AI assistant
edding AG — Interim / Quarterly Report 2020
Oct 15, 2020
132_rns_2020-10-15_26284249-a56d-49a6-9e24-a2caaf3dc9dc.html
Interim / Quarterly Report
Open in viewerOpens in your device viewer
Publication
edding Aktiengesellschaft
Ahrensburg
Halbjahresfinanzbericht zum 30.06.2020
Kennzahlen des Konzerns
| 2020 01.01.-30.06. | 2019 1 01.01.-30.06. | |
|---|---|---|
| Mio. EUR | Mio. EUR | |
| --- | --- | --- |
| Ertragslage | ||
| EBIT 2 | 1,5 | 2,9 |
| in % vom Umsatz | 2,6 | 4,2 |
| Konzernergebnis | 1,7 | 1,3 |
| in % vom Eigenkapital per 30.06. (Eigenkapital-Rendite) | 2,6 | 2,1 |
| Konzernergebnis vor Ertragsteuern 2 | 2,9 | 2,8 |
| Umsatzerlöse | 56,9 | 69,7 |
| Veränderung in % | -18,4 | n.a. |
| Auslandsanteil in % | 51,7 | 54,7 |
| Rohergebnis 2 | 33,8 | 41,9 |
| in % von der Gesamtleistung | 59,2 | 59,9 |
| Personalaufwand | 17,7 | 20,6 |
| in % vom Umsatz | 31,2 | 29,6 |
| Mitarbeiter (Jahresdurchschnitt) | 665 | 658 |
| Sonstiges Ergebnis | -2,2 | -0,1 |
| 30.06.2020 | 31.12.2019 | |
|---|---|---|
| Mio. EUR | Mio. EUR | |
| --- | --- | --- |
| Vermögens- und Finanzlage | ||
| Bilanzsumme | 111,5 | 118,5 |
| Veränderung in % | -5,9 | n.a. |
| Eigenkapital | 63,1 | 64,9 |
| in % der Bilanzsumme | 56,6 | 54,8 |
| Liquidität zweiten Grades 2 | ||
| (Quick Ratio in %) | 142,8 | 150,9 |
1 Anpassung von Vorjahreswerten (siehe erläuternde Angaben)
2 Die Definitionen der Kennzahlen werden im Zwischenlagebericht des edding Konzerns im Abschnitt „Alternative Leistungskennzahlen“ dargestellt.
Zwischenlagebericht
des edding Konzerns
Entwicklung der Geschäftsfelder
Der Bereich Schreiben und Markieren umfasst neben Markern, Schreibgeräten, Farbsprays, und Druckerpatronen auch Nagellack, das Lizenzgeschäft mit Druckerpatronen sowie Partnermarken. Unter Visueller Kommunikation werden Produkte für Kommunikation, Moderation sowie e-Screens und interaktive Whiteboards verstanden und im Wesentlichen unter der Marke Legamaster vertrieben. Der Bereich Technological Solutions umfasst die Markierungstechnologien edding Code und prisma ID sowie Compact Printing. Der Bereich Sonstige beinhaltet die Aktivitäten der edding Expressive Skin GmbH mit dem Sortiment rund um das Tätowieren.
Die Auswirkungen der COVID-19-Pandemie inklusive der damit verbundenen Lockdowns spiegeln sich in der Umsatzentwicklung deutlich wider. Im ersten Halbjahr 2020 beträgt der Konzernumsatz 56,9 Mio. EUR. Dies entspricht einem Rückgang von 18,4 % gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres. Dabei betrugen die Rückgänge im zweiten Quartal 34,0 %, wobei der April der Monat mit der schwächsten Entwicklung war. Hierbei ist die regionale Entwicklung je nach lokaler Pandemie- beziehungsweise Lockdown-Situation unterschiedlich. Weiterhin ist das B2B 1 Geschäft stärker als das B2C 2 Geschäft zurückgegangen. Entsprechend hat das Geschäftsfeld Visuelle Kommunikation deutlich schwächer als das Geschäftsfeld Schreiben und Markieren abgeschlossen.
1 B2B(Business-to-Business) beschreibt bei edding - abweichend von der allgemein üblichen Version - den Vertrieb an Handelskunden beziehungsweise Vertriebskanäle, die vorwiegend gewerbliche Endverwender als Endkunden bedienen.
2 B2C (Business-to-Consumer) beschreibt bei edding - abweichend von der allgemein üblichen Version - den Vertrieb an Handelskunden beziehungsweise Vertriebskanäle, die vorwiegend private Endverwender als Endkunden bedienen.
Die Umsatzerlöse gliedern sich nach Geschäftsfeldern und Regionen wie folgt:
| 2020 01.01.-30.06. | 2019 01.01.-30.06. | Veränderung | ||
|---|---|---|---|---|
| Mio. EUR | Mio. EUR | Mio. EUR | % | |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Schreiben und Markieren | ||||
| Deutschland | 21,5 | 23,1 | -1,6 | -6,9 |
| Übriges Europa | 20,8 | 25,9 | -5,1 | -19,7 |
| Übersee | 2,4 | 3,2 | -0,8 | -25,0 |
| 44,7 | 52,2 | -7,5 | -14,4 | |
| Visuelle Kommunikation | ||||
| Deutschland | 5,8 | 8,3 | -2,5 | -30,1 |
| Übriges Europa | 6,0 | 8,7 | -2,7 | -31,0 |
| Übersee | 0,2 | 0,3 | -0,1 | -33,3 |
| 12,0 | 17,3 | -5,3 | -30,6 | |
| Technological Solutions | ||||
| Deutschland | 0,2 | 0,2 | 0,0 | 0,0 |
| Übriges Europa | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 |
| Übersee | 0,0 | - | n.a. | n.a. |
| 0,2 | 0,2 | 0,0 | 0,0 | |
| Konzern gesamt | 56,9 | 69,7 | -12,8 | -18,4 |
Geschäftsfeld Schreiben und Markieren
Die Umsätze im Geschäftsfeld Schreiben und Markieren liegen um 14,4 % unter dem Vorjahresniveau.
Im deutschen Markt ist der Umsatzrückgang mit 6,9 % vergleichsweise gering. Im Juni konnten hier erstmalig seit Februar wieder Umsatzerlöse über dem Vorjahresniveau erzielt werden. Während des Lockdowns ist die Nachfrage nach Markierungsprodukten in der Industrie zurückgegangen. Rückläufig ist auch der Bereich Büroausstattung, nicht zuletzt durch die zunehmende Verlagerung von Tätigkeiten ins Home Office. Erfreulich haben sich hingegen die Umsatzerlöse in den B2C orientierten Produktbereichen und Vertriebskanälen entwickelt.
Kreativsortimente wurden im ersten Halbjahr verstärkt nachgefragt. Der Absatz unserer Sortimente rund um das Markieren im Haushalt konnte ebenfalls gesteigert werden. Dies wurde sowohl durch die Intensivierung unserer Aktivitäten im Bereich Social-Media als auch durch eine Ausweitung von Listungen erreicht. Die Handelspartner, die von den Geschäftsschließungen nicht oder nur wenig betroffen waren, konnten wir damit erfolgreich unterstützen. Hierzu zählen Verbrauchermärkte, Drogerien, Discounter und Baumärkte; besonders stark konnte der Bereich E-Commerce davon profitieren.
In den übrigen europäischen Märkten sind die Umsatzerlöse gegenüber dem Vorjahreswert um 19,7 % zurückgegangen. Dabei sind hier je nach B2C-Anteil und Lockdown-Situation unterschiedliche Entwicklungen sichtbar. Deutliche Rückgänge über 20 % sehen wir insbesondere in Großbritannien, Spanien, Ungarn, Italien und Polen. Niedrigere Rückgangsraten sehen wir dagegen in der Türkei und in den Niederlanden. In Russland liegen die Umsatzerlöse auf einem etwas schwächeren Vorjahresniveau. Insgesamt hat sich die Situation in den übrigen europäischen Märkten ebenfalls im Juni deutlich verbessert, die Umsatzerlöse im Einzelmonat lagen allerdings immer noch unter dem Niveau des Vorjahres.
Unter der Annahme, dass es im weiteren Verlauf der COVID-19-Pandemie nicht zu umfangreichen weiteren Lockdown-Situationen in unseren westeuropäischen Kernmärkten kommt, halten wir derzeit eine Verbesserung der Entwicklung im Vorjahresvergleich in Europa bis zum Jahresende für möglich.
Die Überseemärkte zeigen auf niedrigerem Niveau mit 25,0 % den prozentual stärksten Umsatzrückgang. Der pandemiebedingte Rückgang im zweiten Quartal von über 50 % im Vergleich zum Vorjahr wird durch eine erfreulich positive Entwicklung in den ersten beiden Monaten des Jahres abgemildert. Unsere Hauptmärkte Kolumbien und Argentinien sind von der COVID-19-Pandemie besonders stark betroffen. Argentinien befindet sich seit Mitte März im Lockdown, Kolumbien seit Mitte Juli bereits zum zweiten Mal. Hier zeichnet sich derzeit noch keine Erholung ab. Entsprechend erwarten wir hier bis zum Jahresende eher eine schwächere Entwicklung im Vergleich zum Vorjahr.
Aufgrund der genannten Effekte wird aus derzeitiger Sicht im Segment Schreiben und Markieren im weiteren Jahresverlauf insgesamt noch eine leichte Verbesserung für möglich gehalten.
Geschäftsfeld Visuelle Kommunikation
Im Geschäftsfeld Visuelle Kommunikation, in dem wir unsere Vermarktungsaktivitäten fast ausschließlich auf den B2B Bereich fokussieren, waren deutliche Rückgänge der Umsatzerlöse in Höhe von 30,6 % zu verzeichnen. Dabei liegen die Umsatzerlöse in allen Regionen um rund 30,0 % unter dem Vorjahreswert. Zwar hat sich die Situation im Juni gegenüber April und Mai deutlich verbessert, dennoch liegen die Umsatzerlöse im Juni immer noch 30 % unter Vorjahresniveau.
Generell konnten im Rahmen des Lockdowns Termine mit Kunden und Interessenten nicht vor Ort wahrgenommen werden. Zusätzlich handelt es sich insbesondere bei den interaktiven Produkten um vergleichsweise große Investitionen, die sowohl im Unternehmenssektor als auch im Bildungsbereich in Zeiten genereller Unsicherheit tendenziell verschoben werden. Darüber hinaus gab es im traditionellen Bereich zunächst einen Rückgang, den wir auf vermehrtes Arbeiten im Home Office zurückführen. Für das Arbeiten im Büro unter Pandemie-Bedingungen wurde kurzfristig das Care & Share Sortiment mit Trennwänden entwickelt.
Für den weiteren Jahresverlauf erwarten wir analog zum Geschäftsfeld Schreiben und Markieren ohne umfangreiche weitere Lockdown-Maßnahmen in Europa ebenfalls eine Verbesserung, während wir in Lateinamerika eine weitere Abschwächung erwarten.
Geschäftsfeld Technological Solutions
Im ersten Halbjahr wurden mit den Produktlinien edding Code und prisma ID sowie Compact Printing Umsatzerlöse auf niedrigem Vorjahresniveau in Höhe von 0,2 Mio. EUR erzielt. Dieses sehr neue industrieorientierte B2B Geschäftsfeld wurde besonders stark von den Auswirkungen der Pandemie betroffen. Investitionen in Unternehmen werden gestoppt, verschoben oder reduziert, wichtige Messen wurden abgesagt. Termine mit Unternehmen und damit potenziellen Neukunden konnten nicht vor Ort wahrgenommen werden. Seit Juli zeichnet sich eine leichte Belebung ab: Termine vor Ort sind wieder vermehrt möglich, vorübergehend ausgesetzte Projekte laufen wieder an. In der zweiten Jahreshälfte erscheint, unter der bereits oben erläuterten Annahme bezüglich weiterer Lockdowns, eine deutliche Verbesserung der Entwicklung im Vergleich zum Vorjahr möglich. Dies hat sich bereits im Juli abgezeichnet.
Geschäftsfeld Sonstige
Der Bereich Sonstige beinhaltet die Aktivitäten rund um das Tätowieren. Hier werden im Rahmen der Eröffnung unseres ersten Tattoo-Studios in Hamburg für die zweite Jahreshälfte erste Umsatzerlöse auf niedrigem Niveau erwartet.
Ertragslage
Das EBIT hat sich gegenüber dem Vorjahreswert mit einem Rückgang um 1,4 Mio. EUR nahezu halbiert. Das umsatzbedingt um 8,1 Mio. EUR niedrigere Rohergebnis konnte zu einem großen Teil durch geringeren Personalaufwand und niedrigere sonstige betriebliche Aufwendungen ausgeglichen werden. Das Ergebnis vor Ertragsteuern (EBT) wird darüber hinaus durch die mit der Corporate News vom 4. August 2020 bekannt gegebene Kaufpreisminderung für die Beteiligung an dem brasilianischen Schreibgerätehersteller Companhia de Canetas Compactor S.A., Rio de Janeiro, positiv beeinflusst. Dadurch liegt das EBT mit 2,9 Mio. EUR auf Vor-jahresniveau.
Die Umsatzerlöse sind aus den bereits erläuterten Gründen um 18,4 % zurückgegangen. Die Rohergebnisquote fällt dabei um 0,7 Prozentpunkte niedriger als im Vergleichszeitraum des Vorjahres aus. Wesentlicher Grund hierfür sind die über dem Vorjahresniveau liegenden Warenabschreibungen. Die Warenabschreibungen werden auf Basis von Lagerreichweiten ermittelt, die sich insbesondere pandemiebedingt in Verbindung mit niedrigeren Umsätzen und höheren Beständen rechnerisch erhöht haben.
Bei leicht steigender Mitarbeiterzahl sind die Personalaufwendungen deutlich um 2,9 Mio. EUR zurückgegangen. Hier wirken sich die unternehmensweite Kurzarbeit, geringere Rückstellungsbildung für Bonuszahlungen und hohe Einmaleffekte im Vorjahr durch die Schließung der Produktion in Argentinien aus.
Die sonstigen betrieblichen Erträge sind gegenüber dem Vorjahreswert um 0,2 Mio. EUR angestiegen. Die Währungskursgewinne sind dabei um 0,5 Mio. EUR höher ausgefallen. Die in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthaltenen Währungskursverluste sind dagegen im Berichtszeitraum um 1,0 Mio. EUR niedriger ausgefallen; damit ergibt sich ein im Vorjahresvergleich um 1,5 Mio. EUR besseres Nettoergebnis aus Wechselkurseffekten, wovon der größere Teil nicht realisiert ist. Die Wechselkurseffekte stammen sowohl aus der Ausübung und der Bewertung unserer Finanzinstrumente zur Währungsabsicherung als auch aus der Bewertung von konzerninternen Forderungen und Verbindlichkeiten. Dabei resultiert der positive Effekt insbesondere aus der Bewertung der Finanzinstrumente zur Währungsabsicherung für den Kolumbianischen Peso und das Britische Pfund.
Mit einem Rückgang um 3,6 Mio. EUR sind die sonstigen betrieblichen Aufwendungen deutlich niedriger als im Vorjahr ausgefallen. Neben den geringeren Währungskursverlusten wirken sich hier niedrigere umsatzabhängige Kosten wie Fracht- und Logistikkosten aus. Des Weiteren liegen insbesondere Marketing-, Reise- und Gebäudekosten unter dem Vergleichswert des Vorjahres. Hier wirken sich sowohl die Ende März beschlossenen Kosteneinsparmaßnahmen als auch die durch die Pandemie insgesamt eingeschränkten Aktivitäten aus.
Entsprechend liegt das EBIT mit 1,5 Mio. EUR unter dem Vorjahreswert von 2,9 Mio. EUR. Dabei konnte das geringere Rohergebnis durch deutliche Einsparungen bei den Personalaufwendungen und den übrigen betrieblichen Aufwendungen zu einem großen Teil ausgeglichen werden.
Das deutlich über dem Vorjahr liegende Finanzergebnis führt zu einem auf dem Vorjahresniveau liegenden EBT von 2,9 Mio. EUR. Hier wirkt sich die Verminderung der Kaufpreisverbindlichkeit in Höhe von 1,6 Mio. EUR für die Beteiligung an dem brasilianischen Schreibgerätehersteller Companhia de Canetas Compactor S.A. positiv aus. Für weitere Details verweisen wir auf die erläuternden Angaben im Anhang.
Der Steueraufwand liegt bedingt durch nicht steuerbare Erträge unter dem Niveau des Vorjahres. Entsprechend liegt das Konzernergebnis mit 1,7 Mio. EUR über dem Vorjahreswert von 1,3 Mio. EUR.
Vermögens- und Finanzlage
Die Höhe der Bilanzsumme des edding Konzerns ist mit 111,5 Mio. EUR gegenüber dem letzten Bilanzstichtag (31. Dezember 2019: 118,5 Mio. EUR) um 5,9 % gesunken.
Die langfristigen Vermögenswerte gingen zum 30. Juni 2020 von 35,0 Mio. EUR auf 32,4 Mio. EUR zurück. Hierbei hat sich neben dem Wert der Nutzungsrechte aus IFRS 16 Leasingverhältnissen und den aktiven latenten Steuern insbesondere der Betrag der sonstigen Finanzanlagen im Vergleich zum 31. Dezember 2019 verringert. Der letztgenannte Effekt in Höhe von 1,6 Mio. EUR ist auf einen Rückgang des beizulegenden Zeitwerts der Beteiligung an dem brasilianischen Schreibgerätehersteller Companhia de Canetas Compactor S.A. zurückzuführen.
Die Folgen der COVID-19-Pandemie sind ebenfalls in der Entwicklung der kurzfristigen Vermögenswerte des edding Konzerns zum 30. Juni 2020 spürbar: Aufgrund der deutlichen Umsatzrückgänge, insbesondere seit April 2020, hat sich der Bestand der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen um 3,9 Mio. EUR auf 19,8 Mio. EUR vermindert. Zudem sanken die flüssigen Mittel um 5,2 Mio. EUR auf 19,0 Mio. EUR zum 30. Juni 2020, da neben der Krisenüberbrückung die Finanzierung des weiteren Ausbaus des Geschäftsbereichs Technological Solutions weiterhin ausschließlich aus der vorhandenen Liquidität des edding Konzerns erfolgt ist. Turnusgemäß fanden die Dividendenausschüttung und die Auszahlung der Mitarbeiterboni für das Geschäftsjahr 2019 in der ersten Jahreshälfte 2020 statt, was ebenfalls die Höhe der Barreserven verminderte.
Demgegenüber ist durch die geringeren Abverkäufe - jedoch ebenso durch vorausschauenden Lageraufbau für die erwartete Wiederbelebung des Wirtschaftslebens - das Vorratsvermögen in der ersten Jahreshälfte 2020 von 29,8 Mio. EUR auf 34,0 Mio. EUR angestiegen.
Das Eigenkapital ist im Vergleich zum 31. Dezember 2019 um 1,8 Mio. EUR auf 63,1 Mio. EUR gesunken. Das positive Konzernergebnis kann zum 30. Juni 2020 die Dividendenausschüttung sowie den negativen erfolgsneutralen Effekt aus dem Währungsausgleichsposten im Wesentlichen ausgleichen. Jedoch verursacht die oben beschriebene Abnahme des beizulegenden Zeitwerts der Beteiligung an der Companhia de Canetas Compactor S.A einen negativen Effekt im sonstigen Ergebnis, der den im Konzernergebnis enthaltenen positiven Effekt aus der Reduktion der Kaufpreisverbindlichkeit im Eigenkapital egalisiert.
Auf der Passivseite ist das langfristige Fremdkapital in der ersten Jahreshälfte 2020 um 1,6 Mio. EUR auf 17,9 Mio. EUR gesunken. Hierfür ist neben dem leichten Rückgang der Rückstellungen für Pensionen und der langfristigen Leasingverbindlichkeiten die Sondertilgung eines Bankdarlehens durch die edding AG verantwortlich.
Das kurzfristige Fremdkapital hat sich zum aktuellen Bilanzstichtag mit 30,5 Mio. EUR im Vergleich zum 31. Dezember 2019 um 3,6 Mio. EUR verringert. Als wesentliche Effekte sind hierbei der Rückgang der kurzfristigen Finanzschulden insbesondere aufgrund der oben beschriebenen Reduktion der Kaufpreisverbindlichkeit an der brasilianischen Beteiligung sowie der geschäftsentwicklungsinduzierte Rückgang der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen zu nennen. Des Weiteren sind die stichtagsbedingt niedrigeren Beträge abgegrenzter Schulden, insbesondere für Werbekostenzuschüsse an Kunden sowie die im ersten Halbjahr zur Auszahlung gebrachten Mitarbeiterboni, im Wesentlichen für diese Entwicklung verantwortlich.
Zum 30. Juni 2020 bestehen außerbilanzielle Verpflichtungen in Form von Eventualverbindlichkeiten aus gewährten Bürgschaften in unveränderter Höhe von 0,2 Mio. EUR.
Das um zahlungsunwirksame Effekte bereinigte Konzernergebnis liegt mit 2,0 Mio. EUR leicht unter dem des Vorjahreszeitraums (2,8 Mio. EUR). Zudem gleicht in der ersten Jahreshälfte 2020 der Rückgang der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen die Zunahme des Vorratsvermögens zum Großteil aus, was im Vergleichszeitraum nicht der Fall war. Daraus resultiert insgesamt ein negativer Cashflow aus der betrieblichen Tätigkeit, der mit -1,7 Mio. EUR niedriger ausfällt als im Vorjahreszeitraum (-3,8 Mio. EUR).
Der im Berichtszeitraum negative Cashflow aus der Investitionstätigkeit liegt mit -1,6 Mio. EUR insbesondere aufgrund eines in der ersten Jahreshälfte 2020 gesunkenen Investitionsniveaus im Bereich Sachanlagevermögen unter dem des Vorjahreszeitraums (-3,4 Mio. EUR). Insbesondere wurde im Vorjahreszeitraum in eine Büroimmobilie investiert.
Der weiterhin ebenfalls negative Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit befindet sich im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2020 mit -1,8 Mio. EUR leicht unter dem der ersten Jahreshälfte 2019 (-2,9 Mio. EUR), was im Wesentlichen auf die im Vorjahresvergleich halbierte Dividendenzahlung an die Aktionäre der edding AG zurückzuführen ist.
Neben dem Bestand an Finanzmitteln in Höhe von 19,0 Mio. EUR (31. Dezember 2019: 24,2 Mio. EUR) stehen dem edding Konzern zum 30. Juni 2020 Kreditlinien mit einem Gesamtvolumen von 20,2 Mio. EUR (31. Dezember 2019: 20,1 Mio. EUR) zur Verfügung, die in Höhe von 4,8 Mio. EUR (31. Dezember 2019: 3,9 Mio. EUR) in Anspruch genommen worden sind.
Insgesamt war die Zahlungsfähigkeit im ersten Halbjahr 2020 jederzeit gegeben. Dies gilt unverändert für das laufende zweite Halbjahr 2020.
Mitarbeiter
Im ersten Halbjahr 2020 waren im edding Konzern durchschnittlich 665Mitarbeiter beschäftigt. Damit ist die Anzahl im Vergleich zum Vorjahreszeitraum leicht um 7 Mitarbeiter gestiegen. Der Anstieg resultiert hauptsächlich aus dem seit Mitte 2019 fortgesetzten Mitarbeiteraufbau in den Gesellschaften edding Expressive Skin GmbH, edding Tech Solutions GmbH und Prismade Labs GmbH. Zusätzlich wurde in der Produktion in Bautzen weiter Personal aufgebaut; hier wurde zeitweise mit Fremdpersonal gearbeitet. Außerhalb von Deutschland sehen wir einen Rückgang, wesentlich getrieben durch die Produktionsschließung in Argentinien. Seit Ende März gilt ein grundsätzlicher Einstellungsstopp - jede Ausnahme hiervon erfolgt seitdem nur nach Einzelfall-Entscheidung des Vorstands.
Chancen- und Risikobericht
Hinsichtlich der Chancen- und Risikoeinschätzung wird auf den Chancen- und Risikobericht im Geschäftsbericht zum 31. Dezember 2019 verwiesen. Auf veränderte Rahmenbedingungen gehen wir im Folgenden ein:
Das neuartige Coronavirus (SARS-CoV-2) hat seit März 2020 deutliche Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des edding Konzerns sowie auf die Mitarbeiter, Lieferanten und Kunden mit sich gebracht. Insbesondere die Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage werden in den vorstehenden Abschnitten beschrieben. Insgesamt ergeben sich auf vielen Ebenen potenzielle Risiken auf das Unternehmen. Daraufhin haben wir im Rahmen des Risikomanagements zahlreiche Maßnahmen getroffen, die im Wesentlichen durch eine unmittelbar eingerichtete Projektgruppe (Vorstand, Human Relations sowie Governance, Risk Management und Compliance) entschieden werden.
Erste Sofortmaßnahmen betrafen unter anderem Verhaltensregeln (zum Beispiel Hygienevorschriften) sowie Handlungsanweisungen (zum Beispiel die Nutzung von Home Office) für die Mitarbeiter. Darüber hinaus wurden Analysen zur Sicherstellung der Lieferfähigkeit angestellt, die zu keinem Zeitpunkt wesentlich eingeschränkt war. Weiterhin wurden Kosteneinsparmaßnahmen getroffen sowie ein weitreichender Einstellungsstopp für freie beziehungsweise frei gewordene Stellen verhängt. Im Rahmen des Forderungsmanagements haben wir nachfragebedingt Kreditlimite gekürzt sowie die Absicherung unserer Forderungen insbesondere unter Zuhilfenahme der Ausfuhrpauschalgewährleistung des Bundes ausgeweitet. Hierdurch konnte das Risiko steigender Zahlungsausfälle weiter reduziert werden, sodass keine nennenswerte Erhöhung der Wertberichtigungen erforderlich wurde. Die Zahlungsfähigkeit wurde durch im dritten Quartal der edding AG neu gewährte langfristige Kreditmittel wesentlich und langfristig gestärkt.
Im ersten Halbjahr 2020 erhaltene staatliche Hilfen und Zuschüsse beschränken sich auf Sozialversicherungsbeiträge auf Kurzarbeitergeld und Lohnkostenzuschüsse (0,7 Mio. EUR), die sich im Wesentlichen auf alle unsere deutschen und niederländischen Tochtergesellschaften verteilen. Des Weiteren haben die Mitarbeiter des edding Konzerns das Kurzarbeitergeld oder ähnliche Gelder weltweit in Anspruch genommen beziehungsweise Gehaltsverzichte ausgesprochen (0,7 Mio. EUR). Weitere Zuschüsse oder Corona-Hilfskredite wurden nicht in Anspruch genommen.
Auswirkungen der Coronakrise auf unsere aktuellen Strategieziele haben sich zunächst nicht ergeben. Da unser aktueller Strategiezyklus mit dem Jahr 2020 endet, gehen wir davon aus, dass sich Erkenntnisse aus der Pandemie auf unsere künftige Strategie auswirken werden, die den Zeitraum bis 2025 umfassen wird und an der wir bereits arbeiten. Nachhaltig negative Auswirkungen auf den Absatz bestimmter Produktgruppen sind derzeit nicht auszuschließen. Auf den Punktwert, den wir auf unserer Balanced Scorecard für unsere Strategieziele bis Ende 2020 erreichen werden, wirkt sich die Krise gleichwohl aus, unter anderem aufgrund der deutlichen Umsatzrückgänge.
Im Rahmen der Vermögenslage wirkt sich die Coronakrise im Wesentlichen auf unsere Vorratsbestände aus. Diese haben wir trotz Umsatzrückgang gezielt auf hohem Niveau gehalten, um sofort und ausreichend lieferfähig zu sein, sobald die Nachfrage wieder anzieht. Dabei sind die Wertberichtigungen auf die Vorratsbestände zum 30. Juni 2020 moderat angestiegen. Dies war zu erwarten, weil sich aufgrund des Nachfragerückgangs die Reichweiten bei gleichbleibendem Bestandsniveau bereits mathematisch verlängern, sodass die Reichweitenabschläge entsprechend angestiegen sind. Nachhaltige wesentliche Bestandsrisiken sind hier nicht zu erwarten.
Insgesamt ist festzustellen, dass bestandsgefährdende Risiken aufgrund der Coronakrise bisher nicht eingetreten beziehungsweise absehbar sind. Dennoch werden Auswirkungen auch noch im kommenden Geschäftsjahr 2021 zu spüren sein, allein schon aufgrund der Tatsache, dass in den Ländern unserer südamerikanischen Tochtergesellschaften ein Rückgang der Infektionskurven noch nicht erkennbar ist.
Anfang August 2020 wurde bekannt, dass sich die argentinische Regierung im Rahmen ihrer Schuldenkrise nach monatelangen Verhandlungen mit Gläubigern auf einen wesentlichen Schuldenerlass geeinigt hat. Damit konnte ein unmittelbar großer Schaden für die Wirtschaft bei einem Scheitern der Verhandlungen abgewendet werden. Dennoch besteht unverändert eine hohe Staatsverschuldung. Für die argentinische Tochtergesellschaft heißt das zunächst, dass noch in den kurzfristigen Vermögenswerten befindliche Bestände an argentinischen Staatsanleihen an Wert gewonnen haben.
Die Verhandlungen zwischen der Europäischen Union (EU) und Großbritannien über ein Handelsabkommen nach dem Austritt Großbritanniens aus der EU sind in den letzten Monaten nicht vorangekommen. Daher sehen wir eine höhere Wahrscheinlichkeit für einen Austritt Großbritanniens aus der Zollunion mit der EU ohne ein Handelsabkommen. Zur Eindämmung etwaiger sich hieraus ergebender tatsächlicher beziehungsweise organisatorischer Importbeschränkungen werden wir bis zum 31. Dezember 2020 unsere Risikobestände in Großbritannien erneut aufstocken, um die unmittelbaren negativen Auswirkungen abmildern zu können und für einen Übergangszeitraum weiterhin lieferfähig zu bleiben. Im Übrigen haben wir künftige Zahlungsflüsse durch Devisentermingeschäfte noch für einen relevanten Zeitraum abgesichert. Dauerhaft kann ein fehlendes Abkommen zu Zollaufwand auf Seiten eddings führen. Die Zollsätze werden im Fall des Scheiterns der Verhandlungen im niedrigen einstelligen Prozentbereich erwartet.
Insgesamt ist das Ausmaß der Auswirkungen aus diesen Effekten schwer einzuschätzen. Wir gehen derzeit jedoch davon aus, dass sich aus den genannten Entwicklungen keine bedeutenden Risiken für edding ergeben, wie zum Beispiel dauerhafte negative Auswirkungen auf die Absatz- und Ergebnissituation des Konzerns. Dennoch leiten wir nach Möglichkeit entsprechende Gegenmaßnahmen ein.
Weitere wesentliche Chancen und Risiken, die über die im Geschäftsbericht 2019 dargestellten Chancen und Risiken hinausgehen, sind im Berichtszeitraum nicht hinzugekommen.
Prognosebericht
Der Vorstand beurteilt den Geschäftsverlauf im ersten Halbjahr als nicht zufriedenstellend. Dennoch wird unter den gegebenen dramatischen Rahmenbedingungen das positive EBIT in der ersten Jahreshälfte als Teilerfolg gewertet.
Der Vorstand hat die im Geschäftsbericht 2019 enthaltene Prognose mit Ad-hoc-Mitteilung vom 14. April 2020 zurückgenommen. Dies wurde notwendig, da aufgrund der dynamischen Entwicklung der COVID-19-Pandemie und den damit verbundenen Auswirkungen auf die Weltwirtschaft eine zuverlässige und realistische Einschätzung der Geschäftsentwicklung von edding im Geschäftsjahr 2020 aus Sicht des Vorstands zu dieser Zeit nicht möglich war.
Nach Ablauf des ersten Halbjahres konnte eine Einschätzung für den Geschäftsverlauf des Jahres 2020 vorgenommen werden, die mit Ad-hoc-Mitteilung vom 3. August 2020 bekannt gegeben wurde. Demnach rechnet die edding Gruppe wie bereits erläutert mit einer leicht verbesserten Umsatzentwicklung in der zweiten Jahreshälfte unter der Annahme, dass es im weiteren Verlauf der COVID-19-Pandemie nicht zu umfangreichen weiteren Lockdown-Situationen in unseren westeuropäischen Kernmärkten kommt. Damit erscheint ein positives EBIT im Konzern erreichbar. Hier wirken sich auch die initiierten Kosteneinsparmaßnahmen positiv aus.
Der EBIT-Korridor für 2020 ist etwas weiter gefasst als üblich, da wir den Verkauf unserer Betriebsimmobilie in Wunstorf beabsichtigen. Da die Immobilie nur noch einen niedrigen Buchwert ausweist, wird hierfür ein Gewinn aus dem Verkauf im niedrigen siebenstelligen Bereich erwartet. In dem weiteren Korridor ist somit berücksichtigt, dass sich der Verkauf unter Umständen erst im Jahr 2021 realisieren lässt.
Der Jahresüberschuss im Einzelabschluss der edding AG dürfte aufgrund erwarteter Wertberichtigungen auf Finanzanlagen und konzerninterner Forderungen zwischen -1,5 und 2,5 Mio. EUR ausfallen.
| Finanzielle Steuerungsgrößen | 2019 | Prognose 2020 alt 3 |
Prognose 2020 neu 4 |
|---|---|---|---|
| Mio. EUR | Mio. EUR | Mio. EUR | |
| --- | --- | --- | --- |
| edding Konzern | |||
| Umsatzerlöse | 141,8 | 140,0 - 155,0 | 115,0 - 130,0 |
| Umsatzerlöse vor IFRS 15 | 150,6 | 150,0 - 165,0 | 123,0 - 138,0 |
| EBIT | 9,7 | 9,0 - 13,0 | 0,5 - 5,0 |
| edding AG (Einzelabschluss) | |||
| Jahresüberschuss | 4,1 | 4,0 - 6,0 | -1,5-2,5 |
3 Im Rahmen des Geschäftsberichts 2019 bekannt gegeben und mit Ad-hoc-Mitteilung vom 14. April 2020 zurückgenommen.
4 Veröffentlicht mit Ad-hoc-Mitteilung vom 3. August 2020
Im Rahmen dieser Prognose wird folgende Segmententwicklung erwartet:
| Segmentergebnisse | 2019 | Prognose 2020 alt 5 |
Prognose 2020 neu |
|---|---|---|---|
| Mio. EUR | Mio. EUR | Mio. EUR | |
| --- | --- | --- | --- |
| Schreiben und Markieren | |||
| Umsatzerlöse | 107,1 | 107,0 - 113,0 | 88,0 - 100,0 |
| EBIT | 19,5 | 19,0 - 21,5 | 11,0 - 15,0 |
| Visuelle Kommunikation | |||
| Umsatzerlöse | 34,5 | 34,5 - 38,5 | 24,0 - 30,0 |
| EBIT | 1,5 | 0,5 - 2,0 | -1,5-0,0 |
| Technological Solutions | |||
| Umsatzerlöse | 0,3 | 1,0 - 3,0 | 0,5 - 1,5 |
| EBIT | -2,3 | -2,5 - -1,0 | -3,5 - -1,5 |
| Sonstige | |||
| Umsatzerlöse | - | 0,0 - 0,5 | 0,0 - 0,2 |
| EBIT | -0,4 | -1,5 - -0,5 | -1,5 - -0,5 |
5 Im Rahmen des Geschäftsberichts 2019 bekannt gegeben und mit Ad-hoc-Mitteilung vom 14. April 2020 zurückgenommen.
Bei den nichtfinanziellen Steuerungsgrößen erwarten wir trotz der Krise keine wesentliche Veränderung der Zustimmungswerte aus der Mitarbeiterbefragung. Dies wurde auch in Zwischenbefragungen mit dem Schwerpunkt COVID-19-Risikomanagement bestätigt.
Die Erwartungen für den Punktwert der Balanced Scorecard haben sich insbesondere durch die schwache Umsatz- und EBIT-Entwicklung und die teilweise veränderte Priorisierung von Projekten noch einmal leicht reduziert.
| Nichtfinanzielle Steuerungsgrößen | 2019 | Prognose 2020 alt |
Prognose 2020 neu |
|---|---|---|---|
| Mio. EUR | Mio. EUR | ||
| --- | --- | --- | --- |
| Punktwert der Balanced Scorecard | n.a. | 700 - 800 | 650 - 750 |
| Zustimmungswerte aus der Mitarbeiterbefragung | |||
| Mitarbeiter-Engagement (in %) | 87 | 85 - 90 | 85 - 90 |
| Qualität des Leistungsumfelds (in %) | 82 | 75 - 85 | 75 - 85 |
Alternative Leistungskennzahlen
Im vorliegenden Zwischenlagebericht des edding Konzerns werden zur Erläuterung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage die folgenden alternativen Leistungskennzahlen verwendet, die nicht nach den IFRS definiert sind. Sofern nicht anders vermerkt, ergibt sich die Überleitung der alternativen Leistungskennzahl aus der Konzernbilanz sowie Konzerngewinn- und -verlustrechnung des vorliegenden Zwischenabschlusses.
Beteiligungsergebnis
Ergebnis aus sonstigen Beteiligungen zuzüglich Finanzergebnis.
EBIT-Marge
EBIT im Verhältnis zu den Umsatzerlösen in Prozent.
Eigenkapitalquote
Eigenkapital im Verhältnis zum Gesamtkapital in Prozent.
Konzernergebnis vor Ertragsteuern (EBT)
Abkürzung für „Earnings Before Taxes“. EBIT zuzüglich Beteiligungs- und Finanzergebnis sowie Ergebnis aus der Nettoposition der monetären Posten gemäß IAS 29 und vor Berücksichtigung der Steuern vom Einkommen und Ertrag sowie latenter Steueraufwendungen / Steuererträge.
Konzernergebnis vor Zinsen, Hochinflationsanpassungen und Ertragsteuern (EBIT)
Abkürzung für „Earnings Before Interest and Taxes“. Gesamtleistung abzüglich Materialaufwand, Personalaufwand und Abschreibungen (inklusive auf Nutzungsrechte im Sinne des IFRS 16), zuzüglich sonstiger betrieblicher Erträge und abzüglich sonstiger betrieblicher Aufwendungen. Das EBIT ist die wichtigste Kennziffer zur Ergebnissteuerung im edding Konzern. Es erfolgt keine Bereinigung um etwaige außergewöhnliche Aufwendungen oder Erträge. Das EBIT wird in untergeordnetem Umfang durch die Regelungen des IAS 29 zu Kaufkraftanpassungen bei den Posten der Gewinn- und Verlustrechnung der argentinischen Tochtergesellschaften, die in Summe jedoch keinen Effekt auf das Periodenergebnis haben, sowie die Umrechnung der Erlöse und Aufwendungen mit dem Stichtagskurs anstatt des ansonsten üblichen Jahresdurchschnittskurses beeinflusst.
Finanzergebnis
Zinsen und ähnliche Erträge abzüglich Zinsen und ähnliche Aufwendungen (inklusive auf Leasingverbindlichkeiten nach IFRS 16) zuzüglich / abzüglich Zuschreibungen / Abschreibungen auf Wertpapiere zuzüglich Erträge aus der Reduzierung von Verbindlichkeiten.
Gesamtleistung
Umsatzerlöse zuzüglich / abzüglich Bestandsveränderungen und andere aktivierte Eigenleistungen.
Liquidität zweiten Grades (Quick Ratio)
Flüssige Mittel zuzüglich kurzfristiger Vermögenswerte (ohne Vorräte, ohne Rechnungsabgrenzungsposten und ohne zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte) im Verhältnis zum kurzfristigen Fremdkapital.
Rohergebnis
Gesamtleistung abzüglich Materialaufwand.
Rohergebnisquote
Rohergebnis im Verhältnis zur Gesamtleistung in Prozent.
Um zahlungsunwirksame Effekte bereinigtes Konzernergebnis
Konzernergebnis zuzüglich zahlungsunwirksamer Aufwendungen und abzüglich zahlungsunwirksamer Erträge. Die zahlungsunwirksamen Aufwendungen und Erträge resultieren im edding Konzern regelmäßig aus Abschreibungen auf Vermögenswerte des Anlagevermögens sowie Nutzungsrechte, unrealisierten Fremdwährungsverlusten / -gewinnen, latenten Steueransprüchen, Veränderungen der Pensionsrückstellungen, Auflösung sonstiger Rückstellungen oder abgegrenzter Schulden, Reduzierung von Verbindlichkeiten sowie Wertberichtigungen auf Vorräte und auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, sonstige Forderungen und flüssige Mittel sowie Hochinflationsanpassungen. Die Überleitung des um zahlungsunwirksame Effekte bereinigten Konzernergebnisses ergibt sich aus der Konzernkapitalflussrechnung des vorliegenden Konzernabschlusses.
Verkürzter Konzernzwischenabschluss
des edding Konzerns
Konzernbilanz
AKTIVA
| 30.06.2020 | 31.12.2019 | |
|---|---|---|
| Mio. EUR | Mio. EUR | |
| --- | --- | --- |
| Geschäfts- oder Firmenwerte | 3,1 | 3,1 |
| Sonstige immaterielle Vermögenswerte | 1,3 | 1,4 |
| Sachanlagen | 14,3 | 14,2 |
| Nutzungsrechte | 3,9 | 4,4 |
| Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien | 1,2 | 1,2 |
| Sonstige Finanzanlagen | 1,9 | 3,5 |
| Latente Steuerforderungen | 0,2 | 0,7 |
| Ertragsteuerforderungen | 0,1 | 0,1 |
| Sonstige Forderungen und Vermögenswerte | 6,4 | 6,4 |
| Langfristige Vermögenswerte | 32,4 | 35,0 |
| Vorräte | 34,0 | 29,8 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 19,8 | 23,7 |
| Ertragsteuerforderungen | 0,4 | 0,6 |
| Sonstige Forderungen und Vermögenswerte | 4,4 | 3,0 |
| Flüssige Mittel | 19,0 | 24,2 |
| Rechnungsabgrenzungsposten | 0,6 | 1,3 |
| Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte | 0,9 | 0,9 |
| Kurzfristige Vermögenswerte | 79,1 | 83,5 |
| Bilanzsumme | 111,5 | 118,5 |
PASSIVA
| Eigenkapital | 63,1 | 64,9 |
| Rückstellungen für Pensionen | 13,4 | 14,0 |
| Latente Steuerschulden | 0,1 | 0,1 |
| Langfristige Finanzschulden | - | 0,5 |
| Langfristige Leasingverbindlichkeiten | 2,1 | 2,7 |
| Andere langfristige Verbindlichkeiten und Rückstellungen | 2,3 | 2,2 |
| Langfristiges Fremdkapital | 17,9 | 19,5 |
| Kurzfristige Finanzschulden | 6,1 | 7,4 |
| Kurzfristige Leasingverbindlichkeiten | 2,0 | 2,1 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 4,7 | 5,2 |
| Ertragsteuerschulden | 1,6 | 1,5 |
| Andere kurzfristige Verbindlichkeiten und Rückstellungen | 16,1 | 17,9 |
| Kurzfristiges Fremdkapital | 30,5 | 34,1 |
| Bilanzsumme | 111,5 | 118,5 |
Konzerngewinn- und -verlustrechnung
| 2020 01.01.-30.06. | 2019 01.01.-30.06. | |
|---|---|---|
| Mio. EUR | Mio. EUR | |
| --- | --- | --- |
| Umsatzerlöse | 56,9 | 69,7 |
| Bestandsveränderungen und andere aktivierte Eigenleistungen | 0,2 | 0,2 |
| GESAMTLEISTUNG | 57,1 | 69,9 |
| Materialaufwand | -23,3 | -28,0 |
| Personalaufwand | -17,7 | -20,6 |
| Abschreibungen | -2,3 | -2,3 |
| Sonstige betriebliche Erträge | 3,2 | 3,0 |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | -15,5 | -19,1 |
| Wertminderungsaufwendungen aus finanziellen Vermögenswerten | -0,3 | -0,1 |
| Sonstiges | -15,2 | -19,0 |
| Gesamte betriebliche Aufwendungen | -55,6 | -67,0 |
| KONZERNERGEBNIS VOR ZINSEN, HOCHINFLATIONSANPASSUNGEN UND ERTRAGSTEUERN (EBIT) | 1,5 | 2,9 |
| Finanz- und Beteiligungsergebnis | 1,5 | -0,4 |
| Ergebnis aus der Nettoposition der monetären Posten gemäß IAS 29 | -0,1 | 0,31 |
| KONZERNERGEBNIS VOR ERTRAGSTEUERN (EBT) | 2,9 | 2,8 1 |
| Ertragsteuern | -1,2 | -1,5 |
| KONZERNERGEBNIS | 1,7 | 1,3 1 |
| Davon: | ||
| Anteil der Aktionäre der edding AG | 2,0 | 1,5 1 |
| Anteile nicht beherrschender Gesellschafter | -0,3 | -0,2 |
| Unverwässertes / verwässertes Ergebnis je Stammaktie (600.000 Stück) | 1,79 € | 1,33 € 1 |
| Unverwässertes / verwässertes Ergebnis je Vorzugsaktie (473.219 Stück) | 1,83 € | 1,63 € 1 |
1 Anpassung von Vorjahreswerten (siehe erläuternde Angaben)
Konzerngesamtergebnisrechnung
| 2020 01.01.-30.06. | 2019 01.01.-30.06. | |
|---|---|---|
| Mio. EUR | Mio. EUR | |
| --- | --- | --- |
| Konzernergebnis | 1,7 | 1,3 1 |
| Posten, die anschließend nicht in den Gewinn oder Verlust umgegliedert werden | ||
| Neubewertung von Pensionen und ähnlichen Verpflichtungen | ||
| Versicherungsmathematische Gewinne / Verluste | 0,0 | 0,0 |
| Latente Steuern | 0,0 | 0,0 |
| Wertänderung von Beteiligungen | -1,6 | n.a. |
| -1,6 | 0,0 | |
| Posten, die anschließend in den Gewinn oder Verlust umgegliedert werden, sofern bestimmte Bedingungen erfüllt sind | ||
| Währungsumrechnungsdifferenz / Hochinflation | ||
| Anteil der Aktionäre der edding AG | ||
| Währungsumrechnungsdifferenz | -0,7 | -0,4 |
| Hochinflation | 0,2 | 0,1 1 |
| -0,5 | -0,3 1 | |
| Anteile nicht beherrschender Gesellschafter | 0,0 | 0,0 |
| -0,5 | -0,3 1 | |
| Sicherungsgeschäfte | ||
| Im Eigenkapital erfasste Fair Value Änderungen | 0,1 | 0,4 |
| In die Konzerngewinn- und -verlustrechnung übernommen | -0,2 | -0,1 |
| Latente Steuern | 0,0 | -0,1 |
| -0,1 | 0,2 | |
| Sonstiges Ergebnis | -2,2 | -0,1 1 |
| GESAMTERGEBNIS | -0,5 | 1,2 1 |
| Davon: | ||
| Anteil der Aktionäre der edding AG | -0,2 | 1,4 |
| Anteile nicht beherrschender Gesellschafter | -0,3 | -0,2 |
1 Anpassung von Vorjahreswerten (siehe erläuternde Angaben)
Konzernkapitalflussrechnung
| 2020 01.01.-30.06. | 2019 01.01.-30.06. | |
|---|---|---|
| Mio. EUR | Mio. EUR | |
| --- | --- | --- |
| Konzernergebnis | 1,7 | 1,3 1 |
| + Abschreibungen auf Vermögenswerte des Anlagevermögens | 2,3 | 2,3 |
| - / + Abnahme / Zunahme der Pensionsrückstellungen | -0,7 | 0,3 |
| + / - Ergebnis aus der Nettoposition der monetären Posten gemäß IAS 29 | 0,1 | -0,3 1 |
| + / - Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen / Erträge | -1,4 | -0,8 |
| Um zahlungsunwirksame Effekte bereinigtes Konzernergebnis | 2,0 | 2,8 |
| - / + Gewinn / Verlust aus dem Abgang von Vermögenswerten des Anlagevermögens | 0,0 | 0,0 |
| - Zunahme der Vorräte | -5,1 | -1,5 |
| + / - Abnahme / Zunahme der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 3,9 | -2,8 |
| + Abnahme der sonstigen Aktiva | 0,5 | 0,2 |
| - Abnahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | -0,5 | -0,4 |
| - Abnahme der sonstigen Passiva | -2,5 | -2,1 |
| Cashflow aus der betrieblichen Tätigkeit | -1,7 | -3,8 |
| + Einzahlungen aus Abgängen von immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen | 0,0 | 0,0 |
| - Auszahlungen für Investitionen | ||
| Sachanlagen | -1,3 | -3,3 |
| Immaterielle Vermögenswerte | -0,1 | -0,1 |
| Finanzanlagen | -0,2 | - |
| Cashflow aus der Investitionstätigkeit | -1,6 | -3,4 |
| - Dividendenzahlung an die Aktionäre der edding AG | -1,3 | -2,6 |
| + Einzahlungen aus der Aufnahme von Krediten | 1,7 | 0,7 |
| - Auszahlungen für die Tilgung von Krediten | -1,0 | -0,3 |
| - / + Auszahlungen / Einzahlungen aus kurzfristigen Finanzschulden | 0,0 | 0,2 |
| - Tilgung von Leasingverbindlichkeiten | -1,2 | -0,9 |
| Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit | -1,8 | -2,9 |
| Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelbestands | -5,1 | -10,1 |
| + / - Einfluss von Wechselkursänderungen | -0,1 | 0,0 |
| + Finanzmittelbestand am Anfang der Periode | 24,2 | 29,9 |
| Finanzmittelbestand am Ende der Periode | 19,0 | 19,8 |
1 Anpassung von Vorjahreswerten (siehe erläuternde Angaben)
Eigenkapitalveränderungsrechnung des Konzerns
| Grundkapital | Kapitalrücklage | Gewinnrücklagen und Bilanzgewinn | |
|---|---|---|---|
| Mio. EUR | Mio. EUR | Mio. EUR | |
| --- | --- | --- | --- |
| Stand 31.12.2018 | 5,4 | 4,2 | 60,2 |
| Erstanwendung IFRS 16 | - | - | -0,4 |
| Stand 01.01.2019 | 5,4 | 4,2 | 59,8 |
| Konzernergebnis 1 | - | - | 1,5 |
| Sonstiges Ergebnis 1 | - | - | - |
| Gesamtergebnis | - | - | 1,5 |
| Dividendenzahlungen | - | - | -2,6 |
| Sonstige Eigenkapitalveränderungen | - | - | 0,1 |
| Stand 30.06.2019 | 5,4 | 4,2 | 58,8 |
| Stand 31.12.2019 | 5,4 | 4,2 | 63,3 |
| Konzernergebnis | - | - | 2,0 |
| Sonstiges Ergebnis | - | - | - |
| Gesamtergebnis | - | - | 2,0 |
| Dividendenzahlungen | - | - | -1,3 |
| Sonstige Eigenkapitalveränderungen | - | - | - |
| Stand 30.06.2020 | 5,4 | 4,2 | 64,0 |
| Neubewertung von Pensionen und ähnlichen Verpflichtungen | Währungsumrechnungs- differenz und Hochinflation |
Sicherungsgeschäfte | |
|---|---|---|---|
| Mio. EUR | Mio. EUR | Mio. EUR | |
| --- | --- | --- | --- |
| Stand 31.12.2018 | -3,1 | -2,6 | 0,1 |
| Erstanwendung IFRS 16 | - | - | - |
| Stand 01.01.2019 | -3,1 | -2,6 | 0,1 |
| Konzernergebnis 1 | - | - | - |
| Sonstiges Ergebnis 1 | 0,0 | -0,3 | 0,2 |
| Gesamtergebnis | 0,0 | -0,3 | 0,2 |
| Dividendenzahlungen | - | - | - |
| Sonstige Eigenkapitalveränderungen | - | -0,1 | - |
| Stand 30.06.2019 | -3,1 | -3,0 | 0,3 |
| Stand 31.12.2019 | -4,6 | -3,1 | 0,2 |
| Konzernergebnis | - | - | - |
| Sonstiges Ergebnis | 0,0 | -0,5 | -0,1 |
| Gesamtergebnis | 0,0 | -0,5 | -0,1 |
| Dividendenzahlungen | - | - | - |
| Sonstige Eigenkapitalveränderungen | - | - | - |
| Stand 30.06.2020 | -4,6 | -3,6 | 0,1 |
| Wertänderung von Beteiligungen | Anteil der Aktionäre der edding AG | Anteile nicht beherrschender Gesellschafter | Gesamt | |
|---|---|---|---|---|
| Mio. EUR | Mio. EUR | Mio. EUR | Mio. EUR | |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Stand 31.12.2018 | n.a. | 64,2 | -0,2 | 64,0 |
| Erstanwendung IFRS 16 | - | -0,4 | 0,0 | -0,4 |
| Stand 01.01.2019 | n.a. | 63,8 | -0,2 | 63,6 |
| Konzernergebnis 1 | - | 1,5 | -0,2 | 1,3 |
| Sonstiges Ergebnis 1 | - | -0,1 | 0,0 | -0,1 |
| Gesamtergebnis | - | 1,4 | -0,2 | 1,2 |
| Dividendenzahlungen | - | -2,6 | - | -2,6 |
| Sonstige Eigenkapitalveränderungen | - | - | - | - |
| Stand 30.06.2019 | n.a. | 62,6 | -0,4 | 62,2 |
| Stand 31.12.2019 | n.a. | 65,4 | -0,5 | 64,9 |
| Konzernergebnis | - | 2,0 | -0,3 | 1,7 |
| Sonstiges Ergebnis | -1,6 | -2,2 | 0,0 | -2,2 |
| Gesamtergebnis | -1,6 | -0,2 | -0,3 | -0,5 |
| Dividendenzahlungen | - | -1,3 | - | -1,3 |
| Sonstige Eigenkapitalveränderungen | - | - | - | - |
| Stand 30.06.2020 | -1,6 | 63,9 | -0,8 | 63,1 |
1 Anpassung von Vorjahreswerten (siehe erläuternde Angaben)
Erläuternde Angaben
Segmentberichterstattung
| Schreiben und Markieren | Visuelle Kommunikation | Technological Solutions | Sonstige | Summe Segmente | Überleitung | edding Konzern | |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Mio. EUR | Mio. EUR | Mio. EUR | Mio. EUR | Mio. EUR | Mio. EUR | Mio. EUR | |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| 01.01.-30.06.2020 | |||||||
| Externe Umsatzerlöse | 44,7 | 12,0 | 0,2 | - | 56,9 | - | 56,9 |
| Abschreibungen | 1,0 | 0,5 | 0,1 | - | 1,6 | 0,7 | 2,3 |
| Segmentergebnis (EBIT) | 7,5 | -0,9 | -1,2 | -0,3 | 5,1 | -3,6 | 1,5 |
| 01.01.-30.06.2019 | |||||||
| Externe Umsatzerlöse | 52,2 | 17,3 | 0,2 | - | 69,7 | 0,0 | 69,7 |
| Abschreibungen | 1,0 | 0,5 | 0,1 | - | 1,6 | 0,7 | 2,3 |
| Segmentergebnis (EBIT) | 7,8 | 0,3 | -0,8 | -0,2 | 7,1 | -4,2 | 2,9 |
Die Geschäftsfelder Schreiben und Markieren, Visuelle Kommunikation sowie Technological Solutions werden als operative Segmente nach IFRS 8 dargestellt. Dabei werden dem Segment Schreiben und Markieren auch Partnermarken, das Lizenzgeschäft mit Druckerpatronen und das Nagellackgeschäft zugeordnet, da diese das Segment ergänzen. Sowohl das Lizenz- als auch das Nagellackgeschäft werden nicht als eigenständige Geschäftssegmente angesehen, da derzeit weder separate Betriebsergebnisse aus diesen Bereichen an die obersten Entscheidungsträger kommuniziert werden, noch die Ertragskraft dieser Bereiche regelmäßig von der Geschäftsleitung überprüft wird. Der Grund hierfür liegt in der untergeordneten Bedeutung dieser Bereiche für die Ertragskraft des edding Konzerns. Das Geschäftsfeld Technological Solutions umfasst zur Zeit die Markierungstechnologien edding code und prisma ID sowie Compact Printing.
Unter „Sonstige“ werden Aktivitäten, die weder Schreiben und Markieren noch Visuelle Kommunikation oder Technological Solutions zugeordnet werden können, ausgewiesen. Hierzu gehören die Aktivitäten der edding Expressive Skin GmbH mit dem Sortiment rund um das Tätowieren. Zwar werden die qualitativen Kriterien eines operativen Segments erfüllt, jedoch werden die quantitativen Schwellenwerte gemäß IFRS 8.13 noch nicht überschritten, so dass dieser Bereich unter „Sonstige“ eingeordnet wird.
Die edding AG als Finanzholding stellt kein operatives Segment nach IFRS 8 dar; die Aktivitäten dieser Gesellschaft werden daher - soweit erforderlich - in der Überleitungsrechnung erfasst.
Zwischen den Segmenten wurden in der ersten Jahreshälfte 2020 sowie im Vorjahreszeitraum keine Umsätze erzielt.
Unterschiede hinsichtlich der Unsicherheiten von Erlösen und Zahlungsströmen bestehen zwischen geografischen Regionen aufgrund politischer und konjunktureller Aspekte.
Die Art der Geschäfte des Segments Schreiben und Markieren sowie des Segments Visuelle Kommunikation ist vergleichbar. Der Konzern erzielt Umsatzerlöse aus der Erbringung von Warenlieferungen, für die die Umsatzrealisierung mit der Erlangung der Verfügungsmacht über die Waren durch die Kunden erfolgt. Damit werden die Umsatzerlöse in beiden Segmenten zu einem bestimmten Zeitpunkt realisiert. Im Segment Technological Solutions werden die Umsatzerlöse im Bereich Compact Printing aus der Erbringung von Warenlieferungen erzielt, daher haben diese Umsätze ebenfalls einen Zeitpunktbezug. Die Lizenzgeschäfte und erbrachten Dienstleistungen der Technologien edding code und prisma ID weisen im Wesentlichen eine zeitraumbezogene Leistungserbringung auf, was sich ebenfalls in ihrer Umsatzrealisierung widerspiegelt.
Die Verträge mit Kunden enthalten hinsichtlich der Fälligkeit übliche kurzfristige Zahlungsbedingungen und keine Finanzierungskomponenten.
Infolge der saisonabhängigen Art des Segments Schreiben und Markieren werden höhere Umsatzerlöse und Betriebsergebnisse üblicherweise eher in der zweiten Jahreshälfte als in den ersten sechs Monaten erwartet. Umsatzerlöse und Betriebsergebnisse der anderen Geschäftsfelder sind unterjährig eher gleichmäßig verteilt.
Die geografische Aufgliederung der Umsatzerlöse erfolgt nach dem Sitz der Kunden. Die Umsatzerlöse gliedern sich nach Regionen und zeitlichem Ablauf der Umsatzrealisierung für den Zeitraum 1. Januar bis 30. Juni 2020 wie folgt:
| 2020 01.01.-30.06. | Schreiben und Markieren | Visuelle Kommunikation | Technological Solutions | Sonstige | Summe Segmente | Überleitung | edding Konzern |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Mio. EUR | Mio. EUR | Mio. EUR | Mio. EUR | Mio. EUR | Mio. EUR | Mio. EUR | |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Regionen | |||||||
| Inland | 21,5 | 5,8 | 0,2 | - | 27,5 | - | 27,5 |
| Übriges Europa | 20,8 | 6,0 | 0,0 | - | 26,8 | - | 26,8 |
| Übersee | 2,4 | 0,2 | 0,0 | - | 2,6 | - | 2,6 |
| 44,7 | 12,0 | 0,2 | - | 56,9 | - | 56,9 | |
| Zeitlicher Ablauf der Umsatzrealisierung | |||||||
| Zeitpunkt | 44,7 | 12,0 | 0,1 | - | 56,8 | - | 56,8 |
| Zeitraum | - | - | 0,1 | - | 0,1 | - | 0,1 |
| 44,7 | 12,0 | 0,2 | - | 56,9 | - | 56,9 |
Die Umsatzerlöse gliedern sich nach Regionen und zeitlichem Ablauf der Umsatzrealisierung für den Zeitraum 1. Januar bis 30. Juni 2019 wie folgt:
| 2019 01.01.-30.06. | Schreiben und Markieren | Visuelle Kommunikation | Technological Solutions | Sonstige | Summe Segmente | Überleitung | edding Konzern |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Mio. EUR | Mio. EUR | Mio. EUR | Mio. EUR | Mio. EUR | Mio. EUR | Mio. EUR | |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Regionen | |||||||
| Inland | 23,1 | 8,3 | 0,2 | - | 31,6 | - | 31,6 |
| Übriges Europa | 25,9 | 8,7 | 0,0 | - | 34,6 | - | 34,6 |
| Übersee | 3,2 | 0,3 | - | - | 3,5 | - | 3,5 |
| 52,2 | 17,3 | 0,2 | - | 69,7 | - | 69,7 | |
| Zeitlicher Ablauf der Umsatzrealisierung | |||||||
| Zeitpunkt | 52,0 | 17,3 | 0,0 | - | 69,3 | - | 69,3 |
| Zeitraum | 0,2 | - | 0,2 | - | 0,4 | - | 0,4 |
| 52,2 | 17,3 | 0,2 | - | 69,7 | - | 69,7 |
Die Überleitung des Segmentergebnisses auf das Konzernergebnis vor Ertragsteuern stellt sich wie folgt dar:
| 2020 01.01.-30.06. | 2019 01.01.-30.06. | |
|---|---|---|
| Mio. EUR | Mio. EUR | |
| --- | --- | --- |
| EBIT der Segmente | 5,1 | 7,1 |
| EBIT der edding AG | -3,6 | -4,4 |
| Konsolidierung | 0,0 | 0,2 |
| EBIT des edding Konzerns | 1,5 | 2,9 |
| Finanz- und Beteiligungsergebnis | 1,5 | -0,4 |
| Ergebnis aus der Nettoposition der monetären Posten gemäß IAS 29 | -0,1 | 0,3 1 |
| Konzernergebnis vor Ertragsteuem (EBT) | 2,9 | 2,8 1 |
1 Anpassung von Vorjahreswerten
Die in der Segmentberichterstattung verwendete Ergebnisgröße „EBIT“ stellt das für den jeweiligen Unternehmensbereich errechnete Ergebnis vor Zinsen, Hochinflationsanpassungen und Ertragsteuern dar.
Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze
Der Zwischenabschluss des edding Konzerns zum 30. Juni 2020 wurde in Übereinstimmung mit IAS 34 „Zwischenberichterstattung“ aufgestellt. Dabei wurden alle ab dem 1. Januar 2020 in der EU verpflichtend anzuwendenden IFRS umgesetzt.
Der vorliegende Zwischenabschluss wurde weder nach § 317 HGB geprüft noch einer prüferischen Durchsicht durch einen Abschlussprüfer unterzogen.
Der Vorstand hat den vorliegenden verkürzten Zwischenabschluss am 24. August 2020 zur Veröffentlichung freigegeben.
Bei der Aufstellung des Zwischenabschlusses wurden größtenteils dieselben Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze wie bei der Aufstellung des Konzernabschlusses zum 31. Dezember 2019 verwendet. Diese Grundsätze sind im Konzernanhang des Geschäftsberichts 2019 der edding Aktiengesellschaft detailliert beschrieben. Aus neuen Interpretationen und anderen Standardänderungen resultieren keine wesentlichen Auswirkungen auf die Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze des edding Konzerns.
Die versicherungsmathematischen Annahmen für die Bewertung der Pensionen und ähnlichen Verpflichtungen sind gegenüber den im Konzernabschluss zum 31. Dezember 2019 dargestellten Berechnungsparametern zum vorliegenden Zwischenabschluss unverändert.
Die Ertragsteuern wurden unter Anwendung des für das gesamte Geschäftsjahr erwarteten durchschnittlichen jährlichen Steuersatzes ermittelt.
Für staatliche Fördermaßnahmen im Zusammenhang mit der COVID-19-Pandemie wendet edding die folgenden Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze an:
Die von der Kurzarbeit betroffenen Arbeitnehmer im edding Konzern haben bei Vorliegen der Voraussetzungen zum Bezug von Kurzarbeitergeld gegenüber der Bundesagentur für Arbeit (BA) oder einer ähnlichen Behörde einen Anspruch auf Kurzarbeitergeld, welches von edding als Zahlstelle ausgezahlt wird. Monatlich errechnet edding das Kurzarbeitergeld und zahlt es an die Arbeitnehmer aus. Daneben hat edding einen eigenen Anspruch gegen die BA oder eine ähnliche Behörde auf Erstattung von Sozialversicherungsbeiträgen für Arbeitsausfälle. Es werden die von edding während des Bezugs von Kurzarbeitergeld allein zu tragenden Beiträge zur Sozialversicherung, das heißt soweit sich diese auf die "Ausfallstunden" beziehen, auf Antrag von der BA oder einer ähnlichen Behörde in pauschalierter Form erstattet.
Die von edding an die Arbeitnehmer gezahlten Aufstockungsbeträge bilden einen Bestandteil der für die Arbeitsleistung zu gewährenden laufenden Aufwendungen und sind somit als Personalaufwand zu erfassen.
Da der Anspruch auf das Kurzarbeitergeld dem Arbeitnehmer zusteht, stellt die Weiterleitung des Kurzarbeitergelds an die Arbeitnehmer aus Sicht des edding Konzerns lediglich einen durchlaufenden Posten dar, sodass in der Gesamtergebnisrechnung weder ein entsprechender Aufwand noch ein Ertrag auszuweisen ist. Folglich bleibt die Konzerngewinn- und -verlustrechnung insgesamt unberührt.
Etwas anderes gilt für die Erstattungen der von edding zu tragenden Aufwendungen zur Sozialversicherung (soweit auf die "Ausfallstunden" bezogen) durch die BA oder einer ähnlichen Behörde. Während die von edding getragenen Sozialversicherungsbeiträge als Personalaufwand zu erfassen sind, fallen die Erstattungen der BA oder einer ähnlichen Behörde als erfolgsbezogene Zuwendungen unter IAS 20. In der Gewinn- und Verlustrechnung des edding Konzerns werden diese Erträge als Minderung des Personalaufwands dargestellt.
Der Anspruch auf Erstattung des Kurzarbeitergelds und der Erstattungsanspruch für Sozialversicherungsbeiträge werden als sonstige Vermögenswerte aktiviert.
In den Fällen, in denen die Zuwendungen von dritter Seite direkt an die Arbeitnehmer der Gesellschaften des edding Konzerns gezahlt werden, unterbleibt eine Erfassung der öffentlichen Beihilfen.
Darüber hinaus wurden für zwei niederländische Gesellschaften des edding Konzerns Lohnkostenzuschüsse bei einer staatlichen Stelle beantragt. Der Zuschuss ist eine Aufwandsentschädigung für Lohnkosten innerhalb des Zeitraums vom 1. März bis 31. Mai 2020, der an den prozentualen Umsatzrückgang für diesen Zeitraum gekoppelt ist. Diese Zuschüsse werden ebenfalls als Minderung des Personalaufwands dargestellt.
Anpassung der Vorjahreswerte
Seit dem 1. Juli 2018 wird Argentinien als Hochinflationsland im Sinne des IAS 29 eingestuft. Demnach war der IAS 29 „Rechnungslegung in Hochinflationsländern“ seit Beginn der Berichtsperiode 2018 anzuwenden. Eine kritische Überprüfung der bisherigen Vorgehensweise, wie diese im Halbjahresfinanzbericht 2019 berichtet wurde, hat ergeben, dass der edding Konzern im Rahmen der Folgeanwendung in der Konzerngewinn- und -verlustrechnung für das erste Halbjahr 2019 aufgrund der Hochinflation tatsächlich einen sogenannten Schuldnergewinn anstatt eines Gläubigerverlusts auszuweisen hat, da die in Fremdwährungen (zum Beispiel USD, EUR) denominierten monetären Posten bei der Herleitung des Ergebnisses aus der Nettoposition der monetären Posten hätten berücksichtigt werden müssen. Die Effekte aus der Erstanwendung von IAS 29 zum 1. Januar 2018 wurden in der kritischen Überprüfung hingegen bestätigt. Die Änderung der Vorgehensweise stellt eine Korrektur eines Fehlers im Sinne des IAS 8.41 ff. dar. Diese Korrektur hat eine rückwirkende Anpassung der Vorjahresbeträge zur Folge.
In Folge der Berücksichtigung sämtlicher monetärer Posten bei der Herleitung des Ergebnisses aus der Nettoposition der monetären Posten wird das kumulierte erwirtschaftete Ergebnis zu Periodenbeginn in die Kaufkraftanpassung einbezogen. Dies kompensiert zum Großteil die Kaufkraftanpassungseffekte aus den übrigen Eigenkapitalpositionen, sodass sich das in der Konzerngewinn- und -verlustrechnung ausgewiesene Konzernergebnis entsprechend erhöht. Gegenläufig vermindert sich in der Konzerngesamtergebnisrechnung das sonstige Ergebnis wegen geringerer Fremdwährungsumrechnungseffekte in gleicher Höhe. In Summe ergibt sich damit keine Auswirkung auf das Gesamtergebnis und die Höhe des Konzerneigenkapitals. Insbesondere haben die dargestellten Effekte keine Auswirkung auf die für die edding Gruppe definierten finanziellen Steuerungsgrößen Umsatzerlöse und EBIT. Die Bewertung sämtlicher Vermögenswerte und Schulden bleibt ebenfalls unverändert.
In der Konzerngewinn- und -verlustrechnung sind folgende Posten für das Vorjahr angepasst worden:
| 2019 01.01.-30.06. berichtet | 2019 01.01.-30.06. angepasst | |
|---|---|---|
| Mio. EUR | Mio. EUR | |
| --- | --- | --- |
| KONZERNERGEBNIS VOR ZINSEN, HOCHINFLATIONSANPASSUNGEN UND ERTRAGSTEUERN (EBIT) | 2,9 | 2,9 |
| Finanz- und Beteiligungsergebnis | -0,4 | -0,4 |
| Ergebnis aus der Nettoposition der monetären Posten gemäß IAS 29 | -1,5 | 0,3 |
| KONZERNERGEBNIS VOR ERTRAGSTEUERN (EBT) | 1,0 | 2,8 |
| Ertragsteuern | -1,5 | -1,5 |
| KONZERNERGEBNIS | -0,5 | 1,3 |
| Davon: | ||
| Anteil der Aktionäre der edding AG | -0,3 | 1,5 |
| Anteile nicht beherrschender Gesellschafter | -0,2 | -0,2 |
| Unverwässertes / verwässertes Ergebnis je Stammaktie (600.000 Stück) | -0,36 € | 1,33 € |
| Unverwässertes / verwässertes Ergebnis je Vorzugsaktie (473.219 Stück) | -0,10 € | 1,63 € |
Zudem wurden Posten des sonstigen Ergebnisses wie folgt rückwirkend angepasst:
| 2019 01.01.-30.06. berichtet | 2019 01.01.-30.06. angepasst | |
|---|---|---|
| Mio. EUR | Mio. EUR | |
| --- | --- | --- |
| Konzernergebnis | -0,5 | 1,3 |
| Posten, die anschließend nicht in den Gewinn oder Verlust umgegliedert werden | 0,0 | 0,0 |
| Posten, die anschließend in den Gewinn oder Verlust umgegliedert werden, sofern bestimmte Bedingungen erfüllt sind | ||
| Währungsumrechnungsdifferenz / Hochinflation | ||
| Anteil der Aktionäre der edding AG | ||
| Währungsumrechnungsdifferenz | -0,4 | -0,4 |
| Hochinflation | 1,9 | 0,1 |
| 1,5 | -0,3 | |
| Anteile nicht beherrschender Gesellschafter | 0,0 | 0,0 |
| 1,5 | -0,3 | |
| Sicherungsgeschäfte | 0,2 | 0,2 |
| Sonstiges Ergebnis | 1,7 | -0,1 |
| GESAMTERGEBNIS | 1,2 | 1,2 |
| Davon: | ||
| Anteil der Aktionäre der edding AG | 1,4 | 1,4 |
| Anteile nicht beherrschender Gesellschafter | -0,2 | -0,2 |
Aufgrund dessen haben sich die folgenden Positionen innerhalb des Eigenkapitals durch die rückwirkende Anpassung zum 30. Juni 2019 wie folgt geändert:
| 30.06.2019 berichtet | 30.06.2019 angepasst | |
|---|---|---|
| Mio. EUR | Mio. EUR | |
| --- | --- | --- |
| Gewinnrücklagen und Bilanzgewinn | 55,0 | 58,8 |
| Währungsumrechnungsdifferenz und Hochinflation | 0,8 | -3,0 |
Es ergeben sich keine Auswirkungen auf den Anteil am Konzerneigenkapital, der den Aktionären der edding AG zuzurechnen ist.
Die nichtzahlungswirksamen Kaufkraftanpassungseffekte gemäß IAS 29 hatten keine Auswirkungen auf die in der Konzernkapitalflussrechnung ausgewiesenen Cashflows. Innerhalb des Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit ergaben sich in Folge der Änderungen in der Konzerngewinn- und -verlustrechnung entsprechend Verschiebungen zwischen den einzelnen Positionen:
| 30.06.2019 berichtet | 30.06.2019 angepasst | |
|---|---|---|
| Mio. EUR | Mio. EUR | |
| --- | --- | --- |
| Konzernergebnis | -0,5 | 1,3 |
| + Abschreibungen auf Vermögenswerte des Anlagevermögens | 2,3 | 2,3 |
| + Zunahme der Pensionsrückstellungen | 0,3 | 0,3 |
| + / - Ergebnis aus der Nettoposition der monetären Posten gemäß IAS 29 | 1,5 | -0,3 |
| + / - Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen / Erträge | -0,8 | -0,8 |
| Um zahlungsunwirksame Effekte bereinigtes Konzernergebnis | 2,8 | 2,8 |
COVID-19-Pandemie
Das neuartige Coronavirus (SARS-CoV-2) hat seit März 2020 deutliche Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des edding Konzerns sowie auf die Mitarbeiter, Lieferanten und Kunden mit sich gebracht.
Im Rahmen der Vermögenslage wirkt sich die Coronakrise im Wesentlichen auf unsere Vorratsbestände aus. Diese wurden trotz Umsatzrückgang gezielt auf hohem Niveau gehalten, um sofort und ausreichend lieferfähig zu sein, sobald die Nachfrage wieder anzieht. Dabei sind die Wertberichtigungen auf die Vorratsbestände zum 30. Juni 2020 moderat angestiegen, weil sich aufgrund des Nachfragerückgangs die Reichweiten bei gleichbleibendem Bestandsniveau bereits mathematisch verlängern, sodass die Reichweitenabschläge entsprechend angestiegen sind.
Die Folgen der COVID-19-Pandemie spiegeln sich auch in der Entwicklung der kurzfristigen Vermögenswerte wider, da der deutliche Rückgang der Umsatzerlöse, insbesondere seit April 2020, zu einem verringerten Bestand der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen führte. Im Rahmen des Forderungsmanagements wurden Kreditlimite gekürzt sowie die Absicherung der Forderungen ausgeweitet. Hierdurch konnte das Risiko steigender Zahlungsausfälle weiter reduziert werden, sodass keine nennenswerte Erhöhung der Wertberichtigungen erforderlich wurde. Zudem sanken die flüssigen Mittel, da unter anderem die Krisenüberbrückung ausschließlich aus der vorhandenen Liquidität des edding Konzerns erfolgt ist.
Darüber hinaus sind die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen entsprechend der Geschäftsentwicklung zurückgegangen.
Es wurden Kosteneinsparmaßnahmen getroffen sowie ein weitreichender Einstellungsstopp für freie beziehungsweise frei gewordene Stellen verhängt.
Der edding Konzern wurde zudem im ersten Halbjahr in Höhe von 0,7 Mio. EUR durch Zuwendungen der öffentlichen Hand begünstigt. Zum einen durch Aufwandsentschädigungen in Form eines Lohnkostenzuschusses in den Niederlanden (0,5 Mio. EUR) und zum anderen durch Erstattungen, der von edding zu tragenden Aufwendungen zur Sozialversicherung durch die Bundesagentur für Arbeit oder einer ähnlichen Behörde in anderen europäischen Ländern (0,2 Mio. EUR). Des Weiteren haben die Mitarbeiter des edding Konzerns das Kurzarbeitergeld oder ähnliche Gelder weltweit in Anspruch genommen beziehungsweise Gehaltsverzichte ausgesprochen (0,7 Mio. EUR).
Es besteht jedoch weiterhin Unsicherheit darüber, wie stark die Geschäftstätigkeit und damit die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des edding Konzerns zukünftig insgesamt, abhängig von der weiteren Entwicklung der COVID-19-Pandemie, betroffen sein könnte. Weitere mögliche künftige Auswirkungen auf die Bewertung einzelner Vermögenswerte und Schulden werden fortlaufend analysiert.
Ergebnis je Aktie
Die im vorliegenden Zwischenabschluss auf freiwilliger Basis erfolgende Darstellung des Ergebnisses je Aktie entspricht weitestgehend der Darstellung und Berechnungsmethodik des Ergebnisses je Aktie, wie sie im Geschäftsbericht 2019 offengelegt wurden. Das Ergebnis je Aktie gemäß IAS 33 wird zum 30. Juni 2020 somit wie folgt ermittelt:
| 2020 01.01.-30.06. | 2019 1 01.01.-30.06. | |
|---|---|---|
| Mio. EUR | Mio. EUR | |
| --- | --- | --- |
| Konzernergebnis den Aktionären der edding AG zuzurechnen | 2,0 | 1,5 |
| Abzüglich im Geschäftsjahr gezahlter Dividende Stammaktien | 0,7 | 1,4 |
| Abzüglich im Geschäftsjahr gezahlter Vorzugsdividende | 0,6 | 1,2 |
| Zwischensumme | 0,7 | -1,1 |
| Anzahl Stammaktien (Stück) | 600.000 | 600.000 |
| Anzahl Vorzugsaktien (Stück) | 473.219 | 473.219 |
| Nicht ausgeschüttetes Ergebnis den Stammaktionären zuzurechnen | 0,3 | -0,7 |
| Nicht ausgeschüttetes Ergebnis den Vorzugsaktionären zuzurechnen | 0,4 | -0,4 |
| Zwischensumme | 0,7 | -1,1 |
| Ausgeschüttetes Ergebnis je Stammaktie | 1,20 € | 2,40 € |
| Nicht ausgeschüttetes Ergebnis je Stammaktie | 0,59 € | -1,07 € |
| Unverwässertes / verwässertes Ergebnis je Stammaktie | 1,79 € | 1,33 € |
| Ausgeschüttetes Ergebnis je Vorzugsaktie | 1,23 € | 2,45 € |
| Nicht ausgeschüttetes Ergebnis je Vorzugsaktie | 0,60 € | -0,82 € |
| Unverwässertes / verwässertes Ergebnis je Vorzugsaktie | 1,83 € | 1,63 € |
1 Anpassung von Vorjahreswerten
Bei der Berechnung wird der satzungsmäßige Dividendenvorteil der Vorzugsaktien gegenüber den Stammaktien in Höhe von 2 % (Vorjahr: 2 %) auch auf das nicht ausgeschüttete Ergebnis sowie die im Geschäftsjahr von der Hauptversammlung beschlossene Dividendenausschüttung berücksichtigt.
Des Weiteren erhalten die Vorzugsaktien gemäß der Satzung eine Mindestdividende in Höhe von 4 % des auf jede der Vorzugsaktien entfallenden anteiligen Betrags des Grundkapitals. Diese Bedingung wird bei der Berechnung des Ergebnisses je Vorzugsaktie einbezogen.
Kaufpreisreduzierung Compactor
Der edding Konzern hatte bei dem brasilianischen Schreibgerätehersteller Companhia de Canetas Compactor S.A., Rio de Janeiro, am 3. Dezember 2014 Kontrolle über 20,74 % des Grundkapitals und 26,1 % der Stimmrechte erlangt. Der vereinbarte Kaufpreis betrug 3,3 Mio. EUR.
Da bisher noch nicht alle Bedingungen für die Zahlung des Kaufpreises erfüllt waren, hat edding die anhaltenden Rechtsstreitigkeiten und die COVID-19-Pandemie zum Anlass genommen, mit dem Verkäufer eine nachträgliche Reduzierung des Kaufpreises auf nun 1,7 Mio. EUR zu vereinbaren. Die letzte Teilzahlung in Höhe von 1,1 Mio. EUR wird in Kürze erfolgen. edding geht vor dem Hintergrund der COVID-19-Pandemie von einem Rückgang des beizulegenden Zeitwerts der Anteile in der gleichen Größenordnung aus.
Die Reduzierung der Kaufpreisverbindlichkeit um 1,6 Mio. EUR führt zu einem im Finanzergebnis auszuweisenden Ertrag. Die Verringerung der Beteiligung wird aufgrund eines bei Einführung von IFRS 9 ausgeübten Wahlrechts („Fair value through OCI“) erfolgsneutral im sonstigen Ergebnis (das sogenannte „Other Comprehensive Income“) erfasst.
Aufwendungen für Restrukturierung
Im ersten Halbjahr 2019 wurden Aufwendungen in Höhe von insgesamt 0,9 Mio. EUR für die Schließung des Produktionsstandorts der edding Argentina S.A. erfasst. Hiervon entfielen 0,4 Mio. EUR auf die Wertberichtung von Vorräten; Restrukturierungsaufwendungen im engeren Sinne stellten hierbei 0,4 Mio. EUR Personalaufwendungen und 0,1 Mio. EUR sonstige betriebliche Aufwendungen dar.
Nach der Schließung des Produktionsstandorts in San Juan zum 30. Juni 2019 wurden bei der argentinischen Tochtergesellschaft weitere Restrukturierungsmaßnahmen durchgeführt, da sich die wirtschaftlichen Aussichten, gerade im Hinblick auf den in Argentinien im vierten Quartal 2019 erfolgten Regierungswechsel, nicht gebessert haben. Zum 30. Juni 2020 sind daher Restrukturierungsrückstellungen in Höhe von 0,2 Mio. EUR (31. Dezember 2019: 0,2 Mio. EUR) in den kurzfristigen Rückstellungen enthalten, die Abfindungen für Mitarbeiter betreffen. Im ersten Halbjahr 2020 sind keine weiteren Restrukturierungsaufwendungen angefallen.
Angaben zu Finanzinstrumenten
Die nachfolgenden Tabellen zeigen Buchwerte und beizulegende Zeitwerte der zum Zwischenabschlussstichtag erfassten finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten nach den Bewertungskategorien gemäß IFRS 9 und den Fair Value Hierarchie Stufen nach IFRS 13. Der beizulegende Zeitwert (Fair Value) eines Finanzinstruments entspricht dem Betrag, zu dem zwischen sachverständigen, vertragswilligen und voneinander unabhängigen Geschäftspartnern ein Vermögenswert getauscht oder eine Schuld beglichen wird.
| 30.06.2020 | 31.12.2019 | ||||
|---|---|---|---|---|---|
| Fair Value Hierarchie | Buchwert | Beizulegender Zeitwert | Buchwert | Beizulegender Zeitwert | |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Stufe 1 | Mio. EUR | Mio. EUR | Mio. EUR | Mio. EUR | |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Finanzielle Vermögenswerte | |||||
| Zu fortgeführten Anschaffungskosten | 39,7 | 39,7 | 49,0 | 49,0 | |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | - | 19,8 | 19,8 | 23,7 | 23,7 |
| Sonstige finanzielle Forderungen und Vermögenswerte (ohne Derivate) | - | 0,9 | 0,9 | 1,1 | 1,1 |
| Flüssige Mittel | - | 19,0 | 19,0 | 24,2 | 24,2 |
| Zu Zwecken des Hedge Accounting | 0,2 | 0,2 | 0,5 | 0,5 | |
| Derivate mit positivem Marktwert mit Sicherungsbeziehung (Cash Flow Hedges) | 2 | 0,2 | 0,2 | 0,5 | 0,5 |
| Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete Vermögenswerte | 1,2 | 1,2 | 0,6 | 0,6 | |
| Argentinische Staatsanleihen | 0,4 | 0,4 | 0,6 | 0,6 | |
| Derivate mit positivem Marktwert ohne Sicherungsbeziehung, zu Handelszwecken gehalten | 2 | 0,8 | 0,8 | - | - |
| Erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert bewertete Vermögenswerte | 1,9 | 1,9 | 3,5 | 3,5 | |
| Beteiligungen | 3 | 1,9 | 1,9 | 3,5 | 3,5 |
1 Stufe 1 basiert auf quotierten Preisen auf aktiven Märkten für identische Vermögenswerte und Verbindlichkeiten.
Stufe 2 basiert auf Inputfaktoren, bei denen es sich nicht um Preise der Stufe 1 handelt, die sich aber für das Finanzinstrument entweder direkt als Preis oder indirekt in Ableitung von Preisen beobachten lassen.
Stufe 3 basiert auf Bewertungen mithilfe von Faktoren, die sich auf nicht beobachtbare Marktdaten stützen.
| 30.06.2020 | 31.12.2019 | ||||
|---|---|---|---|---|---|
| Fair Value Hierarchie | Buchwert | Beizulegender Zeitwert | Buchwert | Beizulegender Zeitwert | |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Stufe 1 | Mio. EUR | Mio. EUR | Mio. EUR | Mio. EUR | |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Finanzielle Verbindlichkeiten | |||||
| Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten, zu Anschaffungskoste bewertet | 19,1 | 19,1 | 22,6 | 22,6 | |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | - | 5,0 | 5,0 | 4,9 | 4,9 |
| Übrige Finanzschulden | - | 1,1 | 1,1 | 3,0 | 3,0 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | - | 4,7 | 4,7 | 5,2 | 5,2 |
| Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten (ohne Derivate) | - | 8,3 | 8,3 | 9,5 | 9,5 |
| Leasingverbindlichkeiten | - | 4,1 | n.a. | 4,8 | n.a. |
| Zu Zwecken des Hedge Accounting | - | - | - | - | |
| Derivate mit negativem Marktwert mit Sicherungsbeziehung (Cash Flow Hedges) | 2 | - | - | - | - |
| Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete Verbindlichkeiten | 0,0 | 0,0 | 0,5 | 0,5 | |
| Derivate mit negativem Marktwert ohne Sicherungsbeziehung, zu Handelszwecken gehalten | 2 | 0,0 | 0,0 | 0,5 | 0,5 |
Die Beteiligungen werden als strategisches Investment „erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert“ abgebildet. Zudem verweisen wir auf die vorstehenden Ausführungen zur „Kaufpreisreduzierung Compactor“.
Die Bewertungsverfahren und Inputfaktoren für die Bewertung der übrigen finanziellen Vermögenswerte und Schulden haben sich im Vergleich zum Konzernabschluss zum 31. Dezember 2019 nicht verändert. Umgliederungen zwischen den Stufen der Fair Value Hierarchie haben seitdem ebenfalls nicht stattgefunden.
Konsolidierungskreis
Gegenüber dem Konzernabschluss zum 31. Dezember 2019 haben sich im Konsolidierungskreis keine Änderungen ergeben.
Dividende
Die Hauptversammlung der edding Aktiengesellschaft hat am 9. Juni 2020 beschlossen, von dem Bilanzgewinn 2019 folgende Dividenden an die Aktionäre auszuschütten:
| • | EUR 1,23 Dividende je Vorzugsstückaktie im rechnerischen Nennwert von EUR 5,00 |
| • | EUR 1,20 Dividende je Stammstückaktie im rechnerischen Nennwert von EUR 5,00 |
Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen nach IAS 24
Als nahestehende Personen oder Unternehmen im Sinne des IAS 24 gelten natürliche Personen und Unternehmen, die von der edding AG beeinflusst werden können, die einen Einfluss auf die edding AG ausüben können oder die unter dem Einfluss einer anderen nahestehenden Partei der edding AG stehen.
In der ersten Jahreshälfte 2020 existierten keine assoziierten Unternehmen, die als nahestehende Unternehmen nach IAS 24 hätten klassifiziert werden können.
Der Arbeitnehmerin, die in den Aufsichtsrat der edding AG gewählt wurde, steht weiterhin ein reguläres Gehalt im Rahmen ihres Arbeitsvertrags zu. Die Höhe des Gehalts entspricht einer angemessenen Vergütung für die entsprechende Funktion beziehungsweise Tätigkeit im Unternehmen. Daneben wurden mit Mitgliedern des Aufsichtsrats oder Vorstands keine wesentlichen berichtspflichtigen Geschäfte getätigt.
Ebenso haben wir Gesellschafter - soweit sie durch Stimmrechtsbindung verpflichtet sind - insgesamt als nahestehende Personen eingeordnet. Mit einzelnen Gesellschaftern bestehen Beraterverträge, in deren Rahmen für die erste Jahreshälfte 2020 Honorare im Gesamtbetrag von 0,0 Mio. EUR (Vorjahr: 0,1 Mio. EUR) in Rechnung gestellt wurden, wovon zum Bilanzstichtag 0,0 Mio. EUR (Vorjahr: 0,0 Mio. EUR) ausstehend sind. Die Beraterverträge wurden dem Aufsichtsrat gegenüber offen gelegt. Zudem besteht mit einer Person ein übliches Angestelltenverhältnis. Weitere nennenswerte Geschäftsaktivitäten mit Mitgliedern des Gesellschafterkreises und ihren Angehörigen wurden im ersten Halbjahr 2020 wie im Vorjahreszeitraum nicht getätigt.
Eventualverbindlichkeiten
Zum Bilanzstichtag bestanden Eventualverbindlichkeiten aus gewährten Bürgschaften in Höhe von 0,2 Mio. EUR (31. Dezember 2019:0,2 Mio. EUR). Weitere Eventualverbindlichkeiten oder Haftungsverhältnisse bestanden nicht.
Ereignisse nach dem Abschlussstichtag
Wesentliche berücksichtigungspflichtige und nicht zu berücksichtigende, aber angabepflichtige Ereignisse nach dem Bilanzstichtag gemäß IAS 10 sind bis zum Zeitpunkt der Freigabe der Veröffentlichung des Konzernzwischenabschlusses nicht eingetreten.
Versicherung der gesetzlichen Vertreter
Nach bestem Wissen versichern wir, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen für die Zwischenberichterstattung der verkürzte Zwischenabschluss des Konzerns ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Zwischenlagebericht des Konzerns der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns im verbleibenden Geschäftsjahr beschrieben sind.
Ahrensburg, 24. August 2020
edding Aktiengesellschaft
Der Vorstand
Per Ledermann
Thorsten Streppelhoff
Sönke Gooß