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ENGIE Audit Report / Information 2019

Feb 5, 2021

1286_rns_2021-02-05_4c47b1d2-ae09-4e76-a6b3-bceba9d13897.html

Audit Report / Information

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Publication

ENGIE Deutschland AG

Berlin

Jahresabschluss zum 31.12.2019

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die ENGIE Deutschland AG

Vermerk über die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der ENGIE Deutschland AG, Berlin - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2019 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2019 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der ENGIE Deutschland AG für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2019 geprüft. Die in Abschnitt II des Lageberichts enthaltene Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote) haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2019 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2019 und
vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Unser Prüfungsurteil zum Lagebericht erstreckt sich nicht auf den Inhalt der oben genannten Erklärung zur Unternehmensführung.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Sonstige Informationen

Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen die in Abschnitt II des Lageberichts enthaltene Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote).

Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab.

Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen

wesentliche Unstimmigkeiten zum Jahresabschluss, Lagebericht oder unseren bei der Prüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder
anderweitig wesentlich falsch dargestellt erscheinen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können;
gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben;
beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben;
ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann;
beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt;
beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens;
führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

Sonstige gesetzliche und andere rechtliche Anforderungen

Vermerk über die Prüfung der Einhaltung der Rechnungslegungspflichten nach § 6b Abs. 3 EnWG

Prüfungsurteil

Wir haben geprüft, ob die Gesellschaft ihre Pflichten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 5 EnWG zur Führung getrennter Konten für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2019 bis zum 31. Dezember 2019 eingehalten hat. Nach unserer Beurteilung wurden die Pflichten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 5 EnWG zur Führung getrennter Konten in allen wesentlichen Belangen eingehalten.

Grundlage für das Prüfungsurteil

Wir haben unsere Prüfung der Einhaltung der Pflichten zur Führung getrennter Konten in Übereinstimmung mit § 6b Abs. 5 EnWG unter Beachtung des Entwurfs einer Neufassung des IDW Prüfungsstandards: Prüfung nach § 6b Abs. 5 Energiewirtschaftsgesetz (IDW EPS 610 n.F.) durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung der Einhaltung der Rechnungslegungspflichten nach § 6b Abs. 3 EnWG" weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir wenden als Wirtschaftsprüfungsgesellschaft die Anforderungen des IDW Qualitätssicherungsstandards: Anforderungen an die Qualitätssicherung in der Wirtschaftsprüferpraxis (IDW QS 1) an. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unser Prüfungsurteil zur Einhaltung der Rechnungslegungspflichten nach § 6b Abs. 3 EnWG zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für die Einhaltung der Rechnungslegungspflichten nach § 6b Abs. 3 EnWG

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Einhaltung der Pflichten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 5 EnWG zur Führung getrennter Konten.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie als notwendig erachtet haben, um die Pflichten zur Führung getrennter Konten einzuhalten.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung der Einhaltung der Rechnungslegungspflichten nach § 6b Abs. 3 EnWG

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob die gesetzlichen Vertreter ihre Pflichten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 5 EnWG zur Führung getrennter Konten in allen wesentlichen Belangen eingehalten haben.

Ferner umfasst unsere Zielsetzung, einen Vermerk in den Bestätigungsvermerk aufzunehmen, der unser Prüfungsurteil zur Einhaltung der Rechnungslegungspflichten nach § 6b Abs. 3 EnWG beinhaltet.

Prüfung der Einhaltung der Pflichten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 5 zur Führung getrennter Konten umfasst die Beurteilung, ob die Zuordnung der Konten zu den Tätigkeiten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 4 EnWG sachgerecht und nachvollziehbar erfolgt ist und der Grundsatz der Stetigkeit beachtet wurde.

Berlin, 15. Dezember 2020

**Ernst & Young GmbH

Wirtschaftsprüfungsgesellschaft**

Diederichs, Wirtschaftsprüfer

Kalkan, Wirtschaftsprüfer

Bilanz zum 31. Dezember 2019

Aktiva

EUR EUR 31.12.2018

TEUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 33.835,43 60
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 0,00 169
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 25.967,12 168
25.967,12 337
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 735.960.821,25 654.493
2. Beteiligungen 194.240.340,15 194.241
930.201.161,40 848.734
930.260.963,95 849.131
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 37.125.536,25 43.710
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 45.243.224,72 147.899
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 82.029.806,25 466.260
3. Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 2.172.063,23 8.177
4. Sonstige Vermögensgegenstände 239.700.932,10 21.728
369.146.026,30 644.064
406.271.562,55 687.774
C. Rechnungsabgrenzungsposten 9.914.411,73 10.959
1.346.446.938,23 1.547.864
Passiva
EUR EUR 31.12.2018

TEUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 5.435.500,00 5.436
II. Kapitalrücklage 893.201.889,64 1.023.202
III. Gewinnrücklagen
Andere Gewinnrücklagen 112.881.135,21 112.881
IV. Verlustvortrag (Vj. Gewinnvortrag) -108.636.802,77 49.846
V. Jahresfehlbetrag -85.659.433,20 -158.483
817.222.288,88 1.032.882
B. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 539.093,11 456
2. Steuerrück Stellungen 24.810.350,55 24.937
3. Sonstige Rückstellungen 133.701.676,17 125.617
159.051.119,83 151.010
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 9.550.427,33 20.772
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 114.623.602,40 286.308
3. Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 1.622.904,23 1.102
4. Verpflichtung zur Leistungsbereitstellung 32.221.888,71 35.722
5. Sonstige Verbindlichkeiten 211.626.165,62 20.068
davon aus Steuern EUR 8.716.107,48 (Vj. TEUR 16.571)
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit EUR 4.301,81 (Vj. TEUR 3)
369.644.988,29 363.972
D. Rechnungsabgrenzungsposten 528.541,23 0
1.346.446.938,23 1.547.864

Gewinn- und Verlustrechnung für 2019

EUR EUR 2018

TEUR
1. Umsatzerlöse 875.115.284,75 1.134.906
abzüglich Energie- und Stromsteueraufwand -1.440.845,60 -1.110
2. Sonstige betriebliche Erträge, 187.619.422,32 34.218
davon Erträge aus der Währungsumrechnung EUR 227.485,94 (Vj. TEUR 234)
1.061.293.861,47 1.168.014
3. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren -839.998.705,26 -1.089.427
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen -49.370.705,16 -62.897
4. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -2.167.468,03 -2.888
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung, -599.533,45 -659
davon für Altersversorgung EUR -259.100,55 (Vj. TEUR -284)
5. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -53.264,48 -134
6. Sonstige betriebliche Aufwendungen, -45.420.068,02 -43.145
davon Aufwendungen aus der Währungsumrechnung EUR -282.150,78 (Vj. TEUR -880)
-937.609.744,40 -1.199.150
7. Erträge aus Beteiligungen, 3.847.283,96 3.369
davon aus verbundenen Unternehmen EUR 242.813,44 (Vj. TEUR 56)
8. Erträge aus Gewinnabführungsverträgen 8.945.617,39 60.523
9. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 1.595.654,89 164
davon aus verbundenen Unternehmen EUR 338.878,74 (Vj. TEUR 150)
10. Abschreibungen auf Finanzanlagen 0,00 -130.958
11. Aufwendungen aus Verlustübernahme -217.895.456,36 -47.996
12. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -5.014.561,86 -13.425
davon an verbundene Unternehmen EUR -582.513,25 (Vj. TEUR -10.535)
davon Aufwendungen aus der Aufzinsung EUR -1.370.648,36 (Vj. TEUR -1.607)
-208.521.461,98 -128.323
13. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -817.402,29 830
14. Ergebnis nach Steuern -85.654.747,20 -158.629
15. Sonstige Steuern -4.686,00 146
16. Jahresfehlbetrag -85.659.433,20 -158.483

Anhang für das Geschäftsjahr 2019

I. ALLGEMEINE ANGABEN ZUM JAHRESABSCHLUSS

Der Jahresabschluss der ENGIE Deutschland AG (im Folgenden "EDAG" oder "Gesellschaft") wurde nach den handelsrechtlichen Rechnungslegungsvorschriften aufgestellt. Ergänzende Vorschriften des Aktiengesetzes sowie des Energiewirtschaftsgesetzes (EnWG) wurden beachtet. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB gewählt.

Der Abschluss ist in deutscher Sprache und in Euro aufgestellt.

Bei der EDAG handelt es sich um eine große Kapitalgesellschaft.

Um die Klarheit der Darstellung zu verbessern, sind die Angaben zur Mitzugehörigkeit zu anderen Bilanzposten und Davon-Vermerke teilweise im Anhang erfolgt.

Registerinformationen

Die ENGIE Deutschland AG hat ihren Geschäftssitz im Tempelhofer Weg 44 in 10829 Berlin und ist im Handelsregister des Amtsgerichts Charlottenburg unter HRB 140624 B eingetragen.

II. BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSGRUNDSÄTZE

Die nachfolgenden für die Aufstellung des Abschlusses maßgebenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sind im Vergleich zum Vorjahr im Wesentlichen unverändert geblieben.

Entgeltlich von Dritten erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden zu Anschaffungskosten aktiviert und über den Zeitraum von einem bis zu fünf Jahren planmäßig abgeschrieben. Außerplanmäßige Abschreibungen werden gegebenenfalls gemäß § 253 Abs. 3 Satz 5 HGB vorgenommen.

Sachanlagen werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, solche mit zeitlich begrenzter Nutzungsdauer vermindert um planmäßige Abschreibungen, angesetzt. Die Abschreibungen werden nach der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer ermittelt und erfolgen linear. Für Zugänge beweglicher Gegenstände des Anlagevermögens werden die Abschreibungen pro rata temporis ermittelt. Außerplanmäßige Abschreibungen werden gegebenenfalls gemäß § 253 Abs. 3 Satz 5 HGB vorgenommen.

Die Nutzungsdauern betragen im Wesentlichen:

Nutzungsdauer

in Jahren
Software & Lizenzen 5
Betriebs- und Geschäftsausstattung 7 - 23
EDV-Hardware 3 - 8

Geringwertige Wirtschaftsgüter bis zu einem Anschaffungswert in Höhe von 800 € werden im Zugangsjahr vollständig abgeschrieben. Alle Wirtschaftsgüter, deren Anschaffungskosten mehr als 800 € betragen, wurden aktiviert und deren Anschaffungskosten über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer abgeschrieben.

Finanzanlagen sind zu Anschaffungskosten angesetzt. Gegebenenfalls notwendige Abschreibungen werden gemäß § 253 Abs. 3 Satz 5 HGB vorgenommen.

Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe werden zu Anschaffungskosten bzw. dem am Bilanzstichtag niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt (§ 253 Abs. 4 Satz 1, 2 HGB). Emissionsrechte sind dem Vorratsvermögen zugeordnet. Dabei werden entgeltlich erworbene C02-Emissionszertifikate zu Anschaffungskosten bzw. dem am Bilanzstichtag niedrigeren beizulegenden Wert bilanziert.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit dem Nennwert bzw. dem am Bilanzstichtag niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt (§ 253 Abs. 4 Satz 1, 2 HGB). Beträge in ausländischer Währung werden mit dem Referenzkurs der Europäischen Zentralbank am Bilanzstichtag bewertet. Bei Forderungen werden alle erkennbaren Risiken durch Einzelwertberichtigungen berücksichtigt.

Die flüssigen Mittel sind zum Nominalbetrag bilanziert.

Als Rechnungsabgrenzungsposten sind auf der Aktivseite Ausgaben vor dem Stichtag ausgewiesen, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen (§ 250 Abs. 1 HGB).

Rückstellungen werden in Höhe des Erfüllungsbetrages angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist, um alle am Bilanzstichtag erkennbaren Risiken abzudecken. Rückstellungen mit einer voraussichtlichen Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem von der Deutschen Bundesbank bekanntgegebenen, laufzeitadäquaten Zinssatz abgezinst.

Die Bewertung der Pensionsrückstellungen erfolgte nach versicherungsmathematischen Grundsätzen unter Anwendung der "Richttafeln 2018 G" von Dr. Klaus Heubeck sowie unter Anwendung der Projected Unit Credit-Methode. Dabei wurden Rechnungszinsen zwischen 2,71 % und 2,82 % (Vorjahr: 3,21 % und 3,29 %) unter der Annahme einer Restlaufzeit von 15 Jahren zu Grunde gelegt. Bei der Bewertung der Pensionsverpflichtungen wird gemäß § 253 Abs. 2 Satz 1 HGB ein durchschnittlicher Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre angewendet.

Die Bewertung der Verbindlichkeiten erfolgt zu Erfüllungsbeträgen. Beträge in ausländischer Währung werden mit dem Referenzkurs der Europäischen Zentralbank am Bilanzstichtag bewertet.

Bei der Verpflichtung zur Leistungsbereitstellung handelt es sich um eine im Rahmen einer Sacheinlage in ein verbundenes Unternehmen übernommene Verpflichtung zur Leistungsvorhaltung aus zwei langfristigen Stromlieferverträgen. Die erstmalige Ermittlung erfolgte aus dem Barwert des prognostizierten Unterschiedsbetrages zwischen Produktions- und Verkaufspreis von Strom. Die Verträge haben Laufzeiten von 2009 bis 2028 bzw. 2016 bis 2035. Der Posten wird über die Laufzeiten der jeweiligen Verträge zeitanteilig ertragswirksam aufgelöst.

Derivative Finanzinstrumente werden ausschließlich zur Absicherung finanzieller Risiken eingesetzt. Soweit möglich, werden Bewertungseinheiten nach § 254 HGB gebildet. Als Buchungsmethode wird die Einfrierungsmethode genutzt.

Latente Steuern werden gemäß § 274 HGB ermittelt. Vom Saldierungswahlrecht für aktive und passive latente Steuern wird Gebrauch gemacht; ein sich ergebender Aktivüberhang wird nicht angesetzt.

III. ERLÄUTERUNGEN ZUR BILANZ

Anlagevermögen

Die Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2019 ist im Anlagenspiegel in Anlage 1 zum Anhang dargestellt.

Finanzanlagen

Die Entwicklung der Finanzanlagen im Geschäftsjahr 2019 ist ebenfalls im Anlagenspiegel in Anlage 1 zum Anhang dargestellt.

Die Zugänge innerhalb der Anteile an verbundenen Unternehmen betreffen insbesondere die Einzahlung in die Kapitalrücklage der ENGIE Energy Services Deutschland GmbH, Köln, in Höhe von 176,0 Mio. €.

Ende April 2019 wurden die Anteile an diversen Gesellschaften der konventionellen Erzeugungssparte an die zur Riverstone Holdings LLC, New York City, USA, gehörende Onyx Power Gruppe verkauft. Der entsprechende Vertrag wurde nach Erfüllung aller Bedingungen am 30. November 2019 wirksam. Die daraus resultierenden Abgänge innerhalb der Anteile an verbundenen Unternehmen belaufen sich auf insgesamt 77,9 Mio. €.

Vorräte

Die Vorräte betreffen mit 37,1 Mio. € entgeltlich erworbene CO2-Emissionszertifikate (Vorjahr: 34,6 Mio. €). Der hier im Vorjahr ausgewiesene Rohstoffbestand an Kohle und Heizöl (9,1 Mio. €) wurde im Zuge des Verkaufs der Erzeugungskapazitäten an die Onyx Power Gruppe erfolgsneutral an die entsprechenden Kraftwerksgesellschaften veräußert.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen beinhalten mit 42,1 Mio. € (Vorjahr: 83,2 Mio. €) Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstige Forderungen in Höhe von 39,9 Mio. € (Vorjahr: 383,1 Mio. €).

Die Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, betreffen ausschließlich Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (2,2 Mio. €; Vorjahr: 8,2 Mio. €).

Unter den Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind keine Forderungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem und bis zu fünf Jahren (Vorjahr: 0,4 Mio. €) enthalten. Zum Bilanzstichtag bestehen wie im Vorjahr keine Forderungen von mehr als fünf Jahren.

Die verbleibenden Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

Latente Steuern

Abweichungen zwischen handels- und steuerbilanziellen Wertansätzen bestehen bei dem Posten "Rückstellungen" und betreffen im Wesentlichen die Drohverlustrückstellungen, Rückstellungen für Pensionen sowie die Rückstellungen für Restrukturierungsmaßnahmen. Darüber hinaus entfallen aktive latente Steuern auf Unterschiede bezüglich eines Aufwandsverteilungspostens nach § 4f EStG. Ferner besteht ein steuerlicher Ver lustvortrag, auf den ebenfalls aktive latente Steuern aktiviert werden können, so dass sich insgesamt ein aktiver latenter Steuerüberhang ergibt. Von dem Wahlrecht zur Aktivierung der latenten Steuern nach § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB wird jedoch kein Gebrauch gemacht. Der für die Bewertung genutzte Steuersatz beträgt 30,18 %.

Eigenkapital

Das gezeichnete Kapital beträgt wie im Vorjahr 5,4 Mio. € und besteht vollständig aus 5.435.500 Inhaberaktien.

Die Kapitalrücklage wurde im Berichtsjahr um 130,0 Mio. € herabgesetzt und an den Gesellschafter ausgekehrt.

Unter Berücksichtigung des Jahresfehlbetrages in Höhe von 85,7 Mio. € (Vorjahr: 158,5 Mio. €) und des Verlustvortrags in Höhe von 108,6 Mio. € (Vorjahr: Gewinnvortrag 49,8 Mio. €) ergibt sich ein Bilanzverlust in Höhe von 194,3 Mio. € (Vorjahr: 108,6 Mio. €).

Es besteht eine Gewinnausschüttungssperre in Höhe von 125,7 T€ im Zusammenhang mit der Abzinsung der Pensionsrückstellungen mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre im Vergleich zu der Abzinsung mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre (§ 253 Abs. 6 HGB). Dieser Unterschiedsbetrag ist für die Ausschüttung gesperrt, wenn die freien Rücklagen zuzüglich des Gewinnvortrags diesem Betrag nicht mindestens entsprechen.

Rückstellungen

Den Pensionsrückstellungen liegen versicherungsmathematische Gutachten unter vollständiger Anwendung der Sterbetafeln 2018 G von Dr. Klaus Heubeck zugrunde. Die Bewertung erfolgt nach der Projected Unit Credit Methode i. S. v. IAS 19 unter Annahme von Rechnungszinsen zwischen 2,71 % und 2,82 % (Vorjahr: 3,21 % und 3,29 %) sowie einer ebenfalls im Vergleich zum Vorjahr unveränderten Rentendynamik zwischen 1,00 % und 1,75 %.

Im laufenden Geschäftsjahr ergibt sich wie im Vorjahr per Saldo eine Verpflichtung, die unter den Rückstellungen für Pensionen ausgewiesen ist (539,1 T€; Vorjahr: 456,0 T€). Der Erfüllungsbetrag der Verpflichtungen beträgt 1.091,8 T€ (Vorjahr: 1.006,9 T€), die in voller Höhe saldierungspflichtigen Rückdeckungsansprüche belaufen sich auf 552,7 T€ (Vorjahr: 550,9 T€). Die Anschaffungskosten dieser Rückdeckungsansprüche entsprechen dem beizulegenden Zeitwert.

Die Steuerrückstellungen beinhalten Rückstellungen für Ertragsteuern (21,1 Mio. €; Vorjahr: 19,6 Mio. €), Energiesteuern (2,5 Mio. €; Vorjahr: 1,6 Mio. €) sowie für Grunderwerbsteuern (1,2 Mio. €; Vorjahr: 3,8 Mio. €).

In den sonstigen Rückstellungen in Höhe von 133,7 Mio. € (Vorjahr: 125,6 Mio. €) entfallen 25,7 Mio. € (Vorjahr: 30,3 Mio. €) auf eine Drohverlustrückstellung im Zusammenhang mit einem langfristigen Beschaffungsvertrag.

Darüber hinaus betreffen die sonstigen Rückstellungen im Wesentlichen Rückstellungen für ausstehende Rechnungen (36,3 Mio. €; Vorjahr: 44,5 Mio. €), Rückstellungen für die Rückgabeverpflichtung für C02-Emissionsrechte (38,8 Mio. €; Vorjahr: 32,1 Mio. €) sowie Rückstellungen im Zusammenhang mit Restrukturierungsmaßnahmen (15,9 Mio. €; Vorjahr: 15,3 Mio. €).

In den sonstigen Rückstellungen werden darüber hinaus langfristige Verpflichtungen für Jubiläen und Sterbegelder in Höhe von 0,1 Mio. € (Vorjahr: 0,2 Mio. €) ausgewiesen.

Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von 114,6 Mio. € (Vorjahr: 286,3 Mio. €) beinhalten Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von insgesamt 80,0 Mio. € (Vorjahr: 216,9 Mio. €) sowie sonstige Verbindlichkeiten in Höhe von 34,6 Mio. € (Vorjahr: 69,4 Mio. €). In den sonstigen Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind Verpflichtungen im Zusammenhang mit bestehenden Ergebnisabführungsverträgen in Höhe von 20,9 Mio. € (Vorjahr: 48,0 Mio. €) ausgewiesen.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, betreffen ausschließlich Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (1,6 Mio. €; Vorjahr: 1,1 Mio. €).

Es bestehen folgende Restlaufzeiten:

Restlaufzeiten
Alle Angaben in Mio. € (Vorjahresangaben) Gesamtbetrag < 1 Jahr >1 Jahr davon >5 Jahre
--- --- --- --- ---
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 9,6 9,6 0,0 0,0
(20,8) (20,8) (0,0) (0,0)
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 114,6 109,3 5,3 1,9
(286,3) (280,2) (6,1) (2,8)
Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 1,6 1,6 0,0 0,0
(1,1) (1,1) (0,0) (0,0)
Verpflichtung zur Leistungsbereitstellung 32,2 3,5 28,7 14,7
(35,7) (3,5) (32,2) (18,2)
Sonstige Verbindlichkeiten 211,6 211,6 0,0 0,0
(20,1) (20,1) (0,0) (0,0)
Verbindlichkeiten Gesamt 369,6 335,6 34,0 16,6
(364,0) (325,7) (38,3) (21,0)

IV. ERLÄUTERUNGEN ZUR GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse gliedern sich wie folgt:

2019

Mio. €
2018

Mio. €
Strom 626,4 904,4
Gas 120,5 136,3
Swaps 10,4 11,3
Leistungsbereitstellung 44,0 42,9
Dienstleistungen 14,0 14,7
Wärme 5,5 5,8
Sonstige 52,9 18,4
873,7 1.133,8

Der im Vorjahresvergleich deutliche Rückgang der Umsatzerlöse aus Stromverkäufen hat zwei wesentliche Gründe: einerseits wurde in 2017 die Entscheidung getroffen, die Geschäftstätigkeit Energievertrieb nicht in der bisherigen Form fortzuführen; andererseits wurden die thermischen Stromerzeugungsanlagen zum 30. November 2019 an einen neuen Eigentümer veräußert, so dass der Umfang der in 2019 getätigten Geschäfte deutlich reduziert wurde. Für weitere Ausführungen verweisen wir auf unsere Erläuterungen zur Umsatzentwicklung im Lagebericht.

Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge resultieren im Wesentlichen aus dem Buchgewinn aus dem Verkauf der Beteiligungen der Kraftwerkssparte in Höhe von 180,5 Mio. €. Demgegenüber stehen Aufwendungen aus der kaufpreisrelevanten Verlustübernahme der veräußerten Gesellschaften in Höhe von 197,0 Mio. €.

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind des Weiteren Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von 5,9 Mio. € enthalten.

Materialaufwand

Die Materialaufwendungen beinhalten die Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren in Höhe von 840,0 Mio. € (Vorjahr: 1.089,4 Mio. €) sowie die Aufwendungen für bezogene Leistungen in Höhe von 49,4 Mio. € (Vorjahr: 62,9 Mio. €).

Erträge und Aufwendungen aus Währungsumrechnung

Unter den sonstigen betrieblichen Erträgen wurden im Geschäftsjahr 2019 Erträge aus der Währungsumrechnung in Höhe von 0,2 Mio. € (Vorjahr: 0,2 Mio. €) ausgewiesen.

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Währungsumrechnungsdifferenzen von 0,3 Mio. € (Vorjahr: 0,9 Mio. €) enthalten. Auf Devisentermingeschäfte entfallen davon 0,1 T€ (Vorjahr: 0,5 T€).

Zinsergebnis

Das Zinsergebnis beläuft sich im Berichtsjahr auf -3,4 Mio. € (Vorjahr: -13,3 Mio. €) und resultiert im Wesentlichen aus Zinsaufwendungen für Verzugszinsen in Höhe von 1,1 Mio. € (Vorjahr: 1,3 Mio. €) und Zinsaufwendungen aus verspäteter Zahlung der Beträge aus Ergebnisabführungsverträgen in Höhe von 1,3 Mio. € (Vorjahr: 10,2 Mio. €).

Periodenfremde Aufwendungen und Erträge

Die wesentlichen periodenfremden Sachverhalte im Berichtsjahr betreffen die Auflösung von Rückstellungen für ausstehende Rechnungen für sonstigen betrieblichen Aufwand in Höhe von 5,9 Mio. € (Vorjahr: 18,9 Mio. €). Der entsprechende Ertrag ist in den sonstigen betrieblichen Erträgen enthalten.

Angaben zu Geschäften größeren Umfangs nach § 6b Absatz 2 EnWG

Die EDAG hat mit der Onyx Kraftwerke GmbH (vormals ENGIE Kraftwerke GmbH), Berlin (im Folgenden "OKW"), in 2016 eine Vereinbarung zur Erfüllungsübernahme abgeschlossen, nach der die Verpflichtung aus einem langfristigen Stromliefervertrag wirtschaftlich auf die OKW übergeht. Aus diesem Vertrag ergaben sich im Berichtsjahr Erträge von 40,8 Mio. €. Im Zuge der in 2019 erfolgten Veräußerung der Erzeugungskapazitäten der ENGIE Gruppe an die Onyx Power Gruppe ist die Vereinbarung zur Erfüllungsübernahme auf die Onyx Power Assets GmbH, Berlin (vormals Frankfurt am Main) mit Wirkung ab dem 1. Dezember 2019 übertragen worden.

Zwischen der EDAG und der ENGIE Deutschland GmbH, Köln (im Folgenden: "ED GmbH"), besteht ein Dienstleistungsvertrag, der diverse Dienstleistungen im Rahmen des ordnungsgemäßen Geschäftsbetriebes regelt. Hierfür erhielt die ED GmbH ein nach Aufwand berechnetes Entgelt von insgesamt 7,6 Mio. €.

Weiterhin hat die EDAG mit der Energie SaarLorLux AG, Saarbrücken (im Folgenden: "ESLL AG"), einen Rahmenvertrag über die Erbringung verschiedener Dienstleistungen abgeschlossen. Dafür hat die EDAG in 2019 eine Vergütung von insgesamt 1,3 Mio. € erhalten.

Mit der ENGIE Treasury Management S.C.R.L., Luxemburg, besteht ein Cash-Pooling-Vertrag, aus dem sich zum Stichtag Forderungen in Höhe von 12,7 Mio. € (Vorjahr: 308,3 Mio. €) ergeben.

Ergebnisverwendung

Der Vorstand schlägt vor, den Bilanzverlust 2019 in Höhe von 194,3 Mio. € auf neue Rechnung vorzutragen.

V. SONSTIGE ANGABEN

Sonstige finanzielle Verpflichtungen und nicht in der Bilanz enthaltene Geschäfte

Im Rahmen der Beschaffungsverträge für den Einkauf von Strom und Gas bestehen zum Stichtag finanzielle Verpflichtungen in Höhe von insgesamt 203,6 Mio. € (Vorjahr: 796,1 Mio. €). Davon entfallen auf die verbundenen Unternehmen insgesamt 13,0 Mio. € (Vorjahr: 722,6 Mio. €).

Mit den nachfolgend aufgeführten Gesellschaften und der EDAG bestehen Ergebnisabführungsverträge:

ENGIE Beteiligungs GmbH, Berlin,
ENGIE Energy Services Deutschland GmbH, Köln.

Die übrigen finanziellen Verpflichtungen liegen im Rahmen des üblichen Geschäftsverkehrs.

Haftungsverhältnisse

Die EDAG hat im Geschäftsjahr 2019 eine Patronatserklärung und zur Vermeidung einer Überschuldung eine Rangrücktrittsvereinbarung gegenüber der EGG Windpark Großaga GmbH, Gera, bis zu einer Höhe von 50 T€ abgegeben. Eine Inanspruchnahme der EDAG aus der Patronatserklärung ist unwahrscheinlich, weil die EDAG die betroffene Tochtergesellschaft bei drohender Überschuldung, wie bereits in der Vergangenheit erfolgt, mit entsprechendem Eigenkapital ausstatten würde.

Ferner hat die EDAG eine Garantie für ein langfristiges Darlehen der ENGIE CC s.c.r.l., Brüssel (Belgien), an die ESLL AG abgegeben (anteiliger Vertragswert zum 31. Dezember 2019: 12,5 Mio. € (Vorjahr: 14,0 Mio. €)). Wir schätzen das Risiko einer Inanspruchnahme aus dieser Garantie als gering ein, insbesondere vor dem Hintergrund einer erwarteten stabilen kurzfristigen Geschäftsentwicklung der ESLL AG.

Des Weiteren hat die EDAG Bürgschaften für die ED GmbH in Höhe von 1,9 Mio. € (Vorjahr: 1,9 Mio. €) übernommen, welche im Zusammenhang mit Bauleistungen stehen, die ED GmbH gegenüber deren Auftraggebern erbringt. Mit einer Inanspruchnahme wird nicht gerechnet.

Darüber hinaus liegen keine Risiken und Vorteile aus den nicht in der Bilanz enthaltenen Geschäften vor.

Derivative Finanzinstrumente

Im Bereich unserer Vertriebsaktivitäten wurde für die abgeschlossenen Absatz- und Beschaffungsgeschäfte für Strom und Gas in Übereinstimmung mit IDW ERS ÖFA 3 eine Gesamtbetrachtung vorgenommen. Demzufolge wurde für die schwebenden Energiebeschaffungs- und Energieabsatzgeschäfte unterstellt, dass ein begründeter Ausnahmefall i. S. d. § 252 Abs. 2 HGB vorliegt, wodurch der Einzelbewertungsgrundsatz des § 252 Abs. 1 Nr. 3 HGB keine Anwendung findet.

Aus den auf Basis von Jahresscheiben für die Jahre 2020 bis 2023 für Strom und für Gas gebildeten Portfolios ergaben sich keine drohenden Verluste.

Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen

Im Berichtsjahr lagen keine Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen vor, die nicht zu marktüblichen Bedingungen zustande gekommen sind.

Anteilsbesitz

Die EDAG war zum Stichtag an Unternehmen i. S. d. § 285 Nr. 11 HGB beteiligt. Zudem war sie unbeschränkt haftender Gesellschafter von Unternehmen i. S. d. § 285 Nr. 11a HGB. Eine Darstellung der Beteiligungen ist in der Anlage 2 zum Anhang angefügt.

Konzernabschluss

Alleinige Gesellschafterin der EDAG ist die GDF International S.A.S., Courbevoie (Frankreich).

ENGIE S.A., Courbevoie (Frankreich), stellt im Sinne der §§ 285 Nr. 14 und 14a HGB für den größten und kleinsten Kreis von Unternehmen den Konzernabschluss auf. Die Jahresabschlüsse der EDAG und ihrer Tochterunternehmen werden in den Konzernabschluss der ENGIE S.A., Courbevoie (Frankreich), einbezogen. Der Konzernabschluss ist im Handelsregister von Paris unter der Registernummer 542 107 651 offengelegt.

Von der Aufstellung eines Konzernabschlusses und eines Konzernlageberichtes für den Teilkonzern der EDAG wird aufgrund der Befreiung nach § 291 HGB abgesehen. Voraussetzung hierfür ist, dass der Konzernabschluss und der Konzernlagebericht der ENGIE S.A., Courbevoie (Frankreich), geprüft und gemäß § 325 HGB in deutscher Sprache offengelegt werden. Die Bilanzierungs-, Bewertungs- und Konsolidierungsmethoden des befreienden Konzernabschlusses folgen den Internationalen Financial Reporting Standards.

Honorar des Abschlussprüfers

Das Honorar des Abschlussprüfers wird im Konzernabschluss der ENGIE S.A., Courbevoie (Frankreich), in den die EDAG einbezogen wird, angegeben.

Aufsichtsrat

Mitglieder des Aufsichtsrates sind / waren:

Etienne Jacolin (Vorsitzender)

ausgeübter Beruf: CEO der Sparte North South & Eastern Europe der ENGIE-Gruppe
Sabine Murphy (stellv. Vorsitzende)

ausgeübter Beruf: Betriebsvorsitzende der ENGIE Deutschland, Betrieb Berlin und Bremen
Paulo Almirante

ausgeübter Beruf: Executive Vice President der ENGIE-Gruppe
Burkhard Klein

ausgeübter Beruf: Diplom-Kaufmann
Edouard Neviaski

ausgeübter Beruf: CEO der Sparte Global Energy Management der ENGIE-Gruppe
Han Blokland

ausgeübter Beruf: Country Manager ENGIE NL
Christine Climeau (seit dem 26. November 2020)

ausgeübter Beruf: Chief Financial Officer der Sparte North South & Eastern Europe der ENGIE-Gruppe
Claus Thiemann

ausgeübter Beruf: stellv. Konzernbetriebsratsvorsitzender der EDAG
Andrea Reiter

ausgeübter Beruf: Betriebsratsvorsitzende der ESLL AG
Dietmar Jansen

ausgeübter Beruf: 1. Bevollmächtigter der Gewerkschaft IG Metall Allgäu
Stefan Najda

ausgeübter Beruf: Tarifsekretär private Energie- und Abfallwirtschaft bei der Gewerkschaft ver.di (Bundesfachbereich Ver- und Entsorgung)
Roland Maag (seit dem 4. April 2019)

ausgeübter Beruf: Geschäftsbereichsleiter Building Services der ED GmbH
Annette Kofler (bis zum 1. Februar 2019)

ausgeübter Beruf: Chief Legal Officer der ENGIE Deutschland
Marleen Delvaux (bis zum 19. Oktober 2020)

ausgeübter Beruf: Chief Financial Officer der Sparte Finance Nuclear der ENGIE-Gruppe.

Vorstand

Dem Vorstand gehörten im abgelaufenen Geschäftsjahr folgende Personen an:

Manfred Schmitz (Vorsitzender)

ausgeübter Beruf: Country Manager Deutschland der ENGIE-Gruppe
Wim Broos

ausgeübter Beruf: Ressortleiter Erzeugung bei der EDAG, Chief Cluster Coal Europe der Sparte Generation der ENGIE-Gruppe sowie Chief Cluster Gas South Europe der Sparte Generation der ENGIE-Gruppe
Bernd Dinauer (seit dem 11. Juni 2019)

ausgeübter Beruf: Leiter Strom, CO2-Handel und Origination in der Business Unit Global Energy Management
Marian Goetz (bis zum 5. Juni 2019)

ausgeübter Beruf: Deputy Director Investments & Partnerships der Sparte Global Energy Management der ENGIE-Gruppe

Gesamtbezüge des Vorstands und des Aufsichtsrats

Die Mitglieder des Vorstands erhalten keine Vergütung von der Gesellschaft.

Für laufende Pensionen ehemaliger Vorstandsmitglieder bestehen Rückstellungen (vor Saldierung mit dem dazugehörigen Deckungsvermögen) in Höhe von 1,1 Mio. €.

Die Bezüge der Aufsichtsratsmitglieder belaufen sich auf insgesamt 15,0 T€.

Anzahl der Arbeitnehmer

Die EDAG hat im Geschäftsjahr 2019 durchschnittlich 25 Mitarbeiter beschäftigt. Die durchschnittliche Mitarbeiterzahl setzt sich aus 8 Tarifmitarbeitern und 17 außertariflichen Mitarbeitern zusammen. Zum 31. Dezember 2019 waren insgesamt 24 Mitarbeiter beschäftigt.

Nachtragsbericht

Durch die weltweite Ausbreitung des Coronavirus sind seit März 2020 weitreichende gesundheitspolitische Maßnahmen zur Eindämmung der aktuellen Coronavirus-Pandemie getroffen worden, die mit starken ökonomischen Auswirkungen weltweit einhergehen. Nach gegenwärtiger Einschätzung der Geschäftsführung wird es auch für die EDAG zu negativen wirtschaftlichen Folgen kommen. Insbesondere für die Tochtergesellschaften resultieren aus Nachfragerückgängen niedrigere Ergebnisse, die auf der Ebene der EDAG zu geringeren Beteiligungserträgen im oberen einstelligen Millionenbereich führen werden.

Weitere Berichtspflichtige Vorgänge von besonderer Bedeutung sind nach dem Schluss des Geschäftsjahres i. S. d. § 285 Nr. 33 HGB nicht eingetreten.

Berlin, den 14. Dezember 2020

ENGIE Deutschland AG

Der Vorstand

Manfred Schmitz

Wim Broos

Bernd Dinauer

Entwicklung des Anlagevermögens 2019

Anschaffungs- und Herstellungskosten
01.01.2019

EUR
Zugänge

EUR
Abgänge

EUR
31.12.2019

EUR
--- --- --- --- ---
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 15.802,25 0,00 0,00 15.802,25
2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.054.953,61 0,00 29.554,09 1.025.399,52
3. Geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00 0,00
1.070.755,86 0,00 29.554,09 1.041.201,77
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 609.775,25 0,00 191.738,00 418.037,25
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 782.338,44 0,00 541.556,71 240.781,73
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
1.392.113,69 0,00 733.294,71 658.818,98
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 791.350.143,19 185.001.000,00 240.390.321,94 735.960.821,25
2. Beteiligungen 253.408.104,09 0,00 0,00 253.408.104,09
1.044.758.247,28 185.001.000,00 240.390.321,94 989.368.925,34
1.047.221.116,83 185.001.000,00 241.153.170,74 991.068.946,09
Kumulierte Abschreibungen Buchwerte
01.01.2019

EUR
Zugänge

EUR
Abgänge

EUR
31.12.2019

EUR
31.12.2019

EUR
01.01.2019

TEUR
--- --- --- --- --- --- ---
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 15.802,25 0,00 0,00 15.802,25 0,00 0
2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 994.956,51 12.171,67 15.564,09 991.564,09 33.835,43 60
3. Geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0
1.010.758,76 12.171,67 15.564,09 1.007.366,34 33.835,43 60
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 440.562,93 2.417,32 24.943,00 418.037,25 0,00 169
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 614.089,25 38.675,49 437.950,13 214.814,61 25.967,12 168
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0
1.054.652,18 41.092,81 462.893,13 632.851,86 25.967,12 337
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 136.857.217,06 0,00 136.857.217,06 0,00 735.960.821,25 654.493
2. Beteiligungen 59.167.763,94 0,00 0,00 59.167.763,94 194.240.340,15 194.241
196.024.981,00 0,00 136.857.217,06 59.167.763,94 930.201.161,40 848.734
198.090.391,94 53.264,48 137.335.674,28 60.807.982,14 930.260.963,95 849.131

Beteiligungen per 31.12.2019

Verbundene Unternehmen Höhe des Anteils am Kapital Eigenkapital

TEUR
Ergebnis vor Abführung

TEUR
ENGIE Energy Services Deutschland GmbH, Köln (1) 100,00% 317.818 -20.895
ENGIE Beteiligungs GmbH, Berlin (1) 100,00% 298.225 8.946
ENGIE WSW Windpark Helmstadt GmbH & Co. KG, Berlin 51,00% 12.927 486
ENGIE WSW Windpark Helmstadt Beteiligungs GmbH, Berlin 51,00% 32 1
ENGIE Deutschland GmbH, Köln (4) 100,00% 353.005 -18.327
ENGIE Refrigeration GmbH, Lindau (4) 100,00% 21.266 3.636
H.G.S. GmbH, Krefeld (4) 100,00% 10.705 204
Otto Building Technologies GmbH, Bad Berleburg (4) 100,00% 47.209 -55.350
Otto Engineering Polska Sp.z.o.o., Rzeszöw, Polen (4) (5) 100,00% 841 385
Energie SaarLorLux GbR, Saarbrücken (4) 51,00% 10.294 14.386
Energie SaarLorLux AG, Saarbrücken (4) 51,00% 10.280 13.226
ENGIE Contractingprojekte GmbH (vormals Solantus Solarpark GmbH), Berlin (vormals Saarbrücken) (4) 51,00% 22 0
Emil Energie GmbH, Saarbrücken (4) 51,00% 25 3
Energieversorgung Gera GmbH, Gera (4) 90,00% 38.173 4.410
Kraftwerke Gera GmbH, Gera 100,00% 7.942 471
Gera Netz GmbH, Gera (4) 90,00% 500 -3.407
EGG Windpark Großaga GmbH, Gera (3) (4) 100,00% 4 -4
Solarimo GmbH, Berlin (4) 100,00% 2.031 -2.132
Tevaro GmbH, Berlin (4) 100,00% 3.731 -990
WSW Energielösungen GmbH, Wuppertal (4) 50,00% 794 -18
WW Industriemontage GmbH, Oberirsen (4) 51,00% 53 29
Müller Ingenieurges. fürtechn. Gebäudeausrüstung mbH, Gießen (4) 100,00% -41 -2
NEK Energy GmbH, Braunschweig (4) 100,00% 118 406
Beteiligungen
WSW Energie & Wasser AG, Wuppertal 33,10% 352.926 41.781
WSW 3/4/5 Energie GmbH, Wuppertal 25,10% 994 1.266
WSW Netz GmbH, Wuppertal (4) 33,10% 1.950 -2.747
Soltecture GmbH i. L., Berlin (2) 6,48% 37.975 -22.323
GASAG AG, Berlin (4) 31,58% 569.008 84.310
Onyx Grundstück Wilhelmshaven GmbH & Co. KG (vormals ENGIE Grundstück Wilhelmshaven GmbH &Co. KG), Wilhelmshaven 10,10% 19 0

(1) für diese Gesellschaften liegt ein Ergebnisabführungsvertrag vor

(2) für diese Gesellschaften liegen nur Werte für 2010 vor

(3) für diese Gesellschaften liegen nur Werte für 2018 vor

(4) Vorliegen einer mittelbaren Beteiligung

(5) Umrechnungskurs für den Abschluss PLN 1 = EUR 0,24

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2019

I. GESCHÄFT UND RAHMENBEDINGUNGEN

Über ihre Beteiligungen ist die ENGIE Deutschland AG (im Folgenden "EDAG" oder "Gesellschaft") einer der deutschlandweit agierenden Spezialisten für Technik, Energie und Service und deckt alle Leistungen ab, die für eine nachhaltige Energiezukunft relevant sind: von der ressourcenschonenden Energieerzeugung über die Technik zum Planen, Bauen und Betreiben gebäude- und energietechnischer Systeme bis zur Energiebeschaffung und der Optimierung des Verbrauchs. Mit rund 4.200 Mitarbeitern ist ENGIE Deutschland (Teilkonzern der EDAG) an fast 50 Standorten deutschlandweit immer nah an ihren Kunden aus Industrie und Gewerbe, Kommunen und privaten Haushalten.

Das Leistungsspektrum der ENGIE Deutschland umfasst insbesondere folgende Aktivitäten:

ENGIE Deutschland ist einer der großen technischen Gebäudeausrüster Deutschlands und beherrscht alle Disziplinen rund um die Technik in Immobilien. Wir übernehmen alle Leistungen der Luft- und Klimatechnik, Wärmetechnik, Kältetechnik, Mess-, Steuer- und Regelungstechnik und Gebäudeautomation, Elektrotechnik, im Brandschutz und der Sicherheitstechnik sowie Prüfstandtechnik, Umweltsimulation und sicheren Stromversorgung.

Als Komplett-Dienstleister im Bereich Facility Services bietet ENGIE Deutschland ihren Kunden modulare Leistungspakete - von Service und Wartung über Instandhaltung bis hin zur kompletten Bewirtschaftung komplexer Liegenschaften.

ENGIE Deutschland managt für ihre Kunden die Energie von der Eigenerzeugung bis zum effizienten Energieeinsatz und bietet umfangreiche Energiedienstleistungen, wie die Bedarfsermittlung, Energieberatung und -analyse, technische und energetische Planung, Erstellung und Betrieb zentraler Energieversorgungsanlagen, einschließlich der Überwachung und Abrechnung, Erneuerung sowie Finanzierung.

Nach dem Verkauf unserer konventionellen thermischen Kraftwerke mit wirtschaftlicher Wirkung zum 30. November 2019 konzentrieren wir uns bei der Stromerzeugung im Wesentlichen auf die ressourcenschonende Energieerzeugung mit Wasserkraft, Onshore Wind und Photovoltaik sowie auf die Stromspeicherung.

Jahrzehntelange strategische Partnerschaften verbinden uns mit lokalen Energieunternehmen, der GASAG (Berlin), der Energieversorgung Gera, der Energie SaarLorLux (Saarbrücken) und der WSW Energie & Wasser (Wuppertal). Mit ihren regionalen Verteilnetzen und ihrer Kundennähe gehören die lokalen Energieunternehmen zu den entscheidenden Akteuren im Wandel der Energieversorgung.

II. WIRTSCHAFTSBERICHT

Entwicklung von Branche und Gesamtwirtschaft

Das Bruttoinlandsprodukt ist im Jahr 2019 preisbereinigt um 0,6 % gestiegen. Die Wirtschaft ist damit im zehnten Jahr in Folge und etwas stärker als erwartet gewachsen, blieb aber deutlich hinter 2018 (1,5 %) zurück. 1

Sowohl die Konsumausgaben der privaten Haushalte (+1,6 %) als auch die des Staates (+2,7 %) sind gestiegen und auch die Bruttoanlageinvestitionen verzeichneten eine positive Entwicklung (+2,6%). Das Exportwachstum schwächte sich weiter auf 1,0 % (Vorjahr: 2,1 %) ab, ebenso wie das Importwachstum (+ 2,5 %; Vorjahr: 3,6 %). 2

Nach Informationen der Arbeitsgemeinschaft Energiebilanzen (AGEB) haben in 2019 insbesondere die schwächere Konjunktur, Verbesserungen bei der Energieeffizienz und steigende Energiepreise im Inland zu einer deutlichen Abnahme des Energieverbrauchs in Deutschland um 2,1 % auf 12.832 Petajoule (PJ) geführt. Die verbrauchssteigernden Effekte des Bevölkerungszuwachses und der geringfügig kühleren Witterung (im Vergleich zum Vorjahr) traten gegenüber 2018 in den Hintergrund. Ohne den Einfluss der Witterung hätte der Primärenergieverbrauch um 2,4 % unter dem Niveau des Jahres 2018 gelegen. Der Verbrauch erneuerbarer Energien nahm 2019 mit Abstand am kräftigsten zu (+ 5,2 %). Der Verbrauch von Mineralölprodukten und Erdgas erhöhte sich mit +2 % bzw. +3,3 % deutlich langsamer. Alle übrigen Energieträger verloren Anteile im insgesamt schrumpfenden Markt. Besonders stark gesunken ist der Verbrauch von Steinkohle (-20,5 %) und Braunkohle (-20,3 %), während die Stromerzeugung aus Kernenergie um 1,1 % sank. 3

Mit einem Anteil am Primärenergieverbrauch von 35,3 % blieb Mineralöl nach wie vor der wichtigste Energieträger, gefolgt von Erdgas, das seinen Anteil gegenüber dem Vorjahr (23,7 %) auf 24,9 % steigerte. An dritter Stelle rangierten die erneuerbaren Energieträger mit einem Anteil von inzwischen 14,8 %, vor der Braun- und Steinkohle die jeweils auf 9,1% und 8,8 % sanken. Der Anteil von Kernenergie stagnierte 2019 bei 6,4 %. 4

Die gesamtwirtschaftliche Energieproduktivität hat sich 2019, bezogen auf die Ursprungswerte des Primärenergieverbrauchs bei einem Zuwachs der gesamtwirtschaftlichen Leistung um 0,6 % angesichts des deutlich gesunkenen Energieverbrauchs, kräftig um 2,7 %, verbessert. Temperatur- und lagerbestandsbereinigt bewegte sie sich mit einem Plus von 3,1 % noch deutlich darüber. 5 Damit liegt die Energieproduktivität über dem längerfristigen Trend (1990-2019: rund +2,2 %). Zu berücksichtigen ist hierbei, dass dieser Anstieg teilweise auf einen statistischen Effekt zurückzuführen ist, bedingt durch die Anwendung der Wirkungsgradmethode bei der Bilanzierung von Energieträgern ohne Heizwerte. 6

Ebenso wie der Primärenergieverbrauch ging auch der Bruttostromverbrauch im Jahr 2019 zurück, um 2,5 % auf 579,7 Mrd. kWh. Die gesamtwirtschaftliche Stromproduktivität erhöhte sich aufgrund des deutlichen Rückgangs des Stromverbrauchs bei gleichzeitig nachlassendem Wirtschaftswachstum im Jahresvergleich um 4,1%. Von 1990 bis 2019 betrachtet nahm die Stromproduktivität jahresdurchschnittlich um 1,6 % zu. 7

Die Bruttostromerzeugung verminderte sich 2019 um etwa 4,8 % auf rund 612 Mrd. kWh und damit stärker als der Bruttostromverbrauch (-2,5 % auf 579,7 Mrd. kWh). Die Stromerzeugung aus den einzelnen Energieträgern entwickelte sich uneinheitlich. Aus Erneuerbaren Energien insgesamt wurde 2019 deutlich mehr Strom gewonnen als im Vorjahr (+8,7 %), ebenso wie aus Erdgas (+10,3 %). Die Stromerzeugung der Steinkohlenanlagen (-30,6 %) und Braunkohlenanlagen (-21,8 %) waren hingegen stark rückläufig. Aus erneuerbaren Energiequellen wurden insgesamt 244,3 Mrd. kWh Strom erzeugt. Dies entspricht einem Anteil von 39,9 % an der Bruttostromerzeugung. Wesentliche Anteile hatten darüber hinaus Braunkohle (18,6 %), Steinkohle (9,4 %), Erdgas (14,9 %) und Kernenergie (12,3 %). 8

Wie schon in den vergangenen Jahren hat sich die installierte Strom-Erzeugungsleistung von Erneuerbaren-Energien-Anlagen weiter erhöht: Sie betrug Ende 2019 rund 124,4 GW (Vorjahr: 118,2 GW). 9 Die Entwicklung der Kapazität bei Windenergieanlagen an Land schwächte sich jedoch stark auf 0,9 GW ab (2017: + 4,9 GW, 2018: + 2,3 GW) und lag 2019 bei 53,3 GW. Dies ist mit Ausnahme des Jahres 2008 der niedrigste Wert der letzten 20 Jahre. 10 Demgegenüber beschleunigte sich im Jahr 2019 der Zubau von Photovoltaik-Kapazität mit 3,8 GW nochmals deutlich gegenüber dem Vorjahr (+2,9 GW). 11 Die Kapazität von Windenergieanlagen auf See wuchs um 1,1 GW auf 7,5 GW an. 12

Der Überschuss bei den Stromflüssen in das Ausland hat sich 2019 weiter verringert. Der Saldo lag 2019 mit einem Ausfuhrüberschuss von 34,9 Mrd. kWh erneut unter dem Vorjahreswert (2018: 51,2 Mrd. kWh). Besonders hohe Exportüberschüsse entstanden im Austausch mit Österreich (12,6 Mrd. kWh), Polen (9,9 Mrd. kWh), der Schweiz (7,9 Mrd. kWh), den Niederlanden (5,6 Mrd. kWh) und Luxemburg (4,5 Mrd. kWh). Überschüsse bei den Stromflüssen aus dem Ausland konzentrieren sich traditionell auf Frankreich, wobei sich der Einfuhrüberschuss von 8,4 Mrd. kWh 2018 auf rund 12,4 Mrd. kWh im Jahr 2019 um mehr als 46 % zunahm. Der Austausch mit den übrigen Ländern bewegte sich auf vergleichsweise niedrigem Niveau. 13

Die Einfuhrpreise für Erdgas und Rohöl sind im Jahr 2019 gefallen, nachdem im Vorjahr für Rohöl und Erdgas noch Preissteigerungen zu beobachten waren. Im Jahresdurchschnitt verzeichneten die Preise für Rohöl einen Rückgang um -2,3 %, während der Rückgang für Erdgas gegenüber dem Vorjahr -20,6 % betrug. Die Importpreise auf Dollarbasis sind noch kräftiger gesunken, doch Wechselkursentwicklungen (Abwertung des Euro gegenüber dem US-Dollar) haben den Preisrückgang auf dem Weltmarkt für Verbraucher in Deutschland zum Teil kompensiert. 14

Für die Elektrizitätswirtschaft spielt die Entwicklung der Zertifikatspreise für CO2 eine bedeutende Rolle. Nach Beschluss der Strukturreform für die 4. Handelsperiode des Emissionshandels im April 2018 hat sich der Preis für Emissionszertifikate von durchschnittlich 5 Euro je Tonne CO2 im Jahr 2017 zunächst auf 15 Euro im Jahr 2018 verdreifacht. Zum Jahresbeginn 2019 ist der Preis weiter gestiegen und bewegte sich zwischen 20 und 26 Euro je Tonne CO2. Dieses vergleichsweise hohe Niveau hat der CO2-Preis unter Schwankungen bis Ende 2019 beibehalten (den Höchststand 2019 erreichte der CO2-Preis mit mehr als 28 Euro je Tonne CO2 im Juli des Jahres). 15

Seit Mitte 2018 übertraf der Börsenpreis für Strom meist die 50 Euro/MWh-Grenze. Anfang 2019 verringerte sich der Strompreis auf dem Spotmarkt spürbar, er fiel von rund 49 Euro/MWh im Januar auf knapp 31 Euro/MWh im März des Jahres. In den restlichen 3 Quartalen schwankte er zwischen minimal 32 Euro/MWh (Dezember 2019) und maximal 41 Euro/MWh (November 2019). 16

Die Strompreise für Industriekunden nahmen vor allem bedingt durch den Anstieg der Kosten für Beschaffung, Vertrieb und Netznutzung um knapp 3 % zu, während Steuern, Abgaben und Umlagen 2019 nahezu unverändert blieben. Der Anstieg fiel damit geringer aus als in den Vorjahren (2018: 5 %, 2017: 11 %). 17

Insgesamt befindet sich die Branche weiterhin im Wandel. Die Struktur des Energieverbrauchs hat sich 2019 spürbar zugunsten der emissionsfreier (erneuerbare Energien) sowie emissionsarmer Energieträger wie Erdgas verschoben. Vor diesem Hintergrund dürften die energiebedingten CO2-Emissionen stärker gesunken sein als der Primärenergieverbrauch. Temperaturbereinigt betrug der Rückgang rund 55 Mio. t CO2. 18 Dass das nationale Ziel einer Reduktion der Treibhausgasemissionen bis 2020 um 40 % im Vergleich zu 1990 - entgegen den Erwartungen aus den Vorjahren - wahrscheinlich erreicht wird, ist vor allem den Auswirkungen der Corona-Pandemie zuzuschreiben. 19

Den größten Beitrag zur Treibhausgasreduktion leistete die Elektrizitätswirtschaft, gefolgt von der Industrie, den Haushalten und dem Gewerbe-, Handel- und Dienstleistungssektor. Das Hauptaugenmerk müsste demzufolge nicht unbedingt auf dem Stromsektor liegen, sondern insbesondere auf dem Verkehrssektor, dessen Treibhausgasemissionen sogar um ca. 2,5 Mio. t stiegen. 20 Mit dem Klimaschutzpaket der Bundesregierung von Ende 2019 sind eine Reihe neuer Maßnahmen und Strategien geplant oder bereits umgesetzt worden, die den Stromsektor betreffen. 21 Das nationale Emissionshandelssystem, das Gebäudeenergiegesetz, das Klimaschutzgesetz und das Kohleausstiegsgesetz bedeuten weitere, potenziell Unsicherheit erzeugende regulatorische Eingriffe, ebenso wie die Effekte der Corona-Pandemie und entsprechende Konjunkturmaßnahmen von Seiten der Bundesregierung. 22

1 Bundeswirtschaftsministerium (2020), Schlaglichter der Wirtschaftspolitik, Monatsbericht März, S. 24.

2 Statistisches Bundesamt (2020), Fachserie 18, Reihe 1.4 2019, S. 92-104.

3 AGEB (2020), Energieverbrauch in Deutschland im Jahr 2019, S. 2.

4 AGEB (2020), Energieverbrauch in Deutschland im Jahr 2019., S. 43.

5 Ebd., S. 36.

6 Ebd., S. 37.

7 Ebd., S. 26; 40.

8 Ebd., S. 26-27.

9 Umweltbundesamt (2020), Erneuerbare Energien in Deutschland 2019, S. 20.

10 Umweltbundesamt (2020), Erneuerbare Energien in Deutschland 2019, S. 9, S. 32.

11 Ebd., S. 8.

12 Ebd., S. 9.

13 AGEB (2020), Energieverbrauch in Deutschland im Jahr 2019, S. 44.

14 Ebd., S. 6-7.

15 Ebd., S. 30-31.

16 AGEB (2020), Energieverbrauch in Deutschland im Jahr 2019, S. 30.

17 Ebd., S. 29.

18 Ebd., S. 44.

19 Agora-Energiewende (2020): Auswirkungen der Corona-Krise auf die Klimabilanz Deutschlands, S. 13.

20 AGEB (2020), Energieverbrauch in Deutschland im Jahr 2019, S. 44.

21 https://www.bundesregierung.de/resource/blob/975226/1679914/e01d6bd855f09bf05cf7498e06d0a3ff/2019-10-09-klima-massnahmen-data.pdf?download=1

22 https://www.bundesfinanzministerium.de/Content/DE/Standardartikel/Themen/Schlaglichter/Konjunkturpaket/2020-06-03-eckpunktepapier.pdf;jsessionid=8FEB62E268C25E0E427383022B5BD439.delivery2-replication?_blob=publicationFile&v=10

Geschäftsverlauf

Das Jahr 2019 stand erneut im Zeichen der weiteren Umsetzung der Strategie der weltweiten ENGIE-Gruppe, Markführer beim Übergang zur C02-Neutralität zu sein. Die ENGIE-Gruppe konzentriert sich auf Investitionen in Lösungen für Unternehmen und Kommunen, in erneuerbare Energien in großem Maßstab und in die notwendige Anpassung von Strom- und Gasnetzen an die Energiewende.

In diesem Zusammenhang hatte die Gruppe bereits Ende 2015 angekündigt, ihre Kohlekraftwerke sukzessive stillzulegen oder zu veräußern und keine neuen mehr zu bauen. Ende 2017 startete der Verkaufsprozess für die letzten vier europäischen Kohlekraftwerke: das niederländische Kraftwerk in Rotterdam sowie die deutschen Kraftwerke in Farge, Zolling und Wilhelmshaven. Insgesamt verfügen diese Kraftwerke über eine Kapazität von 2.345 MW. Die Unterzeichnung des Veräußerungsvertrags über die Anteile an diesen Kraftwerken mit der zur Riverstone Holdings LLC, New York City, USA, gehörenden Onyx Power Gruppe erfolgte am 26. April 2019. Der Abschluss der Transaktion erfolgte mit wirtschaftlicher Wirkung zum 30. November 2019. Wesentliche Eckpunkte der Vereinbarung standen jedoch bereits zum Vorjahres-Bilanzstichtag verbindlich fest, so dass das Jahresergebnis 2018 der EDAG (-158,5 Mio. €) stark durch vom Kaufpreis induzierte Anpassungsmaßnahmen belastet war. Auch im Berichtsjahr haben wir wegen strittiger Auslegung der Kaufpreisanpassungsklausel eine Risikovorsorge in Höhe von rd. 20 Mio. € im Abschluss erfasst. Zudem war für eine verkaufte Tochtergesellschaft eine signifikante Verlustübernahme aus dem bestehenden Ergebnisabführungsvertrag notwendig, diese wirkte sich über den vereinbarten Kaufpreisanpassungsmechanismus jedoch nicht im Jahresergebnis der EDAG aus.

Erfreulich ist, dass unsere Tochtergesellschaft ENGIE Deutschland GmbH den positiven Trend der Vorjahre bestätigen und die Gesamtleistung (Umsatzerlöse zzgl. Erhöhung des Bestands an unfertigen Leistungen, anderer aktivierter Eigenleistungen und sonstiger betrieblicher Erträge) erneut steigern konnte (+4,0 %). Auch das Betriebsergebnis stieg im Vergleich zum Vorjahr um 1 Mio. € auf rd. 27,6 Mio. € (+3,8 %). Die prognostizierten Umsatzziele wurden im Geschäftsbereich Technische Dienstleistungen und Produkte erreicht, im Geschäftsbereich Energiedienstleistungen und erneuerbare Energien lagen sie über der Prognosebandbreite. Der Auftragsbestand stieg im Vorjahresvergleich um rd. 81,6 Mio. € und befindet sich weiterhin auf einem Niveau, um für eine bis weit in das Jahr 2020 reichende solide Kapazitätsauslastung zu sorgen.

Auch bei den Kooperationen mit lokalen Versorgern können wir erneut auf ein erfolgreiches Jahr zurückblicken. Neben den teilweise deutlich über Plan liegenden Ergebnissen unserer Stadtwerkebeteiligungen konnten auch im Berichtsjahr wieder vielfältige Themen erfolgreich umgesetzt werden.

So haben ENGIE Deutschland und die Stadtwerke Saarbrücken ihre Partnerschaft erneut bekräftigt. Am 10. Mai 2019 haben beide Unternehmen die vorzeitige Verlängerung ihrer Kooperation für weitere 10 Jahre bis 2030 unterzeichnet. Darüber hinaus wurden für die gemeinsame Saarbrücker Tochter Energie SaarLorLux AG die Weichen für die größte Neuinvestition in der Unternehmensgeschichte gestellt. Für rund 80 Millionen Euro baut die Energie SaarLorLux AG unmittelbar an ihrem Heizkraftwerk an der Römerbrücke ein neues Gasmotorenkraftwerk (GAMOR) und einen Wärmespeicher. Baubeginn war Anfang 2020. Die fünf Gasmotoren mit einer elektrischen und thermischen Gesamtleistung von über 50 MW werden ab 2022 auch dazu beitragen, die Fernwärmeversorgung der Landeshauptstadt Saarbrücken sicherzustellen. Mit ihnen können zukünftig rund 65.000 Haushalte mit Strom und rund 13.000 Haushalte mit Fernwärme versorgt werden. Der Bau des Gasmotorenkraftwerks ermöglicht gleichzeitig den vollständigen Ausstieg aus der Energieerzeugung mit Kohle und senkt den CO2-Ausstoß in Saarbrücken um rund 60.000 t/Jahr.

Weiterhin ist hier unser Gemeinschaftsprojekt in Gera zur Neuaufstellung der lokalen Wärmeversorgung zu nennen: Zusammen mit der Energieversorgung Gera GmbH (im Folgenden: "EGG") hat die ENGIE Deutschland GmbH (im Folgenden: "ED GmbH") in 2017 begonnen, die Fernwärmeversorgung in Gera zu optimieren und für die Zukunft aufzustellen. In geschäftsbereichsübergreifender Zusammenarbeit wurde eine Lösung entwickelt, mit der sowohl die Erzeugungsanlagen für Strom und Wärme als auch das Fernwärmenetz auf die veränderten lokalen Anforderungen angepasst werden. Hierfür errichtete die ED GmbH zwei neue Heizkraftwerke an den Standorten Gera-Lusan und Gera-Tinz mit neun gasbetriebenen Blockheizkraftwerken (BHKW) und sechs Gaskesselanlagen mit einer Leistung von insgesamt 145 MW thermisch und 40,5 MW elektrisch, die Strom und Wärme erzeugen. Die erzeugte Wärme nimmt die EGG auf Basis eines Wärmelieferungsvertrages zur Versorgung der rund 19.000 Fernwärmekunden in Gera ab. Die Bauarbeiten für das Großprojekt starteten mit der Errichtung der Heizkraftwerke im Zeitraum von Mai 2017 bis Anfang 2019 und sind nun mit Abschluss der Arbeiten am EGG-Fernwärmenetz erfolgreich und im Zeitplan fertiggestellt worden. Das über 20 Jahre alte Heizkraftwerk Gera-Nord und das Heizwerk Süd der EGG wurden im Januar bzw. Juni 2019 außer Betrieb genommen. Die ED GmbH hat 46 Mio. € in den Neubau der Kraftwerke investiert, die EGG zusätzlich ca. 8 Mio. € in die neue Fernwärmenetz-Struktur.

Erklärung zur Unternehmensführung

Der Vorstand und Aufsichtsrat der EDAG hat die folgenden Zielgrößen für den Anteil von Frauen in Führungspositionen festgesetzt: Für den Aufsichtsrat beträgt die Zielgröße für den Frauenanteil 20 %. Für den Vorstand beträgt die Zielgröße ebenfalls 20 %, allerdings unter der Voraussetzung, dass mindestens 5 Mitglieder dem Vorstand angehören. Für die erste und zweite Führungsebene unterhalb des Vorstands beträgt die Zielgröße jeweils 30 %. Die genannten Zielgrößen sollten jeweils bis spätestens 31. Dezember 2020 erreicht werden.

Die Frauenquote beträgt zum 31. Dezember 2019 im Vorstand - allerdings nur mit drei Mitgliedern - 0 %, im Aufsichtsrat 25,00 %, auf der ersten Führungsebene unterhalb des Vorstands 33,33 % und auf der zweiten Ebene 50,00 %.

Umsatz- und Auftragsentwicklung

Die Umsätze des Geschäftsjahres sind von 1.133,8 Mio. € im Vorjahr auf 873,7 Mio. € um 260,1 Mio. € gesunken. Das entspricht einem relativen Rückgang um 22,9 %, der sich aus teilweise gegenläufigen Entwicklungen in den einzelnen Geschäftsbereichen ergibt.

Die Umsatzerlöse in dem Segment Strom gingen signifikant um insgesamt 278,0 Mio. € (-30,7 % gegenüber dem Vorjahr) zurück. Dabei sind die Umsatzerlöse aus dem reinen Stromvertrieb im Berichtsjahr weiterhin stark gesunken: insgesamt haben wir 6,6 TWh Strom verkauft, was einem Rückgang von 6,1 TWh (-48,3 %) im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Die erwirtschafteten Umsatzerlöse verringerten sich von 354,9 Mio. € im Vorjahr um 107,6 Mio. € auf 247,3 Mio. € im Berichtsjahr (Rückgang um 30,3 %). Diese Entwicklung resultiert aus der in 2017 getroffenen Entscheidung, die Geschäftstätigkeit Energievertrieb nicht in der bisherigen Form fortzuführen, und geht mit entsprechend gesunkenen Materialaufwendungen einher.

Die Stromverkäufe im Zusammenhang mit unseren Erzeugungskapazitäten sind ebenfalls im Vorjahresvergleich um -33,6 % signifikant gesunken (338,3 Mio. €; Vorjahr: 509,8 Mio. €). Die abgesetzte Menge lag dabei mit 6,1 TWh deutlich unter dem Niveau des Vorjahres (-42,2 %). Dieser Rückgang steht überwiegend im Zusammenhang mit dem Verkauf der thermischen Stromerzeugungsanlagen in dessen Folge die hierfür abgesetzte Menge mit 5,7 TWh um 44,0 % zurück ging. Hierfür gibt es mehrere Gründe: mit der Entscheidung, die Kohlekraftwerke zu veräußern, wurde in den Vorjahren der Umfang der getätigten Sicherungsgeschäfte signifikant reduziert, was wiederum einen deutlichen Rückgang der Anzahl der Transaktionen (Rück- und Wiederverkäufe in Abhängigkeit von den Abweichungen zwischen der abgesicherten und letztendlich produzierten Menge) zur Folge hatte. Darüber hinaus kam es im Berichtsjahr zu vergleichsweise höheren Stillständen aufgrund von geplanten Revisionen, so dass auch die tatsächlich in den Kraftwerksanlagen produzierten Mengen deutlich zurückgingen (3,1 TWh gegenüber 5,2 TWh im Vorjahr). Schließlich fehlt in den Zahlen des Berichtsjahres der Monat Dezember, da die Veräußerung der thermischen Erzeugungskapazitäten zum 30. November 2019 erfolgte.

Erfreulich ist, dass wir innerhalb der Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien die produzierten und abgesetzten Mengen im Vergleich zum Vorjahr mit +1,5 % leicht steigern konnten (426,9 MWh, Vorjahr: 420,7 MWh).

Die Umsatzerlöse in dem Segment Gas sind mengenbedingt um 15,8 Mio. € auf 120,5 Mio. € gesunken; das entspricht einem Rückgang um -11,6 %. Ähnlich wie bei den Umsatzerlösen aus dem Stromvertrieb resultiert diese Entwicklung aus der in 2017 getroffenen Entscheidung, die Geschäftstätigkeit Energievertrieb nicht in der bisherigen Form fortzuführen, und geht auch hier mit entsprechend gesunkenen Materialaufwendungen einher.

Der signifikante Rückgang der Umsatzerlöse im Strom- und Gasbereich konnte nur unzureichend durch den Anstieg der Umsatzerlöse im Segment "Sonstige" kompensiert werden (52,9 Mio. €; Vorjahr: 18,4 Mio. €). Hier sind insbesondere die Umsatzerlöse aus dem Verkauf von CO2 Zertifikaten um 29,9 Mio. € auf 34,6 Mio. € gestiegen, was allerdings auf eine im Vorjahresvergleich höhere Anzahl von getätigten Rück- und Wiederverkaufstransaktionen zurückzuführen ist und mit einer entsprechenden Erhöhung der Materialaufwendungen einher geht.

Produktion/Beschaffung

Die EDAG nutzt und optimiert zur Versorgung ihrer Kunden die gesamte Bandbreite der Beschaffungsmöglichkeiten. Zum einen wird im Rahmen bestehender langfristiger Pachtverträge die Möglichkeit der Stromproduktion in den eigenen Kraftwerksanlagen der Tochtergesellschaften genutzt, wobei die Pachtverträge mit den zwei kohlebefeuerten Kraftwerksanlagen mit Verkauf der Tochtergesellschaften am 30. November 2019 endeten. Zum anderen werden kurz- und langfristige Bezugsverträge von Strom und Gas im Wesentlichen über konzerninterne Beschaffungskanäle abgeschlossen. Dabei stellt die Electrabel S.A., Brüssel (Belgien) (im Folgenden: "EBL"), den zentralen Marktzugang für den OTC Markt und für Börsengeschäfte dar.

Die Beschaffung für den Vertrieb erfolgt risikominimierend kongruent zu dem Abschluss der Kundenverträge (back-to-back), so dass sich hier keine offenen Positionen für die Folgejahre ergeben.

Ertragslage

Eine Übersicht zur Entwicklung der Ertragslage im Vorjahresvergleich ist in der nachfolgenden Tabelle dargestellt:

T€ 2019 2018 +/-
Umsatzerlöse 873.674 1.133.796 -260.122
Sonstige betriebliche Erträge 7.147 34.218 -27.071
Betriebsleistung 880.821 1.168.014 -287.193
Materialaufwand -889.369 -1.152.324 262.955
Personalaufwand -2.767 -3.547 780
Abschreibungen -53 -134 81
Sonst. betr. Aufwendungen -23.638 -43.144 19.506
Sonstige Steuern -5 146 -151
Betriebsaufwand -915.832 -1.199.003 283.171
Betriebsergebnis -35.011 -30.989 -4.022
Finanzergebnis -2.730 -13.261 10.531
Beteiligungsergebnis/Ergebnisübernahme -8.102 15.895 -23.997
Neutrales Ergebnis -38.999 -130.958 91.959
Ertragsteuern -817 830 -1.647
Jahresergebnis -85.659 -158.483 72.824

Zu der Entwicklung der Umsatzerlöse verweisen wir auf unsere Erläuterungen zur Umsatz- und Auftragsentwicklung.

Die sonstigen betrieblichen Erträge sind im Vorjahresvergleich um 27,1 Mio. € gesunken. Dies resultiert im Wesentlichen aus den im Vorjahresvergleich deutlich niedrigeren Erträgen aus der Auflösung von sonstigen Rückstellungen (5,9 Mio. €; Vorjahr: 33,6 Mio. €). Im Vorjahresbetrag waren Erträge aus der teilweisen Auflösung einer Drohverlustrückstellung für einen langfristigen Stromliefervertrag in Höhe von 13,8 Mio. € enthalten. Im Berichtsjahr dagegen wurde wegen sinkender Preisprognosen die Drohverlustrückstellung für diesen Vertrag über den Materialaufwand um rd. 10,2 Mio. € erhöht.

Die Betriebsleistung ist insgesamt um 24,6 % bzw. 287,2 Mio. € auf 880,8 Mio. € gesunken. Damit geht ein um 283,2 Mio. € geringerer Betriebsaufwand von 915,8 Mio. € einher, der sich mit -23,6 % leicht unterproportional zur Gesamtleistung entwickelte. Das Betriebsergebnis lag mit -35,0 Mio. € um 4,0 Mio. EUR unter dem Niveau des Vorjahres (-31,0 Mio. €). Das Betriebsergebnis allein ist auf der Ebene der EDAG jedoch keine für die Unternehmenssteuerung relevante Kennzahl, da im Zuge der erfolgten Umstrukturierungen in Vorjahren Teile des operativen Geschäftes von der EDAG auf die einzelnen Tochtergesellschaften verlagert wurden. Insofern werden hier insbesondere die Ergebnisbeiträge unserer Beteiligungen herangezogen.

Das Beteiligungsergebnis einschließlich der Erträge und Aufwendungen aus den Ergebnisabführungsverträgen mit jenen Tochtergesellschaften, die nicht zum 30. November 2019 an die Onyx Power Gruppe verkauft wurden, ist allerdings im Berichtsjahr erneut durch Sondereffekte beeinflusst. So hat insbesondere die Übernahme eines Verschmelzungsverlustes das Ergebnis einer Tochtergesellschaft einmalig stark belastet. Ohne Berücksichtigung dieses Sondereffektes stieg das Beteiligungsergebnis um rd. 36 Mio. € auf 51,6 Mio. € und lag damit über den Erwartungen. Der Teil der Erträge und Aufwendungen aus Ergebnisübernahmeverträgen, der auf Gesellschaften aus der thermischen Erzeugungssparte entfällt, die per 30. November 2019 an die Onyx Power Gruppe verkauft wurden, ist zusammen mit weiteren den Verkauf betreffenden Aufwendungen und Erträgen im neutralen Ergebnis ausgewiesen.

Das Finanzergebnis ist im Berichtsjahr mit -2,7 Mio. € um 10,5 Mio. € besser ausgefallen als im Vorjahr. Dies ist insbesondere auf den Rückgang der Zinsaufwendungen im Zusammenhang mit den Ergebnisabführungen des Vorjahres (1,3 Mio. €; Vorjahr: 10,2 Mio. €) zurückzuführen.

Aus Gründen der Klarheit und korrekten Darstellung des operativen Ergebnisses wurden sämtliche mit dem Verkauf der thermischen Erzeugungssparte an die Onyx Power Gruppe per 30. November 2019 im Zusammenhang stehenden Aufwendungen und Erträge im neutralen Ergebnis gezeigt. Dabei handelt es sich insbesondere um Aufwendungen aus Ergebnisübernahmeverträgen einschließlich Zinsen von insgesamt rd. -197,7 Mio. €, die in der Gewinn- und Verlustrechnung unter den Aufwendungen aus Verlustübernahme (-197,0 Mio. €) bzw. im Zinsaufwand (-0,7 Mio. €) ausgewiesen sind. Dem stehen in der Gewinn- und Verlustrechnung unter den sonstigen betrieblichen Erträgen ausgewiesene Gewinne aus dem Abgang von Anlagevermögen in Höhe von rd. 180,5 Mio. € gegenüber. Darüber hinaus beinhaltet der Posten sonstige direkt mit dem Verkauf im Zusammenhang stehende Aufwendungen von rd. 21,8 Mio. €, die in der Gewinn- und Verlustrechnung unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen ausgewiesen sind; wir verweisen hierzu auf unsere Ausführungen zum Geschäftsverlauf.

Das neutrale Ergebnis des Vorjahres enthielt den Aufwand aus der Wertminderung von mehreren Beteiligungen aus der Erzeugungssparte in Höhe von 131,0 Mio. €; wir verweisen hierzu auf unseren Vorjahresbericht.

Insgesamt schließt das Geschäftsjahr mit einem Verlust von 85,7 Mio. € (Vorjahr: 158,5 Mio. €) ab und somit in Folge der oben beschriebenen Sondereffekte unter unseren Erwartungen. Für das Geschäftsjahr 2019 hatten wir ein positives Gesamtergebnis im mittleren zweistelligen Millionenbereich erwartet.

Vermögenslage

Die Entwicklung der Aktivposten in der Bilanz stellt sich im Vergleich zum Vorjahr zum Bilanzstichtag wie folgt dar:

T€ 2019 2018 +/-
Immaterielle Vermögensgegenstände 34 60 -26
Sachanlagen 26 337 -311
Finanzanlagen 930.201 848.734 81.467
Langfristig gebundenes Vermögen 930.261 849.131 81.130
Vorräte 37.126 43.710 -6.584
Forderungen gegen verbundene Unternehmen und Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 84.202 474.437 -390.235
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 284.944 169.627 115.317
Rechnungsabgrenzungsposten 9.914 10.959 -1.045
Kurzfristig gebundenes Vermögen 416.186 698.733 -282.547
Summe Aktiva 1.346.447 1.547.864 -201.417

Das langfristig gebundene Vermögen hat sich gegenüber dem Vorjahr deutlich um 81,1 Mio. € erhöht. Dieser Nettozuwachs resultiert auf der einen Seite im Wesentlichen aus der Aufstockung der Kapitalrücklage in dem 100%igen Tochterunternehmen ENGIE Energy Services Germany GmbH, Köln, in Höhe von 176,0 Mio. € sowie in Höhe von 9,0 Mio. € in der Onyx Kraftwerk Wilhelmshaven Betriebs GmbH & Co. KGaA, Berlin, und auf der anderen Seite aus den im Berichtsjahr erfolgten Abgängen sämtlicher Beteiligungen an Gesellschaften der thermischen Erzeugungssparte im Rahmen des Verkaufs an die Onyx Power Gruppe mit einem Nettobuchwert von rd. 77,9 Mio. €; wir verweisen hierzu auch auf unsere Erläuterungen zur Ertragslage.

Insgesamt hat sich aufgrund der beschriebenen Vorgänge die Anlagenintensität (das Verhältnis des Anlagevermögens zum Gesamtvermögen) mit 69,1 % gegenüber dem Vorjahr (54,9 %) signifikant erhöht.

Das kurzfristig gebundene Vermögen ging im Vergleich zum Vorjahr insgesamt um 282,5 Mio. € deutlich zurück. Hauptverantwortlich dafür ist der starke Rückgang der Forderungen gegen die ENGIE Treasury Management S.C.R.L., Luxemburg, aus dem Cash-Pooling-Vertrag inklusive Festgeldanlagen, die unter den Forderungen gegen verbundene Unternehmen ausgewiesen sind. Der Vorjahresbestand von 308,3 Mio. EUR ist im Berichtsjahr um 295,7 Mio. EUR auf 12,7 Mio. € gesunken. Neben einer Rückzahlung aus der Kapitalrücklage an die Muttergesellschaft über 130 Mio. € wurden weitere 185 Mio. EUR für die Aufstockung der Kapitalrücklage in Tochtergesellschaften verwendet. Darüber hinaus sind die Forderungen gegen die Konzerngesellschaft Electrabel SA aus dem Verkauf des in den eigenen Erzeugungsanlagen produzierten Stroms nach dem Verkauf der thermischen Assets im Vorjahresvergleich um rd. 38,6 Mio. € gesunken. Weiterhin sind die ebenfalls unter den Forderungen gegen verbundene Unternehmen ausgewiesenen Forderungen aus Ergebnisabführungsverträgen mit rd. 8,9 Mio. € um rd. 51,6 Mio. € gegenüber dem Vorjahr gesunken.

Auch bei den Vorräten gab es einen Rückgang von rd. 6,6 Mio. €, der mit 9,1 Mio. € aus dem erfolgsneutralen Verkauf des gesamten Kohle- und Heizölbestands im Zusammenhang mit der Veräußerung der thermischen Erzeugungssparte resultiert und durch einen Zuwachs beim Bestand an entgeltlich erworbenen CO2-Zertifikaten (+2,6 Mio. €) teilweise kompensiert wurde.

Demgegenüber stiegen die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände im Vorjahresvergleich um 115,3 Mio. € auf 284,9 Mio. € an. Der wesentliche Teil des Forderungsbestandes zum Bilanzstichtag entfällt dabei auf den noch offenen Teil des Kaufpreises für die veräußerten Gesellschaften aus der thermischen Erzeugungssparte. Die kurzfristigen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gingen dagegen von 147,9 Mio. € im Vorjahr auf 45,2 Mio. € im Berichtsjahr deutlich zurück und spiegeln den Rückgang der Umsatzerlöse aus dem Strom- und Gasvertrieb wider; wir verweisen hierzu auch auf unsere Erläuterungen zur Umsatz- und Auftragsentwicklung.

Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten (9,9 Mio. €; Vorjahr: 11,0 Mio. €) betrifft im Wesentlichen eine im Jahr 2017 geleistete Zahlung einer Prämie für einen langfristigen Stromliefervertrag (9,5 Mio. €; Vorjahr: 9,9 Mio. €). Die Auflösung der Position erfolgt über die verbleibende Laufzeit des Stromliefervertrages.

Kapitalstruktur und Finanzlage

Die Entwicklung der Passivposten in der Bilanz stellt sich im Vergleich zum Vorjahr zum Bilanzstichtag wie folgt dar:

T€ 2019 2018 +/-
Gezeichnetes Kapital 5.436 5.436 0
Rücklagen 1.006.083 1.136.083 -130.000
Verlust-/Gewinnvortrag -108.637 49.846 -158.483
Jahresergebnis -85.659 -158.483 72.824
Eigenkapital 817.222 1.032.882 -215.660
Langfristige Rückstellungen 47.807 33.929 13.878
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 5.293 6.064 -771
Leistungsbereitstellung (WSW) 28.730 32.230 -3.500
Lang-/Mittelfristiges Fremdkapital 81.830 72.223 9.607
Kurzfristige Rückstellungen 111.244 117.081 -5.837
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen und Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 110.953 281.346 -170.393
Leistungsbereitstellung (WSW) 3.492 3.492 0
Kurzfristige Verbindlichkeiten 221.177 40.840 180.337
Rechnungsabgrenzungsposten 529 0 529
Kurzfristiges Fremdkapital 447.395 442.759 4.636
Summe Passiva 1.346.447 1.547.864 -201.417

Hinsichtlich der Angaben zur Zusammensetzung des gezeichneten Kapitals und zu wesentlichen Beteiligungen von Aktionären verweisen wir auf unsere Ausführungen im Anhang.

Der Anstieg des lang- und mittelfristigen Fremdkapitals resultiert im Wesentlichen aus der Höherdotierung einer unter den langfristigen Rückstellungen bilanzierten Verpflichtung zur kostenlosen Lieferung von Strom in Verbindung mit dem Betrieb der Kraftwerksgruppe Pfreimd um rd. 9,0 Mio. € sowie einer Erhöhung des langfristigen Teils einer Drohverlustrückstellung aus einem Stromliefervertrag in Höhe von 4,4 Mio. €. Demgegenüber haben sich die Verpflichtung zur Leistungsbereitstellung zugunsten der WSW 3/4/5 Energie GmbH, Wuppertal, um eine Jahresscheibe (-3,5 Mio. €) sowie die konzerninternen Darlehensverpflichtungen durch Tilgung um 0,8 Mio. € verringert.

Das kurzfristige Fremdkapital ist im Vergleich zum Vorjahr um rund 4,6 Mio. € gestiegen. Dieser Anstieg ist insbesondere auf die deutliche Erhöhung der kurzfristigen Verbindlichkeiten um 180,3 Mio. € auf 221,2 Mio. € zurückzuführen. Diese beinhalten zum Bilanzstichtag mit 197,7 Mio. € überwiegend Verpflichtungen im Zusammenhang mit den bestehenden Ergebnisabführungsverträgen mit Gesellschaften aus der verkauften Erzeugungssparte, die im Vorjahr unter den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen ausgewiesen wurden. Die kurzfristigen Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind im Gegenzug deutlich um 170,4 Mio. € auf 111,0 Mio. € gesunken, was im Wesentlichen im Zusammenhang mit dem Verkauf der thermischen Erzeugungssparte zum 30. November 2019 steht. Zum einen sanken durch den Verkauf die konzerninternen offenen Verbindlichkeiten im Zusammenhang mit den Erzeugungsaktivitäten im Vorjahresvergleich um rd. 72,2 Mio. €, zum anderen wurden die Verbindlichkeiten gegenüber den veräußerten Unternehmen zum Bilanzstichtag in die kurzfristigen Verbindlichkeiten gegenüber Dritten umgegliedert. Bei dem Vorjahresausweis sind insbesondere die Verpflichtungen im Zusammenhang mit den bestehenden Ergebnisabführungsverträgen mit den Erzeugungsgesellschaften über 48,0 Mio. € sowie Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, überwiegend aus Redispatching, gegenüber der Onyx Kraftwerk Wilhelmshaven GmbH & Co. KG über 34,8 Mio. € zu nennen.

Die kurzfristigen Rückstellungen sind um rd. 5,8 Mio. € von 117,1 Mio. € im Vorjahr auf 111,2 Mio. € gesunken. Hierfür ist insbesondere der Wegfall einer Rückstellung für drohende Verluste aus einem Pachtvertrag mit einer Gesellschaft aus der verkauften Erzeugungssparte (Vorjahresbestand rd. 11,2 Mio. €) sowie die Auflösung von diversen Rückstellungen für ausstehende Rechnungen in Höhe von insgesamt 12,0 Mio. € ursächlich. Demgegenüber bestehen zum Bilanzstichtag Rückstellungen für diverse mit der Veräußerung der thermischen Erzeugungsanlagen im Zusammenhang stehenden Aufwendungen in Höhe von 12,7 Mio. €. Darüber hinaus werden zum Bilanzstichtag Rückstellungen für ausstehende Rechnungen von den an die Onyx Power Gruppe veräußerten Unternehmen in Höhe von insgesamt 9,9 Mio. € bilanziert, vergleichbare Verpflichtungen waren im Vorjahr unter den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen ausgewiesen. Schließlich sind die Rückgabeverpflichtungen für CO2-Emissionsrechte (38,8 Mio. €; Vorjahr: 32,1 Mio. €) gestiegen.

Kapitalflussrechnung

Die Veränderung der Finanzmittel erklärt sich wie folgt:

2019

T€
Periodenergebnis -85.659
Abschreibungen/Zuschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens 53
Zunahme/Abnahme der Rückstellungen 1.673
Sonst. zahlungsunwirksame Aufwendungen/Erträge -3.967
Zunahme/Abnahme der Vorräte, der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Aktiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind 212.196
Zunahme/Abnahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind -210.743
Gewinn/Verlust aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens -180.191
Zinsaufwendungen/Zinserträge 2.048
Sonstige Beteiligungserträge/-aufwendungen 208.950
Ertragsteueraufwand/-ertrag 817
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit -54.823
Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Sachanlagevermögens 48
Einzahlung aus Abgängen von Gegenständen des Finanzanlagevermögens 69.729
Auszahlung für Investitionen in das Finanzanlagevermögen -185.001
Erhaltene Zinsen 1.504
Erhaltene Dividenden 3.847
Cashflow aus der Investitionstätigkeit -109.873
Auszahlungen aus der Tilgung von Anleihen und (Finanz-) Krediten -742
Gezahlte Zinsen -253
Auszahlung aus der Kapitalrücklage an Gesellschafter -130.000
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit -130.995
Zahlungswirksame Veränderungen des Finanzmittelfonds -295.691
Wechselkurs- und bewertungsbedingte Änderungen des Finanzmittelfonds 27
Finanzmittelfonds am Anfang der Periode 308.330
Finanzmittelfonds am Ende der Periode 12.666

Die Ermittlung der Kapitalflussrechnung erfolgt auf Grundlage des DRS 21.

In den Finanzmitteln sind Forderungen aus dem Cash-Pooling enthalten, welche in der Bilanz unter den Forderungen gegen verbundene Unternehmen enthalten sind.

Die Gesellschaft war im abgelaufenen Geschäftsjahr jederzeit in der Lage, ihren finanziellen Verpflichtungen nachzukommen. Es bestehen zum Bilanzstichtag keine Kreditlinien bei Kreditinstituten. Wir gehen davon aus, dass die Finanzierung der Gesellschaft über die Einbindung in den Cashpool der ENGIE-Gruppe auch zukünftig jederzeit gewährleistet ist.

Investitionen/Finanzierung

Die Finanzierung der Investitionen erfolgte durch die vorhandenen Finanzmittel.

Im Zusammenhang mit dem Erwerb des Technik- und Service-Spezialisten OTTO Luft- und Klimatechnik GmbH & Co. KG Ende 2018 durch die ENGIE Deutschland GmbH hat die EDAG am 22. Mai 2019 eine sonstige Zuzahlung gemäß § 272 Abs. 2 Nr. 4 HGB von 176,0 Mio. € in die Kapitalrücklage der ENGIE Energy Services Deutschland GmbH, Köln, beschlossen. Der zugehörige Zahlungsausgang ist am 28. Mai 2019 erfolgt. Weitere nennenswerte Investitionen sind auf der Ebene der EDAG für das folgende Geschäftsjahr nicht geplant.

Angaben nach § 6b Abs. 7 EnWG

Die EDAG erfüllt die Bedingungen eines vertikal integrierten Energieversorgungsunternehmens gemäß § 3 Nr. 38 EnWG. Zur Vermeidung von Diskriminierung und Quersubventionierung bestehen deshalb gemäß § 6b Abs. 3 EnWG besondere Anforderungen an die Zuordnung der buchhalterischen Sachverhalte auf die einzelnen Tätigkeitsbereiche. Da die Gesellschaft lediglich in den Bereichen "Strom", "Gas" und "Sonstige", nicht jedoch in den in § 6b Abs. 3 Satz 1 Nr. 1 bis 6 EnWG genannten Tätigkeitsbereichen tätig ist, sind zwar getrennte Konten zu führen, sie muss jedoch keinen Tätigkeitsabschluss aufstellen und veröffentlichen.

III. CHANCEN UND RISIKEN DER ZUKÜNFTIGEN ENTWICKLUNG

Das Risikomanagement ist für die EDAG als Unternehmen der ENGIE-Gruppe verpflichtend integraler Bestandteil der Unternehmensführung.

Zur Messung, Überwachung und Steuerung von Risiken und Chancen nutzen wir eine Vielzahl von Steuerungs- und Kontrollsystemen, die laufend weiterentwickelt werden. Dazu gehört ein konzernweit einheitlicher Planungs-, Budgetierungs-, Berichts- und Controllingprozess zur Information unserer Gesellschafter. Über diese wird die EDAG von der Konzernrevision erfasst, die in regelmäßigen Abständen in Deutschland tätig wird.

Das interne Kontrollsystem des internationalen ENGIE S.A.-Konzerns wird als Programm unter dem Namen "INCOME" kontinuierlich weiterentwickelt. Die Einhaltung der INCOME-Regularien wurde im Berichtsjahr durch die Konzernrevision in bestimmten Bereichen, welche für das Unternehmen von Bedeutung sind, stichprobenartig geprüft. Wesentliche Beanstandungen haben sich im Jahr 2019 aus diesen Prüfungen nicht ergeben.

Zusammenfassend bestehen die folgenden Risiken bzw. Chancen, die eine wesentliche Auswirkung auf die EDAG haben:

Wesentliche Risikofaktoren im operativen Bereich sind aus unserer Sicht ungeplante Ausfälle unserer Kraftwerksanlagen sowie das Preisniveau für Brennstoffe. Ebenso bestehen wetterbedingte Risikofaktoren bei der Vermarktung unserer Windparks und der wärmegeführten Erzeugungsanlagen in unseren Beteiligungen. Das Risiko ungeplanter Ausfälle unserer Kraftwerksanlagen können wir zwar nicht gänzlich ausschließen, wir versuchen jedoch dieses durch planmäßige Wartungs- und Instandhaltungsmaßnahmen und Schulung der Mitarbeiter zu minimieren. Darüber hinaus existieren in wirtschaftlich angemessenem Umfang Versicherungen zur Begrenzung negativer wirtschaftlicher Auswirkungen.

Das Risiko steigender Brennstoff- bzw. sinkender Stromgroßhandelspreise sichert die EDAG - gemäß einem ENGIE gruppenweit festgelegten rollierenden Hedgingfahrplan - durch Portfolio-Hedge-Geschäfte konzernintern ab. Risiken werden kontinuierlich beobachtet, sodass der Sicherungsumfang bei wesentlichen Änderungen angepasst werden kann. Daher rechnen wir insofern mit keiner unerwarteten wesentlichen negativen oder positiven Beeinflussung des Unternehmenswertes für die kommenden Jahre. Die Werthaltigkeit unseres Erzeugungsportfolios wird regelmäßig getestet, so dass wir die Risiken aus Preisentwicklungen auf die Werthaltigkeit frühzeitig erkennen können.

Aufgrund der kongruenten Beschaffung von Strom und Gas für die Versorgung unserer Kunden sehen wir kein Risiko von Preissteigerungen auf der Beschaffungsseite. Auch das Mengenrisiko wird als gering eingestuft, da die EDAG auf das Portfolio des ENGIE-Konzerns zurückgreift. Neue Produkte für unsere Kunden durchlaufen einen unternehmensweiten Produktentwicklungsprozess, der alle potentiellen Risiken für die EDAG identifiziert und entsprechende Maßnahmen zur Begrenzung ergreift.

Im Rahmen unserer Beteiligungen halten wir das Risiko von Preissteigerungen auf der Beschaffungsseite ebenfalls für gering, da auch hier eine Absicherung durch Hedge-Geschäfte vorgenommen wird.

Ausfall- und Kreditrisiken im Rahmen des bestehenden Vertriebsportfolios werden als relevant eingeschätzt und durch Prozesse und Tools zur Bewertung neuer Kunden (bereits vor Vertragsabschluss) und ständiger Überwachung des Portfolios hinsichtlich möglicher Risiken kontrolliert.

Im Zusammenhang mit einem langfristigen Stromliefervertrag in Schweizer Franken bestehen Währungsrisiken, die wir jedoch aufgrund unserer Markteinschätzung für gering halten und für die wir keine zusätzliche Währungsabsicherung vornehmen.

Im Zusammenhang mit dem Betrieb der bestehenden Kraftwerkskapazitäten bestehen sowohl Risiken im Hinblick auf die rechtlichen Rahmenbedingungen als auch standortspezifische Risiken sowie Risiken, welche die zukünftige Entwicklung maßgeblicher wirtschaftlicher Parameter betreffen. Dabei ist jedoch zu beachten, dass eine exakte Prognose der maßgeblichen Parameter (wie zum Beispiel die Entwicklung von Preisen für die Einsatzstoffe, CO2 und den Stromabsatz) über die lange Nutzungsdauer eines Kraftwerks nicht möglich ist, die Entwicklung der langfristigen Rentabilität beinhaltet somit Risiken und in gleichem Maße auch Chancen.

Dies, in Verbindung mit dem Umstand, dass auch im Hinblick auf die rechtlichen Rahmenbedingungen und die Entwicklung des Marktdesigns (insb. die Gestaltung möglicher Kapazitätsmärkte) erhebliche Unsicherheit besteht, führt dazu, dass die künftige Wirtschaftlichkeit und langfristige Rentabilität unserer Kraftwerke risikobehaftet bleibt. Gleichzeitig bieten neue rechtliche Rahmenbedingungen auch Chancen für die zusätzliche bzw. erweiterte Vermarktung der Kraftwerkskapazitäten.

Hinsichtlich des Projektgeschäfts besteht die Gefahr von Fehlinformationen durch den Verkäufer sowie die natürliche Unsicherheit bei der Bestimmung von Unternehmenswerten. Wir versuchen, die hieraus erwachsenden Risiken durch die Einbeziehung von Experten der Gruppe sowie von externen Beratern im Vorfeld zu minimieren.

Risiken der Datenverarbeitung werden durch technische und organisatorische Maßnahmen begrenzt. Dazu gehören zum Beispiel die redundante Auslegung von Hardware, Spiegelung von Systemen und Datenbanken sowie die regelmäßige organisierte Datensicherung für die Aufrechterhaltung des IT-Betriebes nach einem eventuellen Notfall.

Die genannten Risiken sind aufgrund der implementierten Kontroll- und Managementsysteme unter Kontrolle bzw. beherrschbar und haben gegenwärtig keinen den Bestand der EDAG gefährdenden Einfluss auf die Finanz-, Ertrags- und Vermögenslage.

Chancen bestehen insbesondere im Bereich erneuerbare Energien aber auch bei Entwicklungsopportunitäten, die sich aus vier gesellschaftspolitischen Trends ergeben: die zunehmende Dekarbonisierung in allen Bereichen des Wirtschaftslebens, die Dezentralisierung der Energieerzeugung mit einhergehenden Veränderungen in der Nutzer- und Kundenstruktur, die kundenseitige Motivation zur Reduzierung des Energieverbrauchs mit den angebotsseitig vielseitigen Möglichkeiten zur Steigung der Energieeffizienz sowie die kontinuierlich zunehmende Digitalisierung in allen Lebens- und Arbeitsbereichen.

Dabei bieten sowohl die Stadtwerke-Kooperationen auf ihren lokalen Märkten, das existierende Geschäft im Bereich erneuerbarer Energien als auch die Energiewirtschaftliche Aktivität eine gute Ausgangsbasis, um neue Produkte und Dienstleistungen zu entwickeln und zu vertreiben. Darüber hinaus erwarten wir, dass die im Berichtsjahr fortgesetzte strategische Neuausrichtung der ENGIE-Gruppe in Deutschland und die damit verbundene Bündelung unserer Kompetenz über das gesamte Spektrum von Energie und multitechnischen Dienstleistungen weitere Vorteile für unsere Wettbewerbssituation bringen wird.

Bezüglich der in 2020 entstandenen Corona-Krise bestehen für die EDAG und ihre wesentlichen Tochtergesellschaften Risiken aus Verzögerungen in Bauabläufen und von Investitionsentscheidungen. Darüber hinaus werden sinkende Energieverbräuche und -preise, insbesondere bei unseren Stadtwerkekooperationen, das Jahresergebnis 2020 belasten. Die Einhaltung der vorgeschriebenen Hygienemaßnahmen durch die Verwendung von Schutzmasken und Desinfektionsmitteln verursacht ebenfalls zusätzliche Kosten, die nicht über den Preis an die Kunden weitergegeben werden können. Wesentliche Forderungsausfälle und Corona bedingte Stilllegungen von Baustellen sind bisher nicht zu verzeichnen. In einzelnen Fällen wurden mit Kunden Stundungsvereinbarungen geschlossen. Sollte sich die Krise verschärfen und es temporär zu einer geringeren Auslastung kommen, kann ENGIE dem kurzfristig mit dem Instrument der Kurzarbeit begegnen. Eine kurzfristige Liquiditätssicherung ist für die Gesellschaft durch die Anbindung an den konzerninternen Cash-Pool inklusive einer eigenen nicht genutzten Konzern-Kreditlinie gegeben.

IV. PROGNOSEBERICHT

Wir werden uns auch im kommenden Jahr auf die weitere Umsetzung der Strategie der ENGIE-Gruppe fokussieren, Marktführer beim Übergang zur CO2-Neutralität zu sein. Es gibt eine zunehmende Anzahl von Industrieunternehmen wie auch von Städten und Gemeinden, die sich eine Selbstverpflichtung gegeben haben, ihren Energieeinsatz, ihre Liegenschaften und ihre Aktivitäten klimafreundlich auszugestalten. Unser Ziel ist es, Kunden einen umfassenden, ganzheitlichen Ansatz zu bieten, ihre Emissionsbasis dauerhaft in Richtung Klimaneutralität zu mindern. ENGIE-Deutschland setzt hierbei die eigenen Erfahrungen in den Bereichen Energie, Technik und Service ein und unterstützt Kunden mit vielfältigen technischen Dienstleistungen, Energiedienstleistungen sowie dem Einsatz von erneuerbaren Energien. Die Unterstützung kann entlang der gesamten Wertschöpfungskette ausgestaltet sein, von Konzeption und Planung über Bau und Finanzierung bis zu Betrieb und Service von technischen Anlagen. Die Perspektiven für diesen neuen Ansatz sind als günstig einzuschätzen.

Durch die weltweite Ausbreitung des Coronavirus sind seit März 2020 weitreichende gesundheitspolitische Maßnahmen zur Eindämmung der aktuellen Coronavirus-Pandemie getroffen worden, die mit starken ökonomischen Auswirkungen weltweit einhergehen. Nach gegenwärtiger Einschätzung der Geschäftsführung wird es auch für die EDAG zu negativen wirtschaftlichen Folgen kommen. Insbesondere für die Tochtergesellschaften resultieren aus Nachfragerückgängen niedrigere Ergebnisse, die auf der Ebene der EDAG zu geringeren Beteiligungserträgen im oberen einstelligen Millionenbereich führen werden.

Für das Gesamtergebnis der Gesellschaft, insbesondere unter Einbeziehung der Ergebnisbeiträge unserer Beteiligungen, gehen wir für die nächsten beiden Geschäftsjahre von einem positiven Jahresergebnis jeweils im mittleren zweistelligen Millionenbereich aus.

V. SCHLUSSERKLÄRUNG ZUM ABHÄNGIGKEITSBERICHT

Die EDAG hat gemäß § 312 Abs. 1 AktG einen Abhängigkeitsbericht aufzustellen. Der Vorstand hat die folgende Schlusserklärung abgegeben:

"Die EDAG hat bei den im Bericht über Beziehungen zu verbundenen Unternehmen aufgeführten Rechtsgeschäften und Maßnahmen nach den Umständen, die uns im Zeitpunkt, in dem die Rechtsgeschäfte vorgenommen oder die Maßnahmen getroffen oder unterlassen wurden, bekannt waren, bei jedem Rechtsgeschäft eine angemessene Gegenleistung erhalten und ist dadurch, dass die Maßnahmen getroffen oder unterlassen wurden, nicht benachteiligt worden."

Berlin, den 14. Dezember 2020

ENGIE Deutschland AG

Der Vorstand

Manfred Schmitz

Wim Broos

Bernd Dinauer

Auftragsbedingungen, Haftung und Verwendungsvorbehalt

Wir, die Ernst & Young GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, haben unsere Prüfung der vorliegenden Rechnungslegung im Auftrag der Gesellschaft vorgenommen. Neben der gesetzlichen Funktion der Offenlegung (§ 325 HGB) in den Fällen gesetzlicher Abschlussprüfungen richtet sich der Bestätigungsvermerk ausschließlich an die Gesellschaft und wurde zu deren interner Verwendung erteilt, ohne dass er weiteren Zwecken Dritter oder diesen als Entscheidungsgrundlage dienen soll. Das in dem Bestätigungsvermerk zusammengefasste Ergebnis von freiwilligen Abschlussprüfungen ist somit nicht dazu bestimmt, Grundlage von Entscheidungen Dritter zu sein, und nicht für andere als bestimmungsgemäße Zwecke zu verwenden.

Unserer Tätigkeit liegt unser Auftragsbestätigungsschreiben zur Prüfung der vorliegenden Rechnungslegung einschließlich der "Allgemeinen Auftragsbedingungen für Wirtschaftsprüfer und Wirtschaftsprüfungsgesellschaften" in der vom Institut der Wirtschaftsprüfer herausgegebenen Fassung vom 1. Januar 2017 zugrunde.

Klarstellend weisen wir darauf hin, dass wir Dritten gegenüber keine Verantwortung, Haftung oder anderweitige Pflichten übernehmen, es sei denn, dass wir mit dem Dritten eine anders lautende schriftliche Vereinbarung geschlossen hätten oder ein solcher Haftungsausschluss unwirksam wäre.

Wir weisen ausdrücklich darauf hin, dass wir keine Aktualisierung des Bestätigungsvermerks hinsichtlich nach seiner Erteilung eintretender Ereignisse oder Umstände vornehmen, sofern hierzu keine rechtliche Verpflichtung besteht.

Wer auch immer das in vorstehendem Bestätigungsvermerk zusammengefasste Ergebnis unserer Tätigkeit zur Kenntnis nimmt, hat eigenverantwortlich zu entscheiden, ob und in welcher Form er dieses Ergebnis für seine Zwecke nützlich und tauglich erachtet und durch eigene Untersuchungshandlungen erweitert, verifiziert oder aktualisiert.