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edding AG Annual Report 2020

Jul 13, 2021

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Annual Report

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Publication

edding Aktiengesellschaft

Ahrensburg

Jahres- und Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2020 bis zum 31.12.2020

Versicherung der gesetzlichen Vertreter (Bilanzeid)

Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Jahresabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der edding AG vermittelt und im mit dem Konzernlagbericht zusammengefassten Lagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage der Gesellschaft so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung der Gesellschaft beschrieben sind.

Ahrensburg, 25. März 2021

Der Vorstand

Per Ledermann

Thorsten Streppelhoff

Sönke Gooß

Versicherung der gesetzlichen Vertreter (Bilanzeid)

Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Konzernabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im mit dem Lagebericht zusammengefassten Konzernlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns beschrieben sind.

Ahrensburg, 25. März 2021

Der Vorstand

Per Ledermann

Thorsten Streppelhoff

Sönke Gooß

Bilanz zum 31. Dezember 2020

AKTIVA

Anhang 31.12.2020 31.12.2019
TEUR TEUR
--- --- --- ---
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 5 572 475
II. Sachanlagen 6 6.796 7.348
III. Finanzanlagen 7 31.491 34.631
38.859 42.454
B. Umlaufvermögen
I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 8
1. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 27.181 23.827
2. Sonstige Vermögensgegenstände 480 403
II. Flüssige Mittel 22.986 7.841
50.647 32.071
C. Rechnungsabgrenzungsposten 9 323 475
D. Aktive latente Steuern 15 1.418 839
91.247 75.839

PASSIVA

Anhang 31.12.2020 31.12.2019
TEUR TEUR
--- --- --- ---
A. Eigenkapital
I. Grundkapital 10 5.366 5.366
II. Kapitalrücklage 4.246 4.246
III. Gewinnrücklagen 11 50.467 47.596
IV. Bilanzgewinn 11 2.115 2.058
62.194 59.266
B. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen 12 9.742 9.683
2. Steuerrückstellungen 15 2.728 1.466
3. Sonstige Rückstellungen 13 3.085 2.941
15.555 14.090
C. Verbindlichkeiten 14
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 9.857 1.000
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 245 380
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 1.785 94
4. Sonstige Verbindlichkeiten 193 170
12.080 1.644
D. Passive latente Steuern 15 1.418 I 839
91.247 75.839

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 01. Januar bis 31. Dezember 2020

Anhang 2020 2019
TEUR TEUR
--- --- --- ---
1. Umsatzerlöse 18 6.526 6.655
2. Sonstige betriebliche Erträge 19 2.359 288
3. Personalaufwand 20 -7.927 -7.998
4. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 21 -1.177 -1.220
5. Sonstige betriebliche Aufwendungen 22 -6.267 -7.238
6. Erträge aus Beteiligungen 23 64 315
7. Erträge aus Gewinnabführungsverträgen 24 17.249 20.796
8. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 25 281 628
9. Abschreibungen auf Finanzanlagen 21 -3.017 -3.336
10. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 26 -342 -837
11. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 27 -3.459 -3.893
12. Ergebnis nach Steuern 4.290 4.160
13. Sonstige Steuern -60 -44
14. Jahresüberschuss 4.230 4.116
15. Einstellung in andere Gewinnrücklagen -2.115 -2.058
16. Bilanzgewinn 2.115 2.058

Anhang

1 Allgemeine Angaben

Die edding AG hat ihren Sitz in Ahrensburg und ist eingetragen in das Handelsregister beim Amtsgericht Lübeck (Registernummer HRB 2675 AH).

Der Jahresabschluss der edding AG wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) für große Kapitalgesellschaften und den ergänzenden Vorschriften des Aktiengesetzes (AktG) aufgestellt.

Darstellung, Gliederung, Ansatz und Bewertung des Jahresabschlusses entsprechen den Vorjahresgrundsätzen.

In der Gewinn- und Verlustrechnung und in der Bilanz sind einzelne Posten zur Verbesserung der Klarheit zusammengefasst und im Anhang gesondert ausgewiesen. Auf die Gliederungspositionen des Anhangs wird in der Bilanz und in der Gewinn- und Verlustrechnung hingewiesen.

Die Gewinn- und Verlustrechnung wird nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

Die Betragsangaben erfolgen grundsätzlich in Tausend Euro (TEUR), sofern nichts anderes vermerkt ist. Dadurch können Rundungsdifferenzen auftreten.

Der testierte Jahresabschluss sowie der mit dem Konzernlagebericht zusammengefasste Lagebericht zum 31. Dezember 2020 der edding AG werden im Bundesanzeiger veröffentlicht.

2 Anteilsbesitz (Stand 31. Dezember 2020)

Die Gesellschaft hält am Bilanzstichtag an folgenden Unternehmen eine Beteiligung im Sinne von § 271 Abs. 1 HGB:

Gesellschaft Sitz Eigenkapital Ergebnis Beteiligung
TEUR TEUR %
--- --- --- --- ---
Deutschland1
edding International GmbH Ahrensburg 26.472 11.2523 100
edding Vertrieb GmbH Ahrensburg 5.205 7.7834 1009
V.D. Ledermann & Co. GmbH Ahrensburg 1.534 1953 100
Legamaster GmbH Bargteheide 300 4613 100
edding Tech Solutions GmbH Ahrensburg 250 -1.4974 1009
edding Expressive Skin GmbH Ahrensburg 25 -9454 1009
Prismade Labs GmbH Chemnitz -229 -533 609
PBS Network GmbH Stuttgart 9595 825 16,67
Beruf und Familie im Hansebelt gGmbH Ahrensburg 855 135 9,09
Office Gold Club GmbH Düsseldorf 26 -63 6,679
Ausland2
edding Benelux group B.V. Lochem, NL 654 -1 1009
edding Benelux B.V. Lochem, NL 58 694 1009
Legamaster B.V.B.A. Mechelen, BE 374 -112 1009
Legamaster International B.V. Lochem, NL 3.135 -1.530 1009
edding France SAS Roncq, FR 367 54 1009
EDDING (U.K.) LTD. St. Albans, GB 5706 -3326 100
edding Hellas Ltd. Athen, GR 88 -29 100
edding Ofis ve Kirtasiye Ürünleri Tic. Ltd. Sti. Istanbul, TR 1.4436 -1.2056 10010
edding Argentina S.A. Buenos Aires, AR 3857 -1.0467 100
edding Colombia S.A.S. Sabaneta, CO -1.6086 -9896 80,87
Legamaster LatAm S.A. Sargento Cabral, AR -1227 -1757 709
Companhia de Canetas Compactor S.A. Rio de Janeiro, BR 29.5908 2968 20,749

1 Die Jahresabschlüsse wurden nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches aufgestellt.

2 Die Jahresabschlüsse wurden für Konsolidierungszecke nach den IFRS (sogenannte HB II): wie sie in der EU anzuwenden sind, aufgestellt.

3 vor Ergebnisabführung an die edding AG

4 vor Ergebnisabführung an / durch die edding International GmbH

5 Da der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2020 zum Aufstellungszeitpunkt noch nicht vorlag, werden die Werte des Vorjahresabschlusses angegeben.

6 Die Umrechnung des Eigenkapitals erfolgte zum Stichtagskurs, die des Jahresergebnisses zum Durchschnittskurs.

7 Die Umrechnung des Eigenkapitals und des Jahresergebnisses erfolgte zum Stichtagskurs.

8 Letzter verfügbarer Jahresabschluss war der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2014. Die Umrechnung des Eigenkapitals erfolgte zum Stichtagskurs zum 31. Dezember 2014, die des Jahresergebnisses zum Durchschnittskurs 2014.

9 mittelbar über die edding International GmbH beziehungsweise deren Beteiligungen

10 50 % unmittelbar, 50 % mittelbar über die edding International GmbH

3 Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten bewertet und planmäßig über die jeweilige wirtschaftliche Nutzungsdauer nach der linearen Methode abgeschrieben. Die Abschreibung erfolgt grundsätzlich über eine Nutzungsdauer zwischen drei und fünf Jahren. Selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände werden nicht aktiviert.

Die Gegenstände des Sachanlagevermögens werden mit ihren Anschaffungskosten bewertet und entsprechend ihrer wirtschaftlichen Nutzungsdauer linear abgeschrieben. Den planmäßigen Abschreibungen liegen überwiegend folgende Nutzungsdauern zugrunde:

in Jahren
Gebäude und bauliche Betriebsvorrichtungen 8 bis 33
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3 bis 18

Geringwertige Anlagegüter mit Anschaffungskosten bis zu EUR 250,00 werden nach § 6 Abs. 2 S. 1 EStG im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben und nicht im Inventar erfasst. Anlagegüter mit Anschaffungskosten von mehr als EUR 250,00 und nicht mehr als EUR 800,00 werden inventarisiert und im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben.

Die Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten beziehungsweise zum niedrigeren beizulegenden Wert aktiviert. Niedrigere beizulegende Werte leitet die edding AG für die Anteile an verbundenen Unternehmen aus Ertragswertberechnungen ab. Die Wertpapiere zur Deckung der Pensionsverpflichtungen werden zum beizulegenden Zeitwert bewertet, der dem Kurswert der Wertpapiere entspricht.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt. Erforderliche Wertberichtigungen, die sich nach dem wahrscheinlichen Ausfallrisiko richten, werden berücksichtigt.

Der Kassenbestand und die Guthaben bei Kreditinstituten werden jeweils zum Nennwert angesetzt.

Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten umfasst Ausgaben vor dem Bilanzstichtag, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach dem Bilanzstichtag darstellen.

Latente Steuern werden für zeitliche Unterschiede zwischen den handelsrechtlichen und steuerlichen Wertansätzen ermittelt, die insbesondere bei den Pensionsrückstellungen beziehungsweise bei den Wertpapieren zur Deckung der Pensionsverpflichtungen bestehen. Dabei werden bei der edding AG nicht nur die Unterschiede aus den eigenen Bilanzposten einbezogen, sondern auch solche, die bei Organtöchtern bestehen. Die Ermittlung der latenten Steuern erfolgt auf Basis des kombinierten Ertragsteuersatzes des steuerlichen Organkreises der edding AG von aktuell 29,76 % (Vorjahr: 29,76 %). Der kombinierte Ertragsteuersatz umfasst Körperschaftsteuer, Gewerbesteuer und Solidaritätszuschlag. Eine sich insgesamt ergebende Steuerbelastung wird in der Bilanz als passive latente Steuern angesetzt. Aktive latente Steuern werden nur bis zur Höhe der bestehenden passiven latenten Steuern bilanziert. Im Falle eines Überhangs aktiver latenter Steuern erfolgt in Ausübung des Wahlrechts aus § 274 Abs. 1 S. 2 HGB keine Aktivierung.

Die von der Kurzarbeit betroffenen Arbeitnehmer haben bei Vorliegen der Voraussetzungen zum Bezug von Kurzarbeitergeld gegenüber der Bundesagentur für Arbeit (BA) einen Anspruch auf Kurzarbeitergeld, welches von der edding AG als Zahlstelle ausgezahlt wird. Monatlich errechnet die edding AG das Kurzarbeitergeld und zahlt es an die Arbeitnehmer aus. Daneben hat die edding AG einen eigenen Anspruch gegen die BA auf Erstattung von Sozialversicherungsbeiträgen für Arbeitsausfälle. Es werden die von der edding AG während des Bezugs von Kurzarbeitergeld allein zu tragenden Beiträge zur Sozialversicherung, das heißt soweit sich diese auf die "Ausfallstunden" beziehen, auf Antrag von der BA in pauschalierter Form erstattet. Die von der edding AG an die Arbeitnehmer gezahlten Aufstockungsbeträge bilden einen Bestandteil der für die Arbeitsleistung zu gewährenden laufenden Aufwendungen und sind somit als Personalaufwand zu erfassen. Da der Anspruch auf das Kurzarbeitergeld dem Arbeitnehmer zusteht, stellt die Weiterleitung des Kurzarbeitergelds an die Arbeitnehmer aus Sicht der edding AG lediglich einen durchlaufenden Posten dar, sodass in der Gewinn- und Verlustrechnung weder ein entsprechender Aufwand noch ein Ertrag auszuweisen ist. Etwas anderes gilt für die Erstattungen der von der edding AG zu tragenden Aufwendungen zur Sozialversicherung (soweit auf die "Ausfallstunden" bezogen) durch die BA. Während die von der edding AG getragenen Sozialversicherungsbeiträge als Personalaufwand zu erfassen sind, stellen die Erstattungen der BA nicht rückzahlbare öffentliche Zuwendungen beziehungsweise Aufwandszuschüsse dar. In der Gewinn- und Verlustrechnung werden diese Erträge als Minderung des Personalaufwands berücksichtigt. Der Anspruch auf Erstattung des Kurzarbeitergelds und der Erstattungsanspruch für Sozialversicherungsbeiträge werden als sonstige Vermögenswerte aktiviert.

Die Bewertung der Pensionsrückstellungen wird in Textziffer 12 detailliert erläutert.

Die übrigen Rückstellungen berücksichtigen sämtliche am Bilanzstichtag erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen. Die Höhe der Rückstellungen bemisst sich nach dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag; dabei werden künftige Preis- und Kostensteigerungen berücksichtigt, sofern ausreichend objektive Hinweise für deren Eintritt vorliegen. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre, der von der Deutschen Bundesbank zum Bilanzstichtag ermittelt wurde, abgezinst.

Verbindlichkeiten werden mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Fremdwährungsforderungen und Fremdwährungsverbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von über einem Jahr sind zum Transaktionskurs unter Beachtung des Niederst- und Höchstwertprinzips bewertet. Kurzfristige Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten sind zum Stichtagskurs bewertet; dabei kann es zum Ausweis unrealisierter Gewinne kommen.

4 Anlagevermögen

Die Aufgliederung der in den Bilanzen zusammengefassten Anlagepositionen und ihre Entwicklung im Geschäftsjahr 2020 stellt sich wie folgt dar (in TEUR):1

Anschaffungskosten 01.01.2020 Zugänge
Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte, Lizenzen 1.939 136
Geleistete Anzahlungen 49 138
1.988 274
Sachanlagen
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 21.600 26
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 7.951 898
Geleistete Anzahlungen 473 -
30.024 924
Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 51.738 -
Beteiligungen 61 -
Wertpapiere des Anlagevermögens 1.210 114
53.009 114
Anlagevermögen 85.021 1.312
Umbuchungen Abgänge Anschaffungskosten 31.12.2020
Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte, Lizenzen - - 2.075
Geleistete Anzahlungen - - 187
- - 2.262
Sachanlagen
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 370 676 21.320
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 83 237 8.695
Geleistete Anzahlungen -453 10 10
- 923 30.025
Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen - 400 51.338
Beteiligungen - - 61
Wertpapiere des Anlagevermögens - 3 1.321
- 403 52.720
Anlagevermögen - 1.326 85.007
Kumulierte Abschreibungen 01.01.2020 Zugänge Abgänge
Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte, Lizenzen 1.513 177 -
Geleistete Anzahlungen - - -
1.513 177 -
Sachanlagen
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 16.625 272 248
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 6.051 728 199
Geleistete Anzahlungen - - -
22.676 1.000 447
Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 19.364 3.017 -
Beteiligungen - - -
Wertpapiere des Anlagevermögens - - -
19.364 3.017 -
Anlagevermögen 43.553 4.194 447
Kumulierte Abschreibungen 31.12.2020 Zeitwertbewertung Wertpapiere 31.12.20202 Zeitwertbewertung Wertpapiere 31.12.20192
Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte, Lizenzen 1.690 - -
Geleistete Anzahlungen - - -
1.690 - -
Sachanlagen
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 16.649 - -
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 6.580 - -
Geleistete Anzahlungen - - -
23.229 - -
Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 22.381 - -
Beteiligungen - - -
Wertpapiere des Anlagevermögens - 1.152 986
22.381 1.152 986
Anlagevermögen 47.300 1.152 986
Nettobuchwerte 31.12.2020 31.12.2019
Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte, Lizenzen 385 426
Geleistete Anzahlungen 187 49
572 475
Sachanlagen
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 4.671 4.975
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.115 1.900
Geleistete Anzahlungen 10 473
6.796 7.348
Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 28.957 32.374
Beteiligungen 61 61
Wertpapiere des Anlagevermögens 2.473 2.196
31.491 34.631
Anlagevermögen 38.859 42.454

1 Es können Rundungsdifferenzen auftreten.

2 Bei der Spalte „Zeitwertbewertung Wertpapiere“ handelt es sich um die Zeitwertbewertung der zur Deckung von Pensionszusagen erworbenen Wertpapiere gemäß § 254 HGB, die kumuliert bis zum jeweiligen Stichtag offen in der Entwicklung des Anlagevermögens ausgewiesen wird.

5 Immaterielle Vermögensgegenstände

Die Zugänge in Höhe von TEUR 274 (Vorjahr: TEUR 104) betreffen Anzahlungen zum Aufbau von Online-Shops in Höhe von TEUR 138 (Vorjahr: Anzahlungen auf Lizenzen und eine eLearning Plattform in Höhe von TEUR 49) sowie Investitionen in Lizenzen in Höhe von TEUR 136 (Vorjahr: TEUR 55).

6 Sachanlagen

Im Wesentlichen betreffen die Zugänge in das Sachanlagevermögen in Höhe von insgesamt TEUR 924 (Vorjahr: TEUR 3.369) mit TEUR 686 IT-Hardware (Vorjahr: TEUR 304), mit TEUR 163 Büroausstattung und Laborgeräte (Vorjahr: TEUR 320) sowie mit TEUR 26 Grundstücke und Gebäude (Vorjahr: TEUR 2.155).

Die Zugänge in Höhe von TEUR 686 im Rahmen der IT-Hardware im Geschäftsjahr 2020 sind im Wesentlichen auf Investitionen in den Ausbau von Homeoffice Lösungen zurückzuführen.

7 Finanzanlagen

Die Gesellschaft besitzt Kapitalanteile an Unternehmen, bei denen der Anteilsbesitz der Herstellung einer dauernden Verbindung dient. Diese werden in der Anteilsbesitzübersicht unter Textziffer 2 dargestellt.

Im Geschäftsjahr 2020 sind keine Anteile an verbundenen Unternehmen zugegangen. Die Zugänge zu den Anteilen an verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 2.865 betrafen im Vorjahr Kapitalerhöhungen bei den Tochtergesellschaften edding Colombia S.A.S. und edding Argentina S.A. durch Sacheinlagen: Bei der edding Colombia S.A.S. legte die edding AG Konzernforderungen ein, wohingegen die Kapitalerhöhung bei der edding Argentina S.A. in Form einer Einlage argentinischer Staatsanleihen erfolgte.

Die im Geschäftsjahr 2020 erfolgten Abgänge der Anteile an verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 400 (Vorjahr: TEUR 0) sind auf die Auflösung der Kapitalrücklage der Legamaster GmbH, zurückzuführen.

Im Geschäftsjahr 2020 wurden Finanzanlagen in Höhe von insgesamt TEUR 3.017 (Vorjahr: TEUR 3.336) erfolgswirksam außerplanmäßig abgeschrieben.

Eine voraussichtlich dauernde Wertminderung nach § 253 Abs. 3 Satz 5 HGB war der Grund für die außerplanmäßige Abschreibung der Beteiligung an der edding Ofis ve Kirtasiye Urunleri Tic. Ltd. Sti. Hierbei entstand ein Abschreibungsaufwand in Hohe von TEUR 2.025 (Vorjahr: TEUR 67). Darüber hinaus waren aufgrund von voraussichtlich dauernden Wertminderungen nach § 253 Abs. 3 S. 5 HGB die Beteiligungen an der edding Argentina S.A. in Höhe von TEUR 671 (Vorjahr: TEUR 2.766) und an der edding Colombia S.A.S. in Höhe von TEUR 321 (Vorjahr: TEUR 503) abzuschreiben.

Anteile an Investmentfonds werden als Wertpapiere des Anlagevermögens ausgewiesen. Diese Wertpapiere dienen zur Deckung von wertpapiergebundenen Pensionsverpflichtungen und werden handelsrechtlich als Bewertungseinheit zum beizulegenden Zeitwert in Höhe von TEUR 2.473 zum 31. Dezember 2020 (Vorjahr: TEUR 2.196) bewertet. Da die Voraussetzungen für die Saldierung mit den Pensionsverpflichtungen nicht erfüllt sind, erfolgt der Ausweis separat unter den Finanzanlagen. In 2020 sind Zuschreibungen in Höhe von TEUR 166 (Vorjahr: TEUR 483) erfolgt.

8 Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen mit TEUR 17.249 (Vorjahr: TEUR 20.403) die Ansprüche aus Ergebnisabführungsverträgen und darüber hinaus den Liefer- und Leistungsverkehr sowie die Bereitstellung von Finanzmitteln. Von diesen Forderungen haben TEUR 3.800 (Vorjahr: TEUR 5.100) eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr.

Von den sonstigen Vermögensgegenständen haben TEUR 163 (Vorjahr: TEUR 163) eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr. Alle anderen sonstigen Vermögensgegenstände haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr.

Es werden im Berichtsjahr Umsatzsteuererstattungsansprüche in Höhe von TEUR 312 (Vorjahr: TEUR 208) ausgewiesen.

9 Rechnungsabgrenzungsposten

Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten enthalten im Wesentlichen vorausgezahlte Wartungs- und Lizenzkosten sowie Versicherungsprämien.

10 Grundkapital

Das Grundkapital beträgt am Bilanzstichtag wie im Vorjahr unverändert TEUR 5.366. Es ist eingeteilt in 600.000 Stück Stammstückaktien und 473.219 Stück Vorzugsstückaktien im rechnerischen Wert von je EUR 5,00 pro Stück. Sämtliche Aktien lauten auf den Inhaber.

11 Gewinnrücklagen und Bilanzgewinn

2020 2019
Andere Gewinnrücklagen TEUR TEUR
--- --- ---
Stand 01.01. 47.596 44.828
Einstellung aus dem Bilanzgewinn des Vorjahres 756 710
Einstellung aus dem Jahresüberschuss 2.115 2.058
Stand 31.12. 50.467 47.596

Die Überleitung des Bilanzgewinns ist in der Gewinn- und Verlustrechnung dargestellt. Der Bilanzgewinn zum 31. Dezember 2019 in Höhe von TEUR 2.058 wurde in Höhe von TEUR 756 in die anderen Gewinnrücklagen eingestellt und in Höhe von TEUR 1.302 als Dividende ausgeschüttet.

12 Rückstellungen für Pensionen

Die Pensionsrückstellungen werden in wertpapiergebundene und nicht wertpapiergebundene Verpflichtungen unterteilt.

Die nicht wertpapiergebundenen Pensionsrückstellungen werden nach anerkannten versicherungsmathematischen Grundsätzen unter Anwendung der Anwartschaftsbarwertmethode unter Zugrundelegung der “Richttafeln 2018 G" von Klaus Heubeck bewertet.

Zum 31. Dezember 2020 wurde ein Rechnungszinsfuß von 2,30 % p.a. (Vorjahr: 2,71 % p.a.) zugrunde gelegt, der dem von der Deutschen Bundesbank ermittelten durchschnittlichen Marktzinssatz der letzten zehn Jahre bei einer pauschal angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren entspricht. Für alle Berechtigten wurden bei der Bewertung jährliche Rentensteigerungen von bis zu 1,8 % (Vorjahr: 1,8 %) unterstellt. Eine Fluktuationswahrscheinlichkeit wurde wie im Vorjahr unter Beachtung der tatsächlichen Gegebenheiten nicht berücksichtigt. Ebenso wurden Gehaltssteigerungen wie im Vorjahr nicht berücksichtigt, da der wesentliche Anteil der Pensionsrückstellungen unabhängig von der Gehaltsentwicklung ist.

Die wertpapiergebundenen Pensionsrückstellungen werden als Bewertungseinheit mit den zu ihrer Deckung gehaltenen Wertpapieren zusammengefasst und mit dem beizulegenden Zeitwert der Wertpapiere bewertet, solange der Zeitwert den garantierten Mindestbetrag nicht unterschreitet.

Für die Erläuterung der gemäß § 253 Abs. 6 S. 1 und 2 HGB für die Ausschüttung gesperrten Beträge aus der Abzinsung der Rückstellungen für Pensionen mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre im Vergleich zur Abzinsung mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre verweisen wir auf Textziffer 28.

13 Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen entfallen im Wesentlichen auf Gratifikationen und sonstige personalbezogene Aufwendungen in Höhe von TEUR 2.309 (Vorjahr: TEUR 2.271) sowie ausstehende Rechnungen in Höhe von TEUR 230 (Vorjahr: TEUR 230).

14 Verbindlichkeiten

31.12.2020 31.12.2019
TEUR TEUR
--- --- ---
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 9.857 1.000
davon Restlaufzeit bis 1 Jahr 1.120 500
Restlaufzeit mehr als 1 bis 5 Jahre 4.482 500
Restlaufzeit über 5 Jahre 4.255 -
grundpfandrechtlich gesichert 9.857 1.000

Kurzfristige Geldmarktkredite wurden zum 31. Dezember 2020 wie im Vorjahr nicht in Anspruch genommen.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen den Liefer- und Leistungsverkehr sowie die Bereitstellung von Finanzmitteln. Im Vorjahr waren zudem Ansprüche aus einem Ergebnisabführungsvertrag enthalten.

Von den sonstigen Verbindlichkeiten haben TEUR 10 (Vorjahr: TEUR 10) eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr. Alle anderen Verbindlichkeiten haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

31.12.2020 31.12.2019
TEUR TEUR
--- --- ---
Sonstige Verbindlichkeiten 193 170
davon aus Steuern 181 148

15 Steuerrückstellungen und latente Steuern

Die ausgewiesenen Steuerrückstellungen betreffen im Wesentlichen die Ertragsteuerrückstellungen für das Geschäftsjahr 2020 sowie das Vorjahr aufgrund noch nicht erfolgter Steuerfestsetzungen. Darüber bestehen als Ergebnis von Betriebsprüfungen der Veranlagungszeiträume 2015 bis 2019 der edding AG sowie der Veranlagungszeiträume 2012 bis 2016 der ehemaligen edding AG & Co. Grundstücksverwaltung OHG, die an die edding AG zum 31. August 2016 angewachsen ist, zum 31. Dezember 2020 Rückstellungen in Höhe von insgesamt TEUR 485 (Vorjahr: TEUR 280) für nachzuzahlende Ertragsteuern sowie Zinsen.

Zum 31. Dezember 2020 bestanden latente Steueransprüche aus temporären Ansatz- beziehungsweise Bewertungsunterschieden in Höhe von TEUR 1.966 (Vorjahr: TEUR 1.956) beziehungsweise latente Steuerschulden in Höhe von TEUR 1.418 (Vorjahr: TEUR 839). Die Veränderungen der aktiven und passiven latenten Steuern gegenüber dem Vorjahr sind in folgender Tabelle dargestellt:

Aktiv Passiv
TEUR TEUR
--- --- ---
Stand 01.01.2019 1.672 495
Zugang 465 366
Abgang -181 -22
Stand 31.12.2019 1.956 839
Zugang 130 597
Abgang -120 -18
Stand 31.12.2020 1.966 1418

Die aktiven latenten Steuern resultieren überwiegend aus den Bilanzposten Pensionsrückstellungen sowie Vorratsvermögen und Drohverlustrückstellungen in Organgesellschaften. Die passiven latenten Steuern resultieren im Wesentlichen aus den Wertpapieren zur Deckung der Pensionsverpflichtungen, die in der Handelsbilanz zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden sowie aus der Verrechnung der bei der in 2020 erfolgten Veräußerung der Betriebsimmobilie in Wunstorf aufgedeckten steuerlichen stillen Reserven mit den steuerlichen Anschaffungskosten der im Vorjahr erworbenen Immobilie in Bargteheide nach § 6b EStG. Für die Kalkulation wurde der bei Realisierung der latenten Steuern erwartete Steuersatz von 29,76 % (Vorjahr: 29,76 %) verwendet, welcher auf der aktuell gültigen Rechtslage basiert.

16 Haftungsverhältnisse

Am 31. Dezember 2020 bestanden Eventualverbindlichkeiten aus Bürgschaften in Höhe von TEUR 7.030 (Vorjahr: TEUR 3.454), davon TEUR 6.900 (Vorjahr: TEUR 3.300) zu Gunsten verbundener Unternehmen. Eine Inanspruchnahme ist unwahrscheinlich, da die Bürgschaften zum überwiegenden Teil für Kontokorrentverbindlichkeiten verbundener Unternehmen bestehen, die bisher ihren Verpflichtungen gegenüber ihren Hausbanken uneingeschränkt nachgekommen sind.

Die edding AG haftet grundsätzlich gemeinschaftlich mit ihren Tochtergesellschaften für die Inanspruchnahme von eingeräumten Darlehensrahmen von bis zu TEUR 12.000 (Vorjahr: TEUR 12.000). Zum Bilanzstichtag erfolgte keine Inanspruchnahme.

Zudem besteht eine seitens der edding AG an die edding Argentina S.A. abgegebene Verpflichtungserklärung hinsichtlich der Zusicherung der weiteren finanziellen Unterstützung zur Sicherstellung der operativen Geschäftstätigkeit der Gesellschaft bis zum 31. Dezember 2022.

17 Außerbilanzielle Geschäfte und sonstige finanzielle Verpflichtungen

Nach § 285 Nr. 3 HGB angabepflichtige Geschäfte bestanden zum Bilanzstichtag wie im Vorjahr nicht. Im Übrigen verweisen wir auf die Haftungsverhältnisse in Textziffer 16.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen bestehen in Höhe von TEUR 1.785 (Vorjahr: TEUR 1.897) mit den folgenden Fristigkeiten:

TEUR
fällig 2021 896
fällig 2022-2025 889
fällig 2026 -

Die Verpflichtungen basieren im Wesentlichen auf Leasingverträgen für Kraftfahrzeuge und Kopierer sowie Wartung und Support von IT-Soft- und -Hardware. Sie betreffen weder Verpflichtungen für Altersversorgung noch bestehen sie gegenüber verbundenen Unternehmen oder assoziierten Unternehmen.

18 Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse in Höhe von TEUR 6.526 (Vorjahr: TEUR 6.655) betreffen im Wesentlichen Lizenzen und Umlagen und verteilen sich auf Deutschland mit TEUR 5.969 (Vorjahr: TEUR 6.100) und das Ausland mit TEUR 557 (Vorjahr: TEUR 555).

Die Umsatzerlöse in 2020 sind leicht unter Vorjahresniveau. Ursächlich hierfür sind im Wesentlichen gesunkene Mieterlöse.

19 Sonstige betriebliche Erträge

2020 2019
TEUR TEUR
--- --- ---
Erträge aus Anlagenabgängen 2.132 -
Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen 142 196
Erträge aus Krankenkassenerstattungen 34 3
Währungsumrechnung 1 12
Übrige Erträge 50 77
2.359 288

Der Anstieg der sonstigen betrieblichen Erträge ist im Wesentlichen auf den außergewöhnlichen Sachverhalt aus der Veräußerung der Immobilie in Wunstorf in Höhe von TEUR 2.132 zurückzuführen.

Bei den Erträgen aus Anlagenabgängen und aus der Auflösung von Rückstellungen handelt es sich um periodenfremde Erträge. Die aufgelösten Rückstellungen betreffen im Wesentlichen Personalsonderzahlungen.

20 Personalaufwand / Mitarbeiter

2020 2019
TEUR TEUR
--- --- ---
Löhne und Gehälter 6.058 6.001
Soziale Abgaben 814 813
Aufwendungen für Altersversorgung 1.055 1.184
7.927 7.998

Die edding AG hat einen eigenen Anspruch gegen die Bundesagentur für Arbeit (BA) auf Erstattung von Sozialversicherungsbeiträgen für Arbeitsausfälle in Bezug von Kurzarbeitergeld geltend gemacht. Daher werden im Geschäftsjahr 2020 die Sozialabgaben um TEUR 60 aufgrund von Erstattungen der vom Arbeitgeber zu tragenden Beträge zur Sozialversicherung durch die BA gemindert.

Anzahl der Mitarbeiter (Jahresdurchschnitt):

2020 2019
Angestellte 75 70
Gewerbliche Arbeitnehmer 1 1
Anzahl Arbeitnehmer 76 71
Auszubildende 17 14
93 85

21 Abschreibungen

Unter diesem Posten werden Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen in Höhe von TEUR 1.177 (Vorjahr: TEUR 1.220) ausgewiesen. Zu den außerplanmäßigen Abschreibungen auf Finanzanlagen siehe Textziffer 7.

22 Sonstige betriebliche Aufwendungen

Hierunter werden insbesondere Aufwendungen für IT, Instandhaltung und sonstige Raumkosten, Versicherungen, Personalentwicklung sowie Rechts- und Beratungskosten ausgewiesen. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten Währungskursverluste in Höhe von TEUR 7 (Vorjahr: TEUR 28).

23 Erträge aus Beteiligungen

Die Erträge aus Beteiligungen in Höhe von TEUR 64 (Vorjahr: TEUR 315) betreffen im Wesentlichen eine Ausschüttung eines aus der Zeit vor dem Abschluss des Ergebnisabführungsvertrags stammenden Gewinnvortrags der Legamaster GmbH in Höhe von TEUR 59. Ebenso in dem Posten enthalten ist eine Gewinnausschüttung der PBS Network GmbH für das Geschäftsjahr 2020 in Höhe von TEUR 5 (Vorjahr: TEUR 5). Im Vorjahr betrafen die Erträge aus Beteiligungen im Wesentlichen eine Dividendenzahlung der EDDING (U.K.) LTD. in Höhe von TEUR 310.

24 Erträge aus Gewinnabführungsverträgen

Die hier ausgewiesenen Erträge resultieren aus den Ergebnisabführungen folgender Gesellschaften:

2020 2019
TEUR TEUR
--- --- ---
edding International GmbH 16.593 19.879
Legamaster GmbH 461 393
V.D. Ledermann & Co. GmbH 195 524
17.249 20.796

25 Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge

In diesem Posten sind Erträge aus der Bewertung von Wertpapieren in Höhe von TEUR 166 (Vorjahr: TEUR 483) und Zinserträge aus verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 115 (Vorjahr: TEUR 107) berücksichtigt.

26 Zinsen und ähnliche Aufwendungen

Der Zinsanteil aus der Aufzinsung von Pensions-, Altersteilzeit-, Gratifikations- und Jubiläumsrückstellungen beträgt TEUR 231 (Vorjahr: TEUR 278). Darüber hinaus sind in den Zinsen und ähnlichen Aufwendungen im Geschäftsjahr 2020 in Höhe von TEUR 40 (Vorjahr: TEUR 27) Zinsen aus Steuernachforderungen gemäß § 233a AO enthalten. Der Posten beinhaltet im Geschäftsjahr 2020 zudem Aufwendungen für die Zuführung zusätzlicher Pensionsverpflichtungen in Höhe von TEUR 40 (Vorjahr: TEUR 341). Im Vorjahr wurden darüber hinaus Abgangsverluste aus Wertpapiergeschäften in Höhe von TEUR 152 berücksichtigt.

27 Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

In den Aufwendungen aus Steuern vom Einkommen und Ertrag sind im Geschäftsjahr 2020 periodenfremde Steueraufwendungen in Höhe von TEUR 158 (Vorjahr: TEUR 253) enthalten.

Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag beinhalten in gleicher Höhe Aufwendungen und Erträge aus der Veränderung bilanzierter latenter Steuern, da aktive latente Steuern in Höhe der passiven latenten Steuern ausgewiesen werden. Daher beinhalten die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag wie im Vorjahr keine latenten Steuern.

28 Ausschüttungsgesperrte Beträge

In den Gewinnrücklagen ist zum 31. Dezember 2020 ein Betrag in Höhe von TEUR 241 (Vorjahr: TEUR 271) enthalten, welcher der Ausschüttungssperre des § 253 Abs. 6 S. 1 und 2 HGB unterliegt. Dieser Betrag (Unterschiedsbetrag) resultiert aus der Anpassung der Abzinsung der Rückstellungen für Pensionen mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre im Vergleich zur Abzinsung mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre. Der ausschüttungsgesperrte Betrag bezieht sich auf die nicht wertpapiergebundenen Pensionsrückstellungen der edding AG.

Für die wertpapiergebundenen Pensionsrückstellungen der edding AG ist aufgrund der Bilanzierung der Pensionsverpflichtungen aus den finanzmathematischen Gutachten in Bewertungseinheit mit dem beizulegenden Zeitwert der den Mitarbeitern zugeordneten Anteile der Wertpapierfonds zum 31. Dezember 2020 wie im Vorjahr bereits ein Betrag passiviert, der auch die mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre abgezinste Pensionsverpflichtung übersteigt, so dass hierfür kein ausschüttungsgesperrter Betrag vorliegt.

Die mit der edding AG mittelbar und unmittelbar durch Ergebnisabführungsverträge verbundenen Tochtergesellschaften edding International GmbH, edding Vertrieb GmbH, Legamaster GmbH, V.D. Ledermann & Co. GmbH, edding Expressive Skin GmbH und edding Tech Solutions GmbH führen das gesamte handelsrechtliche Ergebnis ohne Bildung einer Ausschüttungssperre in der jeweiligen Gesellschaft unmittelbar oder mittelbar an die edding AG ab und erhöhen den ausschüttungsgesperrten Betrag der edding AG nicht, da das Gesetz keine mittelbaren ausschüttungsgesperrten Beträge vorsieht. Gleichwohl werden die auf diese Tochtergesellschaften entfallenden ausschüttungsgesperrten Beträge in der edding AG als Muttergesellschaft zu Informationszwecken erfasst. Zum 31. Dezember 2020 entfallen wie im Vorjahr auf diese Tochtergesellschaften keine ausschüttungsgesperrten Beträge gemäß § 253 Abs. 6 S. 1 und 2 HGB.

29 Beziehungen zu nahe stehenden Unternehmen und Personen

Im Geschäftsjahr wurden keine nach § 285 Nr. 21 HGB berichtspflichtigen Geschäfte getätigt.

30 Mitteilungen zum Bestehen von Beteiligungen nach §§ 33 ff. des Wertpapierhandelsgesetzes

Zur Erläuterung zeigt die folgende Tabelle den aktuellen Stand der Mitteilungen von Über- und Unterschreitungen der Schwellen von 3, 5, 10, 15, 20, 25, 30, 50 und 75 % der Stimmrechte an der edding AG:

Name Datum der Stimmrechtsmitteilung Überschrittene Grenze in % Unterschrittene Grenze in % Letzter Stand Stimmrechte in %
Volker Detlef Ledermann Vorjahre 3, 5, 10, 15, 20, 25, 30, 50, 75 n.a. >75
Angelika Schumacher Vorjahre 3, 5, 10, 15, 20, 25, 30, 50, 75 75 50 - 75
Dina Alexandra Schumacher Vorjahre 3, 5, 10, 15, 20, 25, 30, 50, 75 75 50 - 75
David Alexander Schumacher Vorjahre 3, 5, 10, 15, 20, 25, 30, 50, 75 75 50 - 75
Beatrix Ledermann Vorjahre 3, 5, 10, 15, 20, 25, 30, 50, 75 75 50 - 75
Julia Marie Ledermann Vorjahre 3, 5, 10, 15, 20, 25, 30, 50, 75 75 50-75
Jan Moritz Ledermann Vorjahre 3, 5, 10, 15, 20, 25, 30, 50, 75 75 50 - 75
Leon Thadaeus Ledermann Vorjahre 3, 5, 10, 15, 20, 25, 30, 50 n.a. 50 - 75
Per Ledermann Vorjahre 3, 5, 10, 15, 20, 25, 30, 50, 75 n.a. >75
Anika Ledermann Vorjahre 3, 5, 10, 15, 20, 25 n.a. 25 - 30
Yannick Nicolas Ledermann Vorjahre 3, 5, 10, 15, 20, 25, 30, 50, 75 75 50 - 75
Elisa Sophie Ledermann Vorjahre 3, 5, 10, 15, 20, 25, 30, 50 n.a. 50 - 75
Luis Gabriel Ledermann Vorjahre 3, 5, 10 n.a. 10 - 15
Felip Elias Ledermann Vorjahre 3, 5, 10 n.a. 10 - 15

Wir verweisen hierzu auf unsere Mitteilungen nach §§ 33 ff. WpHG. Die Stimmrechte der Familien Ledermann und Schumacher, sind, soweit diese nicht gemäß § 34 Abs. 1 S. 1 Nr. 6 WpHG zuzurechnen sind, in einem Stimmrechtspool zusammengefasst.

31 Entsprechenserklärung

Die nach § 161 AktG vorgeschriebene Entsprechenserklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex wurde abgegeben und ist gesondert sowie als Bestandteil der Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f HGB im Internet unter www.edding.de veröffentlicht.

32 Gesamtbezüge des Aufsichtsrats, des Vorstands und der früheren Mitglieder des Vorstands

Auf der Hauptversammlung der edding AG vom 15. Juni 2016 wurde beschlossen, dass auf eine individualisierte Offenlegung der Vorstandsvergütung nach den in § 285 Nr. 9a S. 5 bis 8 HGB verlangten Angaben für den Jahresabschluss verzichtet wird. Die Gesamtbezüge des Vorstands im Geschäftsjahr 2020 betragen TEUR 1.539 (Vorjahr: TEUR 1.495).

Im Jahresabschluss erfasster Aufwand für Vergütungen an den Vorstand

Für Festvergütungen an den Vorstand hat die Gesellschaft TEUR 630 (Vorjahr: TEUR 721) aufgewendet. Die Aufwendungen für Nebenleistungen betrugen TEUR 40 (Vorjahr: TEUR 39) und entfallen im Wesentlichen auf Dienstwagen und Zuschüsse zur Kranken- und Pflegeversicherung.

Für kurzfristig fällige variable Vergütungen wurden TEUR 165 (Vorjahr: TEUR 153) aufgewendet. Rückstellungen für im Vorjahr kurzfristig fällige variable Vergütungen wurden im laufenden Geschäftsjahr mit TEUR 7 (Vorjahr: TEUR 6) ertragswirksam aufgelöst. Die Vereinbarung über die kurzfristige Tantieme enthält eine Malusregelung, die im Falle eines Jahresverlusts bei der edding AG zur Anwendung kommt. Für Altersversorgung wurden im Geschäftsjahr 2020 TEUR 87 (Vorjahr: TEUR 87) aufgewendet.

Der Aufwand für eine an langfristigen Zielen orientierte variable Vergütung betrug TEUR 235 (Vorjahr: TEUR 255). Der in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasste Aufwand für die an langfristigen Zielen orientierte variable Vergütung ist bis zur finalen Ermittlung der erreichten Tantiemeziele auf Basis vorläufiger Einschätzungen berechnet worden und kann daher in Folgeperioden angepasst werden. Im Geschäftsjahr 2020 ergaben sich hierbei Erträge aus Anpassungen für Vorjahre in Höhe von TEUR 40 (Vorjahr: TEUR 103).

Im Geschäftsjahr 2020 wurden für zwei Vorstandsmitglieder langfristige Tantiemeansprüche aufgrund des Ablaufs des Bewertungszeitraums mit TEUR 617 final bestimmbar und werden damit nach Abzug bereits geleisteter Vorauszahlungen von TEUR 416 zur Auszahlung fällig. Zudem besteht zum 31. Dezember 2020 ein Tantiemeanspruch für ein Vorstandsmitglied in Höhe von TEUR 234 (nach bereits vorgenommener Abschlagszahlungen), der bereits zum Vorjahresstichtag final bestimmbar gewesen war, jedoch noch nicht ausgezahlt wurde. Die Auszahlung aller final bestimmbaren Tantiemeansprüche ist im Jahr 2021 vorgesehen. Zum 31. Dezember 2020 besteht mit einem Vorstandsmitglied eine langfristig orientierte Tantiemevereinbarung mit einer Zielvergütung von TEUR 600, die mit Ablauf des Geschäftsjahres 2025 fällig und somit erst im Geschäftsjahr 2026 zur Auszahlung gelangen wird.

Im Vorjahr wurde für ein Vorstandsmitglied ein langfristiger Tantiemeanspruch aufgrund des Ablaufs des Bewertungszeitraums mit TEUR 496 final bestimmbar und damit nach Abzug bereits geleisteter Vorauszahlungen von TEUR 137 zur Auszahlung fällig. Die Auszahlung war im Jahr 2020 vorgesehen, ist allerdings noch nicht erfolgt. Zum Vorjahresstichtag bestanden zudem mit zwei Vorstandsmitgliedern langfristig orientierte Tantiemevereinbarungen mit einer Zielvergütung von TEUR 745.

Die langfristig orientierten Tantiemevereinbarungen enthalten ebenfalls Malusregelungen.

Im Jahresabschluss enthaltene Auszahlungen für Vergütungen an den Vorstand

Die Festvergütung sowie die Nebenleistungen waren in 2020 und 2019 in voller Höhe zur Zahlung fällig. Die im Vorjahr für die kurzfristig fällige variable Vergütung gebildeten Rückstellungen von TEUR 153 führten im Geschäftsjahr 2020 zu Auszahlungen in Höhe von TEUR 146. Für an langfristigen Zielen orientierte variable Vergütungen wurden in 2020 TEUR 245 (Vorjahr: TEUR 215) an den Vorstand ausbezahlt. Davon entfallen TEUR 105 (Vorjahr: TEUR 0) auf bereits im Vorjahr final bestimmbare Tantiemeansprüche und TEUR 140 (Vorjahr: TEUR 68) sind unverfallbar. In Höhe von TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 147) handelt es sich somit um Abschlagszahlungen auf an langfristigen Zielen orientierte Vergütungen an den Vorstand, die gegebenenfalls zurückzuzahlen sind.

Im Jahresabschluss gebildete Rückstellungen für den Vorstand

Die für den Kurzfristbonus des Vorstands gebildeten Rückstellungen betragen zum Bilanzstichtag TEUR 165 (Vorjahr: TEUR 153).

Die für den Langfristbonus des Vorstands gebildeten Rückstellungen betragen zum Bilanzstichtag TEUR 553 (Vorjahr: TEUR 602).

Die für Vorstandsmitglieder zum 31. Dezember 2020 gebildeten Pensionsrückstellungen betragen TEUR 1.170 (Vorjahr: TEUR 1.045). Diese zählen vollumfänglich zu den wertpapiergebundenen Pensionsrückstellungen. Zudem wurden sie in nennenswertem Umfang durch Gehaltsumwandlung der Vorstandsmitglieder aufgebaut.

Aufwendungen und Auszahlungen an ehemalige Vorstände

Pensionszahlungen an ehemalige Vorstände sind in Höhe von TEUR 1.252 (Vorjahr: TEUR 1.284) geleistet worden. Pensionsrückstellungen für ehemalige Vorstandsmitglieder sind in Höhe von TEUR 7.264 (Vorjahr: TEUR 7.494) im Jahresabschluss erfasst.

Aufwendungen und Auszahlungen an den Aufsichtsrat

Der Aufsichtsrat erhält ausschließlich eine Festvergütung sowie Auslagenersatz. Im Geschäftsjahr 2020 wurden hierfür TEUR 120 (Vorjahr: TEUR 120) aufgewendet. Im Geschäftsjahr 2020 wurden TEUR 120 (Vorjahr: TEUR 120) ausgezahlt.

33 Organe der edding AG

Der Aufsichtsrat ist wie folgt besetzt:

Mitglied Ausgeübter Beruf Funktion
Chehab Wahby, Düsseldorf Kaufmann Partner der EY-Parthenon GmbH Vorsitzender
Michael Rauch, Düsseldorf Kaufmann Geschäftsführender Direktor (CFO) der CompuGroup Medical SE & Co. KGaA Stellvertretender Vorsitzender
seit 18.06.2020 Finanzvorstand (CFO) der CompuGroup Medical SE bis 17.06.2020
Anja Keihani, Hannover Kauffrau Assistenz der Innendienstleitung der edding Vertrieb GmbH Arbeitnehmervertreterin
Dr. Sabine Renken, Hamburg Rechtsanwältin Partnerin in der Kanzlei Buse Rechtsanwälte Steuerberater Partnergesellschaft mbB Ersatzmitglied
Karl Sieveking, Hamburg Wirtschaftsprüfer, Rechtsanwalt Selbstständiger Wirtschaftsprüfer und Rechtsanwalt Ersatzmitglied

Die Mitglieder des Aufsichtsrats bekleiden keine weiteren Mandate in gesetzlich zu bildenden Aufsichtsräten und vergleichbaren Kontrollgremien von Wirtschaftsunternehmen.

Die Besetzung des Vorstands lautet wie folgt:

Mitglied Funktion
Per Ledermann, Ahrensburg Kaufmann Vorsitzender/Chief Executive Officer
Sönke Gooß, Rosengarten Kaufmann Chief Financial Officer
Thorsten Streppelhoff, Hamburg Ingenieur Chief Business Officer seit 01.01.2021 Chief Operating Officer bis 31.12.2020

Die Mitglieder des Vorstands bekleiden keine Mandate in gesetzlich zu bildenden Aufsichtsräten und vergleichbaren Kontrollgremien von Wirtschaftsunternehmen.

34 Honorare und Dienstleistungen des Abschlussprüfers

Das für die Abschlussprüfer des Jahresabschlusses im Geschäftsjahr als Aufwand erfasste Honorar gliedert sich wie folgt:

PASSIVA 2020 2019
TEUR TEUR
--- --- ---
Abschlussprüfungsleistungen 202 174
Andere Bestätigungsleistungen - -
Steuerberatungsleistungen - -
Sonstige Leistungen 12 12
Gesamthonorar 214 186

Die Abschlussprüfungsleistungen enthalten das vereinbarte Honorar, Vergütungen für sonstige Leistungen, die im Rahmen der Abschlussprüfung genutzt werden sowie Auslagen. Die sonstigen Beratungsleistungen betreffen unter anderem die unterjährige Abstimmung von Bilanzierungsfragen und die Teilnahme an der Hauptversammlung.

35 Nachtragsbericht

Nach dem Abschlussstichtag bis zum Zeitpunkt der Aufstellung des Anhangs sind keine wesentlichen berücksichtigungspflichtigen sowie keine weiteren nicht zu berücksichtigenden, aber angabepflichtigen Ereignisse nach dem Bilanzstichtag eingetreten.

36 Vorschlag über die Verwendung des Bilanzgewinns

Nach Zuführung von TEUR 2.115 aus dem Jahresüberschuss 2020 in die anderen Gewinnrücklagen der edding AG verbleibt ein Bilanzgewinn von TEUR 2.115.

Der Vorstand schlägt der Hauptversammlung vor, aus dem Bilanzgewinn folgende Dividenden an die Aktionäre zu verteilen:

EUR 1,84 Dividende je Vorzugsstückaktie im rechnerischen Nennwert von EUR 5,00
EUR 1,80Dividende je Stammstückaktie im rechnerischen Nennwert von EUR 5,00

Der nach der Ausschüttung verbleibende Bilanzgewinn in Höhe von TEUR 164 soll in die anderen Gewinnrücklagen eingestellt werden.

Ahrensburg, 25. März 2021

Der Vorstand

Per Ledermann

Thorsten Streppelhoff

Sönke Gooß

Zusammengefasster Lage- und Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2020

Der vorliegende Bericht fasst den Lagebericht der edding AG und den Lagebericht des edding Konzerns gemäß § 315 Absatz 5 Handelsgesetzbuch (HGB) zusammen. Der zusammengefasste Bericht stellt die Entwicklung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der edding AG und des edding Konzerns dar und geht auf die wesentlichen Chancen und Risiken sowie die voraussichtliche zukünftige Geschäftsentwicklung ein.

Sofern nicht ausdrücklich auf die edding AG Bezug genommen wird, beziehen sich die Aussagen und Zahlenangaben auf den gesamten edding Konzern. Die Zahlenangaben, die sich auf den edding Konzern beziehen, basieren auf den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der Europäischen Union (EU) anzuwenden sind, und den ergänzenden nach § 315e Absatz 1 HGB auf den Konzernabschluss der edding AG anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften. Die Zahlenangaben der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der edding AG basieren hingegen auf dem nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und den ergänzenden Vorschriften des Aktiengesetzes aufgestellten Jahresabschluss der edding AG.

Grundlagen des Konzerns

Geschäftsaktivitäten

Der edding AG als Mutterunternehmen des edding Konzerns obliegt die unternehmerische Führung ihrer Tochtergesellschaften und Beteiligungen. In der edding AG sind die zentralen Managementfunktionen, Rechnungswesen und Controlling, Human Relations, Corporate Innovation Management, Governance, Risk Management und Compliance sowie IT angesiedelt. Zentrale Aufgaben der edding AG sind die strategische Ausrichtung und Entwicklung des Konzerns sowie das Risikomanagement. Der Hauptsitz der Gesellschaft ist Ahrensburg.

Die Geschäftsaktivitäten des Konzerns gliedern sich in die Geschäftsfelder:

Schreiben und Markieren
Visuelle Kommunikation
Technological Solutions
Tätowieren; Sonstige

Die Umsatzerlöse des edding Konzerns werden über die internationalen Vertriebssteuerungsgesellschaften in rund 100 Ländern weltweit erzielt, die meist durch unabhängige Vertriebspartner betreut werden, soweit edding nicht mit einer eigenen Vertriebs-Tochtergesellschaft vertreten ist. Der Vertrieb an private und gewerbliche Endverwender erfolgt zumeist über Handelspartner aller Formate, wozu neben dem traditionellen Groß- und Einzelhandel auch Vertriebsformen der Großfläche (Verbrauchermärkte, Baumärkte et cetera), Katalogversender sowie Online-Vertriebsformen gehören. Mit dem Geschäftsbereich Technological Solutions gewinnt der Direktvertrieb eine höhere Bedeutung.

Das Geschäftsfeld Schreiben und Markieren umfasst im Wesentlichen die Marke edding und beinhaltet Marker, Schreibgeräte, Farbsprays, Druckerpatronen und Toner sowie Nagellack. Dieses Produktangebot richtet sich sowohl an den B2B Bereich als auch an den B2C Bereich. Zusätzlich werden in einigen Konzerngesellschaften Partnermarken zur Abrundung des Produktportfolios des Geschäftsfelds vertrieben.

Die verschiedenen Produkte gliedern sich abhängig von Anwendung und Zielgruppe in folgende Kategorien:

Marker und Schreibgeräte für gewerbliche Anwendungen (Lösungen für Industrie und Büro)
Marker und Schreibgeräte sowie Farbsprays für private Endverwender (Kreativsortimente sowie Markieren im Haushalt)
Druckerpatronen und Toner
Nagellack

Das Geschäftsfeld Visuelle Kommunikation beinhaltet die Hauptmarke Legamaster. Das Sortiment umfasst sowohl klassische visuelle Kommunikation, vor allem Flipcharts, Weißwandtafeln, Moderationstafeln und entsprechendes Zubehör, als auch interaktive Produkte wie e-Screens (LED-Bildschirme mit Touchtechnologie für Schule und Konferenzräume) sowie interaktive Whiteboards. Diese werden zielgruppenspezifisch zu ganzheitlichen Lösungen zusammengeführt. Die Umsätze werden fast ausschließlich im B2B Bereich erzielt.

Das Geschäftsfeld Technological Solutions umfasst zurzeit industrielle Beschriftungs- und Markierungslösungen (B2B) mit Kompaktdruckern sowie edding code und prisma ID. Unter edding code und prisma ID vermarkten wir eine neue Technologie mit leitfähiger Tinte zum Beispiel für interaktive Verpackungen, Markenschutz, Dokumenten-Verifikation und Marketing beziehungsweise Promotion.

Der Bereich Tätowieren beinhaltet ein ganzheitliches Konzept rund um das Thema Tätowieren. Das erste edding Tattoo Studio wurde Anfang Oktober 2020 eröffnet, musste allerdings bedingt durch den Corona-Lockdown ab Anfang November 2020 zunächst wieder schließen.

Organisations- und Beteiligungsstruktur

edding Konzerngesellschaften und Beteiligungen weltweit

Eine Aufstellung der Tochtergesellschaften und Beteiligungen befindet sich am Ende dieses Abschnitts.

In der Organisationsstruktur werden die Unternehmen grundsätzlich nach ihrem Geschäftsfeldschwerpunkt unterschieden, wobei einige Unternehmen im Geschäftsfeld Schreiben und Markieren einen kleineren Teil ihrer Umsatzerlöse mit Visueller Kommunikation oder mit Kompaktdruckern erzielen.

Zusätzlich können die Unternehmen nach den folgenden Funktionen differenziert werden, wobei es ebenfalls Mischformen geben kann:

Mutterunternehmen / Holdingfunktion
Internationale Vertriebs- und Geschäftsfeldsteuerungsgesellschaften
Lokale Vertriebsgesellschaften
Produktionsgesellschaften

Die edding AG ist das Mutterunternehmen des edding Konzerns und hält unmittelbare und mittelbare Beteiligungen an den Tochtergesellschaften. Die edding Benelux group B.V. (Niederlande) ermöglicht als nicht operative Zwischenholding eine steuerliche Organschaft der niederländischen Gesellschaften.

Den internationalen Vertriebs- und Geschäftsfeldsteuerungsgesellschaften obliegt die operative Steuerung von Beschaffung, Produktion sowie internationalen Vertriebs- und Marketingaktivitäten für das jeweilige Geschäftsfeld. Die Gesellschaften erzielen ihre Umsatzerlöse sowohl mit den lokalen Vertriebsgesellschaften des Konzerns als auch mit unabhängigen Vertriebspartnern. Die edding Tech Solutions GmbH erzielt zusätzlich auch noch direkt Umsätze mit industriellen B2B Kunden.

Für das Geschäftsfeld Schreiben und Markieren wird die Funktion der internationalen Vertriebs- und Geschäftsfeldsteuerungsgesellschaft von der edding International GmbH erfüllt. Die lokalen Vertriebsgesellschaften mit dem Schwerpunkt in diesem Geschäftsfeld befinden sich in Deutschland (edding Vertrieb GmbH), den Niederlanden, Großbritannien, Frankreich, Griechenland, Türkei, Argentinien (edding Argentina S.A.) und Kolumbien. Einige der Gesellschaften erzielen zudem Umsatzerlöse in geringem Umfang mit anderen Geschäftsfeldern.

Die Produktionsgesellschaft V.D. Ledermann & Co. GmbH produziert in ihrer Niederlassung Bautzen Filz- und Faserschreiber und zugehörige Nachfüllflaschen sowie Tattoofarben ausschließlich für die edding Gruppe und hauptsächlich für das Geschäftsfeld Schreiben und Markieren. Diese Produkte werden weltweit vermarktet. Die Vertriebsgesellschaft in Kolumbien betreibt zusätzlich noch eine Markerfertigung für den regionalen Bedarf.

Die Legamaster International B.V. (Niederlande) deckt die internationale Vertriebs- und Geschäftsfeldsteuerung für den Bereich Visuelle Kommunikation ab. Zusätzlich wurde seit Anfang 2019, die Produktion von Sonderformen unserer Weißwandtafeln („Special Whiteboards“) sowie die Skalierung der neu eingeführten individuell bedruckten Weißwandtafeln („Custom Printed Whiteboards") wieder aufgenommen. Im Geschäftsjahr 2020 wurde die in 2008 nach Tschechien verlagerte Produktion der Weißwandtafeln wieder von unserem Hauptlieferanten übernommen und am Standort Lochem in den Niederlanden aufgebaut. In Deutschland (Legamaster GmbH), in Belgien und in Argentinien (Legamaster LatAm S.A.) gibt es lokale Vertriebsgesellschaften, die ausschließlich Produkte der visuellen Kommunikation vertreiben. Zudem werden noch Umsatzerlöse dieses Geschäftsfelds in weiteren lokalen Vertriebsgesellschaften erzielt.

Dem Geschäftsfeld Technological Solutions sind die Gesellschaften edding Tech Solutions GmbH und Prismade Labs GmbH zugeordnet.

Die edding Tech Solutions GmbH deckt die internationale Vertriebs- und Geschäftsfeldsteuerung für die neuen Sortimente edding code und Kompaktdrucker inklusive Zubehör ab. In diesem Geschäftsbereich erfolgt der Vertrieb weitestgehend direkt an die industriellen B2B Kunden. Ein Teil des Absatzes erfolgt über die lokalen Vertriebsgesellschaften in Großbritannien, in der Türkei, in Kolumbien und in Argentinien.

Die Prismade Labs GmbH deckt die Forschung und Entwicklung im Bereich gedruckter Elektronik sowie deren Schnittstelle zur digitalen Welt ab. Der Vertrieb der von der Prismade Labs GmbH entwickelten Produkte wird in der Folge in Teilen unter der Marke edding als edding code über die edding Tech Solutions GmbH erfolgen. Für bestimmte Anwendungsfelder vertreibt die Prismade Labs GmbH ihre Produkte unter der Marke prisma ID selbst.

Die edding Expressive Skin GmbH betreibt alle Marketing- und Vertriebsaktivitäten des Bereiches Tätowieren. Erste Umsatzerlöse wurden in 2020 erzielt.

Daneben hält die edding Gruppe noch Beteiligungen an folgenden Unternehmen:

Die gemeinnützige Beruf und Familie im Hansebelt gGmbH schafft und sichert regionale Angebote zur Betreuung von Kindern und Senioren, um die Vereinbarkeit von Beruf und Familie zu fördern.
Die PBS Network GmbH fungiert als IT-Dienstleistungsunternehmen für die Papier-, Büromaterial- und Schreibwaren-Branche (PBS-Branche) in Deutschland sowie in geringerem Umfang in einigen weiteren europäischen Staaten.
Seit Ende 2014 besteht eine Beteiligung an dem brasilianischen Schreibgerätehersteller Companhia de Canetas Compactor S.A. (Rio de Janeiro). Von einer potenziellen zukünftigen Kooperation versprechen wir uns eine Stärkung unserer Wettbewerbsposition in Lateinamerika.

Konzerngesellschaften zum 31. Dezember 2020

Mutterunternehmen edding Aktiengesellschaft Ahrensburg

Konzerngesellschaften zum 31. Dezember 2020

Mutterunternehmen

edding Aktiengesellschaft Ahrensburg

Mitarbeiter

Im Berichtsjahr 2020 hat der Konzern im Jahresdurchschnitt 679 Mitarbeiter beschäftigt. In 2019 waren es noch 659 Mitarbeiter, so dass die Gesamtzahl der Mitarbeiter im Vergleich zum Vorjahr weiterhin gestiegen ist. Die Anzahl der Beschäftigten an den deutschen Standorten hat hierbei stärker zugenommen und lag im Jahresdurchschnitt bei 379 Mitarbeitern (Vorjahr: 366 Mitarbeiter).

In den Gesellschaften außerhalb Deutschlands ist im abgelaufenen Geschäftsjahr die Anzahl der Mitarbeiter mit durchschnittlich 300 Mitarbeitern im Vergleich zum Vorjahr (293 Mitarbeiter) leicht gestiegen. Somit lag der Anteil der Beschäftigten außerhalb Deutschlands im Jahr 2020 mit 44 % (Vorjahr: 44 %) auf Vorjahresniveau.

Die edding AG hat im Jahresdurchschnitt 76 Mitarbeiter (Vorjahr: 71 Mitarbeiter) beschäftigt. Damit ist die Gesamtzahl an Mitarbeitern im Vergleich zum Vorjahr ebenfalls leicht gestiegen.

Die COVID-19-Pandemie hat auch bei edding die Personalentwicklung im Jahr 2020 geprägt. Als Unternehmen haben wir uns die Frage gestellt, wie wir unsere Mitarbeiter in dieser Krise unterstützen können. Zu diesem Zweck haben wir im Frühjahr Online-Pulsbefragungen durchgeführt. Aus den gewonnenen Einsichten zu Themen wie Wohlbefinden, Engagement und der Produktivität unserer Mitarbeiter haben wir anschließend spezifische Maßnahmen abgeleitet. Dazu gehört beispielsweise das Angebot eines wissenschaftlich fundierten, digital durchgeführten Achtsamkeitsprogramms. Gelehrt wurden Techniken für größere Belastbarkeit und Ruhe, um den von unseren Mitarbeitern geäußerten Gefühlen wie Sorgen, Stress und Druck aufgrund der Pandemie entgegenzuwirken.

Dass gewohnte Abläufe möglicherweise auch anders und mit Blick auf Ressourcen wie Zeit, Budget und Ökologie sogar oft besser zu bewerkstelligen sind, gehört zu den größten Lerneffekten der Pandemie. So haben wir beispielsweise unser modular aufgebautes weltweites Vertriebstraining in kurzer Zeit erfolgreich und zur Zufriedenheit aller Teilnehmer in den virtuellen Klassenraum verlegt; und auch der Sprachunterricht findet inzwischen vielerorts digital statt.

Eine der wichtigsten nichtfinanziellen Steuerungsgrößen bei edding ist das Ergebnis der jährlichen Mitarbeiterbefragung. Hier messen wir die Zustimmungswerte der Mitarbeiter in den Dimensionen „Mitarbeiter-Engagement“ und „Qualität des Leistungsumfelds“.

Im Jahr der COVID-19-Pandemie hatten wir aufgrund der äußerst schwierigen Rahmenbedingungen mit einem Rückgang der Ergebnisse gerechnet. Tatsächlich ist der Zustimmungswert beim Mitarbeiter-Engagement von 87 % auf 88 % angestiegen, was den bisher zweithöchsten gemessenen Wert darstellt; lediglich in 2016 lag dieser mit 89 % noch etwas höher. Die Qualität des Leistungsumfelds wurde mit 82 % - wenngleich nur in der Nachkommastelle - ebenfalls leicht besser beurteilt als im Vorjahr. Damit haben wir den angestrebten Zielwert der Balanced Scorecard2020 von 88 % im Bereich Engagement sowie 78 % im Leistungsumfeld erreicht beziehungsweise sogar übertroffen. Mit diesen Ergebnissen stehen wir auch im externen Vergleich mit anderen Unternehmen sehr positiv da.

Für weitere Details zu diesen Komponenten verweisen wir auf den Abschnitt Steuerungssystem. Die Ergebnisse der Mitarbeiterbefragung stellen sich wie folgt dar:

Zustimmungswerte aus der Mitarbeiterbefragung 2020 2019
% %
--- --- ---
Mitarbeiter-Engagement 88 87
Qualität des Leistungsumfelds 82 82

Corporate Responsibility

Das Thema Corporate Responsibility (CR) ist seit vielen Jahren tief in unserer Unternehmenskultur verwurzelt und eng mit der Geschäftsstrategie verwoben und wird im Rahmen eines kontinuierlichen Verbesserungsprozesses beständig weiterentwickelt. Wir betrachten die konsequente Integration von Corporate Responsibility als Zukunftssicherung und als Inspirationsquelle für innovative Produkte. Wesentliche Gedanken und Ideen sind in unserem Corporate Responsibility Leitbild zusammengefasst, welches unter dem Dach der Verantwortung die fünf Handlungsfelder Strategie, Produkte, Umwelt, Unternehmenskultur und Gesellschaft vereint.

Informationen zur Nichtfinanziellen Erklärung des edding Konzerns sind im Abschnitt Sonstige Berichterstattung dargestellt.

Sonstige Funktionsbereiche

Supply Chain Geschäftsfeld Schreiben und Markieren

Einkauf

Für das Geschäftsfeld Schreiben und Markieren verantwortet der Zentraleinkauf am Stammsitz in Ahrensburg sowohl die Beschaffung von Rohwaren und Komponenten für eigene Produktionsstandorte als auch die Steuerung von Lieferanten für Fertigprodukte. Hauptbezugsquellen sind Europa mit dem Schwerpunkt Deutschland sowie Asien; hier stammt der überwiegende Anteil der Beschaffungsmengen aus Japan.

Der Trend der zunehmenden Bedeutung von edding Umsätzen in B2C Vertriebskanälen hat sich im Corona-Jahr 2020 noch einmal deutlich verschärft. Sowohl die Absatzsteigerung von Sortimenten mit stärkerem saisonalen Aktionsgeschäft als auch die Sicherung der Verfügbarkeit von Produkten gegen pandemiebedingte Ausfallrisiken waren die dominierenden Themen unserer operativen und strategischen Einkaufsteams. Darüber hinaus haben wir uns auch in 2020 mit dem erneuten Aufbau von Beständen angesichts eines No-Deal-Brexit-Szenarios beschäftigen müssen.

Produktion

Die edding Gruppe verfügt über eine inländische und eine ausländische Produktionsstätte.

Die deutsche Produktionsstätte V.D. Ledermann & Co. GmbH in Bautzen konnte die Rekordwerte des Vorjahres nicht erreichen: Zuwächse bei Textmarkern und bei Nachfüllflaschen konnten die Rückgänge bei einigen Permanentmarkern, Boardmarkern und Finelinern nicht ganz kompensieren.

In der technologischen Weiterentwicklung stand das Jahr 2020 in Bautzen ganz im Zeichen des Aufbaus von zwei neuen Fertigungslinien: die Produktionslinie für den neuen edding Doubleliner sowie der Beginn der Serienproduktion unserer edding Tattootinte. Für den Doubleliner, ein wesentlicher Teil unseres neuen Acrylic-Sortimentes für den Hobby- und Kreativmarkt, kommt in Bautzen erstmalig der Einsatz von Robotertechnik in regulären Produktionsschritten zum Einsatz. Für die Herstellung der Tattootinte wurde ein neuer, abgetrennter Betriebsbereich errichtet, der entsprechend den Richtlinien für gute Herstellungspraxis (Good Manufacturing Practice - GMP) arbeitet und entsprechend gemäß DIN ISO 22716 (GMP Cosmetics) zertifiziert wurde. Damit erschließt sich die V.D. Ledermann & Co. GmbH neben neuer Produkt- auch eine erweiterte Herstellungskompetenz. Die im Aufbau befindliche neue Produktionslinie zur Herstellung von Ventil-Markern rundet die technologische Kompetenzausweitung ab.

Am Produktionsstandort der edding ColombiaS.A.S. (Kolumbien) inSabaneta wird sowohl für den lokalen Markt als auch für übrige Nachbarländer der Anden-Region produziert. Die Gesellschaft versorgt unsere Tochtergesellschaft in Argentinien mit speziellen Artikeln für den Vertrieb in Argentinien und Anrainerstaaten. Bei pandemiebedingt stark rückläufigen Absätzen der lokal produzierten Artikel in Argentinien und Kolumbien konnte die Auslastung in Sabaneta nicht auf dem Vorjahresniveau gehalten werden.

Logistik

Die Lagerlogistik für das Geschäftsfeld Schreiben und Markieren wird weiterhin aus unserem Zentrallager im Großraum Hannover durch einen externen Dienstleister, die Huettemann Gruppe (im Folgenden „Huettemann"), wahrgenommen. Es werden weiterhin alle Kunden in Deutschland, Belgien, den Niederlanden, Luxemburg, Frankreich und Italien direkt von dort beliefert. Ferner werden die Läger unserer Vertriebspartner und die lokalen Logistikzentren für unsere edding Tochtergesellschaften in Großbritannien, der Türkei und Griechenland sowie unsere südamerikanischen Standorte mit Nachschublieferungen versorgt.

Die Lager- und Transportlogistik der edding Landesgesellschaften in der Türkei, Argentinien und Kolumbien erfolgt weiterhin durch externe Logistikunternehmen.

Supply Chain Geschäftsfeld Visuelle Kommunikation

Die Steuerung der gesamten Legamaster Supply Chain erfolgt über die Legamaster International B.V. im niederländischen Lochem.

Einkauf

Aus den zwei sehr unterschiedlichen Sortimenten, traditionell und elektronisch, ergeben sich sehr unterschiedliche Herausforderungen an die Beschaffung und das gesamte logistische Handling der Produkte. Gerade für die deutlich kürzeren Lebenszyklen im elektronischen Sortimentsbereich spielt die Optimierung der Reichweiten eine wesentliche Rolle und steht daher kontinuierlich im Fokus.

Für den Einkauf in Lochem standen in 2020 zwei Themen im Vordergrund: die Absicherung der Lieferfähigkeit unter Corona-Bedingungen und die Verlagerung der Produktion von Weißwandtafeln von einem langjährigen Lieferanten aus Tschechien in die eigene Produktion am Standort Lochem beziehungsweise zu einem Drittlieferanten in Polen. Die Relevanz des Managements der Nachfrageschwankungen wurde besonders im vierten Quartal deutlich, als einerseits die Nachfrage nach e-Screens deutlich anstieg und zum Teil das dreifache der erwarteten Mengen ausmachte, gleichzeitig jedoch die Verfügbarkeitsengpässe von Frachtleistungen und Containern aus Fernost zunahmen.

Produktion

Der Geschäftsbereich Visuelle Kommunikation hatte seine Eigenproduktion am niederländischen Standort Lochem 2009 eingestellt; die unter der Marke Legamaster vertriebenen Boardmarker und Flipchartmarker werden vornehmlich in der konzerneigenen V.D. Ledermann & Co. GmbH in Bautzen gefertigt. Nachdem wir in 2019 die Produktion von Sonderformen unserer Weißwandtafeln („Special Whiteboards") sowie die Skalierung der neu eingeführten individuell bedruckten Weißwandtafeln („Custom Printed Whiteboards“) am Standort Lochem aufgebaut hatten, wurden in Sommer 2020 auch die verbliebenen Produktlinien in enger und kooperativer Abstimmung von unserem tschechischen Partner auf einen polnischen Lieferanten sowie in die eigene Produktion verlagert. Die Produktion dieser Tafeln wird seit August kontinuierlich erfolgreich hochgefahren. Bis zum Jahresende konnten so bereits über 12.000 Tafeln in Lochem produziert werden. Neben direkten finanziellen Vorteilen und einer noch engeren Verzahnung von Marketing und Produktentwicklung verbessern wir mit dieser Verlagerung auch die Umwelt-Bilanz der eigenproduzierten Artikel.

Logistik

Die Logistik für den Markenbereich Legamaster liegt ebenfalls in der Verantwortung des Geschäftsfelds Visuelle Kommunikation. Die Lagerprozesse werden im konzerneigenen Zentrallager in Lochem (Niederlande) abgebildet, aus dem auch der weltweite Versand an Vertriebspartner, an die Läger der konzerneigenen Tochtergesellschaften in Großbritannien, der Türkei, Griechenland sowie an die Gesellschaften in Argentinien und Kolumbien erfolgt. Die Kunden in den Legamaster Hauptmärkten Deutschland, den Niederlanden, Belgien, Luxemburg und Frankreich werden direkt von dort versorgt.

Supply Chain Geschäftsfeld Technological Solutions

Die Steuerung der Supply Chain der in diesem Geschäftsfeld zusammengefassten Aktivitäten unserer Markierungstechnologien erfolgt durch die jeweils verantwortlichen Gesellschaften in München und Chemnitz.

Die Prismade Labs GmbH in Chemnitz verantwortet neben Forschung und Entwicklung auch die gesamte technische Infrastruktur und die Steuerung der beteiligten Dienstleister für unsere Lösungen der gedruckten Elektronik, prisma ID und edding code. Die Supply Chain ist hierbei vor allem durch einzelne Dienstleister rund um die digitale Infrastruktur, Entwicklungspartner für Software, Funktionsfarben und Informationsträger (beispielsweise Papierkarten, Plastik-Ausweise, Aufkleber Etiketten) sowie Druckereien geprägt. Die relevanten Dienstleister und Partner der Prismade Labs GmbH befinden sich überwiegend in Deutschland und sind Spezialisten auf ihrem jeweiligen Gebiet.

Die Gesamtverantwortung für die edding Kompaktdrucker liegt bei der edding Tech Solutions GmbH mit ihrer operativen Niederlassung in München. Die Produktentwicklung und -Spezifikation des gesamten Sortiments an Druckern, Tintenpatronen sowie Zubehör erfolgt in enger Zusammenarbeit mit unserem Technologiepartner Elried Markierungssysteme GmbH. Die Produktion der Drucker und Tintenpatronen erfolgt bei externen Partnern in Deutschland beziehungsweise in der EU. Lagerung und Versand der Artikel an die edding Tochtergesellschaften oder von der edding Tech Solutions GmbH betreute Vertriebspartner erfolgen über das Lager der Elried Markierungssysteme GmbH. Bei Auswahl und Prüfung externer Partner und Dienstleister werden, wo sinnvoll, punktuell auch Kompetenzen aus dem edding Konzern genutzt, um beispielsweise Tinten zu testen, Spritzgussteile zu optimieren oder Transportdienstleistungen einzukaufen.

Informationstechnologie

In 2020 hat edding den Wandel hin zu digitalen Prozessen und digitalen Kommunikationsformaten weiter beschleunigt.

Über eine leistungsfähige Vernetzung und sichere Internet-Verbindungen stellt edding seit Jahren allen Mitarbeitern virtuelle Arbeitsplätze zur Verfügung. Der moderne Arbeitsplatz bei edding ist mobil und selbstverständlich sind Mitarbeiter entsprechend ihrer Aufgabenprofile mit Smartphone, Tablet und Laptop ausgestattet. Alle Systeme und Anwendungen sind seit langem für das Büro, im Homeoffice oder auf Reisen gleich konfiguriert und rund um die Uhr einsatzbereit und verfügbar. Während der Lockdown Phasen waren unsere Mitarbeiter zu jederzeit arbeitsfähig.

Die Zusammenarbeit mit unseren Kunden und der Austausch mit Partnern ist das zentrale Element unserer Videokonferenzstrategie. edding ist offen für alle großen System-Anbieter und Lösungen. Wir wollen es unseren Kunden und Konsumenten so einfach wie möglich machen mit uns in Verbindung zu treten. Auch das ist Ausdruck unserer konsequenten Kundenorientierung.

Unser firmeninternes soziales Intranet schafft eine Vernetzung von Mitarbeitern, Fachleuten, Abteilungen, Projektgruppen und operativen Teams. Das dort integrierte Customer Relationship Management (CRM) System ermöglicht die Interaktion der hiermit arbeitenden Vertriebsbereiche mit Kunden und Konsumenten über alle gängigen digitalen und sozialen Kanäle.

Die technische Basis ist eine hybride Cloud Strategie, die wir seit mehreren Jahren in der IT verfolgen und ständig weiterentwickeln. Mit einem kompetenten Cloud Anbieter ist es edding möglich, diese langfristige Ausrichtung auf der Infrastruktur-Ebene und auf der Anwendungssystem-Ebene umzusetzen und On-Premise-Systeme mit Cloud Services zu ganz neuen Lösungen zu verbinden. Die so geschaffene IT-Umgebung bietet für die Umsetzung kommender Geschäftsideen eine flexible und mächtige Plattform. Durch die kontinuierlichen Weiterentwicklungen des Cloud Partners wird diese auf Dauer zukunftssicher für edding bleiben.

Forschung und Entwicklung

Der edding Konzern betreibt Forschungs- und Entwicklungsabteilungen für das Geschäftsfeld Schreiben und Markieren an den deutschen Standorten Ahrensburg und Bautzen. Im Berichtsjahr 2020 bildete die Entwicklung einer neuen Technologie zur Überwindung der Nachteile ventilbasierter Free-Ink-Marker und die Erweiterung des Einsatzes von Recycling-Materialien einen Schwerpunkt. Darüber hinaus wurde die Entwicklung einer Reihe von Kreativprodukten für private Endverwender mit dem Start der Serienproduktion zum Abschluss gebracht.

Im Geschäftsfeld Visuelle Kommunikation wird die Entwicklung neuer Produkte und die Einbindung neuer Technologien aus dem International Product Management in Lochem / Niederlande koordiniert. Einer der wichtigsten Entwicklungsbereiche für unsere klassischen und elektronischen Produkte ist die Benutzerfreundlichkeit für den Endverbraucher. Um unser Angebot in diesem Bereich weiter zu verbessern, haben wir verschiedene Lösungen für unser traditionelles Sortiment entwickelt und eingeführt wie zum Beispiel Akustik-Pinboards als Teil des Space-Up-Konzepts. Im Bereich elektronischer Produkte lag der Schwerpunkt auf der Aktualisierung unseres Sortiments für Bildungseinrichtungen. Darüber hinaus bereiten wir die Einführung einer neuen e-Screen-Reihe (highend) vor.

Am Standort Chemnitz werden Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten für das Geschäftsfeld Technological Solutions durchgeführt. Im Berichtsjahr 2020 wurde weiter an der Entwicklung der proprietären Prismade-Technologie gearbeitet. Darunter wird die Interaktion von Druckprodukten wie beispielsweise Karten, Labels oder Verpackungen mit dem Smartphone verstanden. Dies umfasst Forschungs- und Entwicklungstätigkeiten im Bereich Drucktechnik, Produktion und Software-Entwicklung. Darüber hinaus werden Lösungen für den Bereich Markenschutz, Dokumentenschutz und im Bereich interaktiver Sicherheitsanwendungen entwickelt.

Ein weiterer Schwerpunkt war die Entwicklung von Tattoo-Tinten, welche für edding den Eintritt in einen neuen Geschäftsbereich mit besonderen Ansprüchen an Produktion und Technik darstellt.

Die Gesamtsumme der Aufwendungen für Forschung und Entwicklung betrug im Berichtsjahr 1,8 Mio. EUR (Vorjahr: 1,6 Mio. EUR). Die Aufwendungen für Forschung und Entwicklung umfassen neben Personalaufwendungen auch Sachkosten für Forschungs- und Entwicklungsleistungen von Partnerunternehmen sowie Abschreibungen für Laborgeräte. Entwicklungskosten werden nicht aktiviert.

Im Geschäftsjahr 2020 waren in diesem Bereich insgesamt 19 Mitarbeiter (Vorjahr: 15 Mitarbeiter) beschäftigt.

Steuerungssystem

Strategische Steuerung

Als Finanzholding des edding Konzerns verfolgt die edding AG als strategisches Ziel die nachhaltige Wertsteigerung und Entwicklung des edding Konzerns mit den traditionellen Geschäftsfeldern Schreiben und Markieren sowie Visuelle Kommunikation. Daneben haben wir mit Technological Solutions und Tätowieren auch ein neues Geschäftsfeld beziehungsweise einen neuen Geschäftsbereich.

Für die strategische Steuerung des edding Konzerns nutzen wir derzeit ein Balanced Scorecard System für den Zeitraum 2016 bis 2020. Dieses System dient für uns gleichermaßen als Zielsystem und Maßnahmen-Verfolgungs-Instrument. Dabei wurden die strategischen Ziele von edding auf mehrere Hierarchie-Ebenen heruntergebrochen, so dass alle Tochtergesellschaften sowie die meisten Funktionsbereiche und Abteilungen über eine eigene Balanced Scorecard mit ihren mittelfristigen Strategiezielen verfügen. Die Balanced Scorecards sind individuell auf die Belange von edding zugeschnitten und greifen in ihrer Struktur neben den klassischen Elementen einer Balanced Scorecard mit den Themen eddipreneurship und eddiplementorship wesentliche Bestandteile unserer Unternehmenskultur auf. Sie enthalten finanzielle sowie nichtfinanzielle Ziele in fünf Dimensionen:

Finance
Consumer/Customer
„eddiplementorship“: Umsetzung unserer Strategie in skalierbare und effiziente Prozesse
„eddipreneurship“: Mut und Einfallsreichtum, Dinge anders zu machen
„edding ink“: edding-Tinte im Blut als verbindendes Element unserer Unternehmenskultur

Unsere Group Balanced Scorecard stellt die oberste Hierarchieebene des Systems dar.

Die meisten Ziele der Group Balanced Scorecard werden in der zweiten Hierarchie-Ebene in Form von sogenannten Meta Scorecards konkretisiert. So gibt es beispielsweise für die Dimension Consumer/Customer jeweils einzelne Meta Scorecards für unsere vier wesentlichen Marktstrategien B2B und B2C für Schreiben und Markieren in Europa, Visuelle Kommunikation sowie breiteres Wachstum in Lateinamerika. Diese konkretisieren dann wiederum in den genannten fünf Dimensionen, was für die Erreichung der einzelnen Marktstrategien erreicht werden soll.

In der dritten Hierarchieebene werden die Ziele der Meta Scorecards dann auf einzelne Balanced Scorecards für Tochtergesellschaften sowie Funktionsbereiche und Abteilungen heruntergebrochen.

Auf diese Weise werden auf den verschiedenen Hierarchie-Ebenen knapp 600 Teilziele und Maßnahmen definiert und auf 60 Balanced Scorecards verteilt, die auf der unteren Ebene jeweils einen spezifischen Verantwortlichen haben. Seit dem 31. Dezember 2017 nehmen wir in der Regel halbjährliche Messungen der voraussichtlichen Zielerreichung Ende 2020 vor. Aufgrund der anstehenden Schlussbewertung für die Balanced Scorecard 2020 sowie vor dem Hintergrund der hohen Arbeitsbelastung in einzelnen Bereichen im Verlauf der COVID-19-Pandemie haben wir zum 30. Juni 2020 auf eine Zwischenbewertung verzichtet.

Insbesondere die strategischen Finanzziele von 180 Mio. EUR Umsatz (vor Umstellung auf IFRS 15) sowie 18 Mio. EUR EBIT wurden im Zeitraum 2015/2016 bewusst ambitioniert definiert. Traditionell handelt es sich bei unseren Finanzzielen in der Balanced Scorecard um strategische Ziele, die für sich genommen keinen Prognose-Charakter haben. Im Rahmen einer jährlichen Finanzplanung werden wir unverändert Jahresziele festlegen, deren verbindliche Prognosekorridore wir jeweils im Abschnitt Prognosebericht veröffentlichen.

Finanzielle Steuerungsgrößen

Der edding Konzern nutzt verschiedene finanzbezogene Kennzahlen zur Steuerung von Wachstum und Profitabilität. Als wichtigste Steuerungsgrößen auf Konzernebene sind hier Umsatz und EBIT (Ergebnis vor Zinsen, Hochinflationsanpassungen und Ertragsteuern) zu nennen. Auf der Ebene der edding AG als Muttergesellschaft des Konzerns kommt noch der ausschüttungsfähige Jahresüberschuss hinzu, der auch für Teile der erfolgsabhängigen Vorstandsvergütung maßgeblich ist.

Im Rahmen der jährlichen Budget-Planung werden insbesondere Umsatz- und Ergebnisziele für den Konzern definiert und an den Strategiezielen ausgerichtet. Auch für die Steuerung der Konzerngesellschaften ist die EBIT-Entwicklung die wichtigste Steuerungsgröße, deren Erreichung wesentlicher Bestandteil der kurzfristigen variablen Vergütung für die Führungsebenen unterhalb des Vorstands ist. Das monatliche interne Berichtswesen geht insbesondere auf Zielerreichung und Abweichungsanalysen bei Umsatz und EBIT ein.

Nichtfinanzielle Steuerungsgrößen

Als wichtige nichtfinanzielle Steuerungsgrößen sind das Ergebnis der jährlich durchgeführten Mitarbeiterbefragung sowie das Ergebnis unserer Balanced Scorecard Evaluierung zu nennen.

Im Rahmen unserer in der Regel halbjährlichen Balanced Scorecard Evaluierung messen wir die voraussichtliche Zielerreichung per Ende 2020 für unsere Balanced Scorecard und damit den Erfolg unserer Strategieumsetzung. Unsere Group Balanced Scorecard enthält Ziele, für die insgesamt maximal 1.150 Punkte erreicht werden können. Ab einem Wert von 1.000 Punkten bei der Schluss-Messung per 31. Dezember 2020 sehen wir unsere Strategie als erfolgreich umgesetzt an; im Bereich zwischen 700 und 1.000 Punkten erachten wir unsere Strategie als teilweise erfolgreich umgesetzt. Der Punktwert, der in 2020 schließlich erreicht werden wird, ist einer der für die langfristige Vorstandsvergütung relevanten Leistungsindikatoren; auch für die einzelnen Balanced Scorecard Verantwortlichen sind ihre mittelfristigen variablen Bezüge an diese Zielerreichung geknüpft.

In der jährlichen Mitarbeiterbefragung werden die Zustimmungswerte der Mitarbeiter in einem zweidimensionalen „Strategischen Fitness-Modell“ abgebildet und in den Dimensionen „Mitarbeiter-Engagement“ sowie „Qualität des Leistungsumfelds“ gemessen. Für beide Werte wurden im Rahmen der Balanced Scorecard Zielwerte für 2020 festgelegt.

Die Dimension des nachhaltigen „Mitarbeiter-Engagements" umfasst vier Komponenten: Loyalität zum Unternehmen, Bereitschaft sein Bestes zu geben, Arbeitszufriedenheit und -freude sowie psychische Gesundheit (Leistungsanforderungen, Arbeitsbelastung). Die Dimension „Qualität des Leistungsumfelds" berücksichtigt, dass das Mitarbeiter-Engagement nur in einer Organisation zur vollen Entfaltung kommen kann, in der sich Motivation und Aktivitäten der Mitarbeiter auf die Unternehmensstrategie richten und in dem sie ihre Arbeit effektiv und effizient machen können. Die Qualität des Leistungsumfelds umfasst also Fragen, mit denen wir unter anderem auswerten können, ob die strategische Richtung klar ist und es uns die vorhandenen Systeme und Prozesse ermöglichen, in die vorgegebene Richtung zu gehen.

Zielwerte der Balanced Scorecard 2020 für die strategische Steuerung

Für die finanziellen und nichtfinanziellen Steuerungsgrößen wurden für 2020 folgende Zielwerte und Prognosen abgegeben:

Geschäftsverlauf 2020
Zielwerte 2020 Prognose 2020 alt Prognose 2020 neu 2020
--- --- --- --- ---
Finanzielle Steuerungsgrößen (in Mio. EUR)
edding Konzern
Umsatzerlöse 170,0 140,0 - 155,0 122,0 - 132,0 125,7
Umsatzerlöse vor IFRS 15 180,0 150,0 - 165,0 130,0 - 140,01 134,1
EBIT 18,0 9,0 - 13,0 6,5 - 9,52 8,1
Nichtfinanzielle Steuerungsgrößen
Punktwert der Balanced Scorecard 1.000 700 - 800 650 - 7503 678
Zustimmungswerte aus der Mitarbeiterbefragung
Mitarbeiter-Engagement (in %) 88 85-90 85 - 90 88
Qualität des Leistungsumfelds (in %) 78 75-85 75-85 82

1 Rechnerischer Wert, wie er sich aus der Ad-hoc-Mitteilung vom 19. November 2020 ergibt.

2 Zuletzt in der Ad-hoc-Mitteilung vom 19. November 2020 angehoben.

3 Im Rahmen des Halbjahresfinanzberichts zum 30. Juni 2020 bekanntgegeben.

Den erreichbaren Punktwert der Balanced Scorecard hatten wir - wie berichtet - bereits in der Evaluation zum 31. Dezember 2019 mit lediglich 735 Punkten eingeschätzt. Damit einher gehend lag zu diesem Zeitpunkt auch unsere Prognose für die finanziellen Steuerungsgrößen deutlich unter den ursprünglichen Zielwerten. Wesentliche Ursachen für den seinerzeit schon erkennbaren Rückgang waren die weitere Verschlechterung wirtschafts- und währungsseitiger Faktoren in Lateinamerika, der verzögerte Verkaufsstart in neuen Geschäftsbereichen und eine beginnende schwächere Weltwirtschaftsentwicklung. Die Prognose betrug zum damaligen Zeitpunkt 700 bis 800 Punkte und wurde von uns im Rahmen des Halbjahresberichts insbesondere durch die pandemiebedingt schwächere Umsatz- und EBIT-Entwicklung sowie die Repriorisierung von Projekten noch einmal leicht auf 650 bis 750 Punkte reduziert.

Parallel hat die Coronakrise auch bei den Prognosen für die finanziellen Steuerungsgrößen nochmals zu deutlichen Veränderungen geführt. Nachdem wir diese am 14. April 2020 zunächst zurückgenommen hatten, wurden in der Ad-hoc-Mitteilung vom 3. August 2020 zunächst wieder vorsichtige Prognosen veröffentlicht, die wir aufgrund der erfreulichen Entwicklung in der zweiten Jahreshälfte per Ad-hoc-Mitteilung vom 19. November 2020 deutlich auf die oben dargestellten Werte anheben konnten.

Nach der abschließenden Evaluation unserer Ziele für 2020 liegt der final erreichte Punktwert der Balanced Scorecard bei 678 Punkten und damit innerhalb des zuletzt bekannt gegebenen Korridors. Insbesondere ist der Punktwert für die Umsatzzielerreichung auf null zurückgegangen. Damit beurteilt der Vorstand die strategische Entwicklung des Unternehmens insgesamt als nicht zufriedenstellend, da wir insbesondere unsere Ziele in den Bereichen Consumer/Customer und Finanzen weitgehend nicht erreicht haben. Hier spiegeln sich die oben dargestellte bereits in 2019 erkennbare schwächere Wirtschaftsentwicklung sowie die massiven Auswirkungen der Coronakrise wider, allerdings liegt auch die Umsetzungsgeschwindigkeit für neue Themen und Projekte unter unseren Erwartungen. Diese Erkenntnis ist in die strategischen Überlegungen für den Zeitraum bis 2025 eingeflossen.

Strategie 2025 und Umbau der strategischen und operativen Steuerung

Ende 2020 haben Vorstand und Aufsichtsrat gemeinsam eine neue Strategie für die edding Gruppe verabschiedet. Oberste Leitlinien sind dabei eine noch konsequentere Fokussierung auf den Bedarf der Konsumenten sowie die konsequente Ausrichtung all unternehmerischen Handelns auf unseren in den Vorjahren herausgearbeiteten höheren Unternehmenszweck, unser „WHY“. Um dieses Ziel zu erreichen, rückt das Unternehmen schnellere Prozesse und agilere Strukturen ins Zentrum seiner künftigen strategischen Unternehmensausrichtung.

Die bisherigen Geschäftsfelder werden ab 2021 durch folgende zielgruppenorientierte Business Units ersetzt:

Office & Industry Supplies
Collaboration @ work
Creative & Home
Technological Solutions
Lifestyle
New Ink Solutions

Die Business Units werden bis Ende 2021 ihre Bereichs-Strategien ausarbeiten. Sie werden zukünftig auf Spezialwissen aus zentralen Service Centern zugreifen.

Dabei soll auch die Geschwindigkeit der Geschäftsentwicklung erhöht werden, indem die Organisationsstruktur auf ein agiles Operating System („edding Agile“) umgestellt wird, in denen einzelne Initiativen der Geschäftsentwicklung mittels agiler Projektmanagement-Methoden und höchster Entscheidungskompetenz innerhalb sogenannter „Squads“ schneller den Verbraucher erreichen. Ein innovativer Ansatz des Wissensmanagements inklusive der Personalentwicklung soll dabei helfen, schnell und effizient die dafür notwendigen Kompetenzen aufzubauen.

Während die operative Arbeit in den neuen Business Units bereits im Januar 2021 startete, werden wir im Verlauf des Geschäftsjahres 2021 die Instrumente der operativen und strategischen Steuerung an die neue Strategie anpassen.

Zentraler Baustein der strategischen Steuerung wird die Balanced Scorecard 2025, deren Ziele wir ebenfalls bis Ende 2021 weitgehend definieren wollen. Die Struktur dieser Balanced Scorecard wird überwiegend identisch mit der oben dargestellten Balanced Scorecard 2020 sein. Insbesondere die fünf Dimensionen und die Hierarchie von Meta-Scorecards werden sich auch in der neuen Struktur wiederfinden.

Darüber hinaus werden wir ein operatives Steuerungssystem aufbauen, das die Profitabilität der Business Units auf Konzernebene messen wird; die Profitabilität der Landesgesellschaften wird dabei in den Hintergrund treten. Bis zur Fertigstellung dieses Systems wird die operative Steuerung noch weitgehend auf Basis der bisherigen Struktur erfolgen, ebenso wie die Segmentberichterstattung im Rahmen der externen Berichterstattung.

Wirtschaftsbericht

Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Das Jahr 2020 hat für die Weltwirtschaft im Allgemeinen sowie im Speziellen für den Bürobedarfsmarkt eine einschneidende Bedeutung.

Kurzfristig führt die COVID-19-Pandemie zu großen weltwirtschaftlichen Verwerfungen. Darüber hinaus führte sie diverse Volkswirtschaften in Rezession und zu einem starken Verschuldungsanstieg. Die globale Kontraktion 2020 schätzte der Internationale Währungsfonds im Januar 2021 auf -3,5 %, was über den vorhergehenden Hochrechnungen lag und eine über den Erwartungen liegende Entwicklung im zweiten Semester 2020 widerspiegelte.4

Dabei traf es besonders die für uns zentralen Märkte der Eurozone (-7,2 %), das Vereinigte Königreich (-10,0 %) sowie Lateinamerika (-7,4 %) überdurchschnittlich stark. Aber auch die asiatischen Schwellen- und Entwicklungsländer (-1,1 %) und die USA (-3,4 %) konnten sich der Rezession nicht entziehen. Lediglich China konnte mit +2,3 % leicht wachsen - war allerdings durch die Pandemie schon in weiten Teilen im Spätherbst 2019 betroffen.5

Mittelfristig erwarten wir aber vor allem im Verhalten der Endverbraucher massiv veränderte Verhaltensweisen. So waren Digitalisierungstendenzen und neue Arbeitswelten schon in den Vorjahren wichtige Themen. Durch die Coronakrise wurden aber aus Trends sprunghafte Veränderungen. Die Arbeit von Zuhause wird auch nach der Krise in relevantem Umfang Normalität bleiben. Die Unternehmen erwarten, dass bis 2025 durchschnittlich 40 % der Mitarbeiter eines Unternehmens von Zuhause aus arbeiten werden, gegenüber durchschnittlich 9 % vor der Pandemie.6 Entsprechend wird die Nachfrage nach Gewerbeflächen sinken und neue Kollaborationsformen entstehen, die Präsenzmeetings ersetzen. Auch die privaten Verbraucher, die zuvor den Stationärformaten die Treue gehalten haben, sind mittlerweile daran gewöhnt, ihre Einkäufe online zu erledigen. Und nicht zuletzt haben wir wieder gelernt uns zuhause zu beschäftigen, was nicht nur den passiven Unterhaltungsformaten wie den Streaming-Diensten zu einem Umsatzsprung verhalf, sondern auch den Markt für kreatives Gestalten zuhause positiv beeinflusst hat.

Unter dem Strich zeigt sich die Lage am deutschen Papier-, Büro- und Schreibwarenmarkt (PBS) sehr kritisch. Zwar konnte der Gesamtumsatz der PBS-Branche in Deutschland nach Zahlen des Instituts für Handelsforschung Köln (IfH) im Jahr 2019 stabil gehalten werden und ist um 0,8 % gegenüber 2018 bei 12,75 Mrd. EUR7 angestiegen. Jedoch ist aufgrund der von der COVID-19-Pandemie induzierten oben genannten Entwicklungen - beschleunigter Digitalisierung, Homeoffice sowie Bestellwegsverlagerungen zum Onlinehandel insbesondere während der Lockdowns in 2020 - mit einem Rückgang zu rechnen, der teilweise strukturell auch in post-Corona-Jahren nicht vollumfänglich wird aufgefangen werden können.

Die Schwierigkeiten des Jahres 2020 werden auch in der Veröffentlichung des Verbandes der PBS-Markenindustrie nach seiner - erstmals digital durchgeführten - Herbsttagung deutlich: Die Umsatzerlöse der Monate Januar bis September zeigen im deutschen Markt über alle Sparten des Verbandes einen kumulierten Rückgang in Höhe von 6 %. Ein vertiefender Blick auf die einzelnen Sparten Papier, Büro sowie Kreativ und Schreiben zeigt ein sehr heterogenes Bild. Während die Sparten Papier und Büro im laufenden Jahr insgesamt über rückläufige Umsätze berichteten, konnte der Großteil der dem Bereich Kreativ und Schreiben zugeordneten Unternehmen für den Heimatmarkt wachsende Umsätze aufzeigen.8 Dies zeigt auch, dass die Coronakrise Verlierer, aber auch Gewinner hat. Der klassische Bürobedarf hat stark gelitten, während gerade der privatkonsumtive Bereich, besonders die Kreativsortimente, durch die vermehrte Zeit zuhause einen Aufschwung erlebten.

2020 war für Kollaborationstechnologien und visuelle Kommunikation im Speziellen ein Jahr mit zwei sehr unterschiedlichen Semestern. Während das erste und zweite Quartal 2020 von Lieferengpässen durch unterbrochene Lieferketten aus Fernost und der eiligen Ausstattung der Homeoffices geprägt waren, dominierten das dritte und vierte Quartal eher traditionelle Beschaffungsmuster. Der Verkauf von Technologie für den Heimgebrauch (zum Beispiel Webcams) nahm erheblich zu, die Investitionen der Unternehmen konzentrierten sich stark auf Videokonferenztechnologie sowie Hygiene unterstützende Hardware wie Trennwände oder auch (Digital) Signage für die Maßnahmenkommunikation. Geografisch zeigt sich, dass die USA und Teile Europas Schwierigkeiten haben, das Virus in Schach zu halten, während Teile des asiatisch-pazifischen Raumes schnell wieder in die (neue) Normalität zurückkehren konnten.

Auch den Bildungsbereich prägte die COVID-19-Pandemie: Auf dem Höhepunkt der Lockdowns waren rund 1,6 Milliarden Kinder von Schulschließungen betroffen. Die Investitionen in die für Homeschooling notwendigen Technologien verliefen dabei je nach Land in unterschiedlicher Geschwindigkeit und teilweise schleppend. Anders als in der Vergangenheit standen dabei vor allem Fernlehrtechnologien sowie Endgeräte, die sowohl zuhause wie im Klassenraum nutzbar sind, im Fokus des Interesses.

Durch die seit jeher risikoorientierte Geschäftsführung sowie die in den Vorjahren vorangetriebene Flexibilisierung der Organisation war die edding Gruppe im Jahr 2020 gut gegen die kurzfristigen Herausforderungen der Coronakrise gerüstet. Wir nutzen dabei die Möglichkeiten der Finanzmärkte zum Beispiel in Bezug auf Währungssicherung im betriebswirtschaftlich sinnvollen Rahmen aus und gestalten unser operatives Geschäft auf Beschaffungs- und Vertriebsseite währungsrisikominimierend. So konnten wir in 2020 vor allem die schwierigen Märkte Argentinien und Kolumbien über das starke europäische, vor allem deutsche, Geschäft teilweise ausgleichen.

4 World Economic Outlook, IMF, January 2021

5 Ebenda

6 Futuresource Consulting, COVID-19 Update, December 2020

7 https://www.pbs-business.de/news/monitor/30-01-2020-buerowirtschaft-haelt-den-umsatz/; abgerufen am 19.01.2021

8 https://www.pbs-markenindustne.de/erstmals-virtuell-pbs-herbst-konferenz-2020/; abgerufen am 19.01.2021

BIP-Entwicklung ausgewählter Staaten/Regionen in 20209

in Prozent

9 World Economic Outlook IMF, January 2021

Entwicklung der Geschäftsfelder

Die Umsatzerlöse sind bedingt durch die Auswirkungen der COVID-19-Pandemie um 11,3 % wesentlich zurückgegangen.

2020 2019 Veränderungen Veränderungen
TEUR TEUR TEUR %
--- --- --- --- ---
Schreiben und Markieren
Deutschland 46.459 47.241 -782 -1,7
Übriges Europa 47.224 52.752 -5.528 -10,5
Übersee 5.015 7.072 -2.057 -29,1
98.698 107.065 -8.367 -7,8
Visuelle Kommunikation
Deutschland 13.336 17.204 -3.868 -22,5
Übriges Europa 12.857 16.630 -3.773 -22,7
Übersee 495 619 -124 -20,0
26.688 34.453 -7.765 -22,5
Technological Solutions
Deutschland 207 206 1 0,5
Übriges Europa 121 53 68 128,3
Übersee 17 16 1 6,3
345 275 70 25,5
Sonstige
Deutschland 17 - 17 -
Übriges Europa - - - -
Übersee - - - -
17 - 17 -
Konzern gesamt 125.748 141.793 -16.045 -11,3

Die Gesamtumsätze sind in allen Regionen für die Geschäftsfelder Schreiben und Markieren und Visuelle Kommunikation rückläufig, wobei das übrige Europa und Übersee überproportionale Rückgänge verkraften mussten.

Der Anteil des Umsatzes außerhalb Deutschlands ist im Geschäftsjahr 2020 entsprechend auf 52,3 % (Vorjahr 54,4 %) zurückgegangen.

Umsatz je Region im Vorjahresvergleich

in Mio. EUR

Geschäftsfeld Schreiben und Markieren

Das Geschäftsfeld Schreiben und Markieren beinhaltet Produkte, die es dem einzelnen ermöglichen sich, seine Ideen, Gedanken und Gefühle zum Ausdruck zu bringen. Die darin erzielten Umsätze setzen sich aus Lösungen zusammen, zu denen neben Markern, Schreibgeräten, Farbsprays und Druckerpatronen auch Nagellacke, Erlöse aus dem Lizenzgeschäft mit Druckerpatronen sowie Partnermarken gehören.

Mit insgesamt 98,7 Mio. EUR Umsatz stellt dieses Geschäftsfeld weiterhin mit Abstand das größte Segment dar, in dem wir jedoch in 2020 einen deutlichen Umsatzrückgang in Höhe von 7,8 % gegenüber dem Rekordwert des Vorjahres verzeichnen mussten. Haupttreiber dieser negativen Entwicklung war die Coronakrise, deren Auswirkungen regional sehr unterschiedlich ausgefallen sind: In Deutschland waren die Erlöse „nur“ um 1,7 % rückläufig, im übrigen Europa gingen die Umsatzerlöse zweistellig um 10,5 % zurück und unsere Übersee-Märkte brachen um 29,1 % ein.

Deutschland bleibt auch im Corona-Jahr unser größter Einzelmarkt; die Umsätze sanken hier um 1,7 % auf 46,5 Mio. EUR. Der Trend der Entwicklung des Vorjahres setzte sich dabei fort: während wir unser Wachstum mit B2C Händlern nach 12,4 % in 2019 nochmals zweistellig steigern konnten, fielen die Umsätze mit unseren B2B Händlern nach einem leichten Wachstum in 2019 nun um circa 8 %. Getragen wurde die positive B2C Entwicklung wiederum von den Vertriebskanälen E-Commerce, Baumärkte und Discounter. Bei unseren B2B Sortimenten gaben die Produkte für die industrielle Anwendung („Professional Work Solutions") etwas moderater nach als diejenigen für Büro und Schule.

Im übrigen Europa (ohne Deutschland) lagen unsere Umsätze mit 47,2 Mio. EUR nur noch knapp über dem in Deutschland erzielten Volumen. Der Rückgang von 10,5 % zog sich durch alle relevanten europäischen Länder. Als einziger größerer Markt konnte Benelux ein Wachstum von 4 % aufweisen. Länder wie Dänemark und die Schweiz konnten das Vorjahrergebnis in etwa halten. Demgegenüber verloren wir in allen anderen Märkten teilweise deutlich zweistellig. Die größten Rückgänge mussten wir dabei in Großbritannien, Ungarn und Spanien hinnehmen. Nahezu durchgängig konnten in allen Märkten die Verluste im Bereich der Büroanwendungen und industriellen Anwendungen nicht durch punktuelle Zugewinne in privaten Anwendungsfeldern ausgeglichen werden.

In Übersee setzte sich der Rückgang aus den Jahren 2018 und 2019 nunmehr coronabedingt noch weiter fort. Der Gesamtumsatz von 5,0 Mio. EUR lag um 29,1 % unter dem Vorjahreswert. Der überwiegende Teil dieser Umsätze wurde in Lateinamerika in unseren Tochtergesellschaften in Argentinien und Kolumbien erzielt. Beide Gesellschaften mussten sowohl in lokaler Währung als auch in Euro prozentuale Umsatzeinbußen in deutlich zweistelliger Höhe hinnehmen. Trotz eines eher schwierigeren Marktumfeldes mit Schließungen bei den wichtigen Handelsformaten entwickelte sich hingegen der Start unserer Kooperation mit einem neuen Vertriebspartner für die edding Kreativprodukte in den USA leicht positiv.

Marketing und Produkte

Sortimentsseitig spiegeln sich die Corona-Effekte im weltweiten Umsatzrückgang von 7,8 % wider: während unsere Produkte für den privaten Endverwender um 11 % zulegen konnten, gaben die Umsätze mit B2B Sortimenten um 14 % nach.

Bei den Sortimenten für gewerbliche Endverwender spiegeln sich die Corona-Effekte wie abnehmende Industrieproduktion, Kurzarbeit und Zunahme von Homeoffice sowie eine generell zurückhaltende Ausgabepolitik der Unternehmen wider, so dass unser Umsatz mit unseren Angeboten für Professional Work Solutions (PWS) um 10 % nachgab. Die Umsätze mit unserem Büro- und Schulsortiment gaben sogar um 25 % nach. Besonderen Anteil hatten hier drei unserer diesbezüglichen Top 4 Märkte - Kolumbien, Türkei und Großbritannien - in denen wir traditionell sehr stark im Schulgeschäft sind und wegen Schulschließungen überproportional Umsätze verloren haben. Positive Trends konnten wir vor allem bei PWS-Produkten in den Niederlanden und der Schweiz verzeichnen.

Überdurchschnittlich positive Impulse konnten erneut unsere Bereiche „Home Solutions“ und „Creative Life“ setzen: Diese B2C Produkte konnten ihren Wachstumspfad der letzten Jahre fortsetzen und legten um 17 % beziehungsweise um 5 % im Umsatz zu. Wachstumstreiber für „Home Solutions“ waren vor allem unsere Mini-Highlighter sowie Fugen- und Outdoormarker. Permanent Marker konnten leicht zulegen. Im Bereich „Creative Life“ konnten wir vor allem die Erfolgsgeschichte unserer Permanent Sprays mit einem 50 %-igen Wachstum fortführen, welches primär durch eine Ausweitung der Distribution in Baumärkten und über deutlich steigende Nachfrage im E-Commerce gestützt wurde.

Ebenso positiv entwickelt sich der eigene Vertrieb unserer kompatiblen Druckerpatronen und Toner. Beide Bereiche legten in 2020 um mehr als 40 % zu. Die Lizenzerlöse mit diesen Produkten gingen nochmals deutlich zurück, so dass dieses Segment inzwischen weitestgehend durch die eigenen Vertriebsaktivitäten in Deutschland getragen wird.

Zum Segment Schreiben und Markieren gehören auch unterschiedliche Partnermarken, die wir als strategische Ergänzungen unseres vertrieblichen Angebots um starke, komplementäre Marken verstehen. Die Erlöse mit Partnermarken lagen mit knapp 6,0 Mio. EUR auf Vorjahresniveau. Getragen wurde diese stabile Entwicklung in Zeiten von Corona durch ein Wachstum der Erlöse in Deutschland und in Kolumbien, in beiden Ländern wurden neue Kooperationen zum Herbst begonnen: In Deutschland startete die Vertriebskooperation mit dem Home-Sortiment der Marke Securit, in Kolumbien begann im gleichen Zeitraum die Zusammenarbeit mit unserem Partner Maped. Negative Umsatzentwicklungen mit Partnermarken gab es in Großbritannien, Frankreich und Argentinien. Die etablierten Partnerschaften mit LAMY, tesa und Pritt in Argentinien sowie UHU und Fiskars in ausgewählten europäischen Märkten werden in 2021 fortgeführt, die Kooperation mit Tombow wurde 2020 beendet.

Geschäftsfeld Visuelle Kommunikation

Die Umsätze werden fast ausschließlich im B2B Bereich mit der Hauptmarke Legamaster erzielt. Dabei sind die Regionen DACH (Deutschland, Österreich, Schweiz) und Benelux (Belgien, Niederlande, Luxemburg) die für uns bedeutendsten Märkte.

In diesem Geschäftsfeld mussten wir einen Umsatzrückgang um 22,5 % hinnehmen. Hintergrund war die weltweit infolge der COVID-19-Pandemie rückläufige Nachfrage nach Büroausstattung. Die Flucht ins Homeoffice führte zu Gewerbeflächenabbau und zu Investitionsrückgängen beziehungsweise -verlagerungen in Technologien für die Ausstattung der Arbeitsplätze zuhause. Auch hier haben wir Lösungen im Angebot, die allerdings zumeist günstigere Verbrauchsgüter als hochwertige Investitionsgüter darstellen. So steht in kaum einem Haushalt ein Flipchart, es wird aber durchaus mit unseren Magic-Chart-Lösungen gearbeitet.

Marketing und Produkte

Besonders im Geschäftsfeld Visuelle Kommunikation stellte sich 2020 als zentrale Frage: Welche Konsequenzen hat die COVID-19-Pandemie für die Arbeit und Zusammenarbeit im Büro? Welche Art von Lösungen können wir für unsere Endkunden entwickeln, damit sie bei ihrer Rückkehr ins Büro in sicherem Abstand zusammenarbeiten können?

Das Ergebnis war die Einführung der Care & Share-Reihe, die aus einer Vielzahl von Trennwänden und Tischteilern besteht, die gleichzeitig als vielseitige Visualisierungstafeln fungieren. Die Idee ist, dass diese Produkte natürlich einerseits die Ausbreitung von Viren und Bakterien wirksam begrenzen müssen, allerdings dabei nicht nur eine Barriere zwischen Menschen sein sollen. Stattdessen fördern sie Kreativität und erleichtern die Interaktion zwischen Menschen, indem sie den (formellen und informellen) Informationsaustausch unterstützen, das Durchführen von Brainstorming ermöglichen und an Projekten zusammenarbeiten lassen.

Daneben wurde eine Erweiterung der Magic-Chart-Familie eingeführt - positioniert als flexibles Homeoffice-Whiteboard: das neue Magic-Chart XL.

Als Ergänzung zu unserem Whiteboard-Sortiment wurde zudem die Essence Whiteboard-Reihe eingeführt - die perfekte Kombination aus Funktionalität und rahmenlosem Design.

Ein weiterer Schwerpunkt der Produktentwicklung fokussierte auf maßgeschneiderte elektronische Tafeln für die Umsetzung im Rahmen des deutschen Digitalpakts. Hierbei handelt es sich um eine Reihe neuer Produkte, die sich stark an den identifizierten Nutzerbedürfnissen im Bildungsbereich orientieren. Dazu gehören unter anderem das moTion Pylonensystem als wandmontierte und freistehende Lösung zur Höhenverstellung von elektronischen Tafeln sowie Legamaster Discove, ein Sortiment professioneller elektronischer Screens.

Bei den Endkundengruppen war naturgemäß in 2020 eine deutliche Zurückhaltung im Corporate Bereich sichtbar, da angesichts flächendeckender Lockdowns deutlich zurückhaltender in Besprechungsräume und Büros investiert wurde. Diese Entwicklung konnten wir insbesondere beim Absatz von e-Screens durch den Verkauf an Bildungseinrichtungen überkompensieren, sodass wir in 2020 die meisten e-Screens in unserer Geschichte verkauften.

Das Jahr 2020 war auch ein weiterer Meilenstein in Bezug auf unsere Nachhaltigkeitsbemühungen. So ist Legamaster nunmehr an unseren Standorten in den Niederlanden, Deutschland, Belgien sowie der internationalen Zentrale FSC- und PEFC-zertifiziert („Chain of Custody“-Zertifizierung).

Geschäftsfeld Technological Solutions

Im Segment Technological Solutions fassen wir die Aktivitäten der edding Tech Solutions GmbH mit unseren Markierungstechnologien Kompaktdrucker, edding code sowie den Lösungsangeboten unserer Tochtergesellschaft Prismade Labs GmbH zusammen. Die beiden noch jungen und im Aufbau befindlichen Bereiche waren in 2020 sehr stark von den Corona-Auswirkungen betroffen und konnten zwar mit 0,3 Mio. EUR die Umsatzerlöse des Vorjahres um über 25 % steigern, blieben jedoch deutlich hinter den ursprünglichen Planwerten zurück.

Das erwartete Wachstum der industriellen edding Kompaktdrucker wurde erheblich durch die Coronakrise und damit verbundene Lockdowns gedämpft. Aufgrund der allgemeinen Investitionszurückhaltung und fehlenden Möglichkeiten, Kunden die Geräte auf Messen oder direkt vor Ort zu präsentieren, wurde auch der geplante Aufbau der Vertriebsorganisation verschoben. Die technische Weiterentwicklung der Produkte in enger Kooperation mit unserem Technologiepartner Elried Markierungssysteme GmbH wurde dennoch wie geplant fortgeführt: im Fokus standen hier neben Firmware-Optimierung und leistungsfähigeren Tinten vor allem die Steigerung der Druckhöhe sowie die Ausweitung des Zubehör-Portfolios. Gegen Ende des Geschäftsjahres zeichnete sich eine vorsichtige Entspannung des Marktes ab, so dass wir für das Jahr 2021 wieder optimistischer sind und den Aufbau des Vertriebs wieder aufnehmen werden.

Im Bereich edding Code fokussierte sich die edding Tech Solutions in München auf die Entwicklung einer Komplettlösung zur gesetzlich vorgeschriebenen Führerscheinkontrolle. Diese wird unter dem Namen easycheck-by-edding als neuartige Software-as-a-Service-Lösung im ersten Quartal 2021 offiziell starten. Kurz vor Ende des Geschäftsjahres 2020 konnten bereits erste Kunden gewonnen werden, so dass wir für dieses Segment in 2021 ebenfalls zuversichtlich sind.

Auch für die Vermarktung der patentierten Prismade Technologie waren die coronabedingten Einschränkungen maßgebliche Hemmnisse zur Erreichung der kommerziellen Ziele im Jahr 2020: Relevante Projekte in Anwendungsbereichen wie Lotterie und Sicherheit behördlicher Dokumente wurden verschoben oder konnten aufgrund von Kontaktsperren und Kurzarbeit nicht wie geplant begonnen werden. Es befinden sich jedoch weiterhin konkrete Entwicklungs- und Vermarktungskooperationen für unsere Lösungen rund um gedruckte Elektronik im fortgeschrittenen Stadium, so dass wir nun für 2021 deutliche Umsatzsteigerungen erwarten.

Geschäftsfeld Sonstige

Das Segment Sonstige umfasst derzeit alle Aktivitäten rund um das Tätowieren. Mit der Eröffnung unseres ersten edding Tattoo-Studios in Hamburg im Oktober 2020 konnten wir hier erste Umsatzerlöse erzielen. Mit der coronabedingten behördlich angeordneten Schließung des Studios zu Anfang November verschiebt sich die Anlauf- und Hochlaufphase dieses direkten Geschäftsmodells ins Jahr 2021.

Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des edding Konzerns

Ertragslage des edding Konzerns

Entwicklung der Ertragslage

2020 2019 Veränderung Veränderung
TEUR TEUR TEUR %
--- --- --- --- ---
Umsatzerlöse 125.748 141.793 -16.045 -11,3
Bestandsveränderungen und andere aktivierte Eigenleistungen 371 374 -3 -0,8
Gesamtleistung 126.119 142.167 -16.048 -11,3
Materialaufwand -51.102 -56.417 5.315 -9,4
Rohergebnis 75.017 85.750 -10.733 -12,5
in % von der Gesamtleistung 59,5 60,3
Personalaufwand -38.354 -40.805 2.451 -6,0
in % vom Umsatz 30,5 28,8
Abschreibungen -4.709 -4.855 146 -3,0
Sonstige betriebliche Erträge 7.659 7.543 116 1,5
Sonstige betriebliche Aufwendungen -31.491 -37.919 6.428 -17,0
EBIT 8.122 9.714 -1.592 -16,4
in % vom Umsatz 6,5 6,9
Finanz- und Beteiligungsergebnis 1.191 314 877 279,3
Ergebnis aus der Nettoposition der monetären Posten gemäß IAS 29 21 567 -546 -96,3
Ergebnis vor Ertragsteuern 9.334 10.595 -1.261 -11,9
Ertragsteuern -4.047 -4.620 573 -12,4
Konzernergebnis 5.287 5.975 -688 -11,5
in % vom Umsatz 4,2 4,2

Das EBIT ist gegenüber dem Vorjahreswert um 1,6 Mio. EUR auf 8,1 Mio. EUR zurückgegangen. Dies entspricht einer leicht rückläufigen EBIT Marge von 6,5 %. Zum einen wird das hauptsächlich umsatzbedingt deutlich niedrigere Rohergebnis sehr stark durch geringere Personalaufwendungen und niedrigere sonstige betriebliche Aufwendungen ausgeglichen und zum anderen wirken sich sowohl die Ende März 2020 beschlossenen Kosteneinsparmaßnahmen als auch die durch die Pandemie insgesamt eingeschränkten Aktivitäten aus.

Bei der EBIT Entwicklung der einzelnen Konzerngesellschaften zeigen sich sehr heterogene Entwicklungen. Ein großer Teil der Kosteneinsparung wurde in der Holding edding AG erzielt, sodass deren Beteiligungsergebnis deutlich geringere operative Kosten gegenüberstehen. Zusätzlich wirkt sich hier der Ertrag aus dem Verkauf der Betriebsimmobilie in Wunstorf positiv aus. In der edding Vertrieb GmbH konnte mit Umsatzerlösen auf Vorjahresniveau und geringeren Kosten ein Ergebnisanstieg erzielt werden. Die edding Benelux B.V. in den Niederlanden verzeichnete einen Anstieg sowohl im Umsatz als auch im Ergebnis.

In der Tochtergesellschaft in Frankreich sowie in der Legamaster GmbH konnte bei rückläufigen Umsatzerlösen ein positives, leicht über dem Vorjahr liegendes Ergebnis erzielt werden. Die edding International GmbH und die V.D. Ledermann & Co. GmbH leisteten einen unter dem Vorjahreswert liegenden positiven Ergebnisbeitrag. In den Vertriebstochtergesellschaften in Großbritannien und der Türkei sowie in der Legamaster International B.V. in den Niederlanden führten rückläufige Umsätze zu entsprechend negativen Jahresergebnissen.

Bei den jüngeren Tochtergesellschaften edding Tech Solutions GmbH, Prismade Labs GmbH und edding Expressive Skin GmbH gibt es weiterhin Anlaufverluste; der Umsatz konnte durch die coronabedingten Einschränkungen nicht wie geplant entwickelt werden. Dabei liegt der Verlust der Prismade Labs GmbH unter dem Vorjahreswert.

Lateinamerika wurde durch die COVID-19-Pandemie besonders hart getroffen. Entsprechend sind die Ergebnisse in allen drei dort ansässigen Gesellschaften deutlich negativ.

Der Umsatz des edding Konzerns ist bedingt durch die Auswirkungen der COVID-19-Pandemie um 11,3 % auf 125,7 Mio. EUR wesentlich zurückgegangen. Dabei liegt der Rückgang im Bereich Visuelle Kommunikation bei 22,5 %, während das Geschäftsfeld Schreiben und Markieren einen Rückgang von 7,8 % verzeichnete. Die Rohergebnisquote ist dabei auf 59,5 % gesunken. Wesentliche Effekte sind hier zusätzliche Gängigkeitsabschreibungen im Rahmen der Vorratsbewertung in Verbindung mit einem moderaten Lageraufbau zur Sicherstellung der Lieferfähigkeit im Falle kurzfristiger Konjunkturerholung.

Bei steigender Mitarbeiterzahl ist der Personalaufwand deutlich um 2,5 Mio. EUR zurückgegangen. Hier wirken sich insbesondere die weitreichende Kurzarbeit und der Abbau der Urlaubsrückstellungen aus. Im Geschäftsjahr 2020 erhielten im Inland die edding AG sowie Tochtergesellschaften Zahlungen von Kurzarbeitergeld in Höhe von 0,3 Mio. EUR. Zusätzlich fallen die einmaligen Personalaufwendungen geringer aus, die im Vorjahr durch die Restrukturierung in Argentinien geprägt waren.

Im Geschäftsjahr 2020 erhaltene staatliche Hilfen und Zuschüsse im Sinne des IAS 20 beschränken sich auf Sozialversicherungsbeträge auf Kurzarbeitergeld und Lohnkostenzuschüsse. Die Sozialabgaben wurden um 0,3 Mio. EUR aufgrund von Erstattungen der vom Arbeitgeber zu tragenden Beträge zur Sozialversicherung durch die Bundesagentur für Arbeit oder einer ähnlichen Behörde gemindert. Darüber hinaus wurden für zwei niederländische Gesellschaften des edding Konzerns Lohnkostenzuschüsse bei einer staatlichen Stelle beantragt. Diese Zuschüsse mindern ebenfalls den Personalaufwand in Höhe von 0,5 Mio. EUR. Des Weiteren erhielten edding France SAS, EDDING (U.K.) LTD und edding Hellas Ltd. Lohnkostenzuschüsse von insgesamt 0,1 Mio. EUR, die den Personalaufwand mindern.

Die sonstigen betrieblichen Erträge liegen 0,1 Mio. EUR über dem Vorjahresniveau. Dabei verringerten sich die in den sonstigen betrieblichen Erträgen enthaltenen Währungskursgewinne um 0,8 Mio. EUR. Weiterhin wirkten sich hier unter anderem niedrigere Auflösungen von Rückstellungen und wegfallende Mieterlöse für das Lagergebäude in Wunstorf mindernd aus. Diese Effekte werden durch den Ertrag aus dem in 2020 planmäßig erfolgten Verkauf unserer Betriebsimmobilie in Wunstorf in Höhe von 1,6 Mio. EUR kompensiert.

Der deutliche Rückgang der sonstigen betrieblichen Aufwendungen um 6,4 Mio. EUR resultiert im Wesentlichen aus unseren Kosteneinsparmaßnahmen sowie aus pandemiebedingt insgesamt rückläufigen Aktivitäten. Entsprechend liegen insbesondere Marketingaufwendungen, Reise- und Kraftfahrzeugkosten, Fracht- und Logistikkosten sowie Personalnebenkosten unter den Vorjahreswerten. Zusätzlich sind die Währungskursverluste um 1,9 Mio. EUR geringer ausgefallen. Damit hat sich unter Berücksichtigung der in den sonstigen betrieblichen Erträgen enthaltenen Währungskursgewinne das Nettoergebnis aus Wechselkurseffekten um 1,1 Mio. EUR gegenüber dem Vorjahreswert verbessert.

Das Finanz- und Beteiligungsergebnis ist um 0,9 Mio. EUR höher ausgefallen. Hier wirkt sich die Verminderung der Kaufpreisverbindlichkeit um 1,6 Mio. EUR für die Beteiligung an dem brasilianischen Schreibgerätehersteller Companhia de Canetas Compactor S.A. positiv aus. Im Vorjahr war ein positiver Effekt von 0,6 Mio. EUR aus der Neuordnung der Finanzierung der edding Argentina S.A. enthalten.

Das Ergebnis aus der Berücksichtigung der Hochinflation gemäß IAS 29 in Argentinien umfasst neben der Kaufkraftanpassung für nicht-monetäre Vermögenswerte, Schulden und Eigenkapital auch die Ausweiskorrekturen bei den Posten der Gewinn- und Verlustrechnung, die in Summe keinen Effekt auf das Periodenergebnis haben. Das Ergebnis ist annähernd ausgeglichen. Somit ergibt sich ein um rund 0,5 Mio. EUR geringerer positiver Effekt als im Vorjahr.

Somit liegt das Ergebnis vor Ertragsteuern trotz des deutlichen Umsatzrückganges mit 9,3 Mio. EUR nur um 1,3 Mio. EUR unter dem Vorjahresniveau.

Die Ertragsteueraufwendungen sind bei niedrigerem Ergebnis um 0,6 Mio. EUR auf 4,0 Mio. EUR zurückgegangen. Damit stagniert die Ertragsteuerquote mit 43,3 % (Vorjahr: 43.6 %) auf relativ hohem Niveau. Dies resultiert aus der Berücksichtigung des Ertrags aus der Veräußerung der Betriebsimmobilie Wunstorf im latenten Steueraufwand und den Verlusten der Konzerngesellschaften außerhalb des steuerlichen Organkreises der edding AG.

Das Jahresergebnis des Konzerns in Höhe von 5,3 Mio. EUR liegt somit um 0,7 Mio. EUR unter dem Vorjahresniveau.

Entwicklung Konzern-EBIT in 2020

in TEUR

Geschäftsentwicklung im Vergleich zum Ausblick für 2020

EBIT und Umsatzerlöse schätzten wir im Ausblick des Geschäftsberichts 2019 und im weiteren Verlauf des Geschäftsjahres wie folgt ein:

Finanzielle Steuerungsgrößen 2019 Prognose 2020 alt10 Prognose 2020 neu11 2020
Mio. EUR Mio. EUR Mio. EUR Mio. EUR
--- --- --- --- ---
edding Konzern
Umsatzerlöse 141,8 140,0 - 155,0 122,0 - 132,0 125,8
EBIT 9,7 9,0-13,0 6,5 - 9,5 8,1
Segmentergebnisse 2019 Prognose 2020 alt10 Prognose 2020 neu12 2020
Mio. EUR Mio. EUR Mio. EUR Mio. EUR
--- --- --- --- ---
Schreiben und Markieren
Umsatzerlöse 107,1 107,0 - 113,0 88,0 - 100,0 98,7
EBIT 19,5 19,0 - 21,5 11,0 - 15,0 18,7
Visuelle Kommunikation
Umsatzerlöse 34,5 34,5 - 38,5 24,0 - 30,0 26,7
EBIT 1,5 0,5 - 2,0 -1,5 - 0,0 -1,0
Technological Solutions
Umsatzerlöse 0,3 1,0 - 3,0 0,5 - 1,5 0,4
EBIT -2,3 -2,5 - -1,0 -3,5 - -1,5 -2,4
Sonstige
Umsatzerlöse - 0,0 - 0,5 0,0 - 0,2 0,0
EBIT -0,4 -1,5 - -0,5 -1,5 - -0,5 -0,9

10 Im Rahmen des Geschäftsberichts 2019 bekannt gegeben und mit der Ad-hoc-Mitteilung vom 14. April 2020 zurückgenommen.

11 Prognosebekanntgabe beziehungsweise, -änderungen sind im Rahmen der Ad-hoc-Mitteilung vom 3. August 2020 und der Ad-hoc-Mitteilung vom 19. November 2020 erfolgt.

12 Prognosebekanntgabe ist im Rahmen des Halbjahresfinanzberichts zum 30. Juni 2020 erfolgt.

Die erste Prognose, die wir im Rahmen des Geschäftsberichts 2019 abgegeben haben, wurde mit der Ad-hoc-Mitteilung vom 14. April 2020 zurückgenommen. Aufgrund der dynamischen Entwicklung der COVID-19-Pandemie und den damit verbundenen Auswirkungen auf die Weltwirtschaft war zu diesem Zeitpunkt eine zuverlässige Einschätzung der Geschäftsentwicklung 2020 nicht möglich.

Nach Ablauf des ersten Halbjahres konnte mit der Ad-hoc-Mitteilung vom 3. August 2020 wieder eine Prognose für den Geschäftsverlauf 2020 vorgenommen werden. Die Umsatzerlöse wurden zwischen 115,0 und 130,0 Mio. EUR eingeschätzt. Die EBIT-Prognose betrug 0,5 bis 5,0 Mio. EUR. Im Rahmen des Halbjahresfinanzberichts zum 30. Juni 2020 wurden auf dieser Basis die oben dargestellten Segmentkorridore bekannt gegeben.

Nachdem die Entwicklung in der zweiten Jahreshälfte - insbesondere im September und Oktober - die Erwartungen deutlich übertroffen hatte, wurden die Korridore mit der Ad-hoc-Mitteilung vom 19. November 2020 erhöht (Umsatzerlöse 122,0 bis 132,0 Mio. EUR; EBIT 6,5 bis 9,5 Mio. EUR). Neben der etwas besseren Entwicklung der Umsatzerlöse zeichnete sich insbesondere ein höheres Kosteneinsparpotenzial ab.

Im Geschäftsjahr 2020 betragen die Umsatzerlöse 125,7 Mio. EUR und liegen damit im unteren Bereich des angepassten Korridors. Das erzielte Konzern-EBIT von 8,1 Mio. EUR befindet sich in der Mitte des finalen Korridors.

Eine Anpassung der Segmentkorridore erfolgte mit der Ad-hoc-Mitteilung vom 19. November 2020 nicht, da wir diese nur im Rahmen der Regelpublizität neu ermitteln, sofern sich hieraus isoliert keine Insidertatsache ergibt. Da sich die mit dieser Mitteilung bekannt gegebene Ergebnisverbesserung im Wesentlichen auf das Geschäftsfeld Schreiben und Markieren beschränkt, ergibt sich dadurch eine deutliche Überschreitung des prognostizierten Segment-EBIT. Die Umsatzerlöse in diesem Segment bewegen sich darüber hinaus im oberen Bereich des aktuellen Korridors.

Die Ergebnisse im Segment Visuelle Kommunikation mit Umsatzerlösen in Höhe von 26,7 Mio. EUR und einem EBIT von -1,0 Mio. EUR liegen innerhalb des finalen Korridors.

Das neue industrieorientierte B2B Geschäftsfeld Technological Solutions war besonders stark von den Auswirkungen der Pandemie betroffen. Die Umsatzerlöse liegen damit unter den Erwartungen des letztgültigen Korridors, das erzielte EBIT blieb innerhalb des Korridors. Hier wurde mit entsprechenden Kosteneinsparmaßnahmen gegengesteuert.

Das Segment Sonstige umfasst derzeit alle Aktivitäten rund um das Tätowieren.Das erste Tattoo Studio der edding Expressive Skin GmbH wurde Anfang Oktober 2020 eröffnet, musste allerdings bedingt durch den Corona-Lockdown ab Anfang November 2020 zunächst wieder schließen. Die Umsatzerlöse und das EBIT befinden sich im unteren Bereich des Korridors.

Alle Ergebnisse der Mitarbeiterbefragung bewegen sich innerhalb der Prognosen; zu weiteren Details verweisen wir auf den Abschnitt Mitarbeiter.

Vermögens- und Finanzlage des edding Konzerns

Die Bilanzsumme des edding Konzerns steigt von 118,5 Mio. EUR im Vorjahr um 9,5 % auf 129,8 Mio. EUR zum 31. Dezember 2020 an. Dabei hat sich im Geschäftsjahr 2020 das Eigenkapital von 64,9 Mio. EUR auf 65,4 Mio. EUR lediglich leicht erhöht. Dies liegt hauptsächlich am im Vorjahresvergleich im Wesentlichen konstanten Konzernergebnis, dem als gegenläufige Effekte vor allem die Ausschüttung der Dividende sowie der im sonstigen Gesamtergebnis enthaltene negative Bewertungseffekt der Anteile am brasilianischen Schreibgerätehersteller Companhia de Canetas Compactor S.A. (Compactor) gegenüberstehen. Darüber hinaus wirken sich finanzmathematische Verluste der Pensionsrückstellungen, die erfolgsneutrale Währungsumrechnung sowie die Entwicklung der Minderheitenanteile negativ auf das Konzerneigenkapital zum aktuellen Bilanzstichtag aus. Aufgrund des stärkeren Anstiegs der Bilanzsumme sinkt die Eigenkapitalquote somit im Vorjahresvergleich von 54,8 % auf 50,3 %.

Die langfristigen Vermögenswerte sind mit 36,1 Mio. EUR im Vergleich zum Vorjahr um 1,1 Mio. EUR leicht angestiegen. Hierbei sind zwei gegenläufige Effekte zu beobachten: Zum einen steigt der Buchwert der Nutzungsrechte aus Leasingverhältnissen im Wesentlichen aufgrund der Neuabschlüsse von Mietverhältnissen für Büroimmobilien mehrerer Gesellschaften des edding Konzerns von 4,4 Mio. EUR zum Vorjahresstichtag auf nunmehr 6,4 Mio. EUR an. Demgegenüber ist die bereits erwähnte Abwertung der Anteile an Compactor um 1,6 Mio. EUR zu verzeichnen.

Der Buchwert der Sachanlagen bleibt im Geschäftsjahr 2020 mit 14,2 Mio. EUR konstant. Die im Geschäftsjahr 2020 in Höhe von 2,3 Mio. EUR durchgeführten Investitionen liegen um 2,8 Mio. EUR unter dem Niveau des Vorjahres. Der Rückgang des Investitionsniveaus ist hierbei im Wesentlichen in der im Vorjahr erfolgten Investition in eine Büroimmobilie in Bargteheide begründet. Im Geschäftsjahr 2020 wurden wesentliche Investitionen bei den Sachanlagen insbesondere in den Bereichen der IT-Hardware, der technischen Anlagen und Maschinen, sowie im Bereich der Büroausstattung vorgenommen. Sie betrafen zum überwiegenden Teil die Konzernzentrale in Ahrensburg sowie unseren Produktionsstandort in Bautzen und sind daher primär der Zentrale und dem Geschäftsfeld Schreiben und Markieren zuzuordnen.

Die kurzfristigen Vermögenswerte haben sich von 83,5 Mio. EUR um 12,3 % auf 93,7 Mio. EUR deutlich erhöht. Diese Entwicklung resultiert insbesondere aus Anstiegen der flüssigen Mittel und des Vorratsvermögens, denen ein Rückgang der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegenüber steht. Der edding Konzern hat im Geschäftsjahr 2020 vor dem Hintergrund der COVID-19-Pandemie und der damit zusammenhängenden Einflüsse auf die Liquidität Bankdarlehen, insbesondere für die Refinanzierung des Vorratsvermögens von Konzerngesellschaften, aufgenommen. Des Weiteren ist ein Mittelzufluss aus dem Verkauf der bereits zum Vorjahresstichtag als zur Veräußerung bestimmten Betriebsimmobilie in Wunstorf zu verzeichnen. Demgegenüber ist die COVID-19-Pandemie für den geschäftsbedingt gesunkenen Saldo der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in beinahe allen Vertriebsgesellschaften des edding Konzerns verantwortlich, was zu einem Rückgang der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen um 4,0 Mio. EUR auf 19,7 Mio. EUR zum 31. Dezember 2020 führt. Dementsprechend resultiert aus der pandemiebedingten Sicherstellung der Lieferfähigkeit der wesentliche Anteil am Anstieg des Vorratsvermögens um 4,4 Mio. EUR auf 34,3 Mio. EUR. Zudem zeigt sich der Lagerbestand unserer britischen Tochtergesellschaft zur Vorsorge eines No-Deal-Brexit Szenarios zum 31. Dezember 2020 auf unverändert hohem Niveau, welches erst im Jahresverlauf 2021 abschmelzen wird.

Das langfristige Fremdkapital ist im Geschäftsjahr 2020 mit 30,7 Mio. EUR gegenüber dem Vorjahr (19,5 Mio. EUR) deutlich gestiegen. Hauptgrund hierfür ist neben dem mit der Entwicklung der aktivierten Nutzungsrechte korrespondierenden Anstieg der langfristigen Leasingverbindlichkeiten insbesondere die Aufnahme langfristiger Bankdarlehen zur Refinanzierung des Vorratsvermögens und der unterjährig erfolgten Schlusszahlung für den Erwerb der Anteile an Compactor.

Zum 31. Dezember 2020 liegt das kurzfristige Fremdkapital mit insgesamt 33,7 Mio. EUR auf dem Niveau des Vorjahresstichtags (34,1 Mio. EUR), wobei sich mehrere gegenläufige Effekte zum Großteil ausgleichen. Geschäftsbedingt gesunkenen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie insbesondere durch Abbau von Urlaubstagen und Zeitguthaben der deutschen Konzerneinheiten verminderten abgegrenzten Schulden steht zum Bilanzstichtag 2020 ein aufgrund geringerer geleisteter Vorauszahlungen erhöhter Bestand an Ertragsteuerschulden gegenüber.

Die langfristigen Vermögenswerte sind wie im Vorjahr komplett durch Eigenkapital gedeckt.

Hinsichtlich der kurzfristigen Verbindlichkeiten besteht weiterhin eine deutliche Überdeckung durch flüssige Mittel und kurzfristige Forderungen.

Zum 31. Dezember 2020 lagen außerbilanzielle Verpflichtungen in Form von Eventualverbindlichkeiten aus gewährten Bürgschaften in Höhe von 0,2 Mio. EUR (Vorjahr: 0,2 Mio. EUR) vor.

Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit erhöht sich von 3,9 Mio. EUR im Vorjahr leicht auf 4,4 Mio. EUR im aktuellen Geschäftsjahr. Ausgehend von einem nahezu konstanten um zahlungsunwirksame Effekte bereinigten Konzernergebnis steht die Freisetzung flüssiger Mittel aus der Abnahme der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und von sonstigen Aktiva der erhöhten Mittelbindung infolge des Anstiegs des Vorratsvermögens sowie dem Gewinn aus der Veräußerung der Betriebsimmobilie in Wunstorf gegenüber.

Der mit 1,3 Mio. EUR leicht negative Cashflow aus der Investitionstätigkeit liegt über dem Niveau des Vorjahres (-5,6 Mio. EUR). Die Hauptursache hierfür ist die im Geschäftsjahr 2020 durchgeführte Veräußerung der Betriebsimmobilie in Wunstorf mit einem Mittelzufluss von 2,5 Mio. EUR, wohingegen im Vorjahr die Investition in die Betriebsimmobilie in Bargteheide erfolgt war.

Der positive Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit beträgt 9,3 Mio. EUR im Vergleich zu -4,1 Mio. EUR im Vorjahr. Die im Geschäftsjahr 2020 erfolgte Aufnahme von Bankkrediten sowie die im Vergleich zum Vorjahr beinahe halbierte Dividendenausschüttung sind hier als Hauptursachen anzuführen.

Dem edding Konzern stehen Kreditlinien mit einem Gesamtvolumen von 19,7 Mio. EUR (Vorjahr: 20,1 Mio. EUR) zur Verfügung, die zum 31. Dezember 2020 in Höhe von 6,7 Mio. EUR (Vorjahr: 3,9 Mio. EUR) in Anspruch genommen werden.

Im Jahr 2020 war die Zahlungsfähigkeit insgesamt jederzeit gegeben. Dies gilt unverändert für das laufende Geschäftsjahr 2021.

Veränderung des Finanzmittelfonds in 2020

in TEUR

Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der edding AG

Ertragslage der edding AG

Entwicklung der Ertragslage

Aufgabe der edding AG ist die gesamte unternehmerische Führung ihrer Tochtergesellschaften und Beteiligungen. Hier sind zentrale Managementfunktionen, Rechnungswesen und Controlling, Human Relations, Corporate Innovation Management, Governance, Risk Management und Compliance (GRC) sowie Informationstechnologie (IT) angesiedelt.

2020 2019 Veränderung Veränderung
TEUR TEUR TEUR %
--- --- --- --- ---
Ergebnis aus Gewinnabführungsverträgen 17.249 20.796 -3.547 -17,1
Erträge aus Beteiligungen 64 315 -251 -79,7
Abschreibungen auf Finanzanlagen -3.017 -3.336 319 -9,6
Zuschreibungen auf Finanzanlagen / Abschreibungen auf Forderungen gegen verbundene Unternehmen 161 403 -242 -60,0
Beteiligungsergebnis 14.457 18.178 -3.721 -20,5
Umsatzerlöse 6.526 6.655 -129 -1,9
Personalaufwendungen -7.927 -7.998 71 -0,9
Abschreibungen -1.177 -1.220 43 -3,5
Sonstige betriebliche Erträge 2.359 288 2.071 719,1
Sonstige betriebliche Aufwendungen / sonstige Steuern -6.322 -7.202 880 -12,2
EBIT 7.916 8.701 -785 -9,0
Finanzergebnis -227 -692 465 -67,2
Ergebnis vor Ertragsteuern 7.689 8.009 -320 -4,0
Ertragsteuern -3.459 -3.893 434 -11,1
Jahresüberschuss 4.230 4.116 114 2,8

Die Ertragslage der edding AG ist durch Erträge und Aufwendungen im Rahmen des Beteiligungsergebnisses gekennzeichnet.

Das Beteiligungsergebnis gliedert sich wie folgt:

2020 2019 Veränderung Veränderung
TEUR TEUR TEUR %
--- --- --- --- ---
Ergebnisübernahmen / Beteiligungserträge
edding International GmbH 16.593 19.879 -3.286 -16,5
Legamaster GmbH 520 393 127 32,3
V.D. Ledermann & Co. GmbH 195 524 -329 -62,8
PBS Network GmbH 5 5 - -
EDDING (U.K.) LTD. - 310 -310 -100,0
17.313 21.111 -3.798 -18,0
Zuschreibungen / Abschreibungen
Wertpapiere des Anlagevermögens 166 483 -317 -65,6
166 483 -317 -65,6
Abschreibungen und Veränderungen von Wertberichtigungen
edding Ofis ve Kirtasiye Ürünleri Tic. Ltd. Sti. (Beteiligung) -2.025 -67 -1.958 2.922,4
edding Argentina S.A. (Beteiligung) -671 -2.766 2.095 -75,7
edding Colombia S.A.S. (Beteiligung) -321 -503 182 -36,2
edding Ofis ve Kirtasiye Ürünleri Tic. Ltd. Sti. (Forderungen) -3 - -3 n.a.
edding Argentina S.A. (Forderungen) -2 -80 78 -97,5
-3.022 -3.416 394 -11,5
14.457 18.178 -3.721 -20,5

Das Beteiligungsergebnis liegt um 3,7 Mio. EUR unter dem Vorjahreswert. Dies resultiert im Wesentlichen aus deutlich niedrigeren Ergebnisübernahmen und Beteiligungsertragen insbesondere von der edding International GmbH. Etwas niedrigere Aufwendungen aus Abschreibungen und Veränderungen von Wertberichtigungen können den geringeren positiven Effekt aus der Bewertung von Wertpapieren des Anlagevermögens für die Altersversorgung ausgleichen.

Da in der Ergebnisübernahme von der edding International GmbH ebenfalls Effekte aus Beteiligungen enthalten sind, betrachten wir nachfolgend die mittelbaren und unmittelbaren Beteiligungsergebnisse je Gesellschaft:

2020 2019 Veränderung Veränderung
TEUR TEUR TEUR %
--- --- --- --- ---
edding International GmbH 13.706 15.665 -1.959 -12,5
edding Vertrieb GmbH13 7.783 6.737 1.046 15,5
edding Benelux group B.V.14 1.225 1.800 -575 -31,9
Legamaster GmbH 520 393 127 32,3
V.D. Ledermann & Co. GmbH 195 524 -329 -62,8
Wertpapiere des Anlagevermögens 166 483 -317 -65,6
edding Hellas Ltd. 16 -28 44 -157,1
PBS Network GmbH 5 5 - -
EDDING (U.K.) LTD. - 310 -310 -100,0
edding Colombia S.A.S. -337 -2.154 1.817 -84,4
edding Expressive Skin GmbH13 -945 -415 -530 127,7
edding Tech Solutions GmbH13 -1.497 -995 -502 50,5
edding Argentina S.A. -1.912 -4.013 2.101 -52,4
edding Ofis ve Kirtasiye Ürünleri Tic. Ltd. Sti. -4.468 -134 -4.334 3234,3
14.457 18.178 -3.721 -20,5

13 Ergebnisabführungsvertrag mit der edding International GmbH

14 Dividendenzahlung an die edding International GmbH

Ohne den Einfluss der Beteiligungsergebnisse ist das Ergebnis der edding International GmbH um 2,0 Mio. EUR geringer als im Vorjahr ausgefallen. Die Umsatzerlöse sind bedingt durch die Auswirkungen der COVID-19-Pandemie um 7 % gegenüber dem Vorjahreswert deutlich zurückgegangen. Die niedrigere Nettomarge konnte zum Teil durch Kosteneinsparmaßnahmen und geringere Reisekosten ausgeglichen werden.

Die edding Vertrieb GmbH konnte trotz der schwierigen Rahmenbedingungen Umsatzerlöse auf Vorjahresniveau erzielen. Ein Umsatzanstieg im Onlinegeschäft, Lebensmitteleinzelhandel und in den Baumärkten konnte den deutlichen Rückgang im B2B Bereich ausgleichen. Bei parallelen Einsparungen auf der Kostenseite liegt das Ergebnis 1,0 Mio. EUR über dem Vorjahreswert.

Nachdem die Türkei sich in 2019 wirtschaftlich und politisch wieder stabiler entwickelt hat, hat sich die Lage im Land im Berichtsjahr durch die COVID-19-Pandemie wieder verschärft. Die Abwertung der Türkischen Lira gegenüber dem Euro betrug 22 %. Die Umsatzerlöse unserer türkischen Tochtergesellschaft in Euro liegen 14 % unter dem Vorjahresniveau. Darüber hinaus ist das Ergebnis deutlich negativer als im Vorjahr und liegt entsprechend unter unseren Erwartungen. Die angespannte Situation in 2020 hat sich auch abschwächend auf den Ausblick ausgewirkt. Vor diesem Hintergrund wurde eine Vollabschreibung der Beteilung an der Gesellschaft sowie der konzerninternen Forderungen vorgenommen.

Argentinien und Kolumbien waren von der COVID-19-Pandemie besonders stark mit hohen Fallzahlen und langen Lockdown-Phasen betroffen. Demzufolge lag die Entwicklung im Berichtsjahr deutlich unter den Erwartungen, was sich auch entsprechend auf die Einschätzung der zukünftigen Entwicklung auswirkt. Zusätzlich besteht in Argentinien eine Devisenausfuhrbeschränkung für alle Verbindlichkeiten vor dem 1. Juli 2020. Diese Gründe haben eine Vollabschreibung der Beteiligungsansätze an der edding Argentina S.A. und der edding Colombia S.A.S. und der entsprechenden konzerninternen Forderungen notwendig gemacht.

Bei den negativen Ergebnissen der edding Expressive Skin GmbH und edding Tech Solutions GmbH handelt es sich weiterhin um Anlaufverluste. Das erste Tattoo Studio der edding Expressive Skin GmbH wurde Anfang Oktober 2020 eröffnet, musste allerdings bedingt durch den Corona-Lockdown ab Anfang November 2020 zunächst wieder schließen. Das sehr neue industrieorientierte B2B Geschäftsfeld der edding Tech Solutions GmbH mit den Produktlinien edding Code und Kompaktdruckern wurde besonders stark von den Auswirkungen der Pandemie betroffen. Investitionen in Unternehmen werden gestoppt, verschoben oder reduziert, wichtige Messen wurden abgesagt. Termine mit Unternehmen und damit potenziellen Neukunden konnten nicht vor Ort wahrgenommen werden.

Das deutlich niedrigere Beteiligungsergebnis kann zu einem großen Teil durch höhere sonstige betriebliche Erträge, geringere sonstige betriebliche Aufwendungen und ein geringeres negatives Finanzergebnis ausgeglichen werden. Entsprechend liegt das Ergebnis vor Ertragsteuern annähernd auf Vorjahresniveau. Bedingt durch einen gegenüber dem Vorjahr niedrigeren Steueraufwand liegt der Jahresüberschuss mit 4,2 Mio. EUR leicht über dem Vorjahreswert.

Durch den Ertrag aus dem plangemäß in 2020 erfolgten Verkauf unserer Betriebsimmobilie in Wunstorf, liegen die sonstigen betrieblichen Erträge 2,1 Mio. EUR über dem Vorjahrwert.

Trotz leicht gestiegener Mitarbeiterzahl sind die Personalaufwendungen etwas zurückgegangen. Hier wirken sich die geringere Zuführung zu den Urlaubsrückstellungen und Kurzarbeitkostenmindernd aus.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen liegen 0,9 Mio. EUR unter dem Vorjahreswert. Dies resultiert aus geringerer Reisetätigkeit und unserem Kostensparprogramm. So liegen insbesondere Reisekosten, Instandhaltungskosten für Gebäude, Beratungskosten sowie Kosten für Personalbeschaffung und -weiterbildung unter dem Vorjahresniveau.

Die Belastung aus dem Finanzergebnis ist gegenüber dem Vorjahr um 0,5 Mio. EUR gesunken. Der Vorjahreswert war besonders geprägt durch eine höhere notwendige Zuführung zur Mindestdotierung von Pensionsverpflichtungen sowie einen Bewertungsaufwand im Zusammenhang mit dem Erwerb argentinischer Staatsanleihen im Rahmen der Kapitalerhöhung im Geschäftsjahr 2019 bei der edding Argentina S.A.

Damit liegt das das Ergebnis vor Ertragsteuern mit 7,7 Mio. EUR leicht unter dem Vorjahresniveau.

Die Steuerquote hat sich bei leicht gesunkenem Steueraufwand gegenüber dem Vorjahr von 48,6 % auf 45,0 % vermindert. Wesentlicher Grund für die gesunkene Steuerquote ist der Erlös aus dem Verkauf der Betriebsimmobilie Wunstorf, der im Geschäftsjahr 2020 nur zu einem geringen Teil der Ertragsbesteuerung unterliegt.

Der Jahresüberschuss liegt entsprechendmit 4,2 Mio. EUR leicht über dem Vorjahreswert von 4,1 Mio. EUR.

Da sich das Ergebnis besser entwickelt hat als erwartet, sollen von dem Bilanzgewinn 2,0 Mio. EUR an die Aktionäre ausgeschüttet werden. Die Dividende beträgt laut Vorschlag des Vorstands 1,84 EUR je Vorzugsstückaktie und 1,80 EUR je Stammstückaktie im rechnerischen Nennwert von 5,00 EUR. Damit fällt die Dividende für Vorzugsstückaktien um 0,61 EUR und für Stammstückaktien um 0,60 EUR höher als im Vorjahr aus. Eine Rückkehr zu dem Dividendenniveau von 2018 ist vor dem Hintergrund der noch anhaltenden Coronakrise nicht angezeigt.

Geschäftsentwicklung im Vergleich zum Ausblick für 2020

Den Jahresüberschuss schätzten wir im Ausblick des Geschäftsberichts 2019 und im weiteren Verlauf des Geschäftsjahres wie folgt ein:

Finanzielle Steuerungsgrößen 2019 Mio. EUR Prognose 2020 alt15 Prognose 2020 neu16 2020 Mio. EUR
Mio. EUR Mio. EUR
--- --- --- --- ---
edding AG (Einzelabschluss)
Jahresüberschuss 4,1 4,0 - 6,0 1,0 - 4,0 4,2

15 Im Rahmen des Geschäftsberichts 2019 bekannt gegeben und mit der Ad-hoc-Mitteilung vom 14. April 2020 zurückgenommen.

16 Prognosebekanntgabe beziehungsweise -änderungen erfolgten im Rahmen der Ad-hoc-Mitteilung vom 3. August 2020 und der Ad-hoc-Mitteilung vom 19. November 2020.

Aufgrund der im April weiterhin dynamischen Entwicklung der COVID-19-Pandemie und den damit verbundenen Auswirkungen auf die Weltwirtschaft war zu diesem Zeitpunkt eine zuverlässige Einschätzung der Geschäftsentwicklung 2020 kaum möglich. Entsprechend hat der Vorstand mit der Adhoc-Mitteilung vom 14. April 2020 die im Geschäftsbericht 2019 enthaltene Prognose zurückgenommen.

Nach Ablauf des ersten Halbjahres konnte mit der Ad-hoc-Mitteilung vom 3. August 2020 eine Einschätzung für den Geschäftsverlauf 2020 vorgenommen werden. Der Jahresüberschuss im Einzelabschluss der AG wurde zwischen -1,5 und 2,5 Mio. EUR eingeschätzt.

Nachdem die Entwicklung in der zweiten Jahreshälfte - insbesondere im September und Oktober - über den Erwartungen lag, wurde der Korridor mit der Ad-hoc-Mitteilung vom 19. November 2020 auf 1,0 - 4,0 Mio. EUR erhöht.

Der Jahresüberschuss der edding AG liegt mit 4,2 Mio. EUR leicht oberhalb des korrigierten Prognosekorridors. Hier spiegelt sich insbesondere eine sehr positive Entwicklung im Geschäftsfeld Schreiben und Markieren in Deutschland im Dezember wider.

Vermögens- und Finanzlage der edding AG

Die Bilanzsumme der edding AG hat sich mit 91,2 Mio. EUR zum 31. Dezember 2020 im Vergleich zum Vorjahresstichtag um 15,4 Mio. EUR deutlich erhöht. Ursächlich hierfür ist mit 10,0 Mio. EUR die Aufnahme von Bankdarlehen.

Für den Buchwert der immateriellen Vermögensgegenstände und des Sachanlagevermögens mit insgesamt 7,4 Mio. EUR ist zum aktuellen Bilanzstichtag ein leichter Rückgang um 0,5 Mio. EUR im Vergleich zum Vorjahr zu verzeichnen, da im Geschäftsjahr 2020 die Summe der Restbuchwerte der zu verzeichnenden Anlagenabgänge und der Abschreibungen die Neuinvestitionen übersteigen.

Im Vorjahresvergleich hat sich das Volumen der von der edding AG getätigten Investitionen deutlich vermindert. Im Rahmen des Investitionsvolumens 2020 entfallen auf Investitionen in das Sachanlagevermögen 0,9 Mio. EUR (Vorjahr: 3,4 Mio. EUR), die im Wesentlichen Investitionen in IT-Hardware, Büroausstattung sowie Laborgeräte umfassen. Im Vorjahr beinhalteten die Investitionen in das Sachanlagevermögen zudem den Erwerb einer Büroimmobilie in Bargteheide und hierfür notwendige Einbauten. Die Zugänge bei den immateriellen Vermögensgegenständen haben im Geschäftsjahr 2020 wie im Vorjahr einen lediglich geringen Umfang und betreffen ausschließlich IT-Software.

Im Geschäftsjahr 2020 hat die edding AG ihre Betriebsimmobilie in Wunstorf und eines Teils der an diesem Standort vorhandenen Betriebs- und Geschäftsausstattung veräußert. Zum Zeitpunkt des Übergangs auf den Käufer betrug der Restbuchwert des veräußerten Sachanlagevermögens 0,5 Mio. EUR. Das Finanzanlagevermögen ist im Vorjahresvergleich mit 31,5 Mio. EUR deutlich zurückgegangen (Vorjahr: 34,6 Mio. EUR). Wesentlicher Effekt ist hierbei die vollständige Wertberichtigung der Beteiligungsansätze der Tochtergesellschaften edding Ofis ve Kirtasiye Ürünleri Tic. Ltd. Sti. (2,0 Mio.

EUR), edding Argentina S.A. (0,7 Mio. EUR) und edding Colombia S.A.S. (0,3 Mio. EUR). Zudem wurde die Kapitalrücklage der Legamaster GmbH in Höhe von 0,4 Mio. EUR im Geschäftsjahr 2020 aufgelöst und an die edding AG zurückgezahlt.

Die Anteile an verbundenen Unternehmen und die Beteiligungen setzen sich im Vorjahresvergleich wie folgt zusammen:

31.12.2020 31.12.2019
TEUR TEUR
--- --- ---
Verbundene Unternehmen
edding International GmbH 26.466 26.466
V. D. Ledermann & Co. GmbH 1.534 1.534
EDDING (U.K.) LTD. (Großbritannien) 658 658
Legamaster GmbH 300 700
edding Ofis ve Kirtasiye Ürünleri Tic. Ltd. Sti. (Türkei) - 2.025
edding Argentina S.A. (Argentinien) - 670
edding Colombia S.A.S. (Kolumbien) - 321
edding Hellas Ltd. (Griechenland) - -
28.958 32.374
Beteiligungen
PBS Network GmbH 52 52
Beruf und Familie im Hansebelt gGmbH 9 9
61 61
29.019 32.435

Zum 31. Dezember 2020 steigen die Forderungen gegen verbundene Unternehmen mit 27,2 Mio. EUR im Vergleich zum Vorjahresstichtag (23,8 Mio. EUR) deutlich an, da im Geschäftsjahr 2020 insbesondere sowohl der Saldo der Verbindlichkeiten der edding AG aus interner Verrechnung gegenüber der edding International GmbH in eine Forderung umgeschlagen als auch die Höhe der durch die edding AG vergebenen Darlehen an verbundene Unternehmen geschäftsverlaufsbedingt angestiegen ist. Die Forderungen aus Ergebnisabführungsverträgen sind im Vorjahresvergleich hingegen zurückgegangen.

Die edding AG hat im Geschäftsjahr 2020 vor dem Hintergrund der COVID-19-Pandemie und der damit zusammenhängenden Einflüsse auf die Liquidität Bankdarlehen insbesondere für die Refinanzierung des Vorratsvermögens von Tochtergesellschaften aufgenommen. Hiermit stellt die edding AG die Liquidität der Unternehmensgruppe innerhalb der derzeit gegebenen schwierigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen sicher, damit edding den eingeschlagenen Kurs der Investition in neue Geschäftsfelder fortsetzen kann. Zudem verlagerten sich Teile der Liquidität unterjährig von der edding International GmbH zur edding AG. Des Weiteren hatten die oben erläuterte Veräußerung der Betriebsimmobilie in Wunstorf sowie pandemiebedingt vereinbarte gedrosselte Ertragsteuervorauszahlungen einen positiven Effekt auf die Barbestände der edding AG. Daher steigen die flüssigen Mittel der edding AG zum 31. Dezember 2020 im Vergleich zum Vorjahr um 15,1 Mio. EUR auf nun 23,0 Mio. EUR an.

Die weiteren Posten auf der Aktivseite der Bilanz weisen zum 31. Dezember 2020 nur geringe Schwankungen im Vergleich zum Vorjahresstichtag auf. Zur Erläuterung des Anstiegs der latenten Steuerpositionen sei auf die Ausführungen zu den Entwicklungen der Passivseite der Bilanz verwiesen.

Das Eigenkapital wuchs im Berichtsjahr um insgesamt 2,9 Mio. EUR, da der in 2020 erwirtschaftete Jahresüberschuss von 4,2 Mio. EUR die unterjährige Dividendenausschüttung von rund 1,3 Mio. EUR überkompensierte. Die Eigenkapitalquote hat sich jedoch aufgrund der deutlich gestiegenen Bilanzsumme mit 68,2 % zum 31. Dezember 2020 gegenüber dem Vorjahresstichtag (78,1 %) stark vermindert.

Die Rückstellungen steigen zum 31. Dezember 2020 im Vergleich zum Vorjahr um 1,5 Mio. EUR auf insgesamt 15,6 Mio. EUR an. Hierbei ist insbesondere die Zunahme der Ertragsteuerrückstellungen aufgrund der mit den Finanzbehörden vereinbarten gedrosselten Vorauszahlungen verantwortlich für diese Entwicklung.

Die Verbindlichkeiten der edding AG erhöhen sich zum 31. Dezember 2020 im Vergleich zum Vorjahresstichtag um 10,4 Mio. EUR auf 12,1 Mio. EUR. Wesentlicher Effekt hierbei ist die Aufnahme von Bankdarlehen zur Refinanzierung des Vorratsvermögens von Tochtergesellschaften sowie zur Refinanzierung der unterjährig erfolgten Schlusszahlung für den Erwerb von Anteilen an einem brasilianischen Schreibgerätehersteller. Zudem sind die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen, insbesondere gegenüber der edding Vertrieb GmbH, im Geschäftsjahr 2020 angestiegen.

Die passive latente Steuerverbindlichkeit ist zum aktuellen Bilanzstichtag im Vergleich zum Vorjahresstichtag um 0,6 Mio. EUR angestiegen. Dies ist größtenteils auf die steuerlich mögliche Verrechnung der bei der in 2020 erfolgten Veräußerung der Betriebsimmobilie in Wunstorf aufgedeckten steuerlichen stillen Reserven mit den steuerlichen Anschaffungskosten der im Vorjahr erworbenen Immobilie in Bargteheide zurückzuführen, was passive latente Steuern in der Handelsbilanz der edding AG zur Folge hat. Aufgrund der Ausübung eines handelsrechtlichen Wahlrechts zur Bilanzierung der latenten Steuerforderung bis zur Höhe der latenten Steuerverbindlichkeit ist die Erhöhung der aktiven und passiven latenten Steuern ergebnisneutral.

Der edding AG stehen Kreditlinien mit einem Gesamtvolumen von 10,8 Mio. EUR (Vorjahr: 14,1 Mio. EUR) zur Verfügung, die zum 31. Dezember 2020 wie im Vorjahr nicht in Anspruch genommen werden.

Zum 31. Dezember 2020 liegen außerbilanzielle Verpflichtungen in Form von Eventualverbindlichkeiten aus gewährten Bürgschaften in Höhe von 6,7 Mio. EUR (Vorjahr: 3,5 Mio. EUR), davon 6,6 Mio. EUR (Vorjahr: 3,3 Mio. EUR) zugunsten verbundener Unternehmen, vor.

Insgesamt war die Zahlungsfähigkeit der Gesellschaft im Jahr 2020 und zum Bilanzstichtag jederzeit gegeben. Dies gilt unverändert für das laufende Geschäftsjahr 2021.

Gesamtaussage des Vorstands zur Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des edding Konzerns und der edding AG

Der Vorstand ist angesichts der durch die COVID-19-Pandemie geprägten besonderen Umstände mit der Entwicklung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des edding Konzerns und der edding AG in 2020 zufrieden.

Natürlich haben wir mit Umsatzerlösen von 125,7 Mio. EUR und einem Konzern-EBIT von 8,1 Mio. EUR unsere für das Jahr 2020 gesteckten ambitionierten Umsatz- und Ergebnisziele pandemiebedingt nicht erreichen können. Dennoch hat - nach einem dramatischen Einbruch in den Monaten März bis Mai und einem insgesamt enttäuschenden ersten Halbjahr - insbesondere die Erholung der Umsatzerlöse nach der Sommerpause bei anhaltenden Sparmaßnahmen noch zu einem am Ende akzeptablen Ergebnis geführt. Konkret betrug der Einbruch der Umsatzerlöse im ersten Halbjahr 18,4 %; dank der deutlich besseren Entwicklung im zweiten Halbjahr mit -4,5 % konnte der Rückgang auf insgesamt 11,3 % abgemildert werden. Dabei konnte das Geschäftsfeld Schreiben und Markieren im zweiten Halbjahr mit einem Rückgang von 1,5 % nahezu an das Niveau des Vorjahres anknüpfen, während sich das Geschäftsfeld Visuelle Kommunikation deutlich langsamer von der Krise erholte.

Ebenfalls als akzeptabel bewertet der Vorstand das Ergebnis der Muttergesellschaft, die einen Jahresüberschuss von 4,2 Mio. EUR erzielt hat. Hier konnte das Vorjahresergebnis von 4,1 Mio. EUR trotz erheblicher Risikovorsorgen sogar noch leicht übertroffen werden.

Chancen- und Risikobericht

Chancenbericht

Chancenmanagement

Die edding AG bewegt sich mit ihren Geschäftsfeldern in einem dynamischen Marktumfeld. Neben den allgemeinen konjunkturellen und politischen Rahmenbedingungen unterliegen wir auch den Veränderungsprozessen in unseren jeweiligen Branchen, inklusive der diesen zugrundeliegenden Änderungen der Verbrauchergewohnheiten und -präferenzen.

Die Dynamik der Veränderungen in der Bürobedarfsbranche bleibt bestehen. In nahezu allen Ländern unserer Kernmärkte in Europa nimmt die Bedeutung von rein onlinebasierten Handelsanbietern weiter zu, auch forciert durch die corona bedingte Schließung von Ladengeschäften. Auf Seiten der Endverbraucher ergeben sich durch mehr Digitalisierung, zunehmende Mobilität von Mitarbeitern und Endverwendern sowie die Verbreitung neuer Formen des Zusammenarbeitens kontinuierlich neue Herausforderungen. Auch hier haben die Zunahme von Homeoffice und die sonstigen Corona-Effekte die Trends eher beschleunigt. Wir versuchen beständig, unsere strategische Ausrichtung und unsere operativen Geschäftsprozesse diesen Herausforderungen anzupassen und dabei einen nachhaltigen Mehrwert zu schaffen.

Als mittelständisches börsennotiertes Unternehmen sehen wir es dabei als unsere wesentliche Herausforderung, ein kontinuierliches Risikobewusstsein und aktives Risikomanagement mit unternehmerisch geprägter Chancenorientierung in Einklang zu halten. Wir verfügen dabei sowohl hinsichtlich der Risikobewertung als auch bezüglich der Chancenbewertung über solide Steuerungsinstrumente, um die notwendige Balance aufrechtzuerhalten.

In unseren Planzahlen und Budgets sowie in unserem Ausblick für 2021 haben wir die Chancen - und ebenso die Risiken - berücksichtigt, für deren Eintreten wir die relevante Wahrscheinlichkeit deutlich über 50 % sehen. In den nachfolgenden Abschnitten beschreiben wir für unsere Geschäftsfelder Schreiben und Markieren, Visuelle Kommunikation und Technological Solutions die jeweiligen Ereignisse und Aktivitäten, die im Falle ihres Eintretens zu einer für den edding Konzern deutlich positiven Verbesserung bei Umsatz und Ergebnis führen können.

Geschäftsfeld Schreiben und Markieren

Chancen durch positive wirtschaftliche Entwicklung

Als Basis für unsere Planungen und Budgets gehen wir von den im Abschnitt Prognosebericht aufgeführten wirtschaftlichen und politischen Rahmenbedingungen aus. Im Geschäftsfeld Schreiben und Markieren planen wir ein Wachstum, das deutlich über dem des Geschäftsjahres 2020, aber immer noch leicht unter den Vorjahreswerten liegt.

Getragen wird dies von nahezu allen geografischen Regionen. Sowohl Deutschland als auch das übrige Europa sollen deutlich wachsen. In Europa erwarten wir vor allem im Vereinigten Königreich, in der Türkei und in Spanien eine deutliche Erholung, während in Lateinamerika insbesondere Kolumbien die coronabedingten Nachfrageeinbrüche kompensieren sollte. Sollten sich in einzelnen oder gar mehreren unserer Kernmärkte die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen deutlich besser als erwartet entwickeln, könnten sich hier weitere positive Zuwächse für unser Geschäft ergeben.

Chancen durch neue Produkte und Vermarktungskonzepte

Als Markenartikelunternehmen, welches seine Kernkompetenzen im Wesentlichen in den Bereichen Marketing und Vertrieb sieht, arbeiten wir kontinuierlich an der Optimierung unseres Produktportfolios und der weiteren Durchdringung unserer Absatzmärkte. Im Fokus stehen dabei Produkte und Lösungen, die den Mehrwert für unsere Kunden und Endverwender in den Vordergrund stellen.

In 2021 erwarten wir eine Umsatzerholung für unsere B2B und B2C Sortimente und eine Rückkehr knapp unter das Vor-Corona-Niveau von 2019. Dabei setzen wir neben einer allgemeinen Nachfrageerholung auch auf positive Umsatzimpulse aus der Erweiterung unserer bestehenden Produktlinien, insbesondere durch den Vertriebsstart unseres neuen Acrylic-Sortiments, aus der Einführung von punktuell neuen Farben sowie von differenzierteren Angebotsformen für einzelne Vertriebskanäle. Für den Bereich der kompatiblen Toner und Tinten steht regelmäßig die laufende Aktualisierung des Sortiments im Vordergrund. Sollten sich für einzelne oder mehrere der Sortimentserweiterungen gegenüber der Planung eine höhere Nachfrage oder eine deutliche Verbreiterung der Händlerbasis, insbesondere im europäischen Ausland, ergeben, wird sich dies positiv auf unsere Umsatz- und Ertragslage auswirken.

Darüber hinaus befinden sich weitere Produkt- und Konzeptentwicklungen in der Machbarkeitsprüfung beziehungsweise Umsetzungsvorbereitung. Sollten wir einzelne dieser Konzepte über das bereits geplante Maß hinaus früher fertigstellen, könnte sich dies positiv auf unsere Umsatz- und Ertragslage auswirken.

Chancen durch Kundenbeziehungen und Vertriebsnetzwerke

Die große Nähe zu unseren Handels- und Distributionskunden bleibt ein Erfolgsfaktor unserer Marktbearbeitung. Wir arbeiten kontinuierlich an der weiteren Optimierung unserer Kundenbeziehungen und fokussieren uns dabei zunehmend auf die internationalen B2C Händler, sowohl stationär als auch online. Bei der Bearbeitung von Wachstumskanälen wie Discountern, E-Commerce oder Industriezulieferern setzen wir dabei zunehmend auf zentrale Unterstützung der Länder durch spezialisierte Kanal-Entwicklungsteams. Sollten wir bei der Erschließung dieser Kunden gerade außerhalb Deutschlands schneller als bisher geplant vorankommen, dürfte sich dies positiv auf Umsatz und Ertrag auswirken.

Für 2021 haben wir zudem erstmalig relevantere Umsätze mit neuen Vertriebspartnerschaften für unsere Kreativ-Sortimente in den USA und im chinesischen Markt geplant. Sollten sich diese Kooperationen beziehungsweise die Nachfrage nach edding Produkten in diesen großen Märkten stärker entwickeln als geplant, dürfte sich dies positiv auf Umsatz und Ertrag auswirken.

Chancen durch Partnermarken

edding hat in der Vergangenheit gute Erfahrungen mit Partnermarken gemacht. Dies sind Herstellermarken, die mit ihren Vertriebsorganisationen edding Produkte in kompletten Ländern oder einzelnen Vertriebskanälen vertreiben oder deren Produkte edding im Gegenzug in ausgewählten Ländern beziehungsweise Kanälen distribuiert.

Der Vertrieb dieser Partnermarken generiert nicht nur zusätzliche Deckungsbeiträge, sondern ermöglicht es häufig, eine relevante Größe für bestimmte Handelsformate zu erreichen, um diese effizienter betreuen und beliefern zu können. Gleichzeitig unterziehen wir bestehende Kooperationen einer kontinuierlichen Erfolgsprüfung. Für 2021 ergeben sich hier einige Veränderungen: Die Kooperation mit Tombow in Frankreich und Benelux ist zum Jahresende 2020 beendet worden, gleichzeitig wurde mit dem Home-Sortiment der Marke Securit eine neue Partnermarke aufgenommen. Dieses Sortiment wird seit Oktober 2020 in Deutschland angeboten, zu Jahresbeginn 2021 wurde die Zusammenarbeit dann auf Österreich und die Region Benelux ausgeweitet. In Kolumbien vertreibt unsere dortige Landesgesellschaft seit Herbst 2020 die Produkte der Firma Maped. Darüber hinaus befinden wir uns in Diskussionen zu weiteren länderspezifischen Kooperationen mit neuen sowie mit bestehenden Partnerschaften. Diese potenziellen neuen Kooperationen sind nicht im Geschäftsausblick geplant. Sollten sich hier jedoch kurzfristig weitere attraktive Kooperationen umsetzen lassen bzw. sollten wir bestehende Kooperationen schneller als geplant im Markt platzieren können, würde sich dies ebenfalls positiv auf unsere Umsatz- und Ertragslage auswirken.

Geschäftsfeld Visuelle Kommunikation

Das Geschäftsfeld Visuelle Kommunikation bewegt sich in zwei sehr unterschiedlich zu bewertenden Produktsegmenten. Auf der einen Seite stehen klassische Medien wie Weißwandtafeln, Flipcharts und Moderationswände, auf der anderen Seite der Bereich der digitalen Lösungen mit e-Screens und interaktiven Whiteboards.

Nach dem deutlichen coronabedingten Einbruch in 2020 in allen unserer relevanten Kernmärkten, erwarten wir für 2021 eine deutliche Erholung. An dessen Ende wir jedoch weiterhin mit Umsätzen knapp unterhalb der Corona-Vorjahre 2019 und 2018 erwarten. Hauptwachstumstreiber 2021 sehen wir in Deutschland - auch getragen von Nachfragesteigerungen durch den Digitalpakt - in Belgien, Frankreich und der Schweiz.

Chancen durch positive wirtschaftliche Entwicklung

Für nahezu alle Märkte erwarten wir, dass sich die coronabedingte Zurückhaltung der Endverwender unserer Zwischenhändler deutlich abmildert. Trotz Anstieg von Homeoffice Angeboten und weiterhin vorsichtiger Investitionsneigung sollte eine gewisse Normalisierung der Ausgabebereitschaft und die sukzessive Freigabe von zurückgestellten Ersatzinvestitionen einen Anstieg der Nachfrage bewirken. Sollten sich die konjunkturellen Aussichten und die damit einhergehende Bereitschaft zu Investitionen in die Kooperation am Arbeitsplatz über das angenommene Maß hinaus verbessern, könnte sich dies auch positiv auf unsere Umsatz- und Ertragsbeiträge auswirken.

Chancen durch digitale Lösungen für den Bildungsbereich

Der Bildungsbereich ist ein wesentliches Wachstums- und Investitionsfeld für Legamaster. Neben den hohen Erwartungen an Umsätzen, vor allem mit Privatschulen in Argentinien, ist auch weiterhin der deutsche Digitalpakt ein wesentlicher Faktor bei der Entwicklung neuer Sortimente und Lösungen für den Bildungsbereich. Sollten wir nach Launch der neuen Angebote in einem freundlicheren konjunkturellen Umfeld früher als derzeit eingeplant weitere Lösungen zur Marktreife bringen oder früher Vermarktungspotenziale dieser Lösungen für das Ausland beziehungsweise ebenfalls für den Bürobereich erschließen können, wird sich dies positiv auf die Umsatz- und Ertragslage auswirken.

Chancen durch Kundenbeziehungen und Vertriebsnetzwerke

Die Ausweitung unseres Vertriebsnetzwerks ist weiterhin eine wesentliche Aufgabe der Legamaster-Teams in der Zentrale in Lochem und in den Ländern. Sollten wir bei der Geschwindigkeit der Akquise von Vermarktungspartnern oder Erschließung alternativer Marktzugänge in bisher schwächer entwickelten Märkten schneller voranschreiten als für 2021 geplant, dürfte sich dies positiv auf die Umsatz- und Ertragslage auswirken.

Geschäftsfeld Technological Solutions

In 2020 wurde die Erreichung unserer Umsatzziele durch die COVID-19-Pandemie sehr stark behindert: neben dem Ausfall von Messen und Kundenbesuchen, welche für unsere neuen Lösungen ein wesentliches Vermarktungselement darstellen, hat auch die allgemein zurückgegangene Investitionsbereitschaft der Kunden einen erheblichen Anteil an unserem überschaubaren Wachstum. Für 2021 haben wir erneut deutlich höhere Umsatzerwartungen an beide Segmente.

Chancen durch Kundenbeziehungen und Vertriebsnetzwerke

Die Akquise von weiteren Vertriebspartnern sowie der strukturierte Ausbau der direkten Endkonsumentenbeziehungen sind die wesentlichen Erfolgshebel für das Wachstum im Bereich Kompaktdrucker. Sollte den edding Teams dies in den fokussierten Märkten in Europa sowie in Argentinien und Kolumbien oder unserem Kooperationspartner Elried Markierungssysteme GmbH in Deutschland, Österreich und der Schweiz sowie in den USA schneller als geplant gelingen, wird dies positive Auswirkungen auf unsere Umsatz- und Ertragslage haben. Ebensolche positiven Auswirkungen hätte die frühere oder intensivere Erschließung weiterer Märkte, die bisher noch nicht aktiv beziehungsweise nicht fokussiert bearbeitet werden.

Für 2021 haben wir erstmalig Umsätze für die digitale Führerscheinkontrolle „easy check by edding“ eingeplant. Sollte der geplante Hochlauf unserer Vertriebsaktivitäten schneller oder erfolgreicher als geplant gelingen, dürfte sich dies positiv auf die Umsatz- und Ertragslage auswirken.

Chancen durch neue Produkte und Lösungsangebote

Auch für den Roll-Out der edding code und prisma ID Lösungen ergeben sich regelmäßig neue Projektansätze und Kooperationsideen. Unser Fokus liegt derzeitig auf der Umsetzung der priorisierten Einführungsprojekte beziehungsweise der Finalisierung der laufenden Entwicklungsprojekte mit den Vertragspartnern aus dem Bereich der Sicherheitsanwendungen. Sollten sich auch hier kurzfristig neue relevante Kundenprojekte ergeben, wird sich dies positiv auf die Umsatz- und Ertragslage auswirken.

Für die Kompaktdrucker arbeiten wir mit unserem Technologiepartner laufend an Erweiterungen des Drucker- und Tinten-Sortiments. Sollten wir die geplanten neuen Produkte und Lösungen schneller zur Marktreife bringen als geplant, dürfte sich dies positiv auf die Umsatz- und Ertragslage auswirken.

Risikobericht

Risikomanagementsystem

Das Risikomanagementsystem der edding AG ist integraler Bestandteil aller Planungs- und Berichterstattungssysteme in allen Konzernbereichen beziehungsweise Tochterunternehmen. Alle Geschäftsfelder der edding AG sind insbesondere aufgrund der internationalen Ausrichtung einer Vielzahl von Risiken ausgesetzt. Zum rechtzeitigen Erkennen aller wesentlichen Risiken setzt die edding AG seit Jahren ein standardisiertes Risikomanagementsystem ein. Dies umfasst die systematische Identifikation, Bewertung, Steuerung, Dokumentation, Kommunikation und Überwachung von Risiken. Im Rahmen der Corporate Governance tragen sowohl Risikosteuerung und -überwachung als auch das interne Kontrollsystem (IKS) zum Risikomanagement bei. Die Bewertung der Risiken erfolgt dabei konzernweit einheitlich nach der potenziellen Schadenshöhe und deren Eintrittswahrscheinlichkeit. Zudem erfolgt eine Betrachtung von alternativen Szenarien (Worst-, Average- und Best-Case) und den sich ergebenden Risikoerwartungswerten. Daraus möglicherweise resultierende Rückstellungen und Wertberichtigungen werden in den Bilanzen der jeweiligen Bereiche, beziehungsweise Gesellschaften, dargestellt.

Die jeweils direkte Verantwortung für die Früherkennung, Steuerung und Kommunikation der Risiken ist festgelegt und obliegt den sogenannten „Risk Owners“, die grundsätzlich dem Management der Geschäftsbereiche und der Tochtergesellschaften angehören.

Die im Risikomanagementhandbuch beschriebenen risikopolitischen Grundsätze der edding AG sowie die in der Risikodokumentation aufgenommenen Risikoindikatoren regeln die Meldepflichten bei Veränderungen der Risikolage.

Die regelmäßige Berichterstattung zur Risikolage des Konzerns erfolgt in den Monats- und Quartalsberichten an den Vorstand und Aufsichtsrat. Darüber hinaus ist der Risikobericht Inhalt von Sitzungen des Vorstands und des Aufsichtsrats. Aktuelle Entwicklungen im Risikomanagement, der Stand von Maßnahmen zu wesentlichen Risiken sowie gegebenenfalls aktuell eingetretene Risiken stehen in jeder Sitzung dieser Gremien auf der Tagesordnung.

Aufgrund des potentiellen Risikos der COVID-19-Pandemie wurde, unmittelbar nach Ausbruch des Virus, im März 2020 eine Corona Risk Management Group (CRMG) eingerichtet, in der neben dem Vorstand auch die Stabstelle Governance, Risk Management und Compliance (GRC) sowie Human Relations vertreten ist. Über die CRMG, die mehrmals wöchentlich tagt, erfolgt ein kontinuierliches Monitoring der Ereignisse, die Steuerung von Maßnahmen sowie ein ständiger Austausch mit den operativen Gesellschaften und der konzernweiten Belegschaft.

Die Überprüfung des Risikomanagementsystems erfolgte im Berichtsjahr 2020 durch die Stabstelle GRC, die direkt dem Finanzvorstand unterstellt ist. Zusätzlich zu der im Rahmen der jährlichen Abschlussprüfung stattfindenden Beurteilung der Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems durch eine externe Wirtschaftsprüfungsgesellschaft stellt dies einen weiteren Baustein der Risikominimierung dar. Die im Jahr 2019 begonnene Validierung der Risiken, inklusive der Berücksichtigung von Nachhaltigkeitsrisiken aller Gesellschaften der edding Gruppe durch die Stabstelle GRC, konnte aufgrund der Coronakrise und den damit verbundenen Reisebeschränkungen im Geschäftsjahr 2020 nicht plangemäß umgesetzt werden. Diese Maßnahme wird, nach Aufhebung der Reisebeschränkungen, in 2021 fortgeführt und soll zukünftig in regelmäßigen Zyklen wiederholt werden.

Compliance Management System

Die Einhaltung der gesetzlichen Vorgaben und internen Richtlinien (Compliance) ist für die edding AG eine unverzichtbare Grundlage einer erfolgreichen und nachhaltigen Unternehmensführung. Die unternehmensinternen Regeln und ethischen Grundsätze hat edding mit dem edding INK Code dokumentiert. Der edding INK Code, der im firmeninternen Intranet zu finden ist, bildet die Basis des Compliance Management Systems (CMS). Basierend auf einer Compliance-Risikoanalyse wurden zur Sicherstellung von Compliance unter anderem Richtlinien zu Antikorruption, Kartellrecht und Datenschutz implementiert.

Darüber hinaus achtet jedes Mitglied des Vorstands darauf, dass im jeweiligen Ressort die geltenden Gesetze und Vorschriften eingehalten werden. Im Bereich der Produktsicherheit und der rechtlichen Rahmenbedingungen in Bezug auf unsere Produkte werden wir dabei von der Stabstelle Regulatory Affairs unterstützt, die regelmäßig Projekte zur Umsetzung und Einhaltung neuer Regelungen wesentlich mit vorantreibt. Hier sind insbesondere die EU-Chemikalienverordnung zur Registrierung, Bewertung, Zulassung und Beschränkung von Chemikalien („REACH“) sowie die EU-Biozidverordnung zu nennen, die den Einsatz von Chemikalien regelt. Das Monitoring der bestehenden rechtlichen Rahmenbedingungen in diesem Bereich stellen wir durch ein Rechtsquellenkataster sicher, das durch einen externen Dienstleister für uns erstellt und regelmäßig aktualisiert wird.

Um Kenntnisse von möglichen Compliance-Verstößen zu erlangen, steht den Führungskräften und Mitarbeitern ein Hinweisgebersystem („Whistleblowing-System") zur Verfügung, welches auf geeignete Weise die Möglichkeit einräumt, geschützt Hinweise auf Rechtsverstöße im Unternehmen zu geben. Zu diesem Zweck ist hinterlegt, dass Meldungen an einen unabhängigen Ombudsmann oder den Compliance Officer gehen. Ziel des Hinweisgebersystems ist, neben der frühzeitigen Aufdeckung, vor allem die Prävention interner Missstände und Risiken. Das Hinweisgebersystem ist auch für externe Dritte geöffnet.

Die Weiterentwicklung des CMS erfolgt über die Stabsstelle GRC. Ziel ist es, das moderne CMS unter Berücksichtigung der edding Kultur, der bestehenden Unternehmensstrategie und des darauf ausgerichteten Balanced Scorecard Systems kontinuierlich weiter auszubauen. Die Weiterentwicklung und Schulungen zu compliancerelevanten Sachverhalten wird auch in 2021 vorangetrieben und berücksichtigt die individuellen Anforderungen der einzelnen Tochtergesellschaften. Die Stabstelle berichtet an den Finanzvorstand, wobei alle Mitglieder des Vorstands die Weiterentwicklung unseres CMS als gemeinsame Aufgabe verstehen und daran mitwirken.

Rechnungslegungsbezogenes internes Kontrollsystem

Der Vorstand hat für die vielfältigen organisatorischen, technischen und kaufmännischen Abläufe im Unternehmen ein internes Kontrollsystem eingerichtet. Wesentlicher Bestandteil ist das Prinzip der Funktionstrennung, das gewährleisten soll, dass vollziehende (zum Beispiel die Abwicklung von Einkäufen), verbuchende (zum Beispiel Rechnungswesen) und verwaltende (zum Beispiel Lagerverwaltung) Tätigkeiten, die innerhalb eines Unternehmensprozesses vorgenommen werden, nicht in einer Hand vereint sind. Dies wird durch das von edding bereits seit vielen Jahren eingesetzte integrierte ERP-Softwaresystem SAP unter Berücksichtigung eines entsprechenden Berechtigungskonzepts gewährleistet. Es stellt sicher, dass Mitarbeiter nur auf solche Prozesse und Daten Zugriff haben, die sie für ihre Arbeit benötigen. In der Software sind außerdem standardmäßig viele automatische Kontrollen integriert, wodurch Fehler bei der Erfassung von rechnungswesenrelevanten Geschäftsvorfällen vermieden werden. Über das Vier-Augen-Prinzip wird weiterhin gewährleistet, dass keine wesentlichen Vorgänge ohne Kontrolle bleiben.

Für die unterschiedlichen Prozesse im Unternehmen existieren Sollkonzepte und Anweisungen, anhand derer Führungskräfte und Außenstehende beurteilen können, ob Mitarbeiter konform zu diesem Sollkonzept arbeiten.

Die Mitarbeiter des Rechnungswesens der edding AG sind überwiegend bereits langjährig im Unternehmen tätig und daher sehr sicher und erfahren im Umgang mit den Routinegeschäftsvorfällen und Transaktionen, welche die Geschäftstätigkeit des edding Konzerns mit sich bringt. Zudem nehmen die Mitarbeiter an regelmäßigen Schulungen und Fortbildungen teil.

Das aktive Risikomanagementsystem stellt sicher, dass kritische Informationen und Daten direkt an den Vorstand gegeben werden. Die Sicherstellung der bilanziell richtigen Erfassung und Würdigung von unternehmerischen Sachverhalten ist regelmäßig Inhalt von Vorstandssitzungen.

Hinsichtlich gesetzlicher Neuregelungen und neuartiger oder ungewöhnlicher Geschäftsvorfälle besteht auch unterjährig ein enger Kontakt mit den Wirtschaftsprüfern. Problemfälle werden im Vorwege analysiert, diskutiert und gemeinsam mit dem Wirtschaftsprüfer einer kritischen Würdigung unterzogen.

Die konzernweit implementierte Bilanzierungsrichtlinie schafft ein konzerneinheitliches Normensystem der Bilanzierung auf Basis der IFRS. Die Bilanzierungsrichtlinie wird soweit erforderlich einmal jährlich aktualisiert, um die Erweiterungen und Änderungen der internationalen Rechnungslegung einzubeziehen. Jährliche Schulungen der Mitarbeiter des Rechnungswesens der Tochtergesellschaften tragen dafür Sorge, dass die Neuerungen der Rechnungslegungsstandards fristgerecht umgesetzt werden.

Die Erstellung des Konzernabschlusses erfolgt mittels einer zertifizierten Konsolidierungssoftware zentral durch Mitarbeiter der edding AG mit langjähriger Erfahrung und spezieller Expertise für Konsolidierungsfragen und internationaler Rechnungslegung. Für die Berichterstattung der Tochtergesellschaften an die Muttergesellschaft verwendet edding standardisierte Reporting Packages, die alle wesentlichen Angaben für einen vollständigen Konzernabschluss nach IFRS enthalten.

Wesentliche Risiken

Marktrisiken / Leistungswirtschaftliche Risiken

Der edding Konzern ist Marktrisiken sowohl auf der Beschaffungs- als auch auf der Absatzseite ausgesetzt. Auf der Beschaffungsseite stellt in erster Linie die Verfügbarkeit der Fertigwaren ein potentielles Risiko dar. Diesem Risiko wird durch entsprechende Mindestlagerbestände entgegengewirkt.

Die Coronakrise stellt seit März 2020 ein zusätzliches potentielles Risiko in Bezug auf die Beschaffung sowie den Absatz der Produkte des edding Konzerns dar. Dies resultiert aus Einschränkungen in Produktion und Handel (zum Beispiel Lockdowns und Absagen von Messen) und aufgrund von Reisebeschränkungen.

Bezogen auf mögliche Auswirkungen auf den edding Konzern hat die CRMG unmittelbar nach Ausbruch des Virus eine Sortimentsanalyse in Bezug auf Lieferanten aus den am stärksten betroffenen Ländern (zum Beispiel China) initiiert. In Kooperation mit allen Lieferanten wurde diese Analyse auf die Vorlieferanten ausgeweitet und regelmäßig überprüft. Insgesamt waren nur wenige Produkte aus dem Sortiment des edding Konzerns betroffen, was sich zu keiner Zeit nennenswert auf die Lieferfähigkeit ausgewirkt hat.

Bezogen auf möglichen Auswirkungen aus dem Brexit wurden die Risikobestände zum Jahresende 2020 in Großbritannien nochmals überprüft und aufgebaut. Somit kann die Lieferfähigkeit auch über einen längeren Zeitraum gewährleistet werden. Weitere Ausführungen zum Brexit erfolgen im Rahmen der Betrachtung der politischen Risiken.

Die Entwicklung und Beschaffung von Produkten wird vermehrt durch regelmäßige gesetzliche Anforderungen, zum Beispiel EU-Vorschriften wie die Biozidprodukte-, CLP- (Einstufung, Kennzeichnung und Verpackung von Stoffen und Gemischen) sowie die REACH-Verordnung (Registrierung, Bewer-tung, Zulassung und Beschränkung chemischer Stoffe) beeinträchtigt. Dies führt zu Bestandsrisiken in Bezug auf nicht konforme Produkte. Diesem Risiko wirken wir dadurch frühzeitig entgegen, dass edding Mitglied in Fachverbänden ist sowie ein Netzwerk von internen und externen Experten aufgebaut hat und zu erwartenden Neuerungen sowohl in unsere Beschaffungs- als auch in unsere Entwicklungstätigkeiten mit einbezogen werden.

Finanzmarktrisiken und finanzielle Risiken

Zu den Finanzmarktrisiken innerhalb des edding Konzerns zählen im Wesentlichen Wechselkursrisiken und in geringerem Umfang Zinsänderungsrisiken und Forderungsausfallrisiken.

Die Gesellschaften innerhalb der edding Gruppe sind Wechselkursänderungsrisiken im Rahmen der Warenbeschaffung sowie hieraus resultierenden Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen ausgesetzt.

Unser Risikomanagement in diesem Bereich basiert auf einem Internen Kontrollsystem (IKS), das neben der Funktionstrennung von Handel und Abwicklung eine mindestens quartalsweise Messung unserer Risikoposition vorsieht. Dabei werden alle offenen Positionen und Sicherungsgeschäfte in einer Evaluations-Matrix erfasst und definierten Limits in Bezug auf die Summe der offenen Positionen sowie eines diversifizierten Risikos gegenübergestellt. Bei Limit-Überschreitungen werden zusätzliche Sicherungsmaßnahmen erwogen.

Unsere vorrangigen Motive für die Absicherung gegen Finanzmarktrisiken sind Planungssicherheit im Rahmen der Warenbeschaffung sowie Verringerung der Risikoexposition in den Bilanzen unserer in Fremdwährung operierenden Tochtergesellschaften. Beim Abschluss von Sicherungsgeschäften beschränken wir uns daher im Wesentlichen auf gängige Termingeschäfte und Optionen, die ausschließlich zur Sicherung von Grundgeschäften abgeschlossen werden, nicht aber zu Spekulationszwecken.

Das aus Konzernsicht nennenswerte Risiko resultiert aus der Warenbeschaffung in Japanischen Yen. Hierfür haben wir einen Sicherungshorizont von zwölf bis 24 Monaten.

Höhere Risiken aus einer nicht ausgeglichenen Währungsbilanz bei unseren in Fremdwährung operierenden Tochtergesellschaften konnten in den letzten Jahren weiter reduziert werden, zuletzt auch bei der argentinischen Tochtergesellschaft.

Die sich aus unserem Finanzrisikomanagement ableitenden Maßnahmen zur Risikominimierung im Bereich der Preis-, Währungs-, Zins- sowie weiterer Risiken sind in Textziffer 33 des Konzernanhangs dargestellt. Die Sensitivitäten bei Wechselkursveränderungen finden sich ebenfalls in Textziffer 33.

Durch unser weiterhin sehr konservatives Forderungsmanagement bei überwiegend guter Bonität unserer Kunden gab es in 2020 trotz der weltweiten Auswirkungen der Coronakrise keine nennenswerten Wertberichtigungen auf Forderungen. Im Berichtsjahr hat insbesondere die edding International GmbH die Nutzung der Ausfuhrpauschalgewährleistungen (APG) der Bundesrepublik Deutschland für Lieferungen an unsere Internationalen Handelspartner deutlich ausgeweitet. Zu Beginn der Krise hatten wir darüber hinaus auch weitreichende Überprüfungen und Reduzierungen von Kreditlimiten vorgenommen. Endgültige Forderungsausfälle blieben im Geschäftsjahr 2020 im überschaubaren Rahmen.

Personalrisiken

Die Fantasie und den Mut, Dinge anders zu machen gepaart mit der Fähigkeit, neue Ideen lösungsorientiert und effektiv umzusetzen - das zeichnet die Kultur von edding aus. Für deren Umsetzung und den weiteren Erfolg des edding Konzerns benötigen wir engagierte, kompetente und leistungsfähige Mitarbeiter.

Zur Reduzierung von Personalrisiken achten wir besonders auf eine nachhaltige Personalentwicklung. Mit unserem edding Campus bieten wir für alle Mitarbeiter ein attraktives, zielgruppenspezifisches Angebot zum Wissensaufbau und -transfer, welches auf die strategischen Ziele des Konzerns fokussiert ist. Dazu zählen neben weltweiten Sprachtrainings auch internationale Projektmanagementseminare, individuelle Coachings, Maßnahmen zur Förderung von guter Führungsarbeit und spezielle Angebote für Mitarbeiter in kommerziellen Funktionen. Dabei setzen wir nicht nur auf externe Trainings und Trainer, sondern gezielt auch auf internes Expertenwissen. Ein Ansatz, der zur internen Vernetzung beiträgt und mit dem wir prophylaktisch Risiken - wie Know-how-Verlust durch etwaige Abgänge - begegnen. Als international agierendes Unternehmen kommt dabei einem weltweiten Angebot eine hohe Bedeutung zu. Bei der Umsetzung der globalen Weiterbildungsstrategie setzen wir insbesondere im internationalen Kontext weiterhin verstärkt auf digitale Schulungen anstelle von Präsenzschulungen. Dies erfolgt insbesondere auch im Hinblick auf ökologische, ökonomische sowie zeitliche Aspekte und ermöglichte die Aufrechterhaltung der Angebote während der COVID-19-Pandemie.

Zur Festigung und Steigerung der Attraktivität der Arbeitsplätze innerhalb des edding Konzerns bieten wir unseren Mitarbeitern standortbezogen zudem verschiedene Maßnahmen, zum Beispiel aus dem Bereich des betrieblichen Gesundheitsmanagements, zur Vereinbarkeit von Beruf und Familie sowie sonstigen individuellen Bedürfnissen rund um die Arbeitszeit. Darüber hinaus ist auch die faire und marktgerechte Vergütung für uns ein wichtiges Element der Personalführung.

Die Coronakrise ist ein zusätzliches potentielles Risiko für das Personal des edding Konzerns. Risiken resultieren aus der möglichen Ansteckung einzelner Mitarbeiter, einer möglichen Verbreitung innerhalb der Belegschaft sowie der physischen und psychischen Belastung durch die Pandemie. Im Rahmen der Sitzungen der CRMG wurde eine Vielzahl von Entscheidungen über Maßnahmen getroffen, die diese Risiken minimieren. Neben der Umsetzung der Arbeitsschutzgesetze (zum Beispiel Hygienevorschriften und Abstandsregeln) und der stringenten Maskenpflicht in den öffentlichen Bereichen der Büros wurde auch die Nutzung von Homeoffice und der Einsatz von Videokonferenzen frühzeitig forciert. Weiterhin wurden die Belange der Belegschaft im Rahmen einer Umfrage erhoben und in allen Entscheidungen berücksichtigt. Zur Schaffung einer zusätzlichen Transparenz der Entscheidungen gibt es regelmäßige Updates durch den Vorstand in Form von Livestreams.

Bis Ende des Jahres 2020 wurden der CRMG lediglich 19 an COVID-19 erkrankte Mitarbeiter gemeldet, die alle einen eher milden Verlauf der Krankheit vermeldeten. Eine Ansteckung innerhalb des Unternehmens gab es nach unserer Kenntnis nicht.

Lohn dieser und weiterer Aktivitäten: die erneut, trotz der teilweise einschneidenden Regeln aus den Coronamaßnahmen, sehr positiven Ergebnisse unserer weltweiten Mitarbeiterbefragung, die uns jährlich dabei hilft, eventuelle weitere Risiken frühzeitig zu erkennen und zu minimieren.

Politische Risiken

Aufgrund unserer internationalen Unternehmensstruktur mit Tochtergesellschaften in neun Ländern sowie des Vertriebs über Distributionspartner in mehr als 90 Ländern der Erde sind wir nicht unerheblichen politischen Einzelrisiken ausgesetzt. Aus Unternehmenssicht führt die zunehmende Internationalisierung allerdings gleichzeitig zu einer breiteren Risikoverteilung. Der Vertrieb in eine große Anzahl verschiedener Länder, wie edding ihn betreibt, ist mithin per se als Risikomanagement-Maßnahme zu sehen. Ursprüngliches Ziel der Internationalisierung waren Wachstum sowie Reduzierung der Abhängigkeit vom deutschen Markt und damit der deutschen Konjunkturentwicklung. Dieses Ziel gilt bereits seit Jahren als erreicht, wenngleich der Anteil Deutschlands am Konzernumsatz im Geschäftsjahr 2020 im Zuge der Coronakrise von 46 % auf 48 % angestiegen ist.

Einschneidende singuläre politische Ereignisse sind in 2020 ausgeblieben. Dennoch beschäftigen uns unverändert die politischen Rahmenbedingungen in unseren südamerikanischen Kernmärkten sowie der Türkei und Großbritannien. Darüber hinaus hat uns natürlich auch der unterschiedliche Umgang der Regierungen mit der COVID-19-Pandemie im Jahresverlauf beschäftigt.

Am 31. Januar 2020 ist Großbritannien offiziell aus der EU ausgetreten. Die seit dem 1. Februar 2020 gültige Übergangsphase endete am 31. Dezember 2020 mit dem kurz vor Fristende bekannt gegebenen Abschluss eines Handels- und Kooperationsabkommens. Ein ungeregelter Brexit konnte somit vermieden werden. Erfreulich für edding ist die Tatsache, dass es nunmehr zu keinen nennenswerten Einfuhrzoll-Belastungen für unsere Produkte gekommen ist. Die zum Jahresende 2020 nochmals aufgebauten Sicherheitsbestände werden in 2021 abgebaut, sobald die Importprozesse in geregelten Bahnen laufen. Als Folge des Brexit rechnen wir für unseren Absatz in Großbritannien nur mit mittelbaren Rückgängen aufgrund eines möglichen allgemeinen wirtschaftlichen Abschwungs. In 2021 wird unser Absatz eher noch durch die Folgen der COVID-19-Pandemie beeinflusst, zum Beispiel durch temporäre Schließungen von Schulen und Universitäten.

In der Türkei kam es in 2020 wieder zu einer deutlichen Abwertung der Türkischen Lira nach einer vergleichsweise stabilen Entwicklung in 2019. Im Stichtagsvergleich hat die Währung um 26,2 % abgewertet; sie notierte am 31. Dezember 2020 bei 9,03 TRY/EUR, nachdem im November sogar zeitweise Kurse von über 10,00 TRY/EUR gehandelt wurden. Diese leichte Stabilisierung dürfte mit einer Änderung der Notenbankpolitik zusammenhängen; so wurde der Leitzins, der zwischenzeitlich auf 8,25 % gesenkt wurde, zuletzt wieder in mehreren Schritten auf 17 % erhöht. Durch unsere in den vergangenen Jahren nach und nach erfolgte Umstellung auf lokale Finanzierung unseres Türkei-Geschäfts haben wir zwar die Wechselkursrisiken mehr und mehr reduziert, allerdings im Tausch durch Zinsänderungsrisiken beziehungsweise steigende Finanzierungskosten. Risiken für die Geschäftsentwicklung in der Türkei bleiben das Problem der hohen Auslandsverschuldung und der hohen Inflation (Dezember 2020: 14,5 % gegenüber dem Vorjahresmonat), die sich negativ auf die Kaufkraft auswirkt. Auch die geopolitische Situation der Türkei ist unverändert Risiken ausgesetzt; hier sind beispielhaft der noch immer schwelende Syrien-Konflikt sowie das Engagement der Türkei im Konflikt zwischen Aserbaidschan und Armenien um die Region Bergkarabach zu nennen.

Zu den weltweit am stärksten durch die COVID-19-Pandemie betroffenen Ländern zählt Argentinien. Somit ist auch in 2020 keine Besserung der wirtschaftlichen Entwicklung eingetreten. Die Inflation blieb zwar pandemiebedingt mit 36,1 % auf einem niedrigeren Niveau als erwartet; dazu haben allerdings staatlich geregelte Maximalpreise für Lebensmittel und viele Verbrauchsgüter des täglichen Bedarfs beigetragen. Vor diesem Hintergrund ist das im August abgeschlossene Abkommen mit den Gläubigern und damit die abgewendete Staatspleite fast in den Hintergrund getreten; allerdings bleibt trotz des Schuldenschnitts doch ein großer Teil der Schulden bestehen und das strukturelle Problem hoher Staatsverschuldung, das mittlerweile zu sehr niedrigen Devisenreserven geführt hat, ist nach wie vor ungelöst. Durch die in den Vorjahren durchgeführten Restrukturierungsmaßnahmen und die damit einhergehende Verkleinerung unserer argentinischen Tochtergesellschaft sind die Auswirkungen dieser negativen Entwicklungen auf den edding Konzern deutlich geringer geworden. Was uns aus deutscher Sicht allerdings unmittelbar betrifft, sind mit der Devisenknappheit einhergehende Devisenausfuhrbeschränkungen. So darf die edding Argentina S.A. trotz vorhandener eigener Ressourcen derzeit keine Verbindlichkeiten mehr begleichen, die vor dem 1. Juli 2020 entstanden sind; dies führt dazu, dass die edding Argentina S.A. immer noch aus der letzten Kapitalerhöhung stammende argentinische Staatsanleihen im Bestand hat, die zwar Kursrisiken unterworfen sind, aber seit dem Schuldenschnitt für Argentinien deutliche Kursgewinne verzeichnen.

Kolumbien ist noch stärker durch die COVID-19-Pandemie betroffen als Argentinien. Auch hier sind die Auswirkungen auf die Wirtschaft immens. Umfangreiche Lockdown-Maßnahmen sind seit langem in Kraft und eine Besserung der Absatzsituation ist derzeit noch nicht absehbar. Zudem ist das Land seit November 2019 wieder vermehrt von Unruhen und Demonstrationen betroffen.

Die negative Entwicklung in der Türkei und den beiden lateinamerikanischen Ländern hat dazu geführt, dass wir im Berichtsjahr aus deutscher Sicht eine Vollabschreibung unserer Engagements vorgenommen haben.

Trotz dieser nicht unerheblichen politischen Risiken konnte die edding Gruppe auch in 2020 zufriedenstellende Ergebnisse erzielen. Das spricht unter anderem für den Erfolg der eingangs erwähnten Risikostreuung durch die breite Umsatzbasis und die hohe Anzahl von Ländern, in denen edding vertrieben wird.

Rechtliche und gesellschaftsrechtliche Risiken

Gegen den edding Konzern sind keine Rechtsstreitigkeiten oder Schadenersatzforderungen anhängig, die einen erheblichen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der edding AG und des edding Konzerns haben könnten. Risiken, die aufgrund fehlerhafter Produkte oder ungenügender Vertragssicherheit entstehen können, werden durch unser umfassendes Qualitätsmanagementsystem sowie durch fachkundige juristische Überprüfung unserer Verträge und allgemeinen Geschäftsbedingungen begrenzt.

Gesamtrisiko / Fortbestandsrisiko

Insgesamt ist die Risikosituation des edding Konzerns weiterhin stabil. Auch unter Berücksichtigung der COVID-19-Pandemie und der gesamtwirtschaftlichen Entwicklungen sind derzeit keine Risiken erkennbar, die den Fortbestand des Unternehmens gefährden könnten.

Sonstige Berichterstattung

Vergütungsbericht

Vergütungssystem

Die Gesamtvergütung des Vorstands setzt sich aus mehreren Bestandteilen zusammen. Dabei handelt es sich um einen erfolgsunabhängigen Teil, eine erfolgsabhängige Zahlung und Zahlungen in eine Direktversicherung. Die Höhe der Gesamtvergütung des Vorstands legt der Aufsichtsrat in seiner Gesamtheit nach den Richtlinien des Vorstandsvergütungsgesetzes in angemessener Höhe fest. Neben der Beurteilung von Leistung und Verantwortung des einzelnen Vorstandsmitglieds wird auch die Höhe der Vorstandsbezüge bei vergleichbaren börsennotierten Aktiengesellschaften berücksichtigt.

Bestandteile der Vorstandsvergütung

Der erfolgsunabhängige Teil der Vergütung besteht aus einem Fixum und üblichen Nebenleistungen. Dabei handelt es sich um die Fortzahlung des monatlichen Grundgehalts für den laufenden und die folgenden zwei Monate im Falle der Dienstunfähigkeit, einen Zuschuss zur Kranken- und Pflegeversicherung und die private Nutzung eines Firmenwagens.

Der erfolgsabhängige Teil der Vergütung besteht zum einen aus einer Tantieme, die sich aus einem Prozentsatz vom ausgewiesenen Jahresgewinn der edding AG nach Steuern errechnet, und zum anderen aus einem langfristigen, auf die Vertragslaufzeit des Vorstandsvertrags ausgerichteten Bonus. Diesem Bonus liegt eine Zielvereinbarung zwischen Vorstandsmitglied und Aufsichtsrat zu Grunde. Als Ziele sind hier ein kumulierter Jahresgewinn der edding AG über die Laufzeit des Vorstandsvertrags sowie die Strategieumsetzung anhand der Balanced Scorecard zu nennen.

Tantieme und Bonus können mehr als die Hälfte der Gesamtbezüge ausmachen. Die Vereinbarung über die Tantieme enthält eine Malusregelung, die im Falle eines Jahresverlusts bei der edding AG zur Anwendung kommt.

Des Weiteren werden für jedes Vorstandsmitglied zum Zwecke der Alters-, Berufsunfähigkeits- und Hinterbliebenenversorgung feste Beträge in einen Versorgungsplan oder eine Direktversicherung eingezahlt; in einem Einzelfall ist dafür nach den einschlägigen Bilanzierungsvorschriften eine Pensionsverpflichtung in der Bilanz anzusetzen, da der betreffende Versorgungsplan als leistungsorientierte Versorgungszusage einzustufen ist. Klassische Pensionszusagen über eine vom Unternehmen zu zahlende monatliche Versorgung ab einem bestimmten Lebensalter bestehen lediglich für ehemalige Mitglieder des Vorstands. Zusätzlich haben die Vorstandsmitglieder - ebenso wie jeder Mitarbeiter bei edding - das Recht, laufende Bezüge in eine betriebliche Altersversorgung umzuwandeln.

Außerdem ist für das Vorstandsmitglied eine Unfallversicherung und eine D&O-Versicherung mit einem Selbstbehalt von zehn Prozent beziehungsweise dem Eineinhalbfachen eines Jahresfestgehalts im Schadensfall abgeschlossen.

Neben dem Anstellungsvertrag bestehen keine weiteren Dienstverträge zwischen der Gesellschaft und ihren Tochtergesellschaften einerseits und den Vorstandsmitgliedern andererseits. Für die Übernahme von Mandaten in Konzerngesellschaften erhalten sie keine zusätzliche Vergütung.

Das Handelsgesetzbuch sieht in seiner bis zum 31. Dezember 2020 gültigen Fassung die individualisierte Veröffentlichung der Bezüge der Vorstandsmitglieder vor, aufgeteilt nach erfolgsunabhängigen und erfolgsabhängigen Komponenten sowie Komponenten mit langfristiger Wirkung. Die verlangten Angaben können unterbleiben, wenn die Hauptversammlung dies mit einer Dreiviertelmehrheit des bei der Beschlussfassung vertretenen Grundkapitals beschlossen hat. Die ordentliche Hauptversammlung der edding AG hat demgemäß am 15. Juni 2016 das Unterbleiben dieser Angaben für die Jahresabschlüsse und Konzernjahresabschlüsse der Geschäftsjahre 2016 bis 2020 mit 100 % des stimmberechtigten Kapitals beschlossen. Die aufgrund des Gesetzes zur Umsetzung der zweiten Aktionärsrechterichtlinie (ARUG II) mit Wirkung vom 1. Januar 2020 in Kraft getretenen Änderungen sind für das Geschäftsjahr 2020 und damit für diesen Geschäftsbericht noch nicht einschlägig.

Die Aufwendungen für die Bezüge des Vorstands insgesamt sind in den Anhängen zum Jahresabschluss und zum Konzernabschluss der edding AG angegeben.

Leistungen für den Fall einer vorzeitigen Beendigung der Vorstandstätigkeit

Mit allen Mitgliedern des Vorstands ist vereinbart, dass Zahlungen an das Vorstandsmitglied bei vorzeitiger Beendigung der Vorstandstätigkeit den Wert von zwei Jahresvergütungen nicht überschreiten und nicht mehr als die Restlaufzeit des laufenden Vertrags vergüten.

Der Dienstvertrag des Vorstandsvorsitzenden enthält ein Sonderkündigungsrecht des Vorstandsvorsitzenden im Falle eines Kontrollwechsels. Eine monetäre Entschädigung ist für diesen Fall nicht vorgesehen.

Vergütung des Aufsichtsrats

Die Vergütung der Aufsichtsratsmitglieder besteht ausschließlich aus einer erfolgsunabhängigen Vergütung, die die Hauptversammlung der edding AG jeweils für das abgelaufene Geschäftsjahr beschließt. Außerdem erhalten die Mitglieder des Aufsichtsrats ihre Auslagen im Zusammenhang mit der Aufsichtsratstätigkeit ersetzt.

Die Vergütungen betragen für den Vorsitzenden das Dreifache und für den stellvertretenden Vorsitzenden das Doppelte des von der Hauptversammlung beschlossenen Grundvergütungsbetrages. Für das Geschäftsjahr 2019 betrug die Grundvergütung für ein Aufsichtsratsmitglied 20.000,00 EUR. Daneben sind keine Vergütungen oder Vorteile für persönlich erbrachte Leistungen an die Aufsichtsratsmitglieder gezahlt beziehungsweise gewährt worden. Für das Geschäftsjahr 2020 wird mit Aufwendungen in unveränderter Höhe gerechnet.

Übernahmerelevante Angaben

Gezeichnetes Kapital

Das voll eingezahlte Grundkapital der edding AG beträgt zum 31. Dezember 2020 unverändert 5.366.095,00 EUR und ist in 600.000 Stück nennwertlose Stammstückaktien mit einem rechnerischen Anteil von je 5,00 EUR sowie 473.219 Stück nennwertlose Vorzugsstückaktien mit einem rechnerischen Anteil von je 5,00 EUR aufgeteilt.

Stimmrechtsbeschränkungen oder Beschränkungen, die Übertragung von Aktien betreffend

Die Vorzugsstückaktien sind stimmrechtslos.

Rechte von Vorzugsaktionären

Hinsichtlich der besonderen Rechte von Vorzugsaktionären verweisen wir auf die allgemein gültigen gesetzlichen Regelungen des § 140 Abs. 2 AktG. Ist der Vorzug nachzuzahlen und wird der Vorzugsbetrag in einem Jahr nicht oder nicht vollständig gezahlt und im nächsten Jahr nicht neben dem vollen Vorzug für dieses Jahr nachgezahlt, so haben die Aktionäre das Stimmrecht, bis die Rückstände gezahlt sind. Ist der Vorzug nicht nachzuzahlen und wird der Vorzugsbetrag in einem Jahr nicht oder nicht vollständig gezahlt, so haben die Vorzugsaktionäre das Stimmrecht, bis der Vorzug in einem Jahr vollständig gezahlt ist. Solange das Stimmrecht besteht, sind die Vorzugsaktien auch bei der Berechnung einer nach Gesetz oder Satzung erforderlichen Kapitalmehrheit zu berücksichtigen.

Direkte oder indirekte Beteiligungen

Beteiligungen (auch mittelbare über Zurechnungen gemäß §§ 33, 34 WpHG), die 10 % der Stimmrechte der edding AG überschreiten, werden gehalten von:

Herrn Volker Detlef Ledermann

Frau Angelika Schumacher

Frau Dina Alexandra Schumacher

Herrn David Alexander Schumacher

Frau Beatrix Ledermann

Frau Julia Marie Ledermann

Herrn Jan Moritz Ledermann

Herrn Leon Thadaeus Ledermann

Herrn Per Ledermann

Frau Anika Ledermann

Herrn Yannick Nicolas Ledermann

Frau Elisa Sophie Ledermann

Herrn Luis Gabriel Ledermann

Herrn Felip Elias Ledermann

Inhaber von Aktien mit Sonderrechten

Es bestehen mit Ausnahme von Vorzugsaktien keine Aktien mit Sonderrechten.

Art der Stimmrechtskontrolle im Falle von Arbeitnehmerbeteiligungen

Soweit Arbeitnehmer an der edding AG beteiligt sind, üben diese ihre Kontrollrechte unmittelbar aus.

Gesetzliche Vorschriften und Satzungsbestimmungen über die Ernennung und Abberufung von Vorstandsmitgliedern und über die Änderung der Satzung

Mitglieder des Vorstands werden gemäß §§ 84, 85 AktG bestellt und abberufen. Satzungsänderungen erfolgen gemäß §§ 133, 179 AktG. Bestimmungen der Satzung der Gesellschaft, die diese Punkte betreffen, finden sich in §§ 6 und 7 sowie in § 21 der Satzung.

Befugnisse des Vorstands zur Ausgabe und zum Rückkauf von Aktien

Ein Hauptversammlungsbeschluss zur Ermächtigung des Vorstands, eigene Aktien der Gesellschaft auszugeben oder zu erwerben, besteht gegenwärtig nicht.

Wesentliche Vereinbarungen unter der Bedingung eines Kontrollwechsels

Der Dienstvertrag des Vorstandsvorsitzenden enthält ein Sonderkündigungsrecht des Vorstandsvorsitzenden im Falle eines Kontrollwechsels.

Weitere berichtspflichtige Tatbestände liegen nicht vor.

Nichtfinanzielle Erklärung

Mit der vorliegenden Nichtfinanziellen Erklärung (NfE) des edding Konzerns kommen wir unserer Berichtspflicht gemäß §§ 289b ff., 315b f. HGB nach. Rahmenwerke wurden dabei nicht angewendet, da der Aufwand in keinem Verhältnis zum Nutzen steht.

Aufgrund der Relevanz der Standorte des edding Konzerns werden Daten - sofern nicht explizit erwähnt - derzeit für eigene Produktionsstandorte und Standorte, die über ein eigenes beziehungsweise angemietetes Bürogebäude sowie Lager (im Folgenden „Bürostandorte") verfügen, erhoben.

Eine kontinuierliche Ausweitung der Berichtsperspektive ist für die kommenden Geschäftsjahre vorgesehen.

Alle angegebenen Daten und Fakten wurden, soweit möglich, für das Geschäftsjahr 2020 erhoben. Abweichungen werden, wo erforderlich, direkt im Text erwähnt. Um Doppelungen innerhalb des Lageberichts zu vermeiden, wird an den betreffenden Stellen auf weiterführende Informationen in anderen Abschnitten verwiesen.

Die Inhalte der NfE wurden ordnungsgemäß vom Aufsichtsrat der edding AG überprüft. Die prüferische Durchsicht erfolgte zusätzlich durch die Mazars GmbH & Co. KG auf Basis der International Standards on Assurance Engagements ISAE 3000.

Grundlagen des edding Konzerns

Im Geschäftsfeld Schreiben und Markieren werden Produkte entwickelt und vertrieben, die Farbe lang anhaltend auf Oberflächen bringen, vom Permanentmarker bis hin zu Nagellack. Zudem werden diesem Geschäftsfeld auch Partnermarken zugeordnet. Klassische und elektronische Produkte der visuellen Kommunikation werden im Geschäftsfeld Visuelle Kommunikation vermarktet. Das Geschäftsfeld Technological Solutions umfasst zurzeit die Kompaktdrucker, welche Beschriftungs- und Markierungslösungen für die industrielle Fertigung (B2B) bieten sowie edding code und prisma ID. Der Bereich Tätowierenbeinhaltet ein ganzheitliches Konzept rund um das Thema Tätowieren. Detailinformationen sind im Abschnitt Grundlagen des edding Konzerns dargestellt.

Strategischer organisatorischer Nachhaltigkeitsansatz

Für die strategische Steuerung des edding Konzerns wurde im Geschäftsjahr 2016 ein Balanced Scorecard System für den Zeitraum 2016 bis Ende 2020 aufgebaut. Für den Zeitraum nach 2020 werden wir im Laufe des Jahres 2021 wiederum langfristige Ziele bis 2025 definieren. Dieses System dient für uns gleichermaßen der Strategiefokussierung aller Unternehmensteile, als Zielsystem sowie als Instrument der Maßnahmenverfolgung. Die nichtfinanziellen Leistungskennziffern sind - wie alle unsere strategischen Ziele - Bestandteil dieses Balanced Scorecard Systems.

Die nichtfinanziellen Leistungskennziffern finden sich in allen Balanced Scorecards, vor allem im Bereich „edding ink“, wieder. Neben der Mitarbeiterzufriedenheit sowie dem kontinuierlichen Fokus auf innerbetriebliche Kultur und Werte, ist es ein erklärtes Ziel, als Unternehmen im Bereich unternehmerischer Nachhaltigkeit extern wahrgenommen zu werden. Nachhaltige Zielsetzungen finden sich in der Meta Scorecard CR.

Die voraussichtliche Erreichung der Ziele der Balanced Scorecard 2020 wird halbjährlich durch die verantwortlichen Mitarbeiter evaluiert, vom jeweiligen Vorgesetzten sowie dem Group Controlling geprüft und dem Vorstand berichtet. Der Vorstand wird damit in die Überwachung der Zielerreichung beziehungsweise der hierzu ergriffenen Maßnahmen aktiv eingebunden.

Weiterführende Informationen über das edding Balanced Scorecard System finden sich im Abschnitt Steuerungssystem.

Prozess zur Ermittlung wesentlicher Themen

Themen, die heute oder zukünftig Chancen und Risiken für unsere Geschäftsfelder bedeuten könnten, sind für uns von essentiellem Wert. Um Chancen und Risiken rechtzeitig zu erkennen, stehen wir in kontinuierlichem Dialog mit verschiedenen internen und externen Stakeholdern.

Kundenseitig erreichen wir den kontinuierlichen Austausch über Gespräche und Anfragen. B2B Kunden übersenden uns beispielsweise, vor ihrer Entscheidung edding Produkte in ihr Portfolio mit aufzunehmen, ihre Fragebögen zu Nachhaltigkeitsthemen, die wir gern beantworten und die uns Aufschluss über Wünsche und Anforderungen aus diesem Bereich geben.

In den vergangenen drei Jahren haben wir bei unseren Kunden ein erhöhtes Interesse an Nachhaltigkeitsthemen bemerkt. Insbesondere B2B Kunden machen ihren Einkauf von der Unternehmensführung, der Produktion, der Qualität und der Glaubwürdigkeit in Bezug auf die Nachhaltigkeit der Produkte abhängig.

Zur Evaluierung der Wünsche und Anregungen unserer Mitarbeiter findet seit 2015 jährlich eine internationale Mitarbeiterbefragung statt, deren Ergebnisse diskutiert und im Rahmen der Möglichkeiten umgesetzt werden.

Inhaltlich decken sich die von uns gewählten Schwerpunktthemen der Meta Scorecard CR mit den wesentlichen Aspekten der §§ 289c Absatz 2 Nummer 1 bis 5, 315c HGB:

Umweltbelange stellen einen wesentlichen Schwerpunkt in unserer Zielstruktur dar. Wesentliche Themen sind in diesem Zusammenhang Ressourcenverbrauch, Energieeffizienz und CO2 - Emissionen.
Im Bereich Arbeitnehmerbelange sind keine wesentlichen Risiken zu identifizieren. Die Zufriedenheit unserer Mitarbeiter ist für uns ein zentraler Erfolgsfaktor.
Sozialbelange als gesellschaftliches Engagement spiegeln sich in Corporate Volunteering-Projekten wieder.
Achtung der Menschenrechte ist ein wichtiges Thema, dem wir durch unsere überwiegend langjährig gewachsenen Beschaffungsstrukturen mit hoher Kontinuität begegnen können.
Bekämpfung von Korruption und Bestechung sind aufgrund unserer Kunden- und Beschaffungsstrukturen kein Schwerpunktthema unserer CR-Aktivitäten.

Aus dem konzernweiten Früherkennungssystem und nach Einschätzung des Vorstands des edding Konzerns ergeben sich im aktuellen Prognosezeitraum keine berichtspflichtigen Risiken, die mit der eigenen Geschäftstätigkeit, den Geschäftsbeziehungen, Produkten oder Dienstleistungen verknüpft sind und die sehr wahrscheinlich schwerwiegende negative Auswirkungen auf die wesentlichen Aspekte haben oder haben werden. Natürlich birgt die aktuelle Corona-Situation grundsätzlich ein Risiko für das Unternehmen. Diese wird jedoch eng durch eine eigens gegründete Corona Risk Management Group (CRMG) beobachtet. Notwendige Maßnahmen werden unmittelbar abgeleitet und umgesetzt. In regelmäßigen Informationen über das firmeninterne Intranet und in Videobotschaften des Vorstandes werden die Mitarbeiter weltweit über den aktuellen Stand der Pandemie und die entsprechenden Schutzmaßnahmen informiert. Weitere Informationen zum Chancen- und Risikomanagementprozess des edding Konzerns sind im Abschnitt Chancen- und Risikobericht aufgeführt.

Umweltbelange

„Im Interesse der Umwelt - für die Welt von Morgen“ - gemäß dieses Leitsatzes verpflichten wir uns, wenn möglich, unsere Ressourcenverbräuche zu verringern und die Energieeffizienz zu steigern. Dies ist uns in den vergangenen Jahren durch vielfältige Maßnahmen gelungen.

Geschäftsfeld Schreiben und Markieren

Wir wollen bewusst mit den Auswirkungen unserer Aktivitäten auf die Umwelt umgehen und haben im Jahr 2008 das Umweltmanagement nach DIN EN ISO 14001 an den deutschen Standorten eingeführt. Dieses wurde im Jahr 2014 bei allen deutschen Gesellschaften des edding Konzerns durch das Energiemanagementsystem DIN EN ISO 50001 ergänzt. Mit den Zertifizierungen kann ein kontinuierlicher Verbesserungsprozess für die Bereiche Umwelt und Energie sichergestellt werden.

Am Standort Türkei arbeiten die Kollegen in angemieteten Räumen. Diese befinden sich in einem Bürogebäude, welches mit dem Leed Gold Zertifikat ausgezeichnet ist. Diese Zertifizierung bewertet Faktoren wie Wassereffizienz, Energie und Materialverbrauch. Dadurch können unsere hohen Ansprüche auch in gemieteten Räumlichkeiten nachgehalten werden.

Im Arbeitskreis Umwelt an unserem Produktionsstandort in Kolumbien engagieren sich Mitarbeiter verschiedener Bereiche. Diese Initiative ist durch die Ausbildung von CR-Botschaftern entstanden, die sich als Mutiplikatoren um die Weiterentwicklung der Nachhaltigkeit vor Ort bemühen. Ziel ist es, Vorschläge zu umweltschützenden Maßnahmen zu entwickeln und bei der Umsetzung dieser im Unternehmen zu unterstützen. Aufgrund der COVID-19-Pandemie gab es in 2020 keine speziellen Aktivitäten, da sich in erster Linie auf den Umgang mit der Pandemie fokussiert wurde.

Im Jahr 2020 konnten wir zum einen erstmalig die Klimaneutralität der EcoLine zertifizieren lassen und zum anderen wurde die EcoLine mit dem Bundespreis ecodesign ausgezeichnet. Der Preis zeichnet herausragend gestaltete, nachhaltige Produkte, Dienstleistungen und Konzepte aus. Ziel ist es, umweltentlastende Veränderungen sowohl in Entwicklung und Produktion als auch im Konsumverhalten zu fördern. Die EcoLine konnte sich unter insgesamt 334 Einreichungen in der Kategorie „Produkt“ durchsetzen!

Bereits zum dritten Mal in Folge wurde die edding EcoLine Serie von der internationalen Brand-Marketing-Organisation GREEN BRANDS als „grüne Marke“ ausgezeichnet und erhielt dafür das Gütesiegel mit zwei Sternen. Die Auszeichnung honoriert die Verpflichtung der Marken zu Klimaschutz. Nachhaltigkeit und ökologischer Verantwortung. GREEN BRANDS produzieren umweltfreundlich, handeln immer im Hinblick auf die eigene Mitverantwortung für die Bewahrung natürlicher Lebensgrundlagen und verpflichten sich in hohem Maße der Erhaltung und dem Gleichgewicht der Natur sowie der Nachhaltigkeit.

Zielsetzungen

Ressourcenverbrauch und Energieeffizienz sowie Reduzierung von CO2 -Emissionen sind Ziele, die wir nicht nur bei der Entwicklung, der Produktion und dem Vertrieb unserer Produkte verfolgen, sondern auch bei der Gestaltung von Beleuchtungssystemen, Fahrzeugflotte, Arbeitsumgebungen, Maschinenpark und vielem mehr. Folgende Konzepte und Maßnahmen werden bis 2025 verfolgt:

Ressourcenschonung durch vermehrten Einsatz von Recyclingmaterial in unseren Produkten und die Reduzierung von Kunststoffmüll durch Recycling und Spenden
Kunden vom Nachfüllen unserer Produkte überzeugen, um somit die Lebensdauer unserer Produkte zu erhöhen und Müll zu vermeiden
Ausweitung des edding Rücknahmesystems für leere Marker und Schreibgeräte auf dem internationalen Markt, um die Recyclingquote unserer Produkte zu erhöhen
Weiterführende Maßnahmen zur Steigerung der Energieeffizienz in der Produktion (zum Beispiel durch energieeffizientere Maschinen)
Ausbau der Elektromobilität
Steigerung der Energieeffizienz im Rechenzentrum (Umbau) am Standort Ahrensburg
Zertifizierung weiterer Produkte mit dem Umweltsiegel „Blauer Engel''
Einsatz von alternativen Verpackungsmaterialien wie beispielsweise die Umstellung der Setverpackungen der Kreidemarker von Virgin-PP auf 100 % Recycling-PET und die vollständige Umstellung der Blister Kunsstoffhauben auf PET Recylingmaterial
Klimaneutralität des gesamten Konzerns bis zum Jahr 2025 mit Hilfe von Kompensationen

Durchgeführte Maßnahmen und Ergebnisse

In der Berichtsperiode 2020 wurden vielfältige Maßnahmen durchgeführt. Im Folgenden werden besonders wesentliche Maßnahmen und resultierende Ergebnisse aufgezeigt.

Um nachhaltige Ideen nicht nur in den Firmenalltag, sondern auch in die Produkte vermehrt einfließen zu lassen, wurde die CR-Product-Strategy-Group gegründet. In diesem Gremium werden nachhaltige Produktideen, gern auch „out of the box", besprochen, gesammelt und priorisiert. Ausgegründet wurde direkt ein Gruppenprojekt zum Ersatz von frischen erdölbasierten Kunststoffes durch Recyclingmaterial in vielen der edding-Standardprodukte.

Ressourcenverbrauch

Als ein erster Schritt zur Erreichung des strategischen Ziels der Klimaneutralität des edding Konzerns mit Hilfe von Kompensationen bis 2025, wurde die Produktlinie EcoLine Anfang 2020 durch das Unternehmen ClimatePartner als klimaneutral zertifiziert.17 Aufgrund eines sehr energieeffizienten Produktionsprozesses können die CO2 Emissionen, die bei der Produktion der EcoLine entstehen, soweit es derzeit in unseren Möglichkeiten steht, reduziert werden. Da zum jetzigen Zeitpunkt alle Möglichkeiten der Reduzierung von CO2 Emissionen ausgeschöpft sind, werden nicht vermeidbare Emissionen aktuell noch durch ein Klimaschutzprojekt kompensiert. Innerhalb dieses Projekts werden Teile des Brasilianischen Regenwaldes aufgeforstet.

17 https://fpm.climatepartner.eom/tracking/13742-1910-1001/de

Unter dem Motto „Verpackung der Zukunft“ ist es gelungen, unsere Sichtverpackungen (Blister) bestehend aus einer Pappkarte und einer transparenten Kunststoffhaube nachhaltig zu optimieren. Die bisherige Kunststoffhaube aus Virgin-PET wird mittlerweile durch eine Kunststoffhaube aus PET mit einem Recycling-Anteil von bis zu 80 % ersetzt. Diese Umstellung betrifft rund 80 % der gesamten Blisterverpackungen.

An allen Büro- und Produktionsstandorten weltweit werden im Rahmen der Möglichkeiten Abfälle getrennt, gesammelt und dem Recycling zugeführt. An den deutschen Standorten wird seit über zehn Jahren zum größten Teil Papier mit dem Ökosiegel „Blauer Engel“ verwendet. In der englischen Tochtergesellschaft edding (U.K.) LTD. in St. Albans werden darüber hinaus 40 % der anfallenden Kartonagen im Lager wiederverwendet.

In 2020 wurde ein digitaler edding Produktkatalog eingeführt. Somit kann auf eine Papierversion des Produktkatalogs weitestgehend verzichtet werden. Bis Ende 2021 können hierdurch rund 26 Tonnen Papier eingespart werden.

Durch die COVID-19-Pandemie haben viele Mitarbeiter in 2020 größtenteils aus dem Homeoffice gearbeitet und dementsprechend das Essensangebot der Kantine am Standort Ahrensburg deutlich weniger wahrgenommen. Zur besseren Essensplanung und zur Reduzierung von Essensabfällen, wurde ein System für Essensvorbestellungen über das unternehmensinterne Intranet entwickelt. Dieses System soll aufgrund der höheren Effizienz innerhalb der Kantinenplanung auch in Zukunft beibehalten werden.

Im Marketing wurde ein Kommunikationskonzept zum Thema Nachfüllen entwickelt und umgesetzt, um Konsumenten für die Möglichkeit der Verlängerung von Produktlebenszyklen zu sensibilisieren. In diesem Zusammenhang wurden unter anderem Nachfüllpakete mit 20 Markern und je einer kostenlosen Nachfüllflasche angeboten, um unsere Kunden dazu zu ermuntern, das Nachfüllen von Markern auszuprobieren und weiterzuempfehlen.

Energieeffizienz und CO2 -Emissionen

Im Bereich des Energiemanagements am Standort Ahrensburg wurde die Gebäudemesstechnik unter anderem zur besseren Überwachung von Verbrauchen modernisiert und die Nachtabsenkung der Heizung umgestellt, um Energie einzusparen. Außerdem wurden zwei weitere Gebäudebereiche mit Bewegungsmeldern ausgestattet, um die Lichtnutzung effizienter zu gestalten.

Kennzahlen

Die nachfolgenden Tabellen veranschaulichen die Entwicklung der Energieverbräuche unserer Standorte in den vergangenen beiden Jahren. Dabei wird die Entwicklung der Energieverbräuche unserer Produktions- und Bürostandorte getrennt voneinander betrachtet. Übergreifend für alle Standorte ist darauf hinzuweisen, dass durch die COVID-19-Pandemie die Verbräuche teilweise deutlich gesunken sind. Die Mitarbeitern sind angehalten wenn irgend möglich von zuhause aus zu arbeiten und kommen daher so wenig wie möglich in die Büros, was zu erheblichen Energieeinsparungen führt.

In der nachfolgenden Tabelle werden die Basiswerte und die Kennzahlen der Produktionsstandorte des Berichts- und Vorjahres gegenübergestellt:

Produktionsstandorte Deutschland und Kolumbien 2020 2019
Basiswerte
Energieeinsatz (in kWh/a) 2.940.581 3.178.235
Stromeinsatz (in kWh/a) 2.102.159 2.175.336
Erdgaseinsatz (in kWh/a) 838.422 1.002.899
Wassereinsatz (in m3 ) 1.527 1.481
Montierte Stifte 87.165.542 92.227.025
Beheizte Fläche (in m2 ) 7.100 7.100
Kennzahlen
Energieeinsatz je 1000 montierten Stiften (kWh/1000 Stück) 33,7 34,5
Stromeinsatz je 1000 montierten Stiften (kWh/1000 Stück) 24,1 23,6
Erdgaseinsatz je beheizter Fläche (kWh/m2 ) 118 141
Wassereinsatz je 1000 montierten Stiften (m3 /1000 Stück) 0,0175 0,0161

Am Produktionsstandort Bautzen wurden trotz der Pandemie mehr Stifte montiert als in 2019, da die Zeit genutzt wurde, um Lagerbestände unter anderem als Sicherheitsmaßnahme für den Brexit wieder aufzufüllen.

Der größte Anteil des Stromverbrauches resultiert aus der Produktion, sodass demnach der Stromverbrauch durch höhere Produktionszahlen angestiegen sein müsste. Durch den milden Sommer und die Installation von Sonnenschutzrollos sank der Stromverbrauch in den Produktionshallen dennoch. Die Erdgasverbräuche konnten durch die Erneuerung des Heizsystems stark reduziert werden.

In Kolumbien wurden aufgrund der zeitweiligen Einstellung der Produktion durch den von der Regierung verordneten pandemiebedingten Lockdown deutlich weniger Energie verbraucht.

Die nachfolgende Tabelle veranschaulicht die Basiswerte und die Kennzahlen der Bürostandorte:

Bürostandorte Deutschland, Türkei und Großbritannien 2020 2019
Basiswerte
Energieeinsatz (in kWh/a) 1.872.106 2.190.522
Stromeinsatz (in kWh/a) 736.165 823.651
Erdgaseinsatz (in kWh/a) 1.135.941 1.366.872
Wassereinsatz (in m3 ) 2.494 2.910
Mitarbeiter (MA) 318 338
Beheizte Flächen (in m2 ) 10.678 10.678
Kennzahlen
Energieeinsatz je Mitarbeiter (kWh/MA) 5.879 6.485
Stromeinsatz je Mitarbeiter (kWh/MA) 2.312 2.438
Erdgaseinsatz je beheizte Fläche (kWh/m2 ) 106,00 128,01
Wassereinsatz je Mitarbeiter (m3 /MA) 7,83 8,61

An den Bürostandorten ist der Einsatz von Strom und Erdgas pro Mitarbeiter stark gesunken. Hauptsächlich dafür verantwortlich sind das coronabedingte Arbeiten von zuhause aus, die partielle Kurzarbeit an einigen Standorten sowie dem milden Winter.

Eine Erkenntnis daraus ist, dass der Bezug des Verbrauchs auf die Anzahl von Mitarbeitern nicht aussagekräftig ist, denn die Ressourcen wurden nicht mehr direkt an den Standorten verbraucht, sondern auf die privaten Haushalte verlagert. In 2021 sollen im Rahmen des Energiemanagements neue Kennzahlen festgelegt werden, welche die Effizienzsteigerung durch Maßnahmen am Standort besser veranschaulichen.

Geschäftsfeld Visuelle Kommunikation

Die Legamaster International B.V. in den Niederlanden, ist die Vertriebsgesellschaft für das Geschäftsfeld Visuelle Kommunikation. Als Managementsysteme sind ISO 14001 (Umweltmanagement), ISO 9001 (Qualitätsmanagement) und aktuell noch OHSAS 18001 (Arbeitsschutzmanagement) zertifiziert.

Bei der Entwicklung und Optimierung neuer Produkte, Verpackungen oder bestehender Konzepte spielen sowohl funktionelle als auch ökologische Faktoren eine zentrale Rolle. Der Fokus, beispielsweise bei unseren elektronischen Touch-Monitoren, liegt auf Energieeffizienz und Gewicht. Das Gewicht der neuen Modelle unserer ETX-Serie konnte bereits um circa 30 % verringert werden. Indem die Werkseinstellungen bereits auf Energiesparmodus und eine geringere Helligkeit des Displays gesetzt werden, erreicht man eine Reduzierung des Energieverbrauchs von rund 35 %. Alle elektronischen Produkte sind mittlerweile mit dem Energy-Star-Siegel für energieeffiziente Produkte ausgezeichnet.

Zielsetzungen:

Im Jahr 2021 sollen die Gas- und Stromverbräuche weiter reduziert werden. Zudem werden weitere Potenziale zur Reduktion der Ressourcenverbräuche überprüft.

Durchgeführte Maßnahmen und Ergebnisse:

Das Verpackungssystem wurde weiter optimiert, indem die Verwendung von Kunststoffen insgesamt weiter reduziert wurde. Nachdem Kunststofffolien bei einer der wichtigsten Whiteboard-Kategorien bereits komplett substituiert wurden, werden nun auch beim entsprechenden Zubehör keine Kunststoffolien mehr verwendet.

Seit einigen Monaten ist die Legamaster International B.V. als gesamtes Unternehmen FSC / PEFC18-zertifiziert. Die Whiteboards des gehobenen Segments (Premium und Professional) sowie weitere Produkte wie zum Beispiel Flipchartpapier und die „Wooden Accessories“, Pinnadeln mit Holzkopf und Stifteablagen aus Holz werden zukünftig mit dem FSC / PEFC-Siegel ausgelobt werden können. Derzeit läuft der Prozess zur Zertifizierung der oben genannten Whiteboards mit dem EU-Ökolabel, wofür die FSC / PEFC-Zertifizierung eine der Voraussetzungen ist. Ideengebend erwies sich die Anfrage eines Kunden, der sein Büro renovieren wollte und dabei feststellte, dass seine Whiteboards noch voll funktionsfähig sind, aber abgestoßene Ecken hatten. Die Ecken konnten ausgetauscht und die Whiteboards vor Ort installiert werden. Zukünftig kann man sich vorstellen, derartige Services breiter auszurollen.

Darüber hinaus bietet Legamaster seinen Kunden im Online-Ersatzteilshop viele Teile, die das Produktleben erheblich verlängern.

Kennzahlen:

Im Jahr 2019 wurde damit begonnen schrittweise die nach Tschechien ausgelagerte Produktion für Whiteboards mit individueller Kundenbedruckung (Customised Whiteboards) an den Standort in Lochem zurückgeführt. Im Jahr 2020 wurden die Produktion dann vollständig zurückgeholt. Dadurch erhöhte sich in 2020 der Gas- und Stromverbrauch in der Produktion beziehungsweise im Lager um etwa 50 % im Vergleich zu den Vorjahren. Gleichzeitig ist im Bürobereich des Standortes sowohl der Strom- und Erdgasverbrauch durch ein vermehrtes Arbeiten im Homeoffice gesunken. Eine Einschätzungen über den Energieverbrauch und potentiellen Einsparmöglichkeiten kann erst in den kommenden Jahren erfolgen.

Die Gasheizungen in den Büros am Standort Lochem wurden durch elektrische Heizungen ausgetauscht. In 2020 konnte dadurch eine Reduzierung des Gasverbrauchs von 12,9 % im Vergleich zu 2019 erreicht werden. Ab Juli 2020 ist der Stromverbrauch durch die Inbetriebnahme einer neuen Produktionslinie deutlich angestiegen. Der Strom wird weiterhin ausschließlich aus erneuerbaren Energiequellen bezogen.

Bis Juni 2020 konnten die Energieverbräuche eines Lagergebäudes aufgrund eines technischen Defekts nicht gemessen werden. Deshalb wurden die Werte für den Zeitraum Januar bis Mai 2020 aus dem vergleichbaren Vorjahr angenommen. Darüber hinaus wird der deutsche Bürostandort Bargteheide aufgrund fehlender Vergleichswerte für das Vorjahr bei den Kennzahlen erst im kommenden Jahr berücksichtigt werden.

18 Forest Stewardship Council (FSC) und Programme for the Endorsement of Forest Certification Schemes (PEFC) sind internationale Waldzertifizierungssysteme.

In der nachfolgenden Tabelle werden die Basiswerte und die Kennzahlen des Büro-und Produktionsstandortes Lochem (Niederlande) dargestellt.

Standort Niederlande 2020 2019
Basiswerte
Energieeinsatz (in kWh/a) 838.972 938.285
Stromeinsatz (in kWh/a) 225.529 233.396
Erdgaseinsatz (in kWh/a) 613.443 704.889
Wassereinsatz (in m3 ) 823 992
Mitarbeiter 101 103
Beheizte Fläche (in m2 ) 9.461 9.461
Kennzahlen
Stromeinsatz je Mitarbeiter (kWh/MA) 2.226 2.270
Erdgaseinsatz je beheizte Fläche (kWh/m2 ) 64,84 74,50
Wassereinsatz je Mitarbeiter (m3 /MA) 8,12 9,65

Geschäftsfeld Technological Solutions

Das Geschäftsfeld Technological Solutions gliedert sich in die Bereiche Kompaktdrucker (edding Tech Solutions GmbH) sowie edding code und prisma ID (Prismade Labs GmbH).

Im Bereich Kompaktdrucker stand Nachhaltigkeit von Beginn an auf der Tagesordnung. Kurz nach Einzug in das erste eigene Büro wurde eine Nachahltigkeitsschulung durchgeführt, eine zweite folgte ein Jahr später, glaubwürdig dokumentiert durch die Zertifizierung des Umwelt- und Qualitätsmanagements nach ISO 14001 und ISO 9001.

Die edding Kompaktdrucker zeichnen sich durch eine besonders nachhaltige Technologie aus. So verbraucht die verwendete Technologie im Vergleich zu anderen Technologien circa 80 % weniger Energie und Lösemittel. Durch einen direkten Aufdruck auf die Verpackungen können Papieretiketten eingespart werden. Außerdem lässt sich die Verpackung durch diese Methode leichter recyceln.

Der Bereich edding code und prisma ID befasst sich mit der Entwicklung des edding codes. Mit diesem Code können Produkte und Dokument einfach, intelligent und sicher digital ausgelesen werden. Dazu wird ein Codemuster auf die Materialien aufgedruckt. Im Gegensatz zu vergleichbaren Produkten ist diese Technologie 100 % recyclingfähig ohne jeglichen Elektromüll.

Zielsetzungen:

Bei der Planung der nächsten Balanced Scorecard in 2021 sollen Umweltaspekte der beiden Tochtergesellschaften integriert werden.

Kennzahlen:

Aufgrund der noch jungen Historie beider Gesellschaften sowie eines erneuten Umzugs der edding Tech Solutions GmbH lagen noch keine validen und vergleichbaren Energiekennzahlen für das Berichtsjahr 2020 vor.

Geschäftsfeld Sonstiges

Der Bereich Tätowieren, der unter das Geschäftsfeld Sonstiges fällt, ist in der edding Expressive Skin GmbH angesiedelt undbeinhaltet ein ganzheitliches Konzept rund um das Thema Tätowieren. Am 1. Oktober 2020 wurde das erste Tattoo Studio in der Hamburger Innenstadt, im Chile Haus, eröffnet. Bei der Planung und Umsetzung des Studios wurden relevante Umweltaspekte gesammelt und beachtet. Nachhaltige Aspekte flossen direkt beim Ausbau des Studios mit ein, da das Chile Haus unter Denkmalschutz steht und es strikte Anforderungen an die Baumaterialien gab.

Die Nachhaltigkeit bezieht sich aber nicht nur auf bauliche und umweltbezogene Aspekte. Auf einen nachhaltigen Ansatz wird vor allen Dingen auch bei den Tätowierungen sehr geachtet. Hier zeichnet man sich durch nachhaltige Tinten aus besonders hochwertigen Rohstoffen aus. Darüber hinaus dient eine Tattoo-ID für die lückenlose Nachverfolgung über verarbeitete Farben und weitere Parameter. Diese ID erhält der Kunde damit er jederzeit alle Informationen über sein Tattoo nachlesen kann.

Im Rahmen des Hygienekonzeptes ist es nicht immer möglich ökologisch zu handeln. Aus Sicherheits- und Hygienegründen werden stellenweise Einwegprodukte genutzt. Diese werden aber getrennt gesammelt und fachgerecht entsorgt. Die Dokumentation erfolgt über ein Abfallhandbuch. Selbstverständlich wird im Tattoo Studio die edding Rücknahmebox für ausgediente Schreibgeräte, aber auch für leere Tattootintenfläschchen genutzt.

Das Angebot des Tattoo Studios beinhaltet auch den Verkauf von Merchandising Produkten. Textilien wie T-Shirts oder Stoffbeutel bestehen aus Bio-Baumwolle und werden in Europa produziert.

Das Tattoo-Studio wurde in 2020 nach dem Umweltmanagementsystem ISO 14001 zertifiziert.

Arbeitnehmerbelange

Die Zufriedenheit unserer Mitarbeiter ist für uns zentraler Erfolgsfaktor. Diese zu erhalten und zu verbessern gehört zu den primären Zielen der edding Gruppe. Definiert sind diese Ziele in unserem zentralen Balanced Scorecard System. Dazu wird jährlich eine Mitarbeiterbefragung durchgeführt, in der jeder Mitarbeiter die Gelegenheit hat, zu den gestellten Fragen auch individuelle Kommentare hinzuzufügen. Zudem dient die Mitarbeiterbefragung zur Vorbeugung möglicher Risiken und als Frühwarnsystem. Die Befragung ist auch ein Treiber für notwendige Veränderungsprozesse im Unternehmen. Weiterführende Informationen zur Mitarbeiterbefragung und generellen Arbeitnehmerbelangen finden sich im Abschnitt Mitarbeiter.

Zielsetzungen

In 2021 sollen drei „Pulsbefragungen" durchgeführt werden. Hierbei werden die Mitarbeiter zum Umgang des Konzerns mit der COVID-19-Pandemie sowie zur Kommunikation, dem Verständnis und weiteren Aspekten der neuen Unternehmensstrategie (Strategie 2025) befragt.

Ziel ist es, einen globalen Blick auf die Einschätzung aller Mitarbeiter in Bezug auf die beiden genannten Themen zu erhalten.

Durchgeführte Maßnahmen und Ergebnisse:

Die COVID-19-Pandemie hat auch bei edding das Jahr 2020 geprägt. Als Unternehmen haben wir uns natürlich zunächst die Frage gestellt, wie wir unsere Mitarbeiter in dieser Krise unterstützen können. Zu diesem Zweck haben wir im Frühjahr Online-Pulsbefragungen durchgeführt. Aus den gewonnenen Einsichten zu Themen wie Wohlbefinden, Engagement und der Produktivität unserer Mitarbeiter haben wir anschließend spezifische Maßnahmen abgeleitet. Dazu gehört beispielsweise das Angebot eines wissenschaftlich fundierten, digital durchgeführten Achtsamkeitsprogramms. Gelehrt wurden Techniken für größere Belastbarkeit und Ruhe, um den von unseren Mitarbeitern geäußerten Gefühlen wie Sorgen, Stress und Druck aufgrund der Pandemie entgegenzuwirken. Über ein externes betriebliches Gesundheitsportal (EAP Assist) können Mitarbeiter der Standorte in Deutschland darüber hinaus Beratungsgespräche zu Problemen, die beispielsweise bei der Vereinbarkeit von Familie und Arbeiten im Homeoffice entstehen, vereinbaren.

Das gewohnte Abläufe möglicherweise auch anders und mit Blick auf Ressourcen wie Zeit, Budget und Ökologie sogar oft besser zu bewerkstelligen sind, gehört mit Sicherheit zu den größten Lerneffekten der Pandemie. So haben wir beispielsweise unser modulartig aufgebautes, weltweites Vertriebstraining in kürzester Zeit erfolgreich und zur Zufriedenheit aller Teilnehmer in den virtuellen Klassenraum verlegt. Und auch Sprachunterricht findet inzwischen vielerorts digital statt.

Weiterhin wurde die bereits im Rahmen der Vertrauensarbeitszeit eingeführte, eingeschränkt nutzbare Homeoffice-Regelung entsprechend erweitert und ermöglicht nahezu allen Mitarbeitern während dieser Pandemie ein standortunabhängiges Arbeiten.

Kennzahlen

Die in der BSC 2020 definierten Zielwerte wurde 2020 in beiden Dimensionen erreicht und im Bereich Leistungsumfeld sogar übertroffen.

Geschäftsfeld Schreiben und Markieren

An unserem Produktionsstandort in Bautzen besteht aktuell noch ein Arbeitssicherheitsmanagement nach OHSAS 18001. Dadurch wird der Arbeits- und Gesundheitsschutz der Mitarbeiter kontinuierlich verbessert. Im Laufe des Jahres 2020 wurden die erforderlichen Maßnahmen getroffen, die Norm OHSAS 18001 durch die ISO 45001 abzulösen. Das erforderliche Voraudit (Stufe 1) wurde coronabedingt in digitaler Form durchgeführt. Die Pandemie bedingte auch, dass das Zertifizierungsaudit (Stufe 2) im vierten Quartal 2020 nicht durchgeführt werden konnte. Das alte OHSAS 18001-Zertifikat wurde aufgrund der erschwerten Auditbedingungen durch Corona bis Juni 2021 verlängert. Die Zertifizierung der ISO 45001 ist im ersten Halbjahr 2021 geplant.

An allen weiteren deutschen Standorten werden Arbeitsschutzthemen in den quartärlich stattfindenden Sitzungen des Arbeitsicherheitsausschusses, mit Hilfe externer Arbeitssicherheitsfachkräfte und internen Sicherheitsbeauftragten besprochen und Maßnahmen zur Verbesserung festgelegt und deren Umsetzung überprüft.

Im europäischen Ausland gibt es weniger und auch andere Vorgaben. In unseren Büroanlagen in der Türkei bespielsweise befinden sich spezielle Sicherheitsvorkehrungen zum Schutz vor Erdbeben.

An unserem Produktionsstandort in Kolumbien wird mit der „Decreto Ünico Reglamentario del Sector Trabajo (Verordnung 1072 von 2015)“, das körperliche und geistige Wohlbefinden der Mitarbeiter sichergestellt. Diese Verordnung fasst alle Normen zum Arbeitsschutz und zur Arbeitssicherheit zusammen und regelt somit das Arbeitsschutzmanagementsystem.

Geschäftsfeld Visuelle Kommunikation

Die Sicherheit und der Schutz unserer Mitarbeiter am Standort Lochem wird mit Hilfe des Managementsystems für Arbeitsschutz sichergestellt. Zusätzlich gibt es einen Arbeitssicherheitsausschuss, um aktuelle Themen zu besprechen und Maßnahmen zum Schutz der Mitarbeiter umzusetzen.

Im Laufe des Jahres 2020 wurden die erforderlichen Maßnahmen getroffen, die Norm OHSAS 18001 durch die ISO 45001 zu ersetzen. Es gelten dieselben Anmerkungen und Planungen wie im Geschäftsfeld Schreiben und Markieren wie im vorherigen Abschnitt beschrieben.

Alle Mitarbeiter der Legamaster International B.V. haben am Trainings- und Weiterbildungsprogramm zu Gesundheits- und / oder Arbeitssicherheitsthemen im Rahmen der Legamaster Class teilgenommen. Seit 2020 gibt es auch ein Online-Tool, Legamaster Academy, was den Zugang für die Mitarbeiter erleichtern soll. Erste Module wurden bereits 2020 freigeschaltet, Ziel für 2021 ist es alle Mitarbeiter an Board zu holen. Das Online-Angebot soll über Firmenbelange auch Angebote für Hobby und Freizeit enthalten.19 Notfallübungen und Sicherheitstrainings konnten, ebenfalls coronabedingt, in 2020 nicht durchgeführt werden und sollen gemäß der erlaubten Möglichkeiten zeitnah nachgeholt werden.

Geschäftsfeld Technological Solutions

Allen Mitarbeitern werden im Rahmen des edding Campus verschiedene Angebote zur Weiterbildung und zum Wissensaustausch angeboten.

Geschäftsfeld Sonstige

Der Bereich Tätoowieren ist in der edding Expressive Skin GmbH angesiedelt, die sowohl nach der ISO 14001 (Umwelt) als auch nach der ISO 9001 (Qualität) zertifiziert ist. Die hohen Ansprüche an das Hygienekonzept des Tattoo-Studios sowie gesetzliche Bestimmungen erfordern, dass die Tattoo-Artists jährlich eine Konzept-, sowie eine Hygieneschulung absolvieren.

Allen Mitarbeitern werden auch in diesem Bereich im Rahmen des edding Campus, verschiedene Angebote zur Weiterbildung und zum Wissensaustausch angeboten.

Das Tattoo-Studio wurde bereits nach der DIN EN 17169 (Tätowieren - Sichere und hygienische Praxis) geprüft. Für 2021 wird außerdem eine Zertifizierung nach ISO 45001 angestrebt.

19 Neben Angeboten für die Mitarbeiter stehen auch Servicepartnern wie zum Beispiel Händlern die erforderlichen Schulungen zu absolvieren, offen.

Sozialbelange

Unser Engagement-Verständnis beruht auf zwei Säulen: Wir gestalten unser regionales Umfeld mit und wir tragen unser Verständnis von verantwortungsvollem Wirtschaften in die Gesellschaft und nehmen Impulse von außen auf.

Insbesondere an den Standorten Ahrensburg und Wunstorf engagieren sich unsere Kollegen regelmäßig im Rahmen von Corporate Volunteering-Aktionen in verschiedenen Umwelt- und sozialen Aktionen wie zum Beispiel Baumpflanzungen und Blutspendeaktionen. Mitarbeiter der Konzernzentrale in Ahrensburg haben in 2020 zum siebten Mal in Folge an dem Aktionstag Hamburger Unternehmen „Wi Mook Dat" teilgenommen. Hierbei arbeiten Mitarbeiter der Standorte Ahrensburg und Bargteheide freiwillig für einen Tag in verschiedenen sozialen oder umweltbezogenen Projekten. Nachahmung hat dieser soziale Tag auch am Vertriebsstandort in Wunstorf erfolgreich gefunden.

Standortindividuell werden weitere Maßnahme, wie zum Beispiel Spielzeugsammelkisten und Wunschweihnachtsbäume für Kinder, die eher auf der Schattenseite des Lebens stehen, durchgeführt. Auch die Aktion „Chefs lesen Kindern vor“ erfreut sich großer Beliebtheit. Hier zeigt sich eine positive Seite der COVID-19-Pandemie, denn durch digitale Vorleserunden können sich nun alle Sandorte an der Aktion beteiligen. In den vergangenen Jahren konnte sie nur in Ahrensburg angeboten werden.

Durch verschiedene Maßnahmen, wie zum Beispiel regelmäßige internationale Nachhaltigkeits-Events und individuelle Workshops im Rahmen des edding Campus, wird das Bewusstsein für Nachhaltigkeit kontinuierlich auf- und ausgebaut. Unser Ziel ist es, Mitarbeiter als CR-Botschafter zu gewinnen, damit sie nachhaltige Denk- und Handlungsweisen nicht nur in ihrem Privat- und Arbeitsumfeld verankern, sondern auch als Multiplikatoren aktiv werden. Dadurch gehen sie mit gutem Beispiel voran und tragen den Nachhaltigkeitsgedanken weiter.

Zielsetzungen

Ein langfristiges Ziel im Bereich Sozialbelange ist es, an jedem Standort Corporate Volunteering Aktionen durchzuführen und diese messbar zu machen.

Sofern sich die aktuelle Situation, die sich durch die COVID-19-Pandemie ergibt, in 2021 wieder beruhigt hat, wird edding wieder ein CR-Event durchführen, um zu informieren, aber auch um selbst aktiv zu werden.

Durchgeführte Maßnahmen und Ergebnisse

Gemeinsam mit vielen namhaften Hamburger Unternehmen wurde die Aktion „Hamburg packt’s zusammen" ins Leben gerufen. Ziel war es Menschen, die durch die COVID-19-Pandemie in Not geraten sind, mit Tüten zu unterstützen. Der Inhalt der Tüten orientiert sich dabei an den verschiedensten Empfängergruppen wie zum Beispiel junge Familien, Obdachlose oder Senioren. Mehr als 36.000 Menschen konnten so mit Spenden bedacht werden. Die edding AG stellte Waren im Wert von rund 50.000,00 EUR zur Verfügung und die Ahrensburger Mitarbeiter unterstützten „Hamburg packt's zusammen" mit zahlreichen Packaktionen.

Mit Geld- und Sachspenden unterstützen wir regelmäßig in den jeweiligen regionalen Umfeldern unserer Standorte gemeinnützige Organisationen wie beispielsweise Sportvereine, KiTas und verschiedenste Kulturstätten.

Seit dem Jahr 2017 stehen wir in einer Partnerschaft mit der gemeinnützigen Innatura GmbH, die Sachspenden bedarfsgerecht für eine günstige Vermittlungsgebühr an gemeinnützige Organisationen weitergibt. Dabei spenden wir Produkte, die zum Beispiel aufgrund von schief sitzenden Etiketten, unlesbaren Barcodes oder anderen Mängeln nicht mehr in den Handel kommen können und sonst vernichtet werden würden. So können unsere Produkte noch sinnvoll genutzt und Müll vermieden werden.

Am Standort Lochem werden leere Druckerpatronen seit 2020 von dem Recyclingunternehmen Recyca B.V. gesammelt, um diese wiederzuverwenden und nicht weiter verwendbare Bestandteile zu recyceln. Der hierbei erzielte Erlös wird an die niederländische „KiKa-Stiftung“ gespendet, die sich für die Forschung im Bereich Krebs bei Kindern einsetzt.

Am Standort in Frankreich werden Verschlüsse von Plastikflaschen gesammelt, die sie einmal jährlich an Einrichtungen für Menschen mit Behinderungen spendet. Durch den Weiterverkauf des gesammelten Plastiks an Recyclingunternehmen finanzieren sie die Einrichtungen zum Beispiel Möbel für die Bewohner.

Kennzahlen:

Unser Ziel war es, bis Ende 2020 180 CR-Botschafter auszubilden. Da aufgrund der COVID-19-Pandemie weder internationale Events noch Schulungsangebote realisiert werden konnten, haben wir dieses Ziel nicht erreicht. Wir konnten aber trotz aller coronabedingten Schwierigkeiten 30 neue CR-Botschafter gewinnen, sodass wir mit 139 Botschaftern unserem Ziel von 180 deutlich näher kommen.

Achtung der Menschenrechte

Der Code of Conduct des edding Konzerns für Lieferanten und Geschätspartner verpflichtet die Unterzeichner zur Einhaltung der Menschenrechte und anderen wesentlichen Themen wie zum Beispiel Antikorruption und ökologisches Handeln. Die Verankerung von nachhaltigen Aspekten entlang der Lieferkette wurde im Jahr 2020 maßgeblich für das Geschäftsfeld Schreiben und Markieren entwickelt. Ein geregelter Prozess, der die Vermeidung von Kinderarbeit und faire Arbeitsbedingungen entlang der Lieferkette zum Inhalt hat, befindet sich im Endstadium der Entwicklung. Er beinhaltet verschiedene Aspekte wie zum Beispiel die Unterzeichnung des oben genannten Code of Conduct, eine Lieferantenselbstauskunft und eine Risikoanalyse.

Geschäftsfeld Schreiben und Markieren

Im Jahr 2010 wurde der Code of Conduct des edding Konzerns entwickelt. Eine Aktualisierung erfolgte im Jahr 2019. Der Code of Conduct liegt allen Tochtergesellschaften vor und muss von unseren wesentlichen Lieferanten, Servicepartnern und Dienstleistern vor der Aufnahme eines Geschäftsverhältnisses unterzeichnet werden. In unserem Code of Conduct berücksichtigen wir die Prinzipien des United Nations Global Compact und die International Labour Organization Richtlinien für Arbeits- und Sozialstandards (ILO-Kernarbeitsnormen). Im Detail wird unsere Selbstverpflichtung zu nachhaltigem, ethischem Handeln insbesondere in den Bereichen Menschenrechte, Arbeitsbedingungen, Umwelt und Korruptionsprävention beschrieben und als Erwartung zur Selbstverpflichtung zu diesen Grundsätzen an unsere Geschäftspartner formuliert. Unsere Lieferanten und Dienstleister sollen in diese Prozesse integriert und zu gemeinsamen Werten und nachhaltigen Geschäftspraktiken verpflichtet werden. Hierbei ist es unerheblich, ob ein Lieferant in Deutschland, Europa oder anderswo auf der Welt produziert.

Zielsetzungen

In 2021 wird das in 2020 erarbeitete Konzept, das sich mit der Integration von Nachhaltigkeitsanforderungen in den Lieferantenauswahlprozess sowie mit der auf dieser Basis stattfindenden Bewertung von bestehenden Lieferanten auseinandersetzt in die aktuellen Prozesse integriert und umgesetzt.

Durchgeführte Maßnahmen und Ergebnisse

Das Ergebnis der Weiterentwicklung nachhaltiger Beschaffungsaktivitäten ist die Entwicklung einer Corporate Responsibility-Strategie 2020+ für die Supply Chain. Hierdurch sollen Nachhaltigkeitsaspekte entlang der Supply Chain definiert und umgesetzt werdern.

Nachhaltigkeitsanforderungen finden dadurch Eingang in den Lieferantenauswahlprozess und die Bewertung bestehender Lieferanten. Das in 2019 begonnene Konzept konnte in diesem Jahr abgeschlossen werden. Die Umsetzung erfolgt in 2021.

Mit dem Konzept wird sichergestellt, dass die Bewertung von Lieferanten und Dienstleistern der edding International GmbH Supply Chain insbesondere in den Bereichen Menschrechte, Umwelt, Compliance und Anti-Korruption durchgeführt und bewertet wird. Das Konzept umfasst in einer Guideline unter anderem eine Lieferantenselbstauskunft, die Unterzeichnung des Codes of Conduct, eine Risikobewertung und Empfehlungen zur Entscheidung im Fall von Nicht-Konfomitäten.

Die Überprüfung von Lieferanten erfolgt nach der Lieferantenbewertung, wenn nötig, durch externe Audits vor Ort. Diese werden durch externe unabhängige Dienstleister oder durch eigene Mitarbeiter der entsprechenden Fachabteilungen durchgeführt. Ende 2020 durchlief der Prozess beim Sourcen eines neuen Lieferanten eine Probephase. Ein Lieferant wurde überprüft und die Risikoanalyse ergab, dass ein externes Audit vor Ort durchgeführt werden muss. Dieses Audit wurde durch einen externen Dienstleister vor Ort durchgeführt und ergab wesentliche Mängel in Bezug auf faire Arbeitsbedingungen. Auch Nachgespräche spiegelten einen Willen nach Veränderung wider, sodass man die Recherche nach geeigneten Lieferanten wieder aufnahm beziehungsweise weiter verfolgte. Dieses Ergebnis dokumentiert die Wirksamkeit des neuen Prozesses.

Im Rahmen einer Transportausschreibung wurden in 2020 Spediteure zu Aspekten der Nachhaltigkeit befragt. Dabei konnten die vier größten Spediteure Aktivitäten zur Nachhaltigkeit aufzeigen. Darunter wurden Zertifizierungen, wie zum Beispiel ISO 14001, Unterstützung bei sozialen Projekten bis hin zu emmissionsneutralen Transporten aufgeführt.

Geschäftsfeld Visuelle Kommunikation

Der Code of Conduct gilt auch für das Geschäftsfeld Visuelle Kommunikation. Zukünftig soll der Ansatz zur Risikobewertung von Lieferanten auch auf die anderen Geschäftsfelder, und somit auch auf das Geschäftsfeld Visuelle Kommunikation, ausgeweitet werden.

Zusätzlich lässt die Legamaster B.V. International ihre chinesischen Lieferanten über einen Dienstleister in Bezug auf Qualität zertifizieren.

Bekämpfung von Korruption und Bestechung

Als norddeutsches Unternehmen, das sich guten hanseatischen Traditionen verpflichtet sieht, bekennt sich edding insbesondere auch zum Leitbild des Ehrbaren Kaufmanns.

Aus diesem Grund setzt sich edding seit vielen Jahren für fairen Wettbewerb in der PBS20-Branche ein, um Chancengleichheit und Transparenz zu wahren. In 2005 wurde der PBS-Ehrenkodex unterzeichnet. Der Ehrenkodex soll zur Förderung eines fairen Geschäftsverhaltens zwischen den Markenartikelherstellern untereinander, den Markenherstellern und den Händlern sowie den Händlern untereinander und mit ihren Kunden beitragen. Detaillierte Informationen zum Ehrenkodex befinden sich auf der Homepage www.pbs-ehrenkodex.de.

Weiterhin ist die Bekämpfung von Korruption fester Bestandteil unserer Compliance-Organisation. Eine ausführliche Darstellung unseres Compliance Management System (CMS) findet sich im Abschnitt Risikobericht.

Zielsetzungen

Die Weiterentwicklung des Compliance-Management Systems (CMS) erfolgt über die Stabsstelle Governance, Risk Management und Compliance. Diese Weiterentwicklung wird auch in 2021 vorangetrieben und entsprechend der lokalen Notwendigkeiten durch die Erstellung und Veröffentlichung von Guidelines untermauert. Ziel ist es, ein modernes Compliance-Management Systems unter Berücksichtigung der edding Kultur und der Unternehmensstrategie zu erstellen. In 2021 erfolgt eine entsprechende Anpassung des CMS auf die neue Unternehmensstrategie und -struktur.

Die Stabsstelle berichtet an den Finanzvorstand, wobei alle Mitglieder des Vorstands die Weiterentwicklung unseres Compliance-Management Systems als gemeinsame Aufgabe verstehen und daran mitwirken. In 2021 soll auch die umfangreiche internationale Schulung zu Kartellrecht umgesetzt werden. Diese war ursprünglich für 2020 (vor Corona) geplant. Geschult werden alle Mitarbeiter, die mit Kunden, Lieferanten und Wettbewerbern in Kontakt kommen.

Durchgeführte Maßnahmen und Ergebnisse:

Als Bestandteil unseres CMS bildet unser edding INK Code21 die Basis für unser ethisches Handeln; flankiert von unserem Code of Conduct für Lieferanten und Geschäftspartner sowie der edding Antikorruptions-Richtlinie für die Mitarbeiter des edding Konzerns. Hierin erwarten wir von unseren Mitarbeitern, Geschäftspartnern, Dienstleistungsgesellschaften und Lieferanten einen korrekten und transparenten Umgang mit Dritten, so dass keine Abhängigkeiten, Verpflichtungen oder Beeinflussungen entstehen. Der Code of Conduct ist mittlerweile von allen wesentlichen Lieferanten unterzeichnet.

In 2020 wurde im Bereich IT-Compliance das Berechtigungssystem von SAP komplett neu gestaltet. Über das neue System dokumentieren wir eventuelle Konfliktfelder, die im weiteren über kompensierende Kontrollen abgesichert werden sollen.

20 Papier-, Büro- und Schreibwaren

Um Kenntnisse von möglichen Compliance-Verstößen zu erlangen, steht den Führungskräften und Mitarbeitern zudem ein Hinweisgebersystem ("Whistleblowing-System”) zur Verfügung, welches auf geeignete Weise die Möglichkeit einräumt, geschützt Hinweise auf Rechtsverstöße im Unternehmen zu geben. Zu diesem Zweck ist hinterlegt, dass Meldungen an einen unabhängigen Ombudsmann oder den Compliance Officer gehen. Ziel des Hinweisgebersystems ist, neben der frühzeitigen Aufdeckung, vor allem die Prävention interner Missstände und Risiken. Das Hinweisgebersystem wurde in 2019 für externe Dritte geöffnet. In 2020 wurden keine Verstöße über das Hinweisgebersystem gemeldet. Die Funktionsfähigkeit des Hinweisgebersystems wird regelmäßig durch die Stabstelle überprüft.

Seit Einführung wurden alle Mitarbeiter an den Standorten Wunstorf und Bautzen geschult. Ebenso wurden umfangreiche Schulungen in Ahrensburg und bei den internationalen Tochtergesellschaften umgesetzt. Das Hinweisgebersystem wurde weiterhin durch einen Flyer unterstützt, der jedem Mitarbeiter über die Gehaltsabrechnung übermittelt wurde.

In 2020 wurden under anderem auf Grund der COVID-19-Pandemie keine weiteren Schulungen umgesetzt.

21 unternehmensinterne Regeln und ethische Grundsätze

Prüfvermerk zur nichtfinanziellen Erklärung

Vermerk des unabhängigen Wirtschaftsprüfers über eine betriebswirtschaftliche Prüfung zur Erlangung begrenzter Sicherheit über die nichtfinanzielle Konzernberichterstattung

An die edding AG, Ahrensburg

Wir haben auftragsgemäß eine betriebswirtschaftliche Prüfung der nichtfinanziellen Erklärung der edding AG, Ahrensburg zur Erlangung einer begrenzten Sicherheit für den Zeitraum vom 1. Januar bis 31. Dezember 2020 durchgeführt.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter

Die gesetzlichen Vertreter der edding AG sind verantwortlich für die Erstellung und Darstellung der nichtfinanziellen Erklärung in Übereinstimmung mit den Anforderungen des CSR-Richtlinie Umsetzungsgesetzes (im Folgenden: „CSR-RUG“). Diese Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft umfasst die Auswahl und Anwendung angemessener Methoden sowie das Treffen von Annahmen und die Vornahme von Berechnungen zu einzelnen, im Rahmen unserer Prüfung berücksichtigten Angaben, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie im Rahmen der ordnungsgemäßen Erstellung und Darstellung der nichtfinanziellen Erklärung als notwendig bestimmt haben.

Unabhängigkeit und Qualitätssicherung der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Wir sind in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften unabhängig und haben unsere sonstigen beruflichen Pflichten in Übereinstimmung mit den Anforderungen dieser Vorschriften erfüllt.

Die Mazars GmbH & Co. KG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft wendet die nationalen gesetzlichen Regelungen und berufsständischen Verlautbarungen zur Qualitätssicherung an, insbesondere die Berufssatzung für Wirtschaftsprüfer und vereidigte Buchprüfer sowie den IDW Qualitätssicherungsstandard: Anforderungen an die Qualitätssicherung in der Wirtschaftsprüferpraxis (IDW QS 1), die in Einklang mit dem vom International Auditing and Assurance Standards Board (IAASB) herausgegebenen International Standard on Quality Control 1 stehen.

Verantwortung des Wirtschaftsprüfers

Unsere Aufgabe ist es, auf Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung ein Prüfungsurteil mit begrenzter Sicherheit über die nicht finanzielle Erklärung abzugeben. Wir haben unsere Prüfung unter Beachtung des International Standard on Assurance Engagements (ISAE) 3000 (Revised): „Assurance Engagements other than Audits or Reviews of Historical Financial Information", herausgegeben vom IAASB, durchgeführt. Danach haben wir den Auftrag so zu planen und durchzuführen, dass wir mit begrenzter Sicherheit beurteilen können, ob uns Sachverhalte bekannt geworden sind, die uns zu der Auffassung gelangen lassen, dass die Angaben in der nicht finanzielle Erklärung für den Zeitraum vom 1. Januar bis 31. Dezember 2020 in allen wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit den Anforderungen des CSR-RUG stehen.

Bei einer betriebswirtschaftlichen Prüfung zur Erlangung einer begrenzten Sicherheit sind die durchgeführten Prüfungshandlungen im Vergleich zu einer betriebswirtschaftlichen Prüfung zur Erlangung einer hinreichenden Sicherheit weniger umfangreich, sodass dementsprechend eine 2 geringere Sicherheit erlangt wird. Die Auswahl der Prüfungshandlungen liegt im pflichtgemäßen Ermessen des Wirtschaftsprüfers.

Im Rahmen unserer Prüfung haben wir unter anderem folgende Prüfungshandlungen, überwiegend auf Basis von Stichproben und sonstigen Tätigkeiten, durchgeführt:

Verschaffung eines Verständnisses über die Struktur der CSR-Organisation und über die Einbindung von Stakeholdern
Einschätzung der Konzeption und der Implementierung von Systemen und Prozessen für die Ermittlung, Verarbeitung und Überwachung der Angaben, einschließlich der Konsolidierung der Daten
Befragung von Mitarbeitern, die in die Aufstellung der nichtfinanziellen Erklärung einbezogen wurden, über den Aufstellungsprozess sowie über das auf diesen Prozess und Bereich bezogene interne Kontrollsystem
Analytische Beurteilung ausgewählter Angaben in der niht finanziellen Erklärung
Beurteilung der Darstellung der ausgewählten Angaben zur CSR-Leistung

Prüfungsurteil

Auf der Grundlage der durchgeführten Prüfungshandlungen und der erlangten Prüfungsnachweise sind uns keine Sachverhalte bekannt geworden, die uns zu der Auffassung gelangen lassen, dass die Angaben im Bericht der Gesellschaft für den Zeitraum vom 1. Januar bis 31. Dezember 2020 in allen wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit den gesetzlichen Anforderungen des CSR-RUG aufgestellt worden sind.

Verwendungszweck des Vermerks

Wir erteilen diesen Vermerk auf Grundlage des mit der edding AG geschlossenen Auftrags. Die Prüfung wurde für Zwecke der edding AG durchgeführt und die Bescheinigung ist nur zur Information der edding AG über das Ergebnis der Prüfung bestimmt.

Begrenzung der Haftung

Der Vermerk ist nicht dazu bestimmt, dass Dritte hierauf gestützt (Vermögens-) Entscheidungen treffen. Unsere Verantwortung besteht allein der edding AG gegenüber. Dritten gegenüber übernehmen wir dagegen keine Verantwortung.

Hamburg, 16. Februar 2021

**Mazars GmbH & Co. KG

Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Steuerberatungsgesellschaft**

Dirk Driesch Kai Michael Beckmann, Wirtschaftsprüfer

Erklärung zur Unternehmensführung nach §§ 289f, 315d HGB

Die Erklärung zur Unternehmensführung nach §§ 289f, 315d HGB wurde auf der Internetseite der edding AG unter http://www.edding.com/de-de/unternehmen/investor-relations/corporate-governance/ veröffentlicht.

Nachtragsbericht

Bezüglich der Ereignisse oder Vorgänge mit wesentlicher Auswirkung auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der edding AG und des edding Konzerns, die nach dem Schluss des Berichtszeitraums eingetreten sind, verweisen wir auf Textziffer 44 des Konzernanhangs sowie auf Textziffer 35 des Anhangs der edding AG für das Geschäftsjahr 2020.

Prognosebericht

Inmitten außergewöhnlicher Unsicherheit prognostizierte der Internationale Währungsfonds (IWF) im Januar 2021 ein Wachstum der Weltwirtschaft in 2021 um 5,5 Prozent. Die Prognose für 2021 wurde dabei gegenüber der vorherigen Prognose um 0,3 Prozentpunkte erhöht, was die Erwartungen einer durch Impfstoffe angetriebenen Stärkung im späteren Jahresverlauf widerspiegelte.22

Die prognostizierte Erholung des Wachstums in diesem Jahr folgt auf einen schweren pandemiebedingten Zusammenbruch im Jahr 2020, der akute nachteilige Auswirkungen auf Familien, Alleinerziehende, Jugendliche, Arme, informell Beschäftigte und diejenigen hatte, die in kontaktintensiven Sektoren arbeiten.

Die Stärke der Erholung wird voraussichtlich von Land zu Land erheblich variieren, abhängig vom Zugang zu medizinischer Versorgung, der Schlagkraft der politischen Maßnahmen sowie dem Einfluss der strukturellen Krisenfolgen.

In Abwägung dieser Einflussfaktoren erwartet der IWF ein Wachstum von 4,2 % in der Eurozone, darin enthalten 3,5 % Wachstum für den deutschen Markt. Lateinamerika wird ein Wachstum von 3,5 % vorhergesagt, wobei die politisch-wirtschaftliche Krise in dem für uns wichtigsten Markt Argentinien auch unabhängig von der COVID-19-Pandemie nicht gelöst ist.

Mit der Pandemie wurden einige strukturelle Herausforderungen angegangen, wie beispielsweise die Digitalisierung. Andere mittelfristige Themen wie die wachsende Schere zwischen Arm und Reich, die Erhöhung der Erwerbstätigkeit und die Alterung der Bevölkerung, sowie der Klimawandel bleiben aber auf der Agenda oder sind coronabedingt noch intensiviert worden.

Mittelfristig sieht der IWF in allen Industrienationen Maßnahmen zur Bewältigung struktureller Zwänge und zur Erhöhung der Erwerbstätigkeit nach wie vor als unerlässlich an, um der Alterung der Bevölkerung entgegenzuwirken sowie die mittelfristigen Aussichten und die Widerstandsfähigkeit zu stärken.

Im Markt für Papier-, Büro- und Schreibgeräte erwarten wir eine kurzfristige Erholung, sobald die wirtschaftliche Aktivität wieder anspringt. Allerdings hat die Pandemie strukturelle Veränderungen, insbesondere durch Homeoffice und Digitalisierung derart beschleunigt, das der Bedarf nach klassischen Bürobedarfsartikeln und Büromöbeln voraussichtlich nicht wieder auf das Vorjahresniveau zurückkehren wird. Die Prognosen sehen auch im Jahr 2025 noch knapp die Hälfte der Beschäftigten überwiegend im Homeoffice arbeiten.23 Trotz der aktuellen Herausforderungen bleiben die Unternehmen der Branche optimistisch: Auf der Herbstkonferenz 2020 sahen 62 % der im Verband der PBS-Markenindustrie vertretenen Unternehmen bereits im Laufe des Jahres 2021 wieder Halbjahresumsätze auf oder über dem Niveau des Jahres 2019. Zudem gaben 67 % der Unternehmen an, dass der Fokus anstehender Entwicklungsprojekte auf der Erweiterung der eigenen Geschäftsfelder liegen wird, während nur 40 % der Teilnehmer den Projektschwerpunkt im Bereich der strukturellen Kosteneinsparung sehen.24

Der Markt der visuellen Kommunikation wird sich nach unserer Erwartung grundlegend verändern. Kollaboration bei der Arbeit und in der Schule wird neue Lösungen brauchen. Lösungen, die weniger auf die gemeinsame Anwesenheit setzen. Diese Lösungen gibt es heute erst in Ansätzen. Neue Methoden wie Design Thinking, Scrum oder Lean wurden in den letzten Jahren mit Instrumentarien unterstützt, die das physische Zusammentreffen der Menschen vorausgesetzt haben. Es wird darum gehen, Innovation, Effizienz oder Kreativität optimal mit Methoden zu fördern, die auch Ortsunabhängigkeit erlauben. Die Schulen werden dabei die Mittel aus dem Digitalpakt endlich zügig zum Einsatz bringen müssen, um den bildungsseitigen Stillstand des Jahres 2020 wettzumachen.

All dies wird die etablierten Unternehmen vor große Herausforderungen stellen und die Tür für neue Marktteilnehmer öffnen.

Anders als in der Vergangenheit können wir daher auf die aktuelle konjunkturelle Krise nicht nur risikoorientiert reagieren, denn in ihr beschleunigen sich strukturelle Veränderungen, denen auch wir als etabliertes Unternehmen mittel- und langfristig strategisch begegnen müssen. Dafür bringen wir derzeit die Strategie 2025 auf den Weg.

22 World Economic Outlook, IMF, January 2021

23 Futuresource Consulting, COVID-19 Update, December 2020

24 https://www.pbs-markenindustrie.de/erstmals-virtuell-pbs-herbst-konferenz-2020/, abgerufen am 04.02.2021

Im Rahmen unserer Corporate Strategy gilt es mittels eines umfassenden Organisationsentwicklungsprogrammes, schneller und agiler zu werden, den Konsumenten in den Mittelpunkt unseres Handelns zu stellen und die dafür notwendigen Kompetenzen für eine digital geprägte Welt mit fundamental verändertem Konsumentenverhalten zu entwickeln. Dies ist ein harter Veränderungsprozess, bei dem es darum gehen wird, unsere vorhandenen Stärken weiterhin zu nutzen um die Zukunftsfähigkeit zu erreichen.

Dafür werden wir unsere vier Geschäftsfelder in zunächst sechs zentrale, konsumentenorientierte Business Units übertragen, deren volle Konzentration auf der Geschäftsentwicklung durch die Schaffung von Mehrwert für den Endkunden liegen wird. Wenn wir von Mehrwert sprechen, dann bedeutet dies, unseren in den letzten Jahren herausgearbeiteten höheren Unternehmenszweck, unser „WHY" zu verfolgen: „We care so that you dare to be who you are“. Wir wollen mit unseren Lösungen Menschen befähigen und ermutigen zu zeigen, wer sie sind, sich auszudrücken in Kreativität, Information oder Kollaboration.

Die Business Units werden wir über zentrale Service Center unterstützen, die spezialisierte Kompetenzen bereitstellen; all dies unter dem Dach einer Holding, die die Leitlinien für unser Handeln in kultureller und finanzieller Hinsicht legen wird.

Basis für die Steuerung und Fokussierung der Organisation auf die Strategieumsetzung wird dabei erneut eine Balanced Scorecard sein, mittels derer uns schon in der Strategie 2020 gelungen ist, all unserer Handeln auf die gemeinsamen strategischen Ziele auszurichten.

Die Kernprojekte in 2021 stellen daher in weiten Teilen die Einführung der Strategie 2025 dar. Ein umfassendes Reorganisationsprogramm inklusive der Einführung einer Agile Management Philosophie, des Aufbaus von Kompetenzen in Bereichen wie Data Management und Consumer Centricity, aber auch bereits Umsetzungsprojekte wie der Rollout unseres Acrylic-Sortiments (eine neue Markerserie der Business Unit „Creative & Home“), die Weiterentwicklung unseres Tattoo-Konzepts im Rahmen der Business Unit Lifestyle sowie der weitere Ausbau der Aktivitäten der Business Unit Technological Solutions besonders über die Kompaktdrucker und den edding code.

Die Business Unit New Ink Solutions wird sich erst Mitte 2021 konstituieren und mit der Erarbeitung einer Strategie beginnen; hier werden dann voraussichtlich auch die Aktivitäten unter der Marke prisma ID angesiedelt werden.

Die Business Units Collaboration @ Work sowie Office & Industry Supplies werden sich den neuen Herausforderungen in Büro und Schule mit maßgeschneiderten Lösungen stellen.

Die wichtigen Steuerungsgrößen werden sich in 2021 nach unserer Einschätzung wie folgt entwickeln:

Finanzielle Steuerungsgrößen 2019 2020 Prognose 2021
Mio. EUR Mio. EUR Mio. EUR
--- --- --- ---
edding Konzern
Umsatzerlöse 141,8 125,7 133,0- 148,0
EBIT 9,7 8,1 5,0-9,0
edding AG (Einzelabschluss)
Jahresüberschuss 4,1 4,2 0,5-3,5

Nach einem coronabedingten Einbruch in 2020 wollen wir möglichst bald wieder an das Umsatzniveau anknüpfen, welches wir vor Ausbruch der Pandemie hatten, und planen für 2021 mit einem nennenswerten Anstieg in den Umsatzerlösen auf 133,0 bis 148,0 Mio. EUR.

Aufgrund der relevanten Anstrengungen für die Neuaufstellung der edding Gruppe wird sich dieses nach unserer Prognose noch nicht im Konzern-EBIT, das wir im Bereich zwischen 5,0 und 9,0 Mio. EUR erwarten, niederschlagen.

Beim Jahresüberschuss im Einzelabschluss der edding AG werden wir die Nachwirkungen der COVID-19-Pandemie dahingehend spüren, dass in 2021 die in den letzten Jahren regelmäßig vereinnahmten Dividenden bestimmter Auslandsgesellschaften aufgrund in 2020 erlittener Verluste ausbleiben werden. Daher rechnen wir für die Muttergesellschaft des Konzerns mit einem rückläufigen Ergebnis, das sich zwischen 0,5 und 3,5 Mio. EUR bewegen dürfte.

Nach Aufbau eines neuen Berichtswesens für die im Rahmen der Strategie entstandenen Business Units werden wir voraussichtlich auch die Segmentberichterstattung an diese Struktur anpassen. Bis dahin werden wir weiter in der bestehenden Struktur messen.

Wir erwarten, dass das Segment Visuelle Kommunikation wieder die Gewinnzone erreicht. Für das Segment Technological Solutions und den sonstigen Bereich Tätowieren gehen wir zunächst weiterhin von negativen Ergebnisbeiträgen aus, da sich diese noch in der Investitionsphase befinden.

Segmentergebnisse 2019 2020 Prognose 2021
Mio. EUR Mio. EUR Mio. EUR
--- --- --- ---
Schreiben und Markieren25
Umsatzerlöse 107,1 98,7 100,0 - 110,0
EBIT 19,5 18,7 18,0 - 21,0
Visuelle Kommunikation
Umsatzerlöse 34,5 26,7 29,5 - 34,5
EBIT 1,5 -1,0 0,0 - 1,5
Technological Solutions
Umsatzerlöse 0,3 0,3 1,3 - 2,8
EBIT -2,3 -2,4 -2,5 - -1,5
Sonstige
Umsatzerlöse - 0,0 0,2 - 0,7
EBIT -0,4 -0,9 -1,0 - -0,5

Für das Jahr 2021 gibt es derzeit keine Einschätzung für die nichtfinanziellen Steuerungsgrößen Punktwert der Balanced Scorecard und Zustimmungswerte der Mitarbeiterbefragung.

Wie im Kapitel Steuerungssystem erläutert, wird im Rahmen der Strategie 2025 und dem Umbau der strategischen und operativen Steuerung die Balanced Scorecard 2025 derzeit entwickelt. Die Struktur der Mitarbeiterbefragung wird derzeit ebenfalls überarbeitet, woraus sich neue Meßgrößen ergeben werden.

Im Zuge der neuen Strategie 2025 werden wir uns - wie im Abschnitt Steuerungssystem dargestellt - wieder Ziele in Form einer neuen Balanced Scorecard geben. Die Ziele der vorherigen Balanced Scorecard 2020 konnten wir leider weitgehend nicht erreichen. Dies ist ein weiterer Grund, für die umfassenden Veränderungen, die wir uns auferlegt haben.

Das sich in exzellenten Werten der Mitarbeiterbefragung selbst in einem Krisenjahr wie 2020 ausgedrückte Engagement unserer Mitarbeiter war ein wesentlicher Grund dafür, dass edding sich auch in diesem schwierigen Umfeld respektabel behaupten konnte. Für 2021 werden wir im Rahmen der Strategie die Mitarbeiterbefragung überarbeiten und ab 2022 wieder jährliche Prognosewerte veröffentlichen. Für die im Jahr 2022 erfolgende Mitarbeiterbefragung erwarten wir das hohe Niveau der Ergebnisse des Jahres 2020 halten zu können.

Auf Basis des hier dargestellten wirtschaftlichen Ausblicks und der besonderen Chancen und Risiken für die edding Gruppe sind wir vorsichtig optimistisch, dass wir in Abhängigkeit von den Rahmenbedingungen unsere hier vorgelegten ambitionierten Prognosen für 2021 erreichen können, auch wenn das Ende der COVID-19-Pandemie zum Zeitpunkt der Erstellung dieser Prognose noch nicht absehbar ist.

Ahrensburg, 25. März 2021

Der Vorstand

Per Ledermann

Thorsten Streppelhoff

Sönke Gooß

25 Dem Segment Schreiben und Markieren werden auch Partnermarken, die Erlöse aus dem Lizenzgeschäft mit Druckerpatronen und die Erlöse aus dem Nagellackgeschäft zugeordnet.

Alternative Leistungskennzahlen

Dieses Dokument und andere Dokumente, die die edding AG oder der edding Konzern veröffentlicht hat oder gegebenenfalls veröffentlichen wird, beinhalten finanzielle Leistungskennzahlen zur Erläuterung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage, die nicht nach nationalen beziehungsweise internationalen Rechnungslegungsvorschriften definiert sind und im Folgenden definiert werden. Weicht die Definition einer Leistungskennzahl der edding AG von der für den edding Konzern gültigen Definition ab, wird die Kennzahl für den edding Konzern und für die edding AG separat erläutert. Sofern nicht anders vermerkt, ergibt sich die Überleitung der alternativen Leistungskennzahl aus der Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des vorliegenden zusammengefassten Lage- und Konzernlageberichts.

Gesamtleistung

edding Konzern: Umsatzerlöse zuzüglich / abzüglich Bestandsveränderungen und andere aktivierte Eigenleistungen.

Rohergebnis

edding Konzern: Gesamtleistung abzüglich Materialaufwand.

Rohergebnisquote

edding Konzern: Rohergebnis im Verhältnis zur Gesamtleistung in Prozent.

(Konzern-) Ergebnis vor Zinsen, Ertragsteuern und gegebenenfalls Hochinflationsanpassungen (EBIT)

edding Konzern: Abkürzung für „Earnings Before Interest and Tax“. Gesamtleistung abzüglich Materialaufwand, Personalaufwand und Abschreibungen (inklusive auf Nutzungsrechte im Sinne des IFRS 16), zuzüglich sonstiger betrieblicher Erträge und abzüglich sonstiger betrieblicher Aufwendungen. Das EBIT ist die wichtigste Kennziffer zur Ergebnissteuerung im edding Konzern. Es erfolgt keine Bereinigung um etwaige außergewöhnliche Aufwendungen oder Erträge.

edding AG: Abkürzung für „Earnings Before Interest and Tax“. Beteiligungsergebnis zuzüglich Umsatzerlöse und sonstige betriebliche Erträge, abzüglich Personalaufwendungen, Abschreibungen und sonstige betriebliche Aufwendungen / sonstige Steuern.

EBIT-Marge

EBIT im Verhältnis zu den Umsatzerlösen in Prozent.

Beteiligungsergebnis

edding Konzern: Ergebnis aus sonstigen Beteiligungen.

edding AG: Erträge / Aufwendungen aus Ergebnisabführungsverträgen zuzüglich Erträge aus Beteiligungen zuzüglich / abzüglich Zuschreibungen / Abschreibungen auf Finanzanlagen abzüglich Aufwand aus Beteiligungsabgängen zuzüglich / abzüglich Zuschreibungen / Abschreibungen auf Forderungen gegen verbundene Unternehmen / Beteiligungen.

Finanzergebnis

edding Konzern: Zinsen und ähnliche Erträge abzüglich Zinsen und ähnliche Aufwendungen (inklusive auf Leasingverbindlichkeiten nach IFRS 16) zuzüglich / abzüglich Zuschreibungen / Abschreibungen auf Wertpapiere zuzüglich Erträge aus der Reduzierung von Verbindlichkeiten.

edding AG: Zinsen und ähnliche Erträge abzüglich Zinsen und ähnliche Aufwendungen zuzüglich / abzüglich Zuschreibungen / Abschreibungen auf Wertpapiere.

(Konzern-) Ergebnis vor Ertragsteuern (EBT)

edding Konzern: Abkürzung für „Earnings Before Tax“. EBIT zuzüglich Beteiligungs- und Finanzergebnis sowie Ergebnis aus der Nettoposition der monetären Posten gemäß IAS 29 vor Berücksichtigung der Steuern vom Einkommen und Ertrag sowie latenter Steueraufwendungen / Steuererträge.

edding AG: Abkürzung für „Earnings Before Tax“. EBIT zuzüglich Finanzergebnis vor Steuern vom Einkommen und Ertrag sowie vor latenter Steueraufwendungen / Steuererträge.

Um zahlungsunwirksame Effekte bereinigtes Konzernergebnis

Konzernergebnis zuzüglich zahlungsunwirksamer Aufwendungen und abzüglich zahlungsunwirksamer Erträge. Die zahlungsunwirksamen Aufwendungen und Erträge resultieren im edding Konzern regelmäßig aus Abschreibungen auf Vermögenswerte des Anlagevermögens sowie Nutzungsrechte, unrealisierten Fremdwährungsverlusten / -gewinnen, latenten Steueransprüchen, Veränderungen der Pensionsrückstellungen, Auflösung sonstiger Rückstellungen oder abgegrenzter Schulden, Reduzierung von Verbindlichkeiten sowie Wertberichtigungen auf Vorräte und auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, sonstige Forderungen und flüssige Mittel sowie Hochinflationsanpassungen. Die Überleitung des um zahlungsunwirksame Effekte bereinigten Konzernergebnisses ergibt sich aus der Konzernkapitalflussrechnung des vorliegenden Konzernabschlusses.

Liquidität zweiten Grades (Quick Ratio)

edding Konzern: Flüssige Mittel zuzüglich kurzfristiger Vermögenswerte (ohne Vorräte, ohne Rechnungsabgrenzungsposten und ohne zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte) im Verhältnis zum kurzfristigen Fremdkapital.

Eigenkapitalquote

Eigenkapital im Verhältnis zum Gesamtkapital in Prozent.

Konzernabschluss der edding AG zum 31. Dezember

Konzernbilanz zum 31. Dezember 2020

AKTIVA

Anhang 31.12.2020 31.12.2019
TEUR TEUR
--- --- --- ---
Geschäfts- oder Firmenwerte 6 3.126 3.126
Sonstige immaterielle Vermögenswerte 6 1.488 1.378
Sachanlagen 7 14.222 14.208
Nutzungsrechte 8 6.409 4.405
Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien 9 1.147 1.160
Sonstige Finanzanlagen 10 1.834 3.482
Latente Steuerforderungen 31 1.010 692
Ertragsteuerforderungen 31 61 127
Sonstige Forderungen und Vermögenswerte 12 6.792 6.434
LANGFRISTIGE VERMÖGENSWERTE 36.089 35.012
Vorräte 11 34.259 29.843
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 12 19.670 23.659
Ertragsteuerforderungen 31 296 622
Sonstige Forderungen und Vermögenswerte 12 2.425 3.042
Flüssige Mittel 13 36.386 24.155
Rechnungsabgrenzungsposten 14 705 1.254
Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte 15 - 929
KURZFRISTIGE VERMÖGENSWERTE 93.741 83.504
BILANZSUMME 129.830 118.516

PASSIVA

Anhang 31.12.2020 31.12.2019
TEUR TEUR
--- --- --- ---
Grundkapital 16 5.366 5.366
Kapitalrücklage 16 4.246 4.246
Gewinnrücklagen und Bilanzgewinn 16 67.852 63.386
Übrige Eigenkapitalveränderungen 16 -11.105 -7.526
Eigenkapital der Aktionäre der edding AG 66.359 65.472
Anteile nicht beherrschender Gesellschafter 16 -991 -543
EIGENKAPITAL 65.368 64.929
Rückstellungen für Pensionen 17 14.193 14.028
Latente Steuerschulden 31 647 119
Andere langfristige Rückstellungen 18 1.328 1.337
Langfristige Finanzschulden 19 8.737 500
Langfristige Leasingverbindlichkeiten 20 4.924 2.672
Sonstige langfristige Verbindlichkeiten 21 886 822
LANGFRISTIGES FREMDKAPITAL 30.715 19.478
Kurzfristige Rückstellungen 18 247 316
Kurzfristige Finanzschulden 19 7.880 7.357
Kurzfristige Leasingverbindlichkeiten 20 1.677 2.145
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 21 4.672 5.218
Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten 21 16.495 17.547
Ertragsteuerschulden 31 2.776 1.526
KURZFRISTIGES FREMDKAPITAL 33.747 34.109
BILANZSUMME 129.830 118.516

Konzerngewinn- und -verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2020

Anhang 2020 2019
TEUR TEUR
--- --- --- ---
Umsatzerlöse 36 125.748 141.793
Bestandsveränderungen und andere aktivierte Eigenleistungen 371 374
GESAMTLEISTUNG 126.119 142.167
Materialaufwand 24 -51.102 -56.417
Personalaufwand 25 -38.354 -40.805
Abschreibungen 26 -4.709 -4.855
Sonstige betriebliche Erträge 27 7.659 7.543
Sonstige betriebliche Aufwendungen 28 -31.491 -37.919
Wertminderungsaufwendungen aus finanziellen Vermögenswerten -339 -161
Sonstiges -31.152 -37.758
Gesamte betriebliche Aufwendungen -117.997 -132.453
KONZERNERGEBNIS VOR ZINSEN, HOCHINFLATIONSANPASSUNGEN UND ERTRAGSTEUERN (EBIT) 8.122 9.714
Ergebnis aus sonstigen Beteiligungen 10 5 5
Finanzergebnis 29 1.186 309
Finanz- und Beteiligungsergebnis 1.191 314
Ergebnis aus der Nettoposition der monetären Posten gemäß IAS 29 5,30 21 567
KONZERNERGEBNIS VOR ERTRAGSTEUERN (EBT) 9.334 10.595
Ertragsteuern 31 -4.047 -4.620
KONZERNERGEBNIS 5.287 5.975
Davon:
Anteil der Aktionäre der edding AG 5.768 6.497
Anteile nicht beherrschender Gesellschafter -481 -522
Unverwässertes / verwässertes Ergebnis je Stammaktie (600.000 Stück) 32 5,32 € 6,00 €
Unverwässertes / verwässertes Ergebnis je Vorzugsaktie (473.219 Stück) 32 5,44 € 6,12 €

Konzerngesamtergebnisrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2020

Anhang 2020 2019
TEUR TEUR
--- --- --- ---
Konzernergebnis 5.287 5.975
Posten, die anschließend nicht in den Gewinn oder Verlust umgegliedert werden
Neubewertung von Pensionen und ähnlichen Verpflichtungen
Versicherungsmathematische Gewinne / Verluste 17, 18 -1.008 -2.112
Latente Steuern 300 628
Wertänderung von Beteiligungen 10 -1.648 -
-2.356 -1.484
Posten, die anschließend in den Gewinn oder Verlust umgegliedert werden, sofern bestimmte Bedingungen erfüllt sind
Währungsumrechnungsdifferenz / Hochinflation
Anteil der Aktionäre der edding AG
Währungsumrechnungsdifferenz -1.506 -1.072
Hochinflation 546 537
-960 -535
Anteile nicht beherrschender Gesellschafter 16 15 -3
-945 -538
Sicherungsgeschäfte
Im Eigenkapital erfasste Fair Value Änderungen 33 -29 436
In die Konzerngewinn- und -verlustrechnung übernommen 33 -346 -217
Latente Steuern 112 -66
-263 153
Sonstiges Ergebnis -3.564 -1.869
GESAMTERGEBNIS 1.723 4.106
Davon:
Anteil der Aktionäre der edding AG 2.189 4.631
Anteile nicht beherrschender Gesellschafter -466 -525

Konzernkapitalflussrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2020

Indirekte Ermittlung1

2020 2019
TEUR TEUR
--- --- ---
Konzernergebnis 5.287 5.975
+ Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte, Sachanlagen und Nutzungsrechte 4.709 4.855
- Abnahme der Pensionsrückstellungen -829 -535
- Ergebnis aus der Nettoposition der monetären Posten gemäß IAS 29 -21 -567
+/- Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen / Erträge -1.107 -1.589
Um zahlungsunwirksame Effekte bereinigtes Konzernergebnis 8.039 8.139
- Gewinn aus dem Abgang immaterieller Vermögenswerte, Sachanlagen und zur Veräußerung gehaltenen langfristigen Vermögenswerten -1.608 -93
- Zunahme der Vorräte -5.399 -1.019
+ Abnahme / - Zunahme der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 3.975 -1.002
+ Abnahme / - Zunahme der sonstigen Aktiva 790 -1.764
- Abnahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen -545 -452
- Abnahme / + Zunahme der sonstigen Passiva -892 101
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit 4.360 3.910
+ Einzahlungen aus Abgängen von immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen 132 219
+ Einzahlungen aus Abgängen von zur Veräußerung gehaltenen langfristigen Vermögenswerten 2.540 -
- Auszahlungen für Investitionen
Sachanlagen -2.263 -5.072
Sonstige Finanzanlagen -1.283 -
Immaterielle Vermögenswerte -436 -188
Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien - -513
Cashflow aus der Investitionstätigkeit -1.310 -5.554
- Dividendenzahlung an Aktionäre der edding AG -1.302 -2.599
+ Einzahlungen aus Kapitalerhöhungen von nicht beherrschenden Gesellschaftern 18 -
+ Einzahlungen aus der Aufnahme von Krediten 13.604 1.507
- Auszahlungen für die Tilgung von Krediten -1.000 -884
- Auszahlungen aus kurzfristigen Finanzschulden - -79
- Tilgung von Leasingverbindlichkeiten -1.995 -2.021
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit 9.325 -4.076
Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelfonds 12.375 -5.720
+/- Einfluss von Wechselkursänderungen auf die flüssigen Mittel -144 -30
+ Finanzmittelfonds am Anfang der Periode 24.155 29.905
Finanzmittelfonds am Ende der Periode 36.386 24.155

1 Erläuterungen siehe Textziffer 37 des Konzernanhangs

Eigenkapitalveränderungsrechnung des Konzerns vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2020

Das Eigenkapital des edding Konzerns hat sich im Berichtsjahr wie folgt entwickelt:

Grundkapital Kapitalrücklage Gewinnrücklagen und Bilanzgewinn
TEUR TEUR TEUR
--- --- --- ---
Stand 01.01.2019 5.366 4.246 59.675
Konzernergebnis - - 6.497
Sonstiges Ergebnis - - -
Gesamtergebnis - - 6.497
Dividendenzahlungen - - -2.599
Sonstige Eigenkapitalveränderungen1 - - -187
Stand 31.12.2019 5.366 4.246 63.386
Konzernergebnis - - 5.767
Sonstiges Ergebnis - - -
Gesamtergebnis - - 5.767
Dividendenzahlungen - - -1.302
Sonstige Eigenkapitalveränderungen - - -
Stand 31.12.2020 5.366 4.246 67.852
Neubewertung von Pensionen und ähnlichen Verpflichtungen Währungsumrechungsdifferenz und Hochinflation Sicherungsgeschäfte
TEUR TEUR TEUR
--- --- --- ---
Stand 01.01.2019 -3.143 -2.548 67
Konzernergebnis - - -
Sonstiges Ergebnis -1.484 -535 153
Gesamtergebnis -1.484 -535 153
Dividendenzahlungen - - -
Sonstige Eigenkapitalveränderungen1 - -36 -
Stand 31.12.2019 -4.627 -3.119 220
Konzernergebnis - - -
Sonstiges Ergebnis -708 -960 -263
Gesamtergebnis -708 -960 -263
Dividendenzahlungen - - -
Sonstige Eigenkapitalveränderungen - - -
Stand 31.12.2020 -5.335 -4.079 -43
Wertänderung von Beteiligungen Anteil der Aktionäre der edding AG Anteile nicht beherrschender Gesellschafter Gesamt
TEUR TEUR TEUR TEUR
--- --- --- --- ---
Stand 01.01.2019 - 63.663 -201 63.462
Konzernergebnis - 6.497 -522 5.975
Sonstiges Ergebnis - -1.866 -3 -1.869
Gesamtergebnis - 4.631 -525 4.106
Dividendenzahlungen - -2.599 - -2.599
Sonstige Eigenkapitalveränderungen1 - -223 183 -40
Stand 31.12.2019 - 65.472 -543 64.929
Konzernergebnis - 5.767 -480 5.287
Sonstiges Ergebnis -1.648 -3.579 15 -3.564
Gesamtergebnis -1.648 2.188 -465 1.723
Dividendenzahlungen - -1.302 - -1.302
Sonstige Eigenkapitalveränderungen - - 18 18
Stand 31.12.2020 -1.648 66.359 -991 65.368

1 Die sonstigen Eigenkapitalveränderungen sind im Wesentlichen auf die Erhöhung des Anteils an der edding Colombia S.A.S. von 60,0 % auf 80,9 % sowie auf die Erhöhung des Anteils an der Prismade Labs GmbH von 50,0 % auf 60,0 % zurückzuführen.

Weitere Erläuterungen finden sich unter Textziffer 16 des Konzernanhangs.

Konzernanhang für das Geschäftsjahr 2020

1 Grundlagen der Rechnungslegung

Die edding AG hat ihren Sitz in Ahrensburg, Deutschland, und ist beim Amtsgericht Lübeck unter der Nummer B 2675 AH im Handelsregister eingetragen. Die Adresse des eingetragenen Sitzes des Unternehmens lautet Bookkoppel 7, 22926 Ahrensburg. Das Geschäftsjahr der edding AG und ihrer im Konzernabschluss einbezogenen Tochterunternehmen entspricht dem Kalenderjahr.

Unternehmensgegenstand des edding Konzerns ist die Entwicklung, die Herstellung und der weltweite Vertrieb von Produkten zum Schreiben und Markieren sowie zur visuellen Kommunikation. Darüber hinaus zählen hierzu auch die Aktivitäten im Bereich Technological Solutions sowie Tätowieren.

Als börsennotiertes Unternehmen hat die edding AG ihren Konzernabschluss nach den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend gemäß § 315e Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften erstellt. Es werden die am Abschlussstichtag verpflichtend anzuwendenden Standards des International Accounting Standards Board (IASB), London, sowie die für das Geschäftsjahr gültigen Interpretationen des Standing Interpretations Committee (SIC) und International Financial Reporting Interpretations Committee (IFRIC) berücksichtigt.

Die Anforderungen der angewandten Standards wurden vollständig erfüllt und führen zur Vermittlung eines den tatsächlichen Verhältnissen entsprechenden Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des edding Konzerns.

Der Konzernabschluss umfasst Konzernbilanz, Konzerngewinn- und -verlustrechnung, Konzerngesamtergebnisrechnung, Konzernkapitalflussrechnung, Eigenkapitalveränderungsrechnung des Konzerns sowie Konzernanhang. Die Konzerngewinn- und -verlustrechnung wird nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. In der Konzernbilanz sowie in der Konzerngewinn- und -verlustrechnung werden einzelne Posten zur Verbesserung der Klarheit zusammengefasst; sie werden im Konzernanhang erläutert.

Der Konzernabschluss wird in Euro aufgestellt. Alle Beträge werden, sofern nicht besonders darauf hingewiesen wird, in Tausend Euro (TEUR) angegeben. Dabei können Rundungsdifferenzen auftreten.

Der Konzernabschluss wurde am 25. März 2021, vorbehaltlich der Billigung durch den Aufsichtsrat, durch den Vorstand zur Veröffentlichung freigegeben.

Unter Bezugnahme auf § 264 Abs. 3 HGB wird auf die Offenlegung der Jahresabschlüsse der folgenden inländischen Tochtergesellschaften verzichtet:

Legamaster GmbH, Bargteheide
V.D. Ledermann & Co. GmbH, Ahrensburg
edding International GmbH, Ahrensburg
edding Vertrieb GmbH, Ahrensburg
edding Expressive Skin GmbH, Ahrensburg
edding Tech Solutions GmbH, Ahrensburg

2 Konsolidierungskreis

In den Konzernabschluss zum 31. Dezember 2020 sind neben der edding AG grundsätzlich alle in- und ausländischen Unternehmen, die in Textziffer 43 des Konzernanhangs dargestellt sind, einbezogen.

Gegenüber dem Konzernabschluss zum 31. Dezember 2019 haben sich im Konsolidierungskreis keine Änderungen ergeben.

3 Konsolidierungsgrundsätze

Tochtergesellschaften sind Gesellschaften, die direkt oder indirekt von der edding AG in Sinne des IFRS 10 beherrscht werden. Der edding Konzern beherrscht ein Unternehmen, wenn er schwankenden Renditen aus seinem Engagement bei dem Unternehmen ausgesetzt ist beziehungsweise Anrechte auf diese besitzt und die Fähigkeit hat, diese Renditen mittels seiner Verfügungsgewalt über das Unternehmen zu beeinflussen. Die Abschlüsse der Tochtergesellschaften werden vom Tag der Erlangung der Beherrschung bis zur Beendigung der Beherrschung in den Konzernabschluss einbezogen. Die Abschlüsse der edding AG sowie der in- und ausländischen Tochterunternehmen werden nach einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden aufgestellt. Forderungen, Verbindlichkeiten, Erträge und Aufwendungen sowie Ergebnisse zwischen den einbezogenen Unternehmen (Zwischengewinne) werden im Rahmen der Konsolidierung eliminiert.

Unternehmenszusammenschlüsse werden nach IFRS 3 bilanziert. Hiernach werden bei der Kapitalkonsolidierung der erstmals einbezogenen Tochtergesellschaften die Anschaffungswerte der Beteiligungen mit den Zeitwerten der erworbenen Vermögenswerte, Schulden und Eventualschulden verrechnet. Ein verbleibender aktiver Unterschiedsbetrag wird als Geschäfts- oder Firmenwert bilanziert. Ein nach Überprüfung der angesetzten Zeitwerte der erworbenen Vermögenswerte und Schulden sowie der erbrachten Gegenleistung verbleibender negativer Unterschiedsbetrag wird ertragswirksam in der Konzerngewinn- und -verlustrechnung erfasst. Die auf konzernfremde Dritte entfallenden Anteile am Eigenkapital und am Ergebnis werden unter den Anteilen nicht beherrschender Gesellschafter ausgewiesen.

Unternehmen, bei denen die edding AG einen maßgeblichen Einfluss ausüben kann und bei denen es sich nicht um Tochterunternehmen oder Gemeinschaftsunternehmen handelt, werden als assoziierte Unternehmen nach der Equity-Methode bilanziert. Grundsätzlich wird ein maßgeblicher Einfluss vermutet, wenn der edding Konzern das Beteiligungsunternehmen nicht beherrscht, jedoch mindestens 20 % der Stimmrechte ausübt, es sei denn, diese Annahme kann eindeutig widerlegt werden. Die in den Wertansätzen der Beteiligungen an assoziierten Unternehmen enthaltenen Unterschiedsbeträge werden nach den gleichen Grundsätzen wie bei Unternehmenszusammenschlüssen ermittelt. Bei den nach der Equity-Methode bilanzierten Unternehmen werden wesentliche Bewertungsabweichungen gegenüber den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden des edding Konzerns angepasst und bei der Fortschreibung des Eigenkapitalanteils berücksichtigt.

Die übrigen Unternehmen, an denen die edding AG direkt oder indirekt weniger als 20 % der Anteile hält, werden als sonstige Beteiligung erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert bewertet.

4 Währungsumrechnung

In ausländischer Währung aufgestellte Jahresabschlüsse der einbezogenen Gesellschaften werden gemäß IAS 21 nach dem Konzept der funktionalen Währung in Euro umgerechnet. Die funktionale Währung ausländischer Gesellschaften wird durch das primäre Wirtschaftsumfeld bestimmt, in welchem die Gesellschaften hauptsächlich Zahlungsmittel erwirtschaften und verwenden. Innerhalb des edding Konzerns entspricht die funktionale Währung der lokalen Währung der Tochtergesellschaften. Entsprechend werden im Konzernabschluss die Vermögenswerte und Schulden mit den Stichtagskursen, die Aufwendungen und Erträge grundsätzlich mit den Jahresdurchschnittskursen umgerechnet.

Argentinien wird als Hochinflationsland im Sinne des IAS 29 eingestuft. Demnach sind neben den Vermögenswerten und Schulden auch die Posten der Gewinn- und Verlustrechnung der argentinischen Tochtergesellschaften mit dem Stichtagskurs umzurechnen.

Die Währungsumrechnungsdifferenzen, die aus der Umrechnung von in Fremdwährung aufgestellten Jahresabschlüssen der einbezogenen Gesellschaften in die Konzernberichtswährung Euro entstehen, werden erfolgsneutral im Eigenkapital erfasst. Die Veränderung dieser Differenzen wird in der Konzerngesamtergebnisrechnung dargestellt.

Die der Währungsumrechnung zugrunde liegenden Wechselkurse mit wesentlichem Einfluss auf den Konzernabschluss haben sich wie folgt entwickelt:

Währungsraum Stichtagskurs 31.12.2020 Stichtagskurs 31.12.2019 Durchschnittskurs 2020 Durchschnittskurs 2019
Großbritannien GBP 0,90 0,85 0,89 0,88
Japan JPY 126,57 122,19 121,70 122,07
Türkei TRY 9,03 6,66 8,15 6,36
Argentinien ARS 103,15 67,14 n.a. n.a.
Kolumbien COP 4.191,89 3.671,74 4.257,42 3.678,30
Diverse USD 1,23 1,12 1,15 1,12

5 Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Schätzungen und Annahmen

Zur Erstellung des Konzernabschlusses sind in begrenztem Umfang Annahmen und Schätzungen notwendig, die sich auf Ansatz, Bewertung und Ausweis der Vermögenswerte, Schulden, Erträge und Aufwendungen auswirken. Dabei werden sämtliche aktuell verfügbaren Erkenntnisse berücksichtigt. Wesentliche Annahmen und Schätzungen betreffen die Beurteilung der Werthaltigkeit immaterieller Vermögenswerte, die Festlegung wirtschaftlicher Nutzungsdauern, die Hochinflationsanpassungen, die Ermittlung latenter Steueransprüche, die Realisierbarkeit von Forderungen, die Bilanzierung und Bewertung von Rückstellungen für Pensionen und ähnlicher Verpflichtungen sowie die nach IFRS 7 durchgeführten Sensitivitätsanalysen. Ermessensentscheidungen werden ebenfalls im Rahmen von Verlängerungs- und Kündigungsoptionen sowie der Bestimmung der Laufzeiten seitens des Leasingnehmers im Rahmen von Leasingverhältnissen im Sinne des IFRS 16 ausgeübt. Die tatsächlich eintretenden Werte können von den Schätzungen abweichen. Neue Erkenntnisse werden zum Zeitpunkt ihres Vorliegens in der Konzerngewinn- und -verlustrechnung beziehungsweise im sonstigen Ergebnis berücksichtigt.

Immaterielle Vermögenswerte

Unter den immateriellen Vermögenswerten werden Geschäfts- oder Firmenwerte sowie Patente, Software, Lizenzen und ähnliche Rechte ausgewiesen.

Vermögenswerte mit begrenzter Nutzungsdauer werden planmäßig linear über die jeweilige Nutzungsdauer abgeschrieben. Die Abschreibung erfolgt grundsätzlich über eine Nutzungsdauer zwischen drei und fünf Jahren. Die Schutzrechte sowie das Know-how für Produktionsverfahren des Segments Schreiben und Markieren beziehungsweise die immateriellen Vermögenswerte in Form von Patenten des Segments Technological Solutions werden über eine Nutzungsdauer von 14 Jahren beziehungsweise 10 Jahren planmäßig abgeschrieben. Darüber hinaus gehende Wertminderungen werden durch außerplanmäßige Abschreibungen berücksichtigt.

Bei den immateriellen Vermögenswerten der edding Argentina S.A. und Legamaster LatAm S.A. werden die Anschaffungs- oder Herstellungskosten sowie kumulierten Abschreibungen aufgrund der Veränderung des allgemeinen Preisniveaus nach IAS 29 angepasst.

Sachanlagen

Materielle Vermögenswerte, die im Geschäftsbetrieb länger als ein Jahr genutzt werden, sind zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich planmäßiger und außerplanmäßiger Abschreibungen angesetzt. Die Abschreibung des Sachanlagevermögens erfolgt linear über die wirtschaftliche Nutzungsdauer.

Den planmäßigen Abschreibungen liegen überwiegend folgende Nutzungsdauern zugrunde:

in Jahren
Betriebs- und Geschäftsgebäude 25 bis 33
Technische Anlagen und Maschinen 6 bis 13
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3 bis 16

Bei den materiellen Vermögenswerten der Tochtergesellschaften in Argentinien wurden die Anschaffungs- oder Herstellungskosten sowie die kumulierten Abschreibungen der Sachanlagen aufgrund der Veränderung des allgemeinen Preisniveaus nach IAS 29 angepasst.

Bei den Betriebs- und Geschäftsgebäuden erfolgen die Abschreibungen über die Nutzungsdauer unter Berücksichtigung eines kalkulierten Restwertes, sofern dieser wesentlich ist.

Wertminderung

Bei immateriellen Vermögenswerten mit begrenzter Nutzungsdauer, Vermögenswerten des Sachanlagevermögens und Nutzungsrechten wird am Ende eines jeden Geschäftsjahres eine Einschätzung vorgenommen, ob Anhaltspunkte für eine Wertminderung („triggering event“) vorliegen. Im Falle eines „triggering event“ wird die Werthaltigkeit des Buchwerts der betreffenden Vermögenswerte systematisch überprüft. Des Weiteren wird die Werthaltigkeit der bilanzierten Geschäfts- oder Firmenwerte mindestens einmal jährlich und darüber hinaus unterjährig bei Vorliegen von Anzeichen einer Wertminderung durch einen Werthaltigkeitstest geprüft.

Soweit im Rahmen des Werthaltigkeitstests der erzielbare Betrag des Vermögenswerts den Buchwert unterschreitet, wird eine außerplanmäßige Abschreibung bis auf den erzielbaren Betrag vorgenommen. Der erzielbare Betrag ist jeweils der höhere der beiden Beträge aus beizulegendem Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten und dem Nutzungswert, das heißt dem Barwert der geschätzten Mittelzuflüsse aus dem Vermögenswert.

Sofern der Vermögenswert Teil einer selbstständigen zahlungsmittelgenerierenden Einheit (ZGE) ist, wird die Abschreibung auf der Grundlage des erzielbaren Betrags dieser ZGE ermittelt. In den Fällen, in denen der erzielbare Betrag der ZGE den Buchwert unterschreitet, liegt in der Höhe der Differenz ein Abwertungsverlust („impairment loss“) vor. Für Zwecke des Werthaltigkeitstests wird der erzielbare Betrag der ZGE in der Regel mit Hilfe eines Discounted-Cashflow (DCF)-Verfahrens ermittelt. Im Geschäftsjahr 2020 wurde ein Vorsteuer-Diskontierungszinssatz (Weighted Average Cost of Capital [WACC]) von 9,89 % (Vorjahr: 8,57 %) verwendet. Darüber hinaus werden länderspezifische Risikozu- und Wachstumsabschläge ermittelt. Dabei werden Prognosen hinsichtlich der Cashflows angestellt, die über die geschätzte Nutzungsdauer des Vermögenswerts oder der ZGE erzielt werden. Die Prognosen basieren auf der Unternehmensplanung für die folgenden drei Geschäftsjahre unter Berücksichtigung aktueller Entwicklungen und werden auf den Zeitpunkt der Überprüfung der Werthaltigkeit abgezinst. Der verwendete Abzinsungssatz berücksichtigt die mit dem Vermögenswert oder der ZGE verbundenen Risiken. Die ermittelten Cashflows spiegeln Annahmen des Managements wider und werden durch externe Informationsquellen abgesichert.

Bei der Validierung der für die ZGE ermittelten Nutzungswerte werden die wesentlichen Parameter jeder ZGE jährlich überprüft. Zusätzlich werden die für das DCF-Modell herangezogenen wesentlichen Annahmen einer Sensitivitätsprüfung unterzogen, um die Belastbarkeit der Nutzungswerte zu testen. Die erzielbaren Beträge aller im edding Konzern getesteten ZGE lagen deutlich über ihren jeweiligen Buchwerten. Lediglich für unsere Tochtergesellschaft in Argentinien wurde wie bereits in Vorjahren das Anlagevermögen und die Nutzungsrechte inklusive der Hochinflationsanpassungen außerplanmäßig abgeschrieben und eine Wertaufholung war angesichts operativer Fehlbeträge nicht vorzunehmen.

Das Management ist der Ansicht, dass realistische Änderungen der wesentlichen Annahmen für die Ermittlung des erzielbaren Betrags der ZGE des edding Konzerns nicht zu einer Wertminderung führen würden. Daher wurde auf die Darstellung einer Sensitivitätsanalyse verzichtet.

Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien

Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien umfassen Grundstücke und Gebäude, die zur Erzielung von Mieteinahmen und / oder zum Zwecke der Wertsteigerung gehalten und nicht im Rahmen der Leistungserbringung oder zu Verwaltungszwecken genutzt werden. Diese werden zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet und über die zugrunde gelegte Nutzungsdauer von 25 Jahren bis 33 Jahren unter Berücksichtigung eines kalkulierten Restwertes, sofern dieser wesentlich ist, linear abgeschrieben.

Finanzanlagen

Anteile an Gemeinschaftsunternehmen oder assoziierten Unternehmen werden nach der Equity-Methode bewertet. Die Anteile werden in der Bilanz zu Anschaffungskosten inklusive Anschaffungsnebenkosten zuzüglich nach dem Erwerb eingetretener Änderungen des Anteils des Konzerns am Reinvermögen erfasst. Der Anteil des Konzerns am Erfolg der Unternehmen wird im Periodenergebnis als Teil des Finanzergebnisses unter „Ergebnis aus at-equity bilanzierten Unternehmen" ausgewiesen. Bei der Anwendung der Equity-Methode stellt der edding Konzern fest, ob hinsichtlich der Nettoinvestition des Konzerns ein zusätzlicher Wertminderungsaufwand zu berücksichtigen ist.

Die übrigen im Finanzanlagevermögen ausgewiesenen Beteiligungen an nicht konsolidierten Unternehmen werden nach IFRS 9 erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert bewertet.

Vorräte

Die Vorräte an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sowie Handelswaren werden grundsätzlich mit ihren durchschnittlichen Anschaffungskosten unter Beachtung niedrigerer Nettoveräußerungswerte bewertet. Unfertige und fertige Erzeugnisse werden mit den Herstellungskosten unter Beachtung niedrigerer Nettoveräußerungswerte angesetzt. Die Herstellungskosten umfassen alle direkt dem Herstellungsprozess zurechenbaren Kosten sowie angemessene Teile der fertigungsbezogenen Gemeinkosten. Finanzierungskosten werden nicht als Teil der Anschaffungs- oder Herstellungskosten berücksichtigt. Der Nettoveräußerungswert stellt den geschätzten Verkaufspreis der Vorräte abzüglich aller geschätzten Aufwendungen dar, die für Fertigstellung und Veräußerung notwendig sind.

Ausgenommen sind davon die Vorräte der edding Argentina S.A., die nach den Vorschriften des IAS 29 an die zum Abschlussstichtag geltende Maßeinheit angepasst werden.

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen / Sonstige Forderungen und Vermögenswerte

Bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und den sonstigen Forderungen handelt es sich um Finanzinstrumente, die mit dem Ziel der Vereinnahmung der vertraglichen Zahlungsströme gehalten werden. Die Vertragsbedingungen dieser Instrumente führen zu festgelegten Zeitpunkten zu Zahlungsströmen. Sie werden zu fortgeführten Anschaffungskosten mittels der Effektivzinsmethode bilanziert. Unverzinsliche oder niedrig verzinsliche Forderungen mit Laufzeiten über einem Jahr werden abgezinst. Für Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wird in Übereinstimmung mit IFRS 9 grundsätzlich der über die Laufzeit erwartete Verlust als Wertberichtigung gebildet (vereinfachtes Wertminderungsmodell). Der erwartete Verlust für eine Forderung ergibt sich entweder im Rahmen einer individuellen Beurteilung bei entsprechenden Hinweisen (zum Beispiel Insolvenzverfahren, finanzielle Schwierigkeiten des Kunden) oder auf Basis von Erfahrungswerten über Ausfallwahrscheinlichkeiten und Verlustquoten, die gegebenenfalls um zukunftsorientierte Informationen adjustiert wurden. Grundsätzlich wird der Ausfall einer Forderung bei einer Überfälligkeit von 90 Tagen unterstellt, wobei nachträgliche Zahlungseingänge bei der Werthaltigkeitsbeurteilung berücksichtigt werden. Die Forderungen, für die Wertberichtigungen auf Basis individueller Beurteilungen gebildet werden, werden der Stufe 3 des Wertminderungsmodells zugeordnet. Forderungen, für die Wertberichtigungen auf Basis von Erfahrungswerten über Ausfallwahrscheinlichkeiten und Verlustquoten gebildet werden, werden der Stufe 2 des Wertminderungsmodells zugeordnet.

Für sonstige Forderungen wird grundsätzlich das dreistufige Wertberichtigungsmodell angewendet (allgemeines Wertminderungsmodell). In Stufe 1 sind grundsätzlich alle Instrumente bei Zugang einzuordnen. Die erwarteten Zahlungsausfälle, die aus möglichen Ausfallereignissen innerhalb der nächsten zwölf Monate nach dem Abschlussstichtag resultieren, werden aufwandswirksam erfasst (erwarteter 12-Monats-Kreditverlust). Auf einen Transfer in Stufe 2 wird verzichtet, solange das absolute Kreditrisiko als gering eingestuft wird.

Flüssige Mittel

Die flüssigen Mittel werden zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert. Als flüssige Mittel werden Kassenbestände, Schecks und sofort verfügbare Guthaben bei Kreditinstituten erfasst. Für die Guthaben bei Kreditinstituten wird in Übereinstimmung mit dem IFRS 9 grundsätzlich der über die Laufzeit erwartete Verlust als Wertberichtigung gebildet. Dabei wird grundsätzlich auf das dreistufige Wertberichtigungsmodell abgestellt (allgemeines Wertminderungsmodell). Solange das absolute Kreditrisiko als gering eingestuft wird, wird lediglich der erwartete 12-Monats-Kreditverlust erfasst und es erfolgt kein Transfer in die zweite Stufe.

Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte

Langfristige Vermögenswerte werden als zur Veräußerung gehalten eingestuft, wenn es höchstwahrscheinlich ist, dass sie überwiegend durch Veräußerung und nicht durch fortgesetzte Nutzung realisiert werden.

Immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen werden nicht mehr planmäßig abgeschrieben, sobald sie als zur Veräußerung gehalten eingestuft sind.

Im Allgemeinen werden diese Vermögenswerte zum niedrigeren Wert aus ihrem Buchwert und beizulegenden Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten angesetzt. Wertminderungsaufwendungen bei der erstmaligen Einstufung als zur Veräußerung gehalten werden erfolgswirksam erfasst.

Leasing

Im Vorjahr war der IFRS 16 „Leasingverhältnisse" erstmals anzuwenden.

Die Gesellschaften des edding Konzerns treten im Wesentlichen als Leasingnehmer insbesondere bei Gebäudeanmietungen und beim Leasing von Kraftfahrzeugen sowie Betriebs- und Geschäftsausstattung auf.

Bei Verträgen, die am oder nach dem 1. Januar 2019 beginnen, wird beurteilt, ob der Vertrag ein Leasingverhältnis begründet oder beinhaltet. Dies ist der Fall, wenn der Vertrag dazu berechtigt, die Nutzung eines identifizierten Vermögenswerts gegen Zahlung eines Entgelts für einen bestimmten Zeitraum zu kontrollieren. Um zu beurteilen, ob ein Vertrag das Recht zur Kontrolle eines identifizierten Vermögenswerts beinhaltet, wird die Definition eines Leasingverhältnisses nach IFRS 16 zugrundegelegt.

Zu Nutzungsbeginn werden alle Leasingverhältnisse als Nutzungsrecht und als Leasingverbindlichkeit in Höhe des Barwerts der künftigen Leasingzahlungen in der Bilanz erfasst. Dies gilt nicht für Leasingverhältnisse mit einem Vermögenswert von geringem Wert („Small Ticket Leases“, im edding Konzern definiert als im Neuwert unter USD 5.000,00) oder mit einer Laufzeit von weniger als zwölf Monaten (und ohne Kaufoption). Grundsätzlich wird eine Trennung zwischen Leasingkomponenten und Nicht-Leasingkomponenten vorgenommen. Jede Leasingkomponente wird gesondert von den dazugehörigen übrigen Leistungskomponenten in der Bilanz abgebildet. Für alle Klassen von Vermögenswerten werden die Nicht-Leasingkomponenten im Aufwand erfasst.

Die Leasingverbindlichkeit wird in Höhe des Barwerts der künftigen Leasingzahlungen über die hinreichend sichere Nutzungsperiode erfasst. Leasingkomponenten sind alle fixen und quasifixen Zahlungen, reduziert um künftige Anreizzahlungen des Leasinggebers. Darüber hinaus werden variable Zahlungen, die an eine Rate oder einen Index gekoppelt sind, erwartete Zahlungen aus Restwertgarantien sowie Zahlungen für die Ausübung von hinreichend sicheren Kauf- und Kündigungsoptionen angesetzt. Die Zahlungsreihe wird mit dem impliziten Zins des Leasingverhältnisses oder, sofern dieser nicht bekannt ist, dem adäquaten Grenzfremdkapitalzinssatz des Leasingverhältnisses abgezinst. Alle übrigen variablen Zahlungen werden als Aufwand erfasst. Die Leasingverbindlichkeit wird nach der Effektivzinsmethode bewertet und fortgeschrieben.

Die Anschaffungskosten des Nutzungsrechts bestimmen sich grundsätzlich aus der Höhe der Leasingverbindlichkeit im Zugangszeitpunkt. Diese sind zusätzlich um Zahlungen zu erhöhen, die initial für den Abschluss des Leasingvertrages angefallen sind, die für die Installation des geleasten Vermögenswerts aufgewendet wurden und die gegebenfalls für einen künftigen Rückbau anfallen. Anreizzahlungen des Leasinggebers, die bereits zugeflossen sind, verringern die Anschaffungskosten. Im Rahmen der Folgebewertung wird das Nutzungsrecht über die Laufzeit des Leasingverhältnisses planmäßig linear abgeschrieben und gegebenfalls um außerplanmäßige Wertminderungen angepasst. Geht der angemietete Vermögenswert am Ende des Leasingverhältnisses in das Eigentum des Leasingnehmers über oder ist eine Kaufoption beziehungsweise ein Andienungsrecht hinreichend sicher, dann wird das Nutzungsrecht über die wirtschaftliche Nutzungsdauer des zugrundeliegenden Vermögenswerts abgeschrieben.

Die Laufzeit des Leasingverhältnisses ist der hinreichend sichere Zeitraum, über den ein Vermögenswert angemietet wird. Neben der nichtkündbaren Grundmietzeit werden Verlängerungszeiträume einbezogen, sofern ihre Inanspruchnahme mit Nutzungsbeginn hinreichend sicher ist und Kündigungszeiträume, sofern ihre Ausübung nicht hinreichend sicher ist. Diese Einschätzung wird überprüft, wenn entweder nicht in der Kontrolle des Leasingnehmers liegende Ereignisse oder wesentliche Änderungen der Umstände eintreten, welche eine Änderung der Laufzeit notwendig machen. Die Laufzeit des Leasingverhältnisses wird angepasst, wenn eine Verlängerungsoption ausgeübt wird beziehungsweise eine Kündigungsoption nicht ausgeübt wird und diese in der ursprünglichen Einschätzung nicht berücksichtigt waren. Die Anpassung der Leasinglaufzeit führt zu einer geänderten künftigen Zahlungsreihe und somit zu einer Neubewertung der Leasingverbindlichkeit unter Verwendung des aktuellen Zinssatzes. Der entstandene Differenzbetrag wird erfolgsneutral im Nutzungsrecht erfasst. Ausbuchungsbeträge, die den Buchwert des Nutzungsrechts übersteigen, werden erfolgswirksam als Aufwand erfasst.

Eine Änderung des Leasingvertrags („Vertragsmodifikation“), die den Umfang des ursprünglichen Vertrags wesentlich erhöht, wird als gesondertes Leasingverhältnis erfasst, wenn dem Leasingnehmer ein zusätzliches Recht auf Nutzung eines oder mehrerer zugrunde liegender Vermögenswerte eingeräumt wird und das hierfür zusätzlich zu zahlende Entgelt dem Einzelveräußerungspreis entspricht, den der Leasingnehmer anderenfalls für die Nutzung zahlen müsste, wenn er diese Vermögenswerte in einem separaten Leasingvertrag von einer dritten Partei angemietet hätte.

Vertragsänderungen, die den Vertragsumfang zwar erhöhen, aber nicht zu einem gesonderten Leasingverhältnis führen, werden erfolgsneutral im Buchwert des Nutzungsrechts und der Leasingverbindlichkeit des bestehenden Leasingverhältnisses erfasst. Wird durch eine Vertragsänderung der Umfang der Leasingvereinbarung reduziert, dann sind sowohl das Nutzungsrecht als auch die Leasingverbindlichkeit neu zu bewerten. Die hieraus resultierenden anteiligen Gewinne oder Verluste werden erfolgswirksam erfasst. Die modifizierten Beträge werden im Zeitpunkt der Änderung mit dem dann gültigen neuen Zinssatz bewertet.

Derivative Finanzinstrumente

Derivative Finanzinstrumente im Sinne von IFRS 9 werden nur im Zusammenhang mit korrespondierenden Grundgeschäften abgeschlossen und dienen ausschließlich der Reduzierung von Ergebnisvolatilitäten.

Ein Teil der Warenbeschaffung für das Geschäftsfeld Schreiben und Markieren erfolgt in Fernost. Die damit verbundenen Kursrisiken wurden partiell durch den Abschluss von Devisenoptionsgeschäften sowie Devisentermingeschäften abgesichert.

Die Bewertung der derivativen Finanzinstrumente erfolgt nach IFRS 9 im Zugangszeitpunkt und in Folgeperioden zum beizulegenden Zeitwert (Marktwert) gemäß IFRS 13. Der aus der Bewertung resultierende Gewinn oder Verlust wird sofort erfolgswirksam erfasst, es sei denn, das Derivat ist als Sicherungsinstrument im Rahmen des Hedge Accounting designiert und effektiv. edding hat für die Bilanzierung von Sicherungsbeziehungen im Rahmen des Hedge Accounting von der Übergangsvorschrift aus IFRS 9.7.2.21 Gebrauch gemacht und weiterhin die Vorschriften zur Bilanzierung von Sicherungsgeschäften in IAS 39 anstelle der Vorschriften der Bilanzierung von Sicherungsgeschäften in IFRS 9 angewendet. Im Falle des Vorliegens einer Sicherungsbeziehung nach IAS 39 für die Absicherung von Zahlungsströmen (Cashflow Hedge) wird der effektive Teil der Marktwertänderung des Derivats unter Berücksichtigung latenter Steuern unmittelbar im Eigenkapital erfasst. Der ineffektive Teil wird erfolgswirksam erfasst. Mit Realisierung des Grundgeschäfts wird der effektive Teil erfolgswirksam in die Konzerngewinn- und -verlustrechnung umgegliedert.

Ein Derivat wird als langfristiger Vermögenswert oder langfristige Verbindlichkeit ausgewiesen, wenn die verbleibende Laufzeit des Instruments mehr als zwölf Monate beträgt und nicht erwartet wird, dass dieses innerhalb von zwölf Monaten realisiert oder abgewickelt wird. Anderenfalls werden Derivate als kurzfristige Vermögenswerte oder kurzfristige Verbindlichkeiten ausgewiesen.

Latente Steuern

Aktive und passive latente Steuern werden nach IAS 12 grundsätzlich für alle temporären Unterschiede zwischen den steuerlichen und den bilanziellen Wertansätzen, auf steuerliche Verlustvorträge sowie auf ergebniswirksame Konsolidierungsmaßnahmen gebildet. Aktive latente Steuern werden nur in der Höhe erfasst, in der sie in Zukunft wahrscheinlich aufgrund deren Verrechnung mit steuerlichen Gewinnen realisierbar sind. Die Wahrscheinlichkeit muss dabei durch entsprechende Geschäftspläne oder bei einer Verlusthistorie durch weitere substanzielle Nachweise unterlegt sein. Für die Bewertung der latenten Steuern werden die Steuersätze zum Zeitpunkt der Realisierung des Vermögenswertes oder der Erfüllung der Schuld zugrunde gelegt, die auf Basis der aktuellen Rechtslage in den einzelnen Ländern gelten oder angekündigt sind. Latente Steuern, die sich auf direkt im Eigenkapital erfasste Posten beziehen, werden ebenfalls erfolgsneutral im Eigenkapital ausgewiesen.

Eine Neubewertung der latenten Steuern im Sinne des IAS 12 erfolgt nachdem die nominalen Buchwerte der nicht-monetären Posten zum Zeitpunkt der Eröffnungsbilanz der aktuellen Berichtsperiode durch Anwendung der zu diesem Zeitpunkt geltenden Maßeinheit gemäß IAS 29 der argentinischen Tochtergesellschaften angepasst wurden. Darüber hinaus werden die neu bewerteten latenten Steuern an die Änderung der Maßeinheit von dem Zeitpunkt der Eröffnungsbilanz der aktuellen Berichtsperiode bis zum Abschlussstichtag angepasst. Die ermittelten Effekte waren wie im Vorjahr von untergeordneter Bedeutung.

Zuwendungen der öffentlichen Hand

Die von der Kurzarbeit betroffenen Arbeitnehmer im edding Konzern haben bei Vorliegen der Voraussetzungen zum Bezug von Kurzarbeitergeld gegenüber der Bundesagentur für Arbeit (BA) oder einer ähnlichen Behörde einen Anspruch auf Kurzarbeitergeld, welches von edding als Zahlstelle ausgezahlt wird. Monatlich errechnet edding das Kurzarbeitergeld und zahlt es an die Arbeitnehmer aus. Daneben hat edding einen eigenen Anspruch gegen die BA oder eine ähnliche Behörde auf Erstattung von Sozialversicherungsbeiträgen für Arbeitsausfälle. Es werden die von edding während des Bezugs von Kurzarbeitergeld allein zu tragenden Beiträge zur Sozialversicherung, das heißt soweit sich diese auf die "Ausfallstunden" beziehen, auf Antrag von der BA oder einer ähnlichen Behörde in pauschalierter Form erstattet.

Die von edding an die Arbeitnehmer gezahlten Aufstockungsbeträge bilden einen Bestandteil der für die Arbeitsleistung zu gewährenden laufenden Aufwendungen und sind somit als Personalaufwand zu erfassen.

Da der Anspruch auf das Kurzarbeitergeld dem Arbeitnehmer zusteht, stellt die Weiterleitung des Kurzarbeitergelds an die Arbeitnehmer aus Sicht des edding Konzerns lediglich einen durchlaufenden Posten dar, sodass weder ein Aufwand noch ein Ertrag auszuweisen ist. Folglich bleibt die Konzerngewinn- und -verlustrechnung insgesamt unberührt.

Etwas anderes gilt für die Erstattungen der von edding zu tragenden Aufwendungen zur Sozialversicherung (soweit auf die "Ausfallstunden" bezogen) durch die BA oder einer ähnlichen Behörde. Während die von edding getragenen Sozialversicherungsbeiträge als Personalaufwand zu erfassen sind, fallen die Erstattungen der BA oder einer ähnlichen Behörde als erfolgsbezogene Zuwendungen unter die Regelungen des IAS 20. In der Gewinn- und Verlustrechnung des edding Konzerns werden diese Erträge als Minderung des Personalaufwands dargestellt.

Der Anspruch auf Erstattung des Kurzarbeitergelds und der Erstattungsanspruch für Sozialversicherungsbeiträge werden als sonstige Vermögenswerte aktiviert.

In den Fällen, in denen die Zuwendungen von dritter Seite direkt an die Arbeitnehmer der Gesellschaften des edding Konzerns gezahlt werden, unterbleibt eine Erfassung der öffentlichen Beihilfen.

Darüber hinaus wurden für zwei niederländische Gesellschaften des edding Konzerns Lohnkostenzuschüsse bei einer staatlichen Stelle beantragt. Der Zuschuss ist eine Aufwandsentschädigung für Lohnkosten innerhalb des Zeitraums vom 1. März bis 31. Mai 2020, der an den prozentualen Umsatzrückgang für diesen Zeitraum gekoppelt ist. edding France SAS, EDDING (U.K.) LTD. und edding Hellas Ltd. haben ebenfalls Lohnkostenzuschüsse beantragt und erhalten. Diese Zuschüsse werden ebenfalls als Minderung des Personalaufwands dargestellt.

Rückstellungen für Pensionen

Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden auf der Grundlage versicherungsmathematischer Berechnungen nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren für leistungsorientierte Altersversorgungspläne unter Berücksichtigung des Gehalts- und Rententrends bewertet. Eine Fluktuationswahrscheinlichkeit wurde unter Beachtung der tatsächlichen Gegebenheiten nicht berücksichtigt. Der Zinssatz richtet sich nach den Verhältnissen am jeweiligen Kapitalmarkt für langfristige Wertpapiere.

Für wertpapiergebundene Pensionszusagen, bei denen die zur Deckung der Verpflichtungen dienenden Vermögenswerte nicht alle notwendigen Bedingungen erfüllen, um als Planvermögen nach IAS 19 anerkannt zu werden, wird die Bewertung der Verpflichtungen mit dem beizulegenden Zeitwert der zugrundeliegenden Vermögenswerte durchgeführt, solange der beizulegende Zeitwert die garantierten Mindestzusagen nicht unterschreitet.

edding weist die versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste aus den leistungsorientierten Pensionsverpflichtungen in voller Höhe erfolgsneutral aus. Die gegen das Eigenkapital verrechneten versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste werden außerhalb der Konzerngewinn- und -verlustrechnung in der Konzerngesamtergebnisrechnung als gesonderte Eigenkapitalveränderung ausgewiesen. Auf die erfassten Wertänderungen der Pensionsrückstellungen werden latente Steuern berechnet, die ebenfalls ergebnisneutral erfasst werden.

Sonstige Rückstellungen und Steuerrückstellungen

Sonstige Rückstellungen und Steuerrückstellungen werden gebildet, wenn eine gegenwärtige Verpflichtung gegenüber Dritten besteht, die Inanspruchnahme wahrscheinlich ist und die Höhe des erwarteten Ressourcenabflusses zuverlässig geschätzt werden kann. Enthält die Verpflichtung einen Zinsanteil, wird die Rückstellung mit dem Barwert angesetzt.

Verpflichtungen, die dem Grunde nach unzweifelhaft sind, deren Höhe oder Fälligkeit aber nicht eindeutig feststeht, werden als abgegrenzte Schulden („accruals“) unter den sonstigen kurzfristigen Verbindlichkeiten ausgewiesen.

Verbindlichkeiten

Verbindlichkeiten und Darlehen werden bei ihrer erstmaligen Erfassung mit dem beizulegenden Zeitwert abzüglich der mit der Kreditaufnahme direkt verbundenen Transaktionskosten bewertet.

Nach der erstmaligen Erfassung werden Verbindlichkeiten und Darlehen gemäß IFRS 9 zu fortgeführten Anschaffungskosten angesetzt, die im Wesentlichen den beizulegenden Zeitwerten entsprechen.

Aufwands- und Ertragsrealisierung

Umsätze werden unter Abzug von Erlösschmälerungen wie Boni, Skonti, Rabatte und bestimmten Werbekostenzuschüssen mit Erbringung der Leistung beziehungsweise Übergang der Gefahren auf den Kunden realisiert. Zinserträge und -aufwendungen werden periodengerecht erfasst. Nutzungsentgelte (Lizenzgebühren) werden periodengerecht in Übereinstimmung mit dem wirtschaftlichen Gehalt des zugrunde liegenden Vertrags erfasst. Dividenden werden mit Entstehen des Rechtsanspruchs vereinnahmt. Betriebliche Aufwendungen werden mit Inanspruchnahme der Leistung beziehungsweise zum Zeitpunkt ihrer Verursachung ergebniswirksam erfasst.

Die Aufwendungen und Erträge der edding Argentina S.A. und der Legamaster LatAm S.A. werden unter Berücksichtigung der Veränderung des allgemeinen Preisniveaus nach IAS 29 erfasst.

Hochinflationsanpassungen

Nicht-monetäre Bilanzposten, insbesondere immaterielle sowie materielle Vermögenswerte des Anlagevermögens, Nutzungsrechte, Vorräte sowie die Positionen des Eigenkapitals der edding Argentina S.A. und Legamaster LatAm S.A. werden unter Verwendung eines allgemeinen Preisindex, der die Veränderung der allgemeinen Kaufkraft widerspiegelt, einbezogen. Darüber hinaus sind alle Posten der Gewinn- und Verlustrechnung an die Kaufkraft des Abschlussstichtags anzupassen. Die daraus resultierenden Anpassungseffekte werden in der Konzerngewinn- und -verlustrechnung im separaten Posten „Ergebnis aus der Nettoposition der monetären Posten gemäß IAS 29“ erfasst.

Monetäre Bilanzposten hingegen müssen nicht angepasst werden, da sie bereits in der am Abschlussstichtag geltenden Maßeinheit abgebildet werden.

Die Federación Argentina de Consejos Profesionales de Ciencias Económicas (FACPCE) veröffentlicht die Indizes, die Unternehmen mit dem Argentischen Peso als funktionaler Währung anzuwenden haben. Diese Indizes beruhen weitgehend auf dem Großhandelspreisindex für Perioden bis 31. Dezember 2016 und auf dem Einzelhandelspreisindex für die Zeiträume danach. Nachfolgend ist die Entwicklung der Indizes gemäß IAS 29 aufgeführt:

31.12.2020 31.12.2019
Allgemeiner Preisindex 385,8826 283,4442
Anpassungsfaktor 1,0000 1,3614

Erstmalig angewandte Standards und Interpretationen

Neue Standards und Interpretationen sowie Änderungen von Standards

Für das Geschäftsjahr 2020 wurden alle Rechnungslegungsstandards angewendet, die bis zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2020 in der EU zwingend anzuwenden waren. Von einer vorzeitigen Anwendung noch nicht verpflichtend per 31. Dezember 2020 anzuwendender Standards wurde abgesehen. Beginnend mit dem Geschäftsjahr 2020 waren folgende durch das IASB neu herausgegebene oder überarbeitete und von der EU anerkannte Standards und Interpretationen erstmalig verpflichtend anzuwenden:

Standard/Interpretation Inhalt der Neuerung/Überarbeitung Anwendungspflicht
Änderungen von Standards
IFRS 9, IAS 39 und IFRS 7 (Phase 1) Reform der Referenzzinssätze 01.01.2020 (EU)
IAS 1 / IAS 8 Definition von Wesentlichkeit 01.01.2020 (EU)
IFRS 3 Unternehmenszusammenschlüsse 01.01.2020 (EU)
IFRS 16 COVID-19 bezogene Mietzugeständnisse 01.01.2020 (EU)
Framework Verweise zum Rahmenkonzept in IFRS Standards 01.01.2020 (EU)

Die Änderungen von Standards hatten keine oder keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzernabschluss der edding AG.

European Single Electronic Format (ESEF)

Die EU-Kommission hat einen technischen Regulierungsstandard, European Single Electronic Format (ESEF), vorgegeben, wonach alle Unternehmen verpflichtet sind, ihre Jahresabschlüsse in einem einheitlichen Format, Extensible Hypertext Markup Language (xhtml) zu berichten und für bestimmte Angaben des Konzernabschlusses eine iXBRL-Auszeichnung vorzunehmen. Der Standard ist in der EU verpflichtend für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2020 beginnen. Die edding AG kommt der Erfüllung dieser Vorgaben nach und wird den Geschäftsbericht zum 31. Dezember 2020 entsprechend den ESEF Vorgaben veröffentlichen.

Nicht angewandte, bereits veröffentlichte Standards und Interpretationen

Das IASB und das IFRIC haben weitere Standards, Überarbeitungen und Interpretationen mit möglicher Relevanz für den edding Konzern verabschiedet, die im Geschäftsjahr 2020 noch nicht verpflichtend anzuwenden waren:

Standard / Interpretation Inhalt der Neuerung / Überarbeitung Anwendungspflicht Übernahme durch EU erfolgt Voraussichtliche Auswirkungen
Neue Standards
IFRS 17 Versicherungsverträge 01.01.2023 nein keine
Änderungen von Standards
IFRS 4 Verschiebung von IFRS 9 01.01.2021 ja keine
IFRS 9, IAS 39, IFRS 7, Reform der Referenzzinssätze 01.01.2021 ja keine wesentlichen
IFRS 4 und IFRS 16 (Phase 2) Auswirkungen
IFRS 3 Verweis auf das Rahmenkonzept 01.01.2022 nein keine
IAS 16 Erlöse vor der beabsichtigten Nutzung einer Sachanlage 01.01.2022 nein keine
IAS 37 Belastende Verträge 01.01.2022 nein keine
Diverse Jährliche Verbesserungen an den IFRS (Zyklus 2018-2020) 01.01.2022 nein keine
IAS 1 Darstellung des Abschlusses: Klassifizierung von Verbindlichkeiten als kurz- und langfristig 01.01.2023 nein keine wesentlichen Auswirkungen

Der edding Konzern wird die genannten Standards und Interpretationen grundsätzlich ab der Berichtsperiode anwenden, ab welcher diese verpflichend anzuwenden sind.

Erläuterungen zur Konzernbilanz

6 Immaterielle Vermögenswerte

Die immateriellen Vermögenswerte haben sich wie folgt entwickelt:

Geschäfts- oder Firmenwerte Kundenstämme, Markenrechte Übrige immaterielle Vermögenswerte Geleistete Anzahlungen auf immaterielle Vermögenswerte Summe sonstige immaterielle Vermögenswerte
TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR
--- --- --- --- --- ---
Anschaffungskosten Stand 01.01.2019 3.876 1.945 8.167 127 10.239
Währungsumrechnung -10 - -473 - -473
Anpassung Hochinflation 2 - 446 - 446
Änderungen Konsolidierungskreis - - - - -
Zugänge - - 139 49 188
Umbuchungen - - 127 -127 -
Abgänge 121 702 3.779 - 4.481
Stand 31.12.2019 3.747 1.243 4.627 49 5.919
Währungsumrechnung -7 - -487 - -487
Anpassung Hochinflation 1 - 306 - 306
Änderungen Konsolidierungskreis - - - - -
Zugänge - - 262 174 436
Umbuchungen - - - - -
Abgänge - 1.090 - - 1.090
Stand 31.12.2020 3.741 153 4.708 223 5.084
Abschreibungen Stand 01.01.2019 628 1.945 6.786 - 8.731
Währungsumrechnung -10 - -473 - -473
Anpassung Hochinflation 3 - 436 - 436
Änderungen Konsolidierungskreis - - - - -
Zugänge - - 328 - 328
Umbuchungen - - - - -
Zuschreibungen - - - - -
Abgänge - 702 3.779 - 4.481
Stand 31.12.2019 621 1.243 3.298 - 4.541
Währungsumrechnung -7 - -483 - -483
Anpassung Hochinflation 1 - 298 - 298
Änderungen Konsolidierungskreis - - - - -
Zugänge - - 330 - 330
Umbuchungen - - - - -
Zuschreibungen - - - - -
Abgänge - 1.090 - - 1.090
Stand 31.12.2020 615 153 3.443 - 3.596
Buchwerte 31.12.2020 3.126 - 1.265 223 1.488
Buchwerte 31.12.2019 3.126 - 1.329 49 1.378

Der Buchwert der Geschäfts- oder Firmenwerte zum 31. Dezember 2020 betrifft die niederländische Tochtergesellschaft in Höhe von TEUR 2.754 (Vorjahr: TEUR 2.754) und die deutsche Tochtergesellschaft Prismade Labs GmbH in Höhe von TEUR 372 (Vorjahr: TEUR 372). In Folge der im Vorjahr erfolgten Erhöhung des Anteils an der Prismade Labs GmbH von 50,0 % auf 60,0 % war der Geschäfts- oder Firmenwert in Höhe von TEUR 121 erfolgsneutral zu mindern.

Die Geschäfts- oder Firmenwerte werden einem regelmäßigen Werthaltigkeitstest nach IAS 36 unterzogen, wobei die Nutzungswerte der Tochtergesellschaften die erzielbaren Beträge darstellen. Für die Beschreibung der Vorgehensweise, der relevanten Parameter und des Verzichts auf die Sensitivitätsanalyse verweisen wir auf die Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze in Textziffer 5.

Im abgelaufenen Geschäftsjahr ergab sich aus dem Werthaltigkeitstest der auf die niederländische und deutsche Tochtergesellschaften entfallenden Geschäfts- oder Firmenwerte kein Abwertungsbedarf.

Im Berichtsjahr wurden wie im Vorjahr keine Entwicklungsaufwendungen aktiviert, da die Voraussetzungen gemäß IAS 38 nicht erfüllt werden konnten. Die Summe der im Geschäftsjahr 2020 angefallenen Forschungs- und Entwicklungsausgaben beträgt TEUR 1.770 (Vorjahr: TEUR 1.636), die wie im Vorjahr vollständig aufwandswirksam erfasst wurden.

7 Sachanlagen

Die Sachanlagen haben sich wie folgt entwickelt:

Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken Technische Anlagen und Maschinen Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau Gesamt
TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR
--- --- --- --- --- ---
Anschaffungskosten Stand 01.01.2019 27.554 22.473 13.394 185 63.606
Währungsumrechnung -226 -403 -358 -4 -991
Anpassung Hochinflation 379 252 320 - 951
Änderungen Konsolidierungskreis - - - - -
Zugänge 1.731 906 1.233 1.202 5.072
Umbuchungen - 145 25 -170 -
Abgänge 19 970 917 - 1.906
Umgliederung in als zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte -929 - - - -929
Stand 31.12.2019 28.490 22.403 13.697 1.213 65.803
Währungsumrechnung -295 -430 -487 -2 -1.214
Anpassung Hochinflation 186 230 233 - 649
Änderungen Konsolidierungskreis - - - - -
Zugänge 328 372 1.249 314 2.263
Umbuchungen 452 425 158 -1.035 -
Abgänge 5.071 66 398 5 5.540
Stand 31.12.2020 24.090 22.934 14.452 485 61.961
Abschreibungen Stand 01.01.2019 22.270 18.168 10.887 12 51.337
Währungsumrechnung -225 -405 -356 -4 -990
Anpassung Hochinflation 216 235 252 - 703
Änderungen Konsolidierungskreis - - - - -
Zugänge 382 848 1.093 - 2.323
Umbuchungen - - - - -
Zuschreibungen - - - - -
Abgänge 19 947 812 - 1.778
Umgliederung in als zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte - - - - -
Stand 31.12.2019 22.624 17.899 11.064 8 51.595
Währungsumrechnung -291 -402 -452 -2 -1.147
Anpassung Hochinflation 79 230 191 - 500
Änderungen Konsolidierungskreis - - - - -
Zugänge 381 880 985 - 2.246
Umbuchungen - - - - -
Zuschreibungen - - - - -
Abgänge 5.053 66 336 - 5.455
Stand 31.12.2020 17.740 18.541 11.452 6 47.739
Buchwerte 31.12.2020 6.350 4.393 3.000 479 14.222
Buchwerte 31.12.2019 5.866 4.504 2.633 1.205 14.208

Die edding AG hat ihren Sitz auf einem Betriebsgrundstück im Gewerbegebiet in Ahrensburg. Zum Bilanzstichtag valutieren die besicherten Darlehen mit TEUR 8.000 (Vorjahr: TEUR 1.000). Zum 31. Dezember 2020 betrug der Restbuchwert der als Sicherheit dienenden Vermögenswerte TEUR 2.543 (Vorjahr: TEUR 1.690).

Des Weiteren hat die edding AG ihre Betriebsimmobilie in Bautzen zur Darlehensbesicherung verwendet. Zum Bilanzstichtag valutieren die besicherten Darlehen mit TEUR 1.857 (Vorjahr: TEUR 0). Zum 31. Dezember 2020 betrug der Restbuchwert der als Sicherheit dienenden Vermögenswerte TEUR 2.428 (Vorjahr: TEUR 2.109).

Mit Vertragsdatum vom 15. Februar 2019 hatte die edding AG eine Büroimmobilie in Bargteheide mit Anschaffungskosten in Höhe von insgesamt TEUR 2.144 erworben. Die Anschaffungskosten wurden in Höhe von TEUR 1.631 dem selbst genutzten Immobilienteil und in Höhe von TEUR 513 der an Dritte vermieteten Etage inklusive Grundstücksanteil zugeordnet. Aufgrund der Nähe zum Hauptsitz in Ahrensburg fungiert die Immobilie als neuer Standort der deutschen Vertriebsgesellschaft des Geschäftsfelds Visuelle Kommunikation, der Legamaster GmbH. Für weiterführende Erläuterungen wird auf die Textziffer 9 verwiesen.

Im Geschäftsjahr 2020 wurden keine Vermögenswerte identifiziert, die gemäß IFRS 5 als „zur Veräußerung gehalten” zu klassifizieren waren. Zwar ist der Verkauf der Immobilie der edding Argentina S.A. geplant, jedoch werden die Kriterien gemäß IFRS 5 noch nicht kumulativ erfüllt.

Im Vorjahr wurden langfristige Vermögenswerte identifiziert, die gemäß IFRS 5 als zur Veräußerung gehalten zu klassifizieren waren. Hierbei handelte es sich um die Betriebsimmobilie in Wunstorf. Der Restbuchwert der seit Dezember 2019 zur Veräußerung gehaltenen Immobilie in Höhe von TEUR 929 wurde von den Sachanlagen in einen gesonderten Bilanzposten innerhalb der kurzfristigen Vermögenswerte umgegliedert. Für weitere Informationen verweisen wir auf die Textziffer 15.

Beschränkungen von Verfügungsrechten bei Sachanlagen liegen nicht vor. Mit Ausnahme der im Zusammenhang mit der Schließung der Produktion in San Juan zum 30. Juni 2019 stehenden Vermögenswerte mit einem Restbuchwert von TEUR 0 wurden keine Sachanlagen dauerhaft stillgelegt.

Zum 31. Dezember 2020 bestehen keine wesentlichen vertraglichen Verpflichtungen für den Erwerb von Sachanlagen.

Im Berichtsjahr wurden von den vereinnahmten öffentlichen Beihilfen (Investitionszulagengesetz) TEUR 53 (Vorjahr: TEUR 62) passivisch abgegrenzt. Aus der passiven Abgrenzung konnten im Geschäftsjahr 2020 TEUR 8 (Vorjahr: TEUR 9) erfolgswirksam aufgelöst werden.

8 Nutzungsrechte

Für die gemäß IFRS 16 bilanzierten Nutzungsrechte ergibt sich folgende Darstellung:

Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken Technische Anlagen und Maschinen Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung Gesamt
TEUR TEUR TEUR TEUR
--- --- --- --- ---
Buchwerte Stand 01.01.2019 2.731 - 1.954 4.685
Währungsumrechnung 10 - -5 5
Anpassung Hochinflation 185 - - 185
Zugänge 307 253 1.179 1.739
Umbuchungen - - - -
Abgänge - - -97 -97
Abschreibungen -1.164 -2 -1.026 -2.192
Sonstige Veränderungen - - 80 80
Stand 31.12.2019 2.069 251 2.085 4.405
Währungsumrechnung -18 - -74 -92
Anpassung Hochinflation -5 - - -5
Zugänge 4.197 - 1.315 5.512
Umbuchungen - - - -
Abgänge -2.146 - -674 -2.820
Abschreibungen -866 -21 -1.233 -2.120
Sonstige Veränderungen 974 - 555 1.529
Stand 31.12.2020 4.205 230 1.974 6.409

Die Nutzungsrechte wurden zum 1. Januar 2019 in Höhe des Buchwerts angesetzt, als ob der Standard (IFRS 16) bereits seit dem Bereitstellungsdatum der genutzten Vermögenswerte angewendet worden wäre.

Für ausführliche Erläuterungen wird auf die Textziffer 5 „Leasing“ verwiesen.

9 Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien

Die als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien haben sich wie folgt entwickelt:

TEUR
Anschaffungskosten
Stand 01.01.2019 4.184
Zugänge 513
Abgänge -
Stand 31.12.2019 4.697
Zugänge -
Abgänge -
Stand 31.12.2020 4.697
Abschreibungen
Stand 01.01.2019 3.525
Zugänge 12
Zuschreibungen -
Abgänge -
Stand 31.12.2019 3.537
Zugänge 13
Zuschreibungen -
Abgänge -
Stand 31.12.2020 3.550
Buchwert 31.12.2020 1.147
Buchwert 31.12.2019 1.160

Im Bilanzposten „Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien" wird ein nicht mehr selbst genutztes und nunmehr zur Vermietung gehaltenes Lagergebäude am Verwaltungssitz der edding AG und der dazugehörige Grundstücksanteil ausgewiesen. Der auf die als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien entfallende Grundstücksanteil dient als Sicherheit für finanzielle Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten. Hierzu wird auf Textziffer 7 verwiesen.

Im Vorjahr wurde eine Büroimmobilie in Bargteheide erworben. Eine Etage der Immobilie wird nicht selbst genutzt, sondern an einen Dritten vermietet. Daher war dieser Gebäudeteil und der dazugehörige Grundstücksanteil in Höhe von TEUR 513 als „Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien" zu klassifizieren.

Im Geschäftsjahr wurden Mieteinahmen ohne vertraglich vereinbarte Nebenkostenzahlungen in Höhe von TEUR 272 (Vorjahr: TEUR 261) erzielt. Die Leasingverträge sind den Regelungen des IFRS 16 folgend als Operating-Lease zu klassifizieren. Die Aufwendungen für Instandhaltungen und Reparaturen für als Finanzinvestition gehaltene Immobilien belaufen sich im Geschäftsjahr auf TEUR 40 (Vorjahr: TEUR 37).

Aus den bestehenden ordentlich unkündbaren Mietverhältnissen im Wege des Operating-Leasing werden folgende Mietzahlungen ohne vertraglich vereinbarte Nebenkostenzahlungen in den nächsten Jahren erwartet:

31.12.2020 31.12.2019
TEUR TEUR
--- --- ---
bis 1 Jahr 272 272
1 bis 2 Jahre 272 272
2 bis 3 Jahre 41 272
3 bis 4 Jahre 41 41
4 bis 5 Jahre 41 41
über 5 Jahre 76 116
743 1.014

Der beizulegende Zeitwert der als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien beträgt abgeleitet aus Immobilienwertgutachten insgesamt TEUR 3.451 (Vorjahr: TEUR 3.451). Die Gutachten für das Lagergebäude in Ahrensburg und für die Büroimmobilie in Bargteheide wurden in 2019 beziehungsweise 2018 von einem externen Sachverständigen nach dem Ertragswertverfahren erstellt. Für Zwecke der Bewertung müssen Gutachter Faktoren, wie künftig zu erzielende Mieterträge und anzuwendende Kalkulationszinssätze, schätzen, die unmittelbar Einfluss auf den beizulegenden Zeitwert haben.

10 Sonstige Finanzanlagen

Die Anteile wurden am Bilanzstichtag in Höhe von TEUR 1.834 (Vorjahr: TEUR 3.482) zum beizulegenden Zeitwert bewertet.

Zum 31. Dezember 2014 hatte der edding Konzern Anteile an at-equity bilanzierten Unternehmen in Höhe von TEUR 3.440 ausgewiesen, die ausschließlich auf das Unternehmen Companhia de Canetas Compactor S.A., Rio de Janeiro, Brasilien, entfielen. Da der edding Konzern zum 31. Dezember 2015 trotz unveränderter Stimmrechtsquote sowie der Besetzung eines Aufsichtsratspostens seinen maßgeblichen Einfluss nicht mehr im Sinne des IAS 28 ausüben konnte, musste die Bilanzierung at-equity beendet werden und die Beteiligung wurde ab dem 31. Dezember 2015 gemäß IAS 39 als zur Veräußerung verfügbarer finanzieller Vermögenswert mit den Anschaffungskosten nach IAS 39.46 (c) ausgewiesen und mit TEUR 3.334 bewertet. Seit dem 1. Januar 2018 wird die Beteiligung nach IFRS 9 als strategisches Investment „erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert“ abgebildet.

Da bisher noch nicht alle Bedingungen für die Zahlung des Kaufpreises erfüllt waren, hat edding im Geschäftsjahr 2020 die anhaltenden Rechtsstreitigkeiten und die COVID-19-Pandemie zum Anlass genommen, mit dem Verkäufer eine nachträgliche Reduzierung des Kaufpreises auf nun TEUR 1.686 zu vereinbaren. edding geht von einem Rückgang des beizulegenden Zeitwerts der Anteile in der gleichen Größenordnung aus.

Die Reduzierung der Kaufpreisverbindlichkeit um TEUR 1.648 führt zu einem im Finanzergebnis auszuweisenden Ertrag. Die Verringerung der Beteiligung wird erfolgsneutral im sonstigen Ergebnis erfasst. Unter Berücksichtigung von bereits in Vorjahren getätigten Anzahlungen erfolgte in 2020 die vollständige Zahlung des reduzierten Kaufpreises in Höhe von TEUR 1.283.

Auf Basis der aktuell verfügbaren Informationen sieht der Vorstand die Wertindikationen, die sich aus der Nachverhandlung mit dem Verkäufer ergeben, derzeit als die beste Schätzung für den beizulegenden Zeitwert der Anteile an. In den Vorjahren wurden die Anschaffungskosten zur Schätzung des beizulegenden Zeitwerts herangezogen.

Für weitere Informationen verweisen wir auf die Textziffer 29.

11 Vorräte

Der ausgewiesene Vorratsbestand setzt sich wie folgt zusammen:

31.12.2020 31.12.2019
TEUR TEUR
--- --- ---
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 3.548 2.692
Unfertige Erzeugnisse 699 581
Fertige Erzeugnisse und Waren 30.012 26.570
34.259 29.843

Es bestehen keine Eigentums- oder Verfügungsbeschränkungen. Ebenso wurden keine Vorräte als Sicherheit für Verbindlichkeiten verpfändet. Zum Bilanzstichtag bestanden Wertberichtigungen aufgrund von niedrigeren Nettoveräußerungswerten von TEUR 4.218 (Vorjahr: TEUR 3.181). Die Veränderungen der Wertberichtigungen werden unter dem Materialaufwand erfasst.

Die Wertberichtigungen werden für mangelnde Gängigkeit, zu hohe Reichweiten, individualisierte Einschätzungen und zur Berücksichtigung niedrigerer Marktpreise am Bilanzstichtag (Grundsatz der verlustfreien Bewertung) gebildet. Im Geschäftsjahr 2020 wurden Vorräte in Höhe von TEUR 1.332 (Vorjahr: TEUR 239) aufwandswirksam wertberichtigt. In Höhe von TEUR 295 (Vorjahr: TEUR 529) wurden in Vorperioden erfasste Wertberichtigungen ertragswirksam aufgelöst.

Die argentinische Tochtergesellschaft hat ihren einzigen Produktionsstandort in San Juan zum 30. Juni 2019 geschlossen und bezieht die Produkte der Marke edding fortan überwiegend vom deutschen Produktionsstandort in Bautzen sowie zu einem geringeren Umfang von der edding Colombia S.A.S., Kolumbien. Im Zusammenhang mit der Schließung der Produktion wurden im ersten Halbjahr des Vorjahres zusätzlich zu den vorstehend genannten Beträgen Vorräte in Höhe von TEUR 506 wertberichtigt.

12 Forderungen aus Lieferungen und Leistungen / Sonstige Forderungen und Vermögenswerte

31.12.2020 31.12.2019
TEUR TEUR
--- --- ---
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 19.670 23.659
Sonstige Forderungen und Vermögenswerte 9.217 9.476
28.887 33.135
Davon mit einer Restlaufzeit von:
bis zu 1 Jahr 22.095 26.701
über 1 Jahr 6.792 6.434

Die sonstigen Forderungen und Vermögenswerte setzen sich wie folgt zusammen:

31.12.2020 31.12.2019
TEUR TEUR
--- --- --- --- --- --- ---
Gesamt Davon langfristig Davon kurzfristig Gesamt Davon langfristig Davon kurzfristig
--- --- --- --- --- --- ---
Finanzielle sonstige Forderungen und Vermögenswerte 1.868 523 1.345 2.256 719 1.537
Sonstige finanzielle Forderungen und Vermögenswerte 1.291 523 768 1.151 594 557
davon Mitarbeiterdarlehen 318 269 49 364 328 36
davon Forderungen Lieferanten 363 - 363 219 - 219
davon Mietkautionen 254 254 - 233 223 10
davon Übrige 356 - 356 335 43 292
Derivate 219 - 219 480 125 355
Argentinische Staatsanleihen 358 - 358 625 - 625
Nichtfinanzielle sonstige Forderungen und Vermögenswerte 7.349 6.269 1.080 7.220 5.717 1.503
Aktivwerte von Versicherungen / Wertpapierfonds zur Finanzierung betrieblicher Altersvorsorge 6.332 6.269 63 5.751 5.717 34
Umsatzsteuerforderungen 896 - 896 733 - 733
Geleistete Anzahlungen - - - 679 - 679
Übrige 121 - 121 57 - 57
9.217 6.792 2.425 9.476 6.436 3.040

Zum 31. Dezember 2020 bestehen Wertberichtigungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 872 (Vorjahr: TEUR 858).

Im Geschäftsjahr 2020 sind keine Forderungen in den sonstigen Vermögenswerten wertberichtigt (Vorjahr: TEUR 99). Es bestehen wie im Vorjahr keine wesentlichen Eigentums- und Verfügungsbeschränkungen. Im edding Konzern liegt keine wesentliche Konzentration von Ausfallrisiken vor, da diese über eine große Anzahl von Vertragspartnern und Kunden verteilt sind.

Die folgende Übersicht zeigt die Entwicklung der Wertberichtigungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen:

2020 2019
TEUR TEUR
--- --- ---
Stand 01.01. 858 974
Inanspruchnahme -347 -206
Auflösung -80 -76
Aufwandswirksame Zuführungen 285 104
Währungsumrechnung 156 62
Stand 31.12. 872 858

Die Wertberichtigungen gliedern sich nach Einzelwertberichtigungen und aus Erfahrungswerten abgeleiteten Wertberichtigungen wie folgt:

31.12.2020 31.12.2019
TEUR TEUR
--- --- ---
Einzelwertberichtigungen (Stufe 3) 550 507
Wertberichtigungen auf Basis von
Erfahrungswerten (Stufe 2)
Forderungen < 90 Tage überfällig 240 271
Forderungen > 90 Tage überfällig 82 80
872 858

Die Forderungen, für die keine Einzelwertberichtigungen auf Basis individueller Beurteilungen gebildet wurden, werden anhand von Erfahrungswerten über Ausfallwahrscheinlichkeiten und Verlustquoten auf Basis der nachfolgend aufgeführten Bandbreiten für die verschiedenen Gesellschaften des edding Konzerns wertberichtigt:

31.12.2020 31.12.2019
Bandbreiten
Ausfallwahrscheinlichkeiten 0,4 % - 23,4 % 0,6 % - 23,4 %
Verlustquoten 0,0 % - 61,1 % 0,0 % - 67,6 %

Zu Ausführungen zum Forderungsmanagement wird auf Textziffer 34 verwiesen.

13 Flüssige Mittel

Der in der Konzernbilanz ausgewiesene Betrag von TEUR 36.386 (Vorjahr: TEUR 24.155) betrifft im Wesentlichen Guthaben bei Kreditinstituten. Zum 31. Dezember 2020 bestehen Wertberichtigungen auf flüssige Mittel in Höhe von TEUR 193 (Vorjahr: TEUR 139), die auf der Grundlage von Banken-Ratings und daraus abgeleiteten Ausfallwahrscheinlichkeiten ermittelt wurden. Da sämtliche Banken ein „Investment Grade“ aufweisen, wurde ausschließlich der erwartete 12-Monats-Kreditverlust erfasst (Stufe 1 des allgemeinen Wertminderungsmodells). Es waren während der Berichtsperiode keine Umgliederungen zwischen den einzelnen Stufen des allgemeinen Wertminderungsmodells vorzunehmen.

Die folgende Übersicht zeigt die Entwicklung der Wertberichtigungen auf flüssige Mittel:

2020 2019
TEUR TEUR
--- --- ---
Stand 01.01. 139 146
Inanspruchnahme - -
Auflösung - -7
Aufwandswirksame Zuführungen 54 -
Währungsumrechnung 0 0
Stand 31.12. 193 139

Die flüssigen Mittel werden entsprechend der nachfolgend dargestellten Bandbreiten für die Ausfallwahrscheinlichkeiten der einzelnen Kreditinstitute der Gesellschaften des edding Konzerns wertberichtigt:

31.12.2020 31.12.2019
Ausfallwahrscheinlichkeiten 0,00 % - 1,26 % 0,02 % - 1,21 %

14 Rechnungsabgrenzungsposten

Die sonstigen Rechnungsabgrenzungsposten enthalten im Wesentlichen im Voraus gezahlte Versicherungsprämien, Mieten, Marketingaufwendungen und Wartungskosten.

15 Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte

Zum 31. Dezember 2020 sind in den kurzfristigen Vermögenswerten der Konzernbilanz keine als zur Veräußerung gehaltenen langfristigen Vermögenswerte (Vorjahr: TEUR 929) ausgewiesen. Im Vorjahr handelte es sich hierbei um die Betriebsimmobilie in Wunstorf. Diese wurde zum 1. Dezember 2020 veräußert. Hieraus ergab sich ein Veräußerungsgewinn in Höhe von TEUR 1.611. Dieser wurde in Höhe von TEUR 48 für den Gewinnanteil, der sich auf das zurückbehaltene Recht im Rahmen der Sale-and- lease-back-Transaktion aus dem Verkauf des Gebäudes bezieht, abgegrenzt.

Für die Ausführungen zur Anwendung des IFRS 5 verweisen wir auf die Textziffern 5 und 7.

16 Eigenkapital

Die Eigenkapitalentwicklung im Geschäftsjahr 2020 ist aus der Eigenkapitalveränderungsrechnung des Konzerns ersichtlich.

Das Grundkapital betrug am Bilanzstichtag TEUR 5.366 (Vorjahr: TEUR 5.366). Es ist eingeteilt in 600.000 Stück (Vorjahr: 600.000 Stück) Stammstückaktien und 473.219 Stück (Vorjahr: 473.219 Stück) Vorzugsstückaktien im rechnerischen Wert von je EUR 5,00 pro Stück. Sämtliche Aktien lauten auf den Inhaber. Die Vorzugsstückaktien sind stimmrechtslos.

Gemäß § 19 der Satzung erhalten die Inhaber von Vorzugsaktien ohne Stimmrecht aus dem jährlichen Bilanzgewinn eine um 2 % (Vorjahr: 2 %) höhere Dividende als die Inhaber von Stammaktien, jedoch mindestens eine Dividende in Höhe von 4 % (Vorjahr: 4 %) des auf jede der Vorzugsaktien entfallenden anteiligen Betrages des Grundkapitals. Reicht der Bilanzgewinn eines oder mehrerer Geschäftsjahre nicht zur Vorwegausschüttung von mindestens 4% (Vorjahr: 4 %) auf die Vorzugsaktien aus, so werden die fehlenden Beträge ohne Zinsen aus dem Bilanzgewinn der folgenden Geschäftsjahre in der Weise nachgezahlt, dass die älteren Rückstände vor den jüngeren zu tilgen und die aus dem Gewinn eines Geschäftsjahres für dieses zu zahlenden Vorzugsbeträge erst nach Tilgung sämtlicher Rückstände zu leisten sind. Das Nachzahlungsrecht ist Bestandteil des Gewinnanteils desjenigen Geschäftsjahres, aus dessen Bilanzgewinn die Nachzahlung auf die Vorzugsaktien gewährt wird.

Hinsichtlich der besonderen Rechte von Vorzugsaktionären verweisen wir zudem auf die allgemein gültigen gesetzlichen Regelungen des § 140 Abs. 2 AktG. Ist der Vorzug nachzuzahlen und wird der Vorzugsbetrag in einem Jahr nicht oder nicht vollständig gezahlt und im nächsten Jahr nicht neben dem vollen Vorzug für dieses Jahr nachgezahlt, so haben die Vorzugsaktionäre das Stimmrecht, bis die Rückstände gezahlt sind. Ist der Vorzug nicht nachzuzahlen und wird der Vorzugsbetrag in einem Jahr nicht oder nicht vollständig gezahlt, so haben die Vorzugsaktionäre das Stimmrecht, bis der Vorzug in einem Jahr vollständig gezahlt ist. Solange das Stimmrecht besteht, sind die Vorzugsaktien auch bei der Berechnung einer nach Gesetz oder Satzung erforderlichen Kapitalmehrheit zu berücksichtigen. Die Kapitalrücklage enthält die bei der Ausgabe von Vorzugs- und Stammstückaktien über den Nennbetrag hinaus erzielten Beträge.

Der Ausgleichsposten für Fremdwährungsumrechnung und Hochinflation resultiert aus der Währungsumrechnung von Abschlüssen ausländischer Tochterunternehmen sowie aus Kaufkraftanpassungseffekten gemäß IAS 29. Für weitere Informationen zur Anwendung des IAS 29 verweisen wir auf die Textziffer 5.

Die Gewinnrücklagen enthalten die in der Vergangenheit erzielten Ergebnisse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, soweit sie nicht ausgeschüttet wurden. Weiterhin erfolgte in den Gewinnrücklagen teilweise die Verrechnung von aktiven Unterschiedsbeträgen aus der Kapitalkonsolidierung, die vor der Umstellung auf IFRS entstanden sind. Zudem sind die Effekte aus der Erstanwendung des IFRS 16, IAS 29 und IFRS 9 enthalten.

Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste aus Pensionsverpflichtungen nach IAS 19 und Rückstellungen für Jubiläumsverpflichtungen sowie Treueprämien werden vollständig erfolgsneutral in einer hierfür vorgesehenen Rücklage im Eigenkapital erfasst. Die entsprechenden latenten Steuern werden ebenfalls erfolgsneutral erfasst.

Zudem wird im Eigenkapital unter Berücksichtigung der Entstehung von latenten Steuereffekten erfolgsneutral eine Cashflow Hedge Rücklage gebildet. Die Rücklage enthält die nicht realisierten Gewinne und Verluste aus Derivaten, welche die Voraussetzungen der Designation zum Cashflow Hedge Accounting gemäß der Übergangsvorschrift nach IFRS 9.7.2.21 erfüllen.

Die Wertänderungen von Beteiligungen werden aufgrund eines bei Einführung von IFRS 9 ausgeübten Wahlrechts („Fair value through OCI“) erfolgsneutral in einer separaten Rücklage im Eigenkapital berücksichtigt. Im Geschäftsjahr 2020 war erstmalig die Rücklage hierfür zu bilden und ist auf den Rückgang des beizulegenden Zeitwerts der Beteiligung an dem brasilianischen Schreibgerätehersteller Companhia de Canetas Compactor S.A. zurückzuführen.

Anteile nicht beherrschender Gesellschafter

Die Anteile nicht beherrschender Gesellschafter bestehen an nachfolgend aufgeführten Tochtergesellschaften. Weitere Angaben zu den Gesellschaften befinden sich unter den Textziffern 2 und 43.

Konzerngesellschaft Mitgesellschafter 31.12.2020 Kapitalanteil 31.12.2019 Kapitalanteil
% TEUR % TEUR
--- --- --- --- --- ---
Legamaster LatAm S.A. lokales Management 30 -38 30 -1
Prismade Labs GmbH lokales Management 40 -629 40 -392
edding Colombia S.A.S. lokales Management 19 -324 19 -150
Anteile nicht beherrschender Gesellschafter -991 -543

Im Vorjahr wurde die Legamaster LatAm S.A. neu gegründet. Die Gesellschaft ist eine 70 %ige Tochtergesellschaft der Legamaster International B.V.

Darüber hinaus wurde im Vorjahr der Anteil an der Prismade Labs GmbH von 50,0 % auf 60,0 % und an edding Colombia S.A.S. von 60 % auf 80,87 % erhöht.

Bei der Ermittlung des auf die nicht beherrschenden Gesellschafter entfallenden Anteils des Reinvermögens der Prismade Labs GmbH werden vertraglich vereinbarte Regelungen für eine disquotale Verteilung von Erlös- und Liquiditätsüberschüssen zu Gunsten von edding berücksichtigt. Bei edding Colombia S.A.S. und Legamaster LatAm S.A. ergibt sich der auf nicht beherrschende Gesellschafter entfallende Anteil unmittelbar aus dem Kapitalanteil.

Die den Anteilen nicht beherrschender Gesellschafter zugewiesenen Anteile am Konzernergebnis und am sonstigen Ergebnis sowie die ihnen zugewiesenen Dividendenanteile werden in der Eigenkapitalveränderungsrechnung des Konzerns ausgewiesen. Nachfolgend werden die zusammengefassten Finanzinformationen für Tochterunternehmen mit wesentlichen nicht beherrschenden Anteilen dargestellt:

Legamaster LatAm S.A. Prismade Labs GmbH
31.12.2020; 1.12.20191 31.12.2020
--- --- --- ---
TEUR TEUR TEUR
--- --- --- ---
Erlöse und Erträge 229 2 469
Aufwendungen 427 9 1.086
Jahresergebnis - Anteil edding Konzern -144 -6 -380
Jahresergebnis - Anteil nicht beherrschender Gesellschafter -54 -1 -237
Sonstiges Ergebnis - Anteil nicht beherrschender Gesellschafter 0 0 -
Langfristige Vermögenswerte 29 8 697
Kurzfristige Vermögenswerte 88 4 194
Langfristige Verbindlichkeiten und Rückstellungen - - 35
Kurzfristige Verbindlichkeiten und Rückstellungen 263 18 490
Eigenkapital - Anteil edding Konzern -108 -5 995
Eigenkapital - Anteil nicht beherrschender Gesellschafter -38 -1 -629
Dividendenanteile nicht beherrschender Gesellschafter - - -
Prismade Labs GmbH edding Colombia S.A.S.
31.12.2019 31.12.2020 31.12.2019
--- --- --- ---
TEUR TEUR TEUR
--- --- --- ---
Erlöse und Erträge 200 2.470 3.087
Aufwendungen 1.144 3.665 3.786
Jahresergebnis - Anteil edding Konzern -698 -1.006 -426
Jahresergebnis - Anteil nicht beherrschender Gesellschafter -247 -189 -274
Sonstiges Ergebnis - Anteil nicht beherrschender Gesellschafter - 15 -3
Langfristige Vermögenswerte 733 373 477
Kurzfristige Vermögenswerte 115 3.050 3.816
Langfristige Verbindlichkeiten und Rückstellungen 1 - -
Kurzfristige Verbindlichkeiten und Rückstellungen 114 5.325 5.079
Eigenkapital - Anteil edding Konzern 1.125 -1.578 -636
Eigenkapital - Anteil nicht beherrschender Gesellschafter -392 -324 -150
Dividendenanteile nicht beherrschender Gesellschafter - - -

Die nicht beherrschenden Gesellschafter halten keine besonderen Schutzrechte. Garantiezahlungen sind nicht vereinbart. Der Zugriff auf Vermögenswerte der Tochterunternehmen ist nicht beschränkt. Der edding Konzern haftet für die Kontokorrentverbindlichkeiten der kolumbianischen Tochtergesellschaft in Höhe von maximal TEUR 4.000 (Vorjahr: maximal TEUR 2.200). Die Kreditlinie wurde durch die Gesellschaft zum 31. Dezember 2020 mit TEUR 3.240 (Vorjahr: TEUR 2.058) in Anspruch genommen.

1 Für die Legamaster LatAm S.A. werden die zusammengefassten Finanzinformationen vom Erstkonsolidierungszeitpunkt, dem 1. November 2019, bis zum 31. Dezember 2019 dargestellt.

17 Rückstellungen für Pensionen

Die edding AG sowie die inländischen Konzerngesellschaften edding International GmbH, edding Vertrieb GmbH, Legamaster GmbH, edding Expressive Skin und V. D. Ledermann & Co. GmbH (Vorjahr: edding International GmbH, edding Vertrieb GmbH, Legamaster GmbH und V. D. Ledermann & Co. GmbH) haben verschiedene Pensionspläne, die zum größten Teil als einzel- und tarifvertraglich geregelte Zusagen aus leistungsorientierten Pensionsplänen an Vorstände, Geschäftsführer und Mitarbeiter ausgestaltet sind. Die Höhe der Pensionsleistung wird bei den tariflichen Zusagen anhand der Beschäftigungsdauer und der zukünftigen geschätzten Gehalts- und Pensionstrends bestimmt.

Bei der Bewertung der zugesagten Leistungen wird in wertpapiergebundene und nicht wertpapiergebundene Verpflichtungen unterteilt. Die nicht wertpapiergebundenen zugesagten Leistungen werden jährlich unter Anwendung des Anwartschaftsbarwertverfahrens („Projected Unit Credit Method") versicherungsmathematisch berechnet. Die wertpapiergebundenen Pensionsrückstellungen werden mit dem beizulegenden Zeitwert der Wertpapiere bewertet, solange der Zeitwert den garantierten Mindestbetrag nicht unterschreitet. Die zugrundeliegenden Wertpapiere qualifizieren nicht als Planvermögen gemäß den Kriterien des IAS 19. Der beizulegende Zeitwert der Wertpapiere beträgt zum Bilanzstichtag TEUR 6.269 (Vorjahr: TEUR 5.717). Auch für die nicht wertpapiergebundenen zugesagten Leistungen liegt kein Planvermögen vor.

Die Finanzierung der betrieblichen Altersversorgung erfolgt für die Mitarbeiter und zu einem geringen Teil für die Vorstände durch Fonds, die zurzeit ausschließlich aus Wertpapieren bestehen.

Den Wertpapierrisiken wird dadurch begegnet, dass die Versorgungspläne regelmäßig überprüft und bei Bedarf entsprechend angepasst werden. Das Wertpapierportfolio wird durch einen professionellen Vermögensverwalter gemanagt. Dabei wird der Wert der Wertpapiere kontinuierlich beobachtet und Gegenmaßnahmen werden noch vor Unterschreitung des auf Basis der Mindestverzinsung errechneten Wertes eingeleitet.

Die Pensionsverpflichtungen des Konzerns teilen sich wie folgt in wertpapiergebundene und rückstellungsfinanzierte Pensionszusagen auf:

31.12.2020 31.12.2019
TEUR TEUR
--- --- ---
Anwartschaftsbarwert nicht wertpapiergebundener Pensionszusagen 7.923 8.311
Anwartschaftsbarwert wertpapiergebundener Pensionszusagen 6.270 5.717
Anwartschaftsbarwert = Bilanzwert 14.193 14.028

Der Anwartschaftsbarwert entwickelte sich insgesamt wie folgt:

2020 2019
TEUR TEUR
--- --- ---
Anwartschaftsbarwert (DBO) 01.01. 14.028 12.519
Laufender / nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand 196 187
Aufzinsung der erwarteten Pensionsverpflichtung 165 209
Wertänderung der zusätzlichen Verpflichtung aus Wertpapieren 91 415
Versicherungsmathematische Verluste 994 2.044
Pensionszahlungen für Versorgungsverpflichtungen -1.354 -1.412
Zuwendungen durch Arbeitnehmer 74 66
Anwartschaftsbarwert (DBO) 31.12. 14.193 14.028

Der laufende Dienstzeitaufwand betrifft mit TEUR 32 (Vorjahr: TEUR 30) Mitglieder des Vorstands.

Die Pensionsrückstellungen enthalten im Geschäftsjahr 2020 versicherungsmathematische Verluste in Höhe von TEUR 994 (Vorjahr: TEUR 2.044). In den Anwartschaftsbarwerten sind kumulierte versicherungsmathematische Verluste in Höhe von TEUR 7.623 (Vorjahr: TEUR 6.628) enthalten, die erfolgsneutral im Eigenkapital erfasst wurden. Die korrespondierenden latenten Steuereffekte wurden ebenfalls erfolgsneutral im Eigenkapital erfasst. Die Veränderung der versicherungsmathematischen Verluste resultiert aus Bestandsänderungen sowie der Veränderung von Zins- und Trendannahmen.

Die Berechnung der Pensionsverpflichtung erfolgt nach versicherungsmathematischen Methoden durch unabhängige Gutachter unter Berücksichtigung der nachfolgenden Annahmen. Diese Berechnungsparameter werden jährlich geschätzt:

31.12.2020 31.12.2019
Abzinsungssatz 0,5 % - 0,9 % 0,6 % - 1,0 %
Gehaltsteigerungstrend 0,0 % 0,0 %
Rentensteigerungstrend 0,0 % -1,8 % 0,0 % - 1,8 %

Weiter dienten als Basis für die Berechnung wie auch im Vorjahr die Sterbetafeln “Richttafeln 2018 G" von Prof. Dr. Klaus Heubeck. Der Gehaltsteigerungstrend beträgt Null, da die nicht wertpapiergebundenen Pensionsverpflichtungen ausschließlich laufende Renten betreffen.

Der Nettopensionsaufwand (einschließlich Zinsaufwand) wird in der Konzerngewinn- und -verlustrechnung als Personalaufwand sowie im Finanzergebnis (Entwicklung der zur Deckung der Pensionsverpflichtungen angeschafften Wertpapiere) ausgewiesen und setzt sich wie folgt zusammen:

2020 2019
TEUR TEUR
--- --- ---
Aufwand für im Berichtsjahr erdiente Pensionsansprüche (laufender Dienstzeitaufwand) 196 187
Aufzinsung der erwarteten Pensionsverpflichtung 91 209
Nettopensionsaufwand 287 396

Die laufenden Beitragszahlungen für beitragsorientierte Altersversorgungssysteme werden als Aufwand im betreffenden Geschäftsjahr im Personalaufwand ausgewiesen und belaufen sich im Geschäftsjahr 2020 auf TEUR 2.955 (Vorjahr: TEUR 2.570). Diese betreffen im Wesentlichen Zahlungen an staatliche Rentenversicherungsträger aufgrund gesetzlicher Bestimmungen.

edding hat einen eigenen Anspruch gegen die Bundesagentur für Arbeit (BA) oder einer ähnlichen Behörde auf Erstattung von Sozialversicherungsbeiträgen für Arbeitsausfälle in Bezug von Kurzarbeitergeld geltend gemacht. Folglich werden im Geschäftsjahr 2020 die laufenden Beitragszahlungen für beitragsorientierte Altersversorgungssysteme um TEUR 124 aufgrund von Erstattungen der vom Arbeitgeber zu tragenden Beträge zur Sozialversicherung durch die BA oder einer ähnlichen Behörde gemindert.

Eine Veränderung der oben aufgeführten Berechnungsparameter um 50 Basispunkte (Vorjahr: 50 Basispunkte) im Rahmen des Abzinsungssatzes beziehungsweise 25 Basispunkte (Vorjahr: 25 Basispunkte) in Bezug auf den Rentensteigerungstrend würde den Anwartschaftsbarwert um die folgenden Beträge erhöhen beziehungsweise vermindern:

Anwartschaftsbarwert
Veränderung der DBO Anstieg / Rückgang 31.12.2020 31.12.2019
--- --- --- ---
TEUR TEUR
--- --- --- ---
Abzinsungssatz -50 540 546
50 -499 -504
Rentensteigerungstrend 25 91 100
-25 -89 -99

Die Veränderung der Lebenserwartung um ein Jahr hätte folgende Auswirkungen:

Veränderung der DBO Anstieg / Rückgang 31.12.2020 31.12.2019
TEUR TEUR
--- --- --- ---
Lebenserwartung + 1 Jahr 769 778
- 1 Jahr -724 -734

Die Berechnung der Sensitivitäten erfolgt nach den gleichen versicherungsmathematischen Methoden wie die Berechnung der in der Konzernbilanz erfassten Pensionsverpflichtungen. Insbesondere aufgrund des Zinseszinseffekts haben Erhöhung und Senkung der Zinssätze nicht den gleichen absoluten Effekt. Bei gleichzeitiger Änderung mehrerer Annahmen entspricht der kumulierte Effekt nicht zwingend der Summe der Einzeleffekte. Des Weiteren verhält sich die Änderung des Anwartschaftsbarwertes nicht notwendigerweise linear zu einer Änderung der Annahmen.

Für das Geschäftsjahr 2021 werden Arbeitgeberbeiträge zu leistungsorientierten Versorgungsplänen in Höhe von 199 (Vorjahr: TEUR 253) erwartet.

Die durchschnittliche gewichtete Laufzeit der Leistungsverpflichtungen beträgt 12,0 Jahre (Vorjahr: 12,3 Jahre). Die im Geschäftsjahr 2020 in den nächsten 10 Jahren erwarteten Leistungszahlungen sind in der folgenden Tabelle dargestellt:

31.12.2020
TEUR
--- ---
Erwartete Leistungsauszahlungen
2021 1.644
2022 1.344
2023 1.193
2024 920
2025 876
2026-2030 2.963

Die im Vorjahr in den nächsten 10 Jahren erwarteten Leistungsauszahlungen sind in der folgenden Tabelle dargestellt:

31.12.2019
TEUR
--- ---
Erwartete Leistungsauszahlungen
2020 1.539
2021 1.280
2022 1.210
2023 1.068
2024 824
2025-2029 3.060

18 Sonstige lang- und kurzfristige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen haben sich wie folgt entwickelt:

Sonstige langfristige Rückstellungen Sonstige kurzfristige Rückstellungen
TEUR TEUR
--- --- ---
Stand 01.01.2019 1.237 124
Inanspruchnahme -47 -124
Auflösung -47 -27
Umgliederung -61 61
Währungsumrechnung -1 -3
Zuführung 256 285
Stand 31.12.2019 1.337 316
Inanspruchnahme -89 -85
Auflösung -6 -
Umgliederung -89 89
Währungsumrechnung - -73
Zuführung 175 -
Stand 31.12.2020 1.328 247

Die langfristigen Rückstellungen umfassen im Wesentlichen die Rückstellungen für Jubiläumszuwendungen und bei Renteneintritt zu zahlende Treueprämien an Mitarbeiter. Die Jubiläumsverpflichtungen und Treueprämien sind als „other long term employee benefits” mittels des Anwartschaftsbarwertverfahrens versicherungsmathematisch mit einem Rechnungszins von 0,90 % (Vorjahr: 0,95 %) unter Berücksichtigung einer Gehaltserhöhung von 2,00 % p.a. (Vorjahr: 2,00 % p.a.) und einer geschätzten firmenspezifischen Fluktuation berechnet worden. Die Bewertung berücksichtigt in 2020 erfolgsneutral im Eigenkapital erfasste versicherungsmathematische Verluste von TEUR 14 (Vorjahr: TEUR 68). Im Bestand der Rückstellungen sind kumulierte versicherungsmathematische Verluste in Höhe von TEUR 44 (Vorjahr: TEUR 29) enthalten, die erfolgsneutral im Eigenkapital erfasst wurden. Die korrespondierenden latenten Steuereffekte wurden ebenfalls erfolgsneutral im Eigenkapital erfasst. Die Veränderung der versicherungsmathematischen Verluste resultiert aus Bestandsänderungen sowie der Veränderung von Zins- und Trendannahmen. Die Arbeitgeberanteile zur Sozialversicherung wurden bei der Bewertung berücksichtigt.

Zum 31. Dezember 2020 beinhalten die kurzfristigen Rückstellungen im Wesentlichen Rückstellungen für Altersvorsorge in Höhe von TEUR 108 (Vorjahr: TEUR 27) sowie Restrukturierungsrückstellungen für die argentinische Tochtergesellschaft in Höhe von TEUR 117 (Vorjahr: TEUR 184). Im Vorjahr betrafen die kurzfristigen Rückstellungen im Wesentlichen Restrukturierungsrückstellungen sowie Rückstellungen für Altersteilzeitverpflichtungen.

Nach der Schließung des Produktionsstandorts in San Juan zum 30. Juni 2019 wurden bei der argentinischen Tochtergesellschaft weitere Restrukturierungsmaßnahmen durchgeführt, da sich die wirtschaftlichen Aussichten, gerade im Hinblick auf den in Argentinien im vierten Quartal 2019 erfolgten Regierungswechsel, nicht gebessert haben. Zum 31. Dezember 2020 sind daher Restrukturierungsrückstellungen in Höhe von TEUR 117 (Vorjahr: TEUR 184) in den kurzfristigen Rückstellungen enthalten, die Abfindungen für Mitarbeiter betreffen.

19 Lang- und kurzfristige Finanzschulden

Die lang- und kurzfristigen Finanzschulden in Höhe von insgesamt TEUR 16.617 (Vorjahr: TEUR 7.857) setzen sich wie folgt zusammen:

31.12.2020 31.12.2019
TEUR TEUR
--- --- ---
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 16.617 4.926
Davon Restlaufzeit bis 1 Jahr 7.880 4.426
Restlaufzeit 1 - 5 Jahre 4.482 500
Restlaufzeit über 5 Jahre 4.255 -
Davon Grundpfandrechtlich gesichert 9.857 1.000
Übrige Finanzschulden - 2.931
Davon Restlaufzeit bis 1 Jahr - 2.931
Restlaufzeit 1 - 5 Jahre - -
Restlaufzeit über 5 Jahre - -
Davon Grundpfandrechtlich gesichert - -

Die übrigen Finanzschulden umfassten im Vorjahr Kaufpreisverbindlichkeiten aus einer Anteilsübernahme.

20 Lang- und kurzfristige Leasingverbindlichkeiten

31.12.2020 31.12.2019
TEUR TEUR
--- --- ---
Leasingverbindlichkeiten 6.601 4.817
Davon Restlaufzeit bis 1 Jahr 1.677 2.145
Restlaufzeit 1 - 5 Jahre 4.184 2.593
Restlaufzeit über 5 Jahre 740 79

Im Geschäftsjahr 2020 wie auch im Vorjahr waren keine wesentlichen nicht in die Bewertung von Leasingverbindlichkeiten einbezogenen Aufwendungen für variable Leasingzahlungen zu verzeichnen. Die gesamten Zahlungsmittelabflüsse für die Tilgung von Leasingverbindlichkeiten betrugen im Geschäftsjahr 2020 TEUR 1.995 (Vorjahr: TEUR 2.021). Die Veränderung der Leasingverbindlichkeiten wird in der Konzernkapitalflussrechnung dargestellt.

Zum 31. Dezember 2020 bestehen zukünftige Zahlungsverpflichtungen in Höhe von TEUR 432 (Vorjahr: TEUR 255) für Leasingverträge, die noch nicht begonnen haben und die bei der Bewertung der Leasingverbindlichkeiten unberücksichtigt geblieben sind.

Die zukünftigen Einnahmen aus Untervermietungen als Leasinggeber, die in den Jahren 2021 bis 2025 fällig werden, belaufen sich auf TEUR 41 (Vorjahr: Fälligkeit von TEUR 69 in den Jahren 2020 bis 2024). Künftige Mieteinnahmen, die der edding Konzern als Leasinggeber aus bestehenden Operating-Lease-Verträgen im Zusammenhang mit als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien erwartet, werden unter Textziffer 9 aufgeführt und sind hier nicht enthalten.

Für weitere Erläuterungen wird auf die Textziffern 5 sowie 37 verwiesen.

21 Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen / Sonstige lang- und kurzfristige Verbindlichkeiten

31.12.2020 31.12.2019
TEUR TEUR
--- --- ---
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 4.672 5.218
Davon Restlaufzeit bis 1 Jahr 4.672 5.218
Sonstige Verbindlichkeiten 17.381 18.369
Davon Restlaufzeit bis 1 Jahr 16.495 17.547
Restlaufzeit 1 - 5 Jahre 751 625
Restlaufzeit über 5 Jahre 135 197

Die sonstigen lang- und kurzfristigen Verbindlichkeiten setzen sich wie folgt zusammen:

31.12.2020 31.12.2019
TEUR TEUR
--- --- ---
Sonstige Verbindlichkeiten 17.381 18.369
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 9.397 9.969
Davon originäre finanzielle Verbindlichkeiten 8.779 9.470
Davon derivative finanzielle Verbindlichkeiten 618 499
Leistungen an Arbeitnehmer 6.027 6.900
Umsatzsteuerverbindlichkeiten 842 605
Verbindlichkeiten aus sonstigen Steuern 634 512
Übrige 481 383

Die originären finanziellen Verbindlichkeiten betreffen in Höhe von TEUR 6.442 (Vorjahr: TEUR 7.526) abgegrenzte Schulden für Kundenboni und Werbekostenzuschüsse.

In den sonstigen lang- und kurzfristigen Verbindlichkeiten sind abgegrenzte Schulden in Höhe von insgesamt TEUR 14.384 (Vorjahr: TEUR 15.935) enthalten. Der Leistungsaustausch hat bereits stattgefunden, wurde aber noch nicht in Rechnung gestellt. Hinsichtlich Höhe und Zeitpunkt der Erfüllung der Verpflichtung besteht ein wesentlich höherer Grad der Sicherheit als bei den Rückstellungen. Die abgegrenzten Schulden enthalten folgende wesentliche Posten:

31.12.2020 31.12.2019
TEUR TEUR
--- --- ---
Kundenboni und Werbekostenzuschüsse 6.442 7.526
Ergebnisabhängige und einmalige Vergütungen Mitarbeiter 4.793 5.072
Urlaubsentgelt und Zeitguthaben 730 1.313
Übrige 2.419 2.024
14.384 15.935

22 Eventualverbindlichkeiten und Haftungsverhältnisse

Zum 31. Dezember 2020 bestanden Eventualverbindlichkeiten aus gewährten Bürgschaften in Höhe von TEUR 205 (Vorjahr: TEUR 229). Weitere Eventualverbindlichkeiten oder Haftungsverhältnisse bestanden nicht.

23 Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Bei den sonstigen finanziellen Verpflichtungen handelt es sich im Wesentlichen um langfristige Dienstleistungsverträge für ausgelagerte Logistikdienstleistungen sowie IT-Dienstleistungen. Der edding Konzern erwartet folgende Mindestverpflichtungen mit den nachfolgenden Fälligkeiten:

31.12.2020 31.12.2019
TEUR TEUR
--- --- ---
Erwartete Mindestverpflichtungen aus langfristigen Dienstleistungsverträgen
bis 1 Jahr 2.382 2.137
1 - 5 Jahre 8.358 8.065
über 5 Jahre 2.036 4.002
12.776 14.204

Erläuterungen zur Konzerngewinn- und -verlustrechnung

24 Materialaufwand

2020 2019
TEUR TEUR
--- --- ---
Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe
und für bezogene Waren 50.583 55.841
Aufwendungen für bezogene Leistungen 519 576
51.102 56.417

25 Personalaufwand / Mitarbeiter

2020 2019
TEUR TEUR
--- --- ---
Deutschland 26.597 27.786
Ausland 11.757 13.019
38.354 40.805

Der Personalaufwand ist gegenüber dem Vorjahr um rund 6,0 % gesunken (Vorjahr: 8,3 % gestiegen). Der Rückgang ist insbesondere auf die weitreichende Kurzarbeit und den Abbau der Urlaubsrückstellungen zurückzuführen. Die im Personalaufwand des Geschäftsjahres 2020 enthaltenen einmaligen Personalaufwendungen betragen TEUR 855 (Vorjahr: TEUR 1.537). Im Vorjahr betreffen sie mit TEUR 774 vor allem Abfindungen für Mitarbeiter der argentinischen Tochtergesellschaft im Zusammenhang mit der Schließung der Produktion in San Juan zum 30. Juni 2019 sowie mit den weiteren zum Ende des Geschäftsjahres 2019 durchgeführten Restrukturierungsmaßnahmen.

edding hat einen eigenen Anspruch gegen die Bundesagentur für Arbeit (BA) oder einer ähnlichen Behörde auf Erstattung von Sozialversicherungsbeiträgen für Arbeitsausfälle in Bezug von Kurzarbeitergeld geltend gemacht. Daher werden im Geschäftsjahr 2020 die Sozialabgaben um TEUR 307 aufgrund von Erstattungen der vom Arbeitgeber zu tragenden Beträge zur Sozialversicherung durch die BA oder einer ähnlichen Behörde gemindert.

Darüber hinaus wurden für zwei niederländische Gesellschaften des edding Konzerns Lohnkostenzuschüsse bei einer staatlichen Stelle beantragt. Diese Zuschüsse mindern ebenfalls den Personalaufwand in Höhe von TEUR 477. Des Weiteren erhielten edding France SAS (TEUR 40), EDDING (U.K.) LTD. (TEUR 26) und edding Hellas Ltd. (TEUR 13) Lohnkostenzuschüsse, die den Personalaufwand mindern.

Anzahl der Mitarbeiter (Jahresdurchschnitt):

2020 2019
Angestellte
Deutschland 326 316
Ausland 265 260
Gewerbliche Arbeitnehmer
Deutschland 53 50
Ausland 35 33
Anzahl Arbeitnehmer 679 659
Auszubildende
Deutschland 37 31
Ausland - -
716 690

26 Abschreibungen

Im Vorjahr sind außerplanmäßige Abschreibungen in Höhe von TEUR 274 angefallen. Diese betrafen außerplanmäßige Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte, Sachanlagen und Nutzungsrechte in Argentinien sowie die hierfür im Berichtsjahr 2020 wie auch im Vorjahr berücksichtigten hochinflationsbedingten Anpassungen. Für die in den Vorjahren durchgeführten außerplanmäßigen Abschreibungen des Anlagevermögens war angesichts weiterer operativer Fehlbeträge keine Wertaufholung vorzunehmen. Das Anlagevermögen und die Nutzungsrechte inklusive hochinflationsbedingter Anpassungen in Argentinien sind daher zum 31. Dezember 2020 in Höhe von umgerechnet TEUR 573 (Vorjahr: TEUR 1.024) vollständig wertberichtigt.

27 Sonstige betriebliche Erträge

2020 2019
TEUR TEUR
--- --- ---
Währungskursgewinne (inklusive Wertänderungen aus Währungsderivaten) 2.664 3.474
Erträge aus Abgängen von zur Veräußerung gehaltenen langfristigen Vermögenswerten 1.563 -
Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen und abgegrenzten Schulden 1.452 1.570
Mieterträge 396 560
Werbekostenzuschüsse 258 261
Kooperationserlöse 110 109
Erträge aus Stromeinspeisung 84 80
Erträge aus der Auflösung von Wertberichtigungen auf Forderungen 80 83
Erträge aus Krankenkassenerstattungen 68 79
Erträge aus Anlagenabgängen 54 116
Erträge aus Investitionszulagen 46 41
Übrige Erträge 884 1.170
7.659 7.543

28 Sonstige betriebliche Aufwendungen

2020 2019
TEUR TEUR
--- --- ---
Fracht- und Logistikkosten 5.856 7.111
Werbe- und Marketingkosten 4.763 5.907
Prüfungs-, Rechts- und Beratungskosten 3.962 3.763
Währungskursverluste (inklusive Wertänderungen aus Währungsderivaten) 3.554 5.442
Personalnebenkosten 1.721 2.278
IT-Kosten 1.716 1.746
Raumkosten 1.542 1.599
Provision / Abwicklungsprovision 1.142 928
Fuhrparkkosten 1.055 1.479
Delkredere-Provisionen 982 1.109
Kommunikationsaufwendungen 702 764
Versicherungen 682 642
Instandhaltung (ohne Gebäude) 631 513
Reisekosten 472 1.546
Wertberichtigungen und Ausbuchungen von Forderungen sowie flüssigen Mitteln 339 161
Mietaufwendungen (Immobilien) 255 332
Übrige Aufwendungen 2.117 2.599
31.491 37.919

Den Währungskursverlusten in Höhe von TEUR 3.554 (Vorjahr: TEUR 5.442) stehen in den sonstigen betrieblichen Erträgen ausgewiesene Währungskursgewinne in Höhe von TEUR 2.664 (Vorjahr: TEUR 3.474) gegenüber. In Summe hat sich das Währungsergebnis von TEUR -1.968 auf TEUR -890 verbessert, was im Wesentlichen auf die Währungskursentwicklung des Euro zum US-Dollar beziehungsweise des Euro zum Japanischen Yen und die damit zusammenhängende Wertentwicklung der in US-Dollar denominierten Vermögenswerte und der Euro/US-Dollar- und Euro/Yen-Währungsabsicherungsgeschäfte des edding Konzerns zurückzuführen ist.

Im Zusammenhang mit Leasingverhältnissen, bei denen Gesellschaften des edding Konzerns als Leasingnehmer auftreten, wurden im Geschäftsjahr 2020 folgende Beträge in der Konzerngewinn- und -verlustrechnung erfasst:

2020 2019
TEUR TEUR
--- --- ---
Aufwendungen für kurzfristige Leasingverhältnisse mit einer Laufzeit von weniger als 12 Monaten 42 265
Aufwendungen für Leasingverhältnisse mit zugrunde liegenden Vermögenswerten von geringem Wert („Small Ticket Leases“) 2 34
44 299

29 Finanzergebnis

2020 2019
TEUR TEUR
--- --- ---
Zinsen und ähnliche Erträge 114 827
Zinsen und ähnliche Aufwendungen -857 -1.628
Zinsaufwendungen aus Leasingverhältnissen -94 -123
Erträge aus der Reduzierung von Verbindlichkeiten 1.648 -
Zuschreibungen (+) / Abschreibungen (-) auf Wertpapiere 375 1.233
Finanzergebnis 1.186 309

Die Reduzierung der Kaufpreisverbindlichkeit für die Beteiligung an dem brasilianischen Schreibgerätehersteller Companhia de Canetas Compactor S.A. führte im Geschäftsjahr 2020 zu einem Ertrag in Höhe von TEUR 1.648. Zu weiteren Ausführungen wird auf Textziffer 10 verwiesen.

Im Vorjahr war in den Zinsen und ähnlichen Erträgen ein positiver Sondereffekt in Höhe von TEUR 760 enthalten, der aus einer Neuordnung der Finanzierung der argentinischen Tochtergesellschaft im Geschäftsjahr 2019 resultierte. Nach einer Kapitalerhöhung durch Sacheinlagen in Form argentinischer Staatsanleihen durch die edding AG konnten aus dem Verkaufserlös dieser Wertpapiere bestehende Konzernverbindlichkeiten als bisherige Finanzierungsquelle weitgehend beglichen werden. Arbitragegewinne durch bei der Veräußerung der Wertpapiere zugrunde zu legende Wechselkurse zwischen dem US-Dollar und dem Argentinischen Peso führten zu Finanzerträgen der argentinischen Tochtergesellschaft. Im Geschäftsjahr 2020 betragen diese Arbitragegewinne TEUR 77.

Die Zinsaufwendungen aus Leasingverhältnissen in Höhe von TEUR 94 (Vorjahr: TEUR 123) enthalten Aufwendungen aus der Aufzinsung von Leasingverbindlichkeiten.

30 Ergebnis aus der Nettoposition der monetären Posten gemäß IAS 29

Die Erträge aus der Berücksichtigung der Hochinflation gemäß IAS 29 in Argentinien beliefen sich auf insgesamt TEUR 21 (Vorjahr: 567). Bedingt durch die Bilanzstruktur der argentinischen Tochtergesellschaften mit einem Überhang von Verbindlichkeiten über die Forderungen führte die Hochinflation insgesamt wie im Vorjahr zu einem Schuldnergewinn.

31 Ertragsteuern

2020 2019
TEUR TEUR
--- --- ---
Tatsächlicher Steueraufwand 3.355 4.487
Latenter Steueraufwand 692 133
4.047 4.620

Im Posten tatsächlicher Steueraufwand werden die gezahlten oder geschuldeten Steuern vom Einkommen und vom Ertrag der inländischen wie auch der ausländischen Konzerngesellschaften ausgewiesen. Im Geschäftsjahr 2020 sind im tatsächlichen Steueraufwand periodenfremde Aufwendungen in Höhe von TEUR 158 (Vorjahr: TEUR 244) enthalten. Diese betreffen im Geschäftsjahr 2020 Gewerbe- und Körperschaftsteuernachzahlungen und im Vorjahr vor allem Gewerbesteuernachzahlungen jeweils für Vorjahre.

Die Ertragsteuerschulden zum Bilanzstichtag in Höhe von TEUR 2.776 (Vorjahr: TEUR 1.526) betreffen inländische Ertragsteuerschulden für Körperschaft- und Gewerbesteuer in Höhe von TEUR 2.728 (Vorjahr: TEUR 1.466) und ausländische Ertragsteuerschulden in Höhe von TEUR 48 (Vorjahr: TEUR 59). Zum Bilanzstichtag bestanden langfristige Ertragsteuerforderungen in Höhe von TEUR 61 (Vorjahr: TEUR 127), die hauptsächlich im Ausland gezahlte Steuervorauszahlungen enthalten. In den kurzfristigen Ertragsteuerforderungen von TEUR 296 (Vorjahr: TEUR 622) werden mit TEUR 219 (Vorjahr: TEUR 392) in Zukunft anrechenbare Steuergutschriften aus einer Mindestbesteuerung sowie mit TEUR 76 (Vorjahr: TEUR 230) im Ausland gezahlte Steuervorauszahlungen ausgewiesen.

Der Steuersatz für die Ermittlung latenter Steuern wird auf der Basis der aktuell gültigen Rechtslage für jedes Land separat ermittelt. Der für den Konzern anzuwendende Steuersatz beträgt 29,76 % (Vorjahr: 29,76 %).

Für Verlustvorträge in Höhe von TEUR 15.475 (Vorjahr: TEUR 13.136) sowie abzugsfähige temporäre Differenzen in Höhe von TEUR 573 (Vorjahr: TEUR 419), welche wie im Vorjahr im Wesentlichen auf das Anlagevermögen entfallen, wurden keine latenten Steueransprüche angesetzt. Verlustvorträge verfallen in Griechenland und der Türkei nach fünf Jahren, in Argentinien verfällt die Vorauszahlung aus der Mindestbesteuerung nach zehn Jahren und in Kolumbien nach fünf Jahren. Verlustvorträge werden als Vermögenswert angesetzt, sofern mit einer hohen Wahrscheinlichkeit eine Nutzung innerhalb der nächsten drei Jahre erwartet werden kann. Aufgrund der geringen Höhe der auf Verlustvorträge aktivierten latenten Steuern geht die Gesellschaft von einer Nutzung innerhalb der nächsten drei Jahre aus. Wesentliche Steuereffekte aus nicht ausgeschütteten Gewinnvorträgen in Tochtergesellschaften liegen zum Stichtag nicht vor. Die kumulierten Gewinnvorträge aller Tochterunternehmen belaufen sich auf circa TEUR 2.900 (Vorjahr: circa TEUR 5.600).

Im Geschäftsjahr 2020 wurden latente Steuern in Höhe von TEUR 412 (Vorjahr: TEUR 562) erfolgsneutral im sonstigen Ergebnis erfasst, wie in der Konzerngesamtergebnisrechnung dargestellt.

Der Bestand an aktiven und passiven latenten Steuern nach Bilanzposten zum 31. Dezember 2020 ergibt sich aus der nachfolgenden Aufstellung:

Aktiv 31.12.2020 Aktiv 31.12.2019 Passiv 31.12.2020 Passiv 31.12.2019
TEUR TEUR TEUR TEUR
--- --- --- --- ---
Immaterielle Vermögenswerte 105 102 266 215
Sachanlagen - - 1.844 1.148
Nutzungsrechte - 0 1.660 1.215
Sonstige Finanzanlagen - - - -
Sonstige langfristige Forderungen - - 5 71
Übrige Vermögenswerte - - 964 737
Langfristige Vermögenswerte 105 102 4.739 3.386
Vorräte 888 782 - -
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 80 60 31 25
Übrige Vermögenswerte 65 87 69 2
Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte - - - 277
Kurzfristige Vermögenswerte 1.033 929 100 304
Pensionsrückstellungen und ähnliche Verpflichtungen 1.472 1.438 - -
Sonstige Rückstellungen 127 129 - -
Finanzschulden 4 71 - -
Leasingverbindlichkeiten 1.250 622 - -
Sonstige langfristige Verbindlichkeiten 147 167 - -
Langfristige Verbindlichkeiten 3.000 2.427 - -
Kurzfristige Verbindlichkeiten 1.060 840 - -
Verlustvorträge 442 358 - -
Zwischensumme 5.640 4.656 4.839 3.690
Wertberichtigungen -437 -393 - -
Saldierung -4.193 -3.571 -4.193 -3.571
Bestand laut Konzernbilanz 1.010 692 647 119

Seit dem Geschäftsjahr 2020 werden die Wertberichtigungen auf aktive latente Steuern in einer gesonderten Zeile dargestellt. In Vorjahren wurden die Wertberichtigungen direkt den einzelnen Bilanzposten zugewiesen.

Die Unterschiede zwischen dem aufgrund des rechnerischen Steuersatzes der edding AG von 29,76 % (Vorjahr: 29,76 %) erwarteten Ertragsteueraufwand und dem tatsächlichen Ertragsteueraufwand können folgender Überleitungsrechnung entnommen werden:

2020 2019
TEUR TEUR
--- --- ---
Konzernergebnis vor Ertragsteuern 9.334 10.595
Erwarteter Ertragsteueraufwand 2.778 3.153
Abweichende Steuersätze 201 -52
Permanente Differenzen 106 216
Nichtansatz / Wertberichtigung steuerlicher Verluste 802 985
Wertberichtigung latenter Steuern aus temporären Differenzen / Nutzung nicht bewerteter temporärer Differenzen 118 38
Verlustrücktrag eines Verlusts des laufenden Jahres -139 n.a.
Periodenfremde Steuern 158 244
Sonstige Abweichungen 23 36
Ausgewiesener Ertragsteueraufwand 4.047 4.620

32 Ergebnis je Aktie

Die Stammaktien der edding AG werden weder börslich noch außerbörslich gehandelt. Daher ist die edding AG nach IAS 33.2(b)(i) nicht verpflichtet, Angaben zum Ergebnis je Aktie im IFRS Konzernabschluss zu machen. Die nachfolgenden Angaben zum Ergebnis je Aktie der edding AG nach IAS 33 erfolgen somit auf freiwilliger Basis.

Das unverwässerte Ergebnis je Aktie wird als Quotient aus dem Konzernergebnis und dem gewichteten Durchschnitt der während des Geschäftsjahres im Umlauf befindlichen Anzahl der Aktien ermittelt. Es bestehen keine Wandel- beziehungsweise Optionsrechte. Daher entspricht das verwässerte Ergebnis je Aktie dem unverwässerten Ergebnis je Aktie.

Das Ergebnis je Aktie gemäß IAS 33 wurde wie folgt ermittelt:

2020 2019
TEUR TEUR
--- --- ---
Konzernergebnis den Aktionären der edding AG zuzurechnen 5.768 6.497
abzüglich im Geschäftsjahr gezahlter Dividende Stammaktien 720 1.440
abzüglich im Geschäftsjahr gezahlter Vorzugsdividende 582 1.159
Zwischensumme 4.466 3.898
Anzahl Stammaktien (Stück) 600.000 600.000
Anzahl Vorzugsaktien (Stück) 473.219 473.219
Nicht ausgeschüttetes Ergebnis den Stammaktionären zuzurechnen 2.475 2.160
Nicht ausgeschüttetes Ergebnis den Vorzugsaktionären zuzurechnen 1.991 1.738
Zwischensumme 4.466 3.898
Ausgeschüttetes Ergebnis je Stammaktie 1,20 2,40
Nicht ausgeschüttetes Ergebnis je Stammaktie 4,12 3,60
Unverwässertes / verwässertes Ergebnis je Stammaktie 5,32 6,00
Ausgeschüttetes Ergebnis je Vorzugsaktie 1,23 2,45
Nicht ausgeschüttetes Ergebnis je Vorzugsaktie 4,21 3,67
Unverwässertes / verwässertes Ergebnis je Vorzugsaktie 5,44 6,12

Bei der Berechnung wird der satzungsmäßige Dividendenvorteil der Vorzugsaktien gegenüber den Stammaktien in Höhe von 2 % (Vorjahr: 2 %) auch auf das nicht ausgeschüttete Ergebnis sowie die im Geschäftsjahr von der Hauptversammlung beschlossene Dividendenausschüttung berücksichtigt.

Des Weiteren erhalten die Vorzugsaktien gemäß der Satzung eine Mindestdividende in Höhe von 4 % des auf jede der Vorzugsaktien entfallenden anteiligen Betrags des Grundkapitals. Diese Bedingung wird bei der Berechnung des Ergebnisses je Vorzugsaktie einbezogen.

Zu den Rechten der verschiedenen Aktiengattungen verweisen wir auf Textziffer 16.

Sonstige Erläuterungen

33 Zielsetzung und Methoden des Finanzrisikomanagements

Die wesentlichen durch den Konzern eingegangenen finanziellen Verbindlichkeiten - mit Ausnahme derivativer Finanzinstrumente - umfassen Bankdarlehen und Kontokorrentkredite, Leasingverbindlichkeiten sowie Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. Der Hauptzweck der finanziellen Verbindlichkeiten ist die Finanzierung der Geschäftstätigkeit des Konzerns. Auf der Aktivseite verfügt der Konzern über verschiedene finanzielle Vermögenswerte. Darunter fallen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, gewährte Darlehen sowie Zahlungsmittel und kurzfristige Einlagen, die unmittelbar aus der Geschäftstätigkeit des Konzerns resultieren.

Des Weiteren hat der edding Konzern auch derivative Finanzinstrumente in Form von Devisenoptionen und Devisentermingeschäften abgeschlossen. Zweck dieser derivativen Finanzinstrumente ist grundsätzlich die Absicherung gegen Währungsrisiken, die aus der Geschäftstätigkeit des Konzerns und seinen Finanzierungsquellen resultieren.

Grundsätzlich orientieren sich Sicherungsgeschäfte in Art und Umfang an zugehörigen Grundgeschäften. Sicherungsgeschäfte werden nur für bestehende Grundgeschäfte oder geplante Transaktionen abgeschlossen. Ein darüber hinausgehender Handel mit Derivaten wurde in den Geschäftsjahren 2020 und 2019 nicht betrieben.

Die sich aus den Finanzinstrumenten ergebenden wesentlichen Risiken umfassen Währungs-, Ausfall- und Liquiditätsrisiken, die aus den entsprechenden Risikovariablen erwachsen. Das Management hat Strategien und Verfahren zur Steuerung einzelner Risikoarten beschlossen und umgesetzt, die im Folgenden dargestellt werden. Zur Beurteilung von Marktrisiken werden Sensitivitätsanalysen erstellt, welche die Auswirkungen hypothetischer Änderungen relevanter Risikovariablen auf Ergebnis und Eigenkapital zeigen. Die periodischen Auswirkungen werden hierbei bestimmt, indem die hypothetischen Änderungen der Risikovariablen ceteris paribus auf den Bestand der Finanzinstrumente zum Abschlussstichtag bezogen werden. Dabei wird unterstellt, dass der Bestand zum Abschlussstichtag repräsentativ für das Gesamtjahr ist.

Währungsrisiko

Im operativen Bereich wickeln die einzelnen Konzerngesellschaften ihre Aktivitäten überwiegend in ihrer jeweiligen funktionalen Währung ab. Deshalb wird das Währungskursrisiko des Konzerns aus der laufenden operativen Tätigkeit als gering eingeschätzt. Einige Konzerngesellschaften sind jedoch Fremdwährungsrisiken im Zusammenhang mit geplanten Zahlungen außerhalb ihrer funktionalen Währung ausgesetzt. Fremdwährungsrisiken bestehen im Wesentlichen auf der Beschaffungsseite beim Japanischen Yen (JPY) und beim US-Dollar (USD). Zur Sicherung setzt der edding Konzern Devisenderivate ein. Der edding Konzern war aufgrund dieser Sicherungsaktivitäten zum Abschlussstichtag keinen wesentlichen Währungskursrisiken im operativen Bereich ausgesetzt.

Darüber hinaus bestehen noch Risiken auf der Absatzseite durch die Tochtergesellschaften in Argentinien (Argentinischer Peso, ARS, sowie US-Dollar), Großbritannien (Britisches Pfund, GBP), Türkei (Türkische Lira, TRY) und Kolumbien (Kolumbianischer Peso, COP).

Es werden Devisentermingeschäfte für das Währungspaar EUR/GBP zur Besicherung von Fremdwährungsrisiken aus konzerninterner Beschaffung abgeschlossen, da ein Großteil der konzerninternen Fakturierung an die britische Konzerngesellschaft in GBP stattfindet. Darüber hinaus sichert der edding Konzern zentral die lokalen in TRY valutierenden Forderungen aus Lieferungen und Leistungen der türkischen Tochtergesellschaft zum Teil durch Devisentermingeschäfte ab. Der edding Konzern sichert zudem den USD-Verbindlichkeiten-Überhang der kolumbianischen Tochtergesellschaft durch Devisentermingeschäfte ab. Ebenso wurden die bei der argentinischen Tochtergesellschaft in ARS bestehenden Forderungen aus Lieferungen und Leistungen teilweise durch Devisentermingeschäfte zentral durch den edding Konzern abgesichert, soweit technisch möglich.

Folgende Devisenderivate bestehen zur Sicherung und Minimierung von Fremdwährungsrisiken im edding Konzern:

Übersicht Abgesichertes Laufzeit
Devisenderivate Währungsrisiko
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Devisentermingeschäfte JPY - als Cashflow Hedge designiert Beschaffung in JPY mtl. 2022
Devisentermingeschäfte JPY Beschaffung in JPY mtl. 2021
Devisenoptionen JPY - als Cashflow Hedge designiert Beschaffung in JPY mtl. 2021
Devisenoptionen JPY - als Cashflow Hedge designiert Beschaffung in JPY mtl. 2020
Devisenoptionen JPY - als Cashflow Hedge designiert Beschaffung in JPY mtl. 2020
Devisentermingeschäfte USD Beschaffung in USD mtl. 2021
Devisentermingeschäfte GBP Konzerninterne Beschaffung in EUR mtl. 2021
Devisentermingeschäfte GBP Konzerninterne Beschaffung in EUR mtl. 2020
Devisentermingeschäfte COP/USD Konzerninterne Beschaffung in USD Ende 2021
Devisentermingeschäfte COP/USD Konzerninterne Beschaffung in USD Ende 2020
Devisentermingeschäfte TRY Lokale Forderungen in TRY mtl. 2021
Devisentermingeschäfte TRY Lokale Forderungen in TRY mtl. 2020
Übersicht Nominalvolumen
Devisenderivate 31.12.2020 31.12.2019
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Devisentermingeschäfte JPY - als Cashflow Hedge designiert 600,0 Mio. JPY -
Devisentermingeschäfte JPY 900,0 Mio. JPY -
Devisenoptionen JPY - als Cashflow Hedge designiert - 900,0 Mio. JPY
Devisenoptionen JPY - als Cashflow Hedge designiert - 600,0 Mio. JPY
Devisenoptionen JPY - als Cashflow Hedge designiert - 300,0 Mio. JPY
Devisentermingeschäfte USD 4,5 Mio. USD -
Devisentermingeschäfte GBP 3,6 Mio. GBP -
Devisentermingeschäfte GBP - 4,4 Mio. GBP
Devisentermingeschäfte COP/USD 6.980,4 Mio. COP -
Devisentermingeschäfte COP/USD - 9.665,6 Mio. COP
Devisentermingeschäfte TRY 5,0 Mio. TRY -
Devisentermingeschäfte TRY - 13,0 Mio. TRY
Übersicht Marktwert in TEUR
Devisenderivate 31.12.2020 31.12.2019
--- --- ---
Devisentermingeschäfte JPY - als Cashflow Hedge designiert -79 -
Devisentermingeschäfte JPY -274 -
Devisenoptionen JPY - als Cashflow Hedge designiert - 125
Devisenoptionen JPY - als Cashflow Hedge designiert - 215
Devisenoptionen JPY - als Cashflow Hedge designiert - 140
Devisentermingeschäfte USD -79 -
Devisentermingeschäfte GBP 219 -
Devisentermingeschäfte GBP - -262
Devisentermingeschäfte COP/USD -165 -
Devisentermingeschäfte COP/USD - -66
Devisentermingeschäfte TRY -21 -
Devisentermingeschäfte TRY - -171

Die Devisentermingeschäfte für Japanische Yen waren im Geschäftsjahr 2020 zum Teil als Sicherungsinstrumente im Rahmen des Cashflow Hedge Accounting gemäß der Übergangsvorschrift nach IFRS 9.7.2.21 designiert, die die Weiterführung der Anwendung der Regeln des Hedge Accounting nach IAS 39 erlaubt. Im Vorjahr waren die Devisenoptionen vollständig als Sicherungsinstrumente im Rahmen des Cashflow Hedge Accounting designiert. Der erwartete Eintritt der gesicherten Cashflows verteilt sich wie im Vorjahr auf die nach dem Bilanzstichtag folgenden 24 Monate. Wesentliche Auswirkungen auf das Ergebnis durch Eintritt der Cashflows sind aufgrund der hergestellten Sicherungsbeziehungen nicht zu erwarten.

Die Marktwertänderungen von Devisenderivaten, die als Cashflow Hedges designiert sind, werden für den effektiven Teil der Sicherungsbeziehung erfolgsneutral im sonstigen Ergebnis erfasst und zum Zeitpunkt, an dem das geplante Beschaffungsgeschäft stattfindet, ergebniswirksam in die Konzerngewinn- und -verlustrechnung umgegliedert. Der ineffektive Teil der Marktwertveränderung wird direkt ergebniswirksam erfasst. Die im Geschäftsjahr 2020 erfolgsneutral im sonstigen Ergebnis erfassten kumulierten Marktwertänderungen aus zum 31. Dezember 2020 im Portfolio befindlichen Cashflow Hedges betragen vor Steuern TEUR -60 (Vorjahr: TEUR +316).

Im Geschäftsjahr 2020 wurden vor Steuern TEUR -346 (Vorjahr: TEUR -217) im Rahmen des Cashflow Hedge Accounting aus dem sonstigen Ergebnis als Ertrag (Vorjahr: Ertrag) in die Konzerngewinn- und - verlustrechnung (Materialaufwand) übernommen und Fair Value-Änderungen in Höhe von TEUR -29 (Vorjahr: TEUR +436) im Eigenkapital erfasst. Der im Geschäftsjahr 2020 in der Konzerngewinn- und - Verlustrechnung erfasste Verlust für den ineffektiven Teil der Absicherung beträgt TEUR 19 (Vorjahr: TEUR 339).

Die folgende Tabelle zeigt für die zum Bilanzstichtag bestehenden Devisenderivate die Sensitivität auf das Konzerneigenkapital und das Konzernergebnis vor Steuern bezüglich einer 10 %igen Auf- oder Abwertung der jeweiligen Fremdwährung der Devisenderivate gegenüber dem Euro beziehungsweise dem US-Dollar.

Sensivitäten der Fremdwährungsderivate Veränderung Eigenkapital 31.12.2020 Veränderung Eigenkapital 31.12.2019 Veränderung V Ergebnis vor Steuern 2020 Veränderung Ergebnis vor Steuern 2019
TEUR TEUR TEUR TEUR
--- --- --- --- ---
Aufwertung des EUR um 10 % gegenüber Fremdwährung des Derivats (JPY / USD / GBP/TRY)
Devisentermingeschäfte JPY - als Cashflow Hedge designiert -304 - -3 -
Devisentermingeschäfte JPY Devisenoptionen JPY - -454 - -647 -
als Cashflow Hedge designiert - -318 - -138
Devisentermingeschäfte USD -233 - -332 -
Devisentermingeschäft COP/USD 104 161 148 230
Devisentermingeschäfte GBP 255 331 363 471
Devisentermingeschäfte TRY 35 120 49 170
-597 294 -422 733
Abwertung des EUR um 10% gegenüber Fremdwährung des Derivats (JPY / USD / GBP/TRY)
Devisentermingeschäfte JPY -
als Cashflow Hedge designiert 372 - 56 -
Devisentermingeschäfte JPY Devisenoptionen JPY - 555 - 790 -
als Cashflow Hedge designiert - 808 - 138
Devisentermingeschäfte USD 284 - 405 -
Devisentermingeschäft COP/USD -127 -197 -181 -281
Devisentermingeschäfte GBP -312 -404 -443 -575
Devisentermingeschäfte TRY -42 -146 -60 -208
730 61 567 -926

Die folgenden Tabellen zeigen aus Konzernsicht die Sensitivität des Konzernergebnisses vor Steuern bezüglich einer 10 %igen Auf- oder Abwertung der jeweiligen im Konzern genutzten Fremdwährung gegenüber dem Euro. Die Sensitivitätsanalyse beinhaltet lediglich ausstehende, auf fremde Währung lautende monetäre Positionen zum Bilanzstichtag und passt deren Umrechnung zum Periodenende gemäß einer 10 %igen Änderung der Wechselkurse an. Ferner wird die vorangegangene dargestellte Sensivität der nicht als Cashflow Hedges designierten Devisenderivate einbezogen.

2020 2019
TEUR TEUR
--- --- ---
Aufwertung der im Konzern genutzten Währung um 10 %
Türkische Lira 99 67
Devisentermingeschäfte TRY -60 -208
Kolumbianischer Peso 113 232
Devisentermingeschäft COP/USD -181 -281
Britisches Pfund 172 185
Devisentermingeschäfte GBP -443 -575
Argentinischer Peso 172 18
US-Dollar 269 339
Devisentermingeschäfte US-Dollar 405 -
Japanischer Yen 54 -48
Devisentermingeschäfte Japanischer Yen 790 -
1.390 -271
2020 2019
TEUR TEUR
--- --- ---
Abwertung der im Konzern genutzten Währung um 10 %
Türkische Lira -99 -67
Devisentermingeschäfte TRY 49 170
Kolumbianischer Peso -93 -190
Devisentermingeschäft COP/USD 148 230
Britisches Pfund -141 -151
Devisentermingeschäfte GBP 363 471
Argentinischer Peso -145 -20
US-Dollar -220 -277
Devisentermingeschäfte US-Dollar -332 -
Japanischer Yen -44 39
Devisentermingeschäfte Japanischer Yen -647 -
-1.161 205

Aufgrund der Lage in Argentinien wurde wie im Vorjahr zudem die Sensitivität des Konzernergebnisses vor Steuern bezüglich einer 20 %igen beziehungsweise 40 %igen Auf- oder Abwertung des Argentinischen Peso gegenüber dem Euro berechnet.

2020 2019
TEUR TEUR
--- --- ---
Argentinischer Peso
Aufwertung um 20 % 317 18
Aufwertung um 40 % 607 74
Abwertung um 20 % -268 -41
Abwertung um 40 % -514 -83

Zinsänderungsrisiko

Das Risiko von Schwankungen der Marktzinssätze, dem der edding Konzern ausgesetzt ist, resultiert überwiegend aus langfristigen finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten mit variablem Zinssatz. Die Steuerung dieses Zinsaufwands des edding Konzerns erfolgt durch eine Kombination von festverzinslichem und variabel verzinslichem Fremdkapital.

Im Geschäftsjahr 2020 wurden zwei langfristige Bankdarlehen in Höhe von TEUR 10.000 mit einem festen Zinssatz zur Refinanzierung des Vorratsvermögens und der unterjährig erfolgten Schlusszahlung für den Erwerb der Anteile an das Unternehmen Companhia de Canetas Compactor S.A., Rio de Janeiro, Brasilien aufgenommen. Zum 31. Dezember 2020 beträgt der Buchwert dieser beiden Darlehen TEUR 9.857.Die Reform der Referenzzinssätze (IBORs) führt aktuell zu Unsicherheiten in der zeitlichen Umsetzung und der genauen inhaltlichen Ausgestaltung der geplanten Änderungen. edding ist hinsichtlich konzerninterner Darlehen sowie hinsichtlich Bankdarlehen von diesen Unsicherheiten betroffen. Die aktuellen Entwicklungen werden fortlaufend analysiert. Notwendige Maßnahmen zum Übergang auf die neuen Referenzzinssätze werden, wenn notwendig, im Jahr 2021 eingeleitet, edding erwartet aus den Änderungen der Referenzzinssätze keine wesentlichen Auswirkungen.

Auf die Darstellung von Zinssensitivitäten wird verzichtet, da der edding Konzern keinen wesentlichen Zinsrisiken ausgesetzt ist.

Sonstiges Preisrisiko

Zum Bilanzstichtag war der edding Konzern keinen wesentlichen Risiken aus der Veränderung solcher Risikovariablen ausgesetzt.

Ausfallrisiko

Dem Ausfallrisiko finanzieller Vermögenswerte wird durch angemessene Wertberichtigungen unter Berücksichtigung bestehender Sicherheiten Rechnung getragen.

Zur Reduzierung des Ausfallrisikos bei Kundenforderungen ist bei den größeren Konzerngesellschaften ein umfassendes Forderungsmanagement eingerichtet, indem sowohl Kreditwürdigkeitsprüfungen als auch die Versicherung von Forderungen gegenüber bedeutenden Kunden vorgenommen werden. Vor dem Hintergrund der COVID-19-Pandemie wurde im Geschäftsjahr 2020 das Ausfallrisiko weiterer Forderungsportfolien insbesondere durch Erweiterung der Ausfuhrpauschalgewährleistung (APG) der Bundesrepublik Deutschland abgesichert. Darüber hinaus wird das Ausfallrisiko bei einer Vielzahl von Kunden in Deutschland (Fachhändler) durch Zentralregulierer abgedeckt.

Sicherungsgeschäfte für Finanzrisiken werden nur mit bonitätsmäßig einwandfreien Banken getätigt.

Das Ausfallrisiko der zum Bilanzstichtag existierenden finanziellen Vermögenswerte wird vom Management als gering eingeschätzt. Bei Ausfall des Kontrahenten besteht ein maximales Ausfallrisiko in Höhe des Buchwerts der entsprechenden finanziellen Vermögenswerte.

Weitere Angaben zur Werthaltigkeit der finanziellen Vermögenswerte sind in den Textziffern 12 und 13 enthalten.

Liquiditätsrisiko

Das Konzernrechnungswesen überwacht laufend das Risiko eines Liquiditätsengpasses. Hierbei werden unter anderem die Laufzeiten der finanziellen Vermögenswerte und finanziellen Verbindlichkeiten sowie erwartete Cashflows aus der Geschäftstätigkeit analysiert.

Das Ziel des edding Konzerns ist es, ein Gleichgewicht zwischen der kontinuierlichen Deckung des Finanzmittelbedarfs und Sicherstellung der Flexibilität durch die Nutzung von Kontokorrentkrediten und Darlehen zu wahren. Hierbei wurde für etwaige durch die COVID-19-Pandemie hervorgerufene Liquiditätsengpässe Vorsorge betrieben, indem Vorratsbestände von Konzerngesellschaften im Geschäftsjahr 2020 durch Darlehen von Kreditinstituten refinanziert worden sind.

Aus der folgenden Tabelle sind die vertraglich vereinbarten undiskontierten Zins- und Tilgungszahlungen der originären finanziellen Verbindlichkeiten sowie der derivativen Finanzinstrumente des edding Konzerns ersichtlich.

Einbezogen wurden alle Instrumente, die zum Abschlussstichtag im Bestand waren und für die bereits Zahlungen vertraglich vereinbart waren. Planzahlen für zukünftige neue Verbindlichkeiten wurden nicht berücksichtigt. Die variablen Zinszahlungen aus den Finanzinstrumenten wurden unter Zugrundelegung der zuletzt vor dem Abschlussstichtag aktuellen Referenzzinssätze ermittelt. Jederzeit rückzahlbare finanzielle Verbindlichkeiten sind immer dem frühesten Zeitraster zugeordnet.

2020 Buchwert 31.12.2020 Cashflows 2021
2020 Zins Tilgung
--- --- --- ---
TEUR TEUR TEUR
--- --- --- ---
Originäre finanzielle Verbindlichkeiten 36.669 628 23.288
Lang- und kurzfristige Finanzschulden 16.617 559 7.880
davon Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 16.617 559 7.880
Lang- und kurzfristige Leasingverbindlichkeiten Verbindlichkeiten aus 6.601 69 1.957
Lieferungen und Leistungen 4.672 - 4.672
Sonstige Verbindlichkeiten 8.779 - 8.779
Derivative finanzielle Verbindlichkeiten 618 - 558
Bruttoabflüsse aus Währungsderivaten - - 13.324
Bruttozuflüsse aus Währungsderivaten - - -12.766
2020 Cashflows 2022-2025
2020 Zins Tilgung
--- --- ---
TEUR TEUR
--- --- ---
Originäre finanzielle Verbindlichkeiten 430 8.729
Lang- und kurzfristige Finanzschulden 368 4.482
davon Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 368 4.482
Lang- und kurzfristige Leasingverbindlichkeiten Verbindlichkeiten aus 62 4.247
Lieferungen und Leistungen - -
Sonstige Verbindlichkeiten - -
Derivative finanzielle Verbindlichkeiten - 60
Bruttoabflüsse aus Währungsderivaten - 4.800
Bruttozuflüsse aus Währungsderivaten - -4.740
2020 Cashflows 2026 ff.
2020 Zins Tilgung
--- --- ---
TEUR TEUR
--- --- ---
Originäre finanzielle Verbindlichkeiten 139 4.997
Lang- und kurzfristige Finanzschulden 137 4.255
davon Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 137 4.255
Lang- und kurzfristige Leasingverbindlichkeiten Verbindlichkeiten aus 2 742
Lieferungen und Leistungen - -
Sonstige Verbindlichkeiten - -
Derivative finanzielle Verbindlichkeiten - -
Bruttoabflüsse aus Währungsderivaten - -
Bruttozuflüsse aus Währungsderivaten - -
2019 Buchwert 31.12.2019 Cashflows 2020
Zins Tilgung
--- --- --- ---
TEUR TEUR TEUR
--- --- --- ---
Originäre finanzielle Verbindlichkeiten 27.362 367 24.190
Lang- und kurzfristige Finanzschulden 7.857 269 7.357
davon Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 4.926 269 4.426
davon sonstige Finanzschulden 2.931 - 2.931
Lang- und kurzfristige Leasingverbindlichkeiten 4.817 98 2.145
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 5.218 - 5.218
Sonstige Verbindlichkeiten 9.470 - 9.470
Derivative finanzielle Verbindlichkeiten 499 - 628
Bruttoabflüsse aus Währungsderivaten - - 9.796
Bruttozuflüsse aus Währungsderivaten - - -9.168
2019 Cashflows 2021-2024
Zins Tilgung
--- --- ---
TEUR TEUR
--- --- ---
Originäre finanzielle Verbindlichkeiten 69 3.093
Lang- und kurzfristige Finanzschulden 9 500
davon Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 9 500
davon sonstige Finanzschulden - -
Lang- und kurzfristige Leasingverbindlichkeiten 60 2.593
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen - -
Sonstige Verbindlichkeiten - -
Derivative finanzielle Verbindlichkeiten - -
Bruttoabflüsse aus Währungsderivaten - -
Bruttozuflüsse aus Währungsderivaten - -
2019 Cashflows 2025 ff.
Zins Tilgung
--- --- ---
TEUR TEUR
--- --- ---
Originäre finanzielle Verbindlichkeiten 2 79
Lang- und kurzfristige Finanzschulden 1 -
davon Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 1 -
davon sonstige Finanzschulden - -
Lang- und kurzfristige Leasingverbindlichkeiten 1 79
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen - -
Sonstige Verbindlichkeiten - -
Derivative finanzielle Verbindlichkeiten - -
Bruttoabflüsse aus Währungsderivaten - -
Bruttozuflüsse aus Währungsderivaten - -

34 Zusätzliche Angaben zu Finanzinstrumenten

Buchwerte, Wertansätze, beizulegende Zeitwerte nach Bewertungskategorien

Die nachfolgende Tabelle zeigt Buchwerte und beizulegende Zeitwerte der im Konzernabschluss erfassten finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten nach den Bewertungskategorien gemäß IFRS 9 und den Fair Value Hierachie Stufen nach IFRS 13. Der beizulegende Zeitwert (Fair Value) eines Finanzinstruments entspricht dem Betrag, zu dem zwischen sachverständigen, vertragswilligen und voneinander unabhängigen Geschäftspartnern ein Vermögenswert getauscht oder eine Schuld beglichen wird.

31.12.2020
Fair Value Hierarchie Buchwert Beizulegender Zeitwert
--- --- --- ---
Stufe1 TEUR TEUR
--- --- --- ---
Finanzielle Vermögenswerte
Zu fortgeführten Anschaffungskosten 57.347 57.347
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen - 19.670 19.670
Sonstige finanzielle Forderungen und Vermögenswerte (ohne Derivate) - 1.291 1.291
Flüssige Mittel - 36.386 36.386
Zu Zwecken des Hedge Accounting - -
Derivate mit positivem Marktwert mit Sicherungsbeziehung (Cash Flow Hedges) 2 - -
Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete Vermögenswerte 577 577
Argentinische Staatsanleihen 1 358 358
Derivate mit positivem Marktwert ohne Sicherungsbeziehung, zu Handelszwecken gehalten 2 219 219
Erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert bewertete Vermögenswerte 1.834 1.834
Beteiligungen 3 1.834 1.834
Finanzielle Verbindlichkeiten
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten, zu Anschaffungskosten bewertet 30.068 30.677
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten - 16.617 17.226
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen - 4.672 4.672
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten (ohne Derivate) - 8.779 8.779
Leasingverbindlichkeiten - 6.601 n.a.
Zu Zwecken des Hedge Accounting 79 79
Derivate mit negativem Marktwert mit Sicherungsbeziehung (Cash Flow Hedges) 2 79 79
Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete Verbindlichkeiten 539 539
Derivate mit negativem Marktwert ohne Sicherungsbeziehung, zu Handelszwecken gehalten 2 539 539

1 Stufe 1 basiert auf quotierten Preisen auf aktiven Märkten für identische Vermögenswerte und Verbindlichkeiten.

Stufe 2 basiert auf Inputfaktoren, bei denen es sich nicht um Preise der Stufe 1 handelt, die sich aber für das Finanzinstrument entweder direkt als Preis oder indirekt in Ableitung von Preisen beobachten lassen.

Stufe 3 basiert auf Bewertungen mithilfe von Faktoren, die sich auf nicht beobachtbare Marktdaten stützen.

31.12.2019
Fair Value Hierarchie Buchwert Beizulegender Zeitwert
--- --- --- ---
Stufe1 TEUR TEUR
--- --- --- ---
Finanzielle Vermögenswerte
Zu fortgeführten Anschaffungskosten 48.965 48.965
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen - 23.659 23.659
Sonstige finanzielle Forderungen und Vermögenswerte (ohne Derivate) - 1.151 1.151
Flüssige Mittel - 24.155 24.155
Zu Zwecken des Hedge Accounting 480 480
Derivate mit positivem Marktwert mit Sicherungsbeziehung (Cash Flow Hedges) 2 480 480
Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete Vermögenswerte 625 625
Argentinische Staatsanleihen 1 625 625
Derivate mit positivem Marktwert ohne Sicherungsbeziehung, zu Handelszwecken gehalten 2 - -
Erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert bewertete Vermögenswerte 3.482 3.482
Beteiligungen 3 3.482 3.482
Finanzielle Verbindlichkeiten
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten, zu Anschaffungskosten bewertet 22.545 22.552
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten - 4.926 4.933
Übrige Finanzschulden - 2.931 2.931
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen - 5.218 5.218
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten (ohne Derivate) - 9.470 9.470
Leasingverbindlichkeiten - 4.817 n.a.
Zu Zwecken des Hedge Accounting - -
Derivate mit negativem Marktwert mit Sicherungsbeziehung (Cash Flow Hedges) 2 - -
Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete Verbindlichkeiten 499 499
Derivate mit negativem Marktwert ohne Sicherungsbeziehung, zu Handelszwecken gehalten 2 499 499

Die Bewertungsverfahren und Inputfaktoren für die Bewertung der finanziellen Vermögenswerte und Schulden haben sich im Vergleich zum Konzernabschluss zum 31. Dezember 2019 nicht verändert.

Die beizulegenden Zeitwerte der finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten wurden auf Basis der am Bilanzstichtag zur Verfügung stehenden Marktinformationen und anhand der nachfolgend erläuterten Methoden und Prämissen ermittelt.

Der beizulegende Zeitwert der argentinischen Staatsanleihen basiert auf quotierten Marktpreisen (Fair Value Hierarchie Stufe 1).

Die Marktwerte der Derivate der Fair Value Hierarchie Stufe 2 wurden anhand der „Mark-to-Market-Methode“ ermittelt.

Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstige Forderungen haben überwiegend kurze Restlaufzeiten. Daher entsprechen deren Buchwerte zum Abschlussstichtag näherungsweise dem beizulegenden Zeitwert.

Die Beteiligungen werden weiterhin als strategisches Investment „erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert“ abgebildet. Auf Basis der aktuell verfügbaren Informationen sieht der Vorstand die Wertindikationen, die sich aus der Nachverhandlung mit dem Verkäufer der Anteile am Unternehmen Companhia de Canetas Compactor S.A., Rio de Janeiro, Brasilien ergeben, derzeit als die beste Schätzung für den beizulegenden Zeitwert der Anteile an. In den Vorjahren wurden die Anschaffungskosten zur Schätzung des beizulegenden Zeitwerts herangezogen.

Die beizulegenden Zeitwerte der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten werden, sofern signifikante Abweichungen zum ausgewiesenen Buchwert bestehen, als Barwerte der mit den Schulden verbundenen Zahlungen unter Berücksichtigung aktueller Zinsparameter ermittelt. Dabei werden individuelle Bonitäten in Form von marktüblichen Bonitäts- beziehungsweise Liquiditätsspreads berücksichtigt. Die Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts zu Vergleichszwecken entspricht der Fair Value Hierarchie Stufe 3. Bei variabel verzinslichen Darlehen wird, unter der Annahme unveränderter Kreditbonität, aufgrund der regelmäßigen Anpassung der Verzinsung an den Marktwert auf einen Marktwertvergleich verzichtet.

Im Vorjahr umfassten die übrigen Finanzschulden kurzfristige Kaufpreisverbindlichkeiten aus einem Anteilskauf.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und die anderen finanziellen Verbindlichkeiten enthalten Verbindlichkeiten mit regelmäßig kurzfristigen Restlaufzeiten, so dass die Annahme getroffen werden kann, dass deren beizulegende Zeitwerte näherungsweise den ausgewiesenen Buchwerten entsprechen.

Die Leasingverbindlichkeiten stellen zwar finanzielle Verbindlichkeiten dar, jedoch sind diese keiner Bewertungskategorie zuzuordnen. Darüber hinaus findet keine der Fair Value Hierarchie Stufen nach IFRS 13 Anwendung.

Umgliederungen zwischen den Stufen der Fair Value Hierarchie haben seit dem 31. Dezember 2019 nicht stattgefunden.

Nettoergebnis aus Finanzinstrumenten

Die Nettoergebnisse und die Zinsen nach Bewertungskategorien ergeben sich wie folgt:

2020 aus Zinsen zum Fair Value1 Wertberichtigung1 aus Abgang Nettoergebnis 2020
TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR
--- --- --- --- --- ---
Finanzielle Vermögenswerte, zu Anschaffungskosten bewertet 14 - -259 - -259
Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete Vermögenswerte - 296 - 493 789
Zu Zwecken des Hedge Accounting - -14 - 346 332
Leasingverbindlichkeiten -94 - - - -
Finanzielle Verbindlichkeiten, zu Anschaffungskosten bewertet -611 - - - -
Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete Verbindlichkeiten - -539 - - -539
Gesamtgewinn / -verlust aus Finanzinstrumenten -691 -257 -259 839 323
Zu Zwecken des Hedge Accounting - -29 - -346 -375
Sonstiges Ergebnis aus Finanzinstrumenten - -29 - -346 -375
2019 aus Zinsen zum Fair Value1 Wertberichtigung1 aus Abgang Netto-ergebnis 2019
TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR
--- --- --- --- --- ---
Finanzielle Vermögenswerte, zu Anschaffungskosten bewertet 28 - 21 - 21
Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete Vermögenswerte 35 760 - 661 1.421
Zu Zwecken des Hedge Accounting - -339 - 217 -122
Leasingverbindlichkeiten -123 - - - -
Finanzielle Verbindlichkeiten, zu Anschaffungskosten bewertet -1.145 - - - -
Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete Verbindlichkeiten - -499 - - -499
Gesamtgewinn / -verlust aus Finanzinstrumenten -1.205 -78 21 878 821
Zu Zwecken des Hedge Accounting - 436 - -217 219
Sonstiges Ergebnis aus Finanzinstrumenten - 436 - -217 219

1 aus der Folgebewertung

Zu den Wertberichtigungen auf die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten Vermögenswerte sei auch auf die Textziffern 12 und 13 verwiesen.

35 Zusätzliche Angaben zum Kapitalmanagement

Der edding Konzern führt ein fundiertes Kapitalmanagement durch, welches die Verfolgung des Wachstumskurses ermöglicht. Dabei wird insbesondere auf ein langfristig ausgewogenes Verhältnis zwischen Eigen- und Fremdkapital geachtet.

Im Folgenden sind das Eigenkapital und die im Zuge des Kapitalmanagements erfassten Fremdkapitalpositionen des edding Konzerns zum 31. Dezember 2020 im Vergleich zum Vorjahr dargestellt:

31.12.2020 31.12.2019 Veränderung
TEUR TEUR %
--- --- --- ---
Eigenkapital 65.368 64.929 0,7
als % vom Gesamtkapital 62,8 70,0
Langfristige Finanzschulden, Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 24.165 15.697 53,9
Langfristige Leasingverbindlichkeiten 4.924 2.672
Kurzfristige Finanzschulden 7.880 7.357 7,1
Kurzfristige Leasingverbindlichkeiten 1.677 2.145
Fremdkapital 38.646 27.871 38,7
als % vom Gesamtkapital 37,2 30,0
Gesamtkapital im Sinne des Kapitalmanagements 104.014 92.800 12,1

Bei dem kurzfristigen Fremdkapital besteht unter anderem die Möglichkeit der Nutzung bestehender bilateraler kurzfristiger Kreditlinien. Zum 31. Dezember 2020 existierten Kreditvereinbarungen mit mehreren Finanzinstituten über insgesamt TEUR 19.743 (Vorjahr: TEUR 20.117), die lediglich zu TEUR 6.728 (Vorjahr: TEUR 3.925) in Anspruch genommen wurden. Das gewährte Fremdkapital wurde zu marktüblichen Konditionen verzinst. Kreditauflagen, die bei Nichterfüllung bestimmter Schwellenwerte eine vorzeitige Kündigung des Kredits durch den Gläubiger ermöglichen (sogenannte „financial covenants"), bestehen weiterhin nicht.

Der edding Konzern unterliegt keinen satzungsmäßigen Kapitalerfordernissen.

36 Segmentberichterstattung

Schreiben, und Markieren Visuelle Kommunikation TEUR Technological Solutions Sonstige
TEUR TEUR TEUR
--- --- --- --- ---
2020
Externe Umsatzerlöse 98.698 26.688 345 17
Abschreibungen 1.962 1.070 213 55
Segmentergebnis (EBIT) 18.711 -1.022 -2.403 -925
2019
Externe Umsatzerlöse 107.065 34.453 275 -
Abschreibungen 2.190 1.060 173 -
Segmentergebnis (EBIT) 19.497 1.453 -2.304 -415
Summe Segmente Überleitung edding Konzern
TEUR TEUR TEUR
--- --- --- ---
2020
Externe Umsatzerlöse 125.748 - 125.748
Abschreibungen 3.300 1.409 4.709
Segmentergebnis (EBIT) 14.361 -6.239 8.122
2019
Externe Umsatzerlöse 141.793 - 141.793
Abschreibungen 3.423 1.432 4.855
Segmentergebnis (EBIT) 18.231 -8.517 9.714

Die Geschäftsfelder Schreiben und Markieren, Visuelle Kommunikation sowie Technological Solutions werden als operative Segmente nach IFRS 8 dargestellt. Dabei werden dem Segment Schreiben und Markieren auch Partnermarken, die Erlöse aus dem Lizenzgeschäft mit Druckerpatronen und die Erlöse aus dem Nagellackgeschäft zugeordnet, da diese das Segment ergänzen. Sowohl das Lizenz- als auch das Nagellackgeschäft werden nicht als eigenständige Geschäftssegmente angesehen, da derzeit weder separate Betriebsergebnisse aus diesen Bereichen an die obersten Entscheidungsträger kommuniziert werden, noch die Ertragskraft dieser Bereiche regelmäßig von der Geschäftsleitung überprüft wird. Der Grund hierfür liegt in der untergeordneten Bedeutung dieser Bereiche für die Ertragskraft des edding Konzerns. Das Geschäftsfeld Technological Solutions umfasst zur Zeit die industriellen Markierungstechnologien (B2B) Kompaktdrucker sowie edding code und prisma ID.

Unter Sonstige werden Aktivitäten, die weder Schreiben und Markieren noch Visuelle Kommunikation oder Technological Solutions zugeordnet werden können, ausgewiesen. Hierzu gehören die Aktivitäten der edding Expressive Skin GmbH mit dem Sortiment rund um das Tätowieren. Zwar werden die qualitativen Kriterien eines operativen Segments erfüllt, jedoch werden die quantitativen Schwellenwerte gemäß IFRS 8.13 noch nicht überschritten, so dass dieser Bereich weiterhin unter „Sonstige“ eingeordnet wird.

Die edding AG als Finanzholding stellt kein operatives Segment nach IFRS 8 dar; die Aktivitäten dieser Gesellschaft werden daher - soweit erforderlich - in der Überleitungsrechnung erfasst.

Zwischen den Segmenten wurden im Geschäftsjahr 2020 und im Vorjahr keine Umsätze erzielt.

Unterschiede hinsichtlich der Unsicherheiten von Erlösen und Zahlungsströmen bestehen zwischen geografischen Regionen aufgrund politischer und konjunktureller Aspekte.

Die Art der Geschäfte des Segments Schreiben und Markieren sowie des Segments Visuelle Kommunikation ist vergleichbar. Der Konzern erzielt Umsatzerlöse aus der Erbringung von Warenlieferungen, für die die Umsatzrealisierung mit der Erlangung der Verfügungsmacht über die Waren durch die Kunden erfolgt. Damit werden die Umsatzerlöse in beiden Segmenten zu einem bestimmten Zeitpunkt realisiert. Im Segment Technological Solutions werden die Umsatzerlöse im Bereich Kompaktdrucker aus der Erbringung von Warenlieferungen erzielt, daher haben diese Umsätze einen Zeitpunktbezug. Die Lizenzgeschäfte und erbrachten Dienstleistungen der Technologie edding code und prisma ID weisen im Wesentlichen eine zeitraumbezogene Leistungserbringung auf, was sich ebenfalls in ihrer Umsatzrealisierung widerspiegelt. Im Bereich rund um das Tätowieren erfolgt die Umsatzrealisierung zum Zeitpunkt der Fertigstellung des mit dem Kunden vereinbarten Werks.

Die Verträge mit Kunden enthalten hinsichtlich der Fälligkeit übliche kurzfristige Zahlungsbedingungen und keine Finanzierungskomponenten.

Infolge der saisonabhängigen Art des Segments Schreiben und Markieren werden höhere Umsatzerlöse und Betriebsergebnisse üblicherweise eher in der zweiten Jahreshälfte als in den ersten sechs Monaten erwartet. Umsatzerlöse und Betriebsergebnisse der anderen Geschäftsfelder sind unterjährig eher gleichmäßig verteilt.

Die geografische Aufgliederung der Umsatzerlöse erfolgt nach dem Sitz der Kunden. Die Umsatzerlöse gliedern sich nach Regionen und zeitlichem Ablauf der Umsatzrealisierung im Geschäftsjahr 2020 wie folgt:

2020 Schreiben und Markieren Visuelle Kommunikation Technological Solutions Sonstige
TEUR TEUR TEUR TEUR
--- --- --- --- ---
Regionen
Deutschland 46.459 13.336 207 17
Übriges Europa 47.224 12.857 121 -
Übersee 5.015 495 17 -
98.698 26.688 345 17
Zeitlicher Ablauf der Umsatzrealisierung
Zeitpunkt 98.698 26.688 212 17
Zeitraum - - 133 -
98.698 26.688 345 17
2020 Summe Segmente Überleitung edding Konzern
TEUR TEUR TEUR
--- --- --- ---
Regionen
Deutschland 60.019 - 60.019
Übriges Europa 60.202 - 60.202
Übersee 5.527 - 5.527
125.748 - 125.748
Zeitlicher Ablauf der Umsatzrealisierung
Zeitpunkt 125.615 - 125.615
Zeitraum 133 - 133
125.748 - 125.748

Die Umsatzerlöse gliedern sich nach Regionen und zeitlichem Ablauf der Umsatzrealisierung im Geschäftsjahr 2019 wie folgt:

2019 Schreiben und Markieren Visuelle Kommunikation Technological Solutions Sonstige
TEUR TEUR TEUR TEUR
--- --- --- --- ---
Regionen
Deutschland 47.241 17.204 206 -
Übriges
Europa 52.752 16.630 53 -
Übersee 7.072 619 16 -
107.065 34.453 275 -
Zeitlicher Ablauf der Umsatzrealisierung
Zeitpunkt 107.065 34.453 135 -
Zeitraum - - 140 -
107.065 34.453 275 -
2019 Summe Segmente Überleitung edding Konzern
TEUR TEUR TEUR
--- --- --- ---
Regionen
Deutschland 64.651 - 64.651
Übriges
Europa 69.435 - 69.435
Übersee 7.707 - 7.707
141.793 - 141.793
Zeitlicher Ablauf der Umsatzrealisierung
Zeitpunkt 141.653 - 141.653
Zeitraum 140 - 140
141.793 - 141.793

Im Geschäftsjahr 2020 wurden wie im Vorjahr mit keinem Kunden mehr als 10 % der Umsatzerlöse des edding Konzerns erzielt. Außerplanmäßige Abschreibungen sind im Vorjahr in Höhe von TEUR 274 angefallen, die im Wesentlichen auf das Segment Schreiben und Markieren entfielen.

Die Überleitung des Segmentergebnisses auf das Konzernergebnis vor Steuern stellt sich wie folgt dar:

2020 2019
TEUR TEUR
--- --- ---
Segmentergebnis (EBIT) 14.361 18.231
EBIT edding AG -6.217 -8.531
Konsolidierung -22 14
EBIT edding Konzern 8.122 9.714
Beteiligungsergebnis 5 5
Finanzergebnis 1.186 309
Ergebnis aus der Nettoposition der monetären Posten gemäß IAS 29 21 567
Konzernergebnis vor Ertragsteuern 9.334 10.595

Die in der Segmentberichterstattung verwendete Ergebnisgröße „EBIT“ stellt das für den jeweiligen Unternehmensbereich errechnete Ergebnis vor Zinsen, Hochinflationsanpassungen und Ertragsteuern dar.

37 Erläuterungen zur Kapitalflussrechnung

Der in der Konzernkapitalflussrechnung betrachtete Finanzmittelbestand umfasst ausschließlich den Bilanzposten Flüssige Mittel, der sich aus Kassenbeständen, Schecks und Guthaben bei Kreditinstituten zusammensetzt. Kontokorrentkredite sind hierbei nicht Bestandteil des in der Konzernkapitalflussrechnung betrachteten Finanzmittelbestands. Cash-Pooling-Vereinbarungen sind im edding Konzern nicht vorhanden.

Die Zahlungsmittelzu- und -abflüsse aus der laufenden Geschäftstätigkeit werden nach der indirekten Methode dargestellt.

Innerhalb des Cashflows aus laufender Geschäftstätigkeit wurden die Veränderungen der Bilanzposten um wesentliche nicht zahlungswirksame Sachverhalte (Hochinflationsanpassungen, Wertberichtigungen et cetera) bereinigt.

Im Geschäftsjahr 2020 wurde mit dem Verkäufer der Anteile am Unternehmen Companhia de Canetas Compactor S.A., Rio de Janeiro, Brasilien eine nachträgliche Reduzierung des Kaufpreises auf nun TEUR 1.686 vereinbart. edding geht von einem Rückgang des beizulegenden Zeitwerts der Anteile in der gleichen Größenordnung aus. Die Reduzierung der Kaufpreisverbindlichkeit um TEUR 1.648 führt zu einem im Finanzergebnis auszuweisenden Ertrag und die Verringerung der Beteiligung wird erfolgsneutral im sonstigen Ergebnis erfasst. Unter Berücksichtigung von bereits in Vorjahren getätigten Anzahlungen erfolgte in 2020 die vollständige Zahlung des reduzierten Kaufpreises in Höhe von TEUR 1.283. Für ausführliche Informationen verweisen wir auf Textziffer 10.

Weitere wesentliche nicht zahlungswirksame Transaktionen mit einer Auswirkung auf die Höhe der ausgewiesenen Cashflows aus laufender Geschäftstätigkeit, Investitionstätigkeit und Finanzierungstätigkeit haben darüber hinaus nicht stattgefunden.

Folgende Zahlungsvorgänge sind im Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit enthalten:

2020 2019
TEUR TEUR
--- --- ---
Zinseinnahmen 15 63
Zinsausgaben für Leasingverbindlichkeiten nach IFRS 16 94 123
Sonstige Zinsausgaben 611 993
Zahlungen für Ertragsteuern 1.952 4.275

Im Geschäftsjahr 2020 erhaltene staatliche Hilfen und Zuschüsse im Sinne des IAS 20 beschränken sich auf Sozialversicherungsbeträge auf Kurzarbeitergeld und Lohnkostenzuschüsse und wurden in Höhe von TEUR 863 im Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit berücksichtigt.

Die Finanzschulden aus Finanzierungstätigkeit haben sich wie folgt entwickelt:

Langfristige Finanzschulden Kurzfristige Finanzschulden Gesamt
TEUR TEUR TEUR
--- --- --- ---
Stand 01.01.2019 1.000 6.694 7.694
Zahlungswirksame Veränderungen
+ Einzahlungen aus der Aufnahme von Krediten - 1.507 1.507
- Auszahlungen für die Tilgung von Krediten -500 -384 -884
- Auszahlungen aus kurzfristigen Finanzschulden - -79 -79
Nicht zahlungswirksame Veränderungen
+/- Währungsumrechnung - -381 -381
Stand 31.12.2019 500 7.357 7.857
Zahlungswirksame Veränderungen
+ Einzahlungen aus der Aufnahme von Krediten 8.737 4.867 13.604
- Auszahlungen für die Tilgung von Krediten -500 -500 -1.000
- Auszahlungen aus kurzfristigen Finanzschulden - - -
+/- Umgliederungen in den Cashflow aus der Investitionstätigkeit - -1.283 -1.283
Nicht zahlungswirksame Veränderungen
+/- Währungsumrechnung - -913 -913
+/- Reduzierung der Kaufpreisverbindlichkeit - -1.648 -1.648
Stand 31.12.2020 8.737 7.880 16.617

Die Leasingverbindlichkeiten aus Finanzierungstätigkeit haben sich wie folgt entwickelt:

Langfristige Leasingverbindlichkeiten Kurzfristige Leasingverbindlichkeiten Gesamt
TEUR TEUR TEUR
--- --- --- ---
Stand 01.01.2019 3.201 1.908 5.109
Zahlungswirksame Veränderungen
- Tilgung von Leasingverbindlichkeiten -1.764 -257 -2.021
Nicht zahlungswirksame Veränderungen
+/- Währungsumrechnung 1 3 4
+/- Zugänge, Abgänge und sonstige Veränderungen 1.234 491 1.725
+/- Umgliederungen aufgrund von Fristigkeiten - - -
Stand 31.12.2019 2.672 2.145 4.817
Zahlungswirksame Veränderungen
- Tilgung von Leasingverbindlichkeiten - -1.995 -1.995
Nicht zahlungswirksame Veränderungen
+/- Währungsumrechnung -90 -129 -219
+/- Zugänge, Abgänge und sonstige Veränderungen 2.342 1.656 3.998
+/- Umgliederungen aufgrund von Fristigkeiten - - -
Stand 31.12.2020 4.924 1.677 6.601

38 Beziehungen zu nahe stehenden Unternehmen und Personen

Als nahe stehende Personen oder Unternehmen im Sinne des IAS 24 gelten natürliche Personen und Unternehmen, die von der edding AG beeinflusst werden können, die einen Einfluss auf die edding AG ausüben können oder die unter dem Einfluss einer anderen nahe stehenden Partei der edding AG stehen.

Im Geschäftsjahr 2020 existieren wie im Vorjahr keine assoziierten Unternehmen, die als nahe stehende Unternehmen nach IAS 24 hätten klassifiziert werden können.

Die Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats sind Personen in Schlüsselpositionen, deren Vergütung gemäß IAS 24 gesondert nach verschiedenen Kategorien anzugeben ist. Ferner bestehen Angabepflichten zu ausstehenden Salden und Verpflichtungen gegenüber den Personen in Schlüsselpositionen. Für die Angaben wird auf Textziffer 40 verwiesen.

Der Arbeitnehmerin, die in den Aufsichtsrat der edding AG gewählt wurde, steht weiterhin ein reguläres Gehalt im Rahmen ihres Arbeitsvertrags zu. Die Höhe des Gehalts entspricht einer angemessenen Vergütung für die entsprechende Funktion beziehungsweise Tätigkeit im Unternehmen. Daneben wurden mit Mitgliedern des Aufsichtsrats oder Vorstands keine wesentlichen berichtspflichtigen Geschäfte getätigt.

Ebenso haben wir Gesellschafter - soweit sie durch Stimmrechtsbindung verpflichtet sind (siehe Textziffer 39) - insgesamt als nahe stehende Personen eingeordnet. Mit einzelnen Gesellschaftern bestehen Beraterverträge, in deren Rahmen für das Kalenderjahr 2020 Honorare im Gesamtbetrag von TEUR 57 (Vorjahr: TEUR 80) in Rechnung gestellt wurden, wovon zum Bilanzstichtag TEUR 14 (Vorjahr: TEUR 0) ausstehend sind. Die Beraterverträge wurden dem Aufsichtsrat gegenüber offen gelegt. Zudem besteht mit einer Person ein übliches Angestelltenverhältnis. Weitere nennenswerte Geschäftsaktivitäten mit Mitgliedern des Gesellschafterkreises und ihren Angehörigen wurden in 2020 wie im Vorjahr nicht getätigt.

39 Mitteilungen zum Bestehen von Beteiligungen nach §§ 33 ff. des Wertpapierhandelsgesetzes

Zur Erläuterung zeigt die folgende Tabelle den aktuellen Stand der Mitteilungen von Über- und Unterschreitungen der Schwellen von 3, 5, 10, 15, 20, 25, 30, 50 und 75 % der Stimmrechte an der edding AG:

Name Datum der Stimmrechtsmitteilung Überschrittene Grenze in % Unterschrittene Grenze in % Letzter Stand Stimmrechte in %
Volker Detlef Ledermann Vorjahre 3, 5, 10, 15, 20, 25, 30, 50, 75 n.a. >75
Angelika Schumacher Vorjahre 3, 5, 10, 15, 20, 25, 30, 50, 75 75 50 - 75
Dina Alexandra Schumacher Vorjahre 3, 5, 10, 15, 20, 25, 30, 50, 75 75 50 - 75
David Alexander Schumacher Vorjahre 3, 5, 10, 15, 20, 25, 30, 50, 75 75 50 - 75
Beatrix Ledermann Vorjahre 3, 5, 10, 15, 20, 25, 30, 50, 75 75 50 - 75
Julia Marie Ledermann Vorjahre 3, 5, 10, 15, 20, 25, 30, 50, 75 75 50 - 75
Jan Moritz Ledermann Vorjahre 3, 5, 10, 15, 20, 25, 30, 50, 75 75 50 - 75
Leon Thadaeus Ledermann Vorjahre 3, 5, 10, 15, 20, 25, 30, 50 n.a. 50 - 75
Per Ledermann Vorjahre 3, 5, 10, 15, 20, 25, 30, 50, 75 n.a. >75
Anika Ledermann Vorjahre 3, 5, 10, 15, 20, 25 n.a. 25 - 30
Yannick Nicolas Ledermann Vorjahre 3, 5, 10, 15, 20, 25, 30, 50, 75 75 50 - 75
Elisa Sophie Ledermann Vorjahre 3, 5, 10, 15, 20, 25, 30, 50 n.a. 50 - 75
Luis Gabriel Ledermann Vorjahre 3, 5, 10 n.a. 10 - 15
Felip Elias Ledermann Vorjahre 3, 5, 10 n.a. 10 - 15

Wir verweisen hierzu auf unsere Mitteilungen nach §§ 33 ff. WpHG. Die Stimmrechte der Familien Ledermann und Schumacher, sind, soweit diese nicht gemäß § 34 Abs. 1 S. 1 Nr. 6 WpHG zuzurechnen sind, in einem Stimmrechtspool zusammengefasst.

40 Organe der edding AG

Der Aufsichtsrat ist wie folgt besetzt:

Mitglied Ausgeübter Beruf Funktion
Chehab Wahby, Düsseldorf Kaufmann Partner der EY-Parthenon GmbH Vorsitzender
Michael Rauch, Düsseldorf Kaufmann Geschäftsführender Direktor (CFO) der CompuGroup Medical SE & Co. KGaA Stellvertretender Vorsitzender
seit 18.06.2020 Finanzvorstand (CFO) der CompuGroup Medical SE bis 17.06.2020
Anja Keihani, Hannover Kauffrau Assistenz der Innendienstleitung der edding Vertrieb GmbH Arbeitnehmervertreterin
Dr. Sabine Renken, Hamburg Rechtsanwältin Partnerin in der Kanzlei Buse Rechtsanwälte Steuerberater Partnergesellschaft mbB Ersatzmitglied
Karl Sieveking, Hamburg Wirtschaftsprüfer, Rechtsanwalt Selbstständiger Wirtschaftsprüfer und Rechtsanwalt Ersatzmitglied

Die Mitglieder des Aufsichtsrats bekleiden keine weiteren Mandate in gesetzlich zu bildenden Aufsichtsräten und vergleichbaren Kontrollgremien von Wirtschaftsunternehmen.

Die Besetzung des Vorstands lautet wie folgt:

Mitglied Funktion
Per Ledermann, Ahrensburg Kaufmann Vorsitzender/Chief Executive Officer
Sönke Gooß, Rosengarten Kaufmann Chief Financial Officer
Thorsten Streppelhoff, Hamburg Ingenieur Chief Business Officer seit 01.01.2021 Chief Operating Officer bis 31.12.2020

Die Mitglieder des Vorstands bekleiden keine Mandate in gesetzlich zu bildenden Aufsichtsräten und vergleichbaren Kontrollgremien von Wirtschaftsunternehmen.

Auf der Hauptversammlung der edding AG vom 15. Juni 2016 wurde beschlossen, dass auf eine individualisierte Offenlegung der Vorstandsvergütung nach den in § 314 Absatz 1 Nr. 6 Buchstabe a Satz 5 bis 8 HGB verlangten Angaben für den Konzernabschluss verzichtet wird. Die Gesamtbezüge des Vorstands im Geschäftsjahr 2020 betragen TEUR 1.539 (Vorjahr: TEUR 1.495).

Im Konzernabschluss erfasster Aufwand für Vergütungen an den Vorstand

Für Festvergütungen an den Vorstand hat die Gesellschaft TEUR 630 (Vorjahr: TEUR 721) aufgewendet. Die Aufwendungen für Nebenleistungen betrugen TEUR 40 (Vorjahr: TEUR 39) und entfallen im Wesentlichen auf Dienstwagen und Zuschüsse zur Kranken- und Pflegeversicherung.

Für kurzfristig fällige variable Vergütungen wurden TEUR 165 (Vorjahr: TEUR 153) aufgewendet. Rückstellungen für im Vorjahr kurzfristig fällige variable Vergütungen wurden im laufenden Geschäftsjahr mit TEUR 7 (Vorjahr: TEUR 6) ertragswirksam aufgelöst. Die Vereinbarung über die kurzfristige Tantieme enthält eine Malusregelung, die im Falle eines Jahresverlusts bei der edding AG zur Anwendung kommt. Für Altersversorgung wurden im Geschäftsjahr 2020 TEUR 87 (Vorjahr: TEUR 87) aufgewendet.

Der Aufwand für eine an langfristigen Zielen orientierte variable Vergütung betrug TEUR 235 (Vorjahr: TEUR 255). Der in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasste Aufwand für die an langfristigen Zielen orientierte variable Vergütung ist bis zur finalen Ermittlung der erreichten Tantiemeziele auf Basis vorläufiger Einschätzungen berechnet worden und kann daher in Folgeperioden angepasst werden. Im Geschäftsjahr 2020 ergaben sich hierbei Erträge aus Anpassungen für Vorjahre in Höhe von TEUR 40 (Vorjahr: TEUR 103).

Im Geschäftsjahr 2020 wurden für zwei Vorstandsmitglieder langfristige Tantiemeansprüche aufgrund des Ablaufs des Bewertungszeitraums mit TEUR 617 final bestimmbar und werden damit nach Abzug bereits geleisteter Vorauszahlungen von TEUR 416 zur Auszahlung fällig. Zudem besteht zum 31. Dezember 2020 ein Tantiemeanspruch für ein Vorstandsmitglied in Höhe von TEUR 234 (nach bereits vorgenommener Abschlagszahlungen), der bereits zum Vorjahresstichtag final bestimmbar gewesen war, jedoch noch nicht ausgezahlt wurde. Die Auszahlung aller final bestimmbaren Tantiemeansprüche ist im Jahr 2021 vorgesehen. Zum 31. Dezember 2020 besteht mit einem Vorstandsmitglied eine langfristig orientierte Tantiemevereinbarung mit einer Zielvergütung von TEUR 600, die mit Ablauf des Geschäftsjahres 2025 fällig und somit erst im Geschäftsjahr 2026 zur Auszahlung gelangen wird.

Im Vorjahr wurde für ein Vorstandsmitglied ein langfristiger Tantiemeanspruch aufgrund des Ablaufs des Bewertungszeitraums mit TEUR 496 final bestimmbar und damit nach Abzug bereits geleisteter Vorauszahlungen von TEUR 137 zur Auszahlung fällig. Die Auszahlung war im Jahr 2020 vorgesehen, ist allerdings noch nicht erfolgt. Zum Vorjahresstichtag bestanden zudem mit zwei Vorstandsmitgliedern langfristig orientierte Tantiemevereinbarungen mit einer Zielvergütung von TEUR 745.

Die langfristig orientierten Tantiemevereinbarungen enthalten ebenfalls Malusregelungen.

Im Konzernabschluss enthaltene Auszahlungen für Vergütungen an den Vorstand

Die Festvergütung sowie die Nebenleistungen waren in 2020 und 2019 in voller Höhe zur Zahlung fällig. Die im Vorjahr für die kurzfristig fällige variable Vergütung gebildeten Rückstellungen von TEUR 153 führten im Geschäftsjahr 2020 zu Auszahlungen in Höhe von TEUR 146. Für an langfristigen Zielen orientierte variable Vergütungen wurden in 2020 TEUR 245 (Vorjahr: TEUR 215) an den Vorstand ausbezahlt. Davon entfallen TEUR 105 (Vorjahr: TEUR 0) auf bereits im Vorjahr final bestimmbare Tantiemeansprüche und TEUR 140 (Vorjahr: TEUR 68) sind unverfallbar. In Höhe von TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 147) handelt es sich somit um Abschlagszahlungen auf an langfristigen Zielen orientierte Vergütungen an den Vorstand, die gegebenenfalls zurückzuzahlen sind.

Im Konzernabschluss gebildete Rückstellungen für den Vorstand

Die für den Kurzfristbonus des Vorstands gebildeten Rückstellungen betragen zum Bilanzstichtag TEUR 165 (Vorjahr: TEUR 153).

Die für den Langfristbonus des Vorstands gebildeten Rückstellungen betragen zum Bilanzstichtag TEUR 553 (Vorjahr: TEUR 602).

Die für Vorstandsmitglieder zum 31. Dezember 2020 gebildeten Pensionsrückstellungen betragen TEUR 1.170 (Vorjahr: TEUR 1.045). Diese zählen vollumfänglich zu den wertpapiergebundenen Pensionsrückstellungen. Zudem wurden sie in nennenswertem Umfang durch Gehaltsumwandlung der Vorstandsmitglieder aufgebaut.

Aufwendungen und Auszahlungen an ehemalige Vorstände

Pensionszahlungen an ehemalige Vorstände sind in Höhe von TEUR 1.252 (Vorjahr: TEUR 1.284) geleistet worden. Pensionsrückstellungen für ehemalige Vorstandsmitglieder sind in Höhe von TEUR 7.920 (Vorjahr: TEUR 8.307) im Konzernabschluss erfasst.

Aufwendungen und Auszahlungen an den Aufsichtsrat

Der Aufsichtsrat erhält ausschließlich eine Festvergütung sowie Auslagenersatz. Im Geschäftsjahr 2020 wurden hierfür TEUR 120 (Vorjahr: TEUR 120) aufgewendet. Im Geschäftsjahr 2020 wurden TEUR 120 (Vorjahr: TEUR 120) ausgezahlt.

41 Vorschlag über die Verwendung des Bilanzgewinns

Nach Zuführung von TEUR 2.115 aus dem Jahresüberschuss 2020 in die anderen Gewinnrücklagen der edding AG verbleibt ein Bilanzgewinn von TEUR 2.115.

Der Vorstand schlägt der Hauptversammlung vor, aus dem Bilanzgewinn folgende Dividenden an die Aktionäre zu verteilen:

EUR 1.84 Dividende je Vorzugsstückaktie im rechnerischen Nennwert von EUR 5,00
EUR 1,80 Dividende je Stammstückaktie im rechnerischen Nennwert von EUR 5,00

Der nach der Ausschüttung verbleibende Bilanzgewinn in Höhe von TEUR 164 soll in die anderen Gewinnrücklagen eingestellt werden.

42 Honorare und Dienstleistungen des Abschlussprüfers

Das für die Abschlussprüfer des Konzernabschlusses im Geschäftsjahr als Aufwand erfasste Honorar gliedert sich wie folgt:

2020 2019
TEUR TEUR
--- --- ---
Abschlussprüfungsleistungen 202 174
Andere Bestätigungsleistungen 7 7
Steuerberatungsleistungen - -
Sonstige Leistungen 12 12
Gesamthonorar 221 193

Die Abschlussprüfungsleistungen enthalten das vereinbarte Honorar, Vergütungen für sonstige Leistungen, die im Rahmen der Abschlussprüfung genutzt werden sowie Auslagen. Die anderen Bestätigungsleistungen entfallen auf die sich aus der Verpackungsverordnung ergebenden Prüfungspflichten. Die sonstigen Beratungsleistungen betreffen unter anderem die unterjährige Abstimmung von Bilanzierungsfragen und die Teilnahme an der Hauptversammlung.

43 Anteilsbesitz

Beteiligungsquote %
Name Sitz 31.12.2020 31.12.2019
--- --- --- ---
Mutterunternehmen
edding AG Ahrensburg
Konsolidierte Gesellschaften
Deutschland
edding International GmbH Ahrensburg 100 100
edding Vertrieb GmbH Ahrensburg 1001 1001
V.D. Ledermann & Co. GmbH Ahrensburg 100 100
Legamaster GmbH Bargteheide 100 100
edding Tech Solutions GmbH Ahrensburg 1001 1001
edding Expressive Skin GmbH Ahrensburg 1001 1001
Prismade Labs GmbH Chemnitz 601 601
Ausland
edding Benelux group B.V. Lochem, NL 1001 1001
edding Benelux B.V. Lochem, NL 1001 1001
Legamaster B.V.B.A. Mechelen, BE 1001 1001
Legamaster International B.V. Lochem, NL 1001 1001
edding France SAS Roncq, FR 1001 1001
EDDING (U.K.) LTD. St. Albans, GB 100 100
edding Hellas Ltd. Athen, GR 100 100
edding Ofis ve Kirtasiye Ürünleri Tic. Ltd. Sti. Istanbul, TR 1002 1002
edding Argentina S.A. Buenos Aires, AR 100 100
edding Colombia S.A.S. Sabaneta, CO 80,87 80,87
Legamaster LatAm S.A. Sargento Cabral, AR 701 701

Die edding AG hält 16,67 % (Vorjahr: 16,67 %) der Anteile an der PBS Network GmbH, Stuttgart sowie 9,09 % (Vorjahr: 9,09 %) der Anteile an der Beruf und Familie im Hansebelt gGmbH, Ahrensburg. Die edding Vertrieb GmbH hält 6,67 % (Vorjahr: 6,67 %) des Stammkapitals der Office Gold Club GmbH, Düsseldorf. Die edding International GmbH hält 20,74 % (Vorjahr: 20,74 %) der Anteile an der Companhia de Canetas Compactor S.A., Rio de Janeiro, Brasilien. Der Stimmrechtsanteil an der Gesellschaft beträgt abweichend 26,1 % (Vorjahr: 26,1 %).

Die Office Gold Club GmbH, Düsseldorf wurde am 29. Januar 2021 liquidiert.

1 mittelbar über die edding International GmbH beziehungsweise deren Beteiligungen

2 50 % unmittelbar; 50 % mittelbar über die edding International GmbH

44 Ereignisse nach dem Bilanzstichtag / Nachtragsbericht

Am 25./28. September 2020 haben sich die edding und der langjährige österreichische Landesdistributeur für die Marken edding, Legamaster und Fiskars darauf geeinigt, dass ab dem 1. Januar 2021 der Vertrieb dieser Marken in Österreich durch die edding Vertrieb GmbH erfolgen wird. Darüber hinaus ist die Übertragung einzelner Vermögenswerte und Rechtsverhältnisse Gegenstand des Vertrags. Daher setzt sich der Kaufpreis aus dem Wert des Kundenstamms, dem Wert des Vorratsvermögens sowie abzüglich übergehender Personalverpflichtungen zusammen. Insgesamt ergibt sich eine vorläufige Schätzung des Kaufpreises von TEUR 665.

Durch die Übernahme des Kundenstamms und der Mitarbeiter im Bereich Marketing und Vertrieb durch die edding Vertrieb GmbH sind die Kriterien bezüglich eines übernommenen Geschäftstriebs sowie die eines Unternehmenszusammenschlusses im Sinne des IFRS 3 erfüllt, da durch die Übertragung des Geschäftsbetriebs die Beherrschung erlangt wurde. Ein Geschäfts- oder Firmenwert ist bei dieser Transaktion jedoch nicht entstanden.

Wesentliche berücksichtigungspflichtige sowie weitere nicht zu berücksichtigende, aber angabepflichtige Ereignisse nach dem Bilanzstichtag sind bis zum Zeitpunkt der Freigabe der Veröffentlichung des Konzernabschlusses nicht eingetreten.

45 Entsprechenserklärung

Die nach § 161 AktG vorgeschriebene Entsprechenserklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex wurde abgegeben und ist gesondert sowie als Bestandteil der Erklärung zur Unternehmensführung nach §§ 289f, 315d HGB im Internet unter www.edding.com/de-de/unternehmen/investor-relations/corporate-governance/ veröffentlicht.

Ahrensburg, 25. März 2021

Der Vorstand

Per Ledermann

Thorsten Streppelhoff

Sönke Gooß

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die edding Aktiengesellschaft, Ahrensburg

Vermerk über die Prüfung des Jahresabschlusses und des mit dem Konzernlagebericht zusammengefassten Lageberichts

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der edding Aktiengesellschaft, Ahrensburg, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2020 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2020 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den mit dem Konzernlagebericht zusammengefassten Lagebericht (nachfolgend: „zusammengefasster Lagebericht") der edding Aktiengesellschaft, Ahrensburg, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2020 geprüft. Die auf der Internetseite der Gesellschaft veröffentlichte Erklärung zur Unternehmensführung nach §§ 289f, 315d HGB, auf die im zusammengefassten Lagebericht verwiesen wird, die im zusammengefassten Lagebericht im Abschnitt „Sonstige Berichterstattung" enthaltene nichtfinanzielle Erklärung nach §§ 289b ff., 315b f. HGB sowie den hierzu erteilten Prüfvermerk haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2020 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2020 und
vermittelt der beigefügte zusammengefasste Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser zusammengefasste Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Unser Prüfungsurteil zum zusammengefassten Lagebericht erstreckt sich nicht auf die oben genannten nicht inhaltlich geprüften Bestandteile des zusammengefassten Lageberichts.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-Abschlussprüferverordnung (Nr. 537/2014; im Folgenden „EU-APrVO") unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt „Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den europarechtlichen sowie den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Darüber hinaus erklären wir gemäß Artikel 10 Abs. 2 Buchst. f) EU-APrVO, dass wir keine verbotenen Nichtprüfungsleistungen nach Artikel 5 Abs. 1 EU-APrVO erbracht haben. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum zusammengefassten Lagebericht zu dienen.

Besonders wichtige Prüfungssachverhalte in der Prüfung des Jahresabschlusses

Besonders wichtige Prüfungssachverhalte sind solche Sachverhalte, die nach unserem pflichtgemäßen Ermessen am bedeutsamsten in unserer Prüfung des Jahresabschlusses für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2020 waren. Diese Sachverhalte wurden im Zusammenhang mit unserer Prüfung des Jahresabschlusses als Ganzem und bei der Bildung unseres Prüfungsurteils hierzu berücksichtigt; wir geben kein gesondertes Prüfungsurteil zu diesen Sachverhalten ab.

Nachfolgend stellen wir den aus unserer Sicht besonders wichtigen Prüfungssachverhalt dar:

Bewertung der Anteile an verbundenen Unternehmen sowie der Forderungen gegen verbundene Unternehmen

a) Das Risiko für den Abschluss

Zum 31. Dezember 2020 bilanziert die edding Aktiengesellschaft Anteile an verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 28.957 sowie Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von TEUR 27.181. Die Anteile an verbundenen Unternehmen werden zu Anschaffungskosten oder dem am Abschlussstichtag niedrigeren beizulegenden Wert, die Forderungen gegen verbundene Unternehmen zum Nominalwert oder dem am Abschlussstichtag niedrigeren beizulegenden Wert bilanziert. Im Geschäftsjahr 2020 wurden Abschreibungen auf Finanzanlagen in Höhe von TEUR 3.017 aufwandswirksam erfasst. Über die mit den Tochtergesellschaften abgeschlossenen Ergebnisabführungsverträge belasten darüber hinaus die auf Ebene der Tochtergesellschaften gebuchten Abschreibungen und Wertberichtigungen das Jahresergebnis der edding Aktiengesellschaft. Die Angaben der Gesellschaft zur Beteiligungs- und Forderungsbewertung sind in den Kapiteln „3 Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze" und „7 Finanzanlagen" im Anhang sowie im Kapitel „Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der edding AG" des zusammengefassten Lageberichts enthalten.

Der Beteiligungsbewertung wird ein Ertragswert und der Bewertung der Forderungen gegen verbundene Unternehmen ein indikativer Zahlungsrückfluss zugrunde gelegt. Die Bewertung von Tochtergesellschaften, deren Geschäft sich noch im Aufbau befindet, basiert im Wesentlichen auf einer qualitativen Beurteilung. Die in dem Bewertungsmodell verwendeten Prämissen werden soweit möglich aus öffentlich zugänglichen Quellen (z.B. Kapitalmarktdaten, Zinssätze) abgeleitet. Die erwartete Entwicklung der Tochtergesellschaften wird in einer Ergebnisplanung dargestellt, wobei insbesondere die Planung der Umsatzerlöse und der EBIT-Ergebnisgröße durch ein bottom-up Verfahren erfolgt. Die Planungsrechnungen werden nach Plausibilitätskontrollen durch das Controlling und den Vorstand der Gesellschaft in das Bewertungsmodell übertragen. Dabei werden für Bewertungszwecke gegebenenfalls erforderliche Anpassungen berücksichtigt (z.B. Synergieeffekte).

Das Ergebnis dieser Bewertungen ist insbesondere von der Einschätzung der künftigen Ergebnisentwicklung durch die gesetzlichen Vertreter und von den jeweils verwendeten Diskontierungszinssätzen abhängig. Die Bewertungen sind daher mit Unsicherheiten behaftet. Vor diesem Hintergrund und angesichts der wesentlichen Bedeutung für die Vermögens- und Ertragslage der edding Aktiengesellschaft war dieser Sachverhalt im Rahmen unserer Prüfung von besonderer Bedeutung.

b) Prüferisches Vorgehen und Schlussfolgerungen

Bei unserer Prüfung der Bewertung der Anteile an verbundenen Unternehmen und der Forderungen gegen verbundene Unternehmen haben wir unter anderem das methodische Vorgehen zur Bewertung nachvollzogen, die der Bewertung zugrunde liegenden zentralen Annahmen gewürdigt und die Ermittlung des Kapitalisierungszinssatzes beurteilt.

Wir haben uns davon überzeugt, dass die nach einem Ertragswertverfahren abgeleiteten beizulegenden Werte in vertretbarer Weise aus den relevanten Bewertungsstandards abgeleitet wurden. Von der Angemessenheit der bei der Beteiligungsbewertung verwendeten künftigen Planergebnisse haben wir uns durch Abstimmung mit der von den gesetzlichen Vertretern erstellten und vom Aufsichtsrat genehmigten Planung überzeugt und deren wesentliche Annahmen nachvollzogen. Dabei haben wir auch beurteilt, ob der Planungsprozess eine hinreichend genaue Schätzung zukünftiger Zahlungsströme sicherstellt. In diesem Zusammenhang haben wir die Planungstreue beurteilt. Mit der Kenntnis, dass bereits relativ kleine Veränderungen des Kapitalisierungszinssatzes wesentliche Auswirkungen auf die Höhe der auf diese Weise ermittelten Beteiligungswerte haben können, haben wir die bei der Bestimmung des verwendeten Diskontierungszinssatzes herangezogenen Parameter und das Berechnungsschema nachvollzogen. Des Weiteren haben wir ebenfalls die Ableitung des in der ewigen Rente angesetzten Wachstumsabschlags aus den Markterwartungen nachvollzogen.

Die von den gesetzlichen Vertretern angewandten Bewertungsparameter und -annahmen sind unter Berücksichtigung der verfügbaren Informationen aus unserer Sicht insgesamt geeignet, um die Bewertung der Anteile an verbundenen Unternehmen und der Forderungen gegen verbundene Unternehmen sachgerecht vorzunehmen.

Sonstige Informationen

Die gesetzlichen Vertreter bzw. der Aufsichtsrat sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die bis zum Datum dieses Bestätigungsvermerks erlangten sonstigen Informationen umfassen:

die im Abschnitt „Sonstige Berichterstattung" des zusammengefassten Lageberichts enthaltene nichtfinanzielle Erklärung nach §§ 289b ff, 315b f. HGB,
den im Abschnitt „Sonstige Berichterstattung" des zusammengefassten Lageberichts enthaltenen Prüfvermerk,
die auf der Internetseite der Gesellschaft veröffentlichte Erklärung zur Unternehmensführung nach §§ 289f, 315d HGB, auf die im Abschnitt „Sonstige Berichterstattung" des zusammengefassten Lageberichts hingewiesen wird,
den Bericht des Aufsichtsrats,
die Versicherung nach § 264 Abs. 2 Satz 3 HGB zum Jahresabschluss und die Versicherung nach § 289 Abs. 1 Satz 5 HGB zum zusammengefassten Lagebericht und
die übrigen Teile des Geschäftsberichts, aber nicht den Jahresabschluss, nicht die inhaltlich geprüften Angaben im zusammengefassten Lagebericht und nicht unseren dazugehörigen Bestätigungsvermerk.

Die übrigen Teile des Geschäftsberichts werden uns voraussichtlich nach dem Datum dieses Bestätigungsvermerks zur Verfügung gestellt.

Der Aufsichtsrat ist für den Bericht des Aufsichtsrats verantwortlich. Für die Erklärung nach § 161 AktG zum Deutschen Corporate Governance Kodex, die Bestandteil der Erklärung zur Unternehmensführung ist, auf die in Abschnitt „Erklärung zur Unternehmensführung nach §§ 289f, 315d HGB " des zusammengefassten Lageberichts hingewiesen wird, sind die gesetzlichen Vertreter und der Aufsichtsrat verantwortlich. Im Übrigen sind die gesetzlichen Vertreter für die sonstigen Informationen verantwortlich.

Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum zusammengefassten Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab.

Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die oben genannten sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen

wesentliche Unstimmigkeiten zum Jahresabschluss, zu den inhaltlich geprüften Angaben im zusammengefassten Lagebericht oder zu unseren bei der Prüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder
anderweitig wesentlich falsch dargestellt erscheinen.

Falls wir auf Grundlage der von uns zu den vor dem Datum dieses Bestätigungsvermerks erlangten sonstigen Informationen durchgeführten Arbeiten zu dem Schluss gelangen, dass eine wesentliche falsche Darstellung dieser sonstigen Informationen vorliegt, sind wir verpflichtet, über diese Tatsache zu berichten. Wir haben in diesem Zusammenhang nichts zu berichten.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den zusammengefassten Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des zusammengefassten Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines zusammengefassten Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im zusammengefassten Lagebericht erbringen zu können.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der zusammengefasste Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum zusammengefassten Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-APrVO unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und zusammengefassten Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im zusammengefassten Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.
gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des zusammengefassten Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.
beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.
ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im zusammengefassten Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.
beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.
beurteilen wir den Einklang des zusammengefassten Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.
führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im zusammengefassten Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

Wir geben gegenüber den für die Überwachung Verantwortlichen eine Erklärung ab, dass wir die relevanten Unabhängigkeitsanforderungen eingehalten haben, und erörtern mit ihnen alle Beziehungen und sonstigen Sachverhalte, von denen vernünftigerweise angenommen werden kann, dass sie sich auf unsere Unabhängigkeit auswirken, und die hierzu getroffenen Schutzmaßnahmen.

Wir bestimmen von den Sachverhalten, die wir mit den für die Überwachung Verantwortlichen erörtert haben, diejenigen Sachverhalte, die in der Prüfung des Jahresabschlusses für den aktuellen Berichtszeitraum am bedeutsamsten waren und daher die besonders wichtigen Prüfungssachverhalte sind. Wir beschreiben diese Sachverhalte im Bestätigungsvermerk, es sei denn, Gesetze oder andere Rechtsvorschriften schließen die öffentliche Angabe des Sachverhalts aus.

Sonstige gesetzliche und andere rechtliche Anforderungen

Vermerk über die Prüfung der für Zwecke der Offenlegung erstellten elektronischen Wiedergaben des Jahresabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts nach § 317 Abs. 3b HGB

Prüfungsurteil

Wir haben gemäß § 317 Abs. 3b HGB eine Prüfung mit hinreichender Sicherheit durchgeführt, ob die in der beigefügten Datei „ESEF-Unterlagen edding AG Jahresabschluss und Lagebericht 2020" enthaltenen und für Zwecke der Offenlegung erstellten Wiedergaben des Jahresabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts (im Folgenden auch als „ESEF-Unterlagen" bezeichnet) den Vorgaben des § 328 Abs. 1 HGB an das elektronische Berichtsformat („ESEF-Format") in allen wesentlichen Belangen entsprechen. In Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften erstreckt sich diese Prüfung nur auf die Überführung der Informationen des Jahresabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts in das ESEF-Format und daher weder auf die in diesen Wiedergaben enthaltenen noch auf andere in der oben genannten Datei enthaltene Informationen.

Nach unserer Beurteilung entsprechen die in der oben genannten beigefügten Datei enthaltenen und für Zwecke der Offenlegung erstellten Wiedergaben des Jahresabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts in allen wesentlichen Belangen den Vorgaben des § 328 Abs. 1 HGB an das elektronische Berichtsformat. Über dieses Prüfungsurteil sowie unsere im voranstehenden „Vermerk über die Prüfung des Jahresabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts" enthaltenen Prüfungsurteile zum beigefügten Jahresabschluss und zum beigefügten zusammengefassten Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2020 hinaus geben wir keinerlei Prüfungsurteil zu den in diesen Wiedergaben enthaltenen Informationen sowie zu den anderen in der oben genannten Datei enthaltenen Informationen ab.

Grundlage für das Prüfungsurteil

Wir haben unsere Prüfung der in der oben genannten beigefügten Datei enthaltenen Wiedergaben des Jahresabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 Abs. 3b HGB unter Beachtung des Entwurfs des IDW Prüfungsstandards: Prüfung der für Zwecke der Offenlegung erstellten elektronischen Wiedergaben von Abschlüssen und Lageberichten nach § 317 Abs. 3b HGB (IDW EPS 410) durchgeführt. Unsere Verantwortung danach ist im Abschnitt „Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung der ESEF-Unterlagen" weitergehend beschrieben. Unsere Wirtschaftsprüferpraxis hat die Anforderungen an das Qualitätssicherungssystem des IDW Qualitätssicherungsstandards: Anforderungen an die Qualitätssicherung in der Wirtschaftsprüferpraxis (IDW QS 1) angewendet.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für die ESEF-Unterlagen

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Erstellung der ESEF-Unterlagen mit den elektronischen Wiedergaben des Jahresabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts nach Maßgabe des § 328 Abs. 1 Satz 4 Nr. 1 HGB. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie als notwendig erachten, um die Erstellung der ESEF-Unterlagen zu ermöglichen, die frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - Verstößen gegen die Vorgaben des § 328 Abs. 1 HGB an das elektronische Berichtsformat sind.

Die gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft sind zudem verantwortlich für die Einreichung der ESEF-Unterlagen zusammen mit dem Bestätigungsvermerk und dem beigefügten geprüften Jahresabschluss und geprüften zusammengefassten Lagebericht sowie weiteren offenzulegenden Unterlagen beim Betreiber des Bundesanzeigers.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung der Erstellung der ESEF-Unterlagen als Teil des Rechnungslegungsprozesses.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung der ESEF-Unterlagen

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob die ESEF-Unterlagen frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - Verstößen gegen die Anforderungen des § 328 Abs. 1 HGB sind. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - Verstöße gegen die Anforderungen des § 328 Abs. 1 HGB, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unser Prüfungsurteil zu dienen.
gewinnen wir ein Verständnis von den für die Prüfung der ESEF-Unterlagen relevanten internen Kontrollen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Kontrollen abzugeben.
beurteilen wir die technische Gültigkeit der ESEF-Unterlagen, d.h. ob die die ESEF-Unterlagen enthaltende Datei die Vorgaben der Delegierten Verordnung (EU) 2019/815 in der zum Abschlussstichtag geltenden Fassung an die technische Spezifikation für diese Datei erfüllt.
beurteilen wir, ob die ESEF-Unterlagen eine inhaltsgleiche XHTML-Wiedergabe des geprüften Jahresabschlusses und des geprüften zusammengefassten Lageberichts ermöglichen.

Übrige Angaben gemäß Artikel 10 EU-APrVO

Wir wurden von der Hauptversammlung am 9. Juni 2020 als Abschlussprüfer gewählt. Wir wurden am 18. Dezember 2020 vom Aufsichtsrat beauftragt. Wir sind ununterbrochen seit dem Geschäftsjahr 2009 als Abschlussprüfer der edding Aktiengesellschaft tätig.

Wir erklären, dass die in diesem Bestätigungsvermerk enthaltenen Prüfungsurteile mit dem zusätzlichen Bericht an den Aufsichtsrat nach Artikel 11 EU-APrVO (Prüfungsbericht) in Einklang stehen.

Verantwortliche Wirtschaftsprüferin

Die für die Prüfung verantwortliche Wirtschaftsprüferin ist Frau Michaela Loose."

Hamburg, 25. März 2021

**Ebner Stolz GmbH & Co. KG

Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft**

Dirk Schützenmeister, Wirtschaftsprüfer

Michaela Loose, Wirtschaftsprüferin

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die edding Aktiengesellschaft, Ahrensburg

Vermerk über die Prüfung des Konzernabschlusses und des mit dem Lagebericht zusammengefassten Konzernlageberichts

Prüfungsurteile

Wir haben den Konzernabschluss der edding Aktiengesellschaft, Ahrensburg, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2020, der Konzerngewinn- und verlustrechnung, der Konzerngesamtergebnisrechnung, der Konzerneigenkapitalveränderungsrechnung und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2020 sowie dem Konzernanhang, einschließlich einer Zusammenfassung bedeutsamer Rechnungslegungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den mit dem Lagebericht zusammengefassten Konzernlagebericht (nachfolgend: zusammengefasster Lagebericht) der edding Aktiengesellschaft, Ahrensburg, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2020 geprüft. Die auf der Internetseite der Gesellschaft veröffentlichte Erklärung zur Unternehmensführung nach §§ 289f, 315d HGB, auf die im zusammengefassten Lagebericht verwiesen wird, die im zusammengefassten Lagebericht im Abschnitt „Sonstige Berichterstattung" enthaltene nichtfinanzielle Erklärung nach §§ 289b ff., 315b f. HGB sowie den hierzu erteilten Prüfvermerk haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Konzernabschluss in allen wesentlichen Belangen den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315e Abs. 1 HGB anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31. Dezember 2020 sowie seiner Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2020 und
vermittelt der beigefügte zusammengefasste Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns. In allen wesentlichen Belangen steht dieser zusammengefasste Lagebericht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Unser Prüfungsurteil zum zusammengefassten Lagebericht erstreckt sich nicht auf die oben genannten nicht inhaltlich geprüften Bestandteile des zusammengefassten Lageberichts.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-Abschlussprüferverordnung (Nr. 537/2014; im Folgenden „EU-APrVO") unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt „Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den europarechtlichen sowie den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Darüber hinaus erklären wir gemäß Artikel 10 Abs. 2 Buchst. f) EU-APrVO, dass wir keine verbotenen Nichtprüfungsleistungen nach Artikel 5 Abs. 1 EU-APrVO erbracht haben. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum zusammengefassten Lagebericht zu dienen.

Besonders wichtige Prüfungssachverhalte in der Prüfung des Konzernabschlusses

Besonders wichtige Prüfungssachverhalte sind solche Sachverhalte, die nach unserem pflichtgemäßen Ermessen am bedeutsamsten in unserer Prüfung des Konzernabschlusses für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2020 waren. Diese Sachverhalte wurden im Zusammenhang mit unserer Prüfung des Konzernabschlusses als Ganzem und bei der Bildung unseres Prüfungsurteils hierzu berücksichtigt; wir geben kein gesondertes Prüfungsurteil zu diesen Sachverhalten ab.

Nachfolgend stellen wir den aus unserer Sicht besonders wichtigen Prüfungssachverhalt dar:

Bestandsführung und Bewertung der Vorräte

a) Das Risiko für den Abschluss

Im Konzernabschluss der edding Aktiengesellschaft, Ahrensburg, werden Vorräte in Höhe von EUR 34,3 Mio. ausgewiesen, die im Wesentlichen Handelswaren betreffen. Die Bewertung der Vorräte erfolgt IT-gestützt nach konzerneinheitlichen Vorgaben. Die Handelswaren als bedeutsamster Posten des Vorratsvermögens werden zu durchschnittlichen Anschaffungskosten zuzüglich eines Frachtkostenanteils bewertet und periodisch auf ihre Werthaltigkeit überprüft. Die Bewertungsabschläge werden für mangelnde Gängigkeit, zu hohe Reichweiten und zur Berücksichtigung niedrigerer Marktpreise am Bilanzstichtag (Grundsatz der verlustfreien Bewertung) gebildet, wobei den Besonderheiten der Produkte in den beiden Geschäftsbereichen „Schreiben und Markieren" und „Visuelle Kommunikation" Rechnung getragen wird. Die nach den vorstehend genannten Abwertungsroutinen ermittelten Wertberichtigungen werden durch das Management hinsichtlich einer darüber hinausgehenden Abwertungs- bzw. Zuschreibungsnotwendigkeit (z. B. aufgrund eines bewusst aufgebauten Sicherheitsbestands) überprüft und gegebenenfalls manuell korrigiert. Die Angaben der Gesellschaft zur Bewertung der Vorräte sind in den Abschnitten „5 Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze" und „11 Vorräte" des Konzernanhangs sowie im Abschnitt „Vermögens- und Finanzlage des edding Konzerns" des zusammengefassten Lageberichts enthalten.

Aufgrund des Geschäftsmodells sind der Bestand und die Bewertung der Vorräte, die in Teilen ermessensabhängig ist, für den Konzernabschluss und damit für unsere Prüfung von besonderer Bedeutung.

b) Prüferisches Vorgehen und Schlussfolgerungen

Die deutschen Konzerngesellschaften sind für einen Großteil der Bevorratung im edding Konzern verantwortlich. Wesentliche Lagerstandorte werden durch einen externen Logistikdienstleister betrieben. Der Schwerpunkt unserer Prüfung der laufenden Bestandsführung lag auf dem Nachvollziehen der Wirksamkeit der implementierten Kontrollen zum Bestandsabgleich zwischen der eingesetzten ERP-Software mit der Lagerplatzverwaltungssoftware des externen Dienstleisters. Zur Prüfung des mengenmäßigen Bestands in bedeutsamen Warenlagern haben wir Anweisungen und Verfahren zur ordnungsgemäßen Durchführung der Inventuren beurteilt sowie an ausgewählten Inventuren beobachtend teilgenommen. Dabei haben wir uns von der Ordnungsmäßigkeit des Inventurverfahrens überzeugt und auf Basis von Stichproben Testzählungen durchgeführt.

Im Rahmen der Bewertung der Vorräte haben wir uns in Stichproben von der sachgerechten Parametrisierung und deren stetiger Anwendung in der ERP-Software überzeugt. Bei der Zugangsbewertung für die wertmäßig bedeutenden Handelswaren betraf dies vor allem die Systemeinstellungen zur Berechnung der Anschaffungskosten als gleitende Durchschnittspreise. Darüber hinaus haben wir für ausgewählte Artikel die hinterlegten Preise mit den letzten Lieferanteneingangsrechnungen verglichen und weitergehende Plausibilitätsüberlegungen auf Basis analytischer Prüfungshandlungen vorgenommen. Für die periodisch durchgeführten Werthaltigkeitstests haben wir insbesondere die Stetigkeit der den Reichweiten- und Gänigkeitsanalysen zugrunde gelegten Zeitintervalle, Verbrauchskoeffizienten und Abwertungsprozentsätze überprüft sowie die Bewertungsroutinen zur Gewährleistung einer verlustfreien Bewertung nachvollzogen. Abschließend haben wir uns davon überzeugt, dass die manuellen Bewertungskorrekturen dem Grunde und der Höhe nach auf Basis der zum Bilanzstichtag vorliegenden Informationen vertretbar sind.

Von den Teilbereichsprüfern haben wir uns für die ausländischen Tochtergesellschaften die Ordnungsmäßigkeit des Mengengerüsts und die Bewertung der Vorräte nach den konzerneinheitlichen Vorgaben bestätigen lassen.

Die von den gesetzlichen Vertretern implementierten Verfahren zur Gewährleistung einer ordnungsgemäßen Bestandsführung und Bewertung der Vorräte einschließlich der hierbei getroffenen Annahmen und Ermessensentscheidungen sind nach unserer Beurteilung sachgerecht.

Sonstige Informationen

Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen:

die im Abschnitt „Sonstige Berichterstattung" des zusammengefassten Lageberichts enthaltene nichtfinanzielle Erklärung nach §§ 289b ff., 315b f. HGB,
den im Abschnitt „Sonstige Berichterstattung" des zusammengefassten Lageberichts enthaltenen Prüfvermerk zu der nichtfinanziellen Erklärung,
die auf der Internetseite der Gesellschaft veröffentlichte Erklärung zur Unternehmensführung nach §§ 289f, 315d HGB, auf die im Abschnitt „Sonstige Berichterstattung" des zusammengefassten Lageberichts hingewiesen wird,
den Bericht des Aufsichtsrats,
die Versicherung nach § 297 Abs. 2 Satz 4 HGB zum Konzernabschluss und die Versicherung nach § 315 Abs. 1 Satz 5 HGB zum zusammengefassten Lagebericht und
die übrigen Teile des Geschäftsberichts, aber nicht den Konzernabschluss, nicht die inhaltlich geprüften Angaben im zusammengefassten Lagebericht und nicht unseren dazugehörigen Bestätigungsvermerk.

Die übrigen Teile des Geschäftsberichts werden uns voraussichtlich nach dem Datum dieses Bestätigungsvermerks zur Verfügung gestellt.

Der Aufsichtsrat ist für den Bericht des Aufsichtsrats verantwortlich. Für die Erklärung nach § 161 AktG zum Deutschen Corporate Governance Kodex, die Bestandteil der Erklärung zur Unternehmensführung ist, auf die in Abschnitt „Erklärung zur Unternehmensführung nach §§ 289f, 315d HGB" des zusammengefassten Lageberichts hingewiesen wird, sind die gesetzlichen Vertreter und der Aufsichtsrat verantwortlich. Im Übrigen sind die gesetzlichen Vertreter für die sonstigen Informationen verantwortlich.

Unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum zusammengefassten Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab.

Im Zusammenhang mit unserer Konzernabschlussprüfung haben wir die Verantwortung, die oben genannten sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen

wesentliche Unstimmigkeiten zum Konzernabschluss, zu den inhaltlich geprüften Bestandteilen des zusammengefassten Lageberichts oder zu unseren bei der Prüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder
anderweitig wesentlich falsch dargestellt erscheinen.

Falls wir auf Grundlage der von uns zu den vor dem Datum dieses Bestätigungsvermerks erlangten sonstigen Informationen durchgeführten Arbeiten zu dem Schluss gelangen, dass eine wesentliche falsche Darstellung dieser sonstigen Informationen vorliegt, sind wir verpflichtet, über diese Tatsache zu berichten. Wir haben in diesem Zusammenhang nichts zu berichten.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Konzernabschluss und den zusammengefassten Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315e Abs. 1 HGB anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Abschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, es sei denn, es besteht die Absicht den Konzern zu liquidieren oder der Einstellung des Geschäftsbetriebs oder es besteht keine realistische Alternative dazu.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des zusammengefassten Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines zusammengefassten Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im zusammengefassten Lagebericht erbringen zu können.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses des Konzerns zur Aufstellung des Konzernabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der zusammengefasste Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum zusammengefassten Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-APrVO unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und zusammengefassten Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Konzernabschluss und im zusammengefassten Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.
gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Konzernabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des zusammengefassten Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme abzugeben.
beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.
ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Konzernabschluss und im zusammengefassten Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass der Konzern seine Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.
beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Konzernabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Konzernabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und der ergänzend nach § 315e Abs. 1 HGB anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt.
holen wir ausreichende geeignete Prüfungsnachweise für die Rechnungslegungsinformationen der Unternehmen oder Geschäftstätigkeiten innerhalb des Konzerns ein, um Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum zusammengefassten Lagebericht abzugeben. Wir sind verantwortlich für die Anleitung, Überwachung und Durchführung der Konzernabschlussprüfung. Wir tragen die alleinige Verantwortung für unsere Prüfungsurteile.
beurteilen wir den Einklang des zusammengefassten Lageberichts mit dem Konzernabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Konzerns.
führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im zusammengefassten Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

Wir geben gegenüber den für die Überwachung Verantwortlichen eine Erklärung ab, dass wir die relevanten Unabhängigkeitsanforderungen eingehalten haben, und erörtern mit ihnen alle Beziehungen und sonstigen Sachverhalte, von denen vernünftigerweise angenommen werden kann, dass sie sich auf unsere Unabhängigkeit auswirken, und die hierzu getroffenen Schutzmaßnahmen.

Wir bestimmen von den Sachverhalten, die wir mit den für die Überwachung Verantwortlichen erörtert haben, diejenigen Sachverhalte, die in der Prüfung des Konzernabschlusses für den aktuellen Berichtszeitraum am bedeutsamsten waren und daher die besonders wichtigen Prüfungssachverhalte sind. Wir beschreiben diese Sachverhalte im Bestätigungsvermerk, es sei denn, Gesetze oder andere Rechtsvorschriften schließen die öffentliche Angabe des Sachverhalts aus.

Sonstige gesetzliche und andere rechtliche Anforderungen

Vermerk über die Prüfung der für Zwecke der Offenlegung erstellten elektronischen Wiedergaben des Konzernabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts nach § 317 Abs. 3b HGB

Prüfungsurteil

Wir haben gemäß § 317 Abs. 3b HGB eine Prüfung mit hinreichender Sicherheit durchgeführt, ob die in der beigefügten Datei „ESEF-Unterlagen edding AG Konzernabschluss und Konzernlagebericht 2020" enthaltenen und für Zwecke der Offenlegung erstellten Wiedergaben des Konzernabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts (im Folgenden auch als „ESEF-Unterlagen" bezeichnet) den Vorgaben des § 328 Abs. 1 HGB an das elektronische Berichtsformat („ESEF-Format") in allen wesentlichen Belangen entsprechen. In Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften erstreckt sich diese Prüfung nur auf die Überführung der Informationen des Konzernabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts in das ESEF-Format und daher weder auf die in diesen Wiedergaben enthaltenen noch auf andere in der oben genannten Datei enthaltene Informationen.

Nach unserer Beurteilung entsprechen die in der oben genannten beigefügten Datei enthaltenen und für Zwecke der Offenlegung erstellten Wiedergaben des Konzernabschlusses und des zusammenfassten Lageberichts in allen wesentlichen Belangen den Vorgaben des § 328 Abs. 1 HGB an das elektronische Berichtsformat. Über dieses Prüfungsurteil sowie unsere im voranstehenden „Vermerk über die Prüfung des Konzernabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts" enthaltenen Prüfungsurteile zum beigefügten Konzernabschluss und zum beigefügten zusammenfassten Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2020 hinaus geben wir keinerlei Prüfungsurteil zu den in diesen Wiedergaben enthaltenen Informationen sowie zu den anderen in der oben genannten Datei enthaltenen Informationen ab.

Grundlage für das Prüfungsurteil

Wir haben unsere Prüfung der in der oben genannten beigefügten Datei enthaltenen Wiedergaben des Konzernabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 Abs. 3b HGB unter Beachtung des Entwurfs des IDW Prüfungsstandards: Prüfung der für Zwecke der Offenlegung erstellten elektronischen Wiedergaben von Abschlüssen und Lageberichten nach § 317 Abs. 3b HGB (IDW EPS 410) durchgeführt. Unsere Verantwortung danach ist im Abschnitt „Verantwortung des Konzernabschlussprüfers für die Prüfung der ESEF-Unterlagen" weitergehend beschrieben. Unsere Wirtschaftsprüferpraxis hat die Anforderungen an das Qualitätssicherungssystem des IDW Qualitätssicherungsstandards: Anforderungen an die Qualitätssicherung in der Wirtschaftsprüferpraxis (IDW QS 1) angewendet.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für die ESEF-Unterlagen

Die gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft sind verantwortlich für die Erstellung der ESEF-Unterlagen mit den elektronischen Wiedergaben des Konzernabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts nach Maßgabe des § 328 Abs. 1 Satz 4 Nr. 1 HGB und für die Auszeichnung des Konzernabschlusses nach Maßgabe des § 328 Abs. 1 Satz 4 Nr. 2 HGB.

Ferner sind die gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie als notwendig erachten, um die Erstellung der ESEF-Unterlagen zu ermöglichen, die frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - Verstößen gegen die Vorgaben des § 328 Abs. 1 HGB an das elektronische Berichtsformat sind.

Die gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft sind zudem verantwortlich für die Einreichung der ESEF-Unterlagen zusammen mit dem Bestätigungsvermerk und dem beigefügten geprüften Konzernabschluss und geprüften zusammengefassten Lagebericht sowie weiteren offenzulegenden Unterlagen beim Betreiber des Bundesanzeigers.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung der Erstellung der ESEF-Unterlagen als Teil des Rechnungslegungsprozesses.

Verantwortung des Konzernabschlussprüfers für die Prüfung der ESEF-Unterlagen

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob die ESEF-Unterlagen frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - Verstößen gegen die Anforderungen des § 328 Abs. 1 HGB sind. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - Verstöße gegen die Anforderungen des § 328 Abs. 1 HGB, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unser Prüfungsurteil zu dienen.
gewinnen wir ein Verständnis von den für die Prüfung der ESEF-Unterlagen relevanten internen Kontrollen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Kontrollen abzugeben.
beurteilen wir die technische Gültigkeit der ESEF-Unterlagen, d.h. ob die die ESEF-Unterlagen enthaltende Datei die Vorgaben der Delegierten Verordnung (EU) 2019/815 in der zum Abschlussstichtag geltenden Fassung an die technische Spezifikation für diese Datei erfüllt.
beurteilen wir, ob die ESEF-Unterlagen eine inhaltsgleiche XHTML-Wiedergabe des geprüften Konzernabschlusses und des geprüften zusammengefassten Lageberichts ermöglichen.
beurteilen wir, ob die Auszeichnung der ESEF-Unterlagen mit Inline XBRL-Technologie (iXBRL) eine angemessene und vollständige maschinenlesbare XBRL-Kopie der XHTML-Wiedergabe ermöglicht.

Übrige Angaben gemäß Artikel 10 EU-APrVO

Wir wurden von der Hauptversammlung am 9. Juni 2020 als Abschlussprüfer gewählt. Wir wurden am 18. Dezember 2020 vom Aufsichtsrat beauftragt. Wir sind ununterbrochen seit dem Geschäftsjahr 2009 als Konzernabschlussprüfer der edding Aktiengesellschaft, Ahrensburg, tätig.

Wir erklären, dass die in diesem Bestätigungsvermerk enthaltenen Prüfungsurteile mit dem zusätzlichen Bericht an den Aufsichtsrat nach Artikel 11 EU-APrVO (Prüfungsbericht) in Einklang stehen.

Verantwortliche Wirtschaftsprüferin

Die für die Prüfung verantwortliche Wirtschaftsprüferin ist Frau Michaela Loose.

Hamburg, 25. März 2021

**Ebner Stolz GmbH & Co. KG

Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft**

Dirk Schützenmeister, Wirtschaftsprüfer

Michaela Loose, Wirtschaftsprüferin

Geschäftsbericht 2020

Internet www.edding.de

E-Mail [email protected]

Aus Gründen der leichteren Lesbarkeit wird im Geschäftsbericht auf eine geschlechtsspezifische Differenzierung verzichtet. Entsprechende Begriffe gelten im Sinne der Gleichbehandlung für alle Geschlechter.

Kennzahlen des Konzerns

(Angaben in TEUR, soweit nicht anders angegeben)

edding Konzern 2020 2019 2018’ 20172 2016
Ertragslage
EBIT 8.122 9.714 13.133 12.047 11.848
in % vom Umsatz 6,5 6,9 9,3 8,7 8,3
Konzernergebnis 5.287 5.975 8.764 7.642 7.141
in % vom Eigenkapital
(Eigenkapital-Rendite) 8,1 9,2 13,7 13,1 13,0
Konzernergebnis vor Ertragsteuern 9.334 10.595 13.251 11.580 11.578
Umsatzerlöse 125.748 141.793 140.885 139.248 143.014
Veränderung (in %) -11,3 0,6 1,2 n.a. 3,4
Auslandsanteil (in %) 52,3 54,4 55,1 57,6 57,6
Rohergebnis3 75.017 85.750 85.765 83.250 90.908
in % von der Gesamtleistung 59,5 60,3 60,8 59,8 63,5
Personalaufwand 38.354 40.805 37.670 37.348 36.692
in % vom Umsatz 30,5 28,8 26,7 26,8 25,7
Mitarbeiter (Jahresdurchschnitt) 679 659 638 627 603
Vermögens- und Finanzlage
Bilanzsumme 129.830 118.516 112.002 104.848 98.720
Veränderung (in %) 9,5 5,8 6,8 6,2 0,2
Eigenkapital 65.368 64.929 63.870 58.338 54.991
in % der Bilanzsumme 50,3 54,8 57,0 55,6 55,7
Liquidität zweiten Grades
(Quick Ratio in %) 174,2 150,9 175,8 170,9 169,4
Ergebnisse Mitarbeiterbefragung4
Mitarbeiterengagement (in %) 88 87 87 87 89
Qualität des Leistungsumfelds (in %) 82 82 82 80 81
edding AG 2020 2019 2018 2017 2016
Jahresüberschuss 4.230 4.116 6.620 5.586 7.140
Ergebnis vor Steuern 7.749 8.009 10.098 8.188 10.186
Anzahl Aktien
Stammstückaktien 600.000 600.000 600.000 600.000 600.000
Vorzugsstückaktien 473.219 473.219 473.219 473.219 473.219
Jahresüberschuss je Aktie 3,94 € 3,84 € 6,17 € 5,20 € 6,65 €
Dividende
Stammstückaktien 1,80 € 1,20 € 2,40 € 2,10 € 2,10 €
Vorzugsstückaktien 1,84 € 1,23 € 2,45 € 2,15 € 2,15 €
Aktienkurs am 31.12. 69,50 € 73,00 € 83,50 € 102,00 € 91,08 €

1 Aufgrund der Korrektur eines Fehlers in der Bilanzierung unter Hochinflation nach IAS 29 wurde das Geschäftsjahr 2018 rückwirkend angepasst.

2 Seit dem Geschäftsjahr 2018 wurden die Vorschriften gemäß IFRS 15 „Erlöse aus Verträgen mit Kunden" angewendet. Das Vorjahr wurde entsprechend rückwirkend angepasst.

3 ohne sonstige betriebliche Erträge

4 Im Geschäftsjahr 2016 wurde die Messung vom bisherigen Schulnotensystem auf ein zweidimensionales strategisches Fitness-Modell umgestellt.

Brief an die Aktionäre

Sehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre,

sicherlich ergeht es Ihnen wie uns: das Jahr 2020 war für uns ein Wellenbad der Gefühle zwischen Besorgnis und Hoffnung auf baldige Besserung, sowohl was den Pandemie-Verlauf angeht als auch die geschäftliche Entwicklung.

Zunächst einmal hoffen wir und wünschen Ihnen, dass Sie gesundheitlich wohlbehalten durch das Jahr und den bisherigen Verlauf der Corona-Pandemie gekommen sind. Wir selbst hatten im Risikomanagement von Beginn an die Gesundheit und das Wohlergehen unserer Mitarbeiter im Blick. Bis Ende des Jahres 2020 haben wir von 19 an COVID-19 erkrankten Mitarbeitern erfahren. Wir freuen uns, dass alle einen eher milden Verlauf hatten und sich die meisten von ihnen inzwischen wieder gut von der Krankheit erholt haben.

Natürlich haben wir mit Umsatzerlösen von 125,7 Mio. EUR und einem Konzern-EBIT von 8,1 Mio. EUR unsere für das Jahr 2020 gesteckten ambitionierten Umsatz- und Ergebnisziele pandemiebedingt nicht erreichen können. Dennoch sind wir als Vorstand mit dem erreichten Jahresergebnis in Anbetracht des wirtschaftlichen Umfelds zufrieden. Nach einem dramatischen Einbruch in den Monaten März bis Mai und einem insgesamt enttäuschenden ersten Halbjahr hat insbesondere die Erholung der Umsatzerlöse nach der Sommerpause bei anhaltenden Sparmaßnahmen am Ende noch zu einem akzeptablen Ergebnis geführt. Zur Wirksamkeit dieser Sparmaßnahmen haben dabei viele unserer Stakeholder in besonderem Maße einen Beitrag geleistet: allen voran unsere Mitarbeiter, die Kurzarbeit und freiwillige Gehaltsverzichte in Kauf genommen haben. Aber auch Aufsichts- und Beiräte sowie aktive und ehemalige Mitglieder des Vorstands und sogar Dienstleister haben freiwillig auf relevante Anteile ihrer Bezüge verzichtet und damit eine ungewöhnliche Solidarität zu edding an den Tag gelegt. Allen sind wir zu großem Dank verpflichtet und nehmen dies nicht als selbstverständlich.

Entgegen dem allgemeinen Trend konnten wir bei unseren Sortimenten für den privaten Endverbraucher erfreuliche Wachstumsraten erzielen. Dabei hat unsere im Herbst präsentierte Acrylic-Range (ein Sortiment im Bereich „Creative Life“), von der wir uns für die kommenden Jahre deutliche Zuwächse versprechen, hierzu noch gar nicht beigetragen; die ersten Auslieferungen erfolgten erst Anfang 2021. Besonders positiv hat sich sogar im ersten Halbjahr 2020 der Absatz von Kreativprodukten über die Online-Kanäle ausgewirkt. Weitere Effekte brachte die im vierten Quartal gestartete Kooperation mit dem Kreidemarker-Spezialisten Securit, mit dem wir gemeinsam den „edding 4085 by Securit“ entwickelt haben und dessen Produkte aus dem Home-Sortiment wir seitdem exklusiv in Deutschland und Österreich vertreiben.

Aber auch in den gewerblichen Sortimenten für Büro und Industrie gab es trotz Umsatzrückgang positive Nachrichten. So hat unser EcoLine-Sortiment, das bereits im Vorjahr den Green Brand Award gewann und dessen Highlighter e-24 mit dem Blauen Engel ausgezeichnet wurde, in 2020 zusätzlich den renommierten Bundespreis ecodesign gewonnen. In Verbindung mit ebenfalls steigenden EcoLine-Absatzzahlen freut uns das besonders. Das Geschäftsfeld Visuelle Kommunikation konnte durch ein Wachstum im Bildungssektor trotz generellem Umsatzrückgang einen Rekord bei verkauften e-Screens verzeichnen. Durch den Digitalpakt rechnen wir hier mit weiterem Marktwachstum und haben uns darauf durch zielgerichtete Sortimentsergänzung sowie den Ausbau unseres Vertriebs vorbereitet.

Leider bekamen unsere neuen Geschäftsaktivitäten im Segment Technological Solutions und im Bereich Tattoo die Folgen der Pandemie in besonderem Maße zu spüren. So war die Eröffnung unseres ersten Tattoo Studios im Oktober in Hamburg zwar ein echter Höhepunkt für uns, allerdings mussten wir bereits einen Monat später im Rahmen der Lockdown-Maßnahmen wieder schließen. Der Geschäftsbereich Technological Solutions litt unter abgesagten Messen und der deutlich eingeschränkten Möglichkeit von Produktpräsentationen vor Ort, ein für deren höchst innovative Produkte unerlässliches Vermarktungsinstrument. Dennoch sind wir ungebrochen optimistisch: Dort, wo wir trotz strenger Besuchsregeln die edding Kompaktdrucker in der Fertigung vorführen konnten, erhielten wir exzellentes Nutzerfeedback und konnten bereits namhafte Kunden für unsere Lösungen gewinnen.

Mit Abschluss des Jahres 2020 haben wir ebenfalls in Bezug auf unsere Balanced Scorecard 2020 Bilanz gezogen, deren Ziele wir in den Jahren 2015 und 2016 definiert hatten. Leider können wir uns mit der strategischen Entwicklung des Unternehmens in diesem Zeitraum nicht zufrieden geben. Insbesondere konnten wir unsere Ziele im Bereich unserer Marktstrategien und der damit verbundenen Consumer/Customer-Ziele nicht erreichen. Dabei spielte die Coronakrise nur eine Nebenrolle; wesentliche Ursachen sind hier deutliche Zielverfehlungen in Südamerika sowie eine unter den Erwartungen liegende Umsetzungsgeschwindigkeit bei neuen Themen und Projekten. Dem begegnen wir im Rahmen der neuen Strategie 2025 mit der Einführung einer Lean-Organisation mit zentralen Service Centern für rein auf Geschäftsentwicklung fokussierte konsumentenzentrierte Business Units. Durch die Entwicklung in Richtung eines agilen Managementsystems versprechen wir uns Entscheidungen zu beschleunigen und Projekte schneller und enger am Konsumentenfeedback orientiert umzusetzen. Eine neue Balanced Scorecard mit Zielen bis 2025 werden wir bis Ende 2021 definieren.

Der Börsenkurs der edding-Aktie konnte sich den Turbulenzen der COVID-19-Pandemie ebenfalls nicht entziehen; dieser ist im Jahresverlauf von 73,50 EUR auf zeitweise unter 50,00 EUR gefallen. Nach der Anhebung der Prognosen im November konnte er sich bis Ende Dezember auf 69,50 EUR - und damit fast auf Vor-Corona-Niveau - weitgehend erholen, womit das Jahr für Sie als unsere Aktionärinnen und Aktionäre noch ein einigermaßen versöhnliches Ende gefunden haben dürfte. Bei Ihnen möchten wir uns im Übrigen für den regen Austausch während und die positiven Rückmeldungen nach unserer virtuellen Hauptversammlung 2020 bedanken. Auf diese Weise konnten wir mit Ihnen auch im Pandemie-Jahr zumindest virtuell in Kontakt bleiben. Aller Voraussicht nach werden wir auch in 2021 wieder auf dieses Format zurückgreifen müssen.

Besonders stolz sind wir in 2020 auf die großartigen Ergebnisse der jährlichen Mitarbeiterbefragung. Im Jahr der COVID-19-Pandemie hatten wir aufgrund der äußerst schwierigen Rahmenbedingungen eher mit einem Rückgang der Ergebnisse gerechnet. Tatsächlich sind die bisher schon hohen Zustimmungswerte nochmals angestiegen. Erneut haben unsere Mitarbeiter bewiesen, dass sie gerade in Krisenzeiten besonders eng zusammenstehen. Damit haben unsere Mitarbeiter auch dieses herausfordernde Jahr 2020 mit einer hohen Motivation und einem hohen Maß an edding Tinte im Blut gemeistert. Ohne dieses Engagement wäre unsere Bilanz Ende 2020 nicht annähernd so gut ausgefallen. Daher gilt ihnen an dieser Stelle mehr noch als sonst unser herzlicher Dank.

Das Jahr 2021 wird für uns weiterhin geprägt durch COVID-19 aber auch durch die Implementierung der neuen Unternehmensstrategie eher ein Übergangsjahr werden. Dennoch wollen wir möglichst bald wieder an das Umsatzniveau anknüpfen, welches wir vor Ausbruch der COVID-19-Pandemie hatten. Ergebnisseitig sind allerdings durch die mit der Strategie verbundenen Aufwendungen aus heutiger Sicht noch keine deutlichen Zuwächse zu erwarten, selbst wenn uns der weitere Verlauf der Pandemie keinen weiteren Umsatzeinbruch bescheren sollte. Trotz allem sind wir optimistisch, dass wir gemeinsam mit unseren engagierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern die Herausforderungen in 2021 meistern und damit die Basis für ein deutliches Wachstum und eine erfolgreiche Strategieentwicklung bis 2025 legen können.

Mit freundlichen Grüßen

Per Ledermann

Thorsten Streppelhoff

Sönke Gooß

Bericht des Aufsichtsrats

Sehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre,

wir überreichen Ihnen heute den Bericht über das Geschäftsjahr 2020. Die Entwicklungen in den einzelnen Geschäftsfeldern und Märkten sind im Bericht des Vorstands detailliert erläutert.

Die uns nach Aktiengesetz (AktG) und Satzung obliegenden Verpflichtungen haben wir auch im Jahr 2020 ordnungsgemäß und mit Sorgfalt wahrgenommen.

Kommunikation mit dem Vorstand

Über die Lage des edding Konzerns sowie über die laufenden Geschäfte wurden wir im Berichtsjahr regelmäßig und umfassend informiert. Dazu gehörten schriftliche monatliche Berichte des Vorstands über die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage, die Personalplanung sowie weitere Themen von aktueller strategischer und operativer Bedeutung. Daneben erhielten wir detaillierte Berichte über den Fortgang der Strategieumsetzung mittels eines Balanced Scorecard Systems.

Zusätzlich zu den Aufsichtsratssitzungen tauschen sich der Vorsitzende und der Vorstand regelmäßig über die Geschäftsentwicklung und besondere Geschäftsvorfälle aus.

Risikomanagement

Neben der Berichterstattung über das operative Geschäft wurden uns aus dem internen Kontrollsystem, soweit erforderlich ad hoc, ansonsten monatlich Informationen über die Änderung der Risikolage bei den Kernrisiken und ihre Behandlung gegeben.

Anhand dieser Berichte konnte sich der Aufsichtsrat davon überzeugen, dass das interne Kontrollsystem wirksam in die laufenden Arbeitsprozesse integriert ist und der Eintritt wesentlicher Risiken frühzeitig erkannt werden kann.

Schwerpunkte der Aufsichtsratssitzungen in 2020

Auf jeder unserer Sitzungen in 2020 gab es einen Tagesordnungspunkt, der dem Bericht über das Risikomanagement gewidmet war. Zusätzlich stand der Umgang mit den Herausforderungen der COVID-19-Pandemie, die aktuelle Geschäftsentwicklung und Maßnahmen zur Risikominimierung im Fokus aller Sitzungen. Im Übrigen behandelten die einzelnen Sitzungen schwerpunktmäßig folgende Themen:

In der ersten Sitzung im März befassten wir uns mit dem Jahresabschluss 2019 im Beisein der Wirtschaftsprüfer. Für die Vorbereitung waren uns die Prüfungsberichte zum Jahresabschluss der edding AG und des edding Konzerns rechtzeitig zugegangen, so dass wir eine eigene Prüfung durchführen konnten. Außerdem stimmten wir dem Dividendenvorschlag des Vorstands zu.

Im April verabschiedeten wir die Tagesordnung für die Hauptversammlung. Weiterer Fokus der Sitzung waren die Themen Consumer Centricity, die Bestandaufnahme der IT-Landschaft und der Umgang mit der COVID-19-Pandemie. Der Vorstand stellte unterschiedliche Corona-Szenarien und Maßnahmen zur Ergebnissicherung dar.

Die Juni-Sitzung des Aufsichtsrats fand traditionell im Anschluss an die in 2020 zum ersten Mal virtuell durchgeführte Hauptversammlung statt. In seiner anschließenden Sitzung widmete sich der Aufsichtsrat im Detail dem Vertrieb und den Vertriebsstrategien. Der Geschäftsführer der edding Vertrieb GmbH stellte die unterschiedlichen Bereiche seiner Gesellschaft, deren Funktionen und Zielsetzung dar. Er berichtete von den anstehenden Projekten wie der Einführung einer neuen Partnermarke und dem Umzug der Verwaltung am Standort Wunstorf. Herr Ledermann stellte den Verhandlungsstatus zur nachträglichen Senkung des Kaufpreises für die Beteiligung an der brasilianischen Companhia de Canetas Compactor S.A. vor. Der Aufsichtsrat stimmte der Verhandlungsstrategie zu.

Im September trafen wir uns zu unserer jährlichen Strategiesitzung - der einzigen physischen Sitzung in 2020. Der Vorstand präsentierte ausführlich die neue Konzernstrategie 2025, deren generelle Richtung wir bereits in einer kurzen Sitzung im August gebilligt hatten. Eckpunkte der Strategie sind unter anderem die Ausrichtung allen unternehmerischen Handelns am in den Vorjahren herausgearbeitetem übergreifenden Unternehmenszwecks, dem „WHY“. Außerdem wird - angelehnt an das Lean Organisational Model - der Aufbau konsumentenzentrierter Business Units angestrebt, denen Spezialkompetenzen aus zentralen Service Centern beigestellt werden. Zudem wird mit der Einführung einer agilen Unternehmensphilosophie auf eine deutlich erhöhte Geschwindigkeit in den Abläufen abgezielt.

Der Vorstand stellte seine Überlegungen zum Umbau der Organisation, der neuen Steuerungsgrößen und der Neugestaltung von Führungsrollen vor. Starker Fokus war das Thema Change Management und die Frage, wie die Organisation in diesem Veränderungsprozess mitgenommen werden kann. Zusätzlich wurde intensiv über den Status aktueller Projekte berichtet.

Im Anschluss an die Sitzung besichtigte der Aufsichtsrat das erste edding Tattoo Studio in Hamburg kurz vor der Eröffnung. Der Geschäftsführer der edding Expressive Skin GmbH erläuterte ausführlich den Status der Strategie und die Abläufe im Studio. Dabei konnte ein Tätowiervorgang live beobachtet und der Fokus des Konzeptes auf Hygiene, Qualität und Kreativität begutachtet werden.

Im Dezember genehmigten wir das vorgelegte Jahresbudget für 2021. Das Budget ist im Einklang mit der langfristigen Wachstumsstrategie und findet eine gute Balance zwischen langfristigen Investitionen in Zukunftsfelder und der Absicherung des Kerngeschäfts unter Berücksichtigung möglicher Geschäftsrisiken durch die fortwährende Belastung infolge der Coronakrise.

Der Vorstand berichtete weiterhin über die Ergebnisse der jährlichen Mitarbeiterbefragung, die trotz der Belastungen der Krise weiterhin auf hohem Niveau sind und eine robuste Unternehmenskultur sowie das Engagement und das Vertrauen der Mitarbeiter in den Vorstand dokumentieren.

Sonstige Angaben zur Corporate Governance

Im Rahmen der Dezember-Sitzung wurde die Entsprechenserklärung der edding AG zum neuen Corporate Governance Kodex (DCGK) von Vorstand und Aufsichtsrat gemeinsam verabschiedet. Die Entsprechungserklärung wurde unverzüglich danach auf der Internetseite der Gesellschaft veröffentlicht.

Uns sind keine Handlungen oder Verstöße bekannt, durch die sich Personen aus dem Kreis der Geschäftsleitung, der Aufsichtsratsmitglieder, der Mitarbeiter oder Dritter ungerechtfertigte Vorteile verschafft haben. Im Berichtszeitraum sind im Aufsichtsrat keine Interessenkonflikte aufgetreten.

Alle Aufsichtsratsmitglieder haben an allen Sitzungen in 2020 teilgenommen oder waren per Telefon oder Videokonferenz zugeschaltet. Aufgrund der COVID-19-Pandemie fanden die Sitzungen überwiegend in virtueller Form statt. Aufgrund der spezifischen Gegebenheiten des Unternehmens und der geringen Anzahl der Mitglieder des Aufsichtsrats sind keine Ausschüsse gebildet.

Aus- und Fortbildungsmaßnahmen führen die Mitglieder des Aufsichtsrats in der Regel über ihre hauptberufliche Tätigkeit durch. Außerhalb der Sitzungen führt die Gesellschaft für die Mitglieder des Aufsichtsrats in unregelmäßigen Abständen Informationsveranstaltungen zur Vertiefung von branchenspezifischen sowie unternehmensspezifischen Themen durch. Weiterhin stellt die Gesellschaft Fachzeitschriften zur Verfügung und fördert bei Bedarf weitere Aus- und Fortbildungsmaßnahmen.

Im Berichtsjahr wurden die Vorstandsverträge von Chief Business Officer (bis 31.12.2020 Chief Operating Officer) und Chief Financial Officer für weitere fünf Jahre verlängert. Dabei wurden weitgehend die Vorgaben des neuen ARUG II und des neuen Corporate Governance Kodex (DCGK) mit den in der Entsprechenserklärung erläuterten Ausnahmen berücksichtigt.

Jahres- und Konzernabschluss, Abschlussprüfung

Die Aufsichtsratssitzung über den Jahresabschluss 2020 fand am 25. März 2021 statt.

Dazu lagen allen Mitgliedern des Aufsichtsrats die vom Vorstand nach den maßgeblichen Vorschriften für die Rechnungslegung börsennotierter Aktiengesellschaften aufgestellten Jahresabschlüsse und Lageberichte der edding AG und des edding Konzerns sowie die Prüfungsberichte der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Ebner Stolz GmbH & Co. KG, Hamburg, vor.

Der Jahres- und Konzernabschluss der edding AG sowie der zusammengefasste Lage- und Konzernlagebericht waren jeweils mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen worden.

Die Prüfungsberichte wurden vom Vorstand allen Mitgliedern des Aufsichtsrats nach Vorliegen umgehend zusammen mit dem Vorschlag über die Verwendung des Bilanzgewinns zugesandt und von uns geprüft.

Im Beisein der Abschlussprüfer wurden die Unterlagen sowie alle wesentlichen abschluss- und prüfungsrelevanten Themen einschließlich der Key Audit Matters ausführlich erörtert und von uns geprüft.

Im Rahmen der Abschlussprüfung wurde auch das interne Kontrollsystem beurteilt. Es wurde bestätigt, dass keine wesentlichen Schwächen bezüglich des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems und der rechnungslegungsbezogenen IT-Systeme festgestellt wurden und der Vorstand die nach § 91 Abs. 2 AktG geforderten Maßnahmen in geeigneter Weise getroffen hat.

Aufgrund dieser Unterlagen und der eigenen Prüfung stimmten wir dem Ergebnis der Abschlussprüfung für die edding AG und dem Vorschlag des Vorstands über die Gewinnverwendung ohne Einwendungen zu.

Damit haben wir den Jahresabschluss der edding AG für das Geschäftsjahr 2020 gebilligt und gemäß § 172 AktG festgestellt. Den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht haben wir billigend zur Kenntnis genommen.

Darüber hinaus hat der Aufsichtsrat die „Nichtfinanzielle Erklärung“ für das Geschäftsjahr 2020 gesondert geprüft. Diese wurde auftragsgemäß von der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Mazars GmbH & Co. KG, Hamburg, einer prüferischen Durchsicht unterzogen; der entsprechende Prüfungsbericht hat zur Sitzung vorgelegen und der hierfür verantwortliche Wirtschaftsprüfer hat an der Sitzung teilgenommen und über die wesentlichen Ergebnisse dieser Prüfung berichtet.

Hauptversammlung am 2. Juni 2021

Wir haben in der Sitzung am 25. März 2021 auch die Tagesordnung für die Hauptversammlung verabschiedet. Darin schlagen wir gemeinsam mit dem Vorstand vor, dass die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Ebner Stolz GmbH & Co. KG, Hamburg, auch für die Abschlussprüfung 2021 als Prüfer bestellt wird.

Der Aufsichtsrat wird sich hierzu wie üblich eine Unabhängigkeitserklärung der Abschlussprüfer vorlegen lassen. Diese soll bestätigen, dass keine beruflichen, finanziellen oder sonstigen Beziehungen zwischen dem Prüfer, seinen Organen und Prüfungsleitern einerseits und dem Unternehmen und seinen Organmitgliedern andererseits bestehen, die Zweifel an seiner Unabhängigkeit begründen können.

Dank an Vorstand und Mitarbeiter

Allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sowie dem Vorstand danken wir für ihren engagierten Einsatz für unser Unternehmen im abgelaufenen Geschäftsjahr. Dieses Geschäftsjahr war geprägt durch die Pandemie und die andauernde Unsicherheit. Diese hat allen Mitarbeitern, den Führungskräften und dem Vorstand viel abverlangt. Umso beeindruckender ist die Tatsache, wie das Unternehmen als Gemeinschaft agiert hat und die Herausforderungen mit „edding-Spirit“ gemeistert hat. Hierfür möchten wir an dieser Stelle unsere besondere Anerkennung zum Ausdruck bringen.

Die Ergebnisse ihrer Arbeit finden sich in einem Jahres- und Konzernabschluss der edding AG wieder, die angesichts der Rahmenbedingungen ein sehr respektables Ergebnis darstellen.

Ahrensburg, 25. März 2021

Der Aufsichtsrat

Chehab Wahby, Vorsitzender

Michael Rauch, Stellvertretender Vorsitzender

Anja Keihani, Arbeitnehmervertreterin