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Einhell Germany AG Annual Report 2010

May 16, 2011

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Annual Report

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Einhell Germany AG

Landau/Isar

Konzernabschluss zum 31.12.2010

Konzernbilanz zum 31. Dezember 2010

Aktiva

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Anhang 31.12.2010 31.12.2009
EUR EUR EUR EUR
--- --- --- --- --- ---
A. Langfristige Vermögenswerte (2.1)
I. Immaterielle Vermögenswerte
1. Konzessionen, Entwicklungskosten, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten (2.2) 777.657,30 1.745.165,54
2. Geschäfts- oder Firmenwert (2.3) 8.248.594,86 7.478.179,16
3. Geleistete Anzahlungen 0,00 9.026.252,16 7.446,36 9.230.791,06
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 10.497.433,23 10.754.154,13
2.Technische Anlagen und Maschinen 2.971.387,01 3.171.099,99
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.664.216,05 2.605.097,43
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 93.865,61 17.226.901,90 37.286,48 16.567.638,03
III. Finanzanlagen
Wertpapiere 367.137,87 991.930,69
IV. Sonstige langfristige Vermögenswerte (2.6) 1.762.320,47 3.395.977,87
V. Latente Steueransprüche (2.4) 7.205.351,51 4.007.576,83
35.587.963,91 34.193.914,48
B. Kurzfristige Vermögenswerte
I. Vorräte (2.5)
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 1.063.139,40 923.617,30
2. Waren 92.200.056,91 71.216.095,95
3. Geleistete Anzahlungen 2.375.407,58 95.638.603,89 2.428.598,74 74.568.311,99
II. Forderungen und sonstige Vermögenswerte (2.6)
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 62.487.286,79 48.159.666,38
2. Sonstige Vermögenswerte 15.205.733,16 77.693.019,95 11.938.866,10 60.098.532,48
III. Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente (2.7) 44.462.201,86 57.598.457,69
217.793.825,70 192.265.302,16
253.381.789,61 226.459.216,64
Passiva
Anhang 31.12.2010 31.12.2009
EUR EUR EUR EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital (2.8) 9.662.464,00 9.662.464,00
II. Kapitalrücklage (2.10) 26.676.696,37 26.676.696,37
III. Gewinnrücklagen
1. Gesetzliche Rücklage (2.10) 54.708,23 54.708,23
2. Andere Gewinnrücklagen 92.881.657,87 92.936.366,10 84.177.294,44 84.232.002,67
IV. Übriges kumuliertes Eigenkapital (2.11) -1.480.208,23 -64.011,46
V. Ausgleichsposten aus der Währungsumrechnung -1.160.531,32 -4.653.653,80
VI. Konzernjahresüberschuss der Aktionäre der Einhell Germany AG 16.156.018,01 10.843.339,43
Anteiliges Eigenkapital der Aktionäre der Einhell Germany AG 142.790.804,93 126.696.837,21
VII. Minderheitenanteile (2.12) 2.243.433,24 2.958.359,37
145.034.238,17 129.655.196,58
B. Langfristige Schulden
1. Langfristige Finanzverbindlichkeiten (2.13) 41.337.990,89 41.733.486,66
2. Pensionsverpflichtungen (2.14) 1.257.702,28 1.831.131,00
3. Sonstige Rückstellungen (2.15) 512.294,45 535.543,42
4. Verbindlichkeiten langfristig (2.17) 2.220.366,89 2.075.436,45
5. Latente Steuerschulden (2.4) 905.572,84 634.456,33
46.233.927,35 46.810.053,86
C. Kurzfristige Schulden
1. Steuerrückstellungen 1.714.803,59 968.611,11
2. Sonstige Rückstellungen (2.15) 12.038.495,76 9.052.816,24
3. Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten (2.16) 1.133.148,57 420.230,39
4. Kurzfristige Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 27.814.042,07 27.530.714,55
5. Sonstige Verbindlichkeiten (2.17) 19.413.134,10 12.021.593,91
62.113.624,09 49.993.966,20
253.381.789,61 226.459.216,64

Konzerngewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2010

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Anhang 2010 2009
EUR EUR EUR EUR
--- --- --- --- --- ---
1. Umsatzerlöse (3.1) 365.434.142,81 315.692.779,09
2. Sonstige betriebliche Erträge (3.2) 10.354.267,10 10.361.086,25
3. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und bezogene Waren -259.079.889,07 -225.148.576,65
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen -516.067,14 -259.595.956,21 -498.885,75 -225.647.462,40
4. Personalaufwand (3.3)
a) Löhne und Gehälter -32.568.589,86 -27.912.340,60
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -6.040.764,78 -38.609.354,64 -6.060.963,03 -33.973.303,63
5. Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte des Anlagevermögens und Sachanlagen (2.1) -3.282.016,54 -3.424.875,48
6. Sonstige betriebliche Aufwendungen (3.4) -52.834.380,41 -45.006.342,99
7. Finanzergebnis (3.5) -1.290.703,39 -3.841.509,48
8. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 20.175.998,72 14.160.371,36
9. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag (3.6) -4.178.860,25 -3.300.836,37
10. Konzernjahresüberschuss 15.997.138,47 10.859.534,99
Aufteilung des Konzernjahresüberschusses
Anteil der Aktionäre der Einhell Germany AG 16.156.018,01 10.843.339,43
Anteil der Minderheitsgesellschafter -158.879,54 16.195,56
15.997.138,47 10.859.534,99

Konzern-Gesamtergebnisrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2010

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2010

TEUR
2009

TEUR
Konzernjahresüberschuss 15.997 10.859
Gewinne/Verluste aus Hedge-Accounting -2.029 -851
Unterschiede aus Währungsumrechnung (Veränderung der unrealisierten Gewinne/Verluste) 3.571 -172
Gewinne aus dem Verkauf von Wertpapieren (available-for-sale) 6 3
1.548 -1.020
Direkt mit dem Eigenkapital verrechnete Steuerpositionen 607 254
Direkt im Eigenkapital erfasste Erträge und Aufwendungen (nach Steuern) 2.155 -766
Konzern-Gesamtergebnis 18.152 10.093
Anteil der Aktionäre der Einhell Germany AG 18.233 10.078
Anteil der Minderheitsgesellschafter -81 15
Konzern-Gesamtergebnis 18.152 10.093

Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung für das Geschäftsjahr 2010

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Anteil der Aktionäre der Einhell Germany AG
Gezeichnetes

Kapital

TEUR
Kapital-

rücklage

TEUR
Gesetzliche

Rücklage

TEUR
Andere

Rücklagen

TEUR
Übriges

kumuliertes

Eigenkapital

TEUR
Währungs-

ausgleichs-

posten

TEUR
--- --- --- --- --- --- ---
1.1.2009 9.662 26.677 55 72.159 530 -4.482
Ergebnisvortrag 14.157
Hedge Accounting -596
Währungsaus-

gleichsposten
-171
Available-for-Sale- Wertpapiere 2
Dividendenzahlung -2.139
Übrige Veränderungen
Konzernjahres-

überschuss
31.12.2009 / 1.1.2010 9.662 26.677 55 84.177 4- 6 -4.653
Ergebnisvortrag 10.843
Hedge Accounting -1.420
Währungsaus-

gleichsposten
3.493
Available-for-Sale- Wertpapiere 4
Dividendenzahlung -2.139
Übrige Veränderungen
Konzernjahres-

überschuss
31.12.2010 9.662 26.677 55 92.881 -1.480 -1.160

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Anteil der Aktionäre der Einhell Germany AG Minderheitenanteile Konzerneigenkapital
Konzernjahres-

überschuss

TEUR
Gesamt

TEUR
Anteil an Kapital und Rücklagen

TEUR
Konzernjahres-

überschuss

TEUR
Gesamt

TEUR
TEUR
--- --- --- --- --- --- ---
1.1.2009 14.157 118.758 4.185 799 4.984 123.742
Ergebnisvortrag -14.157 0 799 -799 0 0
Hedge Accounting -596 0 -596
Währungsaus-

gleichsposten
-171 -1 -1 -172
Available-for-Sale- Wertpapiere 2 0 2
Dividendenzahlung -2.139 -200 -200 -2.339
Übrige Veränderungen 0 -1.841 -1.841 -1.841
Konzernjahresüberschuss 10.843 10.843 16 16 10.859
31.12.2009 / 1.1.2010 10.843 126.697 2.942 16 2.958 129.655
Ergebnisvortrag -10.843 0 16 -16 0 0
Hedge Accounting -1.420 0 -1.420
Währungsaus-

gleichsposten
3.493 78 78 3.571
Available-for-Sale- Wertpapiere 4 0 4
Dividendenzahlung -2.139 -398 -398 -2.537
Übrige Veränderungen 0 -236 -236 -236
Konzernjahres-

überschuss
16.156 16.156 -159 -159 15.997
31.12.2010 16.156 142.791 2.402 -159 2.243 145.034

Konzern-Kapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr 2010

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2010

TEUR
2009

TEUR
Mittelzuflüsse und -abflüsse aus laufender Geschäftstätigkeit
Ergebnis vor Steuern 20.176 14.160
+ Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen 3.282 3.425
- Zinserträge -384 -501
+ Zinsaufwendungen 2.043 2.539
+/- Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen und Erträge 865 489
Betriebsergebnis vor Änderung des Nettoumlaufvermögens 25.982 20.112
+/- Abnahme/Zunahme von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen -13.397 13.305
+/- Abnahme/Zunahme von Vorräten -18.358 38.773
+/- Abnahme/Zunahme von sonstigen Vermögenswerten -468 2.824
+/- Zunahme/Abnahme langfristiger Schulden -610 -682
+/- Zunahme/Abnahme kurzfristiger Schulden 5.864 -5.460
+/- Zunahme/Abnahme von Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen -1.539 -7.731
Aus laufender Geschäftstätigkeit erwirtschaftete Zahlungsmittel -2.526 61.141
- Gezahlte Steuern -4.041 -7.880
+ Erhaltene Zinsen 281 322
- Gezahlte Zinsen -1.375 -2.472
Nettozahlungsmittel aus laufender Geschäftstätigkeit -7.661 51.111
Mittelzuflüsse und -abflüsse aus Investitionstätigkeit
- Auszahlungen für Investitionen in Anlagevermögen -2.806 -4.585
+ Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Anlagevermögens 70 142
- Auszahlungen für Akquisitionen in Beteiligungen -292 -2.980
+/- Zunahme/Abnahme Geschäfts- und Firmenwert 0 445
Für Investitionstätigkeit eingesetzte Nettozahlungsmittel -3.028 -6.978
Mittelzuflüsse und -abflüsse aus Finanzierungstätigkeit
+ Einzahlungen aus der Aufnahme von Finanzverbindlichkeiten 1.133 40.000
- Auszahlungen für die Rückzahlung von Finanzverbindlichkeiten -816 -44.119
+ Einzahlungen von Minderheitengesellschaftern 49 132
- Auszahlungen an Aktionäre incl. Minderheitengesellschafter -2.537 -2.339
- Auszahlungen von Verbindlichkeiten für Finanzleasingverträge -51 -47
Für Finanzierungstätigkeit eingesetzte Nettozahlungsmittel -2.222 -6.373
Wechselkursbedingte Änderung des Finanzmittelfonds -225 -133
Nettoabnahme/-zunahme von Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten -13.136 37.627
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente zu Beginn der Berichtsperiode 57.598 19.971
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente am Ende der Berichtsperiode 44.462 57.598

Weitere Erläuterungen sind im Anhang unter 6. dargestellt.

IFRS - Konzernanhang für das Geschäftsjahr 2010

der Einhell Germany AG, Landau a.d. Isar

1. Angaben zu Grundlagen und Methoden des Konzernabschlusses

1.1 Allgemeine Angaben

Die Hans Einhell AG, Landau a. d. Isar, wurde am 18. November 1986 gegründet und hat gemäß dem Beschluss der Hauptversammlung vom 20.06.2008 ihre Firmierung zum 25.06.2008 in Einhell Germany AG geändert. Der Einhell-Konzern (nachfolgend der "Konzern") betreibt die Herstellung und den Vertrieb von hand-, benzin- und elektrobetriebenen Geräten sowie Metall- und Kunststofferzeugnissen für Handwerk, Garten und Freizeit sowie von Erzeugnissen der Klima- und Heiztechnik.

Die Geschäftsadresse des Mutterunternehmens lautet:

Einhell Germany AG Wiesenweg 22 94405 Landau/Isar www.einhell.de www.einhell.com

Der Vorstand der Einhell Germany AG hat den Konzernabschluss am 17. März 2011 zur Weitergabe an den Aufsichtsrat freigegeben. Der Aufsichtsrat hat die Aufgabe, den Konzernabschluss zu prüfen und zu erklären, ob er den Konzernabschluss billigt.

Der Konzernjahresabschluss und der Konzernlagebericht der Einhell Germany AG für das Geschäftsjahr 2010 werden im elektronischen Bundesanzeiger veröffentlicht. Der Konzernjahresabschluss 2010 wurde in EURO (EUR) aufgestellt, einzelne Darstellungen wurden auf Tausend EURO (TEUR) gerundet.

1.2 Grundlagen der Erstellung

Der Konzernabschluss der Einhell Germany AG wurde nach den Vorschriften des International Accounting Standards Board (IASB), London, gemäß der Verordnung Nr. 1606/2002 des Europäischen Parlaments und des Rates über die Änderung Internationaler Rechnungslegungsstandards in der Europäischen Union, erstellt. Dabei wurden auch die Interpretationen des International Financial Reporting Interpretations Committee (IFRIC) angewendet. Bei der Erstellung des Konzernabschlusses wurden alle bis zum 31. Dezember 2010 verabschiedeten und verpflichtend anzuwendenden International Financial Reporting Standards (IFRS) und Interpretationen berücksichtigt.

Zur Erzielung der Gleichwertigkeit mit einem nach dem HGB aufgestellten Konzernabschluss sind sämtliche über die Vorschriften des IASB hinausgehenden Angaben und Erläuterungen gemäß § 315 a HGB gemacht worden.

Das IASB hat nachfolgende Standards, Interpretationen und Änderungen zu bestehenden Standards herausgegeben, die von der EU übernommen sind und für Geschäftsjahre, die ab dem 1. Januar 2010 beginnen, verpflichtend anzuwenden sind.

Neu strukturierter IFRS 1: Der neu strukturierte IFRS 1 ersetzt den bisherigen IFRS 1, um die Nutzung und die Änderung dieses Standards künftig zu erleichtern. Mit dem neu strukturierten IFRS 1 werden zudem einige veraltete Übergangsleitlinien gestrichen und geringfügige Textänderungen vorgenommen. Die derzeitigen Anforderungen bleiben hingegen unverändert.
IFRIC 18: In IFRIC 18 wird klargestellt und erläutert, wie die Übertragung von Sachanlagen oder von Zahlungsmitteln für den Bau oder Erwerb einer Sachanlage durch einen Kunden zu bilanzieren ist.
IFRIC 17: In IFRIC 17 wird klargestellt und erläutert, wie Sachdividenden an Eigentümer eines Unternehmens zu bilanzieren sind.
Änderungen an IAS 39: Mit den Änderungen an IAS 39 wird klargestellt, wie bei der Bilanzierung von Sicherungsgeschäften mit dem Inflationsanteil von Finanzinstrumenten und mit Optionskontrakten, die als Sicherungsinstrument genutzt werden, zu verfahren ist.
IFRIC 15: IFRIC 15 gibt Aufschluss darüber, in welchem Fall Umsatzerlöse aus der Errichtung von Immobilien im Abschluss auszuweisen sind und ob ein Vertrag zur Errichtung von Immobilien in den Anwendungsbereich von IAS 11 Fertigungsaufträge oder von IAS 18 Umsatzerlöse fällt.
IFRIC 16: In IFRIC 16 wird klargestellt, wie in Fällen, in denen ein Unternehmen das aus einer Nettoinvestition in einen ausländischen Geschäftsbetrieb resultierende Fremdwährungsrisiko absichert, die Anforderungen von IAS 21 und IAS 39 zu erfüllen sind
Überarbeitete Fassung des IFRS 3: In der überarbeiteten Fassung des IFRS 3 werden Grundsätze und Regeln im Hinblick darauf festgelegt, wie der Erwerber die bei einem Unternehmenszusammenschluss zu bilanzierenden Elemente (wie identifizierbare Vermögenswerte, übernommene Schulden, nicht beherrschende Anteile und Geschäfts- oder Firmenwert) in seinen Büchern anzusetzen und zu bewerten hat. Darüber hinaus wird festgelegt, welche Angaben bei einem solchen Zusammenschluss zu machen sind.
IFRIC 12: In IFRIC 12 wird klargestellt, wie die Bestimmungen der von der Kommission bereits übernommenen IFRS auf Dienstleistungskonzessionsvereinbarungen anzuwenden sind. IFRIC 12 gibt Aufschluss darüber, wie die einer solchen Vereinbarung unterliegenden Infrastruktureinrichtungen vom Betreiber zu bilanzieren sind. Auch wird klargestellt, dass zwischen den verschiedenen Phasen einer Dienstleistungskonzessionsvereinbarung (Bau-/Betriebsphase) zu unterscheiden ist, und dargelegt, wie Aufwendungen und Umsatzerlöse in jedem dieser Fälle zu erfassen sind. Demnach können Infrastruktureinrichtungen und damit verbundene Aufwendungen und Umsatzerlöse je nachdem, ob die künftigen Umsatzerlöse des Betreibers einer gewissen Unsicherheit unterliegen, auf zweierlei Weise erfasst werden ("Modell" des finanziellen Vermögenswerts und "Modell" des immateriellen Vermögenswerts).
Änderungen an IAS 27: Durch die Änderungen an IAS 27 wird klargestellt, unter welchen Umständen ein Unternehmen einen Konzernabschluss erstellen muss, wie Mutterunternehmen Änderungen bei ihren Anteilen an Tochterunternehmen zu bilanzieren haben und wie die Verluste eines Tochterunternehmens zwischen dem beherrschenden und dem nicht beherrschenden An-teil aufzuteilen sind.

Aus der erstmaligen Anwendung dieser Standards und Interpretationen ergeben sich keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzernabschluss der Einhell Germany AG.

Das IASB hat nachfolgende Standards, Interpretationen und Änderungen zu bestehenden Standards herausgegeben, deren Anwendung zum 31. Dezember 2010 noch nicht verpflichtend war und die vom EinhellKonzern auch nicht vorzeitig angewandt wurden. Eine vorzeitige Anwendung hätte auf den Konzernabschluss im Wesentlichen keine Auswirkung.

IFRS 1 "Limited Exemption from Comparative IFRS 7; anzuwenden für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Juli 2010 beginnen.
IAS 24 "Related Party Disclosures"; anzuwenden für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Januar 2011 beginnen.
IAS 32 "Classification of Rights Issues"; anzuwenden für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Februar 2010 beginnen.
IFRIC 14 "Prepayments of a Minimum Funding Requirement"; anzuwenden für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Januar 2011 beginnen.
IFRIC 19 "Extinguishing Financial Liabilities with Equity Instruments"; anzuwenden für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Juli 2010 beginnen.

Das IASB hat nachfolgende Standards, Interpretationen und Änderungen zu bestehenden Standards herausgegeben, für deren Anwendbarkeit es innerhalb der EU noch des Endorsement durch den vorgeschriebenen EU-Prozess bedarf.

IFRS 1 " Severe Hyperinflation and Removal of Fixed Dates for First-time Adopters"; anzuwenden für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Juli 2011 beginnen.
IFRS 9 "Financial Instruments (replacement of IAS 39)"; anzuwenden für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Januar 2013 beginnen.
IFRS 7 "Financial Instruments: Disclosures - Transfers of Financial Assets"; anzuwenden für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Juli 2011 beginnen.
IAS 12 " Deferred Tax on Investment Property"; anzuwenden für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Januar 2012 beginnen.

Ferner wurden weitere diverse Verbesserungen zu den IFRS im EU-Endorsement-Prozess noch nicht übernommen.

1.3 Konsolidierungskreis

Der Konzernabschluss umfasst die Einhell Germany AG und die von ihr beherrschten Gesellschaften. IAS 27 definiert Beherrschung als die Möglichkeit, die Finanz- und Geschäftspolitik zu bestimmen, um daraus Nutzen zu ziehen. Hält der Konzern direkt oder indirekt mehr als 50 % der Stimmrechte eines Unternehmens, so wird die Beherrschung widerlegbar vermutet.

Die Tochtergesellschaft iSC GmbH, Landau a. d. Isar, macht von den Befreiungen des § 264 Abs. 3 HGB teilweise Gebrauch.

Unternehmen, welche im Verlauf des Geschäftsjahres erworben bzw. veräußert wurden, werden ab dem Zeitpunkt des Erwerbs bis zum Zeitpunkt des Verkaufs in den Konzernabschluss einbezogen.

Im Berichtszeitraum wurden 10% der Anteile der Einhell Australia an den dortigen Geschäftsführer übertragen. Ferner konnten sämtliche Anteile der Einhell Middle East Trading FZC sowie der Einhell Romania SRL übernommen werden. Diese Gesellschaften sind somit 100%ige Konzerngesellschaften. Im vierten Quartal des Geschäftsjahres 2010 wurde die Gesellschaft Einhell Norway AS mit Sitz in Larvik gegründet. Die Einhell Germany AG ist mit 100% an dieser Gesellschaft beteiligt.

Alle Änderungen am Konsolidierungskreis gegenüber dem Vorjahr wurden vollständig im Konzernabschluss abgebildet. Die in den Konzernabschluss einbezogenen Tochterunternehmen sind in Anhangsangabe 14 dargestellt.

1.4 Konsolidierungsgrundsätze

Die Abschlüsse der konsolidierten Tochterunternehmen werden entsprechend IAS 27 nach einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden aufgestellt. Der Abschlussstichtag für alle konsolidierten Gesellschaften ist der 31. Dezember. Dies entspricht dem Abschlussstichtag des Mutterunternehmens.

Die Kapitalkonsolidierung erfolgt in Form der Erwerbsmethode durch Verrechnung der Beteiligungsbuchwerte mit dem anteiligen neu bewerteten Eigenkapital der Tochterunternehmen zum Zeitpunkt ihres Erwerbs (IFRS 3). Danach verbleibende aktive Unterschiedsbeträge werden als Geschäfts- und Firmenwerte aktiviert. Konzerninterne Umsätze, Aufwendungen und Erträge, alle Forderungen und Verbindlichkeiten sowie im Vorratsvermögen enthaltene Zwischenergebnisse werden eliminiert.

1.5 Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Fremdwährungsumrechnung

Die ausländischen Beteiligungen im Konsolidierungskreis sind in finanzieller, wirtschaftlicher und organisatorischer Hinsicht selbständig. Sie werden daher als wirtschaftlich selbständige, ausländische Teileinheiten betrachtet. Ihre Berichtswährung entspricht der jeweiligen lokalen Währung.

In den Einzelabschlüssen der Unternehmen des Einhell-Konzerns werden Fremdwährungsgeschäfte mit dem zum Zeitpunkt des Geschäftsvorfalls gültigen Umrechnungskurs zwischen der funktionalen Währung und der Fremdwährung umgerechnet. Monetäre Fremdwährungsposten, die am Bilanzstichtag noch bestehen, werden mit dem Stichtagskurs am Bilanzstichtag bewertet. Umrechnungsdifferenzen aus der Abwicklung von monetären Posten oder der Bewertung von monetären Posten eines Unternehmens zu Umrechnungskursen, die sich von den Kursen unterscheiden, zu denen diese ursprünglich während der Periode oder in vorherigen Abschlüssen bewertet wurden, werden erfolgswirksam in der Periode, in der sie entstanden sind, erfasst. Abschlüsse ausländischer Tochterunternehmen werden in Bezug auf die Bilanz zu den zum Jahresende geltenden Wechselkursen und in Bezug auf die Gewinn- und Verlustrechnung zu den durchschnittlichen Wechselkursen während des Berichtsjahres umgerechnet. Alle sich ergebenden Umrechnungsdifferenzen werden im Ausgleichsposten aus der Währungsumrechnung im Eigenkapital ausgewiesen.

Immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen

Die immateriellen Vermögenswerte und die Vermögenswerte des Sachanlagevermögens werden zu Anschaffungskosten bzw. Herstellungskosten angesetzt. Der Ausweis erfolgt abzüglich kumulierter Abschreibungen. Immaterielle Vermögenswerte werden dann angesetzt, wenn es wahrscheinlich ist, dass der Gesellschaft der künftige Nutzen aus dem Vermögenswert zufließen wird und die Anschaffungs- oder Herstellungskosten des Vermögenswertes zuverlässig gemessen werden können.

Beträge, die für Patente, Markennamen und Lizenzen gezahlt wurden, werden aktiviert und anschließend über ihre voraussichtliche Nutzungsdauer linear abgeschrieben. Die Anschaffungskosten neuer Software werden aktiviert und als ein immaterieller Vermögenswert behandelt, sofern diese Kosten kein integraler Bestandteil der zugehörigen Hardware sind.

Forschungsausgaben und Produktaufbereitungskosten werden in der Periode als Aufwand erfasst, in der sie anfallen. Davon ausgenommen sind Projektentwicklungskosten, die folgende Kriterien vollständig erfüllen:

Das Produkt oder das Verfahren ist klar und eindeutig abgegrenzt und die entsprechenden Kosten können eindeutig zugerechnet und verlässlich ermittelt werden;
die technische Realisierbarkeit des Produktes kann nachgewiesen werden;
der Konzern hat die Absicht und auch die Möglichkeit, das Produkt oder das Verfahren entweder zu vermarkten oder für eigene Zwecke zu nutzen;
die Vermögenswerte werden einen künftigen wirtschaftlichen Nutzen generieren (z.B. Existenz eines Marktes für das Produkt oder Nachweis über Produktnutzen für das eigene Unternehmen bei interner Verwendung);
es sind hinreichende technische, finanzielle und andere Ressourcen verfügbar, um das Projekt abzuschließen.

Die Aktivierung der Kosten beginnt bei erstmaliger Erfüllung obiger Kriterien. In vorherigen Buchungsperioden als Aufwand erfasste Ausgaben werden nicht nachträglich aktiviert. Neben den Entwicklungskosten gibt es keine selbst erstellten immateriellen Vermögenswerte.

Aktivierte Entwicklungskosten werden auf der Grundlage der linearen Abschreibung über ihre voraussichtliche Nutzungsdauer abgeschrieben. Im Regelfall beträgt die Abschreibungsdauer nicht mehr als drei Jahre. Der erzielbare Betrag der Entwicklungskosten wird immer dann geschätzt, wenn Anzeichen für eine Wertminderung des Vermögenswertes bestehen oder Anzeichen dafür, dass die in den vergangenen Jahren erfassten Wertminderungen nicht mehr bestehen.

Geschäfts- und Firmenwerte aus der Kapitalkonsolidierung nach der in IFRS 3 vorgeschriebenen Erwerbsmethode werden aktiviert. Der Ausweis erfolgt zu Anschaffungskosten abzüglich kumulierter Abschreibungen und kumulierter Wertminderungsaufwendungen.

Gemäß IFRS 3 werden Geschäfts- oder Firmenwerte nicht planmäßig abgeschrieben, sondern jährlich sowie bei Vorliegen von Anhaltspunkten für eine Wertminderung einem Werthaltigkeitstest gemäß IAS 36 unterzogen. Für Zwecke dieses Werthaltigkeitstests wird der Geschäfts- oder Firmenwert einer zahlungsmittelgenerierenden Einheit (CGU) zugeordnet. Die zahlungsmittelgenerierenden Einheiten entsprechen den einzelnen Gesellschaften.

Eine Wertberichtigung wird dann vorgenommen, wenn der Buchwert der zahlungsmittelgenerierenden Einheit, welcher dem Geschäfts- oder Firmenwert zugeordnet ist, den erzielbaren Betrag übersteigt. Der erzielbare Betrag entspricht dem höheren der beiden Werte aus beizulegendem Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten und Nutzwert.

Aufgrund der Planungen der nächsten fünf Geschäftsjahre wurden die zukünftigen Zahlungsströme (vor Zinsen und Steuern) der zahlungsmittelgenerierenden Einheit ermittelt. Den Planungen liegen Erfahrungswerte der Vergangenheit sowie bestmögliche Einschätzungen des Managements über die zukünftige Entwicklung zugrunde. Um die Überprüfung der Werthaltigkeit durchzuführen, schätzte das Management die Zahlungsmittelrückflüsse über die Planungsperiode hinaus, indem kein Wachstum für die Folgejahre angesetzt wurde. Unter Verwendung eines Discounted-Cashflow-Verfahrens wurde der Nutzwert für die zugrunde liegende zahlungsmittelgenerierende Einheit ermittelt. Die Zahlungsmittelrückflüsse wurden mit 7,89 % diskontiert.

Vermögenswerte des Sachanlagevermögens werden in der Regel linear abgeschrieben. Wenn Gegenstände des Sachanlagevermögens veräußert oder verschrottet werden, werden die entsprechenden Anschaffungskosten sowie die kumulierten Abschreibungen ausgebucht; ein realisierter Gewinn oder Verlust aus dem Abgang wird in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesen. Wartungs- und Reparaturaufwendungen bei Sachanlagen bzw. Erhaltungsaufwendungen bei immateriellen Vermögenswerten werden bei deren Anfall im Aufwand erfasst.

Nachträglich anfallende Aufwendungen, die die Ansatzkriterien eines Vermögenswertes erfüllen, werden als nachträgliche Anschaffungskosten bei den jeweiligen Sachanlagen aktiviert. IAS 38 unterscheidet zwischen Vermögenswerten mit begrenzter Nutzungsdauer und Vermögenswerten mit unbegrenzter bzw. unbestimmter Nutzungsdauer. Grundsätzlich sind alle immateriellen Vermögenswerte und Vermögenswerte des Sachanlagevermögens mit Ausnahme der Grundstücke, die in der Bilanz des Einhell-Konzerns ausgewiesen werden, nur begrenzt nutzbar. Lediglich die Geschäfts- und Firmenwerte werden nicht planmäßig abgeschrieben.

Die Abschreibung der begrenzt nutzbaren Vermögenswerte erfolgt unter Berücksichtigung der erwarteten betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer. Die gewöhnlichen Nutzungsdauern betragen:

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Nutzungsdauer Jahre
Immaterielle Vermögenswerte:
Entwicklungskosten, Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen 3 - 5
Sachanlagevermögen:
Gebäude 20 - 30
Technische Anlagen und Maschinen 3 - 20
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3 - 10

Die Nutzungsdauer und die Abschreibungsmethode für abnutzbare immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen werden periodisch überprüft, um zu gewährleisten, dass die Abschreibungsmethode und der Abschreibungszeitraum mit dem erwarteten wirtschaftlichen Nutzenverlauf aus den Gegenständen des Sachanlagevermögens in Einklang stehen.

Sachanlagen, die nicht mehr genutzt werden, werden zum niedrigeren Wert von Buchwert oder dem geschätzten Nettoveräußerungspreis abzüglich Veräußerungskosten angesetzt.

Finanzanlagen

Bei den Wertpapieren des Anlagevermögens handelt es sich überwiegend um einen Geldmarktfonds zur Absicherung von Pensions-, Urlaubs- und Gleitzeitguthaben. Der Ansatz der Finanzinstrumente erfolgt am Tag des Geschäftsabschlusses, die Ausbuchung erfolgt bei Realisierung. Die Bewertung erfolgt zum Fair Value gegen die Neubewertungsrücklage im Eigenkapital. Die Ermittlung des Fair Value erfolgt über Bewertungen der Banken. Die Erträge aus dem Fonds belaufen sich auf 4 TEUR (Vj. 2 TEUR). Die erwartete Rendite liegt bei 1-2 %.

Latente Steuern

Die Höhe der Ertragsteuern bemisst sich nach der Höhe des Gewinns und berücksichtigt latente Steuern, die mit Hilfe der bilanzorientierten Verbindlichkeitsmethode ermittelt werden. Die Ermittlung latenter Steuern erfolgt nach IAS 12. Danach werden für temporäre Unterschiede zwischen den im Konzernabschluss angesetzten Buchwerten und den steuerlichen Wertansätzen von Vermögenswerten und Schulden zukünftig wahrscheinlich eintretende Steuerent- und -belastungen bilanziert.

Die Bemessung latenter Steueransprüche und -schulden erfolgt anhand der Steuersätze, die für die Periode erwartet werden, in denen sich die temporären Differenzen voraussichtlich umkehren werden. Der erwartete Steuersatz wird auf Grundlage der Steuersätze ermittelt, die für diese Perioden zum Bilanzstichtag in geltendes Recht umgesetzt oder im Wesentlichen umgesetzt worden sind. Latente Steueransprüche und -schulden werden nicht abgezinst und in der Bilanz gesondert ausgewiesen.

Tatsächliche Steuern und latente Steuern sind unmittelbar dem Eigenkapital zu belasten oder gutzuschreiben, wenn sich die Steuer auf Posten bezieht, die in der gleichen oder einer anderen Periode unmittelbar dem Eigenkapital gutgeschrieben oder belastet werden. In dem Umfang, in dem nicht ausgeschüttete Gewinne ausländischer Beteiligungen auf unabsehbare Zeit in diese Unternehmen investiert bleiben sollen, fallen keine latenten Steuerschulden an.

Eine latente Steuerschuld wird für alle temporären Unterschiede ausgewiesen, mit der Ausnahme von temporären Differenzen beim Geschäfts- und Firmenwert, für den eine Abschreibung steuerlich nicht abzugsfähig ist.

Vorräte

Vorräte werden mit dem niedrigeren Wert aus Anschaffungs- oder Herstellungskosten und Nettoveräußerungswert bewertet. Der Nettoveräußerungswert entspricht dem Verkaufspreis abzüglich der Kosten bis zur Fertigstellung sowie der notwendigen Vertriebskosten. Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sind mit den gewogenen durchschnittlichen Anschaffungskosten bewertet. Die Anschaffungskosten werden nach der Methode des gewogenen Durchschnitts ermittelt.

Die fertigen und unfertigen Erzeugnisse wurden mit ihren aufgelaufenen Herstellungskosten bewertet. Die Herstellungskosten umfassen neben den direkt zurechenbaren Kosten auch die produktionsbezogenen Gemeinkosten basierend auf der normalen Kapazität der Produktionsanlagen. Fremdkapitalzinsen, die auf den Zeitraum der Herstellung entfallen, werden nicht einbezogen. Nicht veräußerbare Vorräte werden vollständig abgeschrieben.

Forderungen und sonstige Vermögenswerte

Forderungen und sonstige Vermögenswerte werden zum Zeitwert der hingegebenen Gegenleistung ausgewiesen und mit ihren fortgeführten Anschaffungskosten nach Bildung entsprechender Wertberichtigungen bewertet.

Forderungen werden regelmäßig auf das Vorliegen von Indikatoren, die auf ein Impairment hindeuten, untersucht. Solche Indikatoren können z. B. ausbleibende Zahlungen oder wirtschaftliche Probleme des Schuldners sein. Bei Vorliegen eines solchen Indikators wird ein Impairment gebucht, wenn der Buchwert höher als der erzielbare Betrag ist. Dieser ermittelt sich auf Basis der erwarteten künftigen Zahlungsströme. Bei Wegfall des Grundes für das Impairment erfolgt eine erfolgswirksame Zuschreibung. Das allgemeine Kreditrisiko wird durch Wertberichtigungen auf den Forderungsbestand berücksichtigt, die grundsätzlich auf Erfahrungswerten der Vergangenheit beruhen. Eine Werterhöhung (bzw. Verringerung einer erfolgten Wertminderung) eines Vermögenswertes wird jedoch nur soweit erfasst, wie er den Buchwert nicht übersteigt, der sich ergeben hätte (unter Berücksichtigung der Abschreibungseffekte), wenn in den vorherigen Jahren keine Wertminderung erfasst worden wäre.

Die Forderungen an konzernfremde Dritte werden in den einzelnen Gesellschaften überwiegend in Landeswährung bilanziert und somit können keine maßgeblichen Währungsdifferenzen entstehen.

Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente

Die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente umfassen Bankguthaben, Schecks und Kassenbestände. Dabei werden alle Finanzmittel erfasst, deren ursprüngliche Fälligkeit maximal drei Monate beträgt. Fremdwährungsbestände wurden zum Stichtagskurs umgerechnet.

Ausgleichsposten aus der Währungsumrechnung

Der Ausgleichsposten aus der Währungsumrechnung entsteht aus der Umrechnung von Abschlüssen konsolidierter Unternehmen, deren funktionale Währung von der Berichtswährung des Konzerns abweicht. Bei den konsolidierten Unternehmen handelt es sich um wirtschaftlich selbständige ausländische Teileinheiten.

Umrechnungsdifferenzen aus einem monetären Posten, der im Wesentlichen Teil der Nettoinvestition der Gesellschaft in eine wirtschaftlich selbständige ausländische Teileinheit ist, werden bis zur Veräußerung der Nettoinvestition im Konzernabschluss als Eigenkapital angesetzt. Bei Veräußerung der entsprechenden Vermögenswerte werden die gesamte Neubewertung oder die Rücklagen für Währungsumrechnungen in der gleichen Periode als Ertrag oder Aufwand ausgewiesen, in der auch der Gewinn oder Verlust aus dem Abgang ausgewiesen wird.

Minderheitenanteile

Das den Minderheitsgesellschaftern zurechenbare Eigenkapital wird in der Bilanz innerhalb des Eigenkapitals ausgewiesen. Das zurechenbare Jahresergebnis wird in der Gewinn- und Verlustrechnung gesondert ausgewiesen.

Die Minderheitenanteile enthalten den Anteil der Minderheitsgesellschaften an den Zeitwerten der identifizierbaren Vermögenswerte und Schulden zum Erwerbszeitpunkt eines verbundenen Unternehmens. Veränderungen ergeben sich aus Kapitalerhöhungen, an denen die Minderheitsgesellschafter partizipieren, Ausschüttungen sowie den Anteilen der Minderheitsgesellschafter am Ergebnis und aus Wechselkursänderungen.

Rückstellungen

Eine Rückstellung wird dann ausgewiesen, wenn das Unternehmen eine gegenwärtige (gesetzliche oder faktische) Verpflichtung aufgrund eines vergangenen Ereignisses besitzt, es wahrscheinlich ist, dass die Erfüllung der Verpflichtung mit einem Abfluss von Ressourcen, die wirtschaftlichen Nutzen verkörpern, einhergeht und der Betrag der Verpflichtung verlässlich ermittelt werden kann. Rückstellungen sind zu jedem Bilanzstichtag zu prüfen und an die gegenwärtig beste Schätzung anzupassen. Wo der Zeitwert des Geldes eine Rolle spielt, entspricht der Rückstellungsbetrag dem gegenwärtigen Wert der zur Erfüllung der Verpflichtung voraussichtlich notwendigen Aufwendungen.

Rückstellungen wohnen entsprechend ihrer Definition Unsicherheiten bezüglich ihres Eintritts inne. Diese Unsicherheiten sind in den notwendigen Schätzungen enthalten. Dabei wird auf die den Rückstellungen jeweils zu Grunde liegenden Sachverhalte mittels statistischer Auswertungen und jahrelanger Erfahrungswerte auf deren Eintrittswahrscheinlichkeit und -höhe abgestellt.

Erträge aus dem erwarteten Abgang von Vermögenswerten werden bei der Bildung der Rückstellung nicht berücksichtigt. Wenn erwartet wird, dass die zur Erfüllung einer zurückgestellten Verpflichtung erforderlichen Ausgaben ganz oder teilweise von einer anderen Partei erstattet werden, wird die Erstattung erst dann erfasst, wenn es so gut wie sicher ist, dass die Gesellschaft die Erstattung erhält.

Für die betriebliche Altersversorgung von Mitarbeitern bestehen sowohl leistungs- als auch beitragsorientierte Versorgungszusagen, die auf Beschäftigungsdauer und -entgelt der Mitarbeiter basieren. In Deutschland besteht eine beitragsorientierte, gesetzliche Grundversorgung der Arbeitnehmer, die Rentenzahlungen in Abhängigkeit von Einkommen und geleisteten Beiträgen übernimmt. Mit Zahlung der Beiträge an die staatlichen Rentenversicherungsträger bestehen für das Unternehmen keine weiteren Leistungsverpflichtungen. Die laufenden Beitragszahlungen werden als Aufwand der Periode erfasst.

Die im Konzernabschluss ausgewiesenen Rückstellungen für Pensionsverpflichtungen werden für leistungsorientierte Pläne auf Grund von Versorgungszusagen auf Alters-, Invaliden- und Hinterbliebenenleistung gebildet. Die Versorgungsverpflichtungen werden unter Berücksichtigung erwarteter zukünftiger Entgelt- und Rentensteigerungen im Rahmen des IAS 19 nach dem international üblichen Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected Unit Credit Method) ermittelt. Als Abzinsungsfaktor wurde für Anwärter ein Zinssatz in Höhe von 4,91 % (Vj. 5,34 %) und für Rentner ein Zinssatz von 4,65 % (Vj. 4,73 %) angewendet. Der Rententrend wurde wie im Vorjahr bei Zusagen mit Anpassungsgarantie mit 3,00 % berücksichtigt und bei Zusagen ohne Anpassungsgarantie mit 2,00 %. Bei gehaltsunabhängigen Zusagen wurde kein Gehaltstrend unterstellt. Die bilanzierte Pensionsrückstellung zum Stichtag entspricht dem Anwartschaftsbarwert der Versorgungszusagen (Defined Benefit Obligation) saldiert mit dem Zeitwert des Planvermögens. Gemäß IAS 19.7 umfasst das Planvermögen Vermögen, das durch einen langfristig ausgelegten und vom berichtenden Unternehmen unabhängigen Fonds, zur Erfüllung von Leistungen an Arbeitnehmer gehalten wird. Versicherungsmathematische Gewinne bzw. Verluste werden im Jahr des Anfalls realisiert. Der bilanzierte Zeitwert der DBO ist nicht durch einen Pensionsfond gesichert. Es bestehen aber zum Teil Rückdeckungsversicherungen.

Verbindlichkeiten

Die Zugangsbewertung der Verbindlichkeiten erfolgt zum Fair Value der erhaltenen Gegenleistung, die Folgebewertung erfolgt zu Amortized Cost. Die Bewertung der Verbindlichkeiten in Fremdwährungen erfolgt zum Bilanzstichtag zum Stichtagskurs bzw. Sicherungskurs.

Umsatzrealisierung und Ertragserfassung

Umsatzerlöse werden erfasst, wenn wahrscheinlich ist, dass der mit dem entsprechenden Geschäftsvorfall verbundene wirtschaftliche Nutzen an die Gesellschaft fließt und die Höhe des Umsatzes verlässlich bestimmt werden kann. Umsätze werden netto (nach Umsatzsteuer) und nach Abzug etwaiger Preisnachlässe und Rahmenkonditionen erfasst. Umsatzerlöse umfassen die Erlöse aus dem Verkauf von Gütern. Sie werden erfasst, wenn die Lieferung erfolgt ist und die Übertragung der Risiken und Chancen auf den Käufer stattgefunden hat.

Zinsen werden zeitproportional unter Berücksichtigung der Effektivverzinsung des Vermögenswertes erfasst. Lizenzerträge werden periodengerecht in Übereinstimmung mit den Bestimmungen des zugrunde liegenden Vertrages erfasst.

Derivative Finanzinstrumente

Derivative Finanzinstrumente werden im Einhell-Konzern nur für Sicherungsgeschäfte im Zuge der Risikoreduzierung eingesetzt. Damit sollen Risiken von Schwankungen der Cashflows, welche einem bestimmten mit einem erfassten Vermögenswert oder einer Schuld verbundenen Risiko oder dem mit einer vorhergesehenen Transaktion verbundenen Risiko zugeordnet werden können, abgesichert werden.

Alle derivativen Finanzinstrumente werden entsprechend den Vorschriften des IAS 39 zum Fair Value bilanziert. Der Fair Value von Devisenterminkontrakten wird anhand der zum Bilanzstichtag herrschenden Kurse auf dem Devisenterminmarkt bestimmt. Bei Zinsswaps wird er als Barwert der geschätzten künftigen Cashflows ermittelt. Der Fair Value von Optionen wird anhand von Optionspreismodellen errechnet. Bei allen vorgenannten Instrumenten wird dem Konzern der Fair Value jeweils durch die Finanzinstitute bestätigt, die dem Konzern die entsprechenden Kontrakte vermittelt haben.

Der Ansatz der Finanzinstrumente erfolgt am Tag des Geschäftsabschlusses, die Ausbuchung erfolgt bei Realisierung.

Der positive Marktwert der Derivate wird in den sonstigen Vermögensgegenständen gebucht. Der negative Marktwert der Derivate wird in den sonstigen Verbindlichkeiten gebucht. Die Marktwertveränderung von erfolgswirksamen Derivaten wird im Finanzergebnis abgebildet, von erfolgsneutralen Derivaten im übrigen kumulierten Eigenkapital.

Grundsätzlich werden Marktwertänderungen ergebniswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Marktwertänderungen von derivativen Finanzinstrumenten wie Devisentermingeschäften und Devisenoptionen (innerer Wert), die im Rahmen von Cashflow-Hedges als hocheffektive Sicherungsinstrumente klassifiziert werden, werden erfolgsneutral im Eigenkapital, bereinigt um latente Steuern gem. IAS 39.95 erfasst.

Da es sich bei den derivativen Finanzinstrumenten im Rahmen des Cashflow-Hedges um kurzfristige Sicherungsinstrumente zur Währungssicherung handelt, werden diese innerhalb eines Jahres in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.

Leasing

Finanzierungs-Leasingverhältnisse

Ein Leasingverhältnis wird als Finanzierungsleasing eingestuft, wenn im Wesentlichen alle mit dem Eigentum verbundenen Risiken und Chancen eines Vermögenswertes auf den Leasingnehmer übertragen werden. Die Klassifizierung von Leasingverhältnissen hängt von dem wirtschaftlichen Gehalt der Vereinbarung ab, nicht von einer bestimmten formalen Vertragsform.

Der Einhell-Konzern ist Leasingnehmer und setzt Finanzierungs-Leasingverhältnisse bei Beginn des Leasingverhältnisses als Vermögenswerte und Schulden in gleicher Höhe in seiner Bilanz an, und zwar mit dem Zeitwert des Leasingobjektes zu Beginn des Leasingverhältnisses oder mit dem Barwert der Mindestleasingzahlungen, sofern dieser Wert niedriger ist. Bei der Berechnung des Barwertes der Mindestleasingzahlungen dient der dem Leasingverhältnis zugrunde liegende Zinssatz als Abzinsungsfaktor, sofern er in praktikabler Weise ermittelt werden kann. Ist dies nicht der Fall, wird der Grenzfremdkapital-zinssatz des Leasingnehmers angewendet. Anfängliche direkte Kosten werden als Teil des Vermögenswertes aufgenommen. Leasingzahlungen werden in die Finanzierungskosten und den Tilgungsanteil der Restschuld aufgeteilt. Die Finanzierungskosten werden so über die Laufzeit des Leasingverhältnisses verteilt, dass über die Perioden ein konstanter Zinssatz auf die verbliebene Schuld entsteht.

Ein Finanzierungsleasing führt in jeder Periode zu einem Abschreibungsaufwand für den aktivierten Vermögenswert sowie zu einem Finanzierungsaufwand. Abschreibungsgrundsätze für geleaste Vermögenswerte stimmen mit den Methoden, die auf entsprechende abschreibungsfähige Vermögenswerte angewendet werden, welche sich im Eigentum des Unternehmens befinden, überein.

Finanzierungsleasing wird überwiegend im Bereich Betriebs- und Geschäftsausstattung angewandt. Die betreffenden langfristigen Vermögenswerte stellen sich wie folgt dar (in TEUR):

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künftige Leasingzahlungen Darin enthaltene Zinsanteile
Restbuchwert 31.12.2010 Jahres AfA zum 31.12.2010 innerhalb 1 Jahr zwischen 1 und 5 Jahre nach 5 Jahren innerhalb 1 Jahr zwischen 1 und 5 Jahre
--- --- --- --- --- --- ---
20 49 14 4 0 1 0

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Restbuchwert 31.12.2010 Darin enthaltene Zinsanteile
nach 5 Jahren
--- ---
20 0

Operating-Leasingverhältnisse

Ein Leasingverhältnis wird als Operating-Leasingverhältnis klassifiziert, wenn im Wesentlichen alle Risiken und Chancen, die mit dem Eigentum verbunden sind, beim Leasinggeber verbleiben. Leasingzahlungen innerhalb eines Operating-Leasingverhältnisses werden als Aufwand linear über die Laufzeit des Leasingverhältnisses erfasst.

Der monetäre Wert von Anreizen, die Leasinggeber im Zusammenhang mit dem Vertragsabschluss des Leasingvertrages gewähren, wird als eine Reduktion der Leasingaufwendungen linear über die Laufzeit des Leasingverhältnisses erfasst. Das Operating-Leasing wird überwiegend im Bereich Betriebs- und Geschäftsausstattung angewandt (in TEUR).

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künftige Leasingzahlungen
innerhalb 1 Jahres zwischen 1 und 5 Jahren Nach 5 Jahren
--- --- --- ---
Operating - Leasing 467 609 0
Finanzierungsleasing 14 4 0
Gesamte Leasinggebühren 481 613 0

Segmentberichterstattung

Die Segmentierung des Konzerns in zwei Sparten folgt der Darstellung der Geschäftsfelder sowie der internen Steuerung und Berichterstattung des Konzerns. Es handelt sich um die Sparten Werkzeuge sowie Garten & Freizeit.

Die Finanzinformationen über die Geschäftssegmente und geographischen Segmente sind in Anhangsangabe 4 und 5 dargestellt.

Eventualschulden und -forderungen

Eventualschulden werden nicht in der Bilanz gezeigt. Im Zuge der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit können die Gesellschaften des Einhell-Konzerns in rechtliche Auseinandersetzungen verwickelt werden. Zum 31. Dezember 2010 haben die Geschäftsführung der Gesellschaft und ihre rechtlichen Berater keine Kenntnis von Ansprüchen, die wesentliche Auswirkungen auf das Geschäft, die Finanz-, Vermögens- oder Ertragslage haben.

Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Werterhellende Ereignisse nach dem Bilanzstichtag, die Einfluss auf die Lage des Konzerns zum Bilanzstichtag haben, wurden im Abschluss bis zum Stichtag 17. März 2011 berücksichtigt. Nicht werterhellende Ereignisse nach dem Bilanzstichtag werden - soweit diese wesentlich sind - im Anhang angegeben.

2. Angaben zur Bilanz

2.1 Entwicklung der langfristigen Vermögenswerte

Zur Entwicklung der langfristigen Vermögenswerte (ohne sonstige langfristige Vermögenswerte) verweisen wir auf die Anlage zum IFRS - Konzernanhang der Einhell Germany AG.

2.2 Aktivierte Entwicklungskosten

Die aktivierten Entwicklungskosten beinhalten im Wesentlichen die für die Entwicklung neuer Produkte entstandenen Ausgaben. Die Produktneuentwicklungen erfüllen die Kriterien für die Erfassung als immaterieller Vermögenswert. Die aktivierten Entwicklungskosten werden über den erwarteten Produktlebenszyklus abgeschrieben. Im Geschäftsjahr 2010 betrugen die Aufwendungen für Entwicklung und Produktaufbereitung 4,0 Mio. EUR (Vj. 3,6 Mio. EUR). Von diesen Aufwendungen wurden in 2010 0,0 Mio. EUR (Vj. 0,3 Mio. EUR) als Entwicklungskosten aktiviert. Insgesamt waren in diesem Bereich 37 Mitarbeiter (Vj. 34 Mitarbeiter) beschäftigt.

Die Entwicklungskosten stellen sich wie folgt dar (in TEUR):

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Anschaffungs- und Herstellungskosten Aufgelaufene Abschreibungen
Bruttowert 01.01.2010 Zugänge 2010 Abgänge 2010 Bruttowert 31.12.2010 Bruttowert 01.01.2010 Zugänge 2010 Abgänge 2010
--- --- --- --- --- --- ---
5.032 0 0 5.032 4.061 779 0

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Aufgelaufene Abschreibungen Buchwerte
Bruttowert 31.12.2010 Nettowert 31.12.2010 Nettowert 31.12.2009
--- --- ---
4.840 192 971

2.3 Geschäfts- und Firmenwert

Der Geschäfts- und Firmenwert zum 31. Dezember 2010 beträgt 8.249 TEUR (Vj. 7.478 TEUR). Die Zugänge entfielen mit 37 TEUR auf Einhell Romania SRL und 800 TEUR auf Einhell Intratek Mühendislik ve Dis Ticarret A.S. Der Abgang beträgt für Einhell Romania 66 TEUR.

Der Abgang beim Geschäfts- und Firmenwert bei Einhell Romania SRL beruht auf der Tatsache, dass im Geschäftsjahr 2005 70 % der Anteile an Einhell Romania erworben wurden. Der dabei vereinbarte Kaufpreis bestand aus einem sofort fälligen fixen Anteil und aus einem in den Folgejahren fälligen variablen Anteil. Der in 2005 aktivierte Geschäfts- und Firmenwert wurde auf Basis des Gesamtkaufpreises berechnet, der aufgrund der vorliegenden Planungen bestimmt wurde. Die im Geschäftsjahr 2010 fällige Kaufpreisrate war geringer als geplant, weshalb der Geschäfts- und Firmenwert in Höhe von 66 TEUR im Geschäftsjahr 2010 reduziert wurde.

Der Zugang in Höhe von 37 TEUR beim Geschäfts- und Firmenwert resultiert aus dem Anteilserwerb der restlichen 10% an der Einhell Romania.

Der Zugang in Höhe von 800 TEUR basiert auf der voraussichtlichen Kaufpreiserhöhung für variable Kaufpreisbestandteile für die Einhell Intratek Mühendislik ve Dis Ticarret A.S. Aufgrund der aktuellen Geschäftsentwicklung der türkischen Gesellschaft wurde sowohl der Geschäfts- und Firmenwert als auch die entsprechende Verbindlichkeit um 800 TEUR erhöht.

2.4 Latente Steuern

Die latenten Steueransprüche und -schulden der Gesellschaft setzen sich folgendermaßen zusammen:

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In

TEUR
Latente Steueransprüche Latente Steuerschulden Nettobetrag der latenten Steuern
2010 2009 2010 2009 2010 2009
--- --- --- --- --- --- ---
Anlagevermögen 18 17 163 416 -145 -399
Umlaufvermögen 2.660 3.120 538 243 2.122 2.877
Sonstige Finanzinvestitionen zum Zeitwert 1.183 -3 45 -24 1.138 21
Pensionsverpflichtungen 34 8 -1 -48 35 56
Rückstellungen 846 623 90 104 756 519
Sonstige Verbindlichkeiten 331 243 70 -56 261 299
Steuerliche Verlustvorträge 2.133 0 0 0 2.133 0
Gesamt 7.205 4.008 905 635 6.300 3.373

Latente Steuern ergeben sich bei den oben aufgelisteten Posten unter folgenden Umständen:

Aktivierung und Abschreibung von Entwicklungskosten.
Sachanlagen: Erhöhte steuerliche Abschreibungen führen dazu, dass die steuerlichen Wertansätze unter den Buchwerten liegen.
Die Bewertung von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen erfolgt abweichend zur Steuerbilanz.
Zum Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte (zur Veräußerung verfügbare und zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Vermögenswerte) weisen abweichende Steuer- und Buchwerte auf, da eine Neubewertung nur zu Bilanzierungszwecken und nicht für steuerliche Zwecke erfolgt.
Die Bewertung von Pensionsrückstellungen erfolgt abweichend zur Steuerbilanz.
Abgegrenzte Aufwendungen sind in einigen lokalen Abschlüssen ausländischer Töchter erst in der Periode ihrer Verausgabung steuerlich abzugsfähig, wohingegen sie im Abschluss über einen längeren Zeitraum erfolgswirksam werden können.
Aktivierung von latenten Steuern aus Verlustvorträgen bei Tochtergesellschaften.

2.5 Vorräte

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2010

TEUR
2009

TEUR
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe (zu Anschaffungskosten) 1.063 924
Fertige Erzeugnisse und Waren (zu Anschaffungs-/Herstellungskosten abzgl. Wertberichtigung) 92.200 71.216
Geleistete Anzahlungen 2.376 2.428
Gesamt 95.639 74.568

Insgesamt wurden Abwertungen über 6.165 TEUR (Vj. 5.642 TEUR) vorgenommen. Der Buchwert der abgewerteten Ware beträgt nach Abwertung 37.656 TEUR (Vj. 24.112 TEUR). Zum Stichtag sowie im Vorjahr sind keine Waren sicherungsübereignet.

2.6 Forderungen und sonstige Vermögenswerte

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden nach Abzug von Wertberichtigungen für zweifelhafte Forderungen ausgewiesen.

Im Geschäftsjahr 2010 wurden Wertberichtigungen in Höhe von 2.596 TEUR (Vj. 1.552 TEUR) vorgenommen. Ferner waren im Berichtszeitraum Erträge aus dem Eingang ausgebuchter Forderungen und Erträge aus der Auflösung von Wertberichtigungen für Forderungen in Höhe von 2.705 TEUR (Vj. 2.131 TEUR) gebucht.

Das maximale Ausfallrisiko entspricht dem Buchwert der Forderungen.

85% (Vj. 77%) vom Gesamtforderungsbestand sind nicht fällig.

Altersstruktur der Finanzinstrumente aus den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen:

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31.12.2010 Netto-Summe EinzelWertberichtigung Pauschalwertberichtigung Brutto- Summe
Gesamtforderungsbestand 62.487 1.607 4.168 68.262
Forderungen nicht fällig und fällig 1-120 Tage 60.523 153 609 61.285
Forderungen fällig 121-360 Tage 1.254 119 493 1.866
Forderungen fällig mehr als 360 Tage 710 1.335 3.066 5.111

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31.12.2009 Netto-Summe EinzelWertberichtigung Pauschalwertberichtigung Brutto- Summe
Gesamtforderungsbestand 48.160 2.384 3.637 54.181
Forderungen nicht fällig und fällig 1-120 Tage 44.418 963 550 45.931
Forderungen fällig 121-360 Tage 1.722 103 1.007 2.832
Forderungen mehr als 360 Tage 2.020 1.318 2.080 5.418

Die sonstigen Vermögenswerte werden mit ihrem Nominalwert abzüglich Einzelwertberichtigungen angesetzt. In den kurzfristigen sonstigen Vermögenswerten sind Forderungen aus Ertragsteuern in Höhe von 1.561 TEUR (Vj. 2.224 TEUR), in den langfristigen sonstigen Vermögenswerten sind Forderungen aus Ertragsteuern in Höhe von 959 TEUR (Vj. 1.098 TEUR) enthalten.

Zum Stichtag ergeben sich keine Hinweise auf eine Wertminderung auf sonstige Vermögensgegenstände, die weder überfällig noch wertberichtigt sind.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und die sonstigen kurzfristigen Vermögenswerte haben alle eine Laufzeit von bis zu einem Jahr.

Aufgrund der Kurzfristigkeit der Forderungen sind die Effekte aus der Aufzinsung abgeschriebener Forderungen nicht wesentlich.

2.7 Zahlungsmittel

Für die Zwecke der Kapitalflussrechnung gemäß IAS 7 werden alle Finanzmittel mit einer ursprünglichen Fälligkeit von bis zu drei Monaten als Zahlungsmittel angesetzt. Die Position besteht aus Bankguthaben, Schecks und Kassenbeständen.

2.8 Gezeichnetes Kapital

Das Grundkapital der Einhell Germany AG ist unverändert zum Vorjahr wie folgt eingeteilt:

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EUR
Stammaktien
2.094.400 Inhaber-Stammaktien 5.361.664
Stückaktien mit rechnerischem Anteil am Grundkapital von je EUR 2,56
Vorzugsaktien
1.680.000 Inhaber-Stammaktien
Stückaktien mit rechnerischem Anteil am Grundkapital von je EUR 2,56 4.300.800
Summe Grundkapital 9.662.464

Alle Einzahlungen auf die Aktien sind vollständig geleistet. Für das Geschäftsjahr 2010 liegt für die Einhell Germany AG ein Dividendenvorschlag über 2.893.856,00 EUR vor (Vj. 2.138.976,00 EUR). Der Ausschüttungsbetrag entspricht einer Dividende von 0,80 EUR je Vorzugsaktie (Vj. 0,60 EUR) und 0,74 EUR je Stammaktie (Vj. 0,54 EUR).

An die Inhaber der Vorzugsaktien ist eine Mindestdividende von 0,15 EUR zu zahlen und geht der Verteilung einer Dividende auf Stammaktien vor. Die Dividende je Vorzugsaktie ist um 0,06 EUR höher als die Dividende je Stammaktie. Reicht der Bilanzgewinn eines oder mehrerer Geschäftsjahre nicht zur Ausschüttung von 0,15 EUR je Vorzugsaktie aus, so werden die fehlenden Beträge ohne Zinsen aus dem Bilanzgewinn der folgenden Geschäftsjahre nachgezahlt, und zwar nach Verteilung der Mindestdividende auf die Vorzugsaktien für diese Geschäftsjahre und vor der Verteilung einer Dividende auf die Stammaktien. Es stehen keine Ausschüttungen als Mindestdividenden aus. Die Vorzugsaktien sind nicht mit einem Stimmrecht verbunden. Im Bezug auf das Restvermögen der Gesellschaft sind alle Aktien gleichrangig. Die Stimmrechte in der Hauptversammlung liegen bei den Stammaktien.

2.9 Genehmigtes Kapital

Genehmigtes Kapital I

Der Vorstand ist ermächtigt, das Grundkapital der Gesellschaft bis zum 18. Juni 2014 mit Zustimmung des Aufsichtsrats durch Ausgabe neuer Inhaber-Stammaktien und/oder stimmrechtsloser Inhaber-Vorzugsaktien gegen Bareinlage einmalig oder mehrmalig um insgesamt bis zu 3.864.985,60 EUR zu erhöhen (Genehmigtes Kapital I). Dabei ist den Aktionären ein Bezugsrecht einzuräumen. Der Vorstand ist jedoch ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats Spitzenbeträge von dem Bezugsrecht der Aktionäre auszunehmen und im Fall der gleichzeitigen Ausgabe von Stamm- und Vorzugsaktien das Bezugsrecht der Inhaber von Aktien einer Gattung auf Aktien der anderen Gattung auszuschließen, sofern das Bezugsverhältnis für beide Gattungen gleich festgesetzt wird. Die Ermächtigung umfasst auch die Befugnis, weitere Vorzugsaktien auszugeben, die den früher ausgegebenen Vorzugsaktien ohne Stimmrecht bei der Verteilung des Gewinnes oder des Gesellschaftsvermögens vorgehen oder gleichstehen.

Genehmigtes Kapital II

Der Vorstand ist ermächtigt, das Grundkapital der Gesellschaft bis zum 18. Juni 2014 mit Zustimmung des Aufsichtsrats durch Ausgabe neuer Inhaber-Stammaktien und/oder stimmrechtsloser Inhaber-Vorzugsaktien gegen Bareinlage einmalig oder mehrmalig um insgesamt bis zu 966.246,40 EUR zu erhöhen (Genehmigtes Kapital II). Dabei ist den Aktionären ein Bezugsrecht einzuräumen. Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats Spitzenbeträge von dem Bezugsrecht der Aktionäre auszunehmen und im Fall der gleichzeitigen Ausgabe von Stamm- und Vorzugsaktien das Bezugsrecht der Inhaber von Aktien einer Gattung auf Aktien der anderen Gattung auszuschließen, sofern das Bezugsverhältnis für beide Gattungen gleich festgesetzt wird. Der Vorstand kann ferner das Bezugsrecht insgesamt ausschließen, um neue stimmrechtslose Inhaber-Vorzugsaktien zu einem Ausgabebetrag ausgeben zu können, der den Börsenpreis nicht wesentlich unterschreitet (§§ 203 Abs. 2, 186 Abs. 3 Satz 4 AktG). Die Ermächtigung umfasst auch die Befugnis, weitere Vorzugsaktien auszugeben, die den früher ausgegebenen Vorzugsaktien ohne Stimmrecht bei der Verteilung des Gewinnes oder des Gesellschaftsvermögens vorgehen oder gleichstehen.

2.10 Kapitalrücklage und gesetzliche Rücklage

Die Kapitalrücklage ist mit 26.676.696,37 EUR gegenüber dem Vorjahr unverändert. Die gesetzliche Rücklage beträgt wie im Vorjahr 54.708,23 EUR und hat zusammen mit der Kapitalrücklage die nach § 150 Abs. 2 AktG geforderten 10 % des Grundkapitals erreicht.

2.11 Übriges kumuliertes Eigenkapital

Im übrigen kumulierten Eigenkapital sind die Marktwerte der derivativen Finanzinstrumente in Höhe von -1.501 TEUR (Vj. -112 TEUR) sowie der Available-for-sale-Wertpapiere i.H. v. 21 TEUR (Vj. 48 TEUR), jeweils nach Berücksichtigung von latenten Steuern, enthalten.

Im Rahmen der Anwendung von Cashflow Hedge Accounting für derivative Finanzinstrumente wurden 3.345 TEUR (Vj. 963 TEUR) aus dem Eigenkapital entnommen und bei der erstmaligen Bewertung der Anschaffungskosten der Vorräte berücksichtigt. Die erfolgsneutrale Veränderung des Eigenkapitals aufgrund der Anwendung von Cashflow-Hedge Accounting betrug 840 TEUR (Vj. -73 TEUR).

2.12 Minderheitenanteile

Die Anteile der anderen Gesellschafter entwickelten sich wie folgt:

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2010

TEUR
2009

TEUR
Stand 1. Januar 2.958 4.984
Zugänge/Kapitaleinzahlungen 39 204
Auszahlungen -398 -200
Währungsanpassungen 78 -1
Zugang/Abgang -275 -2.045
Jahresfehlbetrag/-überschuss -159 16
Stand 31. Dezember 2.243 2.958

2.13 Langfristige Finanzverbindlichkeiten

Zum 31. Dezember 2010 bestehen folgende langfristige Finanzverbindlichkeiten:

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2010

TEUR
2009

TEUR
Besichert 25 46
Nicht besichert 41.313 41.687
Gesamt 41.338 41.733

Hinsichtlich der Kredite bestehen Sicherungsübereignungen von sonstigen Vermögenswerten über 25 TEUR (Vj. 46 TEUR). Die Sicherheiten beziehen sich sowohl auf die langfristigen als auch auf die kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten.

In den langfristigen Finanzverbindlichkeiten sind langfristige Kredite über 41,3 Mio. EUR mit einer vertraglichen Laufzeit von mindestens 5 Jahren enthalten. Diese langfristigen Kredite verteilen sich auf sieben Kreditinstitute und haben überwiegend das im Juli 2009 ausgelaufene Schuldscheindarlehen ersetzt. In den Kreditverträgen wurden Financial Covenants definiert, deren Nichteinhaltung den Gläubigern das Recht einräumt, die Kredite während der Laufzeit frühzeitig fällig zu stellen.

Im Geschäftsjahr 2010 wurden alle Covenants erfüllt.

Die Absicherung von Zinsänderungsrisiken erfolgt mit Hilfe von derivaten Finanzinstrumenten in Form von Zins-Cap-Vereinbarungen.

2.14 Verpflichtungen aus Leistungen für Arbeitnehmer

Bezüglich der versicherungsmathematischen Annahmen in den Gutachten wird auf Punkt 1.5 (Rückstellungen) verwiesen.

Die Entwicklung der Verpflichtungen aus Leistungen für Arbeitnehmer:

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Jahr 2010

TEUR
2009

TEUR
Anwartschaftsbarwert der Versorgungszusagen zu Beginn des Jahres 1.831 1.547
Laufender Dienstzeitaufwand 27 20
Zinsaufwand 87 93
Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste 73 293
Pensionsauszahlungen -87 -108
Transfer/Settlement -673 -14
Anwartschaftsbarwert der Versorgungszusagen am Ende des Jahres 1.258 1.831

Die versicherungsmathematischen Verluste betreffen im Wesentlichen die Veränderung des Diskontierungssatzes. Die Aufwendungen aus Verpflichtungen aus Leistungen für Arbeitnehmer werden im Personalaufwand gezeigt. Die bilanzierte Pensionsrückstellung zum Stichtag entspricht dem Anwartschaftsbarwert der Versorgungszusagen (Defined Benefit Obligation) saldiert mit dem Zeitwert des Planvermögens.

2.15 Rückstellungen

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Anfangsbestand

TEUR
Inanspruchnahme

TEUR
Zuführungen

TEUR
Auflösungen

TEUR
Währungs- differenzen

TEUR
Endbestand

TEUR
Gewährleistungen 5.466 170 2.024 1.056 308 6.572
Übrige sonstige Rückstellungen 4.122 1.400 4.166 959 49 5.978
Summe 9.588 1.570 6.190 2.015 357 12.550

Im Rückstellungsbetrag von 12.550 TEUR sind langfristige Rückstellungen über 512 TEUR (i. Vj. 536 TEUR) enthalten.

2.16 Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten

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Anhang 2010

TEUR
2009

TEUR
Besichert 13 45
Nicht besichert 1.120 375
Gesamt 1.133 420
Davon kurzfristig fälliger Teil der langfristigen Darlehen 2.13 388 414
Davon kurzfristig fällige Darlehen bzw. Kontokorrentkredite 745 6

Sicherheiten bestehen in Form der Sicherungsübereignung von sonstigen Vermögenswerten (siehe Punkt 2.13).

2.17 Sonstige Verbindlichkeiten

Die sonstigen Verbindlichkeiten in Höhe von 21.633 TEUR (Vj. 14.097 TEUR) enthalten im Wesentlichen Steuerverbindlichkeiten, Verbindlichkeiten im Rahmen der Lohn- und Gehaltsabrechnung inklusive Verbindlichkeiten aus Gewinnbeteilungen Mitarbeiter und Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit, die negative Marktbewertung von Finanzderivaten sowie Verbindlichkeiten aus kurzfristigem Kundenbonus und Gutschriften an Kunden.

3. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

3.1 Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse gliedern sich wie folgt:

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2010 2009
TEUR % TEUR %
--- --- --- --- ---
Nach Bereichen
Garten & Freizeit 147.778 40 130.171 41
Werkzeuge 217.656 60 185.522 59
365.434 100 315.693 100
Nach Regionen
Inland 145.348 40 122.494 39
Europäische Union 144.956 40 132.174 42
Asien 23.659 6 21.381 7
Übrige 51.471 14 39.644 12
365.434 100 315.693 100

3.2 Sonstige betriebliche Erträge

Hierbei handelt es sich im Wesentlichen um Erträge aus weiterbelasteten Kosten an Lieferanten für Wareninspektionen (384 TEUR, Vj. 345 TEUR), Erträge aus dem Eingang ausgebuchter Forderungen und Erträge aus der Auflösung von Wertberichtigungen auf Forderungen (2.705 TEUR, Vj. 2.131 TEUR), Erträge aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens (69 TEUR, Vj. 87 TEUR) und Provisionserträge (1.805 TEUR, Vj. 1.297 TEUR). Ansonsten gab es keine wesentlichen periodenfremden Erträge.

3.3 Personalaufwendungen und durchschnittliche Zahl der Beschäftigten

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Personalaufwendungen 2010

TEUR
2009

TEUR
Löhne und Gehälter 32.568 27.912
Diverse soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung 6.041 6.061
Gesamt 38.609 33.973

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Durchschnittliche Zahl der Beschäftigten 2010 2009
Inland 333 321
Ausland 672 678
Gesamt 1.005 999

Die Aufwendungen für Altersversorgung betrugen im Geschäftsjahr 2010 142 TEUR (Vj. 137 TEUR).

3.4 Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten insbesondere Aufwendungen für Warenversand, Garantie- und Kundendienstleistungen, Wertberichtigungen sowie Werbung und Produktgestaltung. Die Aufwendungen für die Wertberichtigung von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen betragen 2.596 TEUR (Vj. 1.552 TEUR).

Aufgrund der Kurzfristigkeit der Bilanzposition Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und der kurzfristig erwarteten Geldeingänge sind Zinseffekte bei der Berechnung von Wertberichtigungen von untergeordneter Bedeutung.

3.5 Finanzergebnis netto

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2010

TEUR
2009

TEUR
Zinsertrag 384 501
davon aus Sicherungsinstrumenten 0 0
Zinsaufwand -2.043 -2.539
davon aus Sicherungsinstrumenten -519 -273
Gewinn / Verlust aus der Währungsumrechnung 368 -1.804
davon aus Sicherungsinstrumenten -269 -188
Abschreibung auf Finanzanlagen 0 0
Finanzergebnis netto -1.291 -3.842

Das Finanzergebnis beinhaltet auch Bewertungsergebnisse aus Derivaten, für die kein Hedge Accounting angewandt wird, sowie den ineffektiven Teil der Wertänderungen von im Hedge Accounting designierten Sicherungsinstrumenten.

3.6 Ertragsteuern

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2010

TEUR
2009

TEUR
Tatsächlicher Steueraufwand 5.993 3.612
Latente Steuern -1.814 -311
Gesamt 4.179 3.301

Bei der Bewertung eines aktivierten Vermögenswertes für zukünftige Steuerentlastungen wird die Wahrscheinlichkeit der Realisierung des erwarteten Steuervorteils berücksichtigt.

Die latenten Steuern auf Hedge-Accounting und Available-for-Sale-Wertpapiere werden ausschließlich direkt im Eigenkapital erfasst.

Auf Zeitwertänderungen bei Cashflow-Hedges fallen aktive latente Steuern in Höhe von 1.183 TEUR (Vj. -3 TEUR) und passive latente Steuern in Höhe von 70 TEUR (Vj. -101 TEUR) an.

Bei Tochtergesellschaften wurden latente Steuern aus Verlustvorträge in Höhe von 2.133 TEUR aktiviert.

Die Überleitung der Ertragsteuersumme auf den theoretischen Betrag, der sich bei Anwendung des im Land des Hauptsitzes der Gesellschaft geltenden Steuersatzes ergeben würde, stellt sich wie folgt dar:

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2010

TEUR
2009

TEUR
Ergebnis vor Ertragsteuern 20.176 14.160
Steuersatz 30 % 30 %
Erwarteter Steueraufwand/-ertrag -6.053 -4.248
Steueraufwendungen/-erträge aus konzerninternen Erträgen/Aufwendungen 109 -5
Abschreibung des Geschäfts- oder Firmenwerts 0 0
Sonstige steuerlich nicht abzugsfähige Aufwendungen -2.583 -2.033
Unterschiedliche Steuersätze 2.084 1.920
Steuerfreie Erträge 913 1.065
Verlustnutzung 2.133 0
Sonstiges -782 0
Steuerliche Belastung -4.179 -3.301

3.7 Ergebnis je Aktie

Das Ergebnis je Aktie gemäß IAS 33 bezieht sich auf Stammaktien eines Unternehmens. Da die Stammaktien der Einhell AG nicht öffentlich gehandelt werden, wird hier auf eine Berechnung des Ergebnisses verzichtet.

4. Segmentberichterstattung nach Divisionen

Die Identifikation von berichtspflichtigen operativen Segmenten nach IFRS 8 beruht auf dem Konzept des sog. "Management Approach". Die Segmentierung des Einhell-Konzerns in die Unternehmensbereiche Garten und Werkzeuge folgt der internen Steuerung und Berichterstattung des Konzerns.

Die Geschäftstätigkeit des Einhell-Konzerns wird in die Segmente Werkzeuge und Garten & Freizeit gegliedert. Das Segment Werkzeuge umfasst die Bereiche handgeführte Elektrowerkzeuge, stationäre Werkzeuge und Zubehör. Zum Segment Garten & Freizeit gehören die Bereiche Garten- und Wassertechnik, Geräte und Gewächshäuser sowie Klima- und Heiztechnik.

Die Segmentinformationen werden auf Basis der im Konzernabschluss angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden ermittelt.

Die Umsätze zwischen den Segmenten werden grundsätzlich zu marktüblichen Bedingungen abgerechnet.

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Im Jahr 2010

in TEUR
Werkzeuge Garten & Freizeit Summe Segmente Über- Leitung Konzern
Segmentumsätze 217.656 147.778 365.434 0 365.434
Betr. Segmentergebnis (EGT) 12.350 7.826 20.176 0 20.176
Finanzergebnis -769 -522 -1.291 0 -1.291

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Im Jahr 2009 In

TEUR
Werkzeuge Garten & Freizeit Summe Segmente Über-Leitung Konzern
Segmentumsätze 185.522 130.171 315.693 0 315.693
Betr. Segmentergebnis (EGT) 8.640 5.520 14.160 0 14.160
Finanzergebnis -2.259 -1.583 -3.842 0 -3.842

In der "Überleitung" werden Erträge und Aufwendungen, die den Segmenten nicht direkt zuordenbar sind, ausgewiesen.

5. Segmentberichterstattung nach Regionen

Die geographische Zuweisung der Umsätze erfolgt wie bisher nach dem Sitz des Rechnungsempfängers. Maßgeblich hierfür ist der Absatzmarkt.

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Im Jahr 2010 In

TEUR
Deutschland EU Übrige Länder Asien/ Pazifik Überleitung Konzern
Außenumsatz 145.348 144.956 51.471 23.659 0 365.434

Die umsatzstärksten Gesellschaften in der EU sind mit Umsätzen in Höhe von 25,9 Mio. EUR Einhell Österreich, 15,1 Mio. EUR Einhell Italien und mit 12,5 Mio. EUR Einhell Polen. In den übrigen Ländern waren vor allem die Gesellschaften in der Schweiz mit 12,7 Mio. EUR und in der Türkei mit 10,2 Mio. EUR besonders umsatzstark. Die Umsätze der Gesellschaften in Hong Kong mit 48,3 Mio. EUR beinhalten überwiegend den in Asien erzielten Umsatz.

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Im Jahr 2009 In

TEUR
Deutschland EU Übrige Länder Asien/ Pazifik Überleitung Konzern
Außenumsatz 122.494 132.174 39.644 21.381 0 315.693

Die umsatzstärksten Gesellschaften in der EU sind mit Umsätzen in Höhe von 21,5 Mio. EUR Einhell Österreich, 18,9 Mio. EUR Einhell Polen und mit 13,9 Mio. EUR Einhell Italien. In den übrigen Ländern waren vor allem die Gesellschaften in der Türkei mit 7,5 Mio. EUR und mit 10,5 Mio. EUR in der Schweiz besonders umsatzstark. Die Umsätze der Gesellschaften in Hong Kong mit 37,9 Mio. EUR beinhalten überwiegend den in Asien erzielten Umsatz.

In der "Überleitung" werden Erträge und Aufwendungen, die den Segmenten nicht direkt zuordenbar sind, ausgewiesen.

In den Geschäftsjahren 2010 und 2009 wurden mit keinem Kunden mehr als 10 % der Umsatzerlöse des Einhell-Konzerns getätigt.

6. Erläuterungen zur Konzern-Kapitalflussrechnung

Die Konzern-Kapitalflussrechnung weist die Entwicklung der Zahlungsströme getrennt nach Mittelzu- und -abflüssen aus der laufenden Geschäfts-, Investitions- und Finanzierungstätigkeit aus. Auswirkungen aus der Veränderung des Konsolidierungskreises sind dabei eliminiert worden.

Laufende Geschäftstätigkeit

Der Mittelabfluss aus der laufenden Geschäftstätigkeit ist überwiegend aus der Zunahme der Forderungen sowie der Vorräte entstanden.

Investitionstätigkeit

Die Auszahlungen für Investitionen in das Sach- und immaterielle Anlagevermögen betreffen hauptsächlich Betriebs- und Geschäftsausstattung.

Finanzierungstätigkeit

Die Zahlungsströme aus der Finanzierungstätigkeit enthalten überwiegend die Zu- und Abflüsse von Darlehen sowie die Auszahlung der Dividende.

Entwicklung der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente

Die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente umfassen zum Bilanzstichtag Kassenbestände, Schecks und Guthaben bei Kreditinstituten. Die Einflüsse aus wechselkursbedingten Bewegungen der Zahlungsmittel werden gesondert dargestellt.

7. Risikoberichterstattung und Finanzinstrumente

Finanzielles Risikomanagement

Der Konzern ist auf internationaler Ebene tätig, wodurch er Marktrisiken auf Grund von Änderungen der Zinssätze und Wechselkurse ausgesetzt ist.

Der Konzern verwendet derivative Finanzinstrumente zum Management dieser Risiken. Die dabei angewandten Richtlinien für das Risikomanagement werden mit der Zustimmung des Vorstands von einer zentralen Treasury-Abteilung in enger Zusammenarbeit mit den Konzerngesellschaften umgesetzt.

Zur Bewertung der Risiken wird im Einhell Konzern das aktuelle Marktgeschehen beobachtet.

Weitere Informationen zum Risikomanagement sind dem Lagebericht zu entnehmen.

Ausfallrisiko

Es ist Unternehmenspolitik, Ausfallrisiken sowohl von Kunden wie auch von Lieferanten durch den Einsatz international üblicher Instrumente zu minimieren. So beurteilt das Unternehmen die vom jeweiligen Lieferauftrag durch den Auftraggeber sowie durch dessen Umfeld innewohnenden Ausfallrisiken. Insbesondere bei Neukunden oder risikoreichen Ländern werden im Einzelfall Absicherungen über Akkreditive vorgenommen. Bereits in der Angebotsphase legen Vertriebs- und Finanzabteilung gemeinsam die zu fordernden Sicherheiten fest und stimmen im Auftragsfalle die Inhalte dieser ab. Zur Unterstützung der Risikoeinschätzung werden externe Informationen von Banken und Auskunfteien einbezogen. Um Ausfallrisiken von Lieferanten zu minimieren, erarbeitet sowohl das Einkaufs- und Projektmanagement sowie die Finanzabteilung gemeinsame Absicherungskonzepte.

Die Buchwerte der Forderungen stellen das maximale Ausfallrisiko dar.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen bestehen gegenüber Baumarktketten, Fachhändlern und Discountern und betragen 62,5 Mio. EUR (Vj. 48,2 Mio. EUR). Im Geschäftsjahr 2010 gab es keine maßgeblichen Forderungen bei denen neue Zahlungsziele vereinbart wurden.

Da die Derivate über renommierte Finanzeinrichtungen abgeschlossen werden, geht der Konzern in ihrem Falle davon aus, dass sich sein maximales Ausfallrisiko auf den positiven Marktwert der Derivate beschränkt. Zum Stichtag betragen die Bankguthaben 44,5 Mio. EUR (Vj. 57,6 Mio. EUR). Die Anlagen bestehen bei erstklassigen namhaften Banken.

Preis- und Bezugsrisiken auf den Beschaffungsmärkten beugt der Einhell-Konzern durch über Jahre aufgebaute Lieferantenbeziehungen vor, die zudem im Rahmen des Qualitätsmanagements laufend beurteilt werden.

Zinsrisiken

Das Zinsrisiko des Einhell-Konzerns resultiert hauptsächlich aus Finanzschulden, Darlehen und verzinslichen Aufnahmen. Dieses Risiko wird durch den Einsatz derivativer Finanzinstrumente wie z. B. Zinscaps und Zinsswaps reduziert.

Das konzernweite Treasury steuert das Konzern-Zinsrisiko, um die Zinserträge und Zinsaufwendungen im Konzern zu optimieren sowie das gesamte Zinsänderungsrisiko zu minimieren. Das beinhaltet auch ein konzernweites Zins-Overlay-Management, das die Zinsbindungen der abgeschlossenen Sicherungsgeschäfte und die vorgesehenen Mittelbindungen der Vermögenswerte und Schulden in unmittelbaren Zusammenhang bringen soll.

Der Konzern setzt alle Zinscaps und Zinsswaps entweder als wirtschaftliche Absicherungen des Cashflows oder als wirtschaftliche Absicherungen des Zeitwertes ein und setzt sie zum Zeitwert an. Der Nominalwert der zum Stichtag bestehenden Zinssicherungsgeschäfte beträgt 40.000 TEUR (i. Vj. 40.000 TEUR).

Aus variabel verzinslichen Positionen ist der Konzern einem buchhalterischem Cash-Flow-Risiko ausgesetzt. Eine Veränderung des Marktzinsniveaus von 1 % würde stichtagsbezogen zu einem Effekt im Zinsergebnis in Höhe von 20 TEUR führen.

Aus der Fair-value-Bewertung von Derivaten ist der Konzern einem buchhalterischem Risiko ausgesetzt. Eine Erhöhung des Marktzinsniveaus in Höhe von 1 % würde zu einem positiven stichtagsbezogenen Effekt in der Gewinn- und Verlustrechnung in Höhe von 442 TEUR führen. Eine Minderung des Marktzinsniveaus in Höhe von 1 % würde zu einem negativen stichtagsbezogenen Effekt in der Gewinn- und Verlustrechnung in Höhe von 278 TEUR führen.

Liquiditätsrisiko

Das Liquiditätsrisiko stellt die Möglichkeit dar, dass eine Gesellschaft nicht mehr in der Lage ist, ihre finanziellen Verpflichtungen (z. B. Tilgungen von Finanzschulden oder Bezahlung von Einkaufsverpflichtungen) zu erfüllen. Der Einhell-Konzern begrenzt dieses Risiko durch ein effektives Net Working Capital- und Cash-Management und den Zugang zu klassischen Kreditlinien bei namhaften Kreditinstituten. Für das operative Geschäft verfügt der Konzern zum Stichtag über ca. 36 Mio. EUR unbesicherte Kreditlinien. Daneben verfolgt der Konzern ständig die sich an Finanzmärkten bietenden Möglichkeiten zur Finanzierung, um die finanzielle Flexibilität des Konzerns zu sichern und unangemessene Refinanzierungsrisiken zu begrenzen.

In der folgenden Übersicht werden alle zum 31. Dezember 2010 vertraglich fixierten Zahlungen für Tilgungen, Rückzahlungen und Zinsen aus bilanzierten finanziellen Verbindlichkeiten, einschließlich der derivativen Finanzinstrumente, die nicht im Hedge-Accounting enthalten sind, mit einem negativen Marktwert aufgeführt. Die derivativen Finanzinstrumente werden mit dem Marktwert ausgewiesen. Es wird erwartet, dass der Eintrittszeitpunkt der Cash-flows nicht wesentlich von den erwarteten Cash-flows abweicht.

Die Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing sind in den sonstigen Verbindlichkeiten enthalten. Eine gesonderte Darstellung der Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing ist in Anhangsangabe 1.5 enthalten.

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2010 2011 2012 2013-2015 2016 ff.
Langfristige Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 1.627 1.654 1.628 43.399 0
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 27.814 0 0 0 0
Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten 19.413 0 0 0 0

Das Risiko der in der Übersicht dargestellten Zahlungsströme beschränkt sich auf Zahlungsabflüsse. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie die sonstigen finanziellen Verbindlichkeiten resultieren überwiegend aus der Finanzierung von operativen Vermögenswerten (zum Beispiel Sachanlagen) und aus Investitionen in das Working Capital (zum Beispiel Vorräte und Forderungen aus Lieferungen und Leistungen). Diese Vermögenswerte werden bei der effektiven Steuerung des Gesamtliquiditätsrisikos berücksichtigt. Die Risikosteuerung wurde durch die Implementierung eines konzernweiten, internetbasierten Risikomanagement-Informationssystems weiter ausgebaut und gestärkt.

Auf die gesonderte Darstellung der kurzfristigen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten wurde verzichtet.

Zum Stichtag bestehen offene Devisenkontrakte aus denen Zahlungseingänge von umgerechnet 217,5 Mio. EUR bzw. Zahlungsausgänge in Höhe von umgerechnet 223,6 Mio. EUR zu erwarten sind.

Fremdwährungsrisiken

Der Einhell-Konzern ist aufgrund seiner internationalen Ausrichtung der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit Währungsrisiken ausgesetzt. Zur Steuerung und Minimierung dieser Risiken setzt der Einhell-Konzern derivative Finanzinstrumente mit einer Laufzeit von bis zu einem Jahr ein. Das FremdwährungsRisikomanagementsystem des Einhell-Konzerns bewährt sich bereits seit einigen Jahren. Wechselkursschwankungen können zu unerwünschten und unvorhersehbaren Ergebnis- und Cashflow-Volatilitäten führen. Davon ist jedes Unternehmen des Einhell-Konzerns betroffen, das Geschäfte mit internationalen Vertragspartnern in einer Währung abschließt, die nicht der funktionalen Währung (jeweiligen Landeswährung) entspricht. Dies betrifft im Konzern vor allem die Beschaffung, die regelmäßig in USD getätigt wird. Der Verkauf von Einhell-Produkten erfolgt hingegen überwiegend in der jeweiligen Landeswährung. Die geplanten Einkäufe in USD werden abgesichert, daher liegt hier keine Risikokonzentration vor.

Den Gesellschaften des Einhell-Konzerns ist es verboten, Finanzmittel in Fremdwährungen für spekulative Zwecke aufzunehmen oder anzulegen. Konzerninterne Finanzierungen oder Investitionen werden bevorzugt in der jeweiligen Landeswährung oder auf währungsgesicherter Basis durchgeführt.

Alle Vermögenswerte oder Verbindlichkeiten des Einhell Konzerns werden von beobachteten Preisen oder von diesen abgeleitet und ermittelt.

Aufgrund der kurzfristigen USD-Zahlungsziele resultiert das USD-Exposure aus Finanzinstrumenten im Wesentlichen aus Derivaten. Bei einer Kursveränderung von 10 % ergibt sich ein Kursgewinn/ bzw. -verlust vor Steuern von 17.584 TEUR bzw. -15.301 TEUR, der aufgrund der Anwendung von Cash flow - Hedge-Accounting im Eigenkapital abgebildet würde. Die Derivate dienen grundsätzlich der Finanzierung von Wareneinkäufen. Für Derivate, die nicht im Hedge-accounting abgebildet werden ergibt sich bei einer Kursveränderung von 10% ein Kursgewinn/bzw. -verlust vor Steuern in Höhe von 546 TEUR bzw. -245 TEUR.

Das Nominalvolumen der derivativen Finanzinstrumente entspricht der unsaldierten Summe der zwischen den Parteien vereinbarten Kauf- und Verkaufsbeträge und ist deshalb kein Maßstab für das Risiko des Konzerns aus dem Einsatz derivativer Finanzinstrumente. Chancen und Risiken werden durch den Marktwert ausgedrückt, der dem Rückkaufswert der Derivate am Bilanzstichtag entspricht.

a) Finanzinstrumente mit positiven Marktwert zum Cashflow-Hedge

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Nominalvolumen Marktwert
31.12.2010 31.12.2009 31.12.2010 31.12.2009
--- --- --- --- ---
Devisentermingeschäfte 85.947 28.934 1.218 796
Optionen 19.575 0 82 0
Summe 105.522 28.934 1.300 796

b) Finanzinstrumente mit negativen Marktwert zum Cashflow-Hedge

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Nominalvolumen Marktwert
31.12.2010 31.12.2009 31.12.2010 31.12.2009
--- --- --- --- ---
Devisentermingeschäfte 82.105 46.723 4.016 1.007
Optionen 0 0 0 0
Summe 82.105 46.723 4.016 1.007

Als Grundgeschäfte werden kontrahierte und geplante Einkäufe und Verkäufe designiert. Sämtliche Cashflows werden im Jahr 2011 erwartet und werden in den Anschaffungskosten der Vorräte erfasst. Ineffektivität aus Cashflow Hedges ist aufgrund der Kurzfristigkeit im Hedge Accounting unwesentlich.

Marktwerte und Buchwerte von Finanzinstrumenten

Gemäß IAS 39 lassen sich die aktiven und passiven Finanzinstrumente in unterschiedliche Bewertungskategorien einordnen. Abhängig von dieser Einordnung in eine bestimmte Bewertungskategorie erfolgt die Bilanzierung der Finanzinstrumente zu fortgeführten Anschaffungskosten oder zum Fair Value. In der folgenden Tabelle werden für die einzelnen Kategorien, die Bewertungsklasse in der Bilanz, der Buchwert und der Fair Value angegeben. Die langfristigen Kredite werden zu über 90 % variabel verzinst und daher wird der Fair Value mit dem Buchwert angesetzt. Die restlichen Fair Values werden von Banken geliefert oder anhand von anerkannten Bewertungsmodellen ermittelt. Bei kurzfristigen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten ist der Buchwert eine gute Annäherung an den Marktwert.

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Bewertungskategorie unterteilt in Klassen Buchwert Fair Value
Bewertung 31.12.2010 31.12.2009 31.12.2010 31.12.2009
--- --- --- --- --- ---
zu Handelszwecke gehaltene Vermögenswerte und Schulden Fair value
- Hedge-Accounting Derivate
Sonstige Vermögensgegenstände 1.300 117 1.300 117
Sonstige Verbindlichkeiten 4.016 328 4.016 328
- Sicherungsderivate ohne Anwendung von Hedge-Accounting
Sonstige Vermögensgegenstände 518 843 518 843
Sonstige Verbindlichkeiten 463 188 463 188
Kredite und Forderungen Fortgeführte Anschaffungskosten
- Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 62.487 48.160 62.487 48.160
- sonstige Vermögenswerte 7.727 7.149 7.727 7.149
Zur Veräußerung verfügbare Finanzinstrumente Fair value
- Wertpapiere des Anlagevermögens 367 992 367 992
Andere Finanzverbindlichkeiten Fortgeführte Anschaffungskosten
- Bankverbindlichkeiten 42.471 42.154 42.471 42.154
- Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 27.814 27.531 27.814 27.531
Flüssige Mittel Fair Value 44.462 57.598 44.462 57.598

8. Sonstige Verpflichtungen

Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen aus Leasing und Mieten teilen sich über die Jahre hinweg wie folgt auf:

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TEUR
2011 2.058
2012 bis 2015 1.902
2016 ff. 105
Gesamt 4.065

Die Gesellschaft und ihre Tochtergesellschaften haben verschiedene Operating-Leasingvereinbarungen für Firmenfahrzeuge, Büroausstattung und andere Anlagen und Einrichtungen getroffen. Die Leasingdauer der Leasinggegenstände beträgt zwischen zwei und fünf Jahren. Die Leasingverträge sind in der Regel nicht kündbar.

Sonstige Bürgschaften, offene Akkreditive für Wareneinkäufe bei Lieferanten und mögliche Wechselverpflichtungen bestanden zum Stichtag in Höhe von 5.523 TEUR (Vj. 4.577 TEUR).

Weitere mögliche Verpflichtungen bestanden in Höhe von 13 TEUR (Vj. 18 TEUR).

Aus dem aktivierten Geldmarktfonds wurde ein Betrag in Höhe von 644 TEUR (Vj. 640 TEUR) zur Absicherung einzelner Pensionszusagen verpfändet.

9. Corporate Governance Kodex

Der Vorstand und Aufsichtsrat der Einhell Germany AG hat die nach § 161 AktG vorgeschriebene Erklärung abgegeben und darüber hinaus den Aktionären auf der Homepage www.einhell.com dauerhaft zugänglich gemacht.

10. Geschäftsvorfälle mit nahestehenden Personen

An die Vorstandsmitglieder gezahlte Vergütungen

Die Mitglieder des Vorstands erhalten fixe und variable Vergütungen, die sich am Erfolg orientieren. Die Mitglieder des Vorstands halten Aktien der Einhell Germany AG. Aktienoptionsprogramme oder vergleichbare Gestaltungen bestehen nicht. Für das Geschäftsjahr 2010 betrugen die Gesamtbezüge des Vorstands der Einhell Germany AG 2.490 TEUR (Vj. 1.916 TEUR). Für diese Personengruppen sind außerdem Pensionsrückstellungen in Höhe von 164 TEUR passiviert.

Für frühere Mitglieder des Vorstands sind Pensionsrückstellungen in Höhe von 1.408 TEUR (Vj. 1.287 TEUR) gebildet. Im Geschäftsjahr wurden 99 TEUR Pensionsbezüge an frühere Mitglieder des Vorstands ausbezahlt.

Die Gesamtbezüge des Aufsichtsrates beliefen sich im abgelaufenen Geschäftsjahr auf 89 TEUR (Vj. 84 TEUR).

Es wurden keine Kredite und Aktienoptionen an Mitglieder des Vorstandes und des Aufsichtsrates vergeben.

11. Abhängigkeitsbericht

Wie bereits im Jahr 2002 gemäß § 21 Abs. 1 WpHG (Wertpapierhandelsgesetz) mitgeteilt, wurde von der Thannhuber AG mit Sitz in Landau a. d. Isar, der Schwellenwert von 75 % der Stammaktien überschritten.

Die Anteile der Einhell Germany AG werden mehrheitlich von der Thannhuber AG gehalten. Wir erklären, dass die Einhell Germany AG mit der Thannhuber AG im Berichtszeitraum keine Rechtsgeschäfte getätigt hat und keine Maßnahmen getroffen oder unterlassen wurden, die die Einhell Germany AG benachteiligt hätten.

12. Honorar des Abschlussprüfers

Das im Geschäftsjahr als Aufwand erfasste Honorar für den Abschlussprüfer KPMG AG beläuft sich auf TEUR 91 (Vj. TEUR 91). Das Honorar für die Abschlussprüfung der KPMG-Unternehmen im Konzernverbund der KPMG Europe LLP betrugen TEUR 167 (Vj. TEUR 161). Das Honorar bezieht sich in voller Höhe auf Abschlussprüfungen. Sonstige Bestätigungsleistungen, Steuerberaterleistungen oder sonstige Leistungen für den Einhell Konzern wurden nicht erbracht.

13. Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Nach dem Bilanzstichtag waren keine weiteren Ereignisse zu verzeichnen, die einen wesentlichen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben könnten.

14. Auflistung der Tochterunternehmen

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Beteiligung unmittelbar

%
Mittelbar

%
Eigenkapital nach IFRS Zum 31.12.2010

TEUR
iSC GmbH, Landau a.d. Isar 100,0 1.285
Hansi Anhai Far East Ltd., Hong Kong/China 100,0 13.533
HAFE Trading Ltd., Hong Kong/China 100,0 1.506
Hans Einhell China (Chongqing) Co. Ltd., Chongqing/China 100,0 1.309
Hansi Anhai Youyang Ltd., Chongqing/China 100,0 5.570
Hans Einhell (China) Trading Co., Ltd., Shanghai/China 100,0 1.031
Einhell Österreich Gesellschaft m.b.H., Wien/Österreich 100,0 4.504
Einhell Portugal - Comércio Int., Lda., Arcozelo/Portugal 100,0 3.597
Einhell Benelux B.V., Breda/Niederlande 100,0 946
Einhell Italia s.r.l., Mailand/Italien 100,0 3.972
iSC Italia s.r.l., Mailand/Italien 100,0 61
Comercial Einhell S.A., Madrid/Spanien 100,0 1.544
Einhell Polska Sp.z o.o., Wroclaw/Polen 90,0 13.665
Einhell Hungaria Kft., Budapest/Ungarn 100,0 700
Einhell Schweiz AG, Winterthur/Schweiz 100,0 1.616
Einhell UK Ltd., Birkenhead/Großbritannien 100,0 1.024
Einhell Bulgarien ODD., Varna/Bulgarien 67,0 141
Einhell Export-Import GmbH, Tillmitsch/Österreich 100,0 797
Einhell Croatia d.o.o., Lepajci/Kroatien 100,0 3.814
Einhell BiH d.o.o., Vitez/Bosnien 66,7 2.149
Einhell d.o.o. Beograd, Belgrad/Serbien 100,0 264
Einhell Romania SRL, Bukarest/Rumänien 100,0 2.694
Einhell-Ukraine TOV, Kiew/Ukraine 100,0 100
Svenska Einhell AB, Göteborg/Schweden 100,0 -209
Einhell Holding Gesellschaft m.b.H., Wien, Österreich 100,0 1.000
Einhell-Unicore s.r.o., Karlsbad/Tschechien 100,0 2.383
Einhell Intratek Mühendislik ve Dis Ticaret A.S., Istanbul/Türkei 85,0 2.640
Anxall Hellas A.E., Athen/Griechenland 96,0 422
Einhell Chile S.A., Santiago/Chile 90,0 163
Einhell Scandinavia Aps, Arhus/Dänemark 100,0 -35
Einhell Middle East Trading FZC, Ras Al-Khaima/Vereinigte Arabische Emirate 98,0 2,0 -103
Einhell Slovakia s.r.o., Pezinok/Slowakei 100,0 -248
Einhell France SAS, Villepinte/Frankreich 70,0 -1.035
Einhell Australia PTY. Ltd., Victoria/Australien 90,0 -3
Einhell Brasil Com. Distr. Ltda, Campinas/Brasilien 90,0 -10
Einhell Norway AS, Larvik/Norwegen 100,0 189

15. Organe der Gesellschaft

Dem Vorstand der Einhell Germany AG gehörten im Geschäftsjahr 2010 an:

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• Andreas Kroiss, Linz/Österreich (Vorsitzender) Bereich Vertrieb, Einkauf, Marketing, Produktmanagement, Unternehmensstrategie
• Jan Teichert, Metten Bereich Finanz- und Rechnungswesen, Steuern, Recht, Controlling, Investor Relations, Personal
• Dr. Markus Thannhuber, Landau a. d. Isar Bereich Technik, Produktaufbereitung, Qualitätssicherung, Service, IT, Produktion und Instandhaltung
• York Boeder, Landau a. d. Isar Bereich Vertrieb International bis 31.12.2010

Herr Jan Teichert ist stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender der SÜSS MicroTec AG, Garching.

Der Aufsichtsrat der Einhell Germany AG setzte sich wie folgt zusammen:

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• Josef Thannhuber, Landau a. d. Isar Kaufmann Vorsitzender
• Univ.-Prof. Dr.-Ing. Dr.-Ing. E.h. Dieter Spath, Sasbachwalden Leiter Fraunhofer-Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation (IAO), Stuttgart Stellvertretender Vorsitzender
• Maximilian Fritz, Wallersdorf - Haidlfing Teamleiter Call-Center; Arbeitnehmervertreter

Herr Univ.-Prof. Dr.-Ing. Dr.-Ing. E.h. Dieter Spath ist Mitglied der folgenden Aufsichtsräte bzw. Verwaltungsräte:

• Christophsbad GmbH und Co., Göppingen, Mitglied des Verwaltungsrats, bis Juni 2010

• LIEBICH & PARTNER Management- und Personalberatung AG, Baden-Baden, Vorsitzender des Aufsichtsrats

• ict Innovative Communication Technologies AG, Kohlberg, Stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrats

• Zeppelin GmbH, Garching, Mitglied des Aufsichtsrats

Landau a. d. Isar, 17. März 2011

Einhell Germany AG

Der Vorstand

Andreas Kroiss

Jan Teichert

Dr. Markus Thannhuber

Anlage zum Konzernanhang

Entwicklung der langfristigen Vermögenswerte im Geschäftsjahr 2010

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Anschaffungs- und Herstellungskosten
1.1.2010

EUR
Zugänge

EUR
Abgänge

EUR
Umbuchungen

EUR
Währungs- differenzen

EUR
31.12.2010

EUR
--- --- --- --- --- --- ---
I. Immaterielle Vermögenswerte
1. Konzessionen, Entwicklungskosten, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 11.493.941,96 189.647,09 0,00 15.648,53 92.637,67 11.791.875,25
2. Geschäfts- oder Firmenwert 9.584.646,94 836.796,69 -66.380,99 0,00 0,00 10.355.062,64
3. Geleistete Anzahlungen 18.514,43 0,00 -863,58 -7.000,00 0,00 10.650,85
21.097.103,33 1.026.443,78 -67.244,57 8.648,53 92.637,67 22.157.588,74
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 26.144.540,73 413.899,35 0,00 0,00 146.920,65 26.705.360,73
2. Technische Anlagen und Maschinen 4.273.934,90 56.063,45 -15.159,89 0,00 94.618,26 4.409.456,72
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 10.250.133,84 2.078.738,66 -375.748,51 28.548,30 221.129,86 12.202.802,15
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 37.286,48 93.865,61 0,00 -37.196,83 -89,65 93.865,61
40.705.895,95 2.642.567,07 -390.908,40 -8.648,53 462.579,12 43.411.485,21
III. Finanzanlagen
Wertpapiere 995.775,72 3.142,73 -627.935,55 0,00 0,00 370.982,90
62.798.775,00 3.672.153,58 -1.086.088,52 0,00 555.216,79 65.940.056,85

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Kumulierte Abschreibungen
1.1.2010

EUR
Abschreibungen des Geschäftsjahres

EUR
Abgänge

EUR
Umbuchungen

EUR
Währungs- differenzen

EUR
31.12.2010

EUR
--- --- --- --- --- --- ---
I. Immaterielle Vermögenswerte
1. Konzessionen, Entwicklungskosten, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 9.748.776,42 1.207.433,33 0,00 78,91 57.929,29 11.014.217,95
2. Geschäfts- oder Firmenwert 2.106.467,78 0,00 0,00 0,00 0,00 2.106.467,78
3. Geleistete Anzahlungen 11.068,07 0,00 0,00 -417,22 0,00 10.650,85
11.866.312,27 1.207.433,33 0,00 -338,31 57.929,29 13.131.336,58
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 15.390.386,60 750.000,72 0,00 0,00 67.540,18 16.207.927,50
2. Technische Anlagen und Maschinen 1.102.834,91 284.298,50 -1.496,61 0,00 52.432,91 1.438.069,71
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 7.645.036,41 1.040.283,99 -297.049,81 338,31 149.977,20 8.538.586,10
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
24.138.257,92 2.074.583,21 -298.546,42 338,31 269.950,29 26.184.583,31
III. Finanzanlagen
Wertpapiere 3.845,03 0,00 0,00 0,00 0,00 3.845,03
36.008.415,22 3.282.016,54 -298.546,42 0,00 327.879,58 39.319.764,92

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Buchwerte Buchwerte
31.12.2010

EUR
31.12.2009

EUR
--- --- ---
I. Immaterielle Vermögenswerte
1. Konzessionen, Entwicklungskosten, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 777.657,30 1.745.165,54
2. Geschäfts- oder Firmenwert 8.248.594,86 7.478.179,16
3. Geleistete Anzahlungen 0,00 7.446,36
9.026.252,16 9.230.791,06
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 10.497.433,23 10.754.154,13
2. Technische Anlagen und Maschinen 2.971.387,01 3.171.099,99
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.664.216,05 2.605.097,43
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 93.865,61 37.286,48
17.226.901,90 16.567.638,03
III. Finanzanlagen
Wertpapiere 367.137,87 991.930,69
26.620.291,93 26.790.359,78

Entwicklung der langfristigen Vermögenswerte im Geschäftsjahr 2009

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Anschaffungs- und Herstellungskosten
1.1.2009

EUR
Zugänge

EUR
Abgänge

EUR
Umbuchungen

EUR
Währungs- differenzen

EUR
31.12.2009

EUR
--- --- --- --- --- --- ---
I. Immaterielle Vermögenswerte
1. Konzessionen, Entwicklungskosten, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 11.315.553,83 449.791,37 -257.777,48 -9.727,26 -3.898,50 11.493.941,96
2. Geschäfts- oder Firmenwert 9.931.275,16 445.191,11 -800.000,00 8.180,67 0,00 9.584.646,94
3. Geleistete Anzahlungen 34.122,01 7.000,00 -30.833,88 0,00 8.226,30 18.514,43
21.280.951,00 901.982,48 -1.088.611,36 -1.546,59 4.327,80 21.097.103,33
II. Sachanlagen
1.Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 26.181.961,56 135.785,58 -114.708,49 53.487,79 -111.985,71 26.144.540,73
2.Technische Anlagen und Maschinen 2.450.534,74 2.841.534,42 -1.005.239,46 0,00 -12.894,80 4.273.934,90
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 10.924.553,72 671.209,24 -1.232.561,76 -51.941,20 -61.126,16 10.250.133,84
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 15.161,47 26.930,23 -4.533,30 0,00 -271,92 37.286,48
39.572.211,49 3.675.459,47 -2.357.043,01 1.546,59 -186.278,59 40.705.895,95
III. Finanzanlagen
Wertpapiere 987.930,49 7.845,23 0,00 0,00 0,00 995.775,72
61.841.092,98 4.585.287,18 -3.445.654,37 0,00 -181.950,79 62.798.775,00

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Kumulierte Abschreibungen
1.1.2009

EUR
Abschreibungen des Geschäftsjahres

EUR
Abgänge

EUR
Umbuchungen

EUR
Währungs- differenzen

EUR
31.12.2009

EUR
--- --- --- --- --- --- ---
I. Immaterielle Vermögenswerte
1. Konzessionen, Entwicklungskosten, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 8.505.462,91 1.444.964,72 -185.635,45 -8.180,16 -7.835,60 9.748.776,42
2. Geschäfts- oder Firmenwert 2.098.287,11 0,51 0,00 8.180,16 0,00 2.106.467,78
3. Geleistete Anzahlungen 6.947,76 417,22 0,00 0,00 3.703,09 11.068,07
10.610.697,78 1.445.382,45 -185.635,45 0,00 -4.132,51 11.866.312,27
II. Sachanlagen
1.Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 14.726.399,68 754.729,11 -86.768,96 4.514,33 -8.487,56 15.390.386,60
2.Technische Anlagen und Maschinen 1.926.985,20 182.833,33 -997.741,84 0,00 -9.241,78 1.102.834,91
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 7.734.634,22 1.041.930,59 -1.108.969,47 -4.514,33 -18.044,60 7.645.036,41
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
24.388.019,10 1.979.493,03 -2.193.480,27 0,00 -35.773,94 24.138.257,92
III. Finanzanlagen
Wertpapiere 3.845,03 0,00 0,00 0,00 0,00 3.845,03
35.002.561,91 3.424.875,48 -2.379.115,72 0,00 -39.906,45 36.008.415,22

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Buchwerte
31.12.2009

EUR
31.12.2008

EUR
--- --- ---
I. Immaterielle Vermögenswerte
1. Konzessionen, Entwicklungskosten, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.745.165,54 2.810.090,92
2. Geschäfts- oder Firmenwert 7.478.179,16 7.832.988,05
3. Geleistete Anzahlungen 7.446,36 27.174,25
9.230.791,06 10.670.253,22
II. Sachanlagen
1.Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 10.754.154,13 11.455.561,88
2.Technische Anlagen und Maschinen 3.171.099,99 523.549,54
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.605.097,43 3.189.919,50
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 37.286,48 15.161,47
16.567.638,03 15.184.192,39
III. Finanzanlagen
Wertpapiere 991.930,69 984.085,46
26.790.359,78 26.838.531,07

Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2010

1. Geschäftstätigkeit, Struktur, Steuerung und Ziele des Einhell-Konzerns

1.1 Allgemeine Tätigkeit und Geschäftsbereiche

Die Einhell Germany AG mit Sitz in Landau an der Isar (Deutschland) ist die Muttergesellschaft des international aufgestellten Einhell Konzerns.

Einhell entwickelt und vertreibt Lösungen für Heimwerker und Handwerker, für Haus und für Garten und Freizeit. Schneller, flexibler und innovativer reagieren als Andere sind die Grundsätze der Produktpolitik. Einhell begleitet mit einem hohen Internationalisierungsgrad die globale Ausrichtung seiner Kunden. Tochterunternehmen und assoziierte Partner in aller Welt stellen die Nähe zu den weltweit agierenden Kunden der Einhell AG sicher. Die Tochtergesellschaften bestehen aus überwiegend in Europa ansässigen Vertriebsgesellschaften und Handelsgesellschaften in Asien. Die asiatischen Töchter sind unter anderem auch für die Produktfindung und Beschaffung zuständig. Da die Produktion in Asien stattfindet, wurde auch die Qualitätssicherung hier angesiedelt. Einhell beschäftigt weltweit ca. 1.000 Mitarbeiter. Der Konzernumsatz beträgt ca. 365 Millionen Euro.

Die Einhell Germany AG gliedert ihre Tätigkeit in die beiden Geschäftsbereiche "Werkzeuge" und "Garten & Freizeit".

Die Verantwortung für die jeweilige Division liegt operativ bei Divisionsleitern bzw. bei Geschäftsführern in den Tochtergesellschaften. Bei diesen wird die Zuordnung der Vertriebsverantwortung laufend weiterentwickelt und orientiert sich dabei an der Divisionalisierung in die beiden Bereiche "Werkzeuge" und "Garten & Freizeit". Zugleich arbeitet der Einhell-Konzern an der Umsetzung eines Business-Unit-Konzepts, welches neben dem Vertrieb auch die Verantwortung für weitere Abteilungen, wie z. B. Produktmanagement und Einkauf, an der Unterteilung in den Bereich "Werkzeuge" und "Garten & Freizeit" ausrichtet.

1.2 Rechtliche Struktur und Leitung des Konzerns

Rechtliche Struktur und Änderungen der Konzernstruktur

Die Einhell Germany AG, Landau/Isar hält mittel- und unmittelbar Anteile an insgesamt 36 Tochtergesellschaften, die jeweils eine eigene rechtliche Einheit bilden.

Sie hält dabei jeweils 100% der Anteile an Tochtergesellschaften mit Zentral- bzw. Sonderfunktionen wie z.B. Service, Produktfindung/Produktaufbereitung, Beschaffung/ Einkauf sowie Qualitätskontrolle und -sicherung. Außerdem ist sie zu überwiegend 100% an den weltweiten Vertriebsgesellschaften beteiligt.

In den Tochtergesellschaften, bei denen die Einhell Germany AG nicht vollständig 100% der Anteile hält, verfügt sie in allen Fällen über die unmittelbare oder mittelbare Mehrheit der Anteile. Die Minderheitsanteile werden fast ausschließlich von den jeweiligen Vertriebsgeschäftsführern der jeweiligen Gesellschaft gehalten. Dies ist ein Bestandteil der Strategie des Einhell-Konzerns und soll die unternehmerische Mitverantwortung durch die direkte Beteiligung am Kapital sowie am Erfolg der jeweiligen Gesellschaft untermauern.

Hinsichtlich der Zuständigkeiten der Konzerngesellschaften des Einhell-Konzerns werden sämtliche Vorgänge, die zentral erfolgen können, konzentriert. Die Produktaufbereitung, die Suche nach Fabriken, deren Auditierung und Zertifizierung, der Einkauf, der Service, das Controlling, die Finanzierung, IT und weitere administrative Tätigkeiten erfolgen beispielsweise zentral durch die Konzerngesellschaften in Deutschland und China. Mit diesem Organisationsaufbau innerhalb des Konzerns, ist es sämtlichen Vertriebsgesellschaften möglich, sich auf ihre Kerntätigkeiten zu konzentrieren. Ferner ist Einhell in der Lage, die internationale Expansion zügig voranzutreiben, da jede Vertriebsgesellschaft eine ähnliche Struktur aufweist und somit das Geschäftsmodell effizient in weitere Länder ausgerollt werden kann. Da das organische Wachstum große Potenziale bietet, stellen die Organisation und der effiziente Aufbau des Geschäftsmodells des Einhell-Konzerns eine der wichtigsten Aufgaben für die Verantwortlichen dar.

Im Laufe des Geschäftsjahres 2010 veränderte sich die Konzernstruktur wie folgt:

So wurden 10% der Anteile der Einhell Australia an den dortigen Geschäftsführer übertragen. Zudem konnten sämtliche Anteile der Einhell Middle East Trading FZC sowie der Einhell Romania SRL übernommen werden. Diese Gesellschaften sind damit 100%ige Konzerngesellschaften.

Im vierten Quartal des Geschäftsjahres 2010 wurde die Gesellschaft Einhell Norway AS mit Sitz in Larvik gegründet. Die Einhell Germany AG ist mit 100% an dieser Gesellschaft beteiligt.

Leitung und Kontrolle

Die Verantwortung für die Geschäftstätigkeit des Einhell-Konzerns liegt beim Vorstand. Dieser besteht zum Zeitpunkt der Erstellung des Jahres- und Konzernabschlusses sowie des Lageberichts aus drei Mitgliedern. Der Vorstand leitet, organisiert und überwacht die Strategie und die operativen Geschäftsprozesse des gesamten Unternehmens. Die Zuständigkeiten innerhalb des Vorstands orientieren sich an der fachlichen Verantwortung des jeweiligen Vorstandsmitglieds für seine ihm zugeordneten Ressorts. Dabei liegen in der Verantwortung des Vorstandsvorsitzenden die Bereiche Vertrieb, Einkauf, Marketing, Produktmanagement und Unternehmensstrategie. In der Verantwortung des Vorstands Finanzen liegen die Bereiche Finanz- und Rechnungswesen, Steuern, Recht, Controlling, Investor Relations und Personal. In der Verantwortung des Vorstands Technik liegen die Bereiche Technik, Produktaufbereitung, Qualitätssicherung, Service, IT, Produktion und Instandhaltung.

Der Vorstand führt die Fach- und Führungskräfte der jeweiligen Ressorts und stützt sich hierbei auf eine entsprechende Struktur von Bereichs- und Abteilungsleitern in der Einhell Germany AG sowie Geschäftsführern und deren Fach- und Führungskräfte in den Tochterunternehmen. Dabei achtet der Vorstand auf grundsätzlich flache Hierarchien und legt Wert darauf, mit den Mitarbeitern und Fachkräften aller Bereiche auch in direktem Kontakt zu stehen. Regelmäßige Sitzungen des Vorstands, Sitzungen der einzelnen Ressortkreise sowie auch fallweise bereichs- und abteilungsübergreifende Besprechungen sichern eine effiziente Kommunikation und Informationsversorgung aller Verantwortlichen.

Der Aufsichtsrat der Einhell Germany AG, der aus drei Mitgliedern besteht, überwacht und berät den Vorstand gemäß den gesetzlichen Vorgaben sowie den Vorgaben des deutschen Corporate Governance Kodex.

In den regelmäßigen Sitzungen des Aufsichtsrats informiert der Vorstand diesen über die Lage des Unternehmens, den Gang der Geschäfte sowie die Strategie der Gesellschaft. Daneben sucht der Aufsichtsrat auch das laufende Gespräch mit dem Vorstand außerhalb der regelmäßigen Sitzungen und stellt damit zusätzlich eine angemessene Kommunikation und Informationsversorgung seitens des Vorstands an den Aufsichtsrat sicher.

Grundzüge des Vergütungssystems des Vorstands

Die Mitglieder des Vorstands erhalten fixe und erfolgsabhängige, also variable Vergütungen mit kurzfristigem sowie mittelfristigem Charakter. Die erfolgsabhängigen Gehaltsbestandteile sind abhängig vom Konzernergebnis, vom Ergebnis der Geschäftsbereiche des abgelaufenen Geschäftsjahres sowie der Entwicklung der Vermögensstruktur des Konzerns und persönlichen Bemessungsfaktoren. Die Bewertungssystematik der variablen Vergütungen ist seit Jahren im Wesentlichen unverändert und gewährleistet somit eine transparente und auf Nachhaltigkeit ausgerichtete Bilanzierungspraxis auf Grundlage der strategischen Ziele des Konzerns. Einmaleffekte durch Sondereinflüsse werden bei der Berechnung der variablen Vergütungen durch einen Cap begrenzt. Mitglieder des Vorstands halten Aktien der Einhell Germany AG. Aktienoptionsprogramme oder vergleichbare Gestaltungen bestehen nicht. Weitere Angaben zu den Vorstandsbezügen enthält der Anhang.

Personalveränderungen im Vorstand

Der bisherige Vorstand International, Herr York Boeder, hat seinen zum 31.12.2010 auslaufenden 3-jährigen Vorstandsvertrag auf eigenen Wunsch nicht verlängert und hat die Gesellschaft verlassen. Die bisherigen Verantwortungsbereiche von Herrn York Boeder werden aufgeteilt. Dabei wurden Teile in die Zuständigkeit des Vorstandsvorsitzenden und Teile in die Zuständigkeit des Vorstands Finanzen zugeordnet. Vorstand und Aufsichtsrat danken Herrn Boeder für die geleistete Arbeit und wünschen ihm viel Erfolg bei seiner neuen Herausforderung.

1.3 Steuerung, Ziele und Strategie des Einhell-Konzerns

Steuerung

Der Einhell-Konzern orientiert sich bei der Steuerung seiner Geschäftsaktivitäten vor allem an den Kenngrößen Umsatz, Rohertragsmarge und dem Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit (EBT). Daneben steuert der Einhell-Konzern die wesentlichen Treiber des Working Capitals, die Vorräte und die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, über Kenngrößen.

Der Lagerbestand wird laufend analysiert und anhand der Größen Lagerdrehung und Reichweite auf eventuellen Abwertungsbedarf hin geprüft. Zudem werden anhand einer Lagervorschau die Bestellungen neuer Ware im Hinblick auf Warenverfügbarkeit und Lagerhöhe auf Plausibilität hin überprüft und gesteuert.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden laufend anhand der Altersstruktur analysiert und einem festgelegten Bewertungsschema unterworfen. Die Forderungen werden üblicherweise entsprechend des Limits der Forderungsversicherung begrenzt bzw. durch interne Limitvergaben einer entsprechenden Steuerung unterzogen. Die Forderungslaufzeiten stehen ebenso unter laufender Beobachtung und sind eine weitere Steuerungsgröße für das Working Capital der Gesellschaft.

Ziele

Der Einhell-Konzern verfolgt das Ziel eines nachhaltigen profitablen Wachstums im Umsatz und Gewinn. Dabei steht das Ziel der Profitabilität an erster Stelle vor dem reinen Wachstumsziel. Mit dem Ziel einer langfristigen stabilen Rendite vor Steuern im Mittel von mindestens 4 bis 5% und einer langfristigen stabilen Dividendenausschüttung hat die Gesellschaft diese Ziele konkretisiert.

Strategie

Die strategischen Ziele der nächsten 3-5 Jahre des Einhell-Konzerns wurden vom Vorstand in Zusammenarbeit mit den Führungskräften erarbeitet. Der Vorstand hat diese Ziele in einem Strategiepapier zusammengeführt und wird die operative Umsetzung der Strategie begleiten und laufend überwachen.

Das wesentliche strategische Ziel ist die weitere Internationalisierung der Gesellschaft. Dabei sollen neben dem Ausbau bestehender Kundenbeziehungen konsequent neue Märkte erschlossen werden. Einhell will sich damit zu einem weltweiten Anbieter mit einem äußerst attraktiven Produktsortiment weiterentwickeln. Dabei kann das Produktsortiment auch um passende und gewinnbringende Bereiche erweitert werden. Der Bereich Customer Service steht dabei ebenso im Fokus der Bemühungen und soll ebenso zu einer internationalen Service-Organisation ausgerollt werden. Auf der Beschaffungsseite will der Einhell-Konzern Abhängigkeiten von spezifischen Beschaffungsregionen minimieren und ein weltweites Sourcing-Modell etablieren.

1.4 Produktaufbereitung, Beschaffung und Qualitätsmanagement

Produktaufbereitung

Die Aufwendungen für Produktaufbereitung betragen im Geschäftsjahr 2010 4,0 Mio. EUR (i. Vj. 3,6 Mio. EUR). In diesem Bereich waren 37 Mitarbeiter (i. Vj. 34 Mitarbeiter) beschäftigt. Dieser Bereich ist überwiegend vertriebsgetrieben und kundenorientiert. Daher ist nicht nur die Zusammenarbeit mit anderen Bereichen, wie z. B. der Qualitätssicherung wichtig, sondern auch die Kommunikation mit den Kunden. So werden beim Aufbau neuer Produkte und Versionen Kundenbedürfnisse von Beginn an einbezogen. Der Kunde wird als Partner verstanden. Dies ermöglicht dem gesamten Einhell-Konzern eine konsequente Marktanpassung. So wurde Einhell zu einem der am schnellsten agierenden Unternehmen der Branche. Die positiven Erfahrungen mit unseren Kunden bestärken uns, diesen Weg beizubehalten.

Die bereits Ende 2008 eingeführten Produktlinien "Blue" und "Red" werden von den Kunden sehr gut angenommen. Die neuen Produktlinien unterscheiden sich durch deren Preise und Design. Die Linie "Blue" kennzeichnet das mittlere und die Linie "Red" das gehobene Preissegment. Dabei liegen auch hier die Preise unter denen der derzeitigen Marktführer, die Produkte grenzen sich aber deutlich durch Design, Exklusivität und Kundenservice ab. Neben den erwünschten Effekten beim Kunden kann durch diese Einführung auch die Effizienz in Logistik und Vertrieb gesteigert werden. Damit verfügt Einhell über ein aktuellstes Sortiment an attraktiven und zeitgemäßen Produkten, was nur bei wenigen Unternehmen der Branche der Fall ist.

Der Einhell-Konzern verfügt über ein Portfolio an diversen deutschen und europäischen Patenten, Gebrauchsmustern, Geschmacksmustern und -marken. Die Firmenstrategie sieht es als wesentliche Aufgabe, die Anmeldungen von Patenten, Gebrauchs- und Geschmacksmustern auszuweiten.

Beschaffung

Im Bereich Beschaffung sind die Rohstoffpreise des gesamten Weltmarktes ein wichtiger Faktor. In 2010 führte die starke Erholung der weltweiten Konjunktur zu deutlichen Preisanstiegen. Dabei benötigt vor allem China für seine schnell wachsende Wirtschaft Rohstoffe. Ferner verteuerten sich Rohstoffe aufgrund Angebotsverknappungen bei bestimmten Rohstoffen. Spekulationen auf den Rohstoffmärkten haben zudem die Preisbewegungen verstärkt. Darüber hinaus verfügten die Finanzmärkte aufgrund der lockeren Geldpolitik über viel Liquidität, so dass einige Anleger aus Sorge vor Inflation in Rohstoffe investierten.

In 2010 sind im HWWI-Rohstoffpreisindex die Preise für Baumwolle mit 95,8% in USD und 111,4% in Euro am stärksten angestiegen. Dagegen erhöhte sich der Rohölpreis eher moderat. Seit Januar 2010 stieg der HWWI-Rohstoffpreisindex bis Dezember 2010 in US-Dollar um 21% und in Euro um 30,7%.

Qualitätsmanagement

Ein Großteil der Einhell-Produktpalette wird derzeit in China gefertigt. Die Qualitätsanforderungen, die der Einhell-Konzern an die chinesischen Lieferanten stellt, werden von den Wünschen der Kunden bestimmt. Die Qualitätssicherung und das Qualitätsmanagement werden ständig verbessert. Da der Überprüfung der Qualität vor der Verschiffung ab China eine hohe Priorität zukommt, steht dieser Bereich ständig unter Beobachtung. Neben den strengen Verschiffungskontrollen vor Ort erfolgen auch die Überwachung der Einhaltung kundenspezifischer Qualitätsanforderungen, Kontrollen von laufenden Produktionen und die Optimierung von Prozessabläufen bei den Herstellern.

Die Qualität der Lieferanten wird ständig optimiert. Durch eine angemessene Anzahl an Lieferanten und eine breite Streuung von Aufträgen wird die Abhängigkeit von einzelnen Lieferanten vermieden. Um weiteren Spielraum für flexible Beschaffungsmöglichkeiten zu schaffen ist der Einhell-Konzern seit 2008 auch in Vietnam präsent.

1.5 Personal und Sozialbereich

Die Anzahl der Mitarbeiter erhöhte sich im Geschäftsjahr 2010 im Vorjahresvergleich um 0,6% auf durchschnittlich 1.005 (i. Vj. 999). Der Umsatz pro Mitarbeiter beträgt 364 TEUR (i. Vj. 316 TEUR).

Die stetige Weiterbildung unserer Mitarbeiter bildet die Grundlage für ein auch in Zukunft erfolgreiches Handeln. Die in 2010 angebotenen und erfolgreich durchgeführten Fort- und Weiterbildungsprogramme umfassten die Bereiche Arbeitsmethodik, EDV, Sprachtraining und Führung. Mit der Erweiterung der Fähigkeiten und Fertigkeiten unserer Mitarbeiter schaffen wir die Grundlage für einen langfristigen Unternehmenserfolg.

Ebenso wurden die Inhalte und die Struktur der internen betrieblichen Ausbildung überarbeitet und weiter verbessert und um das Angebot eines Dualen Studiums in Zusammenarbeit mit der Dualen Hochschule Baden-Württemberg Stuttgart ergänzt.

Durch die Leistungen und das außerordentliche Engagement eines jeden einzelnen Mitarbeiters des Einhell-Konzerns konnte dieses hervorragende Ergebnis des Geschäftsjahres 2010 erreicht werden.

Dafür bedankt sich der Vorstand der Einhell Germany AG bei allen Mitarbeitern des gesamten Konzerns.

2. Überblick über den Geschäftsverlauf

Wirtschaftliche Rahmenbedingungen

Weltwirtschaft

Nach einem ungewöhnlich starken Einbruch in 2009 hat sich die Weltwirtschaft überraschend schnell stabilisiert. Die Zuwachsrate des Bruttoinlandsprodukts in den Schwellenländern fiel mit 7,6% stärker aus als in den Industrieländern mit 2,3%. Während in den aufstrebenden Volkswirtschaften in Asien noch nicht einmal ein Rückgang der Wirtschaftsleistung zu verzeichnen war, konnte in den meisten Industrieländern das Vorkrisenniveau noch nicht wieder erreicht werden.

Vor allem die Entwicklung im ersten Halbjahr 2010 war geprägt durch eine unerwartet deutliche Besserung der globalen Konjunktur. Die Weltproduktion erhöhte sich dabei im Vorjahresvergleich um etwa 4,9% und erreichte damit wieder Vorkrisenniveau. Begünstigt war diese Entwicklung vor allem durch die sehr expansive Fiskalpolitik der Industrieländer, das weltweit sehr niedrige Zinsniveau sowie die Ausweitung der Produktion in den Schwellenländern. Zudem expandierte der Welthandel sehr stark. Das weltweite Handelsvolumen erreichte bis Jahresmitte 2010 mit einem Wachstum um 12,3% im Vorjahresvergleich nahezu wieder das Niveau vor der Finanzkrise.

Im Gesamtjahr 2010 hatte der globale Konjunkturauftrieb 3,9% betragen.

Deutschland

Nach dem stärksten Einbruch der Wirtschaftsleistung seit der Nachkriegsgeschichte im Vorjahr, legte die deutsche Wirtschaft im Jahr 2010 kräftig zu. Mit einem Plus von 3,6% stieg das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) so stark wie seit der Wiedervereinigung nicht mehr.

Eine wichtige Stütze der deutschen Wirtschaft war in 2010 der Außenhandel. Nach negativen Wachstumsraten in 2008 und 2009, steuerte der Außenbeitrag mit 1,1 Prozentpunkten einen positiven Wachstumsanteil zum Bruttoinlandsprodukt bei. Dabei stiegen die Exporte preisbereinigt um 14,2% und die Importe um 13%.

Die Konsumausgaben lieferten in 2010 einen deutlichen Beitrag zum gesamtwirtschaftlichen Wachstum. Preisbereinigt stiegen die staatlichen Konsumausgaben um 2,2%, die privaten um 0,5%. Basis für die gestiegene Kaufbereitschaft der Verbraucher war die positive Entwicklung am Arbeitsmarkt, das immer noch ruhige Preisklima sowie umfangreiche fiskalische Entlastungen, die den privaten Haushalten eine reale Verbesserung ihrer Einkommen bescherten. Trotz der guten wirtschaftlichen Entwicklung konnte Deutschland in 2010 die EU-Verschuldungskriterien nicht einhalten. Das Staatsdefizit hat mit 3,5% des Bruttoinlandsprodukts und einem Fehlbetrag in Höhe von 88,57 Milliarden Euro, die im EU-Stabilitätspakt festgesetzte Schuldengrenze von 3% überschritten.

Nach dem Krisenjahr 2009 setzte in der deutschen Wirtschaft eine starke konjunkturelle Erholung ein, die den Arbeitsmarkt begünstigte. Der deutsche Arbeitsmarkt hat sich als sehr robust erwiesen. Im Jahresdurchschnitt 2010 haben sich Erwerbstätigkeit und sozialversicherungspflichtige Beschäftigung erhöht, zudem ist die Zahl der Arbeitslosen gesunken. Saisonbereinigte Werte zeigen, dass der Arbeitsmarkt bei Arbeitslosigkeit und Beschäftigung besser dasteht als noch vor dem wirtschaftlichen Einbruch. Im Jahresdurchschnitt belief sich die Arbeitslosenquote auf 7,7% und damit 0,5 Prozentpunkte weniger als im Vorjahresvergleich. Für das Jahr 2011 erwartet die Bundesagentur für Arbeit eine weitere Besserung.

Im Vorjahresvergleich ist der Verbraucherpreisindex für Deutschland im Jahresdurschnitt 2010 um 1,1% gestiegen. Damit lag die Jahresteuerungsrate zwar deutlich höher als im Vorjahr, bleibt im historischen Vergleich aber unter den jährlichen Teuerungsraten der meisten Jahre. Seit der Wiedervereinigung zogen die Preise jährlich im Durchschnitt um 1,9% an. Den größten Inflationsbeitrag an der Teuerungsrate hatte vor allem der Preisanstieg der Kraftstoffe. Die Kerninflationsrate, ohne Berücksichtigung der Energieprodukte und saisonabhängigen Nahrungsmittel betrug 0,7%.

Der Start ins Frühjahrsgeschäft der Bau- und Heimwerkermärkte verlief auch in diesem Jahr aufgrund schlechter Witterung zu Beginn des Jahres 2010 eher mäßig. Winterlich kalte und ungemütliche Temperaturen mit anhaltenden Schneefällen beeinträchtigten die Umsatzzahlen. Nach diesem schwierigen Start haben verkaufsstarke Wochen im März noch zu einem positiven ersten Quartal 2010 geführt. Auf unbereinigter Fläche wurde ein Umsatzplus von 2,3% gegenüber dem Vorjahr erreicht, gefolgt von einem positiven Halbjahresergebnis. Nahezu alle Baumarktabteilungen der Do-it-yourself-Branche trugen zur Umsatzsteigerung von 1,7% im Vorjahresvergleich bei. Damit zeigte sich im vierten Quartal in Folge ein stabiles Wachstum der Branche. In den ersten neun Monaten steigerte die Baumarktbranche ihre Umsätze gegenüber dem Vorjahr um 1,7%. Das dritte Quartal legte im Vorjahresvergleich sogar um 3,9% zu. Für das Gesamtjahr 2010 erwartet der Bundesverband Deutscher Heimwerker-, Bau- und Gartenfachmärkte ein Umsatzwachstum von 2,8%. Sämtliche Entwicklungstendenzen sprechen für einen anhaltenden Wachstumstrend in der Baumarktbranche.

Europa

Die globale Finanz- und Wirtschaftskrise hat in den öffentlichen Haushalten in den europäischen Staaten ungewöhnlich tiefe Spuren hinterlassen. Insbesondere Griechenland, Portugal und Irland leiden unter den harten Sparmaßnahmen. Ohne die massiven Rettungsprogramme in 2010 für Griechenland und auch den gesamten Euro-Raum wäre eine erneute Finanzkrise möglich gewesen.

Aufgrund der starken Spannungen im Euro-Raum haben sich die Zweifel an der Vorteilhaftigkeit einer Währungsunion verstärkt. Es darf jedoch nicht übersehen werden, dass sich der massive Anstieg der Haushaltsdefizite und die Zunahme der öffentlichen Verschuldung nicht auf den Euro-Raum beschränken. Auch die Vereinigten Staaten, Japan und das Vereinigte Königreich leiden in gleicher Weise oder noch stärker unter den Folgen der Wirtschafts- und Finanzkrise.

Die Wirtschaft im Euroraum erholt sich zusehends. Nach Angaben des europäischen Statistikamts Eurostat stieg das Bruttoinlandsprodukt (BIP) im dritten Quartal 2010 um 1,9% gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Auch im Dezember 2010 hat sich die Wirtschaftsstimmung in der Eurozone weiter aufgehellt. Der Sammelindex zur Einschätzung der wirtschaftlichen Entwicklung stieg auf 106,2 Punkte, nach 105,1 Punkten im Vormonat. Dieser Index umfasst dabei die Einschätzung von Industrie, Bauwirtschaft und Dienstleistungsgewerbe sowie das Verbrauchervertrauen und die Entwicklung des Einzelhandels in der EU. Die Wachstumsdynamik im verarbeitenden Gewerbe hat sich in der Eurozone im Dezember deutlich erhöht. Der Einkaufsmanagerindex erreichte mit 57,1 Punkten den höchsten Stand seit acht Monaten. Der Gesamtjahresdurchschnitt 2010 lag mit 55,4 Punkten deutlich über dem Vorjahreswert von 43,3 Punkten.

Die Industrieproduktion dürfte im vierten Quartal 2010 um 2% zulegen. Laut Eurostat ist die Kapazitätsauslastung sowohl im Euroraum als auch in der gesamten EU im vierten Quartal 2010 leicht gestiegen. Im verarbeitenden Gewerbe erhöhte sich die Auslastung in der EU auf 77,9% im Vergleich zum Vorquartal mit 77,3%. Zu den stärksten Ländern zählten hierbei Österreich (83,4%) und Deutschland (83,2%).

Zum Jahresende legten die Auftragseingänge in der europäischen Industrie stark zu. Laut EU-Statistikbehörde erhöhte sich der Index der Eurozone im November um 2,1%. Auch im Dezember waren markante Zuwächse zu verzeichnen. Bei den EurozoneIndustriebetrieben gab es die meisten Exportbestellungen wie zuletzt vor sieben Monaten. Im Dezember 2010 lag die jährliche Inflationsrate der EU bei 2,6% gegenüber 1,5% in 2009. Die niedrigsten jährlichen Raten waren in der Slowakei, den Niederlanden sowie Deutschland und Zypern zu verzeichnen. Rumänien, Estland und Griechenland hatten dagegen mit hohen Preisauftriebsraten zu kämpfen.

Polen ist das einzige Land in der Europäischen Union (EU), das infolge der Finanzkrise nicht in der Rezession versank. Mit einem Wachstum von 4,2% im dritten Quartal 2010 ist Polen das osteuropäische Land mit der stärksten Volkswirtschaft. Im Gesamtjahr 2010 verzeichnete die polnische Wirtschaft ein Plus von 3,5% und zählt mit Deutschland zu den Motoren der europäischen Wirtschaft. Für 2011 und 2012 erwarten Ökonomen ein Wirtschaftswachstum von bis zu 4,2%. Auch die Warschauer Börse gehörte in 2010 zu den Besten in Europa. Mit einer Steigerung von 20% lag die Wertentwicklung sogar über der des deutschen Aktienindex Dax. Jedoch hat sich der Preisauftrieb in Polen zum Jahresende aufgrund eines kräftigen Anstiegs der Kraftstoffpreise massiv beschleunigt und beträgt im Dezember 2010 3,1% gegenüber 2,5% im November. Das jährliche Defizit erhöhte sich auf rund 7% des Bruttoinlandsprodukts (BIP).

Während die polnische Wirtschaft der weltweiten Krise trotzen konnte, war die Arbeitslosenquote in 2010 laut dem polnischen Statistikamt landesweit erneut stark angestiegen und betrug im Dezember 12,3%.

Die österreichische Wirtschaft wächst nach der weltweiten Finanzkrise und deren Wachstumseinbruch 2009 wieder. Die Erholung ist aber vor allem von der exportorientierten Wirtschaft getrieben. Österreich profitiert dabei vom starken Wachstum seines wichtigsten Exportpartners Deutschland. Experten erwarten für 2010 ein Wachstum des Bruttoinlandsprodukts von 1,9%, unterstützt von einer um sechs Prozent gesteigerten Industrieproduktion. Zum Ende des Jahres 2010 zeigt sich zudem die österreichische Industrie optimistisch. Der Einkaufsmanagerindex legte kräftig um 2,5 Punkte zu und betrug zum Dezember 57,7 Punkte. Besonders positiv hat sich dabei der Auftragseingang entwickelt.

Für das Gesamtjahr 2011 werden eine Erholung auf breiter Basis und ein Wachstum des Bruttoinlandsprodukts von 2% angenommen. Mit nachlassenden Impulsen des Außenhandels wird das Exportwachstum in 2011 etwas abnehmen. Dabei wird die Wirtschaftsdynamik in 2011 zur Hälfte von der Binnennachfrage getragen.

Die rumänische Wirtschaft hatte in den vergangenen zwei Jahren einen Rückgang des Bruttoinlandsprodukts um 16 Milliarden Euro hinnehmen müssen. Durch massenhafte Entlassungen ist die Zahl der Lohn- und Gehaltsempfänger gesunken. Doch trotz der mit der Wirtschaftskrise verbundenen Einsparmaßnahmen ist die Arbeitslosenquote auf 6,9% und damit auch im Vorjahresvergleich gesunken.

Die Preissteigerungsrate lag im Dezember 2010 bei 8% und war damit fast doppelt so hoch als in 2009. Wichtigster Preistreiber war die Erhöhung der Mehrwertsteuer von 19% auf 24% im Juli 2010. Damit war Rumänien den Auflagen des Internationalen Währungsfonds (IWF) zur Sanierung des Staatshaushalts gefolgt. Trotz einer Vielzahl notleidender Kredite bescheinigt der Währungsfonds dem rumänischen Bankensystem eine robuste Kapitalausstattung. Mit den bereits auf den Weg gebrachten Reformen soll das strukturelle Defizit binnen drei Jahren um sieben BIP-Prozentpunkte auf 1,5% fallen. Nach diesen ersten Fortschritten hat der Internationale Währungsfonds (IWF) Anfang des Jahres 2011 weitere 904,08 Millionen Euro zur Auszahlung freigegeben, so dass Rumänien insgesamt 12,4 Milliarden Euro erhalten hat. Mit einem prognostizierten Wachstum zwischen 0,2% und 1,7% wird Rumänien auch 2011 am Kredittropf des Internationalen Währungsfonds (IWF) hängen.

Die britische Wirtschaft wuchs in 2010 stärker als erwartet. Allein im dritten Quartal ist das Bruttoinlandsprodukt fast um das Doppelte angestiegen als angenommen und hat im Jahresvergleich um 2,7% zugelegt. Die Stimmung der Einkaufsmanager im Industriesektor ist im Dezember von 57,5 Punkten auf 58,3 Punkte und damit den höchsten Stand seit September 1994 gestiegen. Die Produktion legte im Dezember erneut zu. Die Neuaufträge bei den Exporten stiegen sogar über das historische Rekordhoch im April. Im Jahresvergleich sind die Investitionen in 2010 um 8,9% angestiegen. Jedoch steht einer starken Industrie eine depressive Binnennachfrage gegenüber. Das staatliche Sparpaket schneidet tief in die Budgets der Konsumenten ein und macht dem Einzelhandel zu schaffen. Der private Konsum legte im zweiten Halbjahr 2010 kaum noch zu.

Für 2011 rechnet die United Bank of Switzerland (UBS) mit einem Anstieg um 1,5%, auch in 2012 dürfte das Wachstum unter 2% liegen. Obwohl die Jahresteuerungsrate mit 3% deutlich über dem Inflationsziel der Notenbank von 2% liegt, dürfte die Bank of England (BoE) aufgrund der noch unsicheren Konjunkturaussichten von einer Straffung der Geldpolitik absehen. Zum 1. Januar 2011 hat die britische Regierung zudem die Mehrwertsteuer von 17,5% auf 20% erhöht.

Nach Einschätzung der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) wird Spanien noch lange unter den Folgen der tiefen Rezession infolge der Finanzkrise leiden. Infolge struktureller Defizite hat die Rezession zu einem massiven Anstieg der Arbeitslosigkeit und einer weiteren Verschlechterung des Staatshaushalts geführt.

Zum Ende des Jahres 2010 hat sich die Lage auf dem spanischen Arbeitsmarkt zwar geringfügig verbessert, mit 4,1 Millionen sind die Anzahl der Arbeitslosen und damit die Arbeitslosenquote mit mehr als 18% noch immer etwa doppelt so hoch wie im EU-Durchschnitt.

Obwohl die spanische Wirtschaft im zweiten Halbjahr 2010 ein leichtes Wachstum verzeichnete, dürfte die Haushaltskonsolidierung die Wirtschaftsentwicklung belasten. Nach einem staatlichen Fehlbetrag von über 11% in 2009, ist die sozialistische Regierung bestrebt, das Staatsdefizit massiv zu begrenzen. In 2011 werden nur noch 6% des Bruttoinlandsprodukts angestrebt.

Die weltweite Finanzkrise ist an der türkischen Wirtschaft nahezu spurlos vorbeigegangen. Der türkische Wirtschaftsaufschwung ist vor allem auf die Reformen des vergangenen Jahrzehnts zurückzuführen. Nach schweren Wirtschaftsjahren 2000 und 2001 profitierte die türkische Wirtschaft während der Finanzkrise vor allem von dem reformierten Bankensektor.

Im ersten Quartal in 2010 war sogar ein Wirtschaftswachstum von 11,7% zu verzeichnen. Im Gesamtjahr 2010 legte die türkische Wirtschaft um 8,1% zu und damit etwa doppelt so stark wie das weltweite Wachstum. Nur die Wirtschaft in China und Indien wachsen derzeit ähnlich schnell. Die Staatsverschuldung der Türkei war mit 3,6% vom Bruttoinlandsprodukt sogar niedriger als von der Regierung geplant. In 2011 solle das Defizit auf 2,8% vom Bruttoinlandsprodukt gesenkt werden. Die Inflationsrate ist mit 6,4% so niedrig wie seit 41 Jahren nicht mehr. Während der Preisauftrieb vor 9 Jahren noch fast 100% betrug, wird für 2011 eine Teuerungsrate unter 5% angestrebt. In der Rangliste der weltgrößten Volkswirtschaften liegt die Türkei bereits auf Platz 15.

Asien

China, als zweitgrößte Volkswirtschaft der Welt, wuchs in 2010 um 10,3%. Trotz einer strafferen Geldpolitik hat sich das Wirtschaftswachstum im vierten Quartal 2010 noch beschleunigt. Zwischen Oktober und Dezember lag das Bruttoinlandsprodukt 9,8% über dem Vorjahr. Dank eines Konjunkturprogramms in Höhe von 460 Milliarden Euro und einer massiven Ausweitung der Kreditvergabe in Höhe von zusätzlich fast 2 Billionen Euro konnte sich China in 2009 den Auswirkungen der Finanzkrise weitestgehend entziehen. Jedoch droht nun eine Überhitzung der Volkswirtschaft durch zu viel Liquidität. Mit einer strafferen Geldpolitik hatte die People's Bank of China in 2010 die Reserveanforderungen sechs Mal und auch die Leitzinsen zwei Mal erhöht. Aufgrund der Inflationsgefahr versucht die Regierung in 2011 zusätzlich die Liquidität zu verringern und hat auch die Möglichkeit einer Preiskontrolle bei den Nahrungsmitteln erwogen.

Im Gesamtjahr 2010 wurde eine Inflation von 3,3% errechnet. Nach der stärksten Teuerung seit mehr als zwei Jahren im November mit 5,1%, schwächte sich der Preisauftrieb im Dezember leicht ab und betrug 4,6% gegenüber dem Vorjahr. Auch die Erzeugerpreise stiegen in 2010 um 5,5%.

Als Zeichen für den Zuwachs der Binnennachfrage erhöhten sich die Einzelhandelsumsätze im Vorjahresvergleich um 18,4%. Zudem ist auch das private Einkommen gestiegen. Für Stadtbewohner war eine Zuwachsrate von 7,8% zu verzeichnen. Auf dem Land errechnete sich ein Anstieg von 10,9%. Zum Ende des Jahres 2010 ist zudem die chinesische Industrieproduktion stärker als erwartet angestiegen. Laut der nationalen Statistikbehörde legte die industrielle Erzeugung im Jahresvergleich um 13,5% zu.

China strebt künftig statt Quantität nach mehr Qualität im Wachstum. Dafür sollen der Umweltschutz und die Arbeitsbedingungen deutlich verbessert werden.

Für 2011 wird eine leichte Abschwächung des Wachstums erwartet. Es wird aber noch immer ein Zuwachs von 8-10% angenommen.

Geschäftsverlauf

Einhell-Konzern übertrifft Umsätze des Vorjahres deutlich

Der Einhell-Konzern konnte aufgrund der hohen Nachfrage nach den neuen Produkten der Linien "Red" und "Blue" seinen Umsatz im Vorjahresvergleich deutlich steigern. Der Konzernumsatz für das Geschäftsjahr 2010 beträgt 365,4 Mio. EUR gegenüber 315,7 Mio. EUR im Vorjahr.

Damit übertrifft der Einhell-Konzern die ursprüngliche Prognose für das Geschäftsjahr 2010, in der der Vorstand zu Beginn des Jahres 2010 aufgrund der anhaltenden weltwirtschaftlichen Unsicherheiten noch von einem mit 2009 vergleichbaren Umsatz- und Ergebnisniveau ausging. Somit trat auch die für 2011 ursprünglich prognostizierte Verbesserung der Profitabilität bereits eher ein. Diesem Umstand trug der Vorstand durch entsprechende laufend aktualisierte Berichterstattung an den Kapitalmarkt umfassend Rechnung.

Im Heimatmarkt Deutschland konnten im Geschäftsjahr 2010 die Umsätze gegenüber dem Vorjahr um 19% auf 145,3 Mio. EUR (i. Vj. 122,5 Mio. EUR) gesteigert werden. Der Anteil des inländischen Umsatzes beträgt somit 40%. Speziell in Deutschland sind die Artikel der Produktlinie "Red" besonders absatzstark.

Im Geschäftsjahr 2010 erhöhten sich die Umsätze in der Europäischen Union im Vorjahresvergleich. Insgesamt ergibt sich eine Umsatzsteigerung von 10% von 132,2 Mio. EUR auf 145,0 Mio. EUR. Zu den bedeutenden Absatzmärkten im Geschäftsjahr 2010 zählen weiterhin Österreich, Polen und Italien.

Die Umsätze in der Region Asien betrugen im Berichtszeitraum 23,6 Mio. EUR (i. Vj. 21,4 Mio. EUR).

In den Drittländern konnten die Umsätze deutlich gesteigert werden. Gegenüber dem Vorjahreszeitraum erhöhten sich die Umsätze um 11,9 Mio. EUR auf 51,5 Mio. EUR (i. Vj. 39,6 Mio. EUR). Die umsatzstärksten Drittländer sind erneut Türkei und Schweiz.

Der Auslandsanteil am gesamten Konzernumsatz beträgt im Geschäftsjahr 2010 60%.

Entwicklung der Gesamtleistung beider Divisionen

Die Division "Werkzeuge" erzielte im Geschäftsjahr 2010 einen Umsatz von 217,6 Mio. EUR (i. Vj. 185,5 Mio. EUR). Dies bedeutet eine Umsatzsteigerung von 17%. In dieser Division waren Produkte aus den Produktgruppen Kompressoren, Akkuschrauber, Winkelschleifer, Bohrhämmer, Produkte aus der Reinigungstechnik sowie Holzbearbeitungsmaschinen besonders absatzstark.

In der Division "Garten und Freizeit" konnten die Umsätze in 2010 um 17,6 Mio. EUR von 130,2 Mio. EUR auf 147,8 Mio. EUR gesteigert werden. Zu den absatzstarken Produkten dieser Division zählen überwiegend Produkte aus den Produktgruppen Rasenmäher, Elektrovertikutierer, Elektrorasentrimmer, Kettensägen und Benzinsensen sowie Produkte aus dem Bereich Wassertechnik.

3. Ertragslage

Der Einhell-Konzern konnte im Geschäftsjahr 2010 seine Ertragskraft gegenüber dem Vorjahr wieder deutlich steigern und erreichte im Geschäftsjahr 2010 ein Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit in Höhe von 20,2 Mio. EUR (i. Vj. 14,2 Mio. EUR). Die Rendite vor Steuern konnte im Vorjahresvergleich gesteigert werden und beträgt 5,5% (i. Vj. 4,5%).

Verantwortlich für die positive Ergebnisentwicklung war überwiegend die Steigerung des Rohertrags um 15,8 Mio. EUR bzw. 17,5 % auf 105,8 Mio. EUR, bei einer nahezu proportionalen Zunahme der übrigen Aufwendungen im Verhältnis zur Umsatzsteigerung. Darüber hinaus verbesserte sich das Finanzergebnis um 2,6 Mio. EUR auf -1,3 Mio. EUR. Dieses Ergebnis errechnet sich im Wesentlichen aus dem Zinsergebnis in Höhe von -1,7 Mio. EUR (i. Vj. -2,0 Mio. EUR) und aus den Ergebnissen aus der Währungsumrechnung in Höhe von 0,4 Mio. EUR (i. Vj. -1,8 Mio. EUR).

Der Konzernjahresüberschuss nach Minderheiten erhöhte sich im Geschäftsjahr 2010 von 10,8 Mio. EUR auf 16,2 Mio. EUR. Der ROI1 berechnet sich zum Stichtag mit 8,0% (i. Vj. 6,3%).

Im Geschäftsjahr 2010 konnte eine EBIT-Rendite im Verhältnis zum Umsatz von 5,9% (i. Vj. 5,7%) erzielt werden.

Mit dieser Ergebnisentwicklung konnte der Einhell-Konzern seine Erwartungen für das Geschäftsjahr 2010 übertreffen. Der Einhell-Konzern ist gestärkt aus der Wirtschaftskrise hervorgegangen und konnte erneut mit Erfolg seine Profitabilität unter Beweis stellen.

1 ROI (Return on Investment) = Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit / Gesamtkapital * 100

4. Vermögens- und Finanzlage

Die wesentlichen Posten der Bilanz stellen sich für die Geschäftsjahre 2009 und 2010 wie folgt dar:

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In Mio. EUR 31.12.2010 31.12.2009
Anlagevermögen 26,6 26,8
Warenvorräte 95,6 74,6
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 62,5 48,2
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 44,5 57,6
Eigenkapital 145,0 129,7
Bankverbindlichkeiten 42,5 42,2

Die Bilanzsumme erhöhte sich infolge des gestiegenen Geschäftsvolumens um 26,9 Mio. EUR bzw. 11,9 % auf 253,4 Mio. EUR.

Investitionen und langfristige Vermögenswerte

Die Investitionen betrugen im Geschäftsjahr 2010 3,6 Mio. EUR. Hierbei handelt es sich bei 1,0 Mio. EUR um immaterielle Vermögenswerte und bei den restlichen 2,6 Mio. EUR um Sachanlagen. Die immateriellen Vermögenswerte enthalten im Wesentlichen den Zugang in Höhe von 800 TEUR beim Geschäfts- und Firmenwert der Einhell Intratek Mühendislik ve Dis Ticarret A. S. Zu den Sachanlagen zählen überwiegend Investitionen in Betriebs- und Geschäftsausstattung.

Die Abschreibungen betrugen 2010 3,3 Mio. EUR und haben sich so gegenüber dem Vorjahr um 0,1 Mio. EUR vermindert (i. Vj. 3,4 Mio. EUR).

Kurzfristige Vermögenswerte

Zum Stichtag erhöhten sich die Vorräte von 74,6 Mio. EUR auf 95,6 Mio. EUR. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen erhöhten sich um 14,3 Mio. EUR auf 62,5 Mio. EUR (i. Vj. 48,2 Mio. EUR). Im Geschäftsjahr 2010 wurde wiederum kein Factoring durchgeführt.

Infolge des verminderten Cashflows aus der operativen Geschäftstätigkeit, insbesondere durch den Aufbau des Vorratsvermögens und der Forderungen, verminderten sich die liquiden Mittel zum Bilanzstichtag um 13,1 Mio. EUR auf 44,5 Mio. EUR. Ihr Anteil am Gesamtvermögen beträgt 17,6% (i. Vj. 25,4%).

Finanzierung

Der Finanzbedarf des Einhell-Konzerns wird insbesondere durch den Bestand an Vorräten sowie den Bestand an Forderungen aus Lieferungen und Leistungen getrieben. Dabei spielen vor allem die Lagerdrehung der Vorräte sowie die Laufzeiten der Forderungen eine große Rolle und beeinflussen den Finanzbedarf signifikant.

Der Einhell-Konzern finanziert sich einerseits über das im Rahmen der Gründung der Gesellschaft und durch Kapitalerhöhungen von den Aktionären zur Verfügung gestellte Eigenkapital sowie durch thesaurierte Gewinne, die in die Rücklagen eingestellt wurden bzw. als Gewinnvortrag dem Bilanzgewinn zugeführt wurden. Andererseits finanziert sich der Einhell-Konzern durch Fremdkapital in Form von überwiegend langfristigen Krediten und kurzfristigen Mittelaufnahmen sowie zum Teil über Lieferantenkredite. Die Kreditaufnahmen erfolgen dabei überwiegend in Euro. Lieferantenkredite valutieren überwiegend in USD oder RMB. Die zu erwartenden Cash-flows aus der Bezahlung der Lieferantenverbindlichkeiten werden zum größten Teil durch entsprechende Hedgegeschäfte abgesichert.

Aufgrund der sehr gesunden und soliden Finanzierungsstruktur des Einhell-Konzerns mit einer traditionell sehr guten Eigenkapitalquote, die sich aktuell auf 57,2% beläuft, sieht der Vorstand keinerlei Schwierigkeiten die aktuellen Geschäfte sowie auch ein künftiges, im Rahmen der weiteren Expansion, wachsendes Geschäftsvolumen finanziell bewältigen zu können.

Der Vorstand hält daher unverändert an der bisher sehr erfolgreichen und langfristig ausgerichteten internationalen Expansionsstrategie fest.

Der Einhell-Konzern war auch im Geschäftsjahr 2010 wieder überwiegend über langfristige Darlehen finanziert. Das bereits in 2009 ausgelaufene Schuldscheindarlehen wurde damals durch eine langfristige Anschlussfinanzierung mit bilateralen Kreditvereinbarungen sehr erfolgreich ersetzt. Damit ist eine langfristige Finanzierung in Höhe von 40 Mio. EUR bis Mitte des Jahres 2014 zu sehr guten Konditionen gewährleistet. Der Konzern sieht keine Schwierigkeiten, seinen Tilgungsverpflichtungen entsprechend der Darlehensverträge nachzukommen.

Sehr erfreulich ist, dass auch diese langfristige Finanzierung ohne Bereitstellung von dinglichen Sicherheiten, sondern lediglich über eine Covenants-Struktur gestaltet wurde. Die Covenants-Struktur bietet dem Einhell-Konzern ausreichend Freiraum auch für eine deutliche Ausweitung des Geschäftsvolumens. Im Geschäftsjahr wurden sämtliche Covenants eingehalten.

Der Vorstand weist darauf hin, dass im Einhell-Konzern sämtliche Grundstücke und Gebäude frei von Sicherheiten Dritter sind. Es bestehen hier keinerlei Sicherungsübereignungen oder vergleichbare Rechte Dritter. Sämtliche Grundschuldvereinbarungen zu Gunsten Dritter, die ohnehin mit einem Wert von Null valutierten, wurden im Geschäftsjahr 2010 neu geordnet und aus dem Grundbuch gelöscht.

Die Entwicklung der Finanzlage im Geschäftsjahr 2010 verdeutlicht die zusammengefasste Kapitalflussrechnung:

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In Mio. EUR 2010 2009
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit -7,7 51,1
Cashflow aus der Investitionstätigkeit -3,0 -7,0
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit -2,2 -6,4
-12,9 37,7
Wechselkursbedingte Änderungen -0,2 -0,1
Nettozunahme von Zahlungsmitteln -13,1 37,6
Zahlungsmittel am Anfang der Periode 57,6 20,0
Zahlungsmittel am Ende der Periode 44,5 57,6

Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit resultiert überwiegend aus der Dividendenzahlung für das Geschäftsjahr 2009.

5. Gesamtaussage zur wirtschaftlichen Lage

Zusammenfassend lässt sich festhalten, dass der Einhell-Konzern im Geschäftsjahr 2010 ein überaus erfreuliches Ergebnis erzielte. Sowohl im Umsatz als auch im Ertrag konnten deutliche Steigerungen erreicht werden. Der Rohertrag konnte trotz anhaltend schwieriger Bedingungen auf den Rohstoff- und Beschaffungsmärkten stabil gehalten werden. Ebenso konnte sehr erfolgreich der Strategieprozess für die nächsten 5 Jahre in die Wege geleitet werden, was aus Sicht des Vorstands maßgeblich zur nachhaltigen Sicherung des Geschäftserfolgs beiträgt.

6. Nachtragsbericht

Zwischen dem Ende des Geschäftsjahres 2010 bis zur Aufstellung des Lageberichts sind keine Ereignisse eingetreten, die für die Berichterstattung von Bedeutung sind.

7. Erklärung zur Unternehmensführung

Die Erklärung des Vorstands zur Unternehmensführung gem. § 289a HGB kann auf den Internetseiten der Einhell Germany AG (www.einhell.com) nachgelesen werden.

Die Einhell Germany AG wendet Unternehmensführungspraktiken zur Sicherstellung der Einhaltung der rechtlichen Vorschriften (Compliance) an, die über das Maß der gesetzlichen Anforderungen hinausgehen. Insbesondere hat die Einhell Germany AG im Berichtszeitraum diverse Richtlinien und Prozessregelungen getroffen, die sich an alle Mitarbeiter des Konzerns mit dem Ziel richten, das Risiko von Rechtsverstößen zu vermeiden. Beispielsweise wird die Einhaltung der gesetzlichen Regelungen zum Verbot von Insidergeschäften dadurch sichergestellt, dass eine Insiderrichtlinie erlassen wurde, die den Handel mit Wertpapieren des Unternehmens für Organmitglieder und Mitarbeiter regelt, die Zugang zu Insiderinformationen haben. Die Unternehmensführungspraxis der Compliance unterliegt einer ständigen Kontrolle und Weiterentwicklung.

8. Risikobericht

8.1 Beschreibung des Risikomanagementsystems und wesentliche Merkmale des internen Kontroll- und Risikomanagementsystems im Hinblick auf den Konzernrechnungslegungsprozess § 315 Abs. 2 Nr. 5 HGB

Beschreibung des Risikomanagementprozesses

Das Risikomanagementsystem als Bestandteil des internen Kontrollsystems ist hinsichtlich der Konzernrechnungslegung auch auf das Risiko der Falschaussage in der Konzernbuchführung sowie in der externen Berichterstattung ausgerichtet und dient insbesondere der Früherkennung möglicher Risiken. Das Nutzen von Chancen im Unternehmen ist mit dem Eingehen von Risiken verbunden. Um die Risiken bewusst einzugehen, ist ein Risikomanagement-System notwendig. Mit der Einführung eines IT-basierten Risikomanagement-Informationssystems wird versucht, der Unternehmensleitung und den Verantwortlichen zur Steuerung des Unternehmens die notwendigen Informationen gesammelt und kompakt zeitnah zur Verfügung zu stellen. Damit wird die Datenerhebung bei den einzelnen Gesellschaften vereinfacht und der Aufwand des Risikomanagers im Konzern minimiert.

Der Prozess des Risikomanagements gliedert sich beim Einhell-Konzern in zwei Stufen. Im ersten Schritt erfolgt die dezentrale Erfassung der Risiken in den Tochterunternehmen und den Abteilungen der Einhell AG durch die vom Vorstand benannten Risikoverantwortlichen. Sie haben die Aufgaben der Risikoidentifikation und Bewertung. Wichtig ist dem Einhell-Konzern hier die Identifikation, da nicht identifizierte Risiken auch nicht weiter geplant werden können. Die Bewertung der bestehenden Risiken erfolgt über die Ermittlung des Produkts aus Eintrittswahrscheinlichkeit des Schadens und maximaler Schadenshöhe. Bewertet wird das Nettorisiko, also welches Risiko nach Treffen verschiedener Maßnahmen noch besteht. Die zweite Stufe beinhaltet die Zusammenführung, Analyse und Steuerung der Risiken vom Risikomanager und der Unternehmensleitung. Zur Steuerung der Risiken stehen dem Unternehmen verschiedene Methoden zur Verfügung. Bei der Risikovermeidung werden das Risiko und somit auch die damit verbundenen Chancen nicht eingegangen.

Eine andere Steuerungsmöglichkeit minimiert das Risiko u. a. durch organisatorische Maßnahmen und wird deshalb auch Risikoverminderung genannt. Eine weitere Methode ist die Risikoabwälzung durch Versicherungen, Verträge mit Lieferanten, etc. Die verbleibenden Risiken trägt der Einhell-Konzern bewusst.

Die Darstellung der Risiken in der Risikomanagement-Software erfolgt über die Einordnung in die Unternehmenshierarchie. So können sowohl die Risiken jedes einzelnen Tochterunternehmens und des Mutterunternehmens dargestellt werden, als auch die kumulierten Risiken. Zudem erfolgt eine unternehmensspezifische Gliederung in die für das Risiko relevanten Abteilungen: Einkauf, Entwicklung, Finanzen, IT, Personal, Produktmanagement, Vertrieb und Wirtschaftsrecht. Die Risiken werden regelmäßig beobachtet und quartalsweise berichtet. Zusätzlich findet eine Besprechung der wichtigsten Risiken in der Vorstandssitzung statt.

Elemente des internen Kontroll- und Risikomanagementsystems

Das interne Kontrollsystem des Einhell-Konzerns umfasst alle Grundsätze, Verfahren und Maßnahmen zur Sicherung der Wirksamkeit, Wirtschaftlichkeit und der Ordnungsmäßigkeit der Rechnungslegung sowie zur Sicherung der Einhaltung der maßgeblichen rechtlichen Vorschriften.

Das interne Kontrollsystem setzt sich aus internem Steuerungs- und internem Überwachungssystem zusammen.

Die Bereiche Inlands-Controlling, Beteiligungscontrolling, Finanzen, Konzernbilanzierung sowie Recht bilden das interne Steuerungssystem des Einhell-Konzerns. Die Gesellschaften des Einhell-Konzerns planen im jeweils laufenden Geschäftsjahr das darauf folgende Geschäftsjahr. Basierend auf einer differenzierten Umsatzplanung erfolgt eine entsprechende Planung des Wareneinsatzes und der Kosten. Diese Planzahlen werden für den Konzern zu einer Plan-Gewinn- und Verlustrechnung zusammengeführt.

Monatlich werden von den Finanzbuchhaltungen der einzelnen Gesellschaften die tatsächlichen Zahlen aufbereitet. In der Folge entsteht eine komplette Gewinn- und Verlustrechnung, in welcher die Plan- und Ist-Zahlen gegenübergestellt sind und somit analysiert werden können. Die Entwicklung des Auftragsbestands, Margen etc. wird ebenso monatlich für alle Gesellschaften aufgezeigt. Dieser Vergleich wird sowohl mit den Mitgliedern des Vorstands als auch mit den Verantwortlichen der einzelnen Bereiche und Gesellschaften besprochen. Durch die Analyse der Plan- und Ist-Zahlen werden entsprechende Maßnahmen zur Steuerung erarbeitet und umgesetzt.

Das interne Überwachungssystem bildet sich aus prozessintegrierten und prozessunabhängigen Maßnahmen. Neben maschinellen IT-Prozesskontrollen sind auch manuelle Prozesskontrollen ein wesentlicher Bestandteil der prozessintegrierten Maßnahmen, die beispielsweise auch durch die interne Revision durchgeführt werden. Der Aufsichtsrat, der Konzernabschlussprüfer und sonstige Prüfungsorgane, z.B. der steuerliche Betriebsprüfer, sind mit prozessunabhängigen Prüfungstätigkeiten in das Kontrollumfeld des EinhellKonzerns einbezogen. Insbesondere die Prüfung der Konzernabschlüsse durch den Konzernabschlussprüfer bildet die wesentliche prozessunabhängige Überwachungsmaßnahme im Hinblick auf den Konzernrechnungslegungsprozess.

Einsatz von IT-Systemen

Die Erfassung buchhalterischer Vorgänge erfolgt in den Einzelabschlüssen in dem Buchhaltungssystem Microsoft Business Solutions Navision bzw. lokalen Buchhaltungssystemen. Zur Aufstellung des Konzernabschlusses der Einhell Germany AG werden durch die Konzerngesellschaften die jeweiligen Einzelabschlüsse durch weitere Informationen in standardisierten Berichtspaketen ergänzt, die dann zentral bei der Einhell Germany AG in das Konsolidierungssystem CONSIS eingestellt werden. Durch den Konzernabschlussprüfer werden regelmäßig die Schnittstelle zwischen dem Berichtssystem und dem Konsolidierungssystem sowie die Überleitungen geprüft. Im Konsolidierungssystem CONSIS werden sämtliche Konsolidierungsvorgänge zur Erstellung des Konzernabschlusses, z.B. die Kapitalkonsolidierung, die Vermögens- und Schuldenkonsolidierung oder die Aufwands- und Ertragseliminierung generiert und dokumentiert.

Spezifische konzernrechnungslegungsbezogene Risiken

Spezifische konzernrechnungslegungsbezogene Risiken können z. B. aus dem Abschluss ungewöhnlicher oder komplexer Geschäfte auftreten. Weiterhin sind Geschäftsvorfälle, die nicht routinemäßig verarbeitet werden, mit einem latenten Risiko behaftet. Aus den Ermessensspielräumen, die Mitarbeitern notwendigerweise bei Ansatz und Bewertung von Vermögensgegenständen und Schulden eingeräumt werden, können weitere konzernrechnungslegungsbezogene Risiken resultieren.

Wesentliche Regelungs- und Kontrollaktivitäten zur Sicherstellung der Ordnungsmäßigkeit und Verlässlichkeit der Konzernrechnungslegung

Die auf die Ordnungsmäßigkeit und Verlässlichkeit der Konzernrechnungslegung ausgerichteten Maßnahmen des internen Kontrollsystems stellen sicher, dass Geschäftsvorfälle in Übereinstimmung mit den gesetzlichen und satzungsmäßigen Vorschriften vollständig und zeitnah erfasst werden. Weiterhin ist gewährleistet, dass Inventuren ordnungsgemäß durchgeführt werden, Vermögensgegenstände und Schulden im Konzernabschluss zutreffend angesetzt, bewertet und ausgewiesen werden. Die Regelungsaktivitäten stellen ebenfalls sicher, dass durch die Buchungsunterlagen verlässliche und nachvollziehbare Informationen zur Verfügung gestellt werden.

Die Kontrollaktivitäten zur Sicherstellung der Ordnungsmäßigkeit und Verlässlichkeit der Rechnungslegung umfassen beispielhaft die Analyse von Sachverhalten und Entwicklungen anhand spezifischer Kennzahlenanalysen. Die Trennung von Verwaltungs-, Ausführungs-, Abrechnungs- und Genehmigungsfunktionen und deren Wahrnehmung durch verschiedene Personen reduziert die Möglichkeit zu vorsätzlichen Handlungen. Weiterhin ist z. B. sichergestellt, dass bei Veränderungen in den eingesetzten IT-Systemen der zugrunde liegenden Buchführungen in den Konzerngesellschaften eine periodengerechte und vollständige Erfassung buchhalterischer Vorgänge erfolgt. Das interne Kontrollsystem gewährleistet auch die Abbildung von Veränderungen im wirtschaftlichen oder rechtlichen Umfeld des Einhell-Konzerns und stellt die Anwendung neuer oder geänderter gesetzlicher Vorschriften zur Konzernrechnungslegung sicher.

Die Bilanzierungsvorschriften zur Rechnungslegung nach den International Financial Reporting Standards (IFRS) bilden die einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze für die in den Einhell-Konzernabschluss einbezogenen inländischen und ausländischen Unternehmen. Neben allgemeinen Bilanzierungsgrundsätzen und -methoden sind vor allem Regelungen zu Bilanz, Gewinn-und-Verlustrechnung, Anhang, Lagebericht, Cashflow-Rechnung und Segmentberichterstattung bei Einhaltung der in der EU geltenden Rechtslage getroffen.

Die Einhell-Bilanzierungsvorschriften regeln auch konkrete formale Anforderungen an den Konzernabschluss. Neben der Festlegung des Konsolidierungskreises sind auch die Bestandteile der durch die Konzerngesellschaften zu erstellenden Berichtspakete im Detail festgelegt. Die formalen Anforderungen regeln unter anderem die verbindliche Verwendung eines standardisierten und vollständigen Formularsatzes. Die Einhell-Bilanzierungsvorschriften enthalten weiterhin z.B. konkrete Vorgaben zur Abbildung und Abwicklung des Konzern-Verrechnungsverkehrs und der darauf aufbauenden Saldenabstimmungen.

Auf Konzernebene umfassen die spezifischen Kontrollaktivitäten zur Sicherstellung der Ordnungsmäßigkeit und Verlässlichkeit der Konzernrechnungslegung die Analyse und gegebenenfalls Korrektur der durch die Konzerngesellschaften vorgelegten Einzelabschlüsse. Mit der zentralen Durchführung so genannter Werthaltigkeitstests für die aus Konzernsicht spezifischen Zahlungsmittel generierenden Geschäftseinheiten wird die Anwendung einheitlicher und standardisierter Bewertungskriterien sichergestellt. Weiterhin erfolgt auf Konzernebene die Aufbereitung und Aggregation weiterer Daten für die Erstellung externer Informationen im Anhang und Lagebericht, einschließlich wesentlicher Ereignisse nach dem Bilanzstichtag.

Einschränkende Hinweise

Das interne Kontroll- und Risikomanagementsystem ermöglicht durch die im EinhellKonzern festgelegten Organisations-, Kontroll- und Überwachungsstrukturen die vollständige Erfassung, Aufbereitung und Würdigung von unternehmensbezogenen Sachverhalten sowie deren sachgerechte Darstellung in der Konzernrechnungslegung.

Insbesondere persönliche Ermessensentscheidungen, fehlerbehaftete Kontrollen, kriminelle Handlungen oder sonstige Umstände können allerdings der Natur der Sache nach nicht ausgeschlossen werden und führen dann zur eingeschränkten Wirksamkeit und Verlässlichkeit des eingesetzten internen Kontroll- und Risikomanagementsystems, so dass auch die konzernweite Anwendung der eingesetzten Systeme nicht die absolute Sicherheit hinsichtlich der richtigen, vollständigen und zeitnahen Erfassung von Sachverhalten in der Konzernrechnungslegung gewährleisten kann.

8.2 Beschreibung der Risiken

8.2.1 Allgemeine wirtschaftliche und Branchenrisiken

Der Einhell-Konzern unterliegt dem allgemeinen Risiko von Entwicklungen der Weltwirtschaft sowie der spezifischen Branche des Bereichs Baumarkt, Fachhandel und Do-it-yourself (DIY).

Hinsichtlich weltwirtschaftlicher Entwicklungen ist der Einhell Konzern aufgrund seiner Internationalität grundsätzlich globalen Risiken ausgesetzt. Diese können sich sowohl in Form von politischen als auch wirtschaftlichen Risiken verwirklichen. So kann insbesondere die Politik in den Ländern, in denen der Einhell-Konzern heute tätig ist, Einfluss auf die Stabilität und die Wirtschaftskraft dieser Länder haben. Aber auch in den Ländern, in die der Einhell-Konzern seine Expansion vorantreiben möchte, können politische Risiken Einfluss auf die Geschäftsstrategie von Einhell haben. Das Risiko erstreckt sich dabei z.B. auch auf die Währungspolitik von Ländern oder z.B. die Import- und Zollvorschriften und deren praktische Abwicklung. Gleiches gilt für die Beschaffungsländer, in denen Einhell das Sourcing für seine Produkte durchführt. Der Einhell-Konzern versucht die allgemeinen politischen Risiken zu beherrschen, indem die Konzernführung zum einen in enger Kommunikation mit den verantwortlichen Mitarbeitern vor Ort steht, um sich laufend ein Bild von aktuellen Entwicklungen machen zu können. Zum anderen hat der Einhell-Konzern die Strategie, die Investitionen in langfristige Vermögensgegenstände wie z.B. Immobilien in den jeweiligen Ländern auf ein Mindestmaß zu beschränken. Dadurch erreicht der Einhell-Konzern eine hohe Flexibilität, um auf ungünstige Entwicklungen reagieren zu können und beispielsweise im kurzfristigen Umlaufvermögen in einem Land jederzeit handlungsfähig zu sein.

In Bezug auf Branchenrisiken ist der Einhell-Konzern der Entwicklung der DIY-Branche in den jeweiligen Ländern ausgesetzt. Zudem steht er auch unter dem Einfluss des Verhaltens und der Entwicklung von Wettbewerbern.

So können Veränderungen in der Branche wie beispielweise Konzentrationsprozesse auf Kundenseiten Einfluss auf die Geschäfte von Einhell haben. Einhell versucht durch den Ausbau einer starken internationalen Marktposition Abhängigkeiten von solchen Faktoren zu minimieren. Durch die Etablierung eines starken Produktsortiments und eines kundenfreundlichen Service ist Einhell auch in Konzentrationsprozessen in der Lage, die Position beim Kunden zu stärken. Weiterhin können Strategieänderungen von Wettbewerbern den Einhell-Konzern beeinflussen. Neue Wettbewerber können in die Positionierung von Einhell eindringen oder bestehende Wettbewerber können ihre Position verändern. Einhell versucht dem zu begegnen, indem Einhell ein relativ breites Sortiment, das sich vom Bereich "Werkzeuge" bis zum Bereich "Garten & Freizeit" spannt, am Markt etabliert und dies zusätzlich auch international sehr stark ausrollt. So gibt es kaum einen Wettbewerber am Markt, der ein vergleichbares Sortiment in der Internationalität wie Einhell anbietet.

8.2.2 Beschaffungsrisiken

Die Beschaffung ist ein primärer Prozess im Unternehmensmodell von Einhell und stellt so im Einhell-Konzern einen wichtigen Bereich im Risikomanagement dar. Ziel des Einkaufs ist es, die Produkte termingerecht mit entsprechender Qualität zum angemessenen Preis zu beschaffen.

Ein wichtiger Faktor sind hierbei die Lieferanten. Da der Einhell-Konzern bereits langjährige Beziehungen mit seinen Lieferanten pflegt, können Preis- und Bezugsrisiken minimiert werden. Die Lieferanten sind durch ständige Kontrollen in das Qualitätssystem des Einhell-Konzerns mit eingebunden. Eine Abhängigkeit des Einhell-Konzerns von einzelnen Lieferanten besteht nicht. Einhell hat bereits vor einigen Jahren damit begonnen, eine Second-Source-Strategie aufzubauen, die weiter optimiert wird.

Um die Einkaufsplanung zu optimieren, werden die Einkaufsmengen im festen Rhythmus mit dem Vertrieb abgestimmt und über ein Internet-basiertes Bestellsystem abgeglichen und disponiert.

Dem Risiko von Preiserhöhungen, die z.B. aus Rohstoffpreisänderungen resultieren können, wird durch entsprechende Vereinbarungen auf Einkaufs- und Verkaufsseite begegnet, indem der Einhell-Konzern versucht, Veränderungen auf der Einkaufsseite auch zeitgerecht auf der Verkaufsseite umzusetzen. Ein entsprechender Produktmix, eine breite Kundenstruktur und eine starke Einkaufsposition unterstützen diesen Prozess. So kann Einhell die Rohertragsmargen seit vielen Jahren in einer stabilen Bandbreite halten.

8.2.3 Absatzmarktrisiken

Die Risiken des Absatzmarktes sieht der Einhell-Konzern vor allem im Forderungsausfall und im Absatzvolumen. Dem Bonitätsrisiko begegnet der Einhell-Konzern soweit möglich durch den Abschluss von Euler-Hermes-Kreditversicherungen. Das Risiko des Rückgangs des Absatzvolumens wird durch innovative Produkte verringert, die in Design, Funktionsausstattung und Preis-Leistungs-Verhältnis die Kundenwünsche erfüllen. Diesem Risiko wurde durch die schrittweise Einführung zweier klar definierter Produktlinien begegnet. So schafft es der Einhell-Konzern auch in wirtschaftlich schwierigen Zeiten weitere Marktanteile zu gewinnen.

8.2.4 Strategische und Expansionsrisiken

Die Umsetzung der Strategie des Einhell-Konzerns ist mit Risiken verbunden. Diese können daraus resultieren, dass Ressourcen oder Elemente, die zur Umsetzung der Strategie notwendig sind, zum betreffenden Zeitpunkt nicht verfügbar sind oder auf Hindernisse in der Realisierung stoßen. Dies können beispielsweise personelle oder technische Gründe sein.

Auch bei der Neugründung und Akquisitionen von Tochtergesellschaften bestehen grundsätzlich Risiken. Einhell versucht diese Risiken zu beherrschen, indem bei der Identifikation von neuen Verkaufsregionen von Beginn an eine Definition und Untersuchung der Zielländer vorgenommen wird. Dabei werden das Umfeld und das Marktpotential eingeschätzt. Zudem wird frühzeitig nach entsprechenden Geschäftsführern und Fachpersonal gesucht. Hinsichtlich der Infrastruktur wählt Einhell einen Standardansatz für jede neue Vertriebstochtergesellschaft, der sich auf die internen Abläufe sowie auf die IT-Infrastruktur bezieht. Damit werden Risiken beim Aufsetzen einer neuen Tochtergesellschaft reduziert.

Auch aus Akquisitionen des Einhell-Konzerns resultieren Risiken. Die Reduzierung dieser Risiken wird dadurch angestrebt, dass die Übernahmekandidaten in der Mehrzahl langjährige Partner des Einhell-Konzerns sind. Damit wird erreicht, dass die neuen Konzerngesellschaften von Anfang an in die Konzernstrukturen und -strategien integriert sind. Ergänzend dazu erfolgen Sorgfältigkeitsprüfungen ("Due Diligence") bei den zur Akquisition anstehenden Unternehmen, die von internen Mitarbeitern des Beteiligungscontrollings, unterstützt von externen Beratern, durchgeführt werden.

8.2.5 Finanz-, Zins- und Währungsrisiken

Der anhaltende Wachstumskurs des Einhell-Konzerns ist natürlich auch mit Risiken im Zusammenhang mit der Finanzierung verbunden. Zur Bewältigung der Finanzrisiken setzt der Einhell-Konzern sowohl auf langfristige als auch auf kurzfristige Finanzierungsstrategien. Im Finanzierungsbereich bestehen langfristige Darlehen bei Kreditinstituten mit bilateralen Vereinbarungen. Ebenso verfügt der Einhell-Konzern vor allem über klassische Kreditlinien, die im Geschäftsjahr 2010 nur teilweise ausgenutzt wurden. Sowohl die Ausstattung mit liquiden Mitteln als auch mit Eigenkapital war im Berichtsjahr sehr gut.

Der Einhell-Konzern baut zudem sein Netting-System und seinen Cash-Pool, der von der Muttergesellschaft und den Tochtergesellschaften gemeinsam gebildet wird, weiter aus. Die Finanzierung der Tochtergesellschaften erfolgt fast ausschließlich über konzerninterne Darlehen. Damit wird das Risiko einer intransparenten und ineffizienten Darlehensstruktur im Konzern reduziert. Die Muttergesellschaft hat dazu für die Tochtergesellschaften interne Kreditlinien eingerichtet, deren Höhe sich nach der Planung und dem erwarteten Geschäftsvolumen der jeweiligen Tochtergesellschaften richtet. Risiken im Zusammenhang mit Zinsänderungen und -schwankungen werden durch den Einsatz von derivativen Finanzinstrumenten wie langfristigen Zins-Swap- und Zins-Cap-Vereinbarungen gesteuert. Risiken im Zusammenhang mit Währungsschwankungen werden überwiegend durch den Einsatz von klassischen Devisentermingeschäften gesteuert. Das Risiko von Währungsschwankungen bei der Beschaffung wird soweit möglich durch Sicherungsgeschäfte in Form von Devisentermin- und Optionsgeschäften abgesichert. Die Währungssicherung erfolgt gemäß den IAS/IFRS-Vorschriften zum Hedge-Accounting für die einzelnen Sicherungszeiträume.

8.2.6 Haftungsrisiken

Haftungsrisiken bestehen beim Einhell-Konzern vor allem im Zusammenhang mit der Produkthaftung. Der Hauptbeschaffungsmarkt für Einhell-Produkte ist die Volksrepublik China. Um die Qualität vor Ort sicherzustellen, wurde in China ein Qualitätssicherungssystem aufgebaut, das die Produktion direkt beim Lieferanten begleitet und eine entsprechende Prozesskontrolle implementiert. Weiterhin werden Vorschriften und Regularien durch einen eigenen Normenkontrollbeauftragten laufend überwacht. Das noch verbleibende Risiko bezüglich Ansprüche aus der Produkthaftung wurde wirtschaftlich sinnvoll durch entsprechende Versicherungen abgedeckt. Produkthaftungsfälle werden anhand einer eindeutigen Organisations- und Ablaufstruktur eingeordnet und so effizient gehandhabt. So existieren klare Verantwortungs- und Kommunikationslinien, die durch schriftliche Dokumentationen von Rückrufplänen und Checklisten unterstützt werden. In dieses System sind auch externe Fachstellen und Experten eingebunden.

8.2.7 IT-Risiken

Informations- und Kommunikationssysteme bilden die Grundlage zahlreicher Geschäftsprozesse der Einhell-Gruppe. Die iSC GmbH betreibt ein zentrales IT Service Center, dem die Umsetzung der internationalen Strategie des Konzerns obliegt. Große Bedeutung wird dabei der Realisierung international einheitlicher IT-Standards beigemessen, die die Wirksamkeit, Wirtschaftlichkeit und Kontinuität der IT-Umgebungen im Rahmen der unternehmerischen und gesetzlichen Anforderungen sicherstellen sollen. Feste Bestandteile dieser Standards sind die Umsetzung geeigneter Maßnahmen im Bereich der physikalischen Sicherheit, der Einsatz leistungsfähiger und zuverlässiger Hardware-Komponenten, der Betrieb sorgfältig ausgewählter Infrastruktur- und Geschäftsanwendungen sowie die Bereitstellung hochwertiger Services und Prozesse zum Betrieb und der Weiterentwicklung der gesamten Informations- und Kommunikationsinfrastruktur.

Die Organisation der IT-Prozesse ist am ITIL-Prozessframework ausgerichtet. Erforderliches Spezial-Know How wie etwa im Bereich lokaler Compliance-Anforderungen wird über qualifizierte Dienstleistungspartner eingebracht, deren Leistungserbringung und -umfang vertraglich definiert wird und die sehr eng in die IT-Organisation eingebunden werden. Applikationen werden gemäß ihrer Kritikalität für den Geschäftsablauf in hochverfügbaren Systemumgebungen betrieben und adäquaten Business Continuity Mechanismen unterzogen. IT basierende Vorkehrungen, die regelmäßig überprüft und aktualisiert werden, sorgen im Zusammenspiel mit dem Einsatz qualifizierter Mitarbeiter und entsprechenden Rollen- und Rechtekonzepten für einen möglichst effektiven Schutz vertraulicher Daten.

Die IT-Strategie der Einhell-Gruppe ist sehr eng mit der Geschäftsstrategie verzahnt und unterliegt einer regelmäßigen Kontrolle und Anpassung an das wirtschaftliche Umfeld.

8.2.8 Rechtliche Risiken

Der Einhell-Konzern ist rechtlichen Risiken ausgesetzt. Diese können aus dem Abschluss von Unternehmensverträgen mit Lieferanten, Kunden und anderen Vertragspartnern resultieren. Zudem ist Einhell bei der Verhandlung und beim Abschluss von Verträgen mit verschiedenen internationalen Rechtssystemen konfrontiert. Dies bezieht sich insbesondere auch auf den Abschluss von gesellschaftsrechtlichen Verträgen wie bei Gründungen und auf patentrechtliche Vereinbarungen und ähnliche Verträge, die dem Schutz des geistigen Eigentums von Einhell gelten.

Einhell versucht, das Risiko daraus zu minimieren, indem eine eigene Rechtsabteilung in Deutschland und auch in China laufend rechtliche Sachverhalte prüft und überwacht. Dabei erfolgt die Koordination und Prüfung durch eigenes Personal, das von Fall zu Fall die Unterstützung externer Experten aus dem jeweiligen fachlichen Rechtsgebiet bzw. Rechtssystem hinzuzieht.

Insgesamt bleibt festzustellen, dass Risiken, die den Bestand des Unternehmens gefährden, nach unserer Einschätzung nicht vorliegen.

9. Prognosebericht

9.1 Weltwirtschaftliche Entwicklung

Das weltwirtschaftliche Wachstum erhält nach Ansicht der Weltbank in 2011 einen leichten Dämpfer, bleibt jedoch auf einem soliden Wachstumskurs. Die globale Wirtschaftsleistung werde demnach lediglich um 3,3% zulegen, nach einem Wachstum von 3,9% in 2010. Nach Einschätzung der Weltbank wird in 2012 die Konjunktur wieder anziehen. Dabei wird ein Zuwachs von 3,6% erwartet.

Ein wichtiger Wachstumstreiber werden auch künftig die Schwellenländer sein. Mit einem prognostizierten Wachstum von 6% für 2011, fällt in diesen Ländern das Wachstum deutlich höher aus, als in den Industriestaaten mit einem Zuwachs von lediglich 2,4%. Besonders die Kapitalzuflüsse aus den Industrieländern tragen zum massiven Wachstum in den Schwellenländern bei. Dies birgt aber auch die Gefahr, dass diese Kapitalflüsse die mittelfristige Erholung gefährden könnten, besonders dann wenn die Währung plötzlich an Wert gewinnt oder Anlageblasen entstehen. Zudem bestehen nach der schweren Finanzkrise immer noch zahlreiche Risiken. So bremst die nach wie vor angespannte Lage auf den Finanz- und Immobilienmärkten die wirtschaftliche Dynamik in den Industriestaaten. Außerdem ist die Staatsverschuldung in zahlreichen Volkswirtschaften noch immer zu hoch. Nach Ansicht der Weltbank sei ferner der Anstieg der Rohstoffpreise und vor allem der Nahrungsmittel- und Treibstoffpreise besorgniserregend. Die Rohstoffpreise sind seit der Mitte des Jahres 2010 um etwa 25% gestiegen. Der Preisauftrieb bei Erdöl wird bis 2015 mit einem Plus von jährlich 6,1% deutlich stärker sein als jener anderer Rohstoffe.

Die weltweite Arbeitslosigkeit bleibt trotz der rasanten Wirtschaftserholung auf einem sehr hohen Niveau. Während in 2010 kaum weniger Menschen arbeitslos waren als im Krisenjahr 2009, rechnet die Internationale Arbeitsorganisation (ILO) nur mit einem geringen Rückgang von 6,2% im Vorjahr auf 6,1% in 2011.

9.2 Europäische Entwicklung

Die Bewältigung der Schuldenkrise ist für die Europäische Wirtschaft von besonderer Bedeutung.

Der Rat der Europäischen Zentralbank hat seine Einschätzung zu den Wachstums- und Inflationsperspektiven des Euroraums nicht geändert, hält jedoch kurzfristig einen weiteren Anstieg der Inflationsrate für möglich. Im Dezember 2010 war die Inflation erstmals seit längerer Zeit wieder über die Zwei-Prozent-Marke gestiegen. Die Europäische Zentralbank hat seit Juni 2009 den Hauptfinanzierungssatz und auch schon seit Mai 2009 den Einlagensatz nicht verändert und prognostiziert zum Jahresende 2011 eine Jahresteuerungsrate von knapp unter 2%. Nach Meinung von Ökonomen ist jedoch langfristig ein weiterer Anstieg der Inflationsrate nicht ausgeschlossen, denn aufgrund der schwächeren Konjunktur in vielen Euro-Staaten hat die Europäische Zentralbank nur wenig Spielraum für Zinserhöhungen. Überschüssige Liquidität verbleibt auf dem Markt und erhöht den Inflationsdruck.

Die positive Grunddynamik der konjunkturellen Erholung im Euroraum hat bis Ende des Jahres 2010 angehalten. In 2011 werden die Ausfuhren des Euroraums von der anhaltenden Erholung der Weltwirtschaft profitieren. Auch die private Binnennachfrage wird einen positiven Wachstumsbeitrag leisten.

Die Entwicklung des Euro könnte jedoch das nachhaltige Wirtschaftswachstum gefährden. Mit Frankreich war zuletzt ein Kernland der EU ins Visier der Spekulanten geraten. Die Kosten für die Ausfallversicherung französischer Staatsanleihen erreichten Rekordwerte, nachdem Zweifel an der Kreditwürdigkeit des Landes laut geworden waren. Kurzzeitige Entspannung brachte ein Hilfsangebot von China, einigen EU-Mitgliedsstaaten aus ihrer Schuldenkrise zu helfen. Von entscheidender Bedeutung um die Stabilisierung des Euro wird sein, dass sich der Euro-Rettungsschirm als glaubwürdig erweist und der europäische Stabilitätspakt reformiert wird. Wichtig dabei wird sein, den Schuldenstand zu stabilisieren und gleichzeitig zu Wachstum und Wettbewerbsfähigkeit zurückzukehren.

9.3 Deutsche Entwicklung

Deutschland ist gestärkt aus der globalen Finanzkrise herausgekommen. Mit dem Rettungspaket für den Finanzmarkt, den zwei Konjunkturpaketen, dem Schutzschirm für Arbeitnehmer und dem Wachstumsbeschleunigungsgesetz im Jahr 2010 hat die Bundesregierung die richtigen Impulse gesetzt. Nach einem Wirtschaftswachstum von 3,6% in 2010 setzt sich die Erholung auch in 2011 fort. Für das Gesamtjahr 2011 erwartet die Bundesregierung einen Anstieg des realen Bruttoinlandsprodukts von 2,3%. Dabei wird die inländische Nachfrage immer mehr zur Stütze der Konjunktur.

Infolge des wirtschaftlichen Wachstums erholen sich die deutschen Staatsfinanzen schneller als erwartet. Nach Einschätzung des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) bleibt das Staatsdefizit in 2011 und 2012 deutlich unter 3% des Bruttoinlandsprodukts.

Mit rund 40,5 Millionen Beschäftigten, erreichte Deutschland in 2010 den höchsten Stand seit der Wiedervereinigung. In 2011 werden eine weitere Zunahme der Beschäftigten und damit die niedrigste Arbeitslosigkeit seit 20 Jahren erwartet. Die gestiegene Jobsicherheit hat die Binnenkonjunktur anspringen lassen. Die konjunkturellen Erwartungen für Deutschland sind im Januar um mehr als 11 Punkte gestiegen und betragen nun 15,4 Punkte. Der private Konsum soll sich in 2011 um 1,6% erhöhen, nach 0,3% in 2010. Auch das real verfügbare Einkommen der Bürger wird sich nach Einschätzung der Regierung um 3,4% verbessern.

Das Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) sieht als wesentlichen Grund für die positiven Aussichten der deutschen Konjunktur die wachsende Investitionstätigkeit im In- und Ausland. Mit der sich leicht abschwächenden globalen Dynamik werden sich auch die Exporte vermindern. Nach Ansicht des Bundeswirtschaftsministers wird das Exportwachstum von 14,2% in 2010 auf etwa 6,5% in 2011 zurückgehen. Ferner werden die Importe von 13% auf 6,5% sinken.

Die Wachstumschancen Deutschlands sind nicht zuletzt von stabilen Rahmenbedingungen in Europa abhängig. Die deutsche Bundesregierung setzt sich in der Europäischen Union daher neben der Stärkung des Wachstums- und Stabilitätspakts, auch für einen permanenten Krisenmechanismus ein, der auch über den in 2013 auslaufenden Rettungsschirm hinausgeht.

9.4 Erwartete Entwicklung in den relevanten Märkten des Einhell-Konzerns

Der Einhell-Konzern erwartet für das Geschäftsjahr 2011 in der Summe ein allgemein steigendes Geschäftsvolumen, welches sich in höheren Umsätzen niederschlagen sollte. Dabei geht Einhell im Hinblick auf einzelne Regionen jedoch von einem uneinheitlichen Bild aus. So zeichnet sich für Deutschland eine eher verhaltene Prognose ab und es gibt Unsicherheitsfaktoren wie die weitere Entwicklung des privaten Konsums und der privaten Sparquote. Beides steht in Zusammenhang und wird maßgeblich von der Unsicherheit der Endverbraucher angesichts der weiteren Bewältigung der Schuldenkrise in Europa und der sich daraus ableitenden Inflationserwartung geprägt. Bei einer Wende hin zu günstigeren Rahmenbedingungen besteht hingegen Potential für weiteres Wachstum auch in Deutschland, da es im Wesentlichen externe Faktoren sind, die dieses begrenzen. Gleiches gilt für die unmittelbaren Nachbarländer Österreich und Schweiz, die neben Deutschland mit zu den stärkeren Märkten Westeuropas für Einhell zählen. Gerade in Österreich hat Einhell angesichts der Einwohnerzahl des Landes bereits eine überaus starke Marktdurchdringung. Für Südeuropa geht Einhell in Spanien und Portugal von einer stabilen bis leicht aufwärts gerichteten Entwicklung bei den Umsätzen aus, während in Italien durchaus mit einem deutlicheren Wachstum im Vergleich zum Vorjahr gerechnet wird. Auch die vor einigen Jahren neu gegründete Tochtergesellschaft in Frankreich plant ein durchaus spürbares Wachstum auf jedoch noch vergleichbar niedrigem allgemeinem Niveau. Für die restlichen Länder Westeuropas plant Einhell mit einer soliden Seitwärtsentwicklung.

In Osteuropa plant Einhell für das Geschäftsjahr 2011 insgesamt mit einer positiven Entwicklung. Es haben sich zwar noch nicht alle Länder Osteuropas von den Auswirkungen der Krise erholt, es lassen sich jedoch in einigen Ländern Stabilisierungstendenzen erkennen. So plant Einhell in Ländern wie beispielsweise Tschechien, Polen oder Kroatien bereits wieder mit Umsatzsteigerungen. Für Länder wie Bulgarien oder Ukraine wird hingegen sehr vorsichtig vorgegangen und nur mit sehr moderaten Steigerungen geplant.

Deutliche Steigerungen erwartet der Einhell-Konzern in Nordeuropa. So wird sowohl in Schweden als auch in Dänemark und Norwegen, wo die Geschäftsaktivitäten mit einem bisherigen Partnerunternehmen neu geordnet wurden, mit deutlichen Umsatzsteigerungen geplant. Der Gesamtumsatz bewegt sich jedoch in allen drei Ländern noch auf vergleichbar niedrigem Niveau und soll über die nächsten Jahre deutlich ausgebaut werden.

Ein sehr deutliches Wachstum erwartet Einhell in der Türkei. Seit der mehrheitlichen Übernahme der Gesellschaft in der Türkei im Jahre 2007 hat sich der Umsatz nahezu verdreifacht. Auch für das Geschäftsjahr 2011 wird mit einer weiteren deutlichen Steigerung geplant. Ebenso deutliche Steigerungen plant Einhell für Australien, wo neben dem soliden Geschäft mit einer internationalen Discountkette nun zusätzlich auch das Listungsgeschäft mit lokalen DIY-Ketten aufgebaut wird. Sehr deutlich fallen auch die Planungen des Umsatzes für Chile und Brasilien aus. In diesen Schwellenländern hat Einhell erkannt, dass eine junge Bevölkerung mit stark wachsender Kaufkraft nach Produkten mit exzellentem Preis-Leistungsverhältnis verlangt. Beide Märkte und auch die Märkte in weiteren süd- und mittelamerikanischen Wachstumsländern bieten erhebliches Potential für die nächsten Jahre.

Hinsichtlich der Geschäftsbereiche "Werkzeuge" und "Garten & Freizeit" plant Einhell auch hier mit einer differenzierten Entwicklung. In den gut erschlossenen westeuropäischen Märkten ist Einhell in beiden Bereichen stark vertreten und plant beide Bereich entsprechend synchron verlaufend, wobei im Bereich "Werkzeuge" mit leicht höheren Steigerungsraten gerechnet wird. Osteuropa ist hingegen grundsätzlich eher im Bereich "Werkzeuge" stärker. Dieser Umstand wird solange anhalten bis mit Zeitverzug auch der Bereich "Garten & Freizeit" nachziehen wird. Üblicherweise geraten die Produkte dieses Bereichs erst später mit wachsender Kaufkraft und wachsendem frei verfügbaren Einkommen in den Fokus der Endverbraucher. Dennoch wird auch für den Bereich "Garten & Freizeit" in Osteuropa mit Steigerungen geplant. In den Planungsgesprächen wurde allgemein Wert darauf gelegt, bislang nicht ausgeschöpftes Potential im Bereich "Garten & Freizeit" besser zu nutzen. Dies bedarf jedoch auch entsprechender Investitionen in den Aufbau geeigneten Personals.

In den neueren Tochtergesellschaften wie z. B. Australien, Brasilien oder Chile sind die Steigerungen im Bereich "Werkzeuge" höher geplant, in Frankreich und der Türkei hingegen wird mit höheren Steigerungsraten im Bereich "Garten & Freizeit" geplant. Insgesamt resultiert daraus eine Gesamtplanung des Umsatzes, die im Bereich "Werkzeuge" höher ausfällt als im Bereich "Garten & Freizeit".

9.5 Ziele und Chancen des Einhell-Konzerns

Die Ziele des Einhell-Konzerns wurden in einem Strategiepapier für die nächsten 5 Jahre definiert. Kernthema ist dabei die internationale Expansion mit allen sich daraus ableitenden Maßnahmen. In der Umsetzung dieser klar definierten Strategie sieht Einhell die Chancen für die Zukunft. Für die Umsetzung dieser Strategie bedarf es eines konsequenten Vorgehens ebenso wie der Investition in die notwendigen Ressourcen. Hier stehen an erster Stelle die Mitarbeiter, die die Umsetzung der Ziele maßgeblich gestalten. Einhell wird in den nächsten Jahren weiterhin fachlich hoch qualifiziertes Personal aufbauen und maßgeblich in die Entwicklung der Mitarbeiter investieren. Nur so können die Chancen, die sich im Zusammenhang mit der weiteren internationalen Expansion ergeben, effizient und gewinnbringend genutzt werden.

Die Strategieumsetzung ist bereits in vollem Gange und wird in allen Bereichen konsequent vorangetrieben.

Der Eintritt in den südamerikanischen Markt ist vollzogen. Diese wichtige strategische Region, als Wachstumstreiber der nächsten Jahre, wird aber auch künftig weiter ausgebaut. Während bereits Vertriebsgesellschaften in den Ländern Chile und Brasilien etabliert werden konnten, ist in naher Zukunft auch der Markteintritt in Argentinien vorgesehen. Im längerfristigen Fokus stehen auch die Länder Peru, Kolumbien, Panama und Mexico. Zur erfolgreichen Umsetzung dieser Expansionsstrategie versucht der Einhell-Konzern sich mit weiterer personeller Verstärkung voll auf diese Märkte zu konzentrieren.

In Australien wird auf Grundlage eines bereits vorhandenen Basisgeschäfts an der Erschließung von DIY-Ketten und an der Ausweitung des Listungsgeschäfts mit diesen gearbeitet.

Neben den Ländern des südamerikanischen Raums fasst Einhell auch den nordafrikanischen Markt ins Auge. Im mittleren Osten wiederum ist neben der bereits bestehenden Konzerngesellschaft in den Vereinigten Arabischen Emiraten auch der Markteintritt in weitere Länder wie Ägypten und Saudi-Arabien geplant. Ferner sollen die vorbereitenden Aktivitäten in Indien und in Südafrika weiter verstärkt werden.

In Anbetracht der internationalen Ausrichtung des Einhell-Konzerns ist für die weltweite Bedienung der Kunden die Bereitstellung einer globalen Service-Organisation notwendig. Die Realisierung eines solchen Konzeptes stellt für Einhell eine große Chance dar, um sich im Wettbewerb noch mehr von der Konkurrenz abzugrenzen. Dafür wird versucht durch eigene Konzernmitarbeiter ein internationales Servicesystem in einem entsprechenden IT-Umfeld zu etablieren. Zudem strebt Einhell außerdem nach Effektivitäts- und Effizienzsteigerung in der internationalen Logistik und der zunehmenden Internationalisierung des Marketings.

Für den Einhell-Konzern erscheint es auch als gute Chance, gegebenenfalls das Sortiment auf den Bereich Zubehör für Elektrowerkzeuge zu erweitern. Dies könnte eine gute Ergänzung für das bestehende Sortiment an Produkten darstellen und einen hohen Nutzen durch die volle Ausschöpfung des internationalen Vertriebsnetzes von Einhell generieren.

9.6 Gesamtaussage zur voraussichtlichen Entwicklung

Ausblick auf die Geschäftsjahre 2011 und 2012

In den verschiedenen Ländern der Konzerngesellschaften zeigt sich ein uneinheitliches Bild. Während der Markt in einigen Ländern gut angesprungen ist und damit wieder ein hohes Umsatzniveau erreicht hat, ist dies nicht in allen Märkten, vor allen noch nicht in den süd- und osteuropäischen Märkten, der Fall.

Die weitere Entwicklung der bereits in 2010 stark angestiegenen Preise auf den internationalen Rohstoffmärkten ist nach wie vor schwer prognostizierbar und kalkulierbar. Der Einhell-Konzern geht hier vorsichtig vor und rechnet mit eher weiter stark steigenden Rohstoffpreisen, was sich jedoch nachteilig auf die Preise und damit zumindest dämpfend den Umsatz auswirken könnte. Zudem lassen sich die Risiken um die Stabilität des Renminbi und des Euro nur schwer einschätzen. Vor allem auch ein schwacher Euro könnte zu erhöhten Einkaufspreisen führen. Aufgrund der Euro-Krise mehren sich die Unsicherheiten bezüglich der Stabilität der Währungsunion und damit der Gemeinschaftswährung Euro.

Der Einhell-Konzern hat jedoch in den letzten Jahren unter Beweis gestellt, auftretende Risiken gut bewältigen zu können. Sämtliche Bereiche des Unternehmens werden laufend weiter optimiert und darauf ausgerichtet, sich flexibel an Veränderungen des wirtschaftlichen Umfelds anpassen zu können. Deshalb plant Einhell weitere Umsatzsteigerungen.

Im Geschäftsjahr 2010 realisierte Einhell einen Gesamtumsatz in Höhe von ca. 365 Mio. Euro. Dabei entfielen auf den Bereich "Werkzeuge" ca. 217 Mio. Euro und auf den Bereich "Garten & Freizeit" ca. 148 Mio. Euro.

Für das Geschäftsjahr 2011 plant Einhell eine weitere Umsatzsteigerung von 5-10%. Dabei wird für den Bereich "Werkzeuge" eine Steigerungsrate am oberen Ende dieser Bandbreite und für den Bereich "Garten" am unteren Ende dieser Bandbreite erwartet. Bei der Umsatzrentabilität erwartet Einhell für 2011 eine mit 2010 vergleichbare Rendite vom Ergebnis vor Steuern.

Auch im Geschäftsjahr 2012 wird die Expansion weiter fortgesetzt. Durch die Erschließung weiterer Regionen kann das Risiko noch breiter gestreut werden, so dass schwächere Konzernglieder durch stärkere ausgeglichen werden können. Der EinhellKonzern plant spätestens im Jahr 2012 die Grenze von 400 Mio. Euro Umsatz zu überschreiten. Zudem möchte der Einhell-Konzern das Expansionstempo, welches während der Weltwirtschaftskrise gedrosselt wurde, wieder weiter erhöhen und die Erschließung neuer Länder und Märkte vorantreiben. Dabei steht die Profitabilität weiter an oberster Stelle und soll langfristig mindestens 4 -5 % vor Steuern betragen.

9.7 Vorausschauende Aussagen, Annahmen, Unsicherheiten und Schätzverfahren

Die Ausführungen des Lageberichts und Konzernlageberichts der Einhell Germany AG und des Einhell-Konzerns enthalten zukunftsgerichtete und vorausschauende Aussagen. Diese sind stets mit Unsicherheiten behaftet und basieren auf Schätzungen und Annahmen, die getroffen werden müssen, um zu einer Planaussage zu kommen. Der Einhell-Konzern weist darauf hin, dass Annahmen und Schätzungen, die sich auf die Zukunft beziehen, sich im Nachhinein als unzutreffend erweisen können. Einhell lässt bei Prognosen unter Unsicherheit größte Sorgfalt hinsichtlich der gemachten Annahmen walten. Dennoch lässt sich das Risiko von Fehleinschätzungen nicht ausschließen.

Um die Planungs- und Prognoseunsicherheiten bei der Planung der Geschäftszahlen möglichst zu beherrschen, geht Einhell wie folgt vor. Einhell plant zunächst die Umsätze. Diese werden je Konzerngesellschaft auf Divisionsebene ("Werkzeuge" und "Garten & Freizeit") sowie zusätzlich detailliert nach Artikelgruppe geplant. Zusätzlich werden die Umsätze auf Kundengruppe geplant und mit der Planung nach Artikelgruppen plausibilisiert und abgestimmt. In gleicher Weise erfolgt eine Planung der Rohertragsmargen je Konzerngesellschaft auf Divisions-, Artikelgruppen- und Kundengruppenebene. Abgeleitet aus der Umsatzplanung werden die Kosten je Kostenart und je Kostenstelle bzw. je berichtende Einheit detailliert geplant. Die Kosten werden anhand der Vorjahreszahlen plausibilisiert und anhand der Relation zu den Nettoumsätzen auf Angemessenheit hin überprüft. Dabei werden spezifische Annahmen zu Veränderungen bei den Kosten getroffen, wie z.B. Lohnkostensteigerungen oder Frachtkostenveränderungen. Allgemeine Unsicherheiten betreffend Marktentwicklung, Preisentwicklung wichtiger Rohstoffe oder die Entwicklung anderer wichtiger Kostenkategorien werden unter dem Grundsatz kaufmännischer Vorsicht eingeschätzt und geplant.

Landau a. d. Isar, 17. März 2011

Einhell Germany AG

Der Vorstand

Andreas Kroiss

Jan Teichert

Dr. Markus Thannhuber

Konzernabschluss zum 31. Dezember 2010 und Konzernlagebericht

Versicherung der gesetzlichen Vertreter

Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Konzernabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Konzernlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns beschrieben sind.

Landau a. d. Isar, den 17. März 2011

Einhell Germany AG

Der Vorstand

Andreas Kroiss

Jan Teichert

Dr. Markus Thannhuber

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Wir haben den von der Einhell Germany AG, Landau a. d. Isar, aufgestellten Konzernabschluss --bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung, Gesamtergebnisrechnung, Eigenkapital-veränderungsrechnung, Kapitalflussrechnung und Anhang-- sowie den Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2010 geprüft. Die Aufstellung von Konzernabschluss und Konzernlagebericht nach den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften liegt in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Konzernabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Konzernabschluss unter Beachtung der anzuwendenden Rechnungslegungsvorschriften und durch den Konzernlagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des Konzerns sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben im Konzernabschluss und Konzernlagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, der Abgrenzung des Konsolidierungskreises, der angewandten Bilanzierungs- und Konsolidierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung auf Grund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Der Konzernlagebericht steht in Einklang mit dem Konzernabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

München, den 17. März 2011

**KPMG AG

Wirtschaftsprüfungsgesellschaft**

Huber, Wirtschaftsprüfer

Heipertz, Wirtschaftsprüfer