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Einhell Germany AG Annual Report 2013

Jul 24, 2014

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Annual Report

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Einhell Germany AG

Landau/Isar

Konzernabschluss zum 31. Dezember 2013

Konzernbilanz zum 31. Dezember 2013

Aktiva

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Anhang 31.12.2013

TEUR
31.12.2012

TEUR
Immaterielle Vermögenswerte (2.2) 27.479 10.450
Sachanlagen (2.3) 18.287 17.961
Finanzielle Vermögenswerte (2.4) 368 362
Aktive latente Steuern (2.5) 6.835 6.481
Übrige langfristige Vermögenswerte (2.9) 2.287 2.465
Langfristige Vermögenswerte 55.256 37.719
Vorräte (2.6) 105.973 125.715
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (2.7) 64.415 66.264
Übrige finanzielle Vermögenswerte (2.8) 4.977 2.033
Übrige Vermögenswerte (2.9) 20.415 22.010
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 59.006 5.618
Kurzfristige Vermögenswerte 254.786 221.640
Summe Aktiva 310.042 259.359
Passiva
Anhang 31.12.2013

TEUR
31.12.2012

TEUR
Gezeichnetes Kapital (2.10) 9.662 9.662
Kapitalrücklage 26.677 26.677
Gewinnrücklagen 123.851 123.903
Übrige Rücklagen (2.11) -4.403 -2.982
Den Aktionären der Einhell Germany AG zustehendes Eigenkapital 155.787 157.260
Nicht beherrschende Anteile (2.12) 2.464 3.017
Eigenkapital 158.251 160.277
Rückstellungen für Pensionen (2.13) 1.909 1.965
Rückstellungen für sonstige Risiken (2.14) 696 630
Finanzierungsverbindlichkeiten (2.15) 30.000 20.584
Passive latente Steuern (2.5) 4.484 906
Übrige Verbindlichkeiten (2.17) 11.365 1.935
Langfristige Schulden 48.454 26.020
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 52.601 32.613
Rückstellungen für Ertragsteuern 1.102 1.439
Rückstellungen für sonstige Risiken (2.14) 8.673 7.229
Finanzierungsverbindlichkeiten (2.15) 21.449 11.629
Übrige finanzielle Verbindlichkeiten (2.16) 1.579 4.938
Übrige Verbindlichkeiten (2.17) 17.933 15.214
Kurzfristige Schulden 103.337 73.062
Summe Passiva 310.042 259.359

Vorjahreszahlen angepasst

Konzerngewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2013

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Anhang 2013

TEUR
2012

TEUR
Umsatzerlöse (3.1) 416.287 379.862
Sonstige betriebliche Erträge (3.2) 11.495 8.176
Materialaufwand (3.3) -296.011 -261.037
Personalaufwand (3.4) -54.326 -51.128
Abschreibungen (3.5) -3.889 -2.707
Sonstige betriebliche Aufwendungen (3.6) -66.924 -60.502
Finanzergebnis (3.7) -2.610 -1.955
Ergebnis vor Ertragsteuern 4.022 10.709
Ertragsteuern (3.8) -2.521 -4.742
Konzernergebnis 1.501 5.967
Davon auf nicht beherrschende Anteile entfallendes Ergebnis -585 -196
Davon Anteil der Aktionäre der Einhell Germany AG am Konzernergebnis 2.086 6.163

Vorjahreszahlen angepasst

Konzern-Gesamtergebnisrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2013

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2013

TEUR
2012

TEUR
Konzernergebnis 1.501 5.967
Posten, die in den Gewinn oder Verlust umgegliedert wurden oder werden können
Unrealisierte Verluste (i. Vj. Gewinne) aus der Währungsumrechnung -3.322 474
Unrealisierte Gewinne aus zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerten 1 3
Unrealisierte Gewinne (i. Vj. Verluste) aus derivativen Finanzinstrumenten 1.733 -6.413
-1.588 -5.936
Posten, die nie in den Gewinn oder Verlust umgegliedert werden
IAS 19 revised - Leistungen an Arbeitnehmer 48 -387
Sonstiges Ergebnis, nach Steuern -1.540 -6.323
Davon auf nicht beherrschende Anteile entfallendes sonstiges Ergebnis, nach Steuern -119 97
Davon Anteil der Aktionäre der Einhell Germany AG am sonstigen Ergebnis, nach Steuern -1.421 -6.420
Konzern-Gesamtergebnis -39 -356
Davon auf nicht beherrschende Anteile entfallendes Gesamtergebnis -704 -99
Davon Anteil der Aktionäre der Einhell Germany AG am Gesamtergebnis 665 -257

Vorjahreszahlen angepasst

Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung für das Geschäftsjahr 2013

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Übrige Rücklagen
Gezeichnetes Kapital

TEUR
Kapitalrücklage

TEUR
Gewinn-

rücklagen

TEUR
Unterschiedsbetrag aus Währungsumrechnung

TEUR
Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte

TEUR
Neubewertungs-

rücklage gemäß IAS 19

TEUR
--- --- --- --- --- --- ---
1. Januar 2012 9.662 26.677 121.015 -1.463 24 -275
Konzernergebnis - - 6.163 - - -
Unrealisierte Gewinne/Verluste - - - 377 4 -552
Latente Steuern auf unrealisierte Gewinne/Verluste - - - - -1 165
Gesamtergebnis - - 6.163 377 3 -387
Dividenden - - -2.894 - - -
Übrige Veränderungen - - -381 - - -
31. Dezember 2012 9.662 26.677 123.903 -1.086 27 -662
Konzernergebnis - - 2.086 - - -
Unrealisierte Gewinne/Verluste - - - -3.203 1 68
Latente Steuern auf unrealisierte Gewinne/Verluste - - - - - -20
Gesamtergebnis - - 2.086 -3.203 1 48
Dividenden - - -2.139 - - -
Übrige Veränderungen - - 1 - - -
31. Dezember 2013 9.662 26.677 123.851 -4.289 28 -614

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Derivative Finanzinstrumente

TEUR
Den Aktionären der Einhell Germany AG zustehendes Eigenkapital

TEUR
Nicht beherrschende Anteile

TEUR
Summe Eigenkapital

TEUR
1. Januar 2012 5.152 160.792 2.390 163.182
Konzernergebnis - 6.163 -196 5.967
Unrealisierte Gewinne/Verluste -8.058 -8.229 97 -8.132
Latente Steuern auf unrealisierte Gewinne/Verluste 1.645 1.809 - 1.809
Gesamtergebnis -6.413 -257 -99 -356
Dividenden - -2.894 -2.894
Übrige Veränderungen - -381 726 345
31. Dezember 2012 -1.261 157.260 3.017 160.277
Konzernergebnis - 2.086 -585 1.501
Unrealisierte Gewinne/Verluste 2.642 -492 -119 -611
Latente Steuern auf unrealisierte Gewinne/Verluste -909 -929 - -929
Gesamtergebnis 1.733 665 -704 -39
Dividenden - -2.139 - -2.139
Übrige Veränderungen - 1 151 152
31. Dezember 2013 472 155.787 2.464 158.251

Vorjahreszahlen angepasst

Konzern-Kapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr 2013

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2013

TEUR
2012

TEUR
Mittelzuflüsse und -abflüsse aus laufender Geschäftstätigkeit
Ergebnis vor Steuern 4.022 10.709
+ Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlage 3.889 2.707
- Zinserträge -263 -833
+ Zinsaufwendungen 1.712 1.523
+ Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen und Erträge 1.703 -645
Betriebsergebnis vor Änderung des Nettoumlaufvermögens 11.063 13.461
+/- Abnahme/Zunahme von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 1.121 -4.063
+/- Abnahme/Zunahme von Vorräten 30.281 -13.518
+/- Abnahme/Zunahme von sonstigen Vermögenswerten -1.093 -8.239
+/- Zunahme/Abnahme langfristiger Schulden -899 454
+/- Zunahme/Abnahme kurzfristiger Schulden -1.089 926
+/- Zunahme/Abnahme von Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 12.988 5.048
Aus laufender Geschäftstätigkeit erwirtschaftete Zahlungsmittel 52.372 -5.931
- Gezahlte Steuern -2.622 -5.004
+ Erhaltene Zinsen 134 394
- Gezahlte Zinsen -1.592 -1.311
Nettozahlungsmittel aus laufender Geschäftstätigkeit 48.292 -11.852
Mittelzuflüsse und -abflüsse aus Investitionstätigkeit
- Auszahlungen für Investitionen in Anlagevermögen -2.903 -4.795
+ Erworbene Nettozahlungsmittel aus Akquisitionen 639 214
- Auszahlungen für Investitionen -10.539 -500
+ Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Anlagevermögens 274 782
+/- Zunahme/Abnahme Geschäfts- und Firmenwert 126 813
+ Einzahlungen aus dem Verkauf von konsolidierten Unternehmen
- Abgang aus der Veränderung des Konsolidierungskreises
Für Investitionstätigkeit eingesetzte Nettozahlungsmittel -12.403 -3.486
Mittelzuflüsse und -abflüsse aus Finanzierungstätigkeit
+ Einzahlungen aus der Aufnahme von Finanzierungsverbindlichkeiten 19.593 10.596
- - Auszahlungen für die Rückzahlung von Finanzierungsverbindlichkeiten 0 -377
- - Auszahlungen für Akquisitionen in Beteiligungen -754 -355
+ Einzahlungen von nicht beherrschenden Anteile 174 408
- Dividendenzahlung an Aktionäre der Einhell Germany AG -2.139 -2.894
- Dividendenzahlungen an nicht beherrschende Anteile 0 -129
- Auszahlungen von Verbindlichkeiten für Finanzleasingverträge -4 -9
Für Finanzierungstätigkeit eingesetzte Nettozahlungsmittel 16.870 7.240
Wechselkursbedingte Änderung des Finanzmittelfonds 629 7
Nettoabnahme/-zunahme von Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten 53.388 -8.091
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente zu Beginn der Berichtsperiode 5.618 13.709
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente am Ende der Berichtsperiode 59.006 5.618

Vorjahreszahlen angepasst

Weitere Erläuterungen sind im Anhang unter 5. dargestellt.

Konzernanhang für das Geschäftsjahr 2013

1. Grundlagen und Methoden

1.1 Allgemeine Angaben

Die Einhell Germany AG und ihre Tochtergesellschaften betreiben die Herstellung und den Vertrieb von hand-, benzin- und elektrobetriebenen Geräten, Werkzeugzubehör sowie Metall- und Kunststofferzeugnissen für Handwerk, Garten und Freizeit sowie von Erzeugnissen der Klima- und Heiztechnik.

Die Einhell Germany AG ist eine Aktiengesellschaft nach dem Recht der Bundesrepublik Deutschland. Die Gesellschaft ist im Handelsregister des Amtsgerichts Landshut unter HRB 2171 eingetragen und hat ihren Firmensitz im Wiesenweg 22, 94405 Landau a. d. Isar, Deutschland.

Der Konzernabschluss der Einhell Germany AG und ihrer Tochtergesellschaften (Einhell-Konzern) wurde unter Anwendung von § 315a HGB (Konzernabschluss nach internationalen Rechnungslegungsstandards) aufgestellt. Er steht im Einklang mit den International Financial Reporting Standards (IFRS) und deren Interpretationen, wie sie vom International Accounting Standards Board (IASB) veröffentlicht wurden und wie sie in der Europäischen Union anzuwenden sind.

Der Konzernabschluss der Einhell Germany AG wird in Euro (EUR) aufgestellt. Soweit nicht anders vermerkt erfolgen Angaben in tausend Euro (TEUR). Die Beträge sind jeweils kaufmännisch gerundet.

Der Vorstand hat den Konzernabschluss am 27. März 2014 zur Weitergabe an den Aufsichtsrat freigegeben.

1.2 Grundlagen der Bilanzierung

Angewendete Standards

Die im Konzernabschluss angewendeten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden entsprechen den zum 31. Dezember 2013 verpflichtend anzuwendenden IFRS. Der Konzern hat die nachstehenden neuen Standards und Änderungen zu Standards angewendet, deren Zeitpunkt der erstmaligen Anwendung der 1. Januar 2013 ist.

Amendments to IFRS 1 "Government Loans"; anzuwenden für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Januar 2013 beginnen.
Amendments to IFRS 1 "Severe Hyperinflation and Removal of Fixed Dates for First-Time Adopters"; anzuwenden für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Januar 2013 beginnen.
Amendments to IFRS 7 "Disclosures - Offsetting Financial Assets and Financial Liabilities"; anzuwenden für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Januar 2013 beginnen.
IFRS 13 "Fair Value Measurement"; anzuwenden für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Januar 2013 beginnen.
Amendments to IAS 1 "Presentation of Items of Other Comprehensive Income"; anzuwenden für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Juli 2012 beginnen.
Amendments to IAS 12 "Recovery of underlying assets"; anzuwenden für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Januar 2013 beginnen.
IAS 19 "Employee Benefits"; anzuwenden für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Januar 2013 beginnen.
IFRIC 20 "Stripping Costs in the Production Phase of a Surface Mine"; anzuwenden für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Januar 2013 beginnen.
Improvements to IFRS 2009-2011 "Amendments to IFRS 1, IAS 1, IAS 16, IAS 32, IAS 34 / Änderungen zu IFRS 1, IAS 1, IAS 16, IAS 32, IAS 34"; anzuwenden für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Januar 2013 beginnen.

Die Auswirkungen werden nachstehend erläutert:

Fair Value Measurement

IFRS 13 schafft einen einheitlichen Rahmen zur Bestimmung des beizulegenden Zeitwerts und zu den Angaben über Bewertungen zum beizulegenden Zeitwert, wenn solche Bewertungen von anderen IFRS verlangt oder zugelassen werden. In diesem Standard wird der beizulegende Zeitwert einheitlich definiert als der Preis, der in einem geordneten Geschäftsvorfall zwischen Marktteilnehmern am Bemessungsstichtag für den Verkauf eines Vermögenswertes eingenommen bzw. für die Übertragung einer Schuld gezahlt würde. Der Standard ersetzt und erweitert die Angabepflichten hinsichtlich der Bewertungen zum beizulegenden Zeitwert in anderen IFRS, einschließlich IFRS 7. Infolgedessen hat der Konzern diesbezüglich entsprechende Angaben eingeführt (vlg. 6.6 Marktwerte und Buchwerte von Finanzinstrumenten).

In Übereinstimmung mit den Übergangsvorschriften des IFRS 13 hat der Konzern die neuen Vorschriften zur Bewertung zum beizulegenden Zeitwert prospektiv angewendet und keine Vorjahres-Vergleichsinformationen für neue Angaben zur Verfügung gestellt. Ungeachtet dessen hatte die Änderung keine wesentlichen Auswirkungen auf die Bewertungen der Vermögenswerte und Schulden des Konzerns.

Employee Benefits

Die wesentlichste Änderung aus der Überarbeitung des IAS 19 (revised 2011) betrifft die Bilanzierung von Pensionsverpflichtungen aus leistungsorientierten Versorgungsplänen.

Bislang gab es ein Wahlrecht, wie die sogenannten versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste im Abschluss erfasst werden können. Diese konnten entweder (a) ergebniswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung, (b) im sonstigen Ergebnis (OCI) oder (c) zeitverzögert nach der sogenannten Korridormethode erfasst werden. Mit der Neufassung des IAS 19 ist dieses Wahlrecht für eine transparentere und vergleichbarere Abbildung abgeschafft worden, sodass nunmehr nur noch eine unmittelbare und vollumfängliche Erfassung im Jahr der Entstehung zulässig ist. Die Erfassung ist verpflichtend im sonstigen Ergebnis vorzunehmen. Außerdem ist nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand jetzt im Jahr der Entstehung direkt im Gewinn oder Verlust zu erfassen.

Zudem wurden bislang zu Beginn der Rechnungsperiode die erwarteten Erträge des Planvermögens anhand der Erwartungen des Managements über die Wertentwicklung des Anlageportfolios ermittelt. Mit Anwendung des IAS 19 (revised 2011) ist nur noch eine typisierende Verzinsung des Planvermögens in Höhe des Diskontierungszinssatzes der Pensionsverpflichtungen zu Periodenbeginn zulässig.

Neben der Änderung der Bilanzierung ergeben sich auch geänderte Anhangangaben, beispielsweise in Form von Sensitivitätsanalysen.

Die Änderungen an IAS 19 sind in Übereinstimmung mit IAS 8 anzuwenden, was eine rückwirkende Anwendung der Änderungen nach sich zieht. Dementsprechend wurden die berichteten Vorjahreswerte sowie die Saldenvorträge zum 1. Januar 2012 angepasst.

Die Anwendung des IAS 19 führte zu einer Änderung des Personalaufwands und des Periodenergebnisses sowie der latenten Steuern und des sonstigen Ergebnisses. Bis 31. Dezember 2012 wurden die versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste direkt in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Bei Anwendung auf die Verhältnisse zum 31. Dezember 2013 führt die Änderung des IAS 19 unter Berücksichtigung latenter Steuer zu einer erfolgsneutralen Erfassung in Höhe von TEUR 614 im sonstigen Ergebnis.

Die Auswirkungen aufgrund des geänderten IAS 19 (revised 2011) auf die Posten der Bilanz, der Gesamtergebnisrechnung und der Kapitalflussrechnung für das Vorjahr und für das laufende Jahr werden in nachfolgenden Tabellen dargestellt:

Korrekturbeträge für die Konzern-Gewinn und Verlustrechnung

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2013 2012
Personalaufwand -68 +552
Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit -68 +552
Ertragsteuern +20 -165
Periodenergebnis -48 +387

Korrekturbeträge für die Konzern-Gesamtergebnisrechnung

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2013 2012
Periodenergebnis -48 +387
Neubewertungsrücklage IAS 19 68 -552
Latente Steuer -20 +165
Sonstiges Ergebnis +48 -387
Korrekturbeträge für die Konzern-Bilanz 31.12.2013 31.12.2012
Neubewertungsrücklage IAS 19 +48 -662
Gewinnrücklage -48 +387

Der Korrekturbetrag für die Neubewertungsrücklage IAS 19 innerhalb der Konzern-Bilanz zum 31.12.2012 setzt sich zusammen aus der zum 31.12.2012 zu bildenden Neubewertungsrücklage in Höhe von TEUR 387 und der bereits zum 01.01.2012 zu bildenden Neubewertungsrücklage in Höhe von TEUR 275.

Alle weiteren im Jahr 2013 erstmalig anzuwendenden Standards hatten keine wesentliche Auswirkung auf den Konzernabschluss.

Nicht vorzeitig angewandte Standards und Interpretationen

Das IASB hat nachfolgende Standards, Interpretationen und Änderungen zu bestehenden Standards herausgegeben, deren Anwendung zum 31. Dezember 2013 noch nicht verpflichtend war und die vom Einhell-Konzern auch nicht vorzeitig angewandt wurden. Der Einhell-Konzern plant keine vorzeitige Anwendung der Standards, Interpretationen und Änderungen. Eine vorzeitige Anwendung hätte auf den Konzernabschluss im Wesentlichen keine Auswirkung.

Amendments to IAS 27 "Separate Financial Statements"; anzuwenden für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Januar 2014 beginnen.
Amendments to IAS 28 "Investments in Associates and Joint Ventures"; anzuwenden für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Januar 2014 beginnen.
Amendments to IAS 32 "Offsetting Financial Assets and Financial Liabilities"; anzuwenden für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Januar 2014 beginnen.
Amendments to IAS 36 "Recoverable Amount Disclosures for Non-Financial Assets"; anzuwenden für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Januar 2014 beginnen.
Amendments to IAS 39 "Novation of Derivatives and Continuation of Hedge-Accounting"; anzuwenden für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Januar 2014 beginnen.
IFRS 10 "Consolidated Financial Statements"; anzuwenden für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Januar 2014 beginnen.
IFRS 11 "Joint Arrangements"; anzuwenden für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Januar 2014 beginnen.
IFRS 12 "Disclosure of Interests in Other Entities"; anzuwenden für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Januar 2014 beginnen.
Amendments to IFRS 10, IFRS 11 und IFRS 12 "Transition Guidance"; anzuwenden für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Januar 2014 beginnen.
Amendments to IFRS 10, IFRS 12 und IAS 27 "Investment Entities"; anzuwenden für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Januar 2014 beginnen.

Für die Anwendbarkeit der nachfolgenden Vorschriften ist die Übernahme in EU-Recht ("Endorsement") durch den vorgeschriebenen EU-Prozess noch nicht erfolgt:

IFRS 9 (2009/2010) "Financial Instruments"; verpflichtender Erstanwendungszeitpunkt noch offen.
IFRS 9 (2013) "Hedge Accounting and Amendments to IFRS 9, IFRS 7 and IAS 39"; verpflichtender Erstanwendungszeitpunkt noch offen.
Amendments to IFRS 9 and IFRS 7 "Mandatory Effective Date and Transition Disclosures"; verpflichtender Erstanwendungszeitpunkt noch offen.
Amendments to IAS 19 "Defined Benefit Plans: Employee Contributions"; anzuwenden für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Juli 2014 beginnen.
IFRIC 21 "Levies"; anzuwenden für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Januar 2014 beginnen.
Improvements to IFRS 2010-2012; anzuwenden für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Juli 2014 beginnen.
Improvements to IFRS 2011-2013; anzuwenden für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Juli 2014 beginnen.

Ferner wurden weitere diverse Verbesserungen zu den IFRS im EU-Endorsement-Prozess noch nicht übernommen.

Darstellung

Die Darstellung in der Bilanz unterscheidet zwischen kurz- und langfristigen Vermögenswerten und Schulden. Vermögenswerte und Schulden werden als kurzfristig klassifiziert, wenn sie innerhalb eines Jahres fällig werden. Aktive und passive latente Steuern sowie Rückstellungen für Pensionen werden grundsätzlich als langfristige Posten dargestellt.

Die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung wird nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

Zur Klarheit und Übersichtlichkeit des Konzernabschlusses sind einzelne Posten der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung zusammengefasst. Diese Posten sind im Anhang gesondert erläutert.

1.3 Konsolidierungsmethoden

In den Konzernabschluss sind neben der Einhell Germany AG die Tochterunternehmen einbezogen, bei denen die Einhell Germany AG die Kriterien gemäß IAS 27 erfüllt. Diese Unternehmen werden von dem Zeitpunkt an in den Konzernabschluss einbezogen, von dem an die Möglichkeit zur Beherrschung besteht. Umgekehrt werden Tochterunternehmen dann nicht mehr berücksichtigt, wenn diese Möglichkeit nicht mehr gegeben ist.

Die Abschlüsse der konsolidierten Tochterunternehmen werden entsprechend IAS 27 nach einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden aufgestellt. Der Abschlussstichtag für die konsolidierten Gesellschaften ist der 31. Dezember, die neu erworbene Ozito Industries Pty Ltd und die neu gegründete Einhell Holding Australia Pty Ltd haben ein abweichendes Wirtschaftsjahr (30. Juni). Die Ozito Industries Pty Ltd erstellt zum 31. Dezember einen Zwischenabschluss. Der 31. Dezember entspricht dem Abschlussstichtag des Mutterunternehmens.

Die Kapitalkonsolidierung erfolgt in Form der Erwerbsmethode durch Verrechnung der Beteiligungsbuchwerte mit dem anteiligen, neu bewerteten Eigenkapital der Tochterunternehmen zum Zeitpunkt, an dem die Möglichkeit zur Beherrschung besteht (IFRS 3). Danach verbleibende aktive Unterschiedsbeträge werden als Firmenwerte aktiviert.

Innerhalb des Konsolidierungskreises werden alle konzerninternen Gewinne und Verluste, Umsatzerlöse, Aufwendungen und sonstigen Erträge sowie Forderungen und Verbindlichkeiten bzw. Rückstellungen eliminiert. Bei ergebniswirksamen Konsolidierungsvorgängen werden die ertragsteuerlichen Auswirkungen berücksichtigt und latente Steuern angesetzt.

1.4 Konsolidierungskreis

Der Konsolidierungskreis umfasst neben der Einhell Germany AG weitere 42 (Vorjahr 40) voll konsolidierte Gesellschaften.

Im Geschäftsjahr 2013 hat der Einhell-Konzern vom lokalen Vertriebsgeschäftsführer der Anxall Hellas A.E. 1,2 % an der Gesellschaft erworben. Außerdem wurde die Einhell Holding Australia Pty Ltd gegründet, an der die Einhell Germany AG zu 100% beteiligt ist. Im südamerikanischen Raum wurde eine neue Gesellschaft in Kolumbien gegründet, an welcher die Einhell Germany AG 100% der Anteile hält. Die im Jahr 2012 gegründete Einhell Rus OOO wurde verkauft.

Der Einhell-Konzern hat mit Kaufvertrag vom 1. Juli 2013 100% der Anteile an der Ozito Industries Pty Ltd, Bangholme, Victoria, Australien und deren verbundene Geschäftsaktivitäten übernommen. Die Anteile an der Ozito Industries Pty Ltd wurden von der neu gegründeten Einhell Holding Australia Pty Ltd Melbourne, Australien, einer 100%-igen Tochter der Einhell Germany AG, direkt übernommen. Das Sachanlagevermögen des Standorts in China wurde von der Hans Einhell (Shanghai) Trading Co. Ltd übernommen. Die wesentlichen dort ausgeübten Funktionen betreffen das Beschaffungswesen, die Bestellabwicklung, die Qualitätssicherung und die Qualitätskontrolle.

Ozito ist eine dem Verbraucher gut bekannte und seit Jahren etablierte Marke im Preiseinstiegssegment des Elektro- und Gartenwerkzeugbereichs des australischen und neuseeländischen Marktes. Ozito Industries Pty Ltd vertreibt Power Tools und Garden Equipment unter der eigenen Marke Ozito im australischen und neuseeländischen Markt und zu einem geringen Anteil auch unter Fremdmarken in anderen Märkten.

Durch die Integration der Ozito Industries Pty Ltd in den Konzern steigt Einhell zu einem regional starken Anbieter im DIY-Segment in Australien und Neuseeland auf. Hauptkunde der Ozito Industries Pty Ltd ist die Baumarktkette Bunnings, die zur Wesfarmers Group gehört. Mit der Akquisition wird eine im australischen Markt bekannte Marke erworben und der damit verbundene Zugang zu Australiens bedeutendster Baumarktkette Bunnings, ermöglicht. Damit ist Einhell in der Lage, ein beachtliches zusätzliches Umsatzvolumen in einem wachsenden DIY Markt zu generieren und von den Ertragspotentialen im australischen Markt zu profitieren.

Ozito Industries Pty Ltd hat ein vom Kalenderjahr abweichendes Wirtschaftsjahr (30. Juni) und erzielte inklusive ihrer verbundenen Geschäftsaktivitäten im Jahr 2012/2013 einen Umsatz von etwa EUR 75 Mio.

Der Kaufpreis besteht aus einem fixen Betrag sowie einem variablen Bestandteil. Der fixe Kaufpreis für die Übernahme sämtlicher Ozito Anteile beträgt vor Anpassungen umgerechnet ca. EUR 13,1 Mio. Der Kauf erfolgte cash-free / debt-free unter Berücksichtigung des Working Capitals. Dabei wurde das durchschnittliche Working Capital mit dem Working Capital zum Closing-Stichtag verglichen. Aus diesen Berechnungen ergibt sich eine Anpassung um ca. EUR 2,6 Mio. auf ca. EUR 10,5 Mio. Es wurde zusätzlich ein variabler Kaufpreisanteil in Höhe von umgerechnet ca. EUR 17,4 Mio. (4 x 6,18 Mio. AUD; Kurs 30.6.2013) vertraglich vereinbart, dessen Höhe vom Erreichungsgrad (ohne Cap und Floor) fest definierter Ziel-Ergebnisse (EBT 2013/14, 2014/15, 2015/16, 2016/17) abhängt. Der Konzern ist verpflichtet, dem verkaufenden Anteilseigner in vier Jahren eine bedingte Gegenleistung von EUR 17,4 Mio. zu zahlen, wenn das vertraglich vereinbarte Vorsteuerergebnis in den kommenden vier Jahren von kumuliert EUR 39,3 Mio. tatsächlich erreicht wird. Die Zahlung variabler Kaufpreisanteile soll gemäß Vereinbarung in australischen Dollar erfolgen.

Die in den Konzernabschluss einbezogenen Tochterunternehmen sind im Abschnitt 8 des Anhangs dargestellt. Die Tochtergesellschaft iSC GmbH, Landau a. d. Isar, macht von den Befreiungen des § 264 Abs. 3 HGB teilweise Gebrauch.

1.5 Währungsumrechnung

Die ausländischen Beteiligungen im Konsolidierungskreis sind in finanzieller, wirtschaftlicher und organisatorischer Hinsicht selbständig. Sie werden daher als wirtschaftlich selbständige, ausländische Teileinheiten betrachtet. Ihre Berichtswährung entspricht der jeweiligen lokalen Währung.

In den Einzelabschlüssen der Unternehmen des Einhell-Konzerns werden Fremdwährungsgeschäfte mit dem zum Zeitpunkt des Geschäftsvorfalls gültigen Umrechnungskurs zwischen der funktionalen Währung und der Fremdwährung umgerechnet. Monetäre Fremdwährungsposten, die am Bilanzstichtag noch bestehen, werden mit dem Stichtagskurs am Bilanzstichtag bewertet. Umrechnungsdifferenzen aus der Abwicklung von monetären Posten oder der Bewertung von monetären Posten eines Unternehmens zu Umrechnungskursen, die sich von den Kursen unterscheiden, zu denen diese ursprünglich während der Periode oder in vorherigen Abschlüssen bewertet wurden, werden erfolgswirksam in der Periode, in der sie entstanden sind, erfasst.

Abschlüsse ausländischer Tochterunternehmen werden in Bezug auf die Bilanz zu den zum Jahresende geltenden Wechselkursen und in Bezug auf die Gewinn- und Verlustrechnung zu den durchschnittlichen Wechselkursen während des Berichtsjahres umgerechnet. Alle sich ergebenden Umrechnungsdifferenzen werden im sonstigen Ergebnis erfasst und in dem Unterschiedsbetrag aus der Währungsumrechnung (Teil der übrigen Rücklagen) ausgewiesen.

Für die wichtigsten Fremdwährungen des Einhell-Konzerns gelten folgende Kurse:

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Stichtagskurs Durchschnittskurs
31.12.2013 31.12.2012 2013 2012
--- --- --- --- --- ---
Australien AUD 1,5396 1,2712 1,4574 1,2413
Brasilien BRL 3,2519 2,6953 2,8669 2,5097
China CNY 8,3314 8,2117 8,1655 8,1094
Hong Kong HKD 10,6753 10,2188 10,3018 9,9726
Polen PLN 4,1508 4,0929 4,1971 4,1843
Schweiz CHF 1,2267 1,2072 1,2309 1,2053
Türkei TRY 2,9450 2,3557 2,5329 2,3145
USA USD 1,3767 1,3183 1,3282 1,2856

1.6 Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Erworbene und selbst erstellte immaterielle Vermögenswerte werden nach IAS 38 aktiviert, wenn mit diesen ein zukünftiger wirtschaftlicher Nutzen verbunden ist und die Kosten der Vermögenswerte sich zuverlässig bestimmen lassen. Diese Vermögenswerte werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und entsprechend ihrer wirtschaftlichen Nutzungsdauer linear abgeschrieben. Die Nutzungsdauer beträgt in der Regel zwischen drei und fünf Jahren.

Forschungsausgaben und Produktaufbereitungskosten werden in der Periode als Aufwand erfasst, in der sie anfallen. Davon ausgenommen sind Projektentwicklungskosten, die die folgenden Kriterien vollständig erfüllen:

Das Produkt oder das Verfahren ist klar und eindeutig abgegrenzt und die entsprechenden Kosten können eindeutig zugerechnet und verlässlich ermittelt werden;
die technische Realisierbarkeit des Produktes kann nachgewiesen werden;
der Konzern hat die Absicht und auch die Möglichkeit, das Produkt oder das Verfahren entweder zu vermarkten oder für eigene Zwecke zu nutzen;
die Vermögenswerte werden einen künftigen wirtschaftlichen Nutzen generieren (z. B. Existenz eines Marktes für das Produkt oder Nachweis über Produktnutzen für das eigene Unternehmen bei interner Verwendung);
es sind hinreichende technische, finanzielle und andere Ressourcen verfügbar, um das Projekt abschließen zu können.

Die Aktivierung der Kosten beginnt bei erstmaliger Erfüllung obiger Kriterien. In vorherigen Geschäftsjahren als Aufwand erfasste Ausgaben werden nicht nachträglich aktiviert. Neben den Entwicklungskosten gibt es keine selbst erstellten immateriellen Vermögenswerte. Aktivierte Entwicklungskosten werden auf der Grundlage der linearen Abschreibung über ihre voraussichtliche Nutzungsdauer abgeschrieben. Im Regelfall beträgt die Abschreibungsdauer nicht mehr als drei Jahre. Der erzielbare Betrag der Entwicklungskosten wird immer dann geschätzt, wenn Anzeichen für eine Wertminderung des Vermögenswertes bestehen oder Anzeichen dafür, dass die in den vergangenen Jahren erfassten Wertminderungen nicht mehr bestehen.

Der Firmenwert aus Unternehmenserwerben ist der Unterschied zwischen Kaufpreis einerseits und dem anteiligen mit dem beizulegenden Zeitwert angesetzten Eigenkapital zum Zeitpunkt des Erwerbs andererseits. Die Firmenwerte werden den zahlungsmittelgenerierenden Einheiten (Cash Generating Units) zugeordnet und jährlich auf Werthaltigkeit geprüft. Sofern der Buchwert des Reinvermögens einer Cash Generating Unit den erzielbaren Betrag übersteigt, werden Abschreibungen nach den Vorschriften des IAS 36 vorgenommen. Die Cash Generating Units entsprechen den einzelnen Gesellschaften.

Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten abzüglich planmäßiger und gegebenenfalls außerplanmäßiger Abschreibungen bewertet. Die Abschreibungen werden entsprechend dem wirtschaftlichen Nutzungsverlauf linear vorgenommen. Den planmäßigen Abschreibungen liegen folgende Bandbreiten für die Nutzungsdauern zugrunde:

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Nutzungsdauer
Gebäude 20-30 Jahre
Technische Anlagen und Maschinen 3-20 Jahre
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3-10 Jahre

Leasing.

Als Leasingverträge gelten alle Vereinbarungen, die das Recht zur Nutzung eines bestimmten Vermögenswerts für einen festgelegten Zeitraum gegen Zahlung übertragen. Dies gilt auch für Vereinbarungen, bei denen die Übertragung eines solchen Rechts nicht ausdrücklich beschrieben ist. Anhand der Chancen und Risiken an einem Leasinggegenstand wird beurteilt, ob dem Leasingnehmer (sogenanntes »Finanzierungs-Leasing«) oder dem Leasinggeber (sogenanntes »Operating-Leasing«) das wirtschaftliche Eigentum am Leasinggegenstand zuzurechnen ist.

Der Einhell-Konzern nutzt als Leasingnehmer Sachanlagen nahezu ausschließlich im Rahmen von Operating-Leasingverhältnissen. Die Mietaufwendungen aus diesen Operating-Leasingverhältnissen werden über die entsprechenden Leasingzeiträume linear berücksichtigt. Weitere Angaben zu den Leasingverpflichtungen sind unter Abschnitt 7.1 dargestellt.

Unter den Vorräten sind Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe, Waren sowie geleistete Anzahlungen ausgewiesen. Die Vorräte sind zu Anschaffungskosten nach der Durchschnittsmethode angesetzt. Bestands- und Vertriebsrisiken, die sich aus der geminderten Verwertbarkeit ergeben, werden durch Abwertungen berücksichtigt. Weitere Abwertungen erfolgen, wenn der Nettoveräußerungswert der Vorräte unter den Anschaffungskosten liegt.

Finanzielle Vermögenswerte.

Finanzielle Vermögenswerte beinhalten insbesondere Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, Forderungen gegenüber Kreditinstituten, Kassenbestände, derivative finanzielle Vermögenswerte sowie marktgängige Wertpapiere.

Finanzielle Vermögenswerte, die erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden.

Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte umfassen Derivate, die nicht als Sicherungsinstrumente in ein Hedge Accounting einbezogen sind (zu Handelszwecken gehaltenen finanziellen Vermögenswerte). Gewinne oder Verluste aus finanziellen Vermögenswerten, die zu Handelszwecken gehalten werden, werden erfolgswirksam erfasst.

Kredite und Forderungen.

Kredite und Forderungen sind nichtderivative finanzielle Vermögenswerte mit festen oder bestimmbaren Zahlungen, die nicht auf einem aktiven Markt notiert sind, wie z. B. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Nach dem erstmaligen Ansatz werden die Kredite und Forderungen zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Anwendung der Effektivzinsmethode abzüglich Wertminderungen bewertet. Gewinne und Verluste werden im Konzernergebnis erfasst, wenn die Kredite und Forderungen ausgebucht oder wertgemindert werden. Die Zinseffekte aus der Anwendung der Effektivzinsmethode werden ebenfalls erfolgswirksam erfasst.

Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte.

Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte sind nicht-derivative finanzielle Vermögenswerte, die zur Veräußerung verfügbar und nicht in eine der vorstehend genannten Kategorien eingeordnet sind. Diese Kategorie enthält Anteile an einem Geldmarktfonds. Nach der erstmaligen Bewertung werden zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte zum beizulegenden Zeitwert bewertet, wobei die nicht realisierten Gewinne oder Verluste im sonstigen Ergebnis erfasst werden. Sofern es objektive Hinweise auf eine Wertminderung gibt oder wenn Änderungen des Zeitwerts eines Fremdkapitalinstruments aus Wechselkursschwankungen resultieren, werden diese erfolgswirksam im Konzernergebnis berücksichtigt. Mit dem Abgang finanzieller Vermögenswerte werden die über das sonstige Ergebnis erfassten kumulierten Gewinne und Verluste aus der Bewertung zum beizulegenden Zeitwert erfolgswirksam erfasst. Erhaltene Zinsen aus zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerten werden grundsätzlich als Zinserträge unter Anwendung der Effektivzinsmethode erfolgswirksam berücksichtigt.

Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente.

Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente umfassen insbesondere Kassenbestände, Schecks und Einlagen bei Banken mit einer Ursprungslaufzeit von bis zu drei Monaten. Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente stimmen mit dem Zahlungsmittelfonds in der Konzern-Kapitalflussrechnung überein.

Wertminderung finanzieller Vermögenswerte.

Zu jedem Bilanzstichtag werden die Buchwerte der finanziellen Vermögenswerte, die nicht erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, daraufhin untersucht, ob objektive Hinweise auf eine Wertminderung hindeuten. Die Höhe der Wertminderung bei Krediten und Forderungen ist die Differenz zwischen dem Buchwert des Vermögenswerts und dem Barwert der erwarteten künftigen Cash Flows. Eine Wertminderung wird erfolgswirksam erfasst. Verringert sich die Höhe der Wertberichtigung in einer der folgenden Berichtsperioden und kann diese Verringerung objektiv auf einen nach der Erfassung der Wertminderung eingetretenen Sachverhalt zurückgeführt werden, wird die in früheren Perioden erfasste Wertberichtigung erfolgswirksam rückgängig gemacht. Die Wertminderungen von Krediten und Forderungen werden größtenteils auf Wertberichtigungskonten erfasst. Die Entscheidung, ob ein Ausfallrisiko mittels eines Wertberichtigungskontos oder über eine direkte Minderung der Forderung berücksichtigt wird, hängt davon ab, wie hoch die Wahrscheinlichkeit eines Forderungsausfalls geschätzt wird. Wenn Forderungen als uneinbringlich eingestuft werden, wird der entsprechende wertgeminderte Vermögenswert ausgebucht.

Aktive und passive latente Steuern werden gemäß IAS 12 Ertragsteuern für temporäre Differenzen zwischen den steuerlichen Wertansätzen und den Wertansätzen in der Konzernbilanz gebildet, es sei denn, diese resultieren aus dem erstmaligen Ansatz eines Vermögenswertes oder einer Schuld aus einem Geschäftsvorfall, der kein Unternehmenszusammenschluss ist und zum Zeitpunkt des Geschäftsvorfalls weder das Ergebnis vor Steuern noch das zu versteuernde Ergebnis beeinflusst hat. Dies gilt auch für steuerliche Verlustvorträge und Steuergutschriften, soweit diese mit hinreichender Sicherheit genutzt werden können. Der Ansatz erfolgt in Höhe der voraussichtlichen Steuerbelastung bzw. -entlastung nachfolgender Geschäftsjahre. Als Grundlage gilt der zum Zeitpunkt der Realisation gültige Steuersatz. Steuerliche Konsequenzen von Gewinnausschüttungen werden grundsätzlich erst zum Zeitpunkt des Gewinnverwendungsbeschlusses berücksichtigt. Wenn die Realisierung aktivierter latenter Steuern unsicher ist, werden sie entsprechend wertberichtigt. Tatsächliche Steuern und latente Steuern sind unmittelbar dem Eigenkapital zu belasten oder gutzuschreiben, wenn sich die Steuer auf Posten bezieht, die in der gleichen oder einer anderen Periode unmittelbar dem Eigenkapital gutgeschrieben oder belastet werden.

Der Unterschiedsbetrag aus der Währungsumrechnung entsteht aus der Umrechnung von Abschlüssen konsolidierter Unternehmen, deren funktionale Währung von der Berichtswährung des Konzerns abweicht. Bei den konsolidierten Unternehmen handelt es sich um wirtschaftlich selbständige ausländische Teileinheiten. Umrechnungsdifferenzen aus einem monetären Posten, der im Wesentlichen Teil der Nettoinvestition der Gesellschaft in eine wirtschaftlich selbständige ausländische Teileinheit ist, werden bis zur Veräußerung der Nettoinvestition im Konzernabschluss als Eigenkapital angesetzt. Bei Veräußerung der entsprechenden Vermögenswerte wird der anteilige Unterschiedsbetrag aus der Währungsumrechnung in der gleichen Periode als Ertrag oder Aufwand ausgewiesen, in der auch der Gewinn oder Verlust aus dem Abgang des Vermögensgegenstands ausgewiesen wird.

Das den nicht beherrschenden Anteilen (Minderheitsgesellschaftern) zurechenbare Eigenkapital wird in der Bilanz innerhalb des Eigenkapitals ausgewiesen. Das zurechenbare Konzernergebnis und das zurechenbare sonstige Ergebnis werden in der Gewinn- und Verlustrechnung bzw. der Gesamtergebnisrechnung gesondert ausgewiesen. Die nicht beherrschenden Anteile enthalten den Anteil der Minderheitsgesellschaften an den Zeitwerten der identifizierbaren Vermögenswerte und Schulden zum Erwerbszeitpunkt eines verbundenen Unternehmens. Veränderungen ergeben sich aus Kapitalerhöhungen, an denen die Minderheitsgesellschafter partizipieren, Ausschüttungen sowie den Anteilen der Minderheitsgesellschafter am Ergebnis und aus Wechselkursänderungen.

Pensionsrückstellungen werden nach IAS 19 entsprechend dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected Unit Credit Method) für leistungsorientierte Pläne auf Grund von Versorgungszusagen auf Alters-, Invaliden- und Hinterbliebenenleistung gebildet.

Als Abzinsungsfaktoren wurde für Anwärter ein Zinssatz in Höhe von 3,43 % (Vj. 3,22 %) und für Rentner ein Zinssatz von 2,78 % (Vj. 2,54 %) verwendet. Der Rententrend wurde wie im Vorjahr bei Zusagen mit Anpassungsgarantie mit 3,00 % berücksichtigt und bei Zusagen ohne Anpassungsgarantie mit 2,00 %. Bei gehaltsunabhängigen Zusagen wurde kein Gehaltstrend unterstellt.

Die bilanzierte Pensionsrückstellung zum Stichtag entspricht dem Anwartschaftsbarwert der Versorgungszusagen (Defined Benefit Obligation) saldiert mit dem Zeitwert des Planvermögens. Gemäß IAS 19.8 umfasst das Planvermögen Vermögen, das durch einen langfristig ausgelegten und vom berichtenden Unternehmen unabhängigen Fonds zur Erfüllung von Leistungen an Arbeitnehmer gehalten wird. Versicherungsmathematische Gewinne bzw. Verluste werden im Jahr des Anfalls realisiert. Der bilanzierte Zeitwert der DBO ist nicht durch einen Pensionsfond gesichert. Es bestehen aber zum Teil Rückdeckungsversicherungen.

Rückstellungen für sonstige Risiken und Eventualverbindlichkeiten werden gebildet, wenn eine Verpflichtung gegenüber Dritten besteht und wenn der Ressourcenabfluss wahrscheinlich und die voraussichtliche Verpflichtung zuverlässig schätzbar sind. Der als Rückstellung angesetzte Betrag stellt die bestmögliche Schätzung der Verpflichtung zum Bilanzstichtag dar. Rückstellungen mit einer ursprünglichen Laufzeit von mehr als einem Jahr werden mit ihrem auf den Bilanzstichtag abgezinsten Erfüllungsbetrag angesetzt. Rückstellungen werden regelmäßig überprüft und bei neuen Erkenntnissen oder geänderten Umständen angepasst.

Die Rückstellung für Gewährleistungen wird im Zeitpunkt des Verkaufs der Produkte gebildet. Die Bewertung von passivierten Garantieaufwendungen basiert vorrangig auf historischen Erfahrungswerten.

Erträge aus dem erwarteten Abgang von Vermögenswerten werden bei der Bildung der Rückstellungen nicht berücksichtigt. Wenn erwartet wird, dass die zur Erfüllung einer zurückgestellten Verpflichtung erforderlichen Ausgaben ganz oder teilweise von einer anderen Partei erstattet werden, wird die Erstattung erst dann erfasst, wenn es so gut wie sicher ist, dass die Gesellschaft die Erstattung erhält.

Finanzielle Verbindlichkeiten.

Finanzielle Verbindlichkeiten enthalten insbesondere Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten, derivative finanzielle Verbindlichkeiten und andere Verbindlichkeiten.

Finanzielle Verbindlichkeiten, die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet werden.

Nach der erstmaligen Erfassung werden die finanziellen Verbindlichkeiten unter Anwendung der Effektivzinsmethode zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet.

Finanzielle Verbindlichkeiten, die erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden.

Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Verbindlichkeiten umfassen Derivate die nicht als Sicherungsinstrumente in ein Hedge Accounting einbezogen sind (zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Verbindlichkeiten). Gewinne oder Verluste aus finanziellen Verbindlichkeiten, die zu Handelszwecken gehalten werden, sind erfolgswirksam im Konzernergebnis enthalten.

Derivative Finanzinstrumente und Bilanzierung von Sicherungsbeziehungen.

Derivative Finanzinstrumente werden im Einhell-Konzern ausschließlich zur Absicherung von Zins- und Währungsrisiken eingesetzt, die aus dem operativen Geschäft resultieren. Damit sollen Risiken von Schwankungen der Cashflows, welche einem bestimmten mit einem erfassten Vermögenswert oder einer Schuld verbundenen Risiko oder dem mit einer vorhergesehenen Transaktion verbundenen Risiko zugeordnet werden können, abgesichert werden.

Derivative Finanzinstrumente werden bei ihrer erstmaligen Erfassung und an jedem folgenden Bilanzstichtag mit ihrem beizulegenden Zeitwert (Fair Value) angesetzt. Der beizulegende Zeitwert börsennotierter Derivate entspricht dem positiven oder negativen Marktwert. Liegen keine Marktwerte vor, werden diese mittels anerkannter finanzmathematischer Modelle berechnet, wie z. B. Discounted-Cash-Flow-Modelle oder Optionspreismodelle. Derivate werden als Vermögenswert ausgewiesen, wenn deren beizulegender Zeitwert positiv ist, und als Verbindlichkeit, wenn deren beizulegender Zeitwert negativ ist. Die Erfassung der derivativen Finanzinstrumente im Treasury-System erfolgt jeweils am Handelstag.

Der beizulegende Zeitwert von Devisenterminkontrakten wird anhand der zum Bilanzstichtag herrschenden Kurse auf dem Devisenterminmarkt bestimmt. Bei Zinsswaps wird er als Barwert der geschätzten künftigen Cashflows ermittelt. Der beizulegende Zeitwert von Optionen wird anhand von Optionspreismodellen errechnet. Bei allen vorgenannten Instrumenten wird dem Einhell-Konzern der beizulegende Zeitwert jeweils durch die Finanzinstitute bestätigt, die dem Konzern die entsprechenden Kontrakte vermittelt haben.

Wenn die Vorgaben des IAS 39 zur Bilanzierung von Sicherungsbeziehungen (Hedge Accounting) erfüllt sind, designiert und dokumentiert der Einhell-Konzern die Sicherungsbeziehung ab diesem Zeitpunkt entweder als Fair Value Hedge oder als Cash Flow Hedge. Bei einem Fair Value Hedge wird der beizulegende Zeitwert eines bilanzierten Vermögenswerts oder einer bilanzierten Verbindlichkeit oder einer nicht bilanzierten festen Verpflichtung gesichert. Bei einem Cash Flow Hedge werden hochwahrscheinliche zukünftige Zahlungsströme oder zu zahlende bzw. zu erhaltende schwankende Zahlungsströme im Zusammenhang mit einem bilanzierten Vermögenswert oder einer bilanzierten Verbindlichkeit abgesichert. Die Dokumentation der Sicherungsbeziehungen beinhaltet die Ziele und Strategie des Risikomanagements, die Art der Sicherungsbeziehung, das gesicherte Risiko, die Bezeichnung des Sicherungsinstruments und des Grundgeschäfts sowie eine Beschreibung der Methode zur Effektivitätsmessung. Die Sicherungsbeziehungen werden hinsichtlich der Erreichung einer Kompensation der Risiken aus Änderungen des beizulegenden Zeitwerts oder der Zahlungsströme in Bezug auf das abgesicherte Risiko als in hohem Maße wirksam eingeschätzt und regelmäßig dahingehend untersucht, ob sie während der gesamten Berichtsperiode, für die sie designiert waren, hocheffektiv waren.

Zeitwertänderungen der Derivate werden im Konzernergebnis oder im sonstigen Ergebnis berücksichtigt, je nachdem, ob es sich bei den Sicherungsbeziehungen um Fair Value Hedges oder Cash Flow Hedges handelt. Bei Fair Value Hedges werden die Veränderungen der Marktbewertung derivativer Finanzinstrumente und der dazugehörigen Grundgeschäfte erfolgswirksam im Konzernergebnis erfasst. Die Zeitwertveränderungen von derivativen Finanzinstrumenten, die einem Cash Flow Hedge zugeordnet sind, werden in Höhe des hedge-effektiven Teils nach Steuern zunächst im sonstigen Ergebnis berücksichtigt. Die Umbuchung in die Gewinn- und Verlustrechnung erfolgt zeitgleich mit der Ergebniswirkung der abgesicherten Grundgeschäfte. Die hedge-ineffektiven Anteile der Zeitwertveränderungen werden unmittelbar im Konzernergebnis berücksichtigt.

Umsatzrealisierung.

Umsatzerlöse werden bei Lieferung der Erzeugnisse und Waren bzw. bei Erbringung der Leistungen realisiert, wenn der Eigentums- und Gefahrenübergang an den Kunden erfolgt ist, der Betrag der Umsatzerlöse verlässlich bestimmt und von dessen Bezahlung ausgegangen werden kann. Die Umsatzerlöse werden abzüglich von Erlösschmälerungen, wie z. B. Preisnachlässe und Rahmenkonditionen ausgewiesen.

Zinserträge und Zinsaufwendungen.

In den Zinserträgen und Zinsaufwendungen sind Zinserträge aus Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten sowie Zinsaufwendungen aus Schulden enthalten. Zudem gehen Zinsen und Änderungen der Marktwerte im Zusammenhang mit Zinssicherungsgeschäften in diese Posten ein. Zinserträge und Zinsaufwendungen werden entsprechend den vertraglichen Regelungen erfasst und gegebenenfalls zeitanteilig abgegrenzt.

Ertragsteuern.

Die laufenden Ertragsteuern werden basierend auf den jeweiligen nationalen steuerlichen Ergebnissen des Jahres sowie den nationalen Steuervorschriften berechnet. Darüber hinaus beinhalten die laufenden Steuern des Jahres auch Anpassungsbeträge für eventuell anfallende Steuerzahlungen bzw. -erstattungen für noch nicht veranlagte Jahre sowie Zinszahlungen auf Steuernachzahlungen. Die Veränderung der aktiven und passiven latenten Steuern spiegelt sich in den Ertragsteuern wider. Eine Ausnahme hiervon stellen die im sonstigen Ergebnis vorzunehmenden Veränderungen dar.

1.7 Schätzungen und Beurteilungen im Rahmen der Rechnungslegung

Im Konzernabschluss müssen zu einem gewissen Grad Schätzungen, Beurteilungen und Annahmen vorgenommen werden. Diese können Auswirkungen auf die Höhe und den Ausweis der bilanzierten Vermögenswerte und Schulden, die Angaben zu Eventualforderungen und -verbindlichkeiten am Stichtag sowie auf die ausgewiesenen Erträge und Aufwendungen für die Berichtsperiode haben. Wesentliche Sachverhalte, die von solchen Schätzungen, Beurteilungen und Annahmen betroffen sind, werden im Folgenden erläutert. Die sich tatsächlich einstellenden Beträge können von den Schätzungen, Beurteilungen und Annahmen abweichen; Veränderungen können einen wesentlichen Einfluss auf den Konzernabschluss haben.

Bestimmung der beizulegenden Zeitwerte.

Verschiedene Rechnungslegungsmethoden und Angaben des Konzerns erfordern die Bestimmung der beizulegenden Zeitwerte für finanzielle und nicht finanzielle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten.

Bei der Bestimmung des beizulegenden Zeitwertes eines Vermögenswertes oder einer Schuld verwendet der Konzern soweit wie möglich am Markt beobachtbare Daten. In Abhängigkeit von den in den Bewertungsverfahren verwendeten Inputfaktoren werden die beizulegenden Zeitwerte in unterschiedliche Stufen der Fair Value-Hierarchie eingeordnet:

Stufe 1: Notierte Preise (unbereinigt) auf aktiven Märkten für identische Vermögenswerte und Schulden;
Stufe 2: Bewertungsparameter, die nicht unter Stufe 1 fallen, die sich aber für den Vermögenswert oder die Schuld entweder direkt (d.h. als Preis) oder indirekt (d.h. als Ableitung von Preisen) beobachten lassen;
Stufe 3: Bewertungsparameter für Vermögenswerte oder Schulden, die nicht auf beobachtbaren Marktdaten beruhen.

Im Hinblick auf die Bestimmung der beizulegenden Zeitwerte mit nicht beobachtbaren Inputfaktoren (Stufe 3) überwacht der Konzern regelmäßig die wesentlichen Inputfaktoren und führt Bewertungsanpassungen durch. Wenn Informationen von Dritten, beispielsweise Preisnotierungen von Kursinformationsdiensten, zur Bestimmung der beizulegenden Zeitwerte verwendet werden, prüft der Konzern die von den Dritten erlangten Informationen im Hinblick auf die Erfüllung der Anforderungen der IFRS, einschließlich der Stufe in der Fair Value-Hierarchie, in die diese Informationen einzuordnen sind.

Wenn die zur Bestimmung des beizulegenden Zeitwertes eines Vermögenswertes oder einer Schuld verwendeten Inputfaktoren in unterschiedliche Stufen der Fair Value-Hierarchie eingeordnet werden können, wird die Bewertung zum beizulegenden Zeitwert in ihrer Gesamtheit der Stufe der Fair Value-Hierarchie zugeordnet, die dem niedrigsten Inputfaktor entspricht, der für die Bewertung insgesamt wesentlich ist.

Der Konzern erfasst etwaige Umgruppierungen zwischen verschiedenen Stufen der Fair Value-Hierarchie zum Ende der Berichtsperiode, in der die Änderung eingetreten ist.

Weitere Informationen zu den Annahmen bei der Bestimmung der beizulegenden Zeitwerte sind in folgendem Abschnitt enthalten:

Abschnitt 6 Risikoberichterstattung und Finanzinstrumente

Werthaltigkeit von zahlungsmittelgenerierenden Einheiten.

Im Rahmen der Werthaltigkeitstests für nicht-finanzielle Vermögenswerte sind Einschätzungen vorzunehmen, um den erzielbaren Betrag einer zahlungsmittelgenerierenden Einheit zu bestimmen. Dabei sind insbesondere Annahmen bezüglich der zukünftigen Zahlungsmittelzu- und -abflüsse sowohl im Planungszeitraum als auch für die Zeiträume danach zu treffen. Die Einschätzungen beziehen sich hauptsächlich auf zukünftige Marktanteile und das Wachstum auf den jeweiligen Märkten. Auf Basis der im Jahr 2013 durchgeführten Werthaltigkeitstests übersteigen die erzielbaren Beträge die Netto-Vermögenswerte der zahlungsmittelgenerierenden Einheiten des Konzerns.

Werthaltigkeit von Forderungen.

Der Konzern schätzt regelmäßig das Ausfallrisiko seiner Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ein. In diesem Zusammenhang werden viele Faktoren berücksichtigt; diese umfassen Erfahrungswerte hinsichtlich eingetretener Kreditausfälle, die Größe und Zusammensetzung einzelner Portfolios, aktuelle wirtschaftliche Ereignisse und Rahmenbedingungen sowie den Umfang der bestehenden Kreditversicherungen. Veränderte wirtschaftliche Rahmenbedingungen können die Bonität der Kunden beeinträchtigen. Sollten sich Einschätzung und Beurteilung dieser Faktoren ändern, beeinflusst dies die Höhe der zu bildenden Wertberichtigungen und wirkt sich auf das Konzernergebnis aus.

Pensionsverpflichtungen.

Für die Ermittlung der Barwerte der leistungsorientierten Pensionsverpflichtungen sind unter anderem die Abzinsungsfaktoren festzulegen. Die Abzinsungsfaktoren werden auf der Grundlage von Renditen bestimmt, die am Abschlussstichtag für erstrangige, festverzinsliche Unternehmensanleihen am jeweiligen Markt erzielt werden. Die Höhe der Abzinsungsfaktoren hat einen wesentlichen Einfluss auf den Finanzierungsstatus der Pensionspläne.

Ertragsteuern.

Für die Ermittlung von aktiven latenten Steuern sind die künftig zu versteuernden Einkommen sowie die Zeitpunkte, zu denen die aktiven latenten Steuern realisiert werden, einzuschätzen. Dabei werden unter anderem die geplanten Ergebnisse aus der operativen Geschäftstätigkeit, die Ergebniswirkungen aus der Umkehrung von zu versteuernden temporären Differenzen sowie realisierbare Steuerstrategien mit berücksichtigt. Da künftige Geschäftsentwicklungen unsicher sind und sich teilweise der Steuerung durch den Konzern entziehen, sind die zu treffenden Annahmen im Zusammenhang mit der Bilanzierung von aktiven latenten Steuern in erheblichem Maß mit Unsicherheiten verbunden. Der Einhell-Konzern beurteilt zu jedem Bilanzstichtag die Werthaltigkeit der aktiven latenten Steuern auf Basis der geplanten steuerpflichtigen Einkommen in künftigen Geschäftsjahren; sofern der Konzern davon ausgeht, dass künftige Steuervorteile mit einer Wahrscheinlichkeit von mehr als 50 % teilweise oder vollständig nicht realisiert werden können, wird eine Wertberichtigung auf die aktiven latenten Steuern vorgenommen.

Ansprüche und Prozessrisiken.

Die Einhell Germany AG und ihre Tochtergesellschaften sind mit verschiedenen Gerichtsverfahren und Ansprüchen konfrontiert. Nach unserer Einschätzung werden sich daraus möglicherweise ergebende Verpflichtungen nicht nachhaltig auf die Finanz-, Vermögens- oder Ertragslage des Konzerns auswirken.

2. Erläuterungen zur Bilanz

Durch Übernahme der Ozito Industries Pty Ltd und ihrer verbundenen Geschäftsaktivitäten wurden Vermögenswerte und Schulden übernommen. Aus der Purchase Price Allocation ergeben sich Anpassungen aufgrund stiller Reserven und stiller Lasten vor allem in den Bereichen immaterielle Vermögensgegenstände, Vorräte und latente Steuern.

Identifizierbare erworbene Vermögenswerte und übernommene Schulden:

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in TEUR Buchwert nach IFRS per 30.06.2013 Fair Value zum 01.07.2013
Immaterielle Vermögensgegenstände 0 11.560
Sachanlagen 1.116 1.286
Aktive latente Steuern 809 809
Vorräte 12.421 14.332
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 2.312 2.312
Ertragssteuerforderungen 66 66
Sonstige Vermögensgegenstände 240 240
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 638 638
Derivative Finanzinstrumente 2.928 2.928
Passive latente Steuern 878 4.947
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen incl. sonstige Verbindlichkeiten 8.679 8.679
Rückstellungen 1.627 1.627

Zudem wurden von der Hans Einhell (Shanghai) Trading Co. Ltd Vermögensgegenstände in Höhe von TEUR 179 übernommen.

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in TEUR Buchwert nach IFRS per 30.06.2013 Fair Value zum 01.07.2013
Sachanlagevermögen 179 179

2.1 Entwicklung der langfristigen Vermögenswerte

Die Entwicklung der langfristigen Vermögenswerte (ohne übrige langfristige Vermögenswerte und aktive latente Steuern) ist in der Anlage zum Konzernanhang dargestellt.

Das Sachanlagevermögen bei Ozito und am Standort in China umfasst überwiegend Mietereinbauten sowie Betriebs- und Geschäftsausstattung. Für die Schätzung des beizulegenden Zeitwerts wird regelmäßig auf die Wiederbeschaffungskosten zum Stichtag nach Abschreibung abgestellt. Im Rahmen der Purchase Price Allocation wurde mithilfe eines technischen Verfahrens die Betriebs- und Geschäftsausstattung neu bewertet. Aus der Neubewertung des Sachanlagevermögens von Ozito ergeben sich stille Reserven in Höhe von rund TEUR 170.

2.2 Immaterielle Vermögensgegenstände

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2013 2012
Erworbene immaterielle Vermögenswerte (ohne Firmenwerte) 12.067 1.327
Selbst erstellte immaterielle Vermögenswerte 197 8
Erworbene Firmenwerte 15.215 9.115
27.479 10.450

Aus der Übernahme der Ozito ergeben sich immaterielle Vermögensgegenstände von insgesamt EUR 17,5 Mio. Die Höhe der anzusetzenden immateriellen Vermögenswerte wurde im Rahmen einer Purchase Price Allocation ermittelt. Immaterielle Vermögenswerte ergeben sich aus dem erworbenen Firmenwert (EUR 6,0 Mio.), dem Wert der Marke Ozito (EUR 3,3 Mio.) sowie dem übernommenen, bestehenden Kundenstamm (EUR 8,2 Mio.). Der Kundenstamm ist planmäßig über fünf Jahre abzuschreiben.

Marke

Bei der Bewertung der Marke ist zwischen der rechtlichen und wirtschaftlichen Dimension zu unterscheiden. Die rechtliche Dimension stellt auf den Schutz der Marke ab, die wirtschaftliche Dimension stellt den wesentlichen wirtschaftlichen Wert dar. Die theoretisch zu bevorzugende Methode für die Bewertung von Marken ist die Mehrgewinnmethode, bei der ein Preisvergleich zwischen dem markierten Produkt und einem äquivalenten nicht markierten Produkt zu Grunde liegt. Ein derartiger Preisvergleich ist bei Ozito nicht möglich. Zwar verkauft die Gesellschaft im FOB-Geschäft auch Exportprodukte ohne Markierung oder mit Fremdmarkierung, allerdings handelt es sich bei den Werkzeugen um einfachere "Off-the-Shelf"-Produkte, sodass der vorhandene Mehrpreis für die mit "Ozito" markierten Produkte sich nicht ausschließlich auf den Markennamen reduzieren lässt. Der Mehrpreis deckt auch die Höherwertigkeit der Produkte in den Bereichen Innovation, Funktion und Design ab.

Infolgedessen kommt die Lizenzpreisanalogiemethode (Relief from Royalty Method) für die Bewertung der Unternehmensmarke zur Anwendung. Hier wird der Wert der Marke als Barwert ersparter Lizenzgebühren ermittelt. Es wird bestimmt, welche Lizenzgebühren fiktiv zu entrichten wären, wenn die Marke entgeltlich von einem Dritten zur Verfügung gestellt werden würde. Die fiktiven Lizenzgebühren werden mit Hilfe von Lizenzraten ermittelt, die für vergleichbare Lizenzen bzw. Nutzungsrechte am Markt festzustellen sind. Bezugsgröße für die Lizenzraten sind beispielsweise Absatzmengen, Umsatzerlöse oder Gewinne. Der beizulegende Zeitwert der Marke ergibt sich aus der Diskontierung der ermittelten fiktiven (Nachsteuer-)Lizenzgebühren mit einem geeigneten Kapitalisierungszinssatz.

Bei der Wertermittlung wurde von einer unbestimmten Nutzungsdauer der Unternehmensmarke ausgegangen. Es gibt keine Hinweise auf eine Begrenzung der Nutzungsdauer aufgrund der Wettbewerbssituation oder der Dominanz anderer starker Marken.

Kundenbeziehung

Für die Bewertung der Kundenbeziehung zu Bunnings kommt die Residualwertmethode (Multi Period Excess Earning Method) zur Anwendung. Diese Methode ist vor dem Hintergrund der Bedeutung der Kundenbeziehung als führender Vermögenswert angemessen. Im Hinblick auf die Kundenbeziehung sind vor allem Überlegungen zu den relevanten Umsatzerlösen und zur Nutzungsdauer anzustellen. Relevant für die Kundenbeziehung sind die Umsatzerlöse mit dem Kunden. Hierbei handelt es sich einerseits um die Erlöse, die der Exklusivitätsvereinbarung unterliegen, andererseits um die Erlöse mit den Produktmarken. Eine Trennung der Kundenbeziehung in diese beiden Elemente wurde nicht für sinnvoll erachtet, da sie auf Grund der engen Verflechtung und der vergleichbaren Profitabilität nur fiktiv und ohne Aussagefähigkeit wäre.

Die Nutzungsdauer einer Kundenbeziehung ist grundsätzlich endlich; die Annahme einer unbegrenzten Laufzeit von kundenorientierten immateriellen Werten ist nicht sachgerecht (vgl. IDW S 5.99). Im vorliegenden Fall erlauben historische Aufzeichnungen keinen Rückschluss auf das künftige Kundenverhalten, da seit der Aufnahme der Kundenbeziehung die Umsatzerlöse mit dem Kunden Bunnings stetig ansteigen. Nach unserer Einschätzung ist für die Ermittlung der wirtschaftlichen Nutzungsdauer der Kundenbeziehung zu Bunnings der nachfolgende Aspekt nicht außer Acht zu lassen. Dieser berücksichtigt die Tatsache, dass die Kundenbeziehung durch die exklusive Betreuung des Großkunden auf den Erwerber übergeht. Da es sich im vorliegenden Fall um einen Einzelkunden handelt, kann der Erwerber sein Augenmerk vollständig auf den Kunden richten und ist deshalb nicht bereit, für die Kundenbeziehung einen langen Ergebniszeitraum zu vergüten. Vor diesem Hintergrund haben wir eine geometrische Abschmelzrate von 30 % p.a. angesetzt, die zum Auslaufen der Kundenbeziehung innerhalb von fünf Geschäftsjahren führt.

Die erworbenen immateriellen Vermögenswerte beinhalten überwiegend Investitionen für Software und Lizenzen.

Die selbst erstellten immateriellen Vermögenswerte beinhalten im Wesentlichen die für die Entwicklung neuer Produkte entstandenen Ausgaben, die über den erwarteten Produktlebenszyklus abgeschrieben werden. Im Geschäftsjahr 2013 betrugen die Aufwendungen für Produktaufbereitung EUR 4,5 Mio. (Vj. EUR 5,2 Mio.). Von diesen Aufwendungen wurden in 2013 wie bereits im Vorjahr keine Kosten als Entwicklungskosten aktiviert. Insgesamt waren in diesem Bereich 37 Mitarbeiter (Vj. 42 Mitarbeiter) beschäftigt.

Die Firmenwerte entfallen auf folgende Gesellschaften:

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2013

TEUR
2012

TEUR
Ozito Industries Pty Ltd, Bangholme/Australien 5.975 0
Intratek Mühendislik ve Dis Ticarret A.S., Istanbul/Türkei 3.013 3.013
Einhell-Unicore s.r.o., Karlovy Vary/Tschechien 2.141 2.141
Einhell Export-Import GmbH, Tillmitsch/Österreich 2.238 2.123
Einhell Romania SRL, Bukarest/Rumänien 1.137 1.127
KWB-RUS OOO, St. Petersburg/Russland 397 397
kwb tools GmbH, Stuhr/Deutschland 314 314
15.215 9.115

Die Firmenwerte beziehen sich auf Gesellschaften, durch die mittelbar oder unmittelbar neue Märkte oder Marktanteile gewonnen werden konnten. Die durch Aufdeckung stiller Reserven erworbenen Vermögensgegenstände und Schulden wurden zum beizulegenden Zeitwert im Erwerbszeitpunkt angesetzt.

Der Zugang bei dem Firmenwert der Einhell Export-Import GmbH in Höhe von TEUR 115 resultiert aus einer, im Jahr 2013 gezahlten, bedingten Kaufpreiszahlung für den Erwerb der restlichen 24 % der Anteile im Jahr 2009.

Der Geschäfts- oder Firmenwert der Ozito Industries Pty Ltd wurde infolge des Erwerbs wie folgt erfasst:

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in TEUR
Gesamtbetrag der übertragenen Gegenleistung 25.085
Beizulegender Zeitwert der identifizierbaren Netto-Vermögenswerte 23.179
Latente Steuern auf temporäre Differenzen 4.069
5.975

Der verbleibende Unterschiedsbetrag stellt den aus der Transaktion resultierenden Geschäfts- oder Firmenwert dar. Dieser repräsentiert neben dem Mitarbeiterstamm im Wesentlichen die von dem Einhell-Konzern im Kaufpreis vergüteten Synergien:

mit dem Erwerb von Ozito kann der Einhell-Konzern die Umsätze in Australien und Neuseeland deutlich ausbauen
Schaffung einer Vertriebsbasis für Einhell-Produkte
durch den Unternehmenszusammenschluss kann die Einhell-Gruppe ihre Einkaufsmacht in China erhöhen

Die Werthaltigkeit der Geschäfts- und Firmenwerte wird jährlich im Rahmen eines Impairmenttests überprüft. Mögliche Wertberichtigungen auf Firmenwerte haben steuerlich keine Auswirkung. Eine Wertminderung ist vorzunehmen, wenn der erzielbare Betrag unter dem Buchwert der Firmenwerte der Gesellschaften (Cash Generating Units) liegt. Der erzielbare Betrag wird aus den zukünftigen Mittelzuflüssen (Cash-Flows) abgeleitet. Der Ermittlung der Cash-Flows liegen Wirtschaftspläne mit einem Planungshorizont von fünf Jahren zugrunde. Dabei wurden die wirtschaftlichen Entwicklungen in den für den Einhell-Konzern relevanten Märkten analysiert und entsprechend berücksichtigt. Für alle Gesellschaften wurden folgende Bewertungsfaktoren zu Grunde gelegt:

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2013

%
2012

%
Wachstumsrate nach Ende des Planungszeitraums 1,25 1,25
Diskontierungssatz vor Steuern 8,15 8,52
Basiszinssatz 2,75 2,25
Marktrisikoprämie 6,00 6,75
Typisierter Steuersatz 30,00 30,00

Der Diskontierungssatz vor Steuern ermittelt sich unter anderem aus gewichteten Eigenkapitalkosten, Fremdkapitalkosten nach Steuern, Basiszinssatz sowie der Marktrisikoprämie. Der Basiszinssatz wurde dem derzeit herrschenden Zinsniveau angepasst.

Der jährliche Werthaltigkeitstest ergab im Geschäftsjahr 2013 keinen Wertminderungsbedarf bei den Firmenwerten. Bei einer deutlichen Veränderung des allgemeinen Zinsniveaus können sich Auswirkungen auf die Ermittlung der Bemessungsgrundlagen ergeben.

2.3 Sachanlagen

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2013 2012
Grundstücke und Bauten des Betriebsvermögens 9.255 9.528
Technische Anlagen und Maschinen 2.890 3.037
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 5.989 5.220
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 153 176
18.287 17.961

2.4 Finanzielle Vermögenswerte

Der Ausweis betrifft unverändert Anteile an einem Geldmarktfonds zur Absicherung von Pensions-, Urlaubs- und Gleitzeitguthaben, die mit dem beizulegenden Zeitwert angesetzt sind. Die Erträge aus dem Fonds belaufen sich auf TEUR 1 (Vj. TEUR 4). Die erwartete Rendite der Wertpapiere liegt bei 1 % bis 2 % p. a.

2.5 Latente Steuern

Die Steueransprüche und -schulden der Gesellschaft setzen sich wie folgt zusammen:

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Aktive latente Steuern Passive latente Steuern Nettobetrag
2013 2012 2013 2012 2013 2012
--- --- --- --- --- --- ---
Selbst erstellte immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen 48 265 3.548 22 -3.500 243
Kurzfristige Vermögenswerte 2.284 1.564 266 371 2.018 1.193
Übrige finanzielle Vermögenswerte (zum Zeitwert) 426 1.254 578 497 -152 757
Rückstellungen für Pensionen 242 253 -6 -7 248 260
Rückstellungen für sonstige Risiken 466 602 93 77 373 525
Übrige Verbindlichkeiten 421 676 5 -54 416 730
Steuerliche Verlustvorträge 2.948 1.867 0 0 2.948 1.867
6.835 6.481 4.484 906 2.351 5.575

Die latenten Steuern auf Hedge-Accounting und Available-for-Sale-Wertpapiere - welche in den latenten Steuern auf übrige finanzielle Vermögenswerte ausgewiesen werden - werden ausschließlich im sonstigen Ergebnis erfasst.

Latente Steuern ergeben sich bei den oben aufgelisteten Posten unter folgenden Umständen:

Aktivierung und Abschreibung von Entwicklungskosten.
Erhöhte steuerliche Abschreibungen auf Sachanlagen führen dazu, dass die steuerlichen Wertansätze unter den Buchwerten liegen.
Die Bewertung von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen erfolgt abweichend zur Steuerbilanz. Dies trifft insbesondere auf ausländische Konzerngesellschaften zu.
Zum Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte (zur Veräußerung verfügbare und zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Vermögenswerte) weisen abweichende Steuer- und Buchwerte auf, da eine Neubewertung nur zu Bilanzierungszwecken und nicht für steuerliche Zwecke erfolgt.
Die Bewertung der Rückstellungen für Pensionen erfolgt abweichend zur Steuerbilanz.
Abgegrenzte Aufwendungen sind in einigen lokalen Abschlüssen ausländischer Töchter erst in der Periode ihrer Verausgabung steuerlich abzugsfähig, wohingegen sie im Abschluss über einen längeren Zeitraum erfolgswirksam werden können.
Aktivierung von latenten Steuern aus steuerlichen Verlustvorträgen bei Tochtergesellschaften.

2.6 Vorräte

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2013 2012
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe (zu Anschaffungskosten) 309 274
Waren (zu Anschaffungskosten abzüglich Wertberichtigungen) 104.423 124.055
Geleistete Anzahlungen 1.241 1.386
105.973 125.715

Insgesamt wurden Abwertungen über TEUR 6.899 (Vj. TEUR 7.718) vorgenommen. Der Buchwert der abgewerteten Ware beträgt nach Abwertung TEUR 51.985 (Vj. TEUR 56.011). Zum Stichtag sowie im Vorjahr sind keine Waren sicherungsübereignet.

Die Bewertung des zum 1. Juli 2013 erworbenen Vorratsvermögens der Ozito Industries Pty. Ltd erfolgte zu Zeitwerten. Ozito ist ein Handelsunternehmen und hat ausschließlich Handelswaren vorrätig. Nach IFRS 3 sind bei einem Unternehmenserwerb Handelswaren zum Verkaufspreis abzüglich der Veräußerungskosten zuzüglich einer Gewinnspanne anzusetzen. Der Verkaufspreis entspricht bei der Ozito Industries Pty Ltd den Brutto-Umsatzerlösen abzüglich der Erlösschmälerungen. Die Veräußerungskosten umfassen im Wesentlichen Lagerkosten, Provisionen, Frachtkosten sowie anteilige Kosten der mit dem Verkauf befassten Mitarbeiter. Der Gewinnaufschlag wurde ermittelt, indem das operative Ergebnis der Gesellschaft auf die operativen Kosten aufgeteilt wurde. Aus der Neubewertung des Vorratsvermögens der Ozito Industries Pty. Ltd ergaben sich zum 1. Juli 2013 insgesamt Unterschiedsbeträge von TEUR 1.911.

2.7 Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden nach Abzug von Wertberichtigungen für zweifelhafte Forderungen ausgewiesen. Im Geschäftsjahr 2013 wurden Wertberichtigungen in Höhe von TEUR 1.419 (Vj. TEUR 501) vorgenommen. Ferner waren im Berichtszeitraum Erträge aus dem Eingang ausgebuchter Forderungen und Erträge aus der Auflösung von Wertberichtigungen für Forderungen in Höhe von TEUR 493 (Vj. TEUR 435) gebucht. Das maximale Ausfallrisiko entspricht dem Buchwert der Forderungen. 79 % (Vj. 74 %) der gesamten Bruttoforderungen zum Bilanzstichtag sind noch nicht fällig.

Wertberichtigungen werden vorgenommen, wenn der Kunde Insolvenz angemeldet hat bzw. wenn aufgrund der Dauer der Überfälligkeit ein Ausfallrisiko zu erwarten ist.

Die übernommenen Forderungen von Ozito belaufen sich auf EUR 2,3 Mio. Der Betrag der uneinbringlichen Cash-Flows ist unwesentlich.

Zum Stichtag ergeben sich keine Hinweise auf eine Wertminderung auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, die weder überfällig noch wertberichtigt sind.

Die Altersstruktur der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen stellt sich wie folgt dar:

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2013 Nettoforderungen Wertberichtigungen Bruttoforderungen
Forderungen nicht fällig und fällig 1 -120 Tage 62.931 934 63.865
Forderungen fällig 121-360 Tage 1.188 761 1.949
Forderungen fällig mehr als 360 Tage 296 2.318 2.614
64.415 4.013 68.428

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2012 Nettoforderungen Wertberichtigungen Bruttoforderungen
Forderungen nicht fällig und fällig 1 -120 Tage 64.621 833 65.454
Forderungen fällig 121-360 Tage 1.239 1.211 2.450
Forderungen fällig mehr als 360 Tage 404 4.320 4.724
66.264 6.364 72.628

2.8 Übrige finanzielle Vermögenswerte

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2013 2012
Derivative Finanzinstrumente, die in ein Hedge Accounting einbezogen sind 3.844 1.766
Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte 1.133 267
4.977 2.033

Unrealisierte Gewinne/Verluste aus derivativen Finanzinstrumenten werden abzüglich der latenten Steuern direkt im Eigenkapital abgebildet.

2.9 Übrige Vermögenswerte

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2013 2012
Langfristig
Forderungen aus Ertragsteuern 964 1.271
Sonstige 1.323 1.194
2.287 2.465

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2013 2012
Kurzfristig
Forderungen aus Ertragsteuern 1.817 3.108
Sonstige 18.598 18.902
20.415 22.010

Die Forderungen aus Ertragsteuern beinhalten insbesondere das Körperschaftsteuerguthaben gemäß § 37 Abs. 5 KStG. In den sonstigen Vermögenswerten sind unter anderem VAT-Forderungen sowie die positiven Marktwerte der derivativen Finanzinstrumente enthalten. Zum Stichtag ergeben sich keine Hinweise auf eine Wertminderung auf sonstige Vermögensgegenstände, die weder überfällig noch wertberichtigt sind.

2.10 Gezeichnetes Kapital

Das unveränderte Grundkapital der Einhell Germany AG ist wie folgt eingeteilt:

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Anzahl EUR
Stammaktien
Inhaber-Stammaktien (Stückaktien) mit rechnerischem Anteil am Grundkapital von je EUR 2,56 2.094.400 5.361.664,00
Vorzugsaktien
Stimmrechtslose Inhaber-Vorzugsaktien (Stückaktien) mit rechnerischem Anteil am Grundkapital von je EUR 2,56 1.680.000 4.300.800,00
3.774.400 9.662.464,00

Alle Einzahlungen auf die Aktien sind vollständig geleistet. Für das Geschäftsjahr 2013 liegt für die Einhell Germany AG ein Dividendenvorschlag über EUR 1.384.096,00 vor (Vj. EUR 2.138.976,00). Der Ausschüttungsbetrag entspricht einer Dividende von EUR 0,40 je Vorzugsaktie (Vj. EUR 0,60) und EUR 0,34 je Stammaktie (Vj. EUR 0,54).

An die Inhaber der Vorzugsaktien ist eine Mindestdividende von EUR 0,15 zu zahlen und geht der Verteilung einer Dividende auf Stammaktien vor. Die Dividende je Vorzugsaktie ist um EUR 0,06 höher als die Dividende je Stammaktie. Reicht der Bilanzgewinn eines oder mehrerer Geschäftsjahre nicht zur Ausschüttung von EUR 0,15 je Vorzugsaktie aus, so werden die fehlenden Beträge ohne Zinsen aus dem Bilanzgewinn der folgenden Geschäftsjahre nachgezahlt, und zwar nach Verteilung der Mindestdividende auf die Vorzugsaktien für diese Geschäftsjahre und vor der Verteilung einer Dividende auf die Stammaktien. Es stehen keine Ausschüttungen als Mindestdividenden aus. Die Vorzugsaktien sind nicht mit einem Stimmrecht verbunden. In Bezug auf das Restvermögen der Gesellschaft sind alle Aktien gleichrangig. Die Stimmrechte in der Hauptversammlung liegen bei den Stammaktien.

Genehmigtes Kapital I

Der Vorstand ist ermächtigt, das Grundkapital der Gesellschaft bis zum 18. Juni 2014 mit Zustimmung des Aufsichtsrats durch Ausgabe neuer Inhaber-Stammaktien und/oder stimmrechtsloser Inhaber-Vorzugsaktien gegen Bareinlage einmalig oder mehrmalig um insgesamt bis zu EUR 3.864.985,60 zu erhöhen (Genehmigtes Kapital I). Dabei ist den Aktionären ein Bezugsrecht einzuräumen. Der Vorstand ist jedoch ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats Spitzenbeträge von dem Bezugsrecht der Aktionäre auszunehmen und im Fall der gleichzeitigen Ausgabe von Stamm- und Vorzugsaktien das Bezugsrecht der Inhaber von Aktien einer Gattung auf Aktien der anderen Gattung auszuschließen, sofern das Bezugsverhältnis für beide Gattungen gleich festgesetzt wird. Die Ermächtigung umfasst auch die Befugnis, weitere Vorzugsaktien auszugeben, die den früher ausgegebenen Vorzugsaktien ohne Stimmrecht bei der Verteilung des Gewinnes oder des Gesellschaftsvermögens vorgehen oder gleichstehen.

Genehmigtes Kapital II

Der Vorstand ist ferner ermächtigt, das Grundkapital der Gesellschaft bis zum 18. Juni 2014 mit Zustimmung des Aufsichtsrats durch Ausgabe neuer Inhaber-Stammaktien und/oder stimmrechtsloser Inhaber-Vorzugsaktien gegen Bareinlage einmalig oder mehrmalig um insgesamt bis zu EUR 966.246,40 zu erhöhen (Genehmigtes Kapital II). Dabei ist den Aktionären ein Bezugsrecht einzuräumen. Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats Spitzenbeträge von dem Bezugsrecht der Aktionäre auszunehmen und im Fall der gleichzeitigen Ausgabe von Stamm- und Vorzugsaktien das Bezugsrecht der Inhaber von Aktien einer Gattung auf Aktien der anderen Gattung auszuschließen, sofern das Bezugsverhältnis für beide Gattungen gleich festgesetzt wird. Der Vorstand kann ferner das Bezugsrecht insgesamt ausschließen, um neue stimmrechtslose Inhaber-Vorzugsaktien zu einem Ausgabebetrag ausgeben zu können, der den Börsenpreis nicht wesentlich unterschreitet (§§ 203 Abs. 2, 186 Abs. 3 Satz 4 AktG). Die Ermächtigung umfasst auch die Befugnis, weitere Vorzugsaktien auszugeben, die den früher ausgegebenen Vorzugsaktien ohne Stimmrecht bei der Verteilung des Gewinnes oder des Gesellschaftsvermögens vorgehen oder gleichstehen.

2.11 Veränderung der übrigen Rücklagen

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2013 2012
Vor Steuern Steuern Nach Steuern Vor Steuern Steuern Nach Steuern
--- --- --- --- --- --- ---
Unrealisierte Gewinne/Verluste aus der Währungsumrechnung -3.203 0 -3.203 377 0 377
Unrealisierte Gewinne/Verluste aus zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerten 1 0 1 4 -1 3
Unrealisierte Gewinne/Verluste aus derivativen Finanzinstrumenten 2.642 -909 1.733 -8.058 1.645 -6.413
Unrealisierte Gewinne/Verluste aus IAS 19 revised - Leistungen an Arbeitnehmer 68 -20 48 -552 165 -387
Sonstiges Ergebnis -492 -929 -1.421 -8.229 1.809 -6.420

2.12 Nicht beherrschende Anteile

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2013 2012
1. Januar 3.017 2.390
Kapitaleinzahlungen 173 507
Abgänge -22 348
Dividenden 0 -129
Unrealisierte Gewinne aus der Währungsumrechnung (= Anteil am sonstigem Ergebnis) -119 97
Anteil am Konzernergebnis -585 -196
31. Dezember 2.464 3.017

2.13 Rückstellungen für Pensionen

Die Leistungen aus den Pensionsverpflichtungen sind abhängig von Beschäftigungsdauer der Mitarbeiter. Die Verpflichtungen umfassen sowohl solche aus bereits laufenden Pensionen als auch aus Anwartschaften auf künftig zu zahlenden Pensionen.

Die Defined Benefit Obligation (DBO) hat sich im Geschäftsjahr 2013 wie folgt entwickelt:

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2013 2012 2011 2010 2009
1. Januar 2.624 2.049 1.901 1.831 1.547
Laufender Dienstzeitaufwand (Personalaufwand) 45 30 26 26 20
Zinsaufwand (Personalaufwand) 70 87 87 87 93
Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste aus Änderungen bei den finanziellen Annahmen -68 552 124 73 293
Pensionszahlungen -98 -94 -89 -87 -108
Transfer/Settlement 0 0 0 -29 -14
31. Dezember 2.573 2.624 2.049 1.901 1.831

Das Planvermögen hat sich im Geschäftsjahr 2013 wie folgt entwickelt:

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2013 2012 2011 2010 2009
1. Januar 659 650 643 640 631
Zinserträge 5 9 7 3 9
31. Dezember 664 659 650 643 640

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2013 2012 2011 2010 2009
Barwert der leistungsorientierten Verpflichtungen 2.573 2.624 2.049 1.901 1.831
Abzüglich beizulegender Zeitwert des Planvermögens -664 -659 -650 -643 -640
Nettoverpflichtung 1.909 1.965 1.399 1.258 1.191

Die versicherungsmathematischen Verluste betreffen im Wesentlichen die Veränderung des Diskontierungssatzes. Die Aufwendungen aus Verpflichtungen aus Leistungen für Arbeitnehmer werden im Personalaufwand gezeigt. Die bilanzierte Pensionsrückstellung zum Stichtag entspricht dem Anwartschaftsbarwert der Versorgungszusagen (Defined Benefit Obligation) saldiert mit dem Zeitwert des Planvermögens. Die versicherungsmathematischen Annahmen zur Ermittlung der Pensionsverpflichtungen sind unter Abschnitt 1.6 Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze dargestellt.

Die erwartete Rendite aus dem Planvermögen liegt bei 1-2 %.

Zukünftige Zahlungen

Die zukünftig zu zahlenden Versorgungsleistungen werden wie folgt geschätzt:

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in TEUR Auszahlungen auf Planvermögen
2014 103
2015 106
2016 109
2017 113
2018 116
547

In Deutschland beträgt die gewichtete durchschnittliche Laufzeit der Versorgungszusagen für Pensionen 15,0 Jahre.

Sensitivitätsanalyse Versorgungsverpflichtungen

Üblicherweise werden Sensitivitätsberechnungen bezüglich folgender Parameter durchgeführt:

Rechnungszins
Gehaltstrend
Rententrend
Lebenserwartung

Bei der Einhell Germany AG bestehende Zusagen sind nicht gehaltsabhängig. Somit ist eine Berechnung bezüglich des Gehaltstrends nicht erforderlich, die DBO bei um +-0,25% geändertem Gehaltstrend ist unverändert. Die bei bestehenden Rentenzusagen garantierte Anpassung der laufenden Leistungen um 3 % pro Jahr liegt deutlich über dem aktuellen Inflationstrend (ca. 1,75% - 2,00 %). Eine Veränderung des Rententrends um +/-0,25% hat also keine Auswirkung auf die Verpflichtung, eine Sensitivitätsberechnung ist ebenfalls verzichtbar, die DBO ist unverändert.

Somit wird bei der Berechnung der Sensitivität nur Rechnungszins und Lebenserwartung, letztere auch nur bei den Rentenzusagen, da sich eine verlängerte Lebenserwartung auf die Kapitalzusagen nicht auswirkt, berücksichtigt.

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in TEUR
Einhell Germany AG
Rechnungszins + 0,5% 3,93% Anwärter, 3,28% Rentner 2.305
Rechnungszins - 0,5% 2,93% Anwärter, 2,28% Rentner 2.693
Lebenserwartung + 1 Jahr 2.594
iSC GmbH
Rechnungszins + 0,5% 3,93% Anwärter 78
Rechnungszins - 0,5% 2,93% Anwärter 95
Lebenserwartung +1 Jahr 89

Risiken

Risiken aus den Versorgungszusagen entstehen aus der Kapitalanlage in Planvermögen. Aus diesen Risiken können sich zusätzliche Einzahlungserfordernisse in das Planvermögen ergeben, um laufenden und künftigen Pensionsverpflichtungen nachzukommen zu können.

Demografische / Biometrische Risiken

Ein großer Teil der Versorgungsverpflichtungen umfasst lebenslange Versorgungsleistungen sowie Hinterbliebenenrenten. Frühere Inanspruchnahmen sowie längere Versorgungszeiträume können zu höheren Versorgungsaufwendungen und höheren Rentenzahlungen als bisher angenommen führen.

2.14 Rückstellungen für sonstige Risiken

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Gewährleistungen Übrige Gesamt
1. Januar 2013 3.383 4.476 7.859
Inanspruchnahmen -1.359 -2.450 -3.809
Auflösungen -226 -1.288 -1.514
Zuführungen 2.852 4.185 7.037
Wechselkurseffekte und andere Veränderungen -79 -125 -204
31. Dezember 2013 4.571 4.798 9.369

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Gewährleistungen Übrige Gesamt
31. Dezember 2013
Langfristig 0 696 696
Kurzfristig 4.571 4.102 8.673
31. Dezember 2012
Langfristig 0 630 630
Kurzfristig 3.383 3.846 7.229

2.15 Finanzierungsverbindlichkeiten

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2013 2012
Langfristig
Darlehen, besichert 0 22
Darlehen, nicht besichert 30.000 20.562
30.000 20.584

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2013 2012
Kurzfristig
Darlehen und Kontokorrentkredite, besichert 1.439 1.784
Darlehen und Kontokorrentkredite, nicht besichert 20.010 9.845
21.449 11.629
Davon kurzfristig fälliger Teil der langfristigen Darlehen 20.012 377
Davon kurzfristig fällige Darlehen bzw. Kontokorrentkredite 1.437 11.252

Zur Besicherung von Finanzierungsverbindlichkeiten wurden Sicherheiten von insgesamt TEUR 1.439 zur Verfügung gestellt, welche im Wesentlichen Schecks und Wechsel umfassen.

Der Einhell-Konzern hat im Geschäftsjahr 2013 das günstige Zinsniveau genutzt und seine Refinanzierung neu strukturiert. Mit verschiedenen Banken wurden langfristige bilaterale Kreditvereinbarungen über EUR 30,0 Mio. abgeschlossen. Damit ist die langfristige Finanzierung bis zum Jahr 2018 zu sehr guten Konditionen gewährleistet. Die bereits bestehenden ursprünglich langfristigen Kredite über EUR 20,0 Mio. mit einer Laufzeit bis Mitte 2014 sollen bei Fälligkeit ebenfalls verlängert werden. Die Finanzierung wurde ohne Bereitstellung von Sicherheiten gestaltet. Damit sieht sich der Konzern stark gefestigt für das anhaltend schwierige Marktumfeld. Der Konzern erwartet deshalb auch keine Hindernisse bei der Finanzierung seiner künftigen Geschäfte. In den Kreditverträgen wurden Financial Covenants definiert, deren Nichteinhaltung den Gläubigern das Recht einräumt, die Kredite während der Laufzeit frühzeitig fällig zu stellen. Im Geschäftsjahr 2013 wurden alle Covenants erfüllt. Die Absicherung von Zinsänderungsrisiken erfolgt mit Hilfe von derivativen Finanzinstrumenten in Form von Zins-Cap- und Zins-Swap-Vereinbarungen.

2.16 Übrige finanzielle Verbindlichkeiten

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2013 2012
Derivative Finanzinstrumente, die in ein Hedge Accounting einbezogen sind 1.414 3.997
Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Verbindlichkeiten 165 941
1.579 4.938

Unrealisierte Gewinne/Verluste aus derivativen Finanzinstrumenten werden abzüglich der latenten Steuern direkt im Eigenkapital abgebildet.

2.17 Übrige Verbindlichkeiten

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2013 2012
Langfristig 11.365 1.935
Kurzfristig 17.933 15.214
29.298 17.149

Die sonstigen Verbindlichkeiten enthalten im Wesentlichen Steuerverbindlichkeiten, Verbindlichkeiten im Rahmen der Lohn- und Gehaltsabrechnung, inklusive Verbindlichkeiten aus Erfolgsbeteiligungen von Mitarbeitern, Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit sowie Verbindlichkeiten aus kurzfristigem Kundenbonus und Gutschriften an Kunden. In 2013 beinhalten die sonstigen Verbindlichkeiten die bedingte Kaufpreiszahlung aus der Übernahme der Ozito Industries Pty Ltd in Höhe von TEUR 13.605. Die in 2014 fällige Kaufpreiszahlung wurde als kurzfristig ausgewiesen.

Übertragene Gegenleistung zum Erwerbszeitpunkt

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in TEUR
Zahlungsmittel 10.537
Beizulegender Zeitwert der bedingten Gegenleistung (Kurs 30.06.2013) 14.529
Währungsdifferenz 19
25.085

Der Konzern hat zum Erwerbszeitpunkt eine bedingte Gegenleistung in Höhe von TEUR 14.529 berücksichtigt, was ihrem beizulegenden Zeitwert zum Erwerbszeitpunkt unter Verwendung eines Abzinsungssatzes von 2,7% entspricht. Am 31. Dezember 2013 hat sich der beizulegende Zeitwert der bedingten Gegenleistung insbesondere aufgrund von Wechselkurseffekten auf TEUR 13.605 vermindert.

Um die Prognoseunsicherheit für die prognostizierten Vorsteuerergebnisse zu berücksichtigen, hat die Einhell Germany AG für die Gewinn- und Verlustrechnung insgesamt drei Szenarien entwickelt: Basisfall (Base Case), pessimistischer Fall (Low Case) und optimistischer Fall (High Case).

Die Einhell-Gruppe hat den einzelnen Szenarien folgende Eintrittswahrscheinlichkeiten zugeordnet:

Base Case: 70 %
Low Case: 15 %
High Case: 15 %

Mit zunehmendem Planungshorizont steigt das Risiko der Planungsunsicherheit. Deshalb wurde im Rahmen der Purchase Price Allocation ein Risikoabschlag vorgenommen. Nach den Berechnungen wird für die Schätzung der Zielerreichung der Vorsteuer-Ergebnisse von einer Bandbreite zwischen EUR 38,0 Mio. und EUR 44,3 Mio. ausgegangen.

3. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die Erstkonsolidierung der Ozito Industries Pty Ltd und ihrer verbundenen Geschäftsaktivitäten erfolgte zum 1. Juli 2013. Zum 31. Dezember 2013 wird ein anteiliges Periodenergebnis ausgewiesen.

In den sechs Monaten bis zum 31. Dezember 2013 trug Ozito Industries Pty Ltd inklusive ihrer verbundenen Geschäftsaktivitäten Umsatzerlöse von EUR 40,9 Mio. und ein Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit von EUR 2,6 Mio. zum Konzernergebnis bei. Hierbei wurden die Ergebnisse der Purchase Price Allocation berücksichtigt. Hätte der Erwerb am 1. Januar 2013 stattgefunden, hätten die Konzernumsatzerlöse nach Schätzungen des Managements bei EUR 75,5 Mio. und das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit bei EUR 1,4 Mio. gelegen. Bei der Ermittlung dieser Beträge hat das Management die Effekte aus der Purchase Price Allocation mit einbezogen, welche für das ganze Geschäftsjahr angefallen wären. Saisonal fallen bei der Ozito Industries Pty Ltd und ihrer verbundenen Geschäftsaktivitäten in der zweiten Hälfte des Kalenderjahres höheres Umsätze und Erträge im Vergleich zur ersten Jahreshälfte an. Die verbundenen Geschäftsaktivitäten beinhalten den Einkauf der Ware bei chinesischen Lieferanten und den Verkauf von Waren unter den Eigenmarken des jeweiligen FOB-Kunden.

3.1 Umsatzerlöse

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Segmente 2013 2012
% %
--- --- --- --- ---
Werkzeuge 259.037 62,2 230.787 60,8
Garten & Freizeit 157.250 37,8 149.075 39,2
416.287 100,0 379.862 100,0

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Regionen 2013 2012
% %
--- --- --- --- ---
D/A/CH 197.812 47,5 180.718 47,6
Übriges Europa 125.038 30,0 148.656 39,1
Asien 16.217 3,9 18.266 4,8
Südamerika 24.959 6,0 19.431 5,1
Übrige Länder 52.261 12,6 12.791 3,4
416.287 100,0 379.862 100,0

3.2 Sonstige betriebliche Erträge

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2013 2012
Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen für Gewährleistung 226 302
Provisionserträge 1.520 1.254
Erträge aus weiterbelasteten Kosten an Lieferanten für Wareninspektionen 349 448
Erträge aus dem Eingang ausgebuchter Forderungen und aus der Auflösung von Wertberichtigungen auf Forderungen 493 435
Erträge aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens 104 416
Erträge aus der Auflösung von sonstigen Rückstellungen 1.288 2.235
Erträge aus Kaufpreisanpassungen 222 195
Übrige Erträge 7.293 2.891
11.495 8.176

Die Forderungen der Praktiker AG sowie Max Bahr waren größtenteils versichert. In den übrigen Erträgen sind Versicherungsleistungen in Höhe von TEUR 3.916 enthalten.

3.3 Materialaufwand

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2013 2012
Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und bezogene Waren 295.690 260.778
Aufwendungen für bezogene Leistungen 321 259
296.011 261.037

3.4 Personalaufwand

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2013 2012
Löhne und Gehälter 45.588 43.253
Soziale Abgaben 8.616 7.760
Aufwendungen für Altersversorgung 122 115
54.326 51.128

(Vorjahreszahlen angepasst)

Anzahl der Mitarbeiter (Jahresdurchschnitt)

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2013 2012
D/A/CH 594 582
übriges Europa 357 381
Südamerika 74 65
Asien 262 263
übrige Länder 83 10
1.370 1.301

3.5 Abschreibungen

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2013 2012
Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte (ohne Firmenwerte) 1.292 406
Abschreibungen auf Sachanlagen 2.597 2.301
3.889 2.707

Im Geschäftsjahr 2013 waren wie im Vorjahr keine außerplanmäßigen Abschreibungen erforderlich. Aus der Purchase Price Allocation ergeben sich Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte in Höhe von TEUR 823 und Abschreibungen auf Sachanlagen in Höhe von TEUR 29.

3.6 Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten insbesondere Aufwendungen für Warenversand, Garantie- und Kundendienstleistungen, Wertberichtigungen sowie Werbung und Produktgestaltung. Die Aufwendungen für die Wertberichtigung von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen betragen TEUR 1.419 (Vj. TEUR 501). In 2013 sind in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen Abschreibungen auf Forderungen der Praktiker AG sowie Max Bahr in Höhe von TEUR 4.377 enthalten. Aufgrund der Kurzfristigkeit der Bilanzposition Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und der kurzfristig erwarteten Geldeingänge sind Zinseffekte bei der Berechnung von Wertberichtigungen von untergeordneter Bedeutung.

Bisher aufgelaufene Anschaffungsnebenkosten aus der Übernahme Ozito in Höhe von EUR 0,2 Mio. wurden im sonstigen betrieblichen Aufwand verbucht.

3.7 Finanzergebnis

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2013 2012
Zinserträge 263 833
Zinsaufwendungen -1.712 -1.523
Gewinne / Verluste aus der Währungsumrechnung -1.161 -1.265
-2.610 -1.955
davon Zinserträge aus Sicherungsinstrumenten 145 0
davon Zinsaufwendungen aus Sicherungsinstrumenten 0 -273
davon Gewinne aus der Währungsumrechnung aus Sicherungsinstrumenten 1.133 266
davon Verluste aus der Währungsumrechnung aus Sicherungsinstrumenten -165 -713

Das Finanzergebnis beinhaltet auch Bewertungsergebnisse aus derivativen Finanzinstrumenten, für die kein Hedge Accounting angewandt wird sowie den ineffektiven Teil der Wertänderungen von im Hedge Accounting designierten Sicherungsinstrumenten.

3.8 Ertragsteuern

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2013 2012
Tatsächlicher Steueraufwand 4.213 3.361
Latente Steuern -1.692 1.381
2.521 4.742

(Vorjahreszahlen angepasst)

Im Rahmen der Erstkonsolidierung der Ozito Industries Pty Ltd wurden passive latente Steuern in Höhe von TEUR 4.069 erfolgsneutral mit dem Eigenkapital verrechnet.

Bei der Bewertung eines aktivierten Vermögenswertes für zukünftige Steuerentlastungen wird die Wahrscheinlichkeit der Realisierung des erwarteten Steuervorteils berücksichtigt. Die latenten Steuern auf Hedge-Accounting und Available-for-Sale-Wertpapiere werden ausschließlich im sonstigen Ergebnis erfasst. Auf Zeitwertänderungen bei Cashflow-Hedges fallen aktive latente Steuern in Höhe von TEUR 426 (Vj. TEUR 1.254) und passive latente Steuern in Höhe von TEUR 539 (Vj. TEUR 520) an.

Bei Tochtergesellschaften wurden latente Steuern aus Verlustvorträgen in Höhe von TEUR 2.948 (Vj. TEUR 1.867) aktiviert. Verlustvorträge, die aufgrund mangelnder Gewinnerwartung bzw. mangelnder Vortragsfähigkeit als nicht werthaltig eingestuft wurden, wurden nicht in die Ermittlung der aktiven latenten Steuern einbezogen. Im Jahr 2013 wurden auf Verlustvorträge von TEUR 23.944 keine latenten Steuern aktiviert.

Die Überleitung der Ertragssteuersumme auf den theoretischen Betrag, der sich bei Anwendung des im Land des Hauptsitzes der Gesellschaft geltenden Steuersatzes ergeben würde, stellt sich wie folgt dar:

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2013 2012
Erwarteter Steueraufwand 1.207 3.213
Steueraufwendungen / -erträge aus konzerninternen Erträgen/Aufwendungen 0 263
Sonstige steuerlich nicht abzugsfähige Aufwendungen 3.476 2.863
Abweichende ausländische Steuersätze -822 -1.232
Steuerfreie Erträge -1.815 -1.669
Änderung von Verlustvorträgen -860 669
Sonstiges 1.335 635
Ausgewiesener Steueraufwand 2.521 4.742

(Vorjahreszahlen angepasst)

Die Tabelle zeigt eine Überleitungsrechnung vom im Geschäftsjahr erwarteten Steueraufwand zum jeweils ausgewiesenen Steueraufwand. Zur Ermittlung des erwarteten Steueraufwands wird das Ergebnis vor Steuern mit dem im Geschäftsjahr jeweils gültigen inländischen Gesamtsteuersatz von 30,0 % (2012: 30,0 %) multipliziert.

3.9 Ergebnis je Aktie

Das Ergebnis je Aktie gemäß IAS 33 bezieht sich auf Stammaktien eines Unternehmens. Da die Stammaktien der Einhell Germany AG nicht öffentlich gehandelt werden, wird auf eine Berechnung des Ergebnisses je Aktie verzichtet.

4. Segmentberichterstattung

4.1 Segmentberichterstattung nach Divisionen

Die Identifikation von berichtspflichtigen operativen Segmenten nach IFRS 8 beruht auf dem Konzept des sog. "Management Approach". Die Segmentierung des Einhell-Konzerns in die Unternehmensbereiche Garten und Werkzeuge folgt der internen Steuerung und Berichterstattung des Konzerns. Zentrale Steuerungsgröße des Einhell-Konzerns ist das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit. Die Geschäftstätigkeit des Einhell-Konzerns wird in die Segmente Werkzeuge und Garten & Freizeit gegliedert. Das Segment Werkzeuge umfasst die Bereiche handgeführte Elektrowerkzeuge, stationäre Werkzeuge und Zubehör. Zum Segment Garten & Freizeit gehören die Bereiche Garten- und Wassertechnik sowie Klima- und Heiztechnik. Die Segmentinformationen werden auf Basis der im Konzernabschluss angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden ermittelt. Die Umsätze zwischen den Segmenten werden grundsätzlich zu marktüblichen Bedingungen abgerechnet.

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2013 Werkzeuge Garten & Freizeit Summe Segmente Überleitung Einhell Konzern
Segmentumsätze 259.037 157.250 416.287 0 416.287
Betr. Segmentergebnis (EGT) 793 3.229 4.022 0 4.022
Finanzergebnis -2.056 -554 -2.610 0 -2.610
Planmäßige Abschreibungen 2.541 1.348 3.889 0 3.889
Zahlungsunwirksame Erträge -245 -124 -369 0 -369
Zahlungsunwirksame Aufwendungen 1.622 450 2.072 0 2.072
Vorräte 68.784 37.189 105.973 0 105.973

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2012 Werkzeuge Garten & Freizeit Summe Segmente Überleitung Einhell Konzern
Segmentumsätze 230.787 149.075 379.862 0 379.862
Betr. Segmentergebnis (EGT) 4.098 6.611 10.709 0 10.709
Finanzergebnis -1.532 -423 -1.955 0 -1.955
Planmäßige Abschreibungen 1.648 1.059 2.707 0 2.707
Zahlungsunwirksame Erträge -722 -350 -1.072 0 -1.072
Zahlungsunwirksame Aufwendungen 257 170 427 0 427
Vorräte 82.093 43.622 125.715 0 125.715

(Vorjahreszahlen angepasst)

In der "Überleitung" werden Erträge und Aufwendungen, die den Segmenten nicht direkt zuordenbar sind, ausgewiesen.

4.2 Segmentberichterstattung nach Regionen

Die geographische Zuweisung der Umsätze für die Segmentberichterstattung nach Regionen erfolgt nach dem Sitz des Rechnungsempfängers.

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2013 D/A/CH Übriges Europa Asien Südamerika Übrige Länder Überleitung
Außenumsatz 197.812 125.038 16.217 24.959 52.261 0
Langfristige Vermögenswerte (ohne latente Steuern) 15.139 13.871 577 880 17.954 0

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2013 Einhell Konzern
Außenumsatz 416.287
Langfristige Vermögenswerte (ohne latente Steuern) 48.421

Der konzernweit in Deutschland erreichte Umsatz beträgt EUR 162,5 Mio. Die umsatzstärksten Gesellschaften im übrigen Europa sind mit Umsätzen in Höhe von EUR 13,7 Mio. Einhell Türkei, mit EUR 12,8 Mio. Einhell Italien sowie mit EUR 8,6 Mio. Einhell Comercial. Hier ist zu beachten, dass einzelne Großkunden die Logistikabläufe geändert haben. Dabei wurde der Fakturaweg auf Fakturierung in Deutschland umgestellt. Die Umsätze in Höhe von EUR 22,9 Mio. sind jetzt in der Region D/A/CH enthalten. In den Vorjahreswerten wurden diese Umsätze noch im übrigen Europa ausgewiesen.

Die Umsätze in der Region Südamerika werden größtenteils von den Tochtergesellschaften in Brasilien, Argentinien und Chile erwirtschaftet. Die Umsätze der Gesellschaften in Hong Kong mit EUR 26,0 Mio. beinhalten überwiegend den in Asien erzielten Umsatz. In den übrigen Ländern sind die Umsätze der Ozito mit EUR 37,9 Mio. enthalten.

Der Anteil der langfristigen Vermögenswerte, welcher auf Deutschland entfällt, beträgt TEUR 12.619.

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2012 D/A/CH Übriges Europa Asien Südamerika Übrige Länder Überleitung
Außenumsatz 180.718 148.656 18.266 19.431 12.791 0
Langfristige Vermögenswerte (ohne latente Steuern) 15.457 14.354 486 638 303 0

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2012 Einhell Konzern
Außenumsatz 379.862
Langfristige Vermögenswerte (ohne latente Steuern) 31.238

Der konzernweit in Deutschland erreichte Umsatz beträgt EUR 139,1 Mio. Die umsatzstärksten Gesellschaften im übrigen Europa sind mit Umsätzen in Höhe von EUR 14,6 Mio. Einhell Türkei, mit EUR 12,8 Mio. Einhell Italien sowie mit EUR 8,8 Mio. Einhell Polen.

Die Umsätze in der Region Südamerika werden größtenteils von den Tochtergesellschaften in Brasilien, Argentinien und Chile erwirtschaftet. Die Umsätze der Gesellschaften in Hong Kong mit EUR 31,9 Mio. beinhalten überwiegend den in Asien erzielten Umsatz.

Im Jahr 2012 betrug der Anteil der langfristigen Vermögenswerte, welcher auf Deutschland entfällt, TEUR 12.907.

In den Geschäftsjahren 2013 und 2012 wurden mit keinem Kunden mehr als 10 % der Umsatzerlöse des Einhell-Konzerns getätigt. Mit den zehn größten Kunden wurde knapp die Hälfte des Konzern-Umsatzvolumens getätigt.

4.3 Kapitalmanagement

Der Finanzbedarf des Einhell-Konzerns wird insbesondere durch den Bestand an Vorräten sowie den Bestand an Forderungen aus Lieferungen und Leistungen getrieben. Dabei spielen vor allem die Lagerdrehung der Vorräte sowie die Laufzeiten der Forderungen eine große Rolle und beeinflussen den Finanzbedarf signifikant.

Der Einhell-Konzern finanziert sich einerseits über das im Rahmen der Gründung der Gesellschaft und durch Kapitalerhöhungen von den Aktionären zur Verfügung gestellte Eigenkapital sowie durch thesaurierte Gewinne, die in die Rücklagen eingestellt wurden bzw. als Gewinnvortrag dem Bilanzgewinn zugeführt wurden. Andererseits finanziert sich der Einhell-Konzern durch Fremdkapital in Form von langfristigen Krediten und kurzfristigen Mittelaufnahmen sowie zum Teil über Lieferantenkredite. Die Kreditaufnahmen erfolgen dabei überwiegend in Euro. Lieferantenkredite valutieren überwiegend in USD oder RMB. Die zu erwartenden Cash-flows aus der Bezahlung der Lieferantenverbindlichkeiten wurden zum größten Teil durch entsprechende Hedgegeschäfte abgesichert.

5. Erläuterungen zur Konzern-Kapitalflussrechnung

Die Konzern-Kapitalflussrechnung weist die Entwicklung der Zahlungsströme getrennt nach Mittelzu- und -abflüssen aus der laufenden Geschäfts-, Investitions- und Finanzierungstätigkeit aus. Auswirkungen aus der Veränderung des Konsolidierungskreises sind dabei eliminiert worden.

Laufende Geschäftstätigkeit

Der Mittelzufluss aus der laufenden Geschäftstätigkeit ist überwiegend aus der Abnahme der Vorräte sowie der Zunahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen entstanden.

Investitionstätigkeit

Die Auszahlungen für Investitionen in das Sach- und immaterielle Anlagevermögen betreffen hauptsächlich Betriebs- und Geschäftsausstattung sowie die Auszahlungen für den Kauf der Ozito Industries Pty Ltd.

Finanzierungstätigkeit

Die Zahlungsströme aus der Finanzierungstätigkeit enthalten überwiegend die Zu- und Abflüsse von Darlehen sowie die Auszahlung der Dividende.

Entwicklung der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente

Die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente umfassen den Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten mit einer ursprünglichen Laufzeit von weniger als 90 Tagen sowie Schecks zum Bilanzstichtag. Die Einflüsse aus wechselkursbedingten Bewegungen der Zahlungsmittel werden gesondert dargestellt.

6. Risikoberichterstattung und Finanzinstrumente

6.1 Finanzielles Risikomanagement

Der Konzern ist auf internationaler Ebene tätig, wodurch er Marktrisiken auf Grund von Änderungen der Zinssätze und Wechselkurse ausgesetzt ist. Der Konzern verwendet derivative Finanzinstrumente zum Management dieser Risiken. Die dabei angewandten Richtlinien für das Risikomanagement werden mit der Zustimmung des Vorstands von einer zentralen Treasury-Abteilung in enger Zusammenarbeit mit den Konzerngesellschaften umgesetzt. Zur Bewertung der Risiken wird im Einhell-Konzern das aktuelle Marktgeschehen beobachtet. Weitere Informationen zum Risikomanagement sind dem Lagebericht zu entnehmen.

6.2 Ausfallrisiko

Es ist Unternehmenspolitik, Ausfallrisiken sowohl von Kunden wie auch von Lieferanten durch den Einsatz international üblicher Instrumente zu minimieren. So beurteilt das Unternehmen die vom jeweiligen Lieferauftrag durch den Auftraggeber sowie durch dessen Umfeld innewohnenden Ausfallrisiken. Insbesondere bei Neukunden oder risikoreichen Ländern werden im Einzelfall Absicherungen über Akkreditive vorgenommen. Bereits in der Angebotsphase legen Vertriebs- und Finanzabteilung gemeinsam die zu fordernden Sicherheiten fest und stimmen im Auftragsfalle die Inhalte dieser ab. Zur Unterstützung der Risikoeinschätzung werden externe Informationen von Banken und Auskunfteien einbezogen. Um Ausfallrisiken von Lieferanten zu minimieren, erarbeitet sowohl das Einkaufs- und Projektmanagement sowie die Finanzabteilung gemeinsame Absicherungskonzepte.

Die Buchwerte der Forderungen stellen das maximale Ausfallrisiko dar. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen bestehen gegenüber Baumarktketten, Fachhändlern und Discountern und betragen EUR 64,4 Mio. (Vj. EUR 66,3 Mio.). Im Geschäftsjahr 2013 gab es keine maßgeblichen Forderungen, bei denen neue Zahlungsziele vereinbart wurden.

Dem Bonitätsrisiko begegnet der Einhell-Konzern soweit möglich durch den Abschluss von Euler-Hermes Kreditversicherungen.

Da die derivativen Finanzinstrumente über renommierte Finanzeinrichtungen abgeschlossen werden, geht der Konzern in ihrem Falle davon aus, dass sich sein maximales Ausfallrisiko auf den positiven Marktwert der Derivate beschränkt.

Der positive Marktwert aller zum Stichtag bestehenden derivativen Finanzinstrumente beträgt TEUR 4.977.

Zum Stichtag betragen die Bankguthaben EUR 59,0 Mio. (Vj. EUR 5,6 Mio.). Die Anlagen bestehen bei erstklassigen, namhaften Banken.

Preis- und Bezugsrisiken auf den Beschaffungsmärkten beugt der Einhell-Konzern durch über Jahre aufgebaute Lieferantenbeziehungen vor, die zudem im Rahmen des Qualitätsmanagements laufend beurteilt werden.

6.3 Zinsrisiken

Das Zinsrisiko des Einhell-Konzerns resultiert hauptsächlich aus Finanzschulden, Darlehen und verzinslichen Aufnahmen. Dieses Risiko wird durch den Einsatz derivativer Finanzinstrumente wie z. B. Zinscaps und Zinsswaps reduziert. Das konzernweite Treasury steuert das Konzern-Zinsrisiko, um die Zinserträge und Zinsaufwendungen im Konzern zu optimieren sowie das gesamte Zinsänderungsrisiko zu minimieren. Das beinhaltet auch ein konzernweites Zins-Overlay-Management, das die Zinsbindungen der abgeschlossenen Sicherungsgeschäfte und die vorgesehenen Mittelbindungen der Vermögenswerte und Schulden in unmittelbaren Zusammenhang bringen soll.

Der Konzern setzt alle Zinscaps oder Zinsswaps entweder als wirtschaftliche Absicherungen des Cashflows oder als wirtschaftliche Absicherungen des Zeitwertes ein und setzt sie zum Zeitwert an. Der Nominalwert der zum Stichtag bestehenden Zinssicherungsgeschäfte beträgt TEUR 60.000 (Vj. TEUR 60.000).

Aus variabel verzinslichen Positionen ist der Konzern einem Cash-Flow-Risiko ausgesetzt. Eine Veränderung des Marktzinsniveaus von 1 % würde stichtagsbezogen zu einem Effekt im Zinsergebnis in Höhe von TEUR 276 führen.

Aus der Fair-value-Bewertung von derivativen Finanzinstrumenten ist der Konzern einem buchhalterischem Risiko ausgesetzt. Eine Erhöhung des Marktzinsniveaus in Höhe von 1 % würde zu einem positiven stichtagsbezogenen Effekt in der Gewinn- und Verlustrechnung in Höhe von TEUR 82 führen. Eine Minderung des Marktzinsniveaus in Höhe von 1 % würde zu einem negativen stichtagsbezogenen Effekt in der Gewinn- und Verlustrechnung in Höhe von TEUR 83 führen.

6.4 Liquiditätsrisiko

Das Liquiditätsrisiko stellt die Möglichkeit dar, dass eine Gesellschaft nicht mehr in der Lage ist, ihre finanziellen Verpflichtungen (z. B. Tilgungen von Finanzschulden oder Bezahlung von Einkaufsverpflichtungen) zu erfüllen. Der Einhell-Konzern begrenzt dieses Risiko durch ein effektives Net Working Capital- und Cash-Management und den Zugang zu klassischen Kreditlinien bei namhaften Kreditinstituten. Für das operative Geschäft verfügt der Konzern zum Stichtag über ca. EUR 62,5 Mio. unbesicherte Kreditlinien. Daneben verfolgt der Konzern ständig die sich an Finanzmärkten bietenden Möglichkeiten zur Finanzierung, um die finanzielle Flexibilität des Konzerns zu sichern und unangemessene Refinanzierungsrisiken zu begrenzen.

In der folgenden Übersicht werden alle zum 31. Dezember 2013 vertraglich fixierten Zahlungen für Tilgungen, Rückzahlungen und Zinsen aus bilanzierten finanziellen Verbindlichkeiten aufgeführt. Die derivativen Finanzinstrumente werden mit dem Marktwert ausgewiesen. Es wird erwartet, dass der Eintrittszeitpunkt der Cash-flows nicht wesentlich von den erwarteten Cash-flows abweicht.

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2014 2015 2016-2018 2019 ff.
Langfristige Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 20.728 600 31.800 0
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 52.601 0 0 0
Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten 19.512 0 0 0

In der Darstellung ist die Rückzahlung der in 2014 auslaufenden langfristigen Kredite enthalten. Das Risiko der in der Übersicht dargestellten Zahlungsströme beschränkt sich auf Zahlungsabflüsse. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie die sonstigen finanziellen Verbindlichkeiten resultieren überwiegend aus der Finanzierung von operativen Vermögenswerten (zum Beispiel Sachanlagen) und aus Investitionen in das Working Capital (zum Beispiel Vorräte und Forderungen aus Lieferungen und Leistungen). Diese Vermögenswerte werden bei der effektiven Steuerung des Gesamtliquiditätsrisikos berücksichtigt. Die Risikosteuerung wurde durch die Implementierung eines konzernweiten, internetbasierten Risikomanagement-Informationssystems weiter ausgebaut und gestärkt.

Auf die gesonderte Darstellung der kurzfristigen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten wurde verzichtet.

Zum Stichtag bestehen offene Devisenkontrakte aus denen Zahlungseingänge von umgerechnet EUR 286,8 Mio. bzw. Zahlungsausgänge in Höhe von umgerechnet EUR 285,2 Mio. zu erwarten sind. Sensitivitäten sind im Fremdwährungsrisiko zu ersehen.

6.5 Fremdwährungsrisiken

Der Einhell-Konzern ist aufgrund seiner internationalen Ausrichtung der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit Währungsrisiken ausgesetzt. Zur Steuerung und Minimierung dieser Risiken setzt der Einhell-Konzern derivative Finanzinstrumente mit einer Laufzeit von bis zu maximal drei Jahren ein. Das Fremdwährungs-Risikomanagementsystem des Einhell-Konzerns bewährt sich bereits seit einigen Jahren.

Wechselkursschwankungen können zu unerwünschten und unvorhersehbaren Ergebnis- und Cashflow-Volatilitäten führen. Davon ist jedes Unternehmen des Einhell-Konzerns betroffen, das Geschäfte mit internationalen Vertragspartnern in einer Währung abschließt, die nicht der funktionalen Währung (jeweiligen Landeswährung) entspricht. Dies betrifft im Konzern vor allem die Beschaffung, die regelmäßig in USD bzw. CNY getätigt wird. Der Verkauf von Einhell-Produkten erfolgt hingegen überwiegend in der jeweiligen Landeswährung. Die geplanten Einkäufe in USD und CNY werden abgesichert, daher liegt hier keine Risikokonzentration vor.

Den Gesellschaften des Einhell-Konzerns ist es verboten, Finanzmittel in Fremdwährungen für spekulative Zwecke aufzunehmen oder anzulegen. Konzerninterne Finanzierungen oder Investitionen werden bevorzugt in der jeweiligen Landeswährung oder auf währungsgesicherter Basis durchgeführt.

Alle Vermögenswerte oder Verbindlichkeiten des Einhell-Konzerns werden von beobachteten oder von diesen abgeleiteten Preisen ermittelt.

Aufgrund der kurzfristigen USD/CNY -Zahlungsziele resultiert das USD/CNY -Exposure aus Finanzinstrumenten im Wesentlichen aus derivativen Finanzinstrumenten. Bei einer Kursveränderung von 10 % ergibt sich ein Kursgewinn/bzw. -verlust vor Steuern von TEUR 24.434 bzw. TEUR -19.801, der aufgrund der Anwendung von Cash flow - Hedge-Accounting im Eigenkapital abgebildet würde. Die derivativen Finanzinstrumente dienen grundsätzlich der Sicherung von Wareneinkäufen. Für derivative Finanzinstrumente, die nicht im Hedge-accounting abgebildet werden, ergibt sich bei einer Kursveränderung von 10 % ein Kursgewinn/bzw. -verlust vor Steuern in Höhe von TEUR 5.981 bzw. TEUR -6.606.

Das Nominalvolumen der derivativen Finanzinstrumente entspricht der unsaldierten Summe der zwischen den Parteien vereinbarten Kauf- und Verkaufsbeträge und ist deshalb kein Maßstab für das Risiko des Konzerns aus dem Einsatz derivativer Finanzinstrumente. Chancen und Risiken werden durch den Marktwert ausgedrückt, der dem Rückkaufswert der derivativen Finanzinstrumente am Bilanzstichtag entspricht.

Positive und negative Marktwerte aus derivativen Finanzinstrumenten

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2013
Bruttoausweis Saldierung Nettoausweis
--- --- --- ---
Derivate mit positiven Marktwerten 4.977 0 4.977
Derivate mit negativen Marktwerten 1.579 0 1.579

In der Tabelle werden mögliche Auswirkungen aus der Aufrechnung von finanziellen Vermögenswerten und finanziellen Verbindlichkeiten, die aus rechtlich durchsetzbaren Globalnettingvereinbarungen oder ähnlichen Vereinbarungen resultieren, dargestellt. Einhell kann finanzielle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten, gemäß IAS 32, nur dann saldieren, wenn ein Rechtsanspruch auf die Verrechnung besteht und Einhell auch beabsichtigt, eine Glattstellung auf Nettobasis durchzuführen.

Finanzinstrumente mit positiven Marktwert zum Cashflow-Hedge

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Nominalvolumen Marktwert
2013 2012 2013 2012
--- --- --- --- ---
Devisentermingeschäfte 131.381 136.446 3.932 1.736
Optionen 0 7.586 0 30
131.381 144.032 3.932 1.766

Finanzinstrumente mit negativen Marktwert zum Cashflow-Hedge

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Nominalvolumen Marktwert
2013 2012 2013 2012
--- --- --- --- ---
Devisentermingeschäfte 76.682 111.352 1.285 3.005
Optionen 0 18.763 0 993
76.682 130.115 1.285 3.998

Als Grundgeschäfte werden kontrahierte und geplante Einkäufe und Verkäufe designiert. Sämtliche Cashflows werden innerhalb von 15 Monaten erwartet und werden in den Anschaffungskosten der Vorräte erfasst. Ineffektivität aus Cashflow Hedges ist aufgrund der Kurzfristigkeit im Hedge Accounting unwesentlich.

6.6 Marktwerte und Buchwerte von Finanzinstrumenten

Gemäß IAS 39 lassen sich die aktiven und passiven Finanzinstrumente in unterschiedliche Bewertungskategorien einordnen. Abhängig von dieser Einordnung in eine bestimmte Bewertungskategorie erfolgt die Bilanzierung der Finanzinstrumente zu fortgeführten Anschaffungskosten oder zum Fair Value. In der folgenden Tabelle werden für die einzelnen Kategorien, die Bewertungsklasse in der Bilanz, der Buchwert und der Fair Value angegeben. Die langfristigen Kredite werden variabel verzinst und daher wird der Fair Value mit dem Buchwert angesetzt. Die restlichen Fair Values werden von Kreditinstituten bereitgestellt oder anhand von anerkannten Bewertungsmodellen ermittelt. Optionen werden durch Anwendung von Black-Scholes-Modellen bewertet. Alle anderen Sicherungsderivate werden durch Diskontierung der künftigen Zahlungsströme bewertet. Als Eingangsparameter für diese Modelle werden, die am Bilanzstichtag beobachtbaren relevanten Marktpreise, beispielsweise Volatilitäten und Forwardraten, und Zinssätze verwendet. Bei kurzfristigen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten ist der Buchwert eine gute Annäherung an den Marktwert.

Die nachfolgende Tabelle zeigt die Buchwerte und die beizulegenden Zeitwerte von finanziellen Vermögenswerten und finanziellen Schulden, einschließlich ihrer Stufen in der Fair Value-Hierarchie. Sie enthält keine Informationen zum beizulegenden Zeitwert für finanzielle Vermögenswerte und finanzielle Schulden, die nicht zum beizulegenden Zeitwert bewertet wurden, wenn der Buchwert einen angemessenen Näherungswert für den Zeitwert darstellt.

2013

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Buchwert
in TEUR Zu Handelszwecken gehalten Zum beizulegenden Zeitwert bestimmt Beizulegender Zeitwert-Sicherungsinstrumente Bis zur Endfälligkeit gehalten Kredite und Forderungen Zur Veräußerung verfügbar
--- --- --- --- --- --- ---
Zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte
Devisentermingeschäfte, die für Sicherungszwecke genutzt werden 3.844
Optionen, die für Sicherungswecke genutzt werden 0
Sicherungsderivate ohne Anwendung von Hedge Accounting 1.133
Zur Veräußerung verfügbare Finanzinstrumente 368
1.133 0 3.844 0 0 368
Nicht zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 64.415
Übrige Vermögenswerte 12.424
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 59.006
0 0 0 0 135.845 0
Zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Schulden
Devisentermingeschäfte, die für Sicherungszwecke genutzt werden 1.414
Optionen, die für Sicherungswecke genutzt werden 0
Sicherungsderivate ohne Anwendung von Hedge Accounting 165
Bedingte Gegenleistungen 13.605
165 13.605 1.414 0 0 0
Nicht zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Schulden
Darlehen und Kontokorrentkredite besichert
Darlehen und Kontokorrentkredite unbesichert
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
0 0 0 0 0 0

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Buchwert Beizulegender Zeitwert
in TEUR Sonstige finanzielle Schulden Gesamt Stufe 1 Stufe 2 Stufe 3 Gesamt
--- --- --- --- --- --- ---
Zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte
Devisentermingeschäfte, die für Sicherungszwecke genutzt werden 3.844 3.844 3.844
Optionen, die für Sicherungswecke genutzt werden 0 0 0
Sicherungsderivate ohne Anwendung von Hedge Accounting 1.133 1.133 1.133
Zur Veräußerung verfügbare Finanzinstrumente 368 368 368
0 5.345
Nicht zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 64.415
Übrige Vermögenswerte 12.424
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 59.006
0 135.845
Zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Schulden
Devisentermingeschäfte, die für Sicherungszwecke genutzt werden 1.414 1.414 1.414
Optionen, die für Sicherungswecke genutzt werden 0 0 0
Sicherungsderivate ohne Anwendung von Hedge Accounting 165 165 165
Bedingte Gegenleistungen 13.605 13.605 13.605
0 15.184
Nicht zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Schulden
Darlehen und Kontokorrentkredite besichert 1.439 1.439
Darlehen und Kontokorrentkredite unbesichert 50.010 50.010
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 52.601 52.601
104.050 104.050

2012

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Buchwert
in TEUR Zu Handelszwecken gehalten Zum beizulegenden Zeitwert bestimmt Beizulegender Zeitwert-Sicherungsinstrumente Bis zur Endfälligkeit gehalten Kredite und Forderungen Zur Veräußerung verfügbar
--- --- --- --- --- --- ---
Zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte
Devisentermingeschäfte, die für Sicherungszwecke genutzt werden 1.736
Optionen, die für Sicherungswecke genutzt werden 30
Sicherungsderivate ohne Anwendung von Hedge Accounting 267
Zur Veräußerung verfügbare Finanzinstrumente 362
267 0 1.766 0 0 362
Nicht zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 66.264
Übrige Vermögenswerte 10.949
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 5.618
0 0 0 0 82.831 0
Zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Schulden
Devisentermingeschäfte, die für Sicherungszwecke genutzt werden 3.005
Optionen, die für Sicherungswecke genutzt werden 993
Sicherungsderivate ohne Anwendung von Hedge Accounting 941
941 0 3.998 0 0 0
Nicht zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Schulden
Darlehen und Kontokorrentkredite besichert
Darlehen und Kontokorrentkredite unbesichert
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
0 0 0 0 0 0

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Buchwert Beizulegender Zeitwert
in TEUR Sonstige finanzielle Schulden Gesamt Stufe 1 Stufe 2 Stufe 3 Gesamt
--- --- --- --- --- --- ---
Zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte
Devisentermingeschäfte, die für Sicherungszwecke genutzt werden 1.736 1.736 1.736
Optionen, die für Sicherungswecke genutzt werden 30 30 30
Sicherungsderivate ohne Anwendung von Hedge Accounting 267 267 267
Zur Veräußerung verfügbare Finanzinstrumente 362 362 362
0 2.395
Nicht zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 66.264
Übrige Vermögenswerte 10.949
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 5.618
0 82.831
Zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Schulden
Devisentermingeschäfte, die für Sicherungszwecke genutzt werden 3.005 3.005 3.005
Optionen, die für Sicherungswecke genutzt werden 993 993 993
Sicherungsderivate ohne Anwendung von Hedge Accounting 941 941 941
0 4.939
Nicht zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Schulden
Darlehen und Kontokorrentkredite besichert 1.806 1.806
Darlehen und Kontokorrentkredite unbesichert 30.407 30.407
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 32.613 32.613
64.826 64.826

Bestimmungen der beizulegenden Zeitwerte

a) Bewertungstechniken und wesentliche, nicht beobachtbare Inputfaktoren

Die nachstehenden Tabellen zeigen die Bewertungstechniken, die bei der Bestimmung der beizulegenden Zeitwerte der Stufe 2 und Stufe 3 verwendet wurden, sowie die verwendeten wesentlichen, nicht beobachtbaren Inputfaktoren:

Zum beizulegenden Zeitwert bewertete Finanzinstrumente

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Art Bewertungstechnik Wesentliche, nicht beobachtbare Inputfaktoren Zusammenhang zwischen wesentlichen, nicht beobachtbaren Inputfaktoren und der Bewertung zum beizulegenden Zeitwert
Bedingte Gegenleistungen Abgezinste Cashflows: - Vorhergesagte jährliche Wachstumsrate der Umsatzerlöse (rd. 13 % -15 % p.a. vor Berücksichtigung des Risikos der Beendigung der Kundenbeziehung) Der geschätzte beizulegende Zeitwert würde steigen (sinken), wenn:
Das Bewertungsmodell berücksichtigt den Barwert der erwarteten Zahlungen, abgezinst mit einem risiko- und laufzeitäquivalenten Zinssatz. - Risiko der Beendigung der Beziehungen zum wesentlichen Kunden (2013/14: 0 %, Anstieg um 10 %-Punkte p.a. bis 2016/17) - die jährliche Wachstumsrate der Umsatzerlöse höher (niedriger) wäre
Die erwartete Zahlung wird unter Berücksichtigung der möglichen Szenarien des vorhergesagten Ergebnisses vor Steuern, des in jedem dieser Szenarien zu zahlenden Betrags und der Wahrscheinlichkeit jedes dieser Szenarien ermittelt. - Vorhergesagte EBIT-Marge - das Risiko der Beendigung der Kundenbeziehungen niedriger (höher) wäre
- Abzinsungssatz (2,6 % -2,9 % p.a.) - die EBIT-Marge höher (niedriger) wäre
- der risikoabhängige Abzinsungssatz niedriger (höher) wäre.
Eine Änderung der jährlichen Umsatzwachstumsrate ist grundsätzlich mit einer Veränderung der EBIT-Marge in die gleiche Richtung verbunden.
Devisentermingeschäfte und Optionen Marktvergleichs verfahren: Nicht anwendbar Nicht anwendbar
Zur Veräußerung verfügbare Finanzinstrumente Die beizulegenden Zeitwerte basieren auf Preisnotierungen von Brokern. Ähnliche Verträge werden auf einem aktiven Markt gehandelt und die Preisnotierungen spiegeln die tatsächlichen Transaktionen für ähnliche Instrumente wider.

Nicht zum beizulegenden Zeitwert bewertete Finanzinstrumente

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Art Bewertungstechnik Wesentliche, nicht beobachtbare Inputfaktoren Zusammenhang zwischen wesentlichen, nicht beobachtbaren Inputfaktoren und der Bewertung zum beizulegenden Zeitwert
Sonstige finanzielle Schulden (gesicherte und ungesicherte Bankdarlehen, Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasung) Abgezinste Cashflows Nicht anwendbar Nicht anwendbar

b) Umgruppierungen zwischen Stufe 1 und Stufe 2

2012 und 2013 wurden keine Umgruppierungen in die eine oder andere Richtung vorgenommen.

c) Beizulegende Zeitwerte der Stufe 3

Überleitung der beizulegenden Zeitwerte der Stufe 3

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in TEUR Bedingte Gegenleistungen
Stand zum 1. Januar 2012 0
Nettoveränderung des beizulegenden Zeitwertes 0
Stand zum 31. Dezember 2012 0
Stand zum 1. Januar 2013 0
Bei einem Unternehmenszusammenschluss übernommen 14.529
Im Finanzierungsaufwand erfasster Verlust 209
Im Währungsausgleichsposten erfasste Wechselkurseffekte -1.133
Nettoveränderung des beizulegenden Zeitwertes (nicht realisiert) 0
Stand zum 31. Dezember 2013 13.605

Es fanden keine Umgruppierungen aus der Stufe 3 oder in die Stufe 3 statt.

Sensitivitätsanalyse

Für den beizulegenden Zeitwert der bedingten Gegenleistung hätte eine für möglich gehaltene Änderung bei einem der wesentlichen, nicht beobachtbaren Inputfaktoren, unter Beibehaltung der übrigen Inputfaktoren, die nachstehenden Auswirkungen.

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Beizulegender Zeitwert der bedingten Gegenleistung
Kurs 1,5396 Erhöhung auf TAUD Minderung auf TAUD Erhöhung auf

TEUR
Minderung auf

TEUR
--- --- --- --- ---
31. Dezember 2013
Jährliche Wachstumsrate der Umsatzerlöse (Veränderung um 1 %-Punkt) 21.487 20.470 13.956 13.296
Risiko der Beendigung der Beziehung zum wesentlichen Kunden (Veränderung um jeweils 10 %-Punkte) 18.089 23.263 11.749 15.110
EBIT-Marge (Veränderung um 1 %-Punkt) 22.901 19.046 14.875 12.371
Abzinsungssatz (Veränderung um 1 %-Punkt) 20.541 21.421 13.342 13.913

7. Sonstige Angaben

7.1 Sonstige finanziellen Verpflichtungen

Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen gliedern sich wie folgt:

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Gesamt bis ein Jahr ein bis fünf Jahre Über fünf Jahre
Verpflichtungen aus Mietverträgen 1.452 559 893 0
Verpflichtungen aus Leasingverträgen 2.940 785 2.155 0
4.392 1.344 3.048 0

Die Einhell Germany AG und ihre Tochtergesellschaften haben verschiedene Operating-Leasingvereinbarungen für Firmenfahrzeuge, Büroausstattung und andere Anlagen und Einrichtungen getroffen. Die Leasingdauer der Leasinggegenstände beträgt zwischen zwei und fünf Jahren. Die Leasingverträge sind in der Regel nicht kündbar. Im Geschäftsjahr 2013 wurden für das Operating-Leasing Zahlungen in Höhe von TEUR 632 (Vj. TEUR 586) geleistet.

7.2 Corporate Governance Kodex

Der Vorstand und Aufsichtsrat der Einhell Germany AG hat die nach § 161 AktG vorgeschriebene Erklärung abgegeben und darüber hinaus den Aktionären auf der Homepage www.einhell.com dauerhaft zugänglich gemacht.

7.3 Beziehungen zu nahe stehenden Personen und Unternehmen

Am 24. Oktober 2002 hat die Thannhuber AG, Landau a. d. Isar, gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der Einhell Germany AG am 13. Oktober 2002 die Schwelle von 75 % überschritten hat. Die Thannhuber AG ist somit beherrschender Gesellschafter der Einhell Germany AG. Es bestehen folgende personelle Verflechtungen zwischen der Thannhuber AG und der Einhell Germany AG:

Herr Josef Thannhuber (Vorsitzender des Aufsichtsrats) ist Gesellschafter und Vorsitzender des Aufsichtsrats der Thannhuber AG
Herr Dr. Markus Thannhuber (Mitglied des Vorstands) ist Gesellschafter der Thannhuber AG

Herr Josef Thannhuber und Herr Dr. Markus Thannhuber haben im Geschäftsjahr 2013 Vergütungen für ihre Tätigkeiten als Organe der Einhell Germany AG erhalten.

Darüber hinaus haben die Einhell Germany AG und ihre Tochtergesellschaften im Geschäftsjahr 2013 mit der Thannhuber AG und ihr nahestehenden Personen keine Rechtsgeschäfte getätigt. Darüber hinaus wurden auf Veranlassung der Thannhuber AG keine Maßnahmen getroffen oder unterlassen, die die Einhell Germany AG und ihre Tochtergesellschaften benachteiligt hätten.

7.4 Vergütung des Vorstands und des Aufsichtsrats

Die Mitglieder des Vorstands erhalten fixe und variable Vergütungen, die sich am Erfolg orientieren. Die Mitglieder des Vorstands halten Aktien der Einhell Germany AG. Aktienoptionsprogramme oder vergleichbare Gestaltungen bestehen nicht. Für das Geschäftsjahr 2013 betrugen die Gesamtbezüge des Vorstands der Einhell Germany AG TEUR 1.378 (Vj. TEUR 1.747). Für diese Personengruppe sind außerdem Pensionsrückstellungen in Höhe von TEUR 421 passiviert.

Für frühere Mitglieder des Vorstands sind Pensionsrückstellungen in Höhe von TEUR 1.786 (Vj. TEUR 1.859) gebildet. Im Geschäftsjahr wurden TEUR 107 Pensionsbezüge an frühere Mitglieder des Vorstands ausbezahlt.

Die Gesamtbezüge des Aufsichtsrates beliefen sich im abgelaufenen Geschäftsjahr auf TEUR 83 (Vj. TEUR 77).

Es wurden keine Kredite und Aktienoptionen an Mitglieder des Vorstandes und des Aufsichtsrates vergeben.

7.5 Honorar des Abschlussprüfers

Das im Geschäftsjahr als Aufwand erfasste Honorar für den Abschlussprüfer KPMG AG beläuft sich auf TEUR 116 (Vj. TEUR 110). Das Honorar bezieht sich in voller Höhe auf Abschlussprüfungen. Sonstige Bestätigungsleistungen, Steuerberaterleistungen oder sonstige Leistungen für den Einhell-Konzern wurden nicht erbracht.

7.6 Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Nach dem Bilanzstichtag sind keine weiteren Ereignisse eingetreten, die einen wesentlichen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben könnten.

Wenn innerhalb eines Jahres vom Erwerbszeitpunkt der Ozito Industries Pty Ltd an neue Informationen über Tatsachen und Umstände bekannt werden, die zum Erwerbszeitpunkt bestanden und die zu Berichtigungen der vorstehenden Beträge oder zu zusätzlichen Rückstellungen führen würden, wird die Bilanzierung des Unternehmenserwerbs korrigiert.

8. Tochterunternehmen

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Anteil am Kapital

%
Eigenkapital 31.12.2013

TEUR
iSC GmbH, Landau a. d. Isar/Deutschland 100,0 1.175
Hansi Anhai Far East Ltd., Hong Kong/China 100,0 21.268
HAFE Trading Ltd., Hong Kong/China 100,0 2.619
Hans Einhell China (Chongqing) Co. Ltd., Chongqing/China 100,0 1.314
Hansi Anhai Youyang Ltd., Chongqing/China 100,0 2.891
Hans Einhell (China) Trading Co., Ltd., Shanghai/China 100,0 -34
Einhell Österreich Gesellschaft m.b.H., Wien/Österreich 100,0 824
Einhell Portugal - Comércio Int., Lda., Arcozelo/Portugal 100,0 2.730
Einhell Benelux B.V., Breda/Niederlande 100,0 -650
Einhell Italia s.r.l., Mailand/Italien 100,0 4.215
Comercial Einhell S.A., Madrid/Spanien 100,0 1.622
Einhell Polska Sp.z o.o., Wroclaw/Polen 90,0 13.017
Einhell Hungaria Kft., Budapest/Ungarn 100,0 241
Einhell Schweiz AG, Winterthur/Schweiz 100,0 3.390
Einhell UK Ltd., Birkenhead/Großbritannien 100,0 1.162
Einhell Bulgarien OOD., Varna/Bulgarien 67,0 -123
Einhell Export-Import GmbH, Tillmitsch/Österreich 100,0 1.451
Einhell Croatia d.o.o., Lepajci/Kroatien 100,0 4.158
Einhell BiH d.o.o., Vitez/Bosnien 66,7 2.588
Einhell d.o.o. Beograd, Belgrad/Serbien 100,0 1.094
Einhell Romania SRL, Bukarest/Rumänien 100,0 2.541
Einhell-Ukraine TOV, Kiew/Ukraine 100,0 -868
Svenska Einhell AB, Göteborg/Schweden 100,0 -632
Einhell Holding Gesellschaft m.b.H., Wien, Österreich 100,0 163
Einhell-Unicore s.r.o., Karlsbad/Tschechien 100,0 2.198
Einhell Intratek Mühendislik ve Dis Ticaret A.S., Istanbul/Türkei 85,0 1.245
Anxall Hellas A.E., Athen/Griechenland 97,2 1.624
Einhell Chile S.A., Santiago/Chile 90,0 1.188
Einhell Danmark ApS, Silkeborg/Dänemark 100,0 -404
Einhell Middle East Trading FZC, Ras Al-Khaima/Vereinigte Arabische Emirate 100,0 -243
Einhell Slovakia s.r.o., Pezinok/Slowakei 100,0 -422
Einhell France SAS, Villepinte/Frankreich 95,0 22
Einhell Australia PTY. Ltd., Victoria/Australien 90,0 -1.607
Einhell Brasil Com. Distr. Ltda, Campinas/Brasilien 90,0 1.532
Einhell Norway AS, Larvik/Norwegen 100,0 -15
Einhell Argentina S.A., Buenos Aires/Argentinien 100,0 1.613
kwb tools GmbH, Stuhr/Deutschland 100,0 1.760
KWB-RUS OOO, Moskau/Russland 100,0 263
Hans Einhell Ukraine TOV, Kiew/Ukraine 100,0 175
Einhell Holding Australia Pty. Ltd., Melbourne/Australien 100,0 13.537
Einhell Colombia S.A.S., Bogota/Kolumbien 100,0 610
Ozito Industries Pty Ltd, Bangholme/Australien 100,0 9.640

9. Organe der Gesellschaft

9.1 Vorstand

Dem Vorstand der Einhell Germany AG gehörten im Geschäftsjahr 2013 an:

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- Andreas Kroiss, Linz/Österreich (Vorsitzender) Bereich Vertrieb, Einkauf, Marketing, Produktmanagement, Unternehmensstrategie
- Jan Teichert, Metten Bereich Finanz- und Rechnungswesen, Steuern, Recht, Controlling, Investor Relations, Personal
- Dr. Markus Thannhuber, Landau a. d. Isar Bereich Technik, Produktaufbereitung, Qualitätssicherung, Service, IT und Instandhaltung

Herr Jan Teichert ist stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender der SÜSS MicroTec AG, Garching.

9.2 Aufsichtsrat

Dem Aufsichtsrat der Einhell Germany AG gehörten im Geschäftsjahr 2013 an:

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- Josef Thannhuber, Landau a. d. Isar, Kaufmann Vorsitzender
- Univ.-Prof. Dr.-Ing. Dr.-Ing. E.h. Dieter Spath, Sasbachwalden, bis 30. September 2013: Leiter Fraunhofer-Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation (IAO), Stuttgart Seit 01. Oktober 2013: Vorstandsvorsitzender Wittenstein AG, Igersheim Stellvertretender Vorsitzender
- Maximilian Fritz, Wallersdorf - Haidlfing, Teamleiter Call-Center Arbeitnehmervertreter

Herr Univ.-Prof. Dr.-Ing. Dr.-Ing. E.h. Dieter Spath ist Mitglied der folgenden Aufsichtsräte bzw. Verwaltungsräte:

LIEBICH & PARTNER Management- und Personalberatung AG, Baden-Baden, Vorsitzender des Aufsichtsrats
Zeppelin GmbH, Garching, Mitglied des Aufsichtsrats

Landau a. d. Isar, 27. März 2014

Einhell Germany AG

Der Vorstand

Andreas Kroiss

Jan Teichert

Dr. Markus Thannhuber

Entwicklung der langfristigen Vermögenswerte im Geschäftsjahr 2013

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Anschaffungs- und Herstellungskosten
1.1.2013

TEUR
Zugänge

TEUR
Veränderung Konsolidierungskreis

TEUR
Umbuchungen

TEUR
Abgänge

TEUR
Währungsdifferenzen

TEUR
31.12.2013

TEUR
--- --- --- --- --- --- --- ---
I. Immaterielle Vermögenswerte
1. Erworbene immaterielle Vermögenswerte 8.033 12.074 - - -17 -84 20.006
2. Selbst erstellte immaterielle Vermögenswerte 5.032 189 - - - - 5.221
3. Erworbene Firmenwerte 11.222 6.100 - - - - 17.322
24.287 18.363 - - -17 -84 42.549
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten des Betriebsvermögens 26.823 7 - 150 - -64 26.916
2. Technische Anlagen und Maschinen 5.015 72 - - - -13 5.074
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 16.064 2.205 1.885 8 -914 -368 18.880
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 176 135 - -158 - - 153
48.078 2.419 1.885 - -914 -445 51.023
III. Finanzielle Vermögenswerte (Wertpapiere) 366 115 - - -110 - 371
72.731 20.897 1.885 - -1.041 -529 93.943

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Kumulierte Abschreibungen
1.1.2013

TEUR
Abschreibungen des Geschäftsjahres

TEUR
Veränderung Konsolidierungskreis

TEUR
Abgänge

TEUR
Währungsdifferenzen

TEUR
31.12.2013

TEUR
--- --- --- --- --- --- ---
I. Immaterielle Vermögenswerte
1. Erworbene immaterielle Vermögenswerte 6.706 1.292 - -1 -58 7.939
2. Selbst erstellte immaterielle Vermögenswerte 5.024 - - - - 5.024
3. Erworbene Firmenwerte 2.107 - - - - 2.107
13.837 1.292 - -1 -58 15.070
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten des Betriebsvermögens 17.295 387 - - -21 17.661
2. Technische Anlagen und Maschinen 1.978 219 - - -13 2.184
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 10.844 1.991 856 -546 -254 12.891
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau - - - - - -
30.117 2.597 856 -546 -288 32.736
III. Finanzielle Vermögenswerte (Wertpapiere) 4 - - -1 - 3
43.958 3.889 856 -548 -346 47.809

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Buchwerte
31.12.2013

TEUR
31.12.2012

TEUR
--- --- ---
I. Immaterielle Vermögenswerte
1. Erworbene immaterielle Vermögenswerte 12.067 1.327
2. Selbst erstellte immaterielle Vermögenswerte 197 8
3. Erworbene Firmenwerte 15.215 9.115
27.479 10.450
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten des Betriebsvermögens 9.255 9.528
2. Technische Anlagen und Maschinen 2.890 3.037
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 5.989 5.220
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 153 176
18.287 17.961
III. Finanzielle Vermögenswerte (Wertpapiere) 368 362
46.134 28.773

Entwicklung der langfristigen Vermögenswerte im Geschäftsjahr 2012

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Anschaffungs- und Herstellungskosten
1.1.2012

TEUR
Zugänge

TEUR
Veränderung Konsolidierungskreis

TEUR
Umbuchungen

TEUR
Abgänge

TEUR
Währungsdifferenzen

TEUR
31.12.2012

TEUR
--- --- --- --- --- --- --- ---
I. Immaterielle Vermögenswerte
1. Erworbene immaterielle Vermögenswerte 7.059 1.020 - - -54 8 8.033
2. Selbst erstellte immaterielle Vermögenswerte 5.032 - - - - - 5.032
3. Erworbene Firmenwerte 10.408 813 - - - 1 11.222
22.499 1.833 - - -54 9 24.287
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten des Betriebsvermögens 26.953 66 - 49 -378 133 26.823
2. Technische Anlagen und Maschinen 5.150 49 - - -176 -8 5.015
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 13.914 2.671 - - -398 -123 16.064
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 58 167 - -49 - - 176
46.075 2.953 - - -952 2 48.078
III. Finanzielle Vermögenswerte (Wertpapiere) 357 9 - - - - 366
68.931 4.795 - - -1.006 11 72.731

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Kumulierte Abschreibungen
1.1.2012

TEUR
Abschreibungen des Geschäftsjahres

TEUR
Veränderung Konsolidierungskreis

TEUR
Abgänge

TEUR
Währungsdifferenzen

TEUR
31.12.2012

TEUR
--- --- --- --- --- --- ---
I. Immaterielle Vermögenswerte
1. Erworbene immaterielle Vermögenswerte 6.384 358 - -44 8 6.706
2. Selbst erstellte immaterielle Vermögenswerte 4.976 48 - - - 5.024
3. Erworbene Firmenwerte 2.106 - - 1 2.107
13.466 406 - -44 9 13.837
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten des Betriebsvermögens 16.800 483 - -1 13 17.295
2. Technische Anlagen und Maschinen 1.753 240 - -9 -6 1.978
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 9.579 1.578 - -323 10 10.844
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau - - - - - -
28.132 2.301 - -333 17 30.117
III. Finanzielle Vermögenswerte (Wertpapiere) 4 - - - - 4
41.602 2.707 - -377 26 43.958

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Buchwerte
31.12.2012

TEUR
31.12.2011

TEUR
--- --- ---
I. Immaterielle Vermögenswerte
1. Erworbene immaterielle Vermögenswerte 1.327 675
2. Selbst erstellte immaterielle Vermögenswerte 8 56
3. Erworbene Firmenwerte 9.115 8.302
10.450 9.033
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten des Betriebsvermögens 9.528 10.153
2. Technische Anlagen und Maschinen 3.037 3.397
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 5.220 4.335
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 176 58
17.961 17.943
III. Finanzielle Vermögenswerte (Wertpapiere) 362 353
28.773 27.329

Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2013

Geschäftstätigkeit, Struktur, Steuerung und Ziele des Einhell-Konzerns

1.1 Allgemeine Tätigkeit und Geschäftsbereiche

Die Einhell Germany AG mit Sitz in Landau an der Isar (Deutschland) ist die Muttergesellschaft des international aufgestellten Einhell-Konzems.

Einhell entwickelt und vertreibt Lösungen für Heimwerker und Handwerker, für Haus und für Garten und Freizeit. Schneller, flexibler und innovativer reagieren als Andere sind die Grundsätze der Produktpolitik. Einhell begleitet mit einem hohen Internationalisierungsgrad die globale Ausrichtung seiner Kunden. Tochterunternehmen und assoziierte Partner in aller Welt stellen die Nähe zu den weltweit agierenden Kunden der Einhell Germany AG sicher.

Die Tochtergesellschaften bestehen aus überwiegend in Europa, aber auch in Südamerika und Australien ansässigen Vertriebsgesellschaften und Handelsgesellschaften in Asien. Die asiatischen Töchter sind unter anderem auch für die Produktfindung und Beschaffung zuständig. Da die Produktion in Asien stattfindet, wurde auch die Qualitätssicherung dort angesiedelt. Einhell beschäftigt weltweit ca. 1.400 Mitarbeiter. Der Konzernumsatz beträgt im Geschäftsjahr 2013 416 Mio. EUR.

Die Einhell Germany AG gliedert ihre Tätigkeit in die beiden Business Units "Werkzeuge" und "Garten & Freizeit".

Die Verantwortung für die jeweilige Business Unit bzw. Division liegt operativ bei Divisionsleitern bzw. bei Geschäftsführern in den Tochtergesellschaften. Bei diesen wird die Zuordnung der Vertriebsverantwortung laufend weiterentwickelt und orientiert sich dabei an der Divisionalisierung in die beiden Bereiche "Werkzeuge" und "Garten". Im Jahr 2013 hat der Einhell-Konzern das Business-Unit-Konzept, welches neben dem Vertrieb auch die Verantwortung für weitere Abteilungen, wie z. B. Produktmanagement und Einkauf umfasst, über den Konzern ausgerollt.

1.2 Rechtliche Struktur und Leitung des Konzerns

Rechtliche Struktur und Änderungen der Konzernstruktur

Die Einhell Germany AG, Landau/Isar hält mittel- und unmittelbar Anteile an insgesamt 42 Tochtergesellschaften, die jeweils eine eigene rechtliche Einheit bilden. Sie hält dabei jeweils 100% der Anteile an Tochtergesellschaften mit Zentral- bzw. Sonderfunktionen wie z.B. Service, Produktfindung/Produktaufbereitung, Beschaffung/ Einkauf sowie Qualitätskontrolle und -sicherung. Außerdem ist sie zu überwiegend 100% an den weltweiten Vertriebsgesellschaften beteiligt.

In den Tochtergesellschaften, bei denen die Einhell Germany AG nicht vollständig 100 % der Anteile hält, verfügt sie in allen Fällen über die unmittelbare oder mittelbare Mehrheit der Anteile. Die Minderheitsanteile werden fast ausschließlich von den jeweiligen Vertriebsgeschäftsführern der jeweiligen Gesellschaft gehalten. Dies ist ein Bestandteil der Strategie des Einhell-Konzerns und soll die unternehmerische Mitverantwortung durch die direkte Beteiligung am Kapital sowie am Erfolg der jeweiligen Gesellschaft untermauern.

Hinsichtlich der Zuständigkeiten der Konzerngesellschaften des Einhell-Konzerns werden sämtliche Vorgänge, die zentral erfolgen können, konzentriert. Die Produktaufbereitung, die Suche nach Fabriken, deren Auditierung und Zertifizierung, der Einkauf, der Service, das Controlling, die Finanzierung, IT und weitere administrative Tätigkeiten erfolgen beispielsweise zentral durch die Konzerngesellschaften in Deutschland und China. Mit diesem Organisationsaufbau innerhalb des Konzerns, ist es sämtlichen Vertriebsgesellschaften möglich, sich auf ihre Kerntätigkeiten zu konzentrieren. Ferner ist Einhell in der Lage, die internationale Expansion zügig voranzutreiben, da jede Vertriebsgesellschaft eine ähnliche Struktur aufweist und somit das Geschäftsmodell effizient in weitere Länder ausgerollt werden kann. Da das organische Wachstum große Potenziale bietet, stellen die Organisation und der effiziente Aufbau des Geschäftsmodells des Einhell-Konzerns eine der wichtigsten Aufgaben für die Verantwortlichen dar.

Im Laufe des Geschäftsjahres 2013 veränderte sich die Konzernstruktur wie folgt:

Der Einhell Konzern hat mit Kaufvertrag vom 1. Juli 2013 100% der Anteile an der Ozito Industries Pty Ltd, Bangholme, Victoria, Australien und deren verbundene Geschäftsaktivitäten übernommen. Die Anteile an der Ozito Industries Pty Ltd wurden von der neu gegründeten Einhell Holding Australia Pty Ltd Melbourne, Australien, einer 100%-igen Tochter der Einhell Germany AG, erworben. Das Sachanlagevermögen der Geschäftsaktivitäten in China wurde von der Hans Einhell (Shanghai) Trading Co. Ltd im Rahmen eines asset-deals übernommen. Die wesentlichen dort ausgeübten Funktionen betreffen das Beschaffungswesen, die Bestellabwicklung, die Qualitätssicherung und die Qualitätskontrolle.

Ozito ist eine dem Verbraucher gut bekannte und seit Jahren etablierte Marke im Preiseinstiegssegment des Elektro- und Gartenwerkzeugbereichs des australischen und neuseeländischen Marktes. Ozito Industries Pty Ltd vertreibt Power Tools und Garden Equipment unter der eigenen Marke Ozito im australischen und neuseeländischen Markt und zu einem geringen Anteil auch unter Fremdmarken in anderen Märkten.

Durch die Integration der Ozito Industries Pty Ltd in den Konzern steigt Einhell zu einem regional starken Anbieter im DIY-Segment in Australien und Neuseeland auf. Hauptkunde der Ozito Industries Pty Ltd ist die Baumarktkette Bunnings, die zur Wesfarmers Group gehört. Mit der Akquisition wird eine im australischen Markt bekannte Marke erworben und der damit verbundene Zugang zu Australiens bedeutendster Baumarktkette Bunnings ermöglicht. Damit ist Einhell in der Lage, ein beachtliches zusätzliches Umsatzvolumen in einem wachsenden DIY Markt zu generieren und von den Ertragspotentialen im australischen Markt zu profitieren.

Des Weiteren hat der Einhell-Konzern im Geschäftsjahr 2013 vom lokalen Vertriebsgeschäftsführer der Anxall Hellas A.E. 1,2 % an der Gesellschaft erworben. Außerdem wurde die Einhell Holding Australia Pty. Ltd. gegründet, an der die Einhell Germany AG zu 100% beteiligt ist. Im südamerikanischen Raum wurde eine neue Gesellschaft in Kolumbien gegründet, an welcher die Einhell Germany AG 100% der Anteile hält. Die im Jahr 2012 gegründete Einhell Rus OOO wurde verkauft.

Leitung und Kontrolle

Die Verantwortung für die Geschäftstätigkeit des Einhell-Konzerns liegt beim Vorstand. Dieser besteht zum Zeitpunkt der Erstellung des Jahres- und Konzernabschlusses sowie des Lageberichts aus drei Mitgliedern. Der Vorstand leitet, organisiert und überwacht die Strategie und die operativen Geschäftsprozesse des gesamten Unternehmens. Die Zuständigkeiten innerhalb des Vorstands orientieren sich an der fachlichen Verantwortung des jeweiligen Vorstandsmitglieds für seine ihm zugeordneten Ressorts. Dabei liegen in der Verantwortung des Vorstandsvorsitzenden die Bereiche Vertrieb, Einkauf, Marketing, Produktmanagement und Unternehmensstrategie.

In der Verantwortung des Vorstands Finanzen liegen die Bereiche Finanz- und Rechnungswesen, Steuern, Recht, Controlling, Investor Relations und Personal. In der Verantwortung des Vorstands Technik liegen die Bereiche Technik, Produktaufbereitung, Qualitätssicherung, Service, IT und Instandhaltung.

Der Vorstand führt die Fach- und Führungskräfte der jeweiligen Ressorts und stützt sich hierbei auf eine entsprechende Struktur von Bereichs- und Abteilungsleitern in der Einhell Germany AG sowie Geschäftsführern und deren Fach- und Führungskräften in den Tochterunternehmen. Dabei achtet der Vorstand auf grundsätzlich flache Hierarchien und legt Wert darauf, mit den Mitarbeitern und Fachkräften aller Bereiche auch in direktem Kontakt zu stehen. Regelmäßige Sitzungen des Vorstands, Sitzungen der einzelnen Ressortkreise sowie auch fallweise bereichs- und abteilungsübergreifende Besprechungen sichern eine effiziente Kommunikation und Informationsversorgung aller Verantwortlichen.

Der Aufsichtsrat der Einhell Germany AG, der aus drei Mitgliedern besteht, überwacht und berät den Vorstand gemäß den gesetzlichen Vorgaben sowie den Vorgaben des deutschen Corporate Governance Kodex.

In den regelmäßigen Sitzungen des Aufsichtsrats informiert der Vorstand diesen über die Lage des Unternehmens, den Gang der Geschäfte sowie die Strategie der Gesellschaft.

Daneben sucht der Aufsichtsrat auch das laufende Gespräch mit dem Vorstand außerhalb der regelmäßigen Sitzungen und stellt damit zusätzlich eine angemessene Kommunikation und Informationsversorgung seitens des Vorstands an den Aufsichtsrat sicher.

Grundzüge des Vergütungssystems des Vorstands

Die Mitglieder des Vorstands erhalten fixe und erfolgsabhängige, also variable Vergütungen mit kurzfristigem sowie mittelfristigem Charakter. Die erfolgsabhängigen Gehaltsbestandteile sind abhängig vom Konzernergebnis, vom Ergebnis der Geschäftsbereiche des abgelaufenen Geschäftsjahres sowie der Entwicklung der Vermögensstruktur des Konzerns und persönlichen Bemessungsfaktoren. Die Bewertungssystematik der variablen Vergütungen ist seit Jahren im Wesentlichen unverändert und gewährleistet somit eine transparente und auf Nachhaltigkeit ausgerichtete Bilanzierungspraxis auf Grundlage der strategischen Ziele des Konzerns. Einmaleffekte durch Sondereinflüsse werden bei der Berechnung der variablen Vergütungen durch einen Cap begrenzt. Mitglieder des Vorstands halten privat Aktien der Einhell Germany AG. Aktienoptionsprogramme oder vergleichbare Gestaltungen bestehen nicht. Weitere Angaben zu den Vorstandsbezügen enthält der Anhang.

Personalveränderungen im Vorstand

Im Geschäftsjahr 2013 gab es keine personellen Veränderungen im Vorstand. Die Besetzung des Vorstands sowie die Aufgabenverteilung zwischen den Vorstandsressorts blieben unverändert.

1.3 Steuerung, Ziele und Strategie des Einhell-Konzerns

Steuerung

Der Einhell-Konzern orientiert sich bei der Steuerung seiner Geschäftsaktivitäten vor allem an den Kenngrößen Umsatz, Rohertragsmarge und dem Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit (EBT). Daneben steuert der Einhell-Konzern die wesentlichen Treiber des Working Capitals, die Vorräte und die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, über Kenngrößen.

Der Lagerbestand wird laufend analysiert und anhand der Größen Lagerdrehung und Reichweite auf eventuellen Abwertungsbedarf hin geprüft. Zudem werden anhand einer Lagervorschau die Bestellungen neuer Ware im Hinblick auf Warenverfügbarkeit und Lagerhöhe auf Plausibilität hin überprüft und gesteuert.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden laufend anhand der Altersstruktur analysiert und einem festgelegten Bewertungsschema unterworfen. Die Forderungen werden üblicherweise entsprechend des Limits der Forderungsversicherung begrenzt bzw. durch interne Limitvergaben einer entsprechenden Steuerung unterzogen. Die Forderungslaufzeiten stehen ebenso unter laufender Beobachtung und sind eine weitere Steuerungsgröße für das Working Capital der Gesellschaft.

Ziele

Der Einhell-Konzern verfolgt grundsätzlich das Ziel eines nachhaltigen, profitablen Wachstums bei Umsatz und Gewinn. Dabei steht das Ziel der Profitabilität an erster Stelle vor dem reinen Wachstumsziel. Mit dem Ziel einer langfristigen Umsatzrendite vor Steuern im Mittel von mindestens 4 bis 5% und einer langfristigen stabilen Quote der Dividendenausschüttung hat die Gesellschaft diese Ziele konkretisiert. Diese langfristige Rendite vor Steuern wurde in den vergangenen Jahren vom Konzern erreicht sowie meistens sogar deutlich übertroffen. In der kurzfristigen Betrachtung der letzten beiden Geschäftsjahre (2012 und 2013) konnte der Konzern aufgrund der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen nicht an das Renditeziel anknüpfen und erzielte Umsatzrenditen vor Steuern im Bereich von 1 bis 3 %. Dies stellt innerhalb der DIY-Branche einen beachtlichen Wert dar und zeigt, dass der Konzern auch in wirtschaftlich sehr schwierigem Umfeld profitabel arbeitet. Der Konzern ist zuversichtlich, in der langfristigen Betrachtung wieder in den Bereich des langfristigen Zielkorridors einschwenken zu können.

Strategie

Die langfristigen strategischen Ziele des Einhell-Konzerns wurden in den vergangenen Geschäftsjahren vom Vorstand in Zusammenarbeit mit den Führungskräften erarbeitet. Der Vorstand hat diese Ziele zusammengeführt und begleitet und überwacht die operative Umsetzung der Strategie.

Das wesentliche strategische Ziel ist die weitere Internationalisierung der Gesellschaft. Dabei sollen neben dem Ausbau bestehender Kundenbeziehungen konsequent neue Märkte erschlossen werden. Einhell will sich damit zu einem weltweiten Anbieter mit einem äußerst attraktiven Produktsortiment weiterentwickeln und durch ein höheres Umsatzvolumen Kostendegressionen nutzen. Die Internationalisierung ist in Europa bereits sehr weit fortgeschritten. Der Konzern erzielt den Großteil seiner Umsätze heute in Europa. Die weitere Internationalisierung auch außerhalb Europas wird als wichtig erachtet, um einerseits weitere Wachstumsfelder zu öffnen und um andererseits die Abhängigkeit von Europa Schritt für Schritt zu verringern. Durch die Positionierung in Regionen außerhalb Europas optimiert der Einhell-Konzern sein globales Risikoportfolio und versucht dadurch, saisonale und vor allem regional konjunkturelle Schwächephasen besser ausgleichen zu können.

Der Bereich Customer Service steht weiterhin im Fokus der Bemühungen und soll ebenso zu einer internationalen Service-Organisation ausgerollt werden. Auf der Beschaffungsseite minimiert der Einhell-Konzern Abhängigkeiten von spezifischen Beschaffungsregionen und etabliert ein weltweites Sourcing-Modell.

Einen wichtigen strategischen Schritt in 2013 stellte die bereits im Herbst 2012 gestartete Marketingkampagne "EINHELL GUT GEMACHT" dar.

Die Marke Einhell hat außerhalb Deutschlands bzw. außerhalb der Region DACH nach wie vor noch keine mit den prominenten A-Marken vergleichbare Wahrnehmung beim Endverbraucher. Zunächst soll dies in der Kernregion DACH verstärkt werden, da hier vom Konzern das größte Umsatzvolumen erzielt wird. Außerhalb der Region DACH bzw. außerhalb Europas müssen sich die Tochtergesellschaften des Konzerns zunächst eigenständig eine Marktposition erarbeiten, da z.B. in Südamerika wie auch anderen Regionen die Marke zunächst unbekannt ist. Dies stellt eine große Herausforderung für den lokalen Vertrieb in den jeweiligen Ländern dar.

Aufgrund der Entwicklungen des stationären Bereichs der Baumarktbranche mit entsprechenden Insolvenzen wichtiger Kundengruppen (Praktiker und Max Bahr) ergänzt der Einhell-Konzern seine Strategie um den Bereich des Online-Handels. Dieser Bereich wurde auch bisher bereits bedient, stellte jedoch - auch seitens der Kunden des Konzerns -im Vergleich zum stationären Bereich keinen Schwerpunkt hinsichtlich der Umsätze dar. Der Einhell-Konzern möchte Umsatzrückgänge aufgrund des oben genannten Wegfalls von Kunden im Online-Bereich ausgleichen und will sich langfristig attraktiv im Online-Bereich positionieren und wird deshalb in diesem Bereich Ressourcen aufbauen.

1.4 Produktaufbereitung, Beschaffung und Qualitätsmanagement

Produktaufbereitung

Die Aufwendungen für Produktaufbereitung betragen im Geschäftsjahr 2013 4,5 Mio. EUR (i. Vj. 5,2 Mio. EUR). In diesem Bereich waren 37 Mitarbeiter (i. Vj. 42 Mitarbeiter) beschäftigt. Dieser Bereich ist überwiegend vertriebsgetrieben und kundenorientiert. Daher ist nicht nur die Zusammenarbeit mit anderen Bereichen, wie z. B. der Qualitätssicherung wichtig, sondern auch die Kommunikation mit den Kunden. So werden beim Aufbau neuer Produkte und Versionen Kundenbedürfnisse von Beginn an einbezogen. Der Kunde wird als Partner verstanden. Dies ermöglicht dem gesamten Einhell-Konzern eine konsequente Marktanpassung. So wurde Einhell zu einem der am schnellsten agierenden Unternehmen der Branche. Die positiven Erfahrungen mit unseren Kunden bestärken uns, diesen Weg beizubehalten.

Die bereits Ende 2008 eingeführten und laufend weiterentwickelten Produktlinien "Blue" und "Red" wurden von den Baumärkten sehr gut angenommen. Die beiden Produktlinien unterschieden sich durch deren Preise und Design. Die Linie "Blue" kennzeichnete das mittlere und die Linie "Red" das gehobene Preissegment. Dabei liegen auch hier die Preise unter denen der derzeitigen Marktführer, die Produkte grenzen sich aber deutlich durch Design, Exklusivität und Kundenservice ab.

Der Weg "Markenqualität zum besten Preis" soll weiter konsequent vorangetrieben werden. Am Point-of-Sale soll dazu der einheitliche Auftritt von Einhell noch prägnanter werden und die Orientierung für den Endverbraucher noch weiter verbessert werden. Aus diesem Grunde hat sich der Einhell-Konzern für einen Auftritt mit diesen beiden Produktlinien ausschließlich in der Farbe Rot entschieden. Die ehemals blaue Linie trägt nun den für die Orientierung des Endverbrauchers prägnanteren Namen "Home" und die rote Linie trägt aufgrund des hohen Anspruchs an Qualität und Ausstattung der Geräte den Namen "Expert".

Beide Linien behalten ihre Positionierung im jeweiligen Marktsegment bei und präzisieren den Auftritt von Einhell und optimieren die Präsentation und das Erscheinungsbild am Point-of-Sale.

Beschaffung

Im Bereich Beschaffung sind die Rohstoffpreise des gesamten Weltmarktes ein wichtiger Faktor. Im Jahr 2013 sind die Rohstoffpreise tendenziell gesunken, lediglich der Index für Eisenerz und Stahlschrott nahm zu. Der HWWI-Rohstoffpreisindex ist von Jahresbeginn bis Ende 2013 um 2,0% auf US-Dollar-Basis zurückgegangen, während er sich auf Eurobasis um 5,1% reduzierte.

Nach Angaben des Hamburgischen Weltwirtschaftsinstituts unterlag der Ölpreis im Jahr 2013 kräftigen Schwankungen. Unruhen und politische Entwicklungen in den Ländern, die einen großen Anteil an der weltweiten Ölförderung haben oder die wichtig für den Öltransport sind, haben immer wieder den Ölpreis in die eine oder andere Richtung bewegt. Aufgrund der stark gestiegenen Förderung von unkonventionellem Gas in den USA ist die Kohlenachfrage in 2013 weiter zurückgegangen.

Qualitätsmanagement

Ein Großteil der Einhell-Produktpalette wird derzeit in China gefertigt. Die Qualitätsanforderungen, die der Einhell-Konzern an die chinesischen Lieferanten stellt, werden von den Wünschen der Kunden bestimmt. Die Qualitätssicherung und das Qualitätsmanagement befinden sich auf einem hohen Niveau.

Da der Überprüfung der Qualität vor der Verschiffung ab China eine hohe Priorität zukommt, steht dieser Bereich ständig unter Beobachtung. Neben den strengen Verschiffungskontrollen vor Ort erfolgen auch die Überwachung der Einhaltung kundenspezifischer Qualitätsanforderungen, Kontrollen von laufenden Produktionen und die Optimierung von Prozessabläufen bei den Herstellern.

Die Qualität der Lieferanten wird ständig optimiert. Durch eine angemessene Anzahl an Lieferanten und eine breite Streuung von Aufträgen wird die Abhängigkeit von einzelnen Lieferanten vermieden. Um weiteren Spielraum für flexible Beschaffungsmöglichkeiten zu schaffen, ist der Einhell-Konzern seit 2008 auch in Vietnam präsent.

1.5 Personal und Sozialbereich

Die Anzahl der Mitarbeiter erhöhte sich im Geschäftsjahr 2013 im Vorjahresvergleich um 5,3% auf durchschnittlich 1.370 (i. Vj. 1.301). Der Umsatz pro Mitarbeiter beträgt 304 TEUR (i. Vj. 292 TEUR). Der Anstieg der Mitarbeiterzahl wird maßgeblich durch die Akquisition der Ozito Industries Pty Ltd sowie den Aufbau von Gesellschaften in Südamerika beeinflusst. Im Zuge der Übernahme der Ozito kamen 106 Mitarbeiter zum Einhell-Konzern hinzu.

Die Feststellung und Erhöhung der Wahrnehmung unseres Unternehmens als attraktiver Arbeitgeber für die bestehende Belegschaft, aber auch für potentielle neue Mitarbeiter/innen stand im Mittelpunkt der Zielsetzungen im Bereich Human Resources für das Jahr 2013. Aus diesem Grund wurde eine Mitarbeiterbefragung durchgeführt, die zu den Schwerpunkten Unternehmenskultur, Kommunikationsstrukturen, Work-Life-Balance, Tätigkeiten und Prozesse aber auch Führungskultur detailliert, die Wahrnehmung der Belegschaft eruierte. Mit einer Beteiligungsquote von über 70 % der Stammbelegschaft konnten hier auch repräsentative Ergebnisse ausgewertet werden. Basierend auf intensiven Workshops auf allen Führungsebenen wurde eine Reihe von Maßnahmen definiert, die sich derzeit in der Umsetzung befinden.

Die stetige Weiterbildung unserer Mitarbeiter bildet die Grundlage für ein auch in Zukunft erfolgreiches Handeln. Die in 2013 angebotenen und erfolgreich durchgeführten Fort- und Weiterbildungsprogramme umfassten EDV- und Sprachtrainings sowie individuelle Schulungen und Seminare. Mit der Erweiterung der Fähigkeiten und Fertigkeiten unserer Mitarbeiter schaffen wir die Grundlage für einen langfristigen Unternehmenserfolg.

Ebenso wurden die Inhalte und die Struktur der internen betrieblichen Ausbildung weiter verbessert, wobei der Integration neuer Auszubildenden hier besonderes Augenmerk geschenkt wurde. Durch die Einführung eines Patensystems für neue Azubis konnte der Eingliederungsprozess noch harmonischer gestaltet werden. Im Angebot von unterschiedlichsten Dualen Studiengängen wurden neue Kooperationen mit den Hochschulen Landshut und Deggendorf begonnen, um eine flexible und praxisorientierte akademische Ausbildung mit klarer regionaler Ausprägung anbieten zu können. Diese Kooperationen lösen, in den nächsten Jahren, schrittweise die Zusammenarbeit mit der Dualen Hochschule Baden Württemberg ab.

Die Aktivitäten im Bereich der Arbeitssicherheit wurden neu strukturiert und dokumentiert, um hier Mitarbeitern, aber vor allem Führungskräften klare Richtlinien zu geben und die bereits verhältnismäßig geringen unfallbedingten Ausfälle noch weiter zu verringern. Darüber hinaus wurden für den Standort Landau a. d. Isar fünf Defibrillatoren angeschafft, die im Ernstfall unsere ausgebildeten Ersthelfer bei lebensrettenden Maßnahmen aktiv unterstützen können.

Das außerordentliche Engagement einer/s jeden einzelnen Mitarbeiters/in in einem sicher nicht einfachen Jahr, mit lokalen und internationalen Krisen, hat das Unternehmen auf Kurs gehalten. Der Vorstand bedankt sich hierfür recht herzlich bei allen Mitarbeiter/innen im Einhell-Konzern.

2. Wirtschaftsbericht

Wirtschaftliche Rahmenbedingungen

Weltwirtschaft

Die Aussichten für die globale Wirtschaft sind nach Einschätzung der Weltbank so gut wie lange nicht mehr. Während die Schwellen- und Entwicklungsländer im Jahr 2013 weiter stark zulegten, befreiten sich die Industriestaaten etwas aus ihrer jahrelangen Krise. Gemäß der Weltbank stieg das weltwirtschaftliche Wachstum im Jahr 2013 um 2,4%.

Die Arbeitslosenzahl ist in 2013 weltweit um fünf Millionen angestiegen. Nach Berechnungen der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) waren im abgelaufenen Jahr 202 Millionen Menschen ohne Arbeit. Betroffen sind vor allem junge Leute, weltweit sind 74,5 Millionen junge Menschen ohne Job.

Deutschland

Die deutsche Wirtschaft ist im Jahresdurchschnitt 2013 so schwach gewachsen wie seit 2009 nicht mehr. Das Bruttoinlandsprodukt stieg lediglich um 0,4% an. Im Jahr 2012 hatte das Wachstum noch 0,7% betragen. Offensichtlich wird die deutsche Wirtschaft durch die anhaltende Rezession in einigen europäischen Ländern und eine gebremste weltwirtschaftliche Entwicklung belastet. Die starke Binnennachfrage konnte diese Entwicklung nur bedingt kompensieren.

Die deutsche Wirtschaft hat das Wachstum vor allem dem privaten Konsum zu verdanken, welcher im Jahr 2013 um 0,9% zulegte. Die Binnennachfrage entwickelte sich in 2013 sehr positiv. Die privaten Konsumausgaben stiegen um 0,9% und damit mehr als doppelt so schnell wie das Bruttoinlandsprodukt mit 0,4%.

Für die Exporteure verlief das Jahr 2013 eher enttäuschend. Der sonst so robuste Außenhandel büßte im Jahresdurchschnitt 2013 aufgrund des schwierigen außenwirtschaftlichen Umfelds an Dynamik ein: Deutschland exportierte preisbereinigt zwar 0,6% mehr Waren und Dienstleistungen als im Jahr 2012, gleichzeitig stiegen die Importe aber um 1,3% an.

Deutschland hat als einziger Euro-Staat im Jahr 2013 einen nahezu ausgeglichenen Haushalt erreicht. Es wurden 1,7 Milliarden Euro mehr ausgegeben als eingenommen. Das entspricht einem Defizit von 0,1% des Bruttoinlandsproduktes. Ein Jahr zuvor hatte es noch einen Überschuss von 0,1% gegeben. Deutschland erfüllt damit das im europäischen Vertrag von Maastricht vorgesehene Defizitkriterium von 3%. Das zweite Kriterium, die Höhe des Staatsschuldenstandes erfüllt Deutschland auch im Jahr 2013 nicht. Die Gesamtschulden des Staates betragen laut Steuerschätzern etwa 75% der Wirtschaftsleistung.

Die Zahl der Erwerbstätigen in Deutschland hat im Jahr 2013 einen neuen Höchststand erreicht. Das Wachstum wird aber schwieriger. Das achte Jahresplus in Folge war nur noch halb so hoch wie in den beiden Jahren zuvor. Laut Statistischem Bundesamt hatten 2013 rund 41,78 Millionen Männer und Frauen mit Wohnsitz in Deutschland eine Arbeit. Das entspricht 0,6% mehr als noch ein Jahr zuvor. Zum Jahreswechsel waren ca. 2,896 Millionen Männer und Frauen arbeitslos. Das bedeutet einen Anstieg von rund 90.000 im Vergleich zu November bzw. von rund 55.000 im Vergleich zum Vorjahr.

Für das Jahr 2014 erwarten Volkswirte einen leichten Rückgang aufgrund der verbesserten Konjunktur, welche sich dann zeitversetzt auf dem Arbeitsmarkt niederschlägt.

Gemäß Statistischen Bundesamt sind die Verbraucherpreise im Jahr 2013 in Deutschland nur noch um durchschnittlich 1,5% gestiegen. Damit war die Jahresteuerungsrate deutlich niedriger als in den beiden Vorjahren (2012: +2,0%; 2011: +2,1%). Eine niedrigere Inflationsrate im Jahresdurchschnitt hatte es zuletzt im Jahr 2010 gegeben. Zum Jahresende 2013 zog die Inflationsrate leicht an. Die Europäische Zentralbank (EZB) spricht bei Werten von unter zwei Prozent von stabilen Preisen.

Verantwortlich für diese Entwicklung im Jahr 2013 waren vor allem die Energiepreise. Energie verteuerte sich in 2013 deutlich weniger als noch in den Vorjahren. Somit hat sich die Gesamtteuerung etwas abgeschwächt.

Der für europäische Zwecke berechnete Harmonisierte Verbraucherpreisindex (HVPI) ist im Jahresdurchschnitt 2013 um 1,6% gestiegen. Im Dezember 2013 lag der HVPI lediglich 1,2% höher als im Dezember 2012. Im Vergleich zum Vormonat November 2012 stieg der HVPI im Dezember 2013 um 0,5%.

Nach einem durchwachsenen Geschäftsjahr 2012 ist die Baumarktbranche optimistisch in das Jahr 2013 gestartet. Der Baumarkthandel in Deutschland musste aber von Januar bis Juni 2013 rückläufige Umsätze hinnehmen. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum ergibt sich für das erste Halbjahr ein nominales Umsatzminus von 5,2%. Ausschlaggebend sind dabei die Umsatzzahlen des ersten Quartals 2013. Deutlich zu niedrige Temperaturen und hohe Regenmengen sind insbesondere für Umsatzrückgänge bei den Gartensortimenten verantwortlich. Im April entwickelte sich der Gesamtumsatz erstmals positiv. Die Monate Mai und Juni brachten eine Stabilisierung der Umsatzentwicklung. Die Branche konnte im Juni mit einem Gesamtbruttoumsatz von 1,69 Milliarden Euro auf bereinigter Verkaufsfläche einen Umsatzzuwachs von 0,6% erzielen. Der Juli konnte aufgrund hoher Temperaturen und geringer Niederschläge im Vergleich zum Vorjahr deutliche Umsatzzuwächse verzeichnen. Diese Entwicklung konnte bis zum Ende des Quartals aufgrund deutlich zu hoher Niederschlagswerte v.a. im September nicht fortgeführt werden. Das dritte Quartal hatte auf die Gesamtentwicklung insgesamt einen positiven Effekt und verringerte die Umsatzrückgänge auf kumuliert 3,4%. Im vierten Quartal konnte die Bau- und Heimwerkerbranche kein weiteres Umsatzwachstum verzeichnen, sodass das Umsatzniveau real um 5,2% unter dem Vorjahreswert liegt.

Europa

Europas Wirtschaft wird langsam wieder positives Wachstum verzeichnen. Die Reformen in Europa hätten die Grundlage für eine Erholung geschaffen. Allerdings belasten hohe Arbeitslosenquoten nach wie vor die Wirtschaft. Die EU-Kommission hat in ihren Konjunkturausblick für das laufende Jahr ein Wachstum von 1,1% für die Eurozone prognostiziert. Das Bruttoinlandsprodukt der Mitgliedsstaaten der Währungsunion konnte im vierten Quartal 2013 saison- und arbeitstäglich bereinigt um 0,3% gegenüber dem Vorquartal zulegen.

Die Arbeitslosenquote in den 28 EU-Ländern zusammen betrug im Dezember 2013 12,0%. Der Wert ist seit Oktober 2013 unverändert. Eurostat schätzt, dass im Dezember 2013 in der Europäischen Union insgesamt 26,20 Millionen Männer und Frauen arbeitslos waren, davon entfallen auf die Eurozone 19,01 Millionen. In der Eurozone lag die saisonbereinigte Arbeitslosenquote im Dezember 2013 bei 10,7%, gegenüber 10,8% im November 2013.

Die Inflationsrate im Euroraum ist im Jahr 2013 stärker zurückgegangen als erwartet. Die Rate betrug im vergangenen Jahr nur noch 1,5% nach 2,0% und 2,1% in den beiden Vorjahren, so das Statistische Bundesamt. Im Dezember betrug die jährliche Teuerungsrate 0,8%, 0,1% weniger als noch im November 2013. In Ländern wie Griechenland, Lettland und Zypern fielen sogar die Preise.

Die jährliche Inflationsrate bleibt damit unter dem Zielwert der Europäischen Zentralbank (EZB). Sie strebt mittelfristig eine Rate von knapp zwei Prozent an. Was für die Verbraucher erfreulich ist, bereitet den Ökonomen zunehmend Sorgen. Ein Risiko für eine Deflation ist aber derzeit nicht gegeben.

Die Industrieproduktion der Eurozone ist im Dezember 2013 saisonbereinigt um 0,7% gesunken. Im Vergleich zum Vorjahresmonat stieg die Industrieproduktion arbeitstäglich bereinigt um 0,5% an. Im gesamten Jahr 2013 sank die Industrieproduktion in der Eurozone im Vergleich zum Vorjahr um -0,8%, nach -2,5% im Jahr 2012.

Geschäftsverlauf

Einhell-Konzern steigert durch strategischen Zukauf die Umsätze

Der Einhell-Konzern konnte in einem schwierigen Marktumfeld seinen Umsatz im Vorjahresvergleich steigern. Der Konzernumsatz für das Geschäftsjahr 2013 beträgt 416,3 Mio. EUR gegenüber 379,9 Mio. EUR im Vorjahr. Wesentlich beeinflusst wurde die Umsatzentwicklung durch den strategischen Zukauf der Ozito Industries Pty Ltd und ihrer verbundenen Geschäftsaktivitäten. Die Ozito Industries Pty Ltd (einschließlich ihrer verbundenen Geschäftsaktivitäten) konnte seit Juli 2013 mit einem Umsatz in Höhe von 40,9 Mio. EUR zum Konzernumsatz beitragen. Ohne den Umsatz aus der Akquisition Ozito beträgt der Umsatz 375,4 Mio. EUR, was einem leichten Rückgang im Vergleich zum Vorjahr entspricht.

Umsatzerlöse

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in Mio. EUR 2013 2012 Veränderung %
Einhell 375,4 379,9 -4,5 -1,2
Ozito Industries Pty Ltd (einschließlich ihrer verbundenen Geschäftsaktivitäten) 40,9 0 40,9 100,0
416,3 379,9 39,4 10,4

Damit konnte der Einhell-Konzern den angegebenen Prognosewert für das Geschäftsjahr 2013, bei dem der Vorstand zu Beginn des Jahres 2013 von einer moderaten Steigerung der Umsätze auf ca. 400-420 Mio. EUR ausging, nicht erreichen. Die Prognose wurde im Juni 2013 aufgrund der Akquisition der Ozito Industries Pty Ltd auf 420-430 Mio. EUR Umsatz nach oben korrigiert. Die im Juni 2013 ausgegebene Prognose und im September 2013 bestätigte Prognose konnte nicht ganz erreicht werden, vor allem aufgrund der Praktiker AG und Max Bahr Insolvenz. Anfangs ging der Konzern davon aus, dass er die erlittenen Umsatzeinbußen mit anderen Kunden ausgleichen kann. Aufgrund der schwierigen Marktsituation konnten die Umsatzverluste aber nicht kompensiert werden. Insgesamt hat der Einhell-Konzern - bereinigt um die Ozito Umsätze - in der zweiten Jahreshälfte deutliche Umsatzverluste hinnehmen müssen.

Im ersten Quartal ergab sich eine erfreuliche Umsatzsteigerung von 12,8% im Vergleich zum Vorjahresquartal. Ausschlaggebend für den Umsatzanstieg waren überwiegend die im Geschäftsjahr 2012 neu akquirierten beziehungsweise gegründeten Tochtergesellschaften, welche in den Vorjahreszahlen noch nicht berücksichtigt wurden.

Schwierige wirtschaftliche Bedingungen im Süden und Osten Europas, ein lang anhaltender Winter und hohe Regenmengen im Frühjahr führten zu einem Umsatzrückgang im zweiten Quartal. In der Einzelbetrachtung ergab sich ein Rückgang von 0,4% zum Vorjahresquartal, der kumulierte Umsatzanstieg per zweites Quartal belief sich auf 5,6%.

Zum Ende des dritten Quartals konnte das Geschäftsvolumen weiter ausgebaut werden und ein Umsatzplus von 8,1% im Vergleich zum Vorjahreszeitraum erzielt werden. Der Umsatzanstieg ist zu einem großen Anteil auf die neu akquirierte Ozito Industries Pty Ltd zurückzuführen, welche Umsatzerlöse in Höhe von EUR 17,1 Mio. erzielte.

Im Verlauf des dritten und vierten Quartals zeichnete sich ab, dass die Märkte in Süd- und Osteuropa aufgrund der nach wie vor angespannten wirtschaftlichen Lage derzeit nicht aufnahmefähig für höhere Umsätze sind. Außerdem ist ein großer Kunde des Einhell-Konzerns ist in Zahlungsschwierigkeiten geraten. Die Praktiker AG sowie Max Bahr haben Insolvenzantrag gestellt und ihre Zahlungsunfähigkeit bekannt gegeben. Durch die Insolvenz hat der Einhell-Konzern deutliche Umsatzverluste erlitten, welche nicht in ausreichendem Maße mit anderen Kunden ausgeglichen werden konnten.

Die regionale Entwicklung der Umsatzerlöse im Geschäftsjahr 2013 stellt sich wie folgt dar:

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2013 2012 Veränderung
TEUR % TEUR % TEUR %
--- --- --- --- --- --- ---
D/A/CH 197.812 47,5 180.718 47,6 17.094 9,5
Übriges Europa 125.038 30,0 148.656 39,1 -23.618 -15,9
Asien 16.217 3,9 18.266 4,8 -2.049 -11,2
Südamerika 24.959 6,0 19.431 5,1 5.528 28,4
Übrige 52.261 12,6 12.791 3,4 39.470 308,6
416.287 100,0 379.862 100,0 36.425 9,6

In der Region D/A/CH konnten im Geschäftsjahr 2013 Umsätze in Höhe von 197,8 Mio. EUR (i. Vj. 180,7 Mio. EUR) erzielt werden. Der Anteil des Umsatzes der Region D/A/CH beträgt somit 47,5%.

Hier ist zu beachten, dass einzelne Großkunden im Geschäftsjahr 2013 die Logistikabläufe geändert haben. Dabei wurde der Fakturaweg auf Fakturierung in Deutschland umgestellt. Die Umsätze in Höhe von 22,9 Mio. EUR sind jetzt in der Region D/A/CH enthalten. In den Vorjahreswerten wurden diese Umsätze noch im übrigen Europa (22,9 Mio. EUR) ausgewiesen.

Im Geschäftsjahr 2013 verringerten sich die Umsätze im übrigen Europa im Vorjahresvergleich. Insgesamt ergibt sich eine Umsatzreduzierung von 15,9% von 148,7 Mio. EUR auf 125,0 Mio. EUR. Zu den bedeutenden Absatzmärkten im Geschäftsjahr 2013 zählen die Türkei, Italien und Spanien.

Die Umsätze in der Region Asien betrugen im Berichtszeitraum 16,2 Mio. EUR (i. Vj. 18,3 Mio. EUR).

In den übrigen Ländern und Südamerika konnten die Umsätze deutlich gesteigert werden. Gegenüber dem Vorjahreszeitraum erhöhten sich die Umsätze um 45,1 Mio. EUR auf 77,3 Mio. EUR (i. Vj. 32,2 Mio. EUR). Die Umsätze wurden überwiegend von den neuen südamerikanischen Tochtergesellschaften sowie der Ozito Industries Pty Ltd in Australien und Neuseeland generiert.

Der Einhell-Konzern blieb akquisitionsbereinigt in allen Regionen hinter den Prognosen zurück. Ausschlaggebend hierfür sind die bereits oben genannten Gründe. Lediglich in der Region übrige Länder konnten Umsatzgewinne aufgrund der Akquisition der Ozito verzeichnet werden.

Entwicklung der Gesamtleistung beider Divisionen

Die Entwicklung der Umsatzerlöse nach Segmenten im Geschäftsjahr 2013 stellt sich wie folgt dar:

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2013 2012 Veränderung
TEUR % TEUR % TEUR %
--- --- --- --- --- --- ---
Werkzeuge 259.037 62,2 230.787 60,8 28.250 12,2
Garten & Freizeit 157.250 37,8 149.075 39,2 8.175 5,5
416.287 100,0 379.862 100,0 36.425 9,6

Die Division "Werkzeuge" erzielte im Geschäftsjahr 2013 einen Umsatz von 259,0 Mio. EUR (i. Vj. 230,8 Mio. EUR). Der Anteil der Ozito Industries Pty Ltd beträgt 26,2 Mio. EUR.

In dieser Division waren Produkte aus den Produktgruppen handgeführte Werkzeuge, Kompressoren und Druckluft-Zubehör, Standwerkzeuge, Stromerzeuger sowie Produkte aus der Schweisstechnik besonders absatzstark.

In der Division "Garten und Freizeit" konnten in 2013 Umsätze in Höhe von 157,3 Mio. EUR (i. Vj. 149,1 Mio. EUR) generiert werden. In der Division "Garten und Freizeit" sind Umsätze der Ozito Industries Pty Ltd in Höhe von 11,7 Mio. EUR enthalten. Zu den absatzstarken Produkten dieser Division zählen überwiegend Produkte aus den Produktgruppen Rasenmäher, Produkte aus dem Bereich Graspflege, Produkte aus dem Bereich Wassertechnik, Produkte der Baum- und Strauchpflege sowie Produkte aus dem Bereich Heizen/Klima.

Sowohl die Division "Werkzeug" als auch die Division "Garten" blieb akquisitionsbereinigt hinter den Erwartungen zurück. Die Prognosen konnten auch hier aus bereits genannten Gründen nicht erreicht werden.

3. Ertragslage

Schwierige Marktbedingungen sowie signifikante Investitionsaufwendungen in die weitere Entwicklung der Marke führten zu einem Rückgang der Ertragskraft. Im Geschäftsjahr 2013 erreichte der Einhell-Konzern ein Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit in Höhe von 4,0 Mio. EUR (i. Vj. 10,7 Mio. EUR)* . Die Rendite vor Steuern beträgt 1,0% (i. Vj. 2,8%)* .

Die Entwicklung des Ergebnisses der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit in den beiden Divisionen stellt sich wie folgt dar:

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2013 2012 Veränderung
TEUR % TEUR % TEUR %
--- --- --- --- --- --- ---
Werkzeuge 793 19,7 4.098 38,3 -3.305 -80,6
Garten & Freizeit 3.229 80,3 6.611 61,7 -3.382 -51,2
4.022 100,0 10.709 100,0 -6.687 -62,4

* Vorjahreszahlen angepasst

Für beide Divisionen ergibt sich für das Geschäftsjahr 2013 eine niedrigere Rohmarge, aufgrund des zunehmenden Margendrucks. Außerdem ist ein verstärkter Marktdruck zu spüren.

Im Segment "Garten" wirken sich verkaufsfördernde Maßnahmen, vor allem um Saisonware aus dem Frühjahrsgeschäft abzuverkaufen, negativ auf die Ergebnisentwicklung aus.

In den werkzeugstarken Ländern wirken sich überproportional hohe Finanzaufwendungen aufgrund starker Kursschwankungen ergebnismindernd aus.

Unter anderem belasten die Effekte aus der Purchase Price Allocation (PPA) das Ergebnis mit -2,0 Mio. Ohne die PPA ergäbe sich somit ein Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit von 6,0 Mio. EUR sowie eine Rendite vor Steuern von 1,5%.

Zu Beginn des Jahres 2013 ging der Einhell-Konzern hinsichtlich der Ertragskraft davon aus, dass sich die Rendite vor Steuern in einem Bereich von 3-4% bewegen könnte. Der im Januar 2013 veröffentlichte Ausblick wurde bereits nach Vorliegen der ersten Quartalszahlen auf eine Rendite von 2-3% nach unten korrigiert. Durch die Übernahme der Ozito Industries Pty Ltd im Sommer 2013 und daraus resultierenden negativen Ergebniseffekten aus der Purchase Price Allocation haben wir zum Jahresende die Prognose erneut angepasst. Es wurde mit einer Rendite vor Steuern von 1% gerechnet, was letztendlich dem erreichten Ergebnis zum Jahresende entspricht.

Verantwortlich für diese Ergebnisentwicklung waren überwiegend der lang anhaltende Winter zu Beginn des Jahres 2013, die nach wie vor schwierigen wirtschaftlichen Bedingungen sowie die Insolvenz eines Großkunden.

In Deutschland und in den westlichen Ländern Europas sind die Umsatz- und Ertragszahlen hinter den Erwartungen zurück geblieben. Der lang andauernde Winter sowie hohe Regenmengen zu Beginn des Jahres haben sich nachteilig auf die Umsätze ausgewirkt. Der Abverkaufsdruck durch Saisonware hat sich hier negativ auf die Ergebnisse ausgewirkt.

Die Märkte in Süd- und Osteuropa sind aufgrund der nach wie vor schwierigen wirtschaftlichen Lage nicht für höhere Umsätze aufnahmefähig. Die Umsätze in einigen Ländern der beiden Regionen sind hinter den Erwartungen zurück geblieben.

Während die zukünftigen Wachstumsregionen - v.a. Südamerika - erfreuliche Umsatzzuwächse verzeichnen konnten, sind die Umsätze im europäischen Markt zurückgegangen. Dem Einhell-Konzern sind hier profitable Umsätze verloren gegangen. Die neuen Tochtergesellschaften in Südamerika, welche sich noch im Aufbau befinden und noch hohe Anlaufkosten verzeichnen müssen, können mit Ausnahme der Einhell Chile, noch keine positiven Beiträge zum Konzernergebnis leisten.

Aufgrund schwieriger wirtschaftlicher Rahmenbedingungen ist ein großer Kunde des Einhell-Konzerns in Zahlungsschwierigkeiten geraten. Die Praktiker AG sowie deren Tochtergesellschaft Max Bahr haben im Jahr 2013 Insolvenzantrag stellen müssen und somit ihre Zahlungsunfähigkeit bekannt gegeben. Ein Fortbestand der Praktiker AG sowie Max Bahr konnte nicht gesichert werden. Die noch ausstehenden Forderungen sind zu einem großen Teil versichert. Ergebnisbelastungen ergeben sich aus dem Versicherungsselbstbehalt, welcher sich in einem mittleren sechsstelligen Bereich bewegen wird. Der Einhell-Konzern generierte mit diesem Kunden rund 20 Mio. EUR Umsatz pro Jahr. Die Umsatzverluste konnten nicht vollumfänglich mit anderen Kunden kompensiert werden.

Der Anstieg des Personalaufwands um TEUR 3.198 auf TEUR 54.326 ist vor allem auf die Akquisition der Ozito Industries Pty Ltd zurückzuführen. Mit der Übernahme der Ozito Industries Pty Ltd sind 106 Mitarbeiter zum Einhell-Konzern hinzugekommen. Außerdem ist der Personalaufwand der kwb tools GmbH sowie der KWB-RUS OOO im Vorjahr nur anteilig enthalten.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen stiegen im Vorjahresvergleich um 10,6% auf TEUR 66.924 an. Der höhere Aufwand ist vor allem auf die neu gegründeten bzw. akquirierten Gesellschaften zurückzuführen. Der Anstieg ist auch auf die Wertberichtigung der Praktiker AG Forderung zurückzuführen. Es wurden Wertberichtigungen in Höhe von TEUR 4.377 berücksichtigt. Dem stehen sonstige betriebliche Erträge aus der voraussichtlichen Versicherungserstattung von TEUR 3.916 gegenüber.

Das Finanzergebnis verschlechterte sich um 0,6 Mio. EUR auf -2,6 Mio. EUR und war vor allem von weltweiten Währungsschwankungen geprägt. Insbesondere die türkische Lira, der Austral-Dollar und die südamerikanischen Währungen unterlagen im Jahr 2013 großen Schwankungen. Das Finanzergebnis errechnet sich im Wesentlichen aus dem Zinsergebnis in Höhe von -1,4 Mio. EUR (i. Vj. -0,7 Mio. EUR) und aus den Ergebnissen aus der Währungsumrechnung in Höhe von -1,2 Mio. EUR (i. Vj. -1,3 Mio. EUR).

Der Konzernjahresüberschuss nach den Ergebnisanteilen der Minderheitsgesellschafter verringerte sich im Geschäftsjahr 2013 von 6,2 Mio. EUR auf 2,1 Mio. EUR. Der ROI1 berechnet sich zum Stichtag unter Berücksichtigung der Purchase Price Allocation mit 1,3% (i. Vj. 4,1%)* . Vor PPA-Effekten ergibt sich ein ROI von 1,9%.

Im Geschäftsjahr 2013 konnte eine EBIT-Rendite im Verhältnis zum Umsatz von 1,6% (i. Vj. 3,3%)* erzielt werden.

Mit dieser Ergebnisentwicklung konnte der Einhell-Konzern seine Erwartungen für das Geschäftsjahr 2013 nicht erfüllen. Es wurden jedoch wichtige strategische Bausteine umgesetzt und in die Weiterentwicklung des Konzerns investiert. Mit der Übernahme der Ozito Industries Pty Ltd ist dem Einhell-Konzern ein wichtiger strategischer Schritt gelungen, die eine logische Fortentwicklung des Erfolgspfades der letzten Jahre darstellen. Der Einhell-Konzern sieht sich im Branchenvergleich hervorragend aufgestellt, um die Herausforderungen der weltwirtschaftlichen Entwicklung gut zu meistern. Mit Blick auf die langfristige Entwicklung des Unternehmens sind wir der Überzeugung, dass der Einhell-Konzern seit vielen Jahren unter Beweis stellt und weiterhin stellen kann, langfristig und nachhaltig positive Erträge und Cash-flows erzielen zu können.

1 ROI (Return on Investment) = Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit / Gesamtkapital * 100

* Vorjahreszahlen angepasst

4. Vermögens- und Finanzlage

Die wesentlichen Posten der Bilanz stellen sich für die Geschäftsjahre 2013 und 2012 wie folgt dar:

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in Mio. EUR 31.12.2013 31.12.2012 Veränderung
Anlagevermögen 46,1 28,8 17,3
Warenvorräte 106,0 125,7 -19,7
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 64,4 66,3 -1,9
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 59,0 5,6 53,4
Eigenkapital 158,3 160,3 -2,0
Bankverbindlichkeiten 51,4 32,2 19,2

Die Bilanzsumme erhöhte sich um 50,7 Mio. EUR bzw. 19,5% auf 310,0 Mio. EUR.

Investitionen und langfristige Vermögenswerte

Die Investitionen betrugen im Geschäftsjahr 2013 22,8 Mio. EUR. Hierbei handelt es sich überwiegend um immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen welche im Rahmen der Akquisition der Ozito Industries Pty Ltd übernommen wurden. Die Höhe der anzusetzenden immateriellen Vermögenswerte wurde im Rahmen einer Purchase Price Allocation ermittelt. Immaterielle Vermögenswerte ergeben sich aus dem erworbenen Firmenwert (6,0 Mio. EUR), dem Wert der Marke Ozito (3,3 Mio. EUR) sowie dem übernommenen, bestehenden Kundenstamm (8,2 Mio. EUR). Der Kundenstamm ist planmäßig über fünf Jahre abzuschreiben.

Der aus der Transaktion resultierende Geschäfts- oder Firmenwert stellt neben dem Mitarbeiterstamm im Wesentlichen die von dem Einhell Konzern im Kaufpreis vergüteten Synergien dar:

mit dem Erwerb von Ozito kann der Einhell-Konzern die Umsätze in Australien und Neuseeland deutlich ausbauen
Schaffung einer Vertriebsbasis für Einhell-Produkte
durch den Unternehmenszusammenschluss kann die Einhell-Gruppe ihre Einkaufsmacht in China erhöhen

Sachanlagevermögen wurde in Höhe von 1,3 Mio. EUR übernommen. Das Sachanlagevermögen bei Ozito und am Standort in China umfasst überwiegend Mietereinbauten sowie Betriebs- und Geschäftsausstattung. Für die Schätzung des beizulegenden Zeitwerts wird regelmäßig auf die Wiederbeschaffungskosten zum Stichtag nach Abschreibung abgestellt. Im Rahmen der Purchase Price Allocation wurde mithilfe eines technischen Verfahrens die Betriebs- und Geschäftsausstattung neu bewertet. Aus der Neubewertung des Sachanlagevermögens von Ozito ergeben sich Unterschiedsbeträge in Höhe von rund TEUR 170.

Die Abschreibungen betrugen 2013 3,9 Mio. EUR und haben sich so gegenüber dem Vorjahr um 1,2 Mio. EUR erhöht (i. Vj. 2,7 Mio. EUR). Die Abschreibung wurde durch die Übernahme der Ozito Industries Pty Ltd und daraus resultierenden Effekten aus der Purchase Price Allocation beeinflusst.

Kurzfristige Vermögenswerte

Zum Stichtag verringerten sich die Vorräte von 125,7 Mio. EUR auf 106,0 Mio. EUR. Der Rückgang ist vor allem auf die Konsolidierung einzelner Läger von Konzern-Gesellschaften zurückzuführen. Außerdem wirken sich eine effizientere Disposition sowie ein verbessertes Lagermanagement positiv auf den Lagerbestand aus.

Die Entwicklung der Vorräte in den beiden Divisionen "Werkzeug" und "Garten & Freizeit" stellt sich wie folgt dar:

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2013 2012 Veränderung
TEUR % TEUR % TEUR %
--- --- --- --- --- --- ---
Werkzeuge 68.784 64,9 82.093 65,3 -13.309 -16,2
Garten & Freizeit 37.189 35,1 43.622 34,7 -6.433 -14,7
105.973 100,0 125.715 100,0 -19.742 -15,7

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen verringerten sich um 1,9 Mio. EUR auf 64,4 Mio. EUR (i. Vj. 66,3 Mio. EUR). Im Geschäftsjahr 2013 wurde wiederum kein Factoring durchgeführt.

Infolge des deutlich positiven Cashflows aus der operativen Geschäftstätigkeit sowie der Restrukturierung der langfristigen Finanzierung, erhöhten sich die liquiden Mittel zum Bilanzstichtag um 53,4 Mio. EUR auf 59,0 Mio. EUR. Ihr Anteil am Gesamtvermögen beträgt 19,0% (i. Vj. 2,2%).

Das Fremdkapital des Einhell-Konzerns verringerte sich auf 92,8 Mio. EUR (Vj. 93,5 Mio. EUR).

Finanzierung

Der Finanzbedarf des Einhell-Konzerns wird insbesondere durch den Bestand an Vorräten sowie den Bestand an Forderungen aus Lieferungen und Leistungen getrieben. Dabei spielen vor allem die Lagerdrehung der Vorräte sowie die Laufzeiten der Forderungen eine große Rolle und beeinflussen den Finanzbedarf signifikant.

Der Einhell-Konzern finanziert sich einerseits über das im Rahmen der Gründung der Gesellschaft und durch Kapitalerhöhungen von den Aktionären zur Verfügung gestellte Eigenkapital sowie durch thesaurierte Gewinne, die in die Rücklagen eingestellt wurden bzw. als Gewinnvortrag dem Bilanzgewinn zugeführt wurden. Andererseits finanziert sich der Einhell-Konzern durch Fremdkapital in Form von langfristigen Krediten und kurzfristigen Mittelaufnahmen sowie zum Teil über Lieferantenkredite. Die Kreditaufnahmen erfolgen dabei überwiegend in Euro. Lieferantenkredite valutieren überwiegend in USD oder CNY. Die zu erwartenden Cash-flows aus der Bezahlung der Lieferantenverbindlichkeiten werden zum größten Teil durch entsprechende Hedgegeschäfte abgesichert.

Aufgrund der sehr gesunden und soliden Finanzierungsstruktur des Einhell-Konzerns mit einer traditionell sehr guten Eigenkapitalquote, die sich aktuell auf 51,0% beläuft, sieht der Vorstand keinerlei Schwierigkeiten die aktuellen Geschäfte sowie auch ein künftiges, im Rahmen der weiteren Expansion, langfristig wachsendes Geschäftsvolumen finanziell bewältigen zu können.

Der Vorstand hält daher unverändert an der bisher sehr erfolgreichen und langfristig ausgerichteten internationalen Expansionsstrategie fest.

Der Einhell Konzern hat im Geschäftsjahr 2013 das günstige Zinsniveau genutzt und seine Refinanzierung neu strukturiert. Mit verschiedenen Banken wurden langfristige bilaterale Kreditvereinbarungen über EUR 30,0 Mio. abgeschlossen. Damit ist die langfristige Finanzierung bis zum Jahr 2018 zu sehr guten Konditionen gewährleistet. Die bereits bestehenden ursprünglich langfristigen Kredite über EUR 20,0 Mio. mit einer Laufzeit bis Mitte 2014 sollen bei Fälligkeit ebenfalls verlängert werden. Die Finanzierung wurde ohne Bereitstellung von Sicherheiten gestaltet. Damit sieht sich der Konzern stark gefestigt für das anhaltend schwierige Marktumfeld. Der Konzern erwartet deshalb auch keine Hindernisse bei der Finanzierung seiner künftigen Geschäfte.

In den Kreditverträgen wurden Financial Covenants definiert, deren Nichteinhaltung den Gläubigern das Recht einräumt, die Kredite während der Laufzeit frühzeitig fällig zu stellen. Diese Governance-Kennzahlen beziehen sich auf die Eigenkapitalquote, die Schuldendeckungsrate und den Zinsdeckungsquotient. Im Geschäftsjahr 2013 wurden alle Covenants erfüllt. Die Absicherung von Zinsänderungsrisiken erfolgt mit Hilfe von derivativen Finanzinstrumenten in Form von Zins-Cap- und Zins-Swap-Vereinbarungen.

Für das operative Geschäft verfügt der Konzern zum Stichtag über ca. EUR 62,5 Mio. unbesicherte Kreditlinien. Insgesamt hatte der Einhell-Konzern zum Bilanzstichtag Guthaben bei Kreditinstituten von TEUR 59.006 und Finanzierungsverbindlichkeiten in Höhe von TEUR 51.449.

Der Vorstand weist darauf hin, dass im Einhell-Konzern sämtliche Grundstücke und Gebäude frei von Sicherheiten Dritter sind. Es bestehen hier keinerlei Sicherungsübereignungen oder vergleichbare Rechte Dritter. Sämtliche Grundschuldvereinbarungen zu Gunsten Dritter wurden bereits im Geschäftsjahr 2010 neu geordnet und aus dem Grundbuch gelöscht. Ebenso sind sämtliche Vorräte und Forderungen vollständig frei von Sicherheiten Dritter.

Die Entwicklung der Finanzlage im Geschäftsjahr 2013 verdeutlicht die zusammengefasste Kapitalflussrechnung:

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in Mio. EUR 2013 2012 Veränderung
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit 48,3 -11,9 60,2
Cashflow aus der Investitionstätigkeit -13,8 -4,0 -9,8
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit 17,7 7,6 10,1
52,2 -8,3 60,5
Wechselkursbedingte Änderungen 0,6 0,0 0,6
Erworbene Zahlungsmittel aus Akquisitionen 0,6 0,2 0,4
Nettozunahme von Zahlungsmitteln 53,4 -8,1 61,5
Zahlungsmittel am Anfang der Periode 5,6 13,7 -8,1
Zahlungsmittel am Ende der Periode 59,0 5,6 53,4

Der Mittelzufluss aus der laufenden Geschäftstätigkeit ist überwiegend aus der Abnahme der Vorräte sowie der Zunahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen entstanden.

Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit resultiert überwiegend aus der Neuaufnahme von Darlehensverbindlichkeiten sowie der Dividendenzahlung für das Geschäftsjahr 2012.

5. Gesamtaussage zur wirtschaftlichen Lage

Zusammenfassend lässt sich festhalten, dass der Einhell-Konzern im Geschäftsjahr 2013 angesichts der schwierigen Marktbedingungen, der Übernahme der Ozito Industries Pty Ltd sowie den Aufbau von Tochtergesellschaften in Südamerika ein im Branchenvergleich zufriedenstellendes Ergebnis erzielte, welches jedoch deutlich hinter dem Vorjahr und den Erwartungen zurückblieb. Der Umsatz konnte akquisitionsbereinigt weitestgehend stabil gehalten werden. Der Anstieg der sonstigen betrieblichen Aufwendungen, hier insbesondere zusätzliche Aufwendungen in den neuen bzw. akquirierten Tochtergesellschaften steht in Zusammenhang mit der weiteren Expansion und der strategischen Weiterentwicklung des Unternehmens. Der Einhell-Konzern hat aufgrund der Praktiker AG / Max Bahr Insolvenz deutliche Umsatzverluste erlitten, welche nicht in ausreichendem Maße mit anderen Kunden ausgeglichen werden konnten.

Ebenso konnte sehr erfolgreich der Strategieprozess für die nächsten Jahre fortgeführt werden, was aus Sicht des Vorstands maßgeblich zur nachhaltigen Sicherung des Geschäftserfolgs beiträgt.

6. Nachtragsbericht

Zwischen dem Ende des Geschäftsjahres 2013 bis zur Aufstellung des Lageberichts sind keine Ereignisse eingetreten, die für die Berichterstattung von Bedeutung sind.

7. Erklärung zur Unternehmensführung

Die Erklärung des Vorstands zur Unternehmensführung gem. § 289a HGB kann auf den Internetseiten der Einhell Germany AG (www.einhell.com) nachgelesen werden.

Die Einhell Germany AG wendet Unternehmensführungspraktiken zur Sicherstellung der Einhaltung der rechtlichen Vorschriften (Compliance) an, die über das Maß der gesetzlichen Anforderungen hinausgehen. Insbesondere hat die Einhell Germany AG im Berichtszeitraum diverse Richtlinien und Prozessregelungen getroffen, die sich an alle Mitarbeiter des Konzerns mit dem Ziel richten, das Risiko von Rechtsverstößen zu vermeiden. Beispielsweise wird die Einhaltung der gesetzlichen Regelungen zum Verbot von Insidergeschäften dadurch sichergestellt, dass eine Insiderrichtlinie erlassen wurde, die den Handel mit Wertpapieren des Unternehmens für Organmitglieder und Mitarbeiter regelt, die Zugang zu Insiderinformationen haben. Die Unternehmensführungspraxis hinsichtlich der Compliance unterliegt einer ständigen Kontrolle und Weiterentwicklung.

8. Risikobericht

Durch den Einsatz eines Risikomanagements will der Einhell-Konzern Chancen und Risiken frühzeitig erkennen, bewerten und durch entsprechende Maßnahmen Chancen wahrnehmen sowie mögliche negative geschäftliche Auswirkungen begrenzen. Damit soll eine Bestandsgefährdung vermieden und durch verbesserte Unternehmerische Entscheidungen langfristig Wert geschaffen werden. Als Risiko definiert der Einhell-Konzern jedes Ereignis, das die Erreichung von operativen oder strategischen Zielen negativ beeinflussen kann. Von Fall zu Fall wird entschieden, ob das Risiko überwälzt wird (z.B. Versicherung), das Risiko über bilanzielle Maßnahmen erfasst wird (z.B. Rückstellungen, Abwertungen) oder bewusst getragen wird.

8.1 Beschreibung des Risikomanagementsystems und wesentliche Merkmale des internen Kontroll- und Risikomanagementsystems im Hinblick auf den Konzernrechnungslegungsprozess § 315 Abs. 2 Nr. 5 HGB

Beschreibung des Risikomanagementprozesses

Das Risikomanagementsystem als Bestandteil des internen Kontrollsystems ist hinsichtlich der Konzernrechnungslegung auch auf das Risiko der Falschaussage in der Konzernbuchführung sowie in der externen Berichterstattung ausgerichtet und dient insbesondere der Früherkennung möglicher Risiken. Das Nutzen von Chancen im Unternehmen ist mit dem Eingehen von Risiken verbunden. Um die Risiken bewusst einzugehen, ist ein Risikomanagement-System notwendig. Mit der Einführung eines IT-basierten Risikomanagement-Informationssystems wird versucht, der Unternehmensleitung und den Verantwortlichen zur Steuerung des Unternehmens die notwendigen Informationen gesammelt und kompakt zeitnah zur Verfügung zu stellen. Damit wird die Datenerhebung bei den einzelnen Gesellschaften vereinfacht und der Aufwand des Risikomanagers im Konzern minimiert.

Der Prozess des Risikomanagements gliedert sich beim Einhell-Konzern in zwei Stufen. Im ersten Schritt erfolgt die dezentrale Erfassung der Risiken in den Tochterunternehmen und den Abteilungen der Einhell Germany AG durch die vom Vorstand benannten Risikoverantwortlichen. Sie haben die Aufgaben der Risikoidentifikation und Bewertung. Wichtig ist dem Einhell-Konzern hier die Identifikation, da nicht identifizierte Risiken auch nicht weiter geplant werden können. Die Bewertung der bestehenden Risiken erfolgt über die Ermittlung des Produkts aus Eintrittswahrscheinlichkeit des Schadens und maximaler Schadenshöhe. Bewertet wird das Nettorisiko, also welches Risiko nach Treffen verschiedener Maßnahmen noch besteht. Die zweite Stufe beinhaltet die Zusammenführung, Analyse und Steuerung der Risiken vom Risikomanager und der Unternehmensleitung.

Zur Steuerung der Risiken stehen dem Unternehmen verschiedene Methoden zur Verfügung. Bei der Risikovermeidung werden das Risiko und somit auch die damit verbundenen Chancen nicht eingegangen. Eine andere Steuerungsmöglichkeit minimiert das Risiko u. a. durch organisatorische Maßnahmen und wird deshalb auch Risikoverminderung genannt. Eine weitere Methode ist die Risikoabwälzung durch Versicherungen, Verträge mit Lieferanten, etc. Die verbleibenden Risiken trägt der Einhell-Konzern bewusst. Hier ist abzuwägen, ob das Risiko in einem angemessenen Verhältnis zu den Chancen steht.

Die Darstellung der Risiken in der Risikomanagement-Software erfolgt über die Einordnung in die Unternehmenshierarchie. So können sowohl die Risiken jedes einzelnen Tochterunternehmens und des Mutterunternehmens dargestellt werden, als auch die kumulierten Risiken. Zudem erfolgt eine unternehmensspezifische Gliederung in die für das Risiko relevanten Abteilungen: Einkauf, Entwicklung, Finanzen, IT, Personal, Produktmanagement, Vertrieb und Wirtschaftsrecht. Die Risiken werden regelmäßig beobachtet und quartalsweise berichtet. Zusätzlich findet eine Besprechung der wichtigsten Risiken in der Vorstandssitzung statt. Mögliche Chancen werden im Risikomanagementsystem nicht gesondert erfasst.

Elemente des internen Kontroll- und Risikomanagementsystems

Das interne Kontrollsystem des Einhell-Konzerns umfasst alle Grundsätze, Verfahren und Maßnahmen zur Sicherung der Wirksamkeit, Wirtschaftlichkeit und der Ordnungsmäßigkeit der Rechnungslegung sowie zur Sicherung der Einhaltung der maßgeblichen rechtlichen Vorschriften.

Das interne Kontrollsystem setzt sich aus internem Steuerungs- und internem Überwachungssystem zusammen.

Die Bereiche Inlands-Controlling, Beteiligungscontrolling, Finanzen, Konzernbilanzierung sowie Recht bilden das interne Steuerungssystem des Einhell-Konzerns. Die Gesellschaften des Einhell-Konzerns planen im jeweils laufenden Geschäftsjahr das darauf folgende Geschäftsjahr. Basierend auf einer differenzierten Umsatzplanung erfolgt eine entsprechende Planung des Wareneinsatzes und der Kosten. Diese Planzahlen werden für den Konzern zu einer Plan-Gewinn- und Verlustrechnung zusammengeführt.

Monatlich werden von den Finanzbuchhaltungen der einzelnen Gesellschaften die tatsächlichen Zahlen aufbereitet. In der Folge entsteht eine komplette Gewinn- und Verlustrechnung, in welcher die Plan- und Ist-Zahlen gegenübergestellt sind und somit analysiert werden können. Die Entwicklung des Auftragsbestands, Margen etc. wird ebenso monatlich für alle Gesellschaften aufgezeigt. Dieser Vergleich wird sowohl mit den Mitgliedern des Vorstands als auch mit den Verantwortlichen der einzelnen Bereiche und Gesellschaften besprochen. Durch die Analyse der Plan- und Ist-Zahlen werden entsprechende Maßnahmen zur Steuerung erarbeitet und umgesetzt.

Das interne Überwachungssystem bildet sich aus prozessintegrierten und prozessunabhängigen Maßnahmen. Neben maschinellen IT-Prozesskontrollen sind auch manuelle Prozesskontrollen ein wesentlicher Bestandteil der prozessintegrierten Maßnahmen, die beispielsweise auch durch die interne Revision durchgeführt werden. Der Aufsichtsrat, der Konzernabschlussprüfer und sonstige Prüfungsorgane, z.B. der steuerliche Betriebsprüfer, sind mit prozessunabhängigen Prüfungstätigkeiten in das Kontrollumfeld des Einhell-Konzerns einbezogen.

Insbesondere die Prüfung der Konzernabschlüsse durch den Konzernabschlussprüfer bildet die wesentliche prozessunabhängige Überwachungsmaßnahme im Hinblick auf den Konzernrechnungslegungsprozess.

Einsatz von IT-Systemen

Die Erfassung buchhalterischer Vorgänge erfolgt für Einzelabschlüsse in dem Buchhaltungssystem Microsoft Business Solutions Navision bzw. sonstigen lokalen Buchhaltungssystemen. Zur Aufstellung des Konzernabschlusses der Einhell Germany AG werden durch die Konzerngesellschaften die jeweiligen Einzelabschlüsse durch weitere Informationen in standardisierten Berichtspaketen ergänzt, die dann zentral bei der Einhell Germany AG in das Konsolidierungssystem CONSIS eingestellt werden. Durch den Konzernabschlussprüfer werden regelmäßig die Schnittstelle zwischen dem Berichtssystem und dem Konsolidierungssystem sowie die Überleitungen geprüft. Im Konsolidierungssystem CONSIS werden sämtliche Konsolidierungsvorgänge zur Erstellung des Konzernabschlusses, z.B. die Kapitalkonsolidierung, die Vermögens- und Schuldenkonsolidierung oder die Aufwands- und Ertragseliminierung generiert und dokumentiert.

Spezifische konzernrechnungslegungsbezogene Risiken

Spezifische konzernrechnungslegungsbezogene Risiken können z. B. aus dem Abschluss ungewöhnlicher oder komplexer Geschäfte auftreten. Weiterhin sind Geschäftsvorfälle, die nicht routinemäßig verarbeitet werden, mit einem latenten Risiko behaftet. Aus den Ermessensspielräumen, die Mitarbeitern notwendigerweise bei Ansatz und Bewertung von Vermögensgegenständen und Schulden eingeräumt werden, können weitere konzernrechnungslegungsbezogene Risiken resultieren.

Wesentliche Regelungs- und Kontrollaktivitäten zur Sicherstellung der Ordnungsmäßigkeit und Verlässlichkeit der Konzernrechnungslegung

Die auf die Ordnungsmäßigkeit und Verlässlichkeit der Konzernrechnungslegung ausgerichteten Maßnahmen des internen Kontrollsystems stellen sicher, dass Geschäftsvorfälle in Übereinstimmung mit den gesetzlichen und satzungsmäßigen Vorschriften vollständig und zeitnah erfasst werden.

Weiterhin ist gewährleistet, dass Inventuren ordnungsgemäß durchgeführt werden, Vermögensgegenstände und Schulden im Konzernabschluss zutreffend angesetzt, bewertet und ausgewiesen werden. Die Regelungsaktivitäten stellen ebenfalls sicher, dass durch die Buchungsunterlagen verlässliche und nachvollziehbare Informationen zur Verfügung gestellt werden.

Die Kontrollaktivitäten zur Sicherstellung der Ordnungsmäßigkeit und Verlässlichkeit der Rechnungslegung umfassen beispielhaft die Analyse von Sachverhalten und Entwicklungen anhand spezifischer Kennzahlenanalysen. Die Trennung von Verwaltungs-, Ausführungs-, Abrechnungs- und Genehmigungsfunktionen und deren Wahrnehmung durch verschiedene Personen reduziert die Möglichkeit zu vorsätzlichen Handlungen. Weiterhin ist z. B. sichergestellt, dass bei Veränderungen in den eingesetzten IT-Systemen der zugrunde liegenden Buchführungen in den Konzerngesellschaften eine periodengerechte und vollständige Erfassung buchhalterischer Vorgänge erfolgt. Das interne Kontrollsystem gewährleistet auch die Abbildung von Veränderungen im wirtschaftlichen oder rechtlichen Umfeld des Einhell-Konzerns und stellt die Anwendung neuer oder geänderter gesetzlicher Vorschriften zur Konzernrechnungslegung sicher.

Die Bilanzierungsvorschriften zur Rechnungslegung nach den International Financial Reporting Standards (IFRS) bilden die einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze für die in den Einhell-Konzernabschluss einbezogenen inländischen und ausländischen Unternehmen. Neben allgemeinen Bilanzierungsgrundsätzen und -methoden sind vor allem Regelungen zu Bilanz, Gewinn-und-Verlustrechnung, Anhang, Lagebericht, Cashflow-Rechnung und Segmentberichterstattung bei Einhaltung der in der EU geltenden Rechtslage getroffen.

Die Einhell-Bilanzierungsvorschriften regeln auch konkrete formale Anforderungen an den Konzernabschluss. Neben der Festlegung des Konsolidierungskreises sind auch die Bestandteile der durch die Konzerngesellschaften zu erstellenden Berichtspakete im Detail festgelegt. Die formalen Anforderungen regeln unter anderem die verbindliche Verwendung eines standardisierten und vollständigen Formularsatzes. Die Einhell-Bilanzierungsvorschriften enthalten weiterhin z.B. konkrete Vorgaben zur Abbildung und Abwicklung des Konzern-Verrechnungsverkehrs und der darauf aufbauenden Saldenabstimmungen.

Auf Konzernebene umfassen die spezifischen Kontrollaktivitäten zur Sicherstellung der Ordnungsmäßigkeit und Verlässlichkeit der Konzernrechnungslegung die Analyse und gegebenenfalls Korrektur der durch die Konzerngesellschaften vorgelegten Einzelabschlüsse. Mit der zentralen Durchführung so genannter Werthaltigkeitstests für die aus Konzernsicht spezifischen Zahlungsmittel generierenden Geschäftseinheiten wird die Anwendung einheitlicher und standardisierter Bewertungskriterien sichergestellt. Weiterhin erfolgt auf Konzernebene die Aufbereitung und Aggregation weiterer Daten für die Erstellung externer Informationen im Anhang und Lagebericht, einschließlich wesentlicher Ereignisse nach dem Bilanzstichtag.

Einschränkende Hinweise

Das interne Kontroll- und Risikomanagementsystem ermöglicht durch die im Einhell-Konzern festgelegten Organisations-, Kontroll- und Überwachungsstrukturen die vollständige Erfassung, Aufbereitung und Würdigung von unternehmensbezogenen Sachverhalten sowie deren sachgerechte Darstellung in der Konzernrechnungslegung. Insbesondere persönliche Ermessensentscheidungen, fehlerbehaftete Kontrollen, kriminelle Handlungen oder sonstige Umstände können allerdings der Natur der Sache nach nicht ausgeschlossen werden und führen dann zur eingeschränkten Wirksamkeit und Verlässlichkeit des eingesetzten internen Kontroll- und Risikomanagementsystems, sodass auch die konzernweite Anwendung der eingesetzten Systeme nicht die absolute Sicherheit hinsichtlich der richtigen, vollständigen und zeitnahen Erfassung von Sachverhalten in der Konzernrechnungslegung gewährleisten kann.

8.2 Beschreibung der Risiken

8.2.1 Allgemeine wirtschaftliche und Branchenrisiken

Der Einhell-Konzern unterliegt dem allgemeinen Risiko von Entwicklungen der Weltwirtschaft sowie der spezifischen Branche des Bereichs Baumarkt, Fachhandel und Do-it-yourself (DIY).

Politische Risiken

Hinsichtlich weltwirtschaftlicher Entwicklungen ist der Einhell-Konzern aufgrund seiner Internationalität grundsätzlich globalen Risiken ausgesetzt. Diese können sich sowohl in Form von politischen als auch wirtschaftlichen Risiken verwirklichen. So kann insbesondere die Politik in den Ländern, in denen der Einhell-Konzern heute tätig ist, Einfluss auf die Stabilität und die Wirtschaftskraft dieser Länder haben. Aber auch in den Ländern, in die der Einhell-Konzern seine Expansion vorantreiben möchte, können politische Risiken Einfluss auf die Geschäftsstrategie von Einhell haben. Das Risiko erstreckt sich dabei z.B. auch auf die Währungspolitik von Ländern oder z.B. die Import- und Zollvorschriften und deren praktische Abwicklung. Gleiches gilt für die Beschaffungsländer, in denen Einhell das Sourcing für seine Produkte durchführt. Der Einhell-Konzern versucht die allgemeinen politischen Risiken zu beherrschen, indem die Konzernführung zum einen in enger Kommunikation mit den verantwortlichen Mitarbeitern vor Ort steht, um sich laufend ein Bild von aktuellen Entwicklungen machen zu können. Zum anderen hat der Einhell-Konzern die Strategie, die Investitionen in langfristige Vermögensgegenstände wie z.B. Immobilien in den jeweiligen Ländern auf ein Mindestmaß zu beschränken. Dadurch erreicht der Einhell-Konzern eine hohe Flexibilität, um auf ungünstige Entwicklungen reagieren zu können und beispielsweise im kurzfristigen Umlaufvermögen in einem Land jederzeit handlungsfähig zu sein.

Branchenrisiken

In Bezug auf Branchenrisiken ist der Einhell-Konzern der Entwicklung der DIY-Branche sowie des Bereichs Fachhandel in den jeweiligen Ländern ausgesetzt. Zudem steht er auch unter dem Einfluss des Verhaltens und der Entwicklung von Wettbewerbern.

So können Veränderungen in der Branche wie beispielweise Konzentrationsprozesse auf Kundenseiten Einfluss auf die Geschäfte von Einhell haben. Einhell versucht durch den Ausbau einer starken internationalen Marktposition Abhängigkeiten von solchen Faktoren zu minimieren. Durch die Etablierung eines starken Produktsortiments und eines kundenfreundlichen Service ist Einhell auch in Konzentrationsprozessen in der Lage, die Position beim Kunden zu stärken. Weiterhin können Strategieänderungen von Wettbewerbern den Einhell-Konzern beeinflussen. Neue Wettbewerber können in die Positionierung von Einhell eindringen oder bestehende Wettbewerber können ihre Position verändern. Einhell versucht dem zu begegnen, indem Einhell ein relativ breites Sortiment, das sich vom Bereich "Werkzeuge" bis zum Bereich "Garten & Freizeit" spannt, am Markt etabliert und dies zusätzlich auch international sehr stark ausrollt.

So gibt es kaum einen Wettbewerber am Markt, der ein vergleichbares Sortiment in der Internationalität wie Einhell anbietet.

8.2.2 Beschaffungsrisiken

Die Beschaffung ist ein primärer Prozess im Unternehmensmodell von Einhell und stellt so im Einhell-Konzern einen wichtigen Bereich im Risikomanagement dar. Ziel des Einkaufs ist es, die Produkte termingerecht mit entsprechender Qualität zum angemessenen Preis zu beschaffen.

Ein wichtiger Faktor sind hierbei die Lieferanten. Da der Einhell-Konzern bereits langjährige Beziehungen mit seinen Lieferanten pflegt, können Preis- und Bezugsrisiken minimiert werden. Die Lieferanten sind durch ständige Kontrollen in das Qualitätssystem des Einhell-Konzerns mit eingebunden. Eine Abhängigkeit des Einhell-Konzerns von einzelnen Lieferanten besteht nicht. Einhell hat bereits vor einigen Jahren damit begonnen, eine Second-Source-Strategie aufzubauen, die weiter optimiert wird.

Um die Einkaufsplanung zu optimieren, werden die Einkaufsmengen im festen Rhythmus mit dem Vertrieb abgestimmt und über ein Internet-basiertes Bestellsystem abgeglichen und disponiert.

Dem Risiko von Preiserhöhungen, die z.B. aus Rohstoffpreisänderungen resultieren können, wird durch entsprechende Vereinbarungen auf Einkaufs- und Verkaufsseite begegnet, indem der Einhell-Konzern versucht, Veränderungen auf der Einkaufsseite auch zeitgerecht auf der Verkaufsseite umzusetzen. Ein entsprechender Produktmix, eine breite Kundenstruktur und eine starke Einkaufsposition unterstützen diesen Prozess.

8.2.3 Absatzmarktrisiken

Die Risiken des Absatzmarktes sieht der Einhell-Konzern vor allem im Forderungsausfall und im Absatzvolumen. Dem Bonitätsrisiko begegnet der Einhell-Konzern soweit möglich durch den Abschluss von Euler-Hermes-Kreditversicherungen. Das Risiko des Rückgangs des Absatzvolumens wird durch innovative Produkte verringert, die in Design, Funktionsausstattung und Preis-Leistungs-Verhältnis die Kundenwünsche erfüllen. Diesem Risiko wurde durch die schrittweise Einführung zweier klar definierter Produktlinien begegnet.

8.2.4 Strategische und Expansionsrisiken

Die Umsetzung der Strategie des Einhell-Konzerns ist mit Risiken verbunden. Diese können daraus resultieren, dass Ressourcen oder Elemente, die zur Umsetzung der Strategie notwendig sind, zum betreffenden Zeitpunkt nicht verfügbar sind oder auf Hindernisse in der Realisierung stoßen. Dies können beispielsweise personelle oder technische Gründe sein.

Auch bei der Neugründung und Akquisitionen von Tochtergesellschaften bestehen grundsätzlich Risiken. Einhell versucht diese Risiken zu beherrschen, indem bei der Identifikation von neuen Verkaufsregionen von Beginn an eine Definition und Untersuchung der Zielländer vorgenommen wird. Dabei werden das Umfeld und das Marktpotential eingeschätzt. Zudem wird frühzeitig nach entsprechenden Geschäftsführern und Fachpersonal gesucht. Hinsichtlich der Infrastruktur wählt Einhell einen Standardansatz für jede neue Vertriebstochtergesellschaft, der sich auf die internen Abläufe sowie auf die IT-Infrastruktur bezieht. Damit werden Risiken beim Aufsetzen einer neuen Tochtergesellschaft reduziert.

Auch aus Akquisitionen des Einhell-Konzerns resultieren Risiken. Die Reduzierung dieser Risiken wird dadurch angestrebt, dass die Übernahmekandidaten in der Mehrzahl langjährige Partner des Einhell-Konzerns sind. Damit wird erreicht, dass die neuen Konzerngesellschaften von Anfang an in die Konzernstrukturen und -strategien integriert sind. Ergänzend dazu erfolgen Sorgfältigkeitsprüfungen ("Due Diligence") bei den zur Akquisition anstehenden Unternehmen, die von internen Mitarbeitern des Beteiligungscontrollings sowie der Rechtsabteilung und von Fall zu Fall weiteren Fachbereichen des Einhell-Konzerns, unterstützt von externen Beratern, durchgeführt werden.

8.2.5 Finanz-, Zins- und Währungsrisiken

Der anhaltende Wachstumskurs des Einhell-Konzerns ist natürlich auch mit Risiken im Zusammenhang mit der Finanzierung verbunden. Zur Bewältigung der Finanzrisiken setzt der Einhell-Konzern sowohl auf langfristige als auch auf kurzfristige Finanzierungsstrategien.

Im Finanzierungsbereich bestehen langfristige Darlehen bei Kreditinstituten mit bilateralen Vereinbarungen. Ebenso verfügt der Einhell-Konzern vor allem über klassische Kreditlinien, die im Geschäftsjahr 2013 nur teilweise ausgenutzt wurden. Sowohl die Ausstattung mit liquiden Mitteln als auch mit Eigenkapital war im Berichtsjahr sehr gut. Der Einhell-Konzern baut zudem sein Netting-System und seinen Cash-Pool, der von der Muttergesellschaft und den Tochtergesellschaften gemeinsam gebildet wird, weiter aus. Die Finanzierung der Tochtergesellschaften erfolgt fast ausschließlich über konzerninterne Darlehen. Damit wird das Risiko einer intransparenten und ineffizienten Darlehensstruktur im Konzern reduziert. Die Muttergesellschaft hat dazu für die Tochtergesellschaften interne Kreditlinien eingerichtet, deren Höhe sich nach der Planung und dem erwarteten Geschäftsvolumen der jeweiligen Tochtergesellschaften richtet. Risiken im Zusammenhang mit Zinsänderungen und -schwankungen werden durch den Einsatz von derivativen Finanzinstrumenten wie langfristigen Zins-Swap- und Zins-Cap-Vereinbarungen gesteuert. Risiken im Zusammenhang mit Währungsschwankungen werden überwiegend durch den Einsatz von klassischen Devisentermingeschäften gesteuert. Das Risiko von Währungsschwankungen bei der Beschaffung wird soweit möglich durch Sicherungsgeschäfte in Form von Devisentermin- und Optionsgeschäften abgesichert. Die Währungssicherung erfolgt gemäß den IAS/IFRS-Vorschriften zum Hedge-Accounting für die einzelnen Sicherungszeiträume.

Ausfallrisiko

Es ist Unternehmenspolitik, Ausfallrisiken sowohl von Kunden wie auch von Lieferanten durch den Einsatz international üblicher Instrumente zu minimieren. So beurteilt das Unternehmen die vom jeweiligen Lieferauftrag durch den Auftraggeber sowie durch dessen Umfeld innewohnenden Ausfallrisiken. Insbesondere bei Neukunden oder risikoreichen Ländern werden im Einzelfall Absicherungen über Akkreditive vorgenommen. Bereits in der Angebotsphase legen Vertriebs- und Finanzabteilung gemeinsam die zu fordernden Sicherheiten fest und stimmen im Auftragsfalle die Inhalte dieser ab. Zur Unterstützung der Risikoeinschätzung werden externe Informationen von Banken und Auskunfteien einbezogen. Um Ausfallrisiken von Lieferanten zu minimieren, erarbeitet sowohl das Einkaufs- und Projektmanagement sowie die Finanzabteilung gemeinsame Absicherungskonzepte.

Die Buchwerte der Forderungen stellen das maximale Ausfallrisiko dar. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen bestehen gegenüber Baumarktketten, Fachhändlern und Discountern und betragen EUR 64,4 Mio. (Vj. EUR 66,3 Mio.).

Dem Bonitätsrisiko begegnet der Einhell-Konzern soweit möglich durch den Abschluss von Euler-Hermes Kreditversicherungen.

Da die derivativen Finanzinstrumente über renommierte Finanzeinrichtungen abgeschlossen werden, geht der Konzern in ihrem Falle davon aus, dass sich sein maximales Ausfallrisiko auf den positiven Marktwert der Derivate beschränkt.

Zum Stichtag betragen die Bankguthaben TEUR 59.006 (Vj. TEUR 5.618). Die Anlagen bestehen bei erstklassigen, namhaften Banken.

Preis- und Bezugsrisiken auf den Beschaffungsmärkten beugt der Einhell-Konzern durch über Jahre aufgebaute Lieferantenbeziehungen vor, die zudem im Rahmen des Qualitätsmanagements laufend beurteilt werden.

Liquiditätsrisiko

Das Liquiditätsrisiko stellt die Möglichkeit dar, dass eine Gesellschaft nicht mehr in der Lage ist, ihre finanziellen Verpflichtungen (z. B. Tilgungen von Finanzschulden oder Bezahlung von Einkaufsverpflichtungen) zu erfüllen. Der Einhell-Konzern begrenzt dieses Risiko durch ein effektives Net Working Capital- und Cash-Management und den Zugang zu klassischen Kreditlinien bei namhaften Kreditinstituten. Für das operative Geschäft verfügt der Konzern zum Stichtag über ca. EUR 62,5 Mio. unbesicherte Kreditlinien. Daneben verfolgt der Konzern ständig die sich an Finanzmärkten bietenden Möglichkeiten zur Finanzierung, um die finanzielle Flexibilität des Konzerns zu sichern und unangemessene Refinanzierungsrisiken zu begrenzen.

8.2.6 Haftungsrisiken

Haftungsrisiken bestehen beim Einhell-Konzern vor allem im Zusammenhang mit der Produkthaftung. Der Hauptbeschaffungsmarkt für Einhell-Produkte ist die Volksrepublik China. Um die Qualität vor Ort sicherzustellen, wurde in China ein Qualitätssicherungssystem aufgebaut, das die Produktion direkt beim Lieferanten begleitet und eine entsprechende Prozesskontrolle implementiert. Weiterhin werden Vorschriften und Regularien durch einen eigenen Normenkontrollbeauftragten laufend überwacht. Das noch verbleibende Risiko bezüglich Ansprüche aus der Produkthaftung wurde wirtschaftlich sinnvoll durch entsprechende Versicherungen abgedeckt. Produkthaftungsfälle werden anhand einer eindeutigen Organisations- und Ablaufstruktur eingeordnet und so effizient gehandhabt.

So existieren klare Verantwortungs- und Kommunikationslinien, die durch schriftliche Dokumentationen von Rückrufplänen und Checklisten unterstützt werden. In dieses System sind auch externe Fachstellen und Experten eingebunden.

8.2.7 IT-Risiken

Informations- und Kommunikationssysteme bilden die Grundlage zahlreicher Geschäftsprozesse des Einhell-Konzerns. Die Tochtergesellschaft iSC GmbH betreibt ein zentrales IT Service Center, dem die Umsetzung der internationalen Strategie des Konzerns obliegt. Große Bedeutung wird dabei der Realisierung international einheitlicher IT-Standards beigemessen, die die Wirksamkeit, Wirtschaftlichkeit und Kontinuität der IT-Umgebungen im Rahmen der unternehmerischen und gesetzlichen Anforderungen sicherstellen sollen. Feste Bestandteile dieser Standards sind die Umsetzung geeigneter Maßnahmen im Bereich der physikalischen Sicherheit, der Einsatz leistungsfähiger und zuverlässiger Hardware-Komponenten, der Betrieb sorgfältig ausgewählter Infrastruktur- und Geschäftsanwendungen sowie die Bereitstellung hochwertiger Services und Prozesse zum Betrieb und der Weiterentwicklung der gesamten Informations- und Kommunikationsinfrastruktur.

Die Organisation der IT-Prozesse ist am ITIL-Prozessframework ausgerichtet. Erforderliches Spezial-Know How wie etwa im Bereich lokaler Compliance-Anforderungen wird über qualifizierte Dienstleistungspartner eingebracht, deren Leistungserbringung und -umfang vertraglich definiert wird und die sehr eng in die IT-Organisation eingebunden werden. Applikationen werden gemäß ihrer Kritikalität für den Geschäftsablauf in hochverfügbaren Systemumgebungen betrieben und adäquaten Business Continuity Mechanismen unterzogen. IT basierende Vorkehrungen, die regelmäßig überprüft und aktualisiert werden, sorgen im Zusammenspiel mit dem Einsatz qualifizierter Mitarbeiter und entsprechenden Rollen- und Rechtekonzepten für einen möglichst effektiven Schutz vertraulicher Daten.

Die IT-Strategie des Einhell-Konzerns ist sehr eng mit der Geschäftsstrategie verzahnt und unterliegt einer regelmäßigen Kontrolle und Anpassung an das wirtschaftliche Umfeld.

8.2.8 Rechtliche Risiken

Der Einhell-Konzern ist rechtlichen Risiken ausgesetzt. Diese können aus dem Abschluss von Unternehmensverträgen mit Lieferanten, Kunden und anderen Vertragspartnern resultieren. Zudem ist Einhell bei der Verhandlung und beim Abschluss von Verträgen mit verschiedenen internationalen Rechtssystemen konfrontiert. Dies bezieht sich insbesondere auch auf den Abschluss von gesellschaftsrechtlichen Verträgen wie bei Gründungen und auf patentrechtliche Vereinbarungen und ähnliche Verträge, die dem Schutz des geistigen Eigentums von Einhell gelten.

Einhell versucht, das Risiko daraus zu minimieren, indem eine eigene Rechtsabteilung in Deutschland und auch in China laufend rechtliche Sachverhalte prüft und überwacht. Dabei erfolgt die Koordination und Prüfung durch eigenes Personal, das von Fall zu Fall die Unterstützung externer Experten aus dem jeweiligen fachlichen Rechtsgebiet bzw. Rechtssystem hinzuzieht.

Insgesamt bleibt festzustellen, dass Risiken, die den Bestand des Unternehmens gefährden, nach unserer Einschätzung nicht vorliegen.

Um identifizierte Risiken wirksam messen und steuern zu können, bewerten wir diese mit Hilfe der Bewertungsparameter Eintrittswahrscheinlichkeit und Ergebnisauswirkung im Falle eines Eintretens. Hierbei stützen wir uns auf Erfahrungswerte und zukunftsgerichtete Annahmen. In der nachfolgenden Tabelle sind alle Risiken sowie ihre möglichen Ergebnisauswirkungen und Eintrittswahrscheinlichkeiten dargestellt. Dies ermöglicht uns, geeignete Maßnahmen zur Risikosteuerung zu ergreifen.

Mögliche kurzfristige Ergebnisauswirkungen (EGT) wichtiger Risiken nach getroffenen Maßnahmen

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Ergebnisauswirkung Eintrittswahrscheinlichkeit
Mögliche Abweichungen bezogen auf: - 2014 + 2014
--- --- --- ---
Umfeld und Branche
Politische Risiken □ □ □ □ ▄ wahrscheinlich 10 %
Branchenrisiken ▄ ▄ ▄ ▄ ▄ wahrscheinlich 10 %
Unternehmensspezifische Risiken
Beschaffungsrisiken □ □ □ □ ▄ unwahrscheinlich
Absatzmarktrisiken ▄ ▄ ▄ ▄ ▄ wahrscheinlich 20 % - 30 %
Strategische und Expansionsrisiken □ □ □ ▄ ▄ wahrscheinlich 10 %
Haftungsrisiken □ □ □ □ ▄ wahrscheinlich 10 %
IT-Risiken □ □ □ □ ▄ unwahrscheinlich
Rechtliche Risiken □ □ □ ▄ ▄ wahrscheinlich 10 %
Finanzen
Finanz-, Zins- und Währungsrisiken □ □ □ ▄ ▄ wahrscheinlich 10 % - 20 %
Ausfallrisiken □ □ □ □ ▄ wahrscheinlich 10 % - 20 %
Liquiditätsrisiken □ □ □ □ ▄ unwahrscheinlich

Ergebnisauswirkung

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□ □ □ □ ▄ < 1 Million €
□ □ □ ▄ ▄ ≥ 1 Million € < 2 Millionen €
□ □ ▄ ▄ ▄ ≥ 2 Millionen € < 3 Millionen €
□ ▄ ▄ ▄ ▄ ≥ 3 Millionen € < 4 Millionen €
▄ ▄ ▄ ▄ ▄ ≥ 4 Millionen €

Eintrittswahrscheinlichkeit

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≥ 0 % < 10 % unwahrscheinlich
≥ 10 % < 70 % wahrscheinlich
≥ 70 % sehr wahrscheinlich

9. Prognosebericht

9.1 Weltwirtschaftliche Entwicklung

Nach einer Zunahme des weltweiten Wachstums im Jahr 2013 um 2,4% wird nach Einschätzung der Weltbank die Weltwirtschaft in 2014 um 3,2% steigen. Als Hauptgrund für die positive Einschätzung wird die Entwicklung in den Industriestaaten gesehen, welche in den vergangenen Jahren unter den Folgen der Finanz- und Wirtschaftskrise gelitten haben. Sparprogramme und politische Unsicherheit würden mittlerweile nicht mehr so großen Einfluss auf die einzelnen Volkswirtschaften haben. Nach Angaben der Weltbank liegen Anzeichen vor, dass in den reicheren Ländern eine nachhaltige Erholung begonnen habe. Neben den Schwellenländern könnten diese Länder nun zum zweiten Wachstumsmotor werden. Die Wirtschaftsleistung in den fortgeschrittenen Volkswirtschaften wird stärker wachsen, was sich positiv auf das Wachstum in den Entwicklungsländern auswirken sollte. Gemäß Prognose werden die Schwellen- und Entwicklungsländer ein Wachstum von 5,7% erreichen, so die Weltbank.

Die Organisation warnt aber auch vor globalen Risiken. Vor allem die Möglichkeit steigender Zinsen durch eine strengere Geldpolitik der Notenbanken könnte den aufstrebenden Ländern Probleme bereiten. Diese restriktive Geldpolitik könnte sich vor allem auf die aufstrebenden Schwellenländer nachteilig auswirken, welche stark vom ausländischen Kapital abhängig sind.

Prognose Bruttoinlandsprodukt:

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in % 2014
Brasilien 2,0
Australien 2,8
China 7,4

Trotz leichter Erholung der globalen Konjunktur dürfte die Zahl der Arbeitslosen weltweit in den nächsten Jahren weiter steigen, so die Internationale Arbeitsorganisation (ILO).

Weltweit wird die Zahl der Arbeitslosen von derzeit knapp über 202 Millionen auf 206 Millionen im Jahr 2014 steigen, so die UN-Sonderorganisation.

9.2 Entwicklung in Europa

Die Wirtschaft der Eurozone konnte im vierten Quartal 2013 ein positives Wachstum verzeichnen. Das Bruttoinlandsprodukt der Währungsunion stieg saison- und arbeitstäglich bereinigt um 0,3% gegenüber dem Vorquartal. Wirtschaftskommissare gehen davon aus, dass die europäische Wirtschaft einen Wendepunkt erreicht hat. Die Reformen in Europa haben die Grundlage für eine Erholung geschaffen. Allerdings belasten nach wie vor hohe Arbeitslosenquoten die Volkswirtschaften.

Nach Schätzung der Vereinten Nationen wirkt sich vor allem das Ende der Rezession in Europa positiv auf das prognostizierte Wirtschaftswachstum aus. In der Euro-Zone hätten die Regeln zum möglichen Kauf von Staatsanleihen durch die Europäische Zentralbank (EZB) zu einem positiveren Ausblick für die Euro-Zone geführt. Nach jahrelanger Rezession können die Euro-Staaten in diesem Jahr mit einem Wachstum von 1,1% sowie im Jahr 2015 mit 1,4% rechnen.

Spanien und Italien könnte es im laufenden Jahr gelingen wieder ein positives Wachstum zu erreichen. Die Wirtschaftsleistungen von Griechenland und Zypern werden jedoch weiter schrumpfen, so die Vereinten Nationen.

Damit bleibt die Lage in Europa angespannt. Die Nachfrage in der Region sei sehr niedrig. Unternehmen, Finanzinstitute und private Haushalte werden weiter versuchen sich zu konsolidieren.

Die hohe Arbeitslosigkeit in Europa werde nur sehr langsam abgebaut werden können, da das Wirtschaftswachstum zu gering sein werde um große Beschäftigungseffekte auszulösen.

Die Inflationsrate in der Euro-Zone ist gemäß Prognose des Internationalen Währungsfonds (IWF) weiter auf dem Rückmarsch. Nach 1,5% im Jahr 2013 rechnet der IWF für die Jahre 2014 und 2015 mit Inflationsraten von 1,1% bzw. 1,4%. Das Preisstabilitätsziel der Europäischen Zentralbank von 2,0% wird den Prognosen zufolge nicht erreicht. Eine niedrige Inflation erhöht den Druck auf die Notenbanken ihre Geldpolitik noch weiter zu lockern. Ein Deflationsrisiko bestehe derzeit aber noch nicht, so der Bundesbank-Präsident.

9.3 Entwicklung in Deutschland

Die deutsche Wirtschaft konnte im Jahr 2013 ein kleines Wachstum in Höhe von 0,4% verzeichnen. Verantwortlich dafür war die negative Entwicklung in Europa vor allem in der Eurozone. Gemäß Prognose der Bundesbank kann Deutschland im laufenden Jahr mit einem Plus von 1,7% und im Jahr 2015 mit einem Wirtschaftswachstum von 2,0% rechnen.

Die aktuellen Werte sprechen nach Ansicht der Marktforscher dafür, dass der Konsum auch im Jahr 2014 einen wichtigen Beitrag zum Wachstum der gesamten Wirtschaft leisten wird. Aufgrund der guten Lage der Wirtschaft rechnen die Bürger im laufenden Jahr mit steigenden Einkommen, so die GfK. Der Indikator der GfK erreichte einen Wert von 46,2 Zählern - ein Plus von 6,7 Punkten. Da sich die Inflation voraussichtlich moderat entwickeln wird, verfügen die Konsumenten über real mehr Geld, was sich positiv auf die Kaufkraft auswirken wird.

Im Jahr 2013 sind die Exporte in Deutschland entgegen allen Erwartungen eingebrochen. Die Exporte sanken 2013 gegenüber dem Vorjahr überraschend um 0,2%. Da gleichzeitig aber auch die Importe zurückgingen, kletterte der Exportüberschuss auf den Rekordwert von 198,9 Milliarden Euro. Aufgrund der besseren Geschäftsperspektiven im Heimatmarkt. Europa rechnen Experten für das Jahr 2014 mit einer Zunahme der Ausfuhren.

9.4 Erwartete Entwicklung in den relevanten Märkten des Einhell-Konzerns

Die Prognosen hinsichtlich der Entwicklungen im Jahr 2014 unterliegen nach wie vor sehr hohen Unsicherheiten. Diese sind darin begründet, dass die Entwicklungen auf den Weltmärkten nach wie vor in vielerlei Hinsicht extrem fragil und schwer vorhersehbar sind. Dies gilt für wirtschaftliche Veränderungen ebenso wie für politische Entwicklungen. Gerade politische Umwälzungen wie z.B. in der Türkei oder der Ukraine führen zu in ihrer Wirkung nicht abschätzbaren meist negativen Impulsen für die Weltwirtschaft. Zudem zeigt sich, dass aufgrund der hohen Geschwindigkeit der heutigen Informationstechnologien der zeitliche Abstand, in welchem externe Schocks auftreten, sich deutlich verkürzt hat.

Auch die Prognosen des international agierenden Einhell-Konzerns sind eindeutig von diesen beschriebenen Unsicherheiten geprägt.

Der Einhell-Konzern geht vorbehaltlich eines stabilen wirtschaftlichen Marktumfeldes für das Geschäftsjahr 2014 von einem Umsatz von ca. 430 Mio. EUR aus. Die im Geschäftsjahr 2012 akquirierte kwb tools ist dabei mit ca. 30 Mio. EUR sowie die im Geschäftsjahr 2013 akquirierte Ozito Industries mit ca. 75 Mio. EUR Umsatzbeitrag enthalten. Hinsichtlich des Ergebnisses vor Steuern plant der Einhell-Konzern eine Rendite vor Steuern von ca. 3%. Dies würde eine deutliche Verbesserung der Ergebnisqualität bedeuten. Dies setzt aber voraus, dass das internationale wirtschaftliche Umfeld sich nicht weiter verschlechtert und die geplanten Maßnahmen zur Umsatzsteigerung sowie zur Verbesserung der Kostenstruktur in nahezu allen Tochtergesellschaften wie geplant durchgeführt werden können und damit die geplante Wirkung erzielen.

Für das Business Unit Werkzeuge plant der Einhell-Konzern einen Gesamtumsatz in Höhe von ca. 275 Mio. EUR inklusive kwb tools GmbH.

Dieser Planumsatz basiert auf der Annahme einer Stabilisierung des wirtschaftlichen Umfelds in den relevanten Märkten und beinhaltet angesichts der instabilen Lage an den Weltmärkten einen Sicherheitsabschlag. Dieser Sicherheitsabschlag beinhaltet nicht die wirtschaftlich angespannte Lage einzelner Kunden, bei denen nicht gewährleistet ist, dass sie die Waren des Business Units Werkzeuge in den geplanten Mengen abnehmen werden.

Die im Geschäftsjahr 2012 akquirierte kwb tools ist als Anbieter für Elektrowerkzeugzubehör dem Business Unit Werkzeuge zuzuordnen.

Für das Business Unit Garten plant der Einhell-Konzern einen Gesamtumsatz in Höhe von ca. 155 Mio. EUR.

Dieser Planumsatz basiert auf der Annahme einer Stabilisierung des wirtschaftlichen Umfelds in den relevanten Märkten und beinhaltet angesichts der instabilen Lage an den Weltmärkten einen Sicherheitsabschlag. Dieser Sicherheitsabschlag beinhaltet nicht die wirtschaftlich angespannte Lage einzelner Kunden, bei denen nicht gewährleistet ist, dass sie die Waren des Business Units Garten & Freizeit in den geplanten Mengen abnehmen werden.

9.5 Ziele und Chancen des Einhell-Konzerns

Die Ziele des Einhell-Konzerns wurden in den vergangenen Jahren in einem Strategiepapier definiert. Kernthema ist dabei die internationale Expansion und der Aufbau der Marke Einhell mit allen sich daraus ableitenden Maßnahmen. In der Umsetzung dieser klar definierten Strategie sieht Einhell die Chancen für die Zukunft. Für die Umsetzung dieser Strategie bedarf es eines konsequenten Vorgehens ebenso wie der Investition in die notwendigen Ressourcen.

Hier stehen an erster Stelle die Mitarbeiter, die die Umsetzung der Ziele maßgeblich gestalten. Einhell wird in den nächsten Jahren weiterhin fachlich hoch qualifiziertes Personal benötigen und maßgeblich in die Entwicklung der Mitarbeiter investieren. Nur so können die Chancen, die sich im Zusammenhang mit der weiteren internationalen Expansion ergeben, effizient und gewinnbringend genutzt werden.

Die Strategieumsetzung ist bereits in vollem Gange und wird in allen Bereichen konsequent vorangetrieben, was sich im Konzern auch in erhöhten Aufwendungen niederschlägt.

Der Eintritt in den südamerikanischen Markt ist vollzogen. Diese wichtige strategische Region, als Wachstumstreiber der nächsten Jahre, wird aber auch künftig weiter ausgebaut. Während in den Vorjahren bereits Vertriebsgesellschaften in den Ländern Chile, Brasilien und Argentinien etabliert werden konnten, konnte nun auch der Markteintritt in Kolumbien realisiert werden. Die Tochtergesellschaft in Kolumbien hat im Geschäftsjahr 2013 ihre operative Tätigkeit erstmals aufgenommen und entwickelt sich planmäßig. Im längerfristigen Fokus stehen in Süd- und Mittelamerika auch weitere Länder wie z.B. Mexiko und Peru.

Insgesamt stellen die vertriebliche Erschließung der gesamten Region sowie der organisatorische Aufbau der dortigen Tochtergesellschaft den Einhell-Konzern vor enorme Herausforderungen. Beides bedarf hoher finanzieller und personeller Ressourcen. Die Region stellt jedoch im Gegensatz zu Europa eine Wachstumsregion im Bereich DIY dar und der Konzern hält deshalb die Investitionen in den Auf- und Ausbau dieser Regionen für notwendig, um sich weltweit zu positionieren und die Abhängigkeit von Europa zu verringern.

In Australien konnte sich der Einhell-Konzern durch den Erwerb der Ozito Industries in eine enorm starke Wettbewerbsposition bringen. Ozito bedient u.a. den DIY-Marktführer Bunnings, der selbst ein hohes Wachstumstempo aufweist und seine eigene Expansion in Australien und Neuseeland weiter stark vorantreibt. Außerdem wächst der australische DIY-Markt im Gegensatz zum europäischen DIY-Markt, wodurch Einhell die Abhängigkeit von einem im Moment schrumpfenden europäischen Markt verringern möchte.

In anderen Regionen beschäftigt sich der Einhell-Konzern z.B. mit dem Markteintritt in Russland. Dazu nutzt Einhell die durch den Erwerb der kwb tools hinzugewonnene Vertriebsorganisation der kwb tools in St. Petersburg/Russland.

Durch die Positionierung in diesen wachsenden Märkten möchte Einhell die Chancen für weiteres Wachstum nutzen und die Robustheit gegen regionale konjunkturelle Einbrüche erhöhen.

Für den Einhell-Konzern erscheint es ebenso als gute Chance, den Vertrieb des Zubehör-Sortiments der kwb tools GmbH auf die internationalen Tochtergesellschaften auszuweiten. Dies stellt eine gute Ergänzung für das bestehende Sortiment an Produkten dar und generiert einen hohen Nutzen durch die volle Ausschöpfung des internationalen Vertriebsnetzes von Einhell. Mit der Übernahme kann Einhell ein umfassendes Zubehörprogramm für alle Powertools auf höchstem Qualitätsniveau anbieten und wird damit gemeinsam mit kwb ein attraktiver Partner für den DIY- und den Fachhandel sein. Durch die globale Vertriebsorganisation kann jede einzelne Landesgesellschaft unseren Kunden nun passende und hochqualitative Komplementärprodukte zu unserem Produktportfolio anbieten. Außerdem steht der kwb tools eine globale Vertriebsstruktur zur Verfügung, die den direkten Marktzugang zu den relevanten Bereichen bereits besitzt. Investitionen in den Aufbau dieser Strukturen sind daher nicht nötig. Der Einhell-Konzern sieht somit im Ausrollen des internationalen Vertriebs der kwb tools eine gute Chance, um die Umsätze der kwb tools weiter auszubauen und die internationale Präsenz von kwb tools zu verbessern.

9.6 Gesamtaussage zur voraussichtlichen Entwicklung

Ausblick auf das Geschäftsjahr 2014

Für den international agierenden Einhell-Konzern zeigt sich für das Geschäftsjahr 2014 nach wie vor ein sehr uneinheitliches wirtschaftliches Bild auf den Märkten, auf denen er präsent ist.

Einige Märkte zeigen sich noch relativ stabil wie z.B. der deutsche Markt, wenngleich auch der deutsche Markt in den für Einhell relevanten Warengruppen Rückgänge aufweist. Andere Märkte, wie z.B. Südeuropa, sind aufgrund der Schuldenkrisen der jeweiligen Länder noch weiter eingebrochen und weisen weitere Rückgänge in den relevanten Warengruppen auf. Auch Osteuropa leidet nach wie vor sehr an den schwierigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen, die mit einer ausgeprägten Schwäche des Konsums in den Ländern Osteuropas einhergehen.

Die Märkte in Südamerika können hingegen als wachsend bezeichnet werden. Hier hat sich der Einhell-Konzern in den letzten Jahren mit der Gründung neuer Tochtergesellschaften strategisch positioniert und konnte bereits beachtliche Umsatzzuwächse generieren, die die Schwäche bei den Umsätzen in anderen Ländern zum Teil ausgleichen konnten. Hinsichtlich der Ertragskraft hat der Einhell-Konzern jedoch profitable Umsätze in Europa eingebüßt, während die Umsätze in Südamerika noch keine entsprechenden Erträge generieren, da es sich um neue Tochtergesellschaften handelt, die noch entsprechende Anlaufkosten zu verarbeiten haben. Diese Situation wird im Geschäftsjahr 2014 weiter anhalten.

Somit erwartet der Einhell-Konzern im angestammten Einhell-Geschäft eine sehr herausfordernde Entwicklung der Umsätze, was unter Umständen aufgrund der Insolvenz zweier wichtigen Kunden sowie der Einstellung der Zusammenarbeit mit einem Kunden aus dem Discount-Bereich sogar einen Rückgang bedeuten könnte. Dies hängt davon ab, ob es gelingt den Wegfall von Kunden durch Umsätze mit anderen Kunden ausgleichen zu können. Unter Berücksichtigung dieser schwierigen Umstände und unter Hinzuziehung der Umsätze der kwb tools sowie der Umsätze der Ozito Industries erwartet der Konzern eine Erhöhung der Umsätze auf ca. 430 Mio. EUR.

Hinsichtlich der Ertragskraft geht der Einhell-Konzern davon aus, dass die Rendite vor Steuern in einem Bereich von 3% liegen könnte. Dies wäre eine Rendite über derjenigen des Vorjahres, jedoch eine Rendite, die nach wie vor unter den Renditen früherer Jahre liegt, welche 5-6% betragen hatten.

Für das Jahr 2014 erwartet der Einhell-Konzern für die beiden Divisionen folgende Umsatz- und Ergebnisentwicklung:

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in Mio. EUR 2014
Umsatz Rendite
--- --- ---
Werkzeuge 275 3%
Garten & Freizeit 155 3%
430 3%

Die erwartete Rendite liegt für beide Segmente bei ca. 3%.

Auf der Kostenseite sind Kosteneinsparungen geplant, die insbesondere aus der Konsolidierung von Teilbereichen einzelner Tochtergesellschaften generiert werden sollen. Dabei sollen insbesondere Lagerstandorte von Tochtergesellschaften, die aufgrund der wirtschaftlichen Krise im jeweiligen Land nicht mehr die kritische Umsatzgröße erreichen, zusammengelegt werden. In 2013 erfolgte bereits die Zusammenlegung von Einhell France und Einhell Benelux. In 2014 werden die beiden Länder Spanien und Portugal im Bereich Lager/Logistik zusammengeführt. Ebenso werden ab 2014 sämtliche administrativen Tätigkeiten wie Innendienst, Finanzbuchhaltung sowie das gesamte Lager- und Logistikmanagement der Einhell Österreich von der Einhell Germany AG durchgeführt. Die Effekte dieser Maßnahmen bei der Kosteneinsparung werden eventuell erst in den Folgegeschäftsjahren voll zur Geltung kommen, da für diese Maßnahmen zum Teil noch Einmalkosten anfallen.

Im Geschäftsjahr 2014 soll die internationale Expansion nur mit deutlich vermindertem Tempo fortgesetzt werden. Die Gründung neuer Tochtergesellschaften ist nicht geplant.

Der Einhell-Konzern möchte sich auf die Integration der in den letzten beiden Jahren erworbenen kwb tools sowie der Ozito Industries konzentrieren. Ebenso möchte sich der Einhell-Konzern auf die Restrukturierung der Tochtergesellschaften in den Krisenländern konzentrieren. Weitere Konsolidierungen bzw. auch Schließungen von Tochtergesellschaften, die nicht mehr die kritische Umsatzgrößenordnung erwirtschaften, sind dabei nicht ausgeschlossen.

Der Einhell-Konzern wird bezüglich Internationalisierung auch in 2014 weiter die Strategie verfolgen, sich in Zielländern mit Potential nach geeigneten Partnern umzusehen, um diese später eventuell als eigene Tochtergesellschaft in den Konzern zu integrieren.

9.7 Vorausschauende Aussagen, Annahmen, Unsicherheiten und Schätzverfahren

Die Ausführungen des Lageberichts und Konzernlageberichts der Einhell Germany AG und des Einhell-Konzerns enthalten zukunftsgerichtete und vorausschauende Aussagen. Diese sind stets mit Unsicherheiten behaftet und basieren auf Schätzungen und Annahmen, die getroffen werden müssen, um zu einer Planaussage zu kommen. Der Einhell-Konzern weist darauf hin, dass Annahmen und Schätzungen, die sich auf die Zukunft beziehen, sich im Nachhinein als unzutreffend erweisen können.

Einhell lässt bei Prognosen unter Unsicherheit größte Sorgfalt hinsichtlich der gemachten Annahmen walten. Dennoch lässt sich das Risiko von Fehleinschätzungen nicht ausschließen.

Um die Planungs- und Prognoseunsicherheiten bei der Planung der Geschäftszahlen möglichst zu beherrschen, geht Einhell wie folgt vor. Einhell plant zunächst die Umsätze. Diese werden je Konzerngesellschaft auf Business Unit-Ebene ("Werkzeuge" und "Garten") sowie zusätzlich detailliert nach Artikelgruppe geplant. Zusätzlich werden die Umsätze auf Kundengruppe geplant und mit der Planung nach Artikelgruppen plausibilisiert und abgestimmt. In gleicher Weise erfolgt eine Planung der Rohertragsmargen je Konzerngesellschaft auf Business Unit-, Artikelgruppen- und Kundengruppenebene. Abgeleitet aus der Umsatzplanung werden die Kosten je Kostenart und je Kostenstelle bzw. je berichtende Einheit detailliert geplant. Die Kosten werden anhand der Vorjahreszahlen plausibilisiert und anhand der Relation zu den Nettoumsätzen auf Angemessenheit hin überprüft. Dabei werden spezifische Annahmen zu Veränderungen bei den Kosten getroffen, wie z.B. Lohnkostensteigerungen oder Frachtkostenveränderungen. Allgemeine Unsicherheiten betreffend Marktentwicklung, Preisentwicklung wichtiger Rohstoffe oder die Entwicklung anderer wichtiger Kostenkategorien werden unter dem Grundsatz kaufmännischer Vorsicht eingeschätzt und geplant.

Landau a. d. Isar, 27. März 2014

Einhell Germany AG

Der Vorstand

Andreas Kroiss

Jan Teichert

Dr. Markus Thannhuber