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Einhell Germany AG Annual Report 2009

May 5, 2010

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Annual Report

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Einhell Germany AG

Landau/Isar

Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2009 bis zum 31.12.2009

Konzernbilanz zum 31. Dezember 2009

Aktiva

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Anhang 31.12.2009 31.12.2008
EUR EUR EUR EUR
--- --- --- --- --- ---
A. Langfristige Vermögenswerte (2.1)
I. Immaterielle Vermögenswerte
1. Konzessionen, Entwicklungskosten, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten (2.2) 1.745.165,54 2.810.090,92
2. Geschäfts- und Firmenwert (2.3) 7.478.179,16 7.832.988,05
3. Geleistete Anzahlungen 7.446,36 9.230.791,06 27.174,25 10.670.253,22
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 10.754.154,13 11.455.561,88
2. Technische Anlagen und Maschinen 3.171.099,99 523.549,54
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.605.097,43 3.189.919,50
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 37.286,48 16.567.638,03 15.161,47 15.184.192,39
III. Finanzanlagen
Wertpapiere 991.930,69 984.085,46
IV. Sonstige langfristige Vermögenswerte (2.6) 3.395.977,87 2.733.343,29
V. Latente Steueransprüche (2.4) 4.007.576,83 5.236.475,62
34.193.914,48 34.808.349,98
B. Kurzfristige Vermögenswerte
I. Vorräte (2.5)
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 923.617,30 1.134.282,02
2. Fertige Erzeugnisse und Waren 71.216.095,95 111.418.009,04
3. Geleistete Anzahlungen 2.428.598,74 74.568.311,99 791.058,93 113.343.349,99
II. Forderungen und sonstige
Vermögenswerte (2.6)
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 48.159.666,38 61.351.694,16
2. Sonstige Vermögenswerte 11.938.866,10 60.098.532,48 16.010.766,25 77.362.460,41
III. Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente (2.7) 57.598.457,69 19.971.096,88
192.265.302,16 210.676.907,28
226.459.216,64 245.485.257,26
Passiva
Anhang 31.12.2009 31.12.2008
EUR EUR EUR EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital (2.8) 9.662.464,00 9.662.464,00
II. Kapitalrücklage (2.10) 26.676.696,37 26.676.696,37
III. Gewinnrücklagen
1. Gesetzliche Rücklage (2.10) 54.708,23 54.708,23
2. Andere Gewinnrücklagen 84.177.294,44 84.232.002,67 72.158.650,38 72.213.358,61
IV. Übriges kumuliertes Eigenkapital (2.11) -64.011,46 530.495,08
V. Ausgleichsposten aus der Währungsumrechnung -4.653.653,80 -4.482.088,39
VI. Konzernjahresüberschuss der Aktionäre der Einhell Germany AG 10.843.339,43 14.157.620,06
Anteiliges Eigenkapital der Aktionäre der Einhell Germany AG 126.696.837,21 118.758.545,73
VII. Minderheitenanteile (2.12) 2.958.359,37 4.983.828,70
B. Langfristige Schulden 129.655.196,58 123.742.374,43
1. Langfristige Finanzverbindlichkeiten (2.13) 41.733.486,66 15.067.922,91
2. Pensionsverpflichtungen (2.14) 1.831.131,00 1.546.928,00
3. Sonstige Rückstellungen (2.15) 535.543,42 574.477,73
4. Verbindlichkeiten langfristig (2.17) 2.075.436,45 3.002.915,20
5. Latente Steuerschulden (2.4) 634.456,33 2.271.593,58
46.810.053,86 22.463.837,42
C. Kurzfristige Schulden
1. Steuerrückstellungen 968.611,11 3.273.441,77
2. Sonstige Rückstellungen (2.15) 9.052.816,24 13.365.591,97
3. Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten (2.16) 420.230,39 31.203.709,37
4. Kurzfristige Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 27.530.714,55 35.546.820,92
5. Sonstige Verbindlichkeiten (2.17) 12.021.593,91 15.889.481,38
49.993.966,20 99.279.045,41
226.459.216,64 245.485.257,26

Konzerngewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2009

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Anhang 2009 2008
EUR EUR EUR EUR
--- --- --- --- --- ---
1. Umsatzerlöse (3.1) 315.692.779,09 358.506.070,84
2. Verminderung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 0,00 -219.069,27
3. Sonstige betriebliche Erträge (3.2) 10.361.086,25 9.508.639,19
4. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und bezogene Waren -225.148.576,65 -248.580.957,77
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen -498.885,75 -225.647.462,40 -453.633,11 -249.034.590,88
5. Personalaufwand (3.3)
a) Löhne und Gehälter -27.912.340,60 -30.314.923,28
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -6.060.963,03 -33.973.303,63 -5.750.206,00 -36.065.129,28
6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte des Anlagevermögens und Sachanlagen (2.1) -3.424.875,48 -3.612.215,95
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen (3.4) -45.006.342,99 -54.752.313,93
8. Finanzergebnis (3.5) -3.841.509,48 -5.931.011,21
9. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 14.160.371,36 18.400.379,51
10. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag (3.6) -3.300.836,37 -3.443.781,26
11. Konzernjahresüberschuss 10.859.534,99 14.956.598,25
Aufteilung des Konzernjahresüberschusses
Anteil der Aktionäre der Einhell Germany AG 10.843.339,43 14.157.620,06
Anteil der Minderheitsgesellschafter 16.195,56 798.978,19
10.859.534,99 14.956.598,25

Konzern-Gesamtergebnisrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2009

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2009

TEUR
2008

TEUR
Konzernjahresüberschuss 10.859 14.956
Gewinne/Verluste aus Hedge-Accounting -851 3.360
Unterschiede aus Währungsumrechnung (Veränderung der unrealisierten Gewinne/Verluste) -172 -2.004
Gewinne aus dem Verkauf von Wertpapieren (available-for-sale) 3 5
-1.020 1.361
Direkt mit dem Eigenkapital verrechnete Steuerpositionen 254 -1.009
Direkt im Eigenkapital erfasste Erträge und Aufwendungen (nach Steuern) -766 352
Konzern-Gesamtergebnis 10.093 15.308
Anteil der Minderheitsgesellschafter 15 470
Anteil der Aktionäre der Einhell Germany AG 10.078 14.838
Konzern-Gesamtergebnis 10.093 15.308

Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung für das Geschäftsjahr 2009

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Anteil der Aktionäre der Einhell Germany AG
Gezeichnetes Kapital

TEUR
Kapitalrücklage

TEUR
Gesetzliche Rücklage

TEUR
Andere Rücklagen

TEUR
Übriges kumuliertes Eigenkapital

TEUR
Währungsausgleichsposten

TEUR
--- --- --- --- --- --- ---
Stand vom 1. Januar 2008 9.662 26.677 55 58.738 -1.826 -2.807
Ergebnisvortrag 16.692
Hedge Accounting 2.352
Währungsausgleichsposten -1.675
Available-for-Sale-Wertpapiere 4
Dividendenzahlung -3.271
Übrige Veränderungen
Konzernjahresüberschuss
Stand zum 31. Dezember 2008 9.662 26.677 55 72.159 530 -4.482
Ergebnisvortrag 14.157
Hedge Accounting -596
Währungsausgleichsposten -171
Available-for-Sale-Wertpapiere 2
Dividendenzahlung -2.139
Übrige Veränderungen
Konzernjahresüberschuss
Stand zum 31. Dezember 2009 9.662 26.677 55 84.177 -64 -4.653

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Anteil der Aktionäre der Einhell Germany AG Minderheitenanteile Konzerneigenkapital
Konzernjahresüberschuss

TEUR
Gesamt

TEUR
Anteil an Kapital und Rücklagen

TEUR
Konzernjahresüberschuss

TEUR
Gesamt

TEUR
TEUR
--- --- --- --- --- --- ---
Stand vom 1. Januar 2008 16.692 107.191 3.347 1.263 4.610 111.801
Ergebnisvortrag -16.692 0 1.263 -1.263 0 0
Hedge Accounting 2.352 0 2.352
Währungsausgleichsposten -1.675 -329 -329 -2.004
Available-for-Sale-Wertpapiere 4 0 4
Dividendenzahlung -3.271 -320 -320 -3.591
Übrige Veränderungen 224 224 224
Konzernjahresüberschuss 14.157 14.157 799 799 14.956
Stand zum 31. Dezember 2008 14.157 118.758 4.185 799 4.984 123.742
Ergebnisvortrag -14.157 0 799 -799 0 0
Hedge Accounting -596 0 -596
Währungsausgleichsposten -171 -1 -1 -172
Available-for-Sale-Wertpapiere 2 0 2
Dividendenzahlung -2.139 -200 -200 -2.339
Übrige Veränderungen 0 -1.841 -1.841 -1.841
Konzernjahresüberschuss 10.843 10.843 16 16 10.859
Stand zum 31. Dezember 2009 10.843 126.697 2.942 16 2.958 129.655

Konzern-Kapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr 2009

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2009

TEUR
2008

TEUR
Mittelzuflüsse und -abflüsse aus laufender Geschäftstätigkeit
Ergebnis vor Steuern 14.160 18.400
+ Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen 3.425 3.612
- Zinserträge -501 -870
+ Zinsaufwendungen 2.539 3.459
+/- Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen und Erträge 489 3.205
Betriebsergebnis vor Änderung des Nettoumlaufvermögens 20.112 27.806
+/- Abnahme/Zunahme von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 13.305 4.656
+/- Abnahme/Zunahme von Vorräten 38.773 -15.639
+/- Abnahme/Zunahme von sonstigen Vermögenswerten 2.824 167
+/- Zunahme/Abnahme langfristiger Schulden -682 -257
+/- Zunahme/Abnahme kurzfristiger Schulden -5.460 1.702
+/- Zunahme/Abnahme von Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen -7.731 1.340
Aus laufender Geschäftstätigkeit erwirtschaftete Zahlungsmittel 61.141 19.775
- Gezahlte Steuern -7.880 -3.147
+ Erhaltene Zinsen 322 625
- Gezahlte Zinsen -2.472 -3.346
Nettozahlungsmittel aus laufender Geschäftstätigkeit 51.111 13.907
Mittelzuflüsse und -abflüsse aus Investitionstätigkeit
- Auszahlungen für Investitionen in Anlagevermögen -4.585 -3.258
+ Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Anlagevermögens 142 163
- Auszahlungen für Akquisitionen in Beteiligungen -2.980 -1.129
+ Zunahme Geschäfts- und Firmenwert 445 285
Für Investitionstätigkeit eingesetzte Nettozahlungsmittel -6.978 -3.939
Mittelzuflüsse und -abflüsse aus Finanzierungstätigkeit
+ Einzahlungen aus der Aufnahme von Finanzverbindlichkeiten 40.000 1.100
- Auszahlungen für die Rückzahlung von Finanzverbindlichkeiten -44.119 -2.663
+ Einzahlungen von Minderheitengesellschaftern 132 254
- Auszahlungen an Aktionäre incl. Minderheitengesellschafter -2.339 -3.591
- Auszahlungen von Verbindlichkeiten für Finanzleasingverträge -47 -56
Für Finanzierungstätigkeit eingesetzte Nettozahlungsmittel -6.373 -4.956
Wechselkursbedingte Änderung des Finanzmittelfonds -133 367
Nettoabnahme/-zunahme von Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten 37.627 5.379
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente zu Beginn der Berichtsperiode 19.971 14.592
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente am Ende der Berichtsperiode 57.598 19.971

Weitere Erläuterungen sind im Anhang unter 6. dargestellt.

IFRS - Konzernanhang der Einhell Germany AG, Landau/Isar für das Geschäftsjahr 2009

1.1 Allgemeine Angaben

Die Hans Einhell AG, Landau a. d. Isar, wurde am 18. November 1986 gegründet und hat gemäß dem Beschluss der Hauptversammlung vom 20.06.2008 ihre Firmierung zum 25.06.2008 in Einhell Germany AG geändert. Der Einhell-Konzern (nachfolgend der "Konzern") betreibt die Herstellung und den Vertrieb von hand-, benzin- und elektrobetriebenen Geräten sowie Metall- und Kunststofferzeugnissen für Handwerk, Garten und Freizeit sowie von Erzeugnissen der Klima- und Heiztechnik.

Die Geschäftsadresse des Mutterunternehmens lautet:

Einhell Germany AG

Wiesenweg 22

94405 Landau/Isar

www.einhell.de

www.einhell.com

Der Vorstand der Einhell Germany AG hat den Konzernabschluss am 18. März 2010 zur Weitergabe an den Aufsichtsrat freigegeben. Der Aufsichtsrat hat die Aufgabe, den Konzernabschluss zu prüfen und zu erklären, ob er den Konzernabschluss billigt.

Der Konzernjahresabschluss und der Konzernlagebericht der Einhell Germany AG für das Geschäftsjahr 2009 werden im elektronischen Bundesanzeiger veröffentlicht. Der Konzernjahresabschluss 2009 wurde in EURO (EUR) aufgestellt, einzelne Darstellungen wurden auf Tausend EURO (TEUR) gerundet.

1.2 Grundlagen der Erstellung

Der Konzernabschluss der Einhell Germany AG wurde nach den Vorschriften des International Accounting Standards Board (IASB), London, gemäß der Verordnung Nr. 1606/2002 des Europäischen Parlaments und des Rates über die Änderung Internationaler Rechnungslegungsstandards in der Europäischen Union, erstellt. Dabei wurden auch die Interpretationen des International Financial Reporting Interpretations Committee (IFRIC) angewendet. Bei der Erstellung des Konzernabschlusses wurden alle bis zum 31. Dezember 2009 verabschiedeten und verpflichtend anzuwendenden International Financial Reporting Standards (IFRS) und Interpretationen berücksichtigt.

Zur Erzielung der Gleichwertigkeit mit einem nach dem HGB aufgestellten Konzernabschluss sind sämtliche über die Vorschriften des IASB hinausgehenden Angaben und Erläuterungen gemäß § 315 a HGB gemacht worden.

Das IASB hat nachfolgende Standards, Interpretationen und Änderungen zu bestehenden Standards herausgegeben, die von der EU übernommen sind und für Geschäftsjahre, die ab dem 1. Januar 2009 beginnen, verpflichtend anzuwenden sind.

IFRS 7 "Improving Disclosures about Financial Instruments". Die Änderungen betreffen Angaben zur Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte sowie zum Liquiditätsrisiko.
IFRS 8 "Operating Segments". Für die Berichterstattung über die wirtschaftliche Entwicklung der Segmente kommt der "management approach" zur Anwendung.
IAS 1 "Presentation of Financial Statements: A Revised Presentation". Die wesentlichen Änderungen umfassen die Darstellung der nicht anteilseignerbezogenen Eigenkapitalveränderungen, die Erfordernis zur Aufstellung einer Eröffnungsbilanz der frühesten Vergleichsperiode (3. Bilanz), die Angabe der Ertragsteuereffekte für die einzelnen Komponenten des other comprehensive income, die Angabe von Anpassungen infolge von Umgliederungen für die jeweiligen Komponenten des other comprehensive income und income statement durch statement of financial position und statement of comprehensive income.

Das IASB hat nachfolgende Standards, Interpretationen und Änderungen zu bestehenden Standards herausgegeben, deren Anwendung zum 31. Dezember 2009 noch nicht verpflichtend war und die vom EinhellKonzern auch nicht vorzeitig angewandt wurden. Eine vorzeitige Anwendung hätte auf den Konzernabschluss im Wesentlichen keine Auswirkung.

IFRS 3 "Business Combinations"; anzuwenden für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Juli 2009 beginnen.
IAS 27 "Consolidated and Separate Financial Statements"; anzuwenden für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Juli 2009 beginnen.
IAS 32 "Financial Instruments: Classification of Rights Issues";
IAS 39 "Financial Instruments: Recognition and Measurements: Elligible Hedged Items"; anzuwenden für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Juli 2009 beginnen.
IFRIC 12 "Service Concession Arrangements"; anzuwenden für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 29. März 2009 beginnen.
IFRIC 15 "Agreements for the Construction of Real Estate"; anzuwenden für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Januar 2010 beginnen.
IFRIC 16 "Hedges of a Net Investment in a Foreign Operation"; anzuwenden für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 30. Juni 2009 beginnen.
IFRIC 17 "Distributions of Non-Cash Assets to Owners"; anzuwenden für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Juli 2009 beginnen.
IFRIC 18 "Transfers of Assets from Customers"; anzuwenden für alle Transaktionen, die nach dem 1. Juli 2009 stattfinden.

Das IASB hat nachfolgende Standards, Interpretationen und Änderungen zu bestehenden Standards herausgegeben, für deren Anwendbarkeit es innerhalb der EU noch des Endorsement durch den vorgeschriebenen EU-Prozess bedarf.

IFRS 1 "Additional Exemptions for First-time Adopters"
IFRS 2 "Share-based Payment: Group Cash-settled Share-based Payment Transactions"
IFRS 9 "Financial Instruments"
IAS 24 "Related Party Disclosures"
IFRIC 14 "Prepayments of a Minimum Funding Requirements"
IFRIC 19 "Extinguishing Financial Liabilities with Equity Instruments"

Ferner wurden weitere diverse Verbesserungen zu den IFRS im EU-Endorsement-Prozess noch nicht übernommen.

1.3 Konsolidierungskreis

Der Konzernabschluss umfasst die Einhell Germany AG und die von ihr beherrschten Gesellschaften. IAS 27 definiert Beherrschung als die Möglichkeit, die Finanz- und Geschäftspolitik zu bestimmen, um daraus Nutzen zu ziehen. Hält der Konzern direkt oder indirekt mehr als 50 % der Stimmrechte eines Unternehmens, so wird die Beherrschung widerlegbar vermutet.

Die Tochtergesellschaft iSC GmbH, Landau a. d. Isar, macht von den Befreiungen des § 264 Abs. 3 HGB teilweise Gebrauch.

Unternehmen, welche im Verlauf des Geschäftsjahres erworben bzw. veräußert wurden, werden ab dem Zeitpunkt des Erwerbs bis zum Zeitpunkt des Verkaufs in den Konzernabschluss einbezogen. Mit Wirkung zum 1. Januar 2009 wurden die restlichen Anteile (24,0 %) an der Einhell Export-Import GmbH übernommen. Diese Gesellschaft ist damit eine 100 %ige Konzerngesellschaft.

Im Geschäftsjahr 2009 wurde mit der Einhell Brasil Com. Distr. Ltda mit Sitz in Campinas eine weitere Gesellschaft in Südamerika gegründet. Die Einhell Germany AG ist mit 90 % an dieser Gesellschaft beteiligt.

Alle Änderungen am Konsolidierungskreis gegenüber dem Vorjahr wurden vollständig im Konzernabschluss abgebildet. Die in den Konzernabschluss einbezogenen Tochterunternehmen sind in Anhangsangabe 14 dargestellt.

1.4 Konsolidierungsgrundsätze

Die Abschlüsse der konsolidierten Tochterunternehmen werden entsprechend IAS 27 nach einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden aufgestellt. Der Abschlussstichtag für alle konsolidierten Gesellschaften ist der 31. Dezember. Dies entspricht dem Abschlussstichtag des Mutterunternehmens. Die Kapitalkonsolidierung erfolgt in Form der Erwerbsmethode durch Verrechnung der Beteiligungsbuchwerte mit dem anteiligen neu bewerteten Eigenkapital der Tochterunternehmen zum Zeitpunkt ihres Erwerbs (IFRS 3). Danach verbleibende aktive Unterschiedsbeträge werden als Geschäfts- und Firmenwerte aktiviert. Konzerninterne Umsätze, Aufwendungen und Erträge, alle Forderungen und Verbindlichkeiten sowie im Vorratsvermögen enthaltene Zwischenergebnisse werden eliminiert.

1.5 Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Fremdwährungsumrechnung

Die ausländischen Beteiligungen im Konsolidierungskreis sind in finanzieller, wirtschaftlicher und organisatorischer Hinsicht selbständig. Sie werden daher als wirtschaftlich selbständige, ausländische Teileinheiten betrachtet. Ihre Berichtswährung entspricht der jeweiligen lokalen Währung.

In den Einzelabschlüssen der Unternehmen des Einhell-Konzerns werden Fremdwährungsgeschäfte mit dem zum Zeitpunkt des Geschäftsvorfalls gültigen Umrechnungskurs zwischen der funktionalen Währung und der Fremdwährung umgerechnet. Monetäre Fremdwährungsposten, die am Bilanzstichtag noch bestehen, werden mit dem Stichtagskurs am Bilanzstichtag bewertet. Umrechnungsdifferenzen aus der Abwicklung von monetären Posten oder der Bewertung von monetären Posten eines Unternehmens zu Umrechnungskursen, die sich von den Kursen unterscheiden, zu denen diese ursprünglich während der Periode oder in vorherigen Abschlüssen bewertet wurden, werden erfolgswirksam in der Periode, in der sie entstanden sind, erfasst. Abschlüsse ausländischer Tochterunternehmen werden in Bezug auf die Bilanz zu den zum Jahresende geltenden Wechselkursen und in Bezug auf die Gewinn- und Verlustrechnung zu den durchschnittlichen Wechselkursen während des Berichtsjahres umgerechnet. Alle sich ergebenden Umrechnungsdifferenzen werden im Ausgleichsposten aus der Währungsumrechnung im Eigenkapital ausgewiesen.

Immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen

Die immateriellen Vermögenswerte und die Vermögenswerte des Sachanlagevermögens werden zu Anschaffungskosten bzw. Herstellungskosten angesetzt. Der Ausweis erfolgt abzüglich kumulierter Abschreibungen. Immaterielle Vermögenswerte werden dann angesetzt, wenn es wahrscheinlich ist, dass der Gesellschaft der künftige Nutzen aus dem Vermögenswert zufließen wird und die Anschaffungs- oder Herstellungskosten des Vermögenswertes zuverlässig gemessen werden können.

Beträge, die für Patente, Markennamen und Lizenzen gezahlt wurden, werden aktiviert und anschließend über ihre voraussichtliche Nutzungsdauer linear abgeschrieben. Die Anschaffungskosten neuer Software werden aktiviert und als ein immaterieller Vermögenswert behandelt, sofern diese Kosten kein integraler Bestandteil der zugehörigen Hardware sind.

Forschungsausgaben und Produktaufbereitungskosten werden in der Periode als Aufwand erfasst, in der sie anfallen. Davon ausgenommen sind Projektentwicklungskosten, die folgende Kriterien vollständig erfüllen:

Das Produkt oder das Verfahren ist klar und eindeutig abgegrenzt und die entsprechenden Kosten können eindeutig zugerechnet und verlässlich ermittelt werden;
die technische Realisierbarkeit des Produktes kann nachgewiesen werden;
der Konzern hat die Absicht und auch die Möglichkeit, das Produkt oder das Verfahren entweder zu vermarkten oder für eigene Zwecke zu nutzen;
die Vermögenswerte werden einen künftigen wirtschaftlichen Nutzen generieren (z.B. Existenz eines Marktes für das Produkt oder Nachweis über Produktnutzen für das eigene Unternehmen bei interner Verwendung);
es sind hinreichende technische, finanzielle und andere Ressourcen verfügbar, um das Projekt abzuschließen.

Die Aktivierung der Kosten beginnt bei erstmaliger Erfüllung obiger Kriterien. In vorherigen Buchungsperioden als Aufwand erfasste Ausgaben werden nicht nachträglich aktiviert. Neben den Entwicklungskosten gibt es keine selbst erstellten immateriellen Vermögenswerte.

Aktivierte Entwicklungskosten werden auf der Grundlage der linearen Abschreibung über ihre voraussichtliche Nutzungsdauer abgeschrieben. Im Regelfall beträgt die Abschreibungsdauer nicht mehr als drei Jahre. Der erzielbare Betrag der Entwicklungskosten wird immer dann geschätzt, wenn Anzeichen für eine Wertminderung des Vermögenswertes bestehen oder Anzeichen dafür, dass die in den vergangenen Jahren erfassten Wertminderungen nicht mehr bestehen.

Geschäfts- und Firmenwerte aus der Kapitalkonsolidierung nach der in IFRS 3 vorgeschriebenen Erwerbsmethode werden aktiviert. Der Ausweis erfolgt zu Anschaffungskosten abzüglich kumulierter Abschreibungen und kumulierter Wertminderungsaufwendungen.

Gemäß IFRS 3 werden Geschäfts- oder Firmenwerte nicht planmäßig abgeschrieben, sondern jährlich sowie bei Vorliegen von Anhaltspunkten für eine Wertminderung einem Werthaltigkeitstest gemäß IAS 36 unterzogen. Für Zwecke dieses Werthaltigkeitstests wird der Geschäfts- oder Firmenwert einer zahlungsmittelgenerierenden Einheit (CGU) zugeordnet. Die zahlungsmittelgenerierenden Einheiten entsprechen den einzelnen Gesellschaften.

Eine Wertberichtigung wird dann vorgenommen, wenn der Buchwert der zahlungsmittelgenerierenden Einheit, welcher dem Geschäfts- oder Firmenwert zugeordnet ist, den erzielbaren Betrag übersteigt. Der erzielbare Betrag entspricht dem höheren der beiden Werte aus beizulegendem Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten und Nutzwert. Da der beizulegende Zeitwert nicht ermittelt werden kann, wird der Nutzwert zugrunde gelegt. Der Nutzwert der zahlungsmittelgenerierenden Einheit wurde demnach wie folgt ermittelt:

Aufgrund der Planungen der nächsten fünf Geschäftsjahre wurden die zukünftigen Zahlungsströme (vor Zinsen und Steuern) der zahlungsmittelgenerierenden Einheit ermittelt. Den Planungen liegen Erfahrungswerte der Vergangenheit sowie bestmögliche Einschätzungen des Managements über die zukünftige Entwicklung zugrunde. Um die Überprüfung der Werthaltigkeit durchzuführen, schätzte das Management die Zahlungsmittelrückflüsse über die Planungsperiode hinaus, indem kein Wachstum für die Folgejahre angesetzt wurde. Unter Verwendung eines Discounted-Cashflow-Verfahrens wurde der Nutzwert für die zugrunde liegende zahlungsmittelgenerierende Einheit ermittelt. Die Zahlungsmittelrückflüsse wurden mit 4,5 % diskontiert.

Vermögenswerte des Sachanlagevermögens werden in der Regel linear abgeschrieben. Wenn Gegenstände des Sachanlagevermögens veräußert oder verschrottet werden, werden die entsprechenden Anschaffungskosten sowie die kumulierten Abschreibungen ausgebucht; ein realisierter Gewinn oder Verlust aus dem Abgang wird in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesen. Wartungs- und Reparaturaufwendungen bei Sachanlagen bzw. Erhaltungsaufwendungen bei immateriellen Vermögenswerten werden bei deren Anfall im Aufwand erfasst. Nachträglich anfallende Aufwendungen, die die Ansatzkriterien eines Vermögenswertes erfüllen, werden als nachträgliche Anschaffungskosten bei den jeweiligen Sachanlagen aktiviert. IAS 38 unterscheidet zwischen Vermögenswerten mit begrenzter Nutzungsdauer und Vermögenswerten mit unbegrenzter bzw. unbestimmter Nutzungsdauer. Grundsätzlich sind alle immateriellen Vermögenswerte und Vermögenswerte des Sachanlagevermögens mit Ausnahme der Grundstücke, die in der Bilanz des Einhell-Konzerns ausgewiesen werden, nur begrenzt nutzbar. Lediglich die Geschäfts- und Firmenwerte werden nicht planmäßig abgeschrieben.

Die Abschreibung der begrenzt nutzbaren Vermögenswerte erfolgt unter Berücksichtigung der erwarteten betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer. Die gewöhnlichen Nutzungsdauern betragen:

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Nutzungsdauer Jahre
Immaterielle Vermögenswerte:
Entwicklungskosten, Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen 3 - 5
Sachanlagevermögen:
Gebäude 20 - 30
Technische Anlagen und Maschinen 3 - 15
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3 - 10

Die Nutzungsdauer und die Abschreibungsmethode für abnutzbare immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen werden periodisch überprüft, um zu gewährleisten, dass die Abschreibungsmethode und der Abschreibungszeitraum mit dem erwarteten wirtschaftlichen Nutzenverlauf aus den Gegenständen des Sachanlagevermögens in Einklang stehen.

Sachanlagen, die nicht mehr genutzt werden, werden zum niedrigeren Wert von Buchwert oder dem geschätzten Nettoveräußerungspreis abzüglich Veräußerungskosten angesetzt.

Finanzanlagen

Bei den Wertpapieren des Anlagevermögens handelt es sich überwiegend um einen Geldmarktfonds zur Absicherung von Pensions-, Urlaubs- und Gleitzeitguthaben. Der Ansatz der Finanzinstrumente erfolgt am Tag des Geschäftsabschlusses, die Ausbuchung erfolgt bei Realisierung. Die Bewertung erfolgt zum Fair Value gegen die Neubewertungsrücklage im Eigenkapital. Die Ermittlung des Fair Value erfolgt über Bewertungen der Banken. Die Erträge aus dem Fonds belaufen sich auf 2 TEUR (Vj. 3 TEUR). Die erwartete Rendite liegt bei 2 %.

Latente Steuern

Die Höhe der Ertragsteuern bemisst sich nach der Höhe des Gewinns und berücksichtigt latente Steuern, die mit Hilfe der bilanzorientierten Verbindlichkeitsmethode ermittelt werden. Die Ermittlung latenter Steuern erfolgt nach IAS 12. Danach werden für temporäre Unterschiede zwischen den im Konzernabschluss angesetzten Buchwerten und den steuerlichen Wertansätzen von Vermögenswerten und Schulden zukünftig wahrscheinlich eintretende Steuerent- und -belastungen bilanziert.

Die Bemessung latenter Steueransprüche und -schulden erfolgt anhand der Steuersätze, die für die Periode erwartet werden, in denen sich die temporären Differenzen voraussichtlich umkehren werden. Der erwartete Steuersatz wird auf Grundlage der Steuersätze ermittelt, die für diese Perioden zum Bilanzstichtag in geltendes Recht umgesetzt oder im Wesentlichen umgesetzt worden sind. Latente Steueransprüche und -schulden werden nicht abgezinst und in der Bilanz gesondert ausgewiesen.

Tatsächliche Steuern und latente Steuern sind unmittelbar dem Eigenkapital zu belasten oder gutzuschreiben, wenn sich die Steuer auf Posten bezieht, die in der gleichen oder einer anderen Periode unmittelbar dem Eigenkapital gutgeschrieben oder belastet werden. In dem Umfang, in dem nicht ausgeschüttete Gewinne ausländischer Beteiligungen auf unabsehbare Zeit in diese Unternehmen investiert bleiben sollen, fallen keine latenten Steuerschulden an.

Eine latente Steuerschuld wird für alle temporären Unterschiede ausgewiesen, mit der Ausnahme von temporären Differenzen beim Geschäfts- und Firmenwert, für den eine Abschreibung steuerlich nicht abzugsfähig ist.

Vorräte

Vorräte einschließlich unfertiger Erzeugnisse werden mit dem niedrigeren Wert aus Anschaffungs- oder Herstellungskosten und Nettoveräußerungswert bewertet. Der Nettoveräußerungswert entspricht dem Verkaufspreis abzüglich der Kosten bis zur Fertigstellung sowie der notwendigen Vertriebskosten. Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sind mit den gewogenen durchschnittlichen Anschaffungskosten bewertet. Die Anschaffungskosten werden nach der Methode des gewogenen Durchschnitts ermittelt. Die fertigen und unfertigen Erzeugnisse wurden mit ihren aufgelaufenen Herstellungskosten bewertet. Die Herstellungskosten umfassen neben den direkt zurechenbaren Kosten auch die produktionsbezogenen Gemeinkosten basierend auf der normalen Kapazität der Produktionsanlagen. Fremdkapitalzinsen, die auf den Zeitraum der Herstellung entfallen, werden nicht einbezogen. Nicht veräußerbare Vorräte werden vollständig abgeschrieben.

Forderungen und sonstige Vermögenswerte

Forderungen und sonstige Vermögenswerte werden zum Zeitwert der hingegebenen Gegenleistung ausgewiesen und mit ihren fortgeführten Anschaffungskosten nach Bildung entsprechender Wertberichtigungen bewertet.

Forderungen werden regelmäßig auf das Vorliegen von Indikatoren, die auf ein Impairment hindeuten, untersucht. Solche Indikatoren können z. B. ausbleibende Zahlungen oder wirtschaftliche Probleme des Schuldners sein. Bei Vorliegen eines solchen Indikators wird ein Impairment gebucht, wenn der Buchwert höher als der erzielbare Betrag ist. Dieser ermittelt sich auf Basis der erwarteten künftigen Zahlungsströme. Bei Wegfall des Grundes für das Impairment erfolgt eine erfolgswirksame Zuschreibung. Das allgemeine Kreditrisiko wird durch Wertberichtigungen auf den Forderungsbestand berücksichtigt, die grundsätzlich auf Erfahrungswerten der Vergangenheit beruhen. Eine Werterhöhung (bzw. Verringerung einer erfolgten Wertminderung) eines Vermögenswertes wird jedoch nur soweit erfasst, wie er den Buchwert nicht übersteigt, der sich ergeben hätte (unter Berücksichtigung der Abschreibungseffekte), wenn in den vorherigen Jahren keine Wertminderung erfasst worden wäre.

Die Forderungen an konzernfremde Dritte werden in den einzelnen Gesellschaften überwiegend in Landeswährung bilanziert und somit können keine maßgeblichen Währungsdifferenzen entstehen.

Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente

Die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente umfassen Bankguthaben, Schecks und Kassenbestände. Dabei werden alle Finanzmittel erfasst, deren ursprüngliche Fälligkeit maximal drei Monate beträgt. Fremdwährungsbestände wurden zum Stichtagskurs umgerechnet.

Ausgleichsposten aus der Währungsumrechnung

Der Ausgleichsposten aus der Währungsumrechnung entsteht aus der Umrechnung von Abschlüssen konsolidierter Unternehmen, deren funktionale Währung von der Berichtswährung des Konzerns abweicht. Bei den konsolidierten Unternehmen handelt es sich um wirtschaftlich selbständige ausländische Teileinheiten.

Umrechnungsdifferenzen aus einem monetären Posten, der im Wesentlichen Teil der Nettoinvestition der Gesellschaft in eine wirtschaftlich selbständige ausländische Teileinheit ist, werden bis zur Veräußerung der Nettoinvestition im Konzernabschluss als Eigenkapital angesetzt. Bei Veräußerung der entsprechenden Vermögenswerte werden die gesamte Neubewertung oder die Rücklagen für Währungsumrechnungen in der gleichen Periode als Ertrag oder Aufwand ausgewiesen, in der auch der Gewinn oder Verlust aus dem Abgang ausgewiesen wird.

Minderheitenanteile

Das den Minderheitsgesellschaftern zurechenbare Eigenkapital wird in der Bilanz innerhalb des Eigenkapitals ausgewiesen. Das zurechenbare Jahresergebnis wird in der Gewinn- und Verlustrechnung gesondert ausgewiesen.

Die Minderheitenanteile enthalten den Anteil der Minderheitsgesellschaften an den Zeitwerten der identifizierbaren Vermögenswerte und Schulden zum Erwerbszeitpunkt eines verbundenen Unternehmens. Veränderungen ergeben sich aus Kapitalerhöhungen, an denen die Minderheitsgesellschafter partizipieren, Ausschüttungen sowie den Anteilen der Minderheitsgesellschafter am Ergebnis und aus Wechselkursänderungen.

Rückstellungen

Eine Rückstellung wird dann ausgewiesen, wenn das Unternehmen eine gegenwärtige (gesetzliche oder faktische) Verpflichtung aufgrund eines vergangenen Ereignisses besitzt, es wahrscheinlich ist, dass die Erfüllung der Verpflichtung mit einem Abfluss von Ressourcen, die wirtschaftlichen Nutzen verkörpern, einhergeht und der Betrag der Verpflichtung verlässlich ermittelt werden kann. Rückstellungen sind zu jedem Bilanzstichtag zu prüfen und an die gegenwärtig beste Schätzung anzupassen. Wo der Zeitwert des Geldes eine Rolle spielt, entspricht der Rückstellungsbetrag dem gegenwärtigen Wert der zur Erfüllung der Verpflichtung voraussichtlich notwendigen Aufwendungen.

Rückstellungen wohnen entsprechend ihrer Definition Unsicherheiten bezüglich ihres Eintritts inne. Diese Unsicherheiten sind in den notwendigen Schätzungen enthalten. Dabei wird auf die den Rückstellungen jeweils zu Grunde liegenden Sachverhalte mittels statistischer Auswertungen und jahrelanger Erfahrungswerte auf deren Eintrittswahrscheinlichkeit und -höhe abgestellt.

Erträge aus dem erwarteten Abgang von Vermögenswerten werden bei der Bildung der Rückstellung nicht berücksichtigt. Wenn erwartet wird, dass die zur Erfüllung einer zurückgestellten Verpflichtung erforderlichen Ausgaben ganz oder teilweise von einer anderen Partei erstattet werden, wird die Erstattung erst dann erfasst, wenn es so gut wie sicher ist, dass die Gesellschaft die Erstattung erhält.

Für die betriebliche Altersversorgung von Mitarbeitern bestehen sowohl leistungs- als auch beitragsorientierte Versorgungszusagen, die auf Beschäftigungsdauer und -entgelt der Mitarbeiter basieren. In Deutschland besteht eine beitragsorientierte, gesetzliche Grundversorgung der Arbeitnehmer, die Rentenzahlungen in Abhängigkeit von Einkommen und geleisteten Beiträgen übernimmt. Mit Zahlung der Beiträge an die staatlichen Rentenversicherungsträger bestehen für das Unternehmen keine weiteren Leistungsverpflichtungen. Die laufenden Beitragszahlungen werden als Aufwand der Periode erfasst.

Die im Konzernabschluss ausgewiesenen Rückstellungen für Pensionsverpflichtungen werden für leistungsorientierte Pläne auf Grund von Versorgungszusagen auf Alters-, Invaliden- und Hinterbliebenenleistung gebildet. Die Versorgungsverpflichtungen werden unter Berücksichtigung erwarteter zukünftiger Entgelt- und Rentensteigerungen im Rahmen des IAS 19 nach dem international üblichen Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected Unit Credit Method) ermittelt. Als Abzinsungsfaktor wurde für Anwärter ein Zinssatz in Höhe von 5,34 % (Vj. 6,21 %) und für Rentner ein Zinssatz von 4,73 % (Vj. 6,21 %) angewendet. Der Rententrend wurde wie im Vorjahr bei Zusagen mit Anpassungsgarantie mit 3,00 % berücksichtigt und bei Zusagen ohne Anpassungsgarantie mit 2,00 %. Bei gehaltsunabhängigen Zusagen wurde kein Gehaltstrend unterstellt. Die bilanzierte Pensionsrückstellung zum Stichtag entspricht dem Anwartschaftsbarwert der Versorgungszusagen (Defined Benefit Obligation). Versicherungsmathematische Gewinne bzw. Verluste werden im Jahr des Anfalls realisiert. Der bilanzierte Zeitwert der DBO ist nicht durch einen Pensionsfond gesichert. Es bestehen aber zum Teil Rückdeckungsversicherungen.

Verbindlichkeiten

Die Zugangsbewertung der Verbindlichkeiten erfolgt zum Fair Value der erhaltenen Gegenleistung, die Folgebewertung erfolgt zu Amortized Cost. Die Bewertung der Verbindlichkeiten in Fremdwährungen erfolgt zum Bilanzstichtag zum Stichtagskurs bzw. Sicherungskurs.

Umsatzrealisierung und Ertragserfassung

Umsatzerlöse werden erfasst, wenn wahrscheinlich ist, dass der mit dem entsprechenden Geschäftsvorfall verbundene wirtschaftliche Nutzen an die Gesellschaft fließt und die Höhe des Umsatzes verlässlich bestimmt werden kann. Umsätze werden netto (nach Umsatzsteuer) und nach Abzug etwaiger Preisnachlässe und Rahmenkonditionen erfasst. Umsatzerlöse umfassen die Erlöse aus dem Verkauf von Gütern. Sie werden erfasst, wenn die Lieferung erfolgt ist und die Übertragung der Risiken und Chancen auf den Käufer stattgefunden hat.

Zinsen werden zeitproportional unter Berücksichtigung der Effektivverzinsung des Vermögenswertes erfasst. Lizenzerträge werden periodengerecht in Übereinstimmung mit den Bestimmungen des zugrunde liegenden Vertrages erfasst.

Derivative Finanzinstrumente

Derivative Finanzinstrumente werden im Einhell-Konzern nur für Sicherungsgeschäfte im Zuge der Risikoreduzierung eingesetzt. Damit sollen Risiken von Schwankungen der Cashflows, welche einem bestimmten mit einem erfassten Vermögenswert oder einer Schuld verbundenen Risiko oder dem mit einer vorhergesehenen Transaktion verbundenen Risiko zugeordnet werden können, abgesichert werden. Alle derivativen Finanzinstrumente werden entsprechend den Vorschriften des IAS 39 zum Fair Value bilanziert. Der Fair Value von Devisenterminkontrakten wird anhand der zum Bilanzstichtag herrschenden Kurse auf dem Devisenterminmarkt bestimmt. Bei Zinsswaps wird er als Barwert der geschätzten künftigen Cashflows ermittelt. Der Fair Value von Optionen wird anhand von Optionspreismodellen errechnet. Bei allen vorgenannten Instrumenten wird dem Konzern der Fair Value jeweils durch die Finanzinstitute bestätigt, die dem Konzern die entsprechenden Kontrakte vermittelt haben.

Der Ansatz der Finanzinstrumente erfolgt am Tag des Geschäftsabschlusses, die Ausbuchung erfolgt bei Realisierung.

Der positive Marktwert der Derivate wird in den sonstigen Vermögensgegenständen gebucht. Der negative Marktwert der Derivate wird in den sonstigen Verbindlichkeiten gebucht. Die Marktwertveränderung von erfolgswirksamen Derivaten wird im Finanzergebnis abgebildet, von erfolgsneutralen Derivaten im übrigen kumulierten Eigenkapital.

Grundsätzlich werden Marktwertänderungen ergebniswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Marktwertänderungen von derivativen Finanzinstrumenten wie Devisentermingeschäften und Devisenoptionen (innerer Wert), die im Rahmen von Cashflow-Hedges als hocheffektive Sicherungsinstrumente klassifiziert werden, werden erfolgsneutral im Eigenkapital, bereinigt um latente Steuern gem. IAS 39.95 erfasst.

Da es sich bei den derivativen Finanzinstrumenten im Rahmen des Cashflow-Hedges um kurzfristige Sicherungsinstrumente zur Währungssicherung handelt, werden diese innerhalb eines Jahres in der Gewinn-und Verlustrechnung erfasst.

Leasing

Finanzierungs-Leasingverhältnisse

Ein Leasingverhältnis wird als Finanzierungsleasing eingestuft, wenn im Wesentlichen alle mit dem Eigentum verbundenen Risiken und Chancen eines Vermögenswertes auf den Leasingnehmer übertragen werden. Die Klassifizierung von Leasingverhältnissen hängt von dem wirtschaftlichen Gehalt der Vereinbarung ab, nicht von einer bestimmten formalen Vertragsform.

Der Einhell-Konzern ist Leasingnehmer und setzt Finanzierungs-Leasingverhältnisse bei Beginn des Leasingverhältnisses als Vermögenswerte und Schulden in gleicher Höhe in seiner Bilanz an, und zwar mit dem Zeitwert des Leasingobjektes zu Beginn des Leasingverhältnisses oder mit dem Barwert der Mindestleasingzahlungen, sofern dieser Wert niedriger ist. Bei der Berechnung des Barwertes der Mindestleasingzahlungen dient der dem Leasingverhältnis zugrunde liegende Zinssatz als Abzinsungsfaktor, sofern er in praktikabler Weise ermittelt werden kann. Ist dies nicht der Fall, wird der Grenzfremdkapital-zinssatz des Leasingnehmers angewendet. Anfängliche direkte Kosten werden als Teil des Vermögenswertes aufgenommen. Leasingzahlungen werden in die Finanzierungskosten und den Tilgungsanteil der Restschuld aufgeteilt. Die Finanzierungskosten werden so über die Laufzeit des Leasingverhältnisses verteilt, dass über die Perioden ein konstanter Zinssatz auf die verbliebene Schuld entsteht.

Ein Finanzierungsleasing führt in jeder Periode zu einem Abschreibungsaufwand für den aktivierten Vermögenswert sowie zu einem Finanzierungsaufwand. Abschreibungsgrundsätze für geleaste Vermögenswerte stimmen mit den Methoden, die auf entsprechende abschreibungsfähige Vermögenswerte angewendet werden, welche sich im Eigentum des Unternehmens befinden, überein.

Finanzierungsleasing wird überwiegend im Bereich Betriebs- und Geschäftsausstattung angewandt. Die betreffenden langfristigen Vermögenswerte stellen sich wie folgt dar (in TEUR):

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künftige Leasingzahlungen Darin enthaltene Zinsanteile
Restbuchwert 31.12.2009 Jahres AfA zum 31.12.2009 innerhalb 1 Jahr zwischen 1 und 5 Jahre nach 5 Jahren innerhalb 1 Jahr zwischen 1 und 5 Jahre nach 5 Jahren
--- --- --- --- --- --- --- ---
83 38 46 33 0 3 2 0

Operating-Leasingverhältnisse

Ein Leasingverhältnis wird als Operating-Leasingverhältnis klassifiziert, wenn im Wesentlichen alle Risiken und Chancen, die mit dem Eigentum verbunden sind, beim Leasinggeber verbleiben. Leasingzahlungen innerhalb eines Operating-Leasingverhältnisses werden als Aufwand linear über die Laufzeit des Leasingverhältnisses erfasst.

Der monetäre Wert von Anreizen, die Leasinggeber im Zusammenhang mit dem Vertragsabschluss des Leasingvertrages gewähren, wird als eine Reduktion der Leasingaufwendungen linear über die Laufzeit des Leasingverhältnisses erfasst. Das Operating-Leasing wird überwiegend im Bereich Betriebs- und Geschäftsausstattung angewandt (in TEUR).

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künftige Leasingzahlungen
innerhalb 1 Jahres zwischen 1 und 5 Jahren Nach 5 Jahren
--- --- --- ---
Operating - Leasing 306 322 2
Finanzierungsleasing 46 33 0
Gesamte Leasinggebühren 352 355 2

Segmentberichterstattung

Die Segmentierung des Konzerns in zwei Sparten folgt der Darstellung der Geschäftsfelder sowie der internen Steuerung und Berichterstattung des Konzerns. Es handelt sich um die Sparten Werkzeuge sowie Garten & Freizeit.

Die Finanzinformationen über die Geschäftssegmente und geographischen Segmente sind in Anhangsangabe 4 und 5 dargestellt.

Eventualschulden und -forderungen

Eventualschulden werden nicht in der Bilanz gezeigt. Im Zuge der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit können die Gesellschaften des Einhell-Konzerns in rechtliche Auseinandersetzungen verwickelt werden. Zum 31. Dezember 2009 haben die Geschäftsführung der Gesellschaft und ihre rechtlichen Berater keine Kenntnis von Ansprüchen, die wesentliche Auswirkungen auf das Geschäft, die Finanz-, Vermögens- oder Ertragslage haben.

Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Werterhellende Ereignisse nach dem Bilanzstichtag, die Einfluss auf die Lage des Konzerns zum Bilanzstichtag haben, wurden im Abschluss bis zum Stichtag 18. März 2010 berücksichtigt. Nicht werterhellende Ereignisse nach dem Bilanzstichtag werden - soweit diese wesentlich sind - im Anhang angegeben.

2. Angaben zur Bilanz

2.1 Entwicklung der langfristigen Vermögenswerte

Zur Entwicklung der langfristigen Vermögenswerte (ohne sonstige langfristige Vermögenswerte) verweisen wir auf die Anlage zum IFRS - Konzernanhang der Einhell Germany AG.

2.2 Aktivierte Entwicklungskosten

Die aktivierten Entwicklungskosten beinhalten im Wesentlichen die für die Entwicklung neuer Produkte entstandenen Ausgaben. Die Produktneuentwicklungen erfüllen die Kriterien für die Erfassung als immaterieller Vermögenswert. Die aktivierten Entwicklungskosten werden über den erwarteten Produktlebenszyklus abgeschrieben. Im Geschäftsjahr 2009 betrugen die Aufwendungen für Entwicklung und Produktaufbereitung 3,6 Mio. EUR (Vj. 4 Mio. EUR). Von diesen Aufwendungen wurden in 2009 0,3 Mio. EUR (Vj. 0,7 Mio. EUR) als Entwicklungskosten aktiviert. Insgesamt waren in diesem Bereich 34 Mitarbeiter (Vj. 37 Mitarbeiter) beschäftigt.

Die Entwicklungskosten stellen sich wie folgt dar (in TEUR):

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Anschaffungs- und Herstellungskosten Aufgelaufene Abschreibungen
Bruttowert 01.01.2009 Zugänge 2009 Abgänge 2009 Bruttowert 31.12.2009 Bruttowert 01.01.2009 Zugänge 2009 Abgänge 2009
--- --- --- --- --- --- ---
4.748 284 0 5.032 3.059 1.002 0

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Aufgelaufene Abschreibungen Buchwerte
Bruttowert 31.12.2009 Nettowert 31.12.2009 Nettowert 31.12.2008
--- --- ---
4.061 971 1.689

2.3 Geschäfts- und Firmenwert

Der Geschäfts- und Firmenwert zum 31. Dezember 2009 beträgt 7.478 TEUR (Vj. 7.833 TEUR). Die Zugänge entfielen mit 404 TEUR auf Einhell Export-Import GmbH und mit 41 TEUR auf Einhell Romania SRL. Der Abgang beträgt für Intratek 800 TEUR.

Der Zugang beim Geschäfts- und Firmenwert bei der Einhell Export-Import GmbH resultiert aus der Zahlung des variablen Kaufpreisanteils für das Geschäftsjahr 2008. Die aktivierten Anschaffungskosten entsprechen dem Anteil des variablen Kaufpreises, der die Planungen der vorhergehenden Jahre aufgrund der überdurchschnittlich guten Ergebnisentwicklung überstieg. Außerdem wurden die restlichen 24 % der Anteile übernommen. Dabei wurde der das anteilige Eigenkapital übersteigende Kaufpreis aktiviert. Der Zugang beim Geschäfts- und Firmenwert bei Einhell Romania SRL beruht auf der Tatsache, dass im Geschäftsjahr 2005 70 % der Anteile an Einhell Romania erworben wurden. Der dabei vereinbarte Kaufpreis bestand aus einem sofort fälligen fixen Anteil und aus einem in den Folgejahren fälligen variablen Anteil. Der in 2005 aktivierte Geschäfts- und Firmenwert wurde auf Basis des Gesamtkaufpreises berechnet, der aufgrund der vorliegenden Planungen bestimmt wurde. Die im Geschäftsjahr 2009 fällige Kaufpreisrate überstieg diese Planungen, weshalb ein Geschäfts- und Firmenwert in Höhe von 41 TEUR im Geschäftsjahr 2009 nachaktiviert wurde.

Der Abgang beim Geschäfts- und Firmenwert resultiert aus der Reduzierung der voraussichtlichen Kaufpreisverbindlichkeit für die Intratek Mühendislik ve Dis Ticarret A.S. Aufgrund der aktuellen Geschäftsentwicklung der türkischen Gesellschaft wurde sowohl der Geschäfts- und Firmenwert als auch die entsprechende Verbindlichkeit um 800 TEUR reduziert.

2.4 Latente Steuern

Die latenten Steueransprüche und -schulden der Gesellschaft setzen sich folgendermaßen zusammen:

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In TEUR Latente Steueransprüche Latente Steuerschulden Nettobetrag der latenten Steuern
2009 2008 2009 2008 2009 2008
--- --- --- --- --- --- ---
Anlagevermögen 17 91 416 661 -399 -570
Umlaufvermögen 3.120 3.387 243 701 2.877 2.686
Sonstige Finanzinvestitionen zum Zeitwert -3 156 -24 736 21 -580
Pensionsverpflichtungen 8 9 -48 32 56 -23
Rückstellungen 623 939 104 -51 519 990
Sonstige Verbindlichkeiten 243 591 -56 193 299 398
Steuerliche Verlustvorträge 0 63 0 0 0 63
Gesamt 4.008 5.236 635 2.272 3.373 2.964

Latente Steuern ergeben sich bei den oben aufgelisteten Posten unter folgenden Umständen:

Aktivierung und Abschreibung von Entwicklungskosten.
Sachanlagen: Erhöhte steuerliche Abschreibungen führen dazu, dass die steuerlichen Wertansätze unter den Buchwerten liegen.
Die Bewertung von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen erfolgt abweichend zur Steuerbilanz.
Zum Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte (zur Veräußerung verfügbare und zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Vermögenswerte) weisen abweichende Steuer- und Buchwerte auf, da eine Neubewertung nur zu Bilanzierungszwecken und nicht für steuerliche Zwecke erfolgt.
Die Bewertung von Pensionsrückstellungen erfolgt abweichend zur Steuerbilanz.
Abgegrenzte Aufwendungen sind in einigen lokalen Abschlüssen ausländischer Töchter erst in der Periode ihrer Verausgabung steuerlich abzugsfähig, wohingegen sie im Abschluss über einen längeren Zeitraum erfolgswirksam werden können.

2.5 Vorräte

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2009

TEUR
2008

TEUR
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe (zu Anschaffungskosten) 924 1.134
Fertige Erzeugnisse und Waren (zu Anschaffungs-/Herstellungskosten abzgl. Wertberichtigung) 71.216 111.418
Geleistete Anzahlungen 2.428 791
Gesamt 74.568 113.343

Insgesamt wurden Abwertungen über 5.642 TEUR (Vj. 7.039 TEUR) vorgenommen. Der Buchwert der abgewerteten Ware beträgt nach Abwertung 24.112 TEUR (Vj. 41.508 TEUR). Zum Stichtag sowie im Vorjahr sind keine Waren sicherungsübereignet.

2.6 Forderungen und sonstige Vermögenswerte

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden nach Abzug von Wertberichtigungen für zweifelhafte Forderungen ausgewiesen.

Im Geschäftsjahr 2009 wurden Wertberichtigungen in Höhe von 1.552 TEUR (Vj. 5.010 TEUR) vorgenommen. Ferner waren im Berichtszeitraum Erträge aus dem Eingang ausgebuchter Forderungen und Erträge aus der Auflösung von Wertberichtigung für Forderungen in Höhe von 2.131 TEUR (Vj. 31 TEUR) gebucht. Das maximale Ausfallrisiko entspricht dem Buchwert der Forderungen. 77 % (Vj. 81 %) vom Gesamt-forderungsbestand sind nicht fällig.

Altersstruktur der Finanzinstrumente aus den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen:

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Buchwert

(in TEUR)
Nicht fällig 0-90 Tage 91-180 Tage > 181 Tage
31.12.2009 48.160 36.957 6.857 2.030 2.316
31.12.2008 61.352 49.899 10.412 790 251

Die sonstigen Vermögenswerte werden mit ihrem Nominalwert abzüglich Einzelwertberichtigungen angesetzt. In den kurzfristigen sonstigen Vermögenswerten sind Forderungen aus Ertragsteuern in Höhe von 2.224 TEUR (Vj. 655 TEUR), in den langfristigen sonstigen Vermögenswerten sind Forderungen aus Ertragsteuern in Höhe von 1.098 TEUR (Vj. 1.231 TEUR) enthalten.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und die sonstigen kurzfristigen Vermögenswerte haben alle eine Laufzeit von bis zu einem Jahr.

Aufgrund der Kurzfristigkeit der Forderungen sind die Effekte aus der Aufzinsung abgeschriebener Forderungen nicht wesentlich.

2.7 Zahlungsmittel

Für die Zwecke der Kapitalflussrechnung gemäß IAS 7 werden alle Finanzmittel mit einer ursprünglichen Fälligkeit von bis zu drei Monaten als Zahlungsmittel angesetzt. Die Position besteht aus Bankguthaben, Schecks und Kassenbeständen.

2.8 Gezeichnetes Kapital

Das Grundkapital der Einhell Germany AG ist unverändert zum Vorjahr wie folgt eingeteilt:

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EUR
Stammaktien 2.094.400 Inhaber-Stammaktien Stückaktien mit rechnerischem Anteil am Grundkapital von je EUR 2,56 5.361.664
Vorzugsaktien 1.680.000 Inhaber-Stammaktien Stückaktien mit rechnerischem Anteil am Grundkapital von je EUR 2,56 4.300.800
Summe Grundkapital 9.662.464

Alle Einzahlungen auf die Aktien sind vollständig geleistet. Für das Geschäftsjahr 2009 liegt für die Einhell Germany AG ein Dividendenvorschlag über 2.138.976,00 EUR vor (Vj. 2.138.976,00 EUR).

An die Inhaber der Vorzugsaktien ist eine Mindestdividende von 0,15 EUR zu zahlen und geht der Verteilung einer Dividende auf Stammaktien vor. Die Dividende je Vorzugsaktie ist um 0,06 EUR höher als die Dividende je Stammaktie. Reicht der Bilanzgewinn eines oder mehrerer Geschäftsjahre nicht zur Ausschüttung von 0,15 EUR je Vorzugsaktie aus, so werden die fehlenden Beträge ohne Zinsen aus dem Bilanzgewinn der folgenden Geschäftsjahre nachgezahlt, und zwar nach Verteilung der Mindestdividende auf die Vorzugsaktien für diese Geschäftsjahre und vor der Verteilung einer Dividende auf die Stammaktien. Es stehen keine Ausschüttungen als Mindestdividenden aus. Die Vorzugsaktien sind nicht mit einem Stimmrecht verbunden. Im Bezug auf das Restvermögen der Gesellschaft sind alle Aktien gleichrangig. Die Stimmrechte in der Hauptversammlung liegen bei den Stammaktien.

2.9 Genehmigtes Kapital

Genehmigtes Kapital I

Der Vorstand ist ermächtigt, das Grundkapital der Gesellschaft bis zum 18. Juni 2014 mit Zustimmung des Aufsichtsrats durch Ausgabe neuer Inhaber-Stammaktien und/oder stimmrechtsloser Inhaber-Vorzugsaktien gegen Bareinlage einmalig oder mehrmalig um insgesamt bis zu 3.864.985,60 EUR zu erhöhen (Genehmigtes Kapital I). Dabei ist den Aktionären ein Bezugsrecht einzuräumen. Der Vorstand ist jedoch ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats Spitzenbeträge von dem Bezugsrecht der Aktionäre auszunehmen und im Fall der gleichzeitigen Ausgabe von Stamm- und Vorzugsaktien das Bezugsrecht der Inhaber von Aktien einer Gattung auf Aktien der anderen Gattung auszuschließen, sofern das Bezugsverhältnis für beide Gattungen gleich festgesetzt wird. Die Ermächtigung umfasst auch die Befugnis, weitere Vorzugsaktien auszugeben, die den früher ausgegebenen Vorzugsaktien ohne Stimmrecht bei der Verteilung des Gewinnes oder des Gesellschaftsvermögens vorgehen oder gleichstehen.

Genehmigtes Kapital II

Der Vorstand wird ermächtigt, das Grundkapital der Gesellschaft bis zum 18. Juni 2014 mit Zustimmung des Aufsichtsrats durch Ausgabe neuer Inhaber-Stammaktien und/oder stimmrechtsloser Inhaber-Vorzugsaktien gegen Bareinlage einmalig oder mehrmalig um insgesamt bis zu 966.246,40 EUR zu erhöhen (Genehmigtes Kapital II). Dabei ist den Aktionären ein Bezugsrecht einzuräumen. Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats Spitzenbeträge von dem Bezugsrecht der Aktionäre auszunehmen und im Fall der gleichzeitigen Ausgabe von Stamm- und Vorzugsaktien das Bezugsrecht der Inhaber von Aktien einer Gattung auf Aktien der anderen Gattung auszuschließen, sofern das Bezugsverhältnis für beide Gattungen gleich festgesetzt wird. Der Vorstand kann ferner das Bezugsrecht insgesamt ausschließen, um neue stimmrechtslose Inhaber-Vorzugsaktien zu einem Ausgabebetrag ausgeben zu können, der den Börsenpreis nicht wesentlich unterschreitet (§§ 203 Abs. 2, 186 Abs. 3 Satz 4 AktG). Die Ermächtigung umfasst auch die Befugnis, weitere Vorzugsaktien auszugeben, die den früher ausgegebenen Vorzugsaktien ohne Stimmrecht bei der Verteilung des Gewinnes oder des Gesellschaftsvermögens vorgehen oder gleichstehen.

2.10 Kapitalrücklage und gesetzliche Rücklage

Die Kapitalrücklage ist mit 26.676.696,37 EUR gegenüber dem Vorjahr unverändert. Die gesetzliche Rücklage beträgt wie im Vorjahr 54.708,23 EUR und hat zusammen mit der Kapitalrücklage die nach § 150 Abs. 2 AktG geforderten 10 % des Grundkapitals erreicht.

2.11 Übriges kumuliertes Eigenkapital

Im übrigen kumulierten Eigenkapital sind die Marktwertveränderungen der derivativen Finanzinstrumente in Höhe von -112 TEUR (Vj. 484 TEUR) sowie der Available-for-sale-Wertpapiere i. H. v. 48 TEUR (Vj. 46 TEUR), jeweils nach Berücksichtigung von latenten Steuern, enthalten.

Im Rahmen der Anwendung von Cashflow Hedge Accounting für derivative Finanzinstrumente wurden 963 TEUR (Vj. 340 TEUR) aus dem Eigenkapital entnommen und bei der erstmaligen Bewertung der Anschaffungskosten der Vorräte berücksichtigt. Die erfolgsneutrale Veränderung des Eigenkapitals aufgrund der Anwendung von Cashflow-Hedge Accounting betrug -73 TEUR (Vj. 3.156 TEUR).

2.12 Minderheitenanteile

Die Anteile der anderen Gesellschafter entwickelten sich wie folgt:

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2009

TEUR
2008

TEUR
Stand 1. Januar 4.984 4.610
Kapitaleinzahlungen/Zugänge 204 0
Auszahlungen -200 -320
Währungsanpassungen -1 -329
Zugang/Abgang -2.045 224
Jahresüberschuss/-fehlbetrag 16 799
Stand 31. Dezember 2.958 4.984

2.13 Langfristige Finanzverbindlichkeiten

Zum 31. Dezember 2009 bestehen folgende langfristige Darlehen:

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2009

TEUR
2008

TEUR
Besichert 46 13.033
Nicht besichert 41.687 2.035
Gesamt 41.733 15.068

Im Jahr 2009 wurden die durch Grundschuldeintragungen besicherten Kredite bis auf einen Betrag in Höhe von 2.063 TEUR zurückbezahlt. Für diesen Kredit liegt aber bereits die Zustimmung der Bank vor, auf die Besicherung rückwirkend zu verzichten. Hinsichtlich der Kredite bestehen Sicherungsübereignungen von sonstigen Vermögenswerten über 46 TEUR (Vj. 10 TEUR). Die Sicherheiten beziehen sich sowohl auf die langfristigen als auch auf die kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten, die aus Leasingverbindlichkeiten resultieren.

In den langfristigen Finanzverbindlichkeiten sind langfristige Kredite über 40 Mio. EUR mit einer vertraglichen Laufzeit von 5 Jahren enthalten. Diese langfristigen Kredite verteilen sich auf sechs Kreditinstitute und haben das im Juli 2009 ausgelaufene Schuldscheindarlehen ersetzt. In den Kreditverträgen wurden Financial Covenants definiert, deren Nichteinhaltung den Gläubigern das Recht einräumt, die Kredite während der Laufzeit frühzeitig fällig zu stellen. Im Geschäftsjahr 2009 wurden alle Covenants erfüllt.

Die Absicherung von Zinsänderungsrisiken erfolgt mit Hilfe von derivaten Finanzinstrumenten in Form von Zins-Cap-Vereinbarungen.

2.14 Verpflichtungen aus Leistungen für Arbeitnehmer

Bezüglich der versicherungsmathematischen Annahmen in den Gutachten wird auf Punkt 1.5 (Rückstellungen) verwiesen.

Die Entwicklung der Verpflichtungen aus Leistungen für Arbeitnehmer:

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Jahr 2009

TEUR
2008

TEUR
Anwartschaftsbarwert der Versorgungszusagen zu Beginn des Jahres 1.547 1.598
Laufender Dienstzeitaufwand 20 30
Zinsaufwand 93 83
Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste 293 -99
Pensionsauszahlungen -108 -65
Transfer/Settlement -14 0
Anwartschaftsbarwert der Versorgungszusagen am Ende des Jahres 1.831 1.547

Die versicherungsmathematischen Verluste betreffen im Wesentlichen die Veränderung des Diskontierungssatzes. Die Aufwendungen aus Verpflichtungen aus Leistungen für Arbeitnehmer werden im PersonalaufWand gezeigt.

2.15 Rückstellungen

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Anfangsbestand

TEUR
Inanspruchnahme

TEUR
Zuführungen

TEUR
Auflösungen

TEUR
Währungsdifferenzen

TEUR
End bestand

TEUR
Gewährleistungen 9.030 2.856 859 1.471 -96 5.466
Übrige sonstige Rückstellungen 4.910 2.594 2.606 771 -29 4.122
Summe 13.940 5.450 3.465 2.242 -125 9.588

Im Rückstellungsbetrag von 9.588 TEUR sind langfristige Rückstellungen über 536 TEUR (i. Vj. 574 TEUR) enthalten.

2.16 Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten

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Anhang 2009

TEUR
2008

TEUR
Besichert 45 380
Nicht besichert 375 30.824
Gesamt 420 31.204
Davon kurzfristig fälliger Teil der langfristigen Darlehen 2.13 414 375
Davon kurzfristig fällige Darlehen bzw. Kontokorrentkredite 6 30.829

Sicherheiten bestehen in Form der Sicherungsübereignung von sonstigen Vermögenswerten (siehe Punkt 2.13).

2.17 Sonstige Verbindlichkeiten

Die sonstigen Verbindlichkeiten in Höhe von 14.097 TEUR (Vj. 18.892 TEUR) enthalten im Wesentlichen Steuerverbindlichkeiten, Verbindlichkeiten im Rahmen der Lohn- und Gehaltsabrechnung inklusive Verbindlichkeiten aus Gewinnbeteilungen Mitarbeiter und Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit sowie Verbindlichkeiten aus kurzfristigem Kundenbonus und Gutschriften an Kunden.

3. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

3.1 Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse gliedern sich wie folgt:

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2009 2008
TEUR % TEUR %
--- --- --- --- ---
Nach Bereichen
Garten & Freizeit 130.171 41 147.820 41
Werkzeuge 185.522 59 210.686 59
315.693 100 358.506 100
Nach Regionen
Inland 122.494 39 125.423 35
Europäische Union 132.174 42 150.792 42
Asien 21.381 7 22.505 6
Übrige 39.644 12 59.786 17
315.693 100 358.506 100

3.2 Sonstige betriebliche Erträge

Hierbei handelt es sich im Wesentlichen um Erträge aus weiterbelasteten Kosten an Lieferanten für Wareninspektionen (345 TEUR, Vj. 497 TEUR), Erträge aus dem Eingang ausgebuchter Forderungen und Erträge aus der Auflösung von Wertberichtigungen auf Forderungen (2.131 TEUR, Vj. 31 TEUR), Erträge aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens (87 TEUR, Vj. 113 TEUR) und Provisionserträge (1.297 TEUR, Vj. 1.641 TEUR). Ansonsten gab es keine wesentlichen periodenfremden Erträge.

3.3 Personalaufwendungen und durchschnittliche Zahl der Beschäftigten

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Personalaufwendungen 2009

TEUR
2008

TEUR
Löhne und Gehälter 27.912 30.315
Diverse soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung 6.061 5.750
Gesamt 33.973 36.065

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Durchschnittliche Zahl der Beschäftigten 2009 2008
Inland 321 342
Ausland 678 710
Gesamt 999 1.052

Die Aufwendungen für Altersversorgung betrugen im Geschäftsjahr 2009 137 TEUR (Vj. 92 TEUR).

3.4 Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten insbesondere Aufwendungen für Warenversand, Garantie- und Kundendienstleistungen, Wertberichtigungen sowie Werbung und Produktgestaltung. Die Aufwendungen für die Wertberichtigung von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen betragen 1.552 TEUR (Vj. 5.010 TEUR).

Aufgrund der Kurzfristigkeit der Bilanzposition Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und der kurzfristig erwarteten Geldeingänge sind Zinseffekte bei der Berechnung von Wertberichtigungen von untergeordneter Bedeutung.

3.5 Finanzergebnis netto

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2009

TEUR
2008

TEUR
Zinsertrag 501 870
davon aus Sicherungsinstrumenten 0 0
Zinsaufwand -2.539 -3.459
davon aus Sicherungsinstrumenten -273 -77
Gewinn / Verlust aus der Währungsumrechnung -1.804 -3.342
davon aus Sicherungsinstrumenten -188 23
Abschreibung auf Finanzanlagen 0 0
Finanzergebnis netto -3.842 -5.931

Das Finanzergebnis beinhaltet auch Bewertungsergebnisse aus Derivaten, für die kein Hedge Accounting angewandt wird, sowie den ineffektiven Teil der Wertänderungen von im Hedge Accounting designierten Sicherungsinstrumenten.

3.6 Ertragsteuern

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2009

TEUR
2008

TEUR
Tatsächlicher Steueraufwand 3.612 3.408
Latente Steuern -311 36
Gesamt 3.301 3.444

Zukünftig als realisierbar eingeschätzte Verlustvorträge wurden aus Vorsichtsgründen nicht aktiviert. Bei der Bewertung eines aktivierten Vermögenswertes für zukünftige Steuerentlastungen wird die Wahrscheinlichkeit der Realisierung des erwarteten Steuervorteils berücksichtigt.

Die latenten Steuern auf Hedge-Accounting und Available-for-Sale-Wertpapiere werden ausschließlich direkt im Eigenkapital erfasst.

Die latenten Steuern auf Zeitwertänderungen bei Cashflow-Hedges wurden in Höhe von 98 TEUR (Vj. 431 TEUR) direkt im Eigenkapital erfasst.

Die Überleitung der Ertragsteuersumme auf den theoretischen Betrag, der sich bei Anwendung des im Land des Hauptsitzes der Gesellschaft geltenden Steuersatzes ergeben würde, stellt sich wie folgt dar:

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2009

TEUR
2008

TEUR
Ergebnis vor Ertragsteuern 14.160 18.400
Steuersatz 30 % 30 %
Erwarteter Steueraufwand/-ertrag -4.248 -5.520
Steueraufwendungen/-erträge aus konzerninternen Erträgen/Aufwendungen -5 -18
Abschreibung des Geschäfts- oder Firmenwerts 0 0
Sonstige steuerlich nicht abzugsfähige Aufwendungen -2.033 -1.464
Unterschiedliche Steuersätze 1.920 2.318
Steuerfreie Erträge 1.065 1.240
Steuerliche Belastung -3.301 -3.444

3.7 Ergebnis je Aktie

Das Ergebnis je Aktie gemäß IAS 33 bezieht sich auf Stammaktien eines Unternehmens. Da die Stammaktien der Einhell AG nicht öffentlich gehandelt werden, wird hier auf eine Berechnung des Ergebnisses verzichtet.

4. Segmentberichterstattung

Die Identifikation von berichtspflichtigen operativen Segmenten nach IFRS 8 beruht auf dem Konzept des sog. "Management Approach". Die Segmentierung des Einhell-Konzerns in die Unternehmensbereiche Garten und Werkzeuge folgt der internen Steuerung und Berichterstattung des Konzerns.

Die Geschäftstätigkeit des Einhell-Konzerns wird in die Segmente Werkzeuge und Garten & Freizeit gegliedert. Das Segment Werkzeuge umfasst die Bereiche handgeführte Elektrowerkzeuge, stationäre Werkzeuge und Zubehör. Zum Segment Garten & Freizeit gehören die Bereiche Garten- und Wassertechnik, Geräte und Gewächshäuser sowie Klima- und Heiztechnik.

Die Segmentinformationen werden auf Basis der im Konzernabschluss angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden ermittelt.

Die Umsätze zwischen den Segmenten werden grundsätzlich zu marktüblichen Bedingungen abgerechnet.

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Im Jahr 2009

in TEUR
Werkzeuge Garten & Freizeit Summe Segmente Überleitung Konzern
Segmentumsätze 185.522 130.171 315.693 0 315.693
Betr. Segmentergebnis (EGT) 8.640 5.520 14.160 0 14.160
Finanzergebnis -2.259 -1.583 -3.842 0 -3.842

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Im Jahr 2008

in TEUR
Werkzeuge Garten & Freizeit Summe Segmente Überleitung Konzern
Segmentumsätze 210.686 147.820 358.506 0 358.506
Betr. Segmentergebnis (EGT) 12.059 6.341 18.400 0 18.400
Finanzergebnis -3.487 -2.444 -5.931 0 -5.931

In der "Überleitung" werden Erträge und Aufwendungen, die den Segmenten nicht direkt zuordenbar sind, ausgewiesen.

5. Segmentberichterstattung nach Regionen

Die geographische Zuweisung der Umsätze erfolgt wie bisher nach dem Sitz des Rechnungsempfängers. Maßgeblich hierfür ist der Absatzmarkt.

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Im Jahr 2009

in TEUR
Deutschland EU Übrige Länder Asien/ Pazifik Überleitung Konzern
Außenumsatz 122.494 132.174 39.644 21.381 0 315.693

Die umsatzstärksten Gesellschaften in der EU sind mit Umsätzen in Höhe von 21.524 TEUR Einhell Österreich, 18.947 TEUR Einhell Polen und mit 13.941 TEUR Einhell Italien. In den übrigen Ländern waren vor allem die Gesellschaften in der Türkei mit 7.511 TEUR und mit 10.540 TEUR in der Schweiz besonders umsatzstark. Die Umsätze der Gesellschaften in Hong Kong mit 37.879 TEUR wurden überwiegend in der Region Asien erzielt.

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Im Jahr 2008

in TEUR
Deutschland EU Übrige Länder Asien/ Pazifik Überleitung Konzern
Außenumsatz 125.423 150.792 59.786 22.505 0 358.506

Die umsatzstärksten Gesellschaften in der EU sind mit Umsätzen in Höhe von 40.133 TEUR Einhell Polen, mit 17.640 TEUR Einhell Österreich und mit 17.957 TEUR Einhell Italien. In den übrigen Ländern waren vor allem die Gesellschaften in der Türkei mit 10.153 TEUR und mit 9.128 TEUR in der Schweiz besonders umsatzstark. Die Umsätze der Gesellschaften in Hong Kong mit 44.437 TEUR wurden überwiegend in der Region Asien erzielt.

In der "Überleitung" werden Erträge und Aufwendungen, die den Segmenten nicht direkt zuordenbar sind, ausgewiesen.

In den Geschäftsjahren 2009 und 2008 wurden mit keinem Kunden mehr als 10 % der Umsatzerlöse des Einhell-Konzerns getätigt.

6. Erläuterungen zur Konzern-Kapitalflussrechnung

Die Konzern-Kapitalflussrechnung weist die Entwicklung der Zahlungsströme getrennt nach Mittelzu- und -abflüssen aus der laufenden Geschäfts-, Investitions- und Finanzierungstätigkeit aus. Auswirkungen aus der Veränderung des Konsolidierungskreises sind dabei eliminiert worden.

Laufende Geschäftstätigkeit

Der Mittelzufluss aus der laufenden Geschäftstätigkeit ist überwiegend aus dem operativen Gewinn, aus dem Abbau der Forderungen und aus der deutlichen Reduzierung des Lagerbestandes entstanden.

Investitionstätigkeit

Die Auszahlungen für Investitionen in das Sach- und immaterielle Anlagevermögen betreffen hauptsächlich Technische Anlagen und Maschinen, Entwicklungsprojekte und Betriebs- und Geschäftsausstattung.

Die Zunahme des Geschäfts- und Firmenwerts i. H. v. 445 TEUR resultiert aus der Beteiligung an der Einhell Export-Import GmbH und an der Einhell Romania SRL.

Finanzierungstätigkeit

Die Zahlungsströme aus der Finanzierungstätigkeit enthalten überwiegend die Zu- und Abflüsse von Darlehen sowie die Auszahlung der Dividende.

Entwicklung der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente

Die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente umfassen zum Bilanzstichtag Kassenbestände, Schecks und Guthaben bei Kreditinstituten. Die Einflüsse aus wechselkursbedingten Bewegungen der Zahlungsmittel werden gesondert dargestellt.

7. Risikoberichterstattung und Finanzinstrumente

Finanzielles Risikomanagement

Der Konzern ist auf internationaler Ebene tätig, wodurch er Marktrisiken auf Grund von Änderungen der Zinssätze und Wechselkurse ausgesetzt ist.

Der Konzern verwendet derivative Finanzinstrumente zum Management dieser Risiken. Die dabei angewandten Richtlinien für das Risikomanagement werden mit der Zustimmung des Vorstands von einer zentralen Treasury-Abteilung in enger Zusammenarbeit mit den Konzerngesellschaften umgesetzt. Weitere Informationen zum Risikomanagement sind dem Lagebericht zu entnehmen.

Ausfallrisiko

Es ist Unternehmenspolitik, Ausfallrisiken sowohl von Kunden wie auch von Lieferanten durch den Einsatz international üblicher Instrumente zu minimieren. So beurteilt das Unternehmen die vom jeweiligen Lieferauftrag durch den Auftraggeber sowie durch dessen Umfeld innewohnenden Ausfallrisiken. Insbesondere bei Neukunden oder risikoreichen Ländern werden Absicherungen über Akkreditive vorgenommen. Bereits in der Angebotsphase legen Vertriebs- und Finanzabteilung gemeinsam die zu fordernden Sicherheiten fest und stimmen im Auftragsfalle die Inhalte dieser ab. Zur Unterstützung der Risikoeinschätzung werden externe Informationen von Banken und Auskunfteien einbezogen. Um Ausfallrisiken von Lieferanten zu minimieren, erarbeitet sowohl das Einkaufs- und Projektmanagement sowie die Finanzabteilung gemeinsame Absicherungskonzepte.

Die Buchwerte der Forderungen stellen das maximale Ausfallrisiko dar.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen bestehen gegenüber Baumarktketten, Fachhändlern und Discountern und betragen 48,2 Mio. EUR (Vj. 61,4 Mio. EUR). Im Geschäftsjahr 2009 gab es keine maßgeblichen Forderungen bei denen neue Zahlungsziele vereinbart wurden. Der Anteil der Forderungen, die länger als 60 Tage fällig sind und nicht wertberichtigt wurden beträgt 0,41 % (Vj. 2,65 %).

Da die Derivate über renommierte Finanzeinrichtungen abgeschlossen werden, geht der Konzern in ihrem Falle davon aus, dass sich sein maximales Ausfallrisiko auf den positiven Marktwert der Derivate beschränkt. Zum Stichtag betragen die Bankguthaben 57,6 Mio. EUR (Vj. 20,0 Mio. EUR). Die Anlagen bestehen bei erstklassigen namhaften Banken.

Preis- und Bezugsrisiken auf den Beschaffungsmärkten beugt der Einhell-Konzern durch über Jahre aufgebaute Lieferantenbeziehungen vor, die zudem im Rahmen des Qualitätsmanagements laufend beurteilt werden.

Zinsrisiken

Das Zinsrisiko des Einhell-Konzerns resultiert hauptsächlich aus Finanzschulden, Darlehen und verzinslichen Aufnahmen. Dieses Risiko wird durch den Einsatz derivativer Finanzinstrumente wie z. B. Zinscaps und Zinsswaps reduziert.

Das konzernweite Treasury steuert das Konzern-Zinsrisiko, um die Zinserträge und Zinsaufwendungen im Konzern zu optimieren sowie das gesamte Zinsänderungsrisiko zu minimieren. Das beinhaltet auch ein konzernweites Zins-Overlay-Management, das die Zinsbindungen der abgeschlossenen Sicherungsgeschäfte und die vorgesehenen Mittelbindungen der Vermögenswerte und Schulden in unmittelbaren Zusammenhang bringen soll.

Der Konzern setzt alle Zinscaps und Zinsswaps entweder als wirtschaftliche Absicherungen des Cashflows oder als wirtschaftliche Absicherungen des Zeitwertes ein und setzt sie zum Zeitwert an. Der Nominalwert der zum Stichtag bestehenden Zinssicherungsgeschäfte beträgt 40.000 TEUR (i. Vj. 31.500 TEUR).

Aus variabel verzinslichen Positionen ist der Konzern einem buchhalterischem Cashflow-Risiko ausgesetzt. Eine Veränderung des Marktzinsniveaus von 1 % würde stichtagsbezogen zu einem Effekt im Zinsergebnis in Höhe von 154 TEUR führen.

Aus der Fair-value-Bewertung von Derivaten ist der Konzern einem buchhalterischem Risiko ausgesetzt. Eine Erhöhung des Marktzinsniveaus in Höhe von 1 % würde zu einem positiven stichtagsbezogenen Effekt in der Gewinn- und Verlustrechnung in Höhe von 754 TEUR führen. Eine Minderung des Marktzinsniveaus in Höhe von 1 % würde zu einem negativen stichtagsbezogenen Effekt in der Gewinn- und Verlustrechnung in Höhe von 580 TEUR führen.

Liquiditätsrisiko

Das Liquiditätsrisiko stellt die Möglichkeit dar, dass eine Gesellschaft nicht mehr in der Lage ist, ihre finanziellen Verpflichtungen (z. B. Tilgungen von Finanzschulden oder Bezahlung von Einkaufsverpflichtungen) zu erfüllen. Der Einhell-Konzern begrenzt dieses Risiko durch ein effektives Net Working Capital- und Cash-Management und den Zugang zu klassischen Kreditlinien bei namhaften Kreditinstituten. Für das operative Geschäft verfügt der Konzern zum Stichtag über ca. 57 Mio. EUR unbesicherte Kreditlinien. Daneben verfolgt der Konzern ständig die sich an Finanzmärkten bietenden Möglichkeiten zur Finanzierung, um die finanzielle Flexibilität des Konzerns zu sichern und unangemessene Refinanzierungsrisiken zu begrenzen.

In der folgenden Übersicht werden alle zum 31. Dezember 2009 vertraglich fixierten Zahlungen für Tilgungen, Rückzahlungen und Zinsen aus bilanzierten finanziellen Verbindlichkeiten, einschließlich der derivativen Finanzinstrumente mit einem negativen Marktwert aufgeführt. Die derivativen Finanzinstrumente werden mit dem Marktwert ausgewiesen. Es wird erwartet, dass der Eintrittszeitpunkt der Cashflows nicht wesentlich von den vertraglichen Cashflows abweicht.

Die Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing sind in den sonstigen Verbindlichkeiten enthalten. Eine gesonderte Darstellung der Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing ist in Anhangsangabe 1.5 enthalten.

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2009 2010 2011 2012-2014 2015 ff.
Langfristige Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 45.088 1.835 1.804 45.245 189
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 27.531 0 0 0 0
Sonstige Verbindlichkeiten 12.022 0 0 0 0

Das Risiko der in der Übersicht dargestellten Zahlungsströme beschränkt sich auf Zahlungsabflüsse. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie die sonstigen finanziellen Verbindlichkeiten resultieren überwiegend aus der Finanzierung von operativen Vermögenswerten (zum Beispiel Sachanlagen) und aus Investitionen in das Working Capital (zum Beispiel Vorräte und Forderungen aus Lieferungen und Leistungen). Diese Vermögenswerte werden bei der effektiven Steuerung des Gesamtliquiditätsrisikos berücksichtigt. Die Risikosteuerung wurde durch die Implementierung eines konzernweiten, internetbasierten Risikomanagement-Informationssystems weiter ausgebaut und gestärkt.

Mit Ausnahme der langfristigen Kredite wurde auf die Darstellung der kurzfristigen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten verzichtet.

Fremdwährungsrisiken

Der Einhell-Konzern ist aufgrund seiner internationalen Ausrichtung der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit Währungsrisiken ausgesetzt. Zur Steuerung und Minimierung dieser Risiken setzt der Einhell-Konzern derivative Finanzinstrumente mit einer Laufzeit von bis zu einem Jahr ein. Das Fremdwährungs-Risikomanage-mentsystem des Einhell-Konzerns bewährt sich bereits seit einigen Jahren.

Wechselkursschwankungen können zu unerwünschten und unvorhersehbaren Ergebnis- und Cashflow-Volati-litäten führen. Davon ist jedes Unternehmen des Einhell-Konzerns betroffen, das Geschäfte mit internationalen Vertragspartnern in einer Währung abschließt, die nicht der funktionalen Währung (jeweiligen Landeswährung) entspricht. Dies betrifft im Konzern vor allem die Beschaffung, die regelmäßig in USD getätigt wird. Der Verkauf von Einhell-Produkten erfolgt hingegen überwiegend in der jeweiligen Landeswährung.

Den Gesellschaften des Einhell-Konzerns ist es verboten, Finanzmittel in Fremdwährungen für spekulative Zwecke aufzunehmen oder anzulegen. Konzerninterne Finanzierungen oder Investitionen werden bevorzugt in der jeweiligen Landeswährung oder auf währungsgesicherter Basis durchgeführt.

Aufgrund der kurzfristigen USD-Zahlungsziele resultiert das buchhalterische USD-Exposure aus Finanzinstrumenten im Wesentlichen aus Derivaten. Bei einer Kursveränderung von 10 % ergibt sich ein Kursgewinn/ bzw. -verlust von 7.365 TEUR bzw. 6.499 TEUR, der aufgrund der Anwendung von Cashflow-Hedge-Accounting im Eigenkapital abgebildet würde. Die Derivate dienen grundsätzlich der Finanzierung von Wareneinkäufen.

Das Nominalvolumen der derivativen Finanzinstrumente entspricht der unsaldierten Summe der zwischen den Parteien vereinbarten Kauf- und Verkaufsbeträge und ist deshalb kein Maßstab für das Risiko des Konzerns aus dem Einsatz derivativer Finanzinstrumente. Chancen und Risiken werden durch den Marktwert ausgedrückt, der dem Rückkaufswert der Derivate am Bilanzstichtag entspricht.

Die latenten Steuern, die auf diese Finanzinstrumente entfallen, betrugen im Geschäftsjahr 2009 98 TEUR (Vj. 431 TEUR).

a) Finanzinstrumente mit positiven Marktwert zum Cashflow-Hedge

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Nominalvolumen Marktwert
31.12.2009 31.12.2008 31.12.2009 31.12.2008
--- --- --- --- ---
Devisentermingeschäfte 28.934 45.259 796 1.899
Optionen 0 10.732 0 818
Summe 28.934 55.991 796 2.717

b) Finanzinstrumente mit negativen Marktwert zum Cashflow-Hedge

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Nominalvolumen Marktwert
31.12.2009 31.12.2008 31.12.2009 31.12.2008
--- --- --- --- ---
Devisentermingeschäfte 46.723 72.179 1.007 1.875
Optionen 0 5.366 0 16
Summe 46.723 77.545 1.007 1.891

Als Grundgeschäfte werden kontrahierte und geplante Einkäufe und Verkäufe designiert. Sämtliche Cashflows werden im Jahr 2010 erwartet und werden in den Anschaffungskosten der Vorräte erfasst. Ineffektivität aus Cashflow Hedges ist aufgrund der Kurzfristigkeit im Hedge Accounting unwesentlich.

Marktwerte und Buchwerte von Finanzinstrumenten

Gemäß IAS 39 lassen sich die aktiven und passiven Finanzinstrumente in unterschiedliche Bewertungskategorien einordnen. Abhängig von dieser Einordnung in eine bestimmte Bewertungskategorie erfolgt die Bilanzierung der Finanzinstrumente zu fortgeführten Anschaffungskosten oder zum Fair Value. In der folgenden Tabelle werden für die einzelnen Kategorien, die Bewertungsklasse in der Bilanz, der Buchwert und der Fair Value angegeben. Die langfristigen Kredite werden zu über 90 % variabel verzinst und daher wird der Fair Value mit dem Buchwert angesetzt. Die restlichen Fair Values werden von Banken geliefert oder anhand von anerkannten Bewertungsmodellen ermittelt. Bei kurzfristigen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten ist der Buchwert eine gute Annäherung an den Marktwert.

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Bewertungskategorie unterteilt in Klassen Bewertung Buchwert Fair Value
31.12.2009 31.12.2008 31.12.2009 31.12.2008
--- --- --- --- --- ---
zu Handelszwecke gehaltene Vermögenswerte und Schulden* Fair value
- Hedge-Accounting Derivate
Sonstige Vermögensgegenstände 117 1.956 117 1.956
Sonstige Verbindlichkeiten 328 1.122 328 1.122
- Sicherungsderivate ohne Anwendung von Hedge-Accounting
Sonstige Vermögensgegenstände 843 32 843 32
Sonstige Verbindlichkeiten 188 8 188 8
Kredite und Forderungen Fortgeführte Anschaffungskosten
- Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 48.160 61.352 48.160 61.352
- sonstige Vermögenswerte 7.149 9.045 7.149 9.045
Zur Veräußerung verfügbare Finanzinstrumente Fair value
- Wertpapiere des Anlagevermögens* 992 984 992 984

* Bei den bilanzierten Fair Values handelt es sich um sog. Level 2-Fair Values i. S. v. IFRS 7. Andere Levels oder Umgliederungen zwischen den Levels existieren nicht.

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Bewertungskategorie unterteilt in Klassen Bewertung Buchwert Fair Value
31.12.2009 31.12.2008 31.12.2009 31.12.2008
--- --- --- --- --- ---
Andere Finanzverbindlichkeiten Fortgeführte Anschaffungskosten
- Bankverbindlichkeiten 41.733 15.068 41.733 15.068
- Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 27.531 35.547 27.531 35.547
Flüssige Mittel Fair Value 57.598 19.971 57.598 19.971

8. Sonstige Verpflichtungen

Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen aus Leasing und Mieten teilen sich über die Jahre hinweg wie folgt auf:

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TEUR
2010 1.856
2011 bis 2014 2.643
2015 ff. 116
Gesamt 4.615

Die Gesellschaft und ihre Tochtergesellschaften haben verschiedene Operating-Leasingvereinbarungen für Firmenfahrzeuge, Büroausstattung und andere Anlagen und Einrichtungen getroffen. Die Leasingdauer der Leasinggegenstände beträgt zwischen zwei und fünf Jahren. Die Leasingverträge sind in der Regel nicht kündbar.

Sonstige Bürgschaften, offene Akkreditive für Wareneinkäufe bei Lieferanten und mögliche Wechselverpflichtungen bestanden zum Stichtag in Höhe von 4.577 TEUR (Vj. 3.439 TEUR). Weitere mögliche Verpflichtungen bestanden in Höhe von 18 TEUR (Vj. 547 TEUR).

Aus dem aktivierten Geldmarktfonds wurde ein Betrag in Höhe von 640 TEUR (Vj. 631 TEUR) zur Absicherung einzelner Pensionszusagen verpfändet.

9. Corporate Governance Kodex

Der Vorstand und Aufsichtsrat der Einhell Germany AG hat die nach § 161 AktG vorgeschriebene Erklärung abgegeben und darüber hinaus den Aktionären auf der Homepage www.einhell.com dauerhaft zugänglich gemacht.

10. Geschäftsvorfälle mit nahestehenden Personen An die Vorstandsmitglieder gezahlte Vergütungen

Die Mitglieder des Vorstands erhalten fixe und variable Vergütungen, die sich am Erfolg orientieren. Die Mitglieder des Vorstands halten Aktien der Einhell Germany AG. Aktienoptionsprogramme oder vergleichbare Gestaltungen bestehen nicht. Für das Geschäftsjahr 2009 betrugen die Gesamtbezüge des Vorstands der Einhell Germany AG 1.916 TEUR (Vj. 2.200 TEUR). Für diese Personengruppen sind außerdem Pensionsrückstellungen in Höhe von 179 TEUR passiviert.

Für frühere Mitglieder des Vorstands sind Pensionsrückstellungen in Höhe von 1.287 TEUR (Vj. 1.282 TEUR) gebildet. Im Geschäftsjahr wurden 97 TEUR Pensionsbezüge an frühere Mitglieder des Vorstands ausbezahlt.

Die Gesamtbezüge des Aufsichtsrates beliefen sich im abgelaufenen Geschäftsjahr auf 84 TEUR (Vj. 84 TEUR).

Es wurden keine Kredite und Aktienoptionen an Mitglieder des Vorstandes und des Aufsichtsrates vergeben.

11. Abhängigkeitsbericht

Wie bereits im Jahr 2002 gemäß § 21 Abs. 1 WpHG (Wertpapierhandelsgesetz) mitgeteilt, wurde von der Thannhuber AG mit Sitz in Landau a. d. Isar, der Schwellenwert von 75 % der Stammaktien überschritten.

Die Anteile der Einhell Germany AG werden mehrheitlich von der Thannhuber AG gehalten. Wir erklären, dass die Einhell Germany AG mit der Thannhuber AG im Berichtszeitraum keine Rechtsgeschäfte getätigt hat und keine Maßnahmen getroffen oder unterlassen wurden, die die Einhell Germany AG benachteiligt hätten.

12. Honorar des Abschlussprüfers

Das im Geschäftsjahr als Aufwand erfasste Honorar für den Abschlussprüfer des Konzernabschlusses beläuft sich auf TEUR 161 (Vj. TEUR 161) und entfällt insgesamt auf KPMG-Unternehmen im Konzernverbund der KPMG LLP. Das Honorar bezieht sich in voller Höhe auf Abschlussprüfungen. Sonstige Bestätigungsleistungen, Steuerberaterleistungen oder sonstige Leistungen für den Einhell Konzern wurden nicht erbracht.

13. Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Nach dem Bilanzstichtag waren keine weiteren Ereignisse zu verzeichnen, die einen wesentlichen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben könnten.

14. Auflistung der Tochterunternehmen

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Beteiligung unmittelbar

%
Mittelbar

%
Eigenkapital nach IFRS Zum 31.12.2009

TEUR
iSC GmbH, Landau a.d. Isar 100,0 1.396
Hansi Anhai Far East Ltd., Hong Kong, China 100,0 15.376
HAFE Trading Ltd., Hong Kong, China 100,0 1.867
Hans Einhell China (Chongqing) Co. Ltd., Chongqing, China 100,0 5.915
Hansi Anhai Youyang Ltd., Chongqing, China 100,0 2.189
Hans Einhell (China) Trading Co., Ltd., Shanghai, China 100,0 716
Einhell Österreich Gesellschaft m.b.H., Wien, Österreich 100,0 5.979
Einhell Portugal - Comercio Int., Lda., Arcozelo, Portugal 100,0 4.077
Einhell Benelux B.V., Breda, Niederlande 100,0 1.103
Einhell Italia s.r.l., Mailand, Italien 100,0 3.637
iSC Italia S.r.l., Mailand, Italien 100,0 44
Comercial Einhell S.A., Madrid, Spanien 100,0 1.537
Einhell Polska Sp.z o.o., Wrozlaw, Polen 90,0 15.152
Einhell Hungaria Kft., Budapest, Ungarn 100,0 793
Einhell Schweiz AG, Winterthur, Schweiz 100,0 1.092
Einhell UK Ltd., Birkenhead, Großbritannien 100,0 693
Einhell Bulgarien ODD., Varna, Bulgarien 67,0 458
Einhell Export-Import GmbH, Tillmitsch, Österreich 100,0 775
Einhell Croatia d.o.o., Lepajci, Kroatien 100,0 5.131
Einhell BiH d.o.o., Vitez, Bosnien 66,7 2.183
Einhell d.o.o. Beograd, Belgrad, Serbien 100,0 682
Einhell Romania SRL, Bukarest, Rumänien 90,0 2.630
Einhell-Ukraine TOV, Kiew, Ukraine 100,0 36
Svenska Einhell AB, Göteborg, Schweden 100,0 -174
Einhell Holding Gesellschaft m.b.H., Wien, Österreich 100,0 718
Einhell-Unicore s.r.o., Karlsbad, Tschechien 100,0 1.921
Intratek Mühendislik ve Dis Ticarret A.S., Istanbul, Türkei 85,0 2.066
Anxall Hellas A.E., Athen, Griechenland 96,0 635
Einhell Chile S.A., Santiago, Chile 90,0 139
Einhell Scandinavia Aps, Arhus, Dänemark 100,0 92
Einhell Middle East Trading FZC, Ras Al-Khaima, Vereinigte Arabische Emirate 80,0 61
Einhell Slovakia s.r.o., Pezinok, Slowakei 100,0 -212
Einhell France SAS, Villepinte, Frankreich 70,0 -320
Einhell Australia PTY. Ltd., Victoria, Australien 100,0 55
Einhell Brasil Com. Distr. Ltda, Campinas, Brasilien 90,0 366

15. Organe der Gesellschaft

Dem Vorstand der Einhell Germany AG gehörten im Geschäftsjahr 2009 an:

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Andreas Kroiss, Linz/Österreich (Vorsitzender) Bereich Vertrieb, Einkauf, Marketing, Produktmanagement und Unternehmensstrategie
Jan Teichert, Metten Bereich Finanz- und Rechnungswesen, Recht, Controlling, Investor Relations und Personal
Dr. Markus Thannhuber, Landau a. d. Isar Bereich Technik, Entwicklung, Qualitätssicherung, Service und IT
York Boeder, Landau a. d. Isar Bereich Vertrieb International

Herr Jan Teichert ist stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrats der SÜSS Micro Tec AG, Garching.

Der Aufsichtsrat der Einhell Germany AG setzte sich wie folgt zusammen:

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Josef Thannhuber, Landau a. d. Isar Kaufmann Vorsitzender
Univ.-Prof. Dr.-Ing. Dr.-Ing. Eh. Dieter Spath, Sasbachwalden Leiter Fraunhofer-Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation (IAO), Stuttgart Stellvertretender Vorsitzender
Heribert Lukas, Wallersdorf - Haidlfing Betriebsrat; bis 31. Mai 2009 Arbeitnehmervertreter
Maximilian Fritz, Wallersdorf - Haidlfing Teamleiter Call Center; seit 1. Juni 2009 Arbeitnehmervertreter

Herr Univ.-Prof. Dr.-Ing. Dr.-Ing. Eh. Dieter Spath ist Mitglied der folgenden Aufsichtsräte bzw. Verwaltungsräte:

Christophsbad GmbH und Co., Göppingen, Mitglied des Verwaltungsrats
LIEBICH & PARTNER Management- und Personalberatung AG, Baden-Baden, Vorsitzender des Aufsichtsrats
ict Innovative Communication Technologies AG, Kohlberg, Stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrats
Zeppelin GmbH, Garching, Mitglied des Aufsichtsrats

Landau a. d. Isar, 18. März 2010

Einhell Germany AG

Der Vorstand

Andreas Kroiss

Jan Teichert

Dr. Markus Thannhuber

York Boeder

Entwicklung der langfristigen Vermögenswerte im Geschäftsjahr 2009

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Anschaffungs- und Herstellungskosten
1.1.2009

EUR
Zugänge

EUR
Abgänge

EUR
Umbuchungen

EUR
Währungsdifferenzen

EUR
31.12.2009

EUR
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I. Immaterielle Vermögenswerte
1. Konzessionen, Entwicklungskosten, gewerbl. Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 11.315.553,83 449.791,37 -257.777,48 -9.727,26 -3.898,50 11.493.941,96
2. Geschäfts- oder Firmenwert 9.931.275,16 445.191,11 -800.000,00 8.180,67 0,00 9.584.646,94
3. Geleistete Anzahlungen 34.122,01 7.000,00 -30.833,88 0,00 8.226,30 18.514,43
21.280.951,00 901.982,48 -1.088.611,36 -1.546,59 4.327,80 21.097.103,33
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 26.181.961,56 135.785,58 -114.708,49 53.487,79 -111.985,71 26.144.540,73
2. Technische Anlagen und Maschinen 2.450.534,74 2.841.534,42 -1.005.239,46 0,00 -12.894,80 4.273.934,90
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 10.924.553,72 671.209,24 -1.232.561,76 -51.941,20 -61.126,16 10.250.133,84
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 15.161,47 26.930,23 -4.533,30 0,00 -271,92 37.286,48
39.572.211,49 3.675.459,47 -2.357.043,01 1.546,59 -186.278,59 40.705.895,95
III. Finanzanlagen
Wertpapiere 987.930,49 7.845,23 0,00 0,00 0,00 995.775,72
61.841.092,98 4.585.287,18 -3.445.654,37 0,00 -181.950,79 62.798.775,00

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Kumulierte Abschreibungen
1.1.2009

EUR
Abschreibungen des Geschäftsjahres

EUR
Abgänge

EUR
Umbuchungen

EUR
Währungsdifferenzen

EUR
31.12.2009

EUR
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I. Immaterielle Vermögenswerte
1. Konzessionen, Entwicklungskosten, gewerbl. Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 8.505.462,91 1.444.964,72 -185.635,45 -8.180,16 -7.835,60 9.748.776,42
2. Geschäfts- oder Firmenwert 2.098.287,11 0,51 0,00 -8.180,16 0,00 2.106.467,78
3. Geleistete Anzahlungen 6.947,76 417,22 0,00 0,00 3.703,09 11.068,07
10.610.697,78 1.445.382,45 -185.635,45 0,00 -4.132,51 11.866.312,27
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 14.726.399,68 754.729,11 -86.768,96 4.514,33 -8.487,56 15.390.386,60
2. Technische Anlagen und Maschinen 1.926.985,20 182.833,33 -997.741,84 0,00 -9.241,78 1.102.834,91
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 7.734.634,22 1.041.930,59 -1.108.969,47 -4.514,33 -18.044,60 7.645.036,41
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
24.388.019,10 1.979.493,03 -2.193.480,27 0,00 -35.773,94 24.138.257,92
III. Finanzanlagen
Wertpapiere 3.845,03 0,00 0,00 0,00 0,00 3.845,03
35.002.561,91 3.424.875,48 -2.379.115,72 0,00 -39.906,45 36.008.415,22

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Buchwerte
31.12.2009

EUR
31.12.2008

EUR
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I. Immaterielle Vermögenswerte
1. Konzessionen, Entwicklungskosten, gewerbl. Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.745.165,54 2.810.090,92
2. Geschäfts- oder Firmenwert 7.478.179,16 7.832.988,05
3. Geleistete Anzahlungen 7.446,36 27.174,25
9.230.791,06 10.670.253,22
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 10.754.154,13 11.455.561,88
2. Technische Anlagen und Maschinen 3.171.099,99 523.549,54
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.605.097,43 3.189.919,50
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 37.286,48 15.161,47
16.567.638,03 15.184.192,39
III. Finanzanlagen
Wertpapiere 991.930,69 984.085,46
26.790.359,78 26.838.531,07

Entwicklung der langfristigen Vermögenswerte im Geschäftsjahr 2008

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Anschaffungs- und Herstellungskosten
1.1.2008

EUR
Zugänge

EUR
Abgänge

EUR
Umbuchungen

EUR
Währungsdifferenzen

EUR
31.12.2008

EUR
--- --- --- --- --- --- ---
I. Immaterielle Vermögenswerte
1. Konzessionen, Entwicklungskosten, gewerbl. Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 10.096.967,49 1.252.357,90 -41.352,45 0,00 7.580,89 11.315.553,83
2. Geschäfts- oder Firmenwert 9.646.699,58 284.575,58 0,00 0,00 0,00 9.931.275,16
3. Geleistete Anzahlungen 43.901,43 81.907,35 -91.682,28 0,00 -4,49 34.122,01
19.787.568,50 1.618.840,83 -133.034,73 0,00 7.576,40 21.280.951,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 26.788.162,64 140.021,01 -128.492,01 0,00 -617.730,08 26.181.961,56
2. Technische Anlagen und Maschinen 2.207.672,97 301.992,68 -121.303,69 0,00 62.172,78 2.450.534,74
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 10.521.572,19 1.179.195,83 -738.859,33 0,00 -37.354,97 10.924.553,72
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 5.351,71 10.356,25 0,00 0,00 -546,49 15.161,47
39.522.759,51 1.631.565,77 -988.655,03 0,00 -593.458,76 39.572.211,49
III. Finanzanlagen
Wertpapiere 980.068,98 7.861,51 0,00 0,00 0,00 987.930,49
60.290.396,99 3.258.268,11 -1.121.689,76 0,00 -585.882,36 61.841.092,98

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Kumulierte Abschreibungen
1.1.2008

EUR
Abschreibungen des Geschäftsjahres

EUR
Abgänge

EUR
Umbuchungen

EUR
Währungsdifferenzen

EUR
31.12.2008

EUR
--- --- --- --- --- --- ---
I. Immaterielle Vermögenswerte
1. Konzessionen, Entwicklungskosten, gewerbl. Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 7.046.912,73 1.489.446,70 -41.349,72 -127,36 10.580,56 8.505.462,91
2. Geschäfts- oder Firmenwert 2.098.287,11 0,00 0,00 0,00 0,00 2.098.287,11
3. Geleistete Anzahlungen 0,00 8.041,34 0,00 0,00 -1.093,58 6.947,76
9.145.199,84 1.497.488,04 -41.349,72 -127,36 9.486,98 10.610.697,78
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 13.805.358,78 922.381,66 -1.645,70 0,00 304,94 14.726.399,68
2. Technische Anlagen und Maschinen 1.853.183,60 130.849,41 -91.924,02 0,00 34.876,21 1.926.985,20
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 7.105.013,39 1.061.496,84 -397.777,61 127,36 -34.225,76 7.734.634,22
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
22.763.555,77 2.114.727,91 -491.347,33 127,36 955,39 24.388.019,10
III. Finanzanlagen
Wertpapiere 3.845,03 0,00 0,00 0,00 0,00 3.845,03
31.912.600,64 3.612.215,95 -532.697,05 0,00 10.442,37 35.002.561,91

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Buchwerte
31.12.2008

EUR
31.12.2007

EUR
--- --- ---
I. Immaterielle Vermögenswerte
1. Konzessionen, Entwicklungskosten, gewerbl. Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 2.810.090,92 3.050.054,76
2. Geschäfts- oder Firmenwert 7.832.988,05 7.548.412,47
3. Geleistete Anzahlungen 27.174,25 43.901,43
10.670.253,22 10.642.368,66
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 11.455.561,88 12.982.803,86
2. Technische Anlagen und Maschinen 523.549,54 354.489,37
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.189.919,50 3.416.558,80
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 15.161,47 5.351,71
15.184.192,39 16.759.203,74
III. Finanzanlagen
Wertpapiere 984.085,46 976.223,95
26.838.531,07 28.377.796,35

Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2009

Wirtschaftliche Rahmenbedingungen

Nach dem schwersten Einbruch der Nachkriegsgeschichte befindet sich die Weltwirtschaft in einer leichten Erholungsphase. Die tiefe Rezession wurde vor allem von einem besonders abrupten Einbruch des Welthandels zu Beginn des Jahres 2009 ausgelöst, dem sich kaum ein Land entziehen konnte. Nachdem die weltweite Verunsicherung im Laufe des Jahres bezüglich der Konjunkturperspektiven nachließ, waren bei der Industrieproduktion und auch im Welthandel wieder positive Zuwachsraten zu verzeichnen. Die Stabilisierung ist im Wesentlichen jedoch auf die expansive Geldpolitik der Notenbanken und auch auf die starke Ausweitung der staatlichen Nachfrage im Rahmen von Konjunkturprogrammen zurückzuführen. Zudem wirkten sich die stark gefallenen Rohstoffpreise positiv auf die Konjunktur aus. Auch die relative Robustheit der Schwellenländer stabilisierte den Welthandel. Während weltweit die Realwirtschaften stark beeinträchtigt waren, behaupteten sich vor allem asiatische Volkswirtschaften mit einer nur vorübergehenden konjunkturellen Eintrübung. Diese positiven Einflussfaktoren konnten einen Rückgang der globalen Wirtschaftsleistung in 2009 um 1,1 % gegenüber dem Vorjahr nicht verhindern.

Die deutsche Wirtschaft ist im Jahr 2009 zum ersten Mal seit sechs Jahren geschrumpft. Der Rückgang des preisbereinigten Bruttoinlandsprodukts (BIP) um -5,0 % war der stärkste Einbruch seit der Nachkriegsgeschichte. Nach massiven Einbußen im Winterhalbjahr 2008/2009 zeichnete sich eine leichte Stabilisierung der deutschen Wirtschaft auf dem neuen niedrigen Niveau ab.

Die weltweite Nachfrageschwäche führte in Deutschland zu Jahresbeginn 2009 zu einem historisch einmaligen Rückgang der Exporte und der Ausrüstungsinvestitionen. Die preisbereinigten Exporte gingen 2009 zum ersten Mal seit 1993 zurück. Mit -14,7 % brachen die Exporte zweistellig ein. Mit weit reichenden Maßnahmen zur Konjunkturstabilisierung versuchte die Bundesregierung die Nachfrage zu stützen und die Erwartungen zu stabilisieren. Die Konjunktur stützte sich 2009 massiv auf den privaten Konsum und auf gestiegene Staatsausgaben. Die privaten Konsumausgaben sind um 0,4 % gegenüber dem Vorjahr gestiegen. Hauptverantwortlich dafür war die so genannte "Abwrackprämie". Die staatlichen Konsumausgaben legten in 2009 um 2,7 % zu. Das Staatsdefizit erhöhte sich damit auf 77,2 Milliarden Euro und beträgt 3,2 % des Bruttoinlandsprodukts. Damit konnte Deutschland erstmals seit 2005 die Grenze des Europäischen Stabilitätspakts, eine maximale Neuverschuldung von 3% des Bruttoinlandsprodukts, nicht erreichen.

Trotz der tiefsten Rezession seit Bestehen der Bundesrepublik hat sich der deutsche Arbeitsmarkt als robust erwiesen. Die Auswirkungen waren zwar deutlich, blieben jedoch angesichts des starken Produktionseinbruchs vergleichsweise gering. Unternehmen nutzten zunächst den Abbau von Guthaben auf Arbeitszeitkonten, reduzierten die tarifliche Arbeitszeit und nutzten die Möglichkeit der Kurzarbeit. Im Jahresdurchschnitt 2009 waren 3,43 Millionen Menschen arbeitslos. Die Arbeitslosenquote, bezogen auf alle zivilen Erwerbspersonen, belief sich im Jahresdurchschnitt 2009 auf 8,2 %. Im Vergleich zum Vorjahr bedeutet dies einen Anstieg um 0,4 Prozentpunkte.

Charakteristisch für die Preisentwicklung in Deutschland war im Jahr 2009 ein sehr moderater Anstieg der Verbraucherpreise. Insgesamt erhöhte sich der Verbraucherpreisindex im Jahresdurchschnitt um 0,4 % gegenüber dem Vorjahr. Die niedrigste Jahresteuerungsrate im wiedervereinigten Deutschland basiert vor allem auf einem ausgeprägten Rückgang der Energiepreise, aber auch auf einem Preisrückgang im Bereich der Nahrungsmittel. Gemessen am HWWI-Index auf Euro-Basis lagen die Rohstoffpreise im Jahresvergleich um 29,5 % unter dem Rekordniveau des Jahres 2008. In US-Dollar war ein Rückgang um 33,6 % zu verzeichnen.

Der Start ins Frühjahrsgeschäft des deutschen Baumarkthandels hatte im Jahr 2009 erneut unter der schlechten Witterung zu leiden. In vielen Regionen Deutschlands blieb es bis weit in den März hinein ungemütlich kalt. Im Januar und Februar waren teils deutliche Umsatzeinbußen zu verzeichnen, so dass die Umsätze der Bau- und Heimwerkermärkte im ersten Quartal 2009 flächenbereinigt im Vorjahresvergleich um 4,8 % zurückgingen. Ingesamt lag der Baumarkthandel im ersten Halbjahr um etwa 1,5 % - 2 % hinter dem Vorjahr. Der Bundesverband Deutscher Heimwerker-, Bau- und Gartenfachmärkte sieht für das Gesamtjahr 2009 ein Umsatzplus im Vorjahresvergleich von 0,5 % - 1 %. Für das Jahr 2010 sieht sich die Baumarktbranche zuversichtlich und rechnet mit einer Stabilisierung der Umsätze zumindest auf dem Niveau von 2009. Obwohl die privaten Konsumausgaben wohl nicht mehr der Stabilisierungsfaktor für die deutsche Wirtschaftsleistung sein werden, dürften die Ausgaben für die Gestaltung von Haus und Garten kaum zurückgehen.

Nach einem starken Einbruch zu Beginn des Jahres 2009 stabilisierte sich die Konjunktur in Europa zur Jahresmitte. Vor allem aufgrund des Endes des kräftigen Lagerabbaus im ersten Halbjahr und der staatlichen Konjunkturprogramme in vielen Ländern konnte sich die wirtschaftliche Lage erholen. Obwohl die Konjunktur vor allem im dritten Quartal wieder zulegte ist für das Gesamtjahr 2009 ein Rückgang des Bruttoinlandsprodukts in Höhe von 3,9 % zu verzeichnen. Vor allem in den mittel- und osteuropäischen Ländern gingen die Industrieproduktion und die Exporte deutlich zurück. Dies ist insbesondere auf die verminderte Nachfrage aus anderen Ländern des Euro-Raums zurückzuführen. Länder, die in den vergangenen Jahren große Leistungsbilanzdefizite angehäuft hatten, stürzten unter den verschlechterten Refinanzierungsbedingungen in eine tiefe Rezession.

Die Auswirkungen der Finanzkrise auf den Arbeitsmarkt waren in 2009 fast in allen Ländern spürbar. Besonders stark stieg die Anzahl der Arbeitslosen in Ländern, die in den letzten Jahren einen Immobilienboom erlebt hatten, wie in Spanien und Irland. Die Arbeitslosenquote lag hier weit über der durchschnittlichen Arbeitslosenquote des Euro-Raums (9,5 %).

Die Europäische Zentralbank hat den Leitzins innerhalb von sieben Monaten von 4,25 % auf 1 % gesenkt. Um den Unsicherheiten auf den Finanzmärkten entgegenzutreten und ausreichend Liquidität zu gewährleisten hat die EZB zudem die Kreditbedingungen gelockert. Nach starken Devisenmarktturbulenzen in 2008 ist der reale effektive Wechselkurs, als Maß für die Wettbewerbsfähigkeit des Euro-Raums, in etwa auf Vorjahresniveau.

Die Gruppe der 16 Finanzminister Europas äußerten sich besorgt über die ökonomische Situation in der Währungsunion. Nicht nur das hochverschuldete Griechenland, sondern auch in Spanien und Portugal seien die ökonomischen Ungleichgewichte besonders groß. Diese Länder leiden vor allem unter Problemen in ihrer internationalen Wettbewerbsfähigkeit bei Preisen und Produktionskosten. Aber auch in Belgien, Frankreich, Italien und der Slowakei sind strukturelle Schwächen im Exportsektor zu erkennen. Nur vier Staaten befinden sich in einer relativ guten Wettbewerbsposition, nämlich Deutschland, Luxemburg, die Niederlande und Österreich. Jedoch gibt es auch in diesen Staaten Handlungsbedarf. Vor allem die Qualität der öffentlichen Finanzen muss verbessert, die Arbeitsmärkte reformiert und die Inlandsnachfrage gestärkt werden.

Der Euro ist in der schwersten Krise seit seiner Einführung. Der Preis für die Absicherung von Kreditausfällen bei Staatsanleihen war für einzelne Euroländer wie Griechenland oder Portugal zuletzt teurer als für osteuropäische Länder wie beispielsweise Polen. Somit vertrauen Investoren polnischen Investoren mehr, die Zinsen und Tilgung ihrer Anleihen fristgerecht zurückzuzahlen. Dieses Misstrauen in einzelne Länder hat die europäische Gemeinschaftswährung stark abstürzen lassen.

Als einziges Land in Europa hat Polen der Weltrezession widerstanden. In 2009 verzeichnete die polnische Wirtschaft einen Anstieg um 1,7 %. Verantwortlich dafür ist vor allem die starke Binnennachfrage. Mit Ausfuhren in Höhe von nur 40 % vom Bruttoinlandsprodukt zeigen sich im Gegensatz zu anderen Ländern, in der polnischen Volkswirtschaft nur geringere Auswirkungen der weltweiten Nachfrageschwäche. Konjunkturstützend war zudem auch die Abwertung des Zloty. Seit der Finanzkrise hatten Spekulanten massiv gegen die polnische Währung gewettet. Die Zentralbank Warschaus reagierte jedoch nicht, so dass der Kurs zwischenzeitlich um 27 % nachgab, jedoch nur bis der Internationale Währungsfonds Polen eine Unterstützung der Währungsreserven in Milliardenhöhe zusicherte. Auch für 2010 sieht sich die polnische Regierung optimistisch und erwartet ein Wirtschaftswachstum von 3 %.

Nach einem starken Einbruch zu Jahresbeginn verminderte sich die österreichische Gesamt-wirtschaftsleistung im Gesamtjahr 2009 um 3,6 %. Der massive Einbruch der Exportnachfrage und die verschärften Finanzierungsbedingungen waren verantwortlich für einen massiven Einbruch der Ausrüstungsinvestitionen. In Folge der Finanz- und Wirtschaftskrise waren vor allem eine Vielzahl der kleinen und mittelständischen Unternehmen von der beeinträchtigten Nachfrage und den verschlechterten Finanzierungsbedingungen betroffen. Seine Aufgabe der Bereitstellung der Liquidität hat das österreichische Kreditsystem auch während der Finanzmarktkrise erfüllt. Unterstützend wirkten sich auch die ausgeweiteten Staatshaftungen für die Unternehmensfinanzierung und das Bankenpaket aus. Die in 2009 in Kraft getretene Steuerreform und der geringe Preisauftrieb förderten die privaten Konsumausgaben. Neben Deutschland zählt Österreich zu den Ländern in der EU mit der geringsten Zunahme der Arbeitslosigkeit während der Krise. Vor allem die Konjunktur- und Arbeitsmarktpakete waren für die Sicherung der Arbeitsplätze hauptverantwortlich.

Der Internationale Währungsfonds (IWF) und die EU-Kommission unterstützten Rumänien in der Wirtschaftskrise mit einem Kreditpaket in Höhe von knapp 20 Milliarden Euro. Der Anteil des Internationalen Währungsfonds beträgt 12,95 Milliarden Euro, von denen Rumänien bislang 6,6 Milliarden Euro erhalten hat. Die EU-Kommission hat 5 Milliarden Euro zugesagt, von denen bereits 1,5 Milliarden Euro ausbezahlt wurden. An die Auszahlung des Kredites waren strenge Auflagen gekoppelt, vor allem eine mittelfristige Rückkehr zum ausgeglichenen Finanzhaushalt. Wegen der verzögerten Verabschiedung des rumänischen Haushalts für 2010 war die Auszahlung der zweiten Rate verschoben worden. Jedoch wird die Auszahlung der nächsten Rate fortgesetzt. In 2009 hat Rumänien ein Staatsdefizit in Höhe von 7,3 % erreicht und plant für 2010 mit einem Defizit von 5,9 %. Die Inflationsrate im Jahr 2009 betrug 4,74 %. Damit konnte das mit dem IWF vereinbarte Ziel von 3,5 % nicht erreicht werden. Für 2010 wird ein Wachstum des Bruttoinlandsprodukts in Höhe von 0,6 % - 2 % erwartet. Treibende Kräfte sollen dabei die Exporte und die Industrie sein.

Die britische Wirtschaft war schnell und stark von der weltweiten Finanz- und Wirtschaftskrise in Mitleidenschaft gezogen. Angesichts der wirtschaftlichen Bedeutung des Finanzsektors mit mehr als 7 % des BIP, haben sich hier die globalen finanzwirtschaftlichen Turbulenzen massiv ausgewirkt. Die Wirtschaftsleistung Großbritanniens brach im Jahr 2009 mit 4,8 % stark ein. Dies ist der massivste Rückgang seit Beginn der Statistik 1949. Unter den sieben großen Industrienationen (G 7) litt Großbritannien am längsten unter der weltweiten Rezession. Nach Mitteilung des nationalen Statistikamtes legte die Wirtschaft im letzten Quartal 2009 nur um 0,1 % gegenüber dem Vorquartal zu. Die vor allem auf Dienstleistungen ausgerichtete britische Wirtschaft ist verstärkt von der Binnennachfrage abhängig, während exportorientierte Nationen, wie beispielsweise Deutschland von der Belebung des Welthandels profitieren konnten. Von den privaten Konsumausgaben sind jedoch keine gravierenden Impulse zu erwarten, da die Unsicherheit aufgrund steigender Arbeitslosenzahlen wächst. Zur Belebung der britischen Wirtschaft nimmt die Regierung eine hohe Neuverschuldung in Kauf. In 2010 ist ein Defizit von 12 % der Wirtschaftsleistung geplant. Angesichts der schwachen Erholung der Wirtschaft wird der Leitzins der Bank of England auf dem Rekordtief von 0,5 % bleiben. Für 2010 rechnen Experten mit einem Anstieg der britischen Wirtschaftsleistung um etwa 1 %.

Die spanische Volkswirtschaft ist in den Sog der Wirtschaftskrise geraten. Vor der Finanzkrise hatte Spanien eine florierende Wirtschaft und einen profitablen Immobiliensektor, die mit der Subprimekrise beendet wurden. Die Preise für Wohneigentum sind zusammengebrochen und auch die industrielle Produktion ist deutlich abgesackt. Aber auch in der Wettbewerbsfähigkeit hat Spanien deutlich eingebüßt. Da Spanien dies nicht über eine Abwertung der Währung ausgleichen kann, müssen die Produktivität gesteigert werden und zudem die Löhne sinken, um wieder die Wettbewerbsfähigkeit erhöhen zu können. Nachdem im abgelaufenen Jahr 1,2 Millionen Arbeitsplätze verloren gingen, beträgt die Arbeitslosenquote in 2009 über 20 %. Nach Schätzungen der Europäischen Kommission weist der spanische Staatshaushalt ein Defizit in Höhe von 11,2 % des Bruttoinlandsproduktes auf. Die spanische Regierung plant Ausgabenkürzungen von 50 Milliarden Euro bis 2013 um das Haushaltsdefizit massiv zu verringern und die Kriterien des Stabilitätspaktes in Zukunft wieder zu erreichen. Auch für die Zukunft sind die Aussichten verhalten, der IWF rechnet mit einem weiteren Schrumpfen der Wirtschaft in 2010 um 0,6 % des Bruttoinlandsproduktes.

China hat als große Volkswirtschaft das Krisenjahr 2009 so gut überstanden wie keine andere Nation. Die chinesische Statistikbehörde National Bureau of Statistics of China verkündete für das Schlussquartal sogar eine zweistellige Wachstumsrate. Im Gesamtjahr legte die Wirtschaft um insgesamt 8,7 % zu und übertraf somit die offizielle Zielsetzung der chinesischen Regierung in Höhe von 8 %.

Um sich den Auswirkungen der Finanzkrise weitestgehend zu entziehen, stellte die chinesische Regierung vermehrt Liquidität zur Verfügung. Neben einer drastischen Ausweitung der Bankkredite um 1,4 Billionen Dollar, explodierte zudem die Geldmenge um etwa ein Drittel des Bruttosozialprodukts. Nach der massiven Kreditvergabe mehren sich die Anzeichen einer drohenden Inflation. Vor allem die Preise für Benzin und Lebensmittel sind in den letzten Monaten des Jahres 2009 stark gestiegen. Der Verbraucherpreisindex hat im Dezember 2009 mit 1,9 % im Vergleich zum Vormonat mit einer Steigerungsrate von 0,6 % stark zugenommen. Um einer möglichen Erhitzung der chinesischen Volkswirtschaft entgegenzuwirken, erhöhte die chinesische Regierung die Zinssätze für chinesische Staatspapiere und auch den Zins für die Mindestreserve, der die Zwangseinlagen der Banken bei der Notenbank bestimmt. Zudem begrenzte die Zentralbank das Kreditvolumen für die in 2010 ausgegebenen

Kredite auf umgerechnet 800 Milliarden Euro. Anders als in westlichen Industrieländern, die in der Krise zum Teil mit einer Kreditklemme zu kämpfen hatten, zwang die chinesische Regierung ihre Banken zur Kreditvergabe. In 2009 haben die Banken auf Anweisung der Politik die Kreditvergabe mit rund einer Billion Euro massiv ausgeweitet.

Zudem mehren sich Anzeichen einer Überhitzung des chinesischen Immobilienmarktes mit extremen Preisblasen. In 2009 haben die Immobilienverkäufe in China um 75,5 % zugelegt. Spekulanten haben die Preise massiv in die Höhe getrieben, so stiegen in einigen Ballungszentren die Preise um fast 20 %.

Organisation des Einhell-Konzerns

Das Mutterunternehmen des international aufgestellten Einhell-Konzerns ist die Einhell Ger-many AG mit Sitz in Landau a. d. Isar/Deutschland. Die Tochtergesellschaften bestehen aus überwiegend in Europa ansässigen Vertriebsgesellschaften und Handelsgesellschaften in Asien. Die asiatischen Töchter sind unter anderem auch für die Produktfindung und Beschaffung zuständig. Da die Produktion in Asien stattfindet, wurde auch die Qualitätssicherung hier angesiedelt. So kann bei Qualitätsmängeln vor Ort zeitnah eingegriffen werden.

Änderungen der Konzernstruktur

Die Konzernstruktur veränderte sich mit Wirkung zum 01. Januar 2009 durch die Übernahme sämtlicher Anteile der Einhell Export-Import GmbH. Diese Gesellschaft ist damit eine 100 %ige Konzerngesellschaft.

Im Geschäftsjahr 2009 wurde mit der Einhell Brasil Com. Distr. Ltda mit Sitz in Campinas eine weitere Gesellschaft in Südamerika gegründet. Die Einhell Germany AG ist mit 90 % an dieser Gesellschaft beteiligt.

Da das organische Wachstum große Potenziale bietet, stellt die Organisation des EinhellKonzerns eine wichtige Aufgabe für die Verantwortlichen dar. Insbesondere im Rahmen der ständigen Erweiterung müssen Unternehmensbereiche und Informationswege laufend neu betrachtet werden. Bei der Eingliederung neuer Gesellschaften wird großer Wert auf die Einbindung in die Unternehmenssoftware-Systeme gelegt, um einen reibungslosen Informationsfluss zu ermöglichen.

Geschäftsverlauf

Der Einhell-Konzern hat sich auch im Jahr 2009 den Auswirkungen der Turbulenzen in der Weltwirtschaft nicht völlig entziehen können. Der Konzernumsatz für das Geschäftsjahr 2009 beträgt 315,7 Mio. EUR gegenüber 358,5 Mio. EUR im Vorjahr.

Das oberste Ziel des Einhell-Konzerns, die auf Profitabilität ausgerichtete Entwicklung des Unternehmens, wird durch verschiedene Unterziele erreicht. So blieb Einhell im Geschäftsjahr 2009 weiterhin ihrem Slogan "Markenqualität für Preisbewusste" treu. Dem EinhellKonzern war auch 2009 die Qualitätsverbesserung ein wesentliches Anliegen, da durch diese eine stärkere Kundenbindung und die Gewinnung von neuen Kunden erreicht werden. Die Kunden des Einhell-Konzerns sind C+C Märkte, Hypermärkte und Verbrauchermärkte, Fachmärkte und vor allem DIY-Baumärkte. Diese Kunden sind in vielen Bereichen des Einhell-Konzerns ein entscheidender Faktor, von der Produktentwicklung bis zum After Sales Kundenservice der iSC GmbH.

Im Heimatmarkt Deutschland konnten im Geschäftsjahr 2009 die Umsätze des Vorjahres nicht mehr ganz erreicht werden. Die Umsätze gingen im Berichtszeitraum von 125,4 Mio. EUR auf 122,5 Mio. EUR zurück. Der Anteil des inländischen Umsatzes beträgt somit 39 %.

Die Umsätze in der Europäischen Union sind im Laufe des Geschäftsjahres 2009 hinter den Zahlen des Jahres 2008 zurückgeblieben. Es ergibt sich insgesamt ein Rückgang von 12,3 % von 150,8 Mio. EUR auf 132,2 Mio. EUR. Zu den bedeutenden Absatzmärkten im Geschäftsjahr 2009 zählen Österreich, Polen und Italien.

Die Umsätze in der Region Asien betrugen im Berichtszeitraum EUR 21,4 Mio. (i. Vj. 22,5 Mio. EUR).

In den Drittländern konnten Umsätze in Höhe von EUR 39,6 Mio. erreicht werden (i. Vj. 59,8 Mio. EUR). Die umsatzstärksten Drittländer sind Türkei und Schweiz.

Der Auslandsanteil am gesamten Konzernumsatz betrug im Geschäftsjahr 2009 61 %.

Entwicklung der Gesamtleistung beider Divisionen

Die Division "Werkzeuge" erzielte im Geschäftsjahr 2009 einen Umsatz von 185,5 Mio. EUR (i. Vj. 210,7 Mio. EUR). Der Umsatzrückgang in dieser Sparte gründet sich erheblich auf die Umsatzrückgänge in den osteuropäischen Ländern, bei denen die Division "Werkzeuge" nach wie vor einen höheren Anteil am Umsatz ausmacht. In dieser Division waren Produkte aus den Produktgruppen Kompressoren, Akkuschrauber, Bohrhämmer, Nass-Trockensauger, Tischkreissägen, Holzspalter und Zug-Kapp-Gehrungssägen besonders absatzstark.

In der Division "Garten und Freizeit" konnte in 2009 ein Umsatz von 130,2 Mio. EUR (i. Vj. 147,8 Mio. EUR) erzielt werden. Zu den absatzstarken Produkten dieser Division zählen überwiegend Produkte aus den Produktgruppen Rasenmäher, Elektrovertikutierer, Elektro-leisehäcksler, Elektrorasentrimmer, Kettensägen und Benzinsensen.

Personal und Sozialbereich

Die Anzahl der Mitarbeiter verminderte sich im Jahr 2009 gegenüber dem Vorjahr um 5 % auf durchschnittlich 999 (i. Vj. 1.052). Der Umsatz pro Mitarbeiter beträgt 316 TEUR (i. Vj. 341 TEUR).

Die stetige Weiterbildung unserer Mitarbeiter bildet die Basis für ein auch in Zukunft erfolgreiches Handeln. Die in 2010 angebotenen Fort- und Weiterbildungsprogramme umfassen die Bereiche Arbeitsmethodik, EDV, Sprachtraining und Führung. Mit neuen Wegen effizienten Arbeitens und der Erweiterung der Fähigkeiten und Fertigkeiten unserer Mitarbeiter schaffen wir die Grundlage für einen langfristigen Unternehmenserfolg.

Durch die Leistungen und das außerordentliche Engagement eines jeden einzelnen Mitarbeiters des Einhell-Konzerns konnte das in Anbetracht des wirtschaftlichen Umfelds hervorragende Ergebnis des Geschäftsjahres 2009 erreicht werden. Dafür bedankt sich der Vorstand der Einhell Germany AG bei allen Mitarbeitern des gesamten Konzerns.

Ertragslage

Trotz der allgemeinen Wirtschaftskrise konnte der Einhell-Konzern im Geschäftsjahr 2009 seine Ertragskraft bis zum Ende des Jahres auf einem hohen Niveau halten. Hierfür ausschlaggebend waren die in der Vergangenheit eingeleiteten strategischen Schritte der Fokussierung auf Kernkompetenzen, ein aktives Produktmanagement und die ständige Verbesserung der Qualitätssicherung.

Der Einhell-Konzern erreichte im Geschäftsjahr 2009 ein Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit in Höhe von 14,2 Mio. EUR (i. Vj. 18,4 Mio. EUR). Die Rendite vor Steuern reduzierte sich von 5,1 % auf 4,5 %.

Der Konzernjahresüberschuss nach Minderheiten verminderte sich im Geschäftsjahr 2009 von 14,2 Mio. EUR auf 10,8 Mio. EUR. Der ROI* beträgt zum Stichtag 6,25 % (i. Vj. 7,5 %). Das Finanzergebnis betrug -3,8 Mio. EUR (i. Vj. -5,9 Mio. EUR). Dieses Ergebnis errechnet sich im Wesentlichen aus dem Zinsergebnis in Höhe von -2,0 Mio. EUR (i. Vj. -2,6 Mio. EUR) und aus den Ergebnissen aus der Währungsumrechnung in Höhe von -1,8 Mio. EUR (i. Vj. -3,3 Mio. EUR).

* ROI (Return on Investment) = Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit / Gesamtkapital * 100

Im Geschäftsjahr 2009 konnte eine EBIT-Rendite im Verhältnis zum Umsatz von 5,7 % (i. Vj. 6,8 %) erzielt werden. Verantwortlich für den Ergebnisrückgang war überwiegend der Anstieg des Materialaufwands, u.a. auch bedingt durch den konsequenten Abbau der Warenbestände durch Abverkäufe.

Mit dieser Ergebnisentwicklung konnte der Einhell-Konzern seine ehrgeizigen Ziele für das Geschäftsjahr 2009 nicht voll erreichen. In Anbetracht der allgemeinen wirtschaftlichen Lage konnte aber dennoch ein sehr stabiler Ertrag erreicht werden. Der Einhell-Konzern konnte somit auch in einem äußerst schwierigen wirtschaftlichen Umfeld erneut seine Profitabilität unter Beweis stellen.

Vermögenslage

Die wesentlichen Posten der Bilanz stellen sich für die Geschäftsjahre 2008 und 2009 wie folgt dar:

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In Mio. EUR 2008 2009
Anl agevermögen 26,8 26,8
Warenvorräte 113,3 74,6
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 61,4 48,2
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 20,0 57,6
Eigenkapital 123,7 129,7
Bankverbindlichkeiten 46,3 42,2

Investitionen

Die Investitionen betrugen im Geschäftsjahr 2009 4,6 Mio. EUR. Hierbei handelt es sich bei 0,9 Mio. EUR um immaterielle Vermögenswerte und bei den restlichen 3,7 Mio. EUR um Sachanlagen. Die immateriellen Vermögenswerte enthalten u. a. aktivierte Produktentwicklungskosten. Zu den Sachanlagen zählen überwiegend Investitionen in Technische Anlagen und Maschinen sowie Betriebs- und Geschäftsausstattung.

Die Abschreibungen betrugen 2009 3,4 Mio. EUR und haben sich so gegenüber dem Vorjahr um 0,2 Mio. EUR vermindert (i. Vj. 3,6 Mio. EUR).

Kurzfristige Vermögenswerte

Zum Stichtag verminderten sich die Warenvorräte von 113,3 Mio. EUR auf 74,6 Mio. EUR. Im Wesentlichen wurde der Abbau der Warenvorräte durch forcierte Abverkäufe, Anpassungen an das wirtschaftliche Umfeld sowie intensiveres Lagermanagement erreicht. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen verminderten sich um 13,2 Mio. EUR auf 48,2 Mio. EUR (i. Vj. 61,4 Mio. EUR). Im Geschäftsjahr 2009 wurde wiederum kein Factoring durchgeführt.

Infolge des deutlich erhöhten Cashflows aus der operativen Geschäftstätigkeit, insbesondere durch den Abbau der Vorräte und der Forderungen, erhöhten sich die liquiden Mittel zum Bilanzstichtag um 37,6 Mio. EUR auf 57,6 Mio. EUR. Ihr Anteil am Gesamtvermögen nahm von 8,1 % im Vorjahr auf 25,4 % zu.

Finanzlage

Finanzierung

Aufgrund der sehr gesunden und soliden Finanzierungsstruktur des Einhell-Konzerns mit einer traditionell sehr guten Eigenkapitalquote, die sich aktuell auf 57,3 % beläuft, sieht der Vorstand keinerlei Schwierigkeiten die aktuellen Geschäfte sowie auch ein in Zukunft möglicherweise wieder wachsendes Geschäftsvolumen finanziell bewältigen zu können. Der Vorstand hält daher unverändert an der bisher sehr erfolgreichen und langfristig ausgerichteten internationalen Expansionsstrategie fest.

Der Einhell-Konzern war auch im Geschäftsjahr 2009 wieder überwiegend über ein Schuldscheindarlehen sowie langfristige Darlehen finanziert. Das ausgelaufene Schuldscheindarlehen wurde durch eine langfristige Anschlussfinanzierung mit bilateralen Kreditvereinbarungen sehr erfolgreich ersetzt. Es ist gelungen, eine langfristige Finanzierung in Höhe von EUR 40 Mio. für die nächsten fünf Jahre zu sehr guten Konditionen abzuschließen. Der Konzern sieht keine Schwierigkeiten, seinen Tilgungsverpflichtungen entsprechend der Darlehensverträge nachzukommen. Sehr erfreulich ist, dass die neue Finanzierung ohne Bereitstellung von Sicherheiten gestaltet wurde. Aufgrund der sehr soliden Finanzierungsstruktur ist es gelungen, eine EK-Quote von 57,3 % zu erreichen. Damit sieht sich die Gesellschaft stark gefestigt für das anhaltend schwierige wirtschaftliche Umfeld. Die Nettoverschuldung wurde vollständig abgebaut. Der Konzern verfügt zum Bilanzstichtag über eine Netto-Cash-Position. Der Konzern erwartet deshalb auch keine Hindernisse bei der Finanzierung seiner künftigen Geschäfte.

Die positive Entwicklung der Finanzlage im Geschäftsjahr 2009 verdeutlicht die zusammengefasste Kapitalflussrechnung:

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In Mio. EUR 2009 2008
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit 51,1 13,9
Cashflow aus der Investitionstätigkeit -7,0 -3,9
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit -6,4 -5,0
37,7 5,0
Wechselkursbedingte Änderungen -0,1 0,4
Nettozunahme von Zahlungsmitteln 37,6 5,4
Zahlungsmitteln am Anfang der Periode 20,0 14,6
Zahlungsmitteln am Ende der Periode 57,6 20,0

Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit resultiert aus der Rückzahlung von Darlehensverbindlichkeiten und der Dividendenzahlung für das Geschäftsjahr 2008.

Beschaffung

Ein wichtiger Faktor sind die Rohstoffpreise des gesamten Weltmarktes. Nachdem diese als Folge der weltweit schwersten Rezession seit den 1930-er Jahren abgestürzt waren, erholten sich die Weltmarktpreise für Rohstoffe seit Beginn des Jahres 2009 deutlich. Im Zeitraum April bis Oktober betrug der Preisanstieg mehr als 40 %. Verantwortlich für den Anstieg ist neben der eingeschränkten Produktion bestimmter Rohstoffe, vor allem aber die Zunahme der chinesischen Nachfrage. Insbesondere die Ölpreise sind überdurchschnittlich gestiegen. Vom Tiefstand vor einem Jahr ist der Rohstoffpreisindex in Euro um 43 % gestiegen und aus US-Dollar Basis sogar um 57 %. Gemessen am HWWI-Index sind die Rohstoffpreise gegenüber dem Rekordniveau des Vorjahres um 29,5 % auf Euro-Basis und in US-Dollar um 33,6 % zurückgegangen.

Ein Großteil der Einhell-Produktpalette wird derzeit in China gefertigt. Die Qualitätsanforderungen, die der Einhell-Konzern an die chinesischen Lieferanten stellt, werden von den Wünschen der Kunden bestimmt. Die Qualitätssicherung und das Qualitätsmanagement werden ständig verbessert. Da der Überprüfung der Qualität vor der Verschiffung ab China eine hohe Priorität zukommt, steht dieser Bereich ständig unter Beobachtung. Neben den strengen Verschiffungskontrollen vor Ort erfolgen auch die Überwachung der Einhaltung kundenspezifischer Qualitätsanforderungen, Kontrollen von laufenden Produktionen und die Optimierung von Prozessabläufen bei den Herstellern.

Die Qualität der Lieferanten wird ständig optimiert. Durch eine angemessene Anzahl an Lieferanten und eine breite Streuung von Aufträgen wird die Abhängigkeit von Einzelnen vermieden. Um weiteren Spielraum für flexible Beschaffungsmöglichkeiten zu schaffen ist der Einhell-Konzern seit 2008 auch in Vietnam präsent.

Produktfindung und Produktaufbereitung

Die Aufwendungen für Produktfindung und Produktaufbereitung betragen im Geschäftsjahr 2009 3,6 Mio. EUR (i. Vj. 4,0 Mio. EUR). In diesem Bereich waren 34 Mitarbeiter (i. Vj. 37 Mitarbeiter) beschäftigt. Dieser Bereich ist überwiegend vertriebsgeprägt und kundenorientiert. Daher ist nicht nur die Zusammenarbeit mit anderen Bereichen, wie z. B. der Qualitätssicherung wichtig, sondern auch die Kommunikation mit den Kunden. So werden beim Aufbau neuer Produkte und Versionen Kundenbedürfnisse von Beginn an einbezogen. Der Kunde wird als Partner verstanden. Dies ermöglicht dem gesamten Einhell-Konzern eine konsequente Marktanpassung. So wurde Einhell zu einem der am schnellsten agierenden Unternehmen der Branche. Die positiven Erfahrungen mit unseren Kunden bestärken uns, diesen Weg beizubehalten.

Die Ende 2008 eingeführten Produktlinien "Blue" und "Red" werden von den Kunden sehr gut angenommen. Die neuen Produktlinien unterscheiden sich durch deren Preise und Design. Die Linie "Blue" kennzeichnet den Preiseinstieg und die Linie "Red" das gehobene Preissegment. Dabei liegen auch hier die Preise unter denen der derzeitigen Marktführer, die Produkte grenzen sich aber deutlich durch Design, Exklusivität und Kundenservice ab. Neben den erwünschten Effekten beim Kunden kann durch diese Einführung auch die Effizienz in Logistik und Vertrieb gesteigert werden. Damit verfügt Einhell über ein aktuellstes Sortiment an attraktiven und zeitgemäßen Produkten, was nur bei wenigen Unternehmen der Branche der Fall ist.

Der Einhell-Konzern verfügt über ein Portfolio an diversen deutschen und europäischen Patenten, Gebrauchsmustern, Geschmacksmustern und -marken. Die Firmenstrategie sieht es als wesentliche Aufgabe, die Patentanmeldungen auszuweiten.

Grundzüge des Vergütungssystems der Gesellschaft

Die Mitglieder des Vorstands erhalten fixe und erfolgsabhängige, also variable Vergütungen mit kurzfristigem sowie mittelfristigem Charakter. Die erfolgsabhängigen Gehaltsbestandteile sind abhängig vom Konzernergebnis, vom Ergebnis der Geschäftsbereiche des abgelaufenen Geschäftsjahres sowie der Entwicklung der Vermögensstruktur des Konzerns und persönlichen Bemessungsfaktoren. Mitglieder des Vorstands halten Aktien des Einhell-Konzerns. Aktienoptionsprogramme oder vergleichbare Gestaltungen bestehen nicht. Weitere Angaben zu den Vorstandsbezügen enthält der Anhang.

Dem Gesetz zur Angemessenheit der Vorstandsvergütung (VorstAG) wird beim EinhellKonzern entsprechend Rechnung getragen. Die wesentlichen Ziele des neuen Gesetzes werden vom Konzern bereits mit der Ausformulierung der bisherigen Vergütungsstrukturen weitgehend eingehalten, so dass lediglich Ergänzungen vorgenommen wurden, welche die Vergütungsstruktur auf den neuen Gesetzestext anpassen. Sowohl eventuelle Sondereffekte, die bisher schon in die Entlohnungsstruktur eingeflossen sind, werden nach der Einführung eines Caps berücksichtigt, als auch die Möglichkeit der Herabsetzung von Bezügen bei wesentlicher Verschlechterung der Lage der Gesellschaft wird dokumentiert.

Der Aufsichtsrat und der Vorstand des Einhell-Konzerns haben sich intensiv mit den Entlohnungselementen befasst. So wurden insbesondere die Vergütungsbestandteile daraufhin überprüft, ob sie in einem angemessenen Verhältnis zu den Aufgaben und den Leistungen des jeweiligen Vorstandsmitglieds sowie zur Lage der Gesellschaft stehen. Bei der Bemessung werden dabei die bisherigen Leistungen des jeweiligen Vorstandsmitglieds, die sich an den Kennzahlen des Konzerns und des vom Vorstandsmitglied geführten Ressorts ablesen lassen, berücksichtigt.

Die Vergütung ist zudem auf eine nachhaltige Unternehmensentwicklung ausgerichtet. So sind die variablen Vergütungsbestandteile im Schwerpunkt an das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit geknüpft und basieren somit ausschließlich auf tatsächlich erreichten IstWerten. Effekte und Risiken aus einem Geschäftsjahr haben unmittelbare Auswirkungen auf die Ist-Werte der Folgejahre. Die Bewertungssystematik, auf der die Ist-Zahlen der Gesellschaft beruhen, ist seit Jahren im Wesentlichen unverändert und sorgt somit für eine vergleichbare, transparente und auf Nachhaltigkeit ausgerichtete Bilanzierungspraxis. Zusätzlich stehen die variablen Vergütungsbestandteile im Zusammenhang mit strategischen Zielen, die einen Mehr-Jahres-Zeitraum umfassen. Die strategischen Ziele sind in einem Strategiepapier des Vorstands für einen Zeitraum von 3-5 Jahren festgehalten und werden vom Aufsichtsrat laufend überwacht.

Nachtragsbericht

Zwischen dem Ende des Geschäftsjahres 2009 bis zur Aufstellung des Lageberichts sind keine Ereignisse eingetreten, die für die Berichterstattung von Bedeutung sind.

Abhängigkeitsbericht

Die Anteile der Einhell Germany AG werden mehrheitlich von der Thannhuber AG gehalten. Wir erklären, dass die Einhell Germany AG mit der Thannhuber AG bzw. im Interesse oder auf Veranlassung der Thannhuber AG im Berichtszeitraum keine Rechtsgeschäfte getätigt hat und keine Maßnahmen getroffen oder unterlassen wurden, die die Einhell Germany AG benachteiligt hätten.

Wesentliche Merkmale des internen Kontroll- und Risikomanagementsystems im Hinblick auf den Konzernrechnungslegungsprozess § 315 Abs. 2 Nr. 5 HGB

Begriffsbestimmungen und Elemente des internen Kontroll- und Risikomanagementsystems

Das interne Kontrollsystem des Einhell-Konzerns umfasst alle Grundsätze, Verfahren und Maßnahmen zur Sicherung der Wirksamkeit, Wirtschaftlichkeit und der Ordnungsmäßigkeit der Rechnungslegung sowie zur Sicherung der Einhaltung der maßgeblichen rechtlichen Vorschriften.

Das interne Kontrollsystem setzt sich aus internem Steuerungs- und internem Überwachungssystem zusammen.

Die Bereiche Inlands-Controlling, Beteiligungscontrolling, Finanzen, Konzernbilanzierung sowie Recht bilden das interne Steuerungssystem des Einhell-Konzerns. Die Gesellschaften des Einhell-Konzerns planen im jeweils laufenden Geschäftsjahr das darauf folgende Geschäftsjahr. Basierend auf einer differenzierten Umsatzplanung erfolgt eine entsprechende Planung des Wareneinsatzes und der Kosten. Diese Planzahlen werden für den Konzern zu einer Plan-Gewinn- und Verlustrechnung zusammengeführt.

Monatlich werden von den Finanzbuchhaltungen der einzelnen Gesellschaften die tatsächlichen Zahlen aufbereitet. In der Folge entsteht eine komplette Gewinn- und Verlustrechnung, in welcher die Plan- und Ist-Zahlen gegenübergestellt sind und somit analysiert werden können. Die Entwicklung des Auftragsbestands, Margen etc. werden ebenso monatlich für alle Gesellschaften aufgezeigt. Dieser Vergleich wird sowohl mit den Mitgliedern des Vorstands als auch mit den Verantwortlichen der einzelnen Bereiche und Gesellschaften besprochen. Durch die Analyse der Plan- und Ist-Zahlen werden entsprechende Maßnahmen zur Steuerung erarbeitet und umgesetzt.

Das interne Überwachungssystem bildet sich aus prozessintegrierten und prozessunabhängigen Maßnahmen. Neben maschinellen IT-Prozesskontrollen sind auch manuelle Prozesskontrollen ein wesentlicher Bestandteil der prozessintegrierten Maßnahmen. Der Aufsichtsrat, der Konzernabschlussprüfer und sonstige Prüfungsorgane, z.B. der steuerliche Betriebsprüfer, sind mit prozessunabhängigen Prüfungstätigkeiten in das Kontrollumfeld des Einhell-Konzerns einbezogen. Insbesondere die Prüfung der Konzernabschlüsse durch den Konzernabschlussprüfer bildet die wesentliche prozessunabhängige Überwachungsmaßnahme im Hinblick auf den Konzernrechnungslegungsprozess.

Das Risikomanagement-System

Das Risikomanagementsystem als Bestandteil des internen Kontrollsystems ist hinsichtlich der Konzernrechnungslegung auf das Risiko der Falschaussage in der Konzernbuchführung sowie in der externen Berichterstattung ausgerichtet und dient der Früherkennung möglicher Risiken. Das Nutzen von Chancen im Unternehmen ist mit dem Eingehen von Risiken verbunden. Um die Risiken bewusst einzugehen, ist ein Risikomanagement-System notwendig. Mit der Einführung eines IT-basierten Risikomanagement-Informationssystems wird versucht, der Unternehmensleitung und den Verantwortlichen zur Steuerung des Unternehmens die notwendigen Informationen gesammelt und kompakt zeitnah zur Verfügung zu stellen. Damit wird die Datenerhebung bei den einzelnen Gesellschaften vereinfacht und der Aufwand des Risikomanagers im Konzern minimiert.

Der Prozess des Risikomanagements gliedert sich beim Einhell-Konzern in zwei Stufen. Im ersten Schritt erfolgt die dezentrale Erfassung der Risiken in den Tochterunternehmen und den Abteilungen der Einhell AG durch die vom Vorstand benannten Risikoverantwortlichen. Sie haben die Aufgaben der Risikoidentifikation und Bewertung. Wichtig ist dem EinhellKonzern hier die Identifikation, da nicht identifizierte Risiken auch nicht weiter geplant werden können. Die Bewertung der bestehenden Risiken erfolgt über die Ermittlung des Produkts aus Eintrittswahrscheinlichkeit des Schadens und maximaler Schadenshöhe. Bewertet wird das Nettorisiko, also welches Risiko nach Treffen verschiedener Maßnahmen noch besteht. Die zweite Stufe beinhaltet die Zusammenführung, Analyse und Steuerung der Risiken vom Risikomanager und der Unternehmensleitung. Zur Steuerung der Risiken stehen dem Unternehmen verschiedene Methoden zur Verfügung. Bei der Risikovermeidung werden das Risiko und somit auch die damit verbundenen Chancen nicht eingegangen. Eine andere Steuerungsmöglichkeit minimiert das Risiko u. a. durch organisatorische Maßnahmen und wird deshalb auch Risikoverminderung genannt. Eine weitere Methode ist die Risikoabwälzung durch Versicherungen, Verträge mit Lieferanten, etc. Die verbleibenden Risiken trägt der EinhellKonzern bewusst.

Die Darstellung der Risiken in der Risikomanagement-Software erfolgt über die Einordnung in die Unternehmenshierarchie. So können sowohl die Risiken jedes einzelnen Tochterunternehmens und des Mutterunternehmens dargestellt werden, als auch die kumulierten Risiken. Zudem erfolgt eine unternehmensspezifische Gliederung in die, für das Risiko relevanten, Abteilungen: Einkauf, Entwicklung, Finanzen, IT, Personal, Produktmanagement, Vertrieb und Wirtschaftsrecht. Die Risiken werden regelmäßig beobachtet und quartalsweise berichtet. Zusätzlich findet eine Besprechung der wichtigsten Risiken in der Vorstandssitzung statt.

Einsatz von IT-Systemen

Die Erfassung buchhalterischer Vorgänge erfolgt in den Einzelabschlüssen in dem Buchhaltungssystem Microsoft Business Solutions Navision bzw. lokalen Buchhaltungssystemen. Zur Aufstellung des Konzernabschlusses der Einhell Germany AG werden durch die Tochterunternehmen die jeweiligen Einzelabschlüsse durch weitere Informationen in standardisierten Berichtspaketen ergänzt, die dann zentral bei der Einhell Germany AG in das Konsolidierungssystem CONSIS eingestellt werden. Durch den Konzernabschlussprüfer werden regelmäßig die Schnittstelle zwischen dem Berichtssystem und dem Konsolidierungssystem sowie die Überleitungen geprüft. Im Konsolidierungssystem CONSIS werden sämtliche Konsolidierungsvorgänge zur Erstellung des Konzernabschlusses, z.B. die Kapitalkonsolidierung, die Vermögens- und Schuldenkonsolidierung oder die Aufwands- und Ertragseliminierung generiert und dokumentiert.

Spezifische konzernrechnungslegungsbezogene Risiken

Spezifische konzernrechnungslegungsbezogene Risiken können z. B. aus dem Abschluss ungewöhnlicher oder komplexer Geschäfte auftreten. Weiterhin sind Geschäftsvorfälle, die nicht routinemäßig verarbeitet werden, mit einem latenten Risiko behaftet. Aus den Ermessensspielräumen, die Mitarbeitern notwendigerweise bei Ansatz und Bewertung von Vermögensgegenständen und Schulden eingeräumt werden, können weitere konzernrechnungs-legungsbezogene Risiken resultieren.

Wesentliche Regelungs- und Kontrollaktivitäten zur Sicherstellung der Ordnungsmäßigkeit und Verlässlichkeit der Konzernrechnungslegung

Die auf die Ordnungsmäßigkeit und Verlässlichkeit der Konzernrechnungslegung ausgerichteten Maßnahmen des internen Kontrollsystems stellen sicher, dass Geschäftsvorfälle in Übereinstimmung mit den gesetzlichen und satzungsmäßigen Vorschriften vollständig und zeitnah erfasst werden. Weiterhin ist gewährleistet, dass Inventuren ordnungsgemäß durchgeführt werden, Vermögensgegenstände und Schulden im Konzernabschluss zutreffend angesetzt, bewertet und ausgewiesen werden. Die Regelungsaktivitäten stellen ebenfalls sicher, dass durch die Buchungsunterlagen verlässliche und nachvollziehbare Informationen zur Verfügung gestellt werden.

Die Kontrollaktivitäten zur Sicherstellung der Ordnungsmäßigkeit und Verlässlichkeit der Rechnungslegung umfassen beispielhaft die Analyse von Sachverhalten und Entwicklungen anhand spezifischer Kennzahlenanalysen. Die Trennung von Verwaltungs-, Ausführungs-, Abrechnungs- und Genehmigungsfunktionen und deren Wahrnehmung durch verschiedene Personen reduziert die Möglichkeit zu vorsätzlichen Handlungen. Weiterhin ist z. B. sichergestellt, dass bei Veränderungen in den eingesetzten IT-Systemen der zugrunde liegenden Buchführungen in den Konzerngesellschaften eine periodengerechte und vollständige Erfassung buchhalterischer Vorgänge erfolgt. Das interne Kontrollsystem gewährleistet auch die Abbildung von Veränderungen im wirtschaftlichen oder rechtlichen Umfeld des Einhell-Konzerns und stellt die Anwendung neuer oder geänderter gesetzlicher Vorschriften zur Konzernrechnungslegung sicher.

Die Bilanzierungsvorschriften zur Rechnungslegung nach den International Financial Repor-ting Standards (IFRS) bilden die einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze für die in den Einhell-Konzernabschluss einbezogenen inländischen und ausländischen Unternehmen. Neben allgemeinen Bilanzierungsgrundsätzen und -methoden sind vor allem Regelungen zu Bilanz, Gewinn-und-Verlustrechnung, Anhang, Lagebericht, Cashflow-Rechnung und Segmentberichterstattung bei Einhaltung der in der EU geltenden Rechtslage getroffen.

Die Einhell-Bilanzierungsvorschriften regeln auch konkrete formale Anforderungen an den Konzernabschluss. Neben der Festlegung des Konsolidierungskreises sind auch die Bestandteile der durch die Konzerngesellschaften zu erstellenden Berichtspakete im Detail festgelegt. Die formalen Anforderungen regeln unter anderem die verbindliche Verwendung eines standardisierten und vollständigen Formularsatzes. Die Einhell-Bilanzierungsvorschriften enthalten weiterhin z.B. konkrete Vorgaben zur Abbildung und Abwicklung des KonzernVerrechnungsverkehrs und der darauf aufbauenden Saldenabstimmungen.

Auf Konzernebene umfassen die spezifischen Kontrollaktivitäten zur Sicherstellung der Ordnungsmäßigkeit und Verlässlichkeit der Konzernrechnungslegung die Analyse und gegebenenfalls Korrektur der durch die Konzerngesellschaften vorgelegten Einzelabschlüsse. Mit der zentralen Durchführung so genannter Werthaltigkeitstests für die aus Konzernsicht spezifischen Zahlungsmittel generierenden Geschäftseinheiten wird die Anwendung einheitlicher und standardisierter Bewertungskriterien sichergestellt. Weiterhin erfolgt auf Konzernebene die Aufbereitung und Aggregation weiterer Daten für die Erstellung externer Informationen im Anhang und Lagebericht, einschließlich wesentlicher Ereignisse nach dem Bilanzstichtag.

Einschränkende Hinweise

Das interne Kontroll- und Risikomanagementsystem ermöglicht durch die im EinhellKonzern festgelegten Organisations-, Kontroll- und Überwachungsstrukturen die vollständige Erfassung, Aufbereitung und Würdigung von unternehmensbezogenen Sachverhalten sowie deren sachgerechte Darstellung in der Konzernrechnungslegung.

Insbesondere persönliche Ermessensentscheidungen, fehlerbehaftete Kontrollen, kriminelle Handlungen oder sonstige Umstände können allerdings der Natur der Sache nach nicht ausgeschlossen werden und führen dann zur eingeschränkten Wirksamkeit und Verlässlichkeit des eingesetzten internen Kontroll- und Risikomanagementsystems, so dass auch die konzernweite Anwendung der eingesetzten Systeme nicht die absolute Sicherheit hinsichtlich der richtigen, vollständigen und zeitnahen Erfassung von Sachverhalten in der Konzernrechnungslegung gewährleisten kann.

Risikobericht

Beschaffungsrisiken

Die Beschaffung ist ein primärer Prozess im Unternehmensmodell des Handels und stellt so im Einhell-Konzern einen wichtigen Bereich im Risikomanagement dar. Ziel des Einkaufs ist es, die Produkte termingerecht mit entsprechender Qualität zum angemessenen Preis zu beschaffen. Ein wichtiger Faktor sind hierbei die Lieferanten. Da der Einhell-Konzern bereits langjährige Beziehungen mit seinen Lieferanten pflegt, können Preis- und Bezugsrisiken minimiert werden. Die Lieferanten sind durch ständige Kontrollen in das Qualitätssystem des Einhell-Konzerns mit eingebunden. Eine Abhängigkeit des Einhell-Konzerns von einzelnen Lieferanten besteht nicht. Um die Einkaufsplanung zu optimieren, werden die Einkaufsmengen im Zwei-Wochen-Rhythmus mit dem Vertrieb abgestimmt. Das Risiko von Währungsschwankungen bei der Beschaffung wird soweit möglich durch Sicherungsgeschäfte in Form von Termin- und Optionsgeschäften abgesichert. Die Währungssicherung erfolgt gemäß den IAS/IFRS-Vorschriften zum Hedge Accounting für die einzelnen Sicherungszeiträume.

Absatzmarktrisiken

Die Risiken des Absatzmarktes sieht der Einhell-Konzern vor allem im Forderungsausfall und im Absatzvolumen. Dem Bonitätsrisiko begegnet der Einhell-Konzern soweit möglich durch den Abschluss von Euler-Hermes-Kreditversicherungen. Das Risiko des Rückgangs des Absatzvolumens wird durch innovative Produkte verringert, die in Design, Funktionsausstattung und Preis-Leistungs-Verhältnis die Kundenwünsche erfüllen. Diesem Risiko wurde durch die schrittweise Einführung zweier klar definierter Produktlinien begegnet. So schafft es der Ein-hell-Konzern auch in wirtschaftlich schwierigen Zeiten weitere Marktanteile zu gewinnen.

Finanzrisiken

Der anhaltende Wachstumskurs des Einhell-Konzerns ist natürlich auch mit Risiken im Zusammenhang mit der Finanzierung verbunden. Zur Bewältigung der Finanzrisiken setzt der Einhell-Konzern sowohl auf langfristige als auch auf kurzfristige Finanzierungsstrategien. Im Finanzierungsbereich bestehen langfristige Darlehen bei Kreditinstituten mit bilateralen Vereinbarungen. Ebenso verfügt der Einhell-Konzern vor allem über klassische Kreditlinien, die im Geschäftsjahr 2009 nur teilweise ausgenutzt wurden. Sowohl die Ausstattung mit liquiden Mitteln als auch mit Eigenkapital war im Berichtsjahr sehr gut. Risiken im Zusammenhang mit Zinsänderungen und -schwankungen werden durch den Einsatz von derivativen Finanzinstrumenten wie langfristigen Zins-Swap- und Zins-Cap-Vereinbarungen gesteuert. Trotz des schwierigen wirtschaftlichen Umfelds, ist es dem Vorstand gelungen, eine günstige Anschlussfinanzierung für das im Juli 2009 ausgelaufene Schuldscheindarlehen abzuschließen.

Expansionsrisiken

Auch aus Akquisitionen des Einhell-Konzerns resultieren Risiken. Die Reduzierung dieser Risiken wird dadurch angestrebt, dass die Übernahmekandidaten in der Mehrzahl langjährige Partner des Einhell-Konzerns sind. Damit wird erreicht, dass die neuen Konzerngesellschaften von Anfang an in die Konzernstrukturen und -strategien integriert sind. Ergänzend dazu erfolgen Sorgfältigkeitsprüfungen ("Due Diligence") bei den zur Akquisition anstehenden Unternehmen, die von internen Mitarbeitern des Beteiligungscontrollings, unterstützt von externen Beratern, durchgeführt werden.

Haftungsrisiken

Haftungsrisiken bestehen beim Einhell-Konzern vor allem im Zusammenhang mit der Produkthaftung. Der Beschaffungsmarkt für Einhell-Produkte ist die Volksrepublik China. Um die Qualität vor Ort sicherzustellen, wurde in China ein Qualitätssicherungssystem aufgebaut, das die Produktion direkt beim Lieferanten begleitet und eine entsprechende Prozesskontrolle implementiert. Das noch verbleibende Risiko bezüglich Ansprüche aus der Produkthaftung wurde wirtschaftlich sinnvoll durch entsprechende Versicherungen abgedeckt. Im Berichtsjahr fielen, wie auch im Vorjahr, keine nennenswerten Produkthaftungsfälle an.

Insgesamt bleibt festzustellen, dass Risiken, die den Bestand des Unternehmens gefährden, nach unserer Einschätzung nicht vorliegen.

Prognosebericht

Weltwirtschaftliche Entwicklung

Nach Einschätzung des Internationalen Währungsfonds (IWF) stabilisiert sich die Weltwirtschaft schneller als erwartet. Der IWF hat seine Wachstumsprognose deutlich angehoben und rechnet für 2010 mit einem Anstieg um 3,9 %. Die Prognose für 2011 sieht ein Wachstum der Weltwirtschaft in Höhe von 4,2 %.

Die Erholung ist jedoch uneinheitlich. In einigen Weltregionen werden deutlichere Fortschritte zu erkennen sein als in anderen. Während sich die Industrienationen nach Meinung des IWF mit 2,1 % nur langsam erholen und von staatlichen Konjunkturprogrammen weiter abhängig bleiben, wird für Schwellen- und Entwicklungsländer ein Wachstum von 6 % prognostiziert. China wird mit 10 % der größte Wachstumstreiber sein. Während die Schwellenländer in der Vergangenheit selbst besonders unter Krisen gelitten haben, ist es jetzt anders. Zum einen ist in diesen Ländern der Bankensektor nicht so bedeutend wie beispielsweise in Großbritannien oder den USA. Zudem veränderte sich das Außenhandelsverhältnis dieser Staaten. Während die Schwellenländer hauptsächlich vom Export ihrer billigen Produkte gelebt haben, zeigt sich jetzt eine Steigerung der inländischen Nachfrage.

Die Auswirkungen des wirtschaftlichen Umfelds berührten den Arbeitsmarkt zwar in 2009 kaum, jedoch sind in 2010 Entlassungen in größerem Umfang wohl unvermeidlich. Bei einer anhaltenden Unterauslastung der Kapazitäten können die Unternehmen die Kostenbelastung der Kurzarbeit über längere Zeit nicht mehr tragen. In 2010 wird aller Voraussicht nach vom Rohölmarkt nach kein Inflationsdruck ausgehen. Unerwartet hohe Fördermengen und Überschusskapazitäten auf der Angebotsseite stehen Energiesparbemühungen auf der Nachfrageseite gegenüber.

Das größte Risiko für die Weltwirtschaft liegt in der Entscheidung der Verantwortlichen, zu welchem Zeitpunkt und in welcher Weise der Ausstieg aus den Konjunkturprogrammen erfolgt und wie die Last der Staatsschulden in Zukunft zu verkraften ist.

Experten der Europäischen Zentralbank (EZB) und des Internationalen Währungsfonds rechnen für die Eurozone in 2010 mit einem Zuwachs in Höhe von 1 % und für 2011 mit einem Plus von 1,6 %. Auch wenn steigende Rohstoffpreise inflationsfördernd sind, überwiegen dämpfende Faktoren wie die erhebliche Kapazitätsunterauslastung der Wirtschaft und das schwache Lohnwachstum. Das Preisniveau wird in 2010 um etwa 1,2 % zulegen. Die EZB sieht darin keinen Handlungsbedarf für ihre Zinspolitik, die sich am Inflationsziel einer Teuerungsrate von knapp unter 2 % orientiert. Eine erste Anhebung des Leitzinssatzes von seinem momentanen Rekordtief von 1 % wird erst im Herbst 2010 erwartet.

Die öffentlichen Finanzen haben in Folge der Finanzkrise ebenfalls schwer gelitten. Das öffentliche Defizit wird für 2010 in einer Höhe von 7,5 % geschätzt. Dieser Einbruch zeigt auch den ungewöhnlich starken Rückgang der öffentlichen Einnahmen infolge des Konjunkturrückgangs.

Auch wenn sich der EU-Arbeitsmarkt als robuster erwiesen hat als zunächst angenommen, wird im kommenden Jahr mit einem Beschäftigungsrückgang gerechnet. Nach Meinung der EZB-Analysten wird die Arbeitslosenquote in 2010 10,6 % betragen.

Für Deutschland prognostizierte der IWF ein Wachstum für 2010 um 1,5 %. Damit dürfte Deutschland wesentlich stärker zulegen als der Euro-Raum. Nach Meinung des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung kann Deutschland erst Ende 2011 seine alte Wirtschaftsstärke wieder erreicht haben. Dies entspricht rein rechnerisch einem mehr als dreijährigen Nullwachstum. Nach einem massiven Einbruch der Exporte in 2009 erwartet die Bundesregierung für 2010 eine Steigerung um 5,1 %. Zudem werden steigende Importe und auch ein wesentlicher Anstieg der Ausrüstungsinvestitionen prognostiziert. Nach Einschätzung der Bundesregierung werden die privaten Konsumausgaben nach einem Anstieg von 0,4 % im Vorjahr in 2010 um 0,5 % sinken. Die Wirtschaftsweisen rechnen für 2010 mit einem deutlichen Anstieg des Staatsdefizits im nächsten Jahr auf 5,1 %. Mittelfristig wird ferner eine Schuldenstandsquote in Höhe von mehr als 80 % erwartet. Damit können die Kriterien des Europäischen Stabilitätspakts mit einer maximalen Schuldenstandsquote von 60 % nicht erreicht werden. Nach Meinung des Instituts für Wirtschaftsforschung Halle (IWH) wird Deutschland erst 2014 wieder das europäische Defizit-Kriterium erfüllen können.

Die künftige Erwartungshaltung deutscher Unternehmen ist positiver gestimmt als noch vor einem Jahr. Die exportabhängige deutsche Wirtschaft könne stärker als andere Länder von einer zunehmenden internationalen Konjunktur profitieren. Die Wiederbelebung der Ausfuhren ist ein wesentlicher Grund für die optimistischen deutschen Unternehmen. Der Geschäftsklimaindex des Münchener Ifo-Instituts ist in 2010 überraschend auf 95,8 Punkte gestiegen. Doch trotz besserer Geschäftsaussichten erwarten Experten für die meisten Wirtschaftszweige einen Stellenabbau. Die Arbeitslosenquote wird in Deutschland voraussichtlich auf ein Niveau von 9,4 % steigen. Das Münchener Ifo-Institut verlautete, dass der Aufschwung noch nicht selbsttragend sei, vielmehr gestützt durch die milliardenschweren Konjunkturprogramme weltweit. Die geschwächten Finanz- und Wohnungsmärkte, die ansteigenden Staatsschulden und die zunehmende Arbeitslosigkeit könnten die deutsche Wirtschaft gefährden.

Ziele und Chancen des Einhell-Konzerns

Angesichts der weltwirtschaftlich schlechten Lage in 2009 war der Einhell-Konzern bestrebt, verstärkt auf die Sicherung und den optimalen Einsatz finanzieller Mittel zu achten. Dies wurde unter anderem mit einer Optimierung des Lagerbestands und Kostenreduzierung erreicht.

Strategisch bereitet der Einhell-Konzern bereits heute die Wachstumstreiber der nächsten Jahre vor. So existiert bereits eine Vertriebsgesellschaft in Chile, die sich operativ gut entwickelt. Ferner wird derzeit am Markteintritt in Brasilien gearbeitet. In beiden Ländern wurde erkannt, dass es eine stark wachsende Mittelschicht gibt, deren Kaufkraft laufend steigt. Einhell arbeitet zudem am Aufbau des Geschäfts für weitere südamerikanische Länder. Südamerika wird in etwa 5 Jahren voraussichtlich der Wachstumstreiber für Einhell sein. Somit positioniert sich der Einhell-Konzern heute in einem strategisch sehr interessanten Wachstumsmarkt und wird mit seinen Produkten am Wachstumspotenzial dieser Länder partizipieren. Der Einhell-Konzern geht von einer stabilen Entwicklung der Segmente "Werkzeuge" und "Garten & Freizeit" in den kommenden Jahren aus. Die Konzernleitung hält unter Berücksichtigung der Chancen und Risiken aufgrund des weltweit wirtschaftlich schwierigen Umfelds dennoch weiterhin an ihrer internationalen Expansionsstrategie fest. Dabei fasst sie auch Märkte wie Australien, Indien und Südafrika ins Auge.

Um die Kunden weltweit mit einer überzeugenden Kombination aus Produkt und Service bedienen zu können, bereitet Einhell die Entwicklung und die Etablierung einer globalen Service-Organisation vor.

Zur Optimierung der internationalen Ausrichtung des Einhell Konzerns strebt Einhell außerdem nach Effektivitäts- und Effizienzsteigerung in der internationalen Logistik und der zunehmenden Internationalisierung des Marketings.

Zur Verminderung des Risikos einer Abhängigkeit von Beschaffungsregionen plant der Konzern, den Beschaffungsmarkt Vietnam weiter auszubauen. Ebenso sieht Einhell weitere Regionen als Bezugsquelle in Planung.

Die strategischen Ziele des Einhell-Konzerns bestehen unverändert in der Schärfung seines Profils als Elektrowerkzeug- und Gartengerätehersteller. Damit verbunden ist das Ziel, sich auf Kernwaren- und Kernzielgruppen zu spezialisieren und in den kommenden Jahren bei allen internationalen DIY-Ketten als leistungsstärkster Lieferant gelistet zu sein. Mit den neu eingeführten Produktlinien "Blue" und "Red" sieht sich der Konzern gut gerüstet, um ein innovativer und schneller Anbieter der Branche bei Gartengeräten und Elektrowerkzeugen zu sein.

Ziel des Konzerns ist, seine Marktanteile auch in den bereits bestehenden Märkten weiter zu erhöhen.

Ausblick auf das Geschäftsjahr 2010

Angesichts der weltweiten wirtschaftlichen Situation ist die Entwicklung der Umsatz- und Ertragszahlen schwer einschätzbar. Die geringeren Mittel für Konsumausgaben, aufgrund steigender Arbeitslosigkeit, könnten zu rückläufigen Umsatzzahlen führen. Andererseits wird in wirtschaftlich schwierigen Zeiten mehr in Haus und Garten gearbeitet. Damit könnten sich die privaten Konsumausgaben in diesem Bereich erhöhen. Fraglich ist jedoch, welche Folge überwiegen wird. Einhell sieht sich mit seinen Produkten in guter Qualität zu vernünftigen Preisen gut positioniert, der Anbieter im Wettbewerb zu sein, der den zweiten Effekt am besten für sich nutzen kann.

Aufgrund der anhaltenden Unsicherheiten sind die künftige Entwicklung der Rohstoffpreise sowie die Stabilität des chinesischen Renminbi schwer prognostizierbar. Vor allem ein schwacher Euro, überwiegend verursacht durch die massive Staatsverschuldung in einigen Euro-Ländern, könnte zu erhöhten Einkaufspreisen führen. Zudem beeinträchtigen die massiv gestiegenen Frachtkosten den Einhell-Konzern.

Einhell geht davon aus, im neuen Geschäftsjahr ein mit 2009 vergleichbares Umsatz- und Ergebnisniveau realisieren zu können. Auch mittelfristig bleiben die Perspektiven für den Einhell Konzern günstig. Für das Geschäftsjahr 2011 wird von einer stabilen Geschäftsentwicklung und einer Verbesserung der Profitabilität ausgegangen.

Landau a. d. Isar, 18. März 2010

Einhell Germany AG Der Vorstand

Andreas Kroiss Jan Teichert

Dr. Markus Thannhuber York Boeder

Konzernabschluss zum 31. Dezember 2009 und Konzernlagebericht

Versicherung der gesetzlichen Vertreter

Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Konzernabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Konzernlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns beschrieben sind.

Landau a. d. Isar, den 18. März 2010

Einhell Germany AG

Der Vorstand

Andreas Kroiss

Jan Teichert

Dr. Markus Thannhuber

York Boeder

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Wir haben den von der Einhell Germany AG, Landau a. d. Isar, aufgestellten Konzernabschluss --bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung, Gesamtergebnisrechnung, Eigenkapital-veränderungsrechnung, Kapitalflussrechnung und Anhang-- sowie den Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2009 geprüft. Die Aufstellung von Konzernabschluss und Konzernlagebericht nach den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften liegt in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Konzernabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Konzernabschluss unter Beachtung der anzuwendenden Rechnungslegungsvorschriften und durch den Konzernlagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des Konzerns sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben im Konzernabschluss und Konzernlagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, der Abgrenzung des Konsolidierungskreises, der angewandten Bilanzierungs- und Konsolidierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung auf Grund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Der Konzernlagebericht steht in Einklang mit dem Konzernabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

München, den 18. März 2010

**KPMG AG

Wirtschaftsprüfungsgesellschaft**

Huber, Wirtschaftsprüfer

Heipertz, Wirtschaftsprüfer

Bericht des Aufsichtsrats

Der Aufsichtsrat der Einhell Germany AG hat die ihm nach Gesetz und Satzung der Gesellschaft obliegenden Aufgaben wahrgenommen und sich intensiv mit den Geschäftsvorfällen der Gesellschaft befasst. Der Vorstand hat dabei den Aufsichtsrat über die Geschäftslage, Entwicklung und Geschäftspolitik der Gesellschaft und des Konzerns in schriftlicher oder mündlicher Form regelmäßig, zeitnah und umfassend unterrichtet. Der Vorstand informierte den Aufsichtsrat zudem über außerordentliche Ereignisse, die für die Beurteilung der Lage und die künftige Entwicklung des Konzerns von wesentlicher Bedeutung sind. Zwischen dem Vorsitzenden des Aufsichtsrats und den Mitgliedern des Vorstands besteht zudem ein reger Informations- und Gedankenaustausch. So konnte der Aufsichtsrat die Arbeit des Vorstands überwachen und beratend begleiten.

Im Geschäftsjahr 2009 fanden vier Aufsichtsratssitzungen statt, an denen jeweils alle Aufsichtsratsmitglieder anwesend waren. Auf der Tagesordnung stand dabei regelmäßig die Erörterung des aktuellen Geschäftsverlaufs. Der Aufsichtsrat befasste sich mit der Entwicklung der Bestellungen und Lagerbeständen, den Umsatzzahlen, den Kosten und dem Ergebnis in den einzelnen Gesellschaften des Konzerns.

Ein Thema der Sitzung vom 06. April 2009 war unter anderem die Anschlussfinanzierung des Schuldscheindarlehens. Der Vorstand erläuterte dabei die aktuelle Finanzierungsstruktur und erklärte die weiteren geplanten Schritte zur Verwirklichung der Anschlussfinanzierung.

Herr Prof. Dr.-Ing. Spath berichtete in der Aufsichtsratssitzung vom 23. Juni 2009 in seiner Rolle als unabhängiger Finanzexperte im Aufsichtsrat gemäß Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz über seine Gespräche mit dem kaufmännischen Vorstand sowie Mitarbeitern des kaufmännischen Bereichs. So haben insbesondere zu Themen der Bewertung in der Bilanz, Themen der internen Revision sowie Themen des internen Kontrollsystems ausführliche Gespräche stattgefunden.

In der Aufsichtsratssitzung vom 01. Oktober 2009 erläuterte der Vorstand die Geschäftsentwicklung des Einhell-Konzerns per Juli 2009. In diesem Zusammenhang führten der Aufsichtsrat und der Vorstand eine ausführliche Diskussion über die Strategieentwicklung der einzelnen Baumarktketten. Als Ergebnis sieht das Gremium, dass es zu deutlichen Verschiebungen zwischen den einzelnen Ketten kommt, die sich größtenteils sehr unterschiedlich positionieren.

Themenschwerpunkt der Sitzung vom 14. Dezember 2009 waren der Geschäftsverlauf im vierten Quartal sowie die Planungen für das Geschäftsjahr 2010. In diesem Zusammenhang wurden auch die Auswirkungen der weltweiten Finanzkrise auf die Einhell Gruppe erörtert. Aufsichtsrat und Vorstand diskutierten mögliche Szenarien und sind sich darin einig, generell gut aufgestellt zu sein, sehen jedoch natürlich Risiken im Rahmen der weltweiten wirtschaftlichen Lage. Weiterer Gegenstand dieser Aufsichtsratssitzung war die Investitionsplanung des Gesamtkonzerns, der der Aufsichtsrat zugestimmt hat. Ferner berichtete der Vorstand von der Teilnahme an der Münchner Kapitalmarktkonferenz am 09. Dezember 2009. Einhell werde insgesamt sehr positiv gesehen. Neben der Ertragskraft des Einhell-Konzerns werden vor allem auch die gesunden Bilanzrelationen hervorgehoben.

Jahres- und Konzernabschlussprüfung

Der Jahresabschluss der Einhell Germany AG, der Lagebericht sowie der Konzernabschluss und Konzernlagebericht wurden einschließlich der ihnen zugrunde liegenden Buchführung für das Geschäftsjahr 2009 von der KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, München geprüft. Das Prüfergebnis gab keinen Anlass zu Beanstandungen; der uneingeschränkte Bestätigungsvermerk wurde für beide Jahresabschlüsse erteilt.

Nach Aufstellung wurde den Mitgliedern des Aufsichtsrats der Jahres- und Konzernabschluss mit den Lageberichten ausgehändigt. Die Berichte des Abschluss- und Konzernabschlussprüfers sind rechtzeitig übermittelt worden.

Im Rahmen der Aufsichtsratssitzung wurden am 07. April 2010 im Beisein des Abschlussprüfers die Abschlussunterlagen für das Geschäftsjahr 2009 eingehend besprochen. Der Jahresabschluss der Gesellschaft sowie der Konzernabschluss der Einhell Germany AG mit den Lageberichten wurden vom Aufsichtsrat sorgfältig geprüft. Die Berichte des Abschluss- und Konzernabschlussprüfers wurden von den Mitgliedern des Aufsichtsrats zustimmend zur Kenntnis genommen. Der Aufsichtsrat hat den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss gebilligt und damit festgestellt. Ebenso wird der Konzernabschluss zur Kenntnis genommen und verabschiedet. Dem Lagebericht der AG und des Konzerns hat der Aufsichtsrat zugestimmt.

Im Zusammenhang mit dem Gewinnverwendungsvorschlag hat der Aufsichtsrat die Bilanzpolitik und die Finanzplanung mit dem Vorstand erörtert. Der Aufsichtsrat schließt sich dem Vorschlag des Vorstands zur Gewinnverwendung an.

Personalien

In 2009 trat Herr Maximilian Fritz die Nachfolge von Herrn Heribert Lukas als Mitglied des Aufsichtsrats an. Herr Heribert Lukas war über ein Jahrzehnt im Aufsichtsrat als Vertreter der Arbeitnehmer tätig. Für die langjährige Tätigkeit bedankt sich der Aufsichtsrat bei Herrn Lukas, der sich in den Ruhestand verabschiedet hat. Herr Fritz ist seit Juni 1984 in unserem Unternehmen tätig und seit 1998 Mitglied des Betriebsrats.

Der Aufsichtsrat möchte sich an dieser Stelle bei allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für ihre sehr gute Arbeit bedanken, die wesentlich zum Erfolg des Geschäftsjahres 2009 beigetragen hat.

Landau a. d. Isar, im April 2010

Josef Thannhuber, Vorsitzender des Aufsichtsrates

Der Deutsche Corporate Governance Kodex bei der Einhell Germany AG:

Die Erfüllung der Kodex-Vorgaben im Detail

Hier finden Sie eine Zusammenstellung sämtlicher Inhalte des Deutschen Corporate Governance Kodex sowie Angaben zur Corporate Governance-Praxis der Einhell Germany AG hinsichtlich der einzelnen Kodex-Vorgaben.

Der Deutsche Corporate Governance Kodex unterscheidet grundsätzlich drei Kategorien von Vorgaben: Zum Einen handelt es sich um GESETZLICHE VORSCHRIFTEN; sie sind geltendes Recht und bereits deshalb verbindlich. Daneben enthält der Kodex EMPFEHLUNGEN ("soll") und ANREGUNGEN ("sollte", "kann"), die national wie auch international übliche Corporate Governance -Standards aufgreifen. Diese Vorgaben sind nicht obligatorisch zu befolgen; eventuelle Abweichungen von den Empfehlungen sind jedoch anzuzeigen.

Die Einhell Germany AG entspricht sämtlichen gesetzlichen Vorschriften und ganz überwiegend auch den Empfehlungen und Anregungen des Deutschen Corporate Governance Kodex. Hierzu wurde im Dezember 2009 von Vorstand und Aufsichtsrat die Entsprechenserklärung gem. § 161 AktG abgegeben. Über diese Erklärung hinaus äußert sich die Einhell Germany AG in der folgenden Auflistung im Detail zu allen Punkten des Kodex - einschließlich der Abweichungen von Empfehlungen und Anregungen. Dies unterstreicht nachhaltig das umfassende Bekenntnis der Einhell Germany AG zum Leitbild einer transparenten und verantwortungsvollen Unternehmensführung und -kontrolle.

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Kodex-Vorgabe Art der Vorgabe erfüllt ? Kommentierung im Falle einer begründeten Abweichung
2. Aktionäre und Hauptversammlung
2.1 Aktionäre
2.1.1 Die Aktionäre nehmen ihre Rechte in der HV wahr und üben dort ihr Stimmrecht aus. Gesetzliche Vorschrift
2.1.2 Jede Aktie gewährt grundsätzlich eine Stimme. Aktien mit Mehrstimmrechten oder Vorzugsstimmrechten ("golden shares") sowie Höchststimmrechte bestehen nicht. Gesetzliche Vorschrift
2.2 Hauptversammlung (HV)
2.2.1 Der Vorstand legt der HV den Jahresabschluss und den Konzernabschluss vor. Sie entscheidet über die Gewinnverwendung sowie die Entlastung von Vorstand und Aufsichtsrat, wählt die Anteilseignervertreter im AR und in der Regel den Abschlussprüfer. Gesetzliche Vorschrift
Darüber hinaus entscheidet die HV über die Satzung und den Gegenstand der Gesellschaft, über Satzungsänderungen und über wesentliche unternehmerische Maßnahmen wie insbesondere Unternehmensverträge und Umwandlungen, über die Ausgabe von neuen Aktien und von Wandel- und Optionsscheinverschreibungen sowie über die Ermächtigung zum Erwerb eigener Aktien. Gesetzliche Vorschrift
2.2.2 Bei der Ausgabe neuer Aktien haben die Aktionäre grundsätzlich ein ihrem Anteil am Grundkapital entsprechendes Bezugsrecht. Gesetzliche Vorschrift
2.2.3 Jeder Aktionär ist berechtigt an der HV teilzunehmen, dort das Wort zu Gegenständen der Tagesordnung zu ergreifen und sachbezogene Fragen und Anträge zu stellen. Gesetzliche Vorschrift
2.2.4 Der Versammlungsleiter sorgt für eine zügige Abwicklung der HV. Dabei sollte er sich davon leiten lassen, dass eine ordentliche Hauptversammlung spätestens nach 4 bis 6 Stunden beendet ist. Gesetzliche Vorschrift
2.3 Einladung zur HV, Stimmrechtsvertreter
2.3.1 Die HV der Aktionäre ist vom Vorstand mindestens einmal jährlich unter Angabe der Tagesordnung einzuberufen. Aktionärsminderheiten sind berechtigt, die Einberufung einer HV und die Erweiterung der Tagesordnung zu verlangen. Gesetzliche Vorschrift
Der Vorstand soll die vom Gesetz für die Hauptversammlung verlangten Berichte und Unterlagen einschließlich des Geschäftsberichts leicht zugänglich auf der Internet-Seite der Gesellschaft zusammen mit der Tagesordnung veröffentlichen. Empfehlung
2.3.2 Die Gesellschaft soll allen in- und ausländischen Finanzdienstleistern, Aktionären und Aktionärsvereinigungen die Einberufung der Hauptversammlung mitsamt den Einberufungsunterlagen auf elektronischem Wege übermitteln, wenn die Zustimmungserfordernisse erfüllt sind. Empfehlung
2.3.3 Die Gesellschaft soll den Aktionären die persönliche Wahrnehmung ihrer Rechte erleichtern. Auch bei der Stimmrechtsvertretung soll die Gesellschaft die Aktionäre unterstützen. Empfehlung
Der Vorstand soll für die Bestellung eines Vertreters für die weisungsgebundene Ausübung des Stimmrechts der Aktionäre sorgen; dieser sollte auch während der HV erreichbar sein. Empfehlung Anregung
2.3.4 Die Gesellschaft sollte den Aktionären die Verfolgung der HV über moderne Kommunikationsmedien (z.B. Internet) ermöglichen. Anregung - Aufgrund der zusätzlichen Kosten, die mit der Implementierung eines solchen Kommunikationssystems verbunden wären, wird derzeit von der Umsetzung dieser Anregung abgesehen.
3. Zusammenwirken von Vorstand und Aufsichtsrat
3.1 Vorstand und Aufsichtsrat (AR) arbeiten zum Wohle des Unternehmens eng zusammen. Gesetzliche Vorschrift
3.2 Der Vorstand stimmt die strategische Ausrichtung des Unternehmens mit dem AR ab und erörtert mit ihm in regelmäßigen Abständen den Stand der Strategieumsetzung. Gesetzliche Vorschrift
3.3 Für Geschäfte von grundlegender Bedeutung legen die Satzung oder der AR Zustimmungsvorbehalte zugunsten des AR fest. Hierzu gehören Entscheidungen oder Maßnahmen, die die Vermögens-, Finanz- oder Ertragslage des Unternehmens grundlegend verändern. Gesetzliche Vorschrift
3.4 Die ausreichende Informationsversorgung des AR ist gemeinsame Aufgabe von Vorstand und AR. Gesetzliche Vorschrift
Der Vorstand informiert den AR regelmäßig, zeitnah und umfassend über alle für das Unternehmen relevanten Fragen der Planung, der Geschäftsentwicklung, der Risikolage, des Risikomanagements und der Compliance. Er geht auf Abweichungen des Geschäftsverlaufs von den aufgestellten Plänen und Zielen unter Angabe von Gründen ein. Gesetzliche Vorschrift
Der AR soll die Informations- und Berichtspflichten des Vorstands näher festlegen. Empfehlung
Berichte des Vorstands an den AR sind in der Regel in Textform zu erstatten. Entscheidungsnotwendige Unterlagen, insbesondere der Jahresabschluss, der Konzernabschluss und der Prüfungsbericht, werden den Mitgliedern des AR möglichst rechtzeitig vor der Sitzung zugeleitet. Gesetzliche Vorschrift
3.5 Gute Unternehmensführung setzt eine offene Diskussion zwischen Vorstand und AR sowie in Vorstand und AR voraus. Die umfassende Wahrung der Vertraulichkeit ist dafür von entscheidender Bedeutung. Gesetzliche Vorschrift
Alle Organmitglieder stellen sicher, dass die von ihnen eingeschalteten Mitarbeiter die Verschwiegenheitspflicht in gleicher Weise enthalten. Gesetzliche Vorschrift
3.6 In mitbestimmten Aufsichtsräten sollten die Vertreter der Aktionäre und der Arbeitnehmer die Sitzungen des AR jeweils gesondert, gegebenenfalls mit Mitgliedern des Vorstands, vorbereiten. Anregung
Der AR sollte bei Bedarf ohne den Vorstand tagen. Anregung
3.7 Bei einem Übernahmeangebot müssen Vorstand und AR der Zielgesellschaft eine begründete Stellungnahme zu dem Angebot abgeben, damit die Aktionäre in Kenntnis der Sachlage über das Angebot entscheiden können. Gesetzliche Vorschrift
Der Vorstand darf nach Bekanntgabe eines Übernahmeangebots keine Handlungen außerhalb des gewöhnlichen Geschäftsverkehrs vornehmen, durch die der Erfolg des Angebots verhindert werden könnte, wenn er dazu nicht von der HV ermächtigt ist oder der AR dem zugestimmt hat. Bei ihren Entscheidungen sind Vorstand und AR an das beste Interesse der Aktionäre und des Unternehmens gebunden. Gesetzliche Vorschrift
In angezeigten Fällen sollte der Vorstand eine außerordentliche HV einberufen, in der die Aktionäre über das Übernahmeangebot beraten und gegebenenfalls über gesellschaftsrechtliche Maßnahmen beschließen. Anregung
3.8 Vorstand und AR beachten die Regeln ordnungsgemäßer Unternehmensführung. Verletzen sie die Sorgfalt eines ordentlichen und gewissenhaften Geschäftsleiters bzw. Aufsichtsratsmitglieds schuldhaft, so haften sie der Gesellschaft gegenüber auf Schadenersatz. Bei unternehmerischen Entscheidungen liegt keine Pflichtverletzung vor, wenn das Mitglied von Vorstand oder Aufsichtsrat vernünftigerweise annehmen durfte, auf der Grundlage angemessener Information zum Wohle der Gesellschaft zu handeln (Business Judgement Rule). Gesetzliche Vorschrift
Schließt die Gesellschaft für den Vorstand eine D&O- Versicherung ab, ist ein Selbstbehalt von mindestens 10 % des Schadens bis mindestens zur Höhe des Eineinhalbfachen der festen jährlichen Vergütung des Vorstandsmitgliedes zu vereinbaren. Gesetzliche Vorschrift Für neu abgeschlossene Vorstandsverträge wird D&O Versicherungsschutz gemäß der gesetzlichen Regelung ab 01.07.2010 nur noch mit einem Selbstbehalt von mindestens 10 % des Schadens bis zur Höhe des Eineinhalbfachen der festen jährlichen Vergütung des Vorstandsmitglieds vereinbart.
In einer D&O-Versicherung für den AR soll ein entsprechender Selbstbehalt vereinbart werden. Empfehlung - Es besteht D&O Versicherungsschutz ohne Selbstbehalt.
3.9 Die Gewährung von Krediten des Unternehmens an Mitglieder des Vorstands und des AR sowie ihrer Angehörigen bedarf der Zustimmung des AR. Gesetzliche Vorschrift
3.10 Vorstand und AR berichten jährlich im Geschäftbericht über die Corporate Governance des Unternehmens, Corporate Governance Bericht. Dieser ist Bestandteil der Erklärung der Unternehmensführung. Hierzu gehört auch die Erläuterung eventueller Abweichungen von den Empfehlungen dieses Kodex. Dabei kann auch zu den Kodexanregungen Stellung genommen werden. Die Gesellschaft soll nicht mehr aktuelle Entsprechenserklärungen zum Kodex fünf Jahre lang auf Ihrer Internetseite zugänglich halten. Gesetzliche Vorschrift
4. Vorstand
4.1 Aufgaben und Zuständigkeiten
4.1.1 Der Vorstand leitet das Unternehmen mit dem Ziel nachhaltiger Wertschöpfung in eigener Verantwortung und im Unternehmensinteresse, also unter Berücksichtigung der Belange der Aktionäre, seiner Arbeitnehmer und der sonstigen dem Unternehmen verbundenen Gruppen (Stakeholder). Gesetzliche Vorschrift
4.1.2 Der Vorstand entwickelt die strategische Ausrichtung des Unternehmens, stimmt sie mit dem AR ab und sorgt für ihre Umsetzung. Gesetzliche Vorschrift
4.1.3 Der Vorstand hat für die Einhaltung der gesetzlichen Bestimmungen und der unternehmensinternen Richtlinien zu sorgen und wirkt auf deren Beachtung durch die Konzernunternehmen hin (Compliance). Gesetzliche Vorschrift
4.1.4 Der Vorstand sorgt für ein angemessenes Risikomanagement und Risikocontrolling im Unternehmen. Gesetzliche Vorschrift
4.2 Zusammensetzung und Vergütung
4.2.1 Der Vorstand soll aus mehreren Personen bestehen und einen Vorsitzenden oder Sprecher haben. Eine Geschäftsordnung soll die Arbeit des Vorstands, insbesondere die Ressortzuständigkeiten einzelner Vorstandsmitglieder, die dem Gesamtvorstand vorbehaltenen Angelegenheiten sowie die erforderliche Beschlussmehrheit bei Vorstandsbeschlüssen (Einstimmigkeit oder Mehrheitsbeschluss) regeln. Empfehlung
4.2.2 Das Aufsichtsratsplenum setzt auf Vorschlag des Gremiums, das die Vorstandsverträge behandelt, die Gesamtvergütung der einzelnen Vorstandsmitglieder fest und soll das Vergütungssystem für den Vorstand beschließen und regelmäßig überprüfen. Gesetzliche Vorschrift, Empfehlung Das Vergütungssystem und die Gesamtvergütung der einzelnen Vorstandsmitglieder werden vom Aufsichtsratsplenum festgesetzt und regelmäßig überprüft.
Die Gesamtvergütung der einzelnen Vorstandmitglieder wird vom Aufsichtsratsplenum unter Einbeziehung von etwaigen Konzernbezügen auf der Grundlage einer Leistungsbeurteilung festgelegt. Kriterien für die Angemessenheit der Vergütung bilden sowohl die Aufgaben des einzelnen Vorstandsmitglieds, seine persönliche Leistung, die wirtschaftliche Lage, der Erfolg und die Zukunftsaussichten des Unternehmens als auch die Üblichkeit der Vergütung unter Berücksichtigung seines Vergleichsumfelds und der Vergütungsstruktur, die ansonsten in der Gesellschaft gilt. Gesetzliche Vorschrift
Soweit vom Aufsichtsrat zur Beurteilung der Angemessenheit der Vergütung ein externer Vergütungsexperte hinzugezogen wird, soll auf dessen Unabhängigkeit vom Vorstand bzw. vom Unternehmen geachtet werden. Empfehlung
4.2.3 Die Gesamtvergütung der Vorstandsmitglieder umfasst die monetäre Vergütungsteile, die Versorgungszusagen, die sonstigen Zusagen, insbesondere für den Fall der Beendigung der Tätigkeit, Nebenleistungen jeder Art und Leistungen von Dritten, die im Hinblick auf die Vorstandstätigkeit zugesagt oder im Geschäftsjahr gewährt wurden. Empfehlung
Die Vergütungsstruktur ist auf eine nachhaltige Unternehmensentwicklung auszurichten. Die monetären Vergütungsteile sollen fixe und variable Bestandteile umfassen. Der AR hat dafür zu sorgen, dass variable Vergütungsteile grundsätzlich eine mehrjährige Bemessungsgrundlage haben. Sowohl positiven als auch negativen Entwicklungen soll bei der Ausgestaltung der variablen Vergütungsteile Rechnung getragen werden. Sämtliche Vergütungsbestandteile müssen für sich und insgesamt angemessen sein und dürfen insbesondere nicht zum Eingehen unangemessener Risiken verleiten. Gesetzliche Vorschrift Empfehlung ✓✓
Als variable Vergütungsteile kommen z. B. auf das Unternehmen bezogene aktien- oder kennzahlenbasierte Vergütungselemente in Betracht. Sie sollen auf anspruchsvolle, relevante Vergleichsparameter bezogen sein. Eine nachträgliche Änderung der Erfolgsziele oder der Vergleichsparameter soll ausgeschlossen sein. Für außerordentliche Entwicklungen hat der Aufsichtsrat grundsätzlich eine Begrenzungsmöglichkeit (Cap) zu vereinbaren. Empfehlung Gesetzliche Vorschrift Die variablen Vergütungsteile sind kennzahlenbasiert. Sie sind auf anspruchsvolle, relevante Vergleichsparameter bezogen, deren nachträgliche Änderung ausgeschlossen ist. Für außerordentliche Entwicklungen wird eine Begrenzungsmöglichkeit (Cap) vereinbart.
Bei Abschluss von Vorstandsverträgen soll darauf geachtet werden, dass Zahlungen an ein Vorstandsmitglied bei vorzeitiger Beendigung der Vorstandstätigkeit ohne wichtigen Grund einschließlich Nebenleistungen den Wert von zwei Jahresvergütungen nicht überschreiten (Abfindungs-Cap) und nicht mehr als die Restlaufzeit des Anstellungsvertrages vergüten. Für die Berechnung des Abfindungs-Caps soll auf die Gesamtvergütung des abgelaufenen Geschäftsjahres und gegebenenfalls auch auf die voraussichtliche Gesamtvergütung für das laufende Geschäftsjahr abgestellt werden. Empfehlung
Eine Zusage für Leistungen aus Anlass der vorzeitigen Beendigung der Vorstandstätigkeit infolge eines Kontrollwechsels (Change of Control) soll 150 % des Abfindungs-Caps nicht übersteigen. Empfehlung
Der Vorsitzende des Aufsichtsrats soll die Hauptversammlung über die Grundzüge des Vergütungssystems und deren Veränderungen informieren. Empfehlung
4.2.4 Die Gesamtvergütung eines jeden Vorstandsmitglieds wird, aufgeteilt nach fixen und variablen Vergütungsteilen unter Namensnennung offen gelegt. Gleiches gilt für Zusagen auf Leistungen, die einem Vorstandsmitglied für den Fall der vorzeitigen oder regulären Beendigung der Tätigkeit als Vorstandsmitglied gewährt oder die während des Geschäftsjahres geändert worden sind. Die Offenlegung kann unterbleiben, wenn die Hauptversammlung dies mit Dreiviertelmehrheit anderweitig beschlossen hat. Gesetzliche Vorschrift Die Hauptversammlung hat mit Dreiviertelmehrheit beschlossen, dass die Offenlegung unter Namensnennung unterbleiben kann. Die Vergütung der Vorstandsmitglieder wird im Anhang in der Gesamtsumme angegeben.
4.2.5 Die Offenlegung soll in einem Vergütungsbericht erfolgen, der als Teil des Corporate Governance Berichts auch das Vergütungssystem für die Vorstandsmitglieder in allgemein verständlicher Form erläutert. Empfehlung -
Der Vergütungsbericht soll auch Angaben zur Art der von der Gesellschaft erbrachten Nebenleistungen enthalten. Empfehlung -
4.3 Interessenkonflikte
4.3.1 Vorstandsmitglieder unterliegen während ihrer Tätigkeit für das Unternehmen einem umfassenden Wettbewerbsverbot. Gesetzliche Vorschrift
4.3.2 Vorstandsmitglieder und Mitarbeiter dürfen im Zusammenhang mit ihrer Tätigkeit weder für sich noch andere Personen von Dritten Zuwendungen und sonstige Vorteile fordern oder annehmen oder Dritten ungerechtfertigte Vorteile gewähren. Gesetzliche Vorschrift
4.3.3 Die Vorstandsmitglieder sind dem Unternehmensinteresse verpflichtet. Kein Mitglied des Vorstands darf bei seinen Entscheidungen persönliche Interessen verfolgen und Geschäftschancen, die dem Unternehmen zustehen, für sich nutzen. Gesetzliche Vorschrift
4.3.4 Jedes Vorstandsmitglied soll Interessenkonflikte dem AR gegenüber unverzüglich offenlegen und die anderen Vorstandsmitglieder hierüber informieren. Empfehlung
Alle Geschäfte zwischen dem Unternehmen einerseits und den Vorstandsmitgliedern sowie ihren nahestehenden Personen oder ihnen persönlich nahestehenden Unternehmen andererseits haben branchenüblichen Standards zu entsprechen. Gesetzliche Vorschrift
Wesentliche Geschäfte sollen der Zustimmung des AR bedürfen. Empfehlung
4.3.5 Vorstandsmitglieder sollen Nebentätigkeiten, insbesondere Aufsichtsratsmandate außerhalb des Unternehmens, nur mit Zustimmung des AR übernehmen. Empfehlung
5. Aufsichtsrat (AR)
5.1 Aufgaben und Zuständigkeiten
5.1.1 Aufgabe des AR ist es, den Vorstand bei der Leitung des Unternehmens regelmäßig zu beraten und zu überwachen. Er ist in Entscheidungen von grundlegender Bedeutung für das Unternehmen einzubinden. Gesetzliche Vorschrift
5.1.2 Der AR bestellt und entlässt die Mitglieder des Vorstands. Gesetzliche Vorschrift
Bei der Zusammensetzung des Vorstands soll der Aufsichtsrat auch auf Vielfalt (Diversity) achten. Empfehlung
Er soll gemeinsam mit dem Vorstand für eine langfristige Nachfolgeplanung sorgen. Empfehlung
Der AR kann die Vorbereitung der Bestellung von Vorstandsmitgliedern einem Ausschuss übertragen, der auch die Bedingungen des Anstellungsvertrages einschließlich der Vergütung behandelt. Anregung - Derzeit gibt es keine Ausschüsse.
Bei Erstbestellungen sollte die maximal mögliche Bestelldauer von fünf Jahren nicht die Regel sein. Anregung
Eine Wiederbestellung vor Ablauf eines Jahres vor dem Ende der Bestelldauer bei gleichzeitiger Aufhebung der laufenden Bestellung soll nur bei Vorliegen besonderer Umstände erfolgen. Empfehlung
Eine Altersgrenze für Vorstandsmitglieder soll festgelegt werden. Empfehlung
5.1.3 Der AR soll sich eine Geschäftsordnung geben. Empfehlung
5.2 Aufgaben und Befugnisse des Aufsichtsratsvorsitzenden
Der AR-Vorsitzende koordiniert die Arbeit im AR und leitet dessen Sitzungen und nimmt die Belange des Aufsichtsrats nach außen wahr. Gesetzliche Vorschrift
Der AR-Vorsitzende soll zugleich Vorsitzender der Ausschüsse sein, die die Vorstandsverträge behandeln und die AR-Sitzungen vorbereiten. Empfehlung - Derzeit gibt es keine Ausschüsse
Den Vorsitz im Prüfungsausschuss (Audit Committee) sollte er nicht innehaben. Anregung - Derzeit gibt es keine Ausschüsse
Der AR-Vorsitzende soll mit dem Vorstand, insbesondere mit dem Vorsitzenden bzw. Sprecher des Vorstands, regelmäßig Kontakt halten und mit ihm die Strategie, die Geschäftsentwicklung und das Risikomanagement des Unternehmens beraten. Empfehlung
Der AR-Vorsitzende wird über wichtige Ereignisse, die für die Beurteilung der Lage und Entwicklung sowie für die Leitung des Unternehmens von wesentlicher Bedeutung sind, unverzüglich durch den Vorsitzenden bzw. Sprecher des Vorstands informiert. Der AR-Vorsitzende soll sodann den AR unterrichten und erforderlichenfalls eine außerordentliche AR-Sitzung einberufen. Empfehlung
5.3 Bildung von Ausschüssen
5.3.1 Der AR soll abhängig von den spezifischen Gegebenheiten des Unternehmens und der Anzahl seiner Mitglieder fachlich qualifizierte Ausschüsse bilden. Diese dienen der Steigerung der Effizienz der AR-Arbeit und der Behandlung komplexer Sachverhalte. Die jeweiligen Ausschussvorsitzenden berichten regelmäßig den AR über die Arbeit der Ausschüsse. Empfehlung Derzeit gibt es keine Ausschüsse
5.3.2 Der AR soll einen Prüfungsausschuss (Audit Committee) einrichten, der sich insbesondere mit Fragen der Rechnungslegung, des Risikomanagements und der Compliance, der erforderlichen Unabhängigkeit des Abschlussprüfers, der Erteilung des Prüfungsauftrags an den Abschlussprüfer, der Bestimmung von Prüfungsschwerpunkten und der Honorarvereinbarung befasst. Empfehlung Derzeit gibt es keine Ausschüsse
Der Vorsitzende des Prüfungsausschusses soll über besondere Kenntnisse und Erfahrungen in der Anwendung von Rechnungslegungsgrundsätzen und internen Kontrollverfahren verfügen. Er sollte unabhängig und kein ehemaliges Vorstandsmitglied der Gesellschaft sein, dessen Bestellung vor weniger als zwei Jahren endete. Empfehlung Derzeit gibt es keine Ausschüsse
5.3.3 Der Aufsichtsrat soll einen Nominierungsausschuss bilden, der ausschließlich mit Vertretern der Anteilseigner besetzt ist und dem Aufsichtsrat für dessen Wahlvorschläge an die Hauptversammlung geeignete Kandidaten vorschlägt. Empfehlung Derzeit gibt es keine Ausschüsse
5.3.4 Der Aufsichtsrat kann weitere Sachthemen zur Behandlung in einen oder mehrere Ausschüsse verweisen. Hierzu gehören u. a. die Strategie des Unternehmens, die Vergütung der Vorstandsmitglieder, Investitionen und Finanzierungen. Anregung Derzeit gibt es keine Ausschüsse
5.3.5 Der Aufsichtsrat kann vorsehen, dass Ausschüsse die Sitzungen des Aufsichtsrats vorbereiten und darüber hinaus auch anstelle des Aufsichtsrates entscheiden. Anregung
5.4 Zusammensetzung und Vergütung
5.4.1 Bei Vorschlägen zur Wahl von AR-Mitgliedern soll darauf geachtet werden, dass dem AR jederzeit Mitglieder angehören, die über die zur ordnungsgemäßen Wahrnehmung der Aufgaben erforderlichen Kenntnisse, Fähigkeiten und fachlichen Erfahrungen verfügen. Empfehlung
Dabei sollen auch auf die internationale Tätigkeit des Unternehmens, auf potenzielle Interessenkonflikte und eine festzulegende Altersgrenze für AR-Mitglieder sowie auf Vielfalt (Diversity) geachtet werden. Empfehlung Derzeit ist keine Altersgrenze vorgesehen.
5.4.2 Um eine unabhängige Beratung und Überwachung des Vorstands durch den AR zu ermöglichen, soll dem Aufsichtsrat eine nach seiner Einschätzung ausreichende Anzahl unabhängiger Mitglieder angehören. Ein Aufsichtsratsmitglied ist als unabhängig anzusehen, wenn es in keiner geschäftlichen oder persönlichen Beziehung zu der Gesellschaft oder deren Vorstand steht, die einen Interessenskonflikt begründet. Dem Aufsichtsrat sollen nicht mehr als zwei ehemalige Empfehlung
5.4.3 Wahlen zum Aufsichtsrat sollen als Einzelwahl durchgeführt werden. Ein Antrag auf gerichtliche Bestellung eines Aufsichtsratsmitglieds soll bis zur nächsten Hauptversammlung befristet sein. Kandidatenvorschläge für den Aufsichtsratsvorsitz sollen den Aktionären bekannt gegeben werden. Empfehlung
5.4.4 Vorstandsmitglieder dürfen vor Ablauf von zwei Jahren nach dem Ende ihrer Bestellung nicht Mitglied des Aufsichtrats der Gesellschaft werden, es sei denn ihre Wahl erfolgte auf Vorschlag von Aktionären, die mehr als 25 % der Stimmrechte an der Gesellschaft halten. In letzterem Fall soll der Wechsel in den Aufsichtratsvorsitz eine der Hauptversammlung zu begründende Ausnahme sein. Gesetzliche Vorschrift Empfehlung ✓ ✓
5.4.5 Jedes AR-Mitglied achtet darauf, dass ihm für die Wahrnehmung seiner Mandate genügend Zeit zur Verfügung steht. Gesetzliche Vorschrift
Wer dem Vorstand einer börsennotierten Gesellschaft angehört, soll insgesamt nicht mehr als drei AR-Mandate in konzernexternen börsennotierten Gesellschaften wahrnehmen. Empfehlung
5.4.6 Durch die Wahl bzw. Neuwahl von AR-Mitgliedern zu unterschiedlichen Terminen und für unterschiedliche Amtsperioden kann Veränderungserfordernissen Rechnung getragen werden. Anregung Reguläre Wahl alle fünf Jahre
5.4.7 Die Vergütung der AR-Mitglieder wird durch Beschluss der HV oder in der Satzung festgelegt. Sie trägt der Verantwortung und dem Tätigkeitsumfang der AR- Mitglieder sowie der wirtschaftlichen Lage und dem Erfolg des Unternehmens Rechnung. Gesetzliche Vorschrift
Dabei sollen der Vorsitz und der stellvertretende Vorsitz im AR sowie der Vorsitz und die Mitgliedschaft in den Ausschüssen berücksichtigt werden. Empfehlung
Die Mitglieder des AR sollen neben einer festen eine erfolgsorientierte Vergütung erhalten. Empfehlung
Die erfolgsorientierte Vergütung sollte auch auf den langfristigen Unternehmenserfolg bezogene Bestandteile enthalten. Anregung Die Vergütung der AR beinhaltet eine Komponente, die sich an der Dividendenpolitik des Hauses orientiert, welche grundsätzlich auf den langfristigen Unternehmenserfolg bezogen ist.
Die Vergütung der AR-Mitglieder soll im Corporate Governance Bericht individualisiert, aufgegliedert nach Bestandteilen ausgewiesen werden. Empfehlung Die Bestandteile der Vergütung der Mitglieder des AR sind in der Satzung detailliert beschrieben. Eine individualisierte Ausweisung im Corporate Governance Bericht findet nicht statt.
Auch die vom Unternehmen an die Mitglieder des AR gezahlten Vergütungen oder gewährten Vorteile für persönlich erbrachte Leistungen, insbesondere Beratungs- und Vermittlungsleistungen, sollen individualisiert im Corporate Governance Bericht gesondert angegeben werden. Empfehlung nicht anwendbar
5.4.8 Falls ein Mitglied des AR in einem Geschäftsjahr an weniger als der Hälfte der Sitzungen des AR teilgenommen hat, soll dies im Bericht des AR vermerkt werden. Empfehlung
5.5 Interessenkonflikte
5.5.1 Jedes Mitglied des AR ist dem Unternehmensinteresse verpflichtet. Es darf bei seinen Entscheidungen weder persönliche Interessen verfolgen noch Geschäftschancen, die dem Unternehmen zustehen, für sich nutzen. Gesetzliche Vorschrift
5.5.2 Jedes AR-Mitglied soll Interessenkonflikte, insbesondere solche, die auf Grund einer Beratung oder Organfunktion bei Kunden, Lieferanten, Kreditgebern oder sonstigen Geschäftspartnern entstehen können, dem AR gegenüber offenlegen. Empfehlung
5.5.3 Der AR soll in seinem Bericht an die HV über aufgetretene Interessenkonflikte und deren Behandlung informieren. Wesentliche und nicht nur vorübergehende Interessenkonflikte in der Person eines AR-Mitglieds sollen zur Beendigung des Mandats führen. Empfehlung
5.5.4 Berater- und sonstige Dienstleistungs- und Werkverträge eines AR-Mitglieds mit der Gesellschaft bedürfen der Zustimmung des AR. Gesetzliche Vorschrift
5.6 Effizienzprüfung
Der AR soll regelmäßig die Effizienz seiner Tätigkeit überprüfen. Empfehlung
6. Transparenz
6.1 Der Vorstand wird Insiderinformationen, die die Gesellschaft unmittelbar betreffen, unverzüglich veröffentlichen, soweit er nicht im Einzelfall von der Veröffentlichungspflicht befreit ist. Gesetzliche Vorschrift
6.2 Sobald der Gesellschaft bekannt wird, dass jemand durch Erwerb, Veräußerung oder auf sonstige Weise 3, 5, 10, 15, 20, 25, 30, 50 oder 75 % der Stimmrechte an der Gesellschaft erreicht, über- oder unterschreitet, wird dies vom Vorstand unverzüglich veröffentlicht. Gesetzliche Vorschrift
6.3 Die Gesellschaft wird die Aktionäre bei Informationen gleich behandeln. Sie soll ihnen unverzüglich sämtliche neuen Tatsachen, die Finanzanalysten und vergleichbaren Adressaten mitgeteilt worden sind, zur Verfügung stellen. Gesetzliche Vorschrift
6.4 Zur zeitnahen und gleichmäßigen Information der Aktionäre und Anleger soll die Gesellschaft geeignete Kommunikationsmedien, wie etwa das Internet, nutzen. Empfehlung
6.5 Informationen, die die Gesellschaft im Ausland aufgrund der jeweiligen kapitalmarktrechtlichen Vorschriften veröffentlicht, sollen auch im Inland unverzüglich bekannt gegeben werden. Empfehlung
6.6 Über die gesetzliche Pflicht zur unverzüglichen Mitteilung und Veröffentlichung von Geschäften in Aktien der Gesellschaften hinaus, soll der Besitz von Aktien der Gesellschaft oder sich darauf beziehender Finanzinstrumente, von Vorstands- und Aufsichtsratsmitgliedern angegeben werden, wenn er direkt oder indirekt größer als 1 % der von der Gesellschaft ausgegebenen Aktien ist. Übersteigt der Gesamtbesitz aller Vorstands- und Aufsichtsratsmitglieder 1 % der von der Gesellschaft ausgegebenen Aktien, soll der Gesamtbesitz getrennt nach Vorstand und Aufsichtsrat angegeben werden. Die vorgenannten Angaben sollen im Corporate Governance Bericht enthalten sein. Empfehlung Der Aufsichtsratsvorsitzende Josef Thannhuber und der Vorstand Dr. Markus Thannhuber sind an der Thannhuber AG beteiligt, die etwa 91,1 % der Stammaktien hält, was etwa 50,5 % der Aktien (Stämme und Vorzüge) der Gesellschaft entspricht.
6.7 Im Rahmen der laufenden Öffentlichkeitsarbeit sollen die Termine der wesentlichen wiederkehrenden Veröffentlichungen (u.a. Geschäftsbericht, Zwischenfinanzberichte) und der Termin der Hauptversammlung in einem "Finanzkalender" mit ausreichendem Zeitvorlauf publiziert werden. Empfehlung
6.8 Von der Gesellschaft veröffentlichte Informationen über das Unternehmen sollen auch über die Internetseite der Gesellschaft zugänglich sein. Die Internetseite soll übersichtlich gegliedert sein. Empfehlung
Veröffentlichungen sollten auch in englischer Sprache erfolgen. Anregung - erfolgt teilweise
7. Rechnungslegung und Abschlussprüfung
7.1 Rechnungslegung
7.1.1 Anteilseigner und Dritte werden vor allem durch den Konzernabschluss informiert. Gesetzliche Vorschrift
Während des Geschäftsjahres werden sie zusätzlich durch den Halbjahresfinanzbericht sowie im ersten und zweiten Halbjahr durch Zwischenmitteilungen oder Quartalsfinanzberichte unterrichtet. Der Konzernabschluss und der verkürzte Konzernabschluss des Halbjahresfinanzberichts und des Quartalsfinanzberichts werden unter Beachtung der einschlägigen internationalen Rechnungslegungsgrundsätze aufgestellt. Gesetzliche Vorschrift
7.1.2 Der Konzernabschluss wird vom Vorstand aufgestellt und vom Abschlussprüfer sowie vom Aufsichtsrat geprüft. Gesetzliche Vorschrift
Halbjahres- und etwaige Quartalsfinanzberichte sollen vom Aufsichtsrat oder seinem Prüfungsausschuss vor der Veröffentlichung mit dem Vorstand erörtert werden. Empfehlung - Halbjahres- und Quartalsfinanzberichte werden vor der Veröffentlichung nicht mit dem Aufsichtsrat erörtert.
Zusätzlich sind die Prüfstelle für Rechnungslegung bzw. die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht befugt, die Übereinstimmung des Konzernabschlusses mit den maßgeblichen Rechnungslegungsvorschriften zu überprüfen (Enforcement).
Der Konzernabschluss soll binnen 90 Tagen nach Geschäftsjahresende, die Zwischenberichte sollen binnen 45 Tagen nach Ende des Berichtszeitraums, öffentlich zugänglich sein. Empfehlung Der Konzernabschluss wird 120 Tage nach Geschäftsjahresende und die Zwischenberichte 60 Tage nach Ende des Berichtszeitraums veröffentlicht.
7.1.3 Der Corporate Governance Bericht soll konkrete Angaben über Aktienoptionsprogramme und ähnliche wertpapierorientierte Anreizsysteme der Gesellschaft enthalten. Empfehlung
7.1.4 Die Gesellschaft soll eine Liste von Drittunternehmen veröffentlichen, an denen sie eine Beteiligung von für das Unternehmen nicht untergeordneter Bedeutung hält. Handelsbestände von Kredit- und Finanzdienstleistungsinstituten, aus denen keine Stimmrechte ausgeübt werden, bleiben hierbei unberücksichtigt. Es sollen angegeben werden: Name und Sitz der Gesellschaft, Höhe des Anteils, Höhe des Eigenkapitals und Ergebnis des letzten Geschäftsjahres. Empfehlung
7.1.5 Im Konzernabschluss sollen Beziehungen zu Aktionären erläutert werden, die im Sinne der anwendbaren Rechnungslegungsvorschriften als nahestehende Personen zu qualifizieren sind. Empfehlung
7.2 Abschlussprüfung
7.2.1 Vor Unterbreitung des Wahlvorschlags soll der AR bzw. der Prüfungsausschuss eine Erklärung des vorgesehenen Prüfers einholen, ob und ggf. welche geschäftlichen, finanziellen, persönlichen oder sonstigen Beziehungen zwischen dem Prüfer und seinen Organen und Prüfungsleitern einerseits und dem Unternehmen und seinen Organmitgliedern andererseits bestehen, die Zweifel an seiner Unabhängigkeit begründen können. Die Erklärung soll sich auch darauf erstrecken, in welchem Umfang im vorausgegangenen Geschäftsjahr andere Leistungen für das Unternehmen, insbesondere auf dem Beratungssektor, erbracht wurden bzw. für das folgende Jahr vertraglich vereinbart sind. Empfehlung
Der AR soll mit dem Abschlussprüfer vereinbaren, dass der Vorsitzende des AR bzw. des Prüfungsausschusses über während der Prüfung auftretende mögliche Ausschluss- oder Befangenheitsgründe unverzüglich unterrichtet wird, soweit diese nicht unverzüglich beseitigt werden. Empfehlung
7.2.2 Der AR erteilt dem Abschlussprüfer den Prüfungsauftrag und trifft mit ihm die Honorarvereinbarung. Gesetzliche Vorschrift
7.2.3 Der AR soll vereinbaren, dass der Abschlussprüfer über alle für die Aufgaben des AR wesentlichen Feststellungen und Vorkommnisse unverzüglich berichtet, die sich bei der Durchführung der Abschlussprüfung ergeben. Empfehlung
Der AR soll vereinbaren, dass der Abschlussprüfer ihn informiert bzw. im Prüfungsbericht vermerkt, wenn er bei der Durchführung der Abschlussprüfung Tatsachen feststellt, die eine Unrichtigkeit der von Vorstand und AR abgegebenen Erklärung zum Kodex ergeben. Empfehlung
7.2.4 Der Abschlussprüfer nimmt an den Beratungen des AR über den Jahres- und Konzernabschluss teil und berichtet über die wesentlichen Ergebnisse seiner Prüfung. Gesetzliche Vorschrift