99 26.580.640,28
B. Rückstellungen
1. sonstige Rückstellungen 709.229,00 653.095,00
709.229,00 653.095,00
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 854.780,50 387.286,15
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr
854.780,50 € (Vorjahr: 387,3 T€)
2. sonstige Verbindlichkeiten
1.260.097,15 955.706,22
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr
303.427,95 € (Vorjahr: 955,7 T€)
davon aus Steuern
218.716,47 € (Vorjahr: 259,2 T€)
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit
0,00 € (Vorjahr: 0,0 T€)
2.114.877,65 1.342.992,37
D. Rechnungsabgrenzungsposten 5.647,10 7.529,42
25.314.832,74 28.584.257,07

Bilanz Aktiva Bilanz Passiva

1 Bedingtes Kapital (1) 154.000,00 € Bedingtes Kapital (2) 715.260,00 €

für die Zeit vom 1. Januar 2016 bis 31. Dezember 2016

in € Geschäftsjahr Vorjahr
1. Umsatzerlöse 13.861.612,60 13.561.502,60
Gesamtleistung 13.861.612,60 13.561.502,60
2. sonstige betriebliche Erträge 126.168,70 214.959,81
davon Erträge aus der Währungsumrechnung
61.599,87 € (Vorjahr: 137,5 T€)
3. Materialaufwand
a. Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und bezogene Waren 6.921.588,72 2.714.818,69
b. Aufwendungen für bezogene Leistungen 2.949.963,35 2.954.049,02
9.871.552,07 5.668.867,71
Rohergebnis 4.116.229,23 8.107.594,70
4. Personalaufwand
a. Löhne und Gehälter 4.329.413,26 3.357.462,43
b. soziale Abgaben & Aufwendungen für Altersversorgung und Unterstützung 787.739,54 503.501,96
davon für Altersversorgung
89.007,14 € (Vorjahr: 51,0 T€)
5. Abschreibungen 5.117.152,80 3.860.964,39
auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und
Sachanlagen 698.880,00 934.812,51
davon außerplanmäßige Abschreibungen
0,00 € (Vorjahr: 0,0 T€)
6. sonstige betriebliche Aufwendungen 2.487.909,64 2.751.283,00
davon Aufwendungen aus der Währungsumrechnung
84.573,63 € (Vorjahr: 124 T€)
Betriebsergebnis −4.187.713,21 560.534,80
7. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge
davon Erträge aus der Abzinsung
33.196,36 71.492,58
0,00 € (Vorjahr: 0,0 T€)
davon aus verbundenen Unternehmen
0,00 € (Vorjahr: 0,0 T€)
8. Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des
Umlaufvermögens 0,00 5.035,00
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 24.718,44 25.199,37
davon Aufwendungen aus der Abzinsung
0,00 € (Vorjahr: 0,0 T€)
davon an verbundene Unternehmen
0,00 € (Vorjahr: 0,0 T€)
Finanzergebnis 8.477,92 41.258,21
10. Ergebnis nach Steuern −4.179.235,29 601.793,01
11. sonstige Steuern 2.846,00 1.444,00
12. Jahresfehlbetrag −4.182.081,29 600.349,01

Gewinn- und Verlustrechnung

Die Formycon AG hat ihren Sitz in Martinsried/Planegg und wird beim Amtsgericht München unter der HRB 200801 geführt.

Der Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften der §§ 242ff. HGB unter Beachtung der ergänzenden Bestimmungen für mittelgroße Kapitalgesellschaften (§§ 264ff. HGB) sowie des AktG aufgestellt.

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt.

Abweichend wurde auf das Gliederungsschema der Gewinn- und Verlustrechnung sowie die Neudefinition der Umsatzerlöse nach BilRUG umgestellt. Die umgegliederten Vorjahreswerte wurden entsprechend angepasst. Die Umstellung hatte keinen berichtenswerten Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns.

Im Zuge der Umstellung des Anlagenspiegels nach BilRUG § 284 Abs. 3 HGB wurden Umgliederungen im Sachanlagevermögen vorgenommen. Labortechnik, die bisher unter der sonstigen Betriebs- und Geschäftsausstattung erfasst war, wird nunmehr unter den technischen Anlagen ausgewiesen, was wegen des Forschungszwecks der Gesellschaft eine transparentere Darstellung ermöglicht. Sowohl im Anlagenspiegel als auch in der Bilanz sind die Vorjahreswerte angepasst. Die geänderte Darstellung hat keinen Einfluss auf die Darstellung der Finanz- und Ertragslage und ist lediglich eine Vermögensumgliederung.

Gegenüber dem Vorjahr wurde, bezogen auf die Buchwerte, wie folgt umgegliedert:

Die Umsatzerlöse sind aufgrund der Neudefinition gemäß § 277 I HGB nur geringfügig in ihrer Vergleichbarkeit eingeschränkt. Bei Anwendung des § 277 I HGB in der Fassung des BilRUG bereits im Jahre 2015 wären die Vorjahresumsätze um 60.910,14€ höher auszuweisen gewesen.

Die auf die Posten der Bilanz und der GuV angewendeten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurden gegenüber dem Vorjahr beibehalten, sofern sich keine Anpassungen durch das Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetz ergeben haben.

Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten werden grundsätzlich mit dem am Tag des Zugangs geltenden Devisenkassamittelkurs in Euro umgerechnet. Bis zum Bilanzstichtag eingetretene Änderungen der Wechselkurse werden durch Niedrigerbewertung von Vermögensgegenständen bzw. durch Höherbewertung von Verbindlichkeiten berücksichtigt, soweit dies für eine verlustfreie Bewertung am Bilanzstichtag notwendig ist und die Beträge erst nach einer Laufzeit von mehr als einem Jahr fällig werden. Posten mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr werden generell mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag umgerechnet. Die daraus resultierenden Erträge bzw. Aufwendungen aus der Währungsumrechnung werden in der Gewinn- und Verlustrechnung unter den sonstigen betrieblichen Erträgen bzw. Aufwendungen gesondert ausgewiesen.

Die Bilanz enthält sämtliche Vermögensgegenstände, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten. Sämtliche bilanzierten Vermögenswerte und Schulden werden einzeln bewertet.

Die Bewertung der Vermögensgegenstände und Schulden trägt allen erkennbaren Risiken nach den Grundsätzen vorsichtiger kaufmännischer Beurteilung Rechnung.

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände (u.a. Software) werden aktiviert und nach ihrer voraussichtlichen wirtschaftlichen Nutzungsdauer abgeschrieben. Erworbene Software, deren Anschaffungskosten 410,00€ nicht übersteigt, wird in Entsprechung mit den steuerlichen Vorschriften ("Trivialprogramme", R. 5.5 Abs. 1 S. 2, 3 EStR) als beweglicher Gegenstand des Anlagevermögens behandelt.

Das Wahlrecht gemäß § 248 Abs. 2 HGB zur Aktivierung originärer immaterieller Vermögensgegenstände des Anlagevermögens wird nicht ausgeübt.

Die "alten" Geschäfts- oder Firmenwerte werden wie bisher weiter linear pro rata temporis über eine betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer von 10 Jahren abgeschrieben

(Anhangstetigkeit).

Die lange Nutzungsdauer wurde gewählt, weil der Firmenwert u.a. langlaufende Lizenzierungschancen repräsentiert. Die Restnutzungsdauer beträgt 5 Jahre.

Sachanlagen werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen bewertet. Bewegliche Anlagegegenstände werden ausschließlich linear pro rata temporis abgeschrieben.

Allgemeine Angaben zum Unternehmen

Allgemeine Angaben zu Inhalt und Gliederung des Jahresabschlusses

in € Vorjahr neu Vorjahr alt
Grundstück 221.938,28 189.548,30
technische Anlagen 1.795.741,37 0,00
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 535.599,84 2.363.731,19
2.553.279,49 2.553.279,49

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Währungsumrechnung

Grundsätze zur Bilanzierung und Bewertung

werden im Jahr der Anschaffung in voller Höhe abgeschrieben.

sichtlich dauerhafter oder vorübergehender Wertminderung – unter Vornahme außerplanmäßiger Abschreibungen mit dem niedrigeren beizulegenden Wert ausgewiesen.

Die Vorräte werden mit rollierenden gleitenden Durchschnittspreisen bewertet. Die Bewertung von fertigen und unfertigen Erzeugnissen erfolgt zu Herstellungskosten gemäß §255 Abs. 2 S. 2 HGB.

Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwendbarkeit etc. ergeben, werden durch angemessene Abwertungen berücksichtigt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden zu Nennwerten bzw. dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Zur Berücksichtigung des allgemeinen Delkredererisikos werden Pauschalwertberichtigungen gebildet. Bei zweifelhaft einbringlichen Forderungen werden Einzelwertberichtigungen vorgenommen.

Die Wertpapiere werden zu Anschaffungskosten bzw. dem niedrigeren beizulegenden Wert (Börsenkurs) am Bilanzstichtag angesetzt.

Die flüssigen Mittel werden zum Nennwert angesetzt.

Geringwertige Wirtschaftsgüter bis zu Anschaffungskosten von 150,00€ werden im Jahr der Anschaffung in voller Höhe aufwandswirksam berücksichtigt. Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten von 150,00€ bis 410,00€ Die Finanzanlagen werden mit Anschaffungskosten, gegebenenfalls – bei voraus-Erläuterungen zur Bilanz

Die Steuerrückstellungen und sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verpflichtungen und alle erkennbaren Risiken. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages einschließlich zukünftiger Preis- und Kostensteigerungen angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst.

Alle Verbindlichkeiten sind mit ihren Erfüllungsbeträgen passiviert.

Die Entwicklung des Anlagevermögens sowie die Abschreibungen sind in Anlage 1

zum Anhang dargestellt.

Die Restlaufzeiten der Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sowie deren Mitzugehörigkeit zu anderen Bilanzposten werden in Anlage 2 zum Anhang in einem Forderungenspiegel dargestellt.

Im Posten sonstige Rückstellungen sind folgende wesentliche Positionen zusammen-

gefasst:

Angaben zu sonstigen Rückstellungen

Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten, deren Besicherung durch Pfandrechte oder ähnliche Rechte sowie deren Mitzugehörigkeit zu anderen Bilanzposten werden in Anlage 3 zum Anhang in einem Verbindlichkeitenspiegel dargestellt.

Die Veränderung des Eigenkapitals ist in der Eigenkapitalveränderungsrechnung in

Anlage 4 dargestellt.

gemäß § 285 № 12 HGB

in € Geschäftsjahr
Urlaubsrückstellungen 83.784,00
Tantiemen 497.465,00
Nebenkosten 15.000,00
Prüfung und Beratung 36.000,00
Aufbewahrung 47.700,00
Berufsgenossenschaft und sonstige soziale Abgaben 29.280,00

gemäß § 158 AktG

in € Geschäftsjahr
Jahresfehlbetrag 4.182.081,29
+ Verlustvortrag Vorjahr 11.475.997,06
= Bilanzverlust 15.658.078,35
davon Verlustvortrag 2017 15.658.078,35

Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Mitglieder des Vorstands:
Angaben zu Mitgliedern Anteilsbesitz und Kapitalanteil Eigenkapital Jahresüberschuss
des Vorstands/ — Dr. Carsten Brockmeyer, Marzling, CEO Konsolidierungskreis (in %) (in €) (in €)
Aufsichtsrats gemäß — Dr. Nicolas Combé, Marburg, CFO Formycon Project 201 GmbH 100 20.463,39 9.939,43
§ 285 № 10 HGB — Dr. Stefan Glombitza, Holzkirchen, COO Formycon Services GmbH 100 −1.564.135,97 106.010,98
Mitglieder des Aufsichtsrats:
Zum Abschlussstichtag bestanden folgende Haftungsverhältnisse:
— Dr. Olaf Stiller, Marburg (Vorsitzender) Haftungsverhältnisse
Vorstand Paedi Protect AG — Mietbürgschaften i.H.v.: 117.802,00€
— Hermann Vogt, Dieburg (stellv. Vorsitzender) — Avalbürgschaften i.H.v.: 30.646,02€
unabhängiger Unternehmens- und Finanzberater
— Peter Wendeln, Oldenburg Mit einer Inanspruchnahme ist nicht zu rechnen, da die Verpflichtungen bisher erfüllt
geschäftsführender Gesellschafter Wendeln & Cie. Asset Management GmbH werden.
Es wurde ausschließlich zugunsten der Tochtergesellschaft Formycon Services GmbH
Die Mitglieder des Aufsichtsrates erhielten im Geschäftsjahr als Gesamtbezüge eine Patronatserklärung abgegeben. Nach vorliegenden Erkenntnissen können die zu
Bezüge 22.500,00€, die Mitglieder des Vorstands 880.413,00€ (davon 375.000€ erfolgs grunde liegenden Verpflichtungen von den betreffenden Gesellschaften in allen Fällen
abhängig) im Sinne des § 285 № 9 HGB. erfüllt werden. Mit einer Inanspruchnahme ist nicht zu rechnen.
Folgende Aufsichtsratsmitglieder sind Mitglieder in anderen Aufsichtsgremien:
Der Gesamtbetrag der sonstigen finanziellen Verpflichtungen i.S.d. § 285 S. 1 № 3 a
— Dr. Olaf Stiller, Marburg: Bodenwert Immobilien AG, Nano Repro AG Sonstige finanzielle HGB resultiert aus Dauerschuldverhältnissen. Der Jahresbetrag der Verpflichtungen
— Hermann Vogt, Dieburg: Cumerius AG Verpflichtungen bis 5 Jahre beläuft sich auf 347.524,36€.
Angaben zu Abschluss — Abschlussprüferleistungen: 30.000,00€
prüferhonoraren gemäß — Steuerberatungsleistungen: 5.000,00€ Ergebnisverwendung Der Vorstand schlägt vor den Jahresfehlbetrag auf neue Rechnung vorzutragen.
§ 285 № 17 HGB:
Folgende Angaben über die durchschnittliche Mitarbeiteranzahl (ohne Vorstände) sind
Mitarbeiterzahl im Geschäftsjahr zu machen:
gemäß § 285 № 7 HGB
Personen Geschäftsjahr
Verwaltung 6
Forschung 59
Gesamt 65

Sonstige Angaben

Zahl der Aktien

Das Grundkapital der Gesellschaft beträgt 9.099.603,00€ und ist eingeteilt in 9.099.603,00 Stückaktien (Inhaberaktien).

Genehmigtes Kapital

Der Vorstand ist durch Beschluss der Hauptversammlung vom 30. Juni 2015 ermächtigt, das Grundkapital der Gesellschaft mit Zustimmung des Aufsichtsrats bis einschließlich zum 29. Juni 2020 einmalig oder mehrmals um bis zu insgesamt 4.531.301,00€ gegen Bar- und/oder Sacheinlagen durch Ausgabe von bis zu 4.531.301 neuen, auf den Inhaber lautenden Stammaktien zu erhöhen (Genehmigtes Kapital 2015).

Die neuen Aktien nehmen von Beginn des Geschäftsjahres an, für das zum Zeitpunkt der Ausgabe der neuen Aktien noch kein Beschluss der Hauptversammlung über die Verwendung des Bilanzgewinns gefasst worden ist, am Gewinn teil. Den Aktionären ist grundsätzlich ein Bezugsrecht einzuräumen. Die Aktien können auch von einem oder mehreren Kreditinstituten mit der Verpflichtung übernommen werden, sie den Aktionären zum Bezug anzubieten (mittelbares Bezugsrecht).

Zahl der Bezugsrechte gemäß § 192 Abs. 2 № 3 AktG

Der Vorstand der Gesellschaft wird ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats bis einschließlich zum 29. Juni 2020 einmalig oder mehrmals Bezugsrechte auf Aktien der Gesellschaft auszugeben, die zum Bezug von bis zu 715.260 auf den Inhaber lautenden Stückaktien der Gesellschaft nach Maßgabe der vereinbarten Bestimmungen berechtigen.

Das für Bezugsrechte gemäß § 192 Abs. 2 № 3 AktG gebildete bedingte Kapital 2010 wurde reduziert und beträgt jetzt 148.750€ und berechtigt zum Bezug von 148.750, auf den Inhaber lautende, Stückaktien.

Angaben nach § 160 AktG

Martinsried/Planegg, den 31. März 2017

Dr. Carsten Brockmeyer

Dr. Nicolas Combé

Dr. Stefan Glombitza

Formycon AG Geschäftsbericht 2016

in € Entwicklung der Anschaffungskosten Entwicklung der Abschreibungen Entwicklung der Buchwerte
Historische AHK
Beginn GJ
Zugänge Umbuchungen Abgänge zu
historischen
AHK
Historische AHK
Ende GJ
kumulierte
Abschreibungen
Beginn GJ
Abschreibungen
GJ
Abgänge
Abschreibungen
GJ
kumulierte
Abschreibungen
Ende GJ
Restbuchwert
Vorjahr
Abgänge zum Buchwert Restbuchwert GJ
Immaterielle Vermögensgegenstände
Konzessionen, gew. Schutzrechte und ähnliche
Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen
Rechten und Werten
254.062,19 61.920,03 0,00 0,00 315.982,22 184.232,06 48.460,28 0,00 232.692,34 69.830,13 0,00 83.289,88
Geschäfts- oder Firmenwert 1.576.200,00 0,00 0,00 0,00 1.576.200,00 512.265,00 157.620,00 0,00 669.885,00 1.063.935,00 0,00 906.315,00
Sachanlagen
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und
Bauten einschließlich der Bauten auf fremden
Grundstücken
technische Anlagen und Maschinen
414.074,91
3.917.445,38
10.799,54
789.551,67
20.935,58
106.987,08
0,00
505.047,19
445.810,03
4.308.936,94
192.136,63
2.121.704,01
59.888,88
312.861,48
0,00
478.794,13
252.025,51
1.955.771,36
221.938,28
1.795.741,37
0,00
26.253,06
193.784,52
2.353.165,58
andere Anlagen, Betriebs- und
Geschäftsausstattung
879.401,84 89.871,06 0,00 13.348,61 955.924,29 343.802,00 120.049,36 10.364,65 453.486,71 535.599,84 2.983,96 502.437,58
geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 52.858,29 435.064,37 −127.922,66 0,00 360.000,00 0,00 0,00 0,00 0,00 52.858,29 0,00 360.000,00
Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 50.000,00 0,00 0,00 0,00 50.000,00 0,00 0,00 0,00 0,00 50.000,00 0,00 50.000,00
Ausleihungen an verbundene Unternehmen 1.547.349,12 9.650,88 0,00 0,00 1.557.000,00 0,00 0,00 0,00 0,00 1.547.349,12 0,00 1.557.000,00
Summe 8.691.391,73 1.396.857,55 0,00 518.395,80 9.569.853,48 3.354.139,70 698.880,00 489.158,78 3.563.860,92 5.337.252,03 29.237,02 6.005.992,56

Anlagenspiegel

Forderungenspiegel

31.12.2016 davon mit einer
Restlaufzeit von mehr
als einem Jahr
davon aus
Lieferungen und
Leistungen
davon sonstige
Vermögens
gegenstände
davon gegen
verbundene
Unternehmen
davon gegen
Unternehmen mit denen
ein Beteiligungsverhältnis
besteht
davon gegen
Gesellschafter
davon gegen
gesetzliche Vertreter1
davon gegen
Aufsichtsrat2
4.114.007,73 0,00 3.724.499,58 389.508,15 -.- -.- 0,00 0,00 0,00
857.794,69 0,00 -.- -.- 0,00 (VJ: 0,0) 0,00 (VJ: 0,0) 0,00 0,00 0,00
4.971.802,42 0,00 3.724.499,58 389.508,15 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00

Anlage ❶

Anlage ❷

in € (VJ in T€) 31.12.2016 davon mit einer
Restlaufzeit von bis
zu einem Jahr
davon mit einer
Restlaufzeit von 1–5
Jahren
davon mit einer
Restlaufzeit von mehr
als fünf Jahren
davon gesichert davon aus
Lieferungen und
Leistungen
davon gegenüber
verbundenen
Unternehmen
davon gegenüber
Beteiligungs
unternehmen
davon aus sonstigen
Verbindlichkeiten
davon gegenüber
Gesellschaftern
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und
Leistungen 854.780,50 854.780,50 0,00 0,00 0,00 -.- 0,00 (VJ: 0,0) 0,00 (VJ: 0,0) -.- 0,00 (VJ: 0,0)
sonstige Verbindlichkeiten 1.260.097,15 303.427,9 735.966,15 0,00 0,00 -.- 0,00 (VJ: 0,0) 0,00 (VJ: 0,0) -.- 0,00 (VJ: 0,0)
Summe 2.114.877,65 1.158.208,45 735.966,15 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00

Verbindlichkeitenspiegel

Eigenkapitalveränderungsrechnung

Anlage ❸
davon gegenüber
Beteiligungs
unternehmen
davon aus sonstigen
Verbindlichkeiten
davon gegenüber
Gesellschaftern
in € Gezeichnetes
Kapital
Kapitalrücklage Verlustvortrag Jahresüber
schuss
Eigenkapital
Stand 1. Januar 2016 9.079.603,00 28.977.034,34 −12.076.346,07 600.349,01 26.580.640,28
Kapitalerhöhungen 20.000,00 20.000,00
Einstellungen in die Kapitalrücklage 66.520,00 66.520,00
Übertrag Jahresüberschuss Vorjahr 600.349,01 −600.349,01 0,00
Jahresüberschuss −4.182.081,29 −4.182.081,29
Stand 31. Dezember 2016 9.099.603,00 29.043.554,34 −11.475.997,06 −4.182.081,29 22.485.078,99

Anlage ❹

Wir haben den Jahresabschluss – bestehend aus Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang – unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der Formycon AG für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2016 bis 31. Dezember 2016 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und ergänzenden Bestimmungen der Satzung liegen in der Verantwortung des Vorstands der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen der Satzung und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den gesetzlichen Vorgaben, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

München, den 31. März 2017

Firma Formycon AG Anschrift

Firma Formycon AG
Rechtsform Aktiengesellschaft
Sitz Martinsried/Planegg
Anschrift 82152 Martinsried/Planegg
Fraunhoferstraße 15
Eintragung in das Handelsregister Die Eintragungen in das Handelsregister sind beim
Amtsgericht München unter HR B 200801 erfolgt.
Gegenstand des Unternehmens Gegenstand des Unternehmens ist die Entwicklung von
pharmazeutischen und biopharmazeutischen Produkten,
Entwicklung von Medikamententransportsystemen,
die Durchführung diagnostischer Laborleistungen
und -arbeiten für Dritte sowie die Durchführung
diagnostischer Laborleistungen.
Geschäftsjahr Kalenderjahr
Grundkapital 9.099.603,00 €
Vorstand Dr. Carsten Brockmeyer, Marzling
Dr. Nicolas Combé, Marburg
Dr. Stefan Glombitza, Holzkirchen
Aufsichtsrat Dr. Olaf Stiller, Vorsitzender, Marburg
Hermann Vogt, stellv. Vorsitzender, Dieburg
Peter Wendeln, Oldenburg
Vorjahresabschluss Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2016 wurde
von uns geprüft und mit einem uneingeschränkten
Bestätigungsvermerk versehen.

PanTaxAudit GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Dr. Rudolf Schmitz Wirtschaftsprüfer

Doris Wolff Wirtschaftsprüferin

Impressum

Herausgeber und Copyright

© 2017 Formycon AG Fraunhoferstraße 15 82152 Martinsried/Planegg Germany

Veröffentlichungsdatum

Juni 2017

Konzept und Realisierung

Anton Barchukov www.barchukov.de

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