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EVN AG Interim / Quarterly Report 2012

May 28, 2013

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Interim / Quarterly Report

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Aktionärsbrief 2012/13

  1. Halbjahr 2012/13 1. Oktober 2012 – 31. März 2013

Highlights

  • Operatives Ergebnis knapp unter Vorjahresniveau
  • Rückgang des Konzernergebnisses um 38,2 % auf 131,5 Mio. Euro durch ein negatives Finanzergebnis
  • Höherer Cash Flow aus dem Ergebnis

Bereitstellung von Reservekapazitäten für Deutschland für die kommenden drei Winterhalbjahre

Ausblick 2012/13: Konzernergebnis rund 40 % unter dem Vorjahr

Kennzahlen

2012/13
1. Halbjahr
2011/12
1. Halbjahr
+/–
in %
2012/13
2. Quartal
2011/12
2. Quartal
+/–
in %
2011/12
30.09.2012
Verkaufsentwicklung
Stromerzeugung GWh 2.032 1.871 8,6 1.108 961 15,3 3.284
Stromverkauf an Endkunden GWh 11.176 11.810 –5,4 5.773 6.221 –7,2 21.241
Gasverkauf an Endkunden GWh 5.176 5.171 0,1 2.991 2.876 4,0 6.166
Wärmeverkauf an Endkunden1) GWh 1.437 1.426 0,7 793 768 3,2 1.951
Gewinn-und-Verlust-Rechnung
Umsatzerlöse Mio. EUR 1.652,4 1.690,9 –2,3 858,4 861,2 –0,3 2.846,5
EBITDA2)3) Mio. EUR 330,2 339,3 –2,7 156,8 164,9 –5,0 474,5
EBITDA-Marge2)3) % 20,0 20,1 –0,1 18,3 19,2 –0,9 16,7
Operatives Ergebnis (EBIT)2)3) Mio. EUR 212,1 216,2 –1,9 95,8 104,8 –8,5 223,2
EBIT-Marge2)3) % 12,8 12,8 11,2 12,2 –1,0 7,8
Ergebnis vor Ertragsteuern2) Mio. EUR 194,9 281,6 –30,8 90,4 157,0 –42,4 259,7
Konzernergebnis2) Mio. EUR 131,5 212,9 –38,2 60,0 121,5 –50,6 194,9
Ergebnis je Aktie2) EUR 0,74 1,19 –37,9 0,34 0,68 –50,3 1,09
Bilanz
Bilanzsumme Mio. EUR 7.064,7 7.248,8 –2,5 7.064,7 7.248,8 –2,5 6.863,2
Eigenkapital2) Mio. EUR 3.113,5 3.331,7 –6,5 3.113,5 3.331,7 –6,5 3.013,7
Eigenkapitalquote % 44,1 46,0 –1,9 44,1 46,0 –1,9 43,9
Nettoverschuldung Mio. EUR 1.734,7 1.797,2 –3,5 1.734,7 1.797,2 –3,5 1.703,7
Gearing % 55,7 53,9 1,8 55,7 53,9 1,8 56,5
Cash Flow und Investitionen
Cash Flow aus dem Ergebnis Mio. EUR 379,1 258,5 46,7 227,5 109,1 480,3
Cash Flow
aus dem operativen Bereich
Mio. EUR 155,9 49,3 101,2 23,4 461,0
Investitionen4) Mio. EUR 124,5 119,7 4,0 50,2 43,7 14,9 308,3
Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter Ø 7.495 7.817 –4,1 7.487 7.672 –2,4 7.594

1) Der Wert zum Geschäftsjahr 2011/12 wurde angepasst.

2) Die Zahl des ersten Halbjahres 2011/12 wurde angepasst (EBITDA/EBIT +13,4 Mio. Euro; Finanzergebnis –8,3 Mio. Euro). Details siehe Berichterstattung nach IFRS, Seite 23.

3) Die Zahl des Geschäftsjahres 2011/12 wurde angepasst (EBITDA/EBIT +16,5 Mio. Euro; Finanzergebnis –16,5 Mio. Euro). Details siehe Berichterstattung nach IFRS, Seite 23.

4) In immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen

Inhalt

19
4 Konzern-Gewinn-und-Verlust-Rechnung 19
4 Gesamtergebnisrechnung 19
5 Konzern-Bilanz 20
8 Entwicklung des Konzern-Eigenkapitals 21
10 Verkürzte Konzern-Geldflussrechnung 21
3 Konzern-Zwischenabschluss
Vorwort des Vorstands 3 Konzern-Zwischenabschluss 19
Zwischenlagebericht 4 Konzern-Gewinn-und-Verlust-Rechnung 19
Wirtschaftliches und energiewirtschaftliches Umfeld 4 Gesamtergebnisrechnung 19
Geschäftsentwicklung 5 Konzern-Bilanz 20
Risikobericht 8 Entwicklung des Konzern-Eigenkapitals 21
Entwicklung der Segmente 10 Verkürzte Konzern-Geldflussrechnung 21
Segmentberichterstattung 22
Anhang zum Konzern-Zwischenabschluss 23
Erklärung des Vorstands 27
EVN Aktie 28

Vorwort

Sehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre!

Das Umfeld im europäischen Strom- und Gasmarkt hat sich im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2012/13 weiterhin als herausfordernd erwiesen. Die weitere Abschwächung der wirtschaftlichen Lage in den Kernmärkten und die höhere Einspeisung von erneuerbarer Energie sorgten für einen weiteren Rückgang der Strompreise an den Börsen. Politische Unsicherheiten vor allem in Ost- und Südosteuropa erschweren die Planbarkeit des Geschäftsverlaufs. Vor diesem Hintergrund musste die Erwartung des Konzernergebnisses angepasst werden.

Die EVN erwirtschaftete im ersten Halbjahr 2012/13 einen Umsatz von 1.652,4 Mio. Euro, was einem Rückgang um 2,3 % im Vergleich zum ersten Halbjahr 2011/12 entspricht. Das EBITDA und das EBIT lagen um 2,7 % bzw. 1,9 % knapp unter dem Vorjahr. Das Konzernergebnis sank um 38,2 % auf 131,5 Mio. Euro. Dies ist vor allem auf ein um 82,5 Mio. Euro auf –17,2 Mio. Euro vermindertes Finanzergebnis zurückzuführen, das sich im Wesentlichen aus den Beteiligungen an EconGas GmbH, WEEV Beteiligungs GmbH und Devoll Hydropower ShA ergibt.

Die negative Spanne zwischen Gasbezugs- und Verkaufspreisen und die vereinbarten Abnahmeverpflichtungen der EconGas führten zu einem bereits im ersten Quartal berichteten negativen Ergebnisbeitrag. Die WEEV Beteiligungs GmbH, in der die im Zuge der Kapitalerhöhung des Verbund im Jahr 2010 angeschafften Aktien gehalten werden, verzeichnete eine aus der Marktbewertung der Aktien resultierende Belastung in Höhe von 22,5 Mio. Euro. Die EVN AG und die Statkraft A.S. haben sich im März über den Verkauf des 50 %-Anteils der EVN an der Devoll Hydropower ShA an die Statkraft A.S. geeinigt. Der einmalige negative Ergebniseffekt vor Steuern beträgt 27,5 Mio. Euro. Demgegenüber entfällt das Erfordernis von Kapitaleinzahlungen zur Finanzierung des Projekts, was sich positiv auf die zukünftigen Cash Flows der EVN auswirken wird. Das Closing fand am 7. Mai 2013 statt.

Im Kohlekraftwerk Duisburg-Walsum sieht sich der Generalunternehmer Hitachi veranlasst, eine Prüfung der Turbine einzuleiten, da in Japan an zwei baugleichen Turbinen Schäden aufgetreten sind. Eine Verzögerung der Inbetriebsetzung lässt sich daher nicht ausschließen.

Durch die Veränderungen am Energiemarkt konnte die EVN die Möglichkeit nutzen, für weitere drei Jahre als Reservekapazität für die deutsche Bundesnetzagentur mit 785 MW pro Winterhalbjahr zur Verfügung zu stehen, um gegebenenfalls den süddeutschen Raum mit Energie zu versorgen.

In Niederösterreich wurde der Ausbau der erneuerbaren Energie im ersten Halbjahr 2012/13 mit der Umsetzung eines Windparks im Gemeindegebiet von Prellenkirchen fortgesetzt. Gemeinsam mit einem Partner werden acht Windräder mit einer Gesamtkapazität von 24 MW errichtet. Die Inbetriebnahme ist für den Winter 2013/14 geplant.

In Mazedonien wurde im Februar der Betrieb von sieben revitalisierten Kleinwasserkraftwerken, welche bis Jänner 2013 verpachtet waren, übernommen. Insgesamt verfügt die EVN in Mazedonien nun über elf Kleinwasserkraftwerke mit einer Gesamtkapazität von 48 MW. Darüber hinaus liefert das Wasserkraftwerk Ashta in Albanien, das in einem Joint Venture mit Verbund errichtet wurde, seit April 2013 im Rahmen des Konzessionsvertrags Strom an den staatlichen albanischen Energieversorger. Die Gesamtkapazität beträgt 53 MW.

Die EVN AG hat der Republik Bulgarien im März angekündigt, zum Schutz ihrer in Bulgarien getätigten Investition in die bulgarischen Netz- und Verteilgesellschaften internationale Investitionsschutzverfahren einzuleiten. Mit dieser Ankündigung begann die zwischen drei und sechs Monate andauernde Konsultations- und Verhandlungsperiode.

Für das Umweltgeschäft ist die Eröffnung einer der größten Kläranlagen Europas in Warschau zu berichten. Die Anlage entsorgt die Abwässer von 2,1 Millionen Einwohnern. Der Verlauf von Umweltprojekten in Moskau stellt sich schwierig dar. Die Baugenehmigung der Müllverbrennungsanlage wurde nach wie vor nicht erteilt.

Die berichteten Ergebniseinflüsse lassen für das laufende Geschäftsjahr 2012/13 ein Konzernergebnis in einer Größenordnung von rund 40 % unter dem Vergleichswert des Vorjahres erwarten.

Maria Enzersdorf, im Mai 2013

Dipl.-Ing. Dr. Peter Layr Mag. Stefan Szyszkowitz, MBA Dipl.-Ing. Herbert Pöttschacher Sprecher des Vorstands Mitglied des Vorstands Mitglied des Vorstands

Zwischenlagebericht

Wirtschaftliches und energiewirtschaftliches Umfeld

BIP-Wachstum % 2014f 2013f 2012 2011 2010
EU-271) 1,6 0,1 –0,3 1,6 2,1
Österreich2)3) 1,8 0,8–1,0 0,8 2,7 2,3
Bulgarien1)2)5) 1,8–2,5 0,5–1,4 0,8 1,7 0,4
Mazedonien1)5) 1,7–2,5 1,0 –0,3 3,1 1,8
Kroatien1)2)4)5) 1,0–1,5 –0,4– (–0,5) –2,0 0,0 –2,3
Albanien4)5) 3,3–4,0 2,8– 3,0 1,5–2,0 3,1 3,9

1) Quelle: "European Economic Forecast, Winter 2013", EU Kommission, Februar 2013

2) Quelle: "Prognose der Österreichischen Wirtschaft 2013–14", IHS, März 2013

3) Quelle: "Prognose für 2013 und 2014: Erholung mit anhaltender Unsicherheit", WIFO, März 2013

4) Quelle: "Strategie Österreich und CEE 2. Quartal 2013", Raiffeisen Research, März 2013

5) Quelle: "Economic Prospects for Central, East and Southeast Europe", wiiw, März 2013

Wirtschaftliches Umfeld

Seit dem ersten Quartal 2013 nahm in der Europäischen Union (EU) die Unsicherheit über den weiteren Konjunkturverlauf zu. Während die EU-Kommission am Anfang des Jahres noch von einer raschen Wirtschaftserholung ausging, wird derzeit nur eine verhaltene Konjunkturentwicklung für 2013 erwartet. Vor allem die Binnennachfrage entwickelte sich nicht wie erhofft, und die notwendigen Strukturreformen werden nur teilweise umgesetzt. Erst für 2014 wird mit einer deutlichen Belebung und einem Wirtschaftswachstum von bis zu 1,6 % gerechnet.

In Österreich wurde das Konjunkturtief jüngsten Einschätzungen zufolge zu Jahresbeginn überwunden. Nach einer Expansion der Wirschaftsleistung um 0,8 % im Jahr 2012 dürfte sich das Wirtschaftswachstum 2013 dank einer ausgewogenen Wirtschaftsstruktur auf bis zu 1,0 % belaufen und 2014 auf bis zu 1,8 %.

Für Bulgarien wird nach einem BIP-Wachstum von 0,8 % im Jahr 2012 ein leichter Anstieg der Wirtschaftsleistung um bis zu 1,4 % für 2013 und bis zu 2,5 % für 2014 prognostiziert. In Mazedonien führte 2012 unter anderem der Druck zur Budgetkonsolidierung in den Nachbarländern zu einer deutlichen Eintrübung der Wirtschaftslage und zu einem Rückgang des BIP auf –0,3 %. Für 2013 wird jedoch eine Erholung der Wirtschaftsleistung mit einem BIP-Wachstum von 1,0 % erwartet und für 2014 ein Anstieg um bis zu 2,5 %.

Kennzahlen
zum energiewirtschaftlichen Umfeld
2012/13
1. Halbjahr
2011/12
1. Halbjahr
+/–
in %
2012/13
2. Quartal
2011/12
2. Quartal
+/–
in %
Temperaturbedingter Energiebedarf1) %
Österreich 104,8 98,4 6,4 109,0 97,7 11,3
Bulgarien 90,4 111,0 –20,6 88,7 105,9 17,2
Mazedonien 94,7 120,6 –25,9 95,9 116,0 20,1
Primärenergie und CO2-Emissionszertifikate
Rohöl – Brent EUR/Barrel 84,9 85,5 –0,7 85,0 90,3 –5,8
Gas – GIMP2) EUR/MWh 30,2 28,5 6,2 29,9 27,8 7,4
Kohle – API#23) EUR/Tonne 67,7 87,1 –22,2 66,9 87,4 –23,5
CO2-Emissionszertifikate (2./3. Periode) EUR/Tonne 7,0 8,8 –21,0 6,3 7,9 –19,8
Strom – EEX Forwardmarkt4)
Grundlaststrom EUR/MWh 53,1 59,8 –11,1 52,5 60,3 –12,9
Spitzenlaststrom EUR/MWh 66,4 74,5 –10,8 65,5 75,2 –12,9
Strom – EPEX Spotmarkt5)
Grundlaststrom EUR/MWh 41,6 47,5 –12,3 41,9 45,1 –7,2
Spitzenlaststrom EUR/MWh 55,0 59,1 –6,9 54,6 56,5 –3,3

1) Berechnet nach Heizgradsummen; die Basis (100 %) entspricht in Österreich dem Durchschnittswert von 1996 bis 2010, in Bulgarien jenem von 2004 bis 2011 und

in Mazedonien jenem ab 2001; ausgewiesene Veränderung in Prozentpunkten.

2) Gasimportpreis (GIMP)

3) Notierung in ARA (Amsterdam, Rotterdam, Antwerpen)

4) Durchschnittspreise der jeweiligen Quartals-Forward-Preise, beginnend ein Jahr vor dem jeweiligen Zeitraum an der EEX (European Energy Exchange)

5) EPEX Spot – European Power Exchange

In Kroatien setzte sich 2012 die Rezession mit einem Rückgang der Wirtschaftsleistung um 2,0 % fort. Für 2013 wird trotz des für den 1. Juli 2013 geplanten EU-Beitritts Kroatiens und der damit einhergehenden Zuflüsse aus den EU-Struktur- und -Kohäsionsfonds eine weiterhin schwache Entwicklung mit einem Rückgang des BIP um bis zu 0,5 % prognostiziert. Erst für 2014 wird eine Belebung der Wirtschaftsleistung in einer Bandbreite von 1,0 % bis 1,5 % erwartet.

In Albanien wirkten sich die rückläufige Inlandsnachfrage und die Wirtschaftskrise der wichtigsten Handelspartner negativ auf die Wirtschaftsentwicklung aus. Nach einem BIP-Wachstum von 3,1 % im Jahr 2011 liegt der Vergleichswert für 2012 in einem Spektrum von 1,5 % bis 2,0 %. Die Wachstumserwartungen für 2013 und 2014 liegen zwischen 2,8 % und 4,0 %.

Energiewirtschaftliches Umfeld

Regional sehr unterschiedliche Temperaturentwicklungen prägten das erste Halbjahr 2012/13. Während die Heizgradsumme in Österreich um 6,4 Prozentpunkte über dem Vorjahreswert lag, wurde in Bulgarien und Mazedonien ein Rückgang um 20,6 bzw. 25,9 Prozentpunkte verzeichnet.

Der Durchschnittspreis für Rohöl Brent auf Eurobasis lag im ersten Halbjahr 2012/13 mit 84,9 Euro pro Barrel nahezu auf Vorjahresniveau. Die an den Ölpreis gekoppelten Gaspreise für Österreich notierten mit 30,2 Euro pro MWh um 6,2 % über dem Vergleichswert des Vorjahres. Der Preis für Kohle hingegen sank im Vergleichszeitraum um 22,2 % und erreichte ein Niveau von 67,7 Euro je Tonne. Diese Entwicklung wurde im Wesentlichen durch hohe Lagerbestände in Europa und die schwächere konjunkturelle Entwicklung in China ausgelöst. Der Rückgang bei den Preisen für CO2-Emissionszertifikate setzte sich fort und lag im ersten Halbjahr 2012/13 mit 7,0 Euro je Tonne um 21,0 % unter dem Vergleichswert. An einzelnen Handelstagen lag der Preis für CO2-Emissionszertifikate unter 4 Euro je Tonne. Im April 2013 sprach sich das Europäische Parlament gegen die Pläne zur Stützung des Marktes für CO2-Emissionszertifikate aus, was zu einem weiteren Rückgang der Preise führte.

Die für die Berichtsperiode geltenden Terminpreise für Grund- bzw. Spitzenlaststrom lagen mit 53,1 Euro pro MWh bzw. 66,4 Euro pro MWh um 11,1 % bzw. 10,8 % unter dem Vorjahr. Die Spotmarktpreise für Grund- bzw. Spitzenlaststrom weisen durch die stark schwankende Einspeisung der erneuerbaren Energieträger eine hohe Volatilität auf. Sie sanken in der Berichtsperiode insbesondere aufgrund des weiteren Kapazitätsausbaus bei Wind- und Photovoltaikanlagen in Europa um 12,3 % bzw. 6,9 % auf 41,6 Euro pro MWh bzw. 55,0 Euro pro MWh.

Geschäftsentwicklung

Gewinn-und-Verlust-Rechnung

Highlights

  • Umsatz –2,3 % auf 1.652,4 Mio. Euro
  • EBITDA –2,7 % auf 330,2 Mio. Euro
  • EBIT –1,9 % auf 212,1 Mio. Euro
  • Finanzergebnis: –17,2 Mio. Euro
  • Konzernergebnis: 131,5 Mio. Euro

Im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2012/13 erwirtschaftete die EVN einen Umsatz von 1.652,4 Mio. Euro, um 38,5 Mio. Euro bzw. 2,3 % weniger als in der Vergleichsperiode des Vorjahres. Eine positive Umsatzentwicklung im Energiegeschäft konnte einen Umsatzrückgang im Umweltgeschäft nur zum Teil kompensieren. Der Rückgang wurde durch den planmäßigen Abschluss von Projekten im Vorjahr ausgelöst. Innerhalb des Energiegeschäfts kam es zu gegenläufigen Entwicklungen. Die in 2012 erzielten Preiserhöhungen in Südosteuropa sowie der höhere Wärmeumsatz in Österreich wirkten sich positiv auf den Umsatz aus. Zugleich wurde der Umsatz jedoch durch eine geringere Gasvermarktungsmenge, Strompreissenkungen in Österreich im Vorjahr und einen Absatzrückgang im Endkundengeschäft in Südosteuropa geschmälert. Darüber hinaus waren in der Vergleichsperiode die Umsätze der zwischenzeitlich verkauften Tochtergesellschaft first facility GmbH enthalten. Der im Ausland erzielte Umsatz in Höhe von 660,8 Mio. Euro (Vorjahr: 656,4 Mio. Euro) entspricht einem Anteil am Gesamtumsatz von 40,0 % (Vorjahr: 38,8 %).

Die sonstigen betrieblichen Erträge stiegen um 16,0 Mio. Euro bzw. 48,9 % auf 48,6 Mio. Euro durch den Anstieg der Bestandsveränderung zum Stichtag aufgrund nicht abgerechneter Kundenprojekte im Segment Netzinfrastruktur Inland.

Der Aufwand für Fremdstrombezug und Energieträger erhöhte sich analog zur Umsatzentwicklung im Energiegeschäft um 10,3 Mio. Euro bzw. 1,0 % auf 991,9 Mio. Euro.

Der sonstige Materialaufwand und Fremdleistungen wurden um 33,5 Mio. Euro bzw. 19,6 % auf 137,5 Mio. Euro reduziert. Der Rückgang in dieser Position ist vor allem auf ein geringeres Volumen im internationalen Projektgeschäft zurückzuführen.

Der durchschnittliche Personalstand ging im Berichtszeitraum um 322 Mitarbeiter bzw. 4,1 % auf 7.495 Mitarbeiter zurück. Der Rückgang in Österreich um 4,9 % erklärt sich vorwiegend durch den Verkauf der Tochtergesellschaft first facility GmbH im Sommer 2012. Im Ausland führten weitere Prozess- und Organisationsoptimierungen zu einem um 3,7 % geringeren Personalstand. Der Kosteneffekt aus dem niedrigeren Personalstand konnte die kollektivvertraglichen Lohn- und Gehaltssteigerungen kompensieren, womit der Personalaufwand in Höhe von 148,2 Mio. Euro nahezu auf Vorjahresniveau lag.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen lagen insbesondere durch Rückstellungsveränderungen mit 93,2 Mio. Euro um 11,0 Mio. Euro bzw. 13,5 % über dem Vorjahr.

In Summe führten diese Entwicklungen zu einem Rückgang des EBITDA um 9,1 Mio. Euro bzw. 2,7 % auf 330,2 Mio. Euro. Die EBITDA-Marge lag mit 20,0 % nahezu auf dem Vorjahresniveau.

Der Abschreibungsaufwand fiel mit 118,2 Mio. Euro um 4,9 Mio. Euro bzw. 4,0 % geringer aus als im Vorjahr. Das Vorjahr war durch eine Wertminderung der Biomasse-Versuchsanlage am Kraftwerkstandort Dürnrohr in Höhe von 8,0 Mio. Euro belastet. Demgegenüber standen die planmäßigen Abschreibungen, die sich vor allem aufgrund der Inbetriebnahme der Cogeneration-Anlage in Plovdiv, Bulgarien, sowie der Erweiterung des heimischen Wärmegeschäfts um 5,9 Mio. Euro bzw. 5,2 % auf 118,2 Mio. Euro erhöhten.

Per Saldo lag das operative Ergebnis (EBIT) um 4,2 Mio. Euro bzw. 1,9 % mit 212,1 Mio. Euro unter dem Vorjahr. Die EBIT-Marge blieb im Vergleich zum Vorjahr unverändert bei 12,8 %.

Das Finanzergebnis sank von 65,4 Mio. Euro auf –17,2 Mio. Euro, wobei mehrere Effekte zusammenwirkten. Der im ersten Quartal 2012/13 verbuchte negative Ergebnisbeitrag der EconGas in Höhe von 20,4 Mio. Euro führte zu einer Differenz im ausgewiesenen Ergebnis gegenüber dem Vorjahr von 32,2 Mio. Euro. Des Weiteren kam es durch den Verkauf des Anteils der EVN AG an der Devoll Hydropower ShA zu einem einmaligen negativen Effekt in Höhe von 27,5 Mio. Euro. Der negative Ergebnisbeitrag der WEEV Beteiligungs GmbH in Höhe von 22,5 Mio. Euro ist auf eine marktbewertungsbedingte Wertminderung der von WEEV gehaltenen Aktien am Verbund aufgrund des signifikanten und länger anhaltenden Rückgangs des Aktienkurses unter deren Anschaffungskosten zurückzuführen.

Diese Entwicklungen führten zu einem Ergebnis vor Ertragsteuern in Höhe von 194,9 Mio. Euro, womit das Vorjahresniveau um 86,7 Mio. Euro bzw. 30,8 % unterschritten wurde. Unter Berücksichtigung des niedrigeren Ertragsteueraufwands sank das Ergebnis nach Ertragsteuern um 81,5 Mio. Euro bzw. 34,0 % auf 158,0 Mio. Euro. Das Konzernergebnis für das erste Halbjahr 2012/13 beläuft sich auf 131,5 Mio. Euro und ist damit um 81,4 Mio. Euro bzw. 38,2 % geringer als in der Vergleichsperiode.

Geldflussrechnung

Im ersten Halbjahr 2012/13 stieg der Cash Flow aus dem Ergebnis trotz eines niedrigeren Ergebnisses vor Ertragsteuern um 120,6 Mio. Euro bzw. 46,7 % auf 379,1 Mio. Euro. Zurückzuführen ist diese Entwicklung vor allem auf die Dividendenzahlung der RAG sowie die Zunahme langfristiger Rückstellungen.

Der Anstieg im Cash Flow aus dem operativen Bereich um 106,5 Mio. Euro auf 155,9 Mio. Euro fiel aufgrund des gegenüber dem Vorjahr stabilen Working Capital primär infolge der höheren Ertragsteuerzahlungen geringer aus.

Der um 8,3 Mio. Euro bzw. 6,4 % auf –136,8 Mio. Euro veränderte Cash Flow aus dem Investitionsbereich war geprägt durch Investitionen in Sachanlagen, die Kapitaleinzahlungen in At-Equity-Beteiligungen und den Aufbau von Leasingforderungen. Im Vorjahr war der Verkauf kurzfristiger Wertpapiere enthalten.

Der Cash Flow aus dem Finanzierungsbereich fiel um 53,3 Mio. Euro auf –11,1 Mio. Euro. Den im Rahmen der Emission von Schuldscheindarlehen im Oktober 2012 generierten Finanzmitteln in Höhe von 121,5 Mio. Euro standen die planmäßigen Kredittilgungen und die Ausschüttung der Dividende an die Aktionäre der EVN AG und an die Minderheitengesellschafter in Höhe von 76,7 Mio. Euro gegenüber.

In Summe resultierte daraus für das erste Halbjahr 2012/13 ein positiver Cash Flow von 8,0 Mio. Euro, womit der Stand des Fonds der liquiden Mittel auf 142,1 Mio. Euro erhöht werden konnte. Darüber hinaus verfügt die EVN über nicht gezogene Kreditlinien in Summe von 675,0 Mio. Euro.

Bilanz

Die Bilanzsumme der EVN lag per 31. März 2013 mit 7.064,7 Mio. Euro um 201,4 Mio. Euro bzw. 2,9 % über dem Wert des letzten Bilanzstichtags vom 30. September 2012.

Die langfristigen Vermögenswerte verringerten sich im ersten Halbjahr 2012/13 um 53,1 Mio. Euro bzw. 0,9 % auf 6.000,8 Mio. Euro. Ihr Anteil am Gesamtvermögen fiel von 88,2 % auf 84,9 %. Die Position der at Equity einbezogenen Unternehmen reduzierte sich um 36,8 Mio. Euro bzw. 3,5 % auf

1.011,9 Mio. Euro. Dies resultierte vorwiegend aus den Ausschüttungen der RAG sowie der ZOV und der ZOV UIP, welche insgesamt 72,3 Mio. Euro betrugen, sowie aus den laufenden Ergebnisanteilen in Höhe von –7,3 Mio. Euro. Dieser Reduktion standen Zugänge im Zusammenhang mit der Einzahlung der Eigenmittelanteile für das Kraftwerksprojekt Duisburg-Walsum in Deutschland mit 32,0 Mio. Euro gegenüber. Die übrigen Vermögenswerte gingen aufgrund der stichtagsbedingten Marktwertänderung der Sicherungsgeschäfte, die sich ebenfalls in den Veränderungen der Finanzverbindlichkeiten widerspiegelt, um 57,9 Mio. Euro bzw. 65,5 % auf 840,4 Mio. Euro zurück. Eine gegenläufige Entwicklung gab es bei den sonstigen Beteiligungen, die um 33,8 Mio. Euro bzw. 5,0 % auf 702,4 Mio. Euro anstiegen. Dies wurde vor allem durch die positive Marktwertänderung der Verbund-Beteiligung im Vergleich zum Stichtag vom 30. September 2012 verursacht.

Bei den kurzfristigen Vermögenswerten ist die Erhöhung um 254,5 Mio. Euro bzw. 31,5 % auf 1.063,9 Mio. Euro vor allem auf den saisonal bedingten Anstieg bei den Forderungen im Energiegeschäft zurückzuführen. Zudem stiegen die liquiden Mittel gegenüber dem Bilanzstichtag vom 30. September 2012 vor allem aufgrund des positiven Cash Flows um 10,8 Mio. Euro bzw. 6,6 % auf 172,9 Mio. Euro an. Der Anteil der kurzfristigen Vermögenswerte am Gesamtvermögen erhöhte sich von 11,8 % auf 15,1 %.

Das Eigenkapital wuchs gegenüber dem letzten Bilanzstichtag vom 30. September 2012 um 99,8 Mio. Euro bzw. 3,3 % auf 3.113,5 Mio. Euro. Dem im ersten Halbjahr 2012/13 erzielten Ergebnis und der erfolgsneutral erfassten Marktwertänderung der Verbund-Beteiligung stand die Ausschüttung der Dividende an die Aktionäre der EVN AG und an Minderheiten für das Geschäftsjahr 2011/12 in Höhe von 76,7 Mio. Euro gegenüber. Zum Stichtag resultierte daraus eine Eigenkapitalquote von 44,1 % (30. September 2012: 43,9 %). Bei einer Nettoverschuldung von 1.734,7 Mio. Euro (30. September 2012: 1.703,7 Mio. Euro) errechnet sich ein Gearing von 55,7 % (30. September 2012: 56,5 %).

Die langfristigen Schulden sanken um 182,9 Mio. Euro bzw. 6,0 % auf 2.879,7 Mio. Euro, vorwiegend aufgrund des Rückgangs in den langfristigen Finanzverbindlichkeiten, bei denen gegenläufige Effekte zu verzeichnen waren. Die im Oktober 2012 durchgeführte Emission von Schuldscheindarlehen in Höhe von 121,5 Mio. Euro führte zu einem Anstieg. Dem stand vor allem die Umgliederung eines endfälligen Kredits in Höhe von 91,4 Mio. Euro und einer im Februar 2014 fälligen CHF-Anleihe in Höhe von rund 205 Mio. Euro in die kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten gegenüber. Die langfristigen Rückstellungen erhöhten sich im ersten Halbjahr 2012/13 um 39,7 Mio. Euro bzw. 8,1 % auf 530,4 Mio. Euro.

Die kurzfristigen Schulden erhöhten sich um 284,5 Mio. Euro bzw. 36,2 % auf 1.017,5 Mio. Euro, vorwiegend aufgrund der oben genannten Umgliederung aus den langfristigen Schulden. Die Steuerverbindlichkeiten erhöhten sich in der Berichtsperiode um 46,1 Mio. Euro bzw. 53,0 % auf 133,1 Mio. Euro. Die Lieferantenverbindlichkeiten sanken um 46,1 Mio. Euro bzw. 12,0 % auf 338,3 Mio. Euro.

Risikobericht gemäß § 87 Abs 4 Börsegesetz

Zur Beurteilung der Risiken und Ungewissheiten, die den Geschäftsverlauf der EVN in den restlichen sechs Monaten des laufenden Geschäftsjahres beeinflussen könnten, ist festzuhalten, dass sich das Risikoprofil seit Ende des Geschäftsjahres zum 30. September 2012 nicht wesentlich verändert hat.

Risikoprofil

Risiken im Energiebereich

Aufgrund von wirtschaftlichen, politischen und technologischen Entwicklungen kann es zu einem Rückgang der Nachfrage nach Strom, Gas und Wärme kommen. Zudem besteht das Risiko, dass sich Witterungsverhältnisse, Windaufkommen, Wasserführung und Sonnenstunden nachteilig auf die Energienachfrage bzw. -produktion auswirken. Steigende bzw. volatilere Beschaffungskosten für Primärenergie, eine suboptimale bzw. nicht dem derzeitigen Marktumfeld entsprechende Beschaffungsstrategie sowie Preisdruck durch Mitbewerber können die Deckungsbeiträge des EVN Konzerns beeinflussen und zu Kundenverlusten führen. Absicherungsstrategien wie die längerfristige Vermarktung von Kraftwerkskapazitäten, der Abschluss von Termingeschäften, die Diversifikation des Kundenportfolios sowie marktkonforme Kundenangebote bewirken eine Risikominimierung. Im Energiebereich können zudem operative Risiken wie Betriebsunterbrechungen bei Produktion und Vertrieb von Strom und Wärme sowie bei Beschaffung und Vertrieb von Gas auftreten. Das Energiegeschäft umfasst essentielle, gefährliche Tätigkeiten, die den EVN Konzern dem Risiko wesentlicher Haftungen aussetzen und die strikte Einhaltung von Sicherheitsrichtlinien erfordern. Vor allem im Erzeugungsbereich ist die EVN Projektrisiken und dem Risiko der mangelhaften Erfüllung oder Nichterfüllung vertraglich festgelegter Leistungen im Rahmen des Fremdbezugs ausgesetzt. Zudem besteht die Gefahr, dass erforderliche Genehmigungen und Lizenzen nicht erteilt oder verlängert werden.

Die Wirtschaftlichkeit und Werthaltigkeit der Erzeugungsanlagen ist maßgeblich von der Strom- und Primärenergiepreisentwicklung abhängig. Wesentlicher Einflussfaktor auf die mittel- bis langfristige Entwicklung der Marktrisiken der EVN im Bereich Energie ist die Energiepolitik und die daraus resultierende langfristige Entwicklung des Energiemixes. Im Zuge laufender Portfoliobereinigungen in Hinblick auf Märkte und Technologie trennt sich die EVN von ihrem Anteil an einem Großwasserkraftwerksprojekt in Albanien.

Risiken im Umweltbereich

Im Umweltbereich sieht der EVN Konzern die Risiken in möglichen Betriebsstörungen, Nachfrage-, Mengen- und Kostenschwankungen bei thermischen Abfallverwertungsleistungen sowie in Betriebsunterbrechungen bei Wasserversorgungs- und Abwassersystemen sowie bei thermischen Abfallverwertungsanlagen. Weiters wird insbesondere den technologischen, politischen, Vertrags-, Counterparty- und Projektrisiken durch kontinuierliches und effizientes Projekt- und Risikomanagement, durch den Einsatz von erfahrenen Mitarbeitern, durch regelmäßige Fortbildungsmaßnahmen sowie Absicherungsinstrumente (u. a. Garantien, Versicherungen) begegnet.

Finanzrisiken

Die EVN managt Zinsänderungs-, Währungs- und Marktpreisrisiken mit einer umfassenden Treasury-Strategie und diesbezüglichen organisatorischen und methodischen Regelungen, die unter anderem auch tägliche Risikoanalysen und den Einsatz von derivativen Absicherungsinstrumenten umfassen. Den Kreditbzw. Forderungsausfallsrisiken wird mit Bonitätsmonitoring- und Kreditlimitsystemen sowie einer gezielten Strategie der Diversifizierung von Geschäftspartnern begegnet. Regelmäßige Liquiditätsanalysen, langfristig abgestimmte und zentral gesteuerte Finanzplanungen, die Diversifikation der Mittelaufbringung sowie die Absicherungen des benötigten Finanzmittelbedarfs ermöglichen es, dem Liquiditätsrisiko, trotz des von der anhaltenden Banken- und Staatsschuldenkrise geprägten Umfelds, vorzubeugen. Zudem bestehen Risiken bei der Finanzierung aufgrund möglicher Ratingveränderungen des EVN Konzerns. Aufgrund der gestiegenen Bedeutung von Beteiligungen können sich durch deren Ergebnis- und Eigenkapitalentwicklung Auswirkungen auf das Finanzergebnis des EVN Konzerns ergeben.

Politische und rechtliche Risiken

Politische und rechtliche Risiken können vor allem aus regulatorischen Vorschriften, der Einflussnahme bei Großprojekten und einer verschärften Umweltgesetzgebung resultieren. Zudem stellen die teilweise bestehende politische und wirtschaftliche Instabilität in den Märkten Süd- und Südosteuropas sowie die damit einhergehenden wechselnden rechtlichen Rahmenbedingungen weiterhin eine große Herausforderung dar, der in Kooperation mit lokalen, regionalen, nationalen und internationalen Behörden und Interessenvertretungen begegnet wird.

Rechtliche bzw. politische Einflussnahme wird durch gezieltes Eingehen und laufendes Evaluieren strategischer Partnerschaften reduziert, wobei Haftungs- und Durchgriffsrechte durch gesellschaftsrechtliche Strukturierungen gesteuert werden. Rechtsund Prozessrisiken bestehen vor allem im Zusammenhang mit anhängigen bzw. potenziellen Gerichts- und Schiedsgerichtsverfahren (insbesondere betreffend diverse Kraftwerksprojekte und Auslandsbeteiligungen).

Gesamtrisikoprofil

Bedingt durch das volatile Umfeld und die Strategie des Konzerns, die für die nächsten Jahre primär die Konsolidierung und Fokussierung auf das Kerngeschäft vorsieht, verändert sich das Risikoprofil der EVN kontinuierlich. Risiken können dabei neben der Tätigkeit im Heimmarkt Niederösterreich, dem Umweltgeschäft und den bereits bestehenden Geschäftsfeldern in Südosteuropa auch aus ausgewählten Wachstumsprojekten entstehen. Unter anderem aufgrund des diversifizierten Geschäftsportfolios der EVN wurden im Rahmen der jährlich durchgeführten Risikoinventur, deren Ergebnisse im Bedarfsfall um Ad-hoc-Risikomeldungen aktualisiert werden, keine Risiken identifiziert, die den Fortbestand des EVN Konzerns gefährden könnten.

Entwicklung der Segmente

Überblick

Die Konzernstruktur der EVN umfasst das Energiegeschäft, das Umweltgeschäft sowie Strategische Beteiligungen und Sonstiges. Funktional betrachtet wird im Energiegeschäft bei Strom und Wärme die gesamte Wertschöpfungskette von der Erzeugung, dem Transport bis hin zur Verteilung und Versorgung abgedeckt, bei Gas die Wertschöpfungsstufen Transport und Verteilung. Das Produktportfolio wird ergänzt durch Aktivitäten der Tochtergesellschaften in verwandten Geschäftsfeldern sowie in regionalen Kabel-TV- und Telekommunikationsdienstleistungen. Das Umweltgeschäft umfasst die Aktivitäten der Trinkwasserver- und Abwasserentsorgung sowie der thermischen Abfallverwertung.

Die Definition der operativen Segmente erfolgt gemäß IFRS 8 "Geschäftssegmente" ausschließlich basierend auf der internen

Geschäftsbereiche Segmente Aktivitäten
Energiegeschäft Erzeugung Stromerzeugung aus thermischen Quellen und erneuerbaren Energien an
österreichischen und internationalen Standorten
Energiehandel und -vertrieb Beschaffung von Strom und Primärenergieträgern, Handel und Verkauf
von Strom und Gas an Endkunden und auf Großhandelsmärkten sowie
Wärmeproduktion und -verkauf
Netzinfrastruktur Inland Betrieb der regionalen Strom- und Gasnetze sowie der Netze für
Kabel-TV und Telekommunikation
Energieversorgung
Südosteuropa
Betrieb von Stromnetzen und Stromverkauf an Endkunden in Bulgarien und
Mazedonien, Wärmeerzeugung und -verkauf in Bulgarien, Stromerzeugung
in Mazedonien, Errichtung und Betrieb von Gasnetzen in Kroatien,
Energiehandel für die gesamte Region
Umweltgeschäft Umwelt Trinkwasserver- und Abwasserentsorgung, thermische Abfallverwertung
in Österreich, Blockheizkraftwerke in Moskau sowie internationales
Projektgeschäft
Strategische Beteiligungen
und Sonstiges
Strategische Beteiligungen
und Sonstiges
Strategische und sonstige Beteiligungen, Konzernfunktionen
2012/13 2011/12 +/– 2012/13 2011/12 +/–
Energiewirtschaftliche Kennzahlen GWh 1. Halbjahr 1. Halbjahr absolut in % 2. Quartal 2. Quartal in %
Stromerzeugung 2.032 1.871 161 8,6 1.108 961 147
Erneuerbare Energie1) 905 717 188 26,2 530 419 112
Wärmekraftwerke2) 1.127 1.154 –27 –2,3 578 542 36
Netzabsatz
Strom 11.407 12.036 –629 –5,2 5.942 6.274 –332
Gas3) 10.559 10.903 –344 –3,2 5.623 5.687 –64
Energieverkauf an Endkunden
Strom 11.176 11.810 –634 –5,4 5.773 6.221 –447
Mittel- und Westeuropa4) 3.934 3.915 19 0,5 1.927 2.007 –80
Südosteuropa 7.242 7.895 –653 –8,3 3.846 4.213 –367
Gas 5.176 5.171 5 0,1 2.991 2.876 116
Wärme 1.437 1.426 10 0,7 793 768 24
Mittel- und Westeuropa4) 1.262 1.214 48 3,9 689 642 47
Südosteuropa 175 212 –37 –17,6 104 126 –22

1) Umfasst auch die Bio-Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen in Österreich im Segment Energiehandel und -vertrieb, Kleinwasserkraftwerke in Mazedonien im Segment Energieversorgung Südosteuropa sowie Blockheizkraftwerke in Moskau im Segment Umwelt. Die Erlöse aus der Vermarktung sind im jeweiligen Segment enthalten.

2) Beinhaltet auch die Cogeneration-Anlage in Bulgarien im Segment Energieversorgung Südosteuropa und Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen in Österreich im Segment Energiehandel und -vertrieb. Die Erlöse aus der Vermarktung sind im jeweiligen Segment enthalten.

3) Inkl. Netzabsatz an Kraftwerke der EVN sowie Gasnetzabsatz in Kroatien

4) Mittel- und Westeuropa beinhaltet Österreich und Deutschland.

Organisations- und Berichtsstruktur. Nachstehend werden die operative Entwicklung der sechs Segmente und die Auswirkungen der energiewirtschaftlichen Kennzahlen auf deren Geschäftsverlauf beschrieben.

Erzeugung

Das Segment Erzeugung umfasst die Stromerzeugung aus thermischen Produktionskapazitäten und erneuerbarer Energie in Österreich, Deutschland, Bulgarien und Albanien sowie Projekte für zukünftige Erzeugungsanlagen in Österreich, Deutschland und Bulgarien.

Die Außenumsätze des Segments umfassen vorwiegend den Verkauf erneuerbarer Energie aus Windkraft. Für den konzerninternen Umsatz wird für die Stromerzeugung (im Wesentlichen für Wasserkraftwerke sowie nicht mehr im Förderregime stehende Windkraftanlagen) der Strommarktpreis abgebildet. Für die thermische Erzeugung der EVN AG sowie für die Speicherkraftwerke wird der Optionswert dargestellt. Der Optionswert spiegelt im Wesentlichen die ermittelte Differenz zwischen den Forward-Preisen für Strom und Brennstoffkosten wider. Darüber hinaus sind die Bereitstellung sowie ein Abruf von Reservekapazitäten zur Stützung der Netzsicherheit im süddeutschen Raum im Optionswert enthalten. Die Vermarktung des erzeugten Stroms sowie die Primärenergiebeschaffung werden hingegen im Segment Energiehandel und -vertrieb erfasst.

Das Beteiligungsergebnis umfasst vorwiegend die Ergebnisbeiträge an den Beteiligungen der Kraftwerke und die Kraftwerksprojekte Duisburg-Walsum, Verbund-Innkraftwerke, Ashta und Devoll.

Highlights

  • Anstieg der Erzeugung aus erneuerbarer Energie
  • Gutes Wasserdargebot
  • Höherer Strombezug aus den Innkraftwerken
  • Inbetriebnahme des Wasserkraftwerks Ashta
  • Umsatzrückgang um 1,8 %
  • Rückläufige Strommarktpreise
  • Schlechtes Winddargebot
  • Verlängerung des Vertrags zur Bereitstellung von Reservekapazitäten für den süddeutschen Raum um drei Jahre
  • Finanzergebnis mit –33,5 Mio. Euro unter Vorjahr
  • Negativer Ergebniseffekt aus dem Projektausstieg Devoll Hydropower

Im ersten Halbjahr 2012/13 lag die Stromerzeugung der EVN mit 1.661 GWh um 51 GWh bzw. 3,2 % über dem Vorjahreswert. Die Erzeugung aus erneuerbarer Energie konnte um 143 GWh bzw. 22,8 % auf 770 GWh angehoben werden. Diese Entwicklung ist vor allem auf das im Vergleich zum Vorjahr bessere Wasserdargebot sowie den höheren Strombezug aus den Innkraftwerken und die Inbetriebnahme des Wasserkraftwerks Ashta in Albanien zurückzuführen. Der Erzeugungskoeffizient der Wasserkraftwerke lag in der Berichtsperiode bei 117,0 % (Vorjahr: 108,0 %). Die Produktion aus eigenen Wärmekraftwerken wurde hingegen um 92 GWh bzw. 9,3 % auf 891 GWh gesenkt, insbesondere aufgrund des reduzierten Einsatzes der Gaskraftwerke infolge des geringeren Leistungsabrufs der

Kennzahlen – Erzeugung 2012/13
1. Halbjahr
2011/12
1. Halbjahr
+/–
in %
2012/13
2. Quartal
2011/12
2. Quartal
+/–
in %
Energiewirtschaftliche Kennzahlen GWh
Stromerzeugung 1.661 1.610 3,2 865 810 6,8
Erneuerbare Energie 770 627 22,8 444 374 18,7
Wärmekraftwerke 891 983 –9,3 449 436 3,0
Finanzkennzahlen Mio. EUR
Außenumsatz 18,3 21,8 –16,3 9,2 14,1 –35,0
Innenumsatz 48,0 45,7 5,1 23,6 18,7 25,6
Gesamtumsatz 66,2 67,5 –1,8 32,7 32,9 –0,4
Operativer Aufwand1) –34,1 –32,7 –4,2 –17,5 –16,8 –4,7
EBITDA1) 32,1 34,7 –7,5 15,2 16,1 –5,8
Abschreibungen –13,8 –20,9 34,3 –6,8 –6,5 –4,9
Operatives Ergebnis (EBIT)1) 18,4 13,8 33,2 8,3 9,6 –13,1
Finanzergebnis1) –33,5 –7,7 –30,1 –3,1
Ergebnis vor Ertragsteuern –15,1 6,1 –21,8 6,5
Gesamtvermögen 829,3 790,0 5,0 829,3 790,0 5,0
Investitionen2) 9,9 7,6 31,0 4,1 4,2 –2,4

1) Vorjahreszahl angepasst (siehe Berichterstattung nach IFRS, Seite 23)

deutschen Bundesnetzagentur. Die EVN hat mit der deutschen Bundesnetzagentur einen Vertrag unterzeichnet, nach dem für weitere drei Jahre Reservekapazitäten im Ausmaß von 785 MW pro Winterhalbjahr zur Verfügung gestellt werden, um gegebenenfalls den süddeutschen Raum mit Energie zu versorgen.

Auf Konzernebene konnten in der Berichtsperiode 18,2 % (Vorjahr: 15,8 %) des abgesetzten Stroms durch eigene Produktion abgedeckt werden. Ohne Berücksichtigung des Energieverkaufs im Segment Energieversorgung Südosteuropa lag der Deckungsgrad bei 51,6 % (Vorjahr: 47,8 %). Der Anteil der erneuerbaren Energie an der Stromproduktion auf Konzernebene lag im ersten Halbjahr 2012/13 bei 44,5 % (Vorjahr: 38,3 %).

Die Umsatzerlöse des Segments Erzeugung lagen trotz des guten Wasserdargebots mit 66,2 Mio. Euro um 1,2 Mio. Euro bzw. 1,8 % unter dem Wert der Vergleichsperiode. Diese Entwicklung ist vor allem auf rückläufige Strommarktpreise sowie das geringere Winddargebot zurückzuführen. Zudem wirkte sich die Verringerung des Optionswerts der thermischen Kraftwerke infolge des Wegfalls der Gratis-CO2-Emissionszertifikate ab 1. Jänner 2013 negativ aus. Bis zu diesem Stichtag wurden die CO2-Emissionszertifikate ebenfalls im Rahmen des Optionswerts durch das Segment Energiehandel und -vertrieb abgegolten. Dem standen wie auch schon im Vorjahr die Erlöse aus der Bereitstellung und dem Abruf von Reservekapazitäten zur Stützung der Netzsicherheit im süddeutschen Raum gegenüber.

Der operative Aufwand erhöhte sich vor allem aufgrund des höheren Strombezugs aus den Donau- und Innkraftwerken um 1,4 Mio. Euro bzw. 4,2 % auf 34,1 Mio. Euro. Per Saldo sank das EBITDA im Vergleich zum Vorjahr um 2,6 Mio. Euro bzw. 7,5 % auf 32,1 Mio. Euro. Der Abschreibungsaufwand ging um 7,2 Mio. Euro bzw. 34,3 % auf 13,8 Mio. Euro zurück, wobei die Vergleichsperiode von einer außerordentlichen Abschreibung bei der Biomasse-Versuchsanlage am Kraftwerkstandort Dürnrohr in Höhe von 8,0 Mio. Euro geprägt war. Diese Entwicklungen führten zu einem EBIT-Anstieg um 4,6 Mio. Euro bzw. 33,2 % auf 18,4 Mio. Euro.

Das Finanzergebnis ging im ersten Halbjahr 2012/13 um 25,8 Mio. Euro auf –33,5 Mio. Euro zurück. Hauptverantwortlich dafür war ein einmaliger negativer Ergebniseffekt aufgrund des Verkaufs des 50 %-Anteils der EVN am albanischen Wasserkraftwerksprojekt Devoll Hydropower an die Statkraft A.S. in Höhe von 27,5 Mio. Euro. Das Ergebnis vor Ertragsteuern lag mit –15,1 Mio. Euro um 21,2 Mio. Euro unter der Vergleichsperiode.

Das Investitionsvolumen wurde in der Berichtsperiode, vor allem infolge von Projektierungskosten für den weiterhin starken Ausbau der Windkraftkapazitäten, um 2,3 Mio. Euro bzw. 31,0 % auf 9,9 Mio. Euro erhöht. Im ersten Halbjahr 2012/13 wurde mit der Umsetzung eines Windparks im Gemeindegebiet von Prellenkirchen begonnen. Gemeinsam mit einem Partner werden acht Windräder mit einer Gesamtkapazität von 24 MW errichtet. Die Inbetriebnahme ist für den Winter 2013/14 geplant. Zukünftig werden rund 16.000 Haushalte durch diesen Windpark mit umweltfreundlichem Strom versorgt.

Energiehandel und -vertrieb

Das Segment Energiehandel und -vertrieb erfasst den Handel und Verkauf von Strom und Gas an Endkunden vorwiegend am österreichischen Heimmarkt und auf Großhandelsmärkten, die Beschaffung von Strom, Gas und anderen Primärenergieträgern sowie Wärmeproduktion und -verkauf. Im Juli 2012 erfolgte der Verkauf und damit die Entkonsolidierung der Tochtergesellschaft first facility GmbH.

Die konzerninternen Umsätze umfassen im Wesentlichen den Verkauf von Strom an das Segment Netzinfrastruktur Inland zur Abdeckung der Netzverluste.

Das Beteiligungsergebnis errechnet sich im Wesentlichen aus den Ergebnisbeiträgen der EconGas, der e&t und der Fernwärmegesellschaften in St. Pölten und in Steyr.

Highlights

  • Energieverkauf an Endkunden in etwa auf Vorjahresniveau
  • Stromabsatz leicht über Vorjahr
  • Gasabsatz stabil
  • Wärmeabsatz über Vorjahr
  • Rückgang der Strombezugskosten infolge niedrigerer Verrechnungspreise für Ökostrom
  • Geringere Gasvermarktungsmenge
  • Negativer Ergebnisbeitrag der EconGas

Der Energieverkauf an Endkunden in den einzelnen Märkten entwickelte sich im ersten Halbjahr 2012/13 nahezu gleich wie im Vorjahr. Während der Stromverkauf um 19 GWh bzw. 0,5 % auf 3.934 GWh erhöht werden konnte, blieb der Gasabsatz mit 5.176 GWh auf dem Niveau des Vorjahres. Der Wärmeverkauf an Endkunden konnte aufgrund des stetigen Ausbaus und der kälteren Witterung um 48 GWh bzw. 3,9 % auf 1.262 GWh zulegen.

Die Umsatzerlöse lagen trotz des leichten Absatzanstiegs mit 696,2 Mio. Euro um 31,1 Mio. Euro bzw. 4,3 % unter dem Vorjahreswert. Zurückzuführen ist diese Entwicklung insbesondere auf die Weitergabe der niedrigeren Ökostrom-Mehrkosten in Form von Strompreissenkungen per 1. Jänner und 1. Juli 2012 sowie die geringere Gasvermarktungsmenge. Zudem waren in der Vergleichsperiode die Umsätze der nunmehr verkauften Tochtergesellschaft first facility GmbH enthalten.

Kennzahlen –
Energiehandel und -vertrieb
2012/13
1. Halbjahr
2011/12
1. Halbjahr
+/–
in %
2012/13
2. Quartal
2011/12
2. Quartal
+/–
in %
Energiewirtschaftliche Kennzahlen GWh
Energieverkauf an Endkunden
Strom 3.934 3.915 0,5 1.927 2.007 –4,0
Gas 5.176 5.171 0,1 2.991 2.876 4,0
Wärme 1.262 1.214 3,9 689 642 7,3
Finanzkennzahlen Mio. EUR
Außenumsatz 672,7 701,1 –4,1 359,0 340,9 5,3
Innenumsatz 23,5 26,2 –10,2 12,1 14,5 –17,0
Gesamtumsatz 696,2 727,3 –4,3 371,0 355,4 4,4
Operativer Aufwand1) –629,9 –652,6 3,5 –344,0 –325,1 –5,8
EBITDA1) 66,3 74,7 –11,2 27,1 30,3 –10,6
Abschreibungen –7,5 –7,2 –4,3 –3,8 –3,8 –2,0
Operatives Ergebnis (EBIT)1) 58,8 67,5 –12,8 23,3 26,5 –12,3
Finanzergebnis1) –24,1 11,4 –3,1 3,6
Ergebnis vor Ertragsteuern 34,7 78,9 –56,0 20,2 30,2 –33,2
Gesamtvermögen 639,3 709,3 –9,9 639,3 709,3 –9,9
Investitionen2) 5,7 5,4 5,2 3,3 1,7 96,7

1) Vorjahreszahl angepasst (siehe Berichterstattung nach IFRS, Seite 23)

2) In immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen

Die operativen Aufwendungen gingen im Vergleich zum Vorjahr um 22,7 Mio. Euro bzw. 3,5 % auf 629,9 Mio. Euro zurück. Dies ist vor allem durch den Rückgang der Strombezugskosten infolge niedrigerer Verrechnungspreise für Ökostrom sowie durch geringere Gasbeschaffungsmengen infolge der Teilkündigung der Bezugsverträge mit EconGas bedingt. Aufwandserhöhend wirkten höhere Aufwendungen für Primärenergie für den Betrieb der Kraftwerke und Wärmeanlagen. Zudem waren die Berichts- und die Vergleichsperiode durch die Dotierung einer Rückstellung für drohende Verluste aus der Vermarktung der eigenen Produktion belastet. Zusätzlich wirkte sich im Vorjahr ein aperiodischer Effekt aus der Gaspreisrevision positiv aus. Per Saldo verringerte sich das EBITDA um 8,4 Mio. Euro bzw. 11,2 % auf 66,3 Mio. Euro.

Unter Berücksichtigung nahezu gleichbleibender Abschreibungen lag das EBIT in der Berichtsperiode mit 58,8 Mio. Euro um 8,7 Mio. Euro bzw. 12,8 % unter dem Vorjahr.

Das Finanzergebnis ging aufgrund geringerer Beteiligungsergebnisse von 11,4 Mio. Euro auf –24,1 Mio. Euro zurück. Hauptverantwortlich dafür war der bereits im ersten Quartal 2012/13 berichtete negative Ergebnisbeitrag der EconGas in Höhe von 20,4 Mio. Euro aufgrund der signifikant negativen Spanne zwischen dem langfristigen ölpreisgebundenen Gasbezug und den hubpreisgebundenen Verkäufen sowie einer Vorsorge für drohende Verluste im Zusammenhang mit vertraglich vereinbarten, langfristigen Transport- und LNG-Kapazitätsbuchungen.

Im ersten Halbjahr 2012/13 lag das Investitionsvolumen des Segments mit 5,7 Mio. Euro in etwa auf dem Niveau des Vorjahres. Den Investitionsschwerpunkt bildete unverändert der Ausbau des Fernwärmeleitungsnetzes. Seit dem ersten Quartal 2012/13 versorgt die EVN in der Region Steyr durch das gemeinsam mit der Energie AG Oberösterreich erbaute Biomasse-Fernheizkraftwerk je 12.000 Haushalte mit Strom und Wärme.

Netzinfrastruktur Inland

Das Segment Netzinfrastruktur Inland umfasst den Betrieb der regionalen Strom- und Gasnetze sowie der Netze für Kabel-TV und Telekommunikation in Niederösterreich und im Burgenland.

Das Segment erbringt zudem Konzerndienstleistungen – vor allem im Zusammenhang mit Bautätigkeiten –, die als konzerninterne Umsätze abgebildet werden.

Das Beteiligungsergebnis umfasst zum einen die Ausschüttung des R 138-Fonds an die EVN Netz GmbH. Zum anderen hat am 29. Oktober 2012 die Gas Connect Austria 45,0 % der Anteile ihrer Tochtergesellschaft AGGM Austrian Gas Grid Management AG zu gleichen Teilen an die Landesverteiler EVN Netz GmbH, OÖ. Ferngas Netz GmbH und Gasnetz Steiermark GmbH abgegeben. Das Closing erfolgte am 11. Februar 2013.

Highlights

  • Stromnetzabsatz: leicht über Vorjahresniveau
  • Gasnetzabsatz: rückläufig
  • Schwächere Nachfrage im Kundensegment Industrie
  • Weiterer Rückgang des Einsatzes der EVN Gaskraftwerke
  • Anpassung der Netztarife per 1. Jänner 2013
  • Strom: –0,4 %
  • Gas: –2,5 %

Im Strom- und Gasbereich werden im Zuge der Anreizregulierung die Netztarife jeweils per 1. Jänner durch einen Beschluss der E-Control-Kommission angepasst: Per 1. Jänner 2013 wurden die Gasnetztarife um durchschnittlich 2,5 % (1. Jänner 2012: Senkung um 1,9 %) und die Stromnetztarife um durchschnittlich 0,4 % (1. Jänner 2012: stabil) gesenkt.

Die Entwicklung der Netzabsatzmengen zeigte sich im ersten Halbjahr 2012/13 differenziert: Der Stromnetzabsatz lag mit 4.195 GWh um 56 GWh bzw. 1,3 % über dem Vorjahresniveau. Der Gasnetzabsatz ging hingegen trotz eines Anstiegs im Segment Haushaltskunden aufgrund einer geringeren Nachfrage im Kundensegment Industrie und des weiteren Rückgangs des Einsatzes der EVN Gaskraftwerke um 348 GWh bzw. 3,2 % auf 10.556 GWh zurück.

Die Umsatzerlöse des Segments Netzinfrastruktur Inland sanken in der Berichtsperiode in Summe um 6,0 Mio. Euro bzw. 2,0 % auf 294,3 Mio. Euro. Dies ist vor allem auf geringere übrige Umsatzerlöse durch weniger abgerechnete Kundenprojekte zum Stichtag zurückzuführen. Die Strom- und Gasnetzerlöse lagen mit 243,0 Mio. Euro knapp über dem Vorjahresniveau. Die Umsatzerlöse aus dem Kabel-TV- und Telekommunikationsbereich konnten leicht gesteigert werden.

Der operative Aufwand verringerte sich um 7,8 Mio. Euro bzw. 5,2 % auf 142,3 Mio. Euro. Zurückzuführen ist dies vor allem auf nicht abgerechnete Kundenprojekte zum Stichtag. Demgegenüber stand ein entsprechend des § 71 GWG angesetzter Passivposten in Form eines Regulierungskontos Strom und Gas in Höhe von 3,7 Mio. Euro. Dieser Entwicklung stand eine in der Vergleichsperiode erfolgte Vorperiodenkorrektur gegenüber. Per Saldo lag das EBITDA mit 152,0 Mio. Euro um 1,8 Mio. Euro bzw. 1,2 % über dem Vorjahr. Unter Berücksichtigung nahezu stabiler Abschreibungen konnte das EBIT um 1,6 Mio. Euro bzw. 1,6 % auf 102,5 Mio. Euro verbessert werden.

Das Finanzergebnis lag mit –8,6 Mio. Euro um 0,7 Mio. Euro bzw. 8,4 % unter der Vergleichsperiode. In Summe lag das Ergebnis vor Ertragsteuern mit 93,9 Mio. Euro leicht über dem Vorjahresniveau.

Das Investitionsvolumen wurde im ersten Halbjahr 2012/13 um 8,9 Mio. Euro bzw. 21,6 % auf 49,9 Mio. Euro erhöht. Die Investitionsschwerpunkte bildeten weiterhin der Bau der Gastransportleitung Westschiene und der Netzausbau zur Gewährleistung der Versorgungssicherheit in Anbetracht des stetigen Anstiegs der erzeugten Mengen aus erneuerbarer Energie. In der Berichtsperiode wurde der erste Abschnitt der Gastrans-

Kennzahlen –
Netzinfrastruktur Inland
2012/13
1. Halbjahr
2011/12
1. Halbjahr
+/–
in %
2012/13
2. Quartal
2011/12
2. Quartal
+/–
in %
Energiewirtschaftliche Kennzahlen GWh
Netzabsatz
Strom 4.195 4.139 1,3 2.116 2.089 1,3
Gas 10.556 10.903 –3,2 5.623 5.687 –1,1
Finanzkennzahlen Mio. EUR
Außenumsatz 269,2 274,8 –2,0 141,9 139,4 1,8
Innenumsatz 25,1 25,5 –1,5 11,2 13,4 –16,6
Gesamtumsatz 294,3 300,3 –2,0 153,1 152,8 0,2
Operativer Aufwand1) –142,3 –150,1 5,2 –79,3 –75,1 –5,6
EBITDA1) 152,0 150,2 1,2 73,8 77,7 –5,1
Abschreibungen –49,5 –49,3 –0,5 –25,1 –25,2 0,4
Operatives Ergebnis (EBIT)1) 102,5 100,9 1,6 48,7 52,5 –7,3
Finanzergebnis1) –8,6 –8,0 –8,4 –3,5 –2,5 –36,5
Ergebnis vor Ertragsteuern1) 93,9 92,9 1,0 45,2 50,0 –9,5
Gesamtvermögen 1.765,5 1.695,9 4,1 1.765,5 1.695,9 4,1
Investitionen2) 49,9 41,1 21,6 24,7 21,6 14,5

1) Vorjahreszahl angepasst (siehe Berichterstattung nach IFRS, Seite 23)

portleitung Westschiene mit einer Länge von 59 km in Betrieb genommen. Die Fertigstellung der 143 km langen Leitung ist für das Geschäftsjahr 2013/14 geplant.

Energieversorgung Südosteuropa

Im Segment Energieversorgung Südosteuropa werden der Betrieb von Stromnetzen sowie der Stromverkauf an Endkunden in Bulgarien und Mazedonien, Wärmeproduktion und -verkauf in Bulgarien, der Gasverkauf an Endkunden in Kroatien sowie der Energiehandel für die gesamte Region zusammengefasst.

Highlights

  • Anstieg der Stromerzeugung
  • Ganzjähriger Betrieb der neuen Cogeneration-Anlage in Plovdiv
  • Übernahme des Betriebs zusätzlicher Kleinwasserkraftwerke in Mazedonien
  • Temperaturbedingt geringere Absatzmengen
  • Tarifanhebungen der Endkundenpreise für Strom in Mazedonien
  • Tarifänderungen der Endkundenpreise in Bulgarien für Strom und Wärme
  • Zwischenfinanzierung der Mehrkosten für Ökostrom in Bulgarien

In Bulgarien hat der Regulator per 1. Juli 2012 die Endkundenpreise für Strom um 13,6 % angehoben. Als Reaktion auf die Demonstrationen in Bulgarien im Februar 2013 hat der Regulator die Endkundenpreise für Strom per 5. März 2013 infolge der Kürzung der regulatorisch anerkannten Netzverluste der Verteilnetzbetreiber wieder um 7,3 % gesenkt. Die Endkundenpreiserhöhung für Strom im Juli 2012 wurde vor allem mit dem höheren Anteil an erneuerbaren Energien sowie den erstmals anfallenden Kosten für die zugekauften CO2-Emissionszertifikate begründet. Darüber hinaus hat der Regulator in Bulgarien eine Änderung der Methodologie zur Kompensation der Mehrkosten für Ökostrom und für Strom aus hocheffizienten Cogeneration-Anlagen mit Wirkung 1. Juli 2012 beschlossen. Die steigenden Absatzmengen aufgrund der großen Anzahl von neuen Anschlussverträgen mit Ökostrom-Erzeugern verursachen seitdem eine deutliche Erhöhung der Strombezugskosten der Vertriebsgesellschaft. Das bulgarische Gesetz für erneuerbare Energie sieht eine Abgeltung dieser Mehrkosten vor. Die hieraus erwarteten Ansprüche wurden abgegrenzt.

Die Endkundenpreise für Wärme in Bulgarien wurden nach einer Reduktion um 20,6 % per 1. Juli 2012 neuerlich per 1. Jänner 2013 infolge einer Preissenkung für Gas (Reduktion um 9,8 %) um 5,9 % gesenkt.

In Mazedonien hat der Regulator nach der Preiserhöhung um 7,8 % per 1. Jänner 2012, wovon EVN Macedonia 4,8 % zu-

Kennzahlen –
Energieversorgung Südosteuropa
2012/13
1. Halbjahr
2011/12
1. Halbjahr
+/–
in %
2012/13
2. Quartal
2011/12
2. Quartal
+/–
in %
Energiewirtschaftliche Kennzahlen GWh
Stromerzeugung 232 138 68,5 142 87 61,9
Erneuerbare Energie 36 5 33 2
Wärmekraftwerke 196 132 48,3 108 85 26,7
Netzabsatz Strom1) 7.212 7.896 –8,7 3.826 4.185 –8,6
Wärmeverkauf an Endkunden 175 212 –17,6 104 126 –17,8
Finanzkennzahlen Mio. EUR
Außenumsatz 570,7 534,7 6,7 304,0 288,5 5,4
Innenumsatz 0,2 0,0*) 0,2 0,0*)
Gesamtumsatz 570,9 534,7 6,8 304,2 288,5 5,4
Operativer Aufwand –523,4 –486,9 –7,5 –281,1 –263,5 –6,7
EBITDA 47,5 47,9 –0,8 22,9 25,0 –8,4
Abschreibungen –33,7 –32,6 –3,3 –18,0 –18,1 0,5
Operatives Ergebnis (EBIT) 13,8 15,3 –9,4 4,9 6,9 –29,1
Finanzergebnis –14,8 –12,8 –15,8 –6,5 –6,3 –4,5
Ergebnis vor Ertragsteuern –1,0 2,5 –1,6 0,7
Gesamtvermögen 1.273,2 1.221,2 4,3 1.191,6 1.157,4 3,0
Investitionen2) 50,2 52,8 –5,0 13,1 11,5 13,7

*) Kleinbetrag

1) In Bulgarien und Mazedonien entspricht der Energieverkauf an Endkunden im Wesentlichen dem derzeitigen Netzabsatz.

stehen, neuerlich per 1. August 2012 eine Anhebung der Endkundenpreise um 9,8 % genehmigt (EVN Macedonia 6,1 %). Die Preiserhöhung dient primär der Abdeckung der zusätzlichen Beschaffungskosten für die ab 1. Oktober 2012 durch die EVN Macedonia durchzuführende Beschaffung des nicht durch mazedonische Erzeugungskapazitäten abgedeckten Energieverbrauchs am Großhandelsmarkt. Bis zu diesem Stichtag lag die Verantwortung dafür bei der staatlichen ELEM. Darüber hinaus müssen seit 1. Jänner 2012 die Netzverluste zur Gänze über den Großhandelsmarkt beschafft werden. Davor erfolgte dies zum Teil zu regulierten Preisen.

Die Stromerzeugung der EVN in Südosteuropa verzeichnete im ersten Halbjahr 2012/13 vor allem aufgrund des Beitrags der neuen Cogeneration-Anlage in Plovdiv, Bulgarien, seit Jänner 2012 einen Anstieg um 94 GWh bzw. 68,5 % auf 232 GWh. Zudem trugen die im Februar übernommenen revitalisierten sieben Kleinwasserkraftwerke in Mazedonien, welche bis Jänner 2013 verpachtet waren, zum Anstieg der Stromerzeugung bei.

Infolge der im Vergleich zum Vorjahr milderen Witterung (Heizgradsummen: Bulgarien –20,6 und Mazedonien –25,9 Prozentpunkte) ging in der Berichtsperiode der Stromnetzabsatz vor allem im Privatkundenbereich um 684 GWh bzw. 8,7 % auf 7.212 GWh und der Wärmeverkauf an Endkunden in Bulgarien um 37 GWh bzw. 17,6 % auf 175 GWh zurück.

Die Umsatzerlöse des Segments stiegen in der Berichtsperiode trotz der Absatzrückgänge um 36,1 Mio. Euro bzw. 6,8 % auf 570,9 Mio. Euro. Dies ist insbesondere auf die Preiserhöhungen in Mazedonien und Bulgarien sowie die Inbetriebnahme der Cogeneration-Anlage zurückzuführen.

Der operative Aufwand lag mit 523,4 Mio. Euro um 36,5 Mio. Euro bzw. 7,5 % über dem Vorjahr. Ausschlaggebend dafür waren vor allem höhere Beschaffungskosten aufgrund der zuvor beschriebenen Effekte in Bulgarien und Mazedonien. In Summe führten diese Entwicklungen zu einem EBITDA-Rückgang um 0,4 Mio. Euro bzw. 0,8 % auf 47,5 Mio. Euro.

Der Abschreibungsaufwand erhöhte sich vor allem aufgrund der Inbetriebnahme der Cogeneration-Anlage in Plovdiv um 1,1 Mio. Euro bzw. 3,3 % auf 33,7 Mio. Euro. Das EBIT lag mit 13,8 Mio. Euro um 1,4 Mio. Euro bzw. 9,4 % unter der Vergleichsperiode.

Aufgrund höherer Zinsaufwendungen, insbesondere infolge der Finanzierung der Kapitalaufstockung der Tochtergesellschaften in Bulgarien im Geschäftsjahr 2011/12, fiel das Finanzergebnis in der Berichtsperiode um 2,0 Mio. Euro bzw. 15,8 % auf –14,8 Mio. Euro. Das Ergebnis vor Ertragsteuern verringerte sich um 3,5 Mio. Euro auf –1,0 Mio. Euro.

Das Investitionsvolumen wurde um 2,6 Mio. Euro bzw. 5,0 % auf 50,2 Mio. Euro gesenkt. Der Rückgang ist auf das hohe Investitionsniveau der Vergleichsperiode im Zuge der Errichtung der Cogeneration-Anlage in Plovdiv zurückzuführen, die im Dezember 2011 fertiggestellt wurde. Die Investitionsschwerpunkte bildeten in der Berichtsperiode weiterhin die Modernisierung und der Ausbau der Netzinfrastrukturen.

Umwelt

Das Segment Umwelt umfasst die Trinkwasserver- und Abwasserentsorgung sowie die thermische Abfallverwertung im Inland und das internationale Projektgeschäft in 18 Ländern Mittel-, Ost- und Südosteuropas.

Das Beteiligungsergebnis schließt im Wesentlichen die Ergebnisbeiträge der kroatischen ZOV (Planung, Finanzierung und Bau der zentralen Kläranlage in Zagreb) und ZOV UIP (Betriebsführung der zentralen Kläranlage in Zagreb) ein.

Finanzkennzahlen – Umwelt Mio. EUR 2012/13
1. Halbjahr
2011/12
1. Halbjahr
+/–
in %
2012/13
2. Quartal
2011/12
2. Quartal
+/–
in %
Außenumsatz 120,5 157,8 –23,7 43,9 78,0 –43,8
Innenumsatz 9,4 9,6 –1,8 5,0 5,2 –4,9
Gesamtumsatz 129,9 167,4 –22,4 48,9 83,3 –41,3
Operativer Aufwand1) –101,7 –136,8 25,7 –33,3 –67,1 50,3
EBITDA1) 28,2 30,6 –7,9 15,5 16,2 –3,9
Abschreibungen –13,9 –13,2 –5,2 –7,2 –6,7 –8,3
Operatives Ergebnis (EBIT)1) 14,3 17,4 –17,8 8,3 9,5 –12,4
Finanzergebnis1) 5,5 4,9 10,4 2,6 4,2 –37,8
Ergebnis vor Ertragsteuern 19,8 22,4 –11,6 10,9 13,7 –20,2
Gesamtvermögen 1.471,0 1.446,4 1,7 1.471,0 1.446,4 1,7
Investitionen2) 7,5 10,7 –29,7 4,5 4,4 2,5

1) Vorjahreszahl angepasst (siehe Berichterstattung nach IFRS, Seite 23)

Highlights

  • Weiterer Auftrag in Rumänien im Dezember 2012 gewonnen
  • EVN eröffnete im März 2013 die größte Kläranlage Europas in Warschau
  • Weitere Maßnahmen zur Erhaltung der Trinkwasserversorgung in Niederösterreich
  • Schwieriger Verlauf der Umsetzung von Umweltprojekten in Moskau

Die Umsatzerlöse des Segments Umwelt lagen im ersten Halbjahr 2012/13 mit 129,9 Mio. Euro um 37,5 Mio. Euro bzw. 22,4 % unter jenen der Vergleichsperiode. Höheren Umsatzerlösen der evn wasser stand ein Rückgang im internationalen Projektgeschäft, der aus der Abrechnung von Projekten im Vorjahr resultierte, gegenüber. Darüber hinaus war ein leichter Umsatzrückgang in der niederösterreichischen Abfallverwertung zu verzeichnen.

Die operativen Aufwendungen wurden entsprechend der Umsatzentwicklung um 35,1 Mio. Euro bzw. 25,7 % auf 101,7 Mio. Euro reduziert. Das EBITDA lag mit 28,2 Mio. Euro um 2,4 Mio. Euro bzw. 7,9 % unter dem Niveau des Vorjahres.

Nach um 0,7 Mio. Euro bzw. 5,2 % höheren Abschreibungen von 13,9 Mio. Euro wird aufgrund eines positiven Einmaleffekts im Vorjahr in der EVN Abfallverwertung Niederösterreich ein operatives Ergebnis von 14,3 Mio. Euro und damit ein Rückgang um 3,1 Mio. Euro bzw. 17,8 % ausgewiesen. Der Anstieg im Finanzergebnis um 0,5 Mio. Euro bzw. 10,4 % auf 5,5 Mio. Euro, bedingt durch ein höheres Zinsergebnis, konnte den Rückgang im operativen Bereich nicht kompensieren. Das Ergebnis vor Ertragsteuern von 19,8 Mio. Euro lag um 2,6 Mio. Euro bzw. 11,6 % unter jenem des Vorjahres.

Die Investitionen gingen im Vergleich zum Vorjahr um 3,2 Mio. Euro bzw. 29,7 % auf 7,5 Mio. Euro zurück. Ausschlaggebend dafür war der erfolgte Abschluss der Bauaktivitäten beim Blockheizkraftwerk auf dem Gelände der Großkläranlage Ljuberzy in der Nähe von Moskau im ersten Quartal 2012/13.

Die EVN realisiert derzeit 16 internationale Projekte im Umweltgeschäft mit einem Auftragsbestand von 561,4 Mio. Euro. Die Arbeiten zu den Inbetriebnahmen des Blockheizkraftwerks Ljuberzy sowie der Kläranlagen in Gherla und Huedin, Rumänien, wurden in der Berichtsperiode fortgesetzt. In Rumänien hat die EVN im Dezember 2012 den Auftrag für die Planung und Errichtung von drei Kläranlagen in und um Silvaniei im Landkreis Salaj erhalten. In Zypern wurde die Inbetriebnahme der Kläranlage für die Hauptstadt Nikosia Mitte Oktober 2012 fortgesetzt. Ebenfalls in Zypern wurde mit dem Bau an der Kläranlage Larnaca begonnen. Der einjährige Probebetrieb der Schlammbehandlungsanlage in Vilnius, Litauen, wurde im ersten Quartal 2012/13 begonnen. Die Kläranlagenprojekte in Budva, Montenegro, und Šentjernej, Slowenien, befinden sich in planmäßiger Abwicklung. Darüber hinaus wurde im ersten Halbjahr 2012/13 die größte Kläranlage Europas in Warschau, Polen, eröffnet. Erstmals können mit der Inbetriebnahme dieser Anlage alle kommunalen Abwässer der polnischen Metropole gereinigt werden. Der Verlauf von Umweltprojekten in Moskau stellt sich hingegen schwierig dar. Die kommerzielle Inbetriebnahme der zur Aufbereitung des Oberflächenwassers vereinbarungsgemäß fertiggestellten Natriumhypochloritanlage wurde von der Stadt Moskau bisher verzögert, und die Baugenehmigung für die Müllverbrennungsanlage ist weiterhin ausständig.

In der heimischen Wasserversorgung hat die EVN im Jänner 2013 die Betreuung und den Betrieb des Trinkwasserleitungsnetzes der Marktgemeinde Angern übernommen. EVN beliefert die Gemeinde bereits seit 1987 teilweise und seit 2008 vollständig mit Trinkwasser. Das übernommene Ortsnetz besteht aus 1.623 Hausanschlüssen und umfasst 33,8 km. Ebenfalls in Niederösterreich konnte im März 2013 nach vier Monaten Bauzeit das Pumpwerk Oberzögersdorf in Betrieb genommen werden. Das neue Pumpwerk sichert auch in den verbrauchsreichen Sommermonaten die Trinkwasserversorgung von 50.000 Einwohnern im Rußbachtal, Niederösterreich.

Strategische Beteiligungen und Sonstiges

Das Segment Strategische Beteiligungen und Sonstiges umfasst im Wesentlichen die Beteiligungen an der RAG, der Burgenland Holding AG und der Verbund AG. Zusätzlich sind in diesem Segment die zentralen Konzernfunktionen sowie Gesellschaften außerhalb des Kerngeschäfts abgebildet, die vor allem interne Konzerndienstleistungen erbringen.

Highlights

  • Rückgang im Ergebnisbeitrag der At-Equity-Beteiligungen
  • WEEV-Beteiligung –22,5 Mio. Euro
  • Höheres sonstiges Finanzergebnis

Das EBITDA des Segments stieg um 2,9 Mio. Euro auf 5,1 Mio. Euro. Das operative Ergebnis lag mit 4,3 Mio. Euro aufgrund höherer konzerninterner Umsätze und eines geringeren operativen Aufwands um 2,8 Mio. Euro über der Vergleichsperiode.

Das für dieses Segment maßgebliche Finanzergebnis sank, vor allem aufgrund eines niedrigeren Ergebnisbeitrags der

Finanzkennzahlen – Strategische
Beteiligungen und Sonstiges
Mio. EUR 2012/13
1. Halbjahr
2011/12
1. Halbjahr
+/–
in %
2012/13
2. Quartal
2011/12
2. Quartal
+/–
in %
Außenumsatz 1,0 0,7 49,4 0,5 0,3 45,7
Innenumsatz 32,9 31,4 4,7 16,5 15,6 6,2
Gesamtumsatz 33,9 32,1 5,6 17,0 15,9 7,1
Operativer Aufwand1) –28,8 –29,9 3,5 –14,3 –15,8 9,5
EBITDA1) 5,1 2,2 2,8 0,1
Abschreibungen –0,8 –0,8 –3,5 –0,4 –0,4 –4,0
Operatives Ergebnis (EBIT)1) 4,3 1,4 2,3 –0,3
Finanzergebnis1)2) 66,6 86,5 –23,0 41,2 62,6 –34,1
Ergebnis vor Ertragsteuern1) 70,9 88,0 –19,4 43,5 62,3 –30,7
Gesamtvermögen 2.777,4 3.011,9 –7,8 2.777,4 3.011,9 –7,8
Investitionen3) 1,6 2,2 –30,3 0,9 0,4

1) Vorjahreszahl angepasst (siehe Berichterstattung nach IFRS, Seite 23)

2) Beteiligungsergebnis siehe im Anhang zum Konzern-Zwischenabschluss, Seite 24

3) In immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen

At-Equity-Beteiligungen, um 19,9 Mio. Euro bzw. 23,0 % auf 66,6 Mio. Euro. Der negative Ergebnisbeitrag der WEEV Beteiligungs GmbH in Höhe von 22,5 Mio. Euro, der auf eine marktbewertungsbedingte Wertminderung der von WEEV gehaltenen Aktien am Verbund aufgrund des signifikanten und länger anhaltenden Rückgangs des Aktienkurses unter deren Anschaffungskosten zurückzuführen ist, zeichnet überwiegend für diesen Rückgang verantwortlich.

In Summe führten diese Entwicklungen zu einem Ergebnis vor Ertragsteuern in Höhe von 70,9 Mio. Euro (Vorjahr: 88,0 Mio. Euro).

Konzern-Zwischenabschluss

nach IAS 34

Konzern-Gewinn-und-Verlust-Rechnung

Mio. EUR 2012/13
1. Halbjahr
2011/12
1. Halbjahr
+/–
in %
2012/13
2. Quartal
2011/12
2. Quartal
+/–
in %
2011/12
30.09.2012
Umsatzerlöse 1.652,4 1.690,9 –2,3 858,4 861,2 –0,3 2.846,5
Sonstige betriebliche Erträge 48,6 32,6 48,9 17,4 15,0 16,5 81,3
Fremdstrombezug und Energieträger –991,9 –981,7 –1,0 –548,2 –509,0 –7,7 –1.630,6
Sonstiger Materialaufwand und Fremdleistungen –137,5 –171,0 19,6 –47,1 –78,8 40,3 –350,0
Personalaufwand1)2) –148,2 –149,5 0,9 –74,3 –75,7 1,9 –312,6
Sonstige betriebliche Aufwendungen –93,2 –82,1 –13,5 –49,5 –47,6 –4,0 –160,1
EBITDA1)2) 330,2 339,3 –2,7 156,8 164,9 –5,0 474,5
Abschreibungen –118,2 –123,0 4,0 –60,9 –60,1 –1,3 –251,3
Operatives Ergebnis (EBIT)1)2) 212,1 216,2 –1,9 95,8 104,8 –8,5 223,2
Ergebnisanteil der at Equity einbezogenen Unternehmen –7,3 74,7 –12,9 42,3 87,0
Ergebnis aus anderen Beteiligungen 26,5 24,8 6,7 26,5 24,8 6,8 24,3
Zinserträge 16,0 16,2 –1,3 7,7 7,1 7,8 30,9
Zinsaufwendungen1)2) –51,3 –50,9 –0,9 –26,6 –24,5 –8,5 –104,4
Sonstiges Finanzergebnis –1,0 0,5 –0,1 2,5 –1,3
Finanzergebnis1)2) –17,2 65,4 –5,5 52,2 36,5
Ergebnis vor Ertragsteuern1) 194,9 281,6 –30,8 90,4 157,0 –42,4 259,7
Ertragsteuern1) –36,9 –42,2 12,5 –14,5 –21,4 32,1 –25,9
Ergebnis nach Ertragsteuern1) 158,0 239,4 –34,0 75,8 135,6 –44,1 233,8
Ergebnisanteil der Aktionäre der EVN AG
(Konzernergebnis)1)
131,5 212,9 –38,2 60,0 121,5 –50,6 194,9
Ergebnisanteil nicht beherrschender Anteile 26,5 26,5 –0,2 15,8 14,2 11,8 38,9
Ergebnis je Aktie in EUR1)3) 0,74 1,19 –37,9 0,34 0,68 –50,3 1,09

1) Die Zahl des ersten Halbjahres 2011/12 wurde angepasst (EBITDA/EBIT +13,4 Mio. Euro; Finanzergebnis –8,3 Mio. Euro). Details siehe Berichterstattung nach IFRS, Seite 23.

2) Die Zahl des Geschäftsjahres 2011/12 wurde angepasst (EBITDA/EBIT +16,5 Mio. Euro; Finanzergebnis –16,5 Mio. Euro). Details siehe Berichterstattung nach IFRS, Seite 23. 3) Verwässert ist gleich unverwässert.

Konzern-Gesamtergebnisrechnung

Mio. EUR 2012/13
1. Halbjahr
2011/12
1. Halbjahr
+/–
in %
2012/13
2. Quartal
2011/12
2. Quartal
+/–
in %
2011/12
30.09.2012
Ergebnis nach Ertragsteuern1) 2) 158,0 239,4 –34,0 75,8 135,6 –44,1 233,8
Sonstiges Ergebnis aus
Posten, die in künftigen Perioden nicht in der
Konzern-Gewinn-und-Verlust-Rechnung umgegliedert werden
–3,9 8,0 –1,9 –30,0
Neubewertung IAS 191) –5,2 10,7 –2,6 –40,2
At Equity einbezogene Unternehmen
Darauf entfallende Ertragsteuer1) 1,3 –2,7 0,7 10,2
Posten, die in künftigen Perioden gegebenenfalls in der
Konzern-Gewinn-und-Verlust-Rechnung umgegliedert werden
28,9 51,3 –43,7 –52,0 72,1 –188,9
Währungsdifferenzen –0,4 10,3 –0,1 5,8 8,9
Marktbewertung von anderen Beteiligungen 32,6 45,5 –28,4 –74,1 83,2 –223,5
Cash Flow Hedges –4,3 9,8 1,8 2,1 –13,3 –5,3
At Equity einbezogene Unternehmen 8,1 –0,9 2,3 2,5 –5,3 –26,1
Darauf entfallende Ertragsteuer –7,1 –13,5 47,5 18,1 –21,4 57,1
Summe sonstiges Ergebnis nach Ertragsteuern1) 25,0 59,3 –57,8 –53,9 72,1 –218,9
Gesamtergebnis der Periode1) 183,0 298,7 –38,8 21,9 207,8 –89,4 14,9
Ergebnisanteil der Aktionäre der EVN AG1) 156,5 272,2 –42,5 6,1 193,6 –96,9 –24,0
Ergebnisanteil nicht beherrschender Anteile 26,5 26,5 –0,2 15,8 14,2 11,8 38,9

1) Vorjahreszahl angepasst (siehe Berichterstattung nach IFRS, Seite 23)

2) Verwässert ist gleich unverwässert.

Konzern-Bilanz

+/–
31.03.2013
30.09.2012
Mio. EUR
absolut
in %
Aktiva
Langfristige Vermögenswerte
Immaterielle Vermögenswerte
401,0
403,1
–2,1
–0,5
Sachanlagen
3.016,9
3.009,2
7,7
0,3
At Equity einbezogene Unternehmen
1.011,9
1.048,7
–36,8
–3,5
Sonstige Beteiligungen
702,4
668,7
33,8
5,0
Aktive latente Steuern
28,2
25,9
2,2
8,7
Übrige Vermögenswerte
840,4
898,3
–57,9
–6,5
6.000,8
6.053,9
–53,1
–0,9
Kurzfristige Vermögenswerte
Vorräte
95,3
106,1
–10,8
–10,2
Forderungen
791,9
537,6
254,3
47,3
Wertpapiere
3,7
3,4
0,3
8,9
Liquide Mittel
172,9
162,1
10,8
6,6
1.063,9
809,3
254,5
31,5
Summe Aktiva
7.064,7
6.863,2
201,4
2,9
Passiva
Eigenkapital
Grundkapital
330,0
330,0


Kapitalrücklagen
253,3
253,3

Gewinnrücklagen
2.172,7
2.116,2
56,5
2,7
Bewertungsrücklage
101,6
76,2
25,5
33,4
Währungsumrechnungsrücklage
3,0
3,4
–0,4
–12,8
Eigene Aktien
–17,2
–10,7
–6,5
–60,5
Gezeichnetes Kapital und Rücklagen der Aktionäre der EVN AG
2.843,4
2.768,3
75,0
2,7
Nicht beherrschende Anteile
270,1
245,4
24,8
10,1
3.113,5
3.013,7
99,8
3,3
Langfristige Schulden
Langfristige Finanzverbindlichkeiten
1.690,8
1.933,3
–242,4
–12,5
Latente Steuerverbindlichkeiten
120,4
119,2
1,2
1,0
Langfristige Rückstellungen
530,4
490,7
39,7
8,1
Vereinnahmte Baukosten- und Investitionszuschüsse
488,6
469,5
19,0
4,0
Übrige langfristige Verbindlichkeiten
49,5
49,9
–0,4
–0,8
2.879,7
3.062,6
–182,9
–6,0
Kurzfristige Schulden
Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten
327,6
49,4
278,2
Kurzfristige Steuerverbindlichkeiten
133,1
87,0
46,1
53,0
Lieferantenverbindlichkeiten
338,3
384,4
–46,1
–12,0
Kurzfristige Rückstellungen
92,5
84,9
7,7
9,1
Übrige kurzfristige Verbindlichkeiten
179,9
181,3
–1,4
–0,8
1.071,5
786,9
284,5
36,2
Summe Passiva
7.064,7
6.863,2
201,4
2,9

Entwicklung des Konzern-Eigenkapitals

Gezeichnetes Kapital
und Rücklagen der
Nicht beherrschende
Mio. EUR Aktionäre der EVN AG Anteile Summe
Stand 30.09.2011 2.804,1 361,7 3.165,8
Gesamtergebnis der Periode1) 272,2 26,5 298,7
Anteilserwerb bei vollkonsolidierten Gesellschaften 69,7 –118,7 –49,0
Dividende 2010/11 –73,6 –0,9 –74,5
Konsolidierungskreisänderungen/Sonstiges –2,0 –2,0
Stand 31.03.2012 3.070,5 268,6 3.339,0
Stand 30.09.2012 2.768,3 245,4 3.013,7
Gesamtergebnis der Periode 156,5 26,5 183,0
Erwerb eigener Anteile –6,5 –6,5
Dividende 2011/12 –75,0 –1,7 –76,7
Stand 31.03.2013 2.843,4 270,1 3.113,5

1) Vorjahreszahlen angepasst (siehe Berichterstattung nach IFRS, Seite 23)

Verkürzte Konzern-Geldflussrechnung

Mio. EUR 2012/13
1. Halbjahr
2011/12
1. Halbjahr
+/–
absolut
in % 2011/12
Ergebnis vor Ertragsteuern1) 194,9 281,6 –86,7 –30,8 259,7
+
Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen
118,2 123,0 –4,9 –4,0 251,3
+
Nicht zahlungswirksames Ergebnis von at Equity einbezogenen
Unternehmen
79,6 –73,5 153,1 7,1
+/– Übriges nicht zahlungswirksames Finanzergebnis –27,5 –24,7 –2,8 –11,2 0,1

Auflösung von Baukosten- und Investitionszuschüssen
–19,8 –17,3 –2,5 –14,2 –35,9
–/+ Abnahme/Zunahme von langfristigen Rückstellungen1) 34,5 –27,8 62,3 0,4
+/– Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen/Erträge –0,7 –2,7 1,9 72,6 –2,3
Cash Flow aus dem Ergebnis 379,1 258,5 120,6 46,7 480,3

Veränderung der Vermögenswerte und Schulden aus operativer
Geschäftstätigkeit
–202,9 –203,1 0,2 0,1 9,7

Zahlungen für Ertragsteuern
–20,4 –6,2 –14,2 –28,9
Cash Flow aus dem operativen Bereich 155,9 49,3 106,5 461,0

Veränderung bei immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen
sowie aus Unternehmenserwerben
–84,0 –85,8 1,8 2,1 –232,0
–/+ Veränderung bei Finanzanlagen und übrigen langfristigen
Vermögenswerten
–52,9 –96,3 43,3 45,0 –155,6
–/+ Veränderung bei kurzfristigen Finanzinvestitionen 0,1 53,6 –53,5 –99,8 53,8
Cash Flow aus dem Investitionsbereich –136,8 –128,5 –8,3 –6,4 –333,9
+/– Kapitaleinzahlung nicht beherrschende Anteile/Anteilsaufstockungen –46,3

Gewinnausschüttung an die Aktionäre der EVN AG
–75,0 –73,6 –1,4 –1,9 –73,6

Gewinnausschüttung nicht beherrschende Anteile
–1,7 –0,9 –0,8 –87,0 –38,4
–/+ Erwerb/Verkauf eigener Anteile –6,5 –6,5 –4,2
+/– Veränderung von Finanzverbindlichkeiten 72,1 116,7 –44,6 –38,2 56,8
Cash Flow aus dem Finanzierungsbereich –11,1 42,2 –53,3 –105,6
Cash Flow gesamt 8,0 –37,0 45,0 21,5
Fonds der liquiden Mittel am Anfang der Periode 134,1 112,6 21,5 19,1 112,6
Fonds der liquiden Mittel am Ende der Periode 142,1 75,6 66,5 88,0 134,1

1) Vorjahreszahl angepasst (siehe Berichterstattung nach IFRS, Seite 23)

Segmentberichterstattung

Mio. EUR Erzeugung Energiehandel und
-vertrieb
Netzinfrastruktur
Inland
Energieversorgung
Südosteuropa
2012/13
1. Halbjahr
2011/12
1. Halbjahr
2012/13
1. Halbjahr
2011/12
1. Halbjahr
2012/13
1. Halbjahr
2011/12
1. Halbjahr
2012/13
1. Halbjahr
2011/12
1. Halbjahr
Außenumsatz 18,3 21,8 672,7 701,1 269,2 274,8 570,7 534,7
Innenumsatz 48,0 45,7 23,5 26,2 25,1 25,5 0,2 0,0*)
Gesamtumsatz 66,2 67,5 696,2 727,3 294,3 300,3 570,9 534,7
Operativer Aufwand1) –34,1 –32,7 –629,9 –652,6 –142,3 –150,1 –523,4 –486,9
EBITDA1) 32,1 34,7 66,3 74,7 152,0 150,2 47,5 47,9
Abschreibungen –13,8 –20,9 –7,5 –7,2 –49,5 –49,3 –33,7 –32,6
Operatives Ergebnis (EBIT)1) 18,4 13,8 58,8 67,5 102,5 100,9 13,8 15,3
Finanzergebnis1) –33,5 –7,7 –24,1 11,4 –8,6 –8,0 –14,8 –12,8
Ergebnis vor Ertragsteuern1) –15,1 6,1 34,7 78,9 93,9 92,9 –1,0 2,5
Gesamtvermögen 829,3 790,0 639,3 709,3 1.765,5 1.695,9 1.273,2 1.221,2
Investitionen2) 9,9 7,6 5,7 5,4 49,9 41,1 50,2 52,8
Umwelt Strategische Beteiligungen
und Sonstiges
Konsolidierung Summe
2012/13
1. Halbjahr
2011/12
1. Halbjahr
2012/13
1. Halbjahr
2011/12
1. Halbjahr
2012/13
1. Halbjahr
2011/12
1. Halbjahr
2012/13
1. Halbjahr
2011/12
1. Halbjahr
Außenumsatz 120,5 157,8 1,0 0,7 1.652,4 1.690,9
Innenumsatz 9,4 9,6 32,9 31,4 –139,0 –138,3
Gesamtumsatz 129,9 167,4 33,9 32,1 –139,0 –138,3 1.652,4 1.690,9
Operativer Aufwand1) –101,7 –136,8 –28,8 –29,9 138,0 137,3 –1.322,2 –1.351,6
EBITDA1) 28,2 30,6 5,1 2,2 –1,0 –1,0 330,2 339,3
Abschreibungen –13,9 –13,2 –0,8 –0,8 1,0 1,0 –118,2 –123,0
Operatives Ergebnis (EBIT)1) 14,3 17,4 4,3 1,4 212,1 216,2
Finanzergebnis1) 5,5 4,9 66,6 86,5 –8,3 –9,1 –17,2 65,4
Ergebnis vor Ertragsteuern1) 19,8 22,4 70,9 88,0 –8,3 –9,1 194,9 281,6
Gesamtvermögen 1.471,0 1.446,4 2.777,4 3.011,9 –1.690,9 –1.625,9 7.064,7 7.248,8
Investitionen2) 7,5 10,7 1,6 2,2 –0,3 –0,2 124,5 119,7

*) Kleinbetrag

1) Vorjahreszahlen angepasst (siehe Berichterstattung nach IFRS, Seite 23)

Anhang zum Konzern-Zwischenabschluss

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Der Konzern-Zwischenabschluss zum 31. März 2013 der EVN AG wurde in Anwendung von § 245a UGB nach den Vorschriften aller am Bilanzstichtag vom International Accounting Standards Board (IASB) verlautbarten und anzuwendenden Richtlinien der International Financial Reporting Standards (IFRS) sowie den Interpretationen des International Financial Reporting Interpretations Committee (IFRIC), wie sie in der Europäischen Union (EU) anzuwenden sind, erstellt.

Vom Wahlrecht nach IAS 34, einen verkürzten Anhang zu erstellen, wurde Gebrauch gemacht. Somit enthält dieser Konzern-Zwischenabschluss im Einklang mit IAS 34 einen gegenüber dem Jahresabschluss verkürzten Berichtsumfang sowie ausgewählte Informationen und Angaben zum Berichtszeitraum und sollte daher gemeinsam mit dem Geschäftsbericht zum Geschäftsjahr 2011/12 (Bilanzstichtag: 30. September 2012) gelesen werden.

Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden vom 30. September 2012 wurden – abgesehen von den im Abschnitt "Berichterstattung nach IFRS" beschriebenen Änderungen – unverändert angewendet. Die Erstellung eines Konzern-Zwischenabschlusses nach IFRS erfordert Schätzungen und Annahmen, welche die berichteten Werte beeinflussen. Tatsächliche Ergebnisse können von diesen Schätzungen abweichen.

Alle Beträge in Kommentaren und tabellarischen Übersichten werden, soweit nicht anders vermerkt, zum Zweck der Übersichtlichkeit und Vergleichbarkeit in Millionen Euro (Mio. Euro bzw. Mio. EUR) ausgewiesen. Durch die kaufmännische Rundung von Einzelpositionen und Prozentangaben kann es zu geringfügigen Rechendifferenzen kommen. Die Abschlüsse der in den Konzern-Zwischenabschluss einbezogenen Unternehmen folgen einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen.

Berichterstattung nach IFRS

Folgende Standards und Interpretationen wurden erstmals im Geschäftsjahr 2012/13 angewendet:

Erstmals anwendbare Standards
und Interpretationen
Inkrafttreten1)
Neue Interpretationen
Geänderte Standards und Interpretationen
IAS 1 Darstellung des Abschlusses – Darstellung
einzelner Posten des sonstigen Ergebnisses
01.07.2012
IAS 12 Ertragsteuern: Latente Steuern –
Realisierung zugrundeliegender Vermögenswerte
01.01.2012
IFRS 1 Erstmalige Anwendung der IFRS –
Schwerwiegende Hochinflation 01.07.2011

1) Die Standards sind gemäß dem Amtsblatt der EU für jene Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem Datum des Inkrafttretens beginnen.

Die Änderungen an IAS 1 dienen dem Ziel, die Darstellung der zunehmenden Zahl von Posten des sonstigen Ergebnisses klarer zu gestalten. Es wird nun zwischen Posten des sonstigen Ergebnisses, die anschließend in den Gewinn oder Verlust umgegliedert werden können (sogenanntes "recycling"), und Posten, bei denen eine solche Umgliederung nie erfolgen wird, unterschieden. Die Änderung führte ab dem ersten Quartal 2012/13 zu einer entsprechenden Neugliederung der Gesamtergebnisrechnung im Konzern-Zwischenabschluss der EVN.

Die erstmalige verpflichtende Anwendung der anderen geänderten Standards hatte keine Auswirkungen auf den Konzern-Zwischenabschluss.

Folgende Bilanzierungs- und Bewertungsmethode wurde im Geschäftsjahr 2012/13 geändert:

Die Zinskomponente betreffend Rückstellungen für Pensionen und pensionsähnliche Verpflichtungen, die Rückstellung für Abfertigungen sowie Rückstellungen für Jubiläumsgeldverpflichtungen wurde beginnend mit dem ersten Quartal 2012/13 im Finanzergebnis ausgewiesen. Bisher erfolgte die Darstellung des Zinsaufwands in den Personalaufwendungen. Die Änderung dieser Rechnungslegungsmethode entspricht IAS 1 und dem Rahmenkonzept der IFRS, verbessert die Darstellung der Ertragslage und ermöglicht eine bessere Vergleichbarkeit mit wichtigen Benchmark-Unternehmen. Die Anwendung der neuen Bilanzierungsmethode erfolgte gemäß IAS 8 retrospektiv mit Wirkung vom 1. Oktober 2011.

Durch die Änderung der Bilanzierungsmethode kommt es im ersten Halbjahr 2012/13 zu einem um 7,7 Mio. Euro höheren Zinsaufwand, während der Personalaufwand um diesen Betrag geringer ausfällt (erstes Halbjahr 2011/12 Zinsaufwand um 8,3 Mio. Euro höher, Personalaufwand entsprechend niedriger; Geschäftsjahr 2011/12 Zinsaufwand um 16,5 Mio. Euro höher, Personalaufwand entsprechend niedriger). Die Änderung der Bilanzierungsmethode hat keine Auswirkung auf das Ergebnis je Aktie.

Fußnoten betreffend die retrospektive Anpassung von Vorjahreszahlen beziehen sich auf die oben beschriebene Änderung der Bilanzierungsmethode und auf die Anwendung des IAS 19 (2011) ab dem dritten Quartal 2011/12. Die Auswirkungen der Anwendung des IAS 19 (2011) wurden ausführlich im Konzernabschluss 2011/12 erläutert.

Saisonale Einflüsse auf die Geschäftstätigkeit

Witterungsbedingte Schwankungen in Produktion und Absatz sind besonders im Energiegeschäft zu verzeichnen, weshalb im zweiten Halbjahr eines Geschäftsjahres grundsätzlich geringere Ergebnisse erzielt werden. Das Umweltgeschäft ist ebenfalls durch saisonale Effekte geprägt. Der Baubeginn vieler Großprojekte findet witterungsbedingt im Frühjahr statt. Das erste Halbjahr des Geschäftsjahres ist somit im Segment Umwelt in der Regel umsatzschwächer als das zweite Halbjahr. Dadurch wird der Saisonalität des Energiegeschäfts zwar grundsätzlich entgegengewirkt, trotzdem kann es bei Großprojekten zu Schwankungen in der Umsatz- und Ergebnisrealisierung kommen, die vom jeweiligen Baufortschritt abhängen.

Prüferische Durchsicht

Der Konzern-Zwischenabschluss wurde weder geprüft noch einer prüferischen Durchsicht durch einen Abschlussprüfer unterzogen.

Konsolidierungskreis

Die Festlegung des Konsolidierungskreises erfolgt nach den Grundsätzen des IAS 27. Dementsprechend sind zum 31. März 2013 einschließlich der EVN AG als Muttergesellschaft 26 inländische und 38 ausländische Tochterunternehmen als vollkonsolidierte Unternehmen einbezogen (30. September 2012: 26 inländische und 36 ausländische Tochterunternehmen). Zum 31. März 2013 wurden 29 verbundene Unternehmen (30. September 2012: 33) aufgrund ihrer untergeordneten Bedeutung auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage im Einzelnen und insgesamt nicht einbezogen.

Veränderungen des
Konsolidierungskreises
Voll Quoten Equity Summe
30.09.2012 62 5 18 85
Erstkonsolidierungen/
Neugründungen 2 2
31.03.2013 64 5 18 87
davon ausländische Unternehmen 38 5 43

Im April 2012 erhielt die EVN den Zuschlag zur Planung, Errichtung, Finanzierung und dem Betrieb einer Trinkwasseraufbereitungsanlage für die Stadtgemeinde Zrenjanin, Serbien. Aus diesem Anlass wurde bereits im Juli 2012 die WTE Projektgesellschaft Trinkwasseranlage d.o.o. gegründet, die im ersten Quartal 2012/13 erstmals vollkonsolidiert wurde.

Ebenfalls zum Kreis der vollkonsolidierten Gesellschaften zählt mit dem ersten Quartal 2012/13 die neu gegründete OOO EVN Umwelt, über welche Managementleistungen im Umweltgeschäft in Russland abgewickelt werden.

In der Berichtsperiode fanden keine Unternehmenserwerbe gemäß IFRS 3 statt.

Ausgewählte Anhangsangaben zur Konzern-Gewinn-und-Verlust-Rechnung

Im ersten Halbjahr 2012/13 kam es zu keiner Wertminderung. Die Wertminderung in der Vergleichsperiode betrifft im Wesentlichen die Biomasse-Versuchsanlage am Kraftwerkstandort Dürnrohr, die aufgrund ungünstiger Marktbedingungen außerordentlich abgeschrieben wurde. Der Aufwand für Abschreibungen entwickelte sich wie folgt:

Zusammensetzung
der Abschreibung
Mio. EUR
2012/13
1. Halbjahr
2011/12
1. Halbjahr
Planmäßige Abschreibung –118,2 –112,3
Wertminderung –10,8
Summe Abschreibung –118,2 –123,0

Das Beteiligungsergebnis entwickelte sich wie folgt:

Zusammensetzung des
Beteiligungsergebnisses
Mio. EUR
2012/13
1. Halbjahr
2011/12
1. Halbjahr
RAG 48,9 44,8
EconGas –20,4 11,8
ZOV; ZOV UIP 5,5 6,6
Energie Burgenland AG 6,7 9,7
Devoll Hydropower ShA –27,5 –0,7
WEEV Beteiligungs GmbH –22,5 1,2
Andere Gesellschaften 2,0 1,4
Ergebnis der at Equity
einbezogenen Unternehmen
–7,3 74,7
Verbund AG 24,1 22,1
Andere Gesellschaften 2,4 2,7
Ergebnis aus anderen Beteiligungen 26,5 24,8
Summe Beteiligungsergebnis 19,2 99,5

Verantwortlich für den starken Rückgang des Beteiligungsergebnisses war der negative Ergebnisbeitrag der EconGas aufgrund der signifikant negativen Spanne zwischen dem langfristigen ölpreisgebundenen Gasbezug und den hubpreisgebundenen Verkäufen sowie einer Vorsorge für drohende Verluste im Zusammenhang mit vertraglich vereinbarten, langfristigen Transport- und LNG-Kapazitätsbuchungen, welcher bereits im ersten Quartal erfasst wurde. Weiters kam es durch den Verkauf des Anteils der EVN AG an der Devoll Hydropower ShA an die Statkraft A.S. zu einem einmaligen negativen Effekt in Höhe von 27,5 Mio. Euro vor Steuern. Der negative Ergebnisbeitrag der WEEV Beteiligungs GmbH ist auf eine marktbewertungsbedingte Wertminderung der von WEEV gehaltenen Aktien am Verbund aufgrund des signifikanten und länger anhaltenden Rückgangs des Aktienkurses unter deren Anschaffungskosten zurückzuführen. Die WEEV Beteiligungs GmbH wurde zum Zweck der Teilnahme an der Kapitalerhöhung des Verbund gemeinsam mit dem Syndikatspartner Wiener Stadtwerke Holding AG gegründet und erstmals im ersten Quartal 2010/11 in den Konzernabschluss der EVN at Equity einbezogen. Die Anpassungen an geänderte Marktwerte wurden bisher, nach Berücksichtigung des Abzugs latenter Steuern, gemäß IAS 39 gegen die Bewertungsrücklage verrechnet. Im Falle eines signifikanten und länger anhaltenden Rückgangs des Aktienkurses erfordern die Bestimmungen der IFRS die Vornahme einer ergebniswirksamen Wertminderung, welche zu dem ausgewiesenen negativen Ergebnisbeitrag führte.

Das Ergebnis je Aktie wird durch Division des Konzernergebnisses (= Ergebnisanteil der Aktionäre der EVN AG am Ergebnis nach Ertragsteuern) durch die gewichtete durchschnittliche Anzahl der am 31. März 2013 im Umlauf befindlichen Aktien von 178.595.778 Stück (31. März 2012: 179.480.142 Stück) ermittelt. Das unverwässerte Ergebnis je Aktie entspricht dem verwässerten Ergebnis je Aktie. Auf Basis des Konzernergebnisses von 131,5 Mio. Euro (31. März 2012: 212,9 Mio. Euro) errechnet sich zum Quartalsstichtag 31. März 2013 ein Ergebnis je Aktie von 0,74 Euro (31. März 2012: 1,19 Euro je Aktie).

Ausgewählte Anhangsangaben zur Konzern-Bilanz

Im ersten Halbjahr 2012/13 wurden von der EVN immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen in Höhe von 124,5 Mio. Euro (Vorjahr: 119,7 Mio. Euro) erworben. Sachanlagen mit einem Nettobuchwert in Höhe von 1,1 Mio. Euro (Vorjahr: 6,9 Mio. Euro) wurden mit einem Veräußerungsgewinn in Höhe von 1,0 Mio. Euro (Vorjahr: 2,3 Mio. Euro) verkauft.

Die Position der at Equity einbezogenen Unternehmen reduzierte sich um 36,8 Mio. Euro bzw. 3,5 % auf 1.011,9 Mio. Euro. Diese Reduktion resultierte vorwiegend aus den Ausschüttungen der RAG sowie der ZOV und der ZOV UIP, welche insgesamt 72,3 Mio. Euro betrugen, sowie aus den laufenden Ergebnisanteilen in Höhe von –7,3 Mio. Euro. Dieser Reduktion standen Zugänge im Zusammenhang mit der Einzahlung der Eigenmittelanteile für das Kraftwerksprojekt Duisburg-Walsum in Deutschland mit 32,0 Mio. Euro gegenüber. Weitere Änderungen resultierten aus erfolgsneutralen Wertänderungen sowie Währungsdifferenzen.

Die sonstigen Beteiligungen in Höhe von 702,4 Mio. Euro, die der Kategorie "Available for Sale" zugeordnet sind, beinhalten Aktien börsenotierter Unternehmen mit einem Kurswert von 678,3 Mio. Euro, deren Wert sich gegenüber dem letzten Bilanzstichtag um 32,5 Mio. Euro erhöhte. Die Anpassungen an geänderte Marktwerte wurden, nach Berücksichtigung des Abzugs latenter Steuern, gemäß IAS 39 gegen die Bewertungsrücklage verrechnet.

Die Anzahl der in Umlauf befindlichen Aktien zum Stichtag 31. März 2013 entwickelte sich wie folgt:

Entwicklung der Anzahl der in Umlauf
befindlichen Aktien
Stück
2012/13
1. Halbjahr
Stand 30.09.20121) 179.000.770
Erwerb eigener Aktien –600.500
Stand 31.03.2013 178.400.270

1) Wert geringfügig angepasst

Der Vorstand der EVN AG hat am 28. Dezember 2012 beschlossen, im Rahmen des laufenden Aktienrückkaufprogramms bis zu 1.000.000 Stück weitere eigene Aktien der Gesellschaft, dies entspricht bis zu 0,556 % des derzeitigen Grundkapitals der EVN AG, zu erwerben. Gleichzeitig wurde das seit 6. Juni 2012 planmäßig laufende Aktienrückkaufprogramm bis voraussichtlich zum 31. August 2013 verlängert.

Zum Stichtag 31. März 2013 wurden 1.478.132 Stück eigene Aktien (das sind nunmehr 0,82 % des Grundkapitals) mit einem Anschaffungswert von 17,2 Mio. Euro und einem Kurswert von 16,1 Mio. Euro (30. September 2012: 10,7 Mio. Euro) gehalten. Aus den eigenen Aktien stehen der EVN AG keine Rechte zu; sie sind insbesondere nicht dividendenberechtigt.

Die Hauptversammlung der EVN AG hat am 17. Jänner 2013 dem Vorschlag von Vorstand und Aufsichtsrat zugestimmt, für das Geschäftsjahr 2011/12 eine Dividende in Höhe von 0,42 Euro je Aktie auszuschütten, was eine Gesamtdividendenzahlung von 75,0 Mio. Euro ergab. Ex-Dividendentag war der 22. Jänner 2013, und Dividendenzahltag war der 25. Jänner 2013.

Die langfristigen Finanzverbindlichkeiten setzen sich wie folgt zusammen:

Zusammensetzung
langfristiger
Finanzverbindlichkeiten
Mio. EUR 31.03.2013 30.09.2012
Anleihen 783,8 1.028,6
Bankdarlehen 907,0 904,7
Summe
langfristiger Finanzverbindlichkeiten
1.690,8 1.933,3

Der Rückgang der Anleihen in Höhe von 244,8 Mio. Euro resultierte im Wesentlichen aus der Umgliederung der CHF-Anleihe in die kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten sowie dem Rückgang aus der Wertveränderung des abgesicherten Fremdwährungsrisikos. Diesem stand eine gegenläufige Bewegung der Marktwerte der Sicherungsgeschäfte in Höhe von 39,3 Mio. Euro gegenüber. In den Bankdarlehen sind die Schuldscheindarlehen in Höhe von 121,5 Mio. Euro, die im Oktober 2012 emittiert wurden, enthalten. 91,4 Mio. Euro wurden in die kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten umgegliedert, da diese nun innerhalb eines Jahres fällig sind. Weiters spiegeln sich die laufenden, planmäßigen Tilgungen in Höhe von 21,4 Mio. Euro wider.

Ausgewählte Anhangsangaben zur Geldflussrechnung

Die Zinsein- und -auszahlungen werden der laufenden Geschäftstätigkeit zugeordnet. Die Zinseinzahlungen beliefen sich auf 9,4 Mio. Euro (Vorjahr: 14,8 Mio. Euro), Zinsauszahlungen wurden in Höhe von 27,8 Mio. Euro (Vorjahr: 29,0 Mio. Euro) geleistet. Weiters sind Einzahlungen aus Dividenden in Höhe von 72,3 Mio. Euro (Vorjahr: 1,8 Mio. Euro) im operativen Cash Flow enthalten.

Transaktionen mit nahestehenden Unternehmen und Personen

Gegenüber dem letzten Konzernabschluss ergaben sich keine Veränderungen beim Kreis der nahestehenden Personen.

Die Transaktionen mit wesentlichen at Equity einbezogenen Unternehmen setzten sich wie folgt zusammen:

Transaktionen mit at Equity
einbezogenen Unternehmen
Mio. EUR
2012/13
1. Halbjahr
2011/12
1. Halbjahr
Umsätze 95,9 91,8
Aufwendungen für bezogene Leistungen 431,7 472,4
Forderungen aus Lieferungen u. Leistungen 115,5 74,81)
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und
Leistungen
32,7 21,31)

1) Wert zum 30. September 2012

Sonstige Verpflichtungen und Risiken

Die sonstigen Verpflichtungen und Risiken erhöhten sich gegenüber dem 30. September 2012 um 92,7 Mio. Euro auf 1.060,1 Mio. Euro. Diese Veränderung resultiert überwiegend aus einer stichtagsbezogenen Erhöhung der Garantien für Tochtergesellschaften im Zusammenhang mit Energiegeschäften, einer Erhöhung der planmäßigen Bestellungen für Investitionen in immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen sowie einer Erhöhung der Garantien im Zusammenhang mit der Errichtung und dem Betrieb von Kraftwerken.

Die Eventualverbindlichkeiten betreffend die Garantien für Tochtergesellschaften im Zusammenhang mit Energiegeschäften werden für jene Garantien, die von e&t Energie Handelsgesellschaft mbH sowie von EconGas GmbH abgegeben wurden, in Höhe des tatsächlichen Risikos für die EVN AG angesetzt. Dieses Risiko bemisst sich an Veränderungen zwischen vereinbartem Preis und aktuellem Marktpreis, wobei sich bei Beschaffungsgeschäften ein Risiko nur bei gesunkenen Marktpreisen und bei Absatzgeschäften ein Risiko nur bei gestiegenen Marktpreisen ergibt. Dementsprechend kann sich das Risiko aufgrund von Marktpreisänderungen nach dem Stichtag entsprechend verändern. Aus dieser Risikobewertung resultierte per 31. März 2013 eine Eventualverbindlichkeit in Höhe von 96,3 Mio. Euro. Das dieser Bewertung zugrundeliegende Nominalvolumen der Garantien betrug 458,5 Mio. Euro.

Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Zwischen dem Quartalsstichtag 31. März 2013 und der Veröffentlichung des Konzern-Zwischenabschlusses am 28. Mai 2013 traten folgende Ereignisse auf:

In Bulgarien erfolgte per 1. April 2013 durch den Regulator eine Preissenkung für Wärme um 4,9 %. Der Gaspreis wurde um 3,9 % gesenkt.

In der am 17. April 2013 abgehaltenen 66. ordentlichen Hauptversammlung des Verbund wurde für das Geschäftsjahr 2012 die Dividendenausschüttung in Höhe von 0,60 Euro je Aktie (Vorjahr: 0,55 Euro je Aktie) beschlossen. Die Dividende wurde bereits in dieser Berichtsperiode in der Bewertung der Beteiligung und im Finanzergebnis abgebildet.

Im April 2013 hat die Ratingagentur Standard & Poor's das langfristige Credit Rating der EVN im Investment-Grade-Bereich BBB+ (stabiler Ausblick) bestätigt. Weiters hat im April auch Moody´s im Zuge der Herausgabe einer Credit Opinion ihr Rating von A3 (stabiler Ausblick) unverändert belassen.

Am 30. April 2013 präzisierte die EVN das erwartete Konzernergebnis für 2012/13 und gab bekannt, dass für das Geschäftsjahr 2012/13 ein Konzernergebnis in einer Größenordnung von rund 40 % unter dem Vergleichswert des Vorjahres erwartet wird.

Durch die Veränderungen am Energiemarkt konnte die EVN im Mai 2013 die Möglichkeit nutzen, für weitere drei Jahre als Reservekapazität für die deutsche Bundesnetzagentur mit 785 MW pro Winterhalbjahr zur Verfügung zu stehen, um gegebenenfalls den süddeutschen Raum mit Energie zu versorgen.

Die EVN und die Statkraft A.S. haben sich im März 2013 über den Verkauf des 50 %-Anteils der EVN an der Devoll Hydropower ShA an die Statkraft A.S. geeinigt. Das Closing fand am 7. Mai 2013 statt.

Erklärung des Vorstands gemäß § 87 Abs 1 Z 3 Börsegesetz

Der Vorstand der EVN AG bestätigt nach bestem Wissen, dass der im Einklang mit den maßgebenden Rechnungslegungsstandards aufgestellte verkürzte Konzernzwischenabschluss ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und dass der Halbjahreslagebericht des Konzerns ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns bezüglich der wichtigen Ereignisse während der ersten sechs Monate des Geschäftsjahres und ihrer Auswirkungen auf den verkürzten Konzernzwischenabschluss, bezüglich der wesentlichen Risiken und Ungewissheiten in den restlichen sechs Monaten des Geschäftsjahres und bezüglich der offenzulegenden wesentlichen Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen vermittelt.

Maria Enzersdorf, am 28. Mai 2013

EVN AG Der Vorstand

Dipl.-Ing. Dr. Peter Layr Mag. Stefan Szyszkowitz, MBA Dipl.-Ing. Herbert Pöttschacher Sprecher des Vorstands Mitglied des Vorstands Mitglied des Vorstands

EVN Aktie

Highlights

  • Stagnation des BIP in der Eurozone für 2013 erwartet
  • Leitzinssatz der EZB Anfang Mai auf 0,5 % gesenkt
  • Positive Entwicklung der Aktienmärkte
  • Performance der EVN Aktie erneut besser als Dow Jones Euro Stoxx Utilities Index

Nach dem schwachen Wirtschaftswachstum in der Eurozone im Jahr 2012 wird für 2013 in Summe eine Stagnation des BIP erwartet. Dabei werden jedoch große regionale Unterschiede prognostiziert. Die Eurokrise hat sich nach einer zaghaften Erholungsphase wieder erhärtet, und Zypern fand mittlerweile Schutz unter dem Euro-Rettungsschirm. In Italien gestaltete sich die Regierungsbildung nach der Wahl Ende Februar schwierig, und Spanien hat seine Defizitpläne für 2012 verfehlt. Zudem steigt die Arbeitslosenquote in der Eurozone auf ein Rekordhoch. Als Lichtblick ist hingegen die erfolgreiche Rückkehr Irlands auf den Kapitalmarkt zu bewerten. Diese Entwicklungen führten zuletzt auch innerhalb der Europäischen Zentralbank (EZB) zu vermehrten Diskussionen über die zukünftige Geldpolitik. Anfang Mai senkte die EZB ihre Leitzinsen um 25 Basispunkte auf 0,5 %.

Die Aktienmärkte präsentierten sich trotz der anhaltenden Krise nach teils größeren Schwankungen weiterhin gut. Eine zumindest psychologische Rolle spielt dabei die Tatsache, dass das seit dem Jahr 2007 bestehende Allzeithoch an der Wall Street übertroffen wurde. Von Oktober 2012 bis März 2013 hat der deutsche Leitindex DAX 8,0 % an Wert gewonnen. Der Wiener Leitindex ATX konnte im selben Zeitraum sogar um 12,6 % zulegen. Lediglich der für die EVN relevante Branchenindex Dow Jones Euro Stoxx Utilities verlor aufgrund der anhaltenden konjunkturellen Unsicherheiten und der weiterhin niedrigen Strompreise 8,3 % an Wert.

Die EVN Aktie schloss das erste Halbjahr 2012/13 mit einem Kurs von 11,30 Euro, woraus sich eine Marktkapitalisierung von 2,03 Mrd. Euro und ein Kursanstieg um 4,3 % errechnet. Bereits zum wiederholten Mal konnte sich die EVN Aktie somit der Entwicklung ihres Branchenindex entziehen. Auch das tägliche Handelsvolumen hat im Vergleichszeitraum zugelegt und belief sich auf 54.811 Stück (Einmalzählung). Das Umsatzvolumen an der Wiener Börse lag im Berichtszeitraum bei 77,0 Mio. Euro (Einmalzählung). Die EVN Aktie verzeichnete einen Anteil von 0,87 % am Gesamtumsatz der Wiener Börse.

Der Vorstand der EVN AG hat am 28. Dezember 2012, gestützt auf eine Ermächtigung der 83. ordentlichen Hauptversammlung der EVN AG vom 19. Jänner 2012, beschlossen, im Rahmen des laufenden Aktienrückkaufprogramms weitere bis zu 1.000.000 Stück eigene Aktien der Gesellschaft zu erwerben. Im Maximalfall entspricht dies bis zu 0,556 % des derzeitigen Grundkapitals der EVN AG. Gleichzeitig hat der Vorstand der EVN AG beschlossen, das seit 6. Juni 2012 planmäßig laufende Aktienrückkaufprogramm bis voraussichtlich 31. August 2013 zu verlängern. Seit Beginn des Programms am 6. Juni 2012 wurden bis Ende Dezember 2012 insgesamt 931.530 Stück

EVN Aktie – Performance 2012/13
1. Halbjahr
2011/12
1. Halbjahr
Kurs per Ultimo März EUR 11,30 10,09
Höchstkurs EUR 12,66 10,95
Tiefstkurs EUR 10,73 9,80
Aktienumsatz1) Mio. EUR 77 66
Durchschnittlicher Tagesumsatz1) Stück 54.811 50.970
Anteil am Gesamtumsatz1) % 0,87 0,61
Börsekapitalisierung per Ultimo März Mio. EUR 2.033 1.815
ATX Gewichtung per Ultimo März % 1,09 1,10
WBI (Wiener Börse Index) Gewichtung per Ultimo März % 2,60 2,47

1) Wiener Börse, Einmalzählung

eigene Aktien erworben. Im Rahmen der Fortführung des Aktienrückkaufprogramms wurden von Jänner bis März 2013 223.500 Stück eigene Aktien erworben, wodurch in Summe 1.155.030 Stück eigene Aktien im Rahmen des aktuellen Programms rückgekauft wurden.

In der 84. Hauptversammlung am 17. Jänner 2013 wurde die Zahlung einer Dividende an die Aktionäre der EVN AG für das Geschäftsjahr 2011/12 in Höhe von 75,0 Mio. Euro bzw. 0,42 Euro je Aktie beschlossen. Ex-Dividendentag war der 22. Jänner 2013; die Ausschüttung an die Aktionäre erfolgte am 25. Jänner 2013.

In der Hauptversammlung wurde ein neues Mitglied in den Aufsichtsrat gewählt. Da Hans-Peter Villis (Vorstandsvorsitzender der EnBW Energie Baden-Württemberg AG bis zum 30. September 2012) seine Funktion als Mitglied des Aufsichtsrats mit Wirkung zum Ablauf der 84. ordentlichen Hauptversammlung am 17. Jänner 2013 zurückgelegt hatte, wurde Herr Thomas Kusterer (CFO, Mitglied des Vorstands der EnBW Energie Baden-Württemberg AG) mit Wirkung nach Beendigung der 84. Hauptversammlung satzungsgemäß für den Rest der Funktionsperiode des ausgeschiedenen Mitglieds, somit bis zur Hauptversammlung, die über die Entlastung für das Geschäftsjahr 2014/15 zu beschließen hat, in den Aufsichtsrat der EVN AG gewählt.

Des Weiteren wurde zur Umsetzung des Gesellschaftsrechts-Änderungsgesetzes 2011 BGBl I 53/2011 der § 5 Abs 2 der Satzung der EVN AG geändert und der Anspruch auf Einzelverbriefung der Aktien ausgeschlossen. Um der neuen Rechtslage zu entsprechen, müssen alle einzelverbrieften Aktienurkunden eingezogen und durch eine Sammelurkunde ersetzt werden. Alle Details zum Aktienumtausch bzw. der Kraftloserklärung von einzelverbrieften Aktienurkunden befinden sich unter www.evn.at.

Im April 2013 hat die Ratingagentur Standard & Poor's das langfristige Credit Rating der EVN im Investment-Grade-Bereich BBB+ (stabiler Ausblick) bestätigt. Weiters hat im April auch Moody´s im Zuge der Herausgabe einer Credit Opinion ihr Rating von A3 (stabiler Ausblick) unverändert belassen.

Aufgrund verfassungsrechtlicher Bestimmungen werden unverändert 51,0 % der Aktien von der NÖ Landes-Beteiligungsholding GmbH, St. Pölten, gehalten. Die zweitgrößte Aktionärin ist die EnBW Energie Baden-Württemberg AG, Karlsruhe, Deutschland, mit einem Anteil von 32,5 %. Der Anteil der von der EVN AG gehaltenen eigenen Aktien beträgt 0,8 %. Der Streubesitz beläuft sich auf 15,7 %.

Kontakt

Investor Relations

Mag. Gerald Reidinger Telefon: +43 2236 200-12698

Dipl.-Ing. (FH) Doris Lohwasser Telefon: +43 2236 200-12473

Mag. (FH) Sonja Ponsold Telefon: +43 2236 200-12695

E-Mail: [email protected]

Service-Telefon für Anleger/innen: 0800 800 200 Service-Telefon für Kunden/innen: 0800 800 100

Online-Aktionärsbrief www.finanzbericht.evn.at/?report=DE2013-Q2

Informationen im Internet www.evn.at www.investor.evn.at www.verantwortung.evn.at

Finanzkalender1)
Ergebnis 1.– 3. Quartal 2012/13 29.08.2013
Jahresergebnis 2012/13

1) Vorläufig

EVN Aktie – Basisinformation
Grundkapital 330.000.000,00 EUR
Stückelung 179.878.402 nennwertlose Stückaktien
ISIN-Wertpapierkennnummer AT0000741053
Ticker-Symbole EVNV.VI (Reuters); EVN AV (Bloomberg); EVN (Dow Jones); EVNVY (ADR)
Börsenotierung Wien
ADR-Programm; Depositary Sponsored Level I ADR programme (5 ADR = 1 Aktie); The Bank of New York Mellon
Nachhaltigkeitsindizes VÖNIX, FTSE4Good, Ethibel, ECPI
Ratings A3, stabil (Moody's); BBB+, stabil (Standard & Poor's)

Impressum

Herausgeber: EVN AG EVN Platz, A-2344 Maria Enzersdorf Telefon: +43 2236 200-0 Telefax: +43 2236 200-2030

Offenlegung gemäß § 25 Mediengesetz: www.evn.at/offenlegung

Redaktionsschluss: 21. Mai 2013