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ElringKlinger AG Interim / Quarterly Report 2021

Nov 4, 2021

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Interim / Quarterly Report

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Finanzbericht: 29203155

ElringKlinger AG

Dettingen/​Erms

Bericht über das 3. Quartal und die ersten neun Monate 2021

Kennzahlen

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3. Quartal 2021 2. Quartal 2021 1. Quartal 2021 4. Quartal 2020 3. Quartal 2020
Auftragslage
Auftragseingang in Mio. € 486,3 429,5 576,6 512,0 423,6
Auftragsbestand in Mio. € 1.307,3 1.221,6 1.185,6 1.033,1 971,8
Umsatz/​Ergebnis
Umsatz in Mio. € 400,6 393,6 424,1 450,9 381,2
Umsatzkosten in Mio. € - 306,3 302,8 314,8 361,1 296,3
Bruttomarge 23,5 % 23,1 % 25,8 % 19,9 % 22,3 %
EBITDA in Mio. € 55,0 50,4 77,2 87,6 49,0
EBIT /​ Operatives Ergebnis in Mio. € 27,0 23,0 48,4 25,2 18,9
EBIT-Marge 6,7 % 5,9 % 11,4 % 5,6 % 5,0 %
Ergebnis vor Ertragsteuern in Mio. € 23,8 18,5 49,4 9,8 9,2
Periodenergebnis in Mio. € 9,4 6,5 38,5 - 8,9 2,9
Ergebnisanteil der Aktionäre der Elring Klinger AG in Mio. € 9,0 7,9 37,9 - 10,7 3,4
Cashflow
Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit in Mio. € 26,5 50,5 42,0 87,0 78,4
Cashflow aus Investitionstätigkeit in Mio. € - 17,5 - 15,4 - 0,8 - 30,3 0,4
Cashflow aus Finanzierungstätigkeit in Mio. € - 46,6 - 37,1 - 7,5 - 71,1 - 81,1
Operativer Free Cashflow 1 in Mio. € 8,1 37,0 28,6 62,5 78,6
Bilanz
Bilanzsumme in Mio. € 2.071,5 2.092,3 2.109,9 1.963,1 2.014,6
Eigenkapital in Mio. € 968,0 963,4 949,9 812,9 825,7
Eigenkapitalquote 46,7 % 46,0 % 45,0 % 41,4 % 41,0 %
Nettoverschuldung 2 in Mio. € 360,8 363,3 400,2 458,8 512,4
Personal
Mitarbeiterzahl (zum Quartalsstichtag) 3 9.554 9.608 9.597 9.549 9.579
Aktie
Ergebnis je Aktie in € 0,14 0,13 0,6 - 0,17 0,05

1 Cashflow aus betriebl. Tätigkeit und Cashflow aus Investitionstätigkeit (exkl. M&A-Aktivitäten und exkl. Investitionen in finanzielle Vermögenswerte)

2 Lang- und kurzfristige Finanzverbindlichkeiten abzüglich Zahlungsmittel und Äquivalente sowie kurzfristige Wertpapiere

3 Mitarbeiterzahlen im Vorjahr angepasst, da Werkstudenten und Auszubildende seit 2021 nicht eingerechnet werden

Erste neun Monate 2021 im Überblick

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Trotz deutlicher Marktrückgänge und zunehmender Anspannungen auf den Beschaffungsmärkten zeigte ElringKlinger auch im dritten Quartal 2021 eine starke Geschäftsentwicklung. Sowohl im Umsatz als auch beim Ergebnis legte der Konzern gegenüber dem Vorquartal und - noch deutlicher - gegenüber demselben Zeitraum des Vorjahres zu. Damit ergibt sich für den Neunmonatszeitraum insgesamt ein sehr positives Bild hinsichtlich Umsatzentwicklung, Profitabilität und weiterer Verbesserung der Finanzkennzahlen.
Der Konzernumsatz steigt im jeweiligen Vorjahresvergleich im dritten Quartal 2021 um 5 % auf 401 Mio. EUR und im Neunmonatszeitraum um 18 % auf 1.218 Mio. EUR. Starke Zuwächse auf noch niedriger Basis verzeichneten die E-Mobility-Umsätze, bei den klassischen Bereichen expandierte vor allem der Bereich Lightweighting/​Elastomer Technology mit seinem breiten Portfolio auf Basis innovativer Materialkonzepte.
Konzern-EBIT im dritten Quartal bei 27 Mio. EUR (Marge: 7 %) und nach neun Monaten bei 98 Mio. EUR (Marge: 8 %): Gestiegenen Materialpreisen konnte mit Erfolgen aus dem Effizienzsteigerungsprogramm entgegengewirkt werden. Überzeugende Ergebnisse lieferten auch die Segmente Ersatzteile und Kunststofftechnik. Im ersten Quartal Einmalerlös von 11 Mio. EUR aus Verkauf österreichischer Tochtergesellschaft verbucht;
Finanzkraft weiter verbessert: operativer Free Cashflow auch im dritten Quartal 2021 mit 8 Mio. EUR deutlich positiv und bei 74 Mio. EUR von Januar bis September. Nettoverschuldungsquote (Nettoverschuldung zu EBITDA) sinkt weiter auf 1,3 nach 3,4 ein Jahr zuvor. Im bisherigen Jahresverlauf führte ElringKlinger die Nettofinanzverbindlichkeiten um rund 100 Mio. EUR auf nun 361 Mio. EUR zurück.
Zu den Wesentlichen Ereignissen der ersten neun Monate 2021 gehören die Aufnahme der Geschäftstätigkeit von EKPO Fuel Cell Systems GmbH (kurz: EKPO) mit Sitz in Dettingen/​Erms zum 1. März 2021 sowie die Gründung des deutschen Standorts Neuffen für Geschäftsaktivitäten des Bereichs E-Mobility. EKPO ist eine gemeinsame Gesellschaft von ElringKlinger (60 %) und dem französischen Automobilzulieferer Plastic Omnium (40 %) und bietet Brennstoffzellenstacks und -komponenten für ein breites Spektrum an Anwendungen an.

» Auch das dritte Quartal hat gezeigt, dass ElringKlinger mit seiner Produktstrategie und dem Effizienzsteigerungsprogramm den richtigen Weg eingeschlagen hat. Die positive Entwicklung der Finanzkennzahlen erhöht unsere Schlagkraft für die tiefgreifende Transformation der Mobilität. «

Dr. Stefan Wolf, Vorstandsvorsitzender der ElringKlinger AG

KRAFT DER VERÄNDERUNG

Die aktuelle Transformation in der Automobilindustrie fordert Unternehmen heraus, ihr technologisches Know-how für die strategische Neuausrichtung innovativ einzusetzen - mit anderen Worten, die »Kraft der Veränderung« zu nutzen. Am Beispiel einer gläsernen Antriebseinheit verdeutlichen wir im Magazin »pulse«, wie ElringKlinger von seiner fundierten Fertigungserfahrung bei Lösungen für elektrisch betriebene Fahrzeuge profitiert.

Konjunkturelle Entwicklung und Branchenumfeld

Im dritten Quartal 2021 setzte sich die konjunkturelle Erholung weltweit fort. Allerdings beeinträchtigten die anziehende Inflation, Materialknappheiten sowie Lieferkettenprobleme die Entwicklung. Gegenüber dem Vorquartal schwächte sich die Dynamik insgesamt ab. Außerdem zeigte sich weiterhin eine große Spaltung zwischen Industrie- und Schwellenländern - auch aufgrund der Unterschiede bei Impffortschritten zur Bewältigung der Coronavirus-Pandemie.

Die starke US-Konjunktur verlor im dritten Quartal an Fahrt und auch das Wachstum in China ging deutlich zurück. Die europäische Wirtschaft profitierte von fortschreitenden Lockerungen der Pandemiebeschränkungen, wohingegen Engpässe bei Rohmaterialien und Vorprodukten die Industrieproduktion ausbremsten. Die weiterhin sehr expansive Geld- und Fiskalpolitik der Notenbanken stützte die globale Konjunktur.

Globale Fahrzeugproduktion sinkt durch Lieferengpässe

Nachdem sich die Automobilmärkte im ersten Halbjahr 2021 weltweit deutlich von den Einbrüchen des Vorjahres infolge der Coronavirus-Pandemie erholten, mussten sie im dritten Quartal 2021 erneut Produktions- und Absatzrückgänge verzeichnen. Die anhaltenden Probleme in den Lieferketten und insbesondere der Mangel an Halbleitern machte sich zunehmend bemerkbar. Da das Vorjahresvergleichsquartal von einer starken Markterholung geprägt war, fiel der Rückgang im Vergleich stark aus. Während im dritten Quartal 2020 noch 20,5 Mio. Fahrzeuge produziert wurden, liefen im aktuellen Quartal mit 16,5 Mio. Pkw und leichten Nutzfahrzeugen rund 20 % weniger von den Bändern.

Der chinesische Markt hat sich auch aufgrund von Materialengpässen seit dem zweiten Quartal verlangsamt und verzeichnete ein zweistelliges Minus im dritten Quartal. Dennoch liegt er im bisherigen Jahresverlauf im Plus. Die bislang spürbare Erholung in Indien bzw. Südasien erhielt ebenfalls im September einen starken Dämpfer. Auch in Europa und Nordamerika rutschten die Produktionszahlen nach den erfreulichen Zuwächsen der ersten beiden Quartale ins Minus.

Von Januar bis September 2021 schwächte sich damit das Plus im Vorjahresvergleich in der globalen Fahrzeugproduktion stark ab auf nunmehr 9,5 % bzw. einem Produktionszuwachs von rund 5 Mio. Fahrzeugen. Die Bilanz der ersten neun Monate blieb auf sämtlichen Fahrzeugmärkten im positiven Bereich.

Auf den Absatzmärkten zeigte sich ein ähnliches Bild. Die Zahl der neu zugelassenen Fahrzeuge brach zum Ende des dritten Quartals ein. Im September registrierten Europa (- 25,2 %), USA (- 24,9 %) und China (- 16 %) jeweils ein zweistelliges Minus. Dank der hohen Neuzulassungen im Frühjahr blieben diese drei größten Märkte im bisherigen Jahresverlauf im Plus - Europa mit 6,9 %, USA mit 13,2 % und China mit 11,1 %.

Veränderung Bruttoinlandsprodukt

Veränderung zum Vorjahr in %

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Region 1. Quartal 2021 2. Quartal 2021 3. Quartal 2021 1 4. Quartal 2021 1
Deutschland - 3,1 9,4 3,6 3,7
Eurozone - 1,2 14,3 3,8 5,0
USA 0,5 12,2 5,3 5,5
Brasilien 1,0 12,4 4,9 2,4
China 18,3 7,9 5,1 4,6
Indien 1,6 20,1 8,5 4,3
Japan - 1,3 7,6 2,3 0,9

1 Schätzung /​ Prognose

Quelle: HSBC (Sep. 2021)

Produktion Light Vehicles

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3. Quartal 2021 Jan.- Sep. 2021
Region Mio. Fahrzeuge Veränderung zum Vorjahr Mio. Fahrzeuge Veränderung zum Vorjahr
--- --- --- --- ---
Europa 1 3,1 - 30 % 12,0 6 %
China 5,3 - 17 % 17,0 8 %
Japan /​ Korea 2,3 - 21 % 8,1 1 %
Mittlerer Osten /​ Afrika 0,5 1 % 1,5 17 %
Nordamerika 3,0 - 25 % 9,8 7 %
Südamerika 0,6 - 11 % 1,9 29 %
Südasien 1,7 2 % 5,6 40 %
Welt 16,5 - 20 % 55,9 10 %

1 Inkl. Russland

Quelle: IHS (Okt. 2021)

Wesentliche Ereignisse

EKPO Fuel Cell Technologies seit 1. März operativ tätig

Am 1. März 2021 nahm EKPO Fuel Cell Technologies GmbH (kurz: EKPO) ihre Geschäftstätigkeit auf. Die neue Konzerngesellschaft wird zu 60 % von ElringKlinger und zu 40 % vom französischen Automobilzulieferer Plastic Omnium gehalten und im ElringKlinger-Konzern voll konsolidiert. Sie bietet technologisch führende Brennstoffzellenstacks und -komponenten für ein breites Spektrum an Anwendungen an - zunächst vor allem für Nutzfahrzeuge und Busse, im Weiteren auch für Pkw. Sonderfahrzeuge, Züge und Schiffe sind ebenfalls geeignete Einsatzgebiete mit Wachstumspotenzial. ElringKlinger brachte dazu seinen Bereich Brennstoffzellentechnologie in die Gesellschaft ein, während sich Plastic Omnium zu einer Einlage von 100 Mio. EUR verpflichtete.

In diesem Zusammenhang veräußerte ElringKlinger zum 1. März 2021 die auf die Integration von Wasserstoffsystemen spezialisierte Tochtergesellschaft ElringKlinger Fuelcell Systems Austria GmbH mit Sitz in Wels, Österreich, an Plastic Omnium.

Bereich E-Mobility an neuem Standort Neuffen

Zu Jahresbeginn 2021 gründete ElringKlinger einen neuen Standort in Neuffen, rund 10 km vom Konzernsitz in Dettingen/​Erms entfernt. Dort werden neben Teilbereichen der elektrischen Antriebseinheiten künftig vor allem die batteriebezogenen Aktivitäten des Geschäftsbereichs E-Mobility gebündelt.

Großaufträge für Zellkontaktiersysteme und Brennstoffzellenstacks erhalten

Im März 2021 erhielt die ElringKlinger AG von einem globalen Batteriehersteller einen volumenstarken Auftrag über Zellkontaktiersysteme. Diese sind für die Serienplattform eines deutschen Premiumherstellers bestimmt. Der Auftrag hat ein Gesamtvolumen im mittleren dreistelligen Mio.-EUR-Bereich über eine Vertragslaufzeit von rund neun Jahren. Der Produktionsstart im Werk Neuffen ist für das erste Halbjahr 2022 vorgesehen.

Die neue Konzerntochter EKPO verbuchte im Mai 2021 einen volumenstarken Serienauftrag für die Lieferung von Brennstoffzellenstacks. Der Auftrag des Aachener Mobilitätsunternehmens AE Driven Solutions GmbH umfasst ein Gesamtvolumen im hohen zweistelligen Mio.-Euro-Bereich über einen mehrjährigen Zeitraum. Die bestellten Brennstoffzellenstacks des Typs NM5-evo werden in Lieferfahrzeugen eingesetzt werden, um umweltfreundliche Antriebe in urbanen Räumen zu realisieren. Der Start der Serienproduktion ist für das erste Halbjahr 2022 geplant.

ElringKlinger-Technologien bei europäischem Förderprojekt IPCEI ausgewählt

Im Rahmen der europäischen Förderinitiative IPCEI (Important Project of Common European Interest) der Europäischen Union ist ElringKlinger mit zwei Projekten berücksichtigt worden. Ende April erhielt ElringKlinger für seine innovativen Batteriezellgehäuse-Komponenten den Zuwendungsbescheid vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie sowie dem Land Baden-Württemberg. Damit ist ElringKlinger im Rahmen des Aufbaus einer europäischen Batteriewertschöpfungskette eines von elf Unternehmen, die die wesentlichen Komponenten in einem zukünftigen Produktionsverbund bereitstellen. Des Weiteren hat die Bundesregierung im Rahmen des sogenannten Wasserstoff-IPCEI ElringKlinger für die Entwicklung einer neuen Brennstoffzellenstack-Generation im Nutzfahrzeugsektor ausgewählt. Die Stacks sollen auch in Bussen sowie in maritimen Applikationen, auf der Schiene oder als stationäres Aggregat zur Anwendung kommen. Dass ElringKlinger in diesen beiden Projekten ausgewählt wurde, bestätigt die strategische Positionierung von ElringKlinger in zwei wichtigen Zukunftsfeldern.

Weitere Tochtergesellschaften in den USA gegründet

Zum 1. Juli 2021 wurden zwei neue Konzerngesellschaften in den USA gegründet. Zum einen entstand ElringKlinger Holding USA, Inc., die ihren Sitz am bereits vorhandenen ElringKlinger-Standort Buford, USA, hat. Zum anderen wird mit ElringKlinger Texas, LLC, mit Sitz in San Antonio, USA, eine weitere Produktionsgesellschaft aufgebaut.

Umsatz- und Ertragsentwicklung

Weitere Umsatzsteigerung trotz gegenläufigem Markt

Im dritten Quartal 2021 hat der ElringKlinger-Konzern einen Umsatz von 400,6 Mio. EUR erzielt und die Erlöse im Vorjahresvergleich weiter steigern können: Der Konzernumsatz stieg um 19,5 Mio. EUR oder 5,1 % gegenüber dem dritten Quartal 2020 (Q3 2020: 381,2 Mio. EUR) und trotzte der zuletzt rückläufigen Fahrzeugproduktion auf vielen Märkten. Kumuliert legte der Umsatz in den ersten neun Monaten 2021 gegenüber dem gleichen Zeitraum des Vorjahres um 188,7 Mio. EUR oder 18,3 % von 1.029,6 Mio. EUR auf 1.218,2 Mio. EUR zu.

Effekte im Konzernumsatz Jan. - Sep. in Mio. EUR

Währungseffekte minderten den Umsatz in den ersten neun Monaten um 12,6 Mio. EUR oder 1,2 %. In erster Linie war hierfür die Entwicklung des US-Dollars verantwortlich, aber auch die Veränderung der türkischen Lira, des brasilianischen Real und des japanischen Yen. Ohne die Wechselkursveränderungen betrug das Umsatzwachstum in den ersten neun Monaten 2021 201,3 Mio. EUR oder 19,5 % bzw. im dritten Quartal 2021 12,6 Mio. EUR oder 3,3 %. Effekte aus M&A-Aktivitäten waren in den ersten neun Monaten 2021 nicht zu berücksichtigen.

Die globale Fahrzeugproduktion sank nach Angaben des Brancheninstituts IHS im dritten Quartal um nahezu 20 %, in den ersten neun Monaten 2021 lag sie gegenüber dem gleichen Vorjahreszeitraum um 9,5 % im Plus. Die Konzernumsätze von ElringKlinger überstiegen somit in ihrem Wachstum die Marktentwicklungen im dritten Quartal 2021 organisch um rund 23 Prozentpunkte, in den ersten neun Monaten lag die Veränderung ohne M&A- und Währungseffekte um zehn Prozentpunkte über dem Marktniveau.

Wachstum regional unterschiedlich

Nach den starken Umsatzeinbußen im Vorjahr zeigten sich im bisherigen Jahresverlauf in vielen Regionen teils deutliche Erholungen.

Das Wachstum in Deutschland ließ im dritten Quartal im Vergleich zu den Vorquartalen nach, auch weil das Vergleichsquartal des Vorjahres bereits von spürbaren Aufholprozessen nach den Einbrüchen zuvor geprägt war. Dementsprechend stieg der Umsatz im dritten Quartal 2021 in Deutschland lediglich um 1,4 Mio. EUR oder 1,8 % auf 84,1 Mio. EUR (Q3 2020: 82,7 Mio. EUR). In den ersten neun Monaten legte der Umsatz in Deutschland um 26,9 Mio. EUR oder 11,3 % auf 265,2 Mio. EUR (9M 2020: 238,3 Mio. EUR) zu.

In der Region Übriges Europa erzielte der Konzern im Berichtsquartal mit 126,0 Mio. EUR um 13,2 Mio. EUR oder 11,8 % höhere Umsatzerlöse als ein Jahr zuvor (Q3 2020: 112,8 Mio. EUR). Im Neunmonatszeitraum lagen die Erlöse in der Region mit 381,2 Mio. EUR (9M 2020: 300,0 Mio. EUR) um 81,3 Mio. EUR oder 27,1 % über den Vorjahreswerten.

Ein anderes Muster zeigte sich in Nordamerika: Im Berichtsquartal sank der Umsatz um 9,0 Mio. EUR oder 8,9 % auf 92,6 Mio. EUR (Q3 2020: 101,6 Mio. EUR). Die deutlich besseren Entwicklungen in den ersten beiden Quartalen des Jahres sorgten dafür, dass der Umsatz in den ersten neun Monaten 2021 um 20,9 Mio. EUR oder 8,0 % auf 281,8 Mio. EUR (9M 2020: 260,9 Mio. EUR) zunahm. Währungsbereinigt betrug das Wachstum sogar 25,9 Mio. EUR oder 9,9 %.

In der Region Asien-Pazifik fiel das Umsatzwachstum von 8,3 Mio. EUR oder 11,8 % auf 78,7 Mio. EUR (Q3 2020: 70,4 Mio. EUR) im dritten Quartal 2021 wiederum deutlich positiv aus, obwohl die dortige Automobilproduktion ein zweistelliges Minus zu verzeichnen hatte. In den ersten neun Monaten 2021 verbuchte ElringKlinger in Asien-Pazifik ein Wachstum von 43,9 Mio. EUR oder 22,9 % auf 235,9 Mio. EUR (9M 2020: 192,0 Mio. EUR). Wechselkurseffekte minderten den Umsatz, sodass die währungsbereinigten Umsätze um 45,7 Mio. EUR oder 23,8 % anstiegen.

Die Region Südamerika und Übrige nahm umsatzseitig im Berichtsquartal um 5,5 Mio. EUR oder 39,9 % auf 19,2 Mio. EUR zu. In den ersten neun Monaten steigerte der Konzern die Erlöse der Region um 15,5 Mio. EUR oder 40,4 % auf 53,9 Mio. EUR (9M 2020: 38,4 Mio. EUR). Währungsbereinigt fiel dieser Anstieg mit 17,9 Mio. EUR oder 46,7 % noch deutlicher aus.

Der Auslandsanteil am Konzernumsatz entsprach im dritten Quartal 2021 79,0 % und in den ersten neun Monaten 78,2% (Q3 2020: 78,3 % bzw. 9M 2020: 76,8 %).

Segment Erstausrüstung weiterhin auf Wachstumskurs

Mit 78,4 % repräsentierte das Segment Erstausrüstung in den ersten neun Monaten 2021 unverändert den größten Anteil am Konzernumsatz. Nach dem pandemiebedingten Einbruch des Vorjahres erholten sich die Umsatzerlöse in den ersten neun Monaten 2021 in allen Regionen, insbesondere jedoch in den Regionen Übriges Europa (+ 30,9 %) und Südamerika (+39,9 %), gefolgt von Asien-Pazifik (+23,0 %). Verglichen damit fielen die Zuwächse in Deutschland (+13,0 %) und Nordamerika (+7,1 %) moderat aus. Insgesamt legte der Segmentumsatz von Januar bis September 2021 um 147,3 Mio. EUR oder 18,2 % zu.

Konzernumsatz nach Regionen Jan. - Sep. 2021

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in Mio. EUR
(Vorjahr)
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Übriges Europa 381,4 (300,0)
Nordamerika 281,8 (260,9)
Deutschland 265,2 (238,3)
Asien-Pazifik 235,9 (192,0)
Südamerika und Übrige 53,9 (38,4)
Konzernumsatz 1.218,2 (1.029,6)

Betrachtet man das dritte Quartal 2021, konnte das Segment im Vergleich zum Vorjahreszeitraum ein Wachstum um 7,0 Mio. EUR oder 2,3 % auf 313,4 Mio. EUR (Q3 2020: 306,4 Mio. EUR) verbuchen. Einige Geschäftsbereiche legten weiter zu, während andere aufgrund von Materialengpässen bei den Automobilherstellern und geringerer Fahrzeugproduktion in wichtigen Märkten einen Umsatzrückgang verbuchen mussten. Der Bereich E-Mobility verzeichnete durch die anhaltend hohe Nachfrage nach Elektrofahrzeugen gegenüber dem Vorjahreszeitraum erneut ein starkes Umsatzwachstum auf 23,6 Mio. EUR (Q3 2020: 5,5 Mio. EUR). Mit 47,4 Mio. EUR hat sich der Umsatz in den ersten neun Monaten 2021 im Vergleich zum Vorjahr mehr als verdoppelt (9M 2020: 17,6 Mio. EUR). Bei den klassischen Geschäftsbereichen hat im dritten Quartal 2021 der Bereich Lightweighting/​ Elastomer Technology im Vorjahresvergleich zugelegt (+7,3 %), während der Bereich Metal Sealing Systems & Drivetrain Components aufgrund der rückläufigen Märkte einen leichten Rückgang um 3,6 % auf 105,9 Mio. EUR zu verzeichnen hatte. Auch der Geschäftsbereich Shielding Technology (- 18,4 %) konnte sich dem schwierigen Marktumfeld im Berichtsquartal nicht entziehen.

Die höheren Umsatzerlöse im bisherigen Jahresverlauf wirkten sich im Vergleich zum Vorjahr sehr positiv auf die Ergebnissituation aus. Die klassischen Geschäftsbereiche erzielten insgesamt wieder ein deutlich positives EBIT. Der Zukunftsbereich E-Mobility, der neben dem Brennstoffzellengeschäft auch die Batterietechnologie und die elektrischen Antriebseinheiten umfasst, verbuchte im Berichtsquartal bei steigendem Umsatz wie auch in den ersten neun Monaten 2021 ein negatives EBIT. Hierfür spielten in erster Linie Serienanläufe und Vorserienproduktionen eine Rolle.

Insgesamt konnte das Segment Erstausrüstung im Berichtsquartal sein EBIT mit einem Wert von 9,6 Mio. EUR (Q3 2020: 4,3 Mio. EUR) mehr als verdoppeln. Auch in den ersten neun Monaten zeigte sich im Vergleich zu den pandemiebedingten Verlusten des Vorjahresvergleichszeitraums mit einem EBIT von 46,2 Mio. EUR (9M 2020: - 36,5 Mio. EUR) eine starke Verbesserung. Damit lag die EBIT-Marge im dritten Quartal bei 3,0 % (Q3 2020: 1,4 %) und in den ersten neun Monaten bei 4,7 % (9M 2020: -4,4%).

Weiterhin starkes Ersatzteilgeschäft

Im Berichtsquartal trug das Segment Ersatzteile 55,5 Mio. EUR zum Konzernumsatz bei und verzeichnete mit 8,2 Mio. EUR oder 17,3 % ein deutliches Wachstum gegenüber dem gleichen Zeitraum des Vorjahres (Q3 2020: 47,3 Mio. EUR). In den ersten neun Monaten 2021 hat das Segment den Umsatz um 25,6 Mio. EUR oder 18,4 % auf 164,1 Mio. EUR (9M 2020: 138,6 Mio. EUR) gesteigert. Die Erlöse legten in Osteuropa zu, aber auch in den meisten anderen Regionen der Welt konnte durch eine konstante Marktbearbeitung erneut Wachstum erzielt werden.

Auch im dritten Quartal mussten deutliche Kostensteigerungen im weltweiten Fracht- und Logistikbereich verbucht werden. Trotzdem konnte das Ergebnis durch die anhaltend strenge Kostendisziplin auf einem hohen Niveau gehalten werden. So verzeichnete das Segment im dritten Quartal 2021 ein Ergebnisplus um 1,5 Mio. EUR auf ein EBIT von 11,1 Mio. EUR (Q3 2020: 9,6 Mio. EUR), was einer EBIT-Marge von 19,9 % (Q3 2020: 20,2 %) entspricht. In den ersten neun Monaten erreichte das Segment-EBIT 33,0 Mio. EUR (9M 2020: 30,0 Mio. EUR) bei einer EBIT-Marge von 20,1 % (9M 2020: 21,7 %).

Segment Kunststofftechnik mit starkem Ergebnis

Mit einem Umsatz von 30,7 Mio. EUR (Q3 2020: 26,8 Mio. EUR) hat auch das Segment Kunststofftechnik im dritten Quartal 2021 erneut deutlich zugelegt. Die Erlöse erwiesen sich insbesondere im Maschinenbau, in der Chemiebranche und ebenfalls im Automobilsektor als stark. Regional ist vor allem in Asien ein spürbares Wachstum festzustellen. Insgesamt lag der Segmentumsatz im Berichtsquartal um 3,9 Mio. EUR oder 14,7 % über den Erlösen des gleichen Vorjahreszeitraums. In den ersten neun Monaten betrug das Umsatzplus 16,2 Mio. EUR oder 20,4 % auf einen Segmentumsatz von 95,6 Mio. EUR (9M 2020: 79,5 Mio. EUR).

Dieser Umsatzanstieg machte sich überproportional im Ergebnis bemerkbar. So erzielte das Segment Kunststofftechnik im dritten Quartal 2021 ein Ergebnis vor Zinsen und Steuern von 6,1 Mio. EUR (Q3 2020: 4,5 Mio. EUR), was einer Ergebnismarge von 20,0 % entspricht. In den ersten neun Monaten 2021 belief sich das EBIT des Segments Kunststofftechnik auf 19,4 Mio. EUR (9M 2020: 9,3 Mio. EUR), daraus errechnet sich eine vergleichbar positive EBIT-Marge von 20,3 % (9M 2020: 11,7 %).

Konzernumsatz nach Segmenten Jan. - Sep. 2021

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in Mio. EUR
(Vorjahr)
--- --- ---
Erstausrüstung 955,3 (808,0)
Lightweighting/​Elastomer Technology 364,1 (295,2)
Metal Sealing Systems & Drivetrain Components 337,9 (282,8)
Shielding Technology 202,7 (206,7)
E-Mobility 47,4 (17,6)
Exhaust Gas Purification 3,1 (5,5)
Ersatzteile 164,1 (138,6)
Kunststofftechnik 95,6 (79,5)
Sonstige 3,2 (3,5)
Konzernumsatz 1.218,2 (1.029,6)

Segment "Sonstige"

Die Umsätze im Segment "Sonstige" umfassen die Geschäftstätigkeit der Elring Klinger Motortechnik GmbH, der ElringKlinger Logistic Service GmbH, der Kochwerk Catering GmbH sowie eines deutschen Gewerbeparks. Mit 1,0 Mio. EUR waren sie im Berichtsquartal im Vergleich zum dritten Quartal 2020 (Q3 2020: 0,7 Mio. EUR) wachsend. Betrachtet man die ersten neun Monate 2021, lagen sie mit Erlösen von 3,2 Mio. EUR leicht unter dem Niveau des Vorjahreszeitraums (9M 2020: 3,5 Mio. EUR).

Mitarbeiterzahl leicht rückläufig

Zum 30. September 2021 zählte der ElringKlinger-Konzern 9.554 Mitarbeiter. Sowohl im Vergleich zum Vorquartal (30.06.2021: 9.608) als auch zum Vorjahresstichtag (30.09.2020: 9.579 1) ging die Zahl damit leicht zurück. Bereits vor der Coronavirus-Pandemie hatte der Konzern ein Effizienzsteigerungsprogramm eingesetzt, das sich auch auf das Personalmanagement im gesamten Konzern auswirkte. Insgesamt optimierte der Konzern weltweit seine Mitarbeiterstrukturen. Während die Mitarbeiterzahl in Nordamerika (- 4,9 %) rückläufig war, baute der Konzern seine Belegschaft in den Regionen Europa (+0,9 %), Asien-Pazifik (+0,5 %) sowie Südamerika und Übrige (+1,1 %) aus.

Der Mitarbeiteranteil im Ausland reduzierte sich zum 30. September 2021 leicht auf 57,5% (30.09.2020: 58,5 %). Entsprechend lag der Inlandsanteil bei 42,5 % (30.09.2020: 41,5 %).

1 Vorjahreszahl angepasst, da Werkstudenten und Auszubildende seit 2021 nicht eingerechnet werden

Bruttomarge weiter erholt

Da ElringKlinger die Zunahme der Umsatzkosten unterproportional zum Umsatzwachstum halten konnte, verbesserte sich die Bruttomarge im Vorjahresvergleich sowohl im Berichtsquartal als auch im Neunmonatszeitraum. Im dritten Quartal stieg sie auf 23,5 % (Q3 2020: 22,3 %). Für die ersten neun Monate fällt die positive Entwicklung der Bruttomarge vor allem aufgrund der Belastungen durch die Lockdown-Maßnahmen im vergangenen Jahr noch deutlicher aus: Hier liegt sie bei 24,2 % (9M 2020: 19,0 %).

In der Entwicklung der Materialaufwendungen spiegelte sich das anhaltend hohe Niveau der Rohstoffpreise wider. Nachdem der Einkauf die Auswirkungen im ersten Halbjahr 2021 noch in Grenzen halten konnte, zeigten sich im dritten Quartal 2021 auch aufgrund auslaufender Kontrakte deutlichere Effekte. Im Vorjahresvergleich nahmen die Materialaufwendungen um 18,5 Mio. EUR oder 11,3 % auf 181,7 Mio. EUR (Q3 2020: 163,2 Mio. EUR) zu. Somit ergab sich eine Materialaufwandsquote (Materialaufwand im Verhältnis zum Konzernumsatz) von 45,4 % (Q3 2020: 42,8 %). Die Lage auf den Rohstoffmärkten ist weiterhin angespannt. Wie im bisherigen Jahresverlauf befinden sich die Preise der für ElringKlinger besonders relevanten Rohstoffe wie Stahl, Aluminium und Polyamide (Kunststoffgranulate) auf einem hohen Niveau. Darüber hinaus ist die Verfügbarkeit nicht immer wie gewohnt gewährleistet.

Im Zuge der kontinuierlichen Geschäftsbelebung nahmen im dritten Quartal 2021 auch die Personalkosten um 12,0 Mio. EUR oder 10,7 % auf 123,8 Mio. EUR (Q3 2020: 111,7 Mio. EUR) wieder zu. Die Personalaufwandsquote (Personalaufwand im Verhältnis zum Konzernumsatz) belief sich auf 30,9 % und stieg zwar im Vorjahresvergleich (Q3 2020: 29,3 %), zeigte sich allerdings gegenüber den Vorquartalen (Q1 2021: 32,0 % bzw. Q2 2021: 32,8 %) auch aufgrund der konsequenten Umsetzung des globalen Effizienzsteigerungsprogramms rückläufig.

Die Erholung der Geschäftstätigkeit sowie die sukzessive Rückkehr zur Normalität nach den Lockdowns wirkten sich auch auf die Vertriebsaktivitäten und allgemeinen Verwaltungskosten aus. Beispielsweise finden wieder Messen und Ausstellungen - wie z. B. im September 2021 die IAA Mobility in München - statt, an denen der Konzern nicht nur virtuell teilnimmt. Infolgedessen stiegen im Jahresvergleich die Vertriebskosten im dritten Quartal 2021 auf 28,8 Mio. EUR (Q3 2020: 25,5 Mio. EUR). Die Zunahme in den ersten neun Monaten um 10,0 % auf 88,7 Mio. EUR (9M 2020: 80,7 Mio. EUR) fiel immer noch deutlich unterproportional zum Umsatzwachstum von 18,3 % aus. Auch bei den allgemeinen Verwaltungskosten stiegen Sach- und Personalkosten an, sodass diese sich auf 22,1 Mio. EUR (Q3 2020: 19,2 Mio. EUR) im dritten Quartal 2021 bzw. 65,6 Mio. EUR (9M 2020: 57,1 Mio. EUR) in den ersten neun Monaten beliefen.

Forschungs- und Entwicklungskosten auf stabilem Niveau

Der Fokus der Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten (F&E) richtet sich bei ElringKlinger in erster Linie auf die neuen Antriebstechnologien. In den ersten neun Monaten 2021 hat der Konzern 53,5 Mio. EUR (9M 2020: 45,9 Mio. EUR) für F&E aufgewendet, hinzu kamen aktivierte F&E-Leistungen in Höhe von 8,2 Mio. EUR (9M 2020: 7,0 Mio. EUR). Daraus ergibt sich eine gegenüber dem gleichen Vorjahreszeitraum konstante Aktivierungsquote von 13,2 % (9M 2020: 13,2 %). Auf dem gleichen Niveau lag die Quote auch im Berichtsquartal mit aktivierten Leistungen von 2,5 Mio. EUR (Q3 2020: 1,8 Mio. EUR) und übrigen F&E-Aufwendungen von 16,5 Mio. EUR (Q3 2020: 13,6 Mio. EUR). Im Vorjahresvergleichsquartal lag die Aktivierungsquote mit 11,7 % leicht niedriger.

Auch die F&E-Quote (F&E-Aufwendungen inkl. Aktivierungen im Verhältnis zum Konzernumsatz) lag mit 5,1 % in den ersten neun Monaten 2021 auf dem Niveau des Vorjahres. Mit 4,7 % war sie im Berichtsquartal leicht höher als im Vorjahr (Q3 2020: 4,0 %). Insgesamt lag die Quote innerhalb der kurz- und mittelfristig anvisierten Bandbreite von rund 5 bis 6 %.

Während sich die sonstigen betrieblichen Erträge im Berichtsquartal mit 2,2 Mio. EUR gegenüber dem gleichen Vorjahreszeitraum (Q3 2020: 1,9 Mio. EUR) nur geringfügig veränderten, reduzierten sich die sonstigen betrieblichen Aufwendungen deutlich um 7,5 Mio. EUR auf 2,1 Mio. EUR (Q3 2021: 9,6 Mio. EUR), was unter anderem an den im Vorjahreszeitraum erfassten Abschreibungen für Forderungsausfälle lag. Für die im Neunmonatszeitraum 2021 signifikant höheren sonstigen betrieblichen Erträge von 20,1 Mio. EUR (9M 2020: 6,2 Mio. EUR) ist in erster Linie der Einmalertrag von 10,9 Mio. EUR aus dem Verkauf der österreichischen Tochtergesellschaft im ersten Quartal 2021 verantwortlich.

Auch im laufenden Jahr verbuchte ElringKlinger Fördermittel der öffentlichen Hand, die vorwiegend Forschungsprojekte in der Batterie- und Brennstoffzellentechnologie betrafen. Sie beliefen sich im dritten Quartal 2021 auf 0,5 Mio. EUR (Q3 2020: 0,1 Mio. EUR) und in den ersten neun Monaten auf 1,7 Mio. EUR (9M 2020: 2,2 Mio. EUR).

Deutliche Verbesserung der EBIT-Marge

Die Corona-Krise hatte im Vorjahr zu spürbaren Umsatzeinbrüchen geführt. Im Zuge der erkennbaren Erholung der Geschäftstätigkeit und der erfolgreichen Fortführung des Effizienzsteigerungsprogramms hat sich die Ergebnissituation von ElringKlinger deutlich verbessert. Im Berichtsquartal lag das EBITDA (Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen) trotz des anhaltend hohen Rohstoffpreisniveaus mit 55,0 Mio. EUR um 6,0 Mio. EUR oder 12,3 % über dem Niveau des Vorjahres (Q3 2020: 49,0 Mio. EUR). In den ersten neun Monaten 2021 konnte ElringKlinger das EBITDA mit 182,6 Mio. EUR (9M 2020: 93,9 Mio. EUR) gegenüber dem gleichen Vorjahreszeitraum sogar nahezu verdoppeln.

Berücksichtigt man Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen in Höhe von 28,0 Mio. EUR (Q3 2020: 30,1 Mio. EUR), resultiert im dritten Quartal 2021 ein Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) in Höhe von 27,0 Mio. EUR (Q3 2020: 18,9 Mio. EUR). Auf Neunmonatsbasis ist der Anstieg gegenüber der Vorjahreskennzahl noch signifikanter als beim EBITDA, da die Abschreibungen mit 84,1 Mio. EUR (9M 2020: 91,3 Mio. EUR) im Zuge der niedrigeren Investitionen um 7,2 Mio. EUR geringer ausfielen. Das EBIT beläuft sich auf 98,5 Mio. EUR - nach 2,5 Mio. EUR von Januar bis September 2020.

Infolgedessen ergibt sich für das dritte Quartal 2021 eine EBIT-Marge von 6,7 % (Q3 2020: 5,0 %) und für die ersten neun Monate 2021 von 8,1 % (9M 2020: 0,2 %).

Finanzergebnis erkennbar besser

Das Finanzergebnis verbesserte sich im Berichtsquartal gegenüber dem Vorjahresquartal um 6,6 Mio. EUR oder 67,2 % auf minus 3,2 Mio. EUR (Q3 2020: - 9,8 Mio. EUR). Die Verbesserung lässt sich im Wesentlichen durch die deutlich geringeren Finanzaufwendungen erklären (minus 7,0 Mio. EUR im Berichtsquartal gegenüber minus 14,7 Mio. EUR im gleichen Zeitraum des Vorjahres). Dies lag in erster Linie an geringeren unrealisierten Währungsverlusten. Das Währungsergebnis fiel dementsprechend positiv aus und kam auf 1,9 Mio. EUR (Q3 2020: - 2,8 Mio. EUR). Gleichzeitig verringerten sich die Zinsaufwendungen spürbar um 2,1 Mio. EUR auf 3,2 Mio. EUR (Q3 2020: - 5,2 Mio. EUR), was auf die signifikant niedrigere Nettoverschuldung des Konzerns mit entsprechend geringeren Zinszahlungen zurückzuführen ist. Das Zinsergebnis verbessert sich somit auf minus 2,8 Mio. EUR - nach minus 5,0 Mio. EUR im Vorjahresvergleichsquartal.

Betrachtet man die ersten neun Monate des laufenden Geschäftsjahres, gingen gegenüber Januar bis September 2020 zwar die Finanzerträge um 11,7 Mio. EUR auf 14,8 Mio. EUR zurück (9M 2020: 26,5 Mio. EUR). Allerdings reduzierten sich die Finanzaufwendungen überproportional um 30,1 Mio. EUR auf minus 16,8 Mio. EUR (9M 2020: - 46,9 Mio. EUR). Wie im Berichtsquartal ergab sich auch bei der Neunmonatssicht ein positives Währungsergebnis (4,8 Mio. EUR), während es im gleichen Vorjahreszeitraum noch negativ ausfiel (- 7,7 Mio. EUR).

Das Ergebnis vor Ertragsteuern (EBT) lag im Berichtsquartal somit bei 23,8 Mio. EUR - nach 9,2 Mio. EUR von Juli bis September 2020. Das Vorsteuerergebnis belief sich nach neun Monaten 2021 auf 91,7 Mio. EUR (9M 2020: - 23,4 Mio. EUR).

Ergebnis je Aktie im Berichtsquartal wie auch nach neun Monaten deutlich über Vorjahr

Im Zuge der verbesserten Ergebnissituation nahmen auch die Ertragsteueraufwendungen zu. Dies lag zum einen daran, dass wie in den Vorperioden auf Verluste einiger ausländischen Gesellschaften keine aktiven latenten Steuern gebildet werden konnten. Zum anderen ist der Anstieg vor allem auf die geografische Struktur der erzielten Gewinne zurückzuführen. Im Berichtsquartal belief sich der Ertragsteueraufwand auf 14,4 Mio. EUR (Q3 2020: 6,3 Mio. EUR). Im Neunmonatszeitraum fiel die Steigerung nach 7,7 Mio. EUR im Jahr 2020 auf 37,3 Mio. EUR im laufenden Geschäftsjahr noch größer aus.

Insgesamt ergibt sich daraus ein Periodenergebnis im dritten Quartal 2021 von 9,4 Mio. EUR (Q3 2020: 2,9 Mio. EUR) bzw. von 54,4 Mio. EUR von Januar bis September 2021 (9M 2020: - 31,0 Mio. EUR). Berücksichtigt man Ergebnisanteile auf nicht beherrschende Anteile, belief sich das Ergebnis der Aktionäre der ElringKlinger AG im dritten Quartal 2021 auf 9,0 Mio. EUR (Q3 2020: 3,4 Mio. EUR) und auf 54,8 Mio. EUR (9M 2020: - 30,1 Mio. EUR) nach neun Monaten.

Die Anzahl der ausgegebenen, gewinnberechtigten Aktien betrug zum 30. September 2021 nach wie vor 63.359.990 Stück. Daraus errechnet sich ein den Aktionären der ElringKlinger AG zustehender Ergebnisanteil von 0,14 EUR (Q3 2020: 0,05 EUR) je Aktie im Berichtsquartal und von 0,86 EUR (9M 2020: - 0,47 EUR) je Aktie im bisherigen Jahresverlauf.

Vermögens- und Finanzlage

Nach den ersten neun Monaten 2021 zeigt sich die Vermögens- und Finanzlage des ElringKlinger-Konzerns weiter in einer sehr soliden Verfassung. Die Fortführung des seit 2019 verfolgten Effizienzsteigerungsprogramms bewirkte im bisherigen Jahresverlauf eine weitere Verbesserung der finanzwirtschaftlichen Situation. Der Konzern erwirtschaftete im Neunmonatszeitraum 2021 einen Free Cashflow von 73,7 Mio. EUR und senkte die Nettoverschuldung 2 seit Jahresbeginn um weitere 98,0 Mio. EUR auf nunmehr 360,8 Mio. EUR ab. Die Verschuldungskennzahl (Nettoverschuldung/​EBITDA) verbesserte sich im selben Zeitraum deutlich von 2,5 auf 1,3 per 30. September 2021.

Kennzahlen Vermögens- und Finanzlage in Mio. EUR

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30.09.2021 30.06.2021 31.12.2020 30.09.2020
Bilanzsumme 2.071,5 2.092,3 1.963,1 2.014,6
Eigenkapitalquote 46,7 % 46,0 % 41,4 % 41,0 %
Net Working Capital 1 424,3 413,0 402,8 407,3
Als Quote vom Konzernumsatz 25,4 % 25,0 % 27,2 % 28,1 %
Nettoverschuldung 2 360,8 363,3 458,8 512,4
Nettoverschuldung /​ EBITDA 1,3 1,4 2,5 3,4
ROCE 8,0 % 8,5 % 1,7 % 0,2 %
3. Quartal 2021 3. Quartal 2020 Jan. - Sep. 2021 Jan. - Sep. 2020
Investitionen in Sachanlagen 3 15,2 15,1 37,7 37,9
Operativer Free Cashflow 4 8,1 78,6 73,7 102,3

1 Vorräte sowie Forderungen aus Lieferungen und Leistungen abzüglich Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen

2 Lang- und kurzfristige Finanzverbindlichkeiten abzüglich Zahlungsmittel und kurzfristige Wertpapiere

3 Auszahlungen für Investitionen in Sachanlagen

4 Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit und Cashflow aus Investitionstätigkeit bereinigt um M&A-Aktivitäten und Zahlungsflüsse für finanzielle Vermögenswerte

Vermögensanstieg durch EKPO Fuel Cell Technologies

Die Bilanzsumme des ElringKlinger-Konzerns erhöhte sich gegenüber dem Bilanzstichtag 2020 (1.963,1 Mio. EUR) zum 30. September 2021 um 108,4 Mio. EUR auf 2.071,5 Mio. EUR. Einen spürbaren Einfluss auf die Vermögensentwicklung des laufenden Geschäftsjahres hatte das neue Konzernunternehmen EKPO Fuel Cell Technologies GmbH (kurz: EKPO), das zum 1. März 2021 seine Geschäftstätigkeit aufnahm. An der im ElringKlinger-Konzern vollkonsolidierten Gesellschaft hält ElringKlinger 60 % der Anteile. Plangemäß wurde im ersten Quartal 2021 eine Einlage des französischen Partners Plastic Omnium (vgl. Abschnitt "Wesentliche Ereignisse") von rund 100 Mio. EUR verbucht. Sie teilte sich auf in eine erste Teilzahlung von 30,0 Mio. EUR sowie in eine lang- und kurzfristige Forderung über den Restbetrag, die jeweils in den sonstigen Vermögenswerten erfasst wurden. Auf der Passivseite erhöhte sich das Eigenkapital entsprechend. Außerdem veräußerte ElringKlinger in diesem Zusammenhang die österreichische Tochtergesellschaft ElringKlinger Fuelcell Systems Austria GmbH, Wels, an Plastic Omnium.

Vermögensstruktur robust

Das Verhältnis der lang- zu kurzfristigen Vermögenswerte ist mit rund 60 zu 40 Prozent auch am Berichtsstichtag 30. September 2021 auf einem nachhaltig stabilen Niveau. Das Langfristvermögen umfasste zum 30. September 2021 einen Buchwert von 1.235,0 Mio. EUR und lag um 22,8 Mio. EUR über dem Wert zum Jahresende 2020 (1.212,2 Mio. EUR). Die darin enthaltenen immateriellen Vermögenswerte, die vorwiegend erworbene Geschäfts- oder Firmenwerte beinhalten, beliefen sich zum 30. September 2021 auf 204,8 Mio. EUR (31.12.2020: 201,1 Mio. EUR). Das Sachanlagevermögen verminderte sich im Vergleich zum Bilanzstichtag 2020 um 16,9 Mio. EUR auf 923,1 Mio. EUR. Dieser Rückgang ist Ausdruck der disziplinierten Investitionspolitik des Konzerns. In den ersten drei Quartalen 2021 wurden Neuzugänge in den Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerten (inkl. Zugänge aus Leasingverträgen) von 57,7 Mio. EUR (9M 2020: 71,6 Mio. EUR) in der Konzernbilanz verbucht. Die Abschreibungen (abzgl. Zuschreibungen) auf Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte desselben Zeitraums beliefen sich auf 84,1 Mio. EUR (9M 2020: 91,3 Mio. EUR). Im dritten Quartal 2021 hielten sich die Abschreibungen (abzgl. Zuschreibungen) in Höhe von 28,0 Mio. EUR die Waage mit den Zugängen aus Gesamtinvestitionen. Im Vergleich zum Vorjahreswert am 30. September 2020 (971,6 Mio. EUR) verringerten sich die Sachanlagen in Summe auch aufgrund von außerplanmäßigen Abschreibungen, die zum Jahresende 2020 bei einigen Konzerngesellschaften nach Werthaltigkeitsprüfungen vorgenommen wurden.

Geschäftsanstieg und schwieriges Marktumfeld bewirken Zunahme der Vorräte

Der Anstieg der Vorräte in den ersten neun Monaten spiegelt die positive Geschäftsentwicklung im selben Zeitraum wider. Zudem beeinflusst die derzeitige Entwicklung auf den Rohstoff- und Materialmärkten das Vorratsmanagement, um einerseits Kostenanstiege infolge von Preiserhöhungen und Engpässe möglichst zu vermeiden. Andererseits waren auch bei kundenseitigen Abrufmengen kurzfristig höhere Schwankungen zu verzeichnen. Gegenüber dem Stand vom Jahresende 2020 (300,5 Mio. EUR) nahmen die Vorräte um 20,7 % auf 362,8 Mio. EUR zu. Im dritten Quartal 2021 stiegen sie um 5,8 %. Demgegenüber konnte der Bestand an Forderungen aus Lieferungen und Leistungen mit 230,8 Mio. EUR sowohl im Vergleich zum Halbjahresstichtag (225,8 Mio. EUR) als auch zum Stand vom Jahresende 2020 (231,2 Mio. EUR) stabil gehalten werden. Beide Bilanzpositionen zusammen ergeben das Working Capital, das zum 30. September 2021 bei 593,6 Mio. EUR lag, nach 531,8 Mio. EUR zum Bilanzstichtag 2020.

Gemessen am Umsatzwachstum von 18,3 % fiel die Ausweitung des Working Capitals im Vorjahresvergleich (30.09.2020: 544,2 Mio. EUR) mit 9,1 % immer noch deutlich unterproportional aus. Dies konnte durch gezielte Maßnahmen des Managements im Rahmen des seit 2019 verfolgten Effizienzsteigerungsprogramms erreicht werden. Wesentliche Bestandteile sind Optimierungen bei der Bevorratung, im Forderungsmanagement sowie bei den Lieferantenverbindlichkeiten.

Die Zahlungsmittel und Äquivalente des ElringKlinger-Konzerns beliefen sich am 30. September 2021 auf 126,4 Mio. EUR (31.12.2020: 127,9 Mio. EUR). Die kurzfristigen Vermögenswerte insgesamt umfassten zum Berichtsstichtag einen Buchwert von 836,4 Mio. EUR (31.12.2020: 745,7 Mio. EUR). Ihr Anteil an der Bilanzsumme entsprach 40,4 %.

Eigenkapitalquote bei 47 Prozent

Das Eigenkapital des ElringKlinger-Konzerns entsprach am Berichtsstichtag einem Anteil von 46,7 % (31.12.2020: 41,4 %) an der Bilanzsumme. Damit stellt es ein starkes Fundament in der Kapitalstruktur des Konzerns dar. Die Eigenkapitalquote liegt somit auch weiterhin in der vom Management angestrebten Bandbreite von 40 bis 50 %. Die Zunahme des Eigenkapitals im laufenden Geschäftsjahr resultierte im Wesentlichen aus dem positiven Periodenergebnis der ersten neun Monate in Höhe von 54,8 Mio. EUR sowie aus Zugängen im Zusammenhang mit der beschriebenen Beteiligung von Plastic Omnium an der neuen Konzerngesellschaft EKPO. Diese hat sich im Konzerneigenkapital mit 99,3 Mio. EUR ausgewirkt. Weitere Einflüsse kamen aus Unterschiedsbeträgen in der Währungsumrechnung, Ausschüttungen an Minderheitsgesellschafter sowie der Veränderung von Minderheitsanteilen.

Die Pensionsrückstellungen haben sich mit 156,6 Mio. EUR gegenüber dem Stand zum Bilanzstichtag 2020 (156,9 Mio. EUR) kaum verändert.

Die lang- und kurzfristigen Rückstellungen erhöhten sich gegenüber dem Stand zu Jahresanfang (31.12.2020: 46,7 Mio. EUR) um 7,7 Mio. EUR auf 54,4 Mio. EUR. Auf das Berichtsquartal entfiel ein Anstieg von 5,5 Mio. EUR, der im Wesentlichen auf Anpassungen in den Drohverlustrisiken infolge der Rohstoffpreisentwicklungen zurückzuführen ist.

Nettoverschuldung um weitere rund 100 Mio. EUR reduziert

ElringKlinger nutzte den hohen freien Cashflow aus operativer Tätigkeit der ersten neun Monate 2021 zur weiteren Reduzierung der Nettofinanzverbindlichkeiten. Dadurch konnte die Nettoverschuldung (lang- und kurzfristige Finanzverbindlichkeiten abzüglich Zahlungsmittel und Wertpapiere) gegenüber dem Stand zum Jahresende 2020 (458,8 Mio. EUR) um 98,0 Mio. EUR auf 360,8 Mio. EUR am 30. September 2021 gesenkt werden. Gegenüber dem Vorquartal zeigte sich ein marginaler Rückgang von 2,6 Mio. EUR. Nichtsdestotrotz wurden auch im dritten Quartal 2021 langfristige Kredite unter Verwendung des hohen Bestands an Zahlungsmitteln weiter getilgt.

Verschuldungskennzahl deutlich auf 1,3 verbessert

Sowohl die Ergebnissituation als auch Finanzverbindlichkeiten haben sich im Jahresverlauf positiv entwickelt und damit zu einer deutlichen Verbesserung der Verschuldungskennzahl geführt. Diese wird am Verhältnis von Nettoverschuldung zu EBITDA gemessen und lag zum Berichtsstichtag 30. September bei 1,3, nach 2,5 am Jahresende 2020 und noch 3,4 ein Jahr zuvor.

Net Working Capital zum Umsatz auf 25 % reduziert

Der Anstieg der Lieferantenverbindlichkeiten korreliert mit der Entwicklung der Vorräte. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen betrugen zum 30. September 2021 169,3 Mio. EUR, nach 128,9 Mio. EUR am Bilanzstichtag 2020. Das Net Working Capital, das aus Vorräten und Forderungen aus Lieferungen und Leistungen abzüglich Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen gebildet wird, nahm dennoch zu auf 424,3 Mio. EUR (31.12.2020: 402,8 Mio. EUR). Zum 30. September 2021 verbesserte sich der Anteil des Networking Capitals am Umsatz auf 25,4 %, nachdem er zum Jahresende 2020 noch 27,2 % betrug.

Starker betrieblicher Cashflow im Neunmonatszeitraum

Die gute Entwicklung des Kapitalflusses steht im Einklang mit dem operativen Ergebnis des bisherigen Jahresverlaufs. Aus betrieblicher Tätigkeit erwirtschaftete ElringKlinger im dritten Quartal 2021 einen erneut soliden Mittelzufluss von 26,5 Mio. EUR (Q3 2020: 78,4 Mio. EUR). Im Neunmonatszeitraum konnten 119,0 Mio. EUR (9M 2020: 130,8 Mio. EUR) erwirtschaftet werden. Dabei ist der im ersten Quartal 2021 erzielte Sonderertrag aus der beschriebenen Veräußerung der österreichischen Tochtergesellschaft in Höhe von 10,9 Mio. EUR nicht im betrieblichen Cashflow enthalten. In der Darstellung der Kapitalflussrechnung wurde dieser ebenso wie Währungseffekte in der Zeile "Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen und Erträge" bereinigt.

Der hohe Kaptalfluss ist sehr eng mit dem Ergebnis aus operativer Tätigkeit der Perioden verknüpft, während die Bestandsveränderungen beim Net Working Capital insgesamt von geringerem Einfluss waren. Inklusive anderer Aktiva und Passiva, die nicht der Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind, bewirkte die Veränderung des Net Working Capitals zwar im dritten Quartal 2021 eine Reduzierung der Mittel um 13,7 Mio. EUR (Q3 2020: Zufluss von 35,8 Mio. EUR) - im Neunmonatszeitraum hingegen war mit minus 2,8 Mio. EUR ein geringer Effekt zu verzeichnen (9M 2020: 52,1 Mio. EUR).

Die Ertragssteuerzahlungen reduzierten die flüssigen Mittel im Berichtsquartal um 18,0 Mio. EUR (Q3 2020: 3,0 Mio. EUR) bzw. von Januar bis September um 46,9 Mio. EUR (9M 2020: 16,1 Mio. EUR). Schwankungen in der Steuerquote ergeben sich aus den Ergebnissen der Einzelgesellschaften und ihren jeweiligen nationalen Regelungen.

Disziplinierte Investitionspolitik

Der Fokus der Konzerninvestitionen liegt auf den strategischen Zukunftsfeldern des Unternehmens. Die Investitionen des laufenden Jahres betrafen vorwiegend Industrialisierungsvorhaben im Bereich der Brennstoffzellen- und Batterietechnologie, die hauptsächlich an den Standorten in Dettingen/​Erms und dem neuen Standort für die Batterietechnologie in Neuffen realisiert werden. Aber auch in den Werken weltweit wurden zahlreiche Maßnahmen umgesetzt, die im Zusammenhang mit Neuanläufen oder sinnvollen Automatisierungen standen.

Wie auch im Vorjahr wurden 2021 Investitionen plangemäß sehr diszipliniert getätigt. Die Auszahlungen für Sachanlagen betrugen im dritten Quartal 15,2 Mio. EUR (Q3 2020: 15,1 Mio. EUR) und in den ersten neun Monaten 37,7 Mio. EUR (9M 2020: 37,9 Mio. EUR).

Für das Berichtsquartal ergibt sich eine Investitionsquote (Auszahlungen für Investitionen in Sachanlagen und als Finanzinvestition gehaltene Immobilien in Relation zum Konzernumsatz) von 3,8 % (Q3 2020: 4,0 %). In den ersten neun Monaten 2021 liegt sie bei 3,1 % (9M 2020: 3,7%).

Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit Jan. - Sep. in Mio. EUR

Entwicklung der Zahlungsmittel Jan. - Sep. in Mio. EUR

1 Auszahlungen für Investitionen in Sachanlagen, als Finanzinvestition gehaltene Immobilien und immaterielle Vermögenswerte

2 Veräußerung ElringKlinger Fuelcell Systems Austria GmbH, Wels, Österreich

3 Darunter Teilzahlung von 30,0 Mio. EUR von Plastic Omnium für Beteiligung an Gemeinschaftsunternehmen EKPO sowie Ausschüttungen an Minderheitsgesellschafter von 7,2 Mio. EUR.

Die Auszahlungen für immaterielle Vermögenswerte, die auch aktivierte Entwicklungsleistungen enthalten, beliefen sich im dritten Quartal 2021 auf 2,6 Mio. EUR (Q3 2020: 2,1 Mio. EUR) und von Januar bis September 2021 auf 8,6 Mio. EUR (9M 2020: 8,2 Mio. EUR).

Aus dem Verkauf der österreichischen Tochtergesellschaft hatte ElringKlinger im ersten Quartal 2021 Einnahmen von 14,5 Mio. EUR verbucht.

Für die gesamte Investitionstätigkeit wendete ElringKlinger im dritten Quartal 2021 per Saldo Mittel von 17,5 Mio. EUR aus, während sich in der Vorjahresvergleichsperiode, die von einer Sales-Lease-Back-Transaktion geprägt war, in Summe ein leichtes Plus von 0,4 Mio. EUR ergab. In den ersten neun Monaten betrug der Cashflow aus Investitionstätigkeit minus 33,7 Mio. EUR (9M 2020: - 30,3 Mio. EUR).

Operativer Free Cashflow bei 74 Mio. EUR

Obwohl die Kapitalbindung im laufenden Jahr aufgrund notwendiger Bestandserhöhungen in den Vorräten angestiegen ist, erzielte der Konzern auch im dritten Quartal einen positiven operativen Free Cashflow von 8,1 Mio. EUR (Q3 2020: 78,6 Mio. EUR). In den ersten neun Monaten wurden 73,7 Mio. EUR (9M 2020: 102,3 Mio. EUR) erreicht. Der operative Free Cashflow entspricht dem betrieblichen Cashflow abzüglich der Mittel für die Investitionstätigkeit und wird um etwaige M&A-Aktivitäten und um Zahlungsflüsse für finanzielle Vermögenswerte bereinigt. Damit sind Sondereinflüsse wie die erste Teilzahlung von Plastic Omnium aus der Beteiligung an der EKPO sowie die Einnahme aus der Veräußerung der österreichischen Tochtergesellschaft nicht enthalten. Dies zeigt, dass die operativen Maßnahmen zur Stärkung der Finanzkraft erfolgreich sind.

114 Mio. EUR zur Tilgung von Krediten verwendet

Die kontinuierliche Reduzierung von Bankverbindlichkeiten konnte auch im dritten Quartal 2021 fortgeführt werden. Im Berichtsquartal tilgte ElringKlinger per Saldo 41,0 Mio. EUR (Q3 2020: 81,1Mio. EUR) für lang- und kurzfristige Kredite. In den ersten neun Monaten summierte sich der Tilgungsbetrag per Saldo auf 114,1 Mio. EUR (9M 2020: 83,7 Mio. EUR).

Im dritten Quartal ergab sich ein Cashflow aus Finanzierungstätigkeit von - 46,6 Mio. EUR (Q3 2020: - 81,1 Mio. EUR). In den ersten neun Monaten 2021 betrug er - inklusive der erhaltenen Teilzahlung für die Beteiligung an der EKPO Fuel Cell Technologies GmbH in Höhe von 30,0 Mio. EUR - minus 91,2 Mio. EUR (9M 2020: - 84,6 Mio. EUR).

Zum 30. September 2021 verfügte der ElringKlinger-Konzern über einen Zahlungsmittelbestand mit Äquivalenten von 126,4 Mio. EUR (30.09.2020: 142,5 Mio. EUR) sowie über offene, nicht genutzte Kreditlinien in Höhe von 299,4 Mio. EUR. Der bestehende Konsortialkredit wurde im Juli 2021 auf ein Volumen von 450 Mio. EUR erhöht und bis Februar 2026 verlängert. Auch dies stärkte die Finanzlage des Konzerns. ElringKlinger sieht sich somit für die weitere Geschäftsentwicklung finanziell gut ausgestattet.

Chancen und Risiken

Die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen haben sich im Jahresverlauf 2021 tendenziell verschlechtert. Einerseits wirken sich die Folgen der Covid-19-Pandemie deutlich geringer aus als noch im Vorjahr, aber die Pandemie ist noch nicht bewältigt und ihr weiterer Verlauf mit hohen Unsicherheiten behaftet. Derzeit zeichnet sich in Europa eine vierte Infektionswelle ab, deren Ausmaß noch nicht vorherzusehen ist. Einschätzungen über die wirtschaftlichen Auswirkungen in einzelnen Regionen sind weiter schwierig.

Auch zum Ende des dritten Quartals 2021 befinden sich die Rohstoffpreise auf einem anhaltend hohen Niveau. Des Weiteren haben sich die Rohstoffverfügbarkeit sowie Lieferkettenprobleme im dritten Quartal verstärkt und zu einem zusätzlichen Preisdruck geführt. Lieferengpässe bei Halbleitern beeinträchtigten die Fahrzeugproduktion der letzten Monate deutlich. Für das verbleibende Quartal ist nach derzeitiger Informationslage mit einer anhaltenden Knappheit zu rechnen, sodass Umsatz- und Ergebniseffekte daher grundsätzlich nicht auszuschließen sind.

Bei der Einschätzung weiterer Chancen und Risiken für den ElringKlinger-Konzern haben sich zum Berichtsstichtag 30. September 2021 keine wesentlichen Änderungen zum Geschäftsbericht 2020 des ElringKlinger-Konzerns ergeben.

Der Chancen- und Risikobericht des Geschäftsberichts 2020 steht auch auf der ElringKlinger-Internetseite www.elringklinger.de/​gb2020/​chancen-und-risiken-bericht zur Verfügung.

Prognosebericht

Ausblick Markt und Branche

Aufschwung verliert an Dynamik

Nach dem pandemiebedingten Einbruch im vergangenen Jahr erholte sich die Weltwirtschaft 2021 wieder schneller als erwartet. Diese konjunkturelle Dynamik verlor im dritten Quartal an Schwung, dennoch ist davon auszugehen, dass der weltweite Aufschwung sich fortsetzt. Trotz zunehmender Unsicherheiten prognostizierte der Internationale Währungsfonds (IWF) in seinem jüngsten Weltwirtschaftsausblick vom Oktober 2021 für das laufende Jahr ein weltweites Wirtschaftswachstum von 5,9 % (2020: - 3,1 %). Positive Auswirkungen haben demnach weiterhin diverse Konjunkturpakete der Regierungen sowie die ultralockere Geldpolitik der Notenbanken. Gegenwind komme aber von der weltweit stark anziehenden Inflation sowie von Materialknappheiten und Lieferkettenproblemen. Des Weiteren sei die zunehmende Spaltung zwischen Industrie- und Entwicklungsländern, auch in Folge der Unterschiede in den Impffortschritten zur Pandemiebewältigung, ein Anlass zur Sorge.

Wachstumsprognose Bruttoinlandsprodukt

Veränderung zum Vorjahr in %

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Region 2020 Prognose 2021 Prognose 2022
Welt - 3,1 5,9 4,9
Industriestaaten - 4,5 5,2 4,5
Schwellen- und Entwicklungsländer - 2,1 6,4 5,1
Deutschland - 4,6 3,1 4,6
Eurozone - 6,3 5,0 4,3
USA - 3,4 6,0 5,2
Brasilien - 4,1 5,2 1,5
China 2,3 8,0 5,6
Indien - 7,3 9,5 8,5
Japan - 4,6 2,4 3,2

Quelle: IWF (Okt. 2021)

Weltfahrzeugmärkte unter Druck

Das Automobiljahr 2021 verläuft aller Voraussicht nach konträr zum Vorjahr. Während 2020 im ersten Halbjahr die Märkte nach den Folgen der Coronavirus-Pandemie einbrachen und sich in der zweiten Jahreshälfte erholten, deutet sich für 2021 eine gegenläufige Entwicklung ab. Nach starken Anstiegen im ersten Halbjahr waren im dritten Quartal deutliche Rückgänge zu verzeichnen und auch die Aussichten auf das verbleibende vierte Quartal sind nicht positiv. Nach Einschätzung des Brancheninstituts IHS wird die weltweite Fahrzeugproduktion im vierten Quartal 2021 mit rund - 20 % erneut deutlich unter den Vorjahreswerten liegen. Für alle bedeutenden Regionen ist demnach ein zweistelliges prozentuales Minus zu erwarten.

Für das Gesamtjahr ist mit einem vergleichbaren Gesamtniveau an weltweit neu produzierten Fahrzeugen zu rechnen wie 2020. Nach IHS-Zahlen sollen 2021 rund um den Globus wie im Vorjahr rund 75 Mio. neue Pkw und leichte

Ausblick Unternehmen

Auch im dritten Quartal gehörten Halbleiterengpässe, die Rohstoffversorgung sowie das hohe Rohstoffpreisniveau neben der grundsätzlichen Transformation zu den bestimmenden Themen für die Automobilbranche.

Überaus starker Auftragseingang, Auftragsbestand auf Rekordniveau

Nichtsdestotrotz konnte ElringKlinger eine anhaltend gute Auftragssituation verzeichnen. Nach hohen Zuwachsraten in den Vorquartalen (Q1 2021: +62,4 % sowie Q2 2021: +123,0 %) lag der Auftragseingang auch im dritten Quartal mit 486,3 Mio. EUR (Q3 2020: 423,6 Mio. EUR) deutlich über Vorjahresniveau: ein Anstieg von 62,7 Mio. EUR oder 14,8 %. Dabei wirkten sich Währungseffekte positiv aus.

Nutzfahrzeuge (Light Vehicles) hergestellt werden. Damit hat sich die Einschätzung im Jahresverlauf kontinuierlich verschlechtert - eine Folge der zu beobachtenden Materialengpässe wie beispielsweise bei Halbleitern. Regional wird Südasien voraussichtlich am besten abschneiden, was auch durch Zuwächse in Indien getragen wurde. Für den chinesischen Markt wird eine leichte Korrektur und für Europa ein dreiprozentiges Minus erwartet, während in Nordamerika das Vorjahresniveau erreicht werden sollte.

Auch bei den Absatzmärkten - gemessen an Neuzulassungen - hat sich der Ausblick im Jahresverlauf deutlich verschlechtert. Der deutsche Branchenverband VDA senkte seine Prognose für Europa im Oktober von +7 % auf - 3 %, für die USA von +12 % auf +1 % und für China von +7 % auf +/​- 0 %.

Prognose Light-Vehicle-Produktion 2021

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Region Mio. Fahrzeuge Veränderung

zum Vorjahr
Europa 1 16,0 - 3,3 %
China 23,3 - 1,3 %
Japan /​ Korea 10,8 - 4,0 %
Mittlerer Osten /​ Afrika 2,0 11,1 %
Nordamerika 13,0 - 0,2 %
Südamerika 2,5 12,9 %
Südasien 7,2 17,1 %
Welt 74,8 0,3 %

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1 Inkl. Russland

Quelle: IHS (Okt. 2021)

Ohne diese wäre das Wachstum mit 44,1 Mio. EUR oder 10,4 % dennoch deutlich ausgefallen. Nach neun Monaten summierten sich die neuen Aufträge im laufenden Geschäftsjahr auf 1.492,4 Mio. EUR. Ein Jahr zuvor betrug das Volumen unter dem Eindruck der Corona-Maßnahmen noch 971,1 Mio. EUR.

Aufgrund des starken Auftragseingangs legte auch der Auftragsbestand sowohl gegenüber dem Vorquartal (Q2 2021: 1.221,6 Mio. EUR) als auch gegenüber dem Vorjahresquartal (Q3 2020: 971,8 Mio. EUR) deutlich zu. Zum 30. September 2021 hat der Konzern Aufträge im Wert von 1.307,3 Mio. EUR in seinem Auftragsbuch, was einer Steigerung von 85,7 Mio. EUR oder 7,0 % gegenüber dem Vorquartal und 335,5 Mio. EUR oder 34,5 % gegenüber dem Vorjahresquartal entspricht. Auch bei konstanten Wechselkursen wäre das Wachstum gegenüber dem 30. September 2020 mit 308,6 Mio. EUR oder 31,8 % überaus deutlich ausgefallen.

Ausblick 2021 für Umsatz und EBIT-Marge angepasst

Aufgrund der starken Quartalsergebnisse hat ElringKlinger mit der Veröffentlichung der vorläufigen Quartalszahlen am 12. Oktober 2021 seine Prognose für das laufende Jahr angepasst. Dabei ist zu berücksichtigen, dass sich in den letzten Wochen des Berichtsquartals die Marktaussichten unter dem Eindruck der Halbleiterengpässe, der schwierigen Rohstoffversorgung und des hohen Rohstoffpreisniveaus deutlich eingetrübt haben. Die Unsicherheit über stabile Absatzzahlen wie auch über Rohstoffbedarf und -verfügbarkeit hält weiter an. Vor diesem Hintergrund geht ElringKlinger nunmehr von einem Umsatz aus, der mehrere Prozentpunkte über den erwarteten Veränderungen der globalen Light-Vehicle-Produktion (zuvor: in etwa der Veränderung entsprechend) liegen wird. Der Branchendienstleister IHS hatte für 2021 zuletzt ein Wachstum der globalen Produktion von 1,6 % gegenüber dem Vorjahr geschätzt und dieses inzwischen weiter leicht nach unten auf 0,3 % korrigiert. Für das Ergebnis geht der Konzern auch unter Berücksichtigung der geplanten Standortoptimierung im Geschäftsbereich Shielding Technology von einer EBIT-Marge von rund 6 % (zuvor: rund 5 bis 6 %) aus. Die Gesamtjahreserwartungen für die weiteren wesentlichen Konzernkennzahlen bleiben unverändert.

Mittelfristiger Ausblick

Trotz der herausfordernden Rahmenbedingungen, die das Umfeld von ElringKlinger derzeit prägen, sieht sich das Unternehmen mittel- bis langfristig gut positioniert. ElringKlinger hat sich mit Komponenten für Batterie- und Brennstoffzellensysteme frühzeitig für den Wandel hin zur Elektromobilität aufgestellt. Darüber hinaus verfügt der Konzern über eine starke Marktposition in seinen klassischen Geschäftsbereichen Lightweighting/​Elastomer Technology, Shielding Technology sowie Metal Sealing Systems & Drivetrain Components. Solange die Auswirkungen der Coronavirus-Pandemie keinen abrupten und unerwarteten Verlauf einnehmen werden, geht ElringKlinger vor diesem Hintergrund grundsätzlich weiter davon aus, auch in Zukunft organisch stärker zu wachsen als die globale Fahrzeugproduktion. Hinsichtlich der Ergebnissituation hat sich der Konzern weiterhin zum Ziel gesetzt, mittelfristig die EBIT-Marge schrittweise zu verbessern. Auch die weiteren mittelfristigen Ziele werden bestätigt.

Dettingen/​Erms, den 4. November 2021

Der Vorstand

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Dr. Stefan Wolf Theo Becker Thomas Jessulat Reiner Drews
Vorsitzender

Elring Klinger am Kapitalmarkt

Aktienmärkte steigen im dritten Quartal aufgrund Unsicherheitsfaktoren nur leicht

Im dritten Quartal stiegen die Aktienmärkte aufgrund zahlreicher Unsicherheitsfaktoren nur leicht. Auch die wirtschaftliche Lage machte den Unternehmen im Berichtsquartal zu schaffen. Insbesondere China verzeichnete eine deutliche Dämpfung des Wirtschaftswachstums. Auch anziehende Inflationsraten spielten weltweit, aber insbesondere in den USA und in Europa, eine große Rolle im wirtschaftlichen Geschehen. In den USA ist darüber hinaus das Verbrauchervertrauen deutlich abgesackt, was nicht zuletzt an den auslaufenden Corona-Arbeitslosenhilfen lag und in Kombination mit dem nachteiligen US-Arbeitsmarktbericht für den Monat August, welcher insbesondere im Dienstleistungsbereich negativ zu Buche schlug, das ursprünglich erwartete US-Wachstum des zweiten Halbjahres in Frage stellen ließ. In Europa litt derweil insbesondere das verarbeitende Gewerbe, welches durch Angebotsengpässe bei vielen Komponenten sowohl durch höhere Lieferzeiten als auch durch deutlich gestiegene Preise stark beeinflusst wurde. Dies spiegelte sich auch in der Erwartungskomponente des ZEW-Indikators wider, welche das vierte Mal in Folge gesunken ist. Der S&P500-Index stand seit Jahresbeginn 2021 mit circa 22 % im Plus.

Der chinesische Aktienmarkt gab bis zum Ende des dritten Quartals um 11 % (MSCI China) nach, was insbesondere an den starken Regulierungen für Technologieunternehmen lag. Die Berichtssaison des zweiten Quartals zeigte über die Branchen hinweg eine gute Ergebnissituation der Unternehmen und bestätigte die teils starken Kursentwicklungen im zweiten Quartal. Durch die steigenden Konjunktursorgen verblassten die guten Ergebnisse allerdings, insbesondere bei zyklischen Unternehmen. Der DAX erreichte fast genau in der Mitte des dritten Quartals, nämlich am 13. August, ein Allzeithoch von 15.977 Punkten und beendete das Quartal mit einem Punktestand von 15.261, was einem Rückgang von 1,7 % gegenüber dem Ende des zweiten Quartals bedeutet. Der S&P500-Index verzeichnete im dritten Quartal ebenfalls ein neues Allzeithoch, welches am 2. September mit 4.537 Punkten erreicht wurde. Zum Quartalsschluss stand der S&P500 bei 4.308 Punkten und stieg somit gegenüber dem Ende des zweiten Quartals nur geringfügig um 0,2 % an.

Kursverlauf der ElringKlinger-Aktie von 1. Januar bis 30. September 2021 (indexiert) in %

Aktionärsstruktur zum 30. September 2021

ElringKlinger-Aktie als Zykliker mit sinkendem Kurs im dritten Quartal

Die schwache Phase am Ende des zweiten Quartals setzte sich zu Beginn des dritten Quartals weiter fort, bevor die Aktie sich im August leicht erholen konnte. Mitte August erreichte die Aktie erneut ein Plateau, welches unverzüglich in eine spürbare Phase der Konsolidierung überging und die Aktie von einem Quartalshöchstwert von 15,39 EUR am 1. Juli auf 11,59 EUR am 30. September sinken ließ. Insbesondere zyklische Unternehmen wie Automobilzulieferer und die gesamte Automobilbranche waren im dritten Quartal von Kursrückgängen betroffen. Aufgrund dieser Kursentwicklung und der Tatsache, dass zahlreiche neue Werte an der Börse notierten oder kräftige Kursanstiege zeigten, bewirkte in Verbindung mit neuen Indexkriterien, dass die ElringKlinger-Aktie dem SDAX mit Wirkung zum 20. September 2021 nach rund neunmonatiger Zugehörigkeit wieder entnommen wurde.

Handelsvolumen in den ersten neun Monaten deutlich höher als im Vorjahr

In den ersten neun Monaten 2021 war das gehandelte Volumen mit durchschnittlich 210.168 Aktien pro Börsentag deutlich höher als im Vergleichszeitraum des Vorjahres (9M 2020: 147.600 Stück). Die durchschnittlich erzielten Tagesumsätze der ElringKlinger-Notierung an den deutschen Börsenplätzen erreichten einen Wert von circa 3,05 Mio. EUR (9M 2020: 0,83 Mio. EUR). Hierdurch war stets eine ausreichend hohe Liquidität vorhanden, sodass größere Aktienpakete ebenfalls problemlos gehandelt werden konnten.

Im Dialog mit dem Kapitalmarkt

Auch im dritten Quartal präsentierte sich die ElringKlinger AG in virtuellen Konferenzen einem überwiegend internationalen Publikum. Bei der Veröffentlichung der Quartalsergebnisse zum ersten Halbjahr 2021 wurden die Ergebnisse und Aussichten den zahlreich teilnehmenden Analysten und Investoren präsentiert. Auch die Teilnahme an der IAA Mobility-Messe in München wurde für Gespräche mit internationalen Investoren genutzt. Insgesamt nahm die ElringKlinger AG im dritten Quartal an drei Konferenzen teil und führte darüber hinaus zahlreiche weitere Einzelgespräche mit Investoren und Analysten.

Die ElringKlinger-Aktie (ISIN DE0007856023/​WKN 785 602)

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Jan. - Sep. 2021 Jan. - Sep. 2020
Ausgegebene Aktien 63.359.990 63.359.990
Aktienkurs (Tagesschlusskurs in EUR) 1
Höchstkurs 17,72 8,22
Tiefstkurs 11,59 3,61
Stichtagskurs 2 11,59 6,60
Durchschnittlicher Tagesumsatz an dt. Börsen (in Stück) 210.168 147.600
Durchschnittlicher Tagesumsatz an dt. Börsen (in EUR) 3.046.503 837.100
Marktkapitalisierung (in Mio. EUR) 1, 2 734,3 418,2

1 Xetra-Handel

2 Zum 30. September

Konzern-Gewinn- und -Verlustrechnung

der ElringKlinger AG, 1. Januar bis 30. September 2021

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in TEUR 3. Quartal 2021 3. Quartal 2020 Jan. - Sep. 2021 Jan. - Sep. 2020
Umsatzerlöse 400.617 381.154 1.218.240 1.029.573
Umsatzkosten - 306.294 - 296.321 - 923.950 - 834.413
Bruttoergebnis vom Umsatz 94.323 84.833 294.290 195.160
Vertriebskosten - 28.810 - 25.464 - 88.735 - 80.661
Allgemeine Verwaltungskosten - 22.134 - 19.246 - 65.559 - 57.069
Forschungs- und Entwicklungskosten - 16.488 - 13.558 - 53.533 - 45.890
Sonstige betriebliche Erträge 2.242 1.948 20.096 6.210
Sonstige betriebliche Aufwendungen - 2.127 - 9.599 - 8.106 - 15.234
Operatives Ergebnis /​ EBIT 27.006 18.914 98.453 2.516
Finanzerträge 6.222 6.877 14.772 26.515
Finanzaufwendungen - 7.044 - 14.679 - 16.757 - 46.874
Anteil am Ergebnis von assoziierten Unternehmen - 2.377 - 1.955 - 4.735 - 5.511
Finanzergebnis - 3.199 - 9.757 - 6.720 - 25.870
Ergebnis vor Ertragsteuern 23.807 9.157 91.733 - 23.354
Ertragsteueraufwendungen - 14.425 - 6.287 - 37.308 - 7.685
Periodenergebnis 9.382 2.870 54.425 - 31.039
davon: Ergebnisanteil, der auf nicht beherrschende Anteile entfällt 418 - 556 - 381 - 961
davon: Ergebnisanteil der Aktionäre der ElringKlinger AG 8.964 3.426 54.806 - 30.078
unverwässertes und verwässertes Ergebnis je Aktie in EUR 0,14 0,05 0,86 - 0,47

Konzern-Gesamtergebnisrechnung

der ElringKlinger AG, 1. Januar bis 30. September 2021

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in TEUR 3. Quartal 2021 3. Quartal 2020 Jan. - Sep. 2021 Jan. - Sep. 2020
Periodenergebnis 9.382 2.870 54.425 - 31.039
Unterschiedsbetrag aus der Währungsumrechnung 778 - 7.914 8.919 - 33.758
Anteil am sonstigen Ergebnis assoziierter Unternehmen - 7 18 - 251 273
Gewinne und Verluste, die in künftigen Perioden in die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert werden können 771 - 7.896 8.668 - 33.485
Gewinne und Verluste, die in künftigen Perioden nicht in die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert werden können 0 0 0 0
Sonstiges Ergebnis nach Steuern 771 - 7.896 8.668 - 33.485
Gesamtergebnis 10.153 - 5.026 63.093 - 64.524
davon: Gesamtergebnisanteil, der auf nicht beherrschende Anteile entfällt 743 - 706 215 - 1.030
davon: Gesamtergebnisanteil der Aktionäre der ElringKlinger AG 9.410 - 4.320 62.878 - 63.494

Konzernbilanz

der ElringKlinger AG zum 30. September 2021

AKTIVA

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in TEUR 30.09.2021 31.12.2020 30.09.2020
Immaterielle Vermögenswerte 204.783 201.071 208.175
Sachanlagen 923.053 939.953 971.590
Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien 0 0 3.444
Finanzielle Vermögenswerte 15.381 15.088 3.548
Anteile an assoziierten Unternehmen 12.194 17.179 18.468
Langfristige Ertragsteuererstattungsansprüche 1.187 335 298
Sonstige langfristige Vermögenswerte 42.338 4.320 3.947
Latente Steueransprüche 27.490 23.763 21.982
Vertragserfüllungskosten 8.323 9.784 5.294
Langfristige Vertragsvermögenswerte 288 717 656
Langfristige Vermögenswerte 1.235.037 1.212.210 1.237.402
Vorräte 362.807 300.503 317.349
Kurzfristige Vertragsvermögenswerte 10.881 9.725 9.120
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 230.789 231.249 226.804
Kurzfristige Ertragsteuererstattungsansprüche 4.742 4.889 6.009
Sonstige kurzfristige Vermögenswerte 100.786 71.436 75.331
Zahlungsmittel und Äquivalente 126.442 127.852 142.540
Kurzfristige Vermögenswerte 836.447 745.654 777.153
Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte 0 5.249 0
2.071.484 1.963.113 2.014.555

PASSIVA

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in TEUR 30.09.2021 31.12.2020 30.09.2020
Gezeichnetes Kapital 63.360 63.360 63.360
Kapitalrücklage 118.238 118.238 118.238
Gewinnrücklagen 739.131 684.325 695.050
Übrige Rücklagen - 31.787 - 88.653 - 85.902
Den Aktionären der Elring Klinger AG zustehendes Eigenkapital 888.942 777.270 790.746
Nicht beherrschende Anteile am Eigenkapital 79.102 35.617 34.987
Eigenkapital 968.044 812.887 825.733
Rückstellungen für Pensionen 156.631 156.935 149.004
Langfristige Rückstellungen 20.481 19.793 17.807
Langfristige Finanzverbindlichkeiten 323.959 391.920 493.115
Langfristige Vertragsverbindlichkeiten 5.879 7.609 8.885
Latente Steuerschulden 14.460 13.692 13.912
Sonstige langfristige Verbindlichkeiten 7.294 7.346 7.941
Langfristige Verbindlichkeiten 528.704 597.295 690.664
Kurzfristige Rückstellungen 33.879 26.905 15.334
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 169.315 128.920 136.879
Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten 176.328 205.257 172.054
Kurzfristige Vertragsverbindlichkeiten 21.328 31.159 30.188
Steuerschulden 26.513 33.278 18.669
Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten 147.373 125.493 125.034
Kurzfristige Verbindlichkeiten 574.736 551.012 498.158
Schulden in Verbindung mit zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerten 0 1.919 0
2.071.484 1.963.113 2.014.555

Konzern Eigenkapitalveränderungsrechnung

der Elring Klinger AG, 1. Januar bis 30. September 2021

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Übrige Rücklagen
in TEUR Gezeichnetes Kapital Kapitalrücklage Gewinnrücklagen Neubewertung leistungsorientierter Versorgungspläne netto Eigenkapital Effekte aus beherrschenden Anteilen Unterschiedsbeträge aus der Währungsumrechnung
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Stand am 31.12.2019 63.360 118.238 725.128 - 52.909 - 422 845
Dividendenausschüttung
Gesamtergebnis - 30.078 - 33.416
Periodenergebnis - 30.078
Sonstiges Ergebnis - 33.416
Stand am 30.09.2020 63.360 118.238 695.050 - 52.909 - 422 - 32.571
Stand am 31.12.2020 63.360 118.238 684.325 - 60.132 - 422 - 28.099
Dividendenausschüttung
Beteiligung nicht beherrschende Anteile * 48.794
Gesamtergebnis 54.806 8.072
Periodenergebnis 54.806
Sonstiges Ergebnis 8.072
Stand am 30.09.2021 63.360 118.238 739.131 - 60.132 48.372 - 20.027

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in TEUR Den Aktionären der Elring Klinger AG zustehendes Eigenkapital Nicht beherrschende Anteile am Eigenkapital Konzerneigenkapital
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Stand am 31.12.2019 854.240 36.980 891.220
Dividendenausschüttung 0 - 963 - 963
Gesamtergebnis - 63.494 - 1.030 - 64.524
Periodenergebnis - 30.078 - 961 - 31.039
Sonstiges Ergebnis - 33.416 - 69 - 33.485
Stand am 30.09.2020 790.746 34.987 825.733
Stand am 31.12.2020 777.270 35.617 812.887
Dividendenausschüttung 0 - 7.232 - 7.232
Beteiligung nicht beherrschende Anteile * 48.794 50.502 99.296
Gesamtergebnis 62.878 215 63.093
Periodenergebnis 54.806 - 381 54.425
Sonstiges Ergebnis 8.072 596 8.668
Stand am 30.09.2021 888.942 79.102 968.044

* Beteiligung Plastic Omnium an EKPO Fuel Cell Technologies

Konzern-Kapitalflussrechnung

der Elring Klinger AG, 1. Januar bis 30. September 2021

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in TEUR 3. Quartal 2021 3. Quartal 2020 Jan. - Sep. 2021 Jan. - Sep. 2020
Ergebnis vor Ertragsteuern 23.807 9.157 91.733 - 23.354
Abschreibungen (abzüglich Zuschreibungen) auf langfristige Vermögenswerte 27.979 30.067 84.144 91.343
Zinsaufwendungen abzüglich Zinserträge 2.751 5.035 6.824 12.641
Veränderung der Rückstellungen 5.127 - 494 6.364 - 2.144
Gewinne /​ Verluste aus dem Abgang von langfristigen Vermögenswerten 219 - 72 399 364
Anteil am Ergebnis von assoziierten Unternehmen 2.377 1.955 4.735 5.511
Veränderung der Vorräte, der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Aktiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind - 23.950 - 6.479 - 49.640 43.652
Veränderung der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind 10.243 42.268 42.590 8.417
Gezahlte Ertragsteuern - 17.989 - 3.027 - 46.883 - 16.058
Gezahlte Zinsen - 3.848 - 5.269 - 7.768 - 12.065
Erhaltene Zinsen 407 184 972 686
Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen und Erträge - 659 5.114 - 14.491 21.805
Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit 26.464 78.439 118.979 130.798
Einzahlungen aus Abgängen von Sachanlagen, immateriellen Vermögenswerten und von als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien - 613 17.409 1.009 17.516
Einzahlungen aus Abgängen von finanziellen Vermögenswerten 2.223 343 4.949 1.388
Einzahlungen aus der Veräußerung von Tochterunternehmen 0 0 14.450 0
Auszahlungen für Investitionen in immaterielle Vermögenswerte - 2.553 - 2.100 - 8.592 - 8.189
Auszahlungen für Investitionen in Sachanlagen und als Finanzinvestition gehaltene Immobilien - 15.188 - 15.142 - 37.684 - 37.871
Auszahlungen für Investitionen in finanzielle Vermögenswerte - 1.370 - 118 - 7.834 - 3.180
Cashflow aus Investitionstätigkeit - 17.501 392 - 33.702 - 30.336
Einzahlungen von Anteilseignern ohne beherrschenden Einfluss zum Erwerb von Anteilen 0 0 30.040 0
Ausschüttungen an Aktionäre und Anteilseigner ohne beherrschenden Einfluss - 5.680 0 - 7.232 - 963
Einzahlungen aus der Aufnahme von langfristigen Krediten 27.876 35.505 57.389 64.251
Auszahlungen für die Tilgung von langfristigen Krediten - 68.289 - 93.975 - 189.383 - 158.250
Veränderung der kurzfristigen Kredite - 543 - 22.589 17.938 10.338
Cashflow aus Finanzierungstätigkeit - 46.636 - 81.059 - 91.248 - 84.624
Zahlungswirksame Veränderung - 37.673 - 2.228 - 5.971 15.838
Einfluss von Wechselkursänderungen auf die Zahlungsmittel 1.580 - 3.063 4.561 - 8.748
Zahlungsmittel am Anfang der Periode 162.535 147.831 127.852 135.450
Zahlungsmittel am Ende der Periode 126.442 142.540 126.442 142.540

Konzern-Umsatzerlöse

der Elring Klinger AG, 1. Januar bis 30. September 2021

Umsatzerlöse nach Regionen

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in TEUR 3. Quartal 2021 3. Quartal 2020 Jan. - Sep. 2021 Jan. - Sep. 2020
Deutschland 84.149 82.673 265.234 238.273
Übriges Europa 126.029 112.752 381.384 300.037
Nordamerika 92.566 101.638 281.773 260.872
Asien-Pazifik 78.655 70.351 235.916 191.986
Südamerika und Übrige 19.218 13.740 53.933 38.405
Konzern 400.617 381.154 1.218.240 1.029.573

Umsatzerlöse nach Segmenten

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in TEUR 3. Quartal 2021 3. Quartal 2020 Jan. - Sep. 2021 Jan. - Sep. 2020
Lightweighting /​ Elastomer Technology 119.392 111.305 364.132 295.244
Metal Sealing Systems & Drivetrain Components 105.907 109.864 337.903 282.844
Shielding Technology 63.567 77.857 202.694 206.693
E-Mobility 23.561 5.484 47.392 17.616
Exhaust Gas Purification 927 1.839 3.138 5.539
Others 24 2 46 42
Segment Erstausrüstung 313.378 306.350 955.305 807.978
Segment Erstausrüstung 313.378 306.350 955.305 807.978
Segment Ersatzteile 55.495 47.300 164.144 138.591
Segment Kunststofftechnik 30.700 26.781 95.612 79.472
Verkauf von Gütern und Lizenzvergaben 399.573 380.431 1.215.061 1.026.041
Verkauf von Gütern 399.573 380.431 1.215.061 1.026.041
Erlöse aus Lizenzvergabe 0 0 0 0
Erlöse aus der Erbringung von Dienstleistungen 1.040 723 3.166 3.532
Erlöse aus Verträgen mit Kunden 400.613 381.154 1.218.227 1.029.573
Erträge aus Vermietung und Verpachtung 4 0 13 0
Konzern 400.617 381.154 1.218.240 1.029.573

Segmentberichterstattung

der Elring Klinger AG, 1. Juli bis 30. September 2021

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Segment Erstausrüstung Ersatzteile Kunststofftechnik
in TEUR 3. Quartal 2021 3. Quartal 2020 3. Quartal 2021 3. Quartal 2020 3. Quartal 2021 3. Quartal 2020
--- --- --- --- --- --- ---
Umsatz Extern 313.378 306.350 55.495 47.300 30.700 26.781
Intersegmenterlöse 8.189 5.593 0 0 26 7
Segmenterlöse 321.567 311.943 55.495 47.300 30.726 26.788
EBIT 1 9.623 4.282 11.066 9.558 6.146 4.542
Abschreibungen 2 - 25.014 - 26.818 - 675 - 985 - 1.698 - 1.743
Investitionen 3 14.440 17.517 978 516 738 1.428

1. Januar bis 30. September 2021

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Segment Erstausrüstung Ersatzteile Kunststofftechnik
in TEUR Jan. - Sep. 2021 Jan. - Sep. 2020 Jan. - Sep. 2021 Jan. - Sep. 2020 Jan. - Sep. 2021 Jan. - Sep. 2020
--- --- --- --- --- --- ---
Umsatz Extern 955.305 807.978 164.144 138.591 95.612 79.472
Intersegmenterlöse 22.269 17.697 0 0 90 13
Segmenterlöse 977.574 825.675 164.144 138.591 95.702 79.485
EBIT 1 46.230 - 36.523 32.967 30.019 19.408 9.290
Abschreibungen 2 - 74.997 - 81.827 - 2.344 - 2.879 - 5.018 - 5.100
Investitionen 3 50.085 54.750 2.992 1.591 4.169 3.131

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Segment Sonstige Konsolidierung Gesamt
in TEUR 3. Quartal 2021 3. Quartal 2020 3. Quartal 2021 3. Quartal 2020 3. Quartal 2021 3. Quartal 2020
--- --- --- --- --- --- ---
Umsatz Extern 1.044 723 0 0 400.617 381.154
Intersegmenterlöse 2.581 1.789 - 10.796 - 7.389 0 0
Segmenterlöse 3.625 2.512 - 10.796 - 7.389 400.617 381.154
EBIT 1 171 532 0 0 27.006 18.914
Abschreibungen 2 - 592 - 521 0 0 - 27.979 - 30.067
Investitionen 3 145 11.793 0 0 16.301 31.254

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Segment Sonstige Konsolidierung Gesamt
in TEUR Jan. - Sep. 2021 Jan. - Sep. 2020 Jan. - Sep. 2021 Jan. - Sep. 2020 Jan. - Sep. 2021 Jan. - Sep. 2020
--- --- --- --- --- --- ---
Umsatz Extern 3.179 3.532 0 0 1.218.240 1.029.573
Intersegmenterlöse 7.479 5.550 - 29.838 - 23.260 0 0
Segmenterlöse 10.658 9.082 - 29.838 - 23.260 1.218.240 1.029.573
EBIT 1 - 152 - 270 0 0 98.453 2.516
Abschreibungen 2 - 1.785 - 1.537 0 0 - 84.144 - 91.343
Investitionen 3 481 12.144 0 0 57.727 71.616

1 Ergebnis vor Zinsen und Steuern (operatives Ergebnis)

2 Planmäßige Abschreibungen

3 Investitionen in immaterielle Vermögenswerte, Sachanlagen und als Finanzinvestition gehaltene Immobilien

Erläuternde Angaben für das dritte Quartal und die ersten neun Monate 2021

Allgemeine Angaben

Die ElringKlinger AG ist eine börsennotierte Kapitalgesellschaft mit Sitz in Dettingen/​Erms, Deutschland.

Der vorliegende verkürzte Konzern-Zwischenabschluss der ElringKlinger AG und ihrer Tochtergesellschaften zum 30. September 2021 wurde auf Basis des IAS 34 (Interim Financial Reporting) aufgestellt. Der Zwischenabschluss steht im Einklang mit den International Financial Reporting Standards (IFRS) einschließlich der Interpretationen des IFRS Interpretations Committee (IFRS IC), wie sie in der Europäischen Union anzuwenden sind.

Da es sich um einen verkürzten Konzern-Zwischenabschluss handelt, enthält dieser Abschluss zum 30. September 2021 nicht sämtliche Informationen und Angaben, die gemäß IFRS für einen Konzernabschluss zum Ende des Geschäftsjahres erforderlich sind.

Der Konzern-Zwischenabschluss zum 30. September 2021 wurde weder geprüft noch einer prüferischen Durchsicht durch einen Abschlussprüfer unterzogen.

Er wurde mit Beschluss des Vorstands vom 4. November 2021 zur Veröffentlichung freigegeben.

Grundlagen der Berichterstattung

Konsolidierungskreis

In den Zwischenabschluss zum 30. September 2021 sind neben der ElringKlinger AG die Abschlüsse von sieben inländischen und 32 ausländischen Gesellschaften einbezogen, an denen die ElringKlinger AG unmittelbar oder mittelbar mehr als 50 % der Anteile hält oder aus anderen Gründen die Möglichkeit hat, deren Finanz- und Geschäftspolitik zu beherrschen. Die Einbeziehung beginnt zu dem Zeitpunkt, ab dem das Beherrschungsverhältnis besteht; sie endet, wenn diese Möglichkeit nicht mehr gegeben ist.

Die Anteile an der hofer AG, Nürtingen, Deutschland, in Höhe von 24,71 % sind als assoziiertes Unternehmen im langfristigen Konzernvermögen erfasst, da ElringKlinger einen maßgeblichen Einfluss auf die Geschäfts- und Finanzpolitik ausübt. Ein maßgeblicher Einfluss bei assoziierten Unternehmen wird bei einem Stimmrechtsanteil von 20 % - 50 % angenommen.

Die EK Fuel Cell Technologies GmbH mit Sitz in Dettingen/​Erms, Deutschland, wurde mit Beschluss der Gesellschafterversammlung vom 1. März 2021 in EKPO Fuel Cell Technologies GmbH mit Sitz in Dettingen/​Erms, Deutschland, umfirmiert. Ferner wurden die Anteile der ElringKlinger AG an der Gesellschaft von 100 % auf 60 % reduziert, gleichzeitig beteiligte sich der französische Automobilzulieferer Plastic Omnium mit Sitz in Levallois, Frankreich, mit 40 % am Stammkapital.

Im Vergleich zum Konzernabschluss zum 31. Dezember 2020 ergaben sich mit Ausnahme des Verkaufs der ElringKlinger Fuelcell Systems Austria GmbH mit Sitz in Wels, Österreich und den Neugründungen der ElringKlinger Holding USA, Inc. und ElringKlinger Texas, LLC, keine weiteren Änderungen im Konsolidierungskreis.

Neugründungen

Mit Wirkung zum 1. Juli 2021 wurde die ElringKlinger Holding USA, Inc. mit Sitz in Buford, Georgia, USA, eine 100 %ige Tochtergesellschaft der ElringKlinger AG mit Sitz in Dettingen/​Erms, Deutschland, gegründet. Ebenfalls mit Wirkung zum 1. Juli 2021 wurde die ElringKlinger Texas, LLC mit Sitz in San Antonio, Texas, USA, eine 100%ige Tochtergesellschaft der ElringKlinger Holding USA mit Sitz in Buford, Georgia, USA, gegründet.

Weichenstellung im Brennstoffzellengeschäft

Am 28. Oktober 2020 ist ElringKlinger mit dem französischen Automobilzulieferer Plastic Omnium mit Sitz in Levallois, Frankreich, übereingekommen, die Entwicklung, Produktion und Vermarktung von Brennstoffzellenstacks in einer gemeinsamen Gesellschaft voranzutreiben. Vereinbarungsgemäß wurde zunächst, am 15. Dezember 2020, EK Fuel Cell Technologies GmbH, eine 100 %ige Tochtergesellschaft der ElringKlinger AG, gegründet.

Mit Vollzug der Vereinbarung, der am 1. März 2021 erfolgte, wurde EK Fuel Cell Technologies GmbH umfirmiert in EKPO Fuel Cell Technologies GmbH, und sie nahm ihre Geschäftsaktivitäten auf. Gleichzeitig wurde das Stammkapital um TEUR 75 auf TEUR 100 erhöht. Die Anteilsstruktur an der Gesellschaft wurde zum Closing insoweit geändert, dass ElringKlinger 60 % und Plastic Omnium 40 % halten. Zusätzlich brachte ElringKlinger im Rahmen einer Sacheinlage den Bereich Brennstoffzellentechnologie in die Gesellschaft ein. Die Einbringung erfolgte zu Buchwerten. Plastic Omnium verpflichtete sich im Gegenzug einen Betrag von TEUR 100.000 in die Gesellschaft einzubringen, hiervon wurden TEUR 30.000 zum Closing einbezahlt, die ausstehende Einlage wurde zum Barwert als sonstiger Vermögenswert bilanziert.

Außerdem erwarb Plastic Omnium zum 1. März 2021 vereinbarungsgemäß die auf Brennstoffzellensystemlösungen spezialisierte Konzerntochter ElringKlinger Fuelcell Systems Austria GmbH mit Sitz in Wels, Österreich, zu einem Kaufpreis von TEUR 13.449. Das Abgangsergebnis in Höhe von TEUR 10.907 ist in den sonstigen betrieblichen Erträgen enthalten.

Wechselkurse

Die Wechselkurse haben sich wie folgt entwickelt:

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Stichtagskurs Durchschnittskurs
Währung Kürzel 30.09.2021 31.12.2020 Jan. - Sep. 2021 Jan. - Dez. 2020
--- --- --- --- --- ---
US-Dollar (USA) USD 1,15790 1,22710 1,19392 1,14700
Pfund (Großbritannien) GBP 0,86053 0,89903 0,86266 0,88935
Franken (Schweiz) CHF 1,08300 1,08020 1,09127 1,07090
Kanadischer Dollar (Kanada) CAD 1,47500 1,56330 1,49281 1,53802
Real (Brasilien) BRL 6,26310 6,37350 6,36521 5,99878
Peso (Mexiko) MXN 23,74390 24,41600 24,12936 24,73002
RMB (China) CNY 7,48470 8,02250 7,71102 7,89749
WON (Südkorea) KRW 1.371,58000 1.336,00000 1.355,14556 1.350,23750
Rand (Südafrika) ZAR 17,56290 18,02190 17,45249 18,91385
Yen (Japan) JPY 129,67000 126,49000 130,29333 121,88417
Forint (Ungarn) HUF 360,19000 363,89000 356,49222 354,05167
Türkische Lira (Türkei) TRY 10,29810 9,11310 9,82423 8,15792
Leu (Rumänien) RON 4,94750 4,86830 4,91689 4,84251
Indische Rupie (Indien) INR 86,07660 89,66050 87,89136 84,94442
Indonesische Rupiah (Indonesien) IDR 16.572,03000 17.240,76000 17.124,65667 16.743,66083
Bath (Thailand) THB 39,23500 36,72700 37,78211 35,90242
Schwedische Krone (Schweden) SEK 10,16830 10,03430 10,15574 10,48153

Wesentliche Ereignisse und Geschäftsvorfälle

Schätzungen und Ermessensentscheidungen können Auswirkungen auf die Höhe der bilanzierten Vermögenswerte und Schulden haben. Aufgrund der derzeit nicht absehbaren weltweiten Folgen der Coronavirus-Pandemie unterliegen diese einer erhöhten Unsicherheit. Bei der Aktualisierung der Schätzungen und Ermessensentscheidungen wurden hinsichtlich der Coronavirus-Pandemie verfügbare Informationen über die voraussichtliche wirtschaftliche Entwicklung sowie länderspezifische Maßnahmen berücksichtigt. Diese wurden bei den angestellten Werthaltigkeitsüberlegungen im Rahmen der Quartalsberichterstattung verwendet und führten zu keinen außerplanmäßigen Wertminderungen bei den Vermögenswerten. ElringKlinger geht derzeit von einem vorübergehenden Ereignis aus. Aufgrund des volatilen Marktumfeldes werden regelmäßige Szenariobetrachtungen durchgeführt.

Zu weiteren Einflüssen der Coronavirus-Pandemie auf die Geschäftsentwicklung und unseren Einschätzungen im Rahmen der Prognose verweisen wir auf unsere Ausführungen im Zwischenlagebericht.

Am 28. Oktober 2020 ist ElringKlinger mit dem französischen Automobilzulieferer Plastic Omnium mit Sitz in Levallois, Frankreich, übereingekommen, die Entwicklung, Produktion und Vermarktung von Brennstoffzellenstacks in einer gemeinsamen Gesellschaft voranzutreiben. Das Closing der Transaktion erfolgte am 1. März 2021. Weitere Details werden im Abschnitt Weichenstellung im Brennstoffzellengeschäft ausgeführt.

Angaben zu Finanzinstrumenten

Dieser Abschnitt gibt einen umfassenden Überblick über die Bedeutung von Finanzinstrumenten und liefert zusätzliche Informationen über Bilanzpositionen, die Finanzinstrumente enthalten. Es kam zu keiner Saldierung bilanzierter Finanzinstrumente.

Die folgende Tabelle zeigt die Buchwerte (BW) und Zeitwerte (ZW) der finanziellen Vermögenswerte:

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Zahlungs-

mittel
Forderung-

en aus

Lieferung-

en und

Leistungen
Sonstige

kurz-

fristige

Vermö-

genswerte
Derivate Langfristige

Wertpapiere
in TEUR BW BW BW BW BW ZW
--- --- --- --- --- --- ---
per 30.09.2021
Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Vermögenswerte 126.442 230.789 16.663 0 1.434 1.449
Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte 0 0 29.905 3.278 0 0
Erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte 0 0 0 0 75 75
Gesamt 126.442 230.789 46.568 3.278 1.509 1.524
per 31.12.2020
Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Vermögenswerte 127.852 231.249 14.639 0 1.438 1.451
Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte 0 0 0 8.607 0 0
Erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte 0 0 0 0 73 73
Gesamt 127.852 231.249 14.639 8.607 1.511 1.524

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Übrige Finanzinvestitionen Gesamt
in TEUR BW ZW BW
--- --- --- ---
per 30.09.2021
Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Vermögenswerte 2.008 2.008 377.336
Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte 11.856 11.856 45.039
Erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte 8 8 83
Gesamt 13.872 13.872 422.458
per 31.12.2020
Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Vermögenswerte 2.008 2.008 377.186
Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte 11.561 11.561 20.168
Erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte 8 8 81
Gesamt 13.577 13.577 397.435

Die folgende Tabelle zeigt die Buchwerte (BW) und Zeitwerte (ZW) der finanziellen Verbindlichkeiten:

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Sonstige

kurzfristige

Verbind-

lichkeiten
Kurzfristige

Finanzverbind-

lichkeiten
Kurzfristige

Leasingver-

bindlichkeiten

IFRS 16
Verbindlich-

keiten aus

Lieferungen

und

Leistungen
in TEUR BW BW BW BW
--- --- --- --- ---
per 30.09.2021
Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Verbindlichkeiten 52.154 161.017 15.311 169.315
Erfolgswirksam zum Zeitwert bewertete finanzielle Verbindlichkeiten 0 0 0 0
per 31.12.2020
Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Verbindlichkeiten 55.508 192.633 12.624 128.920
Erfolgswirksam zum Zeitwert bewertete finanzielle Verbindlichkeiten 0 0 0 0

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Derivate Langfristige

Finanzverbindlichkeiten
Langfristige

Leasingver-

bindlichkeiten

IFRS16
Gesamt
in TEUR BW ZW BW ZW BW BW
--- --- --- --- --- --- ---
per 30.09.2021
Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Verbindlichkeiten 0 0 275.507 258.815 48.452 721.756
Erfolgswirksam zum Zeitwert bewertete finanzielle Verbindlichkeiten 51 51 0 0 0 51
per 31.12.2020
Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Verbindlichkeiten 0 0 340.434 329.093 51.486 781.605
Erfolgswirksam zum Zeitwert bewertete finanzielle Verbindlichkeiten 26 26 0 0 0 26

Das Management hat festgestellt, dass die Buchwerte von Zahlungsmitteln, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, sonstigen kurzfristigen Vermögenswerten, Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, sonstigen kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten und sonstigen kurzfristigen Verbindlichkeiten hauptsächlich aufgrund der kurzen Laufzeiten dieser Instrumente ihren beizulegenden Zeitwerten nahezu entsprechen.

Die sonstigen kurzfristigen Vermögenswerte enthalten auch Festgeldanlagen und Wertpapiere in Höhe von TEUR 13.079 (31.12.2020: TEUR 10.522) sowie der zum Barwert bewertete kurzfristige Anteil der ausstehenden Einlage von Plastic Omnium in Höhe von TEUR 29.905.

Bei langfristigen festverzinslichen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sowie Derivaten bestimmt ElringKlinger den Marktwert durch die Abzinsung der erwarteten zukünftigen Zahlungsströme mit den für ähnliche Finanzschulden mit vergleichbarer Restlaufzeit aktuell geltenden Zinsen sowie dem unternehmensspezifischen Risikozins.

Die sonstigen kurzfristigen Verbindlichkeiten enthalten eine Verbindlichkeit in Höhe von TEUR 36.913 (31.12.2020: TEUR 36.913), die sich aus einer geschriebenen Verkaufsoption mit den nicht beherrschenden Anteilseignern der ElringKlinger Marusan Corporation mit Sitz in Tokio, Japan, ergibt. Die aus dieser Vereinbarung entstandene Verpflichtung wird mit den Anschaffungskosten in Höhe des beizulegenden Zeitwerts bewertet. Der beizulegende Zeitwert ergibt sich aus internen Schätzungen der Prognose der Unternehmensentwicklung sowie der Wahl des verwendeten Zinssatzes im Rahmen der angesetzten Verbindlichkeit. Eine Veränderung des Unternehmenswerts von 10 % bewirkt eine Erhöhung bzw. Verminderung der Verkaufsoption um ca. TEUR 3.691 (31.12.2020: TEUR 3.691).

Die folgende Tabelle zeigt die Zuordnung der zum beizulegenden Zeitwert bewerteten finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten zu den drei Stufen der Fair-Value-Hierarchie zum Bewertungsstichtag 30. September 2021:

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in TEUR Stufe 1 Stufe 2 Stufe 3
30.09.2021
Finanzielle Vermögenswerte
Langfristige Wertpapiere 75 0 0
Übrige Finanzinvestitionen 8 0 11.856
Derivate* 0 3.278 0
Gesamt 83 3.278 11.856
Finanzielle Verbindlichkeiten
Derivate * 0 51 0
Gesamt 0 51 0
31.12.2020
Finanzielle Vermögenswerte
Langfristige Wertpapiere 73 0 0
Übrige Finanzinvestitionen 8 0 11.561
Derivate * 0 8.607 0
Gesamt 81 8.607 11.561
Finanzielle Verbindlichkeiten
Derivate * 0 26 0
Gesamt 0 26 0

* Es handelt sich um Derivate, für die die Voraussetzungen für ein Hedge Accounting nicht vorliegen.

Die folgende Tabelle zeigt die Zuordnung der nicht zum beizulegenden Zeitwert bewerteten finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten, für die aber ein beizulegender Zeitwert ausgewiesen wird, zu den drei Stufen der Fair-Value-Hierarchie zum Bewertungsstichtag 30. September 2021:

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in TEUR Stufe 1 Stufe 2 Stufe 3
30.09.2021
Finanzielle Vermögenswerte
Langfristige Wertpapiere 1.449 0 0
Übrige Finanzinvestitionen 0 0 2.008
Gesamt 1.449 0 2.008
Finanzielle Verbindlichkeiten
Langfristige Finanzverbindlichkeiten 0 258.815 0
Kaufpreisverbindlichkeit aus geschriebener Verkaufsoption 0 0 36.913
Gesamt 0 258.815 36.913
31.12.2020
Finanzielle Vermögenswerte
Langfristige Wertpapiere 1.451 0 0
Übrige Finanzinvestitionen 0 0 2.008
Gesamt 1.451 0 2.008
Finanzielle Verbindlichkeiten
Langfristige Finanzverbindlichkeiten 0 329.093 0
Kaufpreisverbindlichkeit aus geschriebener Verkaufsoption 0 0 36.913
Gesamt 0 329.093 36.913

Die Stufen der Fair-Value-Hierarchie sind im Folgenden beschrieben:

Stufe 1: Bewertung anhand von Marktpreisen.

Stufe 2: Bewertung anhand von Marktpreisen für ähnliche Instrumente oder anhand von Bewertungsmodellen, die auf am Markt beobachtbaren Inputparametern basieren.

Stufe 3: Bewertung anhand von Informationen für Vermögenswerte und Verbindlichkeiten, die nicht auf beobachtbaren Marktdaten basieren.

Die Beurteilung, ob es bei Vermögenswerten und Schulden, die zum Fair Value bilanziert werden, zu einem Transfer zwischen den Stufen der Fair-Value-Hierarchie gekommen ist, erfolgt jeweils zum Ende der Berichtsperiode. In der abgelaufenen Berichtsperiode wurden keine Umgruppierungen vorgenommen.

Haftungsverhältnisse und Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen

Die im Konzernabschluss 2020 ausgewiesenen Haftungsverhältnisse sowie Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen haben sich in den ersten neun Monaten 2021 nicht wesentlich verändert.

Zuwendungen der öffentlichen Hand

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind in den ersten neun Monaten 2021 Zuwendungen der öffentlichen Hand in Höhe von TEUR 1.720 (30.09.2020: TEUR 2.150) enthalten. Die Zuwendungen wurden hauptsächlich für Entwicklungsprojekte gewährt.

Ereignisse nach dem Zwischenabschlussstichtag

Um die Herausforderungen des Transformationsprozesses in der Automobilindustrie auch in Zukunft erfolgreich zu bewältigen, zielt der Konzern strategisch darauf ab, die Kräfte im Geschäftsbereich Abschirmtechnik zu konsolidieren und dessen Standortstruktur zu optimieren. Infolgedessen ist beabsichtigt, die Produktionsaktivitäten am Standort Langenzenn schrittweise stillzulegen und die laufenden Projekte des Werks durch weitere Gesellschaften des Geschäftsbereichs sicherzustellen.

Nach dem Zwischenabschlussstichtag lagen keine weiteren wesentlichen Ereignisse vor, die zusätzliche erläuternde Angaben erfordern würden.

Versicherung der gesetzlichen Vertreter

Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen für die Zwischenberichterstattung der Konzern-Zwischenabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Konzern-Zwischenlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns im verbleibenden Geschäftsjahr beschrieben sind.

Dettingen/​Erms, den 4. November 2021

Der Vorstand

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Dr. Stefan Wolf Theo Becker Thomas Jessulat Reiner Drews
Vorsitzender

Impressum

Elring Klinger AG

Max-Eyth-Straße 2

D-72581 Dettingen/​Erms

Fon +49 (0) 71 23 /​ 724-0

Fax +49 (0) 71 23 /​ 724-90 06

www. elringklinger.de

IR-Kontakt

Dr. Jens Winter

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Disclaimer - zukunftsgerichtete Aussagen und Prognosen

Dieser Bericht enthält zukunftsgerichtete Aussagen. Diese Aussagen basieren auf den Erwartungen, Markteinschätzungen und Prognosen des Vorstands sowie den ihm derzeit zur Verfügung stehenden Informationen. Die zukunftsgerichteten Aussagen sind insbesondere nicht als Garantien der darin genannten zukünftigen Entwicklungen und Ergebnisse zu verstehen. Obwohl der Vorstand überzeugt ist, dass die gemachten Aussagen und ihre zugrunde liegenden Überzeugungen und Erwartungen realistisch sind, beruhen sie auf Annahmen, die sich möglicherweise als nicht zutreffend erweisen. Zukünftige Ergebnisse und Entwicklungen sind abhängig von einer Vielzahl von Faktoren, Risiken und Unwägbarkeiten, die zu Änderungen der ausgedrückten Erwartungen und Einschätzungen führen können. Zu diesen Faktoren zählen zum Beispiel Änderungen der allgemeinen Wirtschafts- und Geschäftslage, Schwankungen von Wechselkursen und Zinssätzen, die mangelnde Akzeptanz neuer Produkte und Dienstleistungen sowie Änderungen der Geschäftsstrategie.

Sonstige Hinweise

Aufgrund von Rundungen kann es bei der Angabe von Beträgen und prozentualen Werten zu geringfügigen Abweichungen, insbesondere bei Summenbildungen oder Prozentangaben, kommen. Aus Gründen der besseren Lesbarkeit wurde auf die Anwendung genderspezifischer Sprachregelungen verzichtet. Allgemeine Personenbezeichnungen beziehen sich auf alle Menschen ungeachtet ihres Geschlechts.

Dieser Bericht wurde am 4. November 2021 veröffentlicht und liegt in deutscher und englischer Sprache vor. Rechtsverbindlich ist die deutsche Fassung.

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