AI assistant
Einhell Germany AG — Annual Report 2014
Jun 1, 2015
134_rns_2015-06-01_a917bbed-a6f9-407e-9949-362befc91885.html
Annual Report
Open in viewerOpens in your device viewer

Einhell Germany AG
Landau/Isar
Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2014 bis zum 31.12.2014
Bilanz zum 31. Dezember 2014
Aktiva
scroll
| 31.12.2014 | 31.12.2013 | |||
|---|---|---|---|---|
| EUR | EUR | EUR | EUR | |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| A. Anlagevermögen | ||||
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände | ||||
| Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten | 267.127,81 | 485.863,15 | ||
| II. Sachanlagen | ||||
| 1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken | 3.425.174,35 | 3.570.845,64 | ||
| 2. Technische Anlagen und Maschinen | 2.639.319,67 | 2.783.222,86 | ||
| 3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 1.018.714,82 | 1.183.904,11 | ||
| 4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | 94.619,99 | 7.177.828,83 | 64.639,58 | 7.602.612,19 |
| III. Finanzanlagen | ||||
| 1. Anteile an verbundenen Unternehmen | 72.646.002,93 | 72.489.187,01 | ||
| 2. Wertpapiere des Anlagevermögens | 150.000,00 | 72.796.002,93 | 150.000,00 | 72.639.187,01 |
| 80.240.959,57 | 80.727.662,35 | |||
| B. Umlaufvermögen | ||||
| I. Vorräte | ||||
| 1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe | 271.174,77 | 293.742,31 | ||
| 2. Waren | 37.737.009,87 | 39.480.521,45 | ||
| 3. Geleistete Anzahlungen | 180.465,46 | 38.188.650,10 | 0,00 | 39.774.263,76 |
| II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände | ||||
| 1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 15.774.652,86 | 11.834.263,08 | ||
| 2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen | 55.520.656,09 | 60.347.513,74 | ||
| 3. Sonstige Vermögensgegenstände | 4.560.315,45 | 75.855.624,40 | 8.182.848,85 | 80.364.625,67 |
| III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks | 21.300.499,57 | 44.157.398,56 | ||
| 135.344.774,07 | 164.296.287,99 | |||
| C. Rechnungsabgrenzungsposten | 257.094,62 | 73.850,35 | ||
| 215.842.828,26 | 245.097.800,69 | |||
| Passiva | ||||
| 31.12.2014 EUR |
31.12.2013 EUR |
|||
| A. Eigenkapital | ||||
| Kopf | 9.662.464,00 | 9.662.464,00 | ||
| II. Kapitalrücklage | 27.023.961,47 | 27.023.961,47 | ||
| III. Gewinnrücklagen | 77.563.982,93 | 71.509.081,64 | ||
| IV. Bilanzgewinn | 32.625.367,62 | 31.342.946,97 | ||
| 146.875.776,02 | 139.538.454,08 | |||
| B. Rückstellungen | ||||
| 1. Rückstellungen für Pensionen | 1.377.026,86 | 1.250.011,64 | ||
| 2. Steuerrückstellungen | 773.900,00 | 0,00 | ||
| 3. Sonstige Rückstellungen | 3.925.523,00 | 3.807.429,00 | ||
| 6.076.449,86 | 5.057.440,64 | |||
| C. Verbindlichkeiten | ||||
| 1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 30.000.000,00 | 50.010.070,27 | ||
| 2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 8.008.829,21 | 8.694.215,83 | ||
| 3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen | 22.362.652,94 | 40.324.929,44 | ||
| 4. Sonstige Verbindlichkeiten | 2.519.120,23 | 1.472.690,43 | ||
| 62.890.602,38 | 100.501.905,97 | |||
| 215.842.828,26 | 245.097.800,69 |
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2014
scroll
| 2014 | 2013 | |||
|---|---|---|---|---|
| EUR | EUR | EUR | EUR | |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| 1. Umsatzerlöse | 149.979.440,01 | 174.627.756,36 | ||
| 2. Sonstige betriebliche Erträge | 33.199.569,70 | 25.732.006,97 | ||
| 3. Materialaufwand | ||||
| a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren | -112.913.203,22 | -136.131.885,06 | ||
| b) Aufwendungen für bezogene Leistungen | -2.672.530,69 | -115.585.733,91 | -1.493.429,31 | -137.625.314,37 |
| 4. Personalaufwand | ||||
| a) Löhne und Gehälter | -13.649.177,02 | -13.374.251,20 | ||
| b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung | -2.198.268,42 | -15.847.445,44 | -2.227.225,00 | -15.601.476,20 |
| 5. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen | -997.535,95 | -988.870,37 | ||
| 6. Sonstige betriebliche Aufwendungen | -48.067.932,78 | -48.972.030,92 | ||
| 2.680.361,63 | -2.827.928,53 | |||
| 7. Erträge aus Beteiligungen | 23.952.613,95 | 11.099.018,67 | ||
| 8. Erträge aus Gewinnabführungsverträgen | 1.133.511,71 | 984.343,91 | ||
| 9. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge | 2.842.156,02 | 2.834.069,95 | ||
| 10. Abschreibungen auf Finanzanlagen | -18.370.860,05 | -7.288.701,17 | ||
| 11. Zinsen und ähnliche Aufwendungen | -1.149.798,89 | 8.407.622,74 | -1.481.948,25 | 6.146.783,11 |
| 12. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit | 11.087.984,37 | 3.318.854,58 | ||
| 13. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | -2.299.425,34 | -1.276.861,35 | ||
| 14. Sonstige Steuern | -67.141,09 | -2.366.566,43 | -99.376,56 | -1.376.237,91 |
| 15. Jahresüberschuss | 8.721.417,94 | 1.942.616,67 | ||
| 16. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr | 29.958.850,97 | 30.371.638,64 | ||
| 17. Einstellung in andere Gewinnrücklagen | -6.054.901,29 | -971.308,34 | ||
| 18. Bilanzgewinn | 32.625.367,62 | 31.342.946,97 |
Anhang für das Geschäftsjahr 2014
I. Allgemeine Angaben
Der Jahresabschluss der Gesellschaft zum 31. Dezember 2014 ist nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) und den ergänzenden Vorschriften des Aktiengesetzes (AktG) aufgestellt worden. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Die Einhell Germany AG ist eine große Kapitalgesellschaft i. S. d. § 267 Abs. 3 HGB.
II. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze
Die immateriellen Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige, lineare Abschreibungen, bewertet. Die Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände beträgt zwischen drei bis vier Jahren.
Sachanlagen werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen angesetzt. In Vorjahren erhaltene Investitionszuschüsse wurden von den Anschaffungs- oder Herstellungskosten abgesetzt. Die planmäßigen Abschreibungen auf abnutzbare unbewegliche Sachanlagen werden linear; auf bewegliche Sachanlagen sowohl linear als auch degressiv vorgenommen. Die Abschreibungen auf die Zugänge ab dem Geschäftsjahr 2009 werden ausschließlich linear abgeschrieben. Den Abschreibungen liegen folgende betriebsgewöhnliche Nutzungsdauern zu Grunde:
scroll
| Jahre | |
|---|---|
| Gebäude | 20-30 |
| Technische Anlagen und Maschinen | 3-20 |
| Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 3-10 |
Seit 1. Januar 2010 werden geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten bis EUR 410,00 vollständig abgeschrieben. Vom 1. Januar 2008 bis 31. Dezember 2009 wurden geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten von EUR 150,00 bis EUR 1.000,00 in einen Sammelposten eingestellt und einheitlich über eine Nutzungsdauer von fünf Jahren abgeschrieben.
Die Anteile an verbundenen Unternehmen sind zu Anschaffungskosten oder dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt.
Die Wertpapiere des Anlagevermögens sind mit den Anschaffungskosten angesetzt.
Die Vorräte sind zu Anschaffungskosten bewertet. Bestehende Verwertbarkeitsrisiken werden ebenso wie gesunkene Wiederbeschaffungskosten durch angemessene Abschläge berücksichtigt.
Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind zum Nennwert unter Berücksichtigung der erforderlichen Einzelwertberichtigungen angesetzt. Dem allgemeinen Kreditrisiko ist durch Bildung einer Pauschalwertberichtigung auf die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen Rechnung getragen.
Fremdwährungsforderungen werden mit dem Kurs am Tag ihrer Entstehung eingebucht. Liegt der Kurs zum Bilanzstichtag darunter, wird die Forderung mit dem niedrigeren Kurs angesetzt. Forderungen in Fremdwährungen und einer Laufzeit von unter einem Jahr sind zum Devisenmittelkurs zum Bilanzstichtag bewertet.
Aktive Rechnungsabgrenzungsposten beinhalten Ausgaben, die Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach dem Bilanzstichtag darstellen.
Die Bewertung der Pensionsverpflichtungen erfolgt nach versicherungsmathematischen Grundsätzen nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected-Unit-Credit-Methode). Der Bewertung wurden folgende Parameter zugrunde gelegt:
scroll
| 31.12.2014 % |
31.12.2013 % |
|
|---|---|---|
| Zinssatz | 4,53 | 4,88 |
| Gehaltsdynamik allgemein | 1,25 | 1,25 |
| Rentenanpassung | 3,00 | 3,00 |
| Biometrische Rechnungsgrundlagen | Richttafeln 2005 G/Prof. Dr. Heubeck |
Die Pensionsrückstellungen werden gemäß § 246 Abs. 2 HGB mit dem Zeitwert von Wertpapieren, die dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen sind und ausschließlich der Erfüllung dieser Verpflichtung dienen, saldiert.
Die sonstigen Rückstellungen werden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. Die Verbindlichkeiten sind mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt.
Verbindlichkeiten, die auf fremde Währung lauten, sind zu den Umrechnungskursen zum Zeitpunkt der Entstehung bzw. zum höheren Stichtagskurs bewertet. Verbindlichkeiten in Fremdwährungen und einer Laufzeit von unter einem Jahr sind zum Devisenmittelkurs zum Bilanzstichtag bewertet. Soweit Fremdwährungsverbindlichkeiten durch Devisen-Termingeschäfte kursgesichert sind, erfolgt die Zubuchung zum jeweiligen Sicherungskurs.
III. Erläuterungen zur Bilanz
Anlagevermögen
Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist in der Anlage zum Anhang dargestellt.
Der Anteilsbesitz stellt sich zum Bilanzstichtag wie folgt dar:
scroll
| Name und Sitz der Gesellschaft | Anteil am Kapital 31.12.2014 % |
Eigenkapital 31.12.2014 TEUR |
Ergebnis 2014 TEUR |
|---|---|---|---|
| Inland | |||
| iSC GmbH, Landau a. d. Isar1 | 100,0 | 1.153 | 0 |
| kwb Germany GmbH, Stuhr | 100,0 | 1.899 | 139 |
| Ausland | |||
| Hansi Anhai Far East Ltd., Hong Kong/China | 100,0 | 7.734 | 1.681 |
| HAFE Trading Ltd., Hong Kong/China | 100,0 | 1.465 | 900 |
| Hans Einhell China (Chongqing) Co. Ltd., Chongqing/China | 100,0 | 1.455 | -21 |
| Hansi Anhai Youyang Ltd., Chongqing/China | 100,0 | 3.584 | 3.280 |
| Hans Einhell (China) Trading Co. Ltd., Shanghai/China | 100,0 | 965 | 924 |
| Einhell Österreich Gesellschaft m.b.H., Wien/Österreich | 100,0 | 248 | -576 |
| Einhell Portugal - Comércio Int., Lda., Arcozelo/Portugal | 100,0 | 2.643 | -88 |
| Einhell Benelux B.V., Breda/Niederlande | 100,0 | -1.146 | -495 |
| Einhell Italia s.r.l., Mailand/Italien | 100,0 | 4.634 | 419 |
| Comercial Einhell S.A., Madrid/Spanien | 100,0 | 1.744 | 122 |
| Einhell Polska Sp.z o.o., Wroclaw/Polen | 90,0 | 6.590 | -209 |
| Einhell Hungaria Kft., Budapest/Ungarn | 100,0 | 263 | 36 |
| Einhell Schweiz AG, Winterthur/Schweiz | 100,0 | 3.499 | 40 |
| Einhell UK Ltd., Birkenhead/Großbritannien | 100,0 | 1.453 | 209 |
| Einhell Bulgarien OOD., Varna/Bulgarien | 67,0 | 8 | 130 |
| Einhell Export-Import GmbH, Tillmitsch/Österreich | 100,0 | 1.338 | 37 |
| Einhell Croatia d.o.o., Lepajci/Kroatien | 100,0 | 4.960 | 827 |
| Einhell BiH d.o.o., Vitez/Bosnien | 66,7 | 2.696 | 408 |
| Einhell d.o.o. Beograd, Belgrad/Serbien | 100,0 | 1.067 | 27 |
| Einhell Romania SRL, Bukarest/Rumänien | 100,0 | 3.042 | 511 |
| Einhell-Ukraine TOV, Kiew/Ukraine | 100,0 | 60 | 674 |
| Svenska Einhell AB, Göteborg/Schweden | 100,0 | 252 | -995 |
| Einhell Holding Gesellschaft m.b.H., Wien/Österreich | 100,0 | 143 | -20 |
| Einhell-Unicore s.r.o., Karlsbad/Tschechien | 100,0 | 1.655 | -519 |
| Einhell Intratek Mühendislik ve Dis Tic. A.S., Istanbul/Türkei | 100,0 | 3.923 | -707 |
| Anxall Hellas A.E., Athen/Griechenland | 97,2 | 1.588 | -36 |
| Einhell Chile S.A., Santiago/Chile | 90,0 | 468 | -681 |
| Einhell Danmark ApS, Silkeborg/Dänemark | 100,0 | -1.060 | -655 |
| Einhell Middle East Trading FZC, Ras Al-Khaima/ Vereinigte Arabische Emirate | 100,0 | 0 | 253 |
| Einhell Slovakia s.r.o., Pezinok/Slowakei | 100,0 | 0 | 395 |
| Einhell France SAS, Villepinte/Frankreich | 95,0 | -1.016 | -1.038 |
| Einhell Australia PTY. Ltd., Victoria/Australien | 100,0 | -455 | 1.222 |
| Einhell Brasil Com. Distr. Ltda, Campinas/Brasilien | 100,0 | 5.520 | -2.502 |
| Einhell Norway AS, Larvik/Norwegen | 100,0 | -231 | -234 |
| Einhell Argentina S.A., Buenos Aires/Argentinien | 100,0 | 2.806 | 789 |
| KWB-RUS OOO, St. Petersburg/Russland | 100,0 | 608 | -200 |
| Hans Einhell Ukraine TOV, Kiew/Ukraine | 100,0 | 457 | 13 |
| Einhell Holding Australia Pty. Ltd., Melbourne/Australien | 100,0 | 17.370 | 4.291 |
| Einhell Colombia S.A.S., Bogota/Kolumbien | 100,0 | 252 | -333 |
| Ozito Industries Pty. Ltd., Bangholme/Australien | 100,0 | 7.610 | 1.383 |
1 Ergebnisabführungsvertrag vom 26. Februar 2002
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
Eine Restlaufzeit von über einem Jahr haben sonstige Vermögensgegenstände in Höhe von TEUR 935 (i. Vj. TEUR 1.855) sowie Forderungen aus Darlehen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von TEUR 2.445 (i. Vj. TEUR 0). Alle übrigen Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind innerhalb eines Jahres fällig. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen setzen sich wie folgt zusammen:
scroll
| 31.12.2014 TEUR |
31.12.2013 TEUR |
|
|---|---|---|
| Forderungen aus Darlehen | 50.874 | 55.743 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 4.647 | 4.605 |
| 55.521 | 60.348 |
Eigenkapital
Das gezeichnete Kapital ist wie folgt eingeteilt:
scroll
| EUR | |
|---|---|
| Stammaktien | |
| 2.094.400 Inhaber-Stammaktien (Stückaktien) | |
| mit rechnerischem Anteil am Grundkapital von je EUR 2,56 | 5.361.664,00 |
| Vorzugsaktien | |
| 1.680.000 stimmrechtslose Inhaber-Vorzugsaktien (Stückaktien) | |
| mit rechnerischem Anteil am Grundkapital von je EUR 2,56 | 4.300.800,00 |
| 9.662.464,00 |
Genehmigtes Kapital
Der Vorstand ist ermächtigt, das Grundkapital der Gesellschaft bis zum 10. Juni 2019 mit Zustimmung des Aufsichtsrats durch Ausgabe neuer Inhaber-Stammaktien und/oder stimmrechtsloser Inhaber-Vorzugsaktien gegen Bareinlage einmalig oder mehrmalig um insgesamt bis zu EUR 3.864.985,60 zu erhöhen (Genehmigtes Kapital I). Dabei ist den Aktionären ein Bezugsrecht einzuräumen. Der Vorstand ist jedoch ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats Spitzenbeträge von dem Bezugsrecht der Aktionäre auszunehmen und im Fall der gleichzeitigen Ausgabe von Stamm- und Vorzugsaktien das Bezugsrecht der Inhaber von Aktien einer Gattung auf Aktien der anderen Gattung auszuschließen, sofern das Bezugsverhältnis für beide Gattungen gleich festgesetzt wird. Die Ermächtigung umfasst auch die Befugnis, weitere Vorzugsaktien auszugeben, die den früher ausgegebenen Vorzugsaktien ohne Stimmrecht bei der Verteilung des Gewinnes oder des Gesellschaftsvermögens vorgehen oder gleichstehen.
Der Vorstand ist ferner ermächtigt, das Grundkapital der Gesellschaft bis zum 10. Juni 2019 mit Zustimmung des Aufsichtsrats durch Ausgabe neuer Inhaber-Stammaktien und/oder stimmrechtsloser Inhaber-Vorzugsaktien gegen Bareinlage einmalig oder mehrmalig um insgesamt bis zu EUR 966.246,40 zu erhöhen (Genehmigtes Kapital II). Dabei ist den Aktionären ein Bezugsrecht einzuräumen. Der Vorstand ist jedoch ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats Spitzenbeträge von dem Bezugsrecht der Aktionäre auszunehmen und im Fall der gleichzeitigen Ausgabe von Stamm- und Vorzugsaktien das Bezugsrecht der Inhaber von Aktien einer Gattung auf Aktien der anderen Gattung auszuschließen, sofern das Bezugsverhältnis für beide Gattungen gleich festgesetzt wird. Der Vorstand kann ferner das Bezugsrecht insgesamt ausschließen, um neue stimmrechtslose Inhaber-Vorzugsaktien zu einem Ausgabebetrag ausgeben zu können, der den Börsenpreis nicht wesentlich unterschreitet (§§ 203 Abs. 2, 186 Abs. 3 Satz 4 AktG). Die Ermächtigung umfasst auch die Befugnis, weitere Vorzugsaktien auszugeben, die den früher ausgegebenen Vorzugsaktien ohne Stimmrecht bei der Verteilung des Gewinnes oder des Gesellschaftsvermögens vorgehen oder gleichstehen.
Gewinnrücklagen
Die Gewinnrücklagen haben sich wie folgt entwickelt:
scroll
| Gesetzliche Rücklage TEUR |
Andere Gewinnrücklagen TEUR |
Gewinnrücklagen TEUR |
|
|---|---|---|---|
| 1. Januar 2014 | 55 | 71.454 | 71.509 |
| Einstellungen aus dem Jahresüberschuss | 0 | 6.055 | 6.055 |
| 31. Dezember 2014 | 55 | 77.509 | 77.564 |
Die gesetzliche Rücklage hat zusammen mit der unveränderten Kapitalrücklage die nach § 150 Abs. 2 AktG geforderten 10 % des Grundkapitals erreicht.
Bilanzgewinn
scroll
| TEUR | |
|---|---|
| 1. Januar 2014 | 31.343 |
| Ausschüttung für das Geschäftsjahr 2013 | -1.384 |
| 29.959 | |
| Jahresüberschuss 2014 | 8.721 |
| Einstellungen in andere Gewinnrücklagen | -6.055 |
| 31. Dezember 2014 | 32.625 |
Pensionsrückstellungen
Die Pensionsrückstellungen setzen sich wie folgt zusammen:
scroll
| 31.12.2014 TEUR |
31.12.2013 TEUR |
|
|---|---|---|
| Barwert Pensionsverpflichtungen | 2.044 | 1.914 |
| Beizulegender Zeitwert Wertpapiere | -667 | -664 |
| 1.377 | 1.250 |
Die Wertpapiere wurden mit ihren Marktwerten angesetzt; die Anschaffungskosten betragen unverändert TEUR 600. Sie sind zugunsten der aus den Pensionsverpflichtungen anspruchsberechtigten Personen verpfändet.
Die in der Gewinn- und Verlustrechnung unter dem Posten Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung verrechneten Aufwendungen und Erträge setzen sich wie folgt zusammen:
scroll
| 2014 TEUR |
2013 TEUR |
|
|---|---|---|
| Pensionsleistungen | 103 | 99 |
| Zuführung zu den Pensionsrückstellungen | 39 | 73 |
| Ertrag aus der Erhöhung des Marktwerts der Wertpapiere | -3 | -5 |
| 139 | 167 |
Sonstige Rückstellungen
scroll
| 31.12.2014 TEUR |
31.12.2013 TEUR |
|
|---|---|---|
| Gewährleistung und Garantie | 1.328 | 1.372 |
| Personalansprüche | 1.290 | 794 |
| Urlaub, Überstunden | 74 | 100 |
| Sonstige Rückstellungen | 1.234 | 1.541 |
| 3.926 | 3.807 |
Verbindlichkeiten
scroll
| Gesamt | Restlaufzeiten | Gesamt | Restlaufzeiten | |||
|---|---|---|---|---|---|---|
| 31.12.2014 TEUR |
bis zu 1 Jahr TEUR |
1 bis 5 Jahre TEUR |
mehr als 5 Jahre TEUR |
31.12.2013 TEUR |
bis zu 1 Jahr TEUR |
|
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 30.000 | 0 | 30.000 | 0 | 50.010 | 20.010 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 8.009 | 8.009 | 0 | 0 | 8.694 | 8.694 |
| Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen | 22.363 | 22.363 | 0 | 0 | 40.325 | 40.325 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 2.519 | 1.335 | 1.184 | 0 | 1.473 | 1.121 |
| 62.891 | 31.707 | 31.184 | 0 | 100.502 | 70.150 |
scroll
| Restlaufzeiten | ||
|---|---|---|
| 1 bis 5 Jahre TEUR |
mehr als 5 Jahre TEUR |
|
| --- | --- | --- |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 30.000 | 0 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 0 | 0 |
| Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen | 0 | 0 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 352 | 0 |
| 30.352 | 0 |
Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen resultieren in Höhe von TEUR 7.244 (i. Vj. TEUR 11.521) aus dem Liefer- und Leistungsverkehr.
Die sonstigen Verbindlichkeiten beinhalten Verbindlichkeiten aus Steuern in Höhe von TEUR 194 (i. Vj. TEUR 178) sowie Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit in Höhe von TEUR 4 (i. Vj. TEUR 12).
IV. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung
Umsatzerlöse
scroll
| 2014 | 2013 | |||
|---|---|---|---|---|
| TEUR | % | TEUR | % | |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Nach Bereichen | ||||
| Garten & Freizeit | 79.489 | 53,0 | 82.599 | 47,3 |
| Werkzeuge | 70.490 | 47,0 | 92.029 | 52,7 |
| 149.979 | 100,0 | 174.628 | 100,0 | |
| Nach Regionen | ||||
| Inland | 110.584 | 73,7 | 144.725 | 82,9 |
| Europäische Union | 26.022 | 17,3 | 18.162 | 10,4 |
| Asien | 5.438 | 3,7 | 4.693 | 2,7 |
| Übrige | 7.935 | 5,3 | 7.048 | 4,0 |
| 149.979 | 100,0 | 174.628 | 100,0 |
Sonstige betriebliche Erträge
scroll
| 2014 TEUR |
2013 TEUR |
|
|---|---|---|
| Erträge aus der Währungsumrechnung | 21.957 | 17.087 |
| Erträge aus der Zuschreibung zu Finanzanlagen | 3.418 | 0 |
| Erträge aus Schadensersatzleistungen | 268 | 4.571 |
| Erträge aus Kostenumlagen an Tochtergesellschaften | 2.666 | 1.749 |
| Laufende betriebliche Erträge | 2.649 | 1.270 |
| Erträge aus der Ausbuchung von Verbindlichkeiten | 2.141 | 909 |
| Erträge aus der Auflösung von Wertberichtigungen und Rückstellungen | 0 | 146 |
| Sonstige periodenfremde Erträge | 100 | 0 |
| 33.199 | 25.732 |
In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 2.241 (i. Vj. TEUR 909) enthalten. Diese resultieren im Wesentlichen aus der Ausbuchung von Verbindlichkeiten, welche der Höhe und dem Grunde nach nicht mehr vorhanden sind.
Personalaufwand
Die Aufwendungen für Altersversorgung betrugen im Geschäftsjahr 2014 TEUR 123 (i. Vj. TEUR 119).
Sonstige betriebliche Aufwendungen
scroll
| 2014 TEUR |
2013 TEUR |
|
|---|---|---|
| Aufwendungen aus der Währungsumrechnung | 21.960 | 17.188 |
| Aufwendungen aus der Ausbuchung bzw. Wertberichtigung auf Forderungen | 4.510 | 7.262 |
| Laufende betriebliche Aufwendungen | 21.598 | 24.522 |
| 48.068 | 48.972 |
Im sonstigen betrieblichen Aufwand sind keine periodenfremden Aufwendungen enthalten.
Erträge aus Beteiligungen
Die Erträge aus Beteiligungen resultieren wie im Vorjahr ausschließlich aus verbundenen Unternehmen.
Abschreibungen auf Finanzanlagen
Der Ausweis betrifft wie im Vorjahr Abschreibungen auf Anteile an verbundenen Unternehmen.
Zinsen
scroll
| 2014 TEUR |
2013 TEUR |
|
|---|---|---|
| Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge | ||
| Erträge aus verbundenen Unternehmen | 2.778 | 2.729 |
| Sonstige Zinserträge | 64 | 105 |
| 2.842 | 2.834 | |
| Zinsen und ähnliche Aufwendungen | ||
| Aufwendungen aus verbundenen Unternehmen | 49 | 94 |
| Zinsaufwendungen aus Pensionsrückstellungen | 91 | 90 |
| Sonstige Zinsaufwendungen | 1.010 | 1.298 |
| 1.150 | 1.482 |
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag
scroll
| 2014 TEUR |
2013 TEUR |
|
|---|---|---|
| Aufwendungen Berichtsjahr | 2.398 | 1.065 |
| Aufwendungen für Vorjahre | -99 | 212 |
| 2.299 | 1.277 |
V. Sonstige Angaben
Haftungsverhältnisse gemäß § 251 HGB
Für Devisengeschäfte zweier Konzerngesellschaften wurden gegenüber drei Kreditinstituten Garantieverpflichtungen in Höhe von maximal TEUR 15.712 eingegangen, die zum Stichtag mit TEUR 1.011 valutieren. Aufgrund der aktuellen Bonität der Tochterunternehmen wird gegenwärtig nicht mit einer Inanspruchnahme aus den Verpflichtungen gerechnet.
Für die Kreditbesicherung zugunsten einer Konzerngesellschaft wurde eine Zahlungsgarantie übernommen, die zum Stichtag mit TEUR 201 valutiert.
Für Zollverpflichtungen einer Konzerngesellschaft wurde eine Bürgschaft über TEUR 83 gewährt.
Sonstige finanzielle Verpflichtungen
scroll
| Gesamt TEUR |
bis 1 Jahr TEUR |
ein bis 5 Jahre TEUR |
über 5 Jahre TEUR |
|
|---|---|---|---|---|
| Verpflichtungen aus Miet-, Pacht- und Leasingverträgen | 616 | 379 | 237 | 0 |
Latente Steuern
Zum 31. Dezember 2014 bestehen aktive latente Steuern, die gemäß dem Ansatzwahlrecht nach § 274 Abs. 1 HGB nicht aktiviert wurden. Die aktiven latenten Steuern sind folgenden Vermögensgegenständen und Schulden zuzuordnen:
scroll
| TEUR | |
|---|---|
| Immaterielle Vermögensgegenstände | -56 |
| Sachanlagevermögen | 46 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 44 |
| Rückstellungen für Pensionen (einschließlich Organgesellschaft) | 74 |
| Sonstige Rückstellungen | 9 |
| 117 |
Der dabei zugrunde gelegte Steuersatz bestimmt sich wie folgt:
scroll
| % | |
|---|---|
| Körperschaftsteuer einschließlich Solidaritätszuschlag | 15,83 |
| Gewerbesteuer | 11,55 |
| 27,38 |
Angaben zu derivativen Finanzinstrumenten gemäß § 285 Nr. 19 HGB
Zinsänderungsrisiko
Die Einhell Germany AG finanziert sich im Wesentlichen über langfristige Kredite sowie über kurzfristige Darlehen zur Finanzierung des kurzfristigen Umlaufvermögens.
scroll
| Nominalvolumen | Zeitwert | |||
|---|---|---|---|---|
| 31.12.2014 TEUR |
31.12.2013 TEUR |
31.12.2014 TEUR |
31.12.2013 TEUR |
|
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Zinscaps | 0 | 40.000 | 0 | 0 |
| Zinsswaps | 0 | 20.000 | 0 | -84 |
Wechselkursrisiko
Die Einhell Germany AG unterliegt Wechselkursrisiken bei Verkäufen, Ankäufen sowie Kreditaufnahmen in anderen Währungen als dem Euro. Hierbei handelt es sich im Wesentlichen um CNY und US-Dollar. Um sich gegen Wechselkursrisiken abzusichern, arbeitet die Einhell Germany AG mit Devisentermingeschäften und Optionen, die alle eine Laufzeit bis zu drei Jahren haben. Das Nominalvolumen entspricht der unsaldierten Summe der zwischen den Parteien vereinbarten Kauf- und Verkaufsbeträge und ist deshalb kein Maßstab für das Risiko der Einhell Germany AG aus dem Einsatz derivativer Finanzinstrumente.
scroll
| Nominalvolumen | Zeitwert | |||
|---|---|---|---|---|
| 31.12.2014 TEUR |
31.12.2013 TEUR |
31.12.2014 TEUR |
31.12.2013 TEUR |
|
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Devisentermingeschäfte | 225.646 | 162.978 | 10.320 | -195 |
| Optionen | 2.785 | 0 | -305 | 0 |
| 228.431 | 162.978 | 10.015 | -195 |
Das Nominalvolumen bezieht sich auf die in 2015 erwarteten Cashflows aus Wareneinkäufen und Finanzierungsabsicherungen. Die Zeitwerte von Devisentermingeschäften werden auf der Basis von aktuellen Devisenkursen unter Berücksichtigung von Terminauf- bzw. Terminabschlägen bestimmt. Devisenoptionen werden ebenso wie Zinscaps mittels Optionspreismodellen bewertet. Aufgrund des Bestehens von Bewertungseinheiten mit schwebenden Geschäften erfolgt die ergebniswirksame Behandlung erst bei Realisation des Cashflows.
Bewertungseinheiten
Der Einsatz der Zinscaps sowie der Zinsswaps dient der Absicherung von Zinszahlungen aus variabel verzinslichen Darlehen. Die Zinscaps sowie die Zinsswaps sind Teil von Bewertungseinheiten. Dabei wird neben dem inneren Wert auch der Zeitwert in die Bewertungseinheiten einbezogen.
Der Einsatz von Devisentermingeschäften und -optionen dient zur Absicherung des Cashflows aus Wareneinkäufen in Fremdwährung im Geschäftsjahr 2015. Hier werden im Einzelabschluss Bewertungseinheiten im Umfang von umgerechnet TEUR 143.823 gebildet. Bei den Devisenoptionen wird neben dem inneren Wert auch der Zeitwert in die Bewertungseinheiten einbezogen.
Des Weiteren werden zur Absicherung von konzerninternen Fremdwährungsdarlehen und für Finanzierungszwecke derivative Finanzinstrumente abgeschlossen, die in Bewertungseinheiten eingefasst werden. Die derivativen Finanzinstrumente werden zur Absicherung der Cashflows aus den Fremdwährungspositionen im Geschäftsjahr 2015 eingesetzt.
Der Nominalbetrag der zur Absicherung von konzerninternen Fremdwährungsdarlehen und für Finanzierungszwecke eingesetzten derivativen Finanzinstrumente beträgt zum Stichtag umgerechnet TEUR 84.608.
Die Bilanzierung der Bewertungseinheiten erfolgt nach der Einfrierungsmethode. Die Ermittlung von bilanziell zu berücksichtigenden Verlustspitzen erfolgt durch Anwendung der Offset-Methode. Positive Marktwerte bleiben aufgrund des Imparitätsprinzips bis zur Realisation unberücksichtigt. Für negative Marktwerte die nicht im Rahmen einer Bewertungseinheit erfasst werden, wird eine Drohverlustrückstellung gebildet.
Durchschnittliche Mitarbeiter
scroll
| 2014 | 2013 | |
|---|---|---|
| Angestellte | 207 | 218 |
| Gewerbliche Arbeitnehmer | 45 | 43 |
| 252 | 261 | |
| Auszubildende | 31 | 35 |
| Vorstände | 3 | 3 |
| 286 | 299 |
Honorar des Abschlussprüfers
Die Aufwendungen für die Jahres- bzw. Konzernabschlussprüfung durch die KPMG AG betrugen im Geschäftsjahr 2014 TEUR 111 (i. Vj. TEUR 111). Sonstige Leistungen wurden in Höhe von TEUR 76 (i. Vj. TEUR 0) erbracht.
Mitteilungen gemäß § 21 Abs. 1 WpHG
Am 24. Oktober 2002 hat die Thannhuber AG, Landau a. d. Isar, gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr seit dem 13. Oktober 2002 100 % der Stimmrechte zustehen. Sämtliche in § 21 Abs. 1 WpHG genannten Schwellenwerte bezüglich der Stimmrechte, insbesondere der Schwellenwert von 75 %, wurden damit überschritten.
Am 26. Mai 2004 hat die Axxion S.A., Luxembourg, gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil am 19. Mai 2004 die Schwelle von 5 % überschritten hat und nun 7,16 % beträgt.
Konzernabschluss
Die Einhell Germany AG stellt einen Konzernabschluss auf. Zum Kreis der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen verweisen wir auf die Aufstellung des Anteilsbesitzes. Der Konzernabschluss des Einhell Konzerns wird im Bundesanzeiger veröffentlicht.
Die Tochtergesellschaft iSC GmbH, Landau a. d. Isar, macht von den Befreiungen des § 264 Abs. 3 HGB Gebrauch. Mit der iSC GmbH besteht seit dem 26. Februar 2002 ein Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrag.
Vorstand
Als Vorstandsmitglieder sind folgende Herren bestellt:
| ― | Andreas Kroiss, Linz/Österreich; Vorsitzender; Bereich Vertrieb, Einkauf, Marketing und Unternehmensstrategie |
| ― | Jan Teichert, Metten; Bereich Finanz- und Rechnungswesen, Steuern, Recht, Controlling, Investor Relations, Personal und Logistik |
| ― | Dr. Markus Thannhuber, Landau a. d. Isar, Bereich Technik, Produktmanagement, Produktaufbereitung, Qualitätssicherung, Service, IT und Instandhaltung |
Für das Geschäftsjahr 2014 betrugen die Gesamtbezüge des Vorstands der Einhell Germany AG TEUR 1.556 (i. Vj. TEUR 1.300). Für diese Personengruppe sind außerdem Pensionsrückstellungen in Höhe von TEUR 342 (i. Vj. TEUR 273) passiviert. Gemäß dem Beschluss der Hauptversammlung vom 17. Juni 2011 unterbleibt die individualisierte Offenlegung der Vorstandsbezüge.
Bei Nichtverlängerung eines Vorstandsvertrages, erhält der jeweilige Vorstand, bei Erreichen von zwölf Jahren Vorstandstätigkeit, ein Jahresgehalt zuzüglich der durchschnittlichen Tantieme der letzten drei Jahre. Vor Erreichen der zwölf Jahresgrenze wird der Anspruch zeitanteilig ermittelt.
Für frühere Mitglieder des Vorstands sind Pensionsrückstellungen in Höhe von TEUR 1.469 (i. Vj. TEUR 1.431) gebildet. Im Geschäftsjahr wurden TEUR 111 (i. Vj. TEUR 107) Pensionsbezüge an frühere Mitglieder des Vorstands ausbezahlt.
Herr Jan Teichert ist stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender der SÜSS MicroTec AG, Garching, sowie Mitglied des Beirats der Kolb Technology GmbH, Hengersberg.
Aufsichtsrat
Dem Aufsichtsrat der Einhell Germany AG gehören die folgenden Herren an:
| ― | Josef Thannhuber, Landau a. d. Isar; Kaufmann; Vorsitzender |
| ― | Univ.-Prof. Dr.-Ing. Dr.-Ing. E.h. Dr. h.c. Dieter Spath, Sasbachwalden; Vorstandsvorsitzender WITTENSTEIN AG, Igersheim |
| ― | Maximilian Fritz, Wallersdorf-Haidlfing; Teamleiter Call-Center; Arbeitnehmervertreter |
Herr Univ.-Prof. Dr.-Ing. Dr.-Ing. E.h. Dr. h.c. Dieter Spath ist Mitglied der folgenden Verwaltungs- bzw. Aufsichtsräte:
| ― | LIEBICH & PARTNER Management- und Personalberatung AG, Baden-Baden; Vorsitzender des Aufsichtsrats |
| ― | Zeppelin GmbH, Garching; Mitglied des Aufsichtsrats |
Die Bezüge des Aufsichtsrates betrugen TEUR 76 (i. Vj. TEUR 83).
Corporate Governance Kodex
Der Vorstand und Aufsichtsrat der Einhell Germany AG haben die nach § 161 AktG vorgeschriebene Erklärung abgegeben und darüber hinaus den Aktionären auf der Homepage www.einhell.com dauerhaft zugänglich gemacht.
Vorschlag zur Ergebnisverwendung
Der Jahresüberschuss der Einhell Germany AG für das Geschäftsjahr 2014 beträgt EUR 8.721.417,94. Der Vorstand hat davon einen Betrag in Höhe von EUR 6.054.901,29 in die anderen Gewinnrücklagen eingestellt. Wir schlagen in Übereinstimmung mit dem Aufsichtsrat der Hauptversammlung am 17. Juni 2015 vor, aus dem Bilanzgewinn in Höhe von EUR 32.625.367,62 einen Betrag von EUR 1.384.096,00 auszuschütten und den verbleibenden Betrag in Höhe von EUR 31.241.271,62 auf neue Rechnung vorzutragen. Die Ausschüttung entspricht einer Dividende von EUR 0,40 je Vorzugsaktie und EUR 0,34 je Stammaktie.
Landau a. d. Isar, 26. März 2015
Einhell Germany AG
Der Vorstand
Andreas Kroiss
Jan Teichert
Dr. Markus Thannhuber
Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2014
scroll
| Anschaffungs- und Herstellungskosten | |||||
|---|---|---|---|---|---|
| 1.1.2014 EUR |
Zugänge EUR |
Umbuchungen EUR |
Abgänge EUR |
31.12.2014 EUR |
|
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände | |||||
| Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten | 4.474.056,84 | 66.375,50 | 0,00 | 0,00 | 4.540.432,34 |
| II. Sachanlagen | |||||
| 1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken | 18.941.325,88 | 5.782,89 | 31.199,28 | 0,00 | 18.978.308,05 |
| 2. Technische Anlagen und Maschinen | 3.984.399,01 | 29.720,81 | 0,00 | 0,00 | 4.014.119,82 |
| 3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 5.708.405,84 | 190.958,36 | 0,00 | 0,00 | 5.899.364,20 |
| 4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | 64.639,58 | 61.179,69 | -31.199,28 | 0,00 | 94.619,99 |
| 28.698.770,31 | 287.641,75 | 0,00 | 0,00 | 28.986.412,06 | |
| III. Finanzanlagen | |||||
| 1. Anteile an verbundenen Unternehmen | 97.160.867,38 | 15.109.843,34 | 0,00 | -1.132.138,58 | 111.138.572,14 |
| 2. Wertpapiere des Anlagevermögens | 150.000,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 150.000,00 |
| 97.310.867,38 | 15.109.843,34 | 0,00 | -1.132.138,58 | 111.288.572,14 | |
| 130.483.694,53 | 15.463.860,59 | 0,00 | -1.132.138,58 | 144.815.416,54 |
scroll
| Kumulierte Abschreibungen | |||||
|---|---|---|---|---|---|
| 1.1.2014 EUR |
Zuschreibungen des Geschäftsjahres EUR |
Abschreibungen des Geschäftsjahres EUR |
Abgänge EUR |
31.12.2014 EUR |
|
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände | |||||
| Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten | 3.988.193,69 | 0,00 | 285.110,84 | 0,00 | 4.273.304,53 |
| II. Sachanlagen | |||||
| 1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken | 15.370.480,24 | 0,00 | 182.653,46 | 0,00 | 15.553.133,70 |
| 2. Technische Anlagen und Maschinen | 1.201.176,15 | 0,00 | 173.624,00 | 0,00 | 1.374.800,15 |
| 3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 4.524.501,73 | 0,00 | 356.147,65 | 0,00 | 4.880.649,38 |
| 4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 |
| 21.096.158,12 | 0,00 | 712.425,11 | 0,00 | 21.808.583,23 | |
| III. Finanzanlagen | |||||
| 1. Anteile an verbundenen Unternehmen | 24.671.680,37 | -3.417.834,63 | 18.370.860,05 | -1.132.136,58 | 38.492.569,21 |
| 2. Wertpapiere des Anlagevermögens | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 |
| 24.671.680,37 | -3.417.834,63 | 18.370.860,05 | -1.132.136,58 | 38.492.569,21 | |
| 49.756.032,18 | -3.417.834,63 | 19.368.396,00 | -1.132.136,58 | 64.574.456,97 |
scroll
| 31.12.2014 EUR |
31.12.2013 EUR |
|
| --- | --- | --- |
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände | ||
| Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten | 267.127,81 | 485.863,15 |
| II. Sachanlagen | ||
| 1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken | 3.425.174,35 | 3.570.845,64 |
| 2. Technische Anlagen und Maschinen | 2.639.319,67 | 2.783.222,86 |
| 3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 1.018.714,82 | 1.183.904,11 |
| 4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | 94.619,99 | 64.639,58 |
| 7.177.828,83 | 7.602.612,19 | |
| III. Finanzanlagen | ||
| 1. Anteile an verbundenen Unternehmen | 72.646.002,93 | 72.489.187,01 |
| 2. Wertpapiere des Anlagevermögens | 150.000,00 | 150.000,00 |
| 72.796.002,93 | 72.639.187,01 | |
| 80.240.959,57 | 80.727.662,35 |
Lagebericht für das Geschäftsjahr 2014
1. Geschäftstätigkeit, Struktur, Steuerung und Ziele der Einhell Germany AG
1.1 Allgemeine Tätigkeit und Geschäftsbereiche
Die Einhell Germany AG mit Sitz in Landau an der Isar (Deutschland) ist die Muttergesellschaft des international aufgestellten Einhell-Konzerns.
Einhell entwickelt und vertreibt Lösungen für Heimwerker und Handwerker, für Haus und für Garten und Freizeit. Schneller, flexibler und innovativer reagieren als Andere sind die Grundsätze der Produktpolitik. Einhell begleitet mit einem hohen Internationalisierungsgrad die globale Ausrichtung seiner Kunden. Tochterunternehmen und assoziierte Partner in aller Welt stellen die Nähe zu den weltweit agierenden Kunden der Einhell Germany AG sicher.
Die Einhell Germany AG gliedert ihre Tätigkeit in die beiden Business Units "Werkzeuge" und "Garten & Freizeit". Die Verantwortung für die jeweilige Business Unit bzw. Division liegt operativ bei den Divisionsleitern bzw. bei den Geschäftsführern in den Tochtergesellschaften.
1.2 Rechtliche Struktur und Leitung der Gesellschaft
Rechtliche Struktur und Änderungen der Konzernstruktur
Die Einhell Germany AG, Landau/Isar hält mittel- und unmittelbar Anteile an insgesamt 40 Tochtergesellschaften, die jeweils eine eigene rechtliche Einheit bilden. Sie hält dabei jeweils 100% der Anteile an Tochtergesellschaften mit Zentral- bzw. Sonderfunktionen wie z.B. Service, Produktfindung/Produktaufbereitung, Beschaffung/ Einkauf sowie Qualitätskontrolle und -sicherung. Außerdem ist sie zu überwiegend 100% an den weltweiten Vertriebsgesellschaften beteiligt.
In den Tochtergesellschaften, bei denen die Einhell Germany AG nicht vollständig 100 % der Anteile hält, verfügt sie in allen Fällen über die unmittelbare oder mittelbare Mehrheit der Anteile. Die Minderheitsanteile werden fast ausschließlich von den jeweiligen Vertriebsgeschäftsführern der jeweiligen Gesellschaft gehalten. Dies ist ein Bestandteil der Strategie der Einhell Germany AG und soll die unternehmerische Mitverantwortung durch die direkte Beteiligung am Kapital sowie am Erfolg der jeweiligen Gesellschaft untermauern.
Im Laufe des Geschäftsjahres 2014 veränderte sich die Konzernstruktur wie folgt:
Die Einhell Germany AG hat im Geschäftsjahr 2014 vom lokalen Vertriebsgeschäftsführer der Einhell Australia Pty. Ltd. 10% der Anteile und vom lokalen Geschäftsführer der Einhell Brasil Com. Distr. 10% der Anteile übernommen. Des Weiteren wurden von den lokalen Geschäftsführern der Einhell Intratek Mühendislik Ve Dis Ticaret A.S. 15% der Anteile übernommen. Die Einhell Germany AG besitzt an den drei oben genannten Vertriebsgesellschaften nun 100% der Anteile. Die Einhell Slovakia s.r.o. wurde verkauft und die Einhell Middle East Trading FZC wurde im Geschäftsjahr geschlossen.
Leitung und Kontrolle
Die Verantwortung für die Geschäftstätigkeit der Einhell Germany AG liegt beim Vorstand. Dieser besteht zum Zeitpunkt der Erstellung des Jahresabschlusses sowie des Lageberichts aus drei Mitgliedern. Der Vorstand leitet, organisiert und überwacht die Strategie und die operativen Geschäftsprozesse des gesamten Unternehmens. Die Zuständigkeiten innerhalb des Vorstands orientieren sich an der fachlichen Verantwortung des jeweiligen Vorstandsmitglieds für seine ihm zugeordneten Ressorts. Dabei liegen in der Verantwortung des Vorstandsvorsitzenden die Bereiche Vertrieb, Einkauf, Marketing und Unternehmensstrategie. In der Verantwortung des Vorstands Finanzen liegen die Bereiche Finanz- und Rechnungswesen, Steuern, Recht, Controlling, Investor Relations, Personal und Logistik. In der Verantwortung des Vorstands Technik liegen die Bereiche Technik, Produktmanagement, Produktaufbereitung, Qualitätssicherung, Service, IT und Instandhaltung.
Der Vorstand führt die Fach- und Führungskräfte der jeweiligen Ressorts und stützt sich hierbei auf eine entsprechende Struktur von Bereichs- und Abteilungsleitern in der Einhell Germany AG. Dabei achtet der Vorstand auf grundsätzlich flache Hierarchien und legt Wert darauf, mit den Mitarbeitern und Fachkräften aller Bereiche auch in direktem Kontakt zu stehen. Regelmäßige Sitzungen des Vorstands, Sitzungen der einzelnen Ressortkreise sowie auch fallweise bereichs- und abteilungsübergreifende Besprechungen sichern eine effiziente Kommunikation und Informationsversorgung aller Verantwortlichen.
Der Aufsichtsrat der Einhell Germany AG, der aus drei Mitgliedern besteht, überwacht und berät den Vorstand gemäß den gesetzlichen Vorgaben sowie den Vorgaben des deutschen Corporate Governance Kodex. In den regelmäßigen Sitzungen des Aufsichtsrats informiert der Vorstand diesen über die Lage des Unternehmens, den Gang der Geschäfte sowie die Strategie der Gesellschaft. Daneben sucht der Aufsichtsrat auch das laufende Gespräch mit dem Vorstand außerhalb der regelmäßigen Sitzungen und stellt damit zusätzlich eine angemessene Kommunikation und Informationsversorgung seitens des Vorstands an den Aufsichtsrat sicher.
Grundzüge des Vergütungssystems des Vorstands
Die Mitglieder des Vorstands erhalten fixe und erfolgsabhängige, also variable Vergütungen mit kurzfristigem sowie mittelfristigem Charakter. Die erfolgsabhängigen Gehaltsbestandteile sind abhängig vom Konzernergebnis, vom Ergebnis der Geschäftsbereiche des abgelaufenen Geschäftsjahres sowie der Entwicklung der Vermögensstruktur des Konzerns und persönlichen Bemessungsfaktoren. Die Bewertungssystematik der variablen Vergütungen ist seit Jahren im Wesentlichen unverändert und gewährleistet somit eine transparente und auf Nachhaltigkeit ausgerichtete Bilanzierungspraxis auf Grundlage der strategischen Ziele des Konzerns. Einmaleffekte durch Sondereinflüsse werden bei der Berechnung der variablen Vergütungen durch einen Cap begrenzt. Mitglieder des Vorstands halten privat Aktien der Einhell Germany AG. Aktienoptionsprogramme oder vergleichbare Gestaltungen bestehen nicht. Weitere Angaben zu den Vorstandsbezügen enthält der Anhang.
Personalveränderungen im Vorstand
Im Geschäftsjahr 2014 gab es keine personellen Veränderungen im Vorstand. Die Besetzung des Vorstands sowie die Aufgabenverteilung zwischen den Vorstandsressorts blieben unverändert.
1.3 Steuerung, Ziele und Strategie der Einhell Germany AG
Steuerung
Die Einhell Germany AG orientiert sich bei der Steuerung ihrer Geschäftsaktivitäten vor allem an den finanziellen Leistungsindikatoren Umsatz und Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit (EBT). Daneben verwendet Einhell zur Steuerung Kennzahlen wie Rohertragsmarge sowie die wesentlichen Treiber des Working Capitals, die Vorräte und die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen.
Der Lagerbestand wird laufend analysiert und anhand der Größen Lagerdrehung und Reichweite auf eventuellen Abwertungsbedarf hin geprüft. Zudem werden anhand einer Lagervorschau die Bestellungen neuer Ware im Hinblick auf Warenverfügbarkeit und Lagerhöhe auf Plausibilität hin überprüft und gesteuert.
Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden laufend anhand der Altersstruktur analysiert und einem festgelegten Bewertungsschema unterworfen. Die Forderungen werden üblicherweise entsprechend des Limits der Forderungsversicherung begrenzt bzw. durch interne Limitvergaben einer entsprechenden Steuerung unterzogen. Die Forderungslaufzeiten stehen ebenso unter laufender Beobachtung und sind eine weitere Steuerungsgröße für das Working Capital der Gesellschaft.
Ziele
Die Einhell Germany AG verfolgt grundsätzlich das Ziel eines nachhaltigen, profitablen Wachstums bei Umsatz und Gewinn. Dabei steht das Ziel der Profitabilität an erster Stelle vor dem reinen Wachstumsziel.
Strategie
Die langfristigen strategischen Ziele der Einhell Germany AG wurden in den vergangenen Geschäftsjahren vom Vorstand in Zusammenarbeit mit den Führungskräften erarbeitet. Der Vorstand hat diese Ziele zusammengeführt und begleitet und überwacht die operative Umsetzung der Strategie.
Das wesentliche strategische Ziel ist die weitere Internationalisierung der Gesellschaft. Dabei sollen neben dem Ausbau bestehender Kundenbeziehungen konsequent neue Märkte erschlossen werden. Einhell will sich damit zu einem weltweiten Anbieter mit einem äußerst attraktiven Produktsortiment weiterentwickeln und durch ein höheres Umsatzvolumen Kostendegressionen nutzen. Die Internationalisierung ist in Europa bereits sehr weit fortgeschritten. Der Konzern erzielt den Großteil seiner Umsätze heute in Europa. Die weitere Internationalisierung auch außerhalb Europas wird als wichtig erachtet, um einerseits weitere Wachstumsfelder zu öffnen und um andererseits die Abhängigkeit von Europa Schritt für Schritt zu verringern. Durch die Positionierung in Regionen außerhalb Europas optimiert der Einhell-Konzern sein globales Risikoportfolio und versucht dadurch, saisonale und vor allem regional konjunkturelle Schwächephasen besser ausgleichen zu können.
Der Bereich Customer Service steht weiterhin im Fokus der Bemühungen und wird ebenso zu einer internationalen Service-Organisation ausgerollt. Auf der Beschaffungsseite minimiert die Einhell Germany AG Abhängigkeiten von spezifischen Beschaffungsregionen und etabliert ein weltweites Sourcing-Modell.
Einen wichtigen strategischen Schritt stellte die bereits im Herbst 2012 gestartete Marketingkampagne "EINHELL GUT GEMACHT" dar. Die Kampagne startete in Vorjahren mit TV-Kampagnen und wird nun im Online-Bereich fortgeführt. Auch am Point-of-Sale wird die Marketingkampagne laufend durch Aktivitäten und Neuerungen ausgerollt und trägt somit maßgeblich zur Verankerung der Marke im Bewusstsein der Endverbraucher bei. Die Marke Einhell hat außerhalb Deutschlands bzw. außerhalb der Region D/A/CH nach wie vor noch keine mit den prominenten A-Marken vergleichbare Wahrnehmung beim Endverbraucher. Zunächst soll dies in der Kernregion D/A/CH verstärkt werden, da hier vom Konzern das größte Umsatzvolumen erzielt wird. Außerhalb der Region D/A/CH bzw. außerhalb Europas müssen sich die Tochtergesellschaften des Konzerns zunächst eigenständig eine Marktposition erarbeiten, da z. B. in Südamerika wie auch anderen Regionen die Marke zunächst unbekannt ist. Dies stellt eine große Herausforderung für den lokalen Vertrieb in den jeweiligen Ländern dar.
Aufgrund der Entwicklungen des stationären Bereichs der Baumarktbranche mit entsprechenden Insolvenzen wichtiger Kundengruppen (Praktiker und Max Bahr) hat der Einhell-Konzern seine Strategie um den Bereich des Online-Handels ergänzt. Dieser Bereich wurde auch bisher bereits bedient, stellte jedoch - auch seitens der Kunden des Konzerns - im Vergleich zum stationären Bereich keinen Schwerpunkt hinsichtlich der Umsätze dar. Die Einhell Germany AG möchte Umsatzrückgänge aufgrund des oben genannten Wegfalls von Kunden des stationären Handels im Online-Bereich ausgleichen und will sich langfristig attraktiv im Online-Bereich positionieren. Einhell hat deshalb in diesem Bereich Ressourcen aufgebaut und ein eigenes E-Commerce-Team etabliert, welches sich aus Fachleuten im Bereich E-Commerce-Vertrieb, IT, Recht und E-Commerce-Marketing zusammensetzt.
1.4 Produktaufbereitung, Beschaffung und Qualitätsmanagement
Produktaufbereitung
Die Aufwendungen für Produktaufbereitung betragen im Geschäftsjahr 2014 4,8 Mio. EUR (i. Vj. 4,5 Mio. EUR). In diesem Bereich waren 41 Mitarbeiter (i. Vj. 37 Mitarbeiter) beschäftigt. Dieser Bereich ist überwiegend vertriebsgetrieben und kundenorientiert. Daher ist nicht nur die Zusammenarbeit mit anderen Bereichen, wie z. B. der Qualitätssicherung wichtig, sondern auch die Kommunikation mit den Kunden. So werden beim Aufbau neuer Produkte und Versionen Kundenbedürfnisse von Beginn an einbezogen. Der Kunde wird als Partner verstanden. Dies ermöglicht dem gesamten Einhell-Konzern eine konsequente Marktanpassung. So wurde Einhell zu einem der am schnellsten agierenden Unternehmen der Branche. Die positiven Erfahrungen mit unseren Kunden bestärken uns, diesen Weg beizubehalten.
Beschaffung
Im Bereich Beschaffung sind die Rohstoffpreise des gesamten Weltmarktes ein wichtiger Faktor. Im Jahr 2014 sind die Rohstoffpreise tendenziell weiter gesunken. Der HWWI-Rohstoffpreisindex ist von Jahresbeginn bis Ende 2014 um 7,0% auf US-Dollar-Basis zurückgegangen, während er sich auf Eurobasis um 7,4% reduzierte. Wesentlicher Grund für diesen Rückgang war der gesunkene Ölpreis, da Rohöl für den Index eine bedeutende Rolle spielt.
Qualitätsmanagement
Ein Großteil der Einhell-Produktpalette wird derzeit in China gefertigt. Die Qualitätsanforderungen, die die Einhell Germany AG an die chinesischen Lieferanten stellt, werden von den Wünschen der Kunden bestimmt. Die Qualitätssicherung und das Qualitätsmanagement befinden sich auf einem hohen Niveau. Da der Überprüfung der Qualität vor der Verschiffung ab China eine hohe Priorität zukommt, steht dieser Bereich ständig unter Beobachtung. Neben den strengen Verschiffungskontrollen vor Ort erfolgen auch die Überwachung der Einhaltung kundenspezifischer Qualitätsanforderungen, Kontrollen von laufenden Produktionen und die Optimierung von Prozessabläufen bei den Herstellern.
Die Qualität der Lieferanten wird ständig optimiert. Durch eine angemessene Anzahl an Lieferanten und eine breite Streuung von Aufträgen wird die Abhängigkeit von einzelnen Lieferanten vermieden. Um weiteren Spielraum für flexible Beschaffungsmöglichkeiten zu schaffen, ist der Einhell-Konzern seit 2008 auch in Vietnam präsent.
1.5 Personal und Sozialbereich
Die Anzahl der Mitarbeiter reduzierte sich im Geschäftsjahr 2014 im Vorjahresvergleich um 4,7% auf durchschnittlich 262 (i. Vj. 275). Der Umsatz pro Mitarbeiter beträgt 572 TEUR (i. Vj. 635 TEUR).
Auf Basis der in 2013 durchgeführten Mitarbeiterbefragung zu den Schwerpunkten Unternehmenskultur, Kommunikationsstrukturen, Work-Life-Balance, Prozesse und Tätigkeiten sowie Führungskultur wurden eine ganze Reihe von Maßnahmen abgeleitet, die 2014 den Schwerpunkt in den Aktivitäten im Bereich HR Relationship bildeten. Vor allem der Verbesserung des internen Informationsflusses, sowie der bereichs- oder abteilungsübergreifenden Kommunikation wurde besonderes Augenmerk geschenkt. Bei der Betriebsversammlung im September 2014 konnte die neue, sehr breit abgestellte Intranet-Plattform vorgestellt und freigeschalten werden. Mit Rubriken zu aktuellen Themen, Produktbewertungen, Betriebsrat, HR Mitteilungen, Stellenausschreibungen sowie einem internen "schwarzen Brett" wurde hier ein modernes Kommunikationswerkzeug eingeführt, dass sehr positiv angenommen wurde. Durch die integrierten Vorstellungen der Personen der einzelnen Abteilungen, konnte hier darüber hinaus auch ein weiteres integratives Element geschaffen werden. Regelmäßige Führungskräftemeetings und Informationsveranstaltungen schaffen ebenfalls Transparenz und Akzeptanz für strategische und operative Entscheidungen.
Die zukunftsorientierte individuelle Personalentwicklung war bereits 2013 eine der zentralen Aufgaben im Bereich HR. 2014 wurden diese Anstrengungen in der Einhell Academy zusammengeführt. Die Ausgestaltung dieser Plattform ist ein mittelfristig angelegtes Projekt und wird auch noch die nächsten Jahre den Fokus der Personalarbeit bilden. Im Betrachtungszeitraum wurde hier eine Reihe von bereichsübergreifenden Maßnahmen durchgeführt. Vorträge zu Dialektik, Gesprächs- und Verhandlungsführung, aber auch zur zukünftigen Aufstellung des Unternehmens im Bereich eCommerce wurden angeboten und rege besucht. Die Ausgestaltung eines eigenen E-Learning-Schulungsraumes und das Angebot von Schulungen von intern verwendeten Software-Paketen war ein weiterer Schritt in eine moderne, auf die individuelle Förderung ausgelegte Personalentwicklung. Durch die technisch gute Ausstattung dieses Raumes, war es auch möglich individuelle Sprachausbildung in virtuellen "Klassenräumen" anzubieten, was den international ausgelegten Aufgaben in der Konzernzentrale Rechnung trägt. Mit der Erweiterung unserer Möglichkeiten zum Ausbau der Fertigkeiten unserer Mitarbeiter, schaffen wir die Grundlage für einen langfristigen Unternehmenserfolg, auch in Zeiten in denen es schwieriger wird auf den Arbeitsmärkten die für uns passenden Qualifikationen zu finden.
In der Arbeitssicherheit und im Arbeitsschutz wurde der bereits 2013 begonnene Aufbau von strukturieren Gefährdungsbeurteilungen abgeschlossen und bei einem Besuch der zuständigen Kontrollbeamtin der Berufsgenossenschaft vollumfänglich validiert. 2015 wird es hier um den Aufbau eines kontinuierlichen Verbesserungsprozesses gehen, der dann unserer Belegschaft in Verbindung mit dem ebenfalls 2014 gestarteten betrieblichen Gesundheitsmanagements eine Basis für ein langes gesundes Erwerbsleben in unserem Unternehmen ermöglichen soll. Betriebliches Gesundheitsmanagement ist hier als interaktiver Systemansatz zu sehen, der über das bloße Angebot von gesundheitsfördernden Einzelmaßnahmen hinausgehen muss. Daher beteiligt sich das Unternehmen an einem auf drei Jahre angelegten Projektes des Bundesverband mittelständischer Wirtschaft (BVMW) unter Förderung des Bundeswirtschaftsministeriums zum Aufbau eines "Gesundheitsmanagements mit System". Unter Einbeziehung des Betriebsrates in einen Steuerkreis sind hier für 2015 eine Reihe von aufeinander aufbauenden Veranstaltungen für Führungskräfte und Belegschaft in der Planung.
Das außerordentliche Engagement einer/s jeden einzelnen Mitarbeiters/in einem sicher nicht einfachen Jahr, mit lokalen und internationalen Krisen, hat das Unternehmen auf Kurs gehalten. Der Vorstand bedankt sich hierfür recht herzlich bei allen Mitarbeiter/innen im Einhell-Konzern.
2. Wirtschaftsbericht
Wirtschaftliche Rahmenbedingungen
Die globale Wirtschaft hat sich nach Einschätzung der Weltbank noch nicht vollständig von den Auswirkungen der Finanzkrise erholt. Das weltwirtschaftliche Wachstum musste die Weltbank zum Jahresende erneut nach unten korrigieren. Das Wachstum der Weltwirtschaft hat in 2014 um 2,6% zugenommen, prognostiziert hatte die Weltbank 2,8%.
Auch mehr als sechs Jahre nach Beginn der Finanzkrise nimmt die Arbeitslosigkeit weltweit immer noch zu. Hauptgrund für den weiteren Anstieg sei, dass die meisten Volkswirtschaften nur sehr langsam wachsen. Besonders stark betroffen seien laut der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) Jugendliche. Fast 74 Millionen Menschen zwischen 15 und 24 Jahren seien 2014 auf der Suche nach Arbeit gewesen.
Die deutsche Wirtschaft hat sich in einem wirtschaftlich schwierigen Umfeld im Jahresdurchschnitt 2014 insgesamt als stabil erwiesen. Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) war um 1,5% höher als im Vorjahr und lag damit über dem Durchschnitt der letzten zehn Jahre von 1,2%. In den beiden Jahren zuvor war das Bruttoinlandsprodukt wesentlich weniger stark gewachsen (2013: 0,1% und 2012; 0,4%). Profitieren konnte das Bruttoinlandsprodukt im Jahr 2014 vor allem von einer starken Binnennachfrage.
Auf der Verwendungsseite war der Konsum wichtigster Wachstumsmotor für das deutsche Bruttoinlandsprodukt. Die privaten Konsumausgaben stiegen preisbereinigt um 1,1%, die des Staates um 1,0%. Auch die Investitionen konnten im Vergleich zum Vorjahr zulegen.
Der deutsche Außenhandel konnte im Jahresdurchschnitt 2014 trotz eines schwierigen wirtschaftlichen Umfelds etwas zulegen. Deutschland exportierte preisbereinigt 3,7% mehr Waren und Dienstleistungen als noch ein Jahr zuvor. Da die Importe aber fast genauso stark zulegten (+3,3) konnte der Außenbeitrag nur einen vergleichsweise geringen Beitrag von 0,4% zum BIP-Wachstum beitragen.
Deutschland hat erstmals seit 40 Jahren wieder einen ausgeglichenen Haushalt erreicht. Ohne Berücksichtigung von konjunkturellen Effekten erreichte der Bundeshaushalt einen strukturellen Überschuss von 0,28% des Bruttoinlandsproduktes. Damit erfüllt Deutschland das im europäischen Vertrag von Maastricht vorgesehene Defizitkriterium von 3%. Das zweite Kriterium, die Höhe des Staatsschuldenstandes erfüllt Deutschland auch im Jahr 2014 nicht. Die Gesamtschulden des Staates betragen laut Steuerschätzern etwa 80% der Wirtschaftsleistung.
Die Arbeitslosenquote ist in Deutschland im Dezember auf den niedrigsten Stand seit der Wiedervereinigung gefallen. Die leichte Konjunkturbelebung und das überwiegend milde Winterwetter trugen positiv zu dieser Entwicklung bei. Mit 2,764 Millionen hat die Erwerbslosenzahl den bisher niedrigsten Stand noch einmal unterschritten. Die Zahl der Erwerbslosen ist im Dezember 2014 zwar um 47.000 angestiegen, der Anstieg fiel aber wesentlich geringer aus als in den letzten Jahren. Die Arbeitslosenquote stieg von November auf Dezember um 0,1% auf 6,4%.
Die Verbraucherpreise sind laut Statistischen Bundesamt im Jahr 2014 in Deutschland nur noch um durchschnittlich 0,9% gestiegen. Die Jahresteuerungsrate ist demnach seit 2011 rückläufig. Im letzten Jahr hatte die Inflationsrate noch 1,5% betragen. Eine niedrigere Teuerung im Jahresdurchschnitt hatte es zuletzt 2009 gegeben (+0,3%). Die moderate Jahresteuerungsrate 2014 resultierte vor allem aus niedrigen Inflationsraten in der zweiten Jahreshälfte. Im Dezember 2014 hatte die Inflationsrate, gemessen am Verbraucherpreisindex, 0,2% gegenüber Dezember 2013 betragen. Verantwortlich für diese Entwicklung im Jahr 2014 waren vor allem die Preisrückgänge bei Energie. Energie verbilligte sich um 2,1% vor allem infolge der Rohölpreisentwicklung.
Der für europäische Zwecke berechnete Harmonisierte Verbraucherpreisindex (HVPI) für Deutschland ist im Jahresdurchschnitt 2014 um 0,8% im Vergleich zum Vorjahr gestiegen. Im Dezember 2014 erhöhte sich der HVPI um 0,1% gegenüber Dezember 2013 und lag somit das gesamte Jahr deutlich unter der für die Geldpolitik wichtigen Zwei-Prozent-Marke.
Die Baumarktbranche in Deutschland hat sich nach der Insolvenz der Baumarktketten Praktiker und Max Bahr zufriedenstellend entwickelt. Jedoch sind die fehlenden Verkaufsflächen im Branchenumsatz spürbar. Dem deutschen DIY-Kernmarkt (do-it-yourself), zu welchem die Bau- und Heimwerkermärkte sowie der Fachhandel und Kleinbetriebsformate zählen, wird für das gesamte Jahr 2014 ein Gesamtumsatz von 43,2 Milliarden Euro prognostiziert. Das bedeutet einen leichten Umsatzrückgang von 0,5% im Vergleich zum Vorjahr. Die Bau- und Heimwerkermärkte konnten 20,69 Milliarden Euro Umsatz erzielen, was einen Rückgang von 4,7% bedeutet. Die Branche konnte den Wegfall der Baumärkte Praktiker und Max Bahr bisher nicht vollständig kompensieren. Bislang sind nur ca. 53% der Verkaufsflächen wiedervermarktet, davon ca. 43% durch die Bau- und Heimwerkermärkte. Etwa die Hälfte der generierten Umsätze der Baumarktketten Praktiker und Max Bahr aus 2013 konnten in 2014 durch bestehende Flächen, Neu- und Wiedereröffnungen von Baumärkten aufgefangen werden. Flächenbereinigt dürfte die Branche zum Jahresende 2014 mit einem Umsatzplus von 6,5% rechnen. Für das laufende Jahr prognostizieren Marktforscher dem DIY-Kernmarkt einen Umsatz von rund 44,2 Milliarden Euro, was einen Umsatzanstieg von etwa 2,2% bedeutet.
Europas Wirtschaft konnte im Jahr 2014 ein leicht positives Wachstum verzeichnen. Ersten Schätzungen zufolge ist das Bruttoinlandsprodukt im Vergleich zum Vorjahr um 1,4% angestiegen, so das statistische Amt der Europäischen Union (Eurostat). Im Euroraum entwickelte sich die Wirtschaftsleistung ebenfalls leicht positiv. Hier konnte im Jahresvergleich ein Wachstum von 0,9% verbucht werden.
Die Arbeitslosigkeit in den Euroländern ist auf den niedrigsten Stand seit mehr als zwei Jahren gefallen. Die regionalen Unterschiede sind allerdings groß. Im Dezember 2014 betrug die Arbeitslosenquote in der Euro-Zone 11,4%. Eine niedrigere Quote war zuletzt im August 2012 erreicht worden. In der Europäischen Union mit ihren 28 Mitgliedsstaaten sank die Arbeitslosenquote von 10,0% auf 9,9%. Dies war der niedrigste Wert seit Oktober 2011. Insgesamt waren 24,06 Millionen Menschen arbeitslos.
Die Inflationsrate im Euroraum lag im Dezember 2014 bei -0,2%, nach 0,3% im November. Dies war die niedrigste Rate die seit September 2009 verzeichnet wurde. Im Dezember 2013 hatte die Rate 0,8% betragen. Die jährliche Inflationsrate der Europäischen Union lag im Dezember 2014 bei -0,1% gegenüber 0,3% im November. Ein Jahr zuvor hatte sie 1,0% betragen.
Die jährliche Inflationsrate bleibt damit unter dem Zielwert der Europäischen Zentralbank (EZB). Sie strebt mittelfristig eine Rate von knapp zwei Prozent an.
Die Industrieproduktion in der Euro-Zone hat sich im Dezember 2014 stabil entwickelt. Wie die europäische Statistikbehörde Eurostat mitteilte stagnierte die Produktion gegenüber dem Vormonat. Im Jahresvergleich lag die Produktion um 0,2% niedriger. Die Industrieproduktion in der EU-28 ist im Dezember um 0,1% gegenüber dem Vormonat und um 0,3% gegenüber dem Vorjahresmonat angestiegen.
Geschäftsverlauf
scroll
| 2014 | 2013 | Veränderung | ||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Umsatzerlöse | TEUR | % | TEUR | % | TEUR | % |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Inland | 110.584 | 73,7 | 144.725 | 82,9 | -34.141 | -23,6 |
| Europäische Union | 26.022 | 17,3 | 18.162 | 10,4 | 7.860 | 43,3 |
| Asien | 5.438 | 3,7 | 4.693 | 2,7 | 745 | 15,9 |
| Übrige | 7.935 | 5,3 | 7.048 | 4,0 | 887 | 12,6 |
| 149.979 | 100,0 | 174.628 | 100,0 | -24.649 | -14,1 |
Die Umsatzerlöse der Einhell Germany AG reduzierten sich gegenüber dem Vorjahr aufgrund der schwierigen Marktbedingungen um EUR 24,6 Mio. bzw. 14,1% auf EUR 150,0 Mio. Die weggebrochenen Umsätze von Praktiker und Max Bahr aufgrund deren Insolvenz, sowie die Einstellung der Zusammenarbeit mit einem Kunden aus dem Discountbereich, konnten nicht in ausreichendem Maße mit anderen Kunden ausgeglichen werden. Die Ergebnis-Prognosen für das Gesamtjahr konnten nicht mehr gehalten werden.
Damit liegt die Einhell Germany AG unter dem Prognosewert für das Geschäftsjahr 2014, bei dem der Vorstand zu Beginn des Jahres 2014 von einem Umsatz von ca. 155 -165 Mio. EUR ausging.
Im Heimatmarkt Deutschland konnten im Geschäftsjahr 2014 Umsätze in Höhe von 110,6 Mio. EUR (i. Vj. 144,7 Mio. EUR) erzielt werden. Der Anteil des inländischen Umsatzes beträgt somit 73,7%. Im Geschäftsjahr 2014 stiegen die Umsätze in der Europäischen Union im Vorjahresvergleich um 7,9 Mio. EUR von 18,2 Mio. EUR auf 26,0 Mio. EUR. In den übrigen Ländern stiegen die Umsätze ebenfalls. Gegenüber dem Vorjahreszeitraum erhöhten sich die Umsätze um 1,6 Mio. EUR auf 13,4 Mio. EUR (i. Vj. 11,7 Mio. EUR).
Entwicklung der Gesamtleistung beider Divisionen
Die Entwicklung der Umsatzerlöse nach Segmenten im Geschäftsjahr 2014 stellt sich wie folgt dar:
scroll
| 2014 | 2013 | Veränderung | ||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| TEUR | % | TEUR | % | TEUR | % | |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Garten & Freizeit | 79.489 | 53,0 | 82.599 | 47,3 | -3.110 | -3,8 |
| Werkzeuge | 70.490 | 47,0 | 92.029 | 52,7 | -21.539 | -23,4 |
| 149.979 | 100,0 | 174.628 | 100,0 | -24.649 | -14,1 |
Die Division "Werkzeuge" erzielte im Geschäftsjahr 2014 einen Umsatz von 70,5 Mio. EUR (i. Vj. 92,0 Mio. EUR). In dieser Division waren Produkte aus den Produktgruppen handgeführte Werkzeuge, Kompressoren und Druckluft-Zubehör, Standwerkzeuge, Stromerzeuger sowie Produkte aus der Schweisstechnik besonders absatzstark.
In der Division "Garten und Freizeit" konnten in 2014 Umsätze in Höhe von 79,5 Mio. EUR (i. Vj. 82,6 Mio. EUR) generiert werden. Zu den absatzstarken Produkten dieser Division zählen überwiegend Produkte aus den Produktgruppen Rasenmäher, Produkte aus dem Bereich Graspflege, Produkte aus dem Bereich Wassertechnik, Produkte der Baum- und Strauchpflege sowie Produkte aus dem Bereich Heizen/Klima.
Die Division "Garten und Freizeit" konnte den erwarteten Umsatz für 2014 erreichen. Die Division "Werkzeug" blieb hinter den Erwartungen zurück. Die Prognosen, bezogen auf die Gesamtleistung, konnten auch hier aus bereits genannten Gründen nicht erreicht werden.
3. Ertragslage
Die Einhell Germany AG erreichte im Geschäftsjahr 2014 ein Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit in Höhe von 11,1 Mio. EUR (i. Vj. 3,3 Mio. EUR). Die Rendite vor Steuern beträgt 7,4% (i. Vj. 1,9%).
Das Beteiligungsergebnis (einschließlich der erforderlichen Zu- und Abschreibungen auf Anteile an verbundenen Unternehmen) entwickelte sich gegenüber dem Vorjahr wie folgt:
scroll
| 2014 | 2013 | Veränderung | |
|---|---|---|---|
| in Mio. EUR | |||
| --- | --- | --- | --- |
| Erträge aus Beteiligungen | 24,0 | 11,1 | 12,9 |
| Erträge aus Gewinnabführungsverträgen | 1,1 | 1,0 | 0,1 |
| 25,1 | 12,1 | 13,0 | |
| Zuschreibungen auf Finanzanlagen | 3,4 | 0,0 | 3,4 |
| Abschreibungen auf Finanzanlagen | -18,4 | -7,3 | -11,1 |
| -15,0 | -7,3 | -7,7 | |
| Zuschreibungen auf Forderungen | 0,5 | 0,0 | 0,5 |
| Abschreibungen auf Forderungen gegen verb. Unt. | -4,9 | -2,7 | -2,2 |
| -4,4 | -2,7 | -1,7 | |
| Beteiligungsergebnis | 5,7 | 2,1 | 3,6 |
Der Rohertrag der Einhell Germany AG sank im Geschäftsjahr 2014 um 2,6 Mio. EUR, von 37,0 Mio. EUR (Rohertragsmarge 21,2%) auf 34,4 Mio. EUR (Rohertragsmarge 22,9%). Der rückläufige Rohertrag spiegelt den Wegfall der insolventen Kunden Praktiker und Max Bahr sowie der Einstellung der Zusammenarbeit mit einem Kunden im Discountbereich wieder.
Die Zunahme der sonstigen betrieblichen Erträge resultiert überwiegend aus den Gewinnen aus Währungsumrechnung mit 22,0 Mio. EUR (i. Vj. 17,1 Mio. EUR) sowie aus den Zuschreibungen auf Finanzanlagen.
Trotz eines leichten Rückgangs der durchschnittlichen Mitarbeiterzahl, erhöhte sich der Personalaufwand um 0,2 Mio. EUR von 15,6 Mio. EUR auf 15,8 Mio. EUR. Dieser Anstieg ist auf die variablen Vergütungsbestandteile zurückzuführen, welche durch das Ergebnis beeinflusst werden.
In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Verluste aus Währungsumrechnung in Höhe von 22,0 Mio. EUR (i. Vj. 17,2 Mio. EUR) enthalten. Des Weiteren hat sich der Wertberichtigungsbedarf auf Forderungen von 7,3 Mio. EUR auf 4,5 Mio. EUR reduziert. Die vertriebsbezogenen Aufwendungen haben sich auf Grund des Umsatzrückgangs korrespondierend reduziert.
Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit stieg um 7,8 Mio. EUR von 3,3 Mio. EUR auf 11,1 Mio. EUR.
Der Jahresüberschuss erhöhte sich im Geschäftsjahr 2014 von 1,9 Mio. EUR auf 8,7 Mio. EUR. Der ROI berechnet sich zum Stichtag mit 5,1% (i. Vj. 1,4%).
Mit dieser Ergebnisentwicklung konnte die Einhell Germany AG ihre Erwartungen für das Geschäftsjahr 2014 erfüllen. Es wurden wichtige strategische Bausteine umgesetzt und in die Weiterentwicklung der Gesellschaft und des Konzerns investiert. Einhell sieht sich im Branchenvergleich hervorragend aufgestellt, um die Herausforderungen der wirtschaftlichen Entwicklung gut zu meistern. Mit Blick auf die langfristige Entwicklung des Unternehmens sind wir der Überzeugung, dass Einhell seit vielen Jahren unter Beweis stellt und weiterhin stellen kann, langfristig und nachhaltig positive Erträge und Cash-flows erzielen zu können.
4. Vermögens- und Finanzlage
Die wesentlichen Posten der Bilanz stellen sich für die Geschäftsjahre 2014 und 2013 wie folgt dar:
scroll
| in Mio. EUR | 31.12.2014 | 31.12.2013 | Veränderung |
|---|---|---|---|
| Anlagevermögen | 80,2 | 80,7 | -0,5 |
| Warenvorräte | 38,2 | 39,8 | -1,6 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 15,8 | 11,8 | 4,0 |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 21,3 | 44,2 | -22,9 |
| Eigenkapital | 146,9 | 139,5 | 7,4 |
| Bankverbindlichkeiten | 30,0 | 50,0 | -20,0 |
Investitionen (Anlagevermögen)
Die Investitionen betrugen im Geschäftsjahr 2014 15,5 Mio. EUR. Hierbei handelt es sich in Höhe von 15,1 Mio. EUR überwiegend um Kapitalerhöhungen bei Tochtergesellschaften. Die übrigen Investitionen in Höhe von 0,4 Mio. EUR betrafen immaterielle Vermögensgegenstände, andere Anlagen sowie Betriebs- und Geschäftsausstattung.
Die planmäßigen Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen betrugen 2014 1,0 Mio. EUR (i. Vj. 1,0 Mio. EUR). Die Abschreibungen auf Finanzanlagen betrugen 18,4 Mio. EUR (i. Vj. 7,3 Mio. EUR). Im Geschäftsjahr 2014 konnten auf Grund positiver Entwicklungen bzw. Planungen Zuschreibungen auf Finanzanlagen in Höhe von 3,4 Mio. EUR (i. Vj. 0,0 Mio. EUR) vorgenommen werden.
Umlaufvermögen
Zum Stichtag verringerten sich die Vorräte von 39,8 Mio. EUR auf 38,2 Mio. EUR. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen erhöhten sich um 4,0 Mio. EUR auf 15,8 Mio. EUR (i. Vj. 11,8 Mio. EUR).
Die liquiden Mittel zum Bilanzstichtag sanken um 22,9 Mio. EUR auf 21,3 Mio. EUR. Dies resultiert im Wesentlichen aus der Neuordnung der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten.
Finanzlage
Die Einhell Germany AG finanziert sich einerseits über das im Rahmen der Gründung der Gesellschaft und durch Kapitalerhöhungen von den Aktionären zur Verfügung gestellte Eigenkapital sowie durch thesaurierte Gewinne, die in die Rücklagen eingestellt wurden bzw. als Gewinnvortrag dem Bilanzgewinn zugeführt wurden. Andererseits finanziert sich die Einhell Germany AG durch Fremdkapital in Form von langfristigen Krediten und kurzfristigen Mittelaufnahmen sowie zum Teil über Lieferantenkredite. Die Kreditaufnahmen erfolgen dabei überwiegend in Euro. Lieferantenkredite valutieren überwiegend in USD oder CNY. Die zu erwartenden Cash-flows aus der Bezahlung der Lieferantenverbindlichkeiten werden zum größten Teil durch entsprechende Hedgegeschäfte abgesichert.
Aufgrund der sehr gesunden und soliden Finanzierungsstruktur der Einhell Germany AG mit einer traditionell sehr guten Eigenkapitalquote, die sich aktuell auf 68,0% beläuft, sieht der Vorstand keinerlei Schwierigkeiten die aktuellen Geschäfte sowie auch ein künftiges, im Rahmen der weiteren Expansion, langfristig wachsendes Geschäftsvolumen finanziell bewältigen zu können.
Die Einhell Germany AG hat im Geschäftsjahr 2013 das günstige Zinsniveau genutzt und ihre Refinanzierung neu strukturiert. Mit verschiedenen Banken wurden langfristige bilaterale Kreditvereinbarungen über EUR 30,0 Mio. abgeschlossen. Damit ist die langfristige Finanzierung bis zum Jahr 2018 zu sehr guten Konditionen gewährleistet. Die bereits bestehenden ursprünglich langfristigen Kredite über EUR 20,0 Mio. wurden planmäßig im Juli 2014 getilgt. Die Finanzierung wurde ohne Bereitstellung von Sicherheiten gestaltet. Damit sieht sich die Gesellschaft stark gefestigt für das anhaltend schwierige Marktumfeld. Die Einhell Germany AG erwartet deshalb auch keine Hindernisse bei der Finanzierung ihrer künftigen Geschäfte.
In den Kreditverträgen wurden Financial Covenants definiert, deren Nichteinhaltung den Gläubigern das Recht einräumt, die Kredite während der Laufzeit frühzeitig fällig zu stellen. Diese Governance-Kennzahlen beziehen sich auf die Eigenkapitalquote, die Schuldendeckungsrate und den Zinsdeckungsquotient. Im Geschäftsjahr 2014 wurden alle Covenants erfüllt. Die Absicherung von Zinsänderungsrisiken erfolgt mit Hilfe von derivativen Finanzinstrumenten in Form von Zins-Cap- und Zins-Swap-Vereinbarungen.
Der Vorstand weist darauf hin, dass in der Einhell Germany AG sämtliche Grundstücke und Gebäude frei von Sicherheiten Dritter sind. Es bestehen hier keinerlei Sicherungsübereignungen oder vergleichbare Rechte Dritter. Sämtliche Grundschuldvereinbarungen zu Gunsten Dritter wurden bereits im Geschäftsjahr 2010 neu geordnet und aus dem Grundbuch gelöscht. Ebenso sind sämtliche Vorräte und Forderungen vollständig frei von Sicherheiten Dritter.
Die Entwicklung der Finanzlage im Geschäftsjahr 2014 verdeutlicht die zusammengefasste Kapitalflussrechnung:
scroll
| in Mio. EUR | 2014 | 2013 | Veränderung |
|---|---|---|---|
| Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit | 22,8 | 27,3 | -4,5 |
| Cashflow aus Investitionstätigkeit | -15,5 | -16,9 | 1,4 |
| Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit | -30,2 | 33,7 | -63,9 |
| Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelfonds | -22,9 | 44,1 | -67,0 |
| Finanzmittelfonds am Anfang der Periode | 44,2 | 0,1 | 44,1 |
| Finanzmittelfonds am Ende der Periode | 21,3 | 44,2 | -22,9 |
Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit resultiert überwiegend aus der Rückzahlung von Darlehensverbindlichkeiten sowie der Dividendenzahlung für das Geschäftsjahr 2013.
5. Gesamtaussage zur wirtschaftlichen Lage
Zusammenfassend lässt sich festhalten, dass die Einhell Germany AG im Geschäftsjahr 2014 angesichts weiterhin schwieriger Marktbedingungen ein im Branchenvergleich zufriedenstellendes Ergebnis erzielte.
Ebenso konnte sehr erfolgreich der Strategieprozess für die nächsten Jahre fortgeführt werden, was aus Sicht des Vorstands maßgeblich zur nachhaltigen Sicherung des Geschäftserfolgs beiträgt.
6. Nachtragsbericht
Zwischen dem Ende des Geschäftsjahres 2014 bis zur Aufstellung des Lageberichts sind keine Ereignisse eingetreten, die für die Berichterstattung von Bedeutung sind.
7. Abhängigkeitsbericht
Die Anteile der Einhell Germany AG werden mehrheitlich von der Thannhuber AG gehalten. Wir erklären, dass die Einhell Germany AG und ihre Tochtergesellschaften mit der Thannhuber AG bzw. im Interesse oder auf Veranlassung der Thannhuber AG im Berichtszeitraum keine Rechtsgeschäfte getätigt hat und keine Maßnahmen getroffen oder unterlassen wurden, die die Einhell Germany AG benachteiligt hätten.
8. Erklärung zur Unternehmensführung
Die Erklärung des Vorstands zur Unternehmensführung gem. § 289a HGB kann auf den Internetseiten der Einhell Germany AG (www.einhell.com) nachgelesen werden.
Die Einhell Germany AG wendet Unternehmensführungspraktiken zur Sicherstellung der Einhaltung der rechtlichen Vorschriften (Compliance) an, die über das Maß der gesetzlichen Anforderungen hinausgehen. Insbesondere hat die Einhell Germany AG im Berichtszeitraum diverse Richtlinien und Prozessregelungen getroffen, die sich an alle Mitarbeiter des Konzerns mit dem Ziel richten, das Risiko von Rechtsverstößen zu vermeiden. Beispielsweise wird die Einhaltung der gesetzlichen Regelungen zum Verbot von Insidergeschäften dadurch sichergestellt, dass eine Insiderrichtlinie erlassen wurde, die den Handel mit Wertpapieren des Unternehmens für Organmitglieder und Mitarbeiter regelt, die Zugang zu Insiderinformationen haben. Die Unternehmensführungspraxis hinsichtlich der Compliance unterliegt einer ständigen Kontrolle und Weiterentwicklung.
9. Risikobericht
Durch den Einsatz eines Risikomanagements will die Einhell Germany AG Chancen und Risiken frühzeitig erkennen, bewerten und durch entsprechende Maßnahmen Chancen wahrnehmen sowie mögliche negative geschäftliche Auswirkungen begrenzen. Damit soll eine Bestandsgefährdung vermieden und durch verbesserte Unternehmerische Entscheidungen langfristig Wert geschaffen werden. Als Risiko definiert die Einhell Germany AG jedes Ereignis, das die Erreichung von operativen oder strategischen Zielen negativ beeinflussen kann. Von Fall zu Fall wird entschieden, ob das Risiko überwälzt wird (z.B. Versicherung), das Risiko über bilanzielle Maßnahmen erfasst wird (z.B. Rückstellungen, Abwertungen) oder bewusst getragen wird.
9.1 Beschreibung des Risikomanagementsystems und wesentliche Merkmale des internen Kontroll- und Risikomanagementsystems im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess § 289 Abs. 5 HGB
Beschreibung des Risikomanagementprozesses
Das Risikomanagementsystem als Bestandteil des internen Kontrollsystems ist hinsichtlich der Rechnungslegung auch auf das Risiko der Falschaussage in der Buchführung sowie in der externen Berichterstattung ausgerichtet und dient insbesondere der Früherkennung möglicher Risiken. Das Nutzen von Chancen im Unternehmen ist mit dem Eingehen von Risiken verbunden. Um die Risiken bewusst einzugehen, ist ein Risikomanagement-System notwendig. Mit der Einführung eines IT-basierten Risikomanagement-Informationssystems wird versucht, der Unternehmensleitung und den Verantwortlichen zur Steuerung des Unternehmens die notwendigen Informationen gesammelt und kompakt zeitnah zur Verfügung zu stellen. Damit wird die Datenerhebung bei den einzelnen Gesellschaften vereinfacht und der Aufwand des Risikomanagers in der Einhell Germany AG minimiert.
Der Prozess des Risikomanagements gliedert sich beim Einhell-Konzern in zwei Stufen. Im ersten Schritt erfolgt die dezentrale Erfassung der Risiken in den Tochterunternehmen und den Abteilungen der Einhell Germany AG durch die vom Vorstand benannten Risikoverantwortlichen. Sie haben die Aufgaben der Risikoidentifikation und -bewertung. Wichtig ist dem Einhell-Konzern hier die Identifikation, da nicht identifizierte Risiken auch nicht weiter geplant werden können. Die Bewertung der bestehenden Risiken erfolgt über die Ermittlung des Produkts aus Eintrittswahrscheinlichkeit des Schadens und maximaler Schadenshöhe. Bewertet wird das Nettorisiko, also welches Risiko nach Treffen verschiedener Maßnahmen noch besteht. Die zweite Stufe beinhaltet die Zusammenführung, Analyse und Steuerung der Risiken vom Risikomanager und der Unternehmensleitung.
Zur Steuerung der Risiken stehen dem Unternehmen verschiedene Methoden zur Verfügung. Bei der Risikovermeidung werden das Risiko und somit auch die damit verbundenen Chancen nicht eingegangen. Eine andere Steuerungsmöglichkeit minimiert das Risiko u. a. durch organisatorische Maßnahmen und wird deshalb auch Risikoverminderung genannt. Eine weitere Methode ist die Risikoabwälzung durch Versicherungen, Verträge mit Lieferanten, etc. Die verbleibenden Risiken trägt der Einhell-Konzern bewusst. Hier ist abzuwägen, ob das Risiko in einem angemessenen Verhältnis zu den Chancen steht.
Die Darstellung der Risiken in der Risikomanagement-Software erfolgt über die Einordnung in die Unternehmenshierarchie. So können sowohl die Risiken jedes einzelnen Tochterunternehmens und des Mutterunternehmens dargestellt werden, als auch die kumulierten Risiken. Zudem erfolgt eine unternehmensspezifische Gliederung in die für das Risiko relevanten Abteilungen: Einkauf, Entwicklung, Finanzen, IT, Personal, Produktmanagement, Vertrieb und Wirtschaftsrecht. Die Risiken werden regelmäßig beobachtet und quartalsweise berichtet. Zusätzlich findet eine Besprechung der wichtigsten Risiken in der Vorstandssitzung statt. Mögliche Chancen werden im Risikomanagementsystem nicht gesondert erfasst.
Elemente des internen Kontroll- und Risikomanagementsystems
Das interne Kontrollsystem der Einhell Germany AG umfasst alle Grundsätze, Verfahren und Maßnahmen zur Sicherung der Wirksamkeit, Wirtschaftlichkeit und der Ordnungsmäßigkeit der Rechnungslegung sowie zur Sicherung der Einhaltung der maßgeblichen rechtlichen Vorschriften.
Das interne Kontrollsystem setzt sich aus internem Steuerungs- und internem Überwachungssystem zusammen.
Die Bereiche Inlands-Controlling, Beteiligungscontrolling, Finanzen, Konzernbilanzierung sowie Recht bilden das interne Steuerungssystem des Einhell-Konzerns. Die Gesellschaften des Einhell-Konzerns planen im jeweils laufenden Geschäftsjahr das darauf folgende Geschäftsjahr. Basierend auf einer differenzierten Umsatzplanung erfolgt eine entsprechende Planung des Wareneinsatzes und der Kosten. Diese Planzahlen werden für den Konzern zu einer Plan-Gewinn- und Verlustrechnung zusammengeführt.
Monatlich werden von den Finanzbuchhaltungen der einzelnen Gesellschaften die tatsächlichen Zahlen aufbereitet. In der Folge entsteht eine komplette Gewinn- und Verlustrechnung, in welcher die Plan- und Ist-Zahlen gegenübergestellt sind und somit analysiert werden können. Die Entwicklung des Auftragsbestands, Margen etc. wird ebenso monatlich für alle Gesellschaften aufgezeigt. Dieser Vergleich wird sowohl mit den Mitgliedern des Vorstands als auch mit den Verantwortlichen der einzelnen Bereiche und Gesellschaften besprochen. Durch die Analyse der Plan- und Ist-Zahlen werden entsprechende Maßnahmen zur Steuerung erarbeitet und umgesetzt.
Das interne Überwachungssystem bildet sich aus prozessintegrierten und prozessunabhängigen Maßnahmen. Neben maschinellen IT-Prozesskontrollen sind auch manuelle Prozesskontrollen ein wesentlicher Bestandteil der prozessintegrierten Maßnahmen, die beispielsweise auch durch die interne Revision durchgeführt werden. Der Aufsichtsrat, der Jahresabschlussprüfer und sonstige Prüfungsorgane, z.B. der steuerliche Betriebsprüfer, sind mit prozessunabhängigen Prüfungstätigkeiten in das Kontrollumfeld der Einhell Germany AG einbezogen. Insbesondere die Prüfung des Jahresabschlusses durch den Jahresabschlussprüfer bildet die wesentliche prozessunabhängige Überwachungsmaßnahme im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess.
Einsatz von IT-Systemen
Die Erfassung buchhalterischer Vorgänge erfolgt für Einzelabschlüsse in dem Buchhaltungssystem Microsoft Business Solutions Navision.
Spezifische rechnungslegungsbezogene Risiken
Spezifische rechnungslegungsbezogene Risiken können z. B. aus dem Abschluss ungewöhnlicher oder komplexer Geschäfte auftreten. Weiterhin sind Geschäftsvorfälle, die nicht routinemäßig verarbeitet werden, mit einem latenten Risiko behaftet. Aus den Ermessensspielräumen, die Mitarbeitern notwendigerweise bei Ansatz und Bewertung von Vermögensgegenständen und Schulden eingeräumt werden, können weitere rechnungslegungsbezogene Risiken resultieren.
Wesentliche Regelungs- und Kontrollaktivitäten zur Sicherstellung der Ordnungsmäßigkeit und Verlässlichkeit der Rechnungslegung
Die auf die Ordnungsmäßigkeit und Verlässlichkeit der Rechnungslegung ausgerichteten Maßnahmen des internen Kontrollsystems stellen sicher, dass Geschäftsvorfälle in Übereinstimmung mit den gesetzlichen und satzungsmäßigen Vorschriften vollständig und zeitnah erfasst werden. Weiterhin ist gewährleistet, dass Inventuren ordnungsgemäß durchgeführt werden, Vermögensgegenstände und Schulden im Konzernabschluss zutreffend angesetzt, bewertet und ausgewiesen werden. Die Regelungsaktivitäten stellen ebenfalls sicher, dass durch die Buchungsunterlagen verlässliche und nachvollziehbare Informationen zur Verfügung gestellt werden.
Die Kontrollaktivitäten zur Sicherstellung der Ordnungsmäßigkeit und Verlässlichkeit der Rechnungslegung umfassen beispielhaft die Analyse von Sachverhalten und Entwicklungen anhand spezifischer Kennzahlenanalysen. Die Trennung von Verwaltungs-, Ausführungs-, Abrechnungs- und Genehmigungsfunktionen und deren Wahrnehmung durch verschiedene Personen reduziert die Möglichkeit zu vorsätzlichen Handlungen. Weiterhin ist z. B. sichergestellt, dass bei Veränderungen in den eingesetzten IT-Systemen der zugrunde liegenden Buchführungen in den Konzerngesellschaften eine periodengerechte und vollständige Erfassung buchhalterischer Vorgänge erfolgt. Das interne Kontrollsystem gewährleistet auch die Abbildung von Veränderungen im wirtschaftlichen oder rechtlichen Umfeld der Einhell Germany AG und stellt die Anwendung neuer oder geänderter gesetzlicher Vorschriften zur Rechnungslegung sicher.
Einschränkende Hinweise
Das interne Kontroll- und Risikomanagementsystem ermöglicht durch die in der Einhell Germany AG festgelegten Organisations-, Kontroll- und Überwachungsstrukturen die vollständige Erfassung, Aufbereitung und Würdigung von unternehmensbezogenen Sachverhalten sowie deren sachgerechte Darstellung in der Rechnungslegung.
Insbesondere persönliche Ermessensentscheidungen, fehlerbehaftete Kontrollen, kriminelle Handlungen oder sonstige Umstände können allerdings der Natur der Sache nach nicht ausgeschlossen werden und führen dann zur eingeschränkten Wirksamkeit und Verlässlichkeit des eingesetzten internen Kontroll- und Risikomanagementsystems, sodass auch die konzernweite Anwendung der eingesetzten Systeme nicht die absolute Sicherheit hinsichtlich der richtigen, vollständigen und zeitnahen Erfassung von Sachverhalten in der Rechnungslegung gewährleisten kann.
9.2 Beschreibung der Risiken
9.2.1 Allgemeine wirtschaftliche und Branchenrisiken
Einhell unterliegt dem allgemeinen Risiko von Entwicklungen der Weltwirtschaft sowie der spezifischen Branche des Bereichs Baumarkt, Fachhandel und Do-it-yourself (DIY).
Die Risiken sind im Vergleich zum Vorjahr weitestgehend unverändert.
Politische Risiken
Hinsichtlich weltwirtschaftlicher Entwicklungen ist die Einhell Germany AG aufgrund ihrer Internationalität grundsätzlich globalen Risiken ausgesetzt. Diese können sich sowohl in Form von politischen als auch wirtschaftlichen Risiken verwirklichen. So kann insbesondere die Politik in den Ländern, in denen der Einhell-Konzern heute tätig ist, Einfluss auf die Stabilität und die Wirtschaftskraft dieser Länder haben. Aber auch in den Ländern, in die der Einhell-Konzern seine Expansion vorantreiben möchte, können politische Risiken Einfluss auf die Geschäftsstrategie von Einhell haben. Das Risiko erstreckt sich dabei z.B. auch auf die Währungspolitik von Ländern oder z.B. die Import- und Zollvorschriften und deren praktische Abwicklung. Gleiches gilt für die Beschaffungsländer, in denen Einhell das Sourcing für seine Produkte durchführt. Der Einhell-Konzern versucht die allgemeinen politischen Risiken zu beherrschen, indem die Konzernführung zum einen in enger Kommunikation mit den verantwortlichen Mitarbeitern vor Ort steht, um sich laufend ein Bild von aktuellen Entwicklungen machen zu können. Zum anderen hat der Einhell-Konzern die Strategie, die Investitionen in langfristige Vermögensgegenstände wie z.B. Immobilien in den jeweiligen Ländern auf ein Mindestmaß zu beschränken. Dadurch erreicht der Einhell-Konzern eine hohe Flexibilität, um auf ungünstige Entwicklungen reagieren zu können und beispielsweise im kurzfristigen Umlaufvermögen in einem Land jederzeit handlungsfähig zu sein.
Branchenrisiken
In Bezug auf Branchenrisiken ist der Einhell-Konzern der Entwicklung der DIY-Branche sowie des Bereichs Fachhandel in den jeweiligen Ländern ausgesetzt. Zudem steht er auch unter dem Einfluss des Verhaltens und der Entwicklung von Wettbewerbern. So können Veränderungen in der Branche wie beispielweise Konzentrationsprozesse auf Kundenseiten Einfluss auf die Geschäfte von Einhell haben. Einhell versucht durch den Ausbau einer starken internationalen Marktposition Abhängigkeiten von solchen Faktoren zu minimieren. Durch die Etablierung eines starken Produktsortiments und eines kundenfreundlichen Service ist Einhell auch in Konzentrationsprozessen in der Lage, die Position beim Kunden zu stärken. Weiterhin können Strategieänderungen von Wettbewerbern den Einhell-Konzern beeinflussen. Neue Wettbewerber können in die Positionierung von Einhell eindringen oder bestehende Wettbewerber können ihre Position verändern. Einhell versucht dem zu begegnen, indem Einhell ein relativ breites Sortiment, das sich vom Bereich "Werkzeuge" bis zum Bereich "Garten & Freizeit" spannt, am Markt etabliert und dies zusätzlich auch international sehr stark ausrollt. So gibt es kaum einen Wettbewerber am Markt, der ein vergleichbares Sortiment in der Internationalität wie Einhell anbietet.
9.2.2 Beschaffungsrisiken
Die Beschaffung ist ein primärer Prozess im Unternehmensmodell von Einhell und stellt so in der Einhell Germany AG einen wichtigen Bereich im Risikomanagement dar. Ziel des Einkaufs ist es, die Produkte termingerecht mit entsprechender Qualität zum angemessenen Preis zu beschaffen.
Ein wichtiger Faktor sind hierbei die Lieferanten. Da die Einhell Germany AG bereits langjährige Beziehungen mit ihren Lieferanten pflegt, können Preis- und Bezugsrisiken minimiert werden. Die Lieferanten sind durch ständige Kontrollen in das Qualitätssystem der Einhell Germany AG mit eingebunden. Eine Abhängigkeit der Einhell Germany AG von einzelnen Lieferanten besteht nicht. Einhell hat bereits vor einigen Jahren damit begonnen, eine Second-Source-Strategie aufzubauen, die weiter optimiert wird. Um die Einkaufsplanung zu optimieren, werden die Einkaufsmengen im festen Rhythmus mit dem Vertrieb abgestimmt und über ein Internet-basiertes Bestellsystem abgeglichen und disponiert. Dem Risiko von Preiserhöhungen, die z.B. aus Rohstoffpreisänderungen resultieren können, wird durch entsprechende Vereinbarungen auf Einkaufs- und Verkaufsseite begegnet, indem der Einhell-Konzern versucht, Veränderungen auf der Einkaufsseite auch zeitgerecht auf der Verkaufsseite umzusetzen. Ein entsprechender Produktmix, eine breite Kundenstruktur und eine starke Einkaufsposition unterstützen diesen Prozess.
9.2.3 Absatzmarktrisiken
Die Risiken des Absatzmarktes sieht die Einhell Germany AG vor allem im Forderungsausfall und im Absatzvolumen. Dem Bonitätsrisiko begegnet die Einhell Germany AG soweit möglich durch den Abschluss von Euler-Hermes-Kreditversicherungen. Das Risiko des Rückgangs des Absatzvolumens wird durch innovative Produkte verringert, die in Design, Funktionsausstattung und Preis-Leistungs-Verhältnis die Kundenwünsche erfüllen. Diesem Risiko wurde durch die schrittweise Einführung zweier klar definierter Produktlinien begegnet.
9.2.4 Strategische und Expansionsrisiken
Die Umsetzung der Strategie der Einhell Germany AG ist mit Risiken verbunden. Diese können daraus resultieren, dass Ressourcen oder Elemente, die zur Umsetzung der Strategie notwendig sind, zum betreffenden Zeitpunkt nicht verfügbar sind oder auf Hindernisse in der Realisierung stoßen. Dies können beispielsweise personelle oder technische Gründe sein. Auch bei der Neugründung und Akquisitionen von Tochtergesellschaften bestehen grundsätzlich Risiken. Einhell versucht diese Risiken zu beherrschen, indem bei der Identifikation von neuen Verkaufsregionen von Beginn an eine Definition und Untersuchung der Zielländer vorgenommen wird. Dabei werden das Umfeld und das Marktpotential eingeschätzt. Zudem wird frühzeitig nach entsprechenden Geschäftsführern und Fachpersonal gesucht. Hinsichtlich der Infrastruktur wählt Einhell einen Standardansatz für jede neue Vertriebstochtergesellschaft, der sich auf die internen Abläufe sowie auf die IT-Infrastruktur bezieht. Damit werden Risiken beim Aufsetzen einer neuen Tochtergesellschaft reduziert.
Auch aus Akquisitionen der Einhell Germany AG resultieren Risiken. Die Reduzierung dieser Risiken wird dadurch angestrebt, dass die Übernahmekandidaten in der Mehrzahl langjährige Partner der Einhell Germany AG sind. Damit wird erreicht, dass die neuen Konzerngesellschaften von Anfang an in die Konzernstrukturen und -strategien integriert sind. Ergänzend dazu erfolgen Sorgfältigkeitsprüfungen ("Due Diligence") bei den zur Akquisition anstehenden Unternehmen, die von internen Mitarbeitern des Beteiligungscontrollings sowie der Rechtsabteilung und von Fall zu Fall weiteren Fachbereichen des Einhell-Konzerns, unterstützt von externen Beratern, durchgeführt werden.
9.2.5 Finanz-, Zins- und Währungsrisiken
Der anhaltende Wachstumskurs der Einhell Germany AG ist natürlich auch mit Risiken im Zusammenhang mit der Finanzierung verbunden. Zur Bewältigung der Finanzrisiken setzt die Einhell Germany AG sowohl auf langfristige als auch auf kurzfristige Finanzierungsstrategien. Im Finanzierungsbereich bestehen langfristige Darlehen bei Kreditinstituten mit bilateralen Vereinbarungen. Ebenso verfügt der Einhell-Konzern vor allem über klassische Kreditlinien, die im Geschäftsjahr 2014 nur teilweise ausgenutzt wurden. Sowohl die Ausstattung mit liquiden Mitteln als auch mit Eigenkapital war im Berichtsjahr sehr gut. Die Einhell Germany AG baut zudem ihr Netting-System und ihren Cash-Pool, der mit den Tochtergesellschaften gemeinsam gebildet wird, weiter aus. Die Finanzierung der Tochtergesellschaften erfolgt fast ausschließlich über konzerninterne Darlehen. Damit wird das Risiko einer intransparenten und ineffizienten Darlehensstruktur im Konzern reduziert. Die Einhell Germany AG hat dazu für die Tochtergesellschaften interne Kreditlinien eingerichtet, deren Höhe sich nach der Planung und dem erwarteten Geschäftsvolumen der jeweiligen Tochtergesellschaften richtet.
Risiken im Zusammenhang mit Zinsänderungen und -schwankungen werden durch den Einsatz von derivativen Finanzinstrumenten wie langfristigen Zins-Swap- und Zins-Cap-Vereinbarungen gesteuert. Risiken im Zusammenhang mit Währungsschwankungen werden überwiegend durch den Einsatz von klassischen Devisentermingeschäften gesteuert. Das Risiko von Währungsschwankungen bei der Beschaffung wird soweit möglich durch Sicherungsgeschäfte in Form von Devisentermin- und Optionsgeschäften abgesichert.
9.2.6 Haftungsrisiken
Haftungsrisiken bestehen in der Einhell Germany AG vor allem im Zusammenhang mit der Produkthaftung. Der Hauptbeschaffungsmarkt für Einhell-Produkte ist die Volksrepublik China. Um die Qualität vor Ort sicherzustellen, wurde in China ein Qualitätssicherungssystem aufgebaut, das die Produktion direkt beim Lieferanten begleitet und eine entsprechende Prozesskontrolle implementiert. Weiterhin werden Vorschriften und Regularien durch einen eigenen Normenkontrollbeauftragten laufend überwacht. Das noch verbleibende Risiko bezüglich Ansprüche aus der Produkthaftung wurde wirtschaftlich sinnvoll durch entsprechende Versicherungen abgedeckt. Produkthaftungsfälle werden anhand einer eindeutigen Organisations- und Ablaufstruktur eingeordnet und so effizient gehandhabt. So existieren klare Verantwortungs- und Kommunikationslinien, die durch schriftliche Dokumentationen von Rückrufplänen und Checklisten unterstützt werden. In dieses System sind auch externe Fachstellen und Experten eingebunden.
9.2.7 IT-Risiken
Informations- und Kommunikationssysteme bilden die Grundlage zahlreicher Geschäftsprozesse der Einhell-Gruppe. Die Einhell Germany AG betreibt über die Tochtergesellschaft iSC GmbH ein zentrales IT Service Center, dem die Umsetzung der internationalen Strategie des Konzerns obliegt. Große Bedeutung wird dabei der Realisierung international einheitlicher IT-Standards beigemessen, die die Wirksamkeit, Wirtschaftlichkeit und Kontinuität der IT-Umgebungen im Rahmen der unternehmerischen und gesetzlichen Anforderungen sicherstellen sollen. Feste Bestandteile dieser Standards sind die Umsetzung geeigneter Maßnahmen im Bereich der physikalischen Sicherheit, der Einsatz leistungsfähiger und zuverlässiger Hardware-Komponenten, der Betrieb sorgfältig ausgewählter Infrastruktur- und Geschäftsanwendungen sowie die Bereitstellung hochwertiger Services und Prozesse zum Betrieb und der Weiterentwicklung der gesamten Informations- und Kommunikationsinfrastruktur. Die Organisation der IT-Prozesse ist am ITIL-Prozessframework ausgerichtet. Erforderliches Spezial-Know How wie etwa im Bereich lokaler Compliance-Anforderungen wird über qualifizierte Dienstleistungspartner eingebracht, deren Leistungserbringung und -umfang vertraglich definiert wird und die sehr eng in die IT-Organisation eingebunden werden. Applikationen werden gemäß ihrer Kritikalität für den Geschäftsablauf in hochverfügbaren Systemumgebungen betrieben und adäquaten Business Continuity Mechanismen unterzogen. IT basierende Vorkehrungen, die regelmäßig überprüft und aktualisiert werden, sorgen im Zusammenspiel mit dem Einsatz qualifizierter Mitarbeiter und entsprechenden Rollen- und Rechtekonzepten für einen möglichst effektiven Schutz vertraulicher Daten. Die IT-Strategie des Einhell-Konzerns ist sehr eng mit der Geschäftsstrategie verzahnt und unterliegt einer regelmäßigen Kontrolle und Anpassung an das wirtschaftliche Umfeld.
9.2.8 Rechtliche Risiken
Die Einhell Germany AG ist rechtlichen Risiken ausgesetzt. Diese können aus dem Abschluss von Unternehmensverträgen mit Lieferanten, Kunden und anderen Vertragspartnern resultieren. Zudem ist Einhell bei der Verhandlung und beim Abschluss von Verträgen mit verschiedenen internationalen Rechtssystemen konfrontiert. Dies bezieht sich insbesondere auch auf den Abschluss von gesellschaftsrechtlichen Verträgen wie bei Gründungen und auf patentrechtliche Vereinbarungen und ähnliche Verträge, die dem Schutz des geistigen Eigentums von Einhell gelten. Einhell versucht, das Risiko daraus zu minimieren, indem eine eigene Rechtsabteilung in Deutschland und auch in China laufend rechtliche Sachverhalte prüft und überwacht. Dabei erfolgt die Koordination und Prüfung durch eigenes Personal, das von Fall zu Fall die Unterstützung externer Experten aus dem jeweiligen fachlichen Rechtsgebiet bzw. Rechtssystem hinzuzieht.
Insgesamt bleibt festzustellen, dass Risiken, die den Bestand des Unternehmens gefährden, nach unserer Einschätzung nicht vorliegen.
Um identifizierte Risiken wirksam messen und steuern zu können, bewerten wir diese mit Hilfe der Bewertungsparameter Eintrittswahrscheinlichkeit und Ergebnisauswirkung im Falle eines Eintretens. Hierbei stützen wir uns auf Erfahrungswerte und zukunftsgerichtete Annahmen. In der nachfolgenden Tabelle sind alle Risiken sowie ihre möglichen Ergebnisauswirkungen und Eintrittswahrscheinlichkeiten dargestellt. Dies ermöglicht uns, geeignete Maßnahmen zur Risikosteuerung zu ergreifen.
Die Einhell Germany AG erwartet in 2015 keine wesentlichen Veränderungen bei den Risiken. Einige Risiken wurden den aktuellen Entwicklungen und Erwartungen zufolge im Vergleich zum Vorjahr angepasst.
Mögliche kurzfristige Ergebnisauswirkungen (EGT) wichtiger Risiken nach getroffenen Maßnahmen
scroll
| Ergebnisauswirkung | Eintrittswahrscheinlichkeit | ||
|---|---|---|---|
| Mögliche Abweichungen bezogen auf: | - 2015 + | 2015 | |
| --- | --- | --- | --- |
| Umfeld und Branche | |||
| Politische Risiken | □□□■■ | wahrscheinlich | 20 % - 30 % |
| Branchenrisiken | □■■■■ | wahrscheinlich | 10 % |
| Unternehmensspezifische Risiken | |||
| Beschaffungsrisiken | □□□□■ | wahrscheinlich | 10 % |
| Absatzmarktrisiken | ■■■■■ | wahrscheinlich | 20 % |
| Strategische und Expansionsrisiken | □□■■■ | wahrscheinlich | 20 % |
| Haftungsrisiken | □□□□■ | wahrscheinlich | 10 % |
| IT-Risiken | □□□□■ | unwahrscheinlich | |
| Rechtliche Risiken | □□□■■ | wahrscheinlich | 10 % |
| Finanzen | |||
| Finanz-, Zins- und Währungsrisiken | □□□■■ | wahrscheinlich | 10 % - 20 % |
| Ausfallrisiken | □□□□■ | wahrscheinlich | 10 % - 20 % |
| Liquiditätsrisiken | □□□□■ | unwahrscheinlich |
Ergebnisauswirkung:
scroll
| □□□□■ | < 1 Million € |
| □□□■■ | ≥ 1 Million € < 2 Millionen € |
| □□■■■ | ≥ 2 Millionen € < 3 Millionen € |
| □■■■■ | ≥ 3 Millionen € < 4 Millionen € |
| ■■■■■ | ≥ 4 Millionen € |
Eintrittswahrscheinlichkeit:
≥ 0 % < 10 % unwahrscheinlich
≥ 10 % < 70 % wahrscheinlich
≥ 70 % sehr wahrscheinlich
Die im Vorjahr getroffene Einschätzung der Risiken hat sich im Nachhinein als zutreffend erwiesen. Es wurden keine wesentlichen Abweichungen festgestellt. Ferner sind keine unvorhergesehenen Risiken eingetreten.
Mögliche kurzfristige Ergebnisauswirkungen (EGT) wichtiger Risiken nach getroffenen Maßnahmen
scroll
| Ergebnisauswirkung | Eintrittswahrscheinlichkeit | ||
|---|---|---|---|
| Mögliche Abweichungen bezogen auf: | - 2014 + | 2014 | |
| --- | --- | --- | --- |
| Umfeld und Branche | |||
| Politische Risiken | □□□□■ | wahrscheinlich | 10 % |
| Branchenrisiken | ■■■■■ | wahrscheinlich | 10 % |
| Unternehmensspezifische Risiken | |||
| Beschaffungsrisiken | □□□□■ | unwahrscheinlich | |
| Absatzmarktrisiken | ■■■■■ | wahrscheinlich | 20 % - 30 % |
| Strategische und Expansionsrisiken | □□□■■ | wahrscheinlich | 10 % |
| Haftungsrisiken | □□□□■ | wahrscheinlich | 10 % |
| IT-Risiken | □□□□■ | unwahrscheinlich | |
| Rechtliche Risiken | □□□■■ | wahrscheinlich | 10 % |
| Finanzen | |||
| Finanz-. Zins- und Währungsrisiken | □□□■■ | wahrscheinlich | 10 %-20 % |
| Ausfallrisiken | □□□□■ | wahrscheinlich | 10 %-20 % |
| Liquiditätsrisiken | □□□□■ | unwahrscheinlich |
Ergebnisauswirkung:
scroll
| □□□□■ | < 1 Million € |
| □□□■■ | ≥ 1 Million € <2 Millionen € |
| □□■■■ | ≥ 2 Millionen € < 3 Millionen € |
| □■■■■ | ≥ 3 Millionen € < 4 Millionen € |
| ■■■■■ | ≥ 4 Millionen € |
Eintrittswahrscheinlichkeit:
scroll
| ≥ 0 % <10 % | unwahrscheinlich |
| ≥ 10 % <70 % | wahrscheinlich |
| ≥ 70 % | sehr wahrscheinlich |
Das Absatzmarkrisiko im Inland hat sich als zutreffend eingeschätzt erwiesen. In dieser Region blieb Einhell deutlich hinter seinen Umsatz- und Ertragserwartungen zurück. Maßgeblich dafür war, dass die Einhell Germany AG - aufgrund der Insolvenz zweier Kunden - die verlorenen Umsätze nicht wie geplant kompensieren konnte.
10. Prognosebericht
10.1 Weltwirtschaftliche Entwicklung
Nach einer Zunahme des weltweiten Wachstums im Jahr 2014 um 2,6% wird nach Einschätzung der Weltbank die Weltwirtschaft in 2015 um 3,0% steigen. Positive Einflüsse auf das globale Wirtschaftswachstum werden im laufenden Jahr sinkende Rohstoffpreise, niedrige Zinsen und ein schwacher Welthandel sein. Den Entwicklungsländern prognostiziert die Weltbank ein Wachstum von 4,8%.
Trotz eines leichten globalen Wirtschaftswachstums wird die Arbeitslosigkeit in den nächsten Jahren weltweit weiter steigen. In 2015 rechnet die Internationale Arbeitsorganisation (ILO) mit einem Anstieg der Arbeitslosen um voraussichtlich drei Millionen Menschen.
10.2 Entwicklung in Europa
Die Wirtschaft der Eurozone konnte im Jahr 2014 ein leicht positives Wachstum verzeichnen. Für das laufendende Jahr wird die Wirtschaft in den Euroländern gemäß Prognose stärker wachsen als bisher angenommen. Für 2015 erwartet die EU-Kommission für die 19 Euro-Staaten ein Wirtschaftswachstum von 1,3%. Ausschlaggebend für die optimistischere Prognose seien die gefallenen Ölpreise sowie der niedrige Euro.
Positiv wird sich diese Entwicklung auch auf den Arbeitsmärkten auswirken. Es wird mit einem leichten Rückgang der Arbeitslosenquote auf 11,2% gerechnet.
Die Inflationsrate in der Euro-Zone ist gemäß Prognose des Internationalen Währungsfonds (IWF) weiter auf dem Rückmarsch. Die Europäische Union rechnet damit, dass die Eurozone im laufenden Jahr in die Deflation abgleiten wird. Nach Angaben der EU-Kommission werden die Verbraucherpreise in der Eurozone voraussichtlich um 0,1% sinken.
10.3 Entwicklung in Deutschland
Die deutsche Wirtschaft konnte im Jahr 2014 ein Wirtschaftswachstum von 1,5% verzeichnen. Für das Jahr 2015 erwartet die Bundesregierung ein Bruttoinlandsprodukt von ebenfalls 1,5%.
Ausschlaggebend für diese nun positivere Prognose sind die niedrigen Ölpreise, welche den Verbraucher und die Unternehmen entlasten sowie der niedrige Euro, was den Export und die Investitionstätigkeit - aufgrund niedriger Zinsen - antreibt. Konsumausgaben und Exporte werden aller Voraussicht nach schneller wachsen als im Vorjahr.
Die Prognose für den Arbeitsmarkt fällt trotz verbesserter Konjunkturaussichten eher verhalten aus. Die Beschäftigung werde im Jahr 2015 zwar weiter wachsen allerdings langsamer als im vergangenen Jahr. Außerdem wurde in der Vergangenheit oft beobachtet, dass sich der Zuwachs an Beschäftigung sich nicht unbedingt bei der Arbeitslosenzahl niederschlägt.
10.4 Ziele und Chancen der Einhell Germany AG
Die Ziele der Einhell Germany AG wurden in den vergangenen Jahren in einem Strategiepapier definiert. Kernthema ist dabei die internationale Expansion und der Aufbau der Marke Einhell mit allen sich daraus ableitenden Maßnahmen. In der Umsetzung dieser klar definierten Strategie sieht Einhell die Chancen für die Zukunft. Für die Umsetzung dieser Strategie bedarf es eines konsequenten Vorgehens ebenso wie der Investition in die notwendigen Ressourcen.
Hier stehen an erster Stelle die Mitarbeiter, die die Umsetzung der Ziele maßgeblich gestalten. Einhell wird in den nächsten Jahren weiterhin fachlich hoch qualifiziertes Personal benötigen und maßgeblich in die Entwicklung der Mitarbeiter investieren. Nur so können die Chancen, die sich im Zusammenhang mit der weiteren internationalen Expansion ergeben, effizient und gewinnbringend genutzt werden. Die Strategieumsetzung ist in vollem Gange und wird in allen Bereichen konsequent vorangetrieben.
10.5 Gesamtaussage zur voraussichtlichen Entwicklung
Ausblick auf das Geschäftsjahr 2015
Für die Einhell Germany AG zeigt sich für das Geschäftsjahr 2015 nach wie vor ein sehr uneinheitliches wirtschaftliches Bild auf den Märkten, auf denen sie präsent ist.
Aktuell herrscht auf dem deutschen Markt bei den für den Einhell-Konzern relevanten Warengruppen eine positive Grundstimmung. Dies betrifft sowohl den stationären Handel als auch den Onlinehandel. Große Unsicherheit herrscht jedoch hinsichtlich der Einschätzung für das zweite Halbjahr 2015. Der starke Anstieg des USD und des CNY wird zu einer allgemeinen Preiserhöhung führen. Die Auswirkungen auf den Abverkauf der Produkte im Handel sind noch nicht absehbar.
Die Herausforderung für Einhell besteht darin, an den positiven Tendenzen einiger großer Baumarktketten, die ihrerseits von der Insolvenz von Praktiker/Max Bahr profitieren, angemessen zu partizipieren. Ebenso möchte Einhell sich im wachsenden Online-Markt noch besser positionieren, um hier entsprechende Umsatzgewinne zu erzielen. Die Märkte in Südeuropa, die aufgrund der Schuldenkrisen der jeweiligen Länder stark eingebrochen waren, zeigen nun wieder leichte Erholungstendenzen. Auch in Osteuropa zeigen sich trotz nach wie vor schwieriger wirtschaftlicher Rahmenbedingungen erste positive Entwicklungen des Konsums.
Somit erwartet die Einhell Germany AG im angestammten Einhell-Geschäft eine wiederum herausfordernde Entwicklung der Umsätze. Dennoch sollten die positiven Tendenzen in einigen Märkten verbunden mit hohen Vertriebsanstrengungen und der Einführung sehr attraktiver Produktneuheiten wie z.B. PowerXChange zu einer stabilen Umsatzentwicklung in 2015 führen. Unter Berücksichtigung dieser Umstände erwartet Einhell einen Umsatz von ca. 145 -150 Mio. EUR. Für den Bereich "Werkzeug" wird ein Anteil von 48% und für den Bereich "Garten & Freizeit" ein Anteil von 52% erwartet.
Die erwartete Rohertragsmarge für 2015 liegt auf dem Niveau der Rohertragsmarge des abgelaufenen Wirtschaftsjahres. Einhell erwartet somit für 2015 Rohertragsmargen im Bereich 23% bis 26%.
Hinsichtlich der Kosten erwartet die Einhell Germany AG einen leichten Rückgang. Dieser ergibt sich aus allgemeinen Kostensenkungen sowie reduzierten Investitionen. Im Personalbereich wird von einer konstanten Entwicklung ausgegangen.
Einhell geht von einem stabilen Beteiligungsergebnis aus. Durch die weitere Stabilisierung der Tochterunternehmen sollten die Abschreibungen auf Finanzanlagen nicht über dem Jahr 2014 liegen.
Einhell erwartet für das Jahr 2015 eine stabile Umsatzrendite vor Steuern von 2-3%.
10.6 Vorausschauende Aussagen, Annahmen, Unsicherheiten und Schätzverfahren
Die Ausführungen des Lageberichts der Einhell Germany AG enthalten zukunftsgerichtete und vorausschauende Aussagen. Diese sind stets mit Unsicherheiten behaftet und basieren auf Schätzungen und Annahmen, die getroffen werden müssen, um zu einer Planaussage zu kommen. Die Einhell Germany AG weist darauf hin, dass Annahmen und Schätzungen, die sich auf die Zukunft beziehen, sich im Nachhinein als unzutreffend erweisen können. Einhell lässt bei Prognosen unter Unsicherheit größte Sorgfalt hinsichtlich der gemachten Annahmen walten. Dennoch lässt sich das Risiko von Fehleinschätzungen nicht ausschließen.
Um die Planungs- und Prognoseunsicherheiten bei der Planung der Geschäftszahlen möglichst zu beherrschen, geht Einhell wie folgt vor. Einhell plant zunächst die Umsätze. Diese werden auf Business Unit-Ebene ("Werkzeuge" und "Garten") sowie zusätzlich detailliert nach Artikelgruppe geplant. Zusätzlich werden die Umsätze auf Kundengruppe geplant und mit der Planung nach Artikelgruppen plausibilisiert und abgestimmt. In gleicher Weise erfolgt eine Planung der Rohertragsmargen auf Business Unit-, Artikelgruppen- und Kundengruppenebene. Abgeleitet aus der Umsatzplanung werden die Kosten je Kostenart und je Kostenstelle bzw. je berichtende Einheit detailliert geplant.
Die Kosten werden anhand der Vorjahreszahlen plausibilisiert und anhand der Relation zu den Nettoumsätzen auf Angemessenheit hin überprüft. Dabei werden spezifische Annahmen zu Veränderungen bei den Kosten getroffen, wie z.B. Lohnkostensteigerungen oder Frachtkostenveränderungen. Allgemeine Unsicherheiten betreffend Marktentwicklung, Preisentwicklung wichtiger Rohstoffe oder die Entwicklung anderer wichtiger Kostenkategorien werden unter dem Grundsatz kaufmännischer Vorsicht eingeschätzt und geplant.
Landau a. d. Isar, 26. März 2015
Einhell Germany AG
Der Vorstand
Andreas Kroiss
Jan Teichert
Dr. Markus Thannhuber
Jahresabschluss zum 31. Dezember 2014 und Lagebericht 2014
Versicherung der gesetzlichen Vertreter
Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Jahresabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt und im Lagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage der Gesellschaft so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung der Gesellschaft beschrieben sind.
Landau a. d. Isar, den 26. März 2015
Einhell Germany AG
Der Vorstand
Andreas Kroiss
Jan Teichert
Dr. Markus Thannhuber
Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers
Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der Einhell Germany AG, Landau a. d. Isar, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2014 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung des Vorstands der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.
Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen des Vorstands sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.
Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Einhell Germany AG. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
München den 26. März 2015
**KPMG AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft**
Patrick Waubke, Wirtschaftsprüfer
Stefan Heipertz, Wirtschaftsprüfer
Bericht des Aufsichtsrats
Sehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre,
im nachfolgenden Bericht möchten wir, der Aufsichtsrat der Einhell Germany AG, Sie über unsere Tätigkeit im Geschäftsjahr 2014 informieren. Auch im Jubiläumsjahr "50 Jahre Einhell" haben wir uns eingehend mit der operativen und strategischen Entwicklung Ihres Unternehmens befasst.
Beratung und Überwachung
Im Geschäftsjahr 2014 hat der Aufsichtsrat der Einhell Germany AG den Vorstand gemäß Aktiengesetz sowie der Satzung der Gesellschaft kontinuierlich überwacht und beraten. Es fanden vier ordentliche Aufsichtsratssitzungen statt. Das Gremium ließ sich regelmäßig sowohl während der Aufsichtsratssitzungen als auch außerhalb dieser vom Vorstand in schriftlicher und mündlicher Form über die geschäftliche und finanzielle Lage der Gesellschaft sowie die strategische Ausrichtung des Unternehmens informieren. Dank der ausgezeichneten Informationsbereitstellung konnten wir als Aufsichtsrat unsere Funktion zur Überwachung und beratenden Unterstützung des Vorstands im vollen Umfang erfüllen. Es gab keine Interessenskonflikte von Vorstands- und Aufsichtsratsmitgliedern, die dem Aufsichtsrat gegenüber unverzüglich offenzulegen waren und über die die Hauptversammlung zu informieren wäre.
Am 10. April 2014 traf sich der Aufsichtsrat zu seiner ersten Sitzung. Als ersten Tagesordnungspunkt stellte der Vorstand dem Aufsichtsrat den Jahresabschluss der Einhell Germany AG und den Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 2013 vor und erläuterte alle wesentlichen Finanzkennzahlen des Konzerns. Im Anschluss daran berichteten die Abschlussprüfer der KPMG ausführlich über deren Prüfungsauftrag und die Schwerpunkte der Prüfung des Jahres- und Konzernabschlusses 2013. Anschließend stellte der Aufsichtsrat den Jahresabschluss 2013 sowie den Konzernabschluss mit dem Lagebericht für das Geschäftsjahr 2013 fest. Es wurde entschieden, der Hauptversammlung am 11. Juni 2014 vorzuschlagen, für das Geschäftsjahr 2013 eine Dividende von 0,40 Euro je Vorzugsaktie und 0,34 Euro je Stammaktie auszuschütten. Als weiteren Punkt der Sitzung erläuterte der Vorstand die Geschäftsentwicklung des Einhell-Konzerns per Februar 2014.
In der zweiten Aufsichtsratssitzung am 11. Juni 2014 wurde vor allem die Geschäftsentwicklung des Einhell-Konzerns per April 2014 besprochen. Der Vorstand erläuterte die Geschäftszahlen ausführlich und zeigte vor diesem Hintergrund die wirtschaftlichen Ziele für das weitere Jahr 2014 auf. Dabei wurden auch die Themen Kostenreduzierung und strategische Weiterentwicklung des Konzerns intensiv diskutiert. Außerdem wurde der Aufsichtsrat über die Prüfungsankündigung der Deutschen Prüfstelle für Rechnungslegung (DPR) informiert.
Die dritte Aufsichtsratssitzung fand am 18. September 2014 statt. Dabei stellte der Vorstand das angestrebte Regionalmanagementkonzept vor. Vorstand und Aufsichtsrat diskutierten ausführlich sowohl die Notwendigkeit als auch die Ausgestaltung des Konzepts. Anschließend informierte der Vorstand das Gremium über den aktuellen Status der Akquisition der Ozito Industries Pty Ltd. Dabei wurden vor allem die aktuelle Geschäftsentwicklung der Gesellschaft und die voraussichtliche Entwicklung in den nächsten Jahren besprochen. Als letzter Punkt wurde die Geschäftsentwicklung des Einhell-Konzerns per Juli 2014 intensiv erörtert.
Die vierte Sitzung 2014 fand am 18. Dezember 2014 statt. Hier wurden zunächst die Geschäftszahlen des Einhell-Konzerns für September und Oktober 2014 vom Vorstand ausführlich erläutert. Anschließend wurden die Planungen für das Jahr 2015 sowohl für die Einzelgesellschaften als auch den Konzern vom Vorstand umfassend vorgestellt. Die Planungen wurden im Anschluss ausführlich mit den Aufsichtsräten diskutiert. Dabei wurde sehr ausführlich auf die Gesellschaften eingegangen, die den Konzern in den letzten Jahren durch Verluste belastet haben. Hinsichtlich der Investitionsplanungen erläuterte der Vorstand die geplanten Investitionen in ein neues Gebäude der iSC sowie die damit zusammen hängenden Brandschutzmaßnahmen. Im Anschluss daran stellte der Vorstand zusammen mit weiteren Verantwortlichen die konkretisierten Rahmenbedingungen für das Regionalmanagementkonzept vor.
In den Aufsichtsratssitzungen 2014 waren stets alle Mitglieder vollzählig anwesend.
Corporate Governance
Die Corporate Governance wurden durch Vorstand und Aufsichtsrat überprüft. Eine aktualisierte Entsprechenserklärung wurde beschlossen, die auch im Corporate-Governance Bericht abgedruckt ist. Die Einhell Germany AG entspricht sämtlichen gesetzlichen Vorschriften und ganz überwiegend, mit wenigen Ausnahmen, auch den Empfehlungen und Anregungen des Deutschen Corporate Governance Kodex.
Auch im Geschäftsjahr 2014 überprüfte der Aufsichtsrat die Vergütung der Vorstandsmitglieder. So wurden insbesondere die Vergütungsbestandteile daraufhin überprüft, ob sie in einem angemessenen Verhältnis zu den Aufgaben und Leistungen des jeweiligen Vorstandsmitglieds sowie zur Lage der Gesellschaft stehen. Dem Gesetz zur Angemessenheit der Vorstandsvergütung (VorstAG) wird beim Einhell-Konzern entsprechend Rechnung getragen.
Prüfung des Jahres- und Konzernabschlusses
Der vom Vorstand aufgestellte Jahresabschluss der Einhell Germany AG und der Konzernabschluss sowie der Lagebericht der Einhell Germany AG und der Konzernlagebericht zum 31. Dezember 2014 einschließlich der ihnen zugrunde liegenden Buchführung sind durch den von der Hauptversammlung gewählten Abschlussprüfer, der KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, München, geprüft und jeweils mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen worden.
Sowohl die Unterlagen zu den Abschlüssen als auch die Prüfungsberichte des Abschluss- und Konzernabschlussprüfers wurden allen Mitgliedern des Aufsichtsrats rechtzeitig vorgelegt.
Die Prüfung und Besprechung dieser Unterlagen erfolgte in der Aufsichtsratssitzung vom 10. April 2014. Der Vorstand erläuterte uns dabei die von ihm aufgestellten Finanzberichte ausführlich.
An der Sitzung haben auch Vertreter des Abschlussprüfers teilgenommen und den Aufsichtsrat über die Ergebnisse ihrer Prüfung und über ihre Prüfungsschwerpunkte informiert.
Die Vertreter des Abschlussprüfers bestätigten, dass das vom Vorstand eingerichtete Risikomanagementsystem geeignet ist, Entwicklungen frühzeitig zu erkennen, die den Fortbestand der Gesellschaft gefährden könnten. Es wurden keine wesentlichen Schwächen des internen Kontrollsystems und Risikomanagementsystems bezogen auf den Rechnungslegungsprozess festgestellt. Während der Abschlussprüfung wurden keine Tatsachen bekannt, die der Entsprechenserklärung von Vorstand und Aufsichtsrat widersprechen.
Der Aufsichtsrat hat den Jahresabschluss der Einhell Germany AG sowie den Konzernabschluss und den Vorschlag des Vorstands über die Verwendung des Bilanzgewinns gebilligt. Damit sind der Jahresabschluss und der Konzernabschluss der Einhell Germany AG festgestellt.
Der Mitglieder des Aufsichtsrats danken dem Vorstand sowie allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für ihren persönlichen Beitrag im Geschäftsjahr 2014.
Landau a. d. Isar, im April 2015
Josef Thannhuber, Vorsitzender des Aufsichtsrates
Entsprechungserklärung gemäß § 161 Aktiengesetz:
Einhell Germany AG • Postfach 150 • 94402 Landau/Isar • Deutschland
scroll
| Hausanschrift/Sitz | Telefon +49 9951 9 42-0 |
| Einhell Germany AG | Telefax +49 9951 17 02 |
| Wiesenweg 22 | E-Mail [email protected] |
| 94405 Landau/Isar | Internet www.einhell.com |
| Deutschland | ILN 40 06825 00000 9 |
Vorstand und Aufsichtsrat der Einhell Germany AG erklären, dass die Einhell Germany AG seit Abgabe der letzten Erklärung im Januar 2014 den Verhaltensempfehlungen der "Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex" überwiegend entsprochen hat und auch in Zukunft überwiegend entsprechen wird. Die Abweichungen von den Empfehlungen samt Begründung ersehen Sie nachfolgend im Detail.
Landau, im Januar 2015
Einhell Germany AG
Für den Vorstand
Andreas Kroiss, Vorstandsvorsitzender
Jan Teichert, Vorstand Finanzen
Dr. Markus Thannhuber, Vorstand Technik
Für den Aufsichtsrat
Josef Thannhuber, Aufsichtsratsvorsitzender
Der Deutsche Corporate Governance Kodex bei der Einhell Germany AG: Die Erfüllung der Kodex-Vorgaben im Detail
Hier finden Sie eine Zusammenstellung sämtlicher Inhalte des Deutschen Corporate Governance Kodex in der aktuellen Fassung vom 24. Juni 2014 sowie Angaben zur Corporate Governance-Praxis der Einhell Germany AG hinsichtlich der einzelnen Kodex-Vorgaben.
Der Deutsche Corporate Governance Kodex unterscheidet grundsätzlich drei Kategorien von Vorgaben: GESETZLICHE VORSCHRIFTEN, die geltendes Recht und bereits deshalb verbindlich sind sowie EMPFEHLUNGEN ("soll") und ANREGUNGEN ("sollte", "kann"), die national wie auch international übliche Corporate Governance-Standards aufgreifen. Empfehlungen des Kodex sind im Text durch die Verwendung des Wortes "soll" gekennzeichnet. Die Gesellschaften können hiervon abweichen, sind dann aber verpflichtet, dies jährlich offenzulegen und die Abweichungen zu begründen ("comply or explain"). Dies ermöglicht den Gesellschaften die Berücksichtigung branchen- oder unternehmensspezifischer Bedürfnisse. Eine gut begründete Abweichung von einer Kodexempfehlung kann im Interesse einer guten Unternehmensführung liegen. So trägt der Kodex zur Flexibilisierung und Selbstregulierung der deutschen Unternehmensverfassung bei. Ferner enthält der Kodex Anregungen, von denen ohne Offenlegung abgewichen werden kann; hierfür verwendet der Kodex den Begriff "sollte".
Die Einhell Germany AG entspricht sämtlichen gesetzlichen Vorschriften und ganz überwiegend auch den Empfehlungen und Anregungen des Deutschen Corporate Governance Kodex. Hierzu wurde im Januar 2015 von Vorstand und Aufsichtsrat die Entsprechenserklärung gem. § 161 AktG abgegeben. Über diese Erklärung hinaus äußert sich die Einhell Germany AG in der folgenden Auflistung im Detail zu allen Punkten des Kodex - einschließlich der Abweichungen von Empfehlungen und Anregungen. Dies unterstreicht nachhaltig das umfassende Bekenntnis der Einhell Germany AG zum Leitbild einer transparenten und verantwortungsvollen Unternehmensführung und -kontrolle.
scroll
| Kodex-Vorgaben in der Fassung vom 24.06.2014 | Art der Vorgabe | Erfüllt ja / nein | Anmerkungen bei Erfüllung und/oder Begründungen im Fall einer Abweichung | |
|---|---|---|---|---|
| 2. | Aktionäre und Hauptversammlung | |||
| 2.1 | Aktionäre | |||
| 2.1.1 | Die Aktionäre nehmen im Rahmen der satzungsmäßig vorgesehenen Möglichkeiten ihre Rechte vor oder während der Hauptversammlung wahr und üben dabei ihr Stimmrecht aus. | Gesetzliche Vorschrift | √ | |
| 2.1.2 | Jede Aktie gewährt grundsätzlich eine Stimme. Aktien mit Mehrstimmrechten oder Vorzugsstimmrechten ("golden shares") sowie Höchststimmrechte bestehen nicht. | Gesetzliche Vorschrift | √ | |
| 2.2 | Hauptversammlung | |||
| 2.2.1 | Der Vorstand legt der Hauptversammlung den Jahresabschluss, den Lagebericht, den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht vor. Sie entscheidet über die Gewinnverwendung sowie die Entlastung von Vorstand und Aufsichtsrat und wählt in der Regel die Anteilseignervertreter im AR und den Abschlussprüfer. | Gesetzliche Vorschrift | √ | |
| Darüber hinaus entscheidet die Hauptversammlung über die Satzung und den Gegenstand der Gesellschaft, über Satzungsänderungen und über wesentliche unternehmerische Maßnahmen wie insbesondere Unternehmensverträge und Umwandlungen, über die Ausgabe von neuen Aktien und von Wandel- und Optionsscheinverschreibungen sowie über die Ermächtigung zum Erwerb eigener Aktien. Sie kann über die Billigung des Systems der Vergütung der Vorstandsmitglieder beschließen, | Gesetzliche Vorschrift | √ | ||
| 2.2.2 | Bei der Ausgabe neuer Aktien haben die Aktionäre grundsätzlich ein ihrem Anteil am Grundkapital entsprechendes Bezugsrecht. | Gesetzliche Vorschrift | √ | |
| 2.2.3 | Jeder Aktionär ist berechtigt an der HV teilzunehmen, das Wort zu Gegenständen der Tagesordnung zu ergreifen und sachbezogene Fragen und Anträge zu stellen. | Gesetzliche Vorschrift | √ | |
| 2.2.4 | Der Versammlungsleiter sorgt für eine zügige Abwicklung der HV. Dabei sollte er sich davon leiten lassen, dass eine ordentliche Hauptversammlung spätestens nach 4 bis 6 Stunden beendet ist. | Gesetzliche Vorschrift | √ | |
| 23 | Einladung zur IIV, Briefwahl, Stimmrechtsvertreter | |||
| 2.3.1 | Die Hauptversammlung der Aktionäre ist vom Vorstand mindestens einmal jährlich unter Angabe der Tagesordnung einzuberufen. Aktionärsminderheiten sind berechtigt, die Einberufung einer Hauptversammlung und die Erweiterung der Tagesordnung zu verlangen. | Gesetzliche Vorschrift | ||
| Die Einberufung sowie die vom Gesetz für die Hauptversammlung verlangten Berichte und Unterlagen einschließlich des | Gesetzliche Vorschrift | √ | ||
| Geschäftsberichts sind für die Aktionäre leicht erreichbar auf der Internetseite der Gesellschaft zusammen mit der Tagesordnung zugänglich zu machen, sofern sie den Aktionären nicht direkt übermittelt werden. | √ | |||
| Das Gleiche gilt, wenn eine Briefwahl angeboten wird, für die Formulare, die dafür zu verwenden sind. | - | Die Gesellschaft bietet keine Briefwahl an, da nach Auffassung von Vorstand und Aufsichtsrat auch abwesende Aktionäre mit der weisungsgebundenen Bevollmächtigung der Stimmrechtvertreter der Gesellschaft genügend Möglichkeiten zur Stimmrechtausübung haben. Folglich ist die Gesellschaft auch nicht verpflichtet, auf der Internetseite Briefwahlformulare zur Verfügung zu stellen. | ||
| 2.3.2 | Die Gesellschaft soll den Aktionären die persönliche Wahrnehmung ihrer Rechte und die Stimmrechtsvertretung erleichtern. | Empfehlung | √ | |
| Der Vorstand soll für die Bestellung eines Vertreters für die weisungsgebundene Ausübung des Stimmrechts der Aktionäre sorgen; dieser sollte auch während der HV erreichbar sein. | Empfehlung Anregung | √ | ||
| 2.3.3 | Die Gesellschaft sollte den Aktionären die Verfolgung der Hauptversammlung über moderne Kommunikationsmedien (z.B. Internet) ermöglichen. | Anregung | Aufgrund der zusätzlichen Kosten, die mit der Implementierung eines solchen Kommunikationssystems verbunden wären, wird derzeit von der Umsetzung dieser Anregung abgesehen. | |
| 3. | Zusammenwirken von Vorstand und Aufsichtsrat | |||
| 3.1 | Vorstand und Aufsichtsrat (AR) arbeiten zum Wohle des Unternehmens eng zusammen. | Gesetzliche Vorschrift | √ | |
| 3.2 | Der Vorstand stimmt die strategische Ausrichtung des Unternehmens mit dem AR ab und erörtert mit ihm in regelmäßigen Abständen den Stand der Strategieumsetzung. | Gesetzliche Vorschrift | √ | |
| 3.3 | Für Geschäfte von grundlegender Bedeutung legen die Satzung oder der AR Zustimmungsvorbehalte zugunsten des AR fest. Hierzu gehören Entscheidungen oder Maßnahmen, die die Vermögens-, Finanz- oder Ertragslage des Unternehmens grundlegend verändern. | Gesetzliche Vorschrift | √ | |
| 3.4 | Die ausreichende Informationsversorgung des AR ist gemeinsame Aufgabe von Vorstand und AR. | Gesetzliche Vorschrift | √ | |
| Der Vorstand informiert den AR regelmäßig, zeitnah und umfassend über alle für das Unternehmen relevanten Fragen der Strategie, der Planung, der Geschäftsentwicklung, der Risikolage, des Risikomanagements und der Compliance. Er geht auf Abweichungen des Geschäftsverlaufs von den aufgestellten Plänen und Zielen unter Angabe von Gründen ein. | Gesetzliche Vorschrift | √ | ||
| Der AR soll die Informations- und Berichtspflichten des Vorstands näher festlegen. | Empfehlung | √ | ||
| Berichte des Vorstands an den AR sind in der Regel in Textform zu erstatten. Entscheidungsnotwendige Unterlagen werden den Mitgliedern des AR möglichst rechtzeitig vor der Sitzung zugeleitet. | Gesetzliche Vorschrift | √ | ||
| 3.5 | Gute Unternehmensführung setzt eine offene Diskussion zwischen Vorstand und AR sowie in Vorstand und AR voraus. Die umfassende Wahrung der Vertraulichkeit ist dafür von entscheidender Bedeutung. | Gesetzliche Vorschrift | √ | |
| Alle Organmitglieder stellen sicher, dass die von ihnen zur Unterstützung einbezogenen Mitarbeiter die Verschwiegenheitspflicht in gleicher Weise enthalten. | Gesetzliche Vorschrift | √ | ||
| 3.6 | In mitbestimmten Aufsichtsräten können die Vertreter der Aktionäre und der Arbeitnehmer die Sitzungen des AR jeweils gesondert, gegebenenfalls mit Mitgliedern des Vorstands, vorbereiten. | Gesetzliche Vorschrift | √ | |
| Der AR soll bei Bedarf ohne den Vorstand tagen. | Empfehlung | √ | ||
| 3.7 | Bei einem Übernahmeangebot müssen Vorstand und AR der Zielgesellschaft eine begründete Stellungnahme zu dem Angebot abgeben, damit die Aktionäre in Kenntnis der Sachlage über das Angebot entscheiden können. | Gesetzliche Vorschrift | √ | |
| Der Vorstand darf nach Bekanntgabe eines Übernahmeangebots bis zur Veröffentlichung des Ergebnisses keine Handlungen vornehmen, durch die der Erfolg des Angebots verhindert werden könnte, soweit solche Handlungen nicht nach den gesetzlichen Regelungen erlaubt sind. Bei ihren Entscheidungen sind Vorstand und AR an das beste Interesse der Aktionäre und des Unternehmens gebunden. | Gesetzliche Vorschrift | √ | ||
| Der Vorstand sollte im Falle eines Übernahmeangebots eine außerordentliche HV einberufen, in der die Aktionäre über das Übernahmeangebot beraten und gegebenenfalls über gesellschaftsrechtliche Maßnahmen beschließen. | Anregung | √ | ||
| 3.8 | Vorstand und AR beachten die Regeln ordnungsgemäßer Unternehmensführung. Verletzen sie die Sorgfalt eines ordentlichen und gewissenhaften Geschäftsleiters bzw. Aufsichtsratsmitglieds schuldhaft, so haften sie der Gesellschaft gegenüber auf Schadenersatz. Bei unternehmerischen Entscheidungen liegt keine Pflichtverletzung vor, wenn das Mitglied von Vorstand oder Aufsichtsrat vernünftigerweise annehmen durfte, auf der Grundlage angemessener Information zum Wohle der Gesellschaft zu handeln (Business Judgement Rule). | Gesetzliche Vorschrift | √ | |
| Schließt die Gesellschaft für den Vorstand eine D&O- Versicherung ab, ist ein Selbstbehalt von mindestens 10 % des Schadens bis mindestens zur Höhe des Eineinhalbfachen der festen jährlichen Vergütung des Vorstandsmitgliedes zu vereinbaren. | Gesetzliche Vorschrift | √ | ||
| In einer D&O-Versicherung für den AR soll ein entsprechender Selbstbehalt vereinbart werden. | Empfehlung | - | Aus Gründen der Kontinuität besteht D&O Versicherungsschutz für den AR ohne Selbstbehalt. Das verantwortungsvolle Handeln des Aufsichtsrates wird nach Ansicht der. Einhell AG durch Vereinbarung eines entsprechenden Selbstbehalts nicht zusätzlich gefördert. | |
| 3.9 | Die Gewährung von Krediten des Unternehmens an Mitglieder des Vorstands und des AR sowie ihrer Angehörigen bedarf der Zustimmung des AR. | Gesetzliche Vorschrift | √ | |
| 3.10 | Über die Corporate Governance sollen Vorstand und AR jährlich berichten (Corporate Governance Bericht) und diesen Bericht im Zusammenhang mit der Erklärung zur Unternehmensführung veröffentlichen. Dabei sollte auch zu den Kodexanregungen Stellung genommen werden. Die Gesellschaft soll nicht mehr aktuelle Entsprechenserklärungen zum Kodex fünf Jahre lang auf Ihrer Internetseite zugänglich halten. | Empfehlung/ Anregung | √ | |
| 4. | Vorstand | |||
| 4.1 | Aufgaben und Zuständigkeiten | |||
| 4.1.1 | Der Vorstand leitet das Unternehmen in eigener Verantwortung im Unternehmensinteresse, also unter Berücksichtigung der Belange der Aktionäre, seiner Arbeitnehmer und der sonstigen dem Unternehmen verbundenen Gruppen (Stakeholder) mit dem Ziel nachhaltiger Wertschöpfung. | Gesetzliche Vorschrift | √ | |
| 4.1.2 | 2 Der Vorstand entwickelt die strategische Ausrichtung des Unternehmens, stimmt sie mit dem AR ab und sorgt für ihre Umsetzung. | Gesetzliche Vorschrift | √ | |
| 4.1.3 | Der Vorstand hat für die Einhaltung der gesetzlichen Bestimmungen und der unternehmensinternen Richtlinien zu sorgen und wirkt auf deren Beachtung durch die Konzernunternehmen hin (Compliance). | Gesetzliche Vorschrift | √ | |
| 4.1.4 | Der Vorstand sorgt für ein angemessenes Risikomanagement und Risikocontrolling im Unternehmen. | Gesetzliche Vorschrift | √ | |
| 4.1.5 | Der Vorstand soll bei der Besetzung von Führungsfunktionen im Unternehmen auf Vielfalt (Diversity) achten und dabei insbesondere eine angemessene Berücksichtigung von Frauen anstreben. | Empfehlung | √ | Die Besetzung von Führungsfunktionen erfolgt unter Beachtung der Diversity. Eine konkrete Zielquote des Anteils an Frauen bei der Besetzung von Führungsfunktionen über den bereits bestehenden Anteil hinaus wurde aufgrund des ohnehin bestehenden Fachkräftemangels sowie aufgrund der schwierigen Bedingungen bei der Nachwuchsgewinnung im gegebenen ländlichen Raum noch nicht festgelegt. |
| 4.2 | Zusammensetzung und Vergütung | |||
| 4.2.1 | Der Vorstand soll aus mehreren Personen bestehen und einen Vorsitzenden oder Sprecher haben. Eine Geschäftsordnung soll die Arbeit des Vorstands, insbesondere die Ressortzuständigkeiten einzelner Vorstandsmitglieder, die dem Gesamtvorstand vorbehaltenen Angelegenheiten sowie die erforderliche Beschlussmehrheit bei Vorstandsbeschlüssen (Einstimmigkeit oder Mehrheitsbeschluss) regeln. | Empfehlung, Anregung | √ | |
| 4.2.2 | Das Aufsichtsratsplenum setzt die jeweilige Gesamtvergütung der einzelnen Vorstandsmitglieder fest. Besteht ein Ausschuss, der die Vorstandsverträge behandelt, unterbreitet er dem Aufsichtsratsplenum seine Vorschläge. Das Aufsichtsratsplenum beschließt das Vergütungssystem für den Vorstand und überprüft es regelmäßig. | Gesetzliche Vorschrift | √ | |
| Die Gesamtvergütung der einzelnen Vorstandmitglieder wird vom Aufsichtsratsplenum unter Einbeziehung von etwaigen Konzernbezügen auf der Grundlage einer Leistungsbeurteilung festgelegt. Kriterien für die Angemessenheit der Vergütung bilden sowohl die Aufgaben des einzelnen Vorstandsmitglieds, seine persönliche Leistung, die wirtschaftliche Lage, der Erfolg und die Zukunftsaussichten des Unternehmens als auch die Üblichkeit der Vergütung unter Berücksichtigung seines Vergleichsumfelds und der Vergütungsstruktur, die ansonsten in der Gesellschaft gilt. | Gesetzliche Vorschrift | √ | ||
| Hierbei soll der Aufsichtsrat das Verhältnis der Vorstandsvergütung zur Vergütung des oberen Führungkreises und der Belegschaft insgesamt auch in der zeitlichen Entwicklung berücksichtigen, wobei der Aufsichtsrat für den Vergleich festlegt, wie der obere Führungskreis und die relevante Belegschaft abzugrenzen sind. | Empfehlung | - | Da ein Eingriff in die laufenden Vorstandsverträge rechtlich nicht möglich ist, hat der Aufsichtsrat für den Vergleich noch nicht festgelegt, wie der obere Führungskreis und der relevante Belegschaft abzugrenzen sind. | |
| Soweit vom Aufsichtsrat zur Beurteilung der Angemessenheit der Vergütung ein externer Vergütungsexperte hinzugezogen wird, soll auf dessen Unabhängigkeit vom Vorstand bzw. vom Unternehmen geachtet werden. | Empfehlung | √ | ||
| 4.2.3 | Die Gesamtvergütung der Vorstandsmitglieder umfasst die monetären Vergütungsteile. die Versorgungszusagen, die sonstigen Zusagen, insbesondere für den Fall der Beendigung der Tätigkeit. Nebenleistungen jeder Art und Leistungen von Dritten, die im Hinblick auf die Vorstandstätigkeit zugesagt oder im Geschäftsjahr gewährt wurden. | Empfehlung | √ | |
| Die Vergütungsstruktur ist auf eine nachhaltige Unternehmensentwicklung auszurichten. Die monetären Vergütungsteile sollen fixe und variable Bestandteile umfassen. Der AR hat dafür zu sorgen, dass variable Vergütungsteile grundsätzlich eine mehrjährige Bemessungsgrundlage haben. | Gesetzliche Vorschrift | √ | ||
| Sowohl positiven als auch negativen Entwicklungen soll bei der Ausgestaltung der variablen Vergütungsteile Rechnung getragen werden. Sämtliche Vergütungsbestandteile müssen für sich und insgesamt angemessen sein und dürfen insbesondere nicht zum Eingehen unangemessener Risiken verleiten. | Empfehlung | √ | ||
| Die Vergütung soll insgesamt und hinsichtlich ihrer variablen Vergütungsteile betragsmäßige Höchstgrenzen aufweisen. Die variablen Vergütungsteile sollen auf anspruchsvolle, relevante Vergleichsparameter bezogen sein. Eine nachträgliche Änderung der Erfolgsziele oder der Vergleichsparameter soll ausgeschlossen sein. | Empfehlung | √ | ||
| Bei Versorgungszusagen soll der Aufsichtsrat das jeweils angestrebte Versorgungsniveau - auch nach der Dauer der Vorstandszugehörigkeit - festlegen und den daraus abgeleiteten jährlichen sowie den langfristigen Aufwand für das Unternehmen berücksichtigen. | Empfehlung | √ | ||
| Bei Abschluss von Vorstandsverträgen soll darauf geachtet werden, dass Zahlungen an ein Vorstandsmitglied bei vorzeitiger Beendigung der Vorstandstätigkeit einschließlich Nebenleistungen den Wert von zwei Jahresvergütungen nicht überschreiten (Abfindungs-Cap) und nicht mehr als die Restlaufzeit des Anstellungsvertrages vergüten. Wird der Anstellungsvertrag aus einem von dem Vorstandsmitglied zu vertretenen wichtigen Grund beendet, erfolgen keine Zahlungen an das Vorstandsmitglied. Für die Berechnung des Abfindungs-Caps soll auf die Gesamtvergütung des abgelaufenen Geschäftsjahres und gegebenenfalls auch auf die voraussichtliche Gesamtvergütung für das laufende Geschäftsjahr abgestellt werden. | Empfehlung | - | Die Vorstandsverträge sind ohne Abfindungs-Cap an die Restlaufzeit gebunden. Abfindungen sind generell nicht vorgesehen. Die Aufnahme eines Abfindungs-Caps hält die Einhell AG vor diesem Hintergrund nicht sinnvoll, da ein Vorstandsmitglied auf der vollständigen Auszahlung seiner Ansprüche aus dem Dienstvertrag bestehen und andernfalls seine Zustimmung zur Beendigung der Vorstandstätigkeit verweigern könnte. | |
| Eine Zusage für Leistungen aus Anlass der vorzeitigen Beendigung der Vorstandstätigkeit infolge eines Kontrollwechsels (Change of Control) soll 150 % des Abfindungs-Caps nicht übersteigen. | Empfehlung | √ | ||
| Der Vorsitzende des Aufsichtsrats soll die Hauptversammlung einmalig über die Grundzüge des Vergütungssystems und sodann über deren Veränderungen informieren. | Empfehlung | √ | ||
| 4.2.4 | Die Gesamtvergütung eines jeden Vorstandsmitglieds wird, aufgeteilt nach fixen und variablen Vergütungsteilen unter Namensnennung offen gelegt. Gleiches gilt für Zusagen auf Leistungen, die einem Vorstandsmitglied für den Fall der vorzeitigen oder regulären Beendigung der Tätigkeit als Vorstandsmitglied gewährt oder die während des Geschäftsjahres geändert worden sind. Die Offenlegung unterbleibt, wenn die Hauptversammlung dies mit Dreiviertelmehrheit anderweitig beschlossen hat. | Gesetzliche Vorschrift | √ | |
| 4.2.5 | Die Offenlegung erfolgt im Anhang oder im Lagebericht. In einem Vergütungsbericht als Teil des Lageberichts werden die Grundzüge des Vergütungssystems für die Vorstandsmitglieder dargestellt. Die Darstellung soll in allgemein verständlicher Form erfolgen. | Empfehlung | - | Die Hauptversammlung hat mit Dreiviertelmehrheit beschlossen, dass die Offenlegung unter Namensnennung unterbleiben kann. Die Vergütung der Vorstandsmitglieder wird im Anhang in der Gesamtsumme angegeben. |
| Der Vergütungsbericht soll auch Angaben zur Art der von der Gesellschaft erbrachten Nebenleistungen enthalten. | Empfehlung | - | Die Hauptversammlung hat mit Dreiviertelmehrheit beschlossen, dass die Offenlegung unter Namensnennung unterbleiben kann. Die Vergütung der Vorstandsmitglieder wird im Anhang in der Gesamtsumme angegeben. | |
| Ferner sollen im Vergütungsbericht für die Geschäftsjahre, die nach dem 31. Dezember 2013 beginnen, für jedes Vorstandsmitglied dargestellt werden: -die für das Berichtsjahr gewährten Zuwendungen einschließlich der Nebenleistungen, bei variablen Vergütungsteilen ergänzt um die erreichbare Maximal- und Minimalvergütung, -der Zufluss im bzw. für das Berichtsjahr aus Fixvergütung, kurzfristiger variabler Vergütung und langfristiger variabler Vergütung mit Differenzierung nach den jeweiligen Bezugsjahren, -bei der Altersversorgung und sonstigen Versorgungsleistungen der Versorgungsaufwand im bzw. für das Berichtsjahr. Für diese Informationen sollen die als Anlage beigefügten Mustertabellen verwandt werden. | Empfehlung | - | Die Hauptversammlung hat mit Dreiviertelmehrheit beschlossen, dass die Offenlegung unter Namensnennung unterbleiben kann. Die Vergütung der Vorstandsmitglieder wird im Anhang in der Gesamtsumme angegeben. | |
| 4.3 | Interessenkonflikte | |||
| 4.3.1 | Vorstandsmitglieder unterliegen während ihrer Tätigkeit für das Unternehmen einem umfassenden Wettbewerbsverbot. | Gesetzliche Vorschrift | √ | |
| 4.3.2 | Vorstandsmitglieder und Mitarbeiter dürfen im Zusammenhang mit ihrer Tätigkeit weder für sich noch andere Personen von Dritten Zuwendungen und sonstige Vorteile fordern oder annehmen oder Dritten ungerechtfertigte Vorteile gewähren. | Gesetzliche Vorschrift | √ | |
| 4.3.3 | Die Vorstandsmitglieder sind dem Unternehmensinteresse verpflichtet. Kein Mitglied des Vorstands darf bei seinen Entscheidungen persönliche Interessen verfolgen und Geschäftschancen, die dem Unternehmen zustehen, für sich nutzen. | Gesetzliche Vorschrift | √ | |
| 4.3.4 | Jedes Vorstandsmitglied soll Interessenkonflikte dem AR gegenüber unverzüglich offenlegen und die anderen Vorstandsmitglieder hierüber informieren. | Empfehlung | √ | |
| Alle Geschäfte zwischen dem Unternehmen einerseits und den Vorstandsmitgliedern sowie ihren nahestehenden Personen oder ihnen persönlich nahestehenden Unternehmen andererseits haben branchenüblichen Standards zu entsprechen. | Gesetzliche Vorschrift | √ | ||
| Wesentliche Geschäfte sollen der Zustimmung des AR bedürfen. | Empfehlung | √ | ||
| 4.3.5 | Vorstandsmitglieder sollen Nebentätigkeiten, insbesondere Aufsichtsratsmandate außerhalb des Unternehmens, nur mit Zustimmung des AR übernehmen. | Empfehlung | √ | |
| 5. | Aufsichtsrat (AR) | |||
| 5.1 | Aufgaben und Zuständigkeiten | |||
| 5.1.1 | Aufgabe des AR ist es, den Vorstand bei der Leitung des Unternehmens regelmäßig zu beraten und zu überwachen. Er ist in Entscheidungen von grundlegender Bedeutung für das Unternehmen einzubinden. | Gesetzliche Vorschrift | √ | |
| 5.1.2 | Der AR bestellt und entlässt die Mitglieder des Vorstands. | Gesetzliche Vorschrift | √ | |
| Bei der Zusammensetzung des Vorstands soll der Aufsichtsrat auch auf Vielfalt (Diversity) achten und dabei insbesondere eine angemessene Berücksichtigung von Frauen anstreben. | Empfehlung | √ | Bei der Zusammensetzung des Vorstands achtet der Aufsichtsrat auf Vielfalt (Diversity). Eine konkrete Zielquote des Anteils an Frauen bei der Zusammensetzung des Vorstands wurde aus Gründen der Kontinuität noch nicht festgelegt. | |
| Er soll gemeinsam mit dem Vorstand für eine langfristige Nachfolgeplanung sorgen. | Empfehlung | √ | ||
| Der AR kann die Vorbereitung der Bestellung von Vorstandsmitgliedern sowie der Behandlung der Bedingungen des Anstellungsvertrages einschließlich der Vergütung Ausschüssen übertragen. | Anregung | - | Da der Aufsichtsrat der Einhell Germany AG nur aus drei Aufsichtsratsmitgliedern besteht, ist nach Ansicht der Einhell AG die Bildung von Ausschüssen, die im Regelfall aus mindestens drei Mitgliedern bestehen müssen, nicht sinnvoll und auch nicht angebracht, weil im Plenum eine intensive und qualifizierte Diskussion stattfinden kann. | |
| Bei Erstbestellungen sollte die maximal mögliche Bestelldauer von fünf Jahren nicht die Regel sein. | Anregung | √ | ||
| Eine Wiederbestellung vor Ablauf eines Jahres vor dem Ende der Bestelldauer bei gleichzeitiger Aufhebung der laufenden Bestellung soll nur bei Vorliegen besonderer Umstände erfolgen. | Empfehlung | √ | ||
| Eine Altersgrenze für Vorstandsmitglieder soll festgelegt werden. | Empfehlung | √ | ||
| 5.1.3 | Der AR soll sich eine Geschäftsordnung geben. | Empfehlung | √ | |
| 5.2 | Aufgaben und Befugnisse des Aufsichtsratsvorsitzenden | |||
| Der AR-Vorsitzende koordiniert die Arbeit im AR und leitet dessen Sitzungen und nimmt die Belange des Aufsichtsrats nach außen wahr. | Gesetzliche Vorschrift | √ | ||
| Der AR-Vorsitzende soll nicht den Vorsitz im Prüfungsausschuss (Audit Committee) innehaben. | Empfehlung | - | Da der Aufsichtsrat der Einhell Germany AG nur aus drei Aufsichtsratsmitgliedern besteht, ist nach Ansicht der Einhell AG die Bildung von Ausschüssen, die im Regelfall aus mindestens drei Mitgliedern bestehen müssen, nicht sinnvoll und auch nicht angebracht, weil im Plenum eine intensive und qualifizierte Diskussion stattfinden kann. | |
| Der AR-Vorsitzende soll zwischen den Sitzungen mit dem Vorstand, insbesondere mit dem Vorsitzenden bzw. Sprecher des Vorstands, regelmäßig Kontakt halten und mit ihm Fragen der Strategie, der Planung, der Geschäftsentwicklung, der Risikolage, des Risikomanagements und der Compliance des Unternehmens beraten. | Empfehlung | √ | ||
| Der AR-Vorsitzende wird über wichtige Ereignisse, die für die Beurteilung der Lage und Entwicklung sowie für die Leitung des Unternehmens von wesentlicher Bedeutung sind, unverzüglich durch den Vorsitzenden bzw. Sprecher des Vorstands informiert Der AR-Vorsitzende soll sodann den AR unterrichten und erforderlichenfalls eine außerordentliche AR-Sitzung einberufen. | Empfehlung | √ | ||
| 5.3 | Bildung von Ausschüssen | |||
| 5.3.1 | Der AR soll abhängig von den spezifischen Gegebenheiten des Unternehmens und der Anzahl seiner Mitglieder fachlich qualifizierte Ausschüsse bilden. Die jeweiligen Ausschussvorsitzenden berichten regelmäßig den AR über die Arbeit der Ausschüsse. | Empfehlung | - | Da der Aufsichtsrat der Einhell Germany AG nur aus drei Aufsichtsratsmitgliedern besteht, ist nach Ansicht der Einhell AG die Bildung von Ausschüssen, die im Regelfall aus mindestens drei Mitgliedern bestehen müssen, nicht sinnvoll und auch nicht angebracht, weil im Plenum eine intensive und qualifizierte Diskussion stattfinden kann. |
| 5.3.2 | Der AR soll einen Prüfungsausschuss (Audit Committee) einrichten, der sich insbesondere mit der Überwachung des Rechnungslegungsprozesses, der Wirksamkeit des internen Kontrollsystems, des Risikomanagementsystems und des internen Revisionssystems, der Abschlussprüfung, hier insbesondere der Unabhängigkeit des Abschlussprüfers, der vom Abschlussprüfer zusätzlich erbrachten Leistungen, der Erteilung des Prüfungsauftrags an den Abschlussprüfer, der Bestimmung von Prüfungsschwerpunkten und der Honorarvereinbarung sowie - falls kein anderer Ausschluss damit betraut ist - der Compliance befasst. | Empfehlung | - | Da der Aufsichtsrat der Einhell Germany AG nur aus drei Aufsichtsratsmitgliedern besteht, ist nach Ansicht der Einhell AG die Bildung von Ausschüssen, die im Regelfall aus mindestens drei Mitgliedern bestehen müssen, nicht sinnvoll und auch nicht angebracht, weil im Plenum eine intensive und qualifizierte Diskussion stattfinden kann. |
| Der Vorsitzende des Prüfungsausschusses soll über besondere Kenntnisse und Erfahrungen in der Anwendung von Rechnungslegungsgrundsätzen und internen Kontrollverfahren verfügen. Er soll unabhängig und kein ehemaliges Vorstandsmitglied der Gesellschaft sein, dessen Bestellung vor weniger als zwei Jahren endete. | Empfehlung | - | Da der Aufsichtsrat der Einhell Germany AG nur aus drei Aufsichtsratsmitgliedern besteht, ist nach Ansicht der Einhell AG die Bildung von Ausschüssen, die im Regelfall aus mindestens drei Mitgliedern bestehen müssen, nicht sinnvoll und auch nicht angebracht, weil im Plenum eine intensive und qualifizierte Diskussion stattfinden kann. | |
| 5.3.5 | Der Aufsichtsrat kann vorsehen, dass Ausschüsse die Sitzungen des Aufsichtsrats vorbereiten und darüber hinaus auch anstelle des Aufsichtsrates entscheiden. | Anregung | - | Da der Aufsichtsrat der Einhell Germany AG nur aus drei Aufsichtsratsmitgliedern besteht, ist nach Ansicht der Einhell AG die Bildung von Ausschüssen, die im Regelfall aus mindestens drei Mitgliedern bestehen müssen, nicht sinnvoll und auch nicht angebracht, weil im Plenum eine intensive und qualifizierte Diskussion stattfinden kann. |
| 5.4 | Zusammensetzung und Vergütung | |||
| 5.4.1 | Der Aufsichtsrat ist so zusammenzusetzen, dass seine Mitglieder insgesamt über die zur ordnungsgemäßen Wahrnehmung der Aufgaben erforderlichen Kennmisse, Fähigkeiten und fachlichen Erfahrungen verfügen. | Gesetzliche Vorschrift | √ | |
| Der Aufsichtsrat soll für seine Zusammensetzung konkrete Ziele benennen, die unter Beachtung der unternehmensspezifischen Situation die internationale Tätigkeit des Unternehmens, potentielle Interessenkonflikte, die Anzahl der unabhängigen Aufsichtsratsmitglieder im Sinn von Nummer 5.4.2, eine | Empfehlung | √ | ||
| festzulegende Altersgrenze für Aufsichtsratsmitglieder und Vielfalt (Diversity) berücksichtigen. | - | Derzeit ist aus Gründen der Kontinuität keine Altersgrenze vorgesehen. | ||
| Diese konkreten Ziele sollen insbesondere eine angemessene Beteiligung von Frauen vorsehen. | Empfehlung | - | Derzeit ist aus Gründen der Kontinuität kein konkretes Ziel für eine Beteiligung von Frauen bei der | |
| Vorschläge des Aufsichtsrats an die zuständigen Wahlgremien sollen diese Ziele berücksichtigen. | Empfehlung | √ | Zusammensetzung des Aufsichtsrats vorgesehen. | |
| Die Zielsetzung des Aufsichtsrats und der Stand der Umsetzung sollen im Corporate Governance Bericht veröffentlicht werden. | Empfehlung | √ | ||
| Der Aufsichtsrat soll bei seinen Wahlvorschlägen an die Hauptversammlung die persönlichen und geschäftlichen Beziehungen eines jeden Kandidaten zum Unternehmen, den Organen der Gesellschaft und einem wesentlich an der Gesellschaft beteiligten Aktionär offen legen. Die Empfehlung zur Offenlegung beschränkt sich auf solche Umstände, die nach der Einschätzung des Aufsichtsrats ein objektiv urteilender Aktionär für seine Wahlentscheidung als maßgebend ansehen würde. Wesentlich beteiligt im Sinn dieser Empfehlung sind Aktionäre, die direkt oder indirekt mehr als 10 % der stimmberechtigten Aktien der Gesellschaft halten. | Empfehlung | √ | ||
| 5.4.2 | Dem Aufsichtsrat soll eine nach seiner Einschätzung angemessene Anzahl unabhängiger Mitglieder angehören. Ein Aufsichtsratsmitglied ist im Sinn dieser Empfehlung insbesondere dann nicht als unabhängig anzusehen, wenn es in einer persönlichen oder einer geschäftlichen Beziehung zu der Gesellschaft, deren Organen, einem kontrollierenden Aktionär oder einem mit diesem verbundenen Unternehmen steht, die ein wesentlichen und nicht nur vorübergehenden Interessenkonflikt begründen kann. Dem Aufsichtsrat sollen nicht mehr als zwei ehemalige Mitglieder des Vorstands angehören. Aufsichtsratsmitglieder sollen keine Organfunktion oder Beratungsaufgaben bei wesentlichen Wettbewerbern des Unternehmens ausüben. | Empfehlung | √ | |
| 5.4.3 | Wahlen zum Aufsichtsrat sollen als Einzelwahl durchgeführt werden. Ein Antrag auf gerichtliche Bestellung eines Aufsichtsratsmitglieds soll bis zur nächsten Hauptversammlung befristet sein. Kandidatenvorschläge für den Aufsichtsratsvorsitz sollen den Aktionären bekannt gegeben werden. | Empfehlung | √ | |
| 5.4.4 | Vorstandsmitglieder dürfen vor Ablauf von zwei Jahren nach dem Ende ihrer Bestellung nicht Mitglied des Aufsichtrats der Gesellschaft werden, es sei denn ihre Wahl erfolgte auf Vorschlag | Gesetzliche Vorschrift | √ | |
| von Aktionären, die mehr als 25 % der Stimmrechte an der Gesellschaft halten. In letzterem Fall soll der Wechsel in den Aufsichtratsvorsitz eine der Hauptversammlung zu begründende Ausnahme sein. | Empfehlung | √ | ||
| 5.4.5 | Jedes AR-Mitglied achtet darauf; dass ihm für die Wahrnehmung seiner Mandate genügend Zeit zur Verfügung steht | Gesetzliche Vorschrift | √ | |
| Wer dem Vorstand einer börsennotierten Gesellschaft angehört, soll insgesamt nicht mehr als drei AR-Mandate in konzernexternen börsennotierten Gesellschaften oder in Aufsichtsgremien von konzernexternen Gesellschaften wahrnehmen, die vergleichbare Anforderungen stellen. | Empfehlung | √ | ||
| Die Mitglieder des Aufsichtsrats nehmen die für ihre Aufgaben erforderlichen Aus- und Fortbildungsmaßnahmen eigenverantwortlich wahr. Dabei sollen sie von der Gesellschaft angemessen unterstützt werden. | Empfehlung | √ | ||
| 5.4.6 | Die Vergütung der AR-Mitglieder wird durch Beschluss der HV oder in der Satzung festgelegt. | Gesetzliche Vorschrift | √ | |
| Dabei sollen der Vorsitz und der stellvertretende Vorsitz im AR sowie der Vorsitz und die Mitgliedschaft in den Ausschüssen berücksichtigt werden. | Empfehlung | √ | ||
| Die Mitglieder des AR erhalten eine Vergütung, die in einem angemessenen Verhältnis zu ihren Aufgaben und der Lager der Gesellschaft steht. Wird den Aufsichtsratsmitgliedern eine erfolgsorientierte Vergütung zugesagt soll sie auf die nachhaltige Unternehmensentwicklung ausgerichtet sein. | Empfehlung | √ | ||
| Die Vergütung der AR-Mitglieder soll im Anhang oder im Lagebericht individualisiert, aufgegliedert nach Bestandteilen ausgewiesen werden. | Empfehlung | - | Die Einhell Germany AG hält es aus Gründen der Wahrung der Persönlichkeitsrechte für ausreichend, dass die Bestandteile der Vergütung der Mitglieder des AR in der Satzung detailliert beschrieben sind. Eine individualisierte Ausweisung im Lagebericht findet daher nicht statt. | |
| Auch die vom Unternehmen an die Mitglieder des AR gezahlten Vergütungen oder gewährten Vorteile für persönlich erbrachte Leistungen, insbesondere Beratungs- und Vermittlungsleistungen, sollen individualisiert im angegeben werden. | Empfehlung | √ | ||
| 5.4.7 | Falls ein Mitglied des AR in einem Geschäftsjahr an weniger als der Hälfte der Sitzungen des AR teilgenommen hat soll dies im Bericht des AR vermerkt werden. | Empfehlung | √ | |
| 5.5 | Interessenkonflikte | |||
| 5.5.1 | Jedes Mitglied des AR ist dem Unternehmensinteresse verpflichtet. Es darf bei seinen Entscheidungen weder persönliche Interessen verfolgen noch Geschäftschancen, die dem Unternehmen zustehen, für sich nutzen. | Gesetzliche Vorschrift | √ | |
| 5.5.2 | Jedes AR-Mitglied soll Interessenkonflikte, insbesondere solche, die auf Grund einer Beratung oder Organfunktion bei Kunden, Lieferanten, Kreditgebern oder sonstigen Dritten entstehen können, dem AR gegenüber offenlegen. | Empfehlung | √ | |
| 5.5.3 | Der AR soll in seinem Bericht an die HV über aufgetretene Interessenkonflikte und deren Behandlung informieren. Wesentliche und nicht nur vorübergehende Interessenkonflikte in der Person eines AR-Mitglieds sollen zur Beendigung des Mandats führen. | Empfehlung | √ | |
| 5.5.4 | Berater- und sonstige Dienstleistungs- und Werkverträge eines AR-Mitglieds mit der Gesellschaft bedürfen der Zustimmung des AR. | Gesetzliche Vorschrift | √ | |
| 5.6 | Effizienzprüfung | |||
| Der AR soll regelmäßig die Effizienz seiner Tätigkeit überprüfen. | Empfehlung | √ | ||
| 6. | Transparenz | |||
| 6.1 | Die Gesellschaft wird die Aktionäre bei Informationen gleich behandeln. Sie soll ihnen unverzüglich sämtliche neuen Tatsachen, die Finanzanalysten und vergleichbaren Adressaten mitgeteilt worden sind, zur Verfügung stellen. | Gesetzliche Vorschrift | √ | |
| 6.2 | Informationen, die die Gesellschaft im Ausland aufgrund der jeweiligen kapitalmarktrechtlichen Vorschriften veröffentlicht, sollen auch im Inland unverzüglich bekannt gegeben werden. | Empfehlung | √ | |
| 6.3 | Über die gesetzliche Pflicht zur unverzüglichen Mitteilung und Veröffentlichung von Geschäften in Aktien der Gesellschaften hinaus, soll der Besitz von Aktien der Gesellschaft oder sich darauf beziehender Finanzinstrumente, von Vorstands- und Aufsichtsratsmitgliedern angegeben werden, wenn er direkt oder indirekt größer als 1 % der von der Gesellschaft ausgegebenen Aktien ist. Übersteigt der Gesamtbesitz aller Vorstands- und Aufsichtsratsmitglieder 1 % der von der Gesellschaft ausgegebenen Aktien, soll der Gesamtbesitz getrennt nach Vorstand und Aufsichtsrat im Corporate Governance Bericht angegeben werden. | Empfehlung | √ | |
| 6.4 | Im Rahmen der laufenden Öffentlichkeitsarbeit sollen die Termine der wesentlichen wiederkehrenden Veröffentlichungen (u.a. Geschäftsbericht, Zwischenfinanzberichte) und der Termin der Hauptversammlung in einem ,,Finanzkalender" mit ausreichendem Zeitvorlauf publiziert werden. | Empfehlung | √ | |
| 7. | Rechnungslegung und Abschlussprüfung | |||
| 7.1 | Rechnungslegung | |||
| 7.1.1 | Anteilseigner und Dritte werden vor allem durch den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht informiert. | Gesetzliche Vorschrift | √ | |
| Während des Geschäftsjahres werden sie zusätzlich durch den Halbjahresfinanzbericht sowie im ersten und zweiten Halbjahr durch Zwischenmitteilungen oder Quartalsfinanzberichte unterrichtet. Der Konzernabschluss und der verkürzte Konzernabschluss des Halbjahresfinanzberichts und des Quartalsfinanzberichts werden unter Beachtung der einschlägigen internationalen Rechnungslegungsgrundsätze aufgestellt. | Gesetzliche Vorschrift | √ | ||
| 7.1.2 | Der Konzernabschluss wird vom Vorstand aufgestellt und vom Abschlussprüfer sowie vom Aufsichtsrat geprüft. | Gesetzliche Vorschrift | √ | |
| Halbjahres- und etwaige Quartalsfinanzberichte sollen vom Aufsichtsrat oder seinem Prüfungsausschuss vor der Veröffentlichung mit dem Vorstand erörtert werden. Zusätzlich sind die Prüfstelle für Rechnungslegung bzw. die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht befugt, die Übereinstimmung des Konzernabschlusses mit den maßgeblichen Rechnungslegungsvorschriften zu überprüfen (Enforcement). | Empfehlung | - | Da der Aufsichtsrat sich laufend und zeitnah über die aktuellen Geschäftszahlen. Halbjahres- und Quartalsfinanzberichte informiert, hält es die Einhell AG für ausreichend, wenn diese Informationen vor der Veröffentlichung dem Aufsichtsrat zur Kenntnis gegeben werden. | |
| Der Konzernabschluss soll binnen 90 Tagen nach Geschäftsjahresende, die Zwischenberichte sollen binnen 45 Tagen nach Ende des Berichtszeitraums, öffentlich zugänglich sein. | Empfehlung | - | Der Konzernabschluss wird aufgrund der Komplexität im Konzernverbund 120 Tage nach Geschäftsjahresende und die Zwischenberichte 60 Tage nach Ende des Berichtszeitraums veröffentlicht | |
| 7.1.3 | Der Corporate Governance Bericht soll konkrete Angaben über Aktienoptionsprogramme und ähnliche wertpapierorientierte Anreizsysteme der Gesellschaft enthalten, soweit diese Angaben nicht bereits im Jahresabschluss, Konzernabschluss oder Vergütungsbericht gemacht werden. | Empfehlung | √ | |
| 7.1.4 | Die Gesellschaft soll eine Liste von Drittunternehmen veröffentlichen, an denen sie eine Beteiligung von für das Unternehmen nicht untergeordneter Bedeutung hält. Handelsbestände von Kredit- und Finanzdienstleistungsinstituten, aus denen keine Stimmrechte ausgeübt werden, bleiben hierbei unberücksichtigt. Es sollen angegeben werden: Name und Sitz der Gesellschaft, Höhe des Anteils, Höhe des Eigenkapitals und Ergebnis des letzten Geschäftsjahres. | Empfehlung | √ | |
| 7.1.5 | Im Konzernabschluss sollen Beziehungen zu Aktionären erläutert werden, die im Sinne der anwendbaren Rechnungslegungsvorschriften als nahestehende Personen zu qualifizieren sind. | Empfehlung | √ | |
| 12 | Abschlussprüfung | |||
| 7.2.1 | Vor Unterbreitung des Wahlvorschlags soll der AR bzw. der Prüfungsausschuss eine Erklärung des vorgesehenen Prüfers einholen, ob und gegebenenfalls welche geschäftlichen, finanziellen, persönlichen oder sonstigen Beziehungen zwischen dem Prüfer und seinen Organen und Prüfungsleitern einerseits und dem Unternehmen und seinen Organmitgliedern andererseits bestehen, die Zweifel an seiner Unabhängigkeit begründen können. Die Erklärung soll sich auch darauf erstrecken, in welchem Umfang im vorausgegangenen Geschäftsjahr andere Leistungen für das Unternehmen, insbesondere auf dem Beratungssektor, erbracht wurden bzw. für das folgende Jahr vertraglich vereinbart sind. | Empfehlung | √ | |
| Der AR soll mit dem Abschlussprüfer vereinbaren, dass der Vorsitzende des AR bzw. des Prüfungsausschusses über während der Prüfung auftretende mögliche Ausschluss- oder Befangenheitsgründe unverzüglich unterrichtet wird, soweit diese nicht unverzüglich beseitigt werden. | Empfehlung | √ | ||
| 7.2.2 | Der AR erteilt dem Abschlussprüfer den Prüfungsauftrag und trifft mit ihm die Honorarvereinbarung. | Gesetzliche Vorschrift | √ | |
| 7.2.3 | Der AR soll vereinbaren, dass der Abschlussprüfer über alle für die Aufgaben des AR wesentlichen Feststellungen und Vorkommnisse unverzüglich berichtet, die sich bei der Durchführung der Abschlussprüfung ergeben. | Empfehlung | √ | |
| Der AR soll vereinbaren, dass der Abschlussprüfer ihn informiert bzw. im Prüfungsbericht vermerkt, wenn er bei der Durchführung der Abschlussprüfung Tatsachen feststellt, die eine Unrichtigkeit der von Vorstand und AR abgegebenen Erklärung zum Kodex ergeben. | Empfehlung | √ | ||
| 7.2.4 | Der Abschlussprüfer nimmt an den Beratungen des AR über den Jahres- und Konzernabschluss teil und berichtet über die wesentlichen Ergebnisse seiner Prüfung. | Gesetzliche Vorschrift | √ |