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FORIS AG — Interim / Quarterly Report 2011
Sep 14, 2011
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Interim / Quarterly Report
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Publication

FORIS AG
Bonn
Halbjahresfinanzbericht zum 30. Juni 2011
KONZERNKENNZAHLEN
| 01.01.-30.06.2011 TEURO |
01.01.-30.06.2010 TEURO |
|
|---|---|---|
| Umsatzerlöse | 8.592 | 8.827 |
| Bruttoergebnis vom Umsatz | 3.807 | 3.135 |
| Personalkosten | 1.035 | 1.620 |
| Allgemeine Verwaltungskosten | 1.876 | 5.211 |
| Ergebnis im Berichtszeitraum | 994 | - 1.661 |
| Eigenkapitalrendite | 6,56 % | - 9,76 % |
| EBIT | 1.054 | - 1.500 |
| EBITDA | 1.117 | - 1.402 |
| 01.01.-30.06.2011 EURO |
01.01.-30.06.2010 EURO |
|
|---|---|---|
| Ergebnis je Aktie | ||
| Ergebnis Berichtszeitraum | 0,17 | - 0,28 |
| 30.06.2011 TEURO |
31.12.2010 TEURO |
|
|---|---|---|
| Gesamtkapital | 19.425 | 18.372 |
| Eigenkapital | 16.124 | 15.147 |
| Eigenkapitalquote | 83,0 % | 82,4 % |
| Finanzmittel | 441 | 1.604 |
| Darlehen | 490 | 0 |
| Nettofinanzposition | - 49 | 1.604 |
| Verbindlichkeiten | 2.374 | 2.437 |
| Rückstellungen | 436 | 788 |
| 30.06.2011 EURO |
31.12.2010 EURO |
|
|---|---|---|
| Schlusskurs | 1,71 | 1,66 |
| 30.06.2011 TEURO |
31.12.2010 TEURO |
|
|---|---|---|
| Marktkapitalisierung * | 10.004 | 9.728 |
* Zum 30. Juni 2011 wurden die eigenen Anteile mindernd berücksichtigt
INHALTSVERZEICHNIS
A.
A. Konzernzwischenlagebericht
| 1. | Geschäft und Rahmenbedingungen |
| 2. | Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage |
| 3. | Vergütungsbericht |
| 4. | Nachtragsbericht |
| 5. | Risikobericht |
| 6. | Übernahmerelevante Angaben |
| 7. | Mitarbeiter |
| 8. | Voraussichtliche Entwicklung des Konzerns unter Berücksichtigung der wesentlichen Chancen und Risiken |
B.
Konzernzwischenabschluss der FORIS AG (IFRS)
| 1. | Anlage 1: Bilanz zum 30. Juni 2011 |
| 2. | Anlage 2: Gewinn- und Verlustrechnung und Gesamtergebnisrechnung vom 1. Januar bis 30. Juni 2011 |
| 3. | Anlage 3: Segmentberichterstattung zum 1. Halbjahr 2011 |
| 4. | Anlage 4: Kapitalflussrechnung |
| 5. | Anlage 5: Eigenkapitalveränderungsrechnung |
| 6. | Anlage 6: Anhang zum Konzernzwischenabschluss zum 30. Juni 2011 |
C.
Versicherung der gesetzlichen Vertreter
D.
Negativvermerk gem. § 37w Abs. 5 S. 6 WpHG
VORWORT DES VORSTANDS
Sehr geehrte Aktionärinnen, sehr geehrte Aktionäre, sehr geehrte Freunde des Unternehmens, das 1. Halbjahr 2011 konnten wir mit einem Umsatz von 8.592 TEURO (Vorjahr: 8.827 TEURO) und einem Ergebnis von 994 TEURO (Vorjahr: -1.661 TEURO) abschließen. Insbesondere auch der erfolgreiche Abschluss von größeren Verfahren in der Prozessfinanzierung im 2. Quartal 2011 hat zu diesem positiven Ergebnis beigetragen. Der Bereich der Prozessfinanzierung zeigt im 1. Halbjahr 2011 zudem eine erfreuliche Entwicklung bei den neu in Finanzierung genommenen Verfahren. Bei FORIS lingua sehen wir ebenfalls eine erfreuliche Umsatzentwicklung. Der Umsatzrückgang bei GO AHEAD auf Grund der insgesamt gesunkenen Nachfrage nach der Rechtsform der Limited verläuft sowohl langsamer als erwartet als auch in geringerem Maße im Vergleich zu dem Rückgang in 2010. Bei der FORATIS blieben im 1. Halbjahr 2011 die Umsatz- und Ertragsentwicklungen allerdings hinter den Erwartungen zurück.
Gleichzeitig haben wir die Finanz- und Kapitalstruktur weiterhin stabil gehalten. Die Eigenkapitalquote bewegt sich mit 83 % leicht oberhalb der Quote zum 31. Dezember 2010 und ist auch vor dem Hintergrund des volatilen Geschäftsmodells als sehr solide anzusehen. Die liquiden Mittel sind auf Grund der Finanzinvestitionen in den Büroneubau zu Vermietungszwecken gegenüber dem 31. Dezember 2010 planmäßig zurückgegangen. Durch den weiterhin guten Cash Flow fiel die notwendige Verschuldung über ein langfristiges Darlehen mit 490 TEURO im Verhältnis zum Wert des Gebäudes gering aus und ermöglicht eine weitreichende finanzielle Flexibilität für das operative Geschäft.
Die von uns eingeleiteten Maßnahmen zur Verbesserung der Positionierung der einzelnen Geschäftsbereiche im Markt sowie eine stärkere Fokussierung des Vertriebs auf unterschiedliche Kundengruppen zeigen erste Wirkung. Auch auf der Kostenseite sind erste positive Effekte aus unseren strategischen Ansätzen erkennbar. Im 2. Halbjahr 2011 werden wir unseren eingeschlagenen Weg mit dem Ziel weiter verfolgen, einerseits das Geschäftsjahr 2011 erfolgreich abzuschließen und gleichzeitig eine Basis für eine positive Entwicklung der Zukunft zu legen.
Freundliche Grüße
Bonn, 9. August 2011
Ralf Braun
Vorstand
A. KONZERNZWISCHENLAGEBERICHT
1. Geschäft und Rahmenbedingungen
I. Darstellung
Zum Berichtszeitpunkt haben sich keine wesentlichen Änderungen im Hinblick auf die Darstellung des Konzerns, seiner Geschäftstätigkeit in den einzelnen Bereichen sowie deren Rahmenbedingungen als Ausgangspunkt für die Analyse des Geschäftsverlaufes und der wirtschaftlichen Lage gegenüber dem Geschäftsbericht 2010 ergeben. Insoweit verweisen wir auf die entsprechenden Ausführungen im Geschäftsbericht 2010.
II. Wirtschaftliche Rahmenbedingungen
Die gesamtwirtschaftliche Erholung im Jahr 2010 bezogen auf das Bruttoinlandsprodukt wird sich nach aktuellen Prognosen auch in 2011 fortsetzen. Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt für Deutschland ist im 1. Quartal 2011 um 1,5 % gegenüber dem 4. Quartal 2010 gestiegen.
| Veränderung Bruttoinlandsprodukt zum Vorjahr 1) | 2010 zu 2009 in % | Q1 2011 zu Q4 2010 in % |
|---|---|---|
| Deutschland | 3,6 | 1,5 |
| Österreich | 2,0 | 1,0 |
| Schweiz | 2,6 | k.A. |
| Vereinigte Staaten | 2,8 | 0,4 |
1) Quelle: Eurostat
Gestützt wurde diese grundsätzliche Entwicklung durch eine weiterhin expansive Geldpolitik und eine Verlängerung beziehungsweise Neuauflage von Konjunkturprogrammen in 2010. Allerdings schwächt sich die Investitionstätigkeit insbesondere im verarbeitenden Gewerbe in 2011 bereits wieder leicht ab und kann so zu einem Ausgangspunkt für eine Abschwächung der Dynamik werden. Die Binnennachfrage und insbesondere der private Konsum in Deutschland entwickeln sich weiterhin positiv und tragen somit zu einer Stabilisierung des Aufschwungs in Deutschland bei. Dagegen sind die Verschuldungsprobleme einzelner Länder und deren Verschärfung im 2. Quartal 2011 für die Wachstumsdynamik im Euroraum weiterhin als kritisch anzusehen: Die massive Stützung insbesondere von Griechenland durch die Mitgliedstaaten der Europäischen Union im Zusammenspiel mit dem internationalen Währungsfonds kann zu einer großen Belastung für das Wachstum werden. Auch die unsichere Entwicklung in Spanien, Portugal, Irland und Italien kann die Entwicklung belasten. Darüber hinaus birgt die hohe Verschuldung der Vereinigten Staaten Risiken für die weltwirtschaftliche Entwicklung, die sich dann auch auf den Euroraum und Deutschland auswirken können.
III. Geschäftsentwicklung
| Umsatz | 01.01.-30.06.2011 TEURO |
01.01.-30.06.2010 TEURO |
|---|---|---|
| Prozessfinanzierung | 2.645,5 | 1.397,2 |
| Fachübersetzungen FORIS lingua | 180,7 | 92,1 |
| Verkauf von Gesellschaften der FORATIS | 3.712,1 | 4.639,8 |
| Verkauf von Gesellschaften / Dienstleistungen der GO AHEAD | 1.998,1 | 2.615,3 |
| Sonstige Segmente im FORIS Konzern | 55,2 | 82,4 |
| FORIS Konzern | 8.591,6 | 8.826,8 |
| Periodenergebnis | 01.01.-30.06.2011 TEURO |
01.01.-30.06.2010 TEURO |
|---|---|---|
| Prozessfinanzierung | 523,7 | - 775,0 |
| Fachübersetzungen FORIS lingua | 40,4 | - 37,0 |
| Verkauf von Gesellschaften der FORATIS | 41,2 | 10,0 |
| Verkauf von Gesellschaften / Dienstleistungen der GO AHEAD | 673,4 | - 731,0 |
| Sonstige Segmente im FORIS Konzern | - 284,5 | - 128,0 |
| FORIS Konzern | 994,1 | - 1.661,0 |
Prozessfinanzierung
Umsatz und Periodenergebnis der Prozessfinanzierung im ersten Halbjahr 2011 wurden vom erfolgreichen Abschluss weniger großer Verfahren wesentlich beeinflusst. Ein größeres Verfahren konnte bereits vollständig abgeschlossen werden und die entsprechende Zahlung ist im 3. Quartal 2011 bereits eingegangen. Bei einem weiteren Verfahren wurde bezüglich der Hauptforderung in unserem Sinne ohne die Möglichkeit der Revision entschieden. Dagegen wurde Nichtzulassungsbeschwerde eingelegt. Für darüber hinausgehende Zinsforderungen wurden weitere Rechtsmittel eingelegt, so dass ein endgültiger Abschluss des Verfahrens und eine Zahlung erst zu einem späteren Zeitpunkt erfolgen wird. Entsprechend unserer Bilanzierungspraxis haben wir die entsprechende Hauptforderung unter Berücksichtigung eines Abschlages für die Nichtzulassungsbeschwerde erfolgswirksam bilanziert. Auf Grund der nicht abschließend gesicherten Bonität musste die korrespondierende Forderung in Teilen einzelwertberichtigt werden, wobei die teilweise Absicherung der Forderung durch eine Immobilie berücksichtigt wurde. Insgesamt schließt der Geschäftsbereich im ersten Halbjahr 2011 mit einem deutlich positiven Ergebnis in Höhe von 523,7 TEURO (Vorjahreszeitraum: -775,0 TEURO) ab.
Im 1. Halbjahr 2011 konnten wir neue Verfahren mit einem Optionsvolumen von insgesamt 11.615 TEURO (1. Halbjahr 2010: 3.447 TEURO) in Finanzierung nehmen. Wesentlich beeinflusst wurde die Entwicklung des Optionsvolumens im 1. Halbjahr 2011 von einem einzelnen Verfahren mit - im Verhältnis zum hohen Streitwert -geringen Kostenrisiko. Das Optionsvolumen zum 30. Juni 2011 beträgt nun insgesamt 37.771 TEURO (31. Dezember 2010: 27.350 TEURO). Es repräsentiert den rechnerisch maximal möglichen Beteiligungserlös der FORIS AG aus den in Finanzierung genommenen Verfahren. Der tatsächliche Wert der finanzierten Verfahren wird sich allerdings erst nach Abschluss der jeweilig finanzierten Prozesse sowie nach Durchsetzung der titulierten Forderung anhand des realisierten Erlöses, abzüglich der zu tragenden Kosten für vollständig oder teilweise verlorene Prozesse, erweisen.
Auf Grund des volatilen Geschäftsmodells lässt sich aus dieser Entwicklung des Optionsvolumens weder eine valide Prognose für die Entwicklung des Optionsvolumens für das gesamte Jahr 2011 noch für das Ergebnis des Geschäftsbereiches ableiten.
FORIS lingua
Die positive Entwicklung der Umsätze im ersten Quartal 2011 hat sich fortgesetzt: Wir konnten die Umsätze gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 88,5 TEURO auf 180,7 TEURO steigern. Wesentliche Impulse aus der Vertriebskooperation mit der Hans Soldan GmbH werden sich erst in der zweiten Jahreshälfte 2011 zeigen können. Bei im Vergleich zur Vorjahresperiode leicht erhöhter Rohertragsquote konnte der Ergebnisbeitrag der FORIS lingua daher deutlich gesteigert werden.
FORATIS AG
Der im Vergleich zum Vorjahreszeitraum zu verzeichnende Umsatzrückgang von 927,7 TEURO auf nunmehr 3.712,1 TEURO ist im Wesentlichen auf die im Vergleich geringeren SE- und AG-Verkäufe zurückzuführen. Mit einer über dem Vorjahresvergleichszeitraum liegenden Rohertragsquote und geringeren Kosten konnte das Ergebnis im 1. Halbjahr 2011 gegenüber der Vorjahresvergleichsperiode gleichwohl verbessert werden. Wie bei FORIS lingua werden sich mögliche Effekte aus der mit der Hans Soldan GmbH abgeschlossenen Vertriebskooperation erst in der zweiten Jahreshälfte 2011 ergeben können.
GO AHEAD GmbH
Wie erwartet sind die Umsätze der GO AHEAD im 1. Halbjahr 2011 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum zurückgegangen. Auf Grund der bislang unter den Erwartungen liegenden Löschungszahlen und ersten positiven Effekten aus den eingeleiteten Maßnahmen zur Neukundengewinnung ist der Umsatzrückgang jedoch niedriger ausgefallen als erwartet. Im 1. Halbjahr 2011 konnten insgesamt Umsatzerlöse von 1.998,1 TEURO erzielt werden (Vorjahresperiode: 2.615,3 TEURO). Die Umsatzentwicklung für das gesamt Gesamtjahr 2011 ist weiterhin stark abhängig von der Entwicklung der Löschungszahlen. Durch prozessuale Verbesserungen und Kosteneinsparungen haben wir die Rohertragsquote weiter verbessern können. Die Anpassung der Personalkapazitäten sowie weitere Kostensenkungsmaßnahmen haben im 1. Halbjahr 2011 bereits erste Wirkung gezeigt. Das Ergebnis im 1. Halbjahr 2011 ist daher mit 673,4 TEURO gegenüber dem mit Sondereffekten belasteten Ergebnis der Vorjahresvergleichsperiode wieder deutlich positiv.
Sonstige Segmente im FORIS Konzern
Den Büroneubau zu Vermietungszwecken haben wir durch ein langfristiges Darlehen refinanziert, welches zum 30. Juni 2011 noch mit 490 TEURO valutiert. Die ursprüngliche Darlehenshöhe von 500 TEURO wurde durch erste Tilgungsleistungen im 1. Halbjahr 2011 reduziert. Der alleinige Mieter ist im Juni 2011 planmäßig eingezogen, und es werden seit diesem Zeitpunkt positive Rückflüsse durch entsprechende Mieteinnahmen generiert. Im Vorjahresergebnis waren hier Erträge aus dem Grundstückverkauf Luckenwalde erfolgswirksam berücksichtigt, die zum Jahresende 2010 durch die korrespondierenden Abzinsungseffekte wieder eliminiert wurden. Wir verweisen hierzu auf unsere Ausführungen im Geschäftsbericht 2010.
2. Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage
Zur Darstellung der Ertrags-, Finanz und Vermögenslage sind die Gewinn- und Verlustrechnung sowie die Bilanz nach betriebswirtschaftlichen Gesichtspunkten gegliedert und die Kapitalflussrechnung in verkürzter Form dargestellt. Abweichungen in der Summenbildung sind auf Rundungsdifferenzen zurückzuführen. Die exakten Einzelwerte ergeben sich aus der Bilanz, der Gewinn- und Verlustrechnung sowie der Kapitalflussrechnung.
I. Ertragslage
| 01.01.-30.06.2011 | 01.01.-30.06.2010 | +/- | ||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| TEURO | % | TEURO | % | TEURO | % | |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Umsatzerlöse | 8.592 | 97 | 8.827 | 79 | - 235 | - 3 |
| Sonstige betriebliche Erträge | 221 | 3 | 2.294 | 21 | - 2.073 | - 90 |
| Betriebsleistung | 8.813 | 100 | 11.121 | 100 | - 2.308 | - 21 |
| Aufwendungen für bezogene Leistungen | - 4.785 | - 54 | - 5.692 | - 51 | 907 | - 16 |
| Personalaufwand | - 1.035 | - 12 | - 1.620 | - 15 | 585 | - 36 |
| Abschreibungen | - 63 | - 1 | - 98 | - 1 | 35 | - 36 |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | - 1.876 | - 21 | - 5.211 | - 47 | 3.334 | - 64 |
| Sonstige Steuern | - 5 | 0 | - 5 | 0 | 0 | 0 |
| Betriebsaufwand | - 7.764 | - 88 | - 12.626 | - 114 | 4.862 | - 39 |
| Betriebsergebnis | 1.049 | 12 | - 1.505 | - 14 | 2.554 | - 170 |
| Zinserträge | 22 | 4 | 18 | |||
| Zinsaufwendungen | - 42 | - 305 | 263 | |||
| Finanzergebnis | - 21 | - 301 | 280 | |||
| Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | - 34 | 145 | - 179 | |||
| Periodenergebnis | 994 | - 1.661 | 2.655 |
Hinsichtlich der Umsatz- und Ergebnisstruktur verweisen wir auf unsere Ausführung unter A.1.III.
Auf Grund der im Geschäftsbericht 2010 beschriebenen Sondereffekte ist ein Vergleich mit der Vorjahresperiode nur eingeschränkt möglich: Die sonstigen betrieblichen Erträge enthielten in der Vergleichsperiode 2010 vorwiegend die Auflösung von in Vorjahren gebildeten pauschalen Wertberichtigungen auf Forderungen- insbesondere bei der GO AHEAD GmbH - im Rahmen der Bereinigung der Forderungen. Basierend auf dem tatsächlichen Forderungsausfall war der pauschal gebildete Posten daher aufzulösen. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen wurden in 2010 neben einem Wertberichtigungsbedarf im Segment Prozessfinanzierung maßgeblich durch die eingetretenen Forderungsverluste sowie die weitere Risikovorsorge in der GO AHEAD GmbH belastet.
Dank der intensiven Bemühungen der Forderungsbeitreibung konnten wir insbesondere im Bereich GO AHEAD Zahlungseingänge auf ausgebuchte oder wertberichtigte Forderungen erzielen, so dass unter Berücksichtigung der Sondereffekte des Vorjahres ein leichter Anstieg der sonstigen betrieblichen Erträge zu beobachten ist.
Die Personalaufwendungen im 1. Halbjahr 2011 sind auch unter Berücksichtigung der im Vorjahr notwendigen Zuführung zu Rückstellungen auf Grund eines Klageverfahrens mit ehemaligen Organen der Gesellschaft zurückgegangen. Gleiches gilt auch für die sonstigen betrieblichen Aufwendungen, bei denen sich die eingeleiteten Maßnahmen zur Kosteneinsparung positiv bemerkbar machen.
Insgesamt haben wir im 1. Halbjahr 2011 ein positives Betriebsergebnis von 1.049 TEURO (1. Halbjahr 2010: -1.505 TEURO) erzielt.
II. Finanzlage
Im Vordergrund des Finanzmanagements der FORIS stehen auf Grund des Geschäftsmodells und der damit verbundenen notwendigen finanziellen Flexibilität die Sicherstellung einer überdurchschnittlichen Eigenkapitalquote sowie ausreichender Liquidität. Das Management der finanzwirtschaftlichen Risiken der FORIS ist im Finanzbereich zentralisiert. Der Fokus liegt auf den Kapitalstruktur- und Kreditrisiken sowie den Liquiditäts- und Marktpreisrisiken. Hinsichtlich der Einzelheiten zu den Risiken und deren Management verweisen wir auf unsere Ausführungen unter A.5 im Risikobericht sowie im Anhang unter B.6.III.5.
| 30.06.2011 | 31.12.2010 | +/- | ||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| TEURO | % | TEURO | % | TEURO | % | |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Gezeichnetes Kapital | 5.850 | 30 | 5.860 | 32 | - 10 | 0 |
| Kapitalrücklage | 14.590 | 75 | 14.597 | 79 | - 7 | 0 |
| Ergebnisneutrale latente Steuern | - 27 | 0 | - 27 | 0 | 0 | 0 |
| Verlustvortrag | - 5.283 | - 27 | - 3.414 | - 19 | - 1.869 | 55 |
| Periodenergebnis | 994 | 5 | - 1.869 | - 10 | 2.863 | - 153 |
| Eigenkapital | 16.124 | 83 | 15.147 | 82 | 977 | 6 |
| Langfristige Schulden | 430 | 2 | 0 | 0 | 430 | |
| Rückstellungen | 436 | 2 | 788 | 4 | - 352 | - 45 |
| Kurzfristige Verbindlichkeiten | 2.434 | 13 | 2.437 | 13 | - 2 | 0 |
| Kurzfristige Schulden | 2.871 | 15 | 3.225 | 18 | - 354 | - 11 |
| 19.425 | 100 | 18.372 | 100 | 1.053 | 6 |
Der Rückgang beim gezeichneten Kapital und der Kapitalrücklage resultiert aus dem direkt vom Eigenkapital abzusetzenden Ausweis der eigenen Anteile aus dem Aktienrückkauf.
Zur Finanzierung des Büroneubaus zu Vermietungszwecken wurde eine langfristige Finanzierung mit einem variablen Zinssatz auf 1-Monats-EURIBOR-Basis abgeschlossen. Das Darlehen ist am 30. März 2020 fällig und valutiert zum Abschlussstichtag mit 490 TEURO. Der langfristige Anteil beträgt 430 TEURO und der kurzfristige 60 TEURO. Zur Absicherung des Zinsrisikos wurde für den Zeitraum vom 30. September 2010 bis zum 30. März 2020 ein Zinssicherungsgeschäft über maximal 2.000 TEURO vereinbart. Darüber hinaus besteht eine Multifunktionslinie in Höhe von 1.250 TEURO, die derzeit teilweise mit Bürgschaften ausgenutzt wird.
Die Rückstellungen beinhalten die erkennbaren Risiken für die Gesellschaft zum Stichtag.
Eine Veränderung der Kreditkonditionen würde auf die FORIS bis zum Zeitpunkt des Auslaufens des Zinssicherungsgeschäftes am 30. März 2020 nur bei einer möglichen Inanspruchnahme des den abgesicherten Betrag von 2.000 TEURO übersteigenden Betrag Einfluss haben.
Nachfolgend ist die Entwicklung der Liquidität im Rahmen einer verkürzten Kapitalflussrechnung dargestellt. Hinsichtlich der Details der Kapitalflussrechnung verweisen wir auf B.4.
| 01.01.-30.06.2011 | 01.01.-30.06.2010 | |||
|---|---|---|---|---|
| EURO | EURO | EURO | EURO | |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Periodenergebnis | 994.105,32 | - 1.660.871,42 | ||
| Cash Flow Veränderungen aus laufender | ||||
| Geschäftstätigkeit | - 1.348.157,94 | 2.322.205,73 | ||
| Cash Flow aus laufender Geschäftstätigkeit | - 354.052,62 | 661.334,31 | ||
| Cash Flow aus Investitionstätigkeit | - 1.281.024,69 | 212.919,10 | ||
| Cash Flow aus Finanzierungstätigkeit | 472.892,1 1 | - 1.411.609,50 | ||
| Zahlungswirksame Veränderungen des Finanzmittelbestandes (Cash Flow) | - 1.162.185,20 | - 537.356,09 | ||
| Finanzmittel am 1.1. | 1.603.588,98 | 1.833.571,72 | ||
| Finanzmittel am 30.06. | 441.403,78 | 1.296.215,63 | ||
| Zahlungsmittel | 797.065,20 | 1.578.294,29 | ||
| Jederzeit fällige Bankverbindlichkeiten | - 355.661,42 | - 282.078,66 | ||
| Finanzmittel am 30.06. | 441.403,78 | 1.296.215,63 |
Neben der Finanzierung mit Eigenkapital ist die wichtigste Finanzierungsquelle der FORIS der Mittelzufluss aus der laufenden Geschäftstätigkeit. Im Gegensatz zum 1. Halbjahr 2010 wurde im Berichtszeitraum ein negativer Cash Flow aus der laufenden Geschäftstätigkeit erwirtschaftet. Neben der Abnahme von Rückstellungen resultiert dies im Wesentlichen aus dem Forderungsaufbau der zum Ende des Halbjahres abgeschlossenen Verfahren in der Prozessfinanzierung. Diese haben zu einer deutlichen Erhöhung des Forderungsbestandes in diesem Bereich geführt.
Allein in den Büroneubau haben wir im 1. Halbjahr 2011 weitere 1.198 TEURO investiert, so dass sich unter Berücksichtigung von kleineren Investitionen ein Cash Flow aus Investitionstätigkeit von -1.281 TEURO ergibt.
Zur teilweisen Refinanzierung haben wir ein ursprünglich auf 500 TEURO valutierendes Darlehen aufgenommen und im ersten 1. Halbjahr 2011 bereits mit der planmäßigen Tilgung dieses Darlehens begonnen.
Der mit 1.162 TEURO deutlich negative Cash Flow hat nach derzeitigen Erkenntnissen keine Auswirkung auf die Fähigkeit des Konzerns, seine Zahlungsverpflichtungen zu erfüllen. Vielmehr wurde bewusst die Verschuldung im Verhältnis zu den möglichen Sicherheiten und Refinanzierungsmöglichkeiten der im Eigentum befindlichen Gebäude niedrig gehalten. Damit haben wir auf der einen Seite die finanzielle Flexibilität erhalten und gleichzeitig das Finanzergebnis optimiert. Hinsichtlich der Quantifizierung der möglichen Liquiditätsrisiken verweisen wir auch auf unsere Ausführungen im Anhang unter B.6.III.5.
III. Vermögenslage
| 30.06.2011 | 31.12.2010 | +/- | ||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| TEURO | % | TEURO | % | TEURO | % | |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Immaterielle Vermögensgegenstände | 2.955 | 15 | 2.919 | 16 | 36 | 1 |
| Sachanlagen | 3.232 | 17 | 3.249 | 18 | - 17 | - 1 |
| Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien | 2.239 | 12 | 1.046 | 6 | 1.192 | 114 |
| Latente Steuern | 1.544 | 8 | 1.540 | 8 | 4 | 0 |
| Langfristig gebundenes Vermögen | 9.970 | 51 | 8.755 | 48 | 1.214 | 14 |
| Vorräte | 4.213 | 22 | 4.104 | 22 | 108 | 3 |
| Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände/Wertpapiere | 4.801 | 25 | 3.909 | 21 | 892 | 23 |
| Finanzmittel | 441 | 2 | 1.604 | 9 | - 1.162 | - 72 |
| Kurzfristig gebundenes Vermögen | 9.455 | 49 | 9.617 | 52 | - 162 | - 2 |
| 19.425 | 100 | 18.372 | 100 | 1.053 | 6 |
In den als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien ist ausschließlich der Büroneubau Kurt-Schumacher-Straße 22 enthalten. Mietbeginn durch einen alleinigen Mieter war der 1. Juni 2011.
Der Anstieg des Vorratsvermögens stammt im Wesentlichen aus dem Geschäftsbereich der FORATIS für Anteile an zum Verkauf bestimmten Gesellschaften. Gegenläufig hat sich hier ein Rückgang bei den geleisteten Anzahlungen auf Prozessfinanzierung ausgewirkt.
Die Nettoforderungen aus Lieferungen und Leistungen sind in allen Geschäftsbereichen mit Ausnahme der Prozessfinanzierung rückläufig: Der deutliche Anstieg in diesem Geschäftsbereich resultiert aus den größeren im 2. Quartal 2011 abgeschlossenen Verfahren, deren Zahlungen zum 30. Juni 2011 noch ausstanden. Zum Zeitpunkt der Berichtserstattung sind bereits Zahlungseingänge von rund 500 TEURO auf diese Forderungen zu verzeichnen. Ein größeres erfolgreich beendetes Verfahren wurde trotz der Möglichkeit der Nichtzulassungsbeschwerde entsprechend der langjährigen Bilanzierungspraxis mit einem entsprechenden Abschlag bilanziert. Auf Grund der unsicheren Bonitätslage musste eine Wertberichtigung der Forderung vorgenommen werden, wobei Sicherheiten aus einer Immobilie des Anspruchsgegners entsprechend berücksichtigt wurden.
IV. Gesamtaussage zur Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage
Mit einer Eigenkapitalquote von 83,0 % (31. Dezember 2010: 82,4 %) und Finanzmitteln von 441 TEURO (31. Dezember 2010: 1.604 TEURO) verfügt der Konzern weiterhin über eine äußerst solide Finanz- und Vermögensstruktur. Die bislang im Verhältnis zu den bestehenden Immobiliensicherheiten geringe Verschuldung bietet darüber hinaus die notwendige finanzielle Flexibilität für die weitere Entwicklung. Auch unter Berücksichtigung des bislang nicht ausgenutzten Finanzierungspotentials sind nach derzeitiger Kenntnis sämtliche eingegangenen Zahlungsverpflichtungen jederzeit erfüllbar.
3. Vergütungsbericht
Die Vergütung der Vorstandsmitglieder wird vom Aufsichtsrat festgelegt und regelmäßig überprüft. Das bestehende Vergütungssystem gewährleistet eine der Tätigkeit und Verantwortung angemessene Vergütung der Vorstandmitglieder. Neben der persönlichen Leistung finden dabei auch die wirtschaftliche Lage, der Erfolg und die Zukunftsaussichten des Unternehmens Berücksichtigung.
Die Vergütung des Vorstandsmitglieds Ralf Braun setzt sich aus einer erfolgsunabhängigen fixen und einer variablen Komponente zusammen. Der fixe Gehaltsbestandteil beträgt 85 %, der variable Bestandteil 15 % der Gesamtvergütung. Der variable Anteil setzt sich aus einem ergebnisbezogenen und einem individuellen Teil zusammen. Zwischen dem Aufsichtsrats und dem Vorstandsmitglied Ralf Braun werden entsprechende Ziele vor Beginn des Geschäftsjahres vereinbart, von deren Erreichung die Höhe der Tantieme abhängig ist.
Darüber hinaus enthält die Vergütung des Vorstands Sachbezüge, nämlich Versicherungsprämien für eine angemessene Unfallversicherung, eine Directors ft Officers Versicherung und eine Direktversicherung im Rahmen der steuerlichen Regelungen.
Die Hauptversammlung der FORIS AG hat am 31. Mai 2011 von der Möglichkeit Gebrauch gemacht, die Veröffentlichungspflichten der Vorstandsbezüge für die Jahre 2011 bis 2016 auszuschließen.
Die Aufsichtsratsvergütung der FORIS AG beträgt gemäß Beschluss der Hauptversammlung vom 4. Juni 2010 insgesamt 63.000 EURO p.a., gegebenenfalls zuzüglich der gesetzlichen Umsatzsteuer. Davon entfallen 27.000 EURO auf den Vorsitzenden des Aufsichtsrats und jeweils 18.000 EURO auf die übrigen Mitglieder des Aufsichtsrats.
Aktienoptionsrechte bestehen nicht.
4. Nachtragsbericht
Bis zum Zeitpunkt der Veröffentlichung dieses Berichtes ergaben sich keine Ereignisse oder Entwicklungen von besonderer Bedeutung, die zu einer wesentlichen Änderung des Ausweises oder Wertansatzes der einzelnen Vermögenswerte und Schuldenposten zum 30. Juni 2011 geführt hätten.
5. Risikobericht
I. Internes Kontroll- und Risikomanagementsystem
Ziele
Neben der Sicherstellung der Ordnungsmäßigkeit der Finanzberichterstattung in Übereinstimmung mit den gesetzlichen Regelungen ist wesentliches Ziel des internen Kontroll- und Risikomanagementsystems die Sicherstellung des Erhalts des Unternehmens mit dem Fokus auf bestandsgefährdende Risiken sowie Risiken mit Auswirkungen auf Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage.
Grundsätzliche Systematik
Die Risiken werden systematisch und regelmäßig in den Kategorien Bereichsübergreifend, Beschaffung, Leistungserstellung, Vertrieb, Personal und EDV/IT erfasst und im Risikokatalog dokumentiert. Die Bewertung erfolgt anhand der Eintrittswahrscheinlichkeit und der Schadenshöhe.
Der Umgang mit den bestehenden Risiken wird festgelegt und entsprechende Maßnahmen zum Zwecke der Risikosteuerung eingeleitet. Zur Gewährleistung der Kontinuität und zum Zwecke der Vergleichbarkeit erfolgt die Erfassung und Ermittlung der Risiken in standardisierten Bögen. Die Dokumentation beinhaltet zur Einschätzung und Verfolgung der Entwicklung der Risiken einen Vergleich mit der jeweiligen Vorperiode.
Überwachung des internen Kontroll- und Risikomanagementsystems
Das Risikomanagementsystem ist in die regelmäßigen Kontrollprozesse des Unternehmens integriert. Die dokumentierten Ergebnisse werden in Form eines Risikoberichtes auch an den Aufsichtsrat kommuniziert, so dass dieser seiner Überwachungsfunktion bezüglich des internen Kontroll- und Risikomanagementsystems nachkommen kann.
Entsprechend der gesetzlichen Vorgaben prüft der Abschlussprüfer das Risikofrüherkennungssystem, welches integraler Bestandteil des internen Kontroll- und Risikomanagementsystems ist. Er berichtet dem Aufsichtsrat gegebenenfalls über festgestellte Schwächen im internen Kontroll- und Risikomanagementsystem.
Hinsichtlich weiterer Details der einzelnen Geschäftsbereiche verweisen wir auf die entsprechenden Ausführungen im Geschäftsbericht 2010.
II. Unternehmensspezifische Risiken
Zum Zeitpunkt der aktuellen Berichterstattung zum 1. Halbjahr 2011 bestehen nach unserer Einschätzung keinerlei Risiken, die den Fortbestand des FORIS Konzerns gefährden.
Im 1. Halbjahr 2011 sind keine wesentlichen Änderungen der Risikolage gegenüber den Ausführungen im Konzernlagebericht 2010 und im Konzernanhang zum 31. Dezember 2010 beschriebenen Risiken mit den nachfolgenden Ausnahmen aufgetreten. Insoweit verweisen wir auf die entsprechenden Ausführungen im Geschäftsbericht 2010.
FORIS Vermögensverwaltungs AG
Das Risiko der Überschreitung des Zeit- und des Kostenrahmens besteht durch die planmäßige Fertigstellung des Neubaus nicht mehr. Dagegen besteht nun ein Gewährleistungsrisiko für versteckte Mängel, die zu einem späteren Zeitpunkt auftreten können.
Informationstechnische Risiken (EDV/IT)
Durch die Umsetzung des in 2010 erarbeitenden Konzeptes mit virtualisierten Servern und redundanter Hardware konnte die Ausfallwahrscheinlichkeit der gesamten IT-Infrastruktur deutlich reduziert werden.
III. Management und Darstellung der finanzwirtschaftlichen Risiken
Das Management der finanzwirtschaftlichen Risiken der FORIS AG umfasst neben dem Kapitalstruktur- und Kreditrisikomanagement auch das Management von Liquiditäts- und Marktpreisrisiken.
Hinsichtlich weiterer Details zu den einzelnen Risiken verweisen wir auf die entsprechenden Ausführungen im Geschäftsbericht 2010 sowie im Anhang unter B.6.III.5.
6. Übernahmerelevante Angaben
Hinsichtlich der Zusammensetzung des gezeichneten Kapitals verweisen wir auf die Angaben im Anhang unter B.6.II.2.12.
Dem Vorstand sind keine Beschränkungen, die die Stimmrechte und die Übertragung von Aktien betreffen, bekannt. Auch sind dem Vorstand keine Inhaber von Aktien mit Sonderrechten, welche besondere Kontrollbefugnisse verleihen, bekannt.
Direkte und indirekte Beteiligungen am Kapital des Unternehmens betreffen ausschließlich Organmitglieder. Insoweit verweisen wir auf die Angaben im Anhang unter B.6.III.10 sowie unter B.6.III.11.
Die Satzung der FORIS AG enthält keine Ergänzungen oder dispositive Vorschriften hinsichtlich der Ernennung und Abberufung von Mitgliedern des Vorstandes, die über die gesetzlichen Vorschriften hinausgehen.
Der Vorstand ist mit Beschluss der Hauptversammlung vom 4. Juni 2010 ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats bis zum 3. Juni 2015 eigene Aktien mit einem rechnerischen Anteil von bis zu insgesamt zehn vom Hundert am Grundkapital zu erwerben. Als Zweck ist der Handel in eigenen Aktien ausgeschlossen. Der Erwerb soll der Einziehung eigener Aktien dienen. Der Gegenwert für den Erwerb dieser Aktien darf den Börsenkurs um nicht mehr als 10 % übersteigen und nicht um mehr als 10 % unterschreiten. Als maßgeblicher Börsenkurs gilt der Mittelwert der in Xetra ausgewiesenen Schlusskurse für die Aktie der Gesellschaft an der Frankfurter Wertpapierbörse während der letzten fünf Handelstage vor dem Erwerb dieser Aktien. Mit Beschluss der Hauptversammlung wurde der Vorstand ferner ermächtigt, die eigenen Aktien mit Zustimmung des Aufsichtsrates ohne weiteren Hauptversammlungsbeschluss einzuziehen. Der Aufsichtsrat ist ermächtigt, die Fassung der Satzung entsprechend dem Umfang der Kapitalherabsetzung zu ändern.
Der Vorstand der FORIS AG hat von dieser Ermächtigung am 12. April 2011 Gebrauch gemacht und beschlossen, ab dem 12. April 2011 eigene Aktien im Umfang von bis zu 10 % des Grundkapitals der FORIS AG (ISIN DE0005775803) zurückzukaufen. Der Bestand an eigenen Aktien zum 30. Juni 2011 beträgt 9.883 Stück.
Die Hauptversammlung 2006 hat den Vorstand ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital um bis zu 2.930.000 EURO durch ein- oder mehrmalige Ausgabe neuer Aktien gegen Bar- und / oder Sacheinlagen für die Dauer von fünf Jahren ab Eintragung der Ermächtigung in das Handelsregister zu erhöhen. Die Eintragung in das Handelsregister erfolgte am 21. Juni 2006 und somit endete die Ermächtigung des Vorstandes zur Erhöhung des Grundkapitals am 20. Juni 2011. Bis zu diesem Zeitpunkt hat der Vorstand von dieser Ermächtigung keinen Gebrauch gemacht.
Die FORIS AG hat mit ihren Tochtergesellschaften keine Vereinbarungen getroffen, die bei einem Kontrollwechsel im Falle eines Übernahmeangebotes wirksam werden, sich ändern oder enden.
Es wurden keine Entschädigungsvereinbarungen der FORIS AG mit den Mitgliedern des Vorstandes oder den Arbeitnehmern für den Fall eines Übernahmeangebotes getroffen.
7. Mitarbeiter
Unsere hochqualifizierten und engagierten Mitarbeiter sind das wichtigste Kapital unseres Unternehmens. Wir leben eine offene Kommunikation in allen Bereichen und auf allen Ebenen, denn wir sind uns bewusst, dass nur gut informierte Mitarbeiter engagierte Mitarbeiter sind.
Mit unserer Personalentwicklung unterstützen wir die Umsetzung der Unternehmensstrategie. Die zentralen Ziele unserer Personalpolitik sind: Qualifizierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gewinnen und halten, sie leistungsorientiert bezahlen, durch Weiterbildungs- und Entwicklungsmaßnahmen fördern und ein Arbeitsumfeld schaffen, welches sie motiviert und leistungsstark macht.
Wir unterstützen unsere Beschäftigten dabei, berufliches Engagement und Familienleben zu vereinbaren und sind Mitglied im Netzwerk „Erfolgsfaktor Familie".
8. Voraussichtliche Entwicklung des Konzerns unter Berücksichtigung der wesentlichen Chancen und Risiken
Ausgehend von den aktuellen Prognosen und Konjunkturindikatoren wird in 2011 für Deutschland mit einer wenn auch langsameren Erholung und Stabilisierung der Konjunktur gerechnet. Die Verschuldungsprobleme einzelner Länder im Euroraum und in den Vereinigten Staaten von Amerika können die Wachstumsdynamik weiter dämpfen und die Verunsicherung der Finanzmärkte gegebenenfalls verstärken. Steigende Bruttolöhne und Verbraucherpreise sind mögliche Treiber für bereits jetzt erkennbare Inflationstendenzen, wobei ein breit angelegter Inflationsdruck in der Eurozone derzeit nicht erkennbar ist. Allerdings liegt die jährliche Inflationsrate der Europäischen Union im Juni 2011 bei 3,1 % gegenüber 1,9 % im Jahr zuvor. Die europäische Zentralbank hat mit einer Erhöhung des Leitzinses von 1,00 % auf 1,25 % am 7. April und von 1,25 % auf 1,50 % am 7. Juli 2011 auf die Teuerungstendenzen reagiert. Eine über das Jahr 2011 hinausgehende Einschätzung der konjunkturellen Entwicklung halten wir weiterhin für nicht sachgerecht.
FORIS Prozessfinanzierung
Die Marktentwicklung für die Prozessfinanzierung bleibt nach unserer Einschätzung und Erfahrung weitgehend konjunkturunabhängig. Zur Steigerung der Wahrnehmung der Aktivitäten der FORIS im Markt sowohl bei den Anwälten als auch den Anspruchinhabern werden wir unseren generellen Ansatz der persönlichen Ansprache weiter konsequent verfolgen und unser Netzwerk weiter ausbauen. Im 3. Quartal 2011 werden wir die Überarbeitung des Internetauftrittes der Prozessfinanzierung abschließen. Der andauernde Verbesserungsprozess bei den internen Abläufen wird sich neben der rechtlichen Einschätzung auf die Prüfung der Bonität des Anspruchsgegners fokussieren. Dabei werden die Erfahrungen aus mittlerweile 13 Jahren Prozessfinanzierung und eine detaillierte Analyse auf Einzelfallebene wertvolle Erkenntnisse liefern, die wir weiter nutzen werden. Der wirtschaftliche Erfolg mit Blick auf die kommenden ein oder zwei Jahre ist jedoch auch auf Grund der Langfristigkeit der Verfahren nur schwer prognostizierbar und weiter als volatil einzuschätzen. Er hängt neben dem rechtlichen Ausgang des finanzierten Gerichtsverfahrens von der wirtschaftlichen Durchsetzbarkeit der titulierten Forderung ab. Wie im 1. Halbjahr 2011 zu beobachten war, hat ein erfolgreicher Abschluss eines einzelnen oder mehrer größerer Verfahren einen maßgeblichen Einfluss auf das gesamte Unternehmensergebnis. Gleiches gilt umgekehrt für ein verloren gegangenes oder wirtschaftlich nicht durchsetzbares Verfahren. Eine Hochrechnung des Ergebnisses der Prozessfinanzierung für das gesamte Geschäftsjahr 2011 auf Basis des Halbjahresergebnisses ist daher aus unserer Sicht nicht sachgerecht.
FORIS lingua
Positiv auf den Fachübersetzer FORIS lingua haben sich die verstärkten Vertriebsaktivitäten im Kernmarkt Anwalts- und Steuerberatungskanzleien ausgewirkt. Der FORATIS Außendienst, der das Produkt FORIS lingua kontinuierlich mit bewirbt, hat hier für entsprechende Impulse gesorgt. Für die zweite Jahreshälfte 2011 erwarten wir aus einer Vertriebskooperation weitere Impulse. Die begonnene Etablierung der Marke FORIS lingua im Internet wurde weiter forciert und Schritte zur laufenden Optimierung und Fokussierung des Internetauftrittes wurden im 1. Halbjahr 2011 abgeschlossen. Insgesamt erwarten wir weiterhin, dass sich der anhaltende Trend zur Internationalisierung zugunsten der FORIS lingua auswirken wird. Negative Auswirkungen könnten sich aus dem Markteintritt von Wettbewerbern ergeben, die zu Beginn über eine aggressive Preispolitik Marktanteile erobern wollen. Wir werden durch unsere Kommunikation die Qualität unserer Leistungen in den Mittelpunkt stellen, um einem möglichen Margenverlust entgegen zu wirken.
FORATIS AG
Im Mittelpunkt der kommenden beiden Jahre steht beim Verkauf von Vorratsgesellschaften durch die FORATIS AG die Stärkung der vertrieblichen Aktivitäten durch persönliche Ansprache. Um den Markt weiter nachhaltig zu bearbeiten, wurde die eigene Vertriebsmannschaft Ende 2010 weiter ausgebaut, so dass nun eine weitgehend flächendeckende persönliche Ansprache durch eigene Mitarbeiter möglich ist. Darüber hinaus wird im Rahmen einer Vertriebskooperation auch die persönliche Ansprache kleinerer Rechtsanwalts- und Steuerberatungskanzleien ermöglicht. Erste Impulse hieraus können sich erst im 2. Halbjahr 2011 ergeben. Zudem werden wir im 2. Halbjahr 2011 eine komplette Überarbeitung des Internetauftrittes abschließen. Die europäische Aktiengesellschaft (Societas Europa EA -SE) sowie weitere ausländische Rechtsträger sind neben den Klassikern GmbH, GmbH & Co. KG, AG und KG integraler Bestandteil des Produktportfolios. Auf Grund des insgesamt überschaubaren Marktes an SE-Gründungen insgesamt konnten wir im 1. Halbjahr 2011 nicht an die Verkaufserfolge des Jahres 2010 anknüpfen. Eine Prognose für die kommenden beiden Jahre bleibt hier weiterhin mit großen Unsicherheiten behaftet. Für eine deutlich positive Entwicklung im Bereich der Vorratsgesellschaften ist neben der weiteren Belebung des MftA-Marktes eine kontinuierliche persönliche Präsenz beim Kunden und eine sinnvolle Erweiterung und Verbesserung des Produktangebotes notwendig.
GO AHEAD GmbH
Die Zahl der durch die GO AHEAD betreuten Limiteds ist im 1. Halbjahr 2011 weiter zurückgegangen, bewegt sich aber in einem fünfstelligen Bereich. Die mit diesen Kunden verbundenen Serviceleistungen sind die Umsatzbasis der GO AHEAD. Der für 2011 erwartete Umsatzrückgang fällt bislang auf Grund niedrigerer Löschungszahlen jedoch geringer aus als prognostiziert. Die zu Beginn des Jahres 2011 erfolgten personellen Anpassungen werden sich ab dem 2. Halbjahr 2011 auch im Ergebnis niederschlagen. Durch die vorrangige Bearbeitung von Produkt- und Vertriebsthemen im 1. Halbjahr 2011 konnten die Umsätze pro Kunde im Vergleich zu den Vorjahren bereits signifikant erhöht werden. Die weitere Umsatz- und Ergebnisentwicklung wird jedoch vom Geschäft mit der Limited beeinflusst und ist stark von den Löschungszahlen und der allgemeinen Akzeptanz der Limited als alternative Rechtsform bei den Kapitalgesellschaften abhängig. Unter Berücksichtigung der Löschungszahlen im 1. Halbjahr 2011 gehen wir weiter von einem Umsatzrückgang in den kommenden beiden Jahren aus, der bei erfolgreicher Umsetzung der geplanten Maßnahmen allerdings geringer ausfallen sollte als in 2010.
Konzern
Mit dem Bezug durch einen alleinigen Mieter in den Büroneubau haben wir im 1. Halbjahr 2011 eine große Investition abgeschlossen. In den Jahren 2011 und 2012 werden wir uns auf den zukunftsgerichteten Ausbau unserer IT-Infrastruktur fokussieren. Erste Investitionen hierein sind im 1. Halbjahr 2011 bereits erfolgt und ermöglichen nun eine höhere Ausfallsicherheit und Wartbarkeit der für unsere Abläufe immer mehr an Bedeutung gewinnenden IT-Infrastruktur.
Unter der Annahme einer sich weiter fortsetzenden Konjunkturerholung und stabiler politischer und rechtlicher Rahmenbedingungen gehen wir sowohl für das Geschäftsjahr 2011 als auch für 2012 im Vergleich zu 2010 von einer deutlichen Ergebnisverbesserung und insgesamt positiven Jahresergebnissen aus. Eine Quantifizierung der zukünftigen Entwicklung der Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage des Konzerns für einen Zeitraum bis 2012 erscheint uns insbesondere auf Grund der hohen Ergebnisvolatilität des Bereiches Prozessfinanzierung und den unsicheren konjunkturellen Entwicklungen weiterhin als nicht sachgerecht.
Wir weisen an dieser Stelle darauf hin, dass die zukunftsbezogenen Aussagen über erwartete Entwicklungen in diesem Halbjahresfinanzbericht auf aktuellen Einschätzungen der FORIS AG beruhen und naturgemäß mit Risiken und Unsicherheiten behaftet sind. Die tatsächlichen Ergebnisse können von den hier formulierten Aussagen abweichen. Die FORIS AG übernimmt keine Verpflichtung und beabsichtigt nicht, solche Aussagen angesichts neuer Informationen oder künftiger Ereignisse zu aktualisieren.
Bonn, 9. August 2011
FORIS AG
Ralf Braun
Vorstand
B. KONZERNZWISCHENABSCHLUSS DER FORIS AG (IFRS)
1. Anlage 1: Bilanz zum 30. Juni 2011
Aktiva
| Anhang | 30.06.2011 | 31.12.2010 | |||
|---|---|---|---|---|---|
| EURO | EURO | EURO | EURO | ||
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| ANLAGEVERMÖGEN / LANGFRISTIGES VERMÖGEN | |||||
| Immaterielle Vermögensgegenstände | I.7.3, II.2.1 | 2.954.977,81 | 2.919.193,00 | ||
| Sachanlagen | I.7.3, II.2.2 | 3.231.805,73 | 3.249.222,83 | ||
| Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien | I.7.4, II.2.3 | 2.238.718,05 | 1.046.382,89 | ||
| Latente Steuern | I.7.5, II.2.4 | 1.544.050,00 | 9.969.551,59 | 1.540.471,00 | 8.755.269,72 |
| UMLAUFVERMÖGEN / KURZFRISTIGES VERMÖGEN | |||||
| Vorräte | I.7.6, II.2.5 | 4.212.628,30 | 4.104.266,94 | ||
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | I.7.7, II.2.6 | 4.030.022,84 | 2.751.534,63 | ||
| Sonstige finanzielle Vermögenswerte | I.7.8, II.2.7 | 737.177,39 | 782.547,24 | ||
| Steuerforderungen | I.7.9, II.2.8 | 2.584,89 | 369.710,93 | ||
| Sonstige nichtfinanzielle Vermögenswerte | I.7.10, II.2.9 | 31.436,11 | 5.245,99 | ||
| Finanzmittel | I.7.11, II.2.10 | 441.403,78 | 9.455.253,31 | 1.603.588,98 | 9.616.894,71 |
| SUMME VERMÖGENSWERTE | 19.424.804,90 | 18.372.164,43 | |||
| Passiva | |||||
| Anhang | 30.06.2011 | 31.12.2010 | |||
| EURO | EURO | EURO | EURO | ||
| EIGENKAPITAL | |||||
| Eingezahltes Kapital und Rücklagen | II.2.11 | 16.124.258,97 | 15.147.261,54 | ||
| LANGFRISTIGE SCHULDEN | |||||
| Langfristige finanzielle Verbindlichkeiten | I.7.12, II.2.12 | 430.000,00 | 0,00 | ||
| KURZFRISTIGE SCHULDEN | |||||
| Kurzfristige Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten | I.7.12, II.2.13 | 227.281,01 | 165.248,75 | ||
| Übrige kurzfristige finanzielle Verbindlichkeiten | I.7.12, II.2.14 | 1.424.833,00 | 1.484.856,00 | ||
| Kurzfristige Rückstellungen | I.7.13, II.2.15 | 436.233,02 | 788.354,16 | ||
| Steuerschulden | I.7.14, II.2.16 | 782.198,90 | 2.870.545,93 | 786.443,98 | 3.224.902,89 |
| SUMME EIGENKAPITAL UND SCHULDEN | 19.424.804,90 | 18.372.164,43 |
2. Anlage 2: Gewinn- und Verlustrechnung und Gesamtergebnisrechnung vom 01. Januar bis 30. Juni 2011
Gewinn- und Verlustrechnung
| Anhang (B.6) | 01.01.-30.06.2011 EURO |
01.01.-30.06.2010 EURO |
|
|---|---|---|---|
| Umsatzerlöse | II.1.1 | 8.591.608,85 | 8.826.847,30 |
| Sonstige betriebliche Erträge | II.1.2 | 221.184,36 | 2.293.857,03 |
| Materialaufwand | II.1.3 | - 4.784.773,94 | - 5.691.676,76 |
| Personalaufwand | II.1.4 | - 1.034.962,55 | - 1.620.200,89 |
| Abschreibungen | II.1.5 | - 62.694,82 | - 97.827,93 |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | II.1.6 | - 1.876.376,06 | - 5.210.685,25 |
| Operatives Ergebnis | 1.053.985,84 | - 1.499.686,50 | |
| Übrige Finanzerträge | II.1.7 | 21.581,56 | 3.723,96 |
| Übrige Finanzaufwendungen | II.1.8 | - 42.433,44 | - 304.973,21 |
| Ergebnis vor sonstige Steuern | 1.033.133,96 | - 1.800.935,75 | |
| Sonstige Steuern | II.1.9 | - 5.285,64 | - 5.285,67 |
| Ergebnis vor Ertragsteuern | 1.027.848,32 | - 1.806.221,42 | |
| Ertragsteuern | II.1.10 | - 33.743,00 | 145.350,00 |
| Periodenergebnis | 994.105,32 | - 1.660.871,42 | |
| Periodenergebnis den Eigenkapitalgebern zurechenbar | 994.105,32 | - 1.660.871,42 | |
| Unverwässertes Ergebnis je Aktie | III.12.1 | 0,17 | - 0,28 |
| Verwässertes Ergebnis je Aktie | III.12.2 | 0,17 | - 0,28 |
Gesamtergebnisrechnung
| 01.01.-30.06.2011 EURO |
01.01.-30.06.2010 EURO |
|
|---|---|---|
| Periodenergebnis | 994.105,32 | - 1.660.871,42 |
| Sonstiges Ergebnis | 0,00 | 0,00 |
| Gesamtergebnis | 994.105,32 | - 1.660.871,42 |
| Gesamtergebnis den Eigenkapitalgebern zurechenbar | 994.105,32 | - 1.660.871,42 |
3. Anlage 3: Segmentberichterstattung zum 1. Halbjahr 2011
| FORIS AG Prozessfinanzierung | FORIS lingua Fachübersetzungen | FORAHS AG Gesellschaftsverkauf & Dienstleistungen | ||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| 2011 TEURO |
2010 TEURO |
2011 TEURO |
2010 TEURO |
2011 TEURO |
2010 TEURO |
|
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Segmenterlöse (nur Umsatzerlöse) | 2.645 | 1.397 | 181 | 92 | 3.712 | 4.640 |
| Segmentergebnis | 524 | - 775 | 40 | - 37 | 41 | 10 |
| Segmentvermögen | 7.974 | 7.132 | 132 | 131 | 1.017 | 1.129 |
| Segmentschulden | 327 | 438 | 17 | 34 | 66 | 245 |
| Segmentinvestitionen | 487 | 154 | 58 | 18 | 58 | 18 |
| Segmentabschreibungen | 19 | 18 | 2 | 2 | 2 | 2 |
| Sonstige wesentliche zahlungsunwirksame Segmentaufwendungen (Zuführung Rückstellungen) | 262 | 373 | - 11 | 31 | 58 | 106 |
| Ergebnis aus Beteiligungen | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Höhe der bewerteten Beteiligungen | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| GO AHEAD GmbH Gesellschaftsverkauf & Dienstleistungen | FORIS Konzern Sonstige Segmente | FORIS Konzern Gesamt | ||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| 2011 TEURO |
2010 TEURO |
2011 TEURO |
2010 TEURO |
2011 TEURO |
2010 TEURO |
|
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Segmenterlöse (nur Umsatzerlöse) | 1.998 | 2.615 | 55 | 82 | 8.592 | 8.827 |
| Segmentergebnis | 673 | - 731 | - 284 | - 128 | 994 | - 1.661 |
| Segmentvermögen | 4.427 | 6.323 | 5.757 | 4.609 | 19.425 | 19.324 |
| Segmentschulden | 1.928 | 2.765 | 845 | 486 | 3.183 | 3.968 |
| Segmentinvestitionen | 487 | 154 | 192 | 61 | 1.281 | 405 |
| Segmentabschreibungen | 32 | 69 | 7 | 7 | 63 | 98 |
| Sonstige wesentliche zahlungsunwirksame Segmentaufwendungen (Zuführung Rückstellungen) | - 99 | 264 | - 41 | 99 | 169 | 873 |
| Ergebnis aus Beteiligungen | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Höhe der bewerteten Beteiligungen | 0 | 0 | 0 | 130 | 0 | 130 |
4. Anlage 4: Kapitalflussrechnung
| 01.01 - 30.06.2011 | 01.01. - 30.06.2010 | |||
|---|---|---|---|---|
| EURO | EURO | EURO | EURO | |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Periodenergebnis / Gesamtergebnis | 994.105,32 | - 1.660.871,42 | ||
| Abschreibungen | 62.694,82 | 97.827,93 | ||
| Zunahme / Abnahme Rückstellungen | - 352.121,14 | 274.782,00 | ||
| Zahlungsunwirksame Bildung / Auflösung Steuerlatenz | - 3.579,00 | - 145.350,40 | ||
| Gewinn- / Verlust aus Anlagenabgängen | 7.627,00 | 0,00 | ||
| Zunahme / Abnahme Anzahlungen Prozesskosten | 73.825,51 | - 423.013,40 | ||
| Zunahme / Abnahme Anteile Vorratsgesellschaften | - 182.186,87 | 171.168,00 | ||
| Zunahme / Abnahme Forderungen LuL und anderer Vermögenswerte | - 892.182,44 | 2.535.685,00 | ||
| Zunahme / Abnahme Verbindlichkeiten LuL und anderer Schulden | - 62.235,82 | - 188.893,40 | ||
| Cash Flow aus laufender Geschäftstätigkeit | - 354.052,62 | 661.334,31 | ||
| Auszahlungen / Umbuchungen für Anlagevermögen | - 1.281.074,69 | - 404.720,40 | ||
| Einzahlungen aus Abgängen Sachanlagevermögen | 50,00 | 0,00 | ||
| Zunahme / Abnahme aus zur Veräußerung bestimmter Vermögenswerte und Veräußerungsgruppen | 0,00 | 617.639,50 | ||
| Cash Flow aus Investitionstätigkeit | - 1.281.024,69 | 212.919,10 | ||
| Auszahlungen zum Erwerb eigener Anteile | - 17.107,89 | 0,00 | ||
| Einzahlungen / Tilgungen aus Kreditaufnahme Kreditinstitute | 490.000,00 | - 1.411.609,50 | ||
| Cash Flow aus Finanzierungstätigkeit | 472.892,1 1 | - 1.411.609,50 | ||
| Zahlungswirksame Veränderungen des Finanzmittelbestandes (Cash Flow) | - 1.162.185,20 | - 537.356,09 | ||
| Finanzmittel am 1.1. | 1.603.588,98 | 1.833.571,72 | ||
| Finanzmittel am 30.06. | 441.403,78 | 1.296.215,63 | ||
| Zusammensetzung des Finanzmittelbestandes am 30.06. Zahlungsmittel | 797.065,20 | 1.578.294,29 | ||
| Jederzeit fällige Bankverbindlichkeiten | - 355.661,42 | - 282.078,66 | ||
| Finanzmittel am 30.06. | 441.403,78 | 1.296.215,63 |
5. Anlage 5: Eigenkapitalveränderungsrechnung
Eigenkapitalveränderungsrechnung für den Zeitraum 1. Januar 2011 bis 30. Juni 2011
| Gezeichnetes Kapital EURO |
Kapitalrücklage EURO |
Auflösung ergebnisneutrale latente Steuern EURO |
Bilanzverlust EURO |
Summe EURO |
|
|---|---|---|---|---|---|
| Stand 1. Januar | 5.860.000,00 | 14.597.283,96 | - 27.158,00 | - 5.282.864,42 | 15.147.261,54 |
| Eigene Anteile | - 9.883,00 | - 7.224,89 | 0,00 | 0,00 | - 17.107,89 |
| Periodenergebnis / Gesamtergebnis | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 994.105,32 | 994.105,32 |
| Stand 30. Juni | 5.850.117,00 | 14.590.059,07 | - 27.158,00 | - 4.288.759,10 | 16.124.258,97 |
Eigenkapitalveränderungsrechnung für den Zeitraum 1. Januar 2010 bis 31. Dezember 2010
| Gezeichnetes Kapital EURO |
Kapitalrücklage EURO |
Auflösung ergebnisneutrale latente Steuern EURO |
Bilanzverlust EURO |
Summe EURO |
|
|---|---|---|---|---|---|
| Stand 1. Januar | 5.860.000,00 | 14.597.283,96 | - 26.075,00 | - 3.414.292,10 | 17.016.916,86 |
| - 1.083,00 | - 1.083,00 | ||||
| Periodenergebnis / Gesamtergebnis | 0,00 | 0,00 | 0,00 | - 1.868.572,32 | - 1.868.572,32 |
| Stand 31. Dezember | 5.860.000,00 | 14.597.283,96 | - 27.158,00 | - 5.282.864,42 | 15.147.261,54 |
6. Anlage 6: Anhang zum Konzernzwischenabschluss zum 30. Juni 2011
I.
Allgemeine Grundlagen sowie Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden
| I.1. | Allgemeine Angaben |
| I.2. | Erstmalige Anwendung der IFRS |
| I.3. | Übereinstimmung mit IFRS |
| I.4. | Veröffentlichte und von der EU noch nicht übernommene und noch nicht angewendete IFRS |
| I.5. | Konsolidierungskreis und -methoden |
| I.6. | Fremdwährungsumrechnung |
| I.7. | Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden |
| I.8. | Erwerbe und Veräußerungen von Gesellschaften und Geschäftsbereichen |
| I.9. | Veröffentlichung |
II.
Erläuterung der Abschlussposten
| II.1. | Erläuterung der Gewinn- und Verlustrechnung |
| II.2. | Erläuterung der Bilanz |
| II.3. | Erläuterung zur Segmentberichterstattung |
| II.4. | Erläuterung zur Kapitalflussrechnung |
III.
Sonstige Angaben
| III.1. | Ereignisse nach dem Bilanzstichtag |
| III.2. | Erfolgsunsicherheiten und Schätzungen |
| III.3. | Eventualforderungen und -verbindlichkeiten |
| III.4. | Sonstige finanzielle Verpflichtungen und Haftungsverhältnisse |
| III.5. | Risikoberichterstattung |
| III.6. | Rechtsstreitigkeiten und Schadensersatzansprüche |
| III.7. | Anzahl der Arbeitnehmer |
| III.8. | Vergütung des Vorstandes und des Aufsichtsrates |
| III.9. | Beziehungen zu nahe stehenden Personen und Unternehmen |
| III.10. | Vorstand und Aufsichtsrat |
| III.11. | Aktie |
| III.12. | Ermittlung der Ergebnisse je Aktie |
I. Allgemeine Grundlagen sowie Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden
I. 1 Allgemeine Angaben
Sitz der Gesellschaft ist die Kurt-Schumacher-Straße 18 - 20 in 53113 Bonn. Die Gesellschaft wird in Form der Aktiengesellschaft nach deutschem Recht betrieben. Geschäftszweck ist der Erwerb und die Verwaltung von Vermögenswerten aller Art, die Beteiligung an anderen Unternehmen und an einzelnen Geschäften anderer Unternehmen, die finanzielle Beteiligung an der gerichtlichen und außergerichtlichen Geltendmachung von Rechtsansprüchen Dritter sowie die Erbringung von Dienstleistungen für Angehörige rechts- und steuerberatender Berufe. Die FORIS AG ist im Handelsregister des Amtsgerichtes Bonn unter der Nummer HRB 13175 eingetragen. Sie ist Muttergesellschaft und gleichzeitig oberste Muttergesellschaft des FORIS Konzerns.
Sämtliche (Konzern-)Zwischenabschlüsse der in diesen Konzernzwischenabschluss einbezogenen Unternehmen werden entsprechend IAS 27 nach einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden aufgestellt. Der Stichtag der Einzelabschlüsse der einbezogenen Konzerngesellschaften entspricht dem Stichtag des Konzernzwischenabschlusses.
Der Konzernabschluss ist mit dem vollen Betrag in EURO dargestellt. Bei der Darstellung in Einheiten von je 1.000 (TEURO) ist er gerundet nach kaufmännischer Rechnungsmethode dargestellt. Wir weisen darauf hin, dass bei der Verwendung von gerundeten Beträgen und Prozentangaben Rundungsdifferenzen auftreten können. Der EURO stellt auch die funktionale Währung der FORIS AG dar.
I. 2 Erstmalige Anwendung der IFRS
Die Rechnungslegungsvorschriften des IFRS werden erstmalig auf den 1. Januar 2004 (IFRS - Eröffnungsbilanz) angewandt. Anpassungen der bisherigen Jahresabschlüsse nach HGB an die Vorschriften der IFRS erfolgten lediglich im Bereich der Gliederung und der Anhangsangaben. Effekte durch die Umstellung der bisherigen Rechnungslegungsstandards auf IFRS auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage und den Cash Flow sind nicht zu verzeichnen. Eine Aufstellung des Konzernjahresabschlusses nach HGB erfolgte letztmalig für das Jahr 2004.
I. 3 Übereinstimmung mit IFRS
Der Konzernabschluss wurde in Übereinstimmung mit den vom International Accounting Standards Board (IASB) herausgegebenen International Financial Reporting Standards (IFRS) einschließlich aller Interpretationen des International Financial Interpretations Committee (IFRIC), wie sie in der EU anzuwenden sind, in EURO erstellt. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist in Anlehnung an das Gesamtkostenverfahren nach dem Handelsgesetzbuch (HGB) erstellt worden. Die ergänzend anzuwendenden Regelungen des § 315a HGB wurden berücksichtigt.
I. 4 Veröffentlichte und von der EU noch nicht übernommene und noch nicht angewendete IFRS
Der im November 2009 von IASB veröffentlichte IFRS 9 „Finanzinstrumente" ist für Geschäftsjahre die am oder nach dem 1. Januar 2013 beginnend verpflichtend anzuwenden. Der Standard wurde bislang nicht von der EU übernommen, gleichwohl ist eine frühere Anwendung grundsätzlich gestattet. Die FORIS AG prüft die Auswirkungen der Änderungen auf den Konzernabschluss und hat für den Konzernzwischenabschluss zum 30. Juni 2011 auf eine vorzeitige Anwendung verzichtet.
Weitere durch das IASB während des 1. Halbjahres 2011 veröffentlichte Verlautbarungen für die folgenden Jahre haben unabhängig von ihrer Umsetzung voraussichtlich keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzernzwischenabschluss der FORIS AG.
I. 5 Konsolidierungskreis und -methoden
In den Konzernzwischenabschluss der FORIS AG wurden neben der Muttergesellschaft FORIS AG die Einzelabschlüsse der nachfolgenden Unternehmen konsolidiert:
| CPM Cashpool GmbH, Bonn * | |
| Deutsche GmbH Institut GmbH, Bonn * | |
| Deutscher Geschäftsführertag GmbH, Bonn * | |
| Firma fertig los GmbH, Bonn * | |
| FORATIS AG, Bonn | |
| FORIS Vermögensverwaltungs AG, Bonn | |
| Gewerbepark Zapfholzweg AG, Bonn * | |
| Go Ahead GmbH, Bonn | |
| Go Ahead Service Limited, Birmingham * | |
| Go Ahead Services Limited, Birmingham * | |
| haws GmbH, Bonn | |
| lavend GmbH, Bonn * | |
| On Behalf Limited, Birmingham * | |
| On Behalf Service Limited, Birmingham | |
| On Behalf Services Limited, Birmingham * | |
| SIP Planbau Projektgesellschaft für Bauen und Sanieren mbH, Bonn * |
* Die mit gekennzeichneten Gesellschaften sind nicht werbend am Markt tätig.
Die Konsolidierung erfolgte ausschließlich zu Buchwerten. Die von den Tochtergesellschaften erwirtschafteten Ergebnisse sind in der Gewinn- und Verlustrechnung erfolgswirksam ausgewiesen.
Alle maßgeblichen konzerninternen Transaktionen, Salden und Zwischenergebnisse zwischen den Konzernunternehmen wurden im Rahmen der Konsolidierung eliminiert.
Die FORIS AG hat von dem Befreiungsrecht gemäß § 264 Abs. 3 HGB zur Veröffentlichung der Einzelabschlüsse der konsolidierten Tochterunternehmen Gebrauch gemacht.
Beteiligungsübersicht
| Name, Sitz | Wert der Beteiligung lt. Bilanz | Beteiligungsquote | Bilanzielles Eigenkapital 30.06.2011 EURO |
Jahresergebnis 01.01.2011 -30.06.2011 EURO |
||
|---|---|---|---|---|---|---|
| 30.06.2011 EURO |
31.12.2010 EURO |
30.06.2011 % | 31.12.2010 % | |||
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| CPM Cash Pool GmbH, Bonn | 1 | 1 | 100,00 | 100,00 | 0 | 0 |
| Deutsche Geschäftsführertag GmbH, Bonn | 20.000 | 20.000 | 100,00 | 100,00 | 22.436 | 692 |
| Deutsche GmbH-Institut GmbH, Bonn 1) | 0 | 0 | 100,00 | 100,00 | 25.000 | 0 |
| Firma, fertig, los GmbH, Bonn 1) | 0 | 0 | 100,00 | 100,00 | 25.000 | 0 |
| FORATIS AG, Bonn | 50.000 | 50.000 | 100,00 | 100,00 | 55.000 | 0 |
| FORIS Vermögensverwaltungs AG, Bonn | 250.000 | 250.000 | 100,00 | 100,00 | 52.201 | 0 |
| Go Ahead GmbH, Bonn | 2.864.755 | 2.864.755 | 100,00 | 100,00 | 99.249 | 0 |
| Gewerbepark Zapfholzweg AG, Bonn 2) | 50.000 | 50.000 | 100,00 | 100,00 | - 332.913 | - 200.842 |
| Go Ahead Service Limited, Birmingham | 1 | 1 | 100,00 | 100,00 | 2 | 0 |
| Go Ahead Services Limited, Birmingham | 1 | 1 | 100,00 | 100,00 | - 361 | - 682 |
| haws GmbH, Bonn 1) | 0 | 0 | 100,00 | 100,00 | 25.000 | 0 |
| lavend GmbH, Bonn 1) | 0 | 0 | 100,00 | 100,00 | 25.000 | 0 |
| On Behalf Limited, Birmingham | 1 | 1 | 100,00 | 100,00 | 2 | 0 |
| On Behalf Service Limited, Birmingham | 1 | 1 | 100,00 | 100,00 | 2 | 0 |
| On Behalf Services Limited, Birmingham | 1 | 1 | 100,00 | 100,00 | 2 | 0 |
| SIP GmbH, Bonn | 15.000 | 15.000 | 100,00 | 100,00 | 15.735 | - 43 |
| 3.249.761 | 3.249.761 |
1) Es handelt sich um Tochterunternehmen der FORATIS AG. Das Stammkapital beträgt jeweils 25.000 EURO und wird von der FORATIS AG gehalten.
2) Das negative Bilanzkapital der Gewerbepark Zapfholzweg AG resultiert aus konzerninternen Zinsbelastungen.
Alle in der Beteiligungsübersicht dargestellten Unternehmen sind zu 100 % Töchter der jeweiligen Muttergesellschaft.
I. 6 Fremdwährungsumrechnung
Bestehende Fremdwährungskonten zur vereinfachten Ausführung des Zahlungsverkehrs in den jeweiligen Ländern (im Wesentlichen Großbritannien) wurden mit dem amtlichen Umrechnungskurs zum 30. Juni 2011 bewertet. Eventuell resultierende Fremdwährungsgewinne und -verluste wurden im Geschäftsjahr erfolgswirksam erfasst.
Geschäftsvorfälle in fremder Währung während des Geschäftsjahres werden zum entsprechenden Fremdwährungskurs zum Zeitpunkt des Geschäftsvorfalles umgerechnet.
I. 7 Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden
Die wesentlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden, die bei der Erstellung des vorliegenden Konzernabschlusses angewendet wurden, sind im Folgenden dargestellt. Die beschriebenen Methoden wurden stetig auf die dargestellten Berichtsperioden angewendet, sofern nichts anderes angegeben ist.
I. 7.1 Umsatzrealisierung
Die FORIS AG realisiert den Umsatz grundsätzlich dann, wenn der Kunde die Kontrolle über das Gut oder die Dienstleistung erlangt. Erlösschmälerungen werden hiervon abgezogen und getrennt erfasst. Abweichend hiervon wird der Umsatz im Bereich der Prozessfinanzierung dann realisiert, wenn das Verfahren beendet wird und das entsprechende Urteil oder ein Vergleich vorliegt.
Umsätze und Erträge werden zum beizulegenden Zeitwert der erhaltenen Gegenleistung oder Forderung bewertet und stellen Beträge für im Rahmen der normalen Geschäftstätigkeit erbrachte Leistungen - abzüglich Umsatzsteuer und Erlösschmälerungen - dar.
I. 7.2 Fremdkapitalkosten
Fremdkapitalkosten werden im Zeitpunkt ihres Anfalls aufwandswirksam erfasst und periodengerecht abgegrenzt.
I. 7.3 Immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen
Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen werden zu historischen Anschaffungskosten vermindert um planmäßige Abschreibungen (fortgeführte Anschaffungskosten) angesetzt. Hinweise, die die Bewertung zu einem niedrigeren Wert erforderlich gemacht hätten (außerplanmäßiger Abschreibungsbedarf nach IAS 36), ergaben sich nicht. Eine Neubewertung erfolgte ebenfalls nicht. Die unterstellte Nutzungsdauer beträgt zwischen zwei und vier Jahre bei den immateriellen Vermögenswerten sowie zwischen drei und zwölf Jahre für Sachanlagen. Das Bürogebäude Kurt-Schumacher-Straße 18-20 wird über 50 Jahre abgeschrieben. Selbst erstellte immaterielle Vermögenswerte sind im Konzernabschluss nicht ausgewiesen.
Die Abschreibung erfolgte sowohl nach der linearen als auch nach der degressiven Methode, wobei die für materielle Vermögenswerte bis 2003 geltende Vereinfachungsregelung des Steuerrechtes (§ 6 Abs. 2 EStG) angewandt wurde. Von der Möglichkeit der Sofortabschreibung geringwertiger Wirtschaftsgüter wurde ab dem Jahr 2010 entsprechend der steuerlichen Vorschriften Gebrauch gemacht. Für Zwecke der Darstellung im Anlagengitter wird ein fiktiver Vollabgang im Folgejahr unterstellt.
I. 7.4 Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien
Die als Finanzinvestition gehaltene Immobilie wird zu historischen Anschaffungskosten vermindert um planmäßige Abschreibungen (fortgeführte Anschaffungskosten) und Wertminderungen bilanziert. Die unterstellte Nutzungsdauer beträgt 33 Jahre. Die Abschreibung hat mit Fertigstellung im Juni 2011 begonnen.
I. 7.5 Latente Steuern
Die latenten Steuern umfassen zu erwartende Steuererstattungen aus der Nutzung von Verlustvorträgen. Aktivierter Goodwill, der nicht gleichzeitig steuerlich abzugsfähig ist, führt nicht zu latenten Steuern. Die aktiven latenten Steuern werden mit den zukünftig gültigen Steuersätzen bewertet, wobei Steuersatzänderungen grundsätzlich erst zum Zeitpunkt des effektiven Inkrafttretens der Gesetzesänderung berücksichtigt werden. Soweit die Realisierbarkeit von aktiven latenten Steuern in Zukunft nicht hinreichend wahrscheinlich erscheint, erfolgt kein Ansatz.
I.7.6 Vorräte
Vorräte sind zu dem niedrigeren Wert aus historischen Anschaffungskosten abzüglich vorgenommener Abwertungen und dem Nettoveräußerungswert zum Bilanzstichtag angesetzt. Der Nettoveräußerungswert ergibt sich aus dem erwarteten Verkaufserlös abzüglich gegebenenfalls noch anfallender Kosten. Bei den Anteilen an zum Verkauf bestimmten Gesellschaften werden neben Abwertungen auch die Einzahlungsverpflichtungen abgezogen.
I. 7.7 Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden mit den fortgeschriebenen Anschaffungskosten bilanziert. Davon in Abzug gebracht werden Einzel- und Pauschalwertberichtigungen, die entweder auf Basis der in Einzelfällen bekannten Ausfallrisiken bzw. pauschal auf Grund von Erfahrungswerten gebildet werden. Ausfallrisiken manifestieren sich in der Regel durch Zahlungsschwierigkeiten, wahrscheinliche Insolvenz oder Nichterfüllung.
In den Forderungen sind langfristig fällige Teilbeträge in Höhe von 222 TEURO enthalten. Diese wurden mit einem Zinssatz von 5,5 % p.a. abgezinst. Die Ermittlung der Bilanzansätze ergibt sich aus den Angaben im Anhang unter II.2.6.
I. 7.8 Sonstige finanzielle Vermögenswerte
Die sonstigen finanziellen Vermögenswerte sind zu amortisierten Anschaffungskosten bewertet und entsprechen im Wesentlichen dem Zeitwert. Soweit erforderlich wurden Wertberichtigungen vorgenommen. Darüber hinaus ist ein langfristiger Teilbetrag in Höhe von 561 TEURO enthalten. Dieser wurde mit einem Zinssatz von 5,5 % p.a. abgezinst.
Wertpapiere werden zum Stichtag mit dem geringeren Rückkaufswert ausgewiesen.
Zur Finanzierung des Büroneubaus zu Vermietungszwecken wurde eine langfristige Finanzierung mit einem variablen Zinssatz auf 1-Monats-EURIBOR-Basis abgeschlossen. Das Darlehen ist am 30. März 2020 endfällig und valutiert zum Abschlussstichtag mit 490 TEURO.
Zur Absicherung des Zinsrisikos wurde für den Zeitraum vom 30. September 2010 bis zum 30. März 2020 ein Zinssicherungsgeschäft über 2.000 TEURO vereinbart. Die Prämie für die Zinssicherung betrug 142 TEURO und war am 6. April 2010 fällig. Der Höchstsatz aus dem Zinssicherungsgeschäft beträgt 3,3 %. Zum 30. Juni 2011 erfolgte seitens der darlehensgebenden Bank eine Marktwertbestätigung mit 90 TEURO. Die zukünftigen Zahlungsströme wurden von der darlehensgebenden Bank auf Basis allgemein anerkannter Bewertungsmodelle (Black-Scholes, Black-Derman-Toy), der Zinsstrukturkurve und der am Markt gehandelten Volatilitäten des Bewertungsstichtages ermittelt und auf diesen abgezinst. Der sich ergebende Differenzbetrag wurde erfolgswirksam im Periodenergebnis berücksichtigt. Über dieses Geschäft hinaus wurden keine Sicherungsgeschäfte abgeschlossen.
I. 7.9 Steuerforderungen
Die Bewertung der Steuerforderungen erfolgte zum Nominalbetrag der Einbehaltungen und des voraussichtlichen Erstattungsanspruchs.
I. 7.10 Sonstige nichtfinanzielle Vermögenswerte
Es handelt sich um Vorauszahlungen, deren Gegenleistungen in zukünftigen Dienstleistungen bestehen. Die Bewertung erfolgt zum Marktwert.
I. 7.11 Finanzmittel
Die Zahlungsmittel umfassen Bargeld sowie jederzeit verfügbare Guthaben bei Kreditinstituten. In der Kapitalflussrechnung werden neben diesen Beträgen noch aus Zahlungsmitteldisposition entstandene kurzfristige Verbindlichkeiten auf Kontokorrentkonten mit einbezogen. Im Falle eines Soll-Saldos auf den Kontokorrentkonten eines Instituts wird dieser Saldo in den Verbindlichkeiten ausgewiesen.
I. 7.12 Verbindlichkeiten
Zum Bilanzstichtag wurden ausschließlich zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Verbindlichkeiten (financial liabilities at cost) passiviert. Hiervon umfasst sind sowohl die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen als auch übrige finanzielle Verbindlichkeiten.
Die Bewertung der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen erfolgt bei Entstehen der Verbindlichkeit in Höhe des beizulegenden Zeitwertes der erhaltenen Leistungen. Sie werden zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Nicht aus Leistungsbeziehungen resultierende Verbindlichkeiten werden mit Ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.
I. 7.13 Rückstellungen
Rückstellungen werden dann angesetzt, wenn gegenüber einem Dritten eine rechtliche oder faktische Verpflichtung auf Grund eines vergangenen Ereignisses besteht und eine überwiegende Wahrscheinlichkeit der Inanspruchnahme mit entsprechendem Mittelabfluss besteht. Darüber hinaus muss eine verlässliche Schätzung der Höhe der Verpflichtung möglich sein.
Der Ansatz und die Bewertung der Rückstellungen erfolgt zur bestmöglichen Schätzung des Verpflichtungsbestandes und -umfangs. Unterscheidet sich der auf Basis eines marktüblichen Zinssatzes ermittelte Barwert der Rückstellung maßgeblich vom Nominalwert, wird der Barwert der Verpflichtung angesetzt.
I.7.14 Steuerschulden
Im Zeitraum November 2010 bis Februar 2011 hat mit Unterbrechung eine Konzernbetriebsprüfung durch das Finanzamt Bonn für die Jahre 2005 bis einschließlich 2009 stattgefunden. Bei der GO AHEAD wurde der Prüfungszeitraum während der laufenden Betriebsprüfung auf die Jahre 2003 und 2004 ausgedehnt.
Mit Schreiben vom 8. Februar 2011 hat das Finanzamt im Vorfeld einer Besprechung über mögliche vorläufige Feststellungen der steuerlichen Außenprüfung informiert. Wesentliche Feststellungen, die zu einer Steuernachzahlung führen können, betreffen die steuerliche Behandlung der Erlöse und Aufwendungen im Rahmen des Verkaufes von Vorratsgesellschaften durch die FORATIS AG. Die sich aus den vorläufigen Feststellungen der Prüfung ergebenden Nachzahlungen inklusive der Zinsen wurden mit den erwarteten Werten im Konzernabschluss erfasst.
Darüber hinausgehende Steuerschulden wurden unter Berücksichtigung etwaiger Zinsen mit dem jeweiligen Festsetzungs- oder Anmeldebetrag im Konzernabschluss erfasst.
Auf Grund der Vorläufigkeit der Feststellungen kann es nach weiterer Klärung durch die Finanzverwaltung und der dann erteilten Steuerbescheide zu Abweichungen in der steuerlichen Betrachtung mit entsprechenden Auswirkungen auf die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage kommen.
I. 8 Erwerbe und Veräußerungen von Gesellschaften und Geschäftsbereichen
Im Berichtszeitraum wurden keine Gesellschaften oder Geschäftsbereiche erworben oder veräußert.
I. 9 Veröffentlichung
Der vorliegende Zwischenabschluss wurde am 9. August 2011 durch den Vorstand der Gesellschaft zur Veröffentlichung freigegeben und auf der Internetseite der Gesellschaft http://portal.foris.de/Geschaeftsbericht veröffentlicht.
II. Erläuterung der Abschlussposten
II. 1 Erläuterung der Gewinn- und Verlustrechnung
II. 1.1 Umsatzerlöse
Die Umsatzerlöse setzen sich im Wesentlichen aus Erlösen aus der Prozessfinanzierung, aus Gesellschaftsgründungen und -verkäufen / Dienstleistungen sowie den Fachübersetzungen der FORIS lingua zusammen.
| 01.01.-30.06.2011 EURO |
01.01.-30.06.2010 EURO |
|
|---|---|---|
| Umsatz Prozessfinanzierung | 2.645.495,72 | 1.397.185,33 |
| Umsatz Fachübersetzungen FORIS lingua | 180.669,23 | 92.141,35 |
| Umsatz Verkauf von Gesellschaften der FORATIS | 3.712.125,99 | 4.639.797,78 |
| Umsatz Verkauf von Gesellschaften / Dienstleistungen der GO AHEAD | 1.998.109,76 | 2.615.291,10 |
| Umsatz sonstiger Segmente im FORIS Konzern | 55.208,15 | 82.431,74 |
| 8.591.608,85 | 8.826.847,30 |
II.1.2 Sonstige betriebliche Erträge
| 01.01.-30.06.2011 EURO |
01.01.-30.06.2010 EURO |
|
|---|---|---|
| Untervermietung von Geschäftsräumen | 327,72 | 3.055,44 |
| Auflösung von Rückstellungen | 52.442,80 | 137.930,29 |
| Versicherungsentschädigungen | 13.470,90 | 109,95 |
| Erträge aus Herabsetzung Wertberichtigung | 9.269,32 | 1.912.669,82 |
| Erträge aus dem Gewinn eigener Verfahren | 1.757,23 | 2.496,66 |
| Gewinn aus der Veräußerung von Anlagevermögen | 50,00 | 149.950,97 |
| Erträge aus abgeschriebenen Forderungen | 105.690,57 | 23.652,76 |
| Provisionserträge aus Forderungseintreibung, Werbeeinnahmen sowie sonstige Erträge | 38.175,82 | 63.991,14 |
| 221.184,36 | 2.293.857,03 |
II.1.3 Materialaufwand
Die Aufwendungen für Material sind folgenden Segmenten zuzuordnen:
| 01.01.-30.06.2011 EURO |
01.01.-30.06.2010 EURO |
|
|---|---|---|
| Aufwand Prozessfinanzierung | 1.035.944,67 | 867.106,45 |
| Aufwand Fachübersetzungen FORIS lingua | 109.189,77 | 57.202,66 |
| Aufwand Verkauf von Gesellschaften der FORATIS | 3.398.332,59 | 4.272.299,09 |
| Aufwand Verkauf von Gesellschaften / Dienstleistungen der GO AHEAD | 241.044,91 | 370.214,31 |
| Aufwand sonstiger Segmente | 262,00 | 124.854,25 |
| 4.784.773,94 | 5.691.676,76 |
II. 1.4 Personalaufwand
Die Kosten für Personal setzen sich zusammen aus:
| 01.01.-30.06.2011 EURO |
01.01.-30.06.2010 EURO |
|
|---|---|---|
| Löhne und Gehälter | 897.175,08 | 1.462.031,11 |
| Soziale Abgaben | 132.046,93 | 153.244,63 |
| Weitere Kosten der Altersversorgung | 5.740,54 | 4.925,15 |
| 1.034.962,55 | 1.620.200,89 |
Die Löhne und Gehälter im 1. Halbjahr 2010 waren wesentlich durch die Zahlungen an ehemalige Organe der Gesellschaft aus dem in 2010 beendeten Verfahren beeinflusst. Auch ohne diesen Sondereffekt der Vergleichsperiode konnte durch entsprechende personelle Anpassungen der Personalaufwand reduziert werden.
II.1.5 Abschreibungen
Abschreibungen wurden vorgenommen auf:
| 01.01.-30.06.2011 EURO |
01.01.-30.06.2010 EURO |
|
|---|---|---|
| Immaterielle Vermögenswerte | 11.683,00 | 41.899,00 |
| Sachanlagen | 51.011,82 | 55.928,93 |
| 62.694,82 | 97.827,93 |
II. 1.6 Sonstige betriebliche Aufwendungen
Hierunter fallen die laufenden Kosten des Geschäftsbetriebes sowie Effekte aus Wertwertberichtigungen. Es handelt sich im Wesentlichen um:
| 01.01.-30.06.2011 EURO |
01.01.-30.06.2010 EURO |
|
|---|---|---|
| Fremdpersonalkosten und weitere Aufwendungen | 16.153,84 | 16.585,54 |
| Raumkosten | 48.965,80 | 51.549,24 |
| Versicherungen/Beiträge | 20.829,95 | 19.662,80 |
| Werbe-, Reise- und Repräsentationskosten | 267.397,14 | 482.469,84 |
| Verwaltungskosten inkl. Börsen- und Beratungskosten | 375.909,98 | 436.510,94 |
| Wertberichtigungen | 1.063.356,51 | 4.061.387,92 |
| Weitere Aufwendungen | 83.762,84 | 142.518,97 |
| 1.876.376,06 | 5.210.685,25 |
Die Wertberichtigungen betreffen mit 182 TEURO den Bereich GO AHEAD und mit 854 TEURO Forderungsabwertungen im Bereich der Prozessfinanzierung. Der hohe Wertberichtigungsbedarf bei der Prozessfinanzierung resultiert zum überwiegenden Teil aus einem im 1. Halbjahr 2011 teilweise beendeten Verfahren, welches auf Grund der Möglichkeit einer Nichtzulassungsbeschwerde sowie einer unsicheren Bonität zum derzeitigen Zeitpunkt wertberichtigt werden musste. Bei der Wertberichtigung wurden etwaige Sicherheiten aus Immobilienvermögen des Anspruchsgegners entsprechend berücksichtigt.
II. 1.7 Übrige Finanzerträge
Die Finanzerträge resultieren aus Zinsgutschriften, aus Festgeldanlagen sowie aus gewährten Darlehen.
II. 1.8 Übrige Finanzaufwendungen
| 01.01.-30.06.2011 EURO |
01.01.-30.06.2010 EURO |
|
|---|---|---|
| Bewertung Zinssicherung | 22.478,33 | 67.343,83 |
| Kurzfristige Darlehen Vorratsgesellschaften und weitere Finanzaufwendungen | 19.955,11 | 237.629,38 |
Aus der Marktwertbetrachtung des Zinssicherungsgeschäftes für das mit dem Neubau in Verbindung stehende Darlehen ergibt sich zum 30. Juni 2011 ein Abwertungsbedarf von 22 TEURO.
Die verbleibende Position beinhaltet die Zinsaufwendungen aus der Inanspruchnahme kurzfristiger Darlehen, insbesondere zur Gründung von Vorratsgesellschaften, sowie Zinsen aus dem Darlehen zur Finanzierung der selbstgenutzten Immobilie bis zum Zeitpunkt der Tilgung. Im Vorjahresvergleichszeitraum war in dieser Position der Abzinsungseffekt einer langfristigen Forderung aus einem Grundstücksverkauf enthalten.
II. 1.9 Sonstige Steuern
Es handelt sich um Grundsteuern für das betrieblich genutzte Grundstück.
II. 1.10 Ertragsteuern
| 01.01.-30.06.2011 EURO |
01.01.-30.06.2010 EURO |
|
|---|---|---|
| Veränderung latente Steuern | - 3.579,00 | - 145.350,00 |
| Körperschaftsteuer | 18.611,00 | 0,00 |
| Gewerbeertragsteuer | 18.711,00 | 0,00 |
| 33.743,00 | - 145.350,00 |
In der Vorjahresperiode wurden die passiven latenten Steuern von 145 TEUR ertragswirksam aufgelöst, da sich der der Bildung zugrunde liegende Sachverhalt der Inanspruchnahme aus dem zum 31. Dezember 2009 noch schwebenden Verfahren gegenüber ehemaligen Organen in 2010 materialisiert hatte.
Körperschaft- und Gewerbeertragsteueraufwendungen ergeben sich aus der Steuerberechnung 2011 basierend auf der Hochrechnung der Ergebnisse unter Berücksichtigung von Verlustvorträgen sowie steuerlichen Hinzurechnungen und Kürzungen.
II. 2 Erläuterung der Bilanz
Hinsichtlich der Bewertungsmethoden der einzelnen Positionen verweisen wir insbesondere auf die Angaben im Anhang unter I.7 ff.
II. 2.1 Immaterielle Vermögensgegenstände
Diese Position ist wesentlich beeinflusst durch den erworbenen Firmenwert GO AHEAD. Neben den festen Anschaffungskosten wurden darüber hinaus variable werterhöhende Bestandteile vereinbart.
Darüber hinaus ist in dieser Position die für den Geschäftsbetrieb erforderliche Software enthalten. Für die Weiterentwicklung der Software im Bereich GO AHEAD wurden entsprechende Ausgaben getätigt.
Selbst entwickelte Software wird nicht ausgewiesen.
II. 2.2 Sachanlagen
In der Position sind folgende wesentliche Vermögenswerte enthalten:
| 30.06.2011 EURO |
31.12.2010 EURO |
|
|---|---|---|
| Gebäude, Grund und Boden | 3.110.250,83 | 3.133.926,83 |
| Betriebs- und Geschäftsausstattung | 120.519,15 | 115.296,00 |
| 3.230.769,98 | 3.249.222,83 |
Bei der Immobilie handelt es sich um die im Eigentum befindlichen Geschäftsräume. Der Grundbesitz ist zum 30. Juni 2011 unbelastet.
Für anstehende Finanzierungen werden zugunsten der darlehensgebenden Bank Grundschulden von insgesamt 3.000.000 EURO eingeräumt, die im Grundbuch eingetragen sind.
Die Betriebs- und Geschäftsausstattung besteht im Wesentlichen aus selbst genutzter Büroeinrichtung.
II. 2.3 Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien
Hierbei handelt es sich um den Büroneubau auf eigenem Grundstück in der Kurt-Schumacher-Straße 22. Das Objekt wird seit Juni 2011 vollständig an einen Dritten vermietet.
Für anstehende Finanzierungen werden zugunsten der darlehensgebenden Bank Grundschulden von insgesamt 3.000.000 EURO eingeräumt, die im Grundbuch eingetragen sind. Zum 1. Juni 2011 wurde diese Immobile mit 490 TEURO belastet.
Anlagengitter
| Bezeichnung | Anschaffungs- und Herstellungskosten | ||||
|---|---|---|---|---|---|
| 01.01.2011 EURO |
Zugang EURO |
Abgang EURO |
Umbuchung EURO |
30.06.2011 EURO |
|
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Immaterielle Vermögenswerte | |||||
| Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten | 517.054,93 | 47.492,81 | 56.735,20 | 0,00 | 507.812,54 |
| Geschäfts- / Firmenwert | 2.864.760,00 | 0,00 | 0,00 | 2.864.760,00 | |
| Geleistete Anzahlungen | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 |
| 3.381.814,93 | 47.492,81 | 56.735,20 | 0,00 | 3.372.572,54 | |
| Sachanlagen | |||||
| Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken | 3.602.543,73 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 3.602.543,73 |
| Außenanlagen | 0,00 | 1.043,75 | 0,00 | 0,00 | 1.043,75 |
| Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 750.784,76 | 34.590,97 | 286.375,15 | 0,00 | 499.000,58 |
| 4.353.328,49 | 35.634,72 | 286.375,15 | 0,00 | 4.102.588,06 | |
| Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien | |||||
| Anlagen in Bau | 1.046.382,89 | 1.197.947,16 | 0,00 | - 2.244.330,05 | 0,00 |
| Bauten | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 2.244.330,05 | 2.244.330,05 |
| 1.046.382,89 | 1.197.947,16 | 0,00 | 0,00 | 2.244.330,05 | |
| Summe | 8.781.526,31 | 1.281.074,69 | 343.110,35 | 0,00 | 9.719.490,65 |
| Bezeichnung | Kumulierte Abschreibungen | ||||
|---|---|---|---|---|---|
| 01.01.2011 EURO |
Zugang EURO |
Abgang EURO |
Umbuchung EURO |
30.06.2011 EURO |
|
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Immaterielle Vermögenswerte | |||||
| Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten | 462.621,92 | 11.683,00 | 56.710,20 | 0,00 | 417.594,72 |
| Geschäfts- / Firmenwert | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 |
| Geleistete Anzahlungen | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 |
| 462.621,92 | 11.683,00 | 56.710,20 | 0,00 | 417.594,72 | |
| Sachanlagen | |||||
| Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken | 468.616,90 | 23.676,00 | 0,00 | 0,00 | 492.292,90 |
| Außenanlagen | 0,00 | 8,00 | 0,00 | 0,00 | 8,00 |
| Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 635.488,76 | 21.715,82 | 278.723,15 | 0,00 | 378.481,43 |
| 1.104.105,66 | 45.399,82 | 278.723,15 | 0,00 | 870.782,33 | |
| Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien | |||||
| Anlagen in Bau | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 |
| Bauten | 0,00 | 5.612,00 | 0,00 | 0,00 | 5.612,00 |
| 0,00 | 5.612,00 | 0,00 | 0,00 | 5.612,00 | |
| Summe | 1.566.727,58 | 62.694,82 | 335.433,35 | 0,00 | 1.293.989,05 |
| Bezeichnung | Buchwert | |
|---|---|---|
| 30.06.2011 EURO |
31.12.2010 EURO |
|
| --- | --- | --- |
| Immaterielle Vermögenswerte | ||
| Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten | 90.217,82 | 54.433,00 |
| Geschäfts- / Firmenwert | 2.864.760,00 | 2.864.760,00 |
| Geleistete Anzahlungen | 0,00 | 0,00 |
| 2.954.977,82 | 2.919.193,00 | |
| Sachanlagen | ||
| Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken | 3.110.250,83 | 3.133.926,83 |
| Außenanlagen | 1.035,75 | 0,00 |
| Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 120.519,15 | 115.296,00 |
| 3.231.805,73 | 3.249.222,83 | |
| Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien | ||
| Anlagen in Bau | 0,00 | 1.046.382,89 |
| Bauten | 2.238.718,05 | 0,00 |
| 2.238.718,05 | 1.046.382,89 | |
| Summe | 8.425.501,60 | 7.214.798,72 |
II. 2.4 Latente Steuern
Der Konzern verfügt gemäß Feststellung zum 31. Dezember 2009 über steuerlich noch nicht genutzte Verlustvorträge in Höhe von 12,0 Mio. EURO. Die sich daraus ergebenden Steuervorteile wurden gemäß IFRS in Höhe von 1.544.050,00 EURO aktiviert, soweit diese in den kommenden Jahren durch erwartete Gewinne genutzt werden können. Die Planung bezieht sich auf einen Zeitraum von bis fünf Jahren. Dabei wurden die voraussichtlichen Steuersätze von insgesamt ca. 32 % zugrunde gelegt. Danach verbleiben noch weitere nicht genutzte Verlustvorträge in Höhe von 7,2 Mio. EURO. Die Veränderung wurde erfolgswirksam unter den Ertragsteuern erfasst.
II. 2.5 Vorräte
Im Einzelnen bestehen die Vorräte aus folgenden Vermögenswerten:
| 30.06.2011 EURO |
31.12.2010 EURO |
|
|---|---|---|
| Geleistete Anzahlung auf Prozessfinanzierung | 3.619.701,88 | 3.636.970,76 |
| ./. Einzelwertberichtigungen hierauf | - 169.431,70 | - 112.875,07 |
| Vermögenswert | 3.450.270,18 | 3.524.095,69 |
| Anteile an zum Verkauf bestimmten Gesellschaften | 3.479.860,58 | 3.617.814,61 |
| ./. Einzahlungsverpflichtungen | - 2.659.026,35 | - 2.967.395,75 |
| ./. Einzelwertberichtigungen hierauf | - 58.476,11 | - 70.247,61 |
| Vermögenswert | 762.358,12 | 580.171,25 |
Die Einzelwertberichtigung auf geleistete Anzahlung auf Prozessfinanzierung wird auf Grund einer Einzelfallbetrachtung unter Berücksichtigung des jeweiligen Verfahrensstandes ermittelt.
II. 2.6 Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
Der Vermögenswert ermittelt sich wie folgt:
| 30.06.2011 EURO |
31.12.2010 EURO |
|
|---|---|---|
| Forderungen Prozessfinanzierung | 7.446.344,84 | 5.238.622,74 |
| ./. Einzelwertberichtigung hierauf | - 4.225.443,47 | - 3.406.755,91 |
| Vermögenswert Prozessfinanzierung | 3.220.901,37 | 1.831.866,83 |
| Forderungen GO AHEAD | 1.467.555,98 | 1.351.291,87 |
| ./. Pauschalwertberichtigung hierauf | - 828.966,00 | - 646.958,00 |
| Vermögenswert GO AHEAD | 638.589,98 | 704.333,87 |
| Forderungen Übrige | 184.510,81 | 223.060,93 |
| ./. Pauschalwertberichtigung hierauf | - 13.979,32 | - 7.727,00 |
| Vermögenswert Übrige | 170.531,49 | 215.333,93 |
| Forderungen Gesamt | 9.098.411,63 | 6.812.975,54 |
| ./. Einzelwertberichtigungen hierauf | - 4.225.443,47 | - 3.406.755,91 |
| ./. Pauschalwertberichtigung hierauf | - 842.945,32 | - 654.685,00 |
| Vermögenswert Gesamt | 4.030.022,84 | 2.751.534,63 |
Im Bereich der Prozessfinanzierung sind Forderungen in Höhe von 5.347 TEURO (31. Dezember 2010: 4.444 TEURO) überfällig. Den Forderungen stehen Einzelwertberichtigungen in Höhe von 4.225 TEURO (31. Dezember 2010: 3.407 TEURO) gegenüber. Die Einzelwertberichtigungen wurden in Abhängigkeit der individuellen Bonität des Schuldners ermittelt. Darüber hinaus sind in den Forderungen Prozessfinanzierung langfristig fällige Teilbeträge in Höhe von 222 TEURO enthalten. Diese Forderungen wurden mit einem Zinssatz von 5,5 % p.a. abgezinst. Insgesamt sind die Forderungen im Bereich der Prozessfinanzierung zu 57 % (31. Dezember 2010: 65 %) wertberichtigt.
Die zum 30. Juni 2011 bilanzierten Brutto-Forderungen der GO AHEAD in Höhe von 1.468 TEURO wurden entsprechend der Altersstruktur der Forderungen und der Erkenntnisse über sich im Inkassoverfahren befindlichen, bereits gelöschten und zur Löschung vorgesehenen Gesellschaften wie folgt abgewertet:
| Überfällig | Abwertung in % |
|---|---|
| - älter als 12 Monate | 98 |
| - älter als 6 Monate aber jünger als 12 Monate | 50 |
| - älter als 3 Monate aber jünger als 6 Monate | 25 |
| - Alter bis 3 Monate | 10 |
Die gesamte Wertberichtigung auf die Forderungen der GO AHEAD beträgt insgesamt 829 TEURO (31. Dezember 2010: 647 TEURO). Dies entspricht 56 % (31. Dezember 2010: 48 %) bezogen auf den Bruttoforderungsbestand.
Die übrigen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen resultieren aus den Bereichen FORATIS und FORIS lingua. Im Bereich Verkauf von Vorratsgesellschaften bei der FORATIS sind auf Grund des Geschäftsmodells im Verhältnis zum Umsatz nur geringe Forderungen und deshalb nur sehr geringe Wertberichtigungen zu erfassen. Bei FORIS lingua waren ebenfalls keine überfälligen Forderungen zu verzeichnen, so dass nur eine geringe Pauschalwertberichtigung von 1 % gebildet wurde.
II. 2.7 Sonstige finanzielle Vermögenswerte
Unter sonstigen finanziellen Vermögenswerten sind insbesondere Forderungen aus eigenen Rechtsverfahren, gewährten Darlehen sowie Wertpapiere ausgewiesen. Die Forderungen werden, soweit dies vereinbart ist, verzinst. Die gewährten Darlehen sind fällig. Die Tilgung erfolgt, soweit sie vereinbart wurde, planmäßig. Die Wertpapiere werden mit ihren Anschaffungskosten oder dem niedrigeren Zeitwert angesetzt. Zinsänderungen hat es im Berichtszeitraum nicht gegeben.
In den Vermögenswerten enthalten ist auch ein langfristiger Teilbetrag in Höhe von 561.579,00 EURO aus einem Grundstücksverkauf an die Gemeinde in Luckenwalde, der mit einem Zinssatz von 5,5 % p.a. abgezinst wurde.
Weiterer Bestandteil mit 90 TEURO ist die zu Marktwerten bilanzierte Prämie für das Zinssicherungsgeschäft im Rahmen der Finanzierung des Büroneubaus zu Vermietungszwecken.
II. 2.8 Steuerforderungen
Es handelt sich um Forderungen gegenüber dem Finanzamt Bonn aus Umsatzsteuerüberzahlungen.
II. 2.9 Sonstige nichtfinanzielle Vermögenswerte
Es handelt sich um im Geschäftsjahr geleistete Zahlungen, die nach der periodengerechten Gewinnermittlung Aufwand für das Folgejahr darstellen.
II. 2.10 Finanzmittel
Es handelt sich ausschließlich um Barkassenbestände und Bankguthaben. Hierin enthalten sind mit Guthaben verrechnete Inanspruchnahmen von Kontokorrentlinien im Bereich FORATIS.
| 30.06.2011 EURO |
31.12.2010 EURO |
|
|---|---|---|
| Guthaben bei Kreditinstituten und Barmittel | 797.065,20 | 2.138.517,98 |
| Inanspruchnahme Kontokorrent | - 355.661,42 | - 534.929,00 |
| 441.403,78 | 1.603.588,98 |
II. 2.11 Eigenkapital
Am 12. April 2011 hat der Vorstand von der Ermächtigung der Hauptversammlung zum Erwerb eigener Aktien Gebrauch gemacht und beschlossen, ab dem 12. April 2011 eigene Aktien im Umfang von bis zu 10 % des Grundkapitals (entspricht bis zu 586.000 Aktien) der FORIS AG (ISIN DE0005775803) zurückzukaufen. Der Rückkauf erfolgt über die Börse. Das Rückkaufprogramm ist bis zum 3. Juni 2015 befristet. Der Aufsichtsrat hat dem Aktienrückkauf zugestimmt. Der Bestand an eigenen Aktien zum 30. Juni 2011 beträgt 9.883 Stück.
Das Grundkapital setzt sich unverändert zum Vorjahr aus 5.860.000 auf den Inhaber lautende Stückaktien mit einem Nennwert von jeweils 1 EURO zusammen. Sämtliche Anteile sind in voller Höhe einbezahlt, gewähren die üblichen Rechte einer Aktiengesellschaft deutschen Rechts und haben einheitlich eine Stimme pro Aktie. Satzungsmäßige Beschränkungen der Rechte bestehen nicht.
Der Nennwert der zurückgekauften Aktien wird bis zu deren Einziehung als eigene Anteile vom gezeichneten Kapital offen abgesetzt. Der Differenzbetrag zu den Anschaffungskosten wird von der Kapitalrücklage abgezogen.
Die Hauptversammlung 2006 hat den Vorstand ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital um bis zu 2.930.000 EURO durch ein- oder mehrmalige Ausgabe neuer Aktien gegen Bar- und / oder Sacheinlagen für die Dauer von fünf Jahren ab Eintragung der Ermächtigung in das Handelsregister zu erhöhen. Die Eintragung in das Handelsregister erfolgte am 21. Juni 2006. Somit endete die Ermächtigung des Vorstandes zur Erhöhung des Grundkapitals am 20. Juni 2011. Der Vorstand hat von dieser Ermächtigung keinen Gebrauch gemacht.
Insbesondere vor dem Hintergrund des längerfristig angelegten Geschäftsmodells in der Prozessfinanzierung ist eine ausreichende Ausstattung des Konzerns mit Eigenkapital erforderlich. Wesentliche Kennzahl neben der absoluten Höhe des Eigenkapitals ist die Eigenkapitalquote. Diese liegt mit 83 % zum 30. Juni 2011 weiterhin deutlich über nationalen und internationalen Durchschnittswerten. Unter Beibehaltung des derzeitigen Geschäftsmodells wird eine Eigenkapitalquote von 50 % als unterste Zielgröße angesehen.
Hinsichtlich der Veränderung und der Zusammensetzung des Eigenkapitals verweisen wir auf die Eigenkapitalveränderungsrechnung unter B.5. Ergänzende Informationen zur Aktie ergeben sich aus den Ausführungen im Anhang unter III.11.
II. 2.12 Langfristige finanzielle Verbindlichkeiten
Hierin ist der langfristige Teil des zur Refinanzierung des Büroneubaus aufgenommenen Darlehens enthalten. Das Darlehen valutierte ursprünglich mit 500 TEURO und wurde bis zum 30. Juni 2011 in regelmäßigen Raten mit insgesamt 10 TEURO getilgt.
II. 2.13 Kurzfristige Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten
Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten umfassen offene Verpflichtungen aus Lieferungs- und Leistungsverkehr sowie laufende Kosten.
Der Buchwert der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen entspricht annähernd ihrem beizulegenden Zeitwert. Fremdwährungsverbindlichkeiten wurden mit dem amtlichen Umrechnungskurs zum Bilanzstichtag umgerechnet.
Alle Verbindlichkeiten sind zur Zahlung fällig.
II. 2.14 Übrige kurzfristige finanzielle Verbindlichkeiten
Die übrigen kurzfristigen finanziellen Verbindlichkeiten betreffen den kurzfristigen Teil des zur Refinanzierung des Büroneubaus aufgenommenen Darlehens sowie die passiv ausgewiesenen Erträge, die wirtschaftlich in das Folgejahr gehören. Im Einzelnen setzt sich die Position wie folgt zusammen:
| 30.06.2011 EURO |
31.12.2010 EURO |
|
|---|---|---|
| Bankverbindlichkeiten | 60.000,00 | 0,00 |
| Rechnungsabgrenzungsposten | 1.364.833,00 | 1.484.856,00 |
| 1.424.833,00 | 1.484.856,00 |
II. 2.15 Kurzfristige Rückstellungen
Die Rückstellungen setzen sich im Wesentlichen aus folgenden Positionen zusammen:
| 30.06.2011 EURO |
31.12.2010 EURO |
|
|---|---|---|
| Prozessrisiken | 184.466,88 | 387.885,50 |
| Ausstehende Rechnungen und Personalkosten | 210.020,01 | 298.766,92 |
| Abschluss- und Prüfungskosten | 29.071,40 | 50.500,00 |
| Aufsichtsratsvergütung | 6.164,73 | 39.384,74 |
| Berufsgenossenschaftsbeiträge | 6.510,00 | 11.817,00 |
| 436.233,02 | 788.354,16 |
Die Rückstellung für Prozessrisiken bildet das Risiko der Inanspruchnahme durch Dritte für finanzierte Verfahren aus dem Bereich Prozessfinanzierung ab.
In der Position Ausstehende Rechnungen und Personalkosten sind die Erfolgsvergütungen für Vorstand und Mitarbeiter sowie Beiträge zur gesetzlichen Sozialversicherung aus Vorjahren enthalten. Bei den ausstehenden Rechnungen handelt es sich um Kosten für Vorgänge des üblichen Geschäftsbetriebes vor dem Stichtag, bei denen zum Stichtag eine Rechnung noch nicht vorlag, die aber sowohl der Höhe nach als auch der Fälligkeit nach hier auszuweisen ist.
Die Abschluss- und Prüfungskosten beinhalten sowohl die Kosten für die Erstellung als auch für die Prüfung des Jahresabschlusses.
Bei den Beiträgen zur Berufsgenossenschaft handelt es sich um Pflichtbeiträge zur gesetzlichen Unfallversicherung.
Rückstellungsspiegel
| Bezeichnung | Stand 01.01.2011 EURO |
Verbrauch EURO |
Umbuchung EURO |
Auflösung EURO |
Zuführung EURO |
Stand 30.06.2011 EURO |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Sonstige Risiken Prozessfinanzierung | 387.885,50 | 190.522,03 | 0,00 | 16.101,14 | 3.204,55 | 184.466,88 |
| Sonstige und eigene Prozessrisiken | 298.766,92 | 181.417,06 | 0,00 | 35.475,86 | 128.146,01 | 210.020,01 |
| Abschluss- und Prüfungskosten | 50.500,00 | 46.367,23 | 0,00 | 261,37 | 25.200,00 | 29.071,40 |
| Aufsichtsratsvergütung | 39.384,74 | 39.384,74 | 0,00 | 0,00 | 6.164,73 | 6.164,73 |
| Berufsgenossenschaftsbeiträge | 11.817,00 | 11.212,57 | 0,00 | 604,43 | 6.510,00 | 6.510,00 |
| 788.354,16 | 468.903,63 | 0,00 | 52.442,80 | 169.225,29 | 436.233,02 |
II. 2.16 Steuerschulden
Die Steuerschulden setzen sich zusammen aus folgenden Positionen:
| 30.06.2011 EURO |
31.12.2010 EURO |
|
|---|---|---|
| Körperschaftsteuerrückstellung | 334.733,05 | 316.122,05 |
| Gewerbesteuerrückstellung | 83.644,75 | 64.933,75 |
| Steuerrückstellung aus noch laufender Außenprüfung inkl. Zinsen | 119.707,00 | 119.707,00 |
| Lohnsteuer | 25.050,87 | 158.079,47 |
| Umsatzsteuer | 91.461,52 | 0,00 |
| Körperschaftsteuerverbindlichkeit | 65.845,71 | 65.845,71 |
| Gewerbesteuerverbindlichkeit | 61.756,00 | 61.756,00 |
| 782.198,90 | 786.443,98 |
Die Erhöhung der Körperschaft- und Gewerbesteuerrückstellung resultiert aus der voraussichtlichen Steuerbelastung des Geschäftsjahres 2011.
Die steuerliche Außenprüfung ist weiterhin nicht abgeschlossen. Insoweit verweisen wir auf unsere Ausführungen im Geschäftsbericht 2010.
Bei den Verbindlichkeiten aus Umsatzsteuer handelt es sich um die verbleibende Zahllast zum Stichtag 30. Juni 2011.
Die Körperschaftsteuerverbindlichkeit resultiert aus einer Inanspruchnahme der Finanzverwaltung in Frankfurt für als Vorrat gehaltene Kapitalgesellschaften. Dieser Anspruch wird bestritten. Das entsprechende Einspruchsverfahren ist noch nicht abgeschlossen.
Die Gewerbesteuerverbindlichkeit resultiert aus noch zu leistenden Steuerzahlungen für das Jahr 2009.
II. 3 Erläuterung zur Segmentberichterstattung
Der FORIS Konzern ist in die berichtspflichtigen Segmente Prozessfinanzierung, Fachübersetzungen der FORIS lingua, Gesellschaftsverkauf und Dienstleistungen mit der FORATIS AG, Gesellschaftsverkauf und Dienstleistungen mit der GO AHEAD GmbH und sonstigen Segmente aufgeteilt. Wir verweisen auf die Segmentberichterstattung unter B.3.
Die Einteilung in die einzelnen Segmente orientiert sich im Wesentlichen an den angebotenen Dienstleistungen und Produkten sowie der Marken und Vertriebswege.
Die Segmentergebnisgröße ist das jeweilige Periodenergebnis und umfasst somit sämtliche Ertrags- und Aufwandspositionen. Auch die Ermittlung des Segmentsvermögens und der Segmentschulden umfasst grundsätzlich sämtliche Vermögensund Schuldenpositionen des Konzerns. Dasselbe gilt für die Segmentinvestitionen und -abschreibungen.
Die Zuordnung von Ertrags- und Aufwandsposten, Vermögenswerten und Schuldposten sowie die Zuordnung von Investitionen des Konzerns zu den einzelnen Segmenten erfolgt nach direkter Zuordnung, soweit dies im Einzelfall möglich war. Segmentübergreifende Aktivitäten wurden entsprechend der wirtschaftlichen Veranlassung einzelnen Segmenten zugeordnet.
II. 4 Erläuterung zur Kapitalflussrechnung
Wir verweisen auch auf die Kapitalflussrechnung unter B.4 und auf die Angaben im Anhang unter II.2.10.
Im Cash Flow aus der Geschäftstätigkeit sind Zinsen wie folgt enthalten:
| 01.01.-30.06.2011 EURO |
01.01.-30.06.2010 EURO |
|
|---|---|---|
| Zinsaufwendungen | - 42.433,44 | - 304.973,21 |
| Zinserträge | 21.581,56 | 3.723,96 |
Darüber hinaus sind im Cash Flow aus der Geschäftstätigkeit Ertragsteuern wie folgt berücksichtigt:
| 01.01.-30.06.2011 EURO |
01.01.-30.06.2010 EURO |
|
|---|---|---|
| Steueraufwendungen | - 37.322,00 | - 23.909,00 |
| Steuererträge | 3.579,00 | 169.259,00 |
Die Veränderungen der latenten Steuern sowie der Rückstellungen sind in diesen Zahlen berücksichtigt.
III. Sonstige Angaben
III. 1 Ereignisse nach dem Bilanzstichtag
Bis zum Zeitpunkt der Veröffentlichung dieses Geschäftsberichtes ergaben sich keine Ereignisse oder Entwicklungen von besonderer Bedeutung, die zu einer wesentlichen Änderung des Ausweises oder Wertansatzes der einzelnen Vermögenswerte und Schuldenposten zum 30. Juni 2011 geführt hätten.
III. 2 Erfolgsunsicherheiten und Schätzungen
Die Erfolgsunsicherheiten des Unternehmens sind, soweit solche bestehen, in diesem Abschluss in der Art berücksichtigt, dass Vermögenswerte mit dem wahrscheinlichen Erfolg der Realisierung ausgewiesen werden.
Darüber hinaus muss der Vorstand bei der Erstellung des Konzernabschlusses Schätzungen vornehmen und Annahmen treffen, welche die bilanzierten Vermögenswerte und Schulden, die Angaben im Anhang und den Ausweis von Erträgen und Aufwendungen während des Berichtszeitraumes beeinflussen. Dies betrifft im Wesentlichen die Bestimmung von Nutzungsdauern und der Werthaltigkeit des Anlagevermögens, die Einschätzung der Einbringlichkeit von Forderungen und sonstigen Vermögenswerten, die Realisierbarkeit von Steuerforderungen und die Bilanzierung und Bewertung von Rückstellungen sowie die Ergebnisschätzung im Rahmen der Ermittlung der aktiven latenten Steuern. Den Annahmen und Schätzungen liegen wiederum Prämissen zugrunde, die auf dem jeweils aktuell verfügbaren Kenntnisstand zum Zeitpunkt der Erstellung des Konzernzwischenabschlusses beruhen.
III. 3 Eventualforderungen und -verbindlichkeiten
III. 3.1 Eventualforderungen
Die FORIS AG hat gegen einen Besserungsschein und eine Zahlung aus dem bestehenden Bankguthaben die Anteile an der QSearch Partners (USA) an die anderen Gesellschafter übertragen. Der Besserungsschein sichert der FORIS AG etwaige Erlöse aus der Verwertung des Schutzrechtes bis zum 31. Dezember 2020 in Höhe von 25,01 %. Die Höhe der Eventualforderung ist abhängig von den erwarteten Erlösen in der Zukunft und kann zum derzeitigen Zeitpunkt nicht abgeschätzt werden.
In 2010 wurde erstmalig eine Forderung aus dem Grundstücksverkauf an die Stadt Luckenwalde bilanziert. Bei einer Weiterveräußerung des Grundstückes bis zum 1. September 2015 auch in Teilen durch die Stadt Luckenwalde steht der FORIS im Falle der Überschreitung vertraglich fixierter Verkaufspreise ein Anteil als zusätzlicher Kaufpreis zu. Die Höhe der Eventualforderung ist abhängig von den Verkaufspreisen in der Zukunft und kann zum derzeitigen Zeitpunkt nicht abgeschätzt werden.
Weitere Eventualforderungen sind nicht auszuweisen.
III. 3.2 Eventualverbindlichkeiten
Zum 30. Juni 2011 bestehen keine Eventualverbindlichkeiten.
III. 4 Sonstige finanzielle Verpflichtungen und Haftungsverhältnisse
Nach endgültiger Abnahme und Abrechnung der Leistungen durch den beauftragten Generalunternehmer im Rahmen des Neubaus des Bürogebäudes bestehen im 2. Halbjahr 2011 noch Zahlungsverpflichtungen von weniger als 100 TEURO.
III. 5 Risikoberichterstattung
Hinsichtlich der vollständigen Risikoberichterstattung verweisen wir entsprechend IFRS 7.B6 auf den Risikobericht des Geschäftsberichtes 2010, der Teil des geprüften Konzernlageberichtes ist. Mit Veröffentlichung des Geschäftsberichtes 2010 auf den Internetseiten unter http://portal.foris.de/Geschaeftsbericht steht der Risikobericht somit den Adressaten unter gleichen Bedingungen und zur gleichen Zeit zur Verfügung. Darüber hinaus verweisen wir auf die Ausführungen unter A.5 dieses Halbjahresfinanzberichtes, der ebenfalls auf den Internetseiten unter http://portal.foris.de/Geschaeftsbericht allen Adressaten unter gleichen Bedingungen und zur gleichen Zeit zur Verfügung steht. Nachfolgend werden ergänzend quantitative Angaben zu den Risiken dargestellt.
Kreditrisiko
Als Kreditrisiko wird das Risiko bezeichnet, welches sich auf Grund der Nichteinhaltung vertraglicher Vereinbarungen einer Vertragspartei ergibt und zu entsprechenden finanziellen Verlusten führt. Das maximale Kreditrisiko des FORIS Konzern stellt sich wie folgt dar:
| 30.06.2011 EURO |
31.12.2010 EURO |
|
|---|---|---|
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 4.030.022,84 | 2.751.534,63 |
| Sonstige finanzielle Vermögenswerte | 737.177,39 | 782.547,24 |
| Steuerforderungen | 2.584,89 | 369.710,93 |
| Zahlungsmittel | 441.403,78 | 1.603.588,98 |
| Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte und Veräußerungsgruppen | 0,00 | 0,00 |
| Summe | 5.211.188,90 | 5.507.381,78 |
Der überwiegende Teil des maximalen Kreditrisikos besteht gegenüber inländischen Schuldnern. Hinsichtlich der Altersstruktur und der Wertberichtung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen verweisen wir auf die Angaben im Anhang unter II.2.6.
Liquiditätsrisiko
Mögliche Schwierigkeiten bei der Erfüllung der finanziellen Verpflichtungen werden als Liquiditätsrisiken bezeichnet. Nachfolgend sind die finanziellen Schulden und somit das maximale Liquiditätsrisiko zusammengefasst dargestellt:
| 30.06.2011 EURO |
31.12.2010 EURO |
|
|---|---|---|
| Kurzfristige Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstige Verbindlichkeiten | 167.281,01 | 165.248,75 |
| Kurzfristige Rückstellungen | 436.233,02 | 788.354,16 |
| Kurzfristige Bankverbindlichkeiten | 60.000,00 | 0,00 |
| Steuerschulden | 782.198,90 | 786.443,98 |
| 1.445.712,93 | 1.740.046,89 |
Sämtliche finanziellen Schulden zum Stichtag 30. Juni 2011 sind innerhalb der kommenden zwölf Monate fällig.
Der langfristige Teil des ursprünglich auf 500 TEURO valutierenden Darlehens wird monatlich mit 5 TEURO getilgt und stellt in dieser Höhe ebenfalls ein Liquiditätsrisiko dar.
Darüber hinaus entstehen nach endgültiger Abnahme und Abrechnung der Leistungen durch den beauftragten Generalunternehmer im Rahmen des Neubaus des Bürogebäudes im 2. Halbjahr 2011 noch Zahlungsverpflichtungen von weniger als 100 TEURO.
Marktpreisrisiko
Das Marktpreisrisiko umfasst das Risiko, dass Bewertungen oder Zahlungsströme von Finanzinstrumenten auf Grund von geänderten Marktpreisen schwanken. Zu den Marktpreisrisiken gehören das Wechselkursrisiko, das Zinsänderungsrisiko und das sonstige Preisrisiko.
Wechselkursrisiko
Zum Stichtag 30. Juni 2011 weist die FORIS AG keine erheblichen offenen Fremdwährungspositionen aus. Somit ergeben sich für die Bewertung von Finanzinstrumenten keine wesentlichen Wechselkursrisiken. Auf eine Sensitivitätsanalyse wurde daher verzichtet.
Während des 1. Halbjahres 2011 wurden Rechnungen in ursprünglich fremder Währung - insbesondere Britisches Pfund (GBP) - beglichen. Veränderungen im Wechselkurs würden sich nicht wesentlich auf die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage auswirken. Eine Schwankung des Volumens ist nicht zu erwarten, da es sich ausschließlich um weitgehend umsatzunabhängige Kosten des Geschäftsbetriebes der GO AHEAD in Großbritannien handelt. Im Bereich der Prozessfinanzierung wurden Rechnungen in Einzelfällen in Schweizer Franken (CHF) beglichen. Da es sich um Einmaleffekte handelt, kann nicht auf zukünftige Jahre geschlossen werden und somit wurde hier auch auf eine Sensitivitätsanalyse verzichtet. Darüber hinaus wurden keine wesentlichen Rechnungen in ausländischer Währung beglichen, und dies ist auch zukünftig nicht zu erwarten.
Zinsänderungsrisiko
Derzeit unterliegt bei der FORIS AG ausschließlich die Bewertung des Sicherungsgeschäftes für den Büroneubau einem Zinsänderungsrisiko. Bei einer Bewertung zum Stichtag 30. Juni 2011 von 90 TEURO ergibt sich ein maximales Risiko in selber Höhe. Eine weitergehende Sensitivitätsanalyse wurde auf Grund der mangelnden Wesentlichkeit nicht durchgeführt. Mit Inanspruchnahme des variabel verzinsten Darlehens für den Neubau kommt es zu einem theoretischen Zinsänderungsrisiko im FORIS Konzern. Durch das Sicherungsgeschäft ist hier jedoch bereits eine entsprechende Begrenzung des Zinsänderungsrisikos über ein Volumen von 2.000 TEURO bis zum 30. März 2020 gegeben. Der Höchstsatz der Zinszahlungen unter Berücksichtigung des Zinssicherungsgeschäftes beträgt 3,3 %. Eine weitergehende Sensitivitätsanalyse wurde daher nicht durchgeführt.
Sonstige Preisrisiken
Sonstige wesentliche Preisrisiken aus Aktienkursrisiken oder Risiken aus Restwertgarantien bestehen nicht und wurden daher auch keiner Sensitivitätsanalyse unterzogen. Die FORIS unterliegt als Dienstleister im Gegensatz zu produzierenden Unternehmen einem verhältnismäßig geringen Rohstoffpreisrisiko. Dieses würde sich eher in den allgemeinen Preissteigerungen widerspiegeln. Eine quantitative Ermittlung dieses Effektes im Rahmen einer Sensitivitätsanalyse ist auf Grund der Vielzahl und der Unsicherheit der beeinflussenden Parameter auch vor dem Hintergrund der fehlenden Wesentlichkeit für den FORIS Konzern unterblieben.
III. 6 Rechtsstreitigkeiten und Schadensersatzansprüche
Über die eigentliche Prozessfinanzierung hinaus ist der FORIS Konzern an mehreren Prozessen und Verfahren beteiligt. Sämtliche Risiken aus zum Zeitpunkt der Veröffentlichung bekannten Prozessen und Verfahren sind im vorliegenden Konzernzwischenabschluss entsprechend berücksichtigt. Maßgebliche Veränderungen im Verlauf der bestehenden Verfahren und Prozesse sowie in der Zukunft eingeleitete Verfahren oder in anderer Weise geltend gemachte Ansprüche können einen maßgeblichen Einfluss auf die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage des FORIS Konzerns haben.
III. 7 Anzahl der Arbeitnehmer
| 30.06.2011 | 31.12.2010 | |
|---|---|---|
| Vorstand | 1 | 1 |
| Leitende Angestellte | 3 | 3 |
| Juristen | 5 | 5 |
| Auszubildende | 1 | 1 |
| Sonstige Angestellte | 31 | 35 |
| Mitarbeiter gesamt | 41 | 45 |
| 2011 | 2010 | |
|---|---|---|
| Durchschnittliche Zahl der Mitarbeiter für den Berichtszeitraum | 42 | 47 |
Auf Grund der personellen Anpassungen liegt die durchschnittliche Zahl der Mitarbeiter im Berichtszeitraum über der Gesamtmitarbeiterzahl am 30. Juni 2011.
III. 8 Vergütung des Vorstandes und des Aufsichtsrates
Die Hauptversammlung der FORIS AG hat am 31. Mai 2011 von der Möglichkeit Gebrauch gemacht, die Veröffentlichungspflichten der Vorstandsbezüge für die Jahre 2011 bis 2015 auszuschließen. Daher unterbleiben diese Angaben unter Verweis auf § 286 V HGB.
Darüber hinaus enthält die Vergütung des Vorstands Sachbezüge, nämlich Versicherungsprämien für eine angemessene Unfallversicherung, eine Directors & Officers Versicherung und eine Direktversicherung im Rahmen der steuerlichen Regelungen.
Die Aufsichtsratsvergütung der FORIS AG beträgt gemäß Beschluss der Hauptversammlung vom 4. Juni 2010 insgesamt 63.000 EURO p.a., gegebenenfalls zuzüglich der gesetzlichen Umsatzsteuer. Davon entfallen 27.000 EURO auf den Vorsitzenden des Aufsichtsrats und jeweils 18.000 EURO auf die übrigen Mitglieder des Aufsichtsrats.
An ehemalige Vorstandsmitglieder und ihre Hinterbliebenen wurden im 1. Halbjahr 2011 keine Zahlungen geleistet.
Im 1. Halbjahr 2011 wurden keine Vorschüsse oder Kredite an Mitglieder des Vorstandes oder Aufsichtsratmitglieder der FORIS AG gewährt.
Hinsichtlich weiterführender Informationen verweisen wir auch auf die Ausführungen im Vergütungsbericht unter A.3, der Teil des Konzernzwischenlageberichtes ist.
III. 9 Beziehungen zu nahe stehenden Personen und Unternehmen
Zu den Gesellschaften, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht beziehungsweise von denen Wertpapiere gehalten werden, bestanden über das Halten der Beteiligung hinaus keine wesentlichen Geschäftsbeziehungen. Ausnahmen sind die Weiterberechnung der Büromiete durch die FORIS Vermögensverwaltungs AG und die Weiterbelastung der Personalkosten sowie von weiteren Kosten - insbesondere für Informationstechnologie und Büroausstattung - durch die FORIS AG an verbundene Unternehmen. Diese Geschäftsbeziehungen basieren auf entsprechenden vertraglichen Regelungen und erfolgen zu marktüblichen Konditionen.
Mitglieder des Vorstandes und des Aufsichtrates können zugleich Kunden oder Auftragnehmer der FORIS AG oder einer ihrer Tochterunternehmen sein. Im 1. Halbjahr 2011 bestanden derartige Geschäftsbeziehungen nicht.
III. 10 Vorstand und Aufsichtsrat
Mitglied des Vorstands im 1. Halbjahr 2011 war:
| 30.06.2011 Anteilsbesitz | ||
|---|---|---|
| Ralf Braun, Vorstand, Rösrath | seit 1. Juli 2010 | 0,0 % |
Der Aufsichtsrat besteht aus folgenden Personen:
| 30.06.2011 Anteilsbesitz | ||
|---|---|---|
| Dr. Christian Rollmann, Rechtsanwalt, Bonn, Vorsitzender des Aufsichtsrats | seit 30. Juni 2009 | 9,4 % (davon 0,9 % zuzurechnende) |
| Oliver Schmidt, Diplom-Kaufmann, Unternehmer, Düsseldorf | seit 4. Juni 2008 | 13,9 % |
| Olaf Wilcke, Business Director International, Bonn, stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrats | seit 30. Juni 2009 | 0,0 % |
Herr Dr. Rollmann ist Vorsitzender des Aufsichtsrates der Finitum Rechtsanwalts AG, Bonn. Darüber hinaus ist Herr Dr. Rollmann Vorsitzender des Aufsichtsrates der Max and Mary AG, Frankfurt am Main. Herr Schmidt ist Aufsichtsratsvorsitzender der MARCUS SÜHLING AG, Köln, und stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender der Aktiengesellschaft TOKUGAWA, Aachen.
III. 11 Aktie
Insgesamt wurden 5.860.000 Aktien platziert. Bis zum 30. Juni 2011 wurden insgesamt 9.883 Stück im Rahmen des Aktienrückkaufs zurückerworben. Somit sind derzeit 5.850.117 Aktien ausstehend. Wir verweisen auf unsere Ausführungen unter II.2.12. Der weit überwiegende Teil der Aktien wird von Privatanlegern gehalten und gehandelt. Ausweislich der Präsenz bei der Hauptversammlung halten einzelne Aktionäre bis zu 5 % der Aktien. Ein Aktionär hält über 5 %, ein Aktionär über 10 % der Aktien.
Zur Kursberechnung wurde der Mittelwert der Transaktionen der elektronischen Handelsplattform Xetra und der Frankfurter Wertpapierbörse ermittelt.
Kennzahlen zur FORIS Aktie im Berichtszeitraum
| 2011 | 2010 | |
|---|---|---|
| Ergebnis im Berichtszeitraum je Aktie in EURO | 0,17 | - 0,32 |
| Schlusskurs1 im Berichtszeitraum in EURO | 1,71 | 1,66 |
| Aktienkurs höchst1 in EURO | 1,87 | 2,47 |
| Aktienkurs tiefst1 in EURO | 1,45 | 1,54 |
| Gesamtrendite im Berichtszeitraum1 | 3 % | - 29 % |
| Anzahl der Aktien am Stichtag 2 | 5.850.117 | 5.860.000 |
| Marktkapitalisierung am Stichtag EURO3 | 10.003.700 | 9.727.600 |
| Durchschnittlicher Tagesumsatz in Stück | 2.590 | 3.889 |
| Durchschnittlicher Tagesumsatz in EURO | 4.363 | 7.808 |
| Kurs- Gewinn-Verhältnis4 | 10,1 | - 5,2 |
1 Basis: Handel im Xetra und an der Frankfurter Wertpapierbörse
2 Unter Abzug der zur Einziehung erworbenen eigenen Anteile
3 Unter Berücksichtigung der zur Einziehung erworbenen eigenen Anteile
4 Basis: Schlusskurs 30. Juni 2011 bzw. 31. Dezember 2010


Die FORIS AG hat ihren testierten Jahresabschluss 2010 am 31. März 2011 veröffentlicht. Die Hauptversammlung fand am 31. Mai 2011 statt.
III. 12 Ermittlung der Ergebnisse je Aktie
III. 12.1 Unverwässertes Ergebnis je Aktie
Das unverwässerte Ergebnis je Aktie ermittelt sich aus dem Ergebnis der Periode im Verhältnis zur gewichteten durchschnittlichen Anzahl der während der Periode ausstehenden Aktien. Dabei wurde der gewichtete durchschnittliche Bestand der eigenen Anteile entsprechend in Abzug gebracht.
| 01.01.-30.06.2011 EURO |
01.01.-30.06.2010 EURO |
|
|---|---|---|
| Ergebnis der Periode | 994.105,32 | - 1.660.871,42 |
| Anzahl der während der Periode ausstehenden Aktien | 5.852.489 | 5.860.000 |
| EURO | EURO | |
| Unverwässertes Ergebnis je Aktie | 0,17 | - 0,28 |
III. 12.2 Verwässertes Ergebnis je Aktie
Das verwässerte Ergebnis je Aktie entspricht dem unverwässerten Ergebnis, da keine potentiellen Aktien in Stammaktien umgewandelt wurden und auch keine Vorzugsaktien ausgegeben wurden.
Bonn, 9. August 2011
FORIS AG
Ralf Braun
Vorstand
C. VERSICHERUNG DER GESETZLICHEN VERTRETER
„Ich versichere nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen für die Zwischenberichterstattung der Konzern-Zwischenabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage des Konzerns vermittelt und im Konzernzwischenlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns bis zum Ende des Geschäftsjahres 2011 beschrieben sind."
Bonn, 9. August 2011
FORIS AG
Ralf Braun
Vorstand
D. NEGATIVVERMERK GEM. § 37W ABS. 5 S. 6 WPHG
Der vorliegende Halbjahresfinanzbericht wurde weder einer vollständigen Prüfung noch einer prüferischen Durchsicht unterzogen.
Bonn, 9. August 2011
FORIS AG
Ralf Braun
Vorstand