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ENGIE Annual Report 2011

Nov 19, 2012

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Annual Report

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Publication

GDF SUEZ Energie Deutschland AG

(vormals: GDF SUEZ Energie Deutschland GmbH)

Berlin

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2011 bis zum 31.12.2011 und Tätigkeitsabschluss

LAGEBERICHT FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2011

A. Geschäftsverlauf und Rahmenbedingungen

1. Entwicklung von Branche und Gesamtwirtschaft

Nachdem das Jahr 2010 nach dem Ende der Finanzmarkt- und Wirtschaftskrise von einem starken Aufschwung gekennzeichnet war, setzte sich dieser Aufschwung in etwas abgeschwächter Form, trotz der im 2. Halbjahr aufkommenden Euro-Schuldenkrise, auch 2011 fort. Dieser wurde im Wesentlichen durch Investitionen und den Außenhandel getragen. So stiegen die Exporte nach vorläufigen Zahlen 2011 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um rd. 11 %. Eine ähnliche Entwicklung war bei den Ausrüstungsinvestitionen (2011: +7,4 % gegenüber Vorjahreszeitraum) sowie bei der Entwicklung des Bruttoinlandsprodukts festzustellen. Die Wirtschaftsleistung stieg im Vergleich zum Vorjahr um rd. 3,0 %. Dieser positiven gesamtwirtschaftlichen Entwicklung folgten die Entwicklungen des deutschen Energiemarkts.

Trotz der robusten Konjunktur ist der Energieverbrauch in Deutschland 2011 insbesondere durch die milde Witterung deutlich gesunken. Nach Berechnungen der Arbeitsgemeinschaft Energiebilanzen (AGEB) lag er um ca. 5 % unter dem Wert des Vorjahres. Damit wurde auch das Verbrauchsniveau der Zeit vor dem konjunkturellen Einbruch noch nicht wieder erreicht.

Wie im Vorjahr stiegen die Preise für Rohöl, Erdgas und Steinkohle im Jahr 2011 weiter an und beendeten das Jahr mit einem kräftigen Plus. Auch die Strompreise haben sich 2011 erhöht, insbesondere für Neuabschlüsse im Industriekundensektor stiegen die Preise um 17 % an, während Emissionsberechtigungen deutlich an Wert verloren und zum Jahresende nahe der historischen Tiefstwerte notierten.

2. Geschäftsverlauf der Gesellschaft sowie wichtige Vorgänge des Geschäftsjahres

Das Geschäftsjahr 2011 war insbesondere geprägt durch die weitere Integration der im Zuge eines "Asset SWAP Transaction Agreement" zwischen der E.ON AG, der E.ON Kraftwerke GmbH, der E.ON Wasserkraft GmbH sowie der Electrabel SA/NV und der GDF SUEZ Energie Deutschland AG, Berlin (im Folgenden "GSED" oder "Gesellschaft"), Ende 2009 erworbenen Kraftwerkskapazitäten in Zolling, Farge und Pfreimd. Mit Verschmelzungsverträgen jeweils vom 26. August 2011 sind die 100%igen Tochtergesellschaften GDF SUEZ Kraftwerk Farge GmbH, Bremen (im Folgenden "GSF"), die GDF SUEZ Kraftwerk Zolling GmbH, Zolling (im Folgenden "GSZ"), sowie die GDF SUEZ Kraftwerksgruppe Pfreimd GmbH, Trausnitz (im Folgenden "GSP"), im Wege der Gesamtrechtsnachfolge auf die GSED verschmolzen worden. Die Verschmelzung der GSF erfolgte mit Wirkung zum 1. Januar 2011 und wurde am 20. September 2011 im Handelsregister eingetragen. Die Verschmelzung der GSZ und der GSP erfolgte jeweils mit Wirkung zum 1. Oktober 2011, die Eintragung im Handelsregister fand jeweils am 17. April 2012 statt.

Mit Abspaltungs- und Übernahmevertrag vom 6. Januar 2012 und mit Wirkung zum 1. November 2011 wurden die Beteiligungen an der GRTgaz Deutschland GmbH, Berlin (im Folgenden "GRTgaz"), an der MEGAL Mittel-Europäische-Gasleitungsgesellschaft mbH & Co. KG, Essen (im Folgenden "MEGAL KG"), sowie an der MEGAL Verwaltungs-GmbH, Essen, nachfolgend zusammen bezeichnet als "MEGAL Beteiligungen", auf die ebenfalls im Besitz der GDF International S.A.S. stehende GRTgaz Beteiligungs-GmbH, Berlin, abgespalten. In diesem Zusammenhang wurden weiterhin alle vertraglichen Beziehungen zwischen der GSED und den MEGAL Beteiligungen, insbesondere der Gewinnabführungsvertrag mit der GRTgaz sowie die Gebrauchs- und Nutzungsüberlassungsverträge bezüglich des MEGAL-Leitungssystems an die GRTgaz Beteiligungs-GmbH übertragen.

Der Abspaltung der MEGAL Beteiligungen ist die am 19. Dezember 2011 im Handelsregister eingetragene Umwandlung der GSED in eine GmbH voraus gegangen. Mit Beschluss vom 20. Februar 2012 wurde die (Rück-)Umwandlung in eine Aktiengesellschaft beschlossen. Die Eintragung ins Handelsregister erfolgte am 14. März 2012.

Im Zuge der Neuausrichtung der Kooperation im Saarland und Stärkung der Wettbewerbsposition der bisher nur im Vertrieb tätigen Energie SaarLorLux AG, Saarbrücken (im Folgenden "ESLL AG"), wurde im Dezember 2010 mit dem Kooperationspartner Versorgungs- und Verkehrsgesellschaft Saarbrücken mbH, Saarbrücken, eine Vereinbarung über den Verkauf des Erzeugungsportfolios der GSED im Saarland an die gemeinsame Tochtergesellschaft ESLL AG unterzeichnet, die zum 1. Juli 2011 wirksam wurde. Darüber hinaus wurden zum 1. Juli 2011 die Anteile an der Betriebsführungsgesellschaft des Kraftwerks "Römerbrücke" in Saarbrücken, der GDF SUEZ Saarland GmbH, Saarbrücken, vollständig an die ESLL AG veräußert.

Der Vorjahresvergleich ist aufgrund der im Berichtsjahr erfolgten Verschmelzungen der GSF, GSZ und GSP auf die GSED sowie der Ausgliederung des Gasleitungsgeschäftes an die GRTgaz Beteiligungs-GmbH nur eingeschränkt möglich. Insbesondere beinhaltet die Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2011 das komplette Jahr 2011 der GSED (ohne das Gasleitungsgeschäft für die Monate November und Dezember 2011) und der ehemaligen GSF sowie jeweils das 4. Quartal 2011 der ehemaligen GSZ und der ehemaligen GSP. Zur besseren Vergleichbarkeit wurden bei den wesentlichen Positionen im Anlagevermögen die Effekte aus der Verschmelzung und Abspaltung separat dargestellt. Im Übrigen verweisen wir auf unsere Ausführungen zu der Vorjahresvergleichbarkeit im Anhang.

Im Geschäftsjahr 2011 wurden ferner wichtige Meilensteine bei der Errichtung des Kohlekraftwerks in Wilhelmshaven erreicht. So konnten die Tunnelbohrarbeiten für die Kühlwasserleitungen erfolgreich abgeschlossen und das Entnahmebauwerk für das Kühlwasser des Kraftwerks an seinem Standort installiert werden. Im Juni 2011 wurde das GDF SUEZ-Kraftwerk auf dem Rüstersieler Groden erstmalig mit dem europäischen Höchstspannungsnetz verbunden. Bis zur endgültigen Inbetriebnahme wird das Kraftwerk über den Netzanschluss mit elektrischer Energie zur Deckung des Eigenbedarfs versorgt.

3. Unternehmensstruktur

Die Unternehmensstruktur zum 31. Dezember 2011 ist in der Anlage zum Lagebericht dargestellt.

4. Umsatz- und Auftragsentwicklung

Die Umsätze des Geschäftsjahres sind mit Mio. EUR 1.333,2 im Vergleich zum Vorjahr (Mio. EUR 1.278,5) um 4 % gestiegen. Dabei sank der Gasabsatz im Vergleich zum Vorjahr um 485 GWh (rd. 20 %) während die abgesetzte Strommenge um 1.079 GWh (rd. 7 %) gestiegen ist.

Die im Vorjahr erfolgte Einbringung des Vertriebsteils der GSED in die 100%ige Tochtergesellschaft, die GDF SUEZ Energy Sales GmbH, Berlin (im Folgenden "GSES"), im Zuge derer die nach dem 30. Juni 2010 neu abgeschlossenen Verträge an Stelle der GSED von der GSES abgeschlossen werden, hatte keine Auswirkungen auf die Umsatzentwicklung der GSED, da der Strom- und Gasbezug der GSES für die von der GSED übernommenen Kunden über die GSED erfolgt.

5. Produktion/Beschaffung

Die GSED nutzt zur Versorgung ihrer Kunden die gesamte Palette der Sourcingmöglichkeiten, d.h. Produktion in den eigenen Kraftwerksanlagen, konzerninterner Bezug von Strom und Gas sowie über teils langfristige Beschaffungsverträge. Darüber hinaus erfolgt die Optimierung durch Handelsaktivitäten OTC bzw. über die Electrabel S.A., Brüssel (Belgien), sowie an der Strombörse in Leipzig (EEX). Dabei erfolgt die Beschaffung kongruent zu dem Abschluss der Kundenverträge (back-to-back), sodass sich hier keine offenen Positionen für die Folgejahre ergeben.

6. Investitionen/Finanzierung

Die GSED hat im Berichtsjahr insgesamt TEUR 153.558 investiert. Davon entfallen auf Zugänge im Sachanlagevermögen TEUR 47.967, die hauptsächlich im Zusammenhang mit der großen Revision im Kraftwerk Farge stehen. Darüber hinaus betreffen die Zugänge geleistete Anzahlungen für die neue Dampfturbine im Kraftwerk Römerbrücke (Mio. EUR 10), welche im Jahr 2011 an die ESLL AG veräußert wurde.

Die Zugänge bei den Finanzanlagen beinhalten im Wesentlichen die Zugänge bei der GDF SUEZ Kraftwerke Nord Beteiligungs GmbH, Berlin, in Höhe von Mio. EUR 90, die weitere Einlagen zur Realisierung des Kohlekraftwerkes in Wilhelmshaven betreffen, sowie die Eigenkapitalfinanzierung der GDF SUEZ WSW Windpark Helmstadt GmbH & Co. KG, Berlin, im Zusammenhang mit dem Aufbau eines Windparks.

Die Finanzierung der Investitionen erfolgte überwiegend durch Darlehen aus der GDF SUEZ-Gruppe. Durch die Einbindung der GSED in die GDF SUEZ-Gruppe ist die Finanzierung auch zukünftig gewährleistet.

7. Personal- und Sozialbereich

Die Anzahl der Mitarbeiter (Angestellte und Auszubildende) betrug im Jahresdurchschnitt 445 (2010: 261). Der Anstieg resultiert aus der Verschmelzung der Kraftwerksgesellschaften GSF, GSZ und GSP.

Der Qualifizierung von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern kommt eine große Bedeutung zu. Schulungsmaßnahmen werden fortlaufend systematisch und individuell geplant und durchgeführt und durch Inhouse-Lehrgänge begleitet.

B. Lage des Unternehmens

Wie bereits unter Punkt A.2 erläutert, ist der Vorjahresvergleich aufgrund wesentlicher Unternehmenstransaktionen nur eingeschränkt möglich.

1. Vermögenslage

2011 2010 +/-
TEUR % TEUR % TEUR
--- --- --- --- --- ---
Immaterielle Vermögensgegenstände 95.994 2 1.290 0 94.704
Sachanlagen 442.301 11 79.425 2 362.876
Finanzanlagen 1.510.025 38 2.028.506 50 -518.481
Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung 701 0 0 0 701
Langfristig gebundenes Vermögen 2.049.021 51 2.109.221 52 -60.200
Vorräte 51.018 1 22.532 1 28.486
Forderungen gegen verbundene Unternehmen und Unternehmen mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 1.814.529 45 1.828.954 45 -14.425
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 98.055 3 88.781 2 9.274
Rechnungsabgrenzungsposten 1.366 0 1.053 0 313
Kurzfristig gebundenes Vermögen 1.964.968 49 1.941.320 48 23.648
Liquide Mittel 860 0 1.044 0 -184
4.014.849 100 4.051.585 100 -36.736

Das langfristig gebundene Vermögen hat sich gegenüber 2010 um Mio. EUR 60 verringert. Den Zugängen des Berichtsjahres, einschließlich der Buchwerte aus der Verschmelzung, in Höhe von Mio. EUR 647, die mit Mio. EUR 546 das Sachanlagevermögen und die immateriellen Vermögensgegenstände sowie mit Mio. EUR 101 das Finanzanlagevermögen betreffen, stehen im Wesentlichen Abgänge bei den Finanzanlagen in Höhe von Mio. EUR 617 im Zusammenhang mit der Verschmelzung der GSF, GSZ und GSP sowie der Abspaltung der MEGAL-Beteiligungen gegenüber. Darüber hinaus sind im Sachanlagevermögen Abgänge von Mio. EUR 88 enthalten, die im Zusammenhang mit dem Verkauf des Erzeugungsportfolios der GSED im Saarland an die ESLL AG stehen; wir verweisen hierzu auch auf unsere Erläuterungen unter Punkt A.2.

Die Anlagenintensität (das Verhältnis des Anlagevermögens zum Gesamtvermögen) ist 2011 mit 51 % gegenüber dem Vorjahr (52 %) nahezu unverändert.

Der Anstieg des kurzfristig gebundenen Vermögens um Mio. EUR 24 ist im Wesentlichen auf die Verschmelzung der GSF, GSZ und GSP zurückzuführen, insbesondere wurden Vorräte von den drei Gesellschaften in Höhe von Mio. EUR 12 übernommen. Weiterhin hat sich der Bestand an CO2 -Zertifikaten um Mio. EUR 15 deutlich erhöht.

2. Kapitalstruktur und Finanzlage

2011 2010 +/-
TEUR % TEUR % TEUR
--- --- --- --- --- ---
Gezeichnetes Kapital 5.436 0 5.436 0 0
Rücklagen 1.136.083 28 1.160.555 29 -24.472
Gewinnvortrag 1.248.914 31 430.372 11 818.542
Jahresergebnis -49.135 -1 818.541 20 -867.676
Eigenkapital 2.341.298 58 2.414.904 60 -73.606
Langfristige Rückstellungen 21.383 1 11.756 1 9.627
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 1.050.668 26 1.020.755 25 29.913
Leistungsbereitstellung (WSW) 56.421 1 59.732 1 -3.311
Langfristige Verbindlichkeiten 2.550 0 2.800 0 -250
Lang-/Mittelfristiges Fremdkapital 1.131.022 28 1.095.043 27 35.979
Kurzfristige Rückstellungen 153.580 4 145.694 4 7.886
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen und Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 286.544 7 301.944 7 -15.400
Leistungsbereitstellung (WSW) 3.397 0 3.392 0 5
Kurzfristige Verbindlichkeiten 98.691 3 90.191 2 8.500
Rechnungsabgrenzungsposten 317 0 417 0 -100
Kurzfristiges Fremdkapital 542.529 14 541.638 13 891
4.014.849 100 4.051.585 100 -36.736

Die Veränderung des lang- und mittelfristigen Fremdkapitals ist im Wesentlichen auf den Anstieg der Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen um Mio. EUR 30 zurückzuführen. Diese beinhalten ausschließlich Darlehen von der GDF SUEZ CC s.c.r.l., Brüssel, zur projektbezogenen Finanzierung. Weiterhin haben sich die langfristigen Rückstellungen (langfristige Personal- und Rückbauverpflichtungen) um Mio. EUR 10 infolge der Verschmelzung der GSF, GSZ und GSP erhöht. Die Verpflichtung zur Leistungsbereitstellung hat sich planmäßig um Mio. EUR 3 reduziert.

Das kurzfristige Fremdkapital hat sich im Vergleich zum Vorjahr leicht um rd. Mio. EUR 1 erhöht. Dabei wird der Anstieg der Steuerrückstellungen um Mio. EUR 22 teilweise durch den Rückgang der sonstigen kurzfristigen Rückstellungen um Mio. EUR 14 sowie der Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen um Mio. EUR 15 kompensiert. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind leicht um Mio. EUR 3 gestiegen, die sonstigen Verbindlichkeiten haben sich um Mio. EUR 5 erhöht. Dieser Anstieg betrifft im Wesentlichen Verbindlichkeiten ggü. dem Finanzamt aus Umsatzsteuer.

Die projektbezogene Finanzierung der Gesellschaft wird durch Darlehen aus der GDF SUEZ-Gruppe in Gesamthöhe von Mio. EUR 1.111 gewährleistet. Diese sind in Höhe von Mio. EUR 1.051 unter dem langfristigen Kapital und in Höhe von Mio. EUR 60 unter dem kurzfristigen Kapital ausgewiesen. Darüber hinaus besteht eine Kreditlinie der Electrabel S.A., Brüssel, die zum Bilanzstichtag nicht in Anspruch genommen war. Wir gehen davon aus, dass die Finanzierung der Gesellschaft über die Einbindung in den Konzern auch zukünftig jederzeit gewährleistet ist.

3. Kapitalflussrechnung

Die Veränderung der Finanzmittel erklärt sich wie folgt:

2011

TEUR
2010

TEUR
Periodenergebnis -49.135 818.541
Abschreibungen Anlagevermögen 40.831 8.529
Zunahme/Abnahme der Rückstellungen -12.989 27.746
Sonst. zahlungsunwirksame Aufwendungen und Erträge -3.307 3.867
Gewinn/Verlust aus Abgängen des Anlagevermögens -7.786 975.326
Zunahme/Abnahme der Aktiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zugehörig sind -42.499 -1.607.348
Zunahme/Abnahme der Passiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zugehörig sind -22.694 167.981
Ein- und Auszahlungen aus außerordentl. Posten (inkl. Verschmelzung) -53.047 0
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit -150.626 394.642
Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Sachanlagevermögens 95.264 0
Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des immateriellen Anlagevermögen 569 0
Auszahlung für Investitionen des Sachanlagevermögens -51.968 -39.430
Auszahlung für Investitionen in das immaterielle Anlagevermögen -1.812 -1.015
Einzahlung aus Abgängen von Gegenständen des Finanzanlagevermögens 1.555.228 1
Auszahlung für Investitionen in das Finanzanlagevermögens -130.142 -633.568
Einzahlungen aus dem Verkauf von konsolidierten Unternehmen und sonstigen Geschäftseinheiten 823 0
Auszahlung aufgrund von Finanzmittelanlagen im Rahmen der kurzfristigen Finanzdisposition -1.383.366 0
Cashflow aus der Investitionstätigkeit 84.596 -674.012
Einzahlungen aus der Aufnahme von Krediten und Darlehen 89.913 442.079
Auszahlungen zur Tilgung von Krediten und Darlehen -9.423 -144.220
Zinseinzahlungen 18.919 0
Zinsauszahlungen -33.566 -18.246
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit 65.843 279.613
Anfangsbestand Zahlungsmittel 1.044 801
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit -150.626 394.642
Cashflow aus Investitionstätigkeit 84.596 -674.012
Cashflow aus Finanzierungstätigkeit 65.843 279.613
Zuführung Zahlungsmittelbestand aus Verschmelzung 3 0
Endbestand der Zahlungsmittel 860 1.044

4. Ertragslage

2011 2010 +/-
TEUR % TEUR % TEUR
--- --- --- --- --- ---
Umsatzerlöse 1.333.154 91 1.278.509 79 54.645
Andere aktivierte Eigenleistungen 1.899 0 230 0 1.669
Sonstige betriebliche Erträge 126.716 9 332.216 21 -205.500
Betriebsleistung 1.461.769 100 1.610.955 100 -149.186
Materialaufwand -1.327.896 -91 -1.288.504 -80 -39.392
Personalaufwand -41.031 -3 -22.175 -2 -18.856
Abschreibungen -22.516 -1 -4.196 0 -18.320
Sonstige betriebliche Aufwendungen -112.786 -8 -290.049 -18 177.263
Sonstige Steuern -26.523 -2 -19.912 -1 -6.611
Betriebsaufwand -1.530.752 -105 -1.624.836 -101 94.084
Betriebsergebnis -68.983 -5 -13.881 -1 -55.102
Finanzergebnis -32.935 -29.853 -3.082
Beteiligungsergebnis/Ergebnisübernahme 31.771 349.954 -318.183
Neutrales Ergebnis -418 576.465 -576.883
Außerordentl. Ergebnis 53.047 -8.400 61.447
Ertragsteuern -31.617 -55.744 24.127
Jahresergebnis -49.135 818.541 -867.676

Das Geschäftsjahr 2011 war geprägt durch leicht gestiegene Preise auf der Beschaffungsseite, die gleichermaßen auf der Vertriebsseite weitergegeben werden konnten. So gelang der GSED im Vergleich zum Vorjahr eine Steigerung der Umsatzerlöse um rd. 4 %, die Beschaffungskosten stiegen jedoch gleichzeitig auch um rd. 3 %.

Das Beteiligungsergebnis sowie der Ertrag aus Ergebnisübernahme beinhalten im Wesentlichen die Ergebnisabführung der WSW Energie & Wasser AG, Wuppertal (Mio. EUR 9, Vorjahr Mio. EUR 10 ), der GSES (Mio. EUR 5, Vorjahr Mio. EUR 10), der Storengy Deutschland GmbH, Berlin (Mio. EUR 6, Vorjahr Mio. EUR 0), sowie der GDF SUEZ Kraftwerke Nord Betriebs GmbH, Berlin (Mio. EUR 4, Vorjahr Mio. EUR 3). Der verbleibende Betrag entfällt auf diverse Beteiligungen. Die Unternehmensstruktur zum 31. Dezember 2011 ist in der Anlage zum Lagebericht dargestellt.

Die GSF, GSZ und GSP sind im Geschäftsjahr auf die GSED verschmolzen worden. Der Gewinn aus der Verschmelzung der drei Gesellschaften in Höhe von TEUR 53.047 wurde in der GSED als außerordentlicher Ertrag dargestellt.

Das Jahresergebnis der GSED hat sich von Mio. EUR 819 im Geschäftsjahr 2010 auf Mio. EUR -49 im Geschäftsjahr 2011 verringert. Dies ist im Wesentlichen auf den per 31. Dezember 2010 erfolgten Verkauf der Beteiligung an der GDF SUEZ E&P Deutschland GmbH zurückzuführen. Im Vorjahr wurden im Zusammenhang mit dieser Beteiligung Erträge aus der Veräußerung in Höhe von Mio. EUR 576 sowie Erträge aus der Gewinnabführung dieser Beteiligung in Höhe von Mio. EUR 295 ausgewiesen.

5. Angaben nach § 6b Abs. 7 EnWG

Die GSED erfüllt die Bedingungen eines vertikal integrierten Energieversorgungsunternehmens gemäß § 3 Nr. 38 EnWG. Zur Vermeidung von Diskriminierung und Quersubventionierung bestehen deshalb gemäß § 6b Abs. 3 EnWG besondere Anforderungen an die Zuordnung der buchhalterischen Sachverhalte auf die einzelnen Tätigkeitsbereiche.

Bei der GSED werden vier Tätigkeitsbereiche unterschieden:

Umsatzerlöse

in Mio. EUR
EBITDA

in Mio. EUR
Bilanzsumme

in Mio. EUR
2011 2010 2011 2010 2011 2010
--- --- --- --- --- --- ---
Gas Netz 60,7 72,8 31,6 50,5 3,6 42,7
Gas Sonstiges 56,2 68,6 13,2 890,3 1.982,0 2.180,6
Strom Sonstiges 1.192,8 1.104,6 -36,1 -25,0 1.961,6 1.747,5
Sonstiges 23,4 32,5 3,1 20,9 81,1 83,7

Der Tätigkeitsbereich Gas Netz beinhaltete bis zur Abspaltung mit Wirkung zum 1. November 2011 die MEGAL-Beteiligungen sowie alle damit im Zusammenhang stehenden Erträge und Aufwendungen. Für diesen Tätigkeitsbereich wurde ein Tätigkeitsabschluss gemäß § 6b Abs. 3 EnWG erstellt.

C. Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung

Risikomanagement ist für die GSED als Unternehmen der GDF SUEZ-Gruppe verpflichtend integraler Bestandteil der Unternehmensführung.

Zur Messung, Überwachung und Steuerung von Risiken nutzen wir eine Vielzahl von Steuerungs- und Kontrollsystemen, die laufend weiterentwickelt werden. Dazu gehört ein konzernweit einheitlicher Planungs-, Budgetierungs-, Berichts- und Controllingprozess zur Information unserer Gesellschafter. Über diese wird die GSED von der Konzernrevision erfasst, die in regelmäßigen Abständen in Deutschland tätig wird.

Zur Risikofrüherkennung erfolgt eine individualisierte Beobachtung der Risikofaktoren durch die Risikoverantwortlichen. Gemäß der vom Vorstand verabschiedeten und für alle Risikoverantwortlichen verbindlichen "Richtlinie für das Risikomanagement" besteht eine Meldepflicht an die Geschäftsführung bei allen Faktoren mit wesentlichen Auswirkungen auf den Shareholder Value.

Wesentliche Risikofaktoren im operativen Bereich sind aus unserer Sicht ungeplante Ausfälle unserer Kraftwerksanlagen sowie das Preisniveau für Brennstoffe.

Das Risiko ungeplanter Ausfälle unserer Kraftwerksanlagen können wir zwar nicht gänzlich ausschließen, wir versuchen jedoch dieses Risiko durch planmäßige Wartungs- und Instandhaltungsmaßnahmen und Schulung der Mitarbeiter zu minimieren. Darüber hinaus existieren in wirtschaftlich angemessenem Umfang Versicherungen zur Begrenzung negativer wirtschaftlicher Auswirkungen.

Das Risiko steigender Brennstoffpreise hat die GSED - sowohl im Berichtsjahr, als auch für die Zukunft - durch Hedge-Geschäfte mit der Electrabel S.A., Brüssel (Belgien), konzernintern abgesichert. Daher rechnen wir insofern mit keiner nachhaltigen Beeinflussung des Unternehmenswertes.

Aufgrund der kongruenten Beschaffung von Strom und Gas für die Versorgung unserer Kunden sehen wir kein Risiko von Preissteigerungen auf der Beschaffungsseite. Auch das Mengenrisiko wird als gering eingestuft, da die GSED auf das Portfolio des GDF SUEZ-Konzerns zurückgreift.

Im Rahmen unserer Beteiligungen halten wir das Risiko von Preissteigerungen von insbesondere Gas ebenfalls für gering, da der Erdgasspeicherbetrieb als stabil angesehen wird. Weiterhin verfolgt unsere Vertriebsgesellschaft GSES den kongruenten Beschaffungsansatz, sodass auch hier kein wesentliches Risiko von zukünftigen Preissteigerungen besteht.

Ausfall- und Kreditrisiken im Rahmen des bestehenden Vertriebsportfolios werden als gering eingeschätzt und durch Prozesse und Tools zur Bewertung neuer Kunden (bereits vor Vertragsabschluss) und ständiger Überwachung des Portfolios hinsichtlich möglicher Risiken kontrolliert.

Im Zusammenhang mit der Errichtung neuer Kraftwerkskapazitäten bestehen sowohl Risiken im Hinblick auf die rechtlichen Rahmenbedingungen als auch standortspezifische Risiken sowie Risiken, die die zukünftige Entwicklung maßgeblicher wirtschaftlicher Parameter betreffen.

Zur Reduzierung der standortspezifischen Risiken führen wir unter Einbeziehung von Experten der GDF SUEZ-Gruppe sowie von externen Beratern im Vorfeld Standortbewertungen durch. Darüber hinaus werden im Rahmen der Planung die wirtschaftlichen Parameter, die der Investition zugrunde liegen, identifiziert und bewertet. Dabei ist jedoch zu beachten, dass eine exakte Prognose der maßgeblichen Parameter (wie zum Beispiel die Entwicklung von Preisen für die Einsatzstoffe, CO2 und den Stromabsatz) über die lange Nutzungsdauer eines Kraftwerks nicht möglich ist.

Dies, in Verbindung mit dem Umstand, dass auch im Hinblick auf die rechtlichen Rahmenbedingungen (u.a. Netzanschlussverordnung, Ausstattung von Neuanlagen mit CO2 -Zertifikaten) erhebliche Unsicherheit besteht, führt dazu, dass die künftige Wirtschaftlichkeit und langfristige Rentabilität von Kraftwerksinvestitionen risikobehaftet bleibt.

Hinsichtlich des Projektgeschäfts besteht die Gefahr von Fehlinformationen durch den Verkäufer sowie die natürliche Unsicherheit bei der Bestimmung von Unternehmenswerten. Wir versuchen die hieraus erwachsenden Risiken durch die Einbeziehung von Experten der Gruppe sowie von externen Beratern im Vorfeld zu minimieren.

Risiken der Datenverarbeitung werden durch technische und organisatorische Maßnahmen begrenzt. Dazu gehören zum Beispiel die redundante Auslegung von Hardware, Spiegelung von Systemen und Datenbanken sowie die regelmäßige organisierte Datensicherung für die Aufrechterhaltung des IT-Betriebes nach einem eventuellen Notfall.

D. Prognosebericht

Für das Jahr 2012 verfolgen wir insbesondere folgende Ziele:

Fortschritt der Bauarbeiten an dem Kohle-Kraftwerksprojekt in Wilhelmshaven;
Inbetriebnahme des Helmstadt On-Shore Windparks; Prüfen und Entwickeln weiterer On-Shore Windprojekte sowie die Analyse des Synergiepotenzials mit dem gruppenintern bereits bestehenden On-Shore Windenergie Portfolio;
Untersuchung des Optimierungspotenzials der existierenden Kraftwerkstandorte (z.B. Erhöhung der Verfügbarkeit des Kraftwerks Farge);
Effizienzerhöhungsmaßnahmen in den "Business Sales" Vertriebsaktivitäten;
Optimierung der implementierten neuen Organisationsstruktur in Rahmen der "Energy Europe Business Line" der GDF SUEZ-Gruppe und Einführung eines Performanceprogramms für alle Ebenen.

Trotz Verbesserung der allgemeinen Wirtschaftlage bleiben die Zukunftsaussichten unsicher und wir gehen weiterhin von einer differenzierten Entwicklung aus. Wachstumsperspektiven in den Bereichen konventionelle Erzeugung und Großkundenvertrieb sind als eher schwierig einzuschätzen, während die Perspektiven im Bereich der Stadtwerke-Kooperationen und Erneuerbare Energien als eher günstig einzuschätzen sind. Vor diesem Hintergrund werden wir unser Geschäft in Deutschland weiter ausbauen, kurz- und mittelfristig mit Fokus auf On-Shore Windenergie und Stadtwerke-Kooperationen.

Die strukturellen Anpassungen innerhalb der in Deutschland ansässigen Unternehmen im Verbund der GDF SUEZ haben einen wesentlichen Einfluss auf den Geschäftsverlauf und die Ertragslage der GSED in den nächsten zwei Jahren. Insbesondere entfällt die Leistungsbereitstellungsprämie der Kraftwerke an den Standorten Zolling, Farge und Pfreimd aufgrund der Verschmelzung der jeweiligen Kraftwerksgesellschaft im Jahr 2011. Des Weiteren entfallen aufgrund der Ausgliederung des Gasleitungsgeschäftes an die GRTgaz Beteiligungs-GmbH zum Einen die Erlöse für das von der MEGAL KG gepachtete Leitungsnetz sowie zum anderen die demgegenüber stehenden Aufwendungen, die von der MEGAL KG für die Nutzungsüberlassung an die GSED berechnet wurden.

Aus diesen Gründen sowie vor dem Hintergrund des erwarteten anhaltenden wirtschaftlichen Aufschwungs in Deutschland für 2012 und einer damit einhergehenden Steigerung der Nachfrage nach Strom, Gas und Wärme sowie energienahen Dienstleistungen rechnen wir für 2012 zunächst mit einem Anstieg der Umsatzerlöse auf Mio. EUR 1.605 sowie mit einem EBITDA in Höhe von Mio. EUR 36. Für das Jahr 2013 erwarten wir Umsatzerlöse von Mio. EUR 1.268, welche ausschließlich aufgrund der Änderung der Abwicklung von bestimmten Geschäftsvorfällen innerhalb der GDF SUEZ-Gruppe unter denen von 2012 liegen. Dieser Umsatzrückgang geht einher mit einem nahezu gleichermaßen sinkenden Materialaufwand. Der erwartete starke Rückgang des EBITDA im Jahre 2013 auf Mio. EUR -17 steht dabei in direktem Zusammenhang mit dem Auslaufen der kostenlosen Zuteilung von CO2 -Zertifikaten.

E. Nachtragsbericht

Mit Gesellschafterbeschluss vom 20. Februar 2012 wurde die GDF SUEZ Energie Deutschland GmbH durch formwechselnde Umwandlung in die GDF SUEZ Energie Deutschland AG umgewandelt. Die Handelsregistereintragung erfolgte am 14. März 2012.

Die mit notariellem Vertrag vom 26. August 2011 vereinbarte Verschmelzung der GSZ sowie der GSP wurde jeweils am 17. April 2012 im Handelsregister eingetragen.

Mit Abspaltungs- und Übernahmevertrag vom 6. Januar 2012 und mit Wirkung zum 1. November 2011 wurden die MEGAL Beteiligungen auf die GRTgaz Beteiligungs-GmbH, Berlin, abgespalten. Die Eintragung im Handelsregister erfolgte am 26. Januar 2012.

Ferner wurde am 24. Februar 2012 eine Vereinbarung zur Anpassung und Übertragung des Vertrages zur Errichtung eines Kohlekraftwerkes in Wilhelmshaven zwischen GSED und einem Lieferanten geschlossen. Mit dieser Vereinbarung sowie bestätigendem Vertrag vom 12. Mai 2012 sind sämtliche Rechte und Pflichten auf die GDF SUEZ Kraftwerk Wilhelmshaven GmbH & Co. KG, Wilhelmshaven, übergegangen. In diesem Zusammenhang wurde der Zeitplan für die Inbetriebnahme angepasst, wir gehen von einer Inbetriebnahme Ende 2013 aus.

Weitere berichtspflichtige Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Schluss des Geschäftsjahres i.S.d. § 289 Abs. 2 Nr. 1 HGB sind nicht eingetreten.

Berlin, 29. Juni 2012

GDF SUEZ Energie Deutschland AG

Vorstand

BILANZ ZUM 31. DEZEMBER 2011

AKTIVA

31.12.2011

EUR
31.12.2010

EUR
A. ANLAGEVERMÖGEN
--- --- ---
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.683.017,90 699.505,84
2. Geschäfts- oder Firmenwert 93.860.344,52 0,00
3. geleistete Anzahlungen 450.950,34 589.949,66
95.994.312,76 1.289.455,50
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 73.779.230,49 17.237.277,88
2. technische Anlagen und Maschinen 357.451.034,02 35.010.592,35
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 6.855.956,64 3.129.334,53
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 4.214.422,20 24.048.177,97
442.300.643,35 79.425.382,73
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 1.115.829.261,16 1.615.448.886,78
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 0,00 992.212,16
3. Beteiligungen 344.039.973,35 358.889.522,31
4. Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 7.250.000,00 0,00
5. Wertpapiere des Anlagevermögens 42.741.943,62 53.175.741,25
6. sonstige Ausleihungen 163.787,85 0,00
1.510.024.965,98 2.028.506.362,50
2.048.319.922,09 2.109.221.200,73
B. UMLAUFVERMÖGEN
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 49.937.040,36 22.532.147,73
2. geleistete Anzahlungen 1.081.352,35 0,00
51.018.392,71 22.532.147,73
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 50.997.030,40 56.504.609,37
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 1.809.497.115,73 1.819.492.606,93
3. Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 5.031.473,65 9.460.766,80
4. sonstige Vermögensgegenstände 47.058.770,25 32.276.847,14
1.912.584.390,03 1.917.734.830,24
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 859.509,67 1.044.355,31
1.964.462.292,41 1.941.311.333,28
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 1.365.849,86 1.052.926,83
D. AKTIVER UNTERSCHIEDSBETRAG AUS DER VERMÖGENSVERRECHNUNG 701.308,93 0,00
4.014.849.373,29 4.051.585.460,84
Passiva
31.12.2011

EUR
31.12.2010

EUR
A. EIGENKAPITAL
I. Gezeichnetes Kapital 5.435.500,00 5.435.500,00
II. Kapitalrücklage 1.023.201.889,64 1.047.674.049,58
III. Gewinnrücklage
Andere Gewinnrücklage 112.881.135,21 112.881.135,21
IV. Gewinnvortrag 1.248.913.771,89 430.372.930,01
V. Jahresfehlbetrag/-überschuss -49.134.548,50 818.540.841,88
2.341.297.748,24 2.414.904.456,68
B. RÜCKSTELLUNGEN
1. Rückstellungen für Pensionen 0,00 35.053,28
2. Steuerrückstellungen 51.426.696,69 29.820.262,56
3. sonstige Rückstellungen 123.536.577,81 127.595.254,44
174.963.274,50 157.450.570,28
C. VERBINDLICHKEITEN
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 53.097.555,42 50.126.865,06
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 1.331.463.439,19 1.322.699.403,00
3. Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 5.748.870,97 0,00
4. Verpflichtung zur Leistungsbereitstellung 59.818.350,00 63.123.899,84
5. sonstige Verbindlichkeiten 48.143.286,97 42.863.417,98
- davon aus Steuern: EUR 38.339.432,14 (Vorjahr: EUR 10.440.261,29)
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: EUR 151.179,85 (Vorjahr: EUR 0,00)
1.498.271.502,55 1.478.813.585,88
D. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 316.848,00 416.848,00
4.014.849.373,29 4.051.585.460,84

GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG FÜR DEN ZEITRAUM VOM 1. JANUAR BIS ZUM 31. DEZEMBER 2011

2011

EUR
2010

EUR
1. Umsatzerlöse 1.333.154.424,35 1.278.509.429,22
2. andere aktivierte Eigenleistungen 1.898.846,56 229.952,00
3. sonstige betriebliche Erträge 126.716.212,19 908.920.757,81
4. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren -1.207.850.293,89 -1.102.756.510,24
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen -120.046.051,75 -185.747.654,67
5. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -33.296.299,05 -20.022.964,90
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung -7.734.657,99 -2.152.395,89
- davon für Altersversorgung: EUR -2.935.683,50 (Vorjahr: EUR 15.651,24)
6. Abschreibungen
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -22.918.428,86 -4.435.484,49
b) auf Vermögensgegenstände des Umlaufvermögens, soweit diese die in der Kapitalgesellschaft üblichen Abschreibungen überschreiten -15.267,74 0,00
7. sonstige betriebliche Aufwendungen -112.785.533,29 -290.049.392,08
8. Erträge aus Beteiligungen 12.057.871,57 22.531.302,00
9. Erträge aus anderen Wertpapieren 1.727.706,86 1.726.276,36
10. Erträge aus Gewinnabführungsverträgen 18.042.377,78 325.808.127,29
11. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 23.993.211,02 1.626.276,94
- davon aus verbundenen Unternehmen: EUR -23.522.918,44 (Vorjahr: EUR -1.524.071,42)
12. Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens -18.044.773,73 -7.664.789,16
13. Aufwendungen aus Verlustübernahme -57.401,25 -111.685,05
14. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -38.883.196,99 -23.813.600,89
- davon an verbundene Unternehmen: EUR -33.936.238,84 (Vorjahr: EUR -23.549.290,34)
15. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit -44.041.254,21 902.597.644,25
16. außerordentliche Erträge 53.046.899,08 0,00
17. außerordentliche Aufwendungen 0,00 -8.400.925,75
18. außerordentliches Ergebnis 53.046.899,08 -8.400.925,75
19. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -31.617.346,89 -55.744.423,72
20. sonstige Steuern -26.522.846,48 -19.911.452,90
21. Jahresfehlbetrag/-überschuss -49.134.548,50 818.540.841,88

ANHANG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2011

(1) Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Wichtige Vorgänge des Geschäftsjahres

Mit Verschmelzungsverträgen jeweils vom 26. August 2011 sind die 100%igen Tochtergesellschaften der GDF SUEZ Energie Deutschland AG, Berlin (im Folgenden "GSED" oder "Gesellschaft"), die GDF SUEZ Kraftwerk Farge GmbH, Bremen (im Folgenden "GSF"), die GDF SUEZ Kraftwerk Zolling GmbH, Zolling (im Folgenden "GSZ"), sowie die GDF SUEZ Kraftwerksgruppe Pfreimd GmbH, Trausnitz (im Folgenden "GSP"), im Wege der Gesamtrechtsnachfolge auf die GSED verschmolzen. Die Verschmelzung der GSF erfolgte mit Wirkung zum 1. Januar 2011 und wurde am 20. September 2011 im Handelsregister eingetragen. Die Verschmelzung der GSZ und der GSP erfolgte jeweils mit Wirkung zum 1. Oktober 2011, die Eintragung im Handelsregister fand jeweils am 17. April 2012 statt.

Mit Abspaltungs- und Übernahmevertrag vom 6. Januar 2012 und mit Wirkung zum 1. November 2011 wurden die Beteiligungen an der GRTgaz Deutschland GmbH, Berlin (im Folgenden "GRTgaz"), an der MEGAL Mittel-Europäische-Gasleitungsgesellschaft mbH & Co. KG, Essen (im Folgenden "MEGAL KG"), sowie an der MEGAL Verwaltungs-GmbH, Essen, nachfolgend zusammen bezeichnet als "MEGAL Beteiligungen", auf die ebenfalls im Besitz der GDF International S.A.S. stehende GRTgaz Beteiligungs-GmbH, Berlin, abgespalten. In diesem Zusammenhang wurden weiterhin alle vertraglichen Beziehungen zwischen der GSED und den MEGAL Beteiligungen, insbesondere der Gewinnabführungsvertrag mit der GRTgaz sowie die Gebrauchs- und Nutzungsüberlassungsverträge bezüglich des MEGAL-Leitungssystems an die GRTgaz Beteiligungs-GmbH übertragen.

Der Abspaltung der MEGAL Beteiligungen ist die am 19. Dezember 2011 im Handelsregister eingetragene Umwandlung der GSED in eine GmbH zuvor gegangen. Mit Beschluss vom 20. Februar 2012 wurde die Umwandlung in eine Aktiengesellschaft beschlossen. Die Eintragung ins Handelsregister erfolgte am 14. März 2012.

Im Zuge der Neuausrichtung der Kooperation im Saarland und Stärkung der Wettbewerbsposition der bisher nur im Vertrieb tätigen Energie SaarLorLux AG, Saarbrücken (im Folgenden "ESLL AG"), wurde im Dezember 2010 mit dem Kooperationspartner Versorgungs- und Verkehrsgesellschaft Saarbrücken mbH, Saarbrücken, eine Vereinbarung über den Verkauf des Erzeugungsportfolios der GSED im Saarland an die gemeinsame Tochtergesellschaft ESLL AG unterzeichnet, die zum 1. Juli 2011 wirksam wurde. Darüber hinaus wurden zum 1. Juli 2011 die Anteile an der Betriebsführungsgesellschaft des Kraftwerks "Römerbrücke" in Saarbrücken, der GDF SUEZ Saarland GmbH, Saarbrücken, vollständig an die ESLL AG veräußert.

Einschränkungen des Vorjahresvergleichs

Der Vorjahresvergleich ist aufgrund der zuvor genannten Vorgänge eingeschränkt. Die wesentlichen Auswirkungen werden nachfolgend erläutert:

Verschmelzung der GSF, GSZ und GSP

Die Geschäftsbeziehung zwischen der GSED und den ehemaligen Tochtergesellschaften war stark ausgeprägt. Es wurden insbesondere Verträge zur Leistungsbereitstellung abgeschlossen, die der GSED gegen Zahlung eines festgelegten Leistungspreises die Rechte zur Nutzung der gesamten Strom- und Wärmeerzeugungskapazität der Kraftwerke eingeräumt haben. Bis zum Verschmelzungsstichtag am 1. Oktober 2011 ergab sich für den Standort Zolling eine Leistungsbereitstellungsprämie in Höhe von Mio. EUR 75,2 (Vorjahr: Mio. EUR 67,0), für den Standort Pfreimd betrug die Leistungsbereitstellung insgesamt Mio. EUR 9,3 (Vorjahr: Mio. EUR 13,5). Da die GSF bereits zum 1. Januar 2011 verschmolzen wurde, ist die Leistungsbereitstellungsprämie für den Standort Farge im Geschäftsjahr 2011 entfallen, im Vorjahr betrug diese Mio. EUR 54,2.

Die im Rahmen der Verschmelzung der GSF, GSZ und GSP auf die GSED übertragenen Vermögenswerte des Anlagevermögens sind im Anlagenspiegel separat dargestellt. Die Zugänge bei dem Geschäfts- oder Firmenwert in Höhe von Mio. EUR 100,5 sind auf den 2009 erfolgten Erwerb der Kraftwerkskapazitäten in Zolling, Farge und Pfreimd im Zuge des "Asset SWAP Transaction Agreement" zwischen der E.ON AG, der E.ON Kraftwerke GmbH, der E.ON Wasserkraft GmbH sowie der Electrabel SA/NV und der GSED zurückzuführen. Die Zugänge bei den Sachanlagen betreffen mit Mio. EUR 246,1 das Steinkohle- und Gasturbinenkraftwerk, zwei Heizwerke und eine Pumpstation an den Standorten Zolling, Weihenstephan, Hallbergmoos und Tüntenhausen mit einer Gesamtkapazität von ca. 500 MW Netto, mit Mio. EUR 107,7 das Steinkohlekraftwerk am Standort Farge/Bremen mit einer Gesamtkapazität von ca. 350 MW Netto sowie mit Mio. EUR 64,9 insbesondere zwei Laufwasser- und zwei Pumpspeicherkraftwerke an den Standorten Reisach, Tanzmühle und Trausnitz mit einer Gesamtkapazität von ca. 132 MW netto.

Die Verschmelzung hat weiterhin auf den Vorratsbestand der GSED Auswirkungen. Die Vorräte der ehemaligen GSF, GSZ und GSP betrugen per 31. Dezember 2010 insgesamt Mio. EUR 10,5 und beinhalteten ausschließlich Ersatz- und Reserveteile für das jeweilige Kraftwerk.

Aufgrund der engen Geschäftsbeziehung zwischen der GSED und den ehemaligen Tochtergesellschaften wiesen die Bilanzen der GSF, GSZ und der GSP zum 31. Dezember 2010 hohe Forderungen gegen verbundene Unternehmen aus (Mio. EUR 132,0). Davon entfielen Mio. EUR 74,6 auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegen GSED, der verbleibende Betrag von Mio. EUR 57,4 betraf Forderungen aus dem Cash-Management der GDF SUEZ-Gruppe. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen ebenso wie die Forderungen bzw. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen waren dagegen zum Vorjahresstichtag von untergeordneter Bedeutung. Die enge Geschäftsbeziehung zwischen der GSED und der GDF, GSZ und GSP wirkte sich dagegen auch bei dem Rückstellungsbestand zum 31. Dezember 2010 aus. Von den sonstigen Rückstellungen in Höhe von Mio. EUR 36,8 beliefen sich insgesamt Mio. EUR 19,6 auf die Endabrechnung der Leistungsbereitstellung gegenüber der GSED.

Der aktive Unterschied aus der Vermögensverrechnung der ehemaligen Kraftwerksgesellschaften GSF, GSZ und GSP betrug per 31. Dezember 2010 insgesamt Mio. EUR 5,5. Dabei entfielen Mio. EUR 23,2 auf den beizulegenden Zeitwert der Rückdeckungsversicherung im Zusammenhang mit Pensionsverpflichtungen sowie Mio. EUR 17,7 auf die Pensionsrückstellungen.

Abspaltung der MEGAL-Aktivitäten

Aus dem im Rahmen der Abspaltung auf die GRTgaz Beteiligungs GmbH übertragenen Gebrauchs- und Nutzungsüberlassungsvertrag für das von der MEGAL KG gepachtete Leitungsnetz wurden im Zeitraum vom Januar bis Oktober 2011 Erlöse in Höhe von TEUR 60.700 (Vorjahr: TEUR 72.840) gegenüber der GRTgaz erzielt. Dem standen Aufwendungen in Höhe von TEUR 31.078 (Vorjahr: TEUR 42.017) gegenüber, die von der MEGAL KG für die Nutzungsüberlassung an die GSED berechnet wurden.

Aus dem Gewinnabführungsvertrag mit der GRTgaz wurden bis zur Übertragung an die GRTgaz Beteiligungs-GmbH zum 1. November 2011 Erträge aus der Ergebnisabführung in Höhe von TEUR 1.956 (Vorjahr: TEUR 10.566) erzielt.

Zu den Werten der abgespaltenen Beteiligungen verweisen wir auf den Anlagespiegel.

Sonstige Angaben

Die im Vorjahr unter den Erträgen aus Beteiligungen ausgewiesenen Beträge für Dividenden auf Wertpapiere (TEUR 1.728; Vorjahr: TEUR 1.726) wurden im Geschäftsjahr 2011 in der Position "Erträge aus anderen Wertpapieren" ausgewiesen. Die Vorjahreswerte wurden in der Gewinn- und Verlustrechnung entsprechend angepasst.

Der Jahresabschluss der GSED wurde nach den Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB), des GmbH-Gesetzes (GmbHG) und des Energiewirtschaftsgesetzes (EnWG) aufgestellt.

Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB gewählt.

Der Abschluss ist in deutscher Sprache und in Euro aufgestellt.

Bei der GSED handelt es sich um eine große Kapitalgesellschaft, für die die entsprechenden Rechtsfolgen gemäß § 267 Abs. 4 i.V.m. Abs. 3 HGB zu beachten sind.

(2) Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Entgeltlich von Dritten erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden zu Anschaffungskosten aktiviert und über den Zeitraum der Nutzung planmäßig wie folgt abgeschrieben:

Nutzungsdauer in Jahren
Rechte 1 - 5
Software 3 - 15
Firmenwert 15

Sachanlagen werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, solche mit zeitlich begrenzter Nutzungsdauer vermindert um planmäßige Abschreibungen, angesetzt. Die Abschreibungen werden nach der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer ermittelt und erfolgen linear. Für Zugänge an beweglichen Gegenständen des Anlagevermögens werden die Abschreibungen pro rata temporis ermittelt. Außerplanmäßige Abschreibungen werden gegebenenfalls gemäß § 253 Abs. 3 Satz 3 HGB vorgenommen.

Die Nutzungsdauern betragen im Wesentlichen:

Nutzungsdauer in Jahren
Grundstücksgleiche Rechte 25 - 75
Bauten auf eigenen Grundstücken 8 - 50
Technische Anlagen und Maschinen 1 - 50
Betriebs- und Geschäftsausstattung 1 - 25
EDV-Hardware 2 - 18

Die steuerliche Bewertungsfreiheit für geringwertige Wirtschaftsgüter i.S.d. § 6 Abs. 2 EStG bis zu einem Anschaffungswert in Höhe von EUR 150 wird im Zugangsjahr voll in Anspruch genommen. Für Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten von mehr als EUR 150 und nicht mehr als EUR 410 wurde das Wahlrecht des Sofortabzugs ausgeübt. Diese werden nach § 6 Abs. 2 Satz 4 EStG in der Anlagenbuchhaltung als laufend zu führendes Verzeichnis aufgenommen. Alle Wirtschaftsgüter, deren Anschaffungskosten höher als EUR 410, aber geringer als EUR 1.000 waren, wurden aktiviert und deren Anschaffungskosten über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer abgeschrieben.

Finanzanlagen sind zu Anschaffungskosten angesetzt. Gegebenenfalls notwendige Abschreibungen werden gemäß § 253 Abs. 3 Satz 3 HGB vorgenommen.

Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe werden zu Anschaffungskosten bzw. dem am Bilanzstichtag niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt (§ 253 Abs. 4 Satz 1, 2 HGB). Emissionsrechte sind dem Vorratsvermögen zugeordnet. Dabei werden entgeltlich erworbene CO2 -Emissionszertifikate zu Anschaffungskosten bzw. dem am Bilanzstichtag niedrigeren beizulegenden Wert bilanziert. Unentgeltlich zugeteilte CO2 -Emissionszertifikate werden nicht angesetzt.

Der Bestand an Rohstoffen (Kohle, Heizöl) wurde im Rahmen der vorverlegten Stichtagsinventur gemäß § 241 Abs. 3 HGB zum 31. Dezember 2011 ermittelt.

Der Bestand an Ersatz- und Reserveteilen wurde im Rahmen der vorverlegten Stichtagsinventur gemäß § 241 Abs. 3 HGB zum 31. Dezember 2011 ermittelt. Diese wurde gemäß § 241 Abs. 1 HGB in Stichproben durchgeführt, dabei wurde die Stichprobe mit Hilfe anerkannter mathematisch-statistischer Methoden ermittelt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit dem Nennwert bzw. dem am Bilanzstichtag niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt (§ 253 Abs. 4 Satz 1, 2 HGB). Bei Forderungen werden alle erkennbaren Risiken durch Einzelwertberichtigungen berücksichtigt. Zur Abdeckung des allgemeinen Risikos wird die pauschale Wertberichtigung vorgenommen.

Die flüssigen Mittel sind zum Nominalbetrag bilanziert.

Als Rechnungsabgrenzungsposten sind auf der Aktivseite Ausgaben vor dem Stichtag ausgewiesen, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen (§ 250 Abs. 1 Satz 1 HGB). Auf der Passivseite betrifft der Ausweis die Einnahmen vor dem Stichtag, soweit sie Erträge für einen bestimmten Zeitraum nach dem Stichtag betreffen.

Rückstellungen werden in Höhe des Betrages angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist, um alle am Bilanzstichtag erkennbaren Risiken abzudecken. Rückstellungen mit einer voraussichtlichen Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem von der Deutschen Bundesbank bekanntgegebenen, laufzeitadäquaten Zinssatz abgezinst.

Die Bewertung der Pensionsrückstellungen erfolgte nach versicherungsmathematischen Grundsätzen unter Anwendung der "Richttafeln 2005 G" von Dr. Klaus Heubeck und einem Rechnungszins von 5,13 % unter Anwendung der Projected Unit Credit Methode.

Die Bewertung der Altersteilzeitverpflichtungen (Zinssatz: 3,96 %) erfolgt nach dem Barwertverfahren auf der Grundlage Richttafeln von "Heubeck 2005 G".

Die Bewertung der Jubiläums- (Zinssatz: 5,13 %), Sterbegeld- (Zinssatz: 5,13 %) und Treueurlaubsverpflichtungen (Zinssatz: 5,13 %) erfolgt nach der Projected Unit Credit Methode unter Anwendung der Richttafeln von "Heubeck 2005 G".

Die Bewertung der Verbindlichkeiten erfolgt zu Erfüllungsbeträgen.

Latente Steuern werden gemäß § 274 HGB ermittelt. Vom Saldierungswahlrecht für aktive und passive latente Steuern wird Gebrauch gemacht; ein sich ergebender Aktivüberhang wird hingegen nicht angesetzt.

(3) Erläuterungen zur Bilanz

Aufgrund der im Berichtsjahr stattgefundenen Verschmelzung der GSF, GSZ und GSP auf die GSED sowie der ebenfalls im Berichtsjahr erfolgten Abspaltung der MEGAL Beteiligungen ist die Vergleichbarkeit der Zahlen mit den Vorjahreswerten teilweise eingeschränkt. Wir verweisen hierzu auf unsere Erläuterungen unter Punkt 1.

Anlagevermögen

Die Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2011 ist im Anlagenspiegel in Anlage 1 zum Anhang dargestellt.

Im Rahmen der Verschmelzung der GSF, GSZ und GSP auf die GSED wurden im Anlagevermögen die sich daraus resultierenden Zugänge separat dargestellt. Diese betreffen im Wesentlichen Kraftwerksanlagen einschließlich Grundstücken/Gebäuden für zwei Kohlekraftwerke (in Farge und Zolling) und diverse Wasserkraft-Erzeugungsanlagen in der Region um Trausnitz sowie Firmenwerte.

Die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer der Geschäfts- oder Firmenwerte i.S.d. § 246 Abs. 1 Satz 4 HGB von mehr als 5 Jahren ist angemessen, da in dieser Position im Wesentlichen das technische Nutzen- und Ertragspotential der Kraftwerke abgebildet ist, das sich in einem Zeitraum von insgesamt 15 Jahren darstellt. Im Gegensatz zum Erwerb selbstständig am Markt agierender Industrieunternehmen resultieren die Geschäfts- und Firmenwerte nicht aus dem vorhandenen Kundenstamm oder ähnlichen immateriellen Größen. Aufgrund dieser Situation orientiert sich die Nutzungsdauer auch an den durchschnittlichen Restlaufzeiten der Maschinen und Anlagen.

Die Zugänge des Jahres 2011 sind überwieged auf die in den Kraftwerken Farge (abgeschlossen im Juni 2011) und Zolling (abgeschlossen im Oktober 2011) durchgeführten großen Instandsetzungs- und Sanierungsmaßnahmen zurückzuführen, welche einerseits auf die Steigerung der Effizienz und Leistungsfähigkeit der Kraftwerksanlagen und andererseits auf die Verlängerung der Nutzungsdauern der Anlagen zielte. Einige Maßnahmen waren zum Stichtag noch nicht vollständig abgeschlossen und sind deshalb im Anlagenspiegel in der Position Anlagen in Bau ausgewiesen.

Die Abgänge im Anlagevermögen resultieren mehrheitlich aus dem Verkauf der Erzeugungsanlagen im Saarland an die ESLL AG. In diesem Zusammenhang wurden die dazugehörigen Grundstücke, Gebäude, Maschinen und technischen Anlagen und die Anlagen in Bau für die bereits begonnene Erneuerung einer Dampfturbine an den Erwerber veräußert; hierzu verweisen wir auch auf unsere Ausführungen unter Punkt 1. Darüber hinaus wurde der Verkauf eines Grundstückes in Stade realisiert, da das Kraftwerksprojekt endgültig eingestellt wurde. Im Zusammenhang mit den Instandhaltungs- und Sanierungsmaßnahmen in den Kraftwerken Farge und Zolling, wurden diverse alte Anlagen ersetzt, welche im Anlagenspiergel auch unter der Position Abgänge ausgewiesen sind.

Im Zusammenhang mit dem Kraftwerksprojekt Brunsbüttel wurden außerplanmäßige Abschreibungen auf Sachanlagen in Höhe von TEUR 418 vorgenommen, da dieses Projekt eingestellt wurde.

Finanzanlagen

Die Entwicklung der Finanzanlagen im Geschäftsjahr 2011 ist ebenfalls im Anlagenspiegel in Anlage 1 zum Anhang dargestellt.

Die Zugänge betreffen mit TEUR 89.913 im Wesentlichen weitere Einlagen in die GDF SUEZ Kraftwerke Nord Beteiligungs GmbH, Berlin, im Zusammenhang mit der Realisierung des Kohlekraftwerkes in Wilhelmshaven. Weitere TEUR 7.968 entfallen auf Einlagen an der GDF SUEZ WSW Windpark Helmstadt GmbH & Co. KG, Berlin, bezüglich der Errichtung eines Windparks.

Die Eliminierung der Beteiligungsansätze an den auf die GSED verschmolzenen Gesellschaften wurde separat im Anlagenspiegel dargestellt.

Die Ausleihung an die GDF SUEZ Kraftwerk Brunsbüttel GmbH & Co. KG, Brunsbüttel, wurde im Berichtsjahr in Höhe von TEUR 442 außerplanmäßig abgeschrieben.

Im Zusammenhang mit der Verschmelzung der GSZ auf die GSED wurden die Beteiligung an der Biomasseheizkraftwerk Zolling GmbH, Zolling (TEUR 4.473) sowie ein Darlehen an diese Gesellschaft (TEUR 10.750) übernommen. Ein Teil der Ausleihungen an die Biomasseheizkraftwerk Zolling GmbH, Zolling (TEUR 3.500), wurde mit Gesellschafterbeschluss vom 17. November 2011 in Eigenkapital umgewandelt.

Ferner wurden im Geschäftsjahr durch notariellem Abspaltungs- und Übernahmevertrag vom 6. Januar 2012 mit Wirkung zum 1. November 2011 die Beteiligungen an der GRTgaz (TEUR 10.025), der MEGAL KG (TEUR 14.436) sowie der MEGAL Verwaltungs-GmbH, Essen (TEUR 11), ausgegliedert.

Des Weiteren sind in den Beteiligungen Abgänge ausgewiesen, welche mit notariellem Sach- und Anteilskaufvertrag vom 22. Dezember 2010 mit Wirkung zum 1. Juli 2011 an die ESLL AG veräußert wurden (TEUR 2.162). Dazu zählen die Beteiligungen an der Modellkraftwerk Völklingen GmbH, Völklingen, der Kraftwerksgesellschaft Völklingen GmbH & Co. KG, Völklingen, sowie der Kraftwerksgesellschaft Völklingen Geschäftsführung-GmbH, Völklingen.

Mit Gesellschafterbeschluss und Auseinandersetzungsvereinbarung vom 19. August 2011 wurde die Berliner Energie Umweltfonds GbR mit sofortiger Wirkung aufgelöst. In diesem Zusammenhang erfolgte die anteilige Übertragung der Anteile an der Soltecture GmbH, Berlin (vormals: Sulfurcell Solartechnik GmbH), an die GSED. Die Beteiligung an der Soltecture GmbH, Berlin, wurde im Berichtsjahr aufgrund der voraussichtlich dauernden Wertminderung außerplanmäßig (TEUR 7.168) vollständig abgeschrieben. Im Mai 2012 wurde von der Gesellschaft Insolvenz angemeldet.

Auf die Wertpapiere wurden im Berichtsjahr aufgrund der voraussichtlich dauernden Wertminderung außerplanmäßige Abschreibungen von TEUR 10.434 auf den niedrigeren beizulegenden Wert vorgenommen.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen betragen zum Bilanzstichtag TEUR 50.997 und haben sich im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 5.508 verringert.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von TEUR 1.809.497 (Vorjahr: TEUR 1.819.493) beinhalten mit TEUR 220.777 (Vorjahr: TEUR 157.619) Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstige Forderungen in Höhe von TEUR 1.588.720 (Vorjahr: 1.661.874).

Die Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, betreffen wie im Vorjahr ausschließlich Forderungen aus Lieferungen und Leistungen.

Die Hauptbestandteile der sonstigen Vermögensgegenstände bilden einerseits die im Rahmen eines Wertpapiertermingeschäftes geleistete Sicherheit in Höhe von TEUR 30.019 und andererseits die Rückforderung von TEUR 15.331 an das Hauptzollamt aus vorausgezahlter Stromsteuer 2011.

Sämtliche Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Im Vorjahr hatte lediglich die Forderung aus der Sicherheitsleistung eine Laufzeit von mehr als einem Jahr.

Aktiver Unterschiedsbetrag aus Vermögensverrechnung

In dem aktiven Unterschiedsbetrag aus Vermögensverrechnung sind Rückdeckungsansprüche in Höhe von TEUR 24.861 und Pensionsverpflichtungen in Höhe von TEUR 24.160 enthalten. Gem. § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB ergibt sich eine Verrechnungspflicht der Pensionsrückstellung mit Anteilen an einem Pensionsfonds, die dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen sind und ausschließlich der Erfüllung von Schulden aus Altersversorgungsverpflichtungen oder vergleichbaren langfristig fälligen Verpflichtungen dienen. Aus der Vermögensverrechnung ergibt sich ein aktiver Unterschiedsbetrag in Höhe von TEUR 701. Die Anschaffungskosten der Rückdeckungsansprüche betragen TEUR 24.969, der beizulegende Zeitwert TEUR 24.861. Der Zeitwert wurde anhand des Kurswertes der Pensionsfonds zum Bilanzstichtag ermittelt.

Zinserträge aus dem Planvermögen und Rückdeckungsvermögen für Pensionsverpflichtungen (TEUR 81) wurden mit den Zinsaufwendungen aus der Aufzinsung der Pensionsverpflichtungen (TEUR 1.150) verrechnet.

Eigenkapital

Das gezeichnete Kapital beträgt unverändert EUR 5.435.500,00.

Die Kapitalrücklage beträgt zum Bilanzstichtag EUR 1.023.201.889,64 und hat sich im Vergleich zum Vorjahr um EUR 24.472.159,94 verringert. Die Verringerung ist einer Entnahme durch Abspaltung der GRTgaz und MEGAL Beteiligungen geschuldet.

Rückstellungen

Der Pensionsrückstellung liegen versicherungsmathematische Gutachten unter vollständiger Anwendung der Sterbetafeln 2005 G von K. Heubeck zugrunde. Die Bewertung erfolgt nach der Projected Unit Credit Methode i.S.v. IAS 19 unter Annahme eines Rechnungszinses von 5,13 %, einer Einkommensdynamik von 2,5 % sowie einer Rentendynamik von 2,0 %. Wegen der Verrechnungspflicht von Altersversorgungsverpflichtungen mit Planvermögen, das zur Erfüllung dieser Verpflichtungen dient, werden die Pensionsrückstellungen in Höhe von TEUR 24.160 nicht in der Bilanz ausgewiesen, sondern es ergibt sich aufgrund der Überdeckung ein Aktivposten.

Die Steuerrückstellungen beinhalten im Wesentlichen die unter Berücksichtigung der geleisteten Vorauszahlungen ermittelten voraussichtlichen Nachzahlungen für Vorjahre aus der Körperschaftsteuer nebst Solidaritätszuschlag (TEUR 20.437; Vorjahr: TEUR 9.597) sowie aus der Gewerbesteuer (TEUR 19.820; Vorjahr: TEUR 10.023). Des Weiteren wurde eine Rückstellung für mögliche Steuerrisiken im Rahmen der laufenden Betriebsprüfung gebildet (TEUR 11.019; Vorjahr: 10.200). Die Steuerrückstellungen wurden mit bestehenden Erstattungsansprüchen aus Kapitalertragsteuer bzw. Zinsabschlagsteuer saldiert.

Die sonstigen Rückstellungen in Höhe von TEUR 123.537 (Vorjahr: TEUR 127.595) betreffen im Wesentlichen die Rückgabeverpflichtung für CO2 -Emissionsrechte (TEUR 17.270; Vorjahr: TEUR 51.745), ausstehende Rechnungen (TEUR 46.019; Vorjahr: TEUR 31.689) sowie Drohverluste (TEUR 32.746; Vorjahr: TEUR 21.903). Die Abzinsung erfolgte anhand der durchschnittlichen Marktzinssätze gemäß § 253 Abs. 2 HGB.

Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen betragen zum Bilanzstichtag TEUR 53.098 und haben sich im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 2.971 erhöht.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 1.331.463 (Vorjahr: TEUR 1.322.699) beinhalten Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von insgesamt TEUR 205.823 (Vorjahr: TEUR 147.578) sowie sonstige Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 1.125.640 (Vorjahr: 1.175.121).

Zum Bilanzstichtag bestehen Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem bis zu fünf Jahren in Höhe von TEUR 243.768 (Vorjahr: TEUR 303.768) sowie mit einer Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren in Höhe von TEUR 806.900 (Vorjahr: TEUR 716.987).

Bei dem nach § 265 Abs. 5 Satz 2 HGB hinzugefügten Bilanzposten Verpflichtung zur Leistungsbereitstellung handelt es sich um eine im Rahmen einer Sacheinlage in ein verbundenes Unternehmen übernommene Verpflichtung zur Leistungsvorhaltung aus zwei langfristigen Stromlieferverträgen. Die Verträge haben Laufzeiten von 2009 bis 2028 bzw. 2013 bis 2032. Der Posten wird bei entsprechender Erfüllung der Verpflichtung über die Laufzeiten der jeweiligen Verträge zeitanteilig verbraucht. Zum Bilanzstichtag haben Verpflichtungen zur Leistungsbereitstellung über TEUR 3.396 eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr (Vorjahr: TEUR 3.392), TEUR 14.002 (Vorjahr: TEUR 13.878) eine Restlaufzeit von mehr als einem bis zu fünf Jahren sowie TEUR 42.420 (Vorjahr: TEUR 45.854) eine Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren.

Unter den sonstigen Verbindlichkeiten werden hauptsächlich Verbindlichkeiten gegenüber dem Finanzamt in Höhe von TEUR 38.339 (Vorjahr: TEUR 10.440) ausgewiesen, die sich größtenteils auf die Umsatzsteuer beziehen.

Zum Bilanzstichtag bestehen sonstige Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als einem bis zu fünf Jahren in Höhe von TEUR 1.750 (Vorjahr: TEUR 1.400) sowie mit einer Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren in Höhe von TEUR 1.050 (Vorjahr: TEUR 1.400).

Alle Verbindlichkeiten haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr, sofern vorstehend keine spezifischen Angaben zur Laufzeit gemacht wurden.

Latente Steuern

Abweichungen zwischen handels- und steuerbilanziellen Wertansätzen bestehen bei dem Posten "Rückstellungen" und betreffen im Wesentlichen die Pensions- sowie die Drohverlustrückstellungen. Darüber hinaus entfallen aktive latente Steuern auf Unterschiede zwischen dem handelsrechtlichen und dem steuerrechtlichen Ansatz von Finanzanlagen. Insgesamt ergibt sich ein aktiver latenter Steuerüberhang. Von dem Wahlrecht zur Aktivierung der latenten Steuer nach § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB wird kein Gebrauch gemacht. Der für die Bewertung genutzte Steuersatz beträgt 31 %.

(4) Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Aufgrund der im Berichtsjahr stattgefundenen Verschmelzung der GSF, GSZ und GSP auf die GSED sowie der ebenfalls im Berichtsjahr erfolgten Abspaltung der MEGAL Beteiligungen ist die Vergleichbarkeit der Zahlen mit den Vorjahreswerten teilweise eingeschränkt. Wir verweisen hierzu auf unsere Erläuterungen unter Punkt 1.

Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse gliedern sich wie folgt:

2011

TEUR
2010

TEUR
Strom 1.089.456 1.051.016
Nutzung Leitungssystem 60.700 72.840
Gas 56.207 63.510
Swaps 79.627 46.050
Wärme 23.415 31.851
Sonstige 23.749 13.242
1.333.154 1.278.509

Materialaufwendungen

Die Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren resultieren im Wesentlichen aus Aufwendungen für den Stromeinkauf in Höhe von TEUR 864.235 (Vorjahr: TEUR 782.333), Kohleverbrauch TEUR 130.408 (Vorjahr: TEUR 116.806), Gaseinkauf und -verbrauch TEUR 70.703 (Vorjahr: TEUR 91.146) sowie für CO2 -Emissionen TEUR 27.780 (Vorjahr: TEUR 63.932).

Die Aufwendungen für bezogene Leistungen beinhalten im Wesentlichen Kosten im Zusammenhang mit der Prämie für die Leistungsbereitstellung der Kraftwerke an den Standorten Zolling und Pfreimd TEUR 84.468 (Vorjahr: TEUR 134.730) sowie die Aufwendungen für eine Gasleitung in Höhe von TEUR 31.078 (Vorjahr: TEUR 42.017).

Sonstige betriebliche Erträge/Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Erträge resultieren zum größten Teil aus dem Verkauf der unentgeltlich erworbenen CO2 -Zertifikate an die Electrabel S.A., Brüssel (Belgien) (im Folgenden "Electrabel S.A."), in Höhe von TEUR 53.704 und der Weiterbelastung von Projektkosten im Zusammenhang mit der Realisierung des Kohlekraftwerkes in Wilhelmshaven an die GDF SUEZ Kraftwerk Wilhelmshaven GmbH & Co. KG, Wilhelmshaven, TEUR 29.610 (Vorjahr: TEUR 249.198). Diesen weiterbelasteten Projektkosten stehen entsprechende Kosten unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen gegenüber.

Zinsergebnis

Die sonstigen Zinsen und ähnlichen Erträge beinhalten im Wesentlichen die Zinserträge aus den an verschiedene Tochtergesellschaften ausgereichten Darlehen (TEUR 13.152; Vorjahr: TEUR 560) sowie aus dem Cash-Pooling (TEUR 6.203; Vorjahr: TEUR 234). Des Weiteren enthält diese Position die aus den späten Zahlungen der Gewinnabführungen resultierenden Zinserträge in Höhe von TEUR 1.373 (Vorjahr: TEUR 720) und den Zinsertrag aus verspäteter Kaufpreiszahlung im Rahmen eines Beteiligungsverkaufes in Höhe von TEUR 2.795.

Die sonstigen Zinsen und ähnlichen Aufwendungen resultieren hauptsächlich aus dem Zinsaufwand für Darlehensverbindlichkeiten (TEUR 33.854; Vorjahr: TEUR 22.735). Aus der Aufzinsung der sonstigen Rückstellungen sowie der Pensionsrückstellungen mit jeweils einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr ergibt sich insgesamt ein Zinsaufwand von TEUR 2.318 (Vorjahr: TEUR 74).

Periodenfremde Aufwendungen

2011 werden unter der Position "sonstige Steuern" periodenfremde Steueraufwendungen aus Grunderwerbsteuer in Höhe von TEUR 3.295 ausgewiesen.

Weitere periodenfremde Steueraufwendungen in Höhe von TEUR 22.540 resultieren aus der rückwirkenden Aufdeckung stiller Reserven im Rahmen der Umstrukturierung einer Tochtergesellschaft mit Gewinnabführungsvertrag. Darüber hinaus ergeben sich aus der Anpassung von Steuerrückstellungen für Vorjahre Aufwendungen von insgesamt TEUR 9.649 sowie Erträge aus Steuererstattungen in Höhe von TEUR 572. Diese periodenfremden Ertragsteueraufwendungen und -erträge von insgesamt TEUR 31.617 werden unter der Position "Steuern vom Einkommen und vom Ertrag" ausgewiesen.

Außerordentliches Ergebnis

Die außerordentlichen Erträge resultieren jeweils aus der Verschmelzung der GSF (TEUR 15.447), GSZ (TEUR 31.143) und GSP (TEUR 6.457) auf die GSED. Die entstehenden Differenzen zwischen den übernommenen Buchwerten der vorgenannten Gesellschaften und den abgehenden Buchwerten der untergehenden Anteile in der GSED ergeben einen Gewinn, der im außerordentlichen Ergebnis dargestellt wird. Aus diesen außerordentlichen Erträgen ergibt sich kein Einfluss auf die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag. Im Vorjahr ergab sich ein außerordentlicher Verlust in Höhe von TEUR -8.401, welcher im Wesentlichen auf die Anwachsung von zwei verbundenen Unternehmen zurückzuführen war.

(5) Angaben zu Geschäften größeren Umfangs nach § 6b Abs. 2 EnWG

Auf dem Gas- und Stromsektor bestehen Verträge mit Electrabel S.A., die sich insbesondere auf den Einkauf und Verkauf von Gas und Strom und den Einkauf von Kohle beziehen. 2011 hat die GSED Strom im Wert von TEUR 678.475 (Vorjahr: TEUR 621.088) von Electrabel S.A. gekauft und in Höhe von TEUR 544.137 (Vorjahr: TEUR 524.297) an diese verkauft. Der Gasverkauf an Electrabel S.A betrug TEUR 1.541 (Vorjahr: TEUR 675) und der Gaseinkauf belief sich auf TEUR 28.274 (Vorjahr: TEUR 27.636). Weiterhin lieferte Electrabel S.A. Kohle in Höhe von TEUR 126.479 (Vorjahr: TEUR 119.235) an die GSED.

Darüber hinaus hat die GSED zur Absicherung von finanziellen Risiken aus Preisindizierungen bei Einsatzstoffen verschiedene Hedge-Vereinbarungen (Swaps) ebenfalls mit der Electrabel S.A. abgeschlossen. Dabei ist für Geschäfte, die das Berichtsjahr betreffen, insgesamt ein Ergebnis in Höhe von TEUR ./. 18.001 (Vorjahr: TEUR 8.937) erzielt worden.

Zwischen der GSED und der GSZ und GSP bestanden Verträge zur Leistungsbereitstellung, die der GSED gegen Zahlung eines festgelegten Leistungspreises die Rechte zur Nutzung der gesamten Strom- und Wärmeerzeugungskapazität der Kraftwerke einräumten. Bis zum Verschmelzungsstichtag am 1. Oktober 2011 ergab sich für den Standort Zolling eine Leistungsbereitstellungsprämie in Höhe von Mio. EUR 75,2 (Vorjahr: Mio. EUR 67,0), für den Standort Pfreimd betrug die Leistungsbereitstellung insgesamt Mio. EUR 9,3 (Vorjahr: Mio. EUR 13,5); wir verweisen hierzu auf unsere Erläuterungen unter Punkt 1.

Außerdem bestand bis zum 31. Oktober 2011 mit der GRTgaz ein Gebrauchs- und Nutzungsüberlassungsvertrag für das von der MEGAL KG gepachtete Leitungsnetz. Für die Gebrauchs- und Nutzungsüberlassung wurden im Jahr 2011 Erlöse in Höhe von TEUR 60.700 (Vorjahr: TEUR 72.840) gegenüber der GRTgaz erzielt. Dem standen im Jahr 2011 Aufwendungen in Höhe von TEUR 31.078 (Vorjahr: TEUR 42.017) gegenüber, die von der MEGAL KG für die Nutzungsüberlassung an die GSED berechnet wurden. Beide Verträge sind Bestandteil des Abspaltungs- und Übertragungsvertrages zwischen der GSED und der GRTgaz Beteiligungs-GmbH, Berlin; wir verweisen hierzu auf unsere Erläuterungen unter Punkt 1.

Des Weiteren bestand bis zum Verkauf des Kraftwerkes "Römerbrücke" ein Vertrag zwischen der GSED und der GDF SUEZ Saarland GmbH, Saarbrücken, in Bezug auf die Betriebsführung des Kraftwerkes "Römerbrücke" in Saarbrücken. 2011 fielen Aufwendungen für Betriebsführung in Höhe von TEUR 4.500 (Vorjahr: TEUR 9.000) an.

Ein Gewinnabführungsvertrag mit der 100%igen Tochtergesellschaft GSES wurde mit Wirkung vom 1. Januar 2007 abgeschlossen. Die Eintragung in das Handelsregister des Amtsgerichts Berlin-Charlottenburg erfolgte am 19. September 2007. In Höhe von TEUR 5.006 (Vorjahr: TEUR 9.887) wurde der Gewinn für 2011 ermittelt.

Weiterhin wurde mit Wirkung ab 1. Juli 2007 mit der Storengy Deutschland GmbH ein Gewinnabführungsvertrag abgeschlossen. Der Vertrag wurde am 28. Dezember 2007 im Handelsregister eingetragen. Die Höhe der Gewinnabführung für 2011 betrug TEUR 6.859 (Vorjahr: TEUR 6.117).

Aus dem Gewinnabführungsvertrag mit der GRTgaz ergab sich für den Zeitraum Januar bis Oktober 2011 ein Ergebnisabführungsertrag in Höhe von TEUR 1.956 (Vorjahr: TEUR 10.566). Im Zusammenhang mit der Abspaltung der Beteiligung per 31. Oktober 2011 wurde der Gewinnabführungsvertrag auf die GRTgaz Beteiligungs-GmbH, Berlin, als aufnehmende Gesellschaft der Anteile übertragen; wir verweisen hierzu auf unsere Erläuterungen unter Punkt 1.

Darüber hinaus ergab sich aus dem Gewinnabführungsvertrag mit der GDF SUEZ Kraftwerke Nord Betriebs GmbH, Berlin, für das Jahr 2011 ein Ertrag von TEUR 4.222 (Vorjahr: TEUR 2.974).

(6) Sonstige Angaben

Sonstige finanzielle Verpflichtungen und nicht in der Bilanz enthaltene Geschäfte

Für die GSED besteht für aus bis zum Bilanzstichtag geschlossenen Verträgen ein Bestellobligo von insgesamt Mio. EUR 155 (Vorjahr: Mio. EUR 159), welches im Wesentlichen die Kraftwerksprojekte betrifft. Davon entfallen Mio. EUR 148 auf den Vertrag zur Errichtung eines Kohlekraftwerkes in Wilhelmshaven, welcher mit Vereinbarung vom 24. Februar 2012 zwischen GSED und dem Lieferanten und bestätigendem Vertrag vom 12. Mai 2012 auf die GDF SUEZ Kraftwerk Wilhelmshaven GmbH & Co. KG, Wilhelmshaven, übergegangen ist.

Mit nachfolgend aufgeführten Gesellschaften und der GSED bestehen Gewinnabführungsverträge:

GDF SUEZ Beteiligungs GmbH,

GDF SUEZ Energy Sales GmbH,

GDF SUEZ Kraftwerke Nord Beteiligung GmbH,

GDF SUEZ Kraftwerke Nord Betriebs GmbH sowie

Storengy Deutschland GmbH.

Wir verweisen hierzu auch auf unsere Angaben unter Punkt 5).

Die übrigen finanziellen Verpflichtungen liegen im Rahmen des üblichen Geschäftsverkehrs.

Es liegen weiterhin keine Risiken und Vorteile aus den nicht in der Bilanz enthaltenen Geschäften vor.

Haftungsverhältnisse

Gegenüber folgenden Gesellschaften, die gleichzeitig verbundene Unternehmen sind, hat die GSED eine Patronatserklärung und zur Vermeidung einer Überschuldung eine Rangrücktrittsvereinbarung abgegeben:

GDF SUEZ Elbehafen GmbH & Co. KG (bis TEUR 40),

GDF SUEZ Gaskraftwerke Mitteldeutschland GmbH & Co. KG (bis TEUR 10),

GDF SUEZ Gaskraftwerke Mitteldeutschland Verwaltungs GmbH (bis TEUR 50),

GDF SUEZ Kraftwerk Brunsbüttel GmbH & Co. KG (bis TEUR 70),

GDF SUEZ Kraftwerk Brunsbüttel Verwaltungs GmbH (bis TEUR 50),

GDF SUEZ Kraftwerk Wilhelmshaven Verwaltungs GmbH (bis TEUR 50),

GDF SUEZ Kraftwerksgrundstück Wilhelmshaven Verwaltungs GmbH (bis TEUR 50),

GDF SUEZ Kraftwerksgrundstück Worms GmbH & Co. KG (bis TEUR 10) sowie

GDF SUEZ Kraftwerksgrundstück Worms Verwaltungs GmbH (bis TEUR 50).

Des Weiteren bestehen Patronatserklärungen im Zusammenhang mit der Errichtung eines Kohlekraftwerkes durch die GDF SUEZ Kraftwerk Wilhelmshaven GmbH & Co. KG, Wilhelmshaven, gegenüber der Donges SteelTec GmbH (Auftragswert: TEUR 18.927), dem Konsortium Fabricom GTI S.A. - ABB AG (TEUR 44.000) sowie der Bosch Sicherheitssysteme GmbH (TEUR 135).

Im Zusammenhang mit dem Untererbbaurechtsvertrag mit der GDF SUEZ Grundstück Wilhelmshaven GmbH & Co. KG, Wilhelmshaven, haben die GSED und die Electrabel S.A. eine gesamtschuldnerische Patronatserklärung gegenüber der Niedersachsen Ports GmbH & Co. KG abgegeben (Vertragswert: TEUR 24.577).

Des Weiteren besteht eine Patronatserklärung gegenüber der WSW Energie und Wasser AG, Wuppertal, im Zusammenhang mit den Energielieferungen durch die GSES.

Eine Inanspruchnahme der GSED aus den Patronatserklärungen ist unwahrscheinlich, weil die GSED die betroffenen Tochtergesellschaften, wie bereits in der Vergangenheit erfolgt, mit entsprechendem Eigenkapital ausstatten würde.

Darüber hinaus hat die GSED eine Garantie für ein langfristiges Darlehen der GDF SUEZ CC SCRL, Brüssel (Belgien), an die ESLL AG abgegeben (anteiliger Vertragswert: TEUR 39.270). Wir schätzen das Risiko einer Inanspruchnahme aus dieser Garantie als gering ein, insbesondere vor dem Hintergrund einer erwarteten stabilen kurzfristigen Geschäftsentwicklung der ESLL AG und positiven langfristigen Perspektiven im Zusammenhang mit der Neugestaltung der Kraftwerkslandschaft in Deutschland.

Derivative Finanzinstrumente

Die GSED hat mit der Electrabel S.A. eine Vereinbarung über die Absicherung von Kohlepreisen abgeschlossen, welche sich am BAFA-Preis (Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle) orientiert. Auf gleicher Basis erfolgte im Geschäftsjahr die Absicherung von Strom- und Gaspreisen. Der im Rahmen der Marktpreisbewertung aufgrund des Vorliegens eines aktiven Marktes ermittelte beizulegende Wert für die Absicherungsgeschäfte beträgt TEUR 9.067 (Vorjahr: TEUR 16.750), davon entfällt ein Teil in Höhe von TEUR 1.099 (Vorjahr: TEUR 13.680) auf kurzfristige Geschäfte.

Weitere derivative Finanzinstrumente i.S.d. § 285 Nr. 19 HGB wurden im Geschäftsjahr nicht eingesetzt.

Geschäfte mit nahe stehenden Personen:

Im Berichtsjahr lagen keine Geschäfte mit nahe stehenden Personen vor, die nicht zu marktüblichen Bedingungen zustande gekommen sind.

Anteilsbesitz

Die GSED war zum Stichtag an Unternehmen i.S.d. § 285 Nr. 11 HGB beteiligt. Eine Darstellung der Beteiligungen ist in der Anlage 2 zum Anhang angefügt.

Konzernabschluss

Die Gesellschafter der GSED waren im Berichtsjahr:

GDF International S.A.S., Courbevoie (Frankreich), zu 95,67 % bis zum 13. Juli 2011 sowie zu 100 % seit dem 14. Juli 2011,
Electrabel S.A. zu 3,10 % bis zum 13. Juli 2011 sowie
GDF SUEZ S.A., Paris (Frankreich), zu 1,23 % bis zum 13. Juli 2011.

Mit Verträgen vom 13. Juli 2011 haben die Electrabel S.A. und die GDF SUEZ S.A., Paris (Frankreich), ihre Beteiligung an der GSED jeweils an die Gaz de France International S.A.S., Courbevoie (Frankreich), veräußert.

GDF SUEZ S.A., Paris (Frankreich), stellt im Sinne des § 285 Nr. 14 HGB für den größten und kleinsten Kreis von Unternehmen den Konzernabschluss auf. Die Jahresabschlüsse der GSED und ihrer Tochterunternehmen werden in den Konzernabschluss der GDF SUEZ S.A., Paris (Frankreich), einbezogen. Der Konzernabschluss ist im Handelsregister von Paris unter der Registernummer 542 107 651 offengelegt.

Von der Aufstellung eines Konzernabschlusses und eines Konzernlageberichtes für den Teilkonzern der GSED wird aufgrund der Befreiung nach § 291 HGB abgesehen. Voraussetzung hierfür ist, dass der Konzernabschluss und der Konzernlagebericht der GDF SUEZ S.A., Paris (Frankreich), geprüft und gemäß § 325 HGB in deutscher Sprache offen gelegt werden. Die Bilanzierungs-, Bewertungs- und Konsolidierungsmethoden des befreienden Konzernabschlusses folgen den Internationalen Financial Reporting Standards.

Honorar des Abschlussprüfers

Das Honorar des Abschlussprüfers ist im Konzernabschluss der GDF SUEZ S.A., Paris (Frankreich), in den die GSED einbezogen ist, enthalten.

Aufsichtsrat

Mitglieder des Aufsichtsrates waren im abgelaufenen Geschäftsjahr:

Alfred Hofman (Vorsitzender)

ausgeübter Beruf: Sonderbeauftragter des CEO der Sparte GDF SUEZ Energy Europe

Gerhard Jochum

ausgeübter Beruf: Unternehmensberater

Sophie Dutordoir

ausgeübter Beruf: CEO des Geschäftsbereiches Benelux & Germany der Sparte GDF SUEZ Energy Europe

Dr. Eberhard Meller

ausgeübter Beruf: Unternehmensberater

Jean-Pierre Roncato

ausgeübter Beruf: General Manager der Sparte GDF SUEZ Global Gas & LNG

Bruno Leray

ausgeübter Beruf: Managing Director der GDF SUEZ Storengy UK Ltd.

Vorstand/Geschäftsführung

Erik von Scholz (Vorsitzender)

ausgeübter Beruf: CEO der GSED, Berlin

Hans Hartmann

ausgeübter Beruf: Ressortleiter Erzeugung bei der GSED, Berlin

Anke Langner

ausgeübter Beruf: Ressortleiterin Unternehmensentwicklung, Vertrieb und strategische Kooperationen bei der GSED, Berlin

Michael Stephan

ausgeübter Beruf: CFO der GSED, Berlin

Gesamtbezüge des Vorstands

Die Gesamtbezüge des Vorstands im Geschäftsjahr 2011 belaufen sich auf TEUR 1.209 (Vorjahr: TEUR 1.052) (inkl. Gewinnbeteiligungen und Zuführungsaufwand zu den Pensionsrückstellungen).

Anzahl der Arbeitnehmer

Die GSED hat im Geschäftsjahr 2011 durchschnittlich 445 (Vorjahr: 261) Angestellte beschäftigt. Der Anstieg resultiert aus der Verschmelzung der Kraftwerksgesellschaften GSF, GSZ und GSP.

Berlin, den 29. Juni 2012

GDF SUEZ Energie Deutschland AG

Vorstand

ENTWICKLUNG DES ANLAGEVERMÖGENS IM GESCHÄFTSJAHR 2011

ANSCHAFFUNGS- UND HERSTELLUNGSKOSTEN
1.1.2011

EUR
Zugänge aus Verschmelzung

EUR
Zugänge

EUR
Abgänge aus Verschmelzung

EUR
--- --- --- --- ---
ANLAGEVERMÖGEN
I. IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 2.505.900,82 205.016,23 766.375,25 0,00
2. Geschäfts- oder Firmenwert 0,00 112.144.827,24 0,00 0,00
3. Geleistete Anzahlungen 589.949,66 0,00 1.045.615,34 0,00
3.095.850,48 112.349.843,47 1.811.990,59 0,00
II. SACHANLAGEN
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 20.583.424,37 78.420.948,07 587.270,07 0,00
2. Technische Anlagen und Maschinen 50.911.257,40 324.805.820,77 32.766.725,06 0,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 6.702.178,16 5.133.064,70 1.076.793,29 0,00
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 40.444.936,68 61.684.218,79 13.536.347,19 0,00
118.641.796,61 470.044.052,33 47.967.135,61 0,00
III. FINANZANLAGEN
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 1.615.448.886,78 0,00 102.822.220,90 592.391.846,52
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 8.435.000,00 0,00 0,00 0,00
3. Beteiligungen 368.789.522,31 4.473.394,20 955.351,30 0,00
4. Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 0,00 10.750.000,00 0,00 0,00
5. Wertpapiere des Anlagevermögens 59.832.742,57 0,00 0,00 0,00
6. sonstige Ausleihungen 0,00 344.056,58 1.445,56 0,00
2.052.506.151,66 15.567.450,78 103.779.017,76 592.391.846,52
2.174.243.798,75 597.961.346,58 153.558.143,96 592.391.846,52
ANSCHAFFUNGS- UND HERSTELLUNGSKOSTEN
Abgänge aus Abspaltung

EUR
Abgänge

EUR
Umbuchungen

EUR
31.12.2011

EUR
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ANLAGEVERMÖGEN
I. IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 0,00 0,00 501.414,66 3.978.706,96
2. Geschäfts- oder Firmenwert 0,00 0,00 0,00 112.144.827,24
3. Geleistete Anzahlungen 0,00 683.200,00 -501.414,66 450.950,34
0,00 683.200,00 0,00 116.574.484,54
II. SACHANLAGEN
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 0,00 20.511.889,37 1.719.495,79 80.799.248,93
2. Technische Anlagen und Maschinen 0,00 55.665.514,65 58.958.567,86 411.776.856,44
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 0,00 153.583,41 136.518,69 12.894.971,43
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 34.841.664,46 -60.814.582,34 20.009.255,86
0,00 111.172.651,89 0,00 525.480.332,66
III. FINANZANLAGEN
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 10.025.000,00 25.000,00 0,00 1.115.829.261,16
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 0,00 550.000,00 0,00 7.885.000,00
3. Beteiligungen 14.447.159,94 2.162.370,58 3.500.000,00 361.108.737,29
4. Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 0,00 0,00 -3.500.000,00 7.250.000,00
5. Wertpapiere des Anlagevermögens 0,00 0,00 0,00 59.832.742,57
6. sonstige Ausleihungen 0,00 15.714,29 0,00 329.787,85
24.472.159,94 2.753.084,87 0,00 1.552.235.528,87
24.472.159,94 114.608.936,76 0,00 2.194.290.346,07
AUFGELAUFENE ABSCHREIBUNGEN
1.1.2011

EUR
Zuführungen aus

Verschmelzung

EUR
Zuführungen

EUR
Zuschreibungen

EUR
Abgänge

EUR
31.12.2011

EUR
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ANLAGEVERMÖGEN
I. IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.806.394,98 40.562,33 448.731,75 0,00 0,00 2.295.689,06
2. Geschäfts- oder Firmenwert 0,00 11.615.713,43 6.668.769,29 0,00 0,00 18.284.482,72
3. Geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
1.806.394,98 11.656.275,76 7.117.501,04 0,00 0,00 20.580.171,78
II. SACHANLAGEN
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 3.346.146,49 4.913.586,97 2.324.293,81 0,00 3.564.008,83 7.020.018,44
2. Technische Anlagen und Maschinen 15.900.665,05 45.169.086,53 12.167.553,50 0,00 18.911.482,66 54.325.822,42
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.572.843,63 1.223.867,58 1.309.080,51 0,00 66.776,93 6.039.014,79
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 16.396.758,71 0,00 0,00 132.571,85 469.353,20 15.794.833,66
39.216.413,88 51.306.541,08 15.800.927,82 132.571,85 23.011.621,62 83.179.689,31
III. FINANZANLAGEN
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 7.442.787,84 0,00 442.212,16 0,00 0,00 7.885.000,00
3. Beteiligungen 9.900.000,00 0,00 7.168.763,94 0,00 0,00 17.068.763,94
4. Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
5. Wertpapiere des Anlagevermögens 6.657.001,32 0,00 10.433.797,63 0,00 0,00 17.090.798,95
6. sonstige Ausleihungen 0,00 166.000,00 0,00 0,00 0,00 166.000,00
23.999.789,16 166.000,00 18.044.773,73 0,00 0,00 42.210.562,89
65.022.598,02 63.128.816,84 40.963.202,59 132.571,85 23.011.621,62 145.970.423,98
NETTOBUCHWERTE
31.12.2011

EUR
31.12.2010

EUR
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ANLAGEVERMÖGEN
I. IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.683.017,90 699.505,84
2. Geschäfts- oder Firmenwert 93.860.344,52 0,00
3. Geleistete Anzahlungen 450.950,34 589.949,66
95.994.312,76 1.289.455,50
II. SACHANLAGEN
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 73.779.230,49 17.237.277,88
2. Technische Anlagen und Maschinen 357.451.034,02 35.010.592,35
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 6.855.956,64 3.129.334,53
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 4.214.422,20 24.048.177,97
442.300.643,35 79.425.382,73
III. FINANZANLAGEN
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 1.115.829.261,16 1.615.448.886,78
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 0,00 992.212,16
3. Beteiligungen 344.039.973,35 358.889.522,31
4. Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 7.250.000,00 0,00
5. Wertpapiere des Anlagevermögens 42.741.943,62 53.175.741,25
6. sonstige Ausleihungen 163.787,85 0,00
1.510.024.965,98 2.028.506.362,50
2.048.319.922,09 2.109.221.200,73

Beteiligungen per 31.12.2011

Höhe des Anteils am Kapital Eigenkapital

TEUR
Ergebnis vor Abführung

TEUR
Verbundene Unternehmen
GDF SUEZ Energy Sales GmbH, Berlin(1) 100,00% 7.166 3.491
Storengy Deutschland GmbH, Berlin(1) 100,00% 98.778 5.752
GDF SUEZ Kraftwerke Nord Betriebs GmbH, Berlin(1) 100,00% 25 4.222
GDF SUEZ Beteiligungs GmbH, Berlin(1) 100,00% 448.025 -27
GDF SUEZ Kraftwerke Nord Beteiligungs GmbH, Berlin(1) 100,00% 572.088 -26
GDF SUEZ WSW Windpark Helmstadt GmbH & Co. KG, Berlin(2) 100,00% 0 0
Energie SaarLorLux GbR, Saarbrücken 51,00% 9.639 -655
GDF SUEZ Grundstück Wilhelmshaven GmbH & Co. KG, Wilhelmshaven 94,90% 15 0
GDF SUEZ Grundstück Wilhelmshaven Verwaltungs GmbH, Wilhelmshaven(2) 100,00% 12 -9
GDF SUEZ Kraftwerk Brunsbüttel GmbH & Co. KG, Brunsbüttel(2) 100,00% -8.563 -3.642
GDF SUEZ Kraftwerk Brunsbüttel Verwaltungs GmbH, Brunsbüttel(2) 100,00% 11 -9
GDF SUEZ WSW Windpark Helmstadt Beteiligungs GmbH, Berlin(2) 100,00% 19 -2
GDF SUEZ Kraftwerksgrundstück Worms Verwaltungs GmbH, Berlin(2) 100,00% 12 -9
GDF SUEZ Kraftwerksgrundstück Worms GmbH & Co. KG, Berlin(2) 100,00% 2.910 -47
GDF SUEZ Elbehafen Verwaltungs GmbH, Berlin 100,00% 6 -5
GDF SUEZ Elbehafen GmbH & Co. KG, Brunsbüttel 100,00% -26 -7
Beteiligungen
WSW Energie & Wasser AG, Wuppertal 33,10% 352.926 48.714
Kraftwerke Gera GmbH, Gera 49,90% 7.760 332
Energieversorgung Gera GmbH, Gera 49,90% 37.171 5.130
WSW 3/4/5 Gmbh, Wuppertal 25,10% 994 2.214
Biomasseheizkraftwerk Zolling GmbH, Zolling 50,00% 14.277 -308
Soltecture GmbH (vormals: Sulfurcell Solartechnik GmbH), Berlin(2) 6,50% 37.975 -22.323

(1) für diese Gesellschaften liegt ein Ergebnisabführungsvertrag vor

(2) für diese Gesellschaften liegen nur Werte für 2010 vor

BILANZ ZUM 31. DEZEMBER 2011

FÜR DEN TÄTIGKEITSBEREICH GAS NETZ

AKTIVA

2011

2010

A. ANLAGEVERMÖGEN
I. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 10.025.000,00
2. Beteiligungen 0,00 14.447.159,94
0,00 24.472.159,94
B. UMLAUFVERMÖGEN
I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 2.383.620,81 7.642.136,79
2. Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 0,00 9.156.565,13
3. sonstige Vermögensgegenstände 1.198.618,63 1.440.661,08
3.582.239,44 18.239.363,00
3.582.239,44 42.711.522,94
Passiva
2011

2010

A. EIGENKAPITAL
Zugeordnetes Eigenkapital -3.900.312,47 36.101.792,54
B. RÜCKSTELLUNGEN
Steuerrückstellungen 3.806.760,41 1.679.912,45
C. VERBINDLICHKEITEN
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 3.675.791,50 4.929.817,95
3.582.239,44 42.711.522,94

GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2011

FÜR DEN TÄTIGKEITSBEREICH GAS NETZ

2011

2010

1. Umsatzerlöse 60.700.000,00 72.840.000,00
2. Materialaufwand -31.078.428,20 -42.017.462,52
3. Erträge aus Beteiligungen 0,00 9.156.565,13
4. Erträge aus Gewinnabführungsverträgen 1.956.070,45 10.565.942,89
5. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 558.214,84 310.679,48
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -15.147,70 -8.251,11
7. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 32.120.709,39 50.847.473,87
8. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -2.370.210,68 -3.140.339,60
9. Jahresüberschuss 29.750.498,71 47.707.134,27

Anlage zur Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung

für den Tätigkeitsbereich Gas Netz

(1) Allgemeine Angaben zum Tätigkeitsabschluss

Der Tätigkeitsbereich Gas Netz beinhaltet die Beteiligungen an der GRTgaz Deutschland GmbH, Berlin (im Folgenden "GRTgaz"), an der MEGAL Mittel-Europäische-Gasleitungsgesellschaft mbH & Co. KG, Essen (im Folgenden "MEGAL KG"), sowie an der MEGAL Verwaltungs-GmbH, Essen (im Folgenden "MEGAL GmbH"), nachfolgend zusammen bezeichnet als "MEGAL Beteiligungen", sowie alle damit im Zusammenhang stehenden Erträge und Aufwendungen.

Mit Abspaltungs- und Übernahmevertrag vom 6. Januar 2012 und mit Wirkung zum 1. November 2011 wurden die MEGAL Beteiligungen auf die ebenfalls im Besitz der GDF International S.A.S. stehende GRTgaz Beteiligungs-GmbH, Berlin, abgespalten. In diesem Zusammenhang wurden weiterhin alle vertraglichen Beziehungen zwischen der GDF SUEZ Energie Deutschland AG (im Folgenden "GSED") und den MEGAL Beteiligungen, insbesondere der Gewinnabführungsvertrag mit der GRTGaz sowie die Gebrauchs- und Nutzungsüberlassungsverträge bezüglich des MEGAL-Leitungssystems an die GRTgaz Beteiligungs-GmbH übertragen.

Der Vorjahresvergleich ist aufgrund der Abspaltung eingeschränkt. Aus dem im Rahmen der Abspaltung auf die GRTgaz Beteiligungs GmbH übertragenen Gebrauchs- und Nutzungsüberlassungsvertrag für das von der MEGAL KG gepachtete Leitungsnetz wurden im Zeitraum vom Januar bis Oktober 2011 Erlöse in Höhe von TEUR 60.700 (Vorjahr: TEUR 72.840) gegenüber der GRTgaz erzielt. Dem standen Aufwendungen in Höhe von TEUR 31.078 (Vorjahr: TEUR 42.017) gegenüber, die von der MEGAL KG für die Nutzungsüberlassung an die GSED berechnet wurden.

Aus dem Gewinnabführungsvertrag mit der GRTgaz wurden bis zur Übertragung an die GRTgaz Beteiligungs-GmbH zum 1. November 2011 Erträge aus der Ergebnisabführung in Höhe von TEUR 1.956 (Vorjahr: TEUR 10.566) erzielt. Die Ergebniszurechnung aus der Beteiligung an der MEGAL KG steht im Geschäftsjahr in voller Höhe der GRTgaz Beteiligungs GmbH zu; im Vorjahr hat die GSED hier einen Beteiligungsertrag in Höhe von TEUR 9.157 erzielt.

Zu den Werten der abgespaltenen Beteiligungen verweisen wir auf unsere Erläuterungen zum Anlagevermögen.

(2) Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Hinsichtlich der Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze verweisen wir auf unsere Angaben im Anhang der GSED.

(3) Erläuterungen zur Bilanz

Aufgrund der im Berichtsjahr stattgefundenen Abspaltung der MEGAL Beteiligungen ist die Vergleichbarkeit der Zahlen mit den Vorjahreswerten eingeschränkt. Wir verweisen hierzu auf unsere Erläuterungen unter Punkt 1.

Finanzanlagen

Unter den Anteilen an verbundenen Unternehmen wurde im Vorjahr die mit Wirkung zum 1. November 2011 abgespaltene Beteiligung an der GRTgaz ausgewiesen.

Die Beteiligungen betrafen im Vorjahr mit TEUR 14.436 die MEGAL KG und mit TEUR 11 die MEGAL GmbH; diese Beteiligungen wurden ebenfalls mit Wirkung zum 1. November abgespalten.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen wie im Vorjahr ausschließlich sonstige Forderungen, die dem Tätigkeitsbereich Gas Netz direkt zurechenbar sind.

Die sonstigen Vermögensgegenstände betreffen mit TEUR 1.181 wie im Vorjahr direkt dem Tätigkeitsbereich Gas Netz zurechenbare Vorsteuererstattungsansprüche aus der Nutzungsüberlassung der MEGAL-Gasleitung. Des Weiteren werden hier Forderungen aus Ertragsteuern ausgewiesen, die analog zur Verteilung der Steuern vom Einkommen und vom Ertrag nach dem Verhältnis der Steuerbemessungsgrundlagen der je Tätigkeitsbereich zugeordneten Organgesellschaften geschlüsselt wurden (TEUR 18). Im Vorjahr wurden die Forderungen aus Ertragsteuern nach dem Verhältnis des jeweiligen EBT pro Tätigkeitsbereich geschlüsselt (TEUR 260). Die Zuordnungsregeln wurden an dieser Stelle geändert, da der Vorjahresschlüssel aufgrund von hohen periodenfremden Steueraufwendungen und -erträgen, die nur teilweise den Tätigkeitsbereich Gas Netz betreffen, nicht gerechtfertigt war.

Sämtliche Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

Eigenkapital

Das dem Tätigkeitsbereich Gas Netz zugeordnetes Eigenkapital beinhaltet die Residualgröße, die sich aus der Zuordnung der Aktiva und Passiva auf die jeweiligen Tätigkeitsbereiche ergibt und beträgt zum Stichtag insgesamt TEUR -3.900 (Vorjahr: TEUR 36.102). Der Rückgang gegenüber dem Vorjahr resultiert aus der Abspaltung der MEGAL Aktivitäten mit Wirkung zum 1. November 2011.

Steuerrückstellungen

Die Steuerrückstellungen werden analog zur Verteilung der Steuern vom Einkommen und vom Ertrag nach dem Verhältnis der Steuerbemessungsgrundlagen der je Tätigkeitsbereich zugeordneten Organgesellschaften geschlüsselt. Im Vorjahr wurden die Steuerrückstellungen nach dem Verhältnis des jeweiligen EBT pro Tätigkeitsbereich geschlüsselt. Die Zuordnungsregel im Zusammenhang mit den Steuern vom Einkommen und vom Ertrag wurde geändert, da der Vorjahresschlüssel aufgrund von hohen periodenfremden Steueraufwendungen und -erträgen, die nur teilweise den Tätigkeitsbereich Gas Netz betreffen, nicht gerechtfertigt war.

Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen ausschließlich direkt dem Tätigkeitsbereich Gas Netz zurechenbare sonstige Verbindlichkeiten. Im Vorjahr betraf diese Position mangels direkter Zuordnung sonstige Verbindlichkeiten, die nach dem Verhältnis der Umsatzerlöse je Tätigkeitsbereich geschlüsselt wurden.

Alle Verbindlichkeiten haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

(4) Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Aufgrund der im Berichtsjahr stattgefundenen Abspaltung der MEGAL Beteiligungen ist die Vergleichbarkeit der Zahlen mit den Vorjahreswerten eingeschränkt. Wir verweisen hierzu wir auf unsere Erläuterungen unter Punkt 1.

Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse betreffen die direkt dem Tätigkeitsbereich Gas Netz zurechenbaren Erlöse aus dem zum 1. November 2011 im Rahmen der Abspaltung auf die GRTgaz Beteiligungs GmbH übertragenen Gebrauchs- und Nutzungsüberlassungsvertrag für das von der MEGAL KG gepachtete Leitungsnetz in Höhe von TEUR 60.700 (Vorjahr: TEUR 72.840).

Materialaufwand

Im Materialaufwand sind direkt zurechenbare Aufwendungen für die von der MEGAL KG zur Nutzung überlassene Gasleitung für den Zeitraum vom Januar bis Oktober 2011 in Höhe von TEUR 31.078 (Vorjahr: TEUR 42.017) enthalten.

Erträge aus Beteiligungen und aus Gewinnabführungsverträgen

Die Erträge aus Beteiligungen und aus Gewinnabführungsverträgen im Rahmen des Tätigkeitsbereiches Gas Netz wurden wie im Vorjahr ausschließlich direkt zugeordnet.

Zinsergebnis

Im Zinsergebnis sind direkt zurechenbare Zinserträge im Zusammenhang mit dem Gewinnabführungsvertrag mit der GRTgaz enthalten (TEUR 277; Vorjahr: TEUR 292). Alle übrigen Zinserträge und -aufwendungen wurden nach dem Verhältnis der Umsatzerlöse je Tätigkeitsbereich geschlüsselt.

Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag werden nach dem Verhältnis der Steuerbemessungsgrundlagen der je Tätigkeitsbereich zugeordneten Organgesellschaften verteilt. Im Vorjahr wurden die Steueraufwendungen und -erträge nach dem Verhältnis des jeweiligen EBT pro Tätigkeitsbereich geschlüsselt. Die Zuordnungsregel wurde geändert, da der Vorjahresschlüssel aufgrund von hohen periodenfremden Steueraufwendungen und -erträgen, die nur teilweise den Tätigkeitsbereich Gas Netz betreffen, nicht gerechtfertigt war.

(5) Sonstige Angaben

Haftungsverhältnisse

Haftungsverhältnisse nach § 251 HGB bestanden am Bilanzstichtag nicht.

Berlin, den 29. Juni 2012

GDF SUEZ Energie Deutschland AG

Vorstand

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der GDF SUEZ Energie Deutschland AG, Berlin, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2011 geprüft. Nach § 6b Abs. 5 EnWG umfasste die Prüfung auch die Einhaltung der Pflichten zur Rechnungslegung nach § 6b Abs. 3 EnWG. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften sowie die Einhaltung der Pflichten nach § 6b Abs. 3 EnWG liegen in der Verantwortung des Vorstands der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht sowie über die Einhaltung der Pflichten zur Rechnungslegung nach § 6b Abs. 3 EnWG abzugeben.

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung gemäß § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden und dass mit hinreichender Sicherheit beurteilt werden kann, ob die Pflichten zur Rechnungslegung nach § 6b Abs. 3 EnWG in allen wesentlichen Belangen erfüllt sind. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht sowie für die Einhaltung der Pflichten zur Rechnungslegung nach § 6b Abs. 3 EnWG überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen des Vorstands sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts sowie die Beurteilung, ob die Wertansätze und die Zuordnung der Konten in der internen Rechnungslegung nach § 6b Abs. 3 EnWG sachgerecht und nachvollziehbar erfolgt sind und der Grundsatz der Stetigkeit beachtet wurde. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss der GDF SUEZ Energie Deutschland AG, Berlin, den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Die Prüfung der Einhaltung der Pflichten zur Rechnungslegung nach § 6b Abs. 3 EnWG, wonach für die Tätigkeiten nach § 6b Abs. 3 EnWG getrennte Konten zu führen und Tätigkeitsabschlüsse aufzustellen sind, hat zu keinen Einwendungen geführt.

Berlin, den 3. Juli 2012

**Deloitte & Touche GmbH

Wirtschaftsprüfungsgesellschaft**

Scharpenberg, Wirtschaftsprüfer

Mertin, Wirtschaftsprüfer