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Einhell Germany AG Annual Report 2011

Apr 26, 2012

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Annual Report

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Einhell Germany AG

Landau/Isar

Konzernabschluss zum 31. Dezember 2011

Konzernbilanz zum 31. Dezember 2011

Aktiva

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Anhang 31.12.2011

TEUR
31.12.2010

TEUR
Immaterielle Vermögenswerte (2.2) 9.033 9.027
Sachanlagen (2.3) 17.943 17.226
Finanzielle Vermögenswerte (2.4) 353 367
Aktive latente Steuern (2.5) 6.942 7.205
Übrige langfristige Vermögenswerte (2.9) 2.319 1.762
Langfristige Vermögenswerte 36.590 35.587
Vorräte (2.6) 110.449 95.639
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (2.7) 62.180 62.487
Übrige finanzielle Vermögenswerte (2.8) 9.872 1.818
Übrige Vermögenswerte (2.9) 12.389 13.388
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 13.709 44.462
Kurzfristige Vermögenswerte 208.599 217.794
Summe Aktiva 245.189 253.381
Passiva
Anhang 31.12.2011

TEUR
31.12.2010

TEUR
Gezeichnetes Kapital (2.10) 9.662 9.662
Kapitalrücklage 26.677 26.677
Gewinnrücklagen 120.740 109.092
Übrige Rücklagen (2.11) 3.713 -2.640
Den Aktionären der Einhell Germany AG zustehendes Eigenkapital 160.792 142.791
Nicht beherrschende Anteile (2.12) 2.390 2.243
Eigenkapital 163.182 145.034
Rückstellungen für Pensionen (2.13) 1.399 1.258
Rückstellungen für sonstige Risiken (2.14) 476 512
Finanzierungsverbindlichkeiten (2.15) 20.960 41.338
Passive latente Steuern (2.5) 3.339 905
Übrige Verbindlichkeiten (2.17) 2.200 2.220
Langfristige Schulden 28.374 46.233
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 27.707 27.814
Rückstellungen für Ertragsteuern 1.365 1.716
Rückstellungen für sonstige Risiken (2.14) 8.218 12.038
Finanzierungsverbindlichkeiten (2.15) 996 1.133
Übrige finanzielle Verbindlichkeiten (2.16) 1.657 4.479
Übrige Verbindlichkeiten (2.17) 13.690 14.934
Kurzfristige Schulden 53.633 62.114
Summe Passiva 245.189 253.381

Konzerngewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2011

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Anhang 2011

TEUR
2010

TEUR
Umsatzerlöse (3.1) 365.261 365.434
Sonstige betriebliche Erträge (3.2) 9.628 10.354
Materialaufwand (3.3) -253.552 -259.596
Personalaufwand (3.4) -43.119 -38.609
Abschreibungen (3.5) -2.513 -3.282
Sonstige betriebliche Aufwendungen (3.6) -53.048 -52.834
Finanzergebnis (3.7) -3.550 -1.291
Ergebnis vor Ertragsteuern 19.107 20.176
Ertragsteuern (3.8) -4.688 -4.179
Konzernergebnis 14.419 15.997

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2011

TEUR
2010

TEUR
Davon auf nicht beherrschende Anteile entfallendes Ergebnis -123 -159
Davon Anteil der Aktionäre der Einhell Germany AG am Konzernergebnis 14.542 16.156

Konzern-Gesamtergebnisrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2011

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2011

TEUR
2010

TEUR
Konzernergebnis 14.419 15.997
Unrealisierte Verluste (i. Vj. Gewinne) aus der Währungsumrechnung -507 3.571
Unrealisierte Gewinne aus zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerten 3 4
Unrealisierte Gewinne (i. Vj. Verluste) aus derivativen Finanzinstrumenten 6.653 -1.420
Sonstiges Ergebnis, nach Steuern 6.149 2.155
Davon auf nicht beherrschende Anteile entfallendes sonstiges Ergebnis, nach Steuern -204 78
Davon Anteil der Aktionäre der Einhell Germany AG am sonstigen Ergebnis, nach Steuern 6.353 2.077
Konzern-Gesamtergebnis 20.568 18.152

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2011

TEUR
2010

TEUR
Davon auf nicht beherrschende Anteile entfallendes Gesamtergebnis -327 -81
Davon Anteil der Aktionäre der Einhell Germany AG am Gesamtergebnis 20.895 18.233

Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung für das Geschäftsjahr 2011

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Übrige Rücklagen
Gezeichnetes Kapital

TEUR
Kapitalrücklage

TEUR
Gewinn-

rücklagen

TEUR
Unterschieds-

betrag aus Währungs-

umrechnung

TEUR
Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögens-

werte

TEUR
Derivative Finanz-

instrumente

TEUR
--- --- --- --- --- --- ---
1. Januar 2010 9.662 26.677 95.075 -4.653 17 -81
Konzernergebnis - - 16.156 - - -
Unrealisierte Gewinne/Verluste - - - 3.493 6 -2.029
Latente Steuern auf unrealisierte Gewinne/Verluste - - - - -2 609
Gesamtergebnis - - 16.156 3.493 4 -1.420
Dividenden - - -2.139 - - -
Übrige Veränderungen - - - - -
31. Dezember 2010 9.662 26.677 109.092 -1.160 21 -1.501
Konzernergebnis - - 14.542 - - -
Unrealisierte Gewinne/Verluste - - - -303 4 9.504
Latente Steuern auf unrealisierte Gewinne/Verluste - - - - -1 -2.851
Gesamtergebnis - - 14.542 -303 3 6.653
Dividenden - - -2.894 - - -
Übrige Veränderungen - - - - - -
31. Dezember 2011 9.662 26.677 120.740 -1.463 24 5.152

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Den Aktionären der Einhell Germany AG zustehendes Eigenkapital

TEUR
Nicht beherrschende Anteile

TEUR
Summe Eigenkapital

TEUR
1. Januar 2010 126.697 2.958 129.655
Konzernergebnis 16.156 -159 15.997
Unrealisierte Gewinne/Verluste 1.470 78 1.548
Latente Steuern auf unrealisierte Gewinne/Verluste 607 - 607
Gesamtergebnis 18.233 -81 18.152
Dividenden -2.139 -398 -2.537
Übrige Veränderungen - -236 -236
31. Dezember 2010 142.791 2.243 145.034
Konzernergebnis 14.542 -123 14.419
Unrealisierte Gewinne/Verluste 9.205 -204 9.001
Latente Steuern auf unrealisierte Gewinne/Verluste -2.852 - -2.852
Gesamtergebnis 20.895 -327 20.568
Dividenden -2.894 - -2.894
Übrige Veränderungen - 474 474
31. Dezember 2011 160.792 2.390 163.182

Konzern-Kapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr 2011

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2011

TEUR
2010

TEUR
Mittelzuflüsse und -abflüsse aus laufender Geschäftstätigkeit
Ergebnis vor Steuern 19.107 20.176
+ Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen 2.513 3.282
- Zinserträge -453 -384
+ Zinsaufwendungen 2.179 2.043
+/- Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen und Erträge 3.171 865
Betriebsergebnis vor Änderung des Nettoumlaufvermögens 26.517 25.982
+/- Abnahme/Zunahme von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen -856 -13.397
+/- Abnahme/Zunahme von Vorräten -17.776 -18.358
+/- Abnahme/Zunahme von sonstigen Vermögenswerten 650 -468
+/- Zunahme/Abnahme langfristiger Schulden 92 -610
+/- Zunahme/Abnahme kurzfristiger Schulden -4.340 5.864
+/- Zunahme/Abnahme von Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen -1.251 -1.539
Aus laufender Geschäftstätigkeit erwirtschaftete Zahlungsmittel 3.036 -2.526
- Gezahlte Steuern -5.758 -4.041
+ Erhaltene Zinsen 351 281
- Gezahlte Zinsen -1.612 -1.375
Nettozahlungsmittel aus laufender Geschäftstätigkeit -3.983 -7.661
Mittelzuflüsse und -abflüsse aus Investitionstätigkeit
- Auszahlungen für Investitionen in Anlagevermögen -3.674 -2.806
+ Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Anlagevermögens 153 70
- Auszahlungen für Akquisitionen in Beteiligungen -554 -292
+/- Zunahme/Abnahme Geschäfts- und Firmenwert 53 0
Für Investitionstätigkeit eingesetzte Nettozahlungsmittel -4.022 -3.028
Mittelzuflüsse und -abflüsse aus Finanzierungstätigkeit
+ Einzahlungen aus der Aufnahme von Finanzierungsverbindlichkeiten 10.996 1.133
- Auszahlungen für die Rückzahlung von Finanzierungsverbindlichkeiten -31.397 -816
+ Einzahlungen von nicht beherrschenden Anteile 467 49
- Dividendenzahlung an Aktionäre der Einhell Germany AG -2.894 -2.139
- Dividendenzahlungen an nicht beherrschende Anteile 0 -398
- Auszahlungen von Verbindlichkeiten für Finanzleasingverträge -19 -51
Für Finanzierungstätigkeit eingesetzte Nettozahlungsmittel -22.847 -2.222
Wechselkursbedingte Änderung des Finanzmittelfonds 99 -225
Nettoabnahme/-zunahme von Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten -30.753 -13.136
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente zu Beginn der Berichtsperiode 44.462 57.598
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente am Ende der Berichtsperiode 13.709 44.462

Weitere Erläuterungen sind im Anhang unter 5. dargestellt.

Konzernanhang für das Geschäftsjahr 2011

1. Grundlagen und Methoden

1.1 Allgemeine Angaben

Die Einhell Germany AG und ihre Tochtergesellschaften betreiben die Herstellung und den Vertrieb von hand-, benzin- und elektrobetriebenen Geräten sowie Metall- und Kunststofferzeugnissen für Handwerk, Garten und Freizeit sowie von Erzeugnissen der Klima- und Heiztechnik.

Die Einhell Germany AG ist eine Aktiengesellschaft nach dem Recht der Bundesrepublik Deutschland. Die Gesellschaft ist im Handelsregister des Amtsgerichts Landshut unter HRB 2171 eingetragen und hat ihren Firmensitz im Wiesenweg 22, 94405 Landau a.d. Isar, Deutschland.

Der Konzernabschluss der Einhell Germany AG und ihrer Tochtergesellschaften (Einhell-Konzern) wurde unter Anwendung von § 315a HGB (Konzernabschluss nach internationalen Rechnungslegungsstandards) aufgestellt. Er steht im Einklang mit den International Financial Reporting Standards (IFRS) und deren Interpretationen, wie sie vom International Accounting Standards Board (IASB) veröffentlicht wurden und wie sie in der Europäischen Union anzuwenden sind.

Der Konzernabschluss der Einhell Germany AG wird in Euro (EUR) aufgestellt. Soweit nicht anders vermerkt erfolgen Angaben in tausend Euro (TEUR). Die Beträge sind jeweils kaufmännisch gerundet.

Der Vorstand hat den Konzernabschluss am 19. März 2012 zur Weitergabe an den Aufsichtsrat freigegeben.

1.2 Grundlagen der Bilanzierung

Angewendete Standards

Die im Konzernabschluss angewendeten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden entsprechen den zum 31. Dezember 2011 verpflichtend anzuwendenden IFRS. Die im Jahr 2011 erstmalig anzuwendenden Standards hatten keine wesentliche Auswirkung auf den Konzernabschluss.

Nicht vorzeitig angewandte Standards und Interpretationen

Das IASB hat nachfolgende Standards, Interpretationen und Änderungen zu bestehenden Standards herausgegeben, deren Anwendung zum 31. Dezember 2011 noch nicht verpflichtend war und die vom Einhell-Konzern auch nicht vorzeitig angewandt wurden. Eine vorzeitige Anwendung hätte auf den Konzernabschluss im Wesentlichen keine Auswirkung.

Amendments to IFRS 7 "Disclosures - Transfers of Financial Assets"; anzuwenden für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Juli 2011 beginnen.

Für die Anwendbarkeit der nachfolgenden Vorschriften ist die Übernahme in EU-Recht ("Endorsement") durch den vorgeschriebenen EU-Prozess noch nicht erfolgt:

Amendments to IAS 1 "Presentation of Items of Other Comprehensive Income"; anzuwenden für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Juli 2012 beginnen.
Amendments to IAS 12 "Deferred Tax on Investment Property"; anzuwenden für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Januar 2012 beginnen.
IAS 19 (rev. 2011) "Employee Benefits"; anzuwenden für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Januar 2013 beginnen.
Amendments to IAS 27 "Separate Financial Statements"; anzuwenden für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Januar 2013 beginnen.
Amendments to IAS 28 "Investments in Associates and Joint Ventures"; anzuwenden für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Januar 2013 beginnen.
Amendments to IAS 32 "Offsetting Financial Assets and Financial Liabilities"; anzuwenden für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Januar 2014 beginnen.
Amendments to IFRS 1 "Severe Hyperinflation and Removal of Fixed Dates for First-time Adopters"; anzuwenden für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Juli 2011 beginnen.
Amendments to IFRS 7 "Disclosures - Offsetting Financial Assetts and Financial Liabilities"; anzuwenden für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Januar 2013 beginnen.
IFRS 9 "Financial Instruments"; anzuwenden für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Januar 2015 beginnen.
IFRS 10 "Consolidated Financial Statements"; anzuwenden für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Januar 2013 beginnen.
IFRS 11 "Joint Arrangements"; anzuwenden für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Januar 2013 beginnen.
IFRS 12 "Disclosure of Interests in Other Entities"; anzuwenden für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Januar 2013 beginnen.
IFRS 13 "Fair Value Measurement", anzuwenden für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Januar 2013 beginnen.
IFRIC 20 "Stripping Costs in the Production Phase of a Surface Mine"; anzuwenden für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Januar 2013 beginnen.

Ferner wurden weitere diverse Verbesserungen zu den IFRS im EU-Endorsement-Prozess noch nicht übernommen.

Darstellung

Die Darstellung in der Bilanz unterscheidet zwischen kurz- und langfristigen Vermögenswerten und Schulden. Vermögenswerte und Schulden werden als kurzfristig klassifiziert, wenn sie innerhalb eines Jahres fällig werden. Aktive und passive latente Steuern sowie Rückstellungen für Pensionen werden grundsätzlich als langfristige Posten dargestellt.

Die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung wird nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

Zur Klarheit und Übersichtlichkeit des Konzernabschlusses sind einzelne Posten der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung zusammengefasst. Diese Posten sind im Anhang gesondert erläutert.

Im vorliegenden Konzernabschluss wurde gegenüber der Darstellung im Vorjahr die Bezeichnung einzelner Posten geändert. Daneben wurden einerseits im Vorjahr zusammengefasste Posten im vorliegenden Abschluss gesondert ausgewiesen und andererseits im Vorjahr gesondert ausgewiesene Posten im vorliegenden Abschluss zusammengefasst, und im Anhang erläutert. Diese Änderungen erfolgten zur Anpassung an die Terminologie der IFRS sowie um die Übersichtlichkeit des Konzernabschlusses zu erhöhen und den Einblick in die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns zu verbessern.

1.3 Konsolidierungsmethoden

In den Konzernabschluss sind neben der Einhell Germany AG die Tochterunternehmen einbezogen, bei denen die Einhell Germany AG die Kriterien gemäß IAS 27 erfüllt. Diese Unternehmen werden von dem Zeitpunkt an in den Konzernabschluss einbezogen, von dem an die Möglichkeit zur Beherrschung besteht. Umgekehrt werden Tochterunternehmen dann nicht mehr berücksichtigt, wenn diese Möglichkeit nicht mehr gegeben ist.

Die Abschlüsse der konsolidierten Tochterunternehmen werden entsprechend IAS 27 nach einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden aufgestellt. Der Abschlussstichtag für alle konsolidierten Gesellschaften ist der 31. Dezember. Dies entspricht dem Abschlussstichtag des Mutterunternehmens.

Die Kapitalkonsolidierung erfolgt in Form der Erwerbsmethode durch Verrechnung der Beteiligungsbuchwerte mit dem anteiligen neu bewerteten Eigenkapital der Tochterunternehmen zum Zeitpunkt an dem die Möglichkeit zur Beherrschung besteht (IFRS 3). Danach verbleibende aktive Unterschiedsbeträge werden als Firmenwerte aktiviert.

Innerhalb des Konsolidierungskreises werden alle konzerninternen Gewinne und Verluste, Umsatzerlöse, Aufwendungen und sonstigen Erträge sowie Forderungen und Verbindlichkeiten bzw. Rückstellungen eliminiert. Bei ergebniswirksamen Konsolidierungsvorgängen werden die ertragsteuerlichen Auswirkungen berücksichtigt und latente Steuern angesetzt.

1.4 Konsolidierungskreis

Der Konsolidierungskreis umfasst neben der Einhell Germany AG weitere 37 (Vorjahr 36) voll konsolidierte Gesellschaften.

Im dritten Quartal des Geschäftsjahres 2011 wurde die Gesellschaft Einhell Argentina S.A. in Buenos Aires, Argentinien, gegründet und erstmalig in den Konzernabschluss zum 31. Dezember 2011 einbezogen. Die Einhell Germany AG hält aktuell 100 % der Anteile an der Einhell Argentina S.A., hat jedoch dem lokalen Geschäftsführer eine Option auf eine 10%-Beteiligung eingeräumt, die in Abhängigkeit von definierten Erfolgskennziffern zum Tragen kommt. Ferner wurden im Geschäftsjahr 2011 10 % der Anteile der Einhell Danmark ApS an den Geschäftsführer dieser Gesellschaft übertragen.

Die in den Konzernabschluss einbezogenen Tochterunternehmen sind im Abschnitt 8 des Anhangs dargestellt. Die Tochtergesellschaft iSC GmbH, Landau a. d. Isar, macht von den Befreiungen des § 264 Abs. 3 HGB teilweise Gebrauch.

1.5 Währungsumrechnung

Die ausländischen Beteiligungen im Konsolidierungskreis sind in finanzieller, wirtschaftlicher und organisatorischer Hinsicht selbständig. Sie werden daher als wirtschaftlich selbständige, ausländische Teileinheiten betrachtet. Ihre Berichtswährung entspricht der jeweiligen lokalen Währung.

In den Einzelabschlüssen der Unternehmen des Einhell-Konzerns werden Fremdwährungsgeschäfte mit dem zum Zeitpunkt des Geschäftsvorfalls gültigen Umrechnungskurs zwischen der funktionalen Währung und der Fremdwährung umgerechnet. Monetäre Fremdwährungsposten, die am Bilanzstichtag noch bestehen, werden mit dem Stichtagskurs am Bilanzstichtag bewertet. Umrechnungsdifferenzen aus der Abwicklung von monetären Posten oder der Bewertung von monetären Posten eines Unternehmens zu Umrechnungskursen, die sich von den Kursen unterscheiden, zu denen diese ursprünglich während der Periode oder in vorherigen Abschlüssen bewertet wurden, werden erfolgswirksam in der Periode, in der sie entstanden sind, erfasst.

Abschlüsse ausländischer Tochterunternehmen werden in Bezug auf die Bilanz zu den zum Jahresende geltenden Wechselkursen und in Bezug auf die Gewinn- und Verlustrechnung zu den durchschnittlichen Wechselkursen während des Berichtsjahres umgerechnet. Alle sich ergebenden Umrechnungsdifferenzen werden im sonstigen Ergebnis erfasst und in dem Unterschiedsbetrag aus der Währungsumrechnung (Teil der übrigen Rücklagen) ausgewiesen.

Für die wichtigsten Fremdwährungen des Einhell-Konzerns gelten folgende Kurse:

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Stichtagskurs Durchschnittskurs
31.12.2011 31.12.2010 2011 2010
--- --- --- --- --- ---
Brasilien BRL 2,4158 2,2102 2,3308 2,3344
China CNY 8,1485 8,7697 9,0139 8,9805
Hong Kong HKD 10,0513 10,3382 10,8575 10,3077
Polen PLN 4,4553 3,9675 4,1226 3,9950
Schweiz CHF 1,2162 1,2442 1,2349 1,3823
Türkei TRY 2,4424 2,0625 2,3438 1,9973
USA USD 1,2938 1,3282 1,3945 1,3268

1.6 Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Erworbene und selbst erstellte immaterielle Vermögenswerte werden nach IAS 38 aktiviert, wenn mit diesen ein zukünftiger wirtschaftlicher Nutzen verbunden ist und die Kosten der Vermögenswerte sich zuverlässig bestimmen lassen. Diese Vermögenswerte werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und entsprechend ihrer wirtschaftlichen Nutzungsdauer linear abgeschrieben. Die Nutzungsdauer beträgt in der Regel zwischen drei und fünf Jahren.

Forschungsausgaben und Produktaufbereitungskosten werden in der Periode als Aufwand erfasst, in der sie anfallen. Davon ausgenommen sind Projektentwicklungskosten, die folgende Kriterien vollständig erfüllen:

Das Produkt oder das Verfahren ist klar und eindeutig abgegrenzt und die entsprechenden Kosten können eindeutig zugerechnet und verlässlich ermittelt werden;
die technische Realisierbarkeit des Produktes kann nachgewiesen werden;
der Konzern hat die Absicht und auch die Möglichkeit, das Produkt oder das Verfahren entweder zu vermarkten oder für eigene Zwecke zu nutzen;
die Vermögenswerte werden einen künftigen wirtschaftlichen Nutzen generieren (z. B. Existenz eines Marktes für das Produkt oder Nachweis über Produktnutzen für das eigene Unternehmen bei interner Verwendung);
es sind hinreichende technische, finanzielle und andere Ressourcen verfügbar, um das Projekt abzuschließen.

Die Aktivierung der Kosten beginnt bei erstmaliger Erfüllung obiger Kriterien. In vorherigen Geschäftsjahren als Aufwand erfasste Ausgaben werden nicht nachträglich aktiviert. Neben den Entwicklungskosten gibt es keine selbst erstellten immateriellen Vermögenswerte. Aktivierte Entwicklungskosten werden auf der Grundlage der linearen Abschreibung über ihre voraussichtliche Nutzungsdauer abgeschrieben. Im Regelfall beträgt die Abschreibungsdauer nicht mehr als drei Jahre. Der erzielbare Betrag der Entwicklungskosten wird immer dann geschätzt, wenn Anzeichen für eine Wertminderung des Vermögenswertes bestehen oder Anzeichen dafür, dass die in den vergangenen Jahren erfassten Wertminderungen nicht mehr bestehen.

Der Firmenwert aus Unternehmenserwerben ist der Unterschied zwischen Kaufpreis einerseits und dem anteiligen mit dem beizulegenden Zeitwert angesetzten Eigenkapital zum Zeitpunkt des Erwerbs andererseits. Die Firmenwerte werden den zahlungsmittelgenerierenden Einheiten (Cash Generating Units) zugeordnet und jährlich auf Werthaltigkeit geprüft. Sofern der Buchwert des Reinvermögens einer Cash Generating Unit den erzielbaren Betrag übersteigt, werden Abschreibungen nach den Vorschriften des IAS 36 vorgenommen. Die Cash Generating Units entsprechen den einzelnen Gesellschaften.

Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten abzüglich planmäßiger und gegebenenfalls außerplanmäßiger Abschreibungen bewertet. Die Abschreibungen werden entsprechend dem wirtschaftlichen Nutzungsverlauf linear vorgenommen. Den planmäßigen Abschreibungen liegen folgende Bandbreiten für die Nutzungsdauern zugrunde:

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Nutzungsdauer
Gebäude 20-30 Jahre
Technische Anlagen und Maschinen 3-20 Jahre
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3-10 Jahre

Leasing. Als Leasingverträge gelten alle Vereinbarungen, die das Recht zur Nutzung eines bestimmten Vermögenswerts für einen festgelegten Zeitraum gegen Zahlung übertragen. Dies gilt auch für Vereinbarungen, bei denen die Übertragung eines solchen Rechts nicht ausdrücklich beschrieben ist. Anhand der Chancen und Risiken an einem Leasinggegenstand wird beurteilt, ob dem Leasingnehmer (sogenanntes »Finanzierungs-Leasing«) oder dem Leasinggeber (sogenanntes »Operating-Leasing«) das wirtschaftliche Eigentum am Leasinggegenstand zuzurechnen ist.

Der Einhell-Konzern nutzt als Leasingnehmer Sachanlagen nahezu ausschließlich im Rahmen von Operating-Leasingverhältnissen. Die Mietaufwendungen aus diesen Operating-Leasingverhältnissen werden über die entsprechenden Leasingzeiträume linear berücksichtigt. Weitere Angaben zu den Leasingverpflichtungen sind unter Abschnitt 7.1 dargestellt.

Unter den Vorräten sind Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe, Waren sowie geleistete Anzahlungen ausgewiesen. Die Vorräte sind zu Anschaffungskosten nach der Durchschnittsmethode angesetzt. Bestands- und Vertriebsrisiken, die sich aus der geminderten Verwertbarkeit ergeben, werden durch Abwertungen berücksichtigt. Weitere Abwertungen erfolgen, wenn der Nettoveräußerungswert der Vorräte unter den Anschaffungskosten liegt.

Finanzielle Vermögenswerte. Finanzielle Vermögenswerte beinhalten insbesondere Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, Forderungen gegenüber Kreditinstituten, Kassenbestände, derivative finanzielle Vermögenswerte sowie marktgängige Wertpapiere.

Finanzielle Vermögenswerte, die erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden. Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte umfassen Derivate, die nicht als Sicherungsinstrumente in ein Hedge Accounting einbezogen sind (zu Handelszwecken gehaltenen finanziellen Vermögenswerte). Gewinne oder Verluste aus finanziellen Vermögenswerten, die zu Handelszwecken gehalten werden, werden erfolgswirksam erfasst.

Kredite und Forderungen. Kredite und Forderungen sind nichtderivative finanzielle Vermögenswerte mit festen oder bestimmbaren Zahlungen, die nicht auf einem aktiven Markt notiert sind, wie z. B. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Nach dem erstmaligen Ansatz werden die Kredite und Forderungen zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Anwendung der Effektivzinsmethode abzüglich Wertminderungen bewertet. Gewinne und Verluste werden im Konzernergebnis erfasst, wenn die Kredite und Forderungen ausgebucht oder wertgemindert werden. Die Zinseffekte aus der Anwendung der Effektivzinsmethode werden ebenfalls erfolgswirksam erfasst.

Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte. Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte sind nicht-derivative finanzielle Vermögenswerte, die als zur Veräußerung verfügbar und nicht in eine der vorstehend genannten Kategorien eingeordnet sind. Diese Kategorie enthält Anteile an einem Geldmarktfonds. Nach der erstmaligen Bewertung werden zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte zum beizulegenden Zeitwert bewertet, wobei die nicht realisierten Gewinne oder Verluste im sonstigen Ergebnis erfasst werden. Sofern es objektive Hinweise auf eine Wertminderung gibt oder wenn Änderungen des Zeitwerts eines Fremdkapitalinstruments aus Wechselkursschwankungen resultieren, werden diese erfolgswirksam im Konzernergebnis berücksichtigt. Mit dem Abgang finanzieller Vermögenswerte werden die über das sonstige Ergebnis erfassten kumulierten Gewinne und Verluste aus der Bewertung zum beizulegenden Zeitwert erfolgswirksam erfasst. Erhaltene Zinsen aus zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerten werden grundsätzlich als Zinserträge unter Anwendung der Effektivzinsmethode erfolgswirksam berücksichtigt.

Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente. Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente umfassen insbesondere Kassenbestände, Schecks und Einlagen bei Banken mit einer Ursprungslaufzeit von bis zu drei Monaten. Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente stimmen mit dem Zahlungsmittelfonds in der Konzern-Kapitalflussrechnung überein.

Wertminderung finanzieller Vermögenswerte. Zu jedem Bilanzstichtag werden die Buchwerte der finanziellen Vermögenswerte, die nicht erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, daraufhin untersucht, ob objektive Hinweise auf eine Wertminderung hindeuten. Die Höhe der Wertminderung bei Krediten und Forderungen ist die Differenz zwischen dem Buchwert des Vermögenswerts und dem Barwert der erwarteten künftigen Cash Flows. Eine Wertminderung wird erfolgswirksam erfasst. Verringert sich die Höhe der Wertberichtigung in einer der folgenden Berichtsperioden und kann diese Verringerung objektiv auf einen nach der Erfassung der Wertminderung eingetretenen Sachverhalt zurückgeführt werden, wird die in früheren Perioden erfasste Wertberichtigung erfolgswirksam rückgängig gemacht. Die Wertminderungen von Krediten und Forderungen werden größtenteils auf Wertberichtigungskonten erfasst. Die Entscheidung, ob ein Ausfallrisiko mittels eines Wertberichtigungskontos oder über eine direkte Minderung der Forderung berücksichtigt wird, hängt davon ab, wie hoch die Wahrscheinlichkeit eines Forderungsausfalls geschätzt wird. Wenn Forderungen als uneinbringlich eingestuft werden, wird der entsprechende wertgeminderte Vermögenswert ausgebucht.

Aktive und passive latente Steuern werden gemäß IAS 12 Ertragsteuern für temporäre Differenzen zwischen den steuerlichen Wertansätzen und den Wertansätzen in der Konzernbilanz gebildet, es sei denn, diese resultieren aus dem erstmaligen Ansatz eines Vermögenswertes oder einer Schuld aus einem Geschäftsvorfall, der kein Unternehmenszusammenschluss ist und zum Zeitpunkt des Geschäftsvorfalls weder das Ergebnis vor Steuern noch das zu versteuernde Ergebnis beeinflusst hat. Dies gilt auch für steuerliche Verlustvorträge und Steuergutschriften, soweit diese mit hinreichender Sicherheit genutzt werden können. Der Ansatz erfolgt in Höhe der voraussichtlichen Steuerbelastung bzw. -entlastung nachfolgender Geschäftsjahre. Als Grundlage gilt der zum Zeitpunkt der Realisation gültige Steuersatz. Steuerliche Konsequenzen von Gewinnausschüttungen werden grundsätzlich erst zum Zeitpunkt des Gewinnverwendungsbeschlusses berücksichtigt. Wenn die Realisierung aktivierter latenter Steuern unsicher ist, werden sie entsprechend wertberichtigt. Tatsächliche Steuern und latente Steuern sind unmittelbar dem Eigenkapital zu belasten oder gutzuschreiben, wenn sich die Steuer auf Posten bezieht, die in der gleichen oder einer anderen Periode unmittelbar dem Eigenkapital gutgeschrieben oder belastet werden.

Der Unterschiedsbetrag aus der Währungsumrechnung entsteht aus der Umrechnung von Abschlüssen konsolidierter Unternehmen, deren funktionale Währung von der Berichtswährung des Konzerns abweicht. Bei den konsolidierten Unternehmen handelt es sich um wirtschaftlich selbständige ausländische Teileinheiten. Umrechnungsdifferenzen aus einem monetären Posten, der im Wesentlichen Teil der Nettoinvestition der Gesellschaft in eine wirtschaftlich selbständige ausländische Teileinheit ist, werden bis zur Veräußerung der Nettoinvestition im Konzernabschluss als Eigenkapital angesetzt. Bei Veräußerung der entsprechenden Vermögenswerte wird der anteilige Unterschiedsbetrag aus der Währungsumrechnung in der gleichen Periode als Ertrag oder Aufwand ausgewiesen, in der auch der Gewinn oder Verlust aus dem Abgang des Vermögensgegenstands ausgewiesen wird.

Das den nicht beherrschenden Anteilen (Minderheitsgesellschaftern) zurechenbare Eigenkapital wird in der Bilanz innerhalb des Eigenkapitals ausgewiesen. Das zurechenbare Konzernergebnis und das zurechenbare sonstige Ergebnis wird in der Gewinn- und Verlustrechnung bzw. der Gesamtergebnisrechnung gesondert ausgewiesen. Die nicht beherrschenden Anteile enthalten den Anteil der Minderheitsgesellschaften an den Zeitwerten der identifizierbaren Vermögenswerte und Schulden zum Erwerbszeitpunkt eines verbundenen Unternehmens. Veränderungen ergeben sich aus Kapitalerhöhungen, an denen die Minderheitsgesellschafter partizipieren, Ausschüttungen sowie den Anteilen der Minderheitsgesellschafter am Ergebnis und aus Wechselkursänderungen.

Pensionsrückstellungen werden nach IAS 19 entsprechend dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected Unit Credit Method) für leistungsorientierte Pläne auf Grund von Versorgungszusagen auf Alters-, Invaliden- und Hinterbliebenenleistung gebildet.

Als Abzinsungsfaktoren wurde für Anwärter ein Zinssatz in Höhe von 4,45 % (Vj. 4,91 %) und für Rentner ein Zinssatz von 4,28 % (Vj. 4,65 %) verwendet. Der Rententrend wurde wie im Vorjahr bei Zusagen mit Anpassungsgarantie mit 3,00 % berücksichtigt und bei Zusagen ohne Anpassungsgarantie mit 2,00 %. Bei gehaltsunabhängigen Zusagen wurde kein Gehaltstrend unterstellt.

Die bilanzierte Pensionsrückstellung zum Stichtag entspricht dem Anwartschaftsbarwert der Versorgungszusagen (Defined Benefit Obligation) saldiert mit dem Zeitwert des Planvermögens. Gemäß IAS 19.7 umfasst das Planvermögen Vermögen, das durch einen langfristig ausgelegten und vom berichtenden Unternehmen unabhängigen Fonds zur Erfüllung von Leistungen an Arbeitnehmer gehalten wird. Versicherungsmathematische Gewinne bzw. Verluste werden im Jahr des Anfalls realisiert. Der bilanzierte Zeitwert der DBO ist nicht durch einen Pensionsfond gesichert. Es bestehen aber zum Teil Rückdeckungsversicherungen.

Rückstellungen für sonstige Risiken und Eventualverbindlichkeiten werden gebildet, wenn eine Verpflichtung gegenüber Dritten besteht und wenn der Ressourcenabfluss wahrscheinlich und die voraussichtliche Verpflichtung zuverlässig schätzbar sind. Der als Rückstellung angesetzte Betrag stellt die bestmögliche Schätzung der Verpflichtung zum Bilanzstichtag dar. Rückstellungen mit einer ursprünglichen Laufzeit von mehr als einem Jahr werden mit ihrem auf den Bilanzstichtag abgezinsten Erfüllungsbetrag angesetzt. Rückstellungen werden regelmäßig überprüft und bei neuen Erkenntnissen oder geänderten Umständen angepasst.

Die Rückstellung für Gewährleistungen wird im Zeitpunkt des Verkaufs der Produkte gebildet. Die Bewertung von passivierten Garantieaufwendungen basiert vorrangig auf historischen Erfahrungswerten.

Erträge aus dem erwarteten Abgang von Vermögenswerten werden bei der Bildung der Rückstellungen nicht berücksichtigt. Wenn erwartet wird, dass die zur Erfüllung einer zurückgestellten Verpflichtung erforderlichen Ausgaben ganz oder teilweise von einer anderen Partei erstattet werden, wird die Erstattung erst dann erfasst, wenn es so gut wie sicher ist, dass die Gesellschaft die Erstattung erhält.

Finanzielle Verbindlichkeiten. Finanzielle Verbindlichkeiten enthalten insbesondere Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten, derivative finanzielle Verbindlichkeiten und andere Verbindlichkeiten.

Finanzielle Verbindlichkeiten, die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet werden. Nach der erstmaligen Erfassung werden die finanziellen Verbindlichkeiten unter Anwendung der Effektivzinsmethode zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet.

Finanzielle Verbindlichkeiten, die erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden. Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Verbindlichkeiten umfassen Derivate die nicht als Sicherungsinstrumente in ein Hedge Accounting einbezogen sind (zu Handelszwecken gehaltenen finanziellen Verbindlichkeiten). Gewinne oder Verluste aus finanziellen Verbindlichkeiten, die zu Handelszwecken gehalten werden, sind erfolgswirksam im Konzernergebnis enthalten.

Derivative Finanzinstrumente und Bilanzierung von Sicherungsbeziehungen.

Derivative Finanzinstrumente werden im Einhell-Konzern ausschließlich zur Absicherung von Zins- und Währungsrisiken eingesetzt, die aus dem operativen Geschäft resultieren. Damit sollen Risiken von Schwankungen der Cashflows, welche einem bestimmten mit einem erfassten Vermögenswert oder einer Schuld verbundenen Risiko oder dem mit einer vorhergesehenen Transaktion verbundenen Risiko zugeordnet werden können, abgesichert werden.

Derivative Finanzinstrumente werden bei ihrer erstmaligen Erfassung und an jedem folgenden Bilanzstichtag mit ihrem beizulegenden Zeitwert (Fair Value) angesetzt. Der beizulegende Zeitwert börsennotierter Derivate entspricht dem positiven oder negativen Marktwert. Liegen keine Marktwerte vor, werden diese mittels anerkannter finanzmathematischer Modelle berechnet, wie z. B. Discounted-Cash-Flow-Modelle oder Optionspreismodelle. Derivate werden als Vermögenswert ausgewiesen, wenn deren beizulegender Zeitwert positiv ist, und als Verbindlichkeit, wenn deren beizulegender Zeitwert negativ ist.

Der beizulegende Zeitwert von Devisenterminkontrakten wird anhand der zum Bilanzstichtag herrschenden Kurse auf dem Devisenterminmarkt bestimmt. Bei Zinsswaps wird er als Barwert der geschätzten künftigen Cashflows ermittelt. Der beizulegende Zeitwert von Optionen wird anhand von Optionspreismodellen errechnet. Bei allen vorgenannten Instrumenten wird dem Einhell-Konzern der beizulegende Zeitwert jeweils durch die Finanzinstitute bestätigt, die dem Konzern die entsprechenden Kontrakte vermittelt haben.

Wenn die Vorgaben des IAS 39 zur Bilanzierung von Sicherungsbeziehungen (Hedge Accounting) erfüllt sind, designiert und dokumentiert die Einhell AG die Sicherungsbeziehung ab diesem Zeitpunkt entweder als Fair Value Hedge oder als Cash Flow Hedge. Bei einem Fair Value Hedge wird der beizulegende Zeitwert eines bilanzierten Vermögenswerts oder einer bilanzierten Verbindlichkeit oder einer nicht bilanzierten festen Verpflichtung gesichert. Bei einem Cash Flow Hedge werden hochwahrscheinliche zukünftige Zahlungsströme oder zu zahlende bzw. zu erhaltende schwankende Zahlungsströme im Zusammenhang mit einem bilanzierten Vermögenswert oder einer bilanzierten Verbindlichkeit abgesichert. Die Dokumentation der Sicherungsbeziehungen beinhaltet die Ziele und Strategie des Risikomanagements, die Art der Sicherungsbeziehung, das gesicherte Risiko, die Bezeichnung des Sicherungsinstruments und des Grundgeschäfts sowie eine Beschreibung der Methode zur Effektivitätsmessung. Die Sicherungsbeziehungen werden hinsichtlich der Erreichung einer Kompensation der Risiken aus Änderungen des beizulegenden Zeitwerts oder der Zahlungsströme in Bezug auf das abgesicherte Risiko als in hohem Maße wirksam eingeschätzt und regelmäßig dahingehend untersucht, ob sie während der gesamten Berichtsperiode, für die sie designiert waren, hocheffektiv waren.

Zeitwertänderungen der Derivate werden im Konzernergebnis oder im sonstigen Ergebnis berücksichtigt, je nachdem, ob es sich bei den Sicherungsbeziehungen um Fair Value Hedges oder Cash Flow Hedges handelt. Bei Fair Value Hedges werden die Veränderungen der Marktbewertung derivativer Finanzinstrumente und der dazugehörigen Grundgeschäfte erfolgswirksam im Konzernergebnis erfasst. Die Zeitwertveränderungen von derivativen Finanzinstrumenten, die einem Cash Flow Hedge zugeordnet sind, werden in Höhe des hedge-effektiven Teils nach Steuern zunächst im sonstigen Ergebnis berücksichtigt. Die Umbuchung in die Gewinn- und Verlustrechnung erfolgt zeitgleich mit der Ergebniswirkung der abgesicherten Grundgeschäfte. Die hedge-ineffektiven Anteile der Zeitwertveränderungen werden unmittelbar im Konzernergebnis berücksichtigt.

Umsatzrealisierung. Umsatzerlöse werden bei Lieferung der Erzeugnisse und Waren bzw. bei Erbringung der Leistungen realisiert, wenn der Eigentums- und Gefahrenübergang an den Kunden erfolgt ist, der Betrag der Umsatzerlöse verlässlich bestimmt und von dessen Bezahlung ausgegangen werden kann. Die Umsatzerlöse werden abzüglich von Erlösschmälerungen, wie z. B. Preisnachlässe und Rahmenkonditionen ausgewiesen.

Zinserträge und Zinsaufwendungen. In den Zinserträgen und Zinsaufwendungen sind Zinserträge aus Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten sowie Zinsaufwendungen aus Schulden enthalten. Zudem gehen Zinsen und Änderungen der Marktwerte im Zusammenhang mit Zinssicherungsgeschäften in diese Posten ein. Zinserträge und Zinsaufwendungen werden entsprechend den vertraglichen Regelungen erfasst und gegebenenfalls zeitanteilig abgegrenzt.

Ertragsteuern. Die laufenden Ertragsteuern werden basierend auf den jeweiligen nationalen steuerlichen Ergebnissen des Jahres sowie den nationalen Steuervorschriften berechnet. Darüber hinaus beinhalten die laufenden Steuern des Jahres auch Anpassungsbeträge für eventuell anfallende Steuerzahlungen bzw. -erstattungen für noch nicht veranlagte Jahre sowie Zinszahlungen auf Steuernachzahlungen. Die Veränderung der aktiven und passiven latenten Steuern spiegelt sich in den Ertragsteuern wider. Eine Ausnahme hiervon stellen die im sonstigen Ergebnis vorzunehmenden Veränderungen dar.

1.7 Schätzungen und Beurteilungen im Rahmen der Rechnungslegung

Im Konzernabschluss müssen zu einem gewissen Grad Schätzungen, Beurteilungen und Annahmen vorgenommen werden. Diese können Auswirkungen auf die Höhe und den Ausweis der bilanzierten Vermögenswerte und Schulden, die Angaben zu Eventualforderungen und -verbindlichkeiten am Stichtag sowie auf die ausgewiesenen Erträge und Aufwendungen für die Berichtsperiode haben. Wesentliche Sachverhalte, die von solchen Schätzungen, Beurteilungen und Annahmen betroffen sind, werden im Folgenden erläutert. Die sich tatsächlich einstellenden Beträge können von den Schätzungen, Beurteilungen und Annahmen abweichen; Veränderungen können einen wesentlichen Einfluss auf den Konzernabschluss haben.

Werthaltigkeit von zahlungsmittelgenerierenden Einheiten. Im Rahmen der Werthaltigkeitstests für nicht-finanzielle Vermögenswerte sind Einschätzungen vorzunehmen, um den erzielbaren Betrag einer zahlungsmittelgenerierenden Einheit zu bestimmen. Dabei sind insbesondere Annahmen bezüglich der zukünftigen Zahlungsmittelzu- und -abflüsse sowohl im Planungszeitraum als auch für die Zeiträume danach zu treffen. Die Einschätzungen beziehen sich hauptsächlich auf zukünftige Marktanteile und das Wachstum auf den jeweiligen Märkten. Auf Basis der im Jahr 2011 durchgeführten Werthaltigkeitstests übersteigen die erzielbaren Beträge die Netto-Vermögenswerte der zahlungsmittelgenerierenden Einheiten des Konzerns deutlich.

Werthaltigkeit von Forderungen. Der Konzern schätzt regelmäßig das Ausfallrisiko seiner Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ein. In diesem Zusammenhang werden viele Faktoren berücksichtigt; diese umfassen Erfahrungswerte hinsichtlich eingetretener Kreditausfälle, die Größe und Zusammensetzung einzelner Portfolios, aktuelle wirtschaftliche Ereignisse und Rahmenbedingungen sowie den Umfang der bestehenden Kreditversicherungen. Veränderte wirtschaftliche Rahmenbedingungen können die Bonität der Kunden beeinträchtigen. Sollten sich Einschätzung und Beurteilung dieser Faktoren ändern, beeinflusst dies die Höhe der zu bildenden Wertberichtigungen und wirkt sich auf das Konzernergebnis aus.

Pensionsverpflichtungen. Für die Ermittlung der Barwerte der leistungsorientierten Pensionsverpflichtungen sind unter anderem die Abzinsungsfaktoren festzulegen. Die Abzinsungsfaktoren werden auf der Grundlage von Renditen bestimmt, die am Abschlussstichtag für erstrangige, festverzinsliche Unternehmensanleihen am jeweiligen Markt erzielt werden. Die Höhe der Abzinsungsfaktoren hat einen wesentlichen Einfluss auf den Finanzierungsstatus der Pensionspläne.

Ertragsteuern. Für die Ermittlung von aktiven latenten Steuern sind die künftig zu versteuernden Einkommen sowie die Zeitpunkte, zu denen die aktiven latenten Steuern realisiert werden, einzuschätzen. Dabei werden unter anderem die geplanten Ergebnisse aus der operativen Geschäftstätigkeit, die Ergebniswirkungen aus der Umkehrung von zu versteuernden temporären Differenzen sowie realisierbare Steuerstrategien mit berücksichtigt. Da künftige Geschäftsentwicklungen unsicher sind und sich teilweise der Steuerung durch den Konzern entziehen, sind die zu treffenden Annahmen im Zusammenhang mit der Bilanzierung von aktiven latenten Steuern in erheblichem Maß mit Unsicherheiten verbunden. Der Einhell Konzern beurteilt zu jedem Bilanzstichtag die Werthaltigkeit der aktiven latenten Steuern auf Basis der geplanten steuerpflichtigen Einkommen in künftigen Geschäftsjahren; sofern der Konzern davon ausgeht, dass künftige Steuervorteile mit einer Wahrscheinlichkeit von mehr als 50 % teilweise oder vollständig nicht realisiert werden können, wird eine Wertberichtigung auf die aktiven latenten Steuern vorgenommen.

Ansprüche und Prozessrisiken. Die Einhell Germany AG und ihre Tochtergesellschaften sind mit verschiedenen Gerichtsverfahren und Ansprüchen konfrontiert. Nach unserer Einschätzung werden sich daraus möglicherweise ergebende Verpflichtungen nicht nachhaltig auf die Finanz-, Vermögens- oder Ertragslage des Konzerns auswirken.

2. Erläuterungen zur Bilanz

2.1 Entwicklung der langfristigen Vermögenswerte

Die Entwicklung der langfristigen Vermögenswerte (ohne übrige langfristige Vermögenswerte und aktive latente Steuern) ist in der Anlage zum Konzernanhang dargestellt.

2.2 Immaterielle Vermögensgegenstände

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2011 2010
Erworbene immaterielle Vermögenswerte (ohne Firmenwerte) 675 585
Selbst erstellte immaterielle Vermögenswerte 56 193
Erworbene Firmenwerte 8.302 8.249
9.033 9.027

Die selbst erstellten immaterielle Vermögenswerte Entwicklungskosten beinhalten im Wesentlichen die für die Entwicklung neuer Produkte entstandenen Ausgaben, die über den erwarteten Produktlebenszyklus abgeschrieben werden. Im Geschäftsjahr 2011 betrugen die Aufwendungen für Entwicklung und Produktaufbereitung EUR 4,5 Mio (Vj. EUR 4,0 Mio). Von diesen Aufwendungen wurden in 2011 wie bereits im Vorjahr keine Kosten als Entwicklungskosten aktiviert. Insgesamt waren in diesem Bereich 38 Mitarbeiter (Vj. 37 Mitarbeiter) beschäftigt.

Die Firmenwerte entfallen auf folgende Gesellschaften:

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2011 2010
Intratek Mühendislik ve Dis Ticarret A.S., Istanbul/Türkei 3.013 3.013
Einhell-Unicore s.r.o., Karlovy Vary/Tschechien 2.141 2.141
Einhell Export-Import GmbH, Tillmitsch/Österreich 2.026 1.973
Einhell Romania SRL, Bukarest/Rumänien 1.122 1.122
8.302 8.249

Der Zugang bei dem Firmenwert der Einhell Export-Import GmbH in Höhe von TEUR 53 resultiert aus einer nachträglichen Kaufpreiszahlung für den Erwerb der restlichen 24 % der Anteile im Jahr 2009.

Die Firmenwerte werden einem jährlichen Werthaltigkeitstest unterzogen. Eine Wertminderung ist vorzunehmen, wenn der erzielbare Betrag unter dem Buchwert der Firmenwerte der Gesellschaften (Cash Generating Units) liegt. Der erzielbare Betrag wird aus den zukünftigen Mittelzuflüssen (Cash-Flows) abgeleitet. Der Ermittlung der Cash-Flows liegen Wirtschaftspläne mit einem Planungshorizont von fünf Jahren zugrunde. Für alle Gesellschaften wurden folgende Bewertungsfaktoren zu Grunde gelegt:

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2011

%
2010

%
Wachstumsrate nach Ende des Planungszeitraums 1,25 1,25
Diskontierungssatz vor Steuern 7,93 8,10
Basiszinssatz 3,00 3,00
Marktrisikoprämie 5,00 5,00
Typisierter Steuersatz 30,00 29,41

Der jährliche Werthaltigkeitstest ergab im Geschäftsjahr 2011 keinen Wertminderungsbedarf bei den Firmenwerten.

2.3 Sachanlagen

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2011 2010
Grundstücke und Bauten des Betriebsvermögens 10.153 10.497
Technische Anlagen und Maschinen 3.397 2.972
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 4.335 3.663
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 58 94
17.943 17.226

2.4 Finanzielle Vermögenswerte

Der Ausweis betrifft unverändert Anteile an einem Geldmarktfonds zur Absicherung von Pensions-, Urlaubs- und Gleitzeitguthaben, die mit dem beizulegenden Zeitwert angesetzt sind. Die Erträge aus dem Fonds belaufen sich auf TEUR 3 (Vj. TEUR 4). Die erwartete Rendite der Wertpapiere liegt bei 1 % bis 2 % p. a.

2.5 Latente Steuern

Die Steueransprüche und -schulden der Gesellschaft setzen sich wie folgt zusammen:

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Aktive latente Steuern Passive latente Steuern Nettobetrag
2011 2010 2011 2010 2011 2010
--- --- --- --- --- --- ---
Selbst erstellte immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen 20 18 96 163 -76 -145
Kurzfristige Vermögenswerte 3.065 2.660 135 538 2.930 2.122
Übrige finanzielle Vermögenswerte (zum Zeitwert) 761 1.183 2.865 45 -2.104 1.138
Rückstellungen für Pensionen 68 34 0 -1 68 35
Rückstellungen für sonstige Risiken 599 846 238 90 361 756
Übrige Verbindlichkeiten 517 331 5 70 512 261
Steuerliche Verlustvorträge 1.912 2.133 0 0 1.912 2.133
6.942 7.205 3.339 905 3.603 6.300

Latente Steuern ergeben sich bei den oben aufgelisteten Posten unter folgenden Umständen:

Aktivierung und Abschreibung von Entwicklungskosten.
Erhöhte steuerliche Abschreibungen auf Sachanlagen führen dazu, dass die steuerlichen Wertansätze unter den Buchwerten liegen.
Die Bewertung von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen erfolgt abweichend zur Steuerbilanz.
Zum Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte (zur Veräußerung verfügbare und zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Vermögenswerte) weisen abweichende Steuer- und Buchwerte auf, da eine Neubewertung nur zu Bilanzierungszwecken und nicht für steuerliche Zwecke erfolgt.
Die Bewertung der Rückstellungen für Pensionen erfolgt abweichend zur Steuerbilanz.
Abgegrenzte Aufwendungen sind in einigen lokalen Abschlüssen ausländischer Töchter erst in der Periode ihrer Verausgabung steuerlich abzugsfähig, wohingegen sie im Abschluss über einen längeren Zeitraum erfolgswirksam werden können.
Aktivierung von latenten Steuern aus steuerlichen Verlustvorträgen bei Tochtergesellschaften.

2.6 Vorräte

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2011 2010
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe (zu Anschaffungskosten) 568 1.063
Waren (zu Anschaffungskosten abzüglich Wertberichtigungen) 106.597 92.200
Geleistete Anzahlungen 3.284 2.376
110.449 95.639

Insgesamt wurden Abwertungen über TEUR 6.886 (Vj. TEUR 6.165) vorgenommen. Der Buchwert der abgewerteten Ware beträgt nach Abwertung TEUR 36.894 (Vj. TEUR 37.656). Zum Stichtag sowie im Vorjahr sind keine Waren sicherungsübereignet.

2.7 Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden nach Abzug von Wertberichtigungen für zweifelhafte Forderungen ausgewiesen. Im Geschäftsjahr 2011 wurden Wertberichtigungen in Höhe von TEUR 2.118 (Vj. TEUR 2.596) vorgenommen. Ferner waren im Berichtszeitraum Erträge aus dem Eingang ausgebuchter Forderungen und Erträge aus der Auflösung von Wertberichtigungen für Forderungen in Höhe von TEUR 207 (Vj. TEUR 2.705) gebucht. Das maximale Ausfallrisiko entspricht dem Buchwert der Forderungen. 80 % (Vj. 85 %) der gesamten Bruttoforderungen zum Bilanzstichtag sind noch nicht fällig.

Die Altersstruktur der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen stellt sich wie folgt dar:

2011

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Nettoforderungen Wertberichtigungen Bruttoforderungen
Forderungen nicht fällig und fällig 1 -120 Tage 60.621 1.209 61.830
Forderungen fällig 121-360 Tage 989 1.669 2.658
Forderungen fällig mehr als 360 Tage 570 4.739 5.309
62.180 7.617 69.797

2010

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Nettoforderungen Wertberichtigungen Bruttoforderungen
Forderungen nicht fällig und fällig 1 - 120 Tage 60.523 762 61.285
Forderungen fällig 121-360 Tage 1.254 612 1.866
Forderungen fällig mehr als 360 Tage 710 4.401 5.111
62.487 5.775 68.262

2.8 Übrige finanzielle Vermögenswerte

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2011 2010
Derivative Finanzinstrumente, die in ein Hedge Accounting einbezogen sind 9.460 1.300
Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte 412 518
9.872 1.818

2.9 Übrige Vermögenswerte

Langfristig

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2011 2010
Forderungen aus Ertragsteuern 1.546 959
Sonstige 773 803
2.319 1.762

Kurzfristig

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2011 2010
Forderungen aus Ertragsteuern 910 1.561
Sonstige 11.479 11.827
12.389 13.388

Die Forderungen aus Ertragsteuern beinhalten insbesondere das Körperschaftsteuerguthaben gemäß § 37 Abs. 5 KStG. Zum Stichtag ergeben sich keine Hinweise auf eine Wertminderung auf sonstige Vermögensgegenstände, die weder überfällig noch wertberichtigt sind.

2.10 Gezeichnetes Kapital

Das unveränderte Grundkapital der Einhell AG ist wie folgt eingeteilt:

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Anzahl EUR
Stammaktien
Inhaber-Stammaktien (Stückaktien) mit rechnerischem Anteil am Grundkapital von je EUR 2,56 2.094.400 5.361.664,00
Vorzugsaktien
Stimmrechtslose Inhaber-Vorzugsaktien (Stückaktien) mit rechnerischem Anteil am Grundkapital von je EUR 2,56 1.680.000 4.300.800,00
3.774.400 9.662.464,00

Alle Einzahlungen auf die Aktien sind vollständig geleistet. Für das Geschäftsjahr 2011 liegt für die Einhell Germany AG ein Dividendenvorschlag über EUR 2.893.856,00 vor (Vj. EUR 2.893.856,00). Der Ausschüttungsbetrag entspricht einer Dividende von EUR 0,80 je Vorzugsaktie (Vj. EUR 0,80) und EUR 0,74 je Stammaktie (Vj. EUR 0,74).

An die Inhaber der Vorzugsaktien ist eine Mindestdividende von EUR 0,15 zu zahlen und geht der Verteilung einer Dividende auf Stammaktien vor. Die Dividende je Vorzugsaktie ist um EUR 0,06 höher als die Dividende je Stammaktie. Reicht der Bilanzgewinn eines oder mehrerer Geschäftsjahre nicht zur Ausschüttung von EUR 0,15 je Vorzugsaktie aus, so werden die fehlenden Beträge ohne Zinsen aus dem Bilanzgewinn der folgenden Geschäftsjahre nachgezahlt, und zwar nach Verteilung der Mindestdividende auf die Vorzugsaktien für diese Geschäftsjahre und vor der Verteilung einer Dividende auf die Stammaktien. Es stehen keine Ausschüttungen als Mindestdividenden aus. Die Vorzugsaktien sind nicht mit einem Stimmrecht verbunden. Im Bezug auf das Restvermögen der Gesellschaft sind alle Aktien gleichrangig. Die Stimmrechte in der Hauptversammlung liegen bei den Stammaktien.

Genehmigtes Kapital I

Der Vorstand ist ermächtigt, das Grundkapital der Gesellschaft bis zum 18. Juni 2014 mit Zustimmung des Aufsichtsrats durch Ausgabe neuer Inhaber-Stammaktien und/oder stimmrechtsloser Inhaber-Vorzugsaktien gegen Bareinlage einmalig oder mehrmalig um insgesamt bis zu EUR 3.864.985,60 zu erhöhen (Genehmigtes Kapital I). Dabei ist den Aktionären ein Bezugsrecht einzuräumen. Der Vorstand ist jedoch ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats Spitzenbeträge von dem Bezugsrecht der Aktionäre auszunehmen und im Fall der gleichzeitigen Ausgabe von Stamm- und Vorzugsaktien das Bezugsrecht der Inhaber von Aktien einer Gattung auf Aktien der anderen Gattung auszuschließen, sofern das Bezugsverhältnis für beide Gattungen gleich festgesetzt wird. Die Ermächtigung umfasst auch die Befugnis, weitere Vorzugsaktien auszugeben, die den früher ausgegebenen Vorzugsaktien ohne Stimmrecht bei der Verteilung des Gewinnes oder des Gesellschaftsvermögens vorgehen oder gleichstehen.

Genehmigtes Kapital II

Der Vorstand ist ferner ermächtigt, das Grundkapital der Gesellschaft bis zum 18. Juni 2014 mit Zustimmung des Aufsichtsrats durch Ausgabe neuer Inhaber-Stammaktien und/oder stimmrechtsloser Inhaber-Vorzugsaktien gegen Bareinlage einmalig oder mehrmalig um insgesamt bis zu EUR 966.246,40 zu erhöhen (Genehmigtes Kapital II). Dabei ist den Aktionären ein Bezugsrecht einzuräumen. Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats Spitzenbeträge von dem Bezugsrecht der Aktionäre auszunehmen und im Fall der gleichzeitigen Ausgabe von Stamm- und Vorzugsaktien das Bezugsrecht der Inhaber von Aktien einer Gattung auf Aktien der anderen Gattung auszuschließen, sofern das Bezugsverhältnis für beide Gattungen gleich festgesetzt wird. Der Vorstand kann ferner das Bezugsrecht insgesamt ausschließen, um neue stimmrechtslose Inhaber-Vorzugsaktien zu einem Ausgabebetrag ausgeben zu können, der den Börsenpreis nicht wesentlich unterschreitet (§§ 203 Abs. 2, 186 Abs. 3 Satz 4 AktG). Die Ermächtigung umfasst auch die Befugnis, weitere Vorzugsaktien auszugeben, die den früher ausgegebenen Vorzugsaktien ohne Stimmrecht bei der Verteilung des Gewinnes oder des Gesellschaftsvermögens vorgehen oder gleichstehen.

2.11 Veränderung der übrigen Rücklagen

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2011 2010
Vor Steuern Steuern Nach Steuern Vor Steuern Steuern Nach Steuern
--- --- --- --- --- --- ---
Unrealisierte Gewinne aus der Währungsumrechnung -303 0 -303 3.493 0 3.493
Unrealisierte Gewinne/Verluste aus zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerten 4 -1 3 6 -2 4
Unrealisierte Gewinne/Verluste aus derivativen Finanzinstrumenten 9.504 -2.851 6.653 -2.029 609 -1.420
Sonstiges Ergebnis 9.205 -2.852 6.353 1.470 607 2.077

2.12 Nicht beherrschende Anteile

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2011 2010
1. Januar 2.243 2.958
Kapitaleinzahlungen 474 39
Abgänge 0 -275
Dividenden 0 -398
Unrealisierte Gewinne aus der Währungsumrechnung (= Anteil am sonstigem Ergebnis) -204 78
Anteil am Konzernergebnis -123 -159
31. Dezember 2.390 2.243

2.13 Rückstellungen für Pensionen

Die Defined Benefit Obligation (DBO) hat sich im Geschäftsjahr 2011 wie folgt entwickelt:

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2011 2010 2009 2008 2007
1. Januar 1.901 1.831 1.547 1.598 1.730
Laufender Dienstzeitaufwand (Personalaufwand) 26 26 20 30 32
Zinsaufwand (Personalaufwand) 87 87 93 83 77
Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste (Personalaufwand) 124 73 293 -99 -194
Pensionszahlungen -89 -87 -108 -65 -47
Transfer/Settlement 0 -29 -14 0 0
31. Dezember 2.049 1.901 1.831 1.547 1.598

Das Planvermögen hat sich im Geschäftsjahr 2011 wie folgt entwickelt:

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2011 2010 2009 2008 2007
1. Januar 643 640 631 628 616
Gewinne / Verluste 7 3 9 3 12
31. Dezember 650 643 640 631 628

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2011 2010 2009 2008 2007
Barwert der leistungsorientierten Verpflichtungen 2.049 1.901 1.831 1.547 1.598
Abzüglich beizulegender Zeitwert des Planvermögens -650 -643 -640 -631 -628
Nettoverpflichtung 1.399 1.258 1.191 916 970

Die versicherungsmathematischen Verluste betreffen im Wesentlichen die Veränderung des Diskontierungssatzes. Die Aufwendungen aus Verpflichtungen aus Leistungen für Arbeitnehmer werden im Personalaufwand gezeigt. Die bilanzierte Pensionsrückstellung zum Stichtag entspricht dem Anwartschaftsbarwert der Versorgungszusagen (Defined Benefit Obligation) saldiert mit dem Zeitwert des Planvermögens. Die versicherungsmathematischen Annahmen zur Ermittlung der Pensionsverpflichtungen sind unter Abschnitt 1.8 Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze dargestellt.

Die erwartete Rendite aus dem Planvermögen liegt bei 1-2 %.

2.14 Rückstellungen für sonstige Risiken

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Gewährleistungen Übrige Gesamt
1. Januar 2011 6.572 5.978 12.550
Inanspruchnahmen -519 -3.802 -4.321
Auflösungen -3.671 -462 -4.133
Zuführungen 1.369 3.274 4.643
Wechselkurseffekte und andere Veränderungen 14 -59 -45
31. Dezember 2011 3.765 4.929 8.694

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Gewährleistungen Übrige Gesamt
31. Dezember 2011
Langfristig 0 476 476
Kurzfristig 3.765 4.453 8.218
31. Dezember 2010
Langfristig 0 512 512
Kurzfristig 6.572 5.466 12.038

2.15 Finanzierungsverbindlichkeiten

Langfristig

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2011 2010
Darlehen, besichert 23 25
Darlehen, nicht besichert 20.937 41.313
20.960 41.338

Kurfristig

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2011 2010
Darlehen und Kontokorrentkredite, besichert 621 13
Darlehen und Kontokorrentkredite, nicht besichert 375 1.120
996 1.133

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2011 2010
Davon kurzfristig fälliger Teil der langfristigen Darlehen 385 388
Davon kurzfristig fällige Darlehen bzw. Kontokorrentkredite 611 745

Sicherheiten bestehen in Form der Sicherungsübereignung von sonstigen Vermögenswerten.

Der Einhell-Konzern war auch im Geschäftsjahr 2011 wieder überwiegend über langfristige Darlehen finanziert. Das bereits in 2009 ausgelaufene Schuldscheindarlehen wurde damals durch eine langfristige Anschlussfinanzierung mit bilateralen Kreditvereinbarungen bis Mitte 2014 ersetzt. Aufgrund der guten Ausstattung mit liquiden Mitteln und der Veränderungen am Zinsmarkt im Geschäftsjahr 2011 wurde entschieden, einen Teil der langfristigen Finanzierung vorzeitig abzulösen und eine verminderte Darlehenssumme zu nochmals besseren Konditionen aufzunehmen. Damit ist eine langfristige Finanzierung in Höhe von nun EUR 21 Mio bis Mitte des Jahres 2014 zu sehr guten Konditionen gewährleistet. In den Kreditverträgen wurden Financial Covenants definiert, deren Nichteinhaltung den Gläubigern das Recht einräumt, die Kredite während der Laufzeit frühzeitig fällig zu stellen. Im Geschäftsjahr 2011 wurden alle Covenants erfüllt. Die Absicherung von Zinsänderungsrisiken erfolgt mit Hilfe von derivaten Finanzinstrumenten in Form von Zins-Cap-Vereinbarungen.

2.16 Übrige finanzielle Verbindlichkeiten

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2011 2010
Derivative Finanzinstrumente, die in ein Hedge Accounting einbezogen sind 911 4.016
Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Verbindlichkeiten 746 463
1.657 4.479

2.17 Übrige Verbindlichkeiten

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2011 2010
Langfristig 2.200 2.220
Kurzfristig 13.690 14.934
15.890 17.154

Die sonstigen Verbindlichkeiten enthalten im Wesentlichen Steuerverbindlichkeiten, Verbindlichkeiten im Rahmen der Lohn- und Gehaltsabrechnung, inklusive Verbindlichkeiten aus Erfolgsbeteiligungen von Mitarbeitern, Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit, sowie Verbindlichkeiten aus kurzfristigem Kundenbonus und Gutschriften an Kunden.

3. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

3.1 Umsatzerlöse

Segmente

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2011 2010
% %
--- --- --- --- ---
Werkzeuge 220.466 60,4 217.656 59,6
Garten &Freizeit 144.795 39,6 147.778 40,4
365.261 100,0 365.434 100,0

Regionen

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2011 2010
% %
--- --- --- --- ---
Deutschland 131.721 36,1 145.348 39,8
Europäische Union 153.286 42,0 144.956 39,7
Asien 14.402 3,9 23.659 6,4
Übrige 65.852 18,0 51.471 14,1
365.261 100,0 365.434 100,0

3.2 Sonstige betriebliche Erträge

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2011 2010
Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen für Gewährleistung 3.671 1.056
Provisionserträge 1.531 1.805
Erträge aus weiterbelasteten Kosten an Lieferanten für Wareninspektionen 405 384
Erträge aus dem Eingang ausgebuchter Forderungen und aus der Auflösung von Wertberichtigungen auf Forderungen 207 2.705
Erträge aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens 48 69
Übrige Erträge 3.766 4.335
9.628 10.354

3.3 Materialaufwand

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2011 2010
Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und bezogene Waren 253.167 259.080
Aufwendungen für bezogene Leistungen 385 516
253.552 259.596

3.4 Personalaufwand

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2011 2010
Löhne und Gehälter 35.778 32.568
Soziale Abgaben 7.228 5.899
Aufwendungen für Altersversorgung 113 142
43.119 38.609

Anzahl der Mitarbeiter (Jahresdurchschnitt)

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2011 2010
Deutschland 377 333
Ausland 762 672
1.139 1.005

3.5 Abschreibungen

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2011 2010
Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte (ohne Firmenwerte) 452 1.207
Abschreibungen auf Sachanlagen 2.061 2.075
2.513 3.282

Im Geschäftsjahr 2011 waren wie im Vorjahr keine außerplanmäßigen Abschreibungen erforderlich.

3.6 Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten insbesondere Aufwendungen für Warenversand, Garantie- und Kundendienstleistungen, Wertberichtigungen sowie Werbung und Produktgestaltung. Die Aufwendungen für die Wertberichtigung von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen betragen TEUR 2.118 (Vj. TEUR 2.596). Aufgrund der Kurzfristigkeit der Bilanzposition Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und der kurzfristig erwarteten Geldeingänge sind Zinseffekte bei der Berechnung von Wertberichtigungen von untergeordneter Bedeutung.

3.7 Finanzergebnis

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2011 2010
Zinserträge 453 384
Zinsaufwendungen -2.179 -2.043
Gewinne / Verluste aus der Währungsumrechnung -1.824 368
-3.550 -1.291

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2011 2010
davon Zinserträge aus Sicherungsinstrumenten 0 0
davon Zinsaufwendungen aus Sicherungsinstrumenten -279 -519
davon Verluste aus der Währungsumrechnung aus Sicherungsinstrumenten -746 -269

Das Finanzergebnis beinhaltet auch Bewertungsergebnisse aus derivativen Finanzinstrumenten, für die kein Hedge Accounting angewandt wird, sowie den ineffektiven Teil der Wertänderungen von im Hedge Accounting designierten Sicherungsinstrumenten.

3.8 Ertragsteuern

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2011 2010
Tatsächlicher Steueraufwand 5.281 5.993
Latente Steuern -593 -1.814
4.688 4.179

Bei der Bewertung eines aktivierten Vermögenswertes für zukünftige Steuerentlastungen wird die Wahrscheinlichkeit der Realisierung des erwarteten Steuervorteils berücksichtigt. Die latenten Steuern auf Hedge-Accounting und Available-for-Sale-Wertpapiere werden ausschließlich im sonstigen Ergebnis erfasst. Auf Zeitwertänderungen bei Cashflow-Hedges fallen aktive latente Steuern in Höhe von TEUR 761 (Vj. TEUR 1.183) und passive latente Steuern in Höhe von TEUR 2.760 (Vj. TEUR 70) an.

Bei Tochtergesellschaften wurden latente Steuern aus Verlustvorträgen in Höhe von TEUR 1.912 (Vj. TEUR 2.133) aktiviert. Verlustvorträge, die aufgrund mangelnder Gewinnerwartung als nicht werthaltig eingestuft wurden, wurden nicht in die Ermittlung der aktiven latenten Steuer einbezogen.

Die Überleitung der Ertragsteuersumme auf den theoretischen Betrag, der sich bei Anwendung des im Land des Hauptsitzes der Gesellschaft geltenden Steuersatzes ergeben würde, stellt sich wie folgt dar:

Die nachfolgende Tabelle zeigt eine Überleitungsrechnung vom im Geschäftsjahr erwarteten Steueraufwand zum jeweils ausgewiesenen Steueraufwand. Zur Ermittlung des erwarteten Steueraufwands wird das Ergebnis vor Steuern mit dem im Geschäftsjahr jeweils gültigen inländische Gesamtsteuersatz von 30,0 % (2010: 30,0 %) multipliziert.

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2011 2010
Erwarteter Steueraufwand 5.732 6.053
Steueraufwendungen / -erträge aus konzerninternen Erträgen/Aufwendungen -293 -109
Sonstige steuerlich nicht abzugsfähige Aufwendungen 2.110 2.583
Abweichende ausländische Steuersätze -1.408 -2.084
Steuerfreie Erträge -1.984 -913
Änderung von Verlustvorträgen 136 -2.133
Sonstiges 395 782
Ausgewiesener Steueraufwand 4.688 4.179

3.9 Ergebnis je Aktie

Das Ergebnis je Aktie gemäß IAS 33 bezieht sich auf Stammaktien eines Unternehmens. Da die Stammaktien der Einhell AG nicht öffentlich gehandelt werden, wird auf eine Berechnung des Ergebnisses je Aktie verzichtet.

4. Segmentberichterstattung

4.1 Segmentberichterstattung nach Divisionen

Die Identifikation von berichtspflichtigen operativen Segmenten nach IFRS 8 beruht auf dem Konzept des sog. "Management Approach". Die Segmentierung des Einhell-Konzerns in die Unternehmensbereiche Garten und Werkzeuge folgt der internen Steuerung und Berichterstattung des Konzerns. Zentrale Steuerungsgröße des Einhell-Konzerns ist das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit. Die Geschäftstätigkeit des Einhell-Konzerns wird in die Segmente Werkzeuge und Garten &Freizeit gegliedert. Das Segment Werkzeuge umfasst die Bereiche handgeführte Elektrowerkzeuge, stationäre Werkzeuge und Zubehör. Zum Segment Garten &Freizeit gehören die Bereiche Garten- und Wassertechnik, Geräte und Gewächshäuser sowie Klima- und Heiztechnik. Die Segmentinformationen werden auf Basis der im Konzernabschluss angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden ermittelt. Die Umsätze zwischen den Segmenten werden grundsätzlich zu marktüblichen Bedingungen abgerechnet.

2011

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Werkzeuge Garten & Freizeit Summe Segmente Überleitung Einhell-Konzern
Segmentumsätze 220.466 144.795 365.261 0 365.261
Betr. Segmentergebnis (EGT) 10.399 8.708 19.107 0 19.107
Finanzergebnis -2.575 -975 -3.550 0 -3.550
Planmäßige Abschreibungen 1.493 1.020 2.513 0 2.513
Zahlungsunwirksame Erträge -322 -218 -540 0 -540
Zahlungsunwirksame Aufwendungen 2.743 968 3.711 0 3.711

2010

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Werkzeuge Garten & Freizeit Summe Segmente Überleitung Einhell-Konzern
Segmentumsätze 217.656 147.778 365.434 0 365.434
Betr. Segmentergebnis (EGT) 12.350 7.826 20.176 0 20.176
Finanzergebnis -769 -522 -1.291 0 -1.291
Planmäßige Abschreibungen 1.857 1.425 3.282 0 3.282
Zahlungsunwirksame Erträge -139 -46 -185 0 -185
Zahlungsunwirksame Aufwendungen 660 390 1.050 0 1.050

In der "Überleitung" werden Erträge und Aufwendungen, die den Segmenten nicht direkt zuordenbar sind, ausgewiesen.

4.2 Segmentberichterstattung nach Regionen

Die geographische Zuweisung der Umsätze erfolgt wie bisher nach dem Sitz des Rechnungsempfängers. Maßgeblich hierfür ist der Absatzmarkt.

2011

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Deutschland EU Übrige Länder Asien Pazifik Überleitung Einhell-Konzern
Außenumsatz 131.721 153.286 65.852 14.402 0 365.261
Langfristige Vermögenswerte 11.685 12.680 4.451 832 0 29.648

Die umsatzstärksten Gesellschaften in der EU sind mit Umsätzen in Höhe von EUR 23,5 Mio Einhell Österreich, EUR 15,5 Mio Einhell Italien und mit EUR 10,4 Mio Einhell Polen. In den übrigen Ländern waren vor allem die Gesellschaften in der Schweiz mit EUR 12,3 Mio und in der Türkei mit EUR 13,1 Mio besonders umsatzstark. Die Umsätze der Gesellschaften in Hong Kong mit EUR 37,0 Mio beinhalten überwiegend den in Asien erzielten Umsatz.

2010

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Deutschland EU Übrige Länder Asien Pazifik Überleitung Einhell-Konzern
Außenumsatz 145.348 144.956 51.471 23.659 0 365.434
Langfristige Vermögenswerte 11.079 12.585 3.829 890 0 28.383

Die umsatzstärksten Gesellschaften in der EU waren mit Umsätzen in Höhe von EUR 25,9 Mio Einhell Österreich, EUR 15,1 Mio Einhell Italien und mit EUR 12,5 Mio Einhell Polen. In den übrigen Ländern waren vor allem die Gesellschaften in der Schweiz mit EUR 12,7 Mio und in der Türkei mit EUR 10,2 Mio besonders umsatzstark. Die Umsätze der Gesellschaften in Hong Kong mit EUR 48,3 Mio beinhalten überwiegend den in Asien erzielten Umsatz.

In den Geschäftsjahren 2011 und 2010 wurden mit keinem Kunden mehr als 10 % der Umsatzerlöse des Einhell-Konzerns getätigt. Mit den zehn größten Kunden wurde knapp die Hälfte des Konzern-Umsatzvolumens getätigt.

4.3 Kapitalmanagement

Der Finanzbedarf des Einhell-Konzerns wird insbesondere durch den Bestand an Vorräten sowie den Bestand an Forderungen aus Lieferungen und Leistungen getrieben. Dabei spielen vor allem die Lagerdrehung der Vorräte sowie die Laufzeiten der Forderungen eine große Rolle und beeinflussen den Finanzbedarf signifikant.

Der Einhell-Konzern finanziert sich einerseits über das im Rahmen der Gründung der Gesellschaft und durch Kapitalerhöhungen von den Aktionären zur Verfügung gestellte Eigenkapital sowie durch thesaurierte Gewinne, die in die Rücklagen eingestellt wurden bzw. als Gewinnvortrag dem Bilanzgewinn zugeführt wurden. Andererseits finanziert sich der Einhell-Konzern durch Fremdkapital in Form von langfristigen Krediten und kurzfristigen Mittelaufnahmen sowie zum Teil über Lieferantenkredite. Die Kreditaufnahmen erfolgen dabei überwiegend in Euro. Lieferantenkredite valutieren überwiegend in USD oder RMB. Die zu erwartenden Cash-flows aus der Bezahl- und der Lieferantenverbindlichkeiten wurden zum größten Teil durch entsprechende Hedgegeschäfte abgesichert.

5. Erläuterungen zur Konzern-Kapitalflussrechnung

Die Konzern-Kapitalflussrechnung weist die Entwicklung der Zahlungsströme getrennt nach Mittelzu- und -abflüssen aus der laufenden Geschäfts-, Investitions- und Finanzierungstätigkeit aus. Auswirkungen aus der Veränderung des Konsolidierungskreises sind dabei eliminiert worden.

Laufende Geschäftstätigkeit

Der Mittelabfluss aus der laufenden Geschäftstätigkeit ist überwiegend aus der Zunahme der Vorräte entstanden.

Investitionstätigkeit

Die Auszahlungen für Investitionen in das Sach- und immaterielle Anlagevermögen betreffen hauptsächlich Betriebs- und Geschäftsausstattung.

Finanzierungstätigkeit

Die Zahlungsströme aus der Finanzierungstätigkeit enthalten überwiegend die Zu- und Abflüsse von Darlehen sowie die Auszahlung der Dividende.

Entwicklung der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente

Die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente umfassen den Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten mit einer ursprünglichen Laufzeit von weniger als 90 Tagen sowie Schecks zum Bilanzstichtag. Die Einflüsse aus wechselkursbedingten Bewegungen der Zahlungsmittel werden gesondert dargestellt.

6. Risikoberichterstattung und Finanzinstrumente

6.1 Finanzielles Risikomanagement

Der Konzern ist auf internationaler Ebene tätig, wodurch er Marktrisiken auf Grund von Änderungen der Zinssätze und Wechselkurse ausgesetzt ist. Der Konzern verwendet derivative Finanzinstrumente zum Management dieser Risiken. Die dabei angewandten Richtlinien für das Risikomanagement werden mit der Zustimmung des Vorstands von einer zentralen Treasury-Abteilung in enger Zusammenarbeit mit den Konzerngesellschaften umgesetzt. Zur Bewertung der Risiken wird im Einhell Konzern das aktuelle Marktgeschehen beobachtet. Weitere Informationen zum Risikomanagement sind dem Lagebericht zu entnehmen.

6.2 Ausfallrisiko

Es ist Unternehmenspolitik, Ausfallrisiken sowohl von Kunden wie auch von Lieferanten durch den Einsatz international üblicher Instrumente zu minimieren. So beurteilt das Unternehmen die vom jeweiligen Lieferauftrag durch den Auftraggeber sowie durch dessen Umfeld innewohnenden Ausfallrisiken. Insbesondere bei Neukunden oder risikoreichen Ländern werden im Einzelfall Absicherungen über Akkreditive vorgenommen. Bereits in der Angebotsphase legen Vertriebs- und Finanzabteilung gemeinsam die zu fordernden Sicherheiten fest und stimmen im Auftragsfalle die Inhalte dieser ab. Zur Unterstützung der Risikoeinschätzung werden externe Informationen von Banken und Auskunfteien einbezogen. Um Ausfallrisiken von Lieferanten zu minimieren, erarbeitet sowohl das Einkaufs- und Projektmanagement sowie die Finanzabteilung gemeinsame Absicherungskonzepte.

Die Buchwerte der Forderungen stellen das maximale Ausfallrisiko dar. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen bestehen gegenüber Baumarktketten, Fachhändlern und Discountern und betragen EUR 62,2 Mio (Vj. EUR 62,5 Mio). Im Geschäftsjahr 2011 gab es keine maßgeblichen Forderungen bei denen neue Zahlungsziele vereinbart wurden.

Da die derivativen Finanzinstrumente über renommierte Finanzeinrichtungen abgeschlossen werden, geht der Konzern in ihrem Falle davon aus, dass sich sein maximales Ausfallrisiko auf den positiven Marktwert der Derivate beschränkt.

Zum Stichtag betragen die Bankguthaben EUR 13,7 Mio (Vj. EUR 44,5 Mio). Die Anlagen bestehen bei erstklassigen, namhaften Banken.

Preis- und Bezugsrisiken auf den Beschaffungsmärkten beugt der Einhell-Konzern durch über Jahre aufgebaute Lieferantenbeziehungen vor, die zudem im Rahmen des Qualitätsmanagements laufend beurteilt werden.

6.3 Zinsrisiken

Das Zinsrisiko des Einhell-Konzerns resultiert hauptsächlich aus Finanzschulden, Darlehen und verzinslichen Aufnahmen. Dieses Risiko wird durch den Einsatz derivativer Finanzinstrumente wie z. B. Zinscaps und Zinsswaps reduziert. Das konzernweite Treasury steuert das Konzern-Zinsrisiko, um die Zinserträge und Zinsaufwendungen im Konzern zu optimieren sowie das gesamte Zinsänderungsrisiko zu minimieren. Das beinhaltet auch ein konzernweites Zins-Overlay-Management, das die Zinsbindungen der abgeschlossenen Sicherungsgeschäfte und die vorgesehenen Mittelbindungen der Vermögenswerte und Schulden in unmittelbaren Zusammenhang bringen soll.

Der Konzern setzt alle Zinscaps oder Zinsswaps entweder als wirtschaftliche Absicherungen des Cashflows oder als wirtschaftliche Absicherungen des Zeitwertes ein und setzt sie zum Zeitwert an. Der Nominalwert der zum Stichtag bestehenden Zinssicherungsgeschäfte beträgt TEUR 40.000 (i. Vj. TEUR 40.000).

Aus variabel verzinslichen Positionen ist der Konzern einem buchhalterischem Cash-Flow-Risiko ausgesetzt. Eine Veränderung des Marktzinsniveaus von 1 % würde stichtagsbezogen zu einem Effekt im Zinsergebnis in Höhe von TEUR 90 führen.

Aus der Fair-value-Bewertung von derivativen Finanzinstrumenten ist der Konzern einem buchhalterischem Risiko ausgesetzt. Eine Erhöhung des Marktzinsniveaus in Höhe von 1 % würde zu einem positiven stichtagsbezogenen Effekt in der Gewinn- und Verlustrechnung in Höhe von TEUR 201 führen. Eine Minderung des Marktzinsniveaus in Höhe von 1 % würde zu einem negativen stichtagsbezogenen Effekt in der Gewinn- und Verlustrechnung in Höhe von TEUR 38 führen.

6.4 Liquiditätsrisiko

Das Liquiditätsrisiko stellt die Möglichkeit dar, dass eine Gesellschaft nicht mehr in der Lage ist, ihre finanziellen Verpflichtungen (z. B. Tilgungen von Finanzschulden oder Bezahlung von Einkaufsverpflichtungen) zu erfüllen. Der Einhell-Konzern begrenzt dieses Risiko durch ein effektives Net Working Capital- und Cash-Management und den Zugang zu klassischen Kreditlinien bei namhaften Kreditinstituten. Für das operative Geschäft verfügt der Konzern zum Stichtag über ca. EUR 51 Mio unbesicherte Kreditlinien. Daneben verfolgt der Konzern ständig die sich an Finanzmärkten bietenden Möglichkeiten zur Finanzierung, um die finanzielle Flexibilität des Konzerns zu sichern und unangemessene Refinanzierungsrisiken zu begrenzen.

In der folgenden Übersicht werden alle zum 31. Dezember 2011 vertraglich fixierten Zahlungen für Tilgungen, Rückzahlungen und Zinsen aus bilanzierten finanziellen Verbindlichkeiten aufgeführt. Die derivativen Finanzinstrumente werden mit dem Marktwert ausgewiesen. Es wird erwartet, dass der Eintrittszeitpunkt der Cash-flows nicht wesentlich von den erwarteten Cash-flows abweicht.

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2012 2013 2014-2016 2017 ff.
Langfristige Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 849 836 20.833 0
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 27.707 0 0 0
Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten 15.347 0 0 0

Das Risiko der in der Übersicht dargestellten Zahlungsströme beschränkt sich auf Zahlungsabflüsse. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie die sonstigen finanziellen Verbindlichkeiten resultieren überwiegend aus der Finanzierung von operativen Vermögenswerten (zum Beispiel Sachanlagen) und aus Investitionen in das Working Capital (zum Beispiel Vorräte und Forderungen aus Lieferungen und Leistungen). Diese Vermögenswerte werden bei der effektiven Steuerung des Gesamtliquiditätsrisikos berücksichtigt. Die Risikosteuerung wurde durch die Implementierung eines konzernweiten, internetbasierten Risikomanagement-Informationssystems weiter ausgebaut und gestärkt.

Auf die gesonderte Darstellung der kurzfristigen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten wurde verzichtet.

Zum Stichtag bestehen offene Devisenkontrakte aus denen Zahlungseingänge von umgerechnet EUR 312,6 Mio bzw. Zahlungsausgänge in Höhe von umgerechnet EUR 304,8 Mio zu erwarten sind.

Fremdwährungsrisiken

Der Einhell-Konzern ist aufgrund seiner internationalen Ausrichtung der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit Währungsrisiken ausgesetzt. Zur Steuerung und Minimierung dieser Risiken setzt der Einhell-Konzern derivative Finanzinstrumente mit einer Laufzeit von bis zu maximal zwei Jahren ein. Das Fremdwährungs-Risikomanagementsystem des Einhell-Konzerns bewährt sich bereits seit einigen Jahren.

Wechselkursschwankungen können zu unerwünschten und unvorhersehbaren Ergebnis- und Cashflow-Volatilitäten führen. Davon ist jedes Unternehmen des Einhell-Konzerns betroffen, das Geschäfte mit internationalen Vertragspartnern in einer Währung abschließt, die nicht der funktionalen Währung (jeweiligen Landeswährung) entspricht. Dies betrifft im Konzern vor allem die Beschaffung, die regelmäßig in USD getätigt wird. Der Verkauf von Einhell-Produkten erfolgt hingegen überwiegend in der jeweiligen Landeswährung. Die geplanten Einkäufe in USD werden abgesichert, daher liegt hier keine Risikokonzentration vor.

Den Gesellschaften des Einhell-Konzerns ist es verboten, Finanzmittel in Fremdwährungen für spekulative Zwecke aufzunehmen oder anzulegen. Konzerninterne Finanzierungen oder Investitionen werden bevorzugt in der jeweiligen Landeswährung oder auf währungsgesicherter Basis durchgeführt.

Alle Vermögenswerte oder Verbindlichkeiten des Einhell Konzerns werden von beobachteten oder von diesen abgeleiteten Preisen ermittelt.

Aufgrund der kurzfristigen USD-Zahlungsziele resultiert das USD-Exposure aus Finanzinstrumenten im Wesentlichen aus derivativen Finanzinstrumenten. Bei einer Kursveränderung von 10 % ergibt sich ein Kursgewinn/bzw. -verlust vor Steuern von TEUR 21.946 bzw. TEUR -20.459, der aufgrund der Anwendung von Cash flow - Hedge-Accounting im Eigenkapital abgebildet würde. Die derivativen Finanzinstrumenten dienen grundsätzlich der Sicherung von Wareneinkäufen. Für derivativen Finanzinstrumenten, die nicht im Hedge-accounting abgebildet werden ergibt sich bei einer Kursveränderung von 10 % ein Kursgewinn/bzw. -verlust vor Steuern in Höhe von TEUR 125 bzw. TEUR -109.

Das Nominalvolumen der derivativen Finanzinstrumente entspricht der unsaldierten Summe der zwischen den Parteien vereinbarten Kauf- und Verkaufsbeträge und ist deshalb kein Maßstab für das Risiko des Konzerns aus dem Einsatz derivativer Finanzinstrumente. Chancen und Risiken werden durch den Marktwert ausgedrückt, der dem Rückkaufswert der derivativen Finanzinstrumenten am Bilanzstichtag entspricht.

Finanzinstrumente mit positiven Marktwert zum Cashflow-Hedge

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Nominalvolumen Marktwert
2011 2010 2011 2010
--- --- --- --- ---
Devisentermingeschäfte 221.013 85.947 7.836 1.218
Optionen 0 19.575 0 82
221.013 105.522 7.836 1.300

Finanzinstrumente mit negativen Marktwert zum Cashflow-Hedge

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Nominalvolumen Marktwert
2011 2010 2011 2010
--- --- --- --- ---
Devisentermingeschäfte 5.226 82.105 397 4.016
Optionen 0 0 0 0
5.226 82.105 397 4.016

Als Grundgeschäfte werden kontrahierte und geplante Einkäufe und Verkäufe designiert. Sämtliche Cashflows werden im Jahr 2012 erwartet und werden in den Anschaffungskosten der Vorräte erfasst. Ineffektivität aus Cashflow Hedges ist aufgrund der Kurzfristigkeit im Hedge Accounting unwesentlich.

6.5 Marktwerte und Buchwerte von Finanzinstrumenten

Gemäß IAS 39 lassen sich die aktiven und passiven Finanzinstrumente in unterschiedliche Bewertungskategorien einordnen. Abhängig von dieser Einordnung in eine bestimmte Bewertungskategorie erfolgt die Bilanzierung der Finanzinstrumente zu fortgeführten Anschaffungskosten oder zum Fair Value. In der folgenden Tabelle werden für die einzelnen Kategorien, die Bewertungsklasse in der Bilanz, der Buchwert und der Fair Value angegeben. Die langfristigen Kredite werden zu über 90 % variabel verzinst und daher wird der Fair Value mit dem Buchwert angesetzt. Die restlichen Fair Values werden von Kreditinstituten bereitgestellt oder anhand von anerkannten Bewertungsmodellen ermittelt. Bei kurzfristigen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten ist der Buchwert eine gute Annäherung an den Marktwert.

Bewertungskategorie unterteilt in Klassen

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Buchwert Fair Value
Bewertung 2011 2010 2011 2010
--- --- --- --- --- ---
Zu Handelszwecke gehaltene Vermögenswerte und Schulden Fair Value
Hedge-Accounting Derivate
Übrige finanzielle Vermögenswerte 9.460 1.300 9.460 1.300
Übrige finanzielle Verbindlichkeiten 911 4.016 911 4.016
Sicherungsderivate ohne Anwendung von Hedge-Accounting
Übrige finanzielle Vermögenswerte 412 518 412 518
Übrige finanzielle Verbindlichkeiten 746 463 746 463
Kredite und Forderungen Fortgeführte Anschaffungskosten
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 62.180 62.487 62.180 62.487
Übrige Vermögenswerte 5.347 7.727 5.347 7.727
Zur Veräußerung verfügbare Finanzinstrumente Fair Value
Finanzielle Vermögenswerte 353 367 353 367
Andere Finanzverbindlichkeiten Fortgeführte Anschaffungskosten
Finanzierungsverbindlichkeiten 21.956 42.471 21.956 42.471
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 27.707 27.814 27.707 27.814
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente Fair Value 13.709 44.462 13.709 44.462

7. Sonstige Angaben

7.1 Sonstige finanziellen Verpflichtungen

Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen gliedern sich wie folgt:

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Gesamt bis ein Jahr ein bis fünf Jahre Über fünf Jahre
Verpflichtungen aus Mietverträgen 2.688 1.560 1.128 0
Verpflichtungen aus Leasingverträgen 1.319 611 569 139
4.007 2.171 1.697 139

Die Einhell Germany AG und ihre Tochtergesellschaften haben verschiedene Operating-Leasingvereinbarungen für Firmenfahrzeuge, Büroausstattung und andere Anlagen und Einrichtungen getroffen. Die Leasingdauer der Leasinggegenstände beträgt zwischen zwei und fünf Jahren. Die Leasingverträge sind in der Regel nicht kündbar. Im Geschäftsjahr 2011 wurden für das Operating-Leasing Zahlungen in Höhe von TEUR 394 (i. Vj. TEUR 369) geleistet.

7.2 Corporate Governance Kodex

Der Vorstand und Aufsichtsrat der Einhell Germany AG hat die nach § 161 AktG vorgeschriebene Erklärung abgegeben und darüber hinaus den Aktionären auf der Homepage www.einhell.com dauerhaft zugänglich gemacht.

7.3 Beziehungen zu nahe stehenden Personen und Unternehmen

Am 24. Oktober 2002 hat die Thannhuber AG, Landau a. d. Isar, gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der Einhell Germany AG am 13. Oktober 2002 die Schwelle von 75 % überschritten hat. Die Thannhuber AG ist somit beherrschender Gesellschafter der Einhell Germany AG. Es bestehen folgende personelle Verflechtungen zwischen der Thannhuber AG und der Einhell Germany AG:

Herr Josef Thannhuber (Vorsitzender des Aufsichtsrats) ist Gesellschafter und Vorsitzender des Aufsichtsrats der Thannhuber AG
Herr Dr. Markus Thannhuber (Mitglied des Vorstands) ist Gesellschafter der Thannhuber AG

Herr Josef Thannhuber und Herr Dr. Markus Thannhuber haben im Geschäftsjahr 2011 Vergütungen für ihre Tätigkeiten als Organe der Einhell Germany AG erhalten.

Darüber hinaus haben die Einhell Germany AG und ihre Tochtergesellschaften im Geschäftsjahr 2011 mit der Thannhuber AG und ihr nahestehenden Personen keine Rechtsgeschäfte getätigt. Darüber hinaus wurden auf Veranlassung der Thannhuber AG keine Maßnahmen getroffen oder unterlassen, die die Einhell Germany AG und ihre Tochtergesellschaften benachteiligt hätten.

7.4 Vergütung des Vorstands und des Aufsichtsrats

Die Mitglieder des Vorstands erhalten fixe und variable Vergütungen, die sich am Erfolg orientieren. Die Mitglieder des Vorstands halten Aktien der Einhell Germany AG. Aktienoptionsprogramme oder vergleichbare Gestaltungen bestehen nicht. Für das Geschäftsjahr 2011 betrugen die Gesamtbezüge des Vorstands der Einhell Germany AG TEUR 2.171 (Vj. TEUR 2.490). Für diese Personengruppe sind außerdem Pensionsrückstellungen in Höhe von TEUR 237 passiviert.

Für frühere Mitglieder des Vorstands sind Pensionsrückstellungen in Höhe von TEUR 1.541 (Vj. TEUR 1.485) gebildet. Im Geschäftsjahr wurden TEUR 102 Pensionsbezüge an frühere Mitglieder des Vorstands ausbezahlt.

Die Gesamtbezüge des Aufsichtsrates beliefen sich im abgelaufenen Geschäftsjahr auf TEUR 89 (Vj. TEUR 89).

Es wurden keine Kredite und Aktienoptionen an Mitglieder des Vorstandes und des Aufsichtsrates vergeben.

7.5 Honorar des Abschlussprüfers

Das im Geschäftsjahr als Aufwand erfasste Honorar für den Abschlussprüfer KPMG AG beläuft sich auf TEUR 91 (Vj. TEUR 91). Das Honorar bezieht sich in voller Höhe auf Abschlussprüfungen. Sonstige Bestätigungsleistungen, Steuerberaterleistungen oder sonstige Leistungen für den Einhell Konzern wurden nicht erbracht.

7.6 Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Nach dem Bilanzstichtag sind keine weiteren Ereignisse eingetreten, die einen wesentlichen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben könnten.

8. Tochterunternehmen

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Anteil am Kapital

%
Eigenkapital 31.12.2011

TEUR
iSC GmbH, Landau a.d. Isar 100,0 1.226
Hansi Anhai Far East Ltd., Hong Kong/China 100,0 18.713
HAFE Trading Ltd., Hong Kong/China 100,0 2.657
Hans Einhell China (Chongqing) Co. Ltd., Chongqing/China 100,0 920
Hansi Anhai Youyang Ltd., Chongqing/China 100,0 6.647
Hans Einhell (China) Trading Co., Ltd., Shanghai/China 100,0 1.140
Einhell Österreich Gesellschaft m.b.H., Wien/Österreich 100,0 4.157
Einhell Portugal - Comércio Int., Lda., Arcozelo/Portugal 100,0 3.194
Einhell Benelux B.V., Breda/Niederlande 100,0 569
Einhell Italia s.r.l., Mailand/Italien 100,0 4.307
iSC Italia s.r.l., Mailand/Italien 100,0 75
Comercial Einhell S.A., Madrid/Spanien 100,0 2.101
Einhell Polska Sp.z o.o., Wroclaw/Polen 90,0 12.399
Einhell Hungaria Kft., Budapest/Ungarn 100,0 620
Einhell Schweiz AG, Winterthur/Schweiz 100,0 2.698
Einhell UK Ltd., Birkenhead/Großbritannien 100,0 1.186
Einhell Bulgarien OOD., Varna/Bulgarien 67,0 146
Einhell Export-Import GmbH, Tillmitsch/Österreich 100,0 754
Einhell Croatia d.o.o., Lepajci/Kroatien 100,0 4.182
Einhell BiH d.o.o., Vitez/Bosnien 66,7 2.435
Einhell d.o.o. Beograd, Belgrad/Serbien 100,0 30
Einhell Romania SRL, Bukarest/Rumänien 100,0 2.709
Einhell-Ukraine TOV, Kiew/Ukraine 100,0 157
Svenska Einhell AB, Göteborg/Schweden 100,0 322
Einhell Holding Gesellschaft m.b.H., Wien, Österreich 100,0 376
Einhell-Unicore s.r.o., Karlsbad/Tschechien 100,0 2.401
Einhell Intratek Mühendislik ve Dis Ticaret A.S., Istanbul/Türkei 85,0 2.177
Anxall Hellas A.E., Athen/Griechenland 96,0 1.737
Einhell Chile S.A., Santiago/Chile 90,0 -346
Einhell Danmark ApS, Silkeborg/Dänemark 90,0 339
Einhell Middle East Trading FZC, Ras Al-Khaima/ Vereinigte Arabische Emirate 100,0 -54
Einhell Slovakia s.r.o., Pezinok/Slowakei 100,0 -188
Einhell France SAS, Villepinte/Frankreich 70,0 -1.026
Einhell Australia PTY. Ltd., Victoria/Australien 90,0 167
Einhell Brasil Com. Distr. Ltda, Campinas/Brasilien 90,0 1.897
Einhell Norway AS, Larvik/Norwegen 100,0 -10
Einhell Argentina S.A., Buenos Aires/Argentinien 100,0 447

9. Organe der Gesellschaft

9.1 Vorstand

Dem Vorstand der Einhell Germany AG gehörten im Geschäftsjahr 2011 an:

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Andreas Kroiss, Linz/Österreich

(Vorsitzender)
Bereich Vertrieb, Einkauf, Marketing, Produktmanagement, Unternehmensstrategie
Jan Teichert, Metten Bereich Finanz- und Rechnungswesen, Steuern, Recht, Controlling, Investor Relations, Personal
Dr. Markus Thannhuber, Landau a. d. Isar Bereich Technik, Produktaufbereitung, Qualitätssicherung, Service, IT, Produktion und Instandhaltung

Herr Jan Teichert ist stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender der SÜSS MicroTec AG, Garching.

9.2 Aufsichtsrat

Dem Aufsichtsrat der Einhell Germany AG gehörten im Geschäftsjahr 2011 an:

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Josef Thannhuber, Landau a. d. Isar, Kaufmann Vorsitzender
Univ.-Prof. Dr.-Ing. Dr.-Ing. E.h. Dieter Spath, Sasbachwalden, Leiter Fraunhofer-Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation (IAO), Stuttgart Stellvertretender Vorsitzender
Maximilian Fritz, Wallersdorf - Haidlfing, Teamleiter Call-Center Arbeitnehmervertreter

Herr Univ.-Prof. Dr.-Ing. Dr.-Ing. E.h. Dieter Spath ist Mitglied der folgenden Aufsichtsräte bzw. Verwaltungsräte:

LIEBICH &PARTNER Management- und Personalberatung AG, Baden-Baden,

Vorsitzender des Aufsichtsrats
ict Innovative Communication Technologies AG, Kohlberg,

Stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrats
Zeppelin GmbH, Garching, Mitglied des Aufsichtsrats

Landau a. d. Isar, 19. März 2012

Einhell Germany AG

Der Vorstand

Andreas Kroiss

Jan Teichert

Dr. Markus Thannhuber

Entwicklung der langfristigen Vermögenswerte im Geschäftsjahr 2011

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Anschaffungs- und Herstellungskosten
1.1.2011

TEUR
Zugänge

TEUR
Abgänge

TEUR
Umbuchungen

TEUR
Währungs-

differenzen

TEUR
31.12.2011

TEUR
--- --- --- --- --- --- ---
I. Immaterielle Vermögenswerte
1. Erworbene immaterielle Vermögenswerte 6.771 421 -142 - 9 7.059
2. Selbst erstellte immaterielle Vermögenswerte 5.032 - - - - 5.032
3. Erworbene Firmenwerte 10.355 53 - - - 10.408
22.158 474 -142 - 9 22.499
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten des Betriebsvermögens 26.706 486 - - -239 26.953
2. Technische Anlagen und Maschinen 4.409 668 - - 73 5.150
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 12.202 2.024 -379 50 17 13.914
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 94 14 - -50 - 58
43.411 3.192 -379 - -149 46.075
III. Finanzielle Vermögenswerte (Wertpapiere) 371 8 -22 - - 357
65.940 3.674 -543 - -140 68.931

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Kumulierte Abschreibungen
1.1.2011

TEUR
Abschreibungen des Geschäftsjahres

TEUR
Abgänge

TEUR
Umbuchungen

TEUR
Währungs-

differenzen

TEUR
31.12.2011

TEUR
--- --- --- --- --- --- ---
I. Immaterielle Vermögenswerte
1. Erworbene immaterielle Vermögenswerte 6.186 315 -130 - 13 6.384
2. Selbst erstellte immaterielle Vermögenswerte 4.839 137 - - - 4.976
3. Erworbene Firmenwerte 2.106 - - - - 2.106
13.131 452 -130 - 13 13.466
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten des Betriebsvermögens 16.209 573 - - 18 16.800
2. Technische Anlagen und Maschinen 1.437 257 - - 59 1.753
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 8.539 1.231 -233 - 42 9.579
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau - - - - - -
26.185 2.061 -233 - 119 28.132
III. Finanzielle Vermögenswerte (Wertpapiere) 4 - - - - 4
39.320 2.513 -363 - 132 41.602

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Buchwerte
31.12.2011

TEUR
31.12.2010

TEUR
--- --- ---
I. Immaterielle Vermögenswerte
1. Erworbene immaterielle Vermögenswerte 675 585
2. Selbst erstellte immaterielle Vermögenswerte 56 193
3. Erworbene Firmenwerte 8.302 8.249
9.033 9.027
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten des Betriebsvermögens 10.153 10.497
2. Technische Anlagen und Maschinen 3.397 2.972
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 4.335 3.663
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 58 94
17.943 17.226
III. Finanzielle Vermögenswerte (Wertpapiere) 353 367
27.329 26.620

Entwicklung der langfristigen Vermögenswerte im Geschäftsjahr 2010

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Anschaffungs- und Herstellungskosten
1.1.2010

TEUR
Zugänge

TEUR
Abgänge

TEUR
Umbuchungen

TEUR
Währungs-

differenzen

TEUR
31.12.2010

TEUR
--- --- --- --- --- --- ---
I. Immaterielle Vermögenswerte
1. Erworbene immaterielle Vermögenswerte (ohne Firmenwerte) 6.481 189 -1 9 93 6.771
2. Selbst erstellte immaterielle Vermögenswerte 5.032 - - - - 5.032
3. Erworbene Firmenwerte 9.584 837 -66 - - 10.355
21.097 1.026 -67 9 93 22.158
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten des Betriebsvermögens 26.146 414 - - 146 26.706
2. Technische Anlagen und Maschinen 4.273 56 -15 - 95 4.409
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 10.250 2.079 -376 28 221 12.202
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 37 94 - -37 - 94
40.706 2.643 -391 -9 462 43.411
III. Finanzielle Vermögenswerte (Wertpapiere) 996 3 -628 - - 371
62.799 3.672 -1.086 - 555 65.940

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Kumulierte Abschreibungen
1.1.2010

TEUR
Abschreibungen des Geschäftsjahres

TEUR
Abgänge

TEUR
Umbuchungen

TEUR
Währungs-

differenzen

TEUR
31.12.2010

TEUR
--- --- --- --- --- --- ---
I. Immaterielle Vermögenswerte
1. Erworbene immaterielle Vermögenswerte (ohne Firmenwerte) 5.700 428 - - 58 6.186
2. Selbst erstellte immaterielle Vermögenswerte 4.060 779 - - - 4.839
3. Erworbene Firmenwerte 2.106 - - - - 2.106
11.866 1.207 - - 58 13.131
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten des Betriebsvermögens 15.392 750 - - 67 16.209
2. Technische Anlagen und Maschinen 1.102 284 -1 - 52 1.437
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 7.645 1.041 -297 - 150 8.539
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau - - - - - -
24.139 2.075 -298 - 269 26.185
III. Finanzielle Vermögenswerte (Wertpapiere) 4 - - - - 4
36.009 3.282 -298 - 327 39.320

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Buchwerte
31.12.2010

TEUR
31.12.2009

TEUR
--- --- ---
I. Immaterielle Vermögenswerte
1. Erworbene immaterielle Vermögenswerte (ohne Firmenwerte) 585 781
2. Selbst erstellte immaterielle Vermögenswerte 193 972
3. Erworbene Firmenwerte 8.249 7.478
9.027 9.231
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten des Betriebsvermögens 10.497 10.754
2. Technische Anlagen und Maschinen 2.972 3.171
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.663 2.605
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 94 37
17.226 16.567
III. Finanzielle Vermögenswerte (Wertpapiere) 367 992
26.620 26.790

Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2011

1. Geschäftstätigkeit, Struktur, Steuerung und Ziele des Einhell-Konzerns

1.1 Allgemeine Tätigkeit und Geschäftsbereiche

Die Einhell Germany AG mit Sitz in Landau an der Isar (Deutschland) ist die Muttergesellschaft des international aufgestellten Einhell Konzerns.

Einhell entwickelt und vertreibt Lösungen für Heimwerker und Handwerker, für Haus und für Garten und Freizeit. Schneller, flexibler und innovativer reagieren als Andere sind die Grundsätze der Produktpolitik. Einhell begleitet mit einem hohen Internationalisierungsgrad die globale Ausrichtung seiner Kunden. Tochterunternehmen und assoziierte Partner in aller Welt stellen die Nähe zu den weltweit agierenden Kunden der Einhell AG sicher. Die Tochtergesellschaften bestehen aus überwiegend in Europa ansässigen Vertriebsgesellschaften und Handelsgesellschaften in Asien. Die asiatischen Töchter sind unter anderem auch für die Produktfindung und Beschaffung zuständig. Da die Produktion in Asien stattfindet, wurde auch die Qualitätssicherung hier angesiedelt. Einhell beschäftigt weltweit ca. 1.100 Mitarbeiter. Der Konzernumsatz beträgt ca. 365 Mio. EUR.

Die Einhell Germany AG gliedert ihre Tätigkeit in die beiden Geschäftsbereiche "Werkzeuge" und "Garten &Freizeit".

Die Verantwortung für die jeweilige Division liegt operativ bei Divisionsleitern bzw. bei Geschäftsführern in den Tochtergesellschaften. Bei diesen wird die Zuordnung der Vertriebsverantwortung laufend weiterentwickelt und orientiert sich dabei an der Divisionalisierung in die beiden Bereiche "Werkzeuge" und "Garten &Freizeit". Zugleich arbeitet der Einhell-Konzern an der Umsetzung eines Business-Unit-Konzepts, welches neben dem Vertrieb auch die Verantwortung für weitere Abteilungen, wie z. B. Produktmanagement und Einkauf, an der Unterteilung in den Bereich "Werkzeuge" und "Garten &Freizeit" ausrichtet.

1.2 Rechtliche Struktur und Leitung des Konzerns

Rechtliche Struktur und Änderungen der Konzernstruktur

Die Einhell Germany AG, Landau/Isar hält mittel- und unmittelbar Anteile an insgesamt 37 Tochtergesellschaften, die jeweils eine eigene rechtliche Einheit bilden.

Sie hält dabei jeweils 100% der Anteile an Tochtergesellschaften mit Zentral- bzw. Sonderfunktionen wie z.B. Service, Produktfindung/Produktaufbereitung, Beschaffung/ Einkauf sowie Qualitätskontrolle und -sicherung. Außerdem ist sie zu überwiegend 100% an den weltweiten Vertriebsgesellschaften beteiligt.

In den Tochtergesellschaften, bei denen die Einhell Germany AG nicht vollständig 100% der Anteile hält, verfügt sie in allen Fällen über die unmittelbare oder mittelbare Mehrheit der Anteile. Die Minderheitsanteile werden fast ausschließlich von den jeweiligen Vertriebsgeschäftsführern der jeweiligen Gesellschaft gehalten. Dies ist ein Bestandteil der Strategie des Einhell-Konzerns und soll die unternehmerische Mitverantwortung durch die direkte Beteiligung am Kapital sowie am Erfolg der jeweiligen Gesellschaft untermauern.

Hinsichtlich der Zuständigkeiten der Konzerngesellschaften des Einhell-Konzerns werden sämtliche Vorgänge, die zentral erfolgen können, konzentriert. Die Produktaufbereitung, die Suche nach Fabriken, deren Auditierung und Zertifizierung, der Einkauf, der Service, das Controlling, die Finanzierung, IT und weitere administrative Tätigkeiten erfolgen beispielsweise zentral durch die Konzerngesellschaften in Deutschland und China. Mit diesem Organisationsaufbau innerhalb des Konzerns, ist es sämtlichen Vertriebsgesellschaften möglich, sich auf ihre Kerntätigkeiten zu konzentrieren. Ferner ist Einhell in der Lage, die internationale Expansion zügig voranzutreiben, da jede Vertriebsgesellschaft eine ähnliche Struktur aufweist und somit das Geschäftsmodell effizient in weitere Länder ausgerollt werden kann. Da das organische Wachstum große Potenziale bietet, stellen die Organisation und der effiziente Aufbau des Geschäftsmodells des Einhell-Konzerns eine der wichtigsten Aufgaben für die Verantwortlichen dar.

Im Laufe des Geschäftsjahres 2011 veränderte sich die Konzernstruktur wie folgt:

Es wurde die neue Tochtergesellschaft Einhell Argentina S.A. mit Sitz in Buenos Aires gegründet. Die Einhell Germany AG hält aktuell 100% der Anteile an der Einhell Argentina S.A., hat jedoch dem lokalen Vertriebsgeschäftsführer eine Option auf eine 10%-Beteiligung eingeräumt, die in Abhängigkeit von definierten Erfolgskennziffern zum Tragen kommt.

Desweiteren hat die Einhell Germany AG den lokalen Vertriebsgeschäftsführer der Einhell Dänemark mit 10% an der Gesellschaft beteiligt.

Leitung und Kontrolle

Die Verantwortung für die Geschäftstätigkeit des Einhell-Konzerns liegt beim Vorstand. Dieser besteht zum Zeitpunkt der Erstellung des Jahres- und Konzernabschlusses sowie des Lageberichts aus drei Mitgliedern. Der Vorstand leitet, organisiert und überwacht die Strategie und die operativen Geschäftsprozesse des gesamten Unternehmens. Die Zuständigkeiten innerhalb des Vorstands orientieren sich an der fachlichen Verantwortung des jeweiligen Vorstandsmitglieds für seine ihm zugeordneten Ressorts. Dabei liegen in der Verantwortung des Vorstandsvorsitzenden die Bereiche Vertrieb, Einkauf, Marketing, Produktmanagement und Unternehmensstrategie. In der Verantwortung des Vorstands Finanzen liegen die Bereiche Finanz- und Rechnungswesen, Steuern, Recht, Controlling, Investor Relations und Personal. In der Verantwortung des Vorstands Technik liegen die Bereiche Technik, Produktaufbereitung, Qualitätssicherung, Service, IT, Produktion und Instandhaltung.

Der Vorstand führt die Fach- und Führungskräfte der jeweiligen Ressorts und stützt sich hierbei auf eine entsprechende Struktur von Bereichs- und Abteilungsleitern in der Einhell Germany AG sowie Geschäftsführern und deren Fach- und Führungskräfte in den Tochterunternehmen. Dabei achtet der Vorstand auf grundsätzlich flache Hierarchien und legt Wert darauf, mit den Mitarbeitern und Fachkräften aller Bereiche auch in direktem Kontakt zu stehen. Regelmäßige Sitzungen des Vorstands, Sitzungen der einzelnen Ressortkreise sowie auch fallweise bereichs- und abteilungsübergreifende Besprechungen sichern eine effiziente Kommunikation und Informationsversorgung aller Verantwortlichen.

Der Aufsichtsrat der Einhell Germany AG, der aus drei Mitgliedern besteht, überwacht und berät den Vorstand gemäß den gesetzlichen Vorgaben sowie den Vorgaben des deutschen Corporate Governance Kodex.

In den regelmäßigen Sitzungen des Aufsichtsrats informiert der Vorstand diesen über die Lage des Unternehmens, den Gang der Geschäfte sowie die Strategie der Gesellschaft. Daneben sucht der Aufsichtsrat auch das laufende Gespräch mit dem Vorstand außerhalb der regelmäßigen Sitzungen und stellt damit zusätzlich eine angemessene Kommunikation und Informationsversorgung seitens des Vorstands an den Aufsichtsrat sicher.

Grundzüge des Vergütungssystems des Vorstands

Die Mitglieder des Vorstands erhalten fixe und erfolgsabhängige, also variable Vergütungen mit kurzfristigem sowie mittelfristigem Charakter. Die erfolgsabhängigen Gehaltsbestandteile sind abhängig vom Konzernergebnis, vom Ergebnis der Geschäftsbereiche des abgelaufenen Geschäftsjahres sowie der Entwicklung der Vermögensstruktur des Konzerns und persönlichen Bemessungsfaktoren. Die Bewertungssystematik der variablen Vergütungen ist seit Jahren im Wesentlichen unverändert und gewährleistet somit eine transparente und auf Nachhaltigkeit ausgerichtete Bilanzierungspraxis auf Grundlage der strategischen Ziele des Konzerns. Einmaleffekte durch Sondereinflüsse werden bei der Berechnung der variablen Vergütungen durch einen Cap begrenzt. Mitglieder des Vorstands halten privat Aktien der Einhell Germany AG. Aktienoptionsprogramme oder vergleichbare Gestaltungen bestehen nicht. Weitere Angaben zu den Vorstandsbezügen enthält der Anhang.

Personalveränderungen im Vorstand

Im Geschäftsjahr 2011 gab es keine personellen Veränderungen im Vorstand. Die Besetzung des Vorstands sowie die Aufgabenverteilung zwischen den Vorstandsressorts blieben unverändert.

1.3 Steuerung, Ziele und Strategie des Einhell-Konzerns

Steuerung

Der Einhell-Konzern orientiert sich bei der Steuerung seiner Geschäftsaktivitäten vor allem an den Kenngrößen Umsatz, Rohertragsmarge und dem Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit (EBT). Daneben steuert der Einhell-Konzern die wesentlichen Treiber des Working Capitals, die Vorräte und die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, über Kenngrößen.

Der Lagerbestand wird laufend analysiert und anhand der Größen Lagerdrehung und Reichweite auf eventuellen Abwertungsbedarf hin geprüft. Zudem werden anhand einer Lagervorschau die Bestellungen neuer Ware im Hinblick auf Warenverfügbarkeit und Lagerhöhe auf Plausibilität hin überprüft und gesteuert.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden laufend anhand der Altersstruktur analysiert und einem festgelegten Bewertungsschema unterworfen. Die Forderungen werden üblicherweise entsprechend des Limits der Forderungsversicherung begrenzt bzw. durch interne Limitvergaben einer entsprechenden Steuerung unterzogen. Die Forderungslaufzeiten stehen ebenso unter laufender Beobachtung und sind eine weitere Steuerungsgröße für das Working Capital der Gesellschaft.

Ziele

Der Einhell-Konzern verfolgt das Ziel eines nachhaltigen profitablen Wachstums im Umsatz und Gewinn. Dabei steht das Ziel der Profitabilität an erster Stelle vor dem reinen Wachstumsziel. Mit dem Ziel einer langfristigen stabilen Rendite vor Steuern im Mittel von mindestens 4 bis 5% und einer langfristigen stabilen Quote der Dividendenausschüttung hat die Gesellschaft diese Ziele konkretisiert.

Strategie

Die strategischen Ziele der nächsten 3-5 Jahre des Einhell-Konzerns wurden vom Vorstand in Zusammenarbeit mit den Führungskräften erarbeitet. Der Vorstand hat diese Ziele in einem Strategiepapier zusammengeführt und wird die operative Umsetzung der Strategie begleiten und laufend überwachen.

Das wesentliche strategische Ziel ist die weitere Internationalisierung der Gesellschaft. Dabei sollen neben dem Ausbau bestehender Kundenbeziehungen konsequent neue Märkte erschlossen werden. Einhell will sich damit zu einem weltweiten Anbieter mit einem äußerst attraktiven Produktsortiment weiterentwickeln. Dabei kann das Produktsortiment auch um passende und gewinnbringende Bereiche erweitert werden. Der Bereich Customer Service steht dabei ebenso im Fokus der Bemühungen und soll ebenso zu einer internationalen Service-Organisation ausgerollt werden. Auf der Beschaffungsseite will der Einhell-Konzern Abhängigkeiten von spezifischen Beschaffungsregionen minimieren und ein weltweites Sourcing-Modell etablieren.

1.4 Produktaufbereitung, Beschaffung und Qualitätsmanagement

Produktaufbereitung

Die Aufwendungen für Produktaufbereitung betragen im Geschäftsjahr 2011 4,5 Mio. EUR (i. Vj. 4,0 Mio. EUR). In diesem Bereich waren 38 Mitarbeiter (i. Vj. 37 Mitarbeiter) beschäftigt. Dieser Bereich ist überwiegend vertriebsgetrieben und kundenorientiert. Daher ist nicht nur die Zusammenarbeit mit anderen Bereichen, wie z. B. der Qualitätssicherung wichtig, sondern auch die Kommunikation mit den Kunden. So werden beim Aufbau neuer Produkte und Versionen Kundenbedürfnisse von Beginn an einbezogen. Der Kunde wird als Partner verstanden. Dies ermöglicht dem gesamten Einhell-Konzern eine konsequente Marktanpassung. So wurde Einhell zu einem der am schnellsten agierenden Unternehmen der Branche. Die positiven Erfahrungen mit unseren Kunden bestärken uns, diesen Weg beizubehalten.

Die bereits Ende 2008 eingeführten Produktlinien "Blue" und "Red" werden von den Kunden sehr gut angenommen. Die neuen Produktlinien unterscheiden sich durch deren Preise und Design. Die Linie "Blue" kennzeichnet das mittlere und die Linie "Red" das gehobene Preissegment. Dabei liegen auch hier die Preise unter denen der derzeitigen Marktführer, die Produkte grenzen sich aber deutlich durch Design, Exklusivität und Kundenservice ab. Neben den erwünschten Effekten beim Kunden kann durch diese Einführung auch die Effizienz in Logistik und Vertrieb gesteigert werden. Damit verfügt Einhell über ein aktuellstes Sortiment an attraktiven und zeitgemäßen Produkten, was nur bei wenigen Unternehmen der Branche der Fall ist.

Der Einhell-Konzern verfügt über ein Portfolio an diversen deutschen und europäischen Patenten, Gebrauchsmustern, Geschmacksmustern und -marken. Die Firmenstrategie sieht es als wesentliche Aufgabe, die Anmeldungen von Patenten, Gebrauchs- und Geschmacksmustern auszuweiten.

Beschaffung

Im Bereich Beschaffung sind die Rohstoffpreise des gesamten Weltmarktes ein wichtiger Faktor. In 2011 sind die durchschnittlichen Rohstoffpreise stark angestiegen. Gemessen am HWWI-Index verteuerten sich die Rohstoffpreise gegenüber 2010 um 22,4% in Euro bzw. um 28,6% in US-Dollar. Der Index ohne Energie erhöhte sich in 2011 um 12,4% in Euro bzw. um 18% in US-Dollar.

Neben der hohen Liquidität prägte das Wachstum der Schwellenländer die Entwicklung auf den Rohstoffmärkten. Nach Angaben des Hamburgischen Weltwirtschaftsinstituts benötigte vor allem China für seine stark wachsende Wirtschaft viel Kupfer, Stahl und Aluminium. Wechselnde Erwartungen zur weiteren weltweiten Konjunkturentwicklung, aber auch Spekulationen haben zu den Preisschwankungen bei Rohstoffen beigetragen. Besonders die Schuldenkrise in Europa habe die Anleger befürchten lassen, dass über eine rückläufige Wirtschaftsleistung weniger Rohstoffe benötigt werden.

Qualitätsmanagement

Ein Großteil der Einhell-Produktpalette wird derzeit in China gefertigt. Die Qualitätsanforderungen, die der Einhell-Konzern an die chinesischen Lieferanten stellt, werden von den Wünschen der Kunden bestimmt. Die Qualitätssicherung und das Qualitätsmanagement werden ständig verbessert. Da der Überprüfung der Qualität vor der Verschiffung ab China eine hohe Priorität zukommt, steht dieser Bereich ständig unter Beobachtung. Neben den strengen Verschiffungskontrollen vor Ort erfolgen auch die Überwachung der Einhaltung kundenspezifischer Qualitätsanforderungen, Kontrollen von laufenden Produktionen und die Optimierung von Prozessabläufen bei den Herstellern.

Die Qualität der Lieferanten wird ständig optimiert. Durch eine angemessene Anzahl an Lieferanten und eine breite Streuung von Aufträgen wird die Abhängigkeit von einzelnen Lieferanten vermieden. Um weiteren Spielraum für flexible Beschaffungsmöglichkeiten zu schaffen ist der Einhell-Konzern seit 2008 auch in Vietnam präsent.

1.5 Personal und Sozialbereich

Die Anzahl der Mitarbeiter erhöhte sich im Geschäftsjahr 2011 im Vorjahresvergleich um 13,3% auf durchschnittlich 1.139 (i. Vj. 1.005). Der Umsatz pro Mitarbeiter beträgt 321 TEUR (i. Vj. 364 TEUR).

Die stetige Weiterbildung unserer Mitarbeiter bildet die Grundlage für ein auch in Zukunft erfolgreiches Handeln. Die in 2011 angebotenen und erfolgreich durchgeführten Fort- und Weiterbildungsprogramme umfassten die Bereiche EDV und Sprachtraining. Mit der Erweiterung der Fähigkeiten und Fertigkeiten unserer Mitarbeiter schaffen wir die Grundlage für einen langfristigen Unternehmenserfolg.

Ebenso wurden die Inhalte und die Struktur der internen betrieblichen Ausbildung weiter verbessert. Das Angebot eines Dualen Studiums in Zusammenarbeit mit der Dualen Hochschule Baden-Württemberg Stuttgart wird sehr gut angenommen und sichert dem Unternehmen einen qualifizierten Nachwuchs an Mitarbeitern.

Durch die Leistungen und das außerordentliche Engagement eines jeden einzelnen Mitarbeiters des Einhell-Konzerns konnte das gute Ergebnis des Geschäftsjahres 2011 erreicht werden.

Dafür bedankt sich der Vorstand der Einhell Germany AG bei allen Mitarbeitern des gesamten Konzerns.

2. Überblick über den Geschäftsverlauf

Wirtschaftliche Rahmenbedingungen

Weltwirtschaft

Zu Beginn des Jahres 2011 hatte noch der Optimismus überwogen. Die globale Konjunkturerholung war seit dem Frühjahr 2009 schneller und weitaus stärker verlaufen als erwartet. In 2010 hatte die weltwirtschaftliche Produktion bereits wieder das Vorkrisenniveau erreicht. Die positive Entwicklung endete jedoch im ersten Quartal 2011, als zahlreiche Schocks die Weltwirtschaft trafen und so die sich bereits abzeichnende Abkühlung verstärkten. Aufgrund der politischen Umbrüche in zahlreichen Ländern des Mittleren Ostens und Nordafrikas, stieg der Ölpreis stark an. Noch schwerer wog, dass weite Teile der japanischen Wirtschaft durch das Erdbeben und den Tsunami im März 2011 zeitweise stillstanden.

In den Industrieländern weitete sich die staatliche Verschuldung massiv aus, zum Teil auch auf ein Niveau jenseits der langfristigen Tragfähigkeit. In 2011 war die wirtschaftliche Entwicklung dominiert von einem Teufelskreis aus Staatsschulden- und Bankenkrise.

Aufgrund der immer noch hohen Zuwachsraten in den Schwellenländern, ist die Weltwirtschaft in 2011 insgesamt um 2,7% gewachsen. Die Konjunktur der Länder Lateinamerikas zeigte sich auch in 2011 sehr robust. Brasilien, als größte Volkswirtschaft Lateinamerikas ist mit einem Plus von etwa 3-3,5% zur sechstgrößten Volkswirtschaft der Welt aufgestiegen.

Obwohl die Weltwirtschaft in 2010 und auch in 2011 gewachsen ist, stagnierte die Arbeitslosenquote bei 6,0%. Nach Schätzung der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) waren in 2011 mehr als 197 Millionen Menschen arbeitslos. Das sind genauso viele wie in 2010 und 27 Millionen mehr als vor der Finanz- und Wirtschaftskrise 2007.

Deutschland

Die deutsche Wirtschaft ist in 2011 um 3,0% gewachsen. Trotz Euro- und Schuldenkrise war damit der Zuwachs in 2011 fast so stark wie im Vorjahr. Allerdings hat das Wirtschaftswachstum vor allem im ersten Halbjahr stattgefunden, der weltweite Konjunkturabschwung hat das Wachstum bereits zum Jahresende ausgebremst. Im vierten Quartal ist die deutsche Wirtschaft erstmals seit der Finanzkrise wieder geschrumpft. Auf Grundlage vorläufiger Zahlen ist das Bruttoinlandsprodukt nach Angaben des Statistischen Bundesamtes um rund 0,25% zurückgegangen.

Die Wachstumsimpulse kamen 2011 vor allem aus dem Inland. Insbesondere die privaten Konsumausgaben waren eine Stütze der wirtschaftlichen Entwicklung. Mit einem preisbereinigten Plus von 1,5% legten sie so stark zu wie zuletzt vor fünf Jahren. Im Vorjahr hatte der Zuwachs nur 0,6% betragen. Die Staatsausgaben legten in 2011 um 1,2% zu und auch bei den Investitionen in Betriebsausrüstung ergibt sich eine Steigerung von 8,3%.

Der Außenhandel zeigte sich auch in 2011 weiterhin dynamisch, trug aber einen geringeren Anteil am BIP-Wachstum bei als die Binnennachfrage. Deutschland exportierte in 2011 preisbereinigt 8,2% mehr Waren und Dienstleistungen als im Vorjahr. Trotz des turbulenten Umfelds erreichten die Exporte ein Rekordniveau. In 2011 wurden erstmals Waren im Wert von mehr als einer Billion Euro ins Ausland verkauft.

Aufgrund der guten Konjunkturentwicklung konnte Deutschland in 2011 seine Neuverschuldung vermindern. Das Staatsdefizit belief sich auf etwa 1% des Bruttoinlandsprodukts. Damit konnte erstmals seit drei Jahren die im Stabilitätspakt festgelegte Schuldengrenze von 3% eingehalten werden. Insgesamt verzeichnete Deutschland einen Fehlbetrag in Höhe von 26,7 Milliarden Euro.

Der deutsche Arbeitsmarkt hat in 2011 ein Erfolgsjahr erlebt. Die Arbeitslosigkeit in Deutschland ist in 2011 auf den niedrigsten Stand seit 20 Jahren gefallen. Nach Angaben der Bundesagentur für Arbeit waren im Jahresdurchschnitt 2,976 Millionen Arbeitslose registriert. Im Gesamtjahr ist die Arbeitslosenquote im Vorjahresvergleich um 0,6 Prozentpunkte auf durchschnittlich 7,1% gesunken. In 2011 ist zudem die Beschäftigung gestiegen und auch die Nachfrage der Unternehmen nach Arbeitskräften war auf einem hohen Niveau. Unter der Voraussetzung, dass die Weltwirtschaft keinen massiven Einbruch erleidet, wird nach Ansicht der deutschen Bundesregierung auch für das Jahr 2012 ein stabiler Arbeitsmarkt erwartet.

Im Jahresdurchschnitt 2011 stiegen die Verbraucherpreise in Deutschland um 2,3% gegenüber dem Vorjahr. Eine noch höhere Teuerungsrate im Jahresdurchschnitt gab es zuletzt in 2008. In 2011 wurden sowohl insgesamt als auch in allen einzelnen Monaten Inflationsraten von 2% und mehr ermittelt. Hauptverantwortlich für den deutlichen Anstieg der Jahresteuerungsrate 2011 war vor allem die Entwicklung der Energiepreise.

Der für europäische Zwecke berechnete Harmonisierte Verbraucherpreisindex (HVPI) ist im Vergleich zum Vorjahr um 2,5% gestiegen.

Nach einem erfolgreichen Geschäftsjahr 2010 hat für die Baumarktbranche das Jahr 2011 ebenfalls vielversprechend begonnen. Bis Ende Februar 2011 konnte bereits ein Umsatzplus von annähernd 3% erreicht werden. Die Branche erfuhr im ersten Quartal mit einer Wachstumsrate von 3,3% im Vorjahresvergleich einen starken Umsatzanstieg. Von April bis Juni 2011 wurde nach Angaben des Bundesverbands Deutscher Heimwerker-, Bau- und Gartenfachmärkte (BHB) ein Umsatzplus von 1,1% erzielt. Insgesamt ergibt sich damit für das erste Halbjahr 2011 ein Umsatzanstieg von 2,0%. Bis Ende September erhöhten sich die Bruttoumsätze der Bau- und Heimwerkermärkte um 1% gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Dabei wurde ein Gesamtumsatz von 14,17 Milliarden Euro erwirtschaftet.

Insgesamt war das Jahr 2011 von gegenläufigen Entwicklungen geprägt. Nach Umsatzrekorden im Frühjahr sind die Sommermonate weit hinter den Erwartungen des Handels zurückgeblieben. Seit August verzeichnet die Baumarktbranche wieder konstant wachsende Umsatzzahlen. Der Verband bleibt optimistisch auch im nächsten Jahr das gegenwärtig dezente Wachstum fortzusetzen.

Europa

Mit Europas Wirtschaft geht es bergab. Das Münchner Ifo-Institut prognostiziert eine kurze Rezession in der Euro-Zone. Das Bruttoinlandsprodukt der 17 Staaten der Währungsunion sei im vierten Quartal 2011 geschrumpft und auch für das folgende Quartal sei dies zu erwarten. Im dritten Quartal legte die Wirtschaft noch um 0,1% zu, verlor im Schlussquartal aber um 0,3%. Für das erste Quartal 2012 wird mit einem weiteren Minus von 0,2% gerechnet.

Im Euroraum breitete sich in 2011 die zunächst auf Griechenland begrenzte Schuldenproblematik immer weiter aus. Das hochverschuldete Griechenland kommt bei der Haushaltssanierung schwerer voran als gedacht. Mit 9,6% liegt das Haushaltsdefizit 2011 einen halben Prozentpunkt höher als angestrebt. Auch Spanien hat mit hohen Staatsschulden zu kämpfen. Die Neuverschuldung in 2011 liegt bei mehr als 8% des Bruttoinlandsprodukts. Auch die Wirtschaft in Portugal leidet und meldete die höchste Inflation seit 10 Jahren. In 2011 soll das Bruttoinlandsprodukt um 1,6% geschrumpft sein. Die Arbeitslosigkeit in der EU hat einen historischen Höchststand erreicht. Saisonbereinigt lag die Arbeitslosenquote im November im Euroraum bei 10,3% und damit 0,3% über dem Vorjahr. Eine ähnliche Steigerung zeigte sich auch in der EU. Österreich (4,1%) und die Niederlande (4,9%) wiesen hier die niedrigsten Arbeitslosenquoten auf, wohingegen Spanien mit 22,9% und Griechenland mit 18,8% mit sehr vielen Erwerbslosen zu kämpfen hatten.

Nach Angaben der Europäischen Statistikbehörde Eurostat sind die Preise in der Eurozone weniger stark gestiegen als ursprünglich angenommen. Im Dezember 2011 ist die Inflationsrate auf 2,7% gesunken, gegenüber 3,0% im November. In 2010 hatte der Preisauftrieb noch 2,2% betragen. Die niedrigsten Durchschnittswerte in 2011 verzeichneten Schweden mit 1,4% sowie Slowenien und die Tschechische Republik mit jeweils 2,1%, während der höchste Wert in Rumänien mit 5,8% ermittelt wurde. Insgesamt konnte somit das von der Europäischen Zentralbank angestrebte Ziel von 2,0% nicht erreicht werden.

Erstmals seit zwei Jahren ist auch die Industrieproduktion in der Eurozone im Vergleich zum Vorjahr gefallen. Laut Eurostat ging im November 2011 die Produktion der Industrie um 0,1% zurück. Experten sehen dies als eindeutigen Hinweis auf eine Rezession. Auch die Auftragseingänge der Industrie liegen im November um 1,3% hinter den Zahlen des Vormonats zurück.

Während der letzten Krise in 2009 ist es Polen als einziger Volkswirtschaft gelungen, nicht in die Rezession abzurutschen. Fundamental ist Polen mit einer diversifizierten Wirtschaft und einem stabilen Bankensystem solide aufgestellt. Ferner ist der polnische Staat nur wenig von ausländischen Kreditgebern abhängig. Eine Schwachstelle für die Bonität des Landes stellt allerdings die Fiskaldisziplin dar. Hinter der schlechten fiskalischen Performance stehe eine hohe Belastung des Staatshaushalts durch Zahlungen an das Sozial- und Rentensystem.

Zum Jahresende hat sich das Wirtschaftswachstum wieder leicht beschleunigt. Nach Angaben des polnischen Finanzministeriums ist die polnische Wirtschaft in 2011 um 4,2% gewachsen und damit stärker als ursprünglich prognostiziert. Im November legten die Industrieproduktion und auch die Einzelhandelsumsätze überraschend stark zu. Allerdings hat sich auch der Preisauftrieb verstärkt. Für 2011 wurde eine Inflationsrate von 4,8% ermittelt. Doch trotz der höheren Inflation hat die polnische Notenbank auch im Januar den Leitzins unverändert bei 4,5% gelassen. Zuletzt war das Zinsniveau im Juni 2011 um 25 Basispunkte angehoben worden.

In 2011 war die österreichische Wirtschaft noch mit etwa 3,3% gewachsen. Das kräftige und überdurchschnittliche Wachstum im Gesamtjahr 2011 beruht vor allem auf dem konjunkturell noch guten Jahresbeginn. Auf Dauer kann sich Österreich dem negativen Umfeld in Europa jedoch nicht entziehen. Das Wirtschaftsforschungsinstitut (Wifo) rechnet für 2012 mit einer Stagnation der Wirtschaftsleistung. Die österreichische Wirtschaft soll nur mehr um 0,4% wachsen. Für 2013 erwarten die Wirtschaftsforscher einen Anstieg des Bruttoinlandsprodukts um 1,6%. Insbesondere der restriktive wirtschaftspolitische Kurs von Österreichs zweitwichtigstem Handelspartner Italien werde die Wirtschaftsleistung beinträchtigen. Durch den Abschwung der Konjunktur wird die Zahl der Arbeitslosen in 2012 wieder spürbar wachsen. Mit einer Arbeitslosenquote von 4,1% weist Österreich in 2011 die niedrigste Arbeitslosenquote in der EU aus.

Lange war die Schweizer Wirtschaft von den Turbulenzen im Euro-Raum wenig beeinflusst. Nun wird das Land von der Krise eingeholt. Aufgrund pessimistischer Absatzerwartungen reagieren die Unternehmen bei Investitionen eher zurückhaltend. Seit dem zweiten Quartal 2011 sind die Ausrüstungsinvestitionen und auch die gesamten Exporte rückläufig.

Im Dezember ist die Zahl der registrierten Arbeitslosen um 0,2% auf 3,3% gestiegen. Für das Gesamtjahr 2011 ergibt sich eine durchschnittliche Arbeitslosenquote von 3,1% und liegt damit unter dem Vorjahreswert von 3,9%.

Angesichts der Schuldenkrise droht die Nachfrage im Euro-Raum einzubrechen. Die Schweiz, deren Bruttoinlandsprodukt zu mehr als einem Viertel mit Ausfuhren in die EU erwirtschaftet wird, kann davon nicht unberührt bleiben. Insgesamt hat sich der Ausblick für 2012 eingetrübt. Wichtige Frühindikatoren sind seit Herbst rückläufig. Das Konjunkturbarometer der Konjunkturforschungsstelle der ETH Zürich (KOF) ist im Dezember auf den tiefsten Stand seit zwei Jahren gesunken. Nach Ansicht der Regierung wird das Bruttoinlandsprodukt in 2012 nur noch um 0,5% ansteigen.

Die britische Wirtschaft ist im dritten Quartal 2011 stärker gewachsen als erwartet. Zwischen Juni und September legte die Konjunktur um 0,6% zu, nach einem 0%igem Wachstum im zweiten Quartal 2011.

Das Handelsbilanzdefizit betrug im November 8,6 Milliarden GBP nach 7.9 Milliarden GBP im Vormonat. Dabei sind die Exportpreise von Waren im Vergleich zum Vormonat um 0,4% und die Importpreise um 0,2% gesunken.

Der Preisauftrieb hat sich im Dezember abgeschwächt und beträgt 4,2%. Das ist der tiefste Stand seit sechs Monaten. Trotz des Rückgangs liegt die Jahresinflation aber immer noch mehr als doppelt so hoch wie der Zielwert der britischen Notenbank von 2%. Auch der Einzelhandel hat sich im Dezember besser entwickelt als erwartet. Im Dezember sind die Umsätze um 2,2% gegenüber Dezember 2010 angestiegen. Im Gesamtjahr 2011 bedeutet dies ein Plus von 4,1%. Jedoch bleibt die Lage im Einzelhandel aufgrund der hohen britischen Arbeitslosigkeit weiter unsicher. Nach Angaben der Internationalen Arbeitsagentur (ILO) ist die Arbeitslosigkeit weiter angestiegen. Von September bis November stieg die Arbeitslosenquote auf 8,4% und damit auf den höchsten Stand seit fast 16 Jahren. Im Dezember lag die Arbeitslosenrate bei 8,3%.

Der Konjunktureinbruch angesichts der Schuldenkrise im Euroraum begründet die schlechte Entwicklung. Die Regierung wird die Staatsausgaben weiter kürzen, um das Haushaltdefizit abzubauen.

Der Wirtschaft in Spanien geht es noch schlechter als erwartet. Nach Regierungsangaben wird sich das Haushaltsdefizit in 2011 auf mindestens 8% des Bruttoinlandsprodukts belaufen und liegt damit zwei Prozentpunkte über dem von der Regierung anvisierten Ziel. Zusätzliche Sparmaßnahmen sind unvermeidlich. Mit Ausgabenkürzungen und Steuererhöhungen sind für 2012 Einsparungen von insgesamt 16,5 Milliarden Euro angekündigt. Damit versucht Spanien seiner Verpflichtung gegenüber der EU nachzukommen, die Neuverschuldung bis Ende 2012 auf 4,4% des Bruttoinlandsprodukts zu senken.

Auch die Daten vom Arbeitsmarkt bestätigen die Verschlechterung der wirtschaftlichen Lage. Die Arbeitslosigkeit ist allein im Dezember auf 4,4 Millionen angestiegen und damit um 7,86% gegenüber dem Vorjahr. In 2011 ist die Zunahme der Arbeitslosigkeit fast doppelt so hoch als im Vorjahr und erreicht die höchste Quote in der EU.

Die viertgrößte Volkswirtschaft der Eurozone soll nach Angaben der Regierung im vierten Quartal 2011 um 0,3% geschrumpft sein. Auch für das erste Quartal 2012 wird keine Besserung erwartet.

Die türkische Wirtschaft wächst enorm. In 2011 ist die Wirtschaftleistung um 7,5% angestiegen. Ebenso rasant legte jedoch auch die Inflation zu. Zum Jahresende hat sich die Teuerungsrate beschleunigt und den höchsten Stand seit drei Jahren erreicht. Die Lebenshaltungskosten sind im Dezember um 10,45% gegenüber dem Vorjahr angestiegen. Damit hat sich der Preisauftrieb fast doppelt so schnell beschleunigt, als von der Notenbank erwünscht. Aufgrund der steigenden Inflation und dem zunehmenden Defizit in der Leistungsbilanz droht die türkische Wirtschaft in 2012 an Dynamik zu verlieren. Das Wachstum werde 2012 voraussichtlich auf etwa 4% zurückgehen. Da die türkische Wirtschaft sehr eng mit der europäischen Wirtschaft verflochten ist, wird deren Exportwirtschaft mit einem Nachfragerückgang aus Europa zu kämpfen haben.

Zudem hat die türkische Lira in 2011 im Vergleich zum Euro 19% an Wert verloren und gegenüber dem US-Dollar sogar 22%. Grund für die Talfahrt sind vor allem Sorgen internationaler Investoren über die Geldpolitik der Notenbank, die das Minus in der Leistungsbilanz reduzieren soll.

Asien

Das Wirtschaftswachstum in China ist auf den niedrigsten Stand seit zweieinhalb Jahren gefallen. Im vierten Quartal 2011 wurde nur noch ein Wachstum von 8,9% erzielt. Insgesamt steigerte das bevölkerungsreichste Land der Erde sein Bruttoinlandsprodukt im Gesamtjahr 2011 um 9,2% nach 10,4% im Vorjahr. So langsam wie im vierten Quartal entwickelte sich die Wirtschaft seit dem Höhepunkt der Finanzkrise im Frühjahr 2009 nicht mehr, als nur ein Wachstum von 7,9% erzielt wurde. Der Rückgang der Nachfrage, bedingt durch die Schuldenkrise in Europa und die Ungewissheiten in den USA trifft den Exportweltmeister China immer härter. Auch die knappe Geldpolitik im Kampf gegen die Inflation und die Kontrolle des überhitzten chinesischen Immobilienmarktes bremsen zusätzlich das Wachstum.

In China hat sich die Inflation im Dezember im fünften Monat in Folge reduziert. Die Verbraucherpreise stiegen im Dezember nur noch um 4,1% und somit im Gesamtjahr 2011 um 5,4%. Allerdings wurde damit das von der Regierung in Peking vorgegebene Ziel von 4% deutlich überschritten. Nachdem die Inflationsraten bis zum Juli einen Rekordwert von 6,5% erreichten, konnte aber die rasante Teuerung weiter unter Kontrolle gebracht werden. Dieser Rückgang gibt der Regierung mehr Spielraum zur Stützung der Konjunktur, die sich aufgrund der Abkühlung des globalen Wachstums weiter abschwächen wird. Die chinesische Zentralbank hatte im Dezember 2011 die Reserveanforderungen an die Banken gesenkt, um die weitere Kreditvergabe zu stimulieren.

Wegen der Schuldenkrise in den Industriestaaten und dem schwierigen Immobilienmarkt erwarten Experten eine weitere Abkühlung. Aufgrund der weltweiten Unsicherheiten und des Rückgangs der Nachfrage nach chinesischen Waren wird für 2012 nur noch ein Wachstum von etwas mehr als 8% erwartet. Das amerikanische Conference Board spricht für die Jahre 2012 bis 2016 von einer weiteren Verlangsamung des Wachstums auf nur noch 6,8%.

Geschäftsverlauf

Einhell-Konzern hält Umsätze auf Vorjahresniveau

Der Einhell-Konzern konnte aufgrund der schwierigen Marktbedingungen seinen Umsatz im Vorjahresvergleich nicht steigern. Der Konzernumsatz für das Geschäftsjahr 2011 beträgt 365,3 Mio. EUR gegenüber 365,4 Mio. EUR im Vorjahr.

Damit unterschreitet der Einhell-Konzern die ursprüngliche Prognose für das Geschäftsjahr 2011, in der der Vorstand zu Beginn des Jahres 2011 noch von einem Anstieg des Umsatz- und Ergebnisniveaus ausging. Im ersten Quartal ergab sich noch ein Umsatzanstieg von 4,3% im Vergleich zum Vorjahresquartal und der Vorstand ging davon aus, dass sich der positive Trend des Vorjahres fortsetzen werde. Das zweite Quartal zeigte sich in der Einzelbetrachtung mit einem Anstieg von 1,4% zum Vorjahresquartal bereits schwächer und der kumulierte Umsatzanstieg per zweites Quartal belief sich auf 2,7%. In den Folgequartalen verstärkte sich die allgemeine Unsicherheit auf den Märkten weiter. Die Schuldenkrise in zahlreichen Staaten der europäischen Union führte zu extremer Verunsicherung der Verbraucher und zu deutlich schwächeren Abverkäufen. Zudem leidet ein wichtiger Kunde unter massiven Umsatz- und Ertragsrückgängen, die sich auch für den Einhell-Konzern in deutlich rückläufigen Umsätzen an diesen Kunden bemerkbar machen. Somit trübten sich im Verlaufe des Jahres die Aussichten weiter ein. Ein unerwartet extrem schwacher Oktober und November führten letztlich dazu, dass die Prognosen für das Gesamtjahr nicht mehr gehalten werden konnten. Diesem Umstand trug der Vorstand durch entsprechende laufend aktualisierte Berichterstattung an den Kapitalmarkt umfassend Rechnung.

Im Heimatmarkt. Deutschland konnten im Geschäftsjahr 2011 Umsätze in Höhe von 131,7 Mio. EUR (i. Vj. 145,3 Mio. EUR) erzielt werden. Der Anteil des inländischen Umsatzes beträgt somit 36%. Speziell in Deutschland sind die Artikel der Produktlinie "Red" besonders absatzstark.

Im Geschäftsjahr 2011 erhöhten sich die Umsätze in der Europäischen Union im Vorjahresvergleich. Insgesamt ergibt sich eine Umsatzsteigerung von 5,7% von 145,0 Mio. EUR auf 153,3 Mio. EUR. Zu den bedeutenden Absatzmärkten im Geschäftsjahr 2011 zählen weiterhin Österreich, Polen und Italien.

Die Umsätze in der Region Asien betrugen im Berichtszeitraum 14,4 Mio. EUR (i. Vj. 23,6 Mio. EUR).

In den Drittländern konnten die Umsätze deutlich gesteigert werden. Gegenüber dem Vorjahreszeitraum erhöhten sich die Umsätze um 14,4 Mio. EUR auf 65,9 Mio. EUR (i. Vj. 51,5 Mio. EUR). Die umsatzstärksten Drittländer sind erneut Türkei und Schweiz. Aber auch die neuen südamerikanischen Tochtergesellschaften sowie die Tochtergesellschaft in Australien konnten bereits einen Umsatzbeitrag von ca. 19,5 Mio. EUR generieren.

Der Auslandsanteil am gesamten Konzernumsatz beträgt im Geschäftsjahr 2011 64%.

Entwicklung der Gesamtleistung beider Divisionen

Die Division "Werkzeuge" erzielte im Geschäftsjahr 2011 einen Umsatz von 220,5 Mio. EUR (i. Vj. 217,6 Mio. EUR).

In dieser Division waren Produkte aus den Produktgruppen Kompressoren und Druckluft-Zubehör, Stromerzeuger, Akkuschrauber, Bohrhämmer, Produkte aus der Reinigungstechnik sowie Holzbearbeitungsmaschinen besonders absatzstark.

In der Division "Garten und Freizeit" konnten in 2011 Umsätze in Höhe von 144,8 Mio. EUR (i. Vj. 147,8 Mio. EUR) generiert werden.

Zu den absatzstarken Produkten dieser Division zählen überwiegend Produkte aus den Produktgruppen Rasenmäher, Elektrovertikutierer, Gartenpumpen, Laubsauger, Produkte der Baum- und Strauchpflege sowie Produkte aus dem Bereich Wassertechnik.

3. Ertragslage

Der Einhell-Konzern konnte im Geschäftsjahr 2011 seine Ertragskraft gegenüber dem Vorjahr aufgrund der schwierigen Marktbedingungen nicht steigern und erreichte im Geschäftsjahr 2011 ein Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit in Höhe von 19,1 Mio. EUR (i. Vj. 20,2 Mio. EUR). Die Rendite vor Steuern beträgt 5,2% (i. Vj. 5,5%).

Verantwortlich für diese Ergebnisentwicklung war überwiegend eine überproportionale Zunahme der Personalaufwendungen bei nahezu konstantem Umsatz und einem erhöhten Rohertrag. Die Steigerung der Personalaufwendungen beträgt 4,5 Mio. EUR bzw. 11,7 % auf 43,1 Mio. EUR. Der Einhell-Konzern investiert hierbei personell weiterhin stark in den Ausbau der Qualität der Produkte, in den Aufbau weiterer Vertriebskanäle wie z.B. Fachhandel und stellt sich für strukturelle Weiterentwicklungen innerhalb der Einhell-Gruppe auf. So wurde auch das Personal im Bereich Einkauf und Marketing deutlich aufgestockt. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen blieben im Vorjahresvergleich nahezu konstant. Das Finanzergebnis verschlechterte sich um 2,2 Mio. EUR auf -3,5 Mio. EUR und war stark von den weltweiten Währungsschwankungen geprägt. Insbesondere die türkische Lira, der ungarische Forint und die südamerikanischen Währungen unterlagen erheblichen Währungsschwankungen. Das Finanzergebnis errechnet sich im Wesentlichen aus dem Zinsergebnis in Höhe von -1,7 Mio. EUR (i. Vj. -1,7 Mio. EUR) und aus den Ergebnissen aus der Währungsumrechnung in Höhe von -1,8 Mio. EUR (i. Vj. 0,4 Mio. EUR).

Der Konzernjahresüberschuss nach den Ergebnisanteilen der Minderheitsgesellschafter verringerte sich im Geschäftsjahr 2011 von 16,2 Mio. EUR auf 14,5 Mio. EUR. Der ROI1 berechnet sich zum Stichtag mit 7,8% (i. Vj. 8,0%).

Im Geschäftsjahr 2011 konnte eine EBIT-Rendite im Verhältnis zum Umsatz von 6,2% (i. Vj. 5,9%) erzielt werden.

Mit dieser Ergebnisentwicklung konnte der Einhell-Konzern seine Erwartungen für das Geschäftsjahr 2011 nicht voll erfüllen. Der Einhell-Konzern ist jedoch nach wie vor sehr profitabel und sieht sich hervorragend aufgestellt, um die Herausforderungen der weltwirtschaftlichen Entwicklung gut zu meistern. Mit Blick auf die langfristige Entwicklung des Unternehmens sind wir der Überzeugung, dass der Einhell-Konzern seit vielen Jahren unter Beweis stellt und weiterhin stellen kann, langfristig und nachhaltig positive Erträge und Cash-flows erzielen zu können.

1 ROI (Return on Investment) = Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit / Gesamtkapital * 100

4. Vermögens- und Finanzlage

Die wesentlichen Posten der Bilanz stellen sich für die Geschäftsjahre 2011 und 2010 wie folgt dar:

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In Mio. EUR 31.12.2011 31.12.2010
Anlagevermögen 27,3 26,6
Warenvorräte 110,4 95,6
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 62,2 62,5
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 13,7 44,5
Eigenkapital 163,2 145,0
Bankverbindlichkeiten 22,0 42,5

Die Bilanzsumme verminderte sich um 8,2 Mio. EUR bzw. 3,2 % auf 245,2 Mio. EUR.

Investitionen und langfristige Vermögenswerte

Die Investitionen betrugen im Geschäftsjahr 2011 3,7 Mio. EUR. Hierbei handelt es sich bei 0,5 Mio. EUR um immaterielle Vermögenswerte und bei den restlichen 3,2 Mio. EUR um Sachanlagen. Die immateriellen Vermögenswerte enthalten im Wesentlichen den Zugang von Software. Zu den Sachanlagen zählen überwiegend Investitionen in Betriebs- und Geschäftsausstattung.

Die Abschreibungen betrugen 2011 2,5 Mio. EUR und haben sich so gegenüber dem Vorjahr um 0,8 Mio. EUR vermindert (i. Vj. 3,3 Mio. EUR).

Kurzfristige Vermögenswerte

Zum Stichtag erhöhten sich die Vorräte von 95,6 Mio. EUR auf 110,4 Mio. EUR. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen verminderten sich um 0,3 Mio. EUR auf 62,2 Mio. EUR (i. Vj. 62,5 Mio. EUR). Im Geschäftsjahr 2011 wurde wiederum kein Factoring durchgeführt.

Infolge des negativen Cashflows aus der operativen Geschäftstätigkeit, insbesondere durch den Aufbau des Vorratsvermögens, sowie der Rückführung und Neuverhandlung langfristiger Darlehensverbindlichkeiten verminderten sich die liquiden Mittel zum Bilanzstichtag um 30,8 Mio. EUR auf 13,7 Mio. EUR. Ihr Anteil am Gesamtvermögen beträgt 5,6% (i. Vj. 17,6%).

Finanzierung

Der Finanzbedarf des Einhell-Konzerns wird insbesondere durch den Bestand an Vorräten sowie den Bestand an Forderungen aus Lieferungen und Leistungen getrieben. Dabei spielen vor allem die Lagerdrehung der Vorräte sowie die Laufzeiten der Forderungen eine große Rolle und beeinflussen den Finanzbedarf signifikant.

Der Einhell-Konzern finanziert sich einerseits über das im Rahmen der Gründung der Gesellschaft und durch Kapitalerhöhungen von den Aktionären zur Verfügung gestellte Eigenkapital sowie durch thesaurierte Gewinne, die in die Rücklagen eingestellt wurden bzw. als Gewinnvortrag dem Bilanzgewinn zugeführt wurden. Andererseits finanziert sich der Einhell-Konzern durch Fremdkapital in Form von langfristigen Krediten und kurzfristigen Mittelaufnahmen sowie zum Teil über Lieferantenkredite. Die Kreditaufnahmen erfolgen dabei überwiegend in Euro. Lieferantenkredite valutieren überwiegend in USD oder RMB. Die zu erwartenden Cash-flows aus der Bezahlung der Lieferantenverbindlichkeiten werden zum größten Teil durch entsprechende Hedgegeschäfte abgesichert.

Aufgrund der sehr gesunden und soliden Finanzierungsstruktur des Einhell-Konzerns mit einer traditionell sehr guten Eigenkapitalquote, die sich aktuell auf 66,6% beläuft, sieht der Vorstand keinerlei Schwierigkeiten die aktuellen Geschäfte sowie auch ein künftiges, im Rahmen der weiteren Expansion, langfristig wachsendes Geschäftsvolumen finanziell bewältigen zu können.

Der Vorstand hält daher unverändert an der bisher sehr erfolgreichen und langfristig ausgerichteten internationalen Expansionsstrategie fest.

Der Einhell-Konzern war auch im Geschäftsjahr 2011 wieder überwiegend über langfristige Darlehen finanziert. Das bereits in 2009 ausgelaufene Schuldscheindarlehen wurde damals durch eine langfristige Anschlussfinanzierung mit bilateralen Kreditvereinbarungen bis Mitte 2014 sehr erfolgreich ersetzt. Aufgrund der guten Ausstattung mit liquiden Mitteln und der Veränderungen am Zinsmarkt im Geschäftsjahr 2011 wurde jedoch entschieden, einen Teil der langfristigen Finanzierung vorzeitig abzulösen und eine verminderte Darlehenssumme zu nochmals besseren Konditionen aufzunehmen. Damit ist eine langfristige Finanzierung in Höhe von nun 20 Mio. EUR bis Mitte des Jahres 2014 zu sehr guten Konditionen gewährleistet. Der Konzern sieht keine Schwierigkeiten, seinen Tilgungsverpflichtungen entsprechend der Darlehensverträge nachzukommen.

Sehr erfreulich ist, dass die gesamte Finanzierung des Konzerns ohne Bereitstellung von dinglichen Sicherheiten gestaltet ist. Lediglich für die langfristigen Darlehen bestehen Covenants-Vereinbarungen. Die Covenants-Struktur bietet dem Einhell-Konzern ausreichend Freiraum auch für eine deutliche Ausweitung des Geschäftsvolumens. Im Geschäftsjahr wurden sämtliche Covenants eingehalten.

Der Vorstand weist darauf hin, dass im Einhell-Konzern sämtliche Grundstücke und Gebäude frei von Sicherheiten Dritter sind. Es bestehen hier keinerlei Sicherungsübereignungen oder vergleichbare Rechte Dritter. Sämtliche Grundschuldvereinbarungen zu Gunsten Dritter, die ohnehin mit einem Wert von Null valutierten, wurden bereits im Geschäftsjahr 2010 neu geordnet und aus dem Grundbuch gelöscht.

Die Entwicklung der Finanzlage im Geschäftsjahr 2011 verdeutlicht die zusammengefasste Kapitalflussrechnung:

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In Mio. EUR 2011 2010
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit -4,0 -7,7
Cashflow aus der Investitionstätigkeit -4,0 -3,0
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit -22,9 -2,2
-30,9 -12,9
Wechselkursbedingte Änderungen 0,1 -0,2
Nettozunahme von Zahlungsmitteln -30,8 -13,1
Zahlungsmittel am Anfang der Periode 44,5 57,6
Zahlungsmittel am Ende der Periode 13,7 44,5

Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit resultiert überwiegend aus der Rückzahlung von Darlehensverbindlichkeiten sowie der Dividendenzahlung für das Geschäftsjahr 2010.

5. Gesamtaussage zur wirtschaftlichen Lage

Zusammenfassend lässt sich festhalten, dass der Einhell-Konzern im Geschäftsjahr 2011 angesichts der schwierigen Marktbedingungen ein nach wie vor gutes Ergebnis erzielte. Sowohl Umsatz als auch Ertrag konnten weitestgehend stabil gehalten werden. Der Anstieg der Personalaufwendungen steht in Zusammenhang mit der weiteren Expansion und der strategischen Weiterentwicklung des Unternehmens.

Ebenso konnte sehr erfolgreich der Strategieprozess für die nächsten 5 Jahre fortgeführt werden, was aus Sicht des Vorstands maßgeblich zur nachhaltigen Sicherung des Geschäftserfolgs beiträgt.

6. Nachtragsbericht

Zwischen dem Ende des Geschäftsjahres 2011 bis zur Aufstellung des Lageberichts sind keine Ereignisse eingetreten, die für die Berichterstattung von Bedeutung sind.

7. Erklärung zur Unternehmensführung

Die Erklärung des Vorstands zur Unternehmensführung gem. § 289a HGB kann auf den Internetseiten der Einhell Germany AG (www.einhell.com) nachgelesen werden.

Die Einhell Germany AG wendet Unternehmensführungspraktiken zur Sicherstellung der Einhaltung der rechtlichen Vorschriften (Compliance) an, die über das Maß der gesetzlichen Anforderungen hinausgehen. Insbesondere hat die Einhell Germany AG im Berichtszeitraum diverse Richtlinien und Prozessregelungen getroffen, die sich an alle Mitarbeiter des Konzerns mit dem Ziel richten, das Risiko von Rechtsverstößen zu vermeiden. Beispielsweise wird die Einhaltung der gesetzlichen Regelungen zum Verbot von Insidergeschäften dadurch sichergestellt, dass eine Insiderrichtlinie erlassen wurde, die den Handel mit Wertpapieren des Unternehmens für Organmitglieder und Mitarbeiter regelt, die Zugang zu Insiderinformationen haben. Die Unternehmensführungspraxis hinsichtlich der Compliance unterliegt einer ständigen Kontrolle und Weiterentwicklung.

8. Risikobericht

8.1 Beschreibung des Risikomanagementsystems und wesentliche Merkmale des internen Kontroll- und Risikomanagementsystems im Hinblick auf den Konzernrechnungslegungsprozess § 315 Abs. 2 Nr. 5 HGB

Beschreibung des Risikomanagementprozesses

Das Risikomanagementsystem als Bestandteil des internen Kontrollsystems ist hinsichtlich der Konzernrechnungslegung auch auf das Risiko der Falschaussage in der Konzernbuchführung sowie in der externen Berichterstattung ausgerichtet und dient insbesondere der Früherkennung möglicher Risiken. Das Nutzen von Chancen im Unternehmen ist mit dem Eingehen von Risiken verbunden. Um die Risiken bewusst einzugehen, ist ein Risikomanagement-System notwendig. Mit der Einführung eines IT-basierten Risikomanagement-Informationssystems wird versucht, der Unternehmensleitung und den Verantwortlichen zur Steuerung des Unternehmens die notwendigen Informationen gesammelt und kompakt zeitnah zur Verfügung zu stellen. Damit wird die Datenerhebung bei den einzelnen Gesellschaften vereinfacht und der Aufwand des Risikomanagers im Konzern minimiert.

Der Prozess des Risikomanagements gliedert sich beim Einhell-Konzern in zwei Stufen. Im ersten Schritt erfolgt die dezentrale Erfassung der Risiken in den Tochterunternehmen und den Abteilungen der Einhell AG durch die vom Vorstand benannten Risikoverantwortlichen. Sie haben die Aufgaben der Risikoidentifikation und Bewertung. Wichtig ist dem Einhell-Konzern hier die Identifikation, da nicht identifizierte Risiken auch nicht weiter geplant werden können. Die Bewertung der bestehenden Risiken erfolgt über die Ermittlung des Produkts aus Eintrittswahrscheinlichkeit des Schadens und maximaler Schadenshöhe. Bewertet wird das Nettorisiko, also welches Risiko nach Treffen verschiedener Maßnahmen noch besteht. Die zweite Stufe beinhaltet die Zusammenführung, Analyse und Steuerung der Risiken vom Risikomanager und der Unternehmensleitung. Zur Steuerung der Risiken stehen dem Unternehmen verschiedene Methoden zur Verfügung. Bei der Risikovermeidung werden das Risiko und somit auch die damit verbundenen Chancen nicht eingegangen.

Eine andere Steuerungsmöglichkeit minimiert das Risiko u. a. durch organisatorische Maßnahmen und wird deshalb auch Risikoverminderung genannt. Eine weitere Methode ist die Risikoabwälzung durch Versicherungen, Verträge mit Lieferanten, etc. Die verbleibenden Risiken trägt der Einhell-Konzern bewusst.

Die Darstellung der Risiken in der Risikomanagement-Software erfolgt über die Einordnung in die Unternehmenshierarchie. So können sowohl die Risiken jedes einzelnen Tochterunternehmens und des Mutterunternehmens dargestellt werden, als auch die kumulierten Risiken. Zudem erfolgt eine unternehmensspezifische Gliederung in die für das Risiko relevanten Abteilungen: Einkauf, Entwicklung, Finanzen, IT, Personal, Produktmanagement, Vertrieb und Wirtschaftsrecht. Die Risiken werden regelmäßig beobachtet und quartalsweise berichtet. Zusätzlich findet eine Besprechung der wichtigsten Risiken in der Vorstandssitzung statt.

Elemente des internen Kontroll- und Risikomanagementsystems

Das interne Kontrollsystem des Einhell-Konzerns umfasst alle Grundsätze, Verfahren und Maßnahmen zur Sicherung der Wirksamkeit, Wirtschaftlichkeit und der Ordnungsmäßigkeit der Rechnungslegung sowie zur Sicherung der Einhaltung der maßgeblichen rechtlichen Vorschriften.

Das interne Kontrollsystem setzt sich aus internem Steuerungs- und internem Überwachungssystem zusammen.

Die Bereiche Inlands-Controlling, Beteiligungscontrolling, Finanzen, Konzernbilanzierung sowie Recht bilden das interne Steuerungssystem des Einhell-Konzerns. Die Gesellschaften des Einhell-Konzerns planen im jeweils laufenden Geschäftsjahr das darauf folgende Geschäftsjahr. Basierend auf einer differenzierten Umsatzplanung erfolgt eine entsprechende Planung des Wareneinsatzes und der Kosten. Diese Planzahlen werden für den Konzern zu einer Plan-Gewinn- und Verlustrechnung zusammengeführt.

Monatlich werden von den Finanzbuchhaltungen der einzelnen Gesellschaften die tatsächlichen Zahlen aufbereitet. In der Folge entsteht eine komplette Gewinn- und Verlustrechnung, in welcher die Plan- und Ist-Zahlen gegenübergestellt sind und somit analysiert werden können. Die Entwicklung des Auftragsbestands, Margen etc. wird ebenso monatlich für alle Gesellschaften aufgezeigt. Dieser Vergleich wird sowohl mit den Mitgliedern des Vorstands als auch mit den Verantwortlichen der einzelnen Bereiche und Gesellschaften besprochen. Durch die Analyse der Plan- und Ist-Zahlen werden entsprechende Maßnahmen zur Steuerung erarbeitet und umgesetzt.

Das interne Überwachungssystem bildet sich aus prozessintegrierten und prozessunabhängigen Maßnahmen. Neben maschinellen IT-Prozesskontrollen sind auch manuelle Prozesskontrollen ein wesentlicher Bestandteil der prozessintegrierten Maßnahmen, die beispielsweise auch durch die interne Revision durchgeführt werden. Der Aufsichtsrat, der Konzernabschlussprüfer und sonstige Prüfungsorgane, z.B. der steuerliche Betriebsprüfer, sind mit prozessunabhängigen Prüfungstätigkeiten in das Kontrollumfeld des Einhell-Konzerns einbezogen. Insbesondere die Prüfung der Konzernabschlüsse durch den Konzernabschlussprüfer bildet die wesentliche prozessunabhängige Überwachungsmaßnahme im Hinblick auf den Konzernrechnungslegungsprozess.

Einsatz von IT-Systemen

Die Erfassung buchhalterischer Vorgänge erfolgt in den Einzelabschlüssen in dem Buchhaltungssystem Microsoft Business Solutions Navision bzw. lokalen Buchhaltungssystemen. Zur Aufstellung des Konzernabschlusses der Einhell Germany AG werden durch die Konzerngesellschaften die jeweiligen Einzelabschlüsse durch weitere Informationen in standardisierten Berichtspaketen ergänzt, die dann zentral bei der Einhell Germany AG in das Konsolidierungssystem CONSIS eingestellt werden. Durch den Konzernabschlussprüfer werden regelmäßig die Schnittstelle zwischen dem Berichtssystem und dem Konsolidierungssystem sowie die Überleitungen geprüft. Im Konsolidierungssystem CONSIS werden sämtliche Konsolidierungsvorgänge zur Erstellung des Konzernabschlusses, z.B. die Kapitalkonsolidierung, die Vermögens- und Schuldenkonsolidierung oder die Aufwands- und Ertragseliminierung generiert und dokumentiert.

Spezifische konzernrechnungslegungsbezogene Risiken

Spezifische konzernrechnungslegungsbezogene Risiken können z. B. aus dem Abschluss ungewöhnlicher oder komplexer Geschäfte auftreten. Weiterhin sind Geschäftsvorfälle, die nicht routinemäßig verarbeitet werden, mit einem latenten Risiko behaftet. Aus den Ermessensspielräumen, die Mitarbeitern notwendigerweise bei Ansatz und Bewertung von Vermögensgegenständen und Schulden eingeräumt werden, können weitere konzernrechnungslegungsbezogene Risiken resultieren.

Wesentliche Regelungs- und Kontrollaktivitäten zur Sicherstellung der Ordnungsmäßigkeit und Verlässlichkeit der Konzernrechnungslegung

Die auf die Ordnungsmäßigkeit und Verlässlichkeit der Konzernrechnungslegung ausgerichteten Maßnahmen des internen Kontrollsystems stellen sicher, dass Geschäftsvorfälle in Übereinstimmung mit den gesetzlichen und satzungsmäßigen Vorschriften vollständig und zeitnah erfasst werden. Weiterhin ist gewährleistet, dass Inventuren ordnungsgemäß durchgeführt werden, Vermögensgegenstände und Schulden im Konzernabschluss zutreffend angesetzt, bewertet und ausgewiesen werden. Die Regelungsaktivitäten stellen ebenfalls sicher, dass durch die Buchungsunterlagen verlässliche und nachvollziehbare Informationen zur Verfügung gestellt werden.

Die Kontrollaktivitäten zur Sicherstellung der Ordnungsmäßigkeit und Verlässlichkeit der Rechnungslegung umfassen beispielhaft die Analyse von Sachverhalten und Entwicklungen anhand spezifischer Kennzahlenanalysen. Die Trennung von Verwaltungs-, Ausführungs-, Abrechnungs- und Genehmigungsfunktionen und deren Wahrnehmung durch verschiedene Personen reduziert die Möglichkeit zu vorsätzlichen Handlungen. Weiterhin ist z. B. sichergestellt, dass bei Veränderungen in den eingesetzten IT-Systemen der zugrunde liegenden Buchführungen in den Konzerngesellschaften eine periodengerechte und vollständige Erfassung buchhalterischer Vorgänge erfolgt. Das interne Kontrollsystem gewährleistet auch die Abbildung von Veränderungen im wirtschaftlichen oder rechtlichen Umfeld des Einhell-Konzerns und stellt die Anwendung neuer oder geänderter gesetzlicher Vorschriften zur Konzernrechnungslegung sicher.

Die Bilanzierungsvorschriften zur Rechnungslegung nach den International Financial Reporting Standards (IFRS) bilden die einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze für die in den Einhell-Konzernabschluss einbezogenen inländischen und ausländischen Unternehmen. Neben allgemeinen Bilanzierungsgrundsätzen und -methoden sind vor allem Regelungen zu Bilanz, Gewinn-und-Verlustrechnung, Anhang, Lagebericht, Cashflow-Rechnung und Segmentberichterstattung bei Einhaltung der in der EU geltenden Rechtslage getroffen.

Die Einhell-Bilanzierungsvorschriften regeln auch konkrete formale Anforderungen an den Konzernabschluss. Neben der Festlegung des Konsolidierungskreises sind auch die Bestandteile der durch die Konzerngesellschaften zu erstellenden Berichtspakete im Detail festgelegt. Die formalen Anforderungen regeln unter anderem die verbindliche Verwendung eines standardisierten und vollständigen Formularsatzes. Die Einhell-Bilanzierungsvorschriften enthalten weiterhin z.B. konkrete Vorgaben zur Abbildung und Abwicklung des Konzern-Verrechnungsverkehrs und der darauf aufbauenden Saldenabstimmungen.

Auf Konzernebene umfassen die spezifischen Kontrollaktivitäten zur Sicherstellung der Ordnungsmäßigkeit und Verlässlichkeit der Konzernrechnungslegung die Analyse und gegebenenfalls Korrektur der durch die Konzerngesellschaften vorgelegten Einzelabschlüsse. Mit der zentralen Durchführung so genannter Werthaltigkeitstests für die aus Konzernsicht spezifischen Zahlungsmittel generierenden Geschäftseinheiten wird die Anwendung einheitlicher und standardisierter Bewertungskriterien sichergestellt. Weiterhin erfolgt auf Konzernebene die Aufbereitung und Aggregation weiterer Daten für die Erstellung externer Informationen im Anhang und Lagebericht, einschließlich wesentlicher Ereignisse nach dem Bilanzstichtag.

Einschränkende Hinweise

Das interne Kontroll- und Risikomanagementsystem ermöglicht durch die im Einhell-Konzern festgelegten Organisations-, Kontroll- und Überwachungsstrukturen die vollständige Erfassung, Aufbereitung und Würdigung von unternehmensbezogenen Sachverhalten sowie deren sachgerechte Darstellung in der Konzernrechnungslegung. Insbesondere persönliche Ermessensentscheidungen, fehlerbehaftete Kontrollen, kriminelle Handlungen oder sonstige Umstände können allerdings der Natur der Sache nach nicht ausgeschlossen werden und führen dann zur eingeschränkten Wirksamkeit und Verlässlichkeit des eingesetzten internen Kontroll- und Risikomanagementsystems, so dass auch die konzernweite Anwendung der eingesetzten Systeme nicht die absolute Sicherheit hinsichtlich der richtigen, vollständigen und zeitnahen Erfassung von Sachverhalten in der Konzernrechnungslegung gewährleisten kann.

8.2 Beschreibung der Risiken

8.2.1 Allgemeine wirtschaftliche und Branchenrisiken

Der Einhell-Konzern unterliegt dem allgemeinen Risiko von Entwicklungen der Weltwirtschaft sowie der spezifischen Branche des Bereichs Baumarkt, Fachhandel und Do-it-yourself (DIY).

Hinsichtlich weltwirtschaftlicher Entwicklungen ist der Einhell Konzern aufgrund seiner Internationalität grundsätzlich globalen Risiken ausgesetzt. Diese können sich sowohl in Form von politischen als auch wirtschaftlichen Risiken verwirklichen. So kann insbesondere die Politik in den Ländern, in denen der Einhell-Konzern heute tätig ist, Einfluss auf die Stabilität und die Wirtschaftskraft dieser Länder haben. Aber auch in den Ländern, in die der Einhell-Konzern seine Expansion vorantreiben möchte, können politische Risiken Einfluss auf die Geschäftsstrategie von Einhell haben. Das Risiko erstreckt sich dabei z.B. auch auf die Währungspolitik von Ländern oder z.B. die Import- und Zollvorschriften und deren praktische Abwicklung. Gleiches gilt für die Beschaffungsländer, in denen Einhell das Sourcing für seine Produkte durchführt. Der Einhell-Konzern versucht die allgemeinen politischen Risiken zu beherrschen, indem die Konzernführung zum einen in enger Kommunikation mit den verantwortlichen Mitarbeitern vor Ort steht, um sich laufend ein Bild von aktuellen Entwicklungen machen zu können. Zum anderen hat der Einhell-Konzern die Strategie, die Investitionen in langfristige Vermögensgegenstände wie z.B. Immobilien in den jeweiligen Ländern auf ein Mindestmaß zu beschränken. Dadurch erreicht der Einhell-Konzern eine hohe Flexibilität, um auf ungünstige Entwicklungen reagieren zu können und beispielsweise im kurzfristigen Umlaufvermögen in einem Land jederzeit handlungsfähig zu sein.

In Bezug auf Branchenrisiken ist der Einhell-Konzern der Entwicklung der DIY-Branche sowie des Bereichs Fachhandel in den jeweiligen Ländern ausgesetzt. Zudem steht er auch unter dem Einfluss des Verhaltens und der Entwicklung von Wettbewerbern.

So können Veränderungen in der Branche wie beispielweise Konzentrationsprozesse auf Kundenseiten Einfluss auf die Geschäfte von Einhell haben. Einhell versucht durch den Ausbau einer starken internationalen Marktposition Abhängigkeiten von solchen Faktoren zu minimieren. Durch die Etablierung eines starken Produktsortiments und eines kundenfreundlichen Service ist Einhell auch in Konzentrationsprozessen in der Lage, die Position beim Kunden zu stärken. Weiterhin können Strategieänderungen von Wettbewerbern den Einhell-Konzern beeinflussen. Neue Wettbewerber können in die Positionierung von Einhell eindringen oder bestehende Wettbewerber können ihre Position verändern. Einhell versucht dem zu begegnen, indem Einhell ein relativ breites Sortiment, das sich vom Bereich "Werkzeuge" bis zum Bereich "Garten &Freizeit" spannt, am Markt etabliert und dies zusätzlich auch international sehr stark ausrollt. So gibt es kaum einen Wettbewerber am Markt, der ein vergleichbares Sortiment in der Internationalität wie Einhell anbietet.

8.2.2 Beschaffungsrisiken

Die Beschaffung ist ein primärer Prozess im Unternehmensmodell von Einhell und stellt so im Einhell-Konzern einen wichtigen Bereich im Risikomanagement dar. Ziel des Einkaufs ist es, die Produkte termingerecht mit entsprechender Qualität zum angemessenen Preis zu beschaffen.

Ein wichtiger Faktor sind hierbei die Lieferanten. Da der Einhell-Konzern bereits langjährige Beziehungen mit seinen Lieferanten pflegt, können Preis- und Bezugsrisiken minimiert werden. Die Lieferanten sind durch ständige Kontrollen in das Qualitätssystem des Einhell-Konzerns mit eingebunden. Eine Abhängigkeit des Einhell-Konzerns von einzelnen Lieferanten besteht nicht. Einhell hat bereits vor einigen Jahren damit begonnen, eine Second-Source-Strategie aufzubauen, die weiter optimiert wird.

Um die Einkaufsplanung zu optimieren, werden die Einkaufsmengen im festen Rhythmus mit dem Vertrieb abgestimmt und über ein Internet-basiertes Bestellsystem abgeglichen und disponiert.

Dem Risiko von Preiserhöhungen, die z.B. aus Rohstoffpreisänderungen resultieren können, wird durch entsprechende Vereinbarungen auf Einkaufs- und Verkaufsseite begegnet, indem der Einhell-Konzern versucht, Veränderungen auf der Einkaufsseite auch zeitgerecht auf der Verkaufsseite umzusetzen. Ein entsprechender Produktmix, eine breite Kundenstruktur und eine starke Einkaufsposition unterstützen diesen Prozess. So kann Einhell die Rohertragsmargen seit vielen Jahren in einer stabilen Bandbreite halten.

8.2.3 Absatzmarktrisiken

Die Risiken des Absatzmarktes sieht der Einhell-Konzern vor allem im Forderungsausfall und im Absatzvolumen. Dem Bonitätsrisiko begegnet der Einhell-Konzern soweit möglich durch den Abschluss von Euler-Hermes-Kreditversicherungen. Das Risiko des Rückgangs des Absatzvolumens wird durch innovative Produkte verringert, die in Design, Funktionsausstattung und Preis-Leistungs-Verhältnis die Kundenwünsche erfüllen. Diesem Risiko wurde durch die schrittweise Einführung zweier klar definierter Produktlinien begegnet. Weiterhin erschließt der Einhell-Konzern zusehends neue Absatzkanäle wie z.B. den Bereich Fachhandel. So schafft es der Einhell-Konzern auch in wirtschaftlich schwierigen Zeiten weitere Marktanteile zu gewinnen.

8.2.4 Strategische und Expansionsrisiken

Die Umsetzung der Strategie des Einhell-Konzerns ist mit Risiken verbunden. Diese können daraus resultieren, dass Ressourcen oder Elemente, die zur Umsetzung der Strategie notwendig sind, zum betreffenden Zeitpunkt nicht verfügbar sind oder auf Hindernisse in der Realisierung stoßen. Dies können beispielsweise personelle oder technische Gründe sein.

Auch bei der Neugründung und Akquisitionen von Tochtergesellschaften bestehen grundsätzlich Risiken. Einhell versucht diese Risiken zu beherrschen, indem bei der Identifikation von neuen Verkaufsregionen von Beginn an eine Definition und Untersuchung der Zielländer vorgenommen wird. Dabei werden das Umfeld und das Marktpotential eingeschätzt. Zudem wird frühzeitig nach entsprechenden Geschäftsführern und Fachpersonal gesucht. Hinsichtlich der Infrastruktur wählt Einhell einen Standardansatz für jede neue Vertriebstochtergesellschaft, der sich auf die internen Abläufe sowie auf die IT-Infrastruktur bezieht. Damit werden Risiken beim Aufsetzen einer neuen Tochtergesellschaft reduziert.

Auch aus Akquisitionen des Einhell-Konzerns resultieren Risiken. Die Reduzierung dieser Risiken wird dadurch angestrebt, dass die Übernahmekandidaten in der Mehrzahl langjährige Partner des Einhell-Konzerns sind. Damit wird erreicht, dass die neuen Konzerngesellschaften von Anfang an in die Konzernstrukturen und -strategien integriert sind. Ergänzend dazu erfolgen Sorgfältigkeitsprüfungen ("Due Diligence") bei den zur Akquisition anstehenden Unternehmen, die von internen Mitarbeitern des Beteiligungscontrollings, unterstützt von externen Beratern, durchgeführt werden.

8.2.5 Finanz-, Zins- und Währungsrisiken

Der anhaltende Wachstumskurs des Einhell-Konzerns ist natürlich auch mit Risiken im Zusammenhang mit der Finanzierung verbunden. Zur Bewältigung der Finanzrisiken setzt der Einhell-Konzern sowohl auf langfristige als auch auf kurzfristige Finanzierungsstrategien. Im Finanzierungsbereich bestehen langfristige Darlehen bei Kreditinstituten mit bilateralen Vereinbarungen. Ebenso verfügt der Einhell-Konzern vor allem über klassische Kreditlinien, die im Geschäftsjahr 2011 nur teilweise ausgenutzt wurden. Sowohl die Ausstattung mit liquiden Mitteln als auch mit Eigenkapital war im Berichtsjahr sehr gut.

Der Einhell-Konzern baut zudem sein Netting-System und seinen Cash-Pool, der von der Muttergesellschaft und den Tochtergesellschaften gemeinsam gebildet wird, weiter aus. Die Finanzierung der Tochtergesellschaften erfolgt fast ausschließlich über konzerninterne Darlehen. Damit wird das Risiko einer intransparenten und ineffizienten Darlehensstruktur im Konzern reduziert. Die Muttergesellschaft hat dazu für die Tochtergesellschaften interne Kreditlinien eingerichtet, deren Höhe sich nach der Planung und dem erwarteten Geschäftsvolumen der jeweiligen Tochtergesellschaften richtet. Risiken im Zusammenhang mit Zinsänderungen und -schwankungen werden durch den Einsatz von derivativen Finanzinstrumenten wie langfristigen Zins-Swap- und Zins-Cap-Vereinbarungen gesteuert. Risiken im Zusammenhang mit Währungsschwankungen werden überwiegend durch den Einsatz von klassischen Devisentermingeschäften gesteuert. Das Risiko von Währungsschwankungen bei der Beschaffung wird soweit möglich durch Sicherungsgeschäfte in Form von Devisentermin- und Optionsgeschäften abgesichert. Die Währungssicherung erfolgt gemäß den IAS/IFRS-Vorschriften zum Hedge-Accounting für die einzelnen Sicherungszeiträume.

8.2.6 Haftungsrisiken

Haftungsrisiken bestehen beim Einhell-Konzern vor allem im Zusammenhang mit der Produkthaftung. Der Hauptbeschaffungsmarkt für Einhell-Produkte ist die Volksrepublik China. Um die Qualität vor Ort sicherzustellen, wurde in China ein Qualitätssicherungssystem aufgebaut, das die Produktion direkt beim Lieferanten begleitet und eine entsprechende Prozesskontrolle implementiert. Weiterhin werden Vorschriften und Regularien durch einen eigenen Normenkontrollbeauftragten laufend überwacht. Das noch verbleibende Risiko bezüglich Ansprüche aus der Produkthaftung wurde wirtschaftlich sinnvoll durch entsprechende Versicherungen abgedeckt. Produkthaftungsfälle werden anhand einer eindeutigen Organisations- und Ablaufstruktur eingeordnet und so effizient gehandhabt. So existieren klare Verantwortungs- und Kommunikationslinien, die durch schriftliche Dokumentationen von Rückrufplänen und Checklisten unterstützt werden. In dieses System sind auch externe Fachstellen und Experten eingebunden.

8.2.7 IT-Risiken

Informations- und Kommunikationssysteme bilden die Grundlage zahlreicher Geschäftsprozesse der Einhell-Gruppe. Die Tochtergesellschaft iSC GmbH betreibt ein zentrales IT Service Center, dem die Umsetzung der internationalen Strategie des Konzerns obliegt. Große Bedeutung wird dabei der Realisierung international einheitlicher IT-Standards beigemessen, die die Wirksamkeit, Wirtschaftlichkeit und Kontinuität der IT-Umgebungen im Rahmen der unternehmerischen und gesetzlichen Anforderungen sicherstellen sollen.

Feste Bestandteile dieser Standards sind die Umsetzung geeigneter Maßnahmen im Bereich der physikalischen Sicherheit, der Einsatz leistungsfähiger und zuverlässiger Hardware-Komponenten, der Betrieb sorgfältig ausgewählter Infrastruktur- und Geschäftsanwendungen sowie die Bereitstellung hochwertiger Services und Prozesse zum Betrieb und der Weiterentwicklung der gesamten Informations- und Kommunikationsinfrastruktur.

Die Organisation der IT-Prozesse ist am ITIL-Prozessframework ausgerichtet. Erforderliches Spezial-Know How wie etwa im Bereich lokaler Compliance-Anforderungen wird über qualifizierte Dienstleistungspartner eingebracht, deren Leistungserbringung und -umfang vertraglich definiert wird und die sehr eng in die IT-Organisation eingebunden werden. Applikationen werden gemäß ihrer Kritikalität für den Geschäftsablauf in hochverfügbaren Systemumgebungen betrieben und adäquaten Business Continuity Mechanismen unterzogen. IT basierende Vorkehrungen, die regelmäßig überprüft und aktualisiert werden, sorgen im Zusammenspiel mit dem Einsatz qualifizierter Mitarbeiter und entsprechenden Rollen- und Rechtekonzepten für einen möglichst effektiven Schutz vertraulicher Daten.

Die IT-Strategie der Einhell-Gruppe ist sehr eng mit der Geschäftsstrategie verzahnt und unterliegt einer regelmäßigen Kontrolle und Anpassung an das wirtschaftliche Umfeld.

8.2.8 Rechtliche Risiken

Der Einhell-Konzern ist rechtlichen Risiken ausgesetzt. Diese können aus dem Abschluss von Unternehmensverträgen mit Lieferanten, Kunden und anderen Vertragspartnern resultieren. Zudem ist Einhell bei der Verhandlung und beim Abschluss von Verträgen mit verschiedenen internationalen Rechtssystemen konfrontiert. Dies bezieht sich insbesondere auch auf den Abschluss von gesellschaftsrechtlichen Verträgen wie bei Gründungen und auf patentrechtliche Vereinbarungen und ähnliche Verträge, die dem Schutz des geistigen Eigentums von Einhell gelten.

Einhell versucht, das Risiko daraus zu minimieren, indem eine eigene Rechtsabteilung in Deutschland und auch in China laufend rechtliche Sachverhalte prüft und überwacht. Dabei erfolgt die Koordination und Prüfung durch eigenes Personal, das von Fall zu Fall die Unterstützung externer Experten aus dem jeweiligen fachlichen Rechtsgebiet bzw. Rechtssystem hinzuzieht.

Insgesamt bleibt festzustellen, dass Risiken, die den Bestand des Unternehmens gefährden, nach unserer Einschätzung nicht vorliegen.

9. Prognosebericht

9.1 Weltwirtschaftliche Entwicklung

Die europäische Schuldenkrise könnte die Weltwirtschaft aus Sicht der Vereinten Nationen in eine Rezession gleiten lassen. Experten der Weltbank rechnen für 2012 mit einem schwächeren Weltwirtschaftswachstum als bislang angenommen. Insgesamt soll die Wirtschaft weltweit um 2,5% wachsen. Frühere Prognosen sprachen noch von einem Wachstum von 3,6%. Für 2013 wird ein Plus von 3,1% erwartet.

Auch die Schwellenländer, die als wichtiger Wachstumstreiber galten, müssen in 2012 Abstriche hinnehmen. Die Konjunkturflaute in Europa droht die Exportwirtschaft der aufstrebenden Volkswirtschaften zu hemmen. Experten der Weltbank haben ihren Ausblick um 0,8 Prozentpunkte nach unten korrigiert und erwarten für 2012 ein Wachstum von 5,4% und für 2013 einen Zuwachs in Höhe von 6%.

Zwar ist nach Meinung der Experten der Weltbank die Schuldenkrise in der Eurozone etwa durch den Rettungsschirm EFSF (European Financial Stability Facility) und die Interventionen der Europäischen Zentralbank vorerst eingedämmt, doch könnten Staatspleiten in Euroländern oder gar ein Zerfall der Euro-Zone den Bankensektor wie in 2008 in schwere Turbulenzen stürzen und eine globale Kreditklemme hervorrufen.

Nach Ansicht der Weltbank wird das Wachstum in weniger entwickelten Staaten stärker ausfallen als in den großen Industriestaaten. Allerdings senkte sie auch für diese Staaten die Wachstumserwartungen ab. Aufgrund geringerer Kapitalströme und eines weniger robusten Handels seien die Entwicklungsländer sogar anfälliger für eine Krise als noch in 2008. Die wirtschaftliche Entwicklung hängt stark von den politischen Entscheidungen in Europa und den USA ab. Falls sich die Verschuldung in den Industriestaaten und die Unsicherheiten im Finanzsektor weiter ausweiten, könnte die Weltwirtschaft in eine Rezession abrutschen. Es steht zu befürchten, dass sich der Abschwung in Europa und das schwächere Wachstum der Schwellenländer gegenseitig negativ beeinflussen und als Folge zu einem noch schwächeren Ergebnis führen.

9.2 Entwicklung in Europa

Die Auswirkungen der Staatsschuldenkrise treffen die Eurozone härter als bislang angenommen. Die Weltbank warnt vor einem Absturz in die Rezession. Die Wirtschaft der Eurozone wird laut ihrer aktuellen Wachstumsprognose in 2012 um 0,3% schrumpfen und in 2013 wieder leicht um 1,1% wachsen. Im Juni 2011 war für das Gesamtjahr 2012 noch eine Steigerung von 1,8% erwartet worden.

Aufgrund der engen Verflechtungen mit den Staaten der Währungsunion sehen viele Experten insbesondere Osteuropa gefährdet. Die Rezession in Westeuropa verpasst den jungen Volkswirtschaften einen herben Dämpfer. Nach Ansicht der Weltbank werden in 2012 insgesamt 17 Länder der Eurozone mit einem durchschnittlichen Wachstumsrückgang von 0,3% in eine Rezession rutschen.

Der Internationale Währungsfonds (IWF) erwartet, dass in 2012 Italiens Wirtschaft um 2,2% und Spaniens Wirtschaft um 1,7% sinken wird. Harte Sparmaßnahmen und eine schwache Kreditbereitschaft werden diese Länder in eine zweijährige Rezession stürzen. Auch Portugal könnte schon bald ins Visier der Spekulanten geraten. Infolge der Herabstufung der Kreditwürdigkeit durch die amerikanische Ratingagentur Standard &Poor's (S&P) haben sich die Zinsen für zehnjährige Staatsanleihen auf fast 15% erhöht. Trotz der Reform des Arbeitsmarktes und weiterer Bemühungen, das Staatsdefizit einzudämmen, wird sich Portugal nicht mehr stabilisieren können. Nach Ansicht eines Ökonomen der Citygroup wird die portugiesische Wirtschaft in 2012 voraussichtlich um 5,8% und auch in 2013 um 3,7% schrumpfen. Auch die griechische Wirtschaft soll in 2012 das fünfte Mal in Folge schrumpfen. Statt eines erwarteten Minus von 3% dürfte die Wirtschaftsleistung in 2011 um mindestens 6% gesunken sein. Nach Angaben der Regierung wird das Bruttoinlandsprodukt in 2012 um etwa 2,8% zurückgehen, Volkswirte erwarten allerdings einen Rückgang von etwa 7%.

Aufgrund der Staatsschuldenkrise im Euro-Raum sehen sich viele EU-Länder veranlasst, ihre Sparbemühungen deutlich zu verstärken, um die Zinsbelastung ihrer öffentlichen Haushalte nicht noch weiter steigen zu lassen. Nach Angaben des Wirtschaftsforschungsinstituts (Wifo) wird dies in den kommenden Jahren die Binnennachfrage im Währungsgebiet dämpfen. Zwar wird der Euroraum in 2013 von einer stärkeren Weltwirtschaftsdynamik profitieren, jedoch werden die Sparbemühungen der öffentlichen Haushalte das Wachstum weiterhin dämpfen.

9.3 Entwicklung in Deutschland

Die deutsche Wirtschaft legt in 2012 eine Wachstumspause ein. Nach Einschätzung der Bundesregierung wird in 2012 die Wirtschaftsleistung um 0,7% wachsen. Trotz aller Unsicherheiten durch die europäische Schuldenkrise soll das Wachstum nur vorübergehend schwächer ausfallen. Die deutsche Regierung sei überzeugt, dass sich im Jahresverlauf bereits ein höheres Wachstumstempo abzeichnen wird. Für 2013 rechnet sie bereits mit einem kräftigen Plus von 1,6%.

Nach Einschätzung von Experten wird das deutsche Bruttoinlandsprodukt im ersten Quartal voraussichtlich um 0,1% zurückgehen. Zum Ende des Jahres 2011 hat es nach Angaben des Statistischen Bundesamtes bereits ein Minus von 0,25% gegeben. Technisch steckt Deutschland damit bereits in einer Rezession. Allerdings erwarten Ökonomen, dass der Rückgang der Wirtschaftsleistung nur mild ausfallen und die Konjunktur im Jahresverlauf wieder an Fahrt gewinnen wird. Für das Frühjahr 2012 wird ein Wachstum von 0,2% erwartet, das sich im Sommer bereits verdoppeln dürfte. Dieses Tempo soll bis Ende 2013 gehalten werden.

Gestützt wird die deutsche Wirtschaft vor allem von den privaten Konsumausgaben. Den Prognosen zufolge, werden die privaten Konsumausgaben in 2012 mit 1,0% nur etwas langsamer als im Vorjahr zulegen. Nach Angaben der Bundesregierung würden die privaten Haushalte in 2012 über etwa 3% mehr Einkommen verfügen. Da sich die Inflation auf voraussichtlich 1,8% abschwächen wird, verfügen die Konsumenten über real mehr Geld.

Aufgrund der schwächeren Weltkonjunktur und der damit schwächeren Nachfrage aus vielen europäischen Partnerländern werden die Exporte hinter den Zahlen aus 2011 zurückbleiben. Für 2012 wird nur ein Anstieg von etwa 2,9% erwartet, nach 8,2% in 2011. Weil die Importe schneller wachsen als die Exporte, wird der Außenhandel in 2012 das Bruttoinlandsprodukt drücken.

Trotz des schwachen Wachstums rechnen Experten mit einem stabilen Arbeitsmarkt. In 2012 wird die Arbeitslosigkeit mit 6,8% auf den niedrigsten Stand seit 20 Jahren sinken und in 2013 sogar auf etwa 6,7% abnehmen. Ebenso wird die Zahl der Erwerbstätigen in 2012 voraussichtlich auf etwa 41,3 Mio. Menschen ansteigen und damit einen Spitzenwert erreichen.

Die deutsche Wirtschaftsentwicklung hängt allerdings entscheidend davon ab, dass in den europäischen Partnerländern wieder Stabilität und Wachstum einzieht.

9.4 Erwartete Entwicklung in den relevanten Märkten des Einhell-Konzerns

Die Einschätzung der erwarteten Entwicklung ist für das Jahr 2012 aufgrund der ausufernden Staatsschuldenkrisen sowie der Turbulenzen an den Weltmärkten mit erheblichen Unsicherheiten behaftet.

Der Einhell-Konzern erwartet für das Geschäftsjahr 2012 in der Summe ein allgemein konstantes bis leicht steigendes Geschäftsvolumen, welches sich unter normalen Umständen in stabilen oder in leicht höheren Umsätzen niederschlagen sollte. Dabei geht Einhell im Hinblick auf einzelne Regionen jedoch von einem weiterhin uneinheitlichen Bild aus.

So zeichnet sich für Deutschland dem Grunde nach eine leichte Umsatzerhöhung ab. Es gibt jedoch Unsicherheitsfaktoren wie die weitere Entwicklung des privaten Konsums und der privaten Sparquote. Beides steht in Zusammenhang und wird maßgeblich von der Unsicherheit der Endverbraucher angesichts der weiteren Bewältigung der Schuldenkrise in Europa und der sich daraus ableitenden Inflationserwartung geprägt. Zudem leidet ein wichtiger Kunde unter erheblicher Umsatz- und Ertragsschwäche. Auch die Abverkäufe der Einhell-Ware bei diesem Kunden sind stark in Mitleidenschaft gezogen und führen zu schwachen Umsätzen des Einhell-Konzerns mit diesem Kunden. Es hängt somit viel davon ab, ob sich der Kunde erholen kann bzw. ob die Umsatzausfälle in diesem Bereich mit Umsätzen bei anderen deutschen Kunden kompensiert werden können. Dies sowie weitere Faktoren in diesem Zusammenhang sind jedoch unsicher.

Eine ähnliche Situation betreffend des Konsumverhaltens der Endverbraucher zeigt sich für die unmittelbaren Nachbarländer Österreich und Schweiz, die neben Deutschland mit zu den stärkeren Märkten Westeuropas für Einhell zählen. Gerade in Österreich hat Einhell angesichts der Einwohnerzahl des Landes bereits eine überaus starke Marktdurchdringung erreicht und reagiert sensibel auf eine etwaige Schwäche des Gesamtmarktes.

Für Südeuropa geht Einhell in Italien, Spanien, Portugal und Griechenland von einer zumindest stabilen Entwicklung bei den Umsätzen aus. Doch insbesondere diese vier Länder sind von der Staatsschuldenkrise schwer betroffen, so dass auch hier nicht verlässlich davon ausgegangen werden kann, dass die Planungen so eintreten. Die Umsätze und Erträge könnten hier bei einer weiteren Verschärfung der Situation in diesen Ländern weit unter den Erwartungen zurückbleiben.

Auch die vor einigen Jahren neu gegründete Tochtergesellschaft in Frankreich plant wiederum ein Wachstum. Für die restlichen Länder Westeuropas plant Einhell mit einer soliden Seitwärtsentwicklung.

In Osteuropa plant Einhell für das Geschäftsjahr 2012 insgesamt mit einer leicht positiven Entwicklung. Es haben sich zwar nach wie vor nicht alle Länder Osteuropas von den Auswirkungen der Krise erholt bzw. sind die Länder von einer neuerlichen Krisenwelle erschüttert worden, es lassen sich jedoch in einigen Ländern Stabilisierungstendenzen erkennen. So plant Einhell in Ländern wie beispielsweise Tschechien, Polen oder Slowakei mit leichten Umsatzsteigerungen. Für Länder wie Ungarn, Bulgarien oder Ukraine wird hingegen auf konstantem Niveau geplant.

Steigerungen hingegen erwartet der Einhell-Konzern in Nordeuropa. So wird sowohl in Schweden als auch in Dänemark und Norwegen, wo die Geschäftsaktivitäten bereits im Vorjahr mit einem bisherigen Partnerunternehmen neu geordnet wurden, mit Umsatzsteigerungen geplant. Der Gesamtumsatz bewegt sich jedoch in allen drei Ländern noch auf vergleichbar niedrigem Niveau und soll über die nächsten Jahre deutlich ausgebaut werden.

Ein wiederum deutliches Wachstum erwartet Einhell in der Türkei. Seit der mehrheitlichen Übernahme der Gesellschaft in der Türkei im Jahre 2007 hat sich der Umsatz nahezu verdreifacht. Auch für das Geschäftsjahr 2012 wird mit einer weiteren Steigerung geplant.

Ebenso deutliche Steigerungen plant Einhell wiederum für Australien, wo neben dem soliden Geschäft mit einer internationalen Discountkette nun zusätzlich auch das Listungsgeschäft mit lokalen DIY-Ketten in Gang kommt.

Umsatzerhöhend zeigen sich auch wiederum die Planungen des Umsatzes für Chile und Brasilien. Auch für die neu gegründete Tochtergesellschaft in Argentinien wird bereits von einem ansehnlichen Umsatzbeitrag im Geschäftsjahr 2012 ausgegangen. In diesen Schwellenländern hat Einhell erkannt, dass eine junge Bevölkerung mit stark wachsender Kaufkraft nach Produkten mit exzellentem Preis-Leistungsverhältnis verlangt. Die genannten Märkte und auch die Märkte in weiteren süd- und mittelamerikanischen Wachstumsländern bieten erhebliches Potential für die nächsten Jahre.

Einhell plant für die Geschäftsbereiche "Werkzeuge" und "Garten &Freizeit" mit einer differenzierten Entwicklung. In den gut erschlossenen westeuropäischen Märkten ist Einhell in beiden Segmenten stark vertreten und erwartet für beide Bereiche eine entsprechend synchron verlaufende Entwicklung, wobei im Bereich "Werkzeuge" mit leicht höheren Umsätzen gerechnet wird. Osteuropa ist nach wie vor eher im Bereich "Werkzeuge" stärker. Dieser Umstand wird solange anhalten bis mit Zeitverzug auch der Bereich "Garten &Freizeit" nachziehen wird. Üblicherweise geraten die Produkte dieses Bereichs erst später mit wachsender Kaufkraft und wachsendem frei verfügbaren Einkommen in den Fokus der Endverbraucher.

In den neueren Tochtergesellschaften wie z. B. Australien, Brasilien, Chile oder Argentinien sind die Steigerungen im Bereich "Werkzeuge" höher geplant.

9.5 Ziele und Chancen des Einhell-Konzerns

Die Ziele des Einhell-Konzerns wurden in einem Strategiepapier für die nächsten 3-5 Jahre definiert. Kernthema ist dabei die internationale Expansion mit allen sich daraus ableitenden Maßnahmen. In der Umsetzung dieser klar definierten Strategie sieht Einhell die Chancen für die Zukunft. Für die Umsetzung dieser Strategie bedarf es eines konsequenten Vorgehens ebenso wie der Investition in die notwendigen Ressourcen. Hier stehen an erster Stelle die Mitarbeiter, die die Umsetzung der Ziele maßgeblich gestalten. Einhell wird in den nächsten Jahren weiterhin fachlich hoch qualifiziertes Personal aufbauen und maßgeblich in die Entwicklung der Mitarbeiter investieren. Nur so können die Chancen, die sich im Zusammenhang mit der weiteren internationalen Expansion ergeben, effizient und gewinnbringend genutzt werden.

Die Strategieumsetzung ist bereits in vollem Gange und wird in allen Bereichen konsequent vorangetrieben, was sich im Konzern auch in erhöhten Personalaufwendungen niederschlägt.

Der Eintritt in den südamerikanischen Markt ist vollzogen. Diese wichtige strategische Region, als Wachstumstreiber der nächsten Jahre, wird aber auch künftig weiter ausgebaut. Während in den Vorjahren bereits Vertriebsgesellschaften in den Ländern Chile und Brasilien etabliert werden konnten, konnte nun auch der Markteintritt in Argentinien realisiert werden. Im längerfristigen Fokus stehen in Süd- und Mittelamerika auch die Länder Peru, Kolumbien und Mexico. In anderen Regionen beschäftigt sich der Einhell-Konzern mit dem Markteintritt in Russland, Indien und Südafrika. Zur erfolgreichen Umsetzung dieser Expansionsstrategie versucht der Einhell-Konzern sich mit weiterer personeller Verstärkung voll auf diese Märkte zu konzentrieren.

In Anbetracht der internationalen Ausrichtung des Einhell-Konzerns ist für die weltweite Bedienung der Kunden die Bereitstellung einer globalen Service-Organisation notwendig. Die Realisierung eines solchen Konzeptes stellt für Einhell eine große Chance dar, um sich im Wettbewerb noch mehr von der Konkurrenz abzugrenzen. Dafür wird versucht durch eigene Konzernmitarbeiter ein internationales Servicesystem in einem entsprechenden IT-Umfeld zu etablieren. Zudem strebt Einhell außerdem nach Effektivitäts- und Effizienzsteigerung in der internationalen Logistik und der zunehmenden Internationalisierung des Marketings.

Für den Einhell-Konzern erscheint es auch als gute Chance, gegebenenfalls das Sortiment auf den Bereich Zubehör für Elektrowerkzeuge zu erweitern. Dies könnte eine gute Ergänzung für das bestehende Sortiment an Produkten darstellen und einen hohen Nutzen durch die volle Ausschöpfung des internationalen Vertriebsnetzes von Einhell generieren.

9.6 Gesamtaussage zur voraussichtlichen Entwicklung

Ausblick auf die Geschäftsjahre 2012 und 2013

In den verschiedenen Ländern der Konzerngesellschaften zeigt sich ein uneinheitliches Bild. Während der Markt in einigen Ländern als stabil oder sogar wachsend bezeichnet werden kann, ist dies nicht in allen Märkten, vor allem nicht in den süd- und osteuropäischen Märkten, der Fall.

Bei den Frachtraten hat sich im Verlaufe der jüngsten Vergangenheit eine Entspannung ergeben. Die weitere Entwicklung der Preise auf den internationalen Rohstoffmärkten ist hingegen nach wie vor schwer prognostizierbar und kaum kalkulierbar. Der Einhell-Konzern geht hier vorsichtig vor und rechnet mit eher steigenden Rohstoffpreisen, was sich jedoch nachteilig auf die Preise und damit zumindest dämpfend den Umsatz auswirken könnte. Zudem lassen sich die Risiken um die Stabilität des Renminbi und des Euro nur schwer einschätzen. Vor allem ein schwacher Euro könnte zu erhöhten Einkaufspreisen führen. Aufgrund der Euro-Krise mehren sich die Unsicherheiten bezüglich der Stabilität der Währungsunion und damit der Gemeinschaftswährung Euro.

Der Einhell-Konzern hat jedoch in den letzten Jahren unter Beweis gestellt, auftretende Risiken gut bewältigen zu können. Sämtliche Bereiche des Unternehmens werden laufend weiter optimiert und darauf ausgerichtet, sich flexibel an Veränderungen des wirtschaftlichen Umfelds anpassen zu können. Deshalb plant Einhell für 2012 mit einer stabilen bis leicht aufwärts gerichteten Entwicklung, die jedoch mehr Unsicherheiten unterliegt als jemals zuvor.

Im Geschäftsjahr 2011 realisierte Einhell einen Gesamtumsatz in Höhe von ca. 365 Mio. EUR. Dabei entfielen auf den Bereich "Werkzeuge" ca. 220 Mio. EUR und auf den Bereich "Garten &Freizeit" ca. 145 Mio. EUR.

Für das Geschäftsjahr 2012 plant Einhell mit einer konstanten bzw. leicht erhöhten Umsatzentwicklung. Insgesamt ergibt sich für 2012 eine Gesamtplanung des Umsatzes, die im Bereich "Werkzeuge" höher ausfällt als im Bereich "Garten und Freizeit". Bei der Umsatzrentabilität erwartet Einhell für 2012 eine mit 2011 vergleichbare Rendite vom Ergebnis vor Steuern.

So wie im Geschäftsjahr 2012 geplant, will Einhell auch im Geschäftsjahr 2013 die Expansion weiter fortsetzen. Durch die Erschließung weiterer Regionen kann das Risiko noch breiter gestreut werden, so dass schwächere Konzernglieder durch stärkere ausgeglichen werden können. Der Einhell-Konzern plant nunmehr im Jahr 2013 in eine Größenordnung von ca. 380-400 Mio. Euro Umsatz vorzustoßen, was bereits schon eher vorgesehen war, aber aufgrund der schwierigen Marktsituation nicht gelang. Zudem möchte der Einhell-Konzern das Expansionstempo, weiter erhöhen und die Erschließung neuer Länder und Märkte noch konsequenter vorantreiben. Dabei steht die Profitabilität weiter an oberster Stelle und soll langfristig mindestens 4 -5% vor Steuern betragen.

9.7 Vorausschauende Aussagen, Annahmen, Unsicherheiten und Schätzverfahren

Die Ausführungen des Lageberichts und Konzernlageberichts der Einhell Germany AG und des Einhell-Konzerns enthalten zukunftsgerichtete und vorausschauende Aussagen. Diese sind stets mit Unsicherheiten behaftet und basieren auf Schätzungen und Annahmen, die getroffen werden müssen, um zu einer Planaussage zu kommen. Der Einhell-Konzern weist darauf hin, dass Annahmen und Schätzungen, die sich auf die Zukunft beziehen, sich im Nachhinein als unzutreffend erweisen können. Einhell lässt bei Prognosen unter Unsicherheit größte Sorgfalt hinsichtlich der gemachten Annahmen walten. Dennoch lässt sich das Risiko von Fehleinschätzungen nicht ausschließen.

Um die Planungs- und Prognoseunsicherheiten bei der Planung der Geschäftszahlen möglichst zu beherrschen, geht Einhell wie folgt vor. Einhell plant zunächst die Umsätze. Diese werden je Konzerngesellschaft auf Divisionsebene ("Werkzeuge" und "Garten &Freizeit") sowie zusätzlich detailliert nach Artikelgruppe geplant. Zusätzlich werden die Umsätze auf Kundengruppe geplant und mit der Planung nach Artikelgruppen plausibilisiert und abgestimmt. In gleicher Weise erfolgt eine Planung der Rohertragsmargen je Konzerngesellschaft auf Divisions-, Artikelgruppen- und Kundengruppenebene. Abgeleitet aus der Umsatzplanung werden die Kosten je Kostenart und je Kostenstelle bzw. je berichtende Einheit detailliert geplant. Die Kosten werden anhand der Vorjahreszahlen plausibilisiert und anhand der Relation zu den Nettoumsätzen auf Angemessenheit hin überprüft. Dabei werden spezifische Annahmen zu Veränderungen bei den Kosten getroffen, wie z.B. Lohnkostensteigerungen oder Frachtkostenveränderungen. Allgemeine Unsicherheiten betreffend Marktentwicklung, Preisentwicklung wichtiger Rohstoffe oder die Entwicklung anderer wichtiger Kostenkategorien werden unter dem Grundsatz kaufmännischer Vorsicht eingeschätzt und geplant.

Landau a. d. Isar, 19. März 2012

Einhell Germany AG

Der Vorstand

Andreas Kroiss

Jan Teichert

Dr. Markus Thannhuber