AI assistant
Effecten-Spiegel AG — Annual Report 2010
Dec 27, 2011
14784_rns_2011-12-27_c33536fe-b6e5-4cd1-a5f5-4a8671d4a24f.html
Annual Report
Open in viewerOpens in your device viewer
Publication
Effecten-Spiegel AG
Düsseldorf
Jahresabschluss zum 31.12.2010
Lagebericht zum 31.12.2010
Angesichts der großen Unsicherheiten über die tatsächlichen Auswirkungen der globalen Finanz- und Wirtschaftskrise waren wir mit vorsichtigen Erwartungen in das Geschäftsjahr 2010 gestartet. Und wie im letzten Vorstandsbericht prognostiziert, zeigte sich, dass die Länder des Euro-Raumes stark voneinander abweichende Wege aus der Krise nehmen und die unterschiedlichen Strukturen ein Auseinanderdriften der Mitgliedsstaaten weiter verschärfen. Die deutsche Wirtschaft ist in 2010 wieder kräftig gewachsen und macht deutlich, wie gut sich die Unternehmen positioniert haben. So stieg das deutsche Bruttoinlandsprodukt (BIP) um 3,9 % im Vergleich zu 2009, während es z. B. in Griechenland im Vergleich zum Vorjahr um 4,6 % zurückging. Der deutsche Leitindex legte im Berichtszeitraum um 16,06 % auf 6914 Punkte zu, dagegen wies der Euro Stoxx 50 ein Minus von 5,85 % aus.
Die Entscheidung, vornehmlich in deutsche Aktien zu investieren, hat sich daher als richtig erwiesen. So hat sich der Jahresüberschuss der Effecten-Spiegel AG per Saldo mit 4,192 Mio. Euro im Vergleich zum Vorjahr mehr als verdoppelt, wobei die Erlöse aus dem Verlagsgeschäft um knapp 4,9 % geringer ausfielen. Das Gesamtergebnis weist dennoch eine Umsatzrentabilität von 16,56 % auf.
Obwohl im Rahmen unserer internen Marktforschung das Börsenjournal durchweg gut bewertet wurde, spiegeln sich in den stagnierenden bzw. leicht rückläufigen Abonnentenzahlen der zunehmende Konkurrenzdruck des Internets sowie das allgemein rückläufige Interesse an Aktienanlagen in Deutschland wider. Wie das Deutsche Aktieninstitut ermittelte, ist allein im zweiten Halbjahr 2010 die Anzahl der Anleger, die direkt oder indirekt in Aktien investiert sind, noch einmal um eine halbe Million auf 8,2 Millionen gesunken. Dieser „schwere Rückschlag für die Aktienakzeptanz", wie das Aktieninstitut in Frankfurt die Zahlen wertet, ist zum Teil der zunehmend anlegerfeindlichen deutschen Politik geschuldet. Er macht aber auch deutlich, dass das Aktienjahr 2010 längst nicht so einfach und geradlinig war, wie es angesichts der starken Outperformance des Dax zum 31.12. scheinen mag. So bestand aufgrund der hohen globalen Verschuldung und eines fragilen Bankensystems ständig die Gefahr von massiven Rückschlägen. Allein im April verlor der Dax dann auch 700 Punkte, im Juni gab es einen erneuten Rücksetzer um 600 Punkte. Das Lavieren um ein Hilfspaket für Griechenland bescherte dem Dax am 07. Mai 2010 schließlich mit 3,3 % den höchsten Tagesverlust seit März 2009, der Beschluss der EU-Länder über ein Rettungspaket von 750 Mrd. Euro am 10. Mai 2010 hingegen wieder einen Tagesgewinn von 5,3 %.
Um bei zunehmender Volatilität an den Märkten zusätzliche Kursrisiken möglichst gering zu halten, wurden im Berichtszeitraum einige Umschichtungen im Depot vorgenommen. So wurde die Aktie von BHP Billiton verkauft, als sich der Rohstoffgigant auf eine schwer absehbare Übernahmeschlacht um den kanadischen Kaliproduzenten Potash einließ. Als der spanische, hoch verschuldete Baukonzern ACS mit zweifelhaften Absichten eine Übernahme von Deutschlands größtem Bauunternehmen Hochtief ankündigte, hat sich die Effecten-Spiegel AG von ihrem Engagement in Hochtief getrennt und einen Teil der gewonnenen Liquidität in Aktien der Bilfinger Berger AG investiert, die seitdem eine beachtliche Performance zeigen. Nachdem die chinesische BYD die Markteinführung ihrer angekündigten Modellreihe von Hybrid- und Elektrofahrzeugen mehrfach verschieben musste, haben wir uns noch rechtzeitig vor dem folgenden Kurseinbruch auch von diesem Engagement verabschiedet. Mit leichten Gewinnen, aber zeitlich dennoch etwas zu früh, erfolgte dagegen unser Ausstieg bei Gazprom sowie dem Schweizer Lebens- und Krankenversicherer Swiss Life. Die Umschichtung in Aktien des größten deutschen Versicherers, der Allianz AG, hat sich dagegen als richtig erwiesen, wie die Kursentwicklung der letzten Monate zeigt.
Den größten Beitrag zum Bilanzgewinn 2010 leistete unser Postbank-Engagement mit fast 1,5 Mio. Euro. Dennoch hat die Effecten-Spiegel AG am 04.11.2010 Klage gegen die Deutsche Bank AG eingereicht. Die Gesellschaft fordert von Deutschlands größtem Finanzinstitut 3,6 Mio. Euro. Dabei handelt es sich um den errechneten Differenzbetrag zwischen dem von Deutscher Bank und Deutscher Post vereinbarten höchsten Erwerbspreis und dem Angebotspreis an die übrigen Aktionäre von 25,00 Euro je Postbank-Aktie. Die Effecten-Spiegel AG ist der Auffassung, dass die Deutsche Bank bereits im Frühjahr 2009 ein Pflichtangebot nach § 35 Abs. 1 WpÜG hätte abgeben müssen, da sie bereits zu diesem Zeitpunkt die ein Pflichtangebot auslösende Schwelle von 30 % der Stimmrechte an der Deutschen Postbank AG erreicht hatte. In jedem Fall erfolgte die Überschreitung mit Eintragung der Kapitalerhöhung am 06.03.2009, die der Deutschen Bank die Verfügung über weitere 22,85 % des Grundkapitals der Postbank ermöglichte. Mit der Schwellenüberschreitung hätte die Deutsche Bank allen Postbank-Aktionären zu dem höchsten Erwerbspreis ein Pflichtangebot unterbreiten müssen. Den Aktionären der Postbank steht zudem nach § 38 WpÜG ein Verzinsungsanspruch seit Ende Februar 2009 zu. In die Bilanz wurden für diesen Prozess Rückstellungen in ausreichender Höhe eingestellt, ebenso wie für die am 07.12.2010 neu eingereichte zweite Klage gegen die UniCredit S.p.A. im Zusammenhang mit dem Squeeze-Out bei der HVB. In diesem zivilrechtlichen Verfahren geht es nicht wie im Spruchverfahren um die Höhe der Barabfindung, sondern die Effecten-Spiegel AG fordert zusätzlich 3 Mio. Euro als Differenz zwischen der zum Stichtag ermittelten Barabfindung und dem zum Stichtag ihres Ausscheidens aus der Gesellschaft zu ermittelnden Wertes ein (Fruchtziehung).
Knapp unter 1,2 Mio. Euro Gewinn konnten in 2010 aus dem Verkauf und der Zuschreibung von Aktien der Ariba Inc. generiert werden.
Obwohl auch die Effecten-Spiegel-Aktie im Geschäftsjahr 2010 eine fulminante Kursentwicklung aufzuweisen hatte (+ 45,46 %), schlug sich die Wertaufholung von 2,2 Mio. Euro durch die Einführung des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes (BilMoG) nicht erlöswirksam nieder. Nachdem in den Vorjahren insgesamt 3,8 Mio. Euro auf eigene Aktien gewinnmindernd abgeschrieben werden mussten, ist eine gewinnerhöhende Zuschreibung seit 2010 nicht mehr zulässig. Mit dem BilMoG hat sich die bilanzielle Behandlung eigener Anteile deutlich verändert. So sieht die neue Regelung in § 272 Absatz 1a HGB vor, dass eigene Anteile unabhängig vom Zweck des Erwerbs nicht mehr als Vermögenswert aktiviert werden dürfen. Daher wurden die von der Gesellschaft gehaltenen Effecten-Spiegel-Aktien in der Bilanz zum 31.12.2010 auf der Aktivseite ausgebucht. Auf der Passivseite wurde dementsprechend die Rücklage für eigene Anteile in gleicher Höhe aufgelöst, was in der Konsequenz zu einer Bilanzverkürzung um 4,8 Mio. Euro führt. Das gezeichnete Kapital nach BilMoG wurde um den rechnerischen Nennbetrag der eigenen Anteile in Höhe von 998.425,60 Euro reduziert, was bilanziell zu einer Eigenkapitalvernichtung führt.
Durch das Jahresergebnis 2010 konnte ein beträchtlicher Teil dieser gesetzlich bedingten Negativauswirkungen wieder aufgeholt werden, sodass die Bilanzsumme trotz der genannten bilanziellen Änderungen per Saldo von 77,42 Mio. Euro im Vorjahr nur auf 75 Mio. Euro zurückging. Die Eigenkapitalquote liegt trotz Ausschüttung für das Vorjahr und des nunmehr zwingend vorgeschriebenen saldierten Ausweises der eigenen Anteile bei komfortablen 96,3 % (2009: 96,6 %), der Cashflow beträgt 3,8 Mio. Euro. Die Gesellschaft weist ein positives Finanzergebnis in Höhe von T€ 249 aus. Je Aktie wurde ein Gewinn in Höhe von 1,19 Euro erzielt. Vorstand und Aufsichtsrat schlagen der Hauptversammlung vor, 0,60 Euro davon an die Stamm- und Vorzugsaktionäre der Effecten-Spiegel AG als Dividende auszuschütten. Zusätzlich sollen im 40. Jahr des Bestehens der Gesellschaft alle Inhaber von Stamm- und Vorzugsaktien weitere 0,20 Euro als Jubiläumsbonus erhalten. Das entspricht einer Ausschüttungsquote von 67,10 %. Es wird vorgeschlagen, vom Restbetrag 1,4 Mio. Euro in die Gewinnrücklage einzustellen und den verbleibenden Betrag in Höhe von 53.330,12 Euro auf neue Rechnung vorzutragen.
Die Höhe des ausschüttungsfähigen Bilanzgewinns wird maßgeblich von der Wertentwicklung des Portfolios der Gesellschaft bestimmt. Gerade die letzten 3 Geschäftsjahre haben aber gezeigt, welchen extremen Schwankungen diese Bewertungen unterliegen können. Daher gehört die Begrenzung der Anschaffungskosten pro Einzelinvestment auf maximal 10 % des Eigenkapitals zu einem der wesentlichen Grundsätze des Risikomanagements. Eine existenzielle Gefährdung der Gesellschaft durch den Wertverfall eines einzelnen Investments wird damit ausgeschlossen. Mit einer breiten Streuung wird zudem die Abhängigkeit von einzelnen Branchen und Märkten vermieden. Das sich fortlaufend ändernde wirtschaftliche Umfeld wird dabei ständig vom Vorstand beobachtet und regelmäßig dahingehend geprüft, ob die bisherige Einschätzung der aktuellen Marktentwicklung angepasst werden muss und welche Maßnahmen ggf. zu ergreifen sind. Um die unternehmensstrategischen Risiken zu minimieren, wird eine enge Abstimmung zwischen Vorstand und Aufsichtsrat praktiziert. Zudem bedient sich der Vorstand diverser Instrumente zur Marktanalyse sowie verschiedener Analysetools.
Da ausschließlich nur eigenes Kapital für Neuinvestitionen eingesetzt wird, bestehen keine Kreditrisiken. Mögliche Prozessrisiken werden durch Rückstellungen in der Bilanz abgebildet.
Ein bewegtes Geschäftsjahr 2010 liegt hinter uns, das aber trotz weltweiter Schuldenkrise und Inflationsangst am Ende die Zuversicht der Investoren über die globale konjunkturelle Erholung widerspiegelt. Vieles deutet darauf hin, dass sich die Konjunkturdynamik weiter fortsetzen wird. Wir gehen daher davon aus, dass die Aufwärtsbewegung an den Aktienmärkten noch nicht beendet ist. Diese wird aber auch im Geschäftsjahr 2011 von einer hohen Volatilität begleitet sein. Damit verbundene Kursrücksetzer wird die Effecten-Spiegel AG dann gezielt zur Erhöhung ihrer Aktienquote nutzen. Die ersten Wochen des laufenden Geschäftsjahres stimmen die Verwaltung zuversichtlich, ihre Dividendenpolitik fortsetzen zu können.
Düsseldorf, 15. Februar 2011
Effecten-Spiegel AG
Der Vorstand
Bilanz zum 31.12.2010
Aktiva
| € | Geschäftsjahr € |
Vorjahr € |
|
|---|---|---|---|
| A. Anlagevermögen | |||
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände | |||
| Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten | 1.533,51 | 13.778,51 | |
| II. Sachanlagen | |||
| Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 72.777,00 | 102.130,00 | |
| III. Finanzanlagen | |||
| 1. Beteiligungen | 3.016.499,65 | 3.970.934,67 | |
| 2. Wertpapiere des Anlagevermögens | 47.528.145,65 | 50.544.645,30 | 38.630.639,54 |
| B. Umlaufvermögen | |||
| I. Vorräte | |||
| 1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe | 59.503,73 | 78.633,04 | |
| 2. Waren und Wertpapiere | 4.361.803,74 | 4.421.307,47 | 2.310.122,13 |
| II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände | |||
| 1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 30.497,94 | 76.600,31 | |
| - davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr: € 0,00 (Vj: € 0,00) | |||
| 2. Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht | 502.015,72 | 629.379,03 | |
| - davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr: € 499.120,86 (Vj: € 250.104,17) | |||
| 3. Sonstige Vermögensgegenstände | 532.540,57 | 1.065.054,23 | 429.363,70 |
| - davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr: € 11.000,00 (Vj: € 11.105,13) | |||
| III. Wertpapiere | |||
| Eigene Anteile | 0,00 | 4.812.723,40 | |
| IV. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks | 18.854.126,54 | 26.299.293,20 | |
| C. Rechnungsabgrenzungsposten | 63.635,31 | 64.602,07 | |
| 75.023.079,36 | 77.418.199,60 | ||
| PASSIVA | |||
| € | Geschäftsjahr € |
Vorjahr € |
|
| A. Eigenkapital | |||
| I. Gezeichnetes Kapital | |||
| - Vorzugsaktien | 4.880.000,00 | 4.880.000,00 | |
| - Stammaktien | 5.120.000,00 | 5.120.000,00 | |
| davon Eigene Anteile | -998.425,60 | 9.001.574,40 | 0,00 |
| II. Kapitalrücklage | 51.374.252,22 | 51.374.252,22 | |
| III. Gewinnrücklagen | |||
| 1. Gesetzliche Rücklage | 51.129,19 | 51.129,19 | |
| 2. Rücklage für eigene Anteile | 0,00 | 4.812.723,40 | |
| 3. Andere Gewinnrücklagen | 7.557.744,47 | 7.608.873,66 | 6.559.318,87 |
| IV. Gewinnvortrag | 73.875,28 | 43.184,66 | |
| V. Jahresüberschuss | 4.192.446,84 | 4.266.322,12 | 1.964.622,62 |
| B. Rückstellungen | |||
| 1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen | 1.593.797,00 | 1.319.913,00 | |
| 2. Steuerrückstellungen | 0,00 | 117.436,00 | |
| 3. Sonstige Rückstellungen | 307.397,07 | 1.901.194,07 | 216.800,00 |
| C. Verbindlichkeiten | |||
| 1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 45.312,80 | 32.120,53 | |
| - davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: € 45.312,80 (Vj: € 32.120,53) | |||
| 2. Verbindichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht | 0,00 | 92.384,73 | |
| - davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: € 0,00 (Vj: € 92.384,73) | |||
| 3. Sonstige Verbindlichkeiten | 25.917,67 | 71.230,47 | 17.897,63 |
| - davon aus Steuern: € 17.793,26 (Vj: € 15.975,78) | |||
| - davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: € 2.816,11 (Vj: € 0,00) | |||
| - davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: € 25.917,67 (Vj: € 17.897,63) | |||
| D. Rechnungsabgrenzungsposten | 799.632,42 | 816.416,75 | |
| 75.023.079,36 | 77.418.199,60 |
Entwicklung des Anlagevermögens zum 31.12.2010
| Anschaffungs- und Herstellungskosten | ||||
|---|---|---|---|---|
| Stand 01.01.2010 € |
Zugänge € |
Abgänge € |
Stand 31.12.2010 € |
|
| --- | --- | --- | --- | --- |
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände | ||||
| Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten | 73.757,99 | 0,00 | 0,00 | 73.757,99 |
| II. Sachanlagen | ||||
| 1. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 389.367,12 | 2.331,45 | 6.733,07 | 384.965,50 |
| 2. GWG | 19.579,66 | 2.102,15 | 407,19 | 21.274,62 |
| Summe | 408.946,78 | 4.433,60 | 7.140,26 | 406.240,12 |
| III. Finanzanlagen | ||||
| 1. Beteiligungen | 4.746.499,49 | 0,00 | 1.006.203,28 | 3.740.296,21 |
| 2. Wertpapiere | 47.178.502,79 | 36.390.345,09 | 28.047.147,13 | 55.521.700,75 |
| Summe | 51.925.002,28 | 36.390.345,09 | 29.053.350,41 | 59.261.996,96 |
| Gesamtes Anlagevermögen | 52.407.707,05 | 36.394.778,69 | 29.060.490,67 | 59.741.995,07 |
| Abschreibungen | ||||
|---|---|---|---|---|
| Stand 01.01.2010 € |
Zugänge € |
Abgänge Zuschreibung € |
Stand 31.12.2010 € |
|
| --- | --- | --- | --- | --- |
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände | ||||
| Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten | 59.979,48 | 12.245,00 | 0,00 | 72.224,48 |
| II. Sachanlagen | ||||
| 1. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 301.413,12 | 27.438,45 | 5.049,07 | 323.803,50 |
| 2. GWG | 5.403,66 | 4.664,15 | 407,19 | 9.660,62 |
| Summe | 306.816,78 | 32.102,60 | 5.456,26 | 333.464,12 |
| III. Finanzanlagen | ||||
| 1. Beteiligungen | 775.564,82 | 76.546,50 | 128.314,76 | 723.796,56 |
| 2. Wertpapiere | 8.547.863,25 | 237.566,27 | 791.874,42 | 7.993.555,10 |
| Summe | 9.323.428,07 | 314.112,77 | 920.189,18 | 8.717.351,66 |
| Gesamtes Anlagevermögen | 9.690.224,33 | 358.460,37 | 925.645,44 | 9.123.040,26 |
| Restbuchwerte | ||
|---|---|---|
| Stand 31.12.2010 € |
Stand 31.12.2009 € |
|
| --- | --- | --- |
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände | ||
| Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten | 1.533,51 | 13.778,51 |
| II. Sachanlagen | ||
| 1. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 61.163,00 | 87.954,00 |
| 2. GWG | 11.614,00 | 14.176,00 |
| Summe | 72.777,00 | 102.130,00 |
| III. Finanzanlagen | ||
| 1. Beteiligungen | 3.016.499,65 | 3.970.934,67 |
| 2. Wertpapiere | 47.528.145,65 | 38.630.639,54 |
| Summe | 50.544.645,30 | 42.601.574,21 |
| Gesamtes Anlagevermögen | 50.618.955,81 | 42.717.482,72 |
Gewinn- und Verlustrechnung zum 31. Dezember 2010 für die Zeit vom 1. Januar 2010 bis 31.12.2010
| € | Geschäftsjahr € |
Vorjahr € |
|
|---|---|---|---|
| 1. Umsatzerlöse | |||
| a) Verlagsgeschäft | 3.092.373,76 | 3.250.800,89 | |
| b) Wertpapiergeschäft | 23.762.836,97 | 39.458.780,97 | |
| 26.855.210,73 | 42.709.581,86 | ||
| 2. Sonstige betriebliche Erträge | 4.319.672,15 | 31.174.882,88 | 1.426.628,23 |
| 3. Materialaufwand | |||
| a) Verlagsgeschäft | |||
| aa) Aufwendungen für Roh-, Hilfs-, Betriebsstoffe und für bezogene Waren | 147.221,24 | 163.544,03 | |
| ab) Aufwendungen für bezogene Leistungen | 515.710,52 | 505.993,02 | |
| b) Wertpapiergeschäft | |||
| Aufwendungen für bezogene Wertpapiere | 23.082.119,30 | 23.745.051,06 | 37.420.703,74 |
| 4. Personalaufwand | |||
| a) Löhne und Gehälter | 717.169,70 | 669.579,42 | |
| b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung | 170.796,74 | 887.966,44 | 217.807,93 |
| - davon für Altersversorgung € 84.575,05 (Vj: € 141.836,05) | |||
| 5. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen | 44.347,60 | 48.555,37 | |
| 6. Sonstige betriebliche Aufwendungen | 2.340.994,95 | 2.200.695,50 | |
| 7. Erträge aus Beteiligungen und anderen Wertpapieren des Finanzanlagevermögens | 537.072,94 | 518.670,00 | |
| 8. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge | 596.264,14 | 692.480,85 | |
| 9. Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens | 803.977,63 | 1.948.570,90 | |
| 10. Zinsen und ähnliche Aufwendungen | |||
| - davon Abzinsung Pensionsrückstellung € 78.499,00 (Vj: € 0,00) | 79.721,17 | 249.638,28 | 632,69 |
| 11. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit | 4.406.161,11 | 2.171.278,34 | |
| 12. Außerordentliche Aufwendungen | 204.271,00 | 0,00 | |
| 13. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | 8.315,03 | 205.575,00 | |
| 14. Sonstige Steuern | 1.128,24 | 9.443,27 | 1.080,72 |
| 15. Jahresüberschuss | 4.192.446,84 | 1.964.622,62 | |
| 16. Gewinnvortrag nach Verwendung inkl. Entnahme / Einstellung Rücklagen | 73.875,28 | 43.184,66 | |
| 17. Bilanzgewinn | 4.266.322,12 | 2.007.807,28 |
Anhang zum 31.12.2010
A. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze
Anlagevermögen
Die immateriellen Vermögensgegenstände und die Gegenstände des Sachanlagevermögens sind zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten unter Abzug erhaltener Preisnachlässe und planmäßiger Abschreibungen bewertet. Die Abschreibungen wurden linear bzw. degressiv entsprechend der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung ermittelten betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer vorgenommen.
Wirtschaftsgüter im Sinne des § 6 Abs. 2 a EStG werden über 5 Jahre linear abgeschrieben.
Geringwertige Wirtschaftsgüter im Sinne des § 6 Abs. 2 EStG werden im Wirtschaftsjahr voll abgeschrieben.
Die Finanzanlagen sind zu ihren Anschaffungskosten oder ihren niedrigeren beizulegenden Werten am Abschlussstichtag bewertet.
Vorräte
Die Waren werden zu Anschaffungskosten bzw. den niedrigeren Wiederbeschaffungskosten zum Bilanzstichtag bewertet. Die Bewertung der Wertpapiere erfolgt zu Anschaffungskosten oder den niedrigeren Marktwerten.
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind zu Nennbeträgen angesetzt. Auf die nicht einzelwertberichtigten Kundenforderungen wird zur Abdeckung des allgemeinen Ausfallrisikos und der durch verspätete Zahlungseingänge von Kunden entstehenden Zinsverluste eine Pauschalwertberichtigung gebildet.
Die Bewertung der übrigen Vermögensgegenstände erfolgte zum Nominalwert.
Rückstellungen
Die Pensionsrückstellungen berücksichtigen die Verpflichtungen der Gesellschaft aus den bis zum Bilanzstichtag erteilten Versorgungszusagen in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages.
Die Steuerrückstellungen berücksichtigen die nach dem derzeitigen Erkenntnisstand voraussichtlich zu leistenden Zahlungen.
Die sonstigen Rückstellungen sind mit ihrem Erfüllungsbetrag so bemessen, dass sie nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung allen erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen angemessen Rechnung tragen.
Verbindlichkeiten
Der Ansatz erfolgt jeweils mit dem Erfüllungsbetrag. Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten ergeben sich aus dem Verbindlichkeitenspiegel.
Latente Steuern
Latente Steuern werden nicht ausgewiesen, da der bestehende Aktivüberhang unter Ausnutzung des Wahlrechts des § 274 HGB bilanziell nicht angesetzt wird. Die aktiven latenten Steuern resultieren im Wesentlichen auf temporären Differenzen im Bereich der Pensionsrückstellungen bzw. im Rahmen der Bewertung von Wertpapieren des Anlage- und Umlaufvermögens sowie der Nutzungswahrscheinlichkeit steuerlicher Verlustvorträge in den nächsten 5 Jahren.
Bilanzgliederung
Bei der für das Berichtsjahr erfolgten erstmaligen Aufstellung des Jahresabschlusses nach dem Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz (BilMoG) wurden die Vorjahresvergleichszahlen aufgrund des Wahlrechts des Artikels 67 (8) Satz 2 EGHGB nicht angepasst.
B. Erläuterung zur Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung
1. Anlagevermögen
Zur Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2010 einschließlich der kumulierten Anschaffungs- und Herstellungskosten und der kumulierten Abschreibungen wird auf den beigefügten Anlagenspiegel verwiesen. Die Abschreibungen des Berichtsjahres beinhalten hierbei in Höhe von T€ 314 außerplanmäßige Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert am Abschlussstichtag gemäß § 253 Abs. 3 Satz 3 HGB. Im Berichtsjahr sind Zuschreibungen in Höhe von T€ 745 gemäß § 253 Abs. 5 HGB vorgenommen worden.
Die Anlagenabgänge zu historischen Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten betrugen T€ 29.060. Die hierauf entfallenden kumulierten Abschreibungen beliefen sich auf T€ 181, so dass ohne die o. g. in den sonstigen betrieblichen Erträgen enthaltenen Zuschreibungen ein Netto-Anlagenabgang von T€ 28.879 im Berichtsjahr zu verzeichnen war. Der hierbei realisierte Veräußerungsgewinn betrug insgesamt T€ 3.517.
2. Umlaufvermögen
Bei den Wertpapieren des Umlaufvermögens mit einem Bilanzwert in Höhe von T€ 4.361 sind zum Bilanzstichtag außerplanmäßige Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert gemäß § 253 Abs. 4 HGB im Gesamtwert von T€ 490 vorgenommen worden. Im Berichtsjahr sind Zuschreibungen in Höhe von T€ 0 gemäß § 253 Abs. 5 HGB vorgenommen worden.
3. Rückstellungen
Bei der Bemessung der Pensionsrückstellungen, der Steuerrückstellungen und der sonstigen Rückstellungen ist allen erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten Rechnung getragen worden.
Zur Ermittlung der Pensionsrückstellung wurde das Anwartschaftsbarwertverfahren angewendet.
Als biometrische Rechnungsgrundlagen wurden die „Richttafeln 2005 G“ von Klaus Heubeck verwendet. Folgende weitere Annahmen liegen der Bewertung zugrunde:
| 31.12.2010 | 31.12.2009 | |
|---|---|---|
| Rechnungszinssatz: | 5,15 % | 5,25 % |
| Rententrend | 2,00 % | 2,00 % |
| Fluktuation | 4 – 5 % | 4 – 5 % |
| Lohn-/Gehaltstrend | 0 % | 0 % |
Aus der geänderten Bewertung der laufenden Pensionen zum 1.1.2010 war eine Zuführung zur Rückstellung i.H.v. € 204.271,00 erforderlich, die im Berichtsjahr in voller Höhe ergebniswirksam als außerordentlicher Aufwand erfasst wurde.
Von dem Wahlrecht des Artikels 67 (1) Satz 1 EGHGB wurde kein Gebrauch gemacht.
4. Angaben zu Verbindlichkeiten - § 285 Nr. 1a+b, § 251, § 268 Abs. 5 + 7 HGB
| Art der Verbindlichkeiten | Gesamtbetrag | mit einer Restlaufzeit von | ||
|---|---|---|---|---|
| € | bis zu 1 Jahr € |
1 bis 5 Jahren € |
mehr als 5 Jahren € |
|
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 45.312,80 | 45.312,80 | 0,00 | 0,00 |
| Verbindlichkeiten gegenüber Beteiligungsunternehmen | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 25.917,67 | 25.917,67 | 0,00 | 0,00 |
| Summe | 71.230,47 | 71.230,47 | 0,00 | 0,00 |
Die Verbindlichkeiten wurden mit ihrem Erfüllungsbetrag gemäß § 253 Abs. 1 HGB angesetzt.
Abweichungen von Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden gemäß § 284 Abs. 2 Nr. 3 HGB, die Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben, liegen nicht vor.
5. Eigene Anteile - § 160 AktG
Gemäß Hauptversammlungsbeschluss vom 9. Mai 2008 wurde die Gesellschaft ermächtigt, wahlweise Stammaktien und/oder stimmrechtslose Vorzugsaktien der Gesellschaft bis zu insgesamt 10 % des derzeitigen Grundkapitals zu erwerben. Die Ermächtigung galt für 18 Monate und somit nur bis Ende 2009.
Zum Bilanzstichtag 31.12.2009 hatte die Gesellschaft gemäß § 71 (1) Nr. 8 AktG i.V.m. § 272 (1) HGB a. F. noch einen Bestand an eigenen Anteilen in Höhe von T€ 4.812 ausgewiesen.
Aufgrund der neuen Vorschriften zur Rechnungslegung durch das Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz (BilMoG) erfolgt nunmehr gemäß § 272 (1 a) HGB n. F. zwingend ein saldierter Ausweis unter der Position „Eigenkapital“ (vgl. Angaben zu Punkt 6).
| Anzahl in Stücke | Betrag in Euro |
|||
|---|---|---|---|---|
| Vorzüge | Stämme | Vorzüge | Stämme | |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Stand 1.1.2010 vor Umgliederung | 0 | 390.010 | 0,00 | 4.812.723,40 |
| Umgliederung in Grundkapital | 0,00 | - 998.425,60 | ||
| Umgliederung in Gewinnrücklagen | 0,00 | - 3.814.297,80 | ||
| Stand 01.01.2010 nach Umgliederung | 0,00 | 0,00 |
Da im Berichtsjahr weder Zugänge noch Abgänge erfolgten, ergibt sich die Zusammensetzung der eigenen Anteile unverändert zum Vorjahr wie folgt:
| Anzahl in Stücke | Betrag des Grundkapitals € |
Anteil am Grundkapital % |
|
|---|---|---|---|
| Stammaktien | 390.010 | 998.425,60 | 9,98 |
| Vorzugsaktien | 0 | 0,00 | 0,00 |
| 390.010 | 998.425,60 | 9,98 |
6. Eigenkapitalentwicklung - § 152 AktG
| Art des Eigenkapitals | Vortrag am 1.1.2010 T€ |
Einstellung aus dem JÜ des VJ T€ |
Ausschüttung für Vorjahr T€ |
|---|---|---|---|
| I. Grundkapital | 10.000 | 0 | 0 |
| II. Kapitalrücklage | 51.374 | 0 | 0 |
| III. Gewinnrücklage | 11.423 | 0 | 0 |
| IV. Gewinnvortrag | 44 | + 1.964 | - 1.934 |
| V. Jahresergebnis | 1.964 | - 1.964 | 0 |
| 74.805 | 0 | - 1.934 |
| Art des Eigenkapitals | Zunahme Abnahme lfd. Jahr T€ |
Veränderung aufgrund eigener Anteile T€ |
Stand am 31.12.2010 T€ |
|---|---|---|---|
| I. Grundkapital | 0 | - 998 | 9.002 |
| II. Kapitalrücklage | 0 | 0 | 51.374 |
| III. Gewinnrücklage | 0 | - 3.814 | 7.609 |
| IV. Gewinnvortrag | 0 | 0 | 74 |
| V. Jahresergebnis | + 4.281 | 0 | 4.281 |
| + 4.281 | - 4.812 | 72.340 |
Die Veränderung innerhalb der Gewinnrücklage in Höhe von T€ 3.814 resultiert einerseits aus der Entnahme bzw. Umbuchung zwischen „Rücklage für eigene Anteile“ und „andere Gewinnrücklagen“ in Höhe von € 4.812.723,40 (saldiert € 0) sowie der gemäß § 272 (1 a) HGB i.V.m. Artikel 66 (3) EGHGB mit Wirkung zum 1.1.2010 vorgeschriebenen Aufteilung des Gesamtbetrages der eigenen Anteile auf das gezeichnete Kapital (Nennwert € 998.425,60) und auf die frei verfügbaren Rücklagen (Restbetrag € 3.814.297,80).
C. Sonstige Pflichtangaben - § 285 HGB -
1. Zahl der beschäftigten Arbeitnehmer - § 285 Nr. 7 HGB -
Die durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Arbeitnehmer betrug 11, davon 1 Vorstandsmitglied und 10 sonstige Angestellte.
2. Bezüge von Mitgliedern des Vorstandes und des Aufsichtsrates - § 285 Nr. 9a HGB -
Die Gesamtbezüge einschließlich Aufwandsentschädigungen, Sachbezüge und Pensionsvorsorge betrugen in 2010 für den Vorstand T€ 276. Die Gesamtbezüge für den Aufsichtsrat beliefen sich auf T€ 13.
3. Bezüge von früheren Mitgliedern des Vorstandes und ihrer Hinterbliebenen - § 285 Nr. 9b HGB -
Die Gesamthinterbliebenenbezüge betrugen in 2010 T€ 63. Die anteilige Pensionsrückstellung zum Bilanzstichtag beträgt T€ 746.
4. Alle Mitglieder des Vorstandes und des Aufsichtsrates - § 285 Nr. 10 HGB -
Die Geschäfte des Unternehmens wurden durch folgende Personen geführt:
Vorstand:
Frau Marlis Weidtmann, Heiligenhaus
Aufsichtsrat:
Herr Dipl.-Kfm. Udo Christochowitz, Trier (Vorsitzender) (Ehem. Geschäftsführer der Hochwald Nahrungsmittelwerke GmbH)
Herr Wolfgang Aleff, Coesfeld (stellv. Vorsitzender) (Selbstständiger Unternehmensberater)
Herr Dr. Klaus Hahn, Essen (Selbstständiger Unternehmensberater und Aufsichtsratsvorsitzender der Action Press Holding AG)
5. Beteiligungsverhältnisse - § 285 Nr. 11 HGB i.V.m. § 160 (1) Nr. 8 AktG -
Die Gesellschaft ist an den nachfolgend aufgeführten Unternehmen unmittelbar oder mittelbar beteiligt.
| Name/Sitz der Gesellschaft | Nominalkapital T€ |
Anteile in % |
Buchwert 31.12.2010 T€ |
|---|---|---|---|
| Verlag Blazek & Bergmann seit 1891 AG, Düsseldorf | 100 | 3,00 | 24 |
| I.G. Farbenindustrie AG i.A., Frankfurt/Main | K.A. | 13,42 | 0 |
| Action Press Holding AG, Bonn | 9.000 | 31,15 | 2.916 |
| 7days music entertainment AG Unterföhring | 4.542 | 17,28 | 1.344 |
| GSC Info + Beteiligungen AG, Düsseldorf | 700 | 21,87 | 77 |
| Name/Sitz der Gesellschaft | Eigenkapital T€ |
Jahres- Ergebnis T€ |
Stichtag Jahresabschluss |
|---|---|---|---|
| Verlag Blazek & Bergmann seit 1891 AG, Düsseldorf | 4.276 | + 157 | 31.12.2009 |
| I.G. Farbenindustrie AG i.A., Frankfurt/Main | K.A. | K.A. | 31.12.2009 |
| Action Press Holding AG, Bonn | 10.182 | + 126 | 31.12.2009 |
| 7days music entertainment AG Unterföhring | 4.798 | + 52 | 31.12.2009 |
| GSC Info + Beteiligungen AG, Düsseldorf | 778 | - 72 | 31.12.2009 |
6. Angaben zu Finanzinstrumenten - § 285 Nr. 18 HGB -
Bei den zu den Finanzanlagen gehörenden Finanzinstrumenten erfolgte insgesamt ein Ansatz zu den ursprünglichen Anschaffungskosten oder zu den niedrigeren beizulegenden Werten am Abschlussstichtag. Die Börsenkurse zum Ende des Prüfungszeitraumes ergaben stille Lasten i.H.v. insgesamt T€ 2.474 und stille Reserven i.H.v. insgesamt T€ 8.023.
7. Honorar des Abschlussprüfers - § 285 Nr. 17 HGB -
Die Gesellschaft hat im Berichtsjahr ein Honorarvolumen i.H.v. insgesamt T€ 25 für die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft als Aufwand erfasst. Es handelt sich hierbei ausschließlich um die Kosten für die Abschlussprüfung.
8. Vorschlag über die Verwendung des Bilanzgewinnes
Der Jahresabschluss wurde vor Berücksichtigung der Gewinnverwendung aufgestellt.
Der Vorschlag zur Ergebnisverwendung:
Das Jahresergebnis beträgt € 4.192.446,84.
Der Hauptversammlung wird vorgeschlagen, den ausgewiesenen Bilanzgewinn zum 31. Dezember 2010 in Höhe von € 4.266.322,12 wie folgt zu verwenden:
1) einen Teilbetrag in Höhe von € 2.812.992,00 an die zur Zeit gewinnberechtigten Aktionäre zu verteilen als
a) Dividende für das Geschäftsjahr 2010 in Höhe von € 0,60 und Jubiläumsbonus in Höhe von € 0,20 je dividendenberechtigte Vorzugsaktie = € 1.525.000,00
b) Dividende für das Geschäftsjahr 2010 in Höhe von € 0,60 und Jubiläumsbonus in Höhe von € 0,20 je dividendenberechtigte Stammaktie = € 1.287.992,00
2) einen Teilbetrag in Höhe von € 1.400.000,00 in die Gewinnrücklagen einzustellen,
3) den Teilbetrag der unter 1) a) und b) angegebenen Teilbeträge, der auf die am Tage der Hauptversammlung abweichend im Besitz der Effecten-Spiegel AG befindlichen eigenen Aktien entfällt, sowie den Restbetrag von € 53.330,12 auf neue Rechnung vorzutragen.
Düsseldorf, den 15. Februar 2011
Effecten-Spiegel AG
Vorstand
Bericht des Aufsichtsrats zum 31.12.2010
Bericht des Aufsichtsrates
Im Berichtsjahr hat der Aufsichtsrat die ihm nach Gesetz und Satzung obliegenden Aufgaben wahrgenommen. Er hat sich regelmäßig und umfassend über die aktuelle Situation in den beiden Geschäftsfeldern Verlagsgeschäft und Kapitalanlage für eigene Rechnung informiert und den Vorstand bei der Leitung des Unternehmens beraten und überwacht. Im Geschäftsjahr 2010 fanden vier ordentliche Aufsichtsratssitzungen im Beisein des Vorstandes statt. Im Rahmen der Sitzungen hat der Vorstand jeweils über die aktuelle Situation der Gesellschaft sowie über die weitere Geschäftspolitik, insbesondere über die Anlageentscheidungen, unterrichtet und die weitere strategische Ausrichtung mit dem Aufsichtsrat abgestimmt. Dabei wurden vorm Vorstand alle zur Beurteilung erforderlichen Auskünfte erteilt und die maßgeblichen Unterlagen vorgelegt.
Der Vorsitzende des Aufsichtsrates wurde vom Vorstand auch außerhalb der Sitzungen regelmäßig und zeitnah über wichtige Geschäftsvorfälle informiert. Der Aufsichtsrat war in alle wesentlichen Entscheidungen der Gesellschaft eingebunden. Der Aufsichtsrat hatte keinen Anlass, die Leitung der Geschäfte durch den Vorstand zu beanstanden.
Der vom Vorstand zeitnah vorgelegte Jahresabschluss zum 31.12.2010 wurde unter Einbeziehung der Buchführung sowie des Lageberichtes des Vorstandes von dem durch Beschluss der Hauptversammlung am 14. Mai 2010 gewählten und durch den Aufsichtsrat schriftlich beauftragten Abschlussprüfer, der Wisbert Treuhand GmbH, Neuss, geprüft. Der Abschlussprüfer hat am 25.02.2011 den uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erteilt.
Die Abschlussunterlagen sowie der Prüfungsbericht der Wisbert Treuhand GmbH wurden allen Aufsichtsratsmitgliedern rechtzeitig zugeleitet. Auf Basis der eigenen, unabhängigen Prüfung hat der Aufsichtsrat in seiner Sitzung am 04.03.2011 den Jahresabschluss der Effecten-Spiegel AG zum 31.12.2010 mit dem Lagebericht des Vorstandes gebilligt. Er ist damit festgestellt. Dem Vorschlag des Vorstandes zur Verwendung des Bilanzgewinns hat sich der Aufsichtsrat angeschlossen.
Im Berichtsjahr haben sich keine Änderungen im Vorstand und Aufsichtsrat ergeben.
Der Aufsichtsrat dankt dem Vorstand und allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Effecten-Spiegel Aktiengesellschaft für ihr großes Engagement und die geleistete Arbeit.
Düsseldorf, 04. März 2011
Udo Christochowitz, Vorsitzender des Aufsichtsrates
Bestätigungsvermerk zum 31.12.2010
D. Wiedergabe des Bestätigungsvermerks
„Wir haben den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der Gesellschaft für das Geschäftsjahr 2010 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung des Jahresabschlusses und Lageberichts nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht abzugeben.
Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.
Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht im Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar“.
Neuss, den 25. Februar 2011
**WISBERT - TREUHAND GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft**
Jörg Wisbert, Wirtschaftsprüfer
Ergebnisverwendungsbeschluss zum 31.12.2010
Auszug aus dem Protokoll über die ordentliche Hauptversammlung der Effecten-Spiegel Aktiengesellschaft am 20. Mai 2011
Zu Punkt 2 der Tagesordnung
Zu diesem Tagesordnungspunkt wies der Vorsitzende zunächst darauf hin, dass gemäß § 71 b AktG die Dividende nicht auf eigene Aktien der Gesellschaft bezahlt werde. Die betreffenden Beträge würden zusätzlich in die anderen Gewinnrücklagen eingestellt.
Auf Vorschlag von Vorstand und Aufsichtsrat beschloss die Hauptversammlung:
Der im Jahresabschluss zum 31. Dezember 2010 ausgewiesene Bilanzgewinn für das Geschäftsjahr 2010 in Höhe von Euro 4.266.322,12 wird wie folgt verwendet:
1) einen Teilbetrag in Höhe von Euro 2.812.992,00 wird an die zur Zeit gewinnberechtigten Aktionäre verteilt als
a) Dividende für das Geschäftsjahr 2010 in Höhe von Euro 0,60 und Jubiläumsbonus in Höhe von Euro 0,20 je dividendenberechtigte Vorzugsaktie = Euro 1.525.000,00
b) Dividende für das Geschäftsjahr 2010 in Höhe von Euro 0,60 und Jubiläumsbonus in Höhe von Euro 0,20 je dividendenberechtigte Stammaktie = Euro 1.287.992,00.
2) einen Teilbetrag in Höhe von Euro 1.400.000,00 wird in die Gewinnrücklage eingestellt.
3) der Teilbetrag, der unter 1) a) und b) angegebenen Teilbeträge, der auf die am Tage der Hauptversammlung zusätzlich im Besitz der Effecten-Spiegel AG befindlichen eigenen Aktien entfällt, sowie der Restbetrag von Euro 53.330,12 wird auf neue Rechnung vorgetragen.
Der Vorsitzende verkündete dazu seine folgenden Feststellungen:
- Die vom Vorstand und Aufsichtsrat vorgeschlagene Gewinnverwendung sei bei einer Präsenz von 763.758 abgegebenen Aktien (=Zahl der Aktien, für die gültige Stimmen abgegeben wurden), bei 3.993 Gegenstimmen und 0 Enthaltungen mit 759.765 Ja-Stimmen, das seien 99,48 Prozent des vertretenen Grundkapitals mit der erforderlichen einfachen Mehrheit beschlossen worden.