Skip to main content

AI assistant

Sign in to chat with this filing

The assistant answers questions, extracts KPIs, and summarises risk factors directly from the filing text.

Einhell Germany AG Annual Report 2013

Jun 24, 2014

134_rns_2014-06-24_9d2624ee-4b73-4aa9-8e11-a91d905630d0.html

Annual Report

Open in viewer

Opens in your device viewer

Einhell Germany AG

Landau/Isar

Jahresabschluss zum 31. Dezember 2013

Bilanz zum 31. Dezember 2013

Aktiva

scroll

31.12.2013 31.12.2012
EUR EUR EUR EUR
--- --- --- --- ---
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 485.863,15 693.936,04
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 3.570.845,64 3.606.106,44
2. Technische Anlagen und Maschinen 2.783.222,86 2.953.257,48
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.183.904,11 1.276.804,25
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 64.639,58 7.602.612,19 122.874,33 7.959.042,50
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 72.489.187,01 63.309.887,14
2. Wertpapiere des Anlagevermögens 150.000,00 72.639.187,01 150.000,00 63.459.887,14
80.727.662,35 72.112.865,68
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 293.742,31 269.283,70
2. Waren 39.480.521,45 48.990.293,04
3. Geleistete Anzahlungen 0,00 39.774.263,76 374.827,21 49.634.403,95
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 11.834.263,08 17.391.888,83
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 60.347.513,74 71.732.635,56
3. Sonstige Vermögensgegenstände 8.182.848,85 80.364.625,67 7.421.879,68 96.546.404,07
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 44.157.398,56 105.043,96
164.296.287,99 146.285.851,98
C. Rechnungsabgrenzungsposten 73.850,35 40.522,85
245.097.800,69 218.439.240,51
Passiva
31.12.2013

EUR
31.12.2012

EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 9.662.464,00 9.662.464,00
II. Kapitalrücklage 27.023.961,47 27.023.961,47
III. Gewinnrücklagen 71.509.081,64 70.537.773,30
IV. Bilanzgewinn 31.342.946,97 32.510.614,64
139.538.454,08 139.734.813,41
B. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen 1.250.011,64 1.181.515,37
2. Steuerrückstellungen 0,00 1.007.240,00
3. Sonstige Rückstellungen 3.807.429,00 4.540.971,55
5.057.440,64 6.729.726,92
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 50.010.070,27 26.891.050,40
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 8.694.215,83 6.582.596,76
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 40.324.929,44 35.931.747,38
4. Sonstige Verbindlichkeiten 1.472.690,43 2.569.305,64
100.501.905,97 71.974.700,18
245.097.800,69 218.439.240,51

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2013

scroll

2013 2012
EUR EUR EUR EUR
--- --- --- --- ---
1. Umsatzerlöse 174.627.756,36 180.899.624,82
2. Sonstige betriebliche Erträge 25.732.006,97 21.318.761,14
3. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und f ürbezogene Waren -136.131.885,06 -136.174.266,99
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen -1.493.429,31 -137.625.314,37 -1.176.765,03 -137.351.032,02
4. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -13.374.251,20 -14.194.949,02
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -2.227.225,00 -15.601.476,20 -2.161.812,82 -16.356.761,84
5. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -988.870,37 -938.402,30
6. Sonstige betriebliche Aufwendungen -48.972.030,92 -39.681.154,38
-2.827.928,53 7.891.035,42
7. Erträge aus Beteiligungen 11.099.018,67 10.855.453,66
8. Erträge aus Gewinnabführungsverträgen 984.343,91 1.174.976,93
9. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 2.834.069,95 3.004.070,50
10. Abschreibungen auf Finanzanlagen -7.288.701,17 -3.548.362,62
11. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -1.481.948,25 6.146.783,11 -2.253.204,82 9.232.933,65
12. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 3.318.854,58 17.123.969,07
13. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -1.276.861,35 -2.012.489,08
14. Sonstige Steuern -99.376,56 -1.376.237,91 -65.800,38 -2.078.289,46
15. Jahresüberschuss 1.942.616,67 15.045.679,61
16. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 30.371.638,64 27.691.000,10
17. Einstellung in andere Gewinnrücklagen -971.308,34 -10.226.065,07
18. Bilanzgewinn 31.342.946,97 32.510.614,64

Anhang für das Geschäftsjahr 2013

I. Allgemeine Angaben

Der Jahresabschluss der Gesellschaft zum 31. Dezember 2013 ist nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) und den ergänzenden Vorschriften des Aktiengesetzes (AktG) aufgestellt worden. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Die Einhell Germany AG ist eine große Kapitalgesellschaft i. S. d. § 267 Abs. 3 HGB.

II. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Die immateriellen Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige, lineare Abschreibungen, bewertet. Die Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände beträgt zwischen drei bis vier Jahren.

Sachanlagen werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen angesetzt. In Vorjahren erhaltene Investitionszuschüsse wurden von den Anschaffungs- oder Herstellungskosten abgesetzt. Die planmäßigen Abschreibungen auf abnutzbare unbewegliche Sachanlagen werden linear; auf bewegliche Sachanlagen sowohl linear als auch degressiv vorgenommen. Die Abschreibungen auf die Zugänge ab dem Geschäftsjahr 2009 werden ausschließlich linear vorgenommen. Den Abschreibungen liegen folgende betriebsgewöhnliche Nutzungsdauern zu Grunde:

scroll

Jahre
Gebäude 20-30
Technische Anlagen und Maschinen 3-20
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3-10

Seit 1. Januar 2010 werden geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten bis EUR 410,00 vollständig abgeschrieben. Vom 1. Januar 2008 bis 31. Dezember 2009 wurden geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten von EUR 150,00 bis EUR 1.000,00 in einen Sammelposten eingestellt und einheitlich über eine Nutzungsdauer von fünf Jahren abgeschrieben.

Die Anteile an verbundenen Unternehmen sind zu Anschaffungskosten oder dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt.

Die Wertpapiere des Anlagevermögens sind mit den Anschaffungskosten angesetzt.

Die Vorräte sind zu Anschaffungskosten bewertet. Bestehende Verwertbarkeitsrisiken werden ebenso wie gesunkene Wiederbeschaffungskosten durch angemessene Abschläge berücksichtigt.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind zum Nennwert unter Berücksichtigung der erforderlichen Einzelwertberichtigungen angesetzt. Dem allgemeinen Kreditrisiko ist durch Bildung einer Pauschalwertberichtigung auf die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen Rechnung getragen.

Fremdwährungsforderungen werden mit dem Kurs am Tag ihrer Entstehung eingebucht. Liegt der Kurs zum Bilanzstichtag darunter, wird die Forderung mit dem niedrigeren Kurs angesetzt. Forderungen in Fremdwährungen und einer Laufzeit von unter einem Jahr sind zum Devisenmittelkurs zum Bilanzstichtag bewertet.

Aktive Rechnungsabgrenzungsposten beinhalten Ausgaben, die Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach dem Bilanzstichtag darstellen.

Die Bewertung der Pensionsverpflichtungen erfolgt nach versicherungsmathematischen Grundsätzen nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected-Unit-Credit-Methode). Der Bewertung wurden folgende Parameter zugrunde gelegt:

scroll

31.12.2013

%
31.12.2012

%
Zinssatz 4,88 5,04
Gehaltsdynamik allgemein 1,25 1,25
Rentenanpassung 3,00 3,00
Biometrische Rechnungsgrundlagen Richttafeln 2005 G/Prof. Dr. Heubeck

Die Pensionsrückstellungen werden gemäß § 246 Abs. 2 HGB mit dem Zeitwert von Wertpapieren, die dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen sind und ausschließlich der Erfüllung dieser Verpflichtung dienen, saldiert.

Die sonstigen Rückstellungen werden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. Die Verbindlichkeiten sind mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Verbindlichkeiten, die auf fremde Währung lauten, sind zu den Umrechnungskursen zum Zeitpunkt der Entstehung bzw. zum höheren Stichtagskurs bewertet. Verbindlichkeiten in Fremdwährungen und einer Laufzeit von unter einem Jahr sind zum Devisenmittelkurs zum Bilanzstichtag bewertet. Soweit Fremdwährungsverbindlichkeiten durch Devisen-Termingeschäfte kursgesichert sind, erfolgt die Zubuchung zum jeweiligen Sicherungskurs.

III. Erläuterungen zur Bilanz

Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist in der Anlage zum Anhang dargestellt.

Der Anteilsbesitz stellt sich zum Bilanzstichtag wie folgt dar:

scroll

Name und Sitz der Gesellschaft Anteil am Kapital 31.12.2013

%
Eigenkapital 31.12.2013

TEUR
Ergebnis 2013

TEUR
Inland
iSC GmbH, Landau a. d. Isar1 100,0 1.175 0
kwb tools GmbH, Stuhr 100,0 1.760 410
Ausland
Hansi Anhai Far East Ltd., Hong Kong/China 100,0 21.268 7.496
HAFE Trading Ltd., Hong Kong/China 100,0 2.619 1.177
Hans Einhell China (Chongqing) Co. Ltd., Chongqing/China 100,0 1.314 -25
Hansi Anhai Youyang Ltd., Chongqing/China 100,0 2.891 2.384
Hans Einhell (China) Trading Co. Ltd., Shanghai/China 100,0 -34 -1.168
Einhell Österreich Gesellschaft m.b.H., Wien/Österreich 100,0 824 -852
Einhell Portugal - Comércio Int., Lda., Arcozelo/Portugal 100,0 2.730 12
Einhell Benelux B.V., Breda/Niederlande 100,0 -650 -539
Einhell Italia s.r.l., Mailand/Italien 100,0 4.215 3
Comercial Einhell S.A., Madrid/Spanien 100,0 1.622 -255
Einhell Polska Sp.z o.o., Wroclaw/Polen 90,0 13.017 269
Einhell Hungaria Kft., Budapest/Ungarn 100,0 241 -308
Einhell Schweiz AG, Winterthur/Schweiz 100,0 3.390 77
Einhell UK Ltd., Birkenhead/Großbritannien 100,0 1.162 -96

1 Ergebnisabführungsvertrag vom 26. Februar 2002

scroll

Name und Sitz der Gesellschaft Anteil am Kapital 31.12.2013

%
Eigenkapital 31.12.2013

TEUR
Ergebnis 2013

TEUR
Einhell Bulgarien OOD., Varna/Bulgarien 67,0 -123 -160
Einhell Export-Import GmbH, Tillmitsch/Österreich 100,0 1.451 231
Einhell Croatia d.o.o., Lepajci/Kroatien 100,0 4.158 512
Einhell BiH d.o.o., Vitez/Bosnien 66,7 2.588 206
Einhell d.o.o. Beograd, Belgrad/Serbien 100,0 1.094 -36
Einhell Romania SRL, Bukarest/Rumänien 100,0 2.541 -158
Einhell-Ukraine TOV, Kiew/Ukraine 100,0 -868 -571
Svenska Einhell AB, Göteborg/Schweden 100,0 -632 -1.055
Einhell Holding Gesellschaft m.b.H., Wien/Österreich 100,0 163 -2
Einhell-Unicore s.r.o., Karlsbad/Tschechien 100,0 2.198 94
Einhell Intratek Mühendislik ve Dis Tic. A.S., Istanbul/Türkei 85,0 1.245 -1.548
Anxall Hellas A.E., Athen/Griechenland 97,2 1.624 -63
Einhell Chile S.A., Santiago/Chile 90,0 1.188 80
Einhell Danmark ApS, Silkeborg/Dänemark 100,0 -404 -674
Einhell Middle East Trading FZC, Ras Al-Khaima/ Vereinigte Arabische Emirate 100,0 -243 -451
Einhell Slovakia s.r.o., Pezinok/Slowakei 100,0 -422 -123
Einhell France SAS, Villepinte/Frankreich 95,0 22 -403
Einhell Australia PTY. Ltd., Victoria/Australien 90,0 -1.607 -1.959
Einhell Brasil Com. Distr. Ltda, Campinas/Brasilien 90,0 1.532 -1.859
Einhell Norway AS, Larvik/Norwegen 100,0 -15 -182
Einhell Argentina S.A., Buenos Aires/Argentinien 100,0 1.613 -1.142
KWB-RUS OOO, Moskau/Russland 100,0 263 -179
Hans Einhell Ukraine TOV, Kiew/Ukraine 100,0 175 -148
Einhell Holding Australia Pty. Ltd., Melbourne/Australien 100,0 13.537 -434
Einhell Colombia S.A.S., Bogota/Kolumbien 100,0 610 -258
Ozito Industries Pty. Ltd., Bangholme/Australien 100,0 9.640 2.376

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Von den sonstigen Vermögensgegenständen haben TEUR 1.855 (i. Vj. TEUR 2.046) eine Restlaufzeit von über einem Jahr. Alle übrigen Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind innerhalb eines Jahres fällig. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen setzen sich wie folgt zusammen:

scroll

31.12.2013

TEUR
31.12.2012

TEUR
Forderungen aus Darlehen 55.743 64.975
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 4.605 6.758
60.348 71.733

Eigenkapital

Das gezeichnete Kapital ist unverändert wie folgt eingeteilt:

scroll

EUR
Stammaktien
2.094.400 Inhaber-Stammaktien (Stückaktien)
mit rechnerischem Anteil am Grundkapital von je EUR 2,56 5.361.664,00
Vorzugsaktien
1.680.000 stimmrechtslose Inhaber-Vorzugsaktien (Stückaktien)
mit rechnerischem Anteil am Grundkapital von je EUR 2,56 4.300.800,00
9.662.464,00

Genehmigtes Kapital

Der Vorstand ist ermächtigt, das Grundkapital der Gesellschaft bis zum 18. Juni 2014 mit Zustimmung des Aufsichtsrats durch Ausgabe neuer Inhaber-Stammaktien und/oder stimmrechtsloser Inhaber-Vorzugsaktien gegen Bareinlage einmalig oder mehrmalig um insgesamt bis zu EUR 3.864.985,60 zu erhöhen (Genehmigtes Kapital I). Dabei ist den Aktionären ein Bezugsrecht einzuräumen. Der Vorstand ist jedoch ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats Spitzenbeträge von dem Bezugsrecht der Aktionäre auszunehmen und im Fall der gleichzeitigen Ausgabe von Stamm- und Vorzugsaktien das Bezugsrecht der Inhaber von Aktien einer Gattung auf Aktien der anderen Gattung auszuschließen, sofern das Bezugsverhältnis für beide Gattungen gleich festgesetzt wird. Die Ermächtigung umfasst auch die Befugnis, weitere Vorzugsaktien auszugeben, die den früher ausgegebenen Vorzugsaktien ohne Stimmrecht bei der Verteilung des Gewinnes oder des Gesellschaftsvermögens vorgehen oder gleichstehen.

Der Vorstand ist ferner ermächtigt, das Grundkapital der Gesellschaft bis zum 18. Juni 2014 mit Zustimmung des Aufsichtsrats durch Ausgabe neuer Inhaber-Stammaktien und/oder stimmrechtsloser Inhaber-Vorzugsaktien gegen Bareinlage einmalig oder mehrmalig um insgesamt bis zu EUR 966.246,40 zu erhöhen (Genehmigtes Kapital II). Dabei ist den Aktionären ein Bezugsrecht einzuräumen. Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats Spitzenbeträge von dem Bezugsrecht der Aktionäre auszunehmen und im Fall der gleichzeitigen Ausgabe von Stamm- und Vorzugsaktien das Bezugsrecht der Inhaber von Aktien einer Gattung auf Aktien der anderen Gattung auszuschließen, sofern das Bezugsverhältnis für beide Gattungen gleich festgesetzt wird. Der Vorstand kann ferner das Bezugsrecht insgesamt ausschließen, um neue stimmrechtslose Inhaber-Vorzugsaktien zu einem Ausgabebetrag ausgeben zu können, der den Börsenpreis nicht wesentlich unterschreitet (§§ 203 Abs. 2, 186 Abs. 3 Satz 4 AktG). Die Ermächtigung umfasst auch die Befugnis, weitere Vorzugsaktien auszugeben, die den früher ausgegebenen Vorzugsaktien ohne Stimmrecht bei der Verteilung des Gewinnes oder des Gesellschaftsvermögens vorgehen oder gleichstehen.

Gewinnrücklagen

Die Gewinnrücklagen haben sich wie folgt entwickelt:

scroll

Gesetzliche Rücklage

TEUR
Andere Gewinnrücklagen

TEUR
Gewinnrücklagen

TEUR
1. Januar 2013 55 70.483 70.538
Einstellungen aus dem Jahresüberschuss 0 971 971
31. Dezember 2013 55 71.454 71.509

Die gesetzliche Rücklage hat zusammen mit der unveränderten Kapitalrücklage die nach § 150 Abs. 2 AktG geforderten 10 % des Grundkapitals erreicht.

Bilanzgewinn

scroll

TEUR
1. Januar 2013 32.511
Ausschüttung für das Geschäftsjahr 2012 -2.139
30.372
Jahresüberschuss 2013 1.942
Einstellungen in andere Gewinnrücklagen -971
31. Dezember 2013 31.343

Pensionsrückstellungen

Die Pensionsrückstellungen setzen sich wie folgt zusammen:

scroll

31.12.2013

TEUR
31.12.2012

TEUR
Barwert Pensionsverpflichtungen 1.914 1.841
Beizulegender Zeitwert Wertpapiere -664 -659
1.250 1.182

Die Wertpapiere wurden mit ihren Marktwerten angesetzt; die Anschaffungskosten betragen unverändert TEUR 600. Sie sind zugunsten der aus den Pensionsverpflichtungen anspruchsberechtigten Personen verpfändet.

Die in der Gewinn- und Verlustrechnung unter dem Posten Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung verrechneten Aufwendungen und Erträge setzen sich wie folgt zusammen:

scroll

2013

TEUR
2012

TEUR
Pensionsleistungen 99 94
Zuführung zu den Pensionsrückstellungen 73 58
Ertrag aus der Erhöhung des Marktwerts der Wertpapiere -5 -9
167 143

Sonstige Rückstellungen

scroll

31.12.2013

TEUR
31.12.2012

TEUR
Gewährleistung und Garantie 1.372 1.348
Personalansprüche 794 1.156
Urlaub, Überstunden 100 563
Sonstige Rückstellungen 1.541 1.474
3.807 4.541

Verbindlichkeiten

scroll

Gesamt Restlaufzeiten Gesamt Restlaufzeiten
31.12.2013

TEUR
bis zu 1 Jahr

TEUR
1 bis 5 Jahre

TEUR
mehr als 5 Jahre

TEUR
31.12.2012

TEUR
bis zu 1 Jahr

TEUR
--- --- --- --- --- --- ---
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 50.010 20.010 30.000 0 26.891 6.329
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 8.694 8.694 0 0 6.583 6.583
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 40.325 40.325 0 0 35.932 35.932
Sonstige Verbindlichkeiten 1.473 1.121 352 0 2.569 1.504
100.502 70.150 30.352 0 71.975 50.348

scroll

Restlaufzeiten
1 bis 5 Jahre

TEUR
mehr als 5 Jahre

TEUR
--- --- ---
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 20.562 0
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 0 0
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 0 0
Sonstige Verbindlichkeiten 1.065 0
21.627 0

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen resultieren in Höhe von TEUR 11.521 (i. Vj. TEUR 10.607) aus dem Liefer- und Leistungsverkehr.

Die sonstigen Verbindlichkeiten beinhalten Verbindlichkeiten aus Steuern in Höhe von TEUR 178 (i. Vj. TEUR 221) sowie Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit in Höhe von TEUR 12 (i. Vj. TEUR 3).

IV. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Umsatzerlöse

scroll

2013 2012
TEUR % TEUR %
--- --- --- --- ---
Nach Bereichen
Garten & Freizeit 82.599 47,3 87.013 48,1
Werkzeuge 92.029 52,7 93.887 51,9
174.628 100,0 180.900 100,0
Nach Regionen
Inland 144.725 82,9 126.665 70,0
Europäische Union 18.162 10,4 40.890 22,6
Asien 4.693 2,7 4.359 2,4
Übrige 7.048 4,0 8.986 5,0
174.628 100,0 180.900 100,0

Sonstige betriebliche Erträge

scroll

2013

TEUR
2012

TEUR
Erträge aus der Währungsumrechnung 17.087 11.799
Erträge aus Schadensersatzleistungen 4.571 184
Erträge aus Kostenumlagen an Tochtergesellschaften 1.749 1.141
Laufende betriebliche Erträge 1.270 990
Erträge aus der Ausbuchung von Verbindlichkeiten 909 834
Erträge aus der Auflösung von Wertberichtigungen und Rückstellungen 146 885
Erträge aus der Zuschreibung zu Finanzanlagen 0 5.471
Sonstige periodenfremde Erträge 0 15
25.732 21.319

Personalaufwand

Die Aufwendungen für Altersversorgung betrugen im Geschäftsjahr 2013 TEUR 119 (i. Vj. TEUR 113).

Sonstige betriebliche Aufwendungen

scroll

2013

TEUR
2012

TEUR
Aufwendungen aus der Währungsumrechnung 17.188 12.096
Aufwendungen aus der Ausbuchung bzw. Wertberichtigung auf Forderungen 7.262 249
Laufende betriebliche Aufwendungen 24.522 27.336
48.972 39.681

Erträge aus Beteiligungen

Die Erträge aus Beteiligungen resultieren ausschließlich aus verbundenen Unternehmen.

Abschreibungen auf Finanzanlagen

Der Ausweis betrifft wie im Vorjahr Abschreibungen auf Anteile an verbundenen Unternehmen.

Zinsen

scroll

2013

TEUR
2012

TEUR
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge
Erträge aus verbundenen Unternehmen 2.729 2.716
Sonstige Zinserträge 105 288
2.834 3.004
Zinsen und ähnliche Aufwendungen
Aufwendungen aus verbundenen Unternehmen 94 192
Zinsaufwendungen aus Pensionsrückstellungen 90 90
Sonstige Zinsaufwendungen 1.298 1.971
1.482 2.253

Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

scroll

2013

TEUR
2012

TEUR
Aufwendungen Berichtsjahr 1.065 1.741
Aufwendungen für Vorjahre 212 271
1.277 2.012

V. Sonstige Angaben

Haftungsverhältnisse gemäß § 251 HGB

Für Devisengeschäfte einer Konzerngesellschaft wurden gegenüber drei Kreditinstituten Garantieverpflichtungen in Höhe von maximal TEUR 11.397 eingegangen, die zum Stichtag mit TEUR 0 valutieren. Aufgrund der aktuellen Bonität des Tochterunternehmens wird gegenwärtig nicht mit einer Inanspruchnahme aus den Verpflichtungen gerechnet.

Für Werbemaßnahmen einer Konzerngesellschaft wurde eine Zahlungsgarantie übernommen, die zum Stichtag mit TEUR 307 valutiert.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

scroll

Gesamt

TEUR
bis 1 Jahr

TEUR
ein bis 5 Jahre

TEUR
über 5 Jahre

TEUR
Verpflichtungen aus Miet-, Pacht- und Leasingverträgen 754 456 298 0

Latente Steuern

Zum 31. Dezember 2013 bestehen aktive latente Steuern, die gemäß dem Ansatzwahlrecht nach § 274 Abs. 1 HGB nicht aktiviert wurden. Die aktiven latenten Steuern sind folgenden Vermögensgegenständen und Schulden zuzuordnen:

scroll

TEUR
Sachanlagevermögen 72
Rückstellungen für Pensionen (einschließlich Organgesellschaft) 47
Sonstige Rückstellungen 28
147

Der dabei zugrunde gelegte Steuersatz bestimmt sich wie folgt:

scroll

%
Körperschaftsteuer einschließlich Solidaritätszuschlag 15,83
Gewerbesteuer 11,55
27,38

Angaben zu derivativen Finanzinstrumenten gemäß § 285 Nr. 19 HGB

Zinsänderungsrisiko

Die Einhell Germany AG finanziert sich im Wesentlichen über langfristige Kredite sowie über kurzfristige Darlehen zur Finanzierung des kurzfristigen Umlaufvermögens.

scroll

Nominalvolumen Marktwert
31.12.2013

TEUR
31.12.2012

TEUR
31.12.2013

TEUR
31.12.2012

TEUR
--- --- --- --- ---
Zinscaps 40.000 40.000 0 0
Zinsswaps 20.000 20.000 -84 -215

Wechselkursrisiko

Die Einhell Germany AG unterliegt Wechselkursrisiken bei Verkäufen, Ankäufen sowie Kreditaufnahmen in anderen Währungen als dem Euro. Hierbei handelt es sich im Wesentlichen um RMB und US-Dollar. Um sich gegen Wechselkursrisiken abzusichern, arbeitet die Einhell Germany AG mit Devisentermingeschäften und Optionen, die alle eine Laufzeit bis zu drei Jahren haben. Das Nominalvolumen entspricht der unsaldierten Summe der zwischen den Parteien vereinbarten Kauf- und Verkaufsbeträge und ist deshalb kein Maßstab für das Risiko der Einhell Germany AG aus dem Einsatz derivativer Finanzinstrumente.

scroll

Nominalvolumen Marktwert
31.12.2013

TEUR
31.12.2012

TEUR
31.12.2013

TEUR
31.12.2012

TEUR
--- --- --- --- ---
Devisentermingeschäfte 162.978 171.953 -195 -3.305
Optionen 0 18.763 0 -663
162.978 190.716 -195 -3.968

Das Nominalvolumen bezieht sich auf die in 2014 erwarteten Cash Flows aus Wareneinkäufen und Finanzierungsabsicherungen. Die Marktwerte von Devisentermingeschäften werden auf der Basis von aktuellen Devisenkursen unter Berücksichtigung von Terminauf- bzw. Terminabschlägen bestimmt. Devisenoptionen werden ebenso wie Zinscaps mittels Optionspreismodellen bewertet. Aufgrund des Bestehens von Bewertungseinheiten mit schwebenden Geschäften erfolgt die ergebniswirksame Behandlung erst bei Realisation des Cash Flows.

Bewertungseinheiten

Der Einsatz der Zinscaps sowie der Zinsswaps dient der Absicherung von Zinszahlungen aus variabel verzinslichen Darlehen. Die Zinscaps sowie die Zinsswaps sind Teil von Bewertungseinheiten. Dabei wird neben dem inneren Wert auch der Zeitwert in die Bewertungseinheiten einbezogen.

Der Einsatz von Devisentermingeschäften und -optionen dient zur Absicherung des Cash Flows aus Wareneinkäufen in Fremdwährung im Geschäftsjahr 2014. Hier werden im Einzelabschluss Bewertungseinheiten im Umfang von umgerechnet TEUR 101.824 gebildet. Bei den Devisenoptionen wird neben dem inneren Wert auch der Zeitwert in die Bewertungseinheiten einbezogen.

Des Weiteren werden zur Absicherung von konzerninternen Fremdwährungsdarlehen und für Finanzierungszwecke derivative Finanzinstrumente abgeschlossen, die in Bewertungseinheiten eingefasst werden. Die derivativen Finanzinstrumente werden zur Absicherung der Cash Flows aus den Fremdwährungspositionen im Geschäftsjahr 2014eingesetzt.

Der Nominalbetrag der zur Absicherung von konzerninternen Fremdwährungsdarlehen und für Finanzierungszwecke eingesetzten derivativen Finanzinstrumente beträgt zum Stichtag umgerechnet TEUR 61.154.

Die Bilanzierung der Bewertungseinheiten erfolgt nach der Einfrierungsmethode. Die Ermittlung von bilanziell zu berücksichtigenden Verlustspitzen erfolgt durch Anwendung der Offset-Methode. Positive Marktwerte bleiben aufgrund des Imparitätsprinzips bis zur Realisation unberücksichtigt. Für negative Marktwerte die nicht im Rahmen einer Bewertungseinheit erfasst werden, wird eine Drohverlustrückstellung gebildet.

Mitarbeiter

scroll

2013 2012
Angestellte 196 193
Gewerbliche Arbeitnehmer 42 39
238 232
Auszubildende 34 31
Vorstände 3 3
Anzahl Mitarbeiter im Jahresdurchschnitt 275 266

In den Belegschaftszahlen sind die Teilzeitbeschäftigten anteilig enthalten.

Honorar des Abschlussprüfers

Die Aufwendungen für die Jahresabschlussprüfung durch die KPMG AG betrugen im Geschäftsjahr 2013 TEUR 60 (i. Vj. TEUR 47). Sonstige Dienstleistungen wurden nicht erbracht.

Mitteilungen gemäß § 21 Abs. 1 WpHG

Am 24. Oktober 2002 hat die Thannhuber AG, Landau a. d. Isar, gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr seit dem 13. Oktober 2002 100 % der Stimmrechte zustehen. Sämtliche in § 21 Abs. 1 WpHG genannten Schwellenwerte bezüglich der Stimmrechte, insbesondere der Schwellenwert von 75 %, wurden damit überschritten.

Am 26. Mai 2004 hat die Axxion S.A., Luxembourg, gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil am 19. Mai 2004 die Schwelle von 5 % überschritten hat und nun 7,16 % beträgt.

Konzernabschluss

Die Einhell Germany AG stellt einen Konzernabschluss auf. Zum Kreis der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen verweisen wir auf die Aufstellung des Anteilsbesitzes. Der Konzernabschluss des Einhell Konzerns wird im Bundesanzeiger veröffentlicht.

Die Tochtergesellschaft iSC GmbH, Landau a. d. Isar, macht von den Befreiungen des § 264 Abs. 3 HGB Gebrauch. Mit der iSC GmbH besteht seit dem 26. Februar 2002 ein Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrag.

Vorstand

Als Vorstandsmitglieder sind folgende Herren bestellt:

Andreas Kroiss, Linz/Österreich; Vorsitzender; Bereich Vertrieb, Einkauf, Marketing, Produktmanagement, Unternehmensstrategie
Jan Teichert, Metten; Bereich Finanz- und Rechnungswesen, Steuern, Recht, Controlling, Investor Relations, Personal
Dr. Markus Thannhuber, Landau a. d. Isar, Bereich Technik, Produktaufbereitung, Qualitätssicherung, Service, IT und Instandhaltung

Für das Geschäftsjahr 2013 betrugen die Gesamtbezüge des Vorstands der Einhell Germany AG TEUR 1.300 (i. Vj. TEUR 1.669). Für diese Personengruppe sind außerdem Pensionsrückstellungen in Höhe von TEUR 273 (i. Vj. TEUR 228) passiviert. Gemäß dem Beschluss der Hauptversammlung vom 17. Juni 2011 unterbleibt die individualisierte Offenlegung der Vorstandsbezüge.

Bei Nichtverlängerung eines Vorstandsvertrages durch den Aufsichtsrat, erhält der jeweilige Vorstand, bei Erreichen von zwölf Jahren Vorstandstätigkeit, ein Jahresgehalt zuzüglich der durchschnittlichen Tantieme der letzten drei Jahre. Vor Erreichen der zwölf Jahresgrenze wird der Anspruch zeitanteilig ermittelt. Bei Nichtverlängerung des Vertrags durch das jeweilige Vorstandsmitglied entfällt diese Abstandszahlung.

Für frühere Mitglieder des Vorstands sind Pensionsrückstellungen in Höhe von TEUR 1.431 (i. Vj. TEUR 1.418) gebildet. Im Geschäftsjahr wurden TEUR 107 (i. Vj. TEUR 104) Pensionsbezüge an frühere Mitglieder des Vorstands ausbezahlt.

Herr Jan Teichert ist stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender der SÜSS MicroTec AG, Garching.

Aufsichtsrat

Dem Aufsichtsrat der Einhell Germany AG gehören die folgenden Herren an:

Josef Thannhuber, Landau a. d. Isar; Kaufmann; Vorsitzender
Univ.-Prof. Dr.-Ing. Dr.-Ing. E. h. Dieter Spath, Sasbachwalden; bis 30. September 2013 Leiter Fraunhofer-Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation (IAO), Stuttgart; seit 1. Oktober 2013 Vorstandsvorsitzender Wittenstein AG, Igersheim
Maximilian Fritz, Wallersdorf-Haidlfing; Teamleiter Call-Center; Arbeitnehmervertreter

Herr Univ.-Prof. Dr.-Ing. Dr.-Ing. E. h. Dieter Spath ist Mitglied der folgenden Verwaltungs- bzw. Aufsichtsräte:

LIEBICH & PARTNER Management- und Personalberatung AG, Baden-Baden; Vorsitzender des Aufsichtsrats
Zeppelin GmbH, Garching; Mitglied des Aufsichtsrats

Die Bezüge des Aufsichtsrates betrugen TEUR 83 (i. Vj. TEUR 77).

Corporate Governance Kodex

Der Vorstand und Aufsichtsrat der Einhell Germany AG haben die nach § 161 AktG vorgeschriebene Erklärung abgegeben und darüber hinaus den Aktionären auf der Homepage www. einhell. com dauerhaft zugänglich gemacht.

Vorschlag zur Ergebnisverwendung

Der Jahresüberschuss der Einhell Germany AG für das Geschäftsjahr 2013 beträgt EUR 1.942.616,67. Der Vorstand hat davon einen Betrag in Höhe von EUR 971.308,34 in die anderen Gewinnrücklagen eingestellt. Wir schlagen in Übereinstimmung mit dem Aufsichtsrat der Hauptversammlung am 11. Juni 2014 vor, aus dem Bilanzgewinn in Höhe von EUR 31.342.946,97 einen Betrag von EUR 1.384.096,00 auszuschütten und den verbleibenden Betrag in Höhe von EUR 29.958.850,97 auf neue Rechnung vorzutragen. Die Ausschüttung entspricht einer Dividende von EUR 0,40 je Vorzugsaktie und EUR 0,34 je Stammaktie.

Landau a. d. Isar, 27. März 2014

Einhell Germany AG

Der Vorstand

Andreas Kroiss

Jan Teichert

Dr. Markus Thannhuber

Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2013

scroll

Anschaffungs- und Herstellungskosten
1.1.2013

EUR
Zugänge

EUR
Umbuchungen

EUR
Abgänge

EUR
31.12.2013

EUR
--- --- --- --- --- ---
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 4.412.671,99 61.384,85 0,00 0,00 4.474.056,84
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 18.779.172,53 1.826,19 160.327,16 0,00 18.941.325,88
2. Technische Anlagen und Maschinen 3.982.176,63 2.222,38 0,00 0,00 3.984.399,01
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 5.459.063,99 395.730,96 0,00 -146.389,11 5.708.405,84
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 122.874,33 102.092,41 -160.327,16 0,00 64.639,58
28.343.287,48 501.871,94 0,00 -146.389,11 28.698.770,31
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 80.692.866,34 16.471.451,04 0,00 -3.450,00 97.160.867,38
2. Wertpapiere des Anlagevermögens 150.000,00 0,00 0,00 0,00 150.000,00
80.842.866,34 16.471.451,04 0,00 -3.450,00 97.310.867,38
113.598.825,81 17.034.707,83 0,00 -149.839,11 130.483.694,53

scroll

Kumulierte Abschreibungen
1.1.2013

EUR
Abschreibungen des Geschäftsjahres

EUR
Abgänge

EUR
31.12.2013

EUR
--- --- --- --- ---
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 3.718.735,95 269.457,74 0,00 3.988.193,69
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 15.173.066,09 197.414,15 0,00 15.370.480,24
2. Technische Anlagen und Maschinen 1.028.919,15 172.257,00 0,00 1.201.176,15
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 4.182.259,74 349.741,48 -7.499,49 4.524.501,73
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
20.384.244,98 719.412,63 -7.499,49 21.096.158,12
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 17.382.979,20 7.288.701,17 0,00 24.671.680,37
2. Wertpapiere des Anlagevermögens 0,00 0,00 0,00 0,00
17.382.979,20 7.288.701,17 0,00 24.671.680,37
41.485.960,13 8.277.571,54 -7.499,49 49.756.032,18

scroll

Buchwerte
31.12.2013

EUR
31.12.2012

EUR
--- --- ---
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 485.863,15 693.936,04
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 3.570.845,64 3.606.106,44
2. Technische Anlagen und Maschinen 2.783.222,86 2.953.257,48
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.183.904,11 1.276.804,25
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 64.639,58 122.874,33
7.602.612,19 7.959.042,50
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 72.489.187,01 63.309.887,14
2. Wertpapiere des Anlagevermögens 150.000,00 150.000,00
72.639.187,01 63.459.887,14
80.727.662,35 72.112.865,68

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2013

1. Geschäftstätigkeit, Struktur, Steuerung und Ziele der Einhell Germany AG

1. Allgemeine Tätigkeit und Geschäftsbereiche

Die Einhell Germany AG mit Sitz in Landau an der Isar (Deutschland) ist die Muttergesellschaft des international aufgestellten Einhell-Konzerns.

Einhell entwickelt und vertreibt Lösungen für Heimwerker und Handwerker, für Haus und für Garten und Freizeit. Schneller, flexibler und innovativer reagieren als Andere sind die Grundsätze der Produktpolitik. Einhell begleitet mit einem hohen Internationalisierungsgrad die globale Ausrichtung seiner Kunden. Tochterunternehmen und assoziierte Partner in aller Welt stellen die Nähe zu den weltweit agierenden Kunden der Einhell Germany AG sicher.

Die Einhell Germany AG gliedert ihre Tätigkeit in die beiden Business Units "Werkzeuge" und "Garten & Freizeit". Die Verantwortung für die jeweilige Business Unit bzw. Division liegt operativ bei Divisionsleitern bzw. bei Geschäftsführern in den Tochtergesellschaften. Bei diesen wird die Zuordnung der Vertriebsverantwortung laufend weiterentwickelt und orientiert sich dabei an der Divisionalisierung in die beiden Bereiche "Werkzeuge" und "Garten & Freizeit". Im Jahr 2012 hat der Einhell-Konzern mit der Umsetzung eines Business-Unit-Konzepts, welches neben dem Vertrieb auch die Verantwortung für weitere Abteilungen, wie z. B. Produktmanagement und Einkauf, an der Unterteilung in den Bereich "Werkzeuge" und "Garten & Freizeit" ausrichtet, begonnen. Im Jahr 2013 wurde dieses Konzept ausgerollt.

2. Rechtliche Struktur und Leitung der Gesellschaft

Rechtliche Struktur und Änderungen der Beteiligungsstruktur

Die Einhell Germany AG, Landau/Isar hält mittel- und unmittelbar Anteile an insgesamt 42 Tochtergesellschaften, die jeweils eine eigene rechtliche Einheit bilden. Sie hält dabei jeweils 100% der Anteile an Tochtergesellschaften mit Zentral- bzw. Sonderfunktionen wie z.B. Service, Produktfindung/Produktaufbereitung, Beschaffung/ Einkauf sowie Qualitätskontrolle und -sicherung. Außerdem ist sie zu überwiegend 100% an den weltweiten Vertriebsgesellschaften beteiligt.

In den Tochtergesellschaften, bei denen die Einhell Germany AG nicht vollständig 100% der Anteile hält, verfügt sie in allen Fällen über die unmittelbare oder mittelbare Mehrheit der Anteile. Die Minderheitsanteile werden fast ausschließlich von den jeweiligen Vertriebsgeschäftsführern der jeweiligen Gesellschaft gehalten. Dies ist ein Bestandteil der Strategie der Einhell Germany AG und soll die unternehmerische Mitverantwortung durch die direkte Beteiligung am Kapital sowie am Erfolg der jeweiligen Gesellschaft untermauern.

Im Geschäftsjahr 2013 wurde die Einhell Holding Australia Pty. Ltd., Melbourne in Australien gegründet. Diese hat mit Kaufvertrag vom 1. Juli 2013 100% der Anteile an der Ozito Industries Pty. Ltd., Bangholme, Victoria, Australien und deren verbundene Geschäftsaktivitäten erworben. Das Sachanlagevermögen der Geschäftsaktivitäten in China wurde von der Hans Einhell (Shanghai) Trading Co. Ltd im Rahmen eines Assetdeals übernommen. Die wesentlichen dort ausgeübten Funktionen betreffen das Beschaffungswesen, die Bestellabwicklung, die Qualitätssicherung und die Qualitätskontrolle. Ozito ist eine dem Verbraucher gut bekannte und seit Jahren etablierte Marke im Preiseinstiegssegment des Elektro- und Gartenwerkzeugbereichs des australischen und neuseeländischen Marktes. Ozito Industries Pty. Ltd. vertreibt Power Tools und Garden Equipment unter der eigenen Marke Ozito im australischen und neuseeländischen Markt und zu einem geringen Anteil auch unter Fremdmarken in anderen Märkten. Durch die Integration der Ozito Industries Pty. Ltd. in den Konzern steigt Einhell zu einem regional starken Anbieter im DIY-Segment in Australien und Neuseeland auf.

Hauptkunde der Ozito Industries Pty. Ltd. ist die Baumarktkette Bunnings, die zur Wesfarmers Group gehört. Mit der Akquisition wird eine im australischen Markt bekannte Marke erworben und der damit verbundene Zugang zu Australiens bedeutendster Baumarktkette Bunnings ermöglicht. Damit ist Einhell in der Lage, ein beachtliches zusätzliches Umsatzvolumen in einem wachsenden DIY Markt zu generieren und von den Ertragspotentialen im australischen Markt zu profitieren.

Des Weiteren hat die Einhell Germany AG im Geschäftsjahr 2013 vom lokalen Vertriebsgeschäftsführer der Anxall Hellas A.E. 1,2 % an der Gesellschaft erworben. Im südamerikanischen Raum wurde eine neue Gesellschaft in Kolumbien gegründet, an welcher die Einhell Germany AG 100% der Anteile hält. Die im Jahr 2012 gegründete Einhell Rus OOO wurde verkauft.

Leitung und Kontrolle

Die Verantwortung für die Geschäftstätigkeit der Einhell Germany AG liegt beim Vorstand. Dieser besteht zum Zeitpunkt der Erstellung des Jahresabschlusses sowie des Lageberichts aus drei Mitgliedern. Der Vorstand leitet, organisiert und überwacht die Strategie und die operativen Geschäftsprozesse des gesamten Unternehmens. Die Zuständigkeiten innerhalb des Vorstands orientieren sich an der fachlichen Verantwortung des jeweiligen Vorstandsmitglieds für seine ihm zugeordneten Ressorts. Dabei liegen in der Verantwortung des Vorstandsvorsitzenden die Bereiche Vertrieb, Einkauf, Marketing, Produktmanagement und Unternehmensstrategie. In der Verantwortung des Vorstands Finanzen liegen die Bereiche Finanz- und Rechnungswesen, Steuern, Recht, Controlling, Investor Relations und Personal. In der Verantwortung des Vorstands Technik liegen die Bereiche Technik, Produktaufbereitung, Qualitätssicherung, Service, IT und Instandhaltung.

Der Vorstand führt die Fach- und Führungskräfte der jeweiligen Ressorts und stützt sich hierbei auf eine entsprechende Struktur von Bereichs- und Abteilungsleitern in der Einhell Germany AG. Dabei achtet der Vorstand auf grundsätzlich flache Hierarchien und legt Wert darauf, mit den Mitarbeitern und Fachkräften aller Bereiche auch in direktem Kontakt zu stehen. Regelmäßige Sitzungen des Vorstands, Sitzungen der einzelnen Ressortkreise sowie auch fallweise bereichs- und abteilungsübergreifende Besprechungen sichern eine effiziente Kommunikation und Informationsversorgung aller Verantwortlichen.

Der Aufsichtsrat der Einhell Germany AG, der aus drei Mitgliedern besteht, überwacht und berät den Vorstand gemäß den gesetzlichen Vorgaben sowie den Vorgaben des deutschen Corporate Governance Kodex. In den regelmäßigen Sitzungen des Aufsichtsrats informiert der Vorstand diesen über die Lage des Unternehmens, den Gang der Geschäfte sowie die Strategie der Gesellschaft. Daneben sucht der Aufsichtsrat auch das laufende Gespräch mit dem Vorstand außerhalb der regelmäßigen Sitzungen und stellt damit zusätzlich eine angemessene Kommunikation und Informationsversorgung seitens des Vorstands an den Aufsichtsrat sicher.

Grundzüge des Vergütungssystems des Vorstands

Die Mitglieder des Vorstands erhalten fixe und erfolgsabhängige, also variable Vergütungen mit kurzfristigem sowie mittelfristigem Charakter. Die erfolgsabhängigen Gehaltsbestandteile sind abhängig vom Konzernergebnis, vom Ergebnis der Geschäftsbereiche des abgelaufenen Geschäftsjahres sowie der Entwicklung der Vermögensstruktur des Konzerns und persönlichen Bemessungsfaktoren. Die Bewertungssystematik der variablen Vergütungen ist seit Jahren im Wesentlichen unverändert und gewährleistet somit eine transparente und auf Nachhaltigkeit ausgerichtete Bilanzierungspraxis auf Grundlage der strategischen Ziele des Konzerns. Einmaleffekte durch Sondereinflüsse werden bei der Berechnung der variablen Vergütungen durch einen Cap begrenzt. Mitglieder des Vorstands halten privat Aktien der Einhell Germany AG. Aktienoptionsprogramme oder vergleichbare Gestaltungen bestehen nicht. Weitere Angaben zu den Vorstandsbezügen enthält der Anhang.

Personalveränderungen im Vorstand

Im Geschäftsjahr 2013 gab es keine personellen Veränderungen im Vorstand. Die Besetzung des Vorstands sowie die Aufgabenverteilung zwischen den Vorstandsressorts blieben unverändert.

3. Steuerung, Ziele und Strategie der Einhell Germany AG

Steuerung

Die Einhell Germany AG orientiert sich bei der Steuerung ihrer Geschäftsaktivitäten vor allem an den Kenngrößen Umsatz, Rohertragsmarge und dem Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit (EBT). Daneben steuert die Einhell Germany AG die wesentlichen Treiber des Working Capitals, die Vorräte und die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, über Kenngrößen.

Der Lagerbestand wird laufend analysiert und anhand der Größen Lagerdrehung und Reichweite auf eventuellen Abwertungsbedarf hin geprüft. Zudem werden anhand einer Lagervorschau die Bestellungen neuer Ware im Hinblick auf Warenverfügbarkeit und Lagerhöhe auf Plausibilität hin überprüft und gesteuert.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden laufend anhand der Altersstruktur analysiert und einem festgelegten Bewertungsschema unterworfen. Die Forderungen werden üblicherweise entsprechend des Limits der Forderungsversicherung begrenzt bzw. durch interne Limitvergaben einer entsprechenden Steuerung unterzogen. Die Forderungslaufzeiten stehen ebenso unter laufender Beobachtung und sind eine weitere Steuerungsgröße für das Working Capital der Gesellschaft.

Ziele

Die Einhell Germany AG verfolgt das Ziel eines nachhaltigen, profitablen Wachstums im Umsatz und Gewinn. Dabei steht das Ziel der Profitabilität an erster Stelle vor dem reinen Wachstumsziel. Zum einen hat die Einhell Germany AG dabei zum Ziel, im eigenen operativen Geschäft am deutschen und internationalen Markt die Umsätze zu steigern und dabei nachhaltig positive Erträge zu erwirtschaften. Zum anderen hat die Einhell Germany AG das Ziel, die aufgebauten weltweiten Beteiligungen weiter zu etablieren und profitabel zu führen, um daraus entsprechende Beteiligungserträge zu erzielen.

In den vergangenen Jahren konnte die Einhell Germany AG aus den Beteiligungen sehr erfreuliche Beteiligungserträge erzielen. Das Geschäftsjahr 2013 war hingegen von einer allgemein schwierigen Lage in den Ländern der Tochtergesellschaften gekennzeichnet.

Dies führte dazu, dass die Beteiligungserträge deutlich geringer ausfielen und zudem einzelne Abschreibungen auf Beteiligungen sowie zum Teil auf Darlehen an Tochtergesellschaften vorgenommen werden mussten.

Ziel der Einhell Germany AG ist es einerseits die eigene operative Leistungsfähigkeit zu verbessern sowie anderseits die Rentabilität der Investitionen in die Beteiligungen zu erhöhen.

Strategie

Die langfristigen strategischen Ziele der Einhell Germany AG wurden in den vergangenen Geschäftsjahren vom Vorstand in Zusammenarbeit mit den Führungskräften erarbeitet. Der Vorstand hat diese Ziele zusammengeführt und begleitet und überwacht die operative Umsetzung der Strategie.

Das wesentliche strategische Ziel ist die weitere Internationalisierung der Gesellschaft. Dabei sollen neben dem Ausbau bestehender Kundenbeziehungen konsequent neue Märkte erschlossen werden. Einhell will sich damit zu einem weltweiten Anbieter mit einem äußerst attraktiven Produktsortiment weiterentwickeln und durch ein höheres Umsatzvolumen Kostendegressionen nutzen. Die Internationalisierung ist in Europa bereits sehr weit fortgeschritten. Der Konzern erzielt den Großteil seiner Umsätze heute in Europa. Die weitere Internationalisierung auch außerhalb Europas wird als wichtig erachtet, um einerseits weitere Wachstumsfelder zu öffnen und um andererseits die Abhängigkeit von Europa Schritt für Schritt zu verringern. Durch die Positionierung in Regionen außerhalb Europas optimiert der Einhell-Konzern sein globales Risikoportfolio und versucht dadurch, saisonale und vor allem regional konjunkturelle Schwächephasen besser ausgleichen zu können.

Der Bereich Customer Service steht weiterhin im Fokus der Bemühungen und soll ebenso zu einer internationalen Service-Organisation ausgerollt werden. Auf der Beschaffungsseite minimiert die Einhell Germany AG Abhängigkeiten von spezifischen Beschaffungsregionen und etabliert ein weltweites Sourcing-Modell.

Einen wichtigen strategischen Schritt in 2013 stellte die bereits im Herbst 2012 gestartete Marketingkampagne "EINHELL GUT GEMACHT" dar. Die Marke Einhell hat außerhalb Deutschlands bzw. außerhalb der Region DACH nach wie vor noch keine mit den prominenten A-Marken vergleichbare Wahrnehmung beim Endverbraucher. Zunächst soll dies in der Kernregion DACH verstärkt werden, da hier vom Konzern das größte Umsatzvolumen erzielt wird. Außerhalb der Region DACH bzw. außerhalb Europas müssen sich die Tochtergesellschaften des Konzerns zunächst eigenständig eine Marktposition erarbeiten, da z.B. in Südamerika wie auch anderen Regionen die Marke zunächst unbekannt ist. Dies stellt eine große Herausforderung für den lokalen Vertrieb in den jeweiligen Ländern dar.

Aufgrund der Entwicklungen des stationären Bereichs der Baumarktbranche mit entsprechenden Insolvenzen wichtiger Kundengruppen (Praktiker und Max Bahr) ergänzt Einhell seine Strategie um den Bereich des Online-Handels. Dieser Bereich wurde auch bisher bereits bedient, stellte jedoch - auch seitens der Kunden des Konzerns - im Vergleich zum stationären Bereich keinen Schwerpunkt hinsichtlich der Umsätze dar. Die Einhell Germany AG möchte Umsatzrückgänge aufgrund des oben genannten Wegfalls von Kunden im Online-Bereich ausgleichen und will sich langfristig attraktiv im Online-Bereich positionieren und wird deshalb in diesem Bereich Ressourcen aufbauen.

4. Produktaufbereitung, Beschaffung und Qualitätsmanagement

Produktaufbereitung

Die Aufwendungen für Produktaufbereitung betragen im Geschäftsjahr 2013 4,5 Mio. EUR (i. Vj. 5,2 Mio. EUR). In diesem Bereich waren 37 Mitarbeiter (i. Vj. 42 Mitarbeiter) beschäftigt. Dieser Bereich ist überwiegend vertriebsgetrieben und kundenorientiert. Daher ist nicht nur die Zusammenarbeit mit anderen Bereichen, wie z. B. der Qualitätssicherung wichtig, sondern auch die Kommunikation mit den Kunden. So werden beim Aufbau neuer Produkte und Versionen Kundenbedürfnisse von Beginn an einbezogen. Der Kunde wird als Partner verstanden. Dies ermöglicht dem gesamten Einhell-Konzern eine konsequente Marktanpassung. So wurde Einhell zu einem der am schnellsten agierenden Unternehmen der Branche. Die positiven Erfahrungen mit unseren Kunden bestärken uns, diesen Weg beizubehalten.

Die bereits Ende 2008 eingeführten und laufend weiterentwickelten Produktlinien "Blue" und "Red" wurden von den Baumärkten sehr gut angenommen. Die beiden Produktlinien unterschieden sich durch deren Preise und Design. Die Linie "Blue" kennzeichnete das mittlere und die Linie "Red" das gehobene Preissegment. Dabei liegen auch hier die Preise unter denen der derzeitigen Marktführer, die Produkte grenzen sich aber deutlich durch Design, Exklusivität und Kundenservice ab.

Der Weg "Markenqualität zum besten Preis" soll weiter konsequent vorangetrieben werden. Am Point-of-Sale soll dazu der einheitliche Auftritt von Einhell noch prägnanter werden und die Orientierung für den Endverbraucher noch weiter verbessert werden. Aus diesem Grunde hat sich der Einhell-Konzern für einen Auftritt mit diesen beiden Produktlinien ausschließlich in der Farbe Rot entschieden. Die ehemals blaue Linie trägt nun den für die Orientierung des Endverbrauchers prägnanteren Namen "Home" und die rote Linie trägt aufgrund des hohen Anspruchs an Qualität und Ausstattung der Geräte den Namen "Expert". Beide Linien behalten ihre Positionierung im jeweiligen Marktsegment bei und präzisieren den Auftritt von Einhell und optimieren die Präsentation und das Erscheinungsbild am Point-of-Sale.

Beschaffung

Im Bereich Beschaffung sind die Rohstoffpreise des gesamten Weltmarktes ein wichtiger Faktor. Im Jahr 2013 sind die Rohstoffpreise tendenziell gesunken, lediglich der Index für Eisenerz und Stahlschrott nahm zu. Der HWWI-Rohstoffpreisindex ist von Jahresbeginn bis Ende 2013 um 2,0% auf US-Dollar-Basis zurückgegangen, während er sich auf Eurobasis um 5,1% reduzierte. Nach Angaben des Hamburgischen Weltwirtschaftsinstituts unterlag der Ölpreis im Jahr 2013 kräftigen Schwankungen. Unruhen und politische Entwicklungen in den Ländern, die einen großen Anteil an der weltweiten Ölförderung haben oder die wichtig für den Öltransport sind, haben immer wieder den Ölpreis in die eine oder andere Richtung bewegt. Aufgrund der stark gestiegenen Förderung von unkonventionellem Gas in den USA ist die Kohlenachfrage in 2013 weiter zurückgegangen.

Qualitätsmanagement

Ein Großteil der Einhell-Produktpalette wird derzeit in China gefertigt. Die Qualitätsanforderungen, die die Einhell Germany AG an die chinesischen Lieferanten stellt, werden von den Wünschen der Kunden bestimmt. Die Qualitätssicherung und das Qualitätsmanagement befinden sich auf einem hohen Niveau. Da der Überprüfung der Qualität vor der Verschiffung ab China eine hohe Priorität zukommt, steht dieser Bereich ständig unter Beobachtung. Neben den strengen Verschiffungskontrollen vor Ort erfolgen auch die Überwachung der Einhaltung kundenspezifischer Qualitätsanforderungen, Kontrollen von laufenden Produktionen und die Optimierung von Prozessabläufen bei den Herstellern.

Die Qualität der Lieferanten wird ständig optimiert. Durch eine angemessene Anzahl an Lieferanten und eine breite Streuung von Aufträgen wird die Abhängigkeit von einzelnen Lieferanten vermieden. Um weiteren Spielraum für flexible Beschaffungsmöglichkeiten zu schaffen, ist die Einhell Germany AG seit 2008 auch in Vietnam präsent.

5. Personal und Sozialbereich

Die Anzahl der Mitarbeiter erhöhte sich im Geschäftsjahr 2013 im Vorjahresvergleich um 3,4% auf durchschnittlich 275 (i. Vj. 266). Der Umsatz pro Mitarbeiter beträgt 635 TEUR (i. Vj. 680 TEUR).

Die Feststellung und Erhöhung der Wahrnehmung unseres Unternehmens als attraktiver Arbeitgeber für die bestehende Belegschaft, aber auch für potentielle neue Mitarbeiter/innen stand im Mittelpunkt der Zielsetzungen im Bereich Human Resources für das Jahr 2013. Aus diesem Grund wurde eine Mitarbeiterbefragung durchgeführt, die zu den Schwerpunkten Unternehmenskultur, Kommunikationsstrukturen, Work-Life-Balance, Tätigkeiten und Prozesse aber auch Führungskultur detailliert, die Wahrnehmung der Belegschaft eruierte. Mit einer Beteiligungsquote von über 70 % der Stammbelegschaft konnten hier auch repräsentative Ergebnisse ausgewertet werden. Basierend auf intensiven Workshops auf allen Führungsebenen wurde eine Reihe von Maßnahmen definiert, die sich derzeit in der Umsetzung befinden.

Die stetige Weiterbildung unserer Mitarbeiter bildet die Grundlage für ein auch in Zukunft erfolgreiches Handeln. Die in 2013 angebotenen und erfolgreich durchgeführten Fort- und Weiterbildungsprogramme umfassten EDV- und Sprachtrainings sowie individuelle Schulungen und Seminare. Mit der Erweiterung der Fähigkeiten und Fertigkeiten unserer Mitarbeiter schaffen wir die Grundlage für einen langfristigen Unternehmenserfolg.

Ebenso wurden die Inhalte und die Struktur der internen betrieblichen Ausbildung weiter verbessert, wobei der Integration neuer Auszubildenden hier besonderes Augenmerk geschenkt wurde. Durch die Einführung eines Patensystems für neue Azubis konnte der Eingliederungsprozess noch harmonischer gestaltet werden. Im Angebot von unterschiedlichsten Dualen Studiengängen wurden neue Kooperationen mit den Hochschulen Landshut und Deggendorf begonnen, um eine flexible und praxisorientierte akademische Ausbildung mit klarer regionaler Ausprägung anbieten zu können. Diese Kooperationen lösen, in den nächsten Jahren, schrittweise die Zusammenarbeit mit der Dualen Hochschule Baden Württemberg ab.

Die Aktivitäten im Bereich der Arbeitssicherheit wurden neu strukturiert und dokumentiert, um hier Mitarbeitern, aber vor allem Führungskräften klare Richtlinien zu geben und die bereits verhältnismäßig geringen unfallbedingten Ausfälle noch weiter zu verringern. Darüber hinaus wurden für den Standort Landau a. d. Isar fünf Defibrillatoren angeschafft, die im Ernstfall unsere ausgebildeten Ersthelfer bei lebensrettenden Maßnahmen aktiv unterstützen können. Das außerordentliche Engagement einer/s jeden einzelnen Mitarbeiters/in in einem sicher nicht einfachen Jahr, mit lokalen und internationalen Krisen, hat das Unternehmen auf Kurs gehalten. Der Vorstand bedankt sich hierfür recht herzlich bei allen Mitarbeiter/innen im Einhell Konzern.

2. Wirtschaftsbericht

1. Wirtschaftliche Rahmenbedingungen

Die Aussichten für die globale Wirtschaft sind nach Einschätzung der Weltbank so gut wie lange nicht mehr. Während die Schwellen- und Entwicklungsländer im Jahr 2013 weiter stark zulegten, befreiten sich die Industriestaaten etwas aus ihrer jahrelangen Krise. Gemäße Weltbank stieg das weltwirtschaftliche Wachstum im Jahr 2013 um 2,4%.

Die Arbeitslosenzahl ist in 2013 weltweit um fünf Millionen angestiegen. Nach Berechnungen der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) waren im abgelaufenen Jahr 202 Millionen Menschen ohne Arbeit. Betroffen sind vor allem junge Leute, weltweit sind 74,5 Millionen junge Menschen ohne Job.

Die deutsche Wirtschaft ist im Jahresdurchschnitt 2013 so schwach gewachsen wie seit 2009 nicht mehr. Das Bruttoinlandsprodukt stieg lediglich um 0,4% an. Im Jahr 2012 hatte das Wachstum noch 0,7% betragen. Offensichtlich wird die deutsche Wirtschaft durch die anhaltende Rezession in einigen europäischen Ländern und eine gebremste weltwirtschaftliche Entwicklung belastet. Die starke Binnennachfrage konnte diese Entwicklung nur bedingt kompensieren.

Die deutsche Wirtschaft hat das Wachstum vor allem dem privaten Konsum zu verdanken, welcher im Jahr 2013 um 0,9% zulegte. Die Binnennachfrage entwickelte sich in 2013 sehr positiv. Die privaten Konsumausgaben stiegen um 0,9% und damit mehr als doppelt so schnell wie das Bruttoinlandsprodukt mit 0,4%.

Für die Exporteure verlief das Jahr 2013 eher enttäuschend. Der sonst so robuste Außenhandel büßte im Jahresdurchschnitt 2013 aufgrund des schwierigen außenwirtschaftlichen Umfelds an Dynamik ein: Deutschland exportierte preisbereinigt zwar 0,6% mehr Waren und Dienstleistungen als im Jahr 2012, gleichzeitig stiegen die Importe aber um 1,3% an.

Deutschland hat als einziger Euro-Staat im Jahr 2013 einen nahezu ausgeglichenen Haushalt erreicht. Es wurden 1,7 Milliarden Euro mehr ausgegeben als eingenommen. Das entspricht einem Defizit von 0,1% des Bruttoinlandsproduktes. Ein Jahr zuvor hatte es noch einen Überschuss von 0,1% gegeben. Deutschland erfüllt damit das im europäischen Vertrag von Maastricht vorgesehene Defizitkriterium von 3%. Das zweite Kriterium, die Höhe des Staatsschuldenstandes erfüllt Deutschland auch im Jahr 2013 nicht. Die Gesamtschulden des Staates betragen laut Steuerschätzern etwa 75% der Wirtschaftsleistung.

Die Zahl der Erwerbstätigen in Deutschland hat im Jahr 2013 einen neuen Höchststand erreicht. Das Wachstum wird aber schwieriger. Das achte Jahresplus in Folge war nur noch halb so hoch wie in den beiden Jahren zuvor. Laut Statistischem Bundesamt hatten 2013 rund 41,78 Millionen Männer und Frauen mit Wohnsitz in Deutschland eine Arbeit. Das entspricht 0,6% mehr als noch ein Jahr zuvor. Zum Jahreswechsel waren ca. 2,896 Millionen Männer und Frauen arbeitslos. Das bedeutet einen Anstieg von rund 90.000 im Vergleich zu November bzw. von rund 55.000 im Vergleich zum Vorjahr. Für das Jahr 2014 erwarten Volkswirte einen leichten Rückgang aufgrund der verbesserten Konjunktur, welche sich dann zeitversetzt auf dem Arbeitsmarkt niederschlägt.

Gemäß Statistischen Bundesamt sind die Verbraucherpreise im Jahr 2013 in Deutschland nur noch um durchschnittlich 1,5% gestiegen. Damit war die Jahresteuerungsrate deutlich niedriger als in den beiden Vorjahren (2012: +2,0%; 2011: +2,1%). Eine niedrigere Inflationsrate im Jahresdurchschnitt hatte es zuletzt im Jahr 2010 gegeben. Zum Jahresende 2013 zog die Inflationsrate leicht an. Die Europäische Zentralbank (EZB) spricht bei Werten von unter zwei Prozent von stabilen Preisen.

Verantwortlich für diese Entwicklung im Jahr 2013 waren vor allem die Energiepreise. Energie verteuerte sich in 2013 deutlich weniger als noch in den Vorjahren. Somit hat sich die Gesamtteuerung etwas abgeschwächt.

Der für europäische Zwecke berechnete Harmonisierte Verbraucherpreisindex (HVPI) ist im Jahresdurchschnitt 2013 um 1,6% gestiegen. Im Dezember 2013 lag der HVPI lediglich 1,2% höher als im Dezember 2012. Im Vergleich zum Vormonat November 2012 stieg der HVPI im Dezember 2013 um 0,5%.

Nach einem durchwachsenen Geschäftsjahr 2012 ist die Baumarktbranche optimistisch in das Jahr 2013 gestartet. Der Baumarkthandel in Deutschland musste aber von Januar bis Juni 2013 rückläufige Umsätze hinnehmen. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum ergibt sich für das erste Halbjahr ein nominales Umsatzminus von 5,2%. Ausschlaggebend sind dabei die Umsatzzahlen des ersten Quartals 2013. Deutlich zu niedrige Temperaturen und hohe Regenmengen sind insbesondere für Umsatzrückgänge bei den Gartensortimenten verantwortlich. Im April entwickelte sich der Gesamtumsatz erstmals positiv. Die Monate Mai und Juni brachten eine Stabilisierung der Umsatzentwicklung. Die Branche konnte im Juni mit einem Gesamtbruttoumsatz von 1,69 Milliarden Euro auf bereinigter Verkaufsfläche einen Umsatzzuwachs von 0,6% erzielen. Der Juli konnte aufgrund hoher Temperaturen und geringer Niederschläge im Vergleich zum Vorjahr deutliche Umsatzzuwächse verzeichnen. Diese Entwicklung konnte bis zum Ende des Quartals aufgrund deutlich zu hoher Niederschlagswerte v.a. im September nicht fortgeführt werden. Das dritte Quartal hatte auf die Gesamtentwicklung insgesamt einen positiven Effekt und verringerte die Umsatzrückgänge auf kumuliert 3,4%. Im vierten Quartal konnte die Bau- und Heimwerkerbranche kein weiteres Umsatzwachstum verzeichnen, sodass das Umsatzniveau real um 5,2% unter dem Vorjahreswert liegt.

Europas Wirtschaft wird langsam wieder positives Wachstum verzeichnen. Die Reformen in Europa hätten die Grundlage für eine Erholung geschaffen. Allerdings belasten hohe Arbeitslosenquoten nach wie vor die Wirtschaft. Die EU-Kommission hat in ihren Konjunkturausblick für das laufende Jahr ein Wachstum von 1,1% für die Eurozone prognostiziert. Das Bruttoinlandsprodukt der Mitgliedsstaaten der Währungsunion konnte im vierten Quartal 2013 saison- und arbeitstäglich bereinigt um 0,3% gegenüber dem Vorquartal zulegen.

Die Arbeitslosenquote in den 28 EU-Ländern zusammen betrug im Dezember 2013 12,0%. Der Wert ist seit Oktober 2013 unverändert. Eurostat schätzt, dass im Dezember 2013 in der Europäischen Union insgesamt 26,20 Millionen Männer und Frauen arbeitslos waren, davon entfallen auf die Eurozone 19,01 Millionen. In der Eurozone lag die saisonbereinigte Arbeitslosenquote im Dezember 2013 bei 10,7%, gegenüber 10,8% im November 2013.

Die Inflationsrate im Euroraum ist im Jahr 2013 stärker zurückgegangen als erwartet. Die Rate betrug im vergangenen Jahr nur noch 1,5% nach 2,0% und 2,1% in den beiden Vorjahren, so das Statistische Bundesamt. Im Dezember betrug die jährliche Teuerungsrate 0,8%, 0,1% weniger als noch im November 2013. In Ländern wie Griechenland, Lettland und Zypern fielen sogar die Preise.

Die jährliche Inflationsrate bleibt damit unter dem Zielwerts der Europäischen Zentralbank (EZB). Sie strebt mittelfristig eine Rate von knapp zwei Prozent an. Was für die Verbraucher erfreulich ist, bereitet den Ökonomen zunehmend Sorgen. Ein Risiko für eine Deflation ist aber derzeit nicht gegeben.

Die Industrieproduktion der Eurozone ist im Dezember 2013 saisonbereinigt um 0,7% gesunken. Im Vergleich zum Vorjahresmonat stieg die Industrieproduktion arbeitstäglich bereinigt um 0,5% an. Im gesamten Jahr 2013 sank die Industrieproduktion in der Eurozone im Vergleich zum Vorjahr um -0,8%, nach -2,5% im Jahr 2012.

2. Geschäftsverlauf

scroll

2013 2012 Veränderung
TEUR % TEUR % TEUR %
--- --- --- --- --- --- ---
Inland 144.725 82,9 126.665 70,0 18.060 14,3
Europäische Union 18.162 10,4 40.890 22,6 -22.728 -55,6
Asien 4.693 2,7 4.359 2,4 334 7,7
Übrige 7.048 4,0 8.986 5,0 -1.938 -21,6
174.628 100,0 180.900 100,0 -6.272 -3,5

Die Umsatzerlöse der Einhell Germany AG reduzierten sich gegenüber dem Vorjahr aufgrund der schwierigen Marktbedingungen um EUR 6,3 Mio. bzw. 3,5% auf EUR 174,6 Mio. Die Praktiker AG sowie Max Bahr haben Insolvenzantrag gestellt und ihre Zahlungsunfähigkeit bekannt gegeben. Durch die Insolvenz hat die Einhell Germany AG deutliche Umsatzverluste erlitten, welche nicht in ausreichendem Maße mit anderen Kunden ausgeglichen werden konnten. Die Ergebnis-Prognosen für das Gesamtjahr konnten nicht mehr gehalten werden. Diesem Umstand trug der Vorstand durch entsprechende laufend aktualisierte Berichterstattung an den Kapitalmarkt umfassend Rechnung.

Damit liegt die Einhell Germany AG unter dem Prognosewert für das Geschäftsjahr 2013, bei dem der Vorstand zu Beginn des Jahres 2013 von einer konstanten bzw. leicht erhöhten Umsatzentwicklung auf Basis des Umsatzes 2012 (180,9 Mio. EUR) ausging.

Im Heimatmarkt Deutschland konnten im Geschäftsjahr 2013 Umsätze in Höhe von 144,7 Mio. EUR (i. Vj. 126,7 Mio. EUR) erzielt werden. Der Anteil des inländischen Umsatzes beträgt somit 82,9%. Im Geschäftsjahr 2013 sanken die Umsätze in der Europäischen Union im Vorjahresvergleich. Insgesamt ergibt sich ein Umsatzrückgang um 22,7 Mio. EUR von 40,9 Mio. EUR auf 18,2 Mio. EUR. Hier ist zu beachten, dass einzelne Großkunden im Geschäftsjahr 2013 die Logistikabläufe geändert haben. Dabei wurde der Fakturaweg auf Fakturierung in Deutschland umgestellt. Die Umsätze in Höhe von 22,9 Mio. EUR sind jetzt in der Region Inland enthalten. In den Vorjahreswerten wurden diese Umsätze noch in der Europäischen Union (22,9 Mio. EUR) ausgewiesen.

In den übrigen Ländern waren die Umsätze rückläufig. Gegenüber dem Vorjahreszeitraum sanken die Umsätze um 1,6 Mio. EUR auf 11,7 Mio. EUR (i. Vj. 13,3 Mio. EUR). Damit konnte die Einhell Germany AG den angegebenen Prognosewert für das Geschäftsjahr 2013 nicht erreichen. Ein wesentlicher Grund war hier die Insolvenz der Praktiker AG und Max Bahr. Anfangs ging die Einhell Germany AG davon aus, dass sie die erlittenen Umsatzeinbußen mit anderen Kunden ausgleichen kann. Aufgrund der schwierigen Marktsituation konnten die Umsatzverluste aber nicht kompensiert werden.

Entwicklung der Gesamtleistung beider Divisionen

scroll

2013 2012 Veränderung
TEUR % TEUR % TEUR %
--- --- --- --- --- --- ---
Garten & Freizeit 82.599 47,3 87.013 48,1 -4.414 -5,1
Werkzeuge 92.029 52,7 93.887 51,9 -1.858 -2,0
174.628 100,0 180.900 100,0 -6.272 -3,5

Die Division "Werkzeuge" erzielte im Geschäftsjahr 2013 einen Umsatz von 92,0 Mio. EUR (i. Vj. 93,9 Mio. EUR). In dieser Division waren Produkte aus den Produktgruppen handgeführte Werkzeuge, Kompressoren und Druckluft-Zubehör, Standwerkzeuge, Stromerzeuger sowie Produkte aus der Schweisstechnik besonders absatzstark.

In der Division "Garten und Freizeit" konnten in 2013 Umsätze in Höhe von 82,6 Mio. EUR (i. Vj. 87,0 Mio. EUR) generiert werden. Zu den absatzstarken Produkten dieser Division zählen überwiegend Produkte aus den Produktgruppen Rasenmäher, Produkte aus dem Bereich Graspflege, Produkte aus dem Bereich Wassertechnik, Produkte der Baum- und Strauchpflege sowie Produkte aus dem Bereich Heizen/Klima.

Sowohl die Division "Werkzeug" als auch die Division "Garten und Freizeit" blieb hinter den Erwartungen zurück. Die Prognosen konnten auch hier aus bereits genannten Gründen nicht erreicht werden.

3. Ertragslage

Die Einhell Germany AG konnte im Geschäftsjahr 2013 ihre Ertragskraft gegenüber dem Vorjahr aufgrund der schwierigen Marktbedingungen nicht steigern und erreichte im Geschäftsjahr 2013 ein Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit in Höhe von 3,3 Mio. EUR (i. Vj. 17,1 Mio. EUR). Die Umsatzrendite vor Steuern beträgt 1,9% (i. Vj. 9,5%).

Das Beteiligungsergebnis (einschließlich der erforderlichen Zu- und Abschreibungen auf Anteile an verbundenen Unternehmen) entwickelte sich gegenüber dem Vorjahr wie folgt:

scroll

in Mio. EUR 2013 2012 Veränderung
Erträge aus Beteiligungen 11,1 10,9 0,2
Erträge aus Gewinnabführungsverträgen 1,0 1,2 -0,2
12,1 12,1 0,0
Zuschreibungen auf Finanzanlagen 0,0 5,5 -5,5
Abschreibungen auf Finanzanlagen -7,3 -3,6 -3,7
-7,3 1,9 -9,2
Zuschreibungen auf Forderungen 0,0 0,8 -0,8
Abschreibungen auf Forderungen -2,7 0,0 -2,7
-2,7 0,8 -3,5
Beteiligungsergebnis 2,1 14,8 -12,7

Der Rohertrag der Einhell Germany AG sank im Geschäftsjahr 2013 um 6,5 Mio. EUR, von 43,5 Mio. EUR (Rohertragsmarge 24,1%) auf 37,0 Mio. EUR (Rohertragsmarge 21,2%). Der rückläufige Rohertrag spiegelt die schlechte Gartensaison 2013 sowie die allgemein schwierige Marktlage im Do-it-yourself-Bereich wider. Zudem musste die Einhell Germany AG aufgrund der Insolvenzen der Firma Praktiker und der Firma Max Bahr den Verlust von zwei wichtigen Listungskunden verkraften. Dieser Verlust von Listungen aufgrund des Wegfalls der Kunden wirkte sich ebenfalls negativ auf den Rohertrag aus.

Aus der Insolvenz dieser Kunden resultieren Schadenersatzleistungen aus der Warenkreditversicherung, welche in den sonstigen betrieblichen Erträgen Auswirkung haben. Die sonstigen betrieblichen Erträge aus der voraussichtlichen Versicherungserstattung betragen 3,9 Mio. EUR. Im Gegenzug wurden die Forderungen in Höhe von 4,4 Mio. EUR in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen wertberichtigt. Die Zunahme der sonstigen betrieblichen Erträge resultiert überwiegend aus den Gewinnen aus Währungsumrechnung mit 17,1 Mio. EUR (i. Vj. 11,8 Mio. EUR). In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind andererseits die Verluste aus Währungsumrechnung in Höhe von 17,2 Mio. EUR (i. Vj. 12,1 Mio. EUR) dargestellt. Saldiert ergibt sich ein Verlust aus Währungsumrechnung in Höhe von -0,1 Mio. EUR (i. Vj. -0,3 Mio. EUR).

Trotz eines leichten Anstiegs der durchschnittlichen Mitarbeiter, sank der Personalaufwand um 0,8 Mio. EUR von 16,4 Mio. EUR auf 15,6 Mio. EUR. Dieser Rückgang ist auf die variablen Vergütungsbestandteile zurückzuführen, welche durch das Ergebnis beeinflusst werden.

Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit sank um 13,8 Mio. EUR von 17,1 Mio. EUR auf 3,3 Mio. EUR.

Der Jahresüberschuss verringerte sich im Geschäftsjahr 2013 von 15,0 Mio. EUR auf 1,9 Mio. EUR. Der ROI1 berechnet sich zum Stichtag mit 1,4% (i. Vj. 7,8%).

Mit dieser Ergebnisentwicklung konnte die Einhell Germany AG ihre Erwartungen für das Geschäftsjahr 2013 nicht erfüllen. Es wurden jedoch wichtige strategische Bausteine umgesetzt und in die Weiterentwicklung der Gesellschaft und des Konzerns investiert. Einhell sieht sich im Branchenvergleich hervorragend aufgestellt, um die Herausforderungen der wirtschaftlichen Entwicklung gut zu meistern. Mit Blick auf die langfristige Entwicklung des Unternehmens sind wir der Überzeugung, dass Einhell seit vielen Jahren unter Beweis stellt und weiterhin stellen kann, langfristig und nachhaltig positive Erträge und Cash-flows erzielen zu können.

1 ROI (Return on Investment) = Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit / Gesamtkapital * 100

4. Vermögenslage

Die wesentlichen Posten der Bilanz stellen sich für die Geschäftsjahre 2013 und 2012 wie folgt dar:

scroll

31.12.2013 31.12.2012 Veränderung
Anlagevermögen 80,7 72,1 8,6
Warenvorräte 39,8 49,6 -9,8
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 11,8 17,4 -5,6
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 44,2 0,1 44,1
Eigenkapital 139,5 139,7 -0,2
Bankverbindlichkeiten 50,0 26,9 23,1

Investitionen (Anlagevermögen)

Die Investitionen betrugen im Geschäftsjahr 2013 17,0 Mio. EUR. Hierbei handelt es sich in Höhe von 16,5 Mio. EUR um Kapitalerhöhungen bei Tochtergesellschaften. Die übrigen Investitionen in Höhe von 0,5 Mio. EUR betrafen immaterielle Vermögenswerte und andere Anlagen sowie Betriebs- und Geschäftsausstattung.

Die planmäßigen Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen betrugen 2013 1,0 Mio. EUR (i. Vj. 0,9 Mio. EUR). Die Abschreibungen auf Finanzanlagen betrugen 7,3 Mio. EUR (i. Vj. 3,6 Mio. EUR).

Umlaufvermögen

Zum Stichtag sanken die Vorräte von 49,6 Mio. EUR auf 39,8 Mio. EUR. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sanken um 5,6 Mio. EUR auf 11,8 Mio. EUR (i. Vj. 17,4 Mio. EUR).

Die liquiden Mittel zum Bilanzstichtag stiegen von 0,1 Mio. EUR auf 44,1 Mio. EUR. Dies resultiert im Wesentlichen aus der Neuordnung der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten.

5. Finanzlage

Die Einhell Germany AG finanziert sich einerseits über das im Rahmen der Gründung der Gesellschaft und durch Kapitalerhöhungen von den Aktionären zur Verfügung gestellte Eigenkapital sowie durch thesaurierte Gewinne, die in die Rücklagen eingestellt wurden bzw. als Gewinnvortrag dem Bilanzgewinn zugeführt wurden. Andererseits finanziert sich die Einhell Germany AG durch Fremdkapital in Form von langfristigen Krediten und kurzfristigen Mittelaufnahmen sowie zum Teil über Lieferantenkredite. Die Kreditaufnahmen erfolgen dabei überwiegend in Euro. Lieferantenkredite valutieren überwiegend in USD oder RMB. Die zu erwartenden Cash-flows aus der Bezahlung der Lieferantenverbindlichkeiten werden zum größten Teil durch entsprechende Hedgegeschäfte abgesichert.

Aufgrund der gesunden und soliden Finanzierungsstruktur der Einhell Germany AG mit einer traditionell sehr guten Eigenkapitalquote, die sich aktuell auf 56,9% beläuft, sieht der Vorstand keinerlei Schwierigkeiten die aktuellen Geschäfte sowie auch ein künftiges, im Rahmen der weiteren Expansion, langfristig wachsendes Geschäftsvolumen finanziell bewältigen zu können.

Der Vorstand hält daher unverändert an der bisher sehr erfolgreichen und langfristig ausgerichteten internationalen Expansionsstrategie fest.

Die Einhell Germany AG war auch im Geschäftsjahr 2013 wieder überwiegend über fixe Darlehen finanziert. Das bereits in 2009 ausgelaufene Schuldscheindarlehen wurde damals durch eine langfristige Anschlussfinanzierung mit bilateralen Kreditvereinbarungen bis Mitte 2014 sehr erfolgreich ersetzt. Aufgrund der guten Ausstattung mit liquiden Mitteln und der Veränderungen am Zinsmarkt wurde bereits im Geschäftsjahr 2011 entschieden, einen Teil der langfristigen Finanzierung vorzeitig abzulösen und eine verminderte Darlehenssumme zu nochmals besseren Konditionen aufzunehmen. Damit ist die Finanzierung in Höhe von nun 20 Mio. EUR bis Mitte des Jahres 2014 zu sehr guten Konditionen gewährleistet. Die Gesellschaft sieht keine Schwierigkeiten, ihren Tilgungsverpflichtungen entsprechend der Darlehensverträge nachzukommen. Der Vorstand hat frühzeitig die Möglichkeiten der Anschlussfinanzierung für die in 2014 auslaufenden Kreditvereinbarungen geprüft und eine Darlehensaufnahme in Höhe von 30 Mio. Euro bis 2018 sichergestellt. Sehr erfreulich ist, dass die gesamte Finanzierung abermals ohne Bereitstellung von dinglichen Sicherheiten gestaltet ist. Lediglich für die langfristigen Darlehen bestehen Covenants-Vereinbarungen. Die Covenants-Struktur bietet dem Einhell-Konzern ausreichend Freiraum auch für eine deutliche Ausweitung des Geschäftsvolumens. Im Geschäftsjahr wurden sämtliche Covenants eingehalten.

Der Vorstand weist darauf hin, dass in der Einhell Germany AG sämtliche Grundstücke und Gebäude frei von Sicherheiten Dritter sind. Es bestehen hier keinerlei Sicherungsübereignungen oder vergleichbare Rechte Dritter. Sämtliche Grundschuldvereinbarungen zu Gunsten Dritter, die ohnehin mit einem Wert von Null valutierten, wurden bereits im Geschäftsjahr 2010 neu geordnet und aus dem Grundbuch gelöscht. Auch das restliche Anlagevermögen sowie sämtliche Vorräte und Forderungen sind vollständig frei von Sicherheiten Dritter.

Die Entwicklung der Finanzlage im Geschäftsjahr 2013 verdeutlicht die zusammengefasste Kapitalflussrechnung:

scroll

in Mio. EUR 2013 2012 Veränderung
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit 27,3 10,9 16,4
Cashflow aus Investitionstätigkeit -16,9 -14,5 -2,4
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit 33,7 -3,5 37,2
Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelfonds 44,1 -7,1 51,2
Finanzmittelfonds am Anfang der Periode 0,1 7,2 -7,1
Finanzmittelfonds am Ende der Periode 44,2 0,1 44,1

Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit ist überwiegend aus der Abnahme der Vorräte sowie der Veränderung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen entstanden. Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit resultiert überwiegend aus der Neuaufnahme von Darlehensverbindlichkeiten sowie der Dividendenzahlung für das Geschäftsjahr 2012.

6. Gesamtaussage zur wirtschaftlichen Lage

Zusammenfassend lässt sich festhalten, dass die Einhell Germany AG im Geschäftsjahr 2013 angesichts der schwierigen Marktbedingungen ein im Branchenvergleich zufriedenstellendes Ergebnis erzielte, welches jedoch deutlich hinter dem Vorjahr und den Erwartungen zurückblieb. Trotzdem konnte der Strategieprozess für die nächsten Jahre fortgeführt werden, was aus Sicht des Vorstands maßgeblich zur nachhaltigen Sicherung des Geschäftserfolgs beiträgt.

7. Nachtragsbericht

Zwischen dem Ende des Geschäftsjahres 2013 bis zur Aufstellung des Lageberichts sind keine Ereignisse eingetreten, die für die Berichterstattung von Bedeutung sind.

8. Abhängigkeitsbericht

Die Anteile der Einhell Germany AG werden mehrheitlich von der Thannhuber AG gehalten. Wir erklären, dass die Einhell Germany AG und ihre Tochtergesellschaften mit der Thannhuber AG bzw. im Interesse oder auf Veranlassung der Thannhuber AG im Berichtszeitraum keine Rechtsgeschäfte getätigt hat und keine Maßnahmen getroffen oder unterlassen wurden, die die Einhell Germany AG benachteiligt hätten.

9. Erklärung zur Unternehmensführung

Die Erklärung des Vorstands zur Unternehmensführung gem. § 289a HGB kann auf den Internetseiten der Einhell Germany AG (www.einhell.com) nachgelesen werden.

Die Einhell Germany AG wendet Unternehmensführungspraktiken zur Sicherstellung der Einhaltung der rechtlichen Vorschriften (Compliance) an, die über das Maß der gesetzlichen Anforderungen hinausgehen. Insbesondere hat die Einhell Germany AG im Berichtszeitraum diverse Richtlinien und Prozessregelungen getroffen, die sich an alle Mitarbeiter des Konzerns mit dem Ziel richten, das Risiko von Rechtsverstößen zu vermeiden. Beispielsweise wird die Einhaltung der gesetzlichen Regelungen zum Verbot von Insidergeschäften dadurch sichergestellt, dass eine Insiderrichtlinie erlassen wurde, die den Handel mit Wertpapieren des Unternehmens für Organmitglieder und Mitarbeiter regelt, die Zugang zu Insiderinformationen haben. Die Unternehmensführungspraxis hinsichtlich der Compliance unterliegt einer ständigen Kontrolle und Weiterentwicklung.

10. Risikobericht

Durch den Einsatz eines Risikomanagements will die Einhell Germany AG Chancen und Risiken frühzeitig erkennen, bewerten und durch entsprechende Maßnahmen Chancen wahrnehmen sowie mögliche negative geschäftliche Auswirkungen begrenzen. Damit soll eine Bestandsgefährdung vermieden und durch verbesserte unternehmerische Entscheidungen langfristig Wert geschaffen werden.

Als Risiko definiert die Einhell Germany AG jedes Ereignis, das die Erreichung von operativen oder strategischen Zielen negativ beeinflussen kann. Von Fall zu Fall wird entschieden, ob das Risiko überwälzt wird (z.B. Versicherung), das Risiko über bilanzielle Maßnahmen erfasst wird (z.B. Rückstellungen, Abwertungen) oder bewusst getragen wird.

1. Beschreibung des Risikomanagementsystems und wesentliche Merkmale des internen Kontroll- und Risikomanagementsystems im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess § 289 Abs. 5 HGB

Beschreibung des Risikomanagementprozesses

Das Risikomanagementsystem als Bestandteil des internen Kontrollsystems ist hinsichtlich der Rechnungslegung auch auf das Risiko der Falschaussage in der Buchführung sowie in der externen Berichterstattung ausgerichtet und dient insbesondere der Früherkennung möglicher Risiken. Das Nutzen von Chancen im Unternehmen ist mit dem Eingehen von Risiken verbunden. Um die Risiken bewusst einzugehen, ist ein Risikomanagement-System notwendig. Mit der Einführung eines IT-basierten Risikomanagement-Informationssystems wird versucht, der Unternehmensleitung und den Verantwortlichen zur Steuerung des Unternehmens die notwendigen Informationen gesammelt und kompakt zeitnah zur Verfügung zu stellen. Damit wird die Datenerhebung bei den einzelnen Gesellschaften vereinfacht und der Aufwand des Risikomanagers in der Einhell Germany AG minimiert.

Der Prozess des Risikomanagements gliedert sich beim Einhell-Konzern in zwei Stufen. Im ersten Schritt erfolgt die dezentrale Erfassung der Risiken in den Tochterunternehmen und den Abteilungen der Einhell Germany AG durch die vom Vorstand benannten Risikoverantwortlichen. Sie haben die Aufgaben der Risikoidentifikation und Bewertung. Wichtig ist dem Einhell-Konzern hier die Identifikation, da nicht identifizierte Risiken auch nicht weiter geplant werden können. Die Bewertung der bestehenden Risiken erfolgt über die Ermittlung des Produkts aus Eintrittswahrscheinlichkeit des Schadens und maximaler Schadenshöhe. Bewertet wird das Nettorisiko, also welches Risiko nach Treffen verschiedener Maßnahmen noch besteht. Die zweite Stufe beinhaltet die Zusammenführung, Analyse und Steuerung der Risiken vom Risikomanager und der Unternehmensleitung. Zur Steuerung der Risiken stehen dem Unternehmen verschiedene Methoden zur Verfügung. Bei der Risikovermeidung werden das Risiko und somit auch die damit verbundenen Chancen nicht eingegangen. Eine andere Steuerungsmöglichkeit minimiert das Risiko u. a. durch organisatorische Maßnahmen und wird deshalb auch Risikoverminderung genannt. Eine weitere Methode ist die Risikoabwälzung durch Versicherungen, Verträge mit Lieferanten, etc. Die verbleibenden Risiken trägt Einhell bewusst. Hier ist abzuwägen, ob das Risiko in einem angemessenen Verhältnis zu den Chancen steht.

Die Darstellung der Risiken in der Risikomanagement-Software erfolgt über die Einordnung in die Unternehmenshierarchie. So können sowohl die Risiken jedes einzelnen Tochterunternehmens und des Mutterunternehmens dargestellt werden, als auch die kumulierten Risiken. Zudem erfolgt eine unternehmensspezifische Gliederung in die für das Risiko relevanten Abteilungen: Einkauf, Entwicklung, Finanzen, IT, Personal, Produktmanagement, Vertrieb und Wirtschaftsrecht. Die Risiken werden regelmäßig beobachtet und quartalsweise berichtet. Zusätzlich findet eine Besprechung der wichtigsten Risiken in der Vorstandssitzung statt. Mögliche Chancen werden im Risikomanagementsystem nicht gesondert erfasst.

Elemente des internen Kontroll- und Risikomanagementsystems

Das interne Kontrollsystem der Einhell Germany AG umfasst alle Grundsätze, Verfahren und Maßnahmen zur Sicherung der Wirksamkeit, Wirtschaftlichkeit und der Ordnungsmäßigkeit der Rechnungslegung sowie zur Sicherung der Einhaltung der maßgeblichen rechtlichen Vorschriften.

Das interne Kontrollsystem setzt sich aus internem Steuerungs- und internem Überwachungssystem zusammen.

Die Bereiche Inlands-Controlling, Beteiligungscontrolling, Finanzen, Konzernbilanzierung sowie Recht bilden das interne Steuerungssystem des Einhell-Konzerns. Die Gesellschaften des Einhell-Konzerns planen im jeweils laufenden Geschäftsjahr das darauf folgende Geschäftsjahr. Basierend auf einer differenzierten Umsatzplanung erfolgt eine entsprechende Planung des Wareneinsatzes und der Kosten. Diese Planzahlen werden für den Konzern zu einer Plan-Gewinn- und Verlustrechnung zusammengeführt.

Monatlich werden von den Finanzbuchhaltungen der einzelnen Gesellschaften die tatsächlichen Zahlen aufbereitet. In der Folge entsteht eine komplette Gewinn- und Verlustrechnung, in welcher die Plan- und Ist-Zahlen gegenübergestellt sind und somit analysiert werden können. Die Entwicklung des Auftragsbestands, Margen etc. wird ebenso monatlich für alle Gesellschaften aufgezeigt. Dieser Vergleich wird sowohl mit den Mitgliedern des Vorstands als auch mit den Verantwortlichen der einzelnen Bereiche und Gesellschaften besprochen. Durch die Analyse der Plan- und Ist-Zahlen werden entsprechende Maßnahmen zur Steuerung erarbeitet und umgesetzt.

Das interne Überwachungssystem bildet sich aus prozessintegrierten und prozessunabhängigen Maßnahmen. Neben maschinellen IT-Prozesskontrollen sind auch manuelle Prozesskontrollen ein wesentlicher Bestandteil der prozessintegrierten Maßnahmen, die beispielsweise auch durch die interne Revision durchgeführt werden. Der Aufsichtsrat, der Jahresabschlussprüfer und sonstige Prüfungsorgane, z.B. der steuerliche Betriebsprüfer, sind mit prozessunabhängigen Prüfungstätigkeiten in das Kontrollumfeld der Einhell Germany AG einbezogen. Insbesondere die Prüfung des Jahresabschlusses durch den Jahresabschlussprüfer bildet die wesentliche prozessunabhängige Überwachungsmaßnahme im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess.

Einsatz von IT-Systemen

Die Erfassung buchhalterischer Vorgänge erfolgt in dem Buchhaltungssystem Microsoft Business Solutions Navision

Spezifische rechnungslegungsbezogene Risiken

Spezifische rechnungslegungsbezogene Risiken können z. B. aus dem Abschluss ungewöhnlicher oder komplexer Geschäfte auftreten. Weiterhin sind Geschäftsvorfälle, die nicht routinemäßig verarbeitet werden, mit einem latenten Risiko behaftet. Aus den Ermessensspielräumen, die Mitarbeitern notwendigerweise bei Ansatz und Bewertung von Vermögensgegenständen und Schulden eingeräumt werden, können weitere rechnungslegungsbezogene Risiken resultieren.

Wesentliche Regelungs- und Kontrollaktivitäten zur Sicherstellung der Ordnungsmäßigkeit und Verlässlichkeit der Rechnungslegung

Die auf die Ordnungsmäßigkeit und Verlässlichkeit der Rechnungslegung ausgerichteten Maßnahmen des internen Kontrollsystems stellen sicher, dass Geschäftsvorfälle in Übereinstimmung mit den gesetzlichen und satzungsmäßigen Vorschriften vollständig und zeitnah erfasst werden. Weiterhin ist gewährleistet, dass Inventuren ordnungsgemäß durchgeführt werden, Vermögensgegenstände und Schulden im Jahresabschluss zutreffend angesetzt, bewertet und ausgewiesen werden. Die Regelungsaktivitäten stellen ebenfalls sicher, dass durch die Buchungsunterlagen verlässliche und nachvollziehbare Informationen zur Verfügung gestellt werden.

Die Kontrollaktivitäten zur Sicherstellung der Ordnungsmäßigkeit und Verlässlichkeit der Rechnungslegung umfassen beispielhaft die Analyse von Sachverhalten und Entwicklungen anhand spezifischer Kennzahlenanalysen. Die Trennung von Verwaltungs-, Ausführungs-, Abrechnungs- und Genehmigungsfunktionen und deren Wahrnehmung durch verschiedene Personen reduziert die Möglichkeit zu vorsätzlichen Handlungen. Weiterhin ist z. B. sichergestellt, dass bei Veränderungen in den eingesetzten IT-Systemen der zugrunde liegenden Buchführungen in den Konzerngesellschaften eine periodengerechte und vollständige Erfassung buchhalterischer Vorgänge erfolgt. Das interne Kontrollsystem gewährleistet auch die Abbildung von Veränderungen im wirtschaftlichen oder rechtlichen Umfeld der Einhell Germany AG und stellt die Anwendung neuer oder geänderter gesetzlicher Vorschriften zur Rechnungslegung sicher.

Einschränkende Hinweise

Das interne Kontroll- und Risikomanagementsystem ermöglicht durch die in der Einhell Germany AG festgelegten Organisations-, Kontroll- und Überwachungsstrukturen die vollständige Erfassung, Aufbereitung und Würdigung von unternehmensbezogenen Sachverhalten sowie deren sachgerechte Darstellung in der Rechnungslegung.

Insbesondere persönliche Ermessensentscheidungen, fehlerbehaftete Kontrollen, kriminelle Handlungen oder sonstige Umstände können allerdings der Natur der Sache nach nicht ausgeschlossen werden und führen dann zur eingeschränkten Wirksamkeit und Verlässlichkeit des eingesetzten internen Kontroll- und Risikomanagementsystems, sodass auch die konzernweite Anwendung der eingesetzten Systeme nicht die absolute Sicherheit hinsichtlich der richtigen, vollständigen und zeitnahen Erfassung von Sachverhalten in der Rechnungslegung gewährleisten kann.

2. Beschreibung der Risiken

Allgemeine wirtschaftliche und Branchenrisiken

Einhell unterliegt dem allgemeinen Risiko von Entwicklungen der Weltwirtschaft sowie der spezifischen Branche des Bereichs Baumarkt, Fachhandel und Do-it-yourself (DIY).

Politische Risiken

Hinsichtlich weltwirtschaftlicher Entwicklungen ist die Einhell Germany AG aufgrund ihrer Internationalität grundsätzlich globalen Risiken ausgesetzt. Diese können sich sowohl in Form von politischen als auch wirtschaftlichen Risiken verwirklichen. So kann insbesondere die Politik in den Ländern, in denen der Einhell-Konzern heute tätig ist, Einfluss auf die Stabilität und die Wirtschaftskraft dieser Länder haben. Aber auch in den Ländern, in die der Einhell-Konzern seine Expansion vorantreiben möchte, können politische Risiken Einfluss auf die Geschäftsstrategie von Einhell haben. Das Risiko erstreckt sich dabei z.B. auch auf die Währungspolitik von Ländern oder z.B. die Import- und Zollvorschriften und deren praktische Abwicklung. Gleiches gilt für die Beschaffungsländer, in denen Einhell das Sourcing für seine Produkte durchführt. Der Einhell-Konzern versucht die allgemeinen politischen Risiken zu beherrschen, indem die Konzernführung zum einen in enger Kommunikation mit den verantwortlichen Mitarbeitern vor Ort steht, um sich laufend ein Bild von aktuellen Entwicklungen machen zu können. Zum anderen hat der Einhell-Konzern die Strategie, die Investitionen in langfristige Vermögensgegenstände wie z.B. Immobilien in den jeweiligen Ländern auf ein Mindestmaß zu beschränken. Dadurch erreicht der Einhell-Konzern eine hohe Flexibilität, um auf ungünstige Entwicklungen reagieren zu können und beispielsweise im kurzfristigen Umlaufvermögen in einem Land jederzeit handlungsfähig zu sein.

Branchenrisiken

In Bezug auf Branchenrisiken ist der Einhell-Konzern der Entwicklung der DIY-Branche sowie des Bereichs Fachhandel in den jeweiligen Ländern ausgesetzt. Zudem steht er auch unter dem Einfluss des Verhaltens und der Entwicklung von Wettbewerbern. So können Veränderungen in der Branche wie beispielweise Konzentrationsprozesse auf Kundenseiten Einfluss auf die Geschäfte von Einhell haben. Einhell versucht durch den Ausbau einer starken internationalen Marktposition Abhängigkeiten von solchen Faktoren zu minimieren. Durch die Etablierung eines starken Produktsortiments und eines kundenfreundlichen Service ist Einhell auch in Konzentrationsprozessen in der Lage, die Position beim Kunden zu stärken. Weiterhin können Strategieänderungen von Wettbewerbern den Einhell-Konzern beeinflussen. Neue Wettbewerber können in die Positionierung von Einhell eindringen oder bestehende Wettbewerber können ihre Position verändern. Einhell versucht dem zu begegnen, indem Einhell ein relativ breites Sortiment, das sich vom Bereich "Werkzeuge" bis zum Bereich "Garten & Freizeit" spannt, am Markt etabliert und dies zusätzlich auch international sehr stark ausrollt. So gibt es kaum einen Wettbewerber am Markt, der ein vergleichbares Sortiment in der Internationalität wie Einhell anbietet.

Beschaffungsrisiken

Die Beschaffung ist ein primärer Prozess im Unternehmensmodell von Einhell und stellt so in der Einhell Germany AG einen wichtigen Bereich im Risikomanagement dar. Ziel des Einkaufs ist es, die Produkte termingerecht mit entsprechender Qualität zum angemessenen Preis zu beschaffen.

Ein wichtiger Faktor sind hierbei die Lieferanten. Da die Einhell Germany AG bereits langjährige Beziehungen mit seinen Lieferanten pflegt, können Preis- und Bezugsrisiken minimiert werden. Die Lieferanten sind durch ständige Kontrollen in das Qualitätssystem der Einhell Germany AG mit eingebunden. Eine Abhängigkeit der Einhell Germany AG von einzelnen Lieferanten besteht nicht. Einhell hat bereits vor einigen Jahren damit begonnen, eine Second-Source-Strategie aufzubauen, die weiter optimiert wird. Um die Einkaufsplanung zu optimieren, werden die Einkaufsmengen im festen Rhythmus mit dem Vertrieb abgestimmt und über ein Internet-basiertes Bestellsystem abgeglichen und disponiert. Dem Risiko von Preiserhöhungen, die z.B. aus Rohstoffpreisänderungen resultieren können, wird durch entsprechende Vereinbarungen auf Einkaufs- und Verkaufsseite begegnet, indem der Einhell-Konzern versucht, Veränderungen auf der Einkaufsseite auch zeitgerecht auf der Verkaufsseite umzusetzen. Ein entsprechender Produktmix, eine breite Kundenstruktur und eine starke Einkaufsposition unterstützen diesen Prozess.

Absatzmarktrisiken

Die Risiken des Absatzmarktes sieht die Einhell Germany AG vor allem im Forderungsausfall und im Absatzvolumen. Dem Bonitätsrisiko begegnet die Einhell Germany AG soweit möglich durch den Abschluss von Euler-Hermes-Kreditversicherungen. Das Risiko des Rückgangs des Absatzvolumens wird durch innovative Produkte verringert, die in Design, Funktionsausstattung und Preis-Leistungs-Verhältnis die Kundenwünsche erfüllen. Diesem Risiko wurde durch die schrittweise Einführung zweier klar definierter Produktlinien begegnet.

Strategische und Expansionsrisiken

Die Umsetzung der Strategie der Einhell Germany AG ist mit Risiken verbunden. Diese können daraus resultieren, dass Ressourcen oder Elemente, die zur Umsetzung der Strategie notwendig sind, zum betreffenden Zeitpunkt nicht verfügbar sind oder auf Hindernisse in der Realisierung stoßen. Dies können beispielsweise personelle oder technische Gründe sein. Auch bei der Neugründung und Akquisitionen von Tochtergesellschaften bestehen grundsätzlich Risiken. Einhell versucht diese Risiken zu beherrschen, indem bei der Identifikation von neuen Verkaufsregionen von Beginn an eine Definition und Untersuchung der Zielländer vorgenommen wird. Dabei werden das Umfeld und das Marktpotential eingeschätzt. Zudem wird frühzeitig nach entsprechenden Geschäftsführern und Fachpersonal gesucht. Hinsichtlich der Infrastruktur wählt Einhell einen Standardansatz für jede neue Vertriebstochtergesellschaft, der sich auf die internen Abläufe sowie auf die IT-Infrastruktur bezieht. Damit werden Risiken beim Aufsetzen einer neuen Tochtergesellschaft reduziert.

Auch aus Akquisitionen der Einhell Germany AG resultieren Risiken. Die Reduzierung dieser Risiken wird dadurch angestrebt, dass die Übernahmekandidaten in der Mehrzahl langjährige Partner der Einhell Germany AG sind. Damit wird erreicht, dass die neuen Konzerngesellschaften von Anfang an in die Konzernstrukturen und -strategien integriert sind. Ergänzend dazu erfolgen Sorgfältigkeitsprüfungen ("Due Diligence") bei den zur Akquisition anstehenden Unternehmen, die von internen Mitarbeitern des Beteiligungscontrollings sowie der Rechtsabteilung und von Fall zu Fall weiteren Fachbereichen, unterstützt von externen Beratern, durchgeführt werden.

Finanz-, Zins- und Währungsrisiken

Der anhaltende Wachstumskurs der Einhell Germany AG ist natürlich auch mit Risiken im Zusammenhang mit der Finanzierung verbunden. Zur Bewältigung der Finanzrisiken setzt die Einhell Germany AG sowohl auf langfristige als auch auf kurzfristige Finanzierungsstrategien. Im Finanzierungsbereich bestehen langfristige Darlehen bei Kreditinstituten mit bilateralen Vereinbarungen. Ebenso verfügt Einhell vor allem über klassische Kreditlinien, die im Geschäftsjahr 2013 nur teilweise ausgenutzt wurden. Sowohl die Ausstattung mit liquiden Mitteln als auch mit Eigenkapital war im Berichtsjahr sehr gut. Die Einhell Germany AG baut zudem ihr Netting-System und ihren Cash-Pool, der mit den Tochtergesellschaften gemeinsam gebildet wird, weiter aus. Die Finanzierung der Tochtergesellschaften erfolgt fast ausschließlich über konzerninterne Darlehen. Damit wird das Risiko einer intransparenten und ineffizienten Darlehensstruktur im Konzern reduziert. Die Einhell Germany AG hat dazu für die Tochtergesellschaften interne Kreditlinien eingerichtet, deren Höhe sich nach der Planung und dem erwarteten Geschäftsvolumen der jeweiligen Tochtergesellschaften richtet.

Risiken im Zusammenhang mit Zinsänderungen und -schwankungen werden durch den Einsatz von derivativen Finanzinstrumenten wie langfristigen Zins-Swap- und Zins-Cap-Vereinbarungen gesteuert. Risiken im Zusammenhang mit Währungsschwankungen werden überwiegend durch den Einsatz von klassischen Devisentermingeschäften gesteuert. Das Risiko von Währungsschwankungen bei der Beschaffung wird soweit möglich durch Sicherungsgeschäfte in Form von Devisentermin- und Optionsgeschäften abgesichert.

Haftungsrisiken

Haftungsrisiken bestehen in der Einhell Germany AG vor allem im Zusammenhang mit der Produkthaftung. Der Hauptbeschaffungsmarkt für Einhell-Produkte ist die Volksrepublik China. Um die Qualität vor Ort sicherzustellen, wurde in China ein Qualitätssicherungssystem aufgebaut, das die Produktion direkt beim Lieferanten begleitet und eine entsprechende Prozesskontrolle implementiert. Weiterhin werden Vorschriften und Regularien durch einen eigenen Normenkontrollbeauftragten laufend überwacht. Das noch verbleibende Risiko bezüglich Ansprüche aus der Produkthaftung wurde wirtschaftlich sinnvoll durch entsprechende Versicherungen abgedeckt. Produkthaftungsfälle werden anhand einer eindeutigen Organisations- und Ablaufstruktur eingeordnet und so effizient gehandhabt. So existieren klare Verantwortungs- und Kommunikationslinien, die durch schriftliche Dokumentationen von Rückrufplänen und Checklisten unterstützt werden. In dieses System sind auch externe Fachstellen und Experten eingebunden.

IT-Risiken

Informations- und Kommunikationssysteme bilden die Grundlage zahlreicher Geschäftsprozesse der Einhell-Gruppe. Die Einhell Germany AG betreibt über die Tochtergesellschaft iSC GmbH ein zentrales IT Service Center, dem die Umsetzung der internationalen Strategie des Konzerns obliegt. Große Bedeutung wird dabei der Realisierung international einheitlicher IT-Standards beigemessen, die die Wirksamkeit, Wirtschaftlichkeit und Kontinuität der IT-Umgebungen im Rahmen der unternehmerischen und gesetzlichen Anforderungen sicherstellen sollen. Feste Bestandteile dieser Standards sind die Umsetzung geeigneter Maßnahmen im Bereich der physikalischen Sicherheit, der Einsatz leistungsfähiger und zuverlässiger Hardware-Komponenten, der Betrieb sorgfältig ausgewählter Infrastruktur- und Geschäftsanwendungen sowie die Bereitstellung hochwertiger Services und Prozesse zum Betrieb und der Weiterentwicklung der gesamten Informations- und Kommunikationsinfrastruktur. Die Organisation der IT-Prozesse ist am ITIL-Prozessframework ausgerichtet. Erforderliches Spezial-Know How wie etwa im Bereich lokaler Compliance-Anforderungen wird über qualifizierte Dienstleistungspartner eingebracht, deren Leistungserbringung und -umfang vertraglich definiert wird und die sehr eng in die IT-Organisation eingebunden werden. Applikationen werden gemäß ihrer Kritikalität für den Geschäftsablauf in hochverfügbaren Systemumgebungen betrieben und adäquaten Business Continuity Mechanismen unterzogen. IT basierende Vorkehrungen, die regelmäßig überprüft und aktualisiert werden, sorgen im Zusammenspiel mit dem Einsatz qualifizierter Mitarbeiter und entsprechenden Rollen- und Rechtekonzepten für einen möglichst effektiven Schutz vertraulicher Daten. Die IT-Strategie der Einhell-Gruppe ist sehr eng mit der Geschäftsstrategie verzahnt und unterliegt einer regelmäßigen Kontrolle und Anpassung an das wirtschaftliche Umfeld.

Rechtliche Risiken

Die Einhell Germany AG ist rechtlichen Risiken ausgesetzt. Diese können aus dem Abschluss von Unternehmensverträgen mit Lieferanten, Kunden und anderen Vertragspartnern resultieren. Zudem ist Einhell bei der Verhandlung und beim Abschluss von Verträgen mit verschiedenen internationalen Rechtssystemen konfrontiert. Dies bezieht sich insbesondere auch auf den Abschluss von gesellschaftsrechtlichen Verträgen wie bei Gründungen und auf patentrechtliche Vereinbarungen und ähnliche Verträge, die dem Schutz des geistigen Eigentums von Einhell gelten. Einhell versucht, das Risiko daraus zu minimieren, indem eine eigene Rechtsabteilung in Deutschland und auch in China laufend rechtliche Sachverhalte prüft und überwacht. Dabei erfolgt die Koordination und Prüfung durch eigenes Personal, das von Fall zu Fall die Unterstützung externer Experten aus dem jeweiligen fachlichen Rechtsgebiet bzw. Rechtssystem hinzuzieht.

Insgesamt bleibt festzustellen, dass Risiken, die den Bestand des Unternehmens gefährden, nach unserer Einschätzung nicht vorliegen.

Um identifizierte Risiken wirksam messen und steuern zu können, bewerten wir diese mit Hilfe der Bewertungsparameter Eintrittswahrscheinlichkeit und Ergebnisauswirkung im Falle eines Eintretens. Hierbei stützen wir uns auf Erfahrungswerte und zukunftsgerichtete Annahmen. In der nachfolgenden Tabelle sind alle Risiken sowie ihre möglichen Ergebnisauswirkungen und Eintrittswahrscheinlichkeiten dargestellt. Dies ermöglicht uns, geeignete Maßnahmen zur Risikosteuerung zu ergreifen.

Mögliche kurzfristige Ergebnisauswirkungen (EGT) wichtiger Risiken nach getroffenen Maßnahmen

11. Prognosebericht

Weltwirtschaftliche Entwicklung

Nach einer Zunahme des weltweiten Wachstums im Jahr 2013 um 2,4% wird nach Einschätzung der Weltbank die Weltwirtschaft in 2014 um 3,2% steigen. Als Hauptgrund für die positive Einschätzung wird die Entwicklung in den Industriestaaten gesehen, welche in den vergangenen Jahren unter den Folgen der Finanz- und Wirtschaftskrise gelitten haben. Sparprogramme und politische Unsicherheit würden mittlerweile nicht mehr so großen Einfluss auf die einzelnen Volkswirtschaften haben. Nach Angaben der Weltbank liegen Anzeichen vor, dass in den reicheren Ländern eine nachhaltige Erholung begonnen habe. Neben den Schwellenländern könnten diese Länder nun zum zweiten Wachstumsmotor werden. Die Wirtschaftsleistung in den fortgeschrittenen Volkswirtschaften wird stärker wachsen, was sich positiv auf das Wachstum in den Entwicklungsländern auswirken sollte. Gemäß Prognose werden die Schwellen- und Entwicklungsländer ein Wachstum von 5,7% erreichen, so die Weltbank.

Die Organisation warnt aber auch vor globalen Risiken. Vor allem die Möglichkeit steigender Zinsen durch eine strengere Geldpolitik der Notenbanken könnte den aufstrebenden Ländern Probleme bereiten. Diese restriktive Geldpolitik könnte sich vor allem auf die aufstrebenden Schwellenländer nachteilig auswirken, welche stark vom ausländischen Kapital abhängig sind.

Trotz leichter Erholung der globalen Konjunktur dürfte die Zahl der Arbeitslosen weltweit in den nächsten Jahren weiter steigen, so die Internationale Arbeitsorganisation (ILO). Weltweit wird die Zahl der Arbeitslosen von derzeit knapp über 202 Millionen auf 206 Millionen im Jahr 2014 steigen, so die UN-Sonderorganisation.

Nach Schätzung der Vereinten Nationen wirkt sich vor allem das Ende der Rezession in Europa positiv auf das prognostizierte Wirtschaftswachstum aus. In der Euro-Zone hätten die Regeln zum möglichen Kauf von Staatsanleihen durch die Europäische Zentralbank (EZB) zu einem positiveren Ausblick für die Euro-Zone geführt. Nach jahrelanger Rezession können die Euro-Staaten in diesem Jahr mit einem Wachstum von 1,1% sowie im Jahr 2015 mit 1,4% rechnen.

Spanien und Italien könnte es im laufenden Jahr gelingen wieder ein positives Wachstum zu erreichen. Die Wirtschaftsleistungen von Griechenland und Zypern werden jedoch weiter schrumpfen, so die Vereinten Nationen.

Damit bleibt die Lage in Europa angespannt. Die Nachfrage in der Region sei sehr niedrig. Unternehmen, Finanzinstitute und private Haushalte werden weiter versuchen sich zu konsolidieren. Die hohe Arbeitslosigkeit in Europa werde nur sehr langsam abgebaut werden können, da das Wirtschaftswachstum zu gering sein werde um große Beschäftigungseffekte auszulösen.

Die Inflationsrate in der Euro-Zone ist gemäß Prognose des Internationalen Währungsfonds (IWF) weiter auf dem Rückmarsch. Nach 1,5% im Jahr 2013 rechnet der IWF für die Jahre 2014 und 2015 mit Inflationsraten von 1,1% bzw. 1,4%. Das Preisstabilitätsziel der Europäischen Zentralbank von 2,0% wird den Prognosen zufolge nicht erreicht. Eine niedrige Inflation erhöht den Druck auf die Notenbanken ihre Geldpolitik noch weiter zu lockern. Ein Deflationsrisiko bestehe derzeit aber noch nicht, so der Bundesbank-Präsident.

Die deutsche Wirtschaft konnte im Jahr 2013 ein kleines Wachstum in Höhe von 0,4% verzeichnen. Verantwortlich dafür war die negative Entwicklung in Europa vor allem in der Eurozone. Gemäß Prognose der Bundesbank kann Deutschland im laufenden Jahr mit einem Plus von 1,7% und im Jahr 2015 mit einem Wirtschaftswachstum von 2,0% rechnen.

Die aktuellen Werte sprechen nach Ansicht der Marktforscher dafür, dass der Konsum auch im Jahr 2014 einen wichtigen Beitrag zum Wachstum der gesamten Wirtschaft leisten wird. Aufgrund der guten Lage der Wirtschaft rechnen die Bürger im laufenden Jahr mit steigenden Einkommen, so die GfK. Der Indikator der GfK erreichte einen Wert von 46,2 Zählern - ein Plus von 6,7 Punkten. Da sich die Inflation voraussichtlich moderat entwickeln wird, verfügen die Konsumenten über real mehr Geld, was sich positiv auf die Kaufkraft auswirken wird.

Im Jahr 2013 sind die Exporte in Deutschland entgegen allen Erwartungen eingebrochen. Die Exporte sanken 2013 gegenüber dem Vorjahr überraschend um 0,2%. Da gleichzeitig aber auch die Importe zurückgingen, kletterte der Exportüberschuss auf den Rekordwert von 198,9 Milliarden Euro. Aufgrund der besseren Geschäftsperspektiven im Heimatmarkt Europa rechnen Experten für das Jahr 2014 mit einer Zunahme der Ausfuhren.

Ziele und Chancen der Einhell Germany AG

Die Ziele der Einhell Germany AG wurden in den vergangenen Jahren in einem Strategiepapier definiert. Kernthema ist dabei die internationale Expansion und der Aufbau der Marke Einhell mit allen sich daraus ableitenden Maßnahmen. In der Umsetzung dieser klar definierten Strategie sieht Einhell die Chancen für die Zukunft. Für die Umsetzung dieser Strategie bedarf es eines konsequenten Vorgehens ebenso wie der Investition in die notwendigen Ressourcen.

Hier stehen an erster Stelle die Mitarbeiter, die die Umsetzung der Ziele maßgeblich gestalten. Einhell wird in den nächsten Jahren weiterhin fachlich hoch qualifiziertes Personal benötigen und maßgeblich in die Entwicklung der Mitarbeiter investieren. Nur so können die Chancen, die sich im Zusammenhang mit der weiteren internationalen Expansion ergeben, effizient und gewinnbringend genutzt werden.

Die Strategieumsetzung ist bereits in vollem Gange und wird in allen Bereichen konsequent vorangetrieben, was sich im Konzern auch in erhöhten Aufwendungen niederschlägt.

12. Gesamtaussage zur voraussichtlichen Entwicklung

Ausblick auf die Geschäftsjahre 2014

Für die Einhell Germany AG zeigt sich für das Geschäftsjahr 2014 nach wie vor ein sehr uneinheitliches wirtschaftliches Bild auf den Märkten, auf denen sie präsent ist. Einige Märkte zeigen sich noch relativ stabil wie z.B. der deutsche Markt, wenngleich auch der deutsche Markt in den für Einhell relevanten Warengruppen Rückgänge aufweist. Andere Märkte, wie z.B. Südeuropa, sind aufgrund der Schuldenkrisen der jeweiligen Länder noch weiter eingebrochen und weisen weitere Rückgänge in den relevanten Warengruppen auf. Auch Osteuropa leidet nach wie vor sehr an den schwierigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen, die mit einer ausgeprägten Schwäche des Konsums in den Ländern Osteuropas einhergehen.

Somit erwartet die Einhell Germany AG im angestammten Einhell-Geschäft eine sehr herausfordernde Entwicklung der Umsätze, was unter Umständen aufgrund der Insolvenz zweier wichtigen Kunden sowie der Einstellung der Zusammenarbeit mit einem Kunden aus dem Discount-Bereich sogar einen Rückgang bedeuten könnte. Dies hängt davon ab, ob es gelingt den Wegfall von Kunden durch Umsätze mit anderen Kunden ausgleichen zu können. Unter Berücksichtigung dieser schwierigen Umstände erwartet Einhell einen Umsatz von ca. 155 - 165 Mio. EUR. Für den Bereich "Werkzeug" wird ein Anteil von 51% und für den Bereich "Garten & Freizeit" ein Anteil von 49% erwartet.

Die erwartete Rohertragsmarge für 2014 liegt leicht über der Rohertragsmarge des abgelaufenen Wirtschaftsjahres. Die Zusammenarbeit mit Kunden aus dem Discounterbereich, welche sehr niedrige Rohertragsmargen gebracht haben, wurde für 2014 eingestellt. Einhell erwartet für 2014 Rohertragsmargen im Bereich von 24% bis 26%.

Hinsichtlich der Kosten erwartet die Einhell Germany AG einen leichten Rückgang. Dieser ergibt sich aus allgemeinen Kostensenkungen sowie deutlich reduzierte Investitionen. Die Auslastung im Personalbereich wird durch die Übernahme von Dienstleistungen für Einhell Tochterunternehmen sichergestellt. Diese Dienstleistungen werden von diesen an die Einhell Germany AG vergütet.

Einhell geht von einem mit 2013 vergleichbaren Beteiligungsergebnis aus. Durch die Stabilisierung der Tochterunternehmen sollten die Abschreibungen auf Finanzanlagen nicht über dem Jahr 2013 liegen.

Aus genannten Gründen und Annahmen erwartet die Einhell Germany AG für das Jahr 2014 eine Umsatzrendite vor Steuern von 2-3%.

Vorausschauende Aussagen, Annahmen, Unsicherheiten und Schätzverfahren

Die Ausführungen des Lageberichts der Einhell Germany AG enthalten zukunftsgerichtete und vorausschauende Aussagen. Diese sind stets mit Unsicherheiten behaftet und basieren auf Schätzungen und Annahmen, die getroffen werden müssen, um zu einer Planaussage zu kommen. Die Einhell Germany AG weist darauf hin, dass Annahmen und Schätzungen, die sich auf die Zukunft beziehen, sich im Nachhinein als unzutreffend erweisen können. Einhell lässt bei Prognosen unter Unsicherheit größte Sorgfalt hinsichtlich der gemachten Annahmen walten. Dennoch lässt sich das Risiko von Fehleinschätzungen nicht ausschließen.

Um die Planungs- und Prognoseunsicherheiten bei der Planung der Geschäftszahlen möglichst zu beherrschen, geht Einhell wie folgt vor. Einhell plant zunächst die Umsätze. Diese werden auf Business Unit-Ebene ("Werkzeuge" und "Garten") sowie zusätzlich detailliert nach Artikelgruppe geplant. Zusätzlich werden die Umsätze auf Kundengruppe geplant und mit der Planung nach Artikelgruppen plausibilisiert und abgestimmt. In gleicher Weise erfolgt eine Planung der Rohertragsmargen auf Business Unit-, Artikelgruppen- und Kundengruppenebene. Abgeleitet aus der Umsatzplanung werden die Kosten je Kostenart und je Kostenstelle bzw. je berichtende Einheit detailliert geplant. Die Kosten werden anhand der Vorjahreszahlen plausibilisiert und anhand der Relation zu den Nettoumsätzen auf Angemessenheit hin überprüft. Dabei werden spezifische Annahmen zu Veränderungen bei den Kosten getroffen, wie z.B. Lohnkostensteigerungen oder Frachtkostenveränderungen. Allgemeine Unsicherheiten betreffend Marktentwicklung, Preisentwicklung wichtiger Rohstoffe oder die Entwicklung anderer wichtiger Kostenkategorien werden unter dem Grundsatz kaufmännischer Vorsicht eingeschätzt und geplant.

Landau a. d. Isar, 27. März 2014

Einhell Germany AG

Der Vorstand

Andreas Kroiss

Jan Teichert

Dr. Markus Thannhuber

Jahresabschluss zum 31. Dezember 2013 und Lagebericht 2013

Versicherung der gesetzlichen Vertreter

Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Jahresabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt und im Lagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage der Gesellschaft so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung der Gesellschaft beschrieben sind.

Landau a. d. Isar, den 27. März 2014

Einhell Germany AG

Der Vorstand

Andreas Kroiss

Jan Teichert

Dr. Markus Thannhuber

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der Einhell Germany AG, Landau a. d. Isar, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2013 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung des Vorstands der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen des Vorstands sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Einhell Germany AG. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

München, den 27. März 2014

**KPMG AG

Wirtschaftsprüfungsgesellschaft**

Huber, Wirtschaftsprüfer

Heipertz, Wirtschaftsprüfer

Bericht des Aufsichtsrats

Sehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre,

der Aufsichtsrat der Einhell Germany AG möchte Sie an dieser Stelle über seine Arbeit im Geschäftsjahr 2013 informieren. Sowohl während der Aufsichtsratssitzungen als auch unterjährig wurden wir vom Vorstand regelmäßig und zeitnah über die operative und strategische Entwicklung des Konzerns unterrichtet.

Beratung und Überwachung

Im Geschäftsjahr 2013 hat der Aufsichtsrat der Einhell Germany AG den Vorstand gemäß Aktiengesetz sowie der Satzung der Gesellschaft kontinuierlich überwacht und beraten. Es fanden vier ordentliche Aufsichtsratssitzungen statt. Inhalt der Aufsichtsratssitzungen waren sowohl die wirtschaftliche Lage und Entwicklung des Einhell-Konzerns als auch die weitere strategische Entwicklung. Das Gremium ließ sich vom Vorstand in schriftlichen und mündlichen Berichten regelmäßig - auch außerhalb der Aufsichtsratssitzungen - über die geschäftliche und finanzielle Lage der Gesellschaft sowie die strategische Ausrichtung des Unternehmen und über die Planungen informieren. Dank der ausgezeichneten Informationsbereitstellung konnten wir als Aufsichtsrat unsere Funktion zur Überwachung und beratenden Unterstützung des Vorstands im vollen Umfang erfüllen. Es gab keine Interessenskonflikte von Vorstands- und Aufsichtsratsmitgliedern, die dem Aufsichtsrat gegenüber unverzüglich offenzulegen waren und über die die Hauptversammlung zu informieren wäre.

Am 11. April 2013 traf sich der Aufsichtsrat zu seiner ersten Sitzung. Dort stellte der Vorstand im Beisein der Abschlussprüfer der KPMG dem Gremium den Jahresabschluss der Einhell Germany AG und den Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 2012 vor und erläuterte die wesentlichen Finanzkennzahlen des Konzerns. Im Anschluss präsentierte der Vorstand den wirtschaftlichen Bericht, der die aktuelle Geschäftslage 2013 und die Aussichten des Einhell-Konzerns beinhaltete. Im Anschluss an die umfangreichen Ausführungen stellte der Aufsichtsrat den Jahresabschluss 2012 sowie den Konzernabschluss mit dem Lagebericht für das Geschäftsjahr 2012 fest. Danach befassten sich Aufsichtsrat und Vorstand mit der Tagesordnung für die Hauptversammlung der Einhell Germany AG am 21. Juni 2013. Es wurde entschieden, der Hauptversammlung vorzuschlagen, für das Geschäftsjahr 2012 eine Dividende von 0,54 Euro je Stammaktie und 0,60 Euro je Vorzugsaktie auszuschütten. Schließlich informierte der Vorstand uns auch noch über den aktuellen Stand zum geplanten Kauf der australischen Gesellschaft Ozito Industries PTY Ltd und der Gründung der Einhell Holding Australia Pty Ltd.

Am 21. Juni 2013 traf sich der Aufsichtsrat im Anschluss an die Hauptversammlung der Einhell Germany AG zur zweiten Sitzung. Das Gremium wählte Josef Thannhuber erneut zum Aufsichtsratsvorsitzenden und Prof. Dr.-Ing. Dr.-Ing. E.h. Dieter Spath zu dessen Stellvertreter und als Financial Expert entsprechend der Forderungen des Corporate Governance Kodex. Komplettiert wird der Aufsichtsrat durch den von den Arbeitnehmern gewählten Maximilian Fritz. Anschließend informierte der Vorstand den Aufsichtsrat über die aktuelle Geschäftsentwicklung des Einhell-Konzerns. Im Anschluss wurden die aktuellen Geschäftszahlen und die damit einhergehenden vorgeschlagenen Maßnahmen zur Ergebnisverbesserung intensiv diskutiert. Des Weiteren wurde der Aufsichtsrat über den aktuellen Stand der Verhandlungen bezüglich des Kaufs der Ozito Industries PTY Ltd. eingehend informiert.

Die dritte Aufsichtsratssitzung fand am 19. September 2013 statt. Der Vorstand informierte den Aufsichtsrat ausführlich über die aktuelle Umsatz- und Ergebnisentwicklung 2013. Gemeinsam wurden Maßnahmen diskutiert, mit denen der Verschlechterung der Ertragslage zu begegnen sei.

In diesem Zuge wurde auch die zukünftige Strategie des Einhell-Konzerns erörtert. Im Anschluss daran wurde der aktuelle Stand der Integration der Ozito Industries PTY Ltd. in den Konzern erläutert. Außerdem wurde der Aufsichtsrat ausführlich über den Stand der Kreditverhandlungen mit den Banken zur langfristigen Finanzierung des Konzerns informiert.

Zu seiner vierten Sitzung 2013 traf sich der Aufsichtsrat am 19. Dezember 2013. In dieser Sitzung wurde Herrn Prof. Dr.-Ing. Dr.-Ing. E.h. Dieter Spath das PPA-Gutachten (Purchase Price Allocation) bezüglich der Akquisition der Ozito Industries Pty Ltd in seiner Funktion als Financial Expert ausführlich erläutert. Anhand der Zahlen zum dritten Quartal 2013 erläuterte der Vorstand die aktuelle Geschäftsentwicklung des Einhell-Konzerns. Dabei wurde der Aufsichtsrat wurde über die deutliche Verbesserung der Lagerbestände und den aktuellen Stand der Debitorenentwicklung informiert. Schließlich war auch die Budgetplanung für das Geschäftsjahr 2014 Schwerpunktthema der Sitzung. Dabei wurden sowohl die Planungen für die einzelnen Gesellschaften als auch für den gesamten Konzern ausführlich diskutiert. In diesem Zusammenhang erläuterte der Vorstand auch die Fortschritte bei den Kosteneinsparungen im Konzern (zum Beispiel durch Lagerzusammenlegungen). Außerdem wurden dem Aufsichtsrat die Ziele für das Geschäftsjahr 2014 dargelegt und erläutert.

In den Aufsichtsratssitzungen 2013 waren stets alle Mitglieder vollzählig anwesend.

Corporate Governance

Die Corporate Governance wurden durch Vorstand und Aufsichtsrat überprüft. Eine aktualisierte Entsprechenserklärung wurde beschlossen, die auch im Corporate-Governance Bericht abgedruckt ist. Die Einhell Germany AG entspricht sämtlichen gesetzlichen Vorschriften und ganz überwiegend, mit wenigen Ausnahmen, auch den Empfehlungen und Anregungen des Deutschen Corporate Governance Kodex.

Auch im Geschäftsjahr 2013 überprüfte der Aufsichtsrat die Vergütung der Vorstandsmitglieder. So wurden insbesondere die Vergütungsbestandteile daraufhin überprüft, ob sie in einem angemessenen Verhältnis zu den Aufgaben und Leistungen des jeweiligen Vorstandsmitglieds sowie zur Lage der Gesellschaft stehen. Dem Gesetz zur Angemessenheit der Vorstandsvergütung (VorstAG) wird beim Einhell-Konzern entsprechend Rechnung getragen.

Prüfung des Jahres- und Konzernabschlusses

Der vom Vorstand aufgestellte Jahresabschluss der Einhell Germany AG und der Konzernabschluss sowie der Lagebericht der Einhell Germany AG und der Konzernlagebericht zum 31. Dezember 2013 einschließlich der ihnen zugrunde liegenden Buchführung sind durch den von der Hauptversammlung gewählten Abschlussprüfer, der KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, München, geprüft und jeweils mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen worden.

Sowohl die Unterlagen zu den Abschlüssen als auch die Prüfungsberichte des Abschluss- und Konzernabschlussprüfers wurden allen Mitgliedern des Aufsichtsrats rechtzeitig vorgelegt.

Die Prüfung und Besprechung dieser Unterlagen erfolgte in der Aufsichtsratssitzung vom 10. April 2014. Der Vorstand erläuterte uns dabei die von ihm aufgestellten Finanzberichte ausführlich.

An der Sitzung haben auch Vertreter des Abschlussprüfers teilgenommen und den Aufsichtsrat über die Ergebnisse ihrer Prüfung und über ihre Prüfungsschwerpunkte informiert.

Die Vertreter des Abschlussprüfers bestätigten, dass das vom Vorstand eingerichtete Risikomanagementsystem geeignet ist, Entwicklungen frühzeitig zu erkennen, die den Fortbestand der Gesellschaft gefährden könnten. Es wurden keine wesentlichen Schwächen des internen Kontrollsystems und Risikomanagementsystems bezogen auf den Rechnungslegungsprozess festgestellt. Während der Abschlussprüfung wurden keine Tatsachen bekannt, die der Entsprechenserklärung von Vorstand und Aufsichtsrat widersprechen.

Der Aufsichtsrat hat den Jahresabschluss der Einhell Germany AG sowie den Konzernabschluss und den Vorschlag des Vorstands über die Verwendung des Bilanzgewinns gebilligt. Damit sind der Jahresabschluss und der Konzernabschluss der Einhell Germany AG festgestellt.

Der Aufsichtsrat möchte sich bei allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern und den Mitgliedern des Vorstands für ihren persönlichen Beitrag im eher verhalten verlaufenen Geschäftsjahr 2013 bedanken.

Landau a. d. Isar, im April 2014

Josef Thannhuber, Vorsitzender des Aufsichtsrates

Der Deutsche Corporate Governance Kodex bei der Einhell Germany AG: Die Erfüllung der Kodex-Vorgaben im Detail

Hier finden Sie eine Zusammenstellung sämtlicher Inhalte des Deutschen Corporate Governance Kodex in der aktuellen Fassung vom 13. Mai 2013 sowie Angaben zur Corporate Governance-Praxis der Einhell Germany AG hinsichtlich der einzelnen Kodex-Vorgaben.

Der Deutsche Corporate Governance Kodex unterscheidet grundsätzlich drei Kategorien von Vorgaben: GESETZLICHE VORSCHRIFTEN, die geltendes Recht und bereits deshalb verbindlich sind sowie EMPFEHLUNGEN ("soll") und ANREGUNGEN ("sollte", "kann"), die national wie auch international übliche Corporate Governance-Standards aufgreifen. Diese Vorgaben sind nicht obligatorisch zu befolgen; eventuelle Abweichungen von den Empfehlungen sind jedoch anzuzeigen.

Die Einhell Germany AG entspricht sämtlichen gesetzlichen Vorschriften und ganz überwiegend auch den Empfehlungen und Anregungen des Deutschen Corporate Governance Kodex. Hierzu wurde im Januar 2014 von Vorstand und Aufsichtsrat die Entsprechenserklärung gem. § 161 AktG abgegeben. Über diese Erklärung hinaus äußert sich die Einhell Germany AG in der folgenden Auflistung im Detail zu allen Punkten des Kodex - einschließlich der Abweichungen von Empfehlungen und Anregungen. Dies unterstreicht nachhaltig das umfassende Bekenntnis der Einhell Germany AG zum Leitbild einer transparenten und verantwortungsvollen Unternehmensführung und -kontrolle.

scroll

Kodex-Vorgaben in der Fassung vom 13.05.2013 Art der Vorgabe Erfüllt ja / nein Anmerkungen bei Erfüllung und/oder Begründungen im Fall einer Abweichung
2. Aktionäre und Hauptversammlung
2.1 Aktionäre
2.1.1 Die Aktionäre nehmen im Rahmen der satzungsmäßig vorgesehenen Möglichkeiten ihre Rechte vor oder während der Hauptversammlung wahr und üben dabei ihr Stimmrecht aus. Gesetzliche Vorschrift
2.1.2 Jede Aktie gewährt grundsätzlich eine Stimme. Aktien mit Mehrstimmrechten oder Vorzugsstimmrechten ("golden shares") sowie Höchststimmrechte bestehen nicht. Gesetzliche Vorschrift
2.2 Hauptversammlung
2.2.1 Der Vorstand legt der Hauptversammlung den Jahresabschluss, den Lagebericht, den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht vor. Sie entscheidet über die Gewinnverwendung sowie die Entlastung von Vorstand und Aufsichtsrat und wählt in der Regel die Anteilseignervertreter im AR und den Abschlussprüfer. Gesetzliche Vorschrift
Darüber hinaus entscheidet die Hauptversammlung über die Satzung und den Gegenstand der Gesellschaft, über Satzungsänderungen und über wesentliche unternehmerische Maßnahmen wie insbesondere Unternehmensverträge und Umwandlungen, über die Ausgabe von neuen Aktien und von Wandel- und Optionsscheinverschreibungen sowie über die Ermächtigung zum Erwerb eigener Aktien. Sie kann über die Billigung des Systems der Vergütung der Vorstandsmitglieder beschließen. Gesetzliche Vorschrift
2.2.2 Bei der Ausgabe neuer Aktien haben die Aktionäre grundsätzlich ein ihrem Anteil am Grundkapital entsprechendes Bezugsrecht. Gesetzliche Vorschrift
2.2.3 Jeder Aktionär ist berechtigt an der HV teilzunehmen, das Wort zu Gegenständen der Tagesordnung zu ergreifen und sachbezogene Fragen und Anträge zu stellen. Gesetzliche Vorschrift
2.2.4 Der Versammlungsleiter sorgt für eine zügige Abwicklung der HV. Dabei sollte er sich davon leiten lassen, dass eine ordentliche Hauptversammlung spätestens nach 4 bis 6 Stunden beendet ist. Gesetzliche Vorschrift
2.3 Einladung zur HV, Briefwahl, Stimmrechtsvertreter
2.3.1 Die Hauptversammlung der Aktionäre ist vom Vorstand mindestens einmal jährlich unter Angabe der Tagesordnung einzuberufen. Aktionärsminderheiten sind berechtigt, die Einberufung einer Hauptversammlung und die Erweiterung der Tagesordnung zu verlangen. Gesetzliche Vorschrift
Die Einberufung sowie die vom Gesetz für die Hauptversammlung verlangten Berichte und Unterlagen einschließlich des Geschäftsberichts sind für die Aktionäre leicht erreichbar auf der Internetseite der Gesellschaft zusammen mit der Tagesordnung zugänglich zu machen, sofern sie den Aktionären nicht direkt übermittelt werden. Das Gleiche gilt, wenn eine Briefwahl angeboten wird, für die Formulare, die dafür zu verwenden sind. Gesetzliche Vorschrift / Die mit dem ARUG eröffnete Möglichkeit der Briefwahl ist noch mit zahlreichen rechtlichen und praktischen Problemen behaftet. Vor diesem Hintergrund verzichtet die Einhell Germany AG zunächst noch auf die Anwendung.
2.3.2 Die Gesellschaft soll den Aktionären die persönliche Wahrnehmung ihrer Rechte und die Stimmrechtsvertretung erleichtern. Empfehlung
Der Vorstand soll für die Bestellung eines Vertreters für die weisungsgebundene Ausübung des Stimmrechts der Aktionäre sorgen; Empfehlung
dieser sollte auch während der HV erreichbar sein. Anregung
2.3.3 Die Gesellschaft sollte den Aktionären die Verfolgung der Hauptversammlung über moderne Kommunikationsmedien (z.B. Internet) ermöglichen. Anregung - Aufgrund der zusätzlichen Kosten, die mit der Implementierung eines solchen Kommunikationssystems verbunden wären, wird derzeit von der Umsetzung dieser Anregung abgesehen.
3. Zusammenwirken von Vorstand und Aufsichtsrat
3.1 Vorstand und Aufsichtsrat (AR) arbeiten zum Wohle des Unternehmens eng zusammen. Gesetzliche Vorschrift
3.2 Der Vorstand stimmt die strategische Ausrichtung des Unternehmens mit dem AR ab und erörtert mit ihm in regelmäßigen Abständen den Stand der Strategieumsetzung. Gesetzliche Vorschrift
3.3 Für Geschäfte von grundlegender Bedeutung legen die Satzung oder der AR Zustimmungsvorbehalte zugunsten des AR fest. Hierzu gehören Entscheidungen oder Maßnahmen, die die Vermögens-, Finanz- oder Ertragslage des Unternehmens grundlegend verändern. Gesetzliche Vorschrift
3.4 Die ausreichende Informationsversorgung des AR ist gemeinsame Aufgabe von Vorstand und AR. Gesetzliche Vorschrift
Der Vorstand informiert den AR regelmäßig, zeitnah und umfassend über alle für das Unternehmen relevanten Fragen der Strategie, der Planung, der Geschäftsentwicklung, der Risikolage, des Risikomanagements und der Compliance. Er geht auf Abweichungen des Geschäftsverlaufs von den aufgestellten Plänen und Zielen unter Angabe von Gründen ein. Gesetzliche Vorschrift
Der AR soll die Informations- und Berichtspflichten des Vorstands näher festlegen. Empfehlung
Berichte des Vorstands an den AR sind in der Regel in Textform zu erstatten. Entscheidungsnotwendige Unterlagen werden den Mitgliedern des AR möglichst rechtzeitig vor der Sitzung zugeleitet. Gesetzliche Vorschrift
3.5 Gute Unternehmensführung setzt eine offene Diskussion zwischen Vorstand und AR sowie in Vorstand und AR voraus. Die umfassende Wahrung der Vertraulichkeit ist dafür von entscheidender Bedeutung. Gesetzliche Vorschrift
Alle Organmitglieder stellen sicher, dass die von ihnen zur Unterstützung einbezogenen Mitarbeiter die Verschwiegenheitspflicht in gleicher Weise enthalten. Gesetzliche Vorschrift
3.6 In mitbestimmten Aufsichtsräten können die Vertreter der Aktionäre und der Arbeitnehmer die Sitzungen des AR jeweils gesondert, gegebenenfalls mit Mitgliedern des Vorstands, vorbereiten. Gesetzliche Vorschrift
Der AR soll bei Bedarf ohne den Vorstand tagen. Empfehlung
3.7 Bei einem Übernahmeangebot müssen Vorstand und AR der Zielgesellschaft eine begründete Stellungnahme zu dem Angebot abgeben, damit die Aktionäre in Kenntnis der Sachlage über das Angebot entscheiden können. Gesetzliche Vorschrift
Der Vorstand darf nach Bekanntgabe eines Übernahmeangebots bis zur Veröffentlichung des Ergebnisses keine Handlungen vornehmen, durch die der Erfolg des Angebots verhindert werden könnte, soweit solche Handlungen nicht nach den gesetzlichen Regelungen erlaubt sind. Bei ihren Entscheidungen sind Vorstand und AR an das beste Interesse der Aktionäre und des Unternehmens gebunden. Gesetzliche Vorschrift
Der Vorstand sollte im Falle eines Übernahmeangebots eine außerordentliche HV einberufen, in der die Aktionäre über das Übernahmeangebot beraten und gegebenenfalls über gesellschaftsrechtliche Maßnahmen beschließen. Anregung
3.8 Vorstand und AR beachten die Regeln ordnungsgemäßer Unternehmensführung. Verletzen sie die Sorgfalt eines ordentlichen und gewissenhaften Geschäftsleiters bzw. Aufsichtsratsmitglieds schuldhaft, so haften sie der Gesellschaft gegenüber auf Schadenersatz. Bei unternehmerischen Entscheidungen liegt keine Pflichtverletzung vor, wenn das Mitglied von Vorstand oder Aufsichtsrat vernünftigerweise annehmen durfte, auf der Grundlage angemessener Information zum Wohle der Gesellschaft zu handeln (Business Judgement Rule). Gesetzliche Vorschrift
Schließt die Gesellschaft für den Vorstand eine D&O- Versicherung ab, ist ein Selbstbehalt von mindestens 10 % des Schadens bis mindestens zur Höhe des Eineinhalbfachen der festen jährlichen Vergütung des Vorstandsmitgliedes zu vereinbaren. Gesetzliche Vorschrift
In einer D&O-Versicherung für den AR soll ein entsprechender Selbstbehalt vereinbart werden. Empfehlung - Aus Gründen der Kontinuität besteht D&O Versicherungsschutz für den AR ohne Selbstbehalt. Das verantwortungsvolle Handeln des Aufsichtsrates wird nach Ansicht der Einhell AG durch Vereinbarung eines entsprechenden Selbstbehalts nicht zusätzlich gefördert.
3.9 Die Gewährung von Krediten des Unternehmens an Mitglieder des Vorstands und des AR sowie ihrer Angehörigen bedarf der Zustimmung des AR. Gesetzliche Vorschrift
3.10 Über die Corporate Governance sollen Vorstand und AR jährlich berichten (Corporate Governance Bericht) und diesen Bericht im Zusammenhang mit der Erklärung zur Unternehmensführung veröffentlichen. Dabei sollte auch zu den Kodexanregungen Stellung genommen werden. Die Gesellschaft soll nicht mehr aktuelle Entsprechenserklärungen zum Kodex fünf Jahre lang auf Ihrer Internetseite zugänglich halten. Empfehlung/ Anregung
4. Vorstand
4.1 Aufgaben und Zuständigkeiten
4.1.1 Der Vorstand leitet das Unternehmen in eigener Verantwortung im Unternehmensinteresse, also unter Berücksichtigung der Belange der Aktionäre, seiner Arbeitnehmer und der sonstigen dem Unternehmen verbundenen Gruppen (Stakeholder) mit dem Ziel nachhaltiger Wertschöpfung. Gesetzliche Vorschrift
4.1.2 Der Vorstand entwickelt die strategische Ausrichtung des Unternehmens, stimmt sie mit dem AR ab und sorgt für ihre Umsetzung. Gesetzliche Vorschrift
4.1.3 Der Vorstand hat für die Einhaltung der gesetzlichen Bestimmungen und der unternehmensinternen Richtlinien zu sorgen und wirkt auf deren Beachtung durch die Konzernunternehmen hin (Compliance). Gesetzliche Vorschrift
4.1.4 Der Vorstand sorgt für ein angemessenes Risikomanagement und Risikocontrolling im Unternehmen. Gesetzliche Vorschrift
4.1.5 Der Vorstand soll bei der Besetzung von Führungsfunktionen im Unternehmen auf Vielfalt (Diversity) achten und dabei insbesondere eine angemessene Berücksichtigung von Frauen anstreben. Empfehlung Die Besetzung von Führungsfunktionen erfolgt unter Beachtung der Diversity und im Einklang mit den Wertungen des Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetzes (AGG) ohne Ansehung des Geschlechts.
4.2 Zusammensetzung und Vergütung
4.2.1 Der Vorstand soll aus mehreren Personen bestehen und einen Vorsitzenden oder Sprecher haben. Eine Geschäftsordnung soll die Arbeit des Vorstands, insbesondere die Ressortzuständigkeiten einzelner Vorstandsmitglieder, die dem Gesamtvorstand vorbehaltenen Angelegenheiten sowie die erforderliche Beschlussmehrheit bei Vorstandsbeschlüssen (Einstimmigkeit oder Mehrheitsbeschluss) regeln. Empfehlung, Anregung
4.2.2 Das Aufsichtsratsplenum setzt die jeweilige Gesamtvergütung der einzelnen Vorstandsmitglieder fest. Besteht ein Ausschuss, der die Vorstandsverträge behandelt, unterbreitet er dem Aufsichtsratsplenum seine Vorschläge. Das Aufsichtsratsplenum beschließt das Vergütungssystem für den Vorstand und überprüft es regelmäßig. Gesetzliche Vorschrift
Die Gesamtvergütung der einzelnen Vorstandmitglieder wird vom Aufsichtsratsplenum unter Einbeziehung von etwaigen Konzernbezügen auf der Grundlage einer Leistungsbeurteilung festgelegt. Kriterien für die Angemessenheit der Vergütung bilden sowohl die Aufgaben des einzelnen Vorstandsmitglieds, seine persönliche Leistung, die wirtschaftliche Lage, der Erfolg und die Zukunftsaussichten des Unternehmens als auch die Üblichkeit der Vergütung unter Berücksichtigung seines Vergleichsumfelds und der Vergütungsstruktur, die ansonsten in der Gesellschaft gilt. Gesetzliche Vorschrift
Hierbei soll der Aufsichtsrat das Verhältnis der Vorstandsvergütung zur Vergütung des oberen Führungkreises und der Belegschaft insgesamt auch in der zeitlichen Entwicklung berücksichtigen, wobei der Aufsichtsrat für den Vergleich festlegt, wie der obere Führungskreis und die relevante Belegschaft abzugrenzen sind. Empfehlung Aus zeitlichen Gründen und weil ein Eingriff in die laufenden Vorstandsverträge rechtlich nicht möglich ist, hat der Aufsichtsrat für den Vergleich noch nicht festgelegt, wie der obere Führungskreis und die relevante Belegschaft abzugrenzen sind.
Soweit vom Aufsichtsrat zur Beurteilung der Angemessenheit der Vergütung ein externer Vergütungsexperte hinzugezogen wird, soll auf dessen Unabhängigkeit vom Vorstand bzw. vom Unternehmen geachtet werden. Empfehlung
4.2.3 Die Gesamtvergütung der Vorstandsmitglieder umfasst die monetären Vergütungsteile, die Versorgungszusagen, die sonstigen Zusagen, insbesondere für den Fall der Beendigung der Tätigkeit, Nebenleistungen jeder Art und Leistungen von Dritten, die im Hinblick auf die Vorstandstätigkeit zugesagt oder im Geschäftsjahr gewährt wurden. Empfehlung
Die Vergütungsstruktur ist auf eine nachhaltige Unternehmensentwicklung auszurichten. Die monetären Vergütungsteile sollen fixe und variable Bestandteile umfassen. Der AR hat dafür zu sorgen, dass variable Vergütungsteile grundsätzlich eine mehrjährige Bemessungsgrundlage haben. Gesetzliche Vorschrift
Sowohl positiven als auch negativen Entwicklungen soll bei der Ausgestaltung der variablen Vergütungsteile Rechnung getragen werden. Sämtliche Vergütungsbestandteile müssen für sich und insgesamt angemessen sein und dürfen insbesondere nicht zum Eingehen unangemessener Risiken verleiten. Empfehlung
Die Vergütung soll insgesamt und hinsichtlich ihrer variablen Vergütungsteile betragsmäßige Höchstgrenzen aufweisen. Die variablen Vergütungsteile sollen auf anspruchsvolle, relevante Vergleichsparameter bezogen sein. Eine nachträgliche Änderung der Erfolgsziele oder der Vergleichsparameter soll ausgeschlossen sein. Empfehlung
Bei Versorgungszusagen soll der Aufsichtsrat das jeweils angestrebte Versorgungsniveau - auch nach der Dauer der Vorstandszugehörigkeit - festlegen und den daraus abgeleiteten jährlichen sowie den langfristigen Aufwand für das Unternehmen berücksichtigen. Empfehlung
Bei Abschluss von Vorstandsverträgen soll darauf geachtet werden, dass Zahlungen an ein Vorstandsmitglied bei vorzeitiger Beendigung der Vorstandstätigkeit einschließlich Nebenleistungen den Wert von zwei Jahresvergütungen nicht überschreiten (Abfindungs-Cap) und nicht mehr als die Restlaufzeit des Anstellungsvertrages vergüten. Wird der Anstellungsvertrag aus einem von dem Vorstandsmitglied zu vertretenen wichtigen Grund beendet, erfolgen keine Zahlungen an das Vorstandsmitglied. Für die Berechnung des Abfindungs-Caps soll auf die Gesamtvergütung des abgelaufenen Geschäftsjahres und gegebenenfalls auch auf die voraussichtliche Gesamtvergütung für das laufende Geschäftsjahr abgestellt werden. Empfehlung - Die Vorstandsverträge sind ohne Abfindungs-Cap an die Restlaufzeit gebunden. Abfindungen sind generell nicht vorgesehen. Die Aufnahme eines Abfindungs-Caps hält die Einhell AG vor diesem Hintergrund nicht sinnvoll, da ein Vorstandsmitglied auf der vollständigen Auszahlung seiner Ansprüche aus dem Dienstvertrag bestehen und andernfalls seine Zustimmung zur Beendigung der Vorstandstätigkeit verweigern könnte.
Eine Zusage für Leistungen aus Anlass der vorzeitigen Beendigung der Vorstandstätigkeit infolge eines Kontrollwechsels (Change of Control) soll 150 % des Abfindungs-Caps nicht übersteigen. Empfehlung
Der Vorsitzende des Aufsichtsrats soll die Hauptversammlung einmalig über die Grundzüge des Vergütungssystems und sodann über deren Veränderungen informieren. Empfehlung
4.2.4 Die Gesamtvergütung eines jeden Vorstandsmitglieds wird, aufgeteilt nach fixen und variablen Vergütungsteilen unter Namensnennung offen gelegt. Gleiches gilt für Zusagen auf Leistungen, die einem Vorstandsmitglied für den Fall der vorzeitigen oder regulären Beendigung der Tätigkeit als Vorstandsmitglied gewährt oder die während des Geschäftsjahres geändert worden sind. Die Offenlegung unterbleibt, wenn die Hauptversammlung dies mit Dreiviertelmehrheit anderweitig beschlossen hat. Gesetzliche Vorschrift
4.2.5 Die Offenlegung erfolgt im Anhang oder im Lagebericht. In einem Vergütungsbericht als Teil des Lageberichts werden die Grundzüge des Vergütungssystems für die Vorstandsmitglieder dargestellt. Die Darstellung soll in allgemein verständlicher Form erfolgen. Empfehlung - Die Hauptversammlung hat mit Dreiviertelmehrheit beschlossen, dass die Offenlegung unter Namensnennung unterbleiben kann. Die Vergütung der Vorstandsmitglieder wird im Anhang in der Gesamtsumme angegeben.
Der Vergütungsbericht soll auch Angaben zur Art der von der Gesellschaft erbrachten Nebenleistungen enthalten. Empfehlung - Die Hauptversammlung hat mit Dreiviertelmehrheit beschlossen, dass die Offenlegung unter Namensnennung unterbleiben kann. Die Vergütung der Vorstandsmitglieder wird im Anhang in der Gesamtsumme angegeben.
Ferner sollen im Vergütungsbericht für die Geschäftsjahre, die nach dem 31. Dezember 2013 beginnen, für jedes Vorstandsmitglied dargestellt werden: -die für das Berichtsjahr gewährten Zuwendungen einschließlich der Nebenleistungen, bei variablen Vergütungsteilen ergänzt um die erreichbare Maximal- und Minimalvergütung, -der Zufluss im bzw. für das Berichtsjahr aus Fixvergütung, kurzfristiger variabler Vergütung und langfristiger variabler Vergütung mit Differenzierung nach den jeweiligen Bezugsjahren, -bei der Altersversorgung und sonstigen Versorgungsleistungen der Versorgungsaufwand im bzw. für das Berichtsjahr. Für diese Informationen sollen die als Anlage beigefügten Mustertabellen verwandt werden. Empfehlung Diese Empfehlung gilt nicht für das abgelaufene Geschäftsjahr zum 31.12.2013, daher liegt keine Abweichung bei fehlenden Angaben im Vergütungsbericht für das Geschäftsjahr 2013 vor.
4.3 Interessenkonflikte
4.3.1 Vorstandsmitglieder unterliegen während ihrer Tätigkeit für das Unternehmen einem umfassenden Wettbewerbsverbot. Gesetzliche Vorschrift
4.3.2 Vorstandsmitglieder und Mitarbeiter dürfen im Zusammenhang mit ihrer Tätigkeit weder für sich noch andere Personen von Dritten Zuwendungen und sonstige Vorteile fordern oder annehmen oder Dritten ungerechtfertigte Vorteile gewähren. Gesetzliche Vorschrift
4.3.3 Die Vorstandsmitglieder sind dem Unternehmensinteresse verpflichtet. Kein Mitglied des Vorstands darf bei seinen Entscheidungen persönliche Interessen verfolgen und Geschäftschancen, die dem Unternehmen zustehen, für sich nutzen. Gesetzliche Vorschrift
4.3.4 Jedes Vorstandsmitglied soll Interessenkonflikte dem AR gegenüber unverzüglich offenlegen und die anderen Vorstandsmitglieder hierüber informieren. Empfehlung
Alle Geschäfte zwischen dem Unternehmen einerseits und den Vorstandsmitgliedern sowie ihren nahestehenden Personen oder ihnen persönlich nahestehenden Unternehmen andererseits haben branchenüblichen Standards zu entsprechen. Gesetzliche Vorschrift
Wesentliche Geschäfte sollen der Zustimmung des AR bedürfen. Empfehlung
4.3.5 Vorstandsmitglieder sollen Nebentätigkeiten, insbesondere Aufsichtsratsmandate außerhalb des Unternehmens, nur mit Zustimmung des AR übernehmen. Empfehlung
5. Aufsichtsrat (AR)
5.1 Aufgaben und Zuständigkeiten
5.1.1 Aufgabe des AR ist es, den Vorstand bei der Leitung des Unternehmens regelmäßig zu beraten und zu überwachen. Er ist in Entscheidungen von grundlegender Bedeutung für das Unternehmen einzubinden. Gesetzliche Vorschrift
5.1.2 Der AR bestellt und entlässt die Mitglieder des Vorstands. Gesetzliche Vorschrift
Bei der Zusammensetzung des Vorstands soll der Aufsichtsrat auch auf Vielfalt (Diversity) achten und dabei insbesondere eine angemessene Berücksichtigung von Frauen anstreben. Empfehlung
Er soll gemeinsam mit dem Vorstand für eine langfristige Nachfolgeplanung sorgen. Empfehlung
Der AR kann die Vorbereitung der Bestellung von Vorstandsmitgliedern sowie der Behandlung der Bedingungen des Anstellungsvertrages einschließlich der Vergütung Ausschüssen übertragen. Anregung - Da der Aufsichtsrat der Einhell Germany AG nur aus drei Aufsichtsratsmitgliedern besteht ist nach Ansicht der Einhell AG die Bildung von Ausschüssen, die im Regelfall aus mindestens drei Mitgliedern bestehen müssen, nicht sinnvoll und auch nicht angebracht, weil im Plenum eine intensive und qualifizierte Diskussion stattfinden kann.
Bei Erstbestellungen sollte die maximal mögliche Bestelldauer von fünf Jahren nicht die Regel sein. Anregung
Eine Wiederbestellung vor Ablauf eines Jahres vor dem Ende der Bestelldauer bei gleichzeitiger Aufhebung der laufenden Bestellung soll nur bei Vorliegen besonderer Umstände erfolgen. Empfehlung
Eine Altersgrenze für Vorstandsmitglieder soll festgelegt werden. Empfehlung
5.1.3 Der AR soll sich eine Geschäftsordnung geben. Empfehlung
5.2 Aufgaben und Befugnisse des Aufsichtsratsvorsitzenden
Der AR-Vorsitzende koordiniert die Arbeit im AR und leitet dessen Sitzungen und nimmt die Belange des Aufsichtsrats nach außen wahr. Gesetzliche Vorschrift
Der AR-Vorsitzende soll nicht den Vorsitz im Prüfungsausschuss (Audit Committee) innehaben. Empfehlung - Da der Aufsichtsrat der Einhell Germany AG nur aus drei Aufsichtsratsmitgliedern besteht, ist nach Ansicht der Einhell AG die Bildung von Ausschüssen, die im Regelfall aus mindestens drei Mitgliedern bestehen müssen, nicht sinnvoll und auch nicht angebracht, weil im Plenum eine intensive und qualifizierte Diskussion stattfinden kann.
Der AR-Vorsitzende soll zwischen den Sitzungen mit dem Vorstand, insbesondere mit dem Vorsitzenden bzw. Sprecher des Vorstands, regelmäßig Kontakt halten und mit ihm Fragen der Strategie, der Planung, der Geschäftsentwicklung, der Risikolage, des Risikomanagements und der Compliance des Unternehmens beraten. Empfehlung
Der AR-Vorsitzende wird über wichtige Ereignisse, die für die Beurteilung der Lage und Entwicklung sowie für die Leitung des Unternehmens von wesentlicher Bedeutung sind, unverzüglich durch den Vorsitzenden bzw. Sprecher des Vorstands informiert. Der AR-Vorsitzende soll sodann den AR unterrichten und erforderlichenfalls eine außerordentliche AR-Sitzung einberufen. Empfehlung
53 Bildung von Ausschüssen
5.3.1 Der AR soll abhängig von den spezifischen Gegebenheiten des Unternehmens und der Anzahl seiner Mitglieder fachlich qualifizierte Ausschüsse bilden. Die jeweiligen Ausschussvorsitzenden berichten regelmäßig den AR über die Arbeit der Ausschüsse. Empfehlung - Da der Aufsichtsrat der Einhell Germany AG nur aus drei Aufsichtsratsmitgliedern besteht, ist nach Ansicht der Einhell AG die Bildung von Ausschüssen, die im Regelfall aus mindestens drei Mitgliedern bestehen müssen, nicht sinnvoll und auch nicht angebracht, weil im Plenum eine intensive und qualifizierte Diskussion stattfinden kann.
5.3.2 Der AR soll einen Prüfungsausschuss (Audit Committee) einrichten, der sich insbesondere mit der Überwachung des Rechnungslegungsprozesses, der Wirksamkeit des internen Kontrollsystems, des Risikomanagementsystems und des internen Revisionssystems, der Abschlussprüfung, hier insbesondere der Unabhängigkeit des Abschlussprüfers, der vom Abschlussprüfer zusätzlich erbrachten Leistungen, der Erteilung des Prüfungsauftrags an den Abschlussprüfer, der Bestimmung von Prüfungsschwerpunkten und der Honorarvereinbarung sowie - falls kein anderer Ausschluss damit betraut ist - der Compliance befasst. Empfehlung - Da der Aufsichtsrat der Einhell Germany AG nur aus drei Aufsichtsratsmitgliedern besteht, ist nach Ansicht der Einhell AG die Bildung von Ausschüssen, die im Regelfall aus mindestens drei Mitgliedern bestehen müssen, nicht sinnvoll und auch nicht angebracht, weil im Plenum eine intensive und qualifizierte Diskussion stattfinden kann.
Der Vorsitzende des Prüfungsausschusses soll über besondere Kenntnisse und Erfahrungen in der Anwendung von Rechnungslegungsgrundsätzen und internen Kontrollverfahren verfügen. Er soll unabhängig und kein ehemaliges Vorstandsmitglied der Gesellschaft sein, dessen Bestellung vor weniger als zwei Jahren endete. Empfehlung - Da der Aufsichtsrat der Einhell Germany AG nur aus drei Aufsichtsratsmitgliedern besteht, ist nach Ansicht der Einhell AG die Bildung von Ausschüssen, die im Regelfall aus mindestens drei Mitgliedern bestehen müssen, nicht sinnvoll und auch nicht angebracht, weil im Plenum eine intensive und qualifizierte Diskussion stattfinden kann.
5.3.5 Der Aufsichtsrat kann vorsehen, dass Ausschüsse die Sitzungen des Aufsichtsrats vorbereiten und darüber hinaus auch anstelle des Aufsichtsrates entscheiden. Anregung - Da der Aufsichtsrat der Einhell Germany AG nur aus drei Aufsichtsratsmitgliedern besteht, ist nach Ansicht der Einhell AG die Bildung von Ausschüssen, die im Regelfall aus mindestens drei Mitgliedern bestehen müssen, nicht sinnvoll und auch nicht angebracht, weil im Plenum eine intensive und qualifizierte Diskussion stattfinden kann.
5.4 Zusammensetzung und Vergütung
5.4.1 Der Aufsichtsrat ist so zusammenzusetzen, dass seine Mitglieder insgesamt über die zur ordnungsgemäßen Wahrnehmung der Aufgaben erforderlichen Kenntnisse, Fähigkeiten und fachlichen Erfahrungen verfügen. Gesetzliche Vorschrift
Der Aufsichtsrat soll für seine Zusammensetzung konkrete Ziele benennen, die unter Beachtung der unternehmensspezifischen Situation die internationale Tätigkeit des Unternehmens, potentielle Interessenkonflikte, die Anzahl der unabhängigen Aufsichtsratsmitglieder im Sinn von Nummer 5.4.2, eine festzulegende Altersgrenze für Aufsichtsratsmitglieder und Vielfalt (Diversity) berücksichtigen. Empfehlung - Derzeit ist aus Gründen der Kontinuität keine Altersgrenze vorgesehen.
Diese konkreten Ziele sollen insbesondere eine angemessene Beteiligung von Frauen vorsehen. Empfehlung
Vorschläge des Aufsichtsrats an die zuständigen Wahlgremien sollen diese Ziele berücksichtigen. Empfehlung
Die Zielsetzung des Aufsichtsrats und der Stand der Umsetzung sollen im Corporate Governance Bericht veröffentlicht werden. Empfehlung
Der Aufsichtsrat soll bei seinen Wahlvorschlägen an die Hauptversammlung die persönlichen und geschäftlichen Beziehungen eines jeden Kandidaten zum Unternehmen, den Organen der Gesellschaft und einem wesentlich an der Gesellschaft beteiligten Aktionär offen legen. Empfehlung
Die Empfehlung zur Offenlegung beschränkt sich auf solche Umstände, die nach der Einschätzung des Aufsichtsrats ein objektiv urteilender Aktionär für seine Wahlentscheidung als maßgebend ansehen würde. Empfehlung
Wesentlich beteiligt im Sinn dieser Empfehlung sind Aktionäre, die direkt oder indirekt mehr als 10 % der stimmberechtigten Aktien der Gesellschaft halten. Empfehlung
5.4.2 Dem Aufsichtsrat soll eine nach seiner Einschätzung angemessene Anzahl unabhängiger Mitglieder angehören. Ein Aufsichtsratsmitglied ist im Sinn dieser Empfehlung insbesondere dann nicht als unabhängig anzusehen, wenn es in einer persönlichen oder einer geschäftlichen Beziehung zu der Gesellschaft, deren Organen, einem kontrollierenden Aktionär oder einem mit diesem verbundenen Unternehmen steht, die ein wesentlichen und nicht nur vorübergehenden Interessenkonflikt begründen kann. Dem Aufsichtsrat sollen nicht mehr als zwei ehemalige Mitglieder des Vorstands angehören. Aufsichtsratsmitglieder sollen keine Organfunktion oder Beratungsaufgaben bei wesentlichen Wettbewerbern des Unternehmens ausüben. Empfehlung
5.4.3 Wahlen zum Aufsichtsrat sollen als Einzelwahl durchgeführt werden. Ein Antrag auf gerichtliche Bestellung eines Aufsichtsratsmitglieds soll bis zur nächsten Hauptversammlung befristet sein. Kandidatenvorschläge für den Aufsichtsratsvorsitz sollen den Aktionären bekannt gegeben werden. Empfehlung
5.4.4 Vorstandsmitglieder dürfen vor Ablauf von zwei Jahren nach dem Ende ihrer Bestellung nicht Mitglied des Aufsichtrats der Gesellschaft werden, es sei denn ihre Wahl erfolgte auf Vorschlag von Aktionären, die mehr als 25 % der Stimmrechte an der Gesellschaft halten. Gesetzliche Vorschrift
In letzterem Fall soll der Wechsel in den Aufsichtratsvorsitz eine der Hauptversammlung zu begründende Ausnahme sein. Empfehlung
5.4.5 Jedes AR-Mitglied achtet darauf, dass ihm für die Wahrnehmung seiner Mandate genügend Zeit zur Verfügung steht. Gesetzliche Vorschrift
Wer dem Vorstand einer börsennotierten Gesellschaft angehört, soll insgesamt nicht mehr als drei AR-Mandate in konzernexternen börsennotierten Gesellschaften oder in Aufsichtsgremien von konzernexternen Gesellschaften wahrnehmen, die vergleichbare Anforderungen stellen. Empfehlung
Die Mitglieder des Aufsichtsrats nehmen die für ihre Aufgaben erforderlichen Aus- und Fortbildungsmaßnahmen eigenverantwortlich wahr. Dabei sollen sie von der Gesellschaft angemessen unterstützt werden. Empfehlung
5.4.6 Die Vergütung der AR-Mitglieder wird durch Beschluss der HV oder in der Satzung festgelegt. Gesetzliche Vorschrift
Dabei sollen der Vorsitz und der stellvertretende Vorsitz im AR sowie der Vorsitz und die Mitgliedschaft in den Ausschüssen berücksichtigt werden. Empfehlung
Die Mitglieder des AR erhalten eine Vergütung, die in einem angemessenen Verhältnis zu ihren Aufgaben und der Lager der Gesellschaft steht. Wird den Aufsichtsratsmitgliedern eine erfolgsorientierte Vergütung zugesagt, soll sie auf die nachhaltige Unternehmensentwicklung ausgerichtet sein. Empfehlung
Die Vergütung der AR-Mitglieder soll im Anhang oder im Lagebericht individualisiert, aufgegliedert nach Bestandteilen ausgewiesen werden. Empfehlung - Die Einhell Germany AG hält es aus Gründen der Wahrung der Persönlichkeitsrechte für ausreichend, dass die Bestandteile der Vergütung der Mitglieder des AR in der Satzung detailliert beschrieben sind. Eine individualisierte Ausweisung im Lagebericht findet daher nicht statt.
Auch die vom Unternehmen an die Mitglieder des AR gezahlten Vergütungen oder gewährten Vorteile für persönlich erbrachte Leistungen, insbesondere Beratungs- und Vermittlungsleistungen, sollen individualisiert im angegeben werden. Empfehlung
5.4.7 Falls ein Mitglied des AR in einem Geschäftsjahr an weniger als der Hälfte der Sitzungen des AR teilgenommen hat, soll dies im Bericht des AR vermerkt werden. Empfehlung
5.5 Interessenkonflikte
5.5.1 Jedes Mitglied des AR ist dem Unternehmensinteresse verpflichtet. Es darf bei seinen Entscheidungen weder persönliche Interessen verfolgen noch Geschäftschancen, die dem Unternehmen zustehen, für sich nutzen. Gesetzliche Vorschrift
5.5.2 Jedes AR-Mitglied soll Interessenkonflikte, insbesondere solche, die auf Grund einer Beratung oder Organfunktion bei Kunden, Lieferanten, Kreditgebern oder sonstigen Dritten entstehen können, dem AR gegenüber offenlegen. Empfehlung
5.5.3 Der AR soll in seinem Bericht an die HV über aufgetretene Interessenkonflikte und deren Behandlung informieren. Wesentliche und nicht nur vorübergehende Interessenkonflikte in der Person eines AR-Mitglieds sollen zur Beendigung des Mandats führen. Empfehlung
5.5.4 Berater- und sonstige Dienstleistungs- und Werkverträge eines AR-Mitglieds mit der Gesellschaft bedürfen der Zustimmung des AR. Gesetzliche Vorschrift
5.6 Effizienzprüfung
Der AR soll regelmäßig die Effizienz seiner Tätigkeit überprüfen. Empfehlung
6. Transparenz
6.1 Die Gesellschaft wird die Aktionäre bei Informationen gleich behandeln. Sie soll ihnen unverzüglich sämtliche neuen Tatsachen, die Finanzanalysten und vergleichbaren Adressaten mitgeteilt worden sind, zur Verfügung stellen. Gesetzliche Vorschrift
6.2 Informationen, die die Gesellschaft im Ausland aufgrund der jeweiligen kapitalmarktrechtlichen Vorschriften veröffentlicht, sollen auch im Inland unverzüglich bekannt gegeben werden. Empfehlung
6.3 Über die gesetzliche Pflicht zur unverzüglichen Mitteilung und Veröffentlichung von Geschäften in Aktien der Gesellschaften hinaus, soll der Besitz von Aktien der Gesellschaft oder sich darauf beziehender Finanzinstrumente, von Vorstands- und Aufsichtsratsmitgliedern angegeben werden, wenn er direkt oder indirekt größer als 1 % der von der Gesellschaft ausgegebenen Aktien ist. Übersteigt der Gesamtbesitz aller Vorstands- und Aufsichtsratsmitglieder 1 % der von der Gesellschaft ausgegebenen Aktien, soll der Gesamtbesitz getrennt nach Vorstand und Aufsichtsrat im Corporate Governance Bericht angegeben werden. Empfehlung
6.4 Im Rahmen der laufenden Öffentlichkeitsarbeit sollen die Termine der wesentlichen wiederkehrenden Veröffentlichungen (u.a. Geschäftsbericht, Zwischenfinanzberichte) und der Termin der Hauptversammlung in einem "Finanzkalender" mit ausreichendem Zeitvorlauf publiziert werden. Empfehlung
7. Rechnungslegung und Abschlussprüfung
7.1 Rechnungslegung
7.1.1 Anteilseigner und Dritte werden vor allem durch den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht informiert. Gesetzliche Vorschrift
Während des Geschäftsjahres werden sie zusätzlich durch den Halbjahresfinanzbericht sowie im ersten und zweiten Halbjahr durch Zwischenmitteilungen oder Quartalsfinanzberichte unterrichtet. Der Konzernabschluss und der verkürzte Konzernabschluss des Halbjahresfinanzberichts und des Quartalsfinanzberichts werden unter Beachtung der einschlägigen internationalen Rechnungslegungsgrundsätze aufgestellt. Gesetzliche Vorschrift
7.1.2 Der Konzernabschluss wird vom Vorstand aufgestellt und vom Abschlussprüfer sowie vom Aufsichtsrat geprüft. Gesetzliche Vorschrift
Halbjahres- und etwaige Quartalsfinanzberichte sollen vom Aufsichtsrat oder seinem Prüfungsausschuss vor der Veröffentlichung mit dem Vorstand erörtert werden. Zusätzlich sind die Prüfstelle für Rechnungslegung bzw. die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht befugt, die Übereinstimmung des Konzernabschlusses mit den maßgeblichen Rechnungslegungsvorschriften zu überprüfen (Enforcement). Empfehlung - Da der Aufsichtsrat sich laufend und zeitnah über die aktuellen Geschäftszahlen. Halbjahres- und Quartalsfinanzberichte informiert, hält es die Einhell AG für ausreichend, wenn diese Informationen vor der Veröffentlichung dem Aufsichtsrat zur Kenntnis gegeben werden.
Der Konzernabschluss soll binnen 90 Tagen nach Geschäftsjahresende, die Zwischenberichte sollen binnen 45 Tagen nach Ende des Berichtszeitraums, öffentlich zugänglich sein. Empfehlung - Der Konzernabschluss wird aufgrund der Komplexität im Konzernverbund 120 Tage nach Geschäftsjahresende und die Zwischenberichte 60 Tage nach Ende des Berichtszeitraums veröffentlicht.
7.1.3 Der Corporate Governance Bericht soll konkrete Angaben über Aktienoptionsprogramme und ähnliche wertpapierorientierte Anreizsysteme der Gesellschaft enthalten, soweit diese Angaben nicht bereits im Jahresabschluss, Konzernabschluss oder Vergütungsbericht gemacht werden. Empfehlung
7.1.4 Die Gesellschaft soll eine Liste von Drittunternehmen veröffentlichen, an denen sie eine Beteiligung von für das Unternehmen nicht untergeordneter Bedeutung hält. Handelsbestände von Kredit- und Finanzdienstleistungsinstituten, aus denen keine Stimmrechte ausgeübt werden, bleiben hierbei unberücksichtigt. Es sollen angegeben werden: Name und Sitz der Gesellschaft, Höhe des Anteils, Höhe des Eigenkapitals und Ergebnis des letzten Geschäftsjahres. Empfehlung
7.1.5 Im Konzernabschluss sollen Beziehungen zu Aktionären erläutert werden, die im Sinne der anwendbaren Rechnungslegungsvorschriften als nahestehende Personen zu qualifizieren sind. Empfehlung
7.2 Abschlussprüfung
7.2.1 Vor Unterbreitung des Wahlvorschlags soll der AR bzw. der Prüfungsausschuss eine Erklärung des vorgesehenen Prüfers einholen, ob und gegebenenfalls welche geschäftlichen, finanziellen, persönlichen oder sonstigen Beziehungen zwischen dem Prüfer und seinen Organen und Prüfungsleitern einerseits und dem Unternehmen und seinen Organmitgliedern andererseits bestehen, die Zweifel an seiner Unabhängigkeit begründen können. Die Erklärung soll sich auch darauf erstrecken, in welchem Umfang im vorausgegangenen Geschäftsjahr andere Leistungen für das Unternehmen, insbesondere auf dem Beratungssektor, erbracht wurden bzw. für das folgende Jahr vertraglich vereinbart sind. Empfehlung
Der AR soll mit dem Abschlussprüfer vereinbaren, dass der Vorsitzende des AR bzw. des Prüfungsausschusses über während der Prüfung auftretende mögliche Ausschluss- oder Befangenheitsgründe unverzüglich unterrichtet wird, soweit diese nicht unverzüglich beseitigt werden. Empfehlung
7.2.2 Der AR erteilt dem Abschlussprüfer den Prüfungsauftrag und trifft mit ihm die Honorarvereinbarung. Gesetzliche Vorschrift
7.2.3 Der AR soll vereinbaren, dass der Abschlussprüfer über alle für die Aufgaben des AR wesentlichen Feststellungen und Vorkommnisse unverzüglich berichtet, die sich bei der Durchführung der Abschlussprüfung ergeben. Empfehlung
Der AR soll vereinbaren, dass der Abschlussprüfer ihn informiert bzw. im Prüfungsbericht vermerkt, wenn er bei der Durchführung der Abschlussprüfung Tatsachen feststellt, die eine Unrichtigkeit der von Vorstand und AR abgegebenen Erklärung zum Kodex ergeben. Empfehlung
7.2.4 Der Abschlussprüfer nimmt an den Beratungen des AR über den Jahres- und Konzernabschluss teil und berichtet über die wesentlichen Ergebnisse seiner Prüfung. Gesetzliche Vorschrift